Autor Thema: Fragen zur low-current LED  (Gelesen 566 mal)

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Offline ari.tao

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Fragen zur low-current LED
« am: Fr 15.03.2019, 20:12:03 »
Fragen zur low-current LED

Kennt sich jmd. mit LEDs aus und kann mal die Basics erklären?
Ich habe inzwischen gelernt:
1) Der lange Anschluß ist immer plus.
2) Alle Varianten mit 12, 5 oder 3V Spannung und 20 oder 2mA heißen ´low current´.
3) Jede LED braucht einen Vorwiderstand zur Strombegrenzung.
4) Im Atari gibt es Vorwiderstände von 120 Ohm (zB. Status-LED des TT)
   oder 220 Ohm (zB. AktivitätsAnzeige HD) - welche LEDs passen dazu?
5) Grüne Standard-LEDs von 3mm leuchten ohne Vorwiderstand gelb - & sind bald hin.
6) Zwei-Farben-LEDs von 5mm brauchen einen Vorwiderstand von 2,2K - sonst zu hell
7) Als billige Halter kann man diese gelben Stecker benutzen...

Edit.: Bloß ebbs Kosmetik
« Letzte Änderung: Sa 16.03.2019, 09:13:21 von ari.tao »
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Offline Arthur

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Re: Fragen zur low-current LED
« Antwort #1 am: Fr 15.03.2019, 20:50:27 »
Fragen zur low-current LED

Kennt sich jmd. mit LEDs aus und kann mal die Basics erklären?
Ich habe inzwischen gelernt:
1) Der lange Anschluß ist immer plus.
2) Alle Varianten mit 12, 5 oder 3V Spannung und 20 oder 2mA heißen ´low current´.
3) Jede LED braucht einen Vorwiderstand zur Strombegrenzung.
4) Im Atari gibt es Vorwiderstände von 120 Ohm (zB. Status-LED des TT)
   oder 220 OHM (zB. AktivitätsAnzeige HD) - welche LEDs passen dazu?
5) Grüne Standard-LEDs von 3mm leuchten ohne Vorwiderstand gelb - und sind bald hin.
6) Zwei-Farben-LEDs von 5mm brauchen einen Vorwiderstand von 2,2K - sonst zu hell
7) Als billige Halter kann man diese gelben Stecker benutzen...

1) ist die Anode und nicht Plus  >:D
2) -
3) R kann nach dem ohmschen Gesetz berechnet werden.
4) siehe 3
5) ja, die verbrennen regelrecht
6) ein Blick in die technischen Daten hilft und evtl. dann 3
7) ??

Offline 1ST1

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Re: Fragen zur low-current LED
« Antwort #2 am: Fr 15.03.2019, 23:03:24 »
Uv = Rv * I

Damit kann man das ausrechnen.

Uv = Unetzteil - Uled

Rv = Größe des Vorwiderstandes

I = LED Strom

Das ist alles Mathe.
« Letzte Änderung: Fr 15.03.2019, 23:05:11 von 1ST1 »
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Offline ari.tao

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Re: Fragen zur low-current LED
« Antwort #3 am: Fr 15.03.2019, 23:36:22 »
oo) Wenn da eine Standard-LED von 3mm mit 5V 2mA spezifiziert ist:
      Heißt das, der Vorwiderstand muß so groß sein, daß sie max. 2mA ziehen kann?
      Kann der Eigen-Widerstand - weil zu klein - beim Rechnen vernachlässigt werden?
oi) Wenn da eine ´dicke´ LED von 5mm mit 5V 20mA spezifiziert ist:
      Heißt das, bei 220 Ohm Vorwiderstand zieht sie 20mA, also bei 2,2K dann 2mA?
      Und leuchtet immer noch?
io) Auf den Dingern ist leider nix aufgedruckt - keine Chance auf´s Datenblatt.
      Wie kriege ich trotzdem heraus, was da vor mir liegt?
 ii) Manche LEDs sind im kalten Zustand weiß.
      Kann ich ihre Farbe erkennen ohne sie anzuschließen?
« Letzte Änderung: Sa 16.03.2019, 00:09:51 von ari.tao »
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Offline Arthur

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Re: Fragen zur low-current LED
« Antwort #4 am: Fr 15.03.2019, 23:49:59 »
Kannst dich testweise heran tasten. Also Test mit verschiedenen Widerständen oder einem Potentiometer. Wenn die Helligkeit passt dann den Widerstand des Potis per Multimeter überprüfen und den nächst nahen Wert der R-Reihe wählen. Es sind immer nur Annäherungswerte.

Offline ari.tao

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Re: Fragen zur low-current LED
« Antwort #5 am: Sa 16.03.2019, 00:29:36 »
Die Status-LED im TT hat 3mm Durchmesser, hängt an 5V und sieht aus wie eine Standard-LED. Ihre Leuchtkraft ist gerade so akzeptabel. Im Schaltplan steht ein Vorwiderstand von 120 Ohm. Wenn ich jetzt nachrechne, dann läuft sie entweder mit 40mA - bei der mickrigen Leuchtkraft! - oder aber, wenn sie nur 2mA zieht, dann hat sie einen EigenWiderstand von 2K Was ist richtig?
« Letzte Änderung: Sa 16.03.2019, 00:41:53 von ari.tao »
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Offline 1ST1

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Re: Fragen zur low-current LED
« Antwort #6 am: Sa 16.03.2019, 07:47:37 »
Ist alles Mathe

Uv = Rv * I

Wenn du tatsächlich eine LED hast, die direkt mit 5V betrieben wird:

Uv =  Unetzteil - Uled = 5V - 5V = 0V

Uv = Rv * I = 0V = Rv * 2 mA

Du bist doch Mathe-Prof, das Problem musst du doch selbst unter Narkose lösen können!
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Offline Lukas Frank

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Re: Fragen zur low-current LED
« Antwort #7 am: Sa 16.03.2019, 08:09:24 »
Standard LED hat = 20mA
Low Current hat = 2mA

An Spannung braucht eine LED je nach Farbe eine andere. Bei Reichelt sind Datenblätter und Daten dabei ...

Offline ari.tao

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Re: Fragen zur low-current LED
« Antwort #8 am: Sa 16.03.2019, 09:08:10 »
Wir haben nur noch einen Händler hier vor Ort. Um den zu unterstützen und nicht auch noch zu verlieren, kaufe ich meine Teile - so er sie denn hat - lieber bei dem.
Es gibt dort einen riesigen Schrank mit lauter kleinen Klappfächern mit LEDs. Die Fächer sind alle beschriftet mit Angaben von Farbe, Durchmesser, Volt und mA und manchmal noch weiterem, was ich nicht verstehe.
Mein Problem ist nicht das bißchen Rechnerei mit dem Ohmschen Gesetz, sondern die richtige Interpretation der Specs., siehe oben oo); ibs. weiß ich nicht, ob/wann man ihren eigenen/inneren Widerstand berücksichtigen muß. Grundsätzlich muß es einen solchen geben (sonst könnten sie ja nicht leuchten, also Energie umsetzen).
Wenn ich wüßte, aha, da steckt im TT eine LED mit Vorwiderstand 120 Ohm und die zieht 20mA (weil sie standard ist), dann würde ich schließen, die muß einen eigenen Widerstand von nochmal ungefähr 130 Ohm haben... Aber das weiß ich eben beides nicht von dem Dingele, das Atari damals verbaut hat, weder mA noch Ri.
Ich hoffe, daß jetzt wenigstens mein Problem klar geworden ist, das ich damit habe.
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Offline Lukas Frank

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Re: Fragen zur low-current LED
« Antwort #9 am: Sa 16.03.2019, 09:21:58 »
Wichtig ist ausschliesslich die LED Spannung und der LED Strom und die Betriebsspannung an der das ganze hängt sonst nichts weiter ...

Wer weiss was Atari sich bei der Größe der Vorwiderstände gedacht hat?
« Letzte Änderung: Sa 16.03.2019, 11:22:29 von Lukas Frank »

Offline Lukas Frank

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Re: Fragen zur low-current LED
« Antwort #10 am: Sa 16.03.2019, 09:40:57 »
... im TT eine LED mit Vorwiderstand 120 Ohm und die zieht 20mA (weil sie standard ist), dann würde ich schließen, die muß einen eigenen Widerstand von nochmal ungefähr 130 Ohm haben...

Wenn ich rechne das die grüne LED 2,4V und 20mA braucht und an 5V hängt müßte der Vorwiderstand wenn ich richtig rechne 130Ohm haben. In der normale Reihe gibt es keine 130Ohm also kann man 120Ohm oder 150Ohm wählen ...

Offline 1ST1

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Re: Fragen zur low-current LED
« Antwort #11 am: Sa 16.03.2019, 10:23:28 »
Der innere Widerstand der LED lässt sich annähernd* auch mit ohmschen Gesetz ausrechnen, du hast die Betriebsspannung der LED, du hast den Strom, der Rest ist U = R * I.

* der ist nur im Normalbetrieb annähernd linear, das ist aber hinreichend genau. Normalbetrieb bedeutet, du hälst dich an die Vorgaben und berechnest den Vorwiderstand richtig. Siehe oben.

Das ist alles kein Hexenwerk, für ne Led braucht man nicht mehr als ohmsches Gesetz. Einfacher Spannungsteiler: Spannungsquelle, Vorwiderstand, Verbraucher, ganz einfache Maschengleichung. Das kann schon ein Zehntklässer. Vektorrechnung, Matritzenrechnung, Integral und DIfferential und weitere Fießheiten nicht notwendig. Nur Grundrechenarten. Gleichung umformen, Zahlen einsetzen, mit den Zehnerpotenzen nicht durcheinander kommen (d.h. keinen ATARI ST310 Taschenrechner nehmen....!), fertig.
« Letzte Änderung: Sa 16.03.2019, 10:25:16 von 1ST1 »
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Offline Arthur

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Re: Fragen zur low-current LED
« Antwort #12 am: Sa 16.03.2019, 10:27:49 »
Beispiel von Frank erklärt es:

Spannungsquelle 5V Netzteil,davon fallen in Franks Beispiel 2,4V an der LED ab.

Die Daten für den Betrieb der LED waren: benötigt 2,4V und 20mA.

Jetzt kannst den Vorwiderstand berechnen-

R= U / I

R = 2,6V / 0.02A

R = 130 Ohm wenns um lange Lebensdauer geht und alle Widerstände in der Grabbelkiste liegen sind dann nimmt man 120 Ohm.



Offline Arthur

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Re: Fragen zur low-current LED
« Antwort #13 am: Sa 16.03.2019, 10:43:41 »
Du bist doch Mathe-Prof, das Problem musst du doch selbst unter Narkose lösen können!

Der ist echt gut. :D (#6 hatte ich ubesehen)

Dann eine Mathe Zusatzaufgabe: Berechne die Leistung die der Vorwiderstand aushalten muss.

Offline 1ST1

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Re: Fragen zur low-current LED
« Antwort #14 am: Sa 16.03.2019, 11:34:17 »
P = U * I, Gleichung mit einer Unbekannten, aus dem eingeschlafenen Arm geschüttelt, den Rest überlasse ich unserem Freund.
« Letzte Änderung: Sa 16.03.2019, 11:41:44 von 1ST1 »
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Offline Lukas Frank

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Re: Fragen zur low-current LED
« Antwort #15 am: Sa 16.03.2019, 11:46:47 »
Es gibt ja zum Beispiel bei Reichelt LEDs mit internem Vorwiderstand für verschiedene Betriebsspannungen. Sowas kann man natürlich direkt anschliessen ist aber unbrauchbar beim Atari wo schon ein Vorwiderstand auf dem Mainboard vorhanden ist.

Offline Wosch

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Re: Fragen zur low-current LED
« Antwort #16 am: Sa 16.03.2019, 13:56:45 »

R = 130 Ohm wenns um lange Lebensdauer geht und alle Widerstände in der Grabbelkiste liegen sind dann nimmt man 120 Ohm.

In dem Satz fehlt ein Punkt oder Komma  :)

Am besten so:
R = 130 Ohm wenns um lange Lebensdauer geht

Wenn alle Widerstände in der Grabbelkiste liegen, dann nimmt man 120 Ohm.

Großer Widerstand = kleine Spannung an der LED = dunkler = längere Lebenszeit

Gruß
Wolfgang


Milan060, Falcon FX36, TT, MSTE,STE,MST,ST, MagicPC,STEmulator,Lynx,Jag,2600,7800, 400,800,600XL,800XL,65XE,130XE,Win7, Win10 /LinuxPC,MacBookPro Retina, MacMini, Ipad

Offline Arthur

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Re: Fragen zur low-current LED
« Antwort #17 am: Sa 16.03.2019, 17:35:37 »
@Wosch, da reißt du offene Tore ein. Das lerne ich nie.

Offline 1ST1

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Re: Fragen zur low-current LED
« Antwort #18 am: Sa 16.03.2019, 20:44:37 »
Das ist ganz einfach.
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Offline gh-baden

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Re: Fragen zur low-current LED
« Antwort #19 am: Sa 16.03.2019, 21:53:23 »
Das ist ganz einfach.

Das wird ihm bestimmt helfen.
Wider dem Signaturspam!