Autor Thema: Atari 800  (Gelesen 1483 mal)

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Offline RealLarry

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Re: Atari 800
« Antwort #20 am: Mo 18.02.2019, 08:28:27 »
Ab Werk können alle Geräte bis auf den 400 Composite und tw. auch S-Video

Wie Burkhard schon korrekt anmerkte stimmt das so nicht. Der 400er hat von Haus aus nur einen HF-Ausgang, lässt sich aber mit Composite und S-Video erweitern (Selbstbau: Kjmann's Compsite S-Video upgrade, als Karte: SCCC von tfhh/Jürgen).
Der 800er und die XL/XE (bedingte Ausnahme ist der 1200XL) können alle Composite ausgeben und lassen sich mit wenig Aufwand auf S-Video aufrüsten (Selbstbau: Super Video, UltraVideo oder als kleine Platine: UAV von Bryan).
Kurz: S-Video kann von Haus aus keines der Geräte.


RGB halte ich schon für sinnvoll, würde ich aber auf meine alten Tage nicht mehr nachrüsten ...

Da gebe ich Burkhard völlig Recht. RGB ist toll, aber aus meiner Sicht "zu viel des Guten" (das mag ). Die Eingangs von mir erwähnten Mods habe ich allesamt nachgebaut und ausprobiert und funktionierten gut, bzw. hervorragend (UltraVideo beim 130XE). Zwischenzeitlich habe ich die selbstgebauten Mods aber alle wieder ausgebaut und gegen SCCC, bzw. UAV ausgetauscht und bin mehr als glücklich und zufrieden damit.
Die Wirklichkeit ist bekanntlich nur eine Illusion, die durch den Mangel an Alkohol hervorgerufen wird.

Offline chris78

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Re: Atari 800
« Antwort #21 am: Mo 18.02.2019, 18:32:26 »
Vielen dank erst einmal an alle die sich dem Thema angenommen haben. Ich hatte nie einen 8bit Atari, nur einen C64. Deswegen würde er mich interessieren. Basic kann der 800er soweit ich weiß und der rest wird sich auch noch lernen lassen...  :D
Wenn Du hier von "800er" sprichst - pardon: schreibst - meinst Du doch Aufgrund bisheriger Ausführungen doch sicher die kompletten 8bit Serien der Firma Atari und nicht bloß - wie @RealLarry es (eigentlich richtig folgernd) zu interpretieren scheint - einzig den Atari 800?
Es geht mir um einen 8 Biter Atari. Deswegen dachte ich mit einem 800er Modell wäre das ein guter Einstieg. Und von der Bedienung dachte ich ebenfalls das er ein basic im Bauch hat, ähnlich dem C64...

Offline Neueralteruser

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Re: Atari 800
« Antwort #22 am: Mo 18.02.2019, 19:30:33 »
Wenn Du bei Atari von einem 800er schreibst, versteht jeder eingefleischte 8bit ATARIsti den 800 aus der ersten (400/800) Serie! Der ist aber heutzutage kein gutes Einsteigergerät, weil er ...
a) ... kein eingebautes BASIC hatte und heute vermutlich auch ohne BASIC Modul weitergegeben wird
b) ... bei serienbelassenen Geräten nur auf maximal 48kB kommt (XL/XE fangen bei 64kB an - abgesehen vom 600XL)
c) ... bei serienbelassenen Geräten keine ausreichende SW-Kompatibilität besteht durch veränderte ROMs bei den XL/XE Serien!
Suche lieber nach einem Atari XL/XE, die sind zudem auch günstiger, weil der 800 ein reineis Liebhaberstück sein dürfte!
Hier noch ein paar weitere Unterscheidungsmerkmale der Xx-Serien:
Die XL kamen mit einem breiten Parallel-BUS gfür Erweiterungen daher. An diesem lagen neben den Adress- und Datenleitungen, die auch an Modulport anliegen, weitere Signalleitungen. Das einzige Gerät, daß für diesen diesen mW. aber von Atari entwickelt wurde, war eine Speichererweiterung für den 600XL. Darum wurde der auch bei der XE Serie weggelassen. Der 130XE (erstes mir bekanntes Gerät der XE-Reihe mit 128kB), noch während der auslaufenden Bauzeit der XL erschien, bekam nur noch einen Erweiterungsbus neben dem Modulport, an dem aber die vom Erweiterungsbus der XL im Modulport fehlenden Signale abgreifbar waren. Dieser BUS blieb aber anderen Geräten der XE-Serie vorenthalten:
Hier sieht man oben den Rücken eines 65XE, unten den eines 130XE. Das wollte ich nur hier kurz mal ansprechen ...

edit: Jetzt bin ich aber selber ein bißchen Baff und Stutzig geworden ...:
... Ich bin bisher davon ausgegangen, daß der 600XL eine - zwar margerer bestückte ... - Monitorbuchse haben würde, aber nach diesem Bild, das oben einen 600XL zeigen soll, ist dem wohl doch nicht so - oder ist das länderspezifisch ...?
« Letzte Änderung: Mo 18.02.2019, 19:48:20 von Neueralteruser »
Gruß
Burkhard Mankel

Offline 1ST1

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Re: Atari 800
« Antwort #23 am: Mo 18.02.2019, 22:24:56 »
Ich als nicht-8-Bit-Atarianer will das noch mal etwas verdeutlichen:

Aus Atari Inc. (Time-Warner) -Zeit
1. Es gibt den Atari 800.(aus der selben Serie auch den Atari 400)
2. Es gibt den Atari 800XL (aus der selben Serie auch den 600XL und den 1200XL, letzterer ist sehr selten)
Aus Atari Corp. (Tramiel) Zeit
3. Es gibt den Atari 800XE (und aus der selben Serie den 65XE, den 130XE und das XE-GameSystem)

Merke: 800 nicht gleich 800 nicht gleich 800.
Meine Beiträge waren immer "IMHO". Der Urlaub wird deutlich verlängert. Ich KANN wieder schreiben, aber ob ich das noch WILL?

Offline Arthur

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Re: Atari 800
« Antwort #24 am: Di 19.02.2019, 00:20:35 »
Schicke Bilder Burkhard, da scheint Atari ja für jeden Pups gleich eine neue Modellnummer springen gelassen zu haben. Soll die Modelle aber nicht abwerten sondern nur die Modellpolitik von Atari bewerten.

Offline RealLarry

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Re: Atari 800
« Antwort #25 am: Di 19.02.2019, 11:20:19 »
Ich als nicht-8-Bit-Atarianer will das noch mal etwas verdeutlichen:

Aus Atari Inc. (Time-Warner) -Zeit
1. Es gibt den Atari 800.(aus der selben Serie auch den Atari 400)
2. Es gibt den Atari 800XL (aus der selben Serie auch den 600XL und den 1200XL, letzterer ist sehr selten)
Aus Atari Corp. (Tramiel) Zeit
3. Es gibt den Atari 800XE (und aus der selben Serie den 65XE, den 130XE und das XE-GameSystem)

Merke: 800 nicht gleich 800 nicht gleich 800.

Sehr gut dargestellt. Ich war deshalb auch sehr bemüht, in diesem Thread immer klar und deutlich auf "den 800er", bzw. XL/XE hinzudeuten, damit das einigermaßen klar herausgestellt ist.
Eine weitere, recht gute Übersicht liefert auch ein WikiPedia-Artikel unter https://de.wikipedia.org/wiki/Atari-Heimcomputer, wo sich der noch angehende Atarianer einen Überblick über die einzelnen Computer und deren Zubehör verschaffen kann.
Die Wirklichkeit ist bekanntlich nur eine Illusion, die durch den Mangel an Alkohol hervorgerufen wird.

Offline Wosch

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Re: Atari 800
« Antwort #26 am: Di 19.02.2019, 21:47:25 »
Hi Burkhard,
lt. Profibuch haben die NTSC-600XL keine Monitorbuchse.
Nur die PAL-Geräte haben eine.
Und bei der liegt PIN5 auf Masse, was man beachten sollte
Auf der Seite 304 vom Profibuch ist eine schöne Übersicht mit der Belegung
Gruß
Wolfgang
Milan060, Falcon FX36, TT, MSTE,STE,MST,ST, MagicPC,STEmulator,Lynx,Jag,2600,7800, 400,800,600XL,800XL,65XE,130XE,Win7, Win10 /LinuxPC,MacBookPro Retina, MacMini, Ipad

Offline slx

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Re: Atari 800
« Antwort #27 am: Sa 02.03.2019, 14:12:38 »
...
Ab Werk können alle Geräte bis auf den 400 Composite und tw. auch S-Video. Für .
...
Das halte ich für ein Gerücht!
Und der 400er soll gar keine Monitorbuchse besessen haben ...
Darum hätte ich ja "bis auf den 400" geschrieben.  :D
Das "tw." bezog sich eben darauf, dass nicht alle Ataris alle Anschlüsse haben. Der 800 (ohne XL) hat auf jeden Fall Chroma.
Hier die Erläuterung aus der Atari FAQ:
Zitat
Monitor port (all but 400, NTSC 600XL, SECAM 800XL/130XE/XEgs):
  3 o       o 1
     o     o       DIN-5 180 Socket - female
   5    o    4
        2
1. Composite Luminance ("Y") (PAL 600XL: Not Connected)
2. Ground
3. Audio Output
4. Composite Video (NTSC or PAL standard)
5. Composite Chrominance ("C"; NTSC or PAL standard) (1200XL: Not Connected;
         PAL 600XL: Ground; all but very late-production 800XL: Not Connected)


..., die nur auf den zwei ersten Modellen 400/800 lief (die mir vom Design her am besten gefallen), ...
Mir persönlich waren die zu klobig im Gehäuse und der 400 hatte eine sehr magere Folie als Tastatur - Schnelltippen nahezu ausgeschlossen - und galt bei seinen fest installierten 16kB in seiner Glanzzeit als "nicht erweiterbar"! Den 800 hatte wenigstens 3 RAM-Slots und damit wenigstens auf 48kB (3x16) ausbaubar, wurde aber meineswissens auch erst einmal nur mit einem RAM Modul - also 16kB - über die Ladentheken!
Erweiterungen für den 400er gab's praktisch von Anfang an, war auch in Österreich 1982 kein Problem, den vor Ort auf 48K erweitern zu lassen. Das mit der Tastatur stimmt, aber das Design war für 1979 wirklich cool und spacig.

Ich finde, auch mit Einsatz eines SIO2SD (würde ich einem SDrive (Max) aus kostengründen vorziehen) oder eines anderen Floppy-Emulators ist noch ausreichend Retro-Feeling da, schließlich hat man als Hauptgerät ja noch die Retroversion!
Na ja, den SDrive Max kann man leichter als den SIO2SD selbst bauen, weil er kaum Lötarbeit erfordert, wenn man ihn als einziges Gerät am SIO-Bus betreibt, und mit China-Teilen kostet er auch weniger als ein SIO2SD und hat einen übersichtlicheren Bildschirm.

Mich stört es auch nicht, wenn keine echte Floppy am Gerät hängt, aber es gibt ja Puristen, die das genauso (langsam) haben wollen wie 1980  ;D


Offline slx

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Re: Atari 800
« Antwort #28 am: Sa 02.03.2019, 14:25:21 »

Suche lieber nach einem Atari XL/XE, die sind zudem auch günstiger, weil der 800 ein reineis Liebhaberstück sein dürfte!
Das macht sicher Sinn, der 800er hat zwar eine tolle Tastatur und kann auch auf 800XL-Standard gebracht werden, aber die dafür nötige Hardware ist schon seit einigen Jahren nicht mehr erhältlich. Außerdem ist er ein ziemliches "Trumm" etwa in der Größe einer elektrischen Schreibmaschine.



Zitat
Hier noch ein paar weitere Unterscheidungsmerkmale der Xx-Serien:
Die XL kamen mit einem breiten Parallel-BUS gfür Erweiterungen daher. An diesem lagen neben den Adress- und Datenleitungen, die auch an Modulport anliegen, weitere Signalleitungen.
Dieser Erweiterungsbus ist für "casual user" ziemlich egal, weil es kaum Hardware dafür gibt, und alle Hardware, die es gibt für ziemlich spezielle, inzwischen zT irrelevante Dinge ist (Festplatteninterfaces, Druckerpuffer, usw.). Aktuell gibt's glaub' ich nur eine Diagnoseplatine.

Was die Unterschiede zwischen den Versionen anlangt, hat Atari zB beim 65XE ursprünglich ein anderes Motherboard verwendet, das keinen solchen Connector hatte (siehe Fotos oben), dann aber später aus Kostengründen dasselbe MoBo für 65XE und 130XE verwendet, nur mit weniger Speicher verlötet.

Wenn man am Computer basteln/rumlöten will, ist die XL-Reihe besser, weil da das MoBo stabiler ist. Wenn man nur spielen will, ist man auch mit einem 65XE oder 800XE gut bedient (letzterer ist praktisch ein 65XE mit einem für Europa marketingmäßig angepassten Namen).

Den 1200XL gab's erstens nur ganz kurz und zweitens nur in NTSC. Den kann man zwar ohne extremen Aufwand auf PAL umbauen (und hat dann ein sehr cooles und schönes Gerät), aber da würde ich als Atari-Einsteiger nur zugreifen, wenn ich leidenschaftlicher Bastler wäre und ein gutes Angebot bekäme. PAL-umgebaute 1200XL sind sehr selten wo zu haben. Wenn man kein renoviertes Gerät kauft, muss man außerdem damit rechnen, die Mylar-Folie der (ansonsten sehr guten) Tastatur reparieren bzw. tauschen zu müssen, weil die zu praktisch 100% an Altersschwäche leiden.

Wenn man ein XEGS findet (gibt's manchmal auch unter 100 EUR komplett), dann ist das designtechnisch zwar etwas, das man mögen muss, aber funktional einem 65XE gleichwertig.

Offline Neueralteruser

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Re: Atari 800
« Antwort #29 am: Sa 02.03.2019, 15:33:36 »
... Hier die Erläuterung aus der Atari FAQ:
Zitat
Monitor port (all but 400, NTSC 600XL, SECAM 800XL/130XE/XEgs):
  3 o       o 1
     o     o       DIN-5 180 Socket - female
   5    o    4
        2
1. Composite Luminance ("Y") (PAL 600XL: Not Connected)
2. Ground
3. Audio Output
4. Composite Video (NTSC or PAL standard)
5. Composite Chrominance ("C"; NTSC or PAL standard) (1200XL: Not Connected;
         PAL 600XL: Ground; all but very late-production 800XL: Not Connected)

...
Wie ich weiter oben schon schrieb, hätte der Pinout zu meiner XL Zeit im Handbuch neben dem Video Pin auch eben (F)Bas Pin angegeben. Wenn das gleichbedeutend mit Chroma ist, soll mir das recht sein ...
Gruß
Burkhard Mankel

Offline Arthur

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Re: Atari 800
« Antwort #30 am: Sa 02.03.2019, 15:50:38 »
@slx, das sind mal Infos die ich sogar verstehe obwohl ich mich fast nur mit ST und neuer beschäftige.
« Letzte Änderung: Sa 02.03.2019, 17:30:24 von Arthur »

Offline Neueralteruser

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Re: Atari 800
« Antwort #31 am: Sa 02.03.2019, 17:19:48 »
... Na ja, den SDrive Max kann man leichter als den SIO2SD selbst bauen, weil er kaum Lötarbeit erfordert, wenn man ihn als einziges Gerät am SIO-Bus betreibt, und mit China-Teilen kostet er auch weniger als ein SIO2SD und hat einen übersichtlicheren Bildschirm.

Mich stört es auch nicht, wenn keine echte Floppy am Gerät hängt, aber es gibt ja Puristen, die das genauso (langsam) haben wollen wie 1980  ;D
Hier ein Vergleich für Leute, die nicht Löten können:
SDrive-Max für 85€ vs SIO2SD im Case für ~62.50€ - soviel zum Thema SDrive-Max günstiger ...
Und in Einzelteilen für nicht PayPaler: Arduino + Screen bei Amazon nebst SIO Kabelstück (einzige bekannte Adresse Lotharek) liegen über 35€ - Bei Lotharek ist dafür schon ein fertiges SIO2SD als fertige Platine erhältlich!
« Letzte Änderung: Sa 02.03.2019, 17:22:13 von Neueralteruser »
Gruß
Burkhard Mankel

Offline slx

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Re: Atari 800
« Antwort #32 am: Sa 02.03.2019, 19:05:53 »
Ab Werk können alle Geräte bis auf den 400 Composite und tw. auch S-Video

Wie Burkhard schon korrekt anmerkte stimmt das so nicht. Der 400er hat von Haus aus nur einen HF-Ausgang, lässt sich aber mit Composite und S-Video erweitern (Selbstbau: Kjmann's Compsite S-Video upgrade, als Karte: SCCC von tfhh/Jürgen).
Der 800er und die XL/XE (bedingte Ausnahme ist der 1200XL) können alle Composite ausgeben und lassen sich mit wenig Aufwand auf S-Video aufrüsten (Selbstbau: Super Video, UltraVideo oder als kleine Platine: UAV von Bryan).
Kurz: S-Video kann von Haus aus keines der Geräte.

Sorry, aber das stimmt schon so, wenn man den ganzen Satz liest. OK, es gibt noch - für Europa eher irrelevant - NTSC-600XL ohne Monitorausgang. Ich habe ja nie behauptet, dass man nicht alles nachrüsten kann.

Der originale 800 und die XEs (sowie einige 800XL) können ab Werk auch Chroma/Luma, also S-Video.

Der 1200XL hat auch einen Monitorausgang und kann auch Composite.

SCCC ist eine tolle Lösung für 400/800 und damit lassen sich beide Geräte auch sehr einfach und ohne viel zu löten auf PAL umrüsten. Ist nicht billig, aber sein Geld wert und Jürgen von Radecke liefert das auch prompt und extrem professionell verpackt aus.

UAV ist je nach Platz im Gerät einfacher oder schwerer einzubauen und von der Bildqualität auch toll  (SCCC ist mW auch auf Basis UAV konstruiert).

Aber ich glaube das ist für den Threadersteller für den Anfang ohnehin Overkill. Zum Ausprobieren reicht das originale Composite-Signal jedenfalls aus, und wenn man mehr will, gibt es verschiedene Lösungen, das Signal zu verbessern, vom "Selberlöten" bis hin zu einem Board für DVI. Oder man wählt eine externe Lösung von Composite auf Digital, die man für mehrere "Altgeräte" verwenden kann.

Offline slx

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Re: Atari 800
« Antwort #33 am: Sa 02.03.2019, 19:20:22 »
Schicke Bilder Burkhard, da scheint Atari ja für jeden Pups gleich eine neue Modellnummer springen gelassen zu haben. Soll die Modelle aber nicht abwerten sondern nur die Modellpolitik von Atari bewerten.
Na ja, es gab von jeder Baureihe jeweils ein "einfaches" und ein "Topmodell", wobei das "einfache" Modell jeweils weniger Speicher und weniger Features hatte. Man kann sicher darüber streiten, ob der 600XL mit 16K gegen den C64 eine gute Entscheidung war, aber heute freuen wir uns, dass es damit ein superkleines Gehäuse gibt, dass man sogar mit "alter" Technik locker auf 64K und mehr aufrüsten kann (und mit moderner sowieso). 65XE/130XE hatten die Aufgabe, die bewährte Technik möglichst billig zu produzieren und zu verkaufen, um Geld für den anlaufenden ST zu bekommen und ein Produkt für diejenigen anbieten zu können, denen die STs zu teuer waren.




400: nur HF, ab Werk nur 16K, "kindersichere" Folientastatur
800: S-Video, ab Werk bis zu 48K, Steckplätze für Erweiterungskarten

600XL: 16K, in der NTSC-Version kein Monitorport
800XL: 64K, Monitorport

65XE: 64K, frühe Modelle ohne ECI-Erweiterungsport
130XE: 128K, ECI-Port

Eigentlich fällt da nur der 1200XL aus dem Rahmen, der als Basismodell einer neuen Reihe konzipiert war, aber damals wegen des neuen OS eher nicht so beliebt war, nur sehr kurz produziert wurde, und dadurch heute selten und ein gefragtes Sammlerstück ist. (Und natürlich das XEGS, das wieder ganz anders aufgebaut ist.) Der 1200XL und die nie in Serie produzierten 1400XL (mit Sprachsynthesizer) und 1450XLD (mit eingebauter "schneller" Floppy) fielen letztlich dem C64 zum Opfer, der den Preis so stark gedrückt hat, dass "aufwendigere" Atari 8-bit-Computer keine Chance mehr am Markt hatten. Dazu kam auch, dass Jack Tramiel eher an "viel und billig" als "beste und rückwärtskompatible Technik" glaubte.   

Offline Neueralteruser

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Re: Atari 800
« Antwort #34 am: Sa 02.03.2019, 19:34:09 »
Oder man nimmt sowas als Monitor. Der hat auch einen Video Eingang, scheinbar Audio und reicht für die 320x192 an Größe völlig!

..

Eigentlich fällt da nur der 1200XL aus dem Rahmen, der als Basismodell einer neuen Reihe konzipiert war, aber damals wegen des neuen OS eher nicht so beliebt war, nur sehr kurz produziert wurde, und dadurch heute selten und ein gefragtes Sammlerstück ist. (Und natürlich das XEGS, das wieder ganz anders aufgebaut ist.) Der 1200XL und die nie in Serie produzierten 1400XL (mit Sprachsynthesizer) und 1450XLD (mit eingebauter "schneller" Floppy) fielen letztlich dem C64 zum Opfer, der den Preis so stark gedrückt hat, dass "aufwendigere" Atari 8-bit-Computer keine Chance mehr am Markt hatten. Dazu kam auch, dass Jack Tramiel eher an "viel und billig" als "beste und rückwärtskompatible Technik" glaubte.   

Du schreibst viel vom 1200XL! Gerade zu meiner XL Hoch-Zeit war gerade der auf dem deutschen Markt nicht verfügbar und - wenn ich richtig informiert bin - nicht einmal zur XL-Serie kompatible Tastatur! (Die Steuer-ICs nebst Widerständen sind hier mW. Auf der Tastaturplatine im Gegensatz beim 600/800XL auf dem MoBo) Das zumindest glaube ich eruiert zu haben bei einer Tastatursuche zur XEGS!

Edit: der 1200XL könnte man mAn. als Vorserien XL bezeichnen.
« Letzte Änderung: Sa 02.03.2019, 19:37:37 von Neueralteruser »
Gruß
Burkhard Mankel

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Re: Atari 800
« Antwort #35 am: Sa 02.03.2019, 19:44:37 »
Oder man nimmt sowas als Monitor. Der hat auch einen Video Eingang, scheinbar Audio und reicht für die 320x192 an Größe völlig!
Da braucht's aber einen Konverter und gute Augen  :o VGA-out kann der Atari ohne Zubehör nicht.

Zitat
Du schreibst viel vom 1200XL! Gerade zu meiner XL Hoch-Zeit war gerade der auf dem deutschen Markt nicht verfügbar und - wenn ich richtig informiert bin - nicht einmal zur XL-Serie kompatible Tastatur! (Die Steuer-ICs nebst Widerständen sind hier mW. Auf der Tastaturplatine im Gegensatz beim 600/800XL auf dem MoBo) Das zumindest glaube ich eruiert zu haben bei einer Tastatursuche zur XEGS!

Edit: der 1200XL könnte man mAn. als Vorserien XL bezeichnen.
Der 1200XL wurde nur in den USA und auch dort nur kurz verkauft. Darum gibt's auch kein PAL-Modell, sondern nur Umbauten auf PAL.

Weil viele Programme, die nicht dokumentierte Einsprungadressen ins OS verwendeten, auf dem neuen 1200XL-OS nicht liefen, stiegen sogar die Verkaufszahlen des Atari 800, weil die Leute noch schnell einen haben wollten, bevor es keine mehr gab....

Das mit der nicht kompatiblen Tastatur wäre mir neu. Die Tasten sind dieselben wie bei den späteren Modellen, neu waren eine Help-Taste und vier Funktionstasten, die es nur am 1200XL gibt (das OS der späteren Geräte unterstützt sie auch, so dass man sie nachrüsten kann. Es gibt aber mW keine Software, die sie nutzt. Mechanisch ist die Tastatur mW größer und passt deshalb nicht in die anderen XLs

Offline slx

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Re: Atari 800
« Antwort #36 am: Sa 02.03.2019, 19:44:54 »
Vielen dank erst einmal an alle die sich dem Thema angenommen haben. Ich hatte nie einen 8bit Atari, nur einen C64. Deswegen würde er mich interessieren. Basic kann der 800er soweit ich weiß und der rest wird sich auch noch lernen lassen...  :D
Er wird Dir sicher Spaß machen! Im Gegensatz zum C64 hat das BASIC ab Werk Grafikbefehle und es gibt jede Menge verbesserter BASICs, die zT auch Sprites (am Atari "Player-Missile-Graphic" genannt) unterstützen. Das modernste ist "FastBasic" mit Fullscreen-Editor und Compiler, der "Klassiker" wäre "Turbo BASIC XL", dass es seinerzeit zum Abtippen in der Happy Computer gab.

Mit ein paar PEEKs und POKEs kann man auch die besondere Fähigkeit des Atari nutzen, ohne viel Aufwand auf einem Bildschirm verschiedene Grafikmodi zu mischen.

Als besonderes "Gustostückerl" gibt es auch die C-artige Programmiersprache "Action!" mit der man speed-mäßig nahe an Assembler rankommt.

Auf Atarimania und bei Fandal gibt es riesige Programmsammlungen, auf atarimagazines.com Scans von vielen Zeitschriften und Büchern mit Infos zum Programmieren. 

Bei Lotharek, Jürgen von Radecke, Atarimax, Bitsofthepast und diversen anderen gibt es coole neue Hardware Add-ons und bei Best Electronics und MyAtari (Ebay) Ersatzteile. Der ABBUC gibt als ältester 8-bit-Club der Welt vierteljährlich ein Disk-Magazin heraus.
« Letzte Änderung: So 03.03.2019, 11:29:27 von slx »

Offline Neueralteruser

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Re: Atari 800
« Antwort #37 am: Sa 02.03.2019, 20:08:26 »
Nimm bitte den Link nach Atarimania raus - Verstoß gegen Forenregel!
Gruß
Burkhard Mankel

Offline MJaap

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Re: Atari 800
« Antwort #38 am: So 03.03.2019, 21:52:11 »
Es geht mir um einen 8 Biter Atari. Deswegen dachte ich mit einem 800er Modell wäre das ein guter Einstieg. Und von der Bedienung dachte ich ebenfalls das er ein basic im Bauch hat, ähnlich dem C64...

Mach' dich nicht unglücklich, bleibe beim C64 ;) Bei den Atari 400/800 ist das Basic nicht fest eingebaut, ohne Basic-Cartridge arbeitet der Atari als Notizblock(!). Die XL/XE-Serie hat's direkt eingebaut. Die Behandlung von Arrays und Strings ist beim Atari Basic etwas "eigen" im Vergleich zum C64 und so ziemlich jedem anderen Heimcomputer.

Mit der RETURN gibt es am Kiosk ein Magazin, welches sich ausführlich dem C64 und Atari 8-Bit widmet. Die anderen Systeme musste der Verlag aus wirtschaftlichen Gründen ins Heft aufnehmen.

Offline Neueralteruser

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Re: Atari 800
« Antwort #39 am: Di 05.03.2019, 14:40:45 »
Mach' dich nicht unglücklich, bleibe beim C64 ;) Bei den Atari 400/800 ist das Basic nicht fest eingebaut, ohne Basic-Cartridge arbeitet der Atari als Notizblock(!). Die XL/XE-Serie hat's direkt eingebaut. Die Behandlung von Arrays und Strings ist beim Atari Basic etwas "eigen" im Vergleich zum C64 und so ziemlich jedem anderen Heimcomputer.

Mit der RETURN gibt es am Kiosk ein Magazin, welches sich ausführlich dem C64 und Atari 8-Bit widmet. Die anderen Systeme musste der Verlag aus wirtschaftlichen Gründen ins Heft aufnehmen.
Es würde ja schon erörtert, daß er mit "800" eigentlich nicht Atari's Oldie im eigentlichen Sinne meint, sondern einen 8bit von Atari meint.
 Ich finde der Homecomputer von Atari hat so seine ganz eigenen Reize.
Gruß
Burkhard Mankel