Hardware > Hardware (Classic 16-/32-Bit)
Viele Fragen zum Mega STE
Gast120501:
--- Zitat von: Burkhard Mankel am Mi 02.05.2012, 09:44:01 ---Da muß ich Dir aber ein bißchen wiedersprechen: Auch ich bin "mit dem ST groß geworden" - soll heißen, ich habe recht früh meinen ersten besorgt, und so lange man iin unserem Zeitschriften-Handel die Zeitschrift "ST-Computer" vertrieb, habe ich sie nahezu regelmäßig gekauft und gelesen. Es wurden mehrfach Umrüstungsanleitungen veröffentlicht, wie man einer Megafile ein zweites Laufwerk verpassen kann, und erste Fotos, die bei ersten MF60 Tests die geöffnete Platte zeigten, stellten eindeutig ZWEI LAUFWERKE dar! ...
--- Ende Zitat ---
Hier schreibst du aber dass es Fotos von einem ersten Testmuster in einer Zeitschrift gab. Testmuster sind für mich etwas, was vom Hersteller kommt, was der Zeitschrift vom Hersteller für einen Testbericht zur Verfügung gestellt wurde. Und Testmuster der Megafile mit zwei eingebauten Platten aus dem Hause Atari gab es nie, das Gehäuse und der Festplattentreiber von Atari unterstützten das serienmäßig einfach nicht, und das interne Netzteil läuft mit zwei Platten auch am Limit. Das waren private Umbauten.
Übrigens: Die einigen 68000er-Magazine, viele ST-Magazine, alle TOS und ST-Computer-Magazine bis etwa 1990/91 hab ich alle noch im Keller liegen. (außerdem auch das 64'er Magazin) Außerdem liegt da auch noch eine "c't-Billiglösung", sprich ein ACSI-2-ISA-Adapter mit Omti-Controller und zwei MFM-Platten gut verpackt, inklusive der nötigen Bootdiskette, müsste ich mal reaktivieren, ein leeres Megafilegehäuse ist auch noch da...
Burkhard Mankel:
--- Zitat von: oneSTone o2o am Do 03.05.2012, 14:42:22 ---Hier schreibst du aber dass es Fotos von einem ersten Testmuster in einer Zeitschrift gab. Testmuster sind für mich etwas, was vom Hersteller kommt, was der Zeitschrift vom Hersteller für einen Testbericht zur Verfügung gestellt wurde. Und Testmuster der Megafile mit zwei eingebauten Platten aus dem Hause Atari gab es nie, das Gehäuse und der Festplattentreiber von Atari unterstützten das serienmäßig einfach nicht, und das interne Netzteil läuft mit zwei Platten auch am Limit. Das waren private Umbauten.
Übrigens: Die einigen 68000er-Magazine, viele ST-Magazine, alle TOS und ST-Computer-Magazine bis etwa 1990/91 hab ich alle noch im Keller liegen. (außerdem auch das 64'er Magazin) Außerdem liegt da auch noch eine "c't-Billiglösung", sprich ein ACSI-2-ISA-Adapter mit Omti-Controller und zwei MFM-Platten gut verpackt, inklusive der nötigen Bootdiskette, müsste ich mal reaktivieren, ein leeres Megafilegehäuse ist auch noch da...
--- Ende Zitat ---
Du kannst ja Deine Zeitscfhriften mal durchblättern - vielleicht stößt Du ja auf das Foto!
Warum willst Du mit aller Gewalt widerlegen was ich mit eigenen Augen gelesen und per Bilder dokumentiert geasehen habe: Was Atari sich bei seinen Erzeugnissen - die Zeitweise zum Teil schon von Hause aus auf recht fragwürdige Weise "zusammengeschustert" waren - gedacht hat, wird wohl niemand verstehen! Tatsache jedoch war daß ein Magazin - ich gehe sogar davon aus, daß es die ST-Computer war - eine geöffnete Megafile 60 (deutlich auf dem entsprechenden Foto erkennbarer Schriftzug, denn das Foto war sehr groß abgebildet) abbildete, die mit zwei 30MB Laufwerken ausgestattet war. Auch kann ich nicht nachvollziehen: wenn ein Anschluß dafür vorgesehen ist, warum es von Atari NICHT vorgesehen sein soll, einer Megafile ein zweites Laufwerk zu stiften. Laut Dokumentationen soll es ja sogar später (nach Erscheinen der MF 60) bei Atari noch geplant gewesen sein, eine "Megafile 120" auf den Markt zu bringen - obwohl es zu dem Zeitpunkt gar kein 120MB Laufwerk mit dieser Technik gab!
Gast120501:
Zusammenfassung:
1. Die Controllerplatine in der SH205/Megafile hatte einen unbestückten Anschluss für eine zweite Platte. Durch Einlöten des Steckers konnte man das beheben.
2. Im SH205/Megafile-Gehäuse war es nicht vorgesehen, eine zweite Festplatte einzubauen, zwar genug Platz für wenigstens eine 3,5 Zoll-Platte, aber keine Halterungen dafür.
3. Der Atari Festplattentreiber konnte ziemlich lange nur LUN 0 ansprechen, die zweite Festplatte auf dem Controller hing aber an LUN 1
4. Um LUN 1 anzusprechen brauchte man zunächst einen alternativen Festplattentreiber, z.B. Scheibenkleister, ICD, etc.
5. Um eine weitere Festplatte einzubauen, musste man den Stecker einlöten (kleines Problem mit Erfahrung einfach zu lösen)
6. Für eine weitere (3,5"!)-Platte musste eine weitere Halterung eingebaut werden, Plastik- und Blecharbeiten.
7. Die Megafile 60 erschien laut http://heinzig.info/computermuseum/index.php?page=megafile-60 im Jahr 1991 (war das echt erst so spät...? Das war doch schon früher, vor 1990...). Edit: Laut http://mitglied.multimania.de/atarimuseum/ST%20Serie/html/megafile60.htm schon 1988, Edit: http://www.atarimuseum.de/megafile.htm sagt sogar 1987. das passt auch zu meiner Erinnerung. Laut http://de.wikipedia.org/w/index.php?title=Datei:Hard_drive_capacity_over_time.svg&filetimestamp=20110918211138 gab es schon vor 1990 Festplatten-Laufwerke mit 60 MB. (Ich selbst hatte 1991 meine erste 150 MB SCSI-Platte, schweineteuer...)
Aus den Gründen glaube ich nicht, dass es je eine von Atari produzierte Megafile 60 mit zwei Platten gab. Es war schlicht und einfach einfacher, statt der 30 MB RLL-Platte eine 60er einzubauen. Sag mir, welche Ausgabe welches Magazins das war, und ich schaue nach, sofern ich das Heft habe. An Umbauartikel querbeet durch alle Hefte und im Scheibenkleister kann ich mich selbst erinnern, und den Scheibenkleister habe ich auch noch. Einige Zeitschriften kann man auch online durchsuchen, da findet sich bisher aber kein Artikel speziell zur Megafile 60: http://search.freefind.com/find.html?oq=megafile+60&id=3142916&pageid=r&_charset_=UTF-8&bcd=%C3%B7&scs=1&query=megafile&Find=Search&mode=ALL&search=all
Navigation
[0] Themen-Index
[*] Vorherige Sete
Zur normalen Ansicht wechseln