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TT Rom zugriff schneller machen?

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Gast120501:
@ari.tao ROM-Performance bringt bei reinen CPU-Benchmarks garnichts. Da gehts ja drum, wie schnell die CPU Rechenaufgaben macht, oder wie schnell Schleifen durchlaufen werden, und solche Sachen.

@tuxie Waren denn die schnellen 70er oder gar 60er ROMs im TT verbaut bzw. geplant, als er 87/88, insbesondere dessen Chipsatz, konzipiert wurde? Welche ROM-Chip-Geschwindigkeiten waren damals bezahlbar? Wäre es aus finanzieller Sicht sinnvoll gewesen, die Logik in den Chips nochmal zu ändern, weil es nun 10 ns schnellere ROMs gab, als der TT endlich marktreif war? Nochmal ein halbes Jahr warten, bis aus dem Schaltungsentwurf testbares Silizium wurde? Ja so war das damals mit der Chip-Entwicklung. Platinenlayoutänderungen waren da auch nicht so trivial einfach umsetzbar, wie heute. Aus vielen Geschichten rund um Commodore/Atari wissen wir, dass die Tramiels sehr knausrig waren, nicht immer wurde die technisch beste Lösung umgesetzt, sondern eher die billigere. (Sonst hätten ja wohl alle 520/1040er, M-STE und TT Tastaturen mit Cherry MX Schaltern, so wie beim Mega ST.)

Die Beschleunigung von 11 auf 10 Sekunden Boot-Zeit ist natürlich enorm. ROMRAM/GEMRAM/ROMSPEED bringt im laufenden Betrieb (nach dem Booten) sicher mehr.

Gast160608:

--- Zitat von: 1ST1 am So 24.02.2019, 23:56:49 ---@ari.tao ROM-Performance bringt bei reinen CPU-Benchmarks garnichts. Da gehts ja drum, wie schnell die CPU Rechenaufgaben macht, oder wie schnell Schleifen durchlaufen werden, und solche Sachen. 
--- Ende Zitat ---
Wie czietz im CoreMark-Thread (und ganz in meinem Sinne) gut erklärt hat, kann man den Einfluß einzelner Größen deutlich machen, indem man die anderen konstant hält. Ein Vergleich in diesem Punkt kann also legitim stattfinden:

--- Zitat von: ari.tao am So 24.02.2019, 23:39:25 ---Was bringt das an CoreMarks?
Mehr, als wenn man das TOS in´s TT-RAM kopiert?
--- Ende Zitat ---
Ich würde daraus aber keine %-Anzeige ableiten.

Gast120501:
Ja, aber der CoreMark testet ja keine ROM-Zugriffe, sondern es werden eigenen Programmschleifen durchlaufen und gerechnet, und dann geschaut, wie lange das gedauert hat. Auf den CoreMark wirkt sich z.B. auch eine schnellere Festplatte nicht aus.

Gast160608:
ok, vielleicht wäre der Effekt verschwindend gering.
Haben wir sonst eine Möglichkeit, das quantitativ oder wenigstens qualitativ zu erfassen?
Die Herabsetzung der Boot-Dauer um eine Sekunde scheint mir eher im Bereich der Meß-Toleranz zu liegen.
Vielleicht hat Tramiel damals schlicht entschieden: Das lohnt sich nicht für den Preis.

Gast120501:
Garkein Effekt, wenn die Benchmarkschleife komplett im RAM liegt. Das einzige was dazwischengrätschen könnten, wären Interruptroutinen die aufs ROM zugreifen (Maus wurde bewegt, Tastenklick), aber da der Rechenlastanteil für solche Serviceroutinen wesentlich kleiner sein sollte, als die Rechenleistung, die der Applikation (Benchmark) vom Computersystem zur Verfügung gestellt wird, wird der Effekt eher nicht messbar sein (wenn schon der Bootprozess von 11 auf nur 10 Sekunden "beschleunigt" wurde.

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