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Bastelprojekt: Netzwerkzeit (über WLAN) für meinen 1040STF
goetz @ 3rz:
--- Zitat von: SolderGirl am Mi 03.05.2017, 10:23:40 ---Ich hab diesen Thread gerade zufällig entdeckt, und finde das Mega-Spannend.
Ist es so das man damit sowas wie das hier
[…]
an die serielle Schnitstelle hängt und hat dann quasi ein WLAN-Modem?
--- Ende Zitat ---
Eher ein WLAN-Router, denn SLIP bedeutet, dass der Atari eine Einwahl macht, als ob das Platinchen hinter einer Nullmodem-Strecke hängt und eben SLIP (Vorgänger von PPP) anbietet. Und das routet das Platinchen dann halt weiter.
Ich mach das deutlich unbasteliger und uncooler mit RS232<->Bluetooth-Adaptern. Die sind winzig und brücken auch die Luft, auf der anderen Seite habe ich BSD oder Linux. Dazu dann ein getty+ZMODEM.
Gast120501:
@czietz: Sehr cool!
Wenn du das mal fertig hast und eine Komplettanleitung zum Aufbau und Installation online stellst, und sich die Kosten im Rahmen halten (wovon ich ausgehe) würde ich das mal nachbauen, das ist mal ein Gag!
SolderGirl:
Mich hat das spontan an ein Projekt von vor ein paar Jahren erinnert.
Da hatte ich nach Jahren wieder meinen ersten DOS-PC gebaut und wollte unbedingt wieder wie damals mit Terminate in BBSen rumstreunen.
Und nach tagelangem jonglieren mit Treibern hab ich das auch tatsächlich geschafft. Ein TCP/IP Stack, darauf einen Emulationstreiber der eine IP-Verbindung als ISDN "tarnt", und da oben drüber noch einen Emulationstreiber um aus dem ISDN für Terminate ein Modem zu simulieren. War zwar sehr knapp mit dem Speicher, aber es hat irgendwie geklappt.
Und so wie ich gelesen habe, gibt es diese Module auch mit eingebautem IP-Stack. Wäre das nicht eine einfachere Variante, das WLAN wie ein Modem anzusprechen und ihm die Arbeit zu überlassen, anstatt die ganze IP-Geschichte in Software zu machen? Wenn die einzige Einschränkung dabei die begrenzte Anzahl gleichzeitiger Verbindungen ist, damit kann man doch leben, oder? Wer will schon auf dem ST gleichzeitig 3 SMB-Shares gemountet haben und nebenher im Netz surfen?
Aber vielleicht denke ich auch in eine ganz andere Richtung ....
joejoe:
Das war genau mein Ansatz, als ich weiter oben von einem speziellen IP-Stack sprach.
Dafür braucht es auch keinen TCP/IP Ersatz, sondern einen "pseudo-TCP/IP-Stack, welcher die Schichten unterhalb des Application-Layers transparent remote z.B. auf einem RasPI oder einem Hardware-TCP/IP.Chip wie den WizNet-Controllern ablaufen lässt.
SLIP liegt dagegen in der untersten Ebene des TCP-IP Stacks, da muß oberhalb eine Menge an Verwaltungsaufgaben durch den ATARI erledigt werden. Ein Ansatz all diese Funktionen auf externer Hardware ablaufen zu lassen spart vermutlich (veiel? wieviel?) CPU-Zeit und RAM auf dem Atari.
Die Atari-Software sieht die notwendigen Proceduren, übergibt denen die Daten, diese werden (irgerndwie, per RemoteProcedureCAll seriell, parallel, ACSI, I²C,SPI, wie auch immer) an den exterenen TCP/IP-Hardware-Stack übertragen und vice versa.
Allerdings weiß ich nicht, ob sich sämtliche TCP/IP-Software an die strenge Layer-Hierachie hält.
Das ganze macht, wie GH-Baden schon angemerkt hat, natürlich nur Sinn, wenn dem Aufwand genügend Nutzen entspringt.
SolderGirl:
Die Lösung die ich damals hinbekommen habe war aber auch nur limitiert auf telnet. Das ging dann aber aus dem terminalprogramm mit einem "ATDT 213.123.231.132" oder sogar "ATDT irgend.bbs.com".
Hat aber gereicht um das original-Feeling von damals wieder zu erleben, mit dem selben Programm das ich damals hatte.
Und das ist was, was ich auch mit dem Atari irgendwann hinkriegen will, ein bisschen BBS surfen.
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