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Bastelprojekt: Netzwerkzeit (über WLAN) für meinen 1040STF
SolderGirl:
Ich hab diesen Thread gerade zufällig entdeckt, und finde das Mega-Spannend.
Ist es so das man damit sowas wie das hier
an die serielle Schnitstelle hängt und hat dann quasi ein WLAN-Modem?
joejoe:
Die 19200 sind aber doch nicht das Ende der Fahnenstange, soweit ich mich recht erinnere.
Da gab es doch auch noch Dinge wie RS-Speed (mit höheren Baudraten als Ersatz für nie benötigte Übertragungsraten ???) und auch ein Bastelprojekt von Harun Scheutzow, welches den MegaSTE/TT SCC mit Treiberunterstützung in den ST brachte. Den SCC meines Falcon habe ich vorsichtig von der Platine entfernt (Pins ganz vorsichtig mit einem Dremel (oder gefühlvoll mit einem Cutter-Messer) am Gehäuse durchtrennt, dann eine passende PLCC-Fasssung auf die Pads gelötet und den SCC durch den pincompatiblen, aber deutlich leistungsfähigeren ESCC Z85230 (interne Puffer (FIFO), bis zu 2 MBIt/s etc. ) ersetzt. Damit ließ sich der Falcon per SLIP mit meinem Linux-Server verbinden. Da war dann fast der PC bzw. dessen serielle Schnittstelle mit 115kB/s die Bremse. Solch ein Platinensatz (SCC-Board für STs) wurde im letzten halben Jahr 'mal bei ebay angeboten. Vielleicht hat es ja ein Forenmitglied erstanden und kann davon berichten?
Eigentlich braucht es einen speziellen IP-Stack für die ATARIs, welcher nur die Nutzdaten auf möglichst direktem Weg an den externen Controller überträgt, ohne den ganzen Verwaltungsaufwand auf dem langsamen ATARI durchzuführen und dieses stattdessen auf dem ESP, dem WIZnet, dem RasPI oder wo auch immer stattfinden läßt. Der Aufwand würde sich natürlich nur lohnen, wenn damit real höhere Netto-Übertragungsraten als mit Par-Port oder VME / Panther o-ä. Lösungen herausspringen.
czietz:
--- Zitat von: SolderGirl am Mi 03.05.2017, 10:23:40 ---Ich hab diesen Thread gerade zufällig entdeckt, und finde das Mega-Spannend.
Ist es so das man damit sowas wie das hier
[...]
an die serielle Schnitstelle hängt und hat dann quasi ein WLAN-Modem?
--- Ende Zitat ---
Genau, wobei das abgebildete Teil schon die Luxus-Ausführung ist, ich habe ein kleineres Modul mit dem ESP8266-Controller für knapp 2 € in meiner WLAN-Uhr -- und jetzt für die Tests mit STinG -- im Einsatz.
Und es ist keine Plug-and-Play-Lösung: der ESP8266 muss mit anderer Firmware versehen werden, die ich erst dafür anpassen und compilieren musste, der ESP8266 muss (z.Zt sehr umständlich) konfiguriert werden und natürlich muss der Netzwerkstack auf dem Atari (z.B. STinG) passend eingerichtet werden. Am letzten Punkt hänge ich derzeit.
goetz @ 3rz:
--- Zitat von: joejoe am Mi 03.05.2017, 13:53:16 ---Eigentlich braucht es einen speziellen IP-Stack für die ATARIs, welcher nur die Nutzdaten auf möglichst direktem Weg an den externen Controller überträgt, ohne den ganzen Verwaltungsaufwand auf dem langsamen ATARI durchzuführen und dieses stattdessen auf dem ESP, dem WIZnet, dem RasPI oder wo auch immer stattfinden läßt. Der Aufwand würde sich natürlich nur lohnen, wenn damit real höhere Netto-Übertragungsraten als mit Par-Port oder VME / Panther o-ä. Lösungen herausspringen.
--- Ende Zitat ---
Im Prinzip willst du für den Atari das, womit das ARPANET anfing: ein IMP (Interface Message Processor), der die Netzwerklast von NCP dem Haupt-Host abnahm. Nur dass es jetzt keine Honeywell 316 mehr ist, sondern ein RasPi o.ä.
Klar, kann man machen. Aber damit designst du halt ein neues Kommunikationsprotokoll, und wie du schon schreibst, hat das drei Probleme:
* Jemand muss es machen.
* Es muss besser sein als TCP/IP
* Man muss vorhandene Software umschreiben
Und dafür sehe ich jetzt nicht genug Vorteile, denn was hat man davon? Surfen wird man mit 68k-Rechnern auch damit nicht wollen mangels tauglichem Browser. Für IRC, Mail und News reicht auch der Zustand heute schon mit TCP/IP, da kommt es nicht auf jedes Prozent Geschwindigkeit an. UUCP macht keiner mehr außer mir. Nur bei FTP kann man echt was gewinnen -- aber lohnt dafür der Aufwand? Ich denke nicht.
czietz:
Jetzt mit STinG und CAB. Macht natürlich bei der Geschwindigkeit keinen Spaß, aber für's Photo musste es schon WWW sein.
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