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Stereoton für ALLE (monotonen) ST

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Gast120501:
Der Chip macht Pseudo-Stereo bzw. im anderen Modus Stereo-Basis-Verbreiterung. Es sind keine unabhängigen Stereo-Kanäle, die getrennt angesteuert werden können. Das Pseudo-Stereo wird über das Trennen auf Frequenzebene erreicht, wobei es nicht so ist dass einfach alle hohen Töne nach Links und die niedrigen Töne nach Rechts ausgeben werden, sondern das wechselt über das hörbare Frequenzband mehrfach. Die Stereo-Basis-Verbreiterung bewirkt, dass man glaubt, die Lautsprecher würden weiter auseinander stehen, als sie es in Wirklichkeit tun. Mit zwei solchen Chips hintereinander kann man also erst Pseudostereo erzeugen und dann dessen Basis verbreitern. Das hat schon seinen Reiz, es ist aber kein echtes Stereo. In den 1980ern wurde der Chip mal in der Elektor vorgestellt und ich habe damals diese Beispielschaltung auf Lochraster nachgebaut und in meinen C-64 eingebaut, aber irgendwann wieder rausgeschmissen, weiß aber nicht mehr, warum.

Beim ST wäre es eigentlich interesanter, die drei Stimmen des Yamaha voneinander zu trennen, eine Links auszugeben, eine rechts, und die dritte Stimme zu gleichem Anteil nach Links und Rechts draufzumischen.

xfalcon:
Mir ist nicht ganz klar was diese Schaltung bewirken soll.
Aber ich bin neulich über dieses Video gestolpert.
 https://www.youtube.com/watch?v=B9mjbMEZLRE&list=PLsY6SzefKi0olJkTBUK9jGfqqCyo9SZfW&index=1

Er mischt die drei Ausgänge des YM2149 mit Hilfe eines kleinen Mischers auf zwei Kanäle.
Die Lösung finde ich ziemlich cool und ist "analog"  8)

edit
1st1 war schneller  :D Erste Frage ist beantwortet.
Danke

tuxie:

--- Zitat von: Burkhard Mankel am Fr 02.10.2015, 20:09:08 ---So etwas mag im XL - oder auch Cevie - sinnvoll sein, weil dort schon eine große Gemeinde herrscht, die genügend Software-Produkte verbreiten! Aber der ST ist mit seinen MiDi-Schnittstellen gut bedient - und ich denke, das ST-Pferd sollte für heutige Möglichkeiten aufgezäumt werden und man sollte das auch mit vorhandenen SW nutzen können! Außerdem erhält man zwei unabhängige Kanäle, die keinen Störenfried mehr für ein schlecht entwickelten Verstärker mehr ..., selbst wenn kein Stereo, sondern nur zwei Monokanäle erreicht würden! Ich habe vor einiger Zeit bei einem Bastler mal eine Schaltung um einen solchen - vielleicht gar diesen - IC im Einsatz gesehen - und es hörte sich gar nicht mal schlecht an!

--- Ende Zitat ---

Simmt so nicht, die 8Bit gemeinte ist nur nicht so verklemmt wie die 16/32bit gemeinte und es exisistiert ein anderer Zusammenhalt.

Das was die 8bit gemeinte schafft, könnte auch die 16/32bit gemeinte schaffen wenn es ein Miteinander geben würde und kein gegeneinander, was vor wenigen Jahren noch nicht so wahr.

Und es war auch nicht von mir beabsichtigt gegen deine Schaltun zu sprechen, mir erschliesst nur nicht der Sinn des IC´s. Was ich mir vorstellen kann ist das er Das Signal welches im zum Aufbereiten gegeben wird intern Spiegelt und als Negativ zum Eingang auf dem einen Kanal ausgibt. Oder er erzeugt eine zeitliche Verzögerung so das wie ein art Nachhall entsteht.

czietz:
Danke, 1ST1 für die ausführliche Erklärung!

Ich nehme an, das ausgefeilte "Verteilen" bei Pseudo-Stereo führt dazu, dass man die Wiedergabe zwar immer noch als mittig im Stereopanorama aber als "breiter" empfindet?

Das Trennen und Stereomischen der drei Kanäle müsste doch etwas sein, was sich in einem Emulator leicht realisieren ließe. Oder ist es gar schon in einem drin? Dann könnte man probehören, welche Software dadurch akustisch gewinnt. Ein paar Beispiele in dem Video, das von xfalcon gepostet wurde, klinge ja durchaus nett.

Burkhard Mankel:

--- Zitat von: 1ST1 am Fr 02.10.2015, 23:36:08 ---Beim ST wäre es eigentlich interesanter, die drei Stimmen des Yamaha voneinander zu trennen, eine Links auszugeben, eine rechts, und die dritte Stimme zu gleichem Anteil nach Links und Rechts draufzumischen.
--- Ende Zitat ---
Also - ich sehe das etwas anders! Man stelle sich folgendes vor:
Programm 1 nutzt: A=Hauptstimme 1, B=Hauptstimme 2, C=Bässe - equvalent wäre für diesen der Vorschlag sinnvoll, wenn A und B jeweils einen Kanal bilden und C auf beide moduliert werden! Aber jetzzt nutzt Propgramm 2 und 3 auf C eine Hauptstimme und A bzw B=Bässe. Bei einer Schaltung nach erstem Beispiel ist das Klangerlebnis wohl nicht mehr sehr berauschend!
Ganz zu schweigend von den allseits beliebten Module-Trackern (4stimmig) - wo holen die ihre 4. Stimme bei 3stimmigem Soundchip? Nach meinen Infos durch sehr gewiefte Programmierung! Aber Leite diese jetzt mal über einen so modulierten Soundausgang! Das Klangerlebnis wird schlimmer sein als die Hölle! Ich habe mir auch das verlinkte Video mal angesehen - wenigstens zur Hälfte! Dort geht man aber ja einen ähnlichen Weg, den ich aber aus schon Erwähnten Gründen nicht in Betracht ziehe! Außerdem wird in dem Video ein STE gezeigt - was soll der Quatsch? DER STE HAT DOCH STEREO !!!

Im Rahmen dessen habe ich mich auch noch mal mit den Schaltbildern zum STE auseinandergesetzt und mir fiel folgendes auf:
Die gekoppalten Tonkanäle (Stimmen) werden einem Digital-Audio Baustein mit der Bezeichnung LMC1992 ...:
... zugeführt - und zwar an die Eingänge am Pin 4 und 26 - Also an den ersten Eingang beider Stereokanäle! Von dessen Ausgängen geht es dann zu den Chinch (Stereo) und in einer Kopplung auch zur Monitorbuchse (Mono)! Nichts anderes (Eingangsseitig) will ich ja auch - nur mit einem anderen IC!

edit: Und - meine Idee birgt noch einen Vorteil: Generell kann der ST unangetastet bleiben - wenn man eine zusätzliche Stromversorgung einplant, kann man eine solche Schaltung zusammen mit einer Monitor-Umschaltung in ein kleines externes Gehäuse bauen!

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