Autor Thema: Für Windows: Software zum automatischen Entpacken von .ST Images gesucht  (Gelesen 323 mal)

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Offline dbsys

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Wie in der Überschrift zu erkennen:

Ich suche eine Software, die in der Lage ist, eine Sammlung von .ST Images in einem Batch automatisch zu entpacken und in entsprechende Ordner zu speichern. Gibt es so etwas?

Hintergrund: Die ST-Computer PD Sammlung unter http://downloads.atari-home.de/Public_Domain/Serie_ST-Computer/ liegt größtenteils nur als .ST Images vor. Für mich ist das ein Ärgernis, weil der von mir genutzte MSA Converter in Version 2.1 nur das umständliche manuelle Auspacken beherrscht. Bei annähernd 900 ST.Images ist es ein Ding der Unmöglichkeit, alle Images auszupacken und anschließend als .ZIP Dateien wieder abzulegen. Da ist man ja Monate beschäftigt...

Ich habe mir auch die Software FloImg 1.02 angeschaut, aber die packt nur auf Floppydisks aus, die anschließend nicht mit dem Diskettenlaufwerk im Windows PC auslesbar sind.

Schönen Dank für Hinweise und Tips!
...aber bitte beim Thema bleiben...  ;)
« Letzte Änderung: Sa 16.02.2019, 18:23:50 von dbsys »

Offline 1ST1

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FloIMG kann auch die Dateien auf dem PC auspacken, aber auch das ist umständlich, bei 900 Disks nicht zu bewältigen. So eine in Ordnern ausgepackte Variante der PD-Disks wäre auch für mich interessant.
Meine Beiträge waren immer "IMHO". Der Urlaub wird deutlich verlängert. Ich KANN wieder schreiben, aber ob ich das noch WILL?

Offline czietz

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Sofern das .ST-Image ein ganz normales FAT-Dateisystem beinhaltet -- bei manchen Spielen ist das nicht der Fall -- funktioniert mcopy aus dem mtools-Paket: https://www.gnu.org/software/mtools/. Die Windows-Version ist schwer zu finden (falls man nicht selbst compilieren will), daher angehängt.

Syntax:
mcopy -spmi disk.st :: ziel

Packt disk.st in den Ordner ziel aus. Drumherum noch eine Batchdatei mit einer FOR-Schleife und schon lassen sich 900 Images in 900 Ordner entpacken.

Offline dbsys

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Sofern das .ST-Image ein ganz normales FAT-Dateisystem beinhaltet -- bei manchen Spielen ist das nicht der Fall -- funktioniert mcopy aus dem mtools-Paket: https://www.gnu.org/software/mtools/. Die Windows-Version ist schwer zu finden (falls man nicht selbst compilieren will), daher angehängt.

Syntax:
mcopy -spmi disk.st :: ziel

Packt disk.st in den Ordner ziel aus. Drumherum noch eine Batchdatei mit einer FOR-Schleife und schon lassen sich 900 Images in 900 Ordner entpacken.

Vielen Dank. Das klingt vielversprechend.
Ob ich das mit der Batchdatei hinkriege? Da bin ich mir nicht sicher. Schauen wir mal...

Offline 1ST1

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Die Windows-Version ist schwer zu finden (falls man nicht selbst compilieren will), daher angehängt.

Wer ein Windows 10 Pro hat, kann einfach das Linux-Subsystem nachinstallieren, und darin dann Ubuntu oder Debian nutzen. Für alles an der Konsole geht das, grafische Sachen werden momentan noch nicht unterstützt. Ich teste momentan damit NFS-Exports auf meinem Windows-Server, MiNT kann schonmal zugreifen, ohne die bisherigen Einschränkungen die ich mit anderen NFS-Servern für Windows bisher hatte. mcopy dürfte da auch lauffähig sein.

Auf ein Problem könnte man aber bei dem Vorhaben stoßen: Unter Windows sind bestimmte Dateinamen  nicht zulässig, oder sogar einzelne Zeichen, z.B. das "+", was leider manchmal in Atari-Dateinamen vorkommt, solche Sachen bekommt man dann unter Windows nicht ausgepackt. Ich musste deswegen schon ein paar Disketten auf dem ST auspacken, weil sie auf dem PC verfälscht wurden.
« Letzte Änderung: So 17.02.2019, 10:25:35 von 1ST1 »
Meine Beiträge waren immer "IMHO". Der Urlaub wird deutlich verlängert. Ich KANN wieder schreiben, aber ob ich das noch WILL?

Offline czietz

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Vielen Dank. Das klingt vielversprechend.
Ob ich das mit der Batchdatei hinkriege? Da bin ich mir nicht sicher. Schauen wir mal...

Code: (stextract.bat) [Auswählen]
for %%n in (*.st) do (
  mkdir "%%~nn"
  mcopy -spmi "%%n" :: "%%~nn"
)

Legt für jede ST-Datei im aktuellen Ordner einen Unterordner an, der genauso heißt (bis auf die Endung .st) und entpackt die Datei dann in den Unterordner. Datum und Attribute (versteckt, schreibgeschützt etc.) der entpackten Dateien werden erhalten. (mcopy.exe muss sich natürlich entweder im PATH oder im aktuellen Ordner befinden.)

Auf ein Problem könnte man aber bei dem Vorhaben stoßen: Unter Windows sind bestimmte Dateinamen  nicht zulässig, oder sogar einzelne Zeichen, z.B. das "+", was leider manchmal in Atari-Dateinamen vorkommt, solche Sachen bekommt man dann unter Windows nicht ausgepackt.

Ein "+" im Dateinamen ist kein Problem unter Windows. Aber klar, wenn eine Datei z.B. "nul" oder "prn" heißt, hat man ein Problem.
« Letzte Änderung: So 17.02.2019, 17:08:46 von czietz »

Offline 1ST1

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Ok, "+" war ein schlechtes Beispiel, aber versuche das mal mit einem "&". ~ " # % & * : < > ? / \ { | }.
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Offline Thorsten Otto

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Aber klar, wenn eine Datei z.B. "nul" oder "prn" heißt, hat man ein Problem.

Das Problem hätte man dann auf einem Atari allerdings auch, und wohl auch schon beim erstellen der Images, von daher ist es wohl unwahrscheinlich, daß solche Dateinamen vorkommen. Aber es stimmt schon, GEMDOS auf dem Atari lässt ein paar Zeichen in Dateinamen zu, die auf DOS/Windows zu Problemen führen. Mögliche Abhilfe: cygwin installieren, und die Dateien dort entpacken. Preisfrage ist natürlich was man dann mit solchen problematischen Dateien macht. Man kann sie zwar umbenennen, aber ob die Programme, die danach suchen, dann noch funktionieren ist eine andere Frage.

Offline 1ST1

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Da Cygwin im Windows Dateisystem arbeitet, ist das auch keine Lösung.
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Offline Thorsten Otto

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Doch, ist es, weil cygwin lediglich die NT-Kernel Funktionen für Dateioperationen benutzt, und daher nicht den Einschränkungen von Windows unterliegt.

Offline Arthur

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  • Mein Atari erinnert mich an die gute alte Zeit..
Bei annähernd 900 ST.Images ist es ein Ding der Unmöglichkeit, alle Images auszupacken und anschließend als .ZIP Dateien wieder abzulegen. Da ist man ja Monate beschäftigt...

Sind doch überwiegend *.msa oder hab ich mich verguckt?

Offline Arthur

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  • Mein Atari erinnert mich an die gute alte Zeit..
Mit dem MSA-Converter 2.1 lassen sich die MSA-Dateien in einem Rutsch nach *.ST Convertieren.