Autor Thema: Milan-Hilfe-Seite  (Gelesen 1732 mal)

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Offline Rustynutt

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Re: Milan Help Page
« Antwort #20 am: Do 20.05.2021, 19:18:18 »
Ya, a job for electronics person with baby fingers!  :D

Offline Nervengift

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Re: Milan-Hilfe-Seite
« Antwort #21 am: Do 20.05.2021, 22:38:36 »
The soldering iron and I are not great friends. I don't want to destroy the board. There's an old german proverb: "Gut Ding will Weile haben." It means that it takes it little bit longer if the outcome should be good. I'm really excited to get the 68060 in the Milan running.

Was mir als Thema für die Milan-Hilfe-Seite auch noch eingefallen ist: Netzwerkkarten. ;) Es gibt ein paar ISA und auch PCI-Netzwerkkarten, die im Milan mit den entsprechenden Treibern laufen. Eine Übersicht diesbezüglich wäre echt cool. Ich hatte auch mal einen Thread zu den ISA-Netzwerkkarten im Milan gemacht:

https://forum.atari-home.de/index.php/topic,12634.20.html

 
520 ST(M) (TOS 1.02), Falcon030 (16 MHz, 16 MB RAM, CF-Karte, MiNT & MyAES), Milan040 (25 MHz, 48 MB RAM, EasyMiNT 1.90), Firebee (2nd Edition), PowerMac G5 Late 2005 (2 x 2,3 GHz, Mac OS 10.5), iMac 4K Late 2015 (intel Core i7 4 x 3,3 GHz, Mac OS 10.11.6), IBM XT SFD (640 KB RAM, DR DOS 6.0), Compaq LTE 5300 (Pentium/133 MHz, DR-DOS 7.03), AT-PC (Cyrix 6x86L/200 MHz, Windows 98 SE/MS-DOS 6.22 & Windows 3.11)

Offline Curly060

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Re: Milan-Hilfe-Seite
« Antwort #22 am: Mi 26.05.2021, 23:52:29 »
Ok, das mit den Netzwerkkarten kann ich gerne aufnehmen, aber erst, wenn ich mit dem fertig bin, woran ich in den letzten Tagen sehr intensiv gearbeitet habe  :)

Ich habe nach der optimalen Lösung gesucht, wie ich unter Linux eine unter TOS partitionierte SD/CF-Karte so einbinden kann, als wäre sie DOS kompatibel formatiert, aber ich dennoch ganz normal von dieser Karte im Milan/Falcon booten kann - und ich habe diese optimale Lösung gefunden! :)

Ich muss das noch fertig dokumentieren, weil es schon ziemlich kompliziert ist. Hier mal die Hürden, die man da so nehmen muss:
  • Die Daten liegen im Big Endian Format vor, müssen also erst mal byte geswapped werden
  • Ab Partitionsgrößen > 128MB stehen im Bootsektor Werte drin, die Linux nicht mag
  • Auf keinen Fall soll jedesmal erst ein Image der Karte erstellt und am Ende zurück geschrieben werden. Viel zu lahm und belastet den Flash-Speicher

Inspiriert vom stcard-Skript von @kernal und von einer grandiosen Idee meines besten Kumpels (auch ein ehem. Atari-Freak :)) habe ich nun was gebastelt, das alle diese Probleme genau so löst, wie ich mir das gewünscht habe:

Zuerst das Byteswapping:
Der Kernel kann das ja leider nicht, aber dank Holger (ich nenne ihn hier einfach mal :)) bin ich auf xmount gestoßen. Das erstellt mit FUSE ein virtuelles Dateisystem und konvertiert Images on-the-fly und hat einen Schreibcache (Schreibzugriffe landen also nur im Cachefile und nicht auf dem eigentlichen Image). Und es hat sog. morphing Libs, mit denen man die Daten des Input-Images on-the-fly manipulieren kann.
Eine Byteswap-Morphing-Lib hat es leider nicht an Bord, aber die habe ich eben kurzerhand selbst programmiert.
Also, mit xmount mountet man nun seine SD-Karte und  erhält ein on-the-fly byte geswapptes Image! Perfekt!

parted erkennt darauf nun die Partitionen und ich kann die Bootsektoren auslesen. Ich lese die nötigen Werte und berechne sie so um, dass sie DOS/Linux kompatibel sind.

Jetzt erzeuge ich mir ein sparse File der Größe der SD-Karte und partitioniere es ganz normal mit parted exakt so, wie es unter TOS partitioniert wurde. Und dann schreibe ich an die jeweiligen Bootsektoren meinen DOS-kompatibel erzeugten Bootsektor rein. Das sparse File ist jetzt absolut analog zu TOS partitioniert, aber eben mit DOS/Linux kompatiblen Bootsektoren. Ansonsten ist es leer.

So, jetzt muss man nur das xmount-Image mit dem Sparse File verheiraten. Und weil Linux einfach geil ist ;), bringt es die Mittel dazu gleich mit:
Mit dmsetup erzeuge ich mir jetzt ein device, das alle Sektoren meines xmount-Images enthält, bis auf jene, die im Sparse-File nicht leer sind (das sind genau der Root-Sektor und die Bootsektoren).

Damit habe ich nun ein Device, das blitzsauber für Linux partitioniert ist, aber die Daten der SD-Karte enthält.

Die Schreibzugriffe landen alle im Cachefile und sind natürlich im little endian Format. Wenn man also fertig ist mit der Arbeit, muss man nur noch die Daten aus dem Cache file an passender Stelle auf die SD-Karte zurück schreiben und sie dabei byteswappen! Zum Glück ist das Cachefile-Format trivial (und dank Opensource ja auch einsehbar), so dass das sehr simpel war.

So, ganz schön krasse Aktion! Aber: Das Skript macht all diesen Mist vollautomatisch und am Ende erhält man Loop-Devices, die genau den TOS-Partitionen entsprechen. Diese erscheinen dann direkt im Dateiexplorer in Linux und los geht's! Wenn man den Partitionen noch mit einem ordentlichen Desktop schöne Labels gibt, erscheinen die auch so unter Linux und man weiß direkt, was was ist!

Na, also wenn das nix ist! Aber wie man schon sieht: Verflucht komplizert und man muss sich xmount leider selbst kompilieren und meinen Patch drauf anwenden. Also, die Dokuarbeit wird sicher nochmal so vie Zeit in Anspruch nehmen, wie das Skript selbst. Aber das Ergebnis finde ich total geil :-)

Mac und Windows-User bleiben hier leider außen vor. Beim Mac könnte das evtl. sogar klappen. Ein Unix-Unterbau ist Gold Wert. Ich hab nur keinen Mac. Sobald das alles fertig ist, kann sich ja ein Mac-User dran versuchen :)

Cheers, Ingo =;->
« Letzte Änderung: Mi 26.05.2021, 23:54:37 von Curly060 »

Offline mfro

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Re: Milan-Hilfe-Seite
« Antwort #23 am: Mo 31.05.2021, 09:50:19 »
Hallo Ingo,

eindrucksvoll, was alles geht.

Allerdings kann man - fast dasselbe - m.E. auch deutlich einfacher haben: mit Aranym.

Aranym kann devices byte-swappen *und* hat das Host-FS. Wenn man die SD- oder CF-Karte also in der Aranym-Config hinterlegt:

[IDE0]
Present = Yes
IsCDROM = No
ByteSwap = Yes
ReadOnly = No
Path = /dev/sdc
Cylinders = 0
Heads = 0
SectorsPerTrack = 0
ModelName = Master

kann Aranym (ist ja schliesslich ein TOS-Rechner) direkt schreiben und lesen und über das Host-FS auch auf Linux-Dateisysteme zugreifen (ich hab's nicht probiert, aber das müsste mit Mac OS eigentlich genauso funktionieren). Man kann also bequem über den GEM-Desktop Dateien hin- und herkopieren.

Abgesehen davon, dass Linux die Laufwerke so nicht "sieht", muss man lediglich mit den Laufwerks-Zuordnungen ein bisschen aufpassen: weil TOS ein IDE-Laufwerk, das vorher nicht vorhanden war, immer "ganz vorne" einreiht, bootet Aranym evt. nicht mehr so, wie man das gerne hätte. Aber da gibt es ja genügend Möglichkeiten...

Gruß,
Markus
And remember: Beethoven wrote his first symphony in C

Offline Lukas Frank

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Re: Milan-Hilfe-Seite
« Antwort #24 am: Mo 31.05.2021, 13:21:23 »
... das müsste mit Mac OS eigentlich genauso funktionieren ...

Ja geht ohne Probleme. Das Device muss man z.B. über Informationen im Festplattendienstprogramm sich anzeigen lassen. Ich habe das mal mit Hatari und einem USB CardReader mit einer CF Karte Atari TOS eingerichtet probiert. Eingebunden als ACSI Image bei Hatari ...

Franks-MacMini:~ frank$ sudo dd if=/dev/disk2 of=/Users/frank/Downloads/cf_32mb.img conv=swab
Password:
63488+0 records in
63488+0 records out
32505856 bytes transferred in 14.907506 secs (2180503 bytes/sec)


Offline Curly060

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Re: Milan-Hilfe-Seite
« Antwort #25 am: Di 01.06.2021, 23:52:18 »
Hi Markus,

Hallo Ingo,

eindrucksvoll, was alles geht.

Allerdings kann man - fast dasselbe - m.E. auch deutlich einfacher haben: mit Aranym.

Jein ;)
Sinn und Zweck der Übung war für mich, eben genau Aranym/Hatari nicht zu benutzen. Das war ja bislang mein Weg - und der war steinig, denn wie du schon sagst: binde mal in ein bestehendes gut funktionierendes Aranym-Setup plötzlich ne IDE-Platte ein.

Ich wollte die ganze Linux-Power direkt auf meinen Partitionen haben! Ich wollte rsync, find, grep, ncdu, rmlint, python-Skripte usw direkt nutzen können. Das geht unter Aranym halt nicht oder eben nur extrem eingeschränkt. Und genau dafür ist mein Skript gedacht.

Ich hab das ganze jetzt einmal in der Erstversion auf Github eingestellt:
https://github.com/Curly060/atari-tools/

Das ist die Version, die auf meinem Arch Linux prima läuft. Ich müsste auch mal Debian, Ubuntu usw. testen. Aber da es Python ist, sollte es eigentlich überall laufen, sofern Python halbwegs aktuell ist. Und die von mir gepatchte xmount Version muss man sich natürlich auch noch bauen.

Ich hoffe, man kann anhand der README nachvollziehen, wie es zu installieren und zu benutzen ist. Feedback welcome :)
Ich wollte es jedenfalls endlich mal "raushauen" ;)

Also, wer Lust hat, kann gerne schon mal testen (bitte mit unwichtigen Daten!). Außerdem soll es ja auch noch in der Milan-Hilfe-Seite integriert werden :)

Cheers, Ingo =;->

Offline Thorsten Otto

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Re: Milan-Hilfe-Seite
« Antwort #26 am: Mi 02.06.2021, 06:34:04 »
binde mal in ein bestehendes gut funktionierendes Aranym-Setup plötzlich ne IDE-Platte ein.

Ja das stimmt leider. Ist aber nicht ARAnyM's Fehler, sondern liegt einfach daran wie (normalerweise) Laufwerksbuchstaben vom Festplattentreiber vergeben werden.

Trotzdem hätte man das ganze wohl auch ohne die diversen Tools hinbekommen, einfach mit dd.

Zitat
Ich wollte die ganze Linux-Power direkt auf meinen Partitionen haben! Ich wollte rsync, find,{quit grep, ncdu, rmlint, python-Skripte usw direkt nutzen können. Das geht unter Aranym halt nicht

Klar geht das. Mache nix anderes die ganze Zeit. Hab halt meine Daten nicht auf einer IDE-Partition, sondern im Host-Filesystem. Abgesehen davon ist ARAnyM für solche Sachen wohl mit Abstand der schnellste Emulator, und die Tools lassen sich auch darunter recht komfortabel benutzen.

Offline Curly060

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Re: Milan-Hilfe-Seite
« Antwort #27 am: Mi 02.06.2021, 09:31:05 »
Hi Thorsten,

Trotzdem hätte man das ganze wohl auch ohne die diversen Tools hinbekommen, einfach mit dd.

Hmm, kann ich mir grad nicht recht vorstellen, wie das mit dd klappen soll, wenn ich unbedingt vermeiden will, jedesmal ein komplettes Image der SD-Karte zu erstellen und vor allen Dingen am Ende wieder zu schreiben!

Ich finde es super, wenn ich meine TOS-Partitionen direkt in Linux mounten kann und dann ohne irgendeine Emulation nativ drauf arbeiten kann.

Wie das ohne diesen Aufwand hätte klappen sollen, kann ich noch nicht erkennen. Aber evtl. hab ich ja den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen? Also, wenn du da eine Idee hast, immer her damit. Je einfacher, desto besser.

Klar geht das. Mache nix anderes die ganze Zeit. Hab halt meine Daten nicht auf einer IDE-Partition, sondern im Host-Filesystem. Abgesehen davon ist ARAnyM für solche Sachen wohl mit Abstand der schnellste Emulator, und die Tools lassen sich auch darunter recht komfortabel benutzen.

Ok, ich glaube, wir reden knapp aneinander vorbei :)
Am Ende will ich ja einen echten Atari benutzen mit einer SD-Karte. Also müssen die Daten ja zwangsläufig auf der SD-Karte (=IDE-Platte für meinen Atari) liegen und dann gehen eben die Probleme los.
Dann hab ich ein byte-geswapptes Medium und dann habe ich inkompatible Daten im Bootsektor und bin somit auf Aranym/Hatari angewiesen. Ja, das geht, aber aus meiner Sicht eben mit deutlichen Einschränkungen.

Aber vielleicht übersehe ich wirklich was, deshalb mal ein ganz konkretes Beispiel:
Ich will alle Daten auf Laufwerk E: auf Duplikate untersuchen und diese Löschen. Mit meinem Skript ist das jetzt so möglich:

sudo mount-tos-image mount /dev/sdX milan
rmlint /path/to/mountpoint/of/e # erzeugt Skript zum Löschen der Dupes
./rmlint.sh # löscht doppelte Daten
sudo mount-tos-image umount /dev/sdX milan

Wie kann ich aus Aranym heraus rmlint aufrufen und dann das von rmlint erzeugte Löschskript und zwar so, dass es auf dem TOS-Filesystem arbeitet? Stellt Aranym dem Host eine Sicht aufs Atari-FS zur Verfügung?

Also, noch bin ich von der Notwendigkeit und dem Nutzen meines Skripts überzeugt, lasse mich aber gerne eines besseren belehren! :)


Cheers, Ingo =;->

Offline Thorsten Otto

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Re: Milan-Hilfe-Seite
« Antwort #28 am: Mi 02.06.2021, 13:44:09 »
Hmm, kann ich mir grad nicht recht vorstellen, wie das mit dd klappen soll, wenn ich unbedingt vermeiden will, jedesmal ein komplettes Image der SD-Karte zu erstellen

Ich meinte das auch nur einmalig, daüfr braucht es weder ein gepatchtes xmount noch dmsetup.


Zitat
Wie das ohne diesen Aufwand hätte klappen sollen, kann ich noch nicht erkennen. Aber evtl. hab ich ja den Wald vor lauter Bäumen nicht gesehen? Also, wenn du da eine Idee hast, immer her damit. Je einfacher, desto besser.

Wenn du weisst wo die partitionen anfangen (sofern es überhaupt mehrere sind) einfach mit losetup ein device mit dem entsprechenden offset erstellen. Das kannst du dann ganz normal über mount mounten. Erledigt dann auch das Problem mit der Partitiontabelle, da linux die dann gar nicht zu sehen bekommt. Auch wäre mir neu daß linux da irgendwelche Probleme mit 128MB haben soll, nicht umsonst ist das ext4 Filesystem extra geändert worden um auch Platten > 4TB zu handeln.

Zitat
Am Ende will ich ja einen echten Atari benutzen mit einer SD-Karte. Also müssen die Daten ja zwangsläufig auf der SD-Karte (=IDE-Platte für meinen Atari) liegen und dann gehen eben die Probleme los.

Also steckt du die SD-Karte dann jedesmal um wenn du die unter linux benutzen willst; das halte ich auf die Dauer für mindestens genauso gefährlich.

Zitat
Stellt Aranym dem Host eine Sicht aufs Atari-FS zur Verfügung?

Nein nicht dem Host, aber dem Atari ;) Du kannst das script dann einfach unter Aranym starten. Was Kommandozeilen-tools betrifft, gibt es dafür so ziemlich alles was du auch unter linux hast.

Zitat
Also, noch bin ich von der Notwendigkeit und dem Nutzen meines Skripts überzeugt, lasse mich aber gerne eines besseren belehren! :)

Sicher, nachdem du da jetzt einige Arbeit reingesteckt hast, und es läuft, würde ich auch dabei bleiben. Ich sage nur daß ich es vermutlich anders gemacht hätte ;) (aber der Weg ist schon ziemlich einfallsreich)

Offline czietz

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Re: Milan-Hilfe-Seite
« Antwort #29 am: Mi 02.06.2021, 14:00:55 »
Auch wäre mir neu daß linux da irgendwelche Probleme mit 128MB haben soll

... was nichts daran ändert, dass es wahr ist. Das Problem wurde im Thread schon genannt: die Größe der logischen Sektoren. Je nach TOS-Version ist man auf 32768 bzw. 65536 logische Sektoren beschränkt, was dadurch umgangen wird, dass eben die Sektorgröße statt der Sektorzahl erhöht wird. Spätestens ab einer 256-MB-Partition kommt man also über 4 KB je logischen Sektor und landet damit in Linux im goto out;-Codepfad:

https://github.com/torvalds/linux/blob/231bc539066760aaa44d46818c85b14ca2f56d9f/fs/fat/inode.c#L1505-L1512

Es gäbe natürlich grundsätzlich deutlich elegantere Lösungen, bei denen man mit einer TOS/PC-kompatiblen Partitionierung und mit PC-Bytereihenfolge arbeiten könnte. Damit wäre die SD-Karte direkt von Linux, Windows, etc. beschreibbar. Entweder durch Byte-Swapping in SW auf der Atari-Seite (auf dem Milan wäre der Performanceeinbruch vermutlich verkraftbar) oder mit einer Hardware-Lösung wie ich sie mir hier selbst gebaut hatte: https://forum.atari-home.de/index.php/topic,15740.msg247565.html#msg247565

Offline Curly060

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Re: Milan-Hilfe-Seite
« Antwort #30 am: Mi 02.06.2021, 20:41:41 »
Ich meinte das auch nur einmalig, daüfr braucht es weder ein gepatchtes xmount noch dmsetup.

Ja, für eine einmalige Sache wäre das der totale Overkill, da gebe ich dir völlig recht. Aber das ist ja gerade nicht mein Anwendungsfall. Ich will das ja immer mal wieder machen. Ggf. auch mal mit rsync den lokalen Datenbestand abgleichen. Ich hab 1000 Gründe ;)
Ich sehe schon, wir haben ganz andere Anforderungen und somit auch andere Lösungen :)

Wenn du weisst wo die partitionen anfangen (sofern es überhaupt mehrere sind) einfach mit losetup ein device mit dem entsprechenden offset erstellen.

Siehst du? An der Stelle hast du alle Probleme genannt, die mein Skript ganz nebenbei löst:
  • Es findet automatisch heraus, wo die Partitionen anfangen (es gibt mehrere).
  • Es macht byteswap.
  • Es erzeugt ein loop-device

Also, ich brauch es doch :)

Also steckt du die SD-Karte dann jedesmal um wenn du die unter linux benutzen willst; das halte ich auf die Dauer für mindestens genauso gefährlich.

Ja klar mach ich das! Jeder digitale Kamera hat diesen Mechanismus. Karte rein und raus. Ich finde das äußerst komfortabel.

Nein nicht dem Host, aber dem Atari ;) Du kannst das script dann einfach unter Aranym starten. Was Kommandozeilen-tools betrifft, gibt es dafür so ziemlich alles was du auch unter linux hast.

Hmm, dann verstehe ich es immer noch nicht ganz. Manche Tools gibt's leider nicht auf dem Atari. Wie schaut's aus mit Python 3? Gibt es rmlint? Gibt es ncdu?
Wie gesagt, ich war über 10 Jahre weg, hab also garantiert große Lücken, was auf dem Atari so machbar ist. Aber ich glaube immer noch, dass unsere Anforderungen grundverschieden sind :)

Sicher, nachdem du da jetzt einige Arbeit reingesteckt hast, und es läuft, würde ich auch dabei bleiben. Ich sage nur daß ich es vermutlich anders gemacht hätte ;) (aber der Weg ist schon ziemlich einfallsreich)

Ich war erstaunt, wie schnell das Skript fertig war. 4-5 Abendsessions, fertig war der Lack. Hätte ich nicht gedacht. Und es war ja auch ein bißchen der Weg das Ziel. Ich experimentiere gerne und freue mich manchmal auch nur daran, dass es möglich ist und tatsächlich funktioniert.

Cheers, Ingo =;->

Offline Curly060

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Re: Milan-Hilfe-Seite
« Antwort #31 am: Mi 02.06.2021, 21:15:33 »
...oder mit einer Hardware-Lösung wie ich sie mir hier selbst gebaut hatte: https://forum.atari-home.de/index.php/topic,15740.msg247565.html#msg247565

Ja was ist das denn für ein cooles Stück Hardware? Kann man das bestellen? Also wenn ich das damals gesehen hätte, hätte ich gleich 3-4 Stück abgenommen!
Hardwaremäßig bin ich leider eine ziemliche Niete und bewundere immer, was andere Leute so alles hinbekommen. Echt toll!

Das Problem mit der logischen Sektorgröße bleibt aber natürlich. Da hilft nach wie vor nur tricksen. Trotzdem, mit der Lösung könnte ich das gesamte xmount-Gedöns weglassen.

Cheers, Ingo =;->

Offline czietz

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Re: Milan-Hilfe-Seite
« Antwort #32 am: Mi 02.06.2021, 21:22:16 »
Ja was ist das denn für ein cooles Stück Hardware? Kann man das bestellen? Also wenn ich das damals gesehen hätte, hätte ich gleich 3-4 Stück abgenommen!

Leider nein. :( Das Interesse war damals so verhalten, dass ich die letzten Schritte vom Prototypen zur Kommerzialisierung nie gegangen bin.

Das Problem mit der logischen Sektorgröße bleibt aber natürlich.

Äh, nein. Das ist ja gerade, was TOS/Windows-kompatible Partitionierung mit HDDRIVER bewirkt: Es gibt einen Bootsektor für den Atari (mit großen Sektoren) und einen Bootsektor für den "Rest der Welt" (mit 512-Byte-Sektoren). Das klappt vorzüglich, ohne jegliches Tricksen. Karte in PC einstecken und einfach nutzen.

Offline Thorsten Otto

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Re: Milan-Hilfe-Seite
« Antwort #33 am: Do 03.06.2021, 06:48:50 »
Manche Tools gibt's leider nicht auf dem Atari. Wie schaut's aus mit Python 3? Gibt es rmlint? Gibt es ncdu?

Python 3 gibt es (allerdings mit einigen Einschränkungen, wegen fehlendem Support für Shared Libraries und Threads). Das gleiche gilt für Python 2.7. rmlint und ncdu bisher nicht, aber solche Programme sollten sich dank mintlib relativ einfach portieren lassen. Eine Zusammenstellung findest du auf http://tho-otto.de/crossmint.php (inklusive evtl. benötigter libraries, wie zb. ncurses).

Offline Curly060

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Re: Milan-Hilfe-Seite
« Antwort #34 am: Mo 07.06.2021, 22:07:55 »
Leider nein. :( Das Interesse war damals so verhalten, dass ich die letzten Schritte vom Prototypen zur Kommerzialisierung nie gegangen bin.

Sehr schade. Das hätte mir sehr gut gefallen :)
Hab übrigens bemerkt, dass ich auch schon auf deiner Homepage war. Hab mir nach deiner Anleitung den ST->SCART-Adapter gelötet (allerdings mehr schlecht als recht ;))
Also auch ein Dankeschön dafür!


Äh, nein. Das ist ja gerade, was TOS/Windows-kompatible Partitionierung mit HDDRIVER bewirkt: Es gibt einen Bootsektor für den Atari (mit großen Sektoren) und einen Bootsektor für den "Rest der Welt" (mit 512-Byte-Sektoren). Das klappt vorzüglich, ohne jegliches Tricksen. Karte in PC einstecken und einfach nutzen.

Hmm, ok, da hast du natürlich recht. Allerdings ist es bei mir so, dass Linux die Partitionen dann gar nicht mehr erkennt. Und da ich ja ohnehin noch das Byteswap-Problem hatte, habe ich mich dann nicht weiter damit bechäftigt zu untersuchen, warum das so ist.
Aber wenn das bei dir klappt, dann hast du in der Tat die optimale Lösung! Hardware rein, passend partitionen, fertig!

Cheers, Ingo =;->

Offline Curly060

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Re: Milan-Hilfe-Seite
« Antwort #35 am: Mo 07.06.2021, 22:15:30 »
Python 3 gibt es (allerdings mit einigen Einschränkungen, wegen fehlendem Support für Shared Libraries und Threads). Das gleiche gilt für Python 2.7. rmlint und ncdu bisher nicht, aber solche Programme sollten sich dank mintlib relativ einfach portieren lassen. Eine Zusammenstellung findest du auf http://tho-otto.de/crossmint.php (inklusive evtl. benötigter libraries, wie zb. ncurses).

Wow, erstaunlich lange Liste. Da hat sich ja einiges getan in den letzten Jahren. Vielleicht löst das ja auch mein SSH-Problem mit dem Milan. Ich komm leider nicht von Linux auf den Milan und auch umgekehrt nur mit Mühen (Reaktivierung veralteteter Ciphers). Aber da muss ich mir mal mehr Zeit nehmen.

Früher gabs ja mal EasyMiNT. Was ist denn der heutige weg, sich ein zeitgemäßes MiNT-Setup zusammen zu schrauben? Von Hand?

Cheers, Ingo =;->

Offline Lukas Frank

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Re: Milan-Hilfe-Seite
« Antwort #36 am: Di 08.06.2021, 09:33:16 »
EasyMiNT findet man wenn man nach Atari + EasyMiNT sucht ...

http://atari.grossmaggul.de/download/em190.zip

Offline Thorsten Otto

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Re: Milan-Hilfe-Seite
« Antwort #37 am: Di 08.06.2021, 12:35:17 »
Was ist denn der heutige weg, sich ein zeitgemäßes MiNT-Setup zusammen zu schrauben? Von Hand?

Ein guter Anfang wären die entsprechenden Snapshots von Freemint. Leider sind die momentan nicht mehr downloadbar, weil bintray geschlossen hat. Vlt. hat ja noch jemand einen der letzten Stände auf Platte rumliegen?

Ansonsten muss man sich den Rest wohl zusammen basteln, ja. Aber das Grundgerüst sollte ohne grössere Schwierigkeiten laufen.

Offline czietz

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[OT] FreeMiNT-Download
« Antwort #38 am: Di 08.06.2021, 12:52:46 »
Ein guter Anfang wären die entsprechenden Snapshots von Freemint. Leider sind die momentan nicht mehr downloadbar, weil bintray geschlossen hat.

Gibt es da eigentlich den Plan, das zu reparieren, d.h. zu einer anderen Downloadplattform zu wechseln?

Ich wurde schon mehrfach nach FreeMiNT-Downloads gefragt, obwohl ich abgesehen von gelegentlichen Bugfixes ja nichts mit FreeMiNT zu tun habe. Hätte ich gewusst, dass es so lange dauert, hätte ich den letzten Stand noch rechtzeitig bei archive.org spiegeln lassen, aber nun ist es leider zu spät.