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Zusätzliche Diode am Yamaha-Sondchip von manchen 520ST(+)

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czietz:

--- Zitat von: 1ST1 am Di 22.09.2015, 21:54:20 ---2Vss bedeutet ja, dass der Signalpegel maximaler und minimaler Wert 2V auseinander liegt (Spitze-Spitze). Das sagt nichts aus, ob der minimale Ausschlag 0V und der maximale Ausschlag 2V ist, oder -1V und 1V.

--- Ende Zitat ---

Was ist denn an dem Satz aus dem Datenblatt des YM2149 missverständlich? "The output contains DC components of approximately 2V." Die Ausgangsspannung am YM2149 ist demnach 2 V (DC) +/- x V. Ausgangsspannungen kleiner als 0 V kann das IC mangels negativer Versorgung gar nicht erzeugen.


--- Zitat von: 1ST1 am Di 22.09.2015, 21:54:20 ---Da das Audio-In mittels Koppelkondesnator eingespeist wird, gehe ich von einem Signal aus, das um symmeztisch 0V +/- 1V liegen müsste, denn sonst klappt das Mischen mit Audio-In nicht (Verzerrungen).

--- Ende Zitat ---

Das musst Du mir jetzt aber erklären. Die Koppelkondensatoren C31 und C34 sorgen ja gerade dafür, dass das Signal am YM2149-Ausgang eben den oben genannten DC-Offset von 2 V haben kann und das Mischen mit Audio-In bzw. die Ausgabe nach Audio-Out dennoch funktionieren.


--- Zitat von: 1ST1 am Di 22.09.2015, 21:54:20 ---Entweder der Yamaha bekommt nochmal speziell geglättete 5V als Extrawurst, oder eine Extra-Masse.
--- Ende Zitat ---

Weder das eine noch das andere mag man ausschließen, da evtl. digitale und analoge Versorgung getrennt sind, um Störungen auf dem Audio-Signal zu vermeiden.


--- Zitat von: 1ST1 am Di 22.09.2015, 21:54:20 ---aber ehrlich keine Lust jetzt alle meine 4 lauffähigen 260/520/520+ zu öffnen.

--- Ende Zitat ---

Ich habe leider keine 520ST verfügbar, sonst würde ich ja glatt selbst messen. ;-)

Gast120501:
Das mit der negativen Spannung sollte man nicht ausschließen, es gibt durchaus Schaltungen, die auch in ICs integriert werden, die das schaffen. Und auf so einem Audioausgang liegt ja keine Last, so dass hier keine Leistung benötigt wird. Ich erinnere mich da dunkel an einen Chip, der aus +5V die +/-12V für RS232 erzeugen kann und dann TTL-RS232 in echtes RS232 wandelt, z.B. der Max232.

Siehe auch invertierende Ladungspumpen, die sogar in SDRAM integriert sind: https://de.wikipedia.org/wiki/Ladungspumpe#Invertierte_Spannungsvervielfachung

czietz:
Selbst wenn Mitte der 1980er-Jahre die Technologie schon existiert hätte, um Ladungspumpen komplett ohne jegliche Außenbeschaltung in einen IC zu integrieren (hat sie übrigens nicht), ist das hier doch vollkommen irrelevant!

Nochmal: Was ist denn am Satz "The output contains DC components of approximately 2V" aus dem Datenblatt uneindeutig? Wenn Du dem Datenblatt (http://www.ym2149.com/ym2149.pdf) nicht glaubst, dann vielleicht den MAME-Entwicklern? "The YM2149 mentions, that the generated signal has a 2V DC component. This is confirmed by measurements." (https://github.com/mamedev/mame/blob/master/src/devices/sound/ay8910.c)

czietz:
So, mir war langweilig und ich habe am Audio-Ausgang des YM2149 in meinem 1040STF gemessen:

Es ist sogar noch "schlimmer" als im Datenblatt angegeben. Ohne Audioausgabe liegt dort eine Gleichspannung von ca. 2,4 V an und die Audioausgabe ist nicht etwa symmetrisch darum sondern nur zu noch höheren Spannungen. Siehe den angehängten Scope-Trace, in dem der Atari "Tastenklick" dargestellt ist.

Gast120501:
Hast du direkt am Chip gemessen, oder am Monitorausgang?

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