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Hardware => Hardware (Classic 16-/32-Bit) => Thema gestartet von: guest401 am Di 14.10.2003, 14:39:09

Titel: Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: guest401 am Di 14.10.2003, 14:39:09
Hallo,

auf eBay tauchen häufig Ataris mit AT-once-PC-Emulator auf, diese reichen vom 8-MHz-286 bis zum 16-MHz-386SX;

Aber gibt es neben dem Kultfaktor eigentlich
irgendeinen Grund, die Emu zu nutzen? Ich meine, gibt es irgendein Programm, das auf dem 286 läuft und das es so nicht für den Atari gibt?
Und wie sieht es allgemein mit Software aus, die für 286er/386er gedacht ist? Kompatibilitätsprobleme?
Win3 soll ja auf dem 386SX laufen - aber ist es außer einem Oho! zu irgendwas zu benutzen?

Gruß Alex
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: jens am Di 14.10.2003, 15:22:49
Hallo Alex,
ich denke, daß die Benutzung eines At-Emus nur eine Spielerei sein kann.
Win 3.1 läuft übrigens auch auf dem 286er.
Was interessant wäre, ist, Gem für PC's auf der Kiste laufen zu lassen. Das war ja für alte Rechner ausgelegt. Ich habe es mir gerade gestern heruntergeladen, um damit dann herumprobieren zu können. Aber ich habe wenig Hoffnung, daß es auf einer relativ aktuellen (P3/850...na gut - veralteten...) DOSe noch läuft.
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: Marcus am Di 14.10.2003, 23:02:25
Also ich würde mir meinen guten alten ST nicht mit einer PC Emu Karte ausbremsen, wer wirklich noch mit 286/386 arbeiten will bekommt die Dinger auch so hinterher geschmissen.
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: SchwedeII am Mi 15.10.2003, 01:27:38
Zitat
Win 3.1 läuft übrigens auch auf dem 286er.


Jupp, das ist erst mal Grundsätzlich richtig, dabei muss der 286 aber seine vollen 2MB RAM ausschöpfen. Bsp.: ich hatte mal nen AT-Speed, der war auf meinem STe 2MB RAM aufgesttöpselt. War ohne Einschränkungen fahrtauglich. Allerdings: Das BIOS wurde im RAM emuliert, Win 3.1 lief nicht. Erst eine Erweiterung des RAM btachte die Lösung. 1MB xms, 640 MB RAM der Rest fürs BIOS. So sahs damals aus.
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: jens am Mi 15.10.2003, 12:21:32
Also ich würde mir meinen guten alten ST nicht mit einer PC Emu Karte ausbremsen

Du bremst den Rechner ja nicht aus, sondern Du nutzt die vorhandene Hardware, um ein anderes System zu fahren. Wenn der Emu 'an' ist, ist der ST 'aus'. ;)
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: Marcus am Mi 15.10.2003, 20:55:43
Das ist mir schon klar, allerdings muss man ja sagen das ein ST(e) leistungsfähiger ist als eine 286er Möhre.
Das meinte ich mit ausbremsen.
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: guest240 am Do 16.10.2003, 20:05:01
Mir ist das ein bisschen zu undifferenziert, wenn pauschal davon geredet wird, der ST sei leistungsfähiger als ein 286er gewesen, ohne dass der Einsatz und die Software verglichen wird. Ein Beispiel aus dem Bekanntenkreis: Eine Doktorarbeit über die Handschriften des Mittelalters, welche in der Arbeit selbst mit vielen Editier-Sonderzeichen dargestellt wurden, war auf Wordperfect 4 für DOS auf einem 286er ziemlich schnell. Eine vergleichbare Doktorarbeit einer Theologin mit hebräischen und griechischen Schriftzeichen auf einem Mega ST 2 unter Signum 2 hat den Rechner schon ziemlich ausgebremst; Wordperfect für DOS hat damals (1990) diese Schriften auch schon beherrscht, wäre da sicher schneller gewesen und hat deutlich mehr Funktionen geboten. Es war allerdings schwierig zu bedienen (wobei Signum 2 ja auch nicht die ergonomische Revolution war). (Ich habe damals diese Doktorarbeit "gerettet", weil Signum nach Löschen des Orginals kommentarlos abgestürzt war, weil die Platte voll war; ich konnte den Text mit einem Diskeditor noch finden.)

Soviel, um diese pauschalen Anmerkungen zum überlegenen ST etwas zu relativeren.

Was mir im ersten Beitrag von Alex fehlt, ist die Wahrnehmung der Situation der Software auf dem Atari um 1990, als sich 286er und Atari gegenüberstanden: Es gab noch kein Papyrus, kein Thats Write oder gar Tempus Word, kein brauchbares Statistikprogramm, keine brauchbare Tabellenkalkaluation (Texel etc. kamen erst sehr viel später), Adimens als Datenbank war ein sehr "bombiges" Product und nicht einfach zu bedienen, keine Lernsoftware für Kinder etc. ...

Ich habe damals, als ich einen Konverter von 1st Wordplus nach RTF auf dem Atari entwickelt habe, auf den Software-Emulator PC-Ditto zurückgegriffen, und dann von Diskette MS Word 3.0 für DOS immer wieder hochgefahren, um zu testen, ob meine Konvertierungen von 1st Wordplus unter Word zu lesen waren. PC-Ditto kam auf den geschätzten Wert eines XT (also Intel 8088) mit ca. 3 mhz.  Versteht ihr, dass ich den 286er AT-Speed mit 16 mhz damals wirklich gerne gehabt hätte?

Soweit aus der grauen Vorzeit,
rudolf
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: guest401 am Fr 17.10.2003, 19:54:25
Nein, habe die Frage wirklich aus heutiger Sicht gestellt. Damals und heute zu vergleichen ist müßig; was damals unbezahlbar war, braucht man heute nicht mehr oder gibt's als Freeware...etc...von billiger Gebrauchtsoftware ganz abgesehen...

Ich meinte eigentlich ein spezielles Programm, daß es so nicht für den ST gibt - irgendwas halt...

Gruß Alex
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: guest240 am Fr 17.10.2003, 22:31:57
" ... habe die Frage wirklich aus heutiger Sicht gestellt ... Ich meinte eigentlich ein spezielles Programm, daß es so nicht für den ST gibt"

Ein Beispiel: Es gibt auf dem Atari noch heute keine Textverarbeitung, die einen Thesaurus (Synonym-Lexikon) hat. Das war bei den professionellen Textverarbeitungen in der DOS-Zeit schon dabei. Und ein solcher ist ein Grund, warum ich ein 286er Notebook noch pflege: Auf der großen Update-Jahr-2000-CD, die man überall nachgeworen bekam, befindet sich auch MS Word für DOS 5.5, das ohne Passwort einfach überall zu installieren ist und auf einem 286er ziemlich schnell ist, und einen sehr guten Thesaurus hat (leider in alter Rechtschreibung). Für Textprofis unverzichtbar.
Gruß,
rudolf
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: jens am Fr 17.10.2003, 22:56:48
und einen sehr guten Thesaurus hat (leider in alter Rechtschreibung).

LEIDER...!?
Das ist doch gerade gut! Nicht dieser neue Mist, der als Rechtschreibung verkauft wird!
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: guest401 am Sa 18.10.2003, 19:20:18
Hallo Rudolph,

Du bist für Deine Thesaurus-fehlt-Kritik ja schon berüchtigt  ;D
Du hast zwar recht, das ist ein nettes Gimmick. Brauchen tut man es indess nicht unbedingt, denn gerade wenn man Vielschreiber ist sollte man doch sprachlich so versiert ein, selbst einen guten Wortschatz einsetzen zu können  :P .

Ich dachte vielmehr z.B. an eine Steuerung für alte Märklin-Bahnen oder Lego-Motoren, oder ein Kontenführungsprogramm, daß aktuell gehalten wird (was ich bei 386 und drunter (und SX ist eigentlich schon drunter) aber bezweifle).
Immerhin mußte ich mich in einem gewissen anderen Forum mal belehren lassen, daß es mit Linux i386 ein PC-OS für alte x86 gibt, das wohl noch auf dem laufenden ist...nur....was gibt es dafür und läuft auf der AT-Once?

Was Textverarbeitung angeht: Es gibt nix einfacheres als Signum, besseres als Papyrus oder schnelleres als Tempus...(Tempus habe ich mir so en lassen  ;) )

Gruß Alex, auch ohne Tee-Saurier glücklich, da Kaffeetrinker
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: guest401 am Sa 18.10.2003, 19:23:08
Hoppla, meinte natürlich "Rudolf"...kenne noch einen mit ph und kam durcheinander...

und das am Schluß sollte heißen "(Tempus habe ich mir so sagen lassen)"...

Tippfehlerteufel...  :-[

Gruß Alex
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: guest240 am So 19.10.2003, 01:41:12
Hallo Alex,

ich habe mich für die Argumentation, dass es Programme für DOS gibt, die es auf dem Atari nicht gab oder gibt, auf den Bereich beschränkt, den ich kenne, und daher den Thesaurus genannt - den ich, soweit ich weiß, nur einmal in einer anderen Diskussion in einem anderen Forum genannt habe. Dass ich deswegen schon "berüchtigt" bin, scheint mir ein wenig zu viel der Ehre zu sein.

Zum Argument, dass sprachlich versierte Menschen solche Hilfsmittel nicht bräuchten: Ich glaube, dass das Umgekehrte der Fall ist. Nicht umsonst hat sogar Kurt Tucholsky das Reim-Lexikon von Steputat so sehr gelobt, dass der Reclam-Verlag seine empfehlenden Worte noch heute auf den Umschlag der Neuauflage druckt. War Tucholsky deswegen sprachlich unbegabt? Ich glaube nicht.

Gerade Textprofis wissen, dass Sprachvermögen auch etwas mit Arbeit und den passenden Werkzeugen zu tun hat, und gar nicht so sehr auf Genialität beruht - Umberto Eco hat das bündig zusammengefasst, ein Roman bestehe aus 1 % aus Inspiration und zu 99% aus Transpiration (ich glaube, das steht im Nachwort zu "Der Name der Rose", ich habe es gerade nicht zur Hand, um es zu überprüfen). Und gerade der "Der Name der Rose" mit seinen mehrsprachlichen Textteilen dürfte von der Arbeit mit einigen Wörterbüchern und Thesauri profitiert haben. Von Joyce wird bei der Komposition des "Ulysses" ähnliches berichtet.

Und das hat seine Gründe: Nehmen wir die deutsche Sprache, so wird geschätzt, dass sie zwischen 300 000 und 500 000 Wörtern hat. Man schätzt ebenfalls, dass der passive Wortschatz (das, was wir verstehen) bei knappen 100 000 Worten liegt, und die aktive Produktion - bei gerade mal 8000 bis 16 000 Worten. Mit anderen Worten: Gerade bei der aktiven Sprachproduktion sind Hilfsmittel durchaus nötig. (Zahlenangaben nach: Dieter E. Zimmer. So kommt der Mensch zur Sprache. Heyne-Verlag, Zürich, 2. Auflage 1995, S. 24).

Soviel zur Notwendigkeit eines Thesaurus in einer Textverarbeitung. Aber das ist vielleicht nicht der emotionale Kern der Debatte - den Gereiztheiten in den Antworten bis hin zu Ausflügen in eine Sprache, die im Englischen mit "four letter words" umschrieben wird, ist ja zu entnehmen, dass meine Skepsis, der Atari sei der beste aller existierenden Computer, offenbar Tabus berührt. In der Tat, die naive Fetischisierung dieser Marke ist meine Sache nicht. Aber das hindert mich nicht, dankbar zurückzudenken an eine Zeit, in der 70 Hertz Bildfrequenz und ein Schwarz-Weiß-Monitor eine wichtige Errungenschaft waren; eine Zeit, in der in meinem Bekanntenkreis viele Magister- und Diplomarbeiten, auch einige Doktorarbeiten, auf diesen Geräten entstanden sind.

Aber es gab auch Grenzen - und bessere Software anderswo. Der Atari war auch DER Studentencomputer - und hat dieses Publikum durch die Nichtentwicklung verloren. (Was habe ich noch für Turnereien mit selbstgestrickten Druckertreibern angestellt, um meine Magisterarbeit in Germanistik mit eineinhalbzeiligem Text und einzeiligen Fußnoten zu schreiben! [eine Anforderung der Prüfungsordnung] Das glaubt heute fast niemand mehr.) Thats Write hatte seine Grenzen, und Papyrus kam zu spät (ich benutze es noch heute). Der oben erwähnte Dieter Zimmer hat sogar in der "ST-Computer" über Textverarbeitungen geschrieben, und ein Zusatzlexikon für Wordplus vertrieben, weil der dortige Wortschatz doch etwas sehr klein war ... Also nicht gereizt reagieren. Er und viele andere haben durchaus versucht, für dieses sympatische Gerät etwas zu tun, und ich glaube, dass ich mich da einschließen kann (http://www.hs-zigr.de/~schmitt/software). Aber das war zu wenig, und die Geschichte geht weiter. Gereizte Antworten sind wirklich nicht nötig.

Gruß,
rudolf

Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: guest401 am So 19.10.2003, 11:37:09
Hallo Rudolf,

Huch, ich habe doch nicht gereizt reagiert  8)
Im Gegenteil, ich habe Dir ja auch recht gegeben, nur schien mir das Saurier-Problem nicht so wichtig.

Aber das Schreiben größerer Texte scheint sich vom Schreiben von Musik in diesem Punkt völlig zu unterscheiden (ich hatte zugegebenermaßen von meiner Einstellung und Erfahrung auf zuletzt genanntem Gebiet Rückschlüsse gezogen); Jedenfalls ist es bei Musik genau anders herum: wenn ich da mitten in einem neuen Stück auch nur zwei Akkorde habe, die so in einem anderen, bekanntem Lied vorkommen, heißt es gleich "bah, geklaut!", weil man beim Musikhören prägnante Melodien im Kopf behält, während es beim Buchlesen eher die Gesamtstruktur und der Inhalt ist, nicht aber bestimte Wortkombinationen (solange sie nicht zu repetiv sind).

Ich denke mir, einen Thesaurus wird's auch in absehbarer Zeit nicht aufm Atari geben, da es nur zwei Möglichkeiten gibt, einen zu bekommen:
-Selbst Datenbank anlegen: macht keiner aufgrund der unzumutbaren Arbeit
-Von anderem System nehmen: Genau. Microsoft wird sicher gerne den eigenen Thesaurus rausrücken, noch dazu mit Doku des Fileformats  ;)

Übrigens: wenn Atarianer gereizt reagieren, hat das womöglich zwei Ursachen:
-Ein anonymes Forum mit Störenfrieden
-Das Wissen, daß die "einfachen" Anwendungen auf einem 16-MHz-Atari genau so gut funktionieren wie auf einem 3-GHz-PC wird ungern relativiert, dazu gehören eben Textverarbeitungen.

Gruß Alex
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: guest140 am So 19.10.2003, 15:12:33
diese ganze Geschichte mit den PC-Emulatoren hatte ich damals auch durchgemacht.
Ist doch aber alles Geschichte!
Natürlich kann man heute noch begrenzt mit den alten Geräten arbeiten - aber wenn ich irgendwelche wissenschaftl. Beiträge für Kongresse mache, dann geht es nur mit dem PC. Da muß ich schnell und einfach mit Word, Powerpoint, Excel und Access arbeiten. Die Programme sind einfach sehr gut geworden, arbeiten zusammen, ohne großen Konvertierungsaufwand. Und wenn ich will, lassen sich die Texte oder Präsentationen auf HTML-Format abspeichern und stelle die Sache ins Internet. Wie soll das mit dem Atari gehen?
Mit dem Atari arbeite ich zum Spaß - das ist mein Hobby, was ich ausüben kann wenn ich Zeit habe.
Ataris werden nicht weiterentwickelt, daher wird sich die Geschichte um diesen Rechner leider so langsam auflösen und Geschichte bleiben!
Schade drum.
Gruß Peter
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: guest401 am So 19.10.2003, 15:45:05
Jetzt ist die Frage nach AT-Once wieder zu einer Diskussion um PC/Atari-Vergleiche geworden  ::)

Nur kurz zum schnellen, problemlosen Arbeiten mit PCs hier mal mein Ringen um eine Übergangslösung solange ich kein zweites FDI habe um den Falcon als Aufnahmegerät zu verwenden:

Pentium 1-75 (1998-2001):
Ausgemustert, da oft nicht schnell genug für HD-Recording
20% der Aufnahmen murks.

Pentium 2-333 (2001):
Ständig abstürze, Soundwiedergabe unmöglich, USB defekt.
100% der Aufnahmen murks.

Pentium 1-90 (2001-2003):
Installation der T-Online-Software kostete mich 2 lange Anrufe bei der Telekom, da die Installation ständig abstürzte.
Auch nicht der schnellste für HD-Recording.
10% der Aufnahmen murks.
Irgendwann so brutal abgestürzt, daß ich bis heute eine Wiederinstallation irgendeines OS nicht hingekriegt habe.

AMD Athlon XP 1600+ (August-September):
Auch auf diesem Rechner trat der Fehler bei der Installation der DSL-Software auf (ein weiterer Anruf).
Der Sound hing ständig, trotz aktueller Chipsatztreiber, Soundkartentreiber, etc. und war total verkratzt.
20% der Aufnahmen murks.
Irgendwann einfach stehen geblieben. Bei Anschalten kommt kein Bild mehr, unabhängig von Grafikkarte und Monitor. Anderes Board? Pah, selbes Problem.

AMD Athlon XP1700+ (anfang Oktober) (leihweise):
Nur onboard-Sound, miesere Qualität als die Falcon-DAC und ADCs. Kein ISA also wäre neue Soundkarte fällig gewesen (benutze eine EWS64XL - vergleichbare Qualität als PCI hätte mich nochmal über 200 Euro gekostet).
100% der Aufnahmen murks.

Pentium 2-400 (seit gestern):
Soundkarte paßte nicht rein! Prozessorkarte und deren Schienen zum Einrasten auf dem Board waren im Weg! In einem Wutanfall habe ich die Prozessorkarte rausgenommen, die Einrastschienen brutal weggeschnitten (Hartplastik), und dann endlich - der Rechner geht sogar noch...

Die gelegentlichen Abstürze und Datenverluste unter Win98se/ME/2000/XP sowie Verzögerungen, wenn mich ein Amateurfilmer nach einer Musik für sein Projekt fragte sowie die unzähligen verschwendeten Stunden vor diesen Kisten lasse ich mal aus Zeitmangel aus.

Das Argument "Ja, das sind ja alles zusammengebastelte Kisten" die ich da hatte, lasse ich nicht gelten. Daß PCs in dieser Weise erweiterbar sind war ja Anfang der 90er gerade bei vielen das Argument schlechthin, einen PC zu kaufen. Und die von mir verwendete Hardware an sich war tadellos, bisweilen (z.B.RAM, zweites AMD-Board) sogar neu.

Gruß Alex
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: jens am So 19.10.2003, 17:36:00
Ich glaube, Du magst keine DOSen...
Kauf Dir einen Mac. Da ärgerst Du Dich noch mehr, weil Du mehr bezahlt hast.  ;D
Oder es läuft.
Soll ja auch manchmal vorkommen...
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: guest401 am So 19.10.2003, 19:33:25
Eher glaube ich, daß DOSen mich nicht mögen. Ehrlich gesagt glaube ich, daß sie niemanden mögen  >:(

Mit meiner PC-Antipathie hat das nix zu tun, schließlich will ich ja, daß meine Ausrüstung funktioniert, scheißegal, wer sie verbockt hat.

Hätte der letzte PC (der mich nochmal 65,- Euro gekostet hat) auch versagt, wäre ich gleich morgen (am Montag) zur Bank gerannt, hätte einen Kleinkredit aufgenommen und mir einen Nagelneuen Mac gekauft. Kein Witz!

Aber der "neue" Rechner wird auch noch abrauchen. Mal sehen, ab Samstag muß ich wieder tagsüber bis spätabends arbeiten, so daß ich da wieder keine Zeit habe, um plötzliche Probleme auszumerzen. Ich tippe also auf Montag, 27.10. als Ausfalltermin dieses PCs.

Ich nehme noch Wetten an...

Gruß Alex
Titel: Diverse Computer
Beitrag von: jens am Mo 20.10.2003, 00:10:44
Meine DOSe (P3/850Mhz/248MB Ram/10+40GB HD) ist nach zweieinhalb Jahren durch offensichtliche Überlastung massivst abgestürzt. Vorher war nichts, und dabei habe ich dauernd irgendwelche Sachen installiert und wieder runtergeschmissen.
Geschossen habe ich sie, als sie den Internetzugang für unsere WG mit einer DSL-Karte managen mußte, ich gearbeitet habe und mein Mitbewohner gleichzeitig über Netzwerk einen Film von meiner Platte ansehen wollte. Hatte ich zweimal. Beim ersten Mal habe ich nichts daraus gelernt, deshalb war's dann beim zweiten Mal richtig heftig: Windows hatte alle persönlichen Einstellungen vergessen, Photoshop wußte nicht mehr, daß es installiert war, Office wollte die Original-CD's...
Ich habe sie plattgemacht, ein externes DSL-Modem und einen Router gekauft und gebe keine Filme mehr frei!
Jetzt geht's ihr wieder gut. :)

Uli hat auch einen P3/500, Albert einen P1/166 und Steffi einen AMD/1600. Alberts Rechner habe ich praktisch auch noch einmal, allerdings auf Scsi, wegen des Datentausches mit dem Atari über die Syquest44.
Dazu kommen bei mir noch ein PowerMac 8600/250, ein 6200/75 - den ich versehentlich für einen Euro bei Bay abgestaubt habe - sowie ein Mac IIci, der mir als Server dient (demnächst bekomme ich eine alte Serverplatte - 5,25'', doppelte Bauhöhe, zwei oder drei GB...).

Wenn ich eine Netzwerkkarte für den Romport bekomme, packe ich da noch ein oder zwei Ataris zu. :)
Die sind nämlich nicht mit im Netz. Soll aber noch irgendwann kommen. Bei Bedarf hängt noch der MegaSte über GhostLink an der DOSe, manchmal auch der Falcon, der aber gerade mit einem 1040 (TOS2.06), einem PM 4400/160 und einem P1/200 bei meinen Eltern steht.
Die Rechner laufen eigentlich alle ganz gut; alle tun, was sie sollen.

Zum Arbeiten (Textverarbeitung, Photoshop) nehme ich hauptsächlich den PC; fürs Surfen gerne und zum Scannen inzwischen immer den Mac. Ich schreibe zwar gerade auf der DOSe, aber auch nur, weil der 8600 aus ist, und es doch dauert, bis ich ihn hochgefahren habe. Dann läuft er aber sehr gut. :)
Die kleineren Rechner (P1, 1040, 6200) stehen in der Ecke und warten, ob sie noch einmal entstaubt und vielleicht sogar noch einmal benutzt werden...

So, das war jetzt ein Aufsatz, der über weite Teile ziemlich OT ist, aber was soll's. Mal sehen, was Johannes davon hält... ;)
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: Johannes am Mo 20.10.2003, 09:06:47
Hallo Jens,

was ich davon halte ist hier nur sekundär, Michael ist hier der Moderator  ;D ;D ;D

Ne, aber mal im Ernst: Ich find solche Diskussionen sehr interessant und verfolge sie sehr gerne. Immerhin lebt ein Forum doch davon und nicht nur von Leuten, die sich Registrieren, einmal auf Ihre Auktion hinweisen und dann nie wieder kommen.

Viele Grüße
Johannes
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: jens am Mo 20.10.2003, 10:11:47
Die Geschicht wird noch interessanter dadurch, daß ich auf der DOSe den STEmulator und den PaCifiST laufen habe. Klasse ist da z.B., daß der PaCifiST Cubase 2.1 laufen läßt. :)
Unter dem STEmulator habe ich Probleme mit 1st Guide, daß aber auf dem PaCifiST sehr schön läuft.
Spiele sind auch eher was für den PaCifiST, Cab ist auf dem STEmulator einfach netter, allerdings kann ich keine TrueType-Schriften nutzen, weil das Ding in der Zusammenarbeit mit NVDI die Schriften bei Schriftgröße 20 so aussehen läßt, als wären sie nur sechs groß... ???
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: SchwedeII am Sa 25.10.2003, 15:29:14
Zitat
Eher glaube ich, daß DOSen mich nicht mögen. Ehrlich gesagt glaube ich, daß sie niemanden mögen  

Mit meiner PC-Antipathie hat das nix zu tun, schließlich will ich ja, daß meine Ausrüstung funktioniert, scheißegal, wer sie verbockt hat.



He, da muss ich mich nun doch mal melden.

1. Dosen mögen keine User, das hat Billyboy schon so hingekriegt.

2. Sind es keine Dosen mehr, (Win 2K oder XP, ich muss nicht weiter in's Detail gehen) werden Eure Rechner ausspioniert. Auch das hat Billyboy gut hingekriegt.

3. Ein PC ist keine schlechte Sache. Es kommt aber drauf an, was man draus macht!

Ich hab noch 'nen Linux Server. Gut, Stück für Stück hab ich ihn zum Server gemacht. (Sendmail, Router, Firewall, Passwort-Server, etc...) Ich versteh das Gejammer immer nicht. Linux kann alles, WAS WINDOWS AUCH KANN, NUR EBEN BESSER! Zum Zocken gibts wine, ansonsten hat mich mein Linux-Rechner seit 2000 nicht mehr enttäuscht. Kein abkacken oder sonstwas.  ;D Ohne komplizierte Wartungsprogramme. Natürlich ist auch ein Atari-Emulator mit bei. STonX nennt der sich.   ;) Wer sich natürlich nicht die Mühe machen will, der muss sich dann wohl weiter ärgern. Dann darf aber auch nicht gejammert werden.

der olle Schwede
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: jens am Sa 25.10.2003, 15:55:44
Gerade im Bereich HD-Recording ist Linux so eine Sache. Nichts mit besser.
Und wenn man aus irgendwelchen (beruflichen) Gründen wysiwyg braucht, ist Linux auch nicht eben doll!
Es ist schon so, daß Microsoft Office nicht nur wegen der Verbreitung, sondern auch wegen der Fähigkeiten Standard ist. Viele Möglichenkeiten braucht der Normalanwender nicht, aber die Software ist nicht schlecht. Was ich von einem Bekannten, der mit Win und Linux arbeitet in der Richting höre, verträgt sich ganz bestimmt nicht mit Deiner Linux-kann-alles-besser Aussage.
Linux ist in bestimmten Bereichen besser, aber nicht grundsätzlich.
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: SchwedeII am So 26.10.2003, 00:06:03
Zitat
Gerade im Bereich HD-Recording ist Linux so eine Sache.

Okay, Linux nimmt nicht jede Hardware (bezogen auf die Soundkarte). Das kann zu Problemen führen, wenn ich mich vorher nicht genügend informiere. Einer der Gründe, warum es nicht abstürzt. Ansonsten gibt es hier auch hier Software, um auch hier mal paar Platten auf CD zu kriegen. (hab ich selbst schon gemacht). Über andere Möglichkeiten hab ich zwar auch schon gelesen, dies aber nie probiert. Klar, ich kann keine Linuxsoftware verkaufen (jedenfalls nicht so wie bei Windows) also gibt es bestimmte Software nur für die instabilen Systeme. Gerade, wenn es um professionelle Software geht.  
Beim Offfice aber gibt es nach meiner Ansicht eine Gute alternative. Das Staroffice. Hab ich fast nur im Gebrauch und kann nicht klagen. Mittlerweile auch auf der WIN-DOSE  meiner Freundin. Okay, ich nutze es nicht Beruflich, das kann schon was bedeuten.
Zitat
der mit Win und Linux arbeitet in der Richting höre, verträgt sich ganz bestimmt nicht mit Deiner Linux-kann-alles-besser Aussage.
Naja, wenn ich mal vergleiche, im Netzwerk, da hab ich den Ärger immer mit den Dosen, aber nicht mit dem Tux.  ;)

Aber um mal auf den Ursprung zurück zu kommen, ich hatte mit win 3.1 auf dem AT-Speed nicht so viele Probs wie heute mit der win-Dose. Billy hat wohl den Überblick verloren. Das einzige Problem was da war, war das Problem, das der einzige Screen-Driver, der ging, der vo Olivetti war, das ging nur per Update von 3.0 auf 3.1. Im 3.1er war der nicht mehr dabei. Lief ganz gut. Ich hab aber trotzdem Signum für Die Texte genommen. Den AT hatte ich nur wegen meinem Kumpel, der hatte zu der Zeit noch 'nen 286, der Wollte die eine oder andere Software bei mir fahren. Ist aber 'ne lange geschichte.
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: guest401 am So 26.10.2003, 01:51:15
Ich denke auch, daß die Frage Linux vs.Microsoft an der eigentlichen Problematik, die PCs innewohnt vorbeigeht.

PCs sind, seit nicht nur IBM sie baut (richtig, im Grunde sind alles andere billige Klone), Bastelkästen. Bestehend aus vielen Komponenten, die zum größten Teil aus völlig verschiedenen Firmen kommen. Daß es überhaupt paßt grenzt an ein Wunder, aber diese Konstruktion bedingt natürlich die Existenz vieler interner Interfaces - und jede Firma x, die Komponente y baut, muß sich blind drauf verlassen können, daß sich das mit allen anderen Bauteilen aller anderer Firmen verträgt. Also Board mit der CPU, diese mit dem OS (was zudem Treiber für alles mögliche braucht), das wieder mit dem BIOS und jenes mit dem Chipsatz des Boards, welches auch mit dem RAM klarkommen muß...von den unzähligen ISA/PCI/AGP-Adapterkarten mal gar nicht zu sprechen  :-\
...und dann noch die ganzen Laufwerkstypen und -hersteller... :P

Klar, daß das eine Brutstätte für Fehlerquellen ist, und da kann Microsoft nichtmal direkt was dafür. Aber zu dem Hardwaregewuschel von PCs kommt eben noch, daß ein Quasi-Monopolist die OSse liefert und es nichtmal so eng sehen muß in Sachen Selbstkritik  :( Zumindest schaden schlechte Produkte Microsoft nicht wirklich.

Man schaue sich im Gegensatz den ST an:
Selbst hardwarenah und unter Ignorierung des TOS programmiert kann man sicher sein, daß jedes an sich fehlerfreie Programm auf garantiert jedem ST exakt gleich läuft. Weil alle ST exakt gleich sind. 68000@8Mhz, 1 MB RAM, identische Video- und Soundhardware. Eine Demonstration dieser Zuverlässigkeit ist z.B.die Programmierung von Sync-Scrollern und Fullscreen-Demos, bei der -nur per Taktabzählung- jederzeit die exakte Position des Elektronenstrahls auf dem Monitor feststeht!  :o

Nun, das ist extrem, und zugegebenermaßen sind alle Nachfolger schon weit unkonformer und haben sich ja auch Gott sei Dank weiterentwickelt. Aber  den PCs in dieser Hinsicht trotzdem um ein Vielfaches Überlegen; ich finde es schade, daß auch auf dem Atari immer mehr (bzw.eigentlich nur noch) in die Richtung gegangen wird, das OS umständlich von der Platte zu laden, wo es weder vor Festplattenfehlern noch vor Fehlbedienung sicher ist...
Und gerade für uns, die wir immernoch z.B.auf das ACP hoffen und warten sind PCI- und andere Lösungen vollkommen irrelevant.
Wenn ein solcher Rechner 10/100 mbit Ethernet hat, Grafik onboard mit 1280*1024 Pixeln, 44.1 KHz 16 bit Sound (und akzeptablen Wandlern, was heutzutage nun wirklich kein Problem ist!) (Nungut, wenn die Deesse draufkommt sind's ja sogar 96 KHz 48 bit...  ::) ), dann ist das etwas, was den Atari-Fan auch noch die nächsten 10 Jahre über Wasser hält.
Treiber für PCI-Karten für etwaige PCI-Slots programmiert eh keiner (und wer braucht sie schon?).

Und...oho!  ;D  laut eigenen Aussagen geht man ja auch genau in diese Richtung... SuperVidel wird favorisiert, Deesse soll auch Standard werden, ...allein das OS käme von der Platte...naja...

Hoffentlich schläft das Projekt nicht ein! Meine sporadischen Kontakte zu den ACP-Leuten sowie die gelegentlichen Meldungen über den Stand der Dinge lassen ja immernoch hoffen  :)

Gruß Alex, mal wieder mit rosaroter Atari-Brille auf...
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: SchwedeII am So 26.10.2003, 13:02:39
Hmm, klingt erst mal einleuchtend.
Zitat
laut eigenen Aussagen geht man ja auch genau in diese Richtung... SuperVidel wird favorisiert, Deesse soll auch Standard werden, ...allein das OS käme von der Platte...naja...

Was ist aber, wenn der Verbraucher anders entscheidet? Dann kann es schnell passieren, dass all dies in folgende Richtung geht: Die paar, die darauf hoffen, dass es wieder weitergeht, werden oftzu Aussenseitern, verdammt dazu, Ihre Progs selbst zu schreiben.
Der heutige x86 hat seinen Siegeszug folgendermassen angetreten.:
1978 (glaube ich jedenfalls, nicht steinigen, wenn ich mich irre) trat IBM mit seiner 8086 CPU seinen kurzen Siegeszug an. Der Vorteil  -klar der sogenannte Microcomputer war geboren. Ein Rechner passte nun in ein Tragbares Gehäuse, statt in einen Schrank.
Auch die Clone entwickelten sich. Nach dem AT-XT-System entwickelte IBM das PS1-System. hab ich 'nen 286ger noch zu Hause. einen der läuft. Das PS1-System lehnte sich so stark an das AT-XT an, dass alles noch kompatibel war. Dann aber machte IBM einen folgenschweren Fehler: Das PS2-System. Nichts aus dem AT-XT passte noch, der PS2 war von den Schnittstellen her ein komplett neuer Rechner. Und das hiess das Aus für IBM. Davon hat sich diese Firma nie wieder richtig erholt.
Warum? Ich musste mir einen komplett neuen Rechner kaufen, während andere sich nur mit einem neuen Board ausrüsten.
Wer mal Interesse hat, in ein 100Mhtz getaktetes 550ger K6-2 Board kann ich noch eine 8-BIT Karte einstecken und zum laufen bringen. Macht zwar keinen Sinn, ist aber der Grund für den Siegeszug der PC-s. Selbst Spiele, die nicht mehr laufen, konnte ich zum laufen bringen, indem ich die eine oder andere Komponente austauschte, ohne gleich einen neuen Rechner kaufen zu müssen. Genau diese Bastelei hat den sogenannten Home-Computern, ob es nun Amiga oder Atari war, selbst der Schneider-PC ging in die Knie (286-ger glaube),den Garaus gemacht. Sie konnten mit der Sprunghaften Entwicklung nicht mehr mithalten. Als Die Industrie mit dem Milan den richtigen Schritt machte, hatten sich die Verbraucher schon entschieden. Ende der Fahnenstange.  :-X

Wenn der Atari oder Clone wieder ins Leben kommen soll, müsste folgendes passieren. Ein entsprechend Leistungfähiges Board müsste entwickelt werden, das müsste zu einem niedrigen Einsteigerpreis auf den Markt, es bräuchte ein stabiles OS und entsprechende Software. Erst, wenn es sich Etabliert hat, kann man die Preise anpassen. Und mal Ehrlich, wer hat schon so viel Geld? Otto-Normal-Verbraucher denkt nicht nach. Seine Gedanken gehen in Richtung-Was kann ich mit Wieviel Geld machen? Und hast Du mal einen Fachverkaäufer an der Hand, der soll doch verkaufen! Zu Hause Linux auf dem PC oder 'nen Mac und den Kunden 'ne Win-Dose andrehen müssen! Das der Rechner instabil ist, wird Verschwiegen oder verleugnet. Betont wird nur, was er kann, aber nicht wie lange.

Der einzige, der es neben dem PC geschafft hatte, war der MAC. Sauteuer, wenn ich's aber kann, werd ich mir mal einen zulegen. Mit dem PC aber fahr ich am liebsten Linux, aber auch hier hat der Verbraucher anders entschieden. Ist auch sehr oft 'ne Geldfrage.  Immerhin, Linux z.B. favorisiert nach wie vor die teuren Komponenten und obwohl die Installationstools sich angepasst haben wird es sehr schwer  für die Tuxer sein, Ihren Platz in der PC-Welt einzunehmen.  :(
Klar vermisse ich meinen Atari, aber was soll ich machen? Ich such schon seit einiger Zeit einen TT oder Falcon, aber bei dem Limit das mir Finanziell gesetzt ist, wird das nun mal nix. Ich hab schon paar mal bei Ebay Anlauf genommen, aber bisher ohne Erfolg. Und so suche ich weiter. Bis dahin hab ich ja meinen Mega STe.  ;D

Der olle Schwede
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: guest401 am So 26.10.2003, 16:04:24
Ich rede ja nicht von einer Wiedereroberung des Marktes, sondern davon, daß uns der Atari in seiner Einfachheit erhalten bleibt und auch weiterhin neue Anwendungen bedienen kann.

Das, wovon Du sprichst, ist sicher eine Nische: Computeranwender, die jeweils nur Teile auf den Stand bringen wollen. Ich denke aber das ist eher der kleinere Teil; trag' einfach mal folgende Fakten zusammen:

-99% der Käufer von Computer haben keine Ahnung von den Dingern

-Eben diese finden es z.T.völlig normal,

-Der Durchschnittsuser kauft sich -Kartensysteme hin oder her- ohnehin alle 3 Jahre einen neuen Komplettrechner.

-Und es sind eher die fortgeschrittenen User und Computerfans, die das tun ...oder sogar noch häufiger... ;)

-Die Technik zur Darstellung von Ton und Bild ist zum stehen gekommen (Gut, man kann auch noch 64-bit Grafiken und 96 KHz Sound nehmen - den Unterschied zu 24 Bit Grafiken und 44.1 KHz Sound hört aber kein Mensch mehr...)

-Aufgabe des OS (Definition aus meinem ersten Semester Informatik!): Schnittstelle Hardware-User.

Folgerung:
Die Hardware steht in weiten Teilen fest: Grafik, Sound, Board, CPU, Netzwerkschnittstelle, serielle Schnittstelle.

Unter diesen Gesichtspunkten bietet ein ROM-OS weitaus mehr Vorteile gegenüber einem Platten-OS: idiotensicher, fehlerresistent, bootet in Sekunden, taugt es einmal taugt es immer.
Glaub' mir: mein Opa versteht nicht, warum man PCs nicht einfach aus machen kann wie jedes andere Haushaltsgerät auch. Er versteht nicht, warum die ganze Kiste nun kaputt ist, obwohl er nur eine Datei (im Windows-Ordner  ;D ) gelöscht hat. Und er versteht schon gar nicht, wie man eine AGP-Karte neu installiert (und warum sie nicht in den langen, schwarzen Slot paßt  ::) ). Und 90% der anderen Menschen auf der Welt geht's nicht anders.

Außerdem gibt es da ja noch ein Problemchen, was PC-Bastelkisten angeht: ehrlich gesagt habe ich nichtmal Ahnung, ob das heute immernoch so ist, aber beim Öffnen eines Gerätes erlischt normalerweise die Garantie. Die Option, an PCs Karten raus- und reinzuschrauben ist also prinzipiell vollkommen theoretischer Natur.

Übrigens wollte IBM (oftgehörten Gerüchten zufolge) den Intel-Käse gar nicht...nur hatte Motorola immense Lieferschwierigkeiten mit dem neuen 68000...)

Das ACP habe ich nur angesprochen, weil es im Gegensatz zum Milan (der aus den PC-Schnittstellen nicht wirklich einen Vorteil ziehen kann) wohl endlich wieder ein Komplettpaket wird. Ganz wie ein Mac...  8)

Gruß Alex
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: jens am So 26.10.2003, 16:21:00
Macs sind leider auch keine Toaster mehr. Immer noch besser als eine DOSe, aber inzwischen auch Bastelkisten... :(
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: SchwedeII am So 26.10.2003, 17:06:23
Zitat
99% der Käufer von Computer haben keine Ahnung von den Dingern
Genau darum geht es mir ja!
Die Unwissenheit der Normalbevölkerung wird Gnadenlos ausgenutzt.
Was kennen Sie denn? Einen PC. Frage ich was für einen, kriege ich als Antwort: " Na nen weissen!"  Frage ich, welches OS, oder in Deutsch, welches Betriebssystem, fragt man mich, "was'n Dat?". Wenn ich dann über Umwege gefragt habe, was er den auf dem Rechner habe, kriege ich mit etwas Glück zur Antwort: " Na Windows". Frage ich nach der Version, kommt Zur Antwort: "weiss ich doch nicht! Das Ding muss gehen!" >Tut es auch, so ein halbes Jahr lang an jeder Gesetzgebung vorbei (Siehe Spionage-XP). Hier ist eindeutig der Gesetzgeber gefragt. Da müssen Garantien und ähnliches her. Klar, ein OS auf nem ROM ist der erste gute Weg. Da kann ich nix weglöschen. Aber da geht es schon mit der Hardwareconfig los. Es gibt doch nix einheitliches! Ich kann mich an Zeiten erinnern, wo ich mit dem Atari über das normale OM-Basic BIOS-Befehle ausführen lassen konnte. Beim PC hab ich oft nurminderwertigen Schrott drin! Das geht mit 'ner onboard-Grafik los, die mir mal fix den RAM ein bissel abknapst u.s.w.
Deswegen meine Meinung- Der Enverbraucher bestimmt, und der kriegt eben nicht das, was er will, obwohl das problemlos möglich wäre, sondern das was er bezahlt, und das ist eben Schrott. Wieviel PC's würden denn noch verkauft werden, wenn die Verkäufer ehrlich wären?? ich würd sagen, wesentlich weniger, denn:
Als erstes muss ich ein BS dazukaufen. Ist zwar im Preis, bezahl ich aber trotzdem. Weil das Ding nicht geht, brauch ich ein Pflege-System dazu, -wie die NU's, die mir nach einer Neuinstallation(!) gleich mal über 10 Fehler im OS anzeigen. Dann brauch ich noch ein Antispy, weil ja meine angeblich Gesetzlich geschützte Privatsphäre (Oder lässt irgend jemand von Euch zu, daß der Hersteller Eurer Aktenordner mal fix eure Papiere durchsieht, genau das passiert aber bei XP) von MS ausspioniert wird. Das alles weiss der Normalverbraucher nur von Hörensagen und kann damit auch nix anfangen. Bill gehört meiner Meinung nach in den Knast, für das was er tut. Und die, die sich ein bissel informieren? müssen sich nun abquälen, um ein bissel das zu haben, was eigentlich jedem zusteht, einen Rechner der viel kann und stabil läuft. Eigentlich schade.

der olle Schwede
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: webmaster am So 26.10.2003, 17:51:46
Das ist eines der Hauptprobleme vom heutigen Computermarkt.

Kaum haste die neue Billig-DOSe aussm Lidl (oder woanders) rausgeschleppt, is das Ding "total veraltet". Wieso muß das so sein? Früher haben doch auch fast 10 Jahre lang ein und derselbe Prozessor, die gleiche Taktfrequenz und die nötige Hardware (Grafik, Sound etc.) ausgereicht - siehe C64, Atari XL & Co. Gut, in den letzten Jahren hat sich die Computerindustrie weiterentwickelt (von der 256-Farben- Klötzchengrafik zum 16.7-Mio.-Farben-3D-Spektakel) - aber muß das so Schnall auf Fall gehen? Das geht viel zu schnell, die Verkäufer wissen bald überhaupt nicht mehr, was sie jetzt gerade da haben, und der User hat schon lange den Überblick verloren. Dann kommt noch so ein Monopolist mit einem sehr aufgeblähten, fehlerhaften (gut, nicht alles ist schuld von M$) und gesetzignorierenden (dafür können die SEHR WOHL was...) Betriebssystem, von dem man sehr viele Funktionen eigentlich gar nicht braucht.

Um mal zurück aufs eigentliche Thema zu kommen:

Sinn und Zweck eines AT-Emulators? Keine genaue Ahnung - aber war vielleicht für Leute interessant, die Arbeit aus dem Büro (das mit IBM-PC's arbeitete) mit nach Hause gebracht haben - abends mal eben auffm ST noch Word 5.5 unter DOS aufrufen und Verträge aufsetzen oder Berichte/Artikel fertigschreiben. Ansonsten kann ich mir eigentlich keine richtige Zielgruppe vorstellen.

Gruß
Mike
Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: guest401 am So 26.10.2003, 21:23:41
Juhu, wir sind beim Thema zurück  ;D !

Da fällt mir nämlich gerade etwas ein: Klar, ein 286-Emulator war so sinnlos wie ein 286 an sich zu der Zeit (oder eben ein 386SX, der ja eigentlich auch kein echter 386 ist).
Aber, man soll es heute kaum glauben, ein PC war damals um Tausender teurer als ein Atari. Diese Emu-Platinen kosteten unter 1000,- DM (soweit ich mich korrekt erinnere), da war das durchaus lohnenswert.

Mal in eine alte Anzeige von '92 (!!!) geschaut: ein Komplettsystem 386 @ 32 MHz, VGA-Grafik 640*480, 120 MB Festplatte, ohne OS  8) , zur Soundkarte steht nichtmal was da: 10.800,- DM!
Das mal für all diejenigen, die den TT mit 7.000,- DM 1990, also 2 Jahre früher, zu teuer fanden...(und daß ein TT mit 32 MHz jeden 386 alt aussehen läßt, wissen wir ja alle  ;) )
Oder hier:
1994, eine Roland-Soundkarte, hat MIDI IN und OUT, Micro IN, Line OUT, Speakers OUT. Nun haltet Euch fest: 1.800,- DM  :o
Warum zum Donnerwetter haben sich die Idioten, die sich diese Karte kauften nicht gleich einen Falcon zugelegt  ???

Noch deutlicher ist's bei Mac-Emus, die's ja auch gab: Genau wie MagiCMac (bis zu 040er Macs) profitierten auch die Mac-Emus vom identischen Prozessor, nur war eine solche Emu-Karte auch viiiiiiiiiiiiiiiiel billiger als ein Mac  ;)

Gruß Alex

Titel: Re:Nutzen eines AT-Emulators im Atari?
Beitrag von: jens am Mo 27.10.2003, 07:38:19
Dazu nur ein Link:
http://www.lowendmac.com/clones/atari.html

;D