Hardware > Hardware (Classic 16-/32-Bit)
1040er Oberteile selbermachen?
Gast160608:
Nachdem die Tastatur-Debatte hier zu ihrem verdienten (und vorhersehbaren) Ende gekommen scheint, möchte ich doch noch zwei Bemerkungen loslassen:
1) Mich wundert, daß niemand auf die Idee kam, den groben Design-Fehler zu korrigieren, den sich Atari mit den Funktions-Tasten geleistet hat - die sind ja in doppeltem Sinne schräg. Ich kenne keine solche Tastatur - und ich habe einige - bei der diese Tasten nicht ´tanzen´! Gehört das auch zur Nostalgie, solche Fehler zu bewahren? Im Übrigen würde der Platz locker für 12 bis 14 normale Tasten im Stile der TT-Tastatur reichen (und in die Ecken lechts & rings könnten Status-LEDs). Sage also keiner, aus stilistischen Gründen müßten die bleiben.
2) Atari-Tastaturen haben einen weiteren, unsichtbaren Design-Fehler, nämlich die Zuordnung der ScanCodes zu den Funktionen betreffend. Was ich damit meine, könnt Ihr Euch im Anhang anschauen (einschließlich Töölchen wie immer auf eigenes Risiko). Das Chaos ist vermutlich der unzureichenden Aufarbeitung des Erbes geschuldet, von dem die Atari-Tastaturen abgeleitet wurden. Treffende Bemerkungen dazu finden sich auch in NKCC von HS (das leider erst zu meiner Kenntnis gelangte, nachdem ich meinen eigenen Sud verzapft hatte, sonst hätte ich mir einige Arbeit sparen können).
simonsunnyboy:
--- Zitat von: tuxie am Sa 04.02.2017, 18:36:22 ---Was eventuell noch eine Option wäre, ist 3D druck, mein Bruder will mir da in den nächsten Tagen zwei Firmen Adressen geben die Industriell 3D Druck durchführen. Also kein Home 3D Drucker.
--- Ende Zitat ---
Das wäre genau die Antwort, die ich auf der ersten Seite des Threads erwartet hatte. Von irgendwelchen Pressformen war nur bedingt die Rede, nur weil die Amigas das so machen, heisst das nicht, daß wir nicht was anderes machen können.
Ich wäre sehr dankbar, wenn dieser Ansatz mal verfolgt wird. Auch professionell 3D gedruckt wäre es mir 250€ wert. Daher DANKE für diesen spezifischen Vorschlag!
Grendell:
--- Zitat von: simonsunnyboy am So 05.02.2017, 09:41:59 ---Das wäre genau die Antwort, die ich auf der ersten Seite des Threads erwartet hatte. Von irgendwelchen Pressformen war nur bedingt die Rede, nur weil die Amigas das so machen, heisst das nicht, daß wir nicht was anderes machen können.
--- Ende Zitat ---
Hast ja geduldig gewartet, bis es endlich für Dich wieder interessant wurde... ;) Muss aber auch nicht falsch sein, nur weil es die "andere Seite" auch macht.
--- Zitat von: simonsunnyboy am So 05.02.2017, 09:41:59 ---Ich wäre sehr dankbar, wenn dieser Ansatz mal verfolgt wird. Auch professionell 3D gedruckt wäre es mir 250€ wert. Daher DANKE für diesen spezifischen Vorschlag!
--- Ende Zitat ---
Ich hab mal ein bisschen im Internet herum gesucht bezüglich 3D-Druck. So'n Gehäuse ist schon ein Brocken für einen Drucker. Viele Anbieter schließen solche Ausmaße direkt aus.
Preise gibt es nur auf konkrete Anfrage und mit genauen Vorgaben. So ein Preis setzt sich im Wesentlichen aus drei Faktoren zusammen:
* Größe
* Komplexität
* Materialverbrauch
Zu 1: Das Gehäuse ist relativ Groß
Zu 2: Das Gehäuse ist nicht sehr Komplex
Zu 3: Der Materialverbrauch ist relativ gering im Vergleich zur Größe
Auf einer Seite habe ich mal ein paar Beispiele gesehen. Unter Anderem war dort ein Modell-Häuschen abgebildet, was dem Auftraggeber so um die 100 € gekostet hat. Die Größe stand leider nicht dabei, aber ich habe die Maße mal so auf 200x200x200 mm geschätzt.
Was beim 3D-Druck (wie auch beim Spritzgusswerkzeug) fehlt, ist eine 3D-Zeichnung des Gehäuses. So eine Zeichnung muss vorher unbedingt noch angelegt werden. Zum Anfertigen so einer Zeichnung gibt es wiederum verschiedene Möglichkeiten. Mir fallen zwei ein:
* Nachkonstruktion (mühsam)
* 3D-Scan
3D-Scan wird ebenfalls im Internet angeboten. Was das kostet, davon habe ich ebenfalls keine Vorstellung. Viele Firmen bieten 3D-Scan und 3D-Druck gemeinsam an. Es gibt sogar Firmen, die 3D-Zeichnungen aus Fotos scannen können, aber das ist für unseren Fall wohl nicht so sinnvoll. Im Inneren des Gehäuses müssen ja auch noch einige Sachen vorhanden sein, damit man das Board und die Tastatur da passgenau rein bekommt und das Gehäuse auch noch verschrauben kann.
Auch hier wird der Preis für ein Stück Gehäuse von der voraussichtlichen Menge insgesamt bestellter Gehäuse abhängig sein, wenn auch nicht so stark wie bei der Spritzgussversion.
Grendell:
--- Zitat von: ari.tao am So 05.02.2017, 07:24:37 ---Nachdem die Tastatur-Debatte hier zu ihrem verdienten (und vorhersehbaren) Ende gekommen scheint, möchte ich doch noch zwei Bemerkungen loslassen:
--- Ende Zitat ---
Wundert mich, dass Du das Thema noch einmal aufgreifst, wo Du es doch vor ein paar Seiten als OT bezeichnet hast.
--- Zitat von: ari.tao am So 05.02.2017, 07:24:37 ---1) Mich wundert, daß niemand auf die Idee kam, den groben Design-Fehler zu korrigieren, den sich Atari mit den Funktions-Tasten geleistet hat - die sind ja in doppeltem Sinne schräg. Ich kenne keine solche Tastatur - und ich habe einige - bei der diese Tasten nicht ´tanzen´! Gehört das auch zur Nostalgie, solche Fehler zu bewahren? Im Übrigen würde der Platz locker für 12 bis 14 normale Tasten im Stile der TT-Tastatur reichen (und in die Ecken lechts & rings könnten Status-LEDs). Sage also keiner, aus stilistischen Gründen müßten die bleiben.
2) Atari-Tastaturen haben einen weiteren, unsichtbaren Design-Fehler, nämlich die Zuordnung der ScanCodes zu den Funktionen betreffend. Was ich damit meine, könnt Ihr Euch im Anhang anschauen (einschließlich Töölchen wie immer auf eigenes Risiko). Das Chaos ist vermutlich der unzureichenden Aufarbeitung des Erbes geschuldet, von dem die Atari-Tastaturen abgeleitet wurden. Treffende Bemerkungen dazu finden sich auch in NKCC von HS (das leider erst zu meiner Kenntnis gelangte, nachdem ich meinen eigenen Sud verzapft hatte, sonst hätte ich mir einige Arbeit sparen können).
--- Ende Zitat ---
Zu 1: Wenn ein neu zu erschaffendes Gehäuse gebaut wird, in das ein alter 1040-Rechner nebst Tastatur eingebaut werden kann, ist man an das Design dieser F-Tasten gebunden. Gleiches gilt für eine (eventuell) neu zu erschaffende Tastatur, die sowohl in ein Originalgehäuse, als auch in ein Neugehäuse eingebaut werden soll.
Zu 2: Gibt es eine Möglichkeit dieses Chaos zu umgehen, wenn man eine neue Tastatur für einen alten Rechner entwirft?
czietz:
Meine Erfahrung mit 3D-Scans ist allerdings, dass alle hinreichend komplexen Formen (und da gehört das 1040-Oberteil definitiv dazu!) zu Ergebnissen führen, die recht stark nachbearbeitet werden müssen. Also bitte nicht so vorstellen: Scannen, drucken, perfekte Kopie. Gerade die schrägen Lüftungsschlitze stelle ich mir anspruchsvoll vor, sowohl beim Scan als auch beim Druck.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln