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5 MB RAM im ST, anno 1988
mfro:
--- Zitat von: Petari am Mo 07.01.2019, 10:40:43 ---Um hoche Preise: im 1988 1 MB RAM kostet um 200 DEM . Aber das geandert oft.
--- Ende Zitat ---
Das hatte ich anders in Erinnerung (1988 war das Jahr der "RAM-Knappheit"). Ich habe deswegen ein wenig gegoogelt und das hier gefunden:
https://tedium.co/2016/11/24/1988-ram-shortage-history/
Die 1MBit Chips ("Byte"-Anzeige etwa in der Mitte der Seite) kosteten damals $35/Chip, der Dollarkurs stand 1988 bei etwa 1,75 DM, die Mehrwertsteuer (= Einfuhrumsatzsteuer) lag bei 14%.
Ich komme da eher auf etwa 550 DM/MB - das deckt sich auch eher mit der ganz oben verlinkten Anzeige aus der ST Computer.
Versteht heute niemand mehr. Heute kostet das MByte (DDRx-) RAM etwa einen halben Cent ;)
Neueralteruser:
Ich denke hier dürfte ein sogenanntes "Bankswitching" Verfahren angewendet worden sein! 1/4 MB oder 1/2 MB vom Hauptspeicher werden abgetrennt und zu gleichgroßen Bereichen des Brachliegenden Speicher parallelgeschaltet. Eine Logik übernimmt den Wechsel dieser Einheiten und TOS sieht immer nur 4 MB!
Eine ähnliche Schaltung war auch mal in einer c't Ausgabe in den 90ern! Dort wurde aber ein 1MB Rechner (2x0,5) so aufgerüstet, daß man eine Bank fest auf 2MB Speichererweiterung schaltete und eine Logik für das Umschalten der beiden 0,5er Mainboard-Bänke sorgte! TOS sah hier auch immer nur 2,5 MB
--- Zitat von: Lukas Frank am Mo 07.01.2019, 12:19:12 ---
--- Zitat von: 1ST1 am Mo 07.01.2019, 07:30:40 ---Jenseits von 4 MB ist bei einem ST/STE immer Alternate-RAM und es wird immer ein Treiber benötigt, da TOS dort nicht nacn RAM sucht.
--- Ende Zitat ---
Es gab auch mehrere echte 15/16MB ST Ram Erweiterungen ...
--- Ende Zitat ---
Ja - aber dann wird eine Co-MMU nötig! die serienmäßige MMU im ST schaftt nur 4MB
Lynxman:
--- Zitat von: Neueralteruser am Mo 07.01.2019, 12:29:59 ---Ich denke hier dürfte ein sogenanntes "Bankswitching" Verfahren angewendet worden sein! 1/4 MB oder 1/2 MB vom Hauptspeicher werden abgetrennt und zu gleichgroßen Bereichen des Brachliegenden Speicher parallelgeschaltet. Eine Logik übernimmt den Wechsel dieser Einheiten und TOS sieht immer nur 4 MB!
--- Ende Zitat ---
Eigentlich wird Bankswitching nur in Systemen angewendet in denen man mehr Speicher einbinden will als Adressiert werden kann.
Die 68000 kann 16MB adressieren, die MMU zwar nur 4MB, aber man braucht kein Bankswitching in so einem Fall. Man kann der MMU mit geschickter Beschaltung sicher weiteren Speicher unterschieben, und eine einfache MMU die den Refresh erledigt und dafür sorgt das es kein Zugriffsfehler von der Glue erkannt wird ist ja nicht das Problem. Die fangen an wenn man den Grafikspeicher in den Bereich schiebt etc, deshalb sprechen wir Atari-Leute ja auch vom Alternate-Ram.
Aus er Sicht der CPU kann es aber durchgehend adressieret werden und braucht keine Bänke umschalten und verwalten.
--- Zitat von: Neueralteruser am Mo 07.01.2019, 12:29:59 ---Eine ähnliche Schaltung war auch mal in einer c't Ausgabe in den 90ern! Dort wurde aber ein 1MB Rechner (2x0,5) so aufgerüstet, daß man eine Bank fest auf 2MB Speichererweiterung schaltete und eine Logik für das Umschalten der beiden 0,5er Mainboard-Bänke sorgte! TOS sah hier auch immer nur 2,5 MB
--- Ende Zitat ---
Ich denke Du bringst da was durcheinander.
Es gab Schaltungen die haben 2 Bänke mit 0,5MB hintereinader geschalten.
TOS hat beim Testen des Speichers dann erkannt das nur 3MB adressierbar sind.
Die Rechner mit solchen Schaltungen haben sich beim Speichertest immer mit 3MB gemeldet.
Ich habe die Schaltung damals in einige Rechner eingebaut. Nur bei den IMP-MMUs funktioniert es so nicht, da gab es irgendeine Änderung.
--- Zitat von: 1ST1 am Mo 07.01.2019, 07:30:40 ---Jenseits von 4 MB ist bei einem ST/STE immer Alternate-RAM und es wird immer ein Treiber benötigt, da TOS dort nicht nacn RAM sucht.
--- Ende Zitat ---
Ja, so siehts aus.
Wäre noch die Frage ob es ein großer Aufwand ist beim TOS 2.06 die Speichererkennungs- und Testroutinen zu integrieren, bzw zu erweitern.
Thorsten Otto:
--- Zitat von: Lynxman am Mo 07.01.2019, 14:10:29 ---Wäre noch die Frage ob es ein großer Aufwand ist beim TOS 2.06 die Speichererkennungs- und Testroutinen zu integrieren, bzw zu erweitern.
--- Ende Zitat ---
Die 4MB betrifft denke ich nur TOS 1.x. TOS 2.06 sollte bis 14MB erkennen (oder bis 10MB? bin gerade nicht ganz sicher, glaube ab $A00000 liegt dort beim MSTE der VME Speicher).
Arthur:
Was mich in diesem Fall halt gewundert hat ist das es keinen Hinweis auf die Art des über 4MB liegenden Speichers gibt und auch nicht, dass dafür ein Treiber benötigt wird. Klar gehe ich aufgrund meiner Erfahrung erst einmal davon aus das es mit höherer Wahrscheinlichkeit Alt-RAM sein wird/müsste ... trotzdem wäre es schön gewesen, wenn jemand das Gegenteil beweisen könnte.
Was mich von so einer Erweiterung abgeschreckt hätte sind die Vorteile des lötfreien Einbaus. >:D
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