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Zusätzliche Diode am Yamaha-Sondchip von manchen 520ST(+)
czietz:
--- Zitat von: 1ST1 am Di 22.09.2015, 09:19:27 ---Ich bin mir ziemlich sicher, dass das Masse ist. Im Zweifelsfall müsste ich heute Abend mal eine 520er Platine in die Hand nehmen.
--- Ende Zitat ---
Mach das mal bitte; ich bin mir ziemlich sicher, dass das nicht Masse ist.
--- Zitat von: 1ST1 am Di 22.09.2015, 09:19:27 ---Um das Audiosignal auf 2 Vss zu bringen, ist die Verstäkrerschaltung hinter dem Soundchip da.
--- Ende Zitat ---
Ich spreche nicht von Wechselspannung mit 2 V Spitze-Spitze, der YM2149 hat von sich aus einen Gleichspannungs-Offset von 2 V an den Audioausgängen. Ich habe den entsprechenden Ausschnitt aus dem Datenblatt mal angehängt. Eine Diode in Flussrichtung gegen Masse wäre da reichlich störend.
--- Zitat von: 1ST1 am Di 22.09.2015, 16:23:14 ---Anbei meine Vermutung wie die Masse-Leiterbahn unter dem Chip durchläuft, für die kleinen Abschirmungen von Pin 38-39, 2-6 unter dem Chip will ich mich erstmal nicht festlegen. Rot ist +5V, Orange ist Masse.
--- Ende Zitat ---
Nun kann man die Leiterbahnführung nicht sehen, letztendlich bringt nur eine Messung Klarheit. Seltsam an der von Dir vermuteten Leiterbahnführung finde ich, dass der Entkoppelkondensator C32 damit quasi "verkehrt herum" eingebaut wäre. Man versucht diese Kondensatoren ja immer so dicht wie möglich an die Versorgungspins des entsprechenden ICs anzuschließen. Dann müsste aber das obere Beinchen von C32 auf dem Foto auf +5V und das untere auf Masse liegen, um zum YM2149-Pinout zu passen.
Burkhard Mankel:
Jaja - der allwissende 1st1! Ich habe mir gerade eine Platine eins 520 (1600 Pixel breit) in starker Vergrößerung "reingezogen" - und die breite Leiterbahn, wo das "C32" draufgedruckt ist und an der die Anode der Diode angelötet ist mal weiter verfolgt! Eigentlich wollte ich - nach erster Sichtung - schreiben, daß diese mit den langbeinigend IC am Pin 18 in Verbindung stehen; bei neuerlichen Sichtung aber mußte ich feststellen, daß die Verbindung nicht da ist (erste Sichtung unkorrekt) und daß die Leiterbahn mit der großen Fläche Verbindung hat, die zu MB Rand eune Lötstoplackfreie Umrandung als Auflagefläche der Schirmblechs hat! SAomit ist wohl seine Vermutung korrekt, daß sie wohl tatsäächlich an Masse angeschlossen ist! Ich habe aber leider nur wenig Ahnung, daß ich jetzt nicht behaupten möchte, daß das grundsätzlich verkehrt sei!
Das Board (ohne Diode), das ich zur Sichtung heranzog!
czietz:
Wenn Du Dir das Board auf https://www.flickr.com/photos/blakespot/2377355242/in/photostream/lightbox/ anguckst (deutlich besseres Foto), dann siehst Du, dass die fragliche Leiterbahn, die von C32 wegführt, in Höhe des 6850 unterbrochen ist und eben nicht so verbunden ist, wie es auf dem von Dir geposteten Foto scheint. (Dort überstrahlt die Reflexion des Blitzlichts diese Stelle.)
czietz:
... oder wir haben es mit unterschiedlichen Board-Layouts zu tun, was für Atari nicht so ungewöhnlich wäre. Dann könnte nur der Poster mit der Diode im 520ST im anderen Forum aufklären, an welche Spannung deren Kathode angeschlossen ist. Angesichts der +2V DC-Offset tendiere ich weiterhin zu +5V.
Nachträgliches PS: Ja, die Boards auf Deinem und meinem Foto sind verschieden, Rev. I vs. Rev. C.
Gast120501:
2Vss bedeutet ja, dass der Signalpegel maximaler und minimaler Wert 2V auseinander liegt (Spitze-Spitze). Das sagt nichts aus, ob der minimale Ausschlag 0V und der maximale Ausschlag 2V ist, oder -1V und 1V. Da das Audio-In mittels Koppelkondesnator eingespeist wird, gehe ich von einem Signal aus, das um symmeztisch 0V +/- 1V liegen müsste, denn sonst klappt das Mischen mit Audio-In nicht (Verzerrungen). Die Diode würde also bei Vollausschlag den positiven Signalanteil des Soundchips auf 0,7V beschränken. Das heißt, das Signal würde leiser und der Klang (Oberwellen) wird verändert. Wie weit das hörbar ist, vermag ich nicht zu sagen.
Ich habe mir jetzt mal 2 irreparable Teilespender angesehen, eine Rev H und eine Rev I, beide Platinen haben Chips mit Datecodes von 1986 und 87 drauf, die I mehr 87er als 86er. Auf der Rev I ist die Diode bereits ins Layout integriert und geht auf +5V. Und zwar zwischen einem der beiden Elkos unterhalb des Yamaha und da wo R111 auf die Platine aufgedruckt ist, da sind ein Kondensator und R111 miteinander verbunden, die Stelle ist das Audiosignal aller 3 Stimmen. Bei der Rev H ist die Diode am Pin 3 des Yamahas angelötet, geht aber auf die andere Seite von C32 wie auf dem Bild. Die Leiterbahn, die von an C32 nach oben weg geht, ist nicht Fisch, nicht Fleisch, die läuft an mehreren Stellen direkt neben definitiven Masseflächen (Pin 23+24 der 6850, siehe Schaltplan) und 5V-TTL-Versorgung (Die Bustreiber) nebenher, ohne diese zu berühren und endet bei den RAMs in Kleinkram. Entweder der Yamaha bekommt nochmal speziell geglättete 5V als Extrawurst, oder eine Extra-Masse. Muss jetzt erstmal Akku vom Messgerät laden, und Kamerakku auch.
In meinem 260ST dürfte eine wesentlich ältere Platine drin sein, aber ehrlich keine Lust jetzt alle meine 4 lauffähigen 260/520/520+ zu öffnen.
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