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Mein neuer alter Atari 1040STf: Restauration

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Darius:
Grüß euch,

heute kam nun endlich mein neuer Retro-Rechner an, ein vergilbter aber unverbastelter und noch mit original Siegel versehener Atari 1040STf. Der "32/16 Bit bzw 24 Bit" Rechner war zwar ungeöffnet aber ist wohl eine längere Zeit gestanden und beim Reinigen sind auch ein verendeter Weberknecht sowie ein kleines Getier aus der Tastatur gekommen :)

Das Original-Siegel musste ich leider aufbrechen, da man den Rechner im zerlegten Zustand eben perfekt reinigen kann. Auf den ersten Bildern sieht man, dass der ST doch etwas verdreckt ist. Dann als junger alter e-Hobby-Bastler sind bei mir gleich sämtliche Alarmleuchten angegangen, da bestimmt das interne Netzteil wohl nicht mehr ganz frisch ist, doch dazu mehr.

Jetzt kommt die Foto-Story und werde versuchen, jedes Bild zu kommentieren. Auch werde ich diesen Thread bei Neuigkeiten immer aktualisieren.

Leider kann man in der Forensoftware die Bilder nicht als Miniatur-Ansicht im Thread anzeigen lassen sondern es werden unten gleich die ganzen Anhänge gezeigt. Sicherlich kann man mittels IMG ein Bild einbetten, ist aber dann im Thread zu Groß. Auf die Schnelle habe ich die gewünschte Funktion nicht gefunden, also entschuldigt erst mal nur die Dateianhänge unten und werde halt dann eben jedes einzelne Bild im Text kommentieren.

Im Bild 1 seht ihr ja die Atari Maus :-)
Im Bild 2 seht ihr den Atari ST1040STf im ungereinigten Zustand.
Im Bild 3 seht ihr hier auch die Rückseite des Gerätes.
Im Bild 4 seht ihr das originale und unbeschädigte Atari-Siegel (noch)
Im Bild 5 seht ihr sogar den Händler, und den Händler gibt es laut Tante Glasbrille immer noch :D
Im Bild 6 kann man das Posthörnchen nicht übersehen ;D
Im Bild 7 seht ihr das Diskettenlaufwerk (EPSON)
Im Bild 8 seht ihr den linken Bereich der Rückseite

... und weiter im nächsten Thread

Gruß

Darius:
... und weiter gehts:

Im Bild 1 seht ihr die rechte Seite der Rückseite.
Im Bild 2 seht ihr schon das ausgebaute Netzteil. Und wie ich sofort erkannt habe, gehört das Netzteil umbedingt gewartet.
Im Bild 3 seht ihr schon den üblichen Verdächtigen mit gehoben Hut. RAUS damit !!!
Im Bild 4 seht ihr schon die fortgeschrittene Reinigung der Tastatur. Die war innen richtig Schwarz. Das habe ich euch erspart, dass ihr das sehen musstet.
Im Bild 5 seht ihr schon das lustige und fortgeschrittene Zusammenstecken der Tastatur
Im Bild 6 seht ihr die Tastatur im gereinigten und komplettierten Zustand

Wie man anhand des Netzteiles sehen kann, benötigt das Netzteil umbedingt neue Elkos. Obwohl ich kein richtiger Elektriker bin sondern dies nur hobbymäßig betreibe, habe ich schon einiges wieder zum Leben erweckt und es macht einfach Spaß :D Unerfahrene sollten die Finger vom Netzteil lassen bzw. gar nicht berühren. In einem geladenen dicken Elko, in dem Fall ist bei mir der 400 Volt Gleichstrom-Elko defekt und auch in einem defekten Elko können 400 Volt Gleichstrom anliegen! Ich glaube ich muss nicht erwähnen, das sowas tödlich ist...

Und da ich immer alles perfekt mache, werden alle Elkos gegen qualitative 105° Low ESR Elkos eines japanischen Herstellers verwendet, damit das Netzteil wieder wie neu ist. Im Forum habe ich gelesen, das man auch den Gleichrichter neben dem dicken 400V Elko wechseln sollte ? Was meint ihr dazu ?

Ich hätte mich schon fast gefreut, da ich alle Elkos auf Ersatz habe, aber leider habe ich nur einen 400V 68µF Elko für den Primärelko. Es wird aber ein 400V 47µF benötigt. Und man sollte nur gleichwertige µFarad tauschen, die Voltzahl kann höher sein, aber nicht die µFarad! Also muss ich mir wohl einen oder mehrere bestellen :-)

... und weiter gehts im nächsten Teil

Gruß

Darius:
... und weiter gehts:

Im Bild 1 seht ihr die ganze Hauptplatine in ganzer Pracht. Gottseidank ist die Flüssigkeit, wohl Kaffee nicht bis auf die Platine gekommen. Ich hatte nämlich noch nicht erwähnt, dass das Netzteil-Abschirmblech auf der rechten Seite regelrecht angerostet ist und hatte schon die Befürchtung, dass der Atari dadurch einen Kurzschluss haben könnte, aber das Netzteil unterhalb und auch die Platine zeigte Gottseidank keine Auffälligkeiten. Puh...

Im Bild 2 seht ihr das TOS :D
Im Bild 3 seht ihr die RAM-Bausteine (1 MByte). Es sind japanische RAM Bausteine, aber der Hersteller sagt mir nichts. Aber Gottseidank ist es kein MT-RAM. In den Commodore-Rechner sterben diese RAMs wie Eintagsfliegen...
Im Bild 4 seht ihr die DMA, den Yamaha Sound-Chip. Floppy Controller usw...

Man könnte sogar mit passenden Sockel einen Blitter nachrüsten :D

So, das wäre es soweit. Als aller erstes muss umbedingt das Netzteil wiederhergestellt werden. Dann muss ich mich um die Floppy-Stromversorgung kümmern. Die Kabeln am Board wurden nicht richtig verlötet, sodass 2 mm das blanke Kupfer rausschaut und das Kupfer hier schon dunkel oxidiert ist und man könnte Angst haben, dass das ganze bald einen Kurzschluss verursacht, wenn man die Kabeln hier stärker umknickt. Also dann das Kabel abzwicken und neu verlöten...

Die nächsten Postings gibt es dann, wenn das Netzteil wieder Saft liefert und dann sehen wir mal, was der Atari dann sonst noch tut und ob das Diskettenlaufwerk auch läuft.

Ich denke es hat sich gelohnt, das Siegel aufzubrechen. Vor allem wegen dem Netzteil, denn lange hätte es nicht mehr funktioniert und eben wegen der Grundreinigung.

Was mir aber ein kleines Grinsen ins Gesicht getrieben hat (Nicht das Netzteil), das Atari 1040STf Logo hat noch die Schutzfolie drauf ;D :D Wenn ich das ablöse habe ich ein neues Logo, was mich dann anstrahlt und das ist auch gut so.

Sobald die Sonne wieder Leistung hat und ich meine Peroxid Mischung anmische, werde ich den ganzen Rechner auch RetroBrighten, damit dieser wieder im Originalzustand ist. Ich habe schon erfolgreich meine Commodores geblichen und war mit dem Ergebnis voll zufrieden.

Aber als erstes muss der Atari seine Funktion und seine Stabilität beweisen und das geht erst mit neuen Elkos :)

Gruß

Gast120501:
Rev D mit Lötaugen für Blitter... Ja, kann man , aber das Layout der Rev D hat einen Fehler. Wenn man einen Bitter einbauen will, muss man da zwei Leiterbahnen auftrennen und gekreuzt wieder verbinden! Hat mir der Michael Ruge damals übers Maus-Mailbox-System gemailt, als ich es so nicht zum Laufen brachte. Könnte sein, dass die Modifikation in der Chips'n'Chips beschrieben ist.

Darius:
Hi 1ST1,

vielen Dank für dein Posting. Alles klar. Danke für den Hinweis. Ich habe hier beim Forum-Lesen auch dazu was gelesen, ja.

Aber erst mal muss der Rechner wieder sauberen "Saft" bekommen und in dem Zustand bekommt es keinen sauberen "Saft"

:D

Gruß

EDIT:

Eine Frage noch an dich 1ST1, habe ja gelesen, dass du dich elektrotechnisch sicherlich viel besser auskennst als ich aber sollte ich den Gleichrichter im Netzteil zusätzlich zu allen Elkos nicht mitwechseln ? Habe irgendwo gelesen, wenn der dicke Primärelko den Hut wirft sollte man gleich den Gleichrichter mitwechseln. Äußerlich sieht der fast wie neu aus...

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