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Anfänger Fragen zum Atari STF 1040 *Bitte um Hilfe*
tfhh:
--- Zitat von: gh-baden am Mo 09.10.2023, 10:32:13 ---..., aber man muss die wenigsten Produkte bei der Amiga dadurch kaufen, dass man in einem Forum wissen muss, wen man anschreibt, damit man ihr/ihm was abkaufen kann. Es gibt stattdessen zahlreiche (gute/stabile) Webshops, wo man bspw. Beschleuniger, IDE-Adapter, RAM-Erweiterungen etc.pp. kaufen kann (icomp.de, vesalia, amigastore.eu etc.pp.) Das gibt es so schön beim Atari nicht (mehr).
--- Ende Zitat ---
Nunja, ich denke, die "Fanbase" gerade in Sachen Turbo-Karten ist beim Amiga einfach größer. Es hat ja schon damals wenig Spiele gegeben, die zum Beispiel den STE oder gar den Mega STE (immerhin 16 MHz & Cache) ausgereizt haben. Im Gegenteil, viele Games liefen nicht richtig mit "mehr Dampf". Das war beim Amiga meiner Ansicht nach schon immer anders - selbst die meisten alten Spiele laufen problemlos mit doppelten oder dreifachen CPU Takt und/oder Cache.
Entscheidend ist aber auch, daß das alles kommerzielle Anbieter sind. Die gibt´s halt mittlerweile für Atari nicht mehr. Und sie sitzen auch nicht in der DACH-Region... was sicherlich auch damit zu tun hat, daß im deutschsprachigen Raum gern Jagd durch selbsternannte Sheriffs auf kleine Bastler etc. gemacht wird, die Hardware in Umlauf bringen. Denn das ist ohne WEEE Mitgliedschaft und CE Kennzeichnung (und Vorhandensein der Prüfunterlagen) nicht mehr erlaubt und es gibt diverse Anwälte, die sich daran eine goldene Nase verdienen, selbst Privatleute vor den Kadi zu ziehen.
Vesalia verkauft seit geraumer Zeit KEINE Hardware mehr... also nichts, was nicht "out of the box" vom Hersteller mit entsprechenden Siegeln bzw. Zertifizierungen kommt. Nur noch Software, Kabel, Kleinkram - keine Platinen mehr. Das hat seinen Grund...
goetz @ 3rz:
Ja, das ist ein komplexes und kompliziertes Thema, leider. Umso froher bin ich, wenn es dann so tolle Projekte gibt wie Lightning & Co, oder die Holper-DMA-Untersuchung von @czietz, oder ein Stück neue Software zum angucken. Wobei echte neue GEM-Programme auch selten geworden sind, soifz.
Meinen halbfertigen GEM-Twitter-Client "Flöt" kann ich jetzt auch endgültig einstampfen, Musks spätpubertär-erratisch-fremdenfeindlich-antisemitischen Ausfälle haben „Xitter“ ja zu No-anständig-Man’s-Länd gemacht.
tkreutz:
--- Zitat von: Lukas Frank am Mo 09.10.2023, 11:59:00 ---Einen Webshop eröffnen der alle Atari TOS Hardware Projekte blündelt wäre schön. Aber dazu müsste jeder ein Gewerbe anmelden incl. dem Webshop Betreiber ... (Und alles wäre doppelt so Teuer denke ich)
--- Ende Zitat ---
Das denke ich auch. Alternativ kann man natürlich darüber nachdenken, ob Veranstaltungen / Markplätze / Flohmärkte über Vereine ein Weg wären, so etwas anzubieten. Als privates Bastelprojekt bleiben die Kosten auch im Rahmen und das Produkt wird nicht unnötig verteuert. Vielleicht könnte man etwas als Opensource basiertes Community Projekt entwickeln.
Schaut mal bei YT, da gibt es einen Amerikaner, der einen 6-Arm Roboter zum Selbstbau in seinem Shop anbietet (Chris Annin).
Er entwickelt sein komplettes Projekt über die Community als Opensource Projekt weiter. Dadurch sind Entwicklungskosten niedrig, jeder kommt in den Nutzen davon und man hat einen Roboter zu Hause für ca. 6.000 EUR, der sonst 20 TEUR kosten würde (2 Monate Bauzeit allerdings und auch einiges an Know How nötig). Alibaba bietet das Gerät zwar für 6.000 EUR als Fertigmodell an, aber es ist dann "Closed Soft", also Weiterentwicklung- und Einblick in die Entwicklung ist quasi nicht möglich. (Ist kein Spielzeug, das Gerät kann Kleinserien fertigen und öffnet dem Hobbyisten Bereiche, in denen sonst nur die Industrie rein kommt).
Ich denke, man muss immer abwägen. Die Leute hier im Forum haben aber viele gute Ideen.
Lukas Frank:
Bei Hardware ist das nicht der richtige Weg. Habe schon einige Grafikkarten Bauteile Sets abgegeben und die Leute haben die runiniert und ich mußte alles neu bauen weil man so gut wie nichts mehr brauchen konnte, obwohl alles sehr simpel ist.
Der DFB1 Falcon Beschleuniger ist so ein Projekt und kaum jemand baut den nach und jemand drittes muss eine kleine Auflage bauen und dann verkaufen ...
goetz @ 3rz:
--- Zitat von: Lukas Frank am Di 10.10.2023, 10:21:28 ---Der DFB1 Falcon Beschleuniger ist so ein Projekt und kaum jemand baut den nach und jemand drittes muss eine kleine Auflage bauen und dann verkaufen ...
--- Ende Zitat ---
Für sicher viele Atari-Anwender*innen ist SMD-Löten und CLPD- oder FPGA-bespielen außerhalb der eigenen Reichweite. Und wenn man nur 1 oder 2 Atari 1040ST hat, die versorgt werden müssen, macht’s auch keinen Sinn das nur dafür zu lernen, dafür noch Ausstattung zu kaufen etc. Ich kann nur Brutzellöten, und stehe zumindest dadurch öfter vor der Frage: hänge ich meine Zeit in SMD-Löten etc., oder würd ich lieber einen Hunni on top ausgeben und einen fertigen Beschleuniger in meinen ST stecken?
Die Antwort bei mir ist klar: ich hätte es gerne so einsatzbereit wie möglich. PCB-Entwicklung und -Aufbau ist halt nicht mein Hobby, die wenigsten hier sind noch Schüler oder Studenten mit beliebig viel Zeit und beliebig wenig Geld. Bei den meisten von uns hat sich das Verhältnis ausgeglichen oder gar gedreht, zusammen mit den grauen Haaren wuchsen auch die ToDo-Listen.
Das ist beileibe keine Kritik an Projekten, die von den Autor*innen zum Nachbau angeboten werden -- ich finde das großartig, eben weil man das noch in 2 Jahren aufgreifen kann. Aber es erklärt vielleicht, warum der Nachbau oft gar nicht von Einzelanwender*innen gemacht wird.
Die niedrigen Verkäufe von allen Turbokarten am ST sehe ich auch dadurch bedingt, dass im Gegensatz zur Amiga (und damit ist mein Post fast on-topic) bei den wenigsten STs ein einfacher Einbau möglich ist. Nur der MegaST kann durch den MegaST-Bus ein "stöpsel es rein, fertig" realisieren, alle anderen brauchen eine Sockelung des 68000 (ST, STF), oder Adapterlösungen (STE, MegaSTE). Beim Falcon gibt’s einen Bus, aber nur wenige Karten passen ins suboptimale Gehäuse rein. Lange Rede, kurzer Sinn: bis auf ein Modell (MegaST) ist alles andere non-trivial aufzurüsten.
Bei der Amiga macht man eine Plastikklappe auf, steckt eine iComp- oder TerribleFire-Karte rein, und klappt wieder zu, fertig.
Können wir alle nicht ändern, aber zusätzlich zu den niedrigeren Stückzahlen der heutigen ST-Szene kommt das als „Verkaufserschwernis“ hinzu. Ich hätte bestimmt 3-4 STs mit tollen Sachen aufgerüstet, wenn ich es entweder könnte, oder ein Sockel da wäre.
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