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TOS 2.06 für alle ATARI (Mega) ST's
IRATA:
Hallo
Ich finde es toll, wie viele Hardwarebasteleien es gibt, um das TOS 2.06 in einem "normalen" (Mega)ST ans Laufen zu bekommen.
Ich "programmiere" nur mit dem Lötkolben, der restliche Karm mit den NULLEN und EINSEN ist mir eher suspekt.
Aber soweit ich es verstanden habe, reicht der eigentlich für das TOS vorgesehene Platz nicht aus und es wird ein anderer Adressbereich gewählt. Die im Handel erhältlichen MegaBit EPROMs haben natürlich 4 Pins zuviel.
Nun haben aber viele STs ja entweder 6 Sockel, zumindest aber die Option dafür. Wenn man nun 6 mal 512er nehmen würde, dann würde der Platz intern reichen, Pins gehen auch auf, somit sollte man doch auf die ganze Mimik außen herum verzichten können.
Nun "nur" noch ein Patch, der ähnlich dem Rootsektor der Platte funktioniert, in dem dann der JUMP-Befehl zur neuen Adresse enthalten wäre.
Liege ich da komplett falsch? Würde eine Menge Löterei, die Bauteile bzw. das GAL brennen einsparen.
Falls ich da zuviel hoffe, wäre ich an einer kleinen "Aufklärung" interessiert.
MfG
IRATA
Burkhard Mankel:
Wenn ich Dich richtig verstanden habe, suchst Du nach reinen softwarelösungen, um die Startadresse der unterschiedlichen TOSse anzupassen. Nach meinen Vorstellungen ist das aber nicht möglich. ToPeG hatte in einem Thread mal eine Schaltung dazu veröffentlicht die ohne programmierbare IC's auskam. Leider finde ich diesen Post nicht mehr. Vielleicht kann er an dieser Stelle noch einmal darauf eingehen ...
guest2087:
Ist doch ganz einfach ohne löten gals oder sonst was
Seltos auf Platte tos auf Platte Programm starten tos auswählen und fertig ist Reset fest und die Festplatte startet auch.
MfG
ToPeG:
Du willst das TOS206 auf 6 EEPROMs brennen die ROMAdresse belassen und nur die Einsprungadresse verändern.
Der "Platz" betrifft den Breich den die GLUE für das ROM reserviert hat. Der beginnt bei FC0000. Und hat gerade genug Platz für die alten ROMs (512Kb). Darüber bei FF0000 Beginnen schon die Hardwareregister.
Darum hat man bei E00000 bis F00000 reserviert. Das ist genug Platz auf für zukünftige Entwicklungen. (1Mb)
Das einspringen ist auch nicht das Problem. Wenn der 68000 startet fängt er bei Adresse 0 an zu lesen. Die GLUE erkennt das und aktiviert die Signalleitung "/ROM2". Der 68000 ließt damit ein Word aus den Roms an Adresse FC0000 bei den alten, bzw E00000 bei den neuen ROMs. Darin steht nichts weiter als "Springe zu FC0000" oder "Springe zu E00000"
Natürlich könnte man das TOS1.04 und aufwärts so modifizieren, der erste Befehl nach FC0000 verweist. Doch alle Sprungadressen in den ROMs sind absolut. Sobald eine andere Funktion angesprochen werden soll geht der Spring ins Leere sorfern sich das ROM nicht an E00000 liegt. Die GLUE Quittiert das mit einem BusError.
Es gab mal Bemühungen das TOS1.04 soweit zu modifizieren das es in 512K passt. Das verlief sich aber, da es zu einem völlig neuen TOS geführt hätte.
Du sieht warum es leider Unumgänglich ist einen Adressdecoder in alte Ataris einzubauen.
Also die Schaltung:
EDIT: FEHLER IM SCHALTPLAN. Korrekte Version in Beitrag #11! /EDIT
Zumindest der 7402 muss ein 74F02 oder 74ALS02 sein besser wenn der 74240 auch ein 74F240 oder 74ALS240 ist. Hier ist die Laufzeit kritisch.
Speziell das /ROM2 Signal muss sehr schnell durch gereicht werden, da die GLUE keine Verzögerung einrechnet wenn sie /ROM2 aktiviert. Ist das Signal zu langsam, ließt der 68000 nur Müll und stürzt ab.
Burkhard Mankel:
# ToPeG!
Bei mir kommen wieder ein paar Fragern auf:
Du führst A17 und A18 auch auf der Seite der TOS Module an A17 und A18. Meineswissens geht aus den Atari-Schaltplänen hervor, daß die Adreßleitungen vom 68000 immer a<n die Adressen der ROMs geht, die mit einer Nummer kleiner nummeriert ist, also A1 geht nach A0, A2 nach A1 usw. Ist es nicht korrekter, daß dann auch A17 an A16 und A18 an A17 beschaltet werden?
Dann ziehst Du alle nicht benutzten Eingange des 240er auf Vcc - also +5V - zusammen, ist es nicht vielleicht so, daß - wie in einem anderen Beitrag schon mal behandelt - an Masse zusammengeführt werden sollten?
Und dann grübel ich noch über die /DTACK Verbindung, vor allen Dingen, warum hier ein Ausgang eines "unbenutzten" Treibers anliegt. Oder ist im Zusammenhang der /DTACK Leitung die an den Steuereingang der Treibergruppe (Pin 19) herangeführte Ausgang eines 7420er Gatters wichtig?
Ich habe mir mal die grafischen Darstellungen der hier verwendeten IC gesucht und möchte sie zum allgemeinen Verständnis hier nicht vorenthalten (links der 74240):
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