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Auch wenn es höchstens anekdotische Evidenz hat, habe ich die Unterstützung von ROM-Steckmodulen (cartridges) eingebaut. Programmtechnisch war das sehr einfach. Ich wollte auch noch etwas mit dem MIME-Zeugs spielen und habe dabei auch etwas gelernt.
Was ich nicht hingekriegt habe, und das Schweigen der Spezifikation ist hier wundersam im Einklang mit dem Fehlen von Beispielen, ja sogar mit der Nichtexistenz jeglicher Nachfragen, ist eine Kombination aus Merkmalen. Also was will ich eigentlich? Die Datei muß (a) am Anfang die magischen Werte haben, und sie muß (b) eine Länge von 128k+4 haben und muß (c) die Dateiendung .stc haben. Das wollte noch niemand. Jemals ever. Im Ergebnis werden jetzt alle Dateien erkannt, die (a) die magischen Werte haben oder (b) die Dateiendung ".stc". Das ist suboptimal.
Für den Zugriff kann man den ROMDRVR.PRG nehmen, der aber nur eine mangelhafte Teilmenge der DOS-Aufrufe unterstützt, insbesondere fehlen die neueren D***dir()-Funktionen. Im übrigen gehört sowas auch in den Kernel oder den Emulator, wenn man es ernsthaft verwenden wollte. Folglich sieht man das ROM nur per Fsfirst()/next(), also z.B. von MCMD aus. Es ist halt ein Hack. Oder Spielerei.
Auch wenn es vermutlich keine einzige ROM-Cartridge gibt, die irgendeinen praktischen Nutzen hat, so hat man dann wenigstens jetzt ein buntes Bildchen. Ich denke, daß Hatari die .stc-Dateien unterstützt, auch wenn ich es nicht ausprobiert habe.