Autor Thema: 5V intern abzwacken für den ACSI2STM beim 1040STE  (Gelesen 323 mal)

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Online X-Ray

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Ich habe mir Gedanken gemacht, wo ich die benötigten 5V für das ACSI2STM am STE entnehmen könnte, damit ich kein externes Netzteil mehr dafür benötige. Vorteil ja auch, es schaltet sich mit dem Rechner ein und aus.
Der ROM-Port ist bereits belegt mit einer Hydra Netzwerkkarte, also sowas wie NetUSBee nur ohne USB.
Dachte ich, was ist denn mit den Extended Joystick Ports vom STE? Entwickelte daraufhin einen Stecker mit USB Anschluss und ja, das funktioniert.
Allerdings erfuhr ich nun, das dieser Port nur 50-100mA abgibt und der ACSI2STM mehr als das doppelte benötigen könnte. Je mehr ich recherchierte, desto unterschiedliche Angaben fand ich.
Dann dachte ich, bauste halt eine USB-Buchse an die Hydra, aber auch da fand ich Angaben, dass der ROM-Port nur um die 200mA abgibt und Hydra + ACSI2STM zusammen weit darüber liegen.
Ja was denn nun?

Jetzt überlege ich, intern zwei Kabel vom FDD oder Netzteil direkt durch die Extended Joystick Ports nach außen zu legen, mir dann eine Kappe mit USB-Anschluss zu entwickeln und diese einfach darüber klippe. Löcher ins Gehäuse kommen nicht in Frage und mit so einer Kappe sehe das doch Ok aus.
Das Netzteil vom STE soll auf 5V 3A liefern können, welche auch dem FDD zur Verfügung gestellt werden.

Hmmm....was stimmt denn nun? Gibt es irgendwo verlässliche Quellen, insbesondere was der ACSI2STM an Ampere ziehen kann? Ist der Extended Joystick Port wirklich so schwach was das angeht?



Offline anpera

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Re: 5V intern abzwacken für den ACSI2STM beim 1040STE
« Antwort #1 am: Gestern um 02:56:29 »
Der Weg, den Strom direkt vom Netzteil zu nehmen, scheint mir der Beste zu sein.

Du könntest auf Pin 14 vom Printerport die 5V nach außen legen, wie das beim Amiga 500 der Fall ist. Atari-kompatible Hardware nutzt diesen Pin 14 nicht, er liegt nicht auf Masse, und das AutoFeed-Signal, das Centronics-PC-Drucker an Pin 14 eventuell erwarten, hat ebenfalls 5V. Es geht also nichts kaputt. Klappt natürlich nur, wenn der Printerport bei dir noch frei ist.

(Bei den meisten meiner Ataris habe ich auf Pin 14 des Printerports 5V gelegt. Das schafft Kompatibilität zu Amiga500-Cartridges für den Parallel-Port ;) )

Meinen SD4STs lag immer ein USB-Adapter für den ROM-Port bei (nur Stromversorgung), von daher gehe ich davon aus, dass der ROM-Port genug Saft zumindest für den SD4ST liefert. Ich betreibe aber auch einen ACSI2STM (1 SD-Karte) problemlos über so einen Adapter.
Klar, wenn im ROM-Port schon was steckt, dürfte es leistungsmäßig eng werden.

NetUSBee ist zur Versorgung ungeeignet, da die USB-Ports erst nach Laden des Treibers aktiv sind.

Offline Tante Ju

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Re: 5V intern abzwacken für den ACSI2STM beim 1040STE
« Antwort #2 am: Gestern um 08:34:00 »
Ich würde mit einer "Y" Leitung am Laufwerk abgreifen ...

Offline neualtuser

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Re: 5V intern abzwacken für den ACSI2STM beim 1040STE
« Antwort #3 am: Gestern um 10:05:05 »
Moin
Hier:
https://mikrosk.github.io/doitarchive/doit_st/0f0602.htm
Als erster Ansatz...
Es kann nicht schaden bei der Gelegenheit das Netzteil zu überprüfen, falls noch nicht geschehen.

Edith... Mein 555ziegster
« Letzte Änderung: Gestern um 10:06:49 von neualtuser »
/TT-VME/ Rhotron Umbau

P.s. Leider gibt es hier einen Phantasielosen User der eine Verwechselung hervorruft.
Nicht Täuschen lassen !

Online X-Ray

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Re: 5V intern abzwacken für den ACSI2STM beim 1040STE
« Antwort #4 am: Heute um 00:38:11 »
Sitze ich heute da und entwickle gerade eine Kappe für den Joystickport, und dann lese ich das hier mit dem Pin 14 vom Printerport. Geniale Idee, danke dafür.

Also Plan Änderung.
DB25 Stecker und Gehäuse habe ich genug hier, allerdings gefiel mir das so nicht.
Deshalb habe ich ein Gehäuse in kürzerer Bauweise und mit seitlichen Ausgang der USB-Buchse selber entwickelt und mit dem 3D-Drucker ausgedruckt.
Die Buchse stammt aus einem billig USB-Ladegerät für den 12V Zigarettenanzünder im Auto, die habe ich mitsamt einem Stück Platine herausgesägt. Stecker ist also somit fertig
Ich muss mal schauen ob ich später noch eine Sicherung einbaue. Dachte da an eine rückstellbare PPTC Sicherungen, so etwa 800mA.

Die Idee mit dem Y-Kabel zum abgreifen der 5V von der Floppy hatte ich auch schon, allerdings finde ich kein passendes Kabel in meinem Fundus. Da werde ich morgen selber etwas herstellen.
« Letzte Änderung: Heute um 00:49:15 von X-Ray »

Offline TPAU

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Re: 5V intern abzwacken für den ACSI2STM beim 1040STE
« Antwort #5 am: Heute um 01:05:22 »
Na das ist doch eine wirklich coole Lösung! Sieht top aus!  8)

Meine Mini-Ultrasatan hat für 5V einen Extra Lötpunkt, wo man einen Pin einlöten kann.
Da ich ein Gotek im STE habe konnte ich mit einer Standard-Teststrippe mit Buchse auf jeder Seite, die 5V rausbringen (Foto 1).

Beim STF hab ich das letztes Jahr auch gemacht. Hat zwar auch ein Gotek drin, aber da hab ich mir die 5V von der Platine abgegriffen (Foto 2).
Das funktioniert dort mit TOS 1.04 problemlos, aber Emu-TOS (hab Dual-TOS Eproms) "ignoriert" den Auto-Ordner und startet einfach in den Desktop ohne alles.
Erst wenn ich ein externes USB-Netzteil anschließe funktioniert auch Emu-TOS zuverlässig mit Auto-Ordner laden.

Aber nun genug OT... ;)

Offline dbsys

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Re: 5V intern abzwacken für den ACSI2STM beim 1040STE
« Antwort #6 am: Heute um 11:18:20 »

DB25 Stecker und Gehäuse habe ich genug hier, allerdings gefiel mir das so nicht.
Deshalb habe ich ein Gehäuse in kürzerer Bauweise und mit seitlichen Ausgang der USB-Buchse selber entwickelt und mit dem 3D-Drucker ausgedruckt.
Die Buchse stammt aus einem billig USB-Ladegerät für den 12V Zigarettenanzünder im Auto, die habe ich mitsamt einem Stück Platine herausgesägt. Stecker ist also somit fertig
Ich muss mal schauen ob ich später noch eine Sicherung einbaue. Dachte da an eine rückstellbare PPTC Sicherungen, so etwa 800mA.

Die Idee mit dem Y-Kabel zum abgreifen der 5V von der Floppy hatte ich auch schon, allerdings finde ich kein passendes Kabel in meinem Fundus. Da werde ich morgen selber etwas herstellen.

Das ist toll geworden! Ich gratuliere.



Offline Tante Ju

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Re: 5V intern abzwacken für den ACSI2STM beim 1040STE
« Antwort #7 am: Heute um 12:26:07 »
...

NetUSBee ist zur Versorgung ungeeignet, da die USB-Ports erst nach Laden des Treibers aktiv sind.
Auch die Powerleitungen des USB? Das halte ich für unlogisch ...
Trotzdem halte auch ich es für zu gewagt, hier noch zusätzlich Strom für andere Erweiterungen abzuzocken - siehe den von @neualtuser verlinkten Artikel zum ROMPort!

Offline anpera

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Re: 5V intern abzwacken für den ACSI2STM beim 1040STE
« Antwort #8 am: Heute um 12:57:07 »
Sieht wirklich toll aus. Richtig professionell. Respekt :)
Zitat
Auch die Powerleitungen des USB? Das halte ich für unlogisch ...
NetUSBee hat zum Schutz des ROM-Ports einen optionalen (default: AUS) Überlastungsschutz für die USB-Ports, der per Treiber aktiviert wird. Genauer gesagt durch das Vorhandensein oder Fehlen einer Datei NETUSBEE.OCP im Root-Verzeichnis. Unlogisch wäre es, wenn der Schutz beim Einschalten erst mal generell nicht funktioniert, bis auf diese Datei geprüft wurde.
D.h. die Stromversorgung der USB-Ports kommt beim NetUSBee tatsächlich erst, wenn der Treiber geladen und die Prüfung auf diese Datei stattgefunden hat. ;)

Offline czietz

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Re: 5V intern abzwacken für den ACSI2STM beim 1040STE
« Antwort #9 am: Heute um 13:19:00 »
NetUSBee hat zum Schutz des ROM-Ports einen optionalen (default: AUS) Überlastungsschutz für die USB-Ports, der per Treiber aktiviert wird.

Standardmäßig ist der Überstromschutz übrigens deshalb "AUS", weil er bei vielen NetUSBee nicht richtig funktioniert. Manch ein User hat sich so schon die je nach Atari-Modell vorhandene Sicherung für den ROM-Port auf dem Mainboard zerschossen.

PS / OT: Die Thunderstorm-USB-Produkte haben einen funktionierenden Überstromschutz.

Offline simonsunnyboy

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Re: 5V intern abzwacken für den ACSI2STM beim 1040STE
« Antwort #10 am: Heute um 13:47:00 »
...

NetUSBee ist zur Versorgung ungeeignet, da die USB-Ports erst nach Laden des Treibers aktiv sind.
Auch die Powerleitungen des USB? Das halte ich für unlogisch ...
Trotzdem halte auch ich es für zu gewagt, hier noch zusätzlich Strom für andere Erweiterungen abzuzocken - siehe den von @neualtuser verlinkten Artikel zum ROMPort!

Ich habe am USB Port der Netusbee ohne Probleme einen HxC Floppyemulator Rev. C laufen gehabt.
Der hatte ohne Treiber Spannung als der ST anging. Das war mit meinem alten 520STM.

*EDIT* Die Netusbee war das alte gewinkelte Modell aus der ersten Serie.
« Letzte Änderung: Heute um 13:48:32 von simonsunnyboy »
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Offline anpera

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Re: 5V intern abzwacken für den ACSI2STM beim 1040STE
« Antwort #11 am: Heute um 14:57:44 »
@czietz
Wie heißt es so schön? "Der schlechteste Virenschutz ist der, auf den man sich verlässt". Das gilt so ähnlich wohl auch für Überlastschutzschaltungen. Man sollte sein Glück nie herausfordern.

Die offizielle Begründung dafür, dass die Over Current Protection (OCP) per Default AUS ist, ist übrigens, dass im Original-Design einer der beiden USB-Ports bei aktivierter OCP dauerhaft deaktiviert wird, also nicht funktioniert. Je nach Hersteller soll das aber angepasst worden sein. Bei meinen beiden NetUSBees scheint das Problem nicht zu bestehen.

@simonsunnyboy
Dazu kann ich nichts sagen. Bei meinem relativ neuen Modell gibts erst Saft, wenn der Treiber geladen ist.
NetUSBee Startup

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Re: 5V intern abzwacken für den ACSI2STM beim 1040STE
« Antwort #12 am: Heute um 18:08:36 »
@TPAU
Der Griff an deinem Mini-Ultrasatan ist ja mal originell. :-D

Habe heute weiter gemacht und als erstes das Gehäuse noch ein wenig erweitert. Wollte doch noch ein dritte Schraube anbringen können weil das hinten einen Spalt hatte.
Dabei bemerkte ich, dass ich die Masse an Pin 1 angelötet hatte, dort ist aber keine Masse. K.A. woher ich das gestern hatte, Masse liegt nun auf Pin 25.

Dann den STE zerlegt und geschaut, wie ich das Kabel verlegen kann. Blöd ist, PIN 14 ist am Printer-Port nur von unten zu erreichen. Komplett unten wollte ich das Kabel aber nicht legen, also geschaut wo es einen Weg nach unten gibt. Neben dem ACSI-Port ist ein Spalt, wo es nun runter geht und von dort dann wenige Zentimeter weiter zu PIN 14. Oben angelötet ist es an den 5V vom Floppy Kabel auf dem Mainboard, dieser PIN ist direkt mit dem Netzteil verbunden. Auf dem Bild sieht man mein verlegtes Kabel.

Nach dem Zusammenbau alles getestet. Funktioniert!