Autor Thema: Ersatzteile in Eigenherstellung  (Gelesen 706 mal)

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Offline jeloneal

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Ersatzteile in Eigenherstellung
« am: Sa 30.05.2020, 00:52:09 »
Als stolzer Besitzer eines 3D Druckers habe ich mich mal auf die Suche begeben, was es denn an nützlichen Ersatz- und Umbauteilen bereits als Vorlage zum drucken gibt.

Falls der eine oder andere auch noch ein paar Teile sucht, habe ich hier mal meine Sammlung verlinkt:

https://www.thingiverse.com/jeloneal/collections/atari-parts

Was sich bereits als sehr nützlich erwiesen hat sind die Tastaturstempel, die dort seit zwei Tagen verfügbar sind. Funktionieren hervorragend als Ersatz in einer alten 520ST Tastatur.

Habt ihr vielleicht auch schon eine kleine Sammlung an Druckvorlagen, dann teilt sie bitte hier!
Meine Ataris:
Mega 1 | Mega 1 (3MB) | Mega 2 | 3x 1040 STE (4MB) | 1040 STF | 1040 STFM | 3x 520ST | 2x Mega STE | Falcon 030

Offline SolderGirl

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Re: Ersatzteile in Eigenherstellung
« Antwort #1 am: Sa 30.05.2020, 01:08:11 »
Hier sind auch noch ein paar andere dabei:
https://www.thingiverse.com/groups/atari-st-parts/things
{PoFo 512kb RAM, 6,5 MHz, CF-Slot, 1MB SRAM Disk}
{520 STm 4MB, 2x CF-Cards, 2x HD-Floppy}
{Mega ST1 4MB, PAK68/2, µEiffel, VoFa ET4000}

Offline Arthur

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Re: Ersatzteile in Eigenherstellung
« Antwort #2 am: Sa 30.05.2020, 10:57:36 »
Eine gute Idee... doch wie sieht es mit der Haltbarkeit aus wenn die Teile teilweise so klein bzw. filigran sind?

Offline Lukas Frank

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Re: Ersatzteile in Eigenherstellung
« Antwort #3 am: Sa 30.05.2020, 12:32:15 »
Würde sagen je nach Material kann das sehr spröde sein.

Offline jeloneal

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Re: Ersatzteile in Eigenherstellung
« Antwort #4 am: Sa 30.05.2020, 15:19:16 »
Die Tastatur Stempel sind brauchbar. Sitzen ja in der engen Führung und die Belastung bei normalem tippen ist nicht sehr groß. Die kaputten, die ich ersetzt habe warnen wesentlich spröder mittlerweile und sind vermutlich auch deshalb gebrochen. Und falls doch mal einer bricht, einfach einen neuen drucken.
Meine Ataris:
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Offline neogain

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Re: Ersatzteile in Eigenherstellung
« Antwort #5 am: Sa 30.05.2020, 20:18:52 »
PLA als Standardfilament ist schon stabil, nur nicht Temperaturfest. ich habe mir mit PLA Filament auch einen Schaltknauf für den MX 5 gedruckt in 100% Materialstärke. Hielt ganz gut nur hat es sich verzogen, was den heißen Tagen geschuldet ist und man nunmal bei einem Cabrio auch das Dach offen hat. Aber der Schaltknauf ist immer noch heile, nur verzogen halt. Ansonsten gibt es noch PETG, ist temperaturfester ähnlich ABS Plastik. Man kann aber auch ABS drucken wenn man möchte. Ich persönlich mach das nicht gerne, weil das Zeugs bestialisch stinkt, jeder der mal versucht hat Plastik zu erhitzen, weiß was ich meine.

Kurzum, PETG ist die Wahl wenn es stabil sein soll, PLA tut es aber auch. Meine Joysticks sind auch in PLA gedruckt und halten immer noch.

Offline alers

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Re: Ersatzteile in Eigenherstellung
« Antwort #6 am: So 31.05.2020, 11:56:18 »
OK. Ich mußte leider für einen 260ST 3 Tastenstempel nachdrucken, die halten bis heute sauber, und ja, ich tippe darauf viel. Allerdings mußte ich die auch einzeln nachfeilen, da 3D-Drucker halt nicht wirklich gut was herstellen, wenn es um bewegliche Teile geht (Ist aber auch ein bekanntes Problem). Die Stempel habe ich hinterher für die Beweglichkeit auch mit Graphit einreiben müssen...Die Temperatur spielt dabei nur eine Rolle, wenn man es zig-mal pro sekunde bewegen würde, bzgl. Reibung, ist also bei einer Tastatur vernachlässigbar, da dort die genannten 60°C meist nicht erreicht werden.
Anders sah es bei einer Drehscheibe für ein FDD einer SF354 aus, das hat nach 2 Stunden Betrieb sich verformt.
CU AleX

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Offline Atariosimus

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Re: Ersatzteile in Eigenherstellung
« Antwort #7 am: So 31.05.2020, 13:48:35 »
@alers:  welchen Drucker hast Du und welche Software ist zu empfehlen?
Ein Bild von den Teilen wär nicht schlecht oder die Datei um so was nach zu drucken.
Mega STE 4 MB Rev. B / TOS 2.06 GER x 4 Betriebssysteme / FPU 68881 / Sony MPF 920 Floppy / GigaFile / Eiffel 1.10 / NEC MultiSync LCD 1970GX / SM 124 / PEACOCK Tastatur / CHERRY Maus M5400 / PARCP USB 421 / Mustek 105 Homescan / Lasermaus / Yamaha MU90R Tone Generator / QuickjoyTopStar / KAWAI MS720 / Junior Prommer V2.41 / Mega ST Tastatur / Blitz Floppy + Gotek / Midi 8031 / MCSWITCH VGA / GABI GAL Brenner / ESP8266 WLAN / Catridge Testmodul / 0391 Controller / SCSI2SD 3.5" to SD Card 1GB

Offline alers

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Re: Ersatzteile in Eigenherstellung
« Antwort #8 am: So 31.05.2020, 15:18:29 »
@alers:  welchen Drucker hast Du und welche Software ist zu empfehlen?
Ein Bild von den Teilen wär nicht schlecht oder die Datei um so was nach zu drucken.


Der 3D-Drucker ist ein Creality Ender 3, zum Designen nehme ich immer noch Tinkercad, was für meine Sachen vollkommen ausreicht und zum Slicen die Cura.


Nein kann ich nicht vorführen, da ich für Bilderkes nun definitiv weder meine Tastatur noch meine FDD auseinanderbauen werde, erkenne dabei auch nicht den Sinn.Habe mir die Stempel aber nicht aus einer Vorlage genommen, sondern mit meinem Meßschieber selber zusammengeklickt (Damals noch mit FreeCad, nun mit Tinker) da die Vorlagen die ich bisher gefunden hatte, eben nicht so genau waren.

Die in den beiden Links am Anfang des Posts sehen aber sehr gut aus, würde heutzutage die wohl nehmen.


Da mein Resin-Drucker (leider) immer noch nicht hier ist, sprich ich noch darauf warte, daß er ankommt, kann ich nicht sagen, wie gut die Oberfläche dann damit ist.Drucken mit nem 3D-Drucker werde ich solche Dinge aber nicht nochmal, da die Nachbearbeitungszeit beim herkömmlichen 3D-Drucker ggü einem Resin-Drucker mir deutlich zu hoch ist. Außerdem ist egal welches Fillament nicht wirklich super zum nachbearbeiten (Was auch klar ist).
CU AleX

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Offline Atariosimus

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Re: Ersatzteile in Eigenherstellung
« Antwort #9 am: So 31.05.2020, 17:43:26 »
https://m.all3dp.com/de/1/3d-slicer-software-3d-drucker/

OctoPrint als Slicer sieht ganz interessant aus, da viele Betriebssysteme unterstützt werden.

https://www.tinkercad.com/

Tinkercad als online Version.

Das man 2 x Software braucht um zum Druck zu kommen ist mir nicht bekannt gewesen.
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Offline alers

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Re: Ersatzteile in Eigenherstellung
« Antwort #10 am: So 31.05.2020, 20:47:38 »
https://www.tinkercad.com/
Tinkercad als online Version.
Gibt keine "Offline"-Version... Wüßte aber auch nicht, wo das Problem dabei sein sollte...
Das man 2 x Software braucht um zum Druck zu kommen ist mir nicht bekannt gewesen.
Naja, Du brauchst die Software, womit Du designest und einmal den so genannten Slicer, der Dir Deine *.STL-Dateien in ein brauchbares Druckformat umrechnet. Umso näher dort die Software an den zur Verfügung gestellten Drucker angelehnt ist, umso besser wird das Druckergebnis, wichtig ist dabei auch, daß der Slicer der teilweise Community_lastig ist (Wie Cura), denn dann ist die Chance sehr viel größer, daß Du auch wirklich alle Parameter des Druckers setzten kannst.


Von Octoprint habe ich zwar am Rand was mitbekommen, da ich aber mich eh auf Cura eingeschossen habe, und der Drucker hier eh nur dann druckt, wenn es notwendig ist, reicht mir das. Wie schon oben erwähnt, warte ich auf meinen Resin-Drucker, da nehme ich dann auch Cura, weil da das Profil des Resin-Druckers eingepflegt wurde.Tinkercad ist gerade für den Anfang super, und was mir am wichtigsten dabei ist, ist, es ist nicht kompliziert und ich bekomme schnell ein "WYSISWYG"-Ergebnis.Klar mir AutoCAD und Co kann man sicherlich viel mehr machen, aber für mich nicht interessant.
CU AleX

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Offline jeloneal

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Re: Ersatzteile in Eigenherstellung
« Antwort #11 am: So 31.05.2020, 22:40:02 »
Octoprint ist eher ein Printserver mit vielen Plugins der es erlaubt den Drucker per App oder Netzwerk zu steuern und überwachen. Gibt aber eben auch ein slicing plugin, das auf Cura basiert dafür.
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Offline neogain

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Re: Ersatzteile in Eigenherstellung
« Antwort #12 am: Mo 01.06.2020, 22:00:15 »
Octoprint ist eher ein Printserver mit vielen Plugins der es erlaubt den Drucker per App oder Netzwerk zu steuern und überwachen. Gibt aber eben auch ein slicing plugin, das auf Cura basiert dafür.

Genau. Auf octoprint zu slicen macht eh keinen Spass. Man muss auch bedenken, dass der Pi wenig Rechenleistung hat. Am PC mit Cura slicen, auf den Pi mit octoprint übertragen und läuft. Nutze octoprint sehr gerne, weil ich so auch Mal  im Wohnzimmer nachschauen kann, was der Drucker so treibt. Also octoprint ist schon zu empfehlen.