Matrix CXX - Kalibration / Update zum Handbuch	Stand 23.12.92
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Allgemeines
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Die Kalibration wurde seit Erscheinen des Handbuches erweitert.
Aus diesem Grund und wegen der besseren bersicht wurden die zu einer 
Kalibrationsmethode gehrenden Parameter in ein variables Feld 
gesteckt. Das Parameterfeld wechselt bei Auswahl einer Methode, so da
nur die relevanten Parameter sichtbar sind.

Die Icons fr die Auswahl befinden sich oben in einer zweizeiligen
Icon-Box. Eine Methode wird wie bisher aktiviert, indem das zugehrige
Icon auf das Kalib-Icon in der unteren Zeile gezogen wird.

Grundstzlich neu ist Farbraumkalibration, die nachfolgend beschrieben ist.
Ein kalibrierte Farbpalette fr CALAMUS-SL bei 256 Farben im 16,7 Mill.
Farbmodus ist als CALI_CAL.CXP auf der Systemdiskette.


Farbraumkalibration
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Die Farbraumkalibration erlaubt im 256-Farbmodus eine wirkungsvolle Anpassung
der Bildschirmfarben an reale Farben, so da Bilder oder Druckvorlagen
realittsnah dargestellt werden knnen. Im Gegensatz zu den anderen
Kalibrationsverfahren kann hier die gegenseitige Beeinfluung der Grund-
farben korrigiert werden.

Die Farbraumkalibration unterscheidet sich wesentlich von anderen
Kalibrationsmethoden. Hier wird keine getrennte Kalibrationskurve fr die
Grundfarben berechnet, stattdessen wird eine Farbe ber eine komplexe Trans-
formation rgb  -> r'g'b' in eine kalibrierte Farbe umgerechnet. Die Trans-
formationsvorschrift wird durch die korrigierten Werte der Eckfarben eines
Farbwrfels (S, R,G,B, C,M,Y, W) definiert. Der resultierende Farbraum ist
ein Teilraum des ganzen (idealen) Farbraums.

Im 256-Farbmodus wird die applikationsspezifische Palette in eine kalibrierte
Palette umgerechnet. Da alle dargestellten Objekte aus den Farben der Palette
zusammengesetzt sind, ist damit zwangslufig die Bildschirmdarstellung insgesamt
kalibriert.


                   B

                  /\
                 /: \
                / :  \
               /  :   \
              /   :    \
           M |\   :     \
             | \  :      \
             |  \ :      /| C          Farbwrfel mit den Eckpunkten
             |   \:     / |
             |    \    /  |             S chwarz
             |    :\  /   |             R ot
             |   .. \/ W  |             G rn
             |  .  . |    |             B lau
             | . S  .|    |             C yan
             |.      |    |             M agenta
           R  \      |.   |             Y ellow
               \     | .  |             W ei
                \    |  . | G
                 \   |   /
                  \  |  /
                   \ | /
                    \|/

                     Y



Farbraumkalibration anwenden 
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1. Applikation starten

2. CXXSetup-Accessory, Palettenfenster aktivieren und kalibrierte
    Palette laden: 'Disk' -> 'Palette' schieben und Dateiname
    (z.B. CAL_CALI.CXP) whlen.

Die Bildschirmdarstellung ist jetzt kalibriert.

Wie die kalibrierte Palette berechnet wird, ist nachstehend beschrieben. 

Falls die Applikation zwischendurch die Palette neu setzt, muss 2. wieder-
holt werden. Man kann dabei den 'Merker' als Zwischenspeicher fr die
kalibrierte Palette verwenden. Bei gleichzeitig gedrckter 'Alternate'-
Taste wird 'Merker' und 'Palette' ausgetauscht, so da einfach zwischen
kalibrierter und unkalibrierter Darstellung gewechselt werden kann.


Berechnung der kalibrierten Diskette
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1. Applikation starten

2. CXXSetup-Accessory starten, Palettenfenster aktivieren und 'Palette' ->
   'Merker' kopieren

3. Kalibrationsfenster aktivieren

4. Eckfarbe definieren:

   - Eckfarbe selektieren: in Palettenmatrix anklicken

     Die jeweiligen RGB-Werte erscheinen in der Infozeile:

       Farbe     R     G     B    (GEM-Farbe)
       ----------------------------------------
        W     1000  1000  1000         0
        S        0     0     0         1
        R     1000     0     0         2
        G        0  1000     0         3
        B        0     0  1000         4
        C        0  1000  1000         5
        Y     1000  1000     0         6
        M     1000     0  1000         7


   - Eckfarbnummer definieren: in der Tabelle rechte Spalte anklicken

   Nachdem alle Eckfarben ausgewhlt sind, mssen die beiden Spalten dieselben
   Farben zeigen. In der linken Spalte stehen die Abkrzungen der Farbe, rechts
   die Nummern der ausgewhlten Farben. Die Reihenfolge der Farben entspricht
   dem GEM-Standard.

5. Farbbereich definieren:

   - erste Farbe des zu kalibrierenden Farbbereichs in der Palette anwhlen,
     auf 'MIN'-Icon
   - letzte Farbe anwhlen, auf 'MAX'-Icon klicken

   Die Begrenzung des Farbbereiches ist sinnvoll, da bei einer Kalibration der
   kompletten Palette auch die Systemfarben verndert wrden.

6. Acht Eckfarben kalibrieren:

   - Palettenfenster aktivieren

   - die definierten Eckfarben (rechte Spalte in Kalib-Fenster) visuell
     auf die als Norm gewhlten Farben (Farbkarte, Ausdruck) abstimmen:
     Dazu dienen die R/G/B-Schieber, wobei das groe Farbfeld oder eine
     Box in einem entsprechenden Testdokument als Vergleichsfeld dienen.

7. Methode anwenden

   - Kalibrationsfenster aktivieren,

   - Farbwrfel-Icon auf 'Kalib' schieben

   Die bei 2. in den Merker kopierte Farbpalette wird nun kalibriert.

8. Kalibrierte Palette speichern:

   - Palettenfenster aktivieren (nicht Kalibrationsfenster!),

   - 'Palette' auf 'Disk' schieben und Namen whlen

Jetzt kann normal mit der Palette weitergearbeitet werden.



Zur Beachtung:
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Diese Form der Kalibration ist ein einfaches Hilfsmittel, um einen farblichen
Eindruck eines fertigen Produktes zu bekommen. Jede Produktionslinie hat
jedoch ihre eigenen Parameter, die teilweise auch zufllig schwanken knnen,
so da Vorsicht angebracht ist. Fr jede Linie und jeden Rasterparametersatz
mu basierend auf einem Referenzprodukt eine kalibrierte Palette erstellt
werden. Als Referenz kann ein Testdokument dienen oder ersatzweise ein reales
Produkt, das die zur Kalibration erforderlichen Eckfarben enthlt.

Trotz dieser Vorbehalte ist die Farbraumkalibration eine beeindruckende Hilfe,
um eine groe Annherung der Bildschirmdarstellung an das Endprodukt zu er-
reichen, da naturgem die realen Farben des Ausgabemediums stark von den an-
genommenen, idealen abweichen.

Achtung: Da die Farbraumkalibration nicht ber die Kalibrationskurve, sondern
ber die Palette durchgefhet wird, sind hier nicht 'Disk' und 'Merker' im
Kalibrationsfenster, sondern im Palettenfenster zum Laden und Speichern zu
verwenden. Auch kann die Transformation nicht als Kurve dargestellt werden.
