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TOS Umschaltplatine für STE
mfro:
--- Zitat von: Burkhard Mankel am Mo 28.09.2015, 15:04:21 ---Also - Das Emu TOS sagt mir beim Besten Willen nur sehr wenig zu:
1. ich habe noch keine deutsche Version gefunden - vielleicht gibt es ja irgendwo die Quellen, die man sich anpassen kann (oder gleich ein Patchprogramm, mit dem man Ausgabetexte und Icons austauschen kann)
2. Icons gefallen mir nicht besonders
3. Die Speicherdatei vom EmuTOS wird auch als DESKTOP.INF abgelegt, scheint aber nicht wirklich kpompatibel zum DESKTOP.INF des TOS 1.(0)x zu sein - zumindest habe ich bei meinem neuen "Schätzchen" Probleme gehabt, als ich Testweise unter TOS 1.(0)4 mit der Partition zu booten, auf die ich zuvor mit dem EmuTOS ein Desktop Info erzeugte und umgekehrt auch!
--- Ende Zitat ---
Muß ja nicht jedem gefallen. Trotzdem könnte man sich ja vorher mal informieren, bevor man etwas schlecht macht, was man gar nicht kennt:
* EmuTOS gibt's in mehr Landessprachen, als es TOS je gab: Tschechisch, Deutsch, Spanisch, Finnisch, Französisch, Griechisch, Italienisch, Russisch, Schweizerdeutsch, Englisch (England) und Englisch (Amerika). Da sollte eigentlich auch für dich was dabei sein. Nicht irgendwo downloaden, sondern dort, wo die neueste offizielle Version zu haben ist: emutos.sourceforge.net
* EmuTOS speichert keine DESKTOP.INF Macht's nicht und hat's noch nie gemacht, das mußt Du geträumt haben. Die Voreinstellungen kommen in eine Datei namens EMUTOS.INF und ein normales Atari-TOS interessiert sich für die Datei nicht die Bohne. Kollisionen mit einem "normalen" TOS sind also gänzlich ausgeschlossen.
--- Zitat von: 1ST1 am Mo 28.09.2015, 17:03:29 ---...EmuTOS basiert u.a. auf den original Sourcen von DRI GEM 3.0 (die inzwischen Open Source sind), das heißt das VDI/AES ist sicherlich moderner als das was ATARI seinerzeit als Ausgangsbasis ...
--- Ende Zitat ---
Auch das ist (leider) nicht ganz richtig. Die Teile, die von Caldera (bzw. Lineo) freigegeben und als Ausgangsbasis für EmuTOS verwendet wurden, stammen aus sehr unterschiedlichen Generationen: BDOS (das ist der Teil, der bei Atari GEMDOS heißt) und das XBIOS noch aus der allerersten Generation (also entsprechend TOS 1.0). Allerdings wurden große Teile neu geschrieben und sind damit für die "kleinen" Ataris ungefähr auf dem Stand von TOS 1.04, für die größeren Ataris erweitert um das, was für den Betrieb von Falcon, TT und STE notwendig ist (wie z.B. TT-RAM Support). Sogar das "40-Ordner-Problem" hat EmuTOs geerbt (allerdings gibt's auch hier ein FOLDRXXX, das es behebt).
Dazu gibt's noch ein eingebautes Commandline-Interface (ab 256 kB ROM). Ebenso bringt EmuTOS seinen eigenen Harddisk-Treiber (SCSI, ACSI und IDE, weitgehend DOS-kompatibel) im ROM mit.
Auch das VDI ist praktisch das vom "Urahn" von Digital Research (enthält den Code, der von DR für Atari geschrieben wurde, bevor dort selbst weiterentwickelt wurde). Sogar ein paar Brocken, die DR für die Apple Lisa geschrieben hat, sind drin. Die wesentliche Erweiterung (Support für 256 Farben) ist eine Eigenleistung des EmuTOS-Teams.
Die AES und der Desktop sind praktisch die einzigen "neuen" Teile von DR/Caldera/Lineo. Digital Research hatte da bereits "DR vs. Apple" verloren und den Desktop entsprechend kastriert (keine verschiebbaren Fenster mehr, keine Fensteranimationen, ...). Diese Kastration wurde in EmuTOS wieder weitgehend zurückgebaut, so daß der Desktop funktional auch ungefähr dem Stand von TOS 1.04 entspricht (auch wenn er nicht ganz genauso aussieht).
neogain:
Da hat es mfro auf den Punkt gebracht. Deswegen sag ich ja, emutos ist schon auf den ST's ganz performat, wenn man einiges nachlädt.
mfro:
... und das Wichtigste hab' ich (natürlich) vergessen: EmuTOS ist OpenSource.
Das heißt: jeder kann es so verändern, wie er's haben möchte.
Icons ändern per Patchprogramm? Braucht's nicht. Einfach die Icons in den Quellen ersetzen und einmal durch den Compiler jagen.
EMUDESK.INF gefällt mir nicht und ich will lieber BURKI.INF haben? Kein Problem. include/config.h Zeile 981 ändern und neu compilieren. Dauert keine zwei Minuten.
"Sich beteiligen" und selber besser machen ist - bei OpenSource generell - sehr viel zielführender als meckern.
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