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ST-Book reparieren
alers:
Die Leiterbahnen mit 1ner (Eine!) Kupferlitze und B-7000 verbinden, Du kannst zwar auch Silberleitlack nehmen, ich repariere aber flexible Leiterbahnen (Gern beim PoFo) genau so, und das seit Jahren erfolgreich.
Der Vorteil von B-7000 ist halt, das es wie Hulle klebt, dabei aber flexibel bleibt. Damit werden normweise Mobile-Displays verklebt, wo eine teilflexibilität vorrangig ist.
Bekommst Du in der Bucht vom Chinesen für unter 10 EUR pro 15ml. Ich nehme nur noch die von "suxum", da die wirklich eine gleichbleibende und gute Qualität haben.
Silberleitlack ist zwar super, aber nicht dann, wenn es öfters mal "gebogen" werden soll, denn dann bricht der auf Dauer, was auch klar ist. und B-7000 hat auch noch den Vorteil, daß der, sofern Du nicht den mit dem Pinsel, sondern den nimmst, den ich als Bild angehängt habe, halt einen sehr feinen Ausgang hat, womit Du eben genau diese eine Kupferlitze ankleben kannst, die Du natürlich voher verzinnt hast und auf dem bedampften Kontakt ein wenig aufgerauht hast.
dbsys:
--- Zitat von: alers am Mi 25.09.2019, 21:47:49 ---Ich nehme nur noch die von "suxum", da die wirklich eine gleichbleibende und gute Qualität haben.
--- Ende Zitat ---
Interessant!
Ist der suxum Kleber leitfähig? Oder wie stellst Du mit dieser Methode sicher, daß Kupferlitze und Kontaktstelle tatsächlich eine leitende Verbindung eingehen?
alers:
--- Zitat von: dbsys am Do 26.09.2019, 08:52:32 ---Interessant!
Ist der suxum Kleber leitfähig? Oder wie stellst Du mit dieser Methode sicher, daß Kupferlitze und Kontaktstelle tatsächlich eine leitende Verbindung eingehen?
--- Ende Zitat ---
Natürlich ist er nicht leitfähig, warum sollte er auch. Die Kupferlitze wird fest draufgedrückt, da ich das ganze mit ein wenig Druck drauf lege (ich sogar die litze vorher in nem Schraubstock plätte (no fake!)) ist das ganze kein Problem.
Bevor es zu Querfragen kommt, die Reihenfolge, wie ich das i.d.R. mache:
1. Litze vorbereiten (Also plattdrücken in nem Feinschraubstock, das ganze mit 2 V4A-Spannbacken, da härter als Litze)
2. Litze verzinnen an den Punkten, wo sie später drauf soll
3. Leiterbahn mit einem feinen Dorn (Nicht mit einem Messer o.ä.!) aufrauen, es ging auch, wenn fein genug nen "Glitzi-Schwamm"
4. litze nun auf die beiden Punkte legen
5. in der mitte mit einem passenden Streifen TESA fixieren
6. einen sehr sehr sehr sparsamen tropfen Klebe (B-7000) auf das eine und andere Ende der fixierten Litze aufbringen, mehr noch nicht.
7. ca. 30 sekunden warten (in dieser Zeit bildet sich oberhalb der Litze schon ein Film, da die Ende plattgedrückt sind nicht zwischen den Kontaktflächen!!!)
8. nun mit einem kleinem präpariertem (Ich sage immer 1 EUR Schraubedreher (Flach, 0,5mm Klingenbreite) auf dem einen Punkt und mit einem gleichen Schraubendreher (Die ich eigentlich mittlerweile sowieso zusammegeklebt habe) auf diese Bahn mit ein "wenig" Kraft ca. 3min drücken. Nicht zu fest bitte, aber auch nicht zu lasch - Mittelmaß ist gefragt.
9. mit einem weiteren Schraubendreher nun in die Mitte dieser Konstruktion festhalten, die beiden anderen langsam (sehr langsam) abziehen, der Kleber ist schon fest, dadurch kann man die beiden "haltenden" abziehen.
10. ca. 12-24 h trocknen lassen.
11. Mittels Meßgerät den Durchgang prüfen.
Zu Punkt 7. : Mir ist es bisher in den ganzen Jahren nur 1x passiert, das der Kleber sich unter dieses plattgedrückte Litzchen gedrängt hatte, aber nur, weil ich das dabei nicht fixiert habe.
Der Kleber selber ist eher sehr gel-artig, so daß er nicht sofort darunter krabben möchte, wie es herkömmlicher Sekundenkleber machen würde, daher nutze ich den halt, ebenso enthält er nicht die typischen Lösungsmittel eines "Sekundenklebers" (Auch die GEL-Varianten nutzen den ja), die ja bekannterweise das umgebende Material auflösen.
Man könnte auch, sofern man wirklich "sauber" SMD-Bauteile löten kann, das ganze noch anheften, dem rate ich aber ab, weil meist das Trägermaterial (Kunststoff) SOFORT durchgebrannt ist!
Wie geschrieben, so mache ich das, wird auch sicherlich andere Wege geben, die sind mir aber nicht bekannt...
Und ja, es gibt auch leitfähigen Kleber auf dieser Basis, davon kann aber nur abgeraten werden, da man vorher nicht weiß, in wieweit das ganze sich "hier" auf dem Träger ausbreiten würde, und ein nachbearbeiten "ist nicht".
Die einzelne Litze ist auch widerum so flexibel in sich (außer man würde sich zigmal absichtlich in einem kleinen Winkel hin- und herbiegen), daß der "Nutzungserfolg" sogar höher als beim Original sein dürfte...Mache ich mittlerweile übrigens automatisch bei jedem PoFo, der mir unter die Finger kommt. Naja, soviele sind es mittlerweile nicht mehr, da mein Interesse in der Nutzung von Portfolios doch arg nachgelassen hat...
Johannes:
--- Zitat von: dbsys am Mi 25.09.2019, 21:02:41 ---
--- Zitat von: kcr am Mi 25.09.2019, 11:40:28 ---
Kann mir jemand ein paar Tips geben, wie man das Gerät am besten zerlegt? Das Display war glaube ich geclipst, oder?
--- Ende Zitat ---
Anbei eine einfache Anleitung zum Zerlegen des ST-Book Unterteils. Diese habe vor etwa 13 Jahren aus einem Forum ausgedruckt. Der Beitrag stammt von einem "Mike", bei dem es sich meiner Meinung nach um das Atari-Home Mitglied @Atarimuseum handeln dürfte. Hier noch der Link zur wirklich gut gemachten Infoseite über das ST-Book vom Foren-Member Atarimuseum: http://www.atari-computermuseum.de/nst.htm
--- Ende Zitat ---
Wahnsinn, Konstantin! Das war mein ST-BOOK. Mike war damals mit Jens bei mir und wir haben neben ein bisschen rumnerden auch das ST BOOK wieder flott gemacht. Ich kann sogar noch das Bild dazu beisteuern. Aufgenommen am 3.4.2004, einen Tag vor dem Beitrag von Mike im atari.org Forum.
kcr:
Super, Leute 8)
Vielen Dank für die vielen Infos. Das mit der Batterie hört sich gut an. Wollen wir hoffen, dass es nur daran liegt. Sicher, dass es zwei Knopfzellen sind? Finde die immer nur einzeln.
Das Folienkabel wird nicht einfach... allerdings wird es in der Tat normalerweise nicht mehr bewegt- so elastisch muss es also eigentlich gar nicht sein. Na ich werde mal schauen.
Erstmal muss ich irgendwie eine Quelle für die Knopfzellen erschliessen...
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