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Welche Video-Modes können ST und STE?
Gast120501:
Und den RAM dockt man besser am Shifter an, so wie es z.B. Lynxman macht. Platine auf die MMU draufstecken ist keine gute Idee, da leiert der lapprige Sockel noch mehr aus. Man kann die Adress-Signale, RAS und CAS an den Widerständen zwischen MMU und RAM abgreifen, entweder anlöten, oder du erfindest irgendwas mit Klemmen. Ich habe bei meiner eigenen RAM-Erweiterung damals eine Adapterplatine gemacht, die man an den Widerständen festlötet und auf der Platibe war dann ein DIL-Sockel für Flachbandkabel. Je nach originaler Speicherausstattung des ST (1 oder 2 Bank) muss man zusätzliche Leitungen von der MMU holen, die sind dann nicht auf Widerstände geführt.
Sandwitchbauten lassen sich vermeiden, in dem man möglichst viele Funktionen auf ein Board packt, RAM+HDMI-Adapter zum Beispiel... Oder man geht den radikalen Weg, damit hast du ja schon Erfahrung, und baust ein 1040-ST-Reloaded-Board, wo der ganze Krempel schon drauf ist. (also nicht sowas IMHO halbgares wie die erste C64-Reloaded-Version wo wir uns in die Haare bekommen haben) - 4 MB RAM, TOS 2.06 umschaltbar, HD-Modul, HDMI-Adapter, IDE, AltRam, 16MHz Turbo oder vielleicht gleich ne 68080, ....
Paradroid:
Klingt demnach so, als ob ein DVI-Framebuffer auf dem Shifter auch die Datenleitungen an einem dokumentierten Anschluss herausführen sollte, damit eben kein Turmbau zu Babel stattfinden muss.
Oder gleich eine 4M ST-RAM Erweiterung mit auf die Karte, was aber wieder einen MMU-Adapter erfordern würde. Hmm.. ob das die Akzeptanz der (geplanten) Hardware verbessern würde? Es ist absolut nicht mein Ding, Hardware zu verkaufen, für die Lötarbeiten beim Einbau erforderlich sind. Schon das Herausnehmen eines Chips ist in meinen Augen grenzwertig für einige Benutzer, aber bei DILs gehe ich das Risiko ein.
Bei einem PLCC ist das schon was Anderes, und wenn dann noch das on-Board D-Ram lahmgelegt werden muss, hört es für die Meisten ganz auf.
Hat noch niemand eine Erweiterung gebaut, bei der die MMU aus dem Sockel genommen wird, diese dann auf der Erweiterung in einen Sockel gesetzt wird und dann ein Adapter in den MMU-Sockel gesteckt wird? Dann kann der Speicher auf dem Mainboard ganz einfach lahmgelegt werden (meine Erweiterung hat ja dann Kontrolle über RAS/CAS). Der Benutzer müsste halt einen PLCC-Chip aus dem Sockel ziehen, aber es wäre immerhin löt-frei.
1ST1: Auch wenn mein Herz mehr in Richtung Commodore schlägt, ist der Atari ST ein klassischer Computer, der ebenfalls seinen Platz in der Computergeschichte hat. Das bedeutet: Ich habe mit der Hardware, die ich in Verkehr bringe, eine gewisse Verantwortung, dass die Geräte nicht unnötig verbastelt werden. Sprich: Löten und Löcher ins Gehäuse sägen ist beides zu vermeiden.
Jens
Gast120501:
@Paradroid - deswegen ja am Ende der Vorschlag mit dem ST-Reloaded-Board. Die große Schwierigkeit beim 1040 ST ist, dass es mindestens 3 grundverschiedene Boardlayouts gibt, wo CPU, RAM usw. völlig wo anders sitzt, das ist z.B. beim A500 viel einheitlicher. Außerdem - obwohl das kennt man auch von Commodore - mal sind Chips gesockelt, mal nicht, MMU/GLUE sind bei späten Boardversionen teils sogar SMDmäßig aufgelötet, nothing for beginners... Man kann ja auch dazu einen Umbauservice anbieten, Rechner einschicken, und mit neuer Platine kommt er zurück. (Bedingung: Rechner muss grundsätzlich funktionsfähig sein, sonst fängt der Umbau erstmal mit Debugging an... Oder inklusive Reparatur per Aufpreis)
goetz @ 3rz:
--- Zitat von: czietz am Di 29.05.2018, 18:23:59 ---Dieser von der MMU verwaltete Speicher wird ST-RAM genannt und ist universell einsetzbar, da für CPU, DMA, Shifter erreichbar. Außerdem kann er von allen TOS-Versionen ab 1.00 verwaltet werden und entsprechend von allen Anwendungen genutzt werden.
--- Ende Zitat ---
(und der kann max. 4 MB groß sein)
--- Zitat von: czietz am Di 29.05.2018, 18:23:59 ---Nun kann man Speicher auch direkt am 68000 anschließen und in den sonst unbelegten Adressbereich zwischen 4 MB und 14 MB (10 MB beim MegaSTE) einblenden, wenn man entweder SRAM verwendet (Lösung MonSTer) oder sich um das DRAM-Refresh selbst kümmert (Lösung Magnum ST). Dieses sogenannte Alternate-RAM (Alt-RAM) kann aber nur mit TOS 2.06 verwaltet werden. Zudem kommen nicht alle Anwendungen damit klar, sei es, weil sie ihren Speicher auch für DMA-Transfers oder als Bildschirmspeicher nutzen wollen, sei es, weil sie einfach nicht erwarten, Zeiger auf Adressen größer 4 MB zu verwalten.
Wie Du siehst, gibt es zwei grundverschiedene Lösungen für Speichererweiterungen im ST, die beide ihre Vor- und Nachteile haben.
--- Ende Zitat ---
Ja, wobei ich noch ein paar Punkte ergänzen möchte:
* Die Einschränkung "viel RAM nur mit TOS 2.06" ist so hart nicht ganz richtig. Auch Maschinen mit alten ROMs (1.x) können bspw. MagiC oder MiNT booten, und dann auch mehr als 4 MB verwalten, da diese Betriebssystemaufsätze/ersatze die nötigen Funktionen TOS206-kompatibel (und mehr) mitbringen.
* Ich kenne keine Anwendungen, die Probleme mit mehr als 4 MB haben, wenn sie ab 1990 sind. Die mussten alle auf dem Atari TT laufen, und dafür sowieso damit klarkommen.
* Programme, die ernsthaft mehr als 4 MB RAM benötigen, oder Multitasking-OSse (wo mehr RAM immer gut ist), haben aber auch kein Problem mit TOS 2.06 untendrunter. Ich sehe da keinen Ausschluß bzw. kein Problem. Sicher gibt es Software, die Probleme bspw. mit großen Adreßräumen haben (Tempus der Editor, in der Version bis irgendwann 1988), nur ist das echt steinaltes Zeuch. Und wer das dringend noch haben will/muß, der rüstet seinen ST nicht mit 14 MB auf (weil wozu denn), _oder_ lebt einfach damit, dass die Software diesen Speicherbereich (Alt-RAM) dann halt schlicht nicht mitnutzt. Ist ja kein großer Verlust, als diese Software rauskam gab es ja auch nicht mehr Speicher.
czietz:
--- Zitat von: Paradroid am Di 29.05.2018, 18:56:15 ---Hat noch niemand eine Erweiterung gebaut, bei der die MMU aus dem Sockel genommen wird, diese dann auf der Erweiterung in einen Sockel gesetzt wird und dann ein Adapter in den MMU-Sockel gesteckt wird?
--- Ende Zitat ---
Es gibt so ausgefallene Lösungen, wie diese hier: https://forum.atari-home.de/index.php?topic=13517.msg216138#msg216138 mit Zwischensockel für die MMU, um dieser bis zu 14 MB unterzuschieben.
Die STC schrieb auch über solche Lösungen: http://www.stcarchiv.de/stc1990/12_ramerw.php. (Suche nach "Lösung MMU-Huckepack".)
Allerdings ist mir keine aktuelle RAM-Erweiterung bekannt, die so arbeiten würde.
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