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Warum hängt man(n)Frau noch an Atari im 21 Jahrhundert

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Omikronman:
Wären die Computer damals gewesen wie Apples iPad heute, hätte ich sicher nie programmieren gelernt. Ich habe auch meine beiden Psion Organizer, den Siena und den 3 c geliebt. Sie hatten OPL im ROM und ließen sich damit ganz leicht selbst programmieren.

chris78:
Ich erinnere mich auch gerne an die Zeit zurück als man noch kein Windows 95 kannte. An die Zeit in der ein ganzes Betriebssystem noch auf eine Diskette passte. Und es hat alles funktioniert, wir konnten Briefe schreiben und drucken. Haben über Maustausch oder Fidonet miteinander kommuniziert. Sicher, die Mail war etwas länger unterwegs aber es hat dennoch Spaß gemacht. Das schöne an den alten Kisten ist auch das man damals mehr daran gebaut hat. Es gab viele Leute, die haben sich Erweiterungskarten ausgedacht, so wie es hier einige auch noch tun.

Deswegen habe ich mir auch eine art Retro- Raum aufgebaut, ein Ort der erinnerungen ;). Dort habe ich nun ein Atari ST, einen Amiga 500 und einen MAC Performa 475 aufegbaut. Einen Mega ST habe ich letztens gekauft und der wird sich bald auch noch dazu gesellen sobald er bei mir eingetroffen ist. Mein C64 habe  ich noch im Keller. Wenn ich es Platztechnisch noch hin bekomme, wird er ebenfalls noch aufgebaut.

guest522:
Warum hängt man(n)Frau noch an Atari im 21 Jahrhundert

Meine Entwicklung war ganz ähnlich...erster Kontakt war ZX81, erster eigener war Spectrum, dann Electron, dann Mega ST.
Ohne die 8-biter hätte ich vermutlich nie Assembler gelernt bzw. proggen überhaupt. Ohne den ST hätte ich vermutlich nie angefangen was mit Hardware zu machen.
Das ist im Übrigen ein Problem mit meinen Berufskollegen, die heute so aus der Uni kommen. Den niedrigsten Level auf dem die jemals proggen ist Java. Hardware? Die kauft man sobald das neue Modell raus ist, schon um IN zu sein.
Flashen tun sie evtl. noch, aber eine Flash Reverse Engineering? Weshalb....man kann das doch ziehen.
Aus dem Grund finde ich den Ansatz des Raspberry eine gute Idee, aber das zieht vermutlich eher bei denen die sich nichts anderes kaufen können.

Jetzt bin ich aber vom Thema abgekommen.  ;)

- weil die Kisten Charakter haben....ein ST...ein ATOM oder ein BBC B...das ist nicht einfach ein PC den man in einem Jahr vergessen hat
- weil man lernen kann auf niedriger Ebene zu proggen
- weil man lernen kann die Kisten hardwaremäßig zu verbessern
- weil man all die Kisten austesten kann, die man sich damals nicht leisten konnte (ich versteh bis heute nicht die Begeisterung für den Falcon)  8)
- weil es an die Jugend erinnert
- weil es Spaß macht

Wirklich benutzt habe ich die ATARIs aber schon lange nicht mehr. Ab und zu mal ein Game oder ein GAL brennen....das ist alles.
Aber weg kommen die Kisten auf keinen Fall!



Sascha:
Warum gehen so viele alte Menschen regelmäßig in die Kirche? Vor allem die katholische?
Sicherheit!

Der moderne Alltag ist hektisch geworden. Wir sind ständig erreichbar, ständig gefordert, müssen andauernd Entscheidungen treffen, können uns nie sicher sein, das richtige zu tun. Da ist es schön, wenn man sich an etwas festhalten kann, das man gut kennt, das man selber kontrolliert und versteht. Für viele alte Menschen ist das der katholische Gottesdienst mit seinen steinernen Ritualen. Keine Überraschungen, man kann sich fallen lassen, weil man automatisch weiß, wann man was zu tun hat. Es ist einfach. Es ist sicher.

War jetzt ein wenig abschweifend, aber im Prinzip steckt davon doch auch ein wenig in unserer Leidenschaft für alte Rechner, nur dass wir kreativer und zukunftsoffener damit umgehen, oder nicht?

Persönlich mag ich, dass ich ein direktes Feedback habe, wobei ich nun aber mehr von meinen 8 Bittern als den STs rede. Einschalten, anschließen, los programmieren. Das geht heute so nicht mehr. Und die zu Grunde liegende Technik ist die selbe, wie in meinem Arbeits-PC mit seinen 12 Kernen und 32 GB Ram. Nur dass ich sie bei meinem Atari 800 verstehe und anderen auch gut erklären kann.

Aber den wichtigsten Punkt hat Idek Tramielski auch schon als letzten genannt: Weil es Spaß macht. ;)

Gast120501:
Warum sammeln Leute Briefmarken oder Münzen? Warum bauen andere ne Modellbahn? Warum schraubt einer an einem 30-40 Jahre alten Auto rum? Warum versäuft einer seinen Verstand in der Eckneipe bei einer Runde Skat? Warum steckt der andre jede Minute Freizeit in seine CD/DVD-Sammlung und verfeinert ständig seine Heimkinoausstattung? Warum malt einer Bilder oder fotografiert?

Die Antwort ist eigentlich überall die selbe. Wie sagen die in Köln? "Dem eine singe Ühl ess dem andre singe Nachtijall." Unsere Nachigall ist von Atari, außerdem hab ich ne Eule von Commodore, und noch weitere Hobbys, hab ich mal keinen Bock auf das eine, mach ich was anderes.

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