Hardware > Hardware (Classic 16-/32-Bit)
Multi-TOS Eprom
Gast120501:
Ka, richtig, ein Fall der eigentlich garnicht vorkommen kann.
ToPeG:
Ja lass sie einfach weg.
Warum ist so eine Diode hin und wider wichtig. Wenn ICs schnell schalten, dann kommt es an den Flanken kanten zu Spannungspitzen (sie schwingen sich auf den Pegel ein), die über die Versorgungsspannung hinaus gehen können. Wenn an so einer Leitung ein Kondensator hängt nimmt er diese Spitze auf und gibt sie leicht verzögert wieder ab (sobald die Spannung wieder fällt). Passiert das Synchron mit den eigentlichen Signalen auf der Leitung, so bekommt man unetr Umständen einen sich selbst verstärkenden Prozess. Immer mehr Ladung wird im Kondensator gespeichert. Das stört die Signale und kann im Extremfall den IC zerstören. Da du wahrscheinlich nicht im Mhz Takt den Resettaster drückst wird er tatsächlich nicht gebraucht. Der ist einfach drin, weil ich nicht nachgedacht habe.
Hier ohne Diode:
ToPeG:
Ach so ein paar Neuigkeiten wegen dem AtariIDE.
Nachdem ich an der Schaltung herum gebastelt habe, ist sie soweit das die Festplatte erkannt wird. Ich habe aber noch Probleme mit dem Ansteuern der Register. Ich hatte seit langem keine so zickige Schaltung mehr.
Die Logik ist fehlerfrei, aber irgendwo gibt es Probleme mit den Signalpegeln. Ich habe nicht die passenden 74HCT um es damit zu testen. Diese dürften besser funktionieren. Sie 74LS sind störrisch und verweigern die Zusammenarbeit. Ich werde alles nochmal durch messen müssen. :-/
Die untere Bildkante nicht genauer betrachen :-)
Nicht irritieren lassen, jetzt sind nur noch 74LS drauf.
Ich habe alles an den Pullup-Widerständen angeschlossen.
rainers:
Das sieht ja toll aus :)
Nun bin ich jedoch verwirrt.
Du schreibst etwas von LS und HCT.
Wie kann ich denn in einer logischen Schaltung erkennen, welche Bauform ich benötige?
Als ich das Zeug bei Reichelt bestellt hatte, habe ich einfach genommen, was die Zahlenkombination enthält. Das meiste davon sind LS und die anderen glaube ich AC
Danke.
Rainer
ToPeG:
Die Klassische Variante ist ohne irgendwelche zusätzlichen Buchstaben. also 7400 7402 7404 usw. die brauchen zum schalten ~10ns.
Mit der Zeit gab es Verbesserungen, der internen Schaltung (was die Logik aber nicht beeinflusst)
"LS" ist die Abkürzung für "Low Power Schottky" und beschreibt die Art des IC. Es sagt soviel wie "beschleunigtes Schalten mit geringem Stromverbrauch" Auch andere Varianten wurden Produziert:
"LS" - "Low Power Schottky" (~12ns)
"ALS" - "Advanced Low Pover Schottky" (~4ns),
"F" - "Fast" (~3ns)
"S" - "Schottky" (~3ns),
"AS" - "Advanced Schottky" (~1,5ns),
Alle diese Varianten haben verschiedenen Stufen bei denen sie ein HIgh oder Low erkennen. und verschiedene Stromaufnahmen an ihren Eingägen und Leistungen an ihren Ausgängen. Das kann dazu führen, das ein IC ein High sendet ein anderer das aber nicht erkennt. Zudem ist das Signalverhalten bei allen ein klein wenig anders. Also wie sie von einer Signalstufe zu einer anderen wechseln. Wenn man sich das mit einem Oszilloskop anschaut sieht man die Unterschiede deutlich. Auch dass kann zu seltsamen Effekten führen. Gerade die F-Variante fällt richtig aus dem Rahmen.
Die gerade genannten Versionen sind die alte Reihe Der Transitor-Transistor-Logik (TTL)
Dann gibt es die neueren CMOS. Sie haben generell nur 1/10 der Leistungsaufnahme von TTL Bausteinen.
"C" - "CMOS" (~30ns)
"HCT" - "High speed CMOS Transistorlike" (~11ns)
"HC" - "High speed CMOS" (~10ns)
"ACT" - "Advanced High-Speed CMOS Transistorlike" (~3,5ns)
"AC" - "Advanced CMOS" (~3ns)
Auf der Logik der alter 74-Reihe wurden sie als CMOS neu aufgelegt. Das heißt geringerer Stromverbrauch, geringerer Stromaufnahme an den Eingängen, aber auch geringere Leistung an den Ausgängen. Das Problem ist nun, das CMOS Spannung gesteuert ist während TTL Leistung gesteuert ist. Das hat zur Folge das die beiden Varianten, obwohl sie sich ähnlich verhalten nicht immer gut miteinander können. Um mit alten Schaltungen kompatibel bleiben zu können, wurde die Variante mit den "T" entwickelt. Sie sollten ein vollständiger Ersatz für die alte TTL Logik sein. Wie das mit Emulationen so ist, das funktioniert meistens aber nicht immer. Gerade wenn "HCT" "LS" Bausteine ansteuern sollen und wenn die Signalqualitäten schlecht sind, kommt es zu Problemen.
CMOS reagiert empfindlicher auf Störsignale. (driftende Pegel, Oberwellen, Spannungssitzen etc.) Das liegt einfach daran, das sie eine geringere Aufnahme haben. TTL-Bausteine Schlucken das einfach weg.
Wenn nichts anderes gesagt wird, geht man in Schaltungen davon aus das alles LS oder HCT Varianten sind.
Weiterhin sollten LS HCT ansteuern nicht umgekehrt. Wobei es ausnahmen gibt. So haben die Bustreiber (74245 74244 74240 74374 74574 etc.) besonders leistungsstarke Ausgänge und HCT können auch LS ansteuern.
S LS ALS lassen sich meist Problemlos mischen.
Ähnliches gilt für HC AC AHC. Wobei ich damit weniger Erfahrung habe. Die findet man nicht so häufig. Die Logik-Programmierbaren Bausteine haben die fast vollständig verdrängt.
EDIT: Man sollte sich immer mal wieder die Tabellen anschauen. Ich habe die Schaltzeiten korrigiert.
Navigation
[0] Themen-Index
[#] Nächste Seite
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln