Autor Thema: Coldfire CPU  (Gelesen 5673 mal)

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Offline tost40

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Coldfire CPU
« am: Fr 17.11.2006, 09:53:33 »
Hallo,

laut
www.amiga-news.de/de/news/AN-2006-11-00085-DE.html
wird die Dragon Coldfire CPU-Karte für den Amiga 1200 Ende Dezember ausgeliefert.

Was für uns Atari-User interessant ist, sind die
Angaben zur Geschwindigkeit.
68K Software soll mit der Coldfire CPU im
Geschwindigkeitsbereich einer 68040 bis 68060 CPU
liegen. Nur speiziell compilierte Software kann die
CPU voll ausnutzen.

Das ist doch enttäuschend.

Wenn das so zutrifft befürchte ich, dass ein
Colfire-Rechner auch nur wenig mehr Leistung bringen wird als ein Falcon mit einer Centuro.

Ein Centurbo-Falcon bleibt wohl bis auf weiteres die
schnellste Tos-Hardware.

Gruss Martin
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guest1218

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Re: Coldfire CPU
« Antwort #1 am: Mo 20.11.2006, 13:24:46 »
Mal für nicht Atari Experten. Wie schnell ist das Ding denn jetzt? (Mhz)

Offline michschmi

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Re: Coldfire CPU
« Antwort #2 am: Mo 20.11.2006, 14:29:51 »
Hallo,

laut
www.amiga-news.de/de/news/AN-2006-11-00085-DE.html
wird die Dragon Coldfire CPU-Karte für den Amiga 1200 Ende Dezember ausgeliefert.

Was für uns Atari-User interessant ist, sind die
Angaben zur Geschwindigkeit.
68K Software soll mit der Coldfire CPU im
Geschwindigkeitsbereich einer 68040 bis 68060 CPU
liegen. Nur speiziell compilierte Software kann die
CPU voll ausnutzen.

Das ist doch enttäuschend.

Wenn das so zutrifft befürchte ich, dass ein
Colfire-Rechner auch nur wenig mehr Leistung bringen wird als ein Falcon mit einer Centuro.

Ein Centurbo-Falcon bleibt wohl bis auf weiteres die
schnellste Tos-Hardware.

Gruss Martin

Das war mir schon immer klar. Es ist doch so, dass der Coldfire deshalb benutzt werden sollte, weil zum einen der 680x0 von Motorola nicht mehr produziert werdenm sollte und zum anderen, weil er fast den kompletten 680x0-Befehlssatz versteht.
Aber: 680x0-Programme werden nur in einem Emulationsmode ausgeführt.

Dazu hatte ich seinerzeit mal ein Pdf-Dokument auf der Motorola-HP gefunden. Das habe ich aber gerade nicht griffbereit.

Rein von der MHZ-Zahl bringt es der fragliche Coldfire 4e auf 200MHZ, wobei es noch verschiedene Ausbaustufen gibt und die MHZ-Angabe dann variiert.

afalc060

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Re: Coldfire CPU
« Antwort #3 am: Mo 20.11.2006, 18:32:53 »
Zitat
In case of ColdFire processor, one cannot speak of emulation in the same way as in PPC processors. In case of ColdFire, only some instructions have to be emulated (just like it was with the 68060, when programs meant for lower 68k processors were executed on it). The speed of an application depends on how much (or if any at all) of such instructions it contains. In some 68k programs, there are a lot of them, other contain them only sporadicaly. So, one cannot say that programms written for 68k will work slower or faster than on 68060. Some of them will work slower, some faster. Applications compiled directly for MCF5475 will work many times faster than on 68060.

Offline michschmi

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Re: Coldfire CPU
« Antwort #4 am: Di 21.11.2006, 12:07:52 »
Zitat
In case of ColdFire processor, one cannot speak of emulation in the same way as in PPC processors. In case of ColdFire, only some instructions have to be emulated (just like it was with the 68060, when programs meant for lower 68k processors were executed on it). The speed of an application depends on how much (or if any at all) of such instructions it contains. In some 68k programs, there are a lot of them, other contain them only sporadicaly. So, one cannot say that programms written for 68k will work slower or faster than on 68060. Some of them will work slower, some faster. Applications compiled directly for MCF5475 will work many times faster than on 68060.
...und da liegt der Knackpunkt. Wer will das Gros der Atari-Programme, die immer noch sehr beliebt sind, aber selten im Quellcode vorliegen neu kompilieren. da muß schon Habarbeit angelegt werden und das ist mit den wenigen verbliebenen Programmierern wohl kaum zu schaffen. Und neue hinzugewinnen, wenn es BS gibt, wo das alles schon passiert ist und bereits Standards vorliegen, ist ziemlich schwer.

Ich hoffe, ihr versteht das nicht falsch. Ich möchte das nicht schlechtreden, ich betrachte es nur ganz realistisch.

Offline Uli

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Re: Coldfire CPU
« Antwort #5 am: Di 21.11.2006, 13:04:53 »
 :'( Leider hast Du völlig recht. Ich für meinen Teil bin allerdings froh, noch ein System zu haben, das halt so ist wie es ist, dessen Schwächen und Stärken ich kenne und wo ich keine Angst vor Problemen durch Updates haben muss. Warum nicht einfach Klassik Klassik sein lassen, sich über das Basteln freuen und die Gemeinschaft mit anderen Oldtimerfreunden ganz stressfrei geniessen.  :D

Gruss, Uli
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Offline michschmi

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Re: Coldfire CPU
« Antwort #6 am: Di 21.11.2006, 18:16:15 »
:'( Leider hast Du völlig recht. Ich für meinen Teil bin allerdings froh, noch ein System zu haben, das halt so ist wie es ist, dessen Schwächen und Stärken ich kenne und wo ich keine Angst vor Problemen durch Updates haben muss. Warum nicht einfach Klassik Klassik sein lassen, sich über das Basteln freuen und die Gemeinschaft mit anderen Oldtimerfreunden ganz stressfrei geniessen.  :D

Gruss, Uli

Hallo, Uli,

ich kann das Verlangen nach neuer HW schon verstehen. Die teile werden alt und lass nochmal 3-4 Jahre vergehen, dann ist ein Falcon bestenfalls bereits 17 Jahre alt. Und auch die Aussicht, dass Ersatzteile erhältlich sind, wird nunmal immer geringer... .

Früher habe ich auch mal so gedacht. Ich nutzte den Atari aber auch beruflich. Und als die dafür nötige Software (ein Einkommensteuer-Programm) nicht mehr fortgeführt wurde, war es mit dem Atari vorbei. Ich habe inzwischen den Stemulator. Und die Dinge, die ich noch mit dem Atari mache, gehen damit sehr gut...

Offline jens

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Re: Coldfire CPU
« Antwort #7 am: Di 21.11.2006, 23:30:00 »
Ich lese und poste hier gerade mal wieder mit dem FX-Falcon, aber ich habe im Hinterkopf, daß mein ein Ghz Dell Notebook und mein 400 Mhz PowerMac G3 einfach angenehmer wären.
Neue Hardware würde sich relativ erfrischend auf mich auswirken. ;D
Gruß, Jens
 
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DJBase

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Re: Coldfire CPU
« Antwort #8 am: Mi 07.02.2007, 03:30:01 »
Hallo,

lasst mich mal ein paar Worte dazu noch loswerden. Das Problem mit neuer Hardware ist die Emulation der alten bzw. dessen Software. Ansich keine große Sache, da die heutigen CPUs mehr als flott sind und die Atari Software sich mit wenig Resourcen begnügt. Der ColdFire ist ein Embedded Prozessor und nicht auf Desktop Leistung ausgelegt. Er ist in etwa zu 90% kompatibel zum alten 680x0-Prozessor. Alte Software kann daher sofern sie keine anderen Abhängigkeiten zu alter Hardware hat normalerweise problemlos genutzt werden. Fehlende Befehle/Modis können über eine Library emuliert werden. Wie schnell diese Emulation ist, hängt vom jeweiligen Programm selbst ab. Muß viel emuliert werden, so wird sich die Geschwindigkeit in Grenzen halten. Muß hingegen fast nichts emuliert werden, läuft die Software fast mit nativen Speed (in Fall des Dragon mit 266 MHz). Außerdem kann (neue) Software so compiliert werden, das sie zum einen auf 680x0 sowie auf ColdFire ohne irgendwelche Emulation läuft. Somit könnte man 680x0 und ColdFire User mit nur einem Compile unterstützen.

Es kommt noch hinzu, das das Dragon nicht nur aus einer neuen CPU besteht, sondern auch weitere Vorteile gegenüber alten Ataris hat, wie DDR-RAM Speicher sowie AGP und PCI Steckplätze. Es kann auch Standalone in handelsübliche ATX Gehäuse eingebaut werden. Das schöne beim ColdFire ist zudem die sehr niedrige Stromaufnahme und der wegfall jeglicher Kühlgeräte. Abschrecken könnte jedoch etwas der Preis von rund 400 Euro für CPU Karte und Board. Da wäre dann wiederum der andere Ansatz mit dem EFIKA Board, welches nur die Hälfte kostet, aber dafür knapp doppelt so schnell ist, besser. Allerdings gibt es hier dann Abstriche was RAM und Steckkarten angeht. Das wichtigste dabei ist, das man sich auf eine Plattform festlegt (x86, PPC oder ColdFire) und dann dafür gemeinsam ein neues TOS entwickelt.

Ein neues TOS sollte auch mehr sein als nur ein Linux-Kernel mit irgendeinem TOS-ähnlichem X-Windows. Gut, ich bin und war nie ein Atari User und kenne den Markt nicht, aber ich kann mir nicht vorstellen, das so eine mögliche "Zukunft" aussehen soll. Es sollte doch möglich sein ein paar Entwickler dafür begeistern zu können und den Anhängern eine neue Plattform zu erschließen. Auch im Amiga Bereich ist von einigen Entwicklern mit MorphOS ein neues AmigaOS-kompatibles und -ähnliches PowerPC Betriebssystem gelungen mit eigenem Kernel. Das sollte Euch Mut machen.


Anbei noch ein Link vom Hersteller des Dragon mit weiteren Infos, Bilder und Videos: http://www.elbox.com/news_04_12_17.html

Offline tuxie

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Re: Coldfire CPU
« Antwort #9 am: Mi 07.02.2007, 09:33:03 »
Hallo,

na das sieht ja schick aus, bekommt man das Board auch in Deutschland. Ein Coldire Tos ist ja so gut wie relisiert von dem Franzosen, ähhm ich komm nicht auf den namen. Er hat zumindest ein Evalution Boad vom Coldfire mit Tos 4.0? am laufen.

TSchau Ingo
Tschau Ingo


PC Intel i7 4820, 16gb quad @2400,Mac OS X El Capitan
http://tuxie.de http://hwbot.org/user/tuxie/

Offline jens

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Re: Coldfire CPU
« Antwort #10 am: Mi 07.02.2007, 09:37:51 »
Didier Méquignon.
Gruß, Jens
 
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DJBase

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Re: Coldfire CPU
« Antwort #11 am: Mi 07.02.2007, 10:36:14 »
Hallo,

na das sieht ja schick aus, bekommt man das Board auch in Deutschland. Ein Coldire Tos ist ja so gut wie relisiert von dem Franzosen, ähhm ich komm nicht auf den namen. Er hat zumindest ein Evalution Boad vom Coldfire mit Tos 4.0? am laufen.

Das Board ist noch nicht erhältlich, kann aber auch nicht mehr lange dauern, bis es soweit ist. Bestellen könnte man das Board in Deutschland dann z.B. über www.vesalia.de

Ich habe mir gerade das TOS-ColdFire Projekt angesehen und sieht für mich sehr vielversprechend aus.  Vielleicht ließe sich da schon etwas machen?