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Atari vs. Amiga oder vom Regen in die Traufe...

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guest401:
Also ich gehöre auch zu denen, die Linux ganz toll fänden wenn es die für mich nötige Spezialsoftware gäbe.
In meinem Fall: professionelle HD-Recording-Software bzw. Sequencer.

Und das gibt es bei Linux einfach nicht; nichtmal an CuBase kommt da etwas ran, von Schätzen wie Pro Tools gar nicht zu sprechen.

Und ich glaube, der Mangel an Spezialsoftware gilt auch für viele andere Bereiche.

In solcher Software stecken Jahre der Entwicklung und tonnenweise Gehirnschmalz und Erfahrungen, der Käuferkreis schon auf weit verbreiteten Systemen wie Windows ist beschränkt und der Preis dafür entsprechend nicht billig - für Linux würd sichs gar nicht lohnen, und OpenSource macht sowas verständlicherweise keiner.

Auf dem Mac gibt es wiederum vieles davon, z.T. sogar besser als die Windows-Versionen, weil der Mac schon immer eher bei Spezialaufgaben verbreitet war, gerade was Musikproduktion angeht.
(Als Mitte der 90er die Musiker, die einen Atari benutzten, umstiegen, sind die fast alle auf Mac gegangen, weil der PC da noch genau null konkurrenzfähig war: irre Latenzen beim HD-Recording und Ein MIDI-Timing wie ein Zufallsgenerator...das änderte sich erst mit dem Pentium 3 und Windows 98SE so langsam)

Ergo: bei mir würde als Alternative eher ein Mac ins Haus kommen - wenn ich ihn mir leisten könnte.
Aplle verplant es total, für den 08/15-Kunden Hardware anzubieten, die preislich mit PCs mithalten kann.
Gäbe es beim Händler ums Eck ein Apple-Mainboard mit RAM und CPU und OS im Bundle, das man einfach so in sein PC-Gehäuse stecken kann - der PC wäre bei mir und vielen anderen längst weg.
So aber muß ich mir überlegen: wie rüste ich als nächstes auf? Billiges Board/CPU/RAM-Bundle vom Arlt und einfach ins Gehäuse stecken oder arschteuren komplett neuen Mac kaufen...?

Gruß Alex

tuxie:
Wie ich schon weiter oben geschrieben habe. Hat Apple bereits Preiswerte Einstiegsmodell. Nämlich den Mac Mini. Der hat eigentlich alles was man Braucht. Sicher ist er eventuell etwas Teurer als ein PC vergleichbarer Größe.

Guckst du hier

http://store.apple.com/de/configure/MB138D/A?mco=NzU0NjQ2

Du musst da keine Apple Tastatur und Maus nehmen, eine Stink normale 5€ USB Tastatur tuts genau so.

Und selbst das Basismodell vom 20" Imac mit 2,6GHz Intel Core2Duo ist schon ein Fairer Preis. Und das Display ist echt richtig gut, kann man nicht mit den 0815 Displays aus dem Supermarkt vergleichen.
Guckst du hier
http://store.apple.com/de/configure/MB323D/A?mco=NzU0NTQx

Dennis Schulmeister:
Hallo Alex,

also meiner Meinung nach ist L* Audio mäßig recht gut ausgestattet, wenn man eine gute Soundkarte hat. Gut im Sinne von, dass der Hersteller die nötigen Infos zur Treiberprogrammierung raus gibt. Kennst du Ardour? Und den Jack Audio Server?

Was meiner Meinung nach wirklich fehlt ist gescheiter Videoschnitt. Hier gibt es entweder nur Hobbyprogramme (Kino, Pitivi, ...), VeeJay-Programme oder Cinelerra. Und letzteres ist einfach brutal schlecht programmiert, weshalb es zum einen viel zu viel Rechenleistung abverlangt und zum anderen einfach nur unstabil läuft.

Gruß,
Dennis 8)

matashen:
Ihr dürft nicht vergessen das viele große Firmen bereits an Linuxprogrammen Arbeiten. Die werden dann nicht kostenlos von heut auf morgen, aber es läßt sich vieles relativ leicht portieren. Nur das dauert halt etwas, weshalb ich nicht von jetzt rede sondern von den nächsten fünf Jahren.

Gruß Matthias

guest2123:

--- Zitat von: Zuse1000 am Mo 30.06.2008, 17:04:10 ---ja diese Diskussionen kenne ich auch zu tausenden aus den Amiga-Foren und denke einfach :

selbst wenn Atari und Commodore Modelle mit schnelleren Prozessoren rausgebracht hätten wären Sie dennoch untergegangen, und ich glaube weil es ab 90 eine Welle hin zur Globalisierung auch in der Rechner Welt angedeutet hat. Und zur Norm wurde halt PC-IBM kompatibel erkoren weil halt wie schon angesprochen die Preise rasant gefallen sind und  der PC auch schon damals die Nummer eins in den Büros war. Amiga und Atari durfte man ja früher auch nur hinter vorgehaltener Hand "Personalcomputer" nennen und das lag wahrscheinlich daran das Sie aufgrund ihrer herrvorragenden Multimedia-Fähigkeiten zum Spielerechner degradierd wurden und damals die Leute noch ganz deutlich einen Unterschied zwischen Rechnern zum "Arbeiten" und "Spielen" gemacht haben.

--- Ende Zitat ---

Kann man nicht unbedingt sagen. Daß es auch anders ging, hat Apple ja bewiesen. (Seltsamerweise war ja der Atari, als er herauskam, eine ernsthafte Bedrohung für den Mac - preiswerter, und dazu noch mit besserer Grafik; nicht umsonst sprach man ja auch vom "Jackintosh"). Aber im Prinzip stimmt es schon - irgendwann waren die Motorola-Prozessoren ins Hintertreffen geraten, Apple ist ia nicht umsonst auf die Power-Prozessoren und später dann Intel umgestiegen. Derzeit bietet Intel eben am meisten "Bangs for the Buck", vor 20 Jahren war das noch Motorola. Und als die PCs dann  mit Grafikauflösungen von 640x480, 800x600 oder gar 1024x768 kamen, war der Ofen endgültig aus: (vorher haben die Atari- und Amiga-User die PC-Besitzer aufgrund deren bescheidener Grafik verlacht, heute ist es genau umgekehrt).
Und was das Betriebssystem angeht: DOS war in der Tat eine Krücke, aber wer wollte, konnte schon Ende 1992 Linux einsetzen. Und ab Windows NT 4.0 (aus meiner Sicht übrigens das beste Windows, was es je gab) waren auch Sachen wie Speicherschutz, preemptives Multitasking etc.  kein Problem mehr. Schade ist nur, daß  IBM nicht mehr OS/2 aktiv weiterentwickelt und vermarktet, das war nämlich noch besser und hatte die beste GUI von allen.

Gruß,

Oliver

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