Hardware > Hardware (Classic 16-/32-Bit)

GK mit RPi für TT ua.?

<< < (2/12) > >>

Lukas Frank:
VME Bus = 16Mhz

Es gibt ja die Lightning VME USB 1.1 Erweiterung. Für USB 2.0 wird der Atari ja viel zu langsam sein.

joejoe:
Wenn "das Ding" maximal kompatibel sein soll, wird wohl kein Weg an (ST-)Grafikspeicher im ST-Adressraum und dessen Verwaltung durch die 68xxx-CPU vorbeigehen. Damit wäre man auf dem Stand der bereits vorhandenen Grafikkarten für die Ataris, vielleicht mit dem Vorteil einer im Prinzip sehr variablen Monitor-Schnittstelle von FBAS bis HDMI im RPI. Ich hatte eine Weile die digitale Camera-Schnittstelle des RPI als leistungsfähigen (Grafik-) Eingang vom Atari zum RPI in betracht gezogen. Der RPI hat ein "Mobile Industry Processor Interface (MIPI) Camera Serial Interface Type 2 (CSI-2), Da wird das Bild vereinfacht gesagt Zeilenweise parallel übertragen.
Auf der ATARI Seite müsste dann eine DMA-Routine die Daten aus dem Atari-Framebuffer auslesen und in den RPI schaufeln. Das könnte ein spezieller Shifter bei dann maximaler Kompaibilität tun, aber es wäre wenig gewonnen, denn der Atari kümmert sich immer noch mit seinen wenigen MHz um die ganze Bildaufbereitung.
Da ist eine Emulation mit einem virtuellen, aber zigmal schnellere CPU/RAM etc. einfach überlegen.
Bleibt eigentlich der umgehrte Weg, aus der vorhandenen Atari-Peripherie (Tastatur, Maus, ACSI&SCSI etc) eine Retro-Umgebung für den Emu zubauen.
Was kann  bzw. macht  eigentlich der Cosmosex so ganz genau?
Läuft da auf dem RPI eine komplett eigene Software, oder ist das ein RaspBian mit Emulation für die Atari-Tastatur eine ACSI&SCSI - Festplatte?
Wenn man da die Atari-Emulation auch noch integrieren könnte plus die Grafik-Durchreiche per CSI-Interface hätte man einen sehr universellen Aufbau, der volle Spielekompatibilität mit original Atari-Hardware und maximale Leistung per Emulation miteinander verbinden könnte.

Chocco:

--- Zitat von: joejoe am Mi 14.11.2018, 20:22:57 ---Wenn "das Ding" maximal kompatibel sein soll, wird wohl kein Weg an (ST-)Grafikspeicher im ST-Adressraum und dessen Verwaltung durch die 68xxx-CPU vorbeigehen. Damit wäre man auf dem Stand der bereits vorhandenen Grafikkarten für die Ataris, vielleicht mit dem Vorteil einer im Prinzip sehr variablen Monitor-Schnittstelle von FBAS bis HDMI im RPI.

--- Ende Zitat ---

Die Methode "Framebuffer" wird limitiert durch die max. mögliche Performance des VME-Bus. Eben las ich: "The VME bus can do about 20MB/s in D16 Mode", was ungefähr 30% der notwendigen Datenrate entspricht, die für die gewünschten Auflösung 1920x1200x32 notwendig ist.

Man kann eine maximale Kompatibilität 30 Jahre alter Hardware mit einer heute üblichen Auflösung nicht erreichen. Dazu fehlt den alten Knochen einfach die notwendige Leistung.

Die Terminal-Version besitzt den Charme, dass sie dem ursprünglichen Konzept von DR zu GDOS und VDI vollkommen gerecht wird. Ein Konzept übrigens, welches später mit XWindows unter UNIX sauber umgesetzt wurde. Mit XWindows kann ich über das Netzwerk eine Verbindung mit meinem XServer aufbauen und mein Bildschirm wird als grafisches Terminal verwendet. Mein RPi besitzt häufig keinen Monitor, sondern ich verbinde mich mit dem Mac über SSH und starte die Programme auf dem RPi, die ich dann auf dem Mac unter XQuartz äußerst flott bedienen kann.

Atari selbst hat damals nicht das Potential von GDOS/VDI erkannt und TOS genau um die Teile kastriert, die uns bis heute Probleme bereiten.

Einen Tod muss man sterben. Entweder maximale Kompatibilität bei nicht erweiterbarer Leistung (20MB/s) oder Höchleistung bei eingeschränkter Kompatiblität.

Arthur:

--- Zitat von: Chocco am Mi 14.11.2018, 21:04:05 ---Atari selbst hat damals nicht das Potential von GDOS/VDI erkannt und TOS genau um die Teile kastriert, die uns bis heute Probleme bereiten.

--- Ende Zitat ---

Denke das hier nur einen Bruchteil der benötigten Zeit verfügbar war um ein OS zu entwickeln bzw. anzupassen, um noch vor dem Amiga auf der Bildfläche zu erscheinen... Für das vollständiges GDOS/VDI fehlte schlichtweg die Zeit...

joejoe:
Der interessante Ansatz in meinem Beitrag liegt in der Erwähnung der CSI-2 Schnitte des RPI, 8)
das hat Potential und dürfte im Rahmen eines Homebrew-Projekts machbar sein. Damit wäre die Inputschnittstelle für den RPI "geklärt". Es fehlt nun noch das passende Output-Interface für den Atari.
Damit ließe sich ein vollkompatibler HDMI-Ausgang für den Atari erstellen (z.B. mit einem Shifter-Ersatz).
Oder eine DUAL-Ported RAM-Karte für den VME-Bus als Grafikkarte-light ohne DA-Wandler kreieren.
Fragt sich nur, ob sich das lohnt?

Navigation

[0] Themen-Index

[#] Nächste Seite

[*] Vorherige Sete

Zur normalen Ansicht wechseln