Autor Thema: MU90R von Yamaha  (Gelesen 708 mal)

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Offline Atariosimus

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MU90R von Yamaha
« am: So 30.09.2018, 15:58:17 »
Konnte an einen Yamaha MU90R Synthesizer kommen inklusive eines Racks.
Einfach genial das Teil. Da könnte man sogar noch vieles so reparieren.
Die Flachbandkabel können zur Not auch leicht repariert werden statt Folien
wie sie oft üblich sind.

Offizielle Manuals gibt es hier:
https://de.yamaha.com/de/support/manuals/index.html?l=de&c=music_production&k=mu90r

Ein Blick ins Innere zeigte die CR2450 Knopfzelle (3V Lithium Batterie, 570 mAh)
(Teilenummer im Yamaha Handbuch: VS246400). Durchmesser 24,5 mm und Höhe 5 mm.
Alternative Bezeichnungen: CR 2450, DL2450, BR2450, CR2450N.

Die Caps sind ausnahmlos im 85° Grad Bereich. Sehen alle noch gut aus.
Ob die jedoch nach ca. 23 Jahren vertrocknet sind war nicht festzustellen.
« Letzte Änderung: Mi 26.12.2018, 14:01:42 von Atariosimus »
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Offline Atariosimus

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Re: MU90R von Yamaha
« Antwort #1 am: Sa 06.10.2018, 16:49:43 »
In dem Rack wäre noch Platz für ein Gerät mit den gleichen Dimensionen
wie die MU90R.

Hat jemand eine sinnvolle Idee was man da noch einsetzen könnte?

Der Sound ist jedenfalls super, fühl mich bei einigen Midi Stücken komplett
in die 90er versetzt. Sollte eine Poplegende zufällig mal
zu Besuch kommen könnte der gleich loslegen ohne Band  :D
« Letzte Änderung: Mi 26.12.2018, 11:02:09 von Atariosimus »
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Offline Thomas24

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Re: MU90R von Yamaha
« Antwort #2 am: Fr 11.01.2019, 23:10:54 »
Nabend,

kommt auf den Klang an, den Du brauchst. Den MU90R hab ich auch. Als weiteren GM/GS-Expander kann ich Dir z.B. den Korg 03R/W empfehlen. Der kann (nicht nur per ROM-Karten) aber auch ganz andere Klänge; in den „Combinations“. Falls Du mal watt ganz andreas an Klängen hören möchtest, dann zieh die damaligen EMU-Expander in Betracht. Prophet, Orbit u.a. EMU verwendete damals schon spezielle Filter, die bis dahin unbekannte Klänge ermöglichten. Von Yamaha und EMU weit weg empfinde ich den Klang des Roland D110, den ich auch hatte. Als wenn man von 16 auf 8 Bit zurückschraubt. Aber die eben nicht optimalen Klänge passten hier und da sehr gut. Der D110 war der erste Synth / Expander überhaupt, der Demosongs seiner Klänge intus hatte.

Klangdemos aller o.g. Geräte findest Du wahrscheinlich im Netz. Wenn nicht, dann müsste ich mal meine damaligen Aufnahmen der Demos (auf Cassette) durchsuchen.

Ich habe hier auch noch eine CD, die fast alle Demos enthält, die Synthesizer damals so von sich gaben. Diese habe ich mal für die KEYBOARDS zusammengestellt. Dabei hat mich ein langjähriger Bekannter sehr gut unterstützt. Darf nicht unerwähnt bleiben, da er auch Atari-Fan ist. Aber nicht nur deswegen… Auf der CD sind auch Demos enthalten, die es damals nur auf (der Zeitschrift beiliegenden) Klangfolie (sowas wie eine biegsame Schallplatte) gab. Kopieren dieser CD erlaubt ? Ich weiss nicht; ist lang her…

Wenn Du mit meinen Infos watt anfangen kannst, dann freut mich das. Wenn nicht: schade. Macht aber nix; irgentwer kann mit irgentwas immer etwas anfangen…

GreetinX, Thomas

Offline Atariosimus

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Re: MU90R von Yamaha
« Antwort #3 am: Fr 18.01.2019, 12:25:41 »
Danke für Deine super Ausführungen.

Welche Sampler kann man denn so empfehlen? Die erzeugen die Töne ja etwas anders.

Es gibt von Akai ja einiges. Am besten wäre es auch aus dem selben Zeitfenster wie die Synthesizer
was zu bekommen. Welche wurden denn damals hauptsächlich eingesetzt?
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Offline Thomas24

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Re: MU90R von Yamaha
« Antwort #4 am: Sa 19.01.2019, 19:33:16 »
Anders erzeugen Sampler Klänge prinzipiell nicht. Bei „ROMplern“ (MU 90 u.a. Modulen) sind die Wellenformen vorgegeben, Sinus, Rechteck, Dreieck, was auch immer, danach folgen die dem Modell eigenen Nachbearbeitungsmöglichkeiten. Bei Samplern bestimmst Du die Wellenform, was die Vielfalt  natürlich nahezu unendlich macht. Mit einem Sampler bist Du eben nicht auf von Yamaha, Roland usw… vorgegebenen Wellenformen angwiesen. Brauchst Du für deine Musik eine quietschende Tür, eine schnurrende Katze, prasselnden Regen, nimmst Du das mit dem Sampler auf. Oder Du singst selbst ein „laaa“ in verschiedenen Tonhöhen ein und kannst dann Deine Stimme per MIDI spielen. Und zwar in verschiedenen Tonhöhen gleichzeitig  :)

Empfehlen kann ich alle und keinen Sampler. Es kommt auch hier auf Deine Vorlieben an. Grundsätzlich klingen alle Sampler gleich, wenn du das Gleiche sampelst, also digitalisierst und die Geräte die gleichen technischen Daten haben, also z.B. 16 bit / 44,1 kHz. Natürlich gibt es je nach Wandler auch Unterschiede. Akai-Geräte haben weniger Bearbeitungs-Möglichkeiten, die in Richtung synthetische Klänge gehen. EMUs dagegen bieten sehr viel mehr, allerdings ist hier die Bedienung teilweise unübersichtlich, besonders bei nachgerüsteten Effekt-Boards (E-Serie 4, 64, 5000, 6400 usw.). Die Modelle mit 4stelliger Typenbezeichnung haben übrigens das bessere Display. Ein kleiner ESI 32 bzw. 4000 ist evt. preiswert zu haben. EMUs konnten mit Einzelausgängen nachgerüstet werden. Die E-Serie hat SCSI und IDE wie ein Falcon. An günstigen SCSI-Kram zu kommen könnte schwierig sein (ich hätte noch CD-Laufwerke); möglicherweise läuft statt IDE auch eine CF-Karte ? Wär mal interessant.

Insgesamt weiss ich nicht, ob es sinnvoll ist, sich solche Hardware hinzustellen. Eigentlich kann doch jeder Rechner Klänge digitalisieren und mit entsprechenden Programmen auch nachbearbeiten, womit ich mich allerdings nie beschäftigt habe. Beliebig lange Stereo-Samples konnte ja damals schon der Falcon per MIDI-Notenbefehl abspielen, aber eben nur das Sample, also ohne Echtzeitfunktionen wie Filter- oder Lautstärke-Hüllkurven (VCF, VCA). Ich habe mir damals einen Korg DSS1 Sampling-Synth (mit Atari-Editor) gekauft. Der kann einerseits sampeln, andererseits mit tollen Nachbearbeitungs-Möglichkeiten wie ein Synth klingen. Er hat nur 12 Bit, die auf 6 Bit reduziert werden können, was sehr interessant klingen kann, hat nur 8 Sekunden Speicher bei 32 kHz, was oft reicht. Denn ein Klang wird ja durch Loops beliebig verlängert. Ich hatte auch mal den DSM1, der den 4-fachen Speicher hat. Allerdings fehlt ihm ein resonanzfähiger Filter, was ihn als Synth nahezu unbrauchbar macht. Mit 16 Einzelausgängen ist er jedoch super als Drum-Expander geeignet.

Disketten-Laufwerke bei Samplern können durch Gotek-Geräte ersetzt werden oder damals an den EMUs durch SyQuest oder IOMEGA-Geräte. Speichererweiterungen wurden damals mit 30- oder 72-Pin-Simms gemacht (Akai und EMU, andere weiss ich nicht). Wenn Du Samples nachbearbeiten willst, dann nimm ein Modell, das sich mit ZeroX versteht. Hier können Klänge blitzschnell per SCSI übertragen werden. Darf der Sampler nur 1 HE haben ? Da gab es mal ein Modell von Roland. Nicht so oft wie Akai und EMU sind mir Modelle von Dynacord, Ensoniq oder Yamaha begegnet. Tja, ich könnt noch mehr schreiben, aber in erster Linie musst Du wissen, ob Du einfach nur digitalisierte Klänge oder auch eine synthartige Nachbearbeitung brauchst.

Offline Atariosimus

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Re: MU90R von Yamaha
« Antwort #5 am: Di 22.01.2019, 08:28:42 »
Danke für die umfangreichen Erläuterungen. Bin kein Musiker aber mich interessieren
die ganzen Geräte und deren Funktion. Ich lasse gerne mal Midi über den Synthi laufen
und bin ganz begeistert wie schön sich das anhört.
Der Unterschied zwischen Sampler und Synthesizer
ist mir jetzt klar geworden.  ;D
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Online Baert

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Re: MU90R von Yamaha
« Antwort #6 am: Mi 23.01.2019, 22:58:52 »
Ja, ich finde auch, der Sound hat etwas ganz eigenes.
Leider hat man viel zu wenig Zeit dafür, aber es ist dennoch
ein Genuß :)
mfG, Baert
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