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Atari vs. Amiga oder vom Regen in die Traufe...
guest2405:
Naja Du merkst auch schon das wir hier Äpfel und Birnen vergleichen, das geht immer in die Hose genauso erlebe ich es immer (bin Atari XL Fan) wenn der mit dem C64 verglichen wird.
Ja der AGA HAM8 und der HAM6 Modus ist ein reiner Anzeigemodus, Animationen wurden damals aber noch Bild für Bild auf Magnetband aufgezeichnet da die CPUs damaliger Lage einfach nicht in der Lage waren MPEG2 in Echtzeit von Festplatte zu dekodieren.
Was ich im Nachhinein bedauere ist das Commodore das ECS Chipset nicht schon früher raus brachte und vor allem eine Monitorabfrage einbaute...Mit dem ECS Chipset kann man einen dem Atari vergleichbaren hochauflösenden Modus darstellen aber es gab nie einen preiswerten Commodore Monitor dafür wie den SM124, die Programme sind von der Farbgebung nicht drauf optimiert (GEM sieht in 2 Farben einfach besser aus als die Workbench) und man war auf teure Multiscan Monitore wie den NEC Multisync 3D festgenagelt weil im Fehlerfall der Amiga wieder in den PAL Modus zurück gesprungen ist...
Übrigens der Vergleich 4000/40 <-> Falcon, dem Falcon wurde ja vorgeworfen man hätte ihn gleich mit 32 Mhz rausbringen können, nunja der 4000/40 bekleckert sich auch nicht mit Ruhm, ich glaube nie wurde ein 040 so lahm angebunden wie im 4000er - der Speicherdurchsatz ist langsamer als bei einer 14 Mhz 68020 Karte - der 040 kompensiert das nur durch seine großen Caches.
Micha
Atari060:
--- Zitat von: mgr3sa am So 12.09.2010, 04:09:16 ---Was mir an den Amigas wesentlich besser gefallen hat ist die Erweiterbarkeit...
Da finde ich das Amiga Konzept ein wenig durchdachter, schon ein Uralt Kickstart erkennt und nutzt höhere Prozessoren...
der Amiga erschlägt das Problem dank Flickerfixer komplett...
AGA HAM8 verglichen mit Falcon 15Bit sieht auch besser aus, 720*566 in 260000 Farben hören sich doch anders an als 320*480 in 32000 Farben.
Sound, der Amiga punktet hier seit Anbeginn der Zeit mit 4 völlig unabhängig agierenden Kanälen...
--- Ende Zitat ---
Also Micha, auch wenn ich hier keine veralteten Streitereien aufwärmen will (wie gesagt, ich finde auch, dass der Amiga ein "guter" Computer ist):
1.) Mit der Erweiterbarkeit hast Du Recht, solange es um STs geht (und dummerweise kennen die meisten Amigaleute ja nur den UR-ST und keinen Mega STE, TT oder Falcon). Mega ST (vor allem E) und TT lassen sich durchaus sinnvoll über Steckkarten erweitern, es gab ausser Graphik- und Netzwerkkarten sogar 80386er CPU Karten (ATonce386SX). Auch für den Falcon, wobei der natürlich vom Gehäuse her diesbezüglich einfach limitierter ist, so wie eben die kleinen Amigas auch. Aber auch hier gab es Graphikkarten, CPU- Karten, Video Capture Karten, etc.
2.) Das Kickstart bis zum 3.0 und die Workbench bis 3.1 scheinen ja aber mehr als nur etwas buggy zu sein, zwei IDE Laufwerke bereiten gerne mal Probleme und müssen mit einem Reset eingebunden werden (das hatte ich so in der Art lediglich am UR- ST mit Megafile), bei der Installation des Betriebssystems wird der Installer nicht mitkopiert, usw. Gut, wer das weiß hat damit keine Probleme, aber ich musste mir das erst alles erklären lassen. Das nicht alle Dateien standardmäßig angezeigt werden erinnert mich stark an Windows - Systemdateien ausblenden... muss man auch erstmal wissen und ist vor allem dann blöde, wenn man von einem Nichtamiga Daten bekommen will. Genausp nervt dieses eigenständige Diskettenformat, das war damals ja sogar beim Mac besser gelöst (und da schon kacke!). Also wenn ich schon was ins ROM packe, warum dann nicht gleich ein ganzes OS? Kapier ich einfach nicht...
3. Der Flickerfixer ist eine teure Zusatzhardware, also nix was der Amiga nativ kann... unabhängig davon kann ich an TT und Falcon praktisch alles ranhängen was ein Bild macht, ohne Augenkrebs zu bekommen und habe gleich ordentliche Auflösungen.
4. Der Falcon kann interlaced zumindest 640x480 in Falcon High Color darstellen. Sein Videossystem ist fast frei programmierbar und kann weit mehr als die eingestellten Standardmodi, was sich ja Programme wie Videlity zu Nutze machen. 640x480 ging mit dem Blowup auch noninterlaced am VGA Monitor, mehr vermutlich auch, habe das nicht ausgetestet...
5. Sound... nichteinmal der Amiga 4000 kann AUFNEHMEN, oder MP3s abspielen. Macht mir der Falcon beides ohne Probleme. Allgemein bin ich Fan vom Falcon Sound, das ist meiner Meinung nach selbst auf modernen PC Soundkarten unerreicht (hat einen angenemheren Klang bei MP3s). Der Falcon liegt soundtechnisch Welten über jedem Amiga (ohne Soundkarte) und der STE DMA Sound ist "subjektiv" auch ebenbürtig. Paula hin oder her, Commodore hat da nicht die Welt weiterentwickelt und sich auf den Lorbeeren ausgeruht, während Atari soundtechnisch gewaltig nachgelegt hat... gut es hat nichts geholfen, aber in der Theorie ;)
Klar ist es wie Äpfel mit Birnen vergleichen, vor allem, weil man nichts direket vergleichen kann, aber hey, Du bist im ATARI Forum, welche Meinung willst Du also von mir hören ;D
Johannes:
Leute, Leute... ich dachte die Zeit der Flamewars zwischen Amiga- und Atari-Usern sei längst vorbei. Es ist wirklich amüsant zu lesen, wie hier immer noch eisern die beiden Seiten verteidigt werden.
Fakt ist doch, dass bei beiden Systemen das Gesamtpaket nicht weiterentwickelt wurde und daher gleich "schlecht" war. Was auch immer zum Abstieg dieser Generation geführt hat, sei es schlechtes Marketing, schlechte Software o.ä., beide Systeme teilen das gleiche Schicksal. Und ob jetzt der Paula besser als der Soundchip des STs war, oder des STEs oder oder oder ist doch nun wirklich kalter Kaffee.
Wenn ihr euch streiten wollt, dann doch lieber über Firebee und AmigaOne X1000. Aber da halten beide Seiten lieber die Füße still, denn man weiß, dass die Zeit weitergegangen ist und jeder Seitenhieb das zarte Pflänzlein der Enthusiasten ganz schnell abschneiden kann.
nachdenkliche Grüße ::)
Johannes
Atari060:
Es geht ja nicht um einen Flamewar Johannes, habe ja auch schon vor einige Posts geschrieben, dass je beide Konzepte offensichtlich falsch waren und sehe das ja genauso ;)
Aber auf mein Falconbaby lass ich halt nix kommen ;)
AmigaOne X1000... was isn das fürn Ding ;D
Da kann ich ja gleich Aranym und Aros vergleichen... boah, isch hab den voll krasseren casemodding PC auf dem die coole Emula... äh virtuelle Hardware loift ;)
Was Firebee vs. AmigaOne X1000 anbelangt (Du wolltest es ja unbedingt *g*):
Was ich sehen kann, ohne dass ich eines der beiden Projekte live erleben durfte:
- Hardwaretechnisch hat der Amiga deutlich die Naser vorn, weil er einfach die schnellere CPU hat, was ihn leichter im Multimediabereich einsetzbar macht. Auf der anderen Seite gibt es bei der Firebee noch den FPGA, den man wohl noch nicht richtig einschätzen kann, was seine Möglichkeiten anbelangt.
- Die Firebee ist vermutlich kompatibler zu alter Software und ist portabler und somit vielseitiger verwendbar (Akkubetrieb)
Für mich sieht der Amiga Clone aus wie ein "Low- End" Mac Clone auf G4/G5 Niveau, also mit ordentlicher CPU- Power, auf dem neben Mac OS zufällig noch Amiga OS 4 läuft, was ihn wohl zu einem "High End" Amiga macht. Die native 68k Kompatiblität schätze ich gering ein. Wie gesagt, das ist mein subjektiver Eindruck, ohne dass ich von der Materie nur den blassesten Schimmer habe.
Die Firebee geht einen alternativen Weg, die Wahl der CPU ist hauptsächlich durch die 68k Komptaiblität bedingt gewesen und sie wird ohne eine 68k CPU wohl der schnellste "native" 68k Rechner werden. Der schnellste nicht virtuelle Atari Clone wohl sowieso.
Beide Konzepte sind noch viel unterschiedlicher als es damals Commodore und Amiga waren ;D Theroretisch könnte der Amiga One X1000 vielleicht sogar in einem CPU- Kern eine virtuelle Firebee realisieren... 1,6 GHz lassen das sogar realistisch erscheinen ;)
mr.smile:
Jungs es bringt nix.. Den Kampf haben beide Seiten verloren..
Nun heisst es Werterhaltung und Retrostyle .. Wenn ich mich in mein Kämmerlein verkrieche ist es wie ein Jungbrunnen man fühlt sich wie zu der Zeit..
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