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Atari Panther Schaltplan aufgetaucht (nie veröffentlichte Konsole)
goetz @ 3rz:
--- Zitat von: Lynxman am Di 07.02.2017, 22:39:00 ---Da wir nicht wissen zu welcher Zeit dieser STE+ geplant war ist jede Diskussion über Sinn und Erfolgschancen sinnlos.
--- Ende Zitat ---
Da man nicht weiß wie es gekommen wäre, ist es so gesehen immer sinnlos …
goetz @ 3rz:
--- Zitat von: Lynxman am Di 07.02.2017, 23:35:08 ---
--- Zitat von: 1ST1 am Di 07.02.2017, 23:23:15 ---1991 war im PC-Bereich ein 386SX mit 16 Mhz das Einsteiger-Segment, 286er waren da schon komplett unanttraktiv. Zu dem 386SX-16 hätte ein 68000-16 gut gepasst.
--- Ende Zitat ---
Das schon, aber der STE wäre das Hauptsystem gewesen und der PC "nur" nebenbei mit drin.
Von daher war der 286 sicher nicht ganz verkehrt.
--- Ende Zitat ---
Aber da wäre Win 3.11 (und das war das interessante Zeug damals, wenn man einen PC wollte) darauf gekrochen bzw nur im Real-Mode gelaufen. Man hätte also nur DOS sinnvoll laufen lassen können. Das wäre zwar auf einem 286er flott gewesen, aber ein Weg nach vorne war das nicht.
Ich habe ja Ataris Neigung, Prototypen mit eher abstrusen Einbauten loszutreten, nie verstanden -- bei den 8Bittern schon (mit Sprachsynthie? mit Modem?), und auch der STE+ leuchtet mir nicht ein. Atari hätte da nix entwickeln müssen, einfach einen CPU-Bus gescheit rauslegen, und 3rd Party pappt da seine Sack/whatever PC-Speed-sonstwas Karte rein. Fertig. Die hätte Atari ja auch einkaufen können.
--- Zitat von: Lynxman am Di 07.02.2017, 23:35:08 ---Ein 12/16MHZ 68000 wäre schon viel früher sinnvoll gewesen.
87-89 hätte Atari das in die ST(E)s einführen können.
Ich bin der Überzeugung das sie auch ohne Cache, dafür mit ein paar Anpassungen am Chipsatz einiges an Performance herausgeholt hätten. OK schnelleren Hauptspeicher hätten sie dafür auch gebraucht...
Und wir wissen alle das es Umbauten der STs auf 12MHz Systemtakt gibt, also nicht unrealistisch...hätte, hätte, wäre, wenn, ich weis! ;-)
--- Ende Zitat ---
Sicher, es gab von 1984 bis 1991 für normale Preise (d.h. kein TT) von Atari immer dieselbe Geschwindigkeit: 68000/8. Nicht gerade gut. Dann kam der MegaSTE - ein 68000/8, dem ein /16 übergestülpt wurde ... nicht gerade eine Ingenieurswunschleistung.
Ja, auch Apple verkaufte zu der Zeit noch 68000/8. Aber als LowEnd-Maschine, nicht als Mittelklasse.
MJaap:
Im Dokument zum STE+ ist nicht die Rede von besserer Grafik, die PC-Seite wäre also bestenfalls so gut wie ein ATSpeed oder ATonce geworden. Für PC-Spiele also gänzlich uninteressant. Was Anwendungen anging, gab es für den ST bereits sehr gute Software. Aber der STE+ wäre vermutlich teurer gewesen als ein gut ausgestatteter PC-Klon mit vernünftiger Tastatur und VGA-Grafik.
Es gab ja solche Hybride durchaus - von Sega und Amstrad - und diese sind gescheitert. Was ich am STE+ aber immer interessant fand, war das IDE-Interface und die bessere RAM-Ausstattung. Leider hatte Atari bei letzterer immer gerne gespart, selbst der Falcon wurde in einigen Ländern mit 1 MB RAM angeboten.
Häufigere Updates wären sicherlich sinnvoll gewesen, schon, weil dadurch eine größere Hardware-Basis an STs mit besserer Grafik/mehr RAM/etc. entstanden wäre. Programmierer wären dadurch gezwungen worden, "sauberer" zu programmieren, eben weil der einzige ST mit mehr als 32K-Bildschirmspeicher keine 7500 DM teure Profi-Maschine gewesen wäre.
Lynxman:
--- Zitat von: MJaap am Do 09.02.2017, 01:56:51 ---Es gab ja solche Hybride durchaus - von Sega und Amstrad - und diese sind gescheitert.
--- Ende Zitat ---
Das war aber nur eine Spielkonsole in den PC eingebaut. Und die Teile waren nicht gerade billig.
--- Zitat von: MJaap am Do 09.02.2017, 01:56:51 ---Leider hatte Atari bei letzterer immer gerne gespart, selbst der Falcon wurde in einigen Ländern mit 1 MB RAM angeboten.
--- Ende Zitat ---
Beim STE und auch beim Falcon war es einfach und (nach erscheinen der PS/2-Falcon-Speicheradapter) nicht bzw. kaum teurer als bei den PCs.
Und wer einen Falcon mit 1MB gekauft hat, der hatte eben nicht mehr Geld.
Ich habe den Falcon auch erst mal mit 4MB gekauft und erst Monate später auf 16MB aufgerüstet und das auch nur weil der Speicher ständig günstiger wurde.
--- Zitat von: MJaap am Do 09.02.2017, 01:56:51 ---Häufigere Updates wären sicherlich sinnvoll gewesen, schon, weil dadurch eine größere Hardware-Basis an STs mit besserer Grafik/mehr RAM/etc. entstanden wäre. Programmierer wären dadurch gezwungen worden, "sauberer" zu programmieren, eben weil der einzige ST mit mehr als 32K-Bildschirmspeicher keine 7500 DM teure Profi-Maschine gewesen wäre.
--- Ende Zitat ---
In diesen Punkten gebe ich Dir völlig recht.
mfro:
--- Zitat von: MJaap am Do 09.02.2017, 01:56:51 ---Häufigere Updates wären sicherlich sinnvoll gewesen, schon, weil dadurch eine größere Hardware-Basis an STs mit besserer Grafik/mehr RAM/etc. entstanden wäre. Programmierer wären dadurch gezwungen worden, "sauberer" zu programmieren, eben weil der einzige ST mit mehr als 32K-Bildschirmspeicher keine 7500 DM teure Profi-Maschine gewesen wäre.
--- Ende Zitat ---
Nun, "das saubere GEM-Programm" (striktere APIs und Programmierrichtlinien) wäre eigentlich Ataris eigene Aufgabe gewesen. Tatsächlich war das nach meiner Erinnerung eine (relativ späte) "Bewegung" überwiegend deutscher Programmierer (die bezeichnenderweise *nicht* bei Atari gearbeitet haben). Atari selbst (und der Rest der Welt) hatte jahrelang gar kein ernsthaftes Interesse daran, noch nicht mal dann, als es zu Problemen führte.
Mehrbändige Programmiererbibeln kosten eben Geld und Zeit. Und das hat man sich gespart. Bloß schnell die Hardware über den Tisch. Für mich einer der wesentliche Gründe, warum es Apple heute noch gibt und Atari nicht.
Es macht schon einen Unterschied, ob man vorher gründlich darüber nachdenkt, wie man es richtig macht oder hinterher, wie man das Schlimmste vermeidet.
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