Allgemeines > Atari - Talk

Was nehmen Musiker jetzt statt Atari's? Stirbt Midi langsam aus?

<< < (9/12) > >>

draconis1:
FrederickMeißner: Ich nutze MIDI eben nicht, weil ich so versteift und konservativ auf das alt hergebrachte setze..

Das würde man Dir auch nicht abnehmen  ;D - versteift und konservativ   ;D - aber Du hast natürlich recht, es geht nichts über direkte MIDI Nutzung...

guest2465:
Sorry wenn ich den ollen Thread hier wieder hervorhole, aber da muss ich jetzt einfach drauf antworten.

Ich arbeite seit 15 Jahren jetzt mit Computern im Verbund mit und auch ohne Midigeräten, hab Platten veröffentlicht, kenne einige Leute die in professionellen Studios arbeiten,  und hab auch schon selber DIY-Synths entwickelt und gebaut auf Basis von AVR Mikrocontrollern, wo es auch eine Midischnittstelle gab. Ich bilde mir also ein, ein wenig Ahnung von dem Thema zu haben.



--- Zitat von: FrederickMeißner am Mo 07.09.2009, 13:36:28 ---Es wird kaum Musik im Computer erstellt. Hochwertige Musik wird immer noch durch Studio Musiker aufgenommen.

--- Ende Zitat ---
Was ist denn das für ein Märchen? Erstmal wer entscheidet denn was "hochwertig" ist, und was nicht? Du etwa?
In der klassischen Pop- oder Rockproduktion, mag dies noch so geschehen, in vielen anderen Bereichen ist dem aber nicht so. Und das ist auch nicht alles Schund, nur weil kein Gitarrenfritze da zu hören ist.

--- Zitat ---Es gibt auch im Computer selber timing schwankungen, selbst wenn Du NUR auf einem Computer in EINEM Programm arbeitest.

--- Ende Zitat ---
Tja, deswegen wird am Ende der Abmischung ja aufs Knöpfchen gedrückt, und der Mixdown ->gerendert. Da kann es garnicht zu Schwankungen kommen, weil es ja eh nicht in Realtime passiert.
Und wenn die von dir vorher genannten Studiomusiker die Sachen eingespielt haben, dann sicher nicht mit Midi, sondern direkt als Audiospur.

--- Zitat ---
Für MIDI gibt es immer noch vollste Nutzung. Alte synthis sind nicht schlechter als neue. Im Gegenteil. Meist wurden früher hochwertige Bauteile benutzt als heute und sie sind oft nicht nur rein Computer gesteuerte Geräte. Es gibt Serien, die weit über 300€ pro Gerät Wert sind.

--- Ende Zitat ---
Der Absatz macht keinen Sinn.


--- Zitat --- obwohl sie in reisen Stückzahlen gebaut wurden.

--- Ende Zitat ---
?


--- Zitat --- Und das ist letzendlich der Preis, den der Endverbracuher zahlt. Der zur Zeit meist verkaufteste Synth ist der microKorg. Schau Dir mal die statistiken an. Da werden immer noch jeden Monat mehrere 100 Geräte verkauft und das schon seit 2003.


--- Ende Zitat ---
Dem gegenüber liegen aber tausende von verkauften, und zehntausende von geknackten und kopierten Plug-Ins, Programmen wie Wavelab, Ableton und Co.

Der Markt für Geräte ist verschwindend gering heutzutage, außer es handelt sich um Controller zur Steuerung für die Software.


--- Zitat ---Lass Dir gesagt sein, dass ich weisz wovon ich rede.

--- Ende Zitat ---
Das bezweifel ich ganz ehrlich... ;)


--- Zitat ---Ob Du letzendlich FireWire oder USB oder MIDI nnutzt, ist Deine Entscheidung.

--- Ende Zitat ---
Wenn du externe Synths ansteuerst, wird dir außer Midi meistens nicht viel übrigbleiben, USB zur Steuerung haben wirklich nur die wenigstens Geräte, obwohl es mehr werden mittlerweile (Der Moog Little Phatty 2 wäre da zu nennen, sowie die Virus TI Reihe). Nimmt man alle Synths die je gebaut wurden, dann wäre das allerdings nicht mal ein Prozent an USB-steuerbaren.Externe Controller für Software Plug Ins arbeiten mittlerweile allerdings zumeist mit USB.

--- Zitat ---
Dafür gibt es ja eben NICHT mehr NUR MIDI und das begrüße ich ausdrücklich.


Ich bin ja auch nicht versteift auf MIDI, aber es ist eben zur Zeit immer noch der beste Standart.
Und weil MIDI eben so wenig informationen und die ungepackt verschickt, ist es ja so genau.

--- Ende Zitat ---
Midi an sich ist weder genau oder ungenau. Liegt allein an dem Gerät das die Daten an die anderen Geräte verschickt.


--- Zitat ---
Das wirst Du mit anderen Protokollen nicht erreichen.
Aber ich erzähle ja nun auch nichts neues. Das wurde ja schließlich in den Themen davor schon zur genüge behandelt.

--- Ende Zitat ---
Siehe eins weiter oben.


--- Zitat ---Ich nutze MIDI eben nicht, weil ich so versteift und konservativ auf das alt hergebrachte setze, sondern weil es der beste und einfachste standart ist, den es zur Zeit gibt.

--- Ende Zitat ---


Das eigentlich große Problem mit Midi hat hier noch gar keiner angesprochen, nämlich die sehr geringe Parameterbreite von gerade mal 128 Steps. Das heisst, wenn man zB eine Cutoff-Filter-Bewegung aufzeichnet, dann werden im Normal-Midi-Fall nur Werte von 0 bis eben 127 übertragen, was sich beim wiederabspielen in recht deutlichem Stepping bemerkbar macht. Es gibt zwar Geräte die mit NRPN/RPN eine Parameterbreite von 0 bis 16383 erreichen mit Midi, allerdings wird dann auch statt einem Controllerbefehl gleich drei gesendet, was wiederum natürlich fürs Timing nicht toll ist.

@Artur:
Guck dir mal OSC an (http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Sound_Control), da wirst du glaub ich mit dem fündig, was du suchst. Hat sich allerdings wegen der starken Verbreitung von Midi bei Geräten nie wirklich durchgesetzt außer bei einigen wenigen Programmen bei computerinterner Programmkommunikation.

Also, um wieder zum Urthema des Threads zurückzukommen, Fazit:
Intern spielt im Computer Midi keine große Rolle mehr, da meist direkt mit Plug Ins gearbeitet wird. Extern, wenn man Geräte (Synths, Drummachines, Sequenzer, etc) ansteuern muss, gibt es aber weiterhin eigentlich keine Alternative.


Arthur:

--- Zitat von: Embion am Mo 12.10.2009, 22:04:47 ---Das eigentlich große Problem mit Midi hat hier noch gar keiner angesprochen, nämlich die sehr geringe Parameterbreite von gerade mal 128 Steps. Das heisst, wenn man zB eine Cutoff-Filter-Bewegung aufzeichnet, dann werden im Normal-Midi-Fall nur Werte von 0 bis eben 127 übertragen, was sich beim wiederabspielen in recht deutlichem Stepping bemerkbar macht. Es gibt zwar Geräte die mit NRPN/RPN eine Parameterbreite von 0 bis 16383 erreichen mit Midi, allerdings wird dann auch statt einem Controllerbefehl gleich drei gesendet, was wiederum natürlich fürs Timing nicht toll ist.

--- Ende Zitat ---
Das sind so Kleinigkeiten die sich meiner Meinung nach mit der heutigen Technik doch leicht z.B. mit einem MIDI/2 Protokoll beheben lassen sollten. Allein die Verdopplung der Übertragungsrate sollte sich doch schon positiv bemerkbar machen.

--- Zitat ---@Artur:
Guck dir mal OSC an (http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Sound_Control), da wirst du glaub ich mit dem fündig, was du suchst. Hat sich allerdings wegen der starken Verbreitung von Midi bei Geräten nie wirklich durchgesetzt außer bei einigen wenigen Programmen bei computerinterner Programmkommunikation.

--- Ende Zitat ---
Ja, den hatte ich mir auch angeschaut, da mir OSC völlig unbekannt war.

Gruß Arthur

guest2465:

--- Zitat von: Arthur am Mo 12.10.2009, 23:11:11 ---
--- Zitat von: Embion am Mo 12.10.2009, 22:04:47 ---Das eigentlich große Problem mit Midi hat hier noch gar keiner angesprochen, nämlich die sehr geringe Parameterbreite von gerade mal 128 Steps. Das heisst, wenn man zB eine Cutoff-Filter-Bewegung aufzeichnet, dann werden im Normal-Midi-Fall nur Werte von 0 bis eben 127 übertragen, was sich beim wiederabspielen in recht deutlichem Stepping bemerkbar macht. Es gibt zwar Geräte die mit NRPN/RPN eine Parameterbreite von 0 bis 16383 erreichen mit Midi, allerdings wird dann auch statt einem Controllerbefehl gleich drei gesendet, was wiederum natürlich fürs Timing nicht toll ist.

--- Ende Zitat ---
Das sind so Kleinigkeiten die sich meiner Meinung nach mit der heutigen Technik doch leicht z.B. mit einem MIDI/2 Protokoll beheben lassen sollten. Allein die Verdopplung der Übertragungsrate sollte sich doch schon positiv bemerkbar machen.

--- Ende Zitat ---
Theoretisch gesehen hast du natürlich recht, Arthur, und mit OSC gäbe es ja was besseres.
Praktisch scheitert die Verbreitung dieser verbesserten Protokolle einfach an der Tatsache, dass es einfach schon viel zuviele alte Geräte gibt, die das gute alte Midi verwenden.

Die würden alle kein (nennen wir es mal) Midi-2 verstehen, also warum sollte ich mir dann einen zB Sequenzer kaufen, der das kann, wenn ich meine alten Kisten dann eh nur mit dem alten Midi ansteuern kann, und diese auch nur altes Midi ausgeben? Neue Synthmodelle werden nicht mehr genug gebaut, als das es sich lohnen täte, dafür noch große Innovationen in dem Bereich auszugraben, und dann noch die Sequenzer zu verkomplizieren mit zwei verschiedenen Ausgabeprotokollen (Musiker sind oft sehr bequem, und neigen zu einem Mindestmaß an Technikverständnis ;) )..

Es hätte sicher bis in die Neunziger passieren können, da einen neuen Standard zu etablieren, aber der Zug ist mittlerweile einfach abgefahren, vor allem durch die mittlerweile komplette Verlagerung der Produktion von Musik in den Rechner.

Midi bleibt einfach so wie es ist, weil seine Unzulänglichkeiten keinen groß stören. Und die paar Leute, die noch Midi-sequenzen interessieren die Industrie (Firmen wie Korg, Roland usw) einfach nicht mehr so stark, als dass man sich da Inkompatibilitäten zu alten Produkten ins Haus holen will.


--- Zitat ---
--- Zitat ---@Artur:
Guck dir mal OSC an (http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Sound_Control), da wirst du glaub ich mit dem fündig, was du suchst. Hat sich allerdings wegen der starken Verbreitung von Midi bei Geräten nie wirklich durchgesetzt außer bei einigen wenigen Programmen bei computerinterner Programmkommunikation.

--- Ende Zitat ---
Ja, den hatte ich mir auch angeschaut, da mir OSC völlig unbekannt war.

Gruß Arthur

--- Ende Zitat ---

gut :)

gruss,
Micha

FrederickMeißner:
Ach wie schön, da hat mich ja mal einer richtig angegangen  ;D

Naja, soll ich wirklich noch darauf antwprten? Ich habe fast das Gefühl, man will mich hier falsch verstehen....
Fühle mich hier echt lächerlich und absolut dumm angegangen...

Ich lebe im übrigens von Musik...

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln