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Verbastelte Platinen reinigen ...

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guest2071:
Gentlemen,
habe hier einen 520 ST, der wohl auf 1 MB aufgerüstet wurde und noch irgend eine Spielerei (Echtzeituhr? Jedenfalls etwas mit Batterien) verbaut bekommen hat. Das macht das Innenleben ziemlich voll, aber leider ist alles irgendwo drangelötet und nicht so ohne weiteres zu Reinigungszwecken zu entfernen. Und das ist der Punkt: die Platine sieht aus wie Hund und daher würde ich die eigentlich gerne mal sauber machen. Ich kenne Story's von Commodore-Enthusiasten, die das bei völlig verranzten Amigas auch brachial mit Wasser und Bürste bei vollbestückter Platine gemacht haben - hielte das auch so ein Atari-Board aus? Unser Wasser ist stark kalkhaltig, vielleicht sollte ich also lieber abgefülltes nehmen, damit es später beim Trocknen keine Sauerei gibt? Oder wie bekommt ihr Eure Platinen sauber, ohne gleich den Lötkolben zu schwingen?

Lynxman:
Ich nehme Isopropanol.

Allerdings mußt Du da ein paar mal nachreiben weil es den Schmutz ja nicht auflöst, sonder anlöst und das kann erst mal herrlich schmieren.

Das Zeug bekommt mman in jeder Apotheke.

Bestell Dir aber unbedingt 99%iges und nicht 70, das taugt dafür nicht.
Und unbedingt für Industrielle Anwendung sonst wirds Mega-teuer.

1L sollte nicht mehr als 5€ kosten!

Im Raum Stuttgart hatte ich von 3,xx€ bis 7,50€ alles dabei. (Habe eine Zeit lang für meinen Arbeitgeber öfter eine Flasche gekauft.)

matashen:
Ich guck mal nach wo wir in der Arbeit das Zeuch kaufen, ich glaub wir beziehen das auch so zu solchem Preis. Wenn du zuviel geld hast kannst du auch nen Leiterplattenreiniger in der Dose kaufen.

Gruß Matthias

Beetle:
Auf der letzten Outline machte mein EeePC plötzlich Probleme.

Grund: Weil die Kopfhörerbuchse mit zuviel Gewalt eingesetzt wurde, innen wohl irgendein Metallteil etwas im Weg war, gab es immer winzige Kratzer an meinen Kopfhörersteckern. Dieser feine Chrom- und Messingstaub hatte sich mittlerweile im ganzen Gerät verteilt.
Unter jedem Aufkleber waren Metallpartikel.

Ich habs einige Male mit 'Puste' und Pinsel versucht. auch mal mit Druckluft aus ner Airbrush-Dose. Das half aber alles nicht richtig, wurde zwar immer etwas besser,aber ständig hatte ich unvermittelte Abstürze.
Garantie war nicht, da ich bereits drin rumgelötet hatte...

Als letzten Versuch hab ich das Mainboard ausgebaut, alles abmontiert was nicht verlötet ist und das Board mit einer kompletten Dose
acetonfreiem Bremsenreiniger abgespült. Da diese Dose ordentlich Druck hat, konnte ich damit auch den Staub unter den Chips entfernen.
Da kein Wasser da drin ist trocknet das in Minuten völlig wieder ab.
Da kein Aceton drin ist, wird Farbe und Lötstoplack nicht angegriffen.

Ich will ja nicht sagen, das es das nonplusultra wäre, aber mein EeePC läuft seitdem endlich wieder einwandfrei.

Das Produkt das ich verwende heisst 'CarTechnic Bremsenreiniger' und kommt von A.T.U. (Auto Teile Unger).

Zusammen mit ner alten Zahnbürste bekommt man damit jeden Dreck runter.
Das Board glänzt danach wie frisch lackiert. Aufkleber werden angelöst,
Aufkleber-Kleber Reste muss man gründlich wegputzen sonst gibts einen klebrigen Schmierfilm.

Löst auch gut Nikotin-Gilb und hartnäckigen Schmutzfilm auf Keyboards.
Macht Reifen von Modellrennautos griffig, besonders auf Teppich (daher hab ich das Zeug).

Munter bleiben,
Stefan

frank.lukas:
Hallo finchy,

wenn das mein Mainboard wäre ...

Unter der Dusche ohne Reinigungsmittel einfach sehr, sehr heiß abduschen. Und dann trocknen lassen, das sollte recht schnell an der Luft gehen wegen des heissen Wassers. Ansonsten nutze ich gerne meinen Kompressor, mit der Ausblaspistole trocken blasen. Mit WL Spay (z.B. von Reichelt) komplett und reichlich absprühen. Ablüften lassen und fertig ...

Rost geht mit Essig Konzentrat pur weg. Einfach einlegen und einige Stunden warten, abspülen unter Wasser und fertig. Vorsicht die Teile Rosten sofort wieder an. Teile nur ausgebaut bzw. entstückt in Essig legen.

Das Atari Mainboard hält das aus. Ebenso alle Bauteile. Wichtig ist halt aus keinerlei Feuchtigkeit auch nicht in den Hülsen der Buchsen zurück bleibt.


grüße

  frank

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