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Hardware => Hardware (Classic 16-/32-Bit) => Thema gestartet von: Stephan L. am Fr 03.07.2020, 19:32:08

Titel: Mein kleiner STE
Beitrag von: Stephan L. am Fr 03.07.2020, 19:32:08
Hi Leute,

der Ein oder Andere hatte sich ja nun schon recht ausführlich im Neuvorstellungsthread ausgetauscht. Danke erst einmal dafür.

Gleichwohl soll dort geklärt alles werden, was ja auch Sinn ergibt, da man dort sonst irgendwann gar nix mehr findet, denk ich. Als alter Forenuser hab ich natürlich vollstes Verständnis dafür und daher kommt jetzt hier mein kleiner Umbauthread.

Heute kam erfreulicherweise der ROM Satz mit den beiden TOS 2.06 Chips.

Als allererstes habe ich diese zunächst in den Eprombrenner getan und die Datensätze runter gezogen. Der LO Chip war dabei ein Standard 27C010A von Texas Instruments. Soweit so nett. Der Hi Chip ist von ST (27C1001) und lies sich zwar auslesen, allerdings hat die Brennersoftware etwas gemeckert, weil ein Interrupt nicht wie erwartet reagiert hat oder so. Daher weis ich nicht, ob letzterer Datensatz sauber ausgelesen wurde. Wer die Datensätze haben mag um sie sich vlt selbst zu brennen, möge laut HIER rufen ;-).

Nungut, das nur nebenbei. Der eigentliche Zweck des TOS ist natürlich deren Betrieb im STE. Also fix die Lötstation gespitzt und los ging es. Die Eproms sind beim ST ja schon gesockelt, das Umstecken war daher sehr einfach. Die beiden 0 Ohm Brückenwiderstände habe ich ausgelötet und durch Stifte ersetzt. So kann man nun einfach Jumpern, falls man doch noch einmal andere Baustein herein setzen will.

Im Begrüßungsthread wurde mehrfach das EmuTos angesprochen. Da ich noch keinen Plan darüber habe, will ichs nur erwähnen, dass ich es sehr wohl aufgenommen habe.

Kurze Aktion, kurzer Test. Das Betriebssystem fährt normal hoch. Dabei wird der Arbeitsspeicher hochgezählt, so wie es sein soll. Alles schick. Was mir dabei dann direkt ins Auge fiel, ich habe doch tatsächlich die 4MB Ram aus dem alten PC, den ich mal vor Ewigkeiten ausprobiert habe, noch drinnen.

Kein Wunder, dass die Spiele teils nicht wollten, wie sie sollten, ich dachte schon, der GLUE hätte Kontaktprobleme. Aber nein, alles gut. Tja und genau die Spiele, bei denen er gemeckert hatte (2 Bomben) hab ich dann nochmal geladen, z.B. Nebulus. Und siehe da, es läuft. Toller Erfolg für mich.

Ja, der Desktop bietet jetzt ein paar Möglichkeiten mehr. Das ist schön.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Stephan L. am Fr 03.07.2020, 19:40:37
Soviel erstmal dazu. Wohin soll die Reise gehen?

Ich habe mir überlegt, dass ich den Atari nochmal aufhübschen möchte. Im Vorstellungsthread hatte ich 2 Varianten erwähnt. Die erste Variante ist der Tower, die zweite Variante das alte ST Gehäuse. Da das Gehäuse aber vor sich hinbröselt, wird es eher der Tower werden.

Ich will den Atari vor allem zum Zocken als Nostalgiespielzeug nutzen. Eine Nutzung in Anwendungsumgebung strebe ich nicht an. Früher habe ich die Midischnittstellen gern genutzt, um daran mein uraltes, inzwischen entsorgtes Keyboard, anzuschließen. Das hat sich aber erledigt.
Also ein reiner Spielerechner.

Ich möchte also einen Tower nutzen, der dann nicht nur die Serieninnereien des Atari bekommen soll, sondern noch so dieses und jenes, was heutzutage auf dem Markt ist und Sinn ergibt.

Zunächst wäre ein Massenspeicher toll, ausserdem eben der Anschluß an einen TFT.

Dazu wurde mir schon der NEC 1790 (wars glaube ich) genannt, den es sehr günstig in der Bucht gibt.

Zwischenzeitlich ist auch schon ein alter Quickjoy 2 Turbo Joystick eingetroffen, so dass man der Zockerei wieder frönen kann.

Nur mit der Maus habe ich noch Probleme. Ich habe mir das PS2 Adapter zugelegt, welches am Atari eine PS2 Maus ermöglichen soll. Leider hat die Maus, die ich auch direkt geordert hatte, wohl einen defekt, denn sie funktioniert nicht, weder am Atari, noch an einem anderen Rechner, den ich fürs Chiptuning nutze, und der noch einen PS2 Anschluß besitzt.

Ich denke, mein Ziel wird ersteinmal sein, ein CosmoEX zu ergattern, damit ich den Gedanken des Towers auch umsetzen kann. Sprich externe Tastatur, dann per USB und externe Maus. Joystickemulation muß man mal sehen, kann aber dann vlt auch noch direkt angeschlossen werden.

Der Tower soll dann auch äußerlich schick werden, aber erstmal muß die Technik funktionieren.

Was meint ihr so zu dem Plan?
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Lukas Frank am Fr 03.07.2020, 19:44:14
Als Spiele und Demo Maschine ist ein TOS 1.62 wohl ein wenig besser.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: neogain am Fr 03.07.2020, 20:33:51
NEC 1970 NXp, nicht den 1790! Die 17 Zöller können keine LOW und MED Auflösungen für den Atari. Ansonsten bin mal gespannt, wie du den STe herrichtest
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Stephan L. am Fr 03.07.2020, 20:40:58
Danke für die Richtigstellung.

Bin erstmal 2 Wochen im Strand. Danach gehts iwann weiter.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: alers am Sa 04.07.2020, 08:45:06
Bin erstmal 2 Wochen im Strand. Danach gehts iwann weiter.
IM Strand? Wow... Also "Einbuddel-Boot-Camp" ? ;-)Neee Scherz beiseite, dann wünsche ich Dir mal nen schönen und erholsamen Urlaub...
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Stephan L. am Sa 04.07.2020, 10:36:25
Dankeschön. Naja, Jahresurlaub halt an der Ostsee. Wird bestimmt voll dort dieses Jahr.mal guggen.

Ich erwähne es ja nur deshalb, weil ichs doof finde, wenn Leute in Foren Dinge ankündigen und dann ewig nix weiter kommt.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Stephan L. am Do 16.07.2020, 17:27:21
Moin,

Nach durchwachsenem Wetter wieder back at home. Kann also weiter gehen. Rückmeldung seitens CosmosEx gibts überhaupt nicht. Offenbar sind dort entweder alle tot, im Urlaub oder auf ignore mode. Schade.

Also ich möchte im irgendeiner Form einen Massenspeicher am Rechner. Bin mir immer noch unschlüssig, was ich favourisiere. Es sollte bootfähig sein und idealerweise am PC bespielt werden können. Was nimmt man da als einfache Lösung? Doch am ehesten Ultrasatan?
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Lukas Frank am Do 16.07.2020, 17:41:07
UltraSatan ...

Da gibt es einen speziellen Treiber von ppera., mit dem ist das SD Medium PC kompatibel auf allen Partitionen und man kann problemlos Daten austauschen. Oder mit HDDriver die zweite SD Karte mit einer Partition maximal 512kB groß TOS/Windows kompatibel einrichten und darüber Daten austauschen. Die erste SD Karte nutzt man dann ausschliesslich mit dem Atari.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Thorsten Otto am Do 16.07.2020, 17:55:52
512K ? Das würde ich aber nicht gerade Massenspeicher nennen *g*
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Lukas Frank am Do 16.07.2020, 18:25:21
512MB wäre richtig
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Stephan L. am Do 16.07.2020, 18:58:45
Danke.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: TPAU am Do 16.07.2020, 20:09:42
Wenn der Massenspeicher ausschließlich am STE (also an nur einem Atari) betrieben werden soll, wäre die Micro-Ultrasatan (https://lotharek.pl/productdetail.php?id=258) 'ne Überlegung wert.
Micro-SD Karten, kompakter, (fast) keine Kabel.
Das "fast" deshalb, weil man 5V aus dem ST braucht und an einen Anschluss auf der Platine gehen muss.
Ich hab's steckbar gelöst mit Pin auf der Platine und Buchse am Kabel.
Alternativ geht auch Micro-USB Netzteil.

Da relativ empfindliche Platine, sollte man die Micro-Ultrasatan (aka "Ultrasatan MINI") möglichst selten, besser nie, zwischen den Ataris wechseln.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Stephan L. am Do 16.07.2020, 21:44:49
Hallo TPAU,

Micro Ultrasatan hatte ich noch gar nicht auf dem Schirm.

Also ich habe sowieso nur einen einzigen 1040 STE und habe auch nicht vor, mir noch einen zweiten Rechner von Atari zuzulegen. Es ist reine Nostalgie. Daher bleibt der Massenspeicher sowieso an dem einen Rechner.

Ich erwähnte es bisher ja schon, mein Gehäuse bröselt vor sich hin. Habe es inzwischen zwar geklebt, aber das ist keine Dauerlösung. Der Plan ist also ein altes AT oder ATX Big Tower Gehäuse mit angepasster Rückseite. Ich denke, für mich kommt am ehesten der normale Ultrasatan in Betracht. Ich würde das Gerät dann gerne in der Art eines Floppy Laufwerkes von vorne zugänglich einsetzen und auch die anderen Anschlüsse aus dem Gehäuse führen, so dass man sie in der Art eines PC zugänglich hat.

Interessant wäre natürlich auch eine USB Option, wie sie der CosmosEx bieten würde. Bzw die Möglichkeit USB Keyboard oder dergleichen anschließen zu können. Dann müßte ich mir nicht extra ein Gehäuse für das Atari Keybord bauen. Auch die anderen Sachen wie VGA Ausgang möchte ich dann so realisieren, dass hinten direkt ein VGA Kabel dran ran kommt. Big Tower bieten ja reichlich Platz für alle Ideen.

Als Netzteil hatte ich anstatt des Atari Netzteils, vlt auch parallel dazu, über ein normales altes AT Netzteil nachgedacht. Ich vermute aber, im Parallelbetrieb zweier Netzteile würde es vermutlich zu Potentialproblemen kommen können? Ich weis einfach nur nicht, ob das Atari Netzteil ausreichend Saft liefert, um auch noch mehr Spielereien an diesem Seriennetzteil zu betreiben.
 
Also zusammen gefasst:
Variante 1: Das 1040er Seriennetzteil für alles nutzen und es einfach im Tower Gehäuse unterbringen, verkabeln, fertig.
Variante 2: AT(X) Netzteil und dieses als Stromlieferanten für den Atari und die Zusatzgeräte nutzen
Variante 3: Das Netzteil des Atari im Tower unterbringen und damit den Atari versorgen. Parallel dazu ein kleines AT(X) Netzteil einbauen um alle Zusatzgeräte zu versorgen. (Potentialausgleichsprobleme?)

Bisher alles nur so Überlegungen. Ich weis noch weder, ob das so Sinn ergibt noch wie lang die einzelnen Kabel sein dürften, ohne die es Probleme mit Datenverlust etc gibt.

Gibt's/Gab es eigentlich jemals Geräte, die man an die "Extended Joystick Ports" anschließen kann/konnte, die der STE links am Gehäuse hat (2x15pol)?




Zwischenzeitlich kamen auch noch 1 Satz 1MB RAM hier an und ein TOS 1.62 ist auf dem Weg.
Ich würde irgendwie gerne eine Lösung finden um mittels Umschaltoption die 4MB RAM bzw 1MB RAM zu betrieben, weils mit den 4MB doch bei manchen Spielen Abstürze gibt. Fürs TOS gibt's ja schon Umschaltplatinenbausätze (bei mir dann 2.06 umschaltbar auf 1.62 oder 1.06). Gibt's sowas für den RAM auch? Bin ich hier total auf dem Holzweg mit der Überlegung?
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Lukas Frank am Do 16.07.2020, 22:28:06
Frage mal @Lynxman wegen dem Ram aber ich vermute du musst MAD9 zum Combo (MMU/GLUE) Baustein über einen Schalter trennen und gleichzeitig über den gleichen Schalter die MAD9 Seite zu den Ram Bausteinen auf Masse legen. Aber auf keinen Fall MAD9 vom Combo sonst ist der sofort kaputt und der Rechner für die Tonne. Schaue dir mal den Schaltplan zum STE an ...
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Lynxman am Do 16.07.2020, 23:08:19
Ein 74F125 in die MAD9 einbauen.
Schalter an Masse und über 4,7K an 5V.

Bei Bedarf kann ich am WE einen Schaltplan zeichnen.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Stephan L. am Do 16.07.2020, 23:15:16
Macht euch noch keinen Aufwand Leute,. Ich denk ja erstmal nur darüber nach.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Stephan L. am Fr 17.07.2020, 17:33:52
Ultrasatan ist geordert. Bin gespannt. Dazu gleich die dort angebotene 16Gb Karte mit irgendwelcher Software drauf. Hätte ich das alles doch schon 1991 gehabt...
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: TPAU am Fr 17.07.2020, 23:53:19
Gibt's/Gab es eigentlich jemals Geräte, die man an die "Extended Joystick Ports" anschließen kann/konnte, die der STE links am Gehäuse hat (2x15pol)?
Ausser die Gamepads vom Jaguar wüsste ich da nichts.
Muss aber afaik vom Spiel unterstützt werden.

Hab's damals in den 90ern mal mit meinem Falcon ausprobiert, da gibt's ein bis zwei Spiele.
Wie es beim STE aussieht... :-\
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Stephan L. am Sa 18.07.2020, 00:38:34
Joa, schade das Atari dies nicht weiter verfolgt hat. Hatte damals immer gehofft, dass man iwann PC Joysticks daran nutzen könnte, also die damals 15poligen mit Drehpotis in den  Achsen. Gabs ja leider nie für den Atari.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: gh-baden am Sa 18.07.2020, 01:29:43
Gibt's/Gab es eigentlich jemals Geräte, die man an die "Extended Joystick Ports" anschließen kann/konnte, die der STE links am Gehäuse hat (2x15pol)?

Ein SD-Karten-Adapter als Massenspeicher (https://www.youtube.com/watch?v=08pmNwewuSg&feature=youtu.be).
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Stephan L. am Sa 18.07.2020, 17:23:57
Gibt's/Gab es eigentlich jemals Geräte, die man an die "Extended Joystick Ports" anschließen kann/konnte, die der STE links am Gehäuse hat (2x15pol)?

Ein SD-Karten-Adapter als Massenspeicher (https://www.youtube.com/watch?v=08pmNwewuSg&feature=youtu.be).

Danke für die Info.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: eto am So 19.07.2020, 22:40:47
Am STE konnte man recht simpel einen Adapter löten um 2 Joysticks pro 15pol Anschluss anzuschließen. Damit konnte man dann 6 Joysticks insgesamt anschließen.

Dynabusters von TSCC hat das genutzt und ist eine Mordsgaudi.

Ansonsten habe ich nie was mitbekommen, was man da anschließen konnte.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Stephan L. am So 19.07.2020, 23:03:39
Auch cool. Wobei ich kein Spiel für den Atari kennen gelernt habe, bei dem gleichzeitig mehr als 2 Leute zocken konnten.

Schön wäre sowas wie die heutigen Hotas Systeme gewesen. Eine rudimentäre Ausführung  hätte damals ja gereicht. Um damit etwa sowas wie Elite 2 Frontier spielen zu können.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Stephan L. am Mi 22.07.2020, 16:54:26
Heute kam der "neue" Monitor. Nec 1970 NXp mit der Post. Mal schauen, wann VGA Adapter und Co da sind.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: TPAU am Mi 22.07.2020, 20:00:22
Guter Monitor für die Ataris, hab selbst zwei davon! ;D
In der e-Bucht gibt es sogar noch die NEC Soundbar (https://www.ebay.de/itm/NEC-MultiSync-sound-bar-70-Lautsprecher-Weis-fur-NEC-MultiSync-LCD-Display-NEU/192277230678?epid=1405256826&hash=item2cc49db456:g:lJUAAOSwBjdaCFi7) für diese Monitor-Serie, neu.
Klingt ganz ok, man darf natürlich keine Wunder erwarten. Für's Atari-Gequäke allemal ausreichend.

Nur kurz angerissen: Als erstes wenn der ST per VGA angeschlossen ist, die "automatische Einstellung" auswählen. Damit wird das Bild schon mal grob zentriert. Die restliche Zentrierung mit den entsprechenden Einstellfunktionen vornehmen.
Auch wenn das Desktop-(Farb-)Bild dann gut aussehen sollte... als Test mal die B.I.G.-Demo von TEX laden. Die deckt Kontrastprobleme (ich wette die wirst du anfangs haben) gnadenlos auf. Sie sollte ungefähr so (https://flic.kr/p/2ejGU47) aussehen!
Alles weitere in meinem Video (https://youtu.be/eIYaxxkeNTs).
Jedenfalls erstaunlich wie gut der NEC das Atari-Bild durch diese im Video gezeigte "automatischer Kontrast"-Funktion zurechtbiegt!
Beim Video-capturing per VGA (über OSSC, HDMI) hatte ich am PC exakt das gleiche Kontrast-Problem.
Erst nachdem ich je einen 100 Ohm Widerstand vor die RGB-Pins des VGA-Steckers gelötet hatte, ist das Bild ok!
Der NEC 1970 ist also quasi "unschuldig" und gibt das fehlerhafte Atari-Bild erstmal so weiter, wie er es bekommt.

Während die Bildgeometrie in monochrom ok ist, ist das Farbbild auf dem NEC leider vertikal etwas gestreckt. Sieht man im Video gut im direkten Vergleich zur Röhre, wo unterhalb der Laufschrift noch ein halbes TEX-Logo zu sehen sein sollte.
Aber ansonsten bin ich zufrieden mit den 1970NXP! :)
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Stephan L. am Mi 22.07.2020, 22:36:01
Danke für die Tips.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Stephan L. am Sa 25.07.2020, 14:36:18
Heute kamen die nächsten Dinge mit der Post.

Dabei waren ein Ultrasatan im Gehäuse von Lotharek, dazu dessen 16Gb Flashkarte mit Software drauf.
Weiterhin kamen von Gossuin ein DMA Kabel, ein Eiffel und ein VGA Adapter an.

Natürlich habe ich gleich mal mit den Dingen etwas herum probiert. Das Ultrasatan läuft mit dem DMA Kabel vom Olivier direkt ohne weitere Probleme. Auf der Flashcard von Lotharek sind, glaube ich, so ziemlich alle Spiele für den Atari drauf, die man so in den diversen Sammlungen findet von 0001xyz bis zzzz. Ich habe erstmal nur einen Überblick darüber bekommen, was da so alles drauf ist. Erinnert stark an die Automatation Sammlung, ist aber nicht diese, sondern einzeln.
Weiterhin habe ich bisher Kobold als Kopierprogramm gesehen. Was sonst noch alles drauf ist, habe ich noch nicht überblicken können.

Der VGA Adapter von Olivier harmoniert ganz gut mit dem NEC Monitor.  Allerdings gibt es deutliche Streifen von oben nach unten. Wahrscheinlich lässt sich das nicht vermeiden? Na ich muß mich erst einmal damit beschäftigen.

Den Eiffel Adapter habe ich noch nicht ausprobiert. Wenn ich den Atari irgendwann in ein PC Gehäuse baue, dann soll der zum Einsatz kommen. Alex hatte mir nahe gelegt, dieses gleich noch mit zu kaufen.
Ist sicherlich sinnvoll, man kann alles auf PS2 Basis anschließen und parallel, nehme ich mal an, noch 2 Joysticks?
Erfreulicherweise ist auch an diesem Modell für den STE inzwischen ein Display dran. Was man darauf sieht... ich bin gespannt.

Derzeit nutze ich ein Micromys V5 mit einer Logitechmaus. Herzlichen Dank dafür an Jens Schoenfeld.

Gibt es ein empfehlenswertes Lautsprechersystem für den STE? Man könnte ja die Chinchbuchen nutzen oder vom VGA Adapter den Klinkenstecker. Die NEC Soundbar werde ich erstmal auf dem Schirm behalten. Vlt finde ich ja eine.
Was bringt einem eigentlich der Jumper für DMA Sound? Das raffe ich irgendwie nicht.

Tja, ein BigTower Gehäuse ist zwischenzeitlich auch eingetroffen. Es ist auf AT Basis und sieht eigentlich ziemlich schick aus. Da lohnt sich das von mir angedachte umlackieren eigentlich gar nicht.

Ich bin immer wieder ganz erstaunt, wie sehr man modernere Technik in den Atari stecken kann.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: TPAU am Sa 25.07.2020, 23:41:18
Zur Ultrasatan:
Weiß nicht, ob das ein spezielles Problem meiner Micro-Ultrasatan in Kombination mit meinem STE ist, aber grössere (auch wenige, bestimmte) Dateimengen kann ich nur zuverlässig mit Kobold (3.5) und verify kopieren!
Übers GEM-Desktop Datei-Fenster hab ich bei einigen Ordnern/Dateien Probleme, dass sie schlicht nicht kopiert werden, meist reproduzierbar!
Mit Kobold klappt das komischerweise.
Solltest du mal beobachten und Quelle und Ziel nebeneinander in zwei Fenstern vergleichen, ob wirklich alles kopiert wurde.

Zum VGA-Adapter:
Streifen in Monochrom oder Farbe? Hast du die "Automatische Einstellung" (ich meine nicht "Automatischer Kontrast" an dieser Stelle!) am NEC probiert? Überhaupt haben die Einstellungen teils deutlichen Einfluss auf die vertikalen Streifen ('ne Art Sync-Feinjustierung).
Kann aber auch am Gossuin-Adapter liegen. Meine da schonmal was gelesen zu haben. :-\

Vergiss den Klinken-Ausgang am VGA-Adapter beim STE! Da kommt nur Mono raus.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Stephan L. am So 26.07.2020, 10:07:01
Danke für den Hinweis zum Ultrasatan. Muss ich mir dann mal ansehen.

Zum VGA Adapter:
Die Streifen sind nur im Farbbild da. Monochrom ist einwandfrei. Vlt ist es so, wie Du es mit den 100Ohm Widerständen beschrieben hast.

Ich habe am NEC das Menü über die Schalter probiert mit der automatischen Positionierung. Damit lief das Bild immer erst einmal nach oben und dann nach unten und wurde dann leicht aussermittig nach unten hin fixiert.
Ich habe es dann mittig geschoben. Irgendwie kommt derzeit immer mal wieder eine Anzeige ins Bild, auf der die Auflösung eingeblendet steht. Allerdings steht dann auch dabei, dass die Auflösung 640x200 beträgt und die optimale Auflösung sei. Denke da passt etwas noch nicht. Jedenfalls muss die Meldung dann jedes mal weg gedrückt werden. Das stört noch.

Automatischen Kontrast hab ich noch nicht ausprobiert.
Das Bild war etwas in die Länge gezogen und mittig etwas gequetscht, wie von Dir beschrieben. Die Schrift, speziell in der mittleren Auflösung, war dabei auf dem Desktop kaum lesbar, weil die Buchstaben gequetscht wurden. Ich habe versucht, die Bildeinstellung in der Höhe einzupegeln, was ganz gut ging. allerdings kann man nur in jeweils eine Richtung strecken, richtig? Nicht in beide. Ich meine damit, man muß das Bild ausleveln lassen und kann es dann jeweils nach unten glaub ich und insgesamt links an den Rand schieben. Anschießend z.B. nach rechts strecken. Will nur sagen, einfach mittig positionieren und dann in alle Richtungen weg strecken, das geht leider nicht. Aber ist auch nicht schlimm.

Jedenfalls hab ich das Bild auf die maximale Breite gezogen und damit scheint es halbwegs geometrisch korrekt zu sein.

Die vertikalen Streifen sind so in 2 verschiedenen , naja, ich sag mal Grautönen und vlt jeweils 5mm breit. Die sind vor allem dann sichtbar, wenn das Bild in der normalen Desktopeinstellung steht, also mit "halb durchlässigem" Hintergrund. Stellt man es auf massiv und, z.b. blau, dann ist das Problem kaum noch sichtbar.

Im Grund sind das ja Kleinigkeiten.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Count am So 26.07.2020, 12:56:29
Fünf Millimeter??  :o
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: TPAU am So 26.07.2020, 14:25:24
Jedenfalls hab ich das Bild auf die maximale Breite gezogen und damit scheint es halbwegs geometrisch korrekt zu sein.
Hört sich an, als wenn du jetzt eine Art gezoomtes Bild hast. Also was vertikal gestreckt ist, mit H-size ausgleichen.
Also fehlt dir jetzt oben/unten und links/rechts was vom Bild?

Rechts/links sollten die weissen Balken so gerade eben den Rand berühren. Oben/unten würde ich als Kompromiss beidseitig etwas rausschieben, damit sowohl oben als auch unten was fehlt. :-\

Was ist das für 'ne Auflösungs-Anzeige, die bei dir ab und zu kommt? Vom Monitor?
Hört sich nach 'nem Sync-Problem an.

Die 100-150 Ohm Widerstände sind nur für dieses Kontrast-Problem gedacht und dürften keinen Einfluß auf die vertikalen Streifen haben.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Stephan L. am So 26.07.2020, 14:29:58
Mir wurde gerade berichtet, dass auf dem VGA Adapter von Olivier schon Widerstände drauf sind. Ich hatte gesehen, dass Drehpotis drin sind. Passt also. Denke ich werde da auch nix dran verdrehen.

Ich versuche mal ein Bild zu machen.

Alers meinte schon, dass die Streifen vlt mit dem verwendeten Monitorkabel zusammenhängen, weil zu lang (1,5m) und nicht ausreichend geschirmt.

Hier kann man das mit den Streifen sehen, die Meldung mit der Auflösung kam gerade nicht. Vlt hat es quch einfach damit zu tun, dass der Monitor die 320x200 in 1280x1024 darstellt.

Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Stephan L. am So 26.07.2020, 14:52:01
In Medium sind die Linien natürlich nur halb so breit. Wobei mir die mittlere Auflösung eigentlich auch nicht so wichtig ist, ich nutze eigentlich eher monochrome und low.

In der mittleren Auflösung ist es so maximal breit gezogen. Von der Höhe her müsste man es noch etwas runter drücken, damit Kreise z.b. wirklich rund sind.

Ja, denke ich werd das so nach und nach in dem Griff bekommen. Wie gesagt. Mit blauem Hintergrund sieht man es eh kaum.

Im Bild ist die Auflösungsanzeige, die dann und wann kommt. Kann man abschalten. Hab ich gerade rausgefunden. Jedenfalls steht da dann manchmal 640x200 im Display. Das hatte mich etwas verwundert.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Stephan L. am So 26.07.2020, 14:57:22
Auf jeden Fall kann man wieder schön zocken. Sound kommt auch noch.

Die Soundbar müsste mam vlt noch mit nem kleinem Sub kombinieren konnen. Dann klingt die bestimmt akzeptabel.

Jedenfalls lief gestern mal ne Runde Xenon 2 The Megablast, gefolgt von einem kleinen Ausflug nach Lave und Tionistla in meiner Cobra MK3 (Elite).
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: jeloneal am So 26.07.2020, 15:50:53
Was die Streifen angeht: ich hatte die auch. Vor allem in ST HIGH sind die ja sehr präsent auf meinem Mega STE zu sehen gewesen. Ich hab dann mal den Fix von Exxos hier (https://www.exxoshost.co.uk/atari/last/VIDEOFIX/index.htm) probiert, da ich die dort eigentlich zu fixenden Schatten hatte. Erstaunlicherweise hat das die Streifen bei High komplett entfernt und auch in Farbe ist kaum noch was zu sehen.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Stephan L. am So 26.07.2020, 15:58:55
Ok, danke. Das kann man ja recht simpel mal testen. :-).
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: jeloneal am So 26.07.2020, 16:03:04
Dieses Ghosting kann man auf deinem Boot Screen auch leicht sehen. Das sollte dadurch auf alle Fälle gefixt werden.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Stephan L. am So 26.07.2020, 16:08:10
Jetzt wo Du es sagst, seh ich es auch. Vorher fiel es mir gar nicht auf. Ich werde das mal angehen.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: czietz am So 26.07.2020, 16:30:24
Zumindest in meinem 1040STE und meinem MegaSTE kommen die vertikalen Streifen in ST-High schon so aus dem Shifter heraus, wegen Ground-Bounce. Da kann man durch externe Kondensatoren nicht viel ausrichten - diese "Exxos-Fixe" hatte ich erfolglos ausprobiert. Das einzige, was etwas half, war eine digitale Aufbereitung des Signals. Ich habe kürzlich das letzte meiner Boards mit dieser Aufbereitung (https://forum.atari-home.de/index.php?action=dlattach;topic=13248.0;attach=22922;image) an einen 1040STE-Nutzer verschenkt und bei ihm sind die Streifen (nochmal: es geht hier um ST-High!) damit komplett verschwunden.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: jeloneal am So 26.07.2020, 16:33:10
@czietz hast du eine Anleitung zum Bau dieser Boards? Würde ich gern mal ausprobieren.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: czietz am So 26.07.2020, 17:00:44
@czietz hast du eine Anleitung zum Bau dieser Boards? Würde ich gern mal ausprobieren.

Aber wenn die Streifen in ST-High bei Dir mit Exxos' Fix (der ja eigentlich nur auf die Farbsignale einen Einfluss haben kann) doch weg sind? Nun ja, falls Du mit Eagle und der Bestellung/Fertigung von PCBs vertraut bist, ich habe gerade das Projekt dort veröffentlicht:
https://forum.atari-home.de/index.php/topic,13248.msg251298.html#msg251298
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: jeloneal am So 26.07.2020, 18:01:24
Danke. Hab noch ein paar andere Patienten, da würde ich das gern mal testen.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Stephan L. am Mo 27.07.2020, 16:05:15
Danke für die Hinweise
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Atariosimus am Fr 07.08.2020, 19:39:53
Eine Frage zur Soundbar.

Könnte man damit auch normal Fernsehen zusammen mit einem Satelittenreceiver?
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: jeloneal am Fr 07.08.2020, 19:58:31
Das Ding hat einen 3,5mm Klinkeneingang. Du kannst also alles anschließen, was du da sinnvoll adaptiert bekommst.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: Atariosimus am Sa 08.08.2020, 14:44:37
...leider ist bei mir keine Möglichkeit eines Klinkensteckers am Bildschirm vorhanden.

Liegt wohl daran, dass ich einen 1970GX habe. Der Händler hat auch nicht diesen Typ
für die Soundbar  in seiner Liste erwähnt.
Titel: Re: Mein kleiner STE
Beitrag von: TPAU am So 09.08.2020, 20:17:43
Hat der NEC 1970GX nicht den auf dem Foto zu sehenden Anschluss (der weisse Stecker neben dem Netzkabel, 4-polig oder so)? Das ist die Stromversorgung für die Soundbar.

Der Klinkenstecker (Ton-Eingang) kommt in die Soundbar, nicht in den Monitor!
Auf dem Foto der schwarze Stecker unten an der Soundbar. Der Soundbar liegt ein weisses 3,5mm Stereo-Klinkenkabel bei, eine Seite gerader Stecker, die andere Seite ein gewinkelter.
Dein SAT-Receiver wird doch wohl irgendwie 'nen adaptierbaren Ton-Ausgang haben, oder? ;)

edit: hier (http://ixbtlabs.com/articles2/monitor/nec1970gx.html) ist der erwähnte Anschluss neben dem Netzanschluss zu sehen, also sollte die Soundbar auch am GX zu betreiben und zu montieren sein.