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CPU-Beschleuniger, 16MHz oder mehr im ST/STE

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Arthur:
Hallo HW, die Ergebnisse sind für mir absolut ausreichend. Wie hast Du das Problem mit den zu hohen Bildfrequenzen in SW beheben können? Oder blieb dort die Frequenz unangetastet?

guest2980:
@Ryo:

--- Zitat ---Der ist ja viel schneller als der Mega STE.
--- Ende Zitat ---

Um nochmal kurz den Unterschied zu erläutern. Wärend im MegaSTE der Bus weiterhin mit 8MHz läuft, nur die CPU in den I/O freien Cycles mit 16MHz läuft, fallen alle Buszugriffe recht langsam (normal wie bei 8MHz) aus. Um nun der CPU die Chance zu geben, doch noch einigermassen Performance zu liefern, wird der CPU ein Cache vorgeschaltet. Dieser kann bei Zugriffen auf den Speicher, welcher schon einmal zuvor stattgefunden hat, diese Werte viel schneller liefern, ein sogenannter Cache-Hit. Bei linearen Zugriffen funktioniert das natürlich nicht. Übrigens sind alle "Aufsteckbeschleuniger" so aufgebaut, also erreichen die gleiche Performance bei 16MHz wie der MegaSTE.

Meine Lösung taktet ALLES auf 16MHz, d.h. auch die MMU. Somit ist rein theoretisch wirklich bei allen Messungen 200% zu erwarten, auch ohne Cache.  Einzig der Blitter bekommt 8MHz, weil dieser mit 16MHz wirklich nicht läuft.
Anders als bei den anderen Lösungen muss hier darauf geachtet werden, das alles schnell genug ist, also CPU, RAM, TOS-ROMs und es sollten möglichst keine IMS-Setups verwendet werden, da diese zu langsam sein sollen (hab ich so gelesen, geprüft ist diese Aussage von mir nicht). Weiterhin sollten die Address-PullUps verkleinert werden (es sind teilweise 10kOhm verwedet worden, was viel zu gross ist 4,7 - 3,3k sollten es schon sein.

Anbei mal ein Screenshot mit abgeschalteten Blitter. Dort kannst du gut erkennen, das der ST genau doppelt so schnell ist.



@ arthur:

--- Zitat ---Hallo HW, die Ergebnisse sind für mir absolut ausreichend. Wie hast Du das Problem mit den zu hohen Bildfrequenzen in SW beheben können? Oder blieb dort die Frequenz unangetastet?
--- Ende Zitat ---
Das ist ganz einfach. ich bremse die Shifter-Zugriffe der MMU auf den Speicher einfach aus. Das mache ich mit einem VerUNDen eines 2MHz Taktes(z.B. vom GLUE) mit der DE Leitung der MMU. Somit  muss die Bildschirmausgabe gezwungenermassen mit der Hälfte des Bildschirmtaktes ausgelesen werden, was genau dem Original entspricht.  ;)
Übrigens funktioniert das soo gut, das ich sogar eine FBAS-Ausgabe (Compsite) in PAL störungsfrei ausgebe. Auch so eine kleine Mod von mir, ich habe den FM-Modulator "operativ" entfernt und die Beschaltung auf dem Mainboard so abgeändert, das jetzt parallel zur ST-RGB Ausgabe auch ein Composite-Ausgang am Modulator-Ausgang verfügbar ist. Beide Signale beeinflussen sich nicht, da die Ausgaben getrennt verarbeitet werden. Alle Screenshots sind auch auf einem kleinen TFT-Monitor über Composite gemacht.  :)

Ich werde aber dieses Projekt wahrscheinlich abbrechen, bzw. erstmal auf Eis legen und an einem 1040STE weiter machen, den ich hoffentlich die Tage bekomme.
Hat jemand Interesse, an dem ST weiter zu machen?

Gruß HW

Arne:
D.h. Du trennst die 16MHz-out-Leiterbahn vom Shifter auf und führst dort auch 32MHz zu. Und die CLK zum Blitter muss auf 8MHz umgelegt werden?
Hättest Du Interesse das mal als Schaltplanergänzung zu zeichnen. Wäre für die Nachwelt sicher interessant.

Ich weiss nicht mehr, wo ich meine Schaltung her habe. MAUS Net nehme ich an...

Was meinst Du mit:

--- Zitat ---keine IMS-Setups verwendet werden

--- Ende Zitat ---

bye, Arne

guest2980:

--- Zitat ---D.h. Du trennst die 16MHz-out-Leiterbahn vom Shifter auf und führst dort auch 32MHz zu. Und die CLK zum Blitter muss auf 8MHz umgelegt werden?
--- Ende Zitat ---
Ja, und es muss auch die Peripherie mit 8MHz versorgt werden, prinzipiell hat ja der 8MHz Ausgang von der MMU nun 16. Dieser geht zur CPU, dazu muss dann dieser Takt noch runtergeteilt werden auf 8MHz und versorgt dann den Rest des Boards. Alternativ ginge auch der 4MHz-Ausgang der MMU, da dieser jetzt 8MHz hat. Dieser scheint aber zu schwammig zu sein. Jetzt noch das DE Signal ausbremsen, fertig. In der Theorie schon, leider sind die Signale zu schwammig, um sie so zu verwenden. ein Leitungstreiber mus an diversen Stellen verwendet werden. Ich pusche mit einem 74F04 die 32MHz vom Quarz, treibe dann mit einem Gatter 2 weitere und führe sie dann dem Shifter bzw. der MMU zu. All solch kleine Tricks, und ich bin immer noch nicht soweit zu sagen, das ist alles super stabil und so kann das jemand nachbauen. Ich veröffentliche erst, wenn ich sicher bin, das alles funktioniert. So hab ich das auch damals beim HW4711 Beschleuniger für den Falcon gemacht, übrigens läuft dieser immer noch einwandfrei.  ;)


--- Zitat ---Was meinst Du mit:
Zitat
keine IMS-Setups verwendet werden
--- Ende Zitat ---
Ich meinte IMP-Setup (vertippt). Dieser wurde viel in den neueren Mega-ST verbaut und sollen nicht so übertaktungsfest wie die Orginal-Motorola-ICs sein. Bestätigt oder dementiert ist das von mir aber noch nicht.

Hier mal ein Bild mit dem aufgedruckten Label IMP:


Gruß HW

Arne:
Stimmt. Vieles muss ja den "Originaltakt" bekommen: FDC, sonst mag er nur noch HD-Disks, PSG, sonst kriegt er ne Fistelstimme usw.
Den Umbau bei meinem habe ich glaube ich irgendwo als ASCII Art. Beim SM124 gab es dann nach dem Einschalten oft links am Rand ganz helle Striefen vertikal, als wenn das Bild nach links hinten "wegklappen" würde. Da half nur mehrmaliges On/Off bis es weg war. Dann war es aber bis zum nächsten Einschalten weg. Hast Du das auch?

PS. ja, die IMP sind untauglich. Zumindest die, die ich in meinem 520 getestet hatte - da ist ja noch vieles gesockelt. Blittersockel hatte der natürlich nicht - daher kann ich hierzu nix sagen.

Aber toll, dass Du Dir die Mühe machst.
Wo hakts denn noch?

Gruß, Arne

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