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Atari Mega STE Boot-Problem + interne 48 MB HD des Atari Mega STE an Windows PC
Lukas Frank:
Dreh mal von unten die Schraube vom Festplattendeckel raus, hebe diesen an und stecke das SCSI und das Stromkabel ab und nimm den Deckel ab. Dann Teste den Mega STE erstmal nur mit Floppy ob er ordnungsgemäss funktioniert.
USB SCSI Controller für den PC sind sehr Teuer und laufen, vermute ich mal nur bis Windows XP …
Wenn die Festplatte garnicht anläuft oder auch sonst nicht ansprechbar ist, brauchst du eine neue/alte SCSI Festplatte die auch im Mega STE funktioniert ...
Wenn der Mega STE ansonsten in Ordnung ist, dann wird leider die Festplatte defekt sein und dann läuft das Teil auch am PC nicht ...
Gast120501:
--- Zitat von: kussing am So 10.11.2013, 01:29:46 ---Hallo zusammen
Vielen Dank für die vielen Hinweise. Ich war überrascht, wieviele Hinweise eingegangen sind (hatte ich nicht erwartet, bin noch neu hier) ;)
--- Ende Zitat ---
Dafür ist das Forum da
--- Zitat ---Ich kenne mit technisch mit dem Atari nicht gut aus, hatte ihn auch noch nie geöffnet.
Ich habe zu Euren Kommentaren einige ergänzende Fragen:
"bestimmt ist die Batterie leer.....
--- Ende Zitat ---
Welche Batterie hält schon 20 Jahre vor? Allerdings bei einem STE puffert die Batterie nur die Echtzeituhr, sonst nichts. Eine vergessene Uhrzeit hindert einen STE nicht am Booten.
--- Zitat ---
Das SCSI-Festplatten nach längerer Pause schwer in Gang kommen kann passieren,
zu Abhilfe einfach mehrmals den Resetknopf am MSTE drücken, dann hat die Festplatte mehr Zeit auf Touren zu kommen."
> Ich hatte den Reset-Knopf beim Versuch den Rechner zu starten ein/zwei mal gedrückt. Wie oft wäre das notwendig, falls es sich um das Batterie-Problem handelt?
--- Ende Zitat ---
Wenn die Platte nicht kommt, hat das nichts mit der Batterie zu tun, siehe oben. Wenn die Platte nicht kommt, hat das mit der Platte zu tun. Man muss die Platte hochfahren hören, und man muss erste Kopfbewegungen hören, evtl. blinkt dabei auch kurz die HDD-LED auf. Diese alten Platten sind alles andere als unhörbar. Wenn all das nicht hilft, dann ist die Platte leider hin. Und das kann vielfältige Ursachen haben, unter anderem dass das Schmiermittel für die Lager in der Platte über die Jahre ausgetrocknet/verharzt sind und deswegen die Lager klemmen. Es gib sicher Spezialfirmen, die die Platte unter Reinraumbedingungen dann öffnen, reinigen und neu schmieren können, aber die damit verbundenen Kosten stehen in keinem Verhältnis. An einen Elektronikfehler glaube ich nicht, Elektronik geht durch (korrekte!) Einlagerung nicht kaputt. (Ausnahme: Elektrolytkondensatoren können austrocknen, sind aber auf Platten keine drauf.)
--- Zitat ---
Kann ich die Batterie austauschen? Wenn ja, wo finde ich sie und welcher Typ Batterie ist es?
--- Ende Zitat ---
Ja, die Batterie kann man austauschen. Wenn man den Festplattendeckel abnimmt, kann man sie innen am hinteren Gehäuserand sehen. Zumindestens bei meinem M-STE ist es eine der üblichen CMOS-Batterien, die damals auch in PCs verwendet wurden, eine AA-Zelle, die in einem schwarzen Plastikgehäuse gekapselt ist, mit einem zweiadrigen (rot+schwarz) Kabel dran, und auf die Hauptplatine gesteckt und an der Gehäuserückseite mit Klettband befestigt. Aber wie geschrieben, die Batterie hat nichts mit dem Festplattenbetrieb oder Systemstart zu tun, sie puffert nur die Echtzeituhr. (Das hier ist kein Falcon, der tatsächlich seine Konfig im RTC ablegt!)
--- Zitat ---
"Entweder defekte Festplatte, die auch den Bootvorgang der Disk behinhdert, oder ein Defekt in dem I/O Zweig des DMA - beides läßt sich meiner Ansicht nach gut feststellen, wenn er mal versucht, den Rechner ohne angeschlossene Festplatte zu booten!"
> Heisst das, ich soll das Anschlusskabel aus der Festplatte ziehen die Startdisk einlegen und booten? Falls es dann funktioniert, ist dann die Festplatte defekt?
--- Ende Zitat ---
Das wäre ein Versuch wert, um die Fehlerursache zu finden. Im nächsten Schritt müsste dann der SCSI-hostadapter von der Hauptplatine abgezogen werden, und einige Pins des Steckers auf der Hauptplatine mit Jumpern überbrückt werden. Außerdem könnte man bei der Gelegenheit mal die Spannungsversorgung der Platte messen. Da sich der Rechner aber grunsätzlich meldet, gehe ich nicht von einem Netzteildefekt aus.
--- Zitat ---
Das wäre schade, denn es gehmt mir hauptsächlich darum, dass ich die Dateien auf der Festplatte wieder mit dem Atari lesen kann, oder sie in ein Windows-lesbares Format transferieren kann.
--- Ende Zitat ---
Es geht dir nur um die Daten? Wenn die Platte natürlich wirklich defekt ist, dann ist da nicht mehr zu helfen. Wenn du den Mega-STE schon damals um 1991 gekauft hast, wirst du sicher mit Rechnern inzwischen viel Erfahrung gesammelt haben, und wissen, so hart es klingt, dass Backup immer gut tut. Hardware und ungesicherte Daten sind vergänglich.
--- Zitat ---
"Das Umklemmen der internen Festplatte geht auch nur wenn im PC ein SCSI-Controller eingeaut ist oder Du für deinen PC noch einen entsprechenden SCSI-Controller herumfliegen hast."
> Ich habe leider keinen SCSI-Kontroller. Wo bekomme ich einen solchen her? Weiss jemand, ob es evtl. einen (externen) USB-SCSI Konverter gibt?
--- Ende Zitat ---
SCSI-Controller kann man z.B. gebraucht auf eBay kaufen. Von Adaptec gab es sogar mal einen USB-SCSI-Controller. Aber so wie ich dich, von dem was du schreibst, einschätze, wirst du das alleine nicht hinbekommen. SCSI richtig einzurichten ist etwas schwieriger als IDE, SATA oder USB. Wir können dir dabei natürlich helfen, aber MS-DOS bzw. Windows kann den Inhalt der Platte nicht auslesen, weil das Format geringfügig anders als bei Microsoft ist. (Auch Linux kann das nicht von sich aus) Wenn ich mich aber noch richtig entsinne hab ich irgendwo mal ein Tool gesehen, mit dem das ging.
--- Zitat ---
Gruss
Kussing
--- Ende Zitat ---
Vielleicht schreibst du mal, aus welcher Gegend du bist, vielleicht findet sich im Forum jemand in der Nähe, der dir helfen kann. Oder du kommst mal mit deinem Rechner zu einem der Treffen, vielleicht kann dir da jemand helfen.
Gast120501:
Hier ist das Service-Manual und Schaltplan des Mega-STE zu finden: http://dev-docs.atariforge.org/html/search.php?find=_3
Hier der Schaltplanauszug, wenn man den Mega-STE mit einer externen Platte betreiben will, ohne dass intern ein Hostadapter eingebaut ist, so müssen die Jumper (rot) stecken.
Burkhard Mankel:
Also erstens: Batterie
Beim Atari ist - wie von meinen Vorrednern schon gesagt, die Batterie nur zur Uhrenpufferung. Bein Mega ST war das ein RP5C15 (Hersteller weiß ich nicht mehr) zu dem Atari mal eine ziemlich großspannige Spannungs-/Stromaufnahme von 1,5 nach 3,5 Volt bei recht kleiner Amperezahl dokumentierte! Aber: Je Höher die Spannung, desto schneller der Takt! Ob der Gleiche Uhrenchip auch im M-STE werkelt, weiß ich jetzt nicht. In der schwarzen quaderförmigen Plastikumhüllung der von Atari im Originalzustand verwendeten Batterie steckt eine verlötete 3 Volt Zelle in der Größe einer 1,5V Mignon (ich glaube "AA") Batterie. In der Regel sollte man die aber leicht durch 2 Zellen herkömmlich zu kaufender Batterien (s. Mega ST) oder aber auch solche Knopfzellen (wie heutige Mainboards sie haben):
einsetzen können. Wichtig ist dann nur beim Anlöten des Batteriehalters auf korrekte Polung zu achten und dann auch beim Wiederaufstecken an der etwas schwer zugänglichen 2pol. Stiftleiste an der rechten Seitenwand. Alles ist aber leicht zugängig unter dem Festplttendeckel!
Zur Festplatte:
Beim ersten Lesen ging ich davon aus, daß es um einen M-STE mit integrierter HDD handelt. Wenn Du jedoch "nur" mit externer Platte arbeitest ...
Am besten betrachtest Du Dir mal das verLINKte Platinenfoto:
Das SCSI-Interface siehst Du oben rechts. Wenn das bei Dir nicht vorliegt, sollte er nach 1ST1 bebilderter Info die Datenleitungen durch Jumper überbrückt haben!
Wenn Wenn bei Dir keine Festplatte eingebaut ist ist vermutlich auch kein Interface vorhanden. In dem Falle empfehle ich Dir, gleich eine IDE Schnittstelle einzusetzen ,,,
--- Zitat von: kussing am So 10.11.2013, 01:29:46 ---Hallo zusammen
...
"Entweder defekte Festplatte, die auch den Bootvorgang der Disk behinhdert, oder ein Defekt in dem I/O Zweig des DMA - beides läßt sich meiner Ansicht nach gut feststellen, wenn er mal versucht, den Rechner ohne angeschlossene Festplatte zu booten!"
> Heisst das, ich soll das Anschlusskabel aus der Festplatte ziehen die Startdisk einlegen und booten? Falls es dann funktioniert, ist dann die Festplatte defekt?
Das wäre schade, denn es gehmt mir hauptsächlich darum, dass ich die Dateien auf der Festplatte wieder mit dem Atari lesen kann, oder sie in ein Windows-lesbares Format transferieren kann.
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Kussing
--- Ende Zitat ---
Bei interner Platte hättest Du die Steckverbinder abtrennen sollen! Bei externer Platte reicht es natürlich diese ausgeschaltet zu lassen, während der STE startet !!!
Gast120501:
Burkhard, er hat eine interne Festplatte, die aber evtl. defekt ist, oder der Hostadapter. Und er hat weniger Interesse an dem Rechner, als wie an den Daten auf der Platte. Deswegen wird für ihn wahrscheinlich auch kein IDE-Controller in Frage kommen.
Außerdem, der Mega-STE hat keine Knopfzelle als Batterie, du hättest dir mal dein Bild genauer ansehen müssen... SIehe Anhang. Und auch ein alter Mega-ST hat keine Knopfzelle, sondern er hat hinten rechts im Gehäusedeckel ein Batteriefach für 3x AA Batterien (das Fach ist sogar in den Megafile-Platten drin!!!).
Ich habe mal die Lage der Batterie auf Burkhards Bild gelb markiert, inklusie des Abschlusskabels. Siehe Anhang.
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