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Atari vs. Amiga oder vom Regen in die Traufe...

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Atari060:
Richtig, es gibt da ein Programm mit dem DOSen Filesystem drauf. Lustigerweise braucht man es ja aber auf einer Amiga formatierten Diskette um es zu installieren ;)

guest401:
Hiho,

in Deinem Vergleich fehlt eine - wie ich meine wichtige - Sache:

Die Qualitäten aus Sicht des Programmierers.

Der Amiga hat für jeden Käse Extrachips.
Hardwarescrolling, Digisound, Sprites und so weiter.

Und da wirds raffiniert: Der ST hat für nichts davon Hardware. Trotzdem kann er all das auch!
Von Seiten des Programmierers her ist das Coding auf dem Atari sehr viel anspruchsvoller, mit sehr viel mehr Tricks verbunden und hier hat sich echt die Spreu vom Weizen getrennt.

Auf dem Amiga waren die Top-Democrews diejenigen, die mittels gutem Grafiker und Musiker was Ansprechendes auf die Beine stellen konnten. Was dolles Programmieren konnte ja dank der Customchips eh jeder.
Auf dem Atari waren die Chefs dagegen diejenigen, die echt was drauf hatten. Wie Syncscrolling funktioniert mußte man erstmal verstanden haben, und das ging schonmal gar nicht ohne Overscan-Kenntnisse (was ja wieder so eine Trickserei war).

Auf der CeBit konnte man den Unterschied der Demogruppen jedes Jahr bewundern;
Auf dem Amiga-(Commodore-)Stand gabs ne Graffiti-Wand, einige dutzend besoffene Punker mit Crew-T-Shirts und es roch seltsam, auf dem Atari-Stand waren dagegen immer so eine Hand voll nette Jungs mit Brillen und diskutierten über 3D-Clipping-Techniken oder daß Nick von den Carebears einen Syncscroller entwickelt hat, der nur noch 7 Scanlines braucht...

Quantitativ war die Amiga-Szene schon immer größer, aber Qualitativ wars durch die Hardware gegeben, daß auf dem Atari die echten Chefs waren ;)  8)

Gruß Alex

(PS.: nicht todernst nehmen, klar gabs auch aufm Amiga gute Coder, aber was die Hardwaretricks angeht steckt durchaus ein wenig Wahrheit drin...)

Lynxman:
Hallo Alex,

ich gebe Dir in vollem Umfang recht.

Gruß Bernd

Atari060:
@Alex: Du hast Recht und Atari hat das bis zum Jaguar fortgeführt. Der war auch toll, aber niemand konnte (kann) ihn so richtig programmieren. Dafür haben die ganzen Programmierer jetzt bestimmt tolle Jobs und entwickeln für langweilige Systeme, bei denen dann die Hard- auf die Software zugeschnitten wird ;)

Die Zusatzchips (Blitter, STE-DMA, DSP) brachte Atari leider viel zu spät, um im Spielesektor noch mithalten zu können.

Das mit den guten Programmierern stimmt. Die ST-Umsetzung von Turrican II finde ich soundmäßig total genial und wenn man mal vom Monoklang absieht, hört sie sich genauso gut an wie auf dem Amiga und auch die Graphik kann sich definitiv sehen lassen. Auch wenn die Programmierer beim Umsetzen bestimmt gekotzt haben :)

Nebenbei bemerkt, hast Du schon mehr als Recht, wenn Du sagst, dass die Programmierbarkeit ein wichtiger Punkt ist, hab da einfach nicht dran gedacht, weil es für mich als Enduser nicht von Bedeutung ist. Da sieht man immer nur das Ergebnis und nicht wie schwer es war dieses zu produzieren.

Btw, soweit ich weiss kann alles ab STE aufwärts Hardwarescrolling, etc. Als ein Freund von mir letztens seinen STE bekam sagte er zu mir "der ist ja sowas von besser als der normale ST, ich dachte fast ich spiele am Amiga!" ;) Ich glaube er hat Sleepwalker oder so gespielt... butterweiches Scrolling *g*

Thorsten Günther:

--- Zitat von: Atari060 ---Die Zusatzchips (Blitter, STE-DMA, DSP) brachte Atari leider viel zu spät, um im Spielesektor noch mithalten zu können.

--- Ende Zitat ---

Außerdem produzierte Atari noch jahrelang STfms, als der STE schon längst raus war. Und aufgrund einiger "Inkompatibilitäten" - sprich einiger schlecht geschriebener Software (inklusive Kopierschütze, so liefen etwa Tengen-Titel nicht auf dem STE, weil der Kopierschutz inkompatibel war) kauften viele Kunden weiter den STfm - daher waren Spiele, die die erweiterten Fähigkeiten der STEs ausnutzten, nur für einen geringen Kundenkreis von Interesse und es wurden deshalb auch kaum welche programmiert - und selbst von diesen wenigen nutzen manche (z.B. James Pond 2: Codename Robocod oder Fire & Ice) nur die erweiterte Farbpalette und noch nicht einmal das Hardwarescrolling.


--- Zitat von: Atari060 ---Das mit den guten Programmierern stimmt. Die ST-Umsetzung von Turrican II finde ich soundmäßig total genial und wenn man mal vom Monoklang absieht, hört sie sich genauso gut an wie auf dem Amiga und auch die Graphik kann sich definitiv sehen lassen. Auch wenn die Programmierer beim Umsetzen bestimmt gekotzt haben :)

--- Ende Zitat ---

Es hat schon seinen Grund, warum Umsetzungen auf andere Systeme (etwa Nebulus auf Symbian S60) nicht die Amiga-Version, sondern i.d.R. die ST-Version zugrundeliegt - da spielen nicht vorhandene Custom Chips keine Rolle.


Thorsten

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