Hardware > Hardware (Classic 16-/32-Bit)
Multi-TOS Eprom
Gast120501:
Jetzt wo du es sagst, auch ROM-Select ist eigentlich falsch, jedenfalls wenn man meint, es müsste auf die entsprechende Leitung an den Eproms gehen. Geschaltet werden muss das oberste Adress-Bit, oder die oberen beiden, wenn man vier alternative TOS-Versionen nutzen würden.
Was gebraucht wird, ist pro geschalteter Adressleitung ein D-Flipflop:
Auf den Eingang D kommt der Schalter, der Eingang |>, wird auch als C, CLK oder Clock bezeichnet, wird mit dem invertierten Reset-Signal (Ein Gatter aus einem 74LS14 invertierendem Schmitttrigger) verbunden. Funktionsweise des D-Flipflops:
Ausgang Q übernehmen den Zustand nur wenn C aktiv geschaltet wird, ansonsten bleibt Q auf dem Zustand zum letzten man wo D aktiv geschaltet wurde. Das Q mit dem Strich oben drüber ist ein invertiertes Q-Signal (0->1, 1->0) Aktiv bedeutet "High", also 1 oder 5V, da aber RESET Low-Aktiv (0 oder Masse) ist, und der C-Eingang-High-Aktiv, muss das low-aktive Reset-Signal mit einem Inverter erst High-Aktiv gemacht werden. Wie so ein D-Flipflop funktioniert, lässt sich mit folgender Demo (bitte ganz nach unten scrollen) nachvollziehen:
http://www.info-wsf.de/index.php/Flipflop
Letztendlich sieht also die Schaltung pro Adressbit, welches man schalten möchte, so aus:
Von den Invertern findest du gleich sechs Stück im Baustein 74LS04 oder 74LS14 (als Schmitt-Trigger, der über eine Hysterese schaltet, das ist eleganter). D-Flipflops findest du im Sixpack im Bauteil 74LS378. Die Eingänge der von dir nicht benötigten Gatter an beiden Chips solltest du übrigens auf Masse legen, denn sonst flattern die dazugehörigen Ausgänge undefiniert hochfrequent rum und beeinflussen evtl. die von dir benötigten Gatter (Übersprechen).
74LS14 6x Schmittrigger
74LS373 6x D-Flipflop mit gemeinsammen Clock-Eingang. Den Eingang D legst du fest auf Masse, siehe http://www.ti.com/lit/ds/symlink/sn74ls373.pdf (dort heißt das Sigbal OC)
Das sind auch die Bausteine, die auf der Kernelumschaltplatine in meinem C-64 sind. Damit ließen sich 6 Adressbits umschalten, 2^6 = 64 verschiedene TOS-Versionen...
ToPeG:
Meine Schaltung funktioniert so:
der Invertierte Ausgang "/Q" ist mit dem Eingang "D" verschaltet. Das bewirkt, das bei jedem Takt der Schaltzustand wechselt. Das bedeutet
Wenn der Computer ganz aus war, dann wird das Erste TOS in den ROMs geladen. Nach einem Reset wird das zweite geladen, wird nochmal resetet wider das erste.
Eine Invertierung des Resetsignals ist nicht zwingend. Der Takteingang des 7474 reagiert auf eine steigende Flanke, wenn die CPU aus dem Ruhezustand erwacht sollte das TOS in den ROMs schon selektiert sein.
Wenn man will kann man den zweiten Flipflop als Inverter nutzen.
Gast120501:
Deine Schaltung kommt ohne Reset aus, das ist nett, aber ich fände es lästig, wenn ich bei jedem Reset automatisch eine andere TOS-Version käme...
ToPeG:
Also hier eine Version mit einem Schalter:
Gast120501:
Das ist schon besser und kommt mit nur einem IC aus, wenn man nur 1 Adressbit schalten will. Meine Schaltung braucht zwei ICS, die braucht sie aber auch nur wenn ich 2 oder buis zu 6 Adressbits schalten wollte. Jetzt noch den Schalter so wie ich es gemacht habe, so dass ein einfacher Schließer reicht, und es ist ziemlich perfekt. Von der Logik entspricht deine Schaltung meinem Vorschlag, wenn ich nur 1D und 1Q verwende.
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