Autor Thema: Whoaaa... Wasndaaaas! Falcon-Tastatur...  (Gelesen 1262 mal)

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Offline 1ST1

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Whoaaa... Wasndaaaas! Falcon-Tastatur...
« am: Fr 20.07.2012, 22:05:03 »
Buaaaahhhh... Sowas hab ich ja noch nie gesehen.... Endlich komme ich mal dazu, der Tastatur meines Falcon zu Leibe zu rücken, wie ich schonmal erwähnt habe, sind da ja ein paar Tasten am Zehnerblock tot.

Den Fehler habe ich nun gefunden, zwei unterbrochene Leiterbahnen in der Nähe einer Schraube an der Ecke. Also habe ich vorsichtig in dem Bereich von den unterbrochenen Leiterbahnen den Schutzlack runtergekratzt, bis das Kupfer der Leiterbahn frei liegt, und ich das verzinnen kann, um anschließend ein bischen Fädeldraht drauf zu löten, um die Lücken wieder zu schließen. Sowas habe ich schon hunderte Male gemacht, sogar bei PC-Mainboards die irgendjemand versemmelt hat. Doch hier, das sah ich heute zum allerersten Mal...

Nein, fotografieren kann ich es nicht, meine Spiegelreflex kann kein Makro. Und zwar habe ich den Lötkolben angemacht, Lötspitze verzinnt, und einmal über die Stelle drüber gestrichen, um das Kupfer zu verzinnen. Und was sehe ich???

Eine Blase im umliegenden Material, der Lötstopplack macht Blasen und hebt die Leiterbahnen an...!!!

Ich kriege die Kriese...

Ich werde wohl auf der anderen Seite entsoprechend Drähte ziehen, die die zwei Leiterbahnen komplett ersetzen.
Meine Beiträge waren immer "IMHO". Der Urlaub wird deutlich verlängert. Ich KANN wieder schreiben, aber ob ich das noch WILL?

Offline 1ST1

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Re: Whoaaa... Wasndaaaas! Falcon-Tastatur...
« Antwort #1 am: Fr 20.07.2012, 22:44:37 »
So, habe auf der Oberseite zwei dünne isolierte Drähte von D1 und D2 zu den jeweils gegenüberliegenden Drahtbrücken gezogen. Die Leiterbahn von D2 ist zwar nicht direkt betroffen, hat sich aber beim Erhitzen der Stelle mit angehoben. Sicher ist sicher. Die zweite unterbrochene Leiterbahn hatte leider kein Ende wo es wieder ein Lötauge gibt, so dass ich direkt die unterbrochene Stelle auf der Blase mit Fädeldraht schließen musste. Eine andere Stelle aufkratzen wollte ich nicht, das hätte eine weitere Blase ergeben.

Außerdem habe ich bei der Gelegenheit die Joystickports nachgelötet und eine kalte Lötstelle an der Power-LED gefunden. Also, wer mal ne flackernde Power-LED hat, das kann auch eine Ursache sein.

Insegsamt gehört derjenige, der das Design dieser Tastatur zu verantworten hat, und zwar sowohl vom Platinenlayout als auch vom Material, eins übergebraten. Platinenlayout deswegen, weil eine doppelseitig kupferkaschierte Platine verwendet wird, wo auf der Oberseite alles für eine Abschirmung verwendet wird. Und notwenige Verbindungen stattdessen per Drähen und auf der Unterseite mit endlosen Mäandern quer durch die Matrix hindurch hergestellt wurden, statt hierfür die Bestückungsseite (oben) für Signal-Leiterbahnen zu verwenden. So ein Mist hier habe ich noch nie gesehen.

Übrigens, die Bauteile für Caps-Lock sind im Layout nicht vorgesehen, also einfach einlöten reicht nicht.

So, jetzt kommt der entscheidende Moment, ich setze die Tastatur wieder zusammen...
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Offline 1ST1

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Re: Whoaaa... Wasndaaaas! Falcon-Tastatur...
« Antwort #2 am: Fr 20.07.2012, 23:04:23 »
Bingo, Tastatur geht wieder vollständig. :)
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Offline ToPeG

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Re: Whoaaa... Wasndaaaas! Falcon-Tastatur...
« Antwort #3 am: Fr 20.07.2012, 23:41:44 »
Bei Atari waren Knauserer. Durchkontaktierungen kosten Geld und wenn nur eine Seite geätzt werden muss ist es auch günstiger. Zudem hat Atari wenn möglich auf Hartpapier als Basis zurück gegriffen, da es günstiger ist.
Billiges Hartpapier kann Wasser ziehen und wenn man es dann erhitzt wird bläht es sich auf. In Röhrenradios hatte ich Platinen, die musste ich trocknen, damit sie wieder Funktionierten.