Autor Thema: Eagle-Unterlagen?  (Gelesen 12843 mal)

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Eagle-Unterlagen?
« am: Mi 31.07.2019, 13:07:34 »
Hallo zusammen,

hat jemand Unterlagen zu dem TT-Clone von GE-Soft? Habe schon seit einiger Zeit nen kompletten Platinensatz da, der aber nicht laufen will – beim Vorbesitzer muss er allerdings schon gelaufen sein, habe u.a. mehrere Wechselmedien mit der Aufschrift "Eagle"…

Speziell suche ich die Jumperbelegungen vom I/O-Board (bei mir ist leider kein einziger Jumper mehr vorhanden) und die notwendige Reihenfolge der Steckkarten – zumindest CPU- und RAM-Board dürfen nur auf bestimmte Plätze eingesetzt werden, habe ich gelesen…

Wenn jemand ein intaktes AT-Gehäuse hat, hätte ich auch nichts dagegen. In meinem alten Privileg 286 Gehäuse ist nicht genug Platz und dem anderen (ein alter 386er) fehlt die komplette Front…

Die Platinenübersicht aus dem Atari Document Archive hab ich schon, die bringt mich allerdings nicht weiter.
Grüße
Michael
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Offline Arthur

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Re: Eagle-Unterlagen?
« Antwort #1 am: Mi 31.07.2019, 13:29:36 »
Das ist momentan das, was ich gefunden habe... ich weiß, dürftig.

http://tho-otto.de/hypview/hypview.cgi?url=%2Fhyp%2Fchips_x.hyp&charset=UTF-8&index=151


Edit:

http://wiki.newtosworld.de/Eagle

Kannst Du besagte Karte mal als Foto posten?
« Letzte Änderung: Mi 31.07.2019, 13:40:48 von Arthur »

Offline Lukas Frank

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Re: Eagle-Unterlagen?
« Antwort #2 am: Mi 31.07.2019, 13:45:17 »
Auf allen Bildern im Netz sieht man nicht allzu viele Jumper.


Offline Atarimuseum

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Re: Eagle-Unterlagen?
« Antwort #3 am: Mi 31.07.2019, 14:14:59 »
Auf allen Bildern im Netz sieht man nicht allzu viele Jumper.

In dem Fall liegts daran, dass es meiner ist ;) :D

Kannst Du besagte Karte mal als Foto posten?

Im Link das besagte I/O-Board. Gesteckt sind nur die beiden roten Jumper im Vordergrund sowie vier zwischen den Slots. Alles andere fehlt.

Momentaner Stand: Karten habe ich umgesteckt - CPU-Karte nach vorne, RAM in die Mitte und VME- und Riser-Karte samt mach32 nach hinten. Rechner lässt sich einschalten, Tastatur bekommt Strom (NUM leuchtet, Caps Lock lässt sich an- und abschalten), Diskettenlaufwerk läuft kurz an. Und dann nichts mehr. Diskette mit Nova VME-Treiber von meinem TT (dort exakt das gleiche Grafikkartensetup) ist im Laufwerk.

http://www.atarimuseum.de/jpg/IMGP7178.JPG
Grüße
Michael
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Offline Arthur

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Re: Eagle-Unterlagen?
« Antwort #4 am: Mi 31.07.2019, 15:22:13 »
Schon probiert oder gesehen?


Offline Arthur

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Re: Eagle-Unterlagen?
« Antwort #5 am: Mi 31.07.2019, 16:11:11 »
Neben der RAM-Karte bietet GE-Soft auch eine Erweiterungskarte an, die den schon vom TT und Mega-STE her bekannten VME-Bus zu Verfügung stellt. Diese Karte ist bereits im Lieferumfang des Eagle enthalten. Besitzer von VMEKarten, meist sind dies Grafikerweiterungen, können also ihre Hardware direkt in den Eagle einstecken. Der Prototyp war mit einer Standard-ET-4000-Karte ausgerüstet. Als Treiber-Software verrichtete ein unmodifiziertes NVDI-ET-4000 problemlos seinen Dienst.

1.Hast du das mal mit einer ET4000 getestet und mit NVDI-ET4000 als Treiber??
2.Wenn du sagt er greift auf die Floppy zu... ist das ein richtiger Zugriff, so dass man merkt da wird ein Programm aus dem Autoordner gestartet?


Offline Atarimuseum

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Re: Eagle-Unterlagen?
« Antwort #6 am: Mi 31.07.2019, 19:04:50 »
1.Hast du das mal mit einer ET4000 getestet und mit NVDI-ET4000 als Treiber??

Mangels ET4000-Grafikkarte leider nicht möglich. Habe sonst noch ne Eickmann- und ne Wilhelm-Spektrumgrafikkarte da, zumindest für die Spektrum hat NVDI wohl Treiber dabei. Von der Vorbesitzerin habe ich das Teil mit der mach32-Grafikkarte übernommen.

2.Wenn du sagt er greift auf die Floppy zu... ist das ein richtiger Zugriff, so dass man merkt da wird ein Programm aus dem Autoordner gestartet?

"Zugriff" wäre zu viel gesagt. Es wird wohl lediglich erkannt, dass ein Laufwerk vorhanden ist (Rechner an -> Motor dreht kurz, LED leuchtet kurz, dann Stille).

Habe in der Zwischenzeit in dem ganzen Sammelsurium eine Festplatte gefunden, die mit "Ohne Jumper als Laufwerk C für Eagle" beschriftet ist, eine Quantum LPS 120S. Auch sie läuft an, es erfolgt aber kein Datenzugriff. Wenn ich den Resetknopf drücke, erfolgt wieder das gleiche Spiel -> Diskettenlaufwerk läuft kurz an, LED leuchtet, dann kein weiterer Zugriff mehr. Es scheint also zumindest ein Grundsystem zu arbeiten.

Wenn ich ein normales PC-Diskettenlaufwerk anklemme, dreht der Motor übrigens die ganze Zeit, allerdings auch ohne Zugriff.

Die Jumper habe ich jetzt mal anhand dem Foto gesteckt, einen gleich wieder abgenommen - wenn JP303 beim Tastatur-EPROM gebrückt ist, bleibt die Cherry-PC-Tastatur ganz ohne Funktion, NUM und Capslock lassen sich dann auch nicht einschalten. Möglicherweise für die unterschiedlichen Tastaturen von Mega ST/STE/TT (für die aber keine Buchse vorhanden ist) und PC gedacht…

Edit: Nach erneutem Umstecken der CPU-Karte erfolgt nun nach Drücken der ESC-Taste der Zugriff aufs Diskettenlaufwerk. TOS scheint also zu arbeiten :-) Jetzt muss ich dem Teil nur noch die Grafikausgabe beibringen :D
« Letzte Änderung: Mi 31.07.2019, 20:31:32 von Atarimuseum »
Grüße
Michael
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Re: Eagle-Unterlagen?
« Antwort #7 am: Mi 31.07.2019, 20:32:20 »
Der Eagle soll sehr kompatibel zum TT gewesen sein. Folgendes würde ich für die Test's jedoch berücksichtigen:

1. Nur wenn der Eagle bewiesener maßen mit der Mach32 und dem Treiber läuft würde ich ihn damit auch testen.

2. Sonst besorge dir eine VGA-Karte mit ET4000 Chip (evtl. leihen?) oder eine andere erfolgreich 
    getesteten Karte(??).

3. Zu der Diskettenlaufwerken, es gibt Floppys mit um 180Grad verdrehten 34 poligen Anschluß.
    Beachtet man dies nicht, läuft der Motor ständig und die LED bleibt dabei durchgehend an.
    Wenn die LED bei dir aus bleibt ist es evtl. als Drive B: etc. gejumpert.
    Ich denke bleib bei dem das sich benimmt. ;D

4. Auf dem Bild aus der Wiki mehr Jumper gesetzt...  Ich glaube einer ist am SCSI Controller
    Logic 5380. Ob der Jumper den Deaktiviert oder nur ein Feature aktiviert das kann du  nur empirisch
    ermitteln. Immer einmal mit und einmal ohne den Jumper testen.

5. Der Eagle hat auch so eine NVRAM Gurke. Wenn der wie im TT oder Falcon falsche Werte enthält z.B.
    bei den Bootpreferenzen (Keine, TOS, MagiC, TT SVR4, Linux, NetBSD oder so) dann wird evtl. auch
    wenn richtig gejumpert ist nicht gebootet.
   
6. Hab jetzt nicht geguckt... kann mich an einen funktionierenden Eagle nicht erinnern.





Offline Lukas Frank

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Re: Eagle-Unterlagen?
« Antwort #8 am: Mi 31.07.2019, 20:56:51 »
Wenn der Floppymotor kurz anläuft und die Floppy LED kurz leuchtet ist die Floppyansteuerung in Ordnung denke ich mal. Am NVRam Baustein gibt es einen Reset Jumper, oder nicht? Kann man überprüfen anhand vom Datenblatt vom Baustein und einem Durchgangsprüfer.

Offline Arthur

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Re: Eagle-Unterlagen?
« Antwort #9 am: Mi 31.07.2019, 21:10:17 »
Edit: Nach erneutem Umstecken der CPU-Karte erfolgt nun nach Drücken der ESC-Taste der Zugriff aufs Diskettenlaufwerk. TOS scheint also zu arbeiten :-) Jetzt muss ich dem Teil nur noch die Grafikausgabe beibringen :D

Wenn er aktiv den Autoordner der Diskette abarbeitet  dann teste deine Mach32 mit einer Mach32Treiberdiskette.

Offline Lukas Frank

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Re: Eagle-Unterlagen?
« Antwort #10 am: Mi 31.07.2019, 21:13:35 »
Im Ordner TT030 sollte der richtige Treiber sein ...

->   https://silicon-heaven.org/atari/nova/

Offline Arthur

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Re: Eagle-Unterlagen?
« Antwort #11 am: Fr 02.08.2019, 02:31:49 »
Mist, manchmal reicht es nicht den Text nur zu überfliegen... das bezog sich auf eine VME-Karte. Hat noch wer Infos zu anderen getesteten ISA-VGA-Karten im Eagle?

Weiterhin gab es auch eine VME Bus Steckkarte für den Eagle um
   eine ET-4000 kompatible Grafikkarte anzuschliessen.





Offline Lukas Frank

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Re: Eagle-Unterlagen?
« Antwort #12 am: Fr 02.08.2019, 08:07:56 »
Es sollte doch im Grunde jede beliebige VME Bus Karte laufen mit Treibern für den Atari TT ...

Offline Arthur

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Re: Eagle-Unterlagen?
« Antwort #13 am: Fr 02.08.2019, 09:24:07 »
Es sollte doch im Grunde jede beliebige VME Bus Karte laufen mit Treibern für den Atari TT ...

Wenn das System zu 100% fertig bzw. kompatibel wäre (ja, das war das Ziel), dann wäre es doch nicht eingestampft worden... bzw. der Laden hätte nicht dicht machen müssen.

Ich würde deshalb einer Kombination die schon erfolgreich getestet wurde, also (ET4000 VME) und Treiber (NVDI ET4000) den Vorzug geben. Die Karten (vermutlich ISA-Karten) die er hat kann er natürlich mal testen. Für mich hört es sich so an als wenn die damals eine CrazyDots I oder II benutzt hätten.

Edit: der Eagle hat ja gar keine ISA-Slots
« Letzte Änderung: Fr 02.08.2019, 10:18:37 von Arthur »

Offline Lukas Frank

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Re: Eagle-Unterlagen?
« Antwort #14 am: Fr 02.08.2019, 09:33:19 »
Die Nova Karten laufen ab 10MB. Wenn man das ST Ram begrenzen kann bei 10MB oder 4MB benutzen kann sollten die Nova Karten und alle anderen laufen.

Offline KarlMüller

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Re: Eagle-Unterlagen?
« Antwort #15 am: Fr 02.08.2019, 11:42:57 »
Habe in der Zwischenzeit in dem ganzen Sammelsurium eine Festplatte gefunden, die mit "Ohne Jumper als Laufwerk C für Eagle" beschriftet ist, eine Quantum LPS 120S. Auch sie läuft an, es erfolgt aber kein Datenzugriff. Wenn ich den Resetknopf drücke, erfolgt wieder das gleiche Spiel -> Diskettenlaufwerk läuft kurz an, LED leuchtet, dann kein weiterer Zugriff mehr. Es scheint also zumindest ein Grundsystem zu arbeiten.
Du hast wahrscheinlich auch schon daran gedacht.

Ich würde die Festpalte mal an eine anderen Atari hängen. Nicht als Bootlaufwerk, sondern so das Du mal schauen kannst was darauf ist. Möglicherweise finden sich da Informationen, wie Treiber oder ähnliches, mit denen man weiter kommt.

Offline Arthur

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Re: Eagle-Unterlagen?
« Antwort #16 am: Fr 02.08.2019, 12:38:32 »
Oder eine Eagle-Dokumentation. ;D

Offline Arthur

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Re: Eagle-Unterlagen?
« Antwort #17 am: Fr 16.08.2019, 15:39:31 »
Schieb. @Atarimuseum, bist du schon etwas weiter gekommen?