Das erste Buch Mose 1
1. Am Anfang schuf Gott Himmel und Erde.
2. Und die Erde war wst und leer, und es war finster auf der Tiefe; und 
der Geist Gottes schwebete auf dem Wasser.
3. Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
4. Und Gott sah, da das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der 
Finsternis
5. und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend 
und Morgen der erste Tag.
6. Und Gott sprach: Es werde eine Feste zwischen den Wassern, und die sei 
ein Unterschied zwischen den Wassern.
7. Da machte Gott die Feste und schied das Wasser unter der Feste von dem 
Wasser ber der Feste. Und es geschah also.
8. Und Gott nannte die Feste Himmel. Da ward aus Abend und Morgen der 
andere Tag.
9. Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an sondere 
rter, da man das Trockene sehe. Und es geschah also.
10. Und Gott nannte das Trockene Erde, und die Sammlung der Wasser nannte 
er Meer. Und Gott sah, da es gut war.
11. Und Gott sprach: Es lasse die Erde aufgehen Gras und Kraut, das sich 
besame, und fruchtbare Bume, da ein jeglicher nach seiner Art Frucht 
trage und habe seinen eigenen Samen bei ihm selbst auf Erden. Und es 
geschah also.
12. Und die Erde lie aufgehen Gras und Kraut, das sich besamte, ein 
jegliches nach seiner Art, und Bume, die da Frucht trugen und ihren 
eigenen Samen bei sich selbst hatten, ein jeglicher nach seiner Art. Und 
Gott sah, da es gut war.
13. Da ward aus Abend und Morgen der dritte Tag.
14. Und Gott sprach: Es werden Lichter an der Feste des Himmels, die da 
scheiden Tag und Nacht und geben Zeichen, Zeiten, Tage und Jahre;
15. und seien Lichter an der Feste des Himmels, da sie scheinen auf 
Erden. Und es geschah also.
16. Und Gott machte zwei groe Lichter: ein gro Licht, das den Tag 
regiere, und ein klein Licht, das die Nacht regiere, dazu auch Sterne.
17. Und Gott setzte sie an die Feste des Himmels, da sie schienen auf die 
Erde
18. und den Tag und die Nacht regierten und schieden Licht und Finsternis. 
Und Gott sah, da es gut war.
19. Da ward aus Abend und Morgen der vierte Tag.
20. Und Gott sprach: Es errege sich das Wasser mit webenden und lebendigen 
Tieren und mit Gevgel, das auf Erden unter der Feste des Himmels fliege.
21. Und Gott schuf groe Walfische und allerlei Tier, das da lebet und 
webet und vom Wasser erreget ward, ein jegliches nach seiner Art; und 
allerlei gefiedertes Gevgel, ein jegliches nach seiner Art. Und Gott sah, 
da es gut war.
22. Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch und 
erfllet das Wasser im Meer; und das Gevgel mehre sich auf Erden.
23. Da ward aus Abend und Morgen der fnfte Tag.
24. Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Tiere, ein jegliches 
nach seiner Art: Vieh, Gewrm und Tier auf Erden, ein jegliches nach 
seiner Art. Und es geschah also.
25. Und Gott machte die Tiere auf Erden, ein jegliches nach seiner Art, 
und das Vieh nach seiner Art und allerlei Gewrm auf Erden nach seiner 
Art. Und Gott sah, da es gut war.
26. Und Gott sprach: Lat uns Menschen machen, ein Bild, das uns gleich 
sei, die da herrschen ber die Fische im Meer und ber die Vgel unter dem 
Himmel und ber das Vieh und ber die ganze Erde und ber alles Gewrm, 
das auf Erden kreucht.
27. Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf er 
ihn; und schuf sie ein Mnnlein und Frulein.
28. Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und mehret 
euch und fllet die Erde und macht sie euch untertan, und herrschet ber 
Fische im Meer und ber Vgel unter dem Himmel und ber alles Tier, das 
auf Erden kreucht.
29. Und Gott sprach: Sehet da, ich habe euch gegeben allerlei Kraut, das 
sich besamet, auf der ganzen Erde, und allerlei fruchtbare Bume und 
Bume, die sich besamen, zu eurer Speise,
30. und allem Tier auf Erden und allen Vgeln unter dem Himmel und allem 
Gewrme, das da Leben hat auf Erden, da sie allerlei grn Kraut essen. 
Und es geschah also.
31. Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte; und siehe da, es war sehr 
gut. Da ward aus Abend und Morgen der sechste Tag.
Das erste Buch Mose 2
1. Also ward vollendet Himmel und Erde mit ihrem ganzen Heer.
2. Und also vollendete Gott am siebenten Tage seine Werke, die er machte, 
und ruhete am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er machte;
3. und segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, darum da er an 
demselben geruht hatte von allen seinen Werken, die Gott schuf und machte.
4. Also ist Himmel und Erde worden, da sie geschaffen sind, zu der Zeit, 
da Gott der Herr Erde und Himmel machte
5. und allerlei Bume auf dem Felde, die zuvor nie gewesen waren auf 
Erden, und allerlei Kraut auf dem Felde, das zuvor nie gewachsen war. Denn 
Gott der Herr hatte noch nicht regnen lassen auf Erden, und war kein 
Mensch, der das Land bauete.
6. Aber ein Nebel ging auf von der Erde und feuchtete alles Land.
7. Und Gott der Herr machte den Menschen aus einem Erdenklo, und er blies 
ihm ein den lebendigen Odem in seine Nase. Und also ward der Mensch eine 
lebendige Seele.
8. Und Gott der Herr pflanzte einen Garten in Eden gegen Morgen und setzte 
den Menschen drein, den er gemacht hatte.
9. Und Gott der Herr lie aufwachsen aus der Erde allerlei Bume, lustig 
anzusehen und gut zu essen, und den Baum des Lebens mitten im Garten und 
den Baum des Erkenntnisses Gutes und Bses.
10. Und es ging aus von Eden ein Strom, zu wssern den Garten, und teilete 
sich daselbst in vier Hauptwasser.
11. Das erste heit Pison, das fleut um das ganze Land Hevila, und 
daselbst findet man Gold.
12. Und das Gold des Landes ist kstlich, und da findet man Bedellion und 
den Edelstein Onyx.
13. Das andere Wasser heit Gihon, das fliet um das ganze Mohrenland.
14. Das dritte Wasser heit Hiddekel, das fleut von Assyrien. Das vierte 
Wasser ist der Phrath.
15. Und Gott der Herr nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten Eden, 
da er ihn bauete und bewahrete.
16. Und Gott der Herr gebot dem Menschen und sprach: Du sollst essen von 
allerlei Bumen im Garten;
17. aber von dem Baum des Erkenntnisses Gutes und Bses sollst du nicht 
essen. Denn welches Tages du davon issest, wirst du des Todes sterben.
18. Und Gott der Herr sprach: Es ist nicht gut, da der Mensch allein sei; 
ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei.
19. Denn als Gott der Herr gemacht hatte von der Erde allerlei Tiere auf 
dem Felde und allerlei Vgel unter dem Himmel, brachte er sie zu dem 
Menschen, da er she, wie er sie nennete; denn wie der Mensch allerlei 
lebendige Tiere nennen wrde, so sollten sie heien.
20. Und der Mensch gab einem jeglichen Vieh und Vogel unter dem Himmel und 
Tier auf dem Felde seinen Namen; aber fr den Menschen ward keine Gehilfin 
gefunden, die um ihn wre.
21. Da lie Gott der Herr einen tiefen Schlaf fallen auf den Menschen, und 
er entschlief. Und nahm seiner Rippen eine und schlo die Sttte zu mit 
Fleisch.
22. Und Gott der Herr bauete ein Weib aus der Rippe, die er von dem 
Menschen nahm, und brachte sie zu ihm.
23. Da sprach der Mensch: Das ist doch Bein von meinem Bein und Fleisch 
von meinem Fleisch. Man wird sie Mnnin heien, darum da sie vom Manne 
genommen ist.
24. Darum wird ein Mann seinen Vater und seine Mutter verlassen und an 
seinem Weibe hangen, und sie werden Sein ein Fleisch.
25. Und sie waren beide nackend, der Mensch und sein Weib, und schmeten 
sich nicht.
Das erste Buch Mose 3
1. Und die Schlange war listiger denn alle Tiere auf dem Felde, die Gott 
der Herr gemacht hatte, und sprach zu dem Weibe: Ja, sollte Gott gesagt 
haben: Ihr sollt nicht essen von allerlei Bumen im Garten.
2. Da sprach das Weib zu der Schlange: Wir essen von den Frchten der 
Bume im Garten;
3. aber von den Frchten des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: 
Esset nicht davon, rhret es auch nicht an, da ihr nicht sterbet!
4. Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet mitnichten des Todes 
sterben;
5. sondern Gott wei, da, welches Tages ihr davon esset, so werden eure 
Augen aufgetan, und werdet sein wie Gott und wissen, was gut und bse ist.
6. Und das Weib schauete an, da von dem Baum gut zu essen wre und 
lieblich anzusehen, da es ein lustiger Baum wre, weil er klug machte, 
und nahm von der Frucht und a und gab ihrem Mann auch davon, und er a.
7. Da wurden ihrer beiden Augen aufgetan und wurden gewahr, da sie 
nackend waren, und flochten Feigenbltter zusammen und machten ihnen 
Schrze.
8. Und sie hreten die Stimme Gottes des Herrn, der im Garten ging, da der 
Tag khl worden war. Und Adam versteckte sich mit seinem Weibe vor dem 
Angesicht Gottes des Herrn unter die Bume im Garten.
9. Und Gott der Herr rief Adam und sprach zu ihm: Wo bist du?
10. Und er sprach: Ich hrete deine Stimme im Garten und frchtete mich, 
denn ich bin nackend; darum versteckte ich mich.
11. Und er sprach: Wer hat dir's gesagt, da du nackend bist? Hast du 
nicht gegessen von dem Baum, davon ich dir gebot, du solltest nicht davon 
essen?
12. Da sprach Adam: Das Weib, das du mir zugesellet hast, gab mir von dem 
Baum, und ich a.
13. Da sprach Gott der Herr zum Weibe: Warum hast du das getan? Das Weib 
sprach: Die Schlange betrog mich also, da ich a.
14. Da sprach Gott der Herr zu der Schlange: Weil du solches getan hast, 
seiest du verflucht vor allem Vieh und vor allen Tieren auf dem Felde. Auf 
deinem Bauch sollst du gehen und Erde essen dein Leben lang.
15. Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe und 
zwischen deinem Samen und ihrem Samen. Der selbe soll dir den Kopf 
zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.
16. Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viel Schmerzen schaffen, wenn du 
schwanger wirst; du sollst mit Schmerzen Kinder gebren; und dein Wille 
soll deinem Mann unterworfen sein, und er soll dein Herr sein.
17. Und zu Adam sprach er: Dieweil du hast gehorchet der Stimme deines 
Weibes und gegessen von dem Bume, davon ich dir gebot und sprach: Du 
sollst nicht davon essen; verflucht sei der Acker um deinetwillen; mit 
Kummer sollst du dich drauf nhren dein Leben lang.
18. Dornen und Disteln soll er dir tragen, und sollst das Kraut auf dem 
Felde essen.
19. Im Schwei deines Angesichts sollst du dein Brot essen, bis da du 
wieder zu Erde werdest, davon du genommen bist. Denn du bist Erde und 
sollst zu Erde werden.
20. Und Adam hie sein Weib Heva, darum da sie eine Mutter ist aller 
Lebendigen.
21. Und Gott der Herr machte Adam und seinem Weibe Rcke von Fellen und 
zog sie ihnen an,
22. Und Gott der Herr sprach: Siehe, Adam ist worden als unsereiner und 
wei, was gut und bse ist. Nun aber, da er nicht ausstrecke seine Hand 
und breche auch von dem Baum des Lebens und esse und lebe ewiglich:
23. da lie ihn Gott der Herr aus dem Garten Eden, da er das Feld bauete, 
davon er genommen ist,
24. und trieb Adam aus und lagerte vor den Garten Eden den Cherub mit 
einem bloen hauenden Schwert, zu bewahren den Weg zu dem Baum des Lebens.
Das erste Buch Mose 4
1. Und Adam erkannte sein Weib Heva, und sie ward schwanger und gebar den 
Kain und sprach: Ich habe den Mann, den Herrn.
2. Und sie fuhr fort und gebar Habel, seinen Bruder. Und Habel ward ein 
Schfer, Kain aber ward ein Ackermann.
3. Es begab sich aber nach etlichen Tagen, da Kain dem Herrn Opfer 
brachte von den Frchten des Feldes,
4. und Habel brachte auch von den Erstlingen seiner Herde und von ihrem 
Fetten. Und der Herr sah gndiglich an Habel und seine Opfer;
5. aber Kain und sein Opfer sah er nicht gndiglich an. Da ergrimmete Kain 
sehr, und seine Gebrde verstellte sich.
6. Da sprach der Herr zu Kain: Warum ergrimmest du, und warum verstellet 
sich deine Gebrde?
7. Ist's nicht also? wenn du fromm bist, so bist du angenehm; bist du aber 
nicht fromm, so ruhet die Snde vor der Tr. Aber la du ihr nicht ihren 
Willen, sondern herrsche ber sie.
8. Da redete Kain mit seinem Bruder Habel. Und es begab sich, da sie auf 
dem Felde waren, erhub sich Kain wider seinen Bruder Habel und schlug ihn 
tot.
9. Da sprach der Herr zu Kain: Wo ist dein Bruder Habel? Er sprach: Ich 
wei nicht; soll ich meines Bruders Hter sein?
10. Er aber sprach: Was hast du getan? Die Stimme deines Bruders Bluts 
schreiet zu mir von der Erde.
11. Und nun verflucht seiest du auf der Erde, die ihr Maul hat aufgetan 
und deines Bruders Blut von deinen Hnden empfangen.
12. Wenn du den Acker bauen wirst, soll er dir fort sein Vermgen nicht 
geben. Unstet und flchtig sollst du sein auf Erden.
13. Kain aber sprach zu dem Herrn: Meine Snde ist grer, denn da sie 
mir vergeben werden mge.
14. Siehe, du treibest mich heute aus dem Lande und mu mich vor deinem 
Angesicht verbergen und mu unstet und flchtig sein auf Erden. So wird 
mir's gehen, da mich totschlage, wer mich findet.
15. Aber der Herr sprach zu ihm: Nein, sondern wer Kain totschlgt, das 
soll siebenfltig gerochen werden. Und der Herr machte ein Zeichen an 
Kain, da ihn niemand erschlge, wer ihn fnde.
16. Also ging Kain von dem Angesicht des Herrn und wohnete im Lande Nod, 
jenseit Eden, gegen Morgen.
17. Und Kain erkannte sein Weib, die ward schwanger und gebar den Hanoch. 
Und er bauete eine Stadt, die nannte er nach seines Sohnes Namen Hanoch.
18. Hanoch aber zeugete Irad, Irad zeugete Mahujael, Mahujael zeugete 
Methusael, Methusael zeugete Lamech.
19. Lamech aber nahm zwei Weiber; eine hie Ada, die andere Zilla.
20. Und Ada gebar Jabal; von dem sind herkommen, die in Htten wohneten 
und Vieh zogen.
21. Und sein Bruder hie Jubal; von dem sind herkommen die Geiger und 
Pfeifer.
22. Die Zilla aber gebar auch, nmlich dem Thubalkain, den Meister in 
allerlei Erz und Eisenwerk. Und die Schwester des Thubalkain war Naema.
23. Und Lamech sprach zu seinen Weibern, Ada und Zilla: Ihr Weiber 
Lamechs, hret meine Rede und merket, was ich sage: Ich habe einen Mann 
erschlagen mir zur Wunde und einen Jngling mir zur Beule.
24. Kain soll siebenmal gerochen werden, aber Lamech siebenundsiebenzigmal.
25. Adam erkannte abermal sein Weib, und sie gebar einen Sohn, den hie 
sie Seth; denn Gott hat mir, sprach sie, einen andern Samen gesetzt fr 
Habel, den Kain erwrget hat.
26. Und Seth zeugete auch einen Sohn und hie ihn Enos. Zu derselbigen 
Zeit fing man an zu predigen von des Herrn Namen.
Das erste Buch Mose 5
1. Dies ist das Buch von des Menschen Geschlecht. Da Gott den Menschen 
schuf, machte er ihn nach dem Gleichnis Gottes
2. und schuf sie ein Mnnlein und Frulein; und segnete sie und hie ihren 
Namen Mensch zur Zeit, da sie geschaffen wurden.
3. Und Adam war hundertunddreiig Jahre alt und zeugete einen Sohn. der 
seinem Bilde hnlich war, und hie ihn Seth;
4. und lebte danach achthundert Jahre und zeugete Shne und Tchter;
5. da sein ganzes Alter ward neunhundertunddreiig Jahre, und starb.
6. Seth war hundertundfnf Jahre alt und zeugte Enos;
7. und lebte danach achthundertundsieben Jahre und zeugete Shne und 
Tchter;
8. da sein ganzes Alter ward neunhundertundzwlf Jahre, und starb.
9. Enos war neunzig Jahre alt und zeugete Kenan;
10. und lebte danach achthundertundfnfzehn Jahre und zeugete Shne und 
Tchter;
11. da sein ganzes Alter ward neunhundertundfnf Jahre, und starb.
12. Kenan war siebenzig Jahre alt und zeugete Mahalaleel;
13. und lebte danach achthundertundvierzig Jahre und zeugete Shne und 
Tchter;
14. da sein ganzes Alter ward neunhundertundzehn Jahre, und starb.
15. Mahalaleel war fnfundsechzig Jahre alt und zeugete Jared;
16. und lebte danach achthundertunddreiig Jahre und zeugete Shne und 
Tchter;
17. da sein ganzes Alter ward achthundertfnfundneunzig Jahre, und starb.
18. Jared war hundertundzweiundsechzig Jahre alt und zeugete Henoch;
19. und lebte danach achthundert Jahre und zeugete Shne und Tchter;
20. da sein ganzes Alter ward neunhundertzweiundsechzig Jahre, und starb.
21. Henoch war fnfundsechzig Jahre alt und zeugete Methusalah.
22. Und nachdem er Methusalah gezeuget hatte, blieb er in einem gttlichen 
Leben dreihundert Jahre und zeugete Shne und Tchter;
23. da sein ganzes Alter ward dreihundertfnfundsechzig Jahre.
24. Und dieweil er ein gttlich Leben fhrete, nahm ihn Gott hinweg, und 
ward nicht mehr gesehen.
25. Methusalah war hundertsiebenundachtzig Jahre alt und zeugete Lamech;
26. und lebte danach siebenhundertzweiundachtzig Jahre und zeugete Shne 
und Tchter;
27. da sein ganzes Alter ward neunhundertneunundsechzig Jahre, und starb.
28. Lamech war hundertzweiundachtzig Jahre alt und zeugete einen Sohn
29. und hie ihn Noah und sprach: Der wird uns trsten in unserer Mhe und 
Arbeit auf Erden, die der Herr verflucht hat.
30. Danach lebte er fnfhundertfnfundneunzig Jahre und zeugete Shne und 
Tchter;
31. da sein ganzes Alter ward siebenhundertsiebenundsiebenzig Jahre, und 
starb.
32. Noah war fnfhundert Jahre alt und zeugete Sem, Ham und Japheth.
Das erste Buch Mose 6
1. Da sich aber die Menschen begannen zu mehren auf Erden und zeugeten 
ihnen Tchter,
2. da sahen die Kinder Gottes nach den Tchtern der Menschen, wie sie 
schn waren und nahmen zu Weibern, welche sie wollten.
3. Da sprach der Herr: Die Menschen wollen sich von meinem Geist nicht 
mehr strafen lassen, denn sie sind Fleisch. Ich will ihnen noch Frist 
geben hundertundzwanzig Jahre.
4. Es waren auch zu den Zeiten Tyrannen auf Erden; denn da die Kinder 
Gottes die Tchter der Menschen beschliefen und ihnen Kinder zeugeten, 
wurden daraus Gewaltige in der Welt und berhmte Leute.
5. Da aber der Herr sah, da der Menschen Bosheit gro war auf Erden und 
alles Dichten und Trachten ihres Herzens nur bse war immerdar,
6. da reuete es ihn, da er die Menschen gemacht hatte auf Erden, und es 
bekmmerte ihn in seinem Herzen,
7. und sprach: Ich will die Menschen, die ich geschaffen habe, vertilgen 
von der Erde, von den Menschen an bis auf das Vieh und bis auf das Gewrme 
und bis auf die Vgel unter dem Himmel; denn es reuet mich, da ich sie 
gemacht habe.
8. Aber Noah fand Gnade vor dem Herrn.
9. Dies ist das Geschlecht Noahs: Noah war ein frommer Mann und ohne 
Wandel und fhrete ein gttlich Leben zu seinen Zeiten.
10. Und zeugete drei Shne, Sem, Ham, Japheth.
11. Aber die Erde war verderbet vor Gottes Augen und voll Frevels.
12. Da sah Gott auf Erden, und siehe, sie war verderbet; denn alles 
Fleisch hatte seinen Weg verderbet auf Erden.
13. Da sprach Gott zu Noah: Alles Fleisches Ende ist vor mich kommen, denn 
die Erde ist voll Frevels von ihnen; und siehe da, ich will sie verderben 
mit der Erde.
14. Mache dir einen Kasten von Tannenholz und mache Kammern drinnen und 
verpiche sie mit Pech inwendig und auswendig.
15. Und mache ihn also: Dreihundert Ellen sei die Lnge, fnfzig Ellen die 
Weite und dreiig Ellen die Hhe.
16. Ein Fenster sollst du dran machen, oben an, eine Elle gro. Die Tr 
sollst du mitten in seine Seite setzen. Und soll drei Boden haben, einen 
unten, den andern in der Mitte, den dritten in der Hhe.
17. Denn siehe, ich will eine Sintflut mit Wasser kommen lassen auf Erden, 
zu verderben alles Fleisch, darin ein lebendiger Odem ist unter dem 
Himmel. Alles, was auf Erden ist, soll untergehen.
18. Aber mit dir will ich einen Bund aufrichten; und du sollst in den 
Kasten gehen mit deinen Shnen, mit deinem Weibe und mit deiner Shne 
Weibern.
19. Und du sollst in den Kasten tun allerlei Tiere von allem Fleisch, je 
ein Paar, Mnnlein und Frulein, da sie lebendig bleiben bei dir.
20. Von den Vgeln nach ihrer Art, von dem Vieh nach seiner Art und von 
allerlei Gewrm auf Erden nach seiner Art: von den allen soll je ein Paar 
zu dir hineingehen, da sie leben bleiben.
21. Und du sollst allerlei Speise zu dir nehmen, die man isset; und sollst 
sie bei dir sammeln, da sie dir und ihnen zur Nahrung da seien.
22. Und Noah tat alles, was ihm Gott gebot.
Das erste Buch Mose 7
1. Und der Herr sprach zu Noah: Gehe in den Kasten, du und dein ganz Haus; 
denn dich habe ich gerecht ersehen vor mir zu dieser Zeit.
2. Aus allerlei reinem Vieh nimm zu dir je sieben und sieben, das Mnnlein 
und sein Frulein; von dem unreinen Vieh aber je ein Paar, das Mnnlein 
und sein Frulein.
3. Desselbengleichen von den Vgeln unter dem Himmel je sieben und sieben, 
das Mnnlein und sein Frulein, auf da Same lebendig bleibe auf dem 
ganzen Erdboden.
4. Denn noch ber sieben Tage will ich regnen lassen auf Erden vierzig 
Tage und vierzig Nchte und vertilgen von dem Erdboden alles, was das 
Wesen hat, das ich gemacht habe.
5. Und Noah tat alles, was ihm der Herr gebot.
6. Er war aber sechshundert Jahre alt, da das Wasser der Sintflut auf 
Erden kam.
7. Und er ging in den Kasten mit seinen Shnen, seinem Weibe und seiner 
Shne Weibern vor dem Gewsser der Sintflut.
8. Von dem reinen Vieh und von dem unreinen, von den Vgeln und von allem 
Gewrm auf Erden
9. gingen zu ihm in den Kasten bei Paaren, je ein Mnnlein und Frulein, 
wie ihm der Herr geboten hatte.
10. Und da die sieben Tage vergangen waren, kam das Gewsser der Sintflut 
auf Erden.
11. In dem sechshundertsten Jahr des Alters Noah, am siebzehnten Tag des 
andern Monats, das ist der Tag, da aufbrachen alle Brunnen der groen 
Tiefe, und taten sich auf die Fenster des Himmels,
12. und kam ein Regen auf Erden, vierzig Tage und vierzig Nchte.
13. Eben am selben Tage ging Noah in den Kasten mit Sem, Ham und Japheth, 
seinen Shnen, und mit seinem Weibe und seiner Shne dreien Weibern;
14. dazu allerlei Tier nach seiner Art, allerlei Vieh nach seiner Art, 
allerlei Gewrm, das auf Erden kreucht, nach seiner Art und allerlei Vgel 
nach ihrer Art alles, was fliegen konnte, und alles, was Fittiche hatte.
15. Das ging alles zu Noah in den Kasten bei Paaren, von allem Fleisch, da 
ein lebendiger Geist innen war
16. und das waren Mnnlein und Frulein von allerlei Fleisch und gingen 
hinein, wie denn Gott ihm geboten hatte. Und der Herr schlo hinter ihm zu.
17. Da kam die Sintflut vierzig Tage auf Erden; und die Wasser wuchsen und 
huben den Kasten auf und trugen ihn empor ber der Erde.
18. Also nahm das Gewsser berhand und wuchs sehr auf Erden, da der 
Kasten auf dem Gewsser fuhr.
19. Und das Gewsser nahm berhand und wuchs so sehr auf Erden, da alle 
hohen Berge unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden.
20. Fnfzehn Ellen hoch ging das Gewsser ber die Berge, die bedeckt 
wurden.
21. Da ging alles Fleisch unter, das auf Erden kreucht, an Vgeln, an 
Vieh, an Tieren und an allem, das sich reget auf Erden, und an allen 
Menschen.
22. Alles, was einen lebendigen Odem hatte im Trocknen, das starb.
23. Also ward vertilget alles, was auf dem Erdboden war, vom Menschen an 
bis auf das Vieh und auf das Gewrm und auf die Vgel unter dem Himmel: 
das ward alles von der Erde vertilget. Allein Noah blieb ber, und was mit 
ihm in dem Kasten war.
24. Und das Gewsser stund auf Erden hundertundfnfzig Tage.
Das erste Buch Mose 8
1. Da gedachte Gott an Noah und an alle Tiere und alles Vieh, das mit ihm 
in dem Kasten war, und lie Wind auf Erden kommen, und die Wasser fielen.
2. Und die Brunnen der Tiefe wurden verstopfet samt den Fenstern des 
Himmels, und dem Regen vom Himmel ward gewehret.
3. Und das Gewsser verlief sich von der Erde immer hin und nahm ab nach 
hundertundfnfzig Tagen.
4. Am siebzehnten Tage des siebenten Mondes lie sich der Kasten nieder 
auf das Gebirge Ararat.
5. Es verlief aber das Gewsser fortan und nahm ab bis auf den zehnten 
Mond. Am ersten Tage des zehnten Mondes sahen der Berge Spitzen hervor.
6. Nach vierzig Tagen tat Noah das Fenster auf an dem Kasten, das er 
gemacht hatte,
7. und lie einen Raben ausfliegen; der flog immer hin und wieder her, bis 
das Gewsser vertrocknete auf Erden.
8. Danach lie er eine Taube von sich ausfliegen, auf da er erfhre, ob 
das Gewsser gefallen wre auf Erden.
9. Da aber die Taube nicht fand, da ihr Fu ruhen konnte, kam sie wieder 
zu ihm in den Kasten; denn das Gewsser war noch auf dem ganzen Erdboden. 
Da tat er die Hand heraus und nahm sie zu sich in den Kasten.
10. Da harrete er noch andere sieben Tage und lie abermals eine Taube 
fliegen aus dem Kasten.
11. Die kam zu ihm um Vesperzeit, und siehe, ein lblatt hatte sie 
abgebrochen und trug's in ihrem Munde. Da vernahm Noah, da das Gewsser 
gefallen wre auf Erden.
12. Aber er harrete noch andere sieben Tage und lie eine Taube 
ausfliegen, die kam nicht wieder zu ihm.
13. Im sechshundert und ersten Jahr des Alters Noahs, am ersten Tage des 
ersten Monden, vertrocknete das Gewsser auf Erden. Da tat Noah das Dach 
von dem Kasten und sah, da der Erdboden trocken war.
14. Also ward die Erde ganz trocken am siebenundzwanzigsten Tage des 
andern Monden.
15. Da redete Gott mit Noah und sprach:
16. Gehe aus dem Kasten, du und dein Weib, deine Shne und deiner Shne 
Weiber mit dir.
17. Allerlei Tier, das bei dir ist, von allerlei Fleisch, an Vgeln, an 
Vieh und an allerlei Gewrm, das auf Erden kreucht, das gehe heraus mit 
dir; und reget euch auf Erden und seid fruchtbar und mehret euch auf Erden.
18. Also ging Noah heraus mit seinen Shnen und seinem Weibe und seiner 
Shne Weibern;
19. dazu allerlei Tier, allerlei Gewrm, allerlei Vgel und alles, was auf 
Erden kreucht, das ging aus dem Kasten, ein jegliches zu seinesgleichen.
20. Noah aber bauete dem Herrn einen Altar und nahm von allerlei reinem 
Vieh und von allerlei reinem Gevgel und opferte Brandopfer auf dem Altar.
21. Und der Herr roch den lieblichen Geruch und sprach in seinem Herzen: 
Ich will hinfort nicht mehr die Erde verfluchen um der Menschen willen; 
denn das Dichten des menschlichen Herzens ist bse von Jugend auf. Und ich 
will hinfort nicht mehr schlagen alles, was da lebet, wie ich getan habe.
22. Solange die Erde stehet, soll nicht aufhren Samen und Ernte, Frost 
und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht.
Das erste Buch Mose 9
1. Und Gott segnete Noah und seine Shne und sprach: Seid fruchtbar und 
mehret euch und erfllet die Erde!
2. Eure Furcht und Schrecken sei ber alle Tiere auf Erden, ber alle 
Vgel unter dem Himmel und ber alles, was auf dem Erdboden kreucht; und 
alle Fische im Meer seien in eure Hnde gegeben.
3. Alles, was sich reget und lebet, das sei eure Speise; wie das grne 
Kraut habe ich's euch alles gegeben.
4. Allein esset das Fleisch nicht, das noch lebet in seinem Blut.
5. Denn ich will auch eures Leibes Blut rchen und will's an allen Tieren 
rchen; und will des Menschen Leben rchen an einem jeglichen Menschen, 
als der sein Bruder ist.
6. Wer Menschenblut vergeut, des Blut soll auch durch Menschen vergossen 
werden; denn Gott hat den Menschen zu seinem Bilde gemacht.
7. Seid fruchtbar und mehret euch und reget euch auf Erden, da euer viel 
drauf werden.
8. Und Gott sagte zu Noah und seinen Shnen mit ihm:
9. Siehe, ich richte mit euch einen Bund auf und mit eurem Samen nach euch
10. und mit allem lebendigen Tier bei euch, an Vgeln, an Vieh und an 
allen Tieren auf Erden bei euch, von allem, das aus dem Kasten gegangen 
ist, was fr Tiere es sind auf Erden.
11. Und richte meinen Bund also mit euch auf, da hinfort nicht mehr alles 
Fleisch verderbet soll werden mit dem Wasser der Sintflut, und soll 
hinfort keine Sintflut mehr kommen, die die Erde verderbe.
12. Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich gemacht habe 
zwischen mir und euch und allem lebendigen Tier bei euch hinfort ewiglich:
13. Meinen Bogen habe ich gesetzt in die Wolken, der soll das Zeichen sein 
des Bundes zwischen mir und der Erde.
14. Und wenn es kommt, da ich Wolken ber die Erde fhre, so soll man 
meinen Bogen sehen in den Wolken.
15. Alsdann will ich gedenken an meinen Bund zwischen mir und euch und 
allem lebendigen Tier in allerlei Fleisch, da nicht mehr hinfort eine 
Sintflut komme, die alles Fleisch verderbe.
16. Darum soll mein Bogen in den Wolken sein, da ich ihn ansehe und 
gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allem lebendigen Tier in 
allem Fleisch, das auf Erden ist.
17. Dasselbe sagte Gott auch zu Noah: Dies sei das Zeichen des Bundes, den 
ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch auf Erden.
18. Die Shne Noahs, die aus dem Kasten gingen, sind diese: Sem, Ham, 
Japheth. Ham aber ist der Vater Kanaans.
19. Das sind die drei Shne Noahs, von denen ist alles Land besetzt.
20. Noah aber fing an und ward ein Ackermann und pflanzte Weinberge.
21. Und da er des Weins trank, ward er trunken und lag in der Htte 
aufgedeckt.
22. Da nun Ham, Kanaans Vater, sah seines Vaters Scham, sagte er's seinen 
beiden Brdern drauen.
23. Da nahm Sem und Japheth ein Kleid und legten es auf ihre beiden 
Schultern und gingen rcklings hinzu und deckten ihres Vaters Scham zu; 
und ihr Angesicht war abgewandt, da sie ihres Vaters Scham nicht sahen.
24. Als nun Noah erwachte von seinem Wein und erfuhr, was ihm sein kleiner 
Sohn getan hatte,
25. sprach er: Verflucht sei Kanaan und sei ein Knecht aller Knechte unter 
seinen Brdern!
26. Und sprach weiter: Gelobet sei Gott, der Herr des Sem; und Kanaan sei 
sein Knecht.
27. Gott breite Japheth aus und lasse ihn wohnen in den Htten des Sem: 
und Kanaan sei sein Knecht.
28. Noah aber lebte nach der Sintflut dreihundertundfnfzig Jahre,
29. da sein ganzes Alter ward neunhundertundfnfzig Jahre, und starb.
Das erste Buch Mose 10
1. Dies ist das Geschlecht der Kinder Noahs: Sem, Ham, Japheth. Und sie 
zeugeten Kinder nach der Sintflut.
2. Die Kinder Japheths sind diese: Gomer, Magog, Madai, Javan, Thubal, 
Mesech und Thiras.
3. Aber die Kinder von Gomer sind diese: Askenas, Riphath und Thogarma.
4. Die Kinder von Javan sind diese: Elisa, Tharsis, Kittim und Dodanim.
5. Von diesen sind ausgebreitet die Inseln der Heiden in ihren Lndern, 
jegliche nach ihrer Sprache, Geschlecht und Leuten.
6. Die Kinder von Ham sind diese: Chus, Mizraim, Put und Kanaan.
7. Aber die Kinder von Chus sind diese. Seba, Hevila, Sabtha, Raema und 
Sabtecha. Aber die Kinder von Raema sind diese: Scheba und Dedan.
8. Chus aber zeugete den Nimrod. Der fing an ein gewaltiger Herr zu sein 
auf Erden,
9. und war ein gewaltiger Jger vor dem Herrn. Daher spricht man: Das ist 
ein gewaltiger Jger vor dem Herrn, wie Nimrod.
10. Und der Anfang seines Reichs war Babel, Erech, Ackad und Kalne im 
Lande Sinear.
11. Von dem Land ist danach kommen der Assur und bauete Ninive und 
Rehoboth-Ir und Kalah,
12. dazu Resen zwischen Ninive und Kalah. Dies ist eine groe Stadt.
13. Mizraim zeugete Ludim, Anamim, Leabim, Naphthuhim,
14. Pathrusim und Kasluhim. Von dannen sind kommen die Philistim und 
Kaphthorim.
15. Kanaan aber zeugete Zidon, seinen ersten Sohn, und Heth,
16. Jebusi, Emori, Girgasi,
17. Hivi, Arki, Sini,
18. Arvadi, Zemari und Hamathi. Daher sind ausgebreitet die Geschlechter 
der Kanaaniter.
19. Und ihre Grenzen waren von Zidon an durch Gerar bis gen Gasa, bis man 
kommt gen Sodoma, Gomorrha, Adama, Zeboim und bis gen Lasa.
20. Das sind die Kinder Hams in ihren Geschlechtern, Sprachen, Lndern und 
Leuten.
21. Sem aber, Japheths, des grern, Bruder, zeugete auch Kinder, der ein 
Vater ist aller Kinder von Eber.
22. Und dies sind seine Kinder: Elam, Assur, Arphachsad, Lud und Aram.
23. Die Kinder aber von Aram sind diese: Uz, Hut, Gether und Mas.
24. Arphachsad aber zeugete Salah, Salah zeugete Eber.
25. Eber zeugete zween Shne. Einer hie Peleg, darum da zu seiner Zeit 
die Welt zerteilet ward; des Bruder hie Jaketan.
26. Und Jaketan zeugete Almodad, Saleph, Hazarmaveth, Jarah,
27. Hadoram, Usal, Dikela,
28. Obal, Abimael, Seba,
29. Ophir, Hevila und Jobab. Das sind alle Kinder von Jaketan.
30. Und ihre Wohnung war von Mesa an, bis man kommt gen Sephar, an den 
Berg gegen den Morgen.
31. Das sind die Kinder von Sem in ihren Geschlechtern, Sprachen, Lndern 
und Leuten.
32. Das sind nun die Nachkommen der Kinder Noahs in ihren Geschlechtern 
und Leuten. Von denen sind ausgebreitet die Leute auf Erden nach der 
Sintflut.
Das erste Buch Mose 11
1. Es hatte aber alle Welt einerlei Zunge und Sprache.
2. Da sie nun zogen gen Morgen, fanden sie ein eben Land im Lande Sinear 
und wohneten daselbst,
3. und sprachen untereinander: Wohlauf, lat uns Ziegel streichen und 
brennen! Und nahmen Ziegel zu Stein und Ton zu Kalk
4. und sprachen: Wohlauf, lat uns eine Stadt und Turm bauen, des Spitze 
bis an den Himmel reiche, da wir uns einen Namen machen; denn wir werden 
vielleicht zerstreuet in alle Lnder.
5. Da fuhr der Herr hernieder, da er she die Stadt und Turm, die die 
Menschenkinder baueten.
6. Und der Herr sprach: Siehe, es ist einerlei Volk und einerlei Sprache 
unter ihnen allen, und haben das angefangen zu tun; sie werden nicht 
ablassen von allem, das sie vorgenommen haben zu tun.
7. Wohlauf, lat uns herniederfahren und ihre Sprache daselbst verwirren, 
da keiner des andern Sprache vernehme.
8. Also zerstreuete sie der Herr von dannen in alle Lnder, da sie muten 
aufhren, die Stadt zu bauen.
9. Daher heit ihr Name Babel, da der Herr daselbst verwirret hatte aller 
Lnder Sprache und sie zerstreuet von dannen in alle Lnder.
10. Dies sind die Geschlechter Sems: Sem war hundert Jahre alt und zeugete 
Arphachsad, zwei Jahre nach der Sintflut;
11. und lebte danach fnfhundert Jahre und zeugete Shne und Tchter.
12. Arphachsad war fnfunddreiig Jahre alt und zeugete Salah;
13. und lebte danach vierhundertunddrei Jahre und zeugete Shne und 
Tchter.
14. Salah war dreiig Jahre alt und zeugete Eber;
15. und lebte danach vierhundertunddrei Jahre und zeugete Shne und 
Tchter.
16. Eber war vierunddreiig Jahre alt und zeugete Peleg;
17. und lebte danach vierhundertunddreiig Jahre und zeugete Shne und 
Tchter.
18. Peleg war dreiig Jahre alt und zeugete Regu;
19. und lebte danach zweihundertundneun Jahre und zeugete Shne und 
Tchter.
20. Regu war zweiunddreiig Jahre alt und zeugete Serug;
21. und lebte danach zweihundertundsieben Jahre und zeugete Shne und 
Tchter.
22. Serug war dreiig Jahre alt und zeugete Nahor;
23. und lebte danach zweihundert Jahre und zeugete Shne und Tchter.
24. Nahor war neunundzwanzig Jahre alt und zeugete Tharah;
25. und lebte danach hundertundneunzehn Jahre und zeugete Shne und 
Tchter.
26. Tharah war siebenzig Jahre alt und zeugete Abram, Nahor und Haran.
27. Dies sind die Geschlechter Tharahs: Tharah zeugete Abram, Nahor und 
Haran. Aber Haran zeugete Lot.
28. Haran aber starb vor seinem Vater Tharah in seinem Vaterland zu Ur in 
Chalda.
29. Da nahmen Abram und Nahor Weiber. Abrams Weib hie Sarai und Nahors 
Weib Milka, Harans Tochter, der ein Vater war der Milka und der Jiska.
30. Aber Sarai war unfruchtbar und hatte kein Kind.
31. Da nahm Tharah seinen Sohn Abram und Lot, seines Sohns Harans Sohn, 
und seine Schnur Sarai, seines Sohns Abrams Weib, und fhrete sie von Ur 
aus Chalda, da er ins Land Kanaan zge; und sie kamen gen Haran und 
wohneten daselbst.
32. Und Tharah ward zweihundertundfnf Jahre alt und starb in Haran.
Das erste Buch Mose 12
1. Und der Herr sprach zu Abram: Gehe aus deinem Vaterland und von deiner 
Freundschaft und aus deines Vaters Hause in ein Land, das ich dir zeigen 
will.
2. Und ich will dich zum groen Volk machen und will dich segnen und dir 
einen groen Namen machen, und sollst ein Segen sein.
3. Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dich verfluchen; 
und in dir sollen gesegnet werden alle Geschlechter auf Erden.
4. Da zog Abram aus, wie der Herr zu ihm gesagt hatte; und Lot zog mit 
ihm. Abram aber war fnfundsiebenzig Jahre alt, da er aus Haran zog.
5. Also nahm Abram sein Weib Sarai und Lot, seines Bruders Sohn, mit aller 
ihrer Habe, die sie gewonnen hatten, und Seelen, die sie gezeuget hatten 
in Haran, und zogen aus, zu reisen in das Land Kanaan. Und als sie kommen 
waren in dasselbige Land,
6. zog Abram durch bis an die Sttte Sichem und an den Hain More. Denn es 
wohneten zu der Zeit die Kanaaniter im Lande.
7. Da erschien der Herr Abram und sprach: Deinem Samen will ich dies Land 
geben. Und er bauete daselbst dem Herrn einen Altar, der ihm erschienen 
war.
8. Danach brach er auf von dannen an einen Berg, der lag gegen dem Morgen 
der Stadt Bethel, und richtete seine Htte auf, da er Bethel gegen Abend 
und Ai gegen dem Morgen hatte, und bauete daselbst dem Herrn einen Altar 
und predigte von dem Namen des Herrn.
9. Danach wich Abram ferner und zog aus gegen den Mittag.
10. Es kam aber eine Teurung in das Land. Da zog Abram hinab in gypten, 
da er sich daselbst als ein Fremdling enthielte; denn die Teurung war 
gro im Lande.
11. Und da er nahe bei gypten kam, sprach er zu seinem Weibe Sarai: 
Siehe, ich wei, da du ein schn Weib von Angesicht bist.
12. Wenn dich nun die gypter sehen werden, so werden sie sagen: Das ist 
sein Weib; und sie werden mich erwrgen und dich behalten.
13. Lieber, sage doch, du seiest meine Schwester, auf da mir's desto ba 
gehe um deinetwillen, und meine Seele bei dem Leben bleibe um deinetwillen.
14. Als nun Abram nach gypten kam, sahen die gypter das Weib, da sie 
fast schn war.
15. Und die Frsten des Pharao sahen sie und preiseten sie vor ihm. Da 
ward sie in des Pharao Haus gebracht.
16. Und er tat Abram Gutes um ihretwillen. Und er hatte Schafe, Rinder, 
Esel, Knechte und Mgde, Eselinnen und Kamele.
17. Aber der Herr plagte den Pharao mit groen Plagen und sein Haus um 
Sarais, Abrams Weibes, willen.
18. Da rief Pharao Abram zu sich und sprach zu ihm: Warum hast du mir das 
getan? Warum sagtest du mir's nicht, da sie dein Weib wre?
19. Warum sprachest du denn, sie wre deine Schwester? derhalben ich sie 
mir zum Weibe nehme wollte. Und nun siehe, da hast du dein Weib; nimm sie 
und zeuch hin.
20. Und Pharao befahl seinen Leuten ber ihm, da sie ihn geleiteten und 
sein Weib und alles, was er hatte.
Das erste Buch Mose 13
1. Also zog Abram herauf aus gypten mit seinem Weibe und mit allem, das 
er hatte, und Lot auch mit ihm, gegen den Mittag.
2. Abram aber war sehr reich von Vieh, Silber und Gold.
3. Und er zog immer fort von Mittag bis gen Bethel, an die Sttte da am 
ersten seine Htte war, zwischen Bethel und Ai,
4. eben an den Ort, da er vorhin den Altar gemacht hatte. Und er predigte 
allda den Namen des Herrn.
5. Lot aber, der mit Abram zog, der hatte auch Schafe und Rinder und 
Htten.
6. Und das Land mochte es nicht ertragen, da sie beieinander wohneten; 
denn ihre Habe war gro, und konnten nicht beieinander wohnen.
7. Und war immer Zank zwischen den Hirten ber Abrams Vieh und zwischen 
den Hirten ber Lots Vieh. So wohneten auch zu der Zeit die Kanaaniter und 
Pheresiter im Lande.
8. Da sprach Abram zu Lot: Lieber, la nicht Zank sein zwischen mir und 
dir und zwischen meinen und deinen Hirten; denn wir sind Gebrder.
9. Stehet dir nicht alles Land offen? Lieber, scheide dich von mir! Willst 
du zur Linken, so will ich zur Rechten; oder willst du zur Rechten, so 
will ich zur Linken.
10. Da hub Lot seine Augen auf und besah die ganze Gegend am Jordan. Denn 
ehe der Herr Sodoma und Gomorrha verderbete, war sie wasserreich, bis man 
gen Zoar kommt, als ein Garten des Herrn, gleichwie gyptenland.
11. Da erwhlete ihm Lot die ganze Gegend am Jordan und zog gegen Morgen. 
Also schied sich ein Bruder von dem andern,
12. da Abram wohnete im Lande Kanaan und Lot in den Stdten der selben 
Gegend; und setzte seine Htten gen Sodom.
13. Aber die Leute zu Sodom waren bse und sndigten sehr wider den Herrn.
14. Da nun Lot sich von Abram geschieden hatte, sprach der Herr zu Abram: 
Hebe deine Augen auf und siehe von der Sttte an, da du wohnest, gegen 
Mitternacht, gegen den Mittag, gegen den Morgen und gegen den Abend.
15. Denn alle das Land, das du siehest, will ich dir geben und deinem 
Samen ewiglich.
16. Und will deinen Samen machen wie den Staub auf Erden. Kann ein Mensch 
den Staub auf Erden zhlen, der wird auch deinen Samen zhlen
17. Darum so mach dich auf und zeuch durch das Land in die Lnge und 
Breite; denn dir will ich's geben.
18. Also erhub Abram seine Htten, kam und wohnete im Hain Mamre; der zu 
Hebron ist, und bauete daselbst dem Herrn einen Altar.
Das erste Buch Mose 14
1. Und es begab sich zu der Zeit des Knigs Amraphel von Sinear, Arioch, 
des Knigs von Elassar, Kedor-Laomor, des Knigs von Elam, und Thideal, 
des Knigs der Heiden;
2. da sie kriegten mit Bera, dem Knige von Sodom, und mit Birsa, dem 
Knige von Gomorrha, und mit Sineab, dem Knige von Adama, und mit 
Semeber, dem Knige von Zeboim, und mit dem Knige von Bela, die heit 
Zoar.
3. Diese kamen alle zusammen in das Tal Siddim, da nun das Salzmeer ist.
4. Denn sie waren zwlf Jahre unter dem Knige Kedor-Laomor gewesen und im 
dreizehnten Jahr waren sie von ihm abgefallen.
5. Darum kam Kedor-Laomor und die Knige, die mit ihm waren, im 
vierzehnten Jahr und schlugen die Riesen zu Astharoth-Karnaim und die 
Susim zu Ham und die Emim in dem Felde Kiriathaim.
6. und die Horiter auf ihrem Gebirge Seir bis an die Breite Pharan, welche 
an die Wste stet.
7. Danach wandten sie um und kamen an den Born Mispat, das ist, Kades, und 
schlugen das ganze Land der Amalekiter, dazu die Amoriter, die zu Hazezon-
Thamar wohneten.
8. Da zogen aus der Knig von Sodom, der Knig von Gomorrha, der Knig von 
Adama, der Knig von Zeboim und der Knig von Bela, die Zoar heit, und 
rsteten sich, zu streiten im Tal Siddim
9. mit Kedor-Laomor, dem Knige von Elam, und mit Thideal, dem Knige der 
Heiden, und mit Amraphel, dem Knige von Sinear, und mit Arioch, dem 
Knige von Elassar, vier Knige mit fnfen.
10. Und das Tal Siddim hatte viel Tongruben. Aber der Knig von Sodom und 
Gomorrha wurden daselbst in die Flucht geschlagen und niedergelegt, und 
was berblieb, floh auf das Gebirge.
11. Da nahmen sie alle Habe zu Sodom und Gomorrha und alle Speise und 
zogen davon.
12. Sie nahmen auch mit sich Lot, Abrams Bruders Sohn, und seine Habe, 
denn er wohnete zu Sodom, und zogen davon.
13. Da kam einer, der entronnen war, und sagte es Abram an, dem Auslnder, 
der da wohnete im Hain Mamre, des Amoriters, welcher ein Bruder war Eskols 
und Aners. Diese waren mit Abram im Bunde.
14. Als nun Abram hrete, da sein Bruder gefangen war, wappnete er seine 
Knechte, dreihundertundachtzehn, in seinem Hause geboren, und jagte ihnen 
nach bis gen Dan;
15. und teilte sich, fiel des Nachts ber sie mit seinen Knechten und 
schlug sie und jagte sie bis gen Hoba, die zur Linken der Stadt Damaskus 
liegt,
16. und brachte alle Habe wieder, dazu auch Lot, seinen Bruder, mit seiner 
Habe, auch die Weiber und das Volk.
17. Als er nun wiederkam von der Schlacht des Kedor-Laomor und der Knige 
mit ihm, ging ihm entgegen der Knig von Sodom in das Feld, das Knigstal 
heiet.
18. Aber Melchisedek, der Knig von Salem, trug Brot und Wein hervor. Und 
er war ein Priester Gottes des Hchsten.
19. Und segnete ihn und sprach: Gesegnet seiest du, Abram, dem hchsten 
Gott, der Himmel und Erde besitzt,
20. und gelobet sei Gott der Hchste, der deine Feinde in deine Hand 
beschlossen hat. Und demselben gab Abram den Zehnten von allerlei.
21. Da sprach der Knig von Sodom zu Abram: Gib mir die Leute, die Gter 
behalte dir.
22. Aber Abram sprach zu dem Knige von Sodom: Ich hebe meine Hnde auf zu 
dem Herrn, dem hchsten Gott, der Himmel und Erde besitzt,
23. da ich von allem, das dein ist, nicht einen Faden noch einen 
Schuhriemen nehmen will, da du nicht sagest, du habest Abram reich 
gemacht.
24. Ausgenommen, was die Jnglinge verzehret haben, und die Mnner Aner, 
Eskol und Mamre, die mit mir gezogen sind, die la ihr Teil nehmen.
Das erste Buch Mose 15
1. Nach diesen Geschichten begab sich's, da zu Abram geschah das Wort des 
Herrn im Gesicht und sprach: Frchte dich nicht, Abram; ich bin dein 
Schild und dein sehr groer Lohn.
2. Abram aber sprach: Herr Herr, was willst du mir geben? Ich gehe dahin 
ohne Kinder; und mein Hausvogt hat einen Sohn, dieser Elieser von Damaskus.
3. Und Abram sprach weiter: Mir hast du keinen Samen gegeben; und siehe, 
der Sohn meines Gesindes soll mein Erbe sein.
4. Und siehe, der Herr sprach zu ihm: Er soll nicht dein Erbe sein, 
sondern der von deinem Leibe kommen wird, der soll dein Erbe sein.
5. Und er hie ihn hinausgehen und sprach: Siehe gen Himmel und zhle die 
Sterne, kannst du sie zhlen? Und sprach zu ihm: Also soll dein Same 
werden.
6. Abram glaubte dem Herrn, und das rechnete er ihm zur Gerechtigkeit.
7. Und er sprach zu ihm: Ich bin der Herr, der dich von Ur aus Chalda 
gefhret hat, da ich dir dies Land zu besitzen gebe.
8. Abram aber sprach: Herr Herr, wobei soll ich's merken, da ich's 
besitzen werde?
9. Und er sprach zu ihm: Bringe mir eine dreijhrige Kuh und eine 
dreijhrige Ziege und einen dreijhrigen Widder und eine Turteltaube und 
eine junge Taube.
10. Und er brachte ihm solches alles und zerteilte es mitten voneinander 
und legte ein Teil gegen das andere ber; aber die Vgel zerteilte er 
nicht.
11. Und das Gevgel fiel auf die Aase; aber Abram scheuchte sie davon.
12. Da nun die Sonne untergegangen war, fiel ein tiefer Schlaf auf Abram; 
und siehe, Schrecken und groe Finsternis berfiel ihn.
13. Da sprach er zu Abram: Das sollst du wissen, da dein Same wird fremd 
sein in einem Lande, das nicht sein ist; und da wird man sie zu dienen 
zwingen und plagen vierhundert Jahre.
14. Aber ich will richten das Volk, dem sie dienen mssen. Danach sollen 
sie ausziehen mit groem Gut.
15. Und du sollst fahren zu deinen Vtern mit Frieden und in gutem Alter 
begraben werden.
16. Sie aber sollen nach vier Mannsleben wieder hieher kommen, denn die 
Missetat der Amoriter ist noch nicht alle.
17. Als nun die Sonne untergegangen und finster worden war, siehe, da 
rauchte ein Ofen, und eine Feuerflamme fuhr zwischen den Stcken hin.
18. An dem Tage machte der Herr einen Bund mit Abram und sprach: Deinem 
Samen will ich dies Land geben, von dem Wasser gyptens an bis an das 
groe Wasser Phrath:
19. die Keniter, die Kinisiter, die Kadmoniter,
20. die Hethiter, die Pheresiter, die Riesen,
21. die Amoriter, die Kanaaniter, die Gergesiter, die Jebusiter.
Das erste Buch Mose 16
1. Sarai, Abrams Weib, gebar ihm nichts. Sie hatte aber eine gyptische 
Magd, die hie Hagar.
2. Und sie sprach zu Abram: Siehe, der Herr hat mich verschlossen, da ich 
nicht gebren kann. Lieber, lege dich zu meiner Magd, ob ich doch 
vielleicht aus ihr mich bauen mge. Abram, der gehorchte der Stimme Sarais.
3. Da nahm Sarai, Abrams Weib, ihre gyptische Magd, Hagar, und gab sie 
Abram, ihrem Mann, zum Weibe, nachdem sie zehn Jahre im Lande Kanaan 
gewohnet hatten.
4. Und er legte sich zu Hagar, die ward schwanger. Als sie nun sah, da 
sie schwanger war, achtete sie ihre Frau geringe gegen sich.
5. Da sprach Sarai zu Abram: Du tust unrecht an mir. Ich habe meine Magd 
dir beigelegt; nun sie aber siehet, da sie schwanger worden ist, mu ich 
geringe geachtet sein gegen ihr. Der Herr sei Richter zwischen mir und dir!
6. Abram aber sprach zu Sarai: Siehe deine Magd ist unter deiner Gewalt; 
tue mit ihr, wie dir's gefllt. Da sie nun Sarai wollte demtigen, floh 
sie von ihr.
7. Aber der Engel des Herrn fand sie bei einem Wasserbrunnen in der Wste, 
nmlich bei dem Brunnen am Wege zu Sur.
8. Der sprach zu ihr: Hagar, Sarais Magd, wo kommst du her und wo willst 
du hin? Sie sprach: Ich bin von meiner Frau Sarai geflohen.
9. Und der Engel des Herrn sprach zu ihr: Kehre um wieder zu deiner Frau 
und demtige dich unter ihre Hand.
10. Und der Engel des Herrn sprach zu ihr: Ich will deinen Samen also 
mehren, da er vor groer Menge nicht soll gezhlet werden.
11. Weiter sprach der Engel des Herrn zu ihr: Siehe, du bist schwanger 
worden und wirst einen Sohn gebren, des Namen sollst du Ismael heien, 
darum da der Herr dein Elend erhret hat.
12. Er wird ein wilder Mensch sein, seine Hand wider jedermann und 
jedermanns Hand wider ihn; und wird gegen allen seinen Brdern wohnen.
13. Und sie hie den Namen des Herrn, der mit ihr redete: Du, Gott, 
siehest mich. Denn sie sprach: Gewilich hie habe ich gesehen den, der 
mich hernach angesehen hat.
14. Darum hie sie den Brunnen einen Brunnen des Lebendigen, der mich 
angesehen hat; welcher Brunnen ist zwischen Kades und Bared.
15. Und Hagar gebar Abram einen Sohn; und Abram hie den Sohn, den ihm 
Hagar gebar, Ismael.
16. Und Abram war sechsundachtzig Jahre alt, da ihm Hagar den Ismael gebar.
Das erste Buch Mose 17
1. Als nun Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der Herr und 
sprach zu ihm: Ich bin der allmchtige Gott; wandle vor mir und sei fromm!
2. Und ich will meinen Bund zwischen mir und dir machen und will dich fast 
sehr mehren.
3. Da fiel Abram auf sein Angesicht. Und Gott redete weiter mit ihm und 
sprach:
4. Siehe, ich bin's und habe meinen Bund mit dir, und du sollst ein Vater 
vieler Vlker werden.
5. Darum sollst du nicht mehr Abram heien, sondern Abraham soll dein Name 
sein; denn ich habe dich gemacht vieler Vlker Vater.
6. Und will dich fast sehr fruchtbar machen und will von dir Vlker 
machen; und sollen auch Knige von dir kommen.
7. Und ich will aufrichten meinen Bund zwischen mir und dir und deinem 
Samen nach dir bei ihren Nachkommen, da es ein ewiger Bund sei, also da 
ich dein Gott sei und deines Samens nach dir.
8. Und will dir und deinem Samen nach dir geben das Land, da du ein 
Fremdling innen bist, nmlich das ganze Land Kanaan, zu ewiger Besitzung; 
und will ihr Gott sein.
9. Und Gott sprach zu Abraham: So halte nun meinen Bund, du und dein Same 
nach dir bei ihren Nachkommen.
10. Das ist aber mein Bund, den ihr halten sollt zwischen mir und euch und 
deinem Samen nach dir: Alles, was mnnlich ist unter euch, soll 
beschnitten werden.
11. Ihr sollt aber die Vorhaut an eurem Fleisch beschneiden. Dasselbe soll 
ein Zeichen sein des Bundes zwischen mir und euch.
12. Ein jegliches Knblein, wenn es acht Tage alt ist, sollt ihr 
beschneiden bei euren Nachkommen; desselbengleichen auch alles was 
Gesindes daheim geboren oder erkauft ist von allerlei Fremden, die nicht 
eures Samens sind.
13. Also soll mein Bund an eurem Fleisch sein zum ewigen Bunde.
14. Und wo ein Knblein nicht wird beschnitten an der Vorhaut seines 
Fleisches, des Seele soll ausgerottet werden aus seinem Volk, darum da es 
meinen Bund unterlassen hat.
15. Und Gott sprach abermal zu Abraham: Du sollst dein Weib Sarai nicht 
mehr Sarai heien, sondern Sara soll ihr Name sein.
16. Denn ich will sie segnen, und von ihr will ich dir einen Sohn geben; 
denn ich will sie segnen, und Vlker sollen aus ihr werden und Knige ber 
viel Vlker.
17. Da fiel Abraham auf sein Angesicht und lachte und sprach in seinem 
Herzen: Soll mir hundert Jahre alt, ein Kind geboren werden und Sara 
neunzig Jahre alt gebren?
18. Und Abraham sprach zu Gott: Ach, da Ismael leben sollte vor dir!
19. Da sprach Gott: Ja, Sara, dein Weib soll dir einen Sohn gebren, den 
sollst du Isaak heien; denn mit ihm will ich meinen ewigen Bund 
aufrichten und mit seinem Samen nach ihm.
20. Dazu um Ismael habe ich dich auch erhret. Siehe, ich habe ihn 
gesegnet und will ihn fruchtbar machen und mehren fast sehr. Zwlf Frsten 
wird er zeugen, und will ihn zum groen Volk machen.
21. Aber meinen Bund will ich aufrichten mit Isaak, den dir Sara gebren 
soll um diese Zeit im andern Jahr.
22. Und er hrete auf mit ihm zu reden, Und Gott fuhr auf von Abraham.
23. Da nahm Abraham seinen Sohn Ismael und alle Knechte, die daheim 
geboren, und alle, die erkauft, und alles, was Mannsnamen war in seinem 
Hause, und beschnitt die Vorhaut an ihrem Fleisch eben desselben Tages, 
wie ihm Gott gesagt hatte.
24. Und Abraham war neunundneunzig Jahre alt, da er die Vorhaut an seinem 
Fleische beschnitt.
25. Ismael aber, sein Sohn, war dreizehn Jahre alt, da seines Fleisches 
Vorhaut beschnitten ward.
26. Eben auf einen Tag wurden sie alle beschnitten, Abraham, sein Sohn 
Ismael,
27. und was Mannsnamen in seinem Hause war, daheim geboren und erkauft von 
Fremden; es ward alles mit ihm beschnitten.
Das erste Buch Mose 18
1. Und der Herr erschien ihm im Hain Mamre, da er sa an der Tr seiner 
Htte, da der Tag am heiesten war.
2. Und als er seine Augen aufhub und sah, siehe, da stunden drei Mnner 
gegen ihm. Und da er sie sah, lief er ihnen entgegen von der Tr seiner 
Htte und bckte sich nieder auf die Erde
3. und sprach: Herr, habe ich Gnade funden vor deinen Augen, so gehe nicht 
vor deinem Knechte ber.
4. Man soll euch ein wenig Wassers bringen und eure Fe waschen; und 
lehnet euch unter den Baum.
5. Und ich will euch einen Bissen Brots bringen, da ihr euer Herz labet; 
danach sollt ihr fortgehen. Denn darum seid ihr zu eurem Knechte kommen. 
Sie sprachen: Tue, wie du gesagt hast.
6. Abraham eilete in die Htte zu Sara und sprach: Eile und menge drei Ma 
Semmelmehl, knete und backe Kuchen.
7. Er aber lief zu den Rindern und holete ein zart gut Kalb und gab's dem 
Knaben; der eilete und bereitete es zu
8. Und er trug auf Butter und Milch und von dem Kalbe, das er zubereitet 
hatte, und setzte es ihnen vor und trat vor sie unter dem Baum, und sie 
aen.
9. Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Weib Sara? Er antwortete: Drinnen 
in der Htte.
10. Da sprach er: Ich will wieder zu dir kommen, so ich lebe, siehe, so 
soll Sara, dein Weib, einen Sohn haben. Das hrete Sara hinter ihm, hinter 
der Tr der Htte.
11. Und sie waren beide, Abraham und Sara, alt und wohl betagt, also da 
es Sara nicht mehr ging nach der Weiber Weise.
12. Darum lachte sie bei sich selbst und sprach: Nun ich alt bin, soll ich 
noch Wollust pflegen, und mein Herr auch alt ist!
13. Da sprach der Herr zu Abraham: Warum lachet des Sara und spricht: 
Meinest du, da wahr sei, da ich noch gebren werde, so ich doch alt bin?
14. Sollte dem Herrn etwas unmglich sein? Um diese Zeit will ich wieder 
zu dir kommen, so ich lebe, so soll Sara einen Sohn haben.
15. Da leugnete Sara und sprach: Ich habe nicht gelacht; denn sie 
frchtete sich. Aber er sprach: Es ist nicht also, du hast gelacht.
16. Da stunden die Mnner auf von dannen und wandten sich gegen Sodom; und 
Abraham ging mit ihnen, da er sie geleitete.
17. Da sprach der Herr: Wie kann ich Abraham verbergen, was ich tue,
18. sintemal er ein gro und mchtiges Volk soll werden, und alle Vlker 
auf Erden in ihm gesegnet werden sollen?
19. Denn ich wei, er wird befehlen seinen Kindern und seinem Hause nach 
ihm, da sie des Herrn Wege halten und tun, was recht und gut ist; auf da 
der Herr auf Abraham kommen lasse, was er ihm verheien hat.
20. Und der Herr sprach: Es ist ein Geschrei zu Sodom und Gomorrha, das 
ist gro, und ihre Snden sind fast schwer.
21. Darum will ich hinabfahren und sehen, ob sie alles getan haben nach 
dem Geschrei, das vor mich kommen ist; oder ob's nicht also sei, da ich's 
wisse.
22. Und die Mnner wandten ihr Angesicht und gingen gen Sodom; aber 
Abraham blieb stehen vor dem Herrn
23. und trat zu ihm und sprach: Willst du denn den Gerechten mit dem 
Gottlosen umbringen?
24. Es mchten vielleicht fnfzig Gerechte in der Stadt sein; wolltest du 
die umbringen und dem Ort nicht vergeben um fnfzig Gerechter willen, die 
drinnen wren?
25. Das sei ferne von dir, da du das tust und ttest den Gerechten mit 
dem Gottlosen, da der Gerechte sei gleich wie der Gottlose; das sei ferne 
von dir, der du aller Welt Richter bist! Du wirst so nicht richten.
26. Der Herr sprach: Finde ich fnfzig Gerechte zu Sodom in der Stadt, so 
will ich um ihretwillen all den Orten vergeben.
27. Abraham antwortete und sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden zu 
reden mit dem Herrn, wiewohl ich Erde und Asche bin.
28. Es mchten vielleicht fnf weniger denn fnfzig Gerechte drinnen sein; 
wolltest du denn die ganze Stadt verderben um der fnfe willen? Er sprach: 
Finde ich drinnen fnfundvierzig, will ich sie nicht verderben.
29. Und er fuhr weiter mit ihm zu reden, und sprach: Man mchte vielleicht 
vierzig drinnen finden. Er aber sprach: Ich will ihnen nichts tun um der 
vierzig willen.
30. Abraham sprach: Zrne nicht, Herr, da ich noch mehr rede. Man mchte 
vielleicht dreiig drinnen finden. Er aber sprach: Finde ich dreiig 
drinnen, so will ich ihnen nichts tun.
31. Und er sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden, mit dem Herrn zu 
reden. Man mchte vielleicht zwanzig drinnen finden. Er antwortete: Ich 
will sie nicht verderben um der zwanzig willen.
32. Und er sprach: Ach zrne nicht, Herr, da ich nur noch einmal rede. 
Man mchte vielleicht zehn drinnen finden. Er aber sprach: Ich will sie 
nicht verderben um der zehn willen.
33. Und der Herr ging hin, da er mit Abraham ausgeredet hatte; und Abraham 
kehrte wieder hin an seinen Ort.
Das erste Buch Mose 19
1. Die zween Engel kamen gen Sodom des Abends. Lot aber sa zu Sodom unter 
dem Tor. Und da er sie sah, stund er auf ihnen entgegen und bckte sich 
mit seinem Angesicht auf die Erde
2. und sprach: Siehe, Herr, kehret doch ein zum Hause eures Knechts und 
bleibet ber Nacht; lasset eure Fe waschen, so stehet ihr morgens frhe 
auf und ziehet eure Strae. Aber sie sprachen: Nein, sondern wir wollen 
ber Nacht auf der Gasse bleiben.
3. Da ntigte er sie fast; und sie kehrten zu ihm ein und kamen in sein 
Haus. Und er machte ihnen ein Mahl und buk ungesuerte Kuchen; und sie 
aen.
4. Aber ehe sie sich legten, kamen die Leute der Stadt Sodom und umgaben 
das Haus, jung und alt, das ganze Volk aus allen Enden,
5. und forderten Lot und sprachen zu ihm: Wo sind die Mnner, die zu dir 
kommen sind diese Nacht? Fhre sie heraus zu uns, da wir sie erkennen.
6. Lot ging heraus zu ihnen vor die Tr und schlo die Tr hinter ihm zu
7. und sprach: Ach, lieben Brder, tut nicht so bel!
8. Siehe, ich habe zwo Tchter, die haben noch keinen Mann erkannt; die 
will ich herausgeben unter euch, und tut mit ihnen, was euch gefllt; 
alleine diesen Mnnern tut nichts, denn darum sind sie unter die Schatten 
meines Dachs eingegangen.
9. Sie aber sprachen: Komm hieher! Da sprachen sie: Du bist der einige 
Fremdling hie und willst regieren? Wohlan, wir wollen dich ba plagen denn 
jene! Und sie drangen hart auf den Mann Lot. Und da sie hinzuliefen und 
wollten die Tr aufbrechen,
10. griffen die Mnner hinaus und zogen Lot hinein zu ihnen ins Haus und 
schlossen die Tr zu.
11. Und die Mnner vor der Tr am Hause wurden mit Blindheit geschlagen, 
beide klein und gro, bis sie mde wurden und die Tr nicht finden konnten.
12. Und die Mnner sprachen zu Lot: Hast du noch irgend hie einen Eidam 
und Shne und Tchter, und wer dir angehret in der Stadt, den fhre aus 
dieser Sttte.
13. Denn wir werden diese Sttte verderben, darum da ihr Geschrei gro 
ist vor dem Herrn; der hat uns gesandt, sie zu verderben.
14. Da ging Lot hinaus und redete mit seinen Eidamen, die seine Tchter 
nehmen sollten: Machet euch auf und gehet aus diesem Ort; denn der Herr 
wird diese Stadt verderben. Aber es war ihnen lcherlich.
15. Da nun die Morgenrte aufging, hieen die Engel den Lot eilen und 
sprachen: Mache dich auf, nimm dein Weib und deine zwo Tchter, die 
vorhanden sind, da du nicht auch umkommest in der Missetat dieser Stadt.
16. Da er aber verzog, ergriffen die Mnner ihn und sein Weib und seine 
zwo Tchter bei der Hand, darum da der Herr sein verschonete, und fhrten 
ihn hinaus und lieen ihn auen vor der Stadt.
17. Und als sie ihn hatten hinausgebracht, sprach er: Errette deine Seele 
und sieh nicht hinter dich; auch stehe nicht in dieser ganzen Gegend. Auf 
dem Berge errette dich, da du nicht umkommest.
18. Aber Lot sprach zu ihnen: Ach nein, Herr!
19. Siehe, dieweil dein Knecht Gnade funden hat vor deinen Augen, so 
wollest du deine Barmherzigkeit gro machen, die du an mir getan hast, da 
du meine Seele bei dem Leben erhieltest. Ich kann mich nicht auf dem Berge 
erretten; es mchte mich ein Unfall ankommen, da ich strbe.
20. Siehe, da ist eine Stadt nahe, darein ich fliehen mag, und ist klein, 
daselbst will ich mich erretten; ist sie doch klein, da meine Seele 
lebendig bleibe.
21. Da sprach er zu ihm: Siehe, ich habe auch in diesem Stck dich 
angesehen, da ich die Stadt nicht umkehre, davon du geredet hast.
22. Eile und errette dich daselbst, denn ich kann nichts tun, bis da du 
hinein kommest. Daher ist diese Stadt genannt Zoar.
23. Und die Sonne war aufgegangen auf Erden, da Lot gen Zoar einkam.
24. Da lie der Herr Schwefel und Feuer regnen von dem Herrn vom Himmel 
herab auf Sodom und Gomorrha.
25. Und kehrete die Stdte um, die ganze Gegend und alle Einwohner der 
Stdte, und was auf dem Lande gewachsen war.
26. Und sein Weib sah hinter sich und ward zur Salzsule.
27. Abraham aber machte sich des Morgens frhe auf an den Ort, da er 
gestanden war vor dem Herrn,
28. und wandte sein Angesicht gegen Sodom und Gomorrha und alles Land der 
Gegend und schauete; und siehe, da ging ein Rauch auf vom Lande, wie ein 
Rauch vom Ofen.
29. Denn da Gott die Stdte in der Gegend verderbte, gedachte er an 
Abraham und geleitete Lot aus den Stdten, die er umkehrete, darin Lot 
wohnete.
30. Und Lot zog aus Zoar und blieb auf dem Berge mit seinen beiden 
Tchtern; denn er frchtete sich, zu Zoar zu bleiben; und blieb also in 
einer Hhle mit seinen beiden Tchtern.
31. Da sprach die lteste zu der jngsten: Unser Vater ist alt, und ist 
kein Mann mehr auf Erden, der uns beschlafen mge nach aller Welt Weise.
32. So komm, la uns unserm Vater Wein zu trinken geben und bei ihm 
schlafen, da wir Samen von unserm Vater erhalten.
33. Also gaben sie ihrem Vater Wein zu trinken in derselben Nacht. Und die 
erste ging hinein und legte sich zu ihrem Vater; und er ward's nicht 
gewahr, da sie sich legte, noch da sie aufstund.
34. Des Morgens sprach die lteste zu der jngsten: Siehe, ich habe 
gestern bei meinem Vater gelegen. La uns ihm diese Nacht auch Wein zu 
trinken geben, da du hineingehest und legest dich zu ihm, da wir Samen 
von unserm Vater erhalten:
35. Also gaben sie ihrem Vater die Nacht auch Wein zu trinken. Und die 
jngste machte sich auch auf und legte sich zu ihm; und er ward's nicht 
gewahr, da sie sich legte, noch da sie aufstund.
36. Also wurden die beiden Tchter Lots schwanger von ihrem Vater.
37. Und die lteste gebar einen Sohn, den hie sie Moab. Von dem kommen 
her die Moabiter bis auf diesen heutigen Tag.
38. Und die jngste gebar auch einen Sohn, den hie sie das Kind Ammi. Von 
dem kommen die Kinder Ammon bis auf den heutigen Tag.
Das erste Buch Mose 20
1. Abraham aber zog von dannen ins Land gegen Mittag und wohnete zwischen 
Kades und Sur und ward ein Fremdling zu Gerar.
2. Und sprach von seinem Weibe Sara: Es ist meine Schwester. Da sandte 
Abimelech, der Knig zu Gerar, nach ihr und lie sie holen.
3. Aber Gott kam zu Abimelech des Nachts im Traum und sprach zu ihm: Siehe 
da, du bist des Todes um des Weibes willen, das du genommen hast; denn sie 
ist eines Mannes Eheweib.
4. Abimelech aber hatte sie nicht berhret und sprach: Herr, willst du 
denn auch ein gerecht Volk erwrgen?
5. Hat er nicht zu mir gesagt: Sie ist meine Schwester? Und sie hat auch 
gesagt: Er ist mein Bruder. Habe ich doch das getan mit einfltigem Herzen 
und unschuldigen Hnden.
6. Und Gott sprach zu ihm im Traum: Ich wei auch, da du mit einfltigem 
Herzen das getan hast. Darum habe ich dich auch behtet, da du nicht 
wider mich sndigtest, und habe dir's nicht zugegeben, da du sie 
berhrtest.
7. So gib nun dem Mann sein Weib wieder, denn er ist ein Prophet, und la 
ihn fr dich bitten, so wirst du lebendig bleiben. Wo du aber sie nicht 
wiedergibst, so wisse, da du des Todes sterben mut, und alles, was dein 
ist.
8. Da stund Abimelech des Morgens frhe auf und rief allen seinen Knechten 
und sagte ihnen dieses alles vor ihren Ohren. Und die Leute frchteten 
sich sehr.
9. Und Abimelech rief Abraham auch und sprach zu ihm: Warum hast du uns 
das getan, und was habe ich an dir gesndiget, da du so eine groe Snde 
wolltest auf mich und mein Reich bringen? Du hast mit mir gehandelt, nicht 
wie man handeln soll.
10. Und Abimelech sprach weiter zu Abraham: Was hast du gesehen, da du 
solches getan hast?
11. Abraham sprach: Ich dachte, vielleicht ist keine Gottesfurcht an 
diesen Orten, und werden mich um meines Weibes willen erwrgen.
12. Auch ist sie wahrhaftig meine Schwester, denn sie ist meines Vaters 
Tochter, aber nicht meiner Mutter Tochter, und ist mein Weib worden.
13. Da mich aber Gott auer meines Vaters Hause wandern hie, sprach ich 
zu ihr: Die Barmherzigkeit tu an mir, da wo wir hinkommen, du von mir 
sagest, ich sei dein Bruder.
14. Da nahm Abimelech Schafe und Rinder, Knechte und Mgde und gab sie 
Abraham; und gab ihm wieder sein Weib Sara
15. und sprach: Siehe da, mein Land stehet dir offen; wohne, wo dir's 
wohlgefllt.
16. Und sprach zu Sara: Siehe da, ich habe deinem Bruder tausend 
Silberlinge gegeben; siehe, das soll dir eine Decke der Augen sein vor 
allen, die bei dir sind, und allenthalben. Und das war ihre Strafe.
17. Abraham aber betete zu Gott; da heilete Gott Abimelech und sein Weib 
und seine Mgde, da sie Kinder gebaren.
18. Denn der Herr hatte zuvor hart verschlossen alle Mtter des Hauses 
Abimelech um Saras, Abrahams Weibes, willen.
Das erste Buch Mose 21
1. Und der Herr suchte heim Sara wie er geredet hatte, und tat mit ihr, 
wie er geredet hatte.
2. Und Sara ward schwanger und gebar Abraham einen Sohn in seinem Alter um 
die Zeit, die ihm Gott geredet hatte.
3. Und Abraham hie seinen Sohn, der ihm geboren war, Isaak, den ihm Sara 
gebar,
4. und beschnitt ihn am achten Tage, wie ihm Gott geboten hatte.
5. Hundert Jahre war Abraham alt, da ihm sein Sohn Isaak geboren ward.
6. Und Sara sprach: Gott hat mir ein lachen zugerichtet; denn wer es hren 
wird, der wird mein lachen.
7. Und sprach: Wer drfte von Abraham sagen, da Sara Kinder suget und 
htte ihm einen Sohn geboren in seinem Alter?
8. Und das Kind wuchs und ward entwhnet. Und Abraham machte ein gro Mahl 
am Tage, da Isaak entwhnet ward.
9. Und Sara sah den Sohn Hagars, der gyptischen, den sie Abraham geboren 
hatte, da er ein Sptter war,
10. und sprach zu Abraham: Treibe diese Magd aus mit ihrem Sohn; denn 
dieser Magd Sohn soll nicht erben mit meinem Sohn Isaak.
11. Das Wort gefiel Abraham sehr bel um seines Sohnes willen.
12. Aber Gott sprach zu ihm: La dir's nicht bel gefallen des Knaben und 
der Magd halben. Alles, was Sara dir gesagt hat, dem gehorche. Denn in 
Isaak soll dir der Same genannt werden.
13. Auch will ich der Magd Sohn zum Volk machen, darum da er deines 
Samens ist.
14. Da stund Abraham des Morgens frhe auf und nahm Brot und eine Flasche 
mit Wasser und legte es Hagar auf ihre Schulter, und den Knaben mit, und 
lie sie aus. Da zog sie hin und ging in der Wste irre bei Bersaba.
15. Da nun das Wasser in der Flasche aus war, warf sie den Knaben unter 
einen Baum
16. und ging hin und setzte sich gegenber von ferne, eines Bogenschusses 
weit; denn sie sprach: Ich kann nicht zusehen des Knaben Sterben. Und sie 
setzte sich gegenber und hub ihre Stimme auf und weinete.
17. Da erhrete Gott die Stimme des Knaben. Und der Engel Gottes rief vom 
Himmel der Hagar und sprach zu ihr: Was ist dir, Hagar? Frchte dich 
nicht; denn Gott hat erhret die Stimme des Knaben, da er liegt.
18. Stehe auf, nimm den Knaben und fhre ihn an deiner Hand; denn ich will 
ihn zum groen Volk machen.
19. Und Gott tat ihr die Augen auf, da sie einen Wasserbrunnen sah. Da 
ging sie hin und fllete die Flasche mit Wasser und trnkte den Knaben.
20. Und Gott war mit dem Knaben; der wuchs und wohnete in der Wste und 
ward ein guter Schtze;
21. und wohnete in der Wste Pharan. Und seine Mutter nahm ihm ein Weib 
aus gyptenland.
22. Zu derselbigen Zeit redete Abimelech und Phichol, sein Feldhauptmann, 
mit Abraham und sprach: Gott ist mit dir in allem, das du tust.
23. So schwre mir nun bei Gott, da du mir, noch meinen Kindern, noch 
meinen Neffen keine Untreue erzeigen wollest, sondern die Barmherzigkeit, 
die ich an dir getan habe, an mir auch tust und an dem Lande, da du ein 
Fremdling innen bist.
24. Da sprach Abraham: Ich will schwren.
25. Und Abraham strafte Abimelech um des Wasserbrunnens willen, den 
Abimelechs Knechte hatten mit Gewalt genommen.
26. Da antwortete Abimelech: Ich hab's nicht gewut, wer das getan hat; 
auch hast du mir's nicht angesagt; dazu habe ich's nicht gehret denn 
heute.
27. Da nahm Abraham Schafe und Rinder und gab sie Abimelech; und machten 
beide einen Bund miteinander.
28. Und Abraham stellete dar sieben Lmmer besonders.
29. Da sprach Abimelech zu Abraham: Was sollen die sieben Lmmer, die du 
besonders dargestellt hast?
30. Er antwortete: Sieben Lmmer sollst du von meiner Hand nehmen, da sie 
mir zum Zeugnis seien, da ich diesen Brunnen gegraben habe.
31. Daher heit die Sttte Bersaba, da sie beide miteinander da 
geschworen haben.
32. Und also machten sie den Bund zu Bersaba. Da machten sich auf 
Abimelech und Phichol, sein Feldhauptmann, und zogen wieder in der 
Philister Land.
33. Abraham aber pflanzete Bume zu Bersaba und predigte daselbst von dem 
Namen des Herrn, des ewigen Gottes.
34. Und war ein Fremdling in der Philister Lande eine lange Zeit.
Das erste Buch Mose 22
1. Nach diesen Geschichten versuchte Gott Abraham und sprach zu ihm: 
Abraham! Und er antwortete: Hier bin ich.
2. Und er sprach: Nimm Isaak, deinen einigen Sohn, den du lieb hast, und 
gehe hin in das Land Morija und opfere ihn daselbst zum Brandopfer auf 
einem Berge, den ich dir sagen werde.
3. Da stund Abraham des Morgens frhe auf und grtete seinen Esel und nahm 
mit sich zween Knaben und seinen Sohn Isaak und spaltete Holz zum 
Brandopfer, machte sich auf und ging hin an den Ort, davon ihm Gott 
gesagt, hatte.
4. Am dritten Tage hub Abraham seine Augen auf und sah die Sttte von 
ferne.
5. Und sprach zu seinen Knaben: Bleibet ihr hie mit dem Esel; ich und der 
Knabe wollen dorthin gehen; und wenn wir angebetet haben, wollen wir 
wieder zu euch kommen.
6. Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen Sohn 
Isaak; er aber nahm das Feuer und Messer in seine Hand, und gingen die 
beiden miteinander.
7. Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vter! Abraham 
antwortete: Hie bin ich, mein Sohn. Und er sprach: Siehe, hie ist Feuer 
und Holz; wo ist aber das Schaf zum Brandopfer?
8. Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird ihm ersehen ein Schaf zum 
Brandopfer. Und gingen die beiden miteinander.
9. Und als sie kamen an die Sttte, die ihm Gott sagte, bauete Abraham 
daselbst einen Altar und legte das Holz drauf und band seinen Sohn Isaak, 
legte ihn auf den Altar oben auf das Holz
10. und reckte seine Hand aus und fassete das Messer, da er seinen Sohn 
schlachtete.
11. Da rief ihm der Engel des Herrn vom Himmel und sprach: Abraham, 
Abraham! Er antwortete: Hie bin ich.
12. Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tu ihm nichts! Denn 
nun wei ich, da du Gott frchtest und hast deines einigen Sohnes nicht 
verschonet um meinetwillen.
13. Da hub Abraham seine Augen auf und sah einen Widder hinter ihm in der 
Hecke mit seinen Hrnern hangen; und ging hin und nahm den Widder und 
opferte ihn zum Brandopfer an seines Sohnes Statt.
14. Und Abraham hie die Sttte: Der Herr siehet. Daher man noch 
heutigestages saget: Auf dem Berge, da der Herr siehet.
15. Und der Engel des Herrn rief Abraham abermal vom Himmel
16. und sprach: Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der Herr, 
dieweil du solches getan hast und hast deines einigen Sohnes nicht 
verschonet,
17. da ich deinen Samen segnen und mehren will wie die Sterne am Himmel 
und wie den Sand am Ufer des Meeres; und dein Same soll besitzen die Tore 
seiner Feinde.
18. Und durch deinen Samen sollen alle Vlker auf Erden gesegnet werden, 
darum da du meiner Stimme gehorchet hast.
19. Also kehrete Abraham wieder zu seinen Knaben; und machten sich auf und 
zogen miteinander gen Bersaba und wohnete daselbst.
20. Nach diesen Geschichten begab sich's, da Abraham angesagt ward: 
Siehe, Milka hat auch Kinder geboren deinem Bruder Nahor,
21. nmlich Uz, den Erstgeborenen, und Bus, seinen Bruder, und Kemuel, von 
dem die Syrer kommen,
22. und Chesed und Haso und Pildas und Jedlaph und Bethuel.
23. Bethuel aber zeugete Rebekka. Diese acht gebar Milka dem Nahor, 
Abrahams Bruder.
24. Und sein Kebsweib, mit Namen Rehuma, gebar auch, nmlich den Theba, 
Gaham, Thahas und Maacha.
Das erste Buch Mose 23
1. Sara war hundertsiebenundzwanzig Jahre alt
2. und starb in der Hauptstadt, die heit Hebron, im Lande Kanaan. Da kam 
Abraham, da er sie klagete und beweinete.
3. Danach stund er auf von seiner Leiche und redete mit den Kindern Heths 
und sprach:
4. Ich bin ein Fremder und Einwohner bei euch; gebet mir ein Erbbegrbnis 
bei euch, da ich meinen Toten begrabe, der vor mir liegt.
5. Da antworteten Abraham die Kinder Heths und sprachen zu ihm:
6. Hre uns, lieber Herr! Du bist ein Frst Gottes unter uns; begrabe 
deinen Toten in unsern ehrlichsten Grbern; kein Mensch soll dir unter uns 
wehren, da du in seinem Grabe nicht begrabest deinen Toten.
7. Da stund Abraham auf und bckte sich vor dem Volk des Landes, nmlich 
vor den Kindern Heths.
8. Und er redete mit ihnen und sprach: Gefllt es euch, da ich meinen 
Toten, der vor mir liegt, begrabe, so hret mich und bittet fr mich gegen 
Ephron, dem Sohn Zoars,
9. da er mir gebe seine zwiefache Hhle, die er hat am Ende seines 
Ackers; er gebe mir sie um Geld, soviel sie wert ist, unter euch zum 
Erbbegrbnis.
10. Denn Ephron wohnete unter den Kindern Heths. Da antwortete Ephron, der 
Hethiter, Abraham, da zuhreten die Kinder Heths, vor allen, die zu 
seiner Stadt Tor aus und ein gingen, und sprach:
11. Nein, mein Herr, sondern hre mir zu. Ich schenke dir den Acker, und 
die Hhle drinnen dazu, und bergebe dir's vor den Augen der Kinder meines 
Volks, zu begraben deinen Toten.
12. Da bckte sich Abraham vor dem Volk des Landes
13. und redete mit Ephron, da zuhrete das Volk des Landes, und sprach: 
Willst du mir ihn lassen, so bitte ich, nimm von mir das Geld fr den 
Acker, das ich dir gebe, so will ich meinen Toten daselbst begraben.
14. Ephron antwortete Abraham und sprach zu ihm:
15. Mein Herr, hre doch mich! Das Feld ist vierhundert Sekel Silbers 
wert; was ist das aber zwischen mir und dir? Begrabe nur deinen Toten.
16. Abraham gehorchte Ephron und wog ihm das Geld dar, das er gesagt 
hatte, da zuhreten die Kinder Heths nmlich vierhundert Sekel Silbers, 
das im Kauf gang und gbe war.
17. Also ward Ephrons Acker, darin die zwiefache Hhle ist, gegen Mamre 
ber, Abraham zum eigenen Gut besttiget, mit der Hhle darinnen und mit 
allen Bumen auf dem Acker umher,
18. da die Kinder Heths zusahen und alle, die zu seiner Stadt Tor aus und 
ein gingen.
19. Danach begrub Abraham Sara, sein Weib, in der Hhle des Ackers, die 
zwiefach ist, gegen Mamre ber, das ist, Hebron, im Lande Kanaan.
20. Also ward besttiget der Acker und die Hhle darinnen Abraham zum 
Erbbegrbnis von den Kindern Heths.
Das erste Buch Mose 24
1. Abraham war alt und wohl betaget, und der Herr hatte ihn gesegnet 
allenthalben.
2. Und sprach zu seinem ltesten Knecht seines Hauses, der allen seinen 
Gtern vorstund: Lege deine Hand unter meine Hfte
3. und schwre mir bei dem Herrn, dem Gott des Himmels und der Erde, da 
du meinem Sohn kein Weib nehmest von den Tchtern der Kanaaniter, unter 
welchen ich wohne;
4. sondern da du ziehest in mein Vaterland und zu meiner Freundschaft und 
nehmest meinem Sohn Isaak ein Weib.
5. Der Knecht sprach: Wie, wenn das Weib mir nicht wollte folgen in dies 
Land? Soll ich dann deinen Sohn wiederbringen in jenes Land, daraus du 
gezogen bist?
6. Abraham sprach zu ihm: Da hte dich vor, da du meinen Sohn nicht 
wieder dahin bringest.
7. Der Herr, der Gott des Himmels, der mich von meines Vaters Hause 
genommen hat und von meiner Heimat, der mir geredet und mir auch 
geschworen hat und gesagt: Dies Land will ich deinem Samen geben, der wird 
seinen Engel vor dir her senden, da du meinem Sohn daselbst ein Weib 
nehmest.
8. So aber das Weib dir nicht folgen will, so bist du dieses Eides quitt. 
Alleine bringe meinen Sohn nicht wieder dorthin.
9. Da legte der Knecht seine Hand unter die Hfte Abrahams, seines Herrn, 
und schwur ihm solches.
10. Also nahm der Knecht zehn Kamele von den Kamelen seines Herrn und zog 
hin und hatte mit sich allerlei Gter seines Herrn; und machte sich auf 
und zog gen Mesopotamien zu der Stadt Nahors.
11. Da lie er die Kamele sich lagern auen vor der Stadt bei einem 
Wasserbrunnen, des Abends um die Zeit, wenn die Weiber pflegten 
herauszugehen und Wasser zu schpfen,
12. und sprach: Herr, du Gott meines Herrn Abraham, begegne mir heute und 
tu Barmherzigkeit an meinem Herrn Abraham.
13. Siehe, ich stehe hie bei dem Wasserbrunnen, und der Leute Tchter in 
dieser Stadt werden herauskommen, Wasser zu schpfen.
14. Wenn nun eine Dirne kommt, zu der ich spreche: Neige deinen Krug und 
la mich trinken, und sie sprechen wird: Trinke, ich will deine Kamele 
auch trnken, da sie die sei, die du deinem Diener Isaak bescheret 
habest, und ich daran erkenne, da du Barmherzigkeit an meinem Herrn getan 
hast.
15. Und ehe er ausgeredet hatte, siehe, da kam heraus Rebekka, Bethuels 
Tochter, der ein Sohn der Milka war, welche Nahors, Abrahams Bruders, Weib 
war, und trug einen Krug auf ihrer Achsel.
16. Und sie war eine sehr schne Dirne von Angesicht, noch eine Jungfrau, 
und kein Mann hatte sie erkannt. Die stieg hinab zum Brunnen und fllete 
den Krug und stieg herauf.
17. Da lief ihr der Knecht entgegen und sprach: La mich ein wenig Wassers 
aus deinem Kruge trinken.
18. Und sie sprach: Trinke, mein Herr! Und eilend lie sie den Krug 
hernieder auf ihre Hand und gab ihm zu trinken.
19. Und da sie ihm zu trinken gegeben hatte, sprach sie: Ich will deinen 
Kamelen auch schpfen, bis sie alle getrunken.
20. Und eilete und go den Krug aus in die Trnke und lief aber zum 
Brunnen zu schpfen und schpfete allen seinen Kamelen.
21. Der Mann aber wunderte sich ihrer und schwieg stille, bis er 
erkennete, ob der Herr zu seiner Reise Gnade gegeben htte, oder nicht.
22. Da nun die Kamele alle getrunken hatten, nahm er eine gldene Spange, 
eines halben Sekels schwer, und zween Armringe an ihre Hnde, zehn Sekel 
Goldes schwer,
23. und sprach: Meine Tochter, wem gehrest du an? Das sage mir doch. 
Haben wir auch Raum in deines Vaters Hause zu herbergen?
24. Sie sprach zu ihm: Ich bin Bethuels Tochter, des Sohnes Milkas, den 
sie dem Nahor geboren hat.
25. Und sagte weiter zu ihm: Es ist auch viel Stroh und Futter bei uns und 
Raums genug zu herbergen.
26. Da neigete sich der Mann und betete den Herrn an
27. und sprach: Gelobet sei der Herr, der Gott meines Herrn Abraham, der 
seine Barmherzigkeit und seine Wahrheit nicht verlassen hat an meinem 
Herrn; denn der Herr hat mich den Weg gefhret zu meines Herrn Bruders 
Hause.
28. Und die Dirne lief und sagte solches alles an in ihrer Mutter Hause.
29. Und Rebekka hatte einen Bruder, der hie Laban; und Laban lief zu dem 
Manne drauen bei dem Brunnen.
30. Und als er sah die Spangen und Armringe an seiner Schwester Hnden und 
hrete die Worte Rebekkas, seiner Schwester, da sie sprach: Also hat mir 
der Mann gesagt, kam er zu dem Manne, und siehe, er stund bei den Kamelen 
am Brunnen.
31. Und er sprach: Komm herein, du Gesegneter des Herrn! Warum stehest du 
drauen? Ich habe das Haus gerumet und fr die Kamele auch Raum gemacht.
32. Also fhrete er den Mann ins Haus und zumete die Kamele ab und gab 
ihnen Stroh und Futter und Wasser, zu waschen seine Fe und der Mnner, 
die mit ihm waren,
33. und setzte ihm Essen vor. Er sprach aber: Ich will nicht essen, bis 
da ich zuvor meine Sache geworben habe. Sie antworteten: Sage her!
34. Er sprach: Ich bin Abrahams Knecht.
35. Und der Herr hat meinen Herrn reichlich gesegnet, und ist gro worden; 
und hat ihm Schafe und Ochsen, Silber und Gold, Knechte und Mgde, Kamele 
und Esel gegeben.
36. Dazu hat Sara, meines Herrn Weib, einen Sohn geboren meinem Herrn in 
seinem Alter; dem hat er alles gegeben, was er hat.
37. Und mein Herr hat einen Eid von mir genommen und gesagt: Du sollst 
meinem Sohn kein Weib nehmen von den Tchtern der Kanaaniter, in deren 
Lande ich wohne,
38. sondern zeuch hin zu meines Vaters Hause und zu meinem Geschlecht; 
daselbst nimm meinem Sohn ein Weib.
39. Ich sprach aber zu meinem Herrn: Wie, wenn mir das Weib nicht folgen 
will?
40. Da sprach er zu mir: Der Herr, vor dem ich wandle, wird seinen Engel 
mit dir senden und Gnade zu deiner Reise geben, da du meinem Sohn ein 
Weib nehmest von meiner Freundschaft und meines Vaters Hause.
41. Alsdann sollst du meines Eides quitt sein, wenn du zu meiner 
Freundschaft kommst; geben sie dir nicht, so bist du meines Eides quitt.
42. Also kam ich heute zum Brunnen und sprach: Herr, Gott meines Herrn 
Abraham, hast du Gnade zu meiner Reise gegeben, daher ich gereiset bin,
43. siehe, so stehe ich hie bei dem Wasserbrunnen. Wenn nun eine Jungfrau 
herauskommt zu schpfen, und ich zu ihr spreche: Gib mir ein wenig Wasser 
zu trinken aus deinem Krug,
44. und sie wird sagen: Trinke du, ich will deinen Kamelen auch schpfen, 
da die sei das Weib, das der Herr meines Herrn Sohne bescheret hat.
45. Ehe ich nun solche Worte ausgeredet hatte in meinem Herzen, siehe, da 
kommt Rebekka heraus mit einem Krug auf ihrer Achsel und gehet hinab zum 
Brunnen und schpfet. Da sprach ich zu ihr: Gib mir zu trinken.
46. Und sie nahm eilend den Krug von ihrer Achsel und sprach: Trinke, und 
deine Kamele will ich auch trnken. Also trank ich, und sie trnkte die 
Kamele auch.
47. Und ich fragte sie und sprach: Wes Tochter bist du? Sie antwortete: 
Ich bin Bethuels Tochter, des Sohnes Nahors, den ihm Milka geboren hat. Da 
hngete ich eine Spange an ihre Stirn und Armringe an ihre Hnde;
48. und neigete mich und betete den Herrn an und lobte den Herrn, den Gott 
meines Herrn Abraham, der mich den rechten Weg gefhret hat, da ich 
seinem Sohn meines Herrn Bruders Tochter nehme.
49. Seid ihr nun die, so an meinem Herrn Freundschaft und Treue beweisen 
wollt, so saget mir's; wo nicht, so saget mir's aber, da ich mich wende 
zur Rechten oder zur Linken.
50. Da antwortete Laban und Bethuel und sprachen: Das kommt vom Herrn; 
darum knnen wir nichts wider dich reden, weder Bses noch Gutes.
51. Da ist Rebekka vor dir; nimm sie und zeuch hin, da sie deines Herrn 
Sohnes Weib sei, wie der Herr geredet hat.
52. Da diese Worte hrete Abrahams Knecht, bckte er sich dem Herrn zu der 
Erde.
53. Und zog hervor silberne und gldene Kleinode und Kleider und gab sie 
Rebekka; aber ihrem Bruder und der Mutter gab er Wrze.
54. Da a und trank er samt den Mnnern, die mit ihm waren, und blieb ber 
Nacht allda. Des Morgens aber stund er auf und sprach: Lasset mich ziehen 
zu meinem Herrn.
55. Aber ihr Bruder und Mutter sprachen: La doch die Dirne einen Tag oder 
zehn bei uns bleiben, danach sollst du ziehen.
56. Da sprach er zu ihnen: Haltet mich nicht auf, denn der Herr hat Gnade 
zu meiner Reise gegeben. Lasset mich, da ich zu meinem Herrn ziehe.
57. Da sprachen sie: Lasset uns die Dirne rufen und fragen, was sie dazu 
sagt.
58. Und riefen der Rebekka und sprachen zu ihr: Willst du mit diesem Manne 
ziehen? Sie antwortete: Ja, ich will mit ihm.
59. Also lieen sie Rebekka, ihre Schwester, ziehen mit ihrer Amme, samt 
Abrahams Knecht und seinen Leuten.
60. Und sie segneten Rebekka und sprachen zu ihr: Du bist unsere 
Schwester; wachse in viel tausendmal tausend, und dein Same besitze die 
Tore seiner Feinde.
61. Also machte sich Rebekka auf mit ihren Dirnen, und setzten sich auf 
die Kamele und zogen dem Manne nach. Und der Knecht nahm Rebekka an und 
zog hin.
62. Isaak aber kam vom Brunnen des Lebendigen und Sehenden (denn er 
wohnete im Lande gegen Mittag)
63. und war ausgegangen, zu beten auf dem Felde, um den Abend, und hub 
seine Augen auf und sah, da Kamele daherkamen.
64. Und Rebekka hub ihre Augen auf und sah Isaak; da fiel sie vom Kamel
65. und sprach zu dem Knecht: Wer ist der Mann, der uns entgegenkommt auf 
dem Felde? Der Knecht sprach: Das ist mein Herr. Da nahm sie den Mantel 
und verhllete sich.
66. Und der Knecht erzhlete Isaak alle Sache, die er ausgerichtet hatte.
67. Da fhrete sie Isaak in die Htte seiner Mutter Sara und nahm die 
Rebekka, und sie ward sein Weib, und gewann sie lieb. Also ward Isaak 
getrstet ber seiner Mutter.
Das erste Buch Mose 25
1. Abraham nahm wieder ein Weib, die hie Ketura.
2. Die gebar ihm Simran und Jaksan, Medan und Midian, Jesbak und Suah.
3. Jaksan aber zeugete Seba und Dedan. Die Kinder aber von Dedan waren: 
Assurim, Letusim und Leumim.
4. Die Kinder Midians waren: Epha, Epher, Hanoch, Abida und Eldaa. Diese 
sind alle Kinder der Ketura.
5. Und Abraham gab all sein Gut Isaak.
6. Aber den Kindern, die er von den Kebsweibern hatte, gab er Geschenke 
und lie sie von seinem Sohn Isaak ziehen, weil er noch lebte, gegen den 
Aufgang in das Morgenland.
7. Das ist aber Abrahams Alter, das er gelebet hat, 
hundertundfnfundsiebenzig Jahre.
8. Und nahm ab und starb in einem ruhigen Alter, da er alt und lebenssatt 
war, und ward zu seinem Volk gesammelt.
9. Und es begruben ihn seine Shne Isaak und Ismael in der zwiefachen 
Hhle auf dem Acker Ephrons, des Sohnes Zoars, des Hethiters, die da liegt 
gegen Mamre,
10. in dem Felde, das Abraham von den Kindern Heths gekauft hatte. Da ist 
Abraham begraben mit Sara, seinem Weibe.
11. Und nach dem Tode Abrahams segnete Gott Isaak, seinen Sohn. Und er 
wohnete bei dem Brunnen des Lebendigen und Sehenden.
12. Dies ist das Geschlecht Ismaels, Abrahams Sohns, den ihm Hagar gebar, 
die Magd Saras aus gypten;
13. und das sind die Namen der Kinder. Ismaels, davon ihre Geschlechter 
genannt sind: Der erstgeborene Sohn Ismaels Nebajoth; Kedar, Adbeel, 
Mibsam,
14. Misma, Duma, Masa,
15. Hadar, Thema, Jetur, Naphis und Kedma.
16. Dies sind die Kinder Ismaels mit ihren Namen in ihren Hfen und 
Stdten, zwlf Frsten ber ihre Leute.
17. Und das ist das Alter Ismaels: hundertundsiebenunddreiig Jahre; und 
nahm ab und starb und ward gesammelt zu seinem Volk.
18. Und sie wohneten von Hevila an bis gen Sur gegen gypten, wenn man gen 
Assyrien gehet. Er fiel aber vor allen seinen Brdern.
19. Dies ist das Geschlecht Isaaks, Abrahams Sohnes: Abraham zeugete Isaak.
20. Isaak aber war vierzig Jahre alt, da er Rebekka zum Weibe nahm, die 
Tochter Bethuels, des Syrers, von Mesopotamien, Labans, des Syrers, 
Schwester.
21. Isaak aber bat den Herrn fr sein Weib, denn sie war unfruchtbar. Und 
der Herr lie sich erbitten, und Rebekka, sein Weib, ward schwanger.
22. Und die Kinder stieen sich miteinander in ihrem Leibe. Da sprach sie: 
Da mir's also sollte gehen, warum bin ich schwanger worden? Und sie ging 
hin, den Herrn zu fragen.
23. Und der Herr sprach zu ihr: Zwei Vlker sind in deinem Leibe, und 
zweierlei Leute werden sich scheiden aus deinem Leibe; und ein Volk wird 
dem andern berlegen sein, und der Grere wird dem Kleinem dienen.
24. Da nun die Zeit kam, da sie gebren sollte, siehe, da waren Zwillinge 
in ihrem Leibe.
25. Der erste, der herauskam, war rtlich, ganz rauch wie ein Fell; und 
sie nannten ihn Esau.
26. Zuhand danach kam heraus sein Bruder, der hielt mit seiner Hand die 
Ferse des Esau; und hieen ihn Jakob. Sechzig Jahre alt war Isaak, da sie 
geboren wurden.
27. Und da nun die Knaben gro wurden, ward Esau ein Jger und ein 
Ackermann, Jakob aber ein frommer Mann und blieb in den Htten.
28. Und Isaak hatte Esau lieb und a gern von seinem Weidwerk; Rebekka 
aber hatte Jakob lieb.
29. Und Jakob kochte ein Gericht. Da kam Esau vom Felde und war mde
30. und sprach zu Jakob: La mich kosten das rote Gericht, denn ich bin 
mde. Daher heit er Edom.
31. Aber Jakob sprach: Verkaufe mir heute deine Erstgeburt.
32. Esau antwortete: Siehe, ich mu doch sterben, was soll mir dann die 
Erstgeburt?
33. Jakob sprach: So schwre mir heute. Und er schwur ihm und verkaufte 
also Jakob seine Erstgeburt.
34. Da gab ihm Jakob Brot und das Linsengericht, und er a und trank; und 
stund auf und ging davon. Also verachtete Esau seine Erstgeburt.
Das erste Buch Mose 26
1. Es kam aber eine Teurung ins Land ber die vorige, so zu Abrahams 
Zeiten war. Und Isaak zog zu Abimelech, der Philister Knig, gen Gerar.
2. Da erschien ihm der Herr und sprach: Zeuch nicht hinab in gypten, 
sondern bleibe in dem Lande, das ich dir sage.
3. Sei ein Fremdling in diesem Lande, und ich will mit dir sein und dich 
segnen; denn dir und deinem Samen will ich alle diese Lnder geben und 
will meinen Eid besttigen, den ich deinem Vater Abraham geschworen habe,
4. und will deinen Samen mehren wie die Sterne am Himmel und will deinem 
Samen alle diese Lnder geben. Und durch deinen Samen sollen alle Vlker 
auf Erden gesegnet werden,
5. darum da Abraham meiner Stimme gehorsam gewesen ist und hat gehalten 
meine Rechte, meine Gebote, meine Weise und meine Gesetze.
6. Also wohnete Isaak zu Gerar.
7. Und wenn die Leute am selben Orte fragten von seinem Weibe, so sprach 
er: Sie ist meine Schwester. Denn er frchtete sich zu sagen: Sie ist mein 
Weib; sie mchten mich erwrgen um Rebekkas willen; denn sie war schn von 
Angesicht.
8. Als er nun eine Zeitlang da war, sah Abimelech, der Philister Knig, 
durchs Fenster und ward gewahr, da Isaak scherzte mit seinem Weibe 
Rebekka.
9. Da rief Abimelech dem Isaak und sprach: Siehe, es ist dein Weib. Wie 
hast du denn gesagt: Sie ist meine Schwester? Isaak antwortete ihm: Ich 
gedachte, ich mchte vielleicht sterben mssen um ihretwillen.
10. Abimelech sprach: Warum hast du denn uns das getan? Es wre leicht 
geschehen, da jemand vom Volk sich zu deinem Weibe gelegt htte, und 
httest also eine Schuld auf uns gebracht.
11. Da gebot Abimelech allem Volk und sprach: Wer diesen Mann oder sein 
Weib antastet, der soll des Todes sterben.
12. Und Isaak sete in dem Lande und kriegte desselben Jahrs 
hundertfltig; denn der Herr segnete ihn.
13. Und er ward ein groer Mann, ging und nahm zu, bis er fast gro ward,
14. da er viel Guts hatte an kleinem und groem Vieh und ein gro 
Gesinde. Darum neideten ihn die Philister
15. und verstopften alle Brunnen, die seines Vaters Knechte gegraben 
hatten, zur Zeit Abrahams, seines Vaters, und flleten sie mit Erde,
16. da auch Abimelech zu ihm sprach: Zeuch von uns, denn du bist uns zu 
mchtig worden.
17. Da zog Isaak von dannen und schlug sein Gezelt auf im Grunde Gerar und 
wohnete allda.
18. Und lie die Wasserbrunnen wieder aufgraben, die sie zu Abrahams 
Zeiten, seines Vaters, gegraben hatten, welche die Philister verstopfet 
hatten nach Abrahams Tod, und nannte sie mit denselben Namen, da sie sein 
Vater mit genannt hatte.
19. Auch gruben Isaaks Knechte im Grunde und fanden daselbst einen Brunnen 
lebendigen Wassers.
20. Aber die Hirten von Gerar zankten mit den Hirten Isaaks und sprachen: 
Das Wasser ist unser. Da hie er den Brunnen Esek, darum da sie ihm da 
unrecht getan hatten.
21. Da gruben sie einen andern Brunnen, da zankten sie auch ber; darum 
hie er ihn Sitna.
22. Da machte er sich von dannen und grub einen andern Brunnen, da zankten 
sie sich nicht ber; darum hie er ihn Rehoboth und sprach: Nun hat uns 
der Herr Raum gemacht und uns wachsen lassen im Lande.
23. Danach zog er von dannen gen Bersaba.
24. Und der Herr erschien ihm in derselben Nacht und sprach: Ich bin 
deines Vaters Abraham Gott. Frchte dich nicht, denn ich bin mit dir und 
will dich segnen und deinen Samen mehren um meines Knechts Abrahams willen.
25. Da bauete er einen Altar daselbst und predigte von dem Namen des Herrn 
und richtete daselbst seine Htte auf; und seine Knechte gruben daselbst 
einen Brunnen.
26. Und Abimelech ging zu ihm von Gerar, und Ahusath, sein Freund, und 
Phichol, sein Feldhauptmann.
27. Aber Isaak sprach zu ihnen: Warum kommt ihr zu mir? Hasset ihr mich 
doch und habt mich von euch getrieben.
28. Sie sprachen: Wir sehen mit sehenden Augen, da der Herr mit dir ist. 
Darum sprachen wir: Es soll ein Eid zwischen uns und dir sein, und wollen 
einen Bund mit dir machen,
29. da du uns keinen Schaden tust, gleichwie wir dich nicht angetastet 
haben, und wie wir dir nichts denn alles Gute getan haben und dich mit 
Frieden ziehen lassen. Du aber bist nun der Gesegnete des Herrn.
30. Da machte er ihnen ein Mahl, und sie aen und tranken.
31. Und des Morgens frhe stunden sie auf, und schwur einer dem andern; 
und Isaak lie sie gehen, und sie zogen von ihm mit Frieden.
32. Desselben Tages kamen Isaaks Knechte und sagten ihm an von dem 
Brunnen, den sie gegraben hatten, und sprachen zu ihm: Wir haben Wasser 
funden.
33. Und er nannte ihn Saba; daher heit die Stadt Bersaba bis auf den 
heutigen Tag.
34. Da Esau vierzig Jahre alt war, nahm er zum Weibe Judith, die Tochter 
Beris, des Hethiters; und Basmath, die Tochter Elons, des Hethiters.
35. Die machten beide Isaak und Rebekka eitel Herzeleid.
Das erste Buch Mose 27
1. Und es begab sich, da Isaak war alt worden, da seine Augen dunkel 
wurden zu sehen, rief er Esau, seinem grern Sohn, und sprach zu ihm: 
Mein Sohn! Er aber antwortete ihm: Hie bin ich.
2. Und er sprach: Siehe, ich bin alt worden und wei nicht, wann ich 
sterben soll.
3. So nimm nun deinen Zeug, Kcher und Bogen, und gehe aufs Feld und fahe 
mir ein Wildbret
4. und mache mir ein Essen, wie ich's gerne habe, und bringe mir's herein, 
da ich esse, da dich meine Seele segne, ehe ich sterbe.
5. Rebekka aber hrete solche Worte, die Isaak zu seinem Sohne Esau sagte. 
Und Esau ging hin aufs Feld, da er ein Wildbret jagte und heimbrchte.
6. Da sprach Rebekka zu Jakob, ihrem Sohn: Siehe, ich habe gehret deinen 
Vater reden mit Esau, deinem Bruder, und sagen:
7. Bringe mir ein Wildbret und mache mir ein Essen, da ich esse und dich 
segne vor dem Herrn, ehe ich sterbe.
8. So hre nun, mein Sohn, meine Stimme, was ich dich heie.
9. Gehe hin zu der Herde und hole mir zwei gute Bcklein, da ich deinem 
Vater ein Essen davon mache, wie er's gerne hat.
10. Das sollst du deinem Vater hineintragen, da er esse, auf da er dich 
segne vor seinem Tode.
11. Jakob aber sprach zu seiner Mutter Rebekka: Siehe, mein Bruder Esau 
ist rauch und ich glatt;
12. so mchte vielleicht mein Vater mich begreifen, und wrde vor ihm 
geachtet, als ob ich ihn betrgen wollte, und brchte ber mich einen 
Fluch und nicht einen Segen.
13. Da sprach seine Mutter zu ihm: Der Fluch sei auf mir, mein Sohn; 
gehorche nur meiner Stimme, gehe und hole mir.
14. Da ging er hin und holete und brachte seiner Mutter. Da machte seine 
Mutter ein Essen, wie sein Vater gerne hatte,
15. und nahm Esaus, ihres grern Sohnes, kstliche Kleider, die sie bei 
sich im Hause hatte, und zog sie Jakob an, ihrem kleinem Sohn;
16. aber die Felle von den Bcklein tat sie ihm um seine Hnde, und wo er 
glatt war am Halse.
17. Und gab also das Essen mit Brot, wie sie es gemacht hatte, in Jakobs 
Hand, ihres Sohnes.
18. Und er ging hinein zu seinem Vater und sprach: Mein Vater! Er 
antwortete: Hie bin ich. Wer bist du, mein Sohn?
19. Jakob sprach zu seinem Vater: Ich bin Esau, dein erstgeborener Sohn; 
ich habe getan, wie du mir gesagt hast. Stehe auf, setze dich und i von 
meinem Wildbret, auf da mich deine Seele segne.
20. Isaak aber sprach zu seinem Sohn: Mein Sohn, wie hast du so bald 
funden? Er antwortete: Der Herr, dein Gott, bescherte mir's.
21. Da sprach Isaak zu Jakob: Tritt herzu, mein Sohn, da ich dich 
begreife, ob du seiest mein Sohn Esau, oder nicht.
22. Also trat Jakob zu seinem Vater Isaak; und da er ihn begriffen hatte, 
sprach er: Die Stimme ist Jakobs Stimme, aber die Hnde sind Esaus Hnde.
23. Und er kannte ihn nicht, denn seine Hnde waren rauch, wie Esaus, 
seines Bruders, Hnde, und segnete ihn.
24. Und er sprach zu ihm: Bist du mein Sohn Esau? Er antwortete: Ja, ich 
bin's.
25. Da sprach er: So bringe mir her, mein Sohn, zu essen von deinem 
Wildbret, da dich meine Seele segne. Da brachte er's ihm, und er a; und 
trug ihm auch Wein hinein, und er trank.
26. Und Isaak, sein Vater, sprach zu ihm: Komm her und ksse mich, mein 
Sohn!
27. Er trat hinzu und kssete ihn. Da roch er den Geruch seiner Kleider; 
und segnete ihn und sprach: Siehe, der Geruch meines Sohnes ist wie ein 
Geruch des Feldes, das der Herr gesegnet hat.
28. Gott gebe dir vom Tau des Himmels und von der Fettigkeit der Erde und 
Korn und Weins die Flle.
29. Vlker mssen dir dienen, und Leute mssen dir zu Fue fallen. Sei ein 
Herr ber deine Brder, und deiner Mutter Kinder mssen dir zu Fue 
fallen. Verflucht sei, wer dir fluchet; gesegnet sei, wer dich segnet!
30. Als nun Isaak vollendet hatte den Segen ber Jakob, und Jakob kaum 
hinausgegangen war von seinem Vater Isaak, da kam Esau, sein Bruder, von 
seiner Jagd
31. und machte auch ein Essen; und trug's hinein zu seinem Vater und 
sprach zu ihm: Stehe auf, mein Vater, und i von dem Wildbret deines 
Sohnes, da mich deine Seele segne.
32. Da antwortete ihm Isaak, sein Vater: Wer bist du? Er sprach: Ich bin 
Esau, dein erstgeborner Sohn:
33. Da entsetzte sich Isaak ber die Mae sehr und sprach: Wer? wo ist 
denn der Jger, der mir gebracht hat, und ich habe von allem gegessen, ehe 
du kamst, und habe ihn gesegnet? Er wird auch gesegnet bleiben.
34. Als Esau diese Rede seines Vaters hrte, schrie er laut und ward ber 
die Mae sehr betrbt; und sprach zu seinem Vater: Segne mich auch, mein 
Vater!
35. Er aber sprach: Dein Bruder ist kommen mit List und hat deinen Segen 
hinweg.
36. Da sprach er: Er heit wohl Jakob; denn er hat mich nun zweimal 
untertreten. Meine Erstgeburt hat er dahin, und siehe, nun nimmt er auch 
meinen Segen. Und sprach: Hast du mir denn keinen Segen vorbehalten?
37. Isaak antwortete und sprach zu ihm: Ich habe ihn zum Herrn ber dich 
gesetzt, und alle seine Brder habe ich ihm zu Knechten gemacht, mit Korn 
und Wein habe ich ihn versehen: was soll ich doch dir nun tun, mein Sohn?
38. Esau sprach zu seinem Vater: Hast du denn nur einen Segen, mein Vater? 
Segne mich auch, mein Vater! Und hub auf seine Stimme und weinete.
39. Da antwortete Isaak, sein Vater, und sprach zu ihm: Siehe da, du wirst 
eine fette Wohnung haben auf Erden und vom Tau des Himmels von oben her.
40. Deines Schwerts wirst du dich nhren und deinem Bruder dienen. Und es 
wird geschehen, da du auch ein Herr und sein Joch von deinem Halse reien 
wirst.
41. Und Esau war Jakob gram um des Segens willen, damit ihn sein Vater 
gesegnet hatte, und sprach in seinem Herzen: Es wird die Zeit bald kommen, 
da mein Vater Leid tragen mu; denn ich will meinen Bruder Jakob erwrgen.
42. Da wurden Rebekka angesagt diese Worte ihres grern Sohns Esau; und 
schickte hin und lie Jakob, ihrem kleinern Sohn, rufen und sprach zu ihm: 
Siehe, dein Bruder Esau druet dir, da er dich erwrgen will.
43. Und nun hre meine Stimme, mein Sohn: Mach dich auf und fleuch zu 
meinem Bruder Laban in Haran,
44. und bleib eine Weile bei ihm, bis sich der Grimm deines Bruders wende,
45. und bis sich sein Zorn wider dich von dir wende und vergesse, was du 
an ihm getan hast; so will ich danach schicken und dich von dannen holen 
lassen. Warum sollte ich euer beider beraubet werden auf einen Tag?
46. Und Rebekka sprach zu Isaak: Mich verdreut zu leben vor den Tchtern 
Heths. Wo Jakob ein Weib nimmt von den Tchtern Heths, die da sind wie die 
Tchter dieses Landes, was soll mir das Leben?
Das erste Buch Mose 28
1. Da rief Isaak seinem Sohn Jakob und segnete ihn; und gebot ihm und 
sprach zu ihm: Nimm nicht ein Weib von den Tchtern Kanaans;
2. sondern mach dich auf und zeuch in Mesopotamien zu Bethuels, deiner 
Mutter Vaters, Haus und nimm dir ein Weib daselbst von den Tchtern 
Labans, deiner Mutter Bruders.
3. Aber der allmchtige Gott segne dich und mache dich fruchtbar und mehre 
dich, da du werdest ein Haufen Vlker;
4. und gebe dir den Segen Abrahams, dir und deinem Samen mit dir, da du 
besitzest das Land, da du Fremdling innen bist, das Gott Abraham gegeben 
hat.
5. Also fertigte Isaak den Jakob, da er nach Mesopotamien zog zu Laban, 
Bethuels Sohn, in Syrien, dem Bruder Rebekkas, seiner und Esaus Mutter.
6. Als nun Esau sah, da Isaak Jakob gesegnet hatte und abgefertiget nach 
Mesopotamien, da er daselbst ein Weib nhme, und da, indem er ihn 
gesegnet, ihm gebot und sprach: Du sollst nicht ein Weib nehmen von den 
Tchtern Kanaans,
7. und da Jakob seinem Vater und seiner Mutter gehorchte und nach 
Mesopotamien zog,
8. sah auch, da Isaak, sein Vater, nicht gerne sah die Tchter Kanaans:
9. ging er hin zu Ismael und nahm ber die Weiber, die er zuvor hatte, 
Mahalath, die Tochter Ismaels, des Sohnes Abrahams, die Schwester 
Nebajoths, zum Weibe.
10. Aber Jakob zog aus von Bersaba und reisete gen Haran.
11. Und kam an einen Ort, da blieb er ber Nacht, denn die Sonne war 
untergegangen. Und er nahm einen Stein des Orts und legte ihn zu seinen 
Hupten und legte sich an demselbigen Ort schlafen.
12. Und ihm trumete, und siehe, eine Leiter stund auf Erden, die rhrete 
mit der Spitze an den Himmel; und siehe, die Engel Gottes stiegen daran 
auf und nieder.
13. Und der Herr stund oben drauf und sprach: Ich bin der Herr, Abrahams, 
deines Vaters, Gott und Isaaks Gott. Das Land, da du auf liegest, will ich 
dir und deinem Samen geben.
14. Und dein Same soll werden wie der Staub auf Erden, und du sollst 
ausgebreitet werden gegen den Abend, Morgen, Mitternacht und Mittag; und 
durch dich und deinen Samen sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet 
werden.
15. Und siehe, ich bin mit dir und will dich behten, wo du hinzeuchst, 
und will dich wieder herbringen in dies Land. Denn ich will dich nicht 
lassen, bis da ich tue alles, was ich dir geredet habe.
16. Da nun Jakob von seinem Schlaf aufwachte, sprach er: Gewilich ist der 
Herr an diesem Ort, und ich wute es nicht.
17. Und frchtete sich und sprach: Wie heilig ist diese Sttte! Hie ist 
nichts anderes denn Gottes Haus, und hie ist die Pforte des Himmels.
18. Und Jakob stund des Morgens frhe auf und nahm den Stein, den er zu 
seinen Hupten gelegt hatte, und richtete ihn auf zu einem Mal und go l 
oben drauf.
19. Und hie die Sttte Bethel; vorhin hie sonst die Stadt Lus.
20. Und Jakob tat ein Gelbde und sprach: So Gott wird mit mir sein und 
mich behten auf dem Wege, den ich reise, und Brot zu essen geben und 
Kleider anzuziehen,
21. und mich mit Frieden wieder heim zu meinem Vater bringen, so soll der 
Herr mein Gott sein,
22. und dieser Stein, den ich aufgerichtet habe zu einem Mal, soll ein 
Gotteshaus werden; und alles, was du mir gibst, des will ich dir den 
Zehnten geben.
Das erste Buch Mose 29
1. Da hub Jakob seine Fe auf und ging in das Land, das gegen Morgen 
liegt,
2. und sah sich um, und siehe, da war ein Brunnen auf dem Felde; und 
siehe, drei Herden Schafe lagen dabei, denn von dem Brunnen pflegten sie 
die Herden zu trnken, und lag ein groer Stein vor dem Loch des Brunnens.
3. Und sie pflegten die Herden alle daselbst zu versammeln und den Stein 
von dem Brunnenloch zu wlzen und die Schafe zu trnken, und taten alsdann 
den Stein wieder vor das Loch an seine Sttte.
4. Und Jakob sprach zu ihnen: Lieben Brder, wo seid ihr her? Sie 
antworteten: Wir sind von Haran.
5. Er sprach zu ihnen: Kennet ihr auch Laban, den Sohn Nahors? Sie 
antworteten: Wir kennen ihn wohl.
6. Er sprach: Gehet es ihm auch wohl? Sie antworteten: Es gehet ihm wohl; 
und siehe, da kommt seine Tochter Rahel mit den Schafen.
7. Er sprach: Es ist noch hoch Tag und ist noch nicht Zeit, das Vieh 
einzutreiben; trnket die Schafe und gehet hin und weidet sie.
8. Sie antworteten: Wir knnen nicht, bis da alle Herden zusammengebracht 
werden, und wir den Stein von des Brunnens Loch wlzen und also die Schafe 
trnken.
9. Als er noch mit ihnen redete, kam Rahel mit den Schafen ihres Vaters, 
denn sie htete der Schafe.
10. Da aber Jakob sah Rahel, die Tochter Labans, seiner Mutter Bruders, 
und die Schafe Labans, seiner Mutter Bruders, trat er hinzu und wlzte den 
Stein von dem Loch des Brunnens und trnkte die Schafe Labans, seiner 
Mutter Bruders.
11. Und kssete Rahel und weinete laut
12. und sagte ihr an, da er ihres Vaters Bruder wre und Rebekkas Sohn. 
Da lief sie und sagte es ihrem Vater an.
13. Da aber Laban hrete von Jakob, seiner Schwester Sohn, lief er ihm 
entgegen und herzete und kssete ihn und fhrete ihn in sein Haus. Da 
erzhlete er dem Laban alle diese Sache.
14. Da sprach Laban zu ihm: Wohlan, du bist mein Bein und Fleisch. Und da 
er nun einen Mond lang bei ihm gewesen war,
15. sprach Laban zu Jakob: Wiewohl du mein Bruder bist, solltest du mir 
darum umsonst dienen? Sage an, was soll dein Lohn sein?
16. Laban aber hatte zwo Tchter: die lteste hie Lea, und die jngste 
hie Rahel.
17. Aber Lea hatte ein bldes Gesicht; Rahel war hbsch und schn.
18. Und Jakob gewann die Rahel lieb und sprach: Ich will dir sieben Jahre 
um Rahel, deine jngste Tochter, dienen.
19. Laban antwortete: Es ist besser, ich gebe sie dir denn einem andern; 
bleibe bei mir.
20. Also dienete Jakob um Rahel sieben Jahre, und deuchten ihn, als wren 
es einzelne Tage, so lieb hatte er sie.
21. Und Jakob sprach zu Laban: Gib mir nun mein Weib; denn die Zeit ist 
hie, da ich beiliege.
22. Da lud Laban alle Leute des Orts und machte ein Hochzeitsmahl.
23. Des Abends aber nahm er seine Tochter Lea und brachte sie zu ihm 
hinein; und er lag bei ihr.
24. Und Laban gab seiner Tochter Lea seine Magd Silpa zur Magd.
25. Des Morgens aber siehe, da war es Lea. Und er sprach zu Laban: Warum 
hast du mir das getan? Habe ich dir nicht um Rahel gedienet? Warum hast du 
mich denn betrogen?
26. Laban antwortete: Es ist nicht Sitte in unserm Lande, da man die 
jngste ausgebe vor der ltesten.
27. Halte mit dieser die Woche aus, so will ich dir diese auch geben um 
den Dienst, den du bei mir noch andere sieben Jahre dienen sollst.
28. Jakob tat also und hielt die Woche aus. Da gab ihm Laban Rahel, seine 
Tochter, zum Weibe.
29. Und gab seiner Tochter Rahel seine Magd Bilha zur Magd.
30. Also lag er auch bei mit Rahel und hatte Rahel lieber denn Lea; und 
dienete bei ihm frder die andern sieben Jahre.
31. Da aber der Herr sah, da Lea unwert war, machte er sie fruchtbar und 
Rahel unfruchtbar.
32. Und Lea ward schwanger und gebar einen Sohn; den hie sie Ruben und 
sprach: Der Herr hat angesehen mein Elend; nun wird mich mein Mann lieb 
haben.
33. Und ward abermal schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Der Herr 
hat gehret, da ich unwert bin, und hat mir diesen auch gegeben. Und hie 
ihn Simeon.
34. Abermal ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Nun wird 
sich mein Mann wieder zu mir tun, denn ich habe ihm drei Shne geboren. 
Darum hie sie ihn Levi.
35. Zum vierten ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Nun 
will ich dem Herrn danken. Darum hie sie ihn Juda. Und hrte auf Kinder 
zu gebren.
Das erste Buch Mose 30
1. Da Rahel sah, da sie dem Jakob nichts gebar, neidete sie ihre 
Schwester und sprach zu Jakob: Schaffe mir Kinder! Wo nicht, so sterbe ich.
2. Jakob aber ward sehr zornig auf Rahel und sprach: Bin ich doch nicht 
Gott, der dir deines Leibes Frucht nicht geben will.
3. Sie aber sprach: Siehe, da ist meine Magd Bilha; lege dich zu ihr, da 
sie auf meinem Scho gebre, und ich doch durch sie erbauet werde.
4. Und sie gab ihm also Bilha, ihre Magd, zum Weibe; und Jakob legte sich 
zu ihr.
5. Also ward Bilha schwanger und gebar Jakob einen Sohn.
6. Da sprach Rahel: Gott hat meine Sache gerichtet und meine Stimme 
erhret und mir einen Sohn gegeben. Darum hie sie ihn Dan.
7. Abermal ward Bilha, Rahels Magd, schwanger und gebar Jakob den andern 
Sohn.
8. Da sprach Rahel: Gott hat es gewandt mit mir und meiner Schwester, und 
ich werde es ihr zuvortun. Und hie ihn Naphthali.
9. Da nun Lea sah, da sie aufgehret hatte zu gebren, nahm sie ihre Magd 
Silpa und gab sie Jakob zum Weibe.
10. Also gebar Silpa, Leas Magd, Jakob einen Sohn.
11. Da sprach Lea: Rstig! Und hie ihn Gad.
12. Danach gebar Silpa, Leas Magd, Jakob den andern Sohn.
13. Da sprach Lea: Wohl mir, denn mich werden selig preisen die Tchter. 
Und hie ihn Asser.
14. Ruben ging aus zur Zeit der Weizenernte und fand Dudaim auf dem Felde 
und brachte sie heim seiner Mutter Lea. Da sprach Rahel zu Lea: Gib mir 
der Dudaim deines Sohnes ein Teil.
15. Sie antwortete: Hast du nicht genug, da du mir meinen Mann genommen 
hast, und willst auch die Dudaim meines Sohnes nehmen? Rahel sprach: 
Wohlan, la ihn diese Nacht bei dir schlafen um die Dudaim deines Sohnes.
16. Da nun Jakob des Abends vom Felde kam, ging ihm Lea hinaus entgegen 
und sprach: Bei mir sollst du liegen; denn ich habe dich erkauft um die 
Dudaim meines Sohnes. Und er schlief die Nacht bei ihr.
17. Und Gott erhrete Lea, und sie ward schwanger und gebar Jakob den 
fnften Sohn
18. und sprach: Gott hat mir gelohnet, da ich meine Magd meinem Manne 
gegeben habe. Und hie ihn Isaschar.
19. Abermal ward Lea schwanger und gebar Jakob den sechsten Sohn;
20. und sprach: Gott hat mich wohl beraten; nun wird mein Mann wieder bei 
mir wohnen, denn ich habe ihm sechs Shne geboren. Und hie ihn Sebulon.
21. Danach gebar sie eine Tochter, die hie sie Dina.
22. Der Herr gedachte aber an Rahel und erhrte sie und machte sie 
fruchtbar.
23. Da ward sie schwanger und gebar einen Sohn und sprach: Gott hat meine 
Schmach von mir genommen.
24. Und hie ihn Joseph und sprach: Der Herr wolle mir noch einen Sohn 
dazu geben!
25. Da nun Rahel den Joseph geboren hatte, sprach Jakob zu Laban: La mich 
ziehen und reisen an meinen Ort und in mein Land.
26. Gib mir meine Weiber und meine Kinder, darum ich dir gedienet habe, 
da ich ziehe; denn du weiest meinen Dienst, wie ich dir gedienet habe.
27. Laban sprach zu ihm: La mich Gnade vor deinen Augen finden. Ich 
spre, da mich der Herr segnet um deinetwillen.
28. Stimme den Lohn, den ich dir geben soll.
29. Er aber sprach zu ihm: Du weiest, wie ich dir gedienet habe, und was 
du fr Vieh hattest unter mir.
30. Du hattest wenig, ehe ich herkam; nun aber ist's ausgebreitet in die 
Menge, und der Herr hat dich gesegnet durch meinen Fu. Und nun, wann soll 
ich auch mein Haus versorgen?
31. Er aber sprach: Was soll ich dir denn geben? Jakob sprach: Du sollst 
mir nichts berall geben, sondern so du mir tun willst, das ich sage, so 
will ich wiederum weiden und hten deiner Schafe.
32. Ich will heute durch alle deine Herde gehen und aussondern alle 
fleckichten und bunten Schafe und alle schwarzen Schafe unter den Lmmern 
und die bunten und fleckichten Ziegen. Was nun bunt und fleckicht fallen 
wird, das soll mein Lohn sein.
33. So wird mir meine Gerechtigkeit zeugen heute oder morgen, wenn es 
kommt, da ich meinen Lohn von dir nehmen soll, also da, was nicht 
fleckicht oder bunt oder nicht schwarz sein wird unter den Lmmern und 
Ziegen, das sei ein Diebstahl bei mir.
34. Da sprach Laban: Siehe da, es sei, wie du gesagt hast.
35. Und sonderte des Tages die sprenglichten und bunten Bcke und alle 
fleckichten und bunten Ziegen, wo nur was Weies daran war, und alles, was 
schwarz war unter den Lmmern, und tat's unter die Hand seiner Kinder.
36. Und machte Raum dreier Tagereisen weit zwischen ihm und Jakob. Also 
weidete Jakob die brige Herde Labans.
37. Jakob aber nahm Stbe von grnen Pappelbumen, Haseln und Kastanien 
und schlete weie Streifen daran, da an den Stben das Weie blo ward,
38. und legte die Stbe, die er geschlet hatte, in die Trnkrinnen vor 
die Herden, die da kommen muten zu trinken, da sie empfangen sollten, 
wenn sie zu trinken kmen.
39. Also empfingen die Herden ber den Stben und brachten sprenglichte, 
fleckichte und bunte.
40. Da schied Jakob die Lmmer und tat die abgesonderte Herde zu den 
fleckichten und schwarzen in der Herde Labans; und machte ihm eine eigene 
Herde, die tat er nicht zu der Herde Labans.
41. Wenn aber der Lauf der Frhlinger Herde war, legte er diese Stbe an 
die Rinnen vor die Augen der Herde, da sie ber den Stben empfingen.
42. Aber in der Sptlinger Lauf legte er sie nicht hinein. Also wurden die 
Sptlinge des Laban, aber die Frhlinge des Jakob.
43. Daher ward der Mann ber die Mae reich, da er viel Schafe, Mgde und 
Knechte, Kamele und Esel hatte.
Das erste Buch Mose 31
1. Und es kamen vor ihn die Reden der Kinder Labans, da sie sprachen: 
Jakob hat alle unsers Vaters Gut zu sich gebracht und von unsers Vaters 
Gut hat er solchen Reichtum zuwegegebracht.
2. Und Jakob sah an das Angesicht Labans; und siehe, es war nicht gegen 
ihn wie gestern und ehegestern.
3. Und der Herr sprach zu Jakob: Zeuch wieder in deiner Vter Land und zu 
deiner Freundschaft; ich will mit dir sein.
4. Da sandte Jakob hin und lie rufen Rahel und Lea aufs Feld bei seine 
Herde
5. und sprach zu ihnen: Ich sehe eures Vaters Angesicht, da es nicht 
gegen mich ist wie gestern und ehegestern; aber der Gott meines Vaters ist 
mit mir gewesen.
6. Und ihr wisset, da ich aus allen meinen Krften eurem Vater gedienet 
habe.
7. Und er hat mich getuschet und nun zehnmal meinen Lohn verndert; aber 
Gott hat ihm nicht gestattet, da er mir Schaden tte.
8. Wenn er sprach: Die bunten sollen dein Lohn sein, so trug die ganze 
Herde bunte. Wenn er aber sprach: Die sprenglichten sollen dein Lohn sein, 
so trug die ganze Herde sprenglichte.
9. Also hat Gott die Gter eures Vaters ihm entwandt und mir gegeben.
10. Denn wenn die Zeit des Laufs kam, hub ich meine Augen auf und sah im 
Traum, und siehe, die Bcke sprangen auf die sprenglichte, fleckichte und 
bunte Herde.
11. Und der Engel Gottes sprach zu mir im Traum: Jakob! Und ich 
antwortete: Hie bin ich.
12. Er aber sprach: Heb auf deine Augen und siehe, die Bcke springen auf 
die sprenglichte, fleckichte und bunte Herde; denn ich habe alles gesehen, 
was dir Laban tut.
13. Ich bin der Gott zu Bethel, da du den Stein gesalbet hast und mir 
daselbst ein Gelbde getan. Nun mach dich auf und zeuch aus diesem Lande 
und zeuch wieder in das Land deiner Freundschaft.
14. Da antwortete Rahel und Lea und sprachen zu ihm: Wir haben doch kein 
Teil noch Erbe mehr in unsers Vaters Hause.
15. Hat er uns doch gehalten als die Fremden; denn er hat uns verkauft und 
unsern Lohn verzehret.
16. Darum hat Gott unserm Vater entwandt seinen Reichtum zu uns und unsern 
Kindern: Alles nun, was Gott dir gesagt hat, das tue.
17. Also machte sich Jakob auf und lud seine Kinder und Weiber auf Kamele.
18. Und fhrete weg all sein Vieh und alle seine Habe, die er in 
Mesopotamien erworben hatte, da er kme zu Isaak, seinem Vater, ins Land 
Kanaan.
19. (Laban aber war gegangen, seine Herde zu scheren.) Und Rahel stahl 
ihres Vaters Gtzen.
20. Also stahl Jakob dem Laban zu Syrien das Herz damit, da er ihm nicht 
ansagte, da er floh.
21. Also floh er und alles, was sein war, machte sich auf und fuhr ber 
das Wasser und richtete sich nach dem Berge Gilead.
22. Am dritten Tage ward es Laban angesagt, da Jakob flhe.
23. Und er nahm seine Brder zu sich und jagte ihm nach sieben Tagereisen 
und ereilete ihn auf dem Berge Gilead.
24. Aber Gott kam zu Laban, dem Syrer, im Traum des Nachts und sprach zu 
ihm: Hte dich, da du mit Jakob nicht anders redest denn freundlich!
25. Und Laban nahete zu Jakob. Jakob aber hatte seine Htte aufgeschlagen 
auf dem Berge; und Laban mit seinen Brdern schlug seine Htte auch auf 
auf dem Berge Gilead.
26. Da sprach Laban zu Jakob: Was hast du getan, da du mein Herz 
gestohlen hast und hast meine Tchter entfhret, als die durchs Schwert 
gefangen wren?
27. Warum bist du heimlich geflohen und hast dich weggestohlen und hast 
mir's nicht angesagt, da ich dich htte geleitet mit Freuden, mit Singen, 
mit Pauken und Harfen?
28. Und hast mich nicht lassen meine Kinder und Tchter kssen? Nun, du 
hast trlich getan.
29. Und ich htte mit Gottes Hilfe wohl so viel Macht, da ich euch knnte 
bels tun; aber eures Vaters Gott hat gestern zu mir gesagt: Hte dich, 
da du mit Jakob nicht anders denn freundlich redest!
30. Und weil du denn ja wolltest ziehen und sehntest dich so fast nach 
deines Vaters Hause, warum hast du mir meine Gtter gestohlen?
31. Jakob antwortete und sprach zu Laban: Ich frchtete mich und dachte, 
du wrdest deine Tchter von, mir reien.
32. Bei welchem aber du deine Gtter findest, der sterbe hie vor unsern 
Brdern. Suche das Deine bei mir und nimm's hin. Jakob wute aber nicht, 
da sie Rahel gestohlen hatte.
33. Da ging Laban in die Htte Jakobs und Leas und der beiden Mgde und 
fand nicht Und ging aus der Htte Leas in die Htte Rahels.
34. Da nahm Rahel die Gtzen und legte sie unter die Streu der Kamele und 
setzte sich drauf. Laban aber betastete die ganze Htte und fand nichts.
35. Da sprach sie zu ihrem Vater: Mein Herr, zrne nicht, denn ich kann 
nicht aufstehen gegen dir; denn es gehet mir nach der Frauen Weise. Also 
fand er die Gtzen nicht wie fast er suchte.
36. Und Jakob ward zornig und schalt Laban und sprach zu ihm: Was habe ich 
migehandelt oder gesndiget, da du so auf mich erhitzt bist?
37. Du hast allen meinen Hausrat betastet. Was hast du deines Hausrats 
funden? Lege das dar vor meinen und deinen Brdern, da sie zwischen uns 
beiden richten.
38. Diese zwanzig Jahre bin ich bei dir gewesen, deine Schafe und Ziegen 
sind nicht unfruchtbar gewesen; die Widder deiner Herde habe ich nie 
gegessen.
39. Was die Tiere zerrissen, brachte ich dir nicht, ich mute es bezahlen; 
du fordertest es von meiner Hand, es wre mir des Tages oder des Nachts 
gestohlen.
40. Des Tages verschmachtete ich vor Hitze und des Nachts vor Frost, und 
kam kein Schlaf in meine Augen.
41. Also habe ich diese zwanzig Jahre in deinem Hause gedienet, vierzehn 
um deine Tchter und sechs um deine Herde, und hast mir meinen Lohn 
zehnmal verndert.
42. Wo nicht der Gott meines Vaters, der Gott Abrahams, und die Furcht 
Isaaks auf meiner Seite gewesen wre, du httest mich leer lassen ziehen. 
Aber Gott hat mein Elend und Mhe angesehen und hat dich gestern gestraft.
43. Laban antwortete und sprach zu Jakob: Die Tchter sind meine Tchter 
und die Kinder sind meine Kinder und die Herden sind meine Herden, und 
alles, was du siehest, ist mein, was kann ich meinen Tchtern heute oder 
ihren Kindern tun, die sie geboren haben?
44. So komm nun und la uns einen Bund machen, ich und du, der ein Zeugnis 
sei zwischen mir und dir.
45. Da nahm Jakob einen Stein und richtete ihn auf zu einem Mal.
46. Und sprach zu seinen Brdern: Leset Steine auf. Und sie nahmen Steine 
und machten einen Haufen und aen auf demselben Haufen.
47. Und Laban hie ihn Jegar-Sahadutha; Jakob aber hie ihn Gilead.
48. Da sprach Laban: Der Haufe sei heute Zeuge zwischen mir und dir (daher 
heit man ihn Gilead)
49. und sei eine Warte, denn er sprach: Der Herr sehe darein zwischen mir 
und dir, wenn wir voneinander kommen,
50. wo du meine Tchter beleidigest oder andere Weiber dazu nimmst ber 
meine Tchter. Es ist hie kein Mensch mit uns; siehe aber, Gott ist der 
Zeuge zwischen mir und dir.
51. Und Laban sprach weiter zu Jakob: Siehe, das ist der Haufe und das ist 
das Mal, das ich aufgerichtet habe zwischen mir und dir.
52. Derselbe Haufe sei Zeuge, und das Mal sei auch Zeuge, wo ich 
herberfahre zu dir, oder du herberfhrest zu mir ber diesen Haufen und 
Mal, zu beschdigen.
53. Der Gott Abrahams und der Gott Nahors und der Gott ihrer Vter sei 
Richter zwischen uns.
54. Und Jakob schwur ihm bei der Furcht seines Vaters Isaak. Und Jakob 
opferte auf dem Berge und lud seine Brder zum Essen. Und da sie gegessen 
hatten, blieben sie auf dem Berge ber Nacht.
55. Des Morgens aber stund Laban frhe auf, kssete seine Kinder und 
Tchter und segnete sie; und zog hin und kam wieder an seinen Ort.
Das erste Buch Mose 32
1. Jakob aber zog seinen Weg; und es begegneten ihm die Engel Gottes.
2. Und da er sie sah, sprach er: Es sind Gottes Heere; und hie dieselbige 
Sttte Mahanaim.
3. Jakob aber schickte Boten vor ihm her zu seinem Bruder Esau ins Land 
Seir, in der Gegend Edom.
4. Und befahl ihnen und sprach: Also saget meinem Herrn Esau: Dein Knecht 
Jakob lt dir sagen: Ich bin bis daher bei Laban lange auen gewesen
5. und habe Rinder und Esel, Schafe, Knechte und Mgde; und habe 
ausgesandt dir, meinem Herrn, anzusagen, da ich Gnade vor deinen Augen 
fnde.
6. Die Boten kamen wieder zu Jakob und sprachen: Wir kamen zu deinem 
Bruder Esau; und er zeucht dir auch entgegen mit vierhundert Mann.
7. Da frchtete sich Jakob sehr, und ihm ward bange; und teilete das Volk, 
das bei ihm war, und die Schafe und die Rinder und die Kamele in zwei 
Heere.
8. Und sprach: So Esau kommt auf das eine Heer und schlgt es, so wird das 
brige entrinnen.
9. Weiter sprach Jakob: Gott meines Vaters Abraham und Gott meines Vaters 
Isaak, Herr, der du zu mir gesagt hast: Zeuch wieder in dein Land und zu 
deiner Freundschaft, ich will dir wohltun:
10. ich bin geringe aller Barmherzigkeit und aller Treue, die du an deinem 
Knechte getan hast; denn ich hatte nicht mehr weder diesen Stab, da ich 
ber diesen Jordan ging, und nun bin ich zwei Heere worden.
11. Errette mich von der Hand meines Bruders, von der Hand Esaus; denn ich 
frchte mich vor ihm, da er nicht komme und schlage mich, die Mtter samt 
den Kindern.
12. Du hast gesagt: Ich will dir wohltun und deinen Samen machen wie den 
Sand am Meer, den man nicht zhlen kann vor der Menge.
13. Und er blieb die Nacht da und nahm von dem, das er vorhanden hatte, 
Geschenk seinem Bruder Esau:
14. zweihundert Ziegen, zwanzig Bcke, zweihundert Schafe, zwanzig Widder
15. und dreiig sugende Kamele mit ihren Fllen, vierzig Khe und zehn 
Farren, zwanzig Eselinnen mit zehn Fllen;
16. und tat sie unter die Hand seiner Knechte, je eine Herde besonders, 
und sprach zu ihnen: Gehet vor mir hin und lasset Raum zwischen einer 
Herde nach der andern.
17. Und gebot dem ersten und sprach: Wenn dir mein Bruder Esau begegnet 
und dich fraget: Wem gehrest du an? und wo willst du hin? und wes ist's, 
das du vor dir treibest?
18. sollst du sagen: Es gehret deinem Knechte Jakob zu, der sendet 
Geschenk seinem Herrn Esau und zeucht hinter uns hernach.
19. Also gebot er auch dem andern und dem dritten und allen, die den 
Herden nachgingen, und sprach: Wie ich euch gesagt habe, so saget zu Esau, 
wenn ihr ihm begegnet,
20. und saget ja auch: Siehe, dein Knecht Jakob ist hinter uns. Denn er 
gedachte, ich will ihn vershnen mit dem Geschenk, das vor mir hergehet; 
danach will ich ihn sehen, vielleicht wird er mich annehmen.
21. Also ging das Geschenk vor ihm her, aber er blieb dieselbe Nacht beim 
Heer.
22. Und stund auf in der Nacht und nahm seine zwei Weiber und die zwo 
Mgde und seine elf Kinder und zog an die Furt Jabbok,
23. nahm sie und fhrete sie ber das Wasser, da hinberkam, was er hatte;
24. und blieb allein. Da rang ein Mann mit ihm, bis die Morgenrte anbrach.
25. Und da er sah, da er ihn nicht bermochte, rhrete er das Gelenk 
seiner Hfte an; und das Gelenk seiner Hfte ward ber dem Ringen mit ihm 
verrenkt.
26. Und er sprach: La mich gehen, denn die Morgenrte bricht an. Aber er 
antwortete: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn.
27. Er sprach: Wie heiest du? Er antwortete: Jakob.
28. Er sprach: Du sollst nicht mehr Jakob heien, sondern Israel. Denn du 
hast mit Gott und mit Menschen gekmpft und bist obgelegen.
29. Und Jakob fragte ihn und sprach: Sage doch, wie heiest du? Er aber 
sprach: Warum fragest du, wie ich heie? Und er segnete ihn daselbst.
30. Und Jakob hie die Sttte Pniel; denn ich habe Gott von Angesicht 
gesehen, und meine Seele ist genesen.
31.Und als er vor Pniel berkam, ging ihm die Sonne auf; und er hinkte an 
seiner Hfte.
32. Daher essen die Kinder Israel keine Spannader auf dem Gelenk der Hfte 
bis auf den heutigen Tag, darum da die Spannader an dem Gelenk der Hfte 
Jakobs gerhret ward.
Das erste Buch Mose 33
1. Jakob hub seine Augen auf und sah seinen Bruder Esau kommen mit 
vierhundert Mann. Und teilete seine Kinder zu Lea und zu Rahel und zu 
beiden Mgden.
2. Und stellete die Mgde mit ihren Kindern vorne an und Lea mit ihren 
Kindern hernach und Rahel mit Joseph zuletzt.
3. Und erging vor ihnen her und neigete sich siebenmal auf die Erde, bis 
er zu seinem Bruder kam.
4. Esau aber lief ihm entgegen und herzete ihn und fiel ihm um den Hals 
und kssete ihn; und sie weineten.
5. Und hub seine Augen auf und sah die Weiber mit den Kindern und sprach: 
Wer sind diese bei dir? Er antwortete: Es sind Kinder, die Gott deinem 
Knechte bescheret hat.
6. Und die Mgde traten herzu mit ihren Kindern und neigeten sich vor ihm.
7. Lea trat auch herzu mit ihren Kindern und neigeten sich vor ihm. Danach 
trat Joseph und Rahel herzu und neigeten sich auch vor ihm.
8. Und er sprach: Was willst du mit all dem Heer, dem ich begegnet bin? Er 
antwortete: Da ich Gnade fnde vor meinem Herrn.
9. Esau sprach: Ich habe genug, mein Bruder; behalt, was du hast.
10. Jakob antwortete: Ach nicht! Habe ich Gnade funden vor dir, so nimm 
mein Geschenk von meiner Hand; denn ich sah dein Angesicht, als she ich 
Gottes Angesicht; und la dir's wohlgefallen von mir.
11. Nimm doch den Segen von mir an, den ich dir zugebracht habe; denn Gott 
hat mir's bescheret, und ich habe alles genug. Also ntigte er ihn, da 
er's nahm.
12. Und er sprach: La uns fortziehen und reisen; ich will mit dir ziehen.
13. Er aber sprach zu ihm: Mein Herr, du erkennest, da ich zarte Kinder 
bei mir habe, dazu Vieh und sugende Khe; wenn sie einen Tag bertrieben 
wrden, wrde mir die ganze Herde sterben.
14. Mein Herr ziehe vor seinem Knechte hin. Ich will mhlich hinnach 
treiben, danach das Vieh und die Kinder gehen knnen, bis da ich komme zu 
meinem Herrn in Seir.
15. Esau sprach: So will ich doch bei dir lassen etliche vom Volk, das mit 
mir ist. Er antwortete: Was ist's vonnten? La mich nur Gnade vor meinem 
Herrn finden.
16. Also zog des Tages Esau wiederum seines Weges gen Seir.
17. Und Jakob zog gen Suchoth und bauete ihm ein Haus und machte seinem 
Vieh Htten; daher heit die Sttte Suchoth.
18. Danach zog Jakob gegen Salem, zu der Stadt des Sichem, die im Lande 
Kanaan liegt (nachdem er aus Mesopotamien kommen war), und machte sein 
Lager vor der Stadt.
19. Und kaufte ein Stck Ackers von den Kindern Hemors, des Vaters 
Sichems, um hundert Groschen; daselbst richtete er seine Htte auf.
20. Und richtete daselbst einen Altar zu und rief an den Namen des starken 
Gottes Israel.
Das erste Buch Mose 34
1. Dina aber, Leas Tochter, die sie Jakob geboren hatte, ging heraus, die 
Tchter des Landes zu sehen.
2. Da die sah Sichem, Hemors Sohn, des Heviters, der des Landes Herr war, 
nahm er sie und beschlief sie und schwchte sie.
3. Und sein Herz hing an ihr und hatte die Dirne lieb und redete 
freundlich mit ihr.
4. Und Sichem sprach zu seinem Vater Hemor: Nimm mir das Mgdlein zum 
Weibe.
5. Und Jakob erfuhr, da seine Tochter Dina geschndet war; und seine 
Shne waren mit dem Vieh auf dem Felde, und Jakob schwieg, bis da sie 
kamen.
6. Da ging Hemor, Sichems Vater, heraus zu Jakob, mit ihm zu reden.
7. Indes kamen die Shne Jakobs vom Felde. Und da sie es hreten, verdro 
es die Mnner und wurden sehr zornig, da er eine Narrheit an Israel 
begangen und Jakobs Tochter beschlafen hatte; denn so sollte es nicht sein.
8. Da redete Hemor mit ihnen und sprach: Meines Sohns Sichems Herz sehnet 
sich nach eurer Tochter; lieber, gebet sie ihm zum Weibe!
9. Befreundet euch mit uns; gebet uns eure Tchter und nehmet ihr unsere 
Tchter
10. und wohnet bei uns. Das Land soll euch offen sein; wohnet und werbet 
und gewinnet drinnen.
11. Und Sichem sprach zu ihrem Vater und Brdern: Lasset mich Gnade bei 
euch finden; was ihr mir saget, das will ich geben.
12. Fordert nur getrost von mir Morgengabe und Geschenk, ich will's geben, 
wie ihr heischet; gebt mir nur die Dirne zum Weibe.
13. Da antworteten Jakobs Shne dem Sichem und seinem Vater Hemor 
betrglich, darum da ihre Schwester Dina geschndet war,
14. und sprachen zu ihnen: Wir knnen das nicht tun, da wir unsere 
Schwester einem unbeschnittenen Mann geben; denn das wre uns eine Schande.
15. Doch dann wollen wir euch zu Willen sein, so ihr uns gleich werdet und 
alles, was mnnlich unter euch ist, beschnitten werde.
16. Dann wollen wir unsere Tchter euch geben und eure Tchter uns nehmen 
und bei euch wohnen und ein Volk sein.
17. Wo ihr aber nicht willigen wollet, euch zu beschneiden, so wollen wir 
unsere Tochter nehmen und davonziehen.
18. Die Rede gefiel Hemor und seinem Sohn wohl.
19. Und der Jngling verzog nicht, solches zu tun; denn er hatte Lust zu 
der Tochter Jakobs. Und er war herrlich gehalten ber alle in seines 
Vaters Hause.
20. Da kamen sie nun, Hemor und sein Sohn Sichern, unter der Stadt Tor und 
redeten mit den Brgern der Stadt und sprachen:
21. Diese Leute sind friedsam bei uns und wollen im Lande wohnen und 
werben, so ist nun das Land weit genug fr sie; wir wollen uns ihre 
Tchter zu Weibern nehmen und ihnen unsere Tchter geben.
22. Aber dann wollen sie uns zu Willen sein, da sie bei uns wohnen und 
ein Volk mit uns werden, wo wir alles, was mnnlich unter uns ist, 
beschneiden, gleichwie sie beschnitten sind.
23. Ihr Vieh und Gter und alles, was sie haben wird unser sein, so wir 
nur ihnen zu Willen werden, da sie bei uns wohnen.
24. Und sie gehorchten dem Hemor und Sichern, seinem Sohn, alle, die zu 
seiner Stadt Tor aus und ein gingen, und beschnitten alles, was mnnlich 
war, das zu seiner Stadt aus und ein ging.
25. Und am dritten Tage, da sie es schmerzete, nahmen die zween Shne 
Jakobs, Simeon und Levi, der Dina Brder, ein jeglicher sein Schwert und 
gingen in die Stadt trstiglich und erwrgeten alles, was mnnlich war.
26. Und erwrgeten auch Hemor und seinen Sohn Sichern mit der Schrfe des 
Schwerts; und nahmen ihre Schwester Dina aus dem Hause Sichems und gingen 
davon.
27. Da kamen die Shne Jakobs ber die Erschlagenen und plnderten die 
Stadt, darum da sie hatten ihre Schwester geschndet,
28. und nahmen ihre Schafe, Rinder, Esel und was in der Stadt und auf dem 
Felde war,
29. und alle ihre Habe, alle Kinder und Weiber nahmen sie gefangen und 
plnderten alles, was in den Husern war.
30. Und Jakob sprach zu Simeon und Levi: Ihr habt mir Unglck zugerichtet, 
da ich stinke vor den Einwohnern dieses Landes, den Kanaanitern und 
Pheresitern; und ich bin ein geringer Haufe. Wenn sie sich nun versammeln 
ber mich, so werden sie mich schlagen. Also werde ich vertilget samt 
meinem Hause.
31. Sie antworteten aber: Sollten sie denn mit unserer Schwester als mit 
einer Hure handeln?
Das erste Buch Mose 35
1. Und Gott sprach zu Jakob: Mache dich auf und zeuch gen Bethel und wohne 
daselbst; und mache daselbst einen Altar dem Gott, der dir erschien, da du 
flohest vor deinem Bruder Esau.
2. Da sprach Jakob zu seinem Hause und zu allen, die mit ihm waren: Tut 
von euch die fremden Gtter, so unter euch sind, und reiniget euch und 
ndert eure Kleider.
3. Und lasset uns auf sein und gen Bethel ziehen, da ich daselbst einen 
Altar mache dem Gott, der mich erhret hat zur Zeit meiner Trbsal und ist 
mit mir gewesen auf dem Wege, den ich gezogen bin.
4. Da gaben sie ihm alle fremden Gtter, die unter ihren Hnden waren, und 
ihre Ohrenspangen; und er vergrub sie unter eine Eiche, die neben Sichem 
stund.
5. Und sie zogen aus. Und es kam die Furcht Gottes ber die Stdte, die um 
sie her lagen, da sie den Shnen Jakobs nicht nachjagten.
6. Also kam Jakob gen Lus im Lande Kanaan, die da Bethel, heit, samt all 
dem Volk, das mit ihm war,
7. und bauete daselbst einen Altar und hie die Sttte El-Bethel, darum 
da ihm daselbst Gott offenbaret war, da er floh vor seinem Bruder.
8. Da starb Debora, der Rebekka Amme, und ward begraben unter Bethel, 
unter der Eiche; und ward, genannt die Klageiche.
9. Und Gott erschien Jakob abermal, nachdem er aus Mesopotamien kommen 
war, und segnete ihn
10. und sprach zu ihm: Du heiest Jakob; aber du sollst nicht mehr Jakob 
heien, sondern Israel sollst du heien. Und also man ihn Israel.
11. Und Gott sprach zu ihm: Ich bin der allmchtige Gott; sei fruchtbar 
und mehre dich; Vlker und Vlkerhaufen sollen von dir kommen, und Knige 
sollen aus deinen Lenden kommen.
12. Und das Land, das ich Abraham und Isaak gegeben habe, will ich dir 
geben und will's deinem Samen nach dir geben.
13. Also fuhr Gott auf von ihm; von dem Ort, da er mit ihm geredet hatte.
14. Jakob aber richtete ein steinern Mal auf an dem Ort, da er mit ihm 
geredet hatte, und go Trankopfer drauf und bego ihn mit l.
15. Und Jakob hie den Ort, da Gott mit ihm geredet hatte, Bethel.
16. Und sie zogen von Bethel. Und da noch ein Feldwegs war von Ephrath, da 
gebar Rahel.
17. Und es kam sie hart an ber der Geburt. Da es ihr aber so sauer ward 
in der Geburt, sprach die Wehmutter zu ihr: Frchte dich nicht, denn 
diesen Sohn wirst du auch haben.
18. Da ihr aber die Seele ausging, da sie sterben mute, hie sie ihn 
Benoni; aber sein Vater hie ihn Benjamin.
19. Also starb Rahel und ward begraben an dem Wege gen Ephrath, die nun 
heit Bethlehem.
20. Und Jakob richtete ein Mal auf ber ihrem Grabe; dasselbe ist das 
Grabmal Rahels bis auf diesen Tag.
21. Und Israel zog aus und richtete eine Htte auf jenseits des Turms Eder.
22. Und es begab sich, da Israel im Lande wohnete, ging Ruben hin und 
schlief bei Bilha, seines Vaters Kebsweibe; und das kam vor Israel. Es 
hatte aber Jakob zwlf Shne.
23. Die Shne Leas waren diese: Ruben, der erstgeborne Sohn Jakobs, 
Simeon, Levi, Juda, Isaschar und Sebulon.
24. Die Shne Rahels waren: Joseph und Benjamin.
25. Die Shne Bilhas, Rahels Magd: Dan und Naphthali.
26. Die Shne Silpas, Leas Magd: Gad und Asser. Das sind die Shne Jakobs, 
die ihm geboren sind in Mesopotamien.
27. Und Jakob kam zu seinem Vater Isaak gen Mamre in die Hauptstadt, die 
da heit Hebron, da Abraham und Isaak Fremdlinge innen gewesen sind.
28. Und Isaak ward hundertundachtzig Jahre alt.
29. Und nahm ab und starb und ward versammelt zu seinem Volk, alt und des 
Lebens satt. Und seine Shne Esau und Jakob begruben ihn.
Das erste Buch Mose 36
1. Dies ist das Geschlecht Esaus, der da heit Edom.
2. Esau nahm Weiber von den Tchtern Kanaans: Ada, die Tochter Elons, des 
Hethiters; und Ahalibama, die Tochter des Ana, die Neffe Zibeons, des 
Heviters;
3. und Basmath, Ismaels Tochter, Nebajoths Schwester.
4. Und Ada gebar dem Esau Eliphas, aber Basmath gebar Reguel.
5. Ahalibama gebar Jehus, Jaelam und Korah. Das sind Esaus Kinder, die ihm 
geboren sind im Lande Kanaan.
6. Und Esau nahm seine Weiber, Shne und Tchter und alle Seelen seines 
Hauses, seine Habe und alles Vieh mit allen Gtern, so er im Lande Kanaan 
erworben hatte, und zog in ein Land von seinem Bruder Jakob.
7. Denn ihre Habe war zu gro, da sie nicht konnten beieinander wohnen; 
und das Land, darin sie Fremdlinge waren, mochte sie nicht ertragen vor 
der Menge ihres Viehes.
8. Also wohnete Esau auf dem Gebirge Seir. Und Esau ist der Edom.
9. Dies ist das Geschlecht Esaus, von dem die Edomiter herkommen, auf dem 
Gebirge Seir.
10. Und so heien die Kinder Esaus: Eliphas, der Sohn Adas, Esaus Weibes; 
Reguel, der Sohn Basmaths, Esaus Weibes.
11. Eliphas Shne aber waren diese: Theman, Omar, Zepho, Gaetham und Kenas.
12. Und Thimma war ein Kebsweib Eliphas, Esaus Sohns, die gebar ihm 
Amalek. Das sind die Kinder von Ada, Esaus Weib.
13. Die Kinder aber Reguels sind diese: Nahath, Serah, Samma, Missa. Das 
sind die Kinder von Basmath, Esaus Weib.
14. Die Kinder aber von Ahalibama, Esaus Weib, der Tochter des Ana, der 
Neffe Zibeons, sind diese, die sie dem Esau gebar: Jehus, Jaelam und Korah.
15. Das sind die Frsten unter den Kindern Esaus: Die Kinder Eliphas, des 
ersten Sohns Esaus, waren diese: der Frst Theman, der Frst Omar, der 
Frst Zepho, der Frst Kenas,
16. der Frst Korah, der Frst Gaetham, der Frst Amalek. Das sind die 
Frsten von Eliphas, im Lande Edom, und sind Kinder von der Ada.
17. Und das sind die Kinder Reguels, Esaus Sohns: der Frst Nahath, der 
Frst Serah, der Frst Samma, der Frst Missa. Das sind die Frsten von 
Reguel im Lande der Edomiter und sind Kinder von der Basmath, Esaus Weib.
18. Das sind die Kinder Ahalibamas, Esaus Weibes: der Frst Jehus, der 
Frst Jaelam, der Frst Korah. Das sind die Frsten von Ahalibama, der 
Tochter des Ana, Esaus Weib.
19. Das sind Esaus Kinder und ihre Frsten. Er ist der Edom.
20. Die Kinder aber von Seir, dem Horiten, der im Lande wohnete, sind 
diese: Lothan, Sobal, Zibeon, Ana, Dison, Ezer und Disan.
21. Das sind die Frsten der Horiten, Kinder des Seir, im Lande Edom.
22. Aber des Lothan Kinder waren diese: Hori und Heman; und Lothans 
Schwester hie Thimna.
23. Die Kinder von Sobal waren diese: Alwan, Manahath, Ebal, Sepho und 
Onam.
24. Die Kinder von Zibeon waren: Aja und Ana. Das ist der Ana, der in der 
Wste Maulpferde erfand, da er seines Vaters Zibeons Esel htete.
25. Die Kinder aber Anas waren: Dison und Ahalibama, das ist die Tochter 
Anas.
26. Die Kinder Disons waren: Hemdan, Esban, Jethran und Charan.
27. Die Kinder Ezers waren: Bilhan, Sawan und Akan
28. Die Kinder Disans waren: Uz und Man.
29. Dies sind die Frsten der Horiten: der Frst Lothan, der Frst Sobal, 
der Frst Zibeon, der Frst Ana,
30. der Frst Dison, der Frst Ezer, der Frst Disan. Das sind die Frsten 
der Horiten, die regieret haben im Lande Seir.
31. Die Knige aber, die im Lande Edom regieret haben, ehe denn die Kinder 
Israel Knige hatten, sind diese:
32. Bela war Knig in Edom, ein Sohn Beors; und seine Stadt hie Dinhaba.
33. Und da Bela starb, ward Knig an seiner Statt Jobab, ein Sohn Serahs 
von Bazra.
34. Da Jobab starb, ward an seiner Statt Knig Husam aus der Themaniter 
Lande.
35. Da Husam starb, ward Knig an seiner Statt Hadad, ein Sohn Bedads, der 
die Midianiter schlug auf der Moabiter Felde; und seine Stadt hie Awith.
36. Da Hadad starb, regierete Samla von Masrek.
37. Da Samla starb, ward Saul Knig, von Rehoboth am Wasser.
38. Da Saul starb, ward an seiner Statt Knig Baal Hanan, der Sohn Achbors.
39. Da Baal Hanan, Achbors Sohn, starb, ward an seiner Statt Knig Hadar, 
und seine Stadt hie Pagu; und sein Weib hie Mehetabeel, eine Tochter 
Matreds, die Mesahabs Tochter war.
40. Also heien die Frsten von Esau in ihren Geschlechtern, rtern und 
Namen: der Frst Thimna, der Frst Alwa, der Frst Jetheth,
41. der Frst Ahalibama, der Frst Ela, der Frst Pinon,
42. der Frst Kenas, der Frst Theman, der Frst Mibzar,
43. der Frst Magdiel, der Frst Jram. Das sind die Frsten in Edom, wie 
sie gewohnet haben in ihrem Erblande. Und Esau ist der Vater der Edomiter.
Das erste Buch Mose 37
1. Jakob aber wohnete im Lande, da sein Vater ein Fremdling innen gewesen 
war, nmlich im Lande Kanaan.
2. Und das sind die Geschlechter Jakobs: Joseph war siebenzehn Jahre alt, 
da er ein Hirte des Viehes ward mit seinen Brdern; und der Knabe war bei 
den Kindern Bilhas und Silpas, seines Vaters Weiber, und brachte vor ihren 
Vater, wo ein bs Geschrei wider sie war.
3. Israel aber hatte Joseph lieber denn alle seine Kinder, darum da er 
ihn im Alter gezeuget hatte; und machte ihm einen bunten Rock.
4. Da nun seine Brder sahen, da ihn ihr Vater lieber hatte denn alle 
seine Brder, waren sie ihm feind und konnten ihm kein freundlich Wort 
zusprechen.
5. Dazu hatte Joseph einmal einen Traum und sagte seinen Brdern davon; da 
wurden sie ihm noch feinder.
6. Denn er sprach zu ihnen: Hret, lieber, was mir doch getrumet hat!
7. Mich deuchte, wir banden Garben auf dem Felde, und meine Garbe richtete 
sich auf und stund, und eure Garben umher neigeten sich gegen meine Garbe.
8. Da sprachen seine Brder zu ihm: Solltest du unser Knig werden und 
ber uns herrschen? Und wurden ihm noch feinder um seines Traums und 
seiner Rede willen.
9. Und er hatte noch einen andern Traum, den erzhlte er seinen Brdern 
und sprach: Siehe, ich habe noch einen Traum gehabt. Mich deuchte, die 
Sonne und der Mond und elf Sterne neigeten sich vor mir.
10. Und da das seinem Vater und seinen Brdern gesagt ward, strafte ihn 
sein Vater und sprach zu ihm: Was ist das fr ein Traum, der dir getrumet 
hat? Soll ich und deine Mutter und deine Brder kommen und dich anbeten?
11. Und seine Brder neideten ihn. Aber sein Vater behielt diese Worte.
12. Da nun seine Brder hingingen, zu weiden das Vieh ihres Vaters in 
Sichem,
13. sprach Israel zu Joseph: Hten nicht deine Brder des Viehes in 
Sichem? Komm, ich will dich zu ihnen senden. Er aber sprach: Hie bin ich!
14. Und er sprach: Gehe hin und sieh, ob es wohl stehe um deine Brder und 
um das Vieh; und sage mir wieder, wie sich's hlt. Und er sandte ihn aus 
dem Tal Hebron, da er gen Sichem ginge.
15. Da fand ihn ein Mann, da er irre ging auf dem Felde; der fragte ihn 
und sprach: Wen suchest du?
16. Er antwortete: Ich suche meine Brder; lieber, sage mir an, wo sie 
hten.
17. Der Mann sprach: Sie sind von dannen gezogen; denn ich hrte, da sie 
sagten: Lasset uns gen Dothan gehen. Da folgte Joseph seinen Brdern nach 
und fand sie zu Dothan.
18. Als sie ihn nun sahen von ferne, ehe denn er nahe bei sie kam, 
schlugen sie an, da sie ihn tteten,
19. und sprachen untereinander: Sehet, der Trumer kommt daher!
20. So kommt nun und lasset uns ihn erwrgen und in eine Grube werfen und 
sagen, ein bses Tier habe ihn gefressen, so wird man sehen, was seine 
Trume sind.
21. Da das Ruben hrete, wollte er ihn aus ihren Hnden erretten und 
sprach: Lasset uns ihn nicht tten!
22. Und weiter sprach Ruben zu ihnen: Vergieet nicht Blut, sondern werfet 
ihn in die Grube, die in der Wste ist, und leget die Hand nicht an ihn. 
Er wollte ihn aber aus ihrer Hand erretten, da er ihn seinem Vater 
wiederbrchte.
23. Als nun Joseph zu seinen Brdern kam, zogen sie ihm seinen Rock mit 
dem bunten Rock aus, den er anhatte;
24. und nahmen ihn und warfen ihn in eine Grube; aber dieselbige Grube war 
leer und kein Wasser drinnen.
25. Und setzten sich nieder zu essen. Indes huben sie ihre Augen auf und 
sahen einen Haufen Ismaeliter kommen von Gilead mit ihren Kamelen; die 
trugen Wrze, Balsam und Myrrhen, und zogen hinab nach gypten.
26. Da sprach Juda zu seinen Brdern: Was hilft's uns, da wir unsern 
Bruder erwrgen und sein Blut verbergen?
27. Kommt, lasset uns ihn den Ismaeliten verkaufen, da sich unsere Hnde 
nicht an ihm vergreifen; denn er ist unser Bruder, unser Fleisch und Blut. 
Und sie gehorchten ihm.
28. Und da die Midianiter, die Kaufleute, vorberreiseten, zogen sie ihn 
heraus aus der Grube und verkauften ihn den Ismaeliten um zwanzig 
Silberlinge; die brachten ihn nach gypten.
29. Als nun Ruben wieder zur Grube kam und fand Joseph nicht darinnen, 
zerri er sein Kleid
30. und kam wieder zu seinen Brdern und sprach: Der Knabe ist nicht da, 
wo soll ich hin?
31. Da nahmen sie Josephs Rock und schlachteten einen Ziegenbock und 
tunkten den Rock ins Blut.
32. Und schickten den bunten Rock hin und lieen ihn ihrem Vater bringen 
und sagen: Diesen haben wir funden; siehe, ob es deines Sohnes Rock sei, 
oder nicht.
33. Er kannte ihn aber und sprach: Es ist meines Sohnes Rock; ein bses 
Tier hat ihn gefressen, ein reiend Tier hat Joseph zerrissen.
34. Und Jakob zerri seine Kleider und legte einen Sack um seine Lenden 
und trug Leid um seinen Sohn lange Zeit.
35. Und alle seine Shne und Tchter traten auf, da sie ihn trsteten; 
aber er wollte sich nicht trsten lassen und sprach: Ich werde mit Leide 
hinunterfahren in die Grube zu meinem Sohne. Und sein Vater beweinete ihn.
36. Aber die Midianiter verkauften ihn in gypten dem Potiphar, des Pharao 
Kmmerer und Hofmeister.
Das erste Buch Mose 38
1. Es begab sich um dieselbige Zeit, da Juda hinabzog von seinen Brdern 
und tat sich zu einem Mann von Odollam, der hie Hira.
2. Und Juda sah daselbst eines Kanaaniter-Mannes Tochter, der hie Suah; 
und nahm sie. Und da er sie beschlief,
3. ward sie schwanger und gebar einen Sohn, den hie er Ger.
4. Und sie ward aber schwanger und gebar einen Sohn, den hie sie Onan.
5. Sie gebar abermal einen Sohn, den hie sie Sela; und er war zu Chesib, 
da sie ihn gebar.
6. Und Juda gab seinem ersten Sohn Ger ein Weib, die hie Thamar.
7. Aber er war bse vor dem Herrn; darum ttete ihn der Herr.
8. Da sprach Juda zu Onan: Lege dich zu deines Bruders Weib und nimm sie 
zur Ehe, da du deinem Bruder Samen erweckest.
9. Aber da Onan wute, da der Same nicht sein eigen sein sollte, wenn er 
sich zu seines Bruders Weib legte, lie er's auf die Erde fallen und 
verderbete es, auf da er seinem Bruder nicht Samen gbe.
10. Das gefiel dem Herrn bel, das er tat, und ttete ihn auch.
11. Da sprach Juda zu seiner Schnur Thamar: Bleibe eine Witwe in deines 
Vaters Hause, bis mein Sohn Sela gro wird. Denn er gedachte: Vielleicht 
mchte er auch sterben wie seine Brder. Also ging Thamar hin und blieb in 
ihres Vaters Hause.
12. Da nun viele Tage verlaufen waren, starb des Suah Tochter, Judas Weib. 
Und nachdem Juda ausgetrauert hatte, ging er hinauf, seine Schafe zu 
scheren, gen Thimnath mit seinem Hirten Hira von Odollam.
13. Da ward der Thamar angesagt: Siehe, dein Schwher gehet hinauf gen 
Thimnath, seine Schafe zu scheren.
14. Da legte sie die Witwenkleider von sich, die sie trug, deckte sich mit 
einem Mantel und verhllete sich und setzte sich vor die Tr heraus an dem 
Wege gen Thimnath; denn sie sah, da Sela war gro worden, und sie ward 
ihm nicht zum Weibe gegeben.
15. Da sie nun Juda sah, meinete er, es wre eine Hure, denn sie hatte ihr 
Angesicht verdecket.
16. Und machte sich zu ihr am Wege und sprach: Lieber, la mich bei dir 
liegen. Denn er wute nicht, da sie seine Schnur wre. Sie antwortete: 
Was willst du mir geben, da du bei mir liegest?
17. Er sprach: Ich will dir einen Ziegenbock von der Herde senden. Sie 
antwortete: So gib mir ein Pfand, bis da du mir's sendest.
18. Er sprach: Was willst du fr ein Pfand, das ich dir gebe? Sie 
antwortete: Deinen Ring und deine Schnur und deinen Stab, den du in den 
Hnden hast; Da gab er's ihr und lag bei ihr; und sie ward von ihm 
schwanger.
19. Und sie machte sich auf und ging hin und legte den Mantel ab und zog 
ihre Witwenkleider an.
20. Juda aber sandte den Ziegenbock durch seinen Hirten von Odollam, da 
er das Pfand wieder holete von dem Weibe; und er fand sie nicht.
21. Da fragte er die Leute desselbigen Orts und sprach: Wo ist die Hure, 
die auen am Wege sa? Sie antworteten: Es ist keine Hure dagewesen.
22. Und er kam wieder zu Juda und sprach: Ich habe sie nicht funden; dazu 
sagen die Leute desselben Orts, es sei keine Hure dagewesen.
23. Juda sprach: Sie hab's ihr, sie kann uns doch ja nicht Schande 
nachsagen; denn ich habe den Bock gesandt, so hast du sie nicht funden.
24. ber drei Monden ward Juda angesagt: Deine Schnur Thamar hat gehuret; 
dazu siehe, sie ist von Hurerei schwanger worden. Juda sprach: Bringet sie 
hervor, da sie verbrannt werde.
25. Und da man sie hervorbrachte, schickte sie zu ihrem Schwher und 
sprach: Von dem Manne bin ich schwanger, des dies ist. Und sprach: Kennest 
du auch, wes dieser Ring und diese Schnur und dieser Stab ist?
26. Juda erkannte es und sprach: Sie ist gerechter denn ich; denn ich habe 
sie nicht gegeben meinem Sohn Sela. Doch beschlief er sie nicht mehr.
27. Und da sie gebren sollte, wurden Zwillinge in ihrem Leibe erfunden.
28. Und als sie jetzt gebar, tat sich eine Hand heraus. Da nahm die 
Wehmutter und band einen roten Faden darum und sprach: Der wird der erste 
herauskommen.
29. Da aber der seine Hand wieder hinein zog, kam sein Bruder heraus; und 
sie sprach: Warum hast du um deinetwillen solchen Ri gerissen? Und man 
hie ihn Perez.
30. Danach kam sein Bruder heraus, der den roten Faden um seine Hand 
hatte. Und man hie ihn Serah.
Das erste Buch Mose 39
1. Joseph ward hinab in gypten gefhret; und Potiphar, ein gyptischer 
Mann, des Pharao Kmmerer und Hofmeister, kaufte ihn von den Ismaeliten, 
die ihn hinabbrachten.
2. Und der Herr war mit Joseph, da er ein glckseliger Mann ward; und war 
in seines Herrn, des gypters, Hause.
3. Und sein Herr sah, da der Herr mit ihm war; denn alles, was er tat, da 
gab der Herr Glck zu durch ihn,
4. also da er Gnade fand vor seinem Herrn und sein Diener ward. Der 
setzte ihn ber sein Haus, und alles, was er hatte, tat er unter seine 
Hnde.
5. Und von der Zeit an, da er ihn ber sein Haus und alle seine Gter 
gesetzt hatte, segnete der Herr des gypters Haus um Josephs willen, und 
war eitel Segen des Herrn in allem, was er hatte, zu Hause und zu Felde.
6. Darum lie er alles unter Josephs Hnden, was er hatte; und er nahm 
sich keines Dinges an, weil er ihn hatte, denn da er a und trank. Und 
Joseph war schn und hbsch von Angesicht.
7. Und es begab sich nach dieser Geschichte, da seines Herrn Weib ihre 
Augen auf Joseph warf und sprach: Schlafe bei mir!
8. Er weigerte sich's aber und sprach zu ihr: Siehe, mein Herr nimmt sich 
nichts an vor mir, was im Hause ist; und alles, was er hat, das hat er 
unter meine Hnde getan;
9. und hat nichts so gro in dem Hause, das er vor mir verhohlen habe, 
ohne dich, indem du sein Weib bist. Wie sollt ich denn nun ein solch gro 
bel tun und wider Gott sndigen?
10. Und sie trieb solche Worte gegen Joseph tglich. Aber er gehorchte ihr 
nicht, da er nahe bei ihr schlief noch um sie wre.
11. Es begab sich der Tage einen, da Joseph in das Haus ging, sein 
Geschft zu tun, und war kein Mensch vom Gesinde des Hauses dabei.
12. Und sie erwischte ihn bei seinem Kleid und sprach: Schlafe bei mir! 
Aber er lie das Kleid in ihrer Hand und floh und lief zum Hause hinaus.
13. Da sie nun sah, da er sein Kleid in ihrer Hand lie und hinaus 
entfloh,
14. rief sie dem Gesinde im Hause und sprach zu ihnen: Sehet, er hat uns 
den ebrischen Mann hereingebracht, da er uns zuschanden mache. Er kam zu 
mir herein und wollte bei mir schlafen; ich rief aber mit lauter Stimme.
15. Und da er hrete, da ich ein Geschrei machte und rief, da lie er 
sein Kleid bei mir und floh und lief hinaus.
16. Und sie legte sein Kleid neben sich, bis sein Herr heim kam,
17. und sagte zu ihm eben dieselben Worte und sprach: Der ebrische 
Knecht, den du uns hereingebracht hast, kam zu mir herein und wollte mich 
zuschanden machen.
18. Da ich aber ein Geschrei machte und rief, da lie er sein Kleid bei 
mir und floh hinaus.
19. Als sein Herr hrete die Rede seines Weibes, die sie ihm sagte und 
sprach: Also hat mir dein Knecht getan, ward er sehr zornig.
20. Da nahm ihn sein Herr und legte ihn ins Gefngnis, da des Knigs 
Gefangene innen lagen; und er lag allda im Gefngnis.
21. Aber der Herr war mit ihm und neigte seine Huld zu ihm und lie ihn 
Gnade finden vor dem Amtmann ber das Gefngnis,
22. da er ihm unter seine Hand befahl alle Gefangenen im Gefngnis, auf 
da alles, was da geschah, durch ihn geschehen mute.
23. Denn der Amtmann ber das Gefngnis nahm sich keines Dinges an; denn 
der Herr war mit Joseph, und was er tat, da gab der Herr Glck zu.
Das erste Buch Mose 40
1. Und es begab sich danach, da sich der Schenke des Knigs in gypten 
und der Bcker versndigten an ihrem Herrn, dem Knige in gypten.
2. Und Pharao ward zornig ber seine beiden Kmmerer, ber den Amtmann 
ber die Schenken und ber den Amtmann ber die Bcker,
3. und lie sie setzen in des Hofmeisters Haus ins Gefngnis, da Joseph 
gefangen lag.
4. Und der Hofmeister setzte Joseph ber sie, da er ihnen dienete; und 
saen etliche Tage im Gefngnis.
5. Und es trumete ihnen beiden, dem Schenken und Bcker des Knigs zu 
gypten, in einer Nacht, einem jeglichen ein eigener Traum; und eines 
jeglichen Traum hatte seine Bedeutung.
6. Da nun des Morgens Joseph zu ihnen hinein kam und sah, da sie traurig 
waren,
7. fragte er sie und sprach: Warum seid ihr heute so traurig?
8. Sie antworteten: Es hat uns getrumet, und haben niemand, der es uns 
auslege. Joseph sprach: Auslegen gehret Gott zu, doch erzhlet mir's.
9. Da erzhlete der oberste Schenke seinen Traum Joseph und sprach zu ihm: 
Mir hat getrumet, da ein Weinstock vor mir wre,
10. der hatte drei Reben, und er grnete, wuchs und blhete, und seine 
Trauben wurden reif;
11. und ich hatte den Becher Pharaos in meiner Hand und nahm die Beeren 
und zerdrckte sie in den Becher und gab den Becher Pharao in die Hand.
12. Joseph sprach zu ihm: Das ist seine Deutung: Drei Reben sind drei Tage.
13. ber drei Tage wird Pharao dein Haupt erheben und dich wieder an dein 
Amt stellen, da du ihm den Becher in die Hand gebest nach der vorigen 
Weise, da du sein Schenke warst.
14. Aber gedenke meiner, wenn dir's wohlgehet, und tu Barmherzigkeit an 
mir, da du Pharao erinnerst, da er mich aus diesem Hause fhre.
15. Denn ich bin aus dem Lande der Ebrer heimlich gestohlen; dazu habe 
ich auch allhie nichts getan, da sie mich eingesetzt haben.
16. Da der oberste Bcker sah, da die Deutung gut war, sprach er zu 
Joseph: Mir hat auch getrumet, ich trge drei weie Krbe auf meinem 
Haupt,
17. und im obersten Korbe allerlei gebackene Speise dem Pharao; und die 
Vgel aen aus dem Korbe auf meinem Haupt
18. Joseph antwortete und sprach: Das ist seine Deutung: Drei Krbe sind 
drei Tage.
19. Und nach dreien Tagen wird dir Pharao dein Haupt erheben und dich an 
den Galgen henken, und die Vgel werden dein Fleisch von dir essen.
20. Und es geschah des dritten Tages, da beging Pharao seinen Jahrtag; und 
er machte eine Mahlzeit allen seinen Knechten und erhub das Haupt des 
obersten Schenken und das Haupt des obersten Bckers unter seinen Knechten;
21. und setzte den obersten Schenken wieder zu seinem Schenkamt, da er 
den Becher reichte in Pharaos Hand;
22. aber den obersten Bcker lie er henken, wie ihnen Joseph gedeutet 
hatte.
23. Aber der oberste Schenke gedachte nicht an Joseph, sondern verga sein.
Das erste Buch Mose 41
1. Und nach zweien Jahren hatte Pharao einen Traum, wie er stnde am Wasser
2. und she aus dem Wasser steigen sieben schne fette Khe, und gingen an 
der Weide im Grase.
3. Nach diesen sah er andere sieben Khe aus dem Wasser aufsteigen; die 
waren hlich und mager und traten neben die Khe an das Ufer am Wasser.
4. Und die hlichen und magern fraen die sieben schnen fetten Khe. Da 
erwachte Pharao.
5. Und er schlief wieder ein, und ihm trumete abermal, und sah, da 
sieben hren wuchsen aus einem Halm, voll und dick.
6. Danach sah er sieben dnne und versengete hren aufgehen.
7. Und die sieben mageren hren verschlangen die sieben dicken und vollen 
hren. Da erwachte Pharao und merkte, da es ein Traum war.
8. Und da es Morgen ward, war sein Geist bekmmert, und schickte aus und 
lie rufen alle Wahrsager in gypten und alle Weisen und erzhlete ihnen 
seine Trume. Aber da war keiner, der sie dem Pharao deuten konnte.
9. Da redete der oberste Schenke zu Pharao und sprach: Ich gedenke heute 
an meine Snde.
10. Da Pharao zornig ward ber seine Knechte und mich mit dem obersten 
Bcker ins Gefngnis legte, ins Hofmeisters Hause,
11. da trumete uns beiden in einer Nacht, einem jeglichen sein Traum, des 
Deutung ihn betraf.
12. Da war bei uns ein ebrischer Jngling, des Hofmeisters Knecht, dem 
erzhleten wir's. Und er deutete uns unsere Trume, einem jeglichen nach 
seinem Traum.
13. Und wie er uns deutete, so ist's ergangen; denn ich bin wieder an mein 
Amt gesetzt, und jener ist gehenkt.
14. Da sandte Pharao hin und lie Joseph rufen; und lieen ihn eilend aus 
dem Loch. Und er lie sich bescheren und zog andere Kleider an und kam 
hinein zu Pharao.
15. Da sprach Pharao zu ihm: Mir hat ein Traum getrumet, und ist niemand, 
der ihn deuten kann; ich hab aber gehrt von dir sagen, wenn du einen 
Traum hrest, so kannst du ihn deuten.
16. Joseph antwortete Pharao und sprach: Das stehet bei mir nicht; Gott 
wird doch Pharao Gutes weissagen.
17. Pharao sagte an zu Joseph: Mir trumete, ich stund am Ufer bei dem 
Wasser
18. und sah aus dem Wasser steigen sieben schne fette Khe, und gingen an 
der Weide im Grase.
19. Und nach ihnen sah ich andere sieben drre, sehr hliche und magere 
Khe heraussteigen. Ich habe in ganz gyptenland nicht so hliche gesehen.
20. Und die sieben mageren und hlichen Khe fraen auf die sieben ersten 
fetten Khe.
21. Und da sie die hineingefressen hatten, merkte man's nicht an ihnen, 
da sie die gefressen hatten, und waren hlich, gleichwie vorhin. Da 
wachte ich auf.
22. Und sah abermal in meinem Traum sieben hren auf einem Halm wachsen, 
voll und dick.
23. Danach gingen auf sieben drre hren, dnne und versenget.
24. Und die sieben dnnen hren verschlangen die sieben dicken hren. Und 
ich habe es den Wahrsagern gesagt, aber die knnen's mir nicht deuten.
25. Joseph antwortete Pharao: Beide Trume Pharaos sind einerlei. Denn 
Gott verkndigt Pharao, was er vorhat.
26. Die sieben schnen Khe sind sieben Jahre, und die sieben guten hren 
sind auch die sieben Jahre. Es ist einerlei Traum.
27. Die sieben magern und hlichen Khe, die nach jenen aufgestiegen 
sind, das sind sieben Jahre; und die sieben mageren und versengeten hren 
sind sieben Jahre teure Zeit.
28. Das ist nun, das ich gesagt habe zu Pharao, da Gott Pharao zeiget, 
was er vorhat.
29. Siehe, sieben reiche Jahre werden kommen in ganz gyptenland.
30. Und nach denselben werden sieben Jahre teure Zeit kommen, da man 
vergessen wird aller solcher Flle in gyptenland; und die teure Zeit wird 
das Land verzehren,
31. da man nichts wissen wird von der Flle im Lande vor der teuren Zeit, 
die hernach kommt; denn sie wird fast schwer sein.
32. Da aber dem Pharao zum andernmal getrumet hat, bedeutet, da solches 
Gott gewilich und eilend tun wird.
33. Nun sehe Pharao nach einem verstndigen und weisen Mann, den er ber 
gyptenland setze,
34. und schaffe, da er Amtleute verordne im Lande und nehme den Fnften 
in gyptenland in den sieben reichen Jahren;
35. und sammle alle Speise der guten Jahre, die kommen werden, da sie 
Getreide aufschtten in Pharaos Kornhuser zum Vorrat in den Stdten und 
verwahren es,
36. auf da man Speise verordnet finde dem Lande in den sieben teuren 
Jahren, die ber gyptenland kommen werden, da nicht das Land vor Hunger 
verderbe.
37. Die Rede gefiel Pharao und allen seinen Knechten wohl.
38. Und Pharao sprach zu seinen Knechten: Wie knnten wir einen solchen 
Mann finden, in dem der Geist Gottes sei?
39. Und sprach zu Joseph: Weil dir Gott solches alles hat kundgetan, ist 
keiner so verstndig und weise als du.
40. Du sollst ber mein Haus sein, und deinem Wort soll all mein Volk 
gehorsam sein; alleine des kniglichen Stuhls will ich hher sein denn du.
41. Und weiter sprach Pharao zu Joseph: Siehe, ich habe dich ber ganz 
gyptenland gesetzt.
42. Und tat seinen Ring von seiner Hand und gab ihn Joseph an seine Hand; 
und kleidete ihn mit weier Seide und hing ihm eine gldene Kette an 
seinen Hals.
43. Und lie ihn auf seinem andern Wagen fahren und lie vor ihm her 
ausrufen: Der ist des Landes Vater! Und setzte ihn ber ganz gyptenland.
44. Und Pharao sprach zu Joseph: Ich bin Pharao; ohne deinen Willen soll 
niemand seine Hand oder seinen Fu regen in ganz gyptenland.
45. Und nannte ihn den heimlichen Rat. Und gab ihm ein Weib, Asnath, die 
Tochter Potipheras, des Priesters zu On. Also zog Joseph aus, das Land 
gypten zu besehen.
46. Und er war dreiig Jahre alt, da er vor Pharao stund, dem Knige in 
gypten; und fuhr aus von Pharao und zog durch ganz gyptenland.
47. Und das Land tat also die sieben reichen Jahre;
48. und sammelten alle Speise der sieben Jahre, so im Lande gypten waren, 
und taten sie in die Stdte. Was fr Speise auf dem Felde einer jeglichen 
Stadt umher wuchs, das taten sie hinein.
49. Also schttete Joseph das Getreide auf, ber die Mae viel, wie Sand 
am Meer, also da er aufhrete zu zhlen; denn man konnte es nicht zhlen.
50. Und Joseph wurden zween Shne geboren, ehe denn die teure Zeit kam, 
welche ihm gebar Asnath, Potipheras, des Priesters zu On Tochter.
51. Und hie den ersten Manasse; denn Gott, sprach er, hat mich lassen 
vergessen alles meines Unglcks und alles meines Vaters Hauses.
52. Den andern hie er Ephraim; denn Gott, sprach er, hat mich lassen 
wachsen in dem Lande meines Elends.
53. Da nun die sieben reichen Jahre um waren im Lande gypten,
54. da fingen an die sieben teuren Jahre zu kommen, da Joseph von gesagt 
hatte. Und es ward eine Teurung in allen Landen, aber in ganz gyptenland 
war Brot.
55. Da nun das ganze gyptenland auch Hunger litt, schrie das Volk zu 
Pharao um Brot. Aber Pharao sprach zu allen gyptern: Gehet hin zu Joseph; 
was euch der saget, das tut.
56. Als nun im ganzen Lande Teurung war, tat Joseph allenhalben Kornhuser 
auf und verkaufte den gyptern. Denn die Teurung ward je lnger je grer 
im Lande.
57. Und alle Lande kamen in gypten, zu kaufen bei Joseph; denn die 
Teurung war gro in allen Landen.
Das erste Buch Mose 42
1. Da aber Jakob sah, da Getreide in gypten feil war, sprach er zu 
seinen Shnen: Was sehet ihr euch lange um?
2. Siehe, ich hre, es sei in gypten Getreide feil; ziehet hinab und 
kaufet uns Getreide, da wir leben und nicht sterben.
3. Also zogen hinab zehn Brder Josephs, da sie in gypten Getreide 
kauften.
4. Aber Benjamin, Josephs Bruder, lie Jakob nicht mit seinen Brdern 
ziehen; denn er sprach: Es mchte ihm ein Unfall begegnen.
5. Also kamen die Kinder Israels, Getreide zu kaufen, samt andern, die mit 
ihnen zogen, denn es war im Lande Kanaan auch teuer.
6. Aber Joseph war der Regent im Lande und verkaufte Getreide allem Volk 
im Lande. Da nun seine Brder zu ihm kamen, fielen sie vor ihm nieder zur 
Erde auf ihr Antlitz.
7. Und er sah sie an und kannte sie; und stellete sich fremd gegen sie und 
redete hart mit ihnen und sprach zu ihnen: Woher kommt ihr? Sie sprachen: 
Aus dem Lande Kanaan, Speise zu kaufen.
8. Aber wiewohl er sie kannte, kannten sie ihn doch nicht.
9. Und Joseph gedachte an die Trume, die ihm von ihnen getrumet hatten, 
und sprach zu ihnen: Ihr, seid Kundschafter und seid kommen zu sehen, wo 
das Land offen ist.
10. Sie antworteten ihm: Nein, mein Herr; deine Knechte sind kommen, 
Speise zu kaufen.
11. Wir sind alle eines Mannes Shne; wir sind redlich; und deine Knechte 
sind nie Kundschafter gewesen.
12. Er sprach zu ihnen: Nein, sondern ihr seid kommen zu besehen, wo das 
Land offen ist.
13. Sie antworteten ihm: Wir, deine Knechte, sind zwlf Brder, eines 
Mannes Shne im Lande Kanaan, und der jngste ist noch bei unserm Vater; 
aber der eine ist nicht mehr vorhanden.
14. Joseph sprach zu ihnen: Das ist's, das ich euch gesagt habe: 
Kundschafter seid ihr.
15. Daran will ich euch prfen: bei dem Leben Pharaos, ihr sollt nicht von 
dannen kommen, es komme denn her euer jngster Bruder.
16. Sendet einen unter euch hin, der euren Bruder hole; ihr aber sollt 
gefangen sein. Also will ich prfen eure Rede, ob ihr mit Wahrheit umgehet 
oder nicht. Denn wo nicht, so seid ihr, bei dem Leben Pharaos, 
Kundschafter.
17. Und lie sie beisammen verwahren drei Tage lang.
18. Am dritten Tage aber sprach er zu ihnen: Wollt ihr leben, so tut also; 
denn ich frchte Gott.
19. Seid ihr redlich, so lasset eurer Brder einen gebunden liegen in 
eurem Gefngnis; ihr aber ziehet hin und bringet heim, was ihr gekauft 
habt fr den Hunger,
20. und bringet euren jngsten Bruder zu mir, so will ich euren Worten 
glauben, da ihr nicht sterben msset. Und sie taten also.
21. Sie aber sprachen untereinander: Das haben wir an unserm Bruder 
verschuldet, da wir sahen die Angst seiner Seele, da er uns flehete, und 
wir wollten ihn nicht erhren; darum kommt nun diese Trbsal ber uns.
22. Ruben antwortete ihnen und sprach: Sagt' ich's euch nicht, da ich 
sprach: Versndiget euch nicht an dem Knaben, und ihr wolltet nicht hren? 
Nun wird sein Blut gefordert.
23. Sie wuten aber nicht, da es Joseph verstund; denn er redete mit 
ihnen durch einen Dolmetscher.
24. Und er wandte sich von ihnen und weinete. Da er nun sich wieder zu 
ihnen wandte und mit ihnen redete, nahm er aus ihnen Simeon und band ihn 
vor ihren Augen;
25. Und Joseph tat Befehl, da man ihre Scke mit Getreide fllete und ihr 
Geld wiedergbe, einem jeglichen in seinen Sack, dazu auch Zehrung auf den 
Weg. Und man tat ihnen also.
26. Und sie luden ihre Ware auf ihre Esel und zogen von dannen.
27. Da aber einer seinen Sack auftat, da er seinem Esel Futter gbe in 
der Herberge, ward er gewahr seines Geldes, das oben im Sacke lag.
28. Und sprach zu seinen Brdern: Mein Geld ist mir wieder worden; siehe, 
in meinem Sack ist es. Da entfiel ihnen ihr Herz und erschraken 
untereinander und sprachen: Warum hat uns Gott das getan?
29. Da sie nun heimkamen zu ihrem Vater Jakob ins Land Kanaan, sagten sie 
ihm alles, was ihnen begegnet war, und sprachen:
30. Der Mann, der im Lande Herr ist, redete hart mit uns und hielt uns fr 
Kundschafter des Landes.
31. Und da wir ihm antworteten: Wir sind redlich und nie Kundschafter 
gewesen,
32. sondern zwlf Brder, unsers Vaters Shne; einer ist nicht mehr 
vorhanden, und der jngste ist noch bei unserm Vater im Lande Kanaan:
33. sprach der Herr im Lande zu uns: Daran will ich merken, ob ihr redlich 
seid: einen eurer Brder lasset bei mir und nehmet die Notdurft fr euer 
Haus und ziehet hin;
34. und bringet euren jngsten Bruder zu mir, so merke ich, da ihr nicht 
Kundschafter, sondern redlich seid; so will ich euch auch euren Bruder 
geben, und mget im Lande werben.
35. Und da sie die Scke ausschtteten, fand ein jeglicher sein Bndlein 
Geld in seinem Sacke. Und da sie sahen, da es Bndlein ihres Geldes 
waren, erschraken sie samt ihrem Vater.
36. Da sprach Jakob, ihr Vater, zu ihnen: Ihr beraubet mich meiner Kinder: 
Joseph ist nicht mehr vorhanden, Simeon ist nicht mehr vorhanden, Benjamin 
wollt ihr hinnehmen; es gehet alles ber mich.
37. Ruben antwortete seinem Vater und sprach: Wenn ich dir ihn nicht 
wiederbringe, so erwrge meine zween Shne; gib ihn nur in meine Hand, ich 
will ihn dir wiederbringen.
38. Er sprach: Mein Sohn soll nicht mit euch hinabziehen, denn sein Bruder 
ist tot, und er ist allein berblieben; wenn ihm ein Unfall auf dem Wege 
begegnete, da ihr auf reiset, wrdet ihr meine grauen Haare mit Herzeleid 
in die Grube bringen.
Das erste Buch Mose 43
1. Die Teurung aber drckte das Land.
2. Und da es verzehret war, was sie fr Getreide aus gypten gebracht 
hatten, sprach ihr Vater zu ihnen: Ziehet wieder hin und kaufet uns ein 
wenig Speise.
3. Da antwortete ihm Juda und sprach: Der Mann band uns das hart ein und 
sprach: Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen, es sei denn euer Bruder mit 
euch.
4. Ist's nun, da du unsern Bruder mit uns sendest, so wollen wir 
hinabziehen und dir zu essen kaufen;
5. ist's aber, da du ihn nicht sendest, so ziehen wir nicht hinab. Denn 
der Mann hat gesagt zu uns: Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen, euer 
Bruder sei denn mit euch.
6. Israel sprach: Warum habt ihr so bel an mir getan, da ihr dem Manne 
angesagt, wie ihr noch einen Bruder habt?
7. Sie antworteten: Der Mann forschete so genau nach uns und unserer 
Freundschaft und sprach: Lebet euer Vater noch? Habt ihr auch noch einen 
Bruder? Da sagten wir ihm, wie er uns fragte. Wie konnten wir soeben 
wissen, da er sagen wrde: Bringet euren Bruder mit hernieder?
8. Da sprach Juda zu Israel, seinem Vater: La den Knaben mit mir ziehen, 
da wir uns aufmachen und reisen, und leben und nicht sterben, beide wir 
und du und unsere Kindlein.
9. Ich will Brge fr ihn sein; von meinen Hnden sollst du ihn fordern. 
Wenn ich dir ihn nicht wiederbringe und vor deine Augen stelle, so will 
ich mein Leben lang die Schuld tragen.
10. Denn wo wir nicht htten verzogen, wren wir schon wohl zweimal 
wiederkommen.
11. Da sprach Israel, ihr Vater, zu ihnen: Mu es denn ja also sein, so 
tut's und nehmet von des Landes besten Frchten in eure Scke und bringet 
dem Manne Geschenke hinab, ein wenig Balsam und Honig und Wrze und 
Myrrhen und Datteln und Mandeln.
12. Nehmet auch ander Geld mit euch; und das Geld, das euch oben in euren 
Scken wieder worden ist, bringet auch wieder mit euch. Vielleicht ist ein 
Irrtum da geschehen.
13. Dazu nehmet euren Bruder, machet euch auf und kommet wieder zu dem 
Manne.
14. Aber der allmchtige Gott gebe euch Barmherzigkeit vor dem Manne, da 
er euch lasse euren andern Bruder und Benjamin. Ich aber mu sein wie 
einer, der seiner Kinder gar beraubt ist.
15. Da nahmen sie diese Geschenke und das Geld zwiefltig mit sich und 
Benjamin, machten sich auf, zogen nach gypten und traten vor Joseph.
16. Da sah sie Joseph mit Benjamin und sprach zu seinem Haushalter: Fhre 
diese Mnner zu Hause und schlachte und richte zu; denn sie sollen zu 
Mittag mit mir essen.
17. Und der Mann tat, wie ihm Joseph gesagt hatte, und fhrete die Mnner 
in Josephs Haus.
18. Sie frchteten sich aber, da sie in Josephs Haus gefhrt wurden, und 
sprachen: Wir sind hereingefhrt um des Geldes willen, das wir in unsern 
Scken vorhin wieder funden haben, da er's auf uns bringe und flle ein 
Urteil ber uns, damit er uns nehme zu eigenen Knechten samt unsern Eseln.
19. Darum traten sie zu Josephs Haushalter und redeten mit ihm vor der 
Haustr
20. und sprachen: Mein Herr, wir sind vorhin herabgezogen, Speise zu 
kaufen.
21. Und da wir in die Herberge kamen und unsere Scke auftaten, siehe, da 
war eines jeglichen Geld oben in seinem Sack mit vlligem Gewicht; darum 
haben wir's wieder mit uns gebracht,
22. haben auch ander Geld mit uns herabgebracht, Speise zu kaufen; wir 
wissen aber nicht, wer uns unser Geld in unsere Scke gesteckt hat.
23. Er aber sprach: Gehabt euch wohl, frchtet euch nicht. Euer Gott und 
eures Vaters Gott hat euch einen Schatz gegeben in eure Scke. Euer Geld 
ist mir worden. Und er fhrete Simeon zu ihnen heraus
24. und fhrete sie in Josephs Haus, gab ihnen Wasser, da sie ihre Fe 
wuschen, und gab ihren Eseln Futter.
25. Sie aber bereiteten das Geschenk zu, bis da Joseph kam auf den 
Mittag; denn sie hatten gehret, da sie daselbst das Brot essen sollten.
26. Da nun Joseph zum Hause einging, brachten sie ihm zu Hause das 
Geschenk in ihren Hnden und fielen vor ihm nieder zur Erden.
27. Er aber grte sie freundlich und sprach: Gehet es eurem Vater, dem 
alten, wohl, von dem ihr mir sagtet? Lebet er noch?
28. Sie antworteten: Es gehet deinem Knechte, unserm Vater, wohl und lebet 
noch. Und neigeten sich und fielen vor ihm nieder.
29. Und er hub seine Augen auf und sah seinen Bruder Benjamin, seiner 
Mutter Sohn, und sprach: Ist das euer jngster Bruder, da ihr mir von 
sagtet? Und sprach weiter: Gott sei dir gndig, mein Sohn!
30. Und Joseph eilete, denn sein Herz entbrannte ihm gegen seinen Bruder, 
und suchte, wo er weinete; und ging in seine Kammer und weinete daselbst.
31. Und da er sein Angesicht gewaschen hatte, ging er heraus und hielt 
sich fest und sprach: Leget Brot auf!
32. Und man trug ihm besonders auf und jenen auch besonders und den 
gyptern, die mit ihm aen, auch besonders. Denn die gypter drfen nicht 
Brot essen mit den Ebrern, denn es ist ein Greuel vor ihnen.
33. Und man setzte sie gegen ihn, den Erstgebornen nach seiner Erstgeburt 
und den Jngsten nach seiner Jugend. Des verwunderten sie sich 
untereinander.
34. Und man trug ihnen Essen vor von seinem Tisch; aber dem Benjamin ward 
fnfmal mehr denn den andern. Und sie tranken und wurden trunken mit ihm.
Das erste Buch Mose 44
1. Und Joseph befahl seinem Haushalter und sprach: Flle den Mnnern ihre 
Scke mit Speise, soviel sie fhren mgen, und lege jeglichem sein Geld 
oben in seinen Sack.
2. Und meinen silbernen Becher lege oben in des Jngsten Sack mit dem Geld 
fr das Getreide. Der tat, wie ihm Joseph hatte gesagt.
3. Des Morgens, da es licht ward, lieen sie die Mnner ziehen mit ihren 
Eseln.
4. Da sie aber zur Stadt hinaus waren und nicht ferne kommen, sprach 
Joseph zu seinem Haushalter: Auf, und jage den Mnnern nach, und wenn du 
sie ergreifest, so sprich zu ihnen: Warum habt ihr Gutes mit Bsem 
vergolten?
5. Ist's nicht das, da mein Herr aus trinket und damit er weissaget? Ihr 
habt bel getan.
6. Und als er sie ergriff, redete er mit ihnen solche Worte.
7. Sie antworteten ihm: Warum redet mein Herr solche Worte? Es sei ferne 
von deinen Knechten, ein solches zu tun.
8. Siehe, das Geld, das wir fanden oben in unsern Scken, haben wir 
wiedergebracht zu dir aus dem Lande Kanaan. Und wie sollten wir denn aus 
deines Herrn Hause gestohlen haben Silber oder Gold.
9. Bei welchem er funden wird unter deinen Knechten, der sei des Todes; 
dazu wollen auch wir meines Herrn Knechte sein.
10. Er sprach: Ja, es sei, wie ihr geredet habt. Bei welchem er funden 
wird, der sei mein Knecht; ihr aber sollt ledig sein.
11. Und sie eileten, und legte ein jeglicher seinen Sack ab auf die Erde 
und ein jeglicher tat seinen Sack auf.
12. Und er suchte und hub am Gresten an bis auf den Jngsten; da fand 
sich der Becher in Benjamins Sack.
13. Da zerissen sie ihre Kleider; und lud ein jeglicher auf seinen Esel 
und zogen wieder in die Stadt.
14. Und Juda ging mit seinen Brdern in Josephs Haus, denn er war noch 
daselbst; und sie fielen vor ihm nieder auf die Erde.
15. Joseph aber sprach zu ihnen: Wie habt ihr das tun drfen? Wisset ihr 
nicht, da ein solcher Mann, wie ich bin, erraten knnte?
16. Juda sprach: Was sollen wir sagen meinem Herrn, oder wie sollen wir 
reden, und was knnen wir uns rechtfertigen? Gott hat die Missetat deiner 
Knechte funden. Siehe da, wir und der, bei dem der Becher funden ist, sind 
meines Herrn Knechte.
17. Er aber sprach: Das sei ferne von mir solches zu tun! Der Mann, bei 
dem der Becher funden ist, soll mein Knecht sein; ihr aber ziehet hinauf 
mit Frieden zu eurem Vater.
18. Da trat Juda zu ihm und sprach: Mein Herr, la deinen Knecht ein Wort 
reden vor deinen Ohren, mein Herr; und dein Zorn ergrimme nicht ber 
deinen Knecht; denn du bist wie ein Pharao.
19. Mein Herr fragte seine Knechte und sprach: Habt ihr auch einen Vater 
oder Bruder?
20. Da antworteten wir: Wir haben einen Vater, der ist alt, und einen 
jungen Knaben, in seinem Alter geboren; und sein Bruder ist tot, und er 
ist allein berblieben von seiner Mutter, und sein Vater hat ihn lieb.
21. Da sprachst du zu deinen Knechten: Bringet ihn herab zu mir; ich will 
ihm Gnade erzeigen.
22. Wir aber antworteten meinem Herrn: Der Knabe kann nicht von seinem 
Vater kommen; wo er von ihm kme, wrde er sterben.
23. Da sprachst du zu deinen Knechten: Wo euer jngster Bruder nicht mit 
euch herkommt, sollt ihr mein Angesicht nicht mehr sehen.
24. Da zogen wir hinauf zu deinem Knechte, meinem Vater, und sagten ihm an 
meines Herrn Rede.
25. Da sprach unser Vater: Ziehet wieder hin und kaufet uns ein wenig 
Speise.
26. Wir aber sprachen: Wir knnen nicht hinabziehen, es sei denn unser 
jngster Bruder mit uns, so wollen wir hinabziehen; denn wir knnen des 
Mannes Angesicht nicht sehen, wo unser jngster Bruder nicht mit uns ist.
27. Da sprach dein Knecht, mein Vater, zu uns: Ihr wisset, da mir mein 
Weib zween Shne geboren hat.
28. Einer ging hinaus von mir, und man sagte, er ist zerrissen; und habe 
ihn nicht gesehen bisher.
29. Werdet ihr diesen auch von mir nehmen, und ihm ein Unfall widerfhret, 
so werdet ihr meine grauen Haare mit Jammer hinunter in die Grube bringen.
30. Nun, so ich heimkme zu deinem Knechte, meinem Vater, und der Knabe 
wre nicht mit uns, weil seine Seele an dieses Seele hnget,
31. so wird's geschehen, wenn er siehet, da der Knabe nicht da ist, da 
er stirbt; so wrden wir, deine Knechte, die grauen Haare deines Knechts; 
unsers Vaters, mit Herzeleid in die Grube bringen:
32. Denn ich, dein Knecht, bin Brge worden fr den Knaben gegen meinen 
Vater und sprach: Bringe ich ihn dir nicht wieder, so will ich mein Leben 
lang die Schuld tragen.
33. Darum la deinen Knecht hie bleiben an des Knaben Statt, zum Knechte 
meines Herrn, und den Knaben mit seinen Brdern hinaufziehen.
34. Denn wie soll ich hinaufziehen zu meinem Vater, wenn der Knabe nicht 
mit mir ist? Ich wrde den Jammer sehen mssen, der meinem Vater begegnen 
wrde.
Das erste Buch Mose 45
1. Da konnte sich Joseph nicht lnger enthalten vor allen, die um ihn her 
stunden, und er rief: Lasset jedermann von mir hinausgehen! Und stund kein 
Mensch bei ihm, da sich Joseph mit seinen Brdern bekannte.
2. Und er weinete laut, da es die gypter und das Gesinde Pharaos hreten.
3. und sprach zu seinen Brdern: Ich bin Joseph. Lebet mein Vater noch? 
Und seine Brder konnten ihm nicht antworten, so erschraken sie vor seinem 
Angesicht.
4. Er sprach aber zu seinen Brdern: Tretet doch her zu mir! Und sie 
traten herzu. Und er sprach: ich bin Joseph, euer Bruder, den ihr in 
gypten verkauft habt.
5. Und nun bekmmert euch nicht und denket nicht, da ich darum zrne, da 
ihr mich hieher verkauft habt; denn um eures Lebens willen hat mich Gott 
vor euch hergesandt.
6. Denn dies sind zwei Jahre, da es teuer im Lande ist, und sind noch 
fnf Jahre, da kein Pflgen noch Ernten sein wird.
7. Aber Gott hat mich vor euch hergesandt, da er euch brig behalte auf 
Erden und euer Leben errette durch eine groe Errettung.
8. Und nun, ihr habt mich nicht hergesandt, sondern Gott, der hat mich 
Pharao zum Vater gesetzt und zum Herrn ber all sein Haus und einen 
Frsten in ganz gyptenland.
9. Eilet nun und ziehet hinauf zu meinem Vater und saget ihm: Das lt dir 
Joseph, dein Sohn, sagen: Gott hat mich zum Herrn in ganz gypten 
gesetzet; komm herab zu mir, sume dich nicht!
10. Du sollst im Lande Gosen wohnen und nahe bei mir sein, du und deine 
Kinder und deine Kindeskinder, dein klein und gro Vieh und alles, was du 
hast.
11. Ich will dich daselbst versorgen; denn es sind noch fnf Jahre der 
Teurung; auf da du nicht verderbest mit deinem Hause und allem, das du 
hast.
12. Siehe, eure Augen sehen, und die Augen meines Bruders Benjamin, da 
ich mndlich mit euch rede.
13. Verkndiget meinem Vater alle meine Herrlichkeit in gypten und alles, 
was ihr gesehen habt; eilet und kommt hernieder mit meinem Vater hieher!
14. Und er fiel seinem Bruder Benjamin um den Hals und weinete; und 
Benjamin weinete auch an seinem Halse.
15. Und kssete alle seine Brder und weinete ber sie. Danach redeten 
seine Brder mit ihm.
16. Und da das Geschrei kam in Pharaos Haus, da Josephs Brder kommen 
wren, gefiel es Pharao wohl und allen seinen Knechten.
17. Und Pharao sprach zu Joseph: Sage deinen Brdern: Tut ihm also, 
beladet eure Tiere, ziehet hin,
18. und wenn ihr kommt ins Land Kanaan, so nehmet euren Vater und euer 
Gesinde und kommt zu mir; ich will euch Gter geben in gyptenland, da 
ihr essen sollt das Mark im Lande
19. Und gebeut ihnen: Tut ihm also, nehmet zu euch aus gyptenland Wagen 
zu euren Kindern und Weibern und fhret euren Vater und kommt.
20. Und sehet euren Hausrat nicht an, denn die Gter des ganzen Landes 
gypten sollen euer sein.
21. Die Kinder Israels taten also. Und Joseph gab ihnen Wagen nach dem 
Befehl Pharaos und Zehrung auf den Weg.
22. Und gab ihnen allen, einem jeglichen, ein Feierkleid; aber Benjamin 
gab er dreihundert Silberlinge und fnf Feierkleider.
23. Und seinem Vater sandte er dabei zehn Esel, mit Gut aus gypten 
beladen, und zehn Eselinnen mit Getreide und Brot und Speise seinem Vater 
auf den Weg.
24. Also lie er seine Brder, und sie zogen hin; und sprach zu ihnen: 
Zanket nicht auf dem Wege!
25. Also zogen sie hinauf von gypten und kamen ins Land Kanaan zu ihrem 
Vater Jakob.
26. Und verkndigten ihm und sprachen: Joseph lebet noch und ist ein Herr 
im ganzen gyptenlande. Aber sein Herz dachte gar viel anders, denn er 
glaubte ihnen nicht.
27. Da sagten sie ihm alle Worte Josephs, die er zu ihnen gesagt hatte. 
Und da er sah die Wagen, die ihm Joseph gesandt hatte, ihn zufhren, ward 
der Geist Jakobs, ihres Vaters, lebendig.
28. Und Israel sprach: Ich habe genug, da mein Sohn Joseph noch lebet; 
ich will hin und ihn sehen, ehe ich sterbe.
Das erste Buch Mose 46
1. Israel zog hin mit allem, das er hatte. Und da er gen Bersaba kam, 
opferte er Opfer dem Gott seines Vaters Isaak.
2. Und Gott sprach zu ihm des Nachts im Gesicht: Jakob, Jakob! Er sprach: 
Hie bin ich.
3. Und er sprach: Ich bin Gott, der Gott deines Vaters; frchte dich 
nicht, nach gypten hinabzuziehen, denn daselbst will ich dich zum groen 
Volk machen.
4. Ich will mit dir hinab nach gypten ziehen und will auch dich 
herauffhren; und Joseph soll seine Hnde auf deine Augen legen.
5. Da machte sich Jakob auf von Bersaba; und die Kinder Israels fhreten 
Jakob, ihren Vater, mit ihren Kindlein und Weibern auf den Wagen, die 
Pharao gesandt hatte, ihn zu fhren.
6. Und nahmen ihr Vieh und Habe, die sie im Lande Kanaan erworben hatten, 
und kamen also in gypten, Jakob und all sein Same mit ihm.
7. Seine Kinder und seine Kindeskinder mit ihm, seine Tchter und seine 
Kindestchter und all sein Same, die brachte er mit sich nach gypten.
8. Dies sind die Namen der Kinder Israels, die nach gypten kamen: Jakob 
und seine Shne. Der erstgeborne Jakobs Sohn, Ruben.
9. Die Kinder Rubens: Hanoch, Pallu Hezron und Charmi.
10. Die Kinder Simeons: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Saul, der 
Sohn von dem kanaanischen Weibe.
11. Die Kinder Levis: Gerson, Kahath und Meran.
12. Die Kinder Judas: Ger, Onan, Sela, Perez und Serah. Aber Ger und Onan 
waren gestorben im Lande Kanaan. Die Kinder aber Perez: Hezron und Hamul.
13. Die Kinder Isaschars: Thola, Phua, Job und Simron.
14. Die Kinder Sebulons: Sered, Elon und Jahleel.
15. Das sind die Kinder von Lea, die sie Jakob gebar in Mesopotamien, mit 
seiner Tochter Dina. Die machen allesamt mit Shnen und Tchtern 
dreiunddreiig Seelen.
16. Die Kinder Gads: Ziphion, Haggi, Suni, Ezbon, Eri, Modi und Areli.
17. Die Kinder Assers: Jemna, Jesua, Jesui, Bria und Serah, ihre 
Schwester. Aber die Kinder Brias: Heber und Malchiel.
18. Das sind die Kinder von Silpa, die Laban gab Lea, seiner Tochter, und 
gebar Jakob diese sechzehn Seelen.
19. Die Kinder Rahels, Jakobs Weibes: Joseph und Benjamin.
20. Und Joseph wurden geboren in gyptenland Manasse und Ephraim, die ihm 
gebar Asnath, die Tochter Potipheras, des Priesters zu On.
21. Die Kinder Benjamins: Bela, Becher, Asbel, Gera, Naaman, Ehi, Ros, 
Muppim, Huppim und Ard.
22. Das sind die Kinder von Rahel, die Jakob geboren sind; allesamt 
vierzehn Seelen.
23. Die Kinder Dans: Husim.
24. Die Kinder Naphthalis: Jahzeel, Guni, Jezer und Sillem.
25. Das sind die Kinder Bilhas, die Laban seiner Tochter Rahel gab, und 
gebar Jakob die sieben Seelen.
26. Alle Seelen, die mit Jakob nach gypten kamen, die aus seinen Lenden 
kommen waren (ausgenommen die Weiber seiner Kinder), sind alle zusammen 
sechsundsechzig Seelen.
27. Und die Kinder Josephs, die in gypten geboren sind, waren zwo Seelen, 
also da alle Seelen des Hauses Jakobs, die nach gypten kamen, waren 
siebenzig.
28. Und er sandte Juda vor ihm hin zu Joseph, da er ihn anweisete zu 
Gosen. Und kamen in das Land Gosen.
29. Da spannete Joseph seinen Wagen an und zog hinauf seinem Vater Israel 
entgegen gen Gosen. Und da er ihn sah, fiel er ihm um seinen Hals und 
weinete lange an seinem Halse.
30. Da sprach Israel zu Joseph: Ich will nun gerne sterben, nachdem ich 
dein Angesicht gesehen habe, da du noch lebest.
31. Joseph sprach zu seinen Brdern und zu seines Vaters Hause: Ich will 
hinaufziehen und Pharao ansagen und zu ihm sprechen: Meine Brder und 
meines Vaters Haus ist zu mir kommen aus dem Lande Kanaan.
32. Und sind Viehhirten, denn es sind Leute, die mit Vieh umgehen; ihr 
klein und gro Vieh und alles, was sie haben, haben sie mitgebracht.
33. Wenn euch nun Pharao wird rufen und sagen: Was ist eure Nahrung?
34. so sollt ihr sagen: Deine Knechte sind Leute, die mit Vieh umgehen, 
von unserer Jugend auf bisher, beide wir und unsere Vter, auf da ihr 
wohnen mget im Lande Gosen. Denn was Viehhirten sind, das ist den 
gyptern ein Greuel.
Das erste Buch Mose 47
1. Da kam Joseph und sagte es Pharao an und sprach: Mein Vater und meine 
Brder, ihr klein und gro Vieh und alles, was sie haben, sind kommen aus 
dem Lande Kanaan; und siehe, sie sind im Lande Gosen.
2. Und er nahm seiner jngsten Brder fnf und stellete sie vor Pharao.
3. Da sprach Pharao zu seinen Brdern: Was ist eure Nahrung? Sie 
antworteten: Deine Knechte sind Viehhirten, wir und unsere Vter.
4. Und sagten weiter zu Pharao: Wir sind kommen, bei euch zu wohnen im 
Lande; denn deine Knechte haben nicht Weide fr ihr Vieh, so hart drcket 
die Teurung das Land Kanaan; so la doch nun deine Knechte im Lande Gosen 
wohnen.
5. Pharao sprach zu Joseph: Es ist dein Vater und sind deine Brder, die 
sind zu dir kommen;
6. das Land gypten stehet dir offen; la sie am besten Ort des Landes 
wohnen, la sie im Lande Gosen wohnen; und so du weiest, da Leute unter 
ihnen sind, die tchtig sind, so setze sie ber mein Vieh.
7. Joseph brachte auch seinen Vater Jakob hinein und stellete ihn vor 
Pharao. Und Jakob segnete den Pharao.
8. Pharao aber fragte Jakob: Wie alt bist du?
9. Jakob sprach zu Pharao: Die Zeit meiner Wallfahrt ist hundertunddreiig 
Jahre; wenig und bse ist die Zeit meines Lebens und langet nicht an die 
Zeit meiner Vter in ihrer Wallfahrt.
10. Und Jakob segnete den Pharao und ging heraus von ihm.
11. Aber Joseph schaffte seinem Vater und seinen Brdern Wohnung und gab 
ihnen ein Gut in gyptenland am besten Ort des Landes, nmlich im Lande 
Raemses, wie Pharao geboten hatte.
12. Und er versorgte seinen Vater und seine Brder und das ganze Haus 
seines Vaters, einen jeglichen, nachdem er Kinder hatte.
13. Es war aber kein Brot in allen Landen; denn die Teurung war fast 
schwer, da das Land gypten und Kanaan verschmachteten vor der Teurung.
14. Und Joseph brachte alles Geld zusammen, das in gypten und Kanaan 
funden ward um das Getreide, das sie kauften; und Joseph tat alles Geld in 
das Haus Pharaos.
15. Da nun Geld gebrach im Lande gypten und Kanaan, kamen alle gypter zu 
Joseph und sprachen: Schaffe uns Brot! Warum lssest du uns vor dir 
sterben, darum da wir ohne Geld sind?
16. Joseph sprach: Schaffet euer Vieh her, so will ich euch um das Vieh 
geben, weil ihr ohne Geld seid.
17. Da brachten sie Joseph ihr Vieh; und er gab ihnen Brot um ihre Pferde, 
Schafe, Rinder und Esel. Also ernhrete er sie mit Brot das Jahr um all 
ihr Vieh.
18. Da das Jahr um war, kamen sie zu ihm im andern Jahr und sprachen zu 
ihm: Wir wollen unserm Herrn nicht verbergen, da nicht allein das Geld, 
sondern auch alles Vieh dahin ist zu unserm Herrn und ist nichts mehr 
brig vor unserm Herrn denn nur unsere Leiber und unser Feld.
19. Warum lssest du uns vor dir sterben und unser Feld? Kaufe uns und 
unser Land ums Brot, da wir und unser Land leibeigen seien dem Pharao; 
gib uns Samen, da wir leben und nicht sterben, und das Feld nicht 
verwste.
20. Also kaufte Joseph dem Pharao das ganze gypten. Denn die gypter 
verkauften ein jeglicher seinen Acker, denn die Teurung war zu stark ber 
sie. Und ward also das Land Pharao eigen.
21. Und er teilete das Volk aus in die Stdte, von einem Ort gyptens bis 
ans andere.
22. Ausgenommen der Priester Feld, das kaufte er nicht; denn es war von 
Pharao fr die Priester verordnet, da sie sich nhren sollten von dem 
Benannten, das er ihnen gegeben hatte; darum durften sie ihr Feld nicht 
verkaufen.
23. Da sprach Joseph zu dem Volk: Siehe, ich habe heute gekauft euch und 
euer Feld dem Pharao; siehe, da habt ihr Samen und beset das Feld.
24. Und von dem Getreide sollt ihr den Fnften Pharao geben; vier Teile 
sollen euer sein, zu besen das Feld, zu eurer Speise und fr euer Haus 
und Kinder.
25. Sie sprachen: La uns nur leben und Gnade vor dir, unserm Herrn, 
finden; wir wollen gerne Pharao leibeigen sein.
26. Also machte Joseph ihnen ein Gesetz bis auf diesen Tag ber der 
gypter Feld, den Fnften Pharao zu geben; ausgenommen der Priester Feld, 
das ward nicht eigen Pharao.
27. Also wohnete Israel in gypten, im Lande Gosen, und hatten es inne und 
wuchsen und mehreten sich sehr.
28. Und Jakob lebte siebenzehn Jahre in gyptenland, da sein ganzes Alter 
ward hundertundsiebenundvierzig Jahre,
29. Da nun die Zeit herbeikam, da Israel sterben sollte, rief er seinem 
Sohn Joseph und sprach zu ihm: Habe ich Gnade vor dir funden, so lege 
deine Hand unter meine Hfte, da du die Liebe und Treue an mir tust und 
begrabest mich nicht, in gypten;
30. sondern ich will liegen bei meinen Vtern, und du sollst mich aus 
gypten fhren und in ihrem Begrbnis begraben. Er sprach: Ich will tun, 
wie du gesagt hast.
31. Er aber sprach: So schwre mir! Und er schwur ihm. Da neigete sich 
Israel auf dem Bette zu den Hupten.
Das erste Buch Mose 48
1. Danach ward Joseph gesagt: Siehe, dein Vater ist krank. Und er nahm mit 
sich seine beiden Shne, Manasse und Ephraim.
2. Da ward es Jakob angesagt: Siehe, dein Sohn Joseph kommt zu dir. Und 
Israel machte sich stark und setzte sich im Bette
3. und sprach zu Joseph: Der allmchtige Gott erschien mir zu Lus, im 
Lande Kanaan, und segnete mich
4. und sprach zu mir: Siehe, ich will dich wachsen lassen und mehren und 
will dich zum Haufen Volks machen; und will dies Land zu eigen geben 
deinem Samen nach dir ewiglich.
5. So sollen nun deine zween Shne, Ephraim und Manasse, die dir geboren 
sind in gyptenland, ehe ich hereinkommen bin zu dir, mein sein, gleichwie 
Ruben und Simeon.
6. Welche du aber nach ihnen zeugest, sollen dein sein und genannt werden 
wie ihre Brder in ihrem Erbteil.
7. Und da ich aus Mesopotamien kam, starb mir Rahel im Lande Kanaan auf 
dem Wege, da noch ein Feldwegs war gen Ephrath; und ich begrub sie 
daselbst an dem Wege Ephrath, die nun Bethlehem heit.
8. Und Israel sah die Shne Josephs und sprach: Wer sind die?
9. Joseph antwortete seinem Vater: Es sind meine Shne, die mir Gott hie 
gegeben hat. Er sprach: Bringe sie her zu mir, da ich sie segne.
10. Denn die Augen Israels waren dunkel worden vor Alter und konnte nicht 
wohl sehen. Und er brachte sie zu ihm. Er aber kssete sie und herzete sie
11. und sprach zu Joseph: Siehe, ich habe dein Angesicht gesehen, des ich 
nicht gedacht htte; und siehe, Gott hat mich auch deinen Samen sehen 
lassen.
12. Und Joseph nahm sie von seinem Scho und neigete sich zur Erde gegen 
sein Angesicht.
13. Da nahm sie Joseph beide, Ephraim in seine rechte Hand gegen Israels 
linke Hand und Manasse in seine linke Hand gegen Israels rechte Hand, und 
brachte sie zu ihm.
14. Aber Israel streckte seine rechte Hand aus und legte sie auf Ephraims, 
des Jngsten, Haupt und seine linke auf Manasses Haupt; und tat wissend 
also mit seinen Hnden, denn Manasse war der Erstgeborne.
15. Und er segnete Joseph und sprach: Gott, vor dem meine Vter, Abraham 
und Isaak, gewandelt haben, Gott, der mich mein Leben lang ernhret hat 
bis auf diesen Tag,
16. der Engel, der mich erlset hat von allem bel, der segne die Knaben, 
da sie nach meinem und nach meiner Vter, Abrahams und Isaaks, Namen 
genannt werden, da sie wachsen und viel werden auf Erden.
17. Da aber Joseph sah, da sein Vater die rechte Hand auf Ephraims Haupt 
legte, gefiel es ihm bel; und fassete seines Vaters Hand, da er sie von 
Ephraims Haupt auf Manasses Haupt wendete,
18. und sprach zu ihm: Nicht so, mein Vater; dieser ist der Erstgeborene, 
lege deine rechte Hand auf sein Haupt.
19. Aber sein Vater weigerte sich und sprach: Ich wei wohl, mein Sohn, 
ich wei wohl. Dieser soll auch ein Volk werden und wird gro sein; aber 
sein jngster Bruder wird grer, denn er, werden, und sein Same wird ein 
gro Volk werden.
20. Also segnete er sie des Tages und sprach: Wer in Israel will jemand 
segnen, der sage: Gott setze dich wie Ephraim und Manasse! Und setzte also 
Ephraim Manasse vor.
21. Und Israel sprach zu Joseph: Siehe, ich sterbe; und Gott wird mit euch 
sein und wird euch wiederbringen in das Land eurer Vter.
22. Ich habe dir ein Stck Landes gegeben auer deinen Brdern, das ich 
mit meinem Schwert und Bogen aus der Hand der Amoriter genommen habe.
Das erste Buch Mose 49
1. Und Jakob berief seine Shne und sprach: Versammelt euch, da ich euch 
verkndige, was euch begegnen wird in knftigen Zeiten.
2. Kommt zuhauf und hret zu, ihr Kinder Jakobs, und hret euren Vater 
Israel!
3. Ruben, mein erster Sohn, du bist meine Kraft und meine erste Macht, der 
Oberste im Opfer und der Oberste im Reich.
4. Er fuhr leichtfertig dahin wie Wasser. Du sollst nicht der Oberste 
sein; denn du bist auf deines Vaters Lager gestiegen, daselbst hast du 
mein Bett besudelt mit dem Aufsteigen.
5. Die Brder Simeon und Levi ihre Schwerter sind mrderische Waffen.
6. Meine Seele komme nicht in ihren Rat, und meine Ehre sei nicht in ihrer 
Kirche; denn in ihrem Zorn haben sie den Mann erwrget und in ihrem 
Mutwillen haben sie den Ochsen verderbet.
7. Verflucht sei ihr Zorn, da er so heftig ist, und ihr Grimm, da er so 
strrig ist! Ich will sie zerteilen in Jakob und zerstreuen in Israel.
8. Juda, du bist's, dich werden deine Brder loben. Deine Hand wird deinen 
Feinden auf dem Halse sein; vor dir werden deines Vaters Kinder sich 
neigen.
9. Juda ist ein junger Lwe. Du bist hoch kommen, mein Sohn, durch groe 
Siege. Er hat niedergekniet und sich gelagert wie ein Lwe und wie eine 
Lwin; wer will sich wider ihn auflehnen?
10. Es wird das Zepter von Juda nicht entwendet werden, noch ein Meister 
von seinen Fen, bis da der Held komme; und demselben werden die Vlker 
anhangen.
11. Er wird sein Fllen an den Weinstock binden und seiner Eselin Sohn an 
den edlen Reben. Er wird sein Kleid in Wein waschen und seinen Mantel in 
Weinbeerblut.
12. Seine Augen sind rtlicher denn Wein und seine Zhne weier denn Milch.
13. Sebulon wird an der Anfurt des Meers wohnen und an der Anfurt der 
Schiffe und reichen an Sidon.
14. Isaschar wird ein beinerner Esel sein und sich lagern zwischen die 
Grenzen.
15. Und er sah die Ruhe, da sie gut ist, und das Land, da es lustig ist; 
er hat aber seine Schultern geneiget zu tragen, und ist ein zinsbarer 
Knecht worden.
16. Dan wird Richter sein in seinem Volk, wie ein ander Geschlecht in 
Israel.
17. Dan wird eine Schlange werden auf dem Wege und eine Otter auf dem 
Steige und das Pferd in die Ferse beien, da sein Reiter zurckfalle.
18. Herr, ich warte auf dein Heil!
19. Gad, gerstet, wird das Heer fhren und wieder herumfhren.
20. Von Asser kommt sein fett Brot, und er wird den Knigen zu Gefallen 
tun.
21. Naphthali ist ein schneller Hirsch und gibt schne Rede.
22. Joseph wird wachsen, er wird wachsen wie an einer Quelle. Die Tchter 
treten einher im Regiment.
23. Und wiewohl ihn die Schtzen erzrnen und wider ihn kriegen und ihn 
verfolgen,
24. so bleibt doch sein Bogen fest und die Arme seiner Hnde stark durch 
die Hnde des Mchtigen in Jakob. Aus ihnen sind kommen Hirten und Steine 
in Israel.
25. Von deines Vaters Gott ist dir geholfen, und von dem Allmchtigen bist 
du gesegnet mit Segen oben vom Himmel herab, mit Segen von der Tiefe, die 
unten liegt, mit Segen an Brsten und Buchen.
26. Die Segen deines Vaters gehen strker denn die Segen meiner Voreltern, 
nach Wunsch der Hohen in der Welt; und sollen kommen auf das Haupt Josephs 
und auf die Scheitel des Nasir unter seinen Brdern.
27. Benjamin ist ein reiender Wolf; des Morgens wird er Raub fressen, 
aber des Abends wird er den Raub austeilen.
28. Das sind die zwlf Stmme Israels alle, und das ist's, das ihr Vater 
mit ihnen geredet hat, da er sie segnete, einen jeglichen mit einem 
sondern Segen.
29. Und er gebot ihnen und sprach zu ihnen: Ich werde versammelt zu meinem 
Volk; begrabet mich bei meine Vter in der Hhle auf dem Acker Ephrons, 
des Hethiters,
30. in der zwiefachen Hhle, die gegen Mamre liegt, im Lande Kanaan, die 
Abraham kaufte, samt dem Acker, von Ephron, dem Hethiter, zum Erbbegrbnis.
31. Daselbst haben sie Abraham begraben und Sara, sein Weib. Daselbst 
haben sie auch Isaak begraben und Rebekka, sein Weib. Daselbst habe ich 
auch Lea begraben,
32. in dem Acker und der Hhle, die von den Kindern Heths gekauft ist.
33. Und da Jakob vollendet hatte die Gebote an seine Kinder, tat er seine 
Fe zusammen aufs Bett und verschied und ward versammelt zu seinem Volk.
Das erste Buch Mose 50
1. Da fiel Joseph auf seines Vaters Angesicht und weinete ber ihm und 
kssete ihn.
2. Und Joseph befahl seinen Knechten, den rzten, da sie seinen Vater 
salbeten. Und die rzte salbeten Israel,
3. bis da vierzig Tage um waren; denn so lange whren die Salbetage. Und 
die gypter beweineten ihn siebenzig Tage.
4. Da nun die Leidetage aus waren, redete Joseph mit Pharaos Gesinde und 
sprach: Habe ich Gnade vor euch funden, so redet mit Pharao und sprechet:
5. Mein Vater hat einen Eid von mir genommen und gesagt: Siehe, ich 
sterbe; begrabe mich in meinem Grabe, das ich mir im Lande Kanaan gegraben 
habe. So will ich nun hinaufziehen und meinen Vater begraben und 
wiederkommen.
6. Pharao sprach: Zeuch hinauf und begrabe deinen Vater, wie du ihm 
geschworen hast.
7. Also zog Joseph hinauf, seinen Vater zu begraben. Und es zogen mit ihm 
alle Knechte Pharaos, die ltesten seines Hauses und alle ltesten des 
Landes gypten,
8. dazu das ganze Gesinde Josephs und seine Brder und das Gesinde seines 
Vaters. Alleine ihre Kinder, Schafe und Ochsen lieen sie im Lande Gosen.
9. Und zogen auch mit ihm hinauf Wagen und Reisige, und waren ein fast 
groes Heer.
10. Da sie nun an die Tenne Atad kamen, die jenseit des Jordans liegt, da 
hielten sie eine sehr groe und bittere Klage; und er trug ber seinen 
Vater Leid sieben Tage.
11. Und da die Leute im Lande, die Kanaaniter, die Klage bei der Tenne 
Atad sahen, sprachen sie: Die gypter halten da groe Klage. Daher heit 
man den Ort der gypter Klage, welcher liegt jenseit des Jordans.
12. Und seine Kinder taten, wie er ihnen befohlen hatte,
13. und fhreten ihn ins Land Kanaan und begruben ihn in der zwiefachen 
Hhle des Ackers, die Abraham erkauft hatte mit dem Acker zum Erbbegrbnis 
von Ephron, dem Hethiter, gegen Mamre.
14. Als sie ihn nun begraben hatten, zog Joseph wieder nach gypten mit 
seinen Brdern und mit allen, die mit ihm hinaufgezogen waren, seinen 
Vater zu begraben.
15. Die Brder Josephs aber frchteten sich, da ihr Vater gestorben war, 
und sprachen: Joseph mchte uns gram sein und vergelten alle Bosheit, die 
wir an ihm getan haben.
16. Darum lieen sie ihm sagen: Dein Vater befahl vor seinem Tode und 
sprach:
17. Also sollt ihr Joseph sagen: Lieber, vergib deinen Brdern die 
Missetat und ihre Snde, da sie so bel an dir getan haben. Lieber, so 
vergib nun die Missetat uns, den Dienern des Gottes deines Vaters! Aber 
Joseph weinete, da sie solches mit ihm redeten.
18. Und seine Brder gingen hin und fielen vor ihm nieder und sprachen: 
Siehe, wir sind deine Knechte.
19. Joseph sprach zu ihnen: Frchtet euch nicht, denn ich bin unter Gott.
20. Ihr gedachtet es bse mit mir zu machen; aber Gott gedachte es gut zu 
machen, da er tte, wie es jetzt am Tage ist, zu erhalten viel Volks.
21. So frchtet euch nun nicht; ich will euch versorgen und eure Kinder. 
Und er trstete sie und redete freundlich mit ihnen.
22. Also wohnete Joseph in gypten mit seines Vaters Hause und lebte 
hundertundzehn Jahre.
23. Und sah Ephraims Kinder bis ins dritte Glied. Desselbigengleichen die 
Kinder Machirs, Manasses Sohnes, zeugeten auch Kinder auf Josephs Scho.
24. Und Joseph sprach zu seinen Brdern: Ich sterbe, und Gott wird euch 
heimsuchen und aus diesem Lande fhren in das Land, das er Abraham, Isaak 
und Jakob geschworen hat.
25. Darum nahm er einen Eid von den Kindern Israels und sprach: Wenn euch 
Gott heimsuchen wird, so fhret meine Gebeine von dannen.
26. Also starb Joseph, da er war hundertundzehn Jahre alt. Und sie 
salbeten ihn und legten ihn in eine Lade in gypten.
Das zweite Buch Mose 1
1. Dies sind die Namen der Kinder Israels, die mit Jakob nach gypten 
kamen; ein jeglicher kam mit seinem Hause hinein:
2. Ruben, Simeon, Levi, Juda,
3. Isaschar, Sebulon, Benjamin,
4. Dan, Naphthali, Gad, Asser
5. Und aller Seelen, die aus den Lenden Jakobs kommen waren, der waren 
siebenzig. Joseph aber war zuvor in gypten.
6. Da nun Joseph gestorben war und alle seine Brder und alle, die zu der 
Zeit gelebt hatten,
7. wuchsen die Kinder Israel und zeugeten Kinder und mehreten sich; und 
wurden ihrer sehr viel, da ihrer das Land voll ward.
8. Da kam ein neuer Knig auf in gypten, der wute nichts von Joseph;
9. und sprach zu seinem Volk: Siehe, des Volks der Kinder Israel ist viel 
und mehr denn wir.
10. Wohlan, wir wollen sie mit Listen dmpfen, da ihrer nicht so viel 
werden. Denn wo sich ein Krieg erhbe, mchten sie sich auch zu unsern 
Feinden schlagen und wider uns streiten und zum Lande ausziehen.
11. Und man setzte Fronvgte ber sie, die sie mit schweren Diensten 
drcken sollten; denn man bauete dem Pharao die Stdte Pithon und Raemses 
zu Schatzhusern.
12. Aber je mehr sie das Volk drckten, je mehr sich es mehrete und 
ausbreitete. Und sie hielten die Kinder Israel wie einen Greuel.
13. Und die gypter zwangen die Kinder Israel zu Dienst mit 
Unbarmherzigkeit
14. und machten ihnen ihr Leben sauer mit schwerer Arbeit im Ton und 
Ziegeln und mit allerlei Frnen auf dem Felde und mit allerlei Arbeit, die 
sie ihnen auflegten mit Unbarmherzigkeit.
15. Und der Knig in gypten sprach zu den ebrischen Wehmttern, deren 
eine hie Siphra und die andere Pua:
16. Wenn ihr den ebrischen Weibern helfet und auf dem Stuhl sehet, da es 
ein Sohn ist, so ttet ihn; ist's aber eine Tochter, so lasset sie leben.
17. Aber die Wehmtter frchteten Gott und taten nicht, wie der Knig in 
gypten zu ihnen gesagt hatte, sondern lieen die Kinder leben.
18. Da rief der Knig in gypten den Wehmttern und sprach zu ihnen: Warum 
tut ihr das, da ihr die Kinder leben lasset?
19. Die Wehmtter antworteten Pharao: Die ebrischen Weiber sind nicht wie 
die gyptischen, denn sie sind harte Weiber; ehe die Wehmutter zu ihnen 
kommt, haben sie geboren.
20. Darum tat Gott den Wehmttern Gutes. Und das Volk mehrete sich und 
ward sehr viel.
21. Und weil die Wehmtter Gott frchteten, bauete er ihnen Huser.
22. Da gebot Pharao all seinem Volk und sprach: Alle Shne, die geboren 
werden, werfet ins Wasser und alle Tchter lasset leben.
Das zweite Buch Mose 2
1. Und es ging hin ein Mann vom Hause Levi und nahm eine Tochter Levis.
2. Und das Weib ward schwanger und gebar einen Sohn. Und da sie sah, da 
es ein fein Kind war, verbarg sie ihn drei Monden.
3. Und da sie ihn nicht lnger verbergen konnte, machte sie ein Kstlein 
von Rohr und verklebte es mit Ton und Pech und legte das Kind drein und 
legte ihn in das Schilf am Ufer des Wassers.
4. Aber seine Schwester stund von ferne, da sie erfahren wollte, wie es 
ihm gehen wrde.
5. Und die Tochter Pharaos ging hernieder und wollte baden im Wasser; und 
ihre Jungfrauen gingen an dem Rande des Wassers. Und da sie das Kstlein 
im Schilf sah, sandte sie ihre Magd hin und lie es holen.
6. Und da sie es auftat, sah sie das Kind; und siehe, das Knblein 
weinete. Da jammerte es sie, und sprach: Es ist der ebrischen Kindlein 
eins.
7. Da sprach seine Schwester zu der Tochter Pharaos: Soll ich hingehen und 
der ebrischen Weiber eine rufen, die da suget, da sie dir das Kindlein 
suge?
8. Die Tochter Pharaos sprach zu ihr: Gehe hin! Die Jungfrau ging hin und 
rief des Kindes Mutter.
9. Da sprach Pharaos Tochter zu ihr: Nimm hin das Kindlein und suge 
mir's, ich will dir lohnen. Das Weib nahm das Kind und sugete es.
10. Und da das Kind gro ward, brachte sie es der Tochter Pharaos, und es 
ward ihr Sohn; und hie ihn Mose, denn sie sprach: Ich habe ihn aus dem 
Wasser gezogen.
11. Zu den Zeiten, da Mose war gro worden, ging er aus zu seinen Brdern 
und sah ihre Last und ward gewahr, da ein gypter schlug seiner Brder, 
der ebrischen, einen.
12. Und er wandte sich hin und her, und da er sah, da kein Mensch da war, 
erschlug er den gypter und verscharrete ihn in den Sand.
13. Auf einen andern Tag ging er auch aus und sah zween ebrische Mnner 
sich miteinander zanken; und sprach zu dem Ungerechten: Warum schlgest du 
deinen Nchsten?
14. Er aber sprach: Wer hat dich zum Obersten oder Richter ber uns 
gesetzt? Willst du mich auch erwrgen, wie du den gypter erwrget hast? 
Da frchtete sich Mose und sprach: Wie ist das laut worden?
15. Und es kam vor Pharao, der trachtete nach Mose, da er ihn erwrgete. 
Aber Mose floh vor Pharao und hielt sich im Lande Midian und wohnete bei 
einem Brunnen.
16. Der Priester aber in Midian hatte sieben Tchter, die kamen, Wasser zu 
schpfen, und flleten die Rinnen, da sie ihres Vaters Schafe trnketen.
17. Da kamen die Hirten und stieen sie davon. Aber Mose machte sich auf 
und half ihnen und trnkte ihre Schafe.
18. Und da sie zu ihrem Vater Reguel kamen, sprach er: Wie seid ihr heute 
so bald kommen?
19. Sie sprachen: Ein gyptischer Mann errettete uns von den Hirten und 
schpfte uns und trnkte die Schafe.
20. Er sprach zu seinen Tchtern: Wo ist er? Warum habt ihr den Mann 
gelassen, da ihr ihn nicht ludet, mit uns zu essen?
21. Und Mose bewilligte, bei dem Manne zu bleiben. Und er gab Mose seine 
Tochter Zipora.
22. Die gebar einen Sohn: und er hie ihn Gersom; denn er sprach: Ich bin 
ein Fremdling worden im fremden Lande. (Und sie gebar noch einen Sohn, den 
hie er Elieser, und sprach: Der Gott meines Vaters ist mein Helfer und 
hat mich von der Hand Pharaos errettet.)
23. Lange Zeit aber danach starb der Knig in gypten. Und die Kinder 
Israel seufzeten ber ihre Arbeit und schrieen; und ihr Schreien ber ihre 
Arbeit kam vor Gott.
24. Und Gott erhrete ihr Wehklagen und gedachte an seinen Bund mit 
Abraham, Isaak und Jakob.
25. Und er sah drein und nahm sich ihrer an.
Das zweite Buch Mose 3
1. Mose aber htete die Schafe Jethros, seines Schwhers, des Priesters in 
Midian, und trieb die Schafe hinter in die Wste und kam an den Berg 
Gottes Horeb.
2. Und der Engel des Herrn erschien ihm in einer feurigen Flamme aus dem 
Busch. Und er sah, da der Busch mit Feuer brannte, und ward doch nicht 
verzehret.
3. Und sprach: Ich will dahin und besehen dies groe Gesicht, warum der 
Busch nicht verbrennet.
4. Da aber der Herr sah, da er hinging zu sehen, rief ihm Gott aus dem 
Busch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hie bin ich.
5. Er sprach: Tritt nicht herzu! Zeuch deine Schuhe aus von deinen Fen; 
denn der Ort, da du auf stehest, ist ein heilig Land.
6. Und sprach weiter: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, 
der Gott Isaaks und der Gott Jakobs. Und Mose verhllete sein Angesicht, 
denn er frchtete sich, Gott anzuschauen.
7. Und der Herr sprach: Ich habe gesehen das Elend meines Volks in gypten 
und habe ihr Geschrei gehret ber die, so sie treiben; ich habe ihr Leid 
erkannt.
8. Und bin herniedergefahren, da ich sie errette von der gypter Hand und 
sie ausfhre aus diesem Lande in ein gut und weit Land, in ein Land, 
darinnen Milch und Honig fleut, nmlich an den Ort der Kanaaniter, 
Hethiter, Amoriter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter.
9. Weil denn nun das Geschrei der Kinder Israel vor mich kommen ist und 
habe auch dazu gesehen ihre Angst, wie sie die gypter ngsten,
10. so gehe nun hin, ich will dich zu Pharao senden, da du mein Volk, die 
Kinder Israel, aus gypten fhrest.
11. Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, da ich zu Pharao gehe und fhre die 
Kinder Israel aus gypten?
12. Er sprach: Ich will mit dir sein. Und das soll dir das Zeichen sein, 
da ich dich gesandt habe: Wenn du mein Volk aus gypten gefhret hast, 
werdet ihr Gott opfern auf diesem Berge.
13. Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Kindern Israel komme und 
spreche zu ihnen: Der Gott eurer Vter hat mich zu euch gesandt, und sie 
mir sagen werden: Wie heit sein Name? was soll ich ihnen sagen?
14. Gott sprach zu Mose: Ich werde sein, der ich sein werde. Und sprach: 
Also sollst du den Kindern Israel sagen: Ich werd's sein, der hat mich zu 
euch gesandt.
15. Und Gott sprach weiter zu Mose: Also sollst du zu den Kindern Israel 
sagen: Der Herr, eurer Vter Gott, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der 
Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt. Das ist mein Name ewiglich, dabei 
soll man mein gedenken fr und fr.
16. Darum so gehe hin und versammle die ltesten in Israel und sprich zu 
ihnen: Der Herr, eurer Vter Gott, ist mir erschienen, der Gott Abrahams, 
der Gott Isaaks, der Gott Jakobs, und hat gesagt: Ich habe euch 
heimgesucht und gesehen, was euch in gypten widerfahren ist.
17. Und habe gesagt: Ich will euch aus dem Elende gyptens fhren in das 
Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, Pheresiter, Heviter und 
Jebusiter, in das Land, darinnen Milch und Honig fleut.
18. Und wenn sie deine Stimme hren, so sollst du und die ltesten in 
Israel hineingehen zum Knige in gypten und zu ihm sagen: Der Herr, der 
Ebrer Gott, hat uns gerufen. So la uns nun gehen drei Tagesreisen in die 
Wste, da wir opfern dem Herrn, unserm Gott.
19. Aber ich wei, da euch der Knig in gypten nicht wird ziehen lassen 
ohne durch eine starke Hand.
20. Denn ich werde meine Hand aus strecken und gypten schlagen mit 
allerlei Wundern, die ich drinnen tun werde. Danach wird er euch ziehen 
lassen.
21. Und ich will diesem Volk Gnade geben vor den gyptern, da, wenn ihr 
ausziehet, nicht leer ausziehet;
22. sondern ein jeglich Weib soll von ihrer Nachbarin und Hausgenossin 
fordern silberne und gldene Gefe und Kleider; die sollt ihr auf eure 
Shne und Tchter legen und den gyptern entwenden.
Das zweite Buch Mose 4
1. Mose antwortete und sprach: Siehe, sie werden mir nicht glauben noch 
meine Stimme hren, sondern werden sagen: Der Herr ist dir nicht 
erschienen.
2. Der Herr sprach zu ihm: Was ist, das du in deiner Hand hast? Er sprach: 
Ein Stab.
3. Er sprach: Wirf ihn von dir auf die Erde! Und er warf ihn von sich; da 
ward er zur Schlange. Und Mose floh vor ihr.
4. Aber der Herr sprach zu ihm: Strecke deine Hand aus und erhasche sie 
bei dem Schwanz. Da streckte er seine Hand aus und hielt sie; und sie ward 
zum Stab in seiner Hand.
5. Darum werden sie glauben, da dir erschienen sei der Herr, der Gott 
ihrer Vter, der Gott Abrahams, der Gott Isaaks, der Gott Jakobs.
6. Und der Herr sprach weiter zu ihm: Stecke deine Hand in deinen Busen. 
Und er steckte sie in seinen Busen und zog sie heraus; siehe, da war sie 
ausstzig wie Schnee.
7. Und er sprach: Tu sie wieder in den Busen. Und er tat sie wieder in den 
Busen und zog sie heraus; siehe, da ward sie wieder wie sein ander Fleisch.
8. Wenn sie dir nun nicht werden glauben noch deine Stimme hren bei einem 
Zeichen, so werden sie doch glauben deiner Stimme bei dem andern Zeichen.
9. Wenn sie aber diesen zweien Zeichen nicht glauben werden noch deine 
Stimme hren, so nimm des Wassers aus dem Strom und geu es auf das 
trockne Land, so wird dasselbe Wasser, das du aus dem Strom genommen hast, 
Blut werden auf dem trocknen Lande.
10. Mose aber sprach zu dem Herrn: Ach, mein Herr, ich bin je und je nicht 
wohl beredt gewesen, seit der Zeit du mit deinem Knecht geredet hast; denn 
ich habe eine schwere Sprache und eine schwere Zunge.
11. Der Herr sprach zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund geschaffen oder 
wer hat den Stummen oder Tauben oder Sehenden oder Blinden gemacht? Habe 
ich's nicht getan, der Herr?
12. So gehe nun hin: Ich will mit deinem Munde sein und dich lehren, was 
du sagen sollst.
13. Mose sprach aber: Mein Herr, sende, welchen du senden willst!
14. Da ward der Herr sehr zornig ber Mose und sprach: Wei ich denn 
nicht, da dein Bruder Aaron aus dem Stamm Levi beredt ist? Und siehe, er 
wird herausgehen dir entgegen, und wenn er dich siehet, wird er sich von 
Herzen freuen.
15. Du sollst zu ihm reden und die Worte in seinen Mund legen. Und ich 
will mit deinem und seinem Munde sein und euch lehren; was ihr tun sollt.
16. Und er soll fr dich zum Volk reden; er soll dein Mund sein, und du 
sollst sein Gott sein.
17. Und diesen Stab nimm in deine Hand, damit du Zeichen tun sollst.
18. Mose ging hin und kam wieder zu Jethro, seinem Schwher, und sprach zu 
ihm: Lieber, la mich gehen, da ich wieder zu meinen Brdern komme, die 
in gypten sind, und sehe, ob sie noch leben. Jethro sprach zu ihm: Gehe 
hin mit Frieden.
19. Auch sprach der Herr zu ihm in Midian: Gehe hin und zeuch wieder nach 
gypten; denn die Leute sind tot, die nach deinem Leben stunden.
20. Also nahm Mose sein Weib und seine Shne und fhrete sie auf einem 
Esel und zog wieder nach gyptenland; und nahm den Stab Gottes in seine 
Hand!
21. Und der Herr sprach zu Mose: Siehe zu, wenn du wieder nach gypten 
kommst, da du alle die Wunder tust vor Pharao, die ich dir in deine Hand 
gegeben habe; ich aber will sein Herz verstocken, da er das Volk nicht 
lassen wird.
22. Und sollst zu ihm sagen: So saget der Herr: Israel ist mein 
erstgeborner Sohn;
23. und ich gebiete dir, da du meinen Sohn ziehen lassest, da er mir 
diene. Wirst du dich des weigern, so will ich deinen erstgebornen Sohn 
erwrgen.
24. Und als er unterwegen in der Herberge war, kam ihm der Herr entgegen 
und wollte ihn tten.
25. Da nahm Zipora einen Stein und beschnitt ihrem Sohn die Vorhaut; und 
rhrete ihm seine Fe an und sprach: Du bist mir ein Blutbrutigam.
26. Da lie er von ihm ab. Sie sprach aber Blutbrutigam um der 
Beschneidung willen.
27. Und der Herr sprach zu Aaron: Gehe hin Mose entgegen in die Wste. Und 
er ging hin und begegnete ihm am Berge Gottes und kssete ihn.
28. Und Mose sagte Aaron alle Worte des Herrn, der ihn gesandt hatte, und 
alle Zeichen, die er ihm befohlen hatte.
29. Und sie gingen hin und versammelten alle ltesten von den Kindern 
Israel.
30. Und Aaron redete alle Worte, die der Herr mit Mose geredet hatte, und 
tat die Zeichen vor dem Volk.
31. Und das Volk glaubete. Und da sie hreten, da der Herr die Kinder 
Israel heimgesucht und ihr Elend angesehen htte, neigeten sie sich und 
beteten an.
Das zweite Buch Mose 5
1. Danach gingen Mose und Aaron hinein und sprachen zu Pharao: So sagt der 
Herr, der Gott Israels: La mein Volk ziehen, da mir's ein Fest halte in 
der Wste.
2. Pharao antwortete: Wer ist der Herr, des Stimme ich hren msse und 
Israel ziehen lassen? Ich wei nicht von dem Herrn, will auch Israel nicht 
lassen ziehen.
3. Sie sprachen: Der Ebrer Gott hat uns gerufen; so la uns nun hinziehen 
drei Tagereisen in die Wste und dem Herrn, unserm Gott, opfern, da uns 
nicht widerfahre Pestilenz oder Schwert.
4. Da sprach der Knig in gypten zu ihnen: Du, Mose und Aaron, warum 
wollt ihr das Volk von seiner Arbeit frei machen? Gehet hin an eure 
Dienste!
5. Weiter sprach Pharao: Siehe, des Volks ist schon zu viel im Lande, und 
ihr wollt sie noch feiern heien von ihrem Dienst.
6. Darum befahl Pharao desselben Tages den Vgten des Volks und ihren 
Amtleuten und sprach:
7. Ihr sollt dem Volk nicht mehr Stroh sammeln und geben, da sie Ziegel 
brennen, wie bis anher; lasset sie selbst hingehen und Stroh zusammenlesen;
8. und die Zahl der Ziegel, die sie bisher gemacht haben, sollt ihr ihnen 
gleichwohl auflegen und nichts mindern; denn sie gehen mig, darum 
schreien sie und sprechen: Wir wollen hinziehen und unserm Gott opfern.
9. Man drcke die Leute mit Arbeit, da sie zu schaffen haben und sich 
nicht kehren an falsche Rede!
10. Da gingen die Vgte des Volks und ihre Amtleute aus und sprachen zum 
Volk: So spricht Pharao: Man wird euch kein Stroh geben.
11. Gehet ihr selbst hin und sammelt euch Stroh, wo ihr's findet; aber von 
eurer Arbeit soll nichts gemindert werden.
12. Da zerstreute sich das Volk ins ganze Land gypten, da es Stoppeln 
sammelte, damit sie Stroh htten.
13. Und die Vgte trieben sie und sprachen: Erfllet euer Tagwerk, gleich 
als da ihr Stroh hattet!
14. Und die Amtleute der Kinder Israel, welche die Vgte Pharaos ber sie 
gesetzet hatten, wurden geschlagen, und ward zu ihnen gesagt: Warum habt 
ihr weder heute noch gestern euer gesetzt Tagwerk getan, wie vorhin?
15. Da gingen hinein die Amtleute der Kinder Israel und schrieen zu 
Pharao: Warum willst du mit deinen Knechten also fahren?
16. Man gibt deinen Knechten kein Stroh, und sollen die Ziegel machen, die 
uns bestimmt sind; und siehe, deine Knechte werden geschlagen, und dein 
Volk mu Snder sein.
17. Pharao sprach: Ihr seid mig, mig seid ihr; darum sprechet ihr: Wir 
wollen hinziehen und dem Herrn opfern.
18. So gehet nun hin und frnet! Stroh soll man euch nicht geben, aber die 
Anzahl der Ziegel sollt ihr reichen.
19. Da sahen die Amtleute der Kinder Israel, da es rger ward, weil man 
sagte: Ihr sollt nichts mindern von dem Tagwerk an den Ziegeln.
20. Und da sie von Pharao gingen, begegneten sie Mose und Aaron und traten 
gegen sie
21. und sprachen zu ihnen: Der Herr sehe auf euch und richte es, da ihr 
unsern Geruch habt stinken gemacht vor Pharao und seinen Knechten und habt 
ihnen das Schwert in ihre Hnde gegeben, uns zu tten.
22. Mose aber kam wieder zu dem Herrn und sprach: Herr, warum tust du so 
bel an diesem Volk? Warum hast du mich hergesandt?
23. Denn seit dem, da ich hinein bin gegangen zu Pharao, mit ihm zu reden 
in deinem Namen, hat er das Volk noch hrter geplagt; und du hast dein 
Volk nicht errettet.
Das zweite Buch Mose 6
1. Der Herr sprach zu Mose: Nun sollst du sehen, was ich Pharao tun werde; 
denn durch eine starke Hand mu er sie lassen ziehen, er mu sie noch 
durch eine starke Hand aus seinem Lande von sich treiben.
2. Und Gott redete mit Mose und sprach zu ihm: Ich bin der Herr,
3. und bin erschienen Abraham, Isaak und Jakob, da ich ihr allmchtiger 
Gott sein wollte; aber mein Name, Herr, ist ihnen nicht offenbaret worden.
4. Auch habe ich meinen Bund mit ihnen aufgerichtet, da ich ihnen geben 
will das Land Kanaan, das Land ihrer Wallfahrt, darinnen sie Fremdlinge 
gewesen sind.
5. Auch habe ich gehret die Wehklage der Kinder Israel, welche die 
gypter mit Frnen beschweren, und habe an meinen Bund gedacht.
6. Darum sage den Kindern Israel: Ich bin der Herr und will euch ausfhren 
von euren Lasten in gypten und will euch erretten von eurem Fronen und 
will euch erlsen durch einen ausgereckten Arm und groe Gerichte;
7. und will euch annehmen zum Volk und will euer Gott sein, da ihr's 
erfahren sollt, da ich der Herr bin euer Gott, der euch ausgefhret habe 
von der Last gyptens
8. und euch gebracht in das Land, darber ich habe meine Hand gehoben, da 
ich's gbe Abraham, Isaak und Jakob; das will ich euch geben zu eigen, 
ich, der Herr.
9. Mose sagte solches den Kindern Israel; aber sie hreten ihn nicht vor 
Seufzen und Angst und harter Arbeit.
10. Da redete der Herr mit Mose und sprach:
11. Gehe hinein und rede mit Pharao, dem Knige in gypten, da er die 
Kinder Israel aus seinem Lande lasse.
12. Mose aber redete vor dem Herrn und sprach: Siehe, die Kinder Israel 
hren mich nicht, wie sollte mich denn Pharao hren? Dazu bin ich von 
unbeschnittenen Lippen.
13. Also redete der Herr mit Mose und Aaron und tat ihnen Befehl an die 
Kinder Israel und Pharao, den Knig in gypten, da sie die Kinder Israel 
aus gypten fhreten.
14. Dies sind die Hupter in jeglichem Geschlecht der Vter. Die Kinder 
Rubens, des ersten Sohnes Israels, sind diese: Hanoch, Pallu, Hezron, 
Charmi. Das sind die Geschlechter von Ruben.
15. Die Kinder Simeons sind diese: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und 
Saul, der Sohn des kanaanischen Weibes, das sind Simeons Geschlechter.
16. Dies sind die Namen der Kinder Levis in ihren Geschlechtern: Gerson, 
Kahath, Merari. Aber Levi ward hundertundsiebenunddreiig Jahre alt.
17. Die Kinder Gersons sind diese: Libni und Simei in ihren Geschlechtern.
18. Die Kinder Kahaths sind diese: Amram, Jezear, Hebron, Usiel. Kahath 
aber ward hundertunddreiunddreiig Jahre alt.
19. Die Kinder Meraris sind diese: Maheli und Musi. Das sind die 
Geschlechter Levis in ihren Stmmen.
20. Und Amram nahm seine Muhme Jochebed zum Weibe, die gebar ihm Aaron und 
Mose. Aber Amram ward hundertundsiebenunddreiig Jahre alt.
21. Die Kinder Jezears sind diese: Korah, Nepheg, Sichri.
22. Die Kinder Usiels sind diese: Misael, Elzaphan, Sithri.
23. Aaron nahm zum Weibe Eliseba, die Tochter Amminadabs, Nahassons 
Schwester; die gebar ihm Nadab, Abihu, Eleasar, Ithamar.
24. Die Kinder Korahs sind diese: Assir, Elkana, Abiasaph. Das sind die 
Geschlechter der Korahiter.
25. Eleasar aber, Aarons Sohn, der nahm von den Tchtern Putiels ein Weib; 
die gebar ihm den Pinehas. Das sind die Hupter unter den Vtern der 
Levitengeschlechter.
26. Das ist der Aaron und Mose, zu denen der Herr sprach: Fhret die 
Kinder Israel aus gyptenland mit ihrem Heer.
27. Sie sind's, die mit Pharao, dem Knige in gypten, redeten, da sie 
die Kinder Israel aus gypten fhreten, nmlich Mose und Aaron.
28. Und des Tages redete der Herr mit Mose in gyptenland
29. und sprach zu ihm: Ich bin der Herr; rede mit Pharao, dem Knige in 
gypten, alles was ich mit dir rede.
30. Und er antwortete vor dem Herrn: Siehe, ich bin von unbeschnittenen 
Lippen; wie wird mich denn Pharao hren?
Das zweite Buch Mose 7
1. Der Herr sprach zu Mose: Siehe, ich habe dich einen Gott gesetzt ber 
Pharao; und Aaron, dein Bruder, soll dein Prophet sein.
2. Du sollst reden alles, was ich dir gebieten werde; aber Aaron, dein 
Bruder, soll es vor Pharao reden, da er die Kinder Israel aus seinem 
Lande lasse.
3. Aber ich will Pharaos Herz verhrten, da ich meiner Zeichen und Wunder 
viel tue in gyptenland.
4. Und Pharao wird euch nicht hren, auf da ich meine Hand in gypten 
beweise und fhre mein Heer, mein Volk, die Kinder Israel, aus gyptenland 
durch groe Gerichte.
5. Und die gypter sollen's inne werden, da ich der Herr bin, wenn ich 
nun meine Hand ausstrecke ber gypten und die Kinder Israel von ihnen 
wegfhren werde.
6. Mose und Aaron taten, wie ihnen der Herr geboten hatte.
7. Und Mose war achtzig Jahre alt und Aaron dreiundachtzig Jahre alt, da 
sie mit Pharao redeten.
8. Und der Herr sprach zu Mose und Aaron:
9. Wenn Pharao zu euch sagen wird: Beweiset eure Wunder, so sollst du zu 
Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf ihn vor Pharao, da er zur Schlange 
werde.
10. Da gingen Mose und Aaron hinein zu Pharao und taten wie ihnen der Herr 
geboten hatte. Und Aaron warf seinen Stab vor Pharao und vor seinen 
Knechten; und er ward zur Schlange.
11. Da forderte Pharao die Weisen und Zauberer. Und die gyptischen 
Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwren.
12. Ein jeglicher warf seinen Stab von sich, da wurden Schlangen draus; 
aber Aarons Stab verschlang ihre Stbe.
13. Also ward das Herz Pharaos verstockt und hrete sie nicht, wie denn 
der Herr geredet hatte.
14. Und der Herr sprach zu Mose: Das Herz Pharaos ist hart; er weigert 
sich, das Volk zu lassen.
15. Gehe hin zu Pharao morgen. Siehe, er wird ans Wasser gehen; so tritt 
gegen ihm an das Ufer des Wassers und nimm den Stab in deine Hand, der zur 
Schlange ward,
16. und sprich zu ihm: Der Herr, der Ebrer Gott, hat mich zu dir gesandt 
und lassen sagen: La mein Volk, da mir's diene in der Wste! Aber du 
hast bisher nicht wollen hren.
17. Darum spricht der Herr also: Daran sollst du erfahren, da ich der 
Herr bin. Siehe, ich will mit dem Stabe, den ich in meiner Hand habe, das 
Wasser schlagen, das in dem Strom ist, und es soll in Blut verwandelt 
werden,
18. da die Fische im Strom sterben sollen und der Strom stinken, und den 
gyptern wird ekeln, zu trinken des Wassers aus dem Strom.
19. Und der Herr sprach zu Mose: Sage Aaron: Nimm deinen Stab und recke 
deine Hand aus ber die Wasser in gypten, ber ihre Bche und Strme und 
Seen und ber alle Wassersmpfe, da sie Blut werden, und sei Blut in ganz 
gyptenland, beide in hlzernen und steinernen Gefen.
20. Mose und Aaron taten, wie ihnen der Herr geboten hatte, und hub den 
Stab auf und schlug ins Wasser, das im Strom war, vor Pharao und seinen 
Knechten. Und alles Wasser im Strom ward in Blut verwandelt.
21. Und die Fische im Strom starben, und der Strom ward stinkend, da die 
gypter nicht trinken konnten des Wassers aus dem Strom; und ward Blut in 
ganz gyptenland.
22. Und die gyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwren. 
Also ward das Herz Pharaos verstockt und hrete sie nicht, wie denn der 
Herr geredet hatte.
23. Und Pharao wandte sich und ging heim und nahm's nicht zu Herzen.
24. Aber alle gypter gruben nach Wasser um den Strom her, zu trinken; 
denn des Wassers aus dem Strom konnten sie nicht trinken.
25. Und das whrete sieben Tage lang, da der Herr den Strom schlug.
Das zweite Buch Mose 8
1. Der Herr sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao und sprich zu ihm: So 
sagt der Herr: La mein Volk, da mir's diene!
2. Wo du dich des weigerst, siehe, so will ich alle deine Grenze mit 
Frschen plagen,
3. da der Strom soll von Frschen wimmeln; die sollen heraufkriechen und 
kommen in dein Haus, in deine Kammer, auf dein Lager, auf dein Bett; auch 
in die Huser deiner Knechte, unter dein Volk, in deine Backfen und in 
deine Teige;
4. und sollen die Frsche auf dich und auf dein Volk und auf alle deine 
Knechte kriechen.
5. Und der Herr sprach zu Mose: Sage Aaron: Recke deine Hand aus mit 
deinem Stabe ber die Bche und Strme und Seen und la Frsche ber 
gyptenland kommen.
6. Und Aaron reckte seine Hand ber die Wasser in gypten; und kamen 
Frsche herauf, da gyptenland bedeckt ward.
7. Da taten die Zauberer auch also mit ihrem Beschwren und lieen Frsche 
ber gyptenland kommen.
8. Da forderte Pharao Mose und Aaron und sprach: Bittet den Herrn fr 
mich, da er die Frsche von mir und von meinem Volk nehme, so will ich 
das Volk lassen, da es dem Herrn opfere.
9. Mose sprach: Habe du die Ehre vor mir und stimme mir, wann ich fr 
dich, fr deine Knechte und fr dein Volk bitten soll, da die Frsche von 
dir und von deinem Hause vertrieben werden und allein im Strom bleiben.
10. Er sprach: Morgen. Er sprach: Wie du gesagt hast. Auf da du 
erfahrest, da niemand ist wie der Herr, unser Gott,
11. so sollen die Frsche von dir, von deinem Hause von deinen Knechten 
und von deinem Volk genommen werden und allein im Strom bleiben.
12. Also ging Mose und Aaron von Pharao. Und Mose schrie zu dem Herrn der 
Frsche halben, wie er Pharao hatte zugesagt.
13. Und der Herr tat, wie Mose gesagt hatte; und die Frsche starben in 
den Husern, in den Hfen und auf dem Felde.
14. Und sie huften sie zusammen, hie einen Haufen und da einen Haufen; 
und das Land stank davon.
15. Da aber Pharao sah, da er Luft gekriegt hatte, ward sein Herz 
verhrtet und hrete sie nicht, wie denn der Herr geredet hatte.
16. Und der Herr sprach zu Mose: Sage Aaron: Recke deinen Stab aus und 
schlag in den Staub auf Erden, da Luse werden in ganz gyptenland.
17. Sie taten also, und Aaron reckte seine Hand aus mit seinem Stabe und 
schlug in den Staub auf Erden; und es wurden Luse an den Menschen und an 
dem Vieh; aller Staub des Landes ward Luse in ganz gyptenland.
18. Die Zauberer taten auch also mit ihrem Beschwren, da sie Luse 
heraus brchten, aber sie konnten nicht. Und die Luse waren beide an 
Menschen und an Vieh.
19. Da sprachen die Zauberer zu Pharao: Das ist Gottes Finger. Aber das 
Herz Pharaos ward verstockt und hrete sie nicht, wie denn der Herr gesagt 
hatte.
20. Und der Herr sprach zu Mose: Mache dich morgen frhe auf und tritt vor 
Pharao (siehe, er wird ans Wasser gehen) und sprich zu ihm: So sagt der 
Herr: La mein Volk, da es mir diene;
21. wo nicht, siehe, so will ich allerlei Ungeziefer lassen kommen ber 
dich, deine Knechte, dein Volk und dein Haus, da aller gypter Huser und 
das Feld und was drauf ist, voll Ungeziefer werden sollen.
22. Und will des Tages ein Besonderes tun mit dem Lande Gosen, da sich 
mein Volk enthlt, da kein Ungeziefer da sei, auf da du inne werdest, 
da ich der Herr bin auf Erden allenthalben.
23. Und will eine Erlsung setzen zwischen meinem und deinem Volk: Morgen 
soll das Zeichen geschehen.
24. Und der Herr tat also, und es kam viel Ungeziefers in Pharaos Haus, in 
seiner Knechte Huser und ber ganz gyptenland; und das Land ward 
verderbet von dem Ungeziefer.
25. Da forderte Pharao Mose und Aaron und sprach: Gehet hin, opfert eurem 
Gott hie im Lande.
26. Mose sprach: Das taugt nicht, da wir also tun; denn wir wrden der 
gypter Greuel opfern unserm Gott, dem Herrn; siehe, wenn wir denn der 
gypter Greuel vor ihren Augen opferten, wrden sie uns nicht steinigen?
27. Drei Tagereisen wollen wir gehen in die Wste und dem Herrn, unserm 
Gott, opfern, wie er uns gesagt hat.
28. Pharao sprach: Ich will euch lassen, da ihr dem Herrn, eurem Gott 
opfert in der Wste; allein; da ihr nicht ferner ziehet, und bittet fr 
mich.
29. Mose sprach: Siehe, wenn ich hinaus von dir komme so will ich den 
Herrn bitten, da dies Ungeziefer von Pharao und seinen Knechten und von 
seinem Volk genommen werde, morgen des Tages; allein tusche mich nicht 
mehr, da du das Volk nicht lassest, dem Herrn zu opfern.
30. Und Mose ging hinaus von Pharao und bat den Herrn.
31. Und der Herr tat, wie Mose gesagt hatte, und schaffte das Ungeziefer 
weg von Pharao, von seinen Knechten und von seinem Volk, da nicht eins 
berblieb.
32. Aber Pharao verhrtete sein Herz auch dasselbe Mal und lie das Volk 
nicht.
Das zweite Buch Mose 9
1. Der Herr sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao und sprich zu ihm: Also 
sagt der Herr, der Gott der Ebrer: La mein Volk, da sie mir dienen!
2. Wo du dich des weigerst und sie weiter aufhltst,
3. siehe, so wird Hand des Herrn sein ber dein Vieh auf dem Felde, ber 
Pferde, ber Esel, ber Kamele, ber Ochsen, ber Schafe mit einer fast 
schweren Pestilenz.
4. Und der Herr wird ein Besonderes tun zwischen dem Vieh der Israeliten 
und der gypter, da nichts sterbe aus allem, das die Kinder Israel haben.
5. Und der Herr bestimmte eine Zeit und sprach: Morgen wird der Herr 
solches auf Erden tun.
6. Und der Herr tat solches des Morgens; und starb allerlei Vieh der 
gypter; aber des Viehes der Kinder Israel starb nicht eins.
7. Und Pharao sandte danach, und siehe, es war des Viehes Israel nicht 
eins gestorben. Aber das Herz Pharaos ward verstockt und lie das Volk 
nicht.
8. Da sprach der Herr zu Mose und Aaron: Nehmet eure Fuste voll Ru aus 
dem Ofen, und Mose sprenge ihn gen Himmel vor Pharao,
9. da ber ganz gyptenland stube, und bse schwarze Blattern auffahren, 
beide an Menschen und an Vieh, in ganz gyptenland.
10. Und sie nahmen Ru aus dem Ofen und traten vor Pharao, und Mose 
sprengete ihn gen Himmel. Da fuhren auf bse schwarze Blattern, beide an 
Menschen und an Vieh,
11. also da die Zauberer nicht konnten vor Mose stehen vor den bsen 
Blattern; denn es waren an den Zauberern ebensowohl bse Blattern als an 
allen gyptern.
12. Aber der Herr verstockte das Herz Pharaos, da er sie nicht hrete, 
wie denn der Herr zu Mose gesagt hatte.
13. Da sprach der Herr zu Mose: Mache dich morgen frhe auf und tritt vor 
Pharao und sprich zu ihm: So sagt der Herr, der Ebrer Gott: La mein 
Volk, da mir's diene!
14. Ich will anders diesmal alle meine Plagen ber dich selbst senden, 
ber deine Knechte und ber dein Volk, da du inne werden sollst, da 
meinesgleichen nicht ist in allen Landen.
15. Denn ich will jetzt meine Hand ausrecken und dich und dein Volk mit 
Pestilenz schlagen, da du von der Erde sollst vertilget werden.
16. Und zwar darum habe ich dich erwecket, da meine Kraft an dir 
erscheine, und mein Name verkndiget werde in allen Landen.
17. Du trittst mein Volk noch unter dich und willst es nicht lassen.
18. Siehe, ich will morgen um diese Zeit einen sehr groen Hagel regnen 
lassen, desgleichen in gypten nicht gewesen ist, seit der Zeit es 
gegrndet ist, bisher.
19. Und nun sende hin und verwahre dein Vieh und alles, was du auf dem 
Felde hast. Denn alle Menschen und Vieh, das auf dem Felde funden wird und 
nicht in die Huser versammelt ist, so der Hagel auf sie fllt, werden 
sterben.
20. Wer nun unter den Knechten Pharaos des Herrn Wort frchtete, der lie 
seine Knechte und Vieh in die Huser fliehen.
21. Welcher Herz aber sich nicht kehrete an des Herrn Wort, lieen ihre 
Knechte und Vieh auf dem Felde.
22. Da sprach der Herr zu Mose: Recke deine Hand gen Himmel, da es hagele 
ber ganz gyptenland, ber Menschen, ber Vieh und ber alles Kraut auf 
dem Felde in gyptenland.
23. Also reckte Mose seinen Stab gen Himmel; und der Herr lie donnern und 
hageln, da das Feuer auf die Erde scho. Also lie der Herr Hagel regnen 
ber gyptenland,
24. da Hagel und Feuer untereinander fuhren, so grausam, da desgleichen 
in ganz gyptenland nie gewesen war, seit der Zeit Leute drinnen gewesen 
sind.
25. Und der Hagel schlug in ganz gyptenland alles, was auf dem Felde war, 
beide Menschen und Vieh, und schlug alles Kraut auf dem Felde und zerbrach 
alle Bume auf dem Felde.
26. Ohne allein im Lande Gosen, da die Kinder Israel waren, da hagelte es 
nicht.
27. Da schickte Pharao hin und lie Mose und Aaron rufen und sprach zu 
ihnen: Ich habe dasmal mich versndiget; der Herr ist gerecht, ich aber 
und mein Volk sind Gottlose.
28. Bittet aber den Herrn, da aufhre solch Donnern und Hageln Gottes, so 
will ich euch lassen, da ihr nicht lnger hie bleibet.
29. Mose sprach zu ihm: Wenn ich zur Stadt hinaus komme, will ich meine 
Hnde ausbreiten gegen den Herrn, so wird der Donner aufhren, und kein 
Hagel mehr sein, auf da du inne werdest, da die Erde des Herrn sei.
30. Ich wei aber, da du und deine Knechte euch noch nicht frchtet vor 
Gott dem Herrn.
31. Also ward geschlagen der Flachs und die Gerste; denn die Gerste hatte 
geschosset und der Flachs Knoten gewonnen.
32. Aber der Weizen und Roggen ward nicht geschlagen, denn es war spt 
Getreide.
33. So ging nun Mose von Pharao zur Stadt hinaus und breitete seine Hnde 
gegen den Herrn, und der Donner und Hagel hreten auf, und der Regen troff 
nicht mehr auf Erden.
34. Da aber Pharao sah, da der Regen und Donner und Hagel aufhrete, 
versndigte er sich weiter und verhrtete sein Herz, er und seine Knechte.
35. Also ward des Pharao Herz verstockt, da er die Kinder Israel nicht 
lie, wie denn der Herr geredet hatte durch Mose.
Das zweite Buch Mose 10
1. Und der Herr sprach zu Mose: Gehe hinein zu Pharao; denn ich habe sein 
und seiner Knechte Herz verhrtet, auf da ich diese meine Zeichen unter 
ihnen tue,
2. und da du verkndigest vor den Ohren deiner Kinder und deiner 
Kindeskinder, was ich in gypten ausgerichtet habe und wie ich meine 
Zeichen unter ihnen beweiset habe, da ihr wisset; ich bin der Herr.
3. Also gingen Mose und Aaron hinein zu Pharao und sprachen zu ihm: So 
spricht der Herr, der Ebrer Gott: Wie lange weigerst du, dich vor mir zu 
demtigen, da du mein Volk lassest, mir zu dienen?
4. Weigerst du dich, mein Volk zu lassen, siehe, so will ich morgen 
Heuschrecken kommen lassen an allen Orten,
5. da sie das Land bedecken, also da man das Land nicht sehen knne; und 
sollen fressen, was euch brig und errettet ist von dem Hagel, und sollen 
alle eure grnenden Bume fressen auf dem Felde;
6. und sollen erfllen dein Haus, aller deiner Knechte Huser und aller 
gypter Huser, desgleichen nicht gesehen haben deine Vter und deiner 
Vter Vter, seit der Zeit sie auf Erden gewesen, bis auf diesen Tag. Und 
er wandte sich und ging von Pharao hinaus.
7. Da sprachen die Knechte Pharaos zu ihm: Wie lange sollen wir damit 
geplagt sein? La die Leute ziehen, da sie dem Herrn, ihrem Gott, dienen! 
Willst du zu vor erfahren, da gypten untergegangen sei?
8. Mose und Aaron wurden wieder zu Pharao gebracht, der sprach zu ihnen: 
Gehet hin und dienet dem Herrn, eurem Gott. Welche sind sie aber, die 
hinziehen sollen?
9. Mose sprach: Wir wollen ziehen mit jung und alt, mit Shnen und 
Tchtern, mit Schafen und Rindern; denn wir haben ein Fest des Herrn.
10. Er sprach zu ihnen: Awe ja, der Herr sei mit euch! Sollte ich euch und 
eure Kinder dazu ziehen lassen? Sehet da, ob ihr nicht Bses vorhabt!
11. Nicht also, sondern ihr Mnner ziehet hin und dienet dem Herrn; denn 
das habt ihr auch gesucht. Und man stie sie heraus von Pharao.
12. Da sprach der Herr zu Mose: Recke deine Hand ber gyptenland um die 
Heuschrecken, da sie auf gyptenland kommen und fressen alles Kraut im 
Lande auf samt alle dem, das dem Hagel berblieben ist.
13. Mose reckte seinen Stab ber gyptenland. Und der Herr trieb einen 
Ostwind ins Land den ganzen Tag und die ganze Nacht; und des Morgens 
fhrete der Ostwind die Heuschrecken her.
14. Und sie kamen ber ganz gyptenland und lieen sich nieder an allen 
Orten in gypten, so sehr viel, da zuvor des gleichen nie gewesen ist, 
noch hinfort sein wird.
15. Denn sie bedeckten das Land und verfinsterten es. Und sie fraen alles 
Kraut im Lande auf und alle Frchte auf den Bumen, die dem Hagel waren 
berblieben, und lieen nichts Grnes brig an den Bumen und am Kraut auf 
dem Felde in ganz gyptenland.
16. Da forderte Pharao eilend Mose und Aaron und sprach: Ich habe mich 
versndiget an dem Herrn, eurem Gott, und an euch.
17. Vergebet mir meine Snde diesmal auch und bittet den Herrn, euren 
Gott, da er doch nur diesen Tod von mir wegnehme.
18. Und er ging aus von Pharao und bat den Herrn.
19. Da wendete der Herr einen sehr starken Westwind und hub die 
Heuschrecken auf und warf sie ins Schilfmeer, da nicht eine brig blieb 
an allen Orten gyptens.
20. Aber der Herr verstockte Pharaos Herz, da er die Kinder Israel nicht 
lie.
21. Der Herr sprach zu Mose: Recke deine Hand gen Himmel, da es so 
finster werde in gyptenland, da man's greifen mag.
22. Und Mose reckte seine Hand gen Himmel; da ward eine dicke Finsternis 
in ganz gyptenland drei Tage,
23. da niemand den andern sah noch aufstund von dem Ort, da er war, in 
dreien Tagen. Aber bei allen Kindern Israel war es licht in ihren 
Wohnungen.
24. Da forderte Pharao Mose und sprach: Ziehet hin und dienet dem Herrn; 
allein eure Schafe und Rinder lasset hie; lasset auch eure Kindlein mit 
euch ziehen.
25. Mose sprach: Du mut uns auch Opfer und Brandopfer geben, das wir 
unserm Gott, dem Herrn, tun mgen.
26. Unser Vieh soll mit uns gehen und nicht eine Klaue dahinten bleiben; 
denn von dem Unsern werden wir nehmen zum Dienst unsers Gottes, des Herrn. 
Denn wir wissen nicht, womit wir dem Herrn dienen sollen, bis wir dahin 
kommen.
27. Aber der Herr verstockte das Herz Pharaos, da er sie nicht lassen 
wollte.
28. Und Pharao sprach zu ihm: Gehe von mir und hte dich, da du nicht 
mehr vor meine Augen kommest; denn welches Tages du vor meine Augen 
kommst, sollst du sterben.
29. Mose antwortete: Wie du gesagt hast; ich will nicht mehr vor deine 
Augen kommen.
Das zweite Buch Mose 11
1. Und der Herr sprach zu Mose: Ich will noch eine Plage ber Pharao und 
gypten kommen lassen, danach wird er euch lassen von hinnen, und wird 
nicht allein alles lassen, sondern euch auch von hinnen treiben.
2. So sage nun vor dem Volk, da ein jeglicher von seinem Nchsten und 
eine jegliche von ihrer Nchstin silberne und gldene Gefe fordere.
3. Denn der Herr wird dem Volk Gnade geben vor den gyptern. Und Mose war 
ein sehr groer Mann in gyptenland vor den Knechten Pharaos und vor dem 
Volk.
4. Und Mose sprach: So sagt der Herr: Ich will zur Mitternacht ausgehen in 
gyptenland;
5. und alle Erstgeburt in gyptenland soll sterben, von dem ersten Sohn 
Pharaos an, der auf seinem Stuhl sitzt, bis an den ersten Sohn der Magd, 
die hinter der Mhle ist, und alle Erstgeburt unter dem Vieh.
6. Und wird ein gro Geschrei sein in ganz gyptenland, desgleichen nie 
gewesen ist noch werden wird;
7. aber bei allen Kindern Israel soll nicht ein Hund mucken, beide unter 
Menschen und Vieh, auf da ihr erfahret, wie der Herr gypten und Israel 
scheide.
8. Dann werden zu mir herabkommen alle diese deine Knechte und mir zu Fue 
fallen und sagen: Zeuch aus, du und alles Volk, das unter dir ist. Danach 
will ich ausziehen, und er ging von Pharao mit grimmigem Zorn.
9. Der Herr aber sprach zu Mose: Pharao hret euch nicht, auf da viele 
Wunder geschehen in gyptenland.
10. Und Mose und Aaron haben diese Wunder alle getan vor Pharao; aber der 
Herr verstockte ihm sein Herz, da er die Kinder Israel nicht lassen 
wollte aus seinem Lande.
Das zweite Buch Mose 12
1. Der Herr aber sprach zu Mose und Aaron in gyptenland:
2. Dieser Mond soll bei euch der erste Mond sein; und von ihm sollt ihr 
die Monde des Jahrs anheben.
3. Saget der ganzen Gemeine Israel und sprechet: Am zehnten Tage dieses 
Monden nehme ein jeglicher ein Lamm, wo ein Hausvater ist, je ein Lamm zu 
einem Hause!
4. Wo ihrer aber in einem Hause zum Lamm zu wenig sind, so nehme er's und 
sein nchster Nachbar an seinem Hause, bis ihrer so viel wird, da sie das 
Lamm aufessen mgen.
5. Ihr sollt aber ein solch Lamm nehmen, da kein Fehl an ist, ein Mnnlein 
und eines Jahrs alt; von den Lmmern und Ziegen sollt ihr's nehmen.
6. Und sollt es behalten bis auf den vierzehnten Tag des Monden. Und ein 
jegliches Huflein im ganzen Israel soll es schlachten zwischen Abends.
7. Und sollt seines Bluts nehmen und beide Pfosten an der Tr und die 
oberste Schwelle damit bestreichen an den Husern, da sie es innen essen.
8. Und sollt also Fleisch essen in derselben Nacht, am Feuer gebraten, und 
ungesuert Brot, und sollt es mit bittern Salsen essen.
9. Ihr sollt es nicht roh essen, noch mit Wasser gesotten, sondern am 
Feuer gebraten, sein Haupt mit seinen Schenkeln und Eingeweide.
10. Und sollt nichts davon berlassen bis morgen; wo aber etwas 
berbleibet bis morgen, sollt ihr's mit Feuer verbrennen.
11. Also sollt ihr's aber essen: Um eure Lenden sollt ihr gegrtet sein 
und eure Schuhe an euren Fen haben und Stbe in euren Hnden, und sollt 
es essen, als die hinwegeilen; denn es ist des Herrn Passah.
12. Denn ich will in derselbigen Nacht durch gyptenland gehen und alle 
Erstgeburt schlagen in gyptenland, beide unter Menschen und Vieh. Und 
will meine Strafe beweisen an allen Gttern der gypter, ich, der Herr.
13. Und das Blut soll euer Zeichen sein an den Husern, darin ihr seid, 
da, wenn ich das Blut sehe, vor euch bergehe, und euch nicht die Plage 
widerfahre, die euch verderbe, wenn ich gyptenland schlage.
14. Und sollt diesen Tag haben zum Gedchtnis und sollt ihn feiern dem 
Herrn zum Fest, ihr und alle eure Nachkommen, zur ewigen Weise.
15. Sieben Tage sollt ihr ungesuert Brot essen; nmlich am ersten Tage 
sollt ihr aufhren mit gesuertem Brot in euren Husern. Wer gesuert Brot 
isset vom ersten Tage an, bis auf den siebenten, des Seele soll 
ausgerottet werden von Israel.
16. Der erste Tag soll heilig sein, da ihr zusammenkommet; und der 
siebente soll auch heilig sein, da ihr zusammenkommet. Keine Arbeit sollt 
ihr drinnen tun, ohne was zur Speise gehret fr allerlei Seelen, dasselbe 
allein mget ihr fr euch tun.
17. Und haltet ob dem ungesuerten Brot, denn eben an demselben Tage habe 
ich euer Heer aus gyptenland gefhret; darum sollt ihr diesen Tag halten 
und alle eure Nachkommen zur ewigen Weise.
18. Am vierzehnten Tage des ersten Monden, des Abends, sollt ihr 
ungesuert Brot essen, bis an den einundzwanzigsten Tag des Monden an dem 
Abend,
19. da man sieben Tage kein gesuert Brot finde in euren Husern. Denn 
wer gesuert Brot isset, des Seele soll ausgerottet werden von der 
Gemeinde Israel, es sei ein Fremdling oder Einheimischer im Lande.
20. Darum so esset kein gesuert Brot, sondern eitel ungesuert Brot in 
allen euren Wohnungen.
21. Und Mose forderte alle ltesten in Israel und sprach zu ihnen: Leset 
aus und nehmet Schafe jedermann fr sein Gesinde und schlachtet das Passah.
22. Und nehmet ein Bschel Ysop und tunket in das Blut in dem Becken und 
berhret damit die berschwelle und die zween Pfosten. Und gehe kein 
Mensch zu seiner Haustr heraus bis an den Morgen.
23. Denn der, Herr wird umhergehen und die gypter plagen. Und wenn er das 
Blut sehen wird an der berschwelle und an den zween Pfosten, wird er vor 
der Tr bergehen und den Verderber nicht in eure Huser kommen lassen zu 
plagen.
24. Darum so halte diese Weise fr dich und deine Kinder ewiglich.
25. Und wenn ihr ins Land kommet, das euch der Herr geben wird, wie er 
geredet hat, so haltet diesen Dienst.
26. Und wenn eure Kinder werden zu euch sagen: Was habt ihr da fr einen 
Dienst?
27. sollt ihr sagen: Es ist das Passahopfer des Herrn, der vor den Kindern 
Israel berging in gypten, da er die gypter plagte und unsere Huser 
errettete. Da neigte sich das Volk und bckte sich.
28. Und die Kinder Israel gingen hin und taten, wie der Herr Mose und 
Aaron geboten htte.
29. Und zur Mitternacht schlug der Herr alle Erstgeburt in gyptenland, 
von dem ersten Sohn Pharaos an, der auf seinem Stuhl sa, bis auf den 
ersten Sohn des Gefangenen im Gefngnis, und alle Erstgeburt des Viehes.
30. Da stand Pharao auf und alle seine Knechte in derselben Nacht und alle 
gypter, und ward ein gro Geschrei in gypten; denn es war kein Haus, da 
nicht ein Toter innen wre.
31. Und er forderte Mose und Aaron in der Nacht und sprach: Machet euch 
auf und ziehet aus von meinem Volk, ihr und die Kinder Israel; gehet hin 
und dienet dem Herrn, wie ihr gesagt habt.
32. Nehmet auch mit euch eure Schafe und Rinder, wie ihr gesagt habt; 
gehet hin und segnet mich auch.
33. Und die gypter drungen das Volk, da sie es eilend aus dem Lande 
trieben; denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes.
34. Und das Volk trug den rohen Teig, ehe denn er versuert war, zu ihrer 
Speise, gebunden in ihren Kleidern, auf ihren Achseln.
35. Und die Kinder Israel hatten getan, wie Mose gesagt hatte, und von den 
gyptern gefordert silberne und gldene Gerte und Kleider.
36. Dazu hatte der Herr dem Volk Gnade gegeben vor den gyptern, da sie 
ihnen leiheten; und entwandten es den gyptern.
37. Also zogen aus die Kinder Israel von Raemses gen Suchoth, 
sechshunderttausend Mann zu Fu ohne die Kinder.
38. Und zog auch mit ihnen viel Pbelvolk und Schafe und Rinder und fast 
viel Viehes.
39. Und sie buken aus dem rohen Teige, den sie aus gypten brachten, 
ungesuerte Kuchen; denn es war nicht gesuert, weil sie aus gypten 
gestoen wurden, und konnten nicht verziehen und hatten ihnen sonst keine 
Zehrung zubereitet.
40. Die Zeit aber, die die Kinder Israel in gypten gewohnet haben, ist 
vierhundertunddreiig Jahre.
41. Da dieselben um waren, ging das ganze Heer des Herrn auf einen Tag aus 
gyptenland.
42. Darum wird diese Nacht dem Herrn gehalten, da er sie aus gyptenland 
gefhret hat; und die Kinder Israel sollen sie dem Herrn halten, sie und 
ihre Nachkommen.
43. Und der Herr sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Weise, Passah zu 
halten: Kein Fremder soll davon essen.
44. Aber wer ein erkaufter Knecht ist, den beschneide man, und dann esse 
er davon.
45. Ein Hausgeno und Mietling sollen nicht davon essen.
46. In einem Hause soll man's essen; ihr sollt nichts von seinem Fleisch 
hinaus vor das Haus tragen; und sollt kein Bein an ihm zerbrechen.
47. Die ganze Gemeine Israel soll solches tun.
48. So aber ein Fremdling bei dir wohnet und dem Herrn das Passah halten 
will, der beschneide alles, was mnnlich ist; als dann mache er sich 
herzu, da er solches tue, und sei wie ein Einheimischer des Landes; denn 
kein Unbeschnittener soll davon essen.
49. Einerlei Gesetz sei dem Einheimischen und dem Fremdling, der unter 
euch wohnet.
50. Und alle Kinder Israel taten, wie der Herr Mose und Aaron hatte 
geboten.
51. Also fhrete der Herr auf einen Tag die Kinder Israel aus gyptenland 
mit ihrem Heer.
Das zweite Buch Mose 13
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Heilige mir alle Erstgeburt, die allerlei Mutter bricht, bei den 
Kindern Israel, beide unter den Menschen und dem Vieh; denn sie sind mein.
3. Da sprach Mose zum Volk: Gedenket an diesen Tag, an dem ihr aus 
gypten, aus dem Diensthause, gegangen seid, da der Herr euch mit 
mchtiger Hand von hinnen hat ausgefhret; darum sollst du nicht Sauerteig 
essen.
4. Heute seid ihr ausgegangen, in dem Mond Abib.
5. Wenn dich nun der Herr bringen wird in das Land der Kanaaniter, 
Hethiter, Amoriter, Heviter und Jebusiter, das er deinen Vtern geschworen 
hat, dir zu geben, ein Land, da Milch und Honig innen fleut, so sollst du 
diesen Dienst halten in diesem Mond.
6. Sieben Tage sollst du ungesuert Brot essen, und am siebenten Tage ist 
des Herrn Fest.
7. Darum sollst du sieben Tage ungesuert Brot essen, da bei dir kein 
Sauerteig noch gesuert Brot gesehen werde an allen deinen Orten.
8. Und sollt euren Shnen sagen an dem selbigen Tage: Solches halten wir 
um deswillen, das uns der Herr getan hat, da wir aus gypten zogen.
9. Darum soll dir's sein ein Zeichen in deiner Hand und ein Denkmal vor 
deinen Augen, auf da des Herrn Gesetz sei in deinem Munde, da der Herr 
dich mit mchtiger Hand aus gypten gefhret hat.
10. Darum halte diese Weise zu seiner Zeit jhrlich.
11. Wenn dich nun der Herr ins Land der Kanaaniter gebracht hat, wie er 
dir und deinen Vtern geschworen hat, und dir's gegeben,
12. so sollst du aussondern dem Herrn alles, was die Mutter bricht, und 
die Erstgeburt unter dem Vieh, das ein Mnnlein ist.
13. Die Erstgeburt vom Esel sollst du lsen mit einem Schaf; wo du es aber 
nicht lsest, so brich ihm das Genick. Aber alle erste Menschengeburt 
unter deinen Kindern sollst du lsen.
14. Und wenn dich heute oder morgen dein Kind wird fragen: Was ist das? 
sollst du ihm sagen: Der Herr hat uns mit mchtiger Hand aus gypten, von 
dem Diensthause, gefhret.
15. Denn da Pharao hart war, uns loszulassen, erschlug der Herr alle 
Erstgeburt in gyptenland, von der Menschen Erstgeburt an bis an die 
Erstgeburt des Viehes. Darum opfere ich dem Herrn alles, was die Mutter 
bricht, das ein Mnnlein ist, und die Erstgeburt meiner Kinder lse ich.
16. Und das soll dir ein Zeichen in deiner Hand sein und ein Denkmal vor 
deinen Augen, da uns der Herr hat mit mchtiger Hand aus gypten gefhret.
17. Da nun Pharao das Volk gelassen hatte, fhrete sie Gott nicht auf die 
Strae durch der Philister Land, die am nchsten war; denn Gott gedachte, 
es mchte das Volk gereuen, wenn sie den Streit sahen, und wieder nach 
gypten umkehren.
18. Darum fhrete er das Volk um auf die Strae durch die Wste am 
Schilfmeer. Und die Kinder Israel zogen gerstet aus gyptenland.
19. Und Mose nahm mit sich die Gebeine Josephs. Denn er hatte einen Eid 
von den Kindern Israel genommen und gesprochen: Gott wird euch heimsuchen; 
so fhret meine Gebeine mit euch von hinnen.
20. Also zogen sie aus von Suchoth und lagerten sich in Etham, vorn an der 
Wste.
21. Und der Herr zog vor ihnen her, des Tages in einer Wolkensule, da er 
sie den rechten Weg fhrete, und des Nachts in einer Feuersule, da er 
ihnen leuchtete, zu reisen Tag und Nacht.
22. Die Wolkensule wich nimmer von dem Volk des Tages, noch die 
Feuersule des Nachts.
Das zweite Buch Mose 14
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Rede mit den Kindern Israel und sprich, da sie sich herumlenken und 
sich lagern gegen dem Tal Hiroth, zwischen Migdol und dem Meer, gegen Baal-
Zephon, und daselbst gegenber sich lagern ans Meer
3. Denn Pharao wird sagen von den Kindern Israel: Sie sind verirret im 
Lande, die Wste hat sie beschlossen.
4. Und ich will sein Herz verstocken, da er ihnen nachjage, und will an 
Pharao und an aller seiner Macht Ehre einlegen, und die gypter sollen 
inne werden, da ich der Herr bin. Und sie taten also.
5. Und da es dem Knige in gypten ward angesagt, da das Volk war 
geflohen, ward sein Herz verwandelt und seiner Knechte gegen das Volk, und 
sprachen: Warum haben wir das getan, da wir Israel haben gelassen, da 
sie uns nicht dieneten?
6. Und er spannte seinen Wagen an und nahm sein Volk mit ihm
7. und nahm sechshundert auserlesene Wagen, und was sonst von Wagen in 
gypten war, und die Hauptleute ber all sein Heer.
8. Denn der Herr verstockte das Herz Pharaos, des Knigs in gypten, da 
er den Kindern Israel nachjagete. Aber die Kinder Israel waren durch eine 
hohe Hand ausgegangen.
9. Und die gypter jagten ihnen nach und ereileten sie (da sie sich 
gelagert hatten am Meer) mit Rossen und Wagen und Reitern und allem Heer 
des Pharao im Tal Hiroth, gegen Baal-Zephon.
10. Und da Pharao nahe zu ihnen kam, huben die Kinder Israel ihre Augen 
auf, und siehe, die gypter zogen hinter ihnen her; und sie frchteten 
sich sehr und schrieen zu dem Herrn.
11. Und sprachen zu Mose: Waren nicht Grber in gypten, da du uns 
mutest wegfhren, da wir in der Wste sterben? Warum hast du das getan, 
da du uns aus gypten gefhret hast?
12. Ist's nicht das, das wir dir sagten in gypten: Hre auf und la uns 
den gyptern dienen? Denn es wre uns ja besser, den gyptern zu dienen, 
denn in der Wste sterben.
13. Mose sprach zum Volk: Frchtet euch nicht, stehet fest und sehet zu 
was fr ein Heil der Herr heute an euch tun wird. Denn diese gypter, die 
ihr heute sehet, werdet ihr nimmermehr sehen ewiglich.
14. Der Herr wird fr euch streiten, und ihr werdet stille sein.
15. Der Herr sprach zu Mose: Was schreiest du zu mir? Sage den Kindern 
Israel, da sie ziehen!
16. Du aber heb deinen Stab auf und recke deine Hand ber das Meer und 
teile es voneinander, da die Kinder Israel hineingehen, mitten hindurch 
auf dem Trockenen.
17. Siehe, ich will das Herz der gypter verstocken, da sie euch 
nachfolgen. So will ich Ehre einlegen an dem Pharao und an aller seiner 
Macht, an seinen Wagen und Reitern.
18. Und die gypter sollen's inne werden, da ich der Herr bin, wenn ich 
Ehre eingelegt habe an Pharao und an seinen Wagen und Reitern.
19. Da erhub sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels herzog, und 
machte sich hinter sie; und die Wolkensule machte sich auch von ihrem 
Angesicht und trat hinter sie
20. und kam zwischen das Heer der gypter und das Heer Israels. Es war 
aber eine finstere Wolke und erleuchtete die Nacht, da sie die ganze 
Nacht, diese und jene, nicht zusammenkommen konnten.
21. Da nun Mose seine Hand reckte ber das Meer, lie es der Herr 
hinwegfahren durch einen starken Ostwind die ganze Nacht und machte das 
Meer trocken; und die Wasser teilten sich voneinander.
22. Und die Kinder Israel gingen hinein, mitten ins Meer auf dem 
Trockenen; und das Wasser war ihnen fr Mauern zur Rechten und zur Linken.
23. Und die gypter folgten und gingen hinein ihnen nach, alle Rosse 
Pharaos und Wagen und Reiter, mitten ins Meer.
24. Als nun die Morgenwache kam, schauete der Herr auf der gypter Heer 
aus der Feuersule und Wolke und machte ein Schrecken in ihrem Heer;
25. und stie die Rder von ihren Wagen, strzte sie mit Ungestm. Da 
sprachen die gypter: Lasset uns fliehen von Israel! Der Herr streitet fr 
sie wider die gypter.
26. Aber der Herr sprach zu Mose: Recke deine Hand aus ber das Meer, da 
das Wasser wieder herfalle ber die gypter, ber ihre Wagen und Reiter.
27. Da reckte Mose seine Hand aus ber das Meer; und das Meer kam wieder 
vor Morgens in seinen Strom, und die gypter flohen ihm entgegen. Also 
strzte sie der Herr mitten ins Meer,
28. da das Wasser wiederkam und bedeckte Wagen und Reiter und alle Macht 
des Pharao, die ihnen nachgefolget waren ins Meer, da nicht einer aus 
ihnen berblieb.
29. Aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer; und das 
Wasser war ihnen fr Mauern zur Rechten und zur Linken.
30. Also half der Herr Israel an dem Tage von der gypter Hand. Und sie 
sahen die gypter tot am Ufer des Meers,
31. und die groe Hand, die der Herr an den gyptern erzeigt hatte. Und 
das Volk frchtete den Herrn, und glaubten ihm und seinem Knechte Mose.
Das zweite Buch Mose 15
1. Da sang Mose und die Kinder Israel dies Lied dem Herrn und sprachen: 
Ich will dem Herrn singen; denn er hat eine herrliche Tat getan: Ro und 
Wagen hat er ins Meer gestrzt.
2. Der Herr ist meine Strke und Lobgesang und ist mein Heil. Das ist mein 
Gott, ich will ihn preisen; er ist meines Vaters Gott, ich will ihn 
erheben.
3. Der Herr ist der rechte Kriegsmann. Herr ist sein Name.
4. Die Wagen Pharaos und seine Macht warf er ins Meer, seine auserwhlten 
Hauptleute versanken im Schilfmeer.
5. Die Tiefe hat sie bedeckt, sie fielen zu Grund wie die Steine.
6. Herr, deine rechte Hand tut groe Wunder; Herr, deine rechte Hand hat 
die Feinde zerschlagen.
7. Und mit deiner groen Herrlichkeit hast du deine Widerwrtigen 
gestrzt; denn da du deinen Grimm auslieest, verzehrte er sie wie 
Stoppeln.
8. Durch dein Blasen taten sich die Wasser auf, und die Fluten stunden auf 
Haufen; die Tiefe wallete voneinander mitten im Meer.
9. Der Feind gedachte: Ich will ihnen nachjagen und erhaschen und den Raub 
austeilen und meinen Mut an ihnen khlen; ich will mein Schwert ausziehen, 
und meine Hand soll sie verderben.
10. Da lieest du deinen Wind blasen, und das Meer bedeckte sie, und 
sanken unter wie Blei im mchtigen Wasser.
11. Herr, wer ist dir gleich unter den Gttern? Wer ist dir gleich, der so 
mchtig, heilig, schrecklich, lblich und wunderttig sei?
12. Da du deine rechte Hand ausrecktest, verschlang sie die Erde.
13. Du hast geleitet durch deine Barmherzigkeit dein Volk, das du erlset 
hast, und hast sie gefhret durch deine Strke zu deiner heiligen Wohnung.
14. Da das die Vlker hreten, erbebeten sie; Angst kam die Philister an;
15. da erschraken die Frsten Edoms; Zittern kam die Gewaltigen Moabs an; 
alle Einwohner Kanaans wurden feig.
16. La ber sie fallen Erschrecken und Furcht durch deinen groen Arm, 
da sie erstarren wie die Steine, bis dein Volk, Herr, hindurchkomme, bis 
das Volk hindurchkomme, das du erworben hast.
17. Bringe sie hinein und pflanze sie auf dem Berge deines Erbteils, den 
du, Herr, dir zur Wohnung gemacht hast, zu deinem Heiligtum, Herr, das 
deine Hand bereitet hat.
18. Der Herr wird Knig sein immer und ewig.
19. Denn Pharao zog hinein ins Meer mit Rossen und Wagen und Reitern, und 
der Herr lie das Meer wieder ber sie fallen. Aber die Kinder Israel 
gingen trocken mitten durchs Meer.
20. Und Mirjam, die Prophetin, Aarons Schwester, nahm eine Pauke in ihre 
Hand; und alle Weiber folgten ihr nach hinaus mit Pauken am Reigen.
21. Und Mirjam sang ihnen vor: Lasset uns dem Herrn singen; denn er hat 
eine herrliche Tat getan, Mann und Ro hat er ins Meer gestrzt.
22. Mose lie die Kinder Israel ziehen vom Schilfmeer hinaus zu der Wste 
Sur. Und sie wanderten drei Tage in der Wste, da sie kein Wasser fanden.
23. Da kamen sie gen Mara; aber sie konnten des Wassers zu Mara nicht 
trinken, denn es war fast bitter. Daher hie man den Ort Mara.
24. Da murrete das Volk wider Mose und sprach: Was sollen wir trinken?
25. Er schrie zu dem Herrn; und der Herr weisete ihm einen Baum, den tat 
er ins Wasser; da ward es s. Daselbst stellete er ihnen ein Gesetz und 
ein Recht und versuchte sie
26. und sprach: Wirst du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchen 
und tun, was recht ist vor ihm, und zu Ohren fassen seine Gebote und 
halten alle seine Gesetze, so will ich der Krankheit keine auf dich legen, 
die ich auf gypten gelegt habe; denn ich bin der Herr, dein Arzt.
27. Und sie kamen nach Elim, da waren zwlf Wasserbrunnen und siebenzig 
Palmbume; und lagerten sich daselbst ans Wasser.
Das zweite Buch Mose 16
1. Von Elim zogen sie, und kam die ganze Gemeine der Kinder Israel in die 
Wste Sin, die da liegt zwischen Elim und Sinai, am fnfzehnten Tage des 
andern Monden, nachdem sie aus gypten gezogen waren.
2. Und es murrete die ganze Gemeine der Kinder Israel wider Mose und Aaron 
in der Wste
3. und sprachen: Wollte Gott, wir wren in gypten gestorben durch des 
Herrn Hand, da wir bei den Fleischtpfen saen und hatten die Flle Brot 
zu essen! Denn ihr habt uns darum ausgefhret in diese Wste, da ihr 
diese ganze Gemeine Hungers sterben lasset.
4. Da sprach der Herr zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel regnen 
lassen, und das Volk soll hinausgehen und sammeln tglich, was es des 
Tages bedarf, da ich's versuche, ob es in meinem Gesetz wandele oder 
nicht.
5. Des sechsten Tages aber sollen sie sich schicken, da sie zwiefltig 
eintragen, weder sie sonst tglich sammeln.
6. Mose und Aaron sprachen zu allen Kindern Israel: Am Abend sollt ihr 
inne werden, da euch der Herr aus gyptenland gefhret bat,
7. und des Morgens werdet ihr des Herrn Herrlichkeit sehen; denn er hat 
euer Murren wider den Herrn gehret. Was sind wir, da ihr wider uns 
murret?
8. Weiter sprach Mose: Der Herr wird euch am Abend Fleisch zu essen geben 
und am Morgen Brots die Flle, darum da der Herr euer Murren gehret hat, 
das ihr wider ihn gemurret habt. Denn was sind wir? Euer Murren ist nicht 
wider uns, sondern wider den Herrn.
9. Und Mose sprach zu Aaron: Sage der ganzen Gemeine der Kinder Israel: 
Kommt herbei vor den Herrn; denn er hat euer Murren gehret.
10. Und da Aaron also redete zu der ganzen Gemeine der Kinder Israel, 
wandten sie sich gegen die Wste; und siehe, die Herrlichkeit des Herrn 
erschien in einer Wolke.
11. Und der Herr sprach zu Mose:
12. Ich habe der Kinder Israel Murren gehret. Sage ihnen: Zwischen Abend 
sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen Brots satt werden und inne 
werden, da ich der Herr, euer Gott bin.
13. Und am Abend kamen Wachteln herauf und bedeckten das Heer. Und am 
Morgen lag der Tau um das Heer her.
14. Und als der Tau weg war, siehe, da lag es in der Wste rund und klein, 
wie der Reif auf dem Lande.
15. Und da es die Kinder Israel sahen, sprachen sie untereinander: Das ist 
Man; denn sie wuten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen: Es ist 
das Brot, das euch der Herr zu essen gegeben hat.
16. Das ist's aber, das der Herr geboten hat: Ein jeglicher sammle des, 
soviel er fr sich essen mag, und nehme ein Gomor auf ein jeglich Haupt, 
nach der Zahl der Seelen in seiner Htte.
17. Und die Kinder Israel taten also und sammelten, einer viel, der andere 
wenig.
18. Aber da man's mit dem Gomor ma, fand der nicht drber, der viel 
gesammelt hatte, und der nicht drunter, der wenig gesammelt hatte, sondern 
ein jeglicher hatte gesammelt, soviel er fr sich essen mochte.
19. Und Mose sprach zu ihnen: Niemand lasse etwas davon ber bis morgen.
20. Aber sie gehorchten Mose nicht. Und etliche lieen davon ber bis 
morgen; da wuchsen Wrmer drinnen, und ward stinkend. Und Mose ward zornig 
auf sie.
21. Sie sammelten aber desselben alle Morgen, soviel ein jeglicher fr 
sich essen mochte. Wenn aber die Sonne hei schien, zerschmolz es.
22. Und des sechsten Tages sammelten sie des Brots zwiefltig, je zwei 
Gomor fr einen. Und alle Obersten der Gemeine kamen hinein und 
verkndigten es Mose.
23. Und er sprach zu ihnen: Das ist's, das der Herr gesagt hat: Morgen ist 
der Sabbat der heiligen Ruhe des Herrn;. was ihr backen wollt, das backet, 
und was ihr kochen wollt, das kochet; was aber brig ist, das lasset 
bleiben, da es behalten werde bis morgen.
24. Und sie lieen's bleiben bis morgen, wie Mose geboten hatte; da ward 
es nicht stinkend, und war auch kein Wurm drinnen.
25. Da sprach Mose: Esset das heute, denn es ist heute der Sabbat des 
Herrn; ihr werdet es heute nicht finden auf dem Felde.
26. Sechs Tage sollt ihr sammeln, aber der siebente Tag ist der Sabbat, 
darinnen wird's nicht sein.
27. Aber am siebenten Tage gingen etliche vom Volk hinaus zu sammeln, und 
fanden nichts.
28. Da sprach der Herr zu Mose: Wie lange weigert ihr euch, zu halten 
meine Gebote und Gesetze?
29. Sehet, der Herr hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch am 
sechsten Tage zweier Tage Brot. So bleibe nun ein jeglicher in dem Seinen, 
und niemand gehe heraus von seinem Ort des siebenten Tages!
30. Also feierte das Volk des siebenten Tages.
31. Und das Haus Israel hie es Man. Und es war wie Koriandersamen und 
wei, und hatte einen Schmack wie Semmel mit Honig.
32. Und Mose sprach: Das ist's, das der Herr geboten hat: Flle ein Gomor 
davon, zu behalten auf eure Nachkommen, auf da man sehe das Brot, damit 
ich euch gespeiset habe in der Wste, da ich euch aus gyptenland fhrte.
33. Und Mose sprach zu Aaron: Nimm ein Krglein und tu ein Gomor voll Man 
drein; und la es vor dem Herrn, zu behalten auf eure Nachkommen.
34. Wie der Herr Mose geboten hat, also lie es Aaron daselbst vor dem 
Zeugnis, zu behalten.
35. Und die Kinder Israel aen Man vierzig Jahre, bis da sie zu dem Lande 
kamen, da sie wohnen sollten; bis an die Grenze des Landes Kanaan aen sie 
Man.
36. Ein Gomor aber ist das zehnte Teil eines Epha.
Das zweite Buch Mose 17
1. Und die ganze Gemeine der Kinder Israel zog aus der Wste Sin, ihre 
Tagereisen, wie ihnen der Herr befahl, und lagerten sich in Raphidim. Da 
hatte das Volk kein Wasser zu trinken.
2. Und sie zankten mit Mose und sprachen: Gebet uns Wasser, da wir 
trinken! Mose sprach zu ihnen: Was zanket ihr mit mir? Warum versuchet ihr 
den Herrn?
3. Da aber das Volk daselbst drstete nach Wasser, murreten sie wider Mose 
und sprachen: Warum hast du uns lassen aus gypten ziehen, da du uns, 
unsere Kinder und Vieh Durst sterben lieest?
4. Mose schrie zum Herrn und sprach: Wie soll ich mit dem Volk tun? Es 
fehlet nicht weit, sie werden mich noch steinigen.
5. Der Herr sprach zu ihm: Gehe vorhin vor dem Volk und nimm etliche 
lteste von Israel mit dir; und nimm deinen Stab in deine Hand, damit du 
das Wasser schlugest, und gehe hin.
6. Siehe, ich will daselbst stehen vor dir auf einem Fels in Horeb; da 
sollst du den Felsen schlagen, so wird Wasser heraus laufen, da das Volk 
trinke. Mose tat also vor den ltesten von Israel.
7. Da hie man den Ort Massa und Meriba um des Zanks willen der Kinder 
Israel, und da sie den Herrn versucht und gesagt hatten: Ist der Herr 
unter uns oder nicht?
8. Da kam Amalek und stritt wider Israel in Raphidim.
9. Und Mose sprach zu Josua: Erwhle uns Mnner, zeuch aus und streite 
wider Amalek; morgen will ich auf des Hgels Spitze stehen und den Stab 
Gottes, in meiner Hand haben.
10. Und Josua tat, wie Mose ihm sagte, da er wider Amalek stritte. Mose 
aber und Aaron und Hur gingen auf die Spitze des Hgels.
11. Und dieweil Mose seine Hnde emporhielt, siegte Israel; wenn er aber 
seine Hnde niederlie, siegte Amalek.
12. Aber die Hnde Moses waren schwer; darum nahmen sie einen Stein und 
legten ihn unter ihn, da er sich darauf setzte. Aaron aber und Hur unter 
hielten ihm seine Hnde, auf jeglicher Seite einer. Also blieben seine 
Hnde steif, bis die Sonne unterging.
13. Und Josua dmpfte den Amalek und sein Volk durch des Schwerts Schrfe.
14. Und der Herr sprach zu Mose: Schreibe das zum Gedchtnis in ein Buch 
und befiehl es in die Ohren Josuas; denn ich will den Amalek unter dem 
Himmel austilgen, da man sein nicht mehr gedenke.
15. Und Mose bauete einen Altar und hie ihn: Der Herr Nissi.
16. Denn er sprach: Es ist ein Malzeichen bei dem Stuhl des Herrn, da der 
Herr streiten wird wider Amalek von Kind zu Kindeskind.
Das zweite Buch Mose 18
1. Und da Jethro, der Priester in Midian, Moses Schwiegervater, hrete 
alles, was Gott getan hatte mit Mose und seinem Volk Israel, da der Herr 
Israel htte aus gypten gefhret,
2. nahm er Zipora, Moses Weib, die er hatte zurckgesandt,
3. samt ihren zween Shnen, der eine hie Gersom; denn er sprach: Ich bin 
ein Gast worden in fremdem Lande;
4. und der andere Elieser; denn er sprach: Der Gott meines Vaters ist 
meine Hilfe gewesen und hat mich errettet von dem Schwert Pharaos.
5. Da nun Jethro, Moses Schwher, und seine Shne und sein Weib zu ihm 
kamen in die Wste, an den Berg Gottes, da er sich gelagert hatte,
6. lie er Mose sagen: Ich, Jethro, dein Schwher, bin zu dir kommen, und 
dein Weib und ihre beiden Shne mit ihr.
7. Da ging ihm Mose entgegen hinaus und neigte sich vor ihm und kssete 
ihn. Und da sie sich untereinander gegret hatten, gingen sie in die 
Htte.
8. Da erzhlete Mose seinem Schwher alles, was der Herr Pharao und den 
gyptern getan hatte Israels halben, und alle die Mhe, die ihnen auf dem 
Wege begegnet war, und da sie der Herr errettet htte.
9. Jethro aber freuete sich all des Guten, das der Herr Israel getan 
hatte, da er sie errettet hatte von der gypter Hand.
10. Und Jethro sprach: Gelobet sei der Herr, der euch errettet hat von der 
gypter und Pharaos Hand, der wei sein Volk von der gypter Hand zu 
erretten.
11. Nun wei ich, da der Herr grer ist denn alle Gtter, darum da sie 
Hochmut an ihnen gebet haben.
12. Und Jethro, Moses Schwher, nahm Brandopfer und opferte Gott. Da kam 
Aaron und alle ltesten in Israel, mit Moses Schwher das Brot zu essen 
vor Gott.
13. Des andern Morgens setzte sich Mose, das Volk zu richten; und das Volk 
stund um Mose her von Morgen an bis zu Abend.
14. Da aber sein Schwher sah alles, was er mit dem Volk tat, sprach er: 
Was ist, das du tust mit dem Volk? Warum sitzest du allein, und alles Volk 
stehet um dich her von Morgen an bis zu Abend?
15. Mose antwortete ihm: Das Volk kommt zu mir und fragen Gott um Rat.
16. Denn wo sie was zu schaffen haben, kommen sie zu mir, da ich richte 
zwischen einem jeglichen und seinem Nchsten und zeige ihnen Gottes Rechte 
und seine Gesetze.
17. Sein Schwher sprach zu ihm: Es ist nicht gut, das du tust.
18. Du machest dich zu mde, dazu das Volk auch, das mit dir ist. Das 
Geschft ist dir zu schwer, du kannst es allein nicht ausrichten.
19. Aber gehorche meiner Stimme; ich will dir raten, und Gott wird mit dir 
sein. Pflege du des Volks vor Gott und bringe die Geschfte vor Gott;
20. und stelle ihnen Rechte und Gesetze, da du sie lehrest den Weg, darin 
sie wandeln, und die Werke, die sie tun sollen.
21. Sieh dich aber um unter allem Volk nach redlichen Leuten, die Gott 
frchten, wahrhaftig und dem Geiz feind sind; die setze ber sie, etliche 
ber tausend, ber hundert, ber fnfzig und ber zehn,
22. da sie das Volk allezeit richten; wo aber eine groe Sache ist, da 
sie dieselbe an dich bringen, und sie alle geringen Sachen richten. So 
wird dir's leichter werden, und sie mit dir tragen.
23. Wirst du das tun, so kannst du ausrichten, was dir Gott gebeut, und 
all dies Volk kann mit Frieden an seinen Ort kommen.
24. Mose gehorchte seines Schwhers Wort und tat alles, was er sagte,
25. und redliche Leute aus dem ganzen Israel und machte sie zu Huptern 
ber das Volk, etliche ber tausend, ber hundert, ber fnfzig und ber 
zehn
26. da sie das Volk allezeit richteten, was aber schwere Sachen wren, zu 
Mose brchten, und die kleinen Sachen sie richteten.
27. Also lie Mose seinen Schwher in sein Land ziehen.
Das zweite Buch Mose 19
1. Im dritten Mond nach dem Ausgang der Kinder Israel aus gyptenland 
kamen sie dieses Tages in die Wste Sinai.
2. Denn sie waren ausgezogen von Raphidim und wollten in die Wste Sinai; 
und lagerten sich in der Wste daselbst gegen dem Berg.
3. Und Mose stieg hinauf zu Gott. Und der Herr rief ihm vom Berge und 
sprach: So sollst du sagen zu dem Hause Jakob und verkndigen den Kindern 
Israel:
4. Ihr habt gesehen, was ich den gyptern getan habe, und wie ich euch 
getragen habe auf Adlersflgeln und habe euch zu mir gebracht.
5. Werdet ihr nun meiner Stimme gehorchen und meinen Bund halten, so sollt 
ihr mein Eigentum sein vor allen Vlkern; denn die ganze Erde ist mein.
6. Und ihr sollt mir ein priesterlich Knigreich und ein heiliges Volk 
sein. Das sind die Worte, die du den Kindern Israel sagen sollst.
7. Mose kam und forderte die ltesten im Volk und legte ihnen alle diese 
Worte vor, die der Herr geboten hatte.
8. Und alles Volk antwortete zugleich und sprachen: Alles, was der Herr 
geredet hat, wollen wir tun. Und Mose sagte die Rede des Volks dem Herrn 
wieder.
9. Und der Herr sprach zu Mose: Siehe, ich will zu dir kommen in einer 
dicken Wolke, auf da dies Volk meine Worte hre, die ich mit dir rede, 
und glaube dir ewiglich. Und Mose verkndigte dem Herrn die Rede des Volks.
10. Der Herr sprach zu Mose: Gehe hin zum Volk und heilige sie heute und 
morgen, da sie ihre Kleider waschen.
11. und bereit seien auf den dritten Tag. Denn am dritten Tage wird der 
Herr vor allem Volk herabfahren auf den Berg Sinai.
12. Und mache dem Volk ein Gehege umher und sprich zu ihnen: Htet euch, 
da ihr nicht auf den Berg steiget, noch sein Ende anrhret; denn wer den 
Berg anrhret, soll des Todes sterben.
13. Keine Hand soll ihn anrhren, sondern er soll gesteinigt oder mit 
Gescho erschossen werden; es sei ein Tier oder Mensch, so soll er nicht 
leben. Wenn es aber lange tnen wird, dann sollen sie an den Berg gehen.
14. Mose stieg vom Berge zum Volk und heiligte sie, und sie wuschen ihre 
Kleider.
15. Und er sprach zu ihnen: Seid bereit auf den dritten Tag, und keiner 
nahe sich zum Weibe.
16. Als nun der dritte Tag kam und Morgen war, da hub sich ein Donnern und 
Blitzen und eine dicke Wolke auf dem Berge und ein Ton einer sehr starken 
Posaune. Das ganze Volk aber, das im Lager war, erschrak.
17. Und Mose fhrete das Volk aus dem Lager Gott entgegen; und sie traten 
unten an den Berg.
18. Der ganze Berg aber Sinai rauchte, darum da der Herr herab auf den 
Berg fuhr mit Feuer; und sein Rauch ging auf wie ein Rauch vom Ofen, da 
der ganze Berg sehr bebete.
19. Und der Posaunen Ton ward immer strker. Mose redete, und Gott 
antwortete ihm laut.
20. Als nun der Herr herniederkommen war auf den Berg Sinai, oben auf 
seine Spitze, forderte er Mose oben auf die Spitze des Berges, und Mose 
stieg hinauf.
21. Da sprach der Herr zu ihm: Steig hinab und zeuge dem Volk, da sie 
nicht herzubrechen zum Herrn, da sie sehen, und viele aus ihnen fallen.
22. Dazu die Priester, die zum Herrn nahen, sollen sich heiligen, da sie 
der Herr nicht zerschmettere.
23. Mose aber sprach zum Herrn: Das Volk kann nicht auf den Berg Sinai 
steigen; denn du hast uns bezeuget und gesagt: Mache ein Gehege um den 
Berg und heilige ihn.
24. Und der Herr sprach zu ihm: Gehe hin, steige hinab; du und Aaron mit 
dir soll heraufsteigen; aber die Priester und das Volk sollen nicht 
herzubrechen, da sie hinaufsteigen zu dem Herrn, da er sie nicht 
zerschmettere.
25. Und Mose stieg herunter zum Volk und sagte es ihnen.
Das zweite Buch Mose 20
1. Und Gott redete alle diese Worte:
2. Ich bin der Herr, dein Gott, der ich dich aus gyptenland, aus dem 
Diensthause, gefhret habe.
3. Du sollst keine andern Gtter neben mir haben.
4. Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen weder des, 
das oben im Himmel, noch des, das unten auf Erden, oder des, das im Wasser 
unter der Erde ist.
5. Bete sie nicht an und diene ihnen nicht. Denn ich, der Herr, dein Gott, 
bin ein eifriger Gott, der da heimsuchet der Vter Missetat an den Kindern 
bis in das dritte und vierte Glied, die mich hassen,
6. und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich liebhaben und 
meine Gebote halten.
7. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mibrauchen; denn 
der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mibraucht.
8. Gedenke des Sabbattages, da du ihn heiligest.
9. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Dinge beschicken;
10. aber am siebenten Tage ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da 
sollst du kein Werk tun, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein 
Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, der in 
deinen Toren ist.
11. Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und das Meer 
und alles, was drinnen ist, und ruhete am siebenten Tage. Darum segnete 
der Herr den Sabbattag und heiligte ihn.
12. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf da du lange lebest 
im Lande, das dir der Herr, dein Gott gibt.
13. Du sollst nicht tten.
14. Du sollst nicht ehebrechen.
15. Du sollst nicht stehlen.
16. Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nchsten.
17. La dich nicht gelsten deines Nchsten Hauses. La dich nicht 
gelsten deines Nchsten Weibes, noch seines Knechts, noch seiner Magd, 
noch seines Ochsen, noch seines Esels, noch alles, das dein Nchster hat.
18. Und alles Volk sah den Donner und Blitz und den Ton der Posaune und 
den Berg rauchen. Da sie aber solches sahen, flohen sie und traten von 
ferne;
19. und sprachen zu Mose: Rede du mit uns, wir wollen gehorchen, und la 
Gott nicht mit uns reden, wir mchten sonst sterben.
20. Mose aber sprach zum Volk: Frchtet euch nicht; denn Gott ist kommen, 
da er euch versuchte, und da seine Furcht euch vor Augen wre, da ihr 
nicht sndiget.
21. Also trat das Volk von ferne; aber Mose machte sich hinzu ins Dunkel, 
da Gott innen war.
22. Und der Herr sprach zu ihm: Also sollst du den Kindern Israel sagen: 
Ihr habt gesehen, da ich mit euch vom Himmel geredet habe.
23. Darum sollt ihr nichts neben mir machen, silberne und gldene Gtter 
sollt ihr nicht machen.
24. Einen Altar von Erde mache mir, darauf du dein Brandopfer und 
Dankopfer, deine Schafe und Rinder opferst. Denn an welchem Ort ich meines 
Namens Gedchtnis stiften werde, da will ich zu dir kommen und dich segnen.
25. Und so du mir einen steinernen Altar willst machen, sollst du ihn 
nicht von gehauenen Steinen bauen; denn wo du mit deinem Messer darber 
fhrest, so wirst du ihn entweihen.
26. Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar steigen, da nicht 
deine Scham aufgedeckt werde vor ihm.
Das zweite Buch Mose 21
1. Dies sind die Rechte, die du ihnen sollst vorlegen:
2. So du einen ebrischen Knecht kaufest, der soll dir sechs Jahre dienen; 
im siebenten Jahr soll er frei ledig ausgehen.
3. Ist er ohne Weib kommen, so, soll er auch ohne Weib ausgehen. Ist er 
aber mit Weib kommen, so soll sein Weib mit ihm ausgehen.
4. Hat ihm aber sein Herr ein Weib gegeben und hat Shne oder Tchter 
gezeuget, so soll das Weib und die Kinder seines Herrn sein; er aber soll 
ohne Weib ausgehen.
5. Spricht aber der Knecht: Ich habe meinen Herrn lieb und mein Weib und 
Kind, ich will nicht frei werden,
6. So bringe ihn sein Herr vor die Gtter und halte ihn an die Tr oder 
Pfosten und bohre ihm mit einem Pfriemen durch sein Ohr; und er sei sein 
Knecht ewig.
7. Verkauft jemand seine Tochter zur Magd, so soll sie nicht ausgehen wie 
die Knechte.
8. Gefllt sie aber ihrem Herrn nicht und will ihr nicht zur Ehe helfen, 
so soll er sie zu lsen geben. Aber unter ein fremd Volk sie zu verkaufen, 
hat er nicht Macht, weil er sie verschmhet hat.
9. Vertrauet er sie aber seinem Sohn, so soll er Tochterrecht an ihr tun.
10. Gibt er ihm aber eine andere, so soll er ihr an ihrem Futter, Decke 
und Eheschuld nicht abbrechen.
11. Tut er diese drei nicht, so soll sie frei ausgehen ohne Lsegeld.
12. Wer einen Menschen schlgt, da er stirbt, der soll des Todes sterben.
13. Hat er ihm aber nicht nachgestellet sondern Gott hat ihn lassen 
ohngefhr in seine Hnde fallen, so will ich dir einen Ort bestimmen, 
dahin er fliehen soll
14. Wo aber jemand an seinem Nchsten frevelt und ihn mit List erwrget, 
so sollst du denselben von meinem Altar nehmen, da man ihn tte.
15. Wer seinen Vater oder Mutter schlgt, der soll des Todes sterben.
16. Wer einen Menschen stiehlt und verkaufet, da man ihn bei ihm findet, 
der soll des Todes sterben.
17. Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben.
18. Wenn sich Mnner miteinander hadern, und einer schlgt den andern mit 
einem Stein oder mit einer Faust, da er nicht stirbt, sondern zu Bette 
liegt:
19. kommt er auf, da er ausgehet an seinem Stabe so soll, der ihn schlug, 
unschuldig sein, ohne da er ihm bezahle, was er versumet hat, und das 
Arztgeld gebe.
20. Wer seinen Knecht oder Magd schlgt mit einem Stabe, da er stirbt 
unter seinen Hnden, der, soll darum gestraft werden.
21. Bleibt er aber einen oder zween Tage, so soll er nicht darum gestraft 
werden; denn es ist sein Geld.
22. Wenn sich Mnner hadern und verletzen ein schwanger Weib, da ihr die 
Frucht abgehet, und ihr kein Schade widerfhrt, so soll man ihn um Geld 
strafen, wieviel des Weibes Mann ihm auflegt, und soll's geben nach der 
Teidingsleute Erkennen.
23. Kommt ihr aber ein Schade daraus, so soll er lassen Seele um Seele,
24. Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fu um Fu,
25. Brand um Brand, Wunde um Wunde, Beule um Beule.
26. Wenn jemand seinen Knecht oder seine Magd in ein Auge schlgt und 
verderbet es, der soll sie frei loslassen um das Auge.
27. Desselbigengleichen, wenn er seinem Knecht oder Magd einen Zahn 
ausschlgt, soll er sie frei loslassen um den Zahn.
28. Wenn ein Ochse einen Mann oder Weib stet, da er stirbt, so soll man 
den Ochsen steinigen und sein Fleisch nicht essen; so ist der Herr des 
Ochsen unschuldig.
29. Ist aber der Ochse vorhin stig gewesen, und seinem Herrn ist's 
angesagt, und er ihn nicht verwahret hat, und ttet darber einen Mann 
oder Weib, soll man den Ochsen steinigen, und sein Herr soll sterben.
30. Wird man aber ein Geld auf ihn legen, so soll er geben, sein Leben zu 
lsen, was man ihm auflegt.
31. Desselbigengleichen soll man mit ihm handeln, wenn er Sohn oder 
Tochter stet.
32. Stet er aber einen Knecht oder Magd, so soll er ihrem Herrn dreiig 
silberne Sekel geben, und den Ochsen soll man steinigen.
33. so jemand eine Grube auftut, oder grbt eine Grube und decket sie 
nicht zu, und fllt darber ein Ochse oder Esel hinein,
34. so soll's der Herr der Grube mit Geld dem andern wieder bezahlen; das 
Aas aber soll sein sein.
35. Wenn jemandes Ochse eines andern Ochsen stet, da er stirbt, so 
sollen sie den lebendigen Ochsen verkaufen und das Geld teilen und das Aas 
auch teilen.
36. Ist's aber kund gewesen, da der Ochse stig vorhin gewesen ist, und 
sein Herr hat ihn nicht verwahret, so soll er einen Ochsen um den andern 
vergelten und das Aas haben.
Das zweite Buch Mose 22
1. Wenn jemand einen Ochsen oder Schaf stiehlt und schlachtet es oder 
verkauft es, der soll fnf Ochsen fr einen Ochsen wiedergeben und vier 
Schafe fr ein Schaf.
2. Wenn ein Dieb ergriffen wird, da er einbricht, und wird drob 
geschlagen, da er stirbt, so soll man kein Blutgericht ber jenen lassen 
gehen.
3. Ist aber die Sonne ber ihm aufgegangen, so soll man das Blutgericht 
gehen lassen. Es soll aber ein Dieb wiedererstatten. Hat er nichts, so 
verkaufe man ihn um seinen Diebstahl.
4. Findet man aber bei ihm den Diebstahl lebendig, es sei Ochse, Esel oder 
Schaf, so soll er's zwiefltig wiedergeben.
5. Wenn jemand einen Acker oder Weinberg beschdiget, da er sein Vieh 
lsset Schaden tun in eines andern Acker, der soll von dem Besten auf 
seinem Acker und Weinberge wiedererstatten.
6. Wenn ein Feuer auskommt und ergreift die Dornen und verbrennet die 
Garben oder Getreide, das noch stehet, oder den Acker, so soll der 
wiedererstatten, der das Feuer angezndet hat.
7. Wenn jemand seinem Nchsten Geld oder Gerte zu behalten tut, und wird 
demselbigen aus seinem Hause gestohlen: findet man den Dieb, so soll er's 
zwiefltig wiedergeben.
8. Findet man aber den Dieb nicht, so soll man den Hauswirt vor die Gtter 
bringen, ob er nicht seine Hand habe an seines Nchsten Habe gelegt.
9. Wo einer den andern schuldiget um einigerlei Unrecht, es sei um Ochsen 
oder Esel oder Schaf oder Kleider oder allerlei, das verloren ist, so 
sollen beider Sachen vor die Gtter kommen. Welchen die Gtter verdammen, 
der soll's zwiefltig seinem Nchsten wiedergeben.
10. Wenn jemand seinem Nchsten einen Esel oder Ochsen oder Schaf oder 
irgend ein Vieh zu behalten tut, und stirbt ihm, oder wird beschdiget, 
oder wird ihm weggetrieben, da es niemand siehet,
11. so soll man's unter ihnen auf einen Eid bei dem Herrn kommen lassen, 
ob er nicht habe seine Hand an seines Nchsten Habe gelegt; und des Guts 
Herr soll's annehmen, da jener nicht bezahlen msse.
12. Stiehlt es ihm aber ein Dieb, so soll er's seinem Herrn bezahlen.
13. Wird es aber zerrissen, so soll er Zeugnis davon bringen und nicht 
bezahlen.
14. Wenn es jemand von seinem Nchsten entlehnet, und wird beschdiget 
oder stirbt, da sein Herr nicht dabei ist, so soll er's bezahlen.
15. Ist aber sein Herr dabei, so soll er's nicht bezahlen, so er's um sein 
Geld gedinget hat.
16. Wenn jemand eine Jungfrau beredet, die noch nicht vertrauet ist, und 
beschlft sie, der soll ihr geben ihre Morgengabe und sie zum Weibe haben.
17. Weigert sich aber ihr Vater, sie ihm zu geben, so soll er Geld 
darwgen, wieviel einer Jungfrau zur Morgengabe gebhrt.
18. Die Zauberinnen sollst du nicht leben lassen.
19. Wer ein Vieh beschlft, der soll des Todes sterben.
20. Wer den Gttern opfert, ohne dem Herrn allein, der sei verbannet,
21. Die Fremdlinge sollst du nicht schinden noch unterdrcken; denn ihr 
seid auch Fremdlinge in gyptenland gewesen.
22. Ihr sollt keine Witwen und Waisen beleidigen.
23. Wirst du sie beleidigen, so werden sie zu mir schreien, und ich werde 
ihr Schreien erhren;
24. so wird mein Zorn ergrimmen, da ich euch mit dem Schwert tte und 
eure Weiber Witwen und eure Kinder Waisen werden.
25. Wenn du Geld leihest meinem Volk, das arm ist bei dir, sollst du ihn 
nicht zu Schaden dringen und keinen Wucher auf ihn treiben.
26. Wenn du von deinem Nchsten ein Kleid zum Pfande nimmst, sollst du es 
ihm wiedergeben, ehe die Sonne untergehet.
27. Denn sein Kleid ist seine einige Decke seiner Haut, darin er schlft. 
Wird er aber zu mir schreien, so werde ich, ihn erhren; denn ich bin 
gndig.
28. Den Gttern sollst du nicht fluchen und den Obersten in deinem Volk 
sollst du nicht lstern.
29. Deine Flle und Trnen sollst du nicht verziehen. Deinen ersten Sohn 
sollst du mir geben.
30. So sollst du auch tun mit deinem Ochsen und Schaf. Sieben Tage la es 
bei seiner Mutter sein, am achten Tage sollst du mir's geben.
31. Ihr sollt heilige Leute vor mir sein: darum sollt ihr kein Fleisch 
essen, das auf dem Felde von Tieren zerrissen ist, sondern vor die Hunde 
werfen.
Das zweite Buch Mose 23
1. Du sollst falscher Anklage nicht glauben, da du einem Gottlosen 
Beistand tust und ein falscher Zeuge seiest.
2. Du sollst nicht folgen der Menge zum Bsen und nicht antworten vor 
Gericht, da du der Menge nach vom Rechten weichest.
3. Du sollst den Geringen nicht schmcken in seiner Sache.
4. Wenn du deines Feindes Ochsen oder Esel begegnest, da er irret, so 
sollst du ihm denselben wieder zufhren.
5. Wenn du des, der dich hasset, Esel siehest unter seiner Last liegen, 
hte dich und la ihn nicht, sondern versume gerne das Deine, um 
seinetwillen
6. Du sollst das Recht deines Armen nicht beugen in seiner Sache.
7. Sei ferne von falschen Sachen. Den Unschuldigen und Gerechten sollst du 
nicht erwrgen; denn ich lasse den Gottlosen nicht recht haben.
8. Du sollst nicht Geschenke nehmen; denn Geschenke machen die Sehenden 
blind und verkehren die Sachen der Gerechten.
9. Die Fremdlinge sollt ihr nicht unter, drcken; denn ihr wisset um der 
Fremdlinge Herz, dieweil ihr auch seid Fremdlinge in gyptenland gewesen.
10. Sechs Jahre sollst du dein Land besen und seine Frchte einsammeln.
11. Im siebenten Jahr sollst du es ruhen und liegen lassen, da die Armen 
unter deinem Volk davon essen; und was ber bleibet, la das Wild auf dem 
Felde essen. Also sollst du auch tun mit deinem Weinberge und lberge.
12. Sechs Tage sollst du deine Arbeit tun, aber des siebenten Tages sollst 
du feiern, auf da dein Ochse und Esel ruhen und deiner Magd Sohn und 
Fremdling sich erquicken.
13. Alles, was ich euch gesagt habe, das haltet. Und anderer Gtter Namen 
sollt ihr nicht gedenken, und aus eurem Munde sollen sie nicht gehret 
werden.
14. Dreimal sollt ihr mir Fest halten im Jahr.
15. Nmlich das Fest der ungesuerten Brote sollst du halten, da du 
sieben Tage ungesuert Brot essest (wie ich dir geboten habe) um die Zeit 
des Monden Abib; denn in demselbigen bist du aus gypten gezogen. 
Erscheinet aber nicht leer vor mir!
16. Und das Fest der ersten Ernte der Frchte, die du auf dem Felde geset 
hast. Und das Fest der Einsammlung im Ausgang des Jahrs, wenn du deine 
Arbeit eingesammelt hast vom Felde.
17. Dreimal im Jahr sollen erscheinen vor dem Herrn, dem Herrscher, alle 
deine Mannsbilde.
18. Du sollst das Blut meines Opfers nicht neben dem Sauerteig opfern, und 
das Fette von meinem Fest soll nicht bleiben bis auf morgen.
19. Das Erstling von der ersten Frucht auf deinem Felde sollst du bringen 
in das Haus des Herrn, deines Gottes. Und sollst das Bcklein nicht 
kochen, dieweil es an seiner Mutter Milch ist.
20. Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, der dich behte auf dem Wege 
und bringe dich an den Ort, den ich bereitet habe.
21. Darum hte dich vor seinem Angesicht und gehorche seiner Stimme und 
erbittere ihn nicht; denn er wird euer bertreten nicht vergeben, und mein 
Name ist in ihm.
22. Wirst du aber seine Stimme hren und tun alles, was ich dir sagen 
werde, so will ich deiner Feinde Feind und deiner Widerwrtigen 
Widerwrtiger sein.
23. Wenn nun mein Engel vor dir hergehet und dich bringet an die Amoriter, 
Hethiter, Pheresiter, Kanaaniter, Heviter und Jebusiter, und ich sie 
vertilge,
24. so sollst du ihre Gtter nicht anbeten noch ihnen dienen und nicht 
tun, wie sie tun, sondern du sollst ihre Gtzen umreien und zerbrechen.
25. Aber dem Herrn, eurem Gott, sollt ihr dienen, so wird er dein Brot und 
dein Wasser segnen, und ich will alle Krankheit von dir wenden.
26. Und soll nichts Untrchtiges noch Unfruchtbares sein in deinem Lande, 
und will dich lassen alt werden.
27. Ich will mein Schrecken vor dir hersenden und alles Volk verzagt 
machen, dahin du kommst; und will dir geben alle deine Feinde in die 
Flucht.
28. Ich will Hornissen vor dir hersenden, die vor dir her ausjagen die 
Heviter, Kanaaniter und Hethiter.
29. Ich will sie nicht auf ein Jahr ausstoen vor dir, auf da nicht das 
Land wste werde, und sich wilde Tiere wider dich mehren.
30. Einzeln nacheinander will ich sie vor dir her ausstoen, bis da du 
wachsest und das Land besitzest.
31. Und will deine Grenze setzen das Schilfmeer und das Philistermeer und 
die Wste bis an das Wasser. Denn ich will dir in deine Hand geben die 
Einwohner des Landes, da du sie sollst ausstoen vor dir her.
32. Du sollst mit ihnen oder mit ihren Gttern keinen Bund machen,
33. sondern la sie nicht wohnen in deinem Lande, da sie dich nicht 
verfhren wider mich. Denn wo du ihren Gttern dienest, wird dir's zum 
rgernis geraten.
Das zweite Buch Mose 24
1. Und zu Mose sprach er: Steig herauf zum Herrn, du und Aaron, Nadab und 
Abihu, und die siebenzig ltesten Israels, und betet an von ferne.
2. Aber Mose alleine nahe sich zum Herrn, und la jene sich nicht 
herzunahen; und das Volk komme auch nicht mit ihm herauf.
3. Mose kam und erzhlete dem Volk alle Worte des Herrn und alle Rechte. 
Da antwortete alles Volk mit einer Stimme und sprachen: Alle Worte, die 
der Herr gesagt hat, wollen wir tun.
4. Da schrieb Mose alle Worte des Herrn und machte sich des Morgens frhe 
auf und bauete einen Altar unten am Berge mit zwlf Sulen nach den zwlf 
Stmmen Israels.
5. Und sandte hin Jnglinge aus den Kindern Israel, da sie Brandopfer 
darauf opferten und Dankopfer dem Herrn von Farren.
6. Und Mose nahm die Hlfte des Bluts und tat's in ein Becken; die andere 
Hlfte sprengete er auf den Altar.
7. Und nahm das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des Volks. Und da 
sie sprachen: Alles, was der Herr gesagt hat, wollen wir tun und gehorchen,
8. da nahm Mose das Blut und sprengete das Volk damit und sprach: Sehet, 
das ist Blut des Bundes, den der Herr mit euch machte ber allen diesen 
Worten.
9. Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und die siebenzig ltesten 
Israels hinauf
10. und sahen den Gott Israels. Unter seinen Fen war es wie ein schner 
Saphir und wie die Gestalt des Himmels, wenn es klar ist.
11. Und er lie seine Hand nicht ber dieselben Obersten in Israel. Und da 
sie Gott geschaute hatten, aen und tranken sie.
12. Und der Herr sprach zu Mose: Komm herauf zu mir auf den Berg und 
bleibe daselbst, da ich dir gebe steinerne Tafeln und Gesetze und Gebote, 
die ich geschrieben habe, die du sie lehren sollst.
13. Da machte sich Mose auf und sein Diener Josua und stieg auf den Berg 
Gottes.
14. Und sprach zu den ltesten: Bleibet hie, bis wir wieder zu euch 
kommen. Siehe, Aaron und Hur sind bei euch; hat jemand eine Sache, der 
komme vor dieselben.
15. Da nun Mose auf den Berg kam, bedeckte eine Wolke den Berg.
16. Und die Herrlichkeit des Herrn wohnete auf dem Berge Sinai und deckte 
ihn mit der Wolke sechs Tage; und rief Mose am siebenten Tage aus der 
Wolke.
17. Und das Ansehen der Herrlichkeit des Herrn war wie ein verzehrend 
Feuer auf der Spitze des Berges vor den Kindern Israel.
18. Und Mose ging mitten in die Wolke und stieg auf den Berg; und blieb 
auf dem Berge vierzig Tage und vierzig Nchte.
Das zweite Buch Mose 25
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Sage den Kindern Israel, da sie mir ein Hebopfer geben; und nehmet 
dasselbe von jedermann, der es williglich gibt.
3. Das ist aber das Hebopfer, das ihr von ihnen nehmen sollt: Gold, 
Silber, Erz,
4. gelbe Seide, Scharlaken, Rosinrot, weie Seide, Ziegenhaar,
5. rtliche Widderfelle, Dachsfelle, Fhrenholz,
6. l zur Lampe, Spezerei zur Salbe und gutem Ruchwerk,
7. Onyxsteine und eingefate Steine zum Leibrock und zum Schildlein.
8. Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, da ich unter ihnen wohne.
9. Wie ich dir ein Vorbild der Wohnung und alles seines Gerts zeigen 
werde, so sollt ihr's machen.
10. Machet eine Lade von Fhrenholz. Dritthalb Ellen soll die Lnge sein, 
anderthalb Ellen die Breite und anderthalb Ellen die Hhe.
11. Und sollst sie mit feinem Golde berziehen, inwendig und auswendig; 
und mache einen gldenen Kranz oben umher.
12. Und geu vier gldene Rinken und mache sie an ihre vier Ecken, also 
da zween Rinken seien auf einer Seite und zween auf der andern Seite.
13. Und mache Stangen von Fhrenholz und berzeuch sie mit Golde.
14. Und stecke sie in die Rinken an der Lade Seiten, da man sie dabei 
trage;
15. und sollen in den Rinken bleiben und nicht herausgetan werden.
16. Und sollt in die Lade das Zeugnis legen, das ich dir geben werde.
17. Du sollst auch einen Gnadenstuhl machen von feinem Golde; dritthalb 
Ellen soll seine Lnge sein und anderthalb Ellen seine Breite.
18. Und sollst zween Cherubim machen von dichtem Golde, zu beiden Enden 
des Gnadenstuhls,
19. da ein Cherub sei an diesem Ende, der andere an dem andern Ende, und 
also zween Cherubim seien an des Gnadenstuhls Enden.
20. Und die Cherubim sollen Flgel ausbreiten, oben berher, da sie mit 
ihren Flgeln den Gnadenstuhl bedecken, und eines jeglichen Antlitz gegen 
dem andern stehe; und ihre Antlitze sollen auf den Gnadenstuhl sehen.
21. Und sollt den Gnadenstuhl oben auf die Lade tun und in die Lade das 
Zeugnis legen, das ich dir geben werde.
22. Von dem Ort will ich dir zeugen und mit dir reden, nmlich von dem 
Gnadenstuhl zwischen den zween Cherubim, der auf der Lade des Zeugnisses 
ist, alles, was ich dir gebieten will an die Kinder Israel.
23. Du sollst auch einen Tisch machen von Fhrenholz; zwo Ellen soll seine 
Lnge sein und eine Elle seine Breite und anderthalb Ellen seine Hhe.
24. Und sollst ihn berziehen mit feinem Golde und einen gldenen Kranz 
umher machen
25. und eine Leiste umher, einer Hand breit hoch, und einen gldenen Kranz 
um die Leiste her.
26. Und sollst vier gldene Ringe dran machen an die vier Orte an seinen 
vier Fen.
27. Hart unter der Leiste sollen die Ringe sein, da man Stangen drein tue 
und den Tisch trage;
28. Und sollst die Stangen von Fhrenholz machen und sie mit Golde 
berziehen, da der Tisch damit getragen werde.
29. Du sollst auch seine Schsseln, Becher, Kannen, Schalen aus feinem 
Golde machen, damit man aus und einschenke.
30. Und sollst auf den Tisch allezeit Schaubrote legen vor mir.
31. Du sollst auch einen Leuchter von feinem dichten Golde machen; daran 
soll der Schaft mit Rhren, Schalen, Knufen und Blumen sein.
32. Sechs Rhren sollen aus dem Leuchter zu den Seiten ausgehen, aus 
jeglicher Seite drei Rhren.
33. Eine jegliche Rhre soll drei offene Schalen, Knufe und Blumen haben; 
das sollen sein die sechs Rhren aus dem Leuchter.
34. Aber der Schaft am Leuchter soll vier offene Schalen mit Knufen und 
Blumen haben
35. und je einen Knauf unter zwo Rhren, welcher sechs aus dem Leuchter 
gehen.
36. Denn beide ihre Knufe und Rhren sollen aus ihm gehen, alles ein 
dicht lauter Gold.
37. Und sollst sieben Lampen machen obenauf, da sie gegeneinander 
leuchten,
38. und Lichtschneuzen und Lschnpfe von feinem Golde.
39. Aus einem Zentner feinen Goldes sollst du das machen mit allem diesem 
Gerte
40. Und siehe zu, da du es machest nach ihrem Bilde, das du auf dem Berge 
gesehen hast.
Das zweite Buch Mose 26
1. Die Wohnung sollst du machen von zehn Teppichen, von weier gezwirnter 
Seide, von gelber Seide, von Scharlaken und Rosinrot. Cherubim sollst du 
dran machen knstlich.
2. Die Lnge eines Teppichs soll achtundzwanzig Ellen sein, die Breite 
vier Ellen; und sollen alle zehn gleich sein.
3. Und sollen je fnf zusammengefget sein; einer an den andern.
4. Und sollst Schluflein machen von gelber Seide an jeglichen Teppichs 
Orten, da sie sollen zusammengefget sein, da je zween und zween an ihren 
Orten zusammengeheftet werden,
5. fnfzig Schluflein an jeglichem Teppich, da einer den andern 
zusammenfasse.
6. Und sollst fnfzig gldene Hefte machen, damit man die Teppiche 
zusammenhefte, einen an den andern, auf da es eine Wohnung werde.
7. Du sollst auch eine Decke aus Ziegenhaar machen zur Htte ber die 
Wohnung von elf Teppichen.
8. Die Lnge eines Teppichs soll dreiig Ellen sein, die Breite aber vier 
Ellen; und sollen alle elf gleich gro sein.
9. Fnf sollst du aneinanderfgen und sechs auch aneinander, da du den 
sechsten Teppich zwiefltig machest vorne an der Htte.
10. Und sollst an einem jeglichen Teppich fnfzig Schluflein machen, an 
ihren Orten, da sie aneinander bei den Enden gefget werden.
11. Und sollst fnfzig eherne Hefte machen und die Hefte in die 
Schluflein tun, da die Htte zusammengefget und eine Htte werde.
12. Aber das berlnge an den Teppichen der Htte sollst du die Hlfte 
lassen berhangen an der Htte,
13. auf beiden Seiten eine Elle lang, da das brige sei an der Htte 
Seiten und auf beiden Seiten sie bedecke.
14. ber diese Decke sollst du eine Decke machen von rtlichen 
Widderfellen, dazu ber sie eine Decke von Dachsfellen.
15. Du sollst auch Bretter machen zu der Wohnung von Fhrenholz, die 
stehen sollen.
16. Zehn Ellen lang soll ein Brett sein und anderthalb Ellen breit.
17. Zween Zapfen soll ein Brett haben, da eins an das andere mge gesetzt 
werden. Also sollst du alle Bretter der Wohnung machen.
18. Zwanzig sollen ihrer stehen gegen dem Mittag.
19. Die sollen vierzig silberne Fe unten haben, je zween Fe unter 
jeglichem Brett an seinen zween Zapfen.
20. Also auf der andern Seite, gegen Mitternacht, sollen auch zwanzig 
Bretter stehen
21. und vierzig silberne Fe, je zween Fe unter jeglichem Brett.
22. Aber hinten an der Wohnung, gegen dem Abend, sollst du sechs Bretter 
machen.
23. Dazu zwei Bretter hinten an die zwo Ecken der Wohnung,
24. da ein jegliches der beiden sich mit seinem Ortbrett von unten auf 
geselle und oben am Haupt gleich zusammenkomme mit einer Klammer,
25. da acht Bretter seien mit ihren silbernen Fen; deren sollen 
sechzehn sein, je zween unter einem Brett.
26. Und, sollst Riegel machen von Fhrenholz, fnf zu den Brettern auf 
einer Seite der Wohnung
27. und fnf zu den Brettern auf der andern Seite der Wohnung und fnf zu 
den Brettern hinten an der Wohnung gegen dem Abend.
28. Und sollst die Riegel mitten an den Brettern durchhinstoen und alles 
zusammenfassen von einem Ort zu dem andern.
29. Und sollst die Bretter mit Golde berziehen und ihre Rinken von Golde 
machen, da man die Riegel drein tue.
30. Und die Riegel sollst du mit Gold berziehen. Und also sollst du denn 
die Wohnung aufrichten nach der Weise, wie du gesehen hast auf dem Berge.
31. Und sollst einen Vorhang machen von gelber Seide, Scharlaken und 
Rosinrot und gezwirnter weier Seide; und sollst Cherubim dran machen 
knstlich.
32. Und sollst ihn hngen an vier Sulen von Fhrenholz, die mit Gold 
berzogen sind und gldene Knufe und vier silberne Fe haben.
33. Und sollst den Vorhang mit Heften anheften und die Lade des Zeugnisses 
inwendig des Vorhangs setzen, da er euch ein Unterschied sei zwischen dem 
Heiligen und dem Allerheiligsten.
34. Und sollst den Gnadenstuhl tun auf die Lade des Zeugnisses in dem 
Allerheiligsten.
35. Den Tisch aber setze auer dem Vorhange und den Leuchter gegen dem 
Tisch ber, zu mittagwrts der Wohnung, da der Tisch stehe gegen 
Mitternacht.
36. Und sollst ein Tuch machen in die Tr der Htte, gewirkt von gelber 
Seide, Rosinrot, Scharlaken und gezwirnter weier Seide.
37. Und sollst demselben Tuch fnf Sulen machen von Fhrenholz, mit Gold 
berzogen, mit gldenen Knufen, und sollst ihnen fnf eherne Fe gieen.
Das zweite Buch Mose 27
1. Und sollst einen Altar machen von Fhrenholz, fnf Ellen lang und 
breit, da er gleich viereckig sei, und drei Ellen hoch.
2. Hrner sollst du auf seine vier Ecken machen, und sollst ihn mit Erz 
berziehen.
3. Mache auch Aschentpfe, Schaufeln, Becken, Kreuel, Kohlpfannen; alle 
seine Gerte sollst du von Erz machen.
4. Du sollst auch ein ehern Gitter machen wie ein Netz und vier eherne 
Ringe an seine vier Orte.
5. Du sollst es aber von unten auf um den Altar machen, da das Gitter 
reiche bis mitten an den Altar.
6. Und sollst auch Stangen machen zu dem Altar von Fhrenholz, mit Erz 
berzogen.
7. Und sollst die Stangen in die Ringe tun, da die Stangen seien an 
beiden Seiten des Altars, damit man ihn tragen mge.
8. Und sollst ihn also von Brettern machen, da er inwendig hohl sei, wie 
dir auf dem Berge gezeiget ist.
9. Du sollst auch der Wohnung einen Hof machen, einen Umhang von 
gezwirnter weier Seide, auf einer Seite hundert Ellen lang, gegen dem 
Mittag,
10. Und zwanzig Sulen auf zwanzig ehernen Fen, und ihre Knufe mit 
ihren Reifen von Silber.
11. Also auch gegen Mitternacht soll sein ein Umhang, hundert Ellen lang; 
zwanzig Sulen auf zwanzig ehernen Fen, und ihre Knufe mit ihren Reifen 
von Silber.
12. Aber gegen dem Abend soll die Breite des Hofes haben einen Umhang 
fnfzig Ellen lang, zehn Sulen auf zehn Fen.
13. Gegen dem Morgen aber soll die Breite des Hofes haben fnfzig Ellen,
14. also da der Umhang habe auf einer Seite fnfzehn Ellen, dazu drei 
Sulen auf dreien Fen,
15. und aber fnfzehn Ellen auf der andern Seite, dazu drei Sulen auf 
dreien Fen.
16. Aber in dem Tor des Hofes soll ein Tuch sein, zwanzig Ellen breit, 
gewirket von gelber Seide, Scharlaken, Rosinrot und gezwirnter weier 
Seide, dazu vier Sulen auf ihren vier Fen.
17. Alle Sulen um den Hof her sollen silberne Reife und silberne Knufe 
und eherne Fe haben.
18. Und die Lnge des Hofes soll hundert Ellen sein, die Breite fnfzig 
Ellen, die Hhe fnf Ellen, von gezwirnter weier Seide; und seine Fe 
sollen ehern sein.
19. Auch alle Gerte der Wohnung zu allerlei Amt und alle seine Ngel und 
alle Ngel des Hofes sollen ehern sein.
20. Gebeut den Kindern Israel, da sie zu dir bringen das allerreinste 
lautere l von lbumen gestoen, zur Leuchte, das man allezeit oben in 
die Lampen tue
21. in der Htte des Stifts auer dem Vorhang, der vor dem Zeugnis hanget. 
Und Aaron und seine Shne sollen sie zurichten, beide des Morgens und des 
Abends, vor dem Herrn. Das soll euch eine ewige Weise sein auf eure 
Nachkommen unter den Kindern Israel.
Das zweite Buch Mose 28
1. Und sollst Aaron, deinen Bruder, und seine Shne zu dir nehmen aus den 
Kindern Israel, da er mein Priester sei, nmlich Aaron und seine Shne, 
Nadab, Abihu, Eleasar und Ithamar.
2. Und sollst Aaron, deinem Bruder heilige Kleider machen, die herrlich 
und schn seien.
3. Und sollst reden mit allen, die eines weisen Herzens sind, die ich mit 
dem Geist der Weisheit erfllet habe, Aaron Kleider machen zu seiner 
Weihe, da er mein Priester sei.
4. Das sind aber die Kleider, die sie machen sollen: das Schildlein, 
Leibrock, Seidenrock, engen Rock, Hut und Grtel. Also sollen sie heilige 
Kleider machen deinem Bruder Aaron und seinen Shnen, da er mein Priester 
sei.
5. Dazu sollen sie nehmen Gold, gelbe Seide, Scharlaken, Rosinrot und 
weie Seide.
6. Den Leibrock sollen sie machen von Gold, gelber Seide, Scharlaken, 
Rosinrot und gezwirnter weier Seide, knstlich,
7. da er auf beiden Achseln zusammengefget und an beiden Seiten 
zusammengebunden werde.
8. Und sein Gurt drauf soll derselben Kunst und Werks sein, von Gold, 
gelber Seide, Scharlaken, Rosinrot und gezwirnter weier Seide.
9. Und sollst zween Onyxsteine nehmen und drauf graben die Namen der 
Kinder Israel,
10. auf jeglichen sechs Namen, nach der Ordnung ihres Alters.
11. Das sollst du tun durch die Steinschneider, die da Siegel graben, also 
da sie mit Gold umher gefasset werden.
12. Und sollst sie auf die Schultern des Leibrocks heften, da es Steine 
seien zum Gedchtnis fr die Kinder Israel, da Aaron ihre Namen auf 
seinen beiden Schultern trage vor dem Herrn zum Gedchtnis.
13. Und sollst gldene Spangen machen
14. und zwo Ketten von feinem Golde mit zwei Enden, aber die Glieder 
ineinander hangend, und sollst sie an die Spangen tun.
15. Das Amtsschildlein sollst du machen nach der Kunst wie den Leibrock, 
von Gold, gelber Seide, Scharlaken, Rosinrot und gezwirnter weier Seide.
16. Viereckig soll es sein und zwiefach; eine Hand breit soll seine Lnge 
sein und eine Hand breit seine Breite.
17. Und sollst es fllen mit vier Riegen voll Steine. Die erste Riege sei 
ein Sarder, Topaser; Smaragd;
18. die andere ein Rubin, Saphir, Demant;
19. die dritte ein Lynkurer, Achat, Amethyst;
20. die vierte ein Trkis, Onyx, Jaspis. In Gold sollen sie gefasset sein 
in allen Riegen.
21. Und sollen nach den zwlf Namen der Kinder Israel stehen, gegraben vom 
Steinschneider, ein jeglicher seines Namens, nach den zwlf Stmmen.
22. Und sollst Ketten zu dem Schildlein machen mit zwei Enden, aber die 
Glieder ineinander hangend, von feinem Golde,
23. und zween gldene Ringe an das Schildlein, also da du dieselben zween 
Ringe heftest an zwo Ecken des Schildleins
24. und die zwo gldenen Ketten in die selben zween Ringe an den beiden 
Ecken des Schildleins tust.
25. Aber die zwei Enden der zwo Ketten sollst du in zwo Spangen tun und 
sie heften auf die Schultern am Leibrock, gegeneinander ber.
26. Und sollst zween andere gldene Ringe machen und an die zwo andern 
Ecken des Schildleins heften an seinem Ort, inwendig gegen dem Leibrock.
27. Und sollst aber zween gldene Ringe machen und an die zwo Ecken unten 
am Leibrock gegeneinander heften, da der Leibrock zusammengehet, oben an 
dem Leibrock, knstlich.
28. Und man soll das Schildlein mit feinen Ringen mit einer gelben Schnur 
an die Ringe des Leibrocks knpfen, da es auf dem knstlich gemachten 
Leibrock hart anliege und das Schildlein sich nicht von dem Leibrock 
losmache.
29. Also soll Aaron die Namen der Kinder Israel tragen in dem 
Amtsschildlein auf seinem Herzen, wenn er in das Heilige gehet, zum 
Gedchtnis vor dem Herrn allezeit.
30. Und sollst in das Amtsschildlein tun Licht und Recht, da sie auf dem 
Herzen Aarons seien, wenn er eingehet vor den Herrn, und trage das Amt der 
Kinder Israel auf seinem Herzen vor dem Herrn allewege.
31. Du sollst auch den Seidenrock unter den Leibrock machen, ganz von 
gelber Seide.
32. Und oben mitten inne soll ein Loch sein und eine Borte um das Loch her 
zusammengefaltet, da es nicht zerreie.
33. Und unten an seinem Saum sollst du Granatpfel machen von gelber 
Seide, Scharlaken, Rosinrot um und um, und zwischen dieselben gldene 
Schellen, auch um und um,
34. da eine gldene Schelle sei, danach ein Granatapfel und aber eine 
gldene Schelle und wieder ein Granatapfel um und um an dem Saum desselben 
Seidenrocks.
35. Und Aaron soll ihn anhaben wenn er dienet, da man seinen Klang hre, 
wenn er aus und ein gehet in das Heilige vor dem Herrn, auf da er nicht 
sterbe.
36. Du sollst auch ein Stirnblatt machen von feinem Golde und ausgraben, 
wie man die Siegel ausgrbt: Die Heiligkeit des Herrn.
37. Und sollst es heften an eine gelbe Schnur vorne an den Hut,
38. auf der Stirn Aarons, da also Aaron trage die Missetat des Heiligen, 
das die Kinder Israel heiligen in allen Gaben ihrer Heiligung; und es soll 
allewege an seiner Stirn sein, da er sie vershne vor dem Herrn.
39. Du sollst auch den engen Rock machen von weier Seide und einen Hut 
von weier Seide machen und einen gestickten Grtel
40. Und den Shnen Aarons sollst du Rcke, Grtel und Hauben machen, die 
herrlich und schn seien.
41. Und sollst sie deinem Bruder Aaron samt seinen Shnen anziehen und 
sollst sie salben und ihre Hnde fllen und sie weihen, da sie meine 
Priester seien.
42. Und sollst ihnen leinene Niederkleider machen, zu bedecken das Fleisch 
der Scham, von den Lenden bis an die Hften.
43. Und Aaron und seine Shne sollen sie anhaben, wenn sie in die Htte 
des Stifts gehen oder hinzutreten zum Altar, da sie dienen in dem 
Heiligtum, da sie nicht ihre Missetat tragen und sterben mssen. Das soll 
ihm und seinem Samen nach ihm eine ewige Weise sein.
Das zweite Buch Mose 29
1. Das ist's auch, das du ihnen tun sollst, da sie mir zu Priestern 
geweihet werden: Nimm einen jungen Farren und zween Widder ohne Wandel,
2. ungesuert Brot und ungesuerte Kuchen, mit l gemenget, und 
ungesuerte Fladen, mit l gesalbet. Von Weizenmehl sollst du solches 
alles machen;
3. und sollst es in einen Korb legen und in dem Korbe herzubringen samt 
dem Farren und den zween Widdern.
4. Und sollst Aaron und seine Shne vor die Tr der Htte des Stifts 
fhren und mit Wasser waschen;
5. und die Kleider nehmen und Aaron anziehen den engen Rock und den 
Seidenrock und den Leibrock und das Schildlein zu dem Leibrock; und sollst 
ihn grten auen auf den Leibrock
6. und den Hut auf sein Haupt setzen und die heilige Krone an den Hut.
7. Und sollst nehmen das Salbl und auf sein Haupt schtten und ihn salben.
8. Und seine Shne sollst du auch herzu fhren und den engen Rock ihnen 
anziehen;
9. und beide Aaron und auch sie mit Grteln grten und ihnen die Hauben 
aufbinden, da sie das Priestertum haben zu ewiger Weise. Und sollst Aaron 
und seinen Shnen die Hnde fllen
10. und den Farren herzufhren vor die Htte des Stifts; und Aaron samt 
seinen Shnen sollen ihre Hnde auf des Farren Haupt legen.
11. Und sollst den Farren schlachten vor dem Herrn, vor der Tr der Htte 
des Stifts.
12. Und sollst seines Bluts nehmen und auf des Altars Hrner tun mit 
deinem Finger und alles andere Blut an des Altars Boden schtten.
13. Und sollst alles Fett nehmen am Eingeweide und das Netz ber der Leber 
und die zwo Nieren mit dem Fett, das drber liegt, und sollst es auf dem 
Altar anznden.
14. Aber des Farren Fleisch, Fell und Mist sollst du auen vor dem Lager 
mit Feuer verbrennen, denn es ist ein Sndopfer.
15. Aber den einen Widder sollst du nehmen, und Aaron samt seinen Shnen 
sollen ihre Hnde auf sein Haupt legen.
16. Dann sollst du ihn schlachten und seines Bluts nehmen und auf den 
Altar sprengen ringsherum.
17. Aber den Widder sollst du zerlegen in Stcke und sein Eingeweide 
waschen und Schenkel; und sollst es auf seine Stcke und Haupt legen
18. und den ganzen Widder anznden auf dem Altar; denn es ist dem Herrn 
ein Brandopfer, ein ser Geruch, ein Feuer des Herrn.
19. Den andern Widder aber sollst du nehmen und Aaron samt seinen Shnen 
sollen ihre Hnde auf sein Haupt legen.
20. Und sollst ihn schlachten und seines Bluts nehmen und Aaron und seinen 
Shnen auf den rechten Ohrknorpel tun und auf den Daumen ihrer rechten 
Hand und auf den groen Zehen ihres rechten Fues; und sollst das Blut auf 
den Altar sprengen ringsherum.
21. Und sollst das Blut auf dem Altar nehmen und Salbl und Aaron und 
seine Kleider, seine Shne und ihre Kleider besprengen, so wird er und 
seine Kleider, seine Shne und ihre Kleider geweihet.
22. Danach sollst du nehmen das Fett von dem Widder, den Schwanz und das 
Fett am Eingeweide, das Netz ber der Leber und die zwo Nieren mit dem 
Fett drber und die rechte Schulter (denn es ist ein Widder der Flle)
23. und ein Brot und einen lkuchen und einen Fladen aus dem Korbe des 
ungesuerten Brots, der vor dem Herrn stehet.
24. Und lege es alles auf die Hnde Aarons und seiner Shne und webe es 
dem Herrn.
25. Danach nimm's von ihren Hnden und znde es an auf dem Altar zum 
Brandopfer, zum sen Geruch vor dem Herrn; denn das ist ein Feuer des 
Herrn.
26. Und sollst die Brust nehmen vom Widder der Flle Aarons und sollst es 
vor dem Herrn weben. Das soll dein Teil sein.
27. Und sollst also heiligen die Webebrust und die Hebeschulter, die 
gewebet und gehebet sind von dem Widder der Flle Aarons und seiner Shne.
28. Und soll Aarons und seiner Shne sein ewiger Weise von den Kindern 
Israel; denn es ist ein Hebopfer. Und die Hebopfer sollen des Herrn sein 
von den Kindern Israel an ihren Dankopfern und Hebopfern.
29. Aber die heiligen Kleider Aarons sollen seine Shne haben nach ihm, 
da sie darinnen gesalbet und ihre Hnde gefllet werden.
30. Welcher unter seinen Shnen an seiner Statt Priester wird, der soll 
sie sieben Tage anziehen, da er gehe in die Htte des Stifts, zu dienen 
im Heiligen.
31. Du sollst aber nehmen den Widder der Fllung und sein Fleisch an einem 
heiligen Ort kochen.
32. Und Aaron mit seinen Shnen soll desselben Widders Fleisch essen samt 
dem Brot im Korbe vor der Tr der Htte des Stifts.
33. Denn es ist Vershnung damit geschehen, zu fllen ihre Hnde, da sie 
geweihet werden. Kein anderer soll es essen, denn es ist heilig.
34. Wo aber etwas berbleibet von dem Fleisch der Fllung und von dem Brot 
bis an den Morgen, das sollst du mit Feuer verbrennen und nicht essen 
lassen; denn es ist heilig.
35. Und sollst also mit Aaron und seinen Shnen tun alles, was ich dir 
geboten habe. Sieben Tage sollst du ihre Hnde fllen
36. und tglich einen Farren zum Sndopfer schlachten zur Vershnung. Und 
sollst den Altar entsndigen, wenn du ihn vershnest, und sollst ihn 
salben, da er geweihet werde.
37. Sieben Tage sollst du den Altar vershnen und ihn weihen, da er sei 
ein Altar, das Allerheiligste. Wer den Altar anrhren will, der soll 
geweihet sein.
38. Und das sollst du mit dem Altar tun. Zwei jhrige Lmmer sollst du 
allewege des Tages drauf opfern,
39. ein Lamm des Morgens, das andere zwischen Abends.
40. Und zu einem Lamm ein Zehnten Semmelmehls, gemenget mit einem Vierteil 
von einem Hin gestoenen ls und einem Vierteil vom Hin Weins zum 
Trankopfer.
41. Mit dem andern Lamm zwischen Abends sollst du tun wie mit dem 
Speisopfer und Trankopfer des Morgens, zu sem Geruch, ein Feuer dem 
Herrn.
42. Das ist das tgliche Brandopfer bei euren Nachkommen vor der Tr der 
Htte des Stifts, vor dem Herrn, da ich euch zeugen und mit dir reden will.
43. Daselbst will ich den Kindern Israel erkannt und geheiliget werden in 
meiner Herrlichkeit.
44. Und will die Htte des Stifts mit dem Altar heiligen und Aaron und 
seine Shne mir zu Priestern weihen.
45. Und will unter den Kindern Israel wohnen und ihr Gott sein,
46. da sie wissen sollen, ich sei der Herr, ihr Gott, der sie aus 
gyptenland fhrete, da ich unter ihnen wohne, ich, der Herr, ihr Gott.
Das zweite Buch Mose 30
1. Du sollst auch einen Ruchaltar machen zu ruchern, von Fhrenholz,
2. einer Eile lang und breit, gleich viereckig, und zwo Ellen hoch mit 
seinen Hrnern.
3. Und sollst ihn mit feinem Golde berziehen, sein Dach und seine Wnde 
rings umher und seine Hrner. Und sollst einen Kranz von Gold umher machen
4. und zween gldene Ringe unter dem Kranz zu beiden Seiten, da man 
Stangen drein tue und ihn damit trage.
5. Die Stangen sollst du auch von Fhrenholz machen und mit Gold 
berziehen.
6. Und sollst ihn setzen vor den Vorhang, der vor der Lade des Zeugnisses 
hanget, und vor dem Gnadenstuhl, der auf dem Zeugnis ist, von dannen ich 
dir werde zeugen.
7. Und Aaron soll drauf ruchern gut Ruchwerk alle Morgen, wenn er die 
Lampen zurichtet.
8. Desselbigengleichen, wenn er die Lampen anzndet zwischen Abends, soll 
er solch Geruch auch ruchern. Das soll das tgliche Geruch sein vor dem 
Herrn bei euren Nachkommen.
9. Ihr sollt kein fremd Geruch drauf tun, auch kein Brandopfer noch 
Speisopfer und kein Trankopfer drauf opfern.
10. Und Aaron soll auf seinen Hrnern vershnen einmal im Jahr mit dem 
Blut des Sndopfers zur Vershnung. Solche Vershnung soll jhrlich einmal 
geschehen bei euren Nachkommen; denn das ist dem Herrn das Allerheiligste.
11. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
12. Wenn du die Hupter der Kinder Israel zhlest, so soll ein jeglicher 
dem Herrn geben die Vershnung seiner Seele, auf da ihnen nicht eine 
Plage widerfahre, wenn sie gezhlet werden.
13. Es soll aber ein, jeglicher, der mit in der Zahl ist, einen halben 
Sekel geben, nach dem Sekel des Heiligtums (ein Sekel gilt zwanzig Gera). 
Solcher halber Sekel soll das Hebopfer des Herrn sein.
14. Wer in der Zahl ist von zwanzig Jahren und drber, der soll solch 
Hebopfer dem Herrn geben.
15. Der Reiche soll nicht mehr geben und der Arme nicht weniger als den 
halben Sekel, den man dem Herrn zur Hebe gibt fr die Vershnung ihrer 
Seelen.
16. Und du sollst solch Geld der Vershnung nehmen von den Kindern Israel 
und an den Gottesdienst der Htte des Stifts legen, da es sei den Kindern 
Israel ein Gedchtnis vor dem Herrn, da er sich ber ihre Seelen 
vershnen lasse.
17. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
18. Du sollst auch ein ehern Handfa machen mit einem ehernen Fu, zu 
waschen; und sollst es setzen zwischen der Htte des Stifts und dem Altar 
und Wasser drein tun,
19. da Aaron und seine Shne ihre Hnde und Fe draus waschen,
20. wenn sie in die Htte des Stifts gehen oder zum Altar, da sie dienen 
mit Ruchern, einem Feuer des Herrn,
21. auf da sie nicht sterben. Das soll eine ewige Weise sein ihm und 
seinem Samen bei ihren Nachkommen.
22. Und der Herr redete mit Mose und sprach:.
23. Nimm zu dir die besten Spezereien, die edelsten Myrrhen, fnfhundert 
(Sekel), und Zinnamet, die Hlfte so viel, zweihundertundfnfzig, und 
Kalmus, auch zweihundertundfnfzig,
24. und Kassia, fnfhundert, nach dem Sekel des Heiligtums, und l vom 
lbaum ein Hin,
25. und mache ein heiliges Salbl nach der Apotheker Kunst.
26. Und sollst damit salben die Htte des Stifts und die Lade des 
Zeugnisses,
27. den Tisch mit all seinem Gerte, den Leuchter mit seinem Gerte, den 
Ruchaltar,
28. den Brandopferaltar mit all seinem Gerte und das Handfa mit seinem 
Fu.
29. Und sollst sie also weihen, da sie das Allerheiligste seien; denn wer 
sie anrhren will, der soll geweihet sein.
30. Aaron und seine Shne sollst du auch salben und sie mir zu Priestern 
weihen.
31. Und sollst mit den Kindern Israel reden und sprechen: Dies l soll mir 
eine heilige Salbe sein bei euren Nachkommen.
32. Auf Menschen Leib soll's nicht gegossen werden, sollst auch 
seinesgleichen nicht machen; denn es ist heilig, darum soll's euch heilig 
sein.
33. Wer ein solches macht oder einem andern davon gibt, der soll von 
seinem Volk ausgerottet werden.
34. Und der Herr sprach zu Mose: Nimm zu dir Spezerei, Balsam, Stakte, 
Galban und reinen Weihrauch, eines so viel als des andern,
35. und mache Ruchwerk draus, nach Apothekerkunst gemenget, da es rein 
und heilig sei.
36. Und sollst es zu Pulver stoen und sollst desselben tun vor das 
Zeugnis in der Htte des Stifts, von dannen ich dir zeugen werde. Das soll 
euch das Allerheiligste sein.
37. Und desgleichen Rucherwerk sollt ihr euch nicht machen, sondern es 
soll dir heilig sein dem Herrn.
38. Wer ein solches machen wird da er damit ruchere, der wird 
ausgerottet deswillenvon seinem Volk.
Das zweite Buch Mose 31
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Siehe, ich habe mit Namen berufen Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohns 
Hurs, vom Stamm Juda,
3. und habe ihn erfllet mit dem Geist Gottes, mit Weisheit und Verstand 
und Erkenntnis und mit allerlei Werk,
4. knstlich zu arbeiten am Gold, Silber, Erz,
5. knstlich Stein zu schneiden und einzusetzen und knstlich zu zimmern 
am Holz, zu machen allerlei Werk.
6. Und siehe, ich habe ihm zugegeben Ahaliab, den Sohn Ahisamachs, vom 
Stamm Dan, und habe allerlei Weisen die Weisheit ins Herz gegeben, da sie 
machen sollen alles, was ich dir geboten habe:
7. die Htte des Stifts, die Lade des Zeugnisses, den Gnadenstuhl drauf 
und alle Gerte der Htte,
8. den Tisch und sein Gert, den feinen Leuchter und all sein Gert, den 
Ruchaltar,
9. den Brandopferaltar mit all seinem Gerte, das Handfa mit seinem Fue,
10. die Amtskleider und die heiligen Kleider des Priesters Aaron und die 
Kleider seiner Shne, priesterlich zu dienen,
11. das Salbl und das Ruchwerk von Spezerei zum Heiligtum. Alles, was 
ich dir geboten habe, werden sie machen;
12. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
13. Sage den Kindern Israel und sprich: Haltet meinen Sabbat; denn 
derselbe ist ein Zeichen zwischen mir und euch auf eure Nachkommen, da 
ihr wisset, da ich der Herr bin, der euch heiliget.
14. Darum so haltet meinen Sabbat; denn er soll euch heilig sein. Wer ihn 
entheiliget, der soll des Todes sterben, Denn wer eine Arbeit darinnen 
tut, des Seele soll ausgerottet werden von seinem Volk.
15. Sechs Tage soll man arbeiten; aber am siebenten Tage ist Sabbat, die 
heilige Ruhe des Herrn. Wer eine Arbeit tut am Sabbattage, soll des Todes 
sterben.
16. Darum sollen die Kinder Israel den Sabbat halten, da sie ihn auch bei 
ihren Nachkommen halten zum ewigen Bunde.
17. Er ist ein ewig Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel. Denn in 
sechs Tagen machte der Herr Himmel und Erde; aber am siebenten Tage ruhete 
er und erquickte sich.
18. Und da der Herr ausgeredet hatte mit Mose auf dem Berge Sinai, gab er 
ihm zwo Tafeln des Zeugnisses; die waren steinern und geschrieben mit dem 
Finger Gottes.
Das zweite Buch Mose 32
1. Da aber das Volk sah, da Mose verzog, von dem Berge zu kommen, 
sammelte sich's wider Aaron und sprach zu ihm: Auf, und mach uns Gtter, 
die vor uns hergehen! Denn wir wissen nicht, was diesem Mann Mose 
widerfahren ist, der uns aus gyptenland gefhret hat.
2. Aaron sprach zu ihnen: Reiet ab die gldenen Ohrenringe an den Ohren 
eurer Weiber, eurer Shne und eurer Tchter und bringet sie zu mir.
3. Da ri alles Volk seine gldenen Ohrenringe von ihren Ohren und 
brachten sie zu Aaron.
4. Und er nahm sie von ihren Hnden und entwarf es mit einem Griffel und 
machte ein gegossen Kalb. Und sie sprachen: Das sind deine Gtter, Israel, 
die dich aus gyptenland gefhret haben!
5. Da das Aaron sah, bauete er einen Altar vor ihm und lie ausrufen und 
sprach: Morgen ist des Herrn Fest!
6. Und stunden des Morgens frhe auf und opferten Brandopfer und brachten 
dazu Dankopfer. Danach setzte sich das Volk zu essen und zu trinken, und 
stunden auf zu spielen.
7. Der Herr aber sprach zu Mose: Gehe, steig hinab; denn dein Volk, das du 
aus gyptenland gefhret hast, hat's verderbet.
8. Sie sind schnell von dem Wege getreten, den ich ihnen geboten habe. Sie 
haben ihnen ein gegossen Kalb gemacht und haben's angebetet und ihm 
geopfert und gesagt: Das sind deine Gtter, Israel, die dich aus 
gyptenland gefhret haben.
9. Und den Herr sprach zu Mose: Ich sehe, da es ein halsstarrig Volk ist.
10. Und nun la mich, da mein Zorn ber sie ergrimme und sie auffresse, 
so will ich dich zum groen Volk machen.
11. Mose aber flehete von dem Herrn, seinem Gott, und sprach: Ach, Herr, 
war um will dein Zorn ergrimmen ber dein Volk, das du mit groer Kraft 
und starker Hand hast aus gyptenland gefhret?
12. Warum sollen die gypter sagen und sprechen: Er hat sie zu ihrem 
Unglck ausgefhrt, da er sie erwrgete im Gebirge und vertilgete sie von 
dem Erdboden? Kehre dich von dem Grimm deines Zorns und sei gndig ber 
die Bosheit deines Volks!
13. Gedenk an deine Diener, Abraham, Isaak und Israel, denen du bei dir 
selbst geschworen und ihnen verheien hast: Ich will euren Samen mehren 
wie die Sterne am Himmel, und alles Land, das ich verheien habe, will ich 
eurem Samen geben, und sollen es besitzen ewiglich.
14. Also gereuete den Herrn das bel, das er druete seinem Volk zu tun.
15. Mose wandte sich und stieg vom Berge und hatte zwo Tafeln des 
Zeugnisses in seiner Hand, die waren geschrieben auf beiden Seiten.
16. Und Gott hatte sie selbst gemacht und selbst die Schrift drein 
gegraben.
17. Da nun Josua hrete des Volks Geschrei, da sie jauchzeten, sprach er 
zu Mose: Es ist ein Geschrei im Lagen wie im Streit.
18. Er antwortete: Es ist nicht ein Geschrei gegeneinander, deren, die 
obliegen und unterliegen, sondern ich hre ein Geschrei eines Singetanzes.
19. Als er aber nahe zum Lager kam und das Kalb und den Reigen sah, 
ergrimmete er mit Zorn und warf die Tafeln aus seiner Hand und zerbrach 
sie unten am Berge.
20. Und nahm das Kalb, das sie gemacht hatten, und verbrannte es mit Feuer 
und zermalmete es zu Pulver und stubte es aufs Wasser und gab's den 
Kindern Israel zu trinken.
21. Und sprach zu Aaron: Was hat dir das Volk getan, da du eine so groe 
Snde ber sie gebracht hast?
22. Aaron sprach: Mein Herr lasse seinen Zorn nicht ergrimmen. Du weit, 
da dies Volk bse ist.
23. Sie sprachen zu mir: Mache uns Gtter, die vor uns hergehen; denn wir 
wissen nicht, wie es diesem Mann Mose gehet, der uns aus gyptenland 
gefhret hat.
24. Ich sprach zu ihnen: Wer hat Gold, der reie es ab und gebe es mir. 
Und ich warf es ins Feuer; daraus ist das Kalb geworden.
25. Da nun Mose sah, da das Volk los worden war (denn Aaron hatte sie 
losgemacht durch ein Geschwtz, damit er sie fein wollte anrichten),
26. trat er in das Tor des Lagers und sprach: Her zu mir, wer dem Herrn 
angehret! Da sammelten sich zu ihm alle Kinder Levi.
27. Und er sprach zu ihnen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Grte 
ein jeglicher sein Schwert auf seine Lenden und durchgehet hin und wieder 
von einem Tor zum andern im Lagen und erwrge ein jeglicher seinen Bruder, 
Freund und Nchsten.
28. Die Kinder Levi taten, wie ihnen Mose gesagt hatte, und fiel des Tages 
vom Volk dreitausend Mann.
29. Da sprach Mose: Fllet heute eure Hnde dem Herrn, ein jeglicher an 
seinem Sohn und Bruder, da heute ber euch der Segen gegeben werde.
30. Des Morgens sprach Mose zum Volk: Ihr habt eine groe Snde getan; nun 
will ich hinaufsteigen zu dem Herrn, ob ich vielleicht eure Snde 
vershnen mge.
31. Als nun Mose wieder zum Herrn kam, sprach er: Ach, das Volk hat eine 
groe Snde getan und haben ihnen gldene Gtter gemacht.
32. Nun vergib ihnen ihre Snde! Wo nicht, so tilge mich auch aus deinem 
Buch, das du geschrieben hast.
33. Der Herr sprach zu Mose: Was? Ich will den aus meinem Buch tilgen, der 
an mir sndiget.
34. So gehe nun hin und fhre das Volk, dahin ich dir gesagt habe. Siehe, 
mein Engel soll vor dir hergehen. Ich werde ihre Snde wohl heimsuchen, 
wenn meine Zeit kommt heimzusuchen.
35. Also strafte der Herr das Volk, da sie das Kalb hatten gemacht, 
welches Aaron gemacht hatte.
Das zweite Buch Mose 33
1. Der Herr sprach zu Mose: Gehe, zeuch von dannen, du und das Volk, das 
du aus gyptenland gefhret hast, ins Land, das ich Abraham, Isaak und 
Jakob geschworen habe und gesagt: Deinem Samen will ich's geben.
2. Ich will vor dir hersenden einen Engel und ausstoen die Kanaaniter, 
Amoriter, Hethiter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter;
3. ins Land, da Milch und Honig innen fleut. Ich will nicht mit dir 
hinaufziehen; denn du bist ein halsstarrig Volk. Ich mchte dich 
unterwegen auffressen.
4. Da das Volk diese bse Rede hrete, trugen sie Leide, und niemand trug 
seinen Schmuck an ihm.
5. Und der Herr sprach zu Mose: Sage zu den Kindern Israel: Ihr seid ein 
halsstarrig Volk. Ich werde einmal pltzlich ber dich kommen und dich 
vertilgen. Und nun lege deinen Schmuck von dir, da ich wisse, was ich dir 
tun soll.
6. Also taten die Kinder Israel ihren Schmuck von sich vor dem Berge Horeb.
7. Mose aber nahm die Htte und schlug sie auf, auen ferne vor dem Lager, 
und hie sie eine Htte des Stifts. Und wer den Herrn fragen wollte, mute 
herausgehen zur Htte des Stifts vor das Lager.
8. Und wenn Mose ausging zur Htte, so stund alles Volk auf, und trat ein 
jeglicher in seiner Htte Tr und sahen ihm nach, bis er in die Htte kam.
9. Und wenn Mose in die Htte kam, so kam die Wolkensule hernieder und 
stund in der Htte Tr und redete mit Mose.
10. Und alles Volk sah die Wolkensule in der Htte Tr stehen, und 
stunden auf und neigten sich, ein jeglicher in seiner Htte Tr.
11. Der Herr aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mann 
mit seinem Freunde redet. Und wenn er wiederkehrete zum Lager, so wich 
sein Diener Josua, der Sohn Nuns, der Jngling, nicht aus der Htte.
12. Und Mose sprach zu dem Herrn: Siehe, du sprichst zu mir: Fhre das 
Volk hinauf, und lssest mich nicht wissen, wen du mit mir senden willst, 
so du doch gesagt hast: Ich kenne dich mit Namen, und hast Gnade vor 
meinen Augen funden.
13. Habe ich denn Gnade vor deinen Augen funden, so la mich deinen Weg 
wissen, damit ich dich kenne und Gnade vor deinen Augen finde. Und siehe 
doch, da dies Volk dein Volk ist.
14. Er sprach: Mein Angesicht soll gehen, damit will ich dich leiten.
15. Er aber sprach zu ihm: Wo nicht dein Angesicht gehet, so fhre uns 
nicht von dannen hinauf.
16. Denn wobei soll doch erkannt werden, da ich und dein Volk vor deinen 
Augen Gnade funden haben, ohne wenn du mit uns gehest? auf da ich und 
dein Volk gerhmet werden vor allem Volk, das auf dem Erdboden ist.
17. Der Herr sprach zu Mose: Was du jetzt geredet hast, will ich auch tun: 
denn du hast Gnade vor meinen Augen funden, und ich kenne dich mit Namen.
18. Er aber sprach: So la mich deine Herrlichkeit sehen.
19. Und er sprach: Ich will vor deinem Angesicht her alle meine Gte gehen 
lassen und will lassen predigen des Herrn Namen vor dir. Wem ich aber 
gndig bin, dem bin ich gndig; und wes ich mich erbarme, des erbarme ich 
mich.
20. Und sprach weiter: Mein Angesicht kannst du nicht sehen; denn kein 
Mensch wird leben, der mich siehet.
21. Und der Herr sprach weiter: Siehe, es ist ein Raum bei mir, da sollst 
du auf dem Fels stehen.
22. Wenn denn nun meine Herrlichkeit vorbergehet, will ich dich in der 
Felskluft lassen stehen, und meine Hand soll ob dir halten, bis ich 
vorbergehe.
23. Und wenn ich meine Hand von dir tue, wirst du mir hinten nachsehen; 
aber mein Angesicht kann man nicht sehen.
Das zweite Buch Mose 34
1. Und der Herr sprach zu Mose: Haue dir zwo steinerne Tafeln, wie die 
ersten waren, da ich die Worte darauf schreibe, die in den ersten Tafeln 
waren, welche du zerbrochen hast.
2. Und sei morgen bereit, da du frhe auf den Berg Sinai steigest und 
daselbst zu mir tretest auf des Berges Spitze.
3. Und la niemand mit dir hinaufsteigen, da niemand gesehen werde um den 
ganzen Berg her; auch kein Schaf noch Rind la weiden gegen diesem Berge.
4. Und Mose hieb zwo steinerne Tafeln, wie die ersten waren, und stund des 
Morgens frhe auf und stieg auf den Berg Sinai wie ihm der Herr geboten 
hatte, und nahm die zwo steinernen Tafeln in seine Hand.
5. Da kam der Herr hernieder in einer Wolke und trat daselbst bei ihn und 
predigte von des Herrn Namen.
6. Und da der Herr vor seinem Angesicht berging, rief er: Herr, Herr 
Gott, barmherzig und gndig und geduldig und von groer Gnade und Treue;
7. der du beweisest Gnade in tausend Glied und vergibst Missetat, 
bertretung und Snde, und vor welchem niemand unschuldig ist; der du die 
Missetat der Vter heimsuchest auf Kinder und Kindeskinder bis ins dritte 
und vierte Glied.
8. Und Mose neigete sich eilend zu der Erde und betete ihn an,
9. und sprach: Habe ich, Herr, Gnade vor deinen Augen funden, so gehe der 
Herr mit uns; denn es ist ein halsstarrig Volk, da du unserer Missetat 
und Snde gndig seiest und lassest uns dein Erbe sein.
10. Und er sprach: Siehe, ich will einen Bund machen vor all deinem Volk 
und will Wunder tun, dergleichen nicht geschaffen sind in allen Landen und 
unter allen Vlkern; und alles Volk, darunter du bist, soll sehen des 
Herrn Werk; denn wunderbarlich soll es sein, das ich bei dir tun werde.
11. Halte, was ich dir heute gebiete. Siehe, ich will vor dir her 
ausstoen die Amoriter, Kanaaniter, Hethiter, Pheresiter, Heviter und 
Jebusiter.
12. Hte dich, da du nicht einen Bund machest mit den Einwohnern des 
Landes, da du einkommst, da sie dir nicht ein rgernis unter dir werden;
13. sondern ihre Altre sollst du umstrzen und ihre Gtzen zerbrechen und 
ihre Haine ausrotten.
14. Denn du sollst keinen andern Gott anbeten. Denn der Herr heiet ein 
Eiferer, darum da er ein eifriger Gott ist.
15. Auf da, wo du einen Bund mit des Landes Einwohnern machest, und wenn 
sie huren ihren Gttern nach und opfern ihren Gttern, da sie dich nicht 
laden, und du von ihrem Opfer essest;
16. und nehmest deinen Shnen ihre Tchter zu Weibern, und dieselben dann 
huren ihren Gttern nach und machen deine Shne auch ihren Gttern 
nachhuren.
17. Du sollst dir keine gegossenen Gtter machen.
18. Das Fest der ungesuerten Brote sollst du halten. Sieben Tage sollst 
du ungesuert Brot essen, wie ich dir geboten habe, um die Zeit des Mondes 
Abib; denn in dem Mond Abib bist du aus gypten gezogen.
19. Alles, was seine Mutter am ersten bricht, ist mein; was mnnlich sein 
wird in deinem Vieh, das seine Mutter bricht, es sei Ochse oder Schaf.
20. Aber den Erstling des Esels sollst du mit einem Schaf lsen. Wo du es 
aber nicht lsest, so brich ihm das Genick. Alle Erstgeburt deiner Shne 
sollst du lsen. Und da niemand vor mir leer erscheine!
21. Sechs Tage sollst du arbeiten; am siebenten Tage sollst du feiern, 
beide mit Pflgen und mit Ernten:
22. Das Fest der Wochen sollst du halten mit den Erstlingen der 
Weizenernte und das Fest der Einsammlung, wenn das Jahr um ist.
23. Dreimal im Jahr sollen alle Mannsnamen erscheinen vor dem Herrscher, 
dem Herrn und Gott Israels.
24. Wenn ich die Heiden vor dir ausstoen und deine Grenze weitern werde, 
soll niemand deines Landes begehren, dieweil du hinaufgehest dreimal im 
Jahr, zu erscheinen vor dem Herrn, deinem Gott.
25. Du sollst das Blut meines Opfers nicht opfern auf dem gesuerten Brot; 
und das Opfer des Osterfestes bleiben bis an den Morgen.
26. Das Erstling von den ersten Frchten deines Ackers sollst du in das 
Haus des Herrn deines Gottes, bringen. Du sollst das Bcklein nicht 
kochen, wenn es noch an seiner Mutter Milch ist.
27. Und der Herr sprach zu Mose: Schreibe diese Worte; denn nach diesen 
Worten habe ich mit dir und mit Israel einen Bund gemacht.
28. Und er war allda bei dem Herrn vierzig Tage und vierzig Nchte und a 
kein Brot und trank kein Wasser. Und er schrieb auf die Tafeln solchen 
Bund, die zehn Worte.
29. Da nun Mose vom Berge Sinai ging, hatte er die zwo Tafeln des 
Zeugnisses in seiner Hand; und wute nicht, da die Haut seines Angesichts 
glnzete davon, da er mit ihm geredet hatte.
30. Und da Aaron und alle Kinder Israel sahen, da die Haut seines 
Angesichts glnzete, frchteten sie sich, zu ihm zu nahen.
31. Da rief ihnen Mose; und sie wandten sich zu ihm, beide Aaron und alle 
Obersten der Gemeine; und er redete mit ihnen.
32. Danach naheten alle Kinder Israel zu ihm. Und er gebot ihnen alles, 
was der Herr mit ihm geredet hatte auf dem Berge Sinai.
33. Und wenn er solches alles mit ihnen redete, legte er eine Decke auf 
sein Angesicht.
34. Und wenn er hineinging vor den Herrn, mit ihm zu reden, tat er die 
Decke ab, bis er wieder herausging. Und wenn er herauskam und redete mit 
den Kindern Israel, was ihm geboten war,
35. so sahen dann die Kinder Israel sein Angesicht an, wie da die Haut 
seines Angesichts glnzete; so tat er die Decke wieder auf sein Angesicht, 
bis er wieder hineinging, mit ihm zu reden.
Das zweite Buch Mose 35
1. Und Mose versammelte die ganze Gemeine der Kinder Israel und sprach zu 
ihnen: Das ist's, das der Herr geboten hat, das ihr tun sollt:
2. Sechs Tage sollt ihr arbeiten; den siebenten Tag aber sollt ihr heilig 
halten, einen Sabbat der Ruhe des Herrn. Wer darinnen arbeitet, soll 
sterben.
3. Ihr sollt kein Feuer anznden am Sabbattage in allen euren Wohnungen.
4. Und Mose sprach zu der ganzen Gemeine der Kinder Israel: Das ist's, das 
der Herr geboten hat:
5. Gebt unter euch Hebopfer dem Herrn, also da das Hebopfer des Herrn ein 
jeglicher williglich bringe, Gold, Silber, Erz,
6. gelbe Seide, Scharlaken, Rosinrot, weie Seide und Ziegenhaar,
7. rtlich Widderfell, Dachsfell und Fhrenholz,
8. l zur Lampe und Spezerei zur Salbe und zu gutem Ruchwerk,
9. Onyx und eingefate Steine zum Leibrock und zum Schildlein.
10. Und wer unter euch verstndig, ist, der komme und mache, was der Herr 
geboten hat:
11. nmlich die Wohnung mit ihrer Htte und Decke, Rinken, Brettern, 
Riegeln, Sulen und Fen;
12. die Lade mit ihren Stangen, den Gnadenstuhl und Vorhang;
13. den Tisch mit seinen Stangen und alle seinem Gerte und die Schaubrote;
14. den Leuchter, zu leuchten, und sein Gert und seine Lampen und das l 
zum Licht;
15. den Ruchaltar mit seinen Stangen, die Salbe und Spezerei zum 
Ruchwerk; das Tuch vor der Wohnung Tr;
16. den Brandopferaltar mit seinem ehernen Gitter, Stangen und alle seinem 
Gert; das Handfa mit seinem Fue;
17. den Umhang des Vorhofs mit seinen Sulen und Fen und das Tuch des 
Tors am Vorhof;
18. die Ngel der Wohnung und des Vorhofs mit ihren Sulen
19. die Kleider des Amts zum Dienst im Heiligen, die heiligen Kleider 
Aarons, des Priesters, mit den Kleidern seiner Shne zum Priestertum.
20. Da ging die ganze Gemeine der Kinder Israel aus von Mose.
21. Und alle, die es gerne und williglich gaben, kamen und brachten das 
Hebopfer dem Herrn zum Werk der Htte des Stifts und zu alle seinem Dienst 
und zu den heiligen Kleidern.
22. Es brachten aber beide, Mann und Weib, wer es williglich tat, Hefte, 
Ohrenrinken, Ringe und Spangen und allerlei glden Gert. Dazu brachte 
jedermann Gold zur Webe dem Herrn.
23. Und wer bei ihm fand gelbe Seide, Scharlaken, Rosinrot, weie Seide, 
Ziegenhaar, rtlich Widderfell und Dachsfell, der brachte es.
24. Und wer Silber und Erz hub, der brachte es zur Hebe dem Herrn. Und wer 
Fhrenholz bei ihm fand, der brachte es zu allerlei Werk des 
Gottesdienstes.
25. Und welche verstndige Weiber waren, die wirkten mit ihren Hnden und 
brachten ihr Werk von gelber Seide, Scharlaken, Rosinrot und weier Seide.
26. Und welche Weiber solche Arbeit konnten und willig dazu waren, die 
wirkten Ziegenhaar.
27. Die Frsten aber brachten Onyx und eingefate Steine zum Leibrock und 
zum Schildlein
28. und Spezerei und l zu den Lichtern und zur Salbe und zu gutem 
Ruchwerk.
29. Also brachten die Kinder Israel williglich, beide Mann und Weib, zu 
allerlei Werk, das der Herr geboten hatte durch Mose, da man's machen 
sollte.
30. Und Mose sprach zu den Kindern Israel: Sehet, der Herr hat mit Namen 
berufen den Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohns Hurs, vom Stamm Juda,
31. und hat ihn erfllet mit dem Geist Gottes, da er weise, verstndig, 
geschickt sei zu allerlei Werk,
32. knstlich zu arbeiten am Gold, Silber und Erz,
33. Edelstein schneiden und einsetzen, Holz zimmern, zu machen allerlei 
knstliche Arbeit.
34. Und hat ihm sein Herz unterweiset samt Ahaliab, dem Sohne Ahisamachs, 
vom Stamm Dan.
35. Er hat ihr Herz mit Weisheit erfllet, zu machen allerlei Werk, zu 
schneiden, wirken und zu sticken mit gelber Seide, Scharlaken, Rosinrot 
und weier Seide und mit Weben, da sie machen allerlei Werk und 
knstliche Arbeit erfinden.
Das zweite Buch Mose 36
1. Da arbeiteten Bezaleel und Ahaliab und alle weisen Mnner, denen der 
Herr Weisheit und Verstand gegeben hatte, zu wissen, wie sie allerlei Werk 
machen sollten, zum Dienst des Heiligtums nach allem, das der Herr geboten 
hatte.
2. Und Mose rief dem Bezaleel und Ahaliab und allen weisen Mnnern, denen 
der Herr Weisheit gegeben hatte in ihr Herz, nmlich allen, die sich 
willig darerboten und hinzutraten, zu arbeiten an dem Werke.
3. Und sie nahmen zu sich von Mose alle Hebe, die die Kinder Israel 
brachten zu dem Werk des Dienstes des Heiligtums, da es gemacht wrde. 
Denn sie brachten alle Morgen ihre willige Gabe zu ihm.
4. Da kamen alle Weisen, die am Werk des Heiligtums arbeiteten, ein 
jeglicher seines Werks, das sie machten,
5. und sprachen zu Mose: Das Volk bringet zu viel, mehr denn zum Werk 
dieses Dienstes not ist, das der Herr zu machen geboten hat.
6. Da gebot Mose, da man rufen lie durchs Lager: Niemand tue mehr zur 
Hebe des Heiligtums! Da hrete das Volk auf zu bringen.
7. Denn des Dinges war genug zu allerlei Werk, das zu machen war, und noch 
brig.
8. Also machten alle weisen Mnner unter den Arbeitern am Werk die 
Wohnung, zehn Teppiche von gezwirnter weier Seide, gelber Seide, 
Scharlaken, Rosinrot, Cherubim, knstlich.
9. Die Lnge eines Teppichs war achtundzwanzig Ellen und die Breite vier 
Ellen, und waren alle in einem Ma.
10. Und er heftete je fnf Teppiche zusammen, einen an den andern.
11. Und machte gelbe Schluflein an eines jeglichen Teppichs Ort, da sie 
zusammengefget werden.
12. je fnfzig Schluflein an einen Teppich, damit einer den andern fate.
13. Und machte fnfzig gldene Hklein; und fgte die Teppiche mit den 
Hklein einen an den andern zusammen, da es eine Wohnung wrde.
14. Und er machte elf Teppiche von Ziegenhaaren zur Htte ber die Wohnung,
15. dreiig Ellen lang und vier Ellen breit, alle in einem Ma.
16. Und fgte ihrer fnf zusammen auf ein Teil und sechs zusammen aufs 
andere Teil.
17. Und machte je fnfzig Schluflein an jeglichen Teppich am Ort, damit 
sie zusammengeheftet wrden.
18. Und machte je fnfzig eherne Hklein, damit die Htte zusammen in eins 
gefget wrde.
19. Und machte eine Decke ber die Htte von rtlichen Widderfellen und 
ber die noch eine Decke von Dachsfellen.
20. Und machte Bretter zur Wohnung von Fhrenholz, die stehen sollten,
21. ein jegliches zehn Ellen lang und anderthalb Ellen breit,
22. und an jeglichem zween Zapfen, da mit eins an das andere gesetzt 
wrde. Also machte er alle Bretter zur Wohnung,
23. da derselben Bretter zwanzig gegen Mittag stunden;
24. und machte vierzig silberne Fe drunter, unter jeglich Brett zween 
Fe an seinen zween Zapfen.
25. Also zur andern Seite der Wohnung, gegen Mitternacht, machte er auch 
zwanzig Bretter
26. mit vierzig silbernen Fen, unter jeglich Brett zween Fe.
27. Aber hinten an der Wohnung gegen den Abend machte er sechs Bretter,
28. und zwei andere hinten an den zwo Ecken der Wohnung,
29. da ein jegliches der beiden sich mit seinem Ortbrett von unten auf 
gesellete und oben am Haupt zusammenkme mit einer Klammer,
30. da der Bretter acht wrden und sechzehn silberne Fe, unter 
jeglichem zween Fe.
31. Und er machte Riegel von Fhrenholz, fnf zu den Brettern auf der 
einen Seite der Wohnung
32. und fnf auf der andern Seite und fnf hinten an, gegen den Abend.
33. Und machte die Riegel, da sie mitten an den Brettern durchhingestoen 
wrden, von einem Ende zum andern.
34. Und berzog die Bretter mit Golde; aber ihre Rinken machte er von Gold 
zu den Riegeln und berzog die Riegel mit Golde.
35. Und machte den Vorhang mit den Cherubim dran knstlich mit gelber 
Seide, Scharlaken, Rosinrot und gezwirnter weier Seide.
36. Und machte zu demselben vier Sulen von Fhrenholz und berzog sie mit 
Gold und ihre Kpfe von Golde; und go dazu vier silberne Fe.
37. Und machte ein Tuch in der Tr der Htte; von gelber Seide, 
Scharlaken, Rosenrot und gezwirnter weier Seide gestickt,
38. und fnf Sulen dazu mit ihren Kpfen und berzog ihre Kpfe und Reife 
mit Golde; und fnf eherne Fe dran.
Das zweite Buch Mose 37
1. Und Bezaleel machte die Lade von Fhrenholz, dritthalb Ellen lang, 
anderthalb Ellen breit und hoch,
2. und berzog sie mit feinem Golde, inwendig und auswendig; und machte 
ihr einen gldenen Kranz umher.
3. Und go vier gldene Rinken an ihre vier Ecken, auf jeglicher Seite 
zween.
4. Und machte Stangen von Fhrenholz und berzog sie mit Golde
5. und tat sie in die Rinken an der Lade Seiten, da man sie tragen konnte.
6. Und machte den Gnadenstuhl von feinem Golde, dritthalb Ellen lang und 
anderthalb Ellen breit.
7. Und machte zween Cherubim von dichtem Golde an die zwei Enden des 
Gnadenstuhls,
8. einen Cherub an diesem Ende, den andern an jenem Ende.
9. Und die Cherubim breiteten ihre Flgel aus von oben her und deckten 
damit den Gnadenstuhl; und ihre Antlitze stunden gegeneinander und sahen 
auf den Gnadenstuhl.
10. Und er machte den Tisch von Fhrenholz, zwo Ellen lang, eine Elle 
breit und anderthalb Ellen hoch.
11. Und berzog ihn mit feinem Golde und machte ihm einen gldenen Kranz 
umher.
12. Und machte ihm eine Leiste umher, einer Hand breit hoch; und machte 
einen gldenen Kranz um die Leiste her.
13. Und go dazu vier gldene Rinken und tat sie an die vier Orte an 
seinen vier Fen
14. hart an der Leiste, da die Stangen drinnen wren, damit man den Tisch 
trge.
15. Und machte die Stangen von Fhrenholz und berzog sie mit Gold, da 
man den Tisch damit trge.
16. Und machte auch von feinem Golde das Gerte auf den Tisch: Schsseln, 
Becher, Kannen und Schalen, damit man aus- und einschenkte.
17. Und machte den Leuchter von feinem, dichtem Golde. Daran waren der 
Schaft mit Rhren, Schalen, Knufen und Blumen.
18. Sechs Rhren gingen zu seinen Seiten aus, zu jeglicher Seite drei 
Rhren.
19. Drei Schalen waren an jeglichem Rohr mit Knufen und Blumen.
20. An dem Leuchter aber waren vier Schalen mit Knufen und Blumen,
21. je unter zwo Rhren ein Knauf, da also sechs Rhren aus ihm gingen,
22. und ihre Knufe und Rhren daran, und war alles aus dichtem, feinem 
Golde.
23. Und machte die sieben Lampen mit ihren Lichtschneuzen und Lschnpfen 
von feinem Golde.
24. Aus einem Zentner feines Goldes machte er ihn und alle seine Gerte.
25. Er machte auch den Ruchaltar von Fhrenholz, eine Elle lang und 
breit, gleich viereckig und zwo Ellen hoch, mit seinen Hrnern.
26. Und berzog ihn mit feinem Golde, sein Dach und seine Wnde rings 
umher und seine Hrner. Und machte ihm einen Kranz umher von Golde
27. und zween gldene Rinken unter dem Kranz zu beiden Seiten, da man 
Stangen drein tte und ihn damit trge.
28. Aber die Stangen machte er von Fhrenholz und berzog sie mit Golde.
29. Und machte die heilige Salbe und Ruchwerk von reiner Spezerei nach 
Apothekerkunst.
Das zweite Buch Mose 38
1. Und machte den Brandopferaltar von Fhrenholz, fnf Ellen lang und, 
breit, gleich viereckig und drei Ellen hoch.
2. Und machte vier Hrner, die aus ihm gingen, auf seinen vier Ecken; und 
ber zog ihn mit Erz.
3. Und machte allerlei Gerte zu dem Altar Aschentpfe, Schaufeln, Becken, 
Kreuel, Kohlpfannen: alles von Erz.
4. Und machte am Altar ein Gitter, wie ein Netz, von Erz umher, von unten 
auf bis an die Hlfte des Altars.
5. Und go vier Rinken an die vier Orte des ehernen Gitters zu Stangen.
6. Dieselben machte er von Fhrenholz und berzog sie mit Erz.
7. Und tat sie in die Rinken an den Seiten des Altars, da man ihn damit 
trge; und machte ihn inwendig hohl.
8. Und machte das Handfa von Erz und seinen Fu auch von Erz, gegen den 
Weibern, die vor der Tr der Htte des Stifts dieneten.
9. Und er machte einen Vorhof gegen Mittag mit einem Umhang hundert Ellen 
lang von gezwirnter weier Seide,
10. mit ihren zwanzig Sulen und zwanzig Fen von Erz, aber ihre Knufe 
und Reife von Silber;
11. desselbengleichen gegen Mitternacht hundert Ellen mit zwanzig Sulen 
und zwanzig Fen von Erz, aber ihre Knufe und Reife von Silber;
12. gegen den Abend aber fnfzig Ellen mit zehn Sulen und zehn Fen, 
aber ihre Knufe und Reife von Silber;:
13. gegen den Morgen aber fnfzig Ellen,
14. fnfzehn Ellen auf jeglicher Seite des Tors am Vorhof, je mit drei 
Sulen und drei Fen,
15. und auf der andern Seite fnfzehn Ellen, da ihrer so viel war an der 
einen Seite des Tors am Vorhofe als auf der andern, mit drei Sulen und 
drei Fen,
16. da alle Umhnge des Vorhofs waren von gezwirnter weier Seide
17. und die Fe der Sulen von Erz und ihre Knufe und Reife von Silber, 
also da ihre Kpfe berzogen waren mit Silber; aber ihre Reife waren 
silbern an allen Sulen des Vorhofs.
18. Und das Tuch in dem Tor des Vorhofs machte er gestickt, von gelber 
Seide, Scharlaken, Rosinrot und gezwirnter weier Seide, zwanzig Ellen 
lang und fnf Ellen hoch, nach dem Ma der Umhnge des Vorhofs;
19. dazu vier Sulen und vier Fe von Erz und ihre Knufe von Silber und 
ihre Kpfe berzogen und ihre Reife silbern.
20. Und alle Ngel der Wohnung und des Vorhofs ringsherum waren von Erz:
21. Das ist nun die Summa zu der Wohnung des Zeugnisses, die erzhlet ist, 
wie Mose gesagt hat, zum Gottesdienst der Leviten unter der Hand Ithamars, 
Aarons, des Priesters, Sohnes,
22. die Bezaleel, der Sohn Uris, des Sohns Hurs, vom Stamm Juda machte, 
alles, wie der Herr Mose geboten hatte;
23. und mit ihm Ahaliab, der Sohn Ahisamachs, vom Stamm Dan, ein Meister 
zu schneiden, zu wirken und zu sticken mit gelber Seide, Scharlaken, 
Rosinrot und weier Seide.
24. Alles Gold, das verarbeitet ist in diesem ganzen Werk des Heiligtums, 
das zur Webe gegeben ward, ist neunundzwanzig Zentner, 
siebenhundertunddreiig Sekel nach dem Sekel des Heiligtums.
25. Des Silbers aber, das von der Gemeine kam, war hundert Zentner, 
tausendsiebenhundertfnfundsiebenzig Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums.
26. So manch Haupt, so mancher halber Sekel, nach dem Sekel des 
Heiligtums, von allen, die gezhlet wurden, von zwanzig Jahren an und 
drber, sechshundertmal tausend dreitausendfnfhundertundfnfzig.
27. Aus den hundert Zentnern Silbers go man die Fe des Heiligtums und 
die Fe des Vorhangs, hundert Fe aus hundert Zentnern, je einen Zentner 
zum Fu.
28. Aber aus den tausend siebenhundertundfnfundsiebenzig Sekeln wurden 
gemacht der Sulen Knufe, und ihre Kpfe berzogen und ihre Reife.
29. Die Webe aber des Erzes war siebenzig Zentner, 
zweitausendundvierhundert Sekel.
30. Daraus wurden gemacht die Fe in der Tr der Htte des Stifts und der 
eherne Altar und das eherne Gitter dran und alles Gerte des Altars,
31. dazu die Fe des Vorhofs ringsherum und die Fe des Tors am Vorhof, 
alle Ngel der Wohnung und alle Ngel des Vorhofs ringsherum.
Das zweite Buch Mose 39
1. Aber von der gelben Seide, Scharlaken und Rosinrot machten sie Aaron 
Kleider, zu dienen im Heiligtum, wie der Herr Mose geboten hatte.
2. Und er machte den Leibrock mit Golde, gelber Seide, Scharlaken, 
Rosinrot und gezwirnter weier Seide.
3. Und schlug das Gold und schnitt's zu Faden, da man's knstlich wirken 
konnte unter die gelbe Seide, Scharlaken, Rosinrot und weie Seide,
4. da man's auf beiden Achseln zusammenfgte und an beiden Seiten 
zusammenbnde.
5. Und sein Gurt war nach derselben Kunst und Werk von Gold, gelber Seide, 
Scharlaken, Rosinrot und gezwirnter weier Seide, wie der Herr Mose 
geboten hatte.
6. Und sie machten zween Onyxsteine, umher gefasset mit Gold, gegraben 
durch die Steinschneider, mit den Namen der Kinder Israel,
7. und heftete sie auf die Schultern des Leibrocks, da es Steine seien 
zum Gedchtnis der Kinder Israel, wie der Herr Mose geboten hatte.
8. Und sie machten das Schildlein nach der Kunst und Werk des Leibrocks 
von Gold, gelber Seide, Scharlaken, Rosinrot und gezwirnter weier Seide,
9. da es viereckig und zwiefach war, einer Hand lang und breit.
10. Und flleten es mit vier Riegen Steinen. Die erste Riege war ein 
Sarder, Topaser und Smaragd;
11. die andere ein Rubin, Saphir und Demant;
12. die dritte ein Lynkurer, Achat und Amethyst;
13. die vierte ein Trkis, Onyx und Jaspis, umher gefasset mit Gold in 
allen Riegen.
14. Und die Steine stunden nach den zwlf Namen der Kinder Israel, 
gegraben durch die Steinschneider, ein jeglicher seines Namens, nach den 
zwlf Stmmen.
15. Und sie machten am Schildlein Ketten mit zwei Enden von feinem Gold
16. und zwo gldene Spangen und zween gldene Ringe: und hefteten die 
zween Ringe auf die zwo Ecken des Schildleins.
17. Und die zwo gldenen Ketten taten sie in die zween Ringe auf den Ecken 
des Schildleins.
18. Aber die zwei Enden der Ketten taten sie an die zwo Spangen und 
hefteten sie auf die Ecken des Leibrocks gegeneinander ber.
19. Und machten zween andere gldene Ringe und hefteten sie an die zwo 
andern Ecken des Schildleins an seinen Ort, da es fein anlge auf dem 
Leibrock.
20. Und machten zween andere gldene Ringe, die taten sie an die zwo Ecken 
unten am Leibrock gegeneinander ber, da der Leibrock unten zusammengehet,
21. da das Schildlein mit seinen Ringen an die Ringe des Leibrocks 
geknpft wrde mit einer gelben Schnur, da es auf dem Leibrock hart 
anlge und nicht von dem Leibrock los wrde, wie der Herr Mose geboten 
hatte.
22. Und er machte den Seidenrock zum Leibrock, gewirkt ganz von gelber 
Seide,
23. und sein Loch oben mitten inne und eine Borte ums Loch her gefaltet, 
da er nicht zerrisse.
24. Und sie machten an seinem Saum Granatpfel von gelber Seide, 
Scharlaken, Rosinrot und gezwirnter weier Seide.
25. Und machten Schellen von feinem Golde; die taten sie zwischen die 
Granatpfel ringsumher am Saum des Seidenrocks,
26. je ein Granatapfel und eine Schelle um und um am Saum, darin zu 
dienen, wie der Herr Mose geboten hatte.
27. Und machten auch die engen Rcke, von weier Seide gewirkt, Aaron und 
seinen Shnen,
28. und den Hut von weier Seide und die schnen Hauben von weier Seide 
und Niederkleider von gezwirnter weier Leinwand
29. und den gestickten Grtel von gezwirnter weier Seide, gelber Seide, 
Scharlaken, Rosinrot, wie der Herr Mose geboten hatte.
30. Sie machten auch das Stirnblatt, nmlich die heilige Krone, von feinem 
Golde und gruben Schrift drein: Die Heiligkeit des Herrn.
31. Und banden eine gelbe Schnur dran da sie an den Hut von oben her 
geheftet wrde, wie der Herr Mose geboten hatte.
32. Also ward vollendet das ganze Werk der Wohnung der Htte des Stifts. 
Und die Kinder Israel taten alles, was der Herr Mose geboten hatte,
33. und brachten die Wohnung zu Mose: die Htte und alle ihre Gerte, 
Hklein, Bretter, Riegel, Sulen, Fe;
34. die Decke von rtlichen Widderfellen, die Decke von Dachsfellen und 
den Vorhang;
35. die Lade des Zeugnisses mit ihren Stangen; den Gnadenstuhl;
36. den Tisch und alle seine Gerte und die Schaubrote;
37. den schnen Leuchter, mit den Lampen zubereitet, und alle seinem 
Gerte, und l zu Lichtern;
38. den gldenen Altar und die Salbe und gut Ruchwerk; das Tuch in der 
Htte Tr;
39. den ehernen Altar und sein ehern Gitter mit seinen Stangen und alle 
seinem Gert; das Handfa mit seinem Fu;
40. die Umhnge des Vorhofs mit: seinen Sulen und Fen; das Tuch im Tor 
des Vorhofs mit seinen Seilen und Ngeln und allem Gerte zum Dienst der 
Wohnung der Htte des Stifts;
41. die Amtskleider des Priesters Aaron, zu dienen im Heiligtum, und die 
Kleider seiner Shne, da sie Priesteramt tten.
42. Alles, wie der Herr Mose geboten hatte, taten die Kinder Israel an 
alle diesem Dienst.
43. Und Mose sah an alle dies Werk; und siehe, sie hatten es gemacht, wie 
der Herr geboten hatte. Und er segnete sie.
Das zweite Buch Mose 40
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Du sollst die Wohnung der Htte des Stifts aufrichten am ersten Tage 
des ersten Monden.
3. Und sollst darein setzen die Lade des Zeugnisses und vor die Lade den 
Vorhang hngen.
4. Und sollst den Tisch darbringen und ihn zubereiten und den Leuchter 
darstellen und die Lampen drauf setzen.
5. Und sollst den gldenen Ruchaltar setzen vor die Lade des Zeugnisses 
und das Tuch in der Tr der Wohnung aufhngen.
6. Den Brandopferaltar aber sollst du setzen heraus vor die Tr der 
Wohnung der Htte des Stifts
7. und das Handfa zwischen der Htte des Stifts und dem Altar, und Wasser 
drein tun;
8. und den Vorhof stellen umher und das Tuch in der Tr des Vorhofs 
aufhngen.
9. Und sollst die Salbe nehmen und die Wohnung und alles, was drinnen ist, 
salben; und sollst sie weihen mit alle ihrem Gerte, da sie heilig sei.
10. Und sollst den Brandopferaltar salben mit alle seinem Gerte und 
weihen, da er allerheiligst sei.
11. Sollst auch das Handfa und seinen Fu salben und weihen.
12. Und sollst Aaron und seine Shne vor die Tr der Htte des Stifts 
fhren und mit Wasser waschen;
13. und Aaron die heiligen Kleider anziehen und salben und weihen, da er 
mein Priester sei;
14. und seine Shne auch herzufhren und ihnen die engen Rcke anziehen;
15. und sie salben, wie du ihren Vater gesalbet hast, da sie meine 
Priester seien. Und die Salbung sollen sie haben zum ewigen Priestertum 
bei ihren Nachkommen.
16. Und Mose tat alles, wie ihm der Herr geboten hatte.
17. Also ward die Wohnung aufgerichtet im andern Jahr, am ersten Tage des 
ersten Monds.
18. Und da Mose sie aufrichtete, setzte er die Fe und die Bretter und 
Riegel und richtete die Sulen auf.
19. Und breitete die Htte aus zur Wohnung und legte die Decke der Htte 
oben drauf, wie der Herr ihm geboten hatte.
20. Und nahm das Zeugnis und legte es in die Lade; und tat die Stangen an 
die Lade und tat den Gnadenstuhl oben auf die Lade.
21. Und brachte die Lade in die Wohnung und hing den Vorhang vor die Lade 
des Zeugnisses, wie ihm der Herr geboten hatte.
22. Und setzte den Tisch in die Htte des Stifts, in den Winkel der 
Wohnung gegen Mitternacht, auen vor dem Vorhang.
23. Und bereitete Brot darauf vor dem Herrn, wie ihm der Herr geboten 
hatte.
24. Und setzte den Leuchter auch hinein gegen dem Tisch ber, in den 
Winkel der Wohnung gegen Mittag.
25. Und tat Lampen drauf vor dem Herrn, wie ihm der Herr geboten hatte.
26. Und setzte den gldenen Altar hinein, vor den Vorhang.
27. Und rucherte drauf mit gutem Ruchwerk, wie ihm der Herr geboten 
hatte.
28. Und hing das Tuch in die Tr der Wohnung.
29. Aber den Brandopferaltar setzte er vor die Tr der Wohnung der Htte 
des Stifts; und opferte drauf Brandopfer und Speisopfer, wie ihm der Herr 
geboten hatte.
30. Und das Handfa setzte er zwischen die Htte des Stifts und den Altar; 
und tat Wasser drein zu waschen.
31. Und Mose, Aaron und seine Shne wuschen ihre Hnde und Fe draus.
32. Denn sie mssen sich waschen, wenn sie in die Htte des Stifts gehen 
oder hinzutreten zum Altar, wie ihm der Herr geboten hatte.
33. Und er richtete den Vorhof auf, um die Wohnung und um den Altar her, 
und hing den Vorhang in das Tor des Vorhofs. Also vollendete Mose das 
ganze Werk.
34. Da bedeckte eine Wolke die Htte des Stifts, und die Herrlichkeit des 
Herrn fllete die Wohnung.
35. Und Mose konnte nicht in die Htte des Stifts gehen, weil die Wolke 
drauf blieb, und die Herrlichkeit des Herrn die Wohnung fllete.
36. Und wenn die Wolke sich aufhub von der Wohnung, so zogen die Kinder 
Israel, so oft sie reiseten.
37. Wenn sich aber die Wolke nicht auf hub, so zogen sie nicht, bis an den 
Tag, da sie sich aufhub.
38. Denn die Wolke des Herrn war des Tages auf der Wohnung, und des Nachts 
war sie feurig, vor den Augen des ganzen Hauses Israel, solange sie 
reiseten.
Das dritte Buch Mose 1
1. Und der Herr rief Mose und redete mit ihm von der Htte des Stifts und 
sprach:
2. Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Welcher unter euch dem 
Herrn ein Opfer tun will, der tue es von dem Vieh, von Rindern und Schafen.
3. Will er ein Brandopfer tun von Rindern, so opfere er ein Mnnlein, das 
ohne Wandel sei, vor der Tr der Htte des Stifts, da es dem Herrn 
angenehm sei von ihm,
4. und lege seine Hand auf des Brandopfers Haupt, so wird es angenehm sein 
und ihn vershnen.
5. Und soll das junge Rind schlachten vor dem Herrn; und die Priester 
Aarons Shne, sollen das Blut herzubringen und auf den Altar umher 
sprengen, der vor der Tr der Htte des Stifts ist.
6. Und man soll dem Brandopfer die Haut abziehen; und es soll in Stcke 
zerhauen werden.
7. Und die Shne Aarons, des Priesters, sollen ein Feuer auf den Altar 
machen und Holz oben drauf legen;
8. Und sollen die Stcke, nmlich den Kopf und das Fett, auf das Holz 
legen, das auf dein Feuer auf dem Altar liegt.
9. Das Eingeweide aber und die Schenkel soll man mit Wasser waschen, und 
der Priester soll das alles anznden auf dem Altar zum Brandopfer. Das ist 
ein Feuer zum sen Geruch dem Herrn.
10. Will er aber von Schafen oder Ziegen ein Brandopfer tun, so opfere er 
ein Mnnlein, das ohne Wandel sei.
11. Und soll es schlachten zur Seite des Altars, gegen Mitternacht, vor 
dem Herrn. Und die Priester, Aarons Shne, sollen sein Blut auf den Altar 
umher sprengen.
12. Und man soll es in Stcke zerhauen. Und der Priester soll den Kopf und 
das Fett auf das Holz und Feuer, das auf dem Altar ist, legen.
13. Aber das Eingeweide und die Schenkel soll man mit Wasser waschen. Und 
der Priester soll es alles opfern und anznden auf dem Altar zum 
Brandopfer. Das ist ein Feuer zum sen Geruch dem Herrn.
14. Will er aber von Vgeln dem Herrn ein Brandopfer tun, so tue er's von 
Turteltauben oder von jungen Tauben.
15. Und der Priester soll's zum Altar bringen und ihm den Kopf abkneipen, 
da es auf dem Altar angezndet werde, und sein Blut ausbluten lassen an 
der Wand des Altars.
16. Und seinen Kropf mit seinen Federn soll man neben dem Altar gegen den 
Morgen auf den Aschenhaufen werfen.
17. Und soll seine Flgel spalten, aber nicht abbrechen. Und also soll es 
der Priester auf dem Altar anznden, auf dem Holz auf dem Feuer, zum 
Brandopfer. Das ist ein Feuer zum sen Geruch dem Herrn.
Das dritte Buch Mose 2
1. Wenn eine Seele dem Herrn ein Speisopfer tun will, so soll es von 
Semmelmehl sein; und soll l drauf gieen und Weihrauch drauf legen
2. und also bringen zu den Priestern, Aarons Shnen. Da soll der Priester 
seine Hand voll nehmen von demselben Semmelmehl und l samt dem ganzen 
Weihrauch und anznden zum Gedchtnis auf dem Altar. Das ist ein Feuer zum 
sen Geruch dem Herrn.
3. Das brige aber vom Speisopfer soll Aarons und seiner Shne sein. Das 
soll das Allerheiligste sein von den Feuern des Herrn.
4. Will er aber kein Speisopfer tun vom Gebackenen im Ofen, so nehme er 
Kuchen von Semmelmehl ungesuert mit l gemenget, und ungesuerte Fladen, 
mit l bestrichen.
5. Ist aber dein Speisopfer etwas vom Gebackenen in der Pfanne, so soll's 
von ungesuertem Semmelmehl, mit l gemenget, sein.
6. Und sollst es in Stcke zerteilen und l drauf gieen, so ist's ein 
Speisopfer.
7. Ist aber dein Speisopfer etwas auf dem Rost gerstet, so sollst du es 
von Semmelmehl mit l machen.
8. Und sollst das Speisopfer, das du von solcherlei machen willst dem 
Herrn, zu dem Priester bringen; der soll's zu dem Altar bringen
9. und desselben Speisopfer heben zum Gedchtnis und anznden auf dem 
Altar. Das ist ein Feuer zum sen Geruch dem Herrn.
10. Das brige aber soll Aarons und seiner Shne sein. Das soll das 
Allerheiligste sein von den Feuern des Herrn.
11. Alle Speisopfer, die ihr dem Herrn opfern wollt, sollt ihr ohne 
Sauerteig machen; denn kein Sauerteig noch Honig soll darunter dem Herrn 
zum Feuer angezndet werden.
12. Aber zum Erstling sollt ihr sie dem Herrn bringen; aber auf keinen 
Altar sollen sie kommen zum sen Geruch.
13. Alle deine Speisopfer sollst du salzen, und dein Speisopfer soll 
nimmer ohne Salz des Bundes deines Gottes sein; denn in alle deinem Opfer 
sollst du Salz opfern.
14. Willst du aber ein Speisopfer dem Herrn tun von den ersten Frchten, 
sollst du die Sangen, am Feuer gedrret, klein zerstoen und also das 
Speisopfer deiner ersten Frchte opfern;
15. und sollst l drauf tun und Weihrauch drauf legen, so ist's ein 
Speisopfer.
16. Und der Priester soll von dem Zerstoenen und vom l mit dem ganzen 
Weihrauch anznden zum Gedchtnis. Das ist ein Feuer dem Herrn.
Das dritte Buch Mose 3
1. Ist aber sein Opfer ein Dankopfer von Rindern, es sei ein Ochse oder 
Kuh, soll er's opfern vor dem Herrn, das ohne Wandel sei.
2. Und soll seine Hand auf desselben Haupt legen und schlachten vor der 
Tr der Htte des Stifts. Und die Priester, Aarons Shne, sollen das Blut, 
auf den Altar umher sprengen.
3. Und soll von dem Dankopfer dem Herrn opfern, nmlich alles Fett am 
Eingeweide
4. und die Nieren mit dem Fett, das dran ist, an den Lenden, und das Netz 
um die Leber, an den Nieren abgerissen.
5. Und Aarons Shne sollen's anznden auf dem Altar zum Brandopfer, auf 
dem Holz, das auf dem Feuer liegt. Das ist ein Feuer zum sen Geruch dem 
Herrn.
6. Will er aber dem Herrn ein Dankopfer von kleinem Vieh tun, es sei ein 
Schps oder Schaf, so soll's ohne Wandel sein.
7. Ist's ein Lmmlein soll er's vor den Herrn bringen
8. und soll seine Hand auf desselben Haupt legen und schlachten vor der 
Htte des Stifts. Und die Shne Aarons sollen sein Blut auf den Altar 
umher sprengen.
9. Und soll also von dem Dankopfer dem Herrn opfern zum Feuer, nmlich 
sein Fett, den ganzen Schwanz, von dem Rcken abgerissen, und alles Fett 
am Eingeweide,
10. die zwo Nieren mit dem Fett, das dran ist, an den Lenden, und das Netz 
um die Leber, an den Nieren abgerissen.
11. Und der Priester soll's anznden auf dem Altar zur Speise des Feuers 
dem Herrn.
12. Ist aber sein Opfer eine Ziege, und bringet es vor den Herrn,
13. soll er seine Hand auf ihr Haupt legen und sie schlachten vor der 
Htte des Stifts. Und die Shne Aarons sollen das Blut auf den Altar umher 
sprengen.
14. Und soll davon opfern ein Opfer dem Herrn, nmlich das Fett am 
Eingeweide,
15. die Nieren mit dem Fett, das dran ist, an den Lenden, und das Netz 
ber der Leber, an den Nieren abgerissen.
16. Und der Priester soll's anznden auf dem Altar zur Speise des Feuers, 
zum sen Geruch. Alles Fett ist des Herrn.
17. Das sei eine ewige Sitte bei euren Nachkommen in allen euren 
Wohnungen, da ihr kein Fett noch Blut esset.
Das dritte Buch Mose 4
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Rede mit den Kindern Israel und sprich: Wenn eine Seele sndigen wrde 
aus Versehen an irgend einem Gebot des Herrn, das sie nicht tun sollte,
3. nmlich so ein Priester, der gesalbet ist, sndigen wrde, da er das 
Volk rgerte: der soll fr seine Snde, die er getan hat, einen jungen 
Farren bringen, der ohne Wandel sei, dem Herrn zum Sndopfer.
4. Und soll den Farren vor die Tr der Htte des Stifts bringen, vor den 
Herrn, und seine Hand auf desselben Haupt legen und schlachten vor dem 
Herrn.
5. Und der Priester, der gesalbet ist, soll des Farren Bluts nehmen und in 
die Htte des Stifts bringen.
6. Und soll seinen Finger in das Blut tunken und damit siebenmal sprengen 
vor dem Herrn, vor dem Vorhang im Heiligen.
7. Und soll desselben Bluts tun auf die Hrner des Ruchaltars, der vor 
dem Herrn in der Htte des Stifts stehet, und alles Blut gieen an den 
Boden des Brandopferaltars, der vor der Tr der Htte des Stifts stehet.
8. Und alles Fett des Sndopfers soll er heben, nmlich das Fett am 
Eingeweide,
9. die zwo Nieren mit dem Fett, das dran ist, an den Lenden, und das Netz 
ber der Leber, an den Nieren abgerissen,
10. gleichwie er's hebet vom Ochsen im Dankopfer; und soll's anznden auf 
dem Brandopferaltar.
11. Aber das Fell des Farren mit allem Fleisch, samt dem Kopf, und 
Schenkel und das Eingeweide und den Mist,
12. das soll er alles hinausfhren auer dem Lager an eine reine Sttte, 
da man die Asche hinschttet, und soll's verbrennen auf dem Holz mit Feuer.
13. Wenn es eine ganze Gemeine in Israel versehen wrde, und die Tat vor 
ihren Augen verborgen wre, da sie irgend wider ein Gebot des Herrn getan 
htten, das sie nicht tun sollten, und sich also verschuldeten,
14. und danach ihrer Snde inne wrden, die sie getan htten: sollen sie 
einen jungen Farren darbringen zum Sndopfer und vor die Tr der Htte des 
Stifts stellen.
15. Und die ltesten von der Gemeine sollen ihre Hnde auf sein Haupt 
legen vor dem Herrn und den Farren schlachten vor dem Herrn.
16. Und der Priester, der gesalbet ist, soll des Bluts vom Farren in die 
Htte des Stifts bringen
17. und mit seinem Finger drein tunken und siebenmal sprengen vor dem 
Herrn, vor dem Vorhang.
18. Und soll des Bluts auf die Hrner des Altars tun, der vor dem Herrn 
stehet in der Htte des Stifts, und alles andere Blut an den Boden des 
Brandopferaltars gieen, er vor der Tr der Htte des Stifts stehet.
19. Alles sein Fett aber soll er heben und auf dem Altar anznden.
20. Und soll mit dem Farren tun, wie er mit dem Farren des Sndopfers 
getan hat. Und soll also der Priester sie vershnen, so wird's ihnen 
vergeben.
21. Und soll den Farren auer dem Lager fhren und verbrennen wie er den 
vorigen Farren verbrannt hat. Das soll das Sndopfer der Gemeine sein.
22. Wenn aber ein Frst sndiget und irgend wider des Herrn, seines 
Gottes, Gebot tut, das er nicht tun sollte, und versiehet es, da er sich 
verschuldet,
23. und wird seiner Snde inne, die er getan hat: der soll zum Opfer 
bringen einen Ziegenbock ohne Wandel;
24. und seine Hand auf des Bocks Haupt legen und ihn schlachten an der 
Sttte, da man die Brandopfer schlachtet vor dem Herrn. Das sei ein 
Sndopfer.
25. Da soll denn der Priester des Bluts von dem Sndopfer nehmen mit 
seinem Finger und auf die Hrner des Brandopferaltars tun und das andere 
Blut an den Boden des Brandopferaltars gieen.
26. Aber alles sein Fett soll er auf dem Altar anznden, gleichwie das 
Fett des Dankopfers. Und soll also der Priester seine Snde vershnen, 
wird's ihm vergeben.
27. Wenn es aber eine Seele vom gemeinen Volk versiehet und sndiget, da 
sie irgend wider der Gebote des Herrn eines tut, das sie nicht tun sollte, 
und sich also verschuldet,
28. und ihrer Snde inne wird, die sie getan hat: die soll zum Opfer eine 
Ziege bringen ohne Wandel fr die Snde, die sie getan hat;
29. und soll ihre Hand auf des Sndopfers Haupt legen und schlachten an 
der Sttte des Brandopfers.
30. Und der Priester soll des Bluts mit seinem Finger nehmen und auf die 
Hrner des Altars des Brandopfers tun und alles Blut an des Altars Boden 
gieen.
31. All sein Fett aber soll er abreien, wie er das Fett des Dankopfers 
abgerissen hat, und soll's anznden auf dem Altar zum sen Geruch dem 
Herrn. Und soll also der Priester sie vershnen, so wird's ihr vergeben.
32. Wird er aber ein Schaf zum Sndopfer bringen, so bringe er, das eine 
Sie ist, ohne Wandel,
33. und lege seine Hand auf des Sndopfers Haupt und schlachte es zum 
Sndopfer an der Sttte, da man die Brandopfer schlachtet.
34. Und der Priester soll des Bluts mit seinem Finger nehmen und auf die 
Hrner des Brandopferaltars tun und alles Blut an den Boden des Altars 
gieen.
35. Aber all sein Fett soll er abreien, wie er das Fett vom Schaf des 
Dankopfers abgerissen hat, und soll's auf dem Altar anznden zum Feuer dem 
Herrn. Und soll also der Priester vershnen seine Snde, die er getan hat, 
so wird's ihm vergeben.
Das dritte Buch Mose 5
1. Wenn eine Seele sndigen wrde, da er einen Fluch hret, und er des 
Zeuge ist, oder gesehen oder erfahren hat und nicht angesagt, der ist 
einer Missetat schuldig.
2. Oder wenn eine Seele etwas Unreines anrhret, es sei ein Aas eines 
unreinen Tieres oder Viehes oder Gewrmes, und wte es nicht, der ist 
unrein und hat sich verschuldet.
3. Oder wenn er einen unreinen Menschen anrhret, in waserlei Unreinigkeit 
der Mensch unrein werden kann, und wte es nicht, und wird's inne, der 
hat sich verschuldet.
4. Oder wenn eine Seele schwret, da ihm aus dem Munde entfhret, Schaden 
oder Gutes zu tun (wie denn einem Menschen ein Schwur entfahren mag, ehe 
er's bedacht), und wird's inne, der hat sich an der einem verschuldet.
5. Wenn es nun geschiehet, da er sich der eines verschuldet und erkennet 
sich, da er daran gesndigt hat,
6. so soll er fr seine Schuld dieser seiner Snde, die er getan hat, dem 
Herrn bringen von der Herde eine Schaf oder Ziegenmutter zum Sndopfer; so 
soll ihm der Priester seine Snde vershnen.
7. Vermag er aber nicht ein Schaf, so bringe er dem Herrn fr seine 
Schuld, die er getan hat, zwo Turteltauben oder zwo junge Tauben, die 
erste zum Sndopfer, die andere zum Brandopfer.
8. Und bringe sie dem Priester. Der soll die erste zum Sndopfer machen 
und ihr den Kopf abkneipen hinter dem Genick, und nicht abbrechen.
9. Und sprenge mit dem Blut des Sndopfers an die Seite des Altars und 
lasse das brige Blut ausbluten an des Altars Boden. Das ist das Sndopfer.
10. Die andere aber soll er zum Brandopfer machen nach seinem Recht. Und 
soll also der Priester ihm seine Snde vershnen, die er getan hat; so 
wird's ihm vergeben.
11. Vermag er aber nicht zwo Turteltauben oder zwo junge Tauben, so bringe 
er fr seine Snde sein Opfer, einen zehnten Teil Epha Semmelmehl zum 
Sndopfer. Er soll aber kein l drauf legen noch Weihrauch drauf tun: denn 
es ist ein Sndopfer.
12. Und soll's zum Priester bringen. Der Priester aber soll eine Handvoll 
davon nehmen zum Gedchtnis und anznden auf dem Altar zum Feuer dem 
Herrn. Das ist ein Sndopfer.
13. Und der Priester soll also seine Snde, die er getan hat, ihm 
vershnen, so wird's ihm vergeben. Und soll des Priesters sein, wie ein 
Speisopfer.
14. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
15. Wenn sich eine Seele vergreift, da sie es versiehet, und sich 
versndiget an dem, das dem Herrn geweihet ist, soll sie ihr Schuldopfer 
dem Herrn bringen, einen Widder ohne Wandel von der Herde, der zween Sekel 
Silbers wert sei nach dem Sekel des Heiligtums, zum Schuldopfer.
16. Dazu, was er gesndiget hat an dem Geweiheten, soll er wiedergeben und 
das fnfte Teil darber geben, und soll's dem Priester geben; der soll ihn 
vershnen mit dem Widder des Schuldopfers, so wird's ihm vergeben.
17. Wenn eine Seele sndiget und tut wider irgend ein Gebot des Herrn, das 
sie nicht tun sollte, und hat es nicht gewut, die hat sich verschuldet 
und ist einer Missetat schuldig.
18. Und soll bringen einen Widder von der Herde ohne Wandel, der eines 
Schuldopfers wert ist, zum Priester; der soll ihm seine Unwissenheit 
vershnen, die er getan hat und wute es nicht; so wird's ihm vergeben.
19. Das ist das Schuldopfer, das er dem Herrn verfallen ist.
Das dritte Buch Mose 6
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Wenn eine Seele sndigen wrde und sich an dem Herrn vergreifen, da er 
seinem Nebenmenschen verleugnet, was er ihm befohlen hat, oder das ihm zu 
treuer Hand getan ist, oder das er mit Gewalt genommen, oder mit Unrecht 
zu sich gebracht,
3. oder, das verloren ist, funden hat, und leugnet solches mit einem 
falschen Eide, wie es der eines ist, darin ein Mensch wider seinen 
Nchsten Snde tut:
4. wenn's nun geschiehet, da er also sndiget und sich verschuldet, soll 
er wiedergeben, was er mit Gewalt genommen, oder mit Unrecht zu sich 
gebracht, oder was ihm befohlen ist, oder was er funden hat,
5. oder worber er den falschen Eid getan hat; das soll er alles ganz 
wiedergeben, dazu das fnfte Teil drber geben dem, des es gewesen ist, 
des Tages, wenn er sein Schuldopfer gibt.
6. Aber fr seine Schuld soll er dem Herrn zu dem Priester einen Widder 
von der Herde ohne Wandel bringen, der eines Schuldopfers wert ist.
7. So soll ihn der Priester vershnen vor dem Herrn; so wird ihm vergeben 
alles, was er getan hat, daran er sich verschuldet hat.
8. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
9. Gebeut Aaron und seinen Shnen und sprich: Dies ist das Gesetz des 
Brandopfers. Das Brandopfer soll brennen auf dem Altar die ganze Nacht bis 
an den Morgen. Es soll aber allein des Altars Feuer drauf brennen.
10. Und der Priester soll seinen leinenen Rock anziehen und die leinene 
Niederwand an seinen Leib; und soll die Asche aufheben, die das Feuer des 
Brandopfers auf dem Altar gemacht hat, und soll sie neben den Altar 
schtten.
11. Und soll seine Kleider danach ausziehen und andere Kleider anziehen 
und die Asche hinaustragen auer dem Lager an eine reine Sttte.
12. Das Feuer auf dem Altar soll brennen und nimmer verlschen; der 
Priester soll da alle Morgen Holz drauf anznden und oben drauf das 
Brandopfer zurichten und das Fett der Dankopfer drauf anznden.
13. Ewig soll das Feuer auf dem Altar brennen und nimmer verlschen.
14. Und das ist das Gesetz des Speisopfers, das Aarons Shne opfern sollen 
vordem Herrn auf dem Altar.
15. Es soll einer heben seine Hand voll Semmelmehls vom Speisopfer und des 
les und den ganzen Weihrauch, der auf dem Speisopfer liegt und soll's 
anznden auf dem Altar zum sen Geruch, ein Gedchtnis dem Herrn.
16. Das brige aber sollen Aaron und seine Shne verzehren; und sollen es 
ungesuert essen an heiliger Sttte, im Vorhof der Htte des Stifts.
17. Sie sollen es nicht mit Sauerteig backen; denn es ist ihr Teil, das 
ich ihnen gegeben habe von meinem Opfer. Es soll ihnen das Allerheiligste 
sein, gleich wie das Sndopfer und Schuldopfer.
18. Was mnnlich ist unter den Kindern Aarons, sollen es essen. Das sei 
ein ewiges Recht euren Nachkommen an den Opfern des Herrn: Es soll sie 
niemand anrhren, er sei denn geweihet.
19. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
20. Das soll das Opfer sein Aarons und seiner Shne, das sie dem Herrn 
opfern sollen am Tage seiner Salbung: das zehnte Teil Epha vom Semmelmehl 
des tglichen Speisopfers, eine Hlfte des Morgens, die andere Hlfte des 
Abends.
21. In der Pfanne mit l sollst du es machen und gerstet darbringen; und 
in Stcken gebacken sollst du solches opfern zum sen Geruch dem Herrn.
22. Und der Priester, der unter seinen Shnen an seiner Statt gesalbet 
wird, soll solches tun. Das ist ein ewiges Recht dem Herrn; es soll ganz 
verbrannt werden.
23. Denn alles Speisopfer eines Priesters soll ganz verbrannt und nicht 
gegessen werden.
24. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
25. Sge Aaron und seinen Shnen und sprich: Dies ist das Gesetz des 
Sndopfers: An der Sttte, da du das Brandopfer schlachtest, sollst du 
auch das Sndopfer schlachten vor dem Herrn; das ist das Allerheiligste.
26. Der Priester, der das Sndopfer tut, soll's essen an heiliger Sttte, 
im Vorhof der Htte des Stifts.
27. Niemand soll seines Fleisches anrhren, er sei denn geweihet. Und wer 
von seinem Blut ein Kleid besprenget, der soll das beprengte Stck waschen 
an heiliger Sttte.
28. Und den Topf, darin es gekocht ist, soll man zerbrechen. Ist's aber 
ein eherner Topf, so soll man ihn scheuern und mit Wasser splen.
29. Was mnnlich ist unter den Priestern, sollen davon essen; denn es ist 
das Allerheiligste.
30. Aber all das Sndopfer, des Blut in die Htte des Stifts gebracht 
wird, zu vershnen im Heiligen, soll man nicht essen, sondern mit Feuer 
verbrennen.
Das dritte Buch Mose 7
1. Und dies ist das Gesetz des Schuldopfers; und das ist das 
Allerheiligste.
2. An der Sttte, da man das Brandopfer schlachtet, soll man auch das 
Schuldopfer schlachten und seines Bluts auf den Altar umhersprengen.
3. Und all sein Fett soll man opfern, den Schwanz und das Fett am 
Eingeweide,
4. die zwo Nieren mit dem Fett, das dran ist, an den Lenden, und das Netz 
ber der Leber, an den Nieren abgerissen.
5. Und der Priester soll's auf dem Altar anznden zum Feuer dem Herrn. Das 
ist ein Schuldopfer.
6. Was mnnlich ist unter den Priestern, sollen das essen an heiliger 
Sttte; denn es ist das Allerheiligste.
7. Wie das Sndopfer, also soll auch das Schuldopfer sein; aller beider 
soll einerlei Gesetz sein; und soll des Priesters sein, der dadurch 
vershnet.
8. Welcher Priester jemandes Brandopfer opfert, des soll desselben 
Brandopfers Fell sein, das er geopfert hat.
9. Und alles Speisopfer, das im Ofen oder auf dem Rost oder in der Pfanne 
gebacken ist, soll des Priesters sein, der es opfert.
10. Und alles Speisopfer, das mit l gemenget oder trocken ist, soll aller 
Aarons Kinder sein, eines wie des andern.
11. Und dies ist das Gesetz des Dankopfers, das man dem Herrn opfert.
12. Wollen sie ein Lobopfer tun, so sollen sie ungesuerte Kuchen opfern, 
mit l gemenget, und ungesuerte Fladen, mit l bestrichen, und gerstete 
Semmelkuchen, mit l gemenget.
13. Sie sollen aber solches Opfer tun auf einem Kuchen von gesuertem Brot 
zum Lobopfer seines Dankopfers.
14. Und soll einen von den allen dem Herrn zur Hebe opfern; und soll des 
Priesters sein, der das Blut des Dankopfers sprenget.
15. Und das Fleisch des Lobopfers in seinem Dankopfer soll desselben Tages 
gegessen werden, da es geopfert ist, und nichts bergelassen werden bis an 
den Morgen.
16. Und es sei ein Gelbde oder freiwillig Opfer, so soll es desselben 
Tages, da es geopfert ist, gegessen werden; so aber etwas berbleibet auf 
den andern Tag, soll man's doch essen.
17. Aber was von geopfertem Fleisch berbleibet am dritten Tag, soll mit 
Feuer verbrannt werden.
18. Und wo jemand am dritten Tage wird essen von dem geopferten Fleisch 
seines Dankopfers, so wird der nicht angenehm sein, der es geopfert hat; 
es wird ihm auch nicht zugerechnet werden, sondern es wird ein Greuel 
sein; und welche Seele davon essen wird, die ist einer Missetat schuldig.
19. Und das Fleisch, das etwas Unreines anrhret, soll nicht gegessen, 
sondern mit Feuer verbrannt werden. Wer reines Leibes ist, soll des 
Fleisches essen.
20. Und welche Seele essen wird von dem Fleisch des Dankopfers, das dem 
Herrn zugehret, derselben Unreinigkeit sei auf ihr, und sie wird 
ausgerottet werden von ihrem Volk.
21. Und wenn eine Seele etwas Unreines anrhret, es sei ein unreiner 
Mensch, Vieh )der was sonst greulich ist, und vom Fleisch des Dankopfers 
isset, das dem Herrn zugehret, die wird ausgerottet werden von ihrem Volk.
22. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
23. Rede mit den Kindern Israel und sprich: Ihr sollt kein Fett essen von 
Ochsen, Lmmern und Ziegen.
24. Aber das Fett vom Aas, und was vom Wild zerrissen ist, macht euch zu 
allerlei Nutz aber essen sollt ihr's nicht.
25. Denn wer das Fett isset vom Vieh, das dem Herrn zum Opfer gegeben ist, 
dieselbe Seele soll ausgerottet werden von ihrem Volk.
26. Ihr sollt auch kein Blut essen, weder vom Vieh noch von Vgeln, wo ihr 
wohnet.
27. Welche Seele wrde irgend ein Blut essen, die soll ausgerottet werden 
von ihrem Volk.
28. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
29. Rede mit den Kindern Israel und sprich: Wer dem Herrn sein Dankopfer 
tun will, der soll auch mitbringen, was zum Dankopfer dem Herrn gehret.
30. Er soll's aber mit seiner Hand herzubringen zum Opfer des Herrn; 
nmlich das Fett an der Brust soll er bringen samt der Brust, da sie eine 
Webe werden vor dem Herrn.
31. Und der Priester soll das Fett anznden auf dem Altar; und die Brust 
soll Aarons und seiner Shne sein.
32. Und die rechte Schulter sollen sie dem Priester geben zur Hebe von 
ihren Dankopfern.
33. Und welcher unter Aarons Shnen das Blut der Dankopfer opfert und das 
Fett, des soll die rechte Schulter sein zu seinem Teil.
34. Denn die Webebrust und die Hebeschulter habe ich genommen von den 
Kindern Israel von ihren Dankopfern und habe sie dem Priester Aaron und 
seinen Shnen gegeben zum ewigen Recht.
35. Dies ist die Salbung Aarons und seiner Shne von den Opfern des Herrn 
des Tages, da sie berantwortet wurden, Priester zu sein dem Herrn,
36. da der Herr gebot am Tage, da er sie salbete, da ihm gegeben werden 
sollte von den Kindern Israel zum ewigen Recht allen ihren Nachkommen.
37. Und dies ist das Gesetz des Brandopfers, des Speisopfers, des 
Sndopfers, des Schuldopfers, der Fllopfer und der Dankopfer.
38. das der Herr Mose gebot auf dem Berge Sinai des Tages, da er ihm gebot 
an die Kinder Israel, zu opfern ihre Opfer dem Herrn in der Wste Sinai.
Das dritte Buch Mose 8
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Nimm Aaron und seine Shne mit ihm samt ihren Kleidern und das Salbl 
und einen Farren zum Sndopfer, zween Widder und einen Korb mit 
ungesuertem Brot.
3. Und versammle die ganze Gemeine vor die Tr der Htte des Stifts.
4. Mose tat, wie ihm der Herr gebot, und versammelte die Gemeine vor die 
Tr der Htte des Stifts
5. und sprach zu ihnen: Das ist's, das der Herr geboten hat zu tun.
6. Und nahm Aaron und seine Shne und wusch sie mit Wasser.
7. Und legte ihm den leinenen Rock an und grtete ihn mit dem Grtel und 
zog ihm den Seidenrock an und tat ihm den Leibrock an und grtete ihn ber 
den Leibrock her.
8. Und tat ihm das Schildlein an und in das Schildlein Licht und Recht.
9. Und setzte ihm den Hut auf sein Haupt und setzte an den Hut, oben an 
seiner Stirn, das gldene Blatt der heiligen Krone, wie der Herr Mose 
geboten hatte.
10. Und Mose nahm das Salbl und salbete die Wohnung und alles, was 
drinnen war, und weihete es.
11. Und sprengete damit siebenmal auf den Altar und salbete den Altar mit 
alle seinem Gerte, das Handfa mit seinem Fu, da es geweihet wrde.
12. Und go des Salbles auf Aarons Haupt und salbete ihn, da er geweihet 
wrde.
13. Und brachte herzu Aarons Shne und zog ihnen leinene Rcke an und 
grtete sie mit dem Grtel und band ihnen Hauben auf, wie ihm der Herr 
geboten hatte.
14. Und lie herzufhren einen Farren zum Sndopfer. Und Aaron mit seinen 
Shnen legten ihre Hnde auf sein Haupt.
15. Da schlachtete man es. Und Mose nahm des Bluts und tat's auf die 
Hrner des Altars umher mit seinem Finger und entsndigte den Altar; und 
go das Blut an des Altars Boden und weihete ihn, da er ihn vershnete.
16. Und nahm alles Fett am Eingeweide, das Netz ber der Leber und die zwo 
Nieren mit dem Fett daran und zndete es an auf dem Altar.
17. Aber den Farren mit seinem Fell, Fleisch und Mist verbrannte er mit 
Feuer auer dem Lager, wie ihm der Herr geboten hatte.
18. Und brachte herzu einen Widder zum Brandopfer. Und Aaron mit seinen 
Shnen legten ihre Hnde auf sein Haupt.
19. Da schlachtete man ihn. Und Mose sprengete des Bluts auf den Altar 
umher,
20. zerhieb den Widder in Stcke und zndete an das Haupt, die Stcke und 
den Stumpf.
21. Und wusch die Eingeweide und Schenkel mit Wasser und zndete also den 
ganzen Widder an auf dem Altar. Das war ein Brandopfer zum sen Geruch, 
ein Feuer dem Herrn, wie ihm der Herr geboten hatte.
22. Er brachte auch herzu den andern Widder des Fllopfers. Und Aaron mit 
seinen Shnen legten ihre Hnde auf sein Haupt.
23. Da schlachtete man ihn. Und Mose nahm seines Bluts und tat's Aaron auf 
den Knorpel seines rechten Ohrs und auf den Daumen seiner rechten Hand und 
auf den groen Zehen seines rechten Fues.
24. Und brachte herzu Aarons Shne; und tat des Bluts auf den Knorpel 
ihres rechten Ohrs und auf den Daumen ihrer rechten Hand und auf den 
groen Zehen ihres rechten Fues; und sprengete das Blut auf den Altar 
umher.
25. Und nahm das Fett und den Schwanz und alles Fett am Eingeweide und das 
Netz ber der Leber, die zwo Nieren mit dem Fett daran und die rechte 
Schulter.
26. Dazu nahm er von dem Korbe des ungesuerten Brots vor dem Herrn einen 
ungesuerten Kuchen und einen Kuchen gelten Brots und einen Fladen; und 
legte es auf das Fett und auf die rechte Schulter.
27. Und gab das allesamt auf die Hnde Aarons und seiner Shne und webete 
es zur Webe vor dem Herrn.
28. Und nahm's alles wieder von ihren Hnden und zndete es an auf dem 
Altar, oben auf dem Brandopfer; denn es ist ein Fllopfer zum sen 
Geruch, ein Feuer dem Herrn.
29. Und Mose nahm die Brust und webete eine Webe vor dem Herrn von dem 
Widder des Fllopfers. Die ward Mose zu einem Teil, wie ihm der Herr 
geboten hatte.
30. Und Mose nahm des Salbles und des Bluts auf dem Altar und sprengete 
auf Aaron und seine Kleider, auf seine Shne und auf ihre Kleider; und 
weihete also Aaron und seine Kleider, seine Shne und ihre Kleider mit ihm.
31. Und sprach zu Aaron und seinen Shnen: Kochet das Fleisch vor der Tr 
der Htte des Stifts und esset es daselbst, dazu, auch das Brot im Korbe 
des Fllopfers, wie mir geboten ist und gesagt, da Aaron und seine Shne 
sollen's essen.
32. Was aber berbleibt vom Fleisch und Brot, das sollt ihr mit Feuer 
verbrennen.
33. Und sollt in sieben Tagen nicht ausgehen von der Tr der Htte des 
Stifts bis an den Tag, da die Tage eures Fllopfers aus sind; denn sieben 
Tage sind eure Hnde gefllet,
34. wie es an diesem Tage geschehen ist. Der Herr hat's geboten zutun, auf 
da ihr vershnet seiet.
35. Und sollt vor der Tr der Htte des Stifts Tag und Nacht bleiben, 
sieben Tage lang, und sollt auf die Hut des Herrn warten, da ihr nicht 
sterbet; denn also ist mir's geboten.
36. Und Aaron mit seinen Shnen taten alles, was der Herr geboten hatte 
durch Mose.
Das dritte Buch Mose 9
1. Und am achten Tage rief Mose Aaron und seinen Shnen und den ltesten 
in Israel
2. und sprach zu Aaron: Nimm zu dir ein jung Kalb zum Sndopfer und einen 
Widder zum Brandopfer, beide ohne Wandel, und bringe sie vor den Herrn.
3. Und rede mit den Kindern Israel und sprich: Nehmet einen Ziegenbock zum 
Sndopfer und ein Kalb und ein Schaf, beide eines Jahrs alt und ohne 
Wandel, zum Brandopfer;
4. und einen Ochsen und einen Widder zum Dankopfer, da wir vor dem Herrn 
opfern; und ein Speisopfer, mit l gemenget. Denn heute wird euch der Herr 
erscheinen.
5. Und sie nahmen, was Mose geboten hatte, vor der Tr der Htte des 
Stifts. Und trat herzu die ganze Gemeine und stund vor dem Herrn.
6. Da sprach Mose: Das ist's, das der Herr geboten hat, da ihr tun sollt, 
so wird euch des Herrn Herrlichkeit erscheinen.
7. Und Mose sprach zu Aaron: Tritt zum Altar und mache dein Sndopfer und 
dein Brandopfer und vershne dich und das Volk; danach mache des Volks 
Opfer und vershne sie auch, wie der Herr geboten hat.
8. Und Aaron trat zum Altar und schlachtete das Kalb zu seinem Sndopfer.
9. Und seine Shne brachten das Blut zu ihm; und er tunkte mit seinem 
Finger ins Blut und tat's auf die Hrner des Altars und go das Blut an 
des Altars Boden.
10. Aber das Fett und die Nieren und das Netz von der Leber am Sndopfer 
zndete er an auf dem Altar, wie der Herr Mose geboten hatte.
11. Und das Fleisch und das Fell verbrannte er mit Feuer auer dem Lager.
12. Danach schlachtete er das Brandopfer; und Aarons Shne brachten das 
Blut zu ihm, und er sprengete es auf den Altar umher.
13. Und sie brachten das Brandopfer zu ihm zerstcket, und den Kopf; und 
er zndete es an auf dem Altar.
14. Und er wusch das Eingeweide und die Schenkel und zndete es an oben 
auf dem Brandopfer, auf dem Altar.
15. Danach brachte er herzu des Volks Opfer; und nahm den Bock, das 
Sndopfer des Volks, und schlachtete ihn und machte ein Sndopfer draus, 
wie das vorige.
16. Und brachte das Brandopfer herzu und tat ihm sein Recht.
17. Und brachte herzu das Speisopfer und nahm seine Hand voll und zndete 
es an auf dem Altar, auer des Morgens Brandopfer.
18. Danach schlachtete er den Ochsen und Widder zum Dankopfer des Volks. 
Und seine Shne brachten ihm das Blut; das sprengete er auf den Altar 
umher.
19. Aber das Fett vom Ochsen und vom Widder, den Schwanz und das Fett am 
Eingeweide und die Nieren und das Netz ber der Leber,
20. alles solches Fett legten sie auf die Brust; und er zndete das Fett 
an auf dem Altar.
21. Aber die Brust und die rechte Schulter webete Aaron zur Webe vor dem 
Herrn, wie der Herr Mose geboten hatte.
22. Und Aaron hub seine Hand auf zum Volk und segnete sie; und stieg 
herab, da er das Sndopfer, Brandopfer und Dankopfer gemacht hatte.
23. Und Mose und Aaron gingen in die Htte des Stifts; und da sie wieder 
herausgingen, segneten sie das Volk. Da er schien die Herrlichkeit des 
Herrn allem Volk.
24. Denn das Feuer kam aus von dem Herrn und verzehrete auf dem Altar das 
Brandopfer und das Fett. Da das alles Volk sah, frohlockten sie und fielen 
auf ihr Antlitz.
Das dritte Buch Mose 10
1. Und die Shne Aarons, Nadab und Abihu, nahmen ein jeglicher seinen Napf 
und taten Feuer drein und legten Ruchwerk drauf und brachten das fremde 
Feuer vor den Herrn, das er ihnen nicht geboten hatte.
2. Da fuhr ein Feuer aus von dem Herrn und verzehrete sie, da sie starben 
vor dem Herrn.
3. Da sprach Mose zu Aaron: Das ist's, das der Herr gesagt hat: Ich werde 
geheiliget werden an denen, die zu mir nahen, und vor allem Volk werde ich 
herrlich werden. Und Aaron schwieg stille.
4. Mose aber rief Misael und Elzaphan, den Shnen Usiels, Aarons Vettern, 
und sprach zu ihnen: Tretet hinzu und traget eure Brder von dem Heiligtum 
hinaus vor das Lager.
5. Und sie traten hinzu und trugen sie hinaus mit ihren leinenen Rcken 
vor das Lager, wie Mose gesagt hatte.
6. Da sprach Mose zu Aaron und seinen Shnen, Eleazar und Ithamar: Ihr 
sollt eure Hupter nicht blen, noch eure Kleider zerreien, da ihr 
nicht sterbet, und der Zorn ber die ganze Gemeine komme. Lasset eure 
Brder des ganzen Hauses Israel weinen ber diesen Brand, den der Herr 
getan hat.
7. Ihr aber sollt nicht ausgehen von der Tr der Htte des Stifts; ihr 
mchtet sterben. Denn das Salbl des Herrn ist auf euch. Und sie taten, 
wie Mose sagte.
8. Der Herr aber redete mit Aaron und sprach:
9. Du und deine Shne mit dir, sollt einen Wein noch stark Getrnke 
trinken, wenn ihr in die Htte des Stifts gehet, auf da ihr nicht 
sterbet. Das sei ein ewiges Recht allen euren Nachkommen,
10. auf da ihr knnet unterscheiden, was heilig und unheilig, was unrein 
und rein ist,
11. und da ihr die Kinder Israel lehret alle Rechte, die der Herr zu euch 
geredet hat durch Mose.
12. Und Mose redete mit Aaron und mit seinen brigen Shnen, Eleazar und 
Ithamar: Nehmet, das berblieben ist vom Speisopfer an den Opfern des 
Herrn und esset es ungesuert bei dem Altar; denn es ist das 
Allerheiligste.
13. Ihr sollt es aber an heiliger Sttte essen; denn das ist dein Recht 
und deiner Shne Recht an den Opfern des Herrn; denn so ist mir's geboten.
14. Aber die Webebrust und die Hebeschulter sollst du und deine Shne und 
deine Tchter mit dir essen an reiner Sttte; denn solch Recht ist dir und 
deinen Kindern gegeben an den Dankopfern der Kinder Israel.
15. Denn die Hebeschulter und die Webebrust zu den Opfern des Fettes 
werden gebracht, da sie zur Webe gewebet werden vor dem Herrn: darum 
ist's dein und deiner Kinder zum ewigen Recht, wie der Herr geboten hat.
16. Und Mose suchte den Bock des Sndopfers und fand ihn verbrannt. Und er 
ward zornig ber Eleazar und Ithamar, Aarons Shne, die noch brig waren, 
und sprach:
17. Warum habt ihr das Sndopfer nicht gegessen an heiliger Sttte? denn 
es das Allerheiligste ist, und er hat's euch gegeben, da ihr die Missetat 
der Gemeine tragen sollt, da ihr sie vershnet vor dem Herrn.
18. Siehe, sein Blut ist nicht kommen in das Heilige hinein. Ihr solltet 
es im Heiligen gegessen haben, wie mir geboten ist.
19. Aaron aber sprach zu Mose: Siehe, heute haben sie ihr Sndopfer und 
ihr Brandopfer vor dem Herrn geopfert, und es ist mir also gegangen, wie 
du siehest; und ich sollte essen heute vom Sndopfer? Sollte das dem Herrn 
gefallen?
20. Da das Mose hrete, lie er's ihm gefallen.
Das dritte Buch Mose 11
1. Und der Herr redete mit Mose und Aaron und sprach zu ihnen:
2. Redet mit den Kindern Israel und sprechet: Das sind die Tiere, die ihr 
essen sollt unter allen Tieren auf Erden.
3. Alles, was die Klauen spaltet und wiederkuet unter den Tieren, das 
sollt ihr essen.
4. Was aber wiederkuet und hat Klauen und spaltet sie doch nicht, als das 
Kamel, das ist euch unrein, und sollt es nicht essen.
5. Die Kaninchen wiederkuen wohl, aber sie spalten die Klauen nicht; 
darum sind sie unrein.
6. Der Hase wiederkuet auch, aber er spaltet die Klauen nicht; darum ist 
er euch unrein.
7. Und ein Schwein spaltet wohl die Klauen, aber es wiederkuet nicht; 
darum soll es euch unrein sein.
8. Von diesem Fleisch sollt ihr nicht essen, noch ihr Aas anrhren; denn 
sie sind euch unrein.
9. Dies sollt ihr essen unter dem, das in Wassern ist: Alles, was 
Flofedern und Schuppen hat in Wassern, im Meer und Bchen, sollt ihr 
essen.
10. Alles aber, was nicht Flofedern und Schuppen hat im Meer und Bchen, 
unter allem, das sich reget in Wassern, und allem, was lebet im Wasser, 
soll euch eine Scheu sein,
11. da ihr von ihrem Fleisch nicht esset und vor ihrem Aas euch scheuet.
12. Denn alles, was nicht Flofedern und Schuppen hat in Wassern, sollt 
ihr scheuen.
13. Und dies sollt ihr scheuen unter den Vgeln, da ihr's nicht esset: 
den Adler, den Habicht, den Fischaar,
14. den Geier, den Weihe und was seiner Art ist,
15. und alle Raben mit ihrer Art,
16. den Strau, die Nachteule, den Kuckuck, den Sperber mit seiner Art,
17. das Kuzlein, den Schwan, den Huhu,
18. die Fledermaus, die Rohrdommel,
19. den Storch, den Reiher, den Heher mit seiner Art, den Wiedehopf und 
die Schwalbe.
20. Alles auch, was sich reget unter den Vgeln und gebet auf vier Fen, 
das soll euch eine Scheu sein.
21. Doch das sollt ihr essen von Vgeln, das sich reget und gehet auf vier 
Fen und nicht mit zweien Beinen auf Erden hpfet.
22. Von denselben mget ihr essen, als da ist: Arbe mit seiner Art und 
Selaam mit seiner Art und Hargol mit seiner Art und Hagab mit ihrer Art.
23. Alles aber, was sonst vier Fe hat unter den Vgeln, soll euch eine 
Scheu sein,
24. und sollt sie unrein achten. Wer solcher Aas anrhret, der wird unrein 
sein bis auf den Abend.
25. Und wer dieser Aas eines tragen wird, der soll seine Kleider waschen 
und wird unrein sein bis auf den Abend.
26. Darum alles Tier, das Klauen hat und spaltet sie nicht und wiederkuet 
nicht, das soll euch unrein sein; wer es anrhret, wird unrein sein.
27. Und alles, was auf Tappen gebet unter den Tieren, die auf vier Fen 
gehen, soll euch unrein sein; wer ihr Aas anrhret, wird unrein sein bis 
auf den Abend.
28. Und wer ihr Aas trgt, soll seine Kleider waschen und, unrein sein bis 
auf den Abend; denn solche sind euch unrein.
29. Diese sollen euch auch unrein sein unter den Tieren, die auf Erden 
kriechen: das Wiesel, die Maus, die Krte, ein jegliches mit seiner Art;
30. der Igel, der Molch, die Eidechse, die Blindschleiche und der Maulwurf.
31. Die sind euch unrein unter allem, das da kreucht wer ihr Aas anrhret, 
der wird unrein sein bis an den Abend.
32. Und alles, worauf ein solch tot Aas fllt, das wird unrein, es sei 
allerlei hlzern Gef, oder Kleider, oder Fell, oder Sack; und alles 
Gerte, damit man etwas schaffet, soll man ins Wasser tun, und ist unrein 
bis auf den Abend; alsdann wird's rein.
33. Allerlei irden Gef, wo solcher Aas eines drein fllt, wird alles 
unrein, was drinnen ist; und sollt es zerbrechen.
34. Alle Speise, die man isset, so solches Wasser drein kommt, ist unrein; 
und aller Trank, den man trinket, in allerlei solchem Gef, ist unrein.
35. Und alles, worauf ein solch Aas fllt, wird unrein, es sei Ofen oder 
Kessel, so soll man's zerbrechen; denn es ist unrein, und soll euch unrein 
sein.
36. Doch die Brunnen und Klke und Teiche sind rein. Wer aber ihr Aas 
anrhret, ist unrein.
37. Und ob ein solch Aas fiele auf Samen, den man gest hat, so ist er 
doch rein.
38. Wenn man aber Wasser ber den Samen gsse, und fiele danach ein solch 
Aas darauf, so wrde er euch unrein.
39. Wenn ein Tier stirbt, das ihr essen mget: wer das Aas anrhret, der 
ist unrein bis an den Abend.
40. Wer von solchem Aas isset, der soll sein Kleid waschen und wird unrein 
sein bis an den Abend. Also wer auch trgt ein solch Aas, soll sein Kleid 
waschen und wird unrein sein bis an den Abend.
41. Was auf Erden schleicht, das soll euch eine Scheu sein, und man soll's 
nicht essen.
42. Und alles, was auf dem Bauch kreucht, und alles, was auf vier oder 
mehr Fen gehet, unter allem, das auf Erden schleicht, sollt ihr nicht 
essen; denn es soll euch eine Scheu sein.
43. Machet eure Seele nicht zum Scheusal und verunreiniget euch nicht an 
ihnen, da ihr euch besudelt.
44. Denn ich bin der Herr, euer Gott. Darum sollt ihr euch heiligen, da 
ihr heilig seid, denn ich bin heilig; und sollt nicht eure Seele 
verunreinigen an irgend einem kriechenden Tier, das auf Erden schleicht.
45. Denn ich bin der Herr, der euch aus gyptenland gefhret hat, da ich 
euer Gott sei. Darum sollt ihr heilig sein, denn ich bin heilig.
46. Dies ist das Gesetz von den Tieren und Vgeln und allerlei kriechenden 
Tieren im Wasser und allerlei Tieren, die auf Erden schleichen,
47. da ihr unterscheiden knntet, was unrein und rein ist, und welches 
Tier man essen und welches man nicht essen soll.
Das dritte Buch Mose 12
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Rede mit den Kindern Israel und sprich: Wenn ein Weib besamet wird und 
gebiert ein Knblein, so soll sie sieben Tage unrein sein, solange sie 
ihre Krankheit leidet.
3. Und am achten Tage soll man das Fleisch seiner Vorhaut beschneiden.
4. Und sie soll daheim bleiben dreiunddreiig Tage im Blut ihrer 
Reinigung. Kein Heiliges soll sie anrhren und zum Heiligtum soll sie 
nicht kommen, bis da die Tage ihrer Reinigung aus sind.
5. Gebiert sie aber ein Mgdlein, so soll sie zwo Wochen unrein sein, 
solange sie ihre Krankheit leidet, und soll sechsundsechzig Tage daheim 
bleiben in dem Blut ihrer Reinigung.
6. Und wenn die Tage ihrer Reinigung aus sind fr den Sohn oder fr die 
Tochter, soll sie ein jhrig Lamm bringen zum Brandopfer und eine junge 
Taube oder Turteltaube zum Sndopfer dem Priester vor die Tr der Htte 
des Stifts.
7. Der soll es opfern vor dem Herrn und sie vershnen; so wird sie rein 
von ihrem Blutgang. Das ist das Gesetz fr die, so ein Knblein oder 
Mgdlein gebiert.
8. Vermag aber ihre Hand nicht ein Schaf, so nehme sie zwo Turteltauben 
oder zwo junge Tauben, eine zum Brandopfer, die andere zum Sndopfer; so 
soll sie der Priester vershnen, da sie rein werde.
Das dritte Buch Mose 13
1. Und der Herr redete mit Mose und Aaron und sprach:
2. Wenn einem Menschen an der Haut seines Fleisches etwas auffhret, oder 
schbicht oder eiterwei wird, als wollte ein Aussatz werden an der Haut 
seines Fleisches, soll man ihn zum Priester Aaron fhren oder zu seiner 
Shne einem unter den Priestern.
3. Und wenn der Priester das Mal an der Haut des Fleisches siehet, da die 
Haare in Wei verwandelt sind, und das Ansehen an dem Ort tiefer ist denn 
die andere Haut seines Fleisches, so ist's gewi der Aussatz. Darum soll 
ihn der Priester besehen und fr unrein urteilen.
4. Wenn aber etwas eiterwei ist an der Haut seines Fleisches, und doch 
das Ansehen nicht tiefer denn die andere Haut des Fleisches, und die Haare 
nicht in Wei verwandelt sind, so soll der Priester denselben verschlieen 
sieben Tage
5. und am siebenten Tage besehen. Ist's, da das Mal bleibt, wie er's 
zuvor gesehen hat, und hat nicht weiter gefressen an der Haut,
6. so soll ihn der Priester abermal sieben Tage verschlieen. Und wenn er 
ihn zum andernmal am siebenten Tage besiehet und findet, da das Mal 
verschwunden ist und nicht weiter gefressen hat an der Haut, so soll er 
ihn rein urteilen, denn es ist Grind. Und er soll seine Kleider waschen, 
so ist er rein.
7. Wenn aber der Grind weiter frit in der Haut, nachdem er vom Priester 
besehen und rein gesprochen ist, und wird nun zum andernmal vom Priester 
besehen;
8. wenn denn da der Priester siehet, da der Grind weiter gefressen hat in 
der Haut, soll er ihn unrein urteilen, denn es ist gewi Aussatz.
9. Wenn ein Mal des Aussatzes am Menschen sein wird, den soll man zum 
Priester bringen.
10. Wenn derselbe siehet und findet, da wei aufgefahren ist an der Haut, 
und die Haare in Wei verwandelt, und roh Fleisch im Geschwr ist,
11. so ist's gewi ein alter Aussatz in der Haut seines Fleisches. Darum 
soll ihn der Priester unrein urteilen und nicht verschlieen; denn er ist 
schon unrein.
12. Wenn aber der Aussatz blhet in der Haut und bedeckt die ganze Haut, 
von dem Haupt an bis auf die Fe, alles, was dem Priester vor Augen sein 
mag;
13. wenn dann der Priester besiehet und findet, da der Aussatz das ganze 
Fleisch bedeckt hat, so soll er denselben rein urteilen, dieweil es alles 
an ihm in Wei verwandelt ist; denn er ist rein.
14. Ist aber roh Fleisch da des Tages, wenn er besehen wird, so ist er 
unrein.
15. Und wenn der Priester das rohe Fleisch besiehet, soll er ihn unrein 
urteilen; denn er ist unrein, und es ist gewi Aussatz.
16. Verkehret sich aber das rohe Fleisch wieder und verwandelt sich in 
Wei, so soll er zum Priester kommen.
17. Und wenn der Priester besiehet und findet, da das Mal ist in Wei 
verwandelt, soll er ihn rein urteilen, denn er ist rein.
18. Wenn in jemandes Fleisch an der Haut eine Drse wird, und wieder 
heilet,
19. danach an demselben Ort etwas wei auffhret oder rtlich Eiterwei 
wird, soll er vom Priester besehen werden.
20. Wenn dann der Priester siehet, da das Ansehen tiefer ist denn die 
andere Haut und das Haar in Wei verwandelt; so soll er ihn unrein 
urteilen; denn es ist gewi ein Aussatzmal aus der Drse worden.
21. Siehet aber der Priester und findet, da die Haare nicht wei sind, 
und ist nicht tiefer denn die andere Haut, und ist verschwunden, so soll 
er ihn sieben Tage verschlieen.
22. Frit es weiter in der Haut, so soll er ihn unrein urteilen; denn es 
ist gewi ein Aussatzmal.
23. Bleibt aber das Eiterwei also stehen und frit nicht weiter, so ist's 
die Narbe von der Drse, und der Priester soll ihn rein urteilen.
24. Wenn sich jemand an der Haut am Feuer brennet, und das Brandmal 
rtlich oder wei, ist,
25. und der Priester ihn besiehet und findet das Haar in Wei verwandelt 
an dem Brandmal und das Ansehen tiefer denn die andere Haut, so ist gewi 
Aussatz aus dem Brandmal worden. Darum soll ihn der Priester unrein 
urteilen; denn es ist ein Aussatzmal.
26. Siehet aber der Priester und findet, da die Haare am Brandmal nicht 
in Wei verwandelt, und nicht tiefer ist denn die andere Haut, und ist 
dazu verschwunden, soll er ihn sieben Tage verschlieen.
27. Und am siebenten Tage soll er ihn besehen. Hat's weiter gefressen an 
der Haut, so soll er ihn unrein urteilen; denn es ist Aussatz.
28. Ist's aber gestanden an dem Brandmal und nicht weiter gefressen an der 
Haut und ist dazu verschwunden, so ist's ein Geschwr des Brandmals. Und 
der Priester soll ihn rein urteilen; denn es ist eine Narbe des Brandmals.
29. Wenn ein Mann oder Weib auf dem Haupt oder am Bart schbicht wird,
30. und der Priester das Mal besiehet und findet, da das Ansehen tiefer 
ist denn die andere Haut, und das Haar daselbst glden und dnne, so soll 
er ihn unrein urteilen; denn es ist ausstziger Grind des Haupts oder des 
Barts.
31. Siehet aber der Priester, da der Grind nicht tiefer anzusehen ist 
denn die Haut, und das Haar nicht falb ist, soll er denselben sieben Tage 
verschlieen.
32. Und wenn er am siebenten Tage besiehet und findet, da der Grind nicht 
weiter gefressen hat, und kein glden Haar da ist, und das Ansehen des 
Grindes nicht tiefer ist denn die andere Haut,
33. soll er sich bescheren, doch da er den Grind nicht beschere. Und soll 
ihn der Priester abermal sieben Tage verschlieen.
34. Und wenn er ihn am siebenten Tage besiehet und findet, da der Grind 
nicht weiter gefressen hat in der Haut, und das Ansehen ist nicht tiefer 
denn die andere Haut, so soll ihn der Priester rein sprechen; und er soll 
seine Kleider waschen, denn er ist rein.
35. Frit aber der Grind weiter an der Haut, nachdem er rein gesprochen 
ist,
36. und der Priester besiehet und findet, da der Grind also weiter 
gefressen hat an der Haut, so soll er nicht mehr danach fragen, ob die 
Haare glden sind; denn er ist unrein.
37. Ist aber vor Augen der Grind still gestanden, und falb Haar daselbst 
aufgegangen, so ist der Grind heil und er rein. Darum soll ihn der 
Priester rein sprechen.
38. Wenn einem Mann oder Weib an der Haut ihres Fleisches etwas eiterwei 
ist,
39. und der Priester siehet daselbst, da das Eiterwei schwindet, das ist 
ein weier Grind, in der Haut aufgegangen, und er ist rein.
40. Wenn einem Manne die Haupthaare ausfallen, da er kahl wird, der ist 
rein.
41. Fallen sie ihm vorne am Haupt aus, und wird eine Glatze, so ist er 
rein.
42. Wird aber an der Glatze, oder da er kahl ist, ein wei oder rtlich 
Mal, so ist ihm Aussatz an der Glatze oder am Kahlkopf aufgegangen.
43. Darum soll ihn der Priester besehen. Und wenn er findet, da ein wei 
oder rtlich Mal aufgelaufen an seiner Glatze oder Kahlkopf, da es 
siehet, wie sonst der Aussatz an der Haut,
44. so ist er ausstzig und unrein; und der Priester soll ihn unrein 
sprechen solches Mals halben auf seinem Haupt.
45. Wer nun ausstzig ist, des Kleider sollen zerrissen sein und das Haupt 
blo und die Lippen verhllet und soll allerdinge unrein genannt werden:
46. Und solange das Mal an ihm ist, soll er unrein sein, alleine wohnen, 
und seine Wohnung soll auer dem Lager sein.
47. Wenn an einem Kleide eines Aussatzes Mal sein wird, es sei wollen oder 
leinen,
48. am Werft oder am Eintracht, es sei leinen oder wollen, oder an einem 
Fell, oder an allem, das aus Fellen gemacht wird;
49. und wenn das Mal bleich oder rtlich ist am Kleid, oder am Fell, oder 
am Werft, oder am Eintracht, oder an einigerlei Ding, das von Fellen 
gemacht ist: das ist gewi ein Mal des Aussatzes; darum soll's der 
Priester besehen.
50. Und wenn er das Mal siehet, soll er's einschlieen sieben Tage.
51. Und wenn er am siebenten Tage siehet, da das Mal hat weiter gefressen 
am Kleid, am Werft oder am Eintracht, am Fell oder an allem, das man aus 
Fellen macht, so ist's ein fressend Mal des Aussatzes und ist unrein.
52. Und soll das Kleid verbrennen, oder den Werft, oder den Eintracht, es 
sei wollen oder leinen, oder allerlei Fellwerk, darin solch Mal ist; denn 
es ist ein Mal des Aussatzes; und soll es mit Feuer verbrennen.
53. Wird aber der Priester sehen, da das Mal nicht weiter gefressen hat 
am Kleid, oder am Werft, oder am Eintracht, oder an allerlei Fellwerk,
54. so soll er gebieten, da man's wasche, darin das Mal ist; und soll es 
einschlieen andere sieben Tage.
55. Und wenn der Priester sehen wird, nachdem das Mal gewaschen ist, da 
das Mal nicht verwandelt ist vor seinen Augen und auch nicht weiter 
gefressen hat, so ist's unrein, und sollst es mit Feuer verbrennen; denn 
es ist tief eingefressen und hat es beschabt gemacht.
56. Wenn aber der Priester siehet, da das Mal verschwunden ist nach 
seinem Waschen, so soll er's abreien vom Kleid, vom Fell, vom Werft oder 
vom Eintracht.
57. Wird's aber noch gesehen am Kleid, am Werft, am Eintracht oder 
allerlei Fellwerk, so ist's ein Fleck, und sollst es mit Feuer verbrennen, 
darin solch Mal ist.
58. Das Kleid aber, oder Werft, oder Eintracht, oder allerlei Fellwerk, 
das gewaschen ist und das Mal von ihm gelassen hat, soll man zum andernmal 
waschen, so ist s rein.
59. Das ist das Gesetz ber die Male des Aussatzes an Kleidern, sie seien 
wollen oder leinen, am Werft und am Eintracht und an allerlei Fellwerk, 
rein oder unrein zu sprechen.
Das dritte Buch Mose 14
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Das ist das Gesetz ber den Ausstzigen, wenn er soll gereinigt werden. 
Er soll zum Priester kommen,
3. und der Priester soll aus dem Lager gehen und besehen, wie das Mal des 
Aussatzes am Ausstzigen heil worden ist;
4. und soll gebieten dem, der zu reinigen ist, da er zween lebendige 
Vgel nehme, die da rein sind, und Zedernholz und rosinfarbene Wolle und 
Ysop
5. Und soll gebieten, den einen Vogel zu schlachten in einem irdenen Gef 
am flieenden Wasser.
6. Und soll den lebendigen Vogel nehmen mit dem Zedernholz, rosinfarbener 
Wolle und Ysop und in des geschlachteten Vogels Blut tunken am flieenden 
Wasser
7. und besprengen den, der vom Aussatz zu reinigen ist, siebenmal; und 
reinige ihn also und lasse den lebendigen Vogel ins freie Feld fliegen.
8. Der Gereinigte aber soll seine Kleider waschen und alle seine Haare 
abscheren und sich mit Wasser baden, so ist er rein. Danach gehe er ins 
Lager; doch soll er auer seiner Htte sieben Tage bleiben.
9. Und am siebenten Tage soll er alle seine Haare abscheren auf dem Haupt, 
am Barte, an den Augenbrauen, da alle Haare abgeschoren seien, und soll 
seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden, so ist er rein.
10. Und am achten Tage soll er zwei Lmmer nehmen ohne Wandel und ein 
jhrig Schaf ohne Wandel und drei Zehnten Semmelmehl zum Speisopfer, mit 
l gemenget, und ein Log ls.
11. Da soll der Priester denselben Gereinigten und diese Dinge stellen vor 
den Herrn vor der Tr der Htte des Stifts.
12. Und soll das eine Lamm nehmen und zum Schuldopfer opfern mit dem Log 
l; und soll solches vor dem Herrn weben;
13. und danach das Lamm schlachten, da man das Sndopfer und Brandopfer 
schlachtet, nmlich an heiliger Sttte; denn wie das Sndopfer, also ist 
auch das Schuldopfer des Priesters; denn es ist das Allerheiligste.
14. Und der Priester soll des Bluts nehmen vom Schuldopfer und dem 
Gereinigten auf den Knorpel des rechten Ohrs tun und auf den Daumen seiner 
rechten Hand und auf den groen Zehen seines rechten Fues.
15. Danach soll er des ls aus dem Log nehmen und in seine (des Priesters) 
linke Hand gieen,
16. und mit seinem rechten Finger in das l tunken, das in seiner linken 
Hand ist, und sprengen mit seinem Finger das l siebenmal vor dem Herrn.
17. Das brige l aber in seiner Hand soll er dem Gereinigten auf den 
Knorpel des rechten Ohrs tun und auf den rechten Daumen und auf den groen 
Zehen seines rechten Fues, oben auf das Blut des Schuldopfers.
18. Das brige l aber in seiner Hand soll er auf des Gereinigten Haupt 
tun und ihn vershnen vor dem Herrn.
19. Und soll das Sndopfer machen und den Gereinigten vershnen seiner 
Unreinigkeit halben; und soll danach das Brandopfer schlachten
20. und, soll es auf dem Altar opfern samt dem Speisopfer und ihn 
vershnen, so ist er rein.
21. Ist er aber arm und mit seiner Hand nicht so viel erwirbt, so nehme er 
ein Lamm zum Schuldopfer zu weben, ihn zu vershnen, und einen Zehnten 
Semmelmehl, mit l gemenget, zum Speisopfer und ein Log l
22. und zwo Turteltauben oder zwo junge Tauben, die er mit seiner Hand 
erwerben kann, da eine sei ein Sndopfer, die andere ein Brandopfer;
23. und bringe sie am achten Tage seiner Reinigung zum Priester vor der 
Tr der Htte des Stifts, vor dem Herrn.
24. Da soll der Priester das Lamm zum Schuldopfer nehmen und das Log l 
und soll's alles weben vor dem Herrn;
25. und das Lamm des Schuldopfers schlachten und des Bluts nehmen von 
demselben Schuldopfer und dem Gereinigten tun auf den Knorpel seines 
rechten Ohrs und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf den groen 
Zehen seines rechten Fues;
26. und des ls in seine (des Priesters) linke Hand gieen
27. und mit seinem rechten Finger das l, das in seiner linken Hand ist, 
siebenmal sprengen vor dem Herrn.
28. Des brigen aber in seiner Hand soll er dem Gereinigten auf den 
Knorpel seines rechten Ohrs und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf 
den groen Zehen seines rechten Fues tun, oben auf das Blut des 
Schuldopfers.
29. Das brige l aber in seiner Hand soll er dem Gereinigten auf das 
Haupt tun, ihn zu vershnen vor dem Herrn,
30. und danach aus der einen Turteltaube oder jungen Taube, wie seine Hand 
hat mgen erwerben,
31. ein Sndopfer, aus der andern ein Brandopfer machen samt dem 
Speisopfer. Und soll der Priester den Gereinigten also vershnen vor dem 
Herrn.
32. Das sei das Gesetz fr den Ausstzigen, der mit seiner Hand nicht 
erwerben kann, was zu seiner Reinigung gehrt.
33. Und der Herr redete mit Mose und Aaron und sprach:
34. Wenn ihr ins Land Kanaan kommt, das ich euch zur Besitzung gebe, und 
werde irgend in einem Hause eurer Besitzung ein Aussatzmal geben,
35. so soll der kommen, des das Haus ist, dem Priester ansagen und 
sprechen: Es siehet mich an, als sei ein Aussatzmal an meinem Hause.
36. Da soll der Priester heien, da sie das Haus ausrumen, ehe denn der 
Priester hineingehet, das Mal zu besehen, auf da nicht unrein werde 
alles, was im Hause ist; danach soll der Priester hineingehen, das Haus zu 
besehen.
37. Wenn er nun das Mal besiehet und findet, da an der Wand des Hauses 
gelbe oder rtliche Grblein sind und ihr Ansehen tiefer, denn sonst die 
Wand ist,
38. so soll er zum Hause zur Tr herausgehen und das Haus sieben Tage 
verschlieen.
39. Und wenn er am siebenten Tage wiederkommt und siehet, da das Mal 
weiter gefressen hat an des Hauses Wand,
40. so soll er die Steine heien ausbrechen, darin das Mal ist, und hinaus 
vor die Stadt an einen unreinen Ort werfen.
41. Und das Haus soll man inwendig ringsherum schaben, und soll den 
abgeschabten Leimen hinaus vor die Stadt an einen unreinen Ort schtten
42. und andere Steine nehmen und an jener Statt tun und andern Leimen 
nehmen und das Haus bewerfen.
43. Wenn dann das Mal wiederkommt und ausbricht am Hause, nachdem man die 
Steine ausgerissen und das Haus anders beworfen hat,
44. so soll der Priester hineingehen. Und wenn er siehet, da das Mal 
weiter gefressen hat am Hause, so ist's gewi ein fressender Aussatz am 
Hause und ist unrein.
45. Darum soll man das Haus abbrechen, Stein und Holz, und allen Leimen am 
Hause, und soll's hinausfhren vor die Stadt an einen unreinen Ort.
46. Und wer in das Haus gehet, solange es verschlossen ist, der ist unrein 
bis an den Abend.
47. Und wer drinnen liegt oder drinnen isset, der soll seine Kleider 
waschen.
48. Wo aber der Priester, wenn er hineingehet, siehet, da dies Mal nicht 
weiter am Hause gefressen hat, nachdem das Haus beworfen ist, so soll er's 
reinsprechen, denn das Mal ist heil worden.
49. Und soll zum Sndopfer fr das Haus nehmen zween Vgel, Zedernholz und 
rosinfarbne Wolle und Ysop
50. und den einen Vogel schlachten in einem irdenen Gef an einem 
flieenden Wasser.
51. Und soll nehmen das Zedernholz, die rosinfarbne Wolle, den Ysop und 
den lebendigen Vogel und in des geschlachteten Vogels Blut tunken an dem 
flieenden Wasser und das Haus siebenmal besprengen.
52. Und soll also das Haus entsndigen mit dem Blut des Vogels und mit 
flieendem Wasser, mit dem lebendigen Vogel, mit dem Zedernholz, mit Ysop 
und mit rosinfarbner Wolle.
53. Und soll den lebendigen Vogel lassen hinaus vor die Stadt ins freie 
Feld fliegen und das Haus vershnen, so ist's rein.
54. Das ist das Gesetz ber allerlei Mal des Aussatzes und Grindes:
55. ber den Aussatz der Kleider und der Huser,
56. ber die Beulen, Gntze und Eiterwei,
57. auf da man wisse, wenn etwas unrein oder rein ist Das ist das Gesetz 
vom Aussatz.
Das dritte Buch Mose 15
1. Und der Herr redete mit Mose und Aaron und sprach:
2. Redet mit den Kindern Israel und sprecht zu ihnen: Wenn ein Mann an 
seinem Fleisch einen Flu hat, derselbe ist unrein.
3. Dann aber ist er unrein an diesem Flu, wenn sein Fleisch vom Flu 
eitert oder verstopft ist.
4. Alles Lager, darauf er liegt, und alles, darauf er sitzet, wird unrein 
werden.
5. Und wer sein Lager anrhret; der soll seine Kleider waschen und sich 
mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
6. Und wer sich setzt, da er gesessen hat, der soll seine Kleider waschen 
und sich mit Wasser baden und sein bis auf den Abend.
7. Wer sein Fleisch anrhret, der soll seine Kleider waschen und sich mit 
Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
8. Wenn er seinen Speichel wirft auf den der rein ist, der soll seine 
Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den 
Abend.
9. Und der Sattel, darauf er reitet, wird unrein werden.
10. Und wer anrhret irgend etwas, das er unter sich gehabt hat, der wird 
unrein sein bis auf den Abend. Und wer solches trgt, der soll seine 
Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den 
Abend.
11. Und welchen er anrhret, ehe er die Hnde wschet, der soll seine 
Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den 
Abend.
12. Wenn er ein irden Gef anrhret, das soll man zerbrechen; aber das 
hlzerne Gef soll man mit Wasser splen.
13. Und wenn er rein wird von seinem Flu, so soll er sieben Tage zhlen, 
nach dem er rein worden ist, und seine Kleider waschen und sein Fleisch 
mit flieendem Wasser baden, so ist er rein.
14. Und am achten Tage soll er zwo Turteltauben oder zwo junge Tauben 
nehmen und vor den Herrn bringen vor der Tr der Htte des Stifts und dem 
Priester geben.
15. Und der Priester soll aus einer ein Sndopfer, aus der andern ein 
Brandopfer machen und ihn vershnen vor dem Herrn seines Flusses halben.
16. Wenn einem Mann im Schlaf der Same entgehet, der soll sein ganzes 
Fleisch mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
17. Und das Kleid und alles Fell, das mit solchem Samen beflecket ist, 
soll er waschen mit Wasser und unrein sein bis auf den Abend
18. Ein Weib, bei welchem ein solcher liegt, die soll sich mit Wasser 
baden und unrein sein bis auf den Abend.
19. Wenn ein Weib ihres Leibes Blutflu hat, die soll sieben Tage beiseit 
getan werden; wer sie anrhret, der wird unrein sein bis auf den Abend.
20. Und alles, worauf sie liegt, solange sie ihre Zeit hat, wird unrein 
sein; und worauf sie sitzt, wird unrein sein.
21. Und wer ihr Lager anrhret, der soll seine Kleider waschen und sich 
mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
22. Und wer anrhret irgendwas, darauf sie gesessen hat, soll seine 
Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den 
Abend.
23. Und wer etwas anrhret, das auf ihrem Lager, oder wo sie gesessen, 
gelegen oder gestanden, soll unrein sein bis auf den Abend.
24. Und wenn ein Mann bei ihr liegt, und es kommt sie ihre Zeit an bei 
ihm; der wird sieben Tage unrein sein, und das Lager, darauf er gelegen 
ist, wird unrein sein.
25. Wenn aber ein Weib ihren Blutflu eine lange Zeit hat, nicht allein 
zur gewhnlichen Zeit, sondern auch ber die gewhnliche Zeit, so wird sie 
unrein sein, solange sie fleut; wie zur Zeit ihrer Absonderung, so soll 
sie auch hie unrein sein.
26. Alles Lager, darauf sie liegt, die ganze Zeit ihres Flusses, soll sein 
wie das Lager ihrer Absonderung. Und alles, worauf sie sitzt, wird unrein 
sein, gleich der Unreinigkeit ihrer Absonderung.
27. Wer der etwas anrhret, der wird unrein sein und soll seine Kleider 
waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend.
28. Wird sie aber rein von ihrem Flu, so soll sie sieben Tage zhlen; 
danach soll sie rein sein.
29. Und am achten Tage soll sie zwo Turteltauben oder zwo junge Tauben 
nehmen und zum Priester bringen vor die Tr der Htte des Stifts.
30. Und der Priester soll aus einer machen ein Sndopfer, aus der andern 
ein Brandopfer und sie vershnen vor dem Herrn ber dem Flu ihrer 
Unreinigkeit.
31. So sollt ihr die Kinder Israel warnen vor ihrer Unreinigkeit, da sie 
nicht sterben in ihrer Unreinigkeit, wenn sie meine Wohnung verunreinigen, 
die unter euch ist.
32. Das ist das Gesetz ber den, der einen Flu hat, und dem der Same im 
Schlaf entgehet, da er unrein davon wird,
33. und ber die, die ihren Blutflu hat, und wer einen Flu hat, es sei 
Mann oder Weib, und wenn ein Mann bei einer Unreinen liegt.
Das dritte Buch Mose 16
1. Und der Herr redete mit Mose (nachdem die zween Shne Aarons gestorben 
waren, da sie vor dem Herrn opferten)
2. und sprach: Sage deinem Bruder Aaron, da er nicht allerlei Zeit in das 
inwendige Heiligtum gehe hinter dem Vorhang vor dem Gnadenstuhl, der auf 
der Lade ist, da er nicht sterbe; denn ich will in einer Wolke erscheinen 
auf dem Gnadenstuhl.
3. Sondern damit soll er hineingehen: mit einem jungen Farren zum 
Sndopfer und mit einem Widder zum Brandopfer.
4. Und soll den heiligen leinenen Rock anlegen und leinen Niederwand an 
seinem Fleisch haben und sich mit einem leinenen Grtel grten und den 
leinenen Hut aufhaben; denn das sind die heiligen Kleider; und soll sein 
Fleisch mit Wasser baden und sie anlegen.
5. Und soll von der Gemeine der Kinder Israel zween Ziegenbcke nehmen zum 
Sndopfer und einen Widder zum Brandopfer.
6. Und Aaron soll den Farren, sein Sndopfer, herzubringen und sich und 
sein Haus vershnen;
7. und danach die zween Bcke nehmen und vor den Herrn stellen vor der Tr 
der Htte des Stifts.
8. Und soll das Los werfen ber die zween Bcke, ein Los dem Herrn und das 
andere dem ledigen Bock.
9. Und soll den Bock, auf welchen des Herrn Los fllt, opfern zum 
Sndopfer.
10. Aber den Bock, auf welchen das Los des ledigen fllt, soll er lebendig 
vor den Herrn stellen, da er ihn vershne, und lasse den ledigen Bock in 
die Wste.
11. Und also soll er denn den Farren seines Sndopfers herzubringen und 
sich und sein Haus vershnen; und soll ihn schlachten.
12. Und soll einen Napf voll Glut vom Altar nehmen, der vor dem Herrn 
stehet, und die Hand voll zerstoenes Ruchwerks und hinein hinter den 
Vorhang bringen;
13. und das Ruchwerk aufs Feuer tun vor dem Herrn, da der Nebel vom 
Ruchwerk den Gnadenstuhl bedecke, der auf dem Zeugnis ist, da er nicht 
sterbe.
14. Und soll des Bluts vom Farren nehmen und mit seinem Finger gegen den 
Gnadenstuhl sprengen vorne an; siebenmal soll er also vor dem Gnadenstuhl 
mit seinem Finger vom Blutsprengen.
15. Danach soll er den Bock, des Volks Sndopfer, schlachten und seines 
Bluts hineinbringen hinter den Vorhang; und soll mit seinem Blut tun, wie 
er mit des Farren Blut getan hat, und damit auch sprengen vorne gegen den 
Gnadenstuhl;
16. und soll also vershnen das Heiligtum von der Unreinigkeit der Kinder 
Israel und von ihrer bertretung in allen ihren Snden. Also soll er tun 
der Htte des Stifts; denn sie sind unrein, die umher
17. Kein Mensch soll in der Htte des Stifts sein wenn er hineingehet, zu 
vershnen im Heiligtum, bis er herausgehe; und soll also vershnen sich 
und sein Haus und die ganze Gemeine Israel.
18. Und wenn er herausgehet zum Altar, der vor dem Herrn stehet, soll er 
ihn vershnen und soll des Bluts vom Farren und des Bluts vom Bock nehmen 
und auf des Altars Hrner umher tun.
19. Und soll mit seinem Finger vom Blut darauf sprengen siebenmal und ihn 
reinigen und heiligen von der Unreinigkeit der Kinder Israel.
20. Und wenn er vollbracht hat das Vershnen des Heiligtums und der Htte 
des Stifts und des Altars, so soll er den lebendigen Bock herzubringen.
21. Da soll denn Aaron seine beiden Hnde auf sein Haupt legen und 
bekennen auf ihn alle Missetat der Kinder Israel und alle ihre bertretung 
in allen ihren Snden; und soll sie dem Bock auf das Haupt legen und ihn 
durch einen Mann, der vorhanden ist, in die Wste laufen lassen,
22. da also der Bock alle ihre Missetat auf ihm in eine Wildnis trage; 
und lasse ihn in die Wste.
23. Und Aaron soll in die Htte des Stifts gehen und ausziehen die 
leinenen Kleider, die er anzog, da er in das Heiligtum ging, und soll sie 
daselbst lassen.
24. Und soll sein Fleisch mit Wasser baden an heiliger Sttte und seine 
eigenen Kleider antun; und herausgehen und sein Brandopfer und des Volks 
Brandopfer machen und beide sich und das Volk vershnen,
25. und das Fett vom Sndopfer auf dem Altar anznden.
26. Der aber den ledigen Bock hat ausgefhret, soll seine Kleider waschen 
und sein Fleisch mit Wasser baden und danach ins Lager kommen.
27. Den Farren des Sndopfers und den Bock des Sndopfers, welcher Blut in 
das Heiligtum zu vershnen gebracht wird, soll man hinausfhren vor das 
Lager und mit Feuer verbrennen, beide ihre Haut, Fleisch und Mist.
28. Und der sie verbrennet, soll seine Kleider waschen und sein Fleisch 
mit Wasser baden und danach ins Lager kommen.
29. Auch soll euch das ein ewiges Recht sein: Am zehnten Tage des 
siebenten Monden sollt ihr euren Leib kasteien und kein Werk tun, er sei 
einheimisch oder fremd unter euch.
30. Denn an diesem Tage geschieht eure Vershnung, da ihr gereiniget 
werdet; von allen euren Snden werdet ihr gereiniget vor dem Herrn
31. Darum soll's euch der grte Sabbat sein, und ihr sollt euren Leib 
demtigen. Ein ewig Recht sei das!
32. Es soll aber solche Vershnung tun ein Priester, den man geweihet, und 
des Hand man gefllet hat zum Priester an seines Vaters Statt; und soll 
die leinenen Kleider antun, nmlich die heiligen Kleider.
33. Und soll also vershnen das heilige Heiligtum und die Htte des Stifts 
und den Altar und die Priester und alles Volk der Gemeine.
34. Das soll euch ein ewiges Recht sein, da ihr die Kinder Israel 
vershnet von allen ihren Snden im Jahr einmal Und Mose tat, wie ihm der 
Herr geboten hatte.
Das dritte Buch Mose 17
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Sage Aaron und seinen Shnen und allen Kindern Israel und sprich zu 
ihnen: Das ist's, das der Herr geboten hat:
3. Welcher aus dem Hause Israel einen Ochsen oder Lamm oder Ziege 
schlachtet in dem Lager oder auen vor dem Lager
4. und nicht vor die Tr der Htte des Stifts bringet, da es dem Herrn 
zum Opfer gebracht werde vor der Wohnung des Herrn, der soll des Bluts 
schuldig sein, als der Blut vergossen hat, und solcher Mensch soll 
ausgerottet werden aus seinem Volk.
5. Darum sollen die Kinder Israel ihre Opfer, die sie auf dem freien Felde 
opfern wollen, vor den Herrn bringen, vor die Tre der Htte des Stifts, 
zum Priester, und allda ihre Dankopfer dem Herrn opfern.
6. Und der Priester soll das Blut auf den Altar des Herrn sprengen vor der 
Tr der Htte des Stifts und das Fett anznden zum sen Geruch dem Herrn;
7. und mitnichten ihre Opfer hinfort den Feldteufeln opfern, mit denen sie 
huren. Das soll ihnen ein ewiges Recht sein bei ihren Nachkommen.
8. Darum sollst du zu ihnen sagen: Welcher Mensch aus dem Hause Israel, 
oder auch ein Fremdling, der unter euch ist, der ein Opfer oder Brandopfer 
tut,
9. und bringt's nicht ,vor die Tr der Htte des Stifts, da er's dem 
Herrn tue, der soll ausgerottet werden von seinem Volk.
10. Und welcher Mensch, er sei vom Hause Israel, oder ein Fremdling unter 
euch, irgend Blut isset, wider den will ich mein Antlitz setzen und will 
ihn mitten aus seinem Volk rotten.
11. Denn des Leibes Leben ist im Blut, und ich hab's euch zum Altar 
gegeben, da eure Seelen damit vershnet werden. Denn das Blut ist die 
Vershnung fr das Leben.
12. Darum hab ich gesagt den Kindern Israel: Keine Seele unter euch soll 
Blut essen, auch kein Fremdling, der unter euch wohnet.
13. Und welcher Mensch, er sei vom Hause Israel oder ein Fremdling unter 
euch, der ein Tier oder Vogel fhet auf der Jagd, das man isset, der soll 
desselben Blut vergieen und mit Erde zuscharren.
14. Denn des Leibes Leben ist in seinem Blut, solange es lebet; und ich 
habe den Kindern Israel gesagt: Ihr sollt keines Leibes Blut essen. Denn 
des Leibes Leben ist in seinem Blut. Wer es isset, der soll ausgerottet 
werden.
15. Und welche Seele ein Aas, oder was vom Wilde zerrissen ist, isset, er 
sei ein Einheimischer oder Fremdling, der soll sein Kleid waschen und sich 
mit Wasser baden und unrein sein bis auf den Abend, so wird er rein.
16. Wo er seine Kleider nicht waschen noch sich baden wird, so soll er 
seiner Missetat schuldig sein.
Das dritte Buch Mose 18
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Ich bin der Herr, euer 
Gott.
3. Ihr sollt nicht tun nach den Werken des Landes gypten, darinnen ihr 
gewohnet habt, auch nicht nach den Werken des Landes Kanaan, darein ich 
euch fhren will; ihr sollt auch euch nach ihrer Weise nicht halten.
4. Sondern nach einen Rechten sollt ihr tun und meine Satzungen sollt ihr 
halten, da ihr darinnen wandelt; denn ich bin der Herr, euer Gott.
5. Darum sollt ihr meine Satzungen halten und meine Rechte. Denn welcher 
Mensch dieselben tut, der wird dadurch leben; denn ich bin der Herr.
6. Niemand soll sich zu seiner nchsten Blutsfreundin tun, ihre Scham zu 
blen; denn ich bin der Herr.
7. Du sollst deines Vaters und deiner Mutter Scham nicht blen; es ist 
deine Mutter, darum sollst du ihre Scham nicht blen.
8. Du sollst deines Vaters Weibes: Scham nicht blen; denn es ist deines 
Vaters Scham.
9. Du sollst deiner Schwester Scham, die deines Vaters oder deiner Mutter 
Tochter ist, daheim oder drauen geboren, nicht blen.
10. Du sollst deines Sohns oder deiner Tochter Tochter Scham nicht blen; 
denn es ist deine Scham.
11. Du sollst der Tochter deines Vaters Weibes, die deinem Vater geboren 
ist und deine Schwester ist, Scham nicht blen.
12. Du sollst deines Vaters Schwester Scham nicht blen; denn es ist 
deines Vaters nchste Blutsfreundin.
13. Du sollst deiner Mutter Schwester Scham nicht blen denn es ist 
deiner Mutter nchste Blutsfreundin.
14. Du sollst deines Vaters Bruders Scham nicht blen, da du sein Weib 
nehmest; denn sie ist deine Base.
15. Du sollst deiner Schnur Scham nicht blen; denn es ist deines Sohns 
Weib, darum sollst du ihre Scham nicht blen.
16. Du sollst deines Bruders Weibes Scham nicht blen; denn sie ist 
deines Bruders Scham.
17. Du sollst deines Weibes samt ihrer Tochter Scham nicht blen, noch 
ihres Sohns Tochter oder Tochter Tochter nehmen, ihre Scham zu blen; 
denn es ist ihre nchste Blutsfreundin, und ist ein Laster.
18. Du sollst auch deines Weibes Schwester nicht nehmen neben ihr, ihre 
Scham zu blen, ihr zuwider, weil sie noch lebet.
19. Du sollst nicht zum Weibe gehen, weil sie ihre Krankheit hat, in ihrer 
Unreinigkeit ihre Scham zu blen.
20. Du sollst auch nicht bei deines nchsten Weib liegen, sie zu besamen, 
damit du dich an ihr verunreinigest.
21. Du sollst auch deines Samens nicht geben, da es dem Molech verbrannt 
werde, da du nicht entheiligest den Namen deines Gottes; denn ich bin der 
Herr.
22. Du sollst nicht bei Knaben liegen wie beim Weibe; denn es ist ein 
Greuel.
23. Du sollst auch bei keinem Tier liegen, da du mit ihm verunreiniget 
werdest. Und kein Weib soll mit einem Tier zu schaffen haben; denn es ist 
ein Greuel.
24. Ihr sollt euch in dieser keinem verunreinigen; denn in diesem allem 
haben sich verunreiniget die Heiden, die ich vor euch her will ausstoen,
25. und das Land dadurch verunreiniget ist. Und ich will ihre Missetat an 
ihnen eimsuchen, da das Land seine Einwohner ausspeie.
26. Darum haltet meine Satzungen und Rechte und tut dieser Greuel keine, 
weder der Einheimische noch der Fremdling unter euch;
27. denn alle solche Greuel haben die Leute dieses Landes getan, die vor 
euch waren, und haben das Land verunreiniget;
28. auf da euch nicht auch das Land ausspeie, wenn ihr es verunreiniget, 
gleichwie es die Heiden hat ausgespeiet, die vor euch waren.
29. Denn welche diese Greuel tun, deren Seelen sollen ausgerottet werden 
von ihrem Volk.
30. Darum haltet meine Satzung, da ihr nicht tut nach den greulichen 
Sitten, die vor euch waren, da ihr nicht damit verunreiniget werdet; denn 
ich bin der Herr, euer Gott.
Das dritte Buch Mose 19
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Rede mit der ganzen Gemeine der Kinder Israel und sprich zu ihnen: Ihr 
sollt heilig sein; denn ich bin heilig, der Herr, euer Gott.
3. Ein jeglicher frchte seine Mutter und seinen Vater. Haltet meine 
Feiertage; denn ich bin der Herr, euer Gott.
4. Ihr sollt euch nicht zu den Gtzen wenden und sollt euch keine 
gegossenen Gtter machen; denn ich bin der Herr, euer Gott.
5. Und wenn ihr dem Herrn wollt Dankopfer tun, so sollt ihr opfern, das 
ihm gefallen knnte.
6. Aber ihr sollt es desselben Tages essen, da ihr's opfert, und des 
andern Tages; was aber auf den dritten Tag berbleibet, soll man mit Feuer 
verbrennen.
7. Wird aber jemand am dritten Tage davon essen, so ist er ein Greuel und 
wird nicht angenehm sein.
8. Und derselbe Esser wird seine Missetat tragen, da er das Heiligtum des 
Herrn entheiligte, und solche Seele wird ausgerottet werden von ihrem Volk.
9. Wenn, du dein Land einerntest, sollst du es nicht an den Enden umher 
abschneiden, auch nicht alles genau aufsammeln.
10. Also auch sollst du deinen Weinberg nicht genau lesen noch die 
abgefallenen Beeren auflesen, sondern dem Armen und Fremdling sollst du es 
lassen; denn ich bin der Herr, euer Gott.
11. Ihr sollt nicht stehlen, noch lgen, noch flschlich handeln, einer 
mit dem andern.
12. Ihr sollt nicht falsch schwren bei meinem Namen und entheiligen den 
Namen deines Gottes; denn ich bin der Herr.
13. Du sollst deinem Nchsten nicht unrecht tun noch berauben. Es soll des 
Taglhners Lohn nicht bei dir bleiben bis an den Morgen.
14. Du sollst dem Tauben nicht fluchen. Du sollst vor dem Blinden keinen 
Ansto setzen; denn du sollst dich vor deinem Gott frchten; denn ich bin 
der Herr.
15. Ihr sollt nicht unrecht handeln am Gericht, und sollst nicht vorziehen 
den Geringen, noch den Groen ehren, sondern du sollst deinen Nchsten 
recht richten.
16. Du sollst kein Verleumder sein unter deinem Volk. Du sollst auch nicht 
stehen wider deines Nchsten Blut; denn ich bin der Herr.
17. Du sollst deinen Brder nicht hassen in deinem Herzen sondern du 
sollst deinen Nchsten strafen, auf da du nicht seinethalben Schuld 
tragen mssest.
18. Du sollst nicht rachgierig sein, noch Zorn halten gegen die Kinder 
deines Volks. Du sollst deinen Nchsten lieben wie dich selbst; denn ich 
bin der Herr.
19. Meine Satzungen sollt ihr halten, da du dein Vieh nicht lassest mit 
anderlei Tier zu schaffen haben und dein Feld nicht besest mit mancherlei 
Samen, und kein Kleid an dich komme, das mit Wolle und Leinen gemenget ist.
20. Wenn ein Mann bei einem Weibe liegt und sie beschlft, die eine 
leibeigene Magd und von dem Manne verschmhet ist, doch nicht erlset, 
noch Freiheit erlanget hat: das soll gestraft werden; aber sie sollen 
nicht sterben, denn sie ist nicht frei gewesen.
21. Er soll aber fr seine Schuld dem Herrn vor die Tr der Htte des 
Stifts einen Widder zum Schuldopfer bringen.
22. Und der Priester soll ihn vershnen mit dem Schuldopfer vor dem Herrn 
ber der Snde, die er getan hat, so wird ihm Gott gndig sein ber seine 
Snde, die er getan hat.
23. Wenn ihr ins Land kommt und allerlei Bume pflanzet, davon man isset, 
sollt ihr derselben Vorhaut beschneiden und ihre Frchte. Drei Jahre sollt 
ihr sie unbeschnitten achten, da ihr nicht esset.
24. Im vierten Jahr aber sollen alle ihre Frchte heilig, und gepreiset 
sein dem Herrn.
25. Im fnften Jahr aber sollt ihr die Frchte essen und sie einsammeln; 
denn ich bin der Herr, euer Gott.
26. Ihr sollt nichts mit Blut essen. Ihr sollt nicht auf Vogelgeschrei 
achten noch Tage whlen.
27. Ihr sollt euer Haar am Haupt nicht rund umher abschneiden, noch euren 
Bart gar abscheren.
28. Ihr sollt kein Mal um eines Toten willen an eurem Leibe reien, noch 
Buchstaben an euch pfetzen; denn ich bin der Herr.
29. Du sollst deine Tochter nicht zur Hurerei halten, da nicht das Land 
Hurerei treibe und werde voll Lasters.
30. Meine Feier haltet und frchtet euch vor meinem Heiligtum; denn ich 
bin der Herr.
31. Ihr sollt euch nicht wenden zu den Wahrsagern und forschet nicht von 
den Zeichendeutern, da ihr nicht an ihnen verunreiniget werdet; denn ich 
bin der Herr, euer Gott.
32. Vor einem grauen Haupt sollst du aufstehen und die Alten ehren; denn 
du sollst dich frchten vor deinem Gott; denn ich bin der Herr.
33. Wenn ein Fremdling bei dir in eurem Lande wohnen wird, den sollt ihr 
nicht schinden.
34. Er soll bei euch wohnen wie ein Einheimischer unter euch, und sollst 
ihn lieben wie dich selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge gewesen in 
gyptenland. Ich bin der Herr, euer Gott.
35. Ihr sollt nicht ungleich handeln am Gericht mit der Elle, mit Gewicht, 
mit Ma.
36. Rechte Waage, rechte Pfunde, rechte Scheffel, rechte Kannen sollen bei 
euch sein; denn ich bin der Herr, euer Gott, der euch aus gyptenland 
gefhret hat,
37. da ihr alle meine Satzungen und alle meine Rechte haltet und tut; 
denn ich bin der Herr.
Das dritte Buch Mose 20
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Sage den Kindern Israel: Welcher unter den Kindern Israel oder ein 
Fremdling, der in Israel wohnet, seines Samens dem Molech gibt, der soll 
des Todes sterben; das Volk im Lande soll ihn steinigen.
3. Und ich will mein Antlitz setzen wider solchen Menschen und will ihn 
aus seinem Volk rotten, da er dem Molech seines Samens gegeben und mein 
Heiligtum verunreiniget und meinen heiligen Namen entheiliget hat.
4. Und wo das Volk im Lande durch die Finger sehen wrde dem Menschen, der 
seines Samens dem Molech gegeben hat, da es ihn nicht ttet,
5. so will doch ich mein Antlitz wider denselben Menschen Setzen und wider 
sein Geschlecht; und will ihn und alle, die ihm nachgehuret haben mit dem 
Molech, aus ihrem Volk rotten.
6. Wenn eine Seele sich zu den Wahrsagern und Zeichendeutern wenden wird, 
da sie ihnen nachhuret, so will ich mein Antlitz wider dieselbe Seele 
setzen und will sie aus ihrem Volk rotten.
7. Darum heiliget euch und seid heilig; denn ich bin der Herr, euer Gott.
8. Und haltet meine Satzungen und tut sie; denn ich bin der Herr, der euch 
heiliget.
9. Wer seinem Vater oder seiner Mutter fluchet, der soll des Todes 
sterben. Sein Blut sei auf ihm, da er seinem Vater oder Mutter gefluchet 
hat!
10. Wer die Ehe bricht mit jemandes Weibe, der soll des Todes sterben, 
beide Ehebrecher und Ehebrecherin, darum da er mit seines Nchsten Weibe 
die Ehe gebrochen hat.
11. Wenn jemand bei seines Vaters Weibe schlft, da er seines Vaters 
Scham geblet hat, die sollen beide des Todes sterben. Ihr Blut sei auf 
ihnen!
12. Wenn jemand bei seiner Schnur schlft, so sollen sie beide des Todes 
sterben; denn sie haben eine Schande begangen. Ihr Blut sei auf ihnen!
13. Wenn jemand beim Knaben schlft wie beim Weibe, die haben einen Greuel 
getan und sollen beide des Todes sterben. Ihr Blut sei auf ihnen!
14. Wenn jemand ein Weib nimmt und ihre Mutter dazu, der hat ein Laster 
verwirkt; man soll ihn mit Feuer verbrennen, und sie beide auch, da kein 
Laster sei unter euch.
15. Wenn jemand beim Vieh liegt, der soll des Todes sterben, und das Vieh 
soll man erwrgen.
16. Wenn ein Weib sich irgend zu einem Vieh tut, da sie mit ihm zu 
schaffen hat, die sollst du tten, und das Vieh auch; des Todes sollen sie 
sterben. Ihr Blut sei auf ihnen!
17. Wenn jemand seine Schwester nimmt, seines Vaters Tochter oder seiner 
Mutter Tochter, und ihre Scham beschauet, und sie wieder seine Scham: das 
ist eine Blutschande; die sollen ausgerottet wer den vor den Leuten ihres 
Volks, denn er hat seiner Schwester Scham entblet. Er soll seine 
Missetat tragen.
18. Wenn ein Mann beim Weibe schlft zur Zeit ihrer Krankheit und 
entblet ihre Scham und decket ihren Brunnen auf, und sie entblet den 
Brunnen ihres Bluts, die sollen beide aus ihrem Volk gerottet werden.
19. Deiner Mutter Schwester Scham und deines Vaters Schwester Scham sollst 
du nicht blen; denn ein solcher hat seine nchste Blutsfreundin 
aufgedecket, und sie sollen ihre Missetat tragen.
20. Wenn jemand bei seines Vaters Bruders Weibe schlft, der hat seines 
Vetters Scham geblet; sie sollen ihre Snde tragen: ohne Kinder sollen 
sie sterben.
21. Wenn jemand seines Bruders Weib nimmt, das ist eine schndliche Tat; 
sie sollen ohne Kinder sein, darum da er hat seines Bruders Scham 
geblet.
22. So haltet nun alle meine Satzungen und meine Rechte und tut danach, 
auf da euch nicht das Land ausspeie, darein ich euch fhre, da ihr 
drinnen wohnet.
23. Und wandelt nicht in den Satzungen der Heiden, die ich vor euch her 
werde ausstoen. Denn solches alles haben sie getan, und ich habe einen 
Greuel an ihnen gehabt.
24. Euch aber sage ich: Ihr sollt jener Land besitzen; denn ich will euch 
ein Land zum Erbe geben, darin Milch und Honig fleut. Ich bin der Herr, 
euer Gott, der euch von den Vlkern abgesondert hat,
25. da ihr auch absondern sollt das eine Vieh vom unreinen und unreine 
Vgel von den reinen, und eure Seelen nicht verunreiniget am Vieh, an 
Vgeln und an allem, das auf Erden kreucht, das ich euch abgesondert habe, 
da es unrein sei.
26. Darum sollt ihr mir heilig sein; denn ich, der Herr, bin heilig, der 
euch abgesondert hat von den Vlkern, da ihr mein waret.
27. Wenn ein Mann oder Weib ein Wahrsager oder Zeichendeuter sein wird, 
die sollen des Todes sterben, man soll sie steinigen. Ihr Blut sei auf 
ihnen!
Das dritte Buch Mose 21
1. Und der Herr sprach zu Mose: Sage den Priestern, Aarons Shnen, und 
sprich zu ihnen: Ein Priester soll sich an keinem Toten seines Volks 
verunreinigen,
2. ohne an seinem Blutsfreunde, der ihm am nchsten angehret, als an 
seiner Mutter, an seinem Vater, an seinem Sohne, an seiner Tochter, an 
seinem Bruder
3. und an seiner Schwester, die noch eine Jungfrau und noch bei ihm ist 
und keines Mannes Weib gewesen ist; an der mag er sich verunreinigen.
4. Sonst soll er sich nicht verunreinigen an irgend einem, der ihm 
zugehret unter seinem Volk, da er sich entheilige.
5. Sie sollen auch keine Platte machen auf ihrem Haupte, noch ihren Bart 
abscheren, und an ihrem Leibe kein Mal pfetzen.
6. Sie sollen ihrem Gott heilig sein und nicht entheiligen den Namen ihres 
Gottes. Denn sie opfern des Herrn Opfer, das Brot ihres Gottes; darum 
sollen sie heilig sein.
7. Sie sollen keine Hure nehmen, noch keine Geschwchte, oder die von 
ihrem Manne verstoen ist; denn er ist heilig seinem Gott.
8. Darum sollst du ihn heilig halten, denn er opfert das Brot deines 
Gottes; er soll dir heilig sein, denn ich bin heilig, der Herr, der euch 
heiliget.
9. Wenn eines Priesters Tochter anfhet zu huren, die soll man mit Feuer 
verbrennen; denn sie hat ihren Vater geschndet.
10. Welcher Hoherpriester ist unter seinen Brdern, auf des Haupt das 
Salbl gegossen und seine Hand gefllet ist, da er angezogen wrde mit 
den Kleidern, der soll sein Haupt nicht blen und seine Kleider nicht 
zerschneiden;
11. und soll zu keinem Toten kommen und soll sich weder ber Vater noch 
ber Mutter verunreinigen.
12. Aus dem Heiligtum soll er nicht gehen, da er nicht entheilige das 
Heiligtum seines Gottes; denn die heilige Krone, das Salbl seines Gottes, 
ist auf ihm. Ich bin der Herr.
13. Eine Jungfrau soll er zum Weibe nehmen.
14. Aber keine Witwe noch Verstoene, noch Geschwchte, noch Hure, sondern 
eine Jungfrau seines Volks soll er zum Weibe nehmen,
15. auf da er nicht seinen Samen entheilige unter seinem Volk; denn ich 
bin der Herr, der ihn heiliget.
16. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
17. Rede mit Aaron und sprich: Wenn an jemand deines Samens in euren 
Geschlechtern ein Fehl ist, der soll nicht herzutreten, da er das Brot 
seines Gottes opfere.
18. Denn keiner, an dem ein Fehl ist, soll herzutreten. Er sei blind, 
lahm, mit einer seltsamen Nase, mit ungewhnlichem Gliede,
19. oder der an einem Fu oder Hand gebrechlich ist,
20. oder hckericht ist, oder ein Fell auf dem Auge hat, oder scheel ist, 
oder grindicht, oder schbicht, oder der gebrochen ist.
21. Welcher nun von Aarons, des Priesters Samen einen Fehl an ihm hat, der 
soll nicht herzutreten, zu opfern die Opfer des Herrn; denn er hat einen 
Fehl, darum soll er zu den Broten seines Gottes nicht nahen, da er sie 
opfere.
22. Doch soll er das Brot seines Gottes essen, beide von dem heiligen und 
vom allerheiligsten.
23. Aber doch zum Vorhang soll er nicht kommen, noch zum Altar nahen, weil 
der Fehl an ihm ist, da er nicht entheilige mein Heiligtum; denn ich bin 
der Herr, der sie heiliget.
24. Und Mose redete solches zu Aaron und zu seinen Shnen und zu allen 
Kindern Israel.
Das dritte Buch Mose 22
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Sage Aaron und seinen Shnen, da sie sich enthalten von dem Heiligen 
der Kinder Israel, welches sie mir heiligen, und meinen heiligen Namen 
nicht entheiligen; denn ich bin der Herr.
3. So sage nun ihnen auf ihre Nachkommen: Welcher eures Samens herzutritt 
zu dem Heiligen, das die Kinder Israel dem Herrn heiligen, und 
verunreiniget sich also ber demselben, des Seele soll ausgerottet Werden 
von meinem Antlitz; denn ich bin der Herr.
4. Welcher des Samens Aarons ausstzig ist oder einen Flu hat, der soll 
nicht essen von dem Heiligen, bis er rein werde. Wer etwa einen unreinen 
Leib anrhret, oder welchem der Same entgehet im Schlaf,
5. und welcher irgend ein Gewrm anrhret, das ihm unrein ist, oder einen 
Menschen, der ihm unrein ist, und alles, was ihn verunreiniget:
6. welche Seele der eines anrhret, die ist unrein bis auf den Abend und 
soll von dem Heiligen nicht essen, sondern soll zuvor seinen Leib mit 
Wasserbaden.
7. Und wenn die Sonne untergegangen, und er rein worden ist, dann mag er 
davon essen; denn es ist seine Nahrung.
8. Ein Aas, und was von wilden Tieren zerrissen ist, soll er nicht esset, 
auf da er nicht unrein daran werde denn ich bin der Herr.
9. Darum sollen sie meine Stze halten, da sie nicht Snde auf sich laden 
und daran sterben, wenn sie sich entheiligen; denn ich bin der Herr, der 
sie heiliget.
10. Kein anderer soll von dem Heiligen essen, noch des Priesters 
Hausgeno, noch Taglhner.
11. Wenn aber der Priester eine Seele um sein Geld kaufet, der mag davon 
essen; und was ihm in seinem Hause geboren wird, das mag auch von seinem 
Brot essen.
12. Wenn aber des Priesters Tochter eines Fremden Weib wird, die soll 
nicht von der heiligen Hebe essen.
13. Wird sie aber eine Witwe, oder ausgestoen, und hat keinen Samen und 
kommt wieder zu ihres Vaters Hause, so soll sie essen von ihres Vaters 
Brot, als da sie noch eine Magd war. Aber kein Fremdling soll davon essen.
14. Wer's versiehet und sonst von dem Heiligen isset, der soll das fnfte 
Teil dazu tun und dem Priester geben samt dem Heiligen,
15. auf da sie nicht entheiligen das Heilige der Kinder Israel, das sie 
dem Herrn heben,
16. auf da sie sich nicht mit Missetat und Schuld beladen, wenn sie ihr 
Geheiligtes essen; denn ich bin der Herr, der sie heiliget.
17. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
18. Sage Aaron und seinen Shnen und allen Kindern Israel: Welcher 
Israeliter oder Fremdling in Israel sein Opfer tun will, es sei irgend ihr 
Gelbde oder von freiem Willen, da sie dem Herrn ein Brandopfer tun 
wollen, das ihm von euch angenehm sei,
19. das soll ein Mnnlein und ohne Wandel sein, von Rindern oder Lmmern 
oder Ziegen.
20. Alles, was einen Fehl hat, sollt ihr nicht opfern; denn es wird fr 
euch nicht angenehm sein.
21. Und wer ein Dankopfer dem Herrn tun will, ein sonderlich Gelbde oder 
von freiem Willen, von Rindern oder Schafen, das soll ohne Wandel sein, 
da es angenehm sei; es soll keinen Fehl haben.
22. Ist's blind, oder gebrechlich, oder geschlagen, oder drre, oder 
rudicht, oder schbicht, so sollt ihr solches dem Herrn nicht opfern und 
davon kein Opfer geben auf den Altar des Herrn.
23. Einen Ochsen oder Schaf, das ungewhnliche Glieder oder wandelbare 
Glieder hat, magst du von freiem Willen opfern; aber angenehm mag's nicht 
sein zum Gelbde.
24. Du sollst auch dem Herrn kein Zerstoenes, oder Zerriebenes, oder 
Zerrissenes, oder das verwundet ist, opfern, und sollt in eurem Lande 
solches nicht tun.
25. Du sollst auch solcher keins von eines Fremdlings Hand neben dem Brot 
eures Gottes opfern; denn es taugt nicht und hat einen Fehl, darum wird es 
nicht angenehm sein fr euch.
26. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
27. Wenn ein Ochse, oder Lamm, oder Ziege geboren ist, so soll es sieben 
Tage bei seiner Mutter sein, und am achten Tage und danach mag man's dem 
Herrn opfern, so ist's angenehm.
28. Es sei ein Ochse oder Lamm, so soll man's nicht mit seinem Jungen auf 
einen Tag schlachten.
29. Wenn ihr aber wollt dem Herrn ein Lobopfer tun, das fr euch angenehm 
sei,
30. so sollt ihr's desselben Tages essen und sollt nichts brig bis auf 
den Morgen behalten; denn ich bin der Herr.
31. Darum haltet meine Gebote und tut danach; denn ich bin der Herr.
32. Da ihr meinen heiligen Namen nicht entheiliget, und ich geheiliget 
werde unter den Kindern Israel; denn ich bin der Herr, der euch heiliget,
33. der euch aus gyptenland gefhret hat, da ich euer Gott wre, ich der 
Herr.
Das dritte Buch Mose 23
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Dies sind die Feste des 
Herrn, die ihr heilig und meine Feste heien sollt, da ihr zusammenkommt.
3. Sechs Tage sollst du arbeiten; der siebente Tag aber ist der groe 
heilige Sabbat, da ihr zusammenkommt. Keine Arbeit sollt ihr drinnen tun; 
denn es ist der Sabbat des Herrn in allen euren Wohnungen.
4. Dies sind aber die Feste des Herrn, die ihr heilige Feste heien sollt, 
da ihr zusammenkommt:
5. Am vierzehnten Tage des ersten Monden zwischen Abend, ist des Herrn 
Passah.
6. Und am fnfzehnten desselben Monden ist das Fest der ungesuerten Brote 
des Herrn; da sollt ihr sieben Tage ungesuert Brot essen.
7. erste Tag soll heilig unter euch heien, da ihr zusammenkommt; da sollt 
ihr keine Dienstarbeit tun
8. und dem Herrn opfern sieben Tage. Der siebente Tag soll auch heilig 
heien, da ihr zusammenkommt; da sollt ihr auch keine Dienstarbeit tun.
9. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
10. Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ins Land kommt, 
das ich euch geben werde, und werdet es ernten, so sollt ihr eine Garbe 
der Erstlinge eurer Ernte zu dem Priester bringen.
11. Da soll die Garbe gewebet werden vor dem Herrn, da es von euch 
angenehm sei; solches soll aber der Priester tun des andern Tages nach dem 
Sabbat.
12. Und sollt des Tages, da eure Garbe gewebet wird, ein Brandopfer dem 
Herrn tun von einem Lamm, das ohne Wandel und jhrig sei,
13. samt dem Speisopfer, zwo Zehnten Semmelmehl mit l gemenget, zum Opfer 
dem Herrn eines sen Geruchs; dazu das Trankopfer, ein Viertel Hin Weins.
14. Und sollt kein neu Brot, noch Sangen, noch Korn zuvor essen, bis auf 
den Tag, da ihr eurem Gott Opfer bringet. Das oll ein Recht sein euren 
Nachkommen in allen euren Wohnungen.
15. Danach sollt ihr zhlen vom andern Tage des Sabbats, da ihr die 
Webegarbe brachtet, sieben ganzer Sabbate;
16. bis an den andern Tag des siebenten Sabbats, nmlich fnfzig Tage 
sollt ihr zhlen, und neu Speisopfer dem Herrn opfern.
17. Und sollt es aus allen euren Wohnungen opfern, nmlich zwei Webebrote 
von zwo Zehnten Semmelmehl, gesuert und gebacken, zu Erstlingen dem Herrn.
18. Und sollt herzubringen neben eurem Brot sieben jhrige Lmmer ohne 
Wandel und einen jungen Farren und zween Widder. Das soll des Herrn 
Brandopfer, Speisopfer und Trankopfer sein; das ist ein Opfer eines sen 
Geruchs dem Herrn.
19. Dazu sollt ihr machen einen Ziegenbock zum Sndopfer und zwei jhrige 
Lmmer zum Dankopfer er.
20. Und der Priester soll's weben samt dem Brot der Erstlinge vor dem 
Herrn und den zweien Lmmern; und soll dem Herrn heilig und des Priesters 
sein.
21. Und sollt diesen Tag ausrufen, denn er soll unter euch heilig heien, 
da ihr zusammenkommt; keine Dienstarbeit sollt ihr tun. Ein ewiges Recht 
soll das sein bei euren Nachkommen in allen euren Wohnungen.
22. Wenn ihr aber euer Land erntet, sollt ihr's nicht gar auf dem Felde 
einschneiden, auch nicht alles genau auflesen, sondern sollt es den Armen 
und Fremdlingen lassen. Ich bin der Herr, euer Gott.
23. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
24. Rede mit den Kindern Israel und sprich: Am ersten Tage des siebenten 
Monden sollt ihr den heiligen Sabbat des Blasens zum Gedchtnis halten, da 
ihr zusammenkommt.
25. Da sollt ihr keine Dienstarbeit tun und sollt dem Herrn opfern.
26. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
27. Des zehnten Tages in diesem siebenten Monden ist der Vershnetag. Der 
soll bei euch heilig heien, da ihr zusammen kommt; da sollt ihr euren 
Leib kasteien und dem Herrn opfern.
28. Und sollt keine Arbeit tun an diesem Tage; denn es, ist der 
Vershnetag, da ihr vershnet werdet vor dem Herrn, eurem Gott.
29. Denn wer seinen Leib nicht kasteiet an diesem Tage, der soll aus 
seinem Volk gerottet werden.
30. Und wer dieses Tages irgend eine Arbeit tut, den will ich vertilgen 
aus seinem Volk.
31. Darum sollt ihr keine Arbeit tun. Das soll ein ewiges Recht sein euren 
Nachkommen in allen euren Wohnungen.
32. Es ist euer groer Sabbat, da ihr eure Leiber kasteiet. Am neunten 
Tage des Monden, zu Abend, sollt ihr diesen Sabbat halten, von Abend an 
bis wieder zu Abend.
33. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
34. Rede mit den Kindern Israel und sprich: Am fnfzehnten Tage dieses 
siebenten Monden ist das Fest der Laubhtten sieben Tage dem Herrn.
35. Der erste Tag soll heilig heien, da ihr zusammenkommt; keine 
Dienstarbeit sollt ihr tun.
36. Sieben Tage sollt ihr dem Herrn opfern. Der achte Tag soll auch heilig 
heien, da ihr zusammenkommt, und sollt euer Opfer dem Herrn tun; denn es 
ist der Versammlungstag; keine Dienstarbeit sollt ihr tun.
37. Das sind die Feste des Herrn, die ihr sollt fr heilig halten, da ihr 
zusammenkommt und dem Herrn Opfer tut, Brandopfer, Speisopfer, Trankopfer 
und andere Opfer, ein jegliches nach seinem Tage,
38. ohne was der Sabbat des Herrn und eure Gaben und Gelbde und 
freiwillige Gaben sind, die ihr dem Herrn gebet.
39. So sollt ihr nun am fnfzehnten Tage des siebenten Monden, wenn ihr 
das Einkommen vom Lande eingebracht habt, das Fest des Herrn halten sieben 
Tage lang. Am ersten Tage ist es Sabbat, und am achten Tage ist es auch 
Sabbat.
40. Und sollt am ersten Tage Frchte nehmen von schnen Bumen, 
Palmenzweige und Maien von dichten Bumen und Bachweiden und sieben Tage 
frhlich sein vor dem Herrn, eurem Gott.
41. Und sollt also dem Herrn des Jahrs das Fest halten sieben Tage. Das 
soll ein ewiges Recht sein bei euren Nachkommen, da sie im siebenten 
Monden also feiern.
42. Sieben Tage sollt ihr in Laubhtten wohnen; wer einheimisch ist in 
Israel, der soll in Laubhtten wohnen,
43. da eure Nachkommen wissen, wie ich die Kinder Israel habe lassen in 
Htten wohnen, da ich sie aus gyptenland fhrete. Ich bin der Herr, euer 
Gott.
44. Und Mose sagte den Kindern Israel solche Feste des Herrn.
Das dritte Buch Mose 24
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Gebeut den Kindern Israel, da sie zu dir bringen gestoen lauter 
Bauml zu Lichtern, das oben in die Lampen tglich getan werde,
3. auen vor dem Vorhang des Zeugnisses in der Htte des Stifts. Und Aaron 
soll's zurichten des Abends und des Morgens vor dem Herrn tglich. Das sei 
ein ewiges Recht euren Nachkommen.
4. Er soll aber die Lampen auf dem feinen Leuchter zurichten vor dem Herrn 
tglich.
5. Und sollst Semmelmehl nehmen und davon zwlf Kuchen backen; zwo Zehnten 
soll ein Kuchen haben.
6. Und sollst sie legen je sechs auf eine Schicht auf den feinen Tisch vor 
dem Herrn.
7. Und sollst auf dieselben legen reinen Weihrauch, da es seien Denkbrote 
zum Feuer dem Herrn.
8. Alle Sabbate fr und fr soll er sie zurichten vor dem Herrn, von den 
Kindern Israel, zum ewigen Bunde.
9. Und sollen Aarons und seiner Shne sein, die sollen sie essen an 
heiliger Sttte; denn das ist sein Allerheiligstes von den Opfern des 
Herrn zum ewigen Recht.
10. Es ging aber aus eines israelitischen Weibes Sohn, der eines 
gyptischen Mannes Kind war, unter den Kindern Israel und zankte sich im 
Lager mit einem israelitischen Manne
11. und lsterte den Namen und fluchte. Da brachten sie ihn zu Mose (seine 
Mutter aber hie Selomith, eine Tochter Dibris, vom Stamm Dan)
12. und legten ihn gefangen, bis ihnen klare Antwort wrde durch den Mund 
des Herrn.
13. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
14. Fhre den Flucher hinaus vor das Lager und la alle, die es gehrt 
haben, ihre Hnde auf sein Haupt legen und la ihn die ganze Gemeine 
steinigen.
15. Und sage den Kindern Israel: Welcher seinem Gott fluchet, der soll 
seine Snde tragen.
16. Welcher des Herrn Namen lstert, der soll des Todes sterben; die ganze 
Gemeine soll ihn steinigen. Wie der Fremdling, so soll auch der 
Einheimische sein: wenn er den Namen lstert, so soll er sterben.
17. Wer irgend einen Menschen erschlgt, der soll des Todes sterben.
18. Wer aber ein Vieh erschlgt, der soll's bezahlen, Leib um Leib.
19. Und wer seinen Nchsten verletzet, dem soll man tun wie er getan hat:
20. Schade um Schade, Auge um Auge, Zahn um Zahn; wie er hat einen 
Menschen verletzet, so soll man ihm wieder tun.
21. Also da, wer ein Vieh erschlgt, der soll's bezahlen; wer aber einen 
Menschen erschlgt, der soll sterben.
22. Es soll einerlei Recht unter euch sein, dem Fremdling wie dem 
Einheimischen; denn ich bin der Herr, euer Gott.
23. Mose aber sagte es den Kindern Israel; und fhreten den Flucher aus 
vor das Lager und steinigten ihn. Also taten die Kinder Israel, wie der 
Herr Mose geboten hatte.
Das dritte Buch Mose 25
1. Und der Herr redete mit Mose auf dem Berge Sinai und sprach:
2. Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ins Land 
kommt, das ich euch geben werde, so soll das Land seine Feier dem Herrn 
feiern,
3. da du sechs Jahre dein Feld besest und sechs Jahre deinen Weinberg 
beschneidest und sammelst die Frchte ein.
4. Aber im siebenten Jahr soll das Land seine groe Feier dem Herrn 
feiern, darin du dein Feld nicht besen noch deinen Weinberg beschneiden 
sollst.
5. Was aber von ihm selber nach deiner Ernte wchst, sollst du nicht 
ernten, und die Trauben, so ohne deine Arbeit wachsen, sollst du nicht 
lesen, dieweil es ein Feierjahr ist des Landes.
6. Sondern die Feier des Landes sollt ihr darum halten, da du davon 
essest, dein Knecht, deine Magd, dein Taglhner, dein Hausgeno, dein 
Fremdling bei dir,
7. dein Vieh und die Tiere in deinem Lande. Alle Frchte sollen Speise 
sein.
8. Und du sollst zhlen solcher Feierjahre sieben, da sieben Jahre 
siebenmal gezhlet werden und die Zeit der sieben Feierjahre mache 
neunundvierzig Jahre.
9. Da sollst du die Posaune lassen blasen durch all euer Land am zehnten 
Tage des siebenten Monden, eben am Tage der Vershnung.
10. Und ihr sollt das fnfzigste Jahr heiligen und sollt es ein Erlajahr 
heien im Lande allen, die drinnen wohnen; denn es ist euer Halljahr, da 
soll ein jeglicher bei euch wieder zu seiner Habe und zu seinem Geschlecht 
kommen.
11. Denn das fnfzigste Jahr ist euer Halljahr; ihr sollt nicht sen, 
auch, was von ihm selber wchst, nicht ernten, auch was ohne Arbeit wchst 
im Weinberge, nicht lesen.
12. Denn das Halljahr soll unter euch heilig sein. Ihr sollt aber essen, 
was das Feld trgt.
13. Das ist das Halljahr, da jedermann wieder zu dem Seinen kommen soll.
14. Wenn du nun etwas deinem Nchsten verkaufst oder ihm etwas abkaufst, 
soll keiner seinen Bruder bervorteilen,
15. sondern nach der Zahl vom Halljahr an sollst du es von ihm kaufen; und 
was die Jahre hernach tragen mgen, so hoch soll er dir's verkaufen.
16. Nach der Menge der Jahre sollst du den Kauf steigern und nach der 
Wenige der Jahre sollst du den Kauf ringern; denn er soll dir's, nachdem 
es tragen mag, verkaufen.
17. So bervorteile nun keiner seinen Nchsten, sondern frchte dich vor 
deinem Gott; denn ich bin der Herr, euer Gott.
18. Darum tut nach meinen Satzungen und haltet meine Rechte, da ihr 
danach tut, auf da ihr im Lande sicher wohnen mget.
19. Denn das Land soll euch seine Frchte geben, da ihr zu essen genug 
habet und sicher darinnen wohnet.
20. Und ob du wrdest sagen: Was sollen wir essen im siebenten Jahr? denn 
wir sen nicht, so sammeln wir auch kein Getreide ein:
21. da will ich meinem Segen ber euch im sechsten Jahr gebieten, da er 
soll dreier Jahre Getreide machen,
22. da ihr set im achten Jahr und von dem alten Getreide esset bis in 
das neunte Jahr, da ihr vom alten esset, bis wieder neu Getreide kommt.
23. Darum sollt ihr das Land nicht verkaufen ewiglich; denn das Land ist 
mein, und ihr seid Fremdlinge und Gste vor mir.
24. Und sollt in all eurem Lande das Land zu lsen geben.
25. Wenn dein Bruder verarmet und verkauft dir seine Habe, und sein 
nchster Freund kommt zu ihm, da er's lse, so soll er's lsen, was sein 
Bruder verkauft hat.
26. Wenn aber jemand keinen Lser hat und kann mit seiner Hand so viel 
zuwege bringen, da er's ein Teil lse,
27. so soll man rechnen von dem Jahr, da er's hat verkauft, und dem 
Verkufer die brigen Jahre wieder einrumen, da er wieder zu seiner Habe 
komme.
28. Kann aber seine Hand nicht so viel finden, da eines Teils ihm wieder 
werde, so soll, da er verkauft hat, in der Hand des Kufers sein bis zum 
Halljahr; in demselben soll es ausgehen, und er wieder zu seiner Habe 
kommen.
29. Wer ein Wohnhaus verkauft inner der Stadtmauer, der hat ein ganz Jahr 
Frist, dasselbe wieder zu lsen; das soll die Zeit sein, darinnen er's 
lsen mag.
30. Wo er's aber nicht lset, ehe denn das ganze Jahr um ist, so soll's 
der Kufer ewiglich behalten und seine Nachkommen, und soll nicht los 
ausgehen im Halljahr.
31. Ist's aber ein Haus auf dem Dorfe, da keine Mauer um ist, das soll man 
dem Felde des Landes gleich rechnen und soll los werden und im Halljahr 
ledig ausgehen.
32. Die Stdte der Leviten und die Huser in den Stdten, da ihre Habe 
innen ist, mgen immerdar gelset werden.
33. Wer etwas von den Leviten lset, der soll's verlassen im Halljahr, es 
sei Haus oder Stadt, das er besessen hat; denn die Huser in Stdten der 
Leviten sind ihre Habe unter den Kindern Israel.
34. Aber das Feld vor ihren Stdten soll man nicht verkaufen; denn das ist 
ihr Eigentum ewiglich.
35. Wenn dein Bruder verarmet und neben dir abnimmt, so sollst du ihn 
aufnehmen als einen Fremdling oder Gast, da er lebe neben dir.
36. Und sollst nicht Wucher von ihm nehmen noch bersatz, sondern sollst 
dich vor deinem Gott frchten, auf da dein Bruder neben dir leben knne.
37. Denn du sollst ihm dein Geld nicht auf Wucher tun, noch deine Speise 
auf bersatz austun.
38. Denn ich bin der Herr, euer Gott, der euch aus gyptenland gefhret 
hat, da ich euch das Land Kanaan gbe und euer Gott wre.
39. Wenn dein Bruder verarmet neben dir und verkauft sich dir, so sollst 
du ihn nicht lassen dienen als einen Leibeigenen,
40. sondern wie ein Taglhner und Gast soll er bei dir sein und bis an das 
Halljahr bei dir dienen.
41. Dann soll er von dir los ausgehen und seine Kinder mit ihm; und soll 
wiederkommen zu seinem Geschlecht und zu seiner Vter Habe.
42. Denn sie sind meine Knechte, die ich aus gyptenland gefhret habe; 
darum soll man sie nicht auf leibeigene Weise verkaufen.
43. Und sollst nicht mit der Strenge ber sie herrschen, sondern dich 
frchten vor deinem Gott.
44. Willst du aber leibeigene Knechte und Mgde haben, so sollst du sie 
kaufen von den Heiden, die um euch her sind,
45. von den Gsten, die Fremdlinge unter euch sind, und von ihren 
Nachkommen, die sie bei euch in eurem Lande zeugen: dieselben sollt ihr zu 
eigen haben
46. und sollt sie besitzen, und eure Kinder nach euch, zum Eigentum fr 
und fr; die sollt ihr leibeigene Knechte sein lassen. Aber ber eure 
Brder, die Kinder Israel, soll keiner des andern herrschen mit der 
Strenge.
47. Wenn irgend ein Fremdling oder Gast bei dir zunimmt, und dein Bruder 
neben ihm verarmet und sich dem Fremdling oder Gast bei dir oder jemand 
von seinem Stamm verkauft,
48. so soll er nach seinem Verkaufen Recht haben, wieder los zu werden, 
und es mag ihn jemand unter seinen Brdern lsen,
49. oder sein Vetter oder Vetters Sohn, oder sonst sein nchster 
Blutsfreund seines Geschlechts; oder so seine selbst Hand so viel erwirbt, 
so soll er sich lsen.
50. Und soll mit seinem Kufer rechnen vom Jahr an, da er sich verkauft 
hatte, bis aufs Halljahr; und das Geld soll nach der Zahl der Jahre seines 
Verkaufens gerechnet werden; und soll sein Taglohn der ganzen Zeit mit 
einrechnen.
51. Sind noch viel Jahre bis an das Halljahr, so soll er nach denselben 
desto mehr zu lsen geben, danach er gekauft ist.
52. Sind aber wenig Jahre brig bis an das Halljahr, so soll er auch 
danach wieder geben zu seiner Lsung und soll sein Taglohn von Jahr zu 
Jahr mit einrechnen.
53. Und sollst nicht lassen mit der Strenge ber ihn herrschen vor deinen 
Augen.
54. Wird er aber auf diese Weise sich nicht lsen, so soll er im Halljahr 
los ausgehen und seine Kinder mit ihm.
55. Denn die Kinder Israel sind meine Knechte, die ich aus gyptenland 
gefhret habe. Ich bin der Herr, euer Gott.
Das dritte Buch Mose 26
1. Ihr sollt euch keinen Gtzen machen noch Bild, und sollt euch keine 
Sule aufrichten, noch keinen Malstein setzen in eurem Lande, da ihr 
davor anbetet; denn ich bin der Herr, euer Gott.
2. Haltet meine Sabbate und frchtet euch vor meinem Heiligtum! Ich bin 
der Herr.
3. Werdet ihr in meinen Satzungen wandeln und meine Gebote halten und tun,
4. so will, ich euch Regen geben zu seiner Zeit, und das Land soll sein 
Gewchs geben und die Bume auf dem Felde ihre Frchte bringen.
5. Und die Dreschzeit soll reichen bis zur Weinernte, und die Weinernte 
soll reichen bis zur Zeit der Saat. Und sollt Brots die Flle haben und 
sollt sicher in eurem Lande wohnen.
6. Ich will Frieden geben in eurem Lande, a ihr schlafet, und euch 
niemand schrecke. Ich will die bsen Tiere aus eurem Lande tun, und soll 
kein Schwert durch euer Land gehen.
7. Ihr sollt eure Feinde jagen, und sie sollen vor euch her ins Schwert 
fallen.
8. Euer fnf sollen hundert jagen, und euer hundert sollen zehntausend 
jagen; denn eure Feinde sollen vor euch her fallen ins Schwert.
9. Und ich will mich zu euch wenden und will euch wachsen und mehren 
lassen und will meinen Bund euch halten.
10. Und sollt von dem Firnen essen, und wenn das Neue kommt, das Firne 
wegtun.
11. Ich will meine Wohnung unter euch haben, und meine Seele soll euch 
nicht verwerfen.
12. Und will unter euch wandeln und will euer Gott sein; so sollt ihr mein 
Volk sein.
13. Denn ich bin der Herr, euer Gott, der euch aus gyptenland gefhret 
hat, da ihr nicht ihre Knechte wret, und habe euer Joch zerbrochen und 
habe euch aufgerichtet wandeln lassen.
14. Werdet ihr aber mir nicht gehorchen und nicht tun diese Gebote alle,
15. und werdet meine Satzungen verachten, und eure Seele meine Rechte 
verwerfen, da ihr nicht tut alle meine Gebote, und werdet meinen Bund 
lassen anstehen,
16. so will ich euch auch solches tun: Ich will euch heimsuchen mit 
Schrecken, Schwulst und Fieber, da euch die Angesichte verfallen und der 
Leib verschmachte; ihr sollt umsonst euren Samen sen, und eure Feinde 
sollen ihn fressen.
17. und ich will mein Antlitz wider euch stellen, und sollt geschlagen 
werden vor euren Feinden; und die euch hassen, sollen ber euch herrschen; 
und sollt fliehen, da euch niemand jaget.
18. So ihr aber ber das noch nicht mir gehorchet, so will ich's noch 
siebenmal mehr machen, euch zu strafen um eure Snde,
19. da ich euren Stolz und Halsstarrigkeit breche; und will euren Himmel 
wie Eisen und eure Erde wie Erz machen.
20. Und eure Mhe und Arbeit soll verloren sein, da euer Land sein 
Gewchs nicht gebe und die Bume im Lande ihre Frchte nicht bringen.
21. Und wo ihr mir entgegen wandelt und mich nicht hren wollt, so will 
ich's noch siebenmal mehr machen, auf euch zu schlagen um eurer Snde 
willen.
22. Und will wilde Tiere unter euch senden, die sollen eure Kinder fressen 
und euer Vieh zerreien und euer weniger machen; und eure Straen sollen 
wste werden.
23. Werdet ihr euch aber damit noch nicht von mir zchtigen lassen und mir 
entgegen wandeln,
24. will ich euch auch entgegen wandeln und will euch noch siebenmal mehr 
schlagen um eurer Snde willen.
25. Und will ein Racheschwert ber euch bringen, das meinen Bund rchen 
soll. Und ob ihr euch in eure Stdte versammelt, will ich doch die 
Pestilenz unter euch senden und will euch in eurer Feinde Hnde geben.
26. Dann will ich euch den Vorrat des Brots verderben, da zehn Weiber 
sollen euer Brot in einem Ofen backen, und euer Brot soll man mit Gewicht 
auswgen, und wenn ihr esset, sollt ihr nicht satt werden.
27. Werdet ihr aber dadurch mir noch nicht gehorchen und mir entgegen 
wandeln,
28. so will ich auch euch im Grimm entgegen wandeln und will euch 
siebenmal mehr strafen um eure Snde,
29. da ihr sollt eurer Shne und Tchter Fleisch fressen.
30. Und will eure Hhen vertilgen und eure Bilder ausrotten; und will eure 
Leichname auf eure Gtzen werfen; und meine Seele wird an euch Ekel haben.
31. Und will eure Stdte wste machen und eures Heiligtums Kirchen 
einreien; und will euren sen Geruch nicht riechen.
32. Also will ich das Land wste machen, da eure Feinde, so drinnen 
wohnen, sich davor entsetzen werden.
33. Euch aber will ich unter die Heiden streuen und das Schwert ausziehen 
hinter euch her, da euer Land soll wste sein und eure Stdte verstret.
34. Alsdann wird das Land ihm seine Feier gefallen lassen, solange es 
wste liegt, und ihr in der Feinde Land seid; ja, dann wird das Land 
feiern und ihm seine Feier gefallen lassen,
35. solange es wste liegt, darum da es nicht feiern konnte, da ihr's 
solltet feiern lassen, da ihr drinnen wohnetet.
36. Und denen; die von euch berbleiben, will ich ein feig Herz machen in 
ihrer Feinde Land, da sie soll ein rauschend Blatt jagen; und sollen 
fliehen davor, als jagte sie ein Schwert, und fallen, da sie niemand jaget
37. Und soll einer ber den andern hinfallen, gleich als vor dem Schwert, 
und doch sie niemand jaget; und ihr sollt euch nicht auflehnen drfen 
wider eure Feinde.
38. Und ihr sollt umkommen unter den Heiden, und eurer Feinde Land soll 
euch fressen.
39. Welche aber von euch berbleiben, die sollen in ihrer Missetat 
verschmachten in der Feinde Land; auch in ihrer Vter Missetat sollen sie 
verschmachten.
40. Da werden sie denn bekennen ihre Missetat und ihrer Vter Missetat, 
damit sie sich an mir versndiget und mir entgegen gewandelt haben.
41. Darum will ich auch ihnen entgegen wandeln und will sie in ihrer 
Feinde Land wegtreiben. Da wird sich ja ihr unbeschnittenes Herz 
demtigen, und dann werden sie ihnen die Strafe ihrer Missetat gefallen 
lassen.
42. Und ich werde gedenken an meinen Bund mit Jakob und an meinen Bund mit 
Isaak und an meinen Bund mit Abraham und werde an das Land gedenken,
43. das von ihnen verlassen ist und ihm seine Feier gefallen lsset, 
dieweil es wste von ihnen liegt, und sie ihnen die Strafe ihrer Missetat 
gefallen lassen, darum da sie meine Rechte verachtet, und ihre Seele an 
meinen Satzungen Ekel gehabt hat.
44. Auch wenn sie schon in der Feinde Land sind, habe ich sie gleichwohl 
nicht verworfen, und ekelt mich ihrer nicht also, da es mit ihnen aus 
sein sollte, und mein Bund mit ihnen sollte nicht mehr gelten; denn ich 
bin der Herr, ihr Gott.
45. Und will ber sie an meinen ersten Bund gedenken, da ich sie aus 
gyptenland fhrete vor den Augen der Heiden, da ich ihr Gott wre, ich 
der Herr.
46. Dies sind die Satzungen und Rechte und Gesetze, die der Herr zwischen 
ihm und den Kindern Israel gestellet hat auf dem Berge Sinai durch die 
Hand Moses.
Das dritte Buch Mose 27
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn jemand dem Herrn 
ein besonder Gelbde tut, da er seinen Leib schtzet,
3. so soll das die Schtzung sein: Ein Mannsbild, zwanzig Jahre alt, bis 
ins sechzigste Jahr, sollst du schtzen auf fnfzig silberne Sekel nach 
dem Sekel des Heiligtums;
4. ein Weibsbild auf dreiig Sekel.
5. Von fnf Jahren bis auf zwanzig Jahre sollst du ihn schtzen auf 
zwanzig Sekel, wenn's ein Mannsbild ist; ein Weibsbild aber auf zehn Sekel.
6. Von einem Monden an bis auf fnf Jahre sollst du ihn schtzen auf fnf 
silberne Sekel, wenn's ein Mannsbild ist; ein Weibsbild aber auf drei 
silberne Sekel.
7. Ist er aber sechzig Jahre alt und drber, so sollst du ihn schtzen auf 
fnfzehn Sekel, wenn's ein Mannsbild ist; ein Weibsbild aber auf zehn 
Sekel.
8. Ist er aber zu arm zu solcher Schtzung, so soll er sich vor den 
Priester stellen, und der Priester soll ihn schtzen; er soll ihn aber 
schtzen, nachdem seine Hand, des, der gelobet hat, erwerben kann.
9. Ist's aber ein Vieh, das man dem Herrn opfern kann: ,alles, was man des 
dem Herrn gibt, ist heilig.
10. Man soll's nicht wechseln noch wandeln, ein gutes um ein bses, oder 
ein bses um ein gutes. Wird's aber jemand wechseln; ein Vieh um das 
andere, so sollen sie beide dem Herrn heilig sein.
11. Ist aber das Tier unrein, da man's dem Herrn nicht opfern darf, so 
soll man's vor den Priester stellen.
12. Und der Priester soll es schtzen, ob's gut oder bse sei; und es soll 
bei des Priesters Schtzen bleiben.
13. Will's aber jemand lsen, der soll den Fnften ber die Schtzung 
geben.
14. Wenn jemand sein Haus heiliget, da es dem Herrn heilig sei, das soll 
der Priester schtzen, ob's gut oder bse sei; und danach es der Priester 
schtzet, so soll's bleiben.
15. So es aber der, so es geheiliget hat, will lsen, so soll er den 
fnften Teil des Geldes, ber das es geschtzet ist, drauf geben, so 
soll's sein werden.
16. Wenn jemand ein Stck Ackers von seinem Erbgut dem Herrn heiliget, so 
soll er geschtzet werden, nachdem er trgt. Trgt er ein Homor Gerste, so 
soll er fnfzig Sekel Silbers gelten.
17. Heiliget er aber seinen Acker vom Halljahr an, so soll er nach seiner 
Wrde gelten.
18. Hat er ihn aber nach dem Halljahr geheiliget, so soll ihn der Priester 
rechnen nach den brigen Jahren zum Halljahr und danach geringer schtzen;
19. Will aber der, so ihn geheiliget hat, den Acker lsen, so soll er den 
fnften Teil des Geldes, ber das er geschtzet ist, drauf geben, so soll 
er sein werden.
20. Will er ihn aber nicht lsen, sondern verkauft ihn einem andern, so 
soll er ihn nicht mehr lsen,
21. sondern derselbe Acker, wenn er im Halljahr los ausgehet, soll dem 
Herrn heilig sein, wie ein verbannter Acker; und soll des Priesters Erbgut 
sein.
22. Wenn aber jemand einen Acker dem Herrn heiliget, den er gekauft hat, 
und nicht sein Erbgut ist,
23. so soll ihn der Priester rechnen, was er gilt, bis an das Halljahr; 
und er soll desselben Tages solche Schtzung geben, da er dem Herrn 
heilig sei.
24. Aber im Halljahr soll er wieder gelangen an denselben, von dem er ihn 
gekauft hat, da er sein Erbgut im Lande sei.
25. Alle Wrderung soll geschehen nach dem Sekel des Heiligtums. Ein Sekel 
aber macht zwanzig Gera.
26. Die Erstgeburt unter dem Vieh, die dem Herrn sonst gebhret, soll 
niemand dem Herrn heiligen, es sei ein Ochse oder Schaf; denn es ist des 
Herrn.
27. Ist aber an dem Vieh etwas Unreines, so soll man's lsen nach seiner 
Wrde und drber gehen den Fnften. Will er's nicht Lsen, so verkaufe 
man's nach seiner Wrde.
28. Man soll kein Verbanntes verkaufen, noch lsen, das jemand dem Herrn 
verbannet von allem, das sein Ist, es seien Menschen Vieh oder Erbacker; 
denn alles Verbannte ist das Allerheiligste dem Herrn.
29. Man soll auch keinen verbannten Menschen lsen, sondern er soll des 
Todes sterben.
30. Alle Zehnten im Lande, beide von Samen des Landes und von Frchten der 
Bume, sind des Herrn und sollen dem Herrn heilig sein.
31. Will aber jemand seinen Zehnten lsen, der soll den Fnften drber 
geben.
32. Und alle Zehnten von Rindern und Schafen, und was unter der Rute 
gehet, das ist ein heiliger Zehnte dem Herrn.
33. Man soll nicht fragen, ob's gut oder bse sei; man soll's auch nicht 
wechseln. Wird es aber jemand wechseln, so soll beides heilig sein und 
nicht gelset werden.
34. Dies sind die Gebote, die der Herr gebot an die Kinder Israel auf dem 
Berge Sinai.
Das vierte Buch Mose 1
1. Und der Herr redete mit Mose in der Wste Sinai in der Htte des Stifts 
am ersten Tage des andern Monden im andern Jahr, da sie aus gyptenland 
gegangen waren, und sprach:
2. Nehmet die Summa der ganzen Gemeine der Kinder Israel nach ihren 
Geschlechtern und ihrer Vter Husern und Namen: alles, was mnnlich ist, 
von Haupt zu Haupt;
3. von zwanzig Jahren an und drber, was ins Heer zu ziehen taugt in 
Israel; und sollt sie zhlen nach ihren Heeren, du und Aaron.
4. Und sollt zu euch nehmen je vom Geschlecht einen Hauptmann ber seines 
Vaters Haus.
5. Dies sind aber die Namen der Hauptleute, die neben euch stehen sollen: 
Von Ruben sei Elizur, der Sohn Sedeurs.
6. Von Simeon sei Selumiel, der Sohn Zuri-Saddais.
7. Von Juda sei Nahesson, der Sohn Amminadabs.
8. Von Isaschar sei Nethaneel, der Sohn Zuars.
9. Von Sebulon sei Eliab, der Sohn Helons.
10. Von den Kindern Joseph: Von Ephraim sei Elisama, der Sohn Ammihuds. 
Von Manasse sei Gamliel, der Sohn Pedazurs.
11. Von Benjamin sei Abidan, der Sohn Gideonis.
12. Von Dan sei Ahieser, der Sohn Ammi-Saddais.
13. Von Asser sei Pagiel, der Sohn Ochrans.
14. Von Gad sei Eliasaph, der Sohn Deguels.
15. Von Naphthali sei Ahira, der Sohn Enans.
16. Das sind die Vornehmsten der Gemeine, die Hauptleute unter den Stmmen 
ihrer Vter, die da Hupter und Frsten in Israel waren.
17. Und Mose und Aaron nahmen sie zu sich, wie sie da mit Namen genannt 
sind,
18. und sammelten auch die ganze Gemeine am ersten Tage des andern Monden 
und rechneten sie nach ihrer Geburt, nach ihren Geschlechtern und Vter 
Husern und Namen, von zwanzig Jahren an und drber, von Haupt zu Haupt,
19. wie der Herr Mose geboten hatte, und zhleten sie in der Wste Sinai.
20. Der Kinder Ruben, des ersten Sohns Israels, nach ihrer Geburt, 
Geschlecht, ihrer Vter Husern und Namen, von Haupt zu Haupt, alles, was 
mnnlich war, von zwanzig Jahren und drber, und ins Heer zu ziehen taugte,
21. wurden gezhlet zum Stamm Ruben sechsundvierzigtausend und fnfhundert.
22. Der Kinder Simeon nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Vter Husern, 
Zahl und Namen, von Haupt zu Haupt, alles, was mnnlich war, von zwanzig 
Jahren und drber, und ins Heer zu ziehen taugte,
23. wurden gezhlet zum Stamm Simeon neunundfnfzigtausend und dreihundert.
24. Der Kinder Gad nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Vter Husern und 
Namen, von zwanzig Jahren und drber, was ins Heer zu ziehen taugte,
25. wurden gezhlet vom Stamm Gad fnfundvierzigtausend 
sechshundertundfnfzig.
26. Der Kinder Juda nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Vter Husern und 
Namen, von zwanzig Jahren und drber, was ins Heer zu ziehen taugte,
27. wurden gezhlet vom Stamm Juda vierundsiebenzigtausend und 
sechshundert.
28. Der Kinder Isaschar nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Vter Husern 
und Namen, von zwanzig Jahren und drber, was ins Heer zu ziehen taugte,
29. wurden gezhlet zum Stamm Isaschar vierundfnfzigtausend und 
vierhundert.
30. Der Kinder Sebulon nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Vter Husern 
und Namen, von zwanzig Jahren und drber, was ins Heer zu ziehen taugte,
31. wurden gezhlet zum Stamm SebuIon siebenundfnfzigtausend und 
vierhundert.
32. Der Kinder Joseph von Ephraim nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer 
Vter Husern und, Namen, von zwanzig Jahren und drber, was ins Heer zu 
ziehen taugte,
33. wurden gezhlet zum Stamm Ephraim vierzigtausend und fnfhundert.
34. Der Kinder Manasse nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Vter Husern 
und Namen, von zwanzig Jahren und drber, was ins Heer zu ziehentaugte,
35. wurden zum Stamm Manasse gezhlet zweiunddreiigtausend und 
zweihundert.
36. Der Kinder Benjamin nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Vter Husern 
und Namen, von zwanzig Jahren und drber, was ins Heer zu ziehen taugte,
37. wurden zum Stamm Benjamin gezhlet fnfunddreiigtausend und 
vierhundert.
38. Der Kinder Dan nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Vter husern und 
Namen, von zwanzig Jahren und drber, was ins Heer zu ziehen taugte,
39. wurden gezhlet zum Stamm Dan zweiundsechzigtausend und siebenhundert.
40. Der Kinder Asser nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Vter Husern 
und Namen, von zwanzig Jahren und drber, was ins Heer zu ziehen taugte,
41. wurden zum Stamm Asser gezhlet einundvierzigtausend und fnfhundert.
42. Der Kinder Naphthali nach ihrer Geburt, Geschlecht, ihrer Vter 
Husern und Namen, von zwanzig Jahren und drber, was ins Heer zu ziehen 
taugte,
43. wurden zum Stamm Naphthali gezhlet dreiundfnfzigtausend und 
vierhundert.
44. Dies sind, die Mose und Aaron zhleten, samt den zwlf Frsten 
Israels, deren je einer ber ein Haus ihrer Vter war.
45. Und die Summa der Kinder Israel nach ihrer Vter Husern, von zwanzig 
Jahren und drber, was ins Heer zuziehen taugte in Israel,
46. deren war sechsmalhunderttausend und dreitausend fnfhundertundfnzig.
47. Aber die Leviten nach ihrer Vter Stamrn wurden nicht mit unter 
gezhlet.
48. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
49. Den Stamm Levi sollst du nicht zhlen, noch ihre Summa nehmen unter 
den Kindern Israel,
50. sondern du sollst sie ordnen zur Wohnung bei dem Zeugnis und zu allem 
Gerte und zu allem, was dazu gehret. Und sie sollen die Wohnung tragen 
und alles Gerte; und sollen sein pflegen und um die Wohnung her sich 
lagern.
51. Und wenn man reisen soll, so sollen die Leviten die Wohnung abnehmen. 
Wenn aber das Heer zu lagern ist, sollen sie die Wohnung aufschlagen. Und 
wo ein Fremder sich dazu machet, der soll sterben.
52. Die Kinder Israel sollen sich lagern, ein jeglicher in sein Lager und 
bei dem Panier seiner Schar.
53. Aber die Leviten sollen sich um die Wohnung des Zeugnisses her lagern, 
auf da nicht ein Zorn ber die Gemeine der Kinder Israel komme; darum 
sollen die Leviten der Hut warten an der Wohnung des Zeugnisses.
54. Und die Kinder Israel taten alles, wie der Herr Mose geboten hatte.
Das vierte Buch Mose 2
1. Und der Herr redete mit Mose und Aaron und sprach:
2. Die Kinder Israel sollen vor der Htte des Stifts umher sich lagern, 
ein jeglicher unter seinem Panier und Zeichen nach ihrer Vter Hause.
3. Gegen Morgen soll sich lagern Juda mit seinem Panier und Heer; ihr 
Hauptmann Nahesson, der Sohn Amminadabs;
4. und sein Heer an der Summa vierundsiebenzigtausend und sechshundert.
5. Neben ihm soll sich lagern der Stamm Isaschar; ihr Hauptmann Nethaneel, 
der Sohn Zuars;
6. und sein Heer an der Summa vierundfnfzigtausend und vierhundert.
7. Dazu der Stamm Sebulon; ihr Hauptmann Eliab, der Sohn Helons;
8. sein Heer an der Summa siebenundfnfzigtausend und vierhundert.
9. Da alle, die ins Lager Judas gehren, seien an der Summa 
hundertundsechsundachtzigtausend und vierhundert, die zu ihrem Heere 
gehren; und sollen vornean ziehen.
10. Gegen Mittag soll liegen das Gezelt und Panier Rubens mit ihrem Heer; 
ihr Hauptmann Elizur, der Sohn Sedeurs;
11. und sein Heer an der Summa sechsundvierzigtausend fnfhundert.
12. Neben ihm soll sich lagern der Stamm Simeon; ihr Hauptmann Selumiel, 
der Sohn Zuri-Saddais;
13. und sein Heer an der Summa neunundfnfzigtausend dreihundert.
14. Dazu der Stamm Gad; ihr Hauptmann Eliasaph, der Sohn Reguels;
15. und sein Heer an der Summa fnfundvierzigtausend 
sechshundertundfnfzig.
16. Da alle, die ins Lager Rubens gehren, seien an der Summa 
hundertundeinundfnfzigtausend vierhundertundfnfzig, die zu ihrem Heer 
gehren; und sollen die andern im Ausziehen sein.
17. Danach soll die Htte des Stifts ziehen mit dem Lager der Leviten 
mitten unter den Lagern; und wie sie sich lagern, so sollen sie auch 
ziehen, ein jeglicher an seinem Ort; unter seinem Panier.
18. Gegen Abend soll liegen das Gezelt und Panier Ephraims mit ihrem Heer; 
ihr Hauptmann soll sein Elisama, der Sohn Ammihuds;
19. und sein Heer an der Summa vierzigtausend und fnfhundert.
20. Neben ihm soll sich lagern der Stamm Manasse; ihr Hauptmann Gamliel, 
der Sohn Pedzurs;
21. sein Heer an der Summa zweiunddreiigtausend und zweihundert.
22. Dazu der Stamm Benjamin; ihr Hauptmann Abidan, der Sohn Gideonis;
23. sein Heer ander Summa fnfunddreiigtausend und vierhundert.
24. Da alle, die ins Lager Ephraims gehren, seien an der Summa 
hundertundachttausend und einhundert, die zu seinem Heer gehren; und 
sollen die dritten im Ausziehen sein.
25. Gegen Mitternacht soll liegen das Gezelt und Panier Dans mit ihrem 
Heer; ihr Hauptmann Ahieser der Sohn Ammi-Saddais;
26. sein Heer an der Summa zweiundsechzigtausend und siebenhundert.
27. Neben ihm soll sich lagern der Stamm Asser; ihr Hauptmann Pagel, der 
Sohn Ochrans;
28. sein Heer an der Summa einundvierzigtausend und fnfhundert.
29. Dazu der Stamm Naphthali; ihr Hauptmann Ahira, der Sohn Enans;
30. sein Heer an der Summa dreiundfnfzigtausend und vierhundert.
31. Da alle, die ins Lager Dan gehren, seien an der Summa 
hundertundsiebenundfnfzigtausend und sechshundert; und sollen die letzten 
sein im Ausziehen mit ihrem Panier.
32. Das ist die Summa der Kinder Israel nach ihrer Vter Husern und 
Lagern mit ihren Heeren: sechshunderttausend und dreitausend 
fnfhundertundfnzig.
33. Aber die Leviten wurden nicht in die Summa unter die Kinder Israel 
gezhlet, wie der Herr Mose geboten hatte.
34. Und die Kinder Israel taten alles, wie der Herr Mose geboten hatte, 
und lagerten sich unter ihre Paniere und zogen aus, ein jeglicher in 
seinem Geschlecht nach ihrer Vter Hause.
Das vierte Buch Mose 3
1. Dies ist das Geschlecht Aarons und Moses zu der Zeit, da der Herr mit 
Mose redete auf dem Berge Sinai.
2. Und dies sind die Namen der Shne Aarons: Der Erstgeborne Nadab, danach 
Abihu, Eleazar und Ithamar.
3. Das sind die Namen der Shne Aarons, die zu Priestern gesalbet waren 
und ihre Hnde gefllet zum Priestertum.
4. Aber Nadab und Abihu starben vor dem Herrn, da sie fremd Feuer opferten 
vor dem Herrn in der Wste Sinai; und hatten keine Shne. Eleazar aber und 
Ithamar pflegten des Priesteramts unter ihrem Vater Aaron.
5. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
6. Bringe den Stamm Levi herzu und stelle sie vor den Priester Aaron, da 
sie ihm dienen
7. und seiner und der ganzen Gemeine Hut warten vor der Htte des Stifts 
und dienen am Dienst der Wohnung;
8. und warten alles Gertes der Htte des Stifts und der Hut der Kinder 
Israel, zu dienen am Dienst der Wohnung.
9. Und sollst die Leviten Aaron und seinen Shnen zuordnen zum Geschenk 
von den Kindern Israel.
10. Aaron aber und seine Shne sollst du setzen, da sie ihres 
Priestertums warten. Wo ein Fremder sich herzutut, der soll sterben.
11. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
12. Siehe, ich habe die Leviten genommen unter den Kindern Israel fr alle 
Erstgeburt, die da Mutter brechen unter den Kindern Israel, also da die 
Leviten sollen mein sein.
13. Denn die Erstgeburten sind mein, seit der Zeit ich alle Erstgeburt 
schlug in gyptenland; da heiligte ich mir alle Erstgeburt in Israel, von 
Menschen an bis auf das Vieh, da sie mein sein sollen, ich der Herr.
14. Und der Herr redete mit Mose in der Wste Sinai und sprach:
15. Zhle die Kinder Levi nach ihrer Vter Husern und Geschlechtern, 
alles, was mnnlich ist, eines Monden alt und drber.
16. Also zhlete sie Mose nach dem Wort des Herrn, wie er geboten hatte.
17. Und waren dies die Kinder Levi mit Namen: Gerson, Kahath, Merari.
18. Die Namen aber der Kinder Gersons in ihrem Geschlecht waren: Libni und 
Simei.
19. Die Kinder Kahaths in ihrem Geschlecht waren: Amram, Jezehar, Hebron 
und Usiel.
20. Die Kinder Meraris in ihrem Geschlecht waren: Maheli und Musi. Dies 
sind die Geschlechter Levis nach, ihrer Vter Hause.
21. Dies sind die Geschlechter von Gerson: Die Libniter und Simeiter.
22. Deren Summa war an der Zahl funden siebentausend und fnfhundert, 
alles, was mnnlich war eines Monden alt und drber.
23. Und dasselbe Geschlecht der Gersoniter sollen sich lagern hinter der 
Wohnung gegen den Abend.
24. Ihr Oberster sei Eliasaph, der Sohn Laels.
25. Und sie sollen warten an der Htte des Stifts, nmlich der Wohnung und 
der Htte und ihrer Decke und des Tuchs in der Tr der Htte des Stifts,
26. des Umhangs am Vorhofe und des Tuchs in der Tr des Vorhofs, welcher 
um die Wohnung und um den Altar hergehet, und seiner Seile, und alles, was 
zu seinem Dienst gehret.
27. Dies sind die Geschlechter von Kahath: Die Amramiten, die Jezehariten, 
die Hebroniten und Usieliten,
28. was mnnlich war, eines Monden alt und drber, an der Zahl achttausend 
und sechshundert, die der Hut des Heiligtums warten.
29. Und sollen sich lagern an die Seite der Wohnung gegen Mittag.
30. Ihr Oberster sei Elizaphan, der Sohn Usiels.
31. Und sie sollen warten der Lade, des Tisches, des Leuchters, des Altars 
und alles Gertes des Heiligtums, daran sie dienen, und des Tuchs, und was 
zu seinem Dienst gehret.
32. Aber der Oberste ber alle Obersten der Leviten soll Eleazar sein, 
Aarons Sohn, des Priesters, ber die, so verordnet sind, zu warten der Hut 
des Heiligtums.
33. Dies sind die Geschlechter Meraris: Die Maheliter und Musiter,
34. die an der Zahl waren sechstausend und zweihundert, alles, was 
mnnlich war, eines Monden alt und drber.
35. Ihr Oberster sei Zuriel, der Sohn Abihails. Und sollen sich lagern an 
die Seite der Wohnung gegen Mitternacht.
36. Und ihr Amt soll sein, zu warten der Bretter und Riegel und Sulen und 
Fe der Wohnung und alles seines Gertes und seines Dienstes,
37. dazu der Sulen um den Vorhof her mit den Fen und Ngeln und Seilen.
38. Aber vor der Wohnung und vor der Htte des Stifts gegen Morgen sollen 
sich lagern Mose und Aaron und seine Shne, da sie des Heiligtums warten 
und der Kinder Israel. Wenn sich ein Fremder herzutut, der soll sterben,
39. Alle Leviten in der Summa, die Mose und Aaron zhleten nach ihren 
Geschlechtern, nach dem Wort des Herrn, eitel Mnnlein, eines Monden alt 
und drber, waren zweiundzwanzigtausend.
40. Und der Herr sprach zu Mose: Zhle alle Erstgeburt, was mnnlich ist 
unter den Kindern Israel, eines Monden alt und drber, und nimm die Zahl 
ihrer Namen.
41. Und sollst die Leviten mir, dem Herrn, aussondern fr alle Erstgeburt 
der Kinder Israel und der Leviten Vieh fr alle Erstgeburt unter dem Vieh 
der Kinder Israel,
42. Und Mose zhlete, wie ihm der Herr geboten hatte, alle Erstgeburt 
unter den Kindern Israel;
43. und fand sich an der Zahl der Namen aller Erstgeburt, was mnnlich 
war, eines Monden alt und drber, in ihrer Summa zweiundzwanzigtausend 
zweihundertunddreiundsiebenzig.
44. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
45. Nimm die Leviten fr alle Erstgeburt unter den Kindern Israel und das 
Vieh der Leviten fr ihr Vieh, da die Leviten mein, des Herrn, seien.
46. Aber das Lsegeld von den zweihundertdreiundsiebenzig berlngen 
Erstgeburten der Kinder Israel ber der Leviten Zahl
47. sollst du je fnf Sekel nehmen von Haupt zu Haupt, nach dem Sekel des 
Heiligtums (zwanzig Gera gilt ein S kel),
48. und sollst dasselbe Geld, das berlng ist ber ihre Zahl, geben Aaron 
und seinen Shnen.
49. Da nahm Mose das Lsegeld, das berlng war ber der Leviten Zahl,
50. von den Erstgeburten der Kinder Israel, tausend 
dreihundertundfnfundsechzig Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums,
51. und gab's Aaron und seinen Shnen nach dem Wort des Herrn, wie der 
Herr Mose geboten hatte.
Das vierte Buch Mose 4
1. Und der Herr redete mit Mose und Aaron und sprach:
2. Nimm die Summa der Kinder Kahath aus den Kindern Levi nach ihrem 
Geschlecht und Vter Husern,
3. von dreiig Jahren an und drber, bis ins fnfzigste Jahr, alle, die 
zum Heer taugen, da sie tun die Werke in der Htte des Stifts.
4. Das soll aber das Amt der Kinder Kahath in der Htte des Stifts sein, 
das das Allerheiligste ist:
5. Wenn das Heer aufbricht, so soll Aaron und seine Shne hineingehen und 
den Vorhang abnehmen und die Lade des Zeugnisses drein winden;
6. und drauf tun die Decke von Dachsfellen und oben drauf eine ganze gelbe 
Decke breiten und seine Stangen dazu legen;
7. und ber den Schautisch auch eine gelbe Decke breiten und dazu legen 
die Schsseln, Lffel, Schalen und Kannen, aus und ein zu gieen. Und das 
tgliche Brot soll dabei liegen.
8. Und sollen drber breiten eine rosinrote Decke und dieselbe bedecken 
mit einer Decke von Dachsfellen und seine Stangen dazu legen.
9. Und sollen eine gelbe Decke nehmen und drein winden den Leuchter des 
Lichts und seine Lampen mit seinen Schneuzen und Npfen und alle lgefe, 
die zum Amt gehren.
10. Und sollen um das alles tun eine Decke von Dachsfellen, und sollen sie 
auf Stangen legen.
11. Also sollen sie auch ber den gldenen Altar eine gelbe Decke breiten 
und dieselbe bedecken mit der Decke von Dachsfellen und seine Stangen dazu 
tun.
12. Alle Gerte, damit sie schaffen im Heiligtum, sollen sie nehmen und 
gelbe Decken drber tun und mit einer Decke von Dachsfellen decken und auf 
Stangen legen.
13. Sie sollen auch die Asche vom Altar fegen und eine scharlachene Decke 
drber breiten,
14. und alle seine Gerte dazu legen, damit sie drauf schaffen: 
Kohlpfannen, Kreuel, Schaufeln, Becken, mit allem Gerte des Altars; und 
sollen drber breiten eine Decke von Dachsfellen und seine Stangen dazu 
tun.
15. Wenn nun Aaron und seine Shne solches ausgerichtet haben und das 
Heiligtum und alle seine Gerte bedecket, wenn das Heer aufbricht, danach 
sollen die Kinder Kahath hineingehen, da sie es tragen, und sollen das 
Heiligtum nicht anrhren, da sie nicht sterben. Dies sind die Lasten der 
Kinder Kahath an der Htte des Stifts.
16. Und Eleazar, Aarons, des Priesters, Sohn soll das Amt haben, da er 
ordne das l zum Licht und die Spezerei zum Ruchwerk und das tgliche 
Speisopfer und das Salbl; da er beschicke die ganze Wohnung und alles, 
was drinnen ist, im Heiligtum und seinem Gerte.
17. Und der Herr redete mit Mose und mit Aaron und sprach:
18. Ihr sollt den Stamm des Geschlechts der Kahathiter nicht lassen sich 
verderben unter den Leviten;
19. sondern das sollt ihr mit ihnen tun, da sie leben und nicht sterben, 
wo sie wrden anrhren das Allerheiligste: Aaron und seine Shne sollen 
hineingehen und einen jeglichen stellen zu seinem Amt und Last.
20. Sie aber sollen nicht hineingehen, zu schauen unbedeckt das Heiligtum, 
da sie nicht sterben.
21. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
22. Nimm die Summa der Kinder Gerson auch nach ihrer Vter Hause und. 
Geschlecht,
23. von dreiig Jahren an und drber bis ins fnfzigste Jahr, und ordne 
sie alle, die da zum Heer tchtig sind, da sie ein Amt haben in der Htte 
des Stifts.
24. Das soll aber des Geschlechts der Gersoniter Amt sein, da sie 
schaffen und tragen:
25. Sie sollen die Teppiche der Wohnung und der Htte des Stifts tragen 
und seine Decke und die Decke von Dachsfellen, die oben drber ist, und 
das Tuch in der Tr der Htte des Stifts
26. und die Umhnge des Vorhofs und das Tuch in der Tr des Tors am 
Vorhofe, welcher um die Wohnung und Altar hergehet, und ihre Seile und 
alle Gerte ihres Amts und alles, was zu ihrem Amt gehret.
27. Nach dem Wort Aarons und seiner Shne soll alles Amt der Kinder Gerson 
gehen, alles, was sie tragen und schaffen sollen; und ihr sollt zusehen, 
da sie aller ihrer Last warten.
28. Das soll das Amt des Geschlechts der Kinder der Gersoniter sein in der 
Htte des Stifts; und ihre Hut soll unter der Hand Ithamars sein, des 
Sohns Aarons, des Priesters.
29. Die Kinder Meran nach ihrem Geschlecht und Vaterhause sollst du auch 
ordnen,
30. von dreiig Jahren an und drber bis ins fnfzigste Jahr, alle, die 
zum Heer taugen, da sie ein Amt haben in der Htte des Stifts.
31. Auf diese Last aber sollen sie warten nach all ihrem Amt in der Htte 
des Stifts, da sie tragen die Bretter der Wohnung und Riegel und Sulen 
und Fe,
32. dazu die Sulen des Vorhofs umher und Fe und Ngel und Seile mit all 
ihrem Gerte nach all ihrem Amt; einem jeglichen sollt ihr sein Teil der 
Last am Gerte zu warten verordnen.
33. Das sei das Amt der Geschlechter der Kinder Meran, alles, das sie 
schaffen sollen in der Htte des Stifts unter der Hand Ithamars, des 
Priesters, Aarons Sohnes.
34. Und Mose und Aaron samt den Hauptleuten der Gemeine zhleten die 
Kinder der Kahathiter nach ihren Geschlechtern und Vter Husern,
35. von dreiig Jahren und drber bis ins fnfzigste, alle, die zum Heer 
taugten, da sie Amt in der Htte des Stifts htten.
36. Und die Summa war zweitausend siebenhundertundfnfzig:
37. Das ist die Summa der Geschlechter der Kahathiter, die alle zu 
schaffen hatten in der Htte des Stifts, die Mose und Aaron zhleten nach 
dem Wort des Herrn durch Mose.
38. Die Kinder Gerson wurden auch gezhlet in ihren Geschlechtern und 
Vter Husern,
39. von dreiig Jahren und drber bis ins fnfzigste, alle, die zum Heer 
taugten, da sie Amt in der Htte des Stifts htten.
40. Und die Summa war zweitausend sechshundertunddreiig.
41. Das ist die Summa der Geschlechter der Kinder Gerson, die alle zu 
schaffen hatten in der Htte des Stifts, welche Mose und Aaron zhleten 
nach dem Wort des Herrn.
42. Die Kinder Meran wurden auch gezhlet nach ihren Geschlechtern und 
Vter Husern,
43. von dreiig Jahren und drber bis ins fnfzigste, alle, die zum Heer 
taugten, da sie Amt in der Htte des Stifts htten.
44. Und die Summa war dreitausend und zweihundert.
45. Das ist die Summa der Geschlechter der Kinder Meran, die Mose und 
Aaron zhleten nach dem Wort des Herrn durch Mose.
46. Die Summa aller Leviten, die Mose und Aaron samt den Hauptleuten 
Israels zhleten nach ihren Geschlechtern und Vter Husern,
47. von dreiig Jahren und drber bis ins fnfzigste, aller, die eingingen 
zu schaffen, ein jeglicher sein Amt, und zu tragen die Last in der Htte 
des Stifts,
48. war achttausend fnfhundertundachtzig,
49. die gezhlet wurden nach dem Wort des Herrn durch Mose, ein jeglicher 
zu seinem Amt und Last, wie der Herr Mose geboten hatte.
Das vierte Buch Mose 5
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Gebeut den Kindern Israel, da sie aus dem Lager tun alle Ausstzigen 
und alle, die Eiterflsse haben und die an den Toten unrein worden sind.
3. Beide Mann und Weib sollen sie hinaustun vor das Lager, da sie nicht 
ihre Lager verunreinigen, darinnen ich unter ihnen wohne.
4. Und die Kinder Israel taten also und taten sie hinaus vor das Lager, 
wie der Herr zu Mose geredet hatte.
5. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
6. Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ein Mann oder Weib 
irgend eine Snde wider einen Menschen tut und sich an dem Herrn damit 
versndiget, so hat die Seele eine Schuld auf ihr;
7. und sie sollen ihre Snde bekennen, die sie getan haben, und sollen 
ihre Schuld vershnen mit der Hauptsumma, und darber das fnfte Teil dazu 
tun und dem geben, an dem sie sich verschuldiget haben.
8. Ist aber niemand da, dem man's bezahlen sollte, so soll man's dem Herrn 
geben fr den Priester ber den Widder der Vershnung, damit er vershnet 
wird.
9. Desgleichen soll alle Hebe von allem das die Kinder Israel heiligen und 
dem Priester opfern, sein sein.
10. Und wer etwas heiliget, das soll auch sein sein; und wer etwas dem 
Priester gibt, das soll auch sein sein:
11. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
12. Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn irgend eines Mannes 
Weib sich verliefe und sich an ihm versndigte,
13. und jemand sie fleischlich beschlft, und wrde doch dem Manne 
verborgen vor seinen Augen und wrde verdeckt, da sie unrein worden ist, 
und kann sie nicht berzeugen, denn sie ist nicht drinnen begriffen,
14. und der Eifergeist entzndet ihn, da er um sein Weib eifert, sie sei 
unrein oder nicht unrein:
15. so soll er sie zum Priester bringen und ein Opfer ber sie bringen, 
den Zehnten Epha Gerstenmehls, und soll kein l drauf gieen, noch 
Weihrauch drauf tun. Denn es ist ein Eiferopfer und Rgeopfer, das 
Missetat rget.
16. Da soll sie der Priester herzufhren und vor den Herrn stellen,
17. und des heiligen Wassers nehmen in ein irden Gef und Staub vom Boden 
der Wohnung ins Wasser tun,
18. und soll das Weib Vor den Herrn stellen und ihr Haupt entblen und 
das Rgeopfer, das ein Eiferopfer ist, auf ihre Hand legen. Und der 
Priestersoll in seiner Hand bitter verflucht Wasser haben;
19. und soll das Weib beschwren und zu ihr sagen: Hat kein Mann dich 
beschlafen, und hast dich nicht von deinem Manne verlaufen, da du dich 
verunreiniget hast, so sollen dir diese bitteren verfluchten Wasser nicht 
schaden.
20. Wo du dich aber von deinem Manne verlaufen hast, da du unrein bist, 
und hat jemand dich beschlafen auer deinem Manne,
21. so soll der Priester das Weib beschwren mit solchem Fluche und soll 
zu ihr sagen: Der Herr setze dich zum Fluch und zum Schwur unter deinem 
Volk, da der Herr deine Hfte schwinden und deinen Bauch schwellen lasse!
22. So gehe nun das verfluchte Wasser in deinen Leib, da dein Bauch 
schwelle und deine Hfte schwinde! Und das Weib soll sagen: Amen, Amen!
23. Also soll der Priester diese Flche auf einen Zettel schreiben und mit 
dem bittern Wasser abwaschen;
24. und soll dem Weibe von dem bittern verfluchten Wasser zu trinken 
geben. Und wenn das verfluchte bittere Wasser in sie gegangen ist,
25. soll der Priester von ihrer Hand das Eiferopfer nehmen und zum 
Speisopfer vor dem Herrn weben und auf dem Altar opfern, nmlich:
26. soll er eine Handvoll des Speisopfers nehmen zu ihrem Rgeopfer und 
auf dem Altar anznden und danach dem Weibe das Wasser zu trinken geben.
27. Und wenn sie das Wasser getrunken hat: ist sie unrein und hat sich an 
ihrem Manne versndiget, so wird das verfluchte Wasser in sie gehen und 
ihr bitter sein, da ihr der Bauch schwellen und die Hfte schwinden wird, 
und wird das Weib ein Fluch sein unter ihrem Volk.
28. Ist aber ein solch Weib nicht verunreiniget; sondern rein; so wird's, 
ihr nicht schaden, da sie kann schwanger werden.
29. Dies ist das Eifergesetz, wenn ein Weib sich von ihrem Manne verluft 
und unrein wird,
30. oder wenn einen Mann der Eifergeist entzndet, da er um seinWeib 
eifert, da er's stelle vor den Herrn, und der Priester an ihr tue alles 
nach diesem Gesetze.
31. Und der Mann soll unschuldig sein an der Missetat; aber das Weib soll 
ihre Missetat tragen.
Das vierte Buch Mose 6
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ein Mann oder Weib 
ein sonderlich Gelbde tut dem Herrn, sich zu enthalten,
3. der soll sich Weins und starken Getrnks enthalten, Weinessig oder 
starken Getrnks Essig soll er auch nicht trinken, auch nichts, das aus 
Weinbeeren gemacht wird; er soll weder frische noch drre Weinbeeren essen,
4. solange solch sein Gelbde whret; auch soll er nichts essen, das man 
vom Weinstock macht, weder Weinkern noch Hlsen.
5. Solange die Zeit solches seines Gelbdes whret, soll kein Schermesser 
ber sein Haupt fahren, bis da die Zeit aus sei, die er dem Herrn gelobet 
hat; denn er ist heilig und soll das Haar auf seinem Haupt lassen frei 
wachsen.
6. Die ganze Zeit ber, die er dem Herrn gelobet hat, soll er zu keinem 
Toten gehen.
7. Er soll sich auch nicht verunreinigen an dem Tod seines Vaters, seiner 
Mutter, seines Bruders oder seiner Schwester; denn das Gelbde seines 
Gottes ist auf seinem Haupt.
8. Und die ganze Zeit ber seines Gelbdes soll er dem Herrn heilig sein.
9. Und wo jemand vor ihm unversehens pltzlich stirbt, da wird das Haupt 
seines Gelbdes verunreiniget; darum soll er sein Haupt bescheren am Tage 
seiner Reinigung, das ist, am siebenten Tage.
10. Und am achten Tage soll er zwo Turteltauben bringen, oder zwo junge 
Tauben, zum Priester vor die Tr der Htte des Stifts.
11. Und der Priester soll eine zum Sndopfer und die andere zum Brandopfer 
machen und ihn vershnen, da er sich an einem Toten versndiget hat, und 
also sein Haupt desselben Tages heiligen,
12. da er dem Herrn die Zeit seines Gelbdes aushalte. Und soll ein 
jhrig Lamm bringen zum Schuldopfer. Aber die vorigen Tage sollen umsonst 
sein, darum da sein Gelbde verunreiniget ist.
13. Dies ist das Gesetz des Verlobten: Wenn die Zeit seines Gelbdes aus 
ist, so soll man ihn bringen vor die Tr der Htte des Stifts.
14. Und er soll bringen sein Opfer dem Herrn, ein jhrig Lamm ohne Wandel 
zum Brandopfer und ein jhrig Schaf ohne Wandel zum Sndopfer und einen 
Widder ohne Wandel zum Dankopfer
15. und einen Korb mit ungesuerten Kuchen von Semmelmehl, mit l 
gemenget, und ungesuerte Fladen, mit l bestrichen, und ihre Speisopfer 
und Trankopfer.
16. Und der Priester soll's vor den Herrn bringen und soll sein Sndopfer 
und sein Brandopfer machen.
17. Und den Widder soll er zum Dankopfer machen dem Herrn samt dem Korbe 
mit dem ungesuerten Brot; und soll auch sein Speisopfer und sein 
Trankopfer machen.
18. Und soll dem Verlobten das Haupt seines Gelbdes bescheren vor der Tr 
der Htte des Stifts; und soll das Haupthaar seines Gelbdes nehmen und 
aufs Feuer werfen, das unter dem Dankopfer ist.
19. Und soll den gekochten Bug nehmen von dem Widder und einen 
ungesuerten Kuchen aus dem Korbe und einen ungesuerten Fladen und soll's 
dem Verlobten auf seine Hnde legen, nachdem er sein Gelbde abgeschoren 
hat,
20. und soll's vor dem Herrn weben. Das ist heilig dem Priester samt der 
Webebrust und der Hebeschulter. Danach mag der Verlobte Wein trinken.
21. Das ist das Gesetz des Verlobten, der sein Opfer dem Herrn gelobet, 
von wegen seines Gelbdes, auer dem, was er sonst vermag; wie er gelobet 
hat, soll er tun nach dem Gesetz seines Gelbdes.
22. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
23. Sage Aaron und seinen Shnen und sprich: Also sollt ihr sagen zu den 
Kindern Israel, wenn ihr sie segnet:
24. Der Herr segne dich und behte dich!
25. Der Herr lasse sein Angesicht leuchten ber dir und sei dir gndig!
26. Der Herr hebe sein Angesicht ber dich und gehe dir Frieden!
27. Denn ihr sollt meinen Namen auf die Kinder Israel legen, da ich sie 
segne.
Das vierte Buch Mose 7
1. Und da Mose die Wohnung aufgerichtet hatte und sie gesalbet und 
geheiliget mit all ihrem Gerte, dazu auch den Altar mit all seinem Gerte 
gesalbet und geheiliget,
2. da opferten die Frsten Israels, die Hupter waren in ihrer Vter 
Husern; denn sie waren die Obersten unter den Stmmen und stunden obenan 
unter denen, die gezhlet waren.
3. Und sie brachten ihre Opfer vor den Herrn: sechs bedeckte Wagen und 
zwlf Rinder, je einen Wagen fr zween Frsten, und einen Ochsen fr 
einen, und brachten sie vor die Wohnung.
4. Und der Herr sprach zu Mose:
5. Nimm's von ihnen, da es diene zum Dienst in der Htte des Stifts, und 
gib's den Leviten, einem jeglichen nach seinem Amt.
6. Da nahm Mose die Wagen und Rinder und gab sie den Leviten.
7. Zween Wagen und vier Rinder gab er den Kindern Gerson nach ihrem Amt.
8. Und vier Wagen und acht Ochsen gab er den Kindern Meran nach ihrem Amt 
unter der Hand Ithamars, Aarons, des Priesters, Sohns.
9. Den Kindern Kahath aber gab er nichts, darum da sie ein heilig Amt auf 
ihnen hatten und auf ihren Achseln tragen muten.
10. Und die Frsten opferten zur Einweihung des Altars an dem Tage, da er 
geweihet ward, und opferten ihre Gabe vor dem Altar.
11. Und der Herr sprach zu Mose: La einen jeglichen Frsten an seinem 
Tage sein Opfer bringen zur Einweihung des Altars.
12. Am ersten Tage opferte seine Gabe Nahesson, der Sohn Amminadabs, des 
Stamms Juda.
13. Und seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig Sekel 
wert, eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nach dem Sekel des 
Heiligtums, beide voll Semmelmehls, mit l gemenget, zum Speisopfer;
14. dazu einen gldenen Lffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Ruchwerks,
15. einen Farren aus den Rindern, einen Widder, ein jhrig Lamm zum 
Brandopfer,
16. einen Ziegenbock zum Sndopfer,
17. und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
jhrige Lmmer. Das ist die Gabe Nahessons, des Sohns Amminadabs.
18. Am andern Tage opferte Nethaneel, der Sohn Zuars, der Frst Isaschars.
19. Seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig Sekel wert, 
eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nach dem Sekel des Heiligtums, 
beide voll Semmelmehls, mit l gemenget, zum Speisopfer;
20. dazu einen gldenen Lffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Ruchwerks,
21. einen Fairen aus den Rindern, einen Widder, ein jhrig Lamm zum 
Brandopfer,
22. einen Ziegenbock zum Sndopfer
23. und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
jhrige Lmmer. Das ist die Gabe Nethaneels, des Sohns Zuars.
24. Am dritten Tage der Frst der Kinder Sebulon, Eliab, der Sohn Helons.
25. Seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig Sekel wert, 
eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nach dem Sekel des Heiligtums, 
beide voll Semmelmehls, mit l gemenget, zum Speisopfer,
26. einen gldenen Lffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Ruchwerks,
27. einen Farren aus den Rindern, einen Widder; ein jhrig Lamm zum 
Brandopfer,
28. einen Ziegenbock zum Sndopfer
29. und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
jhrige Lmmer. Das ist die Gabe Eliabs, des Sohns Helons.
30. Am vierten Tage der Frst der Kinder Ruhen, Elizur, der Sohn Sedeurs.
31. Seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig Sekel wert, 
eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nach dem Sekel des Heiligtums, 
beide voll Semmelmehls, mit l gemenget, zum Speisopfer,
32. einen gldenen Lffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Ruchwerks,
33. einen Fairen aus den Rindern, einen Widder, ein jhrig Lamm zum 
Brandopfer,
34. einen Ziegenbock zum Sndopfer
35. und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
jhrige Lmmer. Das ist die Gabe Elizurs, des Sohns Sedeurs.
36. Am fnften Tage der Frst der Kinder Simeon, Selumiel, der Sohn Zuri-
Saddais.
37. Seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig Sekel wert, 
eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nach dem Sekel des Heiligtums, 
beide voll Semmelmehls, mit l gemenget, zum Speisopfer,
38. einen gldenen Lffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Ruchwerks,
39. einen Farren ans den Rindern, einen Widder, ein jhrig Lamm zum 
Brandopfer,
40. einen Ziegenbock zum Sndopfer.
41. und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
jhrige Lmmer. Das ist die Gabe Selumiels, des Sohns Zuri-Saddais.
42. Am sechsten Tage der Frst der Kinder Gad, Eliasaph, der Sohn Deguels.
43. Seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig Sekel wert, 
eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nach dem Sekel des Heiligtums, 
beide voll Semmelmehls, mit l gemenget, zum Speisopfer,
44. einen gldenen Lffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Ruchwerks,
45. einen Farren aus den Rindern, einen Widder, ein jhrig Lamm zum 
Brandopfer,
46. einen Ziegenbock zum Sndopfer
47. und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke, fnfjhrige 
Lmmer. Das ist die Gabe Eliasaphs, des Sohns Deguels.
48. Am siebenten Tage der Frst der Kinder Ephraim, Elisama, der Sohn 
Ammihuds.
49. Seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig Sekel wert, 
eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nachdem Sekel des Heiligtums, 
beide voll Semmelmehls, mit l gemenget, zum Speisopfer,
50. einen gldenen Lffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Ruchwerks,
51. einen Farren aus den Rindern, einen Widder, ein jhrig Lamm zum 
Brandopfer,
52. einen Ziegenbock zum Sndopfer
53. und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke, fnfjhrige 
Lmmer. Das ist die Gabe Elisamas, des Sohns Ammihuds.
54. Am achten Tage der Frst der Kinder Manasse, Gamliel, der Sohn 
Pedazurs.
55. Seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig Sekel wert, 
eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nach dem Sekel des Heiligtums, 
beide voll Semmelmehls, mit l gemenget, zum Speisopfer,
56. einen gldenen Lffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Ruchwerks,
57. einen Fairen aus den Rindern, einen Widder, ein jhrig Lamm zum 
Brandopfer,
58. einen Ziegenbock zum Sndopfer
59. und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke, fnfjhrige 
Lmmer. Das ist die Gabe Gamliels, des Sohns Pedazurs.
60. Am neunten Tage der Frst der Kinder Benjamin, Abidan, der Sohn 
Gideonis.
61. Seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig Sekel wert, 
eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nach dem Sekel des Heiligtums, 
beide voll Semmelmehls, mit l gemenget, zum Speisopfer,
62. einen gldenen Lffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Ruchwerks,
63. einen Farren aus den Rindern, einen Widder, ein jhrig Lamm zum 
Brandopfer,
64. einen Ziegenbock zum Sndopfer
65. und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke, fnfjhrige 
Lmmer. Das ist die Gabe Abidans, des Sohns Gideonis.
66. Am zehnten Tage der Frst der Kinder Dan, Ahi-Eser, der Sohn Ammi-
Saddais.
67. Seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig Sekel wert, 
eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nach dem Sekel des Heiligtums, 
beide voll Semmelmehls, mit l gemenget, zum Speisopfer,
68. einen gldenen Lffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Ruchwerks,
69. einen Farren aus den Rindern, einen Widder, ein jhrig Lamm zum 
Brandopfer,
70. einen Ziegenbock zum Sndopfer
71. und zum Dankopfer zwei Rinder fnf Widder, fnf Bcke, fnf jhrige 
Lmmer. Das ist die Gabe Ahi-Esers, des Sohns Ammi-Saddais.
72. Am elften Tage der Frst der Kinder Asser, Pagiel, der Sohn Ochrans.
73. Seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig Sekel wert, 
eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nach dem Sekel des Heiligtums, 
beide voll Semmelmehls, mit l gemenget, zum Speisopfer,
74. einen gldenen Lffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Ruchwerks,
75. einen Fairen aus den Rindern, einen Widder, ein jhrig Lamm zum 
Brandopfer,
76. einen Ziegenbock zum Sndopfer
77. und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke, fnfjhrige 
Lmmer. Das ist die Gabe Pagiels, des Sohns Ochrans.
78. Am zwlften Tage der Frst der Kinder Naphthali, Ahira, der Sohn Enans.
79. Seine Gabe war eine silberne Schssel, hundertunddreiig Sekel wert; 
eine silberne Schale, siebenzig Sekel wert, nach dem Sekel des Heiligtums, 
beide voll Semmelmehls, mit l gemenget, zum Speisopfer,
80. einen gldenen Lffel, zehn Sekel Goldes wert, voll Ruchwerks,
81. einen Farren aus den Rindern, einen Widder, ein jhrig Lamm zum 
Brandopfer,
82. einen Ziegenbock zum Sndopfer
83. und zum, Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke, fnfjhrige 
Lmmer. Das ist die Gabe Ahiras, des Sohns Enans.
84. Das ist die Einweihung des Altars zur Zeit, da er geweihet ward, dazu 
die Frsten Israels opferten diese zwlf silberne Schsseln, zwlf 
silberne Schalen, zwlf gldene Lffel,
85. also da je eine Schssel hundertunddreiig Sekel Silbers und je eine 
Schale siebenzig Sekel hatte: da die Summa alles Silbers am Gefe trug 
zweitausendvierhundert Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums.
86. Und der zwlf gldenen Lffel voll Ruchwerks hatte je einer zehn 
Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, da die Summa Goldes an den Lffeln 
trug hundertundzwanzig Sekel.
87. Die Summa der Rinder zum Brandopfer war zwlf Farren, zwlf Widder, 
zwlf jhrige Lmmer samt ihren Speisopfern und zwlf Ziegenbcke zum 
Sndopfer.
88. Und die Summa der Rinder zum Dankopfer war vierundzwanzig Farren, 
sechzig Widder, sechzig Bcke, sechzig jhrige Lmmer. Das ist die 
Einweihung des Altars, da er geweihet ward.
89. Und wenn Mose in die Htte des Stifts ging, da mit ihm geredet wrde, 
so hrete er die Stimme mit ihm reden von dem Gnadenstuhl, der auf der La 
de des Zeugnisses war zwischen den zweien Cherubim; von dannen ward mit 
ihm geredet.
Das vierte Buch Mose 8
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Rede mit Aaron und sprich zu ihm: Wenn du die Lampen aufsetzest, sollst 
du sie also setzen, da sie alle sieben vorwrts dem Leuchter scheinen.
3. Und Aaron tat also. Und setzte die Lampen auf, vorwrts dem Leuchter zu 
scheinen, wie der Herr Mose geboten hatte.
4. Der Leuchter aber war dicht Gold, beide sein Schaft und seine Blumen; 
nach dem Gesicht, das der Herr Mose gezeiget hatte, also machte er den 
Leuchter.
5. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
6. Nimm die Leviten aus den Kindern Israel und reinige sie.
7. Also sollst du aber mit ihnen tun, da du sie reinigest: Du sollst 
Sndwasser auf sie sprengen, und sollen alle ihre Haare rein abscheren und 
ihre Kleider waschen, so sind sie rein.
8. Dann sollen sie nehmen einen jungen Farren und sein Speisopfer, 
Semmelmehl, mit l gemenget, und einen anderen jungen Fairen sollst du zum 
Sndopfer nehmen,
9. Und sollst die Leviten vor die Htte des Stifts bringen und die ganze 
Gemeine der Kinder Israel versammeln
10. und die Leviten vor den Herrn bringen; und die Kinder Israel sollen 
ihre Hnde auf die Leviten legen.
11. Und Aaron soll die Leviten vor dem Herrn weben von den Kindern Israel, 
auf da sie dienen mgen an dem Amt des Herrn.
12. Und die Leviten sollen ihre Hnde aufs Haupt der Farren legen; und 
einer soll zum Sndopfer, der andere zum Brandopfer dem Herrn gemacht 
werden, die Leviten zu vershnen.
13. Und sollst die Leviten vor Aaron und seine Shne stellen und vor dem 
Herrn weben.
14. Und sollst sie also sondern von den Kindern Israel, da sie mein seien.
15. Danach sollen sie hineingehen, da sie dienen in der Htte des Stifts. 
Also sollst du sie reinigen und weben.
16. Denn sie sind mein Geschenk von den Kindern Israel und habe sie mir 
genommen fr alles, das seine Mutter bricht, nmlich fr die Erstgeburt 
aller Kinder
17. Denn alle Erstgeburt unter den Kindern Israel ist mein, beide der 
Menschen und des Viehes, seit der Zeit ich alle Erstgeburt in gyptenland 
schlug, und heiligte sie mir,
18. und nahm die Leviten an fr alle Erstgeburt unter den Kindern Israel
19. und gab sie zum Geschenk Aaron und seinen Shnen aus den Kindern 
Israel, da sie dienen am Amt der Kinder Israel in der Htte des Stifts, 
die Kinder Israel zu vershnen, auf da nicht unter den Kindern Israel sei 
eine Plage, so sie sich nahen wollten zum Heiligtum.
20. Und Mose mit Aaron samt der ganzen Gemeine der Kinder Israel taten mit 
den Leviten alles, wie der Herr Mose geboten hatte.
21. Und die Leviten entsndigten sich und wuschen ihre Kleider, und Aaron 
webte sie vor dem Herrn und vershnete sie, da sie rein wurden.
22. Danach gingen sie hinein, da sie ihr Amt tten in der Htte des 
Stifts vor Aaron und seinen Shnen. Wie der Herr Mose geboten hatte ber 
die Leviten, also taten sie mit ihnen.
23. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
24. Das ist's, das den Leviten gebhrt: Von fnfundzwanzig Jahren und 
drber taugen sie zum Heer und Dienst in der Htte des Stifts.
25. Aber von dem, fnfzigsten Jahr an sollen sie ledig sein vom Amt des 
Dienstes und sollen nicht mehr dienen,
26. sondern auf den Dienst ihrer Brder warten in der Htte des Stifts; 
des Amts aber sollen sie nicht pflegen. Also sollst du mit den Leviten 
tun, da ein jeglicher seiner Hut warte.
Das vierte Buch Mose 9
1. Und der Herr redete mit Mose in der Wste Sinai im andern Jahr, nachdem 
sie aus gyptenland gezogen waren, im ersten Monden, und sprach:
2. La die Kinder Israel Passah halten zu seiner Zeit,
3. am vierzehnten Tage dieses Monden zwischen Abends; zu seiner Zeit 
sollen sie es halten nach aller seiner Satzung und Recht.
4. Und Mose redete mit den Kindern Israel, da sie das Passah hielten.
5. Und sie hielten Passah am vierzehnten Tage des ersten Monden zwischen 
Abends in der Wste Sinai; alles, wie der Herr Mose geboten hatte, so 
taten die Kinder Israel.
6. Da waren etliche Mnner unrein ber einem toten Menschen, da sie nicht 
konnten Passah halten des Tages. Die traten vor Mose und Aaron desselbigen 
Tages
7. und sprachen zu ihm: Wir sind unrein ber einem toten Menschen; warum 
sollen wir geringer sein, da wir unsere Gabe dem Herrn nicht bringen 
mssen zu seiner Zeit unter den Kindern Israel?
8. Mose sprach zu ihnen: Harret, ich will hren, was euch der Herr gebeut.
9. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
10. Sage den Kindern Israel und sprich: Wenn jemand unrein ber einem 
Toten, oder ferne von, euch ber Feld ist, oder unter euren Freunden, der 
soll dennoch dem Herrn Passah halten;
11. aber doch im andern Monden, am vierzehnten Tage zwischen Abends, und 
soll es neben ungesuertem Brot und Salsen essen.
12. Und sollen nichts dran berlassen, bis morgen, auch kein Bein dran 
zerbrechen, und sollen's nach aller Weise des Passah halten.
13. Wer aber rein und nicht ber Feld ist und lt anstehen, das Passah 
zuhalten, des Seele soll ausgerottet werden von seinem Volk, darum da er 
seine Gabe dem Herrn nicht gebracht hat zu seiner Zeit; er soll seine 
Snde tragen.
14. Und wenn ein Fremdling bei euch wohnet, der soll auch dem Herrn Passah 
halten und soll's halten nach der Satzung und Recht des Passah. Diese 
Satzung soll euch gleich sein, dem Fremden wie des Landes Einheimischen.
15. Und des Tages, da die Wohnung aufgerichtet ward, bedeckte sie eine 
Wolke auf der Htte des Zeugnisses; und des Abends bis an den Morgen war 
ber der Wohnung eine Gestalt des Feuers.
16. Also geschah es immerdar, da die Wolke sie bedeckte und des Nachts 
die Gestalt des Feuers.
17. Und nachdem sich die Wolke aufhub von der Htte, so zogen die Kinder 
Israel; und an welchem Ort die Wolke blieb, da lagerten sich die Kinder 
Israel.
18. Nach dem Wort des Herrn zogen die Kinder Israel und nach seinem Wort 
lagerten sie sich. Solange die Wolke auf der Wohnung blieb, solange lagen 
sie stille.
19. Und wenn die Wolke viel Tage verzog auf der Wohnung, so warteten die 
Kinder Israel auf die Hut des Herrn und zogen nicht.
20. Und wenn's war, da die Wolke auf der Wohnung war etliche Anzahl der 
Tage, so lagerten sie sich nach dem Wort des Herrn und zogen nach dem Wort 
des Herrn.
21. Wenn die Wolke da war von Abend bis an den Morgen und sich dann erhub, 
so zogen sie; oder wenn sie sich des Tages oder des Nachts erhub, so zogen 
sie auch.
22. Wenn sie aber zween Tage, oder einen Monden, oder etwa lange auf der 
Wohnung blieb, so lagen die Kinder Israel und zogen nicht; und wenn sie 
sich dann erhub, so zogen sie.
23. Denn nach des Herrn Mund lagen sie und nach des Herrn Mund zogen sie, 
da sie auf des Herrn Hut warteten nach des Herrn Wort durch Mose.
Das vierte Buch Mose 10
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Mache dir zwo Trommeten von dichtem Silber, da du ihrer brauchest, die 
Gemeine zu berufen, und wenn das Heer aufbrechen soll.
3. Wenn man mit beiden schlecht blset, soll sich zu dir versammeln die 
ganze Gemeine vor die Tr der Htte des Stifts.
4. Wenn man nur mit einer schlecht blset, so sollen sich zu dir 
versammeln die Frsten und die Obersten ber die Tausende in Israel.
5. Wenn ihr aber trommetet, so sollen die Lager aufbrechen, die gegen 
Morgen liegen.
6. Und wenn ihr zum andernmal trommetet, so sollen die Lager aufbrechen, 
die gegen Mittag liegen. Denn wenn sie reisen sollen, so sollt ihr 
trommeten.
7. Wenn aber die Gemeine zu versammeln ist, sollt ihr schlecht blasen und 
nicht trommeten.
8. Es sollen aber solch Blasen mit den Trommeten die Shne Aarons, die 
Priester, tun; und soll euer Recht sein ewiglich bei euren Nachkommen.
9. Wenn ihr in einen Streit ziehet in eurem Lande wider eure Feinde, die 
euch beleidigen, so sollt ihr trommeten mit den Trommeten, da euer 
gedacht werde vor dem Herrn, eurem Gott, und erlset werdet von euren 
Feinden.
10. Desselbigengleichen, wenn ihr frhlich seid an euren Festen und in 
euren Neumonden, sollt ihr mit den Trommeten blasen ber eure Brandopfer 
und Dankopfer, da es sei euch zum Gedchtnis vor eurem Gott. Ich bin der 
Herr, euer Gott.
11. Am zwanzigsten Tage im andern Monden des andern Jahres erhub sich die 
Wolke von der Wohnung des Zeugnisses.
12. Und die Kinder Israel brachen auf und zogen aus der Wste Sinai, und 
die Wolke blieb in der Wste Paran.
13. Es brachen aber auf die ersten nach dem Wort des Herrn durch Mose.
14. Nmlich das Panier des Lagers der Kinder Juda zog am ersten mit ihrem 
Heer; und ber ihr Heer war Nahesson, der Sohn Amminadabs.
15. Und ber das Heer des Stamms der Kinder Isaschar war Nethaneel, der 
Sohn Zuars.
16. Und ber das Heer des Stamms der Kinder Sebulon war Eliab, der Sohn 
Helons.
17. Da zerlegte man die Wohnung, und zogen die Kinder Gerson und Meran und 
trugen die Wohnung.
18. Danch zog das Panier des Lagers Ruben mit ihrem Heer; und ber ihr 
Heer war Elizur, der Sohn Sedeurs.
19. Und ber das Heer des Stamms der Kinder Simeon war Selumiel, der Sohn 
Zuri-Saddais.
20. Und Eliasaph, der Sohn Deguels, ber das Heer des Stamms der Kinder 
Gad.
21. Da zogen auch die Kahathiten und trugen das Heiligtum; und jene 
richteten die Whnung auf, bis diese hernach kamen.
22. Danach zog das Panier des Lagers der Kinder Ephraim mit ihrem Heer; 
und ber ihr Heer war Elisama der Sohn Ammihuds.
23. Und Gamliel, der Sohn Pedazurs, ber das Heer des Stamms der Kinder 
Manasse.
24. Und Abidan, der Sohn Gideonis, ber das Heer des Stamms der Kinder 
Benjamin.
25. Danach zog das Panier des Lagers der Kinder Dan mit ihrem Heer; und so 
waren die Lager alle auf. Und Ahi-Eser, der Sohn Ammi-Saddais, war ber 
ihr Heer.
26. Und Pagiel, der Sohn Ochrans, ber das Heer des Stamms der Kinder 
Asser.
27. Und Ahjra, der Sohn Enans, ber das Heer des Stamms der Kinder 
Naphthali.
28. So zogen die Kinder Israel mit ihrem Heer.
29. Und Mose sprach zu seinem Schwager Hobab, dem Sohn Reguels, aus 
Midian: Wir ziehen dahin an die Sttte, davon der Herr gesagt hat: Ich 
will sie euch geben; so komm nun mit uns, wollen wir das Beste bei dir tun 
denn der Herr hat Israel Gutes zugesagt.
30. Er aber antwortete: Ich will nicht mit euch, sondern in mein Land zu 
meiner Freundschaft ziehen.
31. Er sprach: Lieber, verla uns nicht, denn du weiest, wo wir in der 
Wste uns lagern sollen, und sollst unser Auge sein.
32. Und wenn du mit uns zeuchst: was der Herr Gutes an uns tut, das wollen 
wir an dir tun.
33. Also zogen sie von dem Berge des Herrn drei Tagreisen, und die Lade 
des Bundes des Herrn zog vor ihnen her die drei Tagreisen, ihnen zu 
weisen, wo sie ruhen sollten.
34. Und die Wolke des Herrn war des Tages ber ihnen; wenn sie aus dem 
Lager zogen.
35. Und wenn die Lade zog, so sprach Mose: Herr, stehe auf, la deine 
Feinde zerstreuet, und die dich hassen, flchtig werden vor dir!
36. Und wenn sie ruhete, so sprach er: Komm wieder, Herr, zu der Menge der 
Tausende Israels!
Das vierte Buch Mose 11
1. Und da sich das Volk ungeduldig machte, gefiel es bel vor den Ohren 
des Herrn. Und als es der Herr hrete, ergrimmete sein Zorn und zndete 
das Feuer des Herrn unter ihnen an, das verzehrete die uersten Lager.
2. Da schrie das Volk zu Mose; und Mose bat den Herrn, da verschwand das 
Feuer.
3. Und man hie die Sttte Tabeera, darum da sich unter ihnen des Herrn 
Feuer angezndet hatte.
4. Denn das Pbelvolk unter ihnen war lstern worden und saen und 
weineten samt den Kindern Israel und sprachen: Wer will uns Fleisch zu 
essen geben?
5. Wir gedenken der Fische, die wir in gypten umsonst aen, und der 
Krbisse, Pfeben, Lauch, Zwiebeln und Knoblauch.
6. Nun aber ist unsere Seele matt; denn unsere Augen sehen nichts denn das 
Man.
7. Es war aber Man wie Koriandersamen und anzusehen wie Bedellion.
8. Und das Volk lief hin und her und sammelte und stie es mit Mhlen und 
zerrieb's in Mrsern und kochte es in Tpfen und machte ihm Aschenkuchen 
draus; und es hatte einen Geschmack wie ein lkuchen.
9. Und wenn des Nachts der Tau ber die Lager fiel, so fiel das Man mit 
drauf.
10. Da nun Mose das Volk hrete weinen unter ihren Geschlechtern, einen 
jeglichen in seiner Htte Tr, da ergrimmete der Zorn des Herrn sehr, und 
Mose ward auch bange.
11. Und Mose sprach zu dem Herrn: Warum bekmmerst du deinen Knecht, und 
warum finde ich nicht Gnade vor deinen Augen, da du die Last dieses 
ganzen Volks auf mich legest?
12. Hab ich nun alles Volk empfangen oder geboren, da du zu mir sagen 
magst: Trag es in deinen Armen (wie eine Amme ein Kind trgt) in das Land, 
das du ihren Vtern geschworen hast?
13. Woher soll ich Fleisch nehmen, da ich all diesem Volk gebe? Sie 
weinen vor mir und sprechen: Gib uns Fleisch, da wir essen!
14. Ich vermag das Volk nicht allein alles ertragen, denn es ist mir zu 
schwer.
15. Und willst du also mit mir tun, erwrge mich lieber, habe ich anders 
Gnade vor deinen Augen funden, da ich nicht mein Unglck so sehen msse.
16. Und der Herr sprach zu Mose: Sammle mir siebenzig Mnner unter den 
ltesten Israels, die du weit, da die ltesten im Volk und seine 
Amtleute sind, und nimm sie vor die Htte des Stifts und stelle sie 
daselbst vor dich,
17. so will ich herniederkommen und mit dir daselbst reden und deines 
Geistes, der auf dir ist, nehmen und auf sie legen, da sie mit dir die 
Last des Volks tragen, da du nicht allein tragest.
18. Und zum Volk sollst du sagen: Heiliget euch auf morgen, da ihr 
Fleisch esset! Denn euer Weinen ist vor die Ohren des Herrn kommen, die 
ihr sprecht: Wer gibt uns Fleisch zu essen, denn es ging uns wohl in 
gypten? Darum wird euch der Herr Fleisch geben, da ihr esset,
19. nicht einen Tag, nicht zween, nicht fnf, nicht zehn, nicht zwanzig 
Tage lang,
20. sondern einen Monden lang, bis da es euch zur Nase ausgehe, und euch 
ein Ekel sei, darum da ihr den Herrn verworfen habt, der unter euch ist, 
und vor ihm geweinet und gesagt: Warum sind wir aus gypten gegangen?
21. Und Mose sprach: Sechshunderttausend Mann Fuvolks ist des, darunter 
ich bin, und du sprichst: Ich will euch Fleisch geben, da ihr esset einen 
Monden lang.
22. Soll man Schafe und Rinder schlachten, da ihnen genug sei? Oder 
werden sich alle Fische des Meeres herzu versammeln, da ihnen genug sei?
23. Der Herr aber sprach zu Mose: Ist denn die Hand des Herrn verkrzt? 
Aber du sollst jetzt sehen, ob meine Worte dir knnen etwas gelten, oder 
nicht.
24. Und Mose ging heraus und sagte dem Volk des Herrn Wort und versammelte 
die siebenzig Mnner unter den ltesten des Volks und stellete sie um die 
Htte her.
25. Da kam der Herr hernieder in der Wolke und redete mit ihm und nahm des 
Geistes, der auf ihm war, und legte ihn auf die siebenzig ltesten Mnner. 
Und da der Geist auf ihnen ruhete, weissagten sie und hreten nicht auf.
26. Es waren aber noch zween Mnner im Lager geblieben, der eine hie 
Eldad, der andere Medad, und der Geist ruhete auf ihnen; denn sie waren 
auch angeschrieben und doch nicht hinausgegangen zu der Htte, und sie 
weissagten im Lager.
27. Da lief ein Knabe hin und sagte es Mose an und sprach: Eldad und Medad 
weissagen im Lager.
28. Da antwortete Josua, der Sohn Nuns Moses Diener, den er erwhlet hatte 
und sprach: Mein Herr Mose, wehre ihnen
29. Aber Mose sprach zu ihm: Bist du der Eiferer fr mich? Wollte Gott, 
da alle das Volk des Herrn weissagete, und der Herr seinen Geist ber sie 
gbe!
30. Also sammelte sich Mose zum Lager und die ltesten Israels.
31. Da fuhr aus der Wind von dem Herrn und lie Wachteln kommen vom Meer 
und streuete sie ber das Lager, hie eine Tagreise lang, da eine Tagreise 
lang um das Lager her, zwo Ellen hoch ber der Erde.
32. Da machte sich das Volk auf denselben ganzen Tag und die ganze Nacht 
und den andern ganzen Tag und sammelten Wachteln, und welcher am wenigsten 
sammelte, der sammelte zehn Homer, und hngete sie auf um das Lager her.
33. Da aber das Fleisch noch unter ihren Zhnen war, und ehe es auf war, 
da ergrimmete der Zorn des Herrn unter dem Volk und schlug sie mit einer 
sehr groen Plage.
34. Daher dieselbige Sttte heit Lustgrber, darum da man daselbst 
begrub das lsterne Volk.
35. Von den Lustgrbern aber zog das Volk aus gen Hazeroth, und blieben zu 
Hazeroth.
Das vierte Buch Mose 12
1. Und Mirjam und Aaron redeten wider Mose um seines Weibes willen, der 
Mohrin, die er genommen hatte, darum da er eine Mohrin zum Weibe genommen 
hatte,
2. und sprachen: Redet denn der Herr allein durch Mose? Redet er nicht 
auch durch uns? Und der Herr hrete es.
3. Aber Mose war ein sehr geplagter Mensch ber alle Menschen auf Erden.
4. Und pltzlich sprach der Herr zu Mose und zu Aaron und zu Mirjam: Gehet 
heraus, ihr drei, zu der Htte des Stifts! Und sie gingen alle drei heraus.
5. Da kam der Herr hernieder in der Wolkensule und trat in der Htte Tr 
und rief Aaron und Mirjam; und die beiden gingen hinaus.
6. Und er sprach: Hret meine Worte! Ist jemand unter euch ein Prophet des 
Herrn, dem will ich mich kundmachen in einem Gesicht, oder will mit ihm 
reden in einem Traum.
7. Aber nicht also mein Knecht Mose, der in meinem ganzen Hause treu ist.
8. Mndlich rede ich mit ihm, und er siehet den Herrn in seiner Gestalt, 
nicht durch dunkle Worte oder Gleichnis. Warum habt ihr euch denn nicht 
gefrchtet, wider meinen Knecht Mose zu reden?
9. Und der Zorn des Herrn ergrimmete ber sie und wandte sich weg.
10. Dazu die Wolke wich auch von der Htte. Und siehe, da war Mirjam 
ausstzig wie der Schnee. Und Aaron wandte sich zu Mirjam und wird gewahr, 
da sie ausstzig ist,
11. und sprach zu Mose: Ach, mein Herr, la die Snde nicht auf uns 
bleiben, damit wir nrrisch getan und uns versndiget haben,
12. da diese nicht sei wie ein Totes, das von seiner Mutter Leib kommt; 
es hat schon die Hlfte ihres Fleisches gefressen.
13. Mose aber schrie zu dem Herrn und sprach: Ach Gott, heile sie!
14. Der Herr sprach zu Mose: Wenn ihr Vater ihr ins Angesicht gespeiet 
htte, sollte sie nicht sieben Tage sich schmen? La sie verschlieen 
sieben Tage auer dem Lager, danach la sie wieder aufnehmen.
15. Also ward Mirjam sieben Tage verschlossen auer dem Lager. Und das 
Volk zog nicht frder, bis Mirjam aufgenommen ward.
16. Dananch zog das Volk von Hazeroth und lagerte sich in die Wste Paran.
Das vierte Buch Mose 13
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Sende Mnner aus, die das Land Kanaan erkunden, das ich den Kindern 
Israel geben will, aus jeglichem Stamm ihrer Vter einen vornehmlichen 
Mann.
3. Mose, der sandte sie aus der Wste Paran nach dem Wort des Herrn, die 
alle vornehmliche Mnner waren unter den Kindern Israel.
4. Und hieen also: Sammua, der Sohn Zakurs, des Stamms Ruben;
5. Saphat, der Sohn Horis, des Stamms Simeon
6. Kaleb, der Sohn Jephunnes, des Stamms Juda;
7. Igeal, der Sohn Josephs, des Stamms Isaschar;
8. Hosea, der Sohn Nuns, des Stamms Ephraim;
9. Palti, der Sohn Raphus, des Stamms Benjamin;
10. Gadiel, der Sohn Sodis, des Stamms Sebulon;
11. Gaddi, der Sohn Susis, des Stamms Joseph von Manasse;
12. Ammiel, der Sohn Gemallis, des Stamms Dan;
13. Sethur, der Sohn Michaels, des Stamms Asser;
14. Nahebi, der Sohn Vaphsis, des Stamms Naphthali;
15. Guel, der Sohn Machis, des Stamms Gad.
16. Das sind die Namen der Mnner, die Mose aussandte, zu erkunden das 
Land. Aber den Hosea, den Sohn Nuns, nannte Mose Josua.
17. Da sie nun Mose sandte, das Land Kanaan zu erkunden, sprach er zu 
ihnen: Ziehet hinauf an den Mittag und gehet auf das Gebirge;
18. und besehet das Land, wie es ist, und das Volk, das drinnen wohnet, 
ob's stark oder schwach, wenig oder viel ist;
19. und was fr ein Land ist, darinnen sie wohnen, ob's gut oder bse sei; 
und was fr Stdte sind, darinnen sie wohnen, ob sie in Gezelten oder 
Festungen wohnen;
20. und was fr Land sei, ob's fett oder mager sei, und ob Bume drinnen 
sind, oder nicht. Seid getrost und nehmet der Frchte des Landes. Es war 
aber eben um die Zeit der ersten Weintrauben.
21. Sie gingen hinauf und erkundeten das Land von der Wste Zin bis gen 
Rehob, da man gen Hamath gehet.
22. Sie gingen auch hinauf gegen den Mittag und kamen bis gen Hebron; da 
war Ahiman, Sesai und Thalmai, die Kinder Enaks Hebron aber war sieben 
Jahre gebauet vor Zoan in gypten.
23. Und sie kamen bis an Bach Eskol und schnitten daselbst eine Rebe ab 
mit einer Weintraube und lieen sie zween auf einem Stecken tragen, dazu 
auch Granatpfel und Feigen.
24. Der Ort heiet Bach Eskol um der Traube willen, die die Kinder Israel 
daselbst abschnitten.
25. Und sie kehreten um, da sie das Land erkundet hatten, nach vierzig 
Tagen,
26. gingen hin und kamen zu Mose und Aaron und zu der ganzen Gemeine der 
Kinder Israel in die Wste Paran gen Kades; und sagten ihnen wieder und 
der ganzen Gemeine, wie es stnde, und lieen sie die Frchte des Landes 
sehen.
27. Und erzhleten ihnen und sprachen: Wir sind ins Land kommen, dahin ihr 
uns sandtet, da Milch und Honig innen fleut, und, dies ist ihre Frucht;
28. ohne da stark Volk drinnen wohnet, und sehr groe und feste Stdte 
sind; und sahen auch Enaks Kinder daselbst.
29. So wohnen die Amalekiter im Lande gegen Mittag, die Hethiter und 
Jebusiter und Amoriter wohnen auf dem Gebirge, die Kanaaniter aber wohnen 
am Meer und um den Jordan.
30. Kaleb aber stillete das Volk gegen Mose und sprach: Lat uns 
hinaufziehen und das Land einnehmen; denn wir mgen es berwltigen.
31. Aber die Mnner, die mit ihm waren hinaufgezogen, sprachen: Wir 
vermgen nicht hinaufzuziehen gegen das Volk, denn sie sind uns zu stark
32. und machten dem Lande, das sie erkundet hatten, ein bs Geschrei unter 
den Kindern Israel und sprachen: Das Land, dadurch wir gegangen sind zu 
erkunden, frisset seine Einwohner; und alles Volk, das wir drinnen sahen, 
sind Leute von groer Lnge.
33. Wir sahen auch Riesen daselbst, Enaks Kinder von den Riesen; und wir 
waren vor unsern Augen als die Heuschrecken, und also waren wir auch vor 
ihren Augen.
Das vierte Buch Mose 14
1. Da fuhr die ganze Gemeine auf und schrie, und das Volk weinete die 
Nacht.
2. Und alle Kinder Israel murreten wider Mose und Aaron; und die ganze 
Gemeine sprach zu ihnen: Ach, da wir in gyptenland gestorben wren, oder 
noch strben in dieser Wste!
3. fhret uns der Herr in dies Land, da unsere Weiber durchs Schwert 
fallen und unsere Kinder ein Raub werden? Ist's nicht besser, wir ziehen 
wieder nach gypten?
4. Und einer sprach zu dem andern: Lat uns einen Hauptmann aufwerfen und 
wieder nach gypten ziehen!
5. Mose aber und Aaron fielen auf ihr Angesicht vor der ganzen Versammlung 
der Gemeine der Kinder Israel.
6. Und Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, die auch das 
Land erkundet hatten, zerrissen ihre Kleider
7. und sprachen zu der ganzen Gemeine der Kinder Israel: Das Land, das wir 
durchwandelt haben, zu erkunden, ist sehr gut.
8. Wenn der Herr uns gndig ist, so wird er uns in dasselbe Land bringen 
und uns geben, das ein Land ist, da Milch und Honig innen fleut.
9. Fallet nicht ab vom Herrn und frchtet euch vor dem Volk dieses Landes 
nicht; denn wir wollen sie wie Brot fressen. Es ist ihr Schutz von ihnen 
gewichen; der Herr aber ist mit uns. Frchtet euch nicht vor ihnen!
10. Da sprach das ganze Volk, man sollte sie steinigen. Da erschien die 
Herrlichkeit des Herrn in der Htte des Stifts allen Kindern Israel.
11. Und der Herr sprach zu Mose: Wie lange lstert mich das Volk, und wie 
lange wollen sie nicht an mich glauben durch allerlei Zeichen, die ich 
unter ihnen getan habe?
12. So will ich sie mit Pestilenz schlagen und vertilgen und dich zum 
grern und mchtigem Volk machen, denn dies ist.
13. Mose aber sprach zu dem Herrn: So werden es die gypter hren; denn du 
hast dies Volk mit deiner Kraft mitten aus ihnen gefhret.
14. Und man wird sagen zu den Einwohnern dieses Landes, die da gehret 
haben, da du, Herr, unter diesem Volk seiest, da du von Angesicht 
gesehen werdest, und deine Wolke stehe ber ihnen, und du, Herr, gehest 
vor ihnen her in der Wolkensule des Tages und Feuersule des Nachts;
15. und wrdest dies Volk tten wie einen Mann, so wrden die Heiden 
sagen, die solch Geschrei von dir hreten, und sprechen:
16. Der Herr konnte mitnichten das Volk ins Land bringen, das er ihnen 
geschworen hatte, darum hat er sie geschlachtet in der Wste.
17. So la nun die Kraft des Herrn gro werden, wie du gesagt hast, und 
gesprochen:
18. Der Herr ist geduldig und von groer Barmherzigkeit und vergibt 
Missetat und bertretung und lt niemand ungestraft, sondern heimsucht 
die Missetat der Vter ber die Kinder ins dritte und vierte Glied.
19. So sei nun gndig der Missetat dieses Volks nach deiner groen 
Barmherzigkeit, wie du auch vergeben hast diesem Volk aus gypten bis 
hieher.
20. Und der Herr sprach: Ich hab's vergeben, wie du gesagt hast.
21. Aber so wahr als ich lebe, so soll alle Welt der Herrlichkeit des 
Herrn voll werden.
22. Denn alle die Mnner, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen gesehen 
haben, die ich getan habe in gypten und in der Wste, und mich nun 
zehnmal versucht und meiner Stimme nicht gehorchet haben,
23. deren soll keiner das Land sehen, das ich ihren Vtern geschworen 
habe; auch keiner soll es sehen; der mich verlstert hat.
24. Aber meinen Knecht Kaleb, darum da ein anderer Geist mit ihm ist und 
hat mir treulich nachgefolget, den will ich in das Land bringen, darein er 
kommen ist, und sein Same soll es einnehmen,
25. dazu die Amalekiter und Kanaaniter, die im Grunde wohnen. Morgen 
wendet euch und ziehet in die Wste auf dem Wege zum Schilfmeer.
26. Und der Herr redete mit Mose und Aaron und sprach:
27. Wie lange murret diese bse Gemeine wider mich? Denn ich habe das 
Murren der Kinder Israel, das, sie wider mich gemurret haben, gehret.
28. Darum sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht der Herr, ich will 
euch tun, wie ihr vor meinen Ohren gesagt habt.
29. Eure Leiber sollen in dieser Wste verfallen; und alle, die ihr 
gezhlet seid von zwanzig Jahren und drber, die ihr wider mich gemurret 
habt,
30. sollt nicht in das Land kommen, darber ich meine Hand gehoben habe, 
da ich euch drinnen wohnen liee, ohne Kaleb, der Sohn Jephunnes, und 
Josua, der Sohn Nuns.
31. Eure Kinder, davon ihr sagtet: Sie werden ein Raub sein, die will ich 
hineinbringen, da sie erkennen sollen das Land, das ihr verwerfet.
32. Aber ihr samt euren Leibern sollt in dieser Wste verfallen.
33. Und eure Kinder sollen Hirten sein in der Wste vierzig Jahre und eure 
Hurerei tragen, bis da eure Leiber alle werden in der Wste.
34. Nach der Zahl der vierzig Tage, darin ihr das Land erkundet habet, je 
ein Tag soll ein Jahr gelten, da sie vierzig Jahre eure Missetat tragen, 
da ihr inne werdet, was es sei, wenn ich die Hand abziehe.
35. Ich, der Herr, hab's gesagt, das will ich auch tun aller dieser bsen 
Gemeine, die sich wider mich empret hat. In dieser Wste sollen sie alle 
werden und daselbst sterben.
36. Also starben durch die Plage vor dem Herrn alle die Mnner, die Mose 
gesandt hatte, das Land zu erkunden, und wiederkommen waren und dawider 
murren machten die ganze Gemeine,
37. damit da sie dem Lande ein Geschrei machten, da es bse wre.
38. Aber Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, blieben 
lebendig aus den Mnnern, die gegangen waren, das Land zu erkunden.
39. Und Mose redete diese Worte zu allen Kindern Israel. Da trauerte das 
Volk sehr,
40. und machten sich des Morgens frhe auf und zogen auf die Hhe des 
Gebirges und sprachen: Hie sind wir und wollen hinaufziehen an die Sttte, 
davon der Herr gesagt hat; denn wir haben gesndiget.
41. Mose aber sprach: Warum bergehet ihr also das Wort des Herrn? Es wird 
euch nicht gelingen.
42. Ziehet nicht hinauf, denn der Herr ist nicht unter euch; da ihr nicht 
geschlagen werdet vor euren Feinden.
43. Denn die Amalekiter und Kanaaniter sind vor euch daselbst, und ihr 
werdet durchs Schwert fallen, darum da ihr euch vom Herrn gekehret habt; 
und der Herr wird nicht mit euch sein.
44. Aber sie waren strrig, hinaufzuziehen auf die Hhe des Gebirges. Aber 
die Lade des Bundes des Herrn und Mose kamen nicht aus dem Lager.
45. Da kamen die Amalekiter und Kanaaniter, die auf dem Gebirge wohneten, 
herab, und schlugen und zerschmissen sie bis gen Horma.
Das vierte Buch Mose 15
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ins Land 
eurer Wohnung kommt, das ich euch geben werde,
3. und wollt dem Herrn Opfer tun, es sei ein Brandopfer oder ein Opfer zum 
besondem Gelbde, oder ein freiwillig Opfer, oder euer Festopfer, auf da 
ihr dem Herrn einen sen Geruch machet von Rindern oder von Schafen:
4. wer nun seine Gabe dem Herrn opfern will, der soll das Speisopfer tun, 
einen Zehnten Semmelmehls, gemenget mit l, eines vierten Teils vom Hin,
5. und Wein zum Trankopfer, auch eines vierten Teils vom Hin, zum 
Brandopfer, oder sonst zum Opfer, da ein Lamm geopfert wird.
6. Da aber ein Widder geopfert wird, sollst du das Speisopfer machen zween 
Zehnten Semmelmehls, mit l gemenget, eines dritten Teils vom Hin,
7. und Wein zum Trankopfer, auch des dritten Teils vom Hin. Das sollst du 
dem Herrn zum sen Geruch opfern.
8. Willst du aber ein Rind zum Brandopfer oder zum besondern Gelbdopfer 
oder zum Dankopfer dem Herrn machen,
9. so sollst du zu dem Rinde ein Speisopfer tun, drei Zehnten Semmelmehls, 
gemenget mit l, eines halben Hin,
10. und Wein zum Trankopfer, auch ein halb Hin. Das ist ein Opfer dem 
Herrn zum sen Geruch.
11. Also sollst du tun mit einem Ochsen, mit einem Widder, mit einem 
Schaf, von Lmmern und Ziegen.
12. Danach die Zahl ist dieser Opfer, danach soll auch die Zahl der 
Speisopfer und Trankopfer sein.
13. Wer ein Einheimischer ist, der soll solches tun, da er dem Herrn 
opfere ein Opfer zum sen Geruch.
14. Und ob ein Fremdling bei euch wohnet, oder unter euch bei euren 
Freunden ist, und will dem Herrn ein Opfer zum sen Geruch tun, der soll 
tun, wie sie tun.
15. Der ganzen Gemeine sei eine Satzung, beide euch und den Fremdlingen. 
Eine ewige Satzung soll das sein euren Nachkommen, da vor dem Herrn der 
Fremdling sei wie ihr.
16. Ein Gesetz, ein Recht soll euch und dem Fremdling sein, der bei euch 
wohnet.
17. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
18. Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ins Land 
kommt, darein ich euch bringen werde,
19. da ihr esset des Brots im Lande, sollt ihr dem Herrn eine Hebe geben;
20. nmlich eures Teiges Erstlinge sollt ihr einen Kuchen zur Hebe geben; 
wie die Hebe von der Scheune,
21. also sollt ihr auch dem Herrn eures Teiges Erstlinge zur Hebe geben 
bei euren Nachkommen.
22. Und wenn ihr durch Unwissenheit dieser Gebote irgend eins nicht tut, 
die der Herr zu Mose geredet hat,
23. und alles, was der Herr euch durch Mose geboten hat von dem Tage an, 
da er anfing zu gebieten auf eure Nachkommen;
24. wenn nun die Gemeine etwas unwissend tte: so soll die ganze Gemeine 
einen jungen Farren aus den Rindern zum Brandopfer machen zum sen Geruch 
dem Herrn, samt seinem Speisopfer und Trankopfer, wie es recht ist, und 
einen Ziegenbock zum Sndopfer.
25. Und der Priester soll also die ganze Gemeine der Kinder Israel 
vershnen, so wird's ihnen vergeben sein; denn es ist eine Unwissenheit. 
Und sie sollen bringen solche ihre Gabe zum Opfer dem Herrn und ihr 
Sndopfer vor den Herrn ber ihre Unwissenheit
26. so wird's vergeben der ganzen Gemeine der Kinder Israel, dazu auch dem 
Fremdlinge, der unter euch wohnet, weil das ganze Volk ist in solcher 
Unwissenheit.
27. Wenn aber eine Seele durch Unwissenheit sndigen wird, die soll eine 
jhrige Ziege zum Sndopfer bringen;
28. und der Priester soll vershnen solche unwissende Seele mit dem 
Sndopfer fr die Unwissenheit vor dem Herrn, da er sie vershne; so 
wird's ihr vergeben werden.
29. Und es soll ein Gesetz sein, das ihr fr die Unwissenheit tun sollt, 
beide dem Einheimischen unter den Kindern Israel und dem Fremdlinge, der 
unter euch wohnet.
30. Wenn aber eine Seele aus Frevel etwas tut, es sei ein Einheimischer 
oder Fremdling, der hat den Herrn geschmhet. Solche Seele soll 
ausgerottet werden aus ihrem Volk.
31. Denn sie hat des Herrn Wort verachtet und sein Gebot lassen fahren; 
sie soll schlecht ausgerottet werden.; die Schuld sei ihr.
32. Als nun die Kinder Israel in der Wste waren, fanden sie einen Mann 
Holz lesen am Sabbattage.
33. Und die ihn drob funden hatten, da er Holz las, brachten ihn zu Mose 
und Aaron und vor die ganze Gemeine.
34. Und sie legten ihn gefangen; denn es war nicht klar ausgedrckt, was 
man mit ihmtun sollte.
35. Der Herr aber sprach zu Mose: Der Mann soll des Todes sterben, die 
ganze Gemeine soll ihn steinigen auer dem Lager.
36. Da fhrete die ganze Gemeine ihn hinaus vor das Lager und steinigten 
ihn, da er starb, wie der Herr Mose geboten hatte.
37. Und der Herr sprach zu Mose:
38. Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen, da sie ihnen 
Lpplein machen an den Fittichen ihrer Kleider unter allen euren 
Nachkommen und gelbe Schnrlein auf die Lpplein an die Fittiche tun.
39. Und sollen euch die Lpplein dazu dienen, da ihr sie ansehet und 
gedenket aller Gebote des Herrn und tut sie, da ihr nicht eures Herzens 
Dnken nach richtet, noch euren Augen nach huret.
40. Darum sollt ihr gedenken und tun alle meine Gebote und heilig sein 
eurem Gott.
41. Ich, der Herr, euer Gott, der euch aus gyptenland gefhret hat, da 
ich euer Gott wre; ich, der Herr, euer Gott.
Das vierte Buch Mose 16
1. Und Korah, der Sohn Jezehars, des Sohns Kahaths, des Sohns Levis, samt 
Dathan und Abiram, den Shnen Eliabs, und On, dem Sohne Peleths, den 
Shnen Rubens,
2. die empreten sich wider Mose, samt etlichen Mnnern unter den Kindern 
Israel, zweihundertundfnfzig der Vornehmsten in der Gemeine, Ratsherren 
und ehrliche Leute.
3. Und sie versammelten sich wider Mose und Aaron und sprachen zu ihnen: 
Ihr macht's zu viel! Denn die ganze Gemeine ist berall heilig, und der 
Herr ist unter ihnen; warum erhebet ihr euch ber die Gemeine des Herrn?
4. Da das Mose hrete, fiel er auf sein Angesicht
5. und sprach zu Korah und zu seiner ganzen Rotte: Morgen wird der Herr 
kundtun, wer sein sei, wer heilig sei und ihm opfern soll; welchen er 
erwhlet, der soll ihm opfern.
6. Das tut: Nehmet euch Pfannen, Korah und seine ganze Rotte,
7. und leget Feuer drein und tut Ruchwerk drauf vor dem Herrn morgen. 
Welchen der Herr erwhlet, der sei heilig. Ihr macht's zuviel, ihr Kinder 
Levis!
8. Und Mose sprach zu Korah: Lieber, hret doch, ihr Kinder Levis!
9. Ist's euch zu wenig, da euch der Gott Israels ausgesondert hat von der 
Gemeine Israel, da ihr ihm opfern sollet, da ihr dienet im Amt der 
Wohnung des Herrn und vor die Gemeine tretet, ihr zu dienen?
10. Er hat dich und alle deine Brder, die Kinder Levis, samt dir zu sich 
genommen; und ihr suchet nun auch das Priestertum.
11. Du und deine ganze Rotte machet einen Aufruhr wider den Herrn. Was ist 
Aaron, da ihr wider ihn murret?
12. Und Mose schickte hin und lie Dathan und Abiram rufen, die Shne 
Eliabs. Sie aber sprachen: Wir kommen nicht hinauf.
13. Ist's zu wenig, da du uns aus dem Lande gefhret hast, da Milch und 
Honig innen fleut, da du uns ttest in der Wste? Du mut auch noch ber 
uns herrschen?
14. Wie fein hast du uns gebracht in ein Land, da Milch und Honig innen 
fleut, und hast uns Acker und Weinberge zu Erbteil gegeben! Willst du den 
Leuten auch die Augen ausreien? Wir kommen nicht hinauf.
15. Da ergrimmete Mose sehr und sprach zu dem Herrn: Wende dich nicht zu 
ihrem Speisopfer! Ich habe, nicht einen Esel von ihnen genommen und habe 
ihrer keinem nie kein Leid getan.
16. Und er sprach zu Korah: Du und deine ganze Rotte sollt morgen vor dem 
Herrn sein; du, sie auch und Aaron.
17. Und ein jeglicher nehme seine Pfanne und lege Ruchwerk drauf, und 
tretet herzu vor den Herrn, ein jeglicher mit seiner Pfanne, das sind 
zweihundertundfnfzig Pfannen.
18. Und ein jeglicher nahm seine Pfanne und legte Feuer drein und tat 
Ruchwerk drauf und traten vor die Tr der Htte des Stifts, und Mose und 
Aaron auch.
19. Und Korah versammelte wider sie die ganze Gemeine vor die Tr der 
Htte des Stifts. Aber die Herrlichkeit des Herrn erschien vor der ganzen 
Gemeine.
20. Und der Herr redete mit Mose und Aaron und sprach:
21. Scheidet euch von dieser Gemeine, da ich sie pltzlich vertilge!
22. Sie fielen aber auf ihr Angesicht und sprachen: Ach Gott, der du bist 
ein Gott der Geister alles Fleisches, ob ein Mann gesndiget hat, willst 
du darum ber die ganze Gemeine wten?
23. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
24. Sage der Gemeine und sprich: Weichet ringsherum von der Wohnung Korahs 
und Dathans und Abirams!
25. Und Mose stund auf und ging zu Dathan und Abiram, und die ltesten 
Israels folgten ihm nach.
26. Und redete mit der Gemeine und sprach: Weichet von den Htten dieser 
gottlosen Menschen und rhret nichts an, was ihr ist, da ihr nicht 
vielleicht umkommet in irgend ihrer Snden einer.
27. Und sie gingen herauf von der Wohnung Korahs, Dathans und Abirams. 
Dathan aber und Abiram gingen heraus, traten an die Tr ihrer Htten mit 
ihren Weibern und Shnen und Kindern.
28. Und Mose sprach: Dabei sollt ihr merken, da mich der Herr gesandt 
hat, da ich alle diese Werke tte, und nicht aus meinem Herzen:
29. Werden sie sterben, wie alle Menschen sterben, oder heimgesucht, wie 
alle Menschen heimgesucht werden, so hat mich der Herr nicht gesandt.
30. Wird aber der Herr etwas Neues schaffen, da die Erde ihren Mund 
auftut und verschlinget sie mit allem, das sie haben, da sie lebendig 
hinunter in die Hlle fahren, so werdet ihr erkennen, da diese Leute den 
Herrn gelstert haben.
31. Und als er diese Worte alle hatte ausgeredet, zerri die Erde unter 
ihnen;
32. und tat ihren Mund auf und verschlang sie mit ihren Husern, mit allen 
Menschen, die bei Korah waren, und mit aller ihrer Habe.
33. Und fuhren hinunter lebendig in die Hlle mit allem, das sie hatten, 
und die Erde deckte sie zu, und kamen um aus der Gemeine.
34. Und ganz Israel, das um sie her war, floh vor ihrem Geschrei; denn sie 
sprachen: Da uns die Erde nicht auch verschlinge!
35. Dazu fuhr das Feuer aus von dem Herrn und fra die 
zweihundertundfnfzig Mnner, die das Ruchwerk opferten.
36. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
37. Sage Eleasar, dem Sohn Aarons, des Priesters, da er die Pfannen 
aufhebe aus dem Brande und streue das Feuer hin und her.
38. Denn die Pfannen solcher Snder sind geheiliget durch ihre Seele, da 
man sie zu breiten Blechen schlage und den Altar damit behnge; denn sie 
sind geopfert vor dem Herrn und geheiliget und sollen den Kindern Israel 
zum Zeichen sein.
39. Und Eleasar, der Priester, nahm die ehernen Pfannen, die die 
Verbrannten geopfert hatten, und schlug sie zu Blechen, den Altar zu 
behngen,
40. zum Gedchtnis der Kinder Israel, da nicht jemand Fremdes sich 
herzumache, der nicht ist des Samens Aaron, zu opfern Ruchwerk vor dem 
Herrn, auf da ihm nicht gehe wie Korah und seiner Rotte, wie der Herr ihm 
geredet hatte durch Mose.
41. Des andern Morgens aber murrete die ganze Gemeine der Kinder Israel 
wider Mose und Aaron und sprachen: Ihr habt des Herrn Volk gettet!
42. Und da sich die Gemeine versammelte wider Mose und Aaron, wandten sie 
sich zu der Htte des Stifts. Und siehe, da bedeckte es die Wolke, und die 
Herrlichkeit des Herrn erschien.
43. Und Mose und Aaron gingen hinein zu der Htte des Stifts.
44. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
45. Hebet euch aus dieser Gemeine; ich will sie pltzlich vertilgen. Und 
sie fielen auf ihr Angesicht.
46. Und Mose sprach zu Aaron: Nimm die Pfanne und tue Feuer drein vom 
Altar und lege Ruchwerk drauf, und gehe eilend zu der Gemeine und 
vershne sie; denn das Wten ist von dem Herrn ausgegangen, und die Plage 
ist angegangen.
47. Und Aaron nahm, wie ihm Mose gesagt hatte, und lief mitten unter die 
Gemeine (und siehe, die Plage war angegangen unter dem Volk) und rucherte 
und vershnete das Volk.
48. Und stund zwischen den Toten und Lebendigen. Da ward der Plage 
gewehret.
49. Derer aber, die an der Plage gestorben waren, war 
vierzehntausendundsiebenhundert, ohne die, so mit Korah starben.
50. Und Aaron kam wieder zu Mose vor die Tr der Htte des Stifts, und der 
Plage ward gewehret.
Das vierte Buch Mose 17
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Sage den Kindern Israel und nimm von ihnen zwlf Stecken, von jeglichem 
Frsten seines Vaters-Hauses einen, und schreibe eines jeglichen Namen auf 
seinen Stecken.
3. Aber den Namen Aarons sollst du schreiben auf den Stecken Levis. Denn 
je fr ein Haupt ihrer Vter Hauses soll ein Stecken sein.
4. Und lege sie in die Htte des Stifts vor dem Zeugnis, da ich euch zeuge.
5. Und welchen ich erwhlen werde, des Stecken wird grnen, da ich das 
Murren der Kinder Israel, das sie wider euch murren, stille
6. Mose redete mit den Kindern Israel; und alle ihre Frsten gaben ihm 
zwlf Stecken, ein jeglicher Frst einen Stecken, nach dem Hause ihrer 
Vter; und der Stecken Aarons war auch unter ihren Stecken.
7. Und Mose legte die Stecken vor den Herrn in der Htte des Zeugnisses.
8. Des Morgens aber, da Mose in die Htte des Zeugnisses ging, fand er den 
Stecken Aarons, des Hauses Levi, grnen, und die Blte aufgegangen und 
Mandeln tragen.
9. Und Mose trug die Stecken alle heraus von dem Herrn vor alle Kinder 
Israel, da sie es sahen; und ein jeglicher nahm seinen Stecken.
10. Der Herr sprach aber zu Mose: Trage den Stecken Aarons wieder vor das 
Zeugnis, da er verwahret werde zum Zeichen den ungehorsamen Kindern, da 
ihr Murren von mir aufhre, da sie nicht sterben.
11. Mose tat, wie ihm der Herr geboten hatte.
12. Und die Kinder Israel sprachen zu Mose: Siehe, wir verderben und 
kommen um; wir werden alle vertilget und kommen um.
13. Wer sich nahet zu der Wohnung des Herrn, der stirbt. Sollen wir denn 
gar untergehen?
Das vierte Buch Mose 18
1. Und der Herr sprach zu Aaron: Du und deine Shne und deines Vaters Haus 
mit dir sollt die Missetat des Heiligtums tragen; und du und deine Shne 
mit dir sollt die Missetat eures Priestertums tragen.
2. Aber deine Brder des Stamms Levi, deines Vaters, sollst du zu dir 
nehmen, da sie bei dir seien und dir dienen; du aber und deine Shne mit 
dir vor der Htte des Zeugnisses.
3. Und sie sollen deines Dienstes und des Dienstes der ganzen Htte 
warten. Doch zu dem Gerte des Heiligtums und zu dem Altar sollen sie sich 
nicht machen, da nicht beide, sie und ihr, sterbet,
4. sondern sie sollen bei dir sein, da sie des Dienstes warten an der 
Htte des Stifts in allem Amt der Htte. Und kein Fremder soll sich zu 
euch tun.
5. So wartet nun des Dienstes des Heiligtums und des Dienstes des Altars, 
da fort nicht mehr ein Wten komme ber die Kinder Israel.
6. Denn siehe, ich habe die Leviten, eure Brder, genommen aus den Kindern 
Israel und euch gegeben, dem Herrn zum Geschenk, da sie des Amts pflegen 
an der Htte des Stifts.
7. Du aber und deine Shne mit dir sollt eures Priestertums warten, da 
ihr dienet in allerlei Geschfte des Altars und inwendig hinter dem 
Vorhang; denn euer Priestertum gebe ich euch zum Amt, zum Geschenk. Wenn 
ein Fremder sich herzutut, der soll sterben.
8. Und der Herr sagte zu Aaron: Siehe, ich habe dir gegeben meine Hebopfer 
von allem, das die Kinder Israel heiligen, fr dein priesterlich Amt und 
deinen Shnen zum ewigen Recht.
9. Das sollst du haben von dem Allerheiligsten, das sie opfern: Alle ihre 
Gaben mit all ihrem Speisopfer und mit all ihrem Sndopfer und mit all 
ihrem Schuldopfer, das sie mir geben, das soll dir und deinen Shnen das 
Allerheiligste sein.
10. Am allerheiligsten Ort sollst du es essen. Was mnnlich ist, soll 
davon essen; denn es soll dir heilig sein.
11. Ich habe auch das Hebopfer ihrer Gabe an allen Webeopfern der Kinder 
Israel dir und deinen Shnen und deinen Tchtern gegeben samt dir zum 
ewigen Recht; wer rein ist in deinem Hause, soll davon essen.
12. Alles beste l und allen besten Most und Korn ihrer Erstlinge, die sie 
dem Herrn geben, habe ich dir gegeben.
13. Die erste Frucht alles des, das in ihrem Lande ist, das sie dem Herrn 
bringen, soll dein sein; wer rein ist in deinem Hause, soll davon essen.
14. Alles Verbannete in Israel soll dein sein.
15. Alles, das seine Mutter bricht unter allem Fleisch, das sie dem Herrn 
bringen, es sei Mensch oder Vieh, soll dein sein; doch da du die erste 
Menschenfrucht lsen lassest und die erste Frucht eines unreinen Viehes 
auch lsen lssest.
16. Sie sollen's aber lsen, wenn's eines Monden alt ist; und sollst es zu 
lsen geben um Geld, um fnf Sekel, nach dem Sekel des Heiligtums, der 
gilt zwanzig Gera.
17. Aber die erste Frucht eines Ochsen oder Lamms oder Ziege sollst du 
nicht zu lsen geben, denn sie sind heilig; ihr Blut sollst du sprengen 
auf den Altar und ihr Fett sollst du anznden zum Opfer des sen Geruchs 
dem Herrn.
18. Ihr Fleisch soll dein sein, wie auch die Webebrust und die rechte 
Schulter dein ist.
19. Alle Hebopfer, die die Kinder Israel heiligen dem Herrn, habe ich dir 
gegeben und deinen Shnen und deinen Tchtern samt dir zum ewigen Recht. 
Das soll ein unverwesentlicher Bund sein ewig vor dem Herrn dir und deinem 
Samen samt dir.
20. Und der Herr sprach zu Aaron: Du sollst in ihrem Lande nichts 
besitzen, auch kein Teil unter ihnen haben; denn ich bin dein Teil und 
dein Erbgut unter den Kindern Israel.
21. Den Kindern aber Levis habe ich alle Zehnten gegeben in Israel zum 
Erbgut fr ihr Amt, das sie mir tun an der Htte des Stifts,
22. da hinfort die Kinder Israel nicht zur Htte des Stifts sich tun, 
Snde auf sich zu laden, und sterben;
23. sondern die Leviten sollen des Amts pflegen an der Htte des Stifts, 
und sie sollen jener Missetat tragen zum ewigen Recht bei euren 
Nachkommen. Und sie sollen unter den Kindern Israel kein Erbgut besitzen.
24. Denn den Zehnten der Kinder Israel, den sie dem Herrn heben, habe ich 
den Leviten zum Erbgut gegeben; darum habe ich zu ihnen gesagt, da sie 
unter den Kindern Israel kein Erbgut besitzen sollen.
25. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
26. Sage den Leviten und sprich zu ihnen: Wenn ihr den Zehnten nehmet von 
den Kindern Israel, den ich euch von ihnen gegeben habe zu eurem Erbgut, 
so sollt ihr davon ein Hebopfer dem Herrn tun, je den Zehnten von dem 
Zehnten.
27. Und sollt solch euer Hebopfer achten, als gbet ihr Korn aus der 
Scheune und Flle aus der Kelter.
28. Also sollt auch ihr das Hebopfer dem Herrn geben von allen euren 
Zehnten, die ihr nehmet von den Kindern Israel, da ihr solches Hebopfer 
des Herrn dem Priester Aaron gebet.
29. Von allem, das euch gegeben wird, sollt ihr dem Herrn allerlei 
Hebopfer geben, von allem Besten, das davon geheiliget wird.
30. Und sprich zu ihnen: Wenn ihr also das Beste davon hebet, so soll's 
den Leviten gerechnet werden wie ein Einkommen der Scheune und wie ein 
Einkommen der Kelter.
31. Und mget es essen an allen Sttten, ihr und eure Kinder; denn es ist 
euer Lohn fr euer Amt in der Htte des Stifts.
32. So werdet ihr nicht Snde auf euch laden an demselben, wenn ihr das 
Beste davon hebet, und nicht entweihen das Geheiligte der Kinder Israel 
und nicht sterben.
Das vierte Buch Mose 19
1. Und der Herr redete mit Mose und Aaron und sprach:
2. Diese Weise soll ein Gesetz sein, das der Herr geboten hat und gesagt: 
Sage den Kindern Israel, da sie zu dir fhren eine rtliche Kuh ohne 
Wandel, an der kein Fehl sei, und auf die noch nie kein Joch kommen ist.
3. Und gebet sie dem Priester Eleasar; der soll sie hinaus vor das Lager 
fhren und daselbst vor ihm schlachten lassen:
4. Und Eleasar, der Priester, soll ihres Bluts mit seinem Finger nehmen 
und stracks gegen die Htte des Stifts sieben mal sprengen,
5. und die Kuh vor ihm verbrennen lassen, beide ihr Fell und ihr Fleisch, 
dazu ihr Blut samt ihrem Mist.
6. Und der Priester soll Zedernholz und Ysop und rosinrote Wolle nehmen 
und auf die brennende Kuh werfen,
7. und soll seine Kleider waschen und seinen Leib mit Wasser baden und 
danach ins Lager gehen und unrein sein bis an den Abend.
8. Und der sie verbrannt hat, soll auch seine Kleider mit Wasser waschen 
und seinen Leib in Wasser baden und unrein sein bis an den Abend.
9. Und ein reiner Mann soll die Asche von der Kuh aufraffen und sie 
schtten auer dem Lager an eine reine Sttte, da sie daselbst verwahret 
werde fr die Gemeine der Kinder Israel zum Sprengwasser; denn es ist ein 
Sndopfer.
10. Und derselbe, der die Asche der Kuh aufgeraffet hat, soll seine 
Kleider waschen und unrein sein bis an den Abend. Dies soll ein ewiges 
Recht sein den Kindern Israel und den Fremdlingen, die unter euch wohnen.
11. Wer nun irgend einen toten Menschen anrhret, der wird sieben Tage 
unrein sein.
12. Der soll sich hiemit entsndigen am dritten Tage und am siebenten 
Tage, so wird er rein; und wo er sich nicht am dritten Tage und am 
siebenten Tage entsndiget, so wird er nicht rein werden.
13. Wenn aber jemand irgend einen toten Menschen anrhret und sich nicht 
entsndigen wollte, der verunreiniget die Wohnung des Herrn, und solche 
Seele soll ausgerottet werden aus Israel. Darum da das Sprengwasser nicht 
ber ihn gesprenget ist, so ist er unrein, solange er sich nicht davon 
reinigen lt.
14. Dies ist das Gesetz, wenn ein Mensch in der Htte stirbt: Wer in die 
Htte gebet; und alles, was in der Htte ist, soll unrein sein sieben Tage.
15. Und alles offene Gerte, das keinen Deckel noch Band hat, ist unrein.
16. Auch wer anrhret auf dem Felde einen Erschlagenen mit dem-Schwert 
oder einen Toten, eines Menschen Bein, oder Grab, der ist unrein sieben 
Tage.
17. So sollen sie nun fr den Unreinen nehmen der Asche dieses verbrannten 
Sndopfers und flieend Wasser drauf tun in ein Gef.
18. Und ein reiner Mann soll Ysop nehmen und ins Wasser tunken und die 
Htte besprengen und alle Gerte und alle Seelen, die drinnen sind; also 
auch den, der eines Toten Bein oder Erschlagenen oder Toten oder Grab 
angerhret hat.
19. Es soll aber der Reine den Unreinen am dritten Tage und am siebenten 
Tage besprengen und ihn am siebenten Tage entsndigen; und soll seine 
Kleider waschen und sich im Wasser baden, so wird er am Abend rein.
20. Welcher aber unrein sein wird und sich nicht entsndigen will, des 
Seele soll ausgerottet werden aus der Gemeine; denn er hat das Heiligtum 
des Herrn verunreiniget und ist mit Sprengwasser nicht besprenget; darum 
ist er unrein.
21. Und dies soll ihnen ein ewiges Recht sein. Und der auch, der mit dem 
Sprengwasser gesprenget hat, soll seine Kleider waschen. Und wer das 
Sprengwasser anrhret, der soll unrein sein bis an den Abend.
22. Und alles, was er anrhret, wird unrein werden, und welche Seele er 
anrhren wird, soll unrein sein bis an den Abend.
Das vierte Buch Mose 20
1. Und die Kinder Israel kamen mit der ganzen Gemeine in die Wste Zin im 
ersten Monden, und das Volk lag zu Kades. Und Mirjam starb daselbst und 
ward daselbst begraben.
2. Und die Gemeine hatte kein Wasser, und versammelten sich wider Mose und 
Aaron.
3. Und das Volk haderte mit Mose und sprachen: Ach, da wir umkommen 
wren, da unsere Brder umkamen vor dem Herrn!
4. Warum habt ihr die Gemeine des Herrn in diese Wste gebracht, da wir 
hie sterben mit unserm Vieh?
5. Und warum habt ihr uns aus gypten gefhrt an diesen bsen Ort, da man 
nicht sen kann, da weder Feigen noch Weinstcke noch Granatpfel sind, 
und ist dazu kein Wasser zu trinken?
6. Mose und Aaron gingen von der Gemeine zur Tr der Htte des Stifts und 
fielen auf ihr Angesicht; und die Herrlichkeit des Herrn erschien ihnen.
7. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
8. Nimm den Stab und versammle die Gemeine, du und dein Bruder Aaron, und 
redet mit dem Felsen vor ihren Augen; der wird sein Wasser geben. Also 
sollst du ihnen Wasser aus dem Felsen bringen und die Gemeine trnken und 
ihr Vieh.
9. Da nahm Mose den Stab vor dem Herrn, wie er ihm geboten hatte.
10. Und Mose und Aaron versammelten die Gemeine vor dem Felsen und sprach 
zu ihnen: Hret, ihr Ungehorsamen, werden wir euch auch Wasser bringen aus 
diesem Felsen?
11. Und Mose hub seine Hand auf und schlug den Felsen mit dem Stabe 
zweimal. Da ging viel Wassers heraus, da die Gemeine trank und ihr Vieh.
12. Der Herr aber sprach zu Mose und Aaron: Darum da ihr nicht an mich 
geglaubet habt, da ihr mich heiligtet vor den Kindern Israel, sollt ihr 
diese Gemeine nicht ins Land bringen, das ich ihnen geben werde.
13. Das ist das Haderwasser, darber die Kinder Israel mit dem Herrn 
haderten, und er geheiliget ward an ihnen.
14. Und Mose sandte Botschaft aus Kades zu dem Knige der Edomiter: Also 
lt dir dein Bruder Israel sagen: Du weit alle die Mhe, die uns 
betreten hat;
15. da unsere Vter nach gypten hinabgezogen sind, und wir lange Zeit in 
gypten gewohnet haben, und die gypter handelten uns und unsere Vter 
bel;
16. und wir schrieen zu dem Herrn; der hat unsere Stimme erhret und einen 
Engel gesandt und aus gypten gefhret. Und siehe, wir sind zu Kades in 
der Stadt an deinen Grenzen.
17. La uns durch dein Land ziehen. Wir wollen nicht durch cker noch 
Weinberge gehen, auch nicht Wasser aus den Brunnen trinken; die Landstrae 
wollen wir ziehen, weder zur Rechten noch zur Linken weichen, bis wir 
durch deine Grenze kommen.
18. Die Edomiter aber sprachen zu ihnen: Du sollst nicht durch mich 
ziehen, oder ich will dir mit dem Schwert entgegenziehen.
19. Die Kinder Israel sprachen zu ihm: Wir wollen auf der gebahnten Strae 
ziehen, und so wir deines Wassers trinken, wir und unser Vieh, so wollen 
wir's bezahlen; wir wollen nichts, denn nur zu Fue hindurchziehen.
20. Er aber sprach: Du sollst nicht herdurchziehen. Und die Edomiter zogen 
aus ihnen entgegen mit mchtigem Volk und starker Hand.
21. Also weigerten die Edomiter, Israel zu vergnnen, durch ihre Grenze zu 
ziehen. Und Israel wich von ihnen.
22. Und die Kinder Israel brachen auf von Kades und kamen mit der ganzen 
Gemeine gen Hor am Gebirge.
23. Und der Herr redete mit Mose und Aaron zu Hor am Gebirge an den 
Grenzen des Landes der Edomiter und sprach:
24. La sich Aaron sammeln zu seinem Volk; denn er soll nicht in das Land 
kommen, das ich den Kindern Israel gegeben habe, darum da ihr meinem 
Munde ungehorsam gewesen seid bei dem Haderwasser.
25. Nimm aber Aaron und seinen Sohn Eleasar und fhre sie auf Hor am 
Gebirge.
26. Und zeuch Aaron seine Kleider aus und zeuch sie Eleasar an, seinem 
Sohne. Und Aaron soll sich daselbst sammeln und sterben.
27. Da tat Mose, wie ihm der Herr geboten hatte, und stiegen auf Hor am 
Gebirge vor der ganzen Gemeine.
28. Und Mose zog Aaron seine Kleider aus und zog sie Eleasar an, seinem 
Sohne. Und Aaron starb daselbst oben auf dem Berge. Mose aber und Eleasar 
stiegen herab vom Berge.
29. Und da die ganze Gemeine sah, da Aaron dahin war, beweineten sie ihn 
dreiig Tage, das ganze Haus Israel.
Das vierte Buch Mose 21
1. Und da der Kanaaniter, der Knig Arad, der gegen Mittag wohnete, 
hrete, da Israel hereinkommt durch den Weg der Kundschafter, stritt er 
wider Israel und fhrete etliche gefangen.
2. Da gelobte Israel dem Herrn ein Gelbde und sprach: Wenn du dies Volk 
unter meine Hand gibst, so will ich ihre Stdte verbannen.
3. Und der Herr erhrete die Stimme Israels und gab die Kanaaniter und 
verbannete sie samt ihren Stdten; und hie die Sttte Horma.
4. Da zogen sie von Hor am Gebirge auf dem Wege vom Schilfmeer, da sie um 
der Edomiter Land hinzgen. Und das Volk ward tverdrossen auf dem Wege
5. und redete wider Gott und wider Mose: Warum hast du uns aus gypten 
gefhret, da wir sterben in der Wste? Denn es ist kein Brot noch Wasser 
hie, und unsere Seele ekelt ber dieser losen Speise.
6. Da sandte der Herr feurige Schlangen unter das Volk; die bissen das 
Volk, da ein gro Volk in Israel starb.
7. Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben gesndiget, da wir wider 
den Herrn und wider dich geredet haben. Bitte den Herrn, da er die 
Schlangen von uns nehme! Mose bat fr das Volk.
8. Da sprach der Herr zu Mose: Mache dir eine eherne Schlange und richte 
sie zum Zeichen auf; wer gebissen ist und siehet sie an, der soll leben.
9. Da machte Mose eine eherne Schlange und richtete sie auf zum Zeichen; 
und wenn jemanden eine Schlange bi, so sah er die eherne Schlange an und 
blieb leben.
10. Und die Kinder Israel zogen aus und lagerten sich in Oboth.
11. Und von Oboth zogen sie aus und lagerten sich in Ijim, am Gebirge 
Abarim, in der Wste gegen Moab ber, gegen der Sonnen Aufgang.
12. Von dannen zogen sie und lagerten sich am Bach Sared.
13. Von dannen zogen sie und lagerten sich diesseit am Arnon, welcher ist 
in der Wste und herausreicht von der Grenze der Amoriter. Denn Arnon ist 
die Grenze Moabs zwischen Moab und den Amoritern.
14. Daher spricht man in dem Buch von den Streiten des Herrn: Das Vaheb in 
Supha und die Bche am Arnon
15. und die Quelle der Bche, welche reichet hinan zu der Stadt Ar und 
lenket sich und ist die Grenze Moabs.
16. Und von dannen zogen sie zum Brunnen. Das ist der Brunnen, davon der 
Herr zu Mose sagte: Sammle das Volk, ich will ihnen Wasser geben.
17. Da sang Israel dieses Lied, und sangen umeinander ber dem Brunnen:
18. Das ist der Brunnen, den die Frsten gegraben haben; die Edlen im Volk 
haben ihn gegraben durch den Lehrer und ihre Stbe. Und von dieser Wste 
zogen sie gen Mathana;
19. und von Mathana gen Nahaliel; und von Nahaliel gen Bamoth;
20. und von Bamoth in das Tal, das im Felde Moab liegt, zu dem hohen Berge 
Pisga, der gegen die Wste siehet.
21. Und Israel sandte Boten zu Sihon, dem Knige der Amoriter, und lie 
ihm sagen:
22. La mich durch dein Land ziehen; wir wollen nicht weichen in die Acker 
noch in die Weingrten, wollen auch des Brunnenwassers nicht trinken; die 
Landstrae wollen wir ziehen, bis wir durch deine Grenze kommen.
23. Aber Sihon gestattete den Kindern Israel den Zug nicht durch seine 
Grenze, sondern sammelte all sein Volk und zog aus Israel entgegen in die 
Wste; und als er gen Jahza kam, stritt er wider Israel.
24. Israel aber schlug ihn mit der Schrfe des Schwerts und nahm sein Land 
ein von Arnon an bis an den Jabbok und bis an die Kinder Ammon; denn die 
Grenzen der Kinder Ammon waren fest.
25. Also nahm Israel alle diese Stdte und wohnete in allen Stdten der 
Amoriter, zu Hesbon und allen ihren Tchtern.
26. Denn Hesbon, die Stadt, war Sihons, des Knigs der Amoriter, und er 
hatte zuvor mit dem Knige der Moabiter gestritten und ihm all sein Land 
angewonnen bis gen Arnon.
27. Daher sagt man im Sprichwort: Kommt gen Hesbon, da man die Stadt 
Sihon baue und aufrichte;
28. denn Feuer ist aus Hesbon gefahren, eine Flamme von der Stadt Sihon, 
die hat gefressen Ar der Moabiter und die Brger der Hhe Arnon.
29. Wehe dir, Moab, du Volk Kamos bist verloren; man hat seine Shne in 
die Flucht geschlagen und seine Tchter gefangen gefhrt Sihon, dem Knige 
der Amoriter.
30. Ihre Herrlichkeit ist zunichte worden, von Hesbon bis gen Dibon; sie 
ist verstret bis gen Nophah, die da langet bis gen Medba.
31. Also wohnete Israel im Lande der Amoriter.
32. Und Mose sandte aus Kundschafter gen Jaeser; und gewannen ihre Tchter 
und nahmen die Amoriter ein, die drinnen waren;
33. und wandten sich und zogen hinauf des Weges zu Basan. Da zog aus ihnen 
entgegen Og, der Knig zu Basan, mit all seinem Volk, zu streiten in Edrei.
34. Und der Herr sprach zu Mose: Frchte dich nicht vor ihm; denn ich habe 
ihn in deine Hand gegeben mit Land und Leuten, und sollst mit ihm tun, wie 
du mit Sihon, dem Knige der Amoriter, getan hast, der zu Hesbon wohnete.
35. Und sie schlugen ihn und seine Shne und all sein Volk, bis da keiner 
berblieb; und nahmen das Land ein.
Das vierte Buch Mose 22
1. Danach zogen die Kinder Israel und lagerten sich in das Gefilde Moab, 
jenseits des Jordans, gegen Jericho.
2. Und da Balak, der Sohn Zipors, sah alles, was Israel getan hatte den 
Amoritern,
3. und da sich die Moabiter sehr frchteten vor dem Volk, das so gro 
war, und da den Moabitern grauete vor den Kindern Israel,
4. und sprachen zu den ltesten der Midianiter: Nun wird dieser Haufe auf 
fretzen, was um uns ist, wie ein Ochse Kraut auf dem Felde auffretzet. 
Balak aber, der Sohn Zipors, war zu der Zeit Knig der Moabiter.
5. Und er sandte Boten aus zu Bileam, dem Sohn Beors, gen Pethor, der 
wohnete an dem Wasser im Lande der Kinder seines Volks, da sie ihn 
forderten, und lie ihm sagen: Siehe, es ist ein Volk aus gypten gezogen, 
das bedeckt das Angesicht der Erde und liegt gegen mir.
6. So komm nun und verfluche mir das Volk, denn es ist mir zu mchtig, ob 
ich's schlagen mchte und aus dem Lande vertreiben; denn ich wei, da, 
welchen du segnest, der ist gesegnet, und welchen du verfluchest, der ist 
verflucht.
7. Und die ltesten der Moabiter gingen hin mit den ltesten der 
Midianiter und hatten den Lohn des Wahrsagen's in ihren Hnden; und gingen 
zu Bileam ein und sagten ihm die Worte Balaks.
8. Und er sprach zu ihnen: Bleibet hie ber Nacht, so will ich euch wieder 
sagen, wie mir der Herr sagen wird. Also blieben die Frsten der Moabiter 
bei Bileam.
9. Und Gott kam zu Bileam und sprach: Wer sind die Leute, die bei dir sind?
10. Bileam sprach zu Gott: Balak, der Sohn Zipors, der Moabiter Knig, hat 
zu mir gesandt:
11. Siehe, ein Volk ist aus gypten gezogen und bedeckt das Angesicht der 
Erde; so komm nun und fluche ihm, ob ich mit ihm streiten mge und sie 
vertreiben.
12. Gott aber sprach zu Bileam: Gehe nicht mit ihnen; verfluche das Volk 
auch nicht; denn es ist gesegnet.
13. Da stund Bileam des Morgens auf und sprach zu den Frsten Balaks: 
Gehet hin in euer Land; denn der Herr will's nicht gestatten, da ich mit 
euch ziehe.
14. Und die Frsten der Moabiter machten sich auf, kamen zu Balak und 
sprachen: Bileam weigert sich, mit uns zu ziehen.
15. Da sandte Balak noch grere und herrlichere Frsten, denn jene waren.
16. Da die zu Bileam kamen, sprachen sie zu ihm: Also lt dir sagen 
Balak, der Sohn Zipors: Lieber, wehre dich nicht, zu mir zu ziehen;
17. denn ich will dich hoch ehren, und was du mir sagest, das will ich 
tun. Lieber, komm und fluche mir diesem Volk!
18. Bileam antwortete und sprach zu den Dienern Balaks: Wenn mir Balak 
sein Haus voll Silbers und Goldes gbe, so knnte ich doch nicht bergehen 
das Wort des Herrn, meines Gottes, Kleines oder Groes zu tun.
19. So bleibet doch nun hie auch ihr diese Nacht, da ich erfahre, was der 
Herr weiter mit mir reden werde.
20. Da kam Gott des Nachts zu Bileam und sprach zu ihm: Sind die Mnner 
kommen, dir zu rufen, so mach dich auf und zeuch mit ihnen; doch was ich 
dir sagen werde, sollst du tun.
21. Da stund Bileam des Morgens auf und sattelte seine Eselin und zog mit 
den Frsten der Moabiter.
22. Aber der Zorn Gottes ergrimmete, da er hinzog. Und der Engel des 
Herrn trat in den Weg, da er ihm widerstnde. Er aber ritt auf seiner 
Eselin, und zween Knaben waren mit ihm.
23. Und die Eselin sah den Engel des Herrn im Wege stehen und ein blo 
Schwert in seiner Hand. Und die Eselin wich aus dem Wege und ging auf dem 
Felde; Bileam aber schlug sie, da sie in den Weg sollte gehen.
24. Da trat der Engel des Herrn in den Pfad bei den Weinbergen, da auf 
beiden Seiten Wnde waren.
25. Und da die Eselin den Engel des Herrn sah, drngte sie sich an die 
Wand und klemmete Bileam den Fu an der Wand; und er schlug sie noch mehr.
26. Da ging der Engel des Herrn weiter und trat an einen engen Ort, da 
kein Weg war zu weichen, weder zur Rechten noch zur Linken.
27. Und da die Eselin den Engel des Herrn sah, fiel sie auf ihre Kniee 
unter dem Bileam. Da ergrimmete der Zorn Bileams und schlug die Eselin mit 
dem Stabe.
28. Da tat der Herr der Eselin den Mund auf, und sie sprach zu Bileam: Was 
habe ich dir getan, da du mich geschlagen hast nun dreimal?
29. Bileam sprach zur Eselin: Da du mich hhnest! Ach, da ich jetzt ein 
Schwert in der Hand htte, ich wollte dich erwrgen!
30. Die Eselin sprach zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, darauf zu 
geritten hast zu deiner Zeit bis auf diesen Tag? Habe ich auch je 
gepflegt, dir also zu tun? Er sprach: Nein.
31. Da ffnete der Herr Bileam die Augen, da er den Engel des Herrn sah 
im Wege stehen und ein blo Schwert in seiner Hand; und neigete und bckte 
sich mit seinem Angesicht.
32. Und der Engel des Herrn sprach zu ihm: Warum hast du deine Eselin 
geschlagen nun dreimal? Siehe, ich bin ausgegangen, da ich dir 
widerstehe; denn der Weg ist vor mir verkehrt.
33. Und die Eselin hat mich gesehen und ist mir dreimal gewichen; sonst, 
wo sie nicht vor mir gewichen wre, so wollte ich dich auch jetzt erwrget 
und die Eselin lebendig behalten haben.
34. Da sprach Bileam zu dem Engel des Herrn: Ich habe gesndiget; denn ich 
hab's nicht gewut, da du mir entgegenstundest im Wege; und nun, so dir's 
nicht gefllt, will ich wieder umkehren.
35. Der Engel des Herrn sprach zu ihm: Zeuch hin mit den Mnnern; aber 
nichts anderes, denn was ich zu dir sagen werde, sollst du reden. Also zog 
Bileam mit den Frsten Balaks.
36. Da Balak hrete, da Bileam kam, zog er aus ihm entgegen in die Stadt 
der Moabiter, die da liegt an der Grenze Arnons, welcher ist an der 
uersten Grenze.
37. Und sprach zu ihm: Habe ich nicht zu dir gesandt und dich fordern 
lassen? Warum bist du denn nicht zu mir kommen? Meinest du, ich knnte 
nicht dich ehren?
38. Bileam antwortete ihm: Siehe, ich bin kommen zu dir; aber wie kann ich 
etwas anderes reden? Denn das mir Gott in den Mund gibt, das mu ich reden.
39. Also zog Bileam mit Balak, und kamen in die Gassenstadt.
40. Und Balak opferte Rinder und Schafe und sandte nach Bileam und nach 
den Frsten, die bei ihm waren.
41. Und des Morgens nahm Balak den Bileam und fhrete ihn hin auf die Hhe 
Baal, da er von dannen sehen konnte bis zu Ende des Volks.
Das vierte Buch Mose 23
1. Und Bileam sprach zu Balak: Baue mir hie sieben Altre und schaffe mir 
her sieben Farren und sieben Widder.
2. Balak tat, wie ihm Bileam sagte; und beide, Balak und Bileam, opferten 
je auf einem Altar einen Farren und einen Widder.
3. Und Bileam sprach zu Balak: Tritt bei dein Brandopfer; ich will 
hingehen, ob vielleicht mir der Herr begegne, da ich dir ansage, was er 
mir zeiget. Und ging hin eilend.
4. Und Gott begegnete Bileam; er aber sprach zu ihm: Sieben Altre habe 
ich zugerichtet und je auf einem Altar einen Farren und einen Widder 
geopfert.
5. Der Herr aber gab das Wort dem Bileam in den Mund und sprach: Gehe 
wieder zu Balak und rede also.
6. Und da er wieder zu ihm kam, siehe, da stund er bei seinem Brandopfer 
samt allen Frsten der Moabiter.
7. Da hub er an seinen Spruch und sprach: Aus Syrien hat mich Balak, der 
Moabiter Knig, holen lassen von dem Gebirge gegen dem Aufgang: Komm, 
verfluche mir Jakob! Komm, schilt Israel!
8. Wie soll ich fluchen, dem Gott nicht fluchet? Wie soll ich schelten, 
den der Herr nicht schilt?
9. Denn von der Hhe der Felsen sehe ich ihn wohl und von den Hgeln 
schaue ich ihn. Siehe, das Volk wird besonders wohnen und nicht unter die 
Heiden gerechnet werden.
10. Wer kann zhlen den Staub Jakobs und die Zahl des vierten Teils 
Israels? Meine Seele msse sterben des Todes der Gerechten, und mein Ende 
werde wie dieser Ende!
11. Da sprach Balak zu Bileam: Was tust du an mir? Ich habe dich holen 
lassen, zu fluchen meinen Feinden; und siehe, du segnest.
12. Er antwortete und sprach: Mu ich nicht das halten und reden, das mir 
der Herr in den Mund gibt?
13. Balak sprach zu ihm: Komm doch mit mir an einen andern Ort, von dannen 
du sein Ende sehest und doch nicht ganz sehest; und fluche mir ihm 
daselbst.
14. Und er fhrete ihn auf einen freien Platz auf der Hhe Pisga und 
bauete sieben Altre; und opferte je auf einem Altar einen Farren und 
einen Widder.
15. Und sprach zu Balak: Tritt also bei dein Brandopfer; ich will dort 
warten.
16. Und der Herr begegnete Bileam und gab ihm das Wort in seinen Mund und 
sprach: Gehe wieder zu Balak und rede also.
17. Und da er wieder zu ihm kam, siehe, da stund er bei seinem Brandopfer 
samt den Frsten der Moabiter. Und Balak sprach zu ihm: Was hat der Herr 
gesagt?
18. Und er hub an seinen Spruch und sprach: Stehe auf, Balak, und hre! 
Nimm zu Ohren, was ich sage, du Sohn Zipors!
19. Gott ist nicht ein Mensch, da er lge, noch ein Menschenkind, da ihn 
etwas gereue. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas reden 
und nicht halten?
20. Siehe, zu segnen bin ich hergebracht; ich segne und kann's nicht 
wenden.
21. Man siehet keine Mhe in Jakob und keine Arbeit in Israel. Der Herr, 
sein Gott; ist bei ihm, und das Trommeten des Knigs unter ihm.
22. Gott hat sie aus gypten gefhret; seine Freudigkeit ist wie eines 
Einhorns.
23. Denn es ist kein Zauberer in Jakob und kein Wahrsager in Israel. Zu 
seiner Zeit wird man von Jakob sagen und von Israel, welche Wunder Gott 
tut.
24. Siehe, das Volk wird aufstehen wie ein junger Lwe, und wird sich er 
heben wie ein Lwe; es wird sich nicht legen, bis es den Raub fresse und 
das Blut der Erschlagenen saufe.
25. Da sprach Balak zu Bileam: Du sollst ihm weder fluchen noch segnen.
26. Bileam antwortete und sprach zu Balak: Habe ich dir nicht gesagt, 
alles, was der Herr reden wrde, das wrde ich tun?
27. Balak sprach zu ihm: Komm doch, ich will dich an einen andern Ort 
fhren, ob's vielleicht Gott gefalle, da du daselbst mir sie verfluchest.
28. Und er fhrete ihn auf die Hhe des Berges Peor, welcher gegen die 
Wste siehet.
29. Und Bileam sprach zu Balak: Baue mir hie sieben Altre und schaffe mir 
sieben Farren und sieben Widder.
30. Balak tat, wie Bileam sagte, und opferte je auf einem Altar einen 
Farren und einen Widder.
Das vierte Buch Mose 24
1. Da nun Bileam sah, da es dem Herrn gefiel, da er Israel segnete, ging 
er nicht hin, wie vormals, nach den Zauberern, sondern richtete sein 
Angesicht stracks zu der Wste,
2. hub auf seine Augen und sah Israel, wie sie lagen nach ihren Stmmen. 
Und der Geist Gottes kam auf ihn.
3. Und er hub an seinen Spruch und sprach: Es saget Bileam, der Sohn 
Beors; es saget der Mann, dem die Augen geffnet sind;
4. es saget der Hrer gttlicher Rede, der des Allmchtigen Offenbarung 
siehet, dem die Augen geffnet werden, wenn er niederknieet:
5. Wie fein sind deine Htten, Jakob, und deine Wohnungen, Israel!
6. Wie sich die Bche ausbreiten, wie die Grten an den Wassern, wie die 
Htten, die der Herr pflanzet, wie die Zedern an den Wassern.
7. Es wird Wasser aus seinem Eimer flieen, und sein Same wird ein gro 
Wasserwerden; sein Knig wird hher werden denn Agag, und sein Reich wird 
sich erheben.
8. Gott hat ihn aus gypten gefhret; seine Freudigkeit ist wie eines 
Einhorns. Er wird die Heiden, seine Verfolger, fressen und ihre Gebeine 
zermalmen und mit seinen Pfeilen zerschmettern.
9. Er hat sich niedergelegt wie ein Lwe und wie ein junger Lwe; wer will 
sich wider ihn auflehnen? Gesegnet sei, der dich segnet, und verflucht, 
der dir flucht!
10. Da ergrimmete Balak im Zorn wider Bileam und schlug die Hnde zusammen 
und sprach zu ihm: Ich habe dich gefordert, da du meinen Feinden fluchen 
solltest; und siehe, du hast sie nun dreimal gesegnet.
11. Und nun heb dich an deinen Ort. Ich gedachte, ich wollte dich ehren; 
aber der Herr hat dir die Ehre verwehret.
12. Bileam antwortete ihm: Habe ich nicht auch zu deinen Boten gesagt, die 
du zu mir sandtest, und gesprochen:
13. Wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gbe, so knnte ich doch 
vor des Herrn Wort nicht ber, Bses oder Gutes zu tun nach meinem Herzen, 
sondern was der Herr reden wrde, das wrde ich auch reden?
14. Und nun siehe, wenn ich zu meinem Volk ziehe, so komm, so will ich dir 
raten, was dies Volk deinem Volk tun wird zur letzten Zeit.
15. Und er hub an seinen Spruch und sprach: Es saget Bileam, der Sohn 
Beors; es saget der Mann, dem die Augen geffnet sind;
16. es saget der Hrer gttlicher Rede und der die Erkenntnis hat des 
Hchsten, der die Offenbarung des Allmchtigen siehet und dem die Augen 
geffnet werden, wenn er niederknieet:
17. Ich werde ihn sehen, aber jetzt nicht; ich werde ihn schauen, aber 
nicht von nahe. Es wird ein Stern aus Jakob aufgehen, und ein Zepter aus 
Israel aufkommen und wird zerschmettern die Frsten der Moabiter und 
verstren alle Kinder Seths.
18. Edom wird er einnehmen, und Seir wird seinen Feinden unterworfen sein; 
Israel aber wird Sieg haben.
19. Aus Jakob wird der Herrscher kommen und umbringen, was brig ist von 
den Stdten.
20. Und da er sah die Amalekiter, hub er an Seinen Spruch und sprach: 
Amalek, die ersten unter den Heiden; aber zuletzt wirst du gar umkommen.
21. Und da er sah die Keniter, hub er an seinen Spruch und sprach: Fest 
ist deine Wohnung, und hast dein Nest in einen Felsen gelegt.
22. Aber, o Kam, du wirst verbrannt werden, wenn Assur dich gefangen 
wegfhren wird.
23. Und hub abermal an seinen Spruch und sprach: Ach, wer wird leben, wenn 
Gott solches tun wird?
24. Und Schiffe aus Chittim werden verderben den Assur und Eber; er aber 
wird auch umkommen.
25. Und Bileam machte sich auf und zog hin und kam wieder an seinen Ort; 
und Balak zog seinen Weg.
Das vierte Buch Mose 25
1. Und Israel wohnte in Sittim Und das Volk hub an zu huren mit der 
Moabiter Tchtern,
2. welche luden das Volk zum Opfer ihrer Gtter. Und das Volk a und 
betete ihre Gtter an.
3. Und Israel hngete sich an den Baal Peor. Da ergrimmete des Herrn Zorn 
ber Israel,
4. und sprach zu Mose: Nimm alle Obersten des Volks und hnge sie dem 
Herrn an die Sonne, auf da der grimmige Zorn des Herrn von Israel gewandt 
werde.
5. Und Mose sprach zu den Richtern Israels: Erwrge ein jeglicher seine 
Leute, die sich an den Baal-Peor gehnget haben.
6. Und siehe, ein Mann aus den Kindern Israel kam und brachte unter seine 
Brder eine Midianitin und lie Mose zusehen und die ganze Gemeine der 
Kinder Israel, die da weineten vor der Tr der Htte des Stifts.
7. Da das sah der Sohn Eleasars, des Sohns Aarons, des Priesters, stund er 
auf aus der Gemeine und nahm einen Spie in seine Hand,
8. und ging dem israelitischen Manne nach hinein in den Hurenwinkel und 
durchstach sie beide, den israelitischen Mann und das Weib, durch ihren 
Bauch. Da hrete die Plage auf von den Kindern Israel.
9. Und es wurden gettet in der Plage vierundzwanzigtausend.
10. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
11. Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohns Aarons, des Priesters, hat 
meinen Grimm von den Kindern Israel gewendet durch seinen Eifer um mich, 
da ich nicht in meinem Eifer die Kinder Israel vertilgete.
12. Darum sage: Siehe, ich gebe ihm meinen Bund des Friedens;
13. und er soll haben, und sein Same nach ihm, den Bund eines ewigen 
Priestertums, darum da er fr seinen Gott geeifert und die Kinder Israel 
vershnet hat.
14. Der israelitische Mann aber, der erschlagen ward mit der Midianitin, 
hie Simri, der Sohn Salus, ein Frst im Hause des Vaters der Simeoniter.
15. Das midianitische Weib, das auch erschlagen ward, hie Kasbi, eine 
Tochter Zurs, der ein Frst war eines Geschlechts unter den Midianitern.
16. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
17. Tut den Midianitern Schaden und schlaget sie;
18. denn sie haben euch Schaden getan mit ihrer List, die sie euch 
gestellet haben durch den Peor und durch ihre Schwester Kasbi, die Tochter 
des Frsten der Midianiter, die erschlagen ist am Tage der Plage um des 
Peors willen, und die Plage danach kam.
Das vierte Buch Mose 26
1. Und der Herr sprach zu Mose und Eleasar, dem Sohn des Priesters Aaron:
2. Nimm die Summa der ganzen Gemeine der Kinder Israel von zwanzig Jahren 
und drber, nach ihrer Vter Husern, alle, die ins Heer zu ziehen taugen 
in Israel.
3. Und Mose redete mit ihnen samt Eleasar, dem Priester, in dem Gefilde 
der Moabiter, an dem Jordan gegen Jericho,
4. die zwanzig Jahre alt waren und drber, wie der Herr Mose geboten hatte 
und den Kindern Israel, die aus gpyten gezogen waren.
5. Ruben, der Erstgeborne Israels. Die Kinder Rubens aber waren: Hanoch, 
von dem das Geschlecht der Hanochiter kommt; Pallu, von dem das Geschlecht 
der Palluiter kommt;
6. Hezron, von dem das Geschlecht der Hezroniter kommt; Charmi, von dem 
das Geschlecht der Charmiter kommt.
7. Das sind die Geschlechter von Ruben, und ihre Zahl war 
dreiundvierzigtausend siebenhundertunddreiig.
8. Aber die Kinder Pallus waren Eliab;
9. Und die Kinder Eliabs waren Nemuel und Dathan und Abiram. Das ist der 
Dathan und Abiram, die Vornehmlichen in der Gemeine, die sich wider Mose 
und Aaron auflehneten in der Rotte Korahs, da sie sich wider den Herrn 
auflehneten,
10. und die Erde ihren Mund auftat und sie verschlang mit Korah, da die 
Rotte starb; da das Feuer zweihundertundfnfzig Mnner fra, und wurden 
ein Zeichen.
11. Aber die Kinder Korahs starben nicht.
12. Die Kinder Simeons in ihren Geschlechtern waren: Nemuel, daher kommt 
das Geschlecht der Nemueliter; Jamin, daher kommt das Geschlecht der 
Jaminiter; Jachin, daher das Geschlecht der Jachiniter kommt;
13. Serah, daher das Geschlecht der Serahiter kommt; Saul, daher das 
Geschlecht der Sauliter kommt.
14. Das sind die Geschlechter von Si meon: zweiundzwanzigtausend und 
zweihundert.
15. Die Kinder Gads in ihren Geschlechtern waren: Ziphon, daher das 
Geschlecht der Ziphoniter kommt; Haggi, daher das Geschlecht der Haggiter 
kommt; Suni, daher das Geschlecht der Suniter kommt;
16. Osni, daher das Geschlecht der Osniter kommt; Eri, daher das 
Geschlecht der Eriter kommt;
17. Arod, daher das Geschlecht der Aroditer kommt; Ariel, daher das 
Geschlecht der Arieliter kommt.
18. Das sind die Geschlechter der Kinder Gads, an ihrer Zahl 
vierzigtausend und fnfhundert.
19. Die Kinder Judas: Ger und Onan, welche beide starben im Lande Kanaan.
20. Es waren aber die Kinder Judas in ihren Geschlechtern: Sela, daher das 
Geschlecht der Selaniter kommt; Perez, daher das Geschlecht der Pereziter 
kommt; Serah, daher das Geschlecht der Serahiter kommt.
21. Aber die Kinder Perez waren: Hezron, daher das Geschlecht der 
Hezroniter kommt; Hamul, daher das Geschlecht der Hamuliter kommt.
22. Das sind die Geschlechter Judas, an ihrer Zahl 
sechsundsiebenzigtausend und fnfhundert.
23. Die Kinder Isaschars in ihren Geschlechtern waren: Thola, daher das 
Geschlecht der Tholaiter kommt; Phuva, daher das Geschlecht der Phuvaniter 
kommt;
24. Jasub, daher das Geschlecht der Jasubiter kommt; Simron, daher das 
Geschlecht der Simroniter kommt.
25. Das sind die Geschlechter Isaschars, an der Zahl vierundsechzigtausend 
und dreihundert.
26. Die Kinder Sebulons in ihren Geschlechtern waren: Sered, daher das 
Geschlecht der Serediter kommt; Elon, daher das Geschlecht der Eloniter 
kommt; Jaheleel, daher das Geschlecht der Jaheleeliter kommt.
27. Das sind die Geschlechter Sebulons, an ihrer Zahl sechzigtausend und 
fnfhundert.
28. Die Kinder Josephs in ihren Geschlechtern waren: Manasse und Ephraim.
29. Die Kinder aber Manasses waren: Machir, daher kommt das Geschlecht der 
Machiriter; Machir zeugete Gilead, daher kommt das Geschlecht der 
Gileaditer.
30. Dies sind aber die Kinder Gileads: Hieser, daher kommt das Geschlecht 
der Hieseriter; Helek, daher kommt das Geschlecht der Helekiter;
31. Asriel, daher kommt das Geschlecht der Asrieliter; Sichern, daher 
kommt das Geschlecht der Sichemiter;
32. Smida, daher kommt das Geschlecht der Smidaiter; Hepher, daher kommt 
das Geschlecht der Hepheriter.
33. Zelaphehad aber war Hephers Sohn und hatte keine Shne, sondern 
Tchter; die hieen Mahela, Noa, Hagla, Milka und Thirza.
34. Das sind die Geschlechter Manasses, an ihrer Zahl 
zweiundfnfzigtausend und siebenhundert.
35. Die Kinder Ephraims in ihren Geschlechtern waren: Suthelah, daher 
kommt das Geschlecht der Suthelahiter; Becher, daher kommt das Geschlecht 
der Becheriter; Thahan, daher kommt das Geschlecht der Thahaniter.
36. Die Kinder aber Suthelahs waren: Eran, daher kommt das Geschlecht der 
Eraniter.
37. Das sind die Geschlechter der Kinder Ephraims, an ihrer Zahl 
zweiunddreiigtausend und fnfhundert. Das sind die Kinder Josephs in 
ihren Geschlechtern.
38. Die Kinder Benjamins in ihren Geschlechtern waren: Bela, daher kommt 
das Geschlecht der Belaiter; Asbel, daher kommt das Geschlecht der 
Asbeliter; Ahiram, daher kommt das Geschlecht der Ahiramiter;
39. Supham, daher kommt das Geschlecht der Suphamiter; Hupham, daher kommt 
das Geschlecht der Huphamiter.
40. Die Kinder aber Belas waren: Ard und Naeman, daher kommt das 
Geschlecht der Arditer und Naemaniter.
41. Das sind die Kinder Benjamins in ihren Geschlechtern, an der Zahl 
fnfundvierzigtausend und sechshundert.
42. Die Kinder Dans in ihren Geschlechtern waren: Suham, daher kommt das 
Geschlecht der Suhamiter.
43. Das sind die Geschlechter Dans in ihren Geschlechtern, und waren 
allesamt an der Zahl vierundsechzigtausend und vierhundert.
44. Die Kinder Assers in ihren Geschlechtern waren: Jemna, daher kommt das 
Geschlecht der Jemniter; Jeswi, daher kommt das Geschlecht der Jeswiter; 
Bria, daher kommt das Geschlecht der Briiter.
45. Aber die Kinder Brias waren: Heber, daher kommt das Geschlecht der 
Hebriter; Melchiel, daher kommt das Geschlecht der Melchieliter.
46. Und die Tochter Assers hie Sara.
47. Das sind die Geschlechter der Kinder Assers, an ihrer Zahl 
dreiundfnfzigtausend und vierhundert.
48. Die Kinder Naphthalis in ihren Geschlechtern waren: Jaheziel, daher 
kommt das Geschlecht der Jahezieliter; Guni, daher kommt das Geschlecht 
der Guniter;
49. Jezer, daher kommt das Geschlecht der Jezeriter; Sillem, daher kommt 
das Geschlecht der Sillemiter.
50. Das sind die Geschlechter von Naphthali, an ihrer Zahl 
fnfundvierzigtausend und vierhundert.
51. Das ist die Summa derKinder Israel: sechsmal hunderttausend, 
eintausend siebenhundertunddreiig.
52. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
53. Diesen sollst du das Land austeilen zum Erbe nach der Zahl der Namen.
54. Vielen sollst du viel zum Erbe geben und wenigen wenig; jeglichen soll 
man geben nach ihrer Zahl.
55. Doch soll man das Land durchs Los teilen; nach den Namen der Stmme 
ihrer Vter sollen sie Erbe nehmen.
56. Denn nach dem Los sollst du ihr Erbe austeilen zwischen den vielen und 
wenigen.
57. Und das ist die Summa der Leviten in ihren Geschlechtern: Gerson, 
daher das Geschlecht der Gersoniter; Kahath, daher das Geschlecht der 
Kahathiter; Meran, daher das Geschlecht der Merariter.
58. Dies sind die Geschlechter Levis: Das Geschlecht der Libniter, das 
Geschlecht der Hebroniter, das Geschlecht der Maheliter, das Geschlecht 
der Musiter, das Geschlecht der Korahiter. Kahath zeugete Amram.
59. Und Amrams Weib hie Jochebed, eine Tochter Levis, die ihm geboren 
ward in gypten; und sie gebar dem Amram Aaron und Mose und ihre Schwester 
Mirjam.
60. Dem Aaron aber ward geboren Nadab, Abihu, Eleasar und Ithamar.
61. Nadab aber und Abihu starben, da sie fremd Feuer opferten vor dem 
Herrn.
62. Und ihre Summa war dreiundzwanzigtausend, alle Mnnlein, von einem 
Monden an und drber. Denn sie wurden nicht gezhlet unter die Kinder 
Israel; denn man gab ihnen kein Erbe unter den Kindern Israel.
63. Das ist die Summa der Kinder Israel, die Mose und Eleasar, der 
Priester, zhleten im Gefilde der Moabiter, an dem Jordan gegen Jericho;
64. unter welchen war keiner aus der Summa, da Mose und Aaron, der 
Priester, die Kinder Israel zhleten in der Wste Sinai.
65. Denn der Herr hatte ihnen gesagt, sie sollten des Todes sterben in der 
Wste. Und blieb keiner brig, ohne Kaleb, der Sohn Jephunnes, und Josua, 
der Sohn Nuns,
Das vierte Buch Mose 27
1. Und die Tchter Zelaphehads, des Sohns Hephers, des Sohns Gileads, des 
Sohns Machirs, des Sohns Manasses unter den Geschlechtern Manasses, des 
Sohns Josephs, mit Namen Mahela, Noa, Hagla, Milka und Thirza, kamen herzu
2. und traten vor Mose und vor Eleasar, den Priester, und vor die Frsten 
und ganze Gemeine vor der Tr der Htte des Stifts und sprachen:
3. Unser Vater ist gestorben in der Wste und war nicht mit unter der 
Gemeine, die sich wider den Herrn emprten in der Rotte Korahs, sondern 
ist an fseiner Snde gestorben und hatte keine Shne.
4. Warum soll denn unsers Vaters Name unter seinem Geschlecht untergehen, 
ob er wohl keinen Sohn hat? Gebet uns auch ein Gut unter unsers Vaters 
Brdern!
5. Mose brachte ihre Sache vor den Herrn.
6. Und der Herr sprach zu ihm:
7. Die Tchter Zelaphehads haben recht geredet; du sollst ihnen ein Erbgut 
unter ihres Vaters Brdern geben und sollst ihres Vaters Erbe ihnen 
zuwenden.
8. Und sage den Kindern Israel: Wenn jemand stirbt und hat nicht Shne, so 
sollt ihr sein Erbe seiner Tochter zuwenden.
9. Hat er keine Tochter, sollt ihr's seinen Brdern geben.
10. Hat er keine Brder, sollt ihr's seinen Vettern geben.
11. Hat er nicht Vettern, sollt ihr's seinen nchsten Freunden geben, die 
ihm angehren in seinem Geschlecht, da sie es einnehmen. Das soll den 
Kindern Israel ein Gesetz und Recht sein, wie der Herr Mose geboten hat.
12. Und der Herr sprach zu Mose: Stei ge auf dies Gebirge Abarim und 
besiehe das Land, das ich den Kindern Israel geben werde.
13. Und wenn du es gesehen hast, sollst du dich sammeln zu deinem Volk, 
wie dein Bruder Aaron versammelt ist,
14. dieweil ihr meinem Wort ungehorsam gewesen seid in der Wste Zin ber 
dem Hader der Gemeine, da ihr mich heiligen solltet durch das Wasser vor 
ihnen. Das ist das Haderwasser zu Kades in der Wste Zin.
15. Und Mose redete mit dem Herrn und sprach:
16. Der Herr, der Gott ber alles lebendige Fleisch, wolle einen Mann 
setzen ber die Gemeine,
17. der vor ihnen her aus und ein gehe und sie aus und ein fhre, da die 
Gemeine des Herrn nicht sei wie die Schafe ohne Hirten.
18. Und der Herr sprach zu Mose: Nimm Josua zu dir, den Sohn Nuns, der ein 
Mann ist, in dem der Geist ist, und lege deine Hnde auf ihn;
19. und stelle ihn vor den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeine und 
gebeut ihm vor ihren Augen;
20. und lege deine Herrlichkeit auf ihn, da ihm gehorche die ganze 
Gemeine der Kinder Israel.
21. Und er soll treten vor den Priester Eleasar, der soll fr ihn 
ratfragen durch die Weise des Lichts vor dem Herrn. Nach desselben Mund 
sollen aus und einzie hen beide er und alle Kinder Israel mit ihm und die 
ganze Gemeine.
22. Mose wie ihm der Herr geboten hatte, und nahm Josua und stellete invor 
den Priester Eleasar und vor die ganze Gemeine;
23. und legte seine Hand auf ihn und gebot ihm, wie der Herr mit Mose 
geredet hatte.
Das vierte Buch Mose 28
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Gebeut den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Die Opfer meines Brots, 
welches mein Opfer des sen Geruchs ist, sollt ihr halten zu seinen 
Zeiten, da ihr mir's opfert.
3. Und sprich zu ihnen: Das sind die Opfer, die ihr dem Herrn opfern 
sollt: jhrige Lmmer, die ohne Wandel sind, tglich zwei zum tglichen 
Brandopfer;
4. ein Lamm des Morgens, das andere zwischen Abends;
5. dazu einen Zehnten Epha Semmel-mehls zum Speisopfer, mit l gemenget, 
das gestoen ist, eines vierten Teils vom Hin.
6. Das ist ein tglich Brandopfer, das ihr am Berge Sinai opfertet zum 
sen Geruch, ein Feuer dem Herrn.
7. Dazu sein Trankopfer, je zu einem Lamm ein Vierteil vom Hin. Im 
Heiligtum soll man den Wein des Trankopfers opfern dem Herrn.
8. Das andere Lamm sollst du zwischen Abends machen, wie das Speisopfer 
des Morgens, und sein Trankopfer zum Opfer des sen Geruchs dem Herrn.
9. Am Sabbattag aber zwei jhrige Lmmer ohne Wandel und zwo zehnten 
Semmelmehls zum Speisopfer, mit l gemenget, und sein Trankopfer.
10. Das ist das Brandopfer eines jeglichen Sabbats ber das tgliche 
Brandopfer samt seinem Trankopfer.
11. Aber des ersten Tages eurer Monden sollt ihr dem Herrn ein Brandopfer 
opfern: zween junge Farren, einen Widder, sieben jhrige Lmmer ohne 
Wandel;
12. und je drei Zehnten Semmelmehls zum Speisopfer, mit l gemenget, zu 
einem Farren, und zwo Zehnten Semmel-mehls zum Speisopfer, mit l 
gemenget, zu einem Widder;
13. und je einen Zehnten Semmel mehls zum Speisopfer, mit l gemenget, zu 
einem Lamm. Das ist das Brandopfer des sen Geruchs, ein Opfer dem Herrn.
14. Und ihr Trankopfer soll sein: ein halb Hin Weins zum Farren, ein 
Dritteil Hin zum Widder, ein Vierteil Hin zum Lamm. Das ist das Brandopfer 
eines jeglichen Monden im Jahr.
15. Dazu soll man einen Ziegenbock zum Sndopfer dem Herrn machen ber das 
tgliche Brandopfer und sein Trankopfer.
16. Aber am vierzehnten Tage des ersten Monden ist das Passah dem Herrn.
17. Und am fnfzehnten Tage desselben Monden ist Fest. Sieben Tage soll 
man ungesuert Brot essen.
18. Der erste Tag soll heilig heien, da ihr zusammenkommet; keine 
Dienstarbeit sollt ihr drinnen tun.
19. Und sollt dem Herrn Brandopfer tun: zween junge Farren, einen Widder, 
sieben jhrige Lmmer ohne Wandel,
20. samt ihren Speisopfern: drei Zehnten Semmelmehls, mit l gemenget, zu 
einem Farren, und zwo Zehnten zu dem Widder;
21. und je einen Zehnten auf ein Lamm unter den sieben Lmmern;
22. dazu einen Bock zum Sndopfer, da ihr vershnet werdet.
23. Und sollt solches tun am Morgen ber das Brandopfer, welches ein 
tglich Brandopfer ist.
24. Nach dieser Weise sollt ihr alle Tage, die sieben Tage lang, das Brot 
opfern, zum Opfer des sen Geruchs dem Herrn, ber das tgliche 
Brandopfer, dazu sein Trankopfer.
25. Und der siebente Tag soll bei euch heilig heien, da ihr 
zusammenkommet; keine Dienstarbeit sollt ihr drinnen tun.
26. Und der Tag der Erstlinge, wenn ihr opfert das neue Speisopfer dem 
Herrn, wenn eure Wochen um sind, soll heilig heien, da ihr 
zusammenkommet; keine Dienstarbeit sollt ihr drinnen tun.
27. Und sollt dem Herrn Brandopfer tun zum sen Geruch: zween junge 
Farren, einen Widder, sieben jhrige Lmmer,
28. samt ihrem Speisopfer: drei Zehnten Semmelmehls, mit l gemenget, zu 
einem Farren, zwo Zehnten zu dem Widder;
29. und je einen Zehnten zu einem Lamm der sieben Lmmer;
30. und einen Ziegenbock, euch zu vershnen.
31. Dies sollt ihr tun ber das tgliche Brandopfer mit seinem Speisopfer. 
Ohne Wandel soll's sein, dazu ihr Trankopfer.
Das vierte Buch Mose 29
1. Und der erste Tag des siebenten Monden soll bei euch heilig heien, da 
ihr zusammenkommet; keine Dienstarbeit sollt ihr drinnen tun. Es ist euer 
Trommetentag.
2. Und sollt Brandopfer tun zum sen Geruch dem Herrn: einen jungen 
Farren, einen Widder, sieben jhrige Lmmer ohne Wandel;
3. dazu ihr Speisopfer: drei Zehnten Semmelmehls, mit l gemenget, zu dem 
Farren, zwo Zehnten zu dem Widder
4. und einen Zehnten auf ein jeglich Lamm der sieben Lmmer;
5. auch einen Ziegenbock zum Sndopfer, euch zu vershnen,
6. ber das Brandopfer des Monden und sein Speisopfer und ber das 
tgliche Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer, nach 
ihrem Recht zum sen Geruch. Das ist ein Opfer dem Herrn.
7. Der zehnte Tag dieses siebenten Monden soll bei euch auch heilig 
heien, da ihr zusammenkommet; und sollt eure Leiber kasteien und keine 
Arbeit drinnen tun,
8. sondern Brandopfer dem Herrn zum sen Geruch opfern: einen jungen 
Farren, einen Widder, sieben jhrige Lmmer ohne Wandel,
9. mit ihren Speisopfern: drei Zehnten Sernmelmehls, mit l gemenget, zu 
dem Farren, zwo Zehnten zu dem Widder
10. und einen Zehnten je zu einem der sieben Lmmer;
11. dazu einen Ziegenbock zum Sndopfer ber das Sndopfer der Vershnung 
und das tgliche Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihrem Trankopfer.
12. Der fnfzehnte Tag des siebenten Monden soll bei euch heilig heien, 
da ihr zusammenkommet. Keine Dienstarbeit sollt ihr drinnen tun; und 
sollt dem Herrn sieben Tage feiern.
13. Und sollt dem Herrn Brandopfer tun zum Opfer des sen Geruchs dem 
Herrn: dreizehn junge Farren, zween Widder, vierzehn jhrige Lmmer ohne 
Wandel,
14. samt ihrem Speisopfer: drei Zehnten Semmelmehls, mitOl gemenget, je zu 
einem der dreizehn Farren, zween Zehnten je zu einem der zween Widder
15. und einen Zehnten je zu einem der vierzehn Lmmer;
16. dazu einen Ziegenbock zum Sndopfer ber das tgliche Brandopfer mit 
seinem Speisopfer und seinem Trank-opfer.
17. Am andern Tage zwlf junge Farren, zween Widder, vierzehn jhrige 
Lmmer ohne Wandel,
18. mit ihrem Speisopfer und Trankopfer zu den Farren, zu den Widdern und 
zu den Lmmern in ihrer Zahl nach dem Recht;
19. dazu einen Ziegenbock zum Sndopfer ber das tgliche Brandopfer mit 
seinem Speisopfer und mit ihrem Trank opfer.
20. Am dritten Tage elf Farren, zween Widder, vierzehn jhrige Lmmer ohne 
Wandel,
21. mit ihren Speisopfern und Trank-opfern zu den Farren, zu den Widdern 
und zu den Lmmern in ihrer Zahl nach dem Recht;
22. dazu einen Bock zum Sndopfer ber das tgliche Brandopfer mit seinem 
Speisopfer und seinem Trankopfer.
23. Am vierten Tage zehn Farren, zween Widder, vierzehn jhrige Lmmer 
ohne Wandel,
24. samt ihren Speisopfern und Trank-opfern zu den Farren, zu den Widdern 
und zu den Lmmern in ihrer Zahl nach dem Recht;
25. dazu einen Ziegenbock zum Sndopfer ber das tgliche Brandopfer mit 
seinem Speisopfer und seinem Trank-opfer.
26. Am fnften Tage neun Farren, zween Widder, vierzehn jhrige Lmmer 
ohne Wandel,
27. samt ihren Speisopfern und Trank-opfern zu den Farren, zu den Widdern 
und zu den Lmmern in ihrer Zahl nach dem Recht;
28. dazu einen Bock zum Sndopfer ber das tgliche Brandopfer mit seinem 
Speisopfer und seinem Trankopfer.
29. Am sechsten Tage acht Farren, zween Widder, vierzehn jhrige Lmmer 
ohne Wandel,
30. samt ihren Speisopfern und Trank-opfern zu den Farren, zu den Widdern 
und zu den Lmmern in ihrer Zahl nach dem Recht; einen Bock zum Sndopfer 
ber
31. dazu das tgliche Brandopfer mit seinem Speisopfer und seinem 
Trankopfer.
32. Am siebenten Tage sieben Farren, zween Widder, vierzehn jhrige Lmmer 
ohne Wandel,
33. samt ihren Speisopfern und Trank-opfern zu den Farren, zu den Widdern 
und zu den Lmmern in ihrer Zahl nach dem Recht;
34. dazu einen Bock zum Sndopfer ber das tgliche Brandopfer mit seinem 
Speisopfer und seinem Trankopfer.
35. Am achten soll der Tag der Versammlung sein; keine Dienstarbeit sollt 
ihr drinnen tun.
36. Und sollt Brandopfer opfern zum Opfer des sen Geruchs dem Herrn: 
einen Farren, einen Widder, sieben jhrige Lmmer ohne Wandel,
37. samt ihren Speisopfern und Trank-opfern zu den Farren, zu dem Widder 
und zu den Lmmern in ihrer Zahl nach dem Recht;
38. dazu einen Bock zum Sndopfer ber das tgliche Brandopfer mit seinem 
Speisopfer und seinem Trankopfer.
39. Solches sollt ihr dem Herrn tun auf eure Feste, ausgenommen, was ihr 
gelobet und freiwillig gebet zu Brandopfern, Speisopfern, Trankopfern und 
Dankopfern.
40. Und Mose sagte den Kindern Israel alles, was ihm der Herr geboten 
hatte.
Das vierte Buch Mose 30
1. Und Mose redete mit den Frsten der Stmme der Kinder Israel und 
sprach: Das ist's, das der Herr geboten hat:
2. Wenn jemand dem Herrn ein Gelbde tut oder einen Eid schwret, da er 
seine Seele verbindet, der soll sein Wort nicht schwchen, sondern alles 
tun, wie es zu seinem Munde ist ausgegangen.
3. Wenn ein Weibsbild dem Herrn ein Gelbde tut und sich verbindet, weil 
sie in ihres Vaters Hause und im Magdtum ist;
4. und ihr Gelbde und Verbndnis, das sie tut ber ihre Seele, kommt vor 
ihren Vater, und er schweiget dazu: so gilt all ihr Gelbde und all ihr 
Verbndnis, des sie sich ber ihre Seele verbunden hat.
5. Wo aber ihr Vater wehret des Tages, wenn er's hret, so gilt kein 
Gelbde noch Verbndnis, dessen sie sich ber ihre Seele verbunden hat; 
und der Herr wird ihr gndig sein, weil ihr Vater ihr gewehret hat.
6. Hat sie aber einen Mann und hat ein Gelbde auf ihr, oder entfhret ihr 
aus ihren Lippen ein Verbndnis ber ihre Seele;
7. und der Mann hret's und schweiget desselben Tages stille: so gilt ihr 
Gelbde und Verbndnis, dessen sie sich ber ihre Seele verbunden hat.
8. Wo aber ihr Mann wehret des Tages, wenn er's hret, so ist ihr Gelbde 
los, das sie auf ihr hat, und das Verbndnis, das ihr aus ihren Lippen 
entfahren ist ber ihre Seele; und der Herr wird ihr gndig sein.
9. Das Gelbde einer Witwe und Verstoenen: alles, wes sie sich verbindet 
ber ihre Seele, das gilt auf ihr.
10. Wenn jemandes Gesinde gelobet oder sich mit einem Eide verbindet ber 
seine Seele;
11. und der Hausherr hret's und schweiget dazu und wehret's nicht: so 
gilt all dasselbe Gelbde und alles, wes es sich verbunden hat ber seine 
Seele.
12. Macht's aber der Hausherr des Tages los, wenn er's hret, so gilt's 
nicht, was aus seinen Lippen gegangen ist, das es gelobet oder sich 
verbunden hat ber seine Seele; denn der Hausherr hat's los gemacht; und 
der Herr wird ihm gndig sein.
13. Und alle Gelbde und Eide, zu verbinden, den Leib zu kasteien, mag der 
Hausherr krftigen oder schwchen, also:
14. Wenn er dazu schweiget von einem Tage zum andern, so bekrftiget er 
alle seine Gelbde und Verbndnisse, die es auf ihm hat, darum da 
ergeschwiegen hat des Tages, da er's hrete.
15. Wird er's aber schwchen, nachdem er's gehret hat, so soll er die 
Missetat tragen.
16. Das sind die Satzungen, die der Herr Mose geboten hat zwischen Mann 
und Weib, zwischen Vater und Tochter, weil sie noch eine Magd ist in ihres 
Vaters Hause.
Das vierte Buch Mose 31
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Rche die Kinder Israel an den Midianitern, da du danach dich sammelst 
zu deinem Volk.
3. Da redete Mose mit dem Volk und sprach: Rstet unter euch Leute zum 
Heer wider die Midianiter, da sie den Herrn rchen an den Midianitern;
4. aus jeglichem Stamm tausend, da ihr aus allen Stmmen Israels in das 
Heer schicket.
5. Und sie nahmen aus den Tausenden Israels, je tausend eines Stamms, 
zwlftausend gerstet zum Heer.
6. Und Mose schickte sie mit Pinehas, dem Sohn Eleasars, des Priesters, 
ins Heer, und die heiligen Kleider und die Halltrommeten in seine Hand.
7. Und sie fhreten das Heer wider die Midianiter, wie der Herr Mose 
geboten hatte, und erwrgeten alles, was mnnlichwar.
8. Dazu die Knige der Midianiter erwrgeten sie samt ihren Erschlagenen, 
nmlich Evi, Rekem, Zur, Hur und Reba, die fnf Knige der Midianiter. 
Bileam, den Sohn Beors, erwrgeten sie auch mit dem Schwert.
9. Und die Kinder Israel nahmen gefangen die Weiber der Midianiter und 
ihre Kinder; all ihr Vieh, alle ihre Habe und alle ihre Gter raubten sie.
10. Und verbrannten mit Feuer alle ihre Stdte ihrer Wohnung und alle 
Burgen.
11. Und nahmen allen Raub und alles, was zu nehmen war, beide Menschen und 
Vieh,
12. und brachten's zu Mose und zu Eleasar, dem Priester, und zu der 
Gemeine der Kinder Israel, nmlich die Gefangenen und das genommene Vieh 
und das geraubte Gut ins Lager, auf der Moabiter Gefilde, das am Jordan 
liegt gegen Jericho.
13. Und Mose und Eleasar, der Priester, und alle Frsten der Gemeine 
gingen ih nen entgegen hinaus vor das Lager.
14. Und Mose ward zornig ber die Hauptleute des Heers, die Hauptleute 
ber tausend und ber hundert waren, die aus dem Heer und Streit kamen,
15. und sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Weiber leben lassen?
16. Siehe, haben nicht dieselben die Kinder Israel durch Bileams Rat 
abgewendet, sich zu versndigen am Herrn ber dem Peor, und widerfuhr eine 
Plage der Gemeine des Herrn?
17. So erwrget nun alles, was mnnlich ist unter den Kindern, und alle 
Weiber, die Mnner erkannt und beigelegen haben;
18. aber alle Kinder, die Weibsbilde sind und nicht Mnner erkannt noch 
beigelegen haben, die lasset fr euch leben.
19. Und lagert euch auer dem Lager sieben Tage, alle, die jemand erwrget 
oder tdie Erschlagenen angerhret haben, da ihr euch entsndiget am 
dritten und siebenten Tage samt denen, die ihr gefangengenommen habt.
20. Und alle Kleider und alle Gerte von Fellen und alles Pelzwerk und 
alles h Vlzerne Gef sollt ihr entsndigen.
21. Und Eleasar, der Priester, sprach zu dem Kriegsvolk, das in Streit 
gezogen war: Das ist das Gesetz, welches der Herr Mose geboten hat:
22. Gold, Silber, Erz, Eisen, Zinn und Blei
23. und alles, was das Feuer leidet, sollt ihr durchs Feuer lassen gehen 
und reinigen, da es mit dem Sprengwasser entsndiget werde. Aber alles, 
was nicht Feuer leidet, sollt ihr durchs Wasser gehen lassen.
24. Und sollt eure Kleider waschen am siebenten Tage, so werdet ihr rein; 
danach sollt ihr ins Lager kommen.
25. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
26. Nimm die Summa des Raubes der Gefangenen, beide an Menschen und Vieh, 
du und Eleasar, der Priester, und die obersten Vter der Gemeine,
27. und gib die Hlfte denen, die ins Heer ausgezogen sind und die 
Schlacht getan haben, und die andere Hlfte der Gemeine.
28. Und sollst dem Herrn heben von den Kriegsleuten, die ins Heer gezogen 
sind, je von fnf Hunderten eine Seele, beide an Menschen, Rindern, Eseln 
und Schafen.
29. Von ihrer Hlfte sollst du es nehmen und dem Priester Eleasar geben 
zur Hebe dem Herrn.
30. Aber von der Hlfte der Kinder Israel sollst du je von fnfzigen 
nehmen ein Stck Guts, beide an Menschen, Rindern, Eseln und Schafen und 
von allem Vieh, und sollst es den Leviten geben, die der Hut warten der 
Wohnung des Herrn.
31. Und Mose und Eleasar, der Priester, taten, wie der Herr Mose geboten 
hatte.
32. Und es war der brigen Ausbeute, die das Kriegsvolk geraubet hatte, 
sechsmal hundert und fnfndsiebenzigtausend Schafe,
33. zweiundsiebenzigtausend Rinder,
34. einundsechzigtausend Esel
35. und der Weibsbilde, die nicht Mnner erkannt, noch beigelegen hatten, 
zweiunddreiigtausend Seelen.
36. Und die Hlfte, die denen, so ins Heer gezogen waren, gehrte, war an 
der Zahl dreihundertmal und siebenunddreiigtausend und fnfhundert Schafe.
37. Davon wurden dem Herrn sechshundertundfnfundsiebenzig Schafe.
38. Item, sechsunddreiigtausend Rinder; davon wurden dem Herrn 
zweiundsiebenzig.
39. Item, dreiigtausend und fnfhundert Esel; davon wurden dem Herrn 
einundsechzig.
40. Item, Menschenseelen, sechzehntausend Seelen; davon wurden dem Herrn 
zwounddreiig Seelen.
41. Und Mose gab solche Hebe des Herrn dem Priester Eleasar, wie ihm der 
Herr geboten hatte.
42. Aber die andere Hlfte, die Mose den Kindern Israel zuteilte von den 
Kriegsleuten
43. nmlich die Hlfte der Gemeine zustndig, war auch dreihundertmal und 
siebenunddreiigtausend fnfhundert Schafe,
44. sechsunddreiigtausend Rinder,
45. dreiigtausend und fnfhundert Esel
46. und sechzehntausend Menschenseelen.
47. Und Mose nahm von dieser Hlfte der Kinder Israel je ein Stck von 
fnfzigen, beide des Viehes und der Menschen, und gab's den Leviten, die 
der Hut warteten an der Wohnung des Herrn, wie der Herr Mose geboten hatte.
48. Und es traten herzu die Hauptleute ber die Tausende des Kriegsvolks, 
nmlich die ber tausend und ber hundert waren, zu Mose
49. und sprachen zu ihm: Deine Knechte haben die Summa genommen der 
Kriegsleute; die unter unsern Hnden gewesen sind, und fehlet nicht einer.
50. Darum bringen wir dem Herrn Geschenke, was ein jeglicher funden hat 
von gldenem Gerte, Ketten, Armgeschmeide, Ringe, Ohrenrinken und 
Spangen, da unsere Seelen vershnet werden vr dem Herrn.
51. Und Mose nahm von ihnen, samt dem Priester Eleasar das Gold allerlei 
Gerts.
52. Und alles Goldes Hebe, das sie dem Herrn huben, war sechzehntausend 
und siebenhundertundfnfzig Sekel von den Hauptleuten ber tausend und 
hundert.
53. Denn die Kriegsleute hatten geraubet ein jeglicher fr sich.
54. Und Mose mit Eleasar, dem Priester, nahm das Gold von den Hauptleuten 
ber tausend und hundert und brachten es in die Htte des Stifts zum 
Gedchtnis der Kinder Israel vor dem Herrn.
Das vierte Buch Mose 32
1. Die Kinder Ruben und die Kinder Gad hatten sehr viel Vieh undsahen das 
Land Jaeser und Gilead an fr bequeme Sttte zu ihrem Vieh;
2. und kamen und sprachen zu Mose und zu dem Priester Eleasar und zu den 
Frsten der Gemeine:
3. Das Land Ataroth, Dibon, Jaeser, Nimra, Hesbon, Eleale, Sebam, Nebo und 
Beon,
4. das der Herr geschlagen hat vor der Gemeine Israel, ist bequem zum 
Vieh; und wir, deine Knechte, haben Vieh.
5. Und sprachen weiter: Haben wir Gnade vor dir funden, so gib dies Land 
deinen Knechten zu eigen, so wollen wir nicht ber den Jordan ziehen.
6. Mose sprach zu ihnen: Eure Brder sollen in Streit ziehen, und ihr 
wollt hie bleiben?
7. Warum machet ihr der Kinder Israel Herzen wendig, da sie nicht 
hinberziehen in das Land, das ihnen der Herr geben wird?
8. Also taten auch eure Vter, da ich sie aussandte von Kades-Barnea, das 
Land zuschauen;
9. und da sie hinaufkommen waren bis an den Bach Eskol und sahen das Land, 
machten sie das Herz der Kinder Israel wendig, da sie nicht in das Land 
wollten, das ihnen der Herr geben wollte.
10. Und des Herrn Zorn ergrimmete zur selbigen Zeit und schwur und sprach:
11. Diese Leute, die aus gypten gezogen sind, von zwanzig Jahren und 
drber, sollen ja das Land nicht sehen, das ich Abraham, Isaak und Jakob 
geschworen habe, darum da sie mir nicht treulich nachgefolget haben;
12. ausgenommen Kaleb, den Sohn Jephunnes, des Kenisiters, und Josua, den 
Sohn Nuns; denn sie haben dem Herrn treulich nachgefolget.
13. Also ergrimmete des Herrn Zorn ber Israel und lie sie hin und her in 
der Wste ziehen vierzig Jahre, bis da ein Ende ward all des Geschlechts, 
das bel getan hatte vor dem Herrn.
14. Und siehe, ihr seid aufgetreten an eurer Vter Statt, da der Sndiger 
desto mehr seien, und ihr auch den Zorn und Grimm des Herrn noch mehr 
machet wider Israel.
15. Denn wo ihr euch von ihm wendet, so wird er auch noch lnger sie 
lassen in der Wste, und ihr werdet dies Volk alles verderben.
16. Da traten sie herzu und sprachen: Wir wollen nur Schafhrden hie bauen 
fr unser Vieh und Stdte fr unsere Kinder;
17. wir aber wollen uns rsten vorn an vor die Kinder Israel, bis da wir 
sie bringen an ihren Ort. Unsere Kinder sollen in den verschlossenen 
Stdten bleiben um der Einwohner willen des Landes.
18. Wir wollen nicht heimkehren, bis die Kinder Israel einnehmen ein 
jeglicher sein Erbe.
19. Denn wir wollen nicht mit ihnen erben jenseit des Jordans, sondern 
unser Erbe soll uns diesseit des Jordans gegen dem Morgen gefallen sein.
20. Mose sprach zu ihnen: Wenn ihr das tun wollt, da ihr euch rstet zum 
Streit vor dem Herrn,
21. so ziehet ber den Jordan vor dem Herrn, wer unter euch gerstet ist, 
bis da er seine Feinde austreibe von seinem Angesicht,
22. und das Land untertan werde vor dem Herrn; danach sollt ihr umwenden 
und unschuldig sein dem Herrn und vor Israel, und sollt dies Land also 
haben zu eigen vor dem Herrn.
23. Wo ihr aber nicht also tun wollt, siehe, so werdet ihr, euch an dem 
Herrn versndigen und werdet eurer Snde inne werden, wenn sie euch finden 
wird.
24. So bauet nun Stdte fr eure Kinder und Hrden fr euer Vieh und tut, 
was ihr geredet habt.
25. Die Kinder Gad und die Kinder Ruben sprachen zu Mose: Deine Knechte 
sollen tun, wie mein Herr geboten hat.
26. Unsere Kinder, Weiber, Habe und all unser Vieh sollen in den Stdten 
Gileads sein;
27. wir aber, deine Knechte, wollen alle gerstet zum Heer in den Streit 
ziehen vor dem Herrn, wie mein Herr geredet hat.
28. Da gebot Mose ihrethalben dem Priester Eleasar und Josua, dem Sohne 
Nuns, und den obersten Vtern der Stmme der Kinder Israel
29. und sprach zu ihnen: Wenn die Kinder Gad und die Kinder Ruben mit euch 
ber den Jordan ziehen, alle gerstet zum Streit vor dem Herrn, und das 
Land euch untertan ist, so gebet ihnen das Land Gilead zu eigen.
30. Ziehen sie aber nicht mit euch gerstet, so sollen sie mit euch erben 
im Lande Kanaan.
31. Die Kinder Gad und die Kinder Ruben antworteten und sprachen: Wie der 
Herr redete zu deinen Knechten, so wollen wir tun.
32. Wir wollen gerstet ziehen vor dem Herrn ins Land Kanaan und unser 
Erbgut besitzen diesseit des Jordans.
33. Also gab Mose den Kindern Gad und den Kindern Ruben und dem halben 
Stamm Manasse, des Sohns Josephs, das Knigreich Sihons, des Knigs der 
Amoriter, und das Knigreich Ogs, des Knigs zu Basan, das Land samt den 
Stdten in der ganzen Grenze umher.
34. Da baueten die Kinder Gad Dibon, Ataroth, Aroer,
35. Atroth, Sophan, Jaeser, Jegabeha,
36. Beth-Nimra und Beth Haran, verschlossene Stdte und Schafhrden.
37. Die Kinder Ruben baueten Hesbon, Eleale, Kiriathaim,
38. Nebo, Baal-Meon, und nderten die Namen, und Sibama; und gaben den 
Stdten Namen, die sie baueten.
39. Und die Kinder Machirs, des Sohns Manasses, gingen in Gilead und 
gewannen es und vertrieben die Amoriter, die drinnen waren.
40. Da gab Mose dem Machir, dem Sohn Manasses, Gilead; und er wohnete 
drinnen.
41. Jair aber, der Sohn Manasses, ging hin und gewann ihre Drfer und hie 
sie Havoth-Jair.
42. Nobah ging hin und gewann Knath mit ihren Tchtern und hie sie Nobah 
nach seinem Namen.
Das vierte Buch Mose 33
1. Das sind die Reisen der Kinder Israel, die aus gyptenland gezogen sind 
nach ihrem Heer durch Mose und Aaron.
2. Und Mose beschrieb ihren Auszug, wie sie zogen, nach dem Befehl des 
Herrn, und sind nmlich dies die Reisen ihres Zugs.
3. Sie zogen aus von Raemses am fnfzehnten Tage des ersten Monden, des 
andern Tages der Ostern, durch eine hohe Hand, da alle gypter sahen,
4. und begruben eben die Erstgeburt, die der Herr unter ihnen geschlagen 
hatte; denn der Herr hatte auch an ihren Gttern Gerichte gebt.
5. Als sie von Raemses auszogen, lagerten sie sich in Suchoth.
6. Und zogen aus von Suchoth und lagerten in Etham, welches liegt an dem 
Ende der Wste.
7. Von Etham zogen sie aus und blieben im Grunde Hiroth, welches liegt 
gegen Baal-Zephon, und lagerten sich gegen Migdol.
8. Von Hiroth zogen sie aus und gingen mitten durchs Meer in die Wste; 
und reiseten drei Tagereisen in der Wste Etham und lagerten sich tin Mara.
9. Von Mara zogen sie aus und kamen gen Elim, darin waren zwlf 
Wasserbrunnen und siebenzig Palmen; und lagerten sich daselbst.
10. Von Elim zogen sie aus und lagerten sich an das Schilfmeer.
11. Von dem Schilfmeer zogen sie aus und lagerten sich in der Wste Sin.
12. Von der Wste Sin zogen sie aus und lagerten sich in Daphka.
13. Von Daphka zogen sie aus und lagerten sich in Alus.
14. Von Alus zogen sie aus und lagerten sich in Raphidim; daselbst hatte 
das Volk kein Wasser zu trinken.
15. Von Raphidim zogen sie aus und lagerten sich in der Wste Sinai.
16. Von Sinai zogen sie aus und lagerten sich in die Lustgrber.
17. Von den Lustgrbern zogen sie aus und lagerten sich in Hazeroth.
18. Von Hazeroth zogeh sie aus und lagerten sich in Rithma.
19. Von Rithma zogen sie aus und lagerten sich in Rimon-Parez.
20. Von Rimon-Parez zogen sie aus und lagerten sich in Libna.
21. Von Libna zogen sie aus und lagerten sich in Rissa.
22. Von Rissa zogen sie aus und lagerten sich in Kehelatha.
23. Von Kehelatha zogen sie aus und lagerten sich im Gebirge Sapher.
24. Vom Gebirge Sapher zogen sie aus und lagerten sich in Harada.
25. Von Harada zogen sie aus und lagerten sich in Makeheloth.
26. Von Makeheloth zogen sie aus und lagerten sich in Thahath.
27. Von Thahath zogen sie aus und lagerten sich in Tharah.
28. Von Tharah zogen sie aus und lagerten sich in Mithka.
29. Von Mithka zogen sie aus und lagerten sich in Hasmona.
30. Von Hasmona zogen sie aus und lagerten sich in Moseroth.
31. Von Moseroth zogen sie aus und lagerten sich in Bne-Jakan.
32. Von Bne-Jakan zogen sie aus und lagerten sich in Horgidgad.
33. Von Horgidgad zogen sie aus und lagerten sich in Jathbatha.
34. Von Jathbatha zogen sie aus und lagerten sich in Abrona.
35. Von Abrona zogen sie aus und lagerten sich in Ezeon-Gaber.
36. Von Ezeon-Gaber zogen sie aus und lagerten sich in der Wste Zin, das 
ist Kades.
37. Von Kades zogen sie aus und lagerten sich an dem Berge Hor, an der 
Grenze des Landes Edom.
38. Da ging der Priester Aaron auf den Berg Hor nach dem Befehl des Herrn 
und starb daselbst im vierzigsten Jahr des Auszugs der Kinder Israel aus 
gyptenland, am ersten Tage des fnften Monden,
39. da er hundert und dreiundzwanzig Jahre alt war.
40. Und Arad der Knig der Kanaaniter, der da whnete gegen Mittag des 
Landes Kanaan, hrete, da die Kinder Israel kamen.
41. Undvon dem Berge Horzogen sie aus und lagerten sich in Zalmona.
42. Von Zalmona zogen sie aus und lagerten sich in Phunon.
43. Von Phunon zogen sie aus und lagerten sich in Oboth.
44. Von Oboth zogen sie aus und lagerten sich in Jgim, am Gebirge Abarim 
in der Moabiter Grenze.
45. Von Jgim zogen sie aus und lagerten sich in Dibon-Gad.
46. Von Dibon-Gad zogen sie aus und lagerten sich in Almon-Diblathaim.
47. Von Almon-Diblathaim zogen sie aus und lagerten sich in dem Gebirge 
Abarim gegen Nebo.
48. Von dem Gebirge Abarim zogen sie aus und lagerten sich in das Gefilde 
der Moabiter an dem Jordan gegen Jericho.
49. Sie lagerten sich aber am Jordan von Beth-Jesimoth bis an die Breite 
Sittim, des Gefildes der Moabiter.
50. Und der Herr redete mit Mose in dem Gefilde der Moabiter an dem Jordan 
gegen Jericho und sprach:
51. Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ber den 
Jordan gegangen seid in das Land Kanaan
52. so sollt ihr alle Einwohner vertreiben vor eurem Angesicht und alle 
ihre Sulen und alle ihre gegossenen Bilder umbringen und alle ihre Hhen 
vertilgen,
53. da ihr also das Land einnehmet und drinnen wohnet; denn euch habe ich 
das Land gegeben, da ihr's einnehmet.
54. Und sollt das Land austeilen durchs Los unter eure Geschlechter. 
Denen, deren viel ist, sollt ihr desto mehr zuteilen, und denen, deren 
wenig ist, sollt ihr desto weniger zuteilen. Wie das Los einem jeglichen 
daselbst fllt, so soll er's haben, nach den Stmmen ihrer Vter.
55. Werdet ihr aber die Einwohner des Landes nicht vertreiben vor eurem 
Angesicht, so werden euch die, so ihr berbleiben lasset, zu Dornen werden 
in euren Augen und zu Stacheln in euren Seiten und werden euch drngen auf 
dem Lande, da ihr innen wohnet.
56. So wird's denn gehen, da ich euch gleich tun werde, was ich gedachte 
ihnen zu tun.
Das vierte Buch Mose 34
1. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
2. Gebeut den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ins Land Kanaan 
kommt, so soll das Land, das euch zum Erbteil fllt im Lande Kanaan, seine 
Grenze haben.
3. Die Ecke gegen Mittag soll anfahen an der Wste Zin bei Edom, da eure 
Grenze gegen Mittag sei vom Ende des Salzmeers, das gegen Morgen liegt,
4. und da dieselbe Grenze sich lnde vom Mittag hinauf gen Akrabbim und 
gehe durch Zinna, und sein Ende vom Mittag bis gen Kades-Barnea, und 
gelange am Dorf Adar und gehe durch Azmon;
5. und lnde sich von Azmon an den Bach gyptens, und sein Ende sei an dem 
Meer.
6. Aber die Grenze gegen dem Abend soll diese sein: nmlich das groe 
Meer. Das sei eure Grenze gegen dem Abend.
7. Die Grenze gegen Mitternacht soll diese sein: Ihr sollt messen von dem 
groen Meer an den Berg Hor;
8. und von dem Berge Hor messen, bis man kommt gen Hamath, da sein 
Ausgang sei die Grenze Zedada;
9. und desselben Grenze ende gen Siphron, und sei sein Ende am Dorf Enan. 
Das sei eure Grenze gegen Mitternacht.
10. Und sollt euch messen die Grenze gegen Morgen vom Dorf Enan gen Sepham;
11. und die Grenze gehe herab von Sepham gen Ribla zu Am von morgenwrts; 
danach gehe sie herab und lenke sich auf die Seiten des Meers Cinereth 
gegen dem Morgen,
12. und komme herab an den Jordan, da ihr Ende sei das Salzmeer. Das sei 
euer Land mit seiner Grenze umher.
13. Und Mose gebot den Kindern Israel und sprach: Das ist das Land, das 
ihr durchs Los unter euch teilen sollt, das der Herr geboten hat, den neun 
Stmmen und dem halben Stamm zu geben.
14. Denn der Stamm der Kinder Ruben, des Hauses ihres Vaters, und der 
Stamm der Kinder Gad, des Hauses ihres Vaters, und der halbe Stamm Manasse 
haben ihr Teilgenommen.
15. Also haben die zween Stmme und der halbe Stamm ihr Erbteil dahin dies 
seit des Jordans gegen Jericho, gegen dem Morgen.
16. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
17. Das sind die Namen der Mnner, die das Land unter euch teilen sollen: 
Der Priester Eleasar und tJosua, der Sohn
18. Dazu sollt ihr nehmen eines jeglichen Stamms Frsten, das Land 
auszuteilen.
19. Und das sind der Mnner Namen: Kaleb, der Sohn jephunnes, des Stamms 
Juda;
20. Semuel, der Sohn Ammihuds, des Stamms Simeon;
21. Elidad, der Sohn Chislons, des Stamms Benjamin;
22. Buki, der Sohn Jaglis, Frst des Stamms der Kinder Dan;.
23. Haniel, der Sohn Ephods, Frst des Stamms der Kinder Manasse von den 
Kindern Josephs;
24. Kemuel, der Sohn Siphtans, Frst des Stamms der Kinder Ephraim;
25. Elizaphan, der Sohn Parnachs, Frst des Stamms der Kinder Sebulon;
26. Paltiel, der Sohn Asans, Frst des Stamms der Kinder Isaschar;
27. Ahihud, der Sohn Selomis, Frst des Stamms der Kinder Asser;
28. Pedahel, der Sohn Ammihuds Frst des Stamms der Kinder Naphthali.
29. Dies sind sie, denen der Herr gebot, da sie den Kindern Israel Erbe 
austeileten im Lande Kanaan.
Das vierte Buch Mose 35
1. Und der Herr redete mit Mose auf dem Gefilde der Moabiter am Jordan 
gegen Jericho und sprach:
2. Gebeut den Kindern Israel, da sie den Leviten Stdte geben von ihren 
Erbgtern, da sie wohnen mgen;
3. dazu die Vorstdte um die Stdte her sollt ihr den Leviten auch geben, 
da sie in den Stdten wohnen und in den Vorstdten ihr Vieh und Gut und 
allerlei Tiere haben.
4. Die Weite aber der Vorstdte, die sie den Leviten geben, soll tausend 
Ellen auer der Stadtmauer umher haben.
5. So sollt ihr nun messen auen an der Stadt von der Ecke gegen dem 
Morgen zweitausend Ellen und von der Ecke gegen Mittag zweitausend Ellen 
und von der Ecke gegen dem Abend zweitausend Ellen und von der Ecke gegen 
Mitternacht zweitausend Ellen, da die Stadt im Mittel sei. Das sollen 
ihre Vorstdte sein.
6. Und unter den Stdten, die ihr den Leviten geben werdet, sollt ihr 
sechs Freistdte geben, da da hineinfliehe, wer einen Totschlag getan 
hat. ber dieselben sollt ihr noch zwoundvierzig Stdte geben,
7. da alle Stdte, die ihr den Leviten gebet, seien achtundvierzig mit 
ihren Vorstdten.
8. Und sollt derselben desto mehr geben von denen, die viel besitzen unter 
den Kindern Israel, und desto weniger von denen, die wenig besitzen; ein 
jeglicher nach seinem Erbteil, das ihm zugeteilet wird, soll Stdte den 
Leviten geben.
9. Und der Herr redete mit Mose und sprach:
10. Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ber den 
Jordan ins Land Kanaan kommt,
11. sollt ihr Stdte auswhlen, da Freistdte seien; dahin fliehe, der 
einen Totschlag unversehens tut.
12. Und sollen unter euch solche Freistdte sein vor dem Blutrcher, da 
der nicht sterben msse, der einen Totschlag getan hat, bis da er vor der 
Gemeine vor Gericht gestanden sei.
13. Und der Stdte, die ihr geben werdet, sollen sechs Freistdte sein.
14. Drei sollt ihr geben diesseit des Jordans und drei im Lande Kanaan.
15. Das sind die sechs Freistdte, beide den Kindern Israel und den 
Fremdlingen und den Hausgenossen unter, euch, da dahin fliehe, wer einen 
Totschlag getan hat unversehens.
16. Wer jemand mit einem Eisen schlgt, da er stirbt, der ist ein 
Totschlger und soll des Todes sterben.
17. Wirft er ihn mit einem Stein, damit jemand mag gettet werden, da er 
davon stirbt, so ist er ein Totschlger und soll des Todes sterben.
18. Schlgt er ihn aber mit einem Holz, damit jemand mag totgeschlagen 
werden, da er stirbt, so ist er ein Totschlger und soll des Todes 
sterben.
19. Der Rcher des Bluts soll den Totschlger zum Tode bringen; wie er 
geschlagen hat, soll man ihn wieder tten.
20. Stt er ihn aus Ha, oder wirft etwas auf ihn aus List, da er stirbt,
21. oder schlgt ihn durch Feindschaft mit seiner Hand, da er stirbt, so 
soll der des Todes sterben, der ihn geschlagen hat; denn er ist ein 
Totschlger; der Rcher des Bluts soll ihn zum Tode bringen.
22. Wenn er ihn aber ohngefhr stt ohne Feindschaft, oder wirft irgend 
etwas auf ihn unversehens,
23. oder irgend einen Stein, davon man sterben mag, und hat's nicht 
gesehen, auf ihn wirft, da er stirbt, und er ist nicht sein Feind, hat 
ihm auch kein bels gewollt:
24. so soll die Gemeine richten zwischen dem, dergeschlagen hat, und dem 
Rcher des Bluts in diesem Gericht.
25. Und die Gemeine soll den Totschlger erretten von der Hand des 
Blutrchers und soll ihn wiederkommen lassen zu der Freistadt, dahin er 
geflohen war; und soll daselbst bleiben, bis da der Hoheprie ster sterbe, 
den tman mit dem heiligen l gesalbet hat.
26. Wird aber der Totschlger aus seiner Freistadt Grenze gehen, dahin er 
geflohen ist,
27. und der Blutrcher findet ihn auer der Grenze seiner Freistadt und 
schlgt ihn tot, der soll des Bluts nicht schuldig sein.
28. Denn er sollte in seiner Freistadt bleiben bis an den Tod des 
Hohenpriesters, und nach des Hohenpriesters Tod wieder zum Lande seines 
Erbguts kommen.
29. Das soIl euch ein Recht sein bei euren Nachkommen, wo ihr wohnet.
30. Den Totschlger soll man tten nach dem Mund zweier Zeugen. Ein Zeuge 
soll nicht antworten ber eine Seele zum Tode.
31. Und ihr sollt keine Vershnung nehmen ber die Seele des Totschlgers; 
denn er ist des Todes schuldig, und er soll des Todes sterben.
32. Und sollt keine Vershnung nehmen ber dem, der zur Freistadt geflohen 
ist, da er wiederkomme, zu wohnen im Lande, bis der Priester sterbe.
33. Und schndet das Land nicht, darin nen ihr wohnet. Denn wer Blut 
schuldig ist, der schndet das Land; und das Land kann vom Blut nicht 
vershnet werden, das darinnen vergossen wird, ohne durch das Blut des, 
der es vergossen hat.
34. Verunreiniget das Land nicht, darinnen ihr wohnet, darinnen ich auch 
wohne; denn ich bin der Herr, der unter den Kindern Israel wohnet.
Das vierte Buch Mose 36
1. Und die obersten Vter der Geschlechter der Kinder Gileads, des Sohns 
Machirs, der Manasses Sohn war, von dem Geschlecht der Kinder Joseph, 
traten herzu und redeten vor Mose und vor den Frsten der obersten Vter 
der Kinder Israel
2. und sprachen: Lieber Herr, der Herr hat geboten, da man das Land zum 
Erbteil geben sollte durchs Los den Kindern Israel; und du, mein Herr, 
hast geboten durch den Herrn, da man das Erbteil Zelaphehads, unsers 
Bruders, seinen Tchtern geben soll.
3. Wenn sie jemand aus den Stmmen der Kinder Israel zu Weibern nimmt, so 
wird unsers Vaters Erbteil weniger werden, und so viel sie haben, wird zu 
dem Erbteil kommen des Stamms, dahin sie kommen; also wird das Los unsers 
Erbteils geringert.
4. Wenn denn nun das Halljahr der Kinder Israel kommt, so wird ihr Erbteil 
zu dem Erbteil des Stamms kommen, da sie sind; also wird unsers Vaters 
Erbteil geringert, soviel sie haben.
5. Mose gebot den Kindern Israel nach dem Befehl des Herrn und sprach: Der 
Stamm der Kinder Joseph hat recht geredet.
6. Das ist's, das der Herr gebeut den Tchtern Zelaphehads und spricht: 
La sie freien, wie es ihnen gefllt, allein da sie freien unter dem 
Geschlecht des Stamms ihres Vaters,
7. auf da nicht die Erbteile der Kinder Israel fallen von einem Stamm zum 
andern; denn ein jeglicher unter den Kindern Israel soll anhangen an dem 
Erbe des Stamms seines Vaters.
8. Und alle Tchter, die Erbteil besitzen unter den Stmmen der Kinder 
Israel, sollen freien einen von dem Geschlecht des Stamms ihres Vaters, 
auf da ein jeglicher unter den Kindern Israel seines Vaters Erbe behalte,
9. und nicht ein Erbteil von einem Stamm falle auf den andern, sondern ein 
jeglicher hange an seinem Erbe unter den Stmmen der Kinder Israel.
10. Wie der Herr Mose geboten hatte, so taten die Tchter Zelaphehads,
11. Mahela, Thirza, Hagla, Milka und Noa, und freieten die Kinder ihrer 
Vettern,
12. des Geschlechts der Kinder Manasses, des Sohns Josephs. Also blieb ihr 
Erbteil an dem Stamm des Geschlechts ihres Vaters.
13. Das sind die Gebote und Rechte, die der Herr gebot durch Mose den 
Kindern Israel auf dem Gefilde der Moabiter am Jordan gegen Jericho.
Das fnfte Buch Mose 1
1. Das sind die Worte, die Mose redete zum ganzen Israel jenseit des 
Jordans in der Wste, auf dem Gefilde gegen dem Schilfmeer, zwischen Paran 
und Thophel, Laban, Hazeroth und Disahab,
2. elf Tagreisen von Horeb durch den Weg des Gebirges Seir bis gen Kades-
Barnea.
3. Und es geschah im vierzigsten Jahr, am ersten Tage des elften Monden, 
da redete Mose mit den Kindern Israel alles, wie ihm der Herr an sie 
geboten hatte,
4. nachdem er Sihon, den Knig der Amoriter, geschlagen hatte, der zu 
Hesbon wohnete, dazu Og, den Knig zu Basan, der zu Astharoth und zu Edrei 
wohnete.
5. Jenseit des Jordans im Lande der Moabiter fing an Mose auszulegen dies 
Gesetz, und sprach:
6. Der Herr, unser Gott, redete mit uns am Berge Horeb und sprach: Ihr 
seid lange genug an diesem Berge gewesen;
7. wendet euch und ziehet hin, da ihr zu dem Gebirge der Amoriter kommet 
und zu allen ihren Nachbarn im Gefilde, auf Bergen und in Grnden, gegen 
Mittag und gegen die Anfurt des Meers im Lande Kanaan, und zum Berge 
Libanon bis an das groe Wasser Phrath.
8. Siehe da, ich habe euch das Land, das da vor euch liegt, gegeben; gehet 
hinein und nehmet es ein, das der Herr euren Vtern, Abraham, Isaak und 
Jakob, geschworen hat, da er's ihnen und ihrem Samen nach ihnen geben 
wollte.
9. Da sprach ich zu derselben Zeit zu euch: Ich kann euch nicht allein 
ertragen;
10. denn der Herr euer Gott, hat euch gemehret, da ihr heutigestages seid 
wie die Menge der Sterne am Himmel.
11. Der Herr, eurer Vter Gott, mache euer noch viel tausend mehr und 
segne euch, wie er euch geredet hat!
12. Wie kann ich allein solche Mhe und Last und Hader von euch ertragen?
13. Schaffet her weise, verstndige und erfahrene Leute unter euren 
Stmmen, die will ich ber euch zu Huptern setzen.
14. Da antwortetet ihr mir und sprachet: Das ist ein gut Ding, davon du 
sagest, da du es tun willst.
15. Da nahm ich die Hupter eurer Stmme, weise und erfahrene Mnner, und 
setzte sie ber euch zu Huptern, ber tausend, ber hundert, ber fnfzig 
und ber zehn, und Amtleute unter euren Stmmen;
16. und gebot euren Richtern zur selben Zeit und sprach: Verhret eure 
Brder und richtet recht zwischen jedermann und seinem Bruder und dem 
Fremdling.
17. Keine Person sollt ihr im Gericht ansehen, sondern sollt den Kleinen 
hren wie den Groen und vor niemandes Person euch scheuen. Denn das 
Gerichtamt ist Gottes. Wird aber euch eine Sache zu hart sein, die lasset 
an mich gelangen, da ich sie hre.
18. Also gebot ich euch zu der Zeit alles, was ihr tun solltet.
19. Da zogen wir aus von Horeb und wandelten durch die ganze Wste, die 
gro und grausam ist, wie ihr gesehen habt, auf der Strae zum Gebirge der 
Amoriter, wie uns der Herr, unser Gott, geboten hatte, und kamen bis gen 
Kades-Barnea.
20. Da sprach ich zu euch: Ihr seid an das Gebirge der Amoriter kommen, 
das uns der Herr, unser Gott, geben wird.
21. Siehe da das Land vor dir, das der Herr, dein Gott, dir gegeben hat; 
zeuch hinauf und nimm's ein, wie der Herr, deiner Vter Gott, dir geredet 
hat. Frchte dich nicht und la dir nicht grauen!
22. Da kamet ihr zu mir alle und sprachet: Lat uns Mnner vor uns 
hinsenden, die uns das Land erkunden und uns wieder sagen, durch welchen 
Weg wir hineinziehen sollen, und die Stdte, da wir einkommen sollen.
23. Das gefiel mir wohl und nahm aus euch zwlf Mnner, von jeglichem 
Stamm einen.
24. Da dieselbigen weggingen und hinaufzogen auf das Gebirge und an den 
Bach Eskol kamen, da besahen sie es
25. und nahmen der Frchte des Landes mit sich und brachten sie herab zu 
uns; und sagten uns wieder und sprachen: Das Land ist gut, das der Herr, 
unser Gott, uns gegeben hat.
26. Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen und wurdet ungehorsam dem Munde 
des Herrn, eures Gottes;
27. und murretet in euren Htten und sprachet: Der Herr ist uns gram; 
darum hat er uns aus gyptenland gefhret, da er uns in der Amoriter 
Hnde gbe zu vertilgen.
28. Wo sollen wir hinauf? Unsere Brder haben unser Herz verzagt gemacht 
und gesagt, das Volk sei grer und hher denn wir; die Stdte seien gro 
und bis an den Himmel vermauert; dazu haben wir die Kinder Enakim daselbst 
gesehen.
29. Ich sprach aber zu euch: Entsetzet euch nicht und frchtet euch nicht 
vor ihnen!
30. Der Herr, euer Gott, zeucht vor euch hin und wird fr euch streiten, 
wie er mit euch getan hat in gypten vor euren Augen
31. und in der Wste, da du gesehen hast, wie dich der Herr, dein Gott, 
getragen hat, wie ein Mann seinen Sohn trgt, durch allen Weg, daher ihr 
gewandelt habt, bis ihr an diesen Ort kommen seid.
32. Aber das galt nichts bei euch, da ihr an den Herrn, euren Gott, 
httet geglaubet,
33. der vor euch her ging, euch die Sttte zu weisen, wo ihr euch lagern 
solltet, des Nachts im Feuer, da er euch den Weg zeigete, darinnen ihr 
gehen solltet, und des Tages in der Wolke.
34. Als aber der Herr euer Geschrei hrete, ward er zornig und schwur und 
sprach:
35. Es soll keiner dieses bsen Geschlechts das gute Land sehen, das ich 
ihren Vtern zu geben geschworen habe,
36. ohne Kaleb, der Sohn Jephunnes, der soll es sehen, und ihm will ich 
geben das Land, darauf er getreten hat, und seinen Kindern, darum da er 
treulich dem Herrn gefolget hat.
37. Auch ward der Herr ber mich zornig um euretwillen und sprach: Du 
sollst auch nicht hineinkommen.
38. Aber Josua, der Sohn Nuns, der dein Diener ist, der soll hineinkommen. 
Denselben strke; denn er soll Israel das Erbe austeilen.
39. Und eure Kinder, davon ihr sagtet, sie wrden ein Raub werden, und 
eure Shne, die heutigestages weder Gutes noch Bses verstehen, die sollen 
hineinkommen; denselben will ich's geben, und sie sollen es einnehmen.
40. Ihr aber wendet euch und ziehet nach der Wste den Weg zum Schilfmeer!
41. Da antwortetet ihr und sprachet zu mir: Wir haben an dem Herrn 
gesndiget; wir wollen hinauf und streiten, wie uns der Herr, unser Gott, 
geboten hat. Da ihr euch nun rstetet, ein jeglicher mit seinem Harnisch, 
und waret an dem, da ihr hinaufzget aufs Gebirge,
42. sprach der Herr zu mir: Sage ihnen, da sie nicht hinaufziehen, auch 
nicht streiten; denn ich bin nicht unter euch; auf da ihr nicht 
geschlagen werdet vor euren Feinden.
43. Da ich euch das sagte, gehorchtet ihr nicht und wurdet ungehorsam dem 
Munde des Herrn und waret vermessen und zoget hinauf aufs Gebirge.
44. Da zogen die Amoriter aus, die auf dem Gebirge wohneten, euch 
entgegen, und jagten euch, wie die Bienen tun, und schlugen euch zu Seir 
bis gen Horma.
45. Da ihr nun wiederkamet und weinetet vor dem Herrn, wollte der Herr 
eure Stimme nicht hren und neigete seine Ohren nicht zu euch.
46. Also bliebet ihr in Kades eine lange Zeit.
Das fnfte Buch Mose 2
1. Da wandten wir uns und zogen aus zur Wste auf der Strae zum 
Schilfmeer, wie der Herr zu mir sagte, und umzogen das Gebirge Seir eine 
lange Zeit.
2. Und der Herr sprach zu mir:
3. Ihr habt dies Gebirge nun genug umzogen; wendet euch gegen Mitternacht.
4. Und gebeut dem Volk und sprich: Ihr werdet durch die Grenze eurer 
Brder, der Kinder Esau, ziehen, die da wohnen zu Seir; und sie werden 
sich vor euch frchten. Aber verwahret euch mit Flei,
5. da ihr sie nicht bekrieget; denn ich werde euch ihres Landes nicht 
einen Fubreit geben; denn das Gebirge Seir habe ich den Kindern Esau zu 
besitzen gegeben.
6. Speise sollt ihr ums Geld von ihnen kaufen, da ihr esset, und Wasser 
sollt ihr ums Geld von ihnen kaufen, da ihr trinket.
7. Denn der Herr, dein Gott, hat dich gesegnet in allen Werken deiner 
Hnde. Er hat dein Reisen zu Herzen genommen durch diese groe Wste und 
ist vierzig Jahre der Herr, dein Gott, bei dir gewesen, da dir nichts 
gemangelt hat.
8. Da wir nun durch unsere Brder, die Kinder Esau, gezogen waren, die auf 
dem Gebirge Seir wohneten, auf dem Wege des Gefildes von Elath und Ezeon-
Gaber, wandten wir uns und gingen durch den Weg der Wste der Moabiter.
9. Da sprach der Herr zu mir: Du sollst die Moabiter nicht beleidigen noch 
bekriegen; denn ich will dir ihres Landes nichts zu besitzen geben, denn 
ich habe Ar den Kindern Lot zu besitzen gegeben.
10. Die Emim haben vorzeiten drinnen gewohnet; das war ein gro, stark und 
hoch Volk wie die Enakim
11. Man hielt sie auch fr Riesen, gleichwie Enakim; und die Moabiter 
heien sie auch Emim.
12. Auch wohneten vorzeiten in Seir die Horiter; und die Kinder Esau 
vertrieben und vertilgten sie von ihnen und wohneten an ihrer Statt, 
gleichwie Israel dem Lande seiner Besitzung tat, das ihnen der Herr gab.
13. So macht euch nun auf und ziehet durch den Bach Sared. Und wir zogen 
herdurch.
14. Die Zeit aber, die wir von Kades-Barnea zogen, bis wir durch den Bach 
Sared kamen, war achtunddreiig Jahre, auf da alle die Kriegsleute 
strben im Lager, wie der Herr ihnen geschworen hatte.
15. Dazu war auch die Hand des Herrn wider sie, da sie umkmen aus dem 
Lager, bis da ihrer ein Ende wrde.
16. Und da alle der Kriegsleute ein Ende war, da sie starben unter dem 
Volk,
17. redete der Herr mit mir und sprach:
18. Du wirst heute durch die Grenze der Moabiter ziehen bei Ar;
19. und wirst nahe kommen gegen die Kinder Ammon. Die sollst du nicht 
beleidigen noch bekriegen; denn ich will dir des Landes der Kinder Ammon 
nichts zu besitzen geben, denn ich hab's den Kindern Lot zu besitzen 
gegeben.
20. Es ist auch geschtzt fr der Riesen Land, und haben auch vorzeiten 
Riesen drinnen gewohnet; und die Ammoniter heien sie Sammesumim.
21. Das war ein gro, stark und hoch Volk, wie die Enakim; und der Herr 
vertilgete sie vor ihnen und lie sie dieselben besitzen, da sie an ihrer 
Statt da wohneten,
22. gleichwie er getan hat mit den Kindern Esau, die auf dem Gebirge Seir 
wohnen, da er die Horiter vor ihnen vertilgete, und lie sie dieselben 
besitzen, da sie da an ihren Statt wohneten bis auf diesen Tag.
23. Und die Kaphthorim zogen aus Kaphthor und vertilgeten die Avim, die zu 
Hazerim wohneten bis gen Gaza, und wohneten an ihrer Statt daselbst.
24. Machet euch auf und ziehet aus und gehet ber den Bach bei Arnon. 
Siehe, ich habe Sihon, den Knig der Amoriter zu Hesbon, in deine Hnde 
gegeben mit seinem Lande. Heb an einzunehmen, und streite wider ihn!
25. Heutigestages will ich anheben, da sich von dir frchten und 
erschrecken sollen alle Vlker unter allen Himmeln, da, wenn sie von dir 
hren, ihnen bange und wehe werden soll vor deiner Zukunft.
26. Da sandte ich Boten aus der Wste von morgenwrts zu Sihon, dem Knige 
zu Hesbon, mit friedlichen Worten und lie ihm sagen:
27. Ich will durch dein Land ziehen, und wo die Strae gehet, will ich 
gehen; ich will weder zur Rechten noch zur Linken ausweichen.
28. Speise sollst du mir ums Geld verkaufen, da ich esse, und Wasser 
sollst du mir ums Geld geben, da ich trinke; ich will nur zu Fu durchhin 
gehen;
29. wie mir die Kinder Esau getan haben, die zu Seir wohnen, und die 
Moabiter, die zu Ar wohnen; bis da ich komme ber den Jordan, in das 
Land, das uns der Herr, unser Gott, geben wird.
30. Aber Sihon, der Knig zu Hesbon, wollte uns nicht durchziehen lassen; 
denn der Herr, dein Gott, verhrtete seinen Mut und verstockte ihm sein 
Herz, auf da er ihn in deine Hnde gbe, wie es jetzt ist am Tage.
31. Und der Herr sprach zu mir: Siehe, ich habe angefangen, zu geben vor 
dir den Sihon mit seinem Lande; hebet an, einzunehmen und zu besitzen sein 
Land.
32. Und Sihon zog aus uns entgegen mit all seinem Volk zum Streit gen 
Jahza.
33. Aber der Herr, unser Gott, gab ihn vor uns, da wir ihn schlugen mit 
seinen Kindern und seinem ganzen Volk.
34. Da gewannen wir zu den Zeit alle seine Stdte und verbanneten alle 
Stdte, beide Mnner, Weiber und Kinder, und lieen niemand ber bleiben.
35. Ohne das Vieh raubten wir fr uns und die Ausbeute der Stdte, die wir 
gewannen,
36. von Aroer an, die am Ufer des Bachs bei Arnon liegt, und von der Stadt 
am Wasser bis gen Gilead. Es war keine Stadt, die sich vor uns schtzen 
konnte; der Herr, unser Gott, gab uns alles vor uns.
37. Ohne zu dem Lande der Kinder Ammon kamest du nicht, noch zu allem, das 
am Bach Jabbok war, noch zu den Stdten auf dem Gebirge, noch zu allem, 
das uns der Herr, unser Gott, verboten hatte.
Das fnfte Buch Mose 3
1. Und wir wandten uns und zogen hinauf den Weg zu Basan. Und Og, der 
Knig zu Basan, zog aus uns entgegen mit all seinem Volk, zu streiten bei 
Edrei.
2. Aber der Herr sprach zu mir: Frchte dich nicht vor ihm, denn ich habe 
ihn und all sein Volk mit seinem Lande in deine Hnde gegeben; und sollst 
mit ihm tun, wie du mit Sihon, dem Knige der Amoriter, getan hast, der zu 
Hesbon sa.
3. Also gab der Herr unser Gott, auch den Knig Og zu Basan in unsere 
Hnde mit all seinem Volk, da wir ihn schlugen, bis da ihm nichts 
berblieb.
4. Da gewannen wir zu der Zeit alle seine Stdte, und war keine Stadt, die 
wir ihm nicht nahmen; sechzig Stdte, die ganze Gegend Argob, im 
Knigreich Ogs zu Basan.
5. Alle diese Stdte waren fest, mit hohen Mauern, Toren und Riegeln, ohne 
andere sehr viel Flecken ohne Mauern.
6. Und verbanneten sie, gleichwie wir mit Sihon, dem Knige zu Hesbon, 
taten. Alle Stdte verbanneten wir, beide mit Mnnern, Weibern und Kindern.
7. Aber alles Vieh und Raub der Stdte raubten wir fr uns.
8. Also nahmen wir zu der Zeit das Land aus der Hand der zween Knige der 
Amoriter jenseit des Jordans, von dem Bach bei Arnon an bis an den Berg 
Hermon,
9. welchen die Zidonier Sirion heien, aber die Amoriter heien ihn Senir;
10. alle Stdte auf der Ebene und das ganze Gilead und das ganze Basan bis 
gen Salcha und Edrei, die Stdte des Knigreichs Ogs zu Basan.
11. Denn allein der Knig Og zu Basan war noch brig von den Riesen. 
Siehe, sein eisern Bette ist allhie zu Rabbath der Kinder Ammon, neun 
Ellen lang und vier Ellen breit nach eines Mannes Ellenbogen.
12. Solch Land nahmen wir ein zu derselben Zeit, von Aroer an, die am Bach 
bei Arnon liegt. Und ich gab das halbe Gebirge Gilead mit seinen Stdten 
den Rubenitern und Gaditern.
13. Aber das brige Gilead und das ganze Basan des Knigreichs Ogs gab ich 
dem halben Stamm Manasse, die ganze Gegend Argob zum ganzen Basan; das 
heit der Riesen Land.
14. Jair, der Sohn Manasses, nahm die ganze Gegend Argob bis an die Grenze 
Gessuri und Maachathi; und hie das Basan nach seinem Namen Havoth-Jair 
bis auf den heutigen Tag.
15. Machir aber gab ich Gilead.
16. Und den Rubenitern und Gaditern gab ich des Gileads einen Teil bis an 
den Bach bei Arnon mitten im Bach, der die Grenze ist, und bis an den Bach 
Jabbok, der die Grenze ist der Kinder Ammon;
17. dazu das Gefilde und den Jordan, der die Grenze ist, von Cinnereth an 
bis an das Meer am Gefilde, nmlich das Salzmeer, unten am Berge Pisga 
gegen dem Morgen.
18. Und gebot euch zu derselben Zeit und sprach: Der Herr, euer Gott, hat 
euch dies Land gegeben einzunehmen; ziehet nun gerstet vor euren Brdern, 
den Kindern Israel, her, was streitbar ist;
19. ohne eure Weiber und Kinder und Vieh (denn ich wei, da ihr viel Vieh 
habt) lasset in euren Stdten bleiben, die ich euch gegeben habe;
20. bis da den Herr eure Brder auch zur Ruhe bringe, wie euch, da sie 
auch das Land einnehmen, das ihnen der Herr, euer Gott, geben wird jenseit 
des Jordans; so sollt ihn dann wiederkehren zu euren Besitzung, die ich 
euch gegeben habe.
21. Und Josua gebot ich zur selben Zeit und sprach: Deine Augen haben 
gesehen alles, was der Herr, euer Gott, diesen zween Knigen getan hat. 
Also wird der Herr auch allen Knigreichen tun, da du hinzeuchst.
22. Frchtet euch nicht vor ihnen; denn der Herr, euer Gott, streitet fr 
euch.
23. Und ich bat den Herrn zu derselben Zeit und sprach:
24. Herr, Herr, du hast angehoben zu erzeigen deinem Knechte deine 
Herrlichkeit und deine starke Hand. Denn wo ist ein Gott im Himmel und auf 
Erden, der es deinen Werken und deiner Macht knnte nachtun?
25. La mich gehen und sehen das gute Land jenseit des Jordans, dies gute 
Gebirge und den Libanon.
26. Aber der Herr war erzrnet auf mich um euretwillen und erhrete mich 
nicht, sondern sprach zu mir: La genug sein, sage mir davon nicht mehr!
27. Steige auf die Hhe des Berges Pisga und hebe deine Augen auf gegen 
den Abend und gegen Mitternacht und gegen Mittag und gegen den Morgen, und 
sieh es mit Augen; denn du wirst nicht ber diesen Jordan gehen.
28. Und gebeut dem Josua, da er getrost und unverzagt sei; denn er soll 
ber den Jordan ziehen vor dem Volk her und soll ihnen das Land austeilen, 
das du sehen wirst.
29. Also blieben wir im Tal gegen dem Hause Peor.
Das fnfte Buch Mose 4
1. Und nun hre, Israel, die Gebote und Rechte, die ich euch lehre, da 
ihr sie tun sollt, auf da ihr lebet und hineinkommet und das Land 
einnehmet, das euch der Herr, euer Vter Gott, gibt.
2. Ihr sollt nichts dazutun, das ich euch gebiete, und sollt auch nichts 
davontun, auf da ihr bewahren mget die Gebote des Herrn, eures Gottes, 
die ich euch gebiete.
3. Eure Augen haben gesehen, was der Herr getan hat wider den Baal-Peor; 
denn alle, die dem Baal-Peor folgeten, hat den Herr, dein Gott, vertilget 
unter euch.
4. Aber ihr, die ihr dem Herrn, eurem Gott, anhinget, lebet alle 
heutigestages.
5. Siehe, ich habe euch gelehret Gebote und Rechte, wie mir den Herr, mein 
Gott, geboten hat, da ihr also tun sollt im Lande, darein ihr kommen 
werdet, da ihr's einnehmet.
6. So behaltet es nun und tut's! Denn das wird eure Weisheit und Verstand 
sein bei allen Vlkern, wenn sie hren werden alle diese Gebote, da sie 
mssen sagen: Ei, welch weise und verstndige Leute sind das, und ein 
herrlich Volk!
7. Denn wo ist so ein herrlich Volk, zu dem Gtter also nahe sich tun, als 
der Herr, unser Gott, so oft wir ihn anrufen?
8. Und wo ist so ein herrlich Volk, das so gerechte Sitten und Gebote 
habe, als all dies Gesetz; das ich euch heutigestages vorlege?
9. Hte dich nur und bewahre deine Seele wohl, da du nicht vergessest der 
Geschichten, die deine Augen gesehen haben, und da sie nicht aus deinem 
Herzen kommen all dein Leben lang. Und sollst deinen Kindern und 
Kindeskindern kundtun
10. den Tag, da du vor dem Herrn, deinem Gott, stundest an dem Berge 
Horeb, da der Herr zu mir sagte: Versammle mir das Volk, da sie meine 
Worte hren und lernen mich frchten all ihre Lebetage auf Erden und 
lehren ihre Kinder.
11. Und ihr tratet herzu und stundet unten an dem Berge; der Berg brannte 
aber bis mitten an den Himmel; und war da Finsternis, Wolken und Dunkel.
12. Und den Herr redete mit euch mitten aus dem Feuer. Die Stimme seiner 
Worte hrtet ihr; aber kein Gleichnis sahet ihr auen der Stimme.
13. Und verkndigte euch seinen Bund, den er euch gebot zu tun, nmlich 
die zehn Worte; und schrieb sie auf zwo steinerne Tafeln.
14. Und der Herr gebot mir zur selbigen Zeit, da ich euch lehren sollte 
Gebote und Rechte, da ihn danach ttet im Lande, darein ihr ziehet, da 
ihr es einnehmet.
15. So bewahret nun eure Seelen wohl; denn ihr habt kein Gleichnis gesehen 
des Tages, da der Herr mit euch redete aus dem Feuer auf dem Berge Horeb,
16. auf da ihr euch nicht verderbet und machet euch irgend ein Bild, das 
gleich sei einem Mann oder Weib
17. oder Vieh auf Erden, oder Vogel unter dem Himmel,
18. oder Gewrm auf dem Lande, oder Fisch im Wasser unter der Erde.
19. Da du auch nicht deine Augen aufhebest gen Himmel und sehest die 
Sonne und den Mond und die Sterne, das ganze Heer des Himmels, und fallest 
ab und betest sie an und dienest ihnen, welche der Herr, dein Gott, 
verordnet hat allen Vlkern unter dem ganzen Himmel.
20. Euch aber hat den Herr angenommen und aus dem eisernen Ofen, nmlich 
aus gypten, gefhret, da ihr sein Erbvolk solltet sein, wie es ist an 
diesem Tage.
21. Und der Herr war so erzrnet ber mich um eures Tuns willen, da er 
schwur, ich sollte nicht ber den Jordan gehen, noch in das gute Land 
kommen, das dir der Herr, dein Gott, zum Erbteil geben wird,
22. sondern ich mu in diesem Lande sterben und werde nicht ber den 
Jordan gehen. Ihr aber werdet hinbergehen und solch gut Land einnehmen.
23. So htet euch nun, da ihr des Bundes des Herrn, eures Gottes, nicht 
vergesset, den er mit euch gemacht hat, und nicht Bilder machet einigerlei 
Gleichnis, wie der Herr, dein Gott, geboten hat.
24. Denn der Herr, dein Gott, ist ein verzehrend Feuer und ein eifriger 
Gott.
25. Wenn ihr nun Kinder zeuget und Kindeskinder und im Lande wohnet und 
verderbet euch und machet euch Bilder einigerlei Gleichnis, da ihr bel 
tut vor dem Herrn, eurem Gott, und ihr ihn erzrnet,
26. so rufe ich heutigestages ber euch zu Zeugen Himmel und Erde, da ihr 
werdet bald umkommen von dem Lande, in welches ihr gehet ber den Jordan, 
da ihr's einnehmet; ihr werdet nicht lange drinnen bleiben, sondern 
werdet vertilget werden.
27. Und der Herr wird euch zerstreuen unter die Vlker; und werdet ein 
geringer Pbel brig sein unter den Heiden, dahin euch der Herr treiben 
wird.
28. Daselbst wirst du dienen den Gttern, die Menschenhnde Werk sind, 
Holz und Stein, die weder sehen, noch hren, noch essen, noch riechen.
29. Wenn du aber daselbst den Herrn, deinen Gott, suchen wirst, so wirst 
du ihn finden, wo du ihn wirst von ganzem Herzen und von ganzer Seele 
suchen.
30. Wenn du gengstet sein wirst, und dich treffen werden alle diese Dinge 
in den letzten Tagen, so wirst du dich bekehren zu dem Herrn, deinem Gott, 
und seiner Stimme gehorchen.
31. Denn der Herr, dein Gott, ist ein barmherziger Gott; er wird dich 
nicht lassen noch verderben, wird auch nicht vergessen des Bundes, den er 
deinen Vtern geschworen hat.
32. Dann frage nach den vorigen Zeiten, die vor dir gewesen sind, von dem 
Tage an, da Gott den Menschen auf Erden geschaffen hat, von einem Ende des 
Himmels zum andern, ob je ein solch gro Ding geschehen, oder des Gleichen 
je gehret sei,
33. da ein Volk Gottes Stimme gehrt habe aus dem Feuer reden, wie du 
gehrt hast, und dennoch lebest?
34. Oder ob Gott versucht habe, hineinzugehen und ihm ein Volk mitten aus 
einem Volk zu nehmen durch Versuchung, durch Zeichen, durch Wunder, durch 
Streit und durch eine mchtige Hand und durch einen ausgereckten Arm und 
durch sehr schreckliche Taten, wie das alles der Herr, euer Gott, fr euch 
getan hat in gypten vor deinen Augen?
35. Du hast's gesehen, auf da du wissest, da der Herr allein Gott ist, 
und keiner mehr.
36. Vom Himmel hat er dich seine Stimme hren lassen, da er dich 
zchtigte; und auf Erden hat er dir gezeiget sein groes Feuer, und seine 
Worte hast du aus dem Feuer gehret,
37. darum da er deine Vter geliebet und ihren Samen nach ihnen erwhlet 
hat, und hat dich ausgefhret mit seinem Angesicht durch seine groe Kraft 
aus gypten,
38. da er vertriebe vor dir her groe Vlker und strkere, denn du bist, 
und dich hineinbrchte, da er dir ihr Land gbe zum Erbteil, wie es 
heutigestages stehet.
39. So sollst du nun heutigestages wissen und zu Herzen nehmen, da der 
Herr ein Gott ist oben im Himmel und unten auf Erden, und keiner mehr;
40. da du haltest seine Rechte und Gebote, die ich dir heute gebiete; so 
wird dir's und deinen Kindern nach dir wohlgehen, da dein Leben lange 
whre in dem Lande, das dir der Herr, dein Gott, gibt ewiglich.
41. Da sonderte Mose drei Stdte aus jenseits des Jordans gegen der Sonnen 
Aufgang,
42. da daselbst hinflhe, wer seinen Nchsten totschlgt unversehens und 
ihm vorhin nicht feind gewesen ist; der soll in der Stdte eine fliehen, 
da er lebendig bleibe:
43. Bezer in der Wste im ebenen Lande unter den Rubenitern; und Ramoth in 
Gilead unter den Gaditern; und Golan in Basan unter den Manassitern.
44. Das ist das Gesetz, das Mose den Kindern Israel vorlegte.
45. Das ist das Zeugnis und Gebot und Rechte, die Mose den Kindern Israel 
sagte, da sie aus gypten gezogen waren,
46. jenseit des Jordans im Tal gegen dem Hause Peor, im Lande Sihons, des 
Knigs der Amoriter, den zu Hesbon sa, den Mose und die Kinder Israel 
schlugen, da sie aus gypten gezogen waren,
47. und nahmen sein Land ein, dazu das Land Ogs, des Knigs zu Basan, der 
zween Knige der Amoriter, die jenseit des Jordans waren gegen der Sonnen 
Aufgang,
48. von Aroer an, welche an dem Ufer liegt des Bachs bei Arnon, bis an den 
Berg Sion, das ist der Hermon,
49. und alles Blachfeld jenseits des Jordans, gegen den Aufgang der Sonne, 
bis an das Meer im Blachfelde, unten am Berge Pisga.
Das fnfte Buch Mose 5
1. Und Mose rief das ganze Israel und sprach zu ihnen: Hre, Israel, die 
Gebote und Rechte, die ich heute vor euren Ohren rede, und lernet sie und 
behaltet sie, da ihr danach tut!
2. Der Herr, unser Gott, hat einen Bund mit uns gemacht zu Horeb.
3. Und hat nicht mit unsern Vtern diesen Bund gemacht, sondern mit uns, 
die wir hie sind heutigestages und alle leben.
4. Er hat von Angesicht zu Angesicht mit uns aus dem Feuer auf dem Berge 
geredet.
5. Ich stund zu derselben Zeit zwischen dem Herrn und euch, da ich euch 
ansagte des Herrn Wort; denn ihn frchtetet euch vor dem Feuer und ginget 
nicht auf den Berg. Und er sprach:
6. Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus gyptenland gefhret hat, aus 
dem Diensthause.
7. Du sollst keine andern Gtter haben vor mir.
8. Du sollst dir kein Bildnis machen einigerlei Gleichnis, weder oben im 
Himmel, noch unten auf Erden, noch im Wasser unter der Erde.
9. Du sollst sie nicht anbeten noch ihnen dienen. Denn ich bin der Herr, 
dein Gott, ein eifriger Gott, der die Missetat der Vter heimsucht ber 
die Kinder ins dritte und vierte Glied, die mich hassen,
10. und Barmherzigkeit erzeige in viel tausend, die mich lieben und meine 
Gebote halten.
11. Du sollst den Namen des Herrn, deines Gottes, nicht mibrauchen; denn 
der Herr wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen mibrauchet.
12. Den Sabbattag sollst du halten, da du ihn heiligest, wie dir der 
Herr, dein Gott, geboten hat.
13. Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun.
14. Aber am siebenten Tage ist der Sabbat des Herrn, deines Gottes. Da 
sollst du keine Arbeit tun, noch dein Sohn, noch deine Tochter, noch dein 
Knecht, noch deine Magd, noch dein Ochse, noch dein Esel, noch all dein 
Vieh, noch der Fremdling, der in deinen Toren ist, auf da dein Knecht und 
deine Magd ruhe, gleichwie du.
15. Denn du sollst gedenken, da du auch Knecht in gyptenland warst, und 
der Herr, dein Gott, dich von dannen ausgefhret hat mit einer mchtigen 
Hand und ausgerecktem Arm. Darum hat dir der Herr, dein Gott, geboten, da 
du den Sabbattag halten sollst.
16. Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie dir der Herr, dein 
Gott, geboten hat, auf da du lange lebest, und da dir's wohlgehe in dem 
Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird.
17. Du sollst nicht tten.
18. Du sollst nicht ehebrechen
19. Du sollst nicht stehlen.
20. Du sollst kein falsch Zeugnis reden wider deinen Nchsten.
21. La dich nicht gelsten deines Nchsten Weib. Du sollst nicht begehren 
deines Nchsten Haus, Acker, Knecht, Magd, Ochsen, Esel noch alles, was 
sein ist.
22. Das sind die Worte, die der Herr redete zu euren ganzen Gemeine auf 
dem Berge aus dem Feuer und der Wolke und Dunkel mit groer Stimme, und 
tat nichts dazu; und schrieb sie auf zwo steinerne Tafeln und gab sie mir.
23. Da ihr aber die Stimme aus der Finsternis hretet und den Berg mit 
Feuer brennen tratet ihr zu mir; alle Obersten unter euren Stmmen und 
eure ltesten,
24. und sprachet: Siehe, der Herr, unser Gott, hat uns lassen sehen seine 
Herrlichkeit und seine Majestt; und wir haben seine Stimme aus dem Feuer 
gehret. Heutigestages haben wir gesehen; da Gott mit Menschen redet, und 
sie lebendig bleiben.
25. Und nun, warum sollen wir sterben, da uns dies groe Feuer verzehre? 
Wenn wir des Herrn, unsers Gottes, Stimme mehr hren, so mssen wir 
sterben.
26. Denn was ist alles Fleisch, da es hren mge die Stimme des 
lebendigen Gottes aus dem Feuer reden, wie wir, und lebendig bleibe?
27. Tritt du hinzu und hre alles, was der Herr, unser Gott, sagt, und 
sage es uns. Alles, was der Herr, unser Gott, mit dir reden wird, das 
wollen wir hren und tun.
28. Da aber der Herr eure Worte hrete, die ihr mit mir redetet, sprach er 
zur mir: Ich habe gehret die Worte dieses Volks, die sie mit dir geredet 
haben; es ist alles gut, was sie geredet haben.
29. Ach, da sie ein solch Herz htten, mich zu frchten und zu halten 
alle meine Gebote ihr lebenlang, auf da es ihnen wohlginge und ihren 
Kindern ewiglich!
30. Gehe hin und sage ihnen: Gehet heim in eure Htten!
31. Du aber sollst hie vor mir stehen, da ich mit dir rede alle Gesetze 
und Gebote und Rechte, die du sie lehren sollst, da sie danach tun im 
Lande, das ich ihnen geben werde einzunehmen.
32. So behaltet nun, da ihr tut, wie euch der Herr, euer Gott, geboten 
hat, und weichet nicht, weder zur Rechten noch zur Linken,
33. sondern wandelt in allen Wegen, die euch der Herr, euer Gott, geboten 
hat, auf da ihr leben mget, und euch wohlgehe, und lange lebet im Lande, 
das ihr einnehmen werdet.
Das fnfte Buch Mose 6
1. Dies sind aber die Gesetze und Gebote und Rechte, die der Herr, euer 
Gott, geboten hat, da ihr sie lernen und tun sollt im Lande, dahin ihr 
ziehet, dasselbe einzunehmen
2. da du den Herrn, deinen Gott, frchtest, und haltest alle seine Rechte 
und Gebote, die ich dir gebiete, du und deine Kinder und deine 
Kindeskinder, alle eure Lebtage, auf da ihr lange lebet.
3. Israel, du sollst hren und behalten, da du es tust, da dir's 
wohlgehe, und sehr vermehret werdest; wie der Herr, deiner Vter Gott, dir 
geredet hat, ein Land, da Milch und Honig innen fleut.
4. Hre, Israel, der Herr, unser Gott, ist ein einiger Herr.
5. Und du sollst den Herrn, deinen Gott, liebhaben von ganzem Herzen, von 
ganzer Seele, von allem Vermgen.
6. Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du zu Herzen nehmen.
7. Und sollst sie deinen Kindern schrfen und davon reden, wenn du in 
deinem Hause sitzest oder auf dem Wege gehest, wenn du dich niederlegest 
oder aufstehest.
8. Und sollst sie binden zum Zeichen auf deine Hand, und sollen dir ein 
Denkmal vor deinen Augen sein.
9. Und sollst sie ber deines Hauses Pfosten schreiben und an die Tore.
10. Wenn dich nun der Herr, dein Gott, in das Land bringen wird, das er 
deinen Vtern, Abraham, Isaak und Jakob, geschworen hat, dir zu geben, 
groe und feine Stdte, die du nicht gebauet hast,
11. und Huser alles Guts voll, die du nicht gefllet hast, und 
ausgehauene Brunnen, die du nicht ausgehauen hast, und Weinberge und 
lberge, die du nicht gepflanzt hast, da du essest und satt wirst:
12. so hte dich, da du nicht des Herrn vergessest, der dich aus 
gyptenland, aus dem Diensthause, gefhret hat,
13. sondern sollst den Herrn, deinen Gott, frchten und ihm dienen und bei 
seinem Namen schwren.
14. Und sollst nicht andern Gttern nachfolgen, der Vlker, die um euch 
her sind;
15. denn der Herr, dein Gott, ist ein eifriger Gott unter dir; da nicht 
der Zorn des Herrn, deines Gottes, ber dich ergrimme und vertilge dich 
von der Erde.
16. Ihr sollt den Herrn, euren Gott, nicht versuchen, wie ihr ihn 
versuchtet zu Massa,
17. sondern sollt halten die Gebote des Herrn, eures Gottes, und seine 
Zeugnisse und seine Rechte, die er geboten hat,
18. da du tust, was recht und gut ist vor den Augen des Herrn, auf da 
dir's wohlgehe, und eingehest und einnehmest das gute Land, das der Herr 
geschworen hat deinen Vtern,
19. da er verjage alle deine Feinde vor dir, wie der Herr geredet hat.
20. Wenn dich nun dein Sohn heute oder morgen fragen wird und sagen: Was 
sind das fr Zeugnisse, Gebote und Rechte, die euch der Herr, unser Gott, 
geboten hat?
21. so sollst du deinem Sohn sagen: Wir waren Knechte des Pharao in 
gypten, und der Herr fhrete uns aus gypten mit mchtiger Hand;
22. und der Herr tat groe und bse Zeichen und Wunder ber gypten und 
Pharao und all seinem Hause vor unsern Augen;
23. und fhrete uns von dannen, auf da er uns einfhrete und gbe uns das 
Land, das er unsern Vtern geschworen hatte;
24. und hat uns geboten, der Herr, zu tun nach allen diesen Rechten, da 
wir den Herrn, unsern Gott, frchten, auf da uns wohlgehe alle unsere 
Lebtage, wie es gehet heutigestages.
25. Und es wird unsere Gerechtigkeit sein vor dem Herrn, unserm Gott, so 
wir halten und tun alle diese Gebote, wie er uns geboten hat.
Das fnfte Buch Mose 7
1. Wenn dich der Herr, dein Gott, ins Land bringet, darein du kommen 
wirst, dasselbe einzunehmen, und ausrottet viele Vlker vor dir her: die 
Hethiter, Girgositer, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und 
Jebusiter, sieben Vlker, die grer und strker sind denn du;
2. und wenn sie der Herr, dein Gott, vor dir gibt, da du sie schlgst: so 
sollst du sie verbannen, da du keinen Bund mit ihnen machest noch ihnen 
Gunst erzeigest.
3. Und sollst dich mit ihnen nicht befreunden. Eure Tchter sollt ihr 
nicht geben ihren Shnen, und ihre Tchter sollt ihr nicht nehmen euren 
Shnen;
4. denn sie werden eure Shne mir abfllig machen, da sie andern Gttern 
dienen; so wird dann des Herrn Zorn ergrimmen ber euch und euch bald 
vertilgen.
5. Sondern also sollt ihr mit ihnen tun: Ihre Altre sollt ihr zerreien, 
ihre Sulen zerbrechen, ihre Haine abhauen und ihre Gtzen mit Feuer 
verbrennen.
6. Denn du bist ein heilig Volk Gott, deinem Herrn. Dich hat Gott, dein 
Herr, erwhlet zum Volk des Eigentums aus allen Vlkern, die auf Erden 
sind.
7. Nicht hat euch der Herr angenommen und euch erwhlet, da euer mehr 
wre denn alle Vlker; denn du bist das wenigste unter allen Vlkern;
8. sondern da er euch geliebet hat, und da er seinen Eid hielte, den er 
euren Vtern geschworen hat, hat er euch ausgefhret mit mchtiger Hand 
und hat dich erlset von dem Hause des Dienstes, aus der Hand Pharaos, des 
Knigs in gypten.
9. So sollst du nun wissen, da der Herr, dein Gott, ein Gott ist, ein 
treuer Gott, der den Bund und Barmherzigkeit hlt denen, die ihn lieben 
und seine Gebote halten, in tausend Glied,
10. und vergilt denen, die ihn hassen, vor seinem Angesicht, da er sie 
umbringe, und sumet sich nicht, da er denen vergelte vor seinem 
Angesicht, die ihn hassen.
11. So behalte nun die Gebote und Gesetze und Rechte, die ich dir heute 
gebiete, da du danach tust.
12. Und wenn ihr diese Rechte hret und haltet sie und danach tut, so wird 
der Herr, dein Gott, auch halten den Bund und Barmherzigkeit, die er 
deinen Vtern geschworen hat,
13. und wird dich lieben und segnen und mehren und wird die Frucht deines 
Leibes segnen und die Frucht deines Landes, dein Getreide, Most und l, 
die Frchte deiner Khe und die Frchte deiner Schafe auf dem Lande, das 
er deinen Vtern geschworen hat, dir zu geben.
14. Gesegnet wirst du sein ber alle Vlker. Es wird niemand unter dir 
unfruchtbar sein, noch unter deinem Vieh.
15. Der Herr wird von dir tun alle Krankheit und wird keine bse Seuche 
der gypter dir auflegen, die du erfahren hast; und wird sie allen deinen 
Hassern auflegen.
16. Du wirst alle Vlker fressen, die der Herr, dein Gott, dir geben wird. 
Du sollst ihrer nicht schonen und ihren Gttern nicht dienen; denn das 
wrde dir ein Strick sein.
17. Wirst du aber in deinem Herzen sagen: Dieses Volks ist mehr, denn ich 
bin; wie kann ich sie vertreiben?
18. so frchte dich nicht vor ihnen. Gedenke, was der Herr, dein Gott, 
Pharao und allen gyptern getan hat
19. durch groe Versuchung, die du mit Augen gesehen hast, und durch 
Zeichen und Wunder, durch eine mchtige Hand und ausgereckten Arm, damit 
dich der Herr, dein Gott, ausfhrete. Also wird der Herr, dein Gott, allen 
Vlkern tun, vor denen du dich frchtest.
20. Dazu wird der Herr, dein Gott, Hornissen unter sie senden, bis 
umgebracht werde, was brig ist und sich verbirget vor dir.
21. La dir nicht grauen vor ihnen; denn der Herr, dein Gott, ist unter 
dir, der groe und schreckliche Gott.
22. Er, der Herr, dein Gott, wird diese Leute ausrotten vor dir, einzeln 
nacheinander. Du kannst sie nicht eilend vertilgen, auf da sich nicht 
wider dich mehren die Tiere auf dem Felde.
23. Der Herr, dein Gott, wird sie vor dir geben und wird sie mit groer 
Schlacht erschlagen, bis er sie vertilge.
24. Und wird dir ihre Knige in deine Hnde geben, und sollst ihren Namen 
umbringen unter dem Himmel. Es wird dir niemand widerstehen, bis du sie 
vertilgest.
25. Die Bilder ihrer Gtter sollst du mit Feuer verbrennen und sollst 
nicht begehren des Silbers oder Goldes, das dran ist, oder zu dir nehmen, 
da du dich nicht drinnen verfhest; denn solches ist dem Herrn, deinem 
Gott, ein Greuel.
26. Darum sollst du nicht in dein Haus den Greuel bringen, da du nicht 
verbannet werdest, wie dasselbe ist, sondern du sollst einen Ekel und 
Greuel daran haben, denn es ist verbannet.
Das fnfte Buch Mose 8
1. Alle Gebote, die ich dir heute gebiete, sollt ihr halten, da ihr 
danach tut, auf da ihr lebet und gemehret werdet und einkommet und 
einnehmet das Land, das der Herr euren Vtern geschworen hat.
2. Und gedenkest all des Weges, durch den dich der Herr, dein Gott, 
geleitet hat diese vierzig Jahre in der Wste, auf da er dich demtigte 
und versuchte, da kund wrde, was in deinem Herzen wre, ob du seine 
Gebote halten wrdest oder nicht.
3. Er demtigte dich und lie dich hungern, und speisete dich mit Man, das 
du und deine Vter nie erkannt hattest, auf da er dir kundtte, da der 
Mensch nicht lebe vom Brot allein, sondern von allem, das aus dem Munde 
des Herrn gehet.
4. Deine Kleider sind nicht veraltet an dir, und deine Fe sind nicht 
geschwollen diese vierzig Jahre.
5. So erkennest du ja in deinem Herzen, da der Herr, dein Gott, dich 
gezogen hat, wie ein Mann seinen Sohn zeucht.
6. So halte nun die Gebote des Herrn, deines Gottes, da du in seinen 
Wegen wandelst und frchtest ihn.
7. Denn der Herr, dein Gott, fhret dich in ein gut Land, ein Land, da 
Bche und Brunnen und Seen innen sind, die an den Bergen und in den Auen 
flieen;
8. ein Land, da Weizen, Gerste, Weinstcke, Feigenbume und Granatpfel 
innen sind; ein Land, da lbume und Honig innen wchset;
9. ein Land, da du Brot genug zu essen hast, da auch nichts mangelt; ein 
Land, dessen Steine Eisen sind, da du Erz aus den Bergen hauest.
10. Und wenn du gegessen hast und satt bist, da du den Herrn, deinen 
Gott, lobest fr das gute Land, das er dir gegeben hat!
11. So hte dich nun, da du des Herrn, deines Gottes, nicht vergessest 
damit, da du seine Gebote und seine Gesetze und Rechte, die ich dir heute 
gebiete, nicht haltest;
12. da, wenn du nun gegessen hast und satt bist und schne Huser 
erbauest und drinnen wohnest,
13. und deine Rinder und Schafe und Silber und Gold und alles, was du 
hast, sich mehret,
14. da dann dein Herz sich nicht erhebe, und vergessest des Herrn, deines 
Gottes, der dich aus gyptenland gefhret hat, aus dem Diensthause,
15. und hat dich geleitet durch die groe und grausame Wste, da feurige 
Schlangen und Skorpione und eitel Drre und kein Wasser war, und lie dir 
Wasser aus dem harten Felsen gehen,
16. und speisete dich mit Man in der Wste, von welchem deine Vter nichts 
gewut haben, auf da er dich demtigte und versuchte, da er dir hernach 
wohltte.
17. Du mchtest sonst sagen in deinem Herzen: Meine Krfte und meiner 
Hnde Strke haben mir dies Vermgen ausgerichtet;
18. sondern da du gedchtest an den Herrn, deinen Gott; denn er ist's, 
der dir Krfte gibt, solch mchtige Taten zu tun, auf da er hielte seinen 
Bund, den er deinen Vtern geschworen hat, wie es gehet heutigestages.
19. Wirst du aber des Herrn, deines Gottes, vergessen und andern Gttern 
nachfolgen und ihnen dienen und sie anbeten, so bezeuge ich heute ber 
euch, da ihr umkommen werdet;
20. eben wie die Heiden, die der Herr umbringet vor eurem Angesicht, so 
werdet ihr auch umkommen, darum da ihr nicht gehorsam seid der Stimme des 
Herrn, eures Gottes.
Das fnfte Buch Mose 9
1. Hre, Israel, du wirst heute ber den Jordan gehen, da du einkommest, 
einzunehmen die Vlker, die grer und strker sind denn du, groe Stdte, 
vermauert bis in den Himmel,
2. ein gro, hoch Volk, die Kinder Enakim, die du erkannt hast, von denen 
du auch gehret hast: Wer kann wider die Kinder Enaks bestehen?
3. So sollst du wissen heute, da der Herr, dein Gott, gehet vor dir her, 
ein verzehrend Feuer. Er wird sie vertilgen und wird sie unterwerfen vor 
dir her und wird sie vertreiben und umbringen bald, wie dir der Herr 
geredet hat.
4. Wenn nun der Herr, dein Gott, sie ausgestoen hat vor dir her, so 
sprich nicht in deinem Herzen: Der Herr hat mich hereingefhret, das Land 
einzunehmen, um meiner Gerechtigkeit willen, so doch der Herr diese Heiden 
vertreibet vor dir her um ihres gottlosen Wesens willen.
5. Denn du kommst nicht herein, ihr Land einzunehmen, um deiner 
Gerechtigkeit und deines aufrichtigen Herzens willen, sondern der Herr, 
dein Gott, vertreibt diese Heiden um ihres gottlosen Wesens willen, da er 
das Wort halte, das der Herr geschworen hat deinen Vtern, Abraham, Isaak 
und Jakob.
6. So wisse nun, da der Herr, dein Gott, dir nicht um deiner 
Gerechtigkeit willen dies gute Land gibt einzunehmen, sintemal du ein 
halsstarrig Volk bist.
7. Gedenke und vergi nicht, wie du den Herrn, deinen Gott, erzrnetest in 
der Wste. Von dem Tage an, da du aus gyptenland zogest, bis ihr kommen 
seid an diesen Ort, seid ihr ungehorsam gewesen dem Herrn.
8. Denn in Horeb erzrnetet ihr den Herrn, also da er vor Zorn euch 
vertilgen wollte;
9. da ich auf den Berg gegangen war, die steinernen Tafeln zu empfahen, 
die Tafeln des Bundes, den der Herr mit euch machte, und ich vierzig Tage 
und vierzig Nchte auf dem Berge blieb und kein Brot a und kein Wasser 
trank,
10. und mir der Herr die zwo steinernen Tafeln gab, mit dem Finger Gottes 
beschrieben, und darauf alle Worte, wie der Herr mit euch aus dem Feuer 
auf dem Berge geredet hatte am Tage der Versammlung.
11. Und nach den vierzig Tagen und vierzig Nchten gab mir der Herr die 
zwo steinernen Tafeln des Bundes
12. und sprach zu mir: Mache dich auf, gehe eilend hinab von hinnen; denn 
dein Volk, das du aus gypten gefhret hast, hat's verderbet. Sie sind 
schnell getreten von dem Wege, den ich ihnen geboten habe; sie haben ihnen 
ein gegossen Bild gemacht.
13. Und der Herr sprach zu mir: Ich sehe, da dies Volk ein halsstarrig 
Volk ist.
14. La ab von mir, da ich sie vertilge und ihren Namen austilge unter 
dem Himmel; ich will aus dir ein strker und grer Volk machen, denn dies 
ist.
15. Und als ich mich wandte und von dem Berge ging, der mit Feuer brannte, 
und die zwo Tafeln des Bundes auf meinen beiden Hnden hatte,
16. da sah ich, und siehe, da hattet ihr euch an dem Herrn, eurem Gott, 
versndiget, da ihr euch ein gegossen Kalb gemacht und bald von dem Wege 
getreten waret, den euch der Herr geboten hatte.
17. Da faete ich beide Tafeln und warf sie aus beiden Hnden und zerbrach 
sie vor euren Augen.
18. Und fiel vor dem Herrn, wie zuerst, vierzig Tage und vierzig Nchte 
und a kein Brot und trank kein Wasser um aller eurer Snden willen, die 
ihr getan hattet, da ihr solches bel tatet vor dem Herrn, ihn zu erzrnen.
19. Denn ich frchtete mich vor dem Zorn und Grimm, damit der Herr ber 
euch erzrnet war, da er euch vertilgen wollte. Aber der Herr erhrete 
mich dasmal auch.
20. Auch war der Herr sehr zornig ber Aaron, da er ihn vertilgen wollte; 
aber ich bat auch fr Aaron zur selbigen Zeit.
21. Aber eure Snde, das Kalb, das ihr gemacht hattet, nahm ich und 
verbrannte es mit Feuer und zerschlug es und zermalmete es, bis es Staub 
ward, und warf den Staub in den Bach, der vom Berge fleut.
22. Auch so erzrnetet ihr den Herrn zu Thabeera und zu Massa und bei den 
Lustgrbern.
23. Und da er euch aus Kades-Barnea sandte und sprach: Gehet hinauf und 
nehmet das Land ein, das ich euch gegeben habe, waret ihr ungehorsam des 
Herrn Mund, eures Gottes, und glaubtet an ihn nicht und gehorchtet seiner 
Stimme nicht.
24. Denn ihr seid ungehorsam dem Herrn gewesen, solange ich euch gekannt 
habe.
25. Da fiel ich vor dem Herrn vierzig Tage und vierzig Nchte, die ich da 
lag; denn der Herr sprach, er wollte euch vertilgen.
26. Ich aber bat den Herrn und sprach: Herr, Herr, verderbe dein Volk und 
dein Erbteil nicht, das du durch deine groe Kraft erlset und mit 
mchtiger Hand aus gypten gefhret hast!
27. Gedenke an deine Knechte, Abraham, Isaak und Jakob. Sieh nicht an die 
Hrtigkeit und das gottlose Wesen und Snde dieses Volks,
28. da nicht das Land sage, daraus du uns gefhret hast: Der Herr konnte 
sie nicht ins Land bringen, das er ihnen geredet hatte, und hat sie darum 
ausgefhret, da er ihnen gram war, da er sie ttete in der Wste.
29. Denn sie sind dein Volk und dein Erbteil, das du mit deinen groen 
Krften und mit deinem ausgereckten Arm hast ausgefhret.
Das fnfte Buch Mose 10
1. Zu derselben Zeit sprach der Herr zu mir: Haue dir zwo steinerne 
Tafeln, wie die ersten, und komm zu mir auf den Berg und mache dir eine 
hlzerne Lade,
2. so will ich auf die Tafeln schreiben die Worte, die auf den ersten 
waren, die du zerbrochen hast; und sollst sie in die Lade legen.
3. Also machte ich eine Lade von Fhrenholz und hieb zwo steinerne Tafeln, 
wie die ersten waren, und ging auf den Berg und hatte die zwo Tafeln in 
meinen Hnden.
4. Da schrieb er auf die Tafeln, wie die erste Schrift war, die zehn 
Worte, die der Herr zu euch redete aus dem Feuer auf dem Berge, zur Zeit 
der Versammlung; und der Herr gab sie mir.
5. Und ich wandte mich und ging vom Berge; und legte die Tafeln in die 
Lade, die ich gemacht hatte, da sie daselbst wren, wie mir der Herr 
geboten hatte.
6. Und die Kinder Israel zogen aus von Beroth-Bne-Jakan gen Moser. 
Daselbst starb Aaron und ist daselbst begraben; und sein Sohn Eleasar ward 
fr ihn Priester.
7. Von dannen zogen sie aus gen Gudegoda; von Gudegoda gen Jathbath, ein 
Land, da Bche sind.
8. Zur selben Zeit sonderte der Herr den Stamm Levi aus, die Lade des 
Bundes des Herrn zu tragen und zu stehen vor dem Herrn, ihm zu dienen und 
seinen Namen zu loben, bis auf diesen Tag.
9. Darum sollen die Leviten, kein Teil noch Erbe haben mit ihren Brdern; 
denn der Herr ist ihr Erbe, wie der Herr, dein Gott, ihnen geredet hat.
10. Ich aber stund auf dem Berge, wie vorhin, vierzig Tage und vierzig 
Nchte; und der Herr erhrete mich auch dasmal und wollte dich nicht 
verderben.
11. Er sprach aber zu mir: Mache dich auf und gehe hin, da du vor dem 
Volk her ziehest, da sie einkommen und das Land einnehmen, das ich ihren 
Vtern geschworen habe, ihnen zu geben.
12. Nun, Israel, was fordert der Herr, dein Gott, von dir, denn da du den 
Herrn, deinen Gott, frchtest, da du in allen seinen Wegen wandelst und 
liebest ihn und dienest dem Herrn, deinem Gott, von ganzem Herzen und von 
ganzer Seele,
13. da du die Gebote des Herrn haltest und seine Rechte, die ich dir 
heute gebiete, auf da dir's wohlgehe?
14. Siehe, Himmel und aller Himmel Himmel und Erde und alles, was drinnen 
ist, das ist des Herrn, deines Gottes.
15. Noch hat er allein zu deinen Vtern Lust gehabt, da er sie liebete, 
und hat ihren Samen erwhlet nach ihnen, euch, ber alle Vlker, wie es 
heutigestages stehet.
16. So beschneidet nun eures Herzens Vorhaut und seid frder nicht 
halsstarrig.
17. Denn der Herr, euer Gott, ist ein Gott aller Gtter und Herr ber alle 
Herren, ein groer Gott, mchtig und schrecklich, der keine Person achtet 
und kein Geschenk nimmt
18. und schaffet Recht den Waisen und Witwen und hat die Fremdlinge lieb, 
da er ihnen Speise und Kleider gebe.
19. Darum sollt ihr auch die Fremdlinge lieben; denn ihr seid auch 
Fremdlinge gewesen in gyptenland.
20. Den Herrn, deinen Gott, sollst du frchten, ihm sollst du dienen, ihm 
sollst du anhangen und bei seinem Namen schwren.
21. Er ist dein Ruhm und dein Gott, der bei dir solche groe und 
schreckliche Dinge getan hat, die deine Augen gesehen haben.
22. Deine Vter zogen hinab nach gypten mit siebenzig Seelen; aber nun 
hat dich der Herr, dein Gott, gemehret wie die Sterne am Himmel.
Das fnfte Buch Mose 11
1. So sollst du nun den Herrn, deinen Gott, lieben und sein Gesetz, seine 
Weise, seine Rechte und seine Gebote halten dein Leben lang.
2. Und erkennet heute, das eure Kinder nicht wissen noch gesehen haben, 
nmlich die Zchtigung des Herrn, eures Gottes, seine Herrlichkeit, dazu 
seine mchtige Hand und ausgereckten Arm
3. und seine Zeichen und Werke, die er getan hat unter den gyptern, an 
Pharao, dem Knige in gypten, und an all seinem Lande;
4. und was er an der Macht der gypter getan hat, an ihren Rossen und 
Wagen, da er das Wasser des Schilfmeers ber sie fhrete, da sie euch 
nachjagten, und sie der Herr umbrachte, bis auf diesen Tag;
5. und was er euch getan hat in der Wste, bis ihr an diesen Ort kommen 
seid;
6. was er Dathan und Abiram getan hat, den Kindern Eliabs, des Sohnes 
Rubens, wie die Erde ihren Mund auftat und verschlang sie mit ihrem 
Gesinde und Htten und all ihrem Gut, das sie erworben hatten mitten unter 
dem ganzen Israel.
7. Denn eure Augen haben die groen Werke des Herrn gesehen, die er getan 
hat.
8. Darum sollt ihr alle die Gebote halten, die ich dir heute gebiete, auf 
da ihr gestrket werdet, einzukommen und das Land einzunehmen, dahin ihr 
ziehet, da ihr's einnehmet;
9. und da du lange lebest auf dem Lande, das der Herr euren Vtern 
geschworen hat, ihnen zu geben und ihrem Samen, ein Land, da Milch und 
Honig innen fleut.
10. Denn das Land, da du hinkommst, es einzunehmen, ist nicht wie 
gyptenland, davon ihr ausgezogen seid, da du deinen Samen sen und selbst 
trnken mutest wie einen Kohlgarten,
11. sondern es hat Berge und Auen, die der Regen vom Himmel trnken mu,
12. auf welch Land der Herr, dein Gott, acht hat, und die Augen des Herrn, 
deines Gottes, immerdar drauf sehen von Anfang des Jahrs bis ans Ende.
13. Werdet ihr nun meine Gebote hren, die ich euch heute gebiete, da ihr 
den Herrn, euren Gott, liebet und ihm dienet von ganzem Herzen und von 
ganzer Seele,
14. so will ich eurem Lande Regen geben zu seiner Zeit, Frhregen und 
Sptregen, da du einsammelst dein Getreide, deinen Most und dein l;
15. und will deinem Vieh Gras geben auf deinem Felde, da ihr esset und 
satt werdet.
16. Htet euch aber, da sich euer Herz nicht berreden lasse, da ihr 
abtretet und dienet andern Gttern und betet sie an,
17. und da dann der Zorn des Herrn ergrimme ber euch und schliee den 
Himmel zu, da kein Regen komme, und die Erde ihr Gewchs nicht gebe, und 
bald umkommet von dem guten Lande, das euch der Herr gegeben hat.
18. So fasset nun diese Worte zu Herzen und in eure Seele und bindet sie 
zum Zeichen auf eure Hand, da sie ein Denkmal vor euren Augen seien.
19. Und lehret sie eure Kinder, da du davon redest, wenn du in deinem 
Hause sitzest oder auf dem Wege gehest, wenn du dich niederlegest und wenn 
du aufstehest.
20. Und schreibe sie an die Pfosten deines Hauses und an deine Tore,
21. da du und deine Kinder lange lebest auf dem Lande, das der Herr 
deinen Vtern geschworen hat, ihnen zu geben, solange die Tage vom Himmel 
auf Erden whren.
22. Denn wo ihr diese Gebote alle werdet halten, die ich euch gebiete, da 
ihr danach tut, da ihr den Herrn, euren Gott, liebet und wandelt in allen 
seinen Wegen und ihm anhanget,
23. so wird der Herr alle diese Vlker vor euch her vertreiben, da ihr 
grere und strkere Vlker einnehmet, denn ihr seid.
24. Alle rter, darauf eure Fusohle tritt, sollen euer sein; von der 
Wste an und von dem Berge Libanon und von dem Wasser Phrath bis ans 
uerste Meersoll eure Grenze sein.
25. Niemand wird euch widerstehen mgen. Eure Furcht und Schrecken wird 
der Herr ber alle Lande kommen lassen, darin ihr reiset, wie er euch 
geredet hat.
26. Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch:
27. den Segen, so ihr gehorchet den Geboten des Herrn, eures Gottes, die 
ich euch heute gebiete;
28. den Fluch aber, so ihr nicht gehorchen werdet den Geboten des Herrn, 
eures Gottes, und abtretet von dem Wege, den ich euch heute gebiete, da 
ihr andern Gttern nachwandelt, die ihr nicht kennet.
29. Wenn dich der Herr, dein Gott, in das Land bringet, da du einkommst, 
da du es einnehmest, so sollst du den Segen sprechen lassen auf dem Berge 
Grisim und den Fluch auf dem Berge Ebal,
30. welche sind jenseit des Jordans, der Strae nach gegen der Sonnen 
Niedergang, im Lande der Kanaaniter, die auf dem Blachfelde wohnen gegen 
Gilgal ber, bei dem Hain More.
31. Denn du wirst ber den Jordan gehen, da du einkommest, das Land 
einzunehmen, das euch der Herr, euer Gott, gegeben hat, da ihr's 
einnehmet und drinnen wohnet.
32. So haltet nun, da ihr tut nach allen Geboten und Rechten, die ich 
euch heute vorlege.
Das fnfte Buch Mose 12
1. Das sind die Gebote und Rechte, die ihr halten sollt, da ihr danach 
tut im Lande, das der Herr, deiner Vter Gott, dir gegeben hat 
einzunehmen, solange ihr auf Erden lebet.
2. Verstret alle Orte, da die Heiden, die ihr einnehmen werdet, ihren 
Gttern gedienet haben, es sei auf hohen Bergen, auf Hgeln oder unter 
grnen Bumen;
3. und reiet um ihre Altre und zerbrechet ihre Sulen und verbrennet mit 
Feuer ihre Haine; und die Gtzen ihrer Gtter tut ab und vertilget ihren 
Namen aus demselben Ort.
4. Ihr sollt dem Herrn, eurem Gott, nicht also tun,
5. sondern an dem Ort, den der Herr, euer Gott, erwhlen wird aus allen 
euren Stmmen, da er seinen Namen daselbst lsset wohnen, sollt ihr 
forschen und dahin kommen
6. und eure Brandopfer, und eure anderen Opfer und eure Zehnten und eurer 
Hnde Hebe und eure Gelbde und eure freiwilligen Opfer und die Erstgeburt 
eurer Rinder und Schafe dahin bringen.
7. Und sollt daselbst vor dem Herrn, eurem Gott, essen und frhlich sein 
ber allem, das ihr und euer Haus bringet, darinnen dich der Herr, dein 
Gott, gesegnet hat.
8. Ihr sollt der keins tun, das wir heute allhie tun, ein jeglicher, was 
ihn recht dnket.
9. Denn ihr seid bisher noch nicht zur Ruhe kommen noch zu dem Erbteil, 
das dir der Herr, dein Gott, geben wird.
10. Ihr werdet aber ber den Jordan gehen und im Lande wohnen, das euch 
der Herr, euer Gott, wird zum Erbe austeilen, und wird euch Ruhe geben von 
allen euren Feinden um euch her, und werdet sicher wohnen.
11. Wenn nun der Herr, dein Gott, einen Ort erwhlet, da sein Name 
daselbst wohne, sollt ihr daselbst hinbringen alles, was ich euch gebiete: 
eure Brandopfer, eure anderen Opfer, eure Zehnten, eurer Hnde Hebe und 
alle eure freien Gelbde, die ihr dem Herrn geloben werdet.
12. Und sollt frhlich sein vor dem Herrn, eurem Gott, ihr und eure Shne 
und eure Tchter und eure Knechte und eure Mgde und die Leviten, die in 
euren Toren sind; denn sie haben kein Teil noch Erbe mit euch.
13. Hte dich, da du nicht deine Brandopfer opferst an allen Orten, die 
du siehest,
14. sondern an dem Ort, den der Herr erwhlet in irgendeinem deiner 
Stmme, da sollst du dein Brandopfer opfern und tun alles, was ich dir 
gebiete.
15. Doch magst du schlachten und Fleisch essen in allen deinen Toren nach 
aller Lust deiner Seele, nach dem Segen des Herrn, deines Gottes, den er 
dir gegeben hat; beide der Reine und der Unreine mgen's essen, wie ein 
Reh oder Hirsch.
16. Ohne das Blut sollst du nicht essen, sondern auf die Erde gieen, wie 
Wasser.
17. Du magst aber nicht essen in deinen Toren vom Zehnten deines 
Getreides, deines Mosts, deines ls, noch von der Erstgeburt deiner 
Rinder, deiner Schafe oder von irgend einem deiner Gelbde, die du gelobet 
hast, oder von deinem freiwilligen Opfer, oder von deiner Hand Hebe;
18. sondern vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du solches essen an dem 
Ort, den der Herr, dein Gott, erwhlet, du und deine Shne, deine Tchter, 
deine Knechte, deine Mgde und der Levit, der in deinem Tor ist; und 
sollst frhlich sein vor dem Herrn, deinem Gott, ber allem, das du 
bringest.
19. Und hte dich, da du den Leviten nicht verlssest, solange du auf 
Erden lebest.
20. Wenn aber der Herr, dein Gott, deine Grenze weitern wird, wie er dir 
geredet hat, und sprichst: Ich will Fleisch essen, weil deine Seele 
Fleisch zu essen gelstet, so i Fleisch nach aller Lust deiner Seele.
21. Ist aber die Sttte ferne von dir, die der Herr, dein Gott, erwhlet 
hat, da er seinen Namen daselbst wohnen lasse, so schlachte von deinen 
Rindern oder Schafen, die dir der Herr gegeben hat, wie ich dir geboten 
habe, und i es in deinen Toren nach aller Lust deiner Seele.
22. Wie man ein Reh oder Hirsch isset, magst du es essen; beide der Reine 
und der Unreine mgen's zugleich essen.
23. Allein merke, da du das Blut nicht essest; denn das Blut ist die 
Seele, darum sollst du die Seele nicht mit dem Fleisch essen,
24. sondern sollst es auf die Erde gieen, wie Wasser.
25. Und sollst es darum nicht essen, da dir's wohlgehe und deinen Kindern 
nach dir, da du getan hast, was recht ist vor dem Herrn.
26. Aber wenn du etwas heiligen willst von dem Deinen, oder geloben, so 
sollst du es aufladen und bringen an den Ort, den der Herr erwhlet hat,
27. und dein Brandopfer mit Fleisch und Blut tun auf den Altar des Herrn, 
deines Gottes. Das Blut deines Opfers sollst du gieen auf den Altar des 
Herrn, deines Gottes, und das Fleisch essen.
28. Siehe zu und hre alle diese Worte, die ich dir gebiete, auf da dir's 
wohlgehe und deinen Kindern nach dir ewiglich, da du getan hast, was 
recht und gefllig ist vor dem Herrn, deinem Gott.
29. Wenn der Herr, dein Gott, vor dir her die Heiden ausrottet, da du 
hinkommest, sie einzunehmen, und sie eingenommen hast und in ihrem Lande 
wohnest,
30. so hte dich, da du nicht in den Strick fallest ihnen nach, nachdem 
sie vertilget sind vor dir, und nicht fragest nach ihren Gttern und 
sprechest: Wie diese Vlker haben ihren Gttern gedienet, also will ich 
auch tun.
31. Du sollst nicht also an dem Herrn, deinem Gott, tun; denn sie haben 
ihren Gttern getan alles, was dem Herrn ein Greuel ist, und das er 
hasset; denn sie haben auch ihre Shne und Tchter mit Feuer verbrannt 
ihren Gttern.
32. Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr halten, da ihr danach tut. 
Ihr sollt nichts dazutun noch davontun.
Das fnfte Buch Mose 13
1. Wenn ein Prophet oder Trumer unter euch wird aufstehen und gibt dir 
ein Zeichen oder Wunder,
2. und das Zeichen oder Wunder kommt, davon er dir gesagt hat, und 
spricht: La uns andern Gttern folgen, die ihr nicht kennet, und ihnen 
dienen:
3. so sollst du nicht gehorchen den Worten solches Propheten oder 
Trumers; denn der Herr, euer Gott, versucht euch, da er erfahre, ob ihr 
ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele lieb habt.
4. Denn ihr sollt dem Herrn, eurem Gott, folgen und ihn frchten und seine 
Gebote halten und seiner Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm anhangen.
5. Der Prophet aber oder der Trumer soll sterben, darum da er euch von 
dem Herrn, eurem Gott, der euch aus gyptenland gefhret und dich von dem 
Diensthause erlset hat, abzufallen gelehret und dich aus dem Wege 
verfhret hat; den der Herr, dein Gott, geboten hat, drinnen zu wandeln, 
auf da du den Bsen von dir tust.
6. Wenn dich dein Bruder, deiner Mutter Sohn, oder dein Sohn, oder deine 
Tochter, oder das Weib in deinen Armen, oder dein Freund, der dir ist wie 
dein Herz, berreden wrde heimlich und sagen: La uns gehen und andern 
Gttern dienen, die du nicht kennest, noch deine Vter,
7. die unter den Vlkern um euch her sind, sie seien dir nahe oder ferne, 
von einem Ende der Erde bis an das andere:
8. so bewillige nicht und gehorche ihm nicht. Auch soll dein Auge seiner 
nicht schonen, und sollst dich seiner nicht erbarmen noch ihn verbergen,
9. sondern sollst ihn erwrgen. Deine Hand soll die erste ber ihm sein, 
da man ihn tte, und danach die Hand des ganzen Volks.
10. Man soll ihn zu Tode steinigen, denn er hat dich wollen verfhren von 
dem Herrn, deinem Gott, der dich aus gyptenland Von dem Diensthause 
gefhret hat,
11. auf da ganz Israel hre und frchte sich, und nicht mehr solch bel 
vornehme unter euch.
12. Wenn du hrest von irgend einer Stadt, die dir der Herr, dein Gott, 
gegeben hat, drinnen zu wohnen, da man sagt:
13. Es sind etliche Kinder Belials ausgegangen unter dir und haben die 
Brger ihrer Stadt verfhrt und gesagt: Lat uns gehen und andern Gttern 
dienen, die ihr nicht kennet,
14. so sollst du fleiig suchen, forschen und fragen. Und so sich findet 
die Wahrheit, da gewi also ist, da der Greuel unter euch geschehen ist,
15. so sollst du die Brger derselben Stadt schlagen mit des Schwerts 
Schrfe und sie verbannen mit allem, das drinnen ist, und ihr Vieh mit der 
Schrfe des Schwerts.
16. Und allen ihren Raub sollst du sammeln mitten auf die Gassen und mit 
Feuer verbrennen, beide Stadt und allen ihren Raub miteinander dem Herrn, 
deinem Gott, da sie auf einem Haufen liege ewiglich und nimmer gebauet 
werde.
17. Und la nichts von dem Bann an deiner Hand hangen, auf da der Herr 
von dem Grimm seines Zorns abgewendet werde und gebe dir Barmherzigkeit 
und erbarme sich deiner und mehre dich, wie er deinen Vtern geschworen 
hat,
18. darum da du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchet hast, zu 
halten alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, da du tust, was 
recht ist vor den Augen des Herrn, deines Gottes.
Das fnfte Buch Mose 14
1. Ihr seid Kinder des Herrn, eures Gottes; ihr sollt euch nicht Male 
stechen noch kahl scheren ber den Augen ber einem Toten.
2. Denn du bist ein heilig Volk dem Herrn, deinem Gott, und der Herr hat 
dich erwhlet, da du sein Eigentum seiest aus allen Vlkern, die auf 
Erden sind.
3. Du sollst keinen Greuel essen.
4. Dies ist aber das Tier, das ihr essen sollt: Ochsen, Schafe, Ziegen,
5. Hirsch, Rehe, Bffel, Steinbock, Tendeln, Urochs und Elen
6. und alles Tier, das seine Klauen spaltet und wiederkuet, sollt ihr 
essen.
7. Das sollt ihr aber nicht essen, das wiederkuet und die Klauen nicht 
spaltet. Das Kamel, der Hase und Kaninchen, die da wiederkuen und doch 
die Klauen nicht spalten, sollen euch unrein sein.
8. Das Schwein, ob es wohl die Klauen spaltet, so wiederkuet es doch 
nicht, soll euch unrein sein. Ihres Fleisches sollt ihr nicht essen und 
ihr Aas sollt ihr nicht anrhren.
9. Das ist, das ihr essen sollt von allem, das in Wassern ist: alles, was 
Flofedern und Schuppen hat, sollt ihr essen.
10. Was aber keine Flofedern noch Schuppen hat, sollt ihr nicht essen; 
denn es ist euch unrein.
11. Alle reinen Vgel esset.
12. Das sind sie aber, die ihr nicht essen sollt: der Adler, der Habicht, 
der Fischaar;
13. der Taucher, der Weihe, der Geier mit seiner Art
14. und alle Raben mit ihrer Art,
15. der Strau, die Nachteule, der Kuckuck, der Sperber mit seiner Art,
16. das Kuzlein, der Uhu, die Fledermaus,
17. die Rohrdommel, der Storch, der Schwan,
18. der Reiher, der Hher mit seiner Art, der Wiedehopf, die Schwalbe;
19. und alles Gevgel, das kreucht, soll euch unrein sein, und sollt es 
nicht essen.
20. Das reine Gevgel sollt ihr essen.
21. Ihr sollt kein Aas essen; dem Fremdling in deinem Tor magst du es 
geben, da er's esse, oder verkaufe es einem Fremden; denn du bist ein 
heilig Volk dem Herrn, deinem Gott. Du sollst das Bcklein nicht kochen, 
weil es noch seine Mutter suget.
22. Du sollst alle Jahr den Zehnten absondern alles Einkommens deiner 
Saat, das aus deinem Acker kommt;
23. und sollst es essen vor dem Herrn, deinem Gott, an dem Ort, den er 
erwhlet, da sein Name daselbst wohne, nmlich vom Zehnten deines 
Getreides, deines Mosts, deines ls und der Erstgeburt deiner Rinder und 
deiner Schafe, auf da du lernest frchten den Herrn, deinen Gott, dein 
Leben lang.
24. Wenn aber des Weges dir zu viel ist, da du solches nicht hintragen 
kannst, darum da der Ort dir zu ferne ist, den der Herr, dein Gott, 
erwhlet hat, da er seinen Namen daselbst wohnen lasse (denn der Herr, 
dein, Gott, hat dich gesegnet),
25. so gib's um Geld und fasse das Geld in deine Hand und gehe an den Ort, 
den der Herr, dein Gott, erwhlet hat,
26. und gib das Geld um alles, was deine Seele gelstet, es sei um Rinder, 
Schafe, Wein, starken Trank oder um alles, das deine Seele wnschet. Und 
i daselbst vor dem Herrn, deinem Gott, und sei frhlich, du und dein Haus
27. und der Levit, der in deinem Tor ist; du sollst ihn nicht verlassen, 
denn er hat kein Teil noch Erbe mit dir.
28. ber drei Jahre sollst du aussondern alle Zehnten deines Einkommens 
desselben Jahrs und sollst es lassen in deinem Tor.
29. So soll kommen der Levit, der kein Teil noch Erbe mit dir hat, und der 
Fremdling und der Waise und die Witwe, die in deinem Tor sind, und essen 
und sich sttigen, auf da dich der Herr, dein Gott, segne in allen Werken 
deiner Hand, die du tust.
Das fnfte Buch Mose 15
1. ber sieben Jahre sollst du ein Erlajahr halten.
2. Also soll's aber zugehen mit dem Erlajahr: Wenn einer seinem Nchsten 
etwas borget, der soll's ihm erlassen und soll's nicht einmahnen von 
seinem Nchsten oder von seinem Bruder; denn es heit ein Erlajahr dem 
Herrn.
3. Von einem Fremden magst du es einmahnen; aber dem, der dein Bruder ist, 
sollst du es erlassen.
4. Es soll allerdinge kein Bettler unter euch sein; denn der Herr wird 
dich segnen im Lande, das dir der Herr, dein Gott, geben wird zum Erbe 
einzunehmen;
5. allein da du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchest und 
haltest alle diese Gebote, die ich dir heute gebiete, da du danach tust!
6. Denn der Herr, dein Gott, wird dich segnen, wie er dir geredet hat. So 
wirst du vielen Vlkern leihen, und du wirst von niemand borgen. Du wirst 
ber viele Vlker herrschen, und ber dich wird niemand herrschen.
7. Wenn deiner Brder irgend einer arm ist in irgend einer Stadt in deinem 
Lande, das der Herr, dein Gott, dir geben wird, so sollst du dein Herz 
nicht verhrten noch deine Hand zuhalten gegen deinen armen Bruder,
8. sondern sollst sie ihm auftun und ihm leihen, nach dem er mangelt.
9. Hte dich, da nicht in deinem Herzen ein Belialstck sei, das da 
spreche: Es nahet herzu das siebente Jahr, das Erlajahr, und sehest 
deinen armen Bruder unfreundlich an und gebest ihm nicht; so wird er ber 
dich zum Herrn rufen, so wirst du es Snde haben;
10. sondern du sollst ihm geben, und dein Herz nicht verdrieen lassen, 
da du ihm gibst; denn um solches willen wird dich der Herr, dein Gott, 
segnen in allen deinen Werken und was du vornimmst.
11. Es werden allezeit Arme sein im Lande; darum gebiete ich dir und sage, 
da du deine Hand auftust deinem Bruder, der bedrngt und arm ist in 
deinem Lande.
12. Wenn sich dein Bruder, ein Ebrer oder Ebrerin, dir verkauft, so soll 
er dir sechs Jahre dienen; im siebenten Jahr sollst du ihn frei losgeben.
13. Und wenn du ihn frei losgibst, sollst du ihn nicht leer von dir gehen 
lassen,
14. sondern sollst ihm auflegen von deinen Schafen, von deiner Tenne, von 
deiner Kelter, da du gebest von dem, das dir der Herr, dein Gott, 
gesegnet hat.
15. Und gedenke, da du auch Knecht warest in gyptenland, und der Herr, 
dein Gott, dich erlset hat; darum gebiete ich dir solches heute.
16. Wird er aber zur dir sprechen: Ich will nicht ausziehen von dir, denn 
ich habe dich und dein Haus lieb (weil ihm wohl bei dir ist),
17. so nimm einen Pfriemen und bohre ihn durch sein Ohr an der Tr und la 
ihn ewiglich deinen Knecht sein. Mit deiner Magd sollst du auch also tun.
18. Und la dich's nicht schwer dnken, da du ihn frei losgibst: denn er 
hat dir als ein zwiefltiger Taglhner sechs Jahre gedienet; so wird der 
Herr, dein Gott, dich segnen in allem, was du tust.
19. Alle Erstgeburt, die unter deinen Rindern und Schafen geboren wird, 
das ein Mnnlein ist, sollst du dem Herrn, deinem Gott, heiligen. Du 
sollst nicht ackern mit dem Erstling deiner Ochsen und nicht bescheren die 
Erstlinge deiner Schafe.
20. Vor dem Herrn, deinem Gott, sollst du sie essen jhrlich an der 
Sttte, die der Herr erwhlet, du und dein Haus.
21. Wenn es aber einen Fehl hat, da es hinket, oder blind ist, oder sonst 
irgend einen bsen Fehl, so sollst du es nicht opfern dem Herrn, deinem 
Gott,
22. sondern in deinem Tor sollst du es essen, du seiest unrein oder rein, 
wie ein Reh und Hirsch;
23. allein da du seines Bluts nicht essest, sondern auf die Erde gieest, 
wie Wasser.
Das fnfte Buch Mose 16
1. Halte den Mond Abib, da du Passah haltest dem Herrn, deinem Gott; denn 
im Mond Abib hat dich der Herr, dein Gott, aus gypten gefhret bei der 
Nacht.
2. Und sollst dem Herrn, deinem Gott, das Passah schlachten, Schafe und 
Rinder, an der Sttte, die der Herr erwhlen wird, da sein Name daselbst 
wohne.
3. Du sollst kein Gesuertes auf das Fest essen. Sieben Tage sollst du 
ungesuert Brot des Elends essen; denn mit Furcht bist du aus gyptenland 
gezogen, auf da du des Tages deines Auszugs aus gyptenland gedenkest 
dein Leben lang.
4. Es soll in sieben Tagen kein Gesuertes gesehen werden in allen deinen 
Grenzen; und soll auch nichts vom Fleisch, das des Abends am ersten Tage 
geschlachtet ist ber Nacht bleiben bis an den Morgen.
5. Du kannst nicht Passah schlachten in irgend deiner Tore einem, die dir 
der Herr, dein Gott, gegeben hat,
6. sondern an der Sttte, die der Herr, dein Gott, erwhlen wird, da sein 
Name daselbst wohne, da sollst du das Passah schlachten des Abends, wenn 
die Sonne ist untergegangen, zu der Zeit, als du aus gypten zogest;
7. Und sollst es kochen und essen an der Sttte, die der Herr, dein Gott, 
erwhlen wird, und danach dich wenden des Morgens und heimgehen in deine 
Htte.
8. Sechs Tage sollst du Ungesuertes essen, und am siebenten Tag ist die 
Versammlung des Herrn, deines Gottes; da sollst du keine Arbeit tun.
9. Sieben Wochen sollst du dir zhlen und anheben zu zhlen, wenn man 
anfhet mit der Sichel in der Saat.
10. Und sollst halten das Fest der Wochen dem Herrn, deinem Gott, da du 
eine freiwillige Gabe deiner Hand gebest, nachdem dich der Herr, dein 
Gott, gesegnet hat;
11. und sollst frhlich sein vor Gott, deinem Herrn, du und dein Sohn, 
deine Tochter, dein Knecht; deine Magd und der Levit, der in deinem Tor 
ist, der Fremdling, der Waise und die Witwe, die unter dir sind, an der 
Sttte, die der Herr, dein Gott, erwhlet hat, da sein Name da wohne.
12. Und gedenke, da du Knecht in gypten gewesen bist, da du haltest und 
tust nach diesen Geboten.
13. Das Fest der Laubhtten sollst du halten sieben Tage, wenn du hast 
eingesammelt von deiner Tenne und von deiner Kelter;
14. und sollst frhlich sein auf dein Fest, du und dein Sohn, deine 
Tochter, dein Knecht, deine Magd, der Levit, der Fremdling, der Waise und 
die Witwe, die in deinem Tor sind.
15. Sieben Tage sollst du dem Herrn, deinem Gott, das Fest halten an der 
Sttte, die der Herr erwhlen wird. Denn der Herr, dein Gott, wird dich 
segnen in all deinem Einkommen und in allen Werken deiner Hnde; darum 
sollst du frhlich sein.
16. Dreimal des Jahrs soll alles, was mnnlich ist unter dir, vor dem 
Herrn, deinem Gott, erscheinen an der Sttte, die der Herr erwhlen wird: 
aufs Fest der ungesuerten Brote, aufs Fest der Wochen und aufs Fest der 
Laubhtten. Es soll aber nicht leer vor dem Herrn erscheinen,
17. ein jeglicher nach der Gabe seiner Hand, nach dem Segen, den dir der 
Herr, dein Gott, gegeben hat.
18. Richter und Amtleute sollst du dir setzen in allen deinen Toren, die 
dir der Herr, dein Gott, geben wird unter deinen Stmmen, da sie das Volk 
richten mit rechtem Gericht.
19. Du sollst das Recht nicht beugen und sollst auch keine Person ansehen 
noch Geschenk nehmen; denn die Geschenke machen die Weisen blind und 
verkehren die Sachen der Gerechten.
20. Was recht ist, dem sollst du nachjagen, auf da du leben und einnehmen 
mgest das Land, das dir der Herr, dein Gott, geben wird.
21. Du sollst keinen Hain von Bumen pflanzen bei dem Altar des Herrn, 
deines Gottes, den du dir machest.
22. Du sollst dir keine Sule aufrichten, welche der Herr, dein Gott, 
hasset.
Das fnfte Buch Mose 17
1. Du sollst dem Herrn, deinem Gott, keinen Ochsen oder Schaf opfern, das 
einen Fehl oder irgend etwas Bses an ihm hat; denn es ist dem Herrn, 
deinem Gott, ein Greuel.
2. Wenn unter dir in der Tore einem, die dir der Herr, dein Gott, geben 
wird, funden wird ein Mann oder Weib, der da bels tut vor den Augen des 
Herrn, deines Gottes, da er seinen Bund bergehet
3. und hingehet und dienet andern Gttern und betet sie an, es sei Sonne 
oder Mond, oder irgend ein Heer des Himmels, das ich nicht geboten habe,
4. und wird dir angesagt und hrest es, so sollst du wohl danach fragen. 
Und wenn du findest, da gewi wahr ist, da solcher Greuel in Israel 
geschehen ist,
5. so sollst du denselben Mann oder dasselbe Weib ausfhren, die solches 
bel getan haben, zu deinem Tor und sollst sie zu Tod steinigen.
6. Auf zweier oder dreier Zeugen Mund soll sterben, wer des Todes wert 
ist; aber auf eines Zeugen Mund soll er nicht sterben.
7. Die Hand der Zeugen soll die erste sein, ihn zu tten, und danach die 
Hand alles Volks, da du den Bsen von dir tust.
8. Wenn eine Sache vor Gericht dir zu schwer sein wird, zwischen Blut und 
Blut, zwischen Handel und Handel, zwischen Schaden und Schaden, und was 
znkische Sachen sind in deinen Toren, so sollst du dich aufmachen und 
hinaufgehen zu der Sttte; die dir der Herr, dein Gott, erwhlen wird,
9. und zu den Priestern, den Leviten und zu dem Richter, der zu der Zeit 
sein wird, kommen und fragen; die sollen dir das Urteil sprechen.
10. Und du sollst tun nach dem, das sie dir sagen an der Sttte, die der 
Herr erwhlet hat, und sollst es halten, da du tust nach allem, das sie 
dich lehren werden.
11. Nach dem Gesetz, das sie dich lehren, und nach dem Recht, das sie dir 
sagen, sollst du dich halten, da du von demselben nicht abweichest weder 
zur Rechten noch zur Linken.
12. Und wo jemand vermessen handeln wrde, da er dem Priester nicht 
gehorchte, der daselbst in des Herrn, deines Gottes, Amt stehet, oder dem 
Richter, der soll sterben; und sollst den Bsen aus Israel tun
13. da alles Volk hre und sich frchte und nicht mehr vermessen sei.
14. Wenn du ins Land kommst, das dir der Herr, dein Gott, geben wird, und 
nimmst es ein und wohnest drinnen, und wirst sagen: Ich will einen Knig 
ber mich setzen, wie alle Vlker um mich her haben,
15. so sollst du den zum Knige ber dich setzen, den der Herr, dein Gott, 
erwhlen wird. Du sollst aber aus deinen Brdern einen zum Knige ber 
dich setzen. Du kannst nicht irgend einen Fremden, der nicht dein Bruder 
ist, ber dich setzen.
16. Allein da er nicht viele Rosse halte und fhre das Volk nicht wieder 
in gypten um der Rosse Menge willen, weil der Herr euch gesagt hat, da 
ihr fort nicht wieder durch diesen Weg kommen sollt.
17. Er soll auch nicht viele Weiber nehmen, da sein Herz nicht abgewandt 
werde; und soll auch nicht viel Silber und Gold sammeln.
18. Und wenn er nun sitzen wird auf dem Stuhl seines Knigreichs, soll er 
dies andere Gesetz von den Priestern, den Leviten, nehmen und auf ein Buch 
schreiben lassen.
19. Das soll bei ihm sein und soll drinnen lesen sein Leben lang, auf da 
er lerne frchten den Herrn, seinen Gott, da er halte alle Worte dieses 
Gesetzes und die Rechte, da er danach tue.
20. Er soll sein Herz nicht erheben ber seine Brder und soll nicht 
weichen von dem Gebot, weder zur Rechten noch zur Linken, auf da er seine 
Tage verlngere auf seinem Knigreich, er und seine Kinder in Israel.
Das fnfte Buch Mose 18
1. Die Priester, die Leviten des ganzen Stamms Levi, sollen nicht Teil 
noch Erbe haben mit Israel. Die Opfer des Herrn und sein Erbteil sollen 
sie essen.
2. Darum sollen sie kein Erbe unter ihren Brdern haben, da der Herr ihr 
Erbe ist, wie er ihnen geredet hat.
3. Das soll aber das Recht der Priester sein an dem Volk und an denen, die 
da opfern, es sei Ochse oder Schaf, da man dem Priester gebe den Arm und 
beide Backen und den Wanst
4. und das Erstling deines Korns, deines Mosts und deines ls und das 
Erstling von der Schur deiner Schafe.
5. Denn der Herr, dein Gott, hat ihn erwhlet aus allen deinen Stmmen, 
da er stehe am Dienst im Namen des Herrn, er und seine Shne ewiglich.
6. Wenn ein Levit kommt aus irgend einem deiner Tore oder sonst irgend aus 
ganz Israel, da er ein Gast ist, und kommt nach aller Lust seiner Seele an 
den Ort, den der Herr erwhlet hat,
7. da er diene im Namen des Herrn, seines Gottes, wie alle seine Brder, 
die Leviten, die daselbst vor dem Herrn stehen,
8. die sollen gleichen Teil zu essen haben, ber das er hat von dem 
verkauften Gut seiner Vter.
9. Wenn du in das Land kommst, das dir der Herr, dein Gott, geben wird, so 
sollst du nicht lernen tun die Greuel dieser Vlker.
10. Da nicht unter dir funden werde, der seinen Sohn oder Tochter durchs 
Feuer gehen lasse, oder ein Weissager oder ein Tagewhler, oder der auf 
Vogelgeschrei achte, oder ein Zauberer,
11. oder Beschwrer oder Wahrsager oder Zeichendeuter, oder der die Toten 
frage.
12. Denn wer solches tut, der ist dem Herrn ein Greuel, und um solcher 
Greuel willen vertreibt sie der Herr, dein Gott, vor dir her.
13. Du aber sollst ohne Wandel sein mit dem Herrn, deinem Gott.
14. Denn diese Vlker, die du einnehmen wirst, gehorchen den Tagewhlern 
und Weissagern; aber du sollst dich nicht also halten gegen den Herrn, 
deinen Gott.
15. Einen Propheten wie mich wird der Herr, dein Gott, dir erwecken aus 
dir und aus deinen Brdern, dem sollt ihr gehorchen.
16. Wie du denn von dem Herrn, deinem Gott, gebeten hast zu Horeb am Tage 
der Versammlung und sprachest: Ich will fort nicht mehr hren die Stimme 
des Herrn, meines Gottes, und das groe Feuer nicht mehr sehen, da ich 
nicht sterbe.
17. Und der Herr sprach zu mir: Sie haben wohl geredet.
18. Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, erwecken aus ihren 
Brdern und meine Worte in seinen Mund geben; der soll zu ihnen reden 
alles, was ich ihm gebieten werde.
19. Und wer meine Worte nicht hren wird, die er in meinem Namen reden 
wird, von dem will ich's fordern.
20. Doch wenn ein Prophet vermessen ist, zu reden in meinem Namen, das ich 
ihm nicht geboten habe zu reden, und welcher redet in dem Namen anderer 
Gtter, derselbe Prophet soll sterben.
21. Ob du aber in deinem Herzen sagen wrdest: Wie kann ich merken, 
welches Wort der Herr nicht geredet hat?
22. Wenn der Prophet redet in dem Namen des Herrn, und wird nichts draus 
und kommt nicht, das ist das Wort, das der Herr nicht geredet hat: der 
Prophet hat es aus Vermessenheit geredet, darum scheue dich nicht vor ihm.
Das fnfte Buch Mose 19
1. Wenn der Herr, dein Gott, die Vlker ausgerottet hat, welcher Land dir 
der Herr, dein Gott, geben wird, da du sie einnehmest, und in ihren 
Stdten und Husern wohnest,
2. sollst du dir drei Stdte aussondern im Lande, das dir der Herr, dein 
Gott, geben wird einzunehmen.
3. Und sollst gelegene Orte whlen und die Grenze deines Landes, das dir 
der Herr, dein Gott, austeilen wird, in drei Kreise scheiden, da dahin 
fliehe, wer einen Totschlag getan hat.
4. Und das soll die Sache sein, da dahin fliehe, der einen Totschlag 
getan hat, da er lebendig bleibe: Wenn jemand seinen Nchsten schlgt, 
nicht vorstzlich, und hat vorhin keinen Ha auf ihn gehabt,
5. sondern als wenn jemand mit seinem Nchsten in den Wald ginge, Holz zu 
hauen, und holete mit der Hand die Axt aus, das Holz abzuhauen, und das 
Eisen fhre vom Stiel und trfe seinen Nchsten, da er strbe, der soll 
in dieser Stdte eine fliehen, da er lebendig bleibe,
6. auf da nicht der Blutrcher dem Totschlger nachjage, weil sein Herz 
erhitzt ist, und ergreife ihn, weil der Weg so ferne ist, und schlage ihm 
seine Seele, so doch kein Urteil des Todes an ihm ist, weil er keinen Ha 
vorhin zu ihm getragen hat.
7. Darum gebiete ich dir, da du drei Stdte aussonderst.
8. Und so der Herr, dein Gott, deine Grenze weitern wird, wie er deinen 
Vtern geschworen hat, und gibt dir alles Land, das er geredet hat, deinen 
Vtern zu geben
9. (so du anders alle diese Gebote halten wirst, da du danach tust, die 
ich dir heute gebiete, da du den Herrn, deinen Gott, liebest und in 
seinen Wegen wandelst dein Leben lang), so sollst du noch drei Stdte tun 
zu diesen dreien,
10. auf da nicht unschuldig Blut in deinem Lande vergossen werde, das dir 
der Herr, dein Gott, gibt zum Erbe, und kommen Blutschulden auf dich.
11. Wenn aber jemand Ha trgt wider seinen Nchsten und lauert auf ihn 
und macht sich ber ihn und schlgt ihm seine Seele tot und fleucht in 
dieser Stdte eine,
12. so sollen die ltesten in seiner Stadt hinschicken und ihn von dannen 
holen lassen und ihn in die Hnde des Blutrchers geben, da er sterbe.
13. Deine Augen sollen sein nicht verschonen, und sollst das unschuldige 
Blut aus Israel tun, da dir's wohlgehe.
14. Du sollst deines Nchsten Grenze nicht zurcktreiben, die die Vorigen 
gesetzt haben in deinem Erbteil, das du erbest im Lande das dir der Herr, 
dein Gott, gegeben hat einzunehmen.
15. Es soll kein einzelner Zeuge wider jemand auftreten ber irgend einer 
Missetat oder Snde, es sei, welcherlei Snde es sei, die man tun kann, 
sondern in dem Munde zweier oder dreier Zeugen soll die Sache bestehen.
16. Wenn ein freveler Zeuge wider jemand auftritt, ber ihn zu bezeugen 
eine bertretung,
17. so sollen die beiden Mnner, die eine Sache miteinander haben, vor dem 
Herrn, vor den Priestern und Richtern stehen, die zur selben Zeit sein 
werden;
18. und die Richter sollen wohl forschen. Und wenn der falsche Zeuge hat 
ein falsch Zeugnis wider seinen Bruder gegeben,
19. so sollt ihr ihm tun, wie er gedachte seinem Bruder zu tun, da du den 
Bsen von dir wegtust,
20. auf da die andern hren, sich frchten und nicht mehr solche bse 
Stcke vornehmen zu tun unter dir.
21. Dein Auge soll sein nicht schonen. Seele um Seele, Auge um Auge, Zahn 
um Zahn, Hand um Hand, Fu um Fu.
Das fnfte Buch Mose 20
1. Wenn du in einen Krieg zeuchst wider deine Feinde und siehest Rosse und 
Wagen des Volks, das grer sei, denn du, so frchte dich nicht vor ihnen; 
denn der Herr, dein Gott, der dich aus gyptenland gefhret hat, ist mir 
dir.
2. Wenn ihr nun hinzukommt zum Streit, so soll der Priester herzutreten 
und mit dem Volk reden
3. und zu ihnen sprechen: Israel, hre zu! Ihr gehet heute in den Streit 
wider eure Feinde. Euer Herz verzage nicht; frchtet euch nicht und 
erschrecket nicht und lasset euch nicht grauen vor ihnen;
4. denn der Herr, euer Gott, gehet mit euch, da er fr euch streite mit 
euren Feinden, euch zu helfen.
5. Aber die Amtleute sollen mit dem Volk reden und sagen: Welcher ein neu 
Haus gebauet hat und hat's noch nicht eingeweihet, der gehe hin und bleibe 
in seinem Hause, auf da er nicht sterbe im Krieg, und ein anderer weihe 
es ein.
6. Welcher einen Weinberg gepflanzet hat und hat ihn noch nicht gemein 
gemacht, der gehe hin und bleibe daheim, da er nicht im Kriege sterbe, 
und ein anderer mache ihn gemein.
7. Welcher ein Weib ihm vertrauet hat und hat sie noch nicht heimgeholet, 
der gehe hin und bleibe daheim, da er nicht im Kriege sterbe, und ein 
anderer hole sie heim.
8. Und die Amtleute sollen weiter mit dem Volk reden und sprechen: Welcher 
sich frchtet und ein verzagtes Herz hat, der gehe hin und bleibe daheim, 
auf da er nicht auch seiner Brder Herz feige mache, wie sein Herz ist.
9. Und wenn die Amtleute ausgeredet haben mit dem Volk, so sollen sie die 
Hauptleute vor das Volk an die Spitze stellen.
10. Wenn du vor eine Stadt zeuchst, sie zu bestreiten, so sollst du ihr 
den Frieden anbieten.
11. Antwortet sie dir friedlich und tut dir auf, so soll all das Volk, das 
drinnen funden wird, dir zinsbar und untertan sein.
12. Will sie aber nicht friedlich mit dir handeln und will mit dir 
kriegen, so belagere sie.
13. Und wenn sie der Herr, dein Gott, dir in die Hand gibt, so sollst du 
alles; was mnnlich drinnen ist, mit des Schwerts Schrfe schlagen;
14. ohne die Weiber, Kinder und Vieh und alles, was in der Stadt ist, und 
allen Raub sollst du unter dich austeilen; und sollst essen von der 
Ausbeute deiner Feinde, die dir der Herr, dein Gott, gegeben hat.
15. Also sollst du allen Stdten tun, die sehr ferne von dir liegen und 
nicht hie von den Stdten sind dieser Vlker.
16. Aber in den Stdten dieser Vlker, die dir der Herr, dein Gott, zum 
Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was den Odem hat,
17. sondern sollst sie verbannen, nmlich die Hethiter, Amoriter, 
Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter, wie dir der Herr, dein 
Gott, geboten hat,
18. auf da sie euch nicht lehren tun alle die Greuel, die sie ihren 
Gttern tun, und ihr euch versndiget an dem Herrn, eurem Gott.
19. Wenn du vor einer Stadt lange Zeit liegen mut, wider die du 
streitest, sie zu erobern, so sollst du die Bume nicht verderben, da du 
mit xten dran fahrest; denn du kannst davon essen, darum sollst du sie 
nicht ausrotten. Ist's doch Holz auf dem Felde und nicht Mensch, da es 
vor dir ein Bollwerk sein mge.
20. Welches aber Bume sind, die du weit, da man nicht davon isset, die 
sollst du verderben und ausrotten und Bollwerk draus bauen wider die 
Stadt, die mit dir krieget, bis da du ihrer mchtig werdest.
Das fnfte Buch Mose 21
1. Wenn man einen Erschlagenen findet im Lande, das dir der Herr, dein 
Gott, geben wird einzunehmen, und liegt im Felde, und man nicht wei, wer 
ihn erschlagen hat,
2. so sollen deine ltesten, und Richter hinausgehen und von dem 
Erschlagenen messen an die Stdte, die umher liegen.
3. Welche Stadt die nchste ist, derselben ltesten sollen eine junge Kuh 
von den Rindern nehmen, damit man nicht gearbeitet noch am Joch gezogen 
hat,
4. und sollen sie hinabfhren in einen kiesichten Grund, der weder 
gearbeitet noch beset ist, und daselbst im Grunde ihr den Hals abhauen.
5. Da sollen herzukommen die Priester, die Kinder Levi; denn der Herr, 
dein Gott, hat sie erwhlet, da sie ihm dienen und seinen Namen loben, 
und nach ihrem Munde sollen alle Sachen und alle Schden gehandelt werden.
6. Und alle ltesten derselben Stadt sollen herzutreten zu dem 
Erschlagenen und ihre Hnde waschen ber die junge Kuh, der im Grunde der 
Hals abgehauen ist,
7. und sollen antworten und sagen: Unsere Hnde haben dies Blut nicht 
vergossen, so haben's auch unsere Augen nicht gesehen.
8. Sei gndig deinem Volk Israel, das du, der Herr, erlset hast; lege 
nicht das unschuldige Blut auf dein Volk Israel! So werden sie ber dem 
Blut vershnet sein.
9. Also sollst du das unschuldige Blut von dir tun, da du tust, was recht 
ist vor den Augen des Herrn.
10. Wenn du in einen Streit zeuchst wider deine Feinde, und der Herr, dein 
Gott, gibt dir sie in deine Hnde, da du ihre Gefangenen wegfhrest,
11. und siehest unter den Gefangenen ein schn Weib und hast Lust zu ihr, 
da du sie zum Weibe nehmest,
12. so fhre sie in dein Haus und la ihr das Haar abscheren und ihre 
Ngel beschneiden
13. und die Kleider ablegen, darinnen sie gefangen ist, und la sie sitzen 
in deinem Hause und beweinen einen Mond lang ihren Vater und ihre Mutter; 
danach schlaf bei ihr und nimm sie zur Ehe und la sie dein Weib sein.
14. Wenn du aber nicht Lust zu ihr hast, so sollst du sie auslassen, wo 
sie hin will, und nicht um Geld verkaufen noch versetzen, darum da du sie 
gedemtiget hast.
15. Wenn jemand zwei Weiber hat, eine, die er lieb hat, und eine, die er 
hasset, und sie ihm Kinder gebren, beide die liebe und die feindselige, 
da der Erstgeborene der feindseligen ist,
16. und die Zeit kommt, da er seinen Kindern das Erbe austeile, so kann 
er nicht den Sohn der liebsten zum erstgeborenen Sohn machen fr den 
erstgeborenen Sohn der feindseligen,
17. sondern er soll den Sohn der feindseligen fr den ersten Sohn 
erkennen, da er ihm zwiefltig gebe alles, das vorhanden ist; denn 
derselbe ist seine erste Kraft, und der Erstgeburt Recht ist sein.
18. Wenn jemand einen eigenwilligen und ungehorsamen Sohn hat, der seines 
Vaters und Mutter Stimme nicht gehorchet, und wenn sie ihn zchtigen, 
ihnen nicht gehorchen will,
19. so soll ihn sein Vater und Mutter greifen und zu den ltesten der 
Stadt fhren und zu dem Tor desselben Orts
20. und zu den ltesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn ist eigenwillig 
und ungehorsam und gehorcht unserer Stimme nicht und ist ein Schlemmer und 
Trunkenbold.
21. So sollen ihn steinigen alle Leute derselben Stadt, da er sterbe, und 
sollst also den Bsen von dir tun, da es ganz Israel hre und sich 
frchte.
22. Wenn jemand eine Snde getan hat, die des Todes wrdig ist, und wird 
also gettet, da man ihn an ein Holz hnget,
23. so soll sein Leichnam nicht ber Nacht an dem Holz bleiben, sondern 
sollst ihn desselben Tages begraben; denn ein Gehenkter ist verflucht bei 
Gott auf da du dein Land nicht verunreinigest, das dir der Herr, dein 
Gott, gibt zum Erbe.
Das fnfte Buch Mose 22
1. Wenn du deines Bruders Ochsen oder Schaf siehest irre gehen, so sollst 
du dich nicht entziehen von ihnen, sondern sollst sie wieder zu deinem 
Bruder fhren.
2. Wenn aber dein Bruder dir nicht nahe ist und kennest ihn nicht, so 
sollst du sie in dein Haus nehmen, da sie bei dir seien, bis sie dein 
Bruder suche, und dann ihm wiedergebest.
3. Also sollst du tun mit seinem Esel, mit seinem Kleide und mit allem 
Verlorenen, das dein Bruder verlieret, und du es findest; du kannst dich 
nicht entziehen.
4. Wenn du deines Bruders Esel oder Ochsen siehest fallen auf dem Wege, so 
sollst du dich nicht von ihm entziehen, sondern sollst ihm aufhelfen.
5. Ein Weib soll nicht Mannsgerte tragen, und ein Mann soll nicht 
Weiberkleider antun; denn wer solches tut, der ist dem Herrn, deinem Gott, 
ein Greuel.
6. Wenn du auf dem Wege findest ein Vogelnest auf einem Baum oder auf der 
Erde mit Jungen oder mit Eiern, und da die Mutter auf den Jungen oder auf 
den Eiern sitzet, so sollst du nicht die Mutter mit den Jungen nehmen,
7. sondern sollst die Mutter fliegen lassen und die Jungen nehmen, auf da 
dir's wohlgehe und lange lebest.
8. Wenn du ein neu Haus bauest, so mache eine Lehne drum auf deinem Dache, 
auf da du nicht Blut auf dein Haus ladest, wenn jemand herabfiele.
9. Du sollst deinen Weinberg nicht mit mancherlei besen, da du nicht zur 
Flle heiligest solchen Samen, den du geset hast neben dem Einkommen des 
Weinberges.
10. Du sollst nicht ackern zugleich mit einem Ochsen und Esel.
11. Du sollst nicht anziehen ein Kleid von Wolle und Leinen zugleich 
gemenget.
12. Du sollst dir Lpplein machen an den vier Fittichen deines Mantels, 
damit du dich bedeckest.
13. Wenn jemand ein Weib nimmt und wird ihr gram, wenn er sie beschlafen 
hat,
14. und legt ihr was Schndliches auf und bringet ein bs Geschrei ber 
sie aus und spricht: Das Weib habe ich genommen, und da ich mich zu ihr 
tat, fand ich sie nicht Jungfrau:
15. so sollen der Vater und Mutter der Dirne sie nehmen und vor die 
ltesten der Stadt in dem Tor hervorbringen der Dirne Jungfrauschaft.
16. Und der Dirne Vater soll zu den ltesten sagen: Ich habe diesem Manne 
meine Tochter zum Weibe gegeben; nun ist er ihr gram worden
17. und legt ein schndlich Ding auf sie und spricht: Ich habe deine 
Tochter nicht Jungfrau funden; hie ist die Jungfrauschaft meiner Tochter. 
Und sollen die Kleider vor den ltesten der Stadt ausbreiten.
18. So sollen die ltesten der Stadt den Mann nehmen und zchtigen
19. und um hundert Sekel Silbers ben und dieselben der Dirne Vater 
geben, darum da er eine Jungfrau in Israel berchtiget hat; und soll sie 
zum Weibe nehmen, da er sie sein Leben lang nicht lassen mge.
20. Ist's aber die Wahrheit, da die Dirne nicht ist Jungfrau funden,
21. so soll man, sie heraus vor die Tr ihres Vaters Hauses fhren, und 
die Leute der Stadt sollen sie zu Tod steinigen, darum da sie eine 
Torheit in Israel begangen und in ihres Vaters Hause gehuret hat; und 
sollst das Bse von dir tun.
22. Wenn jemand erfunden wird, der bei einem Weibe schlft, die einen 
Ehemann hat, so sollen sie beide sterben, der Mann und das Weib, bei der 
er geschlafen hat; und sollst das Bse von Israel tun.
23. Wenn eine Dirne jemand vertraut ist, und ein Mann kriegt sie in der 
Stadt und schlft bei ihr,
24. so sollt ihr sie alle beide zu der Stadt Tor ausfhren und sollt sie 
beide steinigen, da sie sterben: die Dirne darum, da sie nicht 
geschrieen hat, weil sie in der Stadt war; den Mann darum, da er seines 
Nchsten Weib geschndet hat; und sollst das Bse von dir tun.
25. Wenn aber jemand eine vertraute Dirne auf dem Felde kriegt und 
ergreift sie und schlft bei ihr, so soll der Mann allein sterben, der bei 
ihr geschlafen hat.
26. Und der Dirne sollst du nichts tun, denn sie hat keine Snde des Todes 
wert getan, sondern gleichwie jemand sich wider seinen Nchsten erhbe und 
schlge seine Seele tot, so ist dies auch.
27. Denn er fand sie auf dem Felde, und die vertraute Dirne schrie, und 
war niemand, der ihr half.
28. Wenn jemand an eine Jungfrau kommt, die nicht vertrauet ist, und 
ergreift sie und schlft bei ihr, und findet sich also,
29. So soll, der sie beschlafen hat, ihrem Vater fnfzig Sekel Silbers 
geben und soll sie zum Weibe haben, darum da er sie geschwcht hat; er 
kann sie nicht lassen sein Leben lang.
30. Niemand soll seines Vaters Weib nehmen und nicht aufdecken seines 
Vaters Decke.
Das fnfte Buch Mose 23
1. Es soll kein Zerstoener noch Verschnittener in die Gemeine des Herrn 
kommen.
2. Es soll auch kein Hurenkind in die Gemeine des Herrn kommen, auch nach 
dem zehnten Glied, sondern soll schlecht nicht in die Gemeine des Herrn 
kommen.
3. Die Ammoniter und Moabiter sollen nicht in die Gemeine des Herrn 
kommen, auch nach dem zehnten Glied, sondern sie sollen nimmermehr 
hineinkommen,
4. darum da sie euch nicht zuvorkamen mit Brot und Wasser auf dem Wege, 
da ihr aus gypten zoget, und dazu wider euch dingeten den Bileam den Sohn 
Beors von Pethor aus Mesopotamien, da er dich verfluchen sollte.
5. Aber der Herr, dein Gott, wollte Bileam nicht hren und wandelte dir 
den Fluch in den Segen, darum da dich der Herr, dein Gott, lieb hatte.
6. Du sollst ihnen weder Glck noch Gutes wnschen dein Leben lang 
ewiglich.
7. Den Edomiter sollst du nicht fr Greuel halten; er ist dein Bruder. Den 
gypter sollst du auch nicht fr Greuel halten; denn du bist ein Fremdling 
in seinem Lande gewesen.
8. Die Kinder, die sie im dritten Gliede zeugen, sollen in die Gemeine des 
Herrn kommen.
9. Wenn du aus dem Lager gehest wider deine Feinde, so hte dich vor allem 
Bsen.
10. Wenn jemand unter dir ist, der nicht rein ist, da ihm des Nachts was 
widerfahren ist, der soll hinaus vor das Lager gehen und nicht wieder 
hineinkommen,
11. bis er vor Abends sich mit Wasser bade. Und wenn die Sonne 
untergegangen ist, soll er wieder ins Lager gehen.
12. Und du sollst auen vor dem Lager einen Ort haben, dahin du zur Not 
hinausgehest.
13. Und sollst ein Schuflein haben, und wenn du dich drauen setzen 
willst, sollst du damit graben; und wenn du gesessen bist, sollst du 
zuscharren, was von dir gegangen ist.
14. Denn der Herr, dein Gott, wandelt unter deinem Lager, da er dich 
errette, und gebe deine Feinde vor dir. Darum soll dein Lager heilig sein, 
da keine Schande unter dir gesehen werde, und er sich von dir wende.
15. Du sollst den Knecht nicht seinem Herrn berantworten, der von ihm zu 
dir sich entwandt hat.
16. Er soll bei dir bleiben an dem Ort, den er erwhlet in deiner Tore 
einem ihm zu gut; und sollst ihn nicht schinden.
17. Es soll keine Hure sein unter den Tchtern Israels, und kein Hurer 
unter den Shnen Israels.
18. Du sollst keinen Hurenlohn noch Hundgeld in das Haus Gottes, deines 
Herrn, bringen aus irgend einem Gelbde; denn das ist dem Herrn, deinem 
Gott, beides ein Greuel.
19. Du sollst an deinem Bruder nicht wuchern, weder mit Geld, noch mit 
Speise, noch mit allem, damit man wuchern kann.
20. An dem Fremden magst du wuchern, aber nicht an deinem Bruder, auf da 
dich der Herr, dein Gott, segne in allem, das du vornimmst im Lande, dahin 
du kommst, dasselbe einzunehmen.
21. Wenn du dem Herrn, deinem Gott, ein Gelbde tust, so sollst du es 
nicht verziehen zu halten; denn der Herr, dein Gott, wird's von dir 
fordern, und wird dir Snde sein.
22. Wenn du das Geloben unterwegen lssest, so ist dir's keine Snde.
23. Aber was zu deinen Lippen ausgegangen ist, sollst du halten und danach 
tun, wie du dem Herrn, deinem Gott, freiwillig gelobet hast, das du mit 
deinem Munde geredet hast.
24. Wenn du in deines Nchsten Weinberg gehest, so magst du der Trauben 
essen nach deinem Willen, bis du satt habest; aber du sollst nichts in 
dein Gef tun.
25. Wenn du in die Saat deines Nchsten gehest, so magst du mit der Hand 
hren abrupfen; aber mit der Sichel sollst du nicht drinnen hin und her 
fahren.
Das fnfte Buch Mose 24
1. Wenn jemand ein Weib nimmt und ehelicht sie, und sie nicht Gnade findet 
vor seinen Augen um etwa einer Unlust willen, so soll er einen 
Scheidebrief schreiben und ihr in die Hand geben und sie aus seinem Hause 
lassen.
2. Wenn sie dann aus seinem Hause gegangen ist und hingehet und wird eines 
andern Weib,
3. und derselbe andere Mann ihr auch gram wird und einen Scheidebrief 
schreibt und ihr in die Hand gibt und sie aus seinem Hause lsset; oder so 
derselbe andere Mann stirbt, der sie zum Weibe genommen hatte:
4. so kann sie ihr erster Mann, der sie auslie, nicht wiederum nehmen, 
da sie sein Weib sei, nachdem sie ist unrein; denn solches ist ein Greuel 
vor dem Herrn, auf da du das Land nicht zu Snden machest, das dir der 
Herr, dein Gott, zum Erbe gegeben hat.
5. Wenn jemand neulich ein Weib genommen hat, der soll nicht in die 
Heerfahrt ziehen, und man soll ihm nichts auflegen. Er soll frei in seinem 
Hause sein ein Jahr lang, da er frhlich sei mit seinem Weibe, das er 
genommen hat.
6. Du sollst nicht zu Pfande nehmen den untersten und obersten Mhlstein; 
denn er hat dir die Seele zu Pfand gesetzt.
7. Wenn jemand funden wird, der aus seinen Brdern eine Seele stiehlt aus 
den Kindern Israel und versetzt oder verkauft sie, solcher Dieb soll 
sterben, da du das Bse von dir tust.
8. Hte dich vor der Plage des Aussatzes, da du mit Flei haltest und 
tust alles, das dich die Priester, die Leviten, lehren; und wie sie euch 
gebieten, das sollt ihr halten und danach tun.
9. Bedenke, was der Herr, dein Gott, tat mit Mirjam auf dem Wege, da ihr 
aus gypten zoget.
10. Wenn du deinem Nchsten irgend eine Schuld borgest, so sollst du nicht 
in sein Haus gehen und ihm ein Pfand nehmen,
11. sondern du sollst drauen stehen, und er, dem du borgest, soll sein 
Pfand zu dir herausbringen.
12. Ist er aber ein Drftiger, so sollst du dich nicht schlafen legen ber 
seinem Pfande,
13. sondern sollst ihm sein Pfand wiedergeben, wenn die Sonne untergehet, 
da er in seinem Kleide schlafe und segne dich. Das wird dir vor dem 
Herrn, deinem Gott, eine Gerechtigkeit sein.
14. Du sollst dem Drftigen und Armen seinen Lohn nicht vorbehalten, er 
sei von deinen Brdern oder Fremdling, der in deinem Lande und in deinen 
Toren ist,
15. sondern sollst ihm seinen Lohn des Tages geben, da die Sonne nicht 
drber untergehe; denn er ist drftig und erhlt seine Seele damit, auf 
da er nicht wider dich den Herrn anrufe, und sei dir Snde.
16. Die Vter sollen nicht fr die Kinder noch die Kinder fr die Vter 
sterben, sondern ein jeglicher soll fr seine Snde sterben.
17. Du sollst das Recht des Fremdlings und des Waisen nicht beugen und 
sollst der Witwe nicht das Kleid zum Pfande nehmen.
18. Denn du sollst gedenken, da du Knecht in gypten gewesen bist, und 
der Herr, dein Gott, dich von dannen erlset hat. Darum gebiete ich dir, 
da du solches tust.
19. Wenn du auf deinem Acker geerntet hast und einer Garbe vergessen hast 
auf dem Acker, so sollst du nicht umkehren, dieselbe zu holen, sondern sie 
soll des Fremdlings, des Waisen und der Witwe sein, auf da dich der Herr, 
dein Gott, segne in allen Werken deiner Hnde.
20. Wenn du deine lbume hast geschttelt, so sollst du nicht 
nachschtteln; es soll des Fremdlings, des Waisen und der Witwe sein.
21. Wenn du deinen Weinberg gelesen hast, so sollst du nicht nachlesen; es 
soll des Fremdlings, des Waisen und der Witwe sein.
22. Und sollst gedenken, da du Knecht in gyptenland gewesen bist; darum 
gebiete ich dir, da du solches tust.
Das fnfte Buch Mose 25
1. Wenn ein Hader ist zwischen Mnnern, so soll man sie vor Gericht 
bringen und sie richten und den Gerechten rechtsprechen und den Gottlosen 
verdammen.
2. Und so der Gottlose Schlge verdienet hat, soll ihn der Richter heien 
niederfallen, und sollen ihn vor ihm schlagen nach dem Ma und Zahl seiner 
Missetat.
3. Wenn man ihm vierzig Schlge gegeben hat, soll man ihn nicht mehr 
schlagen, auf da nicht, so man mehr Schlge gibt, er zu viel geschlagen 
werde, und dein Bruder scheulich vor deinen Augen sei,
4. Du sollst dem Ochsen, der da drischet, nicht das Maul verbinden.
5. Wenn Brder beieinander wohnen, und einer stirbt ohne Kinder, so soll 
des Verstorbenen Weib nicht einen fremden Mann drauen nehmen, sondern ihr 
Schwager soll sie beschlafen und zum Weihe nehmen und sie ehelichen.
6. Und den ersten Sohn, den sie gebieret, soll er besttigen nach dem 
Namen seines verstorbenen Bruders, da, sein Name nicht vertilget werde 
aus Israel.
7. Gefllt es aber dem Manne nicht, da er seine Schwgerin nehme, so soll 
sie, seine Schwgerin, hinaufgehen unter das Tor vor die ltesten und 
sagen: Mein Schwager weigert sich, seinem Bruder einen Namen zu erwecken 
in Israel, und will mich nicht ehelichen.
8. So sollen ihn die ltesten der Stadt fordern und mit ihm reden. Wenn er 
dann stehet und spricht: Es gefllt mir nicht, sie zu nehmen,
9. so soll seine Schwgerin zu ihm treten vor den ltesten und ihm einen 
Schuh ausziehen von seinen Fen und ihn anspeien; und soll antworten und 
sprechen: Also soll man tun einem jeden Manne, der seines Bruders Haus 
nicht erbauen will.
10. Und sein Name soll in Israel heien des Barfers Haus.
11. Wenn sich zween Mnner miteinander hadern, und des einen Weib luft 
zu, da sie ihren Mann errette von der Hand des, der ihn schlgt, und 
strecket ihre Hand aus und ergreifet ihn bei seiner Scham,
12. so sollst du ihr die Hand abhauen, und dein Auge soll ihrer nicht 
verschonen.
13. Du sollst nicht zweierlei Gewicht in deinem Sack, gro und klein, 
haben;
14. und in deinem Hause soll nicht zweierlei Scheffel, gro und klein, 
sein.
15. Du sollst ein vllig und recht Gewicht und einen vlligen und rechten 
Scheffel haben, auf da dein Leben lange whre in dem Lande, das dir der 
Herr, dein Gott, geben wird.
16. Denn wer solches tut, der ist dem Herrn, deinem Gott, ein Greuel, wie 
alle, die bel tun.
17. Gedenke, was dir die Amalekiter taten auf dem Wege, da ihr aus gypten 
zoget:
18. wie sie dich angriffen auf dem Wege und schlugen deine Hintersten, 
alle die Schwachen, die dir hinten nachzogen, da du mde und matt warst, 
und frchteten Gott nicht.
19. Wenn nun der Herr, dein Gott, dich zur Ruhe bringet von allen deinen 
Feinden umher im Lande, das dir der Herr, dein Gott, gibt zum Erbe 
einzunehmen, so sollst du das Gedchtnis der Amalekiter austilgen unter 
dem Himmel. Das vergi nicht!
Das fnfte Buch Mose 26
1. Wenn du ins Land kommst, das dir der Herr, dein Gott, zum Erbe geben 
wird, und nimmst es ein und wohnest drinnen,
2. so sollst du nehmen allerlei erste Frchte des Landes, die aus der Erde 
kommen, die der Herr, dein Gott, dir gibt, und sollst sie in einen Korb 
legen und hingehen an den Ort, den der Herr, dein Gott, erwhlen wird, da 
sein Name daselbst wohne,
3. und sollst zu dem Priester kommen, der zu der Zeit da ist, und zu ihm 
sagen: Ich bekenne heute dem Herrn, deinem Gott, da ich kommen bin in das 
Land, das der Herr unsern Vtern geschworen hat, uns zu geben.
4. Und der Priester soll den Korb nehmen von deiner Hand und vor dem Altar 
des Herrn, deines Gottes, niedersetzen.
5. Da sollst du antworten und sagen vor dem Herrn, deinem Gott: Die Syrer 
wollten meinen Vater umbringen; der zog hinab nach gypten und war 
daselbst ein Fremdling mit geringem Volk und ward daselbst ein gro, stark 
und viel Volk.
6. Aber die gypter handelten uns bel und zwangen uns und legten einen 
harten Dienst auf uns.
7. Da schrieen wir zu dem Herrn, dem Gott unserer Vter; und der Herr 
erhrete unser Schreien und sah unser Elend, Angst und Not
8. und fhrete uns aus gypten mit mchtiger Hand und ausgerecktem Arm und 
mit groem Schrecken, durch Zeichen und Wunder;
9. und brachte uns an diesen Ort und gab uns dies Land, da Milch und Honig 
innen fleut.
10. Nun bringe ich die ersten Frchte des Landes, die du, Herr, mir 
gegeben hast. Und sollst sie lassen vor dem Herrn, deinem Gott, und 
anbeten vor dem Herrn, deinem Gott,
11. und frhlich sein ber allem Gut, das dir der Herr, dein Gott, gegeben 
hat und deinem Hause, du und der Levit und der Fremdling, der bei dir ist.
12. Wenn du alle Zehnten deines Einkommens zusammengebracht hast im 
dritten Jahr, das ist ein Zehnten-Jahr, so sollst du dem Leviten, dem 
Fremdling, dem Waisen und der Witwe geben, da sie essen in deinem Tor und 
satt werden.
13. Und sollst sprechen vor dem Herrn, deinem Gott: Ich habe gebracht, das 
geheiliget ist, aus meinem Hause; und habe es gegeben den Leviten, den 
Fremdlingen, den Waisen und den Witwen nach all deinem Gebot, das du mir 
geboten hast; ich habe deine Gebote nicht bergangen noch vergessen.
14. Ich habe nicht davon gegessen in meinem Leide und habe nicht davon 
getan in Unreinigkeit; ich habe nicht zu den Toten davon gegeben; ich bin 
der Stimme des Herrn, meines Gottes, gehorsam gewesen und habe getan 
alles, wie du mir geboten hast.
15. Sieh herab von deiner heiligen Wohnung vom Himmel und segne dein Volk 
Israel und das Land, das du uns gegeben hast, wie du unsern Vtern 
geschworen hast, ein Land, da Milch und Honig innen fleut.
16. Heutigestages gebeut dir der Herr, dein Gott, da du tust nach allen 
diesen Geboten und Rechten, da du sie haltest und danach tust von ganzem 
Herzen und von ganzer Seele.
17. Dem Herrn hast du heute geredet, da er dein Gott sei, da du in allen 
seinen Wegen wandelst und haltest seine Gesetze, Gebote und Rechte und 
seiner Stimme gehorchest.
18. Und der Herr hat dir heute geredet, da du sein eigen Volk sein 
sollst, wie er dir geredet hat, da du alle seine Gebote haltest,
19. und er dich das hchste mache, und du gerhmet, gepreiset und geehret 
werdest ber alle Vlker, die er gemacht hat; da du dem Herrn, deinem 
Gott, ein heilig Volk seiest, wie er geredet hat.
Das fnfte Buch Mose 27
1. Und Mose gebot samt den ltesten Israels dem Volk und sprach: Behaltet 
alle Gebote, die ich euch heute gebiete!
2. Und zu der Zeit, wenn ihr ber den Jordan gehet ins Land, das dir der 
Herr, dein Gott, geben wird, sollst du groe Steine aufrichten und sie mit 
Kalk tnchen
3. und drauf schreiben alle Worte dieses Gesetzes, wenn du hinberkommst, 
auf da du kommest ins Land, das der Herr, dein Gott, dir geben wird, ein 
Land, da Milch und Honig innen fleut, wie der Herr, deiner Vter Gott, 
dir geredet hat.
4. Wenn ihr nun ber den Jordan gehet, so sollt ihr solche Steine 
aufrichten (davon ich euch heute gebiete) auf dem Berge Ebal und mit Kalk 
tnchen.
5. Und sollst daselbst dem Herrn, deinem Gott, einen steinernen Altar 
bauen, darber kein Eisen fhret.
6. Von ganzen Steinen sollst du diesen Altar dem Herrn, deinem Gott, bauen 
und Brandopfer drauf opfern dem Herrn, deinem Gott.
7. Und sollst Dankopfer opfern und daselbst essen und frhlich sein vor 
dem Herrn, deinem Gott.
8. Und sollst auf die Steine alle Worte dieses Gesetzes schreiben, klar 
und deutlich.
9. Und Mose samt den Priestern, den Leviten, redeten mit dem ganzen Israel 
und sprachen: Merke und hre zu, Israel! Heute dieses Tages bist du ein 
Volk worden des Herrn; deines Gottes,
10. da du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorsam seiest und tust 
nach seinen Geboten und Rechten, die ich dir heute gebiete.
11. Und Mose gebot dem Volk desselben Tages und sprach:
12. Diese sollen stehen auf dem Berge Grisim, zu segnen das Volk, wenn ihr 
ber den Jordan gegangen seid: Simeon, Levi, Juda, Isaschar, Joseph und 
Benjamin.
13. Und diese sollen stehen auf dem Berge Ebal, zu fluchen: Ruben, Gad, 
Asser, Sebulon, Dan und Naphthali.
14. Und die Leviten sollen anheben und sagen zu jedermann von Israel mit 
lauter Stimme:
15. Verflucht sei, wer einen Gtzen oder gegossen Bild macht, einen Greuel 
des Herrn, ein Werk der Werkmeister Hnde, und setzt es verborgen! Und 
alles Volk soll antworten und sagen: Amen.
16. Verflucht sei, wer seinem Vater oder Mutter fluchet! Und alles Volk 
soll sagen: Amen.
17. Verflucht sei, wer seines Nchsten Grenze engert! Und alles Volk soll 
sagen: Amen.
18. Verflucht sei, wer einen Blinden irren macht auf dem Wege! Und alles 
Volk soll sagen: Amen.
19. Verflucht sei, wer das Recht des Fremdlings, des Waisen und der Witwe 
beuget! Und alles Volk soll sagen: Amen.
20. Verflucht sei, wer bei seines Vaters Weib liegt, da er aufdecke den 
Fittich seines Vaters! Und alles Volk soll sagen: Amen.
21. Verflucht sei, wer irgend bei einem Vieh liegt! Und alles Volk soll 
sagen: Amen.
22. Verflucht sei, wer bei seiner Schwester liegt, die seines Vaters oder 
seiner Mutter Tochter ist! Und alles Volk soll sagen: Amen.
23. Verflucht sei, wer bei seiner Schwieger liegt! Und alles Volk soll 
sagen: Amen.
24. Verflucht sei, wer seinen Nchsten heimlich schlgt! Und alles Volk 
soll sagen: Amen.
25. Verflucht sei, wer Geschenke nimmt, da er die Seele des unschuldigen 
Bluts schlgt! Und alles Volk soll sagen: Amen.
26. Verflucht sei, wer nicht alle Worte dieses Gesetzes erfllet, da er 
danach tue! Und alles Volk soll sagen; Amen.
Das fnfte Buch Mose 28
1. Und wenn du der Stimme des Herrn, deines Gottes, gehorchen wirst, da 
du haltest und tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete, so wird 
dich der Herr, dein Gott, das hchste machen ber alle Vlker auf Erden,
2. und werden ber dich kommen alle diese Segen und werden dich treffen, 
darum da du der Stimme des Herrn, deines Gottes, bist gehorsam gewesen.
3. Gesegnet wirst du sein in der Stadt, gesegnet auf dem Acker.
4. Gesegnet wird sein die Frucht deines Leibes, die Frucht deines Landes 
und die Frucht deines Viehes und die Frchte deiner Ochsen und die Frchte 
deiner Schafe.
5. Gesegnet wird sein, dein Korb und dein briges.
6. Gesegnet wirst du sein, wenn du ein gehest, gesegnet, wenn du ausgehest.
7. Und der Herr wird deine Feinde, die sich wider dich auflehnen, vor dir 
schlagen; durch einen Weg sollen sie ausziehen wider dich und durch sieben 
Wege vor dir fliehen.
8. Der Herr wird gebieten dem Segen, da er mit dir sei in deinem Keller 
und in allem, das du vornimmst, und wird dich segnen in dem Lande, das dir 
der Herr, dein Gott, gegeben hat.
9. Der Herr wird dich ihm zum heiligen Volk aufrichten, wie er dir 
geschworen hat, darum da du die Gebote des Herrn, deines Gottes, hltst 
und wandelst in seinen Wegen,
10. da alle Vlker auf Erden werden sehen, da du nach dem Namen des 
Herrn genennet bist, und werden sich vor dir frchten.
11. Und der Herr wird machen, da du berflu an Gtern haben wirst, an 
der Frucht deines Leibes, an der Frucht deines Viehes, an der Frucht 
deines Ackers, auf dem Lande, das der Herr deinen Vtern geschworen hat, 
dir zu geben.
12. Und der Herr wird dir seinen guten Schatz auftun, den Himmel, da er 
deinem Lande Regen gebe zu seiner Zeit, und da er segne alle Werke deiner 
Hnde. Und du wirst vielen Vlkern leihen, du aber wirst von niemand 
borgen.
13. Und der Herr wird dich zum Haupt machen und nicht zum Schwanz, und 
wirst oben schweben und nicht unten liegen, darum da du gehorsam bist den 
Geboten des Herrn, deines Gottes, die ich dir heute gebiete, zu halten und 
zu tun,
14. und da du nicht weichest von irgend einem Wort, das ich euch heute 
gebiete, weder zur Rechten noch zur Linken, damit du andern Gttern 
nachwandelst, ihnen zu dienen.
15. Wenn du aber nicht gehorchen wirst der Stimme des Herrn, deines 
Gottes, da du haltest und tust alle seine Gebote und Rechte, die ich dir 
heute gebiete, so werden alle diese Flche ber dich kommen und dich 
treffen.
16. Verflucht wirst du sein in der Stadt, verflucht auf dem Acker.
17. Verflucht wird sein dein Korb und dein briges.
18. Verflucht wird sein die Frucht deines Leibes, die Frucht deines 
Landes, die Frucht deiner Ochsen und die Frucht deiner Schafe.
19. Verflucht wirst du sein, wenn du eingehest, verflucht, wenn du 
ausgehest.
20. Der Herr wird unter dich senden Unfall, Unrat und Unglck in allem, 
das du vor die Hand nimmst, da du tust, bis du vertilget werdest und bald 
untergehest um deines bsen Wesens willen, da du mich verlassen hast.
21. Der Herr wird dir die Sterbedrse anhngen, bis da er dich vertilge 
in dem Lande, dahin du kommst, dasselbe einzunehmen.
22. Der Herr wird dich schlagen mit Schwulst, Fieber, Hitze, Brunst, 
Drre, giftiger Luft und Gelbsucht und wird dich verfolgen, bis er dich 
umbringe.
23. Dein Himmel, der ber deinem Haupt ist, wird ehern sein, und die Erde 
unter dir eisern.
24. Der Herr wird deinem Lande Staub und Asche fr Regen geben vom Himmel 
auf dich, bis du vertilget werdest.
25. Der Herr wird dich vor deinen Feinden schlagen. Durch einen Weg wirst 
du zu ihnen ausziehen, und durch sieben Wege wirst du vor ihnen fliehen; 
und wirst zerstreuet werden unter alle Reiche auf Erden.
26. Dein Leichnam wird eine Speise sein allem Gevgel des Himmels und 
allem Tier auf Erden; und niemand wird sein, der sie scheucht.
27. Der Herr wird dich schlagen mit Drsen gyptens, mit Feigwarzen, mit 
Grind und Krtze, da du nicht kannst heil werden.
28. Der Herr wird dich schlagen mit Wahnsinn, Blindheit und Rasen des 
Herzens;
29. und wirst tappen im Mittag, wie ein Blinder tappet im Dunkeln; und 
wirst auf deinem Wege kein Glck haben und wirst Gewalt und Unrecht leiden 
mssen dein Leben lang; und niemand wird dir helfen.
30. Ein Weib wirst du dir vertrauen lassen, aber ein anderer wird bei ihr 
schlafen. Ein Haus wirst du bauen, aber du wirst nicht drinnen wohnen. 
Einen Weinberg wirst du pflanzen, aber du wirst ihn nicht gemein machen.
31. Dein Ochse wird vor deinen Augen geschlachtet werden, aber du wirst 
nicht davon essen. Dein Esel wird vor deinem Angesicht mit Gewalt genommen 
und dir nicht wiedergegeben werden. Dein Schaf wird deinen Feinden gegeben 
werden, und niemand wird dir helfen.
32. Deine Shne und deine Tchter werden einem andern Volk gegeben werden, 
da deine Augen zusehen und verschmachten ber ihnen tglich, und wird 
keine Strke in deinen Hnden sein.
33. Die Frchte deines Landes und alle deine Arbeit wird ein Volk 
verzehren, das du nicht kennest; und wirst Unrecht leiden und zerstoen 
werden dein Leben lang.
34. Und wirst unsinnig werden vor dem, das deine Augen sehen mssen.
35. Der Herr wird dich schlagen mit einer bsen Drse an den Knieen und 
Waden, da du nicht kannst geheilet werden, von den Fusohlen an bis auf 
die Scheitel.
36. Der Herr wird dich und deinen Knig, den du ber dich gesetzt hast, 
treiben unter ein Volk, das du nicht kennest noch deine Vter; und wirst 
daselbst dienen andern Gttern, Holz und Steinen.
37. Und wirst ein Scheusal und ein Sprichwort und Spott sein unter allen 
Vlkern, da dich der Herr hingetrieben hat.
38. Du wirst viel Samens ausfhren auf das Feld und wenig einsammeln; denn 
die Heuschrecken werden's abfressen.
39. Weinberge wirst du pflanzen und bauen, aber keinen Wein trinken noch 
lesen; denn die Wrmer werden's verzehren.
40. lbume wirst du haben in allen deinen Grenzen, aber du wirst dich 
nicht salben mit l; denn dein lbaum wird ausgerissen werden.
41. Shne und Tchter wirst du zeugen und doch nicht haben; denn sie 
werden gefangen weggefhrt werden.
42. Alle deine Bume und Frchte deines Landes wird das Ungeziefer fressen.
43. Der Fremdling, der bei dir ist, wird ber dich steigen und immer oben 
schweben; du aber wirst heruntersteigen und immer unterliegen.
44. Er wird dir leihen, du aber wirst ihm nicht leihen; er wird das Haupt 
sein, und du wirst der Schwanz sein.
45. Und werden alle diese Flche ber dich kommen und dich verfolgen und 
treffen, bis du vertilget werdest, darum da du der Stimme des Herrn, 
deines Gottes, nicht gehorchet hast, da du seine Gebote und Rechte 
hieltest, die er dir geboten hat.
46. Darum werden Zeichen und Wunder an dir sein und an deinem Samen 
ewiglich,
47. da du dem Herrn, deinem Gott, nicht gedienet hast mit Freude und Lust 
deines Herzens, da du allerlei genug hattest.
48. Und wirst deinem Feinde, den dir der Herr zuschicken wird, dienen in 
Hunger und Durst, in Ble und allerlei Mangel, und er wird ein eisern 
Joch auf deinen Hals legen, bis da er dich vertilge.
49. Der Herr wird ein Volk ber dich schicken von ferne, von der Welt 
Ende, wie ein Adler fleugt, des Sprache du nicht verstehest,
50. ein frech Volk, das nicht ansiehet die Person des Alten noch schonet 
der Jnglinge;
51. und wird verzehren die Frucht deines Viehes und die Frucht deines 
Landes, bis du vertilget werdest; und wird dir nichts berlassen an Korn, 
Most, l, an Frchten der Ochsen und Schafe, bis da dich's umbringe;
52. und wird dich ngsten in allen deinen Toren, bis da es niederwerfe 
deine hohen und festen Mauern, darauf du dich verlssest, in all deinem 
Lande; und wirst gengstet werden in allen deinen Toren, in deinem ganzen 
Lande, das dir der Herr, dein Gott, gegeben hat.
53. Du wirst die Frucht deines Leibes fressen, das Fleisch deiner Shne 
und deiner Tchter, die dir der Herr, dein Gott, gegeben hat, in der Angst 
und Not, damit dich dein Feind drngen wird;
54. da ein Mann, der zuvor sehr zrtlich und in Lsten gelebt hat unter 
euch, wird seinem Bruder und dem Weibe in seinen Armen und dem Sohn, der 
noch brig ist von seinen Shnen, vergnnen,
55. zu geben jemand unter ihnen von dem Fleisch seiner Shne, das er 
frisset, sintemal ihm nichts brig ist von allem Gut, in der Angst und 
Not, damit dich dein Feind drngen wird in allen deinen Toren.
56. Ein Weib unter euch, das zuvor zrtlich und in Lsten gelebt hat, da 
sie nicht versucht hat, ihre Fusohlen auf die Erde zu setzen vor 
Zrtlichkeit und Wollust, die wird dem Mann in ihren Armen und ihrem Sohn 
und ihrer Tochter vergnnen
57. die Aftergeburt, die zwischen ihren eigenen Beinen ist ausgegangen, 
dazu ihre Shne, die sie geboren hat; denn sie werden sie vor allerlei 
Mangel heimlich essen, in der Angst und Not, damit dich dein Feind drngen 
wird in deinen Toren.
58. Wo du nicht wirst halten, da du tust alle Worte dieses Gesetzes, die 
in diesem Buch geschrieben sind, da du frchtest diesen herrlichen und 
schrecklichen Namen, den Herrn, deinen Gott,
59. so wird der Herr wunderlich mit dir umgehen, mit Plagen auf dich und 
deinen Samen, mit groen und langwierigen Plagen, mit bsen und 
langwierigen Krankheiten,
60. und wird dir zuwenden alle Seuche gyptens, davor du dich frchtest, 
und werden dir anhangen.
61. Dazu alle Krankheit und alle Plage, die nicht geschrieben sind in dem 
Buch dieses Gesetzes, wird der Herr ber dich kommen lassen, bis du 
vertilget werdest.
62. Und wird euer wenig Pbels berbleiben, die ihr vorhin gewesen seid 
wie die Sterne am Himmel nach der Menge, darum da du nicht gehorchet hast 
der Stimme des Herrn, deines Gottes.
63. Und wie sich der Herr ber euch zuvor freute, da er euch Gutes tte 
und mehrete euch, also wird er sich ber euch freuen, da er euch umbringe 
und vertilge; und werdet verstret werden von dem Lande, da du jetzt 
einzeuchst, es einzunehmen.
64. Denn der Herr wird dich zerstreuen unter alle Vlker, von einem Ende 
der Welt bis ans andere; und wirst daselbst andern Gttern dienen, die du 
nicht kennest noch deine Vter, Holz und Steinen.
65. Dazu wirst du unter denselben Vlkern kein bleibend Wesen haben, und 
deine Fusohlen werden keine Ruhe haben. Denn der Herr wird dir daselbst 
ein bebendes Herz geben und verschmachtete Augen und verdorrete Seele,
66. da dein Leben wird vor dir schweben. Nacht und Tag wirst du dich 
frchten und deines Lebens nicht sicher sein.
67. Des Morgens wirst du sagen: Ach, da ich den Abend erleben mchte! Des 
Abends wirst du sagen: Ach, da ich den Morgen erleben mchte! vor Furcht 
deines Herzens, die dich schrecken wird, und vor dem, das du mit deinen 
Augen sehen wirst.
68. Und der Herr wird dich mit Schiffen voll wieder nach gypten fhren 
durch den Weg, davon ich gesagt habe: Du sollst ihn nicht mehr sehen. Und 
ihr werdet daselbst euren Feinden zu Knechten und Mgden verkauft werden, 
und wird kein Kufer da sein.
Das fnfte Buch Mose 29
1. Dies sind die Worte des Bundes, den der Herr Mose geboten hat, zu 
machen mit den Kindern Israel in der Moabiter Lande, zum andernmal, 
nachdem er denselben mit ihnen gemacht hatte in Horeb.
2. Und Mose rief dem ganzen Israel und sprach zu ihnen: Ihr habt gesehen 
alles, was der Herr getan hat in gypten vor euren Augen dem Pharao mit 
allen seinen Knechten und seinem ganzen Lande,
3. die groen Versuchungen, die deine Augen gesehen haben, da es groe 
Zeichen und Wunder waren.
4. Und der Herr hat euch bis auf diesen heutigen Tag noch nicht gegeben 
ein Herz, das verstndig wre, Augen, die da shen, und Ohren, die da 
hreten.
5. Er hat euch vierzig Jahre in der Wste lassen wandeln; eure Kleider 
sind an euch nicht veraltet, und dein Schuh ist nicht veraltet an deinen 
Fen.
6. Ihr habt kein Brot gegessen und keinen Wein getrunken noch stark 
Getrnke, auf da du wissest, da ich der Herr, euer Gott, bin.
7. Und da ihr kamet an diesen Ort, zog aus der Knig Sihon zu Hesbon und 
der Knig Og zu Basan uns entgegen, mit uns zu streiten. Und wir haben sie 
geschlagen
8. und ihr Land eingenommen und zum Erbteil gegeben den Rubenitern und 
Gaditern und dem halben Stamm der Manassiter.
9. So haltet nun die Worte dieses Bundes und tut danach, auf da ihr 
weislich handeln mget in all eurem Tun.
10. Ihr stehet heute alle vor dem Herrn, eurem Gott, die Obersten eurer 
Stmme, eure ltesten, eure Amtleute, ein jedermann in Israel,
11. eure Kinder, eure Weiber, dein Fremdling, der in deinem Lager ist, 
beide dein Holzhauer und dein Wasserschpfer,
12. da du einhergehen sollst in dem Bunde des Herrn, deines Gottes, und 
in dem Eide, den der Herr, dein Gott, heute mit dir macht,
13. auf da er dich heute ihm zum Volk aufrichte, und er dein Gott sei, 
wie er dir geredet hat und wie er deinen Vtern, Abraham, Isaak und Jakob, 
geschworen hat.
14. Denn ich mache diesen Bund und diesen Eid nicht mit euch alleine,
15. sondern beide mit euch, die ihr heute hie seid und mit uns stehet vor 
dem Herrn, unserm Gott, und mit denen, die heute nicht mit uns sind.
16. Denn ihr wisset, wie wir in gyptenland gewohnet haben und mitten 
durch die Heiden gezogen sind, durch welche ihr zoget,
17. und sahet ihre Greuel und ihre Gtzen, Holz und Stein, Silber und 
Gold, die bei ihnen waren.
18. Da nicht vielleicht ein Mann, oder ein Weib, oder ein Gesinde, oder 
ein Stamm unter euch sei, des Herz heute sich von dem Herrn, unserm Gott, 
gewandt habe, da es hingehe und diene den Gttern dieser Vlker, und 
werde vielleicht eine Wurzel unter euch, die da Galle und Wermut trage,
19. und ob er schon hre die Worte dieses Fluchs, dennoch sich segne in 
seinem Herzen und spreche: Es gehet mir wohl, weil ich wandele, wie es 
mein Herz dnket; auf da die Trunkene mit der Durstigen dahinfahre.
20. Da wird der Herr dem nicht gndig sein, sondern dann wird sein Zorn 
und Eifer rauchen ber solchen Mann, und werden sich auf ihn legen alle 
Flche, die in diesem Buch geschrieben sind. Und der Herr wird seinen 
Namen austilgen unter dem Himmel
21. und wird ihn absondern zum Unglck aus allen Stmmen Israels laut 
aller Flche des Bundes, der in dem Buch dieses Gesetzes geschrieben ist.
22. So werden dann sagen die Nachkommen eurer Kinder, die nach euch 
aufkommen werden, und die Fremden, die aus fernen Landen kommen, so sie 
die Plagen dieses Landes sehen und die Krankheiten, damit sie der Herr 
beladen hat,
23. da er all ihr Land mit Schwefel und Salz verbrannt hat, da es nicht 
beset werden mag, noch wchset, noch kein Kraut drinnen aufgehet, 
gleichwie Sodom und Gomorrha, Adama und Zeboim umgekehret sind, die der 
Herr in seinem Zorn und Grimm umgekehret hat.
24. So werden alle Vlker sagen: Warum hat der Herr diesem Lande also 
getan? Was ist das fr so groer, grimmiger Zorn?
25. So wird man sagen: Darum da sie den Bund des Herrn, ihrer Vter Gott, 
verlassen haben, den er mit ihnen machte, da er sie aus gyptenland 
fhrete;
26. und sind hingegangen und haben andern Gttern gedienet und sie 
angebetet, solche Gtter, die sie nicht kennen, und die ihnen nichts 
gegeben haben;
27. darum ist des Herrn Zorn ergrimmet ber dies Land, da er ber sie hat 
kommen lassen alle Flche, die in diesem Buch geschrieben stehen;
28. und der Herr hat sie aus ihrem Lande gestoen mit groem Zorn, Grimm 
und Ungnade und hat sie in ein ander Land geworfen, wie es stehet 
heutigestages.
29. Das Geheimnis des Herrn, unsers Gottes, ist offenbaret uns und unsern 
Kindern ewiglich, da wir tun sollen alle Worte dieses Gesetzes.
Das fnfte Buch Mose 30
1. Wenn nun ber dich kommt dies alles, es sei der Segen oder der Fluch, 
die ich dir vorgelegt habe, und in dein Herz gehest, wo du unter den 
Heiden bist, da dich der Herr, dein Gott, hin verstoen hat,
2. und bekehrest dich zu dem Herrn, deinem Gott, da du seiner Stimme 
gehorchest, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von ganzer Seele in 
allem, das ich dir heute gebiete,
3. so wird der Herr, dein Gott, dein Gefngnis wenden und sich deiner 
erbarmen und wird dich wieder versammeln aus allen Vlkern, dahin dich der 
Herr, dein Gott, verstreuet hat.
4. Wenn du bis an der Himmel Ende verstoen wrest, so wird dich doch der 
Herr, dein Gott, von dannen sammeln und dich von dannen holen;
5. und wird dich in das Land bringen, das deine Vter besessen haben, und 
wirst es einnehmen, und wird dir Gutes tun und dich mehren ber deine 
Vter.
6. Und der Herr, dein Gott, wird dein Herz beschneiden und das Herz deines 
Samens, da du den Herrn, deinen Gott, liebest von ganzem Herzen und von 
ganzer Seele, auf da du leben mgest.
7. Aber diese Flche wird der Herr, dein Gott, alle auf deine Feinde legen 
und auf die, die dich hassen und verfolgen.
8. Du aber wirst dich bekehren und der Stimme des Herrn gehorchen, da du 
tust alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete.
9. Und der Herr, dein Gott, wird dir Glck geben in allen Werken deiner 
Hnde, an der Frucht deines Leibes, an der Frucht deines Viehes, an der 
Frucht deines Landes, da dir's zu gut komme. Denn der Herr wird sich 
wenden, da er sich ber dir freue, dir zu gut, wie er sich ber deinen 
Vtern gefreuet hat,
10. darum da du der Stimme des Herrn, deines Gottes; gehorchest, zu 
halten seine Gebote und Rechte, die geschrieben stehen im Buch dieses 
Gesetzes, so du dich wirst bekehren zu dem Herrn, deinem Gott, von ganzem 
Herzen und von ganzer Seele.
11. Denn das Gebot, das ich dir heute gebiete, ist dir nicht verborgen, 
noch zu ferne,
12. noch im Himmel, da du mchtest sagen: Wer will uns in den Himmel 
fahren und uns holen, da wir's hren und tun?
13. Es ist auch nicht jenseit des Meers, da du mchtest sagen: Wer will 
uns ber das Meer fahren und uns holen, da wir's hren und tun?
14. Denn es ist das Wort fast nahe bei dir in deinem Munde und in deinem 
Herzen, da du es tust.
15. Siehe, ich habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute, den Tod 
und das Bse;
16. der ich dir heute gebiete, da du den Herrn, deinen Gott, liebest und 
wandelst in seinen Wegen, und seine Gebote, Gesetze und Rechte haltest und 
leben mgest und gemehret werdest, da dich der Herr, dein Gott, segne im 
Lande, da du einzeuchst, dasselbe einzunehmen.
17. Wendest du aber dein Herz und gehorchest nicht, sondern lssest dich 
verfhren, da du andere Gtter anbetest und ihnen dienest,
18. so verkndige ich euch heute, da ihr umkommen werdet und nicht lange 
in dem Lande bleiben, da du hineinzeuchst ber den Jordan, dasselbe 
einzunehmen.
19. Ich nehme Himmel und Erde heute ber euch zu Zeugen. Ich habe euch 
Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt, da du das Leben erwhlest und 
du und dein Same leben mgest,
20. da ihr den Herrn, euren Gott, liebet und seiner Stimme gehorchet und 
ihm anhanget. Denn das ist dein Leben und dein langes Alter, da du im 
Lande wohnest, das der Herr deinen Vtern, Abraham, Isaak und Jakob, 
geschworen hat, ihnen zu geben.
Das fnfte Buch Mose 31
1. Und Mose ging hin und redete diese Worte mit dem ganzen Israel;
2. und sprach zu ihnen: Ich bin heute hundertundzwanzig Jahre alt, ich 
kann nicht mehr aus und ein gehen; dazu hat der Herr zu mir gesagt: Du 
sollst nicht ber diesen Jordan gehen.
3. Der Herr, dein Gott, wird selber vor dir hergehen; er wird selber diese 
Vlker vor dir her vertilgen, da du sie einnehmest. Josua, der soll vor 
dir hinbergehen, wie der Herr geredet hat.
4. Und der Herr wird ihnen tun, wie er getan hat Sihon und Og, den Knigen 
der Amoriter, und ihrem Lande, welche er vertilget hat.
5. Wenn sie nun der Herr vor euch geben wird, so sollt ihr ihnen tun nach 
allem Gebot, das ich euch geboten habe.
6. Seid getrost und unverzagt, frchtet euch nicht und lasset euch nicht 
vor ihnen grauen; denn der Herr, dein Gott, wird selber mit dir wandeln 
und wird die Hand nicht abtun noch dich verlassen.
7. Und Mose rief Josua und sprach zu ihm vor den Augen des ganzen Israel: 
Sei getrost und unverzagt; denn du wirst dies Volk ins Land bringen, das 
der Herr ihren Vtern geschworen hat, ihnen zu geben, und du wirst es 
unter sie austeilen.
8. Der Herr aber, der selber vor euch hergehet, der wird mit dir sein und 
wird die Hand nicht abtun noch dich verlassen. Frchte dich nicht und 
erschrick nicht!
9. Und Mose schrieb dies Gesetz und gab's den Priestern, den Kindern Levi, 
die die Lade des Bundes des Herrn trugen, und allen ltesten Israels;
10. und gebot ihnen und sprach: Je ber sieben Jahre, zur Zeit des 
Erlajahrs, am Fest der Laubhtten,
11. wenn das ganze Israel kommt, zu erscheinen vor dem Herrn, deinem Gott, 
an dem Ort, den er erwhlen wird, sollst du dies Gesetz vor dem ganzen 
Israel ausrufen lassen vor ihren Ohren,
12. nmlich vor der Versammlung des Volks, beide der Mnner und Weiber, 
Kinder und deines Fremdlings, der in deinem Tor ist; auf da sie hren und 
lernen, damit sie den Herrn, ihren Gott, frchten und halten, da sie tun 
alle Worte dieses Gesetzes,
13. und da ihre Kinder, die es nicht wissen, auch hren und lernen; damit 
sie den Herrn, euren Gott, frchten alle eure Lebtage, die ihr auf dem 
Lande lebet, darein ihr gehet ber den Jordan einzunehmen.
14. Und der Herr sprach zu Mose: Siehe, deine Zeit ist herbeikommen, da 
du sterbest. Rufe Josua und tretet in die Htte des Stifts, da ich ihm 
Befehl tue. Mose ging hin mit Josua, und traten in die Htte des Stifts.
15. Der Herr aber erschien in der Htte in einer Wolkensule; und dieselbe 
Wolkensule stund in der Htte Tr.
16. Und der Herr sprach zu Mose: Siehe, du wirst schlafen mit deinen 
Vtern; und dies Volk wird aufkommen und wird fremden Gttern nachhuren, 
des Landes, darein sie kommen, und wird mich verlassen und den Bund fahren 
lassen, den ich mit ihm gemacht habe.
17. So wird mein Zorn ergrimmen ber sie zur selben Zeit und werde sie 
verlassen und mein Antlitz vor ihnen verbergen, da sie verzehret werden. 
Und wenn sie dann viel Unglck und Angst treffen wird, werden sie sagen: 
Hat mich nicht dies bel alles betreten, weil mein Gott nicht mit mir ist?
18. Ich aber werde mein Antlitz verbergen zu der Zeit um alles Bsen 
willen, das sie getan haben, da sie sich zu andern Gttern gewandt haben.
19. So schreibet euch nun dies Lied und lehret es die Kinder Israel und 
leget es in ihren Mund, da mir das Lied ein Zeuge sei unter den Kindern 
Israel.
20. Denn ich will sie ins Land bringen, das ich ihren Vtern geschworen 
habe, da Milch und Honig innen fleut. Und wenn sie essen und satt und 
fett werden, so werden sie sich wenden zu andern Gttern und ihnen dienen, 
und mich lstern und meinen Bund fahren lassen.
21. Und wenn sie dann viel Unglck und Angst betreten wird, so soll dies 
Lied ihnen antworten zum Zeugnis; denn es soll nicht vergessen werden aus 
dem Munde ihres Samens. Denn ich wei ihre Gedanken, damit sie schon jetzt 
umgehen, ehe ich sie ins Land bringe, das ich geschworen habe.
22. Also schrieb Mose dies Lied zur selbigen Zeit und lehrete es die 
Kinder Israel.
23. Und befahl Josua, dem Sohn Nuns, und sprach: Sei getrost und 
unverzagt; denn du sollst die Kinder Israel ins Land fhren, das ich ihnen 
geschworen habe, und ich will mit dir sein.
24. Da nun Mose die Worte dieses Gesetzes ganz ausgeschrieben hatte in ein 
Buch,
25. gebot er den Leviten, die die Lade des Zeugnisses des Herrn trugen, 
und sprach:
26. Nehmet das Buch dieses Gesetzes und leget es in die Seite der Lade des 
Bundes des Herrn, eures Gottes, da es daselbst ein Zeuge sei wider dich.
27. Denn ich kenne deinen Ungehorsam und Halsstarrigkeit. Siehe, weil ich 
noch heute mit euch lebe, seid ihr ungehorsam gewesen wider den Herrn; 
wieviel mehr nach meinem Tode.
28. So versammelt nun vor mich alle ltesten eurer Stmme und eure 
Amtleute, da ich diese Worte vor ihren Ohren rede und Himmel und Erde 
wider sie zu Zeugen nehme.
29. Denn ich wei, da ihr's nach meinem Tode verderben werdet und aus dem 
Wege treten, den ich euch geboten habe. So wird euch dann Unglck begegnen 
hernach; darum da ihr bel getan habt vor den Augen des Herrn, da ihr 
ihn erzrnet durch eurer Hnde Werk.
30. Also redete Mose die Worte dieses Liedes ganz aus vor den Ohren der 
ganzen Gemeine Israel:
Das fnfte Buch Mose 32
1. Merket auf, ihr Himmel, ich will reden; und die Erde hre die Rede 
meines Mundes!
2. Meine Lehre triefe wie der Regen, und meine Rede fliee wie Tau, wie 
der Regen auf das Gras und wie die Tropfen auf das Kraut.
3. Denn ich will den Namen des Herrn preisen. Gebt unserm Gott allein die 
Ehre!
4. Er ist ein Fels. Seine Werke sind unstrflich; denn alles, was er tut, 
das ist recht. Treu ist Gott und kein Bses an ihm; gerecht und fromm ist 
er.
5. Die verkehrte und bse Art fllt von ihm ab; sie sind Schandflecken und 
nicht seine Kinder.
6. Dankest du also dem Herrn, deinem Gott, du toll und tricht Volk? Ist 
er nicht dein Vater und dein Herr? Ist's nicht er allein, der dich gemacht 
und bereitet hat?
7. Gedenke der vorigen Zeit bis daher und betrachte, was er getan hat an 
den alten Vtern. Frage deinen Vater, der wird dir's verkndigen, deine 
ltesten, die werden dir's sagen.
8. Da der Allerhchste die Vlker zerteilete und zerstreuete der Menschen 
Kinder, da setzte er die Grenzen der Vlker nach der Zahl der Kinder 
Israel.
9. Denn des Herrn Teil ist sein Volk; Jakob ist die Schnur seines Erbes.
10. Er fand ihn in der Wste, in der drren Einde, da es heulet. Er 
fhrete ihn und gab ihm das Gesetz. Er behtete ihn wie seinen Augapfel,
11. wie ein Adler ausfhret seine Jungen und ber ihnen schwebet. Er 
breitete seine Fittiche aus und nahm ihn und trug sie auf seinen Flgeln.
12. Der Herr allein leitete ihn, und war kein fremder Gott mit ihm.
13. Er lie ihn hoch herfahren auf Erden und nhrete ihn mit den Frchten 
des Feldes, und lie ihn Honig saugen aus den Felsen und l aus den harten 
Steinen,
14. Butter von den Khen und Milch von den Schafen, samt dem Fett von den 
Lmmern, und feiste Widder und Bcke mit fetten Nieren, und Weizen, und 
trnkte ihn mit gutem Traubenblut.
15. Da er aber fett und satt ward, ward er geil. Er ist fett und dick und 
stark worden und hat den Gott fahren lassen, der ihn gemacht hat Er hat 
den Fels seines Heils gering geachtet;
16. und hat ihn zu Eifer gereizet durch Fremde, durch die Greuel hat er 
ihn erzrnet.
17. Sie haben den Feldteufeln geopfert und nicht ihrem Gott, den Gttern, 
die sie nicht kannten, den neuen, die zuvor nicht gewesen sind, die eure 
Vter nicht geehret haben.
18. Deinen Fels, der dich gezeuget hat, hast du aus der Acht gelassen und 
hast vergessen Gottes, der dich gemacht hat.
19. Und da es der Herr sah, ward er zornig ber seine Shne und Tchter.
20. Und er sprach: Ich will mein Antlitz vor ihnen verbergen, will sehen, 
was ihnen zuletzt widerfahren wird; denn es ist eine verkehrte Art, es 
sind untreue Kinder.
21. Sie haben mich gereizet an dem, das nicht Gott ist; mit ihrer 
Abgtterei haben sie mich erzrnet und ich will sie wieder reizen an dem, 
das nicht ein Volk ist; an einem nrrischen Volk will ich sie erzrnen.
22. Denn das Feuer ist angegangen durch meinen Zorn und wird brennen bis 
in die unterste Hlle; und wird verzehren das Land mit seinem Gewchs und 
wird anznden die Grundfeste der Berge.
23. Ich will alles Unglck ber sie hufen, ich will alle meine Pfeile in 
sie schieen.
24. Vor Hunger sollen sie verschmachten und verzehret werden vom Fieber 
und jhem Tode. Ich will der Tiere Zhne unter sie schicken und der 
Schlangen Gift.
25. Auswendig wird sie das Schwert berauben und inwendig das Schrecken; 
beide, Jnglinge und Jungfrauen, die Suglinge mit dem grauen Manne.
26. Ich will sagen: Wo sind sie? Ich werde ihr Gedchtnis aufheben unter 
den Menschen,
27. wenn ich nicht den Zorn der Feinde scheuete, da nicht ihre Feinde 
stolz wrden und mchten sagen: Unsere Macht ist hoch, und der Herr hat 
nicht solches alles getan.
28. Denn es ist ein Volk, da kein Rat innen ist, und ist kein Verstand in 
ihnen.
29. O da sie weise wren und vernhmen solches, da sie verstnden, was 
ihnen hernach begegnen wird!
30. Wie geht es zu, da einer wird ihrer tausend jagen und zween werden 
zehntausend flchtig machen? Ist's nicht da sie ihr Fels verkauft hat, 
und der Herr hat sie bergeben?
31. Denn unser Fels ist nicht wie ihr Fels, des sind unsere Feinde selbst 
Richter.
32. Denn ihr Weinstock ist des Weinstocks zu Sodom und von dem Acker 
Gomorrhas; ihre Trauben sind Galle, sie haben bittere Beeren;
33. ihr Wein ist Drachengift und wtiger Ottern Galle.
34. Ist solches nicht bei mir verborgen und versiegelt in meinen Schtzen?
35. Die Rache ist mein; ich will vergelten. Zu seiner Zeit soll ihr Fu 
gleiten; denn die Zeit ihres Unglcks ist nahe, und ihr Knftiges eilet 
herzu.
36. Denn der Herr wird sein Volk richten und ber seine Knechte wird er 
sich erbarmen. Denn er wird ansehen, da ihre Macht dahin, ist, und beide 
das Verschlossene und Verlassene weg ist.
37. Und man wird sagen: Wo sind ihre Gtter, ihr Fels, darauf sie traueten,
38. von welcher Opfer sie Fett aen und tranken den Wein ihres 
Trankopfers? Lasset sie aufstehen und euch helfen und euch schtzen!
39. Sehet ihr nun, da ich's allein bin, und ist kein Gott neben mir? Ich 
kann tten und lebendig machen; ich kann schlagen und kann heilen, und ist 
niemand, der aus meiner Hand errette.
40. Denn ich will meine Hand in den Himmel heben und will sagen: Ich lebe 
ewiglich.
41. Wenn ich den Blitz meines Schwerts wetzen werde, und meine Hand zur 
Strafe greifen wird, so will ich mich wieder rchen an meinen Feinden und 
denen, die mich hassen, vergelten.
42. Ich will meine Pfeile mit Blut trunken machen, und mein Schwert soll 
Fleisch fressen ber dem Blut der Erschlagenen und ber dem Gefngnis und 
ber dem entblten Haupt des Feindes.
43. Jauchzet alle die ihr sein Volk seid; denn er wird das Blut seiner 
Knechte rchen und wird sich an seinen Feinden rchen und gndig sein dem 
Lande seines Volks.
44. Und Mose kam und redete alle Worte dieses Liedes vor den Ohren des 
Volks, er und Josua, der Sohn Nuns.
45. Da nun Mose solches alles ausgeredet hatte zum ganzen Israel,
46. sprach er zu ihnen: Nehmet zu Herzen alle Worte, die ich euch heute 
bezeuge, da ihr euren Kindern befehlet, da sie halten und tun alle Worte 
dieses Gesetzes.
47. Denn es ist nicht ein vergeblich Wort an euch, sondern es ist euer 
Leben; und solch Wort wird euer Leben verlngern auf dem Lande, da ihr 
hingehet ber den Jordan, da ihr's einnehmet.
48. Und der Herr redete mit Mose desselben Tages und sprach:
49. Gehe auf das Gebirge Abarim, auf den Berg Nebo, der da liegt im 
Moabiterlande gegen Jericho ber, und besiehe das Land Kanaan, das ich den 
Kindern Israel zum Eigentum geben werde,
50. und stirb auf dem Berge, wenn du hinaufkommen bist, und versammle dich 
zu deinem Volk, gleichwie dein Bruder Aaron starb auf dem Berge Hor und 
sich zu seinem Volk versammelte,
51. darum da ihr euch an mir versndiget habt unter den Kindern Israel 
bei dem Haderwasser zu Kades in der Wste Zin, da ihr mich, nicht, 
heiligtet unter den Kindern Israel;
52. denn du sollst das Land gegen dir sehen, das ich den Kindern Israel 
gebe, aber du sollst nicht hineinkommen:
Das fnfte Buch Mose 33
1. Dies ist der Segen, damit Mose, der Mann Gottes, die Kinder Israel vor 
seinem Tode segnete,
2. und sprach: Der Herr ist von Sinai kommen und ist ihnen aufgegangen von 
Seir; er ist hervorgebrochen von dem Berge Paran und ist kommen mit viel 
tausend Heiligen; zu seiner rechten Hand ist ein feuriges Gesetz an sie.
3. Wie hat er die Leute so lieb! Alle seine Heiligen sind in deiner Hand; 
sie werden sich setzen zu deinen Fen und werden lernen von deinen Worten.
4. Mose hat uns das Gesetz geboten, dem Erbe der Gemeine Jakobs.
5. Und er verwaltete das Amt eines Knigs und hielt zusammen die Hupter 
des Volks samt den Stmmen Israels.
6. Ruben lebe und sterbe nicht, und sein Pbel sei gering!
7. Dies ist der Segen Judas. Und er sprach: Herr, erhre die Stimme Judas, 
mache ihn zum Regenten in seinem Volk und la seine Macht gro werden, und 
ihm msse wider seine Feinde geholfen werden!
8. Und zu Levi sprach er: Dein Recht und dein Licht bleibe bei deinem 
heiligen Mann, den du versuchet hast zu Massa, da ihr hadertet am 
Haderwasser.
9. Wer zu seinem Vater und zu seiner Mutter spricht: Ich sehe ihn nicht, 
und zu seinem Bruder: Ich kenne ihn nicht, und zu seinem Sohn: Ich wei 
nicht: die halten deine Rede und bewahren deinen Bund;
10. die werden Jakob deine Rechte lehren und den Israel dein Gesetz; die 
werden Ruchwerk vor deine Nase legen und ganze Opfer auf deinen Altar.
11. Herr, segne sein Vermgen und la dir gefallen die Werke seiner Hnde; 
zerschlage den Rcken derer, die sich wider ihn auflehnen, und derer, die 
ihn hassen, da sie nicht aufkommen.
12. Und zu Benjamin sprach er: Das Liebliche des Herrn wird sicher wohnen; 
allezeit wird er ber ihm halten und wird zwischen seinen Schultern wohnen.
13. Und zu Joseph sprach er: Sein Land liegt im Segen des Herrn. Da sind 
edle Frchte vom Himmel, vom Tau und von der Tiefe, die unten liegt.
14. Da sind edle Frchte von der Sonne und edle reife Frchte der Monden
15. und von den hohen Bergen gegen Morgen und von den Hgeln fr und fr
16. und edle Frchte von der Erde, und was drinnen ist. Die Gnade des, der 
in dem Busch wohnete, komme auf das Haupt Josephs und auf den Scheitel des 
Nasir unter seinen Brdern.
17. Seine Herrlichkeit ist wie ein erstgeborner Ochse, und seine Hrner 
sind wie Einhrners Hrner; mit denselben wird er die Vlker stoen zuhauf 
bis an des Landes Ende. Das sind die Tausende Ephraims und die Tausende 
Manasses.
18. Und zu Sebulon sprach er: Sebulon, freue dich deines Auszugs! Aber, 
Isaschar, freue dich deiner Htten!
19. Sie werden die Vlker auf den Berg rufen und daselbst opfern Opfer der 
Gerechtigkeit. Denn sie werden die Menge des Meers saugen und die 
versenkten Schtze im Sande.
20. Und zu Gad sprach er: Gad sei gesegnet, der Raummacher; er liegt wie 
ein Lwe und raubet den Arm und die Scheitel.
21. Und er sah, da ihm ein Haupt gegeben war, ein Lehrer, der verborgen 
ist, welcher kam mit den Obersten des Volks und verschaffte die 
Gerechtigkeit des Herrn und seine Rechte an Israel.
22. Und zu Dan sprach er: Dan ein junger Lwe; er wird flieen von Basan.
23. Und zu Naphthali sprach er: Naphthali wird genug haben, was er 
begehret, und wird voll Segens des Herrn sein; gegen Abend und Mittag wird 
sein Besitz sein.
24. Und zu Asser sprach er: Asser sei gesegnet mit Shnen; er sei angenehm 
seinen Brdern und tunke seinen Fu in l!
25. Eisen und Erz sei an seinen Schuhen; dein Alter sei wie deine Jugend.
26. Es ist kein Gott als der Gott des Gerechten. Der im Himmel sitzt, der 
sei deine Hilfe, und des Herrlichkeit in Wolken ist.
27. Das ist die Wohnung Gottes von Anfang und unter den Armen ewiglich. 
Und er wird vor dir her deinen Feind austreiben und sagen: Sei vertilget!
28. Israel wird sicher alleine wohnen; der Brunn Jakobs wird sein auf dem 
Lande, da Korn und Most ist; dazu sein Himmel wird mit Tau triefen.
29. Wohl dir, Israel, wer ist dir gleich? O Volk, das du durch den Herrn 
selig wirst, der deiner Hilfe Schild und das Schwert deines Sieges ist! 
Deinen Feinden wird's fehlen; aber du wirst auf ihrer Hhe einhertreten.
Das fnfte Buch Mose 34
1. Und Mose ging von dem Gefilde der Moabiter auf den Berg Nebo, auf die 
Spitze des Gebirges Pisga, gegen Jericho ber. Und der Herr zeigte ihm das 
ganze Land Gilead bis gen Dan
2. und das ganze Naphthali und das Land Ephraim und Manasse und das ganze 
Land Juda bis an das uerste Meer
3. und gegen Mittag und die Gegend der Breite Jerichos, der Palmenstadt, 
bis gen Zoar.
4. Und der Herr sprach zu ihm: Dies ist das Land, das ich Abraham, Isaak 
und Jakob geschworen habe, und gesagt: Ich will es deinem Samen geben. Du 
hast es mit deinen Augen gesehen, aber du sollst nicht hinbergehen.
5. Also starb Mose, der Knecht des Herrn, daselbst im Lande der Moabiter 
nach dem Wort des Herrn.
6. Und er begrub ihn im Tal, im Lande der Moabiter, gegen dem Hause Peor. 
Und hat niemand sein Grab erfahren bis auf diesen heutigen Tag.
7. Und Mose war hundertundzwanzig Jahre alt, da er starb. Seine Augen 
waren nicht dunkel worden, und seine Kraft war nicht verfallen.
8. Und die Kinder Israel beweineten Mose im Gefilde der Moabiter dreiig 
Tage. Und wurden vollendet die Tage des Weinens und Klagens ber Mose.
9. Josua aber, der Sohn Nuns, ward erfllet mit dem Geist der Weisheit; 
denn Mose hatte seine Hnde auf ihn gelegt. Und die Kinder Israel 
gehorchten ihm und taten, wie der Herr Mose geboten hatte.
10. Und es stund hinfort kein Prophet in Israel auf wie Mose, den der Herr 
erkannt htte von Angesicht zu Angesicht
11. zu allerlei Zeichen und Wundern, dazu ihn der Herr sandte, da er sie 
tte in gyptenland, an Pharao und an allen seinen Knechten und an all 
seinem Lande,
12. und zu aller dieser mchtigen Hand und groen Gesichten, die Mose tat 
vor den Augen des ganzen Israel.
Das Buch Josua 1
1. Nach dem Tode Moses, des Knechtes des Herrn, sprach der Herr zu Josua, 
dem Sohn Nuns, Moses Diener:
2. Mein Knecht Mose ist gestorben; so mache dich nun auf und zeuch ber 
diesen Jordan, du und dies ganze Volk, in das Land, das ich ihnen, den 
Kindern Israel, gegeben habe.
3. Alle Sttte, darauf eure Fusohlen treten werden, habe ich euch 
gegeben, wie ich Mose geredet habe.
4. Von der Wste an und diesem Libanon bis an das groe Wasser Phrath, das 
ganze Land der Hethiter, bis an das groe Meer gegen dem Abend, sollen 
eure Grenze sein.
5. Es soll dir niemand widerstehen dein Leben lang. Wie ich mit Mose 
gewesen bin, also will ich auch mit dir sein. Ich will dich nicht 
verlassen noch von dir weichen.
6. Sei getrost und unverzagt; denn du sollst diesem Volk das Land 
austeilen, das ich ihren Vtern geschworen habe, da ich's ihnen geben 
wollte.
7. Sei nur getrost und sehr freudig, da du haltest und tust allerdinge 
nach dem Gesetz, das dir Mose, mein Knecht, geboten hat. Weiche nicht 
davon, weder zur Rechten noch zur Linken, auf da du weislich handeln 
mgest in allem, das du tun sollst.
8. Und la das Buch dieses Gesetzes nicht von deinem Munde kommen, sondern 
betrachte es Tag und Nacht, auf da du haltest und tust allerdinge nach 
dem, das drinnen geschrieben stehet. Alsdann wird dir's gelingen in allem, 
das du tust, und wirst weislich handeln knnen.
9. Siehe, ich habe dir geboten, da du getrost und freudig seiest. La dir 
nicht grauen und entsetze dich nicht; denn der Herr, dein Gott, ist mit 
dir in allem, das du tun wirst.
10. Da gebot Josua den Hauptleuten des Volks und sprach:
11. Gehet durch das Lager und gebietet dem Volk und sprechet: Schaffet 
euch Vorrat; denn ber drei Tage werdet ihr ber diesen Jordan gehen, da 
ihr hineinkommet und das Land einnehmet, das euch der Herr, euer Gott, 
geben wird.
12. Und zu den Rubenitern, Gaditern und dem halben Stamm Manasse sprach 
Josua:
13. Gedenket an das Wort, das euch Mose, der Knecht des Herrn, sagte und 
sprach: Der Herr, euer Gott, hat euch zur Ruhe gebracht und dies Land 
gegeben.
14. Eure Weiber und Kinder und Vieh lasset im Lande bleiben, das euch Mose 
gegeben hat diesseit des Jordans; ihr aber sollt vor euren Brdern 
herziehen gerstet, was streitbare Mnner sind, und ihnen helfen,
15. bis da der Herr eure Brder auch zur Ruhe bringt, wie euch, da sie 
auch einnehmen das Land, das ihnen der Herr, euer Gott, geben wird. 
Alsdann sollt ihr wieder umkehren in euer Land, das euch Mose, der Knecht 
des Herrn, eingegeben hat zu besitzen, diesseit des Jordans, gegen der 
Sonnen Aufgang.
16. Und sie antworteten Josua und sprachen: Alles, was du uns geboten 
hast, das wollen wir tun, und wo du uns hinsendest, da wollen wir hingehen.
17. Wie wir Mose gehorsam sind gewesen, so wollen wir dir auch gehorsam 
sein, allein da der Herr, dein Gott, nur mit dir sei, wie er mit Mose war.
18. Wer deinem Munde ungehorsam ist und nicht gehorchet deinen Worten in 
allem, das du uns gebeutst, der soll sterben. Sei nur getrost und 
unverzagt!
Das Buch Josua 2
1. Josua aber, der Sohn Nuns, hatte zween Kundschafter heimlich ausgesandt 
von Sittim und ihnen gesagt: Gehet hin, besehet das Land und Jericho. Die 
gingen hin und kamen in das Haus einer Hure, die hie Rahab, und kehreten 
zu ihr ein.
2. Da ward dem Knige zu Jericho gesagt: Siehe, es sind in dieser Nacht 
Mnner hereinkommen von den Kindern Israel, das Land zu erkunden.
3. Da sandte der Knig zu Jericho zu Rahab und lie ihr sagen: Gib die 
Mnner heraus, die zu dir in dein Haus kommen sind; denn sie sind kommen, 
das ganze Land zu erkunden.
4. Aber das Weib verbarg die zween Mnner und sprach also: Es sind ja 
Mnner zu mir hereinkommen, aber ich wute nicht, von wannen sie waren.
5. Und da man die Tore wollte zuschlieen, da es finster war, gingen sie 
hinaus, da ich nicht wei, wo sie hingegangen sind. Jaget ihnen eilend 
nach; denn ihr werdet sie ergreifen.
6. Sie aber lie sie auf das Dach steigen und verdeckte sie unter die 
Flachsstengel, die sie ihr auf dem Dache ausgebreitet hatte.
7. Aber die Mnner jagten ihnen nach auf dem Wege zum Jordan bis an die 
Furt. Und man schlo das Tor zu, da die hinaus waren, die ihnen nachjagten.
8. Und ehe denn die Mnner sich schlafen legten, stieg sie zu ihnen hinauf 
auf das Dach
9. und sprach zu ihnen: Ich wei, da der Herr euch das Land gegeben hat; 
denn ein Schrecken ist ber uns gefallen vor euch, und alle Einwohner des 
Landes sind vor eurer Zukunft feige worden.
10. Denn wir haben gehret, wie der Herr hat das Wasser im Schilfmeer 
ausgetrocknet vor euch her, da ihr aus gypten zoget, und was ihr den 
zween Knigen der Amoriter, Sihon und Og, jenseit des Jordans getan habt, 
wie ihr sie verbannet habt.
11. Und seit wir solches gehret haben, ist unser Herz verzagt und ist 
kein Mut mehr in jemand vor eurer Zukunft; denn der Herr, euer Gott, ist 
ein Gott, beide oben im Himmel und unten auf Erden.
12. So schwret mir nun bei dem Herrn, da, weil ich an euch 
Barmherzigkeit getan habe, da ihr auch meines Vaters Hause Barmherzigkeit 
tut; und gebet mir ein gewi Zeichen,
13. da ihr leben lasset meinen Vater, meine Mutter, meine Brder und 
meine Schwestern und alles, was sie haben, und errettet unsere Seelen von 
dem Tode.
14. Die Mnner sprachen zu ihr: tun wir nicht Barmherzigkeit und Treue an 
dir, wenn uns der Herr das Land gibt, so soll unsere Seele fr euch des 
Todes sein, sofern du unser Geschft nicht verrtest.
15. Da lie sie dieselben am Seil durchs Fenster hernieder; denn ihr Haus 
war an der Stadtmauer, und sie wohnete auch auf der Mauer.
16. Und sie sprach zu ihnen: Gehet auf das Gebirge, da euch nicht 
begegnen, die euch nachjagen, und verberget euch daselbst drei Tage, bis 
da die wiederkommen, die euch nachjagen; danach gehet eure Strae.
17. Die Mnner aber sprachen zu ihr: Wir wollen aber des Eides los sein, 
den du von uns genommen hast,
18. wenn wir kommen ins Land, und du nicht dies rote Seil in das Fenster 
knpfest, damit du uns herniedergelassen hast und zur dir ins Haus 
versammelst deinen Vater, deine Mutter, deine Brder und deines Vaters 
ganzes Haus.
19. Und wer zur Tr deines Hauses herausgehet, des Blut sei auf seinem 
Haupte, und wir unschuldig; aber aller, die in deinem Hause sind, so eine 
Hand an sie gelegt wird, so soll ihr Blut auf unserm Haupte sein.
20. Und so du etwas von diesem unserm Geschfte wirst nachsagen, so wollen 
wir des Eides los sein, den du von uns genommen hast.
21. Sie sprach: Es sei, wie ihr saget; und lie sie gehen. Und sie gingen 
hin. Und sie knpfte das rote Seil ins Fenster.
22. Sie aber gingen hin und kamen aufs Gebirge und blieben drei Tage 
daselbst, bis da die wiederkamen, die ihnen nachjagten. Denn sie hatten 
sie gesucht auf allen Straen und doch nicht funden.
23. Also kehreten die zween Mnner wieder und gingen vom Gebirge und 
fuhren |ber; und kamen zu Josua, dem Sohn Nuns, und erzhleten ihm alles, 
wie sie es funden hatten,
24. und sprachen zu Josua: Der Herr hat uns alles Land in unsere Hnde 
gegeben; auch so sind alle Einwohner des Landes feige vor uns.
Das Buch Josua 3
1. Und Josua machte sich frhe auf; und sie zogen aus Sittim und kamen an 
den Jordan, er und alle Kinder Israel, und blieben daselbst ber Nacht, 
ehe sie hinberzogen.
2. Nach dreien Tagen aber gingen die Hauptleute durchs Lager
3. und geboten dem Volk und sprachen: Wenn ihr sehen werdet die Lade des, 
Bundes des Herrn, eures Gottes, und die Priester aus den Leviten sie 
tragen, so ziehet aus von eurem Ort und folget ihr nach.
4. Doch da zwischen euch und ihr Raum sei bei zweitausend Ellen. Ihr 
sollt nicht zu ihr nahen, auf da ihr wisset, auf welchem Wege ihr gehen 
sollet; denn ihr seid den Weg vorhin nicht gegangen.
5. Und Josua sprach zum Volk: Heiliget euch; denn morgen wird der Herr ein 
Wunder unter euch tun.
6. Und zu den Priestern sprach er: Traget die Lade des Bundes und gehet 
vor dem Volk her. Da trugen sie die Lade des Bundes und gingen vor dem 
Volk her.
7. Und der Herr sprach zu Josua: Heute will ich anfahen, dich gro zu 
machen vor dem ganzen Israel, da sie wissen, wie ich mit Mose gewesen 
bin, also auch mit dir sei.
8. Und du gebeut den Priestern, die die Lade des Bundes tragen, und 
sprich: Wenn ihr kommt vorn ins Wasser des Jordans, so stehet stille.
9. Und Josua sprach zu den Kindern Israel: Herzu, und hret die Worte des 
Herrn, eures Gottes!
10. Und sprach: Dabei sollt ihr merken, da ein lebendiger Gott unter euch 
ist, und da er vor euch austreiben wird die Kanaaniter, Hethiter, 
Heviter, Pheresiter, Gergositer, Amoriter und Jebusiter.
11. Siehe, die Lade des Bundes des Herrschers ber alle Welt wird vor euch 
hergehen in den Jordan.
12. So nehmet nun zwlf Mnner aus den Stmmen Israels, aus jeglichem 
Stamm einen.
13. Wenn dann die Fusohlen der Priester, die des Herrn Lade, des 
Herrschers ber alle Welt, tragen, in des Jordans Wasser sich lassen, so 
wird sich das Wasser, das von oben herabfleut im Jordan, abreien, da es 
ber einem Haufen stehen bleibe.
14. Da nun das Volk auszog aus seinen Htten, da sie ber den Jordan 
gingen, und die Priester die Lade des Bundes vor dem Volk her trugen
15. und an den Jordan kamen und ihre Fe vorn ins Wasser tunkten ( der 
Jordan aber war voll an allen seinen Ufern, die ganze Zeit der Ernte),
16. da stund das Wasser; das von oben herniederkam, aufgerichtet ber 
einem Haufen, sehr ferne von den Leuten der Stadt, die zur Seite Zarthans 
liegt; aber das Wasser, das zum Meer hinunterlief, zum Salzmeer, das nahm 
ab und verflo. Also ging das Volk hinber gegen Jericho.
17. Und die Priester, die die Lade des Bundes des Herrn trugen, stunden 
also im Trocknen mitten im Jordan. Und ganz Israel ging trocken durch, bis 
das ganze Volk alles ber den Jordan kam.
Das Buch Josua 4
1. Und der Herr sprach zu Josua:
2. Nehmet euch zwlf Mnner, aus jeglichem Stamm einen.
3. Und gebietet ihnen und sprecht: Hebet auf aus dem Jordan zwlf Steine 
von dem Ort, da die Fe der Priester also stehen, und bringet sie mit 
euch hinber, da ihr sie in der Herberge lasset, da ihr diese Nacht 
herbergen werdet.
4. Da rief Josua zwlf Mnner, die verordnet waren von den Kindern Israel, 
aus jeglichem Stamm einen,
5. und sprach zu ihnen: Gehet hinber vor die Lade des Herrn, eures 
Gottes, mitten in den Jordan, und hebe ein jeglicher einen Stein auf seine 
Achsel, nach der Zahl der Stmme der Kinder Israel,
6. da sie ein Zeichen seien unter euch. Wenn eure Kinder hernachmals ihre 
Vter fragen werden und sprechen: Was tun diese Steine da?
7. da ihr dann ihnen saget, wie das Wasser des Jordans abgerissen sei vor 
der Lade des Bundes des Herrn, da sie durch den Jordan ging, da diese 
Steine den Kindern Israel ein ewig Gedchtnis seien.
8. Da taten die Kinder Israel, wie ihnen Josua geboten hatte, und trugen 
zwlf Steine mitten aus dem Jordan, wie der Herr zu Josua gesagt hatte, 
nach der Zahl der Stmme der Kinder Israel, und brachten sie mit sich 
hinber in die Herberge und lieen sie daselbst.
9. Und Josua richtete zwlf Steine auf mitten im Jordan, da die Fe der 
Priester gestanden waren, die die Lade des Bundes trugen; und sind noch 
daselbst bis auf diesen Tag.
10. Denn die Priester, die die Lade trugen, stunden mitten im Jordan, bis 
da alles ausgerichtet ward, das der Herr Josua geboten hatte, dem Volk zu 
sagen; wie denn Mose Josua geboten hatte. Und das Volk eilete und ging 
hinber.
11. Da nun das Volk ganz hinbergegangen war, da ging die Lade des Herrn 
auch hinber, und die Priester vor dem Volk her.
12. Und die Rubeniter und Gaditer und der halbe Stamm Manasse gingen 
gerstet vor den Kindern Israel her, wie Mose zu ihnen geredet hatte.
13. Bei vierzigtausend, gerstet zum Heer, gingen vor dem Herrn zum Streit 
auf das Gefilde Jerichos.
14. An dem Tage machte der Herr Josua gro vor dem ganzen Israel; und 
frchteten ihn, wie sie Mose frchteten, sein Lebenlang.
15. Und der Herr sprach zu Josua:
16. Gebeut den Priestern, die die Lade des Zeugnisses tragen, da sie aus 
dem Jordan heraufsteigen.
17. Also gebot Josua den Priestern und sprach: Steiget herauf aus dem 
Jordan!
18. Und da die Priester, die die Lade des Bundes des Herrn trugen, aus dem 
Jordan heraufstiegen und mit ihren Fusohlen aufs Trockene traten, kam das 
Wasser des Jordans wieder an seine Sttte und flo, wie vorhin, an allen 
seinen Ufern.
19. Es war aber der zehnte Tag des ersten Monden, da das Volk aus dem 
Jordan heraufstieg; und lagerten sich in Gilgal, gegen den Morgen der 
Stadt Jericho.
20. Und die zwlf Steine, die sie aus dem Jordan genommen hatten, richtete 
Josua auf zu Gilgal.
21. Und sprach zu den Kindern Israel: Wenn eure Kinder hernachmals ihre 
Vter fragen werden und sagen: Was sollen diese Steine?
22. so sollt ihr's ihnen kundtun und sagen: Israel ging trocken durch den 
Jordan,
23. da der Herr, euer Gott;. das Wasser des Jordans vertrocknete, vor 
euch, bis ihr hinberginget, gleichwie der Herr, euer Gott, tat in dem 
Schilfmeer, das er vor uns vertrocknete, bis wir hindurchgingen;
24. auf da alle Vlker auf Erden die Hand des Herrn erkennen, wie mchtig 
sie ist; da ihr den Herrn, euren Gott, frchtet allezeit.
Das Buch Josua 5
1. Da nun alle Knige der Amoriter, die jenseit des Jordans gegen Abend 
wohneten, und alle Knige der Kanaaniter am Meer hreten, wie der Herr das 
Wasser des Jordans hatte ausgetrocknet vor den Kindern Israel, bis da sie 
hinbergingen, verzagte ihr Herz, und war kein Mut mehr in ihnen vor den 
Kindern Israel.
2. Zu der Zeit sprach der Herr zu Josua: Mache dir steinerne Messer und 
beschneide wieder die Kinder Israel zum andernmal.
3. Da machte ihm Josua steinerne Messer und beschnitt die Kinder Israel 
auf dem Hgel Araloth.
4. Und das ist die Sache, darum Josua beschnitt alles Volk, das aus 
gypten gezogen war, Mannsbilde; denn alle Kriegsleute waren gestorben in 
der Wste auf dem Wege, da sie aus gypten zogen.
5. Denn alles Volk, das auszog, war beschnitten; aber alles Volk, das in 
der Wste geboren war, auf dem Wege, da sie aus gypten zogen, das war 
nicht beschnitten.
6. Denn die Kinder Israel wandelten vierzig Jahre in der Wste; bis da 
das ganze Volk der Kriegsmnner, die aus gypten gezogen waren, umkamen, 
darum da sie der Stimme des Herrn nicht gehorchet hatten; wie denn der 
Herr ihnen geschworen hatte, da sie das Land nicht sehen sollten, welches 
der Herr ihren Vtern geschworen hatte, uns zu geben, ein Land, da Milch 
und Honig innen fleut.
7. Derselben Kinder, die an ihrer Statt waren aufkommen, beschnitt Josua; 
denn sie hatten Vorhaut und waren auf dem Wege nicht beschnitten.
8. Und da das ganze Volk beschnitten war, blieben sie an ihrem Ort im 
Lager, bis sie heil wurden.
9. Und der Herr sprach zu Josua: Heute habe ich die Schande gyptens von 
euch gewendet Und dieselbe Sttte ward Gilgal genannt bis auf diesen Tag.
10. Und als die Kinder Israel also in Gilgal das Lager hatten, hielten sie 
Passah am vierzehnten Tage des Monden am Abend auf dem Gefilde Jerichos.
11. Und aen vom Getreide des Landes am andern Tage des Passah, nmlich 
ungesuert Brot und Sangen, eben desselben Tages.
12. Und das Man hrete auf des andern Tages, da sie des Landes Getreide 
aen, da die Kinder Israel kein Man mehr hatten, sondern sie aen des 
Getreides vom Lande Kanaan von demselben Jahr.
13. Und es begab sich, da Josua bei Jericho war, da er seine Augen aufhub 
und ward gewahr, da ein Mann gegen ihm stund und hatte ein blo Schwert 
in seiner Hand. Und Josua ging zu ihm und sprach zu ihm: Gehrest du uns 
an, oder unsern Feinden?
14. Er sprach: Nein, sondern ich bin ein Frst ber das Heer des Herrn und 
bin jetzt kommen. Da fiel Josua auf sein Angesicht zur Erde und betete an 
und sprach zu ihm: Was saget mein Herr seinem Knechte?
15. Und der Frst ber das Heer des Herrn sprach zu Josua: Zeuch deine 
Schuhe aus von deinen Fen; denn die Sttte, darauf du stehest, ist 
heilig. Und Josua tat also.
Das Buch Josua 6
1. Jericho aber war verschlossen und verwahret vor den Kindern Israel, da 
niemand aus oder ein kommen konnte.
2. Aber der Herr sprach zu Josua: Siehe da, ich habe Jericho samt ihrem 
Knige und Kriegsleuten in deine Hand gegeben.
3. La alle Kriegsmnner rings um die Stadt hergehen einmal; und tue sechs 
Tage also.
4. Am siebenten Tage aber la die Priester sieben Posaunen des Halljahrs 
nehmen vor der Lade her; und gehet desselben siebenten Tages siebenmal um 
die Stadt und la die Priester die Posaunen blasen.
5. Und wenn man des Halljahrs Horn blset und tnet, da ihr die Posaunen 
hret, so soll das ganze Volk ein gro Feldgeschrei machen, so werden der 
Stadt Mauern umfallen; und das Volk soll hineinfallen, ein jeglicher 
stracks vor sich;
6. Da rief Josua, der Sohn Nuns, den Priestern und sprach zu ihnen: Traget 
die Lade des Bundes, und sieben Priester lasset sieben Halljahrsposaunen 
tragen vor der Lade des Herrn.
7. Zum Volk aber sprach er: Ziehet hin und gehet um die Stadt; und wer 
gerstet ist, gehe vor der Lade des Herrn her.
8. Da Josua solches dem Volk gesagt hatte, trugen die sieben Priester 
sieben Halljahrsposaunen vor der Lade des Herrn her und gingen und bliesen 
die Posaunen; und die Lade des Bundes des Herrn folgte ihnen nach.
9. Und wer gerstet war, ging vor den Priestern her, die die Posaunen 
bliesen; und der Haufe folgte der Lade nach und blies Posaunen.
10. Josua aber gebot dem Volk und sprach: Ihr sollt kein Feldgeschrei 
machen, noch eure Stimme hren lassen, noch ein Wort aus eurem Munde gehen 
bis auf den Tag, wenn ich zu euch sagen werde: Machet ein Feldgeschrei! so 
machet dann ein Feldgeschrei.
11. Also ging die Lade des Herrn rings um die Stadt einmal; und kamen in 
das Lager und blieben drinnen.
12. Denn Josua pflegte sich des Morgens frhe aufzumachen; und die 
Priester trugen die Lade des Herrn.
13. So trugen die sieben Priester die sieben Halljahrsposaunen vor der 
Lade des Herrn her und gingen und bliesen Posaunen; und wer gerstet war, 
ging vor ihnen her, und der Haufe folgte der Lade des Herrn und blies 
Posaunen.
14. Des andern Tages gingen sie auch einmal um die Stadt und kamen wieder 
ins Lager. Also taten sie sechs Tage.
15. Am siebenten Tage aber, da die Morgenrte aufging, machten sie sich 
frhe auf und gingen nach derselben Weise siebenmal um die Stadt, da sie 
desselben einigen Tages siebenmal um die Stadt kamen.
16. Und am siebentenmal, da die Priester die Posaunen bliesen, sprach 
Josua zum Volk: Machet ein Feldgeschrei, denn der Herr hat euch die Stadt 
gegeben.
17. Aber diese Stadt und alles, was drinnen ist, soll dem Herrn verbannet 
sein. Allein die Hure Rahab soll leben bleiben und alle, die mit ihr im 
Hause sind; denn sie hat die Boten verborgen, die wir aussandten.
18. Allein htet euch vor dem Verbanneten, da ihr euch nicht verbannet, 
so ihr des Verbanneten etwas nehmet und machet das Lager Israels verbannet 
und bringet es in Unglck.
19. Aber alles Silber und Gold samt dem ehernen und eisernen Gerte soll 
dem Herrn geheiliget sein, da es zu des Herrn Schatz komme.
20. Da machte das Volk ein Feldgeschrei und bliesen Posaunen. Denn als das 
Volk den Hall der Posaunen hrete, machte es ein gro Feldgeschrei. Und 
die Mauern fielen um, und das Volk erstieg die Stadt, ein jeglicher 
stracks vor sich. Also gewannen sie die Stadt.
21. Und verbanneten alles, was in der Stadt war, mit der Schrfe des 
Schwerts, beide Mann und Weib, jung und alt, Ochsen, Schafe und Esel.
22. Aber Josua sprach zu den zween Mnnern, die das Land verkundschaftet 
hatten: Gehet in das Haus der Hure und fhret das Weib von dannen heraus 
mit allem, das sie hat, wie ihr geschworen habt.
23. Da gingen die Jnglinge, die Kundschafter, hinein und fhreten Rahab 
heraus samt ihrem Vater und Mutter und Brdern und alles, was sie hatte, 
und all ihr Geschlecht; und lieen sie drauen auer dem Lager Israels.
24. Aber die Stadt verbrannten sie mit Feuer und alles; was drinnen war. 
Allein das Silber und Gold und eherne und eiserne Gerte taten sie zum 
Schatz in das Haus des Herrn.
25. Rahab aber; die Hure, samt dem Hause ihres Vaters und alles, was sie 
hatte, lie Josua leben. Und sie wohnete in Israel bis auf diesen Tag, 
darum da sie die Boten verborgen hatte, die Josua zu verkundschaften 
gesandt hatte gen Jericho.
26. Zu der Zeit schwur Josua und sprach: Verflucht sei der Mann vor dem 
Herrn; der diese Stadt Jericho aufrichtet und bauet! Wenn er ihren Grund 
leget, das koste ihn seinen ersten Sohn; und wenn er ihre Tore setzet, das 
koste ihn seinen jngsten Sohn!
27. Also war der Herr mit Josua, da man von ihm sagte in allen Landen.
Das Buch Josua 7
1. Aber die Kinder Israel vergriffen sich an dem Verbanneten; denn Achan, 
der Sohn Charmis, des Sohns Sabdis, des Sohns Serahs, vom Stamm Juda nahm 
des Verbanneten etwas. Da ergrimmete der Zorn des Herrn ber die Kinder 
Israel.
2. Da nun Josua Mnner aussandte von Jericho gen Ai, die bei Beth-Aven 
liegt, gegen dem Morgen vor Bethel, und sprach zu ihnen: Gehet hinauf und 
verkundschaftet das Land; und da sie hinaufgegangen waren und Ai 
verkundschaftet hatten,
3. kamen sie wieder zu Josua und sprachen zu ihm: La nicht das ganze Volk 
hinaufziehen, sondern bei zwei oder dreitausend Mann, da sie hinaufziehen 
und schlagen Ai, da nicht das ganze Volk sich daselbst bemhe, denn ihrer 
ist wenig.
4. Also zogen hinauf des Volks bei dreitausend Mann, und die flohen vor 
den Mnnern zu Ai.
5. Und die von Ai schlugen ihrer bei sechsunddreiig Mann und jagten sie 
vor dem Tor bis gen Sabarim und schlugen sie den Weg herab. Da ward dem 
Volk das Herz verzagt und ward zu Wasser.
6. Josua aber zerri seine Kleider und fiel auf sein Angesicht zur Erde 
vor der Lade des Herrn bis auf den Abend, samt den ltesten Israels, und 
warfen Staub auf ihre Hupter.
7. Und Josua sprach: Ach, Herr, Herr, warum hast du dies Volk ber den 
Jordan gefhret, da du uns in die Hnde der Amoriter gbest, uns 
umzubringen? O da wir wren jenseit des Jordans geblieben, wie wir 
angefangen hatten!
8. Ach, mein Herr, was soll ich sagen, weil Israel seinen Feinden den 
Rcken kehret?
9. Wenn das die Kanaaniter und alle Einwohner des Landes hren so werden 
sie uns umgeben und auch unsern Namen ausrotten von der Erde. Was willst 
du denn bei deinem groen Namen tun?
10. Da sprach der Herr zu Josua: Stehe auf! Warum liegst du also auf 
deinem Angesicht?
11. Israel hat sich versndiget, und haben meinen Bund bergangen, den ich 
ihnen geboten habe; dazu haben sie des Verbanneten genommen und gestohlen 
und verleugnet und unter ihre Gerte geleget.
12. Die Kinder Israel mgen nicht stehen vor ihren Feinden, sondern mssen 
ihren Feinden den Rcken kehren; denn sie sind im Bann, Ich werde fort 
nicht mit euch sein, wo ihr nicht den Bann aus euch vertilget.
13. Stehe auf und heilige das Volk und sprich: Heiliget euch auf morgen! 
Denn also sagt der Herr, der Gott Israels: Es ist ein Bann unter dir, 
Israel; darum kannst du nicht stehen vor deinen Feinden, bis da ihr den 
Bann von euch tut.
14. Und sollt euch frh herzumachen, ein Stamm nach dem andern; und 
welchen Stamm der Herr treffen wird, der soll sich herzumachen, ein 
Geschlecht nach dem andern; und welches Geschlecht der Herr treffen wird, 
das soll sich herzumachen, ein Haus nach dem andern; und welch Haus der 
Herr treffen wird, das soll sich herzumachen, ein Hauswirt nach dem andern.
15. Und welcher erfunden wird im Bann, den soll man mit Feuer verbrennen 
mit allem, das er hat, darum da er den Bund des Herrn berfahren und eine 
Torheit in Israel begangen hat.
16. Da machte sich Josua des Morgens frhe auf und brachte Israel herzu, 
einen Stamm nach dem andern; und ward getroffen der Stamm Juda.
17. Und da er die Geschlechter in Juda herzubrachte, ward getroffen das 
Geschlecht der Serahiter. Und da er das Geschlecht der Serahiter 
herzubrachte, einen Hauswirt nach dem andern, ward Sabdi getroffen.
18. Und da er sein Haus herzubrachte, einen Wirt nach dem andern, ward 
getroffen Achan, der Sohn Charmis, des Sohns Sabdis, des Sohns Serahs, aus 
dem Stamm Juda.
19. Und Josua sprach zu Achan: Mein Sohn, gib dem Herrn, dem Gott Israels, 
die Ehre und gib ihm das Lob; und sage mir an, was hast du getan? und 
leugne mir nichts!
20. Da antwortete Achan Josua und sprach: Wahrlich, ich habe mich 
versndiget an dem Herrn, dem Gott Israels; also und also habe ich getan.
21. Ich sah unter dem Rauhe einen kstlichen babylonischen Mantel und 
zweihundert Sekel Silbers und eine gldene Zunge, fnfzig Sekel wert am 
Gewichte; des gelstete mich und nahm es. Und siehe, es ist verscharret in 
die Erde in meiner Htte, und das Silber drunter.
22. Da sandte Josua Boten hin, die liefen zur Htte; und siehe, es war 
verscharret in seiner Htte, und das Silber drunter.
23. Und sie nahmen's aus der Htte und brachten's zu Josua und zu allen 
Kindern Israel und schtteten's vor den Herrn.
24. Da nahm Josua und das ganze Israel mit ihm Achan, den Sohn Serahs, 
samt dem Silber, Mantel und gldenen Zunge, seine Shne und Tchter, seine 
Ochsen und Esel und Schafe, seine Htte und alles, was er hatte, und 
fhreten sie hinauf ins Tal Achor.
25. Und Josua sprach: Weil du uns betrbet hast, so betrbe dich der Herr 
an diesem Tage! Und das ganze Israel steinigten ihn und verbrannten sie 
mit Feuer. Und da sie sie gesteiniget hatten,
26. machten sie ber sie einen groen Steinhaufen, der bleibet bis auf 
diesen Tag. Also kehrete sich der Herr von dem Grimm seines Zorns. Daher 
heit derselbe Ort das Tal Achor bis auf diesen Tag.
Das Buch Josua 8
1. Und der Herr sprach zu Josua: Frchte dich nicht und zage nicht! Nimm 
mit dir alles Kriegsvolk und mache dich auf und zeuch hinauf gen Ai! Siehe 
da, ich habe den Knig Als samt seinem Volk in seiner Stadt und Land in 
deine Hnde gegeben.
2. Und sollst mit Ai und ihrem Knige tun, wie du mit Jericho und ihrem 
Knige getan hast, ohne da ihr ihren Raub ihr Vieh unter euch teilen 
sollt. Aber bestelle einen Hinterhalt hinter der Stadt.
3. Da machte sich Josua auf und alles Kriegsvolk, hinaufzuziehen gen Ai. 
Und Josua erwhlte dreiigtausend streitbare Mnner und sandte sie aus bei 
der Nacht.
4. Und gebot ihnen und sprach: Sehet zu, ihr sollt der Hinterhalt sein 
hinter der Stadt; machet euch aber nicht allzu ferne von der Stadt und 
seid allesamt bereit!
5. Ich aber und alles Volk, das mit mir ist, wollen uns zu der Stadt 
machen. Und wenn sie uns entgegen herausfahren wie vorhin, so wollen wir 
vor ihnen fliehen,
6. da sie uns nachfolgen heraus, bis da wir sie heraus von der Stadt 
reien. Denn sie werden gedenken, wir fliehen vor ihnen wie vorhin. Und 
weil wir vor ihnen fliehen,
7. sollt ihr euch aufmachen aus dem Hinterhalt und die Stadt einnehmen; 
denn der Herr, eurer Gott, wird sie in eure Hnde geben.
8. Wenn ihr aber die Stadt eingenommen habt, so stecket sie an mit Feuer 
und tut nach dem Wort des Herrn. Siehe, ich hab's euch geboten.
9. Also sandte sie Josua hin; und sie gingen hin auf den Hinterhalt und 
hielten zwischen Bethel und Ai gegen abendwrts an Ai. Josua aber blieb 
die Nacht unter dem Volk.
10. Und machte sich des Morgens frhe auf und ordnete das Volk und zog 
hinauf mit den ltesten Israels vor dem Volk her gen Ai.
11. Und alles Kriegsvolk, das bei ihm war, zog hinauf; und traten herzu 
und kamen gegen die Stadt und lagerten sich gegen Mitternacht vor Ai, da 
nur ein Tal war zwischen ihm und Ai.
12. Er htte aber bei fnftausend Mann genommen und auf den Hinterhalt 
gestellet zwischen Bethel und Ai gegen abendwrts der Stadt.
13. Und sie stelleten das Volk des ganzen Lagers, das gegen Mitternacht 
der Stadt war, da sein Letztes reichte gegen den Abend der Stadt. Also 
ging Josua hin in derselbigen Nacht mitten in das Tal.
14. Als aber der Knig zu Ai das sah, eileten sie und machten sich frhe 
auf, und die Mnner der Stadt heraus, Israel zu begegnen zum Streit, mit 
all seinem Volk an einen bestimmten Ort vor dem Gefilde. Denn er wute 
nicht, da ein Hinterhalt auf ihn war hinter der Stadt.
15. Josua aber und ganz Israel stelleten sich, als wrden sie geschlagen 
vor ihnen, und flohen auf dem Wege zur Wste.
16. Da schrie das ganze Volk in der Stadt, da man ihnen sollte nachjagen.
17. Und sie jagten auch Josua nach und rissen sich von der Stadt heraus, 
da nicht ein Mann berblieb in Ai und Bethel, der nicht ausgezogen wre, 
Israel nachzujagen; und lieen die Stadt offen stehen, da sie Israel 
nachjagten.
18. Da sprach der Herr zu Josua: Recke aus die Lanze in deiner Hand gegen 
Ai, denn ich will sie in deine Hand geben. Und da Josua die Lanze in 
seiner Hand gegen die Stadt ausreckte,
19. da brach der Hinterhalt auf eilend aus seinem Ort, und liefen, nachdem 
er seine Hand ausstreckte, und kamen in die Stadt und gewannen sie; und 
eileten und steckten sie mit Feuer an.
20. Und die Mnner von Ai wandten sich und sahen hinter sich und sahen den 
Rauch der Stadt aufgehen gen Himmel und hatten nicht Raum zu fliehen, 
weder hin noch her. Und das Volk, das zur Wste floh, kehrete sich um, 
ihnen nachzujagen.
21. Denn da Josua und das ganze Israel sah, da der Hinterhalt die Stadt 
gewonnen hatte, weil der Stadt Rauch aufging, kehreten sie wieder um und 
schlugen die Mnner von Ai.
22. Und die in der Stadt kamen auch heraus ihnen entgegen, da sie mitten 
unter Israel kamen von dorther und von hieher; und schlugen sie, bis da 
niemand unter ihnen berblieb noch entrinnen konnte.
23. Und griffen den Knig zu Ai lebendig und brachten ihn zu Josua.
24. Und da Israel alle Einwohner zu Ai hatte erwrget auf dem Felde und in 
der Wste, die ihnen nachgejagt hatten, und fielen alle durch die Schrfe 
des Schwerts, bis da sie alle umkamen, da kehrete sich ganz Israel zu Ai 
und schlugen sie mit der Schrfe des Schwerts.
25. Und alle, die des Tages fielen, beide Mann und Weiber, der waren 
zwlftausend, alles Leute von Ai.
26. Josua aber zog nicht wieder ab seine Hand, damit er die Lanze 
ausreckte, bis da verbannet wurden alle Einwohner Ais
27. Ohne das Vieh und den Raub der Stadt teilete Israel aus unter sich 
nach dem Wort des Herrn, das er Josua geboten hatte.
28. Und Josua brannte Ai aus und machte einen Haufen daraus ewiglich, der 
noch heute da liegt.
29. Und lie den Knig zu Ai an einen Baum hngen bis an den Abend. Da 
aber die Sonne war untergegangen, gebot er, da man seinen Leichnam vom 
Baum tte; und warfen ihn unter der Stadt Tor und machten einen groen 
Steinhaufen auf ihn, der bis auf diesen Tag da ist.
30. Da bauete Josua dem Herrn, dem Gott Israels, einen Altar auf dem Berge 
Ebal
31. (wie Mose, der Knecht des Herrn, geboten hatte den Kindern Israel, als 
geschrieben stehet im Gesetzbuch Moses, einen Altar von ganzen Steinen, 
die mit keinem Eisen behauen waren) und opferte dem Herrn drauf Brandopfer 
und Dankopfer.
32. Und schrieb daselbst auf die Steine das andere Gesetz, das Mose den 
Kindern Israel vorgeschrieben hatte.
33. Und das ganze Israel mit seinen ltesten und Amtleuten und Richtern 
stunden zu beiden Seiten der Lade gegen den Priestern aus Levi, die die 
Lade des Bundes des Herrn trugen, die Fremdlinge sowohl als die 
Einheimischen, eine Hlfte neben dem Berge Grisim und die andere Hlfte 
neben dem Berge Ebal, wie Mose, der Knecht des Herrn, vorhin geboten 
hatte, zu segnen das Volk Israel.
34. Danach lie er ausrufen alle Worte des Gesetzes vom Segen und Fluch, 
wie es geschrieben stehet im Gesetzbuch.
35. Es war kein Wort, das Mose geboten hatte, das Josua nicht htte lassen 
ausrufen vor der ganzen Gemeine Israel und vor den Weibern und Kindern und 
Fremdlingen, die unter ihnen wandelten.
Das Buch Josua 9
1. Da nun das hreten alle Knige, die jenseit des Jordans waren auf den 
Gebirgen und in den Grnden und an allen Anfurten des groen Meers, auch 
die neben dem Berge Libanon waren, nmlich die Hethiter, Amoriter, 
Kanaaniter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter,
2. sammelten sie sich eintrchtiglich zuhauf, da sie wider Josua und 
wider Israel stritten.
3. Aber die Brger zu Gibeon, da sie hreten, was Josua mit Jericho und Ai 
getan hatte, erdachten sie eine List;
4. gingen hin und schickten eine Botschaft und nahmen alte Scke auf ihre 
Esel
5. und alte zerrissene, geflickte Weinschluche und alte geflickte Schuhe 
an ihre Fe und zogen alte Kleider an, und alles Brot, das sie mit sich 
nahmen, war hart und schimmlig.
6. Und gingen zu Josua ins Lager gen Gilgal und sprachen zu ihm und zum 
ganzen Israel: Wir kommen aus fernen Landen, so machet nun einen Bund mit 
uns.
7. Da sprach das ganze Israel zu dem Heviter: Vielleicht mchtest du unter 
uns wohnend werden; wie knnte ich dann einen Bund mit dir machen?
8. Sie aber sprachen zu Josua: Wir sind deine Knechte. Josua sprach zu 
ihnen: Wer seid ihr und von wannen kommt ihr?
9. Sie sprachen: Deine Knechte sind aus sehr fernen Landen kommen um des 
Namens willen des Herrn, deines Gottes; denn wir haben sein Gercht 
gehret und alles, was er in gypten getan hat,
10. und alles, was er den zweien Knigen der Amoriter jenseit des Jordans 
getan hat, Sihon, dem Knige zu Hesbon, und Og, dem Knige zu Basan, der 
zu Astharoth wohnete.
11. Darum sprachen unsere ltesten und alle Einwohner unsers Landes: 
Nehmet Speise mit euch auf die Reise und gehet hin ihnen entgegen und 
sprechet zu ihnen; Wir sind eure Knechte. So machet nun einen Bund mit uns.
12. Dies unser Brot, das wir aus unsern Husern zu unserer Speise nahmen, 
war noch frisch, da wir auszogen zu euch; nun aber, siehe, es ist hart und 
schimmlig;
13. und diese Weinschluche flleten wir neu, und siehe, sie sind 
zerrissen; und diese unsere Kleider und Schuhe sind alt worden ber der 
sehr langen Reise.
14. Da nahmen die Hauptleute ihre Speise an und fragten den Mund des Herrn 
nicht.
15. Und Josua machte Frieden mit ihnen und richtete einen Bund mit ihnen 
auf, da sie leben bleiben sollten. Und die Obersten der Gemeine schwuren 
ihnen.
16. Aber ber drei Tage, nachdem sie mit ihnen einen Bund gemacht hatten, 
kam es vor sie, da jene nahe bei ihnen wren und wrden unter ihnen 
wohnen.
17. Denn da die Kinder Israel fortzogen, kamen sie des dritten Tages zu 
ihren Stdten, die hieen Gibeon, Kaphira, Beeroth und Kiriath-Jearim.
18. Und schlugen sie nicht, darum da ihnen die Obersten der Gemeine 
geschworen hatten bei dem Herrn, dem Gott Israels. Da aber die ganze 
Gemeine wider die Obersten murrete,
19. sprachen alle Obersten der ganzen Gemeine: Wir haben ihnen geschworen 
bei dem Herrn, dem Gott Israels; darum knnen wir sie nicht antasten.
20. Aber das wollen wir tun: Lasset sie leben, da nicht ein Zorn ber uns 
komme um des Eides willen, den wir ihnen getan haben.
21. Und die Obersten sprachen zu ihnen: Lasset sie leben, da sie 
Holzhauer und Wassertrger seien der ganzen Gemeine, wie ihnen die 
Obersten gesagt haben.
22. Da rief ihnen Josua und redete mit ihnen und sprach: Warum habt ihr 
uns betrogen und gesagt, ihr seid sehr ferne von uns, so ihr doch unter 
uns wohnet?
23. Darum sollt ihr verflucht sein, da unter euch nicht aufhren Knechte, 
die Holz hauen und Wasser tragen zum Hause meines Gottes.
24. Sie antworteten Josua und sprachen: Es ist deinen Knechten angesagt, 
da der Herr, dein Gott, Mose, seinem Knechte, geboten habe, da er euch 
das ganze Land geben und vor euch her alle Einwohner des Landes vertilgen 
wolle. Da frchteten wir unsers Lebens vor euch sehr und haben solches 
getan.
25. Nun aber, siehe, wir sind in deinen Hnden; was dich gut und recht 
dnket, uns zu tun, das tue.
26. Und er tat ihnen also und errettete sie von der Kinder Israel Hand, 
da sie sie nicht erwrgeten.
27. Also machte sie Josua desselben Tages zu Holzhauern und Wassertrgern 
der Gemeine und zum Altar des Herrn bis auf diesen Tag an dem Ort, den er 
erwhlen wrde.
Das Buch Josua 10
1. Da aber Adoni-Zedek, der Knig zu Jerusalem, hrete, da Josua Ai 
gewonnen und sie verbannet hatte und Ai samt ihrem Knige getan hatte, 
gleichwie er Jericho und ihrem Knige getan hatte, und da die zu Gibeon 
Frieden mit Israel gemacht hatten und unter sie kommen waren,
2. frchteten sie sich sehr (denn Gibeon war eine groe Stadt, wie eine 
knigliche Stadt, und grer denn Ai, und alle ihr Brger streitbar).
3. Und er sandte zu Hoham, dem Knige zu Hebron, und zu Piream, dem Knige 
zu Jarmuth, und zu Japhia, dem Knige zu Lachis, und zu Debir, dem Knige 
zu Eglon, und lie ihnen sagen:
4. Kommt herauf zu mir und helfet mir, da wir Gibeon schlagen; denn sie 
hat mit Josua und den Kindern Israel Frieden gemacht.
5. Da kamen zuhauf und zogen hinauf die fnf Knige der Amoriter: der 
Knig zu Jerusalem, der Knig zu Hebron, der Knig zu Jarmuth, der Knig 
zu Lachis, der Knig zu Eglon, mit all ihrem Heerlager und belegten Gibeon 
und stritten wider sie.
6. Aber die zu Gibeon sandten zu Josua ins Lager gen Gilgal und, lieen 
ihm sagen: Zeuch deine Hand nicht ab von deinen Knechten! Komm zu uns 
herauf eilend, rette und hilf uns; denn es haben sich wider uns 
zusammengeschlagen alle Knige der Amoriter, die auf dem Gebirge wohnen.
7. Josua zog hinauf von Gilgal, und alles Kriegsvolk mit ihm und alle 
streitbaren Mnner.
8. Und der Herr sprach zu Josua: Frchte dich nicht vor ihnen, denn ich 
habe sie in deine Hnde gegeben; niemand unter ihnen wird vor dir stehen 
knnen.
9. Also kam Josua pltzlich ber sie, denn die ganze Nacht zog er herauf 
von
10. Aber der Herr schreckte sie vor Israel, da sie eine groe Schlacht 
schlugen zu Gibeon, und jagten ihnen nach den Weg hinan zu Beth-Horon und 
schlugen sie bis gen Aseka und Makeda.
11. Und da sie vor Israel flohen den Weg herab zu Beth-Horon, lie der 
Herr einen groen Hagel vom Himmel auf sie fallen bis gen Aseka, da sie 
starben. Und viel mehr starben ihrer von dem Hagel, denn die Kinder Israel 
mit dem Schwert erwrgeten.
12. Da redete Josua mit dem Herrn des Tages, da der Herr die Amoriter 
bergab vor den Kindern Israel, und sprach vor gegenwrtigem Israel: 
Sonne, stehe still zu Gibeon, und Mond, im Tal Ajalon!
13. Da stund die Sonne und der Mond stille, bis da sich das Volk an 
seinen Feinden rchete. Ist dies nicht geschrieben im Buch des Frommen? 
Also stund die Sonne mitten am Himmel und verzog unterzugehen einen ganzen 
Tag.
14. Und war kein Tag diesem gleich, weder zuvor noch danach, da der Herr 
der Stimme eines Mannes gehorchte; denn der Herr stritt fr Israel.
15. Josua aber zog wieder ins Lager gen Gilgal und das ganze Israel mit 
ihm.
16. Aber die fnf Knige waren geflohen und hatten sich versteckt in die 
Hhle zu Makeda.
17. Da ward Josua angesagt: Wir haben die fnf Knige gefunden, verborgen 
in der Hhle zu Makeda.
18. Josua sprach: So wlzet groe Steine vor das Loch der Hhle und 
bestellet Mnner davor, die ihrer hten.
19. Ihr aber stehet nicht stille, sondern jaget euren Feinden nach und 
schlaget ihre hintersten; und lasset sie nicht in ihre Stdte kommen, denn 
der Herr, euer Gott, hat sie in eure Hnde gegeben.
20. Und da Josua und die Kinder Israel vollendet hatten diese sehr groe 
Schlacht an ihnen und gar geschlagen: was berblieb von ihnen, das kam in 
die festen Stdte.
21. Also kam alles Volk wieder ins Lager zu Josua gen Makeda mit Frieden, 
und durfte niemand vor den Kindern Israel seine Zunge regen.
22. Josua aber sprach: Machet auf das Loch der Hhle und bringet hervor 
die fnf Knige zu mir!
23. Sie taten also und brachten die fnf Knige zu ihm aus der Hhle: den 
Knig zu Jerusalem, den Knig zu Hebron, den Knig zu Jarmuth, den Knig 
zu Lachis, den Knig zu Eglon.
24. Da aber die fnf Knige zu ihm herausgebracht waren, rief Josua dem 
ganzen Israel und sprach zu den Obersten des Kriegsvolks, die mit ihm 
zogen: Kommt herzu und tretet diesen Knigen mit Fen auf die Hlse! Und 
sie kamen herzu und traten mit Fen auf ihre Hlse.
25. Und Josua sprach zu ihnen: Frchtet euch nicht und erschrecket nicht, 
seid getrost und unverzagt; denn also wird der Herr allen euren Feinden 
tun, wider die ihr streitet.
26. Und Josua schlug sie danach und ttete sie und hing sie auf fnf 
Bume; und sie hingen an den Bumen bis zum Abend.
27. Da aber die Sonne war untergegangen, gebot er, da man sie von den 
Bumen nhme und wrfe sie in die Hhle, darinnen sie sich verkrochen 
hatten; und legten groe Steine vor der Hhle Loch. Die sind noch da auf 
diesen Tag.
28. Desselben Tages gewann Josua auch Makeda und schlug sie mit der 
Schrfe des Schwerts, dazu ihren Knig, und verbannete sie und alle 
Seelen, die drinnen waren, und lie niemand berbleiben; und tat dem 
Knige zu Makeda, wie er dem Knige zu Jericho getan hatte.
29. Da zog Josua und das ganze Israel mit ihm von Makeda gen Libna und 
stritt wider sie.
30. Und der Herr gab dieselbige auch in die Hand Israels mit ihrem Knige, 
und er schlug sie mit der Schrfe des Schwerts und alle Seelen, die 
drinnen waren, und lie niemand drinnen berbleiben; und tat ihrem Knige, 
wie er dem Knige zu Jericho getan hatte.
31. Danach zog Josua und das ganze Israel mit ihm von Libna gen Lachis und 
belegten und bestritten sie.
32. Und der Herr gab Lachis auch in die Hnde Israels, da sie sie des 
andern Tages gewannen, und schlugen sie mit der Schrfe des Schwerts und 
alle Seelen, die drinnen waren, allerdinge wie er Libna getan hatte.
33. Zu derselbigen Zeit zog Horam, der Knig zu Geser, hinauf, Lachis zu 
helfen; aber Josua schlug ihn mit all seinem Volk, bis da niemand drinnen 
berblieb.
34. Und Josua zog von Lachis samt dem ganzen Israel gen Eglon und belegte 
und bestritt sie.
35. Und gewann sie desselbigen Tages und schlug sie mit der Schrfe des 
Schwerts; und verbannete alle Seelen, die drinnen waren, desselbigen 
Tages, allerdinge wie er Lachis getan hatte.
36. Danach zog Josua hinauf samt dem ganzen Israel von Eglon gen Hebron 
und bestritt sie.
37. Und gewann sie und schlug sie mit der Schrfe des Schwerts und ihren 
Knig mit allen ihren Stdten und alle Seelen, die drinnen waren; und lie 
niemand berbleiben, allerdinge wie er Eglon getan hatte, und verbannete 
sie und alle Seelen, die drinnen waren.
38. Da kehrete Josua wieder um samt dem ganzen Israel gen Debir und 
bestritt sie
39. und gewann sie samt ihrem Knige und alle ihre Stdte; und schlugen 
sie mit der Schrfe des Schwerts und verbanneten alle Seelen, die drinnen 
waren, und lie niemand berbleiben. Wie er Hebron getan hatte, so tat er 
auch Debir und ihrem Knige, und wie er Libna und ihrem Knige getan hatte.
40. Also schlug Josua alles Land auf dem Gebirge und gegen Mittag und in 
den Grnden und an den Bchen mit allen ihren Knigen; und lie niemand 
berbleiben und verbannete alles, was Odem hatte,, wie der Herr, der Gott 
Israels, geboten hatte.
41. Und schlug sie von Kades-Barnea an bis gen Gasa und das ganze Land 
Gosen bis gen Gibeon.
42. Und gewann alle diese Knige mit ihrem Lande auf einmal; denn der 
Herr, der Gott Israels, stritt fr Israel.
43. Und Josua zog wieder ins Lager gen Gilgal mit dem ganzen Israel.
Das Buch Josua 11
1. Da aber Jabin, der Knig zu Hazor, solches hrete, sandte er zu Jobab, 
dem Knige zu Madon, und zum Knige zu Simron und zum Knige zu Achsaph
2. und zu den Knigen, die gegen Mitternacht auf dem Gebirge und auf dem 
Gefilde gegen Mittag Cinnereth und in den Grnden und in Naphoth-Dor am 
Meer wohneten.
3. Die Kanaaniter gegen dem Morgen und Abend, die Amoriter, Hethiter, 
Pheresiter und Jebusiter auf dem Gebirge, dazu die Heviter unten am Berge 
Hermon, im Lande Mizpa.
4. Diese zogen aus mit all ihrem Heer, ein gro Volk, so viel als des 
Sandes am Meer, und sehr viele Rosse und Wagen.
5. Alle diese Knige versammelten sich und kamen und lagerten sich zuhauf 
an das Wasser Merom, zu streiten mit Israel.
6. Und der Herr sprach zu Josua: Frchte dich nicht vor ihnen, denn morgen 
um diese Zeit will ich sie alle erschlagen geben vor den Kindern Israel; 
ihre Rosse sollst du verlhmen und ihre Wagen mit Feuer verbrennen.
7. Und Josua kam pltzlich ber sie, und alles Kriegsvolk mit ihm, am 
Wasser Merom und berfielen sie.
8. Und der Herr gab sie in die Hnde Israels; und schlugen sie und jagten 
sie bis gen groen Zidon und bis an die warmen Wasser und bis an die 
Breite zu Mizpe gegen dem Morgen; und schlugen sie, bis da niemand unter 
ihnen berblieb.
9. Da tat ihnen Josua, wie der Herr ihm gesagt hatte, und verlhmte ihre 
Rosse und verbrannte ihre Wagen.
10. Und kehrete um zu derselben Zeit und gewann Hazor und schlug ihren 
Knig mit dem Schwert (denn Hazor war vorhin die Hauptstadt aller dieser 
Knigreiche).
11. Und schlugen alle Seelen; die drinnen waren, mit der Schrfe des 
Schwerts und verbanneten sie; und lie nichts berbleiben, das den Odem 
hatte; und verbrannte Hazor mit Feuer.
12. Dazu alle Stdte dieser Knige gewann Josua mit ihren Knigen; und 
schlug sie mit der Schrfe des Schwerts und verbannete sie, wie Mose, der 
Knecht des Herrn, geboten hatte.
13. Doch verbrannten die Kinder Israel keine Stdte, die auf Hgeln 
stunden, sondern Hazor allein verbrannte Josua.
14. Und allen Raub dieser Stdte und das Vieh teileten die Kinder Israel 
unter sich; aber alle Menschen schlugen sie mit der Schrfe des Schwerts, 
bis sie die vertilgeten, und lieen nichts berbleiben, das den Odem hatte.
15. Wie der Herr Mose, seinem Knechte, und Mose Josua geboten hatte, so 
tat Josua, da nichts fehlete an allem, das der Herr Mose geboten hatte.
16. Also nahm Josua all dies Land ein auf dem Gebirge und alles, was gegen 
Mittag liegt, und alles Land Gosen und die Grnde und Felder und das 
Gebirge Israel mit seinen Grnden,
17. von dem Gebirge an, das das Land hinauf gen Seir scheidet, bis gen 
Baal-Gad, in der Breite des Berges Libanon, unten am Berge Hermon. Alle 
ihre Knige gewann er und schlug sie und ttete sie.
18. Er stritt aber eine lange Zeit mit diesen Knigen.
19. Es war aber keine Stadt, die sich mit Frieden ergbe den Kindern 
Israel, ausgenommen die Heviter, die zu Gibeon wohneten, sondern sie 
gewannen sie alle mit Streit
20. Und das geschah also von dem Herrn, da ihr Herz verstockt wrde, mit 
Streit zu begegnen den Kindern Israel, auf da sie verbannet wrden, und 
ihnen keine Gnade widerfhre, sondern vertilget wrden, wie der Herr Mose 
geboten hatte.
21. Zu der Zeit kam Josua und rottete aus die Enakim von dem Gebirge, von 
Hebron, von Debir, von Anab, von allem Gebirge Juda und von allem Gebirge 
Israel, und verbannete sie mit ihren Stdten.
22. Und lie keine Enakim berbleiben im Lande der Kinder Israel, ohne zu 
Gasa, zu Gath, zu Asdod, da blieben ihrer brig.
23. Also nahm Josua alles Land ein, allerdinge wie der Herr zu Mose 
geredet hatte, und gab sie Israel zum Erbe, einem jeglichen Stamm sein 
Teil. Und das Land hrete auf zu kriegen.
Das Buch Josua 12
1. Dies sind die Knige des Landes, die die Kinder Israel schlugen, und 
nahmen ihr Land ein jenseit des Jordans gegen der Sonnen Aufgang, von dem 
Wasser bei Arnon an bis an den Berg Hermon und das ganze Gefilde gegen dem 
Morgen:
2. Sihon, der Knig der Amoriter, der zu Hesbon wohnete und herrschete von 
Aroer an, die am Ufer liegt des Wassers bei Arnon, und mitten im Wasser, 
und ber das halbe Gilead bis an das Wasser Jabbok, der die Grenze ist der 
Kinder Ammon,
3. und ber das Gefilde bis an das Meer Cinneroth gegen Morgen und bis an 
das Meer im Gefilde, nmlich das Salzmeer gegen Morgen, des Weges gen Beth-
Jesimoth, und von Mittag unten an den Bchen des Gebirges Pisga.
4. Dazu die Grenze des Knigs Og zu Basan, der noch von den Riesen brig 
war und wohnete zu Astharoth und Edrei
5. und herrschete ber den Berg Hermon, ber Salcha und ber ganz Basan 
bis an die Grenze Gesuri und Maachathi, und des halben Gilead, welches die 
Grenze war Sihons, des Knigs zu Hesbon.
6. Mose, der Knecht des Herrn, und die Kinder Israel schlugen sie. Und 
Mose, der Knecht des Herrn, gab sie einzunehmen den Rubenitern, Gaditern 
und dem halben Stamm Manasse.
7. Dies sind die Knige des Landes, die Josua schlug und die Kinder Israel 
diesseit des Jordans gegen dem Abend, von Baal-Gad an auf der Breite des 
Berges Libanon bis an den Berg, der das Land hinauf gen Seir scheidet, und 
das Josua den Stmmen Israels einzunehmen gab, einem jeglichen sein Teil,
8. was auf den Gebirgen, Grnden, Gefilden, an Bchen, in der Wste und 
gegen Mittag war: die Hethiter, Amoriter, Kanaaniter, Pheresiter, Heviter 
und Jebusiter.
9. Der Knig zu Jericho, der Knig zu Ai, die zur Seite an Bethel liegt,
10. der Knig zu Jerusalem, der Knig zu Hebron,
11. der Knig zu Jarmuth, der Knig zu Lachis,
12. der Knig zu Eglon, der Knig zu Geser,
13. der Knig zu Debir, der Knig zu Geder,
14. der Knig zu Horma, der Knig zu Arad,
15. der Knig zu Libna, der Knig zu Adullam,
16. der Knig zu Makeda, der Knig zu Bethel,
17. der Knig zu Tapuah, der Knig zu Hepher,
18. der Knig zu Aphek, der Knig zu Lasaron,
19. der Knig zu Madon, der Knig zu Hazor,
20. der Knig zu Simron-Meron, der Knig zu Achsaph,
21. der Knig zu Thaenach, der Knig zu Megiddo,
22. der Knig zu Kedes, der Knig zu Jakneam am Karmel,
23. der Knig zu Naphoth-Dor, der Knig der Heiden zu Gilgal,
24. der Knig zu Thirza. Das sind einunddreiig Knige.
Das Buch Josua 13
1. Da nun Josua alt war und wohl betaget, sprach der Herr zu ihm: Du bist 
alt worden und wohl betaget, und des Landes ist noch fast viel brig 
einzunehmen,
2. nmlich das ganze Galila der Philister und ganz Gessuri,
3. vom Sihor an, der vor gypten fleut, bis an die Grenze Ekron gegen 
Mitternacht, die den Kanaanitern zugerechnet wird, fnf Herren der 
Philister: nmlich der Gasiter, Asdoditer, der Askloniter, der Gethiter, 
der Ekroniter und die Aviter.
4. Von Mittag an aber ist das ganze Land der Kanaaniter und Meara der 
Zidonier bis gen Aphek, bis an die Grenze der Amoriter;
5. dazu das Land der Gibliter und der ganze Libanon gegen der Sonnen 
Aufgang, von Baal-Gad an unter dem Berge Hermon, bis man kommt gen Hamath:
6. alle, die auf dem Gebirge wohnen, vom Libanon an bis an die warmen 
Wasser, und alle Zidonier. Ich will sie vertreiben vor den Kindern Israel. 
Lose nur drum, sie auszuteilen unter Israel, wie ich dir geboten habe.
7. So teile nun dies Land zum Erbe unter die neun Stmme und unter den 
halben Stamm Manasse.
8. Denn die Rubeniter und Gaditer haben mit dem andern halben Manasse ihr 
Erbteil empfangen, das ihnen Mose gab jenseit des Jordans gegen dem 
Aufgang, wie ihnen dasselbe Mose, der Knecht des Herrn, gegeben hat:
9. von Aroer an, die am Ufer des Wassers bei Arnon liegt, und von der 
Stadt mitten im Wasser und alle Gegend Medba bis gen Dibon;
10. und alle Stdte Sihons, des Knigs der Amoriter, der zu Hesbon sa, 
bis an die Grenze der Kinder Ammon
11. dazu Gilead und die Grenze an Gessuri und Maachathi und den ganzen 
Berg Hermon und das ganze Basan bis gen Salcha;
12. das ganze Reich Ogs zu Basan, der zu Astharoth und Edrei sa, welcher 
noch ein briger war von den Riesen. Mose aber schlug sie und vertrieb sie.
13. Die Kinder Israel vertrieben aber die zu Gessur und zu Maachath nicht, 
sondern es wohnete beide Gessur und Maachath unter den Kindern Israel bis 
auf diesen Tag.
14. Aber dem Stamm der Leviten gab er kein Erbteil; denn das Opfer des 
Herrn, des Gottes Israels, ist ihr Erbteil, wie er ihnen geredet hat.
15. Also gab Mose dem Stamm der Kinder Ruben nach ihren Geschlechtern,
16. da ihre Grenzen waren von Aroer, die am Ufer des Wassers bei Arnon 
liegt, und die Stadt mitten im Wasser mit allem ebenen Felde bis gen Medba;
17. Hesbon und alle ihre Stdte, die im ebenen Felde liegen; Dibon, Bamoth-
Baal und Beth-Baal-Meon,
18. Jahza, Kedemoth, Mephaath,
19. Kiriathaim, Sibma, Zereth-Sahar auf dem Gebirge im Tal,
20. Beth-Peor, die Bche am Pisga und Beth-Jesimoth
21. und alle Stdte auf der Ebene und das ganze Reich Sihons, des Knigs 
der Amoriter, der zu Hesbon sa, den Mose schlug, samt den Frsten 
Midians, Evi, Rekem, Zur, Hur und Reba, die Gewaltigen des Knigs Sihon, 
die im Lande wohneten.
22. Dazu Bileam, den Sohn Beors, den Weissager, erwrgeten die Kinder 
Israel mit dem Schwert samt den Erschlagenen.
23. Und die Grenze der Kinder Ruben war der Jordan Das ist das Erbteil der 
Kinder Ruben unter ihren Geschlechtern, Stdten und Drfern.
24. Dem Stamm der Kinder Gad unter ihren Geschlechtern gab Mose,
25. da ihre Grenzen waren Jaeser und alle Stdte in Gilead und das halbe 
Land der Kinder Ammon bis gen Aroer, welche liegt vor Rabba;
26. und von Hesbon bis gen Ramath-Mizpe und Betonim und von Mahanaim bis 
an die Grenze Debirs;
27. im Tal aber Beth-Haram, Beth-Nimra, Suchoth und Zaphon, die brig war 
von dem Reich Sihons, des Knigs zu Hesbon, da der Jordan die Grenze war, 
bis ans Ende des Meers Cinnereth, diesseit des Jordans gegen dem Aufgang.
28. Das ist das Erbteil der Kinder Gad in ihren Geschlechtern, Stdten und 
Drfern.
29. Dem halben Stamm der Kinder Manasse nach ihren Geschlechtern gab Mose,
30. da ihre Grenzen waren von Mahanaim an, das ganze Basan, das ganze 
Reich Ogs, des Knigs zu Basan, und alle Flecken Jairs, die in Basan 
liegen, nmlich sechzig Stdte.
31. Und das halbe Gilead, Astharoth, Edrei, die Stdte des Knigreichs Ogs 
zu Basan, gab er den Kindern. Machirs, des Sohns Manasses, das ist, der 
Hlfte der Kinder Machirs, nach ihren Geschlechtern.
32. Das ist's, das Mose ausgeteilet hat in dem Gefilde Moab jenseit des 
Jordans vor Jericho gegen dem Aufgang.
33. Aber dem Stamm Levi gab Mose kein Erbteil; denn der Herr, der Gott 
Israels, ist ihr Erbteil, wie er ihnen geredet hat.
Das Buch Josua 14
1. Dies ist aber, das die Kinder Israel eingenommen haben im Lande Kanaan, 
das unter sie ausgeteilet haben der Priester Eleasar und Josua, der Sohn 
Nuns, und die obersten Vter unter den Stmmen der Kinder Israel.
2. Sie teileten es aber durchs Los unter sie, wie der Herr durch Mose 
geboten hatte, zu geben den zehnthalb Stmmen.
3. Denn den zweien und dem halben Stamm hatte Mose Erbteil gegeben jenseit 
des Jordans. Den Leviten aber hatte er kein Erbteil unter ihnen gegeben.
4. Denn der Kinder Josephs wurden zween Stmme, Manasse und Ephraim; darum 
gaben sie den Leviten kein Teil im Lande, sondern Stdte, drinnen zu 
wohnen, und Vorstdte fr ihr Vieh und Habe.
5. Wie der Herr Mose geboten hatte, so taten die Kinder Israel und 
teileten das Land.
6. Da traten herzu die Kinder Juda zu Josua zu Gilgal, und Kaleb, der Sohn 
Jephunnes, der Kenisiter, sprach zu ihm: Du weiest, was der Herr zu Mose, 
dem Mann Gottes, sagte von meinet und deinetwegen in Kades-Barnea.
7. Ich war vierzig Jahre alt, da mich Mose, der Knecht des Herrn, 
aussandte von Kades-Barnea, das Land zu verkundschaften, und ich ihm 
wieder sagte nach meinem Gewissen.
8. Aber meine Brder, die mit mir hinaufgegangen waren, machten dem Volk 
das Herz verzagt; ich aber folgte dem Herrn, meinem Gott, treulich.
9. Da schwur Mose desselben Tages und sprach: Das Land, darauf du mit 
deinem Fu getreten hast, soll dein und deiner Kinder Erbteil sein 
ewiglich, darum da du dem Herrn, meinem Gott, treulich gefolget hast.
10. Und nun siehe, der Herr hat mich leben lassen, wie er geredet hat. Es 
sind nun fnfundvierzig Jahre, da der Herr solches zu Moses sagte, die 
Israel in der Wste gewandelt hat. Und nun siehe, ich bin heute 
fnfundachtzig Jahre alt
11. und bin noch heutigestages so stark, als ich war des Tages, da mich 
Mose aussandte; wie meine Kraft war dazumal, also ist sie auch jetzt, zu 
streiten und aus und einzugehen.
12. So gib mir nun dies Gebirge, davon der Herr geredet hat an jenem Tage; 
denn du hast es gehret am selben Tage. Denn es wohnen die Enakim droben, 
und sind groe und feste Stdte: ob der Herr mit mir sein wollte, da ich 
sie vertriebe, wie der Herr geredet hat.
13. Da segnete ihn Josua und gab also Hebron Kaleb, dem Sohn Jephunnes, 
zum Erbteil.
14. Daher ward Hebron Kalebs, des Sohns Jephunnes, des Kenisiters, Erbteil 
bis auf diesen Tag, darum da er dem Herrn, dem Gott Israels, treulich 
gefolget hatte.
15. Aber Hebron hie vorzeiten Kiriath-Arba, der ein groer Mensch war 
unter den Enakim. Und das Land hatte aufgehret mit Kriegen.
Das Buch Josua 15
1. Das Los des Stamms der Kinder Juda unter ihren Geschlechtern war die 
Grenze Edom an der Wste Zin, die gegen Mittag stet an der Ecke der 
Mittagslnder,
2. da ihre Mittagsgrenzen waren von der Ecke an dem Salzmeer, das ist, 
von der Zunge, die gegen mittagwrts gehet,
3. und kommt hinaus von dannen hinauf zu Akrabbim und gehet durch Zin; und 
gehet aber hinauf von mittagwrts gegen Kades-Barnea; und gehet durch 
Hezron und gehet hinauf gen Adar und lenket sich um Karkaa;
4. und gehet durch Azmon und kommt hinaus an den Bach gyptens, da das 
Ende der Grenze das Meer wird. Das sei eure Grenze gegen Mittag.
5. Aber die Morgengrenze ist von dem Salzmeer an bis an des Jordans Ende. 
Die Grenze gegen Mitternacht ist von der Zunge des Meers, die am Ort des 
Jordans ist,
6. und gehet herauf gen Beth-Hagla und zeucht sich von mitternachtwrts 
gen Beth-Araba und kommt herauf zum Stein Bohen, des Sohns Rubens;
7. und gehet herauf gen Debir, vom Tal Achor und von dem Mitternachtsort, 
der gegen Gilgal siehet, welche liegt gegenber zu Adumim hinauf, die von 
mittagwrts am Wasser liegt. Danach gehet sie zu dem Wasser En-Semes und 
kommt hinaus zum Brunnen Rogel.
8. Danach gehet sie herauf zum Tal des Sohns Hinnoms an der Seite her des 
Jebusiters, der von mittagwrts wohnet, das ist Jerusalem; und kommt 
herauf auf die Spitze des Berges, der vor dem Tal Hinnom liegt von 
abendwrts, welcher stet an die Ecke des Tals Raphaim gegen Mitternacht 
zu.
9. Danach kommt sie von desselben Berges Spitze zu dem Wasserbrunnen 
Nephthoah und kommt heraus zu den Stdten des Gebirges Ephron und neiget 
sich gen Baala, das ist Kiriath-Jearim;
10. und lenket sich herum von Baala gegen Abend zum Gebirge Seir und gehet 
an der Seite her des Gebirges Jearim von mitternachtwrts, das ist 
Chessalon, und kommt herab gen Beth-Semes und gehet durch Thimna;
11. und bricht heraus an der Seite Ekron her gegen mitternachtwrts und 
zeucht sich gen Sichron; und gehet ber den Berg Baala und kommt heraus 
gen Jabneel, da ihr Letztes ist das Meer.
12. Die Grenze aber gegen Abend ist das groe Meer. Das ist die Grenze der 
Kinder Juda umher in ihren Geschlechtern.
13. Kaleb aber, dem Sohn Jephunnes, wird sein Teil gegeben unter den 
Kindern Juda, nach dem der Herr Josua befahl, nmlich die Kiriath-Arba, 
des Vaters Enaks, das ist Hebron.
14. Und Kaleb vertrieb von dannen die drei Shne Enaks: Sesai, Ahiman und 
Thalmai, geboren von Enak.
15. Und zog von dannen hinauf, zu den Einwohnern Debirs. Debir aber hie 
vor Zeiten Kiriath-Sepher.
16. Und Kaleb sprach: Wer Kiriath-Sepher schlgt und gewinnet, dem will 
ich meine Tochter Achsa zum Weibe geben.
17. Da gewann sie Athniel, der Sohn Kenas, des Bruders Kalebs; und er gab 
ihm seine Tochter Achsa zum Weibe.
18. Und es begab sich, da sie einzog, ward ihr geraten, einen Acker zu 
fordern von ihrem Vater; und sie fiel vom Esel. Da sprach Kaleb zu ihr: 
Was ist dir?
19. Sie sprach: Gib mir einen Segen; denn du hast mir ein Mittagsland 
gegeben, gib mir auch Wasserquellen. Da gab er ihr Quellen oben und unten.
20. Dies ist das Erbteil des Stamms der Kinder Juda unter ihren 
Geschlechtern.
21. Und die Stdte des Stamms der Kinder Juda von einer Ecke zu der andern 
an der Grenze der Edomiter gegen Mittag waren diese: Kabzeel, Eder, Jagur,
22. Kina, Dimona, Ad-Ada,
23. Kedes, Hazor, Ithnan,
24. Siph, Telem, Bealoth,
25. Hazor-Hadata, Kirioth-Hezron, das ist Hazor,
26. Amam, Sema, Molada,
27. Hazar-Gadda, Hesmon, Beth-Palet,
28. Hazar-Sual, Beer-Seba, Bisjoth-Ja,
29. Baala, Ijim, Azem,
30. EI-Tholad, Chesil, Horma,
31. Ziklag, Madmanna, Sansanna,
32. Lebaoth, Silhim, Ain, Rimon. Das sind neunundzwanzig Stdte und ihre 
Drfer.
33. In den Grnden aber war Esthaol, Zarea, Asna,
34. Sanoah, En-Gannim, Thapuah, Enam,
35. Jarmuth, Adullam , Socho, Aseka,
36. Saaraim, Adithaim, Gedera, Gederothaim. Das sind vierzehn Stdte und 
ihre Drfer.
37. Zenan, Hadasa, Migdal-Gad,
38. Dilean, Mizpe, Jakthiel,
39. Lachis, Bazekath, Eglon,
40. Chabon, Lahmam, Cithlis,
41. Gederoth, Beth-Dagon, Naema, Makeda. Das sind sechzehn Stdte und ihre 
Drfer.
42. Libna, Ether, Asan,
43. Jephthah, Asna, Nezib,
44. Kegila, Achsib, Marias. Das sind neun Stdte und ihre Drfer.
45. Ekron mit ihren Tchtern und Drfern.
46. Von Ekron und ans Meer alles, was an Asdod langet, und ihre Drfer;
47. Asdod mit ihren Tchtern und Drfern, Gasa mit ihren Tchtern und 
Drfern bis an das Wasser gyptens. Und das groe Meer ist seine Grenze.
48. Auf dem Gebirge aber war Samir, Jattir, Socho,
49. Danna, Kiriath-Sanna, das ist Debir,
50. Anah, Esthemo, Anim,
51. Gosen, Holon, Gilo. Das sind elf Stdte und ihre Drfer.
52. Arab, Duma, Esean,
53. Janum, Beth-Thapuah, Apheka,
54. Humta, Kiriath-Arba, das ist Hebron, Zior. Das sind neun Stdte und 
ihre Drfer.
55. Maon, Karmel, Siph, Juta,
56. Jesreel, Jakdeam, Sanoah,
57. Kam, Gibea, Thimna. Das sind zehn Stdte und ihre Drfer.
58. Halhul, Beth-Zur, Gedor,
59. Maarath, Beth-Anoth, Elthekon. Das sind sechs Stdte und ihre Drfer.
60. Kiriath-Baal, das ist Kiriath-Jearim, Harabba; zwo Stdte und ihre 
Drfer.
61. In der Wste aber war Beth-Araba, Middin, Sechacha,
62. Nibsan und die Salzstadt und Engeddi. Das sind sechs Stdte und ihre 
Drfer.
63. Die Jebusiter aber wohneten zu Jerusalem, und die Kinder Juda konnten 
sie nicht vertreiben. Also blieben die Jebusiter mit den Kindern Juda zu 
Jerusalem bis auf diesen Tag.
Das Buch Josua 16
1. Und das Los fiel den Kindern Josephs vom Jordan gegen Jericho bis zum 
Wasser bei Jericho, von aufgangwrts, und die Wste, die heraufgehet von 
Jericho durch das Gebirge Bethel;
2. und kommt von Bethel heraus gen Lus und gehet durch die Grenze Archi-
Atharoths;
3. und zeucht sich hernieder gegen abendwrts zu der Grenze Japhletis bis 
an die Grenze des niedern Beth-Horon und bis gen Gaser; und das Ende ist 
am Meer.
4. Das haben zum Erbteil genommen die Kinder Josephs, Manasse und Ephraim.
5. Die Grenze der Kinder Ephraims unter ihren Geschlechtern, ihres 
Erbteils von aufgangwrts, war Atharoth-Adar bis gen obern Beth-Horon;
6. und gehet aus gegen Abend bei Michmethath, die gegen Mitternacht liegt; 
daselbst lenket sie sich herum gegen den Aufgang der Stadt Thaenath-Silo 
und gehet da durch von aufgangwrts gen Janoha;
7. und kommt herab von Janoha gen Atharoth und Naaratha und stt an 
Jericho und gehet aus am Jordan.
8. Von Thapuah gehet sie gegen abendwrts gen Nahal-Kana; und ihr Ende ist 
am Meer. Das ist das Erbteil des Stamms der Kinder Ephraims unter ihren 
Geschlechtern.
9. Und alle Grenzstdte samt ihren Drfern der Kinder Ephraims waren 
gemenget unter dem Erbteil der Kinder Manasses.
10. Und sie vertrieben die Kanaaniter nicht, die zu Gaser wohneten. Also 
blieben die Kanaaniter unter Ephraim bis auf diesen Tag und wurden zinsbar.
Das Buch Josua 17
1. Und das Los fiel dem Stamm Manasse, denn er ist Josephs erster Sohn, 
und fiel auf Machir, den ersten Sohn Manasses, den Vater Gileads, denn er 
war ein streitbarer Mann; darum ward ihm Gilead und Basan.
2. Den andern Kindern aber Manasses und ihren Geschlechtern fiel es auch, 
nmlich den Kindern Abiesers, den Kindern Heleks, den Kindern Asriels, den 
Kindern Sechems, den Kindern Hephers und den Kindern Semidas. Das sind die 
Kinder Manasses, des Sohns Josephs, Mannsbilder unter ihren Geschlechtern.
3. Aber Zelaphehad, der Sohn Hephers, des Sohns Gileads, des Sohns 
Machirs, des Sohns Manasses, hatte keine Shne, sondern Tchter; und ihre 
Namen sind diese: Mahela, Noa, Hagla, Milka, Thirza.
4. Und traten vor den Priester Eleasar und vor Josua, den Sohn Nuns, und 
vor die Obersten und sprachen: Der Herr hat Mose geboten, da er uns 
sollte Erbteil geben unter unsern Brdern. Und man gab ihnen Erbteil unter 
den Brdern ihres Vaters nach dem Befehl des Herrn.
5. Es fielen aber auf Manasse zehn Schnre auer dem Lande Gilead und 
Basan, das jenseit des Jordans liegt.
6. Denn die Tchter Manasses nehmen Erbteil unter seinen Shnen, und das 
Land Gilead ward den andern Kindern Manasses.
7. Und die Grenze Manasses war von Asser an gen Michmethath, die vor 
Sechem lieget, und langet zur Rechten an die von En-Thapuah.
8. Denn das Land Thapuah ward Manasse; und ist die Grenze Manasses an die 
Kinder Ephraim.
9. Danach kommt sie herab gen Nahal-Kana gegen mittagwrts zu den 
Bachstdten, die Ephraims sind, unter den Stdten Manasses; aber von 
Mitternacht ist die Grenze Manasses am Bach und endet sich am Meer,
10. dem Ephraim gegen Mittag und dem Manasse gegen Mitternacht; und das 
Meer ist seine Grenze; und soll stoen an Asser von Mitternacht und an 
Isaschar von Morgen.
11. So hatte nun Manasse unter Isaschar und Asser Beth-Sean und ihre 
Tchter, Jeblaam und ihre Tchter und die zu Dor und ihre Tchter und die 
zu En-Dor und ihre Tchter und die zu Thaanach und ihre Tchter und die zu 
Megiddo und ihre Tchter und das dritte Teil Napheths.
12. Und die Kinder Manasse konnten diese Stdte nicht einnehmen, sondern 
die Kanaaniter fingen an zu wohnen in demselbigen Lande.
13. Da aber die Kinder Israel mchtig wurden, machten sie die Kanaaniter 
zinsbar und vertrieben sie nicht.
14. Da redeten die Kinder Joseph mit Josua und sprchen: Warum hast du mir 
nur ein Los und eine Schnur des Erbteils gegeben? Und ich bin doch ein 
gro Volk, wie mich der Herr so gesegnet hat.
15. Da sprach Josua zu ihnen: Weil du ein gro Volk bist; so gehe hinauf 
in den Wald und haue um daselbst im Lande der Pheresiter und Riesen, weil 
dir das Gebirge Ephraim zu enge ist.
16. Da sprachen die Kinder Joseph: Das Gebirge werden wir nicht erlangen; 
denn es sind eiserne Wagen bei allen Kanaanitern; die im Tal des Landes 
wohnen, bei welchen liegt Beth-Sean und ihre Tchter und Jesreel im Tal.
17. Josua sprach zum Hause Josephs, zu Ephraim und Manasse: Du bist ein 
gro Volk, und weil du so gro bist, mut du nicht ein Los haben,
18. sondern das Gebirge soll dein sein, da der Wald ist; den haue um, so 
wird er deines Loses Ende sein, wenn du die Kanaaniter vertreibest, die 
eiserne Wagen haben und mchtig sind.
Das Buch Josua 18
1. Und es versammelte sich die ganze Gemeine der Kinder Israel gen Silo 
und richteten daselbst auf die Htte des Stifts. Und das Land war ihnen 
unterworfen.
2. Und waren noch sieben Stmme der Kinder Israel, denen sie ihr Erbteil 
nicht ausgeteilet htten.
3. Und Josua sprach zu den Kindern Israel: Wie lange seid ihr so la, da 
ihr nicht hingehet, das Land einzunehmen, das euch der Herr, eurer Vter 
Gott, gegeben hat?
4. Schaffet euch aus jeglichem Stamm drei Mnner, da ich sie sende, und 
sie sich aufmachen und durchs Land gehen und beschreiben es nach ihren 
Erbteilen und kommen zu mir.
5. Teilet das Land in sieben Teile. Juda soll bleiben auf seiner Grenze 
von Mittag her, und das Haus Joseph soll bleiben auf seiner Grenze von 
Mitternacht her.
6. Ihr aber beschreibet das Land der sieben Teile und bringet sie zu mir 
hieher, so will ich euch das Los werfen vor dem Herrn, unserm Gott.
7. Denn die Leviten haben kein Teil unter euch, sondern das Priestertum 
des Herrn ist ihr Erbteil. Gad aber und Ruben und der halbe Stamm Manasse 
haben ihr Teil genommen jenseit des Jordans gegen dem Morgen, das ihnen 
Mose, der Knecht des Herrn, gegeben hat.
8. Da machten sich die Mnner auf, da sie hingingen. Und Josua gebot 
ihnen, da sie hin wollten gehen, das Land zu beschreiben, und sprach: 
Gehet hin und durchwandelt das Land und beschreibet es und kommt wieder zu 
mir, da ich euch hie das Los werfe vor dem Herrn zu Silo.
9. Also gingen die Mnner hin und durchzogen das Land und beschrieben es 
auf einen Brief nach den Stdten in sieben Teile; und kamen zu Josua ins 
Lager gen Silo.
10. Da warf Josua das Los ber sie zu Silo vor dem Herrn und teilete 
daselbst das Land aus unter die Kinder Israel, einem jeglichen sein Teil.
11. Und das Los des Stamms der Kinder Benjamin fiel nach ihren 
Geschlechtern, und die Grenze ihres Loses ging aus zwischen den Kindern 
Juda und den Kindern Joseph.
12. Und ihre Grenze war an der Ecke gegen Mitternacht vom Jordan an und 
gehet herauf an der Seite Jerichos von mitternachtwrts; und kommt aufs 
Gebirge gegen abendwrts und gehet aus an der Wste Beth-Aven;
13. und gehet von dannen gen Lus, an der Seite her an Lus gegen 
mittagwrts, das ist Bethel, und kommt hinab gen Atharoth-Adar an dem 
Berge, der vom Mittag liegt an dem niedern Beth-Horon.
14. Danach neiget sie sich und lenket sich um zur Ecke des Abends gegen 
Mittag von dem Berge, der vor Beth-Horon gegen mittagwrts liegt, und 
endet sich an Kiriath-Baal, das ist Kiriath-Jearim, die Stadt der Kinder 
Juda; das ist die Ecke gegen Abend.
15. Aber die Ecke gegen Mittag ist von Kiriath-Jearim an und gehet aus 
gegen Abend und kommt hinaus zum Wasserbrunnen Nephthoah;
16. und gehet herab an des Berges Ende, der vor dem Tal des Sohns Hinnoms 
liegt, welches im Grunde Raphaim gegen Mitternacht liegt; und gehet herab 
durchs Tal Hinnom an der Seite der Jebusiter am Mittag und kommt hinab zum 
Brunnen Rogel;
17. und zeucht sich von mitternachtwrts und kommt hinaus gen En-Semes und 
kommt hinaus zu den Haufen, die gegen Adumim hinauf liegen, und kommt 
herab zum Stein Bohen, des Sohns Rubens;
18. und gehet zur Seite hin neben dem Gefilde, das gegen Mitternacht 
liegt, und kommt hinab aufs Gefilde;
19. und gehet an der Seite Beth-Haglas, die gegen Mitternacht liegt, und 
ist sein Ende an der Zunge des Salzmeers gegen Mitternacht an dem Ort des 
Jordans gegen Mittag. Das ist die Mittagsgrenze.
20. Aber die Ecke gegen Morgen soll der Jordan enden. Das ist das Erbteil 
der Kinder Benjamin in ihren Grenzen umher unter ihren Geschlechtern.
21. Die Stdte aber des Stamms der Kinder Benjamin, unter ihren 
Geschlechtern sind diese: Jericho, Beth-Hagla, Emek-Reziz,
22. Beth-Araba, Zemaraim, Bethel.
23. Avim, Hapara, Ophra,
24. Kaphar-Amonai, Aphni, Gaba. Das sind zwlf Stdte und ihre Drfer.
25. Gibeon, Rama, Beeroth,
26. Mizpe, Kaphira, Moza,
27. Rekem, Jerpeel, Thareala,
28. Zela, Eleph und die Jebusiter, das ist Jerusalem, Gibeath, Kiriath: 
vierzehn Stdte und ihre Drfer. Das ist das Erbteil der Kinder Benjamin 
in ihren Geschlechtern.
Das Buch Josua 19
1. Danach fiel das andere Los des Stamms der Kinder Simeon nach ihren 
Geschlechtern; und ihr Erbteil war unter dem Erbteil der Kinder Juda.
2. Und es ward ihnen zum Erbteil Beer-Seba, Seba, Molada,
3. Hazar-Sual, Bala, Azem,
4. El-Tholad, Bethul, Horma,
5. Ziklag, Beth-Markaboth, Hazar, Sussa,
6. Beth-Lebaoth, Saruhen. Das sind dreizehn Stdte und ihre Drfer.
7. Ain, Rimon, Ether, Asan. Das sind vier Stdte und ihre Drfer.
8. Dazu alle Drfer, die um diese Stdte liegen, bis gen Baalath-Beer-
Ramath gegen Mittag. Das ist das Erbteil des Stamms der Kinder Simeon in 
ihren Geschlechtern.
9. Denn der Kinder Simeon Erbteil ist unter der Schnur der Kinder Juda. 
Weil das Erbteil der Kinder Juda ihnen zu gro war, darum erbeten die 
Kinder Simeon unter ihrem Erbteil.
10. Das dritte Los fiel auf die Kinder Sebulon nach ihren Geschlechtern; 
und die Grenze ihres Erbteils war bis gen Sand;
11. und gehet hinauf zu abendwrts gen Mareala und stet an Dabaseth und 
stet an den Bach, der vor Jakneam fleut;
12. und wendet sich von Sarid gegen der Sonnen Aufgang bis an die Grenze 
Kisloth-Thabor; und kommt hinaus gen Dabrath und langet hinauf gen Japhia.
13. Und von dannen gehet sie gegen den Aufgang durch Gitta-Hepher, Itha, 
Kazin und kommt hinaus gen Rimon-Mithoar und Nea;
14. und lenket sich herum von Mitternacht gen Nathon und endet sich im Tal 
Jephthah-El,
15. Katath, Nahalal, Simron, Jedeala und Bethlehem. Das sind zwlf Stdte 
und ihre Drfer.
16. Das ist das Erbteil der Kinder Sebulon in ihren Geschlechtern; das 
sind ihre Stdte und Drfer.
17. Das vierte Los fiel auf die Kinder Isaschar nach ihren Geschlechtern.
18. Und ihre Grenze war Jesreel, Chesulloth, Sunem,
19. Hapharaim, Sion, Anaharath,
20. Rabith, Kiseon, Abez,
21. Remeth, En-Gannim, En-Hada, Beth-Pazez;
22. und stet an Thabor, Sahazima, Beth-Semes; und ihr Ende ist am 
Jordan. Sechzehn Stdte und ihre Drfer.
23. Das ist das Erbteil des Stamms der Kinder Isaschar in ihren 
Geschlechtern, Stdten und Drfern.
24. Das fnfte Los fiel auf den Stamm der Kinder Asser nach ihren 
Geschlechtern.
25. Und ihre Grenze war Helkath, Hali, Beten, Achsaph.
26. Alamelech, Amead, Miseal; und stt an den Karmel am Meer und an Sihor-
Libnath;
27. und wendet sich gegen der Sonnen Aufgang gen Beth-Dagon und stet an 
Sebulon und an das Tal Jephthah-El, an die Mitternacht Beth-Emek, Negiel; 
und kommt hinaus zu Kabul zur Linken,
28. Ebron, Rehob, Hammon, Kana bis an gro Zidon;
29. und wendet sich gen Rama bis zu der festen Stadt Zor; und wendet sich 
gen Hossa und endet sich am Meer der Schnur nach gen Achsib,
30. Uma, Aphek, Rehob. Zwoundzwanzig Stdte und ihre Drfer.
31. Das ist das Erbteil des Stamms der Kinder Asser in ihren 
Geschlechtern, Stdten und Drfern.
32. Das sechste Los fiel auf die Kinder Naphthali in ihren Geschlechtern.
33. Und ihre Grenzen waren von Heleph, Elon, durch Zaenannim, Adami-Nekeb, 
Jabneel bis gen Lakum und endet sich am Jordan;
34. und wendet sich zum Abend gen Asnoth-Thabor und kommt von dannen 
hinaus gen Hukok; und stet an Sebulon gegen Mittag und an Asser gegen 
Abend und an Juda am Jordan gegen der Sonnen Aufgang;
35. und hat feste Stdte: Zidim, Zer, Hamath, Rakath, Cinnereth,
36. Adama, Rama, Hazor,
37. Kedes, Edrei, En-Hazor,
38. Jereon, Migdal-El, Harem, Beth-Anath, Beth-Sames. Neunzehn Stdte und 
ihre Drfer.
39. Das ist das Erbteil des Stamms der Kinder Naphthali in ihren 
Geschlechtern, Stdten und Drfern.
40. Das siebente Los fiel auf den Stamm der Kinder Dan nach ihren 
Geschlechtern.
41. Und die Grenze ihres Erbteils waren Zarea, Esthaol, Irsames,
42. Saelabin, Ajalon, Jethla,
43. Elon, Thimnatha, Ekron,
44. Eltheke, Gibethon, Baalath,
45. Jehud, Bne-Barak, Gath-Rimon,
46. Me-Jarkon, Rakon mit den Grenzen gegen Japho.
47. Und an denselben endet sich die Grenze der Kinder Dan. Und die Kinder 
Dan zogen hinauf und stritten wider Lesem und gewannen und schlugen sie 
mit der Schrfe des Schwerts; und nahmen sie ein und wohneten drinnen; und 
nannten sie Dan nach ihres Vaters Namen.
48. Das ist das Erbteil des Stamms der Kinder Dan in ihren Geschlechtern, 
Stdten und Drfern.
49. Und da sie das Land gar ausgeteilet hatten, mit seinen Grenzen, gaben 
die Kinder Israel Josua, dem Sohn Nuns, ein Erbteil unter ihnen.
50. Und gaben ihm nach dem Befehl des Herrn die Stadt, die er forderte, 
nmlich Thimnath-Serah auf dem Gebirge Ephraim. Da bauete er die Stadt und 
wohnete drinnen.
51. Das sind die Erbteile, die Eleasar, der Priester, und Josua, der Sohn 
Nuns, und die Obersten der Vter unter den Geschlechtern durchs Los den 
Kindern Israel austeileten zu Silo vor dem Herrn, vor der Tr der Htte 
des Stifts; und vollendeten also das Austeilen des Landes.
Das Buch Josua 20
1. Und der Herr redete mit Josua und sprach:
2. Sage den Kindern Israel: Gebet unter euch Freistdte, davon ich durch 
Mose euch gesagt habe,
3. dahin fliehen mge ein Totschlger, der eine Seele unversehens und 
unwissend schlgt, da sie unter euch frei seien vor dem Blutrcher.
4. Und der da fleucht zu der Stdte einer, soll stehen auen vor der Stadt 
Tor und vor den ltesten der Stadt seine Sache ansagen; so sollen sie ihn 
zu sich in die Stadt nehmen und ihm Raum geben, da er bei ihnen wohne.
5. Und wenn der Blutrcher ihm nachjagt, sollen sie den Totschlger nicht 
in seine Hnde bergeben, weil er unwissend seinen Nchsten geschlagen hat 
und ist ihm zuvor nicht feind gewesen.
6. So soll er in der Stadt wohnen, bis da er stehe vor der Gemeine vor 
Gericht bis da der Hohepriester sterbe, der zur selben Zeit sein wird. 
Alsdann soll der Totschlger wiederkommen in seine Stadt und in sein Haus, 
zur Stadt, davon er geflohen ist.
7. Da heiligten sie Kedes in Galila auf dem Gebirge Naphthali; und Sechem 
auf dem Gebirge Ephraim; und Kiriath-Arba, das ist Hebron, auf dem Gebirge 
Juda.
8. Und jenseit des Jordans, da Jericho liegt, gegen dem Aufgang, gaben sie 
Bezer in der Wste auf der Ebene aus dem Stamm Ruben; und Ramoth in Gilead 
aus dem Stamm Gad; und Golan in Basan aus dem Stamm Manasse.
9. Das waren die Stdte, bestimmt allen Kindern Israel und den 
Fremdlingen, die unter ihnen wohneten, da dahin fliehe, wer eine Seele 
unversehens schlgt, da er nicht sterbe durch den Blutrcher, bis da er 
vor der Gemeine gestanden sei.
Das Buch Josua 21
1. Da traten herzu die obersten Vter unter den Leviten zu dem Priester 
Eleasar und Josua, dem Sohn Nuns, und zu den obersten Vtern unter den 
Stmmen der Kinder Israel;
2. und redeten mit ihnen zu Silo im Lande Kanaan und sprachen: Der Herr 
hat geboten durch Mose, da man uns Stdte geben solle, zu wohnen, und 
derselben Vorstdte zu unserm Vieh.
3. Da gaben die Kinder Israel den Leviten von ihren Erbteilen nach dem 
Befehl des Herrn diese Stdte und ihre Vorstdte.
4. Und das Los fiel auf das Geschlecht der Kahathiter, und wurden den 
Kindern Aarons, des Priesters, aus den Leviten durchs Los dreizehn Stdte: 
von dem Stamm Juda, von dem Stamm Simeon und von dem Stamm Benjamin.
5. Den andern Kindern aber Kahaths, desselben Geschlechts, wurden durchs 
Los zehn Stdte: von dem Stamm Ephraim, von dem Stamm Dan und von dem 
halben Stamm Manasse.
6. Aber den Kindern Gersons, desselben Geschlechts, wurden durchs Los 
dreizehn Stdte: von dem Stamm Isaschar, von dem Stamm Asser und von dem 
Stamm Naphthali und von dem halben Stamm Manasse zu Basan.
7. Den Kindern Meraris, ihres Geschlechts, wurden zwlf Stdte: von dem 
Stamm Ruben, von dem Stamm Gad und von dem Stamm Sebulon.
8. Also gaben die Kinder Israel den Leviten durchs Los diese Stdte und 
ihre Vorstdte, wie der Herr durch Mose geboten hatte.
9. Von dem Stamm der Kinder Juda und von dem Stamm der Kinder Simeon gaben 
sie diese Stdte, die sie mit ihren Namen nannten,
10. den Kindern Aarons, des Geschlechts der Kahathiter, aus den Kindern 
Levi; denn das erste Los war ihr.
11. So gaben sie ihnen nun Kiriath-Arba, die des Vaters Enaks war, das ist 
Hebron, auf dem Gebirge Juda, und ihre Vorstdte um sie her.
12. Aber den Acker der Stadt und ihre Drfer gaben sie Kaleb, dem Sohn 
Jephunnes, zu seinem Erbe.
13. Also gaben sie den Kindern Aarons, des Priesters, die Freistadt der 
Totschlger, Hebron und ihre Vorstdte, Libna und ihre Vorstdte,
14. Jathir und ihre Vorstdte, Esthemoa und ihre Vorstdte,
15. Holon und ihre Vorstdte, Debir und ihre Vorstdte,
16. Ain und ihre Vorstdte, Juta und ihre Vorstdte, Beth-Semes und ihre 
Vorstdte; neun Stdte von diesen zween Stmmen.
17. Von dem Stamm Benjamin aber gaben sie vier Stdte: Gibeon und ihre 
Vorstdte, Geba und ihre Vorstdte,
18. Anathoth und ihre Vorstdte, Almon und ihre Vorstdte,
19. da alle Stdte der Kinder Aarons, des Priesters, waren dreizehn mit 
ihren Vorstdten.
20. Den Geschlechtern aber der andern Kinder Kahaths, den Leviten, wurden 
durch ihr Los vier Stdte von dem Stamm Ephraim.
21. Und gaben ihnen die Freistadt der Totschlger, Sechem und ihre 
Vorstdte auf dem Gebirge Ephraim, Geser und ihre Vorstdte,
22. Kibzaim und ihre Vorstdte, Beth-Horon und ihre Vorstdte.
23. Von dem Stamm Dan vier Stdte: Eltheke und ihre Vorstdte, Gibthon und 
ihre Vorstdte,
24. Ajalon und ihre Vorstdte, Gath-Rimon und ihre Vorstdte.
25. Von dem halben Stamm Manasse zwo Stdte: Thaenach und ihre Vorstdte, 
Gath-Rimon und ihre Vorstdte,
26. da alle Stdte der andern Kinder des Geschlechts Kahath waren zehn 
mit ihren Vorstdten.
27. Den Kindern aber Gersons aus den Geschlechtern der Leviten wurden 
gegeben von dem halben Stamm Manasse zwo Stdte: die Freistadt fr die 
Totschlger, Golan in Basan und ihre Vorstdte, Beesthra und ihre 
Vorstdte.
28. Von dem Stamm Isaschar vier Stdte: Kision und ihre Vorstdte, Dabrath 
und ihre Vorstdte,
29. Jarmuth und ihre Vorstdte, En-Gannim und ihre Vorstdte.
30. Von dem Stamm Asser vier Stdte: Miseal und ihre Vorstdte, Abdon und 
ihre Vorstdte,
31. Helkath und ihre Vorstdte, Rehob und ihre Vorstdte.
32. Von dem Stamm Naphthali drei Stdte: die Freistadt Kedes fr die 
Totschlger in Galila und ihre Vorstdte, Hammoth-Dor und ihre Vorstdte, 
Karrten und ihre Vorstdte,
33. da alle Stdte des Geschlechts der Gersoniter waren dreizehn mit 
ihren Vorstdten.
34. Den Geschlechtern aber der Kinder Meraris, den andern Leviten, wurden 
gegeben von dem Stamm Sebulon vier Stdte: Jakneam und ihre Vorstdte, 
Kartha und ihre Vorstdte,
35. Dimna und ihre Vorstdte, Nahalal und ihre Vorstdte.
36. Von dem Stamm Ruben vier Stdte: Bezer und ihre Vorstdte, Jahza und 
ihre Vorstdte,
37. Kedemoth und ihre Vorstdte, Mephaath und ihre Vorstdte.
38. Von dem Stamm Gad vier Stdte: die Freistadt fr die Totschlger, 
Ramoth in Gilead und ihre Vorstdte,
39. Mahanaim und ihre Vorstdte, Hesbon und ihre Vorstdte, Jaeser und 
ihre Vorstdte,
40. da aller Stdte der Kinder Meraris unter ihren Geschlechtern, der 
andern Leviten, nach ihrem Los waren zwlf.
41. Aller Stdte der Leviten unter dem Erbe der Kinder Israel waren 
achtundvierzig mit ihren Vorstdten.
42. Und eine jegliche dieser Stdte hatte ihre Vorstadt um sich her, eine 
wie die andere.
43. Also gab der Herr dem Israel alles Land, das er geschworen hatte, 
ihren Vtern zu geben; und sie nahmen's ein und wohneten drinnen.
44. Und der Herr gab ihnen Ruhe von allen umher, wie er ihren Vtern 
geschworen hatte; und stund ihrer Feinde keiner wider sie, sondern alle 
ihre Feinde gab er in ihre Hnde.
45. Und es fehlte nichts an allem Guten, das der Herr dem Hause Israel 
geredet hatte. Es kam alles.
Das Buch Josua 22
1. Da rief Josua die Rubeniter und Gaditer und den halben Stamm Manasse
2. und sprach zu ihnen: Ihr habt alles gehalten, was euch Mose, der Knecht 
des Herrn, geboten hat, und gehorchet meiner Stimme in allem, das ich euch 
geboten habe.
3. Ihr habt eure Brder nicht verlassen eine lange Zeit her bis auf diesen 
Tag; und habt gehalten an dem Gebot des Herrn eures Gottes.
4. Weil nun der Herr, euer Gott, hat eure Brder zur Ruhe gebracht; wie er 
ihnen geredet hat, so wendet euch nun und ziehet hin in eure Htten im 
Lande eures Erbes, das euch Mose der Knecht des Herrn, gegeben hat jenseit 
des Jordans.
5. Haltet aber nun an mit Flei, da ihr tut nach dem Gebot und Gesetz, 
das euch Mose, der Knecht des Herrn, geboten hat, da ihr den Herrn, euren 
Gott, liebet und wandelt auf allen seinen Wegen und seine Gebote haltet 
und ihm anhanget und ihm dienet von ganzem Herzen und von ganzer Seele.
6. Also segnete sie Josua und lie sie gehen; und sie gingen zu ihren 
Htten.
7. Dem halben Stamm Manasse hatte Mose gegeben zu Basan; der andern Hlfte 
gab Josua unter ihren Brdern diesseit des Jordans gegen Abend. Und da er 
sie lie gehen zu ihren Htten und sie gesegnet hatte,
8. sprach er zu ihnen: Ihr kommt wieder heim mit groem Gut zu euren 
Htten mit sehr viel Vieh, Silber, Gold, Erz, Eisen und Kleidern; so 
teilet nun den Raub eurer Feinde aus unter eure Brder.
9. Also kehreten um die Rubeniter, Gaditer und der halbe Stamm Manasse und 
gingen von den Kindern Israel aus Silo, die im Lande Kanaan liegt, da sie 
ins Land Gilead zgen, zum Lande ihres Erbes, das sie erbeten aus Befehl 
des Herrn durch Mose.
10. Und da sie kamen an die Haufen am Jordan, die im Lande Kanaan liegen, 
baueten dieselben Rubeniter, Gaditer und der halbe Stamm Manasse daselbst 
am Jordan einen groen, schnen Altar.
11. Da aber die Kinder Israel hreten sagen: Siehe, die Kinder Ruben, die 
Kinder Gad und der halbe Stamm Manasse haben einen Altar gebauet gegen das 
Land Kanaan, an den Haufen am Jordan, diesseit der Kinder Israel,
12. da versammelten sie sich mit der ganzen Gemeine zu Silo, da sie wider 
sie hinaufzgen mit einem Heer.
13. Und sandten zu ihnen ins Land Gilead Pinehas, den Sohn Eleasars, des 
Priesters,
14. und mit ihm zehn oberste Frsten unter den Husern ihrer Vter, aus 
jeglichem Stamm Israels einen.
15. Und da sie zu ihnen kamen ins Land Gilead, redeten sie mit ihnen und 
sprachen:
16. So lt euch sagen die ganze Gemeine des Herrn: Wie versndiget ihr 
euch also an dem Gott Israels, da ihr euch heute kehret von dem Herrn 
damit, da ihr euch einen Altar bauet, da ihr abfallet von dem Herrn?
17. Ist's uns zu wenig an der Missetat Peors, von welcher wir noch auf 
diesen Tag nicht gereiniget sind, und kam eine Plage unter die Gemeine des 
Herrn,
18. und ihr wendet euch heute von dem Herrn weg und seid heute abtrnnig 
worden von dem Herrn, da er heute oder morgen ber die ganze Gemeine 
Israel erzrne?
19. Dnket euch das Land eures Erbes unrein, so kommt herber ins Land, 
das der Herr hat, da die Wohnung des Herrn stehet, und erbet unter uns; 
und werdet nicht abtrnnig von dem Herrn und von uns, da ihr euch einen 
Altar bauet auer dem Altar des Herrn, unsers Gottes.
20. Versndigte sich nicht Achan, der Sohn Serahs, am Verbanneten, und der 
Zorn kam ber die ganze Gemeine Israel, und er ging nicht allein unter 
ber seiner Missetat?
21. Da antworteten die Kinder Ruben und die Kinder Gad und der halbe Stamm 
Manasse und sagten zu den Huptern und Frsten Israels:
22. Der starke Gott, der Herr, der starke Gott, der Herr, wei, so wei 
Israel auch: fallen wir ab oder sndigen wider den Herrn, so helfe er uns 
heute nicht.
23. Und so wir darum den Altar gebauet haben, da wir uns von dem Herrn 
wenden wollten, Brandopfer oder Speisopfer drauf opfern, oder Dankopfer 
drauf tun dem Herrn, so fordere er es.
24. Und so wir's nicht vielmehr aus Sorge des Dinges getan haben und 
sprachen: Heute oder morgen mchten eure Kinder zu unsern Kindern sagen: 
Was gehet euch der Herr, der Gott Israels, an?
25. Der Herr hat den Jordan zur Grenze gesetzt zwischen uns und euch 
Kindern Ruben und Gad; ihr habt kein Teil am Herrn. Damit wrden eure 
Kinder unsere Kinder von der Furcht des Herrn weisen.
26. Darum sprachen wir: Lat uns einen Altar bauen, nicht zum Opfer noch 
zum Brandopfer,
27. sondern da er ein Zeuge sei zwischen uns und euch und unsern 
Nachkommen, da wir dem Herrn Dienst tun mgen vor ihm mit unsern 
Brandopfern, Dankopfern und andern Opfern, und eure Kinder heute oder 
morgen nicht sagen drfen zu unsern Kindern: Ihr habt kein Teil an dem 
Herrn.
28. Wenn sie aber also zu uns sagen wrden oder zu unsern Nachkommen heute 
oder morgen, so knnte n sie sagen: Sehet das Gleichnis des Altars des 
Herrn, den unsere Vter gemacht haben, nicht zum Opfer noch zum 
Brandopfer, sondern zum Zeugen zwischen uns und euch.
29. Das sei ferne von uns, da wir abtrnnig werden von dem Herrn, da wir 
uns heute wollten von ihm wenden und einen Altar bauen zum Brandopfer und 
zum Speisopfer und andern Opfern auer dem Altar des Herrn, unsers Gottes, 
der vor seiner Wohnung stehet.
30. Da aber Pinehas, der Priester, und die Obersten der Gemeine, die 
Frsten Israels, die mit ihm waren, hreten diese Worte, die die Kinder 
Ruben, Gad und Manasse sagten, gefielen sie ihnen wohl.
31. Und Pinehas, der Sohn Eleasars, des Priesters, sprach zu den Kindern 
Ruben, Gad und Manasse: Heute erkennen wir, da der Herr unter uns ist da 
ihr euch nicht an dem Herrn versndiget habt in dieser Tat. Nun habt ihr 
die Kinder Israel errettet aus der Hand des Herrn.
32. Da zog Pinehas, der Sohn Eleasars, des Priesters, und die Obersten aus 
dem Lande Gilead von den Kindern Ruben und Gad wieder ins Land Kanaan zu 
den Kindern Israel und sagten es ihnen an.
33. Das gefiel den Kindern Israel wohl und lobten den Gott der Kinder 
Israel und sagten nicht mehr, da sie hinauf wollten ziehen mit einem Heer 
wider sie, zu verderben das Land, da die Kinder Ruben und Gad innen 
wohneten.
34. Und die Kinder Ruben und Gad hieen den Altar: Da er Zeuge sei 
zwischen uns, und da der Herr Gott sei.
Das Buch Josua 23
1. Und nach langer Zeit, da der Herr hatte Israel zur Ruhe gebracht vor 
allen ihren Feinden umher, und Josua nun alt und wohl betaget war,
2. berief er das ganze Israel und ihre ltesten, Hupter, Richter und 
Amtleute und sprach zu ihnen: Ich bin alt und wohl betaget,
3. und ihr habt gesehen alles, was der Herr, euer Gott, getan hat an allen 
diesen Vlkern vor euch her; denn der Herr, euer Gott, hat selber fr euch 
gestritten.
4. Sehet, ich habe euch die brigen Vlker durchs Los zugeteilet, einem 
jeglichen Stamm sein Erbteil, vom Jordan an, und alle Vlker, die ich 
ausgerottet habe, und am groen Meer gegen der Sonnen Untergang.
5. Und der Herr, euer Gott, wird sie ausstoen vor euch und von euch 
vertreiben, da ihr ihr Land einnehmet, wie euch der Herr, euer Gott, 
geredet hat.
6. So seid nun sehr getrost, da ihr haltet und tut alles, was geschrieben 
stehet im Gesetzbuch Moses, da ihr nicht davon weichet weder zur Rechten 
noch zur Linken,
7. auf da ihr nicht unter diese brigen Vlker kommet, die mit euch sind, 
und nicht gedenket noch schwret bei dem Namen ihrer Gtter, noch ihnen 
dienet, noch sie anbetet,
8. sondern dem Herrn, eurem Gott, anhanget, wie ihr bis auf diesen Tag 
getan habt.
9. So wird der Herr vor euch her vertreiben groe und mchtige Vlker; und 
niemand hat euch widerstanden bis auf diesen Tag.
10. Euer einer wird tausend jagen; denn der Herr, euer Gott, streitet fr 
euch, wie er euch geredet hat.
11. Darum, so behtet aufs fleiigste eure Seelen, da ihr den Herrn, 
euren Gott, lieb habet.
12. Wo ihr euch aber umwendet und diesen brigen Vlkern anhanget und euch 
mit ihnen verheiratet, da ihr unter sie und sie unter euch kommen,
13. so wisset, da der Herr, euer Gott, wird nicht mehr alle diese Vlker 
vor euch vertreiben, sondern sie werden euch zum Strick und Netz und zur 
Geiel in euren Seiten werden und zum Stachel in euren Augen, bis da er 
euch umbringe von dem guten Lande, das euch der Herr, euer Gott, gegeben 
hat.
14. Siehe, ich gehe heute dahin wie alle Welt; und ihr sollt wissen von 
ganzem Herzen und von ganzer Seele, da nicht fein Wort gefehlet hat an 
all dem Guten, das der Herr, euer Gott, euch geredet hat; es ist alles 
kommen und keins verblieben.
15. Gleichwie nun alles Gute kommen ist, das der Herr, euer Gott, euch 
geredet hat, also wird der Herr auch ber euch kommen lassen alles Bse, 
bis er euch vertilge von diesem guten Lande, das euch der Herr, euer Gott, 
gegeben hat,
16. wenn ihr bertretet den Bund des Herrn, eures Gottes, den er euch 
geboten hat, und hingehet und andern Gttern dienet und sie anbetet, da 
der Zorn des Herrn ber euch ergrimmet und euch bald umbringet von dem 
guten Lande, das er euch gegeben hat.
Das Buch Josua 24
1. Josua versammelte alle Stmme Israels gen Sichem und berief die 
ltesten von Israel, die Hupter, Richter und Amtleute. Und da sie vor 
Gott getreten waren,
2. sprach er zum ganzen Volk: So sagt der Herr, der Gott Israels: Eure 
Vter wohneten vorzeiten jenseit des Wassers, Tharah, Abrahams und Nahors 
Vater, und dieneten andern Gttern.
3. Da nahm ich euren Vater Abraham jenseit des Wassers und lie ihn 
wandern im ganzen Lande Kanaan; und mehrete ihm seinen Samen und gab ihm 
Isaak.
4. Und Isaak gab ich Jakob und Esau; und gab Esau das Gebirge Seir zu 
besitzen. Jakob aber und seine Kinder zogen hinab nach gypten.
5. Da sandte ich Mose und Aaron und plagte gypten, wie ich unter ihnen 
getan habe.
6. Danach fhrete ich euch und eure Vter aus gypten. Und da ihr ans Meer 
kamet, und die gypter euren Vtern nachjagten mit Wagen und Reitern ans 
Schilfmeer,
7. da schrieen sie zum Herrn; der setzte eine Finsternis zwischen euch und 
den gyptern; und fhrete das Meer ber sie und bedeckte sie. Und eure 
Augen haben gesehen, was ich in gypten getan habe. Und ihr habt gewohnet 
in der Wste eine lange Zeit.
8. Und ich habe euch gebracht in das Land der Amoriter, die jenseit des 
Jordans wohneten; und da sie wider euch stritten, gab ich sie in eure 
Hnde, da ihr ihr Land besaet, und vertilgete sie vor euch her.
9. Da machte sich auf Balak, der Sohn Zipors, der Moabiter Knig, und 
stritt wider Israel und sandte hin und lie rufen Bileam, dem Sohn Beors, 
da er euch verfluchete.
10. Aber ich wollte ihn nicht hren. Und er segnete euch; und ich 
errettete euch aus seinen Hnden.
11. Und da ihr ber den Jordan ginget und gen Jericho kamet, stritten 
wider euch die Brger von Jericho, die Amoriter, Pheresiter, Kanaaniter, 
Hethiter, Girgositer, Heviter und Jebusiter; aber ich gab sie in eure 
Hnde.
12. Und sandte Hornissen vor euch her; die trieben sie aus vor euch her, 
die zween Knige der Amoriter, nicht durch dein Schwert noch durch deinen 
Bogen.
13. Und habe euch ein Land gegeben, daran ihr nicht gearbeitet habt, und 
Stdte, die ihr nicht gebauet habt, da ihr drinnen wohnet und esset von 
Weinbergen und lbergen, die ihr nicht gepflanzet habt.
14. So frchtet nun den Herrn und dienet ihm treulich und rechtschaffen; 
und lasset fahren die Gtter, denen eure Vter gedienet haben jenseit des 
Wassers und in gypten, und dienet dem Herrn.
15. Gefllt es euch aber nicht, da ihr dem Herrn dienet, so erwhlet euch 
heute, welchem ihr dienen wollet: dem Gott, dem eure Vter gedienet haben 
jenseit des Wassers, oder den Gttern der Amoriter, in welcher Land ihr 
wohnet. Ich aber und mein Haus wollen dem Herrn dienen.
16. Da antwortete das Volk und sprach: Das sei ferne von uns, da wir den 
Herrn verlassen und andern Gttern dienen!
17. Denn der Herr, unser Gott, hat uns und unsere Vter aus gyptenland 
gefhret, aus dem Diensthause, und hat vor unsern Augen solche groe 
Zeichen getan und uns behtet auf dem ganzen Wege, den wir gezogen sind, 
und unter allen Vlkern, durch welche wir gegangen sind;
18. und hat ausgestoen vor uns her alle Vlker der Amoriter, die im Lande 
wohneten. Darum wollen wir auch dem Herrn dienen; denn er ist unser Gott.
19. Josua sprach zum Volk: Ihr knnet dem Herrn nicht dienen; denn er ist 
ein heiliger Gott, ein eifriger Gott, der eurer bertretung und Snde 
nicht schonen wird.
20. Wenn ihr aber den Herrn verlasset und einem fremden Gott dienet, so 
wird er sich wenden und euch plagen und euch umbringen, nachdem er euch 
Gutes getan hat.
21. Das Volk aber sprach zu Josua: Nicht also, sondern wir wollen dem 
Herrn dienen.
22. Da sprach Josua zum Volk: Ihr seid Zeugen ber euch, da ihr den Herrn 
euch erwhlet habt, da ihr ihm dienet. Und sie sprachen: Ja.
23. So tut nun von euch die fremden Gtter, die unter euch sind, und 
neiget teuer Herz zu dem Herrn, dem Gott Israels.
24. Und das Volk sprach zu Josua: Wir wollen dem Herrn, unserm Gott, 
dienen und seiner Stimme gehorchen.
25. Also machte Josua desselben Tages einen Bund mit dem Volk und legte 
ihnen Gesetze und Rechte vor zu Sichem.
26. Und Josua schrieb dies alles ins Gesetzbuch Gottes; und nahm einen 
groen Stein und richtete ihn auf daselbst unter einer Eiche, die bei dem 
Heiligtum des Herrn war.
27. Und sprach zum ganzen Volk: Siehe, dieser Stein soll Zeuge sein 
zwischen uns, denn er hat gehret alle Rede des Herrn, die er mit uns 
geredet hat; und soll ein Zeuge ber euch sein, da ihr euren Gott nicht 
verleugnet.
28. Also lie Josua das Volk, einen jeglichen in sein Erbteil.
29. Und es begab sich nach dieser Geschichte, da Josua, der Sohn Nuns, 
der Knecht des Herrn, starb, da er hundertundzehn Jahre alt war.
30. Und man begrub ihn in der Grenze seines Erbteils, zu Thimnath Serah, 
die auf dem Gebirge Ephraim liegt von mitternachtwrts am Berge Gaas.
31. Und Israel dienete dem Herrn, solange Josua lebte und die ltesten, 
welche lange Zeit lebten nach Josua, die alle Werke des Herrn wuten, die 
er an Israel getan hatte.
32. Die Gebeine Josephs, welche die Kinder Israel hatten aus gypten 
gebracht, begruben sie zu Sichem in dem Stck Feldes, das Jakob kaufte von 
den Kindern Hemors, des Vaters Sichems, um hundert Groschen, und ward der 
Kinder Josephs Erbteil.
33. Eleasar, der Sohn Aarons, starb auch; und sie begruben ihn zu Gibea 
seines Sohns Pinehas, die ihm gegeben war auf dem Gebirge Ephraim.
Das Buch der Richter 1
1. Nach dem Tod Josuas fragten die Kinder Israel den Herrn und sprachen: 
Wer soll unter uns den Krieg fhren wider die Kanaaniter?
2. Der Herr sprach: Juda soll ihn fhren. Siehe, ich habe das Land in 
seine Hand gegeben.
3. Da sprach Juda zu seinem Bruder Simeon: Zeuch mit mir hinauf in meinem 
Los und la uns wider die Kanaaniter streiten, so will ich wieder mit dir 
ziehen in deinem Los. Also zog Simeon mit ihm.
4. Da nun Juda hinaufzog, gab ihm der Herr die Kanaaniter und Pheresiter 
in ihre Hnde; und schlugen zu Besek zehntausend Mann.
5. Und fanden den Adoni-Besek zu Besek und stritten wider ihn; und 
schlugen die Kanaaniter und Pheresiter.
6. Aber Adoni-Besek floh, und sie jagten ihm nach; und da sie ihn 
ergriffen, verhieben sie ihm die Daumen an seinen Hnden und Fen.
7. Da sprach Adoni-Besek: Siebenzig Knige mit verhauenen Daumen ihrer 
Hnde und Fe lasen auf unter meinem Tisch. Wie ich nun getan habe, so 
hat mir Gott wieder vergolten: Und man brachte ihn gen Jerusalem; daselbst 
starb er.
8. Aber die Kinder Juda stritten wider Jerusalem und gewannen sie und 
schlugen sie mit der Schrfe des Schwerts und zndeten die Stadt an.
9. zogen die Kinder Juda herab, zu streiten wider die Kanaaniter, die auf 
dem Gebirge und gegen Mittag und in den Grnden wohneten.
10. Und Juda zog hin wider die Kanaaniter, die zu Hebron wohneten (Hebron 
aber hie vorzeiten Kiriath-Arba), und schlugen den Sesai und Ahiman und 
Thalmai.
11. Und zog von dannen wider die Einwohner zu Debir. Debir aber hie 
vorzeiten Kiriath-Sepher.
12. Und Kaleb sprach: Wer Kiriath-Sepher schlgt und gewinnet, dem will 
ich meine Tochter Achsa zum Weibe geben.
13. Da gewann sie Athniel, der Sohn Kenas', des Kalebs jngsten Bruders. 
Und er gab ihm seine Tochter Achsa zum Weibe.
14. Und es begab sich; da sie einzog, ward ihr geraten, da sie fordern 
sollte einen Acker von ihrem Vater; und fiel vom Esel. Da sprach Kaleb zu 
ihr: Was ist dir?
15. Sie sprach: Gib mir einen Segen; denn du hast mir ein Mittagsland 
gegeben, gib mir auch ein wsseriges. Da gab er ihr ein wsseriges oben 
und unten.
16. Und die Kinder des Keniters, Moses Schwagers, zogen herauf aus der 
Palmenstadt mit den Kindern Juda in die Wste Juda, die da liegt gegen 
Mittag der Stadt Arad; und gingen hin und wohneten unter dem Volk.
17. Und Juda zog hin mit seinem Bruder Simeon und schlugen die Kanaaniter 
zu Zephath und verbanneten sie; und nannten die Stadt Horma.
18. Dazu gewann Juda Gaza mit ihrer Zugehr und Asklon mit ihrer Zugehr 
und Ekron mit ihrer Zugehr.
19. Und der Herr war mit Juda, da er das Gebirge einnahm; denn er konnte 
die Einwohner im Grunde nicht einnehmen, darum da sie eiserne Wagen 
hatten.
20. Und sie gaben dem Kaleb Hebron, wie Mose gesagt hatte; und er vertrieb 
daraus die drei Shne des Enak.
21. Aber die Kinder Benjamin vertrieben die Jebusiter nicht, die zu 
Jerusalem wohneten, sondern die Jebusiter wohneten bei den Kindern 
Benjamin zu Jerusalem bis auf diesen Tag.
22. Desselbengleichen zogen auch die Kinder Joseph hinauf gen Bethel; und 
der Herr war mit ihnen.
23. Und das Haus Joseph verkundschaftete Bethel, die vorhin Lus hie.
24. Und die Wchter sahen einen Mann aus der Stadt gehen und sprachen zu 
ihm: Weise uns, wo wir in die Stadt kommen, so wollen wir Barmherzigkeit 
an dir tun.
25. Und da er ihnen zeigte, wo sie in die Stadt kmen, schlugen sie die 
Stadt mit der Schrfe des Schwerts; aber den Mann und all sein Geschlecht 
lieen sie gehen.
26. Da zog derselbe Mann ins Land der Hethiter und bauete eine Stadt und 
hie sie Lus; die heiet noch heutigestages also.
27. Und Manasse vertrieb nicht Beth-Sean mit ihren Tchtern, noch Thaenach 
mit ihren Tchtern, noch die Einwohner zu Dor mit ihren Tchtern, noch die 
Einwohner zu Jebleam mit ihren Tchtern, noch die Einwohner zu Megiddo mit 
ihren Tchtern; und die Kanaaniter fingen an zu wohnen in demselben Lande.
28. Da aber Israel mchtig ward, machte er die Kanaaniter zinsbar und 
vertrieb sie nicht.
29. Desgleichen vertrieb auch Ephraim die Kanaaniter nicht, die zu Gaser 
wohneten, sondern die Kanaaniter wohneten unter ihnen zu Gaser.
30. Sebulon vertrieb auch nicht die Einwohner zu Kitron und Nahalal, 
sondern die Kanaaniter wohneten unter ihnen und waren zinsbar.
31. Asser vertrieb die Einwohner zu Acko nicht, noch die Einwohner zu 
Zidon, zu Ahelab, zu Achsib, zu Helba, zu Aphik und zu Rehob,
32. sondern die Asseriter wohneten unter den Kanaanitern, die im Lande 
wohneten; denn sie vertrieben sie nicht.
33. Naphthali vertrieb die Einwohner nicht zu Beth-Semes noch zu Beth-
Anath, sondern wohneten unter den Kanaanitern, die im Lande wohneten. Aber 
die zu Beth-Semes und zu Beth-Anath wurden zinsbar.
34. Und die Amoriter drungen die Kinder Dan aufs Gebirge und lieen nicht 
zu, da sie herunter in den Grund kmen.
35. Und die Amoriter fingen an zu wohnen auf dem Gebirge Heres, zu Ajalon 
und zu Saalbim. Doch ward ihnen die Hand des Hauses Joseph zu schwer, und 
wurden zinsbar.
36. Und die Grenze der Amoriter war, da man gen Akrabbim hinaufgehet, und 
von dem Fels und von der Hhe.
Das Buch der Richter 2
1. Es kam aber der Engel des Herrn herauf von Gilgal gen Bochim und 
sprach: Ich habe euch aus gypten heraufgefhret und ins Land gebracht, 
das ich euren Vtern geschworen habe, und sprach; ich wollte meinen Bund 
mit euch nicht nachlassen ewiglich,
2. da ihr nicht solltet einen Bund machen mit den Einwohnern dieses 
Landes und ihre Altre zerbrechen. Aber ihr habt meiner Stimme nicht 
gehorchet. Warum habt ihr das getan?
3. Da sprach ich auch: Ich will sie nicht vertreiben vor euch, da sie 
euch zum Stricke werden und ihre Gtter zum Netze.
4. Und da der Engel des Herrn solche Worte geredet hatte zu allen Kindern 
Israel, hub das Volk seine Stimme auf und weineten.
5. Und hieen die Sttte Bochim; und opferten daselbst dem Herrn.
6. Denn als Josua das Volk von sich gelassen hatte, und die Kinder Israel 
hingezogen waren, ein jeglicher in sein Erbteil, das Land einzunehmen,
7. dienete das Volk dem Herrn, solange Josua lebte und die ltesten, die 
lange nach Josua lebten und alle die groen Werke des Herrn gesehen 
hatten, die er Israel getan hatte.
8. Da nun Josua, der Sohn Nuns, gestorben war, der Knecht des Herrn, als 
er hundertundzehn Jahre alt war,
9. begruben sie ihn in den Grenzen seines Erbteils zu Thimnath-Heres auf 
dem Gebirge Ephraim, von mitternachtwrts am Berge Gaas.
10. Da auch alle, die zu der Zeit gelebt hatten, zu ihren Vtern 
versammelt worden, kam nach ihnen ein ander Geschlecht auf, das den Herrn 
nicht kannte, noch die Werke, die er an Israel getan hatte.
11. Da taten die Kinder Israel bel vor dem Herrn und dieneten Baalim.
12. Und verlieen den Herrn, ihrer Vter Gott, der sie aus gyptenland 
gefhret hatte, und folgten andern Gttern nach, auch den Gttern der 
Vlker, die um sie her wohneten; und beteten sie an und erzrneten den 
Herrn.
13. Denn sie verlieen je und je den Herrn und dieneten Baal und Astharoth.
14. So ergrimmete dann der Zorn des Herrn ber Israel und gab sie in die 
Hand derer, die sie raubeten, da sie sie beraubeten, und verkaufte sie in 
die Hnde ihrer Feinde umher. Und sie konnten nicht mehr ihren Feinden 
widerstehen,
15. sondern wo sie hinaus wollten, war des Herrn Hand wider sie zum 
Unglck, wie denn der Herr ihnen gesagt und geschworen hatte; und wurden 
hart gedrnget.
16. Wenn denn der Herr Richter auferweckte, die ihnen halfen aus der 
Ruber Hand,
17. so gehorchten sie den Richtern auch nicht, sondern hureten andern 
Gttern nach und beteten sie an und wichen bald von dem Wege, da ihre 
Vter auf gegangen waren, des Herrn Geboten zu gehorchen, und taten nicht 
wie dieselben.
18. Wenn aber der Herr ihnen Richter erweckte, so war der Herr mit dem 
Richter und half ihnen aus ihrer Feinde Hand, solange der Richter lebte. 
Denn es jammerte den Herrn ihr Wehklagen ber die, so sie zwangen und 
drngeten.
19. Wenn aber der Richter starb, so wandten sie sich und verderbeten es 
mehr denn ihre Vter, da sie andern Gttern folgten, ihnen zu dienen und 
sie anzubeten; sie fielen nicht von ihrem Vornehmen noch von ihrem 
halsstarrigen Wesen.
20. Darum ergrimmete dann des Herrn Zorn ber Israel, da er sprach: Weil 
dies Volk meinen Bund bergangen hat, den ich ihren Vtern geboten habe, 
und gehorchen meiner Stimme nicht,
21. so will ich auch hinfort die Heiden nicht vertreiben, die Josua hat 
gelassen, da er starb,
22. da ich Israel an ihnen versuche, ob sie auf dem Wege des Herrn 
bleiben, da sie drinnen wandeln, wie ihre Vter geblieben sind, oder 
nicht.
23. Also lie der Herr diese Heiden, da er sie nicht bald vertrieb, die 
er nicht hatte in Josuas Hand bergeben.
Das Buch der Richter 3
1. Dies sind die Heiden, die der Herr lie bleiben, da er an ihnen Israel 
versuchte, die nicht wuten um die Kriege Kanaans,
2. und da die Geschlechter der Kinder Israel wten und lerneten 
streiten, die vorhin nichts drum wuten:
3. nmlich die fnf Frsten der Philister und alle Kanaaniter und Zidonier 
und Heviter, die am Berge Libanon wohneten, von dem Berge Baal-Hermon an, 
bis man kommt gen Hemath.
4. Dieselben blieben, Israel an denselben zu versuchen, da es kund wrde, 
ob sie den Geboten des Herrn gehorchten, die er ihren Vtern geboten hatte 
durch Mose.
5. Da nun die Kinder Israel also wohneten unter den Kanaanitern, 
Hethitern, Amoritern, Pheresitern, Hevitern und Jebusitern,
6. nahmen sie jener Tchter zu Weibern und gaben ihre Tchter jener Shnen 
und dieneten jener Gttern;
7. und taten bel vor dem Herrn und vergaen des Herrn, ihres Gottes, und 
dieneten Baalim und den Hainen.
8. Da ergrimmete der Zorn des Herrn ber Israel und verkaufte sie unter 
die Hand Kusan-Risathaims, des Knigs zu Mesopotamien; und dieneten also 
die Kinder Israel dem Kusan-Risathaim acht Jahre.
9. Da schrieen die Kinder Israel zu dem Herrn; und der Herr erweckte ihnen 
einen Heiland, der sie erlsete, Athniel, den Sohn Kenas, Kalebs jngsten 
Bruders.
10. Und der Geist des Herrn war in ihm; und ward Richter in Israel und zog 
aus zum Streit. Und der Herr gab den Knig zu Syrien, Kusan-Risathaim, in 
seine Hand, da seine Hand ber ihn zu stark ward.
11. Da ward das Land stille vierzig Jahre. Und Athniel, der Sohn Kenas, 
starb.
12. Aber die Kinder Israel taten frder bels vor dem Herrn. Da strkte 
der Herr Eglon, den Knig der Moabiter, wider Israel, darum da sie bels 
taten vor dem Herrn.
13. Und sammelte zu ihm die Kinder Ammon und die Amalekiter. Und er zog 
hin und schlug Israel und nahm ein die Palmenstadt.
14. Und die Kinder Israel dieneten Eglon, der Moabiter Knige, achtzehn 
Jahre.
15. Da schrieen sie zu dem Herrn; und der Herr erweckte ihnen einen 
Heiland, Ehud, den Sohn Geras, des Sohns Jeminis, der war link Und da die 
Kinder Israel durch denselben Geschenk sandten Eglon, der Moabiter Knige,
16. machte ihn Ehud ein zweischneidig Schwert einer Elle lang und grtete 
es unter sein Kleid auf seine rechte Hfte;
17. und brachte das Geschenk dem Eglon, der Moabiter Knige. Eglon aber 
war ein sehr fetter Mann.
18. Und da er das Geschenk hatte berantwortet, lie er das Volk, die das 
Geschenk getragen hatten,
19. und kehrete um von den Gtzen zu Gilgal und lie ansagen: Ich habe, o 
Knig, dir was Heimliches zu sagen. Er aber hie schweigen, und gingen aus 
von ihm alle, die um ihn stunden.
20. Und Ehud kam zu ihm hinein. Er aber sa in der Sommerlaube, die fr 
ihn allein war. Und Ehud sprach: Ich habe Gottes Wort an dich. Da stund er 
auf vom Stuhl.
21. Ehud aber reckte seine linke Hand aus und nahm das Schwert von seiner 
rechten Hfte und stie es ihm in seinen Bauch,
22. da auch das Heft der Schneide nach hineinfuhr, und das Fett das Heft 
verschlo (denn er zog das Schwert nicht aus seinem Bauch), da der Mist 
von ihm ging.
23. Aber Ehud ging den Saal hinaus und tat die Tr hinter ihm zu und 
verschlo sie.
24. Da er nun hinaus war, kamen seine Knechte hinein und sahen, da die 
Tr der Sommerlaube verschlossen war, und sprachen: Er ist vielleicht zu 
Stuhl gegangen in der Kammer an der Sommerlaube.
25. Da sie aber so lange harreten, bis sie sich schmeten (denn niemand 
tat die Tr der Laube auf), nahmen sie den Schlssel und schlossen auf; 
siehe, da lag ihr Herr auf der Erde tot.
26. Ehud aber war entronnen, dieweil sie verzogen, und ging vor den Gtzen 
ber und entrann bis gen Seirath.
27. Und da er hineinkam, blies er die Posaune auf dem Gebirge Ephraim. Und 
die Kinder Israel zogen mit ihm vom Gebirge, und er vor ihnen her;
28. und sprach zu ihnen: Jaget mir nach; denn der Herr hat euch die 
Moabiter, eure Feinde, in eure Hnde gegeben. Und sie jagten ihm nach und 
gewannen die Furt am Jordan ein, die gen Moab gehet, und lieen niemand 
hinbergehen.
29. Und schlugen die Moabiter zu der Zeit, bei zehntausend Mann, allzumal 
die besten und streitbare Mnner, da nicht einer entrann.
30. Also wurden die Moabiter zu der Zeit unter die Hand der Kinder Israel 
gedmpfet. Und das Land war stille achtzig Jahre.
31. Danach war Samgar, der Sohn Anaths; der schlug sechshundert Philister 
mit einem Ochsenstecken und erlsete auch Israel.
Das Buch der Richter 4
1. Aber die Kinder Israel taten frder bel vor dem Herrn, da Ehud 
gestorben war.
2. Und der Herr verkaufte sie in die Hand Jabins, der Kanaaniter Knigs, 
der zu Hazor sa; und sein Feldhauptmann war Sissera, und er wohnete zu 
Haroseth der Heiden.
3. Und die Kinder Israel schrieen zum Herrn; denn er hatte neunhundert 
eiserne Wagen und zwang die Kinder Israel mit Gewalt zwanzig Jahre.
4. Zu derselbigen Zeit war Richterin in Israel die Prophetin Debora, ein 
Eheweib des Lapidoth.
5. Und sie wohnete unter der Palme Deboras, zwischen Rama und Bethel, auf 
dem Gebirge Ephraim. Und die Kinder Israel kamen zu ihr hinauf vor Gericht.
6. Dieselbige sandte hin und lie rufen Barak, dem Sohn Abinoams, von 
Kedes-Naphthali, und lie ihm sagen: Hat dir nicht der Herr, der Gott 
Israels, geboten: Gehe hin und zeuch auf den Berg Thabor und nimmt 
zehntausend Mann mit dir von den Kindern Naphthali und Sebulon?
7. Denn ich will Sissera, den Feldhauptmann Jabins, zu dir ziehen an das 
Wasser Kison mit seinen Wagen und mit seiner Menge und will ihn in deine 
Hnde geben.
8. Barak sprach zu ihr: Wenn du mit mir zeuchst, so will ich ziehen; 
zeuchst du aber nicht mit mir, so will ich nicht ziehen.
9. Sie sprach: Ich will mit dir ziehen, aber der Preis wird nicht dein 
sein auf dieser Reise, die du tust, sondern der Herr wird Sissera in eines 
Weibes Hand bergeben. Also machte sich Debora auf und zog mit Barak gen 
Kedes.
10. Da rief Barak Sebulon und Naphthali gen Kedes und zog zu Fu mit 
zehntausend Mann. Debora zog auch mit ihm.
11. Heber aber, der Keniter, war von den Kenitern, von den Kindern Hobabs, 
Moses Schwagers, gezogen und hatte seine Htte aufgeschlagen bei den 
Eichen Zaanaim neben Kedes.
12. Da ward Sissera angesagt, da Barak, der Sohn Abinoams, auf den Berg 
Thabor gezogen wre.
13. Und er rief alle seine Wagen zusammen, neunhundert eiserne Wagen, und 
alles Volk, das mit ihm war, von Haroseth der Heiden an das Wasser Kison,
14. Debora aber sprach zu Barak: Auf, das ist der Tag, da dir der Herr 
Sissera hat in deine Hand gegeben; denn der Herr wird vor dir 
herausziehen. Also zog Barak von dem Berge Thabor herab, und die 
zehntausend Mann ihm nach.
15. Aber der Herr erschreckte den Sissera samt allen seinen Wagen und 
ganzem Heer vor der Schrfe des Schwerts Baraks da Sissera von seinem 
Wagen sprang und floh zu Fu.
16. Barak aber jagte nach den Wagen und dem Heer bis gen Haroseth der 
Heiden. Und alles Heer Sisseras fiel vor der Schrfe des Schwerts, da 
nicht einer berblieb.
17. Sissera aber floh zu Fu in die Htte Jaels, des Weibes Hebers, des 
Keniters. Denn der Knig Jabin zu Hazor und das Haus Hebers, des Keniters, 
stunden miteinander im Frieden.
18. Jael aber ging heraus Sissera entgegen und sprach zu ihm: Weiche, mein 
Herr, weiche zu mir und frchte dich nicht! Und er wich zu ihr ein in ihre 
Htte; und sie deckte ihn zu mit einem Mantel.
19. Er aber sprach zu ihr: Lieber, gib mir ein wenig Wassers zu trinken, 
denn mich drstet. Da tat sie auf einen Milchtopf und gab ihm zu trinken 
und deckte ihn zu.
20. Und er sprach zu ihr: Tritt in der Htte Tr, und wenn jemand kommt 
und fragt, ob jemand hie sei, so sprich: Niemand.
21. Da nahm Jael, das Weib Hebers, einen Nagel von der Htte und einen 
Hammer in ihre Hand und ging leise zu ihm hinein und schlug ihm den Nagel 
durch seinen Schlaf, da er zur Erde sank. Er aber entschlummerte, ward 
ohnmchtig und starb.
22. Da aber Barak Sissera nachjagte, ging ihm Jael entgegen heraus und 
sprach zu ihm: Gehe her, ich will dir den Mann zeigen, den du suchest. Und 
da er zu ihr hinein kam, lag Sissera tot, und der Nagel stak in seinem 
Schlaf.
23. Also dmpfte Gott zu der Zeit Jabin, der Kanaaniter Knig, vor den 
Kindern Israel.
24. Und die Hand der Kinder Israel fuhr fort und ward stark wider Jabin, 
der Kanaaniter Knig, bis sie ihn ausrotteten.
Das Buch der Richter 5
1. Da sang Debora und Barak der Sohn Abinoams, zu der Zeit und sprachen:
2. Lobet den Herrn, da Israel wieder frei ist worden, und das Volk willig 
dazu gewesen ist.
3. Hret zu, ihr Knige, und merket auf ihr Frsten! Ich will, dem Herrn 
will ich singen, dem Herrn, dem Gott Israels, will ich spielen.
4. Herr, da du von Seir auszogest und einhergingest vom Felde Edoms, da 
erzitterte die Erde, der Himmel troff, und die Wolken troffen mit Wasser.
5. Die Berge ergossen sich vor dem Herrn, der Sinai vor dem Herrn, dem 
Gott Israels.
6. Zu den Zeiten Samgars, des Sohns Anaths, zu den Zeiten Jaels, waren 
vergangen die Wege; und die da auf Pfaden gehen sollten, die wandelten 
durch krumme Wege.
7. Es gebrach, an Bauern gebrach's in Israel, bis da ich, Debora, aufkam, 
bis ich aufkam, eine Mutter in Israel.
8. Ein Neues hat Gott erwhlet, er hat die Tore bestritten. Es war kein 
Schild noch Spie unter vierzigtausend in Israel zusehen.
9. Mein Herz ist wohl an den Regenten Israels, die freiwillig sind unter 
dem Volk. Lobet den Herrn,
10. die ihr auf schnen Eselinnen reitet, die ihr am Gericht sitzet und 
singet, die ihr auf dem Wege gehet.
11. Da die Schtzen schrieen zwischen den Schpfern, da sage man von der 
Gerechtigkeit des Herrn, von der Gerechtigkeit seiner Bauern in Israel; da 
zog des Herrn Volk herab zu den Toren.
12. Wohlauf, wohlauf, Debora, wohlauf, wohlauf, und singe ein Liedlein! 
Mache dich auf, Barak, und fange deine Fnger, du Sohn Abinoams!
13. Da herrschten die Verlassenen ber die mchtigen Leute; der Herr hat 
geherrschet durch mich ber die Gewaltigen.
14. Aus Ephraim war ihre Wurzel wider Amalek und nach dir, Benjamin, in 
deinem Volk. Von Machir sind Regenten kommen, und von Sebulon sind 
Regierer worden durch die Schreibfeder.
15. Und Frsten zu Isaschar waren mit Debora. Und Isaschar war wie Barak 
im Grunde, gesandt mit seinem Fuvolk. Ruben hielt hoch von ihm und 
sonderte sich von uns.
16. Warum bleibest du zwischen den Hrden, zu hren das Blken der Herde, 
und hltst gro von dir und sonderst dich von uns?
17. Gilead blieb jenseit des Jordans. Und warum wohnete Dan unter den 
Schiffen? Asser sa an der Anfurt des Meers und blieb in seinen 
zerrissenen Flecken.
18. Sebulons Volk aber wagte seine Seele in den Tod; Naphthali auch, in 
der Hhe des Feldes.
19. Die Knige kamen und stritten; da stritten die Knige der Kanaaniter 
zu Thaanach, am Wasser Megiddo; aber sie brachten keinen Gewinn davon.
20. Vom Himmel ward wider sie gestritten, die Sterne in ihren Luften 
stritten wider Sissera.
21. Der Bach Kison wlzte sie, der Bach Kedumim, der Bach Kison. Tritt, 
meine Seele, auf die Starken!
22. Da rasselten der Pferde Fe vor dem zagen ihrer mchtigen Reiter.
23. Fluchet der Stadt Meros, sprach der Engel des Herrn; fluchet ihren 
Brgern, da sie nicht kamen dem Herrn zu Hilfe, zu Hilfe dem Herrn zu den 
Helden!
24. Gesegnet sei unter den Weibern Jael, das Weib Hebers, des Keniters; 
gesegnet sei sie in der Htte unter den Weibern.
25. Milch gab sie, da er Wasser forderte, und Butter brachte sie dar in 
einer herrlichen Schale.
26. Sie griff mit ihrer Hand den Nagel und mit ihrer Rechten den 
Schmiedehammer; und schlug Sissera durch sein Haupt und zerquetschte und 
durchbohrte seinen Schlaf.
27. Zu ihren Fen krmmete er sich, fiel nieder und legte sich; er 
krmmete sich, fiel nieder zu ihren Fen; wie er sich krmmete, so lag er 
verderbet.
28. Die Mutter Sisseras sah zum Fenster aus und heulete durchs Gitter: 
Warum verzeucht sein Wagen, da er nicht kommt? Wie bleiben die Rder 
seiner Wagen so dahinten?
29. Die weisesten unter seinen Frauen antworteten, da sie ihre Klageworte 
immer wiederholte:
30. Sollen sie denn nicht finden und austeilen den Raub, einem jeglichen 
Mann eine Metze oder zwo zur Ausbeute, und Sissera bunte gestickte Kleider 
zur Ausbeute, gestickte bunte Kleider um den Hals zur Ausbeute?
31. Also mssen umkommen, Herr, alle deine Feinde! Die ihn aber liebhaben, 
mssen sein, wie die Sonne aufgehet in ihrer Macht! Und das Land war 
stille vierzig Jahre.
Das Buch der Richter 6
1. Und da die Kinder Israel bels taten vor dem Herrn, gab sie der Herr 
unter die Hand der Midianiter sieben Jahre.
2. Und da der Midianiter Hand zu stark ward ber Israel, machten die 
Kinder Israel fr sich Klfte in den Gebirgen und Hhlen und Festungen.
3. Und wenn Israel etwas sete, so kamen die Midianiter und Amalekiter und 
die aus dem Morgenlande herauf ber sie;
4. und lagerten sich wider sie und verderbeten das Gewchs auf dem Lande 
bis hinan gen Gaza; und lieen nichts briges von Nahrung in Israel, weder 
Schaf noch Ochsen noch Esel.
5. Denn sie kamen herauf mit ihrem Vieh und Htten, wie eine groe Menge 
Heuschrecken, da weder sie noch ihre Kamele zu zhlen waren; und fielen 
ins Land, da sie es verderbeten.
6. Also ward Israel sehr geringe vor den Midianitern. Da schrieen die 
Kinder Israel zu dem Herrn.
7. Als sie aber zu dem Herrn schrieen um der Midianiter willen,
8. sandte der Herr einen Propheten zu ihnen, der sprach zu ihnen: So 
spricht der Herr, der Gott Israels: Ich habe euch aus gypten gefhret und 
aus dem Diensthause gebracht;
9. und habe euch errettet von der gypter Hand und von aller Hand, die 
euch drngeten, und habe sie vor euch ausgestoen und ihr Land euch 
gegeben;.
10. und sprach zu euch: Ich bin der Herr, euer Gott; nicht der Amoriter 
Gtter, in welcher Lande ihr wohnet. Und ihr habt meiner Stimme nicht 
gehorchet:
11. Und ein Engel des Herrn kam und setzte sich unter eine Eiche zu Ophra, 
die war Joas, des Vaters der Esriter, und sein Sohn Gideon drosch Weizen 
an der Kelter, da er flhe vor den Midianitern.
12. Da erschien ihm der Engel des Herrn und sprach zu ihm: Der Herr mit 
dir, du streitbarer Held!
13. Gideon aber sprach zu ihm: Mein Herr, ist der Herr mit uns, warum ist 
uns denn solches alles widerfahren? Und wo sind alle seine Wunder, die uns 
unsere Vter erzhleten und sprachen: Der Herr hat uns aus gypten 
gefhret? Nun aber hat uns der Herr verlassen und unter der Midianiter 
Hnde gegeben.
14. Der Herr aber wandte sich zu ihm und sprach: Gehe hin in dieser deiner 
Kraft; du sollst Israel erlsen aus der Midianiter Hnden. Siehe, ich habe 
dich gesandt.
15. Er aber sprach zu ihm: Mein Herr, womit soll ich Israel erlsen? 
Siehe, meine Freundschaft ist die geringste in Manasse und ich bin der 
Kleinste in meines Vaters Hause.
16. Der Herr aber sprach zu ihm: Ich will mit dir sein, da du die 
Midianiter schlagen sollst wie einen einzelnen Mann.
17. Er aber sprach zu ihm: Lieber, habe ich Gnade vor dir funden, so mache 
mir ein Zeichen, da du es seiest, der mit mir redet.
18. Weiche nicht, bis ich zu dir komme und bringe mein Speisopfer, das ich 
vor dir lasse. Er sprach: Ich will bleiben, bis da du wiederkommest;
19. Und Gideon kam und schlachtete ein Ziegenbcklein; und nahm ein Epha 
ungesuerten Mehls und legte Fleisch in einen Korb und tat die Brhe in 
einen Topf; und brachte es zu ihm heraus unter die Eiche und trat herzu.
20. Aber der Engel Gottes sprach zu ihm: Nimm das Fleisch und das 
Ungesuerte und la es auf dem Fels, der hie ist, und geu die Brhe aus. 
Und er tat also.
21. Da reckte der Engel des Herrn den Stecken aus, den er in der Hand 
hatte, und rhrete mit der Spitze das Fleisch und das ungesuerte Mehl an. 
Und das Feuer fuhr aus dem Fels und verzehrete das Fleisch und das 
ungesuerte Mehl. Und der Engel des Herrn verschwand aus seinen Augen.
22. Da nun Gideon sah, da es ein Engel des Herrn war, sprach er: O Herr, 
Herr, habe ich also einen Engel des Herrn von Angesicht gesehen?
23. Aber der Herr sprach zu ihm: Friede sei mit dir! Frchte dich nicht; 
du wirst nicht sterben.
24. Da bauete Gideon daselbst dem Herrn einen Altar; und hie ihn: Der 
Herr des Friedens. Der stehet noch bis auf den heutigen Tag zu Ophra, des 
Vaters der Esriter.
25. Und in derselben Nacht sprach der Herr zu ihm: Nimm einen Farren unter 
den Ochsen, die deines Vaters sind, und einen andern Farren, der 
siebenjhrig ist, und zerbrich den Altar Baals, der deines Vaters ist, und 
haue ab den Hain, der dabei stehet;
26. und baue dem Herrn, deinem Gott, oben auf der Hhe dieses Felsen einen 
Altar und rste ihn zu; und nimm den andern Farren und opfre ein 
Brandopfer mit dem Holz des Hains, den du abgehauen hast.
27. Da nahm Gideon zehn Mnner aus seinen Knechten und tat, wie ihm der 
Herr gesagt hatte. Aber er frchtete sich, solches zu tun des Tages vor 
seines Vaters Haus und den Leuten in der Stadt, und tat es bei der Nacht.
28. Da nun die Leute in der Stadt des Morgens frhe aufstunden, siehe; da 
war der Altar Baals zerbrochen, und der Hain dabei abgehauen; und der 
andere Farre, ein Brandopfer auf dem Altar, der gebauet war.
29. Und einer sprach zu dem andern: Wer hat das getan? Und da sie suchten 
und nachfragten, ward gesagt: Gideon, der Sohn Joas, hat das getan.
30. Da sprachen die Leute der Stadt zu Joas: Gib deinen Sohn heraus! Er 
mu sterben, da er den Altar Baals zerbrochen und den Hain dabei 
abgehauen hat.
31. Joas aber sprach zu allen, die bei ihm stunden: Wollt ihr um Baal 
hadern? Wollt ihr ihm helfen? Wer um ihn hadert, der soll dieses Morgens 
sterben. Ist er Gott, so rechte er um sich selbst, da sein Altar 
zerbrochen ist.
32. Von dem Tage an hie man ihn Jerubbaal und sprach: Baal rechte um sich 
selbst, da sein Altar zerbrochen ist!
33. Da nun alle Midianiter und Amalekiter und die aus dem Morgenlande sich 
zu Haufe versammelt hatten und zogen her durch und lagerten sich im Grunde 
Jesreel,
34. zog der Geist des Herrn Gideon an; und er lie die Posaunen blasen und 
rief Abieser, da sie ihm folgeten.
35. Und sandte Botschaft in ganz Manasse und rief ihn an, da sie ihm auch 
nachfolgeten. Er sandte auch Botschaft zu Asser und Sebulon und Naphthali; 
die kamen herauf ihm entgegen.
36. Und Gideon sprach zu Gott: Willst du Israel durch meine Hand erlsen, 
wie du geredet hast,
37. so will ich ein Fell mit der Wolle auf die Tenne legen. Wird der Tau 
auf dem Fell allein sein und auf der ganzen Erde trocken, so will ich 
merken, da du Israel erlsen wirst durch meine Hand, wie du geredet hast.
38. Und es geschah also. Und da er des andern Morgens frh aufstund, 
drckte er den Tau aus von dem Fell und fllete eine Schale voll des 
Wassers.
39. Und Gideon sprach zu Gott: Dein Zorn ergrimme nicht wider mich, da 
ich noch einmal rede. Ich will's nur noch einmal versuchen mit dem Fell. 
Es sei allein auf dem Fell trocken und Tau auf der ganzen Erde.
40. Und Gott tat also dieselbe Nacht, da trocken war allein auf dem Fell 
und Tau auf der ganzen Erde.
Das Buch der Richter 7
1. Da machte sich Jerubbaal, das ist, Gideon, frhe auf, und alles Volk, 
das mit ihm war, und lagerten sich an den Brunnen Harod, da er das Heer 
der Midianiter hatte gegen Mitternacht, hinter den Hgeln der Warte im 
Grunde.
2. Der Herr aber sprach zu Gideon: Des Volks ist zu viel, das mit dir ist, 
da ich sollte Midian in ihre Hnde geben; Israel mchte sich rhmen wider 
mich und sagen: Meine Hand hat mich erlset.
3. So la nun ausschreien vor den Ohren des Volks und sagen: Wer blde und 
verzagt ist, der kehre um und hebe bald sich vom Gebirge Gilead. Da 
kehrete des Volks um zweiundzwanzigtausend, da nur zehntausend 
berblieben.
4. Und der Herr sprach zu Gideon: Des Volks ist noch zu viel. Fhre sie 
hinab ans Wasser, daselbst will ich sie dir prfen; und von welchem ich 
dir sagen werde, da er mit dir ziehen soll, der soll mit dir ziehen; von 
welchem aber ich sagen werde, da er nicht mit dir ziehen soll, der soll 
nicht ziehen.
5. Und er fhrete das Volk hinab ans Wasser. Und der Herr sprach zu 
Gideon: Welcher mit seiner Zunge des Wassers lecket, wie ein Hund lecket, 
den stelle besonders; desselbengleichen, welcher auf seine Kniee fllt zu 
trinken.
6. Da war die Zahl derer, die geleckt hatten aus der Hand zum Munde, 
dreihundert Mann; das andere Volk alles hatte knieend getrunken.
7. Und der Herr sprach zu Gideon: Durch die dreihundert Mann, die geleckt 
haben, will ich euch erlsen und die Midianiter in deine Hnde geben; aber 
das andere Volk la alles gehen an seinen Ort.
8. Und sie nahmen Ftterung fr das Volk mit sich und ihre Posaunen. Aber 
die andern Israeliten lie er alle gehen, einen jeglichen in seine Htte; 
er aber strkte sich mit dreihundert Mann. Und das Heer der Midianiter lag 
unten vor ihm im Grunde.
9. Und der Herr sprach in derselben Nacht zu ihm: Stehe auf und gehe hinab 
zum Lager; denn ich habe es in deine Hnde gegeben.
10. Frchtest du dich aber hinabzugehen, so la deinen Knaben Pura mit dir 
hinabgehen zum Lager,
11. da du hrest, was sie reden. Danach sollst du mit der Macht 
hinabziehen zum Lager. Da ging Gideon mit seinem Knaben Pura hinab an den 
Ort der Schildwchter, die im Lager waren.
12. Und die Midianiter und Amalekiter und alle aus dem Morgenlande hatten 
sich niedergelegt im Grunde wie eine Menge Heuschrecken; und ihre Kamele 
waren nicht zu zhlen vor der Menge, wie der Sand am Ufer des Meers.
13. Da nun Gideon kam, siehe, da er zhlete einer einem andern einen Traum 
und sprach: Siehe, mir hat getrumet, mich deuchte, ein gerstet 
Gerstenbrot wlzte sich zum Heer der Midianiter, und da es kam an die 
Gezelte, schlug es dieselbigen und warf sie nieder und kehrete sie um, das 
Oberste zu unterst, da das Gezelt lag.
14. Da antwortete der andere: Das ist nichts anderes denn das Schwert 
Gideons, des Sohns Joas, des Israeliten. Gott hat die Midianiter in seine 
Hnde gegeben mit dem ganzen Heer.
15. Da Gideon den hrete solchen Traum erzhlen und seine Auslegung, 
betete er an und kam wieder ins Heer Israel und sprach: Machet euch auf, 
denn der Herr hat das Heer der Midianiter in eure Hnde gegeben.
16. Und er teilete die dreihundert Mann in drei Haufen und gab einem 
jeglichen eine Posaune in seine Hand und ledige Krge und Fackeln drinnen.
17. Und sprach zu ihnen: Sehet auf mich und tut auch also; und siehe, wenn 
ich an den Ort des Heers komme: wie ich tue, so tut ihr auch.
18. Wenn ich die Posaune blase und alle, die mit mir sind, so sollt ihr 
auch die Posaunen blasen ums ganze Heer und sprechen: Hie Herr und Gideon!
19. Also kam Gideon und hundert Mann mit ihm an den Ort des Heers, an die 
ersten Wchter, die da verordnet waren, und weckten sie auf und bliesen 
mit Posaunen und zerschlugen die Krge in ihren Hnden.
20. Also bliesen alle drei Haufen mit Posaunen und zerbrachen die Krge. 
Sie hielten aber die Fackeln in ihrer linken Hand und die Posaunen in 
ihrer rechten Hand, da sie bliesen und riefen: Hie Schwert des Herrn und 
Gideon!
21. Und ein jeglicher stund auf seinem Ort um das Heer her. Da ward das 
ganze Heer laufend, und schrieen und flohen.
22. Und indem die dreihundert Mann bliesen die Posaunen, schaffte der 
Herr, da im ganzen Heer eines jeglichen Schwert wider den andern war. Und 
das Heer floh bis gen Beth-Sitta Zereratha, bis an die Grenze der Breite 
Mehola bei Tabath.
23. Und die Mnner Israels von Naphthali, von Asser und vom ganzen Manasse 
schrieen und jagten den Midianitern nach.
24. Und Gideon sandte Botschaft auf das ganze Gebirge Ephraim und lie 
sagen: Kommt herab, den Midianitern entgegen, und verlaufet ihnen das 
Wasser bis gen Beth-Bara und den Jordan! Da schrieen alle, die von Ephraim 
waren, und verliefen ihnen das Wasser bis gen Beth-Bara und den Jordan.
25. Und fingen zween Frsten der Midianiter, Oreb und Seeb; und erwrgeten 
Oreb auf dem Fels Oreb und Seeb in der Kelter Seeb; und jagten die 
Midianiter und brachten die Hupter Orebs und Seebs zu Gideon ber den 
Jordan.
Das Buch der Richter 8
1. Und die Mnner von Ephraim sprachen zu ihm: Warum hast du uns das 
getan, da du uns nicht riefest, da du in Streit zogest wider die 
Midianiter? Und zankten sich mit ihm heftiglich.
2. Er aber sprach zu ihnen: Was habe ich jetzt getan, das eurer Tat gleich 
sei? Ist nicht eine Rebe Ephraims besser denn die ganze Weinernte Abiesers?
3. Gott hat die Frsten der Midianiter, Oreb und Seeb, in eure Hnde 
gegeben. Wie htte ich knnen das tun, das ihr getan habt? Da er solches 
redete, lie ihr Zorn von ihm ab.
4. Da nun Gideon an den Jordan kam, ging er hinber mit den dreihundert 
Mann, die bei ihm waren; und waren mde und jagten nach.
5. Und er sprach zu den Leuten zu Suchoth: Lieber, gebet dem Volk, das 
unter mir ist, etliche Brote; denn sie sind mde, da ich nachjage den 
Knigen der Midianiter, Sebah und Zalmuna.
6. Aber die Obersten zu Suchoth sprachen: Sind die Fuste Sebahs und 
Zalmunas schon in deinen Hnden, da wir deinem Heer sollen Brot geben?
7. Gideon sprach: Wohlan, wenn der Herr Sebah und Zalmuna in meine Hand 
gibt, will ich euer Fleisch mit Dornen aus der Wste und mit Hecken 
zerdreschen.
8. Und er zog von dannen hinauf gen Pnuel und redete auch also zu ihnen. 
Und die Leute zu Pnuel antworteten ihm gleichwie die zu Suchoth.
9. Und er sprach auch zu den Leuten zu Pnuel: Komme ich mit Frieden 
wieder, so will ich diesen Turm zerbrechen.
10. Sebah aber und Zalmuna waren zu Karkor, und ihr Heer mit ihnen, bei 
fnf zehntausend, die alle berblieben waren vom ganzen Heer derer aus 
Morgenland. Denn hundertundzwanzigtausend waren gefallen, die das Schwert 
ausziehen konnten.
11. Und Gideon zog hinauf auf der Strae, da man in Htten wohnet, gegen 
Morgen, gen Nobah und Jagbeha, und schlug das Heer, denn das Heer war 
sicher.
12. Und Sebah und Zalmuna flohen; aber er jagte ihnen nach und fing die 
zween Knige der Midianiter, Sebah und Zalmuna, und zerschreckte das ganze 
Heer.
13. Da nun Gideon, der Sohn Joas, wiederkam vom Streit, ehe die Sonne 
heraufkommen war,
14. fing er einen Knaben aus den Leuten zu Suchoth und fragte ihn; der 
schrieb ihm auf die Obersten zu Suchoth und ihrer ltesten, 
siebenundsiebenzig Mann.
15. Und er kam zu den Leuten zu Suchoth und sprach: Siehe, hie ist Sebah 
und Zalmuna, ber welchen ihr mich spottetet und sprachet: Ist denn Sebahs 
und Zalmunas Faust schon in deinen Hnden, da wir deinen Leuten, die mde 
sind, Brot geben sollen?
16. Und er nahm die ltesten der Stadt und Domen aus der Wste und Hecken 
und lie es die Leute zu Suchoth fhlen.
17. Und den Turm Pnuel zerbrach er und erwrgete die Leute der Stadt
18. Und er sprach zu Sebah und Zalmuna: Wie waren die Mnner, die ihr 
erwrgetet zu Thabor? Sie sprachen: Sie waren wie du, und ein jeglicher 
schn wie eines Knigs Kinder.
19. Er aber sprach: Es sind meine Brder, meiner Mutter Shne, gewesen. So 
wahr der Herr lebet, wo ihr sie httet leben lassen, wollte ich euch nicht 
erwrgen.
20. Und sprach zu seinem erstgebornen Sohn Jether: Stehe auf und erwrge 
sie! Aber der Knabe zog sein Schwert nicht aus; denn er frchtete sich, 
weil er noch ein Knabe war.
21. Sebah aber und Zalmuna sprachen: Stehe du auf und mache dich an uns; 
denn danach der Mann ist, ist auch seine Kraft. Also stund Gideon auf und 
erwrgete Sebah und Zalmuna; und nahm die Spangen, die an ihrer Kamele 
Hlsen waren.
22. Da sprachen zu Gideon etliche in Israel: Sei Herr ber uns, du und 
dein Sohn und deines Sohns Sohn, weil du uns von der Midianiter Hand 
erlset hast.
23. Aber Gideon sprach zu ihnen: Ich will nicht Herr sein ber euch, und 
mein Sohn soll auch nicht Herr ber euch sein, sondern der Herr soll Herr 
ber euch sein.
24. Gideon aber sprach zu ihnen: Eins begehre ich von euch: ein jeglicher 
gebe mir die Stirnbnder, die er geraubet hat; denn weil es Ismaeliter 
waren, hatten sie gldene Stirnbnder.
25. Sie sprachen: Die wollen wir geben. Und breiteten ein Kleid aus, und 
ein jeglicher warf die Stirnbnder drauf, die er geraubet hatte.
26. Und die gldenen Stirnbnder, die er forderte, machten am Gewicht 
tausend siebenhundert Sekel Goldes, ohne die Spangen und Ketten und 
scharlakenen Kleider, die der Midianiter Knige tragen, und ohne die 
Halsbnder ihrer Kamele.
27. Und Gideon machte einen Leibrock draus und setzte es in seine Stadt zu 
Ophra. Und ganz Israel verhurete sich daran daselbst, und geriet Gideon 
und seinem Hause zum rgernis.
28. Also wurden die Midianiter gedemtiget vor den Kindern Israel und 
buben ihren Kopf nicht mehr empor. Und das Land war stille vierzig Jahre, 
solange Gideon lebte.
29. Und Jerubbaal, der Sohn Joas, ging hin und wohnete in seinem Hause.
30. Und Gideon hatte siebenzig Shne, die aus seiner Hfte kommen waren; 
denn er hatte viele Weiber.
31. Und sein Kebsweib, das er zu Sichem hatte, gebar ihm auch einen Sohn; 
den nannte er Abimelech.
32. Und Gideon, der Sohn Joas, starb in gutem Alter und ward begraben in 
seines Vaters Joas Grab zu Ophra, des Vaters der Esriter.
33. Da aber Gideon gestorben war, kehrten sich die Kinder Israel um und 
hureten den Baalim nach und machten ihnen Baal-Berith zum Gott.
34. Und die Kinder Israel gedachten nicht an den Herrn, ihren Gott, der 
sie errettet hatte von der Hand aller ihrer Feinde umher.
35. Und taten nicht Barmherzigkeit an dem Hause Jerubbaal-Gideon, wie er 
alles Gute an Israel getan hatte.
Das Buch der Richter 9
1. Abimelech aber, der Sohn Jerubbaals, ging hin gen Sichem zu den Brdern 
seiner Mutter und redete mit ihnen und mit dem ganzen Geschlecht des 
Hauses seiner Mutter Vaters und sprach:
2. Lieber, redet vor den Ohren aller Mnner zu Sichem: Was ist euch 
besser, da siebenzig Mnner, alle Kinder Jerubbaals, ber euch Herren 
seien, oder da ein Mann ber euch Herr sei? Gedenket auch dabei, da ich 
euer Gebein und Fleisch bin.
3. Da redeten die Brder seiner Mutter von ihm alle diese Worte vor den 
Ohren aller Mnner zu Sichern; und ihr Herz neigte sich Abimelech nach, 
denn sie gedachten: Er ist unser Bruder.
4. Und gaben ihm siebenzig Silberlinge aus dem Hause Baal-Beriths. Und 
Abimelech dingete damit lose, leichtfertige Mnner, die ihm nachfolgeten.
5. Und er kam in seines Vaters Haus gen Ophra und erwrgete seine Brder, 
die Kinder Jerubbaals, siebenzig Mann, auf einem Stein. Es blieb aber ber 
Jotham, der jngste Sohn Jerubbaals; denn er ward versteckt.
6. Und es versammelten sich alle Mnner von Sichern und das ganze Haus 
Millo, gingen hin und machten Abimelech zum Knige bei der hohen Eiche, 
die zu Sichem stehet.
7. Da das angesagt ward dem Jotham, ging er hin und trat auf die Hhe des 
Berges Grisim und hub auf seine Stimme, rief und sprach zu ihnen: Hret 
mich, ihr Mnner zu Sichem, da euch Gott auch hre!
8. Die Bume gingen hin, da sie einen Knig ber sich salbeten, und 
sprachen zum lbaum: Sei unser Knig!
9. Aber der lbaum antwortete ihnen: Soll ich meine Fettigkeit lassen, die 
beide, Gtter und Menschen, an mir preisen, und hingehen, da ich schwebe 
ber die Bume?
10. Da sprachen die Bume zum Feigenbaum: Komm du und sei unser Knig!
11. Aber der Feigenbaum sprach zu ihnen: Soll ich meine Sigkeit und 
meine gute Frucht lassen und hingehen, da ich ber den Bumen schwebe?
12. Da sprachen die Bume zum Weinstock: Komm du und sei unser Knig!
13. Aber der Weinstock sprach zu ihnen: Soll ich meinen Most lassen, der 
Gtter und Menschen frhlich macht, und hingehen, da ich ber den Bumen 
schwebe?
14. Da sprachen alle Bume zum Dornbusch: Komm du und sei unser Knig!
15. Und der Dornbusch sprach zu den Bumen: Ist's wahr, da ihr mich zum 
Knige salbet ber euch, so kommt und vertrauet euch unter meinen 
Schatten; wo nicht, so gehe Feuer aus dem Dornbusch und verzehre die 
Zedern Libanons.
16. Habt ihr nun recht und redlich getan, da ihr Abimelech zum Knige 
gemacht habt? Und habt ihr wohlgetan an Jerubbaal und an seinem Hause und 
habt ihm getan, wie er um euch verdienet hat,
17. da mein Vater um euretwillen gestritten hat und seine Seele 
dahingeworfen von sich, da er euch errettete von der Midianiter Hand?
18. Und ihr lehnet euch auf heute wider meines Vaters Haus und erwrget 
seine Kinder, siebenzig Mann, auf einem Stein; und machet euch einen 
Knig, Abimelech, seiner Magd Sohn, ber die Mnner zu Sichem, weil er 
euer Bruder ist.
19. Habt ihr nun recht und redlich gehandelt an Jerubbaal und an seinem 
Hause an diesem Tage, so seid frhlich ber dem Abimelech, und er sei 
frhlich ber euch.
20. Wo nicht, so gehe Feuer aus von Abimelech und verzehre die Mnner zu 
Sichern und das Haus Millo; und gehe auch Feuer aus von den Mnnern zu 
Sichern und vom Hause Millo und verzehre Abimelech.
21. Und Jotham floh und entwich; und ging gen Br und wohnte daselbst vor 
seinem Bruder Abimelech.
22. Als nun Abimelech drei Jahre ber Israel geherrschet hatte,
23. sandte Gott einen bsen Willen zwischen Abimelech und den Mnnern zu 
Sichem. Denn die Mnner zu Sichern versprachen Abimelech;
24. und zogen an den Frevel, an den siebenzig Shnen Jerubbaals begangen, 
und legten derselben Blut auf Abimelech, ihren Bruder, der sie erwrget 
hatte, und auf die Mnner zu Sichern, die ihm seine Hand dazu gestrket 
hatten, da er seine Brder erwrgete.
25. Und die Mnner zu Sichern bestelleten einen Hinterhalt auf den Spitzen 
der Berge und raubten alle, die auf der Strae zu ihnen wandelten. Und es 
ward Abimelech angesagt.
26. Es kam aber Gaal, der Sohn Ebeds, und seine Brder und gingen zu 
Sichern ein. Und die Mnner zu Sichem verlieen sich auf ihn;
27. und zogen heraus aufs Feld und lasen ab ihre Weinberge und kelterten; 
und machten einen Tanz und gingen in ihres Gottes Haus und aen und 
tranken und fluchten dem Abimelech.
28. Und Gaal, der Sohn Ebeds, sprach: Wer ist Abimelech? und was ist 
Sichern, da wir ihm dienen sollten? Ist er nicht Jerubbaals Sohn und hat 
Sebul, seinen Knecht, hergesetzt ber die Leute He mors, des Vaters 
Sichems? Warum sollten wir ihm dienen?
29. Wollte Gott, das Volk wre unter meiner Hand, da ich den Abimelech 
vertriebe! Und es ward Abimelech gesagt: Mehre dein Heer und zeuch aus!
30. Denn Sebul, der Oberste in der Stadt, da er die Worte Gaals, des Sohns 
Ebeds, hrete, ergrimmete er in seinem Zorn
31. und sandte Botschaft zu Abimelech heimlich und lie ihm sagen: Siehe, 
Gaal, der Sohn Ebeds, und seine Brder sind gen Sichem kommen und machen 
dir die Stadt widerwrtig.
32. So mache dich nun auf bei der Nacht, du und dein Volk, das bei dir 
ist, und mache einen Hinterhalt auf sie im Felde.
33. Und des Morgens, wenn die Sonne aufgehet, so mache dich frhe auf und 
berfalle die Stadt. Und wo er und das Volk, das bei ihm ist, zu dir 
hinauszeucht, so tue mit ihm, wie es deine Hand findet.
34. Abimelech stund auf bei der Nacht und alles Volk, das bei ihm war, und 
hielt auf Sichern mit vier Haufen.
35. Und Gaal, der Sohn Ebeds, zog heraus und trat vor die Tr an der Stadt 
Tor. Aber Abimelech machte sich auf aus dem Hinterhalt samt dem Volk, das 
mit ihm war.
36. Da nun Gaal das Volk sah, sprach er zu Sebul: Siehe, da kommt ein Volk 
von der Hhe des Gebirges hernieder. Sebul aber sprach zu ihm: Du siehest 
die Schatten der Berge fr Leute an.
37. Gaal redete noch mehr und sprach: Siehe, ein Volk kommt hernieder aus 
dem Mittel des Landes, und ein Haufe kommt auf dem Wege zur Zaubereiche.
38. Da sprach Sebul zu ihm: Wo ist nun hie dein Maul, das da sagte: Wer 
ist Abimelech, da wir ihm dienen sollten? Ist das nicht das Volk, das du 
verachtet hast? Zeuch nun aus und streite mit ihm!
39. Gaal zog aus vor den Mnnern zu Sichem her und stritt mit Abimelech.
40. Aber Abimelech jagte ihn, da er floh vor ihm; und fielen viele 
Erschlagene bis an die Tr des Tors.
41. Und Abimelech blieb zu Aruma. Sebul aber verjagte den Gaal und seine 
Brder, da sie zu Sichern nicht muten bleiben.
42. Auf den Morgen aber ging das Volk heraus aufs Feld. Da das Abimelech 
ward angesagt,
43. nahm er das Volk und teilete es in drei Haufen und machte einen 
Hinterhalt auf sie im Felde. Als er nun sah, da das Volk aus der Stadt 
ging, erhub er sich ber sie und schlug sie.
44. Abimelech aber und die Haufen, die bei ihm waren, berfielen sie und 
traten an die Tr der Stadt Tor; und zween der Haufen berfielen alle, die 
auf dem Felde waren, und schlugen sie.
45. Da stritt Abimelech wider die Stadt denselben ganzen Tag und gewann 
sie; und erwrgete das Volk, das drinnen war, und zerbrach die Stadt und 
sete Salz drauf.
46. Da das hreten alle Mnner des Turms zu Sichem, gingen sie in die 
Festung des Hauses des Gottes Berith.
47. Da das Abimelech hrete, da sich alle Mnner des Turms zu Sichern 
versammelt hatten,
48. ging er auf den Berg Zalmon mit all seinem Volk, das bei ihm war, und 
nahm eine Axt in seine Hand und hieb einen Ast von Bumen und hub ihn auf 
und legte ihn auf seine Achsel und sprach zu allem Volk, das mit ihm war: 
Was ihr gesehen habt, da ich tue, das tut auch ihr eilend, wie ich.
49. Da hieb alles Volk ein jeglicher einen Ast ab und folgten Abimelech 
nach; und legten sie an die Festung und steckten sie mit Feuer an, da 
auch alle Mnner des Turms zu Sichem starben, bei tausend Mann und Weib.
50. Abimelech aber zog gen Thebez und belegte sie und gewann sie.
51. Es war aber ein starker Turm mitten in der Stadt, auf welchen flohen 
alle Mnner und Weiber und alle Brger der Stadt; und schlossen hinter 
sich zu und stiegen auf das Dach des Turms.
52. Da kam Abimelech zum Turm und stritt dawider; und nahete sich zur Tr 
des Turms, da er ihn mit Feuer verbrennete.
53. Aber ein Weib warf ein Stck von einem Mhlstein Abimelech auf den 
Kopf und zerbrach ihm den Schdel.
54. Da rief Abimelech eilend dem Knaben, der seine Waffen trug, und sprach 
zu ihm: Zeuch dein Schwert aus und tte mich, da man nicht von mir sage: 
Ein Weib hat ihn erwrget. Da durchstach ihn sein Knabe, und er starb.
55. Da aber die Israeliten, die mit ihm waren, sahen, da Abimelech tot 
war, ging ein jeglicher an seinen Ort.
56. Also bezahlte Gott Abimelech das bel, das er an seinem Vater getan 
hatte, da er seine siebenzig Brder erwrgete.
57. Desselbengleichen alles bel der Mnner Sichems vergalt ihnen Gott auf 
ihren Kopf, und kam ber sie der Fluch Jothams, des Sohns Jerubbaals.
Das Buch der Richter 10
1. Nach Abimelech machte sich auf zu helfen Israel Thola, ein Mann von 
Isaschar, ein Sohn Puas, des Sohns Dodos. Und er wohnete zu Samir auf dem 
Gebirge Ephraim.
2. Und richtete Israel dreiundzwanzig Jahre; und starb und ward begraben 
zu Samir.
3. Nach ihm machte sich auf Jair, ein Gileaditer, und richtete Israel 
zweiundzwanzig Jahre.
4. Und hatte dreiig Shne auf dreiig Eselsfllen reiten; und hatte 
dreiig Stdte, die heien Drfer Jairs bis auf diesen Tag und liegen in 
Gilead.
5. Und Jair starb und ward begraben zu Kamon.
6. Aber die Kinder Israel taten frder bel vor dem Herrn und dieneten 
Baalim und Astharoth und den Gttern zu Syrien und den Gttern zu Zidon 
und den Gttern Moabs und den Gttern der Kinder Ammon und den Gttern der 
Philister; und verlieen den Herrn und dieneten ihm nicht.
7. Da ergrimmete der Zorn des Herrn ber Israel und verkaufte sie unter 
die Hand der Philister und der Kinder Ammon.
8. Und sie zertreten und zerschlugen die Kinder Israel von dem Jahr an 
wohl achtzehn Jahre, nmlich alle Kinder Israel jenseit des Jordans, im 
Lande der Amoriter, das in Gilead liegt.
9. Dazu zogen die Kinder Ammon ber den Jordan und stritten wider Juda, 
Benjamin und wider das Haus Ephraim, also da Israel sehr gengstet ward.
10. Da schrieen die Kinder Israel zu dem Herrn und sprachen: Wir haben an 
dir gesndiget; denn wir haben unsern Gott verlassen und Baalim gedienet.
11. Aber der Herr sprach zu den Kindern Israel: Haben euch nicht auch 
gezwungen die gypter, die Amoriter, die Kinder Amman, die Philister,
12. die Zidonier, die Amalekiter und Maaniter; und ich half euch aus ihren 
Hnden, da ihr zu mir schrieet?
13. Noch habt ihr mich verlassen und andern Gttern gedienet; darum will 
ich euch nicht mehr helfen.
14. Gehet hin und schreiet die Gtter an, die ihr erwhlet habt; lasset 
euch dieselben helfen zur Zeit eurer Trbsal!
15. Aber die Kinder Israel sprachen zu dem Herrn: Wir haben gesndiget; 
mache es nur du mit uns, wie dir's gefllt; allein errette uns zu dieser 
Zeit!
16. Und sie taten von sich die fremden Gtter und dieneten dem Herrn. Und 
es jammerte ihn, da Israel so geplaget ward.
17. Und die Kinder Ammon schrieen und lagerten sich in Gilead; aber die 
Kinder Israel versammelten sich und lagerten sich zu Mizpa.
18. Und das Volk der Obersten zu Gilead sprachen untereinander: Welcher 
anfhet zu streiten wider die Kinder Ammon, der soll das Haupt sein ber 
alle, die in Gilead wohnen.
Das Buch der Richter 11
1. Jephthah, ein Gileaditer, war ein streitbarer Held, aber ein Hurenkind. 
Gilead aber hatte Jephthah gezeuget.
2. Da aber das Weib Gileads ihm Kinder gebar, und desselben Weibes Kinder 
gro wurden, stieen sie Jephthah aus und sprachen zu ihm: Du sollst nicht 
erben in unsers Vaters Hause, denn du bist eines andern Weibes Sohn.
3. Da floh er vor seinen Brdern und wohnete im Lande Tob. Und es 
sammelten sich zu ihm lose Leute und zogen aus mit ihm.
4. Und ber etliche Zeit hernach stritten die Kinder Amman mit Israel.
5. Da nun die Kinder Ammon also stritten mit Israel, gingen die ltesten 
von Gilead hin, da sie Jephthah holeten aus dem Lande Tob.
6. Und sprachen zu ihm: Komm und sei unser Hauptmann, da wir streiten 
wider die Kinder Ammon!
7. Aber Jephthah sprach zu den ltesten von Gilead: Seid ihr nicht, die 
mich hassen und aus meines Vaters Hause gestoen habt? Und nun kommt ihr 
zu mir, weil ihr in Trbsal seid?
8. Die ltesten von Gilead sprachen zu Jephthah: Darum kommen wir nun 
wieder zu dir, da du mit uns ziehest und helfest uns streiten wider die 
Kinder Amman und seiest unser Haupt ber alle, die in Gilead wohnen.
9. Jephthah sprach zu den ltesten von Gilead: So ihr mich wieder holet, 
zu streiten wider die Kinder Ammon, und der Herr sie vor mir geben wird, 
soll ich dann euer Haupt sein?
10. Die ltesten von Gilead sprachen zu Jephthah: Der Herr sei Zuhrer 
zwischen uns, wo wir nicht tun, wie du gesagt hast.
11. Also ging Jephthah mit den ltesten von Gilead: und das Volk setzte 
ihn zum Haupt und Obersten ber sich. Und Jephthah redete solches alles 
vor dem Herrn zu Mizpa.
12. Da sandte Jephthah Botschaft zum Knige der Kinder Amman und lie ihm 
sagen: Was hast du mit mir zu schaffen, da du kommest zu mir, wider mein 
Land zu streiten?
13. Der Knig der Kinder Ammon antwortete den Boten Jephthahs: Darum da 
Israel mein Land genommen hat, da sie aus gypten zogen, von Arnon an bis 
an Jabbok und bis an den Jordan. So gib mir's nun wieder mit Frieden!
14. Jephthah aber sandte noch mehr Boten zum Knige der Kinder Amman.
15. Die sprachen zu ihm: So spricht Jephthah: Israel hat kein Land 
genommen, weder den Moabitern noch den Kindern Ammon.
16. Denn da sie aus gypten zogen, wandelte Israel durch die Wste bis an 
das Schilfmeer und kam gen Kades;
17. und sandte Boten zum Knige der Edomiter und sprach: La mich durch 
dein Land ziehen! Aber der Edomiter Knig erhrete sie nicht. Auch sandten 
sie zum Knige der Moabiter, der Wollte auch nicht. Also blieb Israel in 
Kades
18. und wandelte in der Wste; und umzogen das Land der Edomiter und 
Moabiter und kamen von der Sonnen Aufgang an der Moabiter Land und 
lagerten sich jenseit des Arnon; und kamen nicht in die Grenze der 
Moabiter, denn Arnon ist der Moabiter Grenze.
19. Und Israel sandte Boten zu Sihon, der Amoriter Knig zu Hesbon, und 
lie ihm sagen: La uns durch dein Land ziehen bis an meinen Ort.
20. Aber Sihon vertrauete Israel nicht, durch seine Grenze zu ziehen, 
sondern versammelte all sein Volk und lagerte sich zu Jahza und stritt mit 
Israel.
21. Der Herr aber, der Gott Israels, gab den Sihon mit all seinem Volk in 
die Hnde Israels, da sie sie schlugen. Also nahm Israel ein alles Land 
der Amoriter, die in demselben Lande wohneten,
22. und nahmen alle Grenze der Amoriter ein von Arnon an bis an Jabbok und 
von der Wste an bis an den Jordan.
23. So hat nun der Herr, der Gott Israels die Amoriter vertrieben vor 
seinem Volk Israel; und du willst sie einnehmen?
24. Du solltest die einnehmen, die dein Gott Kamos vertriebe, und uns 
lassen einnehmen alle, die der Herr, unser Gott, vor uns vertrieben hat.
25. Meinest du, da du besser Recht habest denn Balak, der Sohn Zipors, 
der Moabiter Knig? Hat derselbe auch je gerechtet oder gestritten wider 
Israel,
26. obwohl Israel nun dreihundert Jahre gewohnet hat in Hesbon und ihren 
Tchtern, in Aroer und ihren Tchtern und allen Stdten, die am Arnan 
liegen? Warum errettetet ihr's nicht zu derselben Zeit?
27. Ich habe nichts an dir gesndiget; und du tust so bel an mir, da du 
wider mich streitest. Der Herr flle heute ein Urteil zwischen Israel und 
den Kindern Ammon.
28. Aber der Knig der Kinder Ammon erhrete die Rede Jephthahs nicht, die 
er zu ihm sandte.
29. Da kam der Geist des Herrn auf Jephthah; und zog durch Gilead und 
Manasse und durch Mizpe, das in Gilead liegt, und von Mizpe, das in Gilead 
liegt, auf die Kinder Amman.
30. Und Jephthah gelobte dem Herrn ein Gelbde und sprach: Gibst du die 
Kinder Amman in meine Hand,
31. was zu meiner Haustr heraus mir entgegengehet, wenn ich mit Frieden 
wiederkomme von den Kindern Ammon, das soll des Herrn sein, und will's zum 
Brandopfer opfern.
32. Also zog Jephthah auf die Kinder Amman, wider sie zu streiten. Und der 
Herr gab sie in seine Hnde.
33. Und er schlug sie von Aroer an, bis man kommt gen Minnit, zwanzig 
Stdte, und bis an den Plan der Weinberge, eine sehr groe Schlacht. Und 
wurden also die Kinder Ammon gedemtiget vor den Kindern Israel:
34. Da nun Jephthah kam gen Mizpa zu seinem Hause, siehe, da gehet seine 
Tochter heraus ihm entgegen mit Pauken und Reigen; und sie war ein einiges 
Kind, und er hatte sonst keinen Sohn noch Tochter.
35. Und da er sie sah, zerri er seine Kleider und sprach: Ach, meine 
Tochter, wie beugest du mich und betrbest mich! Denn ich habe meinen Mund 
aufgetan gegen dem Herrn und kann's nicht widerrufen.
36. Sie aber sprach: Mein Vater, hast du deinen Mund aufgetan gegen dem 
Herrn, so tue mir, wie es aus deinem Munde gegangen ist, nachdem der Herr 
dich gerochen hat an deinen Feinden, den Kindern Ammon.
37. Und sie sprach zu ihrem Vater: Du wollest mir das tun, da du mich 
lassest zween Monden, da ich von hinnen hinabgehe auf die Berge und meine 
Jungfrauschaft beweine mit meinen Gespielen.
38. Er sprach: Gehe hin! Und lie sie zween Monden gehen. Da ging sie hin 
mit ihren Gespielen und beweinete ihre Jungfrauschaft auf den Bergen.
39. Und nach zween Monden kam sie wieder zu ihrem Vater. Und er tat ihr, 
wie er gelobet hatte; und sie war nie keines Mannes schuldig worden. Und 
ward eine Gewohnheit in Israel,
40. da die Tchter Israel jhrlich hingehen, zu klagen die Tochter 
Jephthahs, des Gileaditers, des Jahrs vier Tage.
Das Buch der Richter 12
1. Und die von Ephraim schrieen und gingen zu mitternachtwrts und 
sprachen zu Jephthah: Warum bist du in den Streit gezogen wider die Kinder 
Ammon und hast uns nicht gerufen, da wir mit dir zgen? Wir wollen dein 
Haus samt dir mit Feuer verbrennen.
2. Jephthah sprach zu ihnen: Ich und mein Volk hatten eine, groe Sache 
mit den Kindern Ammon; und ich schrie euch an, aber ihr halfet mir nicht 
aus ihren Hnden.
3. Da ich nun sah, da ihr nicht helfen wolltet, stellete ich meine Seele 
in meine Hand und zog hin wider die Kinder Ammon, und der Herr gab sie in 
meine Hand. Warum kommt ihr nun zu mir herauf, wider mich zu streiten?
4. Und Jephthah sammelte alle Mnner in Gilead und stritt wider Ephraim. 
Und die Mnner in Gilead schlugen Ephraim, darum da sie sagten: Seid doch 
ihr Gileaditer unter Ephraim und Manasse als die Flchtigen zu Ephraim.
5. Und die Gileaditer nahmen ein die Furt des Jordans vor Ephraim. Wenn 
nun sprachen die Flchtigen Ephraims; La mich hinbergehen, so sprachen 
die Mnner von Gilead zu ihm: Bist du ein Ephraiter? Wenn er dann 
antwortete: Nein,
6. so hieen sie ihn sprechen: Schiboleth, so sprach er: Siboleth, und 
konnte es nicht recht reden. So griffen sie ihn und schlugen ihn an der 
Furt des Jordans, da zu der Zeit von Ephraim fielen zweiundvierzigtausend.
7. Jephthah aber richtete Israel sechs Jahre. Und Jephthah, der 
Gileaditer, starb und ward begraben in den Stdten zu Gilead.
8. Nach diesem richtete Israel Ebzan von Bethlehem.
9. Der hatte dreiig Shne, und dreiig Tchter setzte er aus und dreiig 
Tchter nahm er von auen seinen Shnen; und richtete Israel sieben Jahre.
10. Und starb und ward begraben zu Bethlehem.
11. Nach diesem richtete Israel Elon, ein Sebuloniter; und richtete Israel 
zehn Jahre.
12. Und starb und ward begraben zu Ajalon im Lande Sebulon.
13. Nach diesem richtete Israel Abdon, ein Sohn Hillels, ein Pireathoniter.
14. Der hatte vierzig Shne und dreiig Neffen, die auf siebenzig 
Eselsfllen ritten; und richtete Israel acht Jahre.
15. Und starb und ward begraben zu Pireathon im Lande Ephraim auf dem 
Gebirge der Amalekiter.
Das Buch der Richter 13
1. Und die Kinder Israel taten frder bel vor dem Herrn, und der Herr gab 
sie in die Hnde der Philister vierzig Jahre.
2. Es war aber ein Mann zu Zarea von einem Geschlecht der Daniter mit 
Namen Manoah; und sein Weib war unfruchtbar und gebar nichts.
3. Und der Engel des Herrn erschien dem Weibe und sprach zu ihr: Siehe, du 
bist unfruchtbar und gebierest nichts; aber du wirst schwanger werden und 
einen Sohn gebren.
4. So hte dich nun, da du nicht Wein noch stark Getrnke trinkest und 
nichts Unreines essest.
5. Denn du wirst schwanger werden und einen Sohn gebren, dem kein 
Schermesser soll aufs Haupt kommen. Denn der Knabe wird ein Verlobter 
Gottes sein von Mutterleibe; und er wird anfahen, Israel zu erlsen aus 
der Philister Hand.
6. Da kam das Weib und sagte es ihrem Manne an und sprach: Es kam ein Mann 
Gottes zu mir, und seine Gestalt war anzusehen wie ein Engel Gottes, fast 
erschrecklich, da ich ihn nicht fragte, woher oder wohin; und er sagte 
mir nicht, wie er hiee.
7. Er sprach aber zu mir: Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn 
gebren. So trinke nun keinen Wein noch stark Getrnke und i nichts 
Unreines; denn der Knabe soll ein Verlobter Gottes sein von Mutterleibe an 
bis in seinen Tod.
8. Da bat Manoah den Herrn und sprach: Ach, Herr, la den Mann Gottes 
wieder zu uns kommen, den du gesandt hast, da er uns lehre, was wir mit 
dem Knaben tun sollen, der geboren soll werden.
9. Und Gott erhrete die Stimme Manoahs; und der Engel Gottes kam wieder 
zum Weibe. Sie sa aber auf dem Felde, und ihr Mann Manoah war nicht bei 
ihr.
10. Da lief sie eilend und sagte es ihrem Manne an und sprach zu ihm: 
Siehe, der Mann ist mir erschienen, der heute zu mir kam.
11. Manoah machte sich auf und ging seinem Weibe nach; und kam zu dem 
Manne und sprach zu ihm: Bist du der Mann, der mit dem Weibe geredet hat? 
Er sprach: Ja.
12. Und Manoah sprach: Wenn nun kommen wird, das du geredet hast, welches 
soll des Knaben Weise und Werk sein?
13. Der Engel des Herrn sprach zu Manoah: Er soll sich hten vor allem, 
das ich dem Weibe gesagt habe.
14. Er soll nicht essen, das aus dem Weinstock kommt, und soll keinen Wein 
noch stark Getrnke trinken und nichts Unreines essen; alles, was ich ihr 
geboten habe, soll er halten.
15. Manoah sprach zum Engel des Herrn: Lieber, la dich halten, wir wollen 
dir ein Ziegenbcklein zurichten.
16. Aber der Engel des Herrn antwortete Manoah: Wenn du gleich mich hie 
hltst, esse ich doch deiner Speise nicht. Willst du aber dem Herrn ein 
Brandopfer tun, so magst du es opfern. Denn Manoah wute nicht, da es ein 
Engel des Herrn war.
17. Und Manoah sprach zum Engel des Herrn: Wie heiest du? da wir dich 
preisen, wenn nun kommt, was du geredet hast.
18. Aber der Engel des Herrn sprach zu ihm: Warum fragest du nach meinem 
Namen, der doch wundersam ist?
19. Da nahm Manoah ein Ziegenbcklein und Speisopfer und opferte es auf 
einem Fels dem Herrn. Und er machte es wunderbarlich. Manoah aber und sein 
Weib sahen zu.
20. Und da die Lohe auffuhr vom Altar gen Himmel, fuhr der Engel des Herrn 
in der Lohe des Altars hinauf. Da das Manoah und sein Weib sahen, fielen 
sie zur Erde auf ihr Angesicht.
21. Und der Engel des Herrn erschien nicht mehr Manoah und seinem Weibe. 
Da erkannte Manoah, da es ein Engel des Herrn war.
22. Und sprach zu seinem Weibe: Wir mssen des Todes sterben, da wir Gott 
gesehen haben.
23. Aber sein Weib antwortete ihm: Wenn der Herr Lust htte, uns zu tten, 
so htte er das Brandopfer und Speisopfer nicht genommen von unsern 
Hnden; er htte uns auch nicht solches alles erzeiget, noch uns solches 
hren lassen, wie jetzt geschehen ist.
24. Und das Weib gebar einen Sohn und hie ihn Simson. Und der Knabe 
wuchs, und der Herr segnete ihn.
25. Und der Geist des Herrn fing an ihn zu treiben im Lager Dan, zwischen 
Zaren und Esthaol.
Das Buch der Richter 14
1. Simson ging hinab gen Thimnath und sah ein Weib zu Thimnath unter den 
Tchtern der Philister.
2. Und da er heraufkam, sagte er's an seinem Vater und seiner Mutter und 
sprach: Ich habe ein Weib gesehen zu Thimnath unter den Tchtern der 
Philister; gebet mir nun dieselbige zum Weibe.
3. Sein Vater und seine Mutter sprachen zu ihm: Ist denn nun kein Weib 
unter den Tchtern deiner Brder und in all deinem Volk, da du hingehest 
und nimmst ein Weib bei den Philistern, die unbeschnitten sind? Simson 
sprach zu seinem Vater: Gib mir diese, denn sie gefllt meinen Augen.
4. Aber sein Vater und seine Mutter wuten nicht, da es von dem Herrn 
wre; denn er suchte Ursache an die Philister. Die Philister aber 
herrscheten zu der Zeit ber Israel.
5. Also ging Simson hinab mit seinem Vater und seiner Mutter gen Thimnath. 
Und als sie kamen an die Weinberge zu Thimnath, siehe, da kam ein junger 
Lwe brllend ihm entgegen.
6. Und der Geist des Herrn geriet ber ihn; und zerri ihn, wie man ein 
Bcklein zerreiet, und hatte doch gar nichts in seiner Hand. Und sagte es 
nicht an seinem Vater noch seiner Mutter, was er getan hatte.
7. Da er nun hinabkam, redete er mit dem Weibe, und sie gefiel Simson in 
seinen Augen.
8. Und nach etlichen Tagen kam er wieder, da er sie nhme; und trat aus 
dem Wege, da er das Aas des Lwen beshe. Siehe, da war ein Bienenschwarm 
in dem Aas des Lwen und Honig.
9. Und er nahm's in seine Hand und a davon unterwegen; und ging zu seinem 
Vater und zu seiner Mutter und gab ihnen, da sie auch aen. Er sagte 
ihnen aber nicht an, da er den Honig von des Lwen Ans genommen hafte.
10. Und da sein Vater hinabkam zu dem Weibe, machte Simson daselbst eine 
Hochzeit, wie die Jnglinge zu tun pflegen.
11. Und da sie ihn sahen, gaben sie ihm dreiig Gesellen zu, die bei ihm 
sein sollten.
12. Simson aber sprach zu ihnen: Ich will euch ein Rtsel aufgeben. Wenn 
ihr mir das erratet und treffet diese sieben Tage der Hochzeit, so will 
ich euch dreiig Hemden geben und dreiig Feierkleider.
13. Knnet ihr's aber nicht erraten, so sollt ihr mir dreiig Hemden und 
dreiig Feierkleider geben. Und sie sprachen zu ihm: Gib dein Rtsel auf, 
la uns hren!
14. Er sprach zu ihnen: Speise ging von dem Fresser und Sigkeit von dem 
Starken. Und sie konnten in dreien Tagen das Rtsel nicht erraten.
15. Am siebenten Tage sprachen sie zu Simsons Weibe: berrede deinen Mann, 
da er uns sage das Rtsel, oder wir werden dich und deines Vaters Haus 
mit Feuer verbrennen. Habt ihr uns hieher geladen, da ihr uns arm machet, 
oder nicht?
16. Da weinete Simsons Weib vor ihm und sprach: Du bist mir gram und hast 
mich nicht lieb. Du hast den Kindern meines Volks ein Rtsel aufgegeben 
und hast nur's nicht gesagt. Er aber sprach zu ihr: Siehe, ich habe es 
meinem Vater und meiner Mutter nicht gesagt und sollte dir's sagen?
17. Und sie weinete die sieben Tage vor ihm, weil sie Hochzeit hatten. 
Aber am siebenten Tage sagte er's ihr, denn sie trieb ihn ein. Und sie 
sagte das Rtsel ihres Volks Kindern.
18. Da sprachen die Mnner der Stadt zu ihm am siebenten Tage, ehe die 
Sonne unterging: Was ist ser denn Honig? Was ist strker denn der Lwe? 
Aber er sprach zu ihnen: Wenn ihr nicht httet mit meinem Kalbe gepflget, 
ihr httet mein Rtsel nicht getroffen.
19. Und der Geist des Herrn geriet ber ihn; und ging hinab gen Asklon und 
schlug dreiig Mann unter ihnen; und nahm ihr Gewand und gab Feierkleider 
denen, die das Rtsel erraten hatten. Und ergrimmete in seinem Zorn und 
ging herauf in seines Vaters Haus.
20. Aber Simsons Weib ward einem seiner Gesellen gegeben, der ihm 
zugehrte.
Das Buch der Richter 15
1. Es begab sich aber nach etlichen Tagen, um die Weizenernte, da Simson 
sein Weib besuchte mit einem Ziegenbcklein. Und als er gedachte, ich will 
zu meinem Weibe gehen in die Kammer, wollte ihn ihr Vater nicht 
hineinlassen
2. und sprach: Ich meinte, du wrest ihr gram worden, und habe sie deinem 
Freunde gegeben. Sie hat aber eine jngere Schwester, die ist schner denn 
sie; die la dein sein fr diese.
3. Da sprach Simson zu ihnen: Ich habe einmal eine rechte Sache wider die 
Philister; ich will euch Schaden tun.
4. Und Simson ging hin und fing dreihundert Fchse; und nahm Brnde und 
kehrete je einen Schwanz zum andern und tat einen Brand je zwischen zween 
Schwnze.
5. Und zndete die an mit Feuer und lie sie unter das Korn der Philister; 
und zndete also an die Mandeln samt dem stehenden Korn und Weinberge und 
lbume.
6. Da sprachen die Philister: Wer hat das getan? Da sagte man: Simson, der 
Eidam des Thimniters, darum da er ihm sein Weib genommen und seinem 
Freunde gegeben hat: Da zogen die Philister hinauf und verbrannten sie 
samt ihrem Vater mit Feuer.
7. Simson aber sprach zu ihnen: Ob ihr schon das getan habt, doch will ich 
mich an euch selbst rchen und danach aufhren.
8. Und schlug sie hart, beide an Schultern und Lenden. Und zog hinab und 
wohnete in der Steinkluft zu Etam.
9. Da zogen die Philister hinauf und belagerten Juda und lieen sich 
nieder zu Lehi.
10. Aber die von Juda sprachen: Warum seid ihr wider uns heraufgezogen? 
Sie antworteten: Wir sind heraufkommen, Simson zu binden, da wir ihm tun, 
wie er uns getan hat.
11. Da zogen dreitausend Mann von Juda hinab in die Steinkluft zu Etam und 
sprachen zu Simson: Weit du nicht, da die Philister ber uns herrschen? 
Warum hast du denn das an uns getan? Er sprach zu ihnen: Wie sie mir getan 
haben, so habe ich ihnen wieder getan.
12. Sie sprachen zu ihm: Wir sind herabkommen, dich zu binden und in der 
Philister Hnde zu geben. Simson sprach zu ihnen: So schwret mir, da ihr 
mir nicht wehren wollet.
13. Sie antworteten ihm: Wir wollen dir nicht wehren, sondern wollen dich 
nur binden und in ihre Hnde geben und wollen dich nicht tten. Und sie 
banden ihn mit zween neuen Stricken und fhreten ihn herauf vom Felsen.
14. Und da er kam bis gen Lehi, jauchzeten die Philister zu ihm zu. Aber 
der Geist des Herrn geriet ber ihn, und die Stricke an seinen Armen 
wurden wie Faden, die das Feuer versenget hat, da die Bande an seinen 
Hnden zerschmolzen.
15. Und er fand einen faulen Eselskinnbacken; da reckte er seine Hand aus 
und nahm ihn und schlug damit tausend Mann.
16. Und Simson sprach: Da liegen sie bei Haufen; durch eines Esels 
Kinnbacken habe ich tausend Mann geschlagen.
17. Und da er das ausgeredet hatte, warf er den Kinnbacken aus seiner Hand 
und hie die Sttte Ramath-Lehi.
18. Da ihn aber sehr drstete, rief er den Herrn an und sprach: Du hast 
solch gro Heil gegeben durch die Hand deines Knechts; nun aber mu ich 
Durstes sterben und in der Unbeschnittenen Hnde fallen.
19. Da spaltete Gott einen Backenzahn in dem Kinnbacken, da Wasser heraus 
ging. Und als er trank, kam sein Geist wieder und ward erquicket. Darum 
heit er noch heutigestages des Anrufers Brunnen, der im Kinnbacken ward.
20. Und er richtete Israel zu der Philister Zeit zwanzig Jahre.
Das Buch der Richter 16
1. Simson ging hin gen Gasa und sah daselbst eine Hure und lag bei ihr.
2. Da ward den Gasitern gesagt: Simson ist hereinkommen. Und sie umgaben 
ihn und lieen auf ihn lauern die ganze Nacht in der Stadt Tor; und waren 
die ganze Nacht stille und sprachen: Harre! Morgen, wenn es licht wird, 
wollen wir ihn erwrgen.
3. Simson aber lag bis zu Mitternacht. Da stund er auf zu Mitternacht und 
ergriff beide Tren an der Stadt Tor samt den beiden Pfosten und hub sie 
aus mit den Riegeln; und legte sie auf seine Schultern und trug sie hinauf 
auf die Hhe des Berges vor Hebron.
4. Danach gewann er ein Weib lieb am Bach Sorek, die hie Delila.
5. Zu der kamen der Philister Frsten hinauf und sprachen zu ihr: berrede 
ihn und besiehe, worinnen er solche groe Kraft hat, und womit wir ihn 
hermgen, da wir ihn binden und zwingen, so wollen wir dir geben ein 
jeglicher tausend und hundert Silberlinge.
6. Und Delila sprach zu Simson: Lieber, sage mir, worinnen deine groe 
Kraft sei, und womit man dich binden mge, da man dich zwinge.
7. Simson sprach zu ihr: Wenn man mich bnde mit sieben Seilen von 
frischem Bast, die noch nicht verdorret sind, so wrde ich schwach und 
wre wie ein anderer Mensch.
8. Da brachten der Philister Frsten zu ihr hinauf sieben Seile von 
frischem Bast, die noch nicht verdorret waren; und sie band ihn damit.
9. (Man hielt aber auf ihn bei ihr in der Kammer.) Und sie sprach zu ihm: 
Die Philister ber dir, Simson! Er aber zerri die Seile, wie eine 
flchserne Schnur zerreiet, wenn sie ans Feuer reucht; und war nicht 
kund, wo seine Kraft wre.
10. Da sprach Delila zu Simson: Siehe, du hast mich getuscht und mir 
gelogen; nun, so sage mir doch, womit kann man dich binden?
11. Er antwortete ihr: Wenn sie mich bnden mit neuen Stricken, damit nie 
keine Arbeit geschehen ist, so wrde ich schwach und wie ein anderer 
Mensch.
12. Da nahm Delila neue Stricke und band ihn damit und sprach: Philister 
ber dir, Simson! (Man hielt aber auf ihn in der Kammer.)  Und er zerri 
sie von seinen Armen wie einen Faden.
13. Delila aber sprach zu ihm: Noch hast du mich getuscht und mir 
gelogen. Lieber, sage mir doch, womit kann man dich binden? Er antwortete 
ihr: Wenn du sieben Locken meines Haupts flchtest mit einem Flechtbande 
und heftetest sie mit einem Nagel ein.
14. Und sie sprach zu ihm: Philister ber dir, Simson! Er aber wachte auf 
von seinem Schlaf und zog die geflochtenen Locken mit Nagel und Flechtband 
heraus.
15. Da sprach sie zu ihm: Wie kannst du sagen, du habest mich lieb, so 
dein Herz doch nicht mit mir ist? Dreimal hast du mich getuscht und mir 
nicht gesagt, worinnen deine groe Kraft sei.
16. Da sie ihn aber trieb mit ihren Worten alle Tage und zerplagte ihn, 
ward seine Seele matt bis an den Tod.
17. Und sagte ihr sein ganzes Herz und sprach zu ihr: Es ist nie kein 
Schermesser auf mein Haupt kommen; denn ich bin ein Verlobter Gottes von 
Mutterleibe an. Wenn du mich beschrest, so wiche meine Kraft von mir, da 
ich schwach wrde und wie alle andern Menschen.
18. Da nun Delila sah, da er ihr all sein Herz offenbaret hatte, sandte 
sie hin und lie der Philister Frsten rufen und sagen: Kommt noch einmal 
herauf, denn er hat mir all sein Herz offenbaret. Da kamen der Philister 
Frsten zu ihr herauf und brachten das Geld mit sich in ihrer Hand.
19. Und sie lie ihn entschlafen auf ihrem Scho und rief einem, der ihm 
die sieben Locken seines Hauptes abschre. Und sie fing an ihn zu zwingen. 
Da war seine Kraft von ihm gewichen.
20. Und sie sprach zu ihm: Philister ber dir, Simson! Da er nun von 
seinem Schlaf erwachte, gedachte er: Ich will ausgehen, wie ich mehrmals 
getan habe, ich will mich ausreien; und wute nicht, da der Herr von ihm 
gewichen war.
21. Aber die Philister griffen ihn und stachen ihm die Augen aus; und 
fhreten ihn hinab gen Gasa und banden ihn mit zwo ehernen Ketten; und er 
mute mahlen im Gefngnis.
22. Aber das Haar seines Haupts fing an wieder zu wachsen, wo es beschoren 
war.
23. Da aber der Philister Frsten sich versammelten, ihrem Gott Dagon ein 
gro Opfer zu tun und sich zu freuen, sprachen sie: Unser Gott hat uns 
unsern Feind Simson in unsere Hnde gegeben.
24. Desselbengleichen, als ihn das Volk sah, lobten sie ihren Gott; denn 
sie sprachen: Unser Gott hat uns unsern Feind in unsere Hnde gegeben, der 
unser Land verderbete und unser viel erschlug.
25. Da nun ihr Herz guter Dinge war, sprachen sie: Lasset Simson holen, 
da er vor uns spiele. Da holeten sie Simson aus dem Gefngnis, und er 
spielete vor ihnen; und sie stelleten ihn zwischen zwo Sulen.
26. Simson aber sprach zu dem Knaben, der ihn bei der Hand leitete: La 
mich, da ich die Sulen taste, aufweichen das Haus stehet, da ich mich 
dran lehne.
27. Das Haus aber war voll Mnner und Weiber. Es waren auch der Philister 
Frsten alle da und auf dem Dach bei dreitausend, Mann und Weib, die 
zusahen, wie Simson spielete.
28. Simson aber rief den Herrn an und sprach: Herr, Herr, gedenke mein und 
strke mich doch, Gott, diesmal, da ich fr meine beiden Augen mich einst 
rche an den Philistern.
29. Und er fassete die zwo Mittelsulen, auf welchen das Haus gesetzt war 
und drauf sich hielt, eine in seine rechte und die andere in seine linke 
Hand,
30. und sprach: Meine Seele sterbe mit den Philistern; und neigete sie 
krftiglich. Da fiel das Haus auf die Frsten und auf alles Volk, das 
drinnen war, da der Toten mehr war, die in seinem Tode starben, denn die 
bei seinem Leben starben.
31. Da kamen seine Brder hernieder und seines Vaters ganzes Haus und 
huben ihn auf und trugen ihn hinauf und begruben ihn in seines Vaters 
Manoah Grab, zwischen Zarea und Esthaol. Er richtete aber Israel zwanzig 
Jahre.
Das Buch der Richter 17
1. Es war aber ein Mann auf dem Gebirge Ephraim mit Namen Micha.
2. Der sprach zu seiner Mutter: Die tausend und hundert Silberlinge, die 
du zu dir genommen hast und geschworen und gesagt vor meinen Ohren, siehe, 
dasselbe Geld ist bei mir, ich hab's zu mir genommen. Da sprach seine 
Mutter: Gesegnet sei mein Sohn dem Herrn!
3. Also gab er seiner Mutter die tausend und hundert Silberlinge wieder. 
Und seine Mutter sprach: Ich habe das Geld dem Herrn geheiliget von meiner 
Hand fr meinen Sohn, da man ein Bildnis und Abgott machen soll; darum so 
gebe ich's dir nun wieder.
4. Aber er gab seiner Mutter das Geld wieder. Da nahm seine Mutter 
zweihundert Silberlinge und tat sie zu dem Goldschmied; der machte ihr ein 
Bild und Abgott, das war danach im Hause Michas.
5. Und der Mann Micha hatte also ein Gotteshaus und machte einen Leibrock 
und Heiligtum; und fllete seiner Shne einem die Hand, da er sein 
Priester ward.
6. Zu der Zeit war kein Knig in Israel, und ein jeglicher tat, was ihn 
recht deuchte.
7. Es war aber ein Jngling von Bethlehem-Juda unter dem Geschlecht Judas; 
und er war ein Levit und war fremd daselbst.
8. Er zog aber aus der Stadt Bethlehem-Juda, zu wandern, wo er hin konnte. 
Und da er aufs Gebirge Ephraim kam zum Hause Michas, da er seinen Weg 
ginge,
9. fragte ihn Micha: Wo kommst du her? Er antwortete ihm: Ich bin ein 
Levit von Bethlehem-Juda und wandere, wo ich hin kann.
10. Micha sprach zu ihm: Bleibe bei mir, du sollst mein Vater und mein 
Priester sein; ich will dir jhrlich zehn Silberlinge und benannte Kleider 
und deine Nahrung geben. Und der Levit ging hin.
11. Der Levit trat an, zu bleiben bei dem Mann; und er hielt den Knaben 
gleichwie einen Sohn.
12. Und Micha fllete dem Leviten die Hand, da er sein Priester ward; und 
war also im Hause Michas.
13. Und Micha sprach; Nun wei ich, da mir der Herr wird wohltun, weil 
ich einen Leviten zum Priester habe.
Das Buch der Richter 18
1. Zu der Zeit war kein Knig in Israel. Und der Stamm der Daniter suchte 
ihm ein Erbteil, da sie wohnen mchten; denn es war bis auf den Tag noch 
kein Erbe fr sie gefallen unter den Stmmen Israels.
2. Und die Kinder Dan sandten aus ihren Geschlechtern von ihren Enden fnf 
streitbare Mnner von Zaren und Esthaol, das Land zu erkunden und zu 
erforschen, und sprachen zu ihnen: Ziehet hin und erforschet das Land. Und 
sie kamen auf das Gebirge Ephraim, ans Haus Michas, und blieben ber Nacht 
daselbst.
3. Und weil sie da bei dem Gesinde Michas waren, kannten sie die Stimme 
des Knaben, des Leviten; und sie wichen dahin und sprachen zu ihm: Wer hat 
dich hieher gebracht? Was machst du da und was hast du hie?
4. Er antwortete ihnen: So und so hat Micha an mir getan und hat mich 
gedinget, da ich sein Priester sei.
5. Sie sprachen zu ihm: Lieber, frage Gott, da wir erfahren, ob unser 
Weg, den wir wandeln, auch wohlgeraten werde.
6. Der Priester antwortete ihnen: Ziehet hin mit Frieden; euer Weg ist 
recht vor dem Herrn, den ihr ziehet.
7. Da gingen die fnf Mnner hin und kamen gen Lais und sahen das Volk, 
das drinnen war, sicher wohnen, auf die Weise wie die Zidonier, stille und 
sicher; und war niemand, der ihnen Leid tte im Lande, oder Herr ber sie 
wre; und waren ferne von den Zidoniern und hatten nichts mit Leuten zu 
tun.
8. Und sie kamen zu ihren Brdern gen Zarea und Esthaol; und ihre Brder 
sprachen zu ihnen: Wie stehet's mit euch?
9. Sie sprachen: Auf, lat uns zu ihnen hinaufziehen: denn wir haben das 
Land besehen, das ist fast gut. Darum eilet und seid nicht faul zu ziehen, 
da ihr kommet, das Land einzunehmen.
10. Wenn ihr kommet, werdet ihr zu einem sichern Volk kommen; und das Land 
ist weit und breit, denn Gott hat es in eure Hnde gegeben, einen solchen 
Ort, da nichts gebricht, alles, das auf Erden ist.
11. Da zogen von dannen aus den Geschlechtern Dan, von Zarea und Esthaol, 
sechshundert Mann gerstet mit ihren Waffen zum Streit.
12. Und zogen hinauf und lagerten sich zu Kiriath-Jearim in Juda. Daher 
nannten sie die Sttte das Lager Dan bis auf diesen Tag, das hinter 
Kiriath-Jearim ist.
13. Und von dannen gingen sie auf das Gebirge Ephraim und kamen zum Hause 
Michas.
14. Da antworteten die fnf Mnner, die ausgegangen waren, das Land Lais 
zu erkunden, und sprachen zu ihren Brdern: Wisset ihr auch, da in diesen 
Husern ein Leibrock, Heiligtum, Bildnis und Abgott sind? Nun mget ihr 
denken, was euch zu tun ist.
15. Sie kehreten da ein und kamen an das Haus des Knaben, des Leviten, in 
Michas Hause und grten ihn freundlich.
16. Aber die sechshundert Gersteten mit ihrem Harnisch, die von den 
Kindern Dan waren, stunden vor dem Tor.
17. Und die fnf Mnner, die das Land zu erkunden ausgezogen waren, gingen 
hinauf und kamen dahin; und nahmen das Bild; den Leibrock, das Heiligtum 
und Abgott. Dieweil stund der Priester vor dem Tor bei den sechshundert 
Gersteten mit ihrem Harnisch.
18. Als nun jene ins Haus Michas kommen waren und nahmen das Bild, den 
Leibrock, das Heiligtum und Abgott, sprach der Priester zu ihnen: Was 
machet ihr?
19. Sie antworteten ihm: Schweig und halte das Maul zu und zeuch mit uns, 
da du unser Vater und Priester seiest. Ist dir's besser, da du in des 
einigen Mannes Hause Priester seiest, oder unter einem ganzen Stamm und 
Geschlecht in Israel?
20. Das gefiel dem Priester wohl, und nahm beide den Leibrock, das 
Heiligtum und Bild und kam mit unter das Volk.
21. Und da sie sich wandten und hinzogen, schickten sie die Kindlein und 
das Vieh und was sie Kstliches hatten, vor ihnen her.
22. Da sie nun ferne von Michas Haus kamen, schrieen die Mnner, so in den 
Husern waren bei Michas Hause, und folgten den Kindern Dan nach und 
riefen den Kindern Dan.
23. Sie aber wandten ihr Antlitz um und sprachen zu Micha: Was ist dir, 
da du also ein Geschrei machest?
24. Er antwortete: Ihr habt meine Gtter genommen, die ich gemacht hatte, 
und den Priester und ziehet hin, und was habe ich nun mehr? Und ihr fraget 
noch, was mir fehle?
25. Aber die Kinder Dan sprachen zu ihm: La deine Stimme nicht hren bei 
uns, da nicht auf dich stoen zornige Leute, und deine Seele und deines 
Hauses Seele nicht aufgerumet werde.
26. Also gingen die Kinder Dan ihres Weges. Und Micha, da er sah, da sie 
ihm zu stark waren, wandte er sich und kam wieder zu seinem Hause.
27. Sie aber nahmen, das Micha gemacht hatte, und den Nester, den er 
hatte, und kamen an Lais, an ein still, sicher Volk, und schlugen sie mit 
der Schrfe des Schwerts und verbrannten die Stadt mit Feuer.
28. Und war niemand, der sie errettete, denn sie lag ferne von Zidon, und 
hatten mit den Leuten nichts zu schaffen; und sie lag im Grunde, welcher 
an Beth-Rehob liegt. Da baueten sie die Stadt und wohneten drinnen;
29. und nannten sie Dan nach dem Namen ihres Vaters Dan, der von Israel 
geboren war. Und die Stadt hie vorzeiten Lais.
30. Und die Kinder Dan richteten fr sich auf das Bild. Und Jonathan, der 
Sohn Gersons, des Sohns Manasses, und seine Shne waren Nester unter dem 
Stamm der Daniter bis an die Zeit, da sie aus dem Lande gefangen gefhret 
worden.
31. Und setzten also unter sich das Bild Michas, das er gemacht hatte, so 
lange, als das Haus Gottes war zu Silo.
Das Buch der Richter 19
1. Zu der Zeit war kein Knig in Israel. Und ein levitischer Mann war 
Fremdling an der Seite des Gebirges Ephraim und hatte, ihm ein Kebsweib 
zum Weibe genommen von Bethlehem-Juda.
2. Und da sie hatte neben ihm gehuret, lief sie von ihm zu ihres, Vaters 
Hause gen Bethlehem-Juda und war daselbst vier Monden lang.
3. Und ihr Mann machte sich auf und zog ihr nach, da er freundlich mit 
ihr redete und sie wieder zu sich holete; und hatte einen Knaben und ein 
Paar Esel mit sich. Und sie fhrete ihn in ihres Vaters Haus. Da ihn aber 
der Dirne Vater sah, ward er froh und empfing ihn.
4. Und sein Schwher, der Dirne Vater, hielt ihn, da er drei Tage bei ihm 
blieb; aen und tranken und blieben des Nachts da.
5. Des vierten Tages machten sie sich des Morgens frhe auf; und er stund 
auf und wollte ziehen. Da sprach der Dirne Vater zu seinem Eidam: Labe 
dein Herz zuvor mit einem Bissen Brots, danach sollt ihr ziehen.
6. Und sie setzen sich und aen beide miteinander und tranken. Da sprach 
der Dirne Vater zu dem Mann: Lieber, bleib ber Nacht und la dein Herz 
guter Dinge sein.
7. Da aber der Mann aufstund und wollte ziehen, ntigte ihn sein Schwher, 
da er ber Nacht da blieb.
8. Des Morgens am fnften Tage machte er sich frh auf und wollte ziehen. 
Da sprach der Dirne Vater: Lieber, labe dein Herz und la uns verziehen, 
bis sich der Tag neiget. Und aen also die beiden miteinander.
9. Und der Mann machte sich auf und wollte ziehen mit seinem Kebsweibe und 
mit seinem Knaben. Aber sein Schwher, der Dirne Vater, sprach zu ihm: 
Siehe, der Tag lt ab, und will Abend werden; bleib ber Nacht. Siehe, 
hie ist Herberge noch diesen Tag; bleib hie ber Nacht und la dein Herz 
guter Dinge sein; morgen so stehet ihr frh auf und ziehet eures Weges zu 
deiner Htte.
10. Aber der Mann wollte nicht ber Nacht bleiben, sondern machte sich auf 
und zog hin und kam bis vor Jebus, das ist, Jerusalem, und sein Paar Esel 
beladen, und sein Kebsweib mit ihm.
11. Da sie nun bei Jebus kamen, fiel der Tag fast dahin. Und der Knabe 
sprach zu seinem Herrn: Lieber, zeuch und la uns in diese Stadt der 
Jebusiter einkehren und ber Nacht drinnen bleiben.
12. Aber sein Herr sprach zu ihm: Wir wollen nicht in der Fremden Stadt 
einkehren, die nicht sind von den Kindern Israel, sondern wollen hinber 
gen Gibea.
13. Und sprach zu seinem Knaben: Gehe fort, da wir hinzukommen an einen 
Ort und ber Nacht zu Gibea oder zu Rama bleiben.
14. Und sie zogen fort und wandelten, und die Sonne ging ihnen unter hart 
bei Gibea, die da liegt unter Benjamin.
15. Und sie kehreten daselbst ein, da sie hineinkmen und ber Nacht zu 
Gibea blieben. Da er aber hineinkam, setzte er sich in der Stadt Gasse; 
denn es war niemand, der sie die Nacht im Hause herbergen wollte.
16. Und siehe, da kam ein alter Mann von seiner Arbeit vom Felde am Abend; 
und er war auch vom Gebirge Ephraim und ein Fremdling zu Gibea; aber die 
Leute des Orts waren Kinder Jemini.
17. Und da er seine Augen aufhub und sah den Gast auf der Gasse, sprach er 
zu ihm: Wo willst du hin? und wo kommst du her?
18. Er aber antwortete ihm: Wir reisen von Bethlehem-Juda, bis wir kommen 
an die Seite des Gebirges Ephraim, daher ich bin; und bin gen Bethlehem-
Juda gezogen und ziehe jetzt zum Hause des Herrn, und niemand will mich 
herbergen.
19. Wir haben Stroh und Futter fr unsere Esel und Brot und Wein fr mich 
und deine Magd und fr den Knaben, der mit deinem Knechte ist, da uns 
nichts gebricht:
20. Der alte Mann sprach: Friede sei mit dir! Alles, was dir mangelt, 
findest du bei mir; bleibe nur nicht ber Nacht auf der Gasse!
21. Und fhrete ihn in sein Haus und gab den Eseln Futter; und sie wuschen 
ihre Fe und aen und tranken.
22. Und da ihr Herz nun guter Dinge war, siehe, da kamen die Leute der 
Stadt, bse Buben, und umgaben das Haus und pochten an die Tr und 
sprachen zu dem alten Manne, dem Hauswirt: Bringe den Mann heraus, der in 
dein Haus kommen ist, da wir ihn erkennen!
23. Aber der Mann, der Hauswirt, ging zu ihnen heraus und sprach zu ihnen: 
Nicht, meine Brder, tut nicht so bel, nachdem dieser Mann in mein Haus 
kommen ist; tut nicht eine solche Torheit!
24. Siehe, ich habe eine Tochter, noch eine Jungfrau, und dieser ein 
Kebsweib; die will ich euch herausbringen, die mget ihr zuschanden machen 
und tut mit ihnen, was euch gefllt; aber an diesem Manne tut nicht eine 
solche Torheit!
25. Aber die Leute wollten ihm nicht gehorchen. Da fassete der Mann sein 
Kebsweib und brachte sie zu ihnen hinaus. Die erkannten sie und 
zerarbeiteten sich die ganze Nacht bis an den Morgen; und da die 
Morgenrte anbrach, lieen sie sie gehen.
26. Da kam das Weib hart vor Morgens und fiel nieder vor der Tr am Hause 
des Mannes, da ihr Herr innen war, und lag da, bis es licht ward.
27. Da nun ihr Herr des Morgens aufstund und die Tr auftat am Hause und 
herausging, da er seines Weges zge, siehe, da lag sein Kebsweib vor der 
Tor des Hauses und ihre Hnde auf der Schwelle.
28. Er aber sprach zu ihr: Stehe auf, la uns ziehen! Aber sie antwortete 
nicht. Da nahm er sie auf den Esel, machte sich auf und zog an seinen Ort.
29. Als er nun heimkam, nahm er ein Messer und fassete sein Kebsweib und 
stockte sie mit Bein und mit allem in zwlf Stcke und sandte sie in alle 
Grenzen Israels.
30. Wer das sah, der sprach: Solches ist nicht geschehen noch gesehen, 
seit der Zeit die Kinder Israel aus gyptenland gezogen sind, bis auf 
diesen Tag. Nun bedenket euch ber dem und gebet Rat und saget an!
Das Buch der Richter 20
1. Da zogen die Kinder Israel aus und versammelten sich zuhauf wie ein 
Mann, von Dan bis gen Berseba und vom Lande Gilead, zu dem Herrn gen Mizpa.
2. Und traten zuhauf die Obersten des ganzen Volks aller Stmme Israels in 
der Gemeine Gottes, vierhunderttausend Mann zu Fu, die das Schwert 
auszogen.
3. Aber die Kinder Benjamin hreten, da die Kinder Israel hinauf gen 
Mizpa gezogen waren. Und die Kinder Israel sprachen: Saget, wie ist das 
bel zugegangen?
4. Da antwortete der Levit, des Weibes Mann, die erwrget war, und sprach: 
Ich kam gen Gibea in Benjamin mit meinem Kebsweibe, ber Nacht dazubleiben.
5. Da machten sich wider mich auf die Brger zu Gibea und umgaben mich im 
Hause des Nachts und gedachten mich zu erwrgen; und haben mein Kebsweib 
geschndet, da sie gestorben ist.
6. Da fassete ich mein Kebsweib und zerstckte sie und sandte es in alle 
Felder des Erbes Israels; denn sie haben einen Mutwillen und Torheit getan 
in Israel.
7. Siehe, da seid ihr Kinder Israel alle; schaffet euch Rat und tut hiezu!
8. Da machte sich alles Volk auf wie ein Mann und sprach: Es soll niemand 
in seine Htte gehen noch in sein Haus kehren,
9. sondern das wollen wir jetzt tun wider Gibea:
10. Lasset uns losen und nehmen zehn Mann von hundert und hundert von 
tausend und tausend von zehntausend aus allen Stmmen Israels, da sie 
Speise nehmen fr das Volk, da sie kommen und tun mit Gibea-Benjamin nach 
all ihrer Torheit, die sie in Israel getan haben.
11. Also versammelten sich zu der Stadt alle Mnner Israels wie ein Mann 
und verbanden sich.
12. Und die Stmme Israels sandten Mnner zu allen Geschlechtern Benjamins 
und lieen ihnen sagen: Was ist das fr eine Bosheit, die bei euch 
geschehen ist?
13. So gebet nun her die Mnner, die bsen Buben zu Gibea, da wir sie 
tten und das bel aus Israel tun. Aber die Kinder Benjamin wollten nicht 
gehorchen der Stimme ihrer Brder, der Kinder Israel,
14. sondern sie versammelten sich aus den Stdten gen Gibea, auszuziehen 
in den Streit wider die Kinder Israel.
15. Und wurden des Tages gezhlet die Kinder Benjamin aus den Stdten 
sechsundzwanzigtausend Mann, die das Schwert auszogen, ohne die Brger zu 
Gibea, deren wurden siebenhundert gezhlet, auserlesene Mnner.
16. Und unter all diesem Volk waren siebenhundert Mann auserlesen, die 
link waren und konnten mit der Schleuder ein Haar treffen, da sie nicht 
fehleten.
17. Aber derer von Israel (ohne die von Benjamin) wurden gezhlet 
vierhunderttausend Mann, die das Schwert fhreten, und alle streitbare 
Mnner.
18. Die machten sich auf und zogen hinauf zum Hause Gottes; und fragten 
Gott und sprachen: Wer soll vor uns hinaufziehen, den Streit anzufahen mit 
den Kindern Benjamin? Der Herr sprach: Juda soll anfahen.
19. Also machten sich die Kinder Israel des Morgens auf und lagerten sich 
vor Gibea.
20. Und ein jedermann von Israel ging heraus, zu streiten mit Benjamin, 
und schickten sich, zu streiten wider Gibea.
21. Da fielen die Kinder Benjamin heraus aus Gibea und schlugen des Tages 
unter Israel zweiundzwanzigtausend zu Boden.
22. Aber das Volk, der Mann von Israel, ermannete sich, und rsteten sich, 
noch weiter zu streiten am selben Ort, da sie sich des vorigen Tages 
gerstet hatten.
23. Und die Kinder Israel zogen hinauf und weineten vor dem Herrn bis an 
den Abend; und fragten den Herrn und sprachen: Sollen wir mehr nahen, zu 
streiten mit den Kindern Benjamin, unsern Brdern? Der Herr sprach: Ziehet 
hinauf zu ihnen!
24. Und da die Kinder Israel sich machten an die Kinder Benjamin des 
andern Tages,
25. fielen die Benjaminiter heraus aus Gibea ihnen entgegen desselben 
Tages und schlugen von den Kindern Israel noch achtzehntausend zu Boden, 
die alle das Schwert fhreten.
26. Da zogen alle Kinder Israel hinauf und alles Volk und kamen zum Hause 
Gottes und weineten; und blieben daselbst vor dem Herrn und fasteten den 
Tag bis zum Abend; und opferten Brandopfer und Dankopfer vor dem Herrn.
27. Und die Kinder Israel fragten den Herrn (es war aber daselbst die Lade 
des Bundes Gottes zu derselbigen Zeit,
28. und Pinehas, der Sohn Eleasars, Aarons Sohn, stund vor ihm zu 
derselbigen Zeit) und sprachen: Sollen wir mehr ausziehen, zu streiten mit 
den Kindern Benjamin, unsern Brdern, oder soll ich ablassen? Der Herr 
sprach: Ziehet hinauf; morgen will ich sie in eure Hnde geben.
29. Und die Kinder Israel bestelleten einen Hinterhalt auf Gibea umher.
30. Und zogen also die Kinder Israel hinauf des dritten Tages an die 
Kinder Benjamin und rsteten sich an Gibea wie zuvor zweimal.
31. Da fhren die Kinder Benjamin heraus dem Volk entgegen und rissen sich 
von der Stadt und fingen an zu schlagen und zu verwunden vom Volk, wie 
zuvor zweimal, im Felde auf zwo Straen, deren eine gen Bethel, die andere 
gen Gibea gehet, bei dreiig Mann in Israel.
32. Da gedachten die Kinder Benjamin: Sie sind geschlagen vor uns, wie 
vorhin. Aber die Kinder Israel sprachen: Lat uns fliehen, da wir sie von 
der Stadt reien auf die Strae.
33. Da machten sich auf alle Mnner von Israel von ihrem Ort und rsteten 
sich zu Baal-Thamar. Und der Hinterhalt Israels brach hervor an seinem Ort 
von der Hhle Gaba.
34. Und kamen gen Gibea zehntausend Mann, auserlesen aus ganzem Israel, 
da der Streit hart ward; sie wuten aber nicht, da sie das Unglck 
treffen wrde.
35. Also schlug der Herr Benjamin vor den Kindern Israel, da die Kinder 
Israel auf den Tag verderbeten fnfundzwanzigtausend und hundert Mann in 
Benjamin, die alle das Schwert fhreten.
36. Denn da die Kinder Benjamin sahen, da sie geschlagen waren, gaben 
ihnen die Mnner Israel Raum; denn sie verlieen sich auf den Hinterhalt, 
den sie bei Gibea bestellet hatten.
37. Und der Hinterhalt eilete auch und brach hervor zu Gibea zu; und zog 
sich hinan und schlug die ganze Stadt mit der Schrfe des Schwerts.
38. Sie hatten aber eine Losung miteinander, die Mnner von Israel und der 
Hinterhalt, mit dem Schwert ber sie zu fallen, wenn der Rauch von der 
Stadt sich erhbe.
39. Da nun die Mnner von Israel sich wandten im Streit, und Benjamin 
anfing zu schlagen, und verwundeten in Israel bei dreiig Mann und 
gedachten, sie sind vor uns geschlagen, wie im vorigen Streit,
40. da fing an sich zu erheben von der Stadt ein Rauch stracks ber sich. 
Und Benjamin wandte sich hinter sich, und siehe, da ging die Stadt ganz 
auf gen Himmel.
41. Und die Mnner von Israel wandten sich auch um und erschreckten die 
Mnner Benjamins; denn sie sahen, da sie das Unglck treffen wollte;
42. und wandten sich vor den Mnnern Israels auf den Weg zur Wste. Aber 
der Streit folgte ihnen nach; dazu die von den Stdten hineinkommen waren, 
die verderbeten sie drinnen.
43. Und sie umringten Benjamin und jagten ihm nach bis gen Menuah und 
zertraten sie bis vor Gibea, gegen der Sonnen Aufgang.
44. Und es fielen von Benjamin achtzehntausend Mann, die alle streitbare 
Mnner waren.
45. Da wandten sie sich und flohen zu der Wste, an den Fels Rimmon; aber 
auf derselben Strae schlugen sie fnftausend Mann; und folgten ihnen 
hinten nach bis gen Gideom und schlugen ihrer zweitausend.
46. Und also fielen des Tages von Benjamin fnfundzwanzigtausend Mann, die 
das Schwert fhreten und alle streitbare Mnner waren.
47. Nur sechshundert Mann wandten sich und flohen zur Wste zum Fels 
Rimmon; und blieben im Fels Rimmon vier Monden.
48. Und die Mnner Israels kamen wieder zu den Kindern Benjamin und 
schlugen mit der Schrfe des Schwerts die in der Stadt, beide Leute und 
Vieh und alles, was man fand; und alle Stdte, die man fand, verbrannte 
man mit Feuer.
Das Buch der Richter 21
1. Die Mnner aber Israels hatten zu Mizpa geschworen und gesagt: Niemand 
soll seine Tochter den Benjaminitern zum Weibe geben.
2. Und das Volk kam zu dem Hause Gottes und blieb da bis zu Abend vor 
Gott; und huben auf ihre Stimme und weineten sehr
3. und sprachen: O Herr, Gott von Israel, warum ist das geschehen in 
Israel, da heute eines Stammes von Israel weniger worden ist?
4. Des andern Morgens machte sich das Volk frhe auf und bauete da einen 
Altar und opferten Brandopfer und Dankopfer.
5. Und die Kinder Israel sprachen: Wer ist irgend von den Stmmen Israels, 
der nicht mit der Gemeine ist heraufkommen zum Herrn? Denn es war ein 
groer Eid geschehen, da, wer nicht hinaufkme zum Herrn gen Mizpa, der 
sollte des Todes sterben.
6. Und es reuete die Kinder Israel ber Benjamin, ihre Brder, und 
sprachen: Heute ist ein Stamm von Israel abgebrochen.
7. Wie wollen wir ihnen tun, da die brigen Weiber kriegen? Denn wir 
haben geschworen bei dem Herrn, da wir ihnen von unsern Tchtern nicht 
Weiber geben.
8. Und sprachen: Wer ist irgend von den Stmmen Israels, die nicht 
hinaufkommen sind zum Herrn gen Mizpa? Und siehe, da war niemand gewesen 
im Lager der Gemeine von Jabes in Gilead.
9. Denn sie zhleten das Volk, und siehe, da war kein Brger da von Jabes 
in Gilead.
10. Da sandte die Gemeine zwlftausend Mann dahin von streitbaren Mnnern; 
und geboten ihnen und sprachen: Gehet hin und schlaget mit der Schrfe des 
Schwerts die Brger zu Jabes in Gilead mit Weib und Kind.
11. Doch also sollt ihr tun: Alles, was mnnlich ist, und alle Weiber, die 
beim Mann gelegen sind, verbannet.
12. Und sie fanden bei den Brgern zu Jabes in Gilead vierhundert Dirnen, 
die Jungfrauen und bei keinem Mann gelegen waren. Die brachten sie ins 
Lager gen Silo, die da liegt im Lande Kanaan.
13. Da sandte die ganze Gemeine hin und lie reden mit den Kindern 
Benjamin, die im Fels Rimmon waren, und riefen ihnen friedlich.
14. Also kamen die Kinder Benjamin wieder zu derselbigen Zeit; und sie 
gaben ihnen die Weiber, die sie hatten erhalten von den Weibern zu Jabes 
in Gilead; und sie fanden keine mehr also.
15. Da reuete es das Volk ber Benjamin, da der Herr einen Ri gemacht 
hatte in den Stmmen Israels.
16. Und die ltesten der Gemeine sprachen: Was wollen wir tun, da die 
brigen auch Weiber kriegen? Denn die Weiber in Benjamin sind vertilget.
17. Und sprachen: Die brigen von Benjamin mssen ja ihr Erbe behalten, 
da nicht ein Stamm ausgetilget werde von Israel.
18. Und wir knnen ihnen unsere Tchter nicht zu Weibern geben; denn die 
Kinder Israel haben geschworen und gesagt: Verflucht sei, der den 
Benjaminitern ein Weib gibt!
19. Und sie sprachen: Siehe, es ist ein Jahrfest des Herrn zu Silo, die zu 
mitternachtwrts liegt gegen Bethel, gegen der Sonnen Aufgang, auf der 
Strae, da man hinaufgehet von Bethel gen Sichem; und von mittagwrts 
liegt sie gegen Libona.
20. Und sie geboten den Kindern Benjamin und sprachen: Gehet hin und 
lauert in den Weinbergen.
21. Wenn ihr dann sehet, da die Tchter Silos heraus mit Reigen zum Tanz 
gehen, so fahret hervor aus den Weinbergen, und nehme ein jeglicher ihm 
ein Weib von den Tchtern Silos und gehet hin ins Land Benjamin.
22. Wenn aber ihre Vter oder Brder kommen, mit uns zu rechten, wollen 
wir zu ihnen sagen: Seid ihnen gndig, denn wir haben sie nicht genommen 
mit Streit, sondern ihr wolltet sie ihnen nicht geben; die Schuld ist 
jetzt euer.
23. Die Kinder Benjamin taten also und nahmen Weiber nach ihrer Zahl von 
den Reigen, die sie raubten; und zogen hin und wohneten in ihrem Erbteil; 
und baueten Stdte und wohneten drinnen.
24. Auch die Kinder Israel machten sich von dannen zu der Zeit, ein 
jeglicher zu seinem Stamm und zu seinem Geschlecht, und zogen von dannen 
aus, ein jeglicher zu seinem Erbteil.
25. Zu der Zeit war kein Knig in Israel; ein jeglicher tat, was ihn recht 
deuchte.
Das Buch Ruth 1
1. Zu der Zeit, da die Richter regierten, ward eine Teuerung im Lande. Und 
ein Mann von Bethlehem-Juda zog wallen in der Moabiter Land mit seinem 
Weibe und zween Shnen.
2. Der hie Elimelech und sein Weib Naemi, und seine zween Shne Mahlon 
und Chiljon, die waren Ephrather, von Bethlehem-Juda. Und da sie kamen ins 
Land der Moabiter, blieben sie daselbst.
3. Und Elimelech, der Naemi Mann, starb, und sie blieb brig mit ihren 
zween Shnen.
4. Die nahmen moabitische Weiber. Eine hie Arpa, die andere Ruth. Und da 
sie daselbst gewohnet hatten bei zehn Jahren,
5. starben sie alle beide, Mahlon und Chiljon, da das Weib berblieb 
beiden Shnen und ihrem Manne.
6. Da machte sie sich auf mit ihren zwo Schnren und zog wieder aus der 
Moabiter Lande; denn sie hatte erfahren im Moabiter Lande, da der Herr 
sein Volk hatte heimgesucht und ihnen Brot gegeben.
7. Und ging aus von dem Ort, da sie gewesen war, und ihre beiden Schnre 
mit ihr. Und da sie ging auf dem Wege, da sie wiederkme ins Land Juda,
8. sprach sie zu ihren beiden Schnren: Gehet hin und kehret um, eine 
jegliche zu ihrer Mutter Haus; der Herr tue an euch Barmherzigkeit, wie 
ihr an den Toten und an mir getan habt!
9. Der Herr gebe euch, da ihr Ruhe findet, eine jegliche in ihres Mannes 
Hause! Und kssete sie. Da huben sie ihre Stimme auf und weineten.
10. Und sprachen zu ihr: Wir wollen mit dir zu deinem Volk gehen.
11. Aber Naemi sprach: Kehret um, meine Tchter; warum wollt ihr mit mir 
gehen? Wie kann ich frder Kinder in meinem Leibe haben, die eure Mnner 
sein mchten?
12. Kehret um, meine Tchter, und gehet hin; denn ich bin nun zu alt, da 
ich einen Mann nehme. Und wenn ich sprche: Es ist zu hoffen, da ich 
diese Nacht einen Mann nehme und Kinder gebre,
13. wie knnet ihr doch harren, bis sie gro wrden? Wie wollt ihr 
verziehen, da ihr nicht Mnner solltet nehmen? Nicht, meine Tchter; denn 
mich jammert euer sehr, denn des Herrn Hand ist ber mich ausgegangen.
14. Da huben sie ihre Stimme auf und weineten noch mehr. Und Arpa kssete 
ihre Schwieger; Ruth aber blieb bei ihr.
15. Sie aber sprach: Siehe, deine Schwgerin ist umgewandt zu ihrem Volk 
und zu ihrem Gott; kehre du auch um, deiner Schwgerin nach.
16. Ruth antwortete: Rede mir nicht darein, da ich dich verlassen sollte 
und von dir umkehren. Wo du hingehest, da will ich auch hingehen; wo du 
bleibest, da bleibe ich auch. Dein Volk ist mein Volk und dein Gott ist 
mein Gott.
17. Wo du stirbst, da sterbe ich auch; da will ich auch begraben werden. 
Der Herr tue mir dies und das: der Tod mu mich und dich scheiden.
18. Als sie nun sah, da sie fest im Sinne war, mit ihr zu gehen, lie sie 
ab, mit ihr davon zu reden.
19. Also gingen die beiden miteinander bis sie gen Bethlehem kamen. Und da 
sie zu Bethlehem einkamen, regte sich die ganze Stadt ber ihnen und 
sprach: ist das die Naemi?
20. Sie aber sprach zu ihnen: Heiet mich nicht Naemi, sondern Mara; denn 
der Allmchtige hat mich sehr betrbet.
21. Voll zog ich aus, aber leer hat mich der Herr wieder heimgebracht. 
Warum heiet ihr mich denn Naemi, so mich doch der Herr gedemtiget und 
der Allmchtige betrbet hat?
22. Es war aber um die Zeit, da die Gerstenernte anging, da Naemi und 
ihre Schnur Ruth, die Moabitin, wiederkamen vom Moabiter Lande gen 
Bethlehem.
Das Buch Ruth 2
1. Es war auch ein Mann, der Naemi Mannes Freund, von dem Geschlecht 
Elimelechs, mit Namen Boas, der war ein weidlicher Mann.
2. Und Ruth, die Moabitin, sprach zu Naemi: La mich aufs Feld gehen und 
hren auflesen, dem nach, vor dem ich Gnade finde. Sie aber sprach zu ihr: 
Gehe hin, meine Tochter!
3. Sie ging hin, kam und las auf, den Schnittern nach, auf dem Felde. Und 
es begab sich eben, da dasselbe Feld war des Boas, der von dem Geschlecht 
Elimelechs war.
4. Und siehe, Boas kam eben von Bethlehem und sprach zu den Schnittern: 
Der Herr mit euch! Sie antworteten: Der Herr segne dich!
5. Und Boas sprach zu seinem Knaben, der ber die Schnitter gestellet war: 
Wes ist die Dirne?
6. Der Knabe, der ber die Schnitter gestellet war, antwortete und sprach: 
Es ist die Dirne, die Moabitin, die mit Naemi wiederkommen ist von der 
Moabiter Lande.
7. Denn sie sprach: Lieber, la mich auflesen und sammeln unter den 
Garben, den Schnittern nach; und ist also kommen und da gestanden von 
Morgen an bis her und bleibt wenig daheim.
8. Da sprach Boas zu Ruth: Hrest du es, meine Tochter? Du sollst nicht 
gehen auf einen andern Acker aufzulesen; und gehe auch nicht von hinnen, 
sondern halte dich zu meinen Dirnen;
9. und siehe, wo sie schneiden im Felde, da gehe ihnen nach. Ich habe 
meinem Knaben geboten, da dich niemand antaste. Und so dich drstet, so 
gehe hin zu dem Gef und trinke, da meine Knaben schpfen.
10. Da fiel sie auf ihr Angesicht und betete an zur Erde und sprach zu 
ihm: Womit habe ich die Gnade funden vor deinen Augen, da du mich 
erkennest, die ich doch fremd bin?
11. Boas antwortete und sprach zu ihr: Es ist mir angesagt alles, was du 
getan hast an deiner Schwieger nach deines Mannes Tode: da du verlassen 
hast deinen Vater und deine Mutter und dein Vaterland und bist zu einem 
Volk gezogen, das du zuvor nicht kanntest.
12. Der Herr vergelte dir deine Tat; und msse dein Lohn vollkommen sein 
bei dem Herrn, dem Gott Israels, zu welchem du kommen bist, da du unter 
seinen Flgeln Zuversicht httest.
13. Sie sprach: La mich Gnade vor deinen Augen finden, mein Herr; denn du 
hast mich getrstet und deine Magd freundlich angesprochen, so ich doch 
nicht bin als deiner Mgde eine.
14. Boas sprach zu ihr: Wenn's Essenszeit ist, so mache dich hie herzu und 
i des Brots und tunke deinen Bissen in den Essig. Und sie setzte sich zur 
Seite der Schnitter. Er aber legte ihr Sangen vor; und sie a und ward 
satt und lie ber.
15. Und da sie sich aufmachte zu lesen, gebot Boas seinen Knaben und 
sprach: Lasset sie auch zwischen den Garben lesen und beschmet sie nicht!
16. Auch von den Haufen lasset berbleiben und lasset liegen, da sie es 
auflese; und niemand schelte sie drum.
17. Also las sie auf dem Felde bis zum Abend und schlug es aus, was sie 
aufgelesen hatte; und es war bei einem Epha Gerste.
18. Und sie hub es auf und kam in die Stadt. Und ihre Schwieger sah es, 
was sie gelesen hatte. Da zog sie hervor und gab ihr, was ihr 
briggeblieben war, davon sie satt war worden.
19. Da sprach ihre Schwieger zu ihr: Wo hast du heute gelesen, und wo hast 
du gearbeitet? Gesegnet sei, der dich erkannt hat! Sie aber sagte es ihrer 
Schwieger, bei wem sie gearbeitet htte, und sprach: Der Mann, bei dem ich 
heute gearbeitet habe, heit Boas.
20. Naemi aber sprach zu ihrer Schnur: Gesegnet sei er dem Herrn, denn er 
hat seine Barmherzigkeit nicht gelassen, beide an den Lebendigen und an 
den Toten. Und Naemi sprach zu ihr: Der Mann gehret uns zu und ist unser 
Erbe.
21. Ruth, die Moabitin, sprach: Er sprach auch das zu mir: Du sollst dich 
zu meinen Knaben halten, bis sie mir alles eingeerntet haben.
22. Naemi sprach zu Ruth, ihrer Schnur: Es ist besser, meine Tochter, da 
du mit seinen Dirnen ausgehest, auf da nicht jemand dir dreinrede auf 
einem andern Acker.
23. Also hielt sie sich zu den Dirnen Boas , da sie las, bis da die 
Gerstenernte und Weizenernte aus war. Und kam wieder zu ihrer Schwieger.
Das Buch Ruth 3
1. Und Naemi, ihre Schwieger, sprach zu ihr: Meine Tochter, ich will dir 
Ruhe schaffen, da dir's wohlgehe.
2. Nun, der Boas, unser Freund, bei des Dirnen du gewesen bist, worfelt 
diese Nacht Gerste auf seiner Tenne.
3. So bade dich und salbe dich und lege dein Kleid an und gehe hinab auf 
die Tenne, da dich niemand kenne, bis man ganz gegessen und getrunken hat.
4. Wenn er sich dann leget, so merke den Ort, da er sich hinlegt; und komm 
und decke auf zu seinen Fen und lege dich, so wird er dir wohl sagen, 
was du tun sollst.
5. Sie sprach zu ihr: Alles was du mir sagest, will ich tun.
6. Sie ging hinab zur Tenne und tat alles, wie ihre Schwieger geboten 
hatte.
7. Und da Boas gegessen und getrunken hatte, ward sein Herz guter Dinge; 
und kam und legte sich hinter eine Mandel. Und sie kam leise und deckte 
auf zu seinen Fen und legte sich.
8. Da es nun Mitternacht ward, erschrak der Mann und erschtterte; und 
siehe, ein Weib lag zu seinen Fen.
9. Und er sprach: Wer bist du? Sie antwortete: Ich bin Ruth, deine Magd. 
Breite deinen Flgel ber deine Magd, denn du bist der Erbe.
10. Er aber sprach: Gesegnet seiest du dem Herrn, meine Tochter! Du hast 
eine bessere Barmherzigkeit hernach getan denn vorhin, da du nicht bist 
den Jnglingen nachgegangen, weder reich noch arm.
11. Nun, meine Tochter, frchte dich nicht! Alles, was du sagst, will ich 
dir tun; denn die ganze Stadt meines Volks wei, da du ein tugendsam Weib 
bist.
12. Nun, es ist wahr, da ich der Erbe bin; aber es ist einer nher denn 
ich.
13. Bleib ber Nacht. Morgen, so er dich nimmt, wohl; gelstet's ihn aber 
nicht, dich zu nehmen, so will ich dich nehmen, so wahr der Herr lebt. 
Schlaf bis morgen.
14. Und sie schlief bis morgen zu seinen Fen. Und sie stund auf, ehe 
denn einer den andern, kennen mochte; und er gedachte, da nur niemand 
inne werde, da ein Weib in die Tenne kommen sei!
15. Und sprach: Lange her den Mantel, den du anhast, und halt ihn zu. Und 
sie hielt ihn zu. Und er ma sechs Ma Gerste und legte es auf sie. Und er 
kam in die Stadt.
16. Sie aber kam zu ihrer Schwieger, die sprach: Wie steht es mit dir, 
meine Tochter? Und sie sagte ihr alles, was ihr der Mann getan hatte,
17. und sprach: Diese sechs Ma Gerste gab er mir, denn er sprach: Du 
sollst nicht leer zu deiner Schwieger kommen.
18. Sie aber sprach: Sei stille, meine Tochter, bis du erfhrest, wo es 
hinaus will; denn der Mann wird nicht ruhen, er bringe es denn heute zu 
Ende.
Das Buch Ruth 4
1. Boas ging hinauf ins Tor und setzte sich daselbst. Und siehe, da der 
Erbe vorberging, redete Boas mit ihm und sprach: Komm und setze dich etwa 
hie oder da her. Und er kam und setzte sich.
2. Und er nahm zehn Mnner von den ltesten der Stadt und sprach: Setzet 
euch her! Und sie setzten sich.
3. Da sprach er zu dem Erben: Naemi, die vom Land der Moabiter 
wiederkommen ist, beut feil das Stck Feld, das unsers Bruders war, 
Elimelechs.
4. Darum gedachte ich's vor deine Ohren zu bringen und zu sagen: Willst du 
es beerben, so kaufe es vor den Brgern und vor den Altesten meines Volks; 
willst du es aber nicht beerben, so sage mir's, da ich's wisse; denn es 
ist kein Erbe ohne du und ich nach dir. Er sprach: Ich will's beerben.
5. Boas sprach: Welches Tages du das Feld kaufst von der Hand Naemis, so 
mut du auch Ruth, die Moabitin, des Verstorbenen Weib, nehmen, da du dem 
Verstorbenen einen Namen erweckest auf sein Erbteil.
6. Da sprach er: Ich mag es nicht beerben, da ich nicht vielleicht mein 
Erbteil verderbe. Beerbe du, was ich beerben soll; denn ich mag es nicht 
beerben.
7. Es war aber von alters her eine solche Gewohnheit in Israel: Wenn einer 
ein Gut nicht beerben noch erkaufen wollte, auf da allerlei Sache 
bestnde, so zog er seinen Schuh aus und gab ihn dem an dem; das war das 
Zeugnis in Israel.
8. Und der Erbe sprach zu Boas: Kaufe du es; und zog seinen Schuh aus.
9. Und Boas sprach zu den ltesten und zu allem Volk: Ihr seid heute 
Zeugen, da ich alles gekauft habe, was Elimelechs gewesen ist, und alles, 
was Chiljons und Mahlons, von der Hand Naemis.
10. Dazu auch Ruth, die Moabitin, Mahlons Weib, nehme ich zum Weibe, da 
ich dem Verstorbenen einen Namen erwecke auf sein Erbteil, und sein. Name 
nicht ausgerottet werde unter seinen Brdern und aus dem Tor seines Orts; 
Zeugen seid ihr des heute.
11. Und alles Volk, das im Tor war, samt den ltesten sprachen: Wir sind 
Zeugen. Der Herr mache das Weib, das in dein Haus kommt, wie Rahel und 
Lea, die beide das Haus Israel gebauet haben; und wachse sehr in Ephratha 
und werde gepreiset zu Bethlehem!
12. Und dein Haus werde wie das Haus Perez , den Thamar Juda gebar, von 
dem Samen, den dir der Herr geben wird von dieser Dirne.
13. Also nahm Boas die Ruth, da sie sein Weib ward. Und da er bei ihr 
lag, gab ihr der Herr, da sie schwanger ward, und gebar einen Sohn.
14. Da sprachen die Weiber zu Naemi: Gelobet sei der Herr, der dir nicht 
hat lassen abgehen einen Erben zu dieser Zeit, da sein Name in Israel 
bliebe.
15. Der wird dich erquicken und dein Alter versorgen. Denn deine Schnur, 
die dich geliebet hat, hat ihn geboren, welche dir besser ist denn sieben 
Shne.
16. Und Naemi nahm das Kind und legte es auf ihren Scho und ward seine 
Wrterin.
17. Und ihre Nachbarinnen gaben ihm einen Namen und sprachen: Naemi ist 
ein Kind geboren; und hieen ihn Obed, der ist der Vater Isais, welcher 
ist Davids Vater.
18. Dies ist das Geschlecht Perez: Perez zeugete Hezron;
19. Hezron zeugete Ram; Ram zeugete Amminadab;
20. Amminadab zeugete Nahesson; Nahesson zeugete Salma;
21. Salma zeugete Boas; Boas zeugete Obed;
22. Obed zeugete Isai; Isai zeugete David.
Das erste Buch Samuel 1
1. Es war ein Mann von Ramathaim-Zophim, vom Gebirge Ephraim, der hie 
Elkana, ein Sohn Jerohams, des Sohns Elihus, des Sohns Thohus, des Sohns 
Zuphs, welcher von Ephrath war.
2. Und er hatte zwei Weiber; eine hie Hanna, die andere Peninna. Peninna 
aber hatte Kinder, und Hanna hatte keine Kinder.
3. Und derselbe Mann ging hinauf von seiner Stadt zu seiner Zeit, da er 
anbetete und opferte dem Herrn Zebaoth zu Silo. Daselbst waren aber 
Priester des Herrn Hophni und Pinehas, die zween Shne Elis.
4. Da es nun eines Tages kam, da Elkana opferte, gab er seinem Weibe 
Peninna und allen ihren Shnen und Tchtern Stcke.
5. Aber Hanna gab er ein Stck traurig; denn er hatte Hanna lieb; aber der 
Herr hatte ihren Leib verschlossen.
6. Und ihre Widerwrtige betrbte sie und trotzte ihr sehr, da der Herr 
ihren Leib verschlossen htte.
7. Also ging es alle Jahre, wenn sie hinaufzog zu des Herrn Haus, und 
betrbte sie also; so weinete sie dann und a nichts.
8. Elkana aber, ihr Mann, sprach zu ihr: Hanna, warum weinest du, und 
warum issest du nichts, und warum gehabt sich dein Herz so bel? Bin ich 
dir nicht besser denn zehn Shne?
9. Da stund Hanna auf, nachdem sie gegessen hatte zu Silo und getrunken. 
(Eli aber, der Priester, sa auf einem Stuhl an der Pfoste des Tempels des 
Herrn.)
10. Und sie war von Herzen betrbt und betete zum Herrn und weinete.
11. Und gelobte ein Gelbde und sprach: Herr Zebaoth, wirst du deiner Magd 
Elend ansehen und an mich gedenken und deiner Magd nicht vergessen und 
wirst deiner Magd einen Sohn geben, so will ich ihn dem Herrn geben sein 
Leben lang, und soll kein Schermesser auf sein Haupt kommen.
12. Und da sie lange betete vor dem Herrn, hatte Eli acht auf ihren Mund.
13. Denn Hanna redete in ihrem Herzen; allein ihre Lippen regten sich, und 
ihre Stimme hrete man nicht. Da meinte Eli, sie wre trunken,
14. und sprach zu ihr: Wie lange willst du trunken sein? La den Wein von 
dir kommen, den du bei dir hast!
15. Hanna aber antwortete und sprach: Nein, mein Herr, ich bin ein betrbt 
Weib. Wein und stark Getrnke hab ich nicht getrunken, sondern habe mein 
Herz vor dem Herrn ausgeschttet.
16. Du wollest deine Magd nicht achten wie ein loses Weib; denn ich habe 
aus meinem groen Kummer und Traurigkeit geredet bisher.
17. Eli antwortete und sprach: Gehe hin mit Frieden! Der Gott Israels wird 
dir geben deine Bitte, die du von ihm gebeten hast.
18. Sie sprach: La deine Magd Gnade finden vor deinen Augen. Also ging 
das Weib hin ihres Weges und a und sah nicht mehr so traurig.
19. Und des Morgens frhe machten sie sich auf, und da sie angebetet 
hatten vor dem Herrn, kehreten sie wieder um und kamen heim gen Ramath. 
Und Elkana erkannte sein Weib Hanna; und der Herr gedachte an sie.
20. Und da etliche Tage um waren, ward sie schwanger und gebar einen Sohn 
und hie ihn Samuel; denn ich habe ihn von dem Herrn gebeten.
21. Und da der Mann Elkana hinaufzog mit seinem ganzen Hause, da er dem 
Herrn opferte das Opfer zur Zeit gewhnlich, und sein Gelbde,
22. zog Hanna nicht mit hinauf, sondern sprach zu ihrem Manne: Bis der 
Knabe entwhnet werde, so will ich ihn bringen, da er vor dem Herrn 
erscheine und bleibe daselbst ewiglich.
23. Elkana, ihr Mann, sprach zu ihr: So tue, wie dir's gefllt; bleibe, 
bis du ihn entwhnest; der Herr besttige aber, was er geredet hat! Also 
blieb das Weib und sugete ihren Sohn, bis da sie ihn entwhnete.
24. Und brachte ihn mit ihr hinauf, nachdem sie ihn entwhnet hatte, mit 
drei Farren, mit einem Epha Mehl und einer Flasche Weins; und brachte ihn 
in das Haus des Herrn zu Silo; Der Knabe aber war noch jung.
25. Und sie schlachteten einen Farren und brachten den Knaben zu Eli.
26. Und sie sprach: Ach, mein Herr, so wahr deine Seele lebet, mein Herr, 
ich bin das Weib, das hie bei dir stund und bat den Herrn,
27. da ich um diesen Knaben bat. Nun hat der Herr meine Bitte gegeben, die 
ich von ihm bat.
28. Darum gebe ich ihn dem Herrn wieder sein Leben lang, weil er vom Herrn 
erbeten ist. Und sie beteten daselbst den Herrn an.
Das erste Buch Samuel 2
1. Und Hanna betete und sprach: Mein Herz ist frhlich in dem Herrn, mein 
Horn ist erhhet in dem Herrn. Mein Mund hat sich weit aufgetan ber meine 
Feinde; denn ich freue mich deines Heils.
2. Es ist niemand heilig, wie der Herr; auer dir ist keiner; und ist kein 
Hort, wie unser Gott ist.
3. Lasset euer gro Rhmen und Trotzen, lasset aus eurem Munde das Alte; 
denn der Herr ist ein Gott, der es merket, und lt solch Vornehmen nicht 
gelingen.
4. Der Bogen der Starken ist zerbrochen, und die Schwachen sind umgrtet 
mit Strke.
5. Die da satt waren, sind ums Brot verkauft worden, und die Hunger 
litten, hungert nicht mehr, bis da die Unfruchtbare sieben gebar, und die 
viel Kinder hatte, abnahm.
6. Der Herr ttet und machet lebendig, fhret in die Hlle und wieder 
heraus.
7. Der Herr machet arm und machet reich; er niedriget und erhhet.
8. Er hebet auf den Drftigen aus dem Staub und erhhet den Armen aus dem 
Kot, da er ihn setze unter die Frsten und den Stuhl der Ehren erben 
lasse. Denn der Welt Ende sind des Herrn, und er hat den Erdboden drauf 
gesetzet.
9. Er wird behten die Fe seiner Heiligen; aber die Gottlosen mssen 
zunichte werden in Finsternis; denn viel Vermgen hilft doch niemand.
10. Die mit dem Herrn hadern, mssen zugrunde gehen; ber ihnen wird er 
donnern im Himmel. Der Herr wird richten der Welt Ende und wird Macht 
geben seinem Knige und erhhen das Horn seines Gesalbten.
11. Elkana aber ging hin gen Ramath in sein Haus, und der Knabe war des 
Herrn Diener vor dem Priester Eli.
12. Aber die Shne Elis waren bse Buben; die fragten nicht nach dem Herrn,
13. noch nach dem Recht der Priester an das Volk. Wenn jemand etwas opfern 
wollte, so kam des Priesters Knabe, weil das Fleisch kochte, und hatte 
eine mit drei Zacken in seiner Hand;
14. und stie in den Tiegel, oder Kessel, oder Pfanne, oder Topf; und was 
er mit der Kreuel hervorzog, das nahm der Priester davon. Also taten sie 
dem ganzen Israel, die daselbst hinkamen zu Silo.
15. Desselbengleichen, ehe denn sie das Fett anzndeten, kam des Priesters 
Knabe und sprach zu dem, der das Opfer brachte: Gib mir das Fleisch, dem 
Priester zu braten; denn er will nicht gekocht Fleisch von dir nehmen, 
sondern roh.
16. Wenn dann jemand zu ihm sagte: La das Fett anznden, wie sich's heute 
gebhrt, und nimm danach, was dein Herz begehrt, so sprach er zu ihm: Du 
sollst mir's jetzt geben; wo nicht, so will ich's mit Gewalt nehmen.
17. Darum war die Snde der Knaben sehr gro vor dem Herrn; denn die Leute 
lsterten das Speisopfer des Herrn.
18. Samuel aber war ein Diener vor dem Herrn; und der Knabe war umgrtet 
mit einem leinenen Leibrock.
19. Dazu machte ihm seine Mutter einen kleinen Rock und brachte ihn ihm 
hinauf zu seiner Zeit, wenn sie mit ihrem Mann hinaufging, zu opfern die 
Opfer zu seiner Zeit.
20. Und Eli segnete Elkana und sein Weib und sprach: Der Herr gebe dir 
Samen von diesem Weibe um die Bitte, die sie vom Herrn gebeten hat. Und 
sie gingen an ihren Ort.
21. Und der Herr suchte Hanna heim, da sie schwanger ward; und gebar drei 
Shne und zwo Tchter. Aber Samuel, der Knabe, nahm zu bei dem Herrn.
22. Eli aber war sehr alt und erfuhr alles, was seine Shne taten dem 
ganzen Israel, und da sie schliefen bei den Weibern, die da dieneten vor 
der Tr der Htte des Stifts.
23. Und er sprach zu ihnen: Warum tut ihr solches? Denn ich hre euer 
bses Wesen von diesem ganzen Volk.
24. Nicht, meine Kinder das ist nicht ein gut Geschrei, das ich hre. Ihr 
machet des Herrn Volk bertreten.
25. Wenn jemand wider einen Menschen sndiget, so kann's der Richter 
schlichten. Wenn aber jemand wider den Herrn sndiget, wer kann fr ihn 
bitten? Aber sie gehorchten ihres Vaters Stimme nicht, denn der Herr hatte 
Willen, sie zu tten.
26. Aber der Knabe Samuel ging und nahm zu; und war angenehm bei dem Herrn 
und bei den Menschen.
27. Es kam aber ein Mann Gottes zu Eli und sprach zu ihm: So spricht der 
Herr: Ich habe mich offenbaret deines Vaters Hause, da sie noch in gypten 
waren in Pharaos Hause,
28. und habe ihn daselbst mir erwhlet vor allen Stmmen Israels zum 
Priestertum, da er opfern sollte auf meinem Altar und Ruchwerk anznden 
und den Leibrock vor mir tragen; und habe deines Vaters Hause gegeben alle 
Feuer der Kinder Israel.
29. Warum lckest du denn wider meine Opfer und Speisopfer, die ich 
geboten habe in der Wohnung? Und du ehrest deine Shne mehr denn mich, da 
ihr euch mstet von dem Besten aller Speisopfer meines Volks Israel.
30. Darum spricht der Herr, der Gott Israels: Ich habe geredet, dein Haus 
und deines Vaters Haus sollten wandeln vor mir ewiglich. Aber nun spricht 
der Herr: Es sei ferne von mir, sondern wer mich ehret, den will ich auch 
ehren; wer aber mich verachtet, der soll wieder verachtet werden.
31. Siehe, es wird die Zeit kommen, da ich will entzweibrechen deinen Arm 
und den Arm deines Vaters Hauses, da kein Alter sei in deinem Hause.
32. Und wirst sehen deinen Widerwrtigen in der Wohnung in allerlei Gut, 
das Israel geschehen wird; und wird kein Alter sein in deines Vaters Hause 
ewiglich.
33. Doch will ich aus dir niemand von meinem Altar ausrotten, auf da 
deine Augen verschmachten und deine Seele sich grme; und alle Menge 
deines Hauses sollen sterben, wenn sie Mnner worden sind.
34. Und das soll dir ein Zeichen sein, das ber deine zween Shne, Hophni 
und Pinehas, kommen wird: auf einen Tag werden sie beide sterben.
35. Ich aber will mir einen treuen Priester erwecken, der soll tun, wie es 
meinem Herzen und meiner Seele gefllt; dem will ich ein bestndig Haus 
bauen, da er vor meinem Gesalbten wandele immerdar.
36. Und wer brig ist von deinem Hause, der wird kommen und vor jenem 
niederfallen um einen silbernen Pfennig und Stck Brots und wird sagen: 
Lieber, la mich zu einem Priesterteil, da ich einen Bissen Brot esse.
Das erste Buch Samuel 3
1. Und da Samuel, der Knabe, dem Herrn dienete unter Eh, war des Herrn 
Wort teuer zu derselbigen Zeit, und war wenig Weissagung.
2. Und es begab sich, zur selben Zeit lag Eli an seinem Ort, und seine 
Augen fingen an dunkel zu werden, da er nicht sehen konnte.
3. Und Samuel hatte sich geleget im Tempel des Herrn, da die Lade Gottes 
war, ehe denn die Lampe Gottes verlosch.
4. Und der Herr rief Samuel. Er aber antwortete: Siehe, hie bin ich.
5. Und lief zu Eli und sprach: Siehe, hie bin ich, du hast mich gerufen. 
Er aber sprach: Ich habe dich nicht gerufen; gehe wieder hin und lege dich 
schlafen. Und er ging hin und legte sich schlafen.
6. Der Herr rief abermal: Samuel! Und Samuel stund auf und ging zu Eli und 
sprach: Siehe, hie bin ich, du hast mich gerufen. Er aber sprach: Ich habe 
dich nicht gerufen, mein Sohn; gehe wieder hin und lege dich schlafen.
7. Aber Samuel kannte den Herrn noch nicht, und des Herrn Wort war ihm 
noch nicht offenbaret.
8. Und der Herr rief Samuel aber zum drittenmal. Und er stund auf und ging 
zu Eli und sprach: Siehe, hie bin ich, du hast mich gerufen. Da merkte Eh, 
da der Herr dem Knaben rief,
9. und sprach zu ihm: Gehe wieder hin und lege dich schlafen; und so du 
gerufen wirst, so sprich: Rede, Herr; denn dein Knecht hret. Samuel ging 
hin und legte sich an seinen Ort.
10. Da kam der Herr und trat dahin und rief wie vormals: Samuel, Samuel! 
Und Samuel sprach: Rede, denn dein Knecht hret.
11. Und der Herr sprach zu Samuel: Siehe, ich tue ein Ding in Israel, da, 
wer das hren wird, dem werden seine beiden Ohren gellen.
12. An dem Tage will ich erwecken ber Eh, was ich wider sein Haus geredet 
habe; ich will's anfahen und vollenden.
13. Denn ich hab's ihm angesagt, da ich Richter sein will ber sein Haus 
ewiglich um der Missetat willen, da er wute, wie seine Kinder sich 
schndlich hielten, und htte nicht einmal sauer dazu gesehen.
14. Darum habe; ich dem Hause Eli geschworen, da diese Missetat des 
Hauses Eli soll nicht vershnet werden weder mit Opfer noch mit Speisopfer 
ewiglich.
15. Und Samuel lag bis an den Morgen; und tat die Tr auf am Hause des 
Herrn. Samuel aber frchtete sich, das Gesicht Eli anzusagen.
16. Da rief ihm Eli und sprach: Samuel, mein Sohn! Er antwortete: Siehe, 
hie bin ich.
17. Er sprach: Was ist das Wort, das dir gesagt ist? Verschweige mir 
nichts. Gott tue dir dies und das, wo du mir etwas verschweigest, das dir 
gesagt ist!
18. Da sagte es ihm Samuel alles an und verschwieg ihm nichts. Er aber 
sprach: Es ist der Herr; er tue, was ihm wohlgefllt!
19. Samuel aber nahm zu, und der Herr war mit ihm; und fiel keines unter 
allen seinen Worten auf die Erde.
20. Und ganz Israel, von Dan an bis gen Berseba, erkannte, da Samuel ein 
treuer Prophet des Herrn war.
21. Und der Herr erschien hinfort zu Silo; denn der Herr war Samuel 
offenbaret worden zu Silo durch das Wort des Herrn.
Das erste Buch Samuel 4
1. Und Samuel fing an zu predigen dem ganzen Israel. Israel aber zog aus 
den Philistern entgegen in den Streit; und lagerten sich bei Eben-Ezer. 
Die Philister aber hatten sich gelagert zu Aphek
2. und rsteten sich gegen Israel. Und der Streit teilete sich weit. Und 
Israel ward vor den Philistern geschlagen, und schlugen in der Ordnung im 
Felde bei viertausend Mann.
3. Und da das Volk ins Lager kam, sprachen die ltesten Israels: Warum hat 
uns der Herr heute schlagen lassen vor den Philistern? Lat uns zu uns 
nehmen die Lade des Bundes des Herrn von Silo und lat sie, unter uns 
kommen, da sie uns helfe von der Hand unserer Feinde.
4. Und das Volk sandte gen Silo und lie von dannen holen die Lade des 
Bundes des Herrn Zebaoth, der ber den Cherubim sitzet. Und waren da die 
zween Shne Elis mit der Lade des Bundes Gottes, Hophni und Pinehas.
5. Und da die Lade des Bundes des Herrn in das Lager kam, jauchzete das 
ganze Israel mit einem groen Jauchzen, da die Erde erschallete.
6. Da aber die Philister hreten das Geschrei solches Jauchzens, sprachen 
sie: Was ist das Geschrei solches groen Jauchzens in der Ebrer Lager? 
Und da sie erfuhren, da die Lade des Herrn ins Lager kommen wre,
7. frchteten sie sich und sprachen: Gott ist ins Lager kommen; und 
sprachen weiter: Wehe uns! denn es ist vorhin nicht also gestanden.
8. Wehe uns! Wer will uns erretten von der Hand dieser mchtigen Gtter? 
Das sind die Gtter, die gypten schlugen mit allerlei Plage in der Wste.
9. So seid nun getrost und Mnner, ihr Philister, da ihr nicht dienen 
msset den Ebrern, wie sie euch gedienet haben. Seid Mnner und streitet!
10. Da stritten die Philister, und Israel ward geschlagen, und ein 
jeglicher floh in seine Htte. Und es War eine sehr groe Schlacht, da 
aus Israel fielen dreiigtausend Mann Fuvolks.
11. Und die Lade Gottes ward genommen, und die zween Shne Elis, Hophni 
und Pinehas, starben.
12. Da lief einer von Benjamin aus dem Heer und kam gen Silo desselben 
Tages; und hatte seine Kleider zerrissen und hatte Erde auf sein Haupt 
gestreuet.
13. Und siehe, als er hineinkam, sa Eli auf dem Stuhl, da er auf den Weg 
she; denn sein Herz war zaghaft ber der Lade Gottes. Und da der Mann in 
die Stadt kam, sagte er's an; und die ganze Stadt schrie.
14. Und da Eli das laute Schreien hrete, fragte er: Was ist das fr ein 
laut Getmmel? Da kam der Mann eilend und sagte es Eli an.
15. (Eli aber war achtundneunzig Jahre alt, und seine Augen waren dunkel, 
da er nicht sehen konnte.)
16. Der Mann aber sprach zu Eh: Ich komme und bin heute aus dem Heer 
geflohen. Er aber sprach: Wie gehet es zu, mein Sohn?
17. Da antwortete der Verkndiger und sprach: Israel ist geflohen vor den 
Philistern, und ist eine groe Schlacht im Volk geschehen; und deine zween 
Shne, Hophni und Pinehas, sind gestorben; dazu die Lade Gottes ist 
genommen.
18. Da er aber der Lade Gottes gedachte, fiel er zurck vom Stuhl am Tor 
und brach seinen Hals entzwei und starb; denn er war alt und ein schwerer 
Mann. Er richtete aber Israel vierzig Jahre.
19. Seine Schnur aber, Pinehas Weib, war schwanger und sollte schier 
geliegen. Da sie das Gercht hrete, da die Lade Gottes genommen und ihr 
Schwher und Mann tot wre, krmmete sie sich und gebar, denn es kam sie 
ihr Wehe an.
20. Und da sie jetzt starb, sprachen die Weiber, die neben ihr stunden: 
Frchte dich nicht, du hast einen jungen Sohn. Aber sie antwortete nichts 
und nahm's auch nicht zu Herzen.
21. Und sie hie den Knaben Ikabod und sprach: Die Herrlichkeit ist dahin 
von Israel; weil die Lade Gottes genommen war und ihr Schwher und ihr 
Mann.
22. Und sprach abermal: Die Herrlichkeit ist dahin von Israel; denn die 
Lade Gottes ist genommen.
Das erste Buch Samuel 5
1. Die Philister aber nahmen die Lade Gottes und brachten sie von Eben-
Ezer gen Asdod,
2. in das Haus Dagons, und stelleten sie neben Dagon.
3. Und da die von Asdod des andern Morgens frhe aufstunden, fanden sie 
Dagon auf seinem Antlitz liegen auf der Erde vor der Lade des Herrn. Aber 
sie nahmen den Dagon und setzten ihn wieder an seinen Ort.
4. Da sie aber des andern Morgens frhe aufstunden, fanden sie Dagon 
abermal auf seinem Antlitz liegen auf der Erde vor der Lade des Herrn, 
aber sein Haupt und seine beiden Hnde abgehauen auf der Schwelle, da der 
Rumpf allein drauf lag.
5. Darum treten die Priester Dagons und alle, die in Dagons Haus gehen, 
nicht auf die Schwelle Dagons zu Asdod bis auf diesen Tag.
6. Aber die Hand des Herrn ward schwer ber die von Asdod und verderbete 
sie und schlug Asdod und alle ihre Grenzen an heimlichen Orten.
7. Da aber die Leute zu Asdod sahen, da es so zuging, sprachen sie: Lat 
die Lade des Gottes Israels nicht bei uns bleiben; denn seine Hand ist zu 
hart ber uns und unsern Gott Dagon.
8. Und sandten hin und versammelten alle Frsten der Philister zu sich und 
sprachen: Was sollen wir mit der Lade des Gottes Israels machen? Da 
antworteten sie: Lasset die von Gath die Lade des Gottes Israels 
umhertragen.
9. Und sie trugen die Lade des Gottes Israels umher. Da sie aber dieselbe 
umhertrugen, ward durch die Hand des Herrn in der Stadt ein sehr groer 
Rumor, und schlug die Leute in der Stadt, beide klein und gro, und 
kriegten heimliche Plage an heimlichen Orten.
10. Da sandten sie die Lade des Herrn gen Ekron. Da aber die Lade Gottes 
gen Ekron kam, schrieen die von Ekron: Sie haben die Lade Gottes 
umhergetragen zu mir, da sie mich tte und mein Volk.
11. Da sandten sie hin und versammelten alle Frsten der Philister und 
sprachen: Sendet die Lade des Gottes Israels wieder an ihren Ort, da sie 
mich und mein Volk nicht tte. Denn die Hand Gottes machte einen sehr 
groen Rumor mit Wrgen in der ganzen Stadt.
12. Und welche Leute nicht starben, die wurden geschlagen an heimlichen 
Orten, da das Geschrei der Stadt auf gen Himmel ging.
Das erste Buch Samuel 6
1. Also war die Lade des Herrn sieben Monde im Lande der Philister.
2. Und die Philister riefen ihren Priestern und Weissagern und sprachen: 
Was sollen wir mit der Lade des Herrn machen? Lehret uns, womit sollen wir 
sie an ihren Ort senden?
3. Sie sprachen: Wollt ihr die Lade des Gottes Israels senden, so sendet 
sie nicht leer, sondern sollt ihr vergelten ein Schuldopfer, so werdet ihr 
gesund werden und wird euch kund werden, warum seine Hand nicht von euch 
lt.
4. Sie aber sprachen: Welches ist das Schuldopfer, das wir ihm geben 
sollen? Sie antworteten: Fnf gldene rse und fnf gldene Muse nach der 
Zahl der fnf Frsten der Philister; denn es ist einerlei Plage gewesen 
ber euch alle und ber eure Frsten.
5. So msset ihr nun machen gleiche Gestalt euren rsen und euren Musen, 
die euer Land verderbet haben, da ihr dem Gott Israels die Ehre gebet; 
vielleicht wird seine Hand leichter werden ber euch und ber euren Gott 
und ber euer Land.
6. Warum verstocket ihr euer Herz, wie die gypter und Pharao ihr Herz 
verstockten? Ist's nicht also, da er sich an ihnen beweisete, lieen sie 
sie fahren, da sie hingingen?
7. So nehmet nun und machet einen neuen Wagen und zwo junge sugende Khe, 
auf die nie kein Joch kommen ist, und spannet sie an den Wagen und lasset 
ihre Klber hinter ihnen daheim bleiben.
8. Und nehmet die Lade des Herrn und legt sie auf den Wagen; und die 
gldenen Kleinode, die ihr ihm zum Schuldopfer gebt, tut in ein Kstlein 
neben ihre Seiten und sendet sie hin und lasset sie gehen.
9. Und sehet ihr zu. Gehet sie hinauf dem Wege ihrer Grenze gen Beth-
Semes, so hat er uns all das groe bel getan. Wo nicht, so werden wir 
wissen, da seine Hand uns nicht gerhrt hat, sondern es ist uns ohngefhr 
widerfahren.
10. Die Leute taten also und nahmen zwo junge sugende Khe und spanneten 
sie an einen Wagen und behielten ihre Klber daheim.
11. Und legten die Lade des Herrn auf den Wagen und das Kstlein mit den 
gldenen Musen und mit den Bildern ihrer rse.
12. Und die Khe gingen stracks Weges zu Beth-Semes zu auf einer Strae; 
und gingen und blketen und wichen nicht, weder zur Rechten noch zur 
Linken. Und die Frsten der Philister gingen ihnen nach bis an die Grenze 
Beth-Semes.
13. Die Beth-Semiter aber schnitten eben in der Weizenernte im Grunde; und 
huben ihre Augen auf und sahen die Lade und freueten sich, dieselbe zu 
sehen.
14. Der Wagen aber kam auf den Acker Josuas, des Beth-Semiters, und stund 
daselbst stille. Und war ein groer Stein daselbst. Und sie spalteten das 
Holz vom Wagen und opferten die Khe dem Herrn zum Brandopfer.
15. Die Leviten aber huben die Lade des Herrn herab und das Kstlein, das 
neben dran war, darinnen die gldenen Kleinode waren, und setzten sie auf 
den groen Stein. Aber die Leute zu Beth-Semes opferten dem Herrn 
desselben Tages Brandopfer und andere Opfer.
16. Da aber die fnf Frsten der Philister zugesehen hatten, zogen sie 
wiederum gen Ekron desselben Tages
17. Dies sind aber die gldenen rse, die die Philister dem Herrn zum 
Schuldopfer gaben: Asdod einen, Gasa einen, Asklon einen, Gath einen und 
Ekron einen.
18. Und gldene Muse nach der Zahl aller Stdte der Philister unter den 
fnf Frsten, beide der gemauerten Stdte und Drfer, und bis an das groe 
Abel, darauf sie die Lade des Herrn lieen, bis auf diesen Tag, auf dem 
Acker Josuas, des Beth-Semiters.
19. Und etliche zu Beth-Semes wurden geschlagen, darum da sie die Lade 
des Herrn gesehen hatten. Und er schlug des Volks fnfzigtausend und 
siebenzig Mann. Da trug das Volk Leid, da der Herr so eine groe Schlacht 
im Volk getan hatte.
20. Und die Leute zu Beth-Semes sprachen: Wer kann stehen vor dem Herrn, 
solchem heiligen Gott? und zu wem soll er von uns ziehen?
21. Und sie sandten Boten zu den Brgern Kiriath-Jearims, und lieen ihnen 
sagen: Die Philister haben die Lade des Herrn wiedergebracht; kommt herab 
und holet sie zu euch hinauf.
Das erste Buch Samuel 7
1. Also kamen die Leute von Kiriath-Jearim und holeten die Lade des Herrn 
hinauf und brachten sie ins Haus Abinadabs zu Gibea; und seinen Sohn 
Eleasar heiligten sie, da er der Lade des Herrn htete.
2. Und von dem Tage an, da die Lade des Herrn zu Kiriath-Jearim blieb, 
verzog sich die Zeit so lange, bis zwanzig Jahre wurden; und das ganze 
Haus Israel weinete vor dem Herrn.
3. Samuel aber sprach zu dem ganzen Hause Israel: So ihr euch mit ganzem 
Herzen bekehret zu dem Herrn, so tut von euch die fremden Gtter und 
Astharoth und richtet euer Herz zudem Herrn und dienet ihm allein, so wird 
er euch erretten aus der Philister Hand.
4. Da taten die Kinder Israel von sich Baalim und Astharoth und dieneten 
dem Herrn allein.
5. Samuel aber sprach: Versammelt das ganze Israel gen Mizpa, da ich fr 
euch bitte zum Herrn.
6. Und sie kamen zusammen gen Mizpa und schpften Wasser und gossen es aus 
vor dem Herrn; und fasteten denselben Tag und sprachen daselbst: Wir haben 
dem Herrn gesndiget. Also richtete Samuel die Kinder Israel zu Mizpa.
7. Da aber die Philister hreten, da die Kinder Israel zusammenkommen 
waren gen Mizpa, zogen die Frsten der Philister hinauf wider Israel. Da 
das die Kinder Israel hreten, frchteten sie sich vor den Philistern
8. und sprachen zu Samuel: La nicht ab, fr uns zu schreien zu dem Herrn, 
unserm Gott, da er uns helfe aus der Philister Hand.
9. Samuel nahm ein Milchlmmlein und opferte dem Herrn ein ganz Brandopfer 
und schrie zum Herrn fr Israel; und der Herr erhrete ihn.
10. Und indem Samuel das Brandopfer opferte, kamen die Philister herzu, zu 
streiten wider Israel. Aber der Herr lie donnern einen groen Donner ber 
die Philister desselben Tages und schreckte sie, da sie vor Israel 
geschlagen wurden.
11. Da zogen die Mnner Israels aus von Mizpa und jagten die Philister und 
schlugen sie bis unter Beth-Kar.
12. Da nahm Samuel einen Stein und setzte ihn zwischen Mizpa und Sen; und 
hie ihn Eben-Ezer und sprach: Bis hieher hat uns der Herr geholfen.
13. Also wurden die Philister gedmpfet und kamen nicht mehr in die Grenze 
Israels; und die Hand des Herrn war wider die Philister, solange Samuel 
lebte.
14. Also wurden Israel die Stdte wieder, die die Philister ihnen genommen 
hatten, von Ekron an bis gen Gath samt ihren Grenzen; die errettete Israel 
von der Hand der Philister; denn Israel hatte Frieden mit den Amoritern.
15. Samuel aber richtete Israel sein Lebenlang.
16. Und zog jhrlich umher zu Bethel und Gilgal und Mizpa. Und wenn er 
Israel an allen diesen Orten gerichtet hatte,
17. kam er wieder gen Ramath, denn da war sein Haus; und richtete Israel 
daselbst und bauete dem Herrn daselbst einen Altar.
Das erste Buch Samuel 8
1. Da aber Samuel alt ward, setzte er seine Shne zu Richtern ber Israel.
2. Sein erstgeborner Sohn hie Joel und der andere Abia; und waren Richter 
zu Berseba.
3. Aber seine Shne wandelten nicht in seinem Wege, sondern neigeten sich 
zum Geiz und nahmen Geschenk und beugeten das Recht.
4. Da versammelten sich alle ltesten in Israel und kamen gen Ramath zu 
Samuel.
5. Und sprachen zu ihm: Siehe, du bist alt worden, und deine Shne wandeln 
nicht in deinen Wegen; so setze nun einen Knig ber uns, der uns richte, 
wie alle Heiden haben.
6. Das gefiel Samuel bel, da sie sagten: Gib uns einen Knig, der uns 
richte. Und Samuel betete vor dem Herrn.
7. Der Herr aber sprach zu Samuel: Gehorche der Stimme des Volks in allem, 
das sie zu dir gesagt haben; denn sie haben nicht dich, sondern mich 
verworfen, da ich nicht soll Knig ber sie sein.
8. Sie tun dir, wie sie immer getan haben von dem Tage an, da ich sie aus 
gypten fhrete; bis auf diesen Tag, und haben mich verlassen und andern 
Gttern gedienet.
9. So gehorche nun ihrer Stimme. Doch bezeuge ihnen und verkndige ihnen 
das Recht des Knigs, der ber sie herrschen wird.
10. Und Samuel sagte alle Worte des Herrn dem Volk, das von ihm einen 
Knig forderte.
11. Das wird des Knigs Recht sein, der ber euch herrschen wird: Eure 
Shne wird er nehmen zu seinem Wagen und Reitern, die vor seinem Wagen her 
traben,
12. und zu Hauptleuten ber tausend und ber fnfzig und zu Ackerleuten, 
die ihm seinen Acker bauen, und zu Schnittern in seiner Ernte, und da sie 
seinen Harnisch, und was zu seinem Wagen gehret, machen.
13. Eure Tchter aber wird er nehmen, da sie Apothekerinnen, Kchinnen 
und Bckerinnen seien.
14. Eure besten cker und Weinberge und lgrten wird er nehmen und seinen 
Knechten geben.
15. Dazu von eurer Saat und Weinbergen wird er den Zehnten nehmen und 
seinen Kmmerern und Knechten geben.
16. Und eure Knechte und Mgde und eure feinsten Jnglinge und eure Esel 
wird er nehmen und seine Geschfte damit ausrichten.
17. Von euren Herden wird er den Zehnten nehmen, und ihr msset seine 
Knechte sein.
18. Wenn ihr dann schreien werdet zu der Zeit ber euren Knig, den ihr 
euch erwhlet habt; so wird euch der Herr zu derselbigen Zeit nicht 
erhren.
19. Aber das Volk weigerte sich, zu gehorchen der Stimme Samuels, und 
sprachen: Mitnichten, sondern es soll ein Knig ber uns sein,
20. da wir seien auch wie alle andern Heiden, da uns unser Knig richte 
und vor uns her ausziehe, wenn wir unsere Kriege fhren.
21. Da gehorchte Samuel alle dem, das das Volk sagte, und sagte es vor den 
Ohren des Herrn.
22. Der Herr aber sprach zu Samuel: Gehorche ihrer Stimme und mache ihnen 
einen Knig! Und Samuel sprach zu den Mnnern Israels: Gehet hin, ein 
jeglicher in seine Stadt!
Das erste Buch Samuel 9
1. Es war aber ein Mann von Benjamin mit Namen Kis, ein Sohn Abiels, des 
Sohns Zerors, des Sohns Bechoraths, des Sohns Apiahs, des Sohns eines 
Mannes Jemini, ein weidlicher Mann.
2. Der hatte einen Sohn mit Namen Saul; der war ein junger feiner Mann, 
und war kein feinerer unter den Kindern Israel, eines Hauptes lnger denn 
alles Volk.
3. Es hatte aber Kis, der Vater Sauls, seine Eselinnen verloren; und er 
sprach zu seinem Sohne Saul: Nimm der Knaben einen mit dir, mache dich 
auf, gehe hin und suche die Eselinnen!
4. Und er ging durch das Gebirge Ephraim und durch das Land Salisa, und 
fanden sie nicht; sie gingen durch das Land Saalim, und sie waren nicht 
da; sie gingen durchs Land Jemini und fanden sie nicht.
5. Da sie aber kamen ins Land Zuph, sprach Saul zu dem Knaben, der mit ihm 
war: Komm, la uns wieder heimgehen; mein Vater mchte von den Eselinnen 
lassen und fr uns sorgen.
6. Er aber sprach: Siehe, es ist ein berhmter Mann Gottes in dieser 
Stadt; alles, was er sagt, das geschiehet. Nun la uns dahin gehen; 
vielleicht sagt er uns unsern Weg, den wir gehen.
7. Saul aber sprach zu seinem Knaben: Wenn wir schon hingehen, was bringen 
wir dem Manne? Denn das Brot ist dahin aus unserem Sack; so haben wir 
sonst keine Gabe, die wir dem Mann Gottes bringen. Was haben wir?
8. Der Knabe antwortete Saul wieder und sprach: Siehe, ich habe ein 
Vierteil eines silbernen Sekels bei mir; den wollen wir dem Mann Gottes 
geben, da er uns unsern Weg sage.
9. Vorzeiten in Israel, wenn man ging, Gott zu fragen, sprach man: Kommt, 
lat uns gehen zu dem Seher! Denn die man jetzt Propheten heit, die hie 
man vorzeiten Seher.
10. Saul sprach zu seinem Knaben: Du hast wohl geredet; komm, la uns 
gehen! Und da sie hingingen zu der Stadt, da der Mann Gottes war,
11. und zur Stadt hinaufkamen, fanden sie Dirnen, die herausgingen, Wasser 
zu schpfen. Zu denselben sprachen sie: Ist der Seher hie?
12. Sie antworteten ihnen und sprachen: Ja, siehe, da ist er; eile, denn 
er ist heute in die Stadt kommen, weil das Volk heute zu opfern hat auf 
der Hhe.
13. Wenn ihr in die Stadt kommt, so werdet ihr ihn finden, ehe denn er 
hinaufgehet auf die Hhe zu essen. Denn das Volk wird nicht essen, bis er 
komme, sintemal er segnet das Opfer; danach essen die, so geladen sind. 
Darum so gehet hinauf, denn jetzt werdet ihr ihn eben antreffen.
14. Und da sie hinauf zur Stadt kamen und mitten in der Stadt waren, 
siehe, da ging Samuel heraus ihnen entgegen und wollte auf die Hhe gehen.
15. Aber der Herr hatte Samuel seinen Ohren offenbaret einen Tag zuvor, 
ehe denn Saul kam, und gesagt:
16. Morgen um diese Zeit will ich einen Mann zu dir senden aus dem Lande 
Benjamin; den sollst du zum Frsten salben ber mein Volk Israel, da er 
mein Volk erlse von der Philister Hand. Denn ich habe mein Volk 
angesehen, und sein Geschrei ist vor mich kommen.
17. Da nun Samuel Saul ansah, antwortete ihm der Herr: Siehe, das ist der 
Mann, davon ich dir gesagt habe, da er ber mein Volk herrsche.
18. Da trat Saul zu Samuel unter dem Tor und sprach: Sage mir, wo ist hie 
des Sehers Haus?
19. Samuel antwortete Saul und sprach: Ich bin der Seher; gehe vor mir 
hinauf auf die Hhe, denn ihr sollt heute mit mir essen: morgen will ich 
dich lassen gehen, und alles, was in deinem Herzen ist, will ich dir sagen.
20. Und um die Eselinnen, die du vor dreien Tagen verloren hast, bekmmere 
dich jetzt nicht; sie sind gefunden. Und wes wird sein alles, was das 
Beste ist in Israel? Wird's nicht dein und deines Vaters ganzen Hauses 
sein?
21. Saul antwortete: Bin ich nicht ein Sohn von Jemini und von den 
geringsten Stmmen Israels, und mein Geschlecht das kleinste unter allen 
Geschlechtern der Stmme Benjamin? Warum sagst du denn mir solches?
22. Samuel aber nahm Saul und seinen Knaben und fhrete sie in die Elaube 
und setzte sie obenan unter die, so geladen waren, deren war bei dreiig 
Mann.
23. Und Samuel sprach zu dem Koch: Gib her das Stck, das ich dir gab und 
befahl, du solltest es bei dir behalten.
24. Da trug der Koch eine Schulter auf, und das daran hing. Und er legte 
es Saul vor und sprach: Siehe, das ist berblieben; lege vor dich und i; 
denn es ist auf dich behalten eben auf diese Zeit, da ich das Volk lud. 
Also a Saul mit Samuel des Tages.
25. Und da sie hinabgingen von der Hhe zur Stadt, redete er mit Saul auf 
dem Dache.
26. Und stunden frhe auf; und da die Morgenrte aufging, rief Samuel dem 
Saul auf dem Dache und sprach: Auf! da ich dich gehen lasse. Und Saul 
machte sich auf, und die beiden gingen miteinander hinaus, er und Samuel.
27. Und da sie kamen hinab an der Stadt Ende, sprach Samuel zu Saul: Sage 
dem Knaben, da er vor uns hingehe (und er ging vorhin); du aber stehe 
jetzt stille, da ich dir kundtue, was Gott gesagt hat.
Das erste Buch Samuel 10
1. Da nahm Samuel ein lglas und go auf sein Haupt und kssete ihn und 
sprach: Siehest du, da dich der Herr zum Frsten ber sein Erbteil 
gesalbet hat?
2. Wenn du jetzt von mir gehest, so Wirst du zween Mnner finden bei dem 
Grabe Rahels in der Grenze Benjamins zu Zelzah, die werden zu dir sagen: 
Die Eselinnen sind gefunden, die du zu suchen bist gegangen; und siehe, 
dein Vater hat die Esel aus der Acht gelassen und sorget um euch und 
spricht: Was soll ich um meinen Sohn tun?
3. Und wenn du dich von dannen frba wendest, so wirst du kommen zu der 
Eiche Thabor; daselbst werden dich antreffen drei Mnner, die hinaufgehen 
zu Gott gen Bethel. Einer trgt drei Bcklein, der andere drei Stcke 
Brots, der dritte eine Flasche mit Wein.
4. Und sie werden dich freundlich gren und dir zwei Brote geben. Die 
sollst du von ihren Hnden nehmen.
5. Danach wirst du kommen auf den Hgel Gottes, da der Philister Lager 
ist; und wenn du daselbst in die Stadt kommst, wird dir begegnen ein Haufe 
Propheten von der Hhe herabkommend und vor ihnen her ein Psalter und 
Pauken und Pfeifen und Harfen, und sie weissagend.
6. Und der Geist des Herrn wird ber dich geraten, da du mit ihnen 
weissagest; da wirst du ein anderer Mann werden.
7. Wenn dir nun diese Zeichen kommen, so tue, was dir unter Hnden kommt; 
denn Gott ist mit dir.
8. Du sollst aber vor mir hinabgehen gen Gilgal; siehe, da will ich zu dir 
hinabkommen, zu opfern Brandopfer und Dankopfer. Sieben Tage sollst du 
harren, bis ich zu dir komme und dir kundtue, was du tun sollst.
9. Und da er seine Schultern wandte, da er von Samuel ging, gab ihm Gott 
ein ander Herz; und kamen alle diese Zeichen auf denselben Tag.
10. Und da sie kamen an den Hgel, siehe, da kam ihm ein Prophetenhaufe 
entgegen; und der Geist Gottes geriet ber ihn, da er unter ihnen 
weissagete.
11. Da ihn aber sahen alle, die ihn vorhin gekannt hatten, da er mit den 
Propheten weissagete, sprachen sie alle untereinander: Was ist dem Sohne 
Kis geschehen? Ist Saul auch unter den Propheten?
12. Und einer daselbst antwortete und sprach: Wer ist ihr Vater? Daher ist 
das Sprichwort kommen: Ist Saul auch unter den Propheten?
13. Und da er ausgeweissaget hatte, kam er auf die Hhe.
14. Es sprach aber Sauls Vetter zu ihm und zu seinem Knaben: Wo seid ihr 
hingegangen? Sie antworteten: Die Eselinnen zu suchen; und da wir sahen, 
da sie nicht da waren, kamen wir zu Samuel.
15. Da sprach der Vetter Sauls: Sage mir, was sagte euch Samuel?
16. Saul antwortete seinem Vetter: Er sagte uns, da die Eselinnen 
gefunden wren. Aber von dem Knigreich sagte er ihm nicht, was Samuel 
gesagt hatte.
17. Samuel aber berief das Volk zum Herrn gen Mizpa
18. und sprach zu den Kindern Israel: So sagt der Herr, der Gott Israels: 
Ich habe Israel aus gypten gefhret und euch von der gypter Hand 
errettet und von der Hand aller Knigreiche, die euch zwangen.
19. Und ihr habt heute euren Gott verworfen, der euch aus all eurem 
Unglck und Trbsal geholfen hat, und sprechet zu ihm: Setze einen Knig 
ber uns! Wohlan, so tretet nun vor den Herrn nach euren Stmmen und 
Freundschaften.
20. Da nun Samuel alle Stmme Israels herzubrachte, ward getroffen der 
Stamm Benjamin.
21. Und da er den Stamm Benjamin herzubrachte mit seinen Geschlechtern, 
ward getroffen das Geschlecht Matris, und ward getroffen Saul, der Sohn 
Kis. Und sie suchten ihn, aber sie fanden ihn nicht.
22. Da fragten sie frder den Herrn: Wird er auch noch herkommen? Der Herr 
antwortete: Siehe, er hat sich unter die Fsser versteckt.
23. Da liefen sie hin und holeten ihn von dannen. Und da er unter das Volk 
trat, war er eines Haupts lnger denn alles Volk.
24. Und Samuel sprach zu allem Volk: Da sehet ihr, welchen der Herr 
erwhlet hat, denn ihm ist keiner gleich in allem Volk. Da jauchzte alles 
Volk und sprach: Glck zudem Knige!
25. Samuel aber sagte dem Volk alle Rechte des Knigreichs und schrieb's 
in ein Buch und legte es vor den Herrn. Und Samuel lie alles Volk gehen, 
einen jeglichen in sein Haus.
26. Und Saul ging auch heim gen Gibea; und ging mit ihm des Heers ein 
Teil, welcher Herz Gott rhrete.
27. Aber etliche lose Leute sprachen: Was sollte uns dieser helfen? Und 
verachteten ihn und brachten ihm kein Geschenk. Aber er tat, als hrete 
er's nicht.
Das erste Buch Samuel 11
1. Es zog aber herauf Nahas, der Ammoniter, und belagerte Jabes in Gilead. 
Und alle Mnner zu Jabes sprachen zu Nahas: Mache einen Bund mit uns, so 
wollen Wir dir dienen.
2. Aber Nahas, der Ammoniter, antwortete ihnen: Darin will ich mit euch 
einen Bund machen, da ich euch allen das rechte Auge aussteche und mache 
euch zuschanden unter dem ganzen Israel.
3. Da sprachen zu ihm die ltesten zu Jabes: Gib uns sieben Tage, da wir 
Boten senden in alle Grenzen Israels; ist dann niemand, der uns errette, 
so wollen wir zu dir hinausgehen.
4. Da kamen die Boten gen Gibea zu Saul und redeten solches vor den Ohren 
des Volks. Da hub alles Volk seine Stimme auf und weinete.
5. Und siehe, da kam Saul vom Felde hinter den Rindern her und sprach: Was 
ist dem Volk, da es weinet? Da erzhlten sie ihm die Sache der Mnner von 
Jabes.
6. Da geriet der Geist Gottes ber ihn, als er solche Worte hrete, und 
sein Zorn ergrimmete sehr.
7. Und nahm ein Paar Ochsen und zerstckte sie und sandte in alle Grenzen 
Israels durch die Boten und lie sagen: Wer nicht auszeucht, Saul und 
Samuel nach, des Rindern soll man also tun. Da fiel die Furcht des Herrn 
auf das Volk, da sie auszogen, gleich als ein einiger Mann.
8. Und machte die Ordnung zu Basek. Und der Kinder, Israel waren 
dreihundertmal tausend Mann, und der Kinder Juda dreiigtausend.
9. Und sie sagten den Boten, die kommen waren: Also sagt den Mnnern zu 
Jabes in Gilead: Morgen soll euch Hilfe geschehen, wenn die Sonne beginnet 
hei zu scheinen. Da die Boten kamen und verkndigten das den Mnnern zu 
Jabes, wurden sie froh.
10. Und die Mnner Jabes sprachen: Morgen wollen wir zu euch hinausgehen, 
da ihr uns tut alles, was euch gefllt.
11. Und des andern Morgens stellete Saul das Volk in drei Haufen; und 
kamen ins Lager um die Morgenwache und schlugen die Ammoniter, bis der Tag 
hei ward; welche aber berblieben, wurden also zerstreuet, da ihrer 
nicht zween beieinander blieben.
12. Da sprach das Volk zu Samuel: Wer sind sie, die da sagten: Sollte Saul 
ber uns herrschen? Gebet sie her, die Mnner, da wir sie tten!
13. Saul aber sprach: Es soll auf diesen Tag niemand sterben; denn der 
Herr hat heute Heil gegeben in Israel.
14. Samuel sprach zum Volk: Kommt, lat uns gen Gilgal gehen und das 
Knigreich daselbst erneuern!
15. Da ging alles Volk gen Gilgal; und machten daselbst Saul zum Knige 
vor dem Herrn zu Gilgal und opferten Dankopfer vor dem Herrn. Und Saul 
samt allen Mnnern Israels freueten sich daselbst fast sehr.
Das erste Buch Samuel 12
1. Da sprach Samuel zum ganzen Israel: Siehe, ich habe eurer Stimme 
gehorchet in allem, das ihr mir gesagt habt, und habe einen Knig ber 
euch gemacht.
2. Und nun siehe, da zeucht euer Knig vor euch her. Ich aber bin alt und 
grau worden, und meine Shne sind bei euch, und ich bin vor euch 
hergegangen von meiner Jugend auf bis auf diesen Tag.
3. Siehe, hie bin ich, antwortet wider mich vor dem Herrn und seinem 
Gesalbten, ob ich jemandes Ochsen oder Esel genommen habe, ob ich jemand 
habe Gewalt oder Unrecht getan, ob ich von jemandes Hand ein Geschenk 
genommen habe und mir die Augen blenden lassen? so will ich's euch 
wiedergeben.
4. Sie sprachen: Du hast uns keine Gewalt noch Unrecht getan und von 
niemandes Hand etwas genommen.
5. Er sprach zu ihnen: Der Herr sei Zeuge wider euch und sein Gesalbter 
heutiges Tages, da ihr nichts in meiner Hand funden habt. Sie sprachen: 
Ja, Zeugen sollen sie sein.
6. Und Samuel sprach zum Volk: Ja, der Herr, der Mose und Aaron gemacht 
hat und eure Vter aus gyptenland gefhret hat.
7. So tretet nun her, da ich mit euch rechte vor dem Herrn ber aller 
Wohltat des Herrn, die er an euch und euren Vtern getan hat.
8. Als Jakob nach gypten kommen war, schrieen eure Vter zu dem Herrn, 
und er sandte Mose und Aaron, da sie eure Vter aus gypten fhreten und 
sie an diesem Ort wohnen lieen.
9. Aber da sie des Herrn, ihres Gottes, vergaen, verkaufte er sie unter 
die Gewalt Sisseras, des Hauptmann zu Hazor, und unter die Gewalt der 
Philister und unter die Gewalt des Knigs der Moabiter, die stritten wider 
sie.
10. Und schrieen aber zum Herrn und sprachen: Wir haben gesndiget, da 
wir den Herrn verlassen und Baalim und Astharoth gedienet haben; nun aber 
errette uns von der Hand unserer Feinde, so wollen wir dir dienen.
11. Da sandte der Herr Jerubbaal, Bedan, Jephthah und Samuel und errettete 
euch von eurer Feinde Hnden umher und lie euch sicher wohnen.
12. Da ihr aber sahet, da Nahas, der Knig. der Kinder Ammon, wider euch 
kam, sprachet ihr zu mir: Nicht du, sondern ein Knig soll ber uns 
herrschen, so doch der Herr, euer Gott, euer Knig war.
13. Nun, da habt ihr euren Knig, den ihr erwhlet und gebeten habt; denn 
siehe, der Herr hat einen Knig ber euch gesetzt.
14. Werdet ihr nun den Herrn frchten und ihm dienen und seiner Stimme 
gehorchen und dem Munde des Herrn nicht ungehorsam sein, so werdet beide 
ihr und euer Knig, der ber euch herrschet, dem Herrn, eurem Gott, folgen.
15. Werdet ihr aber des Herrn Stimme nicht gehorchen, sondern seinem Munde 
ungehorsam sein, wird die Hand des Herrn wider euch und wider eure Vter 
sein.
16. Auch tretet nun her und sehet das groe Ding, das der Herr vor euren 
Augen tun wird.
17. Ist nicht jetzt die Weizenernte? Ich will aber den Herrn anrufen, da 
er soll donnern und regnen lassen, da ihr inne werdet und sehen sollt das 
groe bel, das ihr vor des Herrn Augen getan habt, da ihr euch einen 
Knig gebeten habt.
18. Und da Samuel den Herrn anrief, lie der Herr donnern und regnen 
desselben Tages. Da frchtete das ganze Volk sehr den Herrn und Samuel.
19. Und sprachen alle zu Samuel: Bitte fr deine Knechte den Herrn, deinen 
Gott, da wir nicht sterben; denn ber alle unsere Snde haben wir auch 
das bel getan, da wir uns einen Knig gebeten haben.
20. Samuel aber sprach zum Volk: Frchtet euch nicht, ihr habt zwar das 
bel alles getan; doch weichet nicht hinter dem Herrn ab, sondern dienet 
dem Herrn von ganzem Herzen.
21. Und weichet nicht dem Eiteln nach; denn es ntzet nicht und kann nicht 
erretten, weil es ein eitel Ding ist.
22. Aber der Herr verlsset sein Volk nicht um seines groen Namens 
willen; denn der Herr hat angefangen, euch ihm selbst zum Volk zu machen.
23. Es sei aber auch ferne von mir, mich also an dem Herrn zu versndigen, 
da ich sollte ablassen, fr euch zu beten und euch zu lehren den guten 
und richtigen Weg.
24. Frchtet nur den Herrn und dienet ihm treulich von ganzem Herzen; denn 
ihr habt gesehen, wie groe Dinge er mit euch tut.
25. Werdet ihr aber bel handeln, so werdet beide, ihr und euer Knig 
verloren sein.
Das erste Buch Samuel 13
1. Saul war ein Jahr Knig gewesen; und da er zwei Jahre ber Israel 
regieret hatte,
2. erwhlte er ihm dreitausend Mann aus Israel. Zweitausend waren mit Saul 
zu Michmas und auf dem Gebirge Bethel und eintausend mit Jonathan zu Gibea-
Benjamin; das andere Volk aber lie er gehen, einen jeglichen in seine 
Htte.
3. Jonathan aber schlug die Philister in ihrem Lager, das zu Gibea war; 
das kam vor die Philister. Und Saul lie die Posaune blasen im ganzen 
Lande und sagen: Das lasset die Ebrer hren!
4. Und ganz Israel hrete sagen: Saul hat der Philister Lager geschlagen; 
denn Israel stank vor den Philistern. Und alles Volk schrie Saul nach gen 
Gilgal.
5. Da versammelten sich die Philister; zu streiten mit Israel, 
dreiigtausend Wagen, sechstausend Reiter und sonst Volk, so viel wie Sand 
am Rande des Meers, und zogen herauf und lagerten sich zu Michmas, gegen 
Morgen vor Beth-Aven.
6. Da das sahen die Mnner Israels, da sie in Nten waren (denn dem Volk 
war bange), verkrochen sie sich in die Hhlen und Klfte und Felsen und 
Lcher und Gruben.
7. Die Ebrer aber gingen ber den Jordan ins Land Gad und Gilead. Saul 
aber war noch zu Gilgal, und alles Volk ward hinter ihm zag.
8. Da harrete er sieben Tage auf die Zeit, von Samuel bestimmt. Und da 
Samuel nicht kam gen Gilgal, zerstreuete sich das Volk von ihm.
9. Da sprach Saul: Bringet mir her Brandopfer und Dankopfer! Und er 
opferte Brandopfer.
10. Als er aber das Brandopfer vollendet hatte, siehe, da kam Samuel. Da 
ging Saul hinaus ihm entgegen, ihn zu segnen.
11. Samuel aber sprach: Was hast du gemacht? Saul antwortete: Ich sah, da 
das Volk sich von mir zerstreuete, und du kamest nicht zu bestimmter Zeit, 
und die Philister waren Versammelt zu Michmas.
12. Da sprach ich: Nun werden die Philister zu mir herabkommen gen Gilgal, 
und ich habe das Angesicht des Herrn nicht erbeten; da wagte ich's und 
opferte Brandopfer.
13. Samuel aber sprach zu Saul: Du hast tricht getan und nicht gehalten 
des Herrn, deines Gottes, Gebot, das er dir geboten hat; denn er htte 
dein Reich besttiget ber Israel fr und fr.
14. Aber nun wird dein Reich nicht bestehen. Der Herr hat ihm einen Mann 
ersucht nach seinem Herzen, dem hat der Herr geboten, Frst zu sein ber 
sein Volk; denn du hast des Herrn Gebot nicht gehalten.
15. Und Samuel machte sich auf und ging von Gilgal gen Gibea-Benjamin. 
Aber Saul zhlete das Volk, das bei ihm war, bei sechshundert Mann.
16. Saul aber und sein Sohn Jonathan und das Volk, das bei ihm war, 
blieben auf dem Hgel Benjamin. Die Philister aber hatten sich gelagert zu 
Michmas.
17. Und aus dem Lager der Philister zogen drei Haufen, das Land zu 
verheeren. Einer wandte sich auf die Strae gen Ophra, ins Land Sual;
18. der andere wandte sich auf die Strae Beth-Horon; der dritte wandte 
sich auf die Strae, die da langet an das Tal Zeboim, an der Wste.
19. Es ward aber kein Schmied im ganzen Lande Israel erfunden, denn die 
Philister gedachten, die Ebrer mchten Schwert und Spie machen.
20. Und mute ganz Israel hinabziehen zu den Philistern, wenn jemand hatte 
eine Pflugschar, Haue, Beil oder Sense zu schrfen.
21. Und die Schneiden an den Sensen und Hauen und Gabeln und Beilen waren 
abgearbeitet und die Stacheln stumpf worden.
22. Da nun der Streittag kam, ward kein Schwert noch Spie funden in des 
ganzen Volks Hand, das mit Saul und Jonathan war; nur Saul und sein Sohn 
hatten Waffen.
23. Und der Philister Lager zog heraus vor Michmas ber.
Das erste Buch Samuel 14
1. Es begab sich eines Tages, da Jonathan, der Sohn Sauls, sprach zu 
seinem Knaben, der sein Waffentrger war: Komm, la uns hinbergehen zu 
der Philister Lager, das da drben ist. Und sagte es seinem Vater nicht an.
2. Saul aber blieb zu Gibea am Ende unter einem Granatenbaum, der in der 
Vorstadt war; und des Volks, das bei ihm war, war bei sechshundert Mann.
3. Und Ahia, der Sohn Ahitobs, Ikabods Bruder, Pinehas Sohn, des Sohns 
Elis, war Priester des Herrn zu Silo und trug den Leibrock an. Das Volk 
wute auch nicht, da Jonathan war hingegangen.
4. Es waren aber an dem Wege, da Jonathan suchte, hinberzugehen zu der 
Philister Lager, zween spitze Felsen, einer diesseits, der andere 
jenseits; der eine hie Bozez, der andere Senne.
5. Und einer sah von Mitternacht gegen Michmas und der andere von Mittag 
gegen Gaba.
6. Und Jonathan sprach zu seinem Waffentrger: Komm, la uns hinbergehen 
zu dem Lager dieser Unbeschnittenen, vielleicht wird der Herr etwas durch 
uns ausrichten; denn es ist dem Herrn nicht schwer, durch viel oder wenig 
helfen.
7. Da antwortete ihm sein Waffentrger: Tue alles, was in deinem Herzen 
ist; fahre hin, siehe, ich bin mit dir, wie dein Herz will.
8. Jonathan sprach: Wohlan, wenn wir hinberkommen zu den Leuten und ihnen 
ins Gesicht kommen,
9. werden sie dann sagen: Stehet stille, bis wir an euch gelangen, so 
wollen wir an unserm Ort stehen bleiben und nicht zu ihnen hinaufgehen.
10. Werden sie aber sagen: Kommt zu uns herauf, so wollen wir zu ihnen 
hinaufsteigen, so hat sie uns der Herr in unsere Hunde gegeben. Und das 
soll uns zum Zeichen sein.
11. Da sie nun der Philister Lager beide ins Gesicht kamen, sprachen die 
Philister: Siehe, die Ebrer sind aus den Lchern gegangen, darin sie sich 
verkrochen hatten.
12. Und die Mnner im Lager antworteten Jonathan und seinem Waffentrger 
und sprachen: Kommt herauf zu uns, so wollen wir's euch wohl lehren. Da 
sprach Jonathan zu seinem Waffentrger: Steige mir nach; der Herr hat sie 
gegeben in die Hnde Israels.
13. Und Jonathan kletterte mit Hnden und mit Fen hinauf, und sein 
Waffentrger ihm nach. Da fielen sie vor Jonathan danieder, und sein 
Waffentrger wrgete ihm immer nach,
14. also da die erste Schlacht, die Jonathan und sein Waffentrger tat, 
war bei zwanzig Mann, beinahe eine halbe Hufe Ackers, die ein Joch treibet.
15. Und es kam ein Schrecken ins Lager auf dem Felde und im ganzen Volk 
des Lagers, und die streifenden Rotten erschraken auch, also da das Land 
erbebete; denn es war ein Schrecken von Gott.
16. Und die Wchter Sauls zu Gibea-Benjamin sahen, da der Haufe zerrann 
und verlief sich und ward zerschmissen.
17. Saul sprach zu dem Volk, das bei ihm war: Zhlet und besehet, wer von 
uns sei weggegangen. Und da sie zhleten, siehe, da war Jonathan und sein 
Waffentrger nicht da.
18. Da sprach Saul zu Ahia: Bringe herzu die Lade Gottes (denn die Lade 
Gottes war zu der Zeit bei den Kindern Israel).
19. Und da Saul noch redete mit dem Priester, da ward das Getmmel und das 
Laufen in der Philister Lager grer. Und Saul sprach zum Priester: Zeuch 
deine Hand ab.
20. Und Saul rief und alles Volk, das mit ihm war, und kamen zum Streit; 
und siehe, da ging eines jeglichen Schwert wider den andern, und war ein 
sehr gro Getmmel.
21. Auch die Ebrer, die vorhin bei den Philistern gewesen waren und mit 
ihnen im Lager hinaufgezogen waren umher, taten sich zu Israel, die mit 
Saul und Jonathan waren.
22. Und alle Mnner von Israel, die sich auf dem Gebirge Ephraim 
verkrochen hatten, da sie hreten, da die Philister flohen, strichen 
hinter ihnen her im Streit.
23. Also half der Herr zu der Zeit Israel. Und der Streit whrete bis gen 
Beth-Aven.
24. Und da die Mnner Israels matt waren desselben Tages, beschwor Saul 
das Volk und sprach: Verflucht sei jedermann, wer etwas isset bis zu 
Abend, da ich mich an meinen Feinden rche! Da a das ganze Volk nichts.
25. Und das ganze Land kam in den Wald. Es war aber Honig im Felde.
26. Und da das Volk hineinkam in den Wald, siehe, da flo der Honig. Aber 
niemand tat desselben mit der Hand zu seinem Munde; denn das Volk 
frchtete sich vor dem Eide
27. Jonathan aber hatte nicht gehret, da sein Vater das Volk beschworen 
hatte, und reckte seinen Stab aus, den er in seiner Hand hatte, und tunkte 
mit der Spitze in den Honigseim und wandte seine Hand zu seinem Munde; da 
wurden seine Augen wacker.
28. Da antwortete einer des Volks und sprach: Dein Vater hat das Volk 
beschworen und gesagt: Verflucht sei jedermann, der heute etwas isset! Und 
das Volk war matt worden.
29. Da sprach Jonathan: Mein Vater hat das Land geirret; sehet, wie wacker 
sind meine Augen worden, da ich ein wenig dieses Honigs gekostet habe.
30. Weil aber das Volk heute nicht hat mssen essen von der Beute seiner 
Feinde, die es funden hat, so hat auch nun die Schlacht nicht grer 
werden knnen wider die Philister.
31. Sie schlugen aber die Philister des Tages von Michmas bis gen Ajalon. 
Und das Volk ward sehr matt.
32. Und das Volk richtete die Ausbeute zu und nahmen Schafe und Rinder und 
Klber; und schlachteten's auf der Erde und aen's so blutig.
33. Da verkndigte man Saul: Siehe, das Volk versndiget sich an dem 
Herrn, da es Blut isset. Er sprach: Ihr habt bel getan; wlzet her zu 
mir jetzt einen groen Stein.
34. Und Saul sprach weiter: Zerstreuet euch unter das Volk und saget 
ihnen, da ein jeglicher seinen Ochsen und seine Schafe zu mir bringe; und 
schlachtet es allhie, da ihr's esset und euch nicht versndiget an dem 
Herrn mit dem Blut essen. Da brachte alles Volk ein jeglicher seinen 
Ochsen mit seiner Hand herzu des Nachts und schlachteten es daselbst.
35. Und Saul bauete dem Herrn einen Altar. Das ist der erste Altar, den er 
dem Herrn bauete.
36. Und Saul sprach: Lat uns hinabziehen den Philistern nach bei der 
Nacht und sie berauben, bis da licht Morgen wird, da wir niemand von 
ihnen berlassen. Sie antworteten: Tue alles, was dir gefllt. Aber der 
Priester sprach: Lat uns hieher zu Gott nahen!
37. Und Saul fragte Gott: Soll ich hinabziehen, den Philistern nach? und 
willst du sie geben in Israels Hnde? Aber er antwortete ihm zu der Zeit 
nicht.
38. Da sprach Saul: Lat herzutreten alle Haufen es Volks, und erfahret 
und sehet, an welchem die Snde sei zu dieser Zeit;
39. denn so wahr der Herr lebet, der Heiland Israels, und ob sie gleich an 
meinem Sohn Jonathan wre, so soll er sterben. Und niemand antwortete ihm 
aus dem ganzen Volk.
40. Und er sprach zu dem ganzen Israel: Seid ihr auf jener Seite; ich und 
mein Sohn Jonathan wollen sein auf dieser Seite. Das Volk sprach zu Saul: 
Tue, was dir gefllt.
41. Und Saul sprach zu dem Herrn, dem Gott Israels: Schaffe Recht! Da ward 
Jonathan und Saul getroffen; aber das Volk ging frei aus.
42. Saul sprach: Werfet ber mich und meinen Sohn Jonathan. Da ward 
Jonathan getroffen.
43. Und Saul sprach zu Jonathan: Sage mir, was hast du getan? Jonathan 
sagte es ihm und sprach: Ich habe ein wenig Honigs gekostet mit dem Stabe, 
den ich in meiner Hand hatte; und siehe, ich mu darum sterben.
44. Da sprach Saul: Gott tue mir dies und das, Jonathan, du mut des Todes 
sterben.
45. Aber das Volk sprach zu Saul: Sollte Jonathan sterben, der ein solch 
gro Heil in Israel getan hat? Das sei ferne! So wahr der Herr lebet, es 
soll kein Haar von seinem Haupt auf die Erde fallen; denn Gott hat's heute 
durch ihn getan. Also erlsete das Volk Jonathan, da er nicht sterben 
mute.
46. Da zog Saul herauf von den Philistern, und die Philister zogen an 
ihren Ort.
47. Aber da Saul das Reich ber Israel eingenommen hatte, stritt er wider 
alle seine Feinde umher: wider die Moabiter, wider die Kinder Ammon, wider 
die Edomiter, wider die Knige Zobas, wider die Philister; und wo er sich 
hinwandte, da bte er Strafe.
48. Und machte ein Heer und schlug die Amalekiter und errettete Israel von 
der Hand aller, die sie zwackten.
49. Saul aber hatte Shne: Jonathan, Iswi, Malchisua. Und seine zwo 
Tchter hieen also: die erstgeborne Merob und die jngste Michal.
50. Und das Weib Sauls hie Ahinoam, eine Tochter Ahimaaz. Und sein 
Feldhauptmann hie Abner, ein Sohn Ners, Sauls Vetters.
51. Kis aber war Sauls Vater; Ner aber, Abners Vater, war ein Sohn Abiels.
52. Es war aber ein harter Streit wider die Philister, solange Saul lebte. 
Und wo Saul sah einen starken und rstigen Mann, den nahm er zu sich.
Das erste Buch Samuel 15
1. Samuel aber sprach zu Saul: Der Herr hat mich gesandt, da ich dich zum 
Knig salbete ber sein Volk Israel; so hre nun die Stimme der Worte des 
Herrn.
2. So spricht der Herr Zebaoth: Ich habe bedacht, was Amalek Israel tat, 
und wie er ihm den Weg verlegte, da er aus gypten zog.
3. So zeuch nun hin und schlage die Amalekiter und verbanne sie mit allem, 
das sie haben. Schone seiner nicht, sondern tte beide Mann und Weib, 
Kinder und Suglinge, Ochsen und Schafe, Kamele und Esel.
4. Saul lie solches vor das Volk kommen; und er zhlete sie zu Thelaim, 
zweihunderttausend Fuvolks und zehntausend Mann aus Juda.
5. Und da Saul kam zu der Amalekiter Stadt, machte er einen Hinterhalt am 
Bach
6. und lie dem Keniter sagen: Gebet hin, weichet und ziehet herab von den 
Amalekitern, da ich euch nicht mit ihnen aufrume; denn ihr tatet 
Barmherzigkeit an allen Kindern Israel, da sie aus gypten zogen. Also 
machten sich die Keniter von den Amalekitern.
7. Da schlug Saul die Amalekiter von Hevila an bis gen Sur, die vor 
gypten liegt.
8. Und griff Agag, der Amalekiter Knig, lebendig, und alles Volk 
verbannete er mit des Schwerts Schrfe.
9. Aber Saul und das Volk schonte des Agag, und was gute Schafe und Rinder 
und gemstet war, und der Lmmer und alles, was gut war, und wollten's 
nicht verbannen; was aber schnde und untchtig war, das verbanneten sie.
10. Da geschah des Herrn Wort zu Samuel und sprach:
11. Es reuet mich, da ich Saul zum Knige gemacht habe; denn er hat sich 
hinter mir abgewandt und meine Worte nicht erfllet. Des ward Samuel 
zornig und schrie zu dem Herrn die ganze Nacht.
12. Und Samuel machte sich frhe auf, da er Saul am Morgen begegnete. Und 
ihm ward angesagt, da Saul gen Karmel kommen wre und htte ihm ein 
Siegeszeichen aufgerichtet und wre herumgezogen und gen Gilgal 
hinabkommen.
13. Als nun Samuel zu Saul kam, sprach Saul zu ihm: Gesegnet seiest du dem 
Herrn! Ich habe des Herrn Wort erfllet.
14. Samuel antwortete: Was ist denn das fr ein Blken der Schafe in 
meinen Ohren und ein Brllen der Rinder, die ich hre?
15. Saul sprach: Von den Amalekitern haben sie sie gebracht; denn das Volk 
verschonete der besten Schafe und Rinder um des Opfers willen des Herrn, 
deines Gottes; das andere haben wir verbannet.
16. Samuel aber antwortete Saul: La dir sagen, was der Herr mit mir 
geredet hat diese Nacht. Er sprach: Sage her!
17. Samuel sprach: Ist's nicht also, da du klein warest vor deinen Augen, 
wurdest du das Haupt unter den Stmmen Israels, und der Herr salbte dich 
zum Knig ber Israel?
18. Und der Herr sandte dich auf den Weg und sprach: Zeuch hin und 
verbanne die Snder, die Amalekiter, und streite wider sie, bis du sie 
vertilgest.
19. Warum hast du nicht gehorchet des Herrn Stimme, sondern hast dich zum 
Raube gewandt und bel gehandelt vor den Augen des Herrn?
20. Saul antwortete Samuel: Habe ich doch der Stimme des Herrn gehorchet 
und bin hingezogen des Weges, den mich der Herr sandte; und habe Agag, der 
Amalekiter Knig, gebracht und die Amalekiter verbannet.
21. Aber das Volk hat des Raubes genommen, Schafe und Rinder, das Beste 
unter dem Verbanneten, dem Herrn, deinem Gott, zu opfern in Gilgal.
22. Samuel aber sprach: Meinest du, da der Herr Lust habe am Opfer und 
Brandopfer als am Gehorsam der Stimme des Herrn? Siehe, Gehorsam ist 
besser denn Opfer und Aufmerken besser denn das Fett von Widdern;
23. denn Ungehorsam ist eine Zaubereisnde, und Widerstreben ist 
Abgtterei und Gtzendienst. Weil du nun des Herrn Wort verworfen hast, 
hat er dich auch verworfen, da du nicht Knig seiest.
24. Da sprach Saul zu Samuel: Ich habe gesndiget, da ich des Herrn 
Befehl und deine Worte bergangen habe; denn ich frchtete das Volk und 
gehorchte ihrer Stimme.
25. Und nun vergib mir die Snde und kehre mit mir um, da ich den Herrn 
anbete.
26. Samuel sprach zu Saul: Ich will nicht mit dir umkehren; denn du hast 
des Herrn Wort verworfen, und der Herr hat dich auch verworfen, da du 
nicht Knig seiest ber Israel.
27. Und als sich Samuel umwandte, da er wegginge, ergriff er ihn bei 
einem Zipfel seines Rocks, und er zerri.
28. Da sprach Samuel zu ihm: Der Herr hat das Knigreich Israels heute von 
dir gerissen und deinem Nchsten gegeben, der besser ist denn du.
29. Auch leugt der Held in Israel nicht und gereuet ihn nicht; denn er ist 
nicht ein Mensch, da ihn etwas gereuen sollte.
30. Er aber sprach: Ich habe gesndiget; aber ehre mich doch jetzt vor den 
ltesten meines Volks und vor Israel; und kehre mit mir um, da ich den 
Herrn, deinen Gott, anbete.
31. Also kehrete Samuel um und folgte Saul nach, da Saul den Herrn 
anbetete.
32. Samuel aber sprach: La her zu mir bringen Agag, der Amalekiter Knig! 
Und Agag ging zu ihm getrost und sprach: Also mu man des Todes Bitterkeit 
vertreiben.
33. Samuel sprach: Wie dein Schwert Weiber ihrer Kinder beraubet hat, also 
soll auch deine Mutter ihrer Kinder beraubet sein unter den Weibern. Also 
zerhieb Samuel den Agag zu Stcken vor dem Herrn in Gilgal.
34. Und Samuel ging hin gen Ramath; Saul aber zog hinauf zu seinem Hause 
zu Gibea-Saul.
35. Und Samuel sah Saul frder nicht mehr bis an den Tag seines Todes. 
Aber doch trug Samuel Leid um Saul, da den Herrn gereuet hatte, da er 
Saul zum Knige ber Israel gemacht hatte.
Das erste Buch Samuel 16
1. Und der Herr sprach zu Samuel: Wie lange trgst du Leid um Saul, den 
ich verworfen habe, da er nicht Knig sei ber Israel? Flle dein Horn 
mit l und gehe hin, ich will dich senden zu dem Bethlehemiter Isai; denn 
unter seinen Shnen habe ich mir einen Knig ersehen.
2. Samuel aber sprach: Wie soll ich hingehen? Saul wird's erfahren und 
mich erwrgen. Der Herr sprach: Nimm ein Kalb von den Rindern zu dir und 
sprich: Ich bin kommen, dem Herrn zu opfern.
3. Und sollst Isai zum Opfer laden; da will ich dir weisen, was du tun 
sollst, da du mir salbest, welchen ich dir sagen werde.
4. Samuel tat, wie ihm der Herr gesagt hatte, und kam gen Bethlehem. Da 
entsetzten sich die. ltesten der Stadt und gingen ihm entgegen und 
sprachen: Ist's Friede, da du kommest?
5. Er sprach: Ja, ich bin kommen, dem Herrn zu opfern; heiliget euch und 
kommet mit mir zum Opfer! Und er heiligte den Isai und seine Shne und lud 
sie zum Opfer.
6. Da sie nun hereinkamen, sah er den Eliab an und gedachte, ob der vor 
dem Herrn sei sein Gesalbter.
7. Aber der Herr sprach zu Samuel: Siehe nicht an seine Gestalt noch seine 
groe Person; ich habe ihn verworfen. Denn es gehet nicht, wie ein Mensch 
siehet. Ein Mensch siehet, was vor Augen ist, der Herr aber siehet das 
Herz an.
8. Da rief Isai dem Abinadab und lie ihn vor Samuel bergehen. Und er 
sprach: Diesen hat der Herr auch nicht erwhlet.
9. Da lie Isai vorbergehen Samma. Er aber sprach: Diesen hat der Herr 
auch nicht erwhlet.
10. Da lie Isai seine sieben Shne vor Samuel bergehen. Aber Samuel 
sprach zu Isai: Der Herr hat der keinen erwhlet.
11. Und Samuel sprach zu Isai: Sind das die Knaben alle? Er sprach: Es ist 
noch brig der Kleinste; und siehe, er htet der Schafe. Da sprach Samuel 
zu Isai: Sende hin und la ihn holen; denn wir werden uns nicht setzen, 
bis er hieher komme.
12. Da sandte er hin und lie ihn holen. Und er war brunlich, mit schnen 
Augen und guter Gestalt. Und der Herr sprach: Auf! und salbe ihn; denn der 
ist's.
13. Da nahm Samuel sein lhorn und salbete ihn mitten unter seinen 
Brdern. Und der Geist des Herrn geriet ber David von dem Tage an und 
frder. Samuel aber machte sich auf und ging gen Rama.
14. Der Geist aber des Herrn wich von Saul, und ein bser Geist vom Herrn 
machte ihn sehr unruhig.
15. Da sprachen die Knechte Sauls zu ihm: Siehe; ein bser Geist von Gott 
macht dich sehr unruhig.
16. Unser Herr sage seinen Knechten, die vor ihm stehen, da sie einen 
Mann suchen, der auf der Harfe wohl spielen knne, auf da, wenn der bse 
Geist Gottes ber dich kommt, er mit seiner Hand spiele, da besser mit 
dir werde.
17. Da sprach Saul zu seinen Knechten: Sehet nach einem Manne, der es wohl 
kann auf Saitenspiel, und bringet ihn zu mir.
18. Da antwortete der Knaben einer und sprach: Siehe, ich habe gesehen 
einen Sohn Isais, des Bethlehemiten, der kann wohl auf Saitenspiel; ein 
rstiger Mann und streitbar und verstndig in Sachen und schn, und der 
Herr ist mit ihm.
19. Da sandte Saul Boten zu Isai und lie ihm sagen: Sende deinen Sohn 
David zu mir, der bei den Schafen ist!
20. Da nahm Isai einen Esel mit Brot und ein Legel Weins und ein 
Ziegenbcklein und sandte es Saul durch seinen Sohn David.
21. Also kam David zu Saul und dienete vor ihm, und er gewann ihn sehr 
lieb, und er ward sein Waffentrger.
22. Und Saul sandte zu Isai und lie ihm sagen: La David vor mir bleiben, 
denn er hat Gnade funden vor meinen Augen.
23. Wenn nun der Geist Gottes ber Saul kam, so nahm David die Harfe und 
spielete mit seiner Hand; so erquickte sich Saul, und ward besser mit ihm, 
und der bse Geist wich von ihm.
Das erste Buch Samuel 17
1. Die Philister sammelten ihre Heere zum Streit und kamen zusammen zu 
Socho in Juda und lagerten sich zwischen Socho und Aseka, am Ende Damim.
2. Aber Saul und die Mnner Israels kamen zusammen und lagerten sich im 
Eichgrunde; und rsteten sich zum Streit gegen die Philister.
3. Und die Philister stunden auf einem Berge jenseits und die Israeliten 
auf einem Berge diesseits, da ein Tal zwischen ihnen war.
4. Da trat hervor aus den Lagern der Philister ein Riese mit Namen Goliath 
von Gath, sechs Ellen und einer Hand breit hoch;
5. und hatte einen ehernen Helm auf seinem Haupt und einen schuppichten 
Panzer an, und das Gewicht seines Panzers war fnftausend Sekel Erzes;
6. und hatte eherne Beinharnische an seinen Schenkeln und einen ehernen 
Schild auf seinen Schultern.
7. Und der Schaft seines Spiees war wie ein Weberbaum und das Eisen 
seines Spiees hatte sechshundert Sekel Eisens und sein Schildtrger ging 
vor ihm her.
8. Und er stund und rief zu dem Zeuge Israels und sprach zu ihnen: Was 
seid ihr ausgezogen, euch zu rsten in einen Streit? Bin ich nicht ein 
Philister und ihr Sauls Knechte? Erwhlet einen unter euch, der zu mir 
herabkomme!
9. Vermag er wider mich zu streiten, und schlgt mich, so wollen wir eure 
Knechte sein; vermag ich aber wider ihn und schlage ihn, so sollt ihr 
unsere Knechte sein, da ihr uns dienet.
10. Und der Philister sprach: Ich habe heutigestages dem Zeuge Israels 
Hohn gesprochen; gebt mir einen und lat uns miteinander streiten!
11. Da Saul und ganz Israel diese Rede des Philisters hreten, entsetzten 
sie sich und frchteten sich sehr.
12. David aber war eines ephrathischen Mannes Sohn, von Bethlehem-Juda, 
der hie Isai, der hatte acht Shne und war ein alter Mann zu Sauls Zeiten 
und war betagt unter den Mnnern.
13. Und die drei grten Shne Isais waren mit Saul in Streit gezogen und 
hieen mit Namen: Eliab, der erstgeborne, Abinadab, der andere, und Samma, 
der dritte.
14. David aber war der jngste. Da aber die drei ltesten mit Saul in den 
Krieg zogen,
15. ging David wiederum von Saul, da er der Schafe seines Vaters htete 
zu Bethlehem.
16. Aber der Philister trat herzu frhe morgens und abends und stellete 
sich dar vierzig Tage.
17. Isai aber sprach zu seinem Sohn David: Nimm fr deine Brder diese 
Epha Sangen und diese zehn Brote und lauf in das Heer zu deinen Brdern,
18. und diese zehn frischen Kse, und bringe sie dem Hauptmann; und 
besuche deine Brder, ob's ihnen wohlgehe, und nimm, was sie dir befehlen.
19. Saul aber und sie und alle Mnner Israels waren im Eichgrunde und 
stritten wider die Philister.
20. Da machte sich David des Morgens frhe auf und lie die Schafe dem 
Hter und trug und ging hin, wie ihm Isai geboten hatte, und kam zur 
Wagenburg. Und das Heer war ausgezogen und hatte sich gerstet, und 
schrieen im Streit.
21. Denn Israel hatte sich gerstet, so waren die Philister wider ihren 
Zeug auch gerstet
22. Da lie David das Gef, das er trug, unter dem Hter der Gefe und 
lief zu dem Zeuge; und ging hinein und grte seine Brder.
23. Und da er noch mit ihnen redete, siehe, da trat herauf der Riese mit 
Namen Goliath, der Philister von Gath, aus der Philister Zeug und redete 
wie vorhin; und David hrete es.
24. Aber jedermann in Israel, wenn er den Mann sah, floh er vor ihm und 
frchtete sich sehr.
25. Und jedermann in Israel sprach: Habt ihr den Mann gesehen 
herauftreten? Denn er ist heraufgetreten, Israel Hohn zu sprechen. Und wer 
ihn schlgt, den will der Knig sehr reich machen und ihm seine Tochter 
geben und will seines Vaters Haus frei machen in Israel.
26. Da sprach David zu den Mnnern, die bei ihm stunden: Was wird man dem 
tun, der diesen Philister schlgt und die Schande von Israel wendet? Denn 
wer ist der Philister, dieser Unbeschnittene, der den Zeug des lebendigen 
Gottes hhnet?
27. Da sagte ihm das Volk wie vorhin: So wird man tun dem, der ihn schlgt.
28. Und Eliab, sein grter Bruder hrete ihn reden mit den Mnnern und 
ergrimmete mit Zorn wider David und sprach: Warum bist du herabkommen? und 
warum hast du die wenigen Schafe dort in der Wste verlassen? Ich kenne 
deine Vermessenheit wohl und deines Herzens Bosheit. Denn du bist 
herabkommen, da du den Streit sehest.
29. David antwortete: Was habe ich denn nun getan? Ist mir's nicht 
befohlen?
30. Und wandte sich von ihm gegen einen andern und sprach, wie er vorhin 
gesagt hatte. Da antwortete ihm das Volk wie vorhin.
31. Und da sie die Worte hreten, die David sagte, verkndigten sie es vor 
Saul, und er lie ihn holen.
32. Und David sprach zu Saul: Es entfalle keinem Menschen das Herz um 
deswillen; dein Knecht soll hingehen und mit dem Philister streiten.
33. Saul aber sprach zu David: Du kannst nicht hingehen wider diesen 
Philister, mit ihm zu streiten; denn du bist ein Knabe, dieser aber ist 
ein Kriegsmann von seiner Jugend auf.
34. David aber sprach zu Saul: Dein Knecht htete der Schafe seines 
Vaters, und es kam ein Lwe und ein Br und trug ein Schaf weg von der 
Herde.
35. Und ich lief ihm nach und schlug ihn und errettete es aus seinem Maul. 
Und da er sich ber mich machte, ergriff ich ihn bei seinem Bart und 
schlug ihn und ttete ihn.
36. Also hat dein Knecht geschlagen beide den Lwen und den Bren. So soll 
nun dieser Philister, der Unbeschnittene, sein gleichwie deren einer, denn 
er hat geschndet den Zeug des lebendigen Gottes.
37. Und David sprach: Der Herr, der mich von dem Lwen und Bren errettet 
hat, der wird mich auch erretten von diesem Philister.
38. Und Saul sprach zu David: Gehe hin, der Herr sei mit dir! Und Saul zog 
David seine Kleider an und setzte ihm einen ehernen Helm auf sein Haupt 
und legte ihm einen Panzer an.
39. Und David grtete sein Schwert ber seine Kleider und fing an zu 
gehen, denn er hatte es nie versucht. Da sprach David zu Saul: Ich kann 
nicht also gehen, denn ich bin's nicht gewohnt; und legte es von sich.
40. Und nahm seinen Stab in seine Hand und erwhlte fnf glatte Steine aus 
dem Bach und tat sie in die Hirtentasche, die er hatte, und in den Sack, 
und nahm die Schleuder in seine Hand und machte sich zu dem Philister.
41. Und der Philister ging auch einher und machte sich zu David, und sein 
Schildtrger vor ihm her.
42. Da nun der Philister sah und schauete David an, verachtete er ihn. 
Denn er war ein Knabe, brunlich und schn.
43. Und der Philister sprach zu David: Bin ich denn ein Hund, da du mit 
Stecken zu mir kommst? Und fluchte dem David bei seinem Gott.
44. Und sprach zu David: Komm her zu mir, ich will dein Fleisch geben den 
Vgeln unter dem Himmel und den Tieren auf dem Felde!
45. David aber sprach zu dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert, 
Spie und Schild; ich aber komme zu dir im Namen des Herrn Zebaoth, des 
Gottes des Zeuges Israels, den du gehhnet hast.
46. Heutigestages wird dich der Herr in meine Hand berantworten, da ich 
dich schlage und nehme dein Haupt von dir und gebe den Leichnam des Heers 
der Philister heute den Vgeln unter dem Himmel und dem Wild auf Erden, 
da alles Land inne werde, da Israel einen Gott hat,
47. und da alle diese Gemeine inne werde, da der Herr nicht durch 
Schwert noch Spie hilft; denn der Streit ist des Herrn, und wird euch 
geben in unsere Hnde.
48. Da sich nun der Philister aufmachte, ging daher und nahete sich gegen 
David, eilete David und lief vom Zeuge gegen den Philister.
49. Und David tat seine Hand in die Tasche und nahm einen Stein daraus und 
schleuderte und traf den Philister an seine Stirn, da der Stein in seine 
Stirn fuhr, und er zur Erde fiel auf sein Angesicht.
50. Also berwand David den Philister mit der Schleuder und mit dem Stein; 
und schlug ihn und ttete ihn. Und da David kein Schwert in seiner Hand 
hatte,
51. lief er und trat zu dem Philister und nahm sein Schwert und zog es aus 
der Scheide und ttete ihn und hieb ihm den Kopf damit ab. Da aber die 
Philister sahen, da ihr Strkster tot war, flohen sie.
52. Und die Mnner Israels und Judas machten sich auf und riefen und 
jagten den Philistern nach, bis man kommt ins Tal, und bis an die Tore 
Ekrons. Und die Philister fielen erschlagen auf dem Wege zu den Toren bis 
gen Gath und gen Ekron.
53. Und die Kinder Israel kehreten um von dem Nachjagen der Philister und 
beraubten ihr Lager.
54. David aber nahm des Philisters Haupt und brachte es gen Jerusalem; 
seine Waffen aber legte er in seine Htte.
55. Da aber Saul David sah ausgehen wider den Philister, sprach er zu 
Abner, seinem Feldhauptmann: Wes Sohn ist der Knabe? Abner aber sprach: So 
wahr deine Seele lebet, Knig, ich wei nicht.
56. Der Knig sprach: So frage danach, wes Sohn der Jngling sei.
57. Da nun David wiederkam von der Schlacht des Philisters, nahm ihn Abner 
und brachte ihn vor Saul; und er hatte des Philisters Haupt in seiner Hand.
58. Und Saul sprach zu ihm: Wes Sohn bist du, Knabe? David sprach: Ich bin 
ein Sohn deines Knechts Isai, des Bethlehemiten.
Das erste Buch Samuel 18
1. Und da er hatte ausgeredet mit Saul, verband sich das Herz Jonathans 
mit dem Herzen Davids; und Jonathan gewann ihn lieb wie sein eigen Herz.
2. Und Saul nahm ihn des Tages und lie ihn nicht wieder zu seines Vaters 
Haus kommen.
3. Und Jonathan und David machten einen Bund miteinander; denn er hatte 
ihn lieb wie sein eigen Herz.
4. Und Jonathan zog aus seinen Rock, den er anhatte, und gab ihn David, 
dazu seinen Mantel, sein Schwert, seinen Bogen und seinen Grtel.
5. Und David zog aus, wohin ihn Saul sandte, und hielt sich klglich. Und 
Saul setzte ihn ber die Kriegsleute; und er gefiel wohl allem Volk, auch 
den Knechten Sauls.
6. Es begab sich aber, da er wiederkommen war von des Philisters Schlacht, 
da die Weiber aus allen Stdten Israels waren gegangen mit Gesang und 
Reigen dem Knige Saul entgegen mit Pauken, mit Freuden und mit Geigen.
7. Und die Weiber sangen gegeneinander und spielten und sprachen: Saul hat 
tausend geschlagen, aber David zehntausend.
8. Da ergrimmete Saul sehr, und gefiel ihm das Wort bel und sprach: Sie 
haben David zehntausend gegeben und mir tausend; das Knigreich will noch 
sein werden;
9. Und Saul sah David sauer an von dem Tage und fortan.
10. Des andern Tages geriet der bse Geist von Gott ber Saul und 
weissagete daheim im Hause; David aber spielte auf den Saiten mit seiner 
Hand, wie er tglich pflegte. Und Saul hatte einen Spie in der Hand
11. und scho ihn und gedachte: Ich will David an die Wand spieen. David 
aber wandte sich zweimal von ihm.
12. Und Saul frchtete sich vor David; denn der Herr war mit ihm und war 
von Saul gewichen.
13. Da tat ihn Saul von sich und setzte ihn zum Frsten ber tausend Mann; 
und er zog aus und ein vor dem Volk.
14. Und David hielt sich klglich in all seinem Tun; und der Herr war mit 
ihm.
15. Da nun Saul sah, da er sich so klglich hielt, scheuete er sich vor 
ihm.
16. Aber ganz Israel und Juda hatte David lieb; denn er zog aus und ein 
vor ihnen her:
17. Und Saul sprach zu David: Siehe, meine grte Tochter Merob will ich 
dir zum Weibe geben; sei nur freudig und fhre des Herrn Kriege! Denn Saul 
gedachte: Meine Hand soll nicht an ihm sein, sondern die Hand der 
Philister.
18. David aber antwortete Saul: Wer bin ich, und was ist mein Leben und 
Geschlecht meines Vaters in Israel, da ich des Knigs Eidam werden soll?
19. Da aber die Zeit kam, da Merob, die Tochter Sauls, sollte David 
gegeben werden, ward sie Adriel, dem Meholathiter, zum Weibe gegeben.
20. Aber Michal, Sauls Tochter, hatte den David lieb, Da das Saul angesagt 
ward, sprach er: Das ist recht.
21. Ich will sie ihm geben, da sie ihm zum Fall gerate, und der Philister 
Hnde ber ihn kommen. Und sprach zu David: Du sollst heute mit der andern 
mein Eidam werden.
22. Und Saul gebot seinen Knechten: Redet mit David heimlich und sprechet: 
Siehe, der Knig hat Lust zu dir, und alle seine Knechte lieben dich; so 
sei nun des Knigs Eidam!
23. Und die Knechte Sauls redeten solche Worte vor den Ohren Davids. David 
aber sprach: Dnket euch das ein Geringes sein, des Knigs Eidam zu sein? 
Ich aber bin ein armer, geringer Mann.
24. Und die Knechte Sauls sagten ihm wieder und sprachen: Solche Worte hat 
David geredet.
25. Saul sprach: So saget zu David: Der Knig begehret keine Morgengabe 
ohne hundert Vorhute von den Philistern, da man sich rche an des Knigs 
Feinden. Denn Saul trachtete, David zu fllen durch der Philister Hand.
26. Da sagten seine Knechte David an solche Worte und deuchte David die 
Sache gut sein, da er des Knigs Eidam wrde. Und die Zeit war noch nicht 
aus.
27. Da machte sich David auf und zog hin mit seinen Mnnern und schlug 
unter den Philistern zweihundert Mann. Und David brachte ihre Vorhaute und 
vergngte dem Knige die Zahl, da er des Knigs Eidam wrde. Da gab ihm 
Saul seine Tochter Michal zum Weibe.
28. Und Saul sah und merkte, da der Herr mit David war. Und Michal, Sauls 
Tochter, hatte ihn lieb.
29. Da frchtete sich Saul noch mehr vor David und ward sein Feind sein 
Lebenlang.
30. Und da der Philister Frsten auszogen, handelte David klglicher denn 
alle Knechte Sauls, wenn sie auszogen, da sein Name hochgepreiset ward.
Das erste Buch Samuel 19
1. Saul aber redete mit seinem Sohn Jonathan und mit allen seinen 
Knechten, da sie David sollten tten. Aber Jonathan, Sauls Sohn, hatte 
David sehr lieb;
2. und verkndigte es ihm und sprach: Mein Vater Saul trachtet danach, da 
er dich tte. Nun, so bewahre dich morgen und bleibe verborgen und 
verstecke dich.
3. Ich aber will herausgehen und neben meinem Vater stehen auf dem Felde, 
da du bist, und von dir mit meinem Vater reden; und was ich sehe, will ich 
dir kund tun.
4. Und Jonathan redete das Beste von David mit seinem Vater Saul und 
sprach zu ihm: Es versndige sich der Knig nicht an seinem Knechte David; 
denn er hat keine Snde wider dich getan, und sein Tun ist dir sehr ntze;
5. und er hat sein Leben in seine Hand gesetzt und schlug den Philister, 
und der Herr tat ein gro Heil dem ganzen Israel. Das hast du gesehen und 
dich des gefreuet. Warum willst du dich denn an unschuldigem Blut 
versndigen, da du David ohne Ursache ttest?
6. Da gehorchte Saul der Stimme Jonathans und schwur: So wahr der Herr 
lebet, er soll nicht sterben!
7. Da rief Jonathan David und sagte ihm alle diese Worte; und brachte ihn 
zu Saul, da er vor ihm war wie vorhin.
8. Es erhub sich aber wieder ein Streit; und David zog aus und stritt 
wider die Philister und tat eine groe Schlacht, da sie vor ihm flohen.
9. Aber der bse Geist vom Herrn kam ber Saul; und er sa in seinem Hause 
und hatte einen Spie in seiner Hand; David aber spielte auf den Saiten 
mit der Hand.
10. Und Saul trachtete, David mit dem Spie an die Wand zu spieen. Er 
aber ri sich von Saul, und der Spie fuhr in die Wand. David aber floh 
und entrann dieselbige Nacht.
11. Saul sandte aber Boten zu Davids Haus, da sie ihn bewahreten und 
tteten am Morgen. Das verkndigte dem David sein Weib Michal und sprach: 
Wirst du nicht diese Nacht deine Seele erretten, so mut du morgen sterben.
12. Da lie ihn Michal durchs Fenster hernieder, da er hinging, entfloh 
und entrann.
13. Und Michal nahm ein Bild und legte es ins Bett; und legte ein 
Ziegenfell zu seinen Hupten und deckte es mit Kleidern zu.
14. Da sandte Saul Boten, da sie David holeten. Sie aber sprach: Er ist 
krank.
15. Saul aber sandte Boten, David zu besehen, und sprach: Bringet ihn 
herauf zu mir mit dem Bette, da er gettet werde.
16. Da nun die Boten kamen, siehe, da lag das Bild im Bette und ein 
Ziegenfell zu seinen Hupten.
17. Da sprach Saul zu Michal: Warum hast du mich betrogen und meinen Feind 
gelassen, da er entrinne? Michal sprach zu Saul: Er sprach zu mir: La 
mich gehen, oder ich tte dich!
18. David aber entfloh und entrann; und kam zu Samuel gen Rama und sagte 
ihm an alles, was ihm Saul getan hatte. Und er ging hin mit Samuel, und 
blieben zu Najoth.
19. Und es ward Saul angesagt: Siehe, David ist zu Najoth in Rama.
20. Da sandte Saul Boten, da sie David holeten. Und sie sahen zween Chre 
Propheten weissagen, und Samuel war ihr Aufseher. Da kam der Geist Gottes 
auf die Boten Sauls, da sie auch weissagten.
21. Da das Saul ward angesagt, sandte er andere Boten, die weissagten 
auch. Da sandte er die dritten Boten, die weissagten auch.
22. Da ging er selbst auch gen Rama; und da er kam zum groen Brunnen, der 
zu Seku ist, fragte er und sprach: Wo ist Samuel und David? Da ward ihm, 
gesagt: Siehe, zu Najoth in Rama.
23. Und er ging daselbst hin gen Najoth in Rama. Und der Geist Gottes kam 
auch auf ihn; und ging einher und weissagte, bis er kam gen Najoth in Rama.
24. Und er zog auch seine Kleider aus und weissagte auch vor Samuel; und 
fiel blo nieder den ganzen Tag und die ganze Nacht. Daher spricht man: 
Ist Saul auch unter den Propheten?
Das erste Buch Samuel 20
1. David aber floh von Najoth zu Rama; und kam und redete vor Jonathan: 
Was habe ich getan? Was habe ich migehandelt? Was habe ich gesndiget vor 
deinem Vater, da er nach meinem Leben stehet?
2. Er aber sprach zu ihm: Das sei ferne, du sollst nicht sterben. Siehe, 
mein Vater tut nichts, weder Groes noch Kleines, das er nicht meinen 
Ohren offenbare; warum sollte denn mein Vater dies vor mir verbergen? Es 
wird nicht so sein.
3. Da schwur David weiter und sprach: Dein Vater wei wohl, da ich Gnade 
vor deinen Augen funden habe, darum wird er denken: Jonathan soll solches 
nicht wissen, es mchte ihn bekmmern. Wahrlich, wahr der Herr lebet, und 
so wahr deine Seele lebet, es ist nur ein Schritt zwischen mir und dem 
Tode!
4. Jonathan sprach zu David: Ich will an dir tun, was dein Herz begehret.
5. David sprach zu ihm: Siehe, morgen ist der Neumond, da ich mit dem 
Knige zu Tische sitzen sollte; so la mich, da ich mich auf dem Felde 
verberge bis an den Abend des dritten Tages.
6. Wird dein Vater nach mir fragen, so sprich: David bat mich, da er gen 
Bethlehem, zu seiner Stadt, laufen mchte; denn es ist ein jhrlich Opfer 
daselbst dem ganzen Geschlechte.
7. Wird er sagen: Es ist gut, so stehet es wohl um deinen Knecht. Wird er 
aber ergrimmen, so wirst du merken, da Bses bei ihm beschlossen ist.
8. So tue nun Barmherzigkeit an deinem Knechte; denn du hast mit mir, 
deinem Knechte, einen Bund im Herrn gemacht. Ist aber eine Missetat in 
mir, so tte du mich; denn warum wolltest du mich zu deinem Vater bringen?
9. Jonathan sprach: Das sei ferne von mir, da ich sollte merken, da 
Bses bei meinem Vater beschlossen wre, ber dich zu bringen, und sollte 
dir's nicht ansagen.
10. David aber sprach: Wer will mir's ansagen, so dir dein Vater etwas 
Hartes antwortet?
11. Jonathan sprach zu David: Komm, la uns hinaus aufs Feld gehen! Und 
gingen beide hinaus aufs Feld,
12. Und Jonathan sprach zu David: Herr, Gott Israels, wenn ich erforsche 
an meinem Vater morgen und am dritten Tage, da es wohlstehet mit David, 
und nicht hinsende zu dir und vor deinen Ohren offenbare.
13. so tue der Herr Jonathan dies und jenes. Wenn aber das Bse meinem 
Vater gefllt wider dich, so will ich's auch vor deinen Ohren offenbaren 
und dich lassen, da du mit Frieden weggehest. Und der Herr sei mit dir, 
wie er mit meinem Vater gewesen ist!
14. Tue ich's nicht, so tue keine Barmherzigkeit des Herrn an mir, weil 
ich lebe, auch nicht, so ich sterbe.
15. Und wenn der Herr die Feinde Davids ausrotten wird, einen jeglichen 
aus dem Lande, so reie du deine Barmherzigkeit nicht von meinem Hause 
ewiglich.
16. Also machte Jonathan einen Bund mit dem Hause Davids und sprach: Der 
Herr fordere es von der Hand der Feinde Davids!
17. Und Jonathan fuhr weiter und schwur David, lieb hatte er ihn; denn er 
hatte ihn so lieb als seine Seele.
18. Und Jonathan sprach zu ihm: Morgen ist der Neumond, so wird man nach 
dir fragen; denn man wird dein vermissen, da du zu sitzen pflegest.
19. Des dritten Tages aber komm bald hernieder und gehe an einen Ort, da 
du dich verbergest am Werkeltage, und setze dich bei den Stein Asel,
20. so will ich zu seiner Seite drei Pfeile schieen, als ich zum 
Sichermal schsse.
21. Und siehe, ich will den Knaben senden: Gehe hin, suche die Pfeile! 
Werde ich zum Knaben sagen: Siehe, die Pfeile liegen hierwrts hinter dir, 
hole sie! so komm, denn es ist Friede und hat keine Fahr, so wahr der Herr 
lebet.
22. Sage ich aber zum Jnglinge: Siehe, die Pfeile liegen dortwrts vor 
dir, so gehe hin, denn der Herr hat dich lassen gehen.
23. Was aber du und ich miteinander geredet haben, da ist der Herr 
zwischen mir und dir ewiglich.
24. David verbarg sich im Felde. Und da der Neumond kam, setzte sich der 
Knig zu Tische zu essen.
25. Da sich aber der Knig gesetzt hatte an seinen Ort, Wie er vorhin 
gewohnt war, an der Wand, stund Jonathan auf, Abner aber setzte sich an 
die Seite Sauls. Und man vermissete Davids an seinem Ort.
26. Und Saul redete des Tages nichts; denn er gedachte: Es ist ihm etwas 
widerfahren, da er nicht rein ist.
27. Des andern Tages des Neumonden, da man Davids vermissete an seinem 
Ort, sprach Saul zu seinem Sohn Jonathan: Warum ist der Sohn Isais nicht 
zu Tische kommen, weder gestern noch heute?
28. Jonathan antwortete Saul: Er bat mich, da er gen Bethlehem ginge,
29. und sprach: La mich gehen, denn unser Geschlecht hat zu opfern in der 
Stadt, und mein Bruder hat mir's selbst geboten; habe ich nun Gnade vor 
deinen Augen funden, so will ich hinweg und meine Brder sehen. Darum ist 
er nicht kommen zu des Knigs Tisch.
30. Da ergrimmete der Zorn Sauls wider Jonathan und sprach zu ihm: Du 
ungehorsamer Bsewicht! Ich wei wohl, da du den Sohn Isais auserkoren 
hast, dir und deiner unartigen Mutter zu Schanden.
31. Denn solange der Sohn Isais lebet auf Erden, wirst du, dazu auch dein 
Knigreich, nicht bestehen. So sende nun hin und la ihn herholen zu mir; 
denn er mu sterben.
32. Jonathan antwortete seinem Vater Saul und sprach zu ihm: Warum soll er 
sterben? Was hat er getan?
33. Da scho Saul den Spie nach ihm, da er ihn spieete. Da merkte 
Jonathan, da bei seinem Vater gnzlich beschlossen war, David zu tten.
34. Und stund auf vom Tisch mit grimmigem Zorn und a desselben andern 
Tages des Neumonden kein Brot; denn er war bekmmert um David, da ihn 
sein Vater also verdammte.
35. Des Morgens ging Jonathan hinaus aufs Feld, dahin er David bestimmt 
hatte, und ein kleiner Knabe mit ihm.
36. Und sprach zu dem Knaben: Lauf und suche mir die Pfeile, die ich 
schiee! Da aber der Knabe lief, scho er einen Pfeil ber ihn hin.
37. Und als der Knabe kam an den Ort, dahin Jonathan den Pfeil geschossen 
hatte, rief ihm Jonathan nach und sprach: Der Pfeil liegt dortwrts vor 
dir.
38. Und rief abermal ihm nach: Eile rasch und stehe nicht stille! Da las 
der Knabe Jonathans die Pfeile auf und brachte sie zu seinem Herrn.
39. Und der Knabe wute nichts drum; allein Jonathan und David wuten um 
die Sache.
40. Da gab Jonathan seine Waffe seinem Knaben und sprach zu ihm: Gehe hin 
und trag's in die Stadt.
41. Da der Knabe hineinkam, stund David auf vom Ort gegen Mittag und fiel 
auf sein Antlitz zur Erde und betete dreimal an; und ksseten sich 
miteinander und weineten miteinander, David aber am allermeisten.
42. Und Jonathan sprach zu David: Gehe hin mit Frieden! Was wir beide 
geschworen haben im Namen des Herrn und gesagt: Der Herr sei zwischen mir 
und dir, zwischen meinem Samen und deinem Samen, das bleibe ewiglich.
43. Und Jonathan machte sich auf und kam in die Stadt.
Das erste Buch Samuel 21
1. David aber kam gen Nobe zum Priester Ahimelech. Und Ahimelech entsetzte 
sich, da er David entgegenging, und sprach zu ihm: Warum kommst du allein 
und ist kein Mann mit dir?
2. David sprach zu Ahimelech, dem Priester: Der Knig hat mir eine Sache 
befohlen und sprach zu mir: La niemand wissen, warum ich dich gesandt 
habe und was ich dir befohlen habe. Denn ich habe auch meine Knaben etwa 
hie oder daher beschieden.
3. Hast du nun was unter deiner Hand, ein Brot oder fnf, die gib mir in 
meine Hand, oder was du findest.
4. Der Priester antwortete David und sprach: Ich habe kein gemein Brot 
unter meiner Hand, sondern heilig Brot; wenn sich nur die Knaben von 
Weibern enthalten htten!
5. David antwortete dem Priester und sprach zu ihm: Es sind die Weiber 
drei Tage uns versperret gewesen, da ich auszog, und der Knaben Zeug war 
heilig; ist aber dieser Weg unheilig, so wird er heute geheiliget werden 
an dem Zeuge.
6. Da gab ihm der Priester des heiligen, weil kein ander Brot da war denn 
die Schaubrote, die man vor dem Herrn aufhub, da man ander frisch Brot 
auflegen sollte des Tages, da er die weggenommen hatte.
7. Es war aber des Tages ein Mann drinnen versperret vor dem Herrn aus den 
Knechten Sauls mit Namen Doeg, ein Edomiter, der mchtigste unter den 
Hirten Sauls.
8. Und David sprach zu Ahimelech: Ist nicht hie unter deiner Hand ein 
Spie oder Schwert? Ich habe mein Schwert und Waffen nicht mit mir 
genommen; denn die Sache des Knigs war eilend.
9. Der Priester sprach: Das Schwert des Philisters Goliath, den du 
schlugest im Eichgrunde, das ist hie, gewickelt in einen Mantel hinter dem 
Leibrock. Willst du dasselbige, so nimm's hin, denn es ist hie kein 
anderes denn das. David sprach: Es ist seinesgleichen nicht; gib mir's!
10. Und David machte sich auf und floh vor Saul; und kam zu Achis, dem 
Knige zu Gath.
11. Aber die Knechte Achis sprachen zu ihm: Das ist der David, des Landes 
Knig, von dem sie sangen am Reigen und sprachen: Saul schlug tausend, 
David aber zehntausend.
12. Und David nahm die Rede zu Herzen und frchtete sich sehr vor Achis, 
dem Knige zu Gath.
13. Und verstellete seine Gebrde vor ihnen und kollerte unter ihren 
Hnden und stie sich an die Tr am Tor, und sein Geifer flo ihm in den 
Bart.
14. Da sprach Achis zu seinen Knechten: Siehe, ihr sehet, da der Mann 
unsinnig ist; warum habt ihr ihn zu mir gebracht?
15. Habe ich der Unsinnigen zu wenig, da ihr diesen herbrchtet, da er 
neben mir rasete? Sollte der in mein Haus kommen?
Das erste Buch Samuel 22
1. David ging von dannen und entrann in die Hhle Adullam Da das seine 
Brder hreten und das ganze Haus seines Vaters, kamen sie zu ihm hinab 
daselbst hin.
2. Und es versammelten sich zu ihm allerlei Mnner, die in Not und Schuld 
und betrbtes Herzens waren; und er war ihr Oberster, da bei vierhundert 
Mann bei ihm waren.
3. Und David ging von dannen gen Mizpe, in der Moabiter Land, und sprach 
zu der Moabiter Knig: La meinen Vater und meine Mutter bei euch aus und 
ein gehen, bis ich erfahre, was Gott mit mir tun wird.
4. Und er lie sie vor dem Knige der Moabiter, da sie bei ihm blieben, 
solange David in der Burg war.
5. Aber der Prophet Gad sprach zu David: Bleibe nicht in der Burg, sondern 
gehe hin und komm ins Land Juda. Da ging David hin und kam in den Wald 
Hareth.
6. Und es kam vor Saul, da David und die Mnner, die bei ihm waren, wren 
hervorkommen. Als nun Saul wohnete zu Gibea unter einem Hain, in Rama, 
hatte er seinen Spie in der Hand und alle seine Knechte stunden neben ihm.
7. Da sprach Saul zu seinen Knechten, die neben ihm stunden: Hret, ihr 
Kinder Jeminis, wird auch der Sohn Isais euch alle cker und Weinberge 
geben und euch alle ber tausend und ber hundert zu Obersten machen,
8. da ihr euch alle verbunden habt wider mich, und ist niemand, der es 
meinen Ohren offenbarete, weil auch mein Sohn einen Bund gemacht hat mit 
dem Sohne Isais? Ist niemand unter euch, den es krnke meinethalben und 
meinen Ohren offenbare? Denn mein Sohn hat meinen Knecht wider mich 
auferwecket, da er mir nachstellet, wie es am Tage ist.
9. Da antwortete Doeg, der Edomiter, der neben den Knechten Sauls stund, 
und sprach: Ich sah den Sohn Isais, da er gen Nobe kam zu Ahimelech, dem 
Sohn Ahitobs.
10. Der fragte den Herrn fr ihn und gab ihm Speise und das Schwert 
Goliaths, des Philisters.
11. Da sandte der Knig hin und lie rufen Ahimelech, den Priester, den 
Sohn Ahitobs, und seines Vaters ganzes Haus, die Priester, die zu Nobe 
waren. Und sie kamen alle zum Knige.
12. Und Saul sprach: Hre, du Sohn Ahitobs! Er sprach: Hie bin ich, mein 
Herr.
13. Und Saul sprach zu ihm: Warum habt ihr einen Bund wider mich gemacht, 
du und der Sohn Isais, da du ihm Brot und Schwert gegeben und Gott fr 
ihn gefraget hast, da du ihn erweckest, da er mir nachstelle, wie es am 
Tage ist?
14. Ahimelech antwortete dem Knige und sprach: Und wer ist unter allen 
deinen Knechten als David, der getreu ist und des Knigs Eidam und gehet 
in deinem Gehorsam und ist herrlich gehalten in deinem Hause?
15. Habe ich denn heute erst angefangen, Gott fr ihn zu fragen? Das sei 
ferne von mir! Der Knig lege solches seinem Knechte nicht auf in meines 
Vaters ganzem Hause; denn dein Knecht hat von all diesem nichts gewut, 
weder Kleines noch Groes.
16. Aber der Knig sprach: Ahimelech du mut des Todes sterben, du und 
deines Vaters ganzes Haus.
17. Und der Knig sprach zu seinen Trabanten, die neben ihm stunden: 
Wendet euch und ttet des Herrn Priester; denn ihre Hand ist auch mit 
David, und da sie wuten, da er floh, haben sie mir's nicht erffnet. 
Aber die Knechte des Knigs wollten ihre Hnde nicht an die Priester des 
Herrn legen, sie zu erschlagen.
18. Da sprach der Knig zu Doeg:. Wende du dich und erschlage die 
Priester. Doeg, der Edomiter, wandte sich und erschlug die Priester, da 
des Tages starben fnfundachtzig Mnner, die leinene Leibrcke trugen.
19. Und die Stadt der Priester, Nobe, schlug er mit der Schrfe des 
Schwerts, beide Mann und Weib, Kinder und Suglinge, Ochsen und Esel und 
Schafe.
20. Es entrann aber ein Sohn Ahimelechs, des Sohns Ahitobs, der hie 
Abjathar, und floh David nach.
21. Und verkndigte ihm, da Saul die Priester des Herrn erwrget htte.
22. David aber sprach zu Abjathar: Ich wute es wohl an dem Tage, da der 
Edomiter Doeg da war, da er's wrde Saul ansagen; ich bin schuldig an 
allen Seelen deines Vaters Hauses.
23. Bleibe bei mir und frchte dich nicht! Wer nach meinem Leben stehet, 
der soll auch nach deinem Leben stehen, und sollst mit mir behalten werden.
Das erste Buch Samuel 23
1. Und es ward David angesagt: Siehe, die Philister streiten wider Kegila 
und berauben die Tennen.
2. Da fragte David den Herrn und sprach: Soll ich hingehen und diese 
Philister schlagen? Und der Herr sprach zu David: Gehe hin, du wirst die 
Philister schlagen und Kegila erretten
3. Aber die Mnner bei David sprachen zu ihm: Siehe, wir frchten uns hie 
in Juda und wollen hingehen gen Kegila, zu der Philister Zeug?
4. Da fragte David wieder den Herrn; und der Herr antwortete ihm und 
sprach: Auf, zeuch hinab gen Kegila; denn ich will die Philister in deine 
Hnde geben.
5. Also zog David samt seinen Mnnern gen Kegila und stritt wider die 
Philister und trieb ihnen ihr Vieh weg; und tat eine groe Schlacht an 
ihnen. Also errettete David die zu Kegila.
6. Denn da Abjathar, der Sohn Ahimelechs, floh zu David gen Kegila, trug 
er den Leibrock mit sich hinab.
7. Da ward Saul angesagt, da David gen Kegila kommen wre, und sprach: 
Gott hat ihn in meine Hnde bergeben, da er verschlossen ist, nun er in 
eine Stadt kommen ist, mit Toren und Riegeln verwahret:
8. Und Saul lie alles Volk rufen zum Streit hinnieder gen Kegila, da sie 
David und seine Mnner belegten.
9. Da aber David merkte, da Saul Bses ber ihn gedachte, sprach er zu 
dem Priester Abjathar: Lange den Leibrock her!
10. Und David sprach: Herr, Gott Israels, dein Knecht hat gehret, da 
Saul danach trachte, da er gen Kegila komme, die Stadt zu verderben um 
meinetwillen.
11. Werden mich auch die Brger zu Kegila berantworten in seine Hnde? 
Und wird aber Saul herab kommen, wie dein Knecht gehret hat? Das 
verkndige, Herr, Gott Israels, deinem Knechte. Und der Herr sprach: Er 
wird herabkommen.
12. David sprach: Werden aber die Brger zu Kegila mich und meine Mnner 
berantworten in die Hnde Sauls? Der Herr sprach: Ja.
13. Da machte sich David auf samt seinen Mnnern, deren bei sechshundert 
waren, und zogen aus von Kegila und wandelten, wo sie hin konnten. Da nun 
Saul angesagt ward, da David von Kegila entronnen war, lie er sein 
Ausziehen anstehen.
14. David aber blieb in der Wste, in der Burg, und blieb auf dem Berge in 
der Wste Siph. Saul aber suchte ihn sein Lebenlang; aber Gott gab ihn 
nicht in seine Hnde.
15. Und David sah, da Saul ausgezogen war, sein Leben zu suchen. Aber 
David war in der Wste Siph, in der Heide.
16. Da machte sich Jonathan auf, der Sohn Sauls, und ging hin zu David in 
die Heide und strkte seine Hand in Gott;
17. und sprach zu ihm: Frchte dich nicht; meines Vaters Sauls Hand wird 
dich nicht finden, und du wirst Knig werden ber Israel, so will ich der 
nchste um dich sein; auch wei solches mein Vater wohl.
18. Und sie machten beide einen Bund miteinander vor dem Herrn. Und David 
blieb in der Heide, aber Jonathan zog wieder heim.
19. Aber die Siphiter zogen hinauf zu Saul gen Gibea und sprachen: Ist 
nicht David bei uns verborgen in der Burg, in der Heide, auf dem Hgel 
Hachila, der zur Rechten liegt an der Wste?
20. So komme nun der Knig hernieder nach all seines Herzens Begehr, so 
wollen wir ihn berantworten in des Knigs Hnde.
21. Da sprach Saul: Gesegnet seid ihr dem Herrn, da ihr euch mein 
erbarmet habt!
22. So gehet nun hin und werdet es noch gewisser, da ihr wisset und 
sehet, an welchem Ort seine Fe gewesen sind, und wer ihn daselbst 
gesehen habe; denn mir ist gesagt, da er listig ist.
23. Besehet und erkundet alle rter, da er sich verkreucht, und kommt 
wieder zu mir, wenn ihr's gewi seid, so will ich mit euch ziehen. Ist er 
im Lande, so will ich nach ihm forschen unter allen Tausenden in Juda.
24. Da machten sie sich und gingen gen Siph vor Saul hin. David aber und 
seine Mnner waren in der Wste Maon, auf dem Gefilde zur Rechten der 
Wste.
25. Da nun Saul hinzog mit seinen Mnnern zu suchen, ward es David 
angesagt; und er machte sich hinab in den Fels und blieb in der Wste 
Maon. Da das Saul hrete, jagte er David nach in der Wste Maon.
26. Und Saul mit seinen Mnnern ging an einer Seite des Berges, David mit 
seinen Mnnern an der andern Seite des Berges. Da David aber eilete, dem 
Saul zu entgehen, da umringete Saul samt seinen Mnnern David und seine 
Mnner, da er sie griffe.
27. Aber es kam ein Bote zu Saul und sprach: Eile und komm; denn die 
Philister sind ins Land gefallen!
28. Da kehrete sich Saul von dem Nachjagen Davids und zog hin den 
Philistern entgegen; daher heit man den Ort Sela-Mahelkoth.
29. Und David zog hinauf von dannen und blieb in der Burg Engedi.
Das erste Buch Samuel 24
1. Da nun Saul wiederkam von den Philistern, ward ihm gesagt: Siehe, David 
ist in der Wste Engedi.
2. Und Saul nahm dreitausend junger Mannschaft aus ganz Israel und zog 
hin, David samt seinen Mnnern zu suchen auf den Felsen der Gemsen.
3. Und da er kam zu den Schafhrden am Wege, war daselbst eine Hhle, und 
Saul ging hinein, seine Fe zu decken. David aber und seine Mnner saen 
hinten in der Hhle.
4. Da sprachen die Mnner Davids zu ihm: Siehe, da ist der Tag, davon der 
Herr dir gesagt hat: Siehe, ich will deinen Feind in deine Hnde geben, 
da du mit ihm tust, was dir gefllt. Und David stund auf und schnitt 
leise einen Zipfel vom Rock Sauls.
5. Aber danach schlug ihm sein Herz, da er den Zipfel Saul hatte 
abgeschnitten,
6. und sprach zu seinen Mnnern: Das lasse der Herr ferne von mir sein, 
da ich das tun sollte und meine Hand legen an meinen Herrn, den Gesalbten 
des Herrn; denn er ist der Gesalbte des Herrn.
7. Und David weisete seine Mnner von sich mit Worten und lie sie nicht 
wider Saul sich auflehnen. Da aber Saul sich aufmachte aus der Hhle und 
ging auf dem Wege,
8. machte sich danach David auch auf und ging aus der Hhle; und rief Saul 
hinten nach und sprach: Mein Herr Knig! Saul sah hinter sich. Und David 
neigte sein Antlitz zur Erde und betete an.
9. Und sprach zu Saul: Warum gehorchest du Menschen Wort, die da sagen: 
David suchet dein Unglck?
10. Siehe, heutigestages sehen deine Augen, da dich der Herr heute hat in 
meine Hand gegeben in der Hhle, und es ward gesagt, da ich dich sollte 
erwrgen. Aber es ward dein verschonet, denn ich sprach: Ich will meine 
Hand nicht an meinen Herrn legen, denn er ist der Gesalbte des Herrn.
11. Mein Vater, sieh doch den Zipfel von deinem Rock in meiner Hand, da 
ich dich nicht erwrgen wollte, da ich den Zipfel von deinem Rock schnitt. 
Erkenne und sieh, da nichts Bses in meiner Hand ist, noch keine 
bertretung. Ich habe auch an dir nicht gesndiget; und du jagest meine 
Seele, da du sie wegnehmest.
12. Der Herr wird Richter sein zwischen mir und dir und mich an dir 
rchen; aber meine Hand soll nicht ber dir sein.
13. Wie man sagt nach dem alten Sprichwort: Von Gottlosen kommt Untugend. 
Aber meine Hand soll nicht ber dir sein.
14. Wem zeuchst du nach, Knig von Israel? Wem jagest du nach? Einem toten 
Hunde, einem einigen Floh?
15. Der Herr sei Richter und richte zwischen mir und dir und sehe drein; 
und fhre meine Sache aus und rette mich von deiner Hand.
16. Als nun David solche Worte zu Saul htte ausgeredet, sprach Saul: Ist 
das nicht deine Stimme, mein Sohn David? Und Saul hub auf seine Stimme und 
weinete.
17. Und sprach zu David: Du bist gerechter denn ich. Du hast mir Gutes 
beweiset, ich aber habe dir Bses beweiset.
18. Und du hast mir heute angezeiget, wie du Gutes an mir getan hast, da 
mich der Herr hatte in deine Hnde beschlossen, und du mich doch nicht 
erwrget hast.
19. Wie sollte jemand seinen Feind finden und ihn lassen einen guten Weg 
gehen? Der Herr vergelte dir Gutes fr diesen Tag, das du an mir getan 
hast!
20. Nun siehe, ich wei, da du Knig werden wirst, und das Knigreich 
Israels stehet in deiner Hand.
21. So schwre mir nun bei dem Herrn, da du nicht ausrottest meinen Samen 
nach mir und meinen Namen nicht austilgest von meines Vaters Haus.
22. Und David schwur Saul. Da zog Saul heim; David aber mit seinen Mnnern 
machten sich hinauf auf die Burg.
Das erste Buch Samuel 25
1. Und Samuel starb; und das ganze Israel versammelte sich, trugen Leid um 
ihn und begruben ihn in seinem Hause zu Rama. David aber machte sich auf 
und zog hinab in die Wste Paran.
2. Und es war ein Mann zu Maon, und sein Wesen zu Karmel; und der Mann war 
fast groen Vermgens und hatte dreitausend Schafe und tausend Ziegen. Und 
begab sich eben, da er seine Schafe beschor zu Karmel.
3. Und er hie Nabal; sein Weib aber hie Abigail und war ein Weib guter 
Vernunft und schn von Angesicht; der Mann aber war hart und boshaftig in 
seinem Tun und war einer von Kaleb.
4. Da nun David in der Wste hrete, da Nabal seine Schafe beschor,
5. sandte er aus zehn Jnglinge und sprach zu ihnen: Gehet hinauf gen 
Karmel, und wenn ihr zu Nabal kommt, so gret ihn von meinetwegen 
freundlich
6. und sprechet: Glck zu, Friede sei mit dir und deinem Hause und mit 
allem, das du hast!
7. Ich habe gehret, da du Schafscherer hast. Nun, deine Hirten, die du 
hast, sind mit uns gewesen; wir haben sie nicht verhhnet, und hat ihnen 
nichts gefehlet an der Zahl, solange sie zu Karmel gewesen sind.
8. Frage deine Jnglinge darum, die werden's dir sagen; und la die 
Jnglinge Gnade finden vor deinen Augen, denn wir sind auf einen guten Tag 
kommen. Gib deinen Knechten und deinem Sohn David, was deine Hand findet.
9. Und da die Jnglinge Davids hinkamen und von Davids wegen alle diese 
Worte mit Nabal geredet hatten, hreten sie auf.
10. Aber Nabal antwortete den Knechten Davids und sprach: Wer ist der 
David? und wer ist der Sohn Isais? Es werden jetzt der Knechte viel, die 
sich von ihren Herren reien.
11. Sollte ich mein Brot, Wasser und Fleisch nehmen, das ich fr meine 
Scherer geschlachtet habe, und den Leuten geben, die ich nicht kenne, wo 
sie her sind?
12. Da kehreten sich die Jnglinge Davids wieder auf ihren Weg; und da sie 
wieder zu ihm kamen, sagten sie ihm solches alles.
13. Da sprach David zu seinen Mnnern: Grte ein jeglicher sein Schwert um 
sich! Und ein jeglicher grtete sein Schwert um sich, und David grtete 
sein Schwert auch um sich, und zogen ihm nach hinauf bei vierhundert Mann; 
aber zweihundert blieben bei dem Gerte.
14. Aber der Abigail, Nabals Weibe, sagte an der Jnglinge einer und 
sprach: Siehe, David hat Boten gesandt aus der Wste, unsern Herrn zu 
segnen; er aber schnaubte sie an.
15. Und sie sind uns doch sehr ntze Leute gewesen und haben uns nicht 
verhhnet, und hat uns nichts gefehlet an der Zahl, solange wir bei ihnen 
gewandelt haben, wenn wir auf dem Felde waren,
16. sondern sind unsere Mauern gewesen Tag und Nacht, solange wir der 
Schafe bei ihnen gehtet haben.
17. So merke nun und siehe, was du tust; denn es ist gewi ein Unglck 
vorhanden ber unsern Herrn und ber sein ganzes Haus; und er ist ein 
heilloser Mann, dem niemand etwas sagen darf.
18. Da eilete Abigail und nahm zweihundert Brote und zwei Legel Weins und 
fnf gekochte Schafe und fnf Scheffel Mehl und hundert Stck Rosinen und 
zweihundert Stck Feigen und lud es auf Esel.
19. Und sprach zu ihren Jnglingen: Gehet vor mir hin; siehe, ich will 
kommen hernach. Und sie sagte ihrem Manne Nabal nichts davon.
20. Und als sie auf dem Esel ritt und hinabzog im Dunkel des Berges, 
siehe, da begegnete ihr David und seine Mnner hinab, da sie auf sie 
stie.
21. David aber hatte geredet: Wohlan, ich habe umsonst behtet alles, was 
dieser hat in der Wste, da nichts gefehlet hat an allem, was er hat; und 
er bezahlete mir Gutes mit Bsem.
22. Gott tue dies Und noch mehr den Feinden Davids, wo ich diesem bis 
licht Morgen berlasse einen, der an die Wand pisset, aus allem, das er 
hat!
23. Da nun Abigail David sah, stieg sie eilend vom Esel und fiel vor David 
auf ihr Antlitz und betete an zur Erde.
24. Und fiel zu seinen Fen und sprach: Ach, mein Herr, mein sei diese 
Missetat, und la deine Magd reden vor deinen Ohren und hre die Worte 
deiner Magd!
25. Mein Herr setze nicht sein Herz wider diesen Nabal, den heillosen 
Mann; denn er ist ein Narr, wie sein Name heit, und Narrheit ist bei ihm. 
Ich aber, deine Magd, habe die Jnglinge meines Herrn nicht gesehen, die 
du gesandt hast.
26. Nun aber, mein Herr, wahr der Herr lebet, und so wahr deine Seele 
lebet, der Herr hat dich verhindert, da du nicht kmest wider das Blut, 
und hat dir deine Hand erlset. So mssen nun werden wie Nabal deine 
Feinde, und die meinem Herrn bel wollen.
27. Hie ist der Segen, den deine Magd meinem Herrn hergebracht hat; den 
gib den Jnglingen, die Unter meinem Herrn wandeln.
28. Vergib deiner Magd die bertretung! Denn der Herr wird meinem Herrn 
ein bestndig Haus machen, denn du fhrest des Herrn Kriege; und la kein 
Bses an dir gefunden werden dein Leben lang.
29. Und wenn sich ein Mensch erheben wird, dich zu verfolgen, und nach 
deiner Seele stehet, so wird die Seele meines Herrn eingebunden sein im 
Bndlein der Lebendigen bei dem Herrn, deinem Gott; aber die Seele deiner 
Feinde wird geschleudert werden mit der Schleuder.
30. Wenn denn der Herr all das Gute meinem Herrn tun wird, das er dir 
geredet hat, und gebieten, da du ein Herzog seiest ber Israel,
31. so wird's dem Herzen meines Herrn nicht ein Sto noch rgernis sein, 
da du nicht Blut vergossen hast ohne Ursache und dir selber geholfen; so 
wird der Herr meinem Herrn wohltun, und wirst an deine Magd gedenken.
32. Da sprach David zu Abigail: Gelobet sei der Herr, der Gott Israels, 
der dich heutigestages hat mir entgegengesandt!
33. Und gesegnet sei deine Rede und gesegnet seiest du, da du mir heute 
erwehret hast, da ich nicht wider Blut kommen bin und mich mit eigener 
Hand erlset habe.
34. Wahrlich, so wahr der Herr, der Gott Israels, lebet, der mich 
verhindert hat, da ich nicht bel an dir tte, wrest du nicht eilend mir 
begegnet, so wre dem Nabal nicht berblieben auf diesen lichten Morgen 
einer, der an die Wand pisset.
35. Also nahm David von ihrer Hand, was sie ihm gebracht hatte, und sprach 
zu ihr: Zeuch mit Frieden hinauf in dein Haus; siehe, ich habe deiner 
Stimme gehorchet und deine Person angesehen.
36. Da aber Abigail zu Nabal kam, siehe, da hatte er ein Mahl zugerichtet 
in seinem Hause wie eines Knigs Mahl; und sein Herz war guter Dinge bei 
ihm selbst und er war sehr trunken. Sie aber sagte ihm nichts, weder 
Kleines noch Groes, bis an den lichten Morgen.
37. Da es aber Morgen ward, und der Wein von Nabal kommen war, sagte ihm 
sein Weib solches. Da erstarb sein Herz in seinem Leibe, da er ward wie 
ein Stein.
38. Und ber zehn Tage schlug ihn der Herr, da er starb.
39. Da das David hrete, da Nabal tot war,. sprach er: Gelobet sei der 
Herr, der meine Schmach gerochen hat an dem Nabal und seinen Knecht 
enthalten hat vor dem bel, und der Herr hat dem Nabal das bel auf seinen 
Kopf vergolten. Und David sandte hin und lie mit Abigail reden, da er 
sie zum Weibe nhme.
40. Und da die Knechte Davids zu Abigail kamen gen Karmel, redeten sie mit 
ihr und sprachen: David hat uns zu dir gesandt, da er dich zum Weibe 
nehme.
41. Sie stund auf und betete an auf ihr Angesicht zur Erde und sprach: 
Siehe, hie ist deine Magd, da sie diene den Knechten meines Herrn und 
ihre Fe wasche.
42. Und Abigail eilete und machte sich auf; und ritt auf einem Esel und 
fnf Dirnen, die unter ihr waren; und zog den Boten Davids nach und ward 
sein Weib.
43. Auch nahm David Ahinoam von Jesreel; und waren beide seine Weiber.
44. Saul aber gab Michal, seine Tochter, Davids Weib, Phalti, dem Sohn 
Lais von Gallim.
Das erste Buch Samuel 26
1. Die aber von Siph kamen zu Saul gen Gibea und sprachen: Ist nicht David 
verborgen auf dem Hgel Hachila vor der Wste?
2. Da machte sich Saul auf und zog herab zur Wste Siph und mit ihm 
dreitausend junger Mannschaft in Israel, da er David suchte in der Wste 
Siph.
3. Und lagerte sich auf dem Hgel Hachila, der vor der Wste liegt am 
Wege. David aber blieb in der Wste. Und da er sah, da Saul kam ihm nach 
in die Wste,
4. sandte er Kundschafter aus und erfuhr, da Saul gewilich kommen wre.
5. Und David machte sich auf und kam an den Ort, da Saul sein Lager hielt, 
und sah die Sttte, da Saul lag mit seinem Feldhauptmann Abner, dem Sohn 
Ners. Denn Saul lag in der Wagenburg und das Heervolk um ihn her.
6. Da antwortete David und sprach zu Ahimelech, dem Hethiter, und zu 
Abisai, dem Sohne Zerujas, dem Bruder Joabs: Wer will mit mir hinab zu 
Saul ins Lager? Abisai sprach: Ich will mit dir hinab.
7. Also kam David und Abisai zum Volk des Nachts. Und siehe, Saul lag und 
schlief in der Wagenburg, und sein Spie steckte in der Erde zu seinen 
Hupten. Abner aber und das Volk lag um ihn her.
8. Da sprach Abisai zu David: Gott hat deinen Feind heute in deine Hand 
beschlossen; so will ich ihn nun mit dem Spie stechen in die Erde einmal, 
da er es nicht mehr bedarf.
9. David aber sprach zu Abisai: Verderbe ihn nicht; denn wer will die Hand 
an den Gesalbten des Herrn legen und ungestraft bleiben?
10. Weiter sprach David: So wahr der Herr lebet, wo der Herr nicht ihn 
schlgt, oder seine Zeit kommt, da er sterbe, oder in einen Streit ziehe 
und komme um,
11. so lasse der Herr ferne von mir sein, da ich meine Hand sollte an den 
Gesalbten des Herrn legen. So nimm nun den Spie zu seinen Hupten und den 
Wasserbecher und la uns gehen.
12. Also nahm David den Spie und den Wasserbecher zu den Hupten Sauls 
und ging hin; und war niemand, der es sah noch merkte, noch erwachte, 
sondern sie schliefen alle. Denn es war ein tiefer Schlaf vom Herrn auf 
sie gefallen.
13. Da nun David hinber auf jenseit kommen war, trat er auf des Berges 
Spitze von ferne, da ein weiter Raum war zwischen ihnen.
14. Und schrie das Volk an und Abner, den Sohn Ners, und sprach: Hrest du 
nicht, Abner? Und Abner antwortete und sprach: Wer bist du, da du so 
schreiest gegen dem Knige?
15. Und David sprach zu Abner: Bist du nicht ein Mann? und wer ist dein 
gleich in Israel? Warum hast du denn nicht behtet deinen Herrn, den 
Knig? Denn es ist des Volks einer hineinkommen, deinen Herrn, den Knig, 
zu verderben.
16. Es ist aber nicht fein, das du getan hast. So wahr der Herr lebet, ihr 
seid Kinder des Todes, da ihr euren Herrn, den Gesalbten des Herrn, nicht 
behtet habt. Nun siehe, hie ist der Spie des Knigs und der 
Wasserbecher, die zu seinen Hupten waren.
17. Da erkannte Saul die Stimme Davids und sprach: Ist das nicht deine 
Stimme, mein Sohn David? David sprach: Es ist meine Stimme, mein Herr 
Knig.
18. Und sprach weiter: Warum verfolget mein Herr also seinen Knecht? Was 
habe ich getan, und was bels ist in meiner Hand?
19. So hre doch nun mein Herr, der Knig, die Worte seines Knechts: 
Reizet dich der Herr wider mich, so lasse man ein Speisopfer riechen; tun 
es aber Menschenkinder, so seien sie verflucht vor dem Herrn, da sie mich 
heute verstoen, da ich nicht hafte in des Herrn Erbteil, und sprechen: 
Gehe hin, diene andern Gttern!
20. So verfalle nun mein Blut nicht auf die Erde von dem Angesicht des 
Herrn. Denn der Knig Israels ist ausgezogen, zu suchen einen Floh, wie 
man ein Rebhuhn jagt auf den Bergen.
21. Und Saul sprach: Ich habe gesndiget; komm wieder, mein Sohn David! 
Ich will dir kein Leid frder tun, darum da meine Seele heutigestages 
teuer gewesen ist in deinen Augen. Siehe, ich habe tricht und sehr 
unweislich getan.
22. David antwortete und sprach: Siehe, hie ist der Spie des Knigs; es 
gehe der Jnglinge einer herber und hole ihn.
23. Der Herr aber wird einem jeglichen vergelten nach seiner Gerechtigkeit 
und Glauben. Denn der Herr hat dich heute in meine Hand gegeben, ich aber 
wollte meine Hand nicht an den Gesalbten des Herrn legen.
24. Und wie heute deine Seele in meinen Augen ist gro geachtet gewesen, 
so werde meine Seele gro geachtet vor den Augen des Herrn und errette 
mich von aller Trbsal.
25. Saul sprach zu David: Gesegnet seiest du, mein Sohn David; du wirst es 
tun und hinausfhren. David aber ging seine Strae, und Saul kehrete 
wieder an seinen Ort.
Das erste Buch Samuel 27
1. David aber gedachte in seinem Herzen: Ich werde der Tage einen Saul in 
die Hnde fallen; es ist mir nichts besser, denn da ich entrinne in der 
Philister Land, da Saul von mir ablasse, mich frder zu suchen in allen 
Grenzen Israels; so werde ich seinen Hnden entrinnen.
2. Und machte sich auf und ging hinber, samt den sechshundert Mann, die 
bei ihm waren, zu Achis, dem Sohn Maochs, Knige zu Gath.
3. Also blieb David bei Achis zu Gath, mit seinen Mnnern, ein jeglicher 
mit seinem Hause; David auch mit seinen zwei en Weibern, Ahinoam, der 
Jesreelitin, und Abigail, des Nabals Weibe, der Karmelitin.
4. Und da Saul angesagt ward, da David gen Gath geflohen wre, suchte er 
ihn nicht mehr.
5. Und David sprach zu Achis: Hab ich Gnade vor deinen Augen funden, so 
la mir geben einen Raum in der Stdte einer auf dem Lande, da ich 
drinnen wohne; was soll dein Knecht in der kniglichen Stadt bei dir 
wohnen?
6. Da gab ihm Achis des Tages Ziklag. Daher ist Ziklag der Knige Judas 
bis auf diesen Tag.
7. Die Zeit aber, die David in der Philister Lande wohnete, ist ein Jahr 
und vier Monden.
8. David aber zog hinauf samt seinen Mnnern und fiel ins Land der 
Gessuriter und Girsiter und Amalekiter; denn diese waren die Einwohner von 
alters her dieses Landes, als man kommt gen Sur, bis an gyptenland.
9. Da aber David das Land schlug, lie er weder Mann noch Weib leben, und 
nahm Schafe, Rinder, Esel, Kamele und Kleider; und kehrete wieder und kam 
zu Achis.
10. Wenn denn Achis sprach: Seid ihr heute nicht eingefallen? so sprach 
David: Gegen den Mittag Judas und gegen den Mittag der Jerahmeeliter und 
gegen den Mittag der Keniter.
11. David aber lie weder Mann noch Weib lebendig gen Gath kommen, und 
gedachte, sie mchten wider uns reden und schwtzen. Also tat David, und 
das war seine Weise, solange er wohnete in der Philister Lande.
12. Darum glaubte Achis David und gedachte: Er hat sich stinkend gemacht 
vor seinem Volk Israel, darum soll er immer mein Knecht sein.
Das erste Buch Samuel 28
1. Und es begab sich zu derselben Zeit, la die Philister ihr Heer 
versammelten, n Streit zu ziehen wider Israel. Und Achis sprach zu David: 
Du sollst wissen, da du und deine Mnner sollt mit mir ausziehen ins Heer.
2. David sprach zu Achis: Wohlan, du sollst erfahren, was dein Knecht tun 
wird Achis sprach zu David: Darum will ich dich zum Hter meines Haupts 
setzen nein Lebenlang.
3. Samuel aber war gestorben, und ganz Israel hatte Leid um ihn getragen 
und ihn begraben in seiner Stadt Rama. So hatte Saul aus dem Lande 
vertrieben die Wahrsager und Zeichendeuter.
4. Da nun die Philister sich versammelten und kamen und lagerten sich zu 
Sunem, versammelte Saul auch das ganze Israel, und lagerten sich zu Gilboa.
5. Da aber Saul der Philister Heer sah, frchtete er sich, und sein Herz 
verzagte sehr.
6. Und er ratfragte den Herrn; aber der Herr antwortete ihm nicht, weder 
durch Trume, noch durchs Licht, noch durch Propheten.
7. Da sprach Saul zu seinen Knechten: Suchet mir ein Weib die einen 
Wahrsagergeist hat, da ich zu ihr gehe und sie frage. Seine Knechte 
sprachen zu ihm: Siehe, zu Endor ist ein Weib, die hat einen 
Wahrsagergeist:
8. Und Saul wechselte seine Kleider und zog andere an; und ging hin, und 
zween andere mit ihm, und kamen bei der Nacht zum Weibe; und sprach: 
Lieber, weissage mir durch den Wahrsagergeist und bringe mir herauf, den 
ich dir sage.
9. Das Weib sprach zu ihm: Siehe, du weiest wohl, was Saul getan hat, wie 
er die Wahrsager und Zeichendeuter ausgerottet hat vom Lande; warum willst 
du denn meine Seele in das Netz fhren, da ich erttet werde?
10. Saul aber schwur ihr bei dem Herrn und sprach: So wahr der Herr lebet, 
es soll dir dies nicht zur Missetat geraten.
11. Da sprach das Weib: Wen soll ich dir denn heraufbringen? Er sprach: 
Bringe mir Samuel herauf.
12. Da nun das Weib Samuel sah, schrie sie laut und sprach zu Saul: Warum 
hast du mich betrogen? Du bist Saul.
13. Und der Knig sprach zu ihr: Frchte dich nicht, was siehest du? Das 
Weib sprach zu Saul: Ich sehe Gtter heraufsteigen aus der Erde.
14. Er sprach: Wie ist er gestaltet? Sie sprach: Es kommt ein alter Mann 
herauf und ist bekleidet mit einem Seidenrock. Da vernahm Saul, da es 
Samuel war, und neigte sich mit seinem Antlitz zur Erde und betete an.
15. Samuel aber sprach zu Saul: Warum hast du mich unruhig gemacht, da du 
mich heraufbringen lssest? Saul sprach: Ich bin sehr gengstet, die 
Philister streiten wider mich, und Gott ist von mir gewichen und antwortet 
mir nicht, weder durch Propheten noch durch Trume; darum habe ich dich 
lassen rufen, da du mir weisest, was ich tun solle.
16. Samuel sprach: Was willst du mich fragen, weil der Herr von dir 
gewichen und dein Feind worden ist?
17. Der Herr wird dir tun, wie er durch mich geredet hat, und wird das 
Reich von deiner Hand reien und David, deinem Nchsten, geben;
18. darum da du der Stimme des Herrn nicht gehorchet und den Grimm seines 
Zorns nicht ausgerichtet hast wider darum hat dir der Herr solches jetzt 
getan.
19. Dazu wird der Herr Israel mit dir auch geben in der Philister Hnde. 
Morgen wirst du und deine Shne mit mir sein. Auch wird der Herr das Heer 
Israels in der Philister Hnde geben.
20. Da fiel Saul zur Erde, so lang er war, und erschrak sehr vor den 
Worten Samuels, da keine Kraft mehr in ihm war; denn er hatte nichts 
gegessen den ganzen Tag und die ganze Nacht.
21. Und das Weib ging hinein zu Saul und sah, da er sehr erschrocken war, 
und sprach zu ihm: Siehe, deine Magd hat deiner Stimme gehorchet und habe 
meine Seele in meine Hand gesetzt, da ich deinen Worten gehorchte, die du 
zu mir sagtest.
22. So gehorche auch nun du deiner Magd Stimme. Ich will dir einen Bissen 
Brots vorsetzen, da du essest, da du zu Krften kommest und deine Strae 
gehest.
23. Er aber weigerte sich und sprach: Ich will nicht essen. Da ntigten 
ihn seine Knechte und das Weib, da er ihrer Stimme gehorchte. Und er 
stund auf von der Erde und setzte sich aufs Bett.
24. Das Weib aber hatte daheim ein gemstet Kalb; da eilete sie und 
schlachtete es; und nahm Mehl und knetete es und buk es ungesuert.
25. Und brachte es herzu vor Saul und vor seine Knechte. Und da sie 
gegessen hatten, stunden sie auf und gingen die Nacht.
Das erste Buch Samuel 29
1. Die Philister aber versammelten alle ihre Heere zu Aphek; und Israel 
lagerte sich zu Am in Jesreel.
2. Und die Frsten der Philister gingen daher mit Hunderten und mit 
Tausenden; David aber und seine Mnner gingen hinten nach bei Achis.
3. Da sprachen die Frsten der Philister: Was sollen diese Ebrer? Achis 
sprach zu ihnen: Ist nicht das David, der Knecht Sauls, des Knigs 
Israels, der nun bei mir gewesen ist Jahr und Tag, und habe nichts an ihm 
gefunden, seit der Zeit er abgefallen ist, bis her?
4. Aber die Frsten der Philister wurden zornig auf ihn und sprachen zu 
ihm: La den Mann umkehren und an seinem Ort bleiben, da du ihn hin 
bestellet hast, da er nicht mit uns hinabziehe zum Streit und unser 
Widersacher werde im Streit. Denn woran knnte er seinem Herrn ba 
Gefallen tun denn an den Kpfen dieser Mnner?
5. Ist er nicht der David, von dem sie sangen am Reigen: Saul hat tausend 
geschlagen, David aber zehntausend?
6. Da rief Achis David und sprach zu ihm: So wahr der Herr lebet, ich 
halte dich fr redlich, und dein Ausgang und Ein gang mit mir im Heer 
gefllt mir wohl, und habe nichts Arges an dir gespret, seit der Zeit du 
zu mir kommen bist, bis her; aber du gefllst den Frsten nicht.
7. So kehre nun um und gehe hin mit Frieden, auf da du nicht bel tust 
vor den Augen der Frsten der Philister.
8. David aber sprach zu Achis: Was habe ich getan, und was hast du 
gespret an deinem Knechte, seit der Zeit ich vor dir gewesen bin, bis 
her, da ich nicht sollte kommen und streiten wider die Feinde meines 
Herrn, des Knigs?
9. Achis antwortete und sprach zu David: Ich wei wohl; denn du gefllst 
meinen Augen, als ein Engel Gottes. Aber der Philister Frsten haben 
gesagt: La ihn nicht mit uns hinauf in Streit ziehen.
10. So mache dich nun morgen frhe auf, und die Knechte deines Herrn, die 
mit dir kommen sind; und wenn ihr euch morgen frhe aufgemacht habt, da 
licht ist, so gehet hin.
11. Also machten sich David und seine Mnner frhe auf, da sie des 
Morgens hingingen und wieder in der Philister Land kmen. Die Philister 
aber zogen hinauf gen Jesreel.
Das erste Buch Samuel 30
1. Da nun David des dritten Tages kam gen Ziklag mit seinen Mnnern, waren 
die Amalekiter hereingefallen zum Mittag und zu Ziklag und hatten Ziklag 
geschlagen und mit Feuer verbrannt;
2. und hatten die Weiber draus weggefhret, beide klein und gro; sie 
hatten aber niemand gettet, sondern weggetrieben und waren dahin ihres 
Weges.
3. Da nun David samt seinen Mnnern zur Stadt kam und sah, da sie mit 
Feuer verbrannt war, und ihre Weiber, Shne und Tchter gefangen waren,
4. hub David und das Volk, das bei ihm war, ihre Stimme auf und weineten, 
bis sie nicht mehr weinen konnten.
5. Denn Davids zwei Weiber waren auch gefangen, Ahinoam, die Jesreelitin, 
und Abigail, Nabais Weib, des Karmeliten.
6. Und David war sehr gengstet; denn las Volk wollte ihn steinigen, denn 
des ganzen Volks Seele war unwillig, ein jeglicher ber seine Shne und 
Tchter. David aber strkte sich in dem Herrn, seinem Gott
7. und sprach zu Abjathar, dem Priester, Ahimelechs Sohn: Bringe mir her 
den Leibrock. Und da Abjathar den Leibrock zu David gebracht hatte,
8. fragte David den Herrn und sprach: Soll ich den Kriegsleuten nachjagen 
und werde ich sie ergreifen? Er sprach: Jage ihnen nach, du wirst sie 
ergreifen und Rettung tun.
9. Da zog David hin und die sechshundert Mann, die bei ihm waren; und da 
sie kamen an den Bach Besor, blieben etliche stehen:
10. David aber und die vierhundert Mann jagten nach; die zweihundert Mann 
aber, die stehen blieben, waren zu mde, ber den Bach Besor zu gehen.
11. Und sie fanden einen gyptischen Mann auf dem Felde, den fhreten sie 
zu David und gaben ihm Brot, da, er a, und trnkten ihn mit Wasser;
12. und gaben ihm ein Stck Feigen und zwei Stck Rosinen. Und da er 
gegessen hatte, kam sein Geist wieder zu ihm; denn er hatte in dreien 
Tagen und dreien Nchten nichts gegessen und kein Wasser getrunken.
13. David sprach zu ihm: Wes bist du? und woher bist du? Er sprach: Ich 
bin ein gyptischer Knabe, eines Amalekiters Knecht; und mein Herr hat 
mich verlassen, denn ich war krank vor dreien Tagen.
14. Wir sind hereingefallen zum Mittag Krethi und auf Juda und zum Mittag 
Kaleb und haben Ziklag mit Feuer verbrannt.
15. David sprach zu ihm: Willst du mich hinabfhren zu diesen 
Kriegsleuten? Er sprach: Schwre mir bei Gott, da du mich nicht ttest 
noch in meines Herrn Hand berantwortest, so will ich dich hinabfhren zu 
diesen Kriegsleuten.
16. Und er fhrete sie hinab. Und siehe, sie hatten sich zerstreuet auf 
der ganzen Erde, aen und tranken und feierten ber all dem groen Raub, 
den sie genommen hatten aus der Philister und Judas Lande.
17. Und David schlug sie von dem Morgen an bis an den Abend gegen den 
andern Tag, da ihrer keiner entrann, ohne vierhundert Jnglinge, die 
fielen auf die Kamele und flohen.
18. Also errettete David alles, was die Amalekiter genommen hatten, und 
seine zwei Weiber;
19. und fehlete an keinem, weder klein noch gro, noch Shne, noch 
Tchter, noch Raub, noch alles, das sie genommen hatten: David brachte es 
alles wieder.
20. Und David nahm die Schafe und Rinder und trieb das Volk vor ihm her; 
und sie sprachen; Das ist Davids Raub.
21. Und da David zu den zweihundert Mnnern kam, die zu mde gewesen, 
David nachzufolgen, und am Bach Besor geblieben waren, gingen sie heraus, 
David entgegen und dem Volk, das mit ihm war. Und David trat zum Volk und 
grte sie freundlich.
22. Da antworteten, was bse und lose Leute waren unter denen, die mit 
David gezogen waren, und sprachen: Weil sie nicht mit uns gezogen sind, 
soll man ihnen nichts geben von dem Raube, den wir errettet haben, sondern 
ein jeglicher fhre sein Weib und seine Kinder und gehe hin.
23. Da sprach David: Ihr sollt nicht so tun, meine Brder, mit dem, das 
uns der Herr gegeben hat, und hat uns behtet und diese Kriegsleute, die 
wider uns kommen waren, in unsere Hnde gegeben.
24. Wer sollte euch darinnen gehorchen? Wie das Teil derjenigen, die in 
Streit hinabgezogen sind, so soll auch sein das Teil derjenigen, die bei 
dem Gerte geblieben sind, und soll gleich geteilet werden.
25. Das ist seit der Zeit und forthin in Israel eine Sitte und Recht 
worden bis auf diesen Tag.
26. Und da David gen Ziklag kam, sandte er des Raubes den ltesten in 
Juda, seinen Freunden, und sprach: Siehe, da habt ihr den Segen aus dem 
Raub der Feinde des Herrn;
27. nmlich denen zu Bethel, denen zu Ramoth am Mittage, denen zu Jathir,
28. denen zu Aroer, denen zu Siphamoth, denen zu Esthemoa,
29. denen zu Rachal, denen in Stdten der Jerahmeeliter, denen in Stdten 
der Keniter,
30. denen zu Horma, denen zu Bor-Asan, denen zu Athach,
31. denen zu Hebron und allen Orten, da David gewandelt hatte mit seinen 
Mnnern.
Das erste Buch Samuel 31
1. Die Philister aber stritten wider Israel; und die Mnner Israels flohen 
vor den Philistern und fielen erschlagen auf dem Gebirge Gilboa.
2. Und die Philister hingen sich an Saul und seine Shne und schlugen 
Jonathan und Abinadab und Malchisua, die Shne Sauls.
3. Und der Streit ward hart wider Saul, und die Schtzen trafen auf ihn 
mit Bogen; und ward sehr verwundet von den Schtzen.
4. Da sprach Saul zu seinem Waffentrger: Zeuch dein Schwert aus und 
erstich mich damit, da nicht diese Unbeschnittenen kommen und mich 
erstechen und treiben einen Spott aus mir. Aber sein Waffentrger wollte 
nicht; denn er frchtete sich sehr. Da nahm Saul das Schwert und fiel 
drein.
5. Da nun sein Waffentrger sah, da Saul tot war, fiel er auch in sein 
Schwert und starb mit ihm.
6. Also starb Saul und seine drei Shne und sein Waffentrger und alle 
seine Mnner zugleich auf diesen Tag.
7. Da aber die Mnner Israels, die jenseit des Grundes und jenseit des 
Jordans waren, sahen, da die Mnner Israels geflohen waren, und da Saul 
und seine Shne tot waren, verlieen sie die Stdte und flohen auch; so 
kamen die Philister und wohneten drinnen.
8. Des andern Tages kamen die Philister, die Erschlagenen auszuziehen, und 
fanden Saul und seine drei Shne liegen auf dem Gebirge Gilboa.
9. Und hieben ihm sein Haupt ab und zogen ihm seine Waffen ab und sandten 
sie in der Philister Land umher, zu verkndigen im Hause ihrer Gtzen und 
unter dem Volk.
10. Und legten seinen Harnisch in das Haus Astharoths, aber seinen 
Leichnam hingen sie auf die Mauer zu Bethsan.
11. Da die zu Jabes in Gilead hreten, was die Philister Saul getan hatten,
12. machten sie sich auf, was streitbare Mnner waren, und gingen die 
ganze Nacht und nahmen die Leichname Sauls und seiner Shne von der Mauer 
Bethsans und brachten sie gen Jabes und verbrannten sie daselbst.
13. Und nahmen ihre Gebeine und begruben sie unter dem Baum zu Jabes; und 
fasteten sieben Tage.
Das zweite Buch Samuel 1
1. Nach dem Tode Sauls, da David von der Amalekiter Schlacht wiederkommen 
und zween Tage zu Ziklag geblieben war,
2. siehe, da kam am dritten Tage ein Mann aus dem Heer von Saul mit 
zerrissenen Kleidern und Erde auf seinem Haupt. Und da er zu David kam, 
fiel er zur Erde und betete an.
3. David aber sprach zu ihm: Wo kommst du her? Er sprach zu ihm: Aus dem 
Heer Israels bin ich entronnen.
4. David sprach zu ihm: Sage mir, wie gehet es zu? Er sprach: Das Volk ist 
geflohen vom Streit, und ist viel Volks gefallen; dazu ist auch Saul tot 
und sein Sohn Jonathan.
5. David sprach zu dem Jngling, der ihm solches sagte: Woher weiest du, 
da Saul und sein Sohn Jonathan tot sind?
6. Der Jngling, der ihm solches sagte, sprach: Ich kam ohngefhr aufs 
Gebirge Gilboa, und siehe, Saul lehnete sich auf seinen Spie, und die 
Wagen und Reiter jagten hinter ihm her.
7. Und er wandte sich um und sah mich und rief mir. Und ich sprach: Hie 
bin ich.
8. Und er sprach zu mir: Wer bist du? Ich sprach zu ihm: Ich bin ein 
Amalekiter.
9. Und er sprach zu mir: Tritt zu mir und tte mich, denn ich bin 
bedrnget umher, und mein Leben ist noch ganz in mir.
10. Da trat ich zu ihm und ttete ihn, denn ich wute wohl, da er nicht 
leben konnte nach seinem Fall; und nahm die Krone von seinem Haupt und das 
Armgeschmeide von seinem Arm und habe es hergebracht zu dir, meinem Herrn.
11. Da fassete David seine Kleider und zerri sie, und alle Mnner, die 
bei ihm waren.
12. Und trugen Leid und weineten und fasteten bis an den Abend ber Saul 
und Jonathan, seinen Sohn, und ber das Volk des Herrn und ber das Haus 
Israels, da sie durchs Schwert gefallen waren.
13. Und David sprach zu dem Jngling, der es ihm ansagte: Wo bist du her? 
Er sprach: Ich bin eines Fremdlings, eines Amalekiters, Sohn.
14. David sprach zu ihm: Wie, da du dich nicht gefrchtet hast, deine 
Hand zu legen an den Gesalbten des Herrn, ihn zu verderben!
15. Und David sprach zu seiner Jnglinge einem: Herzu und schlag ihn! Und 
er schlug ihn, da er starb.
16. Da sprach David zu ihm: Dein Blut sei ber deinem Kopf; denn dein Mund 
hat wider dich selbst geredet und gesprochen: Ich habe den Gesalbten des 
Herrn gettet.
17. Und David klagte diese Klage ber Saul und Jonathan, seinen Sohn.
18. Und befahl, man sollte die Kinder Judas den Bogen lehren. Siehe, es 
stehet geschrieben im Buch der Redlichen:
19. Die Edelsten in Israel sind auf deiner Hhe erschlagen. Wie sind die 
Helden gefallen!
20. Saget es nicht an zu Gath, verkndet es nicht auf der Gasse zu Asklon, 
da sich nicht freuen die Tchter der Philister, da nicht frohlocken die 
Tchter der Unbeschnittenen.
21. Ihr Berge zu Gilboa, es msse weder tauen noch regnen auf euch, noch 
Acker sein, da Hebopfer von kommen; denn daselbst ist den Helden ihr 
Schild abgeschlagen, der Schild Sauls; als wre er nicht gesalbet mit l.
22. Der Bogen Jonathans hat nie gefehlet, und das Schwert Sauls ist nie 
leer wiederkommen von dem Blut der Erschlagenen und vom Fett der Helden.
23. Saul und Jonathan, holdselig und lieblich in ihrem Leben, sind auch im 
Tode nicht geschieden; leichter denn die Adler und strker denn die Lwen.
24. Ihr Tchter Israels, weinet ber Saul, der euch kleidete mit 
Rosinfarbe suberlich und schmckte euch mit gldenen Kleinoden an euren 
Kleidern.
25. Wie sind die Helden so gefallen im Streit! Jonathan ist auf deinen 
Hhen erschlagen.
26. Es ist mir leid um dich, mein Bruder Jonathan! Ich habe groe Freude 
und Wonne an dir gehabt; deine Liebe ist mir sonderlicher gewesen, denn 
Frauenliebe ist.
27. Wie sind die Helden gefallen und die Streitbaren umkommen!
Das zweite Buch Samuel 2
1. Nach dieser Geschichte fragte David den Herrn und sprach: Soll ich 
hinauf in der Stdte Juda eine ziehen? Und der Herr sprach zu ihm: Zeuch 
hinauf! David sprach: Wohin? Er sprach: Gen Hebron.
2. Also zog David dahin mit seinen zweien Weibern, Ahinoam, der 
Jesreelitin, und mit Abigail, Nabals, des Karmeliten, Weib.
3. Dazu die Mnner, die bei ihm waren, fhrete David hinauf, einen 
jeglichen mit seinem Hause, und wohneten in den Stdten Hebrons.
4. Und die Mnner Judas kamen und salbeten daselbst David zum Knige ber 
das Haus Juda. Und da es David ward angesagt, da die von Jabes in Gilead 
Saul begraben hatten,
5. sandte er Boten zu ihnen und lie ihnen sagen: Gesegnet seid ihr dem 
Herrn, da ihr solche Barmherzigkeit an eurem Herrn, Saul, getan und ihn 
begraben habt!
6. So tue nun an euch der Herr Barmherzigkeit und Treue; und ich will euch 
auch Gutes tun, da ihr solches getan habt.
7. So seien nun eure Hnde getrost und seid freudig; denn euer, Herr, 
Saul, ist tot, so hat mich das Haus Juda zum Knige gesalbet ber sich.
8. Abner aber, der Sohn Ners, der Sauls Feldhauptmann war, nahm Isboseth, 
Sauls Sohn, und fhrete ihn gen Mahanaim;
9. und machte ihn zum Knige ber Gilead, Assuri, Jesreel, Ephraim, 
Benjamin und ber ganz Israel.
10. Und Isboseth, Sauls Sohn, war vierzig Jahre alt, da er Knig ward ber 
Israel; und regierete zwei Jahre. Aber das Haus Juda hielt es mit David.
11. Die Zeit aber, die David Knig war zu Hebron ber das Haus Juda, war 
sieben Jahre und sechs Monden.
12. Und Abner, der Sohn Ners, zog aus samt den Knechten Isboseths, des 
Sohns Sauls, aus dem Heer gen Gibeon;
13. und Joab, der Sohn Zerujas, zog aus samt den Knechten Davids; und 
stieen aufeinander am Teich zu Gibeon, und legten sich diese auf dieser 
Seite des Teiches, jene auf jener Seite.
14. Und Abner sprach zu Joab: La sich die Knaben aufmachen und vor uns 
spielen. Joab sprach: Es gilt wohl.
15. Da machten sich auf und gingen hin an der Zahl zwlf aus Benjamin, auf 
Isboseths, Sauls Sohns, Teil, und zwlf von den Knechten Davids.
16. Und ein jeglicher ergriff den andern bei dem Kopf und stie ihm sein 
Schwert in seine Seite, und fielen miteinander. Daher der Ort genannt 
wird: Helkath-Hazurim, der zu Gibeon ist.
17. Und es erhub sich ein sehr harter Streit des Tages. Abner aber und die 
Mnner Israels wurden geschlagen vor den Knechten Davids.
18. Es waren aber drei Shne Zerujas daselbst: Joab, Abisai und Asahel. 
Asahel aber war von leichten Fen, wie ein Reh auf dem Felde;
19. und jagte Abner nach und wich nicht weder zur Rechten noch zur Linken 
von Abner.
20. Da wandte sich Abner um und sprach: Bist du Asahel? Er sprach: Ja.
21. Abner sprach zu ihm: Heb dich entweder zur Rechten oder zur Linken; 
und nimm fr dich der Knaben einen und nimm ihm seinen Harnisch. Aber 
Asahel wollte nicht von ihm ablassen.
22. Da sprach Abner weiter zu Asahel: Heb dich von mir! Warum willst du, 
da ich dich zu Boden schlage? und wie drfte ich mein Antlitz aufheben 
vor deinem Bruder Joab?
23. Aber er weigerte sich zu weichen. Da stach ihn Abner hinter sich mit 
einem Spie in seinen Wanst, da der Spie hinten ausging; und er fiel 
daselbst und starb vor ihm. Und wer an den Ort kam, da Asahel tot lag, der 
stund stille.
24. Aber Joab und Abisai jagten Abner nach, bis die Sonne unterging. Und 
da sie kamen auf den Hgel Amma, der vor Giah lieget, auf dem Wege zur 
Wste Gibeon,
25. versammelten sich die Kinder Benjamin hinter Abner her und wurden ein 
Huflein und traten auf eines Hgels Spitze.
26. Und Abner rief zu Joab und sprach: Soll denn das Schwert ohne Ende 
fressen? Weiest du nicht, da hernach mchte mehr Jammers werden? Wie 
lange willst du dem Volk nicht sagen, da es ablasse von seinen Brdern?
27. Joab sprach: So wahr Gott lebet, httest du heute morgen so gesagt, 
das Volk htte, ein jeglicher von seinem Bruder, abgelassen.
28. Und Joab blies die Posaune, und alles Volk stund stille und jagten 
nicht mehr Israel nach und stritten auch nicht mehr.
29. Abner aber und seine Mnner gingen dieselbe ganze Nacht ber das 
Blachfeld und gingen ber den Jordan; und wandelten durch das ganze 
Bithron und kamen ins Lager.
30. Joab aber wandte sich von Abner und versammelte das ganze Volk; und es 
fehleten an den Knechten Davids neunzehn Mann und Asahel.
31. Aber die Knechte Davids hatten geschlagen unter Benjamin und den 
Mnnern Abners, da dreihundertundsechzig Mann waren tot geblieben.
32. Und sie huben Asahel auf und begruben ihn in seines Vaters Grabe zu 
Bethlehem. Und Joab mit seinen Mnnern gingen die ganze Nacht, da ihnen 
das. Licht anbrach zu Hebron.
Das zweite Buch Samuel 3
1. Und es war ein langer Streit zwischen dem Hause Sauls und dem Hause 
Davids. David aber ging und nahm zu; und das Haus Sauls ging und nahm ab.
2. Und es wurden David Kinder geboren zu Hebron: Sein erstgeborner Sohn 
Amnon von Ahinoam, der Jesreelitin;
3. der andere: Chileab von Abigail, Nabals Weib, des Karmeliten; der 
dritte: Absalom, der Sohn Maachas, der Tochter Thalmais, des Knigs zu 
Gesur;
4. der vierte Adonia, der Sohn Hagiths; der fnfte: Saphatja, der Sohn 
Abitals;
5. der sechste: Jethream von Egla; dem Weibe Davids. Diese sind David 
geboren zu Hebron.
6. Als nun der Streit war zwischen dem Hause Sauls und dem Hause Davids, 
strkte Abner das Haus Sauls.
7. Und Saul htte ein Kebsweib, die hie Rizpa, eine Tochter Ajas. Und 
Isboseth sprach zu Abner: Warum schlfst du bei meines Vaters Kebsweib?
8. Da ward Abner sehr zornig ber diese Worte Isboseths und sprach: Bin 
ich denn ein Hundskopf, der ich wider Juda an dem Hause Sauls, deines 
Vaters, und an seinen Brdern und Freunden Barmherzigkeit tue und habe 
dich nicht in Davids Hnde gegeben? Und du rechnest mir heute eine 
Missetat zu um ein Weib?
9. Gott tue Abner dies und das, wenn ich nicht tue, wie der Herr David 
geschworen hat,
10. da das Knigreich vom Hause Sauls genommen werde, und der Stuhl 
Davids aufgerichtet werde ber Israel und Juda von Dan bis gen Berseba.
11. Da konnte er frder ihm kein Wort mehr antworten, so frchtete er sich 
vor
12. Und Abner sandte Boten zu David fr sich und, lie ihm sagen: Wes ist 
das Land? Und sprach: Mache deinen Bund mit mir; siehe, meine Hand soll 
mit dir sein, da ich zu dir kehre das ganze Israel.
13. Er sprach: Wohl, ich will einen Bund mit dir machen. Aber eins bitte 
ich von dir, da du mein Angesicht nicht sehest, du bringest denn zuvor zu 
mir Michal, Sauls Tochter, wenn du kommst, mein Angesicht zu sehen.
14. Auch sandte David Boten zu Isboseth, dem Sohn Sauls, und lie ihm 
sagen: Gib mir mein Weib Michal, die ich mir vertrauet habe mit hundert 
Vorhuten der Philister.
15. Isboseth sandte hin und lie sie nehmen von dem Manne Paltiel, dem 
Sohn Lais.
16. Und ihr Mann ging mit ihr und weinete hinter ihr bis gen Bahurim. Da 
sprach Abner zu ihm: Kehre um und gehe hin. Und er kehrete um.
17. Und Abner htte eine Rede mit den ltesten in Israel und sprach: Ihr 
habt vorhin lngst nach David getrachtet, da er Knig wre ber euch.
18. So tut es nun; denn der Herr hat von David gesagt: Ich will mein Volk 
Israel erretten durch die Hand Davids, meines Knechts, von der Philister 
Hand und von aller ihrer Feinde Hand.
19. Auch redete Abner vor den Ohren Benjamins; und ging auch hin zu reden 
vor den Ohren Davids zu Hebron alles, was Israel und dem ganzen Hause 
Benjamin wohlgefiel.
20. Da nun Abner gen Hebron zu David kam, und mit ihm zwanzig Mann, machte 
ihnen David ein Mahl.
21. Und Abner sprach zu David: Ich will mich aufmachen und hingehen, da 
ich das ganze Israel zu meinem Herrn, dem Knige, sammle, und da sie 
einen Bund mit dir machen, auf da du Knig seiest, wie es deine Seele 
begehret. Also lie David Abner von sich, da er hinginge mit Frieden.
22. Und siehe, die Knechte Davids und Joab kamen von den Kriegsleuten und 
brachten mit sich einen groen Raub. Abner aber war nun nicht bei David zu 
Hebron, sondern er hatte ihn von sich gelassen, da er mit Frieden 
weggegangen war.
23. Da aber Joab und das ganze Heer mit ihm war kommen, ward ihm angesagt, 
da Abner, der Sohn Ners, zum Knige kommen war, und er hatte ihn von sich 
gelassen, da er mit Frieden war weggegangen.
24. Da ging Joab zum Knige hinein und sprach: Was hast du getan? Siehe, 
Abner ist zu dir kommen; warum hast du ihn von dir gelassen, da er ist 
weggegangen?
25. Kennest du Abner, den Sohn Ners, nicht? Denn er ist kommen, dich zu 
berreden, da er erkennete deinen Ausgang und Eingang und erfhre alles, 
was du tust
26. Und da Joab von David ausging, sandte er Boten Abner nach, da sie ihn 
wiederum holeten von Borhasira; und David wute nichts drum.
27. Als nun Abner wieder gen Hebron kam, fhrete ihn Joab mitten unter das 
Tor, da er heimlich mit ihm redete; und stach ihn daselbst in den Wanst, 
da er starb, um seines Bruders Asahel Bluts willen.
28. Da das David hernach erfuhr, sprach er: Ich bin unschuldig und mein 
Knigreich vor dem Herrn ewiglich an, dem Blute Abners, des Sohnes Ners.
29. Es falle aber auf den Kopf Joabs und auf seines Vaters ganzes Haus; 
und msse nicht aufhren im Hause Joabs, der einen Eiterflu und Aussatz 
habe und am Stabe gehe und durch das Schwert falle und an Brot mangele.
30. Also erwrgeten Joab und sein Bruder Abisai Abner, darum da er ihren 
Bruder Asahel gettet hatte im Streit zu Gibeon.
31. David aber sprach zu Joab und allem Volk, das mit ihm war: Zerreiet 
eure Kleider und grtet Scke um euch und traget Leid um Abner! Und der 
Knig ging dem Sarge nach.
32. Und da sie Abner begruben zu Hebron, hub der Knig seine Stimme auf 
und weinete bei dem Grabe Abners, und weinete auch alles Volk.
33. Und der Knig klagte Abner und sprach: Abner ist nicht gestorben, wie 
ein Tor stirbt.
34. Deine Hnde sind nicht gebunden, deine Fe sind nicht in Fesseln 
gesetzt; du bist gefallen, wie man vor bsen Buben fllt. Da beweinete ihn 
alles Volk noch mehr.
35. Da nun alles Volk hineinkam, mit David zu essen, da es noch hoch Tag 
war, schwur David und sprach: Gott tue mir dies und das, wo ich Brot oder 
etwas koste, ehe die Sonne untergehet.
36. Und alles Volk erkannte es, und gefiel ihnen auch wohl alles Gute, was 
der Knig tat vor den Augen des ganzen Volks.
37. Und alles Volk und ganz Israel merkten des Tages, da nicht vom Knige 
war, da Abner, der Sohn Ners, gettet war.
38. Und der Knig sprach zu seinen Knechten: Wisset ihr nicht, da auf 
diesen Tag ein Frst und Groer gefallen ist in Israel?
39. Ich aber bin noch zart und ein gesalbter Knig. Aber die Mnner, die 
Kinder Zerujas, sind mir verdrielich. Der Herr vergelte dem, der Bses 
tut, nach seiner Bosheit!
Das zweite Buch Samuel 4
1. Da aber der Sohn Sauls hrete, da Abner zu Hebron tot wre, wurden 
seine Hnde la, und ganz Israel erschrak.
2. Es waren aber zween Mnner, Hauptleute ber die Krieger, unter dem Sohn 
Sauls; einer hie Baena, der andere Rechob; Shne Rimons, des Berothiters, 
aus den Kindern Benjamin. Denn Beroth ward auch unter Benjamin gerechnet.
3. Und die Berothiter waren geflohen gen Gethaim und daselbst Fremdlinge 
worden bis auf den heutigen Tag.
4. Auch hatte Jonathan, der Sohn Sauls, einen Sohn, der war lahm an Fen; 
und war fnf Jahre alt, da das Geschrei von Saul und Jonathan aus Jesreel 
kam und seine Amme ihn aufhub und floh; und indem sie eilete und floh, 
fiel er und ward hinkend: Und er hie Mephiboseth.
5. So gingen nun hin die Shne Rimons, des Berothiters, Rechob und Baena, 
und kamen zum Hause Isboseths, da der Tag am heiesten war; und er lag auf 
seinem Lager im Mittag.
6. Und sie kamen ins Haus, Weizen zu holen; und stachen ihn in den Wanst 
und entrannen.
7. Denn da sie ins Haus kamen, lag er auf seinem Bette in seiner 
Schlafkammer; und stachen ihn tot und hieben ihm den Kopf ab; und nahmen 
seinen Kopf und gingen hin des Weges auf dem Blachfelde die ganze Nacht.
8. Und brachten das Haupt Isboseths zu David gen Hebron und sprachen zum 
Knige: Siehe, da ist das Haupt Isboseths, Sauls Sohns, deines Feindes, 
der nach deiner Seele stund; der Herr hat heute meinen Herrn, den Knig, 
gerochen an Saul und an seinem Samen.
9. Da antwortete ihnen David: So wahr der Herr lebet, der meine Seele aus 
aller Trbsal erlset hat,
10. ich griff den, der mir verkndigte und sprach: Saul ist tot, und 
meinte, er wre ein guter Bote; und erwrgete ihn zu Ziklag, dem ich 
sollte Botenlohn geben.
11. Und diese gottlosen Leute haben einen gerechten Mann in seinem Hause 
auf seinem Lager erwrget. Ja, sollte ich das Blut nicht fordern von euren 
Hnden und euch von der Erde tun?
12. Und David gebot seinen Jnglingen; die erwrgeten sie und hieben ihnen 
Hnde und Fe ab und hingen sie auf am Teich zu Hebron. Aber das Haupt 
Isboseths nahmen sie und begruben es in Abners Grabe zu Hebron.
Das zweite Buch Samuel 5
1. Und es kamen alle Stmme Israels zu David gen Hebron und sprachen: 
Siehe, wir sind deines Gebeins und deines Fleisches.
2. Dazu auch vorhin, da Saul ber uns Knig war, fhrtest du Israel aus 
und ein. So hat der Herr dir gesagt: Du sollst meines Volks Israel hten 
und sollst ein Herzog sein ber Israel.
3. Und es kamen alle ltesten in Israel zum Knige gen Hebron. Und der 
Knig David machte mit, ihnen einen Bund zu Hebron vor dem Herrn; und sie 
salbeten David zum Knige ber Israel.
4. Dreiig Jahre war David alt, da er Knig ward, und regierete vierzig 
Jahre.
5. Zu Hebron regierete er sieben Jahre und sechs Monden ber Juda; aber zu 
Jerusalem regierete er dreiunddreiig Jahre ber ganz Israel und Juda.
6. Und der Knig zog hin mit seinen Mnnern zu Jerusalem wider die 
Jebusiter, die im Lande wohneten. Sie aber sprachen zu David: Du wirst 
nicht hie hereinkommen, sondern Blinde und Lahme werden dich abtreiben. 
Das meinten sie aber, da David nicht wrde da hineinkommen.
7. Aber David gewann die Burg Zion, das ist Davids Stadt.
8. Da sprach David desselben Tages: Wer die Jebusiter schlgt und erlanget 
die Dachrinnen, die Lahmen und Blinden, denen die Seele Davids feind ist. 
Daher spricht man: La keinen Blinden und Lahmen ins Haus kommen.
9. Also wohnete David auf der Burg und hie sie Davids Stadt. Und David 
bauete umher von Millo und inwendig.
10. Und David ging und nahm zu, und der Herr, der Gott Zebaoth, war mit 
ihm.
11. Und Hiram, der Knig zu Tyrus, sandte Boten zu David und Zedernbume 
zur Wand und Zimmerleute und Steinmetzen, da sie David ein Haus baueten.
12. Und David merkte, da ihn der Herr zum Knige ber Israel besttiget 
htte und sein Knigreich erhhet um seines Volks Israel willen.
13. Und David nahm noch mehr Weiber und Kebsweiber zu Jerusalem, nachdem 
er von Hebron kommen war; und wurden ihm noch mehr Shne und Tchter 
geboren.
14. Und das sind die Namen derer, die ihm zu Jerusalem geboren sind: 
Sammua, Sobab, Nathan, Salomo,
15. Jebehar, Elisua, Nepheg, Japhia,
16. Elisama, Eliada, Eliphalet.
17. Und da die Philister hreten, da man David zum Knige ber Israel 
gesalbet hatte, zogen sie alle herauf, David zu suchen. Da das David 
erfuhr, zog er hinab in eine Burg.
18. Aber die Philister kamen und lieen sich nieder im Grunde Rephaim.
19. Und David fragte den Herrn und sprach: Soll ich hinaufziehen wider die 
Philister, und willst du sie in meine Hand geben? Der Herr sprach zu 
David: Zeuch hinauf, ich will die Philister in deine Hnde geben.
20. Und David kam gen Baal-Prazim und schlug sie daselbst und sprach: Der 
Herr hat meine Feinde vor mir voneinander gerissen, wie die Wasser reien. 
Daher hie man denselben Ort Baal-Prazim.
21. Und sie lieen ihren Gtzen daselbst. David aber und seine Mnner 
huben sie auf.
22. Die Philister aber zogen abermal herauf und lieen sich nieder im 
Grunde Rephaim.
23. Und David fragte den Herrn; der sprach: Du sollst nicht hinaufziehen; 
sondern komm von hinten zu ihnen, da du an sie kommest gegen den 
Maulbeerbumen.
24. Und wenn du hren wirst das Rauschen auf den Wipfeln der Maulbeerbume 
einhergehen, so zaue dich; denn der Herr ist dann ausgegangen vor dir her, 
zu schlagen das Heer der Philister.
25. David tat, wie der Herr ihm geboten hatte, und schlug die Philister 
von Geba an, bis man kommt gen Gaser.
Das zweite Buch Samuel 6
1. Und David sammelte abermal alle junge Mannschaft in Israel, 
dreiigtausend.
2. Und machte sich auf und ging hin mit allem Volk, das bei ihm war aus 
den Brgern Judas, da er die Lade Gottes von dannen heraufholete, welcher 
Name heit: Der Name des Herrn Zebaoth wohnet drauf ber den Cherubim.
3. Und sie lieen die Lade Gottes fhren auf einem neuen Wagen und holeten 
sie aus dem Hause Abinadabs, der zu Gibea wohnete. Usa aber und Ahio, die 
Shne Abinadabs, trieben den neuen Wagen.
4. Und da sie ihn mit der Lade Gottes aus dem Hause Abinadabs fhreten, 
der zu Gibea wohnete, und Ahio vor der Lade her ging,
5. spielte David und das ganze Haus Israel vor dem Herrn her mit allerlei 
Saitenspiel von Tannenholz, mit Harfen und Psaltern und Pauken und 
Schellen und Zimbeln.
6. Und da sie kamen zur Tenne Nachon, griff Usa zu und hielt die Lade 
Gottes, denn die Rinder traten beiseit aus.
7. Da ergrimmete des Herrn Zorn ber Usa; und Gott schlug ihn daselbst um 
seines Frevels willen, da er daselbst starb bei der Lade Gottes.
8. Da ward David betrbt, da der Herr einen solchen Ri an Usa tat; und 
hie dieselbige Sttte Perez-Usa bis auf diesen Tag.
9. Und David frchtete sich vor dem Herrn des Tages und sprach: Wie soll 
die Lade des Herrn zu mir kommen?
10. Und wollte sie nicht lassen zu sich bringen in die Stadt Davids, 
sondern lie sie bringen in das Haus Obed-Edoms, des Gathiters.
11. Und da die Lade des Herrn drei Monden blieb im Hause Obed-Edoms, des 
Gathiters, segnete ihn der Herr und sein ganzes Haus.
12. Und es ward dem Knige David angesagt, da der Herr das Haus Obed- 
Edoms segnete und alles, was er hatte, um der Lade Gottes willen. Da ging 
er hin und holte die Lade Gottes aus dem Hause Obed-Edoms herauf in die 
Stadt Davids mit Freuden.
13. Und da sie einhergingen mit der Lade des Herrn sechs Gnge, opferte 
man einen Ochsen und ein fett Schaf.
14. Und David tanzte mit aller Macht vor dem Herrn her und war begrtet 
mit einem leinenen Leibrock.
15. Und David samt dem ganzen Israel fhreten die Lade des Herrn herauf 
mit Jauchzen und Posaunen.
16. Und da die Lade des Herrn in die Stadt Davids kam, guckte Michal, die 
Tchter Sauls, durchs Fenster und sah den Knig David springen und tanzen 
vor dem Herrn, und verachtete ihn in ihrem Herzen.
17. Da sie aber die Lade des Herrn hineinbrachten, stelleten sie die an 
ihren Ort mitten in der Htte, die David fr sie hatte aufgeschlagen. Und 
David opferte Brandopfer und Dankopfer vor dem Herrn.
18. Und da David hatte ausgeopfert die Brandopfer und Dankopfer, segnete 
er das Volk in dem Namen des Herrn Zebaoth.
19. Und teilete aus allem Volk und der Menge Israels, beide Mann und Weib, 
einem jeglichen einen Brotkuchen und ein Stck Fleisch und ein Nel Wein. 
Da kehrete sich alles Volk hin, ein jeglicher in sein Haus.
20. Da aber David wiederkam, sein Haus zu segnen, ging Michal, die Tochter 
Sauls, heraus ihm entgegen und sprach: Wie herrlich ist heute der Knig 
von Israel gewesen, der sich vor den Mgden seiner Knechte entblet hat, 
wie sich die losen Leute entblen!
21. David aber sprach zu Michal: Ich will vor dem Herrn spielen, der mich 
erwhlet hat vor deinem Vater und vor all seinem Hause, da er mir 
befohlen hat, ein Frst zu sein ber das Volk des Herrn, ber Israel.
22. Und will noch geringer werden denn also; und will niedrig sein in 
meinen Augen und mit den Mgden, davon du geredet hast, zu Ehren werden.
23. Aber Michal, Sauls Tochter, hatte kein Kind bis an den Tag ihres Todes.
Das zweite Buch Samuel 7
1. Da nun der Knig in seinem Hause sa, und der Herr ihm Ruhe gegeben 
hatte von allen seinen Feinden umher,
2. sprach er zu dem Propheten Nathan: Siehe ich wohne in einem 
Zedernhause, und die Lade Gottes wohnet unter den Teppichen.
3. Nathan sprach zu dem Knige: Gehe hin; alles, was du in deinem Herzen 
hast, das tue; denn der Herr ist mit dir.
4. Des Nachts aber kam das Wort des Herrn zu Nathan und sprach:
5. Gehe hin und sage zu meinem Knechte David: So spricht der Herr: 
Solltest du mir ein Haus bauen, da ich drinnen wohnete?
6. Habe ich doch in keinem Hause gewohnet seit dem Tage, da ich die Kinder 
Israel aus Agypten fhrete, bis auf diesen Tag, sondern ich habe gewandelt 
in der Htte und Wohnung.
7. Wo ich mit allen Kindern Israel hinwandelte, habe ich auch je geredet, 
mit irgend der Stmme Israel einem, denen ich befohlen habe, mein Volk 
Israel zu weiden, und gesagt: Warum bauet ihr mir nicht ein Zedernhaus?
8. So sollst du nun so sagen meinem Knechte David: So spricht der Herr 
Zebaoth: Ich habe dich genommen von den Schafhrden, da du sein solltest 
ein Frst ber mein Volk Israel;
9. und bin mir dir gewesen, wo du hingegangen bist, und habe alle deine 
Feinde vor dir ausgerottet und habe dir einen groen Namen gemacht, wie 
der Name der Groen auf Erden.
10. Und ich will meinem Volk Israel einen Ort setzen und will es pflanzen, 
da es daselbst wohne und es nicht mehr in der Irre gehe, und es die 
Kinder der Bosheit nicht mehr drngen, wie vorhin,
11. und seit der Zeit ich Richter ber mein Volk Israel verordnet habe; 
und will dir Ruhe geben von allen deinen Feinden. Und der Herr verkndiget 
dir, da der Herr dir ein Haus machen will.
12. Wenn nun deine Zeit hin ist, da du mit deinen Vtern schlafen 
liegest, will ich deinen Samen nach dir erwecken, der von deinem Leibe 
kommen soll, dem will ich sein Reich besttigen.
13. Der soll meinem Namen ein Haus bauen, und ich will den Stuhl seines 
Knigreichs besttigen ewiglich.
14. Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein. Wenn er eine 
Missetat tut, will ich ihn mit Menschenruten und mit der Menschenkinder 
Schlgen strafen;
15. aber meine Barmherzigkeit soll nicht von ihm entwandt werden, wie ich 
sie entwandt habe von Saul, den ich vor dir habe weggenommen.
16. Aber dein Haus und dein Knigreich soll bestndig sein ewiglich vor 
dir, und dein Stuhl soll ewiglich bestehen.
17. Da Nathan alle diese Worte und all dies Gesicht David gesagt hatte,
18. kam David, der Knig, und blieb vor dem Herrn und sprach: Wer bin ich, 
Herr, Herr, und was ist mein Haus, da du mich bis hieher gebracht hast?
19. Dazu hast du das zu wenig geachtet, Herr, Herr, sondern hast dem Hause 
deines Knechts noch von fernem Zuknftigen geredet. Das ist eine Weise 
eines Menschen, der Gott der Herr ist.
20. Und was soll David mehr reden mit dir? Du erkennest deinen Knecht, 
Herr, Herr!
21. Um deines Worts willen und nach deinem Herzen hast du solche groe 
Dinge alle getan, da du sie deinem Knechte kundttest.
22. Darum bist du auch gro geachtet, Herr Gott; denn es ist keiner wie 
du, und ist kein Gott, denn du, nach allem, das wir mit unsern Ohren 
gehret haben.
23. Denn wo ist ein Volk auf Erden wie dein Volk Israel, um welches willen 
Gott ist hingegangen, ihm ein Volk zu erlsen und ihm einen Namen zu 
machen und solch groe und schreckliche Dinge zu tun auf deinem Lande vor 
deinem Volk, welches du dir erlset hast von gypten, von den Heiden und 
ihren Gttern?
24. Und du hast dir dein Volk Israel zubereitet, dir zum Volk in Ewigkeit; 
und du, Herr, bist ihr Gott worden.
25. So bekrftige nun, Herr Gott, das Wort in Ewigkeit, das du ber deinen 
Knecht und ber sein Haus geredet hast, und tue, wie du geredet hast:
26. so wird dein Name gro werden in Ewigkeit, da man wird sagen: Der 
Herr Zebaoth ist der Gott ber Israel. Und das Haus deines Knechts David 
wird bestehen vor dir.
27. Denn du, Herr Zebaoth, du Gott Israels, hast das Ohr deines Knechts 
geffnet und gesagt: Ich will dir ein Haus bauen. Darum hat dein Knecht 
sein Herz funden, da er dies Gebet zu dir betet.
28. Nun, Herr, Herr, du bist Gott, und deine Worte werden Wahrheit sein. 
Du hast solches Gut ber deinen Knecht geredet.
29. So hebe nun an und segne das Haus deines Knechts, da es ewiglich vor 
dir sei; denn du, Herr, Herr, hast's geredet, und mit deinem Segen wird 
deines Knechts Haus gesegnet werden ewiglich.
Das zweite Buch Samuel 8
1. Und es begab sich danach, da David die Philister schlug und schwchte 
sie; und nahm den Dienstzaum von der Philister Hand.
2. Er schlug auch die Moabiter also zu Boden, da er zwei Teile zum Tode 
brachte und ein Teil beim Leben lie. Also wurden die Moabiter David 
untertnig, da sie ihm Geschenke zutrugen.
3. David schlug auch Hadadeser, den Sohn Rehobs, Knig zu Zoba, da er 
hinzog, seine Macht wieder zu holen an dem Wasser Phrath.
4. Und David fing aus ihnen tausend und siebenhundert Reiter und 
zwanzigtausend Fuvolks; und verlhmte alle Wagen und behielt brig 
hundert Wagen.
5. Es kamen aber die Syrer von Damaskus, zu helfen Hadadeser, dem Knige 
zu Zoba; und David schlug der Syrer zweiundzwanzigtausend Mann
6. und legte Volk gen Damaskus in Syrien. Also ward Syrien David 
untertnig, da sie ihm Geschenke zutrugen. Denn der Herr half David, wo 
er hinzog.
7. Und David nahm die gldenen Schilde, die Hadadesers Knechten waren, und 
brachte sie gen Jerusalem.
8. Aber von Betah und Berothai, den Stdten Hadadesers, nahm der Knig 
David fast viel Erzes.
9. Da aber Thoi, der Knig zu Hemath, hrete, da David hatte alle Macht 
des Hadadeser geschlagen,
10. sandte er Joram, seinen Sohn, zu David, ihn freundlich zu gren und 
ihn zu segnen, da er wider Hadadeser gestritten und ihn geschlagen hatte 
(denn Thoi hatte einen Streit mit Hadadeser), und er hatte mit sich 
silberne, gldene und eherne Kleinode,
11. welche der Knig David auch dem Herrn heiligte samt dem Silber und 
Golde, das er dem Herrn heiligte von allen Heiden, die er unter sich 
brachte:
12. von Syrien, von Moab, von den Kindern Ammon, von den Philistern, von 
Amalek, vom Raube Hadadesers, des Sohns Rehobs, Knigs zu Zoba.
13. Auch machte ihm David einen Namen, da er wiederkam und die Syrer 
schlug im Salztal, achtzehntausend.
14. Und er legte Volk in ganz Edoma, und ganz Edom war David unterworfen; 
denn der Herr half David, wo er hinzog.
15. Also ward David Knig ber ganz Israel, und er schaffte recht und 
Gerechtigkeit allem Volk.
16. Joab, der Sohn Zerujas, war ber das Heer; Josaphat aber, der Sohn 
Ahiluds, war Kanzler;
17. Zadok, der Sohn Ahitobs, und Ahimelech, der Sohn Abjathars, waren 
Priester; Seraja war Schreiber;
18. Benaja, der Sohn Jojodas, war ber die Krethi und Plethi; und die 
Shne Davids waren Priester.
Das zweite Buch Samuel 9
1. Und David sprach: Ist auch noch jemand berblieben von dem Hause Sauls, 
da ich Barmherzigkeit an ihm tue um Jonathans willen?
2. Es war aber ein Knecht vom Hause Sauls, der hie Ziba, den riefen sie 
zu David. Und der Knig sprach zu ihm: Bist du Ziba? Er sprach: Ja, dein 
Knecht.
3. Der Knig sprach: Ist noch jemand vom Hause Sauls, da ich Gottes 
Barmherzigkeit an ihm tue? Ziba sprach zum Knige: Es ist noch da ein Sohn 
Jonathans, lahm an Fen.
4. Der Knig sprach zu ihm: Wo ist er? Ziba sprach zum Knige: Siehe, er 
ist zu Lodabar, im Hause Machirs, des Sohns Ammiels.
5. Da sandte der Knig David hin und lie ihn holen von Lodabar aus dem 
Hause Machirs, des Sohns Ammiels.
6. Da nun Mephiboseth, der Sohn Jonathans, des Sohns Sauls, zu David kam, 
fiel er auf sein Angesicht und betete an. David aber sprach: Mephiboseth! 
Er sprach: Hie bin ich, dein Knecht.
7. David sprach zu ihm: Frchte dich nicht; denn ich will Barmherzigkeit 
an dir tun um Jonathans, deines Vaters, willen und will dir allen Acker 
deines Vaters Saul wiedergeben; du aber sollst tglich auf meinem Tisch 
das Brot essen.
8. Er aber betete an und sprach: Wer bin ich, dein Knecht, da du dich 
wendest zu einem toten Hunde, wie ich bin?
9. Da rief der Knig Ziba, dem Knaben Sauls, und sprach zu ihm: Alles, was 
Sauls gewesen ist und seines ganzen Hauses, habe ich dem Sohn deines Herrn 
gegeben.
10. So arbeite ihm nun seinen Acker, du und deine Kinder und Knechte, und 
bringe es ein, da es deines Herrn Sohnes Brot sei, da er. sich nhre; 
aber Mephiboseth, deines Herrn Sohn, soll tglich das Brot essen auf 
meinem Tisch. Ziba aber hatte fnfzehn Shne und zwanzig Knechte.
11. Und Ziba sprach zum Knige: Alles, wie mein Herr, der Knig, seinem 
Knechte geboten hat, so soll sein Knecht tun. Und Mephiboseth esse auf 
meinem Tisch, wie des Knigs Kinder eins.
12. Und Mephiboseth hatte einen kleinen Sohn, der hie Micha. Aber alles, 
was im Hause Zibas wohnete, das dienete Mephiboseth.
13. Mephiboseth aber wohnete zu Jerusalem, denn er a tglich auf des 
Knigs Tisch; und hinkte mit seinen beiden Fen.
Das zweite Buch Samuel 10
1. Und es begab sich danach, da der Knig der Kinder Ammon starb; und 
sein Sohn Hanon ward Knig an seiner Statt.
2. Da sprach David: Ich will Barmherzigkeit tun an Hanon, dem Sohn Nahas , 
wie sein Vater an mir Barmherzigkeit getan hat. Und sandte hin und lie 
ihn trsten durch seine Knechte ber seinen Vater. Da nun die Knechte 
Davids ins Land der Kinder Ammon kamen,
3. sprachen die Gewaltigen der Kinder Ammon zu ihrem Herrn Hanon: Meinest 
du, da David deinen Vater ehre vor deinen Augen, da er Trster zu dir 
gesandt hat? Meinest du nicht, da er darum hat seine Knechte zu dir 
gesandt, da er die Stadt erforsche und erkunde und umkehre?
4. Da nahm Hanon die Knechte Davids und beschor ihnen den Bart halb und 
schnitt ihnen die Kleider halb ab bis an den Grtel und lie sie gehen.
5. Da das David ward angesagt, sandte er ihnen entgegen; denn die Mnner 
waren sehr geschndet. Und der Knig lie ihnen sagen: Bleibet zu Jericho, 
bis euer Bart gewachsen, so kommt dann wieder.
6. Da aber die Kinder Ammon sahen, da sie vor David stinkend waren 
worden, sandten sie hin und dingeten die Syrer des Hauses Rehob und die 
Syrer zu Zoba, zwanzigtausend Mann Fuvolks, und von dem Knig Maacha 
tausend Mann und von Istob zwlftausend Mann.
7. Da das David hrete, sandte er Joab mit dem ganzen Heer der Kriegsleute.
8. Und die Kinder Ammon zogen aus und rsteten sich zum Streit vor der Tr 
des Tors. Die Syrer aber von Zoba, von Rehob, von Istob und von Maacha 
waren allein im Felde.
9. Da Joab nun sah, da der Streit auf ihn gestellet war, vorne und 
hinten, erwhlete er aus aller jungen Mannschaft in Israel und rstete 
sich wider die Syrer.
10. Und das brige Volk tat er unter die Hand seines Bruders Abisai, da 
er sich rstete wider die Kinder Ammon;
11. und sprach: Werden mir die Syrer berlegen sein, so komm mir zu Hilfe; 
werden aber die Kinder Ammon dir berlegen sein, so will ich dir zu Hilfe 
kommen.
12. Sei getrost und la uns stark sein fr unser Volk und fr die Stdte 
unsers Gottes; der Herr aber tue, was ihm gefllt!
13. Und Joab machte sich herzu mit dem Volk, das bei ihm war, zu streiten 
wider die Syrer; und sie flohen vor ihm.
14. Und da die Kinder Ammon sahen, da die Syrer flohen, flohen sie auch 
vor Abisai und zogen in die Stadt. Also kehrete Joab um von den Kindern 
Ammon und kam gen Jerusalem.
15. Und da die Syrer sahen, da sie geschlagen waren vor Israel, kamen sie 
zuhauf.
16. Und Hadadeser sandte hin und brachte heraus die Syrer jenseit des 
Wassers und fhrete herein ihre Macht; und Sobach, der Feldhauptmann 
Hadadesers, zog vor ihnen her.
17. Da das David ward angesagt, sammelte er zuhauf das ganze Israel und 
zog ber den Jordan und kam gen Helam. Und die Syrer rsteten sich wider 
David, mit ihm zu. streiten.
18. Aber die Syrer flohen vor Israel; und David erwrgete der Syrer 
siebenhundert Wagen und vierzigtausend Reiter; dazu Sobach, den 
Feldhauptmann, schlug er, da er daselbst starb.
19. Da aber die Knige, die unter Hadadeser waren, sahen, da sie 
geschlagen waren vor Israel, machten sie Frieden mit Israel und wurden 
ihnen untertan. Und die Syrer frchteten sich, den Kindern Ammon mehr zu 
helfen.
Das zweite Buch Samuel 11
1. Und da das Jahr um kam, zur Zeit wenn die Knige pflegen auszuziehen, 
sandte David Joab und seine Knechte mit ihm und das ganze Israel, da sie 
die Kinder Ammon verderbeten und belegten Rabba, David aber blieb zu 
Jerusalem.
2. Und es begab sich, da David um den Abend aufstund von seinem Lager und 
ging auf dem Dach des Knigshauses und sah vom Dach ein Weib sich waschen; 
und das Weib war sehr schner Gestalt.
3. Und David sandte hin und lie nach dem Weibe fragen und sagen: Ist das 
nicht Bathseba, die Tochter Eliams, das Weib Urias, des Hethiters?
4. Und David sandte Boten hin und lie sie holen. Und da sie zu ihm 
hineinkam, schlief er bei ihr. Sie aber reinigte sich von ihrer 
Unreinigkeit und kehrete wieder zu ihrem Hause.
5. Und das Weib ward schwanger und sandte hin und lie David verkndigen 
und sagen: Ich bin schwanger worden.
6. David aber sandte zu Joab: Sende zu mir Uria, den Hethiter. Und Joab 
sandte Uria zu David.
7. Und da Uria zu ihm kam, fragte David, ob es mit Joab und mit dem Volk 
und mit dem Streit wohl zustnde.
8. Und David sprach zu Uria: Gehe hinab in dein Haus und wasche deine 
Fe. Und da Uria zu des Knigs Haus hinausging, folgte ihm nach des 
Knigs Geschenk.
9. Und Uria legte sich schlafen vor der Tr des Knigshauses, da alle 
Knechte seines Herrn lagen, und ging nicht hinab in sein Haus.
10. Da man aber David ansagte: Uria ist nicht hinab in sein Haus gegangen, 
sprach David zu ihm: Bist du nicht ber Feld herkommen? Warum bist du 
nicht hinab in dein Haus gegangen?
11. Uria aber sprach zu David: Die Lade und Israel und Juda bleiben in 
Zelten, und Joab, mein Herr, und meines Herrn Knechte liegen zu Felde; und 
ich sollte in mein Haus gehen, da ich e und trnke und bei meinem Weibe 
lge? So wahr du lebest und deine Seele lebet, ich tue solches nicht.
12. David sprach zu Uria: So bleib heute auch hie, morgen will ich dich 
lassen gehen. So blieb Uria zu Jerusalem des Tages und des andern dazu.
13. Und David lud ihn, da er vor ihm a und trank; und machte ihn 
trunken. Und des Abends ging er aus, da er sich schlafen legte auf sein 
Lager mit seines Herrn Knechten; und ging nicht hinab in sein Haus.
14. Des Morgens schrieb David einen Brief zu Joab und sandte ihn durch 
Uria.
15. Er schrieb aber also in den Brief: Stellet Uria an den Streit, da er 
am hrtesten ist, und wendet euch hinter ihm ab, da er erschlagen werde 
und sterbe.
16. Als nun Joab um die Stadt lag, stellete er Uria an den Ort, da er 
wute, da streitbare Mnner waren.
17. Und da die Mnner der Stadt herausfielen und stritten wider Joab, 
fielen etliche des Volks von den Knechten Davids, und Uria, der Hethiter, 
starb auch.
18. Da sandte Joab hin und lie David ansagen allen Handel des Streits.
19. Und gebot dem Boten und sprach: Wenn du allen Handel des Streits hast 
ausgeredet mit dem Knige
20. und siehest, da der Knig erzrnet und zu dir spricht: Warum habt ihr 
euch so nahe zur Stadt gemacht mit dem Streit? Wisset ihr nicht, wie man 
pflegt von der Mauer zu schieen?
21. Wer schlug Abimelech, den Sohn Jerubbeseths? Warf nicht ein Weib ein 
Stck von einer Mhle auf ihn von der Mauer, da er starb zu Thebez? Warum 
habt ihr euch so nahe zur Mauer gemacht? so sollst du sagen: Dein Knecht 
Uria, der Hethiter, ist auch tot.
22. Der Bote ging hin und kam und sagte an David alles, darum ihn Joab 
gesandt hatte.
23. Und der Bote sprach zu David: Die Mnner nahmen berhand wider uns und 
fielen zu uns heraus aufs Feld wir aber waren an ihnen bis vor die Tr des 
Tors.
24. Und die Schtzen schossen von der Mauer. auf deine Knechte und tteten 
etliche von des Knigs Knechten; dazu ist Uria, dein Knecht, der Hethiter, 
auch tot.
25. David sprach zum Boten: So sollst du zu Joab sagen: La dir das nicht 
bel gefallen; denn das Schwert frit jetzt diesen, jetzt jenen. Haltet an 
mit dem Streit wider die Stadt, da du sie zerbrechest, und seid getrost!
26. Und da Urias Weib hrete, da ihr Mann Uria tot war, trug sie Leid um 
ihren Hauswirt.
27. Da sie aber ausgetrauert hatte, sandte David hin und lie sie in sein 
Haus holen; und sie ward sein Weib und gebar ihm einen Sohn. Aber die Tat 
gefiel dem Herrn bel, die David tat.
Das zweite Buch Samuel 12
1. Und der Herr sandte Nathan zu David. Da der zu ihm kam; sprach er zu 
ihm: Es waren zween Mnner in einer Stadt, einer reich, der andere arm.
2. Der Reiche hatte sehr viele Schafe und Rinder;
3. aber der Arme hatte nichts denn ein einiges kleines Schflein, das er 
gekauft hatte; und er nhrete es, da es gro ward bei ihm und bei seinen 
Kindern zugleich; es a von seinem Bissen und trank von seinem Becher und 
schlief in seinem Scho, und er hielt's wie eine Tochter.
4. Da aber dem reichen Mann ein Gast kam, schonete er, zu nehmen von 
seinen Schafen und Rindern, da er dem Gast etwas zurichtete, der zu ihm 
kommen war, und nahm das Schaf des armen Mannes und richtete es zu dem 
Manne, der zu ihm kommen war.
5. Da ergrimmete David mit groem Zorn wider den Mann und sprach zu 
Nathan: So wahr der Herr lebt, der Mann ist ein Kind des Todes, der das 
getan hat!
6. Dazu soll er das Schaf vierfltig bezahlen, darum da er solches getan 
und nicht geschonet hat.
7. Da sprach Nathan zu David: Du bist der Mann. So spricht der Herr, der 
Gott Israels: Ich habe dich zum Knige gesalbet ber Israel und habe dich 
errettet aus der Hand Sauls;
8. und habe dir deines Herrn Haus gegeben, dazu seine Weiber in deinen 
Scho, und habe dir das Haus Israel und Juda gegeben; und ist das zu 
wenig, will ich noch dies und das dazu tun.
9. Warum hast du denn das Wort des Herrn verachtet, da du solches bel 
vor seinen Augen ttest? Uria, den Hethiter, hast du erschlagen mit dem 
Schwert; sein Weib hast du dir zum Weib genommen, ihn aber hast du 
erwrget mit dem Schwert der Kinder Ammon.
10. Nun, so soll von deinem Hause das Schwert nicht lassen ewiglich, darum 
da du mich verachtet hast und das Weib Urias, des Hethiters, genommen 
hast, da sie dein Weib sei.
11. So spricht der Herr: Siehe, ich will Unglck ber dich erwecken aus 
deinem eigenen Hause und will deine Weiber nehmen vor deinen Augen und 
will sie deinem Nchsten geben, da er bei deinen Weibern schlafen soll an 
der lichten Sonne.
12. Denn du hast's heimlich getan; ich aber will dies tun vor dem ganzen 
Israel und an der Sonne.
13. Da sprach David zu Nathan: Ich habe gesndiget wider den Herrn. Nathan 
sprach zu David: So hat auch der Herr deine Snde weggenommen, du wirst 
nicht sterben.
14. Aber weil du die Feinde des Herrn hast durch diese Geschichte lstern 
gemacht, wird der Sohn, der dir geboren ist, des Todes sterben.
15. Und Nathan ging heim. Und der Herr schlug das Kind, das Urias Weib 
David geboren hatte, da es todkrank ward.
16. Und David ersuchte Gott um das Knblein und fastete; und ging hinein 
und lag ber Nacht auf der Erde.
17. Da stunden auf die ltesten seines Hauses und wollten ihn aufrichten 
von der Erde; er wollte aber nicht und a auch nicht mit ihnen.
18. Am siebenten Tage aber starb das Kind. Und die Knechte Davids 
frchteten sich, ihm anzusagen, da das Kind tot wre. Denn sie gedachten: 
Siehe, da das Kind noch lebendig war, redeten wir mit ihm, und er 
gehorchte unserer Stimme nicht; wie viel mehr wird es ihm wehe tun, so wir 
sagen: Das Kind ist tot.
19. Da aber David sah, da seine Knechte leise redeten, und merkte, da 
das Kind tot wre, sprach er zu seinen Knechten: Ist das Kind tot? Sie 
sprachen: Ja.
20. Da stund David auf von der Erde und wusch sich und salbete sich und 
tat andere Kleider an; und ging in das Haus des Herrn und betete an. Und 
da er wieder heimkam, hie er ihm Brot auftragen und a.
21. Da sprachen seine Knechte zu ihm: Was ist das fr ein Ding, das du 
tust? Da das Kind lebte, fastetest du und weinetest; nun es aber gestorben 
ist, stehest du auf und issest?
22. Er sprach: Um das Kind fastete ich und weinete, da es lebte; denn ich 
gedachte: Wer wei, ob mir der Herr gndig wird, da das Kind lebendig 
bleibe.
23. Nun es aber tot ist, was soll ich fasten? Kann ich es auch wiederum 
holen? Ich werde wohl zu ihm fahren, es kommt aber nicht wieder zu mir.
24. Und da David sein Weib Bathseba getrstet hatte, ging er zu ihr hinein 
und schlief bei ihr. Und sie gebar einen Sohn, den hie er Salomo. Und der 
Herr liebte ihn.
25. Und er tat ihn unter die Hand Nathans, des Propheten; der hie ihn 
Jedidja um des Herrn willen.
26. So stritt nun Joab wider Rabba der Kinder Ammon und gewann die 
knigliche Stadt.
27. Und sandte Boten zu David und lie ihm sagen: Ich habe gestritten 
wider Rabba und habe auch gewonnen die Wasserstadt.
28. So nimm nun zuhauf das brige Volk und belagere die Stadt und gewinne 
sie, auf da ich sie nicht gewinne und ich den Namen davon habe.
29. Also nahm David alles Volk zuhauf und zog hin und stritt wider Rabba 
und gewann sie.
30. Und nahm die Krone ihres Knigs von seinem Haupt, die am Gewicht einen 
Zentner Goldes hatte und Edelgesteine, und ward David. auf sein Haupt 
gesetzt; und fhrete aus der Stadt sehr viel Raubs.
31. Aber das Volk drinnen fhrete er heraus und legte sie unter eiserne 
Sgen und Zacken und eiserne Keile und verbrannte sie in Ziegelfen. So 
tat er allen Stdten der Kinder Ammon. Da kehrete David und alles Volk 
wieder gen Jerusalem.
Das zweite Buch Samuel 13
1. Und es begab sich danach, da Absalom, der Sohn Davids, hatte eine 
schne Schwester, die hie Thamar; und Amnon, der Sohn Davids, gewann sie 
lieb.
2. Und Amnon stellete sich krank um Thamars, seiner Schwester, willen. 
Denn sie war eine Jungfrau, und deuchte Amnon schwer sein, da er ihr 
etwas sollte tun.
3. Amnon aber hatte einen Freund, der hie Jonadab, ein Sohn Simeas, 
Davids Bruders; und derselbe Jonadab war ein sehr weiser Mann.
4. Der sprach zu ihm: Warum wirst du so mager, du Knigssohn, von Tage zu 
Tage? Magst du mir's nicht ansagen? Da sprach Amnon zu ihm: Ich habe 
Thamar, meines Bruders Absalom Schwester, lieb gewonnen.
5. Jonadab sprach zu ihm: Lege dich auf dein Bett und mache. dich krank. 
Wenn dann dein Vater kommt, dich zu besehen, so sprich zu ihm: Lieber, la 
meine Schwester Thamar kommen, da sie mich tze und mache vor mir ein 
Essen, da ich zusehe und von ihrer Hand esse.
6. Also legte sich Amnon und machte sich krank. Da nun der Knig kam, ihn 
zu besehen, sprach Amnon zum Knige: Lieber, la meine Schwester Thamar 
kommen, da sie vor mir ein Gemse oder zwei mache, und ich von ihrer Hand 
esse.
7. Da sandte David nach Thamar ins Haus und lie ihr sagen: Gehe hin in 
das Haus deines Bruders Amnon und mache ihm eine Speise.
8. Thamar ging hin ins Haus ihres Bruders Amnon; er aber lag zu Bette. Und 
sie nahm einen Teig und knetete und sott es vor seinen Augen und kochte 
ihm ein Gemse.
9. Und sie nahm das Gericht und schttete es vor ihm aus; aber er weigerte 
sich zu essen. Und Amnon. sprach: Lat jedermann von mir hinausgehen! Und 
es ging jedermann von ihm hinaus.
10. Da sprach Amnon zu Thamar: Bringe das Essen in die Kammer, da ich von 
deiner Hand esse. Da nahm Thamar das Gemse, das sie gemacht hatte, und 
brachte es zu Amnon, ihrem Bruder, in die Kammer.
11. Und da sie es zu ihm brachte, da er e, ergriff er sie und sprach zu 
ihr: Komm her, meine Schwester, schlaf bei mir!
12. Sie aber sprach zu ihm: Nicht, mein Bruder, schwche mich nicht, denn 
so man nicht in Israel; tu nicht eine solche Torheit!
13. Wo will ich mit meiner Schande hin? Und du wirst sein wie die Toren in 
Israel. Rede aber mit dem Knige, der wird mich dir nicht versagen.
14. Aber er wollte ihr nicht gehorchen und berwltigte sie und schwchte 
sie und schlief bei ihr.
15. Und Amnon ward ihr beraus gram, da der Ha grer war, denn vorhin 
die Liebe war. Und Amnon sprach zu ihr: Mache dich auf und hebe dich!
16. Sie aber sprach zu ihm: Das bel ist grer denn das andere, das du an 
mir getan hast, da du mich ausstest. Aber er gehorchte ihrer Stimme 
nicht,
17. sondern rief seinem Knaben, der sein Diener war, und sprach: Treib 
diese von mir hinaus und schleu die Tr hinter ihr zu.
18. Und sie hatte einen bunten Rock an; denn solche Rcke. trugen des 
Knigs Tchter, weil sie Jungfrauen waren. Und da sie sein Diener 
hinausgetrieben und die Tr hinter ihr zugeschlossen hatte,
19. warf Thamar Asche auf ihr Haupt und zerri den bunten Rock, den sie 
anhatte, und legte ihre Hand auf das Haupt und ging daher und schrie.
20. Und ihr Bruder Absalom sprach zu ihr: Ist dein Bruder Amnon bei dir 
gewesen? Nun, meine Schwester, Schweig stille, es ist dein Bruder, und 
nimm die Sache nicht so zu Herzen. Also blieb Thamar ledig in Absaloms, 
ihres Bruders, Hause.
21. Und da der Knig David solches alles hrete, ward er sehr zornig. Aber 
Absalom redete nicht mit Amnon, weder Bses noch Gutes.
22. Aber Absalom ward Amnon gram, darum da er seine Schwester Thamar 
geschwcht hatte.
23. ber zwei Jahre aber hatte Absalom Schafscherer zu Baal-Hazor, die 
unter Ephraim liegt; und Absalom lud alle Kinder des Knigs.
24. Und kam zum Knige und sprach: Siehe, dein Knecht hat Schafscherer; 
der Knig wolle samt seinen Knechten mit seinem Knechte gehen.
25. Der Knig aber sprach zu Absalom: Nicht, mein Sohn, la uns nicht alle 
gehen, da wir dich nicht beschweren. Und da er ihn ntigte, wollte er 
doch nicht gehen, sondern segnete ihn.
26. Absalom sprach: Soll denn nicht mein Bruder Amnon mit uns gehen? Der 
Knig sprach zu ihm: Warum soll er mit dir gehen?
27. Da ntigte ihn Absalom, da er mit ihm lie Amnon und alle Kinder des 
Knigs.
28. Absalom aber gebot seinen Knaben und sprach: Sehet drauf, wenn Amnon 
guter Dinge wird von dem Wein, und ich zu euch spreche: Schlaget Amnon und 
ttet ihn, da ihr euch nicht frchtet, denn ich hab's euch geheien; seid 
getrost und frisch dran!
29. Also taten die Knaben Absaloms dem Amnon, wie ihnen Absalom geboten 
hatte. Da stunden alle Kinder des Knigs auf, und ein jeglicher sa auf 
sein Maul und flohen.
30. Und da sie noch auf dem Wege waren, kam das Gercht vor David, da 
Absalom htte alle Kinder des Knigs erschlagen, da nicht einer von ihnen 
brig wre.
31. Da stund der Knig auf und zerri seine Kleider und legte sich auf die 
Erde; und alle seine Knechte, die um ihn her stunden, zerrissen ihre 
Kleider.
32. Da antwortete Jonadab, der Sohn Simeas, des Bruders Davids, und 
sprach: Mein Herr denke nicht, da alle Knaben, die Kinder des Knigs, tot 
sind, sondern Amnon ist allem tot. Denn Absalom hat es bei sich behalten 
von dem Tage an, da er seine Schwester Thamar schwchte.
33. So nehme nun mein Herr, der Knig, solches nicht zu Herzen, da alle 
Kinder des Knigs tot seien, sondern Amnon ist allein tot.
34. Absalom aber floh. Und der Knabe auf der Warte hub seine Augen auf und 
sah, und siehe, ein gro Volk kam auf dem Wege nacheinander an der Seite 
des Berges.
35. Da sprach Jonadab zum Knige: Siehe, die Kinder des Knigs kommen; wie 
dein Knecht gesagt hat, so ist's ergangen.
36. Und da er hatte ausgeredet, siehe, da kamen die Kinder des Knigs und 
huben ihre Stimme auf und weineten. Der Knig und alle seine Knechte 
weineten auch fast sehr.
37. Absalom aber floh und zog zu Thalmai, dem Sohn Ammihuds, dem Knige zu 
Gesur. Er aber trug Leid ber seinen Sohn alle Tage.
38. Da aber Absalom floh und gen Gesur zog, war er daselbst drei Jahre.
39. Und der Knig David hrete auf, auszuziehen wider Absalom; denn er 
hatte sich getrstet ber Amnon, da er tot war.
Das zweite Buch Samuel 14
1. Joab aber, der Sohn Zerujas, merkte, da des Knigs Herz war wider 
Absalom.
2. Und sandte hin gen Thekoa und lie holen von dannen ein kluges Weib und 
sprach zu ihr: Trage Leid und zeuch Leidekleider an und salbe dich nicht 
mit l, sondern stelle dich wie ein Weib, das eine lange Zeit Leid 
getragen hat ber einen Toten.
3. Und sollst zum Knige hineingehen und mit ihm reden so und so. Und Joab 
gab ihr ein, was sie reden sollte.
4. Und da das Weib von Thekoa mit dem Knige reden wollte, fiel sie auf 
ihr Antlitz zur Erde und betete an und sprach: Hilf mir, Knig!
5. Der Knig sprach zu ihr: Was ist dir? Sie sprach: Ich bin eine Witwe, 
ein Weib, das Leid trgt, und mein Mann ist gestorben;
6. und deine Magd hatte zween Shne, die zankten miteinander auf dem 
Felde, und da kein Retter war, schlug einer den andern und ttete ihn.
7. Und siehe, nun stehet auf die ganze Freundschaft wider deine Magd und 
sagen: Gib her den, der seinen Bruder er schlagen hat, da wir ihn tten 
fr die Seele seines Bruders, den er erwrget hat, und auch den Erben 
vertilgen; und wollen meinen Funken auslschen, der noch brig ist, da 
meinem Manne kein Name und nichts brig bleibe auf Erden.
8. Der Knig sprach zum Weibe: Gehe heim ich will fr dich gebieten.
9. Und das Weib von Thekoa sprach zum Knige: Mein Herr Knig, die 
Missetat sei auf mir und auf meines Vaters Hause; der Knig aber und sein 
Stuhl sei unschuldig.
10. Der Knig sprach: Wer wider dich redet, den bringe zu mir; so soll er 
nicht mehr dich antasten.
11. Sie sprach: der Knig gedenke an den Herrn, deinen Gott, da der 
Blutrcher nicht zu viel werden, zu verderben, und meinen Sohn nicht 
vertilgen. Er sprach: So wahr der Herr lebt, es soll kein Haar von deinem 
Sohn auf die Erde fallen!
12. Und das Weib sprach: La deine Magd meinem Herrn Knige etwas sagen. 
Er sprach: Sage her!
13. Das Weib sprach: Warum hast du ein solches gedacht wider Gottes Volk, 
da der Knig ein solches geredet hat, da er sich verschuldige und seinen 
Verstoenen nicht wieder holen lsset?
14. Denn wir sterben des Todes, und wie das Wasser in die Erde 
verschleifet, das man nicht aufhlt; und Gott will nicht das Leben 
wegnehmen, sondern bedenket sich, da nicht das Verstoene auch von ihm 
verstoen werde.
15. So bin ich nun kommen, mit meinem Herrn Knige solches zu reden; denn 
das Volk machte mir bange. Denn deine Magd gedachte: Ich will mit dem 
Knige reden; vielleicht wird er tun, was seine Magd sagt.
16. Denn er wird seine Magd erhren, da er mich errette von der Hand 
aller, die mich samt meinem Sohn vertilgen wollen vom Erbe Gottes.
17. Und deine Magd gedachte: Meines Herrn, des Knigs, Wort soll mir ein 
Trost sein; denn mein Herr, der Knig, ist wie ein Engel Gottes, da er 
Gutes und Bses hren kann. Darum wird der Herr, dein Gott, mit dir sein.
18. Der Knig antwortete und sprach zum Weibe: Leugne mir nicht, was ich 
dich frage. Das Weib sprach: Mein Herr, der Knig, rede!
19. Der Knig sprach: Ist nicht die Hand Joabs mit dir in diesem allem? 
Das Weib antwortete und sprach: So wahr deine Seele lebt, mein Herr Knig, 
es ist niemand anders, weder zur Rechten noch zur Linken, denn wie mein 
Herr, der Knig, geredet hat. Denn dein Knecht Joab hat mir's geboten, und 
er hat solches alles deiner Magd eingegeben.
20. Da ich diese Sache also wenden sollte, das hat dein Knecht Joab 
gemacht. Aber mein Herr ist weise, wie die Weisheit eines Engels Gottes, 
da er merket alles auf Erden.
21. Da sprach der Knig zu Joab: Siehe, ich habe solches getan; so gehe 
hin und bringe den Knaben Absalom wieder.
22. Da fiel Joab auf sein Antlitz zur Erde und betete an und dankte dem 
Knige und sprach: Heute merket dein Knecht, da ich Gnade gefunden habe 
vor deinen Augen, mein Herr Knig, da der Knig tut, was sein Knecht sagt.
23. Also machte sich Joab auf und zog gen Gesur und brachte Absalom gen 
Jerusalem.
24. Aber der Knig sprach: La ihn wieder in sein Haus gehen und mein 
Angesicht nicht sehen. Also kam Absalom wieder in sein Haus und sah des 
Knigs Angesicht nicht.
25. Es war aber in ganz Israel kein Mann so schn als Absalom, und hatte 
dieses Lob vor allen; von seiner Fusohle an bis auf seine Scheitel war 
nicht ein Fehl an ihm.
26. Und wenn man sein Haupt beschor (das geschah gemeiniglich alle Jahre, 
denn es war ihm zu schwer, da man's abscheren mute), so wog sein 
Haupthaar zweihundert Sekel nach dem kniglichen Gewicht.
27. Und Absalom wurden drei Shne geboren und eine Tochter, die hie 
Thamar, und war ein Weib schn von Gestalt.
28. Also blieb Absalom zwei Jahre zu Jerusalem, da er des Knigs 
Angesicht nicht sah.
29. Und Absalom sandte nach Joab, da er ihn zum Knige sendete, und er 
wollte nicht zu ihm kommen. Er aber sandte zum andermal, noch wollte er 
nicht kommen.
30. Da sprach er zu seinen Knechten: Sehet das Stck Ackers Joabs neben 
meinem, und er hat Gerste drauf; so gehet hin und stecket es mit Feuer an. 
Da steckten die Knechte Absaloms das Stck mit Feuer an.
31. Da machte sich Joab auf und kam zu Absalom ins Haus und sprach zu ihm: 
Warum haben deine Knechte mein Stck mit Feuer angesteckt?
32. Absalom sprach zu Joab: Siehe, ich sandte nach dir und lie dir sagen: 
Komm her, da ich dich zum Knige sende und sagen lasse: Warum bin ich von 
Gesur kommen? Es wre mir besser, da ich noch da wre. So la mich nun 
das Angesicht des Knigs sehen; ist aber eine Missetat an mir, so tte 
mich.
33. Und Joab ging hinein zum Knige und sagte es ihm an. Und er rief dem 
Absalom, da er hinein zum Knige kam; und er betete an auf sein Antlitz 
zur Erde vor dem Knige; und der Knig kssete Absalom.
Das zweite Buch Samuel 15
1. Und es begab sich danach, da Absalom lie ihm machen Wagen und Rosse 
und fnfzig Mann, die seine Trabanten waren.
2. Und Absalom machte sich also des Morgens frhe auf und trat an den Weg 
bei dem Tor. Und wenn jemand einen Handel hatte, da er zum Knige vor 
Gericht kommen sollte, rief ihn Absalom zu sich und sprach: Aus welcher 
Stadt bist du? Wenn dann der sprach: Dein Knecht ist aus der Stmme 
Israels einem,
3. so sprach. Absalom zu ihm: Siehe, deine Sache ist recht und schlecht; 
aber du hast keinen Verhrer vom Knige.
4. Und Absalom sprach: O wer setzet mich zum Richter im Lande, da 
jedermann zu mir kme, der eine Sache und Gericht hat, da ich ihm zum 
Rechten hlfe!
5. Und wenn jemand sich zu ihm tat, da er ihn wollte anbeten, so reckte 
er seine Hand aus und ergriff ihn und kssete ihn.
6. Auf die Weise tat Absalom dem ganzen Israel, wenn sie kamen vor Gericht 
zum Knige, und stahl also das Herz der Mnner Israels.
7. Nach vierzig Jahren sprach Absalom zum Knige: Ich will hingehen und 
mein Gelbde zu Hebron ausrichten, das ich dem Herrn gelobt habe.
8. Denn dein Knecht tat ein Gelbde, da ich zu Gesur in Syrien wohnete, 
und sprach: Wenn mich der Herr wieder gen Jerusalem bringet, so will ich 
dem Herrn einen Gottesdienst tun.
9. Der Knig sprach zu ihm: Gehe hin mit Frieden! Und er machte sich auf 
und ging gen Hebron.
10. Absalom aber hatte Kundschafter ausgesandt in alle Stmme Israels und 
lassen sagen: Wenn ihr der Posaunen Schall hren werdet, so sprechet: 
Absalom ist Knig worden zu Hebron.
11. Es gingen aber mit Absalom zweihundert Mann, von Jerusalem berufen; 
aber sie gingen in ihrer Einfalt und wuten nichts um die Sache.
12. Absalom aber sandte auch nach Ahitophel, dem Giloniten, Davids Rat, 
aus seiner Stadt Gib. Da er nun die Opfer tat, ward der Bund stark; und 
das Volk lief zu und mehrete sich mit Absalom.
13. Da kam einer; der sagte es David an und sprach: Das Herz jedermanns in 
Israel folget Absalom nach.
14. David sprach aber zu allen seinen Knechten, die bei ihm waren zu 
Jerusalem: Auf, lat uns fliehen, denn hie wird kein Entrinnen sein vor 
Absalom; eilet, da wir gehen, da er uns nicht bereile und ergreife uns 
und treibe ein Unglck auf uns und schlage die Stadt mit der Schrfe des 
Schwerts!
15. Da sprachen die Knechte des Knigs zu ihm: Was mein Herr, der Knig, 
erwhlet, siehe, hie sind deine Knechte.
16. Und der Knig ging zu Fu hinaus mit seinem ganzen Hause. Er lie aber 
zehn Kebsweiber, das Haus zu bewahren.
17. Und da der Knig und alles Volk zu Fue hinauskamen, traten sie ferne 
vom Hause.
18. Und alle seine Knechte gingen neben ihm her, dazu alle Krethi und 
Plethi und alle Gethiter, sechshundert Mann, die von Gath zu Fue kommen 
waren, gingen vor dem Knige her.
19. Und der Knig sprach zu Ithai, dem Gethiter: Warum gehest du auch mit 
uns? Kehre um und bleibe bei dem Knige; denn du bist fremd und von deinem 
Ort gezogen hieher.
20. Gestern bist du kommen und heute wagest du dich, mit uns zu gehen. Ich 
aber will gehen, wo ich hin kann gehen. Kehre um, und deinen Brdern mit 
dir widerfahre Barmherzigkeit und Treue.
21. Ithai antwortete und sprach: So wahr der Herr lebt, und so wahr mein 
Herr Knig lebt, an welchem Ort mein Herr, der Knig, sein wird, es gerate 
zum Tod oder zum Leben, da wird dein Knecht auch sein.
22. David sprach zu Ithai: So komm und gehe mit! Also ging Ithai, der 
Gethiter, und alle seine Mnner und der ganze Haufe Kinder, die mit ihm 
waren.
23. Und das ganze Land weinete mit lauter Stimme, und alles Volk ging mit. 
Und der Knig ging ber den Bach Kidron, und alles Volk ging vor auf dem 
Wege, der zur Wste gehet.
24. Und siehe, Zadok war auch da und alle Leviten, die bei ihm waren; und 
trugen die Lade des Bundes Gottes und stelleten sie dahin. Und Abjathar 
trat empor, bis da alles Volk zur Stadt aus kam.
25. Aber der Knig sprach zu Zadok: Bringe die Lade Gottes wieder in die 
Stadt! Werde ich Gnade finden vor dem Herrn, so wird er mich wieder holen 
und wird mich sie sehen lassen und sein Haus.
26. Spricht er aber also: Ich habe nicht Lust zu dir, siehe, hie bin ich, 
er mache es mit mir, wie es ihm wohlgefllet?
27. Und der Knig sprach zu dem Priester Zadok: O du Seher, kehre um 
wieder in die Stadt mit Frieden und mit euch eure beiden Shne, Ahimaaz, 
dein Sohn, und Jonathan, der Sohn Abjathars.
28. Siehe, ich will verziehen auf dem blachen Felde in der Wste, bis da 
Botschaft von euch komme und sage mir an.
29. Also brachte Zadok und Abjathar die Lade Gottes wieder gen Jerusalem 
und blieben daselbst.
30. David aber ging den lberg hinan und weinete, und sein Haupt war 
verhllet, und er ging barfu. Dazu alles Volk, das bei ihm war, hatte ein 
jeglicher sein Haupt verhllet, und gingen hinan und weineten.
31. Und da es David angesagt ward, da Ahitophel im Bunde mit Absalom war, 
sprach er: Herr, mache den Ratschlag Ahitophels zur Narrheit!
32. Und da David auf die Hhe kam, da man Gott pflegte anzubeten, siehe; 
da begegnete ihm Husai, der Arachiter, mit zerrissenem Rock und Erde auf 
seinem Haupt.
33. Und David sprach zu ihm: Wenn du mit mir gehest, wirst du mir eine 
Last sein.
34. Wenn du aber wieder in die Stadt gingest und sprchest zu Absalom: Ich 
bin dein Knecht, ich will des Knigs sein; der ich deines Vaters Knecht 
war zu der Zeit, will nun dein Knecht sein: so wrdest du mir zu gut den 
Ratschlag Ahitophels zunichte machen.
35. So ist Zadok und Abjathar, die Priester, mit dir. Alles, was du 
hretest aus des Knigs Hause, sagest du an den Priestern Zadok und 
Abjathar.
36. Siehe, es sind bei ihnen ihre zween Shne: Ahimaaz, Zadoks und 
Jonathan, Abjathars Sohn. Durch dieselbigen kannst du mir entbieten, was 
du hren wirst.
37. Also kam Husai, der Freund Davids, in die Stadt; und Absalom kam gen 
Jerusalem.
Das zweite Buch Samuel 16
1. Und da David ein wenig von der Hhe gegangen war, siehe, da begegnete 
ihm Ziba, der Knabe Mephiboseths, mit einem Paar Esel gesattelt; darauf 
waren zweihundert Brote und hundert Stck Rosinen und hundert Stck Feigen 
und ein Legel Weins.
2. Da sprach der Knig zu Ziba: Was willst du damit machen? Ziba sprach: 
Die Esel sollen fr das Gesinde des Knigs, drauf zu reiten, und die Brote 
und Feigen fr die Knaben, zu essen, und der Wein, zu trinken, wenn sie 
mde werden in der Wste.
3. Der Knig sprach: Wo ist der Sohn deines Herrn? Ziba sprach zum Knige: 
Siehe, er blieb zu Jerusalem; denn er sprach: Heute wird mir das Haus 
Israel meines Vaters Reich wiedergeben.
4. Der Knig sprach zu Ziba: Siehe, es soll dein sein alles, was 
Mephiboseth hat. Ziba sprach: Ich bete an; la mich Gnade finden vor dir, 
mein Herr Knig!
5. Da aber der Knig David bis gen Bahurim kam, siehe, da ging ein Mann 
daselbst heraus vom Geschlecht des Hauses Sauls, der hie Simei, der Sohn 
Geras, der ging heraus und fluchte;
6. und warf David mit Steinen und alle Knechte des Knigs David. Denn 
alles Volk und alle Gewaltigen waren zu seiner Rechten und zur Linken.
7. So sprach aber Simei, da er fluchte: Heraus, heraus, du Bluthund, du 
loser Mann!
8. Der Herr hat dir vergolten alles Blut des Hauses Sauls, da du an 
seiner Statt bist Knig worden. Nun hat der Herr das Reich gegeben in die 
Hand deines Sohns Absalom; und siehe, nun steckest du in deinem Unglck, 
denn du bist ein Bluthund.
9. Aber Abisai, der Sohn Zerujas, sprach zu dem Knige: Sollte dieser tote 
Hund meinem Herrn, dem Knige, fluchen? Ich will hingehen und ihm den Kopf 
abreien.
10. Der Knig sprach: Ihr Kinder Zerujas, was habe ich mit euch zu 
schaffen? Lat ihn fluchen; denn der Herr hat es ihn geheien: Fluche 
David! Wer kann nun sagen: Warum tust du also?
11. Und David sprach zu Abisai und zu allen seinen Knechten: Siehe, mein 
Sohn, der von meinem Leibe kommen ist, stehet mir nach meinem Leben, warum 
nicht auch jetzt der Sohn Jeminis? Lat ihn bezhmen, da er fluche; denn 
der Herr hat es ihn geheien.
12. Vielleicht wird der Herr mein Elend ansehen und mir mit Gte vergelten 
sein heutiges Fluchen.
13. Also ging David mit seinen Leuten des Weges; aber Simei ging an des 
Berges Seite neben ihm her und fluchte und warf mit Steinen zu ihm und 
sprengete mit Erdenklen.
14. Und der Knig kam hinein mit allem Volk, das bei ihm war, mde, und 
erquickte sich daselbst.
15. Aber Absalom und alles Volk der Mnner Israels kamen gen Jerusalem, 
und Ahitophel mit ihm.
16. Da aber Husai, der Arachiter, Davids Freund, zu Absalom hineinkam, 
sprach er zu Absalom: Glck zu, er Knig! Glck zu, er Knig!
17. Absalom aber sprach zu Husai: Ist das deine Barmherzigkeit an deinem 
Freunde? Warum bist du nicht mit deinem Freunde gezogen?
18. Husai aber sprach zu Absalom: Nicht also, sondern welchen der Herr 
erwhlet und dies Volk und alle Mnner in Israel, des will ich sein und 
bei ihm bleiben.
19. Zum andern, wem sollte ich dienen? Sollte ich nicht vor seinem Sohn 
dienen? Wie ich vor deinem. Vater gedienet habe, so will ich auch vor dir 
sein.
20. Und Absalom sprach zu Ahitophel: Ratet zu, was sollen wir tun?
21. Ahitophel sprach zu Absalom: Beschlaf die Kebsweiber deines Vaters, 
die er gelassen hat, das Haus zu bewahren, so wird das ganze Israel hren, 
da du deinen Vater hast stinkend gemacht, und wird aller Hand, die bei 
dir sind, desto khner werden.
22. Da machten sie Absalom eine Htte auf dem Dache; und Absalom beschlief 
die Kebsweiber seines Vaters vor den Augen des ganzen Israel.
23. Zu der Zeit, wenn Ahitophel einen Rat gab, das war, als wenn man Gott 
um etwas htte gefragt; also waren alle Ratschlge Ahitophels beide bei 
David und bei Absalom.
Das zweite Buch Samuel 17
1. Und Ahitophel sprach zu Absalom: Ich will zwlftausend Mann auslesen 
und mich aufmachen und David nachjagen bei der Nacht.
2. Und will ihn berfallen, weil er matt und la ist. Wenn ich ihn dann 
erschrecke, da alles Volk, so bei ihm ist, fleucht, will ich den Knig 
alleine schlagen
3. und alles Volk wieder zu dir bringen. Wenn dann jedermann zu dir 
gebracht ist, wie du begehrest, so bleibet alles Volk mit Frieden.
4. Das deuchte Absalom gut sein und alle ltesten in Israel.
5. Aber Absalom sprach: Lieber, lasset Husai, den Arachiten, auch rufen 
und hren, was er dazu sagt.
6. Und da Husai hinein zu Absalom kam, sprach Absalom zu ihm: Solches hat 
Ahitophel geredet; sage du, sollen wir's tun oder nicht?
7. Da sprach Husai zu Absalom: Es ist nicht ein guter Rat, den Ahitophel 
auf diesmal gegeben hat.
8. Und Husai sprach weiter: Du kennest deinen Vater wohl und seine Leute, 
da sie stark sind und zorniges Gemts, wie ein Br, dem die Jungen auf 
einem Felde geraubt sind; dazu ist dein Vater ein Kriegsmann und wird sich 
nicht sumen mit dem Volk.
9. Siehe, er hat sich jetzt vielleicht verkrochen irgend in einer Grube, 
oder sonst an einem Ort. Wenn es dann geschhe, da das erste Mal bel 
geriete, und kme ein Geschrei und sprche: Es ist eine Schlacht geschehen 
in dem Volk, das Absalom nachfolget,
10. so wrde jedermann verzagt werden, der auch sonst ein Krieger ist und 
ein Herz hat wie ein Lwe. Denn es wei ganz Israel, da dein Vater stark 
ist, und Krieger, die bei ihm sind.
11. Aber das rate ich, da du zu dir versammelst ganz Israel, von Dan an 
bis gen Berseba, so viel als der Sand am Meer; und deine Person ziehe 
unter ihnen.
12. So wollen wir ihn berfallen, an welchem Ort wir ihn finden, und 
wollen ber ihn kommen, wie der Tau auf die Erde fllt, da wir an ihm und 
allen seinen Mnnern nicht einen brig lassen.
13. Wird er sich aber in eine Stadt versammeln, so soll das ganze Israel 
Stricke an dieselbe Stadt werfen und sie in den Bach reien, da man nicht 
ein Kieselein dran finde.
14. Da sprach Absalom und jedermann in Israel: Der Rat Husais, des 
Arachiten, ist besser denn Ahitophels Rat. Aber der Herr schickte es also, 
da der gute Rat Ahitophels verhindert wrde, auf da der Herr Unglck 
ber Absalom brchte.
15. Und Husai sprach zu Zadok und Abjathar, den Priestern: So und so hat 
Ahitophel Absalom und den ltesten in Israel geraten; ich aber habe so und 
so geraten.
16. So sendet nun eilend hin und lasset David ansagen und sprechet: Bleibe 
nicht ber Nacht auf dem blachen Felde der Wste, sondern mache dich 
hinber, da der Knig nicht verschlungen werde und alles Volk, das bei 
ihm ist.
17. Jonathan aber und Ahimaaz stunden bei dem Brunnen Rogel, und eine Magd 
ging hin und sagte es ihnen an. Sie aber gingen hin und sagten's dem 
Knige David an; denn sie durften sich nicht sehen lassen, da sie in die 
Stadt kmen.
18. Es sah sie aber ein Knabe und sagte es Absalom an. Aber die beiden 
gingen eilend hin und kamen in eines Mannes Haus zu Bahurim; der. hatte 
einen Brunnen in seinem Hofe, dahinein stiegen sie.
19. Und das Weib nahm und breitete eine Decke ber des Brunnen Loch und 
breitete Grtze drber, da man es nicht merkte.
20. Da nun die Knechte Absaloms zum Weibe ins Haus kamen, sprachen sie: Wo 
ist Ahimaaz und Jonathan? Das Weib sprach zu ihnen: Sie gingen ber das 
Wsserlein. Und da sie suchten und nicht fanden, gingen sie wieder gen 
Jerusalem.
21. Und da sie weg waren, stiegen sie aus dem Brunnen und gingen hin und 
sagten's David, dem Knige, an und sprachen zu David: Machet euch auf und 
gehet eilend ber das Wasser; denn so und so hat Ahitophel wider euch Rat 
gegeben.
22. Da machte sich David auf und alles Volk, das bei ihm war, und gingen 
ber den Jordan, bis licht Morgen ward, und fehlete nicht an einem, der 
nicht ber den Jordan gegangen wre.
23. Als aber Ahitophel sah, da sein Rat nicht fortgegangen war, sattelte 
er seinen Esel, machte sich auf und zog heim. in seine Stadt; und 
beschickte sein Haus und hing sich und starb; und ward begraben in seines 
Vaters Grab.
24. Und David kam gen Mahanaim. Und Absalom zog ber den Jordan, und alle 
Mnner Israels mit ihm.
25. Und Absalom hatte Amasa an Joabs Statt gesetzt. ber. das Heer. Es war 
aber Amasa eines Mannes Sohn, der hie Jethra, ein Israeliter, welcher lag 
bei Abigail, der Tochter Nahas , der Schwester Zerujas, Joabs Mutter.
26. Israel aber und Absalom lagerten sich in Gilead.
27. Da David gen Mahanaim kommen war, da brachten Sobi, der Sohn Nahas von 
Rabbath der Kinder Ammon, und Machir, der Sohn Ammiels, von Lodabar, und 
Barsillai, ein Giladiter von Roglim
28. Bettwerk, Becken, irden Gef, Weizen, Gerste, Mehl, Sangen, Bohnen, 
Linsen, Grtze.
29. Honig, Butter, Schafe und Rinderkse zu David und zu dem Volk, das bei 
ihm war, zu essen. Denn sie gedachten, das Volk wird hungrig, mde und 
durstig sein in der Wste.
Das zweite Buch Samuel 18
1. Und David ordnete das Volk, das bei ihm war, und setzte ber sie 
Hauptleute ber tausend und ber hundert.
2. Und sandte aus des Volks einen dritten Teil unter Joab und einen 
dritten Teil unter Abisai, dem Sohn Zerujas, Joabs Bruder, und einen 
dritten Teil unter Ithai, dem Gethiter. Und der Knig sprach zum Volk: Ich 
will auch mit euch ausziehen.
3. Aber das Volk sprach: Du sollst nicht ausziehen; denn ob wir gleich 
fliehen oder die Hlfte sterben, so werden sie sich unser nicht annehmen; 
denn du bist, als wenn unser zehntausend wren; so ist's nun besser, da 
du uns aus der Stadt helfen mgest.
4. Der Knig sprach zu ihnen: Was euch gefllt; das will ich tun. Und der 
Knig trat ans Tor, und alles Volk zog aus bei Hunderten und bei Tausenden.
5. Und der Knig gebot Joab und Abisai und Ithai und sprach: Fahret mir 
suberlich mit dem Knaben Absalom! Und alles Volk hrete es, da der Knig 
gebot allen Hauptleuten um Absalom.
6. Und da das Volk hinauskam aufs Feld Israel entgegen, hub sich der 
Streit im Walde Ephraim.
7. Und das Volk Israel ward daselbst geschlagen vor den Knechten Davids, 
da desselben Tages eine groe Schlacht geschah, zwanzigtausend Mann.
8. Und war daselbst der Streit zerstreuet auf allem Lande; und der Wald 
fra viel mehr Volks des Tages, denn das Schwert fra.
9. Und Absalom begegnete den Knechten Davids und ritt auf einem Maul. Und 
da das Maul unter eine groe dicke Eiche kam, behing sein Haupt an der 
Eiche und schwebte zwischen Himmel und Erde; aber sein Maul lief unter ihm 
weg.
10. Da das ein Mann sah, sagte er's Joab an und sprach: Siehe, ich sah 
Absalom an einer Eiche hangen.
11. Und Joab sprach zu dem Manne, der es ihm hatte angesagt: Siehe, sahest 
du das? Warum schlugest du ihn nicht daselbst zur Erde? so wollte ich dir 
von meinetwegen zehn Silberlinge und einen Grtel gegeben haben.
12. Der Mann sprach zu Joab: Wenn du mir tausend Silberlinge in meine Hand 
gewogen httest, So wollte ich dennoch meine Hand nicht an des Knigs Sohn 
gelegt haben. Denn der Knig gebot dir und Abisai und Ithai vor unsern 
Ohren und sprach: Htet euch, da nicht jemand dem Knaben Absalom (Leid 
tue)!
13. Oder wenn ich etwas Falsches getan htte auf meiner Seele Fahr, weil 
dem Knige nichts verhohlen wird, wrdest du selbst wider mich gestanden 
sein.
14. Joab sprach: Ich kann nicht so lange bei dir verziehen. Da nahm Joab 
drei Spiee in seine Hand und stie sie Absalom ins Herz, da er noch lebte 
an der Eiche.
15. Und zehn Knaben, Joabs Waffentrger, machten sich umher und schlugen 
ihn zu Tode.
16. Da blies Joab die Posaune und brachte das Volk wieder, da es nicht 
weiter Israel nachjagte; denn Joab wollte des Volks verschonen.
17. Und sie nahmen Absalom und warfen ihn in den Wald in eine groe Grube 
und legten einen sehr groen Haufen Steine auf ihn. Und das ganze Israel 
floh, ein jeglicher in seine Htte.
18. Absalom aber hatte ihm eine Sule aufgerichtet, da er noch lebte, die 
stehet im Knigsgrunde. Denn er sprach: Ich habe keinen Sohn, darum soll 
dies meines Namens Gedchtnis sein; und hie die Sule nach seinem Namen 
und heit auch bis auf diesen Tag Absaloms Raum.
19. Ahimaaz, der Sohn Zadoks, sprach: Lieber, la mich laufen und dem 
Knige verkndigen, da der Herr ihm Recht verschafft hat von seiner 
Feinde Hnden.
20. Joab aber sprach zu ihm: Du bringest heute keine gute Botschaft. Einen 
an dem Tag sollst du Botschaft bringen, und heute nicht; denn des Knigs 
Sohn ist tot.
21. Aber zu Chusi sprach Joab: Gehe hin und sage dem Knige an, was du 
gesehen hast. Und Chusi betete Joab an und lief.
22. Ahimaaz aber, der Sohn Zadoks, sprach abermal zu Joab: Wie, wenn ich 
auch liefe dem Chusi nach? Joab sprach: Was. willst du laufen, mein Sohn? 
Komm her, du wirst nicht eine gute Botschaft bringen.
23. Wie, wenn ich liefe? Er sprach zu ihm: So laufe doch! Also lief 
Ahimaaz strackswegs und kam Chusi vor.
24. David aber sa zwischen zweien Toren. Und der Wchter ging aufs Dach 
des Tors an der Mauer und hub seine Augen auf und sah einen Mann laufen 
allein.
25. Und rief und sagte es dem Knige an. Der Knig aber sprach: Ist er 
alleine, so ist eine gute Botschaft in seinem Munde. Und da derselbige 
ging und herzukam,
26. sah der Wchter. einen andern Mann laufen und rief in das Tor und 
sprach: Siehe, ein Mann luft alleine. Der Knig aber sprach: Der ist auch 
ein guter Bote.
27. Der Wchter sprach: Ich sehe des ersten Lauf als den Lauf Ahimaaz des 
Sohns Zadoks. Und der Knig sprach: Es ist ein guter Mann und bringet eine 
gute Botschaft.
28. Ahimaaz aber rief und sprach zum Knige: Friede! Und betete an vor dem 
Knige auf sein Antlitz zur Erde und sprach: Gelobt sei der Herr, dein 
Gott, der die Leute, die ihre Hand wider meinen Herrn, den Knig, 
aufhuben, bergeben hat!
29. Der Knig aber sprach: Gehet es auch wohl dem Knaben Absalom? Ahimaaz 
sprach: Ich sah ein gro Getmmel, da des Knigs Knecht Joab mich, deinen 
Knecht, sandte, und wei nicht, was es war.
30. Der Knig sprach: Gehe herum und tritt daher! Und er ging herum und 
stund allda.
31. Siehe, da kam Chusi und sprach: Hie gute Botschaft, mein Herr Knig! 
Der Herr hat dir heute Recht verschafft von der Hand aller, die sich wider 
dich auflehnten.
32. Der Knig aber sprach zu Chusi: Gehet es dem Knaben Absalom auch wohl? 
Chusi sprach: Es msse allen Feinden meines Herrn Knigs gehen, wie es dem 
Knaben gehet, und allen, die sich wider dich auflehnen, bel zu tun.
33. Da ward der Knig traurig und ging hin auf den Saal im Tor und 
weinete; und im Gehen sprach er also: Mein Sohn Absalom, mein Sohn, mein 
Sohn Absalom! Wollte Gott, ich mte fr dich sterben! O Absalom, mein 
Sohn, mein Sohn!
Das zweite Buch Samuel 19
1. Und es ward Joab angesagt: Siehe, der Knig weinet und trgt Leid um 
Absalom.
2. Und ward aus dem Siege des Tages ein Leid unter dem ganzen Volk; denn 
das Volk hatte gehret des Tages, da sich der Knig um seinen Sohn 
bekmmerte.
3. Und das Volk verstahl sich weg an dem Tage, da es nicht in die Stadt 
kam, wie sich ein Volk verstiehlet, das zuschanden worden ist, wenn's im 
Streit geflohen ist.
4. Der Knig aber hatte sein Angesicht verhllet und schrie laut: Ach, 
mein Sohn Absalom! Absalom, mein Sohn, mein Sohn!
5. Joab aber kam zum Knige ins Haus und sprach: Du hast heute schamrot 
gemacht alle deine Knechte, die heute deine, deiner Shne, deiner Tchter, 
deiner Weiber und deiner Kebsweiber Seelen errettet haben,
6. da du liebhabest, die dich hassen, und hassest, die dich liebhaben. 
Denn du lssest dich heute merken, da dir's nicht gelegen ist an den 
Hauptleuten und Knechten. Denn ich merke heute wohl, wenn dir nur Absalom 
lebte, und wir heute alle tot wren, das deuchte dich recht sein.
7. So mache dich nun auf und gehe heraus und rede mit deinen Knechten 
freundlich. Denn ich schwre dir bei dem Herrn: Wirst du nicht 
herausgehen, es wird kein Mann an dir bleiben diese Nacht ber. Das wird 
dir rger sein denn alles bel, das ber dich kommen ist von deiner Jugend 
auf bis hieher.
8. Da machte sich der Knig auf und setzte sich ins Tor. Und man sagte es 
allem Volk: Siehe, der Knig sitzet im Tor. Da kam alles Volk vor den 
Knig. Aber Israel war geflohen, ein jeglicher in seine Htte.
9. Und es zankte sich alles Volk in allen Stmmen Israels und sprachen: 
Der Knig hat uns errettet von der Hand unserer Feinde und erlsete uns 
von der Philister Hand und hat mssen aus dem Lande fliehen vor Absalom.
10. So ist Absalom gestorben im Streit, den wir ber uns gesalbet hatten. 
Warum seid ihr nun so stille, da ihr den Knig nicht wieder holet?
11. Der Knig aber sandte zu Zadok und Abjathar, den Priestern, und lie 
ihnen sagen: Redet mit den ltesten in Juda und sprechet: Warum wollt ihr 
die letzten sein, den Knig wieder zu holen in sein Haus? (Denn die Rede 
des ganzen Israel war vor den Knig kommen in sein Haus.)
12. Ihr seid meine Brder, mein Bein und mein Fleisch; warum wollt ihr 
denn die letzten sein, den Knig wieder zu holen?
13. Und zu Amasa sprechet: Bist du nicht mein Bein und mein Fleisch? Gott 
tue mir dies und das, wo du nicht sollst sein Feldhauptmann vor mir dein 
Leben lang an Joabs Statt.
14. Und er neigete das Herz aller Mnner Judas wie eines Mannes. Und sie 
sandten hin zum Knige: Komm wieder, du und alle deine Knechte!
15. Also kam der Knig wieder. Und da er an den Jordan kam, waren die 
Mnner Judas gen Gilgal kommen, hinabzuziehen dem Knige entgegen, da sie 
den Knig ber den Jordan fhreten.
16. Und Simei, der Sohn Geras, des Sohns Jeminis, der zu Bahurim wohnete, 
eilete und zog mit den Mnnern Judas hinab dem Knige David entgegen.
17. Und waren tausend Mann mit ihm von Benjamin, dazu auch Ziba, der Knabe 
aus dem Hause Sauls mit seinen fnfzehn Shnen und zwanzig Knechten, und 
fertigten sich durch den Jordan vor dem Knige her.
18. Und machten die Furt, da sie das Gesinde des Knigs hinberfhreten 
und tten, was ihm gefiele. Simei aber, der Sohn Geras, fiel vor dem 
Knige nieder, da er ber den Jordan fuhr.
19. Und sprach zum Knige: Mein Herr, rechne mir nicht zu die Missetat und 
gedenke nicht, da dein Knecht dich beleidigte des Tages, da mein Herr 
Knig aus Jerusalem ging, und der Knig nehme es nicht zu Herzen;
20. denn dein Knecht erkennet, da ich gesndiget habe. Und siehe, ich bin 
heute der erste kommen unter dem ganzen Hause Josephs, da ich meinem 
Herrn Knige entgegen herabzge.
21. Aber Abisai, der Sohn Zerujas, antwortete und sprach: Und Simei sollte 
darum nicht sterben, so er doch dem Gesalbten des Herrn geflucht hat?
22. David aber sprach: Was habe ich mit euch zu schaffen, ihr Kinder 
Zerujas, da ihr mir heute wollt zum Satan werden? Sollte heute jemand 
sterben in Israel? Meinest du, ich wisse nicht, da ich heute ein Knig 
bin worden ber Israel?
23. Und der Knig sprach zu Simei: Du sollst nicht sterben. Und der Knig 
schwur ihm.
24. Mephiboseth, der Sohn Sauls, kam auch herab dem Knige entgegen. Und 
er hatte seine Fe noch seinen Bart nicht gereiniget und seine Kleider 
nicht gewaschen von dem Tage an, da der Knig weggegangen war, bis an den 
Tag, da er mit Frieden kam.
25. Da er nun gen Jerusalem kam, dem Knige zu begegnen, sprach der Knig 
zu ihm: Warum bist du nicht mit mir gezogen, Mephiboseth?
26. Und er sprach: Mein Herr Knig, mein Knecht hat mich betrogen. Denn 
dein Knecht gedachte, ich will einen Esel satteln und drauf reiten und zum 
Knige ziehen; denn dein Knecht ist lahm.
27. Dazu hat er deinen Knecht angegeben vor meinem Herrn Knige. Aber mein 
Herr Knig ist wie ein Engel Gottes; tue, was dir wohlgefllt.
28. Denn all meines Vaters Haus ist nichts gewesen denn Leute des Todes 
vor meinem Herrn Knige; hast du deinen Knecht gesetzt unter die, so auf 
deinem Tisch essen. Was habe ich weiter Gerechtigkeit, oder weiter zu 
schreien an den Knig?
29. Der Knig sprach zu ihm: Was redest du noch weiter von deinem Dinge? 
Ich habe es gesagt: Du und Ziba teilet den Acker miteinander.
30. Mephiboseth sprach zum Knige: Er nehme es auch gar dahin, nachdem 
mein Herr Knig mit Frieden heimkommen ist.
31. Und Barsillai, der Gileaditer, kam herab von Roglim und fhrete den 
Knig ber den Jordan, da er ihn im Jordan geleitete.
32. Und Barsillai war fast alt, wohl achtzig Jahre; der hatte den Knig 
versorget, weil er zu Mahanaim war, denn er war ein sehr trefflicher Mann.
33. Und der Knig sprach zu Barsillai: Du sollst mit mir hinberziehen, 
ich will dich versorgen bei mir zu Jerusalem.
34. Aber Barsillai sprach zum Knige: Was ist's noch, das ich zu leben 
habe, da ich mit dem Knige sollte hinauf gen Jerusalem ziehen?
35. Ich bin heute achtzig Jahre alt. Wie sollte ich kennen, was gut oder 
bse ist, oder schmecken, was ich esse oder trinke, oder hren, was die 
Snger oder Sngerinnen singen? Warum sollte dein Knecht meinen Herrn 
Knig frder beschweren?
36. Dein Knecht soll ein wenig gehen mit dem Knige ber den Jordan. Warum 
will mir der Knig eine solche Vergeltung tun?
37. La deinen Knecht umkehren; da ich sterbe in meiner Stadt bei meines 
Vaters und meiner Mutter Grab. Siehe, da ist dein Knecht Chimeham, den la 
mit meinem Herrn Knige hinberziehen und tue ihm, was dir wohlgefllt.
38. Der Knig sprach: Chimeham soll mit mir hinberziehen, und ich will 
ihm tun, was dir wohlgefllt; auch alles, was du an mir erwhlest, will 
ich dir tun.
39. Und da alles Volk ber den Jordan war gegangen und der Knig auch, 
kssete der Knig den Barsillai und segnete ihn; und er kehrete wieder an 
seinen Ort.
40. Und der Knig zog hinber gen Gilgal, und Chimeham zog mit ihm. Und 
alles Volk Juda hatte den Knig hinbergefhret; aber des Volks Israel war 
nur die Hlfte da.
41. Und siehe, da kamen alle Mnner Israels zum Knige und sprachen zu 
ihm: Warum haben dich unsere Brder, die Mnner Judas, gestohlen und haben 
den Knig und sein Haus ber den Jordan gefhret und alle Mnner Davids 
mit ihm?
42. Da antworteten die von Juda denen von Israel: Der Knig gehret uns 
nahe zu; was zrnet ihr darum? Meinet ihr, da wir von dem Knige Nahrung 
oder Geschenke empfangen haben?
43. So antworteten dann die von Israel denen von Juda und sprachen: Wir 
haben zehnmal mehr bei dem Knige, dazu auch bei David denn ihr. Warum 
hast du mich denn so gering geachtet, da das Unsere nicht das erste 
gewesen ist, unsern Knig zu holen? Aber die von Juda redeten hrter denn 
die von Israel.
Das zweite Buch Samuel 20
1. Und es war daselbst ein berhmter heilloser Mann, der hie Seba, ein 
Sohn Bichris, eines Mannes von Jemini; der blies die Posaune und sprach: 
Wir haben kein Teil an David noch Erbe am Sohne Isais. Ein jeglicher hebe 
sich zu seiner Htte, o Israel!
2. Da fiel von David jedermann in Israel und folgten Seba, dem Sohn 
Bichris. Aber die Mnner Judas hingen an ihrem Knige, vom Jordan an bis 
gen Jerusalem.
3. Da aber der Knig David heimkam gen Jerusalem, nahm er die zehn 
Kebsweiber, die er hatte gelassen; das Haus zu bewahren, und tat sie in 
eine Verwahrung und versorgte sie; aber er. beschlief sie nicht. Und sie 
waren also verschlossen bis an ihren Tod und lebten als Witwen.
4. Und der Knig sprach zu Amasa: Berufe mir alle Mnner in Juda auf den 
dritten Tag; und du sollst auch hie stehen.
5. Und Amasa ging hin, Juda zu berufen; aber er verzog die Zeit, die er 
ihm bestimmte hatte.
6. Da sprach David zu Abisai: Nun wird uns Seba, der Sohn Bichris, mehr 
Leides tun denn Absalom. Nimm du die Knechte deines Herrn und jage ihm 
nach, da er nicht etwa fr sich feste Stdte finde und entrinne aus 
unsern Augen.
7. Da zogen aus ihm nach die Mnner Joabs, dazu die Krethi und Plethi und 
alle Starken. Sie zogen aber aus von Jerusalem, nachzujagen Seba, dem Sohn 
Bichris.
8. Da sie aber bei dem groen Stein waren zu Gibeon, kam Amasa vor ihnen 
her. Joab aber war gegrtet ber seinem Kleide, das er anhatte, und hatte 
darber ein Schwert gegrtet, das hing an seiner Hfte in der Scheide, das 
ging gerne aus und ein.
9. Und Joab sprach zu Amasa: Friede mit dir, mein Bruder! Und Joab fassete 
mit seiner rechten Hand Amasa bei dem Bart, da er ihn kssete.
10. Und Amasa hatte nicht acht auf das Schwert in der Hand Joabs; und er 
stach ihn damit in den Wanst, da sein Eingeweide sich auf die Erde 
schttete; und gab ihm keinen Stich mehr; und er starb. Joab aber und sein 
Bruder Abisai jagten nach Seba, dem Sohn Bichris.
11. Und es trat einer von den Knaben Joabs neben ihn und sprach: Trotz, 
und mache sich einer an Joab und tue sich bei David nach Joab!
12. Amasa aber lag im Blut gewlzet mitten auf der Strae. Da aber einer 
sah, da alles Volk da stehen blieb, wendete er Amasa von der Strae auf 
den Acker und warf Kleider auf ihn, weil er sah, da, wer an ihn kam, 
stehen blieb.
13. Da er nun aus der Strae getan war, folgte jedermann Joab nach, Seba, 
dem Sohn Bichris, nachzujagen.
14. Und er zog durch alle Stmme Israels gen Abel und Beth-Maacha und ganz 
Haberim; und sie versammelten sich und folgten ihm nach.
15. Und kamen und belegten ihn zu Abel und Beth-Maacha; und schtteten 
einen Schutt um die Stadt und traten an die Mauer; und alles Volk, das mit 
Joab war, strmete und wollte die Mauer niederwerfen.
16. Da rief eine weise Frau aus der Stadt: Hret! Hret! Sprechet zu Joab, 
da er hie herzukomme; ich will mit ihm reden.
17. Und da er zu ihr kam, sprach die Frau: Bist du Joab? Er sprach: Ja. 
Sie sprach zu ihm: Hre die Rede deiner Magd! Er sprach: Ich hre.
18. Sie sprach: Vorzeiten sprach man: Wer fragen will, der frage zu Abel; 
und so ging's wohl aus.
19. Ich bin eine von den friedsamen und treuen Stdten in Israel; und du 
willst die Stadt tten und die Mutter in Israel? Warum willst du das 
Erbteil des Herrn verschlingen?
20. Joab antwortete und sprach: Das sei ferne, das sei ferne von mir, da 
ich verschlingen und verderben sollte! Es hat sich nicht also;
21. sondern ein Mann vom Gebirge Ephraim, mit Namen Seba, der Sohn 
Bichris, hat sich empret wider den Knig David. Gebet denselbigen her 
allein, so will ich von der Stadt ziehen. Die Frau sprach zu Joab: Siehe, 
sein Haupt soll zu dir ber die Mauer geworfen werden.
22. Und die Frau kam hinein zu allem Volk mit ihrer Weisheit. Und sie 
hieben Seba, dem Sohn Bichris, den Kopf ab und warfen ihn zu Joab. Da 
blies er die Posaune, und sie zerstreueten sich von der Stadt, ein 
jeglicher in seine Htte. Joab aber kam wieder gen Jerusalem zum Knige.
23. Joab aber war ber das ganze Heer Israels. Benaja, der Sohn Jojadas, 
war ber die Krethi und Plethi.
24. Adoram war Rentmeister. Josaphat, der Sohn Ahiluds, war Kanzler.
25. Seja war Schreiber. Zadok und Abjathar waren Priester.
26. Dazu war Ira, der Jairiter, Davids Priester.
Das zweite Buch Samuel 21
1. Es war auch eine Teurung zu Davids Zeiten, drei Jahre aneinander; und 
David suchte das Angesicht des Herrn. Und der Herr sprach: Um Sauls willen 
und um des Bluthauses willen, da er die Gibeoniter gettet hat.
2. Da lie der Knig die Gibeoniter rufen und sprach zu ihnen. (Die 
Gibeoniter aber waren nicht von den Kindern Israel, sondern brig von den 
Amoritern; aber die Kinder Israel hatten ihnen geschworen, und Saul suchte 
sie zu schlagen in seinem Eifer fr die Kinder Israel und Juda.)
3. So sprach nun David zu den Gibeonitern: Was soll ich euch tun, und 
womit soll ich shnen, da ihr das Erbteil des Herrn segnet?
4. Die Gibeoniter sprachen zu ihm: Es ist uns nicht um Gold noch Silber zu 
tun an Saul und seinem Hause und ist uns nicht zu tun, um jemand zu tten 
in Israel. Er sprach: Was sprechet ihr denn, da ich euch tun soll?
5. Sie sprachen zum Knige: Den Mann, der uns verderbet und zunichte 
gemacht hat, sollen wir vertilgen, da ihm nichts bleibe in allen Grenzen 
Israels.
6. Gebet uns sieben Mnner aus seinem Hause, da wir sie aufhngen dem 
Herrn zu Gibea Sauls, des Erwhlten des Herrn. Der Knig sprach: Ich will 
sie geben.
7. Aber der Knig verschonete Mephiboseths, des Sohns Jonathans, des Sohns 
Sauls, um des Eides willen des Herrn, der zwischen ihnen war, nmlich 
zwischen David und Jonathan, dem Sohn Sauls.
8. Aber die zween Shne Rizpas, der Tochter Ajas, die sie Saul geboren 
hatte, Armoni und Mephiboseth; dazu die fnf Shne Michals, der Tochter 
Sauls, die sie dem Adriel geboren hatte, dem Sohn Barsillais, des 
Mahalothiters, nahm der Knig
9. und gab sie in die Hand der Gibeoniter; die hingen sie auf dem Berge 
vor dem Herrn. Also fielen diese sieben auf einmal und starben zur Zeit 
der ersten Ernte, wenn die Gerstenernte angehet.
10. Da nahm Rizpa, die Tochter Ajas, einen Sack und breitete ihn auf den 
Fels am Anfang der Ernte, bis das Wasser vom Himmel ber sie troff; und 
lie des Tages die Vgel des Himmels nicht auf ihnen ruhen; noch. des 
Nachts die Tiere des Feldes.
11. Und es ward David angesagt, was Rizpa, die Tochter Ajas, Sauls 
Kebsweib, getan hatte.
12. Und David ging, hin und nahm die Gebeine Sauls und die Gebeine 
Jonathans, seines Sohns, von den Brgern zu Jabes in Gilead, die sie von 
der Gasse Beth-San gestohlen hatten, dahin sie die Philister gehnget 
hatten zu der Zeit, da die Philister Saul schlugen auf dem Berge Gilboa.
13. Und brachte sie von dannen herauf; und sammelten sie zu Haufen mit den 
Gebeinen der Gehenkten.
14. Und begruben die Gebeine Sauls und seines Sohns Jonathan im Lande 
Benjamin, zu Zela, im Grabe seines Vaters Kis; und taten alles, wie der 
Knig geboten hatte. ward Gott nach diesem dem Lande wieder vershnet;
15. Es erhub sich aber wieder ein Krieg von den Philistern wider Israel; 
und David zog hinab und seine Knechte mit ihm und stritten wider die 
Philister. Und David ward mde.
16. Und Jesbi zu Nob (welcher war der Kinder Raphas einer, und das Gewicht 
seines Speers war dreihundert Gewicht Erz und hatte neue Waffen), der 
gedachte David zu schlagen.
17. Aber Abisai, der Sohn Zerujas, half ihm und schlug den Philister tot. 
Da schwuren ihm die Mnner Davids und sprachen: Du sollst nicht mehr mit 
uns ausziehen in den Streit, da nicht die Leuchte in Israel verlsche.
18. Danach erhub sich noch ein Krieg zu Nob mit den Philistern. Da schlug 
Sibechai, der Husathiter, den Saph, welcher auch der Kinder Raphas einer 
war.
19. Und es erhub sich noch ein Krieg zu Gob mit den Philistern. Da schlug 
Elhanan, der Sohn Jaere-Orgims, ein Bethlehemiter, den Goliath, den 
Gethiter, welcher hatte einen Spie, des Stange war wie ein Weberbaum.
20. Und es erhub sich noch ein Krieg zu Gath. Da war ein langer Mann, der 
hatte sechs Finger an seinen Hnden und sechs Zehen an seinen Fen, das 
ist vierundzwanzig an der Zahl; und er war auch geboren von Rapha.
21. Und da er Israel Hohn sprach, schlug ihn Jonathan, der Sohn Simeas, 
des Bruders Davids.
22. Diese vier waren geboren dem Rapha zu Gath und fielen durch die Hand 
Davids und seiner Knechte.
Das zweite Buch Samuel 22
1. Und David redete vor dem Herrn die Worte dieses Liedes zur Zeit, da ihn 
der Herr errettet hatte von der Hand aller seiner Feinde und von der Hand 
Sauls, und sprach:
2. Der Herr ist mein Fels und meine Burgund mein Erretter.
3. Gott ist mein Hort, auf den ich traue, mein Schild und Horn meines 
Heils, mein Schutz und meine Zuflucht, mein Heiland, der du mir hilfst vom 
Frevel.
4. Ich will den Herrn loben und anrufen, so werde ich von meinen Feinden 
erlset werden.
5. Denn es hatten mich umfangen die Schmerzen des Todes, und die Bche 
Belials erschreckten mich.
6. Der Hllen Bande umfingen mich, und des Todes Stricke berwltigten 
mich.
7. Wenn mir angst ist, so rufe ich den Herrn an und schreie zu meinem 
Gott, so erhret er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Geschrei 
kommt vor ihn zu seinen Ohren.
8. Die Erde bebete und ward bewegt, die Grundfesten des Himmels regten 
sich und bebeten, da er zornig war.
9. Dampf ging auf von seiner Nase und verzehrend Feuer von seinem Munde, 
da es davon blitzte.
10. Er neigete den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen 
Fen.
11. Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher; und er schwebete auf den 
Fittichen des Windes.
12. Sein Gezelt um ihn her war finster und schwarze dicke Wolken.
13. Von dem Glanz vor ihm brannte es mit Blitzen.
14. Der Herr donnerte vom Himmel, und der Hchste lie seinen Donner aus.
15. Er scho seine Strahlen und zerstreuete sie; er lie blitzen und 
schreckte sie.
16. Da sah man Wassergsse, und des Erdbodens Grund ward aufgedeckt von 
dem Schelten des Herrn, von dem Odem und Schnauben seiner Nase.
17. Er schickte aus von der Hhe und holte mich und zog mich aus groen 
Wassern.
18. Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die 
mir zu mchtig waren,
19. die mich berwltigten zur Zeit meines Unfalls. Und der Herr ward 
meine Zuversicht.
20. Er fhrete mich aus in den Raum; er ri mich heraus, denn er hatte 
Lust zu mir.
21. Der Herr tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit; er vergilt mir 
nach der Reinigkeit meiner Hnde.
22. Denn ich halte die Wege des Herrn und bin nicht gottlos wider meinen 
Gott.
23. Denn alle seine Rechte habe ich vor Augen und seine Gebote werfe ich 
nicht von mir;
24. sondern ich bin ohne Wandel vor ihm und hte mich vor Snden.
25. Darum vergilt mir der Herr nach meiner Gerechtigkeit, nach meiner 
Reinigkeit vor seinen Augen.
26. Bei den Heiligen bist du heilig, bei den Frommen bist du fromm,
27. bei den Reinen bist du rein und bei den Verkehrten bist du verkehrt.
28. Denn du hilfst dem elenden Volk und mit deinen Augen niedrigest du die 
Hohen.
29. Denn du, Herr, bist meine Leuchte. Der Herr machet meine Finsternis 
licht.
30. Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschmeien und mit meinem Gott ber 
die Mauern springen.
31. Gottes Wege sind ohne Wandel, des Herrn Reden sind durchlutert; er 
ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.
32. Denn ist ein Gott ohne den Herrn? Und wo ist ein Hort, ohne unser Gott?
33. Gott strket mich mit Kraft und weiset mir einen Weg ohne Wandel.
34. Er machet meine Fe gleich den Hirschen und stellet mich auf meine 
Hhe.
35. Er lehret meine Hnde streiten und lehret meinen Arm den ehernen Bogen 
spannen.
36. Und gibst mir den Schild deines Heils. Und wenn du mich demtigest, 
machst du mich gro.
37. Du machst unter mir Raum zu gehen, da meine Knchel nicht gleiten.
38. Ich will meinen Feinden nachjagen und sie vertilgen; und will nicht 
umkehren, bis ich sie umgebracht habe.
39. Ich will sie umbringen und zerschmeien, und sollen mir nicht 
widerstehen; sie mssen unter meine Fe fallen.
40. Du kannst mich rsten mit Strke zum Streit; du kannst unter mich 
werfen, die sich wider mich setzen.
41. Du gibst mir meine Feinde in die Flucht, da ich verstre, die mich 
hassen.
42. Sie lieben sich zu, aber da ist kein Helfer; zum Herrn, aber er 
antwortet ihnen nicht.
43. Ich will sie zerstoen wie Staub auf der Erde; wie Kot auf der Gasse 
will ich sie verstuben und zerstreuen.
44. Du hilfst mir von dem znkischen Volk und behtest mich zum Haupt 
unter den Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dienet mir.
45. Den fremden Kindern hat es wider mich gefehlet, und gehorchen mir mit 
gehorsamen Ohren.
46. Die fremden Kinder sind verschmachtet und zappeln in ihren Banden.
47. Der Herr lebet; und gelobet sei mein Hort, und Gott, der Hort meines 
Heils, msse erhaben werden
48. der Gott, der mir die Rache gibt und wirft die Vlker unter mich.
49. Er hilft mir aus von meinen Feinden. Du erhhest mich aus denen, die 
sich wider mich setzen; du hilfst mir von den Frevlern.
50. Darum will ich dir danken, Herr, unter den Heiden und deinem. Namen 
lobsingen,
51. der seinem Knige gro Heil beweiset und wohltut seinem Gesalbten 
David und seinem Samen ewiglich.
Das zweite Buch Samuel 23
1. Dies sind die letzten Worte Davids: Es sprach David, der Sohn Isais; es 
sprach der Mann, der versichert ist von dem Messias des Gottes Jakobs, 
lieblich mit Psalmen Israels.
2. Der Geist des Herrn hat durch mich geredet, und seine Rede ist durch 
meine Zunge geschehen.
3. Es hat der Gott Israels zu mir gesprochen; der Hort Israels hat 
geredet, der gerechte Herrscher unter den Menschen, der Herrscher in der 
Furcht Gottes.
4. Und wie das Licht des Morgens, wenn die Sonne aufgehet des Morgens ohne 
Wolken, da vom Glanz nach dem Regen das Gras aus der Erde wchst.
5. Denn mein Haus ist nicht also bei Gott; denn er hat mir einen Bund 
gesetzt, der ewig, und alles wohl geordnet und gehalten wird. Denn all 
mein Heil und Tun ist, da nichts wchst.
6. Aber Belial sind allesamt wie die ausgeworfenen Disteln, die man nicht 
mit Hnden fassen kann;
7. sondern wer sie angreifen soll, mu Eisen und Spiestangen in der Hand 
haben; und werden mit Feuer verbrannt werden in der Wohnung.
8. Dies sind die Namen der Helden Davids: Jasabeam, der Sohn Hachmonis, 
der Vornehmste unter dreien; er hub seinen Spie auf und schlug 
achthundert auf einmal.
9. Nach ihm war Eleasar, der Sohn Dodos, des Sohns Ahohis, unter den 
dreien Helden mit David. Da sie Hohn sprachen den Philistern und daselbst 
versammelt waren zum Streit, und die Mnner Israels hinaufzogen,
10. da stund er und schlug die Philister, bis da seine Hand mde am 
Schwert erstarrete. Und der Herr gab ein gro Heil zu der Zeit, da das 
Volk umwandte ihm nach, zu rauben.
11. Nach ihm war Samma, der Sohn Agas, des Harariters. Da die Philister 
sich versammelten in eine Rotte, und war daselbst ein Stck Ackers voll 
Linsen, und das Volk floh vor den Philistern,
12. da trat er mitten auf das Stck und errettete es und schlug die 
Philister; und Gott gab ein gro Heil.
13. Und diese drei Vornehmsten unter dreiigen kamen hinab in der Ernte zu 
David in der Hhle Adullam, und die Rotte der Philister lag im Grunde 
Rephaim.
14. David aber war dazumal in der Burg; aber der Philister Volk lag zu 
Bethlehem.
15. Und David ward lstern und sprach: Wer will mir zu trinken holen des 
Wassers aus dem Brunnen zu Bethlehem unter dem Tor?
16. Da rissen die drei Helden ins Lager der Philister und schpfeten des 
Wassers aus dem Brunnen zu Bethlehem unter dem Tor; und trugen's und 
brachten's David. Aber er wollte es nicht trinken, sondern go es dem Herrn
17. und sprach: Das lasse der Herr ferne von mir sein, da ich das tue! 
Ist's nicht das Blut der Mnner, die ihr Leben gewagt haben und 
dahingegangen sind? Und wollte es nicht trinken. Das taten die drei Helden.
18. Abisai, Joabs Bruder, der Sohn Zerujas, war auch ein Vornehmster unter 
dreien. Er hub seinen Spie auf und schlug dreihundert; und war auch 
berhmt unter dreien
19. und der Herrlichste unter dreien und war ihr Oberster; aber er kam 
nicht bis an die drei.
20. Und Benaja, der Sohn Jojadas, des Sohns Ishails, von groen Taten, von 
Kabzeel. Der schlug zween Lwen der Moabiter; und ging hinab und schlug 
einen Lwen im Brunnen zur Schneezeit.
21. Und schlug auch einen gyptischen greulichen Mann, der hatte einen 
Spie in seiner Hand. Er aber ging zu ihm hinab mit einem Stecken und ri 
dem gypter den Spie aus der Hand und erwrgete ihn mit seinem eigenen 
Spie.
22. Das tat Benaja, der Sohn Jojadas; und war berhmt unter den dreien 
Helden
23. und herrlicher denn die dreiig; aber er kam nicht bis an die drei. 
Und David machte ihn zum heimlichen Rat.
24. Asahel, der Bruder Joabs, ist unter den dreiigen. Elhanan, der Sohn 
Dodos, zu Bethlehem.
25. Samma, der Haraditer. Elika, der Haraditer.
26. Helez, der Paltiter. Ira, der Sohn Ikes, des Thekoiters.
27. Abieser, der Anthothiter. Mebunai, der Husathiter.
28. Zalmon, der Ahohiter. Maherai, der Netophathiter.
29. Heleb, der Sohn Baenas, der Netophathiter. Ithai, der Sohn Ribais, von 
Gibea der Kinder Benjamin.
30. Benaja, der Pirgathoniter. Hidai, von den Bchen Gaas.
31. Abialbon, der Arbathiter. Asmaveth, der Barhumiter.
32. Eljaheba, der Saalboniter. Die Kinder Jasen und Jonathan.
33. Samma, der Harariter. Ahiam, der Sohn Sarars, der Harariter.
34. Eliphelet, der Sohn Ahasbais, des Sohns Maechathis. Eliam, der Sohn 
Ahitophels, des Giloniters.
35. Hezrai, der Karmeliter Paerai, der Arbiter.
36. Jegeal, der Sohn Nathans von Zoba. Bani, der Gaditer.
37. Zelek, der Ammoniter. Naharai, der Beerothiter, der Waffentrger 
Joabs, des Sohns Zerujas.
38. Ira, der Jethriter. Gareb, der Jethriter.
39. Uria, der Hethiter. Derer ist allesamt siebenunddreiig.
Das zweite Buch Samuel 24
1. Und der Zorn des Herrn ergrimmete abermal wider Israel und reizte David 
unter ihnen, da er sprach: Gehe hin, zhle Israel und Juda.
2. Und der Knig sprach zu Joab, seinem Feldhauptmann: Gehe umher in allen 
Stmmen Israels von Dan an bis gen Berseba und zhle das Volk, da ich 
wisse, wieviel sein ist.
3. Joab sprach zu dem Knige: Der Herr, dein Gott, tue zu diesem Volk, wie 
es jetzt ist, noch hundertmal so viel, da mein Herr, der Knig, seiner 
Augen Lust dran sehe; aber was hat mein Herr Knig zu dieser Sache Lust?
4. Aber des Knigs Wort ging vor wider Joab und die Hauptleute des Heers. 
Also zog Joab aus und die Hauptleute des Heers von dem Knige, da sie das 
Volk Israel zhleten.
5. Und gingen ber den Jordan und lagerten sich zu Aroer zur Rechten der 
Stadt, die im Bach Gad liegt, und zu Jaeser.
6. Und kamen gen Gilead und ins Niederland Hadsi; und kamen gen Dan- Jaan 
und um Zidon her.
7. Und kamen zu der festen Stadt Thyrus und allen Stdten der Heviter und 
Kanaaniter; und kamen hinaus an den Mittag Judas gen Berseba.
8. Und zogen das ganze Land um; und kamen nach neun Monden und zwanzig 
Tagen gen Jerusalem.
9. Und Joab gab dem Knige die Summa des Volks, das gezhlet war. Und es 
war in Israel achthundertmal tausend starker Mnner, die das Schwert 
auszogen, und in Juda fnffiundertmal tausend Mann.
10. Und das Herz schlug David, nach dem das Volk gezhlet war. Und David 
sprach zum Herrn: Ich habe schwerlich gesndiget, da ich das getan habe; 
und nun, Herr, nimm weg die Missetat deines Knechts; denn ich habe sehr 
tricht getan.
11. Und da. David des Morgens aufstund, kam des Herrn Wort zu Gad, dem 
Propheten, Davids Seher, und sprach:
12. Gehe hin und rede mit David: So spricht der Herr: Dreierlei bringe ich 
zu dir; erwhle dir der eines, das ich dir tue.
13. Gad kam zu David und sagte es ihm an und sprach zu ihm: Willst du, da 
sieben Jahre Teurung in dein Land komme, oder da du drei Monden vor 
deinen Widersachern fliehen mssest, und sie dich verfolgen, oder da drei 
Tage Pestilenz in deinem Lande sei? So merke nun und siehe, was ich wieder 
sagen soll dem, der mich gesandt hat.
14. David sprach zu Gad: Es ist mir fast angst; aber la uns in die Hand 
des Herrn fallen, denn seine Barmherzigkeit ist gro; ich will nicht in 
der Menschen Hand fallen.
15. Also lie der Herr Pestilenz in Israel kommen von Morgen an bis zur 
bestimmten Zeit, da des Volks starb von Dan an bis gen Berseba 
siebenzigtausend Mann.
16. Und da der Engel seine Hand ausstreckte ber Jerusalem, da er sie 
verderbete, reuete es den Herrn ber dem bel und sprach zum Engel, zu dem 
Verderber im Volk: Es ist genug, la nun deine Hand ab! Der Engel aber des 
Herrn war bei der Tenne Arafnas, des Jebusiters.
17. David aber, da er den Engel sah, der das Volk schlug, sprach er zum 
Herrn: Siehe, ich habe gesndiget, ich habe die Missetat getan; was haben 
diese Schafe getan? La deine Hand wider mich und meines Vaters Haus sein!
18. Und Gad kam zu David zur selben Zeit und sprach zu ihm: Gehe hinauf 
und richte dem Herrn einen Altar auf in der Tenne Arafnas, des Jebusiters.
19. Also ging David hinauf, wie Gad gesagt und der Herr geboten hatte.
20. Und da Arafna sich wandte, sah er den Knig mit seinen Knechten zu ihm 
gehen; und betete an auf sein Angesicht zur Erde.
21. Und sprach: Warum kommt mein Herr, der Knig, zu seinem Knechte? David 
sprach: Zu kaufen von dir die Tenne und zu bauen dem Herrn einen Altar, 
da die Plage vom Volk aufhre.
22. Aber Arafna sprach zu David: Mein Herr, der Knig, nehme und opfere, 
wie es ihm gefllt; siehe, da ist ein Rind zum Brandopfer und Schleifen 
und Geschirr vom Ochsen zu Holz.
23. Alles gab Arafna, der Knig, dem Knige. Und Arafna sprach zum Knige: 
Der Herr, dein Gott, lasse dich ihm angenehm sein!
24. Aber der Knig sprach zu Arafna: Nicht also, sondern ich will dir's 
abkaufen um sein Geld; denn ich will dem Herrn, meinem Gott, nicht 
Brandopfer tun, das ich umsonst habe. Also kaufte David die Tenne und das 
Rind um fnfzig Sekel Silbers.
25. Und bauete daselbst dem Herrn einen Altar und opferte Brandopfer und 
Dankopfer. Und der Herr ward dem Lande vershnet; und die Plage hrete auf 
von dem Volk Israel.
1.Knige 1
1. Und da der Knig David alt war und wohl betagt, konnte er nicht warm 
werden, ob man ihn gleich mit Kleidern bedeckte.
2. Da sprachen seine Knechte zu ihm: Lat sie meinem Herrn Knige eine 
Dirne, eine Jungfrau, suchen, die vor dem Knige stehe und sein pflege und 
schlafe in seinen Armen und wrme meinen Herrn, den Knig.
3. Und sie suchten eine schne Dirne in allen Grenzen Israels; und fanden 
Abisag von Sunem und brachten sie dem Knige.
4. Und sie war eine sehr schne Dirne; und pflegte des Knigs und dienete 
ihm. Aber der Knig erkannte sie nicht:
5. Adonia aber, der Sohn Hagiths, erhub sich und sprach: Ich will Knig 
werden! Und machte ihm Wagen und Reiter und fnfzig Mann zu Trabanten vor 
ihm her.
6. Und sein Vater wollte ihn nicht bekmmern bei seiner Zeit, da er htte 
gesagt: Warum tust du also? Und er war auch ein sehr schner Mann, und er 
hatte ihn gezeuget nchst nach Absalom.
7. Und hatte seinen Rat mit Joab, dem Sohne Zerujas, und mit Abjathar, dem 
Priester; die halfen Adonia.
8. Aber Zadok, der Priester, und Benaja, der Sohn Jojodas, und Nathan, der 
Prophet, und Simei und Rei und die Helden Davids waren nicht mit Adonia.
9. Und da Adonia Schafe und Rinder und gemstet Vieh opferte bei dem Stein 
Soheleth, der neben dem Brunnen Rogel liegt, lud er alle seine Brder, des 
Knigs Shne, und alle Mnner Judas, des Knigs Knechte.
10. Aber den Propheten Nathan und Benaja und die Helden und Salomo, seinen 
Bruder, lud er nicht.
11. Da sprach Nathan zu Bathseba, Salomos Mutter: Hast du nicht gehret, 
da Adonia, der Sohn Hagiths, ist Knig worden, und unser Herr, David, 
wei nichts drum?
12. So komm nun, ich will dir einen Rat geben, da du deine Seele und 
deines Sohns Salomo Seele errettest.
13. Hin, und gehe zum Knige David hinein und sprich zu ihm: Hast du 
nicht, mein Herr Knig, deiner Magd geschworen und geredet: Dein Sohn 
Salomo soll nach mir Knig sein, und er soll auf meinem Stuhl sitzen? 
Warum ist denn Adonia Knig worden?
14. Siehe, weil du noch da bist und mit dem Knige redest, will ich dir 
nach hineinkommen und vollends dein Wort ausreden.
15. Und Bathseba ging hinein zum Knige in die Kammer. Und der Knig war 
sehr alt, und Abisag von Sunem dienete dem Knige.
16. Und Bathseba neigete sich und betete den Knig an. Der Knig aber 
sprach: Was ist dir?
17. Sie sprach zu ihm: Mein Herr, du hast deiner Magd geschworen bei dem 
Herrn, deinem Gott: Dein Sohn Salomo soll Knig sein nach mir und auf 
meinem Stuhl sitzen.
18. Nun aber siehe, Adonia ist Knig worden; und mein Herr Knig, du weit 
nichts darum.
19. Er hat Ochsen und gemstet Vieh und viel Schafe geopfert; und hat 
geladen alle Shne des Knigs, dazu Abjathar, den Priester, und Joab, den 
Feldhauptmann; aber deinen Knecht Salomo hat er nicht geladen.
20. Du bist aber mein Herr Knig; die Augen des ganzen Israel sehen auf 
dich, da du ihn anzeigest, wer auf dem Stuhl meines Herrn Knigs nach ihm 
sitzen soll.
21. Wenn aber mein Herr Knig mit seinen Vtern entschlafen ist, so werden 
ich und mein Sohn Salomo mssen Snder sein.
22. Weil sie aber noch redete mit dem Knige, kam der Prophet Nathan.
23. Und sie sagten es dem Knige an: Siehe, da ist der Prophet Nathan. Und 
als er hinein vor den Knig kam, betete er an den Knig auf sein Angesicht 
zur Erde
24. und sprach: Mein Herr Knig, hast du gesagt: Adonia soll nach mir 
Knig sein und auf meinem Stuhl sitzen?
25. Denn er ist heute hinabgegangen und hat geopfert Ochsen und Mastvieh 
und viel Schafe und hat alle Shne des Knigs geladen und die Hauptleute, 
dazu den Priester Abjathar. Und siehe, sie essen und trinken vor ihm und 
sagen: Glck zu dem Knige Adonia!
26. Aber mich, deinen Knecht, und Zadok, den Priester, und Benaja, den 
Sohn Jojadas, und deinen Knecht Salomo hat er nicht geladen.
27. Ist das von meinem Herrn Knige befohlen, und hast es deine Knechte 
nicht wissen lassen, wer auf dem Stuhl meines Herrn Knigs nach ihm sitzen 
soll?
28. Der Knig David antwortete und sprach: Rufet mir Bathseba! Und sie kam 
hinein vor den Knig. Und da sie vor dem Knige stund,
29. schwur der Knig und sprach: So wahr der Herr lebt, der meine Seele 
erlset hat aus aller Not,
30. ich will heute tun, wie ich dir geschworen habe bei dem Herrn, dem 
Gott Israels, und geredet, da Salomo, dein Sohn, soll nach mir Knig 
sein; und er soll auf meinem Stuhl sitzen fr mich.
31. Da neigte sich Bathseba mit ihrem Antlitz zur Erde und betete den 
Knig an und sprach: Glck meinem Herrn Knige David ewiglich!
32. Und der Knig David sprach: Rufet mir den Priester Zadok und den 
Propheten Nathan und Benaja, den Sohn Jojadas! Und da sie hineinkamen vor 
den Knig,
33. sprach der Knig zu ihnen: Nehmet mit euch eures Herrn Knechte und 
setzet meinen Sohn Salomo auf mein Maul und fhret ihn hinab gen Gihon.
34. Und der Priester Zadok samt dem Propheten Nathan salbe ihn daselbst 
zum Knige ber Israel. Und blaset mit den Posaunen und sprechet: Glck 
dem Knige Salomo!
35. Und ziehet ihm nach herauf und kommt, soll er sitzen auf meinem Stuhl 
und Knig sein fr mich; und ich will ihm gebieten, da er Frst sei ber 
Israel und Juda.
36. Da antwortete Benaja, der Sohn Jojadas, dem Knige und sprach: Amen, 
es sage der Herr, der Gott meines Herrn Knigs, auch also!
37. Wie der Herr mit meinem Herrn Knige gewesen ist, so sei er auch mit 
Salomo, da sein Stuhl grer werde denn der Stuhl meines Herrn Knigs 
David.
38. Da gingen hinab der Priester Zadok und der Prophet Nathan und Benaja, 
der Sohn Jojodas, und Krethi und Plethi und setzten Salomo auf das Maul 
des Knigs David und fhreten ihn gen Gihon.
39. Und der Priester Zadok nahm das lhorn aus der Htte und salbete 
Salomo. Und sie bliesen mit der Posaune, und alles Volk sprach: Glck dem 
Knige Salomo!
40. Und alles Volk zog ihm nach herauf, und das Volk pfiff mit Pfeifen und 
war sehr frhlich, da die Erde von ihrem Geschrei erscholl.
41. Und Adonia hrete es, und alle, die er geladen hatte, die bei ihm 
waren; und sie hatten schon gegessen. Und da Joab der Posaunen Schall 
hrete, sprach er: Was will das Geschrei und Getmmel der Stadt?
42. Da er aber noch redete, siehe, da kam Jonathan, der Sohn Abjathars, 
des Priesters. Und Adonia sprach: Komm herein, denn du bist ein redlicher 
Mann und bringest gute Botschaft.
43. Jonathan antwortete und sprach zu Adonia: Ja, unser Herr, der Knig 
David, hat Salomo zum Knige gemacht;
44. und hat mit ihm gesandt den Priester Zadok und den Propheten Nathan 
und Benaja, den Sohn Jojadas, und Krethi und Plethi; und sie haben ihn auf 
des Knigs Maul gesetzt.
45. Und Zadok, der Priester, samt dem Propheten Nathan hat ihn gesalbet 
zum Knige zu Gihon, und sind von dannen heraufgezogen mit Freuden, da 
die Stadt tummelt. Das ist das Geschrei, das ihr gehret habt.
46. Dazu sitzt Salomo auf dem kniglichen Stuhl.
47. Und die Knechte des Knigs sind hineingegangen, zu segnen unsern 
Herrn, den Knig David, und haben gesagt: Dein Gott mache Salomo einen 
bessern Namen, denn dein Name ist, und mache seinen Stuhl grer denn 
deinen Stuhl! Und der Knig hat angebetet auf dem Lager.
48. Auch hat der Knig also gesagt: Gelobet sei der Herr, der Gott 
Israels, der heute hat lassen einen sitzen auf meinem Stuhl, da meine 
Augen gesehen haben!
49. Da erschraken und machten sich auf alle, die bei Adonia geladen waren, 
und gingen hin, ein jeglicher seinen Weg.
50. Aber Adonia frchtete sich vor Salomo; und machte sich auf, ging hin 
und fassete die Hrner des Altars.
51. Und es ward Salomo angesagt: Siehe, Adonia frchtet den Knig Salomo; 
und siehe, er fasset die Hrner des Altars und spricht: Der Knig Salomo 
schwre mir heute, da er seinen Knecht nicht tte mit dem Schwert!
52. Salomo sprach: Wird er redlich sein, soll kein Haar von ihm auf die 
Erde fallen; wird aber Bses an ihm funden, so soll er sterben.
53. Und der Knig Salomo sandte hin und lie ihn herab vom Altar holen. 
Und da er kam, betete er den Knig Salomo an. Salomo aber sprach zu ihm: 
Gehe in dein Haus!
1.Knige 2
1. Als nun die Zeit herbeikam, da David sterben sollte, gebot er seinem 
Sohn Salomo und sprach:
2. Ich gehe hin den Weg aller Welt; so sei getrost und sei ein Mann!
3. Und warte auf die Hut des Herrn, deines Gottes, da du wandelst in 
seinen Wegen und haltest seine Sitten, Gebote, Rechte, Zeugnisse, wie 
geschrieben steht im Gesetz Moses, auf da du klug seiest in allem, was du 
tust, und wo du dich hinwendest,
4. auf da der Herr sein Wort erwecke, das er ber mich geredet hat und 
gesagt: Werden deine Kinder ihre Wege behten, da sie vor mir treulich 
und von ganzem Herzen und von ganzer Seele wandeln, so soll von dir nimmer 
gebrechen ein Mann auf dem Stuhl Israels.
5. Auch weit du wohl, was mir getan hat Joab, der Sohn Zerujas, was er 
tat den zweien Feldhauptmnnern Israels, Abner, dem Sohn Ners, und Amasa, 
dem Sohn Jethers, die er erwrget hat, und vergo Kriegsblut im Frieden 
und tat Kriegsblut an seinen Grtel, der um seine Lenden war, und an seine 
Schuhe, die an seinen Fen waren.
6. Tue nach deiner Weisheit, da du seine grauen Haare nicht mit Frieden 
hinunter zur Hlle bringest.
7. Auch den Kindern Barsillais, des Gileaditers, sollst du Barmherzigkeit 
beweisen, da sie auf deinem Tisch essen. Denn also taten sie sich zu mir, 
da ich vor Absalom, deinem Bruder, floh.
8. Und siehe, du hast bei dir Simei, den Sohn Geras, des Sohns Jeminis von 
Bahurim, der mir schndlich fluchte zur Zeit, da ich gen Mahanaim ging. Er 
aber kam herab mir entgegen am Jordan. Da schwur ich ihm bei dem Herrn und 
sprach: Ich will dich nicht tten mit dem Schwert.
9. Du aber la ihn nicht unschuldig sein; denn du bist ein weiser Mann und 
wirst wohl wissen, was du ihm tun sollst, da du seine grauen Haare mit 
Blut hinunter in die Hlle bringest.
10. Also entschlief David mit seinen Vtern und ward begraben in der Stadt 
Davids.
11. Die Zeit aber, die David Knig gewesen ist ber Israel, ist vierzig 
Jahre. Sieben Jahre war er Knig zu Hebron und dreiunddreiigJahre zu 
Jerusalem.
12. Und Salomo sa auf dem Stuhl seines Vaters David, und sein Knigreich 
ward sehr bestndig.
13. Aber Adonia, der Sohn Hagiths, kam hinein zu Bathseba, der Mutter 
Salomos. Und sie sprach: Kommst du auch mit Frieden? Er sprach: Ja.
14. Und sprach: Ich habe mit, dir zu reden. Sie, sprach: Sage her!
15. Er sprach: Du weiest, da das Knigreich mein war, und ganz Israel 
hatte sich auf mich gerichtet, da ich Knig sein sollte; aber nun ist das 
Knigreich gewandt und meines Bruders worden; von dem Herrn ist's ihm 
worden.
16. Nun bitte ich eine Bitte von dir, du wollest mein Angesicht nicht 
beschmen. Sie sprach zu ihm: Sage her!
17. Er sprach: Rede mit dem Knige Salomo (denn er wird dein Angesicht 
nicht beschmen), da er mir gebe Abi sag von Sunem zum Weibe.
18. Bathseba sprach: Wohl, ich will mit dem Knige deinethalben reden.
19. Und Bathseba kam hinein zum Knige Salomo, mit ihm zu reden Adonias 
halben. Und der Knig stund auf und ging ihr entgegen und betete sie an; 
und setzte sich auf seinen Stuhl. Und es ward des Knigs Mutter ein Stuhl 
gesetzt, da sie sich setzte zu seiner Rechten.
20. Und sie sprach: Ich bitte eine kleine Bitte von dir, du wollest mein 
Angesicht nicht beschmen. Der Knig sprach zu ihr: Bitte, meine Mutter, 
ich will dein Angesicht nicht beschmen.
21. Sie sprach: La Abisag von Sunem deinem Bruder Adonia zum Weibe geben.
22. Da antwortete der Knig Salomo und sprach zu seiner Mutter: Warum 
bittest du um Abisag von Sunem dem Adonia? Bitte ihm das Knigreich auch; 
denn er ist mein grter Bruder und hat den Priester Abjathar und Joab, 
den Sohn Zerujas.
23. Und der Knig Salomo schwur bei dem Herrn und sprach: Gott tue mir 
dies und das, Adonia soll das wider sein Leben geredet haben!
24. Und nun, so wahr der Herr lebt, der mich besttigt hat und sitzen 
lassen auf dem Stuhl meines Vaters David, und der mir ein Haus gemacht 
hat, wie er geredet hat: heute soll Adonia sterben.
25. Und der Knig Salomo sandte hin durch Benaja, den Sohn Jojadas; der 
schlug ihn, da er starb.
26. Und zu dem Priester Abjathar sprach der Knig: Gehe hin gen Anathoth 
zu deinem Acker; denn du bist des Todes. Aber ich will dich heute nicht 
tten; denn du hast die Lade des Herrn Herrn vor meinem Vater David 
getragen und hast mitgelitten, wo mein Vater gelitten hat.
27. Also verstie Salomo den Abjathar, da er nicht mute Priester des 
Herrn sein, auf da erfllet wrde des Herrn Wort, das er ber das Haus 
Elis geredet hatte zu Silo.
28. Und dies Gercht kam vor Joab; denn Joab hatte an Adonia gehangen, 
wiewohl nicht an Absalom. Da floh Joab in die Htte des Herrn und fassete 
die Hrner des Altars.
29. Und es ward dem Knige Salomo angesagt, da Joab zur Htte des Herrn 
geflohen wre; und siehe, er stehet am Altar. Da sandte Salomo hin Benaja, 
den Sohn Jojadas, und sprach: Gehe, schlage ihn!
30. Und da Benaja zur Htte des Herrn kam, sprach er zu ihm: So sagt der 
Knig, gehe heraus! Er sprach: Nein, hie will ich sterben. Und Benaja 
sagte solches dem Knige wieder und sprach: So hat Joab geredet und so hat 
er mir geantwortet.
31. Der Knig sprach zu ihm: Tue, wie er geredet hat, und schlage ihn und 
begrabe ihn, da du das Blut, das Joab umsonst vergossen hat, von mir tust 
und von meines Vaters Hause,
32. und der Herr ihm bezahle sein Blut auf seinen Kopf, da er zween 
Mnner geschlagen hat, die gerechter und besser waren denn er, und hat sie 
erwrget mit dem Schwert, da mein Vater David nichts drum wute, nmlich 
Abner, den Sohn Ners, den Feldhauptmann ber Israel, und Amasa, den Sohn 
Jethers, den Feldhauptmann ber Juda;
33. da ihr Blut bezahlet werde auf den Kopf Joabs und seines Samens 
ewiglich, aber David und sein Same, sein Haus und sein Stuhl Frieden habe 
ewiglich vor dem Herrn.
34. Und Benaja, der Sohn Jojadas, ging hinauf und schlug ihn und ttete 
ihn. Und er ward begraben in seinem Hause in der Wste.
35. Und der Knig setzte Benaja, den Sohn Jojadas, an seiner Statt ber 
das Heer; und Zadok, den Priester, setzte der Knig an die Statt Abjathars.
36. Und der Knig sandte hin und lie Simei rufen und sprach zu ihm: Baue 
dir ein Haus zu Jerusalem und wohne daselbst; und gehe von dannen nicht 
heraus, weder hie noch daher!
37. Welches Tages du wirst hinausgehen und ber den Bach Kidron gehen, so 
wisse, da du des Todes sterben mut; dein Blut sei auf deinem Kopf!
38. Simei sprach zum Knige: Das ist eine gute Meinung; wie mein Herr, der 
Knig, geredet hat, so soll dein Knecht tun. Also wohnete Simei zu 
Jerusalem lange Zeit.
39. Es begab sich aber ber drei Jahre, da zween Knechte dem Simei 
entliefen zu Achis, dem Sohn Maechas, dem Knige zu Gath. Und es ward 
Simei angesagt: Siehe, deine Knechte sind zu Gath.
40. Da machte sich Simei auf und sattelte seinen Esel und zog hin gen Gath 
zu Achis, da er seine Knechte suchte. Und da er hinkam, brachte er seine 
Knechte von Gath.
41. Und es ward Salomo angesagt, da Simei hingezogen wre von Jerusalem 
gen Gath und wiederkommen.
42. Da sandte der Knig hin und lie Simei rufen und sprach zu ihm: Habe 
ich dir nicht geschworen bei dem Herrn und dir bezeuget und gesagt, 
welches Tages du wrdest ausziehen und hie oder dahin gehen, da du wissen 
solltest, du mtest des Todes sterben? Und du sprachst zu mir: Ich habe 
eine gute Meinung gehret.
43. Warum hast du denn nicht dich gehalten nach dem Eide des Herrn und 
Gebot, das ich dir geboten habe?
44. Und der Knig sprach zu Simei: Du weit alle die Bosheit, der dir dein 
Herz bewut ist, die du meinem Vater David getan hast; der Herr hat deine 
Bosheit bezahlet auf deinen Kopf.
45. Und der Knig Salomo ist gesegnet, und der Stuhl Davids wird bestndig 
sein vor dem Herrn ewiglich.
46. Und der Knig gebot Benaja, dem Sohn Jojadas; der ging hinaus und 
schlug ihn, da er starb. Und das Knigreich ward besttiget durch Salomos 
Hand.
1.Knige 3
1. Und Salomo befreundete sich mit Pharao, dem Knig in gypten; und nahm 
Pharaos Tochter und brachte sie in die Stadt Davids, bis er ausbauete sein 
Haus und des Herrn Haus und die Mauern um Jerusalem her.
2. Aber das Volk opferte noch auf den Hhen; denn es war noch kein Haus 
gebauet dem Namen des Herrn bis auf die Zeit.
3. Salomo aber hatte den Herrn lieb und wandelte nach den Sitten seines 
Vaters David, ohne da er auf den Hhen opferte und rucherte.
4. Und der Knig ging hin gen Gibeon, daselbst zu opfern; denn das war 
eine herrliche Hhe. Und Salomo opferte tausend Brandopfer auf demselben 
Altar.
5. Und der Herr erschien Salomo zu Gibeon im Traum des Nachts; und Gott 
sprach: Bitte, was ich dir geben soll!
6. Salomo sprach: Du hast an meinem Vater David, deinem Knechte, groe 
Barmherzigkeit getan, wie er denn vor dir gewandelt hat in Wahrheit und 
Gerechtigkeit und mit richtigem Herzen vor dir; und hast ihm diese groe 
Barmherzigkeit gehalten und ihm einen Sohn gegeben, der auf seinem Stuhl 
se, wie es denn jetzt gehet.
7. Nun, Herr, mein Gott, du hast deinen Knecht zum Knige gemacht an 
meines Vaters Davids Statt. So bin ich ein kleiner Knabe, wei nicht weder 
meinen Ausgang noch Eingang.
8. Und dein Knecht ist unter dem Volk, das du erwhlet hast, gro, da es 
niemand zhlen noch beschreiben kann vor der Menge.
9. So wollest du deinem Knechte geben ein gehorsam Herz, da er dein Volk 
richten mge und verstehen, was gut und bse ist. Denn wer vermag dies 
dein mchtig Volk zu richten?
10. Das gefiel dem Herrn wohl, da Salomo um ein solches bat.
11. Und Gott sprach zu ihm: Weil du solches bittest und bittest nicht um 
langes Leben, noch um Reichtum, noch um deiner Feinde Seele, sondern um 
Verstand, Gericht zu hren,
12. siehe, so habe ich getan nach deinen Worten. Siehe, ich habe dir ein 
weises und verstndiges Herz gegeben, da deinesgleichen vor dir nicht 
gewesen ist und nach dir nicht aufkommen wird.
13. Dazu, da du nicht gebeten hast, habe ich dir auch gegeben, nmlich 
Reichtum und Ehre, da deinesgleichen keiner unter den Knigen ist zu 
deinen Zeiten.
14. Und so du wirst in meinen Wegen wandeln, da du hltst meine Sitten 
und Gebote, wie dein Vater David gewandelt hat, so will ich dir geben ein 
langes Leben.
15. Und da Salomo erwachte, siehe, da war es ein Traum. Und kam gen 
Jerusalem und trat vor die Lade des Bundes des Herrn und opferte 
Brandopfer und Dankopfer; und machte ein gro Mahl allen seinen Knechten.
16. Zu der Zeit kamen zwo Huren zum Knige und traten vor ihn.
17. Und das eine Weib sprach: Ach, mein Herr, ich und dies Weib wohneten 
in einem Hause; und ich gelag bei ihr im Hause.
18. Und ber drei Tage, da ich geboren hatte, gebar sie auch Und wir waren 
beieinander, da kein Fremder mit uns war im Hause, ohne wir beide.
19. Und dieses Weibes Sohn starb in der Nacht; denn sie hatte ihn im 
Schlaf erdrckt.
20. Und sie stund in der Nacht auf und nahm meinen Sohn von meiner Seite, 
da deine Magd schlief, und legte ihn an ihren Arm und ihren toten Sohn 
legte sie an meinen Arm.
21. Und da ich des Morgens aufstund, meinen Sohn zu sugen, siehe, da war 
er tot. Aber am Morgen sah ich ihn eben an, und siehe, es war nicht mein 
Sohn, den ich geboren hatte.
22. Das andere Weib sprach: Nicht also, mein Sohn lebt und dein Sohn ist 
tot. Jene aber sprach: Nicht also, dein Sohn ist tot und mein Sohn lebt. 
Und redeten also vor dem Knige.
23. Und der Knig sprach: Diese spricht: Mein Sohn lebet und dein Sohn ist 
tot; jene spricht: Nicht also, dein Sohn ist tot und mein Sohn lebt.
24. Und der Knig sprach: Holet mir ein Schwert her! Und da das Schwert 
vor den Knig gebracht ward,
25. sprach der Knig: Teilet das lebendige Kind in zwei Teile und gebet 
dieser die Hlfte und jener die Hlfte.
26. Da sprach das Weib, des Sohn lebete, zum Knige (denn ihr mtterlich 
Herz entbrannte ber ihren Sohn): Ach, mein Herr, gebt ihr das Kind 
lebendig und ttet es nicht! Jene aber sprach: Es sei weder mein noch 
dein, lat es teilen!
27. Da antwortete der Knig und sprach: Gebt dieser das Kind lebendig und 
ttet es nicht; die ist seine Mutter.
28. Und das Urteil erscholl vor dem ganzen Israel, das der Knig gefllet 
hatte, und frchteten sich vor dem Knige; denn sie sahen, da die 
Weisheit Gottes in ihm war; Gericht zuhalten.
1.Knige 4
1. Also war Salomo Knig ber ganz Israel.
2. Und dies waren seine Frsten: Asarja, der Sohn Zadoks, des Priesters,
3. Elihoreph und Ahija, die Shne Sisas, waren Schreiber. Josaphat, der 
Sohn Ahiluds, war Kanzler.
4. der Sohn Jojadas, war Feldhauptmann. Zadok und Abjathar waren Priester.
5. Asarja, der Sohn Nathans, war ber die Amtleute. Sabud, der Sohn 
Nathans, des Priesters, war des Knigs Freund.
6. Ahisar war Hofmeister: Adoniram, der Sohn Abdas, war Rentmeister.
7. Und Salomo hatte zwlf Amtleute ber ganz Israel, die den Knig und 
sein Haus versorgten. Einer hatte des Jahrs einen Monden lang zu versorgen.
8. Und hieen also: Der Sohn Hurs auf dem Gebirge Ephraim;
9. der Sohn Dekers zu Makaz und zu Saalbim und zu Beth-Semes und zu Elon 
und Beth-Hanan;
10. der Sohn Heseds zu Aruboth, und hatte dazu Socho und das ganze Land 
Hepher;
11. der Sohn Abinadabs: die ganze Herrschaft zu Dor; und htte Taphath, 
Salomos Tochter, zum Weibe;
12. Baena, der Sohn Ahiluds, zu Thaenach und zu Megiddo und ber ganz Beth-
Sean, welches liegt neben Zarthana unter Jesreel, von Beth-Sean bis an den 
Plan Mehola, bis jenseit Jakmeam;
13. der Sohn Gebers zu Ramoth in Gilead, und hatte die Flecken Jairs, des 
Sohns Manasses, in Gilead, und hatte die Gegend Argob, die in Basan liegt, 
sechzig groer Stdte, vermauert und mit ehernen Riegeln;
14. Ahinadab, der Sohn Iddos, zu Mahanaim;
15. Ahimaaz in Naphthali; und der nahm auch Salomos Tochter, Basmath, zum 
Weibe;
16. Baena, der Sohn Husais, in Asser und zu Aloth;
17. Josaphat, der Sohn Paruahs, in Isaschar;
18. Simei, der Sohn Elas, in Benjamin;
19. Geber, der Sohn Uns, im Lande Gilead, im Lande Sihons, des Knigs der 
Amoriter und Ogs, des Knigs in Basan; ein Amtmann war in demselben Lande.
20. Juda aber und Israel, des war viel, wie der Sand am Meer; und aen und 
tranken und waren frhlich.
21. Also war Salomo ein Herr ber alle Knigreiche, von dem Wasser an in 
der Philister Lande bis an die Grenze gyptens, die ihm Geschenke 
zubrachten und dieneten ihm sein Leben lang.
22. Und Salomo mute tglich zur Speisung haben dreiig Kor Semmelmehl und 
sechzig Kor ander Mehl,
23. zehn gemstete Rinder und zwanzig Weiderinder und hundert Schafe, 
ausgenommen Hirsche und Rehe und Gemsen und gemstet Vieh.
24. Denn er herrschete im ganzen Lande diesseit des Wassers, von Tiphsah 
bis gen Gasa, ber alle Knige diesseit des Wassers, und hatte Frieden von 
allen seinen Untertanen umher,
25. da Juda und Israel sicher wohneten, ein jeglicher unter seinem 
Weinstock und unter seinem Feigenbaum, von Dan bis gen Berseba, solange 
Salomo lebte.
26. Und Salomo hatte vierzigtausend Wagenpferde und zwlftausend Reisige.
27. Und die Amtleute versorgten den Knig Salomo und alles, was zum Tisch 
des Knigs gehrte, ein jeglicher in seinem Monden, und lieen nichts 
fehlen.
28. Auch Gerste und Stroh fr die Rosse und Lufer brachten sie an den 
Ort, da er war, ein jeglicher nach seinem Befehl.
29. Und Gott gab Salomo sehr groe Weisheit und Verstand und getrost Herz 
wie Sand, der am Ufer des Meeres liegt,
30. da die Weisheit Salomos grer war denn aller Kinder gegen Morgen und 
aller gypter Weisheit.
31. Und war weiser denn alle Menschen, auch weiser denn die Dichter, 
Ethan, der Esrahiter, Heman, Chalkol und Darda; und war berhmt unter 
allen Heiden umher.
32. Und er redete dreitausend Sprche, und seiner Lieder waren tausend und 
fnf.
33. Und er redete von Bumen, von der Zeder an zu Libanon bis an den Ysop, 
der aus der Wand wchst. Auch redete er von Vieh, von Vgeln, von Gewrm, 
von Fischen.
34. Und es kamen aus allen Vlkern, zu hren die Weisheit Salomos, von 
allen Knigen auf Erden, die von seiner Weisheit gehret hatten.
1.Knige 5
1. Und Hiram, der Knig zu Tyrus, sandte seine Knechte zu Salomo; denn er 
hatte gehret, da sie ihn zum Knige gesalbet hatten an seines Vaters 
Statt. Denn Hiram liebte David sein Lebenlang.
2. Und Salomo sandte zu Hiram und lie ihm sagen:
3. Du weit, da mein Vater David nicht konnte bauen ein Haus dem Namen 
des Herrn, seines Gottes, um des Kriegs willen, der um ihn her war, bis 
sie der Herr unter seine Fusohlen gab.
4. Nun aber hat mir der Herr, mein Gott, Ruhe gegeben umher, da kein 
Widersacher noch bses Hindernis mehr ist.
5. Siehe, so habe ich gedacht, ein Haus zu bauen dem Namen des Herrn, 
meines Gottes, wie der Herr geredet hat zu meinem Vater David und gesagt: 
Dein Sohn, den ich an deine Statt setzen werde auf deinen Stuhl, der soll 
meinem Namen ein Haus bauen.
6. So befiehl nun, da man mir Zedern aus Libanon haue, und da deine 
Knechte mit meinen Knechten seien. Und den Lohn deiner Knechte will ich 
dir geben, alles, wie du sagest. Denn du weit, da bei uns niemand ist, 
der Holz zu hauen wisse wie die Zidonier.
7. Da Hiram aber hrete die Worte Salomos, freuete er sich hoch und 
sprach: Gelobet sei der Herr heute, der David einen weisen Sohn gegeben 
hat ber dies groe Volk!
8. Und Hiram sandte zu Salomo und lie ihm sagen: Ich habe gehret, was du 
zu mir gesandt hast. Ich will tun nach all deinem Begehr mit Zedern und 
Tannenholz.
9. Meine Knechte sollen sie von Libanon hinabbringen ans Meer; und will 
sie in Flen legen lassen auf dem Meer bis an den Ort, den du mir wirst 
ansagen lassen; und will sie daselbst abbinden, und du sollst es holen 
lassen. Aber du sollst auch mein Begehr tun und Speise geben meinem 
Gesinde.
10. Also gab Hiram Salomo Zedern und Tannenholz nach all seinem Begehr.
11. Salomo aber gab Hiram zwanzigtausend Kor Weizen zu essen fr sein 
Gesinde und zwanzig Kor gestoen l. Solches gab Salomo jhrlich dem Hiram.
12. Und der Herr gab Salomo Weisheit, wie er ihm geredet hatte. Und war 
Friede zwischen Hiram und Salomo; und sie machten beide einen Bund 
miteinander.
13. Und Salomo legte einen Anzahl auf das ganze Israel, und der Anzahl war 
dreiigtausend Mann.
14. Und sandte sie auf den Libanon, je einen Monden zehntausend, da sie 
einen Monden auf dem Libanon waren und zween Monden daheim. Und Adoniram 
war ber solchen Anzahl.
15. Und Salomo hatte siebenzigtausend, die Last trugen, und 
achtzigtausend, die da zimmerten auf dem Berge,
16. ohne die obersten Amtleute Salomos, die ber das Werk gesetzt waren, 
nmlich dreitausend und dreihundert, welche ber das Volk herrscheten, das 
da am Werk arbeitete.
17. Und der Knig gebot, da sie groe und kstliche Steine ausbrchen, 
nmlich gehauene Steine zum Grund des Hauses.
18. Und die Bauleute Salomos und die Bauleute Hirams und die Giblim hieben 
aus, und bereiteten zu Holz und Steine, zu bauen das Haus.
1.Knige 6
1. Im vierhundertundachtzigsten Jahr nach dem Ausgang der Kinder Israel 
aus gyptenland, im vierten Jahr des Knigreichs Salomo ber Israel, im 
Monden Sif, das ist der andere Mond, ward das Haus dem Herrn gebauet.
2. Das Haus aber, das der Knig Salomo dem Herrn bauete, war sechzig Ellen 
lang und zwanzig Ellen breit und dreiig Ellen hoch.
3. Und bauete eine Halle vor dem Tempel, zwanzig Ellen lang, nach der 
Breite des Hauses, und zehn Ellen breit vor dem Hause her.
4. Und er machte an das Haus Fenster, inwendig weit, auswendig enge.
5. Und er bauete einen Umgang an der Wand des Hauses rings umher, da er 
beide um den Tempel und Chor herging; und machte seine uere Wand umher.
6. Der unterste Gang war fnf Ellen weit und der mittelste sechs Ellen 
weit und der dritte sieben Ellen weit; denn er legte Tramen auen am Hause 
umher, da sie nicht an der Wand des Hauses sich hielten.
7. Und da das Haus gesetzt ward, waren die Steine zuvor ganz zugerichtet, 
da man keinen Hammer noch Beil, noch irgend ein Eisenzeug im Bauen hrete.
8. Eine Tr aber war zur rechten Seite mitten am Hause, da man durch 
Wendelsteine hinaufging auf den Mittelgang und vom Mittelgang auf den 
dritten.
9. Also bauete er das Haus und vollendete es; und spndete das Haus mit 
Zedern, beide oben und an Wnden.
10. Er bauete auch einen Gang oben auf dem ganzen Hause herum, fnf Ellen 
hoch, und deckte das Haus mit Zedernholz.
11. Und es geschah des Herrn Wort zu Salomo und sprach;
12. Das sei das Haus, das du bauest. Wirst du in meinen Geboten wandeln 
und nach meinen Rechten tun und alle meine Gebote halten, drinnen zu 
wandeln, will ich mein Wort mit dir besttigen, wie ich deinem Vater David 
geredet habe.
13. Und will wohnen unter den Kindern Israel und will mein Volk Israel 
nicht verlassen.
14. Also bauete Salomo das Haus und vollendete es.
15. Und bauete die Wnde des Hauses inwendig an den Seiten von Zedern, von 
des Hauses Boden an bis an die Decke; und spndete es mit Holz inwendig 
und tfelte den Boden des Hauses mit tannenen Brettern.
16. Und er bauete hinten im Hause zwanzig Ellen lang eine zederne Wand 
vorn Boden an bis an die Decke; und bauete daselbst inwendig den Chor und 
das Allerheiligste.
17. Aber das Haus des Tempels (vor dem Chor) war vierzig Ellen lang,
18. Inwendig war das ganze Haus eitel Zedern, mit gedrehten Knoten und 
Blumenwerk, das man keinen Stein sah.
19. Aber den Chor bereitete er inwendig im Hause, da man die Lade des 
Bundes des Herrn daselbst hin tte.
20. Und vor dem Chor, der zwanzig Ellen lang, zwanzig Ellen weit und 
zwanzig Ellen hoch war und berzogen mit lauterm Golde, spndete er den 
Altar mit Zedern.
21. Und Salomo berzog das Haus inwendig mit lauterm Golde und zog gldene 
Riegel vor dem Chor her, den er mit Golde berzogen hatte,
22. also da das ganze Haus gar mit Golde berzogen war; dazu auch den 
ganzen Altar vor dem Chor berzog er mit Golde.
23. Er machte auch im Chor zween Cherubim, zehn Ellen hoch, von lbaumholz.
24. Fnf Ellen hatte ein Flgel eines jeglichen Cherubs, da zehn Ellen 
waren von dem Ende seines einen Flgels zum Ende seines andern Flgels.
25. Also hatte der andere Cherub auch zehn Ellen, und war einerlei Ma und 
einerlei Raum beider Cherubim,
26. da also ein jeglicher Cherub zehn Ellen hoch war.
27. Und er tat die Cherubim inwendig ins Haus. Und die Cherubim breiteten 
ihre Flgel aus, da eines Flgel rhrete an diese Wand und des andern 
Cherub Flgel rhrete an die andere Wand; aber mitten im Hause rhrete ein 
Flgel den andern.
28. Und er berzog die Cherubim mit Golde.
29. Und an allen Wnden des Hauses um und um lie er Schnitzwerk machen 
von ausgehhlten Cherubim, Palmen und Blumenwerk, inwendig und auswendig.
30. Auch berzog er den Boden des Hauses mit gldenen Blechen, inwendig 
und auswendig.
31. Und im Eingange des Chors machte er zwo Tren von lbaumholz mit 
fnfeckigen Pfosten.
32. Und lie Schnitzwerk darauf machen von Cherubim, Palmen und 
Blumenwerk; und berzog sie mit gldenen Blechen.
33. Also machte er auch im Eingang des Tempels viereckige Pfosten von 
lbaumholz
34. und zwo Tren von Tannenholz, da eine jegliche Tr zwei Blatt hatte 
aneinander hangen in ihren Angeln.
35. Und machte Schnitzwerk drauf von Cherubim, Palmen und Blumenwerk; und 
berzog sie mit Golde, recht wie es befohlen war.
36. Und er bauete auch einen Hof drinnen von dreien Biegen gehauener 
Steine und von einer Riege gehfelter Zedern.
37. Im vierten Jahr, im Monden Sif, ward der Grund gelegt am Hause des 
Herrn.
38. Und im elften Jahr, im Monden Bul (das ist der achte Mond), ward das 
Haus bereitet, wie es sein sollte, da sie sieben Jahre dran baueten.
1.Knige 7
1. Aber an seinem Hause bauete Salomo dreizehn Jahre, da er's ganz 
ausbauete.
2. Nmlich er bauete ein Haus vom Wald Libanon, hundert Ellen lang, 
fnfzig Ellen weit und dreiig Ellen hoch. Auf dasselbige Gevierte legte 
er den Boden von zedernen Brettern, auf zedernen Sulen, nach den Riegen 
hin,
3. und oben drauf ein Gezimmer von Zedern auf dieselben Sulen, welcher 
waren fnfundvierzig, je fnfzehn in einer Riege.
4. Und waren Fenster gegen die drei Riegen gegeneinander ber, drei gegen 
drei.
5. Und waren in ihren Pfosten viereckig.
6. Er bauete auch eine Halle von Sulen, fnfzig Ellen lang und dreiig 
Ellen breit; und noch eine Halle vor diese, mit Sulen und dicken Balken.
7. Und bauete auch eine Halle zum Richtstuhl, darin man Gericht hielt; und 
tfelte beide Boden mit Zedern.
8. Dazu sein Haus, darinnen er wohnete, im Hinterhof, hinten an der Halle, 
gemacht wie die andern; und machte auch ein Haus, wie die Halle, der 
Tochter Pharaos, die Salomo zum Weibe genommen hatte.
9. Solches alles waren kstliche Steine, nach dem Winkeleisen gehauen, mit 
Sgen geschnitten von allen Seiten, vom Grund bis an das Dach, dazu auch 
auen der groe Hof.
10. Die Grundfeste aber waren auch kstliche und groe Steine, zehn und 
acht Ellen gro,
11. und darauf kstliche gehauene Steine nach dem Winkeleisen und Zedern.
12. Aber der groe Hof umher hatte drei Riegen gehauene Steine und eine 
Riege von zedernen Brettern; also auch der Hof am Hause des Herrn inwendig 
und die Halle am Hause.
13. Und der Knig Salomo sandte hin und lie holen Hiram von Tyrus,
14. einer Witwe Sohn aus dem Stamm Naphthali, und sein Vater war ein Mann 
von Tyrus gewesen; der war ein Meister im Erz, voll Weisheit, Verstand und 
Kunst, zu arbeiten allerlei Erzwerk. Da der zum Knige Salomo kam, machte 
er alle seine Werke.
15. Und machte zwo eherne Sulen, eine jegliche achtzehn Ellen hoch; und 
ein Faden von zwlf Ellen war das Ma um jegliche Sule her.
16. Und machte zween Knufe von Erz gegossen, oben auf die Sulen zu 
setzen, und ein jeglicher Knauf war fnf Ellen hoch.
17. Und es waren an jeglichem Knauf oben auf der Sule sieben geflochtene 
Reife, wie Ketten.
18. Und machte an jeglichem Knauf zwo Riegen Granatpfel umher an einem 
Reife, damit der Knauf bedeckt ward.
19. Und die Knufe waren wie die Rosen vor der Halle, vier Ellen gro.
20. Und der Granatpfel in den Riegen umher waren zweihundert, oben und 
unten an dem Reife, der um den Bauch des Knaufs herging, an jeglichem 
Knauf auf beiden Sulen.
21. Und er richtete die Sulen auf vor der Halle des Tempels. Und die er 
zur rechten Hand setzte, hie er Jachin; und die er zur linken Hand 
setzte, hie er Boas.
22. Und es stund also oben auf den Sulen wie Rosen. Also ward vollendet 
das Werk der Sulen.
23. Und er machte ein Meer, gegossen, zehn Ellen weit, von einem Rand zum 
andern, rund umher, und fnf Ellen hoch, und eine Schnur dreiig Ellen 
lang war das Ma ringsum.
24. Und um dasselbe Meer, das zehn Ellen weit war, gingen Knoten an seinem 
Rande rings ums Meer her; der Knoten aber waren zwo Riegen gegossen.
25. Und es stund auf zwlf Rindern, welcher drei gegen Mitternacht gewandt 
waren, drei gegen Abend, drei gegen Mittag und drei gegen Morgen, und das 
Meer oben drauf, da alle ihr Hinterteil inwendig war.
26. Seine Dicke aber war eine Hand breit, und sein Rand war wie eines 
Bechers Rand, wie eine aufgegangene Rose; und ging drein zweitausend Bath.
27. Er machte auch zehn eherne Gesthle, ein jegliches vier Ellen lang und 
breit und drei Ellen hoch.
28. Es war aber das Gesthle also gemacht, da es Seiten hatte zwischen 
den Leisten.
29. Und an den Seiten zwischen den Leisten waren Lwen, Ochsen und 
Cherubim. Und die Seiten, daran die Lwen und Ochsen waren, hatten Leisten 
oben und unten und Flein dran.
30. Und ein jeglich Gesthle hatte vier eherne Rder mit ehernem Gestell. 
Und auf den vier Ecken waren Achseln gegossen, eine jegliche gegen der 
andern ber, unten an den Kessel gelehnt
31. Aber der Hals mitten auf dem Gesthle war eine Eile hoch und rund 
anderthalb Ellen weit; und waren Buckeln an dem Hals in Feldern, die 
viereckig waren und nicht rund.
32. Die vier Rder aber stunden unten an den Seiten, und die Achsen der 
Rder waren am Gesthle. Ein jeglich Rad war anderthalb Ellen hoch.
33. Und waren Rder wie Wagenrder, und ihre Achsen, Naben, Speichen und 
Felgen war alles gegossen.
34. Und die, vier Achseln auf den vier Ecken eines jeglichen Gesthls 
waren auch am Gesthle.
35. Und am Hals oben auf dem Gesthle, einer halben Elle hoch, rund umher, 
waren Leisten und Seiten am Gesthle.
36. Und er lie auf die Flche derselben Seiten und Leisten graben 
Cherubim, Lwen und Palmenbume; ein jegliches am andern, rings umher dran.
37. Auf die Weise machte er zehn Gesthle, gegossen; einerlei Ma und Raum 
war an allen.
38. Und er machte zehn eherne Kessel, da vierzig Bath in einen Kessel 
gingen; und war vier Ellen gro, und auf jeglichem Gesthle war ein Kessel.
39. Und setzte fnf Gesthle an die rechte Ecke des Hauses und die andern 
fnf an die linke Ecke; aber das Meer setzte er zur Rechten Vorn an gegen 
Mittag.
40. Und Hiram machte auch Tpfe, Schaufeln, Becken; und vollendete also 
alle Werke, die der Knig Salomo am Hause des Herrn machen lie,
41. nmlich: die zwo Sulen und die keulichen Knufe oben auf den zwo 
Sulen und die zween geflochtenen Reife, zu bedecken die zween keulichen 
Knufe auf den Sulen;
42. und die vierhundert Granatpfel an den zween geflochtenen Reifen, je 
zwo Riegen Granatpfel an einem Reife, zu bedecken die zween keulichen 
Knufe auf den Sulen;
43. dazu die zehn Gesthle und zehn Kessel oben drauf;
44. und das Meer und zwlf Rinder unter dem Meer;
45. und die Tpfe, Schaufeln und Becken. Und alle diese Gefe, die Hiram 
dem Knige Salomo machte zum Hause des Herrn, waren von lauterm Erz.
46. In der Gegend am Jordan lie sie der Knig gieen, in dicker Erde, 
zwischen Suchoth und Zarthan.
47. Und Salomo lie alle Gefe ungewogen vor der sehr groen Menge des 
Erzes.
48. Auch machte Salomo allen Gezeug, der zum Hause des Herrn gehret, 
nmlich: einen gldenen Altar, einen gldenen Tisch, darauf die Schaubrote 
liegen;
49. fnf Leuchter zur rechten Hand und fnf Leuchter zur linken vor dem 
Chor von lauterm Golde mit gldenen Blumen, Lampen und Schneuzen;
50. dazu Schalen, Schsseln, Becken, Lffel und Pfannen von lauterm Golde. 
Auch waren die Angeln an der Tr am Hause inwendig im Allerheiligsten und 
an der Tr des Hauses des Tempels glden.
51. Also ward vollendet alles Werk, das der Knig Salomo machte am Hause 
des Herrn. Und Salomo brachte hinein was sein Vater David geheiliget 
hatte, von Silber und Gold und Gefen, und legte es in den Schatz des 
Hauses des Herrn.
1.Knige 8
1. Da versammelte der Knig Salomo zu sich die ltesten in Israel, alle 
Obersten der Stmme und Frsten der Vter unter den Kindern Israel, gen 
Jerusalem, die Lade des Bundes des Herrn heraufzubringen aus der Stadt 
Davids, das ist Zion.
2. Und es versammelten sich zum Knige Salomo alle Mnner in Israel im 
Monden Ethanim, am Fest, das ist der siebente Mond.
3. Und da alle ltesten Israels kamen, huben die Priester die Lade des 
Herrn auf,
4. Und brachten sie hinauf, dazu die Htte des Stifts und alles Gert des 
Heiligtums, das in der Htte war. Das taten die Priester und Leviten.
5. Und der Knig Salomo und die ganze Gemeine Israels, die zu ihm sich 
versammelt hatte, gingen mit ihm vor der Lade her und opferten Schafe und 
Rinder, so viel, da man's nicht zhlen noch rechnen konnte.
6. Also brachten die Priester die Lade des Bundes des Herrn an ihren Ort, 
in den Chor des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flgel der 
Cherubim.
7. Denn die Cherubim breiteten die Flgel aus an dem Ort, da die Lade 
stund, und bedeckten die Lade und ihre Stangen von oben her.
8. Und die Stangen waren so lang, da ihre Knufe gesehen wurden in dem 
Heiligtum vor dem Chor, aber auen wurden sie nicht gesehen; und waren 
daselbst bis auf diesen Tag.
9. Und war nichts in der Lade denn nur die zwo steinernen Tafeln Moses, 
die er daselbst lie in Horeb, da der Herr mit den Kindern Israel einen 
Bund machte, da sie aus gyptenland gezogen waren.
10. Da aber die Priester aus dem Heiligtum gingen, erfllete eine Wolke 
das Haus des Herrn,
11. da die Priester nicht konnten stehen und Amts pflegen vor der Wolke. 
Denn die Herrlichkeit des Herrn erfllete das Haus des Herrn.
12. Da sprach Salomo: Der Herr hat geredet, er wolle im Dunkel wohnen.
13. Ich habe zwar ein Haus gebauet, dir zur Wohnung, einen Sitz, da du 
ewiglich da wohnest.
14. Und der Knig wandte sein Angesicht und segnete die ganze Gemeine 
Israels; und die ganze Gemeine Israels stund.
15. Und er sprach: Gelobet sei der Herr, der Gott Israels, der durch 
seinen Mund meinem Vater David geredet und durch seine Hand erfllet hat 
und gesagt:
16. Von dem Tage an, da ich mein Volk Israel aus gypten fhrete, habe ich 
nie keine Stadt erwhlet unter irgend einem Stamm Israels, da mir ein 
Haus gebauet wrde, da mein Name da wre; David aber habe ich erwhlet, 
da er ber mein Volk Israel sein sollte.
17. Und mein Vater David hatte es zwar im Sinn, da er ein Haus bauete dem 
Namen des Herrn, des Gottes Israels;
18. aber der Herr sprach zu meinem Vater David: Da du im Sinn hast, 
meinem Namen ein Haus zu bauen, hast du wohl getan, da du solches 
vornahmest;
19. doch du sollst nicht das Haus bauen, sondern dem Sohn, der aus deinen 
Lenden kommen wird, der soll meinem Namen ein Haus bauen.
20. Und der Herr hat sein Wort besttiget, das er geredet hat. Denn ich 
bin aufkommen an meines Vaters Davids. Statt und sitze auf dem Stuhl 
Israels, wie der Herr geredet hat; und habe gebauet ein Haus dem Namen des 
Herrn, des Gottes Israels.
21. Und habe daselbst eine Sttte zugerichtet der Lade, darin der Bund des 
Herrn ist, den er gemacht hat mit unsern Vtern, da er sie aus gyptenland 
fhrete.
22. Und Salomo trat vor den Altar des Herrn gegen der ganzen Gemeine 
Israels und breitete seine Hnde aus gen Himmel.
23. Und sprach: Herr, Gott Israels, es ist kein Gott, weder droben im 
Himmel noch unten auf Erden, dir gleich, der du hltst, den Bund und 
Barmherzigkeit deinen Knechten, die vor dir wandeln von ganzem Herzen:
24. der du hast gehalten deinem Knechte, meinem Vater David, was du ihm 
geredet hast. Mit deinem Munde hast du es geredet und mit deiner Hand hast 
du es erfllet, wie es stehet an diesem Tage.
25. Nun, Herr, Gott Israels, halte deinem Knechte, meinem Vater David, was 
du ihm geredet hast und gesagt: Es soll dir nicht gebrechen an einem Manne 
vor mir der da sitze auf dem Stuhl Israels, so doch, da deine Kinder 
ihren Weg bewahren, da sie vor mir wandeln, wie du vor mir gewandelt hast.
26. Nun, Gott Israels, la deine Worte wahr werden, die du deinem Knechte, 
meinem Vater David, geredet hast.
27. Denn meinest du auch, da Gott auf Erden wohne? Siehe, der Himmel und 
aller Himmel Himmel mgen dich nicht versorgen. Wie sollte es denn dies 
Haus tun, das ich gebauet habe?
28. Wende dich aber zum Gebet deines Knechts und zu seinem Flehen, Herr, 
mein Gott, auf da du hrest das Lob und Gebet, das dein Knecht heute vor 
dir tut,
29. da deine Augen offen stehen ber dies Haus Nacht und Tag, ber die 
Sttte, davon du gesagt hast: Mein Name soll da sein. Du wollest hren das 
Gebet, das dein Knecht an dieser Sttte tut,
30. und wollest erhren das Flehen deines Knechts und deines Volks Israel, 
das sie hie tun werden an dieser Sttte deiner Wohnung, im Himmel, und 
wenn du es hrest, gndig sein.
31. Wenn jemand wider seinen Nchsten sndiget und nimmt des einen Eid auf 
sich, damit er sich verpflichtet, und der Eid kommt vor deinen Altar in 
diesem Hause,
32. so wollest du hren im Himmel und Recht schaffen deinen Knechten, den 
Gottlosen zu verdammen und seinen Weg auf seinen Kopf bringen und den 
Gerechten recht zu sprechen, ihm zu geben nach seiner Gerechtigkeit.
33. Wenn dein Volk Israel vor seinen Feinden geschlagen wird, weil sie an 
dir gesndiget haben, und bekehren sich zu dir, und bekennen deinen Namen 
und beten und flehen zu dir, in diesem Hause,
34. so wollest du hren im Himmel und der Snde deines Volks Israel gndig 
sein und sie wiederbringen ins Land, das du ihren Vtern gegeben hast.
35. Wenn der Himmel verschlossen wird, da nicht regnet, weil sie an dir 
gesndiget haben, und werden beten an diesem Ort und deinen Namen bekennen 
und sich von ihren Snden bekehren, weil du sie drngest,
36. so wollest du hren im Himmel und gndig sein der Snde deiner Knechte 
und deines Volks Israel, da du ihnen den guten Weg weisest, darinnen sie 
wandeln, und lassest regnen auf das Land, das du deinem Volk zum Erbe 
gegeben hast.
37. Wenn eine Teurung, oder Pestilenz, oder Drre, oder Brand, oder 
Heuschrecken, oder Raupen im Lande sein werden, oder sein Feind im Lande 
seine Tore belagert, oder irgend eine Plage oder Krankheit:
38. wer dann bittet und flehet, es seien sonst Menschen oder dein Volk 
Israel, die da gewahr werden ihrer Plage, ein jeglicher in seinem Herzen, 
und breitet seine Hnde aus zu diesem Hause,
39. so wollest du hren im Himmel, in dem Sitz, da du wohnest, und gndig 
sein und schaffen, da du gebest einem jeglichen, wie er gewandelt hat, 
wie du sein Herz erkennest; denn du allein kennest das Herz aller Kinder 
der Menschen;
40. auf da sie dich frchten allezeit, solange sie auf dem Lande leben, 
das du unsern Vtern gegeben hast.
41. Wenn auch ein Fremder, der nicht deines Volks Israel ist, kommt aus 
fernem Lande um deines Namens willen
42. (denn sie werden hren von deinem groen Namen und von deiner 
mchtigen Hand und von deinem ausgereckten Arm), und kommt, da er bete 
vor diesem Hause,
43. so wollest du hren im Himmel, im Sitz deiner Wohnung, und tun alles, 
darum der Fremde dich anruft, auf da alle Vlker auf Erden deinen Namen 
erkennen, da sie auch dich frchten, wie dein Volk Israel, und da sie 
inne werden, wie dies Haus nach deinem Namen genannt sei, das ich gebauet 
habe.
44. Wenn dein Volk auszeucht in Streit wider seine Feinde des Weges, den 
du sie senden wirst, und werden beten zum Herrn gegen den Weg zur Stadt, 
die du erwhlet hast, und zum Hause, das ich deinem Namen gebauet habe,
45. so wollest du ihr Gebet und Flehen hren im Himmel und Recht schaffen.
46. Wenn sie an dir sndigen werden (denn es ist kein Mensch, der nicht 
sndiget), und du erzrnest und gibst sie vor ihren Feinden, da sie sie 
gefangen fhren in der Feinde Land, fern oder nahe,
47. und sie in ihr Herz schlagen im Lande, da sie gefangen sind, und 
bekehren sich und flehen dir im Lande ihres Gefngnisses und sprechen: Wir 
haben gesndiget und missetan und sind gottlos gewesen;
48. und bekehren sich also zu dir von ganzem Herzen und von ganzer Seele 
in ihrer Feinde Lande, die sie weggefhret haben, und beten zu dir gegen 
den Weg zu ihrem Lande, das du ihren Vtern gegeben hast, zur Stadt, die 
du erwhlet hast, und zum Hause, das ich deinem Namen gebauet habe:
49. so wollest du ihr Gebet und Flehen hren im Himmel, vom Sitz deiner 
Wohnung, und Recht schaffen,
50. und deinem Volk gndig sein, das an dir gesndiget hat, und allen 
ihren bertretungen, damit sie wider dich bertreten haben, und 
Barmherzigkeit geben vor denen, die sie gefangen halten, und dich ihrer 
erbarmen.
51. Denn sie sind dein Volk und dein Erbe, die du aus gypten, aus dem 
eisernen Ofen, gefhret hast;
52. da deine Augen offen seien auf das Flehen deines Knechts und deines 
Volks Israel, da du sie hrest in allem, darum sie dich anrufen.
53. Denn du hast sie dir abgesondert zum Erbe aus allen Vlkern auf Erden, 
wie du geredet hast durch Mose, deinen Knecht, da du unsere Vter aus 
gypten fhretest, Herr, Herr!
54. Und da Salomo all dies Gebet und Flehen hatte vor dem Herrn 
ausgebetet, stund er auf von dem Altar des Herrn und lie ab von Knieen 
und Hndeausbreiten gen Himmel.
55. Und trat dahin und segnete die ganze Gemeine Israels mit lauter Stimme 
und sprach:
56. Gelobet sei der Herr, der seinem Volk Israel Ruhe gegeben hat, wie er 
geredet hat! Es ist nicht eins verfallen aus allen seinen guten Worten, 
die er geredet hat durch seinen Knecht Mose.
57. Der Herr, unser Gott, sei mit uns, wie er gewesen ist mit unsern 
Vtern! Er verlasse uns nicht und ziehe die Hand nicht ab von uns,
58. zu neigen unser Herz zu ihm, da wir wandeln in allen seinen Wegen und 
halten seine Gebote, Sitten und Rechte, die er unsern Vtern geboten hat.
59. Und diese Worte, die ich vor dem Herrn geflehet habe, mssen nahe 
kommen dem Herrn, unserm Gott, Tag und Nacht, da er Recht schaffe seinem 
Knecht und seinem Volk Israel, ein jegliches zu seiner Zeit,
60. auf da alle Vlker auf Erden erkennen, da der Herr Gott ist, und 
keiner mehr.
61. Und euer Herz sei rechtschaffen mit dem Herrn, unserm Gott, zu wandeln 
in seinen Sitten und zu halten seine Gebote, wie es heute gehet.
62. Und der Knig samt dem ganzen Israel opferten vor dem Herrn Opfer.
63. Und Salomo opferte Dankopfer, die er dem Herrn opferte, 
zweiundzwanzigtausend Ochsen und hundertundzwanzigtausend Schafe. Also 
weiheten sie das Haus des Herrn ein, der Knig und alle Kinder Israel.
64. Desselbigen Tages weihete der Knig den Mittelhof, der vor dem Hause 
des Herrn war, damit, da er Brandopfer, Speisopfer und das Fett der 
Dankopfer daselbst ausrichtete. Denn der eherne Altar, der vor dem Herrn 
stund, war zu klein zu dem Brandopfer; Speisopfer und zum Fetten der 
Dankopfer.
65. Und Salomo machte zu dem Zeit ein Fest, und alles Israel mit ihm, eine 
groe Versammlung, von der Grenze Hemaths an bis an den Bach gyptens, vor 
dem Herrn, unserm Gott, sieben Tage und aber sieben Tage; das waren 
vierzehn Tage.
66. Und lie das Volk des achten Tages gehen. Und sie segneten den Knig 
und gingen hin zu ihren Htten frhlich und guten Muts ber all dem Guten, 
das der Herr an David, seinem Knecht, und an seinem Volk Israel getan 
hatte.
1.Knige 9
1. Und da Salomo hatte ausgebauet des Herrn Haus und des Knigs Haus und 
alles, was er begehrete und Lust hatte zu machen
2. erschien ihm der Herr zum andernmal, wie er ihm erschienen war zu 
Gibeon.
3. Und der Herr sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet und Flehen gehret, das 
du vor mir geflehet hast, und habe dies Haus geheiliget; das du gebauet 
hast, da ich meinen Namen daselbst hinsetze ewiglich, und meine Augen und 
mein Herz sollen dasein allewege.
4. Und du, so du vor mir wandelst, wie dein Vater David gewandelt hat, mit 
rechtschaffenem Herzen und aufrichtig, da du tust alles, was ich dir 
geboten habe, und meine Gebote und meine Rechte hltst,
5. so will ich besttigen den Stuhl deines Knigreichs ber Israel 
ewiglich, wie ich deinem Vater David geredet habe und gesagt: Es soll dir 
nicht gebrechen an einem Manne vom Stuhl Israels.
6. Werdet ihr euch aber von mir hinten abwenden, ihr und eure Kinder, und 
nicht halten meine Gebote und Rechte, die ich euch vorgelegt habe, und 
hingehet und andern Gttern dienet, und sie anbetet,
7. so werde ich Israel ausrotten von dem Lande, das ich ihnen gegeben 
habe; und das Haus, das ich geheiliget habe meinem Namen, will ich 
verlassen von meinem Angesicht; und Israel wird ein Sprichwort und Fabel 
sein unter allen Vlkern;
8. und das Haus wird eingerissen werden, da alle, die vorbergehen, 
werden sich entsetzen und blasen und sagen: Warum hat der Herr diesem 
Lande und diesem Hause also getan?
9. So wird man antworten: Darum, da sie den Herrn, ihren Gott, verlassen 
haben, der ihre Vter aus gyptenland fhrete, und haben angenommen andere 
Gtter und sie angebetet und ihnen gedienet; darum hat der Herr all dies 
bel ber sie gebracht.
10. Da nun die zwanzig Jahre um waren, in welchen Salomo die zwei Huser 
bauete, des Herrn Haus und des Knigs Haus,
11. dazu Hiram, der Knig zu Tyrus, Salomo Zedernbume und Tannenbume und 
Gold nach all seinem Begehr brachte, da gab der Knig Salomo Hiram zwanzig 
Stdte im Lande Galila.
12. Und Hiram zog aus von Tyrus, die Stdte zu besehen, die ihm Salomo 
gegeben hatte, und sie gefielen ihm nicht.
13. Und sprach: Was sind das fr Stdte, mein Bruder, die du mir gegeben 
hast? Und hie sie das Land Kabul bis auf diesen Tag.
14. Und Hiram hatte dem Knige gesandt hundertundzwanzig Zentner Goldes.
15. Und dasselbe ist die Summa der Zinse, die der Knig Salomo aufhub, zu 
bauen des Herrn Haus und sein Haus und Millo und die Mauern Jerusalems und 
Hazor und Megiddo und Gaser.
16. Denn Pharao, der Knig in gypten, war heraufkommen und hatte Gaser 
gewonnen und mit Feuer verbrannt und die Kanaaniter erwrget, die in dem 
Stadt wohneten, und hatte sie seiner Tochter, Salomos Weibe, zum Geschenk 
gegeben.
17. Also bauete Salomo Gaser und das niedere Beth-Horon
18. und Baelath und Thamar in der Wste im Lande
19. und alle Stdte der Kornhuser, die Salomo hatte, und alle Stdte der 
Wagen und die Stdte der Reiter, und wozu er Lust hatte zu bauen, zu 
Jerusalem, im Libanon und im ganzen Lande seiner Herrschaft.
20. Und alles brige Volk von den Amoritern, Hethitern, Pheresitern, 
Hevitern und Jebusitern, die nicht von den Kindern Israel waren,
21. derselben Kinder, die sie hinter sich berbleiben lieen im Lande, die 
die Kinder Israel nicht konnten verbannen, die machte Salomo zinsbar bis 
auf diesen Tag.
22. Aber von den Kindern Israel machte er nicht Knechte, sondern lie sie 
Kriegsleute und seine Knechte und Frsten und Ritter und ber seine Wagen 
und Reiter sein.
23. Und der Amtleute, die ber Salomos Geschfte waren, der waren 
fnfhundertundfnfzig, die ber das Volk herrscheten und die Geschfte 
ausrichteten.
24. Und die Tochter Pharaos zog herauf von der Stadt Davids in ihr Haus, 
das er fr sie gebauet hatte. Da bauete er auch Millo.
25. Und Salomo opferte des Jahrs dreimal Brandopfer und Dankopfer auf dem 
Altar, den er dem Herrn gebauet hatte, und rucherte ber ihm vor dem 
Herrn. Und ward also das Haus fertig.
26. Und Salomo machte auch Schiffe zu Ezeon-Geber, die bei Eloth liegt, am 
Ufer des Schilfmeers, im Lande der Edomiter.
27. Und Hiram sandte seine Knechte im Schiff, die gute Schiffsleute und 
auf dem Meer erfahren waren, mit den Knechten Salomos.
28. Und kamen gen Ophir und holeten daselbst vierhundertundzwanzig Zentner 
Goldes und brachten es dem Knige Salomo.
1.Knige 10
1. Und da das Gercht Salomos von dem Namen des Herrn kam vor die Knigin 
von Reicharabien, kam sie, ihn zu versuchen mit Rtseln.
2. Und sie kam gen Jerusalem mit einem sehr groen Zeug, mit Kamelen, die 
Spezerei trugen und viel Goldes und Edelgesteine. Und da sie zum Knige 
Salomo hineinkam, redete sie mit ihm alles, was sie vorgenommen hatte.
3. Und Salomo sagte ihr alles, und war dem Knige nichts verborgen, das er 
ihr nicht sagte.
4. Da aber die Knigin von Reicharabien sah alle Weisheit Salomos und das 
Haus, das er gebauet hatte,
5. und die Speise fr seinen Tisch und seiner Knechte Wohnung und seiner 
Diener Amt und ihre Kleider und seine Schenken und seine Brandopfer, die 
er in dem Hause des Herrn opferte, konnte sie sich nicht mehr enthalten
6. und sprach zum Knige: Es ist wahr, was ich in meinem Lande gehret 
habe von deinem Wesen und von deiner Weisheit.
7. Und ich habe es nicht wollen glauben, bis ich kommen bin und habe es 
mit meinen Augen gesehen. Und siehe, es ist mir nicht die Hlfte gesagt. 
Du hast mehr Weisheit und Gutes denn das Gercht, das ich gehret habe.
8. Selig sind deine Leute und deine Knechte, die allezeit vor dir stehen 
und deine Weisheit hren.
9. Gelobet sei der Herr, dein Gott, der zu dir Lust hat, da er dich auf 
den Stuhl Israels gesetzet hat, darum da der Herr Israel liebhat ewiglich 
und dich zum Knige gesetzet hat, da du Gericht und Recht haltest.
10. Und sie gab dem Knige hundertundzwanzig Zentner Goldes und sehr viel 
Spezerei und Edelgesteine. Es kam nicht mehr so viel Spezerei, als die 
Knigin von Reicharabien dem Knige Salomo gab.
11. Dazu die Schiffe Hirams, die Gold aus Ophir fhreten, brachten sehr 
viel Ebenholz und Edelgesteine.
12. Und der Knig lie machen von Ebenholz Pfeiler im Hause des Herrn und 
im Hause des Knigs und Harfen und Psalter fr die Snger. Es kam nicht 
mehr solch Ebenholz, ward auch nicht gesehen bis auf diesen Tag.
13. Und der Knig Salomo gab der Knigin von Reicharabien alles, was sie 
begehrete und bat, ohne was er ihr gab von ihm selbst. Und sie wandte sich 
und zog in ihr Land samt ihren Knechten.
14. Des Goldes aber, das Salomo in einem Jahr kam, war am Gewicht 
sechshundertundsechsundsechzig Zentner,
15. ohne was von Krmern und Kaufleuten und Apothekern und von allen 
Knigen Arabiens und von den Gewaltigen in Lndern kam.
16. Und der Knig Salomo lie machen zweihundert Schilde vom besten Golde; 
sechshundert Stck Goldes tat er zu einem Schilde;
17. und dreihundert Tartschen vom besten Golde, je drei Pfund Goldes zu 
einer Tartsche. Und der Knig tat sie in das Haus vom Walde Libanon.
18. Und der Knig machte einen groen Stuhl von Elfenbein und berzog ihn 
mit dem edelsten Golde.
19. Und der Stuhl hatte sechs Stufen, und das Haupt am Stuhl war hinten 
rund. Und waren Lehnen auf beiden Seiten um das Ges, und zween Lwen 
stunden an den Lehnen.
20. Und zwlf Lwen stunden auf den sechs Stufen auf beiden Seiten. 
Solches ist nie gemacht in keinen Knigreichen.
21. Alle Trinkgefe des Knigs Salomo waren glden, und alle Gefe im 
Hause vom Walde Libanon waren auch lautem Gold; denn des Silbers achtete 
man zu den Zeiten Salomos nichts.
22. Denn das Meerschiff des Knigs, das auf dem Meer mit dem Schiff Hirams 
fuhr, kam in dreien Jahren einmal und brachte Gold, Silber, Elfenbein, 
Affen und Pfauen.
23. Also ward der Knig Salomo grer mit Reichtum und Weisheit denn alle 
Knige auf Erden.
24. Und alle Welt begehrete, Salomo zu sehen, da sie die Weisheit 
hreten, die ihm Gott in sein Herz gegeben hatte.
25. Und jedermann brachte ihm Geschenke, silberne und gldene Gerte, 
Kleider und Harnische, Wrze, Rosse, Muler jhrlich.
26. Und Salomo brachte zuhauf Wagen und Reiter, da er hatte tausend und 
vierhundert Wagen und zwlftausend Reiter, und lie sie in den 
Wagenstdten und bei dem Knige zu Jerusalem.
27. Und der Knig machte, da des Silbers zu Jerusalem so viel war wie die 
Steine, und Zedernholz so viel wie die wilden Feigenbume in den Grnden.
28. Und man brachte dem Salomo Pferde aus gypten und allerlei Ware, und 
die Kaufleute des Knigs kauften dieselbige Ware
29. und brachten's aus gypten heraus, je einen Wagen um sechshundert 
Silberlinge, und ein Pferd um hundertundfnfzig. Also brachte man sie auch 
allen Knigen der Hethiter und den Knigen zu Syrien durch ihre Hand.
1.Knige 11
1. Aber der Knig Salomo liebte viel auslndischer Weiber: die Tochter 
Pharaos und moabitische, ammonitische, edomitische, zidonitische und 
hethitische,
2. von solchen Vlkern, davon der Herr gesagt hatte den Kindern Israel: 
Gehet nicht zu ihnen und lasset sie nicht zu euch kommen; sie werden gewi 
eure Herzen neigen ihren Gttern nach. An diesen hing Salomo mit Liebe.
3. Und er hatte siebenhundert Weiber zu Frauen und dreihundert Kebsweiber; 
und seine Weiber neigeten sein Herz.
4. Und da er nun alt war, neigeten seine Weiber sein Herz fremden Gttern 
nach, da sein Herz nicht ganz war mit dem Herrn, seinem Gott, wie das 
Herz seines Vaters David.
5. Also wandelte Salomo Asthoreth, dem Gott derer von Zidon, nach, und 
Milkom, dem Greuel der Ammoniter.
6. Und Salomo tat, das dem Herrn bel gefiel, und folgte nicht gnzlich 
dem Herrn wie sein Vater David.
7. Da bauete Salomo eine Hhe Kamos, dem Greuel der Moabiter, auf dem 
Berge, der vor Jerusalem liegt, und Molech, dem Greuel der Ammoniter.
8. Also tat Salomo allen seinen auslndischen Weibern, die ihren Gttern 
rucherten und opferten.
9. Der Herr aber ward zornig ber Salomo, da sein Herz von dem Herrn, dem 
Gott Israels, geneiget war, der ihm zweimal erschienen war
10. und ihm solches geboten hatte, da er nicht andern Gttern 
nachwandelte, und doch er nicht gehalten hatte, was ihm der Herr geboten 
hatte.
11. Darum sprach der Herr zu Salomo: Weil solches bei dir geschehen ist 
und hast meinen Bund und meine Gebote nicht gehalten, die ich dir geboten 
habe, so will ich auch das Knigreich von dir reien und deinem Knechte 
geben.
12. Doch bei deiner Zeit will ich's nicht tun um deines Vaters David 
willen, sondern von der Hand deines Sohnes will ich's reien.
13. Doch will ich nicht das ganze Reich abreien. Einen Stamm will ich 
deinem Sohne gehen um Davids willen, meines Knechts, und um Jerusalems 
willen, die ich erwhlet habe.
14. Und der Herr erweckte Salomo einen Widersacher, Hadad, den Edomiter, 
von kniglichem Samen, welcher war in Edom.
15. Denn da David in Edom war und Joab, der Feldhauptmann, hinaufzog, die 
Erschlagenen zu begraben, schlug er, was Mannsbilde war, in Edom.
16. Denn Joab blieb sechs Monden daselbst und das ganze Israel, bis er 
ausrottete alles, was Mannsbilde war in Edom.
17. Da floh Hadad und mit ihm etliche Mnner der Edomiter von seines 
Vaters Knechten, da sie nach gypten kmen. Hadad aber war ein junger 
Knabe.
18. Und sie machten sich auf von Midian und kamen gen Paran; und nahmen 
Leute mit sich aus Paran und kamen nach gypten zu Pharao, dem Knige in 
gypten; der gab ihm ein Haus und Nahrung und gab ihm ein Land ein.
19. Und Hadad fand groe Gnade vor dem Pharao, da er ihm auch seines 
Weibes Thachpenes, der Knigin, Schwester zum Weibe gab.
20. Und die Schwester Thachpenes gebar ihm Genubath, seinen Sohn; und 
Thachpenes zog ihn auf im Hause Pharaos, da Genubath war im Hause Pharaos 
unter den Kindern Pharaos.
21. Da nun Hadad hrete in gypten, da David entschlafen war mit seinen 
Vtern, und da Joab, der Feldhauptmann, tot war, sprach er zu Pharao: La 
mich in mein Land ziehen.
22. Pharao sprach zu ihm: Was fehlet dir bei mir, da du willst in dein 
Land ziehen? Er sprach: Nichts; aber la mich ziehen!
23. Auch erweckte ihm Gott einen Widersacher, Reson, den Sohn Eljadas, der 
von seinem Herrn Hadadeser, dem Knige zu Zoba, geflohen war.
24. Und sammelte wider ihn Mnner und ward ein Hauptmann der Kriegs 
knechte, da sie David erwrgete; und zogen gen Damaskus und wohneten 
daselbst und regierten zu Damaskus.
25. Und er war Israels Widersacher, solange Salomo lebte. Das ist der 
Schade, den Hadad litt; darum hatte er einen Ekel wider Israel und ward 
Knig ber Syrien.
26. Dazu Jerobeam, der Sohn Nebats, ein Ephrater von Zareda, Salomos 
Knecht (und seine Mutter hie Zeruga, eine Witwe), der hub auch die Hand 
auf wider den Knig.
27. Und das ist die Sache, darum er die Hand wider den Knig aufhub: Da 
Salomo Millo bauete, verschlo er eine Lcke an der Stadt Davids, seines 
Vaters.
28. Und Jerobeam war ein streitbarer Mann. Und da Salomo sah, da der 
Knabe aufrichtig war, setzte er ihn ber alle Last des Hauses Josephs.
29. Es begab sich aber zu der Zeit, da Jerobeam ausging von Jerusalem, 
und es traf ihn an der Prophet Ahia von Silo auf dem Wege, und hatte einen 
neuen Mantel an; und waren die beiden allein im Felde.
30. Und Ahia fassete den neuen Mantel, den er anhatte, und ri ihn in 
zwlf Stcke.
31. Und sprach zu Jerobeam: Nimm zehn Stcke zu dir. Denn so spricht der 
Herr, der Gott Israels: Siehe, ich will das Knigreich von der Hand 
Salomos reien und dir zehn Stmme geben.
32. Einen Stamm soll er haben um meines Knechts David willen und um der 
Stadt Jerusalem willen, die ich erwhlet habe aus allen Stmmen Israels,
33. darum da sie mich verlassen und angebetet haben Asthoreth, den Gott 
der Zidonier, Kamos, den Gott der Moabiter, und Milkom, den Gott der 
Kinder Ammon, und nicht gewandelt haben in meinen Wegen, da sie tten, 
was mir wohlgefllt, meine Gebote und Rechte, wie David, sein Vater.
34. Ich will auch nicht das ganze Reich aus seiner Hand nehmen, sondern 
ich will ihn zum Frsten machen sein Lebenlang um David, meines Knechts, 
willen, den ich erwhlet habe, der meine Gebote und Rechte gehalten hat.
35. Aus der Hand seines Sohns will ich das Knigreich nehmen; und will dir 
zehn Stmme
36. und seinem Sohn einen Stamm geben, auf da David, mein Knecht, vor mir 
eine Leuchte habe allewege in der Stadt Jerusalem, die ich mir erwhlet 
habe, da ich meinen Namen dahin stelle.
37. So will ich nun dich nehmen, da du regierest ber alles, was dein 
Herz begehret, und sollst Knig sein ber Israel.
38. Wirst du nun gehorchen allem, das ich dir gebieten werde, und in 
meinen Wegen wandeln und tun, was mir gefllt, da du haltest meine Rechte 
und Gebote, wie mein Knecht David getan hat, so will ich mit dir sein und 
dir ein bestndig Haus bauen, wie ich David gebauet habe, und will dir 
Israel geben.
39. Und will den Samen Davids um deswillen demtigen, doch nicht ewiglich.
40. Salomo aber trachtete, Jerobeam zu tten. Da machte sich Jerobeam auf 
und floh nach gypten zu Sisak, dem Knige in gypten; und blieb in 
gypten, bis da Salomo starb.
41. Was mehr von Salomo zu sagen ist, und alles, was er getan hat, und 
seine Weisheit, das ist geschrieben in der Chronik von Salomo.
42. Die Zeit aber, die Salomo Knig war zu Jerusalem ber ganz Israel, ist 
vierzig Jahre.
43. Und Salomo entschlief mit seinen Vtern und Ward begraben in der Stadt 
Davids, seines Vaters. Und sein Sohn Rehabeam ward Knig an seiner Statt.
1.Knige 12
1. Und Rehabeam zog gen Sichem; denn das ganze Israel war gen Sichem 
kommen, ihn zum Knige zu machen.
2. Und Jerobeam, der Sohn Nebats, hrete das, da er noch in gypten war, 
dahin er vor dem Knige Salomo geflohen war; und blieb in gypten.
3. Und sie sandten hin und lieen ihn rufen. Und Jerobeam samt der ganzen 
Gemeine Israels kamen und redeten mit Rehabeam und sprachen:
4. Dein Vater hat unser Joch zu hart gemacht; so mache du nun den harten 
Dienst und das schwere Joch leichter, das er uns aufgelegt hat, so wollen 
wir dir untertnig sein.
5. Er aber sprach zu ihnen: Gehet hin bis an den dritten Tag, so kommt 
wieder zu mir. Und das Volk ging hin.
6. Und der Knig Rehabeam hielt einen Rat mit den ltesten, die vor seinem 
Vater Salomo stunden, da er lebte, und sprach: Wie ratet ihr, da wir 
diesem Volk eine Antwort geben?
7. Sie sprachen zu ihm: Wirst du heute diesem Volk einen Dienst tun und 
ihnen zu Willen sein und sie erhren und ihnen gute Worte geben, so werden 
sie dir untertnig sein dein Lebenlang.
8. Aber er verlie der ltesten Rat, den sie ihm gegeben hatten, und hielt 
einen Rat mit den Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren und vor ihm 
stunden.
9. Und er sprach zu ihnen: Was ratet ihr, da wir antworten diesem Volk, 
die zu mir gesagt haben: Mache das Joch leichter, das dein Vater auf uns 
geleget hat.
10. Und die Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren, sprachen zu ihm: Du 
sollst zu dem Volk, das zu dir sagt: Dein Vater hat unser Joch zu schwer 
gemacht, mache du es uns leichter, also sagen: Mein kleinster Finger soll 
dicker sein denn meines Vaters Lenden.
11. Nun, mein Vater hat auf euch ein schwer Joch geladen, ich aber will's 
noch mehr ber euch machen; mein Vater hat euch mit Peitschen gezchtigt, 
ich will euch mit Skorpionen zchtigen.
12. Also kam Jerobeam samt dem ganzen Volk zu Rehabeam am dritten Tage, 
wie der Knig gesagt hatte und gesprochen: Kommt wieder zu mir am dritten 
Tage!
13. Und der Knig gab dem Volk eine harte Antwort und verlie den Rat, den 
ihm die ltesten gegeben hatten,
14. und redete mit ihnen nach dem Rat der Jungen und sprach: Mein Vater 
hat euer Joch schwer gemacht, ich aber will es noch mehr ber euch machen; 
mein Vater hat euch mit Peitschen gezchtiget, ich aber will euch mit 
Skorpionen zchtigen.
15. Also gehorchte der Knig dem Volk nicht; denn es war also gewandt von 
dem Herrn, auf da er sein Wort bekrftigte, das er durch Ahia von Silo 
geredet hatte zu Jerobeam, dem Sohn Nebats.
16. Da aber das ganze Israel sah, da der Knig sie nicht hren wollte, 
gab das Volk dem Knige eine Antwort und sprach: Was haben wir denn Teils 
an David, oder Erbe am Sohn Isais? Israel, hebe dich zu deinen Htten! So 
siehe nun du zu deinem Hause, David! Also ging Israel in seine Htten,
17. da Rehabeam regierete nur ber die Kinder Israel, die in den Stdten 
Judas wohneten.
18. Und da der Knig Rehabeam hinsandte Adoram, den Rentmeister, warf ihn 
ganz Israel mit Steinen zu Tode. Aber der Knig Rehabeam stieg frisch auf 
einen Wagen, da er flhe gen Jerusalem.
19. Also fiel Israel ab vom Hause Davids bis auf diesen Tag.
20. Da nun ganz Israel hrete, da Jerobeam war wiederkommen, sandten sie 
hin und lieen ihn rufen zu der ganzen Gemeine und machten ihn zum Knige 
ber das ganze Israel. Und folgte niemand dem Hause David ohne der Stamm 
Juda alleine.
21. Und da Rehabeam gen Jerusalem kam, sammelte er das ganze Haus Juda und 
den Stamm Benjamin, hundertundachtzigtausend junge streitbare Mannschaft, 
wider das Haus Israel zu streiten und das Knigreich wieder an Rehabeam, 
den Sohn Salomos, zu bringen.
22. Es kam aber Gottes Wort zu Semaja, dem Mann Gottes, und sprach:
23. Sage Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem Knig Judas, und zum ganzen Hause 
Juda und Benjamin und dem andern Volk und sprich:
24. So spricht der Herr: Ihr sollt nicht hinaufziehen und streiten wider 
eure Brder, die Kinder Israel; ein jeder Mann gehe wieder heim: denn 
solches ist von mir geschehen. Und sie gehorchten dem Wort des Herrn und 
kehreten um, da sie hingingen, wie der Herr gesagt hatte.
25. Jerobeam aber bauete Sichem auf dem Gebirge Ephraim und wohnete 
drinnen, und zog von dannen heraus und bauete Pnuel.
26. Jerobeam aber gedachte in seinem Herzen: Das Knigreich wird nun 
wieder zum Hause Davids fallen,
27. so dies Volk soll hinaufgehen, Opfer zu tun in des Herrn Hause zu 
Jerusalem; und wird sich das Herz dieses Volks wenden zu ihrem Herrn 
Rehabeam, dem Knige Judas, und wird mich erwrgen und wieder zu Rehabeam, 
dem Knige Judas, fallen.
28. Und der Knig hielt einen Rat; und machte zwei gldene Klber und 
sprach zu ihnen: Es ist euch zu viel, hinauf gen Jerusalem zu gehen; 
siehe, da sind deine Gtter, Israel, die dich aus gyptenland gefhret 
haben!
29. Und setzte eins zu Bethel und das andere tat er gen Dan.
30. Und das geriet zur Snde; denn das Volk ging hin Vordem einen bis gen 
Dan.
31. Er machte auch ein Haus der Hhen; und machte Priester von den 
Geringsten im Volk, die nicht von den Kindern Levi waren.
32. Und er machte ein Fest am fnfzehnten Tage des achten Monden, wie das 
Pest in Juda, und opferte auf dem Altar. So tat er zu Bethel, da man den 
Klbern opferte, die er gemacht hatte; und stiftete zu Bethel die Priester 
der Hhen, die er gemacht hatte.
33. Und opferte auf dem Altar, den er gemacht hatte zu Bethel, am 
fnfzehnten Tage des achten Monden, welchen er aus seinem Herzen erdacht 
hatte; und machte den Kindern Israel Feste; und opferte auf dem Altar, da 
man ruchern sollte.
1.Knige 13
1. Und siehe, ein Mann Gottes kam von Juda durch das Wort des Herrn gen 
Bethel; und Jerobeam stund bei dem Altar zu ruchern.
2. Und er rief wider den Altar durch das Wort des Herrn und sprach: Altar, 
Altar! so spricht der Herr: Siehe, es wird ein Sohn dem Hause Davids 
geboren werden mit Namen Josia, der wird auf dir opfern die Priester der 
Hhe, die auf dir ruchern, und wird Menschenbeine auf dir verbrennen.
3. Und er gab des Tages ein Wunder und sprach: Das ist das Wunder, da 
solches der Herr geredet hat: Siehe, der Altar wird reien und die Asche 
verschttet werden, die drauf ist:
4. Da aber der Knig das Wort von dem Mann Gottes hrete, der wider den 
Altar zu Bethel rief, reckte er seine Hand aus bei dem Altar und sprach: 
Greifet ihn! Und seine Hand verdorrete, die er wider ihn ausgereckt hatte, 
und konnte sie nicht wieder zu sich ziehen.
5. Und der Altar ri, und die Asche ward verschttet vom Altar, nach dem 
Wunder, das der Mann Gottes gegeben hatte durch das Wort des Herrn.
6. Und der Knig antwortete und sprach zu dem Mann Gottes: Bitte das 
Angesicht des Herrn, deines Gottes, und bitte fr mich, da meine Hand 
wieder zu mir komme. Da bat der Mann Gottes das Angesicht des Herrn; und 
dem Knige ward seine Hand wieder zu ihm gebracht und ward, wie sie vorhin 
war.
7. Und der Knig redete mit dem Mann Gottes: Komm mit mir heim und labe 
dich; ich will dir ein Geschenk geben.
8. Aber der Mann Gottes sprach zum Knige: Wenn du mir auch dein halbes 
Haus gbest, so kme ich doch nicht mit dir; denn ich will an diesem Ort 
kein Brot essen noch Wasser trinken.
9. Denn also ist mir geboten durch des Herrn Wort und gesagt: Du sollst 
kein Brot essen und kein Wasser trinken und nicht wieder durch den Weg 
kommen, den du gegangen bist.
10. Und er ging weg durch einen andern Weg und kam nicht wieder durch den 
Weg, den er gen Bethel kommen war.
11. Es wohnete aber ein alter Prophet zu Bethel; zu dem kam sein Sohn und 
erzhlete ihm alle Werke, die der Mann Gottes getan hatte des Tages zu 
Bethel, und die Worte, die er zum Knige geredet hatte.
12. Und ihr Vater sprach zu ihnen: Wo ist der Wegs den er gezogen ist? Und 
seine Shne zeigten ihm den Weg, den der Mann Gottes gezogen war, der von 
Juda kommen war.
13. Er aber sprach zu seinen Shnen: Sattelt mir den Esel! Und da sie ihm 
den Esel sattelten, ritt er drauf.
14. Und er zog dem Mann Gottes nach und fand ihn unter einer Eiche sitzen; 
und sprach zu ihm: Bist du der Mann Gottes, der von Juda kommen ist? Er 
sprach: Ja.
15. Er sprach zu ihm: Komm mit mir heim und i Brot!
16. Er aber sprach: Ich kann nicht mit dir umkehren und mit dir kommen; 
ich will auch nicht Brot essen noch Wasser trinken mit dir an diesem Ort.
17. Denn es ist mit mir geredet worden durch das Wort des Herrn: Du sollst 
daselbst weder Brot essen noch Wasser trinken; du sollst nicht wieder 
durch den Weg gehen, den du gegangen bist.
18. Er sprach zu ihm: Ich bin auch ein Prophet wie du, und ein Engel hat 
mit mir geredet durch des Herrn Wort und gesagt: Fhre ihn wieder mit dir 
heim, da er Brot esse und Wasser trinke. Er log ihm aber.
19. Und fhrete ihn wieder um, da er Brot a und Wasser trank in seinem 
Hause.
20. Und da sie zu Tisch saen, kam das Wort des Herrn zum Propheten, der 
ihn wieder umgefhret hatte,
21. und schrie den Mann Gottes an, der von Juda kommen war, und sprach: So 
spricht der Herr: Darum da du dem Munde des Herrn bist ungehorsam gewesen 
und hast nicht gehalten das Gebot, das dir der Herr, dein Gott, geboten 
hat,
22. und bist umgekehret, hast Brot gegessen und Wasser getrunken an dem 
Ort, davon er dir sagte: Du sollst weder Brot essen noch Wasser trinken, 
so soll dein Leichnam nicht in deiner Vter Grab kommen.
23. Und nachdem er Brot gegessen und getrunken hatte, sattelte man den 
Esel dem Propheten, den er wieder umgefhret hatte.
24. Und da er wegzog, fand ihn ein Lwe auf dem Wege und ttete ihn; und 
sein Leichnam lag geworfen in dem Wege und der Esel stund neben ihm, und 
der Lwe stund neben dem Leichnam.
25. Und da Leute vorbergingen, sahen sie den Leichnam in den Weg geworfen 
und den Lwen bei dem Leichnam stehen; und kamen und sagten es in der 
Stadt, da der alte Prophet innen wohnete.
26. Da das der Prophet hrete, der ihn wieder umgefhret hatte, sprach er: 
Es ist der Mann Gottes, der dem Munde des Herrn ist ungehorsam gewesen; 
darum hat ihn der Herr dem Lwen gegeben, der hat ihn zerbrochen und 
gettet nach dem Wort, das ihm der Herr gesagt hat.
27. Und sprach zu seinen Shnen: Sattelt mir den Esel! Und da sie ihn 
gesattelt hatten,
28. zog er hin und fand seinen Leichnam in den Weg geworfen, und den Esel 
und den Lwen neben dem Leichnam stehen Der Lwe hatte nichts gefressen 
vom Leichnam und den Esel nicht zerbrochen.
29. Da hub der Prophet den Leichnam des Mannes Gottes auf und legte ihn 
auf den Esel und fhrete ihn wieder um; und kam in die Stadt des alten 
Propheten, da sie ihn klageten und begrben.
30. Und er legte den Leichnam in sein Grab; und sie klagten ihn: Ach, 
Bruder!
31. Und da sie ihn begraben hatten, sprach er zu seinen Shnen: Wenn ich 
sterbe, so begrabet mich in dem Grabe, da der Mann Gottes innen begraben 
ist, und leget meine Beine neben seine Beine.
32. Denn es wird geschehen, was er geschrieen hat wider den Altar zu 
Bethel durch das Wort des Herrn und wider alle Huser der Hhen, die in 
den Stdten Samarias sind.
33. Aber nach dieser Geschichte kehrete sich Jerobeam nicht von seinem 
bsen Wege, sondern verkehrete sich und machte Priester der Hhen von den 
Geringsten des Volks: Zu wem er Lust hatte, des Hand fllete er, und der 
ward Priester der Hhe.
34. Und dies geriet zur Snde dem Hause Jerobeams, da er verderbet und 
von der Erde vertilget ward.
1.Knige 14
1. Zu der Zeit war Abia, der Sohn Jerobeams, krank.
2. Und Jerobeam sprach zu seinem Weibe: Mache dich auf und verstelle dich, 
da niemand merke, da du Jerobeams Weib seiest, und gehe hin gen Silo. 
Siehe, daselbst ist der Prophet Ahia, der mir geredet hat, da ich sollte 
Knig sein ber dies Volk.
3. Und nimm mit dir zehn Brote und Kuchen und einen Krug mit Honig; und 
komm zu ihm, da er dir sage, wie es dem Knaben gehen wird.
4. Und das Weib Jerobeams tat also; und machte sich auf und ging hin gen 
Silo und kam ins Haus Ahias. Ahia aber konnte nicht sehen; denn seine 
Augen starreten vor Alter.
5. Aber der Herr sprach zu Ahia: Siehe, das Weib Jerobeams kommt, da sie 
von dir eine Sache frage um ihren Sohn; denn er ist krank. So rede nun mit 
ihr so und so. Da sie nun hineinkam, stellete sie sich fremd.
6. Als aber Ahia hrete das Rauschen ihrer Fe zur Tr hineingehen, 
sprach er: Komm herein, du Weib Jerobeams, warum stellest du dich so 
fremd? Ich bin zu dir gesandt ein harter Bote.
7. Gehe hin und sage Jerobeam: So spricht der Herr, der Gott Israels: Ich 
habe dich erhaben aus dem Volk und zum Frsten ber mein Volk Israel 
gesetzt;
8. und habe das Knigreich von Davids Hause gerissen und dir gegeben. Du 
aber bist nicht gewesen wie mein Knecht David, der meine Gebote hielt und 
wandelte mir nach von ganzem Herzen, da er tat, was mir nur wohlgefiel;
9. und hast bel getan ber alle, die vor dir gewesen sind, bist 
hingegangen und hast dir andere Gtter gemacht und gegossene Bilder, da 
du mich zu Zorn reizetest, und hast mich hinter deinen Rcken geworfen.
10. Darum siehe, ich will Unglck ber das Haus Jerobeams fhren und 
ausrotten an dem Jerobeam auch den, der an die Wand pisset, den 
Verschlossenen und Verlassenen in Israel; und will die Nach kommen des 
Hauses Jerobeam ausfegen, wie man Kot ausfeget, bis ganz mit ihm aus sei.
11. Wer von Jerobeam stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde fressen; 
wer aber auf dem Felde stirbt, den sollen die Vgel des Himmels fressen; 
denn der Herr hat es geredet.
12. So mache du dich auf und gehe heim. Und wenn dein Fu zur Stadt 
eintritt, wird das Kind sterben.
13. Und es wird ihn das ganze Israel klagen und werden ihn begraben. Denn 
dieser allein von Jerobeam wird zu Grabe kommen, darum da etwas Gutes an 
ihm erfunden ist vor dem Herrn, dem Gott Israels, im Hause Jerobeams.
14. Der Herr aber wird ihm einen Knig ber Israel erwecken, der wird das 
Haus Jerobeams ausrotten des Tages. Und was ist nun gemacht?
15. Und der Herr wird Israel schlagen, gleichwie das Rohr im Wasser 
beweget wird, und wird Israel ausreien von diesem guten Lande, das er 
ihren Vtern gegeben hat, und wird sie streuen ber das Wasser, darum da 
sie ihre Haine gemacht haben, den Herrn zu erzrnen.
16. Und wird Israel bergeben um der Snden willen Jerobeams, der da 
gesndiget hat und Israel hat sndigen gemacht.
17. Und das Weib Jerobeams machte sich auf, ging hin und kam gen Thirza. 
Und da sie auf die Schwelle des Hauses kam, starb der Knabe.
18. Und sie begruben ihn, und ganz Israel klagte ihn nach dem Wort des 
Herrn, das er geredet hatte durch seinen Knecht Ahia, den Propheten.
19. Was mehr von Jerobeam zu sagen ist, wie er gestritten und regieret 
hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
20. Die Zeit aber, die Jerobeam regierte, sind zweiundzwanzig Jahre. Und 
entschlief mit seinen Vtern; und sein Sohn Nadab ward Knig an seiner 
Statt.
21. So war Rehabeam, der Sohn Salomos, Knig in Juda. Einundvierzig Jahre 
alt war Rehabeam, da er Knig ward und regierete siebenzehn Jahre zu 
Jerusalem, in der Stadt, die der Herr erwhlet hatte aus allen Stmmen 
Israels, da er seinen Namen daselbst hinstellete. Seine Mutter hie 
Naema, eine Ammonitin.
22. Und Juda tat, das dem Herrn bel gefiel; und reizten ihn zu Eifer, 
mehr denn alles, das ihre Vter getan hatten mit ihren Snden, die sie 
taten.
23. Denn sie baueten ihnen auch Hhen, Sulen und Haine auf allen hohen 
Hgeln und unter allen grnen Bumen.
24. Es waren auch Hurer im Lande; und sie taten alle die Greuel der 
Heiden, die der Herr vor den Kindern Israel vertrieben hatte.
25. Aber im fnften Jahr des Knigs Rehabeam zog Sisak, der Knig in 
gypten, herauf wider Jerusalem.
26. Und nahm die Schtze aus dem Hause des Herrn und aus dem Hause des 
Knigs und alles, was zu nehmen war, und nahm alle gldenen Schilde, die 
Salomo hatte lassen machen;
27. an welcher Statt lie der Knig Rehabeam eherne Schilde machen und 
befahl sie unter die Hand der obersten Trabanten, die der Tr hteten am 
Hause des Knigs.
28. Und so oft der Knig in das Haus des Herrn ging, trugen sie die 
Trabanten und brachten sie wieder in der Trabanten Kammer.
29. Was aber mehr von Rehabeam zu sagen ist, und alles, was er getan hat, 
siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Judas.
30. Es war aber Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam ihr Lebenlang.
31. Und Rehabeam entschlief mit seinen Vtern und ward begraben mit seinen 
Vtern in der Stadt Davids. Und seine Mutter hie Naema, eine Ammonitin. 
Und sein Sohn Abiam ward Knig an seiner Statt.
1.Knige 15
1. Im achtzehnten Jahr des Knigs Jerobeam, des Sohns Nebats, ward Abiam 
Knig in Juda;
2. und regierte drei Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Maecha, eine 
Tochter Abisaloms.
3. Und er wandelte in allen Snden seines Vaters, die er vor ihm getan 
hatte und sein Herz war nicht rechtschaffen an dem Herrn, seinem Gott, wie 
das Herz seines Vaters David.
4. Denn um Davids willen gab der Herr, sein Gott, ihm eine Leuchte zu 
Jerusalem, da er seinen Sohn nach ihm erweckte und erhielt zu Jerusalem,
5. darum da David getan hatte, das dem Herrn wohlgefiel, und nicht 
gewichen war von allem, das er ihm gebot sein Leben lang, ohne in dem 
Handel mit Uria, dem Hethiter.
6. Es war aber ein Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam sein Lebenlang.
7. Was aber mehr von Abiam zu sagen ist, und alles, was er getan hat; 
siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Judas. Es war aber 
Krieg zwischen Abiam und Jerobeam.
8. Und Abiam entschlief mit seinen Vtern, und sie begruben ihn in der 
Stadt Davids. Und Assa, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
9. Im zwanzigsten Jahr des Knigs Jerobeam ber Israel ward Assa Knig in 
Juda.
10. Und regierte einundvierzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie 
Maecha, eine Tochter Abisaloms.
11. Und Assa tat, das dem Herrn wohlgefiel, wie sein Vater David.
12. Und tat die Hurer aus dem Lande und tat ab alle Gtzen, die seine 
Vter gemacht hatten.
13. Dazu setzte er auch seine Mutter Maecha ab vom Amt, das sie dem 
Miplezeth gemacht hatte im Haine. Und Assa rottete aus ihren Miplezeth und 
verbrannte ihn im Bach Kidron.
14. Aber die Hhen taten sie nicht ab. Doch war das Herz Assas 
rechtschaffen an dem Herrn sein Leben lang.
15. Und das Silber und Gold und Gef, das sein Vater geheiliget hatte, 
und was geheiliget war zum Hause des Herrn brachte er ein.
16. Und es war Streit zwischen Assa und Baesa, dem Knige Israels, ihr 
Leben lang.
17. Baesa aber, der Knig Israels, zog herauf wider Juda und bauete Rama, 
da niemand sollte aus und einziehen auf Assas Seiten, des Knigs Judas.
18. Da nahm Assa alles Silber und Gold, das brig war im Schatz des Hauses 
des Herrn und im Schatz des Hauses des Knigs, und gab's in seiner Knechte 
Hnde; und sandte sie zu Benhadad, dem Sohn Tabrimons, des Sohns Hesions, 
dem Knige in Syrien, der zu Damaskus wohnete, und lie ihm sagen:
19. Es ist ein Bund zwischen mir und dir und zwischen meinem Vter und 
deinem Vater; darum schicke ich dir ein Geschenk, Silber und Gold, da du 
fahren lassest den Bund, den du mit Baesa, dem Knige Israels, hast, da 
er von mir abziehe.
20. Benhadad gehorchte dem Knige Assa und sandte seine Hauptleute wider 
die Stdte Israels und schlug Ijon und Dan und Abel-Beth-Maecha, das ganze 
Cinneroth, an dem ganzen Lande Naphthali.
21. Da das Baesa hrete, lie er ab, zu bauen Rama, und zog wieder gen 
Thirza.
22. Der Knig Assa aber lie erschallen im ganzen Juda: Hie sei niemand 
ausgenommen! Und sie nahmen die Steine und Holz von Rama weg, damit Baesa 
gebauet hatte; und der Knig Assa bauete damit Geba-Benjamin und Mizpa.
23. Was aber mehr von Assa zu sagen ist, und alle seine Macht und alles, 
was er getan hat, und die Stdte, die er gebauet hat, siehe, das ist 
geschrieben in der Chronik der Knige Judas; ohne da er in seinem Alter 
an seinen Fen krank war.
24. Und Assa entschlief mit seinen Vtern und ward begraben mit seinen 
Vtern in der Stadt Davids, seines Vaters. Und Josaphat, sein Sohn, ward 
Knig an seiner Statt.
25. Nadab aber, der Sohn Jerobeams, ward Knig ber Israel im andern Jahr 
Assas, des Knigs Judas, und regierte ber Israel zwei Jahre.
26. Und tat, das dem Herrn bel gefiel, und wandelte in dem Wege seines 
Vaters und in seiner Snde, damit er Israel hatte sndigen gemacht.
27. Aber Baesa, der Sohn Ahias, aus dem Hause Isaschar, machte einen Bund 
wider ihn und schlug ihn zu Gibethon, welche war der Philister. Denn Nadab 
und das ganze Israel belagerten Gibethon.
28. Also ttete ihn Baesa im dritten Jahr Assas, des Knigs Judas, und 
ward Knig an seiner Statt.
29. Als er nun Knig war, schlug er das ganze Haus Jerobeams und lie 
nicht ber etwas, das den Odem hatte von Jerobeam, bis er ihn vertilgte: 
nach dem Wort des Herrn, das er geredet hatte durch seinen Knecht Ahia von 
Silo,
30. um der Snde willen Jerobeams, die er tat und damit Israel sndigen 
machte, mit dem Reizen, damit er den Herrn, den Gott Israels, erzrnete.
31. Was aber mehr von Nadab zu sagen ist, und alles, was er getan hat, 
siehe, das ist geschrieben am der Chronik der Knige Israels.
32. Und es war Krieg zwischen Assa und Baesa, dem Knige Israels, ihr 
Lebenlang.
33. Im dritten Jahr Assas, des Knigs Judas, ward Baesa, der Sohn Ahias, 
Knig ber das ganze Israel zu Thirza vierundzwanzig Jahre.
34. Und tat, das dem Herrn bel gefiel, und wandelte in dem Wege Jerobeams 
und in seiner Snde, damit er Israel hatte sndigen gemacht.
1.Knige 16
1. Es kam aber das Wort des Herrn zu Jehu, dem Sohn Hananis, wider Baesa 
und sprach:
2. Darum, da ich dich aus dem Staube erhoben habe und zum Frsten gemacht 
ber mein Volk Israel, und du wandelst in dem Wege Jerobeams und machest 
mein Volk Israel sndigen, da du mich erzrnest durch ihre Snde,
3. siehe, so will ich die Nachkommen Baesas und die Nachkommen seines 
Hauses wegnehmen und will dein Haus setzen wie das Haus Jerobeams, des 
Sohns Nebats.
4. Wer von Baesa stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde fressen; und 
wer von ihm stirbt auf dem Felde, den sollen die Vgel des Himmels fressen.
5. Was aber mehr von Baesa zu sagen ist, und was er getan hat, und seine 
Macht, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
6. Und Baesa entschlief mit seinen Vtern und ward begraben zu Thirza. Und 
sein Sohn Ela ward Knig an seiner Statt.
7. Auch das Wort des Herrn kam durch den Propheten Jehu, den Sohn Hananis, 
ber Baesa und ber sein Haus und wider alles bel, das er tat vor dem 
Herrn, ihn zu erzrnen durch die Werke seiner Hnde, da es wrde wie das 
Haus Jerobeams, und darum da er diesen erschlagen hatte.
8. Im sechsundzwanzigsten Jahr Assas, des Knigs Judas, ward Ela, der Sohn 
Baesas, Knig ber Israel zu Thirza zwei Jahre.
9. Aber sein Knecht Simri, der Oberste ber die Hlfte der Wagen, machte 
einen Bund wider ihn. Er aber war zu Thirza, trank und ward trunken im 
Hause Arzas, des Vogts zu Thirza.
10. Und Simri kam hinein und schlug ihn tot im siebenundzwanzigsten Jahr 
Assas, des Knigs Judas; und ward Knig an seiner Statt.
11. Und da er Knig war und auf seinem Stuhl sa, schlug er das ganze Haus 
Baesas und lie nicht ber auch den, der an die Wand pisset, dazu seine 
Erben und seine Freunde.
12. Also vertilgte Simri das ganze Haus Baesas nach dem Wort des Herrn, 
das er ber Baesa geredet hatte durch den Propheten Jehu,
13. um aller Snden willen Baesas und seines Sohns Ela, die sie taten und 
Israel sndigen machten, den Herrn, den Gott Israels, zu erzrnen durch 
ihre Abgtterei.
14. Was aber mehr von Ela zu sagen ist, und alles, was er getan hat, 
siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
15. Im siebenundzwanzigsten Jahr Assas, des Knigs Judas, ward Simri Knig 
sieben Tage zu Thirza. Denn das Volk lag vor Gibethon der Philister.
16. Da aber das Volk im Lager hrete sagen, da Simri einen Bund gemacht 
und auch den Knig erschlagen htte, da machte ganz Israel desselben Tages 
Amri, den Feldhauptmann, zum Knige ber Israel im Lager.
17. Und Amri zog herauf und das ganze Israel mit ihm von Gibethon und 
belagerten Thirza.
18. Da aber Simri sah, da die Stadt sollte gewonnen werden, ging er in 
den Palast im Hause des Knigs und verbrannte sich mit dem Hause des 
Knigs und starb
19. um seiner Snden willen, die er getan hatte, da er tat, das dem Herrn 
bel gefiel, und wandelte in dem Wege Jerobeams und in seiner Snde, die 
er tat, da er Israel sndigen machte.
20. Was aber mehr von Simri zu sagen ist, und wie er einen Bund machte, 
siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
21. Dazumal teilte sich das Volk Israel in zwei Teile. Eine Hlfte hing an 
Thibni, dem Sohn Ginaths, da sie ihn zum Knige machten; die andere 
Hlfte aber hing an Amri.
22. Aber das Volk, das an Amri hing, ward strker denn das Volk, das an 
Thibni hing, dem Sohn Ginaths. Und Thibni starb; da ward Amri Knig.
23. Im einunddreiigsten Jahr Assas, des Knigs Judas, ward Amri Knig 
ber Israel zwlf Jahre und regierete zu Thirza sechs Jahre.
24. Er kaufte den Berg Samaria von Semer um zween Zentner Silbers und 
bauete auf den Berg; und hie die Stadt, die er bauete, nach dem Namen 
Semers, des Berges Herrn, Samaria.
25. Und Amri tat, das dem Herrn bel gefiel, und war rger denn alle, die 
vor ihm gewesen waren.
26. Und wandelte in allen Wegen Jerobeams, des Sohns Nebats, und in seinen 
Snden, damit er Israel sndigen machte, da sie den Herrn, den Gott 
Israels, erzrneten in ihrer Abgtterei.
27. Was aber mehr von Amri zu sagen ist, und alles, was er getan hat, und 
seine Macht, die er gebet hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik 
der Knige Israels.
28. Und Amri entschlief mit seinen Vtern und ward begraben zu Samaria. 
Und Ahab, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
29. Im achtunddreiigsten Jahr Assas, des Knigs Judas, ward Ahab, der 
Sohn Amris, Knig ber Israel und regierte ber Israel zu Samaria 
zweiundzwanzig Jahre.
30. Und tat, das dem Herrn bel gefiel, ber alle, die vor ihm gewesen 
waren.
31. Und war ihm ein Geringes, da er wandelte in der Snde Jerobeams, des 
Sohns Nebats, und nahm dazu Isebel, die Tochter Ethbaals, des Knigs zu 
Zidon, zum Weibe; und ging hin und dienete Baal und betete ihn an.
32. Und richtete Baal einen Altar auf im Hause Baals, das er ihm bauete zu 
Samaria.
33. Und machte einen Hain, da Ahab mehr tat, den Herrn, den Gott Israels, 
zu erzrnen, denn alle Knige Israels, die vor ihm gewesen waren.
34. Zur selben Zeit bauete Hiel von Bethel Jericho. Es kostete ihn seinen 
ersten Sohn Abiram, da er den Grund legte, und seinen jngsten Sohn Segub, 
da er die Tren setzte, nach dem Wort des Herrn, das er geredet hatte 
durch Josua, den Sohn Nuns.
1.Knige 17
1. Und es sprach Elia, der Thisbiter, aus den Brgern Gileads, zu Ahab: So 
wahr der Herr, der Gott Israels, lebet, vor dem ich stehe, es soll diese 
Jahre weder Tau noch Regen kommen, ich sage es denn.
2. Und das Wort des Herrn kam zu ihm und sprach:
3. Gehe weg von hinnen und wende dich gegen Morgen und verbirg dich am 
Bach Krith, der gegen den Jordan fleut.
4. Und sollst vom Bach trinken; und ich habe den Raben geboten, da sie 
dich daselbst sollen versorgen.
5. Er aber ging hin und tat nach dem Wort des Herrn; und ging weg und 
setzte sich am Bach Krith, der gegen den Jordan fleut.
6. Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch des Morgens und des Abends; 
und er trank des Bachs.
7. Und es geschah nach etlichen Tagen, da der Bach vertrocknete; denn es 
war kein Regen im Lande.
8. Da kam das Wort des Herrn zu ihm und sprach:
9. Mache dich auf und gehe gen Zarpath, welche bei Zidon liegt, und bleibe 
daselbst; denn ich habe daselbst einer Witwe geboten, da sie dich 
versorge.
10. Und er machte sich auf und ging gen Zarpath. Und da er kam an die Tr 
der Stadt, siehe, da war eine Witwe und las Holz auf. Und er rief ihr und 
sprach: Hole mir ein wenig Wasser im Gefe, da ich trinke.
11. Da sie, aber hinging zu holen, rief er ihr und sprach: Bringe mir auch 
einen Bissen Brots mit.
12. Sie sprach: So wahr der Herr, dein Gott, lebet, ich habe nichts 
Gebackenes ohne eine Handvoll Mehls im Kad und ein wenig l im Kruge. Und 
siehe, ich habe ein Holz oder zwei aufgelesen und gehe hinein und will mir 
und meinem Sohn zurichten, da wir essen und sterben.
13. Elia sprach zu ihr: Frchte dich nicht! Gehe hin und mache es, wie du 
gesagt hast; doch mache mir am ersten ein kleines Gebacknes davon und 
bringe mir's heraus; dir aber und deinem Sohn sollst du danach auch machen.
14. Denn also spricht der Herr, der Gott Israels: Das Mehl im Kad soll 
nicht verzehret werden, und dem lkrug soll nichts mangeln bis auf den 
Tag, da der Herr regnen lassen wird auf Erden.
15. Sie ging hin und machte, wie Elia gesagt hatte. Und er a, und sie 
auch und ihr Haus eine Zeitlang.
16. Das Mehl im Kad ward nicht verzehret, und dem lkrug mangelte nichts, 
nach dem Wort des Herrn, das er geredet hatte durch Elia.
17. Und nach diesen Geschichten ward des Weibes, seiner Hauswirtin, Sohn 
krank, und seine Krankheit war so sehr hart, da kein Odem mehr in ihm 
blieb.
18. Und sie sprach zu Elia: Was habe ich mit dir zu schaffen, du Mann 
Gottes? Du bist zu mir hereinkommen, da meiner Missetat gedacht und mein 
Sohn gettet wrde.
19. Er sprach zu ihr: Gib mir her deinen Sohn! Und er nahm ihn von ihrem 
Scho und ging hinauf auf den Saal, da er wohnete, und legte ihn auf sein 
Bett.
20. Und rief den Herrn an und sprach: Herr, mein Gott, hast du auch der 
Witwe, bei der ich ein Gast bin, so bel getan, da du ihren Sohn ttest?
21. Und er ma sich ber dem Kinde dreimal und rief den Herrn an und 
sprach: Herr, mein Gott, la die Seele dieses Kindes wieder zu ihm kommen!
22. Und der Herr erhrete die Stimme Elias; und die Seele des Kindes kam 
wieder zu ihm und ward lebendig.
23. Und Elia nahm das Kind und brachte es hinab vorn Saal ins Haus; und 
gab es seiner Mutter und sprach: Siehe da, dein Sohn lebet.
24. Und das Weib sprach zu Elia: Nun erkenne ich, da du ein Mann Gottes 
bist, und des Herrn Wort in deinem Munde ist Wahrheit.
1.Knige 18
1. Und ber eine lange Zeit kam das Wort des Herrn zu Elia, im dritten 
Jahr, und sprach: Gehe hin und zeige dich Ahab, da ich regnen lasse auf 
Erden.
2. Und Elia ging hin, da er sich Ahab zeigete. Es war aber eine groe 
Teurung zu Samaria.
3. Und Ahab rief Obadja, seinem Hof meister. (Obadja aber frchtete den 
Herrn sehr.
4. Denn da Isebel die Propheten des Herrn ausrottete, nahm Obadja hundert 
Propheten und versteckte sie in der Hhle, hie fnfzig und da fnfzig, und 
versorgete sie mit Brot und Wasser.)
5. So sprach nun Ahab zu Obadja: Zeuch durchs Land zu allen Wasserbrunnen 
und Bchen, ob wir mchten Heu finden und die Rosse und Muler erhalten, 
da nicht das Vieh alles umkomme.
6. Und sie teilten sich ins Land, da sie es durchzgen. Ahab zog allein 
auf einem Weg und Obadja auch allein den andern Weg.
7. Da nun Obadja auf dem Wege war, siehe, da begegnete ihm Elia; und da er 
ihn kannte, fiel er auf sein Antlitz und sprach: Bist du nicht mein Herr 
Elia?
8. Er sprach: Ja; gehe hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist hie.
9. Er aber sprach: Was habe ich gesndiget, da du deinen Knecht willst in 
die Hnde Ahabs geben, da er mich tte?
10. So wahr der Herr, dein Gott, lebet, es ist kein Volk noch Knigreich, 
dahin mein Herr nicht gesandt hat, dich zu suchen. Und wenn sie sprachen: 
Er ist nicht hie, nahm er einen Eid von dem Knigreich und Volk, da man 
dich nicht funden htte.
11. Und du sprichst nun: Gehe hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia ist hie!
12. Wenn ich nun hinginge von dir, so wrde dich der Geist des Herrn 
wegnehmen, wei nicht wohin; und ich dann kme und sagte es Ahab an und 
fnde dich nicht, so erwrgete er mich. Aber dein Knecht frchtet den 
Herrn von seiner Jugend auf.
13. Ist's meinem Herrn nicht angesagt, was ich getan habe, da Isebel die 
Propheten des Herrn erwrgete, da ich der Propheten des Herrn hundert 
versteckte, hie fnfzig und da fnfzig in der Hhle, und versorgete sie 
mit Brot und Wasser?
14. Und du sprichst nun: Gehe hin, sage deinem Herrn: Elia ist hie; da er 
mich erwrge!
15. Elia sprach: So wahr der Herr Zebaoth lebet, vor dem ich stehe, ich 
will mich ihm heute zeigen.
16. Da ging Obadja hin Ahab entgegen und sagte es ihm an. Und Ahab ging 
hin Elia entgegen.
17. Und da Ahab Elia sah, sprach Ahab zu ihm: Bist du, der Israel 
verwirret?
18. Er aber sprach: Ich verwirre Israel nicht, sondern du und deines 
Vaters Haus, damit da ihr des Herrn Gebote verlassen habt und wandelt 
Baalim nach.
19. Wohlan, so sende nun hin und versammle zu mir das ganze Israel auf den 
Berg Karmel und die vierhundertundfnfzig Propheten Baals, auch die 
vierhundert Propheten des Hains, die vom Tisch Isebels essen.
20. Also sandte Ahab hinunter alle Kinder Israel und versammelte die 
Propheten auf den Berg Karmel.
21. Da trat Elia zu allem Volk und sprach: Wie lange hinket ihr auf beiden 
Seiten? Ist der Herr Gott, so wandelt ihm nach; ist's aber Baal, so 
wandelt ihm nach! Und das Volk antwortete ihm nichts.
22. Da sprach Elia zum Volk: Ich bin allein berblieben ein Prophet des 
Herrn, aber der Propheten Baals sind vierhundertundfnfzig Mann.
23. So gebet uns nun zween Farren und lasset sie erwhlen einen Farren und 
ihn zerstcken und aufs Holz legen und kein Feuer dran legen, so will ich 
den andern Farren nehmen und aufs Holz legen und auch kein Feuer dran 
legen.
24. So rufet ihr an den Namen eures Gottes, und ich will den Namen des 
Herrn anrufen. Welcher Gott nun mit Feuer antworten wird, der sei Gott. 
Und das ganze Volk antwortete und sprach: Das ist recht.
25. Und Elia sprach zu den Propheten Baals: Erwhlet ihr einen Farren und 
machet am ersten, denn euer ist viel; und rufet eures Gottes Namen an und 
leget kein Feuer dran.
26. Und sie nahmen den Farren, den er ihnen gab, und richteten zu und 
riefen an den Namen Baals von Morgen an bis an den Mittag und sprachen: 
Baal, erhre uns! Aber es war da keine Stimme noch Antwort. Und sie 
hinkten um den Altar, den sie gemacht hatten.
27. Da es nun Mittag ward, spottete ihrer Elia und sprach: Rufet laut; 
denn er ist ein Gott, er dichtet, oder hat zu schaffen, oder ist ber 
Feld, oder schlft vielleicht, da er aufwache.
28. Und sie riefen laut und ritzten sich mit Messern und Pfriemen nach 
ihrer Weise, bis da ihr Blut hernach ging.
29. Da aber der Mittag vergangen war, weissagten sie, bis da man das 
Speisopfer tun sollte; und war da keine Stimme, noch Antwort, noch 
Aufmerken.
30. Da sprach Elia zu allem Volk: Kommt her, alles Volk, zu mir! Und da 
alles Volk zu ihm trat, heilete er den Altar des Herrn, der zerbrochen war.
31. Und nahm zwlf Steine nach der Zahl der Stmme der Kinder Jakobs (zu 
welchem das Wort des Herrn redete und sprach: Du sollst Israel heien).
32. Und bauete von den Steinen einen Altar im Namen des Herrn und machte 
um den Altar her eine Grube, zwei Kornma weit.
33. Und richtete das Holz zu und zerstckte den Farren und legte ihn aufs 
Holz.
34. Und sprach: Holet vier Kad Wasser voll und gieet es auf das 
Brandopfer und auf das Holz. Und sprach: Tut es noch einmal. Und sie taten 
es noch einmal. Und er sprach: Tut es zum drittenmal. Und sie taten es zum 
drittenmal.
35. Und das Wasser lief um den Altar her, und die Grube ward auch voll 
Wassers.
36. Und da die Zeit war, Speisopfer zu opfern, trat Elia, der Prophet, 
herzu und sprach: Herr, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, la heute kund 
werden, da du Gott in Israel bist und ich dein Knecht, und da ich 
solches alles nach deinem Wort getan habe.
37. Erhre mich, Herr, erhre mich, da dies Volk wisse, da du, Herr, 
Gott bist, da du ihr Herz danach bekehrest.
38. Da fiel das Feuer des Herrn herab und fra Brandopfer, Holz, Steine 
und Erde und leckte das Wasser auf in der Grube.
39. Da das alles Volk sah, fiel es auf sein Angesicht und sprachen: Der 
Herr ist Gott, der Herr ist Gott!
40. Elia aber sprach zu ihnen: Greifet die Propheten Baals, da ihrer 
keiner entrinne! Und sie griffen sie. Und Elia fhrete sie hinab an den 
Bach Kison und schlachtete sie daselbst.
41. Und Elia sprach zu Ahab: Zeuch hinauf, i und trink; denn es rauschet, 
als wollte es sehr regnen.
42. Und da Ahab hinaufzog zu essen und zu trinken, ging Elia auf des 
Karmels Spitze und bckte sich zur Erde und tat sein Haupt zwischen seine 
Kniee.
43. Und sprach zu seinem Knaben: Gehe hinauf und schaue zum Meer zu! Er 
ging hinauf und schauete und sprach: Es ist nichts da. Er sprach: Gehe 
wieder hin siebenmal!
44. Und im siebentenmal sprach er: Siehe, es gehet eine kleine Wolke auf 
aus dem Meer wie eines Mannes Hand. Er sprach: Gehe hinauf und sage Ahab: 
Spanne an und fahre hinab, da dich der Regen nicht ergreife.
45. Und ehe man zusah, ward der Himmel schwarz von Wolken und Wind, und 
kam ein groer Regen. Ahab aber fuhr und zog gen Jesreel.
46. Und die Hand des Herrn kam ber Elia; und er grtete seine Lenden und 
lief vor Ahab hin, bis er kam gen Jesreel.
1.Knige 19
1. Und Ahab sagte Isebel an alles was Elia getan hatte, und wie er htte 
alle Propheten Baals mit dem Schwert erwrget.
2. Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und lie ihm sagen: Die Gtter tun 
mir dies und das, wo ich nicht morgen um diese Zeit deiner Seele tue wie 
dieser Seelen einer!
3. Da er das sah, machte er sich auf und ging, wo er hin wollte, und kam 
gen Berseba in Juda und lie seinen Knaben daselbst.
4. Er aber ging hin in die Wste eine Tagreise; und kam hinein und setzte 
sich unter einen Wacholder und bat, da seine Seele strbe, und sprach: Es 
ist genug; nimm nun, Herr, meine Seele! Ich bin nicht besser denn meine 
Vter.
5. Und legte sich und schlief unter dem Wacholder. Und siehe, der Engel 
rhrete ihn und sprach zu ihm: Stehe auf und i!
6. Und er sah sich um, und siehe, zu seinen Hupten lag ein gerstet Brot 
und eine Kanne mit Wasser. Und da er gegessen und getrunken hatte, legte 
er sich wieder schlafen.
7. Und der Engel des Herrn kam zum andernmal wieder und rhrete ihn und 
sprach: Stehe auf und i; denn du hast einen groen Weg vor dir.
8. Und er stund auf und a und trank; und ging durch Kraft derselben 
Speise vierzig Tage und vierzig Nchte bis an den Berg Gottes Horeb.
9. Und kam daselbst in eine Hhle und blieb daselbst ber Nacht. Und 
siehe, das Wort des Herrn kam zu ihm und sprach zu ihm: Was machst du hie, 
Elia?
10. Er sprach: Ich habe geeifert um den Herrn, den Gott Zeboath; denn die 
Kinder Israel haben deinen Bund verlassen und deine Altre zerbrochen und 
deine Propheten mit dem Schwert erwrget; und ich bin allein berblieben, 
und sie stehen danach, da sie mir mein Leben nehmen.
11. Er sprach: Gehe heraus und tritt auf den Berg vor den Herrn. Und 
siehe, der Herr ging vorber, und ein groer, starker Wind, der die Berge 
zerri und die Felsen zerbrach, vor dem Herrn her; der Herr aber war nicht 
im Winde. Nach dem Winde aber kam ein Erdbeben; aber der Herr war nicht im 
Erdbeben.
12. Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der Herr war nicht im Feuer. 
Und nach dem Feuer kam ein still sanftes Sausen.
13. Da das Elia hrete, verhllete er sein Antlitz mit seinem Mantel und 
ging heraus und trat in die Tr der Hhle. Und siehe, da kam eine Stimme 
zu ihm und sprach: Was hast du hie zu tun, Elia?
14. Er sprach: Ich habe um den Herrn, den Gott Zebaoth, geeifert; denn die 
Kinder Israel haben deinen Bund verlassen, deine Altre zerbrochen, deine 
Propheten mit dem Schwert erwrget; und ich bin allein berblieben, und 
sie stehen danach, da sie mir das Leben nehmen.
15. Aber der Herr sprach zu ihm: Gehe wiederum deines Weges durch die 
Wste gen Damaskus; und geh hinein und salbe Hasael zum Knige ber Syrien
16. und Jehu, den Sohn Nimsis, zum Knige ber Israel und Elisa, den Sohn 
Saphats, von Abel-Mehola, zum Propheten an deiner Statt.
17. Und soll geschehen, da, wer dem Schwert Hasaels entrinnet, den soll 
Jehu tten, und wer dem Schwert Jehus entrinnet den soll Elisa tten.
18. Und ich will lassen berbleiben siebentausend in Israel, nmlich alle 
Kniee, die sich nicht gebeuget haben vor Baal, und allen Mund, der ihn 
nicht geksset hat.
19. Und er ging von dannen und fand Elisa, den Sohn Saphats, da er 
pflgete mit zwlf Jochen vor sich hin; und er war selbst unter den 
Zwlfen. Und Elia ging zu ihm und warf seinen Mantel auf ihn.
20. Er aber lie die Rinder und lief Elia nach und sprach: La mich meinen 
Vater und meine Mutter kssen, so will ich dir nachfolgen. Er sprach zu 
ihm: Gehe hin und komm wieder; denn ich habe etwas mit dir zu tun.
21. Und er lief wieder von ihm und nahm ein Joch Rinder und opferte es; 
und kochte das Fleisch mit dem Holzwerk an den Rindern und gab's dem Volk, 
da sie aen. Und machte sich auf und folgte Elia nach und dienete ihm.
1.Knige 20
1. Und Benhadad, der Knig zu Syrien, versammelte alle seine Macht, und 
waren zweiunddreiig Knige mit ihm, und Ro und Wagen; und zog herauf und 
belagerte Samaria und stritt wider sie.
2. Und sandte Boten zu Ahab, dem Knige Israels, in die Stadt.
3. Und lie ihm sagen: So spricht Benhadad: Dein Silber und dein Gold ist 
mein, und deine Weiber und deine besten Kinder sind auch mein.
4. Der Knig Israels antwortete und sprach: Mein Herr Knig, wie du 
geredet hast; ich bin dein und alles, was ich habe.
5. Und die Boten kamen wieder und sprachen: So spricht Benhadad: Weil ich 
zu dir gesandt habe und lassen sagen: Dein Silber und dein Gold, deine 
Weiber und deine Kinder sollst du mir geben,
6. so will ich morgen um diese Zeit meine Knechte zu dir senden, da sie 
dein Haus und deiner Untertanen Huser besuchen; und was dir lieblich ist, 
sollen sie in ihre Hnde nehmen und wegtragen.
7. Da rief der Knig Israels allen ltesten des Landes und sprach: Merket 
und sehet, wie bse er's vornimmt! Er hat zu mir gesandt um meine Weiber 
und Kinder, Silber und Gold, und ich habe ihm des nicht gewehret.
8. Da sprachen zu ihm alle Alten und alles Volk: Du sollst nicht gehorchen 
noch bewilligen.
9. Und er sprach zu den Boten Benhadad: Saget meinem Herrn, dem Knige: 
Alles, was du am ersten deinem Knecht entboten hast, will ich tun; aber 
dies kann ich nicht tun. Und die Boten gingen hin und sagten solches 
wieder.
10. Da sandte Benhadad zu ihm und lie ihm sagen: Die Gtter tun mir dies 
und das, wo der Staub Samarias genug sein soll, da alles Volk unter mir 
eine Handvoll davon bringe.
11. Aber der Knig Israels antwortete und sprach: Saget: Der den Harnisch 
anlegt, soll sich nicht rhmen, als der ihn hat abgelegt.
12. Da das Benhadad hrete und er eben trank mit den Knigen in den 
Gezelten, sprach er zu seinen Knechten: Schicket euch! Und sie schickten 
sich wider die Stadt.
13. Und siehe, ein Prophet trat zu Ahab, dem Knige Israels, und sprach: 
So spricht der Herr: Du hast je gesehen all diesen groen Haufen. Siehe, 
ich will ihn heute in deine Hand geben, da du wissen sollst, ich sei der 
Herr.
14. Ahab sprach: Durch wen? Er sprach: So spricht der Herr: Durch die 
Knaben der Landvgte. Er sprach: Wer soll den Streit anspannen? Er sprach: 
Du.
15. Da zhlete er die Knaben der Landvgte, und ihrer waren zweihundert 
und zweiunddreiig. Und zhlete nach ihnen das ganze Volk aller Kinder 
Israel: siebentausend Mann.
16. Und zogen aus im Mittage. Benhadad aber trank und war trunken im 
Gezelt samt den zweiunddreiig Knigen, die ihm zu Hilfe kommen waren.
17. Und die Knaben der Landvgte zogen am ersten aus. Benhadad aber sandte 
aus, und die sagten ihm an und sprachen: Es ziehen Mnner aus Samaria.
18. Er sprach: Greifet sie lebendig, sie seien um Friede oder um Streits 
willen ausgezogen.
19. Da aber die Knaben der Landvgte waren ausgezogen und das Heer ihnen 
nach,
20. schlug ein jeglicher, wer ihm vorkam. Und die Syrer flohen, und Israel 
jagte ihnen nach. Und Benhadad, der Knig zu Syrien, entrann mit Rossen 
und Reitern.
21. Und der Knig Israels zog aus und schlug Ro und Wagen, da er an den 
Syrern eine groe Schlacht tat.
22. Da trat ein Prophet zum Knige Israels und sprach zu ihm: Gehe hin und 
strke dich; und merke und siehe, was du tust! Denn der Knig zu Syrien 
wird wider dich heraufziehen, wenn das Jahr um ist.
23. Denn die Knechte des Knigs zu Syrien sprachen zu ihm: Ihre Gtter 
sind Berggtter; darum haben sie uns angewonnen. O da wir mit ihnen auf 
der Ebene streiten mten! Was gilt's, wir wollten ihnen angewinnen?
24. Tu ihm also: Tu die Knige weg, einen jeglichen von seinem Ort, und 
stelle Herren an ihre Sttte.
25. Und ordne dir ein Heer, wie das Heer war, das du verloren hast, und 
Ro und Wagen, wie jene waren, und la uns wider sie streiten auf der 
Ebene. Was gilt's wir wollen ihnen obliegen? Er gehorchte ihrer Stimme und 
tat also.
26. Als nun das Jahr um war, ordnete Benhadad die Syrer und zog herauf gen 
Aphek, wider Israel zu streiten.
27. Und die Kinder Israel ordneten sich auch und versorgeten sich; und 
zogen hin ihnen entgegen und lagerten sich gegen sie wie zwo kleine Herden 
Ziegen. Der Syrer aber war das Land voll.
28. Und es trat ein Mann Gottes herzu und sprach zum Knige Israels: So 
spricht der Herr: Darum, da die Syrer haben gesagt, der Herr sei ein Gott 
der Berge und nicht ein Gott der Grnde, so habe ich all diesen groen 
Haufen in deine Hand gegeben, da ihr wisset, ich sei der Herr.
29. Und sie lagerten sich stracks gegen jene, sieben Tage. Am siebenten 
Tage zogen sie zuhauf in Streit; und die Kinder Israel schlugen der Syrer 
hunderttausend Fuvolks auf einen Tag.
30. Und die brigen flohen gen Aphek in die Stadt; und die Mauer fiel auf 
die brigen siebenundzwanzigtausend Mann. Und Benhadad floh auch in die 
Stadt, von einer Kammer in die andere.
31. Da sprachen seine Knechte zu ihm: Siehe, wir haben gehret, da die 
Knige des Hauses Israel barmherzige Knige sind; so lat uns Scke um 
unsere Lenden tun und Stricke um unsere Hupter und zum Knige Israels 
hinausgehen; vielleicht lt er deine Seele leben.
32. Und sie grteten Scke um ihre Lenden und Stricke um ihre Hupter und 
kamen zum Knige Israels und sprachen: Benhadad, dein Knecht, lt dir 
sagen: Lieber, la meine Seele leben! Er aber sprach: Lebt er noch, so ist 
er mein Bruder.
33. Und die Mnner nahmen eilend das Wort von ihm und deuteten es fr sich 
und sprachen: Ja, dein Bruder Benhadad. Er sprach: Kommt und bringet ihn! 
Da ging Benhadad zu ihm heraus. Und lie ihn auf den Wagen sitzen
34. und sprach zu ihm: Die Stdte, die mein Vater deinem Vater genommen 
hat, will ich dir wiedergeben; und mache dir Gassen zu Damaskus, wie mein 
Vater zu Samaria getan hat, so will ich mit einem Bunde dich lassen. Und 
er machte mit ihm einen Bund und lie ihn ziehen.
35. Da sprach ein Mann unter den Kindern der Propheten zu seinem Nchsten 
durch das Wort des Herrn: Lieber, schlage mich! Er aber weigerte sich, ihn 
zu schlagen.
36. Da sprach er zu ihm: Darum, da du der Stimme des Herrn nicht hast 
gehorchet, siehe, so wird dich ein Lwe schlagen, wenn du von mir gehest. 
Und da er von ihm abging, fand ihn ein Lwe und schlug ihn.
37. Und er fand einen andern Mann und sprach: Lieber, schlage mich! Und 
der Mann schlug ihn wund.
38. Da ging der Prophet hin und trat zum Knige an den Weg und verstellete 
sein Angesicht mit Asche.
39. Und da der Knig vorberzog, schrie er den Knig an und sprach: Dein 
Knecht war ausgezogen mitten im Streit. Und siehe, ein Mann war gewichen 
und brachte einen Mann zu mir und sprach: Verwahre diesen Mann; wo man 
sein wird missen, so soll deine Seele anstatt seiner Seele sein, oder 
sollst einen Zentner Silbers darwgen.
40. Und da dein Knecht hie und da zu tun hatte, war der nicht mehr da. Der 
Knig Israels sprach zu ihm: Das ist dein Urteil, du hast es selbst 
gefllet.
41. Da tat er eilend die Asche von seinem Angesicht; und der Knig Israels 
kannte ihn, da er der Propheten einer war.
42. Und er sprach zu ihm: So spricht der Herr: Darum, da du hast den 
verbannten Mann von dir gelassen, wird deine Seele fr seine Seele sein 
und dein Volk fr sein Volk.
43. Aber der Knig Israels zog hin Unmuts und zornig in sein Haus und kam 
gen Samaria.
1.Knige 21
1. Nach diesen Geschichten begab sich's, da Naboth, ein Jesreeliter, 
einen Weinberg hatte zu Jesreel, bei dem Palast Ahabs, des Knigs zu 
Samaria.
2. Und Ahab redete mit Naboth und sprach: Gib mir deinen Weinberg, ich 
will mir einen Kohlgarten draus machen, weil er so nahe an meinem Hause 
liegt. Ich will dir einen bessern Weinberg dafr geben; oder, so dir's 
gefllt, will ich dir Silber dafr geben, so viel er gilt.
3. Aber Naboth sprach zu Ahab: Das lasse der Herr ferne von mir sein, da 
ich dir meiner Vter Erbe sollte geben!
4. Da kam Ahab heim Unmuts und zornig um des Worts willen, das Naboth, der 
Jesreeliter, zu ihm hatte gesagt und gesprochen: Ich will dir meiner Vter 
Erbe nicht geben. Und er legte sich auf sein Bett und wandte sein Antlitz 
und a kein Brot.
5. Da kam zu ihm hinein Isebel, sein Weib, und redete mit ihm: Was ist's, 
da dein Geist so Unmuts ist und da du nicht Brot issest?
6. Er sprach zu ihr: Ich habe mit Naboth, dem Jesreeliten, geredet und 
gesagt: Gib mir deinen Weinberg um Geld; oder, so du Lust dazu hast, will 
ich dir einen andern dafr geben. Er aber sprach: Ich will dir meinen 
Weinberg nicht geben.
7. Da sprach Isebel, sein Weib, zu ihm: Was wre fr ein Knigreich in 
Israel, wenn du so ttest? Stehe auf und i Brot und sei gutes Muts! Ich 
will dir den Weinberg Naboths, des Jesreeliten, verschaffen.
8. Und sie schrieb Briefe unter Ahabs Namen und versiegelte sie mit seinem 
Petschier; und sandte sie zu den ltesten und Obersten in seiner Stadt, 
die um Naboth wohneten.
9. Und schrieb also in den Briefen: Lasset ein Fasten ausschreien und 
setzet Naboth oben an im Volk.
10. Und stellet zween loser Buben vor ihn, die da zeugen und sprechen Du 
hast Gott und dem Knige gesegnet. Und fhret ihn hinaus und steiniget 
ihn, da er sterbe.
11. Und die ltesten und Obersten seiner Stadt, die in seiner Stadt 
wohneten, taten, wie ihnen Isebel entboten hatte, wie sie in den Briefen 
geschrieben hatte, die sie zu ihnen sandte.
12. Und lieen ein Fasten ausschreien und lieen Naboth obenan unter dem 
Volk sitzen.
13. Da kamen die zween losen Buben und stelleten sich vor ihn und zeugten 
wider Naboth vor dem Volk und sprachen: Naboth hat Gott und dem Knige 
gesegnet. Da fhreten sie ihn vor die Stadt hinaus und steinigten ihn, da 
er starb.
14. Und sie entboten Isebel und lieen ihr sagen: Naboth ist gesteiniget 
und tot.
15. Da aber Isebel hrete, da Naboth gesteiniget und tot war, sprach sie 
zu Anab: Stehe auf und nimm ein den Weinberg Naboths, des Jesreeliten, 
welchen er sich weigerte, dir um Geld zu geben. Denn Naboth lebt nimmer, 
sondern ist tot.
16. Da Ahab hrete, da Naboth tot war, stund er auf, da er hinabginge 
zum Weinberge Naboths, des Jesreeliten, und ihn einnhme.
17. Aber das Wort des Herrn kam zu Elia, dem Thisbiten, und sprach:
18. Mache dich auf und gehe hinab Ahab, dem Knige Israels, entgegen, der 
zu Samaria ist. (Siehe, er ist im Weinberge Naboths, dahin er ist 
hinabgegangen, da er ihn einnehme.)
19. Und rede mit ihm und sprich: So spricht der Herr: Du hast 
totgeschlagen, dazu auch eingenommen. Und sollst mit ihm reden und sagen: 
So spricht der Herr: An der Sttte, da Hunde das Blut Naboths geleckt 
haben, sollen auch Hunde dein Blut lecken.
20. Und Ahab sprach zu Elia: Hast du mich je deinen Feind erfunden? Er 
aber sprach: Ja, ich habe dich funden, darum da du verkauft bist, nur 
bels zu tun vor dem Herrn.
21. Siehe, ich will Unglck ber dich bringen und deine Nachkommen 
wegnehmen; und will von Ahab ausrotten auch den, der an die Wand pisset 
und der verschlossen und bergelassen ist in Israel.
22. Und will dein Haus machen wie das Haus Jerobeams, des Sohns Nebats, 
und wie das Haus Baesas, des Sohns Ahias, um des Reizens willen, damit du 
erzrnet und Israel sndigen gemacht hast.
23. Und ber Isebel redete der Herr auch und sprach: Die Hunde sollen 
Isebel fressen an der Mauer Jesreels.
24. Wer von Ahab stirbt in der Stadt, den sollen die Hunde fressen; und 
wer auf dem Felde stirbt, den sollen die Vgel unter dem Himmel fressen.
25. Also war niemand, der so gar verkauft wre, bel zu tun vor dem Herrn, 
als Ahab; denn sein Weib Isebel berredete ihn also.
26. Und er machte sich zum groen Greuel, da er den Gtzen nachwandelte, 
allerdinge, wie die Amoriter getan hatten, die der Herr vor den Kindern 
Israel vertrieben hatte.
27. Da aber Ahab solche Worte hrete, zerri er seine Kleider und legte 
einen Sack an seinen Leib und fastete und schlief im Sack und ging 
jmmerlich einher.
28. Und das Wort des Herrn kam zu Elia, dem Thisbiten, und sprach:
29. Hast du nicht gesehen, wie sich Ahab vor mir bckete? Weil er sich nun 
vor mir bckete, will ich das Unglck nicht einfhren bei seinem Leben; 
aber bei seines Sohnes Leben will ich Unglck ber sein Haus fhren.
1.Knige 22
1. Und es kamen drei Jahre um, da kein Krieg war zwischen den Syrern und 
Israel.
2. Im dritten Jahr aber zog Josaphat, der Knig Judas, hinab zum Knige 
Israels.
3. Und der Knig Israels sprach zu seinen Knechten: Wisset ihr nicht, da 
Ramoth in Gilead unser ist; und wir sitzen stille und nehmen sie nicht von 
der Hand des Knigs zu Syrien?
4. Und sprach zu Josaphat: Willst du mit mir ziehen in den Streit gen 
Ramoth in Gilead? Josaphat sprach zum Knige Israels: Ich will sein wie du 
und mein Volk wie dein Volk und meine Rosse wie deine Rosse.
5. Und Josaphat sprach zum Knige Israels: Frage doch heute um das Wort 
des Herrn.
6. Da sammelte der Knig Israels Propheten bei vierhundert Mann und sprach 
zu ihnen: Soll ich gen Ramoth in Gilead ziehen zu streiten, oder soll 
ich's lassen anstehen? Sie sprachen: Zeuch hinauf, der Herr wird's in die 
Hand des Knigs geben.
7. Josaphat aber sprach: Ist hie kein Prophet mehr des Herrn, da wir von 
ihm fragen?
8. Der Knig Israels sprach zu Josaphat: Es ist noch ein Mann, Micha, der 
Sohn Jemlas, von dem man den Herrn fragen mag. Aber ich bin ihm gram; denn 
er weissaget mir kein Gutes, sondern eitel Bses. Josaphat sprach: Der 
Knig rede nicht also!
9. Da rief der Knig Israels einem Kmmerer und sprach: Bringe eilend her 
Micha, den Sohn Jemlas!
10. Der Knig aber Israels und Josaphat, der Knig Judas, saen ein 
jeglicher auf seinem Stuhl, angezogen mit Kleidern, auf dem Platz vor der 
Tr am Tor Samarias; und alle Propheten weissagten vor ihnen.
11. Und Zedekia, der Sohn Knaenas, hatte ihm eiserne Hrner gemacht und 
sprach: So spricht der Herr: Hiemit wirst du die Syrer stoen, bis du sie 
aufrumest.
12. Und alle Propheten weissagten also und sprachen: Zeuch hinauf gen 
Ramoth in Gilead und fahre glckselig; der Herr wird's in die Hand des 
Knigs geben.
13. Und der Bote, der hingegangen war, Micha zu rufen, sprach zu ihm: 
Siehe, der Propheten Reden sind eintrchtiglich gut fr den Knig; so la 
nun dein Wort auch sein wie das Wort derselben und rede Gutes!
14. Micha sprach: So wahr der Herr lebet, ich will reden, was der Herr mir 
sagen wird.
15. Und da er zum Knige kam, sprach der Knig zu ihm: Micha, sollen wir 
gen Ramoth in Gilead ziehen zu streiten, oder sollen wir's lassen 
anstehen? Er sprach zu ihm: Ja, zeuch hinauf und fahre glckselig; der 
Herr wird's in die Hand des Knigs geben.
16. Der Knig sprach abermal zu ihm: Ich beschwre dich, da du mir nicht 
anders sagest denn die Wahrheit im Namen des Herrn.
17. Er sprach: Ich sah ganz Israel zerstreuet auf den Bergen wie die 
Schafe, die keinen Hirten haben. Und der Herr sprach: Haben diese keinen 
Herrn? Ein jeglicher kehre wieder heim mit Frieden!
18. Da sprach der Knig Israels zu Josaphat: Habe ich dir nicht gesagt, 
da er mir nichts Gutes weissaget, sondern eitel Bses?
19. Er sprach: Darum hre nun das Wort des Herrn. Ich sah den Herrn sitzen 
auf seinem Stuhl und alles himmlische Heer neben ihm stehen zu seiner 
Rechten und Linken.
20. Und der Herr sprach: Wer will Ahab berreden, da er hinaufziehe und 
falle zu Ramoth in Gilead? Und einer sagte dies, der andere das.
21. Da ging ein Geist heraus und trat vor den Herrn und sprach: Ich will 
ihn berreden. Der Herr sprach zu ihm: Womit?
22. Er sprach: Ich will ausgehen und will ein falscher Geist sein in aller 
seiner Propheten Munde. Er sprach: Du sollst ihn berreden und sollst es 
ausrichten; gehe aus und tue also!
23. Nun siehe, der Herr hat einen falschen Geist gegeben in aller dieser 
deiner Propheten Mund; und der Herr hat Bses ber dich geredet.
24. Da trat herzu Zedekia, der Sohn Knaenas, und schlug Micha auf den 
Backen und sprach: Wie? Ist der Geist des Herrn von mir gewichen, da er 
mit dir redet?
25. Micha sprach: Siehe, du wirst's sehen an dem Tage, wenn du von einer 
Kammer in die andere gehen wirst, da du dich verkriechest.
26. Der Knig Israels sprach: Nimm Micha und la ihn bleiben bei Amon, dem 
Brgermeister, und bei Joas, dem Sohn des Knigs,
27. und sprich: So spricht der Knig: Diesen setzet ein in den Kerker und 
speiset ihn mit Brot und Wasser der Trbsal, bis ich mit Frieden 
wiederkomme.
28. Micha sprach: Kommst du mit Frieden wieder, so hat der Herr nicht 
durch mich geredet. Und sprach: Hret zu, alles Volk!
29. Also zog der Knig Israels und Josaphat, der Knig Judas, hinauf gen 
Ramoth in Gilead.
30. Und der Knig Israels sprach zu Josaphat: Verstelle dich und komm in 
den Streit mit deinen Kleidern angetan. Der Knig Israels aber verstellete 
sich auch und zog in den Streit.
31. Aber der Knig zu Syrien gebot den Obersten ber seine Wagen, der 
waren zweiunddreiig, und sprach: Ihr sollt nicht streiten wider Kleine 
noch Groe, sondern wider den Knig Israels allein.
32. Und da die Obersten der Wagen Josaphat sahen, meineten sie, er wre 
der Knig Israels, und fielen auf ihn mit Streiten; aber Josaphat schrie.
33. Da aber die Obersten der Wagen sahen, da er nicht der Knig Israels 
war, wandten sie sich hinten von ihm.
34. Ein Mann aber spannete den Bogen ohngefhr und scho den Knig Israels 
zwischen den Panzer und Hengel. Und er sprach zu seinem Fuhrmann: Wende 
deine Hand und fhre mich aus dem Heer, denn ich bin wund.
35. Und der Streit nahm berhand desselben Tages; und der Knig stund auf 
dem Wagen gegen die Syrer und starb des Abends. Und das Blut flo von den 
Wunden mitten in den Wagen.
36. Und man lie ausrufen im Heer, da die Sonne unterging, und sagen: Ein 
jeglicher gehe in seine Stadt und in sein Land!
37. Also starb der Knig und ward gen Samaria gebracht. Und sie begruben 
ihn zu Samaria.
38. Und da sie den Wagen wuschen bei dem Teiche Samarias, leckten die 
Hunde sein Blut (es wuschen ihn aber die Huren) nach dem Wort des Herrn, 
das er geredet hatte.
39. Was mehr von Ahab zu sagen ist, und alles, was er getan hat, und das 
elfenbeinerne Haus, das er bauete, und alle Stdte, die er gebauet hat, 
siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
40. Also entschlief Ahab mit seinen Vtern; und sein Sohn Ahasja ward 
Knig an seiner Statt.
41. Und Josaphat, der Sohn Assas, ward Knig ber Juda im vierten Jahr 
Ahabs, des Knigs Israels.
42. Und war fnfunddreiig Jahre alt, da er Knig ward, und regierte 
fnfundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Asuba, eine Tochter 
Silhis.
43. Und wandelte in allem Wege seines Vaters Assa und wich nicht davon; 
und er tat, das dem Herrn wohlgefiel.
44. Doch tat er die Hhen nicht weg, und das Volk opferte und rucherte 
noch auf den Hhen.
45. Und hatte Frieden mit dem Knige Israels.
46. Was aber mehr von Josaphat zu sagen ist, und die Macht, was er getan, 
und wie er gestritten hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der 
Knige Judas.
47. Auch tat er aus dem Lande, was noch briger Hurer waren, die zu der 
Zeit seines Vaters Assa waren berblieben.
48. Und es war kein Knig in Edom.
49. Und Josaphat hatte Schiffe lassen machen aufs Meer, die in Ophir gehen 
sollten, Gold zu holen. Aber sie gingen nicht; denn sie wurden zerbrochen 
zu Ezeon-Geber.
50. Dazumal sprach Ahasja, der Sohn Ahabs, zu Josaphat: La meine Knechte 
mit deinen Knechten in Schiffen fahren. Josaphat aber wollte nicht.
51. Und Josaphat entschlief mit seinen Vtern und ward begraben mit seinen 
Vtern in der Stadt Davids, seines Vaters; und Joram, sein Sohn, ward 
Knig an seiner Statt.
52. Ahasja, der Sohn Ahabs, ward Knig ber Israel zu Samaria im 
siebenzehnten Jahr Josaphats, des Knigs Judas, und regierte ber Israel 
zwei Jahre.
53. Und tat, das dem Herrn bel gefiel, und wandelte in dem Wege seines 
Vaters und seiner Mutter und in dem Wege Jerobeams, des Sohns Nebats, der 
Israel sndigen machte.
54. Und dienete Baal und betete ihn an; und erzrnete den Herrn, den Gott 
Israels, wie sein Vater tat.
2.Knige 1
1. Auch fielen die Moabiter ab von Israel, da Ahab tot war.
2. Und Ahasja fiel durchs Gitter in seinem Saal zu Samaria und ward krank; 
und sandte Boten und sprach zu ihnen: Gehet hin und fraget Baal-Sebub, den 
Gott zu Ekron, ob ich von dieser Krankheit genesen werde.
3. Aber der Engel des Herrn redete mit Elia, dem Thisbiten: Auf! und 
begegne den Boten des Knigs zu Samaria und sprich zu ihnen: Ist denn nun 
kein Gott in Israel, da ihr hingehet zu fragen Baal-Sebub, den Gott zu 
Ekron?
4. Darum so spricht der Herr: Du sollst nicht von dem Bette kommen, darauf 
du dich geleget hast, sondern sollst des Todes sterben. Und Elia ging weg.
5. Und da die Boten wieder zu ihm kamen, sprach er zu ihnen: Warum kommt 
ihr wieder?
6. Sie sprachen zu ihm: Es kam uns ein Mann herauf entgegen und sprach zu 
uns: Gehet wiederum hin zu dem Knige, der euch gesandt hat, und sprechet 
zu ihm: So spricht der Herr: Ist denn kein Gott in Israel, da du 
hinsendest, zu fragen Baal-Sebub, den Gott zu Ekron? Darum sollst du nicht 
kommen von dem Bette, darauf du dich geleget hast, sondern sollst des 
Todes sterben.
7. Er sprach zu ihnen: Wie war der Mann gestaltet, der euch begegnete und 
solches zu euch sagte?
8. Sie sprachen zu ihm: Er hatte eine rauche Haut an und einen ledernen 
Grtel um seine Lenden. Er aber sprach: Es ist Elia, der Thisbiter.
9. Und er sandte hin zu ihm einen Hauptmann ber fnfzig samt denselben 
Fnfzigen. Und da der zu ihm hinaufkam, siehe, da sa er oben auf dem 
Berge. Er aber sprach zu ihm: Du Mann Gottes, der Knig sagt: Du sollst 
herabkommen.
10. Elia antwortete dem Hauptmann ber fnfzig und sprach zu ihm: Bin ich 
ein Mann Gottes, so falle Feuer vom Himmel und fresse dich und deine 
Fnfzig. Da fiel Feuer vom Himmel und fra ihn und seine Fnfzig.
11. Und er sandte wiederum einen andern Hauptmann ber fnfzig zu ihm samt 
seinen Fnfzigen. Der antwortete und sprach zu ihm: Du Mann Gottes, so 
spricht der Knig: Komm eilends herab!
12. Elia antwortete und sprach: Bin ich ein Mann Gottes, so falle Feuer 
vom Himmel und fresse dich und deine Fnfzig. Da fiel das Feuer Gottes vom 
Himmel und fra ihn und seine Fnfzig.
13. Da sandte er wiederum den dritten Hauptmann ber fnfzig samt seinen 
Fnfzigen. Da der zu ihm hinaufkam, beugte er seine Kniee gegen Elia und 
flehete ihm und sprach zu ihm: Du Mann Gottes, la meine Seele und die 
Seele deiner Knechte, dieser Fnfzig, vor dir etwas gelten!
14. Siehe, das Feuer ist vom Himmel gefallen und hat die ersten zween 
Hauptmnner ber fnfzig mit ihren Fnfzigen gefressen; nun aber la meine 
Seele etwas gelten vor dir!
15. Da sprach der Engel. des Herrn zu Elia: Gehe mit ihm hinab und frchte 
dich nicht vor ihm! Und er machte sich auf und ging mit ihm hinab zum 
Knige.
16. Und er sprach zu ihm: So spricht der Herr: Darum, da du hast Boten 
hingesandt und lassen fragen Baal-Sebub, den Gott zu Ekron, als wre kein 
Gott in Israel, des Wort man fragen mchte, so sollst du von dem Bette 
nicht kommen, darauf du dich geleget hast, sondern sollst des Todes 
sterben.
17. Also starb er nach dem Wort des Herrn, das Elia geredet hatte. Und 
Joram ward Knig an seiner Statt im andern Jahr Jorams, des Sohns 
Josaphats, des Knigs Judas; denn er hatte keinen Sohn.
18. Was aber mehr von Ahasja zu sagen ist, das er getan hat, siehe, das 
ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
2.Knige 2
1. Da aber der Herr wollte Elia im Wetter gen Himmel holen, ging Elia und 
Elisa von Gilgal.
2. Und Elia sprach zu Elisa: Lieber, bleib hie; denn der Herr hat mich gen 
Bethel gesandt. Elisa aber sprach: So wahr der Herr lebet und deine Seele, 
ich verlasse dich nicht. Und da sie hinab gen Bethel kamen,
3. gingen der Propheten Kinder, die zu Bethel waren, heraus zu Elisa und 
sprachen zu ihm: Weiest du auch, da der Herr wird deinen Herrn heute von 
deinen Hupten nehmen? Er aber sprach: Ich wei es auch wohl; schweiget 
nur stille!
4. Und Elia sprach zu ihm: Elisa, Lieber, bleib hie; denn der Herr hat 
mich gen Jericho gesandt. Er aber sprach: So wahr der Herr lebet und deine 
Seele, ich verlasse dich nicht. Und da sie gen Jericho kamen,
5. traten der Propheten Kinder, die zu Jericho waren, zu Elisa und 
sprachen zu ihm: Weiest du auch, da der Herr wird deinen Herrn heute von 
deinen Hupten nehmen? Er aber sprach: Ich wei es auch wohl; schweiget 
nur stille!
6. Und Elia sprach zu ihm: Lieber, bleib hie; denn der Herr hat mich 
gesandt an den Jordan. Er aber sprach: So wahr der Herr lebet und deine 
Seele, ich verlasse dich nicht: Und gingen die beiden miteinander.
7. Aber fnfzig Mnner unter der Propheten Kindern gingen hin und traten 
gegenber von ferne; aber die beiden stunden am Jordan.
8. Da nahm Elia seinen Mantel und wickelte ihn zusammen und schlug ins 
Wasser; das teilete sich auf beiden Seiten, da die beiden trocken 
durchhin gingen.
9. Und da sie hinberkamen, sprach Elia zu Elisa: Bitte, was ich dir tun 
soll, ehe ich von dir genommen werde. Elisa sprach: Da dein Geist bei mir 
sei zwiefltig.
10. Er sprach: Du hast ein Hartes gebeten; doch so du mich sehen wirst, 
wenn ich von dir genommen werde, so wird's ja sein; wo nicht, so wird's 
nicht sein.
11. Und da sie miteinander gingen, und er redete, siehe, da kam ein 
feuriger Wagen mit feurigen Rossen, und schieden die beiden voneinander; 
und Elia fuhr also im Wetter gen Himmel.
12. Elisa aber sah es und schrie: Mein Vater, mein Vater, Wagen Israels 
und seine Reiter! Und sah ihn nicht mehr. Und er fassete seine Kleider und 
zerri sie in zwei Stcke.
13. Und hub auf den Mantel Elias, der ihm entfallen war; und kehrete um 
und trat an das Ufer des Jordans.
14. Und nahm denselben Mantel Elias, der ihm entfallen war, und schlug ins 
Wasser und sprach: Wo ist nun der Herr, der Gott Elias? Und schlug ins 
Wasser; da teilete sich's auf beiden Seiten; und Elisa ging hindurch.
15. Und da ihn sahen der Propheten Kinder, die zu Jericho gegen ihm waren, 
sprachen sie: Der Geist Elias ruhet auf Elisa; und gingen ihm entgegen und 
beteten an zur Erde.
16. Und sprachen zu ihm: Siehe, es sind unter deinen Knechten fnfzig 
Mnner, starke Leute, die la gehen und deinen Herrn suchen; vielleicht 
hat ihn der Geist des Herrn genommen und irgend auf einen Berg, oder 
irgend in ein Tal geworfen. Er aber sprach: Lasset nicht gehen!
17. Aber sie ntigten ihn, bis da er sich ungebrdig stellete und sprach: 
Lasset hingehen! Und sie sandten hin fnfzig Mnner und suchten ihn drei 
Tage; aber sie fanden ihn nicht
18. und kamen wieder zu ihm. Und er blieb zu Jericho und sprach zu ihnen: 
Sagte ich euch nicht, ihr solltet nicht hingehen?
19. Und die Mnner der Stadt sprachen zu Elisa: Siehe, es ist gut wohnen 
in dieser Stadt, wie mein Herr siehet; aber es ist bses Wasser und das 
Land unfruchtbar.
20. Er sprach: Bringet mir her eine neue Schale und tut Salz drein. Und 
sie brachten es ihm.
21. Da ging er hinaus zu der Wasserquelle und warf das Salz drein und 
sprach: So spricht der Herr: Ich habe dies Wasser gesund gemacht; es soll 
hinfort kein Tod noch Unfruchtbarkeit daher kommen.
22. Also ward das Wasser gesund bis auf diesen Tag nach dem Wort Elisas, 
das er redete.
23. Und er ging hinauf gen Bethel. Und als er auf dem Wege hinanging, 
kamen kleine Knaben zur Stadt heraus und spotteten ihn und sprachen zu 
ihm: Kahlkopf, komm herauf! Kahlkopf, komm herauf!
24. Und er wandte sich um, und da er sie sah, fluchte er ihnen im Namen 
des Herrn. Da kamen zween Bren aus dem Walde und zerrissen der Kinder 
zweiundvierzig.
25. Von dannen ging er auf den Berg Karmel und kehrete um von dannen gen 
Samaria.
2.Knige 3
1. Joram, der Sohn Ahabs, ward Knig ber Israel zu Samaria im achtzehnten 
Jahr Josaphats, des Knigs Judas; und regierte zwlf Jahre.
2. Und tat, das dem Herrn bel gefiel, doch nicht wie sein Vater und seine 
Mutter. Denn er tat weg die Sule Baals, die sein Vater machen lie.
3. Aber er blieb hangen an den Snden Jerobeams, des Sohns Nebats, der 
Israel sndigen machte, und lie nicht davon.
4. Mesa aber, der Moabiter Knig, hatte viel Schafe und zinsete dem Knige 
Israels Wolle von hunderttausend Lmmern und von hunderttausend Widdern.
5. Da aber Ahab tot war, fiel der Moabiter Knig ab vom Knige Israels.
6. Da zog zu derselben Zeit aus der Knig Joram von Samaria und ordnete 
das ganze Israel.
7. Und sandte hin zu Josaphat, dem Knige Judas, und lie ihm sagen: Der 
Moabiter Knig ist von mir abgefallen; komm mit mir, zu streiten wider die 
Moabiter! Er sprach: Ich will hinaufkommen; ich bin wie du und mein Volk 
wie dein Volk und meine Rosse wie deine Rosse.
8. Und sprach: Durch welchen Weg wollen wir hinaufziehen? Er sprach: Durch 
den Weg in der Wste Edom.
9. Also zog hin der Knig Israels, der Knig Judas und der Knig Edoms. 
Und da sie sieben Tagreisen zogen, hatte das Heer und das Vieh, das unter 
ihnen war, kein Wasser.
10. Da sprach der Knig Israels: O wehe! Der Herr hat diese drei Knige 
geladen, da er sie in der Moabiter Hnde gbe.
11. Josaphat aber sprach: Ist kein Prophet des Herrn hie, da wir den 
Herrn durch ihn ratfragten? Da antwortete einer unter den Knechten des 
Knigs Israels und sprach: Hie ist Elisa, der Sohn Saphats, der Elia 
Wasser auf die Hnde go.
12. Josaphat sprach: Des Herrn Wort ist bei ihm. Also zogen zu ihm hinab 
der Knig Israels und Josaphat und der Knig Edoms.
13. Elisa aber sprach zum Knige Israels: Was hast du mit mir zu schaffen? 
Gehe hin zu den Propheten deines Vaters und zu den Propheten deiner 
Mutter! Der Knig Israels sprach zu ihm: Nein; denn der Herr hat diese 
drei Knige geladen, da er sie in der Moabiter Hnde gbe.
14. Elisa sprach: So wahr der Herr Zebaoth lebet, vor dem ich stehe, wenn 
ich nicht Josaphat, den Knig Judas, anshe, ich wollte dich nicht ansehen 
noch achten.
15. So bringet mir nun einen Spielmann. Und da der Spielmann auf der Saite 
spielte, kam die Hand des Herrn auf ihn.
16. Und er sprach: So spricht der Herr: Machet hie und da Graben an diesem 
Bach!
17. Denn so spricht der Herr: Ihr werdet keinen Wind noch Regen sehen; 
dennoch soll der Bach voll Wassers werden, da ihr und euer Gesinde und 
euer Vieh trinket.
18. Dazu ist das ein Geringes vor dem Herrn, er wird auch die Moabiter in 
eure Hnde geben,
19. da ihr schlagen werdet alle festen Stdte und alle auserwhlten 
Stdte; und werdet fllen alle guten Bume und werdet verstopfen alle 
Wasserbrunnen und werdet allen guten Acker mit Steinen verderben.
20. Des Morgens aber, wenn man Speisopfer opfert, siehe, da kam ein 
Gewsser des Weges von Edom und fllete das Land mit Wasser.
21. Da aber alle Moabiter hreten, da die Knige heraufzogen, wider sie 
zu streiten, beriefen sie alle, die zur Rstung alt genug und drber 
waren, und traten an die Grenze.
22. Und da sie sich des Morgens frhe aufmachten, und die Sonne aufging 
auf das Gewsser, deuchte die Moabiter das Gewsser gegen ihnen rot sein 
wie Blut;
23. und sprachen: Es ist Blut; die Knige haben sich mit dem Schwert 
verderbet, und einer wird den andern geschlagen haben. Hui, Moab, mache 
dich nun zur Ausbeute!
24. Aber da sie zum Lager Israels kamen, machte sich Israel auf und 
schlugen die Moabiter; und sie flohen vor ihnen. Aber sie kamen hinein und 
schlugen Moab.
25. Die Stdte zerbrachen sie, und ein jeglicher warf seine Steine auf 
alle guten Acker und machten sie voll; und verstopften alle Wasserbrunnen 
und flleten alle guten Bume, bis da nur die Steine an den Ziegelmauern 
berblieben; und sie umgaben sie mit Schleudern und schlugen sie.
26. Da aber der Moabiter Knig sah, da ihm der Streit zu stark war, nahm 
er siebenhundert Mann zu sich, die das Schwert auszogen, herauszureien 
wider den Knig Edoms; aber sie konnten nicht.
27. Da nahm er seinen ersten Sohn, der an seiner Statt sollte Knig 
werden, und opferte ihn zum Brandopfer auf der Mauer. Da ward Israel sehr 
zornig, da sie von ihm abzogen, und kehreten wieder zu Lande.
2.Knige 4
1. Und es schrie ein Weib unter den Weibern der Kinder der Propheten zu 
Elisa und sprach: Dein Knecht, mein Mann, ist gestorben; so weit du, da 
er, dein Knecht, den Herrn frchtete; nun kommt der Schuldherr und will 
meine beiden Kinder nehmen zu eigenen Knechten.
2. Elisa sprach zu ihr: Was soll ich dir tun? Sage mir, was hast du im 
Hause? Sie sprach: Deine Magd hat nichts im Hause denn einen lkrug.
3. Er sprach: Gehe hin und bitte drauen von allen deinen Nachbarinnen 
leere Gefe, und derselben nicht wenig.
4. Und gehe hinein und schleu die Tr hinter dir zu mit deinen Shnen und 
geu in alle Gefe; und wenn du sie gefllet hast, so gib sie hin.
5. Sie ging hin und schlo die Tr hinter ihr zu samt ihren Shnen; die 
brachten. ihr die Gefe zu, so go sie ein.
6. Und da die Gefe voll waren, sprach sie zu ihrem Sohn: Lange mir noch 
ein Gef her! Er sprach zu ihr: Es ist kein Gef mehr hie. Da stund das 
l.
7. Und sie ging hin und sagte es dem Mann Gottes an. Er sprach: Gehe hin, 
verkaufe das l und bezahle deinen Schuldherrn; du aber und deine Shne 
nhret euch von dem brigen.
8. Und es begab sich zu der Zeit, da Elisa ging gen Sunem. Daselbst war 
eine reiche Frau; die hielt ihn, da er bei ihr a. Und als er nun oft 
daselbst durchzog, ging er zu ihr ein und a bei ihr.
9. Und sie sprach zu ihrem Manne: Siehe, ich merke, da dieser Mann Gottes 
heilig ist, der immerdar hie durchgehet.
10. La uns ihm eine kleine bretterne Kammer oben machen und ein Bett, 
Tisch, Stuhl und Leuchter hineinsetzen, auf da, wenn er zu uns kommt, 
dahin sich tue.
11. Und es begab sich zu der Zeit, da er hineinkam und legte sich oben in 
die Kammer und schlief drinnen.
12. Und sprach zu seinem Knaben Gehasi: Rufe der Sunamitin! Und da er ihr 
rief, trat sie vor ihn.
13. Er sprach zu ihm: Sage ihr: Siehe, du hast uns all diesen Dienst 
getan; was soll ich dir tun? Hast du eine Sache an den Knig oder an den 
Feldhauptmann? Sie sprach: Ich wohne unter meinem Volk.
14. Er sprach: Was ist ihr denn zu tun? Gehasi sprach: Ach, sie hat keinen 
Sohn, und ihr Mann ist alt.
15. Er sprach: Rufe ihr! Und da er ihr rief, trat sie in die Tr.
16. Und er sprach: Um diese Zeit ber ein Jahr sollst du einen Sohn 
herzen. Sie sprach: Ach nicht, mein Herr, du Mann Gottes, lge deiner Magd 
nicht!
17. Und die Frau ward schwanger und gebar einen Sohn um dieselbe Zeit ber 
ein Jahr, wie ihr Elisa geredet hatte.
18. Da aber das Kind gro ward, begab sich's, da es hinaus zu seinem 
Vater zu den Schnittern ging.
19. Und sprach zu seinem Vater: O mein Haupt, mein Haupt! Er sprach zu 
seinem Knaben: Bringe ihn zu seiner Mutter!
20. Und er nahm ihn und brachte ihn hinein zu seiner Mutter; und sie 
setzte ihn auf ihren Scho bis an den Mittag; da starb er.
21. Und sie ging hinauf und legte ihn aufs Bett des Mannes Gottes, schlo 
zu und ging hinaus.
22. Und rief ihrem Mann und sprach: Sende mir der Knaben einen und eine 
Eselin; ich will zu dem Mann Gottes und wiederkommen.
23. Er sprach: Warum willst du zu ihm? Ist doch heute nicht Neumond noch 
Sabbat. Sie sprach: Es ist gut.
24. Und sie sattelte die Eselin und sprach zum Knaben: Treibe fort und 
sume mich nicht mit dem Reiten, wie ich dir sage;
25. Also zog sie hin und kam zu dem Mann Gottes auf den Berg Karmel. Als 
aber der Mann Gottes sie gegen ihm sah, sprach er zu seinem Knaben Gehasi: 
Siehe, die Sunamitin ist da.
26. So lauf ihr nun entgegen und frage sie, ob's ihr und ihrem Mann und 
Sohn wohlgehe? Sie sprach: Wohl.
27. Da sie aber zu dem Mann Gottes auf den Berg kam, hielt sie ihn bei 
seinen Fen; Gehasi aber trat herzu, da er sie abstiee. Aber der Mann 
Gottes sprach: La sie, denn ihre Seele ist betrbt; und der Herr hat 
mir's verborgen und nicht angezeiget.
28. Sie sprach: Wann habe ich einen Sohn gebeten von meinem Herrn? Sagte 
ich nicht, du solltest mich nicht tuschen?
29. Er sprach zu Gehasi: Grte deine Landen und nimm meinen Stab in deine 
Hand und gehe hin (so dir jemand begegnet, so gre ihn nicht, und gret 
dich jemand, so danke ihm nicht) und lege meinen Stab auf des Knaben 
Antlitz.
30. Die Mutter aber des Knaben sprach: So wahr der Herr lebet und deine 
Seele, ich lasse nicht von dir machte er sich auf und ging ihr nach.
31. Gehasi aber ging vor ihnen hin und legte den Stab dem Knaben. aufs 
Antlitz; da war aber keine Stimme noch Fhlen. Und er ging wiederum ihm 
entgegen und zeigte ihm an und sprach: Der Knabe ist nicht aufgewacht.
32. Und da Elisa ins Haus kam, siehe, da lag der Knabe tot auf seinem 
Bette.
33. Und er ging hinein und schlo die Tr zu fr sie beide und betete zu 
dem Herrn.
34. Und stieg hinauf und legte sich auf das Kind und legte seinen Mund auf 
des Kindes Mund und seine Augen auf seine Augen und seine Hnde auf seine 
Hnde; und breitete sich also ber ihn, da des Kindes Laib warm ward.
35. Er aber stund wieder auf und ging im Hause einmal hieher und daher; 
und stieg hinauf und breitete sich ber ihn. Da schnaubte der Knabe 
siebenmal; danach tat der Knabe seine Augen auf.
36. Und er rief Gehasi und sprach: Rufe der Sunamitin. Und da er ihr rief, 
kam sie hinein zu ihm. Er sprach: Da nimm hin deinen Sohn!
37. Da kam sie und fiel zu seinen Fen und betete an zur Erde; und nahm 
ihren Sohn und ging hinaus.
38. Da aber Elisa wieder gen Gilgal kam, ward Teurung im Lande, und die 
Kinder der Propheten wohneten vor ihm. Und er sprach zu seinem Knaben: 
Setze zu einen groen Topf und koche ein Gemse fr die Kinder der 
Propheten.
39. Da ging einer aufs Feld, da er Kraut lse, und fand wilde Ranken, und 
las davon Koloquinten, sein Kleid voll; und da er kam, schnitt er's in den 
Topf zum Gemse, denn sie kannten es nicht.
40. Und da sie es ausschtteten fr die Mnner zu essen, und sie von dem 
Gemse aen, schrieen sie und sprachen: O Mann Gottes, der Tod im Topf! 
Denn sie konnten's nicht essen.
41. Er aber sprach: Bringet Mehl her! Und er tat's in den Topf und sprach: 
Schtte es dem Volk vor, da sie essen. Da war nichts Bses in dem Topf.
42. Es kam aber ein Mann von Baal-Salisa und brachte dem Mann Gottes 
Erstlingsbrot, nmlich zwanzig Brote, und neu Getreide in seinem Kleid. Er 
aber sprach: Gib's dem Volk, da sie essen!
43. Sein Diener sprach: Was soll ich hundert Mann an dem geben? Er sprach: 
Gib dem. Volk, da sie essen! Denn so spricht der Herr: Man wird essen, 
und wird berbleiben.
44. Und er legte es ihnen vor, da sie aen; und blieb noch ber nach dem 
Wort des Herrn.
2.Knige 5
1. Naeman, der Feldhauptmann des Knigs zu Syrien, war ein trefflicher 
Mann vor seinem Herrn und hoch gehalten; denn durch ihn gab der Herr Heil 
in Syrien. Und er war ein gewaltiger Mann, und ausstzig.
2. Die Kriegsleute aber in Syrien waren herausgefallen und hatten eine 
kleine Dirne weggefhret aus dem Lande Israel; die war am Dienst des 
Weibes Naemans.
3. Die sprach zu ihrer Frau: Ach; da mein Herr wre bei dem Propheten zu 
Samaria, der wrde ihn von seinem Aussatz losmachen.
4. Da ging er hinein zu seinem Herrn und sagte es ihm und sprach: So und 
so hat die Dirne aus dem Lande Israel geredet.
5. Der Knig zu Syrien sprach: So zeuch hin, ich will dem Knig Israels 
einen Brief schreiben. Und er zog hin und nahm mit sich zehn Zentner 
Silbers und sechstausend Glden und zehn Feierkleider.
6. Und brachte den Brief dem Knige Israels, der lautete also: Wenn dieser 
Brief zu dir kommt, siehe, so wisse, ich habe meinen Knecht Naeman zu dir 
gesandt, da du ihn von seinem Aussatz losmachest.
7. Und da der Knig Israels den Brief las, zerri er seine Kleider und 
sprach: Bin ich denn Gott, da ich tten und lebendig machen knnte, da 
er zu mir schicket, da ich den Mann von seinem Aussatz losmache? Merket 
und sehet, wie suchet er Ursache zu mir!
8. Da das Elisa, der Mann Gottes, hrete, da der Knig Israels seine 
Kleider zerrissen hatte, sandte er zu ihm und lie ihm sagen: Warum hast 
du deine Kleider zerrissen? La ihn zu mir kommen, da er inne werde, da 
ein Prophet in Israel ist.
9. Also kam Naeman mit Rossen und Wagen und hielt vor der Tr am Hause 
Elisas.
10. Da sandte Elisa einen Boten zu ihm und lie ihm sagen: Gehe hin und 
wasche dich siebenmal im Jordan, so wird dir dein Fleisch wiedererstattet 
und rein werden.
11. Da erzrnete Naeman und zog weg und sprach: Ich meinte, er sollte zu 
mir herauskommen und hertreten und den Namen des Herrn, seines Gottes, 
anrufen und mit seiner Hand ber die Sttte fahren und den Aussatz also 
abtun.
12. Sind nicht die Wasser Amanas und Pharphars zu Damaskus. besser denn 
alle Wasser in Israel, da ich mich drinnen wsche und rein wrde? Und 
wandte sich und zog weg mit Zorn.
13. Da machten sich seine Knechte zu ihm, redeten mit ihm und sprachen: 
Lieber Vater, wenn dich der Prophet etwas Groes htte geheien, solltest 
du es nicht tun? Wie viel mehr, so er zu dir sagt: Wasche dich, so wirst 
du rein.
14. Da stieg er ab und taufte sich im Jordan siebenmal, wie der Mann 
Gottes geredet hatte; und sein Fleisch ward wiedererstattet, wie ein 
Fleisch eines jungen Knaben, und ward rein.
15. Und er kehrete wieder zu dem Mann Gottes samt seinem ganzen Heer. Und 
da er hineinkam, trat er vor ihn und sprach: Siehe, ich wei, da kein 
Gott ist in allen Landen ohne in Israel; so nimm nun den Segen von deinem 
Knechte.
16. Er aber sprach: So war der Herr lebet, vor dem ich stehe, ich nehme es 
nicht. Und er ntigte ihn, da er's nhme; aber er wollte nicht.
17. Da sprach Naeman: Mchte denn deinem Knechte nicht gegeben werden 
dieser Erde eine Last, so viel zwei Muler tragen? Denn dein Knecht will 
nicht mehr andern Gttern opfern und Brandopfer tun, sondern dem Herrn;
18. da der Herr deinem Knechte darinnen wolle gndig sein, wo ich anbete 
im Hause Rimons, wenn mein Herr ins Haus Rimons gehet, daselbst anzubeten, 
und er sich an meine Hand lehnet.
19. Er sprach zu ihm:. Zeuch hin mit Frieden! Und als er von ihm 
weggezogen war, ein Feldweges auf dem Lande,
20. gedachte Gehasi, der Knabe Elisas, des Mannes Gottes: Siehe, mein Herr 
hat diesen Syrer Naeman verschonet, da er nichts von ihm hat genommen, 
das er gebracht hat. So wahr der Herr lebet, ich will ihm nachlaufen und 
etwas von ihm nehmen.
21. Also jagte Gehasi dem Naeman nach. Und da Naeman sah, da er ihm 
nachlief, stieg er vom Wagen ihm entgegen und sprach: Gehet es recht zu?
22. Er sprach: Ja. Aber mein Herr hat mich gesandt und lt dir sagen: 
Siehe, jetzt sind zu mir kommen vom Gebirge Ephraim zween Knaben aus der 
Propheten Kindern; gib ihnen einen Zentner Silbers und zwei Feierkleider.
23. Naeman sprach: Lieber, nimm zween Zentner: Und er ntigte ihn und band 
zween Zentner Silbers in zween Beutel und zwei Feierkleider und gab's 
seinen zweien Knaben, die trugen es vor ihm her.
24. Und da er kam gen Ophel, nahm er's von ihren Hnden und legte es 
beiseit im Hause und lie die Mnner gehen.
25. Und da sie weg waren, trat er. vor seinen Herrn. Und Elisa sprach zu 
ihm: Woher, Gehasi? Er sprach: Dein Knecht ist weder hieher noch daher 
gegangen.
26. Er aber sprach zu ihm: Wandelte nicht mein Herz, da der Mann umkehrete 
von seinem Wagen dir entgegen? War das die Zeit, Silber und Kleider zu 
nehmen, lgrten, Weinberge, Schafe, Rinder, Knechte und Mgde?
27. Aber der Aussatz Naemans wird dir anhangen und deinem Samen ewiglich. 
Da ging er von ihm hinaus, ausstzig wie Schnee.
2.Knige 6
1. Die Kinder der Propheten sprachen zu Elisa: Siehe, der Raum, da wir vor 
dir wohnen, ist uns zu enge.
2. La uns an den Jordan gehen und einen jeglichen daselbst Holz holen, 
da wir uns daselbst eine Sttte bauen, da wir wohnen. Er sprach: Gehet 
hin!
3. Und einer sprach: Lieber, gehe mit deinen Knechten! Er sprach: Ich will 
mitgehen.
4. Und er ging mit ihnen. Und da sie an den Jordan kamen, hieben sie Holz 
ab.
5. Und da einer ein Holz fllete, fiel das Eisen ins: Wasser. Und er 
schrie und sprach: Awe, mein Herr! Dazu ist's entlehnet.
6. Aber der Mann Gottes sprach: Wo ist's entfallen? Und da er ihm den Ort 
zeigte, schnitt er ein Holz ab und stie daselbst hin. Da schwamm das 
Eisen.
7. Und er sprach: Hebe es auf! Da reckte er seine Hand aus und nahm's.
8. Und der Knig aus Syrien fhrete einen Krieg wider Israel und 
beratschlagte sich mit seinen Knechten und sprach: Wir wollen uns lagern 
da und da.
9. Aber der Mann Gottes sandte zum Knige Israels und lie ihm sagen: Hte 
dich, da du nicht an den Ort ziehest; denn die Syrer ruhen daselbst.
10. So sandte denn der Knig Israels hin an den Ort, den ihm der Mann 
Gottes sagte, verwahrete ihn und htete daselbst; und tat das nicht einmal 
oder zweimal allein.
11. Da ward das Herz des Knigs zu Syrien Unmuts darber und rief seinen 
Knechten und sprach zu ihnen: Wollt ihr mir denn nicht ansagen, wer ist 
aus den Unsern zu dem Knige Israels geflohen?
12. Da sprach seiner Knechte einer: Nicht also, mein Herr Knig; sondern 
Elisa, der Prophet in Israel, sagt es alles dem Knige Israels, was du in 
der Kammer redest, da dein Lager ist.
13. Er sprach: So gehet hin und sehet, wo er ist, da ich hinsende und 
lasse ihn holen. Und sie zeigten ihm an und sprachen: Siehe, er ist zu 
Dothan.
14. Da sandte er hin Rosse und Wagen und eine groe Macht. Und da sie bei 
der Nacht hinkamen, umgaben sie die Stadt.
15. Und der Diener des Mannes Gottes stund frhe auf, da er sich 
aufmachte und auszge; und siehe, da lag eine Macht um die Stadt mit 
Rossen und Wagen. Da sprach sein Knabe zu ihm: Awe, mein Herr! Wie wollen 
wir nun tun?
16. Er sprach: Frchte dich nicht; denn derer ist mehr, die bei uns sind, 
denn derer, die bei ihnen sind.
17. Und Elisa betete und sprach: Herr, ffne ihm die Augen, da er sehe! 
Da ffnete der Herr dem Knaben seine Augen, da er sah; und siehe, da war 
der Berg voll feuriger Rosse und Wagen um Elisa her.
18. Und da sie zu ihm hinabkamen, bat Elisa und sprach: Herr, schlage dies 
Volk mit Blindheit! Und er schlug sie mit Blindheit nach dem Wort Elisas.
19. Und Elisa sprach zu ihnen: Dies ist nicht der Weg noch die Stadt. 
Folget mir nach; ich will euch fhren zu dem Mann, den ihr suchet. Und 
fhrete sie gen Samaria.
20. Und da sie gen Samaria kamen, sprach Elisa: Herr, ffne diesen die 
Augen, da sie sehen! Und der Herr ffnete ihnen die Augen, da sie sahen; 
und siehe, da waren sie mitten in Samaria.
21. Und der Knig Israels, da er sie sah, sprach er zu Elisa: Mein Vater, 
soll ich sie schlagen?
22. Er sprach: Du sollst sie nicht schlagen. Welche du mit deinem Schwert 
und Bogen fhest, die schlage. Setze ihnen Brot und Wasser vor, da sie 
essen und trinken; und la sie zu ihrem Herrn ziehen.
23. Da ward ein gro Mahl zugerichtet. Und da sie gegessen und getrunken 
hatten, lie er sie gehen, da sie zu ihrem Herrn zogen. Seitdem kamen die 
Kriegsleute der Syrer nicht mehr ins Land Israel.
24. Nach diesem begab sich's, da Benhadad, der Knig zu Syrien, all sein 
Heer versammelte und zog herauf und belagerte Samaria.
25. Und es war eine groe Teurung zu Samaria. Sie aber belagerten die 
Stadt, bis da ein Eselskopf achtzig Silberlinge und ein Vierteil Kad 
Taubenmist fnf Silberlinge galt.
26. Und da der Knig Israels zur Mauer ging, schrie ihn ein Weib an und 
sprach: Hilf mir, mein Herr Knig!
27. Er sprach: Hilft dir der Herr nicht, woher soll ich dir helfen? Von 
der Tenne oder von der Kelter?
28. Und der. Knig sprach zu ihr: Was ist dir? Sie sprach: Dies Weib 
sprach zu mir: Gib deinen Sohn her, da wir heute essen; morgen wollen wir 
meinen Sohn essen.
29. So haben wir meinen Sohn gekocht und gegessen. Und ich sprach zu ihr 
am andern Tage: Gib deinen Sohn her und la uns essen! Aber sie hat ihren 
Sohn versteckt.
30. Da der Knig die Worte des Weibes hrete, zerri er seine Kleider, 
indem er zur Mauer ging. Da sah alles Volk, da er einen Sack unten am 
Leibe anhatte.
31. Und er sprach: Gott tue mir dies und das, wo das Haupt Elisas, des 
Sohns Saphats, heute auf ihm stehen wird!
32. (Elisa aber sa in seinem Hause, und die ltesten saen bei ihm.) Und 
er sandte einen Mann vor ihm her. Aber ehe der Bote zu ihm kam, sprach er 
zu den ltesten: Habt ihr gesehen, wie dies Mordkind hat hergesandt, da 
er mein Haupt abreie? Sehet zu, wenn der Bote kommt, da ihr die Tr 
zuschlieet und stoet ihn mit der Tr weg; siehe, das Rauschen seines 
Herrn Fe folget ihm nach.
33. Da er noch also mit ihnen redete, siehe, da kam der Bote zu ihm herab 
und sprach: Siehe, solch bel kommt von dem Herrn; was soll ich mehr von 
dem Herrn gewarten?
2.Knige 7
1. Elisa aber sprach: Hret des Herrn Wort! So spricht der Herr: Morgen um 
diese Zeit wird ein Scheffel Semmelmehl einen Sekel gelten und zween 
Scheffel Gerste einen Sekel unter dem Tor zu Samaria.
2. Da antwortete der Ritter, auf welches Hand sich der Knig lehnte, dem 
Mann Gottes und sprach: Und wenn der Herr Fenster am Himmel machte, wie 
knnte solches geschehen? Er sprach: Siehe da, mit deinen Augen wirst du 
es sehen und nicht davon essen.
3. Und es waren vier ausstzige Mnner an der Tr vor dem Tor; und einer 
sprach zum andern: Was wollen wir hie bleiben, bis wir sterben?
4. Wenn wir gleich gedchten, in die Stadt zu kommen, so ist Teurung in 
der Stadt, und mten doch daselbst sterben; bleiben wir aber hie, so 
mssen wir auch sterben. So lat uns nun hingehen und zu dem Heer der 
Syrer fallen. Lassen sie uns leben, so leben wir; tten sie uns, so sind 
wir tot.
5. Und machten sich in der Frhe auf, da sie zum Heer der Syrer kmen. 
Und da sie vorne an den Ort des Heers kamen, siehe, da war niemand.
6. Denn der Herr hatte die Syrer lassen hren ein Geschrei von Rossen 
Wagen und groer Heerkraft, da sie untereinander sprachen: Siehe, der 
Knig Israels hat wider uns gedinget die Knige der Hethiter und die 
Knige der gypter, da sie ber uns kommen sollen.
7. Und machten sich auf und flohen in der Frhe; und lieen ihre Htten, 
Rosse und Esel im Lager, wie es stund, und flohen mit ihrem Leben davon.
8. Als nun die Ausstzigen an den Ort des Lagers kamen, gingen sie in der 
Htten eine, aen und tranken und nahmen Silber, Gold und Kleider und 
gingen hin und verbargen es; und kamen wieder und gingen in eine andere 
Htte und nahmen draus und gingen hin und verbargen es.
9. Aber einer sprach zum andern: Lat uns nicht also tun! Dieser Tag ist 
ein Tag guter Botschaft. Wo wir das verschweigen und harren, bis da licht 
Morgen wird, wird unsere Missetat funden werden; so lat uns nun hingehen, 
da wir kommen und ansagen dem Hause des Knigs.
10. Und da sie kamen, riefen sie am Tor der Stadt und sagten es ihnen an 
und sprachen: Wir sind zum Lager der Syrer kommen, und siehe, es ist 
niemand da, noch keine Menschenstimme, sondern Rosse und Esel angebunden 
und die Htten, wie sie stehen.
11. Da rief man den Torhtern, da sie es drinnen ansagten im Hause des 
Knigs.
12. Und der Knig stand auf in der Nacht und sprach zu seinen Knechten: 
Lat euch sagen, wie die Syrer mit uns umgehen. Sie wissen, da wir Hunger 
leiden, und sind aus dem Lager gegangen, da sie sich im Felde verkrchen, 
und denken: Wenn sie aus der Stadt gehen, wollen wir sie lebendig greifen 
und in die Stadt kommen.
13. Da antwortete seiner Knechte einer und sprach: Man nehme die fnf 
brigen Rosse, die noch drinnen sind berblieben (siehe, die sind drinnen 
berblieben von aller Menge in Israel, welche alle dahin ist), die lat 
uns senden und besehen.
14. Da nahmen sie zween Wagen mit Rossen; und der Knig sandte sie dem 
Lager der Syrer nach und sprach: Ziehet hin und besehet!
15. Und da sie ihnen nachzogen bis an den Jordan, siehe, da lag der Weg 
voll Kleider und Gerte, welche die Syrer von sich geworfen hatten, da sie 
eileten. Und da die Boten wiederkamen und sagten es dem Knige an,
16. ging das Volk hinaus und beraubte das Lager der Syrer. Und es galt ein 
Scheffel Semmelmehl einen Sekel und zween Scheffel Gerste auch einen Sekel 
nach dem Wort des Herrn.
17. Aber der Knig bestellete den Ritter, auf des Hand er sich lehnte, 
unter das Tor. Und das Volk zertrat ihn im Tor; da er starb, wie der Mann 
Gottes geredet hatte, da der Knig zu ihm hinabkam.
18. Und geschah, wie der Mann Gottes dem Knige sagte, da er sprach: 
Morgen um diese Zeit werden zween Scheffel Gerste einen Sekel gelten und 
ein Scheffel Semmelmehl einen Sekel unter dem Tor zu Samaria;
19. und der Ritter antwortete dem Mann Gottes und sprach: Siehe, wenn der 
Herr Fenster am Himmel machte, wie mchte solches geschehen? Er aber 
sprach: Siehe, mit deinen Augen wirst du es sehen und nicht davon essen.
20. Und es ging ihm eben also; denn das Volk zertrat ihn im Tor, da er 
starb.
2.Knige 8
1. Elisa redete mit dem Weibe, des Sohn er hatte lebendig gemacht, und 
sprach: Mache dich auf und gehe hin mit deinem Hause und sei Fremdling, wo 
du kannst; denn der Herr wird eine Teurung rufen, die wird ins Land kommen 
sieben Jahrelang.
2. Das Weib machte sich auf und tat, wie der Mann Gottes sagte, und zog 
hin mit ihrem Hause und war Fremdling in der Philister Lande sieben Jahre.
3. Da aber die sieben Jahre um waren, kam das Weib wieder aus der 
Philister Lande; und sie ging aus, den Knig anzuschreien um ihr Haus und 
Acker.
4. Der Knig aber redete mit Gehasi, dem Knaben des Mannes Gottes, und 
sprach: Erzhle mir alle groen Taten, die Elisa getan hat.
5. Und indem er dem Knig erzhlte, wie er htte einen Toten lebendig 
gemacht, siehe, da kam eben dazu das Weib, des Sohn er hatte lebendig 
gemacht, und schrie den Knig an um ihr Haus und Acker. Da sprach Gehasi: 
Mein Herr Knig, dies ist das Weib, und dies ist ihr Sohn, den Elisa hat 
lebendig gemacht.
6. Und der Knig fragte das Weib; und sie erzhlte es ihm. Da gab ihr der 
Knig einen Kmmerer und sprach: Schaffe ihr wieder alles, das ihr ist; 
dazu alles Einkommen des Ackers, seit der Zeit sie das Land verlassen hat, 
bis hieher.
7. Und Elisa kam gen Damaskus. Da lag Benhadad, der Knig zu Syrien, 
krank; und man sagte es ihm an und sprach: Der Mann Gottes ist herkommen.
8. Da sprach der Knig zu Hasael: Nimm Geschenk mit dir und gehe dem Mann 
Gottes entgegen; und frage den Herrn durch ihn und sprich, ob ich von 
dieser Krankheit mge genesen.
9. Hasael ging ihm entgegen und nahm Geschenk mit sich und allerlei Gter 
zu Damaskus, vierzig Kamelen Last. Und da er kam, trat er vor ihn und 
sprach:. Dein Sohn Benhadad, der Knig zu Syrien, hat mich zu dir gesandt 
und lt dir sagen: Kann ich auch von dieser Krankheit genesen?
10. Elisa sprach zu ihm: Gehe hin und sage ihm: Du wirst genesen; aber der 
Herr hat mir gezeiget, da er des Todes sterben wird.
11. Und der Mann Gottes sah ernst und stellete sich ungebrdig und weinete.
12. Da sprach Hasael: Warum weinet mein Herr? Er sprach: Ich wei, was 
bels du den Kindern Israel tun wirst. Du wirst ihre festen Stdte mit 
Feuer verbrennen und ihre junge Mannschaft mit dem Schwert erwrgen und 
ihre jungen Kinder tten und ihre schwangeren Weiber zerhauen.
13. Hasael sprach: Was ist dein Knecht, der Hund, da er solch gro Ding 
tun sollte? Elisa sprach: Der Herr hat mir gezeiget, da du Knig zu 
Syrien sein wirst.
14. Und er ging weg von Elisa und kam zu seinem Herrn, der sprach zu ihm: 
Was sagte dir Elisa? Er sprach: Er sagte mir: Du wirst genesen.
15. Des andern Tages aber nahm er den Kolter und tunkte ihn in Wasser und 
breitete ihn ber sich her; da starb er. Und Hasael ward Knig an seiner 
Statt.
16. Im fnften Jahr Jorams, des Sohns Ahabs, des Knigs Israels, ward 
Joram, der Sohn Josaphats, Knig in Juda.
17. Zweiunddreiig Jahre alt war er, da er Knig ward; und regierete acht 
Jahre zu Jerusalem.
18. Und wandelte auf dem Wege der Knige Israels, wie das Haus Ahabs tat; 
denn Ahabs Tochter war sein Weib; und er tat, das dem Herrn bel gefiel.
19. Aber der Herr wollte Juda nicht verderben um seines Knechts David 
willen; wie er ihm geredet hatte, ihm zu geben eine Leuchte unter seinen 
Kindern immerdar.
20. Zu seiner Zeit fielen die Edomiter ab von Juda und machten einen Knig 
ber sich.
21. Denn Joram war durch Zair gezogen und alle Wagen mit ihm; und hatte 
sich des Nachts aufgemacht und die Edomiter geschlagen, die um ihn her 
waren, dazu die Obersten ber die Wagen, da das Volk floh in seine Htten.
22. Darum fielen die Edomiter ab von Juda bis auf diesen Tag. Auch fiel zu 
derselben Zeit ab Libna.
23. Was aber mehr von Joram zu sagen ist, und alles, was er getan hat, 
siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Judas.
24. Und Joram entschlief mit seinen Vtern und ward begraben mit seinen 
Vtern in der Stadt Davids. Und Ahasja sein Sohn, ward Knig an seiner 
Statt.
25. Im zwlften Jahr Jorams, des Sohns Ahabs, des Knigs Israels, ward 
Ahasja, der Sohn Jorams, Knig in Juda.
26. Zweiundzwanzig Jahre alt war Ahasja, da er Knig ward, und regierte 
ein Jahr zu Jerusalem. Seine Mutter hie Athalja, eine Tochter Amris, des 
Knigs Israels.
27. Und wandelte auf dem Wege des Hauses Ahabs und tat, das dem Herrn bel 
gefiel, wie das Haus Ahabs, denn er war Schwager im Hause Ahabs.
28. Und er zog mit Joram, dem Sohn Ahabs, in Streit wider Hasael, den 
Knig zu Syrien, gen Ramoth in Gilead; aber die Syrer schlugen Joram.
29. Da kehrete Joram, der Knig, um, da er sich heilen liee zu Jesreel 
von den Schlgen, die, ihm die Syrer geschlagen hatten zu Rama, da er mit 
Hasael, dem Knige zu Syrien, stritt. Und Ahasja, der Sohn Jorams, der 
Knig Judas, kam hinab, zu besehen Joram, den Sohn Ahabs, zu Jesreel; denn 
er lag krank.
2.Knige 9
1. Elisa aber, der Prophet, rief der Propheten Kinder einem und sprach zu 
ihm: Grte deine Lenden und nimm diesen lkrug mit dir und gehe hin gen 
Ramoth in Gilead.
2. Und wenn du dahin kommst, wirst du daselbst sehen Jehu, den Sohn 
Josaphats, des Sohns Nimsis. Und gehe hinein und hei ihn aufstehen unter 
seinen Brdern und fhre ihn in die innerste Kammer.
3. Und nimm den lkrug und schtte es auf sein Haupt und sprich: So sagt 
der Herr: Ich habe dich zum Knige ber Israel gesalbet. Und sollst die 
Tr auftun und fliehen und nicht verziehen.
4. Und der Jngling des Propheten, der Knabe, ging hin gen Ramoth in 
Gilead.
5. Und da er hineinkam, siehe, da saen die Hauptleute des Heers. Und er 
sprach: Ich habe dir, Hauptmann, was zu sagen. Jehu sprach: Welchem unter 
uns allen? Er sprach: Dir, Hauptmann.
6. Da stund er auf und ging hinein. Er aber schttete das l auf sein 
Haupt und sprach zu ihm: So sagt der Herr, der Gott Israels: Ich habe dich 
zum Knige gesalbet ber des Herrn Volk Israel.
7. Und du sollst das Haus Ahabs, deines Herrn, schlagen, da ich das Blut 
der Propheten, meiner Knechte, und das Blut aller Knechte des Herrn rche 
von der Hand Isebels,
8. da das ganze Haus Ahabs umkomme. Und ich will von Ahab ausrotten den, 
der an die Wand pisset, und den Verschlossenen und Verlassenen in Israel.
9. Und will das Haus Ahabs machen wie das Haus Jerobeams, des Sohns 
Nebats, und wie das Haus Baesas, des Sohns Ahias.
10. Und die Hunde sollen Isebel fressen auf dem Acker zu Jesreel, und soll 
sie niemand begraben. Und er tat die Tr auf und floh.
11. Und da Jehu herausging zu den Knechten seines Herrn, sprach man zu 
ihm: Stehet es wohl? Warum ist dieser Rasende zu dir kommen? Er sprach zu 
ihnen: Ihr kennet doch den Mann wohl, und was er sagt.
12. Sie sprachen: Das ist nicht wahr; sage es uns aber an. Er sprach: So 
und so hat er mit mir geredet und gesagt: So spricht der Herr: Ich habe 
dich zum Knige ber Israel gesalbet.
13. Da eileten sie, und nahm ein jeglicher sein Kleid und legte es unter 
ihn auf die hohen Stufen, und bliesen mit der Posaune und sprachen: Jehu 
ist Knig worden!
14. Also machte Jehu, der Sohn Josaphats, des Sohns Nimsis, einen Bund 
wider Joram. Joram aber lag vor Ramoth in Gilead mit dem ganzen Israel 
wider Hasael, den Knig zu Syrien.
15. Joram aber, der Knig, war wiederkommen, da er sich heilen liee zu 
Jesreel von den Schlgen, die ihm die Syrer geschlagen hatten, da er 
stritt mit Hasael dem Knige zu Syrien. Und Jehu sprach: Ist's euer Gemt, 
so soll niemand entrinnen aus der Stadt, da er hingehe und ansage zu 
Jesreel.
16. Und er lie sich fhren und zog gen Jesreel, denn Joram lag daselbst; 
so war Ahasja, der Knig Judas, hinabgezogen, Joram zu besehen.
17. Der Wchter aber, der auf dem Turm zu Jesreel stund, sah den Haufen 
Jehus kommen und sprach: Ich sehe einen Haufen. Da sprach Joram: Nimm 
einen Reiter und sende ihnen entgegen und sprich: Ist's Friede?
18. Und der Reiter ritt hin ihm entgegen und sprach: So sagt der Knig: 
Ist's Friede? Jehu sprach: Was gehet dich der Friede an? Wende dich hinter 
mich! Der Wchter verkndigte und sprach: Der Bote ist zu ihnen kommen und 
kommt nicht wieder.
19. Da sandte er einen andern Reiter. Da der zu ihm kam, sprach er: So 
spricht der Knig: Ist's Friede? Jehu sprach: Was gehet dich der Friede 
an? Wende dich hinter mich!
20. Das verkndigte der Wchter und sprach: Er ist zu ihnen kommen und 
kommt nicht wieder. Und es ist ein Treiben, wie das Treiben Jehus, des 
Sohns Nimsis; denn er treibt, wie er unsinnig wre.
21. Da sprach Joram: Spannet an! Und man spannete seinen Wagen an; und sie 
zogen aus, Joram, der Knig Israels, und Ahasja, der Knig Judas, ein 
jeglicher auf seinem Wagen, da sie Jehu entgegenkmen; und sie trafen ihn 
an auf dem Acker Naboths, des Jesreeliten.
22. Und da Joram Jehu sah, sprach er: Jehu, ist's Friede? Er aber sprach: 
Was Friede? Deiner Mutter Isebel Hurerei und Zauberei wird immer grer.
23. Da wandte Joram seine Hand und floh und sprach zu Ahasja: Es ist 
Verrterei, Ahasja!
24. Aber Jehu fassete den Bogen und scho Joram zwischen die Arme, da der 
Pfeil durch sein Herz ausfuhr; und fiel in seinen Wagen.
25. Und er sprach zum Ritter Bidekar: Nimm und wirf ihn aufs Stck Acker 
Naboths, des Jesreeliten. Denn ich gedenke, da du mit mir auf einem Wagen 
seinem Vater Ahab nachfuhrest, da der Herr solche Last ber ihn hub.
26. Was gilt's, sprach der Herr, ich will dir das Blut Naboths und seiner 
Kinder, das ich gestern sah, vergelten auf diesem Acker. So nimm nun und 
wirf ihn auf den Acker nach dem Wort des Herrn.
27. Da das Ahasja, der Knig Judas, sah, floh er des Weges zum Hause des 
Gartens. Jehu aber jagte ihm nach und hie ihn auch schlagen auf dem Wagen 
gen Gur hinan, die bei Jeblaam liegt. Und er floh gen Megiddo und starb 
daselbst.
28. Und seine Knechte lieen ihn fhren gen Jerusalem und begruben ihn in 
seinem Grabe mit seinen Vtern in der Stadt Davids.
29. Ahasja aber regierete ber Juda im elften Jahr Jorams, des Sohns Ahabs.
30. Und da Jehu gen Jesreel kam, und Isebel das erfuhr, schminkte sie ihr 
Angesicht und schmckte ihr Haupt und guckte zum Fenster aus.
31. Und da Jehu unter das Tor kam, sprach sie: Ist's Simri wohl gegangen, 
der seinen Herrn erwrgete?
32. Und er hub sein Angesicht auf zum Fenster und sprach: Wer ist bei mir 
hie? Da wandten sich zween oder drei Kmmerer zu ihm.
33. Er sprach: Strzet sie herab! Und sie strzten sie herab, da die Wand 
und die Rosse mit ihrem Blut besprenget wurden; und sie ward zertreten.
34. Und da er hineinkam und gegessen und getrunken hatte, sprach er: 
Besehet doch die Verfluchte und begrabet sie; denn sie ist eines Knigs 
Tochter.
35. Da sie aber hingingen, sie zu begraben, fanden sie nichts von ihr denn 
den Schdel und Fe und ihre flachen Hnde.
36. Und kamen wieder und sagten's ihm an. Er aber sprach: Es ist's, das 
der Herr geredet hat durch seinen Knecht Elia, den Thisbiten, und gesagt: 
Auf dem Acker Jesreels sollen die Hunde der Isebel Fleisch fressen.
37. Also war das Aas Isebels wie Kot auf dem Felde im Acker Jesreels, da 
man nicht sagen konnte: Das ist Isebel.
2.Knige 10
1. Ahab aber hatte siebenzig Shne zu Samaria. Und Jehu schrieb Briefe und 
sandte sie gen Samaria zu den Obersten der Stadt Jesreel, zu den ltesten 
und Vormndern Ahabs, die lauteten also:
2. Wenn dieser Brief zu euch kommt, bei denen eures Herrn Shne sind, 
Wagen, Rosse, feste Stdte und Rstung,
3. so sehet, welcher der beste und geschickteste sei unter den eures Herrn 
und setzet ihn auf seines Vaters Stuhl und streitet fr eures Herrn Haus.
4. Sie aber frchteten sich fast sehr und sprachen: Siehe, zween Knige 
sind nicht gestanden vor ihm, wie wollen wir denn stehen?
5. Und die ber das Haus und ber die Stadt waren, und die ltesten und 
Vormnder sandten hin zu Jehu und lieen ihm sagen: Wir sind deine 
Knechte; wir wollen alles tun, was du uns sagst; wir wollen niemand zum 
Knige machen. Tue, was dir gefllt!
6. Da schrieb er den andern Brief zu ihnen, der lautete also: So ihr mein 
seid und meiner Stimme gehorchet, so nehmet die Hupter von den Mnnern, 
eures Herrn Shnen, und bringet sie zu mir morgen um diese Zeit gen 
Jesreel. (Der Shne aber des Knigs waren siebenzig Mann, und die Grten 
der Stadt zogen sie auf.)
7. Da nun der Brief zu ihnen kam, nahmen sie des Knigs Shne und 
schlachteten siebenzig Mann; und legten ihre Hupter in Krbe und 
schickten sie zu ihm gen Jesreel.
8. Und da der Bote kam und sagte es ihm an und sprach: Sie haben die 
Hupter des Knigs Kinder gebracht, sprach er: Legt sie auf zween Haufen 
vor der Tr am Tor bis morgen.
9. Und des Morgens, da er ausging, trat er dahin und sprach zu allem Volk: 
Ihr wollt ja recht haben. Siehe, habe ich wider meinen Herrn einen Bund 
gemacht und ihn erwrget? Wer hat denn diese alle geschlagen?
10. So erkennet ihr ja, da kein Wort des Herrn ist auf die Erde gefallen, 
das der Herr geredet hat wider das Haus Ahabs; und der Herr hat getan, wie 
er geredet hat durch seinen Knecht Elia.
11. Also schlug Jehu alle brigen vom Hause Ahabs zu Jesreel, alle seine 
Groen, seine Verwandten und seine Priester, bis da ihm nicht einer 
berblieb.
12. Und machte sich auf, zog hin und kam gen Samaria. Unterwegen aber war 
ein Hirtenhaus.
13. Da traf Jehu an die Brder Ahasjas, des Knigs Judas, und sprach: Wer 
seid ihr? Sie sprachen: Wir sind Brder Ahasjas und ziehen hinab, zu 
gren des Knigs Kinder und der Knigin Kinder.
14. Er aber sprach: Greifet sie lebendig! Und sie griffen sie lebendig und 
schlachteten sie bei dem Brunnen am Hirtenhaus, zweiundvierzig Mann, und 
lie nicht einen von ihnen brig.
15. Und da er von dannen zog, fand er Jonadab, den Sohn Rechabs, der ihm 
begegnete, und grte ihn und sprach zu ihm: Ist dein Herz richtig, wie 
mein Herz mit deinem Herzen? Jonadab sprach: Ja. Ist's also, so gib mir 
deine Hand. Und er gab ihm seine Hand. Und er lie ihn zu ihm auf den 
Wagen sitzen
16. und sprach: Komm mit mir und sieh meinen Eifer um den Herrn. Und sie 
fhreten ihn mit ihm auf seinen Wagen.
17. Und da er gen Samaria kam, schlug er alles, was brig war von Ahab, zu 
Samaria, bis da er ihn vertilgete, nach dem Wort des Herrn, das er zu 
Elia geredet hatte.
18. Und Jehu versammelte alles Volk und lie zu ihnen sagen: Ahab hat Baal 
wenig gedienet, Jehu will ihm ba dienen.
19. So lat nun rufen alle Propheten Baals, alle seine Knechte und alle 
seine Priester zu mir, da man niemands vermisse; denn ich habe ein gro 
Opfer dem Baal zu tun. Wes man vermissen wird, der soll nicht leben. Aber 
Jehu tat solches zu untertreten, da er die Diener Baals umbrchte.
20. Und Jehu sprach: Heiliget dem Baal das Fest und lat es ausrufen!
21. Auch sandte Jehu in ganz Israel und lie alle Diener Baals kommen, da 
niemand brig war, der nicht kme. Und sie kamen in das Haus Baals, da 
das Haus Baals voll ward an allen Enden.
22. Da sprach er zu denen, die ber das Kleiderhaus waren: Bringet allen 
Dienern Baals Kleider heraus! Und sie brachten die Kleider heraus.
23. Und Jehu ging in die Kirche Baals mit Jonadab, dem Sohn Rechabs, und 
sprach zu den Dienern Baals: Forschet und sehet zu, da nicht hie unter 
euch sei des Herrn Diener jemand, sondern Baals Diener alleine.
24. Und da sie hineinkamen, Opfer und Brandopfer zu tun, bestellete ihm 
Jehu auen achtzig Mann und sprach: Wenn der Mnner jemand entrinnet, die 
ich unter eure Hnde gebe, so soll fr seine Seele desselben Seele sein.
25. Da er nun die Brandopfer vollendet hatte, sprach Jehu zu den Trabanten 
und Rittern: Gehet hinein und schlaget jedermann; lasset niemand 
herausgehen! Und sie schlugen sie mit der Schrfe des Schwerts. Und die 
Trabanten und Ritter warfen sie weg und gingen zur Stadt der Kirche Baals.
26. Und brachten heraus die Sulen in der Kirche Baals und verbrannten sie.
27. Und zerbrachen die Sule Baals samt der Kirche Baals und machten ein 
heimlich Gemach draus bis auf diesen Tag.
28. Also vertilgete Jehu den Baal aus Israel.
29. Aber von den Snden Jerobeams, des Sohns Nebats, der Israel sndigen 
machte, lie Jehu nicht, von den gldenen Klbern zu Bethel und zu Dan.
30. Und der Herr sprach zu Jehu: Darum, da du willig gewesen bist zu tun, 
was mir gefallen hat, und hast am Hause Ahabs getan alles, was in meinem 
Herzen war, sollen dir. auf deinem Stuhl Israels sitzen deine Kinder ins 
vierte Glied.
31. Aber doch hielt Jehu nicht, da er im Gesetz des Herrn, des Gottes 
Israels, wandelte von ganzem Herzen; denn er lie nicht von den Snden 
Jerobeams, der Israel hatte sndigen gemacht.
32. Zur selbigen Zeit fing der Herr an, berdrssig zu werden ber Israel; 
denn Hasael schlug sie in allen Grenzen Israels,
33. vom Jordan gegen der Sonnen Aufgang und das ganze Land Gilead der 
Gaditer, Rubeniter und Manassiter, von Aroer an, die am Bach bei Arnon 
liegt, und Gilead und Basan.
34. Was aber mehr von Jehu zu sagen ist, und alles, was er getan hat, und 
alle seine Macht, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige 
Israels.
35. Und Jehu entschlief mit seinen Vtern, und sie begruben ihn zu 
Samaria. Und Joahas, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
36. Die Zeit aber, die Jehu ber Israel regieret hat zu Samaria, sind 
achtundzwanzig Jahre.
2.Knige 11
1. Athalja aber, Ahasjas Mutter, da sie sah, da ihr Sohn tot war, machte 
sie sich auf und brachte um allen kniglichen Samen.
2. Aber Joseba, die Tochter des Knigs Joram, Ahasjas Schwester, nahm 
Joas, den Sohn Ahasjas, und stahl ihn aus des Knigs Kindern, die gettet 
wurden, mit seiner Amme in der Schlafkammer; und sie verbargen ihn vor 
Athalja, da er nicht gettet ward.
3. Und er war mit ihr versteckt im Hause des Herrn sechs Jahre. Athalja 
aber war Knigin im Lande.
4. Im siebenten Jahr aber sandte hin Jojada und nahm die Obersten ber 
hundert mit den Hauptleuten und die Trabanten und lie sie zu sich ins 
Haus des Herrn kommen; und machte einen Bund mit ihnen und nahm einen Eid 
von ihnen im Hause des Herrn; und zeigte ihnen des Knigs Sohn.
5. Und gebot ihnen und sprach: Das ist's, das ihr tun sollt: Euer ein 
dritter Teil, die ihr des Sabbats angehet, sollen der Hut warten im Hause 
des Knigs;
6. und ein dritter Teil soll sein am Tor Sur und ein dritter Teil am Tor, 
das hinter den Trabanten ist; und sollt der Hut warten am Hause Massa.
7. Aber zwei Teile euer aller, die ihr des Sabbats abgehet, sollen der Hut 
warten im Hause des Herrn um den Knig.
8. Und sollt rings um den Knig euch machen, und ein jeglicher mit seiner 
Wehr in der Hand; und wer herein zwischen die Wand kommt, der sterbe, da 
ihr bei dem Knige seid, wenn er aus und ein gehet.
9. Und die Obersten ber hundert taten alles, wie ihnen Jojada, der 
Priester, geboten hatte, und nahmen zu sich ihre Mnner, die des Sabbats 
angingen, mit denen, die des Sabbats abgingen, und kamen zu dem Priester 
Jojada.
10. Und der Priester gab den Hauptleuten Spiee und Schilde, die des 
Knigs Davids gewesen waren und in dem Hause des Herrn waren.
11. Und die Trabanten stunden um den Knig her, ein jeglicher mit seiner 
Wehr in der Hand, von dem Winkel des Hauses zur Rechten bis zum Winkel zur 
Linken, zum Altar zu und zum Hause.
12. Und er lie des Knigs Sohn hervorkommen und setzte ihm eine Krone auf 
und gab ihm das Zeugnis; und machten ihn zum Knige und salbeten ihn und 
schlugen die Hnde zusammen und sprachen: Glck zu dem Knige!
13. Und da Athalja hrete das Geschrei des Volks, das zulief, kam sie zum 
Volk in das Haus des Herrn
14. und sah, siehe, da stund der Knig an der Sule, wie es Gewohnheit 
war, und die Snger und Trommeten bei dem Knige; und alles Volk des 
Landes war frhlich und bliesen mit Trommeten Athalja aber zerri ihre 
Kleider und sprach: Aufruhr, Aufruhr!
15. Aber der Priester Jojada gebot den Obersten ber hundert, die ber das 
Heer gesetzt waren, und sprach zu ihnen: Fhret sie zum Hause hinaus in 
den Hof; und wer ihr folget, der sterbe des Schwerts! Denn der Priester 
hatte gesagt, sie sollte nicht im Hause des Herrn sterben.
16. Und sie legten die Hnde an sie; und sie ging hinein des Weges, da die 
Rosse zum Hause des Knigs gehen, und ward daselbst gettet.
17. Da machte Jojada einen Bund zwischen dem Herrn und dem Knige und dem 
Volk, da sie des Herrn Volk sein sollten; also auch zwischen dem Knige 
und dem Volk.
18. Da ging alles Volk des Landes in die Kirche Baals und brachen seine 
Altre ab und zerbrachen seine Bildnisse recht wohl; und Mathan, den 
Priester Baals, erwrgeten sie vor den Altren. Der Priester aber 
bestellete die mter im Hause des Herrn.
19. Und nahm die Obersten ber hundert und die Hauptleute und die 
Trabanten und alles Volk des Landes und fhreten den Knig hinab vom Hause 
des Herrn; und kamen auf dem Wege von dem Tor der Trabanten zum 
Knigshause; und er setzte sich auf der Knige Stuhl.
20. Und alles Volk im Lande war frhlich, und die Stadt war stille Athalja 
aber tteten sie mit dem Schwert in des Knigs Hause.
21. Und Joas war sieben Jahre alt, da er Knig ward.
2.Knige 12
1. Im siebenten Jahr Jehus ward Joas Knig und regierete vierzig Jahre zu 
Jerusalem. Seine Mutter hie Zibea von Bersaba.
2. Und Joas tat, was recht war und dem Herrn wohlgefiel, solange ihn der 
Priester Jojada lehrete,
3. ohne da sie die Hhen nicht abtaten; denn das Volk opferte und 
rucherte noch auf den Hhen.
4. Und Joas sprach zu den Priestern: Alles Geld, das geheiliget wird, da 
es in das Haus des Herrn gebracht werde, das gang und gbe ist, das Geld, 
so jedermann gibt in der Schtzung seiner Seele, und alles Geld, das 
jedermann von freiem Herzen opfert, da es in des Herrn Haus gebracht 
werde,
5. das lat die Priester zu sich nehmen, einen jeglichen von seinem 
Bekannten. Davon sollen sie bessern, was baufllig ist am Hause des Herrn, 
wo sie finden, das baufllig ist.
6. Da aber die Priester bis ins dreiundzwanzigste Jahr des Knigs Joas 
nicht besserten, was baufllig war am Hause,
7. rief der Knig Joas dem Priester Jojada samt den Priestern und sprach 
zu ihnen: Warum bessert ihr nicht, was baufllig ist am Hause? So sollt 
ihr nun nicht zu euch nehmen das Geld, ein jeglicher von seinen Bekannten, 
sondern sollt es geben zu dem, das baufllig ist am Hause.
8. Und die Priester bewilligten vom Volk nicht Geld zu nehmen und das 
Baufllige am Hause zu bessern.
9. Da nahm der Priester Jojada eine Lade und bohrte oben ein Loch drein 
und setzte sie zur rechten Hand neben den Altar, da man in das Haus des 
Herrn gehet. Und die Priester, die an der Schwelle hteten, taten drein 
alles Geld, das zu des Herrn Haus gebracht ward.
10. Wenn sie dann sahen, da viel Geld in der Lade war, so kam des Knigs 
Schreiber herauf mit dem Hohenpriester und banden das Geld zusammen und 
zhlten es, was fr des Herrn Haus funden ward.
11. Und man gab das Geld bar ber denen, die da arbeiteten und bestellet 
waren zum Hause des Herrn; und sie gaben's heraus den Zimmerleuten, die da 
baueten und arbeiteten am Hause des Herrn,
12. nmlich den Maurern und Steinmetzen, und die da Holz und gehauene 
Steine kauften, da das Baufllige am Hause des Herrn gebessert wurde, und 
alles, was sie fanden am Hause zu bessern not sein.
13. Doch lie man nicht machen silberne Schalen, Psalter, Becken, 
Trommeten noch irgend ein glden oder silbern Gert im Hause des Herrn von 
solchem Gelde, das zu des Herrn Hause gebracht ward,
14. sondern man gab's den Arbeitern, da sie damit das Baufllige am Hause 
des Herrn besserten.
15. Auch durften die Mnner nicht berechnen, denen man das Geld tat, da 
sie es den Arbeitern gben, sondern sie handelten auf Glauben.
16. Aber das Geld von Schuldopfern und Sndopfern ward nicht zum Hause des 
Herrn gebracht; denn es war der Priester.
17. Zu der Zeit zog Hasael, der Knig zu Syrien, herauf und stritt wider 
Gath und gewann sie. Und da Hasael sein Angesicht stellete, zu Jerusalem 
hinaufzuziehen,
18. nahm Joas, der Knig Judas, all das Geheiligte, das seine Vter, 
Josaphat, Joram und Ahasja, die Knige Judas, geheiliget hatten, und was 
er geheiliget hatte, dazu alles Gold, das man fand im Schatz in des Herrn 
Hause und in des Knigs Hause, und schickte es Hasael, dem Knige zu 
Syrien. Da zog er ab von Jerusalem.
19. Was aber mehr von Joas zu sagen ist, und alles, was er getan hat, das 
ist geschrieben in der Chronik der Knige Judas.
20. Und seine Knechte emprten sich und machten einen Bund und schlugen 
ihn im Hause Millo, da man hinabgehet zu Silla.
21. Denn Josabar, der Sohn Simeaths, und Josabad, der Sohn Somers, seine 
Knechte, schlugen ihn tot. Und man begrub ihn mit seinen Vtern in der 
Stadt Davids. Und sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
2.Knige 13
1. Im dreiundzwanzigsten Jahr Joas des Sohns Ahasjas, des Knigs Judas, 
ward Joahas, der Sohn Jehus, Knig ber Israel zu Samaria siebenzehn Jahre.
2. Und tat, das dem Herrn bel gefiel, und wandelte den Snden nach 
Jerobeams, des Sohns Nebats, der Israel sndigen machte, und lie nicht 
davon.
3. Und des Herrn Zorn ergrimmete ber Israel und gab sie unter die Hand 
Hasaels, des Knigs zu Syrien, und Benhadads, des Sohns Hasaels, ihr 
Lebenlang.
4. Aber Joahas bat des Herrn Angesicht. Und der Herr erhrete ihn; denn er 
sah den Jammer Israels an, wie sie der Knig zu Syrien drngete.
5. Und der Herr gab Israel einen Heiland, der sie aus der Gewalt der Syrer 
fhrete, da die Kinder Israel in ihren Htten wohneten, wie vorhin.
6. Doch lieen sie nicht von der Snde des Hauses Jerobeams, der Israel 
sndigen machte, sondern wandelten drinnen. Auch blieb stehen der Hain zu 
Samaria.
7. Denn es war des Volks Joahas nicht mehr berblieben denn fnfzig 
Reiter, zehn Wagen und zehntausend Fuvolks. Denn der Knig zu Syrien 
hatte sie umgebracht und hatte sie gemacht wie Drescherstaub.
8. Was aber mehr von Joahas zu sagen ist, und. alles, was er getan hat, 
und seine Macht, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige 
Israels.
9. Und Joahas entschlief mit seinen Vtern, und man begrub ihn zu Samaria. 
Und sein Sohn Joas ward Knig an seiner Statt.
10. Im siebenunddreiigsten Jahr Joas des Knigs Judas, ward Joas, der 
Sohn Joahas Knig ber Israel zu Samaria sechzehn Jahre.
11. Und tat, das dem Herrn bel gefiel, und lie nicht von allen Snden 
Jerobeams, des Sohns Nebats, der Israel sndigen machte, sondern wandelte 
drinnen.
12. Was aber mehr von Joas zu sagen ist, und was er getan hat, und seine 
Macht, wie er mit Amazia, dem Knige Judas, gestritten hat, siehe, das ist 
geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
13. Und Joas entschlief mit seinen Vtern, und Jerobeam sa auf seinem 
Stuhl. Joas aber ward. begraben zu Samaria bei den Knigen Israels.
14. Elisa aber ward krank, daran er auch starb. Und Joas, der Knig 
Israels, kam zu ihm hinab und weinete vor ihm und sprach: Mein Vater, mein 
Vater, Wagen Israels, und seine Reiter!
15. Elisa aber sprach zu ihm: Nimm den Bogen und Pfeile! Und da er den 
Bogen und die Pfeile nahm,
16. sprach er zum Knige Israels: Spanne mit deiner Hand den Bogen! Und er 
spannete mit seiner Hand. Und Elisa legte seine Hand auf des Knigs Hand
17. und sprach: Tue das Fenster auf gegen Morgen! Und er tat es auf. Und 
Elisa sprach: Schiee! Und er scho. Er aber sprach: Ein Pfeil des Heils 
vom Herrn, ein Pfeil des Heils wider die Syrer; und du wirst die Syrer 
schlagen zu Aphek, bis sie aufgerieben sind.
18. Und er sprach: Nimm die Pfeile! Und da er sie nahm, sprach er zum 
Knige Israels: Schlage die Erde! Und er schlug dreimal und stund stille.
19. Da ward der Mann Gottes zornig auf ihn und sprach: Httest du fnf 
oder sechsmal geschlagen, so wrdest du die Syrer geschlagen haben, bis 
sie aufgerieben wren; nun aber wirst du sie dreimal schlagen.
20. Da aber Blisa gestorben war, und man ihn begraben hatte, fielen die 
Kriegsleute der Moabiter ins Land desselben Jahres.
21. Und es begab sich, da sie einen Mann begruben; da sie aber die 
Kriegsleute sahen, warfen sie den Mann in Elisas Grab. Und da er hin kam 
und die Gebeine Elisas anrhrete, ward er lebendig und trat auf seine Fe.
22. Also zwang nun Hasael, der Knig zu Syrien, Israel, solange Joahas 
lebte.
23. Aber der Herr tat ihnen Gnade und erbarmete sich ihrer und wandte sich 
zu ihnen um seines Bundes willen mit Abraham, Isaak und Jakob; und wollte 
sie nicht verderben, verwarf sie auch nicht von seinem Angesicht bis auf 
diese Stunde.
24. Und Hasael, der Knig zu Syrien, starb, und sein Sohn Benhadad ward 
Knig an seiner Statt.
25. Joas aber kehrete um und nahm die Stdte aus der Hand Benhadads, des 
Sohns Hasaels, die er aus der Hand seines Vaters Joahas genommen hatte mit 
Streit. Dreimal schlug ihn Joas und brachte die Stdte Israels wieder.
2.Knige 14
1. Im andern Jahr Joas des Sohns Joahas des Knigs Israels, ward Ahazia 
Knig, der Sohn Joas des Knigs Judas.
2. Fnfundzwanzig Jahre alt war er, da er Knig ward, und regierete 
neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Joadan von Jerusalem.
3. Und er tat, was dem Herrn wohlgefiel, doch nicht wie sein Vater David, 
sondern wie sein Vater Joas tat er auch.
4. Denn die Hhen wurden nicht abgetan, sondern das Volk opferte und 
rucherte noch auf den Hhen.
5. Da er nun des Knigsreichs mchtig ward, schlug er seine Knechte, die 
seinen Vater, den Knig, geschlagen hatten.
6. Aber die Kinder der. Totschlger ttete er nicht; wie es denn 
geschrieben stehet im Gesetzbuch Moses, da der Herr geboten hat und 
gesagt: Die Vter sollen nicht um der Kinder willen sterben, und die 
Kinder sollen nicht um der Vter willen sterben, sondern ein jeglicher 
soll um seiner Snde willen sterben.
7. Er schlug auch der Edomiter im Salztal zehntausend und gewann die Stadt 
Sela mit Streit; und hie sie Jaktheel bis auf diesen Tag.
8. Da sandte Amazia Boten zu Joas, dem Sohn Joahas des Sohns Jehus, dem 
Knige Israels, und lie ihm sagen: Komm her, la uns miteinander besehen!
9. Aber Joas, der Knig Israels, sandte zu Amazia, dem Knige Judas, und 
lie ihm sagen: Der Dornstrauch, der im Libanon ist, sandte zur Zeder im 
Libanon und lie ihr sagen: Gib deine Tochter meinem Sohn zum Weibe! Aber 
das Wild auf dem Felde im Libanon lief ber den Dornstrauch und zertrat 
ihn.
10. Du hast die Edomiter geschlagen, des berhebt sich dein Herz. Habe den 
Ruhm und bleibe daheim; warum ringest du nach Unglck, da du fallest und 
Juda mit dir?
11. Aber Amazia gehorchte nicht. Da zog Joas, der Knig Israels, herauf; 
und sie besahen sich miteinander, er und Amazia, der Knig Judas, zu Beth-
Semes, die in Juda liegt.
12. Aber Juda ward geschlagen vor Israel, da ein jeglicher floh in seine 
Htte.
13. Und Joas, der Knig Israels, griff Amazia, den Knig Judas, den Sohn 
Joas des Sohns Ahasjas, zu Beth-Semes; und kam gen Jerusalem und zerri 
die Mauern Jerusalems von dem Tor Ephraim an bis an das Ecktor, 
vierhundert Ellen lang.
14. Und nahm alles Gold und Silber und Gerte, das funden ward im Hause. 
des Herrn und im Schatz des Knigshauses, dazu die Kinder zu Pfande; und 
zog wieder gen Samaria.
15. Was aber mehr von Joas zu sagen ist, das er getan hat, und seine 
Macht, und wie er mit Amazia, dem Knige Judas, gestritten hat, siehe, das 
ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
16. Und Joas entschlief mit seinen Vtern und ward begraben zu Samaria 
unter den Knigen Israels. Und sein Sohn Jerobeam ward Knig an seiner 
Statt.
17. Amazia aber, der Sohn Joas des Knigs Judas, lebte nach dem Tode Joas 
des Sohns Joahas des Knigs Israels, fnfzehn Jahre.
18. Was aber mehr von Amazia zu sagen ist, das ist geschrieben in der 
Chronik der Knige Judas.
19. Und sie machten einen Bund wider ihn zu Jerusalem; er aber floh gen 
Lachis. Und sie sandten hin ihm nach gen Lachis und tteten ihn daselbst.
20. Und sie brachten ihn auf Rossen; und er ward begraben zu Jerusalem bei 
seinen Vtern in der Stadt Davids.
21. Und das ganze Volk Judas nahm Asarja in seinem sechzehnten Jahr und 
machten ihn zum Knige anstatt seines Vaters Amazia.
22. Er bauete Elath und brachte sie wieder zu Juda, nachdem der Knig mit 
seinen Vtern entschlafen war.
23. Im fnfzehnten Jahr Amazias, des Sohns Joas des Knigs Judas, ward 
Jerobeam, der Sohn Joas Knig ber Israel zu Samaria einundvierzig Jahre.
24. Und tat, das dem Herrn bel gefiel, und lie nicht ab von allen Snden 
Jerobeams, des Sohns Nebats, der Israel sndigen machte.
25. Er aber brachte wieder herzu die Grenze Israels von Hemath an bis ans 
Meer, das im blachen Felde liegt, nach dem Wort des Herrn, des Gottes 
Israels, das er geredet hatte durch seinen Knecht Jona, den Sohn Amithais, 
den Propheten, der von Gath-Hepher war.
26. Denn der Herr sah an den elenden Jammer Israels, da auch die 
Verschlossenen und Verlassenen dahin waren, und kein Helfer war in Israel.
27. Und der Herr hatte nicht geredet, da er wollte den Namen Israels 
austilgen unter dem Himmel, und half ihnen durch Jerobeam, den Sohn Joas.
28. Was aber mehr von Jerobeam zu sagen ist, und alles, was er getan hat, 
und seine Macht, wie er gestritten hat, und wie er Damaskus und Hemath 
wiedergebracht an Juda in Israel, siehe, das ist geschrieben in der 
Chronik der Knige Israels.
29. Und Jerobeam entschlief mit seinen Vtern, mit den Knigen Israels. 
Und sein Sohn Sacharja ward Knig an seiner Statt.
2.Knige 15
1. Im siebenundzwanzigsten Jahr Jerobeams, des Knigs Israels, ward Knig 
Asarja, der Sohn Amazias, des Knigs Judas.
2. Und war sechzehn Jahre alt, da er Knig ward, und regierete 
zweiundfnfzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Jechalja von 
Jerusalem.
3. Und tat, das dem Herrn wohlgefiel, allerdinge wie sein Vater Amazia,
4. ohne da sie die Hhen nicht abtaten; denn das Volk opferte und 
rucherte noch auf den Hhen.
5. Der Herr plagte aber den Knig, da er ausstzig war bis an seinen Tod, 
und wohnete in einem sondern Hause. Jotham aber, des Knigs Sohn, 
regierete das Haus und richtete das Volk im Lande.
6. Was aber mehr von Asarja zu sagen ist, und alles, was er getan hat, 
siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Judas.
7. Und Asarja entschlief mit seinen Vtern; und man begrub ihn bei seinen 
Vtern in der Stadt Davids. Und sein Sohn Jotham ward Knig an seiner 
Statt.
8. Im achtunddreiigsten Jahr Asarjas, des Knigs Judas, ward Knig 
Sacharja, der Sohn Jerobeams, ber Israel zu Samaria sechs Monden.
9. Und tat, das dem Herrn bel gefiel, wie seine Vter getan hatten. Er 
lie nicht ab von den Snden Jerobeams, des Sohns Nebats, der Israel 
sndigen machte.
10. Und Sallum, der Sohn Jabes, machte einen Bund wider ihn und schlug ihn 
vor dem Volk und ttete ihn; und ward Knig an seiner Statt.
11. Was aber mehr von Sacharja zu sagen ist, siehe, das ist geschrieben in 
der Chronik der Knige Israels.
12. Und das ist's, das der Herr Jehu geredet hatte: Dir sollen Kinder ins 
vierte Glied sitzen auf dem Stuhl Israels; und ist also geschehen.
13. Sallum aber, der Sohn Jabes ward Knig im neununddreiigsten Jahr 
Asarjas, des Knigs Judas, und regierete einen Monden zu Samaria.
14. Denn Menahem, der Sohn Gadis, zog herauf von Thirza und kam gen 
Samaria und schlug Sallum, den Sohn Jabes zu Samaria und ttete ihn; und 
ward Knig an seiner Statt.
15. Was aber mehr von Sallum zu sagen ist und seinem Bund, den er 
anrichtete, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
16. Dazumal schlug Menahem Tiphsah und alle, die drinnen waren, und ihre 
Grenze von Thirza, darum da sie ihn nicht wollten einlassen; und schlug 
alle ihre Schwangeren und zerri sie.
17. Im neununddreiigsten Jahr Asarjas, des Knigs Judas, ward Knig 
Menahem, der Sohn Gadis, ber Israel zehn Jahre zu Samaria.
18. Und tat, das dem Herrn bel gefiel. Er lie sein Lebenlang nicht von 
den Snden Jerobeams, des Sohns Nebats, der Israel sndigen machte.
19. Und es kam Phul, der Knig von Assyrien, ins Land. Und Menahem gab dem 
Phul tausend Zentner Silbers, da er's mit ihm hielte, und bekrftigte ihm 
das Knigreich.
20. Und Menahem setzte ein Geld in Israel auf die Reichsten, fnfzig Sekel 
Silbers auf einen jeglichen Mann, das er dem Knige von Assyrien gbe. 
Also zog der Knig von Assyrien wieder heim und blieb nicht im Lande.
21. Was aber mehr von Menahem zu sagen ist, und alles, was er getan hat, 
siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
22. Und Menahem entschlief mit seinen Vtern; und Pekahja, sein Sohn, ward 
Knig an seiner Statt.
23. Im fnfzigsten Jahr Asarjas, des Knigs Judas, ward Knig Pekahja, der 
Sohn Menahems, ber Israel zu Samaria zwei Jahre.
24. Und tat, das dem Herrn bel gefiel, denn er lie nicht von der Snde 
Jerobeams, des Sohns Nebats, der Israel sndigen machte.
25. Und es machte Pekah, der Sohn Remaljas, seines Ritters, einen Bund 
wider ihn und schlug ihn zu Samaria im Palast des Knigshauses, mit Argob 
und Arne und fnfzig Mann mit ihm von den Kindern Gileads, und ttete ihn; 
und ward Knig an seiner Statt.
26. Was aber mehr von Pekahja zu sagen ist, und alles; was er getan hat, 
siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
27. Im zweiundfnfzigsten Jahr Asarjas, des Knigs Judas, ward Knig 
Pekah, der Sohn Remaljas, ber Israel zu Samaria zwanzig Jahre.
28. Und tat, das dem Herrn bel gefiel; denn er lie nicht von der Snde 
Jerobeams, des Sohns Nebats, der Israel sndigen machte.
29. Zu den Zeiten Pekahs, des Knigs Israels, kam Thiglath-Pilesser, der 
Knig zu Assyrien, und nahm Ijon, Abel-Beth-Maecha, Janoah, Kedes, Hazor, 
Gilead, Galila und das ganze Land Naphthali und fhrete sie weg nach 
Assyrien.
30. Und Hosea, der Sohn Elas, machte einen Bund wider Pekah, den Sohn 
Remaljas, und schlug ihn tot; und ward Knig an seiner Statt im 
zwanzigsten Jahr Jothams, des Sohns Usias.
31. Was aber mehr von Pekah zu sagen ist, und alles, was er getan hat, 
siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Israels.
32. Im andern Jahr Pekahs, des Sohns Remaljas, des Knigs Israels, ward 
Knig Jotham, der Sohn Usias, des Knigs Judas.
33. Und war fnfundzwanzig Jahre alt, da er Knig ward, und regierete 
sechzehn Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Jerusa, eine Tochter Zadoks.
34. Und tat, das dem Herrn wohlgefiel, allerdinge wie sein Vater Usia 
getan hatte,
35. ohne da sie die Hhen nicht abtaten; denn das Volk opferte und 
rucherte noch auf den Hhen. Er bauete das hohe Tor am Hause des Herrn.
36. Was aber mehr von Jotham zu sagen ist, und alles, was er getan hat, 
siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Judas.
37. Zu der Zeit hub der Herr an zu senden in Juda Rezin, den Knig zu 
Syrien, und Pekah, den Sohn Remaljas.
38. Und Jotham entschlief mit seinen Vtern und ward begraben bei seinen 
Vtern in der Stadt Davids, seines Vaters; und Ahas, sein Sohn, ward Knig 
an seiner Statt.
2.Knige 16
1. Im siebenzehnten Jahr Pekahs, des Sohns Remaljas, ward Knig Ahas, der 
Sohn Jothams, des Knigs Judas.
2. Zwanzig Jahre war Ahas alt, da er Knig ward, und regierete sechzehn 
Jahre zu Jerusalem; und tat nicht, was dem Herrn, seinem Gott wohlgefiel, 
wie sein Vater David.
3. Denn er wandelte auf dem Wege der Knige Israels. Dazu lie er seinen 
Sohn durchs Feuer gehen nach den Greueln der Heiden, die der Herr vor den 
Kindern Israel vertrieben hatte;
4. Und tat Opfer und rucherte auf den Hhen und auf den Hgeln und unter 
allen grnen Bumen.
5. Dazumal zog Rezin, der Knig zu Syrien, und Pekah, der Sohn Remaljas, 
Knig in Israel, hinauf gen Jerusalem, zu streiten, und belagerten Ahas; 
aber sie konnten sie nicht gewinnen.
6. Zur selbigen Zeit brachte Rezin, Knig in Syrien, Elath wieder an 
Syrien und stie die Juden aus Elath; aber die Syrer kamen und wohneten 
drinnen bis auf diesen Tag.
7. Aber Ahas sandte Boten zu Thiglath-Pilesser, dem Knige zu Assyrien, 
und lie ihm sagen: Ich bin dein Knecht und dein Sohn; komm herauf und 
hilf mir aus der Hand des Knigs zu Syrien und des Knigs Israels, die 
sich wider mich haben aufgemacht.
8. Und Ahas nahm das Silber und Gold, das in dem Hause des Herrn und in 
den Schtzen des Knigshauses funden ward, und sandte dem Knige zu 
Assyrien Geschenke
9. Und der Knig zu Assyrien gehorchte ihm und zog herauf gen Damaskus und 
gewann sie; und fhrete sie weg gen Kir und ttete Rezin.
10. Und der Knig Ahas zog entgegen Thiglath-Pilesser, dem Knige zu 
Assyrien, gen Damaskus. Und da er einen Altar sah, der zu Damaskus war, 
sandte der Knig Ahas desselben Altars Ebenbild und Gleichnis zum Priester 
Uria, wie derselbe gemacht war.
11. Und Uria, der Priester, bauete einen Altar und machte ihn, wie der 
Knig Ahas zu ihm gesandt hatte von Damaskus, bis der Knig Ahas von 
Damaskus kam.
12. Und da der Knig von Damaskus kam und den Altar sah, opferte er drauf.
13. Und zndete drauf an sein Brandopfer, Speisopfer und go drauf seine 
Trankopfer und lie das Blut der Dankopfer, die er opferte, auf den Altar. 
sprengen.
14. Aber den ehernen Altar, der vor dem Herrn stund, tat er weg, da er 
nicht stnde zwischen dem Altar und dem Hause des Herrn, sondern setzte 
ihn an die Ecke des Altars gegen Mitternacht.
15. Und der Knig Alias gebot Uria, dem Priester, und sprach: Auf dem 
groen Altar sollst du anznden die Brandopfer des Morgens und die 
Speisopfer des Abends und die Brandopfer des Knigs und sein Speisopfer 
und die Brandopfer alles Volks im Lande samt ihrem Speisopfer und 
Trankopfer und alles Blut der Brandopfer, und das Blut aller andern Opfer 
sollst du drauf sprengen; aber mit dem ehernen Altar will ich denken, was 
ich mache.
16. Uria, der Priester, tat alles, was ihn der Knig Alias hie.
17. Und der Knig Ahas brach ab die Seiten an den Gesthlen und tat die 
Kessel oben davon; und das Meer tat er von den ehernen Ochsen, die drunter 
waren, und setzte es auf das steinerne Pflaster.
18. Dazu die Decke des Sabbats, die sie am Hause gebauet hatten, und den 
Gang des Knigs auen wandte er zum Hause des Herrn, dem Knige zu 
Assyrien zu Dienst.
19. Was aber mehr von Ahas zu sagen ist, das er getan hat, siehe, das ist 
geschrieben in der Chronik der Knige Judas.
20. Und Ahas entschlief mit seinen Vtern und ward begraben bei seinen 
Vtern in der Stadt Davids. Und Hiskia, sein Sohn, ward Knig an seiner 
Statt.
2.Knige 17
1. Im zwlften Jahr Ahas, des Knigs Judas, ward Knig ber Israel zu 
Samaria Hosea, der Sohn Elas, neun Jahre.
2. Und tat, das dem Herrn bel gefiel, doch nicht wie die Knige Israels, 
die vor ihm waren.
3. Wider denselben zog herauf Salma nasser, der Knig zu Assyrien. Und 
Hosea ward ihm untertan, da er ihm Geschenke gab.
4. Da aber der Knig zu Assyrien inne ward, da Hosea einen Bund 
anrichtete und Boten hatte zu So, dem Knige in gypten, gesandt, und 
nicht darreichte Geschenke dem Knige zu Assyrien alle Jahre, belagerte er 
ihn und legte ihn ins Gefngnis.
5. Und der Knig zu Assyrien zog aufs ganze Land und gen Samaria und 
belagerte sie drei Jahre.
6. Und im neunten Jahr Hoseas gewann der Knig zu Assyrien Samaria und 
fhrete Israel. weg nach Assyrien und setzte sie zu Halah und zu Habor, am 
Wasser Gosan, und in den Stdten der Meder.
7. Denn da die Kinder Israel wider den Herrn, ihren Gott, sndigten (der 
sie aus gyptenland gefhret hatte, aus der Hand Pharaos, des Knigs in 
gypten) und andere Gtter frchteten
8. und wandelten nach der Heiden Weise, die der Herr vor den. Kindern 
Israel vertrieben hatte, und wie die Knige Israels taten;
9. und die Kinder Israel schmckten ihre Sachen wider den Herrn, ihren 
Gott, die doch nicht gut waren, nmlich da sie ihnen Hhen baueten in 
allen Stdten, beide in Schlssern und festen Stdten,
10. und richteten Sulen auf und Haine auf allen hohen Hgeln und unter 
allen grnen Bumen;
11. und rucherten daselbst auf allen Hhen, wie die Heiden, die der Herr 
vor ihnen weggetrieben hatte, und trieben bse Stcke, damit sie den Herrn 
erzrneten;
12. und dieneten den Gtzen, davon der Herr zu ihnen gesagt hatte: Ihr 
sollt solches nicht tun;
13. und wenn der Herr bezeugte in Israel und Juda durch alle Propheten und 
Schauer und lie ihnen sagen: Kehret um von euren bsen Wegen und haltet 
meine Gebote und Rechte nach allem Gesetz, das ich euren Vtern geboten 
habe und das ich zu euch gesandt habe durch meine Knechte, die Propheten:
14. so gehorchten sie nicht, sondern hrteten ihren Nacken, wie der Nacken 
ihrer Vter, die nicht glaubeten an den Herrn ihren Gott;
15. dazu verachteten sie seine Gebote und seinen Bund, den er mit ihren 
Vtern gemacht hatte, und seine Zeugnisse, die er unter ihnen tat, sondern 
wandelten ihrer Eitelkeit nach und wurden eitel den Heiden nach, die um 
sie her wohneten, von welchen ihnen der Herr geboten hatte, sie sollten 
nicht wie sie tun;
16. aber sie verlieen alle Gebote des Herrn, ihres Gottes, und machten 
ihnen zwei gegossene Klber und Haine; und beteten an alle Heere des 
Himmels und dieneten Baal;
17. und lieen ihre Shne und Tchter durchs Feuer gehen und gingen mit 
Weissagen und Zaubern um; und bergaben sich zu tun, das dem Herrn bel 
gefiel, ihn zu erzrnen;
18. da ward der Herr sehr zornig ber Israel und tat sie von seinem 
Angesicht, da nichts berblieb denn der Stamm Juda alleine.
19. Dazu hielt auch Juda nicht die Gebote des Herrn, ihres Gottes, und 
wandelten nach den Sitten Israels, die sie getan hatten.
20. Darum verwarf der Herr allen Samen Israels und drngete sie und gab 
sie in die Hnde der Ruber, bis da er sie verwarf von seinem Angesicht.
21. Denn Israel ward gerissen vom Hause Davids; und sie machten zum Knige 
Jerobeam, den Sohn Nebats. Derselbe wandte Israel hinten ab vom Herrn und 
machte, da sie schwerlich sndigten.
22. Also wandelten die Kinder Israel in allen Snden Jerobeams, die er 
angerichtet hatte, und lieen nicht davon,
23. bis der Herr Israel von seinem Angesicht tat, wie er geredet hatte 
durch alle seine Knechte, die Propheten. Also. ward Israel aus seinem 
Lande weggefhret nach Assyrien bis auf diesen Tag.
24. Der Knig aber zu Assyrien lie kommen von Babel, von Kutha, von Ava, 
von Hemath und Sepharvaim und besetzte die Stdte in Samaria anstatt der 
Kinder Israel. Und sie nahmen Samaria ein und wohneten in derselben. 
Stdten.
25. Da sie aber anhuben, daselbst zu wohnen, und den Herrn nicht 
frchteten, sandte der Herr Lwen unter sie, die erwrgeten sie.
26. Und sie lieen dem Knige zu Assyrien sagen: Die Heiden, die du hast 
hergebracht und die Stdte Samarias damit besetzt, wissen nichts. von der 
Weise des Gottes im Lande; darum hat, er Lwen unter sie gesandt, und 
siehe, dieselben tten sie, weil sie nicht wissen um die Weise des Gottes 
im Lande.
27. Der Knig zu Assyrien gebot und sprach: Bringet dahin der Priester 
einen, die von dannen sind weggefhret, und ziehet hin und wohnet 
daselbst; und er lehre sie die Weise des Gottes im Lande.
28. Da kam der Priester einer, die von Samaria weggefhret waren, und 
setzte sich zu Bethel und lehrete sie, wie sie den Herrn frchten sollten.
29. Aber ein jeglich Volk machte seinen Gott und taten sie in die Huser 
auf den Hhen, die die Samariter machten, ein jeglich Volk in ihren 
Stdten, darinnen sie wohneten.
30. Die von Babel machten Suchoth-Benoth. Die von Chuth machten Nergel. 
Die von Hemath machten Asima.
31. Die von Ava machten Nibehas und Tharthak. Die von Sepharvaim 
verbrannten ihre Shne dem. Adramelech und Anamelech, den Gttern derer 
von Sepharvaim.
32. Und weil sie den Herrn auch frchteten, machten sie ihnen Priester auf 
den Hhen aus den Untersten unter ihnen und taten sie in die Huser auf 
den Hhen.
33. Also frchteten sie den Herrn und dieneten auch den Gttern nach eines 
jeglichen Volks Weise, von dannen sie hergebracht waren.
34. Und bis auf diesen Tag tun sie nach der alten Weise, da sie weder den 
Herrn frchten noch ihre Sitten und Rechte tun nach dem Gesetz und Gebot, 
das der Herr geboten hat den Kindern Jakobs, welchem er den Namen Israel 
gab,
35. und machte einen Bund mit ihnen und gebot ihnen und: sprach: Frchtet 
keine andern Gtter und betet sie nicht an und dienet ihnen nicht und 
opfert ihnen nicht,
36. sondern den Herrn, der euch aus gyptenland gefhret hat mit groer 
Kraft und ausgerecktem Arm, den frchtet, den betet an und dem opfert;
37. und die Sitten, Rechte, Gesetze und Gebote, die er euch hat 
beschreiben lassen, die haltet, da ihr danach tut allewege und nicht 
andere Gtter frchtet;
38. und des Bundes, den er mit euch gemacht hat, vergesset nicht, da ihr 
nicht andere Gtter frchtet,
39. sondern frchtet den Herrn, euren Gott, der wird euch erretten von 
allen, euren Feinden.
40. Aber diese gehorchten nicht, sondern taten nach ihrer vorigen Weise.
41. Also frchteten diese Heiden den Herrn und dieneten auch ihren Gtzen. 
Also taten auch ihre Kinder und Kindeskinder, wie ihre Vter getan haben, 
bis auf diesen Tag.
2.Knige 18
1. Im dritten Jahr Hoseas, des Sohns Elas, des Knigs Israels, ward Knig 
Hiskia, der Sohn Ahas des Knigs Judas.
2. Und war fnfundzwanzig Jahre alt, da er Knig ward, und regierete 
neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Abi, eine Tochter 
Sacharjas.
3. Und was dem Herrn wohlgefiel, wie sein Vater David.
4. Er tat ab die Hhen und zerbrach die Sulen und rottete die Haine aus 
und zerstie die eherne Schlange, die Mose gemacht hatte; denn bis zu der 
Zeit hatten ihr die Kinder Israel geruchert, und man hie sie Nehusthan.
5. Er vertrauete dem Herrn, dem Gott Israels, da nach ihm seinesgleichen 
nicht war unter allen Knigen Judas, noch vor ihm gewesen.
6. Er hing dem Herrn an und wich nicht hinten von ihm ab und hielt seine 
Gebote, die der Herr Mose geboten hatte.
7. Und der Herr war mit ihm; und wo er auszog, handelte er klglich. Dazu 
ward er abtrnnig vom Knige zu Assyrien und war ihm nicht untertan.
8. Er schlug auch die Philister bis gen Gasa und ihre Grenze, von den 
Schlssern an bis an die festen Stdte.
9. Im vierten Jahr Hiskias, des Knigs Judas (das war das siebente Jahr 
Hoseas, des Sohns Elas, des Knigs Israels), da zog Salmanesser, der Knig 
zu Assyrien, herauf wider Samaria und belagerte sie;
10. und gewann sie nach dreien Jahren, im sechsten Jahr Hiskias; das ist, 
im neunten Jahr. Hoseas, des Knigs Israels, da ward Samaria gewonnen.
11. Und der Knig zu Assyrien fhrete Israel weg gen Assyrien und setzte 
sie zu Halah und Habor, am Wasser Gosan, und in die Stdte der Meder,
12. darum da sie nicht gehorchet hatten der Stimme des Herrn, ihres 
Gottes, und bergangen hatten seinen Bund und alles, was Mose, der Knecht 
des Herrn, geboten hatte; der hatten sie keinem gehorchet noch getan.
13. Im vierzehnten Jahr aber des Knigs Hiskia zog herauf Sanherib, der 
Knig zu Assyrien, wider alle festen Stdte Judas und nahm sie ein.
14. Da sandte Hiskia, der Knig Judas, zum Knige von Assyrien gen Lachis 
und lie ihm sagen: Ich habe mich versndiget, kehre um von mir; was du 
mir auflegest, will ich tragen. Da legte der Knig von Assyrien auf 
Hiskia, dem Knige Judas, dreihundert Zentner Silbers und dreiig Zentner 
Goldes.
15. Also gab Hiskia all das Silber, das im Hause des Herrn und in den 
Schtzen des Knigshauses funden ward.
16. Zur selbigen Zeit zerbrach Hiskia, der Knig Judas, die Tren am 
Tempel des Herrn und die Bleche, die er selbst hatte berziehen lassen, 
und gab sie dem Knige von Assyrien.
17. Und der Knig von Assyrien sandte Tharthan und den Erzkmmerer und den 
Rabsake von Lachis zum Knige Hiskia mit groer Macht gen Jerusalem; und 
sie zogen herauf. Und da sie hinkamen, hielten sie an der Wassergrube bei 
dem obern Teich, der da liegt an der Strae auf dem Acker des Walkmllers.
18. Und rief dem Knige. Da kam heraus zu ihnen Eliakim, der Sohn Hilkias, 
der Hofmeister, und Sebena, der Schreiber, und Joah, der Sohn Assaphs, der 
Kanzler.
19. Und der Erzschenke sprach zu ihnen: Lieber, sagt dem Knige Hiskia: So 
spricht der groe Knig, der Knig von Assyrien: Was ist das fr ein 
Trotz, darauf du dich verlssest?
20. Meinest du, es sei noch Rat und Macht zu streiten? Worauf verlssest 
du denn nun dich, da du abtrnnig von mir bist worden?
21. Siehe, verlssest du dich auf diesen zerstoenen Rohrstab, auf 
gypten? welcher, so sich jemand drauf lehnet, wird er ihm in die Hand 
gehen und sie durchbohren. Also ist Pharao, der Knig in gypten, allen, 
die sich auf ihn verlassen.
22. Ob ihr aber wolltet zu mir sagen: Wir verlassen uns auf den Herrn, 
unsern Gott, ist's denn nicht der, des Hhen und Altre Hiskia hat abgetan 
und gesagt zu Juda und Jerusalem: Vor diesem Altar, der zu Jerusalem ist, 
sollt ihr anbeten?
23. Nun gelobe meinem Herrn, dem Knige von Assyrien; ich will dir 
zweitausend Rosse geben, da du mgest Reiter dazu geben.
24. Wie willst du denn bleiben vor dem geringsten Herrn, einem meines 
Herrn Untertanen, und verlssest dich auf gypten um der Wagen und Reiter 
willen?
25. Meinest du aber, ich sei ohne den Herrn heraufgezogen, da ich diese 
Sttte verderbete? Der Herr hat mich's geheien: Zeuch hinauf in dies Land 
und verderbe es!
26. Da sprach Eliakim, der Sohn Hilkias, und Sebena und Joah zum 
Erzschenken: Rede mit deinen Knechten auf syrisch, denn wir verstehen es; 
und rede nicht mit uns auf jdisch vor den Ohren des Volks, das auf der 
Mauer ist.
27. Aber der Erzschenke sprach zu ihnen: Hat mich denn mein Herr zu deinem 
Herrn oder zu dir gesandt, da ich solche Worte rede? Ja zu den Mnnern, 
die auf der Mauer sitzen, da sie mit euch ihren eigenen Mist fressen und 
ihren Harn saufen.
28. Also stund der Erzschenke und rief mit lauter Stimme auf jdisch; und 
redete und sprach: Hret das Wort des groen Knigs, des Knigs von 
Assyrien!
29. So spricht der Knig: Lat euch Hiskia nicht aufsetzen; denn er vermag 
euch nicht zu erretten von meiner Hand.
30. Und lat euch Hiskia nicht vertrsten auf den Herrn, da er saget Der 
Herr wird uns erretten, und diese Stadt wird nicht in die Hnde des Knigs 
von Assyrien gegeben werden!
31. Gehorchet Hiskia nicht! Denn so spricht der Knig von Assyrien: Nehmet 
an meine Gnade und kommet zu mir heraus, so soll jedermann seines 
Weinstocks und seines Feigenbaums essen und seines Brunnens trinken,
32. bis ich komme und hole euch in ein Land, das eurem Lande gleich ist, 
da Korn, Most, Brot, Weinberge, lbume, l und Honig innen ist; so werdet 
ihr leben bleiben und nicht sterben. Gehorchet Hiskia nicht; denn er 
verfhret euch, da er spricht: Der Herr wird uns erretten.
33. Haben auch die Gtter der Heiden ein jeglicher sein Land errettet von 
der Hand des Knigs von Assyrien?
34. Wo sind die Gtter zu Hemath und Arphad? Wo sind die Gtter zu 
Sepharvaim, Hena und Iwa? Haben sie auch Samaria errettet von meiner Hand?
35. Wo ist ein Gott unter aller Lande Gttern, die ihr Land haben von 
meiner Hand errettet, da der Herr sollte Jerusalem von meiner Hand 
erretten?
36. Das Volk aber schwieg stille und antwortete ihm nichts; denn der Knig 
hatte geboten und gesagt: Antwortet ihm nichts!
37. Da kam Eliakim, der Sohn Hilkias, der Hofmeister, und Sebena, der 
Schreiber, und Joah, der Sohn Assaphs, der Kanzler, zu Hiskia mit 
zerrissenen Kleidern und sagten ihm an die Worte des Erzschenken.
2.Knige 19
1. Da der Knig Hiskia das hrete, zerri er seine Kleider und legte einen 
Sack an und ging in das Haus des Herrn.
2. Und sandte Eliakim, den Hofmeister, und Sebena, den Schreiber, samt den 
ltesten Priestern, mit Scken angetan, zu dem Propheten Jesaja, dem Sohn 
Amoz.
3. Und sie sprachen zu ihm: So sagt Hiskia: Das ist ein Tag der Not und 
Scheltens und Lsterns; die Kinder sind kommen an die Geburt, und ist 
keine Kraft da zu gebren.
4. Ob vielleicht der Herr, dein Gott, hren wollte alle Worte des 
Erzschenken, den sein Herr, der Knig von Assyrien, gesandt hat, Hohn zu 
sprechen dem lebendigen Gott und zu schelten mit Worten, die der Herr, 
dein Gott, gehret hat. So hebe dein Gebet auf fr die brigen, die noch 
vorhanden sind.
5. Und da die Knechte des Knigs Hiskia zu Jesaja kamen,
6. sprach Jesaja zu ihnen: So saget eurem Herrn: So spricht der Herr: 
Frchte dich nicht vor den Worten, die du gehret hast, damit mich die 
Knaben des Knigs von Assyrien gelstert haben,
7. Siehe, ich will ihm einen Geist geben, da er ein Gercht hren wird 
und wieder in sein Land ziehen; und will ihn durchs Schwert fllen in 
seinem Lande.
8. Und da der Erzschenke wiederkam, fand er den Knig von Assyrien 
streiten wider Libna; denn er hatte gehret, da er von Lachis gezogen war.
9. Und da er hrete von Thirhaka, dem Knige der Mohren: Siehe, er ist 
ausgezogen, mit dir zu streiten, wandte er um und sandte Boten zu Hiskia 
und lie ihm sagen:.
10. So saget Hiskia, dem Knige Judas: La dich deinen Gott nicht 
aufsetzen, auf den du dich verlssest, und sprichst: Jerusalem wird nicht 
in die Hnde des Knigs von Assyrien gegeben werden.
11. Siehe, du hast gehret, was die Knige von Assyrien getan haben allen 
Landen und sie verbannet; und du solltest errettet werden?
12. Haben der Heiden Gtter auch sie errettet, welche meine Vter haben 
verderbet: Gosan, Haran, Rezeph und die Kinder Edens, die zu Thelassar 
waren?
13. Wo ist der Knig zu Hemath, der Knig zu Arphad und der Knig der 
Stadt Sepharvaim, Hena und Iwa?
14. Und da Hiskia die Briefe von den Boten empfangen und gelesen hatte, 
ging er hinauf zum Hause des Herrn und breitete sie aus vor dem Herrn.
15. Und betete vor dem Herrn und sprach: Herr, Gott Israels, der du ber 
Cherubim sitzest, du bist allein Gott unter allen Knigreichen auf Erden, 
du hast Himmel und Erde gemacht.
16. Herr, neige deine Ohren und hre, tu deine Augen auf und siehe, und 
hre die Worte Sanheribs, der hergesandt hat, Hohn zu sprechen dem 
lebendigen Gott.
17. Es ist wahr, Herr, die Knige von Assyrien haben die Heiden mit dem 
Schwert umgebracht und ihr Land
18. und haben ihre Gtter ins Feuer geworfen. Denn es waren nicht Gtter, 
sondern Menschenhnde Werk, Holz und Steine; darum haben sie sie 
umgebracht.
19. Nun aber, Herr, unser Gott, hilf uns aus seiner Hand, auf da alle 
Knigreiche auf Erden erkennen, da du, Herr, allein Gott bist.
20. Da sandte Jesaja, der Sohn Amoz, zu Hiskia und lie ihm sagen: So 
spricht der Herr, der Gott Israels: Was du zu mir gebetet hast um 
Sanherib, den Knig von Assyrien, das habe ich gehret.
21. Das ist's, das der Herr wider ihn geredet hat: Die Jungfrau, die 
Tochter Zion, verachtet dich und spottet dein; die Tochter Jerusalem 
schttelt ihr Haupt dir nach.
22. Wen hast du gehhnet und gelstert? ber wen hast du deine Stimme 
erhoben? Du hast deine Augen erhoben wider den Heiligen in Israel.
23. Du hast den Herrn durch deine Boten gehhnet und gesagt: Ich bin durch 
die Menge meiner Wagen auf die Hhe der Berge gestiegen, auf den Seiten 
des Libanon; ich habe seine hohen Zedern und auserlesenen Tannen abgehauen 
und bin kommen an die uerste Herberge des Waldes seines Karmels;
24. ich habe gegraben und ausgetrunken die fremden Wasser und habe 
vertrocknet mit meinen Fusohlen die Seen.
25. Hast du aber nicht gehret, da ich solches lange zuvor getan habe, 
und von Anfang habe ich's bereitet? Nun, jetzt aber habe ich's kommen 
lassen, da feste Stdte wrden fallen in einen wsten Steinhaufen,
26. und die drinnen wohnen, matt werden und sich frchten und schmen 
mten und werden wie das Gras auf dem Felde und wie das grne Kraut zum 
Heu auf den Dchern, das verdorret, ehe denn es reif wird.
27. Ich wei dein Wohnen, dein Aus- und Einziehen, und da du tobest wider 
mich.
28. Weil du denn wider mich tobest, und dein bermut vor meine Ohren 
heraufkommen ist, so will ich dir einen Ring an deine Nase legen und ein 
Gebi in dein Maul und will dich den Weg wiederum fhren, da du herkommen 
bist.
29. Und sei dir ein Zeichen: In diesem Jahr i, was zertreten ist; im 
andern Jahr, was selber wchst; im dritten Jahr set und erntet und 
pflanzet Weinberge und esset ihre Frchte.
30. Und die Tochter Juda, die errettet und berblieben ist, wird frder 
unter sich wurzeln und ber sich Frucht tragen.
31. Denn von Jerusalem werden ausgehen, die berblieben sind, und die 
Erretteten vom Berge Zion. Der Eifer des Herrn Zebaoth wird solches tun.
32. Darum spricht der Herr vom Knige zu Assyrien also: Er soll nicht in 
diese Stadt kommen und keinen Pfeil drein schieen und kein Schild davor 
kommen und soll keinen Wall drum schtten,
33. sondern er soll den Weg wiederum ziehen, den er kommen ist, und soll 
in diese Stadt nicht kommen; der Herr sagt es.
34. Und ich will diese Stadt beschirmen, da ich ihr helfe um meinetwillen 
und um Davids, meines Knechts, willen.
35. Und in derselben Nacht fuhr aus der Engel des Herrn und schlug im 
Lager von Assyrien hundertundfnfundachtzigtausend Mann. Und da sie sich 
des Morgens frhe aufmachten, siehe, da lag es alles eitel tote Leichname.
36. Also brach Sanherib, der Knig von Assyrien, auf und zog weg und 
kehrete um; und blieb zu Ninive.
37. Und da er anbetete im Hause Nisrochs, seines Gottes, schlugen ihn mit 
dem Schwert Adramelech und Sarezer, seine Shne; und sie entrannen ins 
Land Ararat. Und sein Sohn Assar-Haddon ward Knig an seiner Statt.
2.Knige 20
1. Zu der Zeit ward Hiskia todkrank. Und der Prophet Jesaja, der Sohn 
Amoz, kam zu ihm und sprach zu ihm: So spricht der Herr: Beschicke dein 
Haus; denn du wirst sterben und nicht leben bleiben.
2. Er aber wandte sein Antlitz zur Wand und betete zum Herrn und sprach:
3. Ach, Herr, gedenke doch, da ich vor dir treulich gewandelt habe und 
mit rechtschaffenem Herzen und habe getan, das dir wohlgefllt. Und Hiskia 
weinete sehr.
4. Da aber Jesaja noch nicht zur Stadt halb hinausgegangen war, kam des 
Herrn Wort zu ihm und sprach:
5. Kehre um und sage Hiskia, dem Frsten meines Volks: So spricht der 
Herr, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet gehret und deine 
Trnen gesehen. Siehe, ich. will dich gesund machen; am dritten Tage wirst 
du hinauf in das Haus des Herrn gehen.
6. Und will fnfzehn. Jahre zu deinem Leben tun und dich und diese Stadt 
erretten von dem Knige zu Assyrien und diese Stadt beschirmen um 
meinetwillen und um meines Knechts David willen.
7. Und Jesaja sprach: Bringet her ein Stck Feigen! Und da sie die 
brachten, legten sie sie auf die Drse; und er ward gesund.
8. Hiskia aber sprach zu Jesaja: Welches ist das Zeichen, da mich der 
Herr wird gesund machen, und ich in des Herrn Haus hinaufgehen werde am 
dritten Tage?
9. Jesaja sprach: Das Zeichen wirst du haben vom Herrn, da der Herr tun 
wird, was er geredet hat. Soll der Schatten zehn Stufen frder gehen, oder 
zehn Stufen zurckgehen?
10. Hiskia sprach: Es ist leicht, da der Schatten zehn Stufen niederwrts 
gehe; das will ich nicht, sondern da er zehn Stufen hinter sich 
zurckgehe.
11. Da rief der Prophet Jesaja den Herrn an; und der Schatten ging hinter 
sich zurck zehn Stufen am Zeiger Ahas die er war niederwrts gegangen.
12. Zu der Zeit sandte Brodach, der Sohn Baledans, des Sohns Baledans, 
Knigs zu Babel, Briefe und Geschenke zu Hiskia; denn er hatte gehret, 
da Hiskia krank war gewesen.
13. Hiskia aber war frhlich mit ihnen und zeigte ihnen das ganze 
Schatzhaus, Silber, Gold, Spezerei und das beste l und die Harnischkammer 
und alles, was in seinen Schtzen vorhanden war. Es war nichts in seinem 
Hause und in seiner ganzen Herrschaft, das ihnen Hiskia nicht zeigete.
14. Da kam Jesaja, der Prophet, zu dem Knige Hiskia und sprach zu ihm: 
Was haben diese Leute gesagt und woher sind sie zu dir kommen? Hiskia 
sprach: Sie sind aus fernen Landen zu mir kommen, von Babel.
15. Er sprach: Was haben sie gesehen in deinem Hause? Hiskia sprach: Sie 
haben alles gesehen, was in meinem Hause ist; und ist nichts in meinen 
Schtzen, das ich nicht ihnen gezeiget htte.
16. Da sprach Jesaja zu Hiskia: Hre des Herrn Wort!
17. Siehe, es kommt die Zeit, da alles wird gen Babel weggefhret werden 
aus deinem Hause, und was deine Vter gesammelt haben bis auf diesen Tag; 
und wird nichts bergelassen werden, spricht der Herr.
18. Dazu der Kinder, die von dir kommen, die du zeugen wirst, werden 
genommen werden, da sie Kmmerer seien im Palast des Knigs zu Babel.
19. Hiskia aber sprach zu Jesaja: Das ist gut, das der Herr geredet hat. 
Und sprach weiter: Es wird doch Friede und Treue sein zu meinen Zeiten.
20. Was mehr von Hiskia zu sagen ist, und alle seine Macht, und was er 
getan hat, und der Teich und die Wasserrhren, damit er Wasser in die 
Stadt geleitet hat, siehe, das ist geschrieben in der. Chronik der Knige 
Judas.
21. Und Hiskia entschlief mit seinen Vtern. Und Manasse, sein Sohn, ward 
Knig an seiner Statt.
2.Knige 21
1. Manasse war zwlf Jahre alt, da er Knig. ward, und regierete 
fnfundfnfzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Hephzi-Bah.
2. Und er tat, das dem Herrn bel gefiel, nach den Greueln der Heiden, die 
der Herr vor den Kindern Israel vertrieben hatte.
3. Und verkehrete sich und bauete die Hhen, die sein Vater Hiskia hatte 
abgebracht, und richtete Baal Altre auf und machte Haine, wie Ahab, der 
Knig Israels, getan hatte, und betete an allerlei Heer am Himmel und 
dienete ihnen.
4. Und bauete Altre im Hause des Herrn, davon der Herr gesagt hatte: Ich 
will meinen Namen zu Jerusalem setzen.
5. Und er bauete allen Heeren am Himmel Altre, in beiden Hfen am Hause 
des Herrn.
6. Und lie seinen Sohn durchs Feuer gehen und achtete auf Vogelgeschrei 
und Zeichen und hielt Wahrsager und Zeichendeuter; und tat des viel, das 
dem Herrn bel gefiel, damit er ihn erzrnete.
7. Er setzte auch einen Haingtzen, den er gemacht hatte, in das Haus, von 
welchem der Herr zu David und zu Salomo, seinem Sohn, gesagt hatte: In 
diesem Hause und zu Jerusalem, die ich erwhlet habe aus allen Stmmen 
Israels, will ich meinen Namen setzen ewiglich,
8. und will den Fu Israels nicht mehr bewegen lassen vom Lande, das ich 
ihren Vtern gegeben habe, so doch, so sie halten und tun nach allem, das 
ich geboten habe, und nach allem Gesetz, das mein Knecht Mose ihnen 
geboten hat.
9. Aber sie gehorchten nicht, sondern Manasse verfhrete sie, da sie 
rger taten denn die Heiden, die der Herr vor den Kindern Israel vertilget 
hatte.
10. Da redete der Herr durch seine Knechte, die Propheten und sprach:
11. Darum da Manasse, der Knig Judas, hat diese Greuel getan, die rger 
sind denn alle Greuel, so die Amoriter getan haben, die vor ihm gewesen 
sind, und hat auch Juda sndigen gemacht mit seinen Gtzen,
12. darum spricht der Herr, der Gott Israels, also: Siehe, ich will 
Unglck ber Jerusalem und Juda bringen, da, wer es hren wird, dem 
sollen seine beiden Ohren gellen.
13. Und will ber Jerusalem die Meschnur Samarias ziehen und das Gewicht 
des Hauses Ahab; und will Jerusalem ausschtten, wie man Schsseln 
ausschttet, und will sie umstrzen.
14. Und ich will etliche meines Erbteils berbleiben lassen und sie geben 
in die Hnde ihrer Feinde, da sie ein Raub und Reien werden aller ihrer 
Feinde,
15. darum da sie getan haben, das mir bel gefllt, und haben mich 
erzrnet von dem Tage an, da ihre Vter aus gypten gezogen sind, bis auf 
diesen Tag.
16. Auch vergo Manasse sehr viel unschuldig Blut, bis da Jerusalem hie 
und da voll ward; ohne die Snde, damit er Juda sndigen machte, da sie 
taten, das dem Herrn bel gefiel.
17. Was aber mehr von Manasse zu sagen ist, und alles, was er getan hat, 
und seine Snde, die er tat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der 
Knige Judas,
18. Und Manasse entschlief mit seinen Vtern und ward begraben im Garten 
an seinem Hause, nmlich im Garten Usas. Und sein Sohn Amon ward Knig an 
seiner Statt.
19. Zweiundzwanzig Jahre alt war Amon, da er Knig ward, und regierete 
zwei Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Mesulemeth, eine Tochter Haruz 
von Jatba.
20. Und tat, das dem Herrn bel gefiel, wie sein Vater Manasse getan hatte,
21. und wandelte in allem Wege, den sein Vater gewandelt hatte, und 
dienete den Gtzen, welchen sein Vater gedienet hatte, und betete sie an.
22. Und verlie den Herrn, seiner Vter Gott, und wandelte nicht im Wege 
des Herrn.
23. Und seine Knechte machten einen Bund wider Amon und tteten den Knig 
in seinem Hause.
24. Aber das Volk im Lande schlug alle, die den Bund gemacht hatten wider 
den Knig Amon. Und das Volk im Lande machte Josia, seinen Sohn, zum 
Knige an seiner Statt.
25. Was aber Amon mehr getan hat, siehe, das ist geschrieben in der 
Chronik der Knige Judas.
26. Und man begrub ihn in seinem Grabe, im Garten Usas. Und sein Sohn 
Josia ward Knig an seiner Statt.
2.Knige 22
1. Josia war acht Jahre alt, da er Knig ward, und regierete 
einundddreiig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Jedida, eine Tochter 
Adajas von Bazkath.
2. Und tat, das dem Herrn wohlgefiel; und wandelte in allem Wege seines 
Vaters David und wich nicht weder zur Rechten noch zur Linken.
3. Und im achtzehnten Jahr des Knigs Josia sandte der Knig hin Saphan, 
den Sohn Azaljas, des Sohns Mesullams, den Schreiber, in das Haus des 
Herrn und sprach:
4. Gehe hinauf zu dem Hohenpriester Hilkia, da man ihnen gebe das Geld, 
das zum Hause des Herrn gebracht ist, das die Hter an der Schwelle 
gesammelt haben vom Volk,
5. da sie es geben den Arbeitern, die bestellet sind im Hause des Herrn, 
und geben es den Arbeitern am Hause des Herrn, da sie bessern, was 
baufllig ist am Hause,
6. nmlich den Zimmerleuten und Bauleuten und Maurern, und die da Holz und 
gehauene Steine kaufen sollen, das Haus zu bessern;
7. doch da man keine Rechnung von ihnen nehme vom Gelde, das unter ihre 
Hand getan wird, sondern da sie es auf Glauben handeln.
8. Und der Hohepriester Hilkia sprach zu dem Schreiber Saphan: Ich habe 
das Gesetzbuch gefunden im Hause des Herrn. Und Hilkia gab das Buch 
Saphan, da er's lse.
9. Und Saphan, der Schreiber, brachte es dem Knige und sagte es ihm 
wieder und sprach: Deine Knechte haben das Geld zusammengestoppelt, das im 
Hause gefunden ist, und haben es den Arbeitern gegeben, die bestellet sind 
am Hause des Herrn.
10. Auch sagte Saphan, der Schreiber, dem Knige und sprach: Hilkia, der 
Priester, gab mir ein Buch. Und Saphan las es vor dem Knige.
11. Da aber der Knig hrete die Worte im Gesetzbuch, zerri er seine 
Kleider.
12. Und der Knig gebot Hilkia, dem Priester, und Ahikam, dem Sohn 
Saphans, und Achbor, dem Sohn Michajas, und Saphan, dem Schreiber, und 
Asaja, dem Knechte des Knigs, und sprach:
13. Gehet hin und fraget den Herrn fr mich, fr das Volk und fr ganz 
Juda um die Worte dieses Buchs, das gefunden ist; denn es ist ein groer 
Grimm des Herrn, der ber uns entbrannt ist, darum da unsere Vter nicht 
gehorchet haben den Worten dieses Buchs, da sie tten alles, was drinnen 
geschrieben ist.
14. Da ging hin Hilkia, der Priester, Ahikam, Achbor, Saphan und Asaja zu 
der Prophetin Hulda, dem Weibe Sallums, des Sohns Thikwas, des Sohns 
Harhams, des Hters der Kleider, und sie wohnete zu Jerusalem im andern 
Teil; und sie redeten mit ihr.
15. Sie aber sprach zu ihnen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Saget 
dem Mann, der euch zu mir gesandt hat:
16. So spricht der Herr: Siehe, ich will Unglck ber diese Sttte und 
ihre Einwohner bringen, alle Worte des Gesetzes, die der Knig Juda hat 
lassen lesen,
17. darum da sie mich verlassen und andern Gttern geruchert haben, da 
sie mich erzrneten mit allen. Werken ihrer Hnde; darum wird mein Grimm 
sich wider diese Sttte anznden und nicht ausgelschet werden.
18. Aber dem Knige Judas, der euch gesandt hat, den Herrn zu fragen, 
sollt ihr so sagen: So spricht der Herr, der Gott Israels:
19. Darum da dein Herz erweichet ist ber den Worten, die du gehret 
hast, und hast dich gedemtiget vor dem Herrn, da du hr was ich geredet 
habe wider diese Sttte und ihre Einwohner, da sie sollen eine Verwstung 
und Fluch sein, und hast deine Kleider zerrissen und hast geweinet vor 
mir, so habe ich's auch erhret, spricht der Herr.
20. Darum will ich dich zu deinen Vtern sammeln, da du mit Frieden in 
dein Grab versammelt werdest, und deine Augen nicht sehen all das Unglck, 
das ich ber diese Sttte bringen will. Und sie sagten es dem Knige 
wieder.
2.Knige 23
1. Und der Knig sandte hin, und es versammelten sich zu ihm alle ltesten 
in Juda und Jerusalem.
2. Und der Knig ging hinauf ins Haus des Herrn, und alle Mnner von Juda 
und alle Einwohner zu Jerusalem mit ihm, Priester und Propheten und alles 
Volk, beide klein und gro; und man las vor ihren Ohren alle Worte des 
Buchs vom Bunde, das im Hause des Herrn gefunden war.
3. Und der Knig trat an eine Sule und machte einen Bund vor dem Herrn, 
da sie sollten wandeln dem Herrn. nach und halten seine Gebote, Zeugnisse 
und Rechte von ganzem Herzen und von ganzer Seele, da sie aufrichteten 
die Worte dieses Bundes, die geschrieben stunden in diesem Buch. Und alles 
Volk trat in den Bund.
4. Und der Knig gebot dem Hohenpriester Hilkia und den Priestern der 
andern Ordnung und den Htern an der Schwelle, da sie sollten aus dem 
Tempel des Herrn tun alles Gezeug, das dem Baal und dem Hain und allem 
Heer des Himmels gemacht war. Und verbrannten sie auen vor Jerusalem im 
Tal Kidron; und ihr Staub ward getragen gen Bethel.
5. Und er tat ab die Kamarim, welche die Knige Judas hatten gestiftet, zu 
ruchern auf den Hhen in den Stdten Judas und um Jerusalem her, auch die 
Rucherer des Baal und der Sonne und des Mondes und der Planeten und alles 
Heers am Himmel.
6. Und lie den Hain aus dem Hause des Herrn fhren hinaus vor Jerusalem 
in den Bach Kidron; und verbrannten ihn im Bach Kidron und machte ihn zu 
Staub; und warf den Staub auf die Grber der gemeinen Leute.
7. Und er brach ab die Huser der Hurer, die an dem Hause des Herrn waren, 
darinnen die Weiber wirkten Huser zum Hain.
8. Und er lie kommen alle Priester aus den Stdten Judas und 
verunreinigte die Hhen, da die Priester rucherten, von Geba an bis gen 
Berseba; und brach ab die Hhen in den Toren, die in der Tr des Tors 
waren Josuas, des Stadtvogts, welches war zur Linken, wenn man zum Tor der 
Stadt gebet.
9. Doch hatten die Priester der Hhen nie geopfert auf dem Altar des Herrn 
zu Jerusalem, sondern aen des ungesuerten Brots unter ihren Brdern.
10. Er verunreinigte auch das Thopheth im Tal der Kinder Hinnom, da 
niemand seinen Sohn oder seine Tochter dem Molech durchs Feuer liee gehen.
11. Und tat ab die Rosse, welche die Knige Judas hatten der Sonne gesetzt 
im Eingange des Herrn Hauses an der Kammer. Nethan-Melechs, des Kmmerers, 
der zu Parwarim war; und die Wagen der Sonne verbrannte er mit Feuer.
12. Und die Altre auf dem Dache im Saal Ahas, die die Knige Judas 
gemacht hatten, und die Altre, die Manasse gemacht hatte in den zweien 
Hfen des Herrn Hauses, brach der Knig ab; und lief von dannen und warf 
ihren Staub in den Bach Kidron.
13. Auch die Hhen, die vor Jerusalem waren, zur Rechten am Berge Mashith, 
die Salomo, der Knig Israels, gebauet hatte Asthoreth, dem Greuel von 
Zidon, und Kamos, dem Greuel von Moab, und Milkom, dem Greuel der Kinder 
Ammon, verunreinigte der Knig.
14. Und zerbrach die Sulen und rottete aus die Haie und fllete ihre 
Sttte mit Menschenknochen.
15. Auch den Altar zu Bethel, die Hhe, die Jerobeam gemacht hatte, der 
Sohn Nebats, der Israel sndigen machte, denselben Altar brach er ab und 
die Hhe; und verbrannte die Hhe und machte sie zu Staub und verbrannte 
den Hain.
16. Und Josia wandte sich und sah die Grber, die da waren auf dem Berge; 
und sandte hin und lie die Knochen aus den Grbern holen und verbrannte 
sie auf dem Altar und verunreinigte ihn nach dem Wort des Herrn, das der 
Mann Gottes ausgerufen hatte, der solches ausrief.
17. Und er sprach: Was ist das fr ein Grabmal, das ich sehe? Und die 
Leute in der Stadt sprachen zu ihm: Es ist das Grab des Mannes Gottes, der 
von Juda kam und rief solches aus, das du getan hast, wider den Altar zu 
Bethel.
18. Und er sprach: Lat ihn liegen; niemand bewege seine Gebeine! Also 
wurden seine Gebeine errettet mit den Gebeinen des Propheten, der von 
Samaria kommen war.
19. Er tat auch weg alle Huser der Hhen in den Stdten Samarias, welche 
die Knige Israels gemacht hatten zu erzrnen; und tat mit ihnen 
allerdinge, wie er zu Bethel getan hatte.
20. Und er opferte alle Priester der Hhen, die daselbst waren, auf den 
Altren; und. verbrannte also Menschenbeine drauf. Und kam wieder gen 
Jerusalem.
21. Und der Knig gebot dem Volk und sprach: Haltet dem Herrn, eurem Gott, 
Passah, wie geschrieben stehet im Buch dieses Bundes.
22. Denn es war kein Passah so gehalten, als dieses, von der Richter Zeit 
an, die Israel gerichtet haben, und in allen Zeiten der Knige Israels und 
der Knige Judas,
23. sondern im achtzehnten Jahr des Knigs Josia ward dies Passah gehalten 
dem Herrn zu Jerusalem.
24. Auch fegte Josia aus alle Wahrsager, Zeichendeuter, Bilder und Gtzen 
und alle Greuel, die im Lande Juda und zu Jerusalem ersehen wurden, auf 
da er aufrichtete die Worte des Gesetzes, die geschrieben stunden im 
Buch, das Hilkia, der Priester, fand im Hause des Herrn.
25. Sein gleichen war vor ihm kein Knig gewesen, der so von ganzem 
Herzen, von ganzer Seele, von allen Krften sich zum Herrn bekehrete nach 
allem Gesetz Moses; und nach ihm kam sein gleichen nicht auf.
26. Doch kehrete sich der Herr nicht von dem Grimm seines groen Zorns, 
damit er ber Juda erzrnet war um aller der Reizungen willen, damit ihn 
Manasse gereizet hatte.
27. Und der Herr sprach: Ich will Juda auch von meinem Angesicht tun, wie 
ich Israel weggetan habe; und will diese Stadt verwerfen, die ich erwhlet 
hatte, nmlich Jerusalem und das Haus, davon ich gesagt habe: Mein Name 
soll daselbst sein.
28. Was aber mehr von Josia zu sagen ist, und alles, was er getan hat, 
siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige Judas.
29. Zu seiner Zeit zog Pharao-Necho, der Knig in gypten, herauf wider 
den Knig von Assyrien an das Wasser Phrath. Aber der Knig Josia zog ihm 
entgegen und starb zu Megiddo, da er ihn gesehen hatte.
30. Und seine Knechte fhreten ihn tot von Megiddo und brachten ihn gen 
Jerusalem und begruben ihn in seinem Grabe. Und das Volk im Lande nahm 
Joahas, den Sohn Josias, und salbeten ihn und machten ihn zum Knige an 
seines Vaters Statt.
31. Dreiundzwanzig Jahre war Joahas alt, da er Knig ward, und regierete 
drei Monden zu Jerusalem. Seine Mutter hie Hamutal, eine Tochter Jeremias 
von Libna.
32. Und tat, das dem Herrn bel gefiel, wie seine Vter getan hatten.
33. Aber Pharao-Necho fing ihn zu Riblath im Lande Hemath, da er nicht 
regieren sollte zu Jerusalem; und legte eine Schtzung aufs Land, hundert 
Zentner Silbers und einen Zentner Goldes.
34. Und Pharao-Necho machte zum Knige Eliakim, den Sohn Josias, anstatt 
seines Vaters Josia und wandte seinen Namen Jojakim. Aber Joahas nahm er 
und brachte ihn nach gypten; daselbst starb er.
35. Und Jojakim gab das Silber und Gold Pharao; doch schtzte er das Land, 
da er solch Silber gbe nach Befehl Pharaos; einen jeglichen nach seinem 
Vermgen schtzte er am Silber und Gold unter dem Volk im Lande, da er 
dem Pharao-Necho gbe.
36. Fnfundzwanzig Jahre alt war Jojakim, da er Knig ward, und regierete 
elf Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Sebuda, eine Tochter Pedajas von 
Ruma.
37. Und tat, das dem Herrn bel gefiel, wie seine Vter getan hatten.
2.Knige 24
1. Zu seiner Zeit zog herauf Nebukadnezar der Knig zu Babel; und Jojakim 
ward ihm untertnig drei Jahre. Und er wandte sich und ward abtrnnig von 
ihm.
2. Und der Herr lie auf ihn Kriegsknechte kommen aus Chalda, aus Syrien, 
aus Moab, aus den Kindern Ammon und lie sie in Juda kommen, da sie ihn 
umbrchten, nach dem Wort des Herrn, das er geredet hatte durch seine 
Knechte, die Propheten.
3. Es. geschah aber Juda also nach dem Wort des Herrn, da er sie von 
seinem Angesicht tte, um der Snde willen Manasses, die er getan hatte;
4. auch um des unschuldigen Bluts willen, das er vergo, und machte 
Jerusalem voll mit unschuldigem Blut, wollte der Herr nicht vergeben.
5. Was mehr zu sagen ist von Jojakim, und alles, was er getan hat, siehe, 
das ist geschrieben in der Chronik der Knige Judas.
6. Und Jojakim entschlief mit seinen Vtern; und sein Sohn Jojachin ward 
Knig an seiner Statt.
7. Und der Knig in gypten zog nicht mehr aus seinem Lande; denn der 
Knig zu Babel hatte ihm genommen alles, was des Knigs in gypten war, 
vom Bach gyptens an bis an das Wasser Phrath.
8. Achtzehn Jahre alt war Jojachin, da er Knig ward, und regierete drei 
Monden zu Jerusalem. Seine Mutter hie Nehustha, eine Tochter Elnathans 
von Jerusalem.
9. Und tat, das dem Herrn bel gefiel, wie sein Vater getan hatte.
10. Zu der Zeit zogen herauf die Knechte Nebukadnezars, des Knigs zu 
Babel, gen Jerusalem und kamen an die Stadt mit Bollwerk.
11. Und da Nebukadnezar zur Stadt kam und seine Knechte, belagerte er sie.
12. Aber Jojachin, der Knig Judas, ging heraus zum Knige von Babel mit 
seiner Mutter, mit seinen Knechten, mit seinen Obersten und Kmmerern; und 
der Knig von Babel nahm ihn auf im achten Jahr seines Knigreichs.
13. Und nahm von dannen heraus alle Schtze im Hause des Herrn und im 
Hause des Knigs und zerschlug alle gldenen Gefe, die Salomo, der Knig 
Israels, gemacht hatte im Tempel des Herrn wie denn der Herr geredet hatte;
14. und fhrete weg das ganze Jerusalem, alle Obersten, alle Gewaltigen, 
zehntausend Gefangene und alle Zimmerleute und alle Schmiede; und lie 
nichts brig, denn gering Volk des Landes.
15. Und fhrete weg Jojachin gen Babel, die Mutter des Knigs, die Weiber 
des Knigs und seine Kmmerer; dazu die Mchtigen im Lande fhrete er auch 
gefangen von Jerusalem gen Babel,
16. und was der besten Leute waren, siebentausend, und die Zimmerleute und 
Schmiede, tausend, alle starken Kriegsmnner; und der Knig von Babel 
brachte sie gen Babel.
17. Und der Knig von Babel machte Mathanja, seinen Vetter, zum Knige an 
seiner Statt und wandelte seinen Namen Zidekia.
18. Einundzwanzig Jahre alt war Zidekia, da er Knig ward, und regierete 
elf Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Hamital, eine Tochter Jeremias 
von Libna.
19. Und er tat, das dem Herrn bel gefiel, wie Jojakim getan hatte.
20. Denn es geschah also mit Jerusalem und Juda aus dem Zorn des Herrn, 
bis da er sie von seinem Angesicht wrfe. Und Zidekia ward abtrnnig vom 
Knige zu Babel.
2.Knige 25
1. Und es begab sich im neunten Jahr seines Knigreichs, am zehnten Tage 
des zehnten Monden, kam Nebukadnezar, der Knig zu Babel, mit aller seiner 
Macht wider Jerusalem; und sie lagerten sich wider sie und baueten einen 
Schutt um sie her.
2. Also ward die Stadt belagert bis ins elfte Jahr des Knigs Zidekia.
3. Aber im neunten des Monden ward der Hunger stark in der Stadt, da das 
Volk des Landes nichts zu essen hatte.
4. Da brach man in die Stadt; und alle Kriegsmnner flohen bei der Nacht 
des Weges von dem Tor zwischen den zwo Mauern, der zu des Knigs Garten 
gehet. Aber die Chalder lagen um die Stadt. Und er floh des Weges zum 
blachen Felde.
5. Aber die Macht der Chalder jagten dem Knige nach und ergriffen ihn im 
blachen Felde zu Jericho; und alle Kriegsleute, die bei ihm waren, wurden 
von ihm zerstreuet.
6. Sie aber griffen den Knig und fhreten ihn hinauf zum Knige von Babel 
gen Riblath; und sie sprachen ein Urteil ber ihn.
7. Und sie schlachteten die Kinder Zidekias vor seinen Augen und blendeten 
Zidekia seine Augen und banden ihn mit Ketten und fhreten ihn gen Babel.
8. Am siebenten Tage des fnften Monden, das ist das neunzehnte Jahr 
Nebukadnezars, des Knigs zu Babel, kam Nebusar-Adan, der Hofmeister, des 
Knigs zu Babel Knecht, gen Jerusalem
9. und verbrannte das Haus des Herrn und das Haus des Knigs und alle 
Huser zu Jerusalem und alle groen Huser verbrannte er mit Feuer.
10. Und die ganze Macht der Chalder, die mit dem Hofmeister war, zerbrach 
die Mauern um Jerusalem her.
11. Das andere Volk aber, das brig war in der Stadt und die zum Knige 
von Babel fielen, und den andern Pbel fhrete Nebusar-Adan, der 
Hofmeister, weg.
12. Und von den Geringsten im Lande lie der Hofmeister Weingrtner und 
Ackerleute.
13. Aber die ehernen Sulen am Hause des Herrn und die Gesthle und das 
eherne Meer, das am Hause des Herrn war, zerbrachen die Chalder und 
fhreten das Erz gen Babel.
14. Und die Tpfe, Schaufeln, Messer, Lffel und alle ehernen Gefe, 
damit man dienete, nahmen sie weg.
15. Dazu nahm der Hofmeister die Pfannen und Becken, und was glden und 
silbern war,
16. zwo Sulen, ein Meer und die Gesthle, die Salomo gemacht hatte zum 
Hause des Herrn. Es war nicht zu wgen das Erz aller dieser Gefe.
17. Achtzehn Ellen hoch war eine Sule, und ihr Knauf drauf war auch ehern 
und drei Ellen hoch, und die Reife und Granatpfel an dem Knauf umher war 
alles ehem. Auf die Weise war auch die andere Sule mit den Reifen.
18. Und der Hofmeister nahm den Priester Seraja der ersten Ordnung und den 
Priester Zephanja der andern Ordnung und drei Trhter
19. und einen Kmmerer aus der Stadt, der gesetzt war ber die 
Kriegsmnner, und fnf Mnner, die stets vor dem Knige waren, die in der 
Stadt funden wurden, und Sopher, den Feldhauptmann, der das Volk im Lande 
kriegen lehrete, und sechzig Mann vom Volk auf dem Lande, die in der Stadt 
funden wurden:
20. diese nahm Nebusar-Adan, der Hofmeister, und brachte sie zum Knige 
von Babel gen Riblath.
21. Und der Knig von Babel schlug sie tot zu Riblath im Lande Hemath. 
Also ward Juda weggefhret aus seinem Lande.
22. Aber ber das brige Volk im Lande Juda, das Nebukadnezar, der Knig 
von Babel, berlie, setzte er Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohns 
Saphans.
23. Da nun all das Kriegsvolk, Hauptleute und die Mnner hreten, da der 
Knig von Babel Gedalja gesetzt hatte, kamen sie zu Gedalja gen Mizpa, 
nmlich Ismael, der Sohn Nethanjas, und Johanan, der Sohn Kareahs, und 
Seraja, der Sohn Thanhumeths, der Netophathiter, und Jaesanja, der Sohn 
Maechathis, samt ihren Mnnern.
24. Und Gedalja schwur ihnen und ihren Mnnern und sprach zu ihnen: 
Frchtet euch nicht, untertan zu sein den Chaldern; bleibet im Lande und 
seid untertnig dem Knige von Babel, so wird's euch wohlgehen.
25. Aber im siebenten Monden kam Ismael, der Sohn Nethanjas, des Sohns 
Elisamas, von kniglichem Geschlecht, und zehn Mnner mit ihm und schlugen 
Gedalja tot, dazu die Juden und Chalder, die bei ihm waren zu Mizpa.
26. Da machten sich auf alles Volk, beide klein und gro, und die Obersten 
des Krieges, und kamen nach gypten; denn sie frchteten sich vor den 
Chalder.
27. Aber im siebenunddreiigsten Jahr, nachdem Jojachin, der Knig Judas, 
weggefhret war, am siebenundzwanzigsten Tage des zwlften Monden, hub 
Evil-Merodach, der Knig zu Babel, im ersten Jahr seines Knigreichs, das 
Haupt Jojachins, des Knigs Judas, aus dem Kerker hervor.
28. Und redete freundlich mit ihm und setzte seinen Stuhl ber die Sthle 
der Knige, die bei ihm waren zu Babel;
29. und wandelte die Kleider seines Gefngnisses; und er a allewege vor 
ihm sein Lebenlang;
30. und bestimmte ihm sein Teil, das man ihm allewege gab vom Knige, auf 
einen jeglichen Tag sein ganz Leben lang.
1.Chronik 1
1. Adam, Seth, Enos,
2. Kenan, Mahalaleel, Jared,
3. Henoch, Methusalah, Lamech,
4. Noah, Sem, Ham, Japheth.
5. Die Kinder Japheths sind diese: Gomer, Magog, Madai, Javan, Thubal, 
Mesech, Thiras.
6. Die Kinder aber Gomers sind: Askenas, Riphath, Thogarma.
7. Die Kinder Javans sind: Elisa, Tharsisa, Chitim, Dodanim.
8. Die Kinder Hams sind: Chus, Mizraim, Put, Kanaan.
9. Die Kinder aber Chus sind: Seba, Hevila, Sabtha, Ragema, Sabthecha. Die 
Kinder aber Ragemas sind: Scheba und Dedan.
10. Chus aber zeugete Nimrod; der fing an gewaltig zu sein auf Erden.
11. Mizraim zeugete Ludim, Anamim, Lehabim, Naphthuhim,
12. Pathrusim, Kasluhim (von welchen sind auskommen die Philistim) und 
Kaphthorim.
13. Kanaan aber zeugete Zidon, seinen ersten Sohn, und Heth,
14. Jebusi, Amori, Girgosi,
15. Hevi, Arki, Sini,
16. Arwadi, Zemari und Hemathi.
17. Die Kinder Sems sind diese: Elam, Assur, Arphachsad, Lud, Aram, Uz, 
Hul, Gether und Masech.
18. Arphachsad aber zeugete Salah; Salah zeugete Eber.
19. Eber aber wurden zween Shne geboren; der eine hie Peleg, darum da 
zu seiner Zeit das Land zerteilet ward; und sein Bruder hie Jaktan.
20. Jaktan aber zeugete Almodad, Saleph, Hazarmaveth, Jarah,
21. Hadoram, Usal, Dikla,
22. Ebal, Abimael, Scheba,
23. Ophir, Hevila und Jobab. Das sind alle Kinder Jaktans.
24. Sem, Arphachsad, Salah,
25. Eber, Peleg, Regu,
26. Serug, Nahor, Tharah,
27. Abram, das ist Abraham.
28. Die Kinder aber Abrahams sind: Isaak und Ismael.
29. Dies ist ihr Geschlecht: der erste Sohn Ismaels Nebajoth, Kedar, 
Adbeel, Mibsam,
30. Misma, Duma, Masa, Hadad, Thema,
31. Jethur, Naphis, Kedma. Das sind die Kinder Ismaels.
32. Die Kinder aber Keturas, des Kebsweibes Abrahams: die gebar Simran, 
Jaksan, Medan, Midian, Jesbak, Suah. Aber die Kinder Jaksans sind: Scheba 
und Dedan.
33. Und die Kinder Midians sind: Epha, Epher, Henoch, Abida, Eldaa. Dies 
sind alle Kinder der Ketura.
34. Abraham zeugete Isaak. Die Kinder aber Isaaks sind: Esau und Israel.
35. Die Kinder Esaus sind: Eliphas, Reguel, Jeus, Jaelam, Korah.
36. Die Kinder Eliphas sind: Theman, Omar, Zephi, Gaetham, Kenas, Thimna, 
Amalek.
37. Die Kinder Reguels sind: Nahath, Serah, Samma und Misa.
38. Die Kinder Seirs sind: Lothan, Sobal, Zibeon, Ana, Dison, Ezer, Disan.
39. Die Kinder Lothans sind: Hori, Homam; und Thimna war eine Schwester 
Lothans.
40. Die Kinder Sobals sind: Alian, Manahath, Ebal, Sephi, Onam. Die Kinder 
Zibeons sind: Aja und Ana.
41. Die Kinder Anas: Dison. Die Kinder Disons sind: Hamran, Esban, 
Jethran, Cheran.
42. Die Kinder Ezers sind: Bilhan, Saewan, Jaekan. Die Kinder Disans sind: 
Uz und Aran.
43. Dies sind die Knige, die regieret haben im Lande Edom, ehe denn ein 
Knig regierete unter den Kindern Israel: Bela, der Sohn Beors; und seine 
Stadt hie Dinhaba.
44. Und da Bela starb, ward Knig an seiner Statt Jobab, der Sohn Serahs, 
von Bazra.
45. Und da Jobab starb, ward Knig an seiner Statt Husam aus der 
Themaniter Lande.
46. Da Husam starb, ward Knig an seiner Statt Hadad, der Sohn Bedads, der 
die Midianiter schlug in der Moabiter Felde; und seine Stadt hie Awith.
47. Da Hadad starb, ward Knig an seiner Statt Samla von Masrek.
48. Da Samla starb, ward Knig an seiner Statt Saul von Rehoboth am Wasser.
49. Da Saul starb, ward Knig an seiner Statt Baal-Hanan, der Sohn Achbors.
50. Da Baal-Hanan starb, ward Knig an seiner Statt Hadad, und seine Stadt 
hie Pagi; und sein Weib hie Mehetabeel, eine Tochter Matreds, die 
Mesahabs Tochter war.
51. Da aber Hadad starb, wurden Frsten zu Edom: Frst Thimna, Frst Alwa, 
Frst Jetheth,
52. Frst Ahalibama, Frst Ela, Frst Pinon,
53. Frst Kenas, Frst Theman, Frst Mibzar,
54. Frst Magdiel, Frst Iram. Das sind die Frsten zu Edom.
1.Chronik 2
1. Dies sind die Kinder Israels: Ruben, Simeon, Levi, Juda, Isaschar, 
Sebulon,
2. Dan, Joseph, Benjamin, Naphthali, Gad, Asser.
3. Die Kinder Judas sind: Ger, Onan, Sela. Die drei wurden ihm geboren von 
der Kanaanitin, der Tochter Suas. Ger aber, der erste Sohn Judas, war bse 
vor dem Herrn, darum ttete er ihn.
4. Thamar aber, seine Schnur, gebar ihm Perez und Serah, da aller Kinder 
Judas waren fnf.
5. Die Kinder Perez sind: Hezron und Hamul.
6. Die Kinder aber Serahs sind: Simri, Ethan; Heman, Chalkol, Dara. Der 
aller sind fnf.
7. Die Kinder Charmis sind Achan, welcher betrbete Israel, da er sich am 
Verbanneten vergriff.
8. Die Kinder Ethans sind Asarja.
9. Die Kinder aber Hezrons, die ihm geboren, sind: Jerahmeel, Ram, 
Chalubai.
10. Ram aber zeugete Amminadab. Amminadab zeugete Nahesson, den Frsten 
der Kinder Juda.
11. Nahesson zeugete Salma. Salma zeugete Boas.
12. Boas zeugete Obed. Obed zeugete Isai.
13. Isai zeugete seinen ersten Sohn Eliab, Abinadab den andern, Simmer den 
dritten,
14. Nethaneel den vierten, Raddai den fnften,
15. Ozem den sechsten, David den siebenten.
16. Und ihre Schwestern waren: Zerujas und Abigail. Die Kinder Zerujas 
sind: Abisai, Joab, Asahel, die drei.
17. Abigail aber gebar Amasa. Der Vater aber Amasa war Jether, ein 
Ismaeliter.
18. Kaleb, der Sohn Hezrons, zeugete mit Asuba, seiner Frau, und Jerigoth; 
und dies sind derselben Kinder: Jeser, Sobab und Ardon.
19. Da aber Asuba starb, nahm Kaleb Ephrath; die gebar ihm Hur.
20. Hur gebar Uri. Uri gebar Bezaleel.
21. Danach beschlief Hezron die Tochter Machirs, des Vaters Gileads; und 
er nahm sie, da er war sechzig Jahre alt; und sie gebar ihm Segub.
22. Segub aber zeugete Jair, der hatte dreiundzwanzig Stdte im Lande 
Gilead.
23. Und er kriegte aus denselben Gesur und Aram, die Flecken Jairs, dazu 
Kenath mit ihren Tchtern, sechzig Stdte. Das sind alle Kinder Machirs, 
des Vaters Gileads.
24. Nach dem Tode Hezrons in Kaleb Ephratha lie Hezron, Abia, sein Weib, 
die gebar ihm Ashur, den Vater Thekoas.
25. Jerahmeel, der erste Sohn Hezrons, hatte Kinder: den ersten Ram, Buna, 
Oren und Ozem und Ahia.
26. Und Jerahmeel hatte noch ein ander Weib, die hie Atara, die ist die 
Mutter Onams.
27. Die Kinder aber Rams, des ersten Sohns Jerahmeels, sind: Maaz, Jamin 
und Eker.
28. Aber Onam hatte Kinder: Samai und Jada. Die Kinder aber Samais sind: 
Nadab und Abisur.
29. Das Weib aber Abisurs hie Abihail, die ihm gebar Achban und Molid.
30. Die Kinder aber Nadabs sind: Seled und Appaim; und Seled starb ohne 
Kinder.
31. Die Kinder Appaims sind Jesei. Die Kinder Jeseis sind Sesan. Die 
Kinder Sesans sind Ahelai.
32. Die Kinder aber Jadas, des Bruders Samais, sind: Jether und Jonathan; 
Jether aber starb ohne Kinder.
33. Die Kinder aber Jonathans sind: Peleth und Sasa. Das sind die Kinder 
Jerahmeels.
34. Sesan aber hatte nicht Shne, sondern Tchter. Und Sesan hatte einen 
gyptischen Knecht, der hie Jarha.
35. Und Sesan gab Jarha, seinem Knechte, seine Tochter zum Weibe, die 
gebar ihm Athai.
36. Athai zeugete Nathan. Nathan zeugete Sabad.
37. Sabad zeugete Ephlal. Ephlal zeugete Obed.
38. Obed zeugete Jehu. Jehu zeugete Asarja.
39. Asarja zeugete Halez. Halez zeugete Eleasa.
40. Eleasa zeugete Sissemai. Sissemai zeugete Sallum.
41. Sallum zeugete Jekamia. Jekamia zeugete Elisama.
42. Die Kinder Kalebs, des Bruders Jerahmeels, sind: Mesa, sein erster 
Sohn, der ist der Vater Siphs, und der Kinder Maresas, des Vaters Hebrons.
43. Die Kinder aber Hebrons sind: Korah; Thapuah, Rekem und Sama.
44. Sama aber zeugete Raham, den Vater Jarkaams. Rekem zeugete Samai.
45. Der Sohn aber Samais hie Maon, und Maon war der Vater Bethzurs.
46. Epha aber, das Kebsweib Kalebs, gebar Haran, Moza und Gases. Haran 
aber zeugete Gases.
47. Die Kinder aber Jahdais sind: Regem, Jotham, Gesan, Pelet, Epha und 
Saaph.
48. Aber Maecha, das Kebsweib Kalebs, gebar Seber und Thirhena;
49. und gebar auch Saaph, den Vater Madmannas, und Sewa, den Vater 
Machbenas, und den Vater Gibeas. Aber Achsa war Kalebs Tochter.
50. Dies waren die Kinder Kalebs: Hur, der erste Sohn von Ephratha; Sobal, 
der Vater Kiriath-Jearims;
51. Salma, der Vater Bethlehems; Hareph, der Vater Beth-Gaders.
52. Und Sobal, der Vater Kiriath-Jearims, hatte Shne, der sah die Hlfte 
Manuhoths.
53. Die Freundschaften aber zu Kiriath-Jearim waren die Jethriter, 
Puthiter, Sumathiter und Misraiter. Von diesen sind auskommen die 
Zaregathiter und Esthaoliter.
54. Die Kinder Salmas sind Bethlehem und die Netophathiter, die Krone des 
Hauses Joabs, und die Hlfte der Manahthiter von dem Zareither.
55. Und die Freundschaften der Schreiber, die zu Jabez wohneten, sind die 
Thireathiter, Simeathiter, Suchathiter. Das sind die Kiniter, die da 
kommen sind von Hamath des Vaters Beth-Rechabs.
1.Chronik 3
1. Dies sind die Kinder Davids, die ihm zu Hebron geboren sind: der erste 
Amnon, von Ahinoam, der Jesreelitin; der andere Daniel, von Abigail, der 
Karmelitin;
2. der dritte Absalom, der Sohn Maechas, der Tochter Thalmais, des Knigs 
zu Gesur; der vierte Adonia, der Sohn Haggiths;
3. der fnfte Saphatja, von Abital; der sechste Jethream, von seinem Weibe 
Egla.
4. Diese sechs, sind ihm geboren zu Hebron; denn er regierete daselbst 
sieben Jahre und sechs Monden; aber zu Jerusalem regierete er 
dreiunddreiig Jahre.
5. Und diese sind ihm geboren zu, Jerusalem: Simea, Sobab, Nathan, Salomo, 
die vier, von der Tochter Suas, der Tochter Ammiels;
6. dazu Jebehar, Elisama, Eliphalet,
7. Noga, Nepheg, Japia,
8. Elisama, Eliada, Eliphalet, die neun.
9. Das sind alles Kinder Davids, ohne was der Kebsweiber Kinder waren. Und 
Thamar war ihre Schwester.
10. Salomos Sohn war Rehabeam; des Sohn war Abia; des Sohn war Assa; des 
Sohn war Josaphat;
11. des Sohn war Joram; des Sohn war Ahasja; des Sohn war Joas;
12. des Sohn war Amazia; des Sohn war Asarja; des Sohn war Jotham;
13. des Sohn war Ahas; des Sohn war Hiskia; des Sohn war Manasse;
14. des Sohn war Amon; des Sohn war Josia.
15. Josias Shne aber waren: der erste Johanan, der andere Jojakim, der 
dritte Zidekia, der vierte Sallum.
16. Aber die Kinder Jojakims waren Jechanja; des Sohn war Zidekia.
17. Die Kinder aber Jechanias, der gefangen ward, waren: Sealthiel,
18. Malchiram, Phadaja, Senneazar, Jekamja, Hosama, Nedabja.
19. Die Kinder Phadajas waren: Zerubabel und Simei. Die Kinder Zerubabels 
Waren: Mesullam und Hananja und ihre Schwester Selomith;
20. dazu Hasuba, Ohel, Berechja, Hasadja, Jusab-Hesed, die fnf.
21. Die Kinder aber Hananjas waren: Platja und Jesaja; des Sohn war 
Rephaja, des Sohn war Arnan; des Sohn War Obadja; des Sohn war Sachanja.
22. Die Kinder aber Sachanjas waren Semaja. Die Kinder Semajas waren: 
Hattus, Jegeal, Bariah, Nearja, Saphat, die sechs.
23. Die Kinder aber Nearjas waren: Elioenai, Hiskja, Asrikam, die drei.
24. Die Kinder aber Elioenais waren: Hodaja, Eliasib, Plaja, Akub, 
Johanan, Delaja, Anani, die sieben.
1.Chronik 4
1. Die Kinder Judas waren: Perez, Hezron, Karmi, Hur und Sobal.
2. Reaja aber, der Sohn Sobals, zeugete Jahath. Jahath zeugete Ahumai und 
Lahad. Das sind die Freundschaften der Zaregathiter.
3. Und dies ist der Stamm des Vaters Etam: Jesreel, Jesma, Jedbas; und 
ihre Schwester hie Hazlelponi;
4. und PnueI, der Vater Gedors, und Eser, der Vater Husas. Das sind die 
Kinder Hurs des ersten Sohns Ephrathas, des Vaters Bethlehems.
5. Ashur aber, der Vater Thekoas, hatte zwei Weiber: Hellea und Naera.
6. Und Naera gebar ihm Ahusam, Hepher, Themni, Ahastari. Das sind die 
Kinder Naeras.
7. Aber die Kinder Helleas waren: Zereth, Jezohar und Ethnan.
8. Koz aber zeugete Anub und Hazobeba und die Freundschaft Aharhels, des 
Sohns Harums.
9. Jaebez aber war herrlicher denn seine Brder; und seine Mutter hie ihn 
Jaebez, denn sie sprach: Ich habe ihn mit Kummer geboren.
10. Und Jaebez rief den Gott Israels an und sprach: Wo du mich segnen 
wirst und meine Grenze mehren, und deine Hand mit mir sein wird und wirst 
mit dem bel schaffen, da mich's nicht bekmmere. Und Gott lie kommen, 
das er bat.
11. Kalub aber, der Bruder Suhas, zeugete Mehir; der ist der Vater Esthons.
12. Esthon aber zeugete Beth-Rapha, Paseah und Thehinna, den Vater der 
Stadt Nahas; das sind die Mnner von Recha.
13. Die Kinder Kenas waren: Athniel und Seraja. Die Kinder aber Athniels 
waren Hathath.
14. Und Meonothai zeugete Ophra. Und Seraja zeugete Joab, den Vater des 
Tals der Zimmerleute, denn sie waren Zimmerleute.
15. Die Kinder aber Kalebs, des Sohns Jephunnes, waren: Jru, Ela und Naam. 
Die Kinder Elas waren Kenas.
16. Die Kinder aber Jehaleleels waren: Siph, Sipha, Thirja und Asareel.
17. Die Kinder aber Esras waren: Jether, Mered, Epher und Jalon, und 
Thahar mit Mirjam, Samai, Jesbah, dem Vater Esthemoas.
18. Und sein Weib Judija gebar Jered, den Vater Gedors, Heber, den Vater 
Sochos, Jekuthiel, den Vater Sanoahs. Das sind die Kinder Bithjas, der 
Tochter Pharaos, die der Mared nahm.
19. Die Kinder des Weibes Hodijas, der Schwester Nahams, des Vaters 
Kegilas, waren: Garmi und Esthemoa, der Maechathiter.
20. Die Kinder Simons waren: Amnon, Rinna und Ben-Hanan, Thilon. Die 
Kinder Jeseis waren: Soheth und der Ben-Soheth.
21. Die Kinder aber Selas, des Sohns Judas, waren: Er, der Vater Lechas, 
Laeda, der Vater Maresas, und die Freundschaft der Leinweber unter dem 
Hause Asbea;
22. Dazu Jokim und die Mnner von Koseba, Joas und Saraph, die Hausvter 
wurden in Moab, und Jasubi zu Lahem; wie die alte Rede lautet.
23. Sie waren Tpfer und wohneten unter Pflanzen und Zunen bei dem Knige 
zu seinem Geschfte; und kamen und blieben daselbst.
24. Die Kinder Simeons waren: Nemuel, Jamin, Jarib, Serah, Saul;
25. des Sohn war Sallum; des Sohn war Mibsam; des Sohn war Misma.
26. Die Kinder aber Mismas waren Hamuel; des Sohn war Zachur; des Sohn war 
Simei.
27. Simei aber hatte sechzehn Shne und sechs Tchter; und seine Brder 
hatten nicht viel Kinder; aber alle ihre Freundschaften mehreten sich 
nicht als die Kinder Judas.
28. Sie wohneten aber zu Berseba, Molada, Hazar-Sual,
29. Bilha, Ezem, Tholad,
30. Bethuel, Harma, Ziklag,
31. Beth-Marchaboth, Hazar-Susim, Beth-Birei, Saaraim. Dies waren ihre 
Stdte, bis auf den Knig David.
32. Dazu ihre Drfer bei Etam, Ain, Rimmon, Thochen, Asan, die fnf Stdte.
33. Und alle Drfer, die um diese Stdte her waren, bis gen Baal, das ist 
ihre Wohnung und ihre Sippschaft unter ihnen.
34. Und Mesobab, Jamlech, Josa, der Sohn Amazias.
35. Joel, Jehu, der Sohn Josibjas; des Sohns Serajas, des Sohns Asiels,
36. Elioenai, Jaekoba, Jesohaja, Asaja, Adiel; Ismeel und Benaja,
37. Sisa, der Sohn Sipheis, des Sohns Allons, des Sohns Jedajas, des Sohns 
Simris, des Sohns Semajas.
38. Diese wurden namhaftige Frsten in ihren Geschlechtern des Hauses 
ihrer Vter und teileten sich nach der Menge.
39. Und sie zogen hin, da sie gen Gedor kmen, bis gegen Morgen des Tals, 
da sie Weide suchten fr ihre Schafe.
40. Und fanden fette und gute Weide und ein Land weit von Raum, still und 
reich; denn vorhin wohneten daselbst die von Ham.
41. Und die jetzt mit Namen beschrieben sind, kamen zur Zeit Hiskias, des 
Knigs Judas, und schlugen jener Htten und Wohnungen, die daselbst funden 
wurden, und verbanneten sie bis auf diesen Tag und wohneten an ihrer 
Statt; denn es war Weide daselbst fr Schafe.
42. Auch gingen aus ihnen, aus den Kindern Simeons, fnfhundert Mnner zu 
dem Gebirge Seir mit ihren Obersten, Platja, Nearja, Rephaja und Usiel, 
den Kindern Jeseis,
43. und schlugen die brigen Entronnenen der Amalekiter; und wohneten 
daselbst bis auf diesen Tag.
1.Chronik 5
1. Die Kinder Rubens, des ersten Sohns Israels (denn er war der erste 
Sohn, aber damit, da er seines Vaters Bett verunreinigte, ward seine 
Erstgeburt gegeben den Kindern Josephs, des Sohns Israels; und er ward 
nicht gerechnet zur Erstgeburt;
2. denn Juda, der mchtig war unter seinen Brdern, dem ward das 
Frstentum vor ihm gegeben und Joseph die Erstgeburt).
3. So sind nun die Kinder Rubens, des ersten Sohns Israels: Hanoch, Pallu, 
Hezron und Charmi.
4. Die Kinder aber Joels waren Semaja; des Sohn war Gog; des Sohn war 
Simei;
5. des Sohn war Micha; des Sohn wer Reaja; des Sohn war Baal;
6. des Sohn war Beera, welchen fhrete weg gefangen Thiglath-Pilneser, der 
Knig von Assyrien; er aber war ein Frst unter den Rubenitern.
7. Aber seine Brder unter seinen Geschlechtern, da sie unter ihre Geburt 
gerechnet wurden; hatten zu Huptern Jeiel und Sacharja.
8. Und Bela, der Sohn Asans, des Sohns Semas, des Sohns Joels, der wohnete 
zu Aroer und bis gen Nebo und Baal-Meon;
9. und wohnete gegen dem Aufgang, bis man kommt an die Wste ans Wasser 
Phrath; denn ihres Viehes war viel im Lande Gilead.
10. Und zur Zeit Sauls fhreten sie Krieg wider die Hagariter, da jene 
fielen durch ihre Hand, und wohneten in jener Htten gegen dem ganzen 
Morgenort Gilead.
11. Die Kinder Gads aber wohneten gegen ihnen im Lande Basan bis gen 
Salcha.
12. Joel der vornehmste und Sapham der andere, Jaenai und Saphat zu Basan.
13. Und, ihre Brder des Hauses ihrer Vter waren: Michael, Mesullam, 
Seba, Jorai, Jaekan, Sia und Eber, die sieben.
14. Dies sind die Kinder Abihails, des Sohns Huris, des Sohns Jaroahs, des 
Sohns Gileads, des Sohns Michaels, des Sohns Jesisais, des Sohns Jahdos, 
des Sohns Bus.
15. Ahi, der Sohn Abdiels, des Sohns Gunis, war ein Oberster im Hause 
ihrer Vter;
16. und wohneten zu Gilead in Basan und in ihren Tchtern und in allen 
Vorstdten Sarons bis an ihr Ende.
17. Diese wurden alle gerechnet zur Zeit Jothams, des Knigs Judas, und 
Jerobeams, des Knigs Israels.
18. Die Kinder Ruben, der Gaditer und des halben Stamms Manasse, was 
streitbare Mnner waren, die Schild und Schwert fhren und Bogen spannen 
konnten und streitkundig waren, der waren vierundvierzigtausend und 
siebenhundertundsechzig, die ins Heer zogen.
19. Und da sie stritten mit den Hagaritern, halfen ihnen Jetur, Naphes und 
Nodab.
20. Und die Hagariter wurden gegeben in ihre Hnde, und alles, das mit 
ihnen war. Denn sie schrieen zu Gott im Streit; und er lie sich erbitten, 
denn sie vertraueten ihm
21. Und sie fhreten weg ihr Vieh, fnftausend Kamele, 
zweihundertundfnfzigtausend Schafe, zweitausend Esel und hunderttausend 
Menschenseelen.
22. Denn es fielen viel Verwundete; denn der Streit war von Gott. Und sie 
wohneten an ihrer Statt bis zur Zeit, da sie gefangen wurden.
23. Die Kinder aber des halben Stamms Manasse wohneten im Lande, von Basan 
an bis gen Baal-Hermon und Senir und den Berg Hermon; und ihrer war viel.
24. Und diese waren die Hupter des Hauses ihrer Vter: Epher, Jesei, 
Eliel, Asriel, Jeremia, Hodawja, Jahdiel; gewaltige, redliche Mnner und 
berhmte Hupter im Haus ihrer Vter.
25. Und da sie sich an dem Gott ihrer Vter versndigten und hureten den 
Gtzen nach der Vlker im Lande, die Gott vor ihnen vertilget hatte,
26. erweckte der Gott Israels den Geist Phuls, des Knigs von Assyrien, 
und den Geist Thiglath-Pilnesers, des Knigs von Assyrien, und fhrete weg 
die Rubeniter, Gaditer und den halben Stamm Manasse und brachte sie gen 
Halah und Habor und Hara und an das Wasser Gosan bis auf diesen Tag.
1.Chronik 6
1. Die Kinder Levis waren: Gersom, Kahath und Meran.
2. Die Kinder aber Kahaths waren: Amram, Jezehar, Hebron und Usiel.
3. Die Kinder Amrams waren: Aaron, Mose und Mirjam. Die Kinder Aarons 
waren: Nadab, Abihu, Eleasar und Ithamar.
4. Eleasar zeugete Pinehas. Pinehas zeugete Abisua.
5. Abisua zeugete Buki. Buki zeugete Usi.
6. Usi zeugete Seraja. Seraja zeugete Merajoth.
7. Merajoth zeugete Amarja. Amarja zeugete Ahitob.
8. Ahitob zeugete Zadok. Zadok zeugete Ahimaaz.
9. Ahimaaz zeugete Asarja. Asarja zeugete Johanan.
10. Johanan zeugete Asarja, den, der Priester war im Hause, das Salomo 
bauete zu Jerusalem.
11. Asarja zeugete Amarja. Amarja zeugete Ahitob.
12. Ahitob zeugete Zadok. Zadok zeugete Sallum.
13. Sallum zeugte Hilkija. Hilkija zeugete Asarja.
14. Asarja zeugete Seraja. Seraja zeugete Jozadak.
15. Jozadak aber ward mit weggefhret, da der Herr Juda und Jerusalem 
durch Nebukadnezar lie gefangen wegfhren.
16. So sind nun die Kinder Levis diese: Gersom, Kahath, Meran.
17. So heien aber die Kinder Gersoms: Libni und Simei.
18. Aber die Kinder Kahaths heien: Amram, Jezehar, Hebron und Usiel.
19. Die Kinder Meraris heien: Maheli und Musi. Das sind die Geschlechter 
der Leviten unter ihren Vtern.
20. Gersoms Sohn war Libni; des Sohn war Jahath; des Sohn war Sima;
21. des Sohn war Joah; des Sohn war Iddo; des Sohn war Serah; des Sohn war 
Jeathrai.
22. Kahaths Sohn aber war Amminadab; des Sohn war Korah; des Sohn war 
Assir;
23. des Sohn war Elkana; des Sohn war Abiassaph; des Sohn war Assir;
24. des Sohn war Thahath; des Sohn war Uriel; des Sohn war Usija; des Sohn 
War Saul.
25. Die Kinder Elkanas waren Amasai und Ahimoth;
26. des Sohn war Elkana; des Sohn war Elkana von Zoph; des Sohn war Nahath;
27. des Sohn war Eliab; des Sohn war Jerohams; des Sohn war Elkana;
28. des Sohn war Samuel; des Erstgeborner war Vasni, und Abija.
29. Meraris Sohn war Maheli; des Sohn war Libni; des Sohn war Simei; des 
Sohn war Usa;
30. des Sohn war Simea; des Sohn war Haggija; des Sohn war Asaja.
31. Dies sind aber, die David stellete, zu singen im Hause des Herrn, da 
die Lade ruhete;
32. und dieneten vor der Wohnung der Htte des Stifts mit Singen, bis da 
Salomo das Haus des Herrn bauete zu Jerusalem; und stunden nach ihrer 
Weise an ihrem Amt.
33. Und dies sind sie, die da stunden, und ihre Kinder. Von den Kindern 
Kahaths war Heman, der Snger, der Sohn Joels, des Sohns Samuels,
34. des Sohns Elkanas, des Sohns Jerohams, des Sohns Eliels, des Sohns 
Thoahs,
35. des Sohns Zuphs, des Sohns Elkanas, des Sohns Mahaths, des Sohns 
Amasais,
36. des Sohns Elkanas, des Sohns Joels, des Sohns Asarja, des Sohns 
Zephanjas,
37. des Sohns Thahaths, des Sohns Assirs, des Sohns Abiasaphs, des Sohns 
Korahs,
38. des Sohns Jezehars, des Sohns Kahaths, des Sohns Levis, des Sohns 
Israels.
39. Und sein Bruder Assaph stund zu seiner Rechten. Und er, der Assaph, 
war ein Sohn Berechjas, des Sohns Simeas,
40. des Sohns Michaels, des Sohns Baesejas, des Sohns Malchijas,
41. des Sohns Athnis, des Sohns Serahs, des Sohns Adajas,
42. des Sohns Ethans, des Sohns Simas, des Sohns Simeis,
43. des Sohns Jahaths, des Sohns Gersoms, des Sohns Levis.
44. Ihre Brder aber, die Kinder Meraris, stunden zur Linken: nmlich 
Ethan, der Sohn Kusis, des Sohns Abdis, des Sohns Malluchs,
45. des Sohns Hasabjas, des Sohns Amazias, des Sohns Hilkias
46. des Sohns Amzis, des Sohns Banis, des Sohns Samers,
47. des Sohns Mahelis, des Sohns Musis, des Sohns Meraris, des Sohns Levis.
48. Ihre Brder aber, die Leviten, waren gegeben zu allerlei Amt an der 
Wohnung des Hauses des Herrn.
49. Aaron aber und seine Shne waren im Amt, anzuznden auf dem 
Brandopferaltar und auf dem Ruchaltar und zu allem Geschfte im 
Allerheiligsten und zu vershnen Israel, wie Mose, der Knecht Gottes, 
geboten hatte.
50. Dies sind aber die Kinder Aarons: Eleasar, sein Sohn; des Sohn war 
Pinehas; des Sohn war Abisua;
51. des Sohn war Buki; des Sohn war Usi; des Sohn war Serahja;
52. des Sohn war Merajoth; des Sohn war Amarja; des Sohn war Ahitob;
53. des Sohn war Zadok; des Sohn war Ahimaaz.
54. Und dies ist ihre Wohnung und Sitz in ihren Grenzen, nmlich der 
Kinder Aarons, des Geschlechts der Kahathiter denn das Los fiel ihnen.
55. Und sie gaben ihnen Hebron im Lande Juda und derselben Vorstdte umher.
56. Aber das Feld der Stadt und ihre Drfer gaben sie Kaleb, dem Sohn 
Jephunnes.
57. So gaben sie nun den Kindern Aarons die Freistdte, Hebron und Libna 
samt ihren Vorstdten; Jather und Esthemoa mit ihren Vorstdten,
58. Hilen, Debir,
59. Asan und Beth-Semes mit ihren Vorstdten;
60. und aus dem Stamm Benjamin Geba, Alemeth und Anathoth mit ihren 
Vorstdten; da aller Stdte in ihrem Geschlecht waren dreizehn.
61. Aber den andern Kindern Kahaths ihres Geschlechts, aus dem halben 
Stamm Manasse, wurden durchs Los zehn Stdte.
62. Den Kindern Gersoms ihres Geschlechts wurden aus dem Stamm Isaschar 
und aus dem Stamm Asser und aus dem Stamm Naphthali und aus dem Stamm 
Manasse in Basan dreizehn Stdte.
63. Den Kindern Meraris ihres Geschlechts wurden durchs Los aus dem Stamm 
Ruben und aus dem Stamm Gad und aus dem Stamm Sebulon zwlf Stdte.
64. Und die Kinder Israel gaben den Leviten auch Stdte mit ihren 
Vorstdten,
65. nmlich durchs Los aus dem Stamm der Kinder Juda und aus dem Stamm der 
Kinder Simeon und aus dem Stamm der Kinder Benjamin die Stdte, die sie 
mit Namen bestimmten.
66. Aber den Geschlechtern der Kinder Kahaths wurden Stdte ihrer Grenze 
aus dem Stamm Ephraim.
67. So gaben sie nun ihnen, dem Geschlecht der andern Kinder Kahaths, die 
freien Stdte: Sichem auf dem Gebirge Ephraim, Geser.
68. Jakmeam, Beth-Horon,
69. Ajalon und Gath-Rimon mit ihren Vorstdten;
70. dazu aus dem halben Stamm Manasse: Aner und Bileam mit ihren 
Vorstdten.
71. Aber den Kindern Gersoms gaben sie aus dem Geschlecht des halben 
Stamms Manasse: Golan in Basan und Astharoth mit ihren Vorstdten.
72. Aus dem Stamm Isaschar: Kedes, Dabrath,
73. Ramoth und Anem mit ihren Vorstdten.
74. Aus dem Stamm Asser: Masal, Abdon,
75. Hukok und Rehob mit ihren Vorstdten.
76. Aus dem Stamm Naphthali: Kedes in Galila, Hammon und Kiriathaim mit 
ihren Vorstdten.
77. Den andern Kindern Meraris gaben sie aus dem Stamm Sebulon: Rimmono 
und Thabor mit ihren Vorstdten;
78. und jenseit des Jordans gegen Jericho, gegen der Sonnen Aufgang am 
Jordan, aus dem Stamm Ruben: Bezer in der Wste, Jahza,
79. Kedemoth und Mepaath mit ihren Vorstdten.
80. Aus dem Stamm Gad: Ramoth in Gilead, Mahanaim,
81. Hesbon und Jaeser mit ihren Vorstdten;
1.Chronik 7
1. Die Kinder Isaschars waren: Thola, Pua, Jasub und Simron, die vier.
2. Die Kinder aber Tholas waren: Usi, Rephaja, Jeriel, Jahemai, Jebsam und 
Samuel, Hupter im Hause ihrer Vter von Thola und gewaltige Leute in 
ihrem Geschlecht, an der Zahl zu Davids Zeiten zweiundzwanzigtausend und 
sechshundert.
3. Die Kinder Usis waren Jesraja. Aber die Kinder Jesrajas waren: Michael, 
Obadja, Joel und Jesia, die fnf, und waren alle Hupter.
4. Und mit ihnen unter ihrem Geschlecht im Hause ihrer Vter waren 
gerstet Heervolk zum Streit sechsunddreiigtausend; denn sie hatten viele 
Weiber und Kinder.
5. Und ihre Brder in allen Geschlechtern Isaschars, gewaltige Leute, 
waren siebenundachtzigtausend, und wurden alle gerechnet.
6. Die Kinder Benjamins waren: Bela, Becher und Jediael, die drei.
7. Aber die Kinder Belas waren: Ezbon, Usi, Usiel, Jerimoth und In, die 
fnf, Hupter im Hause der Vter, gewaltige Leute. Und wurden gerechnet 
zweiundzwanzigtausend und vierunddreiig.
8. Die Kinder Bechers waren: Semira, Joas, Elieser, Elioenai, Amri, 
Jerimoth, Abia, Anathoth und Alameth; die waren alle Kinder des Becher.
9. Und wurden gerechnet in ihren Geschlechtern nach den Huptern im Hause 
ihrer Vter, gewaltige Leute, zwanzigtausend und zweihundert.
10. Die Kinder aber Jediaels waren Bilhan. Bilhans Kinder aber waren: 
Jens, Benjamin, Ehud, Knaena, Sethan, Tharsis und Ahisahar.
11. Die waren alle Kinder Jediaels, Hupter der Vter, gewaltige Leute, 
siebenzehntausend zweihundert, die ins Heer auszogen zu streiten.
12. Und Supim und Hupim waren Kinder Irs; Husim aber waren Kinder Ahers.
13. Die Kinder Naphthalis waren: Jahziel, Guni, Jezer und Sallum, Kinder 
von Bilha.
14. Die Kinder Manasses sind diese: Esriel, welchen gebar Aramja, sein 
Kebsweib; er zeugete aber Machir, den Vater Gileads.
15. Und Machir gab Hupim und Supim Weiber; und seine Schwester hie 
Maecha. Sein anderer Sohn hie Zelaphehad; und Zelaphehad hatte Tchter.
16. Und Maecha, das Weib Machirs, gebar einen Sohn, den hie sie Peres; 
und sein Bruder hie Sares, und desselben Shne waren Ulam und Rakem.
17. Ulams Sohn aber war Bedan. Das sind die Kinder Gileads, des Sohns 
Machirs, des Sohns Manasses.
18. Und seine Schwester Molecheth gebar Ishud, Abieser und Mahela.
19. Und Semida hatte diese Kinder: Ahjan, Sichern, Likhi und Aniam.
20. Die Kinder Ephraims waren diese: Suthelah; des Sohn war Bered; des 
Sohn war Thahath; des Sohn war Eleada; des Sohn war Thahath;
21. des Sohn war Sabad; des Sohn war Suthelah; des Sohn war Eser und 
Elead. Und die Mnner zu Gath, die Einheimischen im Lande, erwrgeten sie, 
darum da sie hinabgezogen waren, ihr Vieh zu nehmen.
22. Und ihr Vater Ephraim trug lange Zeit Leid; und seine Brder kamen, 
ihn zu trsten.
23. Und er beschlief sein Weib, die ward schwanger und gebar einen Sohn, 
den hie er Bria, darum da es in seinem Hause bel zuging.
24. Seine Tochter aber war Seera, die bauete das niedere und obere Beth-
Horon, und Usen-Seera.
25. Des Sohn war Rephah und Reseph; des Sohn war Thelah; des Sohn war 
Thahan;
26. des Sohn war Laedan; des Sohn war Ammihud; des Sohn war Elisama;
27. des Sohn war Nun; des Sohn war Josua.
28. Und ihre Habe und Wohnung war Bethel und ihre Tchter und gegen dem 
Aufgang Naeran und gegen Abend Geser und ihre Tchter, Sechem und ihre 
Tchter bis gen Azza und ihre Tchter
29. und an den Kindern Manasse Beth-Sean und ihre Tchter, Thaenach und 
ihre Tchter, Megiddo und ihre Tchter, Dor und ihre Tchter. In diesen 
wohneten die Kinder Josephs, des Sohns Israels.
30. Die Kinder Assers waren diese: Jemna, Jeswa, Jeswi, Bria und Serah, 
ihre Schwester.
31. Die Kinder Brias waren: Heber und Malchiel, das ist der Vater 
Birsawiths.
32. Heber aber zeugete Japhlet, Somer, Hotham und Sua, ihre Schwester.
33. Die Kinder Japhlets waren: Passah, Bimehal und Aswath; das waren die 
Kinder Japhlets.
34. Die Kinder Somers waren: Ahi, Rahga, Jehuba und Aram.
35. Und die Kinder seines Bruders Helem waren: Jophah, Jemna, Seles und 
Amal.
36. Die Kinder Zophahs waren: Suah, Harnepher, Sual, Beri, Jemra,
37. Bezer, Hod, Sama, Silsa, Jethran und Beera.
38. Die Kinder Jethers waren: Jephunne, Phispa und Ara.
39. Die Kinder Ullas waren: Arah, Haniel und Rizja.
40. Diese waren alle Kinder Assers, Hupter im Hause ihrer Vter, 
auserlesene, gewaltige Leute und Hupter ber Frsten. Und wurden 
gerechnet ins Heer zum Streit an ihrer Zahl sechsundzwanzigtausend Mnner.
1.Chronik 8
1. Benjamin aber zeugete Bela, seinen ersten Sohn, Asbal den andern, Ahrah 
den dritten,
2. Noha den vierten, Rapha den fnften.
3. Und Bela hatte Kinder: Addar, Gera, Abihud,
4. Abisua, Naeman, Ahoah,
5. Gera, Sephuphan und Huram.
6. Dies sind die Kinder Ehuds, die da Hupter waren der Vter unter den 
Brgern zu Geba und zogen weg gen Manahath:
7. nmlich Naeman, Ahia und Gera, derselbe fhrete sie weg; und er zeugete 
Usa und Ahihud.
8. Und Saharaim zeugete im Lande Moab (da er jene von sich gelassen hatte) 
von Husim und Baera, seinen Weibern.
9. Und er zeugete von Hodes, seinem Weibe: Jobab, Zibja, Mesa, Malcham,
10. Jeuz, Sachja und Mirma. Das sind seine Kinder, Hupter der Vter.
11. Von Husim aber zeugete er Abitob und Elpaal.
12. Die Kinder aber Elpaals waren: Eber, Miseam und Samed. Derselbe bauete 
Ono und Lod und ihre Tchter.
13. Und Bria und Sama waren Hupter der Vter unter den Brgern zu Ajalon; 
sie verjagten die zu Gath.
14. Ahjo aber, Sasak, Jeremoth,
15. Sebadja, Arad, Ader,
16. Michael, Jespa und Joha; das sind Kinder Brias.
17. Sebadja, Mesullam, Hiski, Heber,
18. Jesmerai, Jeslia, Jobab; das sind Kinder Elpaals.
19. Jakim, Sichri, Sabdi,
20. Elioenai, Zilthai, Eliel,
21. Adaja, Braja und Simrath; das sind die Kinder Simeis.
22. Jespan, Eber, Eliel,
23. Abdon, Sichri, Hanan,
24. Hananja, Elam, Anthothja,
25. Jephdeja und Pnuel; das sind die Kinder Sasaks.
26. Samserai, Seharja, Athalja;
27. Jaeresja, Elia und Sichri; das sind Kinder Jerohams.
28. Das sind die Hupter der Vter ihrer Geschlechter, die wohneten zu 
Jerusalem.
29. Aber zu Gibeon wohnete der Vater Gibeons; und sein Weib hie Maecha.
30. Und sein erster Sohn war Abdon, Zur, Kis, Baal, Nadab,
31. Gedor, Ahjo und Secher.
32. Mikloth aber zeugete Simea; und sie wohneten gegen ihren Brdern zu 
Jerusalem mit ihnen.
33. Ner zeugete Kis. Kis zeugete Saul. Saul zeugete Jonathan, Malchisua, 
Abinadab und Esbaal.
34. Der Sohn aber Jonathans war Meribaal. Meribaal zeugete Micha.
35. Die Kinder Michas waren: Pithon, Melech, Thaerea und Ahas.
36. Ahas aber zeugete Joadda. Joadda zeugete Alemeth, Asmaveth und Simri. 
Simri zeugete Moza.
37. Moza zeugete Binea; des Sohn war Rapha; des Sohn war Eleasa; des Sohn 
war Azel.
38. Azel aber hatte sechs Shne, die hieen: Esrikam, Bochru, Jesmael, 
Searja, Obadja, Hanan. Die waren alle Shne Azels.
39. Die Kinder Eseks, seines Bruders, waren: Ulam, sein erster Sohn, Jeus 
der andere, Eliphelet der dritte.
40. Die Kinder aber Ulams waren gewaltige Leute und geschickt mit Bogen; 
und hatten viele Shne und Sohnes Shne, hundertundfnfzig. Die sind alle 
von den Kindern Benjamins.
1.Chronik 9
1. Und das ganze Israel ward gerechnet, und siehe, sie sind angeschrieben 
im Buch der Knige Israels und Judas, und nun weggefhret gen Babel um 
ihrer Missetat willen,
2. die zuvor wohneten auf ihren Gtern und Stdten, nmlich Israel, 
Priester, Leviten und Nethinim.
3. Aber zu Jerusalem wohneten etliche der Kinder Juda, etliche der Kinder 
Benjamin, etliche der Kinder Ephraim und Manasse.
4. Nmlich aus den Kindern Perez, des Sohns Judas, war Uthai, der Sohn 
Ammihuds, des Sohns Amris, des Sohns Imris, des, Sohns Banis.
5. Von Siloni aber Asaja, der erste Sohn, und seine andern Shne.
6. Von den Kindern Serahs: Jeguel und seine Brder, sechshundertundneunzig.
7. Von den Kindern Benjamin: Sallu, der Sohn Mesullams, des Sohns 
Hodawjas, des Sohns, Hasnuas;
8. und Jebneja, der Sohn Jerohams; und Ela, der Sohn Usis, des Sohns 
Michris; und Mesullam, der Sohn Sephatjas, des Sohns Reguels, des Sohns 
Jebnejas.
9. Dazu ihre Brder in ihren Geschlechtern, neunhundertundsechsundfnfzig. 
Alle diese Mnner waren Hupter der Vter im Hause ihrer Vter.
10. Von den Priestern aber: Jedaja, Jojarib, Jachin;
11. und Asaria, der Sohn Hilkias, des Sohns Mesullams, des Sohns Zadoks, 
des Sohns Merajoths, des Sohns Ahitobs, ein Frst im Hause Gottes;
12. und Adaja, der Sohn Jerohams, des Sohns Pashurs, des Sohns Malchias; 
und Maesai, der Sohn Adiels, des Sohns Jachseras, des Sohns Mesullams, des 
Sohns Mesillemiths, des Sohns Immers.
13. Dazu ihre Brder, Hupter im Hause ihrer Vter, tausend 
siebenhundertundsechzig fleiige Leute am Geschfte des Amts im Hause 
Gottes.
14. Von den Leviten aber aus den Kindern Meraris: Semaja, der Sohn Hasubs, 
des Sohns Asrikams, des Sohns Hasabjas.
15. Und Bakbakar, der Zimmermann, und Galal und Mathanja, der Sohn Michas, 
des Sohns Sichris, des Sohns Assaphs.
16. Und Obadja, der Sohn Semajas, des Sohns Galals, des Sohns Jeduthuns; 
und Berechja, der Sohn Assas; des Sohns Elkanas, der in den Drfern 
wohnete der Netophathiter.
17. Die Pfrtner aber waren: Sallum, Akub, Talmon, Ahiman mit ihren 
Brdern und Sallum, der Oberste.
18. Denn bisher hatten am Tor des Knigs gegen dem Aufgang gewartet die 
Kinder Levi mit Lagern.
19. Und Sallum, der Sohn Kores, des Sohns Abiassaphs, des Sohns Korahs, 
und seine Brder aus dem Hause seines Vaters, die Korhiter am Geschfte 
des Amts, da sie warteten an der Schwelle der Htte; und ihre Vter im 
Lager des Herrn, da sie warteten des Eingangs.
20. Pinehas aber, der Sohn Eleasars, war Frst ber sie, darum da der 
Herr zuvor mit ihm gewesen war.
21. Sacharja aber, der Sohn Meselemjas, war Hter am Tor der Htte des 
Stifts.
22. Alle diese waren auserlesen zu Htern an der Schwelle, 
zweihundertundzwlf, die waren gerechnet in ihren Drfern. Und David und 
Samuel, der Seher, stifteten sie durch ihren Glauben,
23. da sie und ihre Kinder hten sollten am Hause des Herrn, nmlich an 
dem Hause der Htte, da sie sein warteten.
24. Es waren aber solche Torwrter gegen die vier Winde gestellet: gegen 
Morgen, gegen Abend, gegen Mitternacht, gegen Mittag.
25. Ihre Brder aber waren auf ihren Drfern, da sie hereinkmen, je des 
siebenten Tages, allezeit bei ihnen zu sein.
26. Denn die Leviten waren diesen viererlei obersten Torhtern vertrauet, 
und sie waren ber die Kasten und Schtze im Hause Gottes.
27. Auch blieben sie ber Nacht um das Haus Gottes; denn es gebhrete 
ihnen die Hut, da sie alle Morgen auftten.
28. Und etliche aus ihnen waren ber das Gerte des Amts; denn sie trugen 
es gezhlet aus und ein.
29. Und ihrer etliche waren bestellet ber die Gefe und ber alles 
heilige Gerte, ber Semmelmehl, ber Wein, ber l, ber Weihrauch ber 
Ruchwerk.
30. Aber der Priester Kinder machten etliche das Ruchwerk.
31. Mathithja aus den Leviten, dem ersten Sohn Sallums, des Korhiters, 
waren vertrauet die Pfannen.
32. Aus den Kahathitern aber, ihren Brdern, waren ber die Schaubrote 
zuzurichten, da sie sie alle Sabbat bereiteten.
33. Das sind die Snger, die Hupter unter den Vtern der Leviten, ber 
die Kasten ausgesondert; denn Tag und Nacht waren sie drob im Geschfte.
34. Das sind die Hupter der Vter unter den Leviten in ihren 
Geschlechtern. Diese wohneten zu Jerusalem.
35. Zu Gibeon wohneten Jeiel, der Vater Gibeons, sein Weib hie Maecha,
36. und sein erster Sohn Abdon, Zur, Kis, Baal, Ner, Nadab,
37. Gedor, Ahjo, Sacharja, Mikloth.
38. Mikloth aber zeugete Simeam; und sie wohneten auch um ihre Brder zu 
Jerusalem unter den Ihren.
39. Ner aber zeugete Kis. Kis zeugete Saul. Saul zeugete Jonathan, 
Malchisua, Abinadab, Esbaal.
40. Der Sohn aber Jonathans war Meribaal. Meribaal aber zeugete Micha.
41. Die Kinder Michas waren: Pithon, Melech und Thaherea.
42. Ahas zeugete Jaera. Jaera zeugete Alemeth, Asmaveth und Simri. Simri 
zeugete Moza.
43. Moza zeugete Binea; des Sohn war Raphaja; des Sohn war Eleasa; des 
Sohn war Azel.
44. Azel aber hatte sechs Shne, die hieen: Asrikam, Bochru, Jismael, 
Searja, Obadja, Hanan; das sind die Kinder Azels.
1.Chronik 10
1. Die Philister stritten wider Israel Und die von Israel flohen vor den 
Philistern; und fielen die Erschlagenen auf dem Berge
2. Aber die Philister hingen sich an Saul und seine Shne hinter ihnen her 
und schlugen Jonathan, Abinadab und Malchisua, die Shne Sauls.
3. Und der Streit ward hart wider Saul; und die Bogenschtzen kamen an 
ihn, da er von den Schtzen verwundet ward.
4. Da sprach Saul zu seinem Waffentrger: Zeuch dein Schwert aus und 
erstich mich damit, da diese Unbeschnittenen nicht kommen und schndlich 
mit mir umgehen. Aber sein Waffentrger wollte nicht; denn er frchtete 
sich sehr. Da nahm Saul sein Schwert und fiel drein.
5. Da aber sein Waffentrger sah, da Saul tot war, fiel er auch ins 
Schwert und starb.
6. Also starb Saul und seine drei Shne und sein ganzes Haus zugleich.
7. Da aber die Mnner Israels, die im Grunde waren, sahen, da sie 
geflohen waren, und da Saul und seine Shne tot waren, verlieen sie ihre 
Stdte und flohen; und die Philister kamen und wohneten drinnen.
8. Des andern Morgens kamen die Philister, die Erschlagenen auszuziehen, 
und fanden Saul und seine Shne liegen auf dem Berge Gilboa;
9. und zogen ihn aus und huben auf sein Haupt und seine Waffen und sandten 
es ins Land der Philister umher und lieen's verkndigen vor ihren Gtzen 
und dem Volk;
10. und legten seine Waffen ins Haus ihres Gottes, und seinen Schdel 
hefteten sie an das Haus Dagons.
11. Da aber alle die zu Jabes in Gilead hreten alles, was die Philister 
Saul getan hatten,
12. machten sie sich auf, alle streitbaren Mnner, und nahmen den Leichnam 
Sauls und seiner Shne und brachten sie gen Jabes und begruben ihre 
Gebeine unter der Eiche zu Jabes; und fasteten sieben Tage.
13. Also starb Saul in seiner Missetat, die er wider den Herrn getan hatte 
an dem Wort des Herrn, das er nicht hielt, auch da er die Wahrsagerin 
fragte
14. und fragte den Herrn nicht; darum ttete er ihn und wandte das 
Knigreich zu David, dem Sohn Isais.
1.Chronik 11
1. Und ganz Israel sammelte sich zu David gen Hebron und sprach: Siehe, 
wir sind dein Bein und dein Fleisch.
2. Auch vorhin, da Saul Knig war, fhretest du Israel aus und ein. So hat 
der Herr, dein Gott, dir geredet: Du sollst mein Volk Israel weiden, und 
du sollst Frst sein ber mein Volk Israel.
3. Auch kamen alle ltesten Israels zum Knige gen Hebron. Und David 
machte einen Bund mit ihnen zu Hebron vor dem Herrn. Und sie salbeten 
David zum Knige ber Israel nach dem Wort des Herrn durch Samuel.
4. Und David zog hin und das ganze Israel gen Jerusalem, das ist Jebus; 
denn die Jebusiter wohneten im Lande.
5. Und die Brger zu Jebus sprachen zu David: Du sollst nicht 
hereinkommen! David aber gewann die Burg Zion, das ist, Davids Stadt.
6. Und David sprach: Wer die Jebusiter am ersten schlgt, der soll ein 
Haupt und Oberster sein. Da erstieg sie am ersten Joab, der Sohn Zerujas, 
und ward Hauptmann.
7. David aber wohnete auf der Burg; daher heit man sie Davids Stadt.
8. Und er bauete die Stadt umher, von Millo an bis gar umher. Joab aber 
lie leben die brigen in der Stadt.
9. Und David fuhr fort und nahm zu; und der Herr Zebaoth war mit ihm.
10. Dies sind die Obersten unter den Helden Davids, die sich redlich mit 
ihm hielten in seinem Knigreich bei dem ganzen Israel, da man ihn zum 
Knige machte nach dem Wort des Herrn ber Israel.
11. Und dies ist die Zahl der Helden Davids: Jasabeam, der Sohn Hachmonis, 
der Vornehmste unter dreiigen; er hub seinen Spie auf und schlug 
dreihundert auf einmal.
12. Nach ihm war Eleasar, der Sohn Dodos, der Ahohiter; und er war unter 
den dreien Helden.
13. Dieser war mit David, da sie Hohn sprachen, und die Philister sich 
daselbst versammelt hatten zum Streit. Und war ein Stck Ackers voll 
Gerste; und das Volk floh vor den Philistern.
14. Und sie traten mitten auf das Stck und erretteten es und schlugen die 
Philister. Und der Herr gab ein gro Heil.
15. Und die drei aus den dreiig Vornehmsten zogen hinab zum Felsen, zu 
David, in die Hhle Adullam. Aber der Philister Lager lag im Grunde 
Rephaim.
16. David aber war in der Burg; und der Philister Volk war dazumal zu 
Bethlehem.
17. Und David ward lstern und sprach: Wer will mir zu trinken geben des 
Wassers aus dem Brunnen zu Bethlehem unter dem Tor?
18. Da rissen die drei in der Philister Lager und schpften des Wassers 
aus dem Brunnen zu Bethlehem unter dem Tor; und trugen's und brachten's zu 
David. Er aber wollte es nicht trinken, sondern go es dem Herrn
19. und sprach: Das lasse Gott ferne von mir sein, da ich solches tue und 
trinke das Blut dieser Mnner in ihres Lebens Fahr; denn sie haben's mit 
ihres Lebens Fahr hergebracht. Darum wollte er's nicht trinken. Das taten 
die drei Helden.
20. Abisai, der Bruder Joabs, der war der Vornehmste unter dreien; und er 
hub seinen Spie auf und schlug dreihundert. Und er war unter dreien 
berhmt,
21. und er der dritte, herrlicher denn die zween, und war ihr Oberster, 
aber bis an die drei kam er nicht.
22. Benaja, der Sohn Jojadas, des Sohns Ishails, von groen Taten, von 
Kabzeel. Er schlug zween Lwen der Moabiter; und ging hinab und schlug 
einen Lwen mitten im Brunnen zur Schneezeit.
23. Er schlug auch einen gyptischen Mann, der war fnf Ellen gro und 
hatte einen Spie in der Hand wie ein Weberbaum. Aber er ging zu ihm hinab 
mit einem Stecken und nahm ihm den Spie aus der Hand und erwrgete ihn 
mit seinem eigenen Spie.
24. Das tat Benaja, der Sohn Jojadas, und war berhmt unter dreien Helden;
25. und war der herrlichste unter dreiigen, aber an die drei kam er 
nicht. David aber machte ihn zum heimlichen Rat.
26. Die streitbaren Helden sind diese: Asahel, der Bruder Joabs. Elhanan, 
der Sohn Dodos von Bethlehem.
27. Samoth, der Haroriter. Helez, der Peloniter.
28. Ira, der Sohn Ekes, der Thekoiter. Abieser, der Anthothiter.
29. Sibechai, der Husathiter. Ilai, der Ahohiter.
30. Maherai, der Netophathiter. Heled, der Sohn Baenas, der Netophathiter.
31. Ithai, der Sohn Ribais, von Gibea der Kinder Benjamin. Benaja, der 
Pirgathoniter.
32. Hurai, von den Bchen Gaas. Abiel, der Arbathiter.
33. Asmaveth, der Baherumiter. Eljahba, der Saalboniter.
34. Die Kinder Hasems, des Gisoniters. Jonathan, der Sohn Sages, der 
Harariter.
35. Ahiam, der Sohn Sachars, der Harariter. Eliphal, der Sohn Urs.
36. Hepher, der Macherathiter. Ahia, der Peloniter.
37. Hezro, der Karmeliter. Naerai, der Sohn Asbais.
38. Joel, der Bruder Nathans. Mibehar, der Sohn Hagris.
39. Zelek, der Ammoniter. Naherai, der Berothiter, Waffentrger Joabs, des 
Sohns Zerujas.
40. Ira, der Jethriter. Gareb, der Jethriter.
41. Uria, der Hethiter. Sabad, der Sohn Ahelais.
42. Adina, der Sohn Sisas, der Rubeniter, ein Hauptmann der Rubeniter, und 
dreiig waren unter ihm.
43. Hanan, der Sohn Maechas. Josaphat, der Mathoniter.
44. Usia, der Asthrathiter. Sama und Jaiel, die Shne Hothams, des 
Aroeriters.
45. Jediael, der Sohn Simris. Joha, sein Bruder, der Thiziter.
46. Eliel, der Maheviter. Jeribai und Josawja, die Shne Elnaams. Jethma, 
der Moabiter.
47. Eliel, Obed, Jaesiel von Mezobaja.
1.Chronik 12
1. Auch kamen diese zu David gen Ziklag, da er noch verschlossen war vor 
Saul, dem Sohn Kis. Und sie waren auch unter den Helden, die zum Streit 
halfen
2. und mit Bogen geschickt waren zu beiden Hnden, auf Steine, Pfeile und 
Bogen. Von den Brdern Sauls, die aus Benjamin waren:
3. der Vornehmste Ahieser und Joas, die Kinder Samaas, des Gibeathiters; 
Jesiel und Pelet, die Kinder Asmaveths; Baracha und Jehu, der Anthothiter.
4. Jesmaja, der Gibeoniter, gewaltig unter dreiigen und ber dreiig. 
Jeremia, Jahesiel, Johanan, Josabad, der Gederathiter.
5. Eleusai, Jerimoth, Bealja, Samarja, Saphatja, der Harophiter.
6. Elkana, Jesija, Asareel, Joeser, Jasabeam, die Korhiter.
7. Joela und Sabadja, die Kinder Jerohams von Gedor.
8. Von den Gaditern sonderten sich aus zu David in die Burg in der Wste 
starke Helden und Kriegsleute, die Schild und Spie fhreten, und ihr 
Angesicht wie der Lwen und schnell wie die Rehe auf den Bergen:
9. Der erste Eser, der andere Obadja, der dritte Eliab,
10. der vierte Masmanna, der fnfte Jeremja,
11. der sechste Athai, der siebente Eliel,
12. der achte Johanan, der neunte Elsabad,
13. der zehnte Jeremja, der elfte Machbanai.
14. Diese waren von den Kindern Gad, Hupter im Heer; der Kleinste ber 
hundert und der Grte ber tausend.
15. Die sind's, die ber den Jordan gingen im ersten Monden, da er voll 
war an beiden Ufern, da alle Grnde eben waren, beide gegen Morgen und 
gegen Abend.
16. Es kamen aber auch von den Kindern Benjamin und Juda zu der Burg 
Davids.
17. David aber ging heraus zu ihnen und antwortete und sprach zu ihnen: So 
ihr kommt im Frieden zu mir und mir zu helfen, so soll mein Herz mit euch 
sein so ihr aber kommt auf List und mir wider zu sein, so doch kein Frevel 
an mir ist, so sehe der Gott unserer Vter drein und strafe es!
18. Aber der Geist zog an Amasai, den Hauptmann unter dreiigen: Dein sind 
wir, David, und mit dir halten wir's, du Sohn Isais. Friede, Friede sei 
mit dir! Friede sei mit deinen Helfern! denn dein Gott hilft dir. Da nahm 
sie David an und setzte sie zu Huptern ber die Kriegsleute.
19. Und von Manasse fielen zu David, da er kam mit den Philistern wider 
Saul zum Streit und half ihnen nicht. Denn die Frsten der Philister 
lieen ihn mit Rat von sich und sprachen: Wenn er zu seinem Herrn Saul 
fiele, so mchte es uns unsern Hals kosten.
20. Da er nun gen Ziklag zog, fielen zu ihm von Manasse Adna, Josabad, 
Jediael, Michael, Josabad, Elihu, Zilthai, Hupter ber tausend in Manasse.
21. Und sie halfen David wider die Kriegsleute; denn sie waren alle 
redliche Helden und wurden Hauptleute ber das Heer.
22. Auch kamen alle Tage etliche zu David, ihm zu helfen, bis da ein gro 
Heer ward, wie ein Heer Gottes.
23. Und dies ist die Zahl der Hupter, gerstet zum Heer, die zu David gen 
Hebron kamen, das Knigreich Sauls zu ihm zu wenden, nach dem Wort des 
Herrn.
24. Der Kinder Juda, die Schild und Spie trugen, waren sechstausend und 
achthundert, gerstet zum Heer;
25. der Kinder Simeon, redliche Helden zum Heer, siebentausend und hundert;
26. der Kinder Levi viertausend und sechshundert;
27. und Jojada, der Frst unter denen von Aaron, mit dreitausend und 
siebenhundert;
28. Zadok, der Knabe, ein redlicher Held, mit seines Vaters Hause, 
zweiundzwanzig Obersten;
29. der Kinder Benjamin, Sauls Brder, dreitausend; denn bis auf die Zeit 
hielten ihrer noch viele an dem Hause Sauls;
30. der Kinder Ephraim zwanzigtausend und achthundert, redliche Helden und 
berhmte Mnner im Hause ihrer Vter
31. des halben Stamms Manasse achtzehntausend, die mit Namen genannt 
wurden, da sie kmen und machten David zum Knige;
32. der Kinder Isaschar, die verstndig waren und rieten, was zu jeder 
Zeit Israel tun sollte, zweihundert Hauptleute; und alle ihre Brder 
folgten ihrem Wort
33. von Sebulon, die ins Heer zogen zum Streit, gerstet mit allerlei 
Waffen zum Streit, fnfzigtausend, sich in die Ordnung zu schicken 
eintrchtiglich;
34. von Naphthali tausend Hauptleute und mit ihnen, die Schild und Spie 
fhreten, siebenunddreiigtausend;
35. von Dan zum Streit gerstet achtundzwanzigtausend sechshundert;
36. von Asser, die ins Heer zogen, gerstet zum Streit, vierzigtausend;
37. von jenseit des Jordans, von den Rubenitern, Gaditern und halben Stamm 
Manasse mit allerlei Waffen zum Streit hundertundzwanzigtausend.
38. Alle diese Kriegsleute, den Zeug zu ordnen, kamen von ganzem Herzen 
gen Hebron, David zum Knige zu machen ber ganz Israel. Auch war alles 
andere Israel eines Herzens, da man David zum Knige machte.
39. Und waren daselbst bei David drei Tage, aen und tranken; denn ihre 
Brder hatten fr sie zubereitet.
40. Auch welche die nchsten um sie waren, bis hin an Isaschar, Sebulon 
und Naphthali, die brachten Brot auf Eseln, Kamelen, Mulern und Rindern 
zu essen, Mehl, Feigen, Rosinen, Wein, l Rinder, Schafe die Menge; denn 
es war eine Freude in Israel.
1.Chronik 13
1. Und David hielt einen Rat mit den Hauptleuten ber tausend und ber 
hundert und mit allen Frsten.
2. Und sprach zu der ganzen Gemeine Israels: Gefllt es euch und ist's von 
dem Herrn, unserm Gott, so lat uns allenthalben ausschicken zu den 
andern, unsern Brdern in allen Landen Israels, und mit ihnen die Priester 
und Leviten in den Stdten, da sie Vorstdte haben, da sie zu uns 
versammelt werden;
3. und lat uns die Lade unsers Gottes zu uns wieder holen, denn bei den 
Zeiten Sauls fragten wir nicht nach ihr.
4. Da sprach die ganze Gemeine, man sollte also tun; denn solches gefiel 
allem Volk wohl.
5. Also versammelte David das ganze Israel, von Sihor gyptens an, bis man 
kommt gen Hemath, die Lade Gottes zu holen von Kiriath-Jearim.
6. Und David zog hinauf mit dem ganzen Israel zu Kiriath-Jearim, welche 
liegt in Juda, da er von dannen heraufbrchte die Lade Gottes, des Herrn, 
der auf den Cherubim sitzet, da der Name angerufen wird.
7. Und sie lieen die Lade Gottes auf einem neuen Wagen fhren, aus dem 
Hause Abinadabs. Usa aber und sein Bruder trieben den Wagen.
8. David aber und das ganze Israel spielten vor Gott her aus ganzer Macht 
mit Liedern, mit Harfen, mit Psaltern, mit Pauken, mit Zimbeln und mit 
Posaunen.
9. Da sie aber kamen auf den Platz Chidon, reckte Usa seine Hand aus, die 
Lade zu halten; denn die Rinder schritten beiseit aus.
10. Da erzrnete der Grimm des Herrn ber Usa und schlug ihn, da er seine 
Hand hatte ausgereckt an die Lade, da er daselbst starb vor Gott.
11. Da ward David traurig, da der Herr einen solchen Ri tat an Usa; und 
hie die Sttte Perez-Usa bis auf diesen Tag.
12. Und David frchtete sich vor Gott des Tages und sprach: Wie soll ich 
die Lade Gottes zu mir bringen?
13. Darum lie er die Lade Gottes nicht zu sich bringen in die Stadt 
Davids, sondern lenkte sie hin ins Haus Obed-Edoms, des Githiters.
14. Also blieb die Lade Gottes bei Obed-Edom in seinem Hause drei Monden. 
Und der Herr segnete das Haus Obed-Edoms und alles, was er hatte.
1.Chronik 14
1. Und Huram, der Knig zu Tyrus, sandte Boten zu David und Zedernholz, 
Maurer und Zimmerleute, da sie ihm ein Haus baueten.
2. Und David merkte, da ihn der Herr zum Knige ber Israel besttiget 
hatte; denn sein Knigreich stieg auf um seines Volks Israel willen.
3. Und David nahm noch mehr Weiber zu Jerusalem und zeugete noch mehr 
Shne und Tchter.
4. Und die ihm zu Jerusalem geboren wurden, hieen also: Sammua, Sobab, 
Nathan, Salomo,
5. Elpalet, Jebehar, Elisua
6. Nogah, Nepheg Japhia
7. Elisama, Baeljada, Eliphalet.
8. Und da die Philister hreten, da David zum Knige gesalbet war ber 
ganz Israel, zogen sie alle herauf, David zu suchen. Da das David hrete, 
zog er aus gegen sie.
9. Und die Philister kamen und lieen sich nieder im Grunde Rephaim.
10. David aber fragte Gott und sprach: Soll ich hinaufziehen wider die 
Philister, und willst du sie in meine Hand geben? Der Herr sprach zu ihm: 
Zeuch hinauf, ich habe sie in deine Hnde gegeben.
11. Und da sie hinaufzogen gen Baal-Prazim, schlug sie David daselbst. Und 
David sprach: Gott hat meine Feinde durch meine Hand zertrennet, wie sich 
das Wasser trennet. Daher hieen sie die Sttte Baal-Prazim.
12. Und sie lieen ihre Gtter daselbst; da hie sie David mit Feuer 
verbrennen
13. Aber die Philister machten sich wieder daran und taten sich nieder im 
Grunde.
14. Und David fragte abermal Gott; und Gott sprach zu ihm: Du sollst nicht 
hinaufziehen hinter ihnen her, sondern lenke dich von ihnen, da du an sie 
kommest gegen den Maulbeerbumen.
15. Wenn du dann wirst hren das Rauschen oben auf den Maulbeerbumen 
einhergehen, so fahre heraus zum Streit; denn Gott ist da vor dir 
ausgezogen; zu schlagen der Philister Heer.
16. Und David tat, wie ihm Gott geboten hatte; und sie schlugen das Heer 
der Philister von Gibeon an bis gen Gaser.
17. Und Davids Name brach aus in allen Landen, und der Herr lie seine 
Furcht ber alle Heiden kommen.
1.Chronik 15
1. Und er bauete ihm Huser in der Stadt Davids und bereitete der Lade 
Gottes eine Sttte und breitete eine Htte ber sie.
2. Dazumal sprach David; Die Lade Gottes soll niemand tragen ohne die 
Leviten; denn dieselbigen hat der Herr erwhlet, da sie die Lade des 
Herrn tragen und ihm dienen ewiglich.
3. Darum versammelte David das ganze Israel gen Jerusalem, da sie die 
Lade des Herrn hinaufbrchten an die Sttte, die er dazu bereitet hatte.
4. Und David brachte zuhauf die Kinder Aaron und die Leviten:
5. Aus den Kindern Kahath: Uriel, den Obersten, samt seinen Brdern, 
hundertundzwanzig;
6. aus den Kindern Meran: Asaja, den Obersten, samt seinen Brdern, 
zweihundertundzwanzig;,
7. aus den Kindern Gersom: Joel, den Obersten, samt seinen Brdern, 
hundertunddreiig;
8. aus den Kindern Elizaphan: Semaja, den Obersten, samt seinen Brdern, 
zweihundert;
9. aus den Kindern Hebron: Eliel, den Obersten, samt seinen Brdern, 
achtzig;
10. aus den Kindern Usiel: Amminadab, den Obersten, samt seinen Brdern, 
hundertundzwlf,
11. Und David rief Zadok und Abjathar, den Priestern, und den Leviten, 
nmlich Uriel, Asaja, Joel, Semaja, Eliel, Amminadab,
12. und sprach zu ihnen: Ihr seid die Hupter der Vter unter den Leviten; 
so heiliget nun euch und eure Brder, da ihr die Lade des Herrn, des 
Gottes Israels, heraufbringet, dahin ich ihr bereitet habe;
13. denn vorhin, da ihr nicht da waret, tat der Herr, unser Gott, einen 
Ri unter uns, darum da wir ihn nicht suchten wie sich's gebhrt.
14. Also heiligten sich die Priester und Leviten, da sie die Lade des 
Herrn, des Gottes Israels, heraufbrchten.
15. Und die Kinder Levi trugen die Lade Gottes (des Herrn) auf ihren 
Achseln mit den Stangen dran, wie Mose geboten hatte nach dem Wort des 
Herrn.
16. Und David sprach zu den Obersten der Leviten, da sie ihre Brder zu 
Sngern stellen sollten mit Saitenspielen, mit Psaltern, Harfen und hellen 
Zimbeln, da sie laut sngen und mit Freuden.
17. Da bestelleten die Leviten Heman, den Sohn Joels; und aus seinen 
Brdern Assaph, den Sohn Berechjas; und: aus den Kindern Merari, ihren 
Brdern, Ethan, den Sohn Kusajas;
18. und mit ihnen ihre Brder des andern Teils; nmlich Sacharja, Ren, 
Jaesiel, Semiramoth, Jeiel, Uni, Eliab, Benaja, Maeseja, Mathithja, 
Elipheleja, Mikneja, Obed-Edom, Jeiel, die Torhter.
19. Denn Heman, Assaph und Ethan waren Snger, mit ehernen Zimbeln helle 
zu klingen;
20. Sacharja aber, Asiel, Semiramoth, Jehiel, Unni, Eliab, Maeseja und 
Benaja, mit Psaltern nachzusingen;
21. Mathithja aber, Elipheleja, Mikneja, Obed-Edom, Jeiel und Asasja mit 
Harfen von acht Saiten, ihnen vorzusingen;
22. Chenanja aber, der Leviten Oberster, der Sangmeister, da er sie 
unterweisete zu singen; denn er war verstndig.
23. Und Berechja und Elkana waren Torhter der Lade.
24. Aber Sebanja, Josaphat, Nethaneel, Amasai, Sacharja, Benaja, Elieser, 
die Priester, bliesen mit Trommeten vor der Lade Gottes; und Obed-Edom und 
Jehia waren Torhter der Lade.
25. Also gingen hin David und die ltesten in Israel und die Obersten ber 
die Tausende, heraufzuholen die Lade des Bundes des Herrn aus dem Hause 
Obed-Edoms mit Freuden.
26. Und da Gott den Leviten half, die die Lade des Bundes des Herrn 
trugen, opferte man sieben Farren und sieben Widder.
27. Und David hatte einen leinenen Rock an, dazu alle Leviten, die die 
Lade trugen, und die Snger und Chenanja, der Sangmeister, mit den 
Sngern; auch hatte David einen leinenen Leibrock an.
28. Also brachte das ganze Israel die Lade des Bundes des Herrn hinauf mit 
Jauchzen, Posaunen, Trommeten und hellen Zimbeln, mit Psaltern und Harfen.
29. Da nun die Lade des Bundes des Herrn in die Stadt Davids kam, sah 
Michal, die Tochter Sauls, zum Fenster aus. Und da sie den Knig David sah 
hpfen und spielen, verachtete sie ihn in ihrem Herzen.
1.Chronik 16
1. Und da sie die Lade Gottes hineinbrachten, setzten sie sie in die 
Htte; die ihr David aufgerichtet hatte, und opferten Brandopfer und 
Dankopfer vor Gott.
2. Und da David die Brandopfer und Dankopfer ausgerichtet hatte, segnete 
er das Volk im Namen des Herrn.
3. Und teilete aus jedermann in Israel, beide Mnnern und Weibern, ein 
Laib Brots und ein Stck Fleisches und ein Nel Weins.
4. Und er stellete vor die Lade des Herrn etliche Leviten zu Dienern, da 
sie preiseten, danketen und lobeten den Herrn, den Gott Israels:
5. nmlich Assaph, den ersten; Sacharja, den andern; Jeiel, Semiramoth, 
Jehiel, Mathithja, Eliab, Benaja, Obed-Edom und Jeiel mit Psaltern und 
Harfen; Assaph aber mit hellen Zimbeln;
6. Benaja aber und Jehasiel, die Priester, mit Trommeten allezeit vor der 
Lade des Bundes Gottes.
7. Zu der Zeit bestellete David zum ersten, dem Herrn zu danken, durch 
Assaph und seine Brder:
8. Danket dem Herrn, prediget seinen Namen, tut kund unter den Vlkern 
sein Tun!
9. Singet, spielet und dichtet ihm von allen seinen Wundern!
10. Rhmet seinen heiligen Namen! Es freue sich das Herz derer, die den 
Herrn suchen.
11. Fraget nach dem Herrn und nach seiner Macht; suchet sein Angesicht 
allezeit!
12. Gedenket seiner Wunder, die er getan hat, seiner Wunder und seines 
Worts,
13. ihr, der Same Israels, seines Knechts, ihr Kinder Jakobs, seine 
Auserwhlten.
14. Er ist der Herr, unser Gott; er richtet in aller Welt.
15. Gedenket ewiglich seines Bundes, was er verheien hat in tausend 
Geschlechter,
16. den er gemacht hat mit Abraham, und seines Eides mit Isaak;
17. und stellete dasselbe Jakob zum Recht und Israel zum ewigen Bunde;
18. und sprach: Dir will ich das Land Kanaan geben, das Los eures Erbteils,
19. da sie wenig und gering waren und Fremdlinge drinnen.
20. Und sie zogen von einem Volk zum andern und aus einem Knigreich zum 
andern Volk.
21. Er lie niemand ihnen Schaden tun und strafte Knige um ihretwillen.
22. Tastet meine Gesalbten nicht an und tut meinen Propheten kein Leid!
23. Singet dem Herrn, alle Lande, verkndiget tglich sein Heil!
24. Erzhlet unter den Heiden seine Herrlichkeit und unter den Vlkern 
seine Wunder!
25. Denn der Herr ist gro und fast lblich und herrlich ber alle Gtter.
26. Denn aller Heiden Gtter sind Gtzen; der Herr aber hat den Himmel 
gemacht.
27. Es stehet herrlich und prchtig vor ihm, und gehet gewaltiglich und 
frhlich zu an seinem Ort.
28. Bringet her dem Herrn, ihr Vlker, bringet her dem Herrn Ehre und 
Macht!
29. Bringet her des Herrn Namen die Ehre; bringet Geschenke und kommt vor 
ihn und betet den Herrn an in heiligem Schmuck!
30. Es frchte ihn alle Welt! Er hat den Erdboden bereitet, da er nicht 
bewegt wird.
31. Es freue sich der Himmel, und die Erde sei frhlich und man sage unter 
den Heiden, da der Herr regieret.
32. Das Meer brause, und was drinnen ist; und das Feld sei frhlich und 
alles, was drauf ist.
33. Und lasset jauchzen alle Bume im Walde vor dem Herrn; denn er kommt, 
zu richten die Erde.
34. Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Gte whret 
ewiglich.
35. Und sprechet: Hilf uns, Gott, unser Heiland, und sammle uns und 
errette uns aus den Heiden, da wir deinem heiligen Namen danken und dir 
Lob sagen!
36. Gelobet sei der Herr, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit; und 
alles Volk sage: Amen! und lobe den Herrn.
37. Also lie er daselbst vor der Lade des Bundes des Herrn Assaph und 
seine Brder, zu dienen vor der Lade allezeit, einen jeglichen Tag sein 
Tagwerk;
38. aber Obed-Edom und ihre Brder, achtundsechzig, und Obed-Edom, den 
Sohn Jedithuns, und Hossa zu Torhtern.
39. Und Zadok, den Priester, und seine Brder, die Priester, lie er vor 
der Wohnung des Herrn auf der Hhe zu Gibeon,
40. da sie dem Herrn tglich Brandopfer tten auf dem Brandopferaltar des 
Morgens und des Abends, wie geschrieben stehet im Gesetz des Herrn, das er 
an Israel geboten hat;
41. und mit ihnen Heman und Jedithun und die andern Erwhlten, die mit 
Namen benannt waren, zu danken dem Herrn, da seine Gte whret ewiglich;
42. und mit ihnen Heman und Jedithun, mit Trommeten und Zimbeln zu klingen 
und mit Saitenspielen Gottes. Die Kinder aber Jedithuns machte er zu 
Torhtern.
43. Also zog alles Volk hin, ein jeglicher in sein Haus; und David kehrete 
auch hin, sein Haus zu segnen.
1.Chronik 17
1. Es begab sich, da David in seinem Hause wohnete, sprach er zu dem 
Propheten Nathan: Siehe, ich wohne in einem Zedernhause, und die Lade des 
Bundes des Herrn ist unter den Teppichen.
2. Nathan sprach zu David: Alles, was in deinem Herzen ist, das tue; denn 
Gott ist mit dir.
3. Aber in derselben Nacht kam das Wort Gottes zu Nathan und sprach:
4. Gehe hin und sage David, meinem Knechte: So spricht der Herr: Du sollst 
mir nicht ein Haus bauen zur Wohnung.
5. Denn ich habe in keinem Hause gewohnet von dem Tage an, da ich die 
Kinder Israel ausfhrete, bis auf diesen Tag, sondern ich bin gewesen, wo 
die Htte gewesen ist und die Wohnung.
6. Wo ich gewandelt habe im ganzen Israel, habe ich auch zu der Richter 
einem in Israel je gesagt, denen ich gebot, zu weiden mein Volk, und 
gesprochen: Warum bauet ihr mir nicht ein Zedernhaus?
7. So sprich nun also zu meinem Knechte David: So spricht der Herr 
Zebaoth: Ich habe dich genommen von der Weide hinter den Schafen, da du 
solltest sein ein Frst ber mein Volk Israel;
8. und bin mit dir gewesen, wo du hingegangen bist, und habe deine Feinde 
ausgerottet vor dir und habe dir einen Namen gemacht, wie die Groen auf 
Erden Namen haben.
9. Ich will aber meinem Volk Israel eine Sttte setzen und will es 
pflanzen, da es daselbst wohnen soll und nicht mehr bewegt werde; und die 
bsen Leute sollen es nicht mehr schwchen, wie vorhin
10. und zu den Zeiten, da ich den Richtern gebot ber mein Volk Israel; 
und ich will alle deine Feinde demtigen; und verkndige dir, da der Herr 
dir ein Haus bauen will.
11. Wenn aber deine Tage aus sind, da du hingehest zu deinen Vtern, so 
will ich deinen Samen nach dir erwecken, der deiner Shne einer sein soll, 
dem will ich sein Knigreich besttigen.
12. Der soll mir ein Haus bauen, und ich will seinen Stuhl besttigen 
ewiglich.
13. Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein. Und ich will 
meine Barmherzigkeit nicht von ihm wenden, wie ich sie von dem gewandt 
habe, der vor dir war,
14. sondern ich will ihn setzen in mein Haus und in mein Knigreich 
ewiglich, da sein Stuhl bestndig sei ewiglich.
15. Und da Nathan nach allen diesen Worten und Gesicht mit David redete,
16. kam der Knig David und blieb vor dem Herrn und sprach: Wer bin ich, 
Herr Gott, und was ist mein Haus, da du mich bis hieher gebracht hast?
17. Und das hat dich noch zu wenig gedeucht, Gott, sondern hast ber das 
Haus deines Knechts noch von fernem Zuknftigen geredet; und du hast 
angesehen mich, als in der Gestalt eines Menschen, der in der Hhe Gott 
der Herr ist.
18. Was soll David mehr sagen zu dir, da du deinen Knecht herrlich 
machest? Du erkennest deinen Knecht.
19. Herr, um deines Knechts willen, nach deinem Herzen hast du all solch 
groe Dinge getan, da du kundttest alle Herrlichkeit.
20. Herr, es ist dein gleichen nicht, und ist kein Gott denn du, von 
welchem wir mit unsern Ohren gehret haben.
21. Und wo ist ein Volk auf Erden, wie dein Volk Israel, da ein Gott 
hingegangen sei, ihm ein Volk zu erlsen und ihm selbst einen Namen zu 
machen von groen und schrecklichen Dingen, Heiden auszustoen vor deinem 
Volk her, das du aus gypten erlset hast?
22. Und hast dir dein Volk Israel zum Volke gemacht ewiglich; und du, 
Herr, bist ihr Gott worden.
23. Nun, Herr, das Wort, das du geredet hast ber deinen Knecht und ber 
sein Haus, werde wahr ewiglich, und tue; wie du geredet hast
24. Und dein Name werde wahr und gro ewiglich, da man sage: Der Herr 
Zebaoth, der Gott Israels, ist Gott in Israel. Und das Haus deines Knechts 
David sei, bestndig vor dir.
25. Denn du, Herr, hast das Ohr deines Knechts geffnet, da du ihm ein 
Haus bauen willst; darum hat dein Knecht funden, da er vor dir betet.
26. Nun, Herr, du bist Gott und hast solch Gutes deinem Knechte geredet.
27. Nun hebe an zu segnen das Haus deines Knechts, da es ewiglich sei vor 
dir; denn was du, Herr, segnest, das ist gesegnet ewiglich.
1.Chronik 18
1. Nach diesem schlug David die Philister und demtigte sie und nahm Gath 
und ihre Tchter aus der Philister Hand.
2. Auch schlug er die Moabiter, da die Moabiter David untertnig wurden 
und Geschenke brachten.
3. Er schlug auch Hadadeser, den Knig zu Zoba in Hemath, da er hinzog, 
sein Zeichen aufzurichten am Wasser Phrath.
4. Und David gewann ihm ab tausend Wagen, siebentausend Reiter und 
zwanzigtausend Mann zu Fu. Und David verlhmete alle Wagen und behielt 
hundert Wagen brig.
5. Und die Syrer von Damaskus kamen, dem Hadadeser, dem Knige zu Zoba, zu 
helfen. Aber David schlug derselben Syrer zweiundzwanzigtausend Mann.
6. Und legte Volk gen Damaskus in Syrien, da die Syrer David untertnig 
wurden und brachten ihm Geschenke. Denn der Herr half David, wo er hinzog.
7. Und David nahm die gldenen Schilde, die Hadadesers Knechte hatten, und 
brachte sie gen Jerusalem.
8. Auch nahm David aus den Stdten Hadadesers, Tibehath und Chun, sehr 
viel Erzes, davon Salomo das eherne Meer und Sulen und eherne Gefe 
machte.
9. Und da Thogu, der Knig zu Hemath, hrete, da David alle Macht 
Hadadesers, des Knigs zu Zoba, geschlagen hatte,
10. sandte er seinen Sohn Hadoram zum Knige David und lie ihn gren und 
segnen, da er mit Hadadeser gestritten und ihn geschlagen hatte. Denn 
Thogu hatte einen Streit mit Hadadeser. Auch alle gldenen, silbernen und 
ehernen Gefe
11. heiligte der Knig David dem Herrn mit dem Silber und Golde, das er 
den Heiden genommen hatte, nmlich den Edomitern, Moabitern, Ammonitern, 
Philistern und Amalekitern.
12. Und Abisai, der Sohn Zerujas, schlug der Edomiter im Salztal 
achtzehntausend;
13. und legte Volk in Edoma, da alle Edomiter David untertnig waren. 
Denn der Herr half David, wo er hinzog.
14. Also regierete David ber das ganze Israel und handhabete Gericht und 
Gerechtigkeit all seinem Volk.
15. Joab, der Sohn Zerujas, war ber das leer, Josaphat, der Sohn Ahiluds, 
war Kanzler.
16. Zadok, der Sohn Ahitobs, und Abimelech, der Sohn Abjathars, waren 
Priester. Sausa war Schreiber.
17. Benaja, der Sohn Jojadas, war ber die Krethi und Plethi. Und die 
ersten Shne Davids waren dem Knige zur Hand.
1.Chronik 19
1. Und nach diesem starb Nahas, der Knig der Kinder Ammon, und sein Sohn 
ward Knig an seiner Statt.
2. Da gedachte David: Ich will Barmherzigkeit tun an Hanon, dem Sohne 
Nahas denn sein Vater hat an mir Barmherzigkeit getan. Und sandte Boten 
hin, ihn zu trsten ber seinen Vater. Und da die Knechte Davids ins Land 
der Kinder Ammon kamen zu Hanon, ihn zu trsten,
3. sprachen die Frsten der Kinder Ammon zu Hanon: Meinest du, da David 
deinen Vater ehre vor deinen Augen, da er Trster zu dir gesandt hat? Ja, 
seine Knechte sind kommen zu dir, zu forschen und umzukehren und zu 
verkundschaften das Land.
4. Da nahm Hanon die Knechte Davids und beschor sie und schnitt ihre 
Kleider halb ab bis an die Lenden; und lie sie gehen.
5. Und sie gingen weg und lieen's David ansagen durch Mnner. Er aber 
sandte ihnen entgegen (denn die Mnner waren sehr geschndet). Und der 
Knig sprach: Bleibet zu Jericho, bis euer Bart wachse; so kommt dann 
wieder.
6. Da aber die Kinder Ammon sahen, da sie stanken vor David, sandten sie 
hin, beide Hanon und die Kinder Ammon, tausend Zentner Silbers, Wagen und 
Reiter zu dingen aus Mesopotamia, und Maecha und aus Zoba.
7. Und dingeten zweiunddreiigtausend Wagen und den Knig Maecha mit 
seinem Volk; die kamen und lagerten sich vor Medba. Und die Kinder Ammon 
sammelten sich auch aus ihren Stdten und kamen zum Streit.
8. Da das David hrete, sandte er hin Joab mit dem ganzen Heer der Helden.
9. Die Kinder Ammon aber waren ausgezogen und rsteten sich zum Streit vor 
der Stadt Tor. Die Knige aber, die kommen waren, hielten im Felde 
besonders.
10. Da nun Joab sah, da vorne und hinter ihm Streit wider ihn war, 
erwhlete er aus aller jungen Mannschaft in Israel und rstete sich gegen 
die Syrer.
11. Das brige Volk aber tat er unter die Hand Abisais, seines Bruders, 
da sie sich rsteten wider die Kinder Ammon.
12. Und sprach: Wenn mir die Syrer zu stark werden, so komm mir zu Hilfe; 
wo aber die Kinder Ammon dir zu stark werden, will ich dir helfen.
13. Sei getrost und la uns getrost handeln fr unser Volk und fr die 
Stdte unsers Gottes! Der Herr tue, was ihm gefllt!
14. Und Joab machte sich herzu mit dem Volk, das bei ihm war, gegen die 
Syrer zu streiten; und sie flohen vor ihm.
15. Da aber die Kinder Ammon sahen, da die Syrer flohen, flohen sie auch 
vor Abisai, seinem Bruder, und zogen in die Stadt. Joab aber kam gen 
Jerusalem.
16. Da aber die Syrer sahen, da sie vor Israel geschlagen waren, sandten 
sie Boten hin und brachten heraus die Syrer jenseit des Wassers. Und 
Sophach, der Feldhauptmann Hadadesers, zog vor ihnen her.
17. Da das David angesagt ward, sammelte er zuhauf das ganze Israel und 
zog ber den Jordan; und da er an sie kam, rstete er sich an sie. Und 
David rstete sich gegen die Syrer zum Streit, und sie stritten mit ihm.
18. Aber die Syrer flohen vor Israel. Und David erwrgete der Syrer 
siebentausend Wagen und vierzigtausend Mann zu Fu; dazu ttete er 
Sophach, den Feldhauptmann.
19. Und da die Knechte Hadadesers sahen, da sie vor Israel geschlagen 
waren, machten sie Frieden mit David und seinen Knechten. Und die Syrer 
wollten den Kindern Ammon nicht mehr helfen.
1.Chronik 20
1. Und da das Jahr um war, zur Zeit, wenn die Knige ausziehen, fhrete 
Joab die Heermacht und verderbete der Kinder Ammon Land, kam und belagerte 
Rabba. David aber blieb zu Jerusalem. Und Joab schlug Rabba und zerbrach 
sie.
2. Und David nahm die Krone ihres Knigs von seinem Haupt und fand daran 
einen Zentner Goldes schwer und Edelgesteine; und sie ward David auf sein 
Haupt gesetzt. Auch fhrete er aus der Stadt sehr viel Raubs.
3. Aber das Volk drinnen fhrete er heraus und teilte sie mit Sgen und 
eisernen Haken und Keilen. Also tat David allen Stdten der Kinder Ammon. 
Und David zog samt dem Volk wieder gen Jerusalem.
4. Danach erhub sich ein Streit zu Gaser mit den Philistern. Dazumal 
schlug Sibechai, der Husathiter, den Sibai, der aus den Kindern der Riesen 
war, und demtigte ihn.
5. Und es erhub sich noch ein Streit mit den Philistern. Da schlug 
Elhanan, der Sohn Jairs, den Lahemi, den Bruder Goliaths, den Gathiter, 
welcher hatte eine Spiestange wie ein Weberbaum.
6. Abermal ward ein Streit zu Gath. Da war ein groer Mann, der hatte je 
sechs Finger und sechs Zehen, die machen vierundzwanzig, und er war auch 
von den Riesen geboren;
7. und hhnete Israel. Aber Jonathan, der Sohn Simeas, des Bruders Davids, 
schlug ihn.
8. Diese waren geboren von den Riesen zu Gath und fielen durch die Hand 
Davids und seiner Knechte.
1.Chronik 21
1. Und der Satan stund wider Israel und gab David ein, da er Israel 
zhlen lie.
2. Und David sprach zu Joab und zu des Volks Obersten: Gehet hin, zhlet 
Israel, von Berseba an bis gen Dan; und bringet's zu mir, da ich wisse, 
wieviel ihrer ist.
3. Joab sprach: Der Herr tue zu seinem Volk, wie sie jetzt sind, 
hundertmal soviel; aber, mein Herr Knig, sind sie nicht alle meines Herrn 
Knechte? Warum fraget denn mein Herr danach? Warum soll eine Schuld auf 
Israel kommen?
4. Aber des Knigs Wort ging fort wider Joab. Und Joab zog aus und 
wandelte durch das ganze Israel und kam gen Jerusalem.
5. Und gab die Zahl des gezhlten Volks David. Und es war des ganzen 
Israel elfhundertmal tausend Mann, die das Schwert auszogen, und Juda 
vierhundertmal und siebenzigtausend Mann, die das Schwert auszogen.
6. Levi aber und Benjamin zhlete er nicht unter diese; denn es war dem 
Joab des Knigs Wort ein Greuel.
7. Aber solches gefiel Gott bel; denn er schlug Israel.
8. Und David sprach zu Gott: Ich habe schwerlich gesndiget, da ich das 
getan habe; nun aber nimm weg die Missetat deines Knechts, denn ich habe 
fast tricht getan.
9. Und der Herr redete mit Gad, dem Schauer Davids, und sprach:
10. Gehe hin und rede mit David und sprich: So spricht der Herr: Dreierlei 
lege ich dir vor; erwhle dir der eins, das ich dir tue.
11. Und da Gad zu David kam, sprach er zu ihm: So spricht der Herr: 
Erwhle dir
12. entweder drei Jahre Teurung, oder drei Monden Flucht vor deinen 
Widersachern und vor dem Schwert deiner Feinde, da dich's ergreife, oder 
drei Tage das Schwert des Herrn und Pestilenz im Lande, da der Engel des 
Herrn verderbe in allen Grenzen Israels. So siehe nun zu, was ich 
antworten soll dem, der mich gesandt hat.
13. David sprach zu Gad: Mir ist fast angst; doch ich will in die Hand des 
Herrn fallen, denn seine Barmherzigkeit ist sehr gro, und will nicht in 
Menschenhnde fallen.
14. Da lie der Herr Pestilenz in Israel kommen, da siebenzigtausend Mann 
fielen aus Israel.
15. Und Gott sandte den Engel gen Jerusalem, sie zu verderben. Und im 
Verderben sah der Herr drein, und reuete ihn das bel und sprach zum 
Engel, dem Verderber: Es ist genug, la deine Hand ab! Der Engel aber des 
Herrn stund bei der Tenne Arnans, des Jebusiters.
16. Und David hub seine Augen auf und sah den Engel des Herrn stehen 
zwischen Himmel und Erde, und ein blo Schwert in seiner Hand ausgereckt 
ber Jerusalem. Da fiel David und die ltesten, mit Scken bedeckt, auf 
ihr Antlitz.
17. Und David sprach zu Gott: Bin ich's nicht, der das Volk zhlen hie? 
Ich bin, der gesndiget und das bel getan hat; diese Schafe aber, was 
haben sie getan? Herr, mein Gott, la deine Hand wider mich und meines 
Vaters Haus und nicht wider dein Volk sein zu plagen!
18. Und der Engel sprach zu Gad, da er David sollte sagen, da David 
hinaufgehen und dem Herrn einen Altar aufrichten sollte in der Tenne 
Arnans, des Jebusiters.
19. Also ging David hinauf nach dem Worte Gads, das er geredet hatte in 
des Herrn Namen.
20. Arnan aber, da er sich wandte und sah den Engel, und seine vier Shne 
mit ihm, versteckten sie sich; denn Arnan drosch Weizen.
21. Als nun David zu Arnan ging, sah Arnan und ward Davids gewahr; und 
ging heraus aus der Tenne und betete David an mit seinem Antlitz zur Erde.
22. Und David sprach zu Arnan: Gib mir Raum in der Tenne, da ich einen 
Altar dem Herrn drauf baue; um voll Geld sollst du mir ihn geben, auf da 
die Plage vom Volk aufhre.
23. Arnan aber sprach zu David: Nimm dir und mache, mein Herr Knig, wie 
dir's gefllt; siehe, ich gebe das Rind zum Brandopfer und das Geschirr zu 
Holz und Weizen zum Speisopfer: alles gebe ich.
24. Aber der Knig David sprach zu Arnan: Nicht also, sondern um voll Geld 
will ich's kaufen; denn ich will nicht, das dein ist, nehmen vor dem Herrn 
und will's nicht umsonst haben zum Brandopfer.
25. Also gab David Arnan um den Raum Gold am Gewicht sechshundert Sekel.
26. Und David bauete daselbst dem Herrn einen Altar und opferte Brandopfer 
und Dankopfer. Und da er den Herrn anrief, erhrete er ihn durchs Feuer 
vom Himmel auf dem Altar des Brandopfers.
27. Und der Herr sprach zum Engel, da er sein Schwert in seine Scheide 
kehrete.
28. Zur selbigen Zeit, da David sah, da ihn der Herr erhret hatte auf 
dem Platz Arnans, des Jebusiters, pflegte er daselbst zu opfern.
29. Denn die Wohnung des Herrn, die Mose in der Wste gemacht hatte, und 
der Brandopferaltar war zu der Zeit in der Hhe zu Gibeon.
30. David aber konnte nicht hingehen vor denselben, Gott zu suchen, so war 
er erschrocken vor dem Schwert des Engels des Herrn.
1.Chronik 22
1. Und David sprach: Hie soll das Haus Gottes des Herrn sein und dies der 
Altar zum Brandopfer Israels.
2. Und David hie versammeln die Fremdlinge, die im Lande Israel waren, 
und bestellete Steinmetzen, Steine zu hauen, das Haus Gottes zu bauen.
3. Und David bereitete viel Eisens zu Ngeln an die Tren in den Toren, 
und was zu nageln wre, und so viel Erzes, da nicht zu wgen war;
4. auch Zedernholz ohne Zahl; denn die von Zidon und Tyrus brachten viel 
Zedernholz zu David.
5. Denn David gedachte: Mein Sohn Salomo ist ein Knabe und zart; das Haus 
aber, das dem Herrn soll gebauet werden, soll gro sein, da sein Name und 
Ruhm erhaben werde in allen Landen; darum will ich ihm Vorrat schaffen. 
Also schaffte David viel Vorrats vor seinem Tode.
6. Und er rief seinem Sohn Salomo und gebot ihm, zu bauen das Haus des 
Herrn, des Gottes Israels.
7. Und sprach zu ihm: Mein Sohn, ich hatte es im Sinn, dem Namen des 
Herrn, meines Gottes, ein Haus zu bauen.
8. Aber das Wort des Herrn kam zu mir und sprach: Du hast viel Bluts 
vergossen und groe Kriege gefhrt, darum sollst du meinem Namen nicht ein 
Haus bauen, weil du so viel Bluts auf die Erde vergossen hast vor mir.
9. Siehe, der Sohn, der dir geboren soll werden, der wird ein ruhiger Mann 
sein; denn ich will ihn ruhen lassen von allen seinen Feinden umher; denn 
er soll Salomo heien; denn ich will Frieden und Ruhe geben ber Israel 
sein Lebenlang.
10. Der soll meinem Namen ein Haus bauen. Er soll mein Sohn sein, und ich 
will sein Vater sein. Und ich will seinen kniglichen Stuhl ber Israel 
besttigen ewiglich.
11. So wird nun, mein Sohn, der Herr mit dir sein, und wirst glckselig 
sein, da du dem Herrn, deinem Gott, ein Haus bauest, wie er von dir 
geredet hat.
12. Auch wird der Herr dir geben Klugheit und Verstand und wird dir Israel 
befehlen, da du haltest das Gesetz des Herrn, deines Gottes.
13. Dann aber wirst du glckselig sein, wenn du dich hltst, da du tuest 
nach den Geboten und Rechten, die der Herr Mose geboten hat an Israel. Sei 
getrost und unverzagt; frchte dich nicht und zage nicht!
14. Siehe, ich habe in meiner Armut verschafft zum Hause des Herrn 
hunderttausend Zentner Goldes und tausendmal tausend Zentner Silbers, dazu 
Erz und Eisen ohne Zahl, denn es ist sein zu viel. Auch Holz und Steine 
habe ich geschickt; des magst du noch mehr machen.
15. So hast du viel Arbeiter, Steinmetzen und Zimmerleute an Stein und 
Holz und allerlei Weisen auf allerlei Arbeit,
16. an Gold, Silber, Erz und Eisen ohne Zahl. So mache dich auf und richte 
es aus; der Herr wird mit dir sein.
17. Und David gebot allen Obersten Israels, da sie seinem Sohn Salomo 
hlfen.
18. Ist nicht der Herr, euer Gott, mit euch und hat euch Ruhe gegeben 
umher? Denn er hat die Einwohner des Landes in eure Hnde gegeben, und das 
Land ist untergebracht vor dem Herrn und vor seinem Volk.
19. So gebet nun euer Herz und eure Seele, den Herrn, euren Gott, zu 
suchen. Und machet euch auf und bauet Gott dem Herrn ein Heiligtum, da 
man die Lade des Bundes des Herrn und die heiligen Gefe Gottes ins Haus 
bringe, das dem Namen des Herrn gebauet soll werden.
1.Chronik 23
1. Also machte David seinen Sohn Salomo zum Knige ber Israel, da er alt 
und des Lebens satt war.
2. Und David versammelte alle Obersten in Israel und die Priester und 
Leviten,
3. da man die Leviten zhlete von dreiig Jahren und drber; und ihre 
Zahl war von Haupt zu Haupt, das starke Mnner waren, 
achtunddreiigtausend.
4. Aus welchen wurden vierundzwanzigtausend verordnet, die das Werk am 
Hause des Herrn trieben, und sechstausend Amtleute und Richter
5. und viertausend Torhter und viertausend Lobsnger des Herrn mit 
Saitenspielen, die ich gemacht habe, Lob zu singen.
6. Und David machte die Ordnung unter den Kindern Levi, nmlich unter 
Gerson, Kahath und Meran.
7. Die Gersoniten waren: Laedan und Simei.
8. Die Kinder Laedan: der erste Jehiel, Setham und Joel, die drei.
9. Die Kinder aber Simeis waren: Salomith, Hasiel und Haran, die drei. 
Diese waren die Vornehmsten unter den Vtern von Laedan.
10. Auch waren diese Simeis Kinder: Jahath, Sina, Jeus und Bria. Diese 
vier waren auch Simeis Kinder.
11. Jahath aber war der erste, Sina der andere. Aber Jeus und Bria hatten 
nicht viel Kinder, darum wurden sie fr eines Vaters Haus gerechnet.
12. Die Kinder Kahaths waren: Amram, Jezehar, Hebron und Usiel, die vier.
13. Die Kinder Amrams waren: Aaron und Mose. Aaron aber ward abgesondert, 
da er geheiliget wrde zum Allerheiligsten, er und seine Shne ewiglich, 
zu ruchern vor dem Herrn und zu dienen und zu segnen in dem Namen des 
Herrn ewiglich.
14. Und Moses, des Mannes Gottes, Kinder wurden genannt unter der Leviten 
Stamm.
15. Die Kinder aber Moses waren Gersom und Elieser.
16. Die Kinder Gersoms: der erste war Sebuel.
17. Die Kinder Eliesers: der erste war Rehabja. Und Elieser hatte keine 
andern Kinder. Aber der Kinder Rehabjas waren viel drber.
18. Die Kinder Jezehars waren: Salomith der erste.
19. Die Kinder Hebrons waren: Jena der erste, Amarja der andere, Jehasiel 
der dritte und Jakmeam der vierte.
20. Die Kinder Usiels waren: Micha der erste und Jesia der andere.
21. Die Kinder Meraris waren: Maheli und Musi. Die Kinder Mahelis waren: 
Eleasar und Kis.
22. Eleasar aber starb und hatte keine Shne, sondern Tchter; und die 
Kinder Kis, ihre Brder, nahmen sie.
23. Die Kinder Musis waren: Maheli, Eder und Jeremoth, die drei.
24. Das sind die Kinder Levi unter ihrer Vter Husern und Vornehmste der 
Vter, die gerechnet wurden nach der Namen Zahl bei den Huptern, welche 
taten das Geschft des Amts im Hause des Herrn, von zwanzig Jahren und 
drber.
25. Denn David sprach: Der Herr, der Gott Israels, hat seinem Volk Ruhe 
gegeben und wird zu Jerusalem wohnen ewiglich.
26. Auch unter den Leviten wurden gezhlet der Kinder Levi von zwanzig 
Jahren und drber, da sie die Wohnung nicht tragen durften mit all ihrem 
Gerte ihres Amts,
27. sondern nach den letzten Worten Davids,
28. da sie stehen sollten unter der Hand der Kinder Aaron, zu dienen im 
Hause des Herrn im Hofe, und zu den Kasten und zur Reinigung und zu 
allerlei Heiligtum und zu allem Werk des Amts im Hause Gottes
29. und zum Schaubrot, zum Semmelmehl, zum Speisopfer, zu ungesuerten 
Fladen, zur Pfanne, zu Rsten und zu allem Gewicht und Ma;
30. und zu stehen des Morgens, zu danken und zu loben den Herrn; des 
Abends auch also;
31. und alle Brandopfer dem Herrn zu opfern auf die Sabbate, Neumonden und 
Feste nach der Zahl und Gebhr allewege vor dem Herrn,
32. da sie warten der Hut an der Htte des Stifts und des Heiligtums und 
der Kinder Aaron, ihrer Brder, zu dienen im Hause des Herrn.
1.Chronik 24
1. Aber dies war die Ordnung der Kinder Aaron. Die Kinder Aarons waren: 
Nadab, Abihu, Eleasar und Ithamar.
2. Aber Nadab und Abihu starben vor ihrem Vater und hatten keine Kinder. 
Und Eleasar und Ithamar wurden Priester.
3. Und David ordnete sie also: Zadok aus den Kindern Eleasars und 
Ahimelech aus den Kindern Ithamars nach ihrer Zahl und Amt.
4. Und wurden der Kinder Eleasars mehr funden zu vornehmsten starken 
Mnnern denn der Kinder Ithamars. Und er ordnete sie also: nmlich 
sechzehn aus den Kindern Eleasars zu Obersten unter ihrer Vter Haus und 
acht aus den Kindern Ithamars unter ihrer Vter Haus.
5. Er ordnete sie aber durchs Los darum, da beide aus Eleasars und 
Ithamars Kindern Oberste waren im Heiligtum und Oberste vor Gott.
6. Und der Schreiber Semaja, der Sohn Nethaneels, aus den Leviten, 
beschrieb sie vor dem Knige und vor den Obersten und vor Zadok, dem 
Priester, und vor Ahimelech, dem Sohne Abjathars, und vor den obersten 
Vtern unter den Priestern und Leviten; nmlich ein Vaterhaus fr Eleasar 
und das andere fr Ithamar.
7. Und das erste Los fiel auf Jojarib, das andere auf Jedaja,
8. das dritte auf Hamm, das vierte auf Seorim,
9. das fnfte auf Malchija, das sechste auf Mejamin,
10. das siebente auf Hakoz, das achte auf Abia,
11. das neunte auf Jesua, das zehnte auf Sechanja;
12. das elfte auf Eliasib, das zwlfte auf Jakim,
13. das dreizehnte auf Hupa, das vierzehnte auf Jesebeab,
14. das fnfzehnte auf Bilga, das sechzehnte auf Immer,
15. das siebenzehnte auf Hesir, das achtzehnte auf Hapizez,
16. das neunzehnte auf Pethahja, das zwanzigste auf Jeheskel,
17. das einundzwanzigste auf Jachin, das zweiundzwanzigste auf Gamul,
18. das dreiundzwanzigste auf Delaja, das vierundzwanzigste auf Maasia.
19. Das ist ihre Ordnung nach ihrem Amt, zu gehen in das Haus des Herrn, 
nach ihrer Weise unter ihrem Vater Aaron, wie ihnen der Herr, der Gott 
Israels, geboten hat.
20. Aber unter den andern Kindern Levi war unter den Kindern Amrams 
Subael. Unter den Kindern Subaels war Jehdea.
21. Unter den Kindern Rehabjas war der erste Jesia.
22. Aber unter den Jezeharitern war Slomoth. Unter den Kindern Slomoths 
war Jahath.
23. Die Kinder Hebrons waren: Jena der erste, Amarja der andere, Jahesiel 
der dritte, Jakmeam der vierte.
24. Die Kinder Usiels waren Micha. Unter den Kindern Michas war Samir.
25. Der Bruder Michas war Jesia. Unter den Kindern Jesia war Sacharja.
26. Die Kinder Meraris waren: Maheli und Musi, des Sohn war Jaesia.
27. Die Kinder Meraris von Jaesia, seinem Sohn, waren: Soham, Sakur und 
Ibri.
28. Maheli aber hatte Eleasar; denn er hatte keine Shne.
29. Von Kis. Die Kinder Kis waren: Jerahmeel.
30. Die Kinder Musis waren: Maheli, Eder und Jerimoth. Das sind die Kinder 
der Leviten unter ihrer Vter Haus.
31. Und man warf fr sie auch das Los neben ihren Brdern, den Kindern 
Aaron vor dem Knige David und Zadok und Ahimelech und vor den obersten 
Vtern unter den Priestern und Leviten, dem kleinsten Bruder ebensowohl 
als dem Obersten unter den Vtern.
1.Chronik 25
1. Und David samt den Feldhauptleuten sonderte ab zu mtern unter den 
Kindern Assaphs, Hemans und Jedithuns, die Propheten, mit Harfen, Psaltern 
und Zimbeln; und sie wurden gezhlet zum Werk nach ihrem Amt.
2. Unter den Kindern Assaphs war: Sakur, Joseph, Nethanja, Asarela, Kinder 
Assaphs, unter Assaph, der da weissagte bei dem Knige.
3. Von Jedithun. Die Kinder Jedithuns waren: Gedalja, Zori, Jesaja, 
Hasabja, Mathithja, die sechse unter ihrem Vater Jedithun, mit Harfen, die 
da weissageten, zu danken und zu loben den Herrn.
4. Von Heman. Die Kinder Hemans waren: Bukia, Mathanja, Usiel, Sebuel, 
Jerimoth, Hananja, Hanani, Eliatha, Gidalthi, Romamthi-Eser, Jasbekasa, 
Mallothi, Hothir und Mahesioth.
5. Diese waren alle Kinder Hemans, des Schauers des Knigs in den Worten 
Gottes, das Horn zu erheben; denn Gott hatte Heman vierzehn Shne und drei 
Tchter gegeben.
6. Diese waren alle unter ihren Vtern Assaph, Jedithun und Heman, zu 
singen im Hause des Herrn mit Zimbeln, Psaltern und Harfen, nach dem Amt 
im Hause Gottes bei dem Knige.
7. Und es war ihre Zahl samt ihren Brdern, die im Gesang des Herrn 
gelehrt waren, allesamt Meister, zweihundertundachtundachtzig.
8. Und sie warfen Los ber ihr Amt zugleich, dem Kleinsten wie dem 
Grten, dem Lehrer wie dem Schler.
9. Und das erste Los fiel unter Assaph auf Joseph. Das andere auf Gedalja 
samt seinen Brdern und Shnen, der waren zwlf.
10. Das dritte auf Sakur samt seinen Shnen und Brdern, der waren zwlf.
11. Das vierte auf Jezri samt seinen Shnen und Brdern, der waren zwlf.
12. Das fnfte auf Nethanja samt seinen Shnen und Brdern, der waren 
zwlf.
13. Das sechste auf Bukia samt seinen Shnen und Brdern, der waren zwlf.
14. Das siebente auf Jesreela samt seinen Shnen und Brdern, der waren 
zwlf.
15. Das achte auf Jesaja samt seinen Shnen und Brdern, der waren zwlf.
16. Das neunte auf Mathanja samt seinen Shnen und Brdern, der waren 
zwlf.
17. Das zehnte auf Simei samt seinen Shnen und Brdern, der waren zwlf.
18. Das elfte auf Asareel samt seinen Shnen und Brdern, der waren zwlf.
19. Das zwlfte auf Hasabja samt seinen Shnen und Brdern; der waren 
zwlf.
20. Das dreizehnte auf Subael samt seinen Shnen und Brdern, der waren 
zwlf.
21. Das vierzehnte auf Mathithja samt seinen Shnen und Brdern, der waren 
zwlf.
22. Das fnfzehnte auf Jeremoth samt seinen Shnen und Brdern, der waren 
zwlf.
23. Das sechzehnte auf Hananja samt seinen Shnen und Brdern, der waren 
zwlf.
24. Das siebenzehnte auf Jasbekasa samt seinen Shnen und Brdern, der 
waren zwlf.
25. Das achtzehnte auf Hanani samt seinen Shnen und Brdern, der waren 
zwlf.
26. Das neunzehnte auf Mallothi samt seinen Shnen und Brdern, der waren 
zwlf.
27. Das zwanzigste auf Eliatha samt seinen Shnen und Brdern, der waren 
zwlf.
28. Das einundzwanzigste auf Hothir samt seinen Shnen und Brdern, der 
waren zwlf.
29. Das zweiundzwanzigste auf Gidalthi samt seinen Shnen und Brdern, der 
waren zwlf.
30. Das dreiundzwanzigste auf Mahesioth samt seinen Shnen und Brdern, 
der waren zwlf.
31. Das vierundzwanzigste auf Romamthi-Eser samt seinen Shnen und 
Brdern, der waren zwlf.
1.Chronik 26
1. Von der Ordnung der Torhter. Unter den Korhitern war Meselemja, der 
Sohn Kores, aus den Kindern Assaphs.
2. Die Kinder aber Meselemjas waren diese: der erstgeborne Sacharja, der 
andere Jediael, der dritte Sebadja, der vierte Jathniel,
3. der fnfte Elam, der sechste Johanan, der siebente Elioenai.
4. Die Kinder aber Obed-Edoms waren diese: der erstgeborne Semaja, der 
andere Josabad, der dritte Joah, der vierte Sachar, der fnfte Nethaneel,
5. der sechste Ammiel, der siebente Isaschar, der achte Pegulthai; denn 
Gott hatte ihn gesegnet.
6. Und seinem Sohn Semaja wurden auch Shne geboren, die im Hause ihrer 
Vter herrscheten; denn es waren starke Helden.
7. So waren nun die Kinder Semajas: Athni, Rephael, Obed und Elsabad, des 
Brder fleiige Leute waren, Elihu und Samachja.
8. Diese waren alle aus den Kindern Obed-Edoms; sie samt ihren Kindern und 
Brdern, fleiige Leute, geschickt zu mtern, waren zweiundsechzig von 
Obed-Edom.
9. Meselemja hatte Kinder und Brder, fleiige Mnner, achtzehn.
10. Hossa aber aus den Kindern Meraris hatte Kinder: den vornehmsten Simri 
(denn es war der Erstgeborne nicht da, darum setzte ihn sein Vater zum 
Vornehmsten),
11. den andern Hilkia, den dritten Tebalja, den vierten Sacharja. Aller 
Kinder und Brder Hossas waren dreizehn.
12. Dies ist die Ordnung der Torhter unter den Huptern der Helden am Amt 
neben ihren Brdern, zu dienen im Hause des Herrn.
13. Und das Los ward geworfen, dem Kleinen wie dem Groen, unter ihrer 
Vter Hause, zu einem jeglichen Tor.
14. Das Los gegen Morgen fiel auf Meselemja; aber seinem Sohn Sacharja, 
der ein kluger Rat war, warf man das Los, und fiel ihm gegen Mitternacht;
15. Obed-Edom aber gegen Mittag und seinen Shnen bei dem Hause Esupim;
16. Und Supim und Hossa gegen Abend bei dem Tor, da man gehet auf der 
Strae der Brandopfer, da die Hut neben andern stehet.
17. Gegen den Morgen waren der Leviten sechs, gegen Mitternacht des Tages 
vier, gegen Mittag des Tages vier; bei Esupim aber je zween und zween;
18. an Parbar aber gegen Abend vier an der Strae und zween an Parbar.
19. Dies sind die Ordnungen der Torhter unter den Kindern der Korhiter 
und den Kindern Meraris.
20. Von den Leviten aber war Ahia ber die Schtze des Hauses Gottes und 
ber die Schtze, die geheiliget wurden.
21. Von den Kindern Laedans, der Kinder der Gersoniten. Von Laedan waren 
Hupter der Vter, nmlich die Jehieliten.
22. Die Kinder der Jehieliten waren: Setham und sein Bruder Joel ber die 
Schtze des Hauses des Herrn.
23. Unter den Amramiten, Jezehariten, Hebroniten und Usieliten
24. war Sebuel, der Sohn Gersoms, des Sohns Moses, Frst ber die Schtze.
25. Aber sein Bruder Elieser hatte einen Sohn Rehabja, des Sohn war 
Jesaja, des Sohn war Joram, des Sohn war Sichri, des Sohn war Selomith.
26. Derselbe Selomith und seine Brder waren ber alle Schtze der 
Geheiligten, welche der Knig David heiligte, und die obersten Vter unter 
den Obersten ber tausend und ber hundert und die Obersten im Heer.
27. Von Streiten und Rauben hatten sie es geheiliget, zu bessern das Haus 
des Herrn.
28. Auch alles, was Samuel, der Seher, und Saul, der Sohn Kis, und Abner, 
der Sohn Ners, und Joab, der Sohn Zerujas, geheiliget hatten, alles 
Geheiligte war unter der Hand Selomiths und seiner Brder.
29. Unter den Jezehariten war Chenanja mit seinen Shnen zum Werk drauen 
ber Israel, Amtleute und Richter.
30. Unter den Hebroniten aber war Hasabja und seine Brder, fleiige 
Leute, tausend und siebenhundert, ber das Amt Israels diesseit des 
Jordans; gegen Abend, zu allerlei Geschft des Herrn und zu dienen dem 
Knige.
31. Item, unter den Hebroniten war Jena, der Vornehmste unter den 
Hebroniten seines Geschlechts unter den Vtern. Es wurden aber unter ihnen 
gesucht und funden im vierzigsten Jahr des Knigreichs Davids fleiige 
Mnner zu Jaeser in Gilead,
32. und ihre Brder, fleiige Mnner, zweitausend und siebenhundert 
oberste Vter. Und David setzte sie ber die Rubeniter, Gaditer und den 
halben Stamm Manasse zu allen Hndeln Gottes und des Kniges.
1.Chronik 27
1. Die Kinder Israel aber nach ihrer Zahl waren Hupter der Vter und ber 
tausend und ber hundert und Amtleute, die auf den Knig warteten, nach 
ihrer Ordnung, ab und zuzuziehen, einen jeglichen Monden einer, in allen 
Monden des Jahrs. Eine jegliche Ordnung aber hatte vierundzwanzigtausend.
2. ber die erste Ordnung des ersten Monden war Jasabeam, der Sohn 
Abdiels; und unter seiner Ordnung waren vierundzwanzigtausend.
3. Aus den Kindern aber Perez war der Oberste ber alle Hauptleute der 
Heere im ersten Monden.
4. ber die Ordnung des andern Monden war Dodai, der Ahohiter, und Mikloth 
war Frst ber seine Ordnung; und unter seiner Ordnung waren 
vierundzwanzigtausend.
5. Der dritte Feldhauptmann des dritten Monden, der Oberste war Benaja, 
der Sohn Jojadas, des Priesters; und unter seiner Ordnung waren 
vierundzwanzigtausend.
6. Das ist der Benaja, der Held unter dreiigen und ber dreiig; und 
seine Ordnung war unter seinem Sohn Ammisabad.
7. Der vierte im vierten Monden war Asahel, Joabs Bruder, und nach ihm 
Sabadja, sein Sohn; und unter seiner Ordnung waren vierundzwanzigtausend.
8. Der fnfte im fnften Monden war Samehuth, der Jesrahiter; und unter 
seiner Ordnung waren vierundzwanzigtausend.
9. Der sechste im sechsten Monden war Ira, der Sohn Ikes, der Thekoiter; 
und unter seiner Ordnung waren vierundzwanzigtausend.
10. Der siebente im siebenten Monden war Helez, der Peloniter, aus den 
Kindern Ephraim; und unter seiner Ordnung waren vierundzwanzigtausend.
11. Der achte im achten Monden war Sibechai, der Husathiter, aus den 
Sarehitern; und unter seiner Ordnung waren vierundzwanzigtausend.
12. Der neunte im neunten Monden war Abieser, der Anthothiter, aus den 
Kindern Jemini; und unter seiner Ordnung waren vierundzwanzigtausend.
13. Der zehnte im zehnten Monden war Maherai, der Netophathiter, aus den 
Serahitern; und unter seiner Ordnung waren vierundzwanzigtausend.
14. Der elfte im elften Monden war Benaja, der Pirgathoniter, aus den 
Kindern Ephraim; und unter seiner Ordnung waren vierundzwanzigtausend.
15. Der zwlfte im zwlften Monden war Heldai, der Netophathiter, aus 
Athniel; und unter seiner Ordnung waren vierundzwanzigtausend.
16. ber die Stmme Israels aber waren diese: Unter den Rubenitern war 
Frst Elieser, der Sohn Sichris. Unter den Simeonitern war Sephatja, der 
Sohn Maechas.
17. Unter den Leviten war Hasabja, der Sohn Kemuels. Unter den Aaronitern 
war Zadok.
18. Unter Juda war Elihu aus den Brdern Davids. Unter Isaschar war Amri, 
der Sohn Michaels.
19. Unter Sebulon war Jesmaja, der Sohn Obadjas. Unter Naphthali war 
Jerimoth, der Sohn Asriels.
20. Unter den Kindern Ephraim war Hosea, der Sohn Asasjas. Unter dem 
halben Stamm Manasse war Joel, der Sohn Pedajas.
21. Unter dem halben Stamm Manasse in Gilead war Iddo, der Sohn Sacharjas. 
Unter Benjamin war Jaesiel, der Sohn Abners.
22. Unter Dan war Asareel, der Sohn Jerohams. Das sind die Frsten der 
Stmme Israels.
23. Aber David nahm die Zahl nicht derer, die von zwanzig Jahren und 
drunter waren; denn der Herr hatte geredet, Israel zu mehren wie die 
Sterne am Himmel.
24. Joab aber, der Sohn Zerujas, der hatte angefangen zu zhlen, und 
vollendete es nicht, denn es kam darum ein Zorn ber Israel; darum kam die 
Zahl nicht in die Chronik des Knigs David.
25. ber den Schatz des Knigs war Asmaveth, der Sohn Adiels; und ber die 
Schtze auf dem Lande in Stdten Drfern und Schlssern war Jonathan, der 
Sohn Usias.
26. ber die Ackerleute, das Land zu bauen, war Esri, der Sohn Chelubs.
27. ber die Weinberge war Simei, der Ramathiter. ber die Weinkeller und 
Schtze des Weins war Sabdi, der Siphimiter.
28. ber die lgrten und Maulbeerbume in den Auen war Baal-Hanan, der 
Gaderiter. ber den lschatz war Joas.
29. ber die Weiderinder zu Saron war Sitrai, der Saroniter. Aber ber die 
Rinder in Grnden war Saphat, der Sohn Adlais.
30. ber die Kamele war Obil, der Ismaeliter. ber die Esel war Jehedja, 
der Meronothiter.
31. ber die Schafe war Jasis, der Hagariter. Diese waren alle Oberste 
ber die Gter des Knigs David.
32. Jonathan aber, Davids Vetter, war der Rat und Hofmeister und Kanzler. 
Und Jehiel, der Sohn Hachmonis, war bei den Kindern des Knigs.
33. Ahitophel war auch Rat des Knigs. Husai, der Arachiter, war des 
Knigs Freund.
34. Nach Ahitophel war Jojada, der Sohn Benajas, und Abjathar. Joab aber 
war Feldhauptmann des Knigs.
1.Chronik 28
1. Und David versammelte gen Jerusalem alle Obersten Israels, nmlich die 
Frsten der Stmme, die Frsten der Ordnungen, die auf den Knig warteten, 
die Frsten ber tausend und ber hundert, die Frsten ber die Gter und 
Vieh des Knigs und seiner Shne, mit den Kmmerern, die Kriegsmnner und 
alle tapferen Mnner.
2. Und David, der Knig, stund auf seinen Fen und sprach: Hret mir zu, 
meine Brder und mein Volk! Ich hatte mir vorgenommen, ein Haus zu bauen, 
da ruhen sollte die Lade des Bundes des Herrn, und ein Fuschemel den 
Fen unsers Gottes, und hatte mich geschickt zubauen.
3. Aber Gott lie mir sagen: Du sollst meinem Namen nicht ein Haus bauen; 
denn du bist ein Kriegsmann und hast Blut vergossen.
4. Nun hat der Herr, der Gott Israels, mich erwhlet aus meines Vaters 
ganzem Hause, da ich Knig ber Israel sein sollte ewiglich. Denn er hat 
Juda erwhlet zum Frstentum und im Hause Judas meines Vaters Haus und 
unter meines Vaters Kindern hat er Gefallen gehabt an mir, da er mich 
ber ganz Israel zum Knige machte.
5. Und unter allen meinen Shnen (denn der Herr hat mir viel Shne 
gegeben) hat er meinen Sohn Salomo erwhlet, da er sitzen soll auf dem 
Stuhl des Knigreichs des Herrn ber Israel.
6. Und hat mir geredet: Dein Sohn Salomo soll mein Haus und Hof bauen; 
denn ich habe ihn mir erwhlet zum Sohn, und ich will sein Vater sein;
7. und will sein Knigreich besttigen ewiglich, so er wird anhalten, da 
er tue nach meinen Geboten und Rechten, wie es heute stehet.
8. Nun vor dem ganzen Israel, der Gemeine des Herrn, und vor den Ohren 
unsers Gottes: So haltet und suchet alle Gebote des Herrn, eures Gottes, 
auf da ihr besitzet das gute Land und beerbet auf eure Kinder nach euch 
ewiglich.
9. Und du, mein Sohn Salomo, erkenne den Gott deines Vaters und diene ihm 
mit ganzem Herzen und mit williger Seele! Denn der Herr suchet alle Herzen 
und verstehet aller Gedanken Dichten. Wirst du ihn suchen, so wirst du ihn 
finden; wirst du ihn aber verlassen, so wird er dich verwerfen ewiglich.
10. So siehe nun zu, denn der Herr hat dich erwhlet, da du ein Haus 
bauest zum Heiligtum; sei getrost und mache es!
11. Und David gab seinem Sohn Salomo ein Vorbild der Halle und seines 
Hauses und der Gemcher und Sle und Kammern inwendig und des Hauses des 
Gnadenstuhls;
12. dazu Vorbilder alles, was bei ihm in seinem Gemte war, nmlich des 
Hofes am Hause des Herrn und aller Gemcher umher, des Schatzes im Hause 
Gottes und des Schatzes der Geheiligten,
13. die Ordnung der Priester und Leviten und aller Geschfte des Amts im 
Hause des Herrn
14. Gold nach dem Goldgewicht zu allerlei Gefen eines jeglichen Amts und 
allerlei silbern Gezeug nach dem Gewicht zu allerlei Gefen eines 
jeglichen Amts
15. und Gold zu gldenen Leuchtern und gldenen Lampen, einem jeglichen 
Leuchter und seiner Lampe sein Gewicht; also auch zu silbernen Leuchtern 
gab er das Silber zum Leuchter und seiner Lampe nach dem Amt eines 
jeglichen Leuchters.
16. Auch gab er zu Tischen der Schaubrote Gold, zu jeglichem Tisch sein 
Gewicht, also auch Silber zu silbernen Tischen,
17. und lauter Gold zu Kreueln, Becken und Kandeln und zu gldenen 
Bechern, einem jeglichen Becher sein Gewicht, und zu silbernen Bechern, 
einem jeglichen Becher sein Gewicht,
18. und zum Ruchaltar das allerlauterste Gold, sein Gewicht; auch ein 
Vorbild des Wagens der gldenen Cherubim, da sie sich ausbreiteten und 
bedeckten oben die Lade des Bundes des Herrn.
19. Alles ist mir beschrieben gegeben von der Hand des Herrn, da mich's 
unterweisete alle Werke des Vorbildes.
20. Und David sprach zu seinem Sohn Salomo: Sei getrost und unverzagt und 
mache es; frchte dich nicht und zage nicht! Gott der Herr, mein Gott, 
wird mit dir sein und wird die Hand nicht abziehen noch dich verlassen, 
bis du alle Werke zum Amt im Hause des Herrn vollendest.
21. Siehe da, die Ordnung der Priester und Leviten zu allen mtern im 
Hause Gottes sind mit dir zu allem Geschfte und sind willig und weise zu 
allen Matern, dazu die Frsten und alles Volk zu allen deinen Hndeln.
1.Chronik 29
1. Und der Knig David sprach zu der ganzen Gemeine: Gott hat Salomo, 
meiner Shne einen, erwhlet, der noch jung und zart ist; das Werk aber 
ist gro, denn es ist nicht eines Menschen Wohnung, sondern Gottes des 
Herrn.
2. Ich aber habe aus allen meinen Krften geschickt zum Hause Gottes, Gold 
zu gldenem, Silber zu silbernem, Erz zu ehernem, Eisen zu eisernem, Holz 
zu hlzernem Gerte, Onyxsteine, eingefate Rubine und bunte Steine und 
allerlei Edelgesteine und Marmelsteine die Menge.
3. ber das, aus Wohlgefallen am Hause meines Gottes, habe ich eigenes 
Guts, Gold und Silber,
4. dreitausend Zentner Goldes von Ophir und siebentausend Zentner lauteren 
Silbers; das gebe ich zum heiligen Hause Gottes ber alles, das ich 
geschickt habe, die Wnde der Huser zu berziehen,
5. da glden werde, was glden, und silbern, was silbern sein soll, und 
zu allerlei Werk durch die Hand der Werkmeister. Und wer ist nun 
freiwillig, seine Hand heute dem Herrn zu fllen?
6. Da waren die Frsten der Vter, die Frsten der Stmme Israels, die 
Frsten |ber tausend und ber hundert und die Frsten ber des Knigs 
Geschfte freiwillig;
7. und gaben zum Amt im Hause Gottes fnftausend Zentner Goldes und 
zehntausend Glden und zehntausend Zentner Silbers, achtzehntausend 
Zentner Erzes und hunderttausend Zentner Eisens.
8. Und bei welchem Steine funden wurden, die gaben sie zum Schatz des 
Hauses des Herrn unter die Hand Jehiels, des Gersoniten.
9. Und das Volk ward frhlich, da sie freiwillig waren; denn sie gaben's 
von ganzem Herzen dem Herrn freiwillig. Und David, der Knig, freuete sich 
auch hoch;
10. und lobete Gott und sprach vor der ganzen Gemeine: Gelobet seiest du, 
Herr, Gott Israels, unsers Vaters, ewiglich!
11. Dir gebhrt die Majestt und Gewalt, Herrlichkeit, Sieg und Dank. Denn 
alles, was im Himmel und auf Erden ist, das ist dein. Dein ist das Reich, 
und du bist erhhet ber alles zum Obersten.
12. Dein ist Reichtum und Ehre vor dir; du herrschest ber alles; in 
deiner Hand stehet Kraft und Macht; in deiner Hand stehet es, jedermann 
gro und stark zu machen.
13. Nun, unser Gott, wir danken dir und rhmen den Namen deiner 
Herrlichkeit.
14. Denn was bin ich? Was ist mein Volk, da wir sollten vermgen Kraft, 
freiwillig zu geben, wie dies gehet? Denn von dir ist's alles kommen, und 
von deiner Hand haben wir dir's gegeben.
15. Denn wir sind Fremdlinge und Gste vor dir, wie unsere Vter alle. 
Unser Leben auf Erden ist wie ein Schatten, und ist kein Aufhalten.
16. Herr, unser Gott, all dieser Haufe, den wir geschickt haben, dir ein 
Haus zu bauen, deinem heiligen Namen, ist von deiner Hand kommen, und ist 
alles dein.
17. Ich wei, mein Gott, da du das Herz prfest, und Aufrichtigkeit ist 
dir angenehm. Darum habe ich dies alles aus aufrichtigem Herzen freiwillig 
gegeben und habe jetzt mit Freuden gesehen dein Volk, das hie vorhanden 
ist, da es dir freiwillig gegeben hat.
18. Herr, Gott unserer Vter, Abrahams, Isaaks und Israels, bewahre 
ewiglich solchen Sinn und Gedanken im Herzen deines Volks und schicke ihre 
Herzen zu dir!
19. Und meinem Sohn Salomo gib ein rechtschaffen Herz, da er halte deine 
Gebote, Zeugnisse und Rechte, da er's alles tue und baue diese Wohnung, 
die ich ich geschickt habe.
20. Und David sprach zur ganzen Gemeine: Lobet den Herrn, euren Gott! Und 
die ganze Gemeine lobte den Herrn, den Gott ihrer Vter, und neigeten sich 
und beteten an den Herrn und den Knig.
21. Und opferten dem Herrn Opfer. Und des andern Morgens opferten sie 
Brandopfer, tausend Farren, tausend Widder, tausend Lmmer, mit ihren 
Trankopfern; und opferten die Menge unter dem ganzen Israel.
22. Und aen und tranken desselben Tages vor dem Herrn mit groen Freuden. 
Und machten das andere Mal Salomo, den Sohn Davids, zum Knige und salbten 
ihn dem Herrn zum Frsten und Zadok zum Priester.
23. Also sa Salomo auf dem Stuhl des Herrn, ein Knig an seines Vaters 
Davids Statt, und ward glckselig; und ganz Israel war ihm gehorsam.
24. Und alle Obersten und Gewaltigen, auch alle Kinder des Knigs David, 
taten sich unter den Knig Salomo.
25. Und der Herr machte Salomo immer grer vor dem ganzen Israel und gab 
ihm ein lblich Knigreich, das keiner vor ihm ber Israel gehabt hatte.
26. So ist nun David, der Sohn Isais, Knig gewesen ber ganz Israel.
27. Die Zeit aber, die er Knig ber Israel gewesen ist, ist vierzig 
Jahre. Zu Hebron regierete er sieben Jahre und zu Jerusalem dreiunddreiig 
Jahre.
28. Und starb in gutem Alter, voll Lebens, Reichtums und Ehre. Und sein 
Sohn Salomo ward Knig an seiner Statt.
29. Die Geschichten aber des Knigs David, beide die ersten und letzten, 
siehe, die sind geschrieben unter den Geschichten Samuels, des Sehers, und 
unter den Geschichten des Propheten Nathan und unter den Geschichten Gads, 
des Schauers,
30. mit all seinem Knigreich, Gewalt und Zeiten, die unter ihm ergangen 
sind, beide ber Israel und alle Knigreiche in Landen.
2.Chronik 1
1. Und Salomo, der Sohn Davids, ward in seinem Reich bekrftiget; und der 
Herr, sein Gott, war mit ihm und machte ihn immer grer.
2. Und Salomo redete mit dem ganzen Israel, mit den Obersten ber tausend 
und hundert, mit den Richtern und mit allen Frsten in Israel, mit den 
obersten Vtern,
3. da sie hingingen, Salomo und die ganze Gemeine mit ihm, zu der Hhe, 
die zu Gibeon war; denn daselbst war die Htte des Stifts Gottes, die 
Mose, der Knecht des Herrn, gemacht hatte in der Wste.
4. Denn die Lade Gottes hatte David heraufgebracht von Kiriath-Jearim, 
dahin er ihr bereitet hatte; denn er hatte ihr eine Htte aufgeschlagen zu 
Jerusalem.
5. Aber der eherne Altar, den Bezaleel, der Sohn Uris, des Sohns Hurs, 
gemacht hatte, war daselbst vor der Wohnung des Herrn; und Salomo und die 
Gemeine pflegten ihn zu suchen.
6. Und Salomo opferte auf dem ehernen Altar vor dem Herrn, der vor der 
Htte des Stifts stund, tausend Brandopfer.
7. In derselben Nacht aber erschien Gott Salomo und sprach zu ihm: Bitte, 
was soll ich dir geben?
8. Und Salomo sprach zu Gott: Du hast groe Barmherzigkeit an meinem Vater 
David getan und hast mich an seiner Statt zum Knige gemacht;
9. so la nun, Herr Gott, deine Worte wahr werden an meinem Vater David; 
denn du hast mich zum Knige gemacht ber ein Volk, des so viel ist als 
Staub auf Erden.
10. So gib mir nun Weisheit und Erkenntnis, da ich vor diesem Volk aus 
und ein gehe; denn wer kann dies dein groes Volk richten?
11. Da sprach Gott zu Salomo: Weil du das im Sinne hast und hast nicht um 
Reichtum, noch um Gut, noch um Ehre, noch um deiner Feinde Seelen, noch um 
langes Leben gebeten, sondern hast um Weisheit und Erkenntnis gebeten, da 
du mein Volk richten mgest,. darber ich dich zum Knige gemacht habe,
12. so sei dir Weisheit und Erkenntnis gegeben; dazu will ich dir Reichtum 
und Gut und Ehre geben, da deinesgleichen unter den Knigen vor dir, 
nicht gewesen ist noch werden soll nach dir.
13. Also kam Salomo von der Hhe, die zu Gibeon war, gen Jerusalem von der 
Htte des Stifts; und regierete ber Israel.
14. Und Salomo sammelte ihm Wagen und Reiter, da er zuwegebrachte tausend 
und vierhundert Wagen und zwlftausend Reiter; und lie sie in den 
Wagenstdten und bei dem Knige zu Jerusalem.
15. Und der Knig machte des Silbers und des Goldes zu Jerusalem so viel 
wie die Steine und der Zedern wie die Maulbeerbume in den Grnden.
16. Und man brachte Salomo Rosse aus gypten und allerlei Ware. Und die 
Kaufleute des Knigs kauften dieselbige Ware
17. und brachten's aus gypten heraus, je einen Wagen um sechshundert 
Silberlinge, ein Ro um hundertundfnfzig. Also brachten sie auch allen 
Knigen der Hethiter und den Knigen zu Syrien.
2.Chronik 2
1. Und Salomo gedachte zu bauen ein Haus dem Namen des Herrn und ein Haus 
seines Knigreichs.
2. Und zhlte ab siebenzigtausend Mann zur Last und achtzigtausend 
Zimmerleute auf dem Berge und dreitausend und sechshundert Amtleute ber 
sie.
3. Und Salomo sandte zu Huram, dem Knige zu Tyrus, und lie ihm sagen: 
Wie du mit meinem Vater David tatest und ihm sandtest Zedern, da er ihm 
ein Haus bauete, darinnen er wohnete;
4. siehe, ich will dem Namen des Herrn, meines Gottes, ein Haus bauen, das 
ihm geheiliget werde, gut Ruchwerk vor ihm zu ruchern, und Schaubrote 
allewege zuzurichten und Brandopfer des Morgens und des Abends auf die 
Sabbate und Neumonden und auf die Feste des Herrn, unsers Gottes, ewiglich 
fr Israel.
5. Und das Haus, das ich bauen will, soll gro sein; denn unser Gott ist 
grer denn alle Gtter.
6. Aber wer vermag's, da er ihm ein Haus baue? Denn der Himmel und aller 
Himmel Himmel mgen ihn nicht versorgen; wer sollte ich denn sein, da ich 
ihm ein Haus bauete? Sondern da man vor ihm ruchere.
7. So sende mir nun einen weisen Mann, zu arbeiten mit Gold, Silber, Erz, 
Eisen, Scharlaken, Rosinrot, gelber Seide und der da wisse auszugraben mit 
den Weisen, die bei mir sind in Juda und Jerusalem, welche mein Vater 
David geschickt hat.
8. Und sende mir Zedern, Tannen und Ebenholz vom Libanon; denn ich wei, 
da deine Knechte das Holz zu hauen wissen auf dem Libanon. Und siehe, 
meine Knechte sollen mit deinen Knechten sein,
9. da man mir viel Holz zubereite; denn das Haus, das ich bauen will, 
soll gro und sonderlich sein.
10. Und siehe, ich will den Zimmerleuten, deinen Knechten, die das Holz 
hauen, zwanzigtausend Kor gestoenen Weizen und zwanzigtausend Kor Gerste 
und zwanzigtausend Bath Weins und zwanzigtausend Bath ls geben.
11. Da sprach Huram, der Knig zu Tyrus, durch Schrift, und sandte zu 
Salomo: Darum da der Herr sein Volk liebet, hat er dich ber sie zum 
Knige gemacht.
12. Und Huram sprach weiter: Gelobet sei der Herr, der Gott Israels, der 
Himmel und Erde gemacht hat, da er dem Knige David hat einen weisen, 
klugen und verstndigen Sohn gegeben, der dem Herrn ein Haus baue und ein 
Haus seines Knigreichs.
13. So sende ich nun einen weisen Mann, der Verstand hat, Huram-Abif,
14. der ein Sohn ist eines Weibes aus den Tchtern Dan, und sein Vater ein 
Tyrer gewesen ist, der wei zu arbeiten an Gold, Silber, Erz, Eisen, 
Stein, Holz, Scharlaken, gelber Seide, Leinen, Rosinrot und zu graben 
allerlei und allerlei knstlich zu machen, was man ihm vor gibt, mit 
deinen Weisen und mit den Weisen meines Herrn Knigs David, deines Vaters.
15. So sende nun mein Herr Weizen Gerste, l und Wein seinen Knechten, wie 
er geredet hat,
16. so wollen wir das Holz hauen auf dem Libanon, wieviel es not ist, und 
wollen es auf Flen bringen im Meer gen Japho; von dannen magst du es 
hinauf gen Jerusalem bringen.
17. Und Salomo zhlete alle Fremdlinge im Lande Israel nach der Zahl, da 
sie David, sein Vater, zhlete; und wurden funden 
hundertundfnfzigtausend, dreitausend und sechshundert.
18. Und er machte aus denselben siebenzigtausend Trger und achtzigtausend 
Hauer auf dem Berge und dreitausendsechshundert Aufseher, die das Volk zum 
Dienst anhielten.
2.Chronik 3
1. Und Salomo fing an zu bauen das Haus des Herrn zu Jerusalem, auf dem 
Berge Morija, der David, seinem Vater, gezeiget war, welchen David 
zubereitet hatte zum Raum auf dem Platz Arnans, des Jebusiters.
2. Er fing aber an zu bauen im andern Monden des andern Tages im vierten 
Jahr seines Knigreichs.
3. Und also legte Salomo den Grund, zu bauen das Haus Gottes; am ersten 
die Lnge sechzig Ellen, die Weite zwanzig Ellen.
4. Und die Halle vor der Weite des Hauses her war zwanzig Ellen lang, die 
Hhe aber war hundertundzwanzig Ellen; und berzog es inwendig mit lauterm 
Golde.
5. Das groe Haus aber spndete er mit Tannenholz und berzog es mit dem 
besten Golde; und machte drauf Palmen und Kettenwerk.
6. Und berzog das Haus mit edlen Steinen zum Schmuck; das Gold aber war 
Parwaim-Gold.
7. Und berzog die Balken obenan und die Wnde und die Tren mit Golde; 
und lie Cherubim schnitzen an die Wnde.
8. Er machte auch das Haus des Allerheiligsten, des Lnge war zwanzig 
Ellen nach der Weite des Hauses, und seine Weite war auch zwanzig Ellen; 
und berzog es mit dem besten Golde, bei sechshundert Zentner.
9. Und gab auch zu Ngeln fnfzig Sekel Goldes am Gewicht; und berzog die 
Sle mit Golde.
10. Er machte auch im Hause des Allerheiligsten zween Cherubim nach der 
Bildner Kunst und berzog sie mit Golde.
11. Und die Lnge am Flgel an den Cherubim war zwanzig Ellen, da ein 
Flgel fnf Ellen hatte und rhrete an die Wand des Hauses, und der andere 
Flgel auch fnf Ellen hatte und rhrete an den Flgel des andern Cherub.
12. Also hatte auch des andern Cherub ein Flgel fnf Ellen und rhrete an 
die Wand des Hauses, und sein anderer Flgel auch fnf Ellen und hing am 
Flgel des andern Cherub,
13. da diese Flgel der Cherubim waren ausgebreitet zwanzig Ellen weit; 
und sie stunden auf ihren Fen, und ihr Antlitz war gewandt zum Hause 
wrts.
14. Er machte auch einen Vorhang von Gelbwerk, Scharlaken, Rosinrot und 
Leinwerk; und machte Cherubim drauf.
15. Und er machte vor dem Hause zwo Sulen, fnfunddreiig Ellen lang; und 
der Knauf oben drauf fnf Ellen.
16. Und machte Kettenwerk zum Chor und tat sie oben an die Sulen; und 
machte hundert Granatpfel und tat sie an das Kettenwerk.
17. Und richtete die Sulen auf vor dem Tempel, eine zur Rechten und die 
andere zur Linken; und hie die zur Rechten Jachin und die zur Linken Boas.
2.Chronik 4
1. Er machte auch einen ehernen Altar, zwanzig Ellen lang und breit und 
zehn Ellen hoch.
2. Und er machte ein gegossen Meer, zehn Ellen weit von einem Rande an den 
andern rund umher und fnf Ellen hoch; und ein Ma von dreiig Ellen 
mochte es umher begreifen.
3. Und Ochsenbilder waren unter ihm umher; und es waren zwo Biegen Knoten 
um das Meer her (das zehn Ellen weit war), die mit angegossen waren.
4. Es stund aber also auf den zwlf Ochsen, da drei gewandt waren gegen 
Mitternacht, drei gegen Abend, drei gegen Mittag und drei gegen Morgen und 
das Meer oben auf ihnen; und all ihr Hinterstes war inwendig.
5. Seine Dicke war eine Hand breit, und sein Rand war wie eines Bechers 
Rand und eine aufgegangene Rose; und es fate dreitausend Bath.
6. Und er machte zehn Kessel; der setzte er fnf zur Rechten und fnf zur 
Linken, drinnen zu waschen, was zum Brandopfer gehret, da sie es 
hineinstieen; das Meer aber, da sich die Priester drinnen wschen.
7. Er machte auch zehn gldene Leuchter, wie sie sein sollten, und setzte 
sie in den Tempel, fnf zur Rechten und fnf zur Linken.
8. Und machte zehn Tische und tat sie in den Tempel, fnf zur Rechten und 
fnf zur Linken. Und machte hundert gldene Becken.
9. Er machte auch einen Hof fr die Priester und groe Schranken und Tren 
in die Schranken; und berzog die Tren mit Erz.
10. Und setzte das Meer auf der rechten Ecke gegen Morgen zu Mittag wrts.
11. Und Huram machte Tpfe, Schaufeln und Becken. Also vollendete Huram 
die Arbeit, die er dem Knige Salomo tat am Hause Gottes,
12. nmlich die zwo Sulen mit den Buchen und Knufen oben auf beiden 
Sulen und beide gewundene Reife zu bedecken beide Buche der Knufe oben 
auf den Sulen,
13. und die vierhundert Granatpfel an den beiden gewundenen Reifen; zwo 
Biegen Granatpfel an jeglichem Reif, zu bedecken beide Buche der Knufe, 
so oben auf den Sulen waren.
14. Auch machte er die Gesthle und die Kessel auf den Gesthlen
15. und ein Meer und zwlf Ochsen drunter;
16. dazu Tpfe, Schaufeln, Kreuel und alle ihre Gefe machte Huram-Abif 
dem Knige Salomo zum Hause des Herrn aus lauterm Erz.
17. In der Gegend des Jordans lie sie der Knig gieen in dicker Erde, 
zwischen Suchoth und Zaredatha.
18. Und Salomo machte aller dieser Gefe sehr viel, da des Erzes Gewicht 
nicht zu forschen war.
19. Und Salomo machte alles Gert zum Hause Gottes: nmlich den gldenen 
Altar, Tisch und Schaubrot drauf,
20. die Leuchter mit ihren Lampen von lauterm Golde, da sie brenneten vor 
dem Chor, wie sich's gebhrt;
21. und die Blumen an den Lampen und die Schneuzen waren glden, das war 
alles vllig Gold;
22. dazu die Messer, Becken, Lffel und Npfe waren lauter Gold. Und der 
Eingang und seine Tr inwendig zu dem Allerheiligsten und die Tr am Hause 
des Tempels waren glden.
2.Chronik 5
1. Also ward alle Arbeit vollbracht, die Salomo tat am Hause des Herrn. 
Und Salomo brachte hinein alles, was sein Vater David geheiliget hatte, 
nmlich Silber und Gold und allerlei Gert, und legte es in den Schatz im 
Hause Gottes.
2. Da versammelte Salomo alle ltesten in Israel, alle Hauptleute der 
Stmme, Frsten der Vter unter den Kindern Israel gen Jerusalem, da sie 
die Lade des Bundes des Herrn hinaufbrchten aus der Stadt Davids, das 
ist, Zion.
3. Und es versammelten sich zum Knige alle Mnner Israels aufs Fest, das 
ist, im siebenten Monden.
4. Und kamen alle ltesten Israels. Und die Leviten huben die Lade auf
5. und brachten sie hinauf samt der Htte des Stifts und allem heiligen 
Gerte, das in der Htte war; und brachten sie mit hinauf die Priester, 
die Leviten.
6. Aber der Knig Salomo und die ganze Gemeine Israel, zu ihm versammelt 
vor der Lade, opferten Schafe und Ochsen, soviel, da niemand zhlen noch 
rechnen konnte.
7. Also brachten die Priester die Lade des Bundes des Herrn an ihre 
Sttte, den Chor des Hauses, in das Allerheiligste unter die Flgel der 
Cherubim,
8. da die Cherubim ihre Flgel ausbreiteten ber die Sttte der Lade; und 
die Cherubim bedeckten die Lade und ihre Stangen von oben her.
9. Die Stangen aber waren so lang, da man ihre Knufe sah von der Lade 
vor dem Chor; aber auen sah man sie nicht. Und sie war daselbst bis auf 
diesen Tag.
10. Und war nichts in der Lade, ohne die zwo Tafeln, die Mose in Horeb 
drein getan hatte, da der Herr einen Bund machte mit den Kindern Israel, 
da sie aus gypten zogen.
11. Und da die Priester herausgingen aus dem Heiligen (denn alle Priester, 
die vorhanden waren, heiligten sich, da auch die Ordnungen nicht gehalten 
wurden),
12. und die Leviten mit allen, die unter Assaph, Heman, Jedithun und ihren 
Kindern und Brdern waren, angezogen mit Leinwand, sangen mit Zimbeln, 
Psaltern und Harfen und stunden gegen Morgen des Altars, und bei ihnen 
hundertundzwanzig Priester, die mit Trommeten bliesen.
13. Und es war, als wre es einer, der trommetete und snge, als hrete 
man eine Stimme, zu loben und zu danken dem Herrn. Und da die Stimme sich 
erhub von den Trommeten, Zimbeln und andern Saitenspielen und von dem 
Loben des Herrn, da er gtig ist und seine Barmherzigkeit ewig whret, da 
ward das Haus des Herrn erfllet mit einer Wolke,
14. da die Priester nicht stehen konnten, zu dienen, vor der Wolke; denn 
die Herrlichkeit des Herrn erfllete das Haus Gottes.
2.Chronik 6
1. Da sprach Salomo: Der Herr hat geredet, zu wohnen im Dunkel.
2. Ich habe zwar ein Haus gebauet dir zur Wohnung und einen Sitz, da du 
ewiglich wohnest.
3. Und der Knig wandte sein Antlitz und segnete die ganze Gemeine Israel; 
denn die ganze Gemeine Israel stund.
4. Und er sprach: Gelobet sei der Herr, der Gott Israels, der durch seinen 
Mund meinem Vater David geredet und mit seiner Hand erfllet hat, da er 
sagte:
5. Seit der Zeit ich mein Volk aus gyptenland gefhret habe, habe ich 
keine Stadt erwhlet in allen Stmmen Israels, ein Haus zu bauen, da mein 
Name daselbst wre, und habe auch keinen Mann erwhlet, da er Frst wre 
ber mein Volk Israel;
6. aber Jerusalem habe ich erwhlet, da mein Name daselbst sei, und David 
habe ich erwhlet, da er ber mein Volk Israel sei.
7. Und da es mein Vater David im Sinn hatte, ein Haus zu bauen dem Namen 
des Herrn, des Gottes Israels,
8. sprach der Herr zu meinem Vater David: Du hast wohl getan, da du im 
Sinn hast, meinem Namen ein Haus zu bauen.
9. Doch du sollst das Haus nicht bauen, sondern dein Sohn, der aus deinen 
Lenden kommen wird, soll meinem Namen das Haus bauen.
10. So hat nun der Herr sein Wort besttiget, das er geredet hat; denn ich 
bin aufkommen an meines Vaters David Statt und sitze auf dem Stuhl 
Israels, wie der Herr geredet hat, und habe ein Haus gebauet dem Namen des 
Herrn, des Gottes Israels,
11. und habe drein getan die Lade, darinnen der Bund des Herrn ist, den er 
mit den Kindern Israel gemacht hat.
12. Und er trat vor den Altar des Herrn vor der ganzen Gemeine Israel und 
breitete seine Hnde aus.
13. Denn Salomo hatte eine eherne Kanzel gemacht und gesetzt mitten in die 
Schranken, fnf Ellen lang und breit und drei Ellen hoch; auf dieselbe 
trat er und fiel nieder auf seine Kniee vor der ganzen Gemeine Israel; und 
breitete seine Hnde aus gen Himmel
14. und sprach: Herr, Gott Israels, es ist kein Gott dir gleich, weder im 
Himmel noch auf Erden; der du hltst den Bund und Barmherzigkeit deinen 
Knechten, die vor dir wandeln aus ganzem Herzen.
15. Du hast gehalten deinem Knechte David, meinem Vater, was du ihm 
geredet hast; mit deinem Munde hast du es geredet und mit deiner Hand hast 
du es erfllet, wie es heutigestages stehet.
16. Nun, Herr, Gott Israels, halte deinem Knechte David, meinem Vater, was 
du ihm geredet hast und gesagt: Es soll dir nicht gebrechen an einem Manne 
vor mir, der auf dem Stuhl Israels sitze, doch sofern deine Kinder ihren 
Weg bewahren, da sie wandeln in meinem Gesetz, wie du vor mir gewandelt 
hast.
17. Nun, Herr, Gott Israels, la dein Wort wahr werden, das du deinem 
Knechte David geredet hast.
18. Denn meinest du auch, da Gott bei den Menschen auf Erden wohne? 
Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel kann dich nicht versorgen; wie 
sollte es denn das Haus tun, das ich gebauet habe?
19. Wende dich aber, Herr, mein Gott, zu dem Gebet deines Knechts und zu 
seinem Flehen, da du erhrest das Bitten und Beten, das dein Knecht vor 
dir tut,
20. da deine Augen offen seien ber dies Haus Tag und Nacht, ber die 
Sttte, dahin du deinen Namen zu stellen geredet hast, da du hrest das 
Gebet, das dein Knecht an dieser Sttte tun wird.
21. So hre nun das Flehen deines Knechts und deines Volks Israel, das sie 
bitten werden an dieser Sttte; hre es aber von der Sttte deiner Wohnung 
vom Himmel, und wenn du es hrest, wollest du gndig sein.
22. Wenn jemand wider seinen Nchsten sndigen wird, und wird ihm ein Eid 
aufgeleget, den er schwren soll, und der Eid kommt vor deinen Altar in 
diesem Hause,
23. so wollest du hren vom Himmel und deinem Knechte Recht verschaffen, 
da du dem Gottlosen vergeltest und gebest seinen Weg auf seinem Kopf und 
rechtfertigest den Gerechten und gebest ihm nach seiner Gerechtigkeit.
24. Wenn dein Volk Israel vor seinen Feinden geschlagen wird, weil sie an 
dir gesndiget haben, und bekehren sich und bekennen deinen Namen, bitten 
und flehen vor dir in diesem Hause,
25. so wollest du hren vom Himmel und gndig sein der Snde deines Volks 
Israel und sie wieder in das Land bringen; das du ihnen und ihren Vtern 
gegeben hast.
26. Wenn der Himmel zugeschlossen wird, da nicht regnet, weil sie an dir 
gesndiget haben, und bitten an dieser Sttte und bekennen deinen Namen 
und bekehren sich von ihren Snden, weil du sie gedemtiget hast,
27. so wollest du hren im Himmel und gndig sein der Snde deiner Knechte 
und deines Volks Israel, da du sie den guten Weg lehrest, darinnen sie 
wandeln sollen, und regnen lassest auf dein Land, das du deinem Volk 
gegeben hast zu besitzen.
28. Wenn eine Teurung im Lande wird oder Pestilenz oder Drre, Brand, 
Heuschrecken, Raupen; oder wenn sein Feind im Lande seine Tore belagert, 
oder irgend eine Plage oder Krankheit:
29. wer dann bittet oder flehet unter allerlei Menschen und unter all 
deinem Volk Israel, so jemand seine Plage und Schmerzen fhlet und seine 
Hnde ausbreitet zu diesem Hause,
30. so wollest du hren vom Himmel, vom Sitz deiner Wohnung, und gndig 
sein und jedermann geben nach all seinem Wege, nach dem du sein Herz 
erkennest (denn du allein erkennest das Herz der Menschenkinder),
31. auf da sie dich frchten und wandeln in deinen Wegen alle Tage, 
solange sie leben auf dem Lande, das du unsern Vtern gegeben hast.
32. Wenn auch ein Fremder, der nicht von deinem Volk Israel ist, kommt aus 
fernen Landen um deines groen Namens und mchtiger Hand und ausgereckten 
Arms willen und betet zu diesem Hause,
33. so wollest du hren vom Himmel, vom Sitz deiner Wohnung, und tun 
alles, warum er dich anrufet, auf da alle Vlker auf Erden deinen Namen 
erkennen und dich frchten, wie dein Volk Israel, und inne werden, da 
dies Haus, das ich gebauet habe, nach deinem Namen genannt sei.
34. Wenn dein Volk auszeucht in Streit wider seine Feinde des Weges, den 
du sie senden wirst, und zu dir bitten gegen dem Wege zu dieser Stadt, die 
du erwhlet hast, und zum Hause, das ich deinem Namen gebauet habe,
35. so wollest du ihr Gebet und Flehen hren vom Himmel und ihnen zu ihrem 
Recht helfen.
36. Wenn sie an dir sndigen werden (sintemal kein Mensch ist, der nicht 
sndige), und du ber sie erzrnest und gibst sie vor ihren Feinden, da 
sie sie gefangen wegfhren in ein fernes oder nahes Land,
37. und sie sich in ihrem Herzen bekehren im Lande, da sie gefangen innen 
sind, und bekehren sich und flehen dir im Lande ihres Gefngnisses und 
sprechen: Wir haben gesndiget, missetan und sind gottlos gewesen,
38. und sich also von ganzem Herzen und von ganzer Seele zu dir bekehren 
im Lande ihres Gefngnisses, da man sie gefangen hlt, und sie beten gegen 
dem Wege zu ihrem Lande, das du ihren Vtern gegeben hast, und zur Stadt, 
die du erwhlet hast, und zum Hause, das ich deinem Namen gebauet habe,
39. so wollest du ihr Gebet und Flehen hren vom Himmel, vom Sitz deiner 
Wohnung, und ihnen zu ihrem Recht helfen und deinem Volk gndig sein, das 
an dir gesndiget hat.
40. So la nun, mein Gott, deine Augen offen sein und deine Ohren 
aufmerken auf das Gebet an dieser Sttte.
41. So mache dich nun auf, Herr Gott, zu deiner Ruhe, du und die Lade 
deiner Macht! La deine Priester, Herr Gott, mit Heil angetan werden, und 
deine Heiligen sich freuen ber dem Guten!
42. Du, Herr Gott, wende nicht weg das Antlitz deines Gesalbten; gedenke 
an die Gnade, deinem Knechte David verheien!
2.Chronik 7
1. Und da Salomo ausgebetet hatte, fiel ein Feuer vom Himmel und 
verzehrete das Brandopfer und andere Opfer. Und die Herrlichkeit des Herrn 
erfllete das Haus,
2. da die Priester nicht konnten hineingehen ins Haus des Herrn, weil die 
Herrlichkeit des Herrn fllete des Herrn Haus.
3. Auch sahen alle Kinder Israel das Feuer herabfallen und die 
Herrlichkeit des Herrn ber dem Hause; und fielen auf ihre Kniee mit dem 
Antlitz zur Erde aufs Pflaster und beteten an und dankten dem Herrn, da 
er gtig ist und seine Barmherzigkeit ewiglich whret.
4. Der Knig aber und alles Volk opferten vor dem Herrn.
5. Denn der Knig Salomo opferte zweiundzwanzigtausend Ochsen und 
hundertundzwanzigtausend Schafe; und weiheten also das Haus Gottes ein, 
beide der Knig und alles Volk.
6. Aber die Priester stunden in ihrer Hut und die Leviten mit den 
Saitenspielen des Herrn, die der Knig David hatte lassen machen, dem 
Herrn zu danken, da seine Barmherzigkeit ewiglich whret, mit den Psalmen 
Davids durch ihre Hand; und die Priester bliesen Trommeten gegen ihnen, 
und das ganze Israel stund.
7. Und Salomo heiligte den Mittelhof, der vor dem Hause des Herrn war; 
denn er hatte daselbst Brandopfer und das Fett der Dankopfer ausgerichtet. 
Denn der eherne Altar, den Salomo hatte machen lassen, konnte nicht alle 
Brandopfer, Speisopfer und das Fett fassen.
8. Und Salomo hielt zu derselben Zeit ein Fest sieben Tage lang, und das 
ganze Israel mit ihm, eine sehr groe Gemeine, von Hemath an bis an den 
Bach gyptens.
9. Und hielt am achten Tage eine Versammlung; denn die Einweihung des 
Altars hielten sie sieben Tage und das Fest auch sieben Tage.
10. Aber am dreiundzwanzigsten Tage des siebenten Monden lie er das Volk 
in ihre Htten frhlich und gutes Muts ber allem Guten, das der Herr an 
David, Salomo und seinem Volk Israel getan hatte.
11. Also vollendete Salomo das Haus des Herrn und das Haus des Knigs und 
alles, was in sein Herz kommen war, zu machen im Hause des Herrn und in 
seinem Hause, glckseliglich.
12. Und der Herr erschien Salomo des Nachts und sprach zu ihm: Ich habe 
dein Gebet erhret und diese Sttte mir erwhlet zum Opferhause.
13. Siehe, wenn ich den Himmel zuschliee, da nicht regnet, oder heie 
die Heuschrecken das Land fressen, oder lasse eine Pestilenz unter mein 
Volk kommen,
14. da sie mein Volk demtigen, das nach meinem Namen genannt ist, und 
sie beten und mein Angesicht suchen und sich von ihren bsen Wegen 
bekehren werden, so will ich vom Himmel hren und ihre Snde vergeben und 
ihr Land heilen.
15. So sollen nun meine Augen offen sein und meine Ohren aufmerken auf das 
Gebet an dieser Sttte.
16. So habe ich nun dies Haus erwhlet und geheiliget, da mein Name 
daselbst sein soll ewiglich, und meine Augen und mein Herz soll da sein 
allewege.
17. Und so du wirst vor mir wandeln, wie dein Vater David gewandelt hat, 
da du tust alles, was ich dich heie, und hltst meine Gebote und Rechte,
18. so will ich den Stuhl deines Knigreichs besttigen, wie ich mich 
deinem Vater David verbunden habe und gesagt: Es soll dir nicht gebrechen 
an einem Manne, der ber Israel Herr sei.
19. Werdet ihr euch aber umkehren und meine Rechte und Gebote, die ich 
euch vorgelegt habe, verlassen und hingehen und andern Gttern dienen und 
sie anbeten,
20. So werde ich sie auswurzeln aus meinem Lande, das ich ihnen gegeben 
habe; und dies Haus, das ich meinem Namen geheiliget habe, werde ich von 
meinem Angesicht werfen und werde es zum Sprichwort geben und zur Fabel 
unter allen Vlkern.
21. Und vor diesem Hause, das das hchste worden ist, werden sich 
entsetzen alle, die vorbergehen, und sagen: Warum hat der Herr diesem 
Lande und diesem Hause also mitgefahren?
22. So wird man sagen: Darum da sie den Herrn, ihrer Vter Gott, 
verlassen haben, der sie aus gyptenland gefhret hat, und haben sich an 
andere Gtter gehnget und sie angebetet und ihnen gedienet; darum hat er 
all dies Unglck ber sie gebracht.
2.Chronik 8
1. Und nach zwanzig Jahren, in welchen Salomo des Herrn Haus und sein Haus 
bauete,
2. bauete er auch die Stdte, die Huram Salomo gab, und lie die Kinder 
Israel drinnen wohnen.
3. Und Salomo zog gen Hemath-Zoba und befestigte sie;
4. und bauete Thadmor in der Wste und alle Kornstdte, die er bauete in 
Hemath.
5. Er bauete auch Ober- und Nieder-Beth-Horon, das feste Stdte waren mit 
Mauern, Tren und Riegeln,
6. auch Baelath und alle Kornstdte, die Salomo hatte, und alle 
Wagenstdte und Reiter, und alles, wozu Salomo Lust hatte zu bauen, beide 
zu Jerusalem und auf dem Libanon und im ganzen Lande seiner Herrschaft.
7. Alles brige Volk von den Hethitern, Amoritern, Pheresitern, Hevitern 
und Jebusitern, die nicht von den Kindern Israel waren,
8. und ihre Kinder, die sie hinter sich gelassen hatten im Lande, die die 
Kinder Israel nicht vertilget hatten, machte Salomo zinsbar bis auf diesen 
Tag.
9. Aber von den Kindern Israel machte Salomo nicht Knechte zu seiner 
Arbeit, sondern sie waren Kriegsleute und ber seine Frsten und ber 
seine Wagen und Reiter.
10. Und der obersten Amtleute des Knigs Salomo waren 
zweihundertundfnfzig, die ber das Volk herrscheten.
11. Und die Tochter Pharaos lie Salomo heraufholen aus der Stadt Davids 
ins Haus, das er fr sie gebauet hatte. Denn er sprach: Mein Weib soll mir 
nicht wohnen im Hause Davids, des Knigs Israels; denn es ist geheiliget, 
weil die Lade des Herrn drein kommen ist.
12. Von dem an opferte Salomo dem Herrn Brandopfer auf dem Altar des 
Herrn, den er gebauet hatte vor der Halle,
13. ein jegliches auf seinen Tag zu opfern, nach dem Gebot Moses, auf die 
Sabbate, Neumonden und bestimmten Zeiten des Jahrs dreimal, nmlich aufs 
Fest der ungesuerten Brote, aufs Fest der Wochen und aufs Fest der 
Laubhtten.
14. Und er stellete die Priester in ihrer Ordnung zu ihrem Amt, wie es 
David, sein Vater, gesetzt hatte; und die Leviten auf ihre Hut, zu loben 
und zu dienen vor den Priestern, jegliche auf ihren Tag; und die Torhter 
in ihrer Ordnung, jegliche auf ihr Tor. Denn also hatte es David, der Mann 
Gottes, befohlen.
15. Und es ward nicht gewichen vom Gebot des Knigs ber die Priester und 
Leviten an allerlei Sachen und an den Schtzen.
16. Also ward bereitet alles Geschft Salomos von dem Tage an, da des 
Herrn Haus gegrndet ward, bis er's vollendete, da des Herrn Haus ganz 
bereitet ward.
17. Da zog Salomo gen Ezeon-Geber und gen Eloth an dem Ufer des Meers im 
Lande Edoma.
18. Und Huram sandte ihm Schiffe durch seine Knechte, die des Meers kundig 
waren; und fuhren mit den Knechten Salomos nach Ophir und holten von 
dannen vierhundertundfnfzig Zentner Goldes und brachten es dem Knige 
Salomo.
2.Chronik 9
1. Und da die Knigin von Reicharabien das Gercht Salomos hrete, kam sie 
mit sehr groem Zeuge gen Jerusalem, mit Kamelen, die Wrze und Goldes die 
Menge trugen und Edelsteine, Salomo mit Rtseln zu versuchen. Und da sie 
zu Salomo kam, redete sie mit ihm alles, was sie im Sinne hatte 
vorgenommen.
2. Und der Knig sagte ihr alles, was sie fragte, und war Salomo nichts 
verborgen, das er ihr nicht gesagt htte.
3. Und da die Knigin von Reicharabien sah die Weisheit Salomos und das 
Haus, das er gebauet hatte,
4. die Speise fr seinen Tisch, die Wohnung fr seine Knechte, die mter 
seiner Diener und ihre Kleider, seine Schenken mit ihren Kleidern und 
seinen Saal, da man hinaufging ins Haus des Herrn, konnte sie sich nicht 
mehr enthalten,
5. und sie sprach zum Knige: Es ist wahr, was ich gehret habe in meinem 
Lande von deinem Wesen und von deiner Weisheit.
6. Ich wollte aber ihren Worten nicht glauben, bis ich kommen bin und habe 
es mit meinen Augen gesehen. Und siehe, es ist mir nicht die Hlfte gesagt 
deiner groen Weisheit. Es ist mehr an dir denn das Gercht, das ich 
gehret habe.
7. Selig sind deine Mnner und selig diese deine Knechte, die allewege vor 
dir stehen und deine Weisheit hren.
8. Der Herr, dein Gott, sei gelobet, der dich liebhat, da er dich auf 
seinen Stuhl zum Knige gesetzt hat dem Herrn, deinem Gott! Es macht, da 
dein Gott hat Israel lieb, da er ihn ewiglich aufrichte, darum hat er 
dich ber sie zum Knige gesetzt, da du Recht und Redlichkeit handhabest.
9. Und sie gab dem Knige hundertundzwanzig Zentner Goldes und sehr viel 
Wrze und Edelgesteine. Es waren keine Wrze als diese, die die Knigin 
von Reicharabien dem Knige Salomo gab.
10. Dazu die Knechte Hurams und die Knechte Salomos, die Gold aus Ophir 
brachten, die brachten auch Ebenholz und Edelgesteine.
11. Und Salomo lie aus dem Ebenholz Treppen im Hause des Herrn und im 
Hause des Knigs machen und Harfen und Psalter fr die Snger. Es waren 
vorhin nie gesehen solche Hlzer im Lande Juda.
12. Und der Knig Salomo gab der Knigin von Reicharabien alles, was sie 
begehrete und bat, ohne was sie zum Knige gebracht hatte. Und sie wandte 
sich und zog in ihr Land mit ihren Knechten.
13. Des Goldes aber, das Salomo in einem Jahr gebracht ward, war 
sechshundertundsechsundsechzig Zentner,
14. ohne was die Krmer und Kaufleute brachten. Und alle Knige der Araber 
und die Herren in Landen brachten Gold und Silber zu Salomo.
15. Daher machte der Knig Salomo zweihundert Schilde vom besten Golde, 
da sechshundert Stck Goldes auf einen Schild kam,
16. und dreihundert Tartschen vom besten Golde, da dreihundert Stck 
Goldes zu einer Tartsche kam.
17. Und der Knig tat sie ins Haus vom Walde Libanon. Und der Knig machte 
einen groen elfenbeinernen Stuhl und berzog ihn mit lauterm Golde.
18. Und der Stuhl hatte sechs Stufen und einen gldenen Fuschemel am 
Stuhl und hatte zwo Lehnen auf beiden Seiten um das Ges; und zween Lwen 
stunden neben den Lehnen,
19. und zwlf Lwen stunden daselbst auf den sechs Stufen zu beiden 
Seiten. Ein solches ist nicht gemacht in allen Knigreichen.
20. Und alle Trinkgefe des Knigs Salomo waren glden; und alle Gefe 
des Hauses vom Walde Libanon waren lauter Gold. Denn das Silber ward 
nichts gerechnet zur Zeit Salomos.
21. Denn die Schiffe des Knigs fuhren auf dem Meer mit den Knechten 
Hurams und kamen in drei Jahren einmal und brachten Gold, Silber, 
Elfenbein, Affen und Pfauen.
22. Also ward der Knig Salomo grer denn alle Knige auf Erden mit 
Reichtum und Weisheit.
23. Und alle Knige auf Erden begehrten das Angesicht Salomos, seine 
Weisheit zu hren, die ihm Gott in sein Herz gegeben hatte.
24. Und sie brachten ihm ein jeglicher sein Geschenk, silberne und gldene 
Gefe, Kleider, Harnische, Wrze, Rosse und Muler jhrlich.
25. Und Salomo hatte viertausend Wagenpferde und zwlftausend Reisige; und 
man tat sie in die Wagenstdte und bei dem Knige zu Jerusalem.
26. Und er war ein Herr ber alle Knige vom Wasser an bis an der 
Philister Land und bis an die Grenze gyptens.
27. Und der Knig machte des Silbers so viel zu Jerusalem wie der Steine 
und der Zedern, soviel wie der Maulbeerbume in den Grnden.
28. Und man brachte ihm Rosse aus gypten und aus allen Lndern.
29. Was aber mehr von Salomo zu sagen ist, beide sein Erstes und sein 
Letztes, siehe, das ist geschrieben in der Chronik des Propheten Nathan 
und in den Prophezeiungen Ahias von Silo und in den Gesichten Jeddis, des 
Schauers, wider Jerobeam, den Sohn Nebats.
30. Und Salomo regierete zu Jerusalem ber ganz Israel vierzig Jahre.
31. Und Salomo entschlief mit seinen Vtern, und man begrub ihn in der 
Stadt Davids, seines Vaters. Und Rehabeam, sein Sohn, ward Knig an seiner 
Statt.
2.Chronik 10
1. Rehabeam zog gen Sichem; denn ganz Israel war gen Sichern kommen, ihn 
zum Knige zu machen.
2. Und da das Jerobeam hrete, der Sohn Nebats, der in gypten war, dahin 
er vor dem Knige Salomo geflohen war, kam er wieder aus gypten.
3. Und sie sandten hin und lieen ihn rufen. Und Jerobeam kam mit dem 
ganzen Israel und redete mit Rehabeam und sprachen:
4. Dein Vater hat unser Joch zu hart gemacht. So leichtere nun du den 
harten Dienst deines Vaters und das schwere Joch, das er auf uns gelegt 
hat, so wollen wir dir untertnig sein.
5. Er sprach zu ihnen: ber drei Tage kommt wieder zu mir. Und das Volk 
ging hin.
6. Und der Knig Rehabeam ratfragte die ltesten, die vor seinem Vater 
Salomo gestanden waren, da er beim Leben war, und sprach: Wie ratet ihr, 
da ich diesem Volk Antwort gebe?
7. Sie redeten mit ihm und sprachen: Wirst du diesem Volk freundlich sein 
und wirst sie handeln gtiglich und ihnen gute Worte geben, so werden sie 
dir untertnig sein allewege.
8. Er aber verlie den Rat der ltesten, den sie ihm gegeben hatten, und 
ratschlagte mit den Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren und vor ihm 
stunden,
9. und sprach zu ihnen: Was ratet ihr, da wir diesem Volk antworten, die 
mit mir geredet haben und sagen: Leichtere das Joch, das dein Vater auf 
uns gelegt hat?
10. Die Jungen aber, die mit ihm aufgewachsen waren, redeten mit ihm und 
sprachen: So sollst du sagen zu dem Volk, das mit dir geredet hat und 
spricht: Dein Vater hat unser Joch zu schwer gemacht, mache du unser Joch 
leichter; und sprich zu ihnen: Mein kleinster Finger soll dicker sein denn 
meines Vaters Lenden.
11. Hat nun mein Vater auf euch zu schweres Joch geladen, so will ich 
eures Jochs mehr machen. Mein Vater hat euch mit Peitschen gezchtiget, 
ich aber mit Skorpionen.
12. Als nun Jerobeam und alles Volk zu Rehabeam kam am dritten Tage, wie 
denn der Knig gesagt hatte: Kommt wieder zu mir am dritten Tage,
13. antwortete ihnen der Knig hart. Und der Knig Rehabeam verlie den 
Rat der ltesten
14. und redete mit ihnen nach dem Rat der Jungen und sprach: Hat mein 
Vater euer Joch zu schwer gemacht, so will ich's mehr dazu machen. Mein 
Vater hat euch mit Peitschen gezchtiget, ich aber mit Skorpionen.
15. Also gehorchte der Knig dem Volk nicht. Denn es war also von Gott 
gewandt, auf da der Herr sein Wort besttigte, da er geredet hatte durch 
Ahia von Silo zu Jerobeam, dem Sohn Nebats.
16. Da aber das ganze Israel sah, da ihnen der Knig nicht gehorchte, 
antwortete das Volk dem Knige und sprach: Was haben wir Teils an David 
oder Erbe am Sohn Isais? Jedermann von Israel zu seiner Htte! So siehe 
nun du zu deinem Hause, David! Und das ganze Israel ging in seine Htten,
17. da Rehabeam nur ber die Kinder Israel regierete, die in den Stdten 
Judas wohneten.
18. Aber der Knig Rehabeam sandte Hadoram, den Rentmeister; aber die 
Kinder Israel steinigten ihn zu Tode. Und der Knig Rehabeam stieg frisch 
auf seinen Wagen, da er flhe gen Jerusalem.
19. Also fiel Israel ab vom Hause Davids bis auf diesen Tag.
2.Chronik 11
1. Und da Rehabeam gen Jerusalem kam, versammelte er das Haus Juda und 
Benjamin, hundertundachtzigtausend junger Mannschaft, die streitbar waren, 
wider Israel zu streiten, da sie das Knigreich wieder an Rehabeam 
brchten.
2. Aber des Herrn Wort kam zu Semaja, dem Mann Gottes, und sprach:
3. Sage Rehabeam, dem Sohn Salomos, dem Knige Judas, und dem ganzen 
Israel, das unter Juda und Benjamin ist, und sprich:
4. So spricht der Herr: Ihr sollt nicht hinaufziehen, noch wider eure 
Brder streiten; ein jeglicher gehe wieder heim, denn das ist von mir 
geschehen. Sie gehorchten den Worten des Herrn und lieen ab von dem Zug 
wider Jerobeam.
5. Rehabeam aber wohnete zu Jerusalem und baute die Stdte fest in Juda,
6. nmlich: Bethlehem, Etam, Thekoa,
7. Beth-Zur, Socho, Adullam,
8. Gath, Maresa, Siph,
9. Adoraim, Lachis, Aseka,
10. Zarea, Ajalon und Hebron, welche waren die festesten Stdte in Juda 
und Benjamin.
11. Und machte sie feste und setzte Frsten drein und Vorrat von Speise, 
l und Wein.
12. Und in allen Stdten schaffte er Schilde und Spiee und machte sie 
sehr feste. Und Juda und Benjamin waren unter ihm.
13. Auch machten sich zu ihm die Priester und Leviten aus dem ganzen 
Israel und allen ihren Grenzen.
14. Und sie verlieen ihre Vorstdte und Habe und kamen zu Juda gen 
Jerusalem. Denn Jerobeam und seine Shne verstieen sie, da sie dem Herrn 
nicht Priesteramts pflegen muten.
15. Er stiftete ihm aber Priester zu den Hhen und zu den Feldteufeln und 
Klbern, die er machen lie.
16. Und nach ihnen kamen aus allen Stmmen Israels, die ihr Herz gaben, 
da sie nach dem Herrn, dem Gott Israels, fragten, gen Jerusalem, da sie 
opferten dem Herrn, dem Gott ihrer Vter.
17. Und strkten also das Knigreich Juda und besttigten Rehabeam, den 
Sohn Salomos, drei Jahre lang. Denn sie wandelten in dem Wege Davids und 
Salomos drei Jahre.
18. Und Rehabeam nahm Mahelath, die Tochter Jerimoths, des Sohns Davids, 
zum Weibe und Abihail, die Tochter Eliabs, des Sohns Isais.
19. Die gebar ihm diese Shne: Jeus, Semarja und Saham.
20. Nach der nahm er Maecha, die Tochter Absaloms; die gebar ihm Abia, 
Athai, Sisa und Selomith.
21. Aber Rehabeam hatte Maecha, die Tochter Absaloms, lieber denn alle 
seine Weiber und Kebsweiber; denn er hatte achtzehn Weiber und sechzig 
Kebsweiber; und zeugete achtundzwanzig Shne und sechzig Tchter.
22. Und Rehabeam setzte Abia, den Sohn Maechas, zum Haupt und Frsten 
unter seinen Brdern; denn er gedachte ihn zum Knige zu machen.
23. Und er nahm zu und brach aus vor allen seinen Shnen in Landen Juda 
und Benjamin in allen festen Stdten; und er gab ihnen Ftterung die Menge 
und nahm viel Weiber;
2.Chronik 12
1. Da aber das Knigreich Rehabeams besttiget und bekrftiget ward, 
verlie er das Gesetz des Herrn, und ganz Israel mit ihm.
2. Aber im fnften Jahr des Knigs Rehabeam zog herauf Sisak, der Knig in 
gypten, wider Jerusalem (denn sie hatten sich versndiget am Herrn)
3. mit tausend und zweihundert Wagen und mit sechzigtausend Reitern, und 
das Volk war nicht zu zhlen, das mit ihm kam aus gypten, Libyen, Suchim 
und Mohren;
4. Und er gewann die festen Stdte, die in Juda waren, und kam bis gen 
Jerusalem.
5. Da kam Semaja, der Prophet, zu Rehabeam und zu den Obersten Judas, die 
sich gen Jerusalem versammelt hatten vor Sisak, und sprach zu ihnen: So 
spricht der Herr: Ihr habt mich verlassen darum habe ich euch auch 
verlassen in Sisaks Hand.
6. Da demtigten sich die Obersten in Israel mit dem Knige und sprachen: 
Der Herr ist gerecht.
7. Als aber der Herr sah, da sie sich demtigten, kam das Wort des Herrn 
zu Semaja und sprach: Sie haben sich gedemtiget, darum will ich sie nicht 
verderben, sondern ich will ihnen ein wenig Errettung geben, da mein 
Grimm nicht triefe auf Jerusalem durch Sisak.
8. Doch sollen sie ihm untertan sein, da sie inne werden, was es sei, mir 
dienen und den Knigreichen in Landen dienen.
9. Also zog Sisak, der Knig von gypten, herauf gen Jerusalem und nahm 
die Schtze im Hause des Herrn und die Schtze im Hause des Knigs und 
nahm es alles weg; und nahm tauch die gldenen Schilde, die Salomo machen 
lie.
10. An welcher Statt lie der Knig Rehabeam eherne Schilde machen und 
befahl sie den Obersten der Trabanten, die an der Tr des Knigshauses 
hteten.
11. Und so oft der Knig in des Herrn Haus ging, kamen die Trabanten und 
trugen sie und brachten sie wieder in der Trabanten Kammer.
12. Und weil er sich demtigte, wandte sich des Herrn Zorn von ihm, da 
nicht alles verderbet ward. Denn es war in Juda noch was Gutes.
13. Also ward Rehabeam, der Knig, bekrftiget in Jerusalem und regierete. 
Einundvierzig Jahre alt war Rehabeam, da er Knig ward, und regierete 
siebenzehn Jahre zu Jerusalem, in der Stadt, die der Herr erwhlet hatte 
aus allen Stmmen Israels, da er seinen Namen dahin stellete. Seine 
Mutter hie Naema, eine Ammonitin.
14. Und er handelte bel und schickte sein Herz nicht, da er den Herrn 
suchte.
15. Die Geschichten aber Rehabeams, beide die ersten und die letzten, sind 
geschrieben in den Geschichten Semajas, des Propheten, und Iddos, des 
Schauers, und aufgezeichnet, dazu die Kriege Rehabeams und Jerobeams ihr 
Leben lang.
16. Und Rehabeam entschlief mit seinen Vtern und ward begraben in der 
Stadt Davids. Und sein Sohn Abia ward Knig an seiner Statt.
2.Chronik 13
1. Im achtzehnten Jahr des Knigs Jerobeam ward Abia Knig in Juda
2. und regierete drei Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Michaja, eine 
Tochter Uriels von Gibea. Und es erhub sich ein Streit zwischen Abia und 
Jerobeam.
3. Und Abia rstete sich zu dem Streit mit vierhunderttausend junger 
Mannschaft, starke Leute zum Kriege. Jerobeam aber rstete sich, mit ihm 
zu streiten mit achthunderttausend junger Mannschaft, starke Leute.
4. Und Abia machte sich auf oben auf den Berg Zemaraim, welcher liegt auf 
dem Gebirge Ephraim, und sprach: Hret mir zu, Jerobeam, und das ganze 
Israel!
5. Wisset ihr nicht, da der Herr, der Gott Israels, hat das Knigreich zu 
Israel David gegeben ewiglich, ihm und seinen Shnen einen Salzbund?
6. Aber Jerobeam, der Sohn Nebats, der Knecht Salomos, Davids Sohns, warf 
sich auf und ward seinem Herrn abtrnnig.
7. Und haben sich zu ihm geschlagen lose Leute und Kinder Belials und 
haben sich gestrket wider Rehabeam, den Sohn Salomos. Denn Rehabeam war 
jung und eines blden Herzens, da er sich vor ihnen nicht wehrete.
8. Nun denket ihr euch zu setzen wider das Reich des Herrn unter den 
Shnen Davids, weil euer ein groer Haufe ist, und habt gldene Klber, 
die euch Jerobeam fr Gtter gemacht hat.
9. Habt ihr nicht die Priester des Herrn, die Kinder Aarons und die 
Leviten, ausgestoen und habt euch eigene Priester gemacht, wie die Vlker 
in Landen? Wer da kommt, seine Hand zu fllen mit einem jungen Farren und 
sieben Widdern, der wird Priester derer, die nicht Gtter sind.
10. Mit uns aber ist der Herr, unser Gott, den wir nicht verlassen; und 
die Priester, die dem Herrn dienen, die Kinder Aarons und die Leviten in 
ihrem Geschft,
11. und anznden dem Herrn alle Morgen Brandopfer und alle Abend, dazu das 
gute Ruchwerk und bereitete Brote auf dem reinen Tisch; und der gldene 
Leuchter mit seinen Lampen, da sie alle Abend angezndet werden. Denn wir 
behalten die Hut des Herrn, unsers Gottes; ihr aber habt ihn verlassen.
12. Siehe, mit uns ist an der Spitze Gott und seine Priester und die 
Trommeten, zu trommeten, da man wider euch trommete. Ihr Kinder Israel, 
streitet nicht wider den Herrn, eurer Vter Gott; denn es wird euch nicht 
gelingen.
13. Aber Jerobeam machte einen Hinterhalt umher, da er von hinten an sie 
kme, da sie vor Juda waren und der Hinterhalt hinter ihnen.
14. Da sich nun Juda umwandte, siehe, da war vorne und hinten Streit. Da 
schrieen sie zum Herrn, und die Priester trommeteten mit Trommeten.
15. Und jedermann in Juda tnete. Und da jedermann in Juda tnete, plagte 
Gott Jerobeam und das ganze Israel vor Abia und Juda.
16. Und die Kinder Israel flohen vor Juda, und Gott gab sie in ihre Hnde,
17. da Abia mit seinem Volk eine groe Schlacht an ihnen tat, und vielen 
aus Israel Erschlagene fnfhunderttausend junger Mannschaft.
18. Also wurden die Kinder Israel gedemtiget zu der Zeit; aber die Kinder 
Judas wurden getrost, denn sie verlieen sich auf den Herrn, ihrer Vter 
Gott.
19. Und Abia jagte Jerobeam nach und gewann ihm Stdte an: Bethel mit 
ihren Tchtern, Jesana mit ihren Tchtern und Ephron mit ihren Tchtern,
20. da Jerobeam frder nicht zu Krften kam, weil Abia lebte. Und der 
Herr plagte ihn, da er starb.
21. Da nun Abia gestrket war, nahm er vierzehn Weiber und zeugete 
zweiundzwanzig Shne und sechzehn Tchter.
22. Was aber mehr von Abia zu sagen ist, und seine Wege und sein Tun, das 
ist geschrieben in der Historia des Propheten Iddo.
2.Chronik 14
1. Und Abia entschlief mit seinen Vtern, und sie begruben ihn in der 
Stadt Davids; und Assa, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt. Zu des 
Zeiten war das Land stille zehn Jahre.
2. Und Assa tat, das recht war und dem Herrn, seinem Gott, wohlgefiel.
3. Und tat weg die fremden Altre und die Hhen und zerbrach die Sulen 
und hieb die Haine ab;
4. und lie Juda sagen, da sie den Herrn, den Gott ihrer Vter, suchten 
und tten nach dem Gesetz und Gebot.
5. Und er tat weg aus allen Stdten Judas die Hhen und die Gtzen. Denn 
das Knigreich war stille vor ihm.
6. Und er bauete feste Stdte in Juda, weil das Land stille und kein 
Streit wider ihn war in denselben Jahren; denn der Herr gab ihm Ruhe.
7. Und er sprach zu Juda: Lasset uns diese Stdte bauen und Mauern darum 
her fhren und Trme, Tren und Riegel, weil das Land noch vor uns ist; 
denn wir haben den Herrn, unsern Gott, gesucht, und er hat uns Ruhe 
gegeben umher. Also baueten sie, und ging glcklich vonstatten.
8. Und Assa hatte eine Heerkraft, die Schild und Spie trugen: aus Juda 
dreihunderttausend und aus Benjamin, die Schilde trugen und mit den Bogen 
konnten, zweihundertundachtzigtausend; und diese waren alle starken Helden.
9. Es zog aber wider sie aus Serah, der Mohr, mit einer Heereskraft, 
tausendmal tausend, dazu dreihundert Wagen, und kamen bis gen Maresa.
10. Und Assa zog aus gegen ihn; und sie rsteten sich zum Streit im Tal 
Zephatha bei Maresa.
11. Und Assa rief an den Herrn, seinen Gott, und sprach: Herr, es ist bei 
dir kein Unterschied, helfen unter vielen, oder da keine Kraft ist. Hilf 
uns, Herr, unser Gott; denn wir verlassen uns auf dich, und in deinem 
Namen sind wir kommen wider diese Menge. Herr, unser Gott, wider dich 
vermag kein Mensch etwas.
12. Und der Herr plagte die Mohren vor Assa und vor Juda, da sie flohen.
13. Und Assa samt dem Volk, das bei ihm war, jagte ihnen nach bis gen 
Gerar. Und die Mohren fielen, da ihrer keiner lebendig blieb, sondern sie 
wurden geschlagen vor dem Herrn und vor seinem Heerlager. Und sie trugen 
sehr viel Raubs davon.
14. Und er schlug alle Stdte um Gerar her; denn die Furcht des Herrn kam 
ber sie. Und sie beraubten alle Stdte; denn es war viel Raubs drinnen.
15. Auch schlugen sie die Htten des Viehes und brachten Schafe die Menge 
und Kamele; und kamen wieder gen Jerusalem
2.Chronik 15
1. Und auf Asarja, den Sohn Odeds, kam der Geist Gottes.
2. Der ging hinaus Assa entgegen und sprach zu ihm: Hret mir zu, Assa und 
ganz Juda und Benjamin! Der Herr ist mit euch, weil ihr mit ihm seid; und 
wenn ihr ihn suchet, wird er sich von euch finden lassen; werdet ihr aber 
ihn verlassen, so wird er euch auch verlassen.
3. Es werden aber viel Tage sein in Israel, da kein rechter Gott, kein 
Priester, der da lehret, und kein Gesetz sein wird.
4. Und wenn sie sich bekehren in ihrer Not zu dem Herrn, dem Gott Israels, 
und werden ihn suchen, so wird er sich finden lassen.
5. Zu der Zeit wird's nicht wohlgehen dem, der aus- und eingehet. Denn es 
werden groe Getmmel sein ber alle, die auf Erden wohnen.
6. Denn ein Volk wird das andere zerschmeien und eine Stadt die andere; 
denn Gott wird sie erschrecken mit allerlei Angst.
7. Ihr aber seid getrost und tut eure Hnde nicht ab, denn teuer Werk hat 
seinen Lohn.
8. Da aber Assa hrete diese Worte und die Weissagung Odeds, des 
Propheten, ward er getrost und tat weg die Greuel aus dem ganzen Lande 
Juda und Benjamin und aus den Stdten, die er gewonnen hatte auf dem 
Gebirge Ephraim, und erneuerte den Altar des Herrn, der vor der Halle des 
Herrn stund.
9. Und versammelte das ganze Juda und Benjamin und die Fremdlinge bei 
ihnen aus Ephraim, Manasse und Simeon. Denn es fielen zu ihm aus Israel 
die Menge, als sie sahen, da der Herr, sein Gott, mit ihm war.
10. Und sie versammelten sich gen Jerusalem des dritten Monden, im 
fnfzehnten Jahr des Knigreichs Assa,
11. und opferten desselben Tages dem Herrn von dem Raube, den sie gebracht 
hatten, siebenhundert Ochsen und siebentausend Schafe.
12. Und sie traten in den Bund, da sie suchten den Herrn, ihrer Vter 
Gott, von ganzem Herzen und von ganzer Seele.
13. Und wer nicht wrde den Herrn, den Gott Israels, suchen, sollte 
sterben, beide klein und gro, beide Mann und Weib.
14. Und sie schwuren dem Herrn mit lauter Stimme, mit Tnen, mit Trommeten 
und Posaunen.
15. Und das ganze Juda war frhlich ber dem Eide; denn sie hatten 
geschworen von ganzem Herzen und sie suchten ihn von ganzem Willen, und er 
lie sich von ihnen finden; und der Herr gab ihnen Ruhe umher.
16. Auch setzte Assa, der Knig, ab Maecha, seine Mutter, vom Amt, das sie 
gestiftet hatte im Hain Miplezeth. Und Assa rottete ihren Miplezeth aus 
und zerstie ihn und verbrannte ihn im Bach Kidron.
17. Aber die Hhen in Israel wurden nicht abgetan; doch war das Herz Assas 
rechtschaffen sein Leben lang.
18. Und er brachte ein, was sein Vater geheiliget und was er geheiliget 
hatte, ins Haus Gottes, Silber, Gold und Gefe.
19. Und es war kein Streit bis in das fnfunddreiigste Jahr des 
Knigreichs Assas.
2.Chronik 16
1. Im sechsunddreiigsten Jahr des Knigreichs Assas zog herauf Baesa, der 
Knig Israels, wider Juda und bauete Rama, da er Assa, dem Knige Judas, 
wehrete aus- und einzuziehen.
2. Aber Assa nahm aus dem Schatz im Hause des Herrn und im Hause des 
Knigs Silber und Gold und sandte zu Benhadad, dem Knige zu Syrien, der 
zu Damaskus wohnete, und lie ihm sagen:
3. Es ist ein Bund zwischen mir und dir, zwischen meinem und deinem Vater; 
darum habe ich dir Silber und Gold gesandt, da du den Bund mit Baesa, dem 
Knige Israels, fahren lassest, da er von mir abziehe.
4. Benhadad gehorchte dem Knige Assa und sandte seine Heerfrsten wider 
die Stdte Israels; die schlugen Ejon, Dan und Abel-Maim und alle 
Kornstdte Naphthalis.
5. Da Baesa das hrete, lie er ab, Rama zu bauen, und hrete auf von 
seinem Werk.
6. Aber der Knig Assa nahm zu sich das ganze Juda, und sie trugen die 
Steine und das Holz von Rama, damit Baesa bauete; und er bauete damit Geba 
und Mizpa.
7. Zu der Zeit kam Hanani, der Seher, zu Assa, dem Knige Judas, und 
sprach zu ihm: Da du dich auf den Knig zu Syrien verlassen hast und hast 
dich nicht auf den Herrn, deinen Gott, verlassen, darum ist die Macht des 
Knigs zu Syrien deiner Hand entronnen.
8. Waren nicht die Mohren und Libyer eine groe Menge, mit sehr viel Wagen 
und Reitern? Doch gab sie der Herr in deine Hand, da du dich auf ihn 
verlieest.
9. Denn des Herrn Augen schauen alle Lande, da er strke die, so von 
ganzem Herzen an ihm sind. Du hast tricht getan; darum wirst du auch von 
nun an Krieg haben.
10. Aber Assa ward zornig ber den Seher und legte ihn ins Gefngnis; denn 
er murrete mit ihm ber diesem Stck. Und Assa unterdrckte etliche des 
Volks zu der Zeit.
11. Die Geschichten aber Assas, beide die ersten und die letzten, siehe, 
die sind geschrieben im Buch von den Knigen Judas und Israels.
12. Und Assa ward krank an seinen Fen im neununddreiigsten Jahr seines 
Knigreichs, und seine Krankheit nahm sehr zu; und suchte auch in seiner 
Krankheit den Herrn nicht, sondern die rzte.
13. Also entschlief Assa mit seinen Vtern und starb im einundvierzigsten 
Jahr seines Knigreichs.
14. Und man begrub ihn in seinem Grabe, das er ihm hatte lassen graben in 
der Stadt Davids. Und sie legten ihn auf sein Lager, welches man gefllet 
hatte mit gutem Ruchwerk und allerlei Spezerei, nach Apothekerkunst 
gemacht, und machten ein sehr gro Brennen.
2.Chronik 17
1. Und sein Sohn Josaphat ward Knig an seiner Statt und ward mchtig 
wider Israel.
2. Und er legte Kriegsvolk in alle festen Stdte Judas und setzte Amtleute 
im Lande Juda und in den Stdten Ephraims, die sein Vater Assa gewonnen 
hatte.
3. Und der Herr war mit Josaphat; denn er wandelte in den vorigen Wegen 
seines Vaters David und suchte nicht Baalim,
4. sondern den Gott seines Vaters, und wandelte in seinen Geboten und 
nicht nach den Werken Israels.
5. Darum besttigte ihm der Herr das Knigreich, und ganz Juda gab 
Josaphat Geschenke; und er hatte Reichtum und Ehre die Menge.
6. Und da sein Herz mutig ward in den Wegen des Herrn, tat er frder ab 
die Hhen und Haine aus Juda.
7. Im dritten Jahr seines Knigreichs sandte er seine Frsten Ben-Hail, 
Obadja, Sacharja, Nethaneel und Michaja, da sie lehren sollten in den 
Stdten Judas;
8. und mit ihnen die Leviten Semaja, Nethanja, Sebadja, Asael, Semiramoth, 
Jonathan, Adonia, Tobia und Tob-Adonia; und mit ihnen die Priester Elisama 
und Joram.
9. Und sie lehreten in Juda und hatten das Gesetzbuch des Herrn mit sich; 
und zogen umher in allen Stdten Judas und lehreten das Volk.
10. Und es kam die Furcht des Herrn ber alle Knigreiche in den Landen, 
die um Juda her lagen, da sie nicht stritten wider Josaphat.
11. Und die Philister brachten Josaphat Geschenke, eine Last Silbers. Und 
die Araber brachten ihm siebentausend und siebenhundert Widder und 
siebentausend und siebenhundert Bcke.
12. Also nahm Josaphat zu und ward immer grer; und er bauete in Juda 
Schlsser und Kornstdte.
13. Und hatte viel Vorrats in den Stdten Judas und streitbare Mnner und 
gewaltige Leute zu Jerusalem.
14. Und dies war die Ordnung unter ihrer Vter Haus, die in Juda ber die 
tausend Obersten waren: Adna, ein Oberster, und mit ihm waren 
dreihunderttausend gewaltige Leute.
15. Neben ihm war Johanan, der Oberste; und mit ihm waren 
zweihundertundachtzigtausend.
16. Neben ihm war Amasja, der Sohn Sichris, der Freiwillige des Herrn; und 
mit ihm waren zweihunderttausend gewaltige Leute.
17. Von den Kindern Benjamin war Eljada, ein gewaltiger Mann; und mit ihm 
waren zweihunderttausend, die mit Bogen und Schilden gerstet waren.
18. Neben ihm war Josabad; und mit ihm waren hundertundachtzigtausend, 
gerstet zum Heer.
19. Diese warteten alle auf den Knig, ohne was der Knig noch gelegt 
hatte in die festen Stdte im ganzen Juda.
2.Chronik 18
1. Und Josaphat hatte groen Reichtum und Ehre und befreundete sich mit 
Ahab.
2. Und nach zweien Jahren zog er hinab zu Ahab gen Samaria. Und Ahab lie 
fr ihn und fr das Volk, das bei ihm war, viel Schafe und Ochsen 
schlachten. Und er beredete ihn, da er hinauf gen Ramoth in Gilead zge.
3. Und Ahab, der Knig Israels, sprach zu Josaphat, dem Knige Judas: 
Zeuch mit mir gen Ramoth in Gilead! Er sprach zu ihm: Ich bin wie du, und 
mein Volk wie dein Volk, wir wollen mit dir in den Streit.
4. Aber Josaphat sprach zum Knige Israels: Lieber, frage heute des Herrn 
Wort!
5. Und der Knig Israels sammelte der Propheten vierhundert Mann und 
sprach zu ihnen: Sollen wir gen Ramoth in Gilead ziehen in Streit, oder 
soll ich's lassen anstehen? Sie sprachen: Zeuch hinauf, Gott wird sie in 
des Knigs Hand geben.
6. Josaphat aber sprach: Ist nicht irgend noch ein Prophet des Herrn hie, 
da wir von ihm fragten?
7. Der Knig Israels sprach zu Josaphat: Es ist noch ein Mann, da man den 
Herrn von ihm frage; aber ich bin ihm gram, denn er weissaget ber mich 
kein Gutes, sondern allewege Bses, nmlich Micha, der Sohn Jemlas. 
Josaphat sprach: Der Knig rede nicht also!
8. Und der Knig Israels rief seiner Kmmerer einen und sprach: Bringe 
eilend her Micha, den Sohn Jemlas!
9. Und der Knig Israels und Josaphat, der Knig Judas, saen ein 
jeglicher auf seinem Stuhl, mit Kleidern angezogen; sie saen aber auf dem 
Platz vor der Tr, am Tor zu Samaria; und alle Propheten weissagten vor 
ihnen.
10. Und Zidekia, der Sohn Knaenas, machte ihm eiserne Hrner und sprach: 
So spricht der Herr: Hiemit wirst du die Syrer stoen, bis du sie 
aufreibest.
11. Und alle Propheten weissagten auch also und sprachen: Zeuch hinauf, es 
wird dir gelingen; der Herr wird sie geben in des Knigs Hand.
12. Und der Bote, der hingegangen war, Micha zu rufen, redete mit ihm und 
sprach: Siehe, der Propheten Reden sind eintrchtig gut fr den Knig; 
Lieber, la dein Wort auch sein wie der einen, und rede Gutes.
13. Micha aber sprach: So wahr der Herr lebet, was mein Gott sagen wird, 
das will ich reden.
14. Und da er zum Knige kam, sprach der Knig zu ihm: Micha, sollen wir 
gen Ramoth in Gilead in Streit ziehen, oder soll ich's lassen anstehen? Er 
sprach: Ja, ziehet hinauf, es wird euch gelingen; es wird euch in eure 
Hnde gegeben werden.
15. Aber der Knig sprach zu ihm: Ich beschwre dich noch einmal, da du 
mir nichts sagest denn die Wahrheit im Namen des Herrn!
16. Da sprach er: Ich sah das ganze Israel zerstreuet auf den Bergen wie 
Schafe, die keinen Hirten haben. Und der Herr sprach: Haben diese keinen 
Herrn? Es kehre ein jeglicher wieder heim mit Frieden!
17. Da sprach der Knig Israels zu Josaphat: Sagte ich dir nicht, er 
weissaget ber mich kein Gutes, sondern Bses?
18. Er aber sprach: Darum hret des Herrn Wort: Ich sah den Herrn sitzen 
auf seinem Stuhl, und alles himmlische Heer stund zu seiner Rechten und zu 
seiner Linken.
19. Und der Herr sprach: Wer will Ahab, den Knig Israels, berreden, da 
er hinaufziehe und falle zu Ramoth in Gilead? Und da dieser so und jener 
sonst sagte,.
20. kam ein Geist hervor und trat vor den Herrn und sprach: Ich will ihn 
berreden. Der Herr aber sprach zu ihm: Womit?
21. Er sprach: Ich will ausfahren und ein falscher Geist sein in aller 
seiner Propheten Munde. Und er sprach: Du wirst ihn berreden und wirst's 
ausrichten; fahre hin und tue also!
22. Nun siehe, der Herr hat einen falschen Geist gegeben in dieser deiner 
Propheten Mund, und der Herr hat Bses wider dich geredet.
23. Da trat herzu Zidekia, der Sohn Knaenas, und schlug Micha auf den 
Backen und sprach: Durch welchen Weg ist der Geist des Herrn von mir 
gegangen, da er durch dich redet?
24. Micha sprach: Siehe, du wirst's sehen, wenn du in die innerste Kammer 
kommest, da du dich versteckest.
25. Aber der Knig Israels sprach: Nehmet Micha und lasset ihn bleiben bei 
Amon, dem Stadtvogt, und bei Joas, dem Sohn des Knigs,
26. und saget: So spricht der Knig: Leget diesen ins Gefngnis und 
speiset ihn mit Brot und Wasser der Trbsal, bis ich wiederkomme mit 
Frieden.
27. Micha sprach: Kommst du mit Frieden wieder, so hat der Herr nicht 
durch mich geredet. Und er sprach; Hret, ihr Vlker alle!
28. Also zog hinauf der Knig Israels und Josaphat, der Knig Judas, gen 
Ramoth in Gilead.
29. Und der Knig Israels sprach zu Josaphat: Ich will mich verkleiden und 
in Streit kommen; du aber habe deine Kleider an. Und der Knig Israels 
verkleidete sich, und sie kamen in den Streit.
30. Aber der Knig zu Syrien hatte seinen obersten Reitern geboten: Ihr 
sollt nicht streiten weder gegen klein noch gegen gro, sondern gegen den 
Knig Israels alleine.
31. Da nun die obersten Reiter Josaphat sahen, dachten sie, es ist der 
Knig Israels, und zogen umher, auf ihn zu streiten. Aber Josaphat schrie; 
und der Herr half ihm, und Gott wandte sie von ihm.
32. Denn da die obersten Reiter sahen, da er nicht der Knig Israels war, 
wandten sie sich von ihm ab.
33. Es spannete aber ein Mann seinen Bogen ohngefhr und scho den Knig 
Israels zwischen den Panzer und Hengel. Da sprach er zu seinem Fuhrmann: 
Wende deine Hand und fhre mich aus dem Heer; denn ich bin wund.
34. Und der Streit nahm zu des Tages. Und der Knig Israels stund auf 
seinem Wagen gegen die Syrer bis an den Abend und starb, da die Sonne 
unterging.
2.Chronik 19
1. Josaphat aber, der Knig Judas, kam wieder heim mit Frieden gen 
Jerusalem.
2. Und es ging ihm entgegen hinaus Jehu, der Sohn Hananis, der Schauer, 
und sprach zum Knige Josaphat: Sollst du so dem Gottlosen helfen und 
lieben, die den Herrn hassen? Und um deswillen ist ber dir der Zorn vom 
Herrn.
3. Aber doch ist was Gutes an dir funden, da du die Haine hast ausgefeget 
aus dem Lande und hast dein Herz gerichtet, Gott zu suchen.
4. Also blieb Josaphat zu Jerusalem Und er zog wiederum aus unter das 
Volk, von Berseba an bis auf das Gebirge Ephraim, und brachte sie wieder 
zu dem Herrn, ihrer Vter Gott.
5. Und er bestellete Richter im Lande in allen festen Stdten Judas, in 
einer jeglichen Stadt etliche,
6. und sprach zu den Richtern: Sehet zu, was ihr tut; denn ihr haltet das 
Gericht nicht den Menschen, sondern dem Herrn; und er ist mit euch im 
Gericht.
7. Darum lat die Furcht des Herrn bei euch sein und htet euch und tut 
es; denn bei dem Herrn, unserm Gott, ist kein Unrecht, noch Ansehen der 
Person, noch Annehmen des Geschenks.
8. Auch bestellete Josaphat zu Jerusalem aus den Leviten und Priestern und 
aus den obersten Vtern unter Israel ber das Gericht des Herrn und ber 
die Sachen und lie sie zu Jerusalem wohnen.
9. Und gebot ihnen und sprach: Tut also in der Furcht des Herrn, treulich 
und mit rechtem Herzen.
10. In allen Sachen, die zu euch kommen von euren Brdern, die in ihren 
Stdten wohnen, zwischen Blut und Blut, zwischen Gesetz und Gebot, 
zwischen Sitten und Rechten, sollt ihr sie unterrichten, da sie sich 
nicht verschuldigen am Herrn, und ein Zorn ber euch und eure Brder 
komme. Tut ihm also, so werdet ihr euch nicht verschuldigen.
11. Siehe, Amarja, der Priester, ist der Oberste ber euch in allen Sachen 
des Herrn. So ist Sabadja, der Sohn Ismaels, Frst im Hause Juda, in allen 
Sachen des Knigs. So habt ihr Amtleute, die Leviten, vor euch. Seid 
getrost und tut es; und der Herr wird mit dem Guten sein.
2.Chronik 20
1. Nach diesem kamen die Kinder Moab, die Kinder Ammon und mit ihnen von 
den Amunim, wider Josaphat zu streiten.
2. Und man kam und sagte es Josaphat an und sprach: Es kommt wider dich 
eine groe Menge von jenseit des Meers, von Syrien; und siehe, sie sind zu 
Hazezon-Thamar, das ist, Engeddi.
3. Josaphat aber frchtete sich und stellete sein Angesicht, zu suchen den 
Herrn, und lie ein Fasten ausrufen unter ganz Juda.
4. Und Juda kam zusammen, den Herrn zu suchen; auch kamen aus allen 
Stdten Judas, den Herrn zu suchen.
5. Und Josaphat trat unter die Gemeine Judas und Jerusalems im Hause des 
Herrn vor dem neuen Hofe
6. und sprach: Herr, unserer Vter Gott, bist du nicht Gott im Himmel und 
Herrscher in allen Knigreichen der Heiden? Und in deiner Hand ist Kraft 
und Macht; und ist niemand, der wider dich stehen mge.
7. Hast du, unser Gott, nicht die Einwohner dieses Landes vertrieben vor 
deinem Volk Israel und hast es gegeben dem Samen Abrahams, deines 
Liebhabers, ewiglich,
8. da sie drinnen gewohnet und dir ein Heiligtum zu deinem Namen drinnen 
gebauet haben, und gesagt:
9. Wenn ein Unglck, Schwert, Strafe, Pestilenz oder Teurung ber uns 
kommt, sollen wir stehen vor diesem Hause vor dir (denn dein Name ist in 
diesem Hause) und schreien zu dir in unserer Not, so wolltest du hren und 
helfen?
10. Nun siehe, die Kinder Ammon, Moab und die vom Gebirge Seir, ber 
welche du die Kinder Israel nicht ziehen lieest, da sie aus gyptenland 
zogen, sondern muten von ihnen weichen und sie nicht vertilgen.
11. und siehe, sie lassen uns des entgelten und kommen, uns auszustoen 
aus deinem Erbe, das du uns hast eingegeben.
12. Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist nicht Kraft 
gegen diesen groen Haufen, der wider uns kommt. Wir wissen nicht, was wir 
tun sollen, sondern unsere Augen sehen nach dir.
13. Und das ganze Juda stund vor dem Herrn mit ihren Kindern, Weibern und 
Shnen.
14. Aber auf Jehasiel, den Sohn Sacharjas, des Sohns Benajas, des Sohns 
Jehiels, des Sohns Mathanjas, den Leviten, aus den Kindern Assaph, kam der 
Geist des Herrn mitten in der Gemeine;
15. und sprach: Merket auf, ganz Juda, und ihr Einwohner zu Jerusalem, und 
der Knig Josaphat! So spricht der Herr zu euch: Ihr sollt euch nicht 
frchten noch zagen vor diesem groen Haufen; denn ihr streitet nicht, 
sondern Gott.
16. Morgen sollt ihr zu ihnen hinabziehen; und siehe, sie ziehen an Ziz 
herauf, und ihr werdet an sie treffen am Schilf im Bach vor der Wste 
Jeruel.
17. Denn ihr werdet nicht streiten in dieser Sache. Tretet nur hin und 
stehet und sehet das Heil des Herrn, der mit euch ist, Juda und Jerusalem! 
Frchtet euch nicht und zaget nicht; morgen ziehet aus wider sie, der Herr 
ist mit euch.
18. Da beugte sich Josaphat mit seinem Antlitz zur Erde; und ganz Juda und 
die Einwohner zu Jerusalem fielen vor dem Herrn und beteten den Herrn an.
19. Und die Leviten aus den Kindern der Kahathiter und aus den Kindern der 
Korhiter machten sich auf, zu loben den Herrn, den Gott Israels, mit 
groem Geschrei gen Himmel.
20. Und sie machten sich des Morgens frhe auf und zogen aus zur Wste 
Thekoa. Und da sie auszogen, stund Josaphat und sprach: Hret mir zu, 
Juda, und ihr Einwohner zu Jerusalem! Glaubet an den Herrn, euren Gott, so 
werdet ihr sicher sein; und glaubet seinen Propheten, so werdet ihr Glck 
haben.
21. Und er unterweisete das Volk und stellete die Snger dem Herrn, da 
sie lobeten in heiligem Schmuck und vor den Gersteten herzgen und 
sprchen: Danket dem Herrn, denn seine Barmherzigkeit whret ewiglich.
22. Und da sie anfingen mit Danken und Loben, lie der Herr den 
Hinterhalt, der wider Juda kommen war, ber die Kinder Ammon, Moab und die 
vom Gebirge Seir kommen; und schlugen sie.
23. Da stunden die Kinder Ammon und Moab wider die vom Gebirge Seir, sie 
zu verbannen und zu vertilgen. Und da sie die vom Gebirge Seir hatten alle 
aufgerieben, half einer dem andern, da sie sich auch verderbeten.
24. Da aber Juda gen Mizpe kam an der Wste, wandten sie sich gegen den 
Haufen; und siehe, da lagen die toten Leichname auf der Erde, da keiner 
entronnen war.
25. Und Josaphat kam mit seinem Volk, ihren Raub auszuteilen, und fanden 
unter ihnen so viel Gter und Kleider und kstlich Gert und entwandten es 
ihnen, da auch nicht zu tragen war; und teilten drei Tage den Raub aus, 
denn es war sein viel.
26. Am vierten Tage aber kamen sie zusammen im Lobetal; denn daselbst 
lobten sie den Herrn. Daher heiet die Sttte Lobetal bis auf diesen Tag.
27. Also kehrete jedermann von Juda und Jerusalem wieder um, und Josaphat 
an der Spitze, da sie gen Jerusalem zgen mit Freuden. Denn der Herr 
hatte ihnen eine Freude gegeben an ihren Feinden.
28. Und zogen gen Jerusalem ein mit Psaltern, Harfen und Trommeten zum 
Hause des Herrn.
29. Und die Furcht Gottes kam ber alle Knigreiche in Landen, da sie 
hreten, da der Herr wider die Feinde Israels gestritten hafte.
30. Also ward das Knigreich Josaphats stille, und Gott gab ihm Ruhe umher.
31. Und Josaphat regierete ber Juda, und war fnftunddreiig Jahre alt, 
da er Knig ward, und regierete fnfundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine 
Mutter hie Asuba, eine Tochter Silhis.
32. Und er wandelte in dem Wege seines Vaters Assa und lie nicht davon, 
da er tat, was dem Herrn wohlgefiel;
33. ohne die Hhen wurden nicht abgetan; denn das Volk hatte sein Herz 
noch nicht geschickt zu dem Gott ihrer Vter.
34. Was aber mehr von Josaphat zu sagen ist, beide das Erste und das 
Letzte, siehe, das ist geschrieben in den Geschichten Jehus, des Sohns 
Hananis, die er aufgezeichnet hat ins Buch der Knige Israels.
35. Danach vereinigte sich Josaphat, der Knig Judas, mit Ahasja, dem 
Knige Israels, welcher war gottlos mit seinem Tun.
36. Und er vereinigte sich mit ihm, Schiffe zu machen, da sie aufs Meer 
fhren; und sie machten die Schiffe zu Ezeon-Gaber.
37. Aber Elieser, der Sohn Dodavas, von Maresa, weissagte wider Josaphat 
und sprach: Darum da du dich mit Ahasja vereiniget hast, hat der Herr 
deine Werke zerrissen. Und die Schiffe wurden zerbrochen und mochten nicht 
aufs Meer fahren.
2.Chronik 21
1. Und Josaphat entschlief mit seinen Vtern und ward begraben bei seinen 
Vtern in der Stadt Davids; und sein Sohn Joram ward Knig an seiner Statt.
2. Und er hatte Brder, Josaphats Shne, Asarja, Jehiel, Sacharja, Asarja, 
Michael und Sephatja; diese waren alle Kinder Josaphats, des Knigs Judas.
3. Und ihr Vater gab ihnen viel Gaben von Silber, Gold und Kleinod mit 
festen Stdten in Juda; aber das Knigreich gab er Joram, denn der war der 
Erstgeborne.
4. Da aber Joram aufkam ber das Knigreich seines Vaters und sein mchtig 
ward, erwrgete er seine Brder alle mit dem Schwert, dazu auch etliche 
Oberste in Israel.
5. Zweiunddreiig Jahre alt war Joram, da er Knig ward, und regierete 
acht Jahre zu Jerusalem.
6. Und wandelte in dem Wege der Knige Israels, wie das Haus Ahab getan 
hatte, denn Ahabs Tochter war sein Weib; und tat, das dem Herrn bel 
gefiel.
7. Aber der Herr wollte das Haus David nicht verderben um des Bundes 
willen, den er mit David gemacht hatte, und wie er geredet hatte, ihm eine 
Leuchte zu geben und seinen Kindern immerdar.
8. Zu seiner Zeit fielen die Edomiter ab von Juda und machten ber sich 
einen Knig.
9. Denn Joram war hinbergezogen mit seinen Obersten, und alle Wagen mit 
ihm, und hatte sich des Nachts aufgemacht und die Edomiter um ihn her und 
die Obersten der Wagen geschlagen.
10. Darum fielen die Edomiter ab von Juda bis auf diesen Tag. Zur selben 
Zeit fiel Libna auch von ihm ab. Denn er verlie den Herrn, seiner Vter 
Gott.
11. Auch machte er Hhen auf den Bergen in Juda und machte die zu 
Jerusalem huren und verfhrete Juda.
12. Es kam aber Schrift zu ihm von dem Propheten Elia, die lautete also: 
So spricht der Herr, der Gott deines Vaters David: Darum da du nicht 
gewandelt hast in den Wegen deines Vaters Josaphat noch in den Wegen 
Assas, des Knigs Judas,
13. sondern wandelst in dem Wege der Knige Israels und machest, da Juda 
und die zu Jerusalem huren nach der Hurerei des Hauses Ahab, und hast dazu 
deine Brder deines Vaters Hauses erwrget, die besser waren denn du,
14. siehe, so wird dich der Herr mit einer groen Plage schlagen an deinem 
Volk an deinen Kindern, an deinen Weibern und an all deiner Habe.
15. Du aber wirst viel Krankheit haben in deinem Eingeweide, bis da dein 
Eingeweide vor Krankheit herausgehe von Tage zu Tage.
16. Also erweckte der Herr wider Joram den Geist der Philister und Araber, 
die neben den Mohren liegen;
17. und zgen herauf nach Juda und zerrissen sie und fhreten weg alle 
Habe, die vorhanden war im Hause des Knigs, dazu seine Shne und seine 
Weiber, da ihm kein Sohn berblieb, ohne Joahas, sein jngster Sohn.
18. Und nach dem allem plagte ihn der Herr in seinem Eingeweide mit 
solcher Krankheit, die nicht zu heilen war.
19. Und da das whrete von Tage zu Tage, als die Zeit zweier Jahre um war, 
ging sein Eingeweide von ihm mit seiner Krankheit, und er starb an bsen 
Krankheiten. Und sie machten nicht ber ihm einen Brand, wie sie seinen 
Vtern getan hatten.
20. Zweiunddreiig Jahre alt war er, da er Knig ward, und regierete acht 
Jahre zu Jerusalem und wandelte., da nicht fein war. Und sie begruben ihn 
in der Stadt Davids, aber nicht unter der Knige Grber.
2.Chronik 22
1. Und die zu Jerusalem machten zum Knig Ahasja, seinen jngsten Sohn, an 
seiner Statt. Denn die Kriegsleute, die aus den Arabern mit dem Heer 
kamen, hatten die ersten alle erwrget; darum ward Knig Ahasja, der Sohn 
Jorams, des Knigs Judas.
2. Zweiundvierzig Jahre alt war Ahasja, da er Knig ward, und regierete 
ein Jahr zu Jerusalem. Seine Mutter hie Athalja, die Tochter Amris.
3. Und er wandelte auch in den Wegen des Hauses Ahab; denn seine Mutter 
hielt ihn dazu, da er gottlos war.
4. Darum tat er, das dem Herrn bel gefiel, wie das Haus Ahab. Denn sie 
waren seine Ratgeber nach seines Vaters Tode, da sie ihn verderbeten.
5. Und er wandelte nach ihrem Rat. Und er zog hin mit Joram, dem Sohn 
Ahabs, dem Knige Israels, in den Streit gen Ramoth in Gilead wider 
Hasael, den Knig zu Syrien. Aber die Syrer schlugen Joram,
6. da er umkehrete, sich heilen zu lassen zu Jesreel; denn er hatte 
Wunden, die ihm geschlagen waren zu Rama, da er stritt mit Hasael, dem 
Knige zu Syrien. Und Asarja, der Sohn Jorams, der Knig Judas, zog hinab, 
zu besehen Joram, den Sohn Ahabs, zu Jesreel, der krank lag.
7. Denn es war von Gott Ahasja der Unfall zugefget, da er zu Joram kme 
und also mit Joram auszge wider Jehu, den Sohn Nimsis, welchen der Herr 
gesalbet hatte, auszurotten das Haus Ahab.
8. Da nun Jehu Strafe bte am Hause Ahab, fand er etliche Oberste aus Juda 
und die Kinder der Brder Ahasjas, die Ahasja dieneten, und erwrgete sie.
9. Und er suchte Ahasja und gewann ihn, da er sich versteckt hatte zu 
Samaria. Und er ward zu Jehu gebracht; der ttete ihn, und man begrub ihn. 
Denn sie sprachen: Er ist Josaphats Sohn, der nach dem Herrn trachtete von 
ganzem Herzen. Und es war niemand mehr aus dem Hause Ahasjas, der Knig 
wrde.
10. Da aber Athalja, die Mutter Ahasjas, sah, da ihr Sohn tot war, machte 
sie sich auf und brachte um allen kniglichen Samen im Hause Juda.
11. Aber Josabeath, des Knigs Schwester, nahm Joas, den Sohn Ahasjas, und 
stahl ihn unter den Kindern des Knigs, die gettet wurden, und tat ihn 
mit seiner Amme in eine Schlafkammer. Also verbarg ihn Josabeath, die 
Tochter des Knigs Joram, des Priesters Jojada Weib (denn sie war Ahasjas 
Schwester) vor Athalja, da er nicht gettet ward.
12. Und er ward mit ihnen im Hause Gottes versteckt sechs Jahre, weil 
Athalja Knigin war im Lande.
2.Chronik 23
1. Aber im siebenten Jahr nahm Jojada einen Mut und nahm die Obersten ber 
hundert, nmlich Asarja, den Sohn Jerohams, Ismael, den Sohn Johanans, 
Asarja, den Sohn Obeds, Maeseja, den Sohn Adajas, und Elisaphat, den Sohn 
Sichris, mit ihm zum Bunde.
2. Die zogen umher in Juda und brachten die Leviten zuhauf aus allen 
Stdten Judas und die obersten Vter unter Israel, da sie kmen gen 
Jerusalem.
3. Und die ganze Gemeine machte einen Bund im Hause Gottes mit dem Knige. 
Und er sprach zu ihnen: Siehe, des Knigs Sohn soll Knig sein, wie der 
Herr geredet hat ber die Kinder Davids.
4. So sollt ihr nun also tun: Euer das dritte Teil, die des Sabbats 
antreten, soll sein unter den Priestern und Leviten, die Torhter sind an 
der Schwelle,
5. und das dritte Teil im Hause des Knigs und das dritte Teil am 
Grundtor; aber alles Volk soll sein im Hofe am Hause des Herrn.
6. Und da niemand in das Haus des Herrn gehe, ohne die Priester und 
Leviten, die da dienen, die sollen hineingehen, denn sie sind Heiligtum; 
und alles Volk warte der Hut des Herrn.
7. Und die Leviten sollen sich rings um den Knig her machen, ein 
jeglicher mit seiner Wehre in der Hand. Und wer ins Haus gehet, der sei 
des Todes! Und sie sollen bei dem Knige sein, wenn er aus und eingehet.
8. Und die Leviten und ganz Juda taten, wie der Priester Jojada geboten 
hatte, und nahm ein jeglicher seine Leute, die des Sabbats, antraten, mit 
denen, die des Sabbats abtraten. Denn Jojada, der Priester, lie die zween 
Haufen nicht voneinander kommen.
9. Und Jojada, der Priester, gab den Obersten ber hundert Spiee und 
Schilde und Waffen des Knigs David, die im Hause Gottes waren.
10. Und stellete alles Volk, einen jeglichen mit seinen Waffen in der 
Hand, vor dem rechten Winkel des Hauses bis zum linken Winkel, zum Altar 
und zum Hause wrts, um den Knig her.
11. Und sie brachten des Knigs Sohn hervor und setzten ihm die Krone auf, 
und das Zeugnis, und machten ihn zum Knige. Und Jojada samt seinen Shnen 
salbeten ihn und sprachen: Glck zu dem Knige!
12. Da aber Athalja hrete das Geschrei des Volks, das zulief und den 
Knig lobte, ging sie zum Volk im Hause des Herrn.
13. Und sie sah, und siehe, der Knig stund an seiner Sttte im Eingang, 
und die Obersten und Trommeter um den Knig; und alles Landvolk war 
frhlich und blies die Trommeten, und die Snger mit allerlei Saitenspiel, 
geschickt zu loben. Da zerri sie ihre Kleider und sprach: Aufruhr, 
Aufruhr!
14. Aber Jojada, der Priester, machte sich heraus mit den Obersten ber 
hundert, die ber das Heer waren, und sprach zu ihnen: Fhret sie vom 
Hause ber den Hof hinaus; und wer ihr nachfolget, den soll man mit dem 
Schwert tten. Denn der Priester hatte befohlen, man sollte sie nicht 
tten im Hause des Herrn.
15. Und sie legten die Hnde an sie; und da sie kam zum Eingang des, 
Rotors am Hause des Knigs, tteten sie sie daselbst.
16. Und Jojada machte einen Bund zwischen ihm und allem Volk und dem 
Knige, da sie des Herrn Volk sein sollten.
17. Da ging alles Volk ins Haus Baals und brachen ihn ab, und seine Altre 
und Bilder zerbrachen sie und erwrgeten Mathan, den Priester Baals, vor 
den Altren.
18. Und Jojada bestellete die mter im Hause des Herrn unter den Priestern 
und den Leviten, die David verordnet hatte zum Hause des Herrn; Brandopfer 
zu tun dem Herrn, wie es geschrieben stehet im Gesetz Mose, mit Freuden 
und Liedern, durch David gedichtet.
19. Und stellete Torhter in die Tore am Hause des Herrn, da nichts 
Unreines hineinkme an irgendeinem Dinge.
20. Und er nahm die Obersten ber hundert und die Mchtigen und Herren im 
Volk und alles Landvolk und fhrete den Knig hinab vom Hause des Herrn 
und brachten ihn durch das hohe Tor am Hause des Knigs; und lieen den 
Knig sich auf den kniglichen Stuhl setzen.
21. Und alles Landvolk war frhlich, und die Stadt war stille; aber 
Athalja ward mit dem Schwert erwrget.
2.Chronik 24
1. Joas war sieben Jahre alt, da er Knig ward, und regierete vierzig 
Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Zibja von Berseba.
2. Und Joas tat, was dem Herrn wohlgefiel, solange der Priester Jojada 
lebte.
3. Und Jojada gab ihm zwei Weiber, und er zeugete Shne und Tchter.
4. Danach nahm Joas vor, das Haus des Herrn zu erneuern.
5. Und versammelte die Priester und Leviten und sprach zu ihnen: Ziehet 
aus zu allen Stdten Judas und sammelt Geld aus dem ganzen Israel, das 
Haus eures Gottes zu bessern jhrlich; und eilet, solches zu tun! Aber die 
Leviten eileten nicht.
6. Da rief der Knig Jojada, dem Vornehmsten, und sprach zu ihm: Warum 
hast du nicht acht auf die Leviten, da sie einbringen von Juda und 
Jerusalem die Steuer, die Mose, der Knecht des Herrn, gesetzt hat, die man 
sammelte unter Israel zu der Htte des Stifts?
7. Denn die gottlose Athalja und ihre Shne haben das Haus Gottes 
zerrissen und alles, was zum Hause des Herrn geheiliget war, haben sie an 
Baalim vermacht.
8. Da befahl der Knig, da man ein Lade machte und setzte sie auen ins 
To am Hause des Herrn.
9. Und lie ausrufen in Juda und zu Jerusalem, da man dem Herrn 
einbringen sollte die Steuer von Mose, dem Knechte Gottes, auf Israel 
gelegt in der Wste.
10. Da freueten sich alle Obersten und alles Volk und brachten es und 
warfen es in die Lade, bis sie voll ward.
11. Und wenn's Zeit war, da man die Lade herbringen sollte durch die 
Leviten nach des Knigs Befehl (wenn sie sahen da viel Geld drinnen war), 
so kam der Schreiber des Knigs, und wer vom vornehmsten Priester Befehl 
hatte, und schtteten die Lade aus und trugen sie wieder hin an ihren Ort. 
So taten sie alle Tage, da sie Geldes die Menge zuhauf brachten.
12. Und der Knig und Jojada gaben es den Arbeitern, die da schafften am 
Hause des Herrn; dieselben dingeten Steinmetzen und Zimmerleute, zu 
erneuern das Haus des Herrn; auch den Meistern an Eisen und Erz, zu 
bessern das Haus des Herrn.
13. Und die Arbeiter arbeiteten, da die Besserung im Werk zunahm durch 
ihre Hand; und machten das Haus Gottes ganz fertig und wohl zugerichtet; 
und machten es fest.
14. Und da sie es vollendet hatten, brachten sie das brige Geld vor den 
Knig und Jojada; davon machte man Gefe zum Hause des Herrn, Gefe zum 
Dienst und zu Brandopfern, Lffel und gldene und silberne Gerte. Und sie 
opferten Brandopfer, bei dem Hause des Herrn allewege, solange Jojada 
lebte.
15. Und Jojada ward alt und des Lebens satt und starb; und war 
hundertunddreiig Jahre alt, da er starb.
16. Und sie begruben ihn in der Stadt Davids unter die Knige, darum da 
er hatte wohlgetan an Israel und an Gott und seinem Hause.
17. Und nach dem Tode Jojadas kamen die Obersten in Juda und beteten den 
Knig an; da gehorchte ihnen der Knig.
18. Und sie verlieen das Haus des Herrn, des Gottes ihrer Vter, und 
dieneten den Hainen und Gtzen. Da kam der Zorn ber Juda und Jerusalem um 
dieser ihrer Schuld willen.
19. Er sandte aber Propheten zu ihnen, da sie sich zu dem Herrn bekehren 
sollten; und die bezeugten sie; aber sie nahmen es nicht zu Ohren.
20. Und der Geist Gottes zog an Sacharja, den Sohn Jojadas, des Priesters. 
Der trat oben ber das Volk und sprach zu ihnen: So spricht. Gott: Warum 
bertretet ihr die Gebote des Herrn, das euch nicht gelingen wird? Denn 
ihr habt den Herrn verlassen, so wird er euch wieder verlassen.
21. Aber sie machten einen Bund wider ihn und steinigten ihn nach dem 
Gebot des Knigs im Hofe am Hause des Herrn.
22. Und der Knig Joas gedachte nicht an die Barmherzigkeit, die Jojada 
sein Vater, an ihm getan hatte, sondern erwrgete seinen Sohn. Da er aber 
starb, sprach er: Der Herr wird's sehen und suchen
23. Und da das Jahr um war, zog herauf das Heer der Syrer, und kamen nach 
Juda und Jerusalem und verderbeten alle Obersten im Volk; und allen ihren 
Raub sandten sie dem Knige zu Damaskus.
24. Denn der Syrer Macht kam mit wenig Mnnern, noch gab der Herr in ihre 
Hand eine sehr groe Macht, darum da sie den Herrn, ihrer Vter Gott, 
verlassen hatten. Auch bten sie an Joas Strafe.
25. Und da sie von ihm zogen, lieen sie ihn in groen Krankheiten. Es 
machten aber seine Knechte einen Bund wider ihn um des Bluts willen der 
Kinder Jojadas, des Priesters, und erwrgeten ihn auf seinem Bette; und er 
starb. Und man begrub ihn in der Stadt Davids, aber nicht unter der Knige 
Grber.
26. Die aber den Bund wider ihn machten, waren diese: Sabad, der Sohn 
Simeaths, der Ammonitin, und Josabad, der Sohn Simriths, der Moabitin.
27. Aber seine Shne und die Summa, die unter ihm versammelt war, und der 
Bau des Hauses Gottes, siehe, die sind beschrieben in der Historia im Buch 
der Knige. Und sein Sohn Amazia ward Knig an seiner Statt.
2.Chronik 25
1. Fnfundzwanzig Jahre alt war Amazia, da er Knig ward, und regierete 
neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Joadan von Jerusalem.
2. Und er tat, was dem Herrn wohlgefiel, doch nicht von ganzem Herzen.
3. Da nun sein Knigreich bekrftiget war, erwrgete er seine Knechte, die 
den Knig, seinen Vater, geschlagen hatten.
4. Aber ihre Kinder ttete er nicht. Denn also stehet es geschrieben im 
Gesetz, im Buch Moses, da der Herr gebeut und spricht: Die Vter sollen 
nicht sterben fr die Kinder, noch die Kinder fr die Vter, sondern ein 
jeglicher, soll um seiner Snde willen sterben.
5. Und Amazia brachte zuhauf Juda und stellete sie nach der Vter Husern, 
nach den Obersten ber tausend und ber hundert, unter ganz Juda und 
Benjamin; und zhlete sie von zwanzig Jahren und drber und fand ihrer 
dreihunderttausend auserlesen, die ins Heer ziehen mochten und Spie und 
Schild fhren konnten.
6. Dazu nahm er an aus Israel hunderttausend starke Kriegsleute um hundert 
Zentner Silbers.
7. Es kam aber ein Mann Gottes zu ihm und sprach: Knig, la nicht das, 
Heer Israels mit dir kommen.; denn der Herr ist nicht mit Israel noch mit 
allen Kindern Ephraim.
8. Denn so du kommst, da du eine Khnheit beweisest im Streit, wird Gott 
dich fallen lassen, vor deinen Feinden. Denn bei Gott stehet die Kraft, zu 
helfen und fallen zu lassen.
9. Amazia sprach zu dem Mann Gottes. Was soll man denn tun mit den hundert 
Zentnern, die ich den Kriegsknechten von Israel gegeben habe? Der Mann 
Gottes sprach: Der Herr hat noch mehr, denn des ist, das er dir geben kann.
10. Da sonderte Amazia die Kriegs knechte ab, die zu ihm aus Ephraim 
kommen waren, da sie an ihren Ort hingingen. Da ergrimmete ihr Zorn wider 
Juda sehr, und zogen wieder an ihren Ort mit grimmigem Zorn.
11. Und ward getrost und fhrete sein Volk aus und zog aus ins Salztal und 
schlug der Kinder von Seir zehntausend.
12. Und die Kinder Juda fingen ihrer zehntausend lebendig; die fhreten 
sie auf die Spitze eines Felsen und strzten sie von der Spitze des 
Felsen, da sie alle zerborsten.
13. Aber die Kriegsknechte, die Amazia hatte wiederum lassen ziehen, da 
sie nicht mit seinem Volk zum Streit zgen, taten sich nieder in den 
Stdten Judas, von Samaria an bis gen Beth-Horon, und schlugen ihrer 
dreitausend und nahmen viel Raubes.
14. Und da Amazia wiederkam von der Edomiter Schlacht, brachte er die 
Gtter der Kinder von Seir und stellete sie ihm zu Gttern; und betete an 
vor ihnen und rucherte ihnen.
15. Da ergrimmete der Zorn des Herrn ber Amazia und sandte einen 
Propheten zu ihm, der sprach zu ihm: Warum suchest du die Gtter des 
Volks, die ihr Volk nicht konnten erretten von deiner Hand?
16. Und da er mit ihm redete, sprach er zu ihm: Hat man dich zu des Knigs 
Rat gemacht? Hre auf, warum willst du geschlagen sein? Da hrete der 
Prophet auf und sprach: Ich merke wohl, da Gott sich beraten hat, dich zu 
verderben, da du solches getan hast und gehorchest meinem Rat nicht.
17. Und Amazia, der Knig Judas, ward Rats und sandte hin zu Joas, dem 
Sohn Joahas, des Sohns Jehus, dem Knige Israels, und lie ihm sagen: 
Komm, la uns miteinander besehen.
18. Aber Joas, der Knig Israels, sandte zu Amazia, dem Knige Judas, und 
lie ihm sagen: Der Dornstrauch im Libanon sandte zu der Zeder im Libanon 
und lie ihr sagen: Gib deine Tochter meinem Sohn zum Weibe; aber das Wild 
im Libanon lief ber den Dornstrauch und zertrat ihn.
19. Du gedenkest: Siehe, ich habe die Edomiter geschlagen; des erhebet 
sich dein Herz und suchest Ruhm. Nun bleibe daheim! Warum ringest du nach 
Unglck, da du fallest und Juda mit dir?
20. Aber Amazia gehorchte nicht; denn es geschah von Gott, da sie gegeben 
wrden in die Hand, darum da sie die Gtter der Edomiter gesucht hatten.
21. Da zog Joas, der Knig Israels, herauf, und besahen sich miteinander, 
er und Amazia, der Knig Judas, zu Beth-Semes, die in Juda liegt.
22. Aber Juda ward geschlagen vor Israel, und flohen ein jeglicher in 
seine Htte.
23. Aber Amazia, den Knig Judas, den Sohn Joas, griff Joas, der Sohn 
Joahas, der Knig Israels, zu Beth-Semes und brachte ihn gen Jerusalem und 
ri ein die Mauern zu Jerusalem vom Tor Ephraim an bis an das Ecktor, 
vierhundert Ellen lang.
24. Und alles Gold und Silber und alle Gefe, die vorhanden waren im 
Hause Gottes bei Obed-Edom und in dem Schatz im Hause des Knigs, und die 
Kinder zu Pfande nahm er mit sich gen Samaria.
25. Und Amazia, der Sohn Joas, der Knig Judas, lebte nach dem Tode Joas, 
des Sohns Joahas, des Knigs Israels, fnfzehn Jahre.
26. Was aber mehr von Amazia zu sagen ist, beide das Erste und das Letzte, 
siehe, das ist geschrieben im Buch der Knige Judas und Israels.
27. Und von der Zeit an, da Amazia von dem Herrn abwich, machten sie einen 
Bund wider ihn zu Jerusalem; er aber floh gen Lachis. Da sandten sie ihm 
nach gen Lachis und tteten ihn daselbst.
28. Und sie brachten ihn auf Rossen und begruben ihn bei seinen Vtern in 
der Stadt Judas.
2.Chronik 26
1. Da nahm das ganze Volk Juda Usia, der war sechzehn Jahre alt, und 
machten ihn zum Knige an seines Vaters Amazia Statt.
2. Derselbe bauete Eloth und brachte sie wieder an Juda, nachdem der Knig 
entschlafen war mit seinen Vtern.
3. Sechzehn Jahre alt war Usia, da er Knig ward, und regierete 
zweiundfnfzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Jechalja von 
Jerusalem.
4. Und er tat, das dem Herrn wohlgefiel, wie sein Vater Amazia getan hatte.
5. Und er suchte Gott, solange Sacharja lebte, der Lehrer in den Gesichten 
Gottes; und solange er den Herrn suchte, lie ihm Gott gelingen.
6. Denn er zog aus und stritt wider die Philister; und zerri die Mauern 
zu Gath und die Mauern zu Jabne und die Mauern zu Asdod; und bauete Stdte 
um Asdod und unter den Philistern.
7. Denn Gott half ihm wider die Philister, wider die Araber, wider die zu 
Gur-Baal und wider die Meuniter.
8. Und die Ammoniter gaben Usia Geschenke, und er ward berhmt, bis man 
kommt nach gypten, denn er ward immer strker und strker.
9. Und Usia bauete Trme zu Jerusalem am Ecktor und am Taltor und an 
andern Ecken und befestigte sie.
10. Er bauete auch Schlsser in der Wste und grub viel Brunnen; denn er 
hatte viel Viehes, beide in den Auen und auf den Ebenen; auch Ackerleute 
und Weingrtner an den Bergen und am Karmel, denn er hatte Lust zu 
Ackerwerk.
11. Und Usia hatte eine Macht zum Streit, die ins Heer zogen, von 
Kriegsknechten, in der Zahl gerechnet, unter der Hand Jeiels, des 
Schreibers, und Maesejas, des Amtmanns, unter der Hand Hananjas aus den 
Obersten des Knigs.
12. Und die Zahl der vornehmsten Vter unter den starken Kriegern war 
zweitausend und sechshundert.
13. Und unter ihrer Hand die Heersmacht dreihunderttausend und 
siebentausend und fnfhundert zum Streit geschickt in Heereskraft, zu 
helfen dem Knige wider die Feinde.
14. Und Usia schickte ihnen fr das ganze Heer Schilde, Spiee, Helme, 
Panzer, Bogen und Schleudersteine.
15. Und machte zu Jerusalem Brustwehren knstlich, die auf den Trmen und 
Ecken sein sollten, zuschieen mit Pfeilen und groen Steinen. Und sein 
Gercht kam weit aus, darum da ihm sonderlich geholfen ward, bis er 
mchtig ward.
16. Und da er mchtig worden war, er hub sich sein Herz zu seinem 
Verderben. Denn er vergriff sich an dem Herrn, seinem Gott, und ging in 
den Tempel des Herrn, zu ruchern auf dem Ruchaltar.
17. Aber Asarja, der Priester, ging ihm nach und achtzig Priester des 
Herrn mit ihm, redliche Leute,
18. und stunden wider Usia, den Knig, und sprachen zu ihm: Es gebhrt 
dir, Usia, nicht, zu ruchern dem Herrn, sondern den Priestern, Aarons 
Kindern, die zu ruchern geheiliget sind. Gehe heraus aus dem Heiligtum, 
denn du vergreifest dich; und es wird dir keine Ehre sein vor Gott dem 
Herrn.
19. Aber Usia ward zornig; und hatte ein Ruchfa in der Hand. Und da er 
mit den Priestern murrete, fuhr der Aussatz aus an seiner Stirn vor den 
Priestern im Hause des Herrn vor dem Ruchaltar.
20. Und Asarja, der oberste Priester, wandte das Haupt zu ihm, und alle 
Priester, und siehe, da war er ausstzig an seiner Stirn; und sie stieen 
ihn von dannen. Er eilete auch selbst, herauszugehen, denn seine Plage war 
vom Herrn.
21. Also war Usia, der Knig, ausstzig bis an seinen Tod und wohnete in 
einem sondern Hause ausstzig; denn er ward verstoen vom Hause des Herrn. 
Jotham aber, sein Sohn, stund des Knigs Hause vor und richtete das Volk 
im Lande.
22. Was aber mehr von Usia zu sagen ist, beide das Erste und das Letzte, 
hat beschrieben der Prophet Jesaja, der Sohn Amoz.
23. Und Usia entschlief mit seinen Vtern, und sie begruben ihn bei seinen 
Vtern im Acker bei dem Begrbnis der Knige; denn sie sprachen: Er ist 
ausstzig. Und Jotham, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
2.Chronik 27
1. Jotham war fnfundzwanzig Jahre alt, da er Knig ward, und regierete 
sechzehn Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Jerusa, eine Tochter Zadoks.
2. Und tat, das dem Herrn wohlgefiel, wie sein Vater Usia getan hatte, 
ohne da er nicht in den Tempel des Herrn ging, und das Volk sich noch 
verderbete.
3. Er bauete das hohe Tor am Hause des Herrn, und an der Mauer Ophel 
bauete er viel.
4. Und bauete die Stdte auf dem Gebirge Juda, und in den Wldern bauete 
er Schlsser und Trme.
5. Und er stritt mit dem Knige der Kinder Ammon, und er ward ihrer 
mchtig, da ihm die Kinder Ammon dasselbe Jahr gaben hundert Zentner 
Silbers, zehntausend Kor Weizen und zehntausend Gerste. So viel gaben ihm 
die Kinder Ammon auch im andern und im dritten Jahrs
6. Also ward Jotham mchtig; denn er richtete seine Wege vor dem Herrn, 
seinem Gott.
7. Was aber mehr von Jotham zu sagen ist, und alle seine Streite und seine 
Wege, siehe, das ist geschrieben im Buch der Knige Israels und Judas.
8. Fnfundzwanzig Jahre alt war er, da er Knig ward, und regierete 
sechzehn Jahre zu Jerusalem.
9. Und Jotham entschlief mit seinen Vtern, und sie begruben ihn in der 
Stadt Davids. Und sein Sohn Ahas ward Knig an seiner Statt.
2.Chronik 28
1. Ahas war zwanzig Jahre alt,. da er Knig ward, und regierete sechzehn 
Jahre zu Jerusalem; und tat nicht, das dem Herrn wohlgefiel, wie sein 
Vater David,
2. sondern wandelte in den Wegen der Knige Israels. Dazu machte er 
gegossene Bilder Baalim.
3. Und rucherte im Tal der Kinder Hinnom und verbrannte seine Shne mit 
Feuer nach dem Greuel der Heiden, die der Herr vor den Kindern Israel 
vertrieben hatte;
4. und opferte und rucherte auf den Hhen und auf den Hgeln und unter 
allen grnen Bumen.
5. Darum gab ihn der Herr, sein Gott, in die Hand des Knigs zu Syrien, 
da sie ihn schlugen und einen groen Haufen von den Seinen gefangen 
wegfhreten und gen Damaskus brachten. Auch ward er gegeben unter die Hand 
des Knigs Israels, da er eine groe Schlacht an ihm tat.
6. Denn Pekah, der Sohn Remaljas, schlug in Juda hundertundzwanzigtausend 
auf einen Tag, die alle redliche Leute waren, darum da sie den Herrn, 
ihrer Vter Gott, verlieen.
7. Und Sichri, ein Gewaltiger in Ephraim, erwrgete Maeseja, den Sohn des 
Knigs, und Asrikam, den Hausfrsten, und Elkana, den Nchsten nach dem 
Knige.
8. Und die Kinder Israel fhreten gefangen weg von ihren Brdern 
zweihunderttausend Weiber, Shne und Tchter; und nahmen dazu groen Raub 
von ihnen und brachten den Raub gen Samaria.
9. Es war aber daselbst ein Prophet des Herrn, der hie Oded, der ging 
heraus dem Heer entgegen, das gen Samaria kam, und sprach zu ihnen: Siehe, 
weil der Herr, eurer Vter Gott, ber Juda zornig ist, hat er sie in eure 
Hnde gegeben; ihr aber habt sie erwrget, so greulich, da es in den 
Himmel reichet.
10. Nun gedenket ihr die Kinder Judas und Jerusalems euch zu unterwerfen 
zu Knechten und Mgden. Ist das denn nicht Schuld bei euch wider den 
Herrn, euren Gott?
11. So gehorchet mir nun und bringet die Gefangenen wieder hin, die ihr 
habt weggefhret aus euren Brdern; denn des Herrn Zorn ist ber euch 
ergrimmet.
12. Da machten sich auf etliche unter den Vornehmsten der Kinder Ephraim: 
Asarja, der Sohn Johanans, Berechja, der Sohn Mesillemoths, Jehiskia, der 
Sohn Sallums, und Amasa, der Sohn Hadlais, wider die, so aus dem Heer 
kamen,
13. und sprachen zu ihnen: Ihr sollt die Gefangenen nicht hereinbringen; 
denn ihr gedenket nur Schuld vor dem Herrn ber uns, auf da ihr unserer 
Snde und Schuld desto mehr machet; denn es ist zuvor der Schuld zu viel 
und der Zorn ber Israel ergrimmet.
14. Da lieen die Geharnischten die Gefangenen und den Raub vor den 
Obersten und vor der ganzen Gemeine.
15. Da stunden auf die Mnner, die jetzt mit Namen genannt sind, und 
nahmen die Gefangenen und alle die blo unter ihnen waren, zogen sie an 
von dem Geraubten und kleideten sie und zogen ihnen Schuhe an; und gaben 
ihnen zu essen und zu trinken und salbeten sie; und fhreten sie auf Eseln 
alle, die schwach waren, und brachten sie gen Jericho, zur Palmenstadt, zu 
ihren Brdern. Und kamen wieder gen Samaria.
16. Zu derselben Zeit sandte der Knig Ahas zu den Knigen von Assur, da 
sie ihm hlfen.
17. Und es kamen abermal die Edomiter und schlugen Juda und fhreten 
etliche weg.
18. Auch taten sich die Philister nieder in den Stdten, in der Aue und 
gegen Mittag Juda und gewannen Beth-Semes, Ajalon, Gederoth und Socho mit 
ihren Tchtern und Thimna mit ihren Tchtern und Gimso mit ihren Tchtern; 
und wohneten drinnen.
19. Denn der Herr demtigte Juda um Ahas willen, des Knigs Judas, darum 
da er Juda blo machte und vergriff sich am Herrn.
20. Und es kam wider ihn Thiglath-Pilneser, der Knig von Assur, der 
belagerte ihn; aber er konnte ihn nicht gewinnen.
21. Denn Ahas teilte das Haus des Herrn und das Haus des Knigs und der 
Obersten, das er dem Knige zu Assur gab; aber es half ihm nichts.
22. Dazu in seiner Not machte der Knig Ahas des Vergreifens am Herrn noch 
mehr
23. und opferte den Gttern zu Damaskus, die ihn geschlagen hatten, und 
sprach: Die Gtter der Knige zu Syrien helfen ihnen; darum will ich ihnen 
opfern, da sie mir auch helfen; so doch dieselben ihm und dem ganzen 
Israel ein Fall waren.
24. Und Ahas brachte zuhauf die Gefe des Hauses Gottes und sammelte die 
Gefe im Hause Gottes und schlo die Tren zu am Hause des Herrn; und 
machte ihm Altre in allen Winkeln zu Jerusalem.
25. Und in den Stdten Judas hin und her machte er Hhen, zu ruchern 
andern Gttern; und reizte den Herrn, seiner Vter Gott.
26. Was aber mehr von ihm zu sagen ist, und alle seine Wege, beide die 
ersten und letzten, siehe, das ist geschrieben im Buch der Knige Judas 
und Israels.
27. Und Ahas entschlief mit seinen Vtern, und sie begruben ihn in der 
Stadt zu Jerusalem; denn sie brachten ihn nicht unter die Grber der 
Knige Israels. Und sein Sohn Jehiskia ward Knig an seiner Statt.
2.Chronik 29
1. Jehiskia war fnfundzwanzig Jahre alt, da er Knig ward, und regierete 
neunundzwanzig Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Abia, eine Tochter 
Sacharjas.
2. Und er tat, das dem Herrn wohlgefiel, wie sein Vater David.
3. Er tat auf die Tren am Hause des Herrn im ersten Monden des ersten 
Jahrs seines Knigreichs und befestigte, sie.
4. Und brachte hinein die Priester und Leviten und versammelte sie auf der 
breiten Gasse gegen Morgen
5. und sprach zu ihnen: Hret mir zu, ihr Leviten! Heiliget euch nun, da 
ihr heiliget das Haus des Herrn, eurer Vter Gottes, und tut heraus den 
Unflat aus dem Heiligtum.
6. Denn unsere Vter haben sich vergriffen und getan, das dem Herrn, 
unserm Gott, bel gefllt, und haben ihn verlassen. Denn sie haben ihr 
Angesicht von der Wohnung des Herrn gewandt und den Rcken zugekehret;
7. und haben die Tr an der Halle zugeschlossen und die Lampen 
ausgelschet und kein Ruchwerk geruchert und kein Brandopfer getan im 
Heiligtum dem Gott Israels.
8. Daher ist der Zorn des Herrn ber Juda und Jerusalem kommen und hat sie 
gegeben in Zerstreuung und Verwstung, da man sie anpfeifet, wie ihr mit 
euren Augen sehet.
9. Denn siehe, um desselben willen sind unsere Vter gefallen durchs 
Schwert, unsere Shne, Tchter und Weiber sind weggefhrt.
10. Nun habe ich's im Sinn, einen Bund zu machen mit dem Herrn, dem Gott 
Israels, da sein Zorn und Grimm sich Von uns wende.
11. Nun, meine Shne, seid nicht hinlssig; denn euch hat der Herr 
erwhlet, da ihr vor ihm stehen sollet, und da ihr seine Diener und 
Rucherer seid.
12. Da machten sich auf die Leviten: Mahath, der Sohn Amasais, und Joel, 
der Sohn Asarjas, aus den Kindern der Kahathiter; aus den Kindern aber 
Meran: Kis, der Sohn Abdis, und Asarja, der Sohn Jehaleleels; aber aus den 
Kindern der Gersoniter: Joab, der Sohn Simmas, und Eden, der Sohn Joahs;
13. und aus den Kindern Elizaphan: Simri und Jeiel; und aus den Kindern 
Assaph: Sacharja und Mathanja;
14. und aus den Kindern Heman: Jehiel und Simei; und aus den Kindern 
Jeduthun: Semaja und Usiel.
15. Und sie versammelten ihre Brder und heiligten sich; und gingen hinein 
nach dem Gebot des Knigs aus dem Wort des Herrn, zu reinigen das Haus des 
Herrn.
16. Die Priester aber gingen hinein inwendig ins Haus des Herrn, zu 
reinigen; und taten alle Unreinigkeit, die im Tempel des Herrn funden 
ward, auf den Hof am Hause des Herrn; und die Leviten nahmen sie auf und 
trugen sie hinaus in den Bach Kidron.
17. Sie fingen aber an am ersten Tage des ersten Monden, sich zu heiligen, 
und am achten Tage des Monden gingen sie in die Halle des Herrn und 
heiligten das Haus des Herrn acht Tage; und vollendeten es am sechzehnten 
Tage des ersten Monden.
18. Und sie gingen hinein zum Knige Hiskia und sprachen: Wir haben 
gereiniget das ganze Haus des Herrn, den Brandopferaltar und all sein 
Gerte, den Tisch der Schaubrote und all sein Gerte
19. und alle Gefe, die der Knig Ahas, da er Knig war, weggeworfen 
hatte, da er sich versndigte, die haben wir zugerichtet und geheiliget; 
siehe, sie sind vor dem Altar des Herrn.
20. Da machte sich der Knig Hiskia frhe auf und versammelte die Obersten 
der Stadt und ging hinauf zum Hause des Herrn.
21. Und brachten herzu sieben Farren, sieben Widder, sieben Lmmer und 
sieben Ziegenbcke zum Sndopfer fr das Knigreich, fr das Heiligtum und 
fr Juda. Und er sprach zu den Priestern, den Kindern Aaron, da sie 
opfern sollten auf dem Altar des Herrn.
22. Da schlachteten sie die Rinder, und die Priester nahmen das Blut und 
sprengeten es auf den Altar; und schlachteten die Widder und sprengeten 
das Blut auf den Altar; und schlachteten die Lmmer und sprengeten das 
Blut auf den Altar
23. und brachten die Bcke zum Sndopfer vor den Knig und die Gemeine und 
legten ihre Hnde auf sie.
24. Und die Priester schlachteten sie und entsndigten ihr Blut auf dem 
Altar, zu vershnen das ganze Israel. Denn der Knig hatte befohlen, 
Brandopfer und Sndopfer zu tun fr das ganze Israel.
25. Und er stellete die Leviten im Hause des Herrn mit Zimbeln, Psaltern 
und Harfen, wie es David befohlen hatte und Gad, der Schauer des Knigs, 
und der Prophet Nathan; denn es war des Herrn Gebot durch seine Propheten.
26. Und die Leviten stunden mit den Saitenspielen Davids und die Priester 
mit den Trommeten.
27. Und Hiskia hie sie Brandopfer tun auf dem Altar. Und um die Zeit, da 
man anfing das Brandopfer, fing auch an der Gesang des Herrn und die 
Trommeten und auf mancherlei Saitenspiel Davids, des Knigs Israels.
28. Und die ganze Gemeine betete an; und der Gesang der Snger und das 
Trommeten der Trommeter whrete alles, bis das Brandopfer ausgerichtet war.
29. Da nun das Brandopfer ausgerichtet war, beugte sich der Knig und 
alle, die bei ihm vorhanden waren, und beteten an.
30. Und der Knig Hiskia samt den Obersten hie die Leviten den Herrn 
loben mit dem Gedicht Davids und Assaphs, des Schauers. Und sie lobten mit 
Freuden und neigeten sich und beteten an.
31. Und Hiskia antwortete und sprach: Nun habt ihr eure Hnde gefllet dem 
Herrn; tretet hinzu und bringet her die Opfer und Lobopfer zum Hause des 
Herrn. Und die Gemeine brachte herzu Opfer und Lobopfer und jedermann 
freiwilliges Herzens Brandopfer.
32. Und die Zahl der Brandopfer, so die Gemeine herzubrachte, war 
siebenzig Rinder, hundert Widder und zweihundert Lmmer, und solches alles 
zu Brandopfer dem Herrn.
33. Und sie heiligten sechshundert Rinder und dreitausend Schafe.
34. Aber der Priester waren zu wenig und konnten nicht allen Brandopfern 
die Haut abziehen; darum nahmen sie ihre Brder, die Leviten, bis das Werk 
ausgerichtet ward, und bis sich die Priester heiligten. Denn die Leviten 
sind leichter zu heiligen als die Priester.
35. Auch war der Brandopfer viel mit dem Fett der Dankopfer und Trankopfer 
zu den Brandopfern. Also ward das Amt am Hause des Herrn fertig.
36. Und Hiskia freuete sich samt allem Volk, da man mit Gott bereit war 
worden; denn es geschah eilend.
2.Chronik 30
1. Und Hiskia sandte hin zum ganzen Israel und Juda und schrieb Briefe an 
Ephraim und Manasse, da sie kmen zum Hause des Herrn gen Jerusalem, 
Passah zu haften dem Herrn, dem Gott Israels.
2. Und der Knig hielt einen Rat mit seinen Obersten und der ganzen 
Gemeine zu Jerusalem, das Passah zu halten im andern Monden.
3. Denn sie konnten's nicht halten zur selbigen Zeit, darum da der 
Priester nicht genug geheiliget waren, und das Volk noch nicht zuhauf 
kommen war gen Jerusalem.
4. Und es gefiel dem Knige wohl und der ganzen Gemeine,
5. und bestelleten, da solches ausgerufen wrde durch ganz Israel, von 
Berseba an bis gen Dan, da sie kmen, Passah zu halten dem Herrn, dem 
Gott Israels, zu Jerusalem; denn es war lange nicht gehalten, wie es 
geschrieben stehet.
6. Und die Lufer gingen hin mit den Briefen von der Hand des Knigs und 
seiner Obersten durch ganz Israel und Juda aus dem Befehl des Knigs und 
sprachen: Ihr Kinder Israel, bekehret euch zu dem Herrn, dem Gott 
Abrahams, Isaaks und Israels, so wird er sich kehren zu den brigen, die 
noch brig unter euch sind aus der Hand der Knige zu Assur.
7. Und seid nicht wie eure Vter und Brder, die sich am Herrn, ihrer 
Vter Gott, vergriffen, und er sie gab in eine Verwstung, wie ihr selber 
sehet.
8. So seid nun nicht halsstarrig, wie eure Vter, sondern gebet eure Hand 
dem Herrn und kommt zu seinem Heiligtum, das er geheiliget hat ewiglich, 
und dienet dem Herrn, eurem Gott, so wird sich der Grimm seines Zorns von 
euch wenden.
9. Denn so ihr euch bekehret zu dem Herrn, so werden eure Brder und 
Kinder Barmherzigkeit haben vor denen, die sie gefangen halten, da sie 
wieder in dies Land kommen. Denn der Herr, euer Gott, ist gndig und 
barmherzig und wird sein Angesicht nicht von euch wenden, so ihr euch zu 
ihm bekehret.
10. Und die Lufer gingen von einer Stadt zur andern im Lande Ephraim und 
Manasse und bis gen Sebulon; aber sie verlachten sie und spotteten ihrer.
11. Doch etliche von Asser und Manasse und Sebulon demtigten sich und 
kamen gen Jerusalem.
12. Auch kam Gottes Hand in Juda, da er ihnen gab einerlei Herz, zu tun 
nach des Knigs und der Obersten Gebot aus dem Wort des Herrn.
13. Und es kam zuhauf gen Jerusalem ein gro Volk, zu halten das Fest der 
ungesuerten Brote im andern Monden, eine sehr groe Gemeine.
14. Und sie machten sich auf und taten ab die Altre, die zu Jerusalem 
waren, und alle Ruchwerke taten sie weg und warfen sie in den Bach Kidron.
15. Und schlachteten das Passah am vierzehnten Tage des andern Monden. Und 
die Priester und Leviten bekannten ihre Schande und heiligten sich und 
brachten die Brandopfer zum Hause des Herrn.
16. Und stunden in ihrer Ordnung, wie sich's gebhrt, nach dem Gesetz 
Moses, des Mannes Gottes. Und die Priester sprengeten das Blut von der 
Hand der Leviten.
17. Denn ihrer waren viel in der Gemeine, die sich nicht geheiliget 
hatten; darum schlachteten die Leviten das Passah fr alle, die nicht rein 
Waren, da sie dem Herrn geheiliget wrden.
18. Auch war des Volks viel von Ephraim, Manasse, Isaschar und Sebulon, 
die nicht rein waren, sondern aen das Osterlamm nicht, wie geschrieben 
stehet. Denn Hiskia bat fr sie und sprach: Der Herr, der gtig ist, wird 
gndig sein
19. allen, die ihr Herz schicken, Gott zu suchen, den Herrn, den Gott 
ihrer Vter, und nicht um der heiligen Reinigkeit willen.
20. Und der Herr erhrete Hiskia und heilete das Volk.
21. Also hielten die Kinder Israel, die zu Jerusalem funden wurden, das 
Fest der ungesuerten Brote sieben Tage mit groer Freude. Und die Leviten 
und Priester lobeten den Herrn alle Tage mit starken Saitenspielen des 
Herrn.
22. Und Hiskia redete herzlich mit allen Leviten, die einen guten Verstand 
hatten am Herrn. Und sie aen das Fest ber, sieben Tage; und opferten 
Dankopfer und danketen dem Herrn, ihrer Vter Gott.
23. Und die ganze Gemeine ward Rats, noch andere sieben Tage zu halten; 
und hielten auch die sieben Tage mit Freuden.
24. Denn Hiskia, der Knig Judas, gab eine Hebe fr die Gemeine, tausend 
Farren und siebentausend Schafe. Die Obersten aber gaben eine Hebe fr die 
Gemeine, tausend Farren und zehntausend Schafe. Also heiligten sich der 
Priester viele.
25. Und es freuten sich die ganze Gemeine Juda, die Priester und Leviten 
und die ganze Gemeine, die aus Israel kommen waren, und die Fremdlinge, 
die aus dem Lande Israel kommen waren und die in Juda wohneten.
26. Und war eine groe Freude zu Jerusalem. Denn seit der Zeit Salomos, 
des Sohns Davids, des Knigs Israels, war solches zu Jerusalem nicht 
gewesen.
27. Und die Priester und die Leviten stunden auf und segneten das Volk, 
und ihre Stimme ward erhret, und ihr Gebet kam hinein vor seine heilige 
Wohnung im Himmel.
2.Chronik 31
1. Und da dies alles war ausgerichtet, zogen hinaus alle Israeliten, die 
unter den Stdten Judas funden wurden, und zerbrachen die Sulen und 
hieben die Haine ab und brachen ab die Hhen und Altre aus dem ganzen 
Juda, Benjamin, Ephraim und Manasse, bis sie sie gar aufrumten. Und die 
Kinder Israel zogen alle wieder zu ihrem Gut in ihre Stdte.
2. Hiskia aber stellete die Priester und Leviten in ihre Ordnung, einen 
jeglichen nach seinem Amt, beide der Priester und Leviten, zu Brandopfern 
und Dankopfern, da sie dieneten, danketen und lobeten in den Toren des 
Lagers des Herrn.
3. Und der Knig gab sein Teil von seiner Habe zu Brandopfern des Morgens 
und des Abends und zu Brandopfern des Sabbats und Neumonden und Festen, 
wie es geschrieben stehet im Gesetz des Herrn.
4. Und er sprach zum Volk, das zu Jerusalem wohnete, da sie Teil gben 
den Priestern und Leviten, auf da sie knnten desto hrter anhalten am 
Gesetz des Herrn.
5. Und da das Wort auskam, gaben die Kinder Israel viel Erstlinge von 
Getreide, Most, l, Honig und allerlei Einkommens vom Felde; und allerlei 
Zehnten brachten sie viel hinein.
6. Und die Kinder Israel und Juda, die in den Stdten Judas wohneten, 
brachten auch Zehnten von Rindern und Schafen und Zehnten von dem 
Geheiligten, das sie dem Herrn, ihrem Gott, geheiliget hatten, und machten 
hie einen Hufen und da einen Haufen.
7. Im dritten Monden fingen sie an, Haufen zu legen, und im siebenten 
Monden richteten sie es aus.
8. Und da Hiskia mit den Obersten hineinging und sahen die Haufen, lobeten 
sie den Herrn und sein Volk Israel.
9. Und Hiskia fragte die Priester und Leviten um die Haufen.
10. Und Asarja, der Priester, der Vornehmste im Hause Zadok, sprach zu 
ihm: Seit der Zeit man angefangen hat, die Hebe zu bringen ins Haus des 
Herrn, haben wir gegessen und sind satt worden, und ist noch viel 
berblieben; denn der Herr hat sein Volk gesegnet, darum ist dieser Haufe 
berblieben.
11. Da befahl der Knig, da man Kasten zubereiten sollte am Hause des 
Herrn. Und sie bereiteten sie zu
12. und taten hinein die Hebe, die Zehnten und das Geheiligte treulich. 
Und ber dasselbe war Frst Chananja, der Levit, und Simei, sein Bruder, 
der andere,
13. und Jehiel, Asasja, Nahath, Asahel, Jerimoth, Josabad, Eliel, 
Jesmachja,. Mahath und Benaja, verordnet von der Hand Chananjas und 
Simeis, seines Bruders, nach dem Befehl des Knigs Hiskia. Aber Asarja war 
Frst im Hause Gottes.
14. Und Kore, der Sohn Jemnas, der Levit, der Torhter gegen Morgen, war 
ber die freiwilligen Gaben Gottes, die dem Herrn zur Hebe gegeben wurden, 
und ber die allerheiligsten.
15. Und unter seiner Hand waren: Eden, Minjamin, Jesua, Semaja, Amarja und 
Sachanja in den Stdten der Priester, auf Glauben, da sie geben sollten 
ihren Brdern nach ihrer Ordnung, dem Kleinsten wie dem Groen;
16. dazu denen, die gerechnet wurden fr Mannsbilde von drei Jahren alt 
und drber, unter allen, die in das Haus des Herrn gingen, ein jeglicher 
an seinem Tage zu ihrem Amt in ihrer Hut nach ihrer Ordnung;
17. auch die fr Priester gerechnet wurden im Hause ihrer Vter, und die 
Leviten, von zwanzig Jahren und drber, in ihrer Hut nach ihrer Ordnung;
18. dazu die gerechnet wurden unter ihre Kinder, Weiber, Shne und 
Tchter, unter der ganzen Gemeine. Denn sie heiligten treulich das 
Geheiligte.
19. Auch waren Mnner mit Namen benannt unter den Kindern. Aaron, den 
Priestern, auf den Feldern der Vorstdte in allen Stdten, da sie Teil 
gben allen Mannsbildern unter den Priestern und allen, die unter die 
Leviten gerechnet wurden.
20. Also tat Hiskia im ganzen Juda und tat, was gut, recht und wahrhaftig 
war vor dem Herrn, seinem Gott.
21. Und in allem Tun, das er anfing, am Dienst des Hauses Gottes nach dem 
Gesetz und Gebot, zu suchen seinen Gott, das tat er von ganzem Herzen; 
darum hatte er auch Glck.
2.Chronik 32
1. Nach diesen Geschichten und Treue kam Sanherib, der Knig zu Assur, und 
zog nach Juda und lagerte sich vor die festen Stdte und gedachte, sie zu 
sich zu reien.
2. Und da Hiskia sah, da Sanherib kam und sein Angesicht stund, zu 
streiten wider Jerusalem,
3. ward er Rats mit seinen Obersten und Gewaltigen, zuzudecken die Wasser 
von den Brunnen, die drauen vor der Stadt waren; und sie halfen ihm.
4. Und es versammelte sich ein gro Volk und deckten zu alle Brunnen und 
flieenden Wasser mitten im Lande und sprachen: Da die Knige von Assur 
nicht viel Wassers finden, wenn sie kommen!
5. Und er ward getrost und bauete alle Mauern, wo sie lckicht waren, und 
machte Trme drauf; und bauete drauen noch eine andere Mauer und 
befestigte Millo an der Stadt Davids; und machte viel Waffen und Schilde.
6. Und stellete die Hauptleute zum Streit neben das Volk; und sammelte sie 
zu sich auf die breite Gasse am Tor der Stadt und redete herzlich mit 
ihnen und sprach:
7. Seid getrost und frisch, frchtet euch nicht und zaget nicht vor dem 
Knige von Assur, noch vor all dem Haufen, der bei ihm ist; denn es ist 
ein grerer mit uns als mit ihm.
8. Mit ihm ist ein fleischlicher Arm; mit uns aber ist der Herr, unser 
Gott, da er uns helfe und fhre unsern Streit. Und das Volk verlie sich 
auf die Worte Hiskias, des Knigs Judas.
9. Danach sandte Sanherib, der Knig zu Assur, seine Knechte gen Jerusalem 
(denn er lag vor Lachis und alle seine Herrschaft mit ihm) zu Hiskia, dem 
Knige Judas, und zum ganzen Juda, das zu Jerusalem war, und lie ihm 
sagen:
10. So spricht Sanherib, der Knig zu Assur: Wes vertrstet ihr euch, die 
ihr wohnet in dem belagerten Jerusalem?
11. Hiskia beredet euch, da er euch gebe in den Tod, Hunger und Durst, 
und spricht: Der Herr, unser Gott, wird uns erretten von der Hand des 
Knigs zu Assur.
12. Ist er nicht der Hiskia, der seine Hhen und Altre weggetan hat und 
gesagt zu Juda und Jerusalem: Vor einem Altar sollt ihr anbeten und drauf 
ruchern?
13. Wisset ihr nicht, was ich und meine Vter getan haben allen Vlkern in 
Lndern? Haben auch die Gtter der Heiden in Lndern mgen ihre Lnder 
erretten von meiner Hand?
14. Wer ist unter allen Gttern dieser Heiden, die meine Vter verbannet 
haben, der sein Volk habe mgen erretten von meiner Hand, da euer Gott 
euch sollte mgen erretten aus meiner Hand?
15. So lat euch nun Hiskia nicht aufsetzen und lat euch solches nicht 
bereden und glaubet ihm nicht. Denn so kein Gott aller Heiden und 
Knigreiche hat sein Volk mgen von meiner und meiner Vter Hand erretten, 
so werden auch euch eure Gtter nicht erretten von meiner Hand.
16. Dazu redeten seine Knechte noch mehr wider den Herrn, den Gott, und 
wider seinen Knecht Hiskia.
17. Auch schrieb er Briefe, Hohn zu sprechen dem Herrn, dem Gott Israels, 
und redete von ihm und sprach: Wie die Gtter der Heiden in Lndern ihr 
Volk nicht haben errettet von meiner Hand, so wird auch der Gott Hiskias 
sein Volk nicht erretten von meiner Hand.
18. Und sie riefen mit lauter Stimme auf jdisch zum Volk zu Jerusalem, 
das auf der Mauer war, sie furchtsam zu machen und zu erschrecken, da sie 
die Stadt gewnnen;
19. und redeten wider den Gott Jerusalems wie wider die Gtter der Vlker 
auf Erden, die Menschenhnde-Werk waren.
20. Aber der Knig Hiskia und der Prophet Jesaja, der Sohn Amoz, beteten 
dawider und schrieen gen Himmel.
21. Und der Herr sandte einen Engel, der vertilgete alle Gewaltigen des 
Heers und Frsten und Obersten im Lager des Knigs zu Assur, da er mit 
Schanden wieder in sein Land zog. Und da er in seines Gottes Haus ging, 
flleten ihn daselbst durchs Schwert, die von seinem eigenen Leibe kommen 
waren.
22. Also half der Herr Hiskia und denen zu Jerusalem aus der Hand 
Sanheribs, des Knigs zu Assur, und aller anderen und enthielt sie vor 
allen umher,
23. da viele dem Herrn Geschenke brachten gen Jerusalem und Kleinode 
Hiskia, dem Knige Judas. Und er ward danach erhaben vor allen Heiden.
24. Zu der Zeit ward Hiskia todkrank; und er bat den Herrn. Der redete ihm 
und gab ihm ein Wunder.
25. Aber Hiskia vergalt nicht, wie, ihm gegeben war; denn sein Herz erhub 
sich. Darum kam der Zorn ber ihn und ber Juda und Jerusalem.
26. Aber Hiskia demtigte sich, da sein Herz sich erhoben hatte, samt 
denen zu Jerusalem; darum kam der Zorn des Herrn nicht ber sie, weil 
Hiskia lebte.
27. Und Hiskia hatte sehr groen Reichtum und Ehre und machte ihm Schtze 
von Silber, Gold, Edelsteinen, Wrze, Schilden und allerlei kstlichem 
Gerte
28. und Kornhuser zu dem Einkommen des Getreides, Mosts und les und 
Stlle fr allerlei Vieh und Hrden fr die Schafe.
29. Und bauete ihm Stdte und hatte Vieh an Schafen und Rindern die Menge; 
denn Gott gab ihm sehr gro Gut.
30. Er ist der Hiskia, der die hohe Wasserquelle in Gihon zudeckte und 
leitete sie hinunter von abendwrts zur Stadt Davids; denn Hiskia war 
glckselig in allen seinen Werken.
31. Da aber die Botschaften der Frsten von Babel zu ihm gesandt waren, zu 
fragen nach dem Wunder, das im Lande geschehen war, verlie ihn Gott also, 
da er ihn versuchte, auf da kund wrde alles, was in seinem Herzen war.
32. Was aber mehr von Hiskia zu sagen ist, und seine Barmherzigkeit, 
siehe, das ist geschrieben in dem Gesicht des Propheten Jesaja, des Sohns 
Amoz, im Buch der Knige Judas und Israels.
33. Und Hiskia entschlief mit seinen Vtern, und sie begruben ihn ber die 
Grber der Kinder Davids. Und ganz Juda und die zu Jerusalem taten ihm 
Ehre in seinem Tode. Und sein Sohn Manasse ward Knig an seiner Statt.
2.Chronik 33
1. Manasse war zwlf Jahre alt, da er Knig ward, und regierete 
fnfundfnfzig Jahre zu Jerusalem;
2. und tat; das dem Herrn bel gefiel, nach den Greueln der Heiden, die 
der Herr vor den Kindern Israel vertrieben hatte.
3. Und kehrete sich um und bauete die Hhen die sein Vater Hiskia 
abgebrochen hatte, und stiftete Baalim Altre und machte Haine und betete 
an allerlei Heer am Himmel und dienete ihnen.
4. Er bauete auch Altre im Hause des Herrn, davon der Herr geredet hat: 
Zu Jerusalem soll mein Name sein ewiglich.
5. Und bauete Altre allerlei Heer am Himmel in beiden Hfen am Hause des 
Herrn.
6. Und erlie seine Shne durchs Feuer gehen im Tal des Sohns Hinnoms und 
whlte Tage und achtete auf Vogelgeschrei und zauberte und stiftete 
Wahrsager und Zeichendeuter und tat viel, das dem Herrn bel gefiel, ihn 
zu erzrnen.
7. Er setzte auch Bilder und Gtzen, die er machen lie, ins Haus Gottes, 
davon der Herr; David geredet hatte und Salomo, seinem Sohn: In diesem 
Hause zu Jerusalem, die ich erwhlet habe vor allen Stmmen Israels, will 
ich meinen Namen setzen ewiglich;
8. und will nicht mehr den Fu Israels lassen weichen vom Lande, das ich 
ihren Vtern bestellet habe, sofern sie sich halten, da sie tun alles, 
was ich ihnen geboten habe, in allen Gesetzen, Geboten und Rechten durch 
Mose.
9. Aber Manasse verfhrete Juda und die zu Jerusalem, da sie rger taten 
denn die Heiden, die der Herr vor den Kindern Israel vertilget hatte.
10. Und wenn der Herr mit Manasse und seinem Volk reden lie, merkten sie 
nichts drauf.
11. Darum lie der Herr ber sie kommen die Frsten des Heers des Knigs 
zu Assur; die nahmen Manasse gefangen mit Fesseln und banden ihn mit 
Ketten und brachten ihn gen Babel.
12. Und da er in der Angst war, flehete er vor dem Herrn, seinem Gott, und 
demtigte sich sehr vor dem Gott seiner Vter,
13. und bat und flehete ihn. Da erhrete er sein Flehen und brachte ihn 
wieder gen Jerusalem zu seinem Knigreich. Da erkannte Manasse, da der 
Herr Gott ist.
14. Danach bauete er die uersten Mauern an der Stadt Davids von 
abendwrts an Gihon im Bach, und da man zum Fischtor eingehet, und umher 
an Ophel und machte sie sehr hoch; und, legte Hauptleute in die festen 
Stdte Judas.
15. Und tat weg die fremden Gtter und die Gtzen aus dem Hause des Herrn 
und alle Altre, die er gebauet hatte auf dem Berge des Hauses des Herrn 
und zu Jerusalem; und warf sie hinaus vor die Stadt.
16. Und richtete zu den Altar des Herrn und opferte drauf Dankopfer und 
Lobopfer; und befahl Juda, da sie dem Herrn, dem Gott Israels, dienen 
sollten.
17. Doch opferte das Volk auf den Hhen, wiewohl dem Herrn, ihrem Gott
18. Was aber mehr von Manasse zu sagen ist, und sein Gebet zu seinem Gott, 
und die Rede der Schauer, die mit ihm redeten im Namen des Herrn, des 
Gottes Israels, siehe, die sind unter den Geschichten der Knige Israels.
19. Und sein Gebet und Flehen und alle seine Snde und Missetat und die 
Sttte, darauf er die Hhen bauete und Haine und Gtzen stiftete, ehe denn 
er gedemtiget ward, siehe, die sind geschrieben, unter den Geschichten 
der Schauer.
20. Und Manasse entschlief mit seinen Vtern, und sie begruben ihn in 
seinem Hause. Und sein Sohn Amon ward Knig an seiner Statt.
21. Zweiundzwanzig Jahre alt war da er Knig ward, und regierete zwei 
Jahre zu Jerusalem.
22. Und tat, das dem Herrn bel gefiel, wie sein Vater Manasse getan 
hatte. Und Amon opferte allen Gtzen, die sein Vater Manasse gemacht 
hatte, und dienete ihnen.
23. Aber er demtigte sich nicht vor dem Herrn, wie sich sein Vater 
Manasse gedemtiget hatte; denn er, Amon, machte der Schuld viel.
24. Und seine Knechte machten einen Bund wider ihn und tteten ihn in 
seinem Hause.
25. Da schlug das Volk im Lande alle, die den Bund wider den Knig Amon 
gemacht hatten. Und das Volk im Lande machte Josia, seinen Sohn, zum 
Knige an seiner Statt.
2.Chronik 34
1. Acht Jahre alt war Josia, da er Knig ward, und regierete einunddreiig 
Jahre zu Jerusalem.
2. Und tat, das dem Herrn wohlgefiel, und wandelte in den Wegen seines 
Vaters David und wich weder zur Rechten noch zur Linken.
3. Denn im achten Jahr seines Knigreichs, da er noch ein Knabe war, fing 
er an, zu suchen den Gott seines Vaters David, und im zwlften Jahr fing 
er an, zu reinigen Juda und Jerusalem von den Hhen und Hainen und Gtzen 
und gegossenen Bildern.
4. Und lie vor ihm abbrechen die Altre Baalim und die Bilder oben drauf 
hieb er oben herab; und die Haine und Gtzen und Bilder zerbrach er und 
machte sie zu Staub und streuete sie auf die Grber derer, die ihnen 
geopfert hatten.
5. Und verbrannte die Gebeine der Priester auf den Altren und reinigte 
also Juda und Jerusalem,
6. dazu in den Stdten Manasses, Ephraims, Simeons und bis an Naphthali, 
in ihren Wsten umher.
7. Und da er die Altre und Haine abgebrochen und die Gtzen klein 
zermalmet und alle Bilder abgehauen hatte im ganzen Lande Israel, kam er 
wieder gen Jerusalem.
8. Im achtzehnten Jahr seines Knigreichs, da er das Land und das Haus 
gereiniget hatte, sandte er Saphan, den Sohn Azaljas, und Maeseja, den 
Stadtvogt, und Joah, den Sohn Joahas, den Kanzler, zu bessern das Haus des 
Herrn, seines Gottes.
9. Und sie kamen zu dem Hohenpriester Hilkia. Und man gab ihnen das Geld, 
das zum Hause Gottes gebracht war, welches die Leviten, die an der 
Schwelle hteten, gesammelt hatten von Manasse, Ephraim und von allen 
brigen in Israel und vom ganzen Juda und Benjamin und von denen, die zu 
Jerusalem wohneten.
10. Und gaben's unter die Hnde den Arbeitern, die bestellet waren am 
Hause des Herrn. Und sie gaben's denen, die da arbeiteten am Hause des 
Herrn, und wo es baufllig war, da sie das Haus besserten.
11. Dieselben gaben's fort den Zimmerleuten und Bauleuten, gehauene Steine 
und gehfelt Holz zu kaufen, zu den Balken an den Husern, welche die 
Knige Judas verderbet hatten.
12. Und die Mnner arbeiteten am Werk treulich. Und es waren ber sie 
verordnet Jahath und Obadja, die Leviten aus den Kindern Merari; Sacharja 
und Mesullam aus den Kindern der Kahathiten, das Werk zu treiben; und 
waren alle Leviten, die auf Saitenspiel konnten.
13. Aber ber die Lasttrger und Treiber zu allerlei Arbeit in allen 
Amtern waren aus den Leviten die Schreiber, Amtleute und Torhter.
14. Und da sie das Geld herausnahmen, das zum Hause des Herrn eingelegt 
war, fand Hilkia, der Priester, das Buch des Gesetzes des Herrn, durch 
Mose gegeben.
15. Und Hilkia antwortete und sprach zu Saphan, dem Schreiber: Ich habe 
das Gesetzbuch funden im Hause des Herrn. Und Hilkia gab das Buch Saphan.
16. Saphan aber brachte es zum Knige und sagte dem Knige wieder und 
sprach: Alles, was unter die Hnde deiner Knechte gegeben ist, das machen 
sie.
17. Und sie haben das Geld zuhauf geschttet, das im Hause des Herrn 
funden ist, und haben's gegeben denen, die verordnet sind, und den 
Arbeitern.
18. Und Saphan, der Schreiber, sagte dem Knige an und sprach: Hilkia, der 
Priester, hat mir ein Buch gegeben. Und Saphan las drinnen vor dem Knige.
19. Und da der Knig die Worte des Gesetzes hrete, zerri er seine 
Kleider.
20. Und der Knig gebot Hilkia und Ahikam, dem Sohn Saphans, und Abdon, 
dem Sohn Michas, und Saphan, dem Schreiber, und Asaja, dem Knechte des 
Knigs, und sprach:
21. Gehet hin, fraget den Herrn fr mich und fr die brigen in Israel und 
fr Juda ber den Worten des Buchs, das funden ist; denn der Grimm des 
Herrn ist gro, der, ber uns entbrannt ist, da unsere Vter nicht 
gehalten haben das Wort des Herrn, da sie tten, wie geschrieben stehet 
in diesem Buch.
22. Da ging Hilkia hin, samt den andern vom Knige gesandt, zu der 
Prophetin Hulda, dem Weibe Sallums, des Sohns Takehaths, des Sohns Hasras, 
des Kleiderhters, die zu Jerusalem wohnete im andern Teil, und redeten 
solches mit ihr.
23. Und sie sprach zu ihnen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Saget 
dem Manne, der euch zu mir gesandt hat:
24. So spricht der Herr: Siehe, ich will Unglck bringen ber diesen Ort 
und die Einwohner, alle die Flche, die geschrieben stehen im Buch, das 
man vor dem Knige Judas gelesen hat,
25. darum da sie mich verlassen haben und andern Gttern geruchert, da 
sie mich erzrneten mit allerlei Werken ihrer Hnde. Und mein Grimm soll 
angezndet werden ber diesen Ort und nicht ausgelschet werden.
26. Und zum Knige Judas, der euch gesandt hat, den Herrn zu fragen, sollt 
ihr also sagen: So spricht der Herr, der Gott Israels, von den Worten, die 
du gehret hast:
27. Darum da dein Herz weich worden ist und hast dich gedemtigt vor 
Gott, da du seine Worte hretest wider diesen Ort und wider die Einwohner, 
und hast dich vor mir gedemtiget und deine Kleider zerrissen und vor mir 
geweinet, so habe ich dich auch erhret, spricht der Herr.
28. Siehe, ich will dich sammeln zu deinen Vtern, da da in dein Grab mit 
Frieden gesammelt werdest, da deine Augen nicht sehen all das Unglck, 
das ich ber diesen Ort und die Einwohner bringen will Und sie sagten's 
dem Knige wieder.
29. Da sandte der Knig hin und lie zuhauf kommen alle ltesten in Juda 
und Jerusalem.
30. Und der Knig ging hinauf ins Haus des Herrn und alle Mnner Judas und 
Einwohner zu Jerusalem, die Priester, die Leviten und alles Volk, beide 
klein und gro; und wurden vor ihren Ohren gelesen alle Worte im Buch des 
Bundes, das im Hause des Herrn funden war.
31. Und der Knig trat an seinen Ort und machte einen Bund vor dem Herrn, 
da man dem Herrn nachwandeln sollte, zu halten seine Gebote, Zeugnisse 
und Rechte von ganzem Herzen und von ganzer Seele, zu tun nach allen 
Worten des Bundes, die geschrieben stunden in diesem Buch.
32. Und stunden da alle, die zu Jerusalem und, in Benjamin vorhanden 
waren. Und die Einwohner zu Jerusalem tten nach dem Bunde Gottes, ihrer 
Vter Gottes.
33. Und Josia tat weg alle Greuel aus allen Landen, die der Kinder Israel 
waren, und schaffte, da alle, die in Israel funden wurden, dem Herrn, 
ihrem Gott, dieneten. Solange Josia lebte, wichen sie nicht von dem Herrn, 
ihrer Vter Gott.
2.Chronik 35
1. Und Josia hielt dem Herrn Passah zu Jerusalem und schlachtete das 
Passah am vierzehnten Tage des ersten Monden.
2. Und er stellete die Priester in ihre Hut und strkte sie zu ihrem Amt 
im Hause des Herrn.
3. Und sprach zu den Leviten, die ganz Israel lehreten und dem Herrn 
geheiliget waren: Tut die heilige Lade ins Haus, das Salomo, der Sohn 
Davids, der Knig Israels, gebauet hat. Ihr sollt sie nicht auf den 
Schultern tragen. So dienet nun dem Herrn, eurem Gott, und seinem Volk 
Israel.
4. Und, schicket das Haus eurer Vter in eurer Ordnung, wie sie 
beschrieben ist von David, dem Knige Israels, und seinem Sohn Salomo.
5. Und stehet im Heiligtum nach der Ordnung der Vter Huser unter euren 
Brdern, vom Volk geboren, auch die Ordnung der Vter Huser unter den 
Leviten.
6. Und schlachtet das Passah und heiliget euch; und schicket eure Brder, 
da sie tun nach dem Wort des Herrn durch Mose.
7. Und Josia gab zur Hebe fr den gemeinen Mann Lmmer und junge Ziegen 
(alles zu dem Passah fr alle, die vorhanden waren), an der Zahl 
dreiigtausend, und dreitausend Rinder, und alles von dem Gut des Knigs.
8. Seine Frsten aber gaben zur Hebe freiwillig fr das Volk und fr die 
Priester und Leviten (nmlich Hilkia, Sacharja und Jehiel, die Frsten im 
Hause Gottes unter den Priestern) zum Passah zweitausend und sechshundert 
Lmmer und Ziegen, dazu dreihundert Rinder.
9. Aber Chananja, Semaja, Nethaneel und seine Brder, Hasabja, Jeiel und 
Josabad, der Leviten Oberste, gaben zur Hebe den Leviten zum Passah 
fnftausend Lmmer und Ziegen und dazu fnfhundert Rinder.
10. Also ward der Gottesdienst beschickt; und die Priester stunden an 
ihrer Sttte und die Leviten in ihrer Ordnung nach dem Gebot des Knigs.
11. Und sie, schlachteten das Passah; und die Priester nahmen von ihren 
Hnden und sprengeten, und die Leviten zogen ihnen die Haut ab.
12. Und taten die Brandopfer davon, da sie, es gben unter die Teile der 
Vter Huser in ihrem gemeinen Haufen, dem Herrn zu opfern, wie es 
geschrieben stehet im Buch Mose. So taten sie mit den Rindern auch.
13. Und sie kochten das Passah am Feuer, wie sich's gebhrt. Aber was 
geheiliget war, kochten sie in Tpfen,. Kesseln und Pfannen; und sie 
machten's eilend fr den gemeinen Haufen.
14. Danach aber bereiteten sie auch fr sich und fr die Priester. Denn 
die Priester, die Kinder Aaron, schafften an dem Brandopfer und Fetten bis 
in die Nacht. Darum muten die Leviten fr sich und fr die Priester, die 
Kinder Aaron, zubereiten.
15. Und die, Snger, die Kinder Assaph, stunden an ihrer Sttte nach dem 
Gebot Davids und Assaphs und Hemans und Jedithuns, des Schauers des 
Knigs, und die Torhter an allen Toren, und sie wichen nicht von ihrem 
Amt, denn die Leviten, ihre Brder, bereiteten zu fr sie,
16. Also ward beschickt aller Gottesdienst des Herrn des Tages, da man 
Passah hielt und Brandopfer tat auf dem Altar des Herrn nach dem Gebot des 
Knigs Josia.
17. Also hielten die Kinder Israel, die vorhanden waren, Passah zu der 
Zeit und das Fest der ungesuerten Brote sieben Tage.
18. Es war aber kein Passah gehalten in Israel wie das, von der Zeit an 
Samuels, des Propheten, und kein Knig in Israel hatte solch Passah 
gehalten, wie Josia Passah hielt, und die Priester Leviten, ganz Juda; und 
was von Israel vorhanden war, und die Einwohner zu Jerusalem.
19. Im achtzehnten Jahr des Knigreichs Josias ward dies Passah gehalten.
20. Nach diesem, da Josia das Haus zugerichtet hatte, zog Necho, der Knig 
in gypten, herauf, zu streiten wider Karchemis am Phrath. Und Josia zog 
aus ihm entgegen.
21. Aber er sandte Boten zu ihm und lie ihm sagen: Was habe ich mit dir 
zu tun, Knig Judas? Ich komme jetzt nicht wider dich, sondern ich streite 
wider ein Haus, und Gott hat gesagt, ich soll eilen. Hre auf von Gott, 
der mit mir ist, da er dich nicht verderbe!
22. Aber Josia wendete sein Angesicht nicht von ihm, sondern stellete 
sich, mit ihm zu streiten, und gehorchte nicht den Worten Nechos aus dem 
Munde Gottes; und kam, mit ihm zu streiten auf der Ebene bei Megiddo.
23. Aber die, Schtzen schossen den Knig Josia. Und der Knig sprach zu 
seinen Knechten: Fhret mich hinber, denn ich bin sehr wund.
24. Und seine Knechte taten ihn von dem Wagen und, fhreten ihn auf seinem 
andern Wagen und brachten ihn gen Jerusalem; und er starb und ward 
begraben unter den Grbern seiner Vter. Und ganz Juda und Jerusalem 
trugen Leid um Josia.
25. Und Jeremia klagte Josia; und alle Snger und Sngerinnen redeten ihre 
Klagelieder ber Josia bis auf diesen Tag und machten eine Gewohnheit 
draus in Israel. Siehe, es ist geschrieben unter den Klageliedern.
26. Was aber mehr von Josia zu sagen ist, und seine Barmherzigkeit nach 
der Schrift im Gesetz des Herrn
27. und seine Geschichten, beide die ersten und letzten, siehe, das ist 
geschrieben im Buch der Knige Israels und Judas.
2.Chronik 36
1. Und das Volk im Lande nahm Joahas, den Sohn Josias, und machten ihn zum 
Knige an seines Vaters Statt zu Jerusalem.
2. Dreiundzwanzig Jahre alt war Joahas, da er Knig ward, und regierete 
drei Monden zu Jerusalem.
3. Denn der Knig in gypten setzte ihn ab zu Jerusalem und bte das Land 
um hundert Zentner Silbers und einen Zentner Goldes.
4. Und der Knig in gypten machte Eljakim, seinen Bruder, zum Knige ber 
Juda und Jerusalem und wandelte seinen Namen Jojakim. Aber seinen Bruder 
Joahas nahm Necho und brachte ihn nach gypten.
5. Fnfundzwanzig Jahre alt war Jojakim, da er Knig ward, und regierete 
elf Jahre zu Jerusalem; und tat, das dem Herrn, seinem Gott, bel gefiel.
6. Und Nebukadnezar, der Knig zu Babel, zog wider ihn herauf und band ihn 
mit Ketten, da er ihn gen Babel fhrete.
7. Auch brachte Nebukadnezar etliche Gefe des Hauses des Herrn gen Babel 
und tat sie in seinen Tempel zu Babel.
8. Was aber mehr von Jojakim zu sagen ist, und seine Greuel, die er tat, 
und die an ihm funden wurden, siehe, die sind geschrieben im Buch der 
Knige Israels und Judas. Und sein Sohn Jojachin ward Knig an seiner 
Statt.
9. Acht Jahre alt war Jojachin da er Knig ward, und regierete drei Monden 
und zehn Tage zu Jerusalem; und tat, das dem Herrn bel gefiel.
10. Da aber das Jahr umkam, sandte hin Nebukadnezar und lie ihn gen Babel 
holen mit den kstlichen Gefen im Hause des Herrn und machte Zidekia, 
seinen Bruder, zum Knige ber Juda und Jerusalem;
11. Einundzwanzig Jahre alt war Zidekia, da er Knig ward, und regierete 
elf Jahre zu Jerusalem.
12. Und tat, das dem Herrn, seinem Gott, bel gefiel, und demtigte sich 
nicht vor dem Propheten Jeremia, der da redete aus dem Munde des Herrn.
13. Dazu ward er abtrnnig von Nebukadnezar, dem Knige zu Babel, der 
einen Eid bei Gott von ihm genommen hatte und ward halsstarrig und 
verstockte sein Herz, da er sich nicht bekehrete zu dem Herrn, dem Gott 
Israels.
14. Auch alle Obersten unter den Priestern samt dem Volk machten des 
Sndigens viel nach allerlei Greueln der Heiden und verunreinigten das 
Haus des Herrn, das er geheiliget hatte zu Jerusalem.
15. Und der Herr; ihrer Vter Gott, sandte zu ihnen durch seine Boten 
frhe. Denn er schonete seines Volks und seiner Wohnung.
16. Aber sie spotteten der Boten Gottes und verachteten seine Worte und 
ffeten seine Propheten, bis der Grimm des Herrn ber sein Volk wuchs, da 
kein Heilen mehr da war.
17. Denn er fhrete ber sie den Knig der Chalder und lie erwrgen ihre 
junge Mannschaft mit dem Schwert im Hause ihres Heiligtums und verschonete 
weder der Jnglinge noch Jungfrauen, weder der Alten noch der Grovter: 
alle gab er sie in seine Hand.
18. Und alle Gefe im Hause Gottes, gro und klein, die Schtze im Hause 
des Herrn und die Schtze des Knigs und seiner Frsten, alles lie er gen 
Babel fhren.
19. Und sie verbrannten das Haus Gottes und brachen ab die Mauern zu 
Jerusalem, und alle ihre Palste brannten sie mit Feuer aus, da alle ihre 
kstlichen Gerte verderbet wurden.
20. Und fhrete weg gen Babel, wer vom Schwert berblieben war; und wurden 
seine und seiner Shne Knechte, bis das Knigreich der Perser regierete,
21. da erfllet wrde das Wort des Herrn durch den Mund Jeremias, bis das 
Land an seinen Sabbaten genug htte. Denn die ganze Zeit ber der 
Verstrung war Sabbat, bis da siebenzig Jahre voll wurden.
22. Aber im ersten Jahr Kores, des Knigs in Persien, da erfllet wrde 
das Wort des Herrn durch den Mund Jeremias geredet, erweckte der Herr den 
Geist Kores, des Knigs in Persien, da er lie ausschreien durch sein 
ganzes Knigreich, auch durch Schrift, und sagen:
23. So spricht Kores, der Knig in Persien: Der Herr, der Gott vom Himmel, 
hat mir alle Knigreiche in Landen gegeben und hat mir befohlen, ihm ein 
Haus zu bauen zu Jerusalem in Juda. Wer nun unter euch seines Volks ist, 
mit dem sei der Herr, sein Gott, und ziehe hinauf.
Das Buch Esra 1
1. Im ersten Jahr Kores, des Knigs in Persien, da erfllet wrde das 
Wort des Herrn durch den Mund Jeremias geredet, erweckte der Herr den 
Geist Kores, des Knigs in Persien, da er lie ausschreien durch sein 
ganzes Knigreich, auch durch Schrift, und sagen:
2. So spricht Kores, der Knig in Persien: Der Herr, der Gott vom Himmel, 
hat mir alle Knigreiche in Landen gegeben; und er hat mir befohlen, ihm 
ein Haus zu bauen zu Jerusalem in Juda.
3. Wer nun unter euch seines Volks ist, mit dem sei sein Gott, und er 
ziehe hinauf gen Jerusalem in Juda und baue das Haus des Herrn, des Gottes 
Israels. Er ist der Gott, der zu Jerusalem ist.
4. Und wer noch brig ist an allen Orten, da er Fremdling ist, dem helfen 
die Leute seines Orts mit Silber und Gold, Gut und Vieh aus freiem Willen 
zum Hause Gottes zu Jerusalem.
5. Da machten sich auf die obersten Vter aus Juda und Benjamin und die 
Priester und Leviten, alle, deren Geist Gott erweckte, hinaufzuziehen und 
zu bauen das Haus des Herrn zu Jerusalem.
6. Und alle, die um sie her waren, strkten ihre Hand mit silbernem und 
gldenem Gerte, mit Gut und Vieh und Kleinoden, ohne was sie freiwillig 
gaben.
7. Und der Knig Kores tat heraus die Gefe des Hauses des Herrn, die 
Nebukadnezar aus Jerusalem genommen und in seines Gottes Haus getan hatte.
8. Aber Kores, der Knig in Persien, tat sie heraus durch Mithredath, den 
Schatzmeister, und zhlete sie dar Sesbazar, dem Frsten Judas.
9. Und dies ist ihre Zahl: dreiig gldene Becken und tausend silberne 
Becken, neunundzwanzig Messer;
10. dreiig gldene Becher und der andern silbernen Becher 
vierhundertundzehn und anderer Gefe tausend,
11. da aller Gefe, beide gldene und silberne, waren fnftausend und 
vierhundert. Alle brachte sie Sesbazar herauf mit denen, die aus dem 
Gefngnis von Babel heraufzogen gen Jerusalem.
Das Buch Esra 2
1. Dies sind die Kinder aus den Landen, die heraufzogen aus dem Gefngnis, 
die Nebukadnezar, der Knig zu Babel, hatte gen Babel gefhret, und wieder 
gen Jerusalem und nach Juda kamen, ein jeglicher in seine Stadt.
2. Und kamen mit Serubabel, Jesua, Nehemia, Seraja, Reelja, Mardochai, 
Bilsan, Mispar, Bigevai, Rehum und Baena. Dies ist nun die Zahl der Mnner 
des Volks Israel:
3. der Kinder Pareos zweitausend hundert und zweiundsiebenzig;
4. der Kinder Sephatja dreihundert und zweiundsiebenzig;
5. der Kinder Arah, siebenhundert und fnfundsiebenzig;
6. der Kinder Pahath-Moab, unter der Kindern Jesua, Joab, zweitausend 
achthundert und zwlf;
7. der Kinder Elam tausend zweihundert und vierundfnfzig;
8. der Kinder Sathu neunhundert und fnfundvierzig;
9. der Kinder Sakai siebenhundert und sechzig;
10. der Kinder Bani sechshundert und zweiundvierzig;
11. der Kinder Bebai sechshundert und dreiundzwanzig;
12. der Kinder Asgad tausend zweihundert und zweiundzwanzig;
13. der Kinder Adonikam sechshundert und sechsundsechzig;
14. der Kinder Bigevai zweitausend und sechsundfnfzig;
15. der Kinder Adin vierhundert und vierundfnfzig;
16. der Kinder Ater von Hiskia achtundneunzig;
17. der Kinder Bezai dreihundert und dreiundzwanzig;
18. der Kinder Jorah hundert und zwlf
19. der Kinder Hasum zweihundert und dreiundzwanzig;
20. der Kinder Gibbar fnfundneunzig;
21. der Kinder Beth-Lehem hundert und dreiundzwanzig;
22. der Mnner Netopha sechsundfnfzig;
23. der Mnner von Anathoth hundert und achtundzwanzig;
24. der Kinder Asmaveth zweiundvierzig;
25. der Kinder von Kiriath-Arim, Kaphira und Beeroth siebenhundert und 
dreiundvierzig;
26. der Kinder von Rama und Gaba sechshundert und einundzwanzig;
27. der Mnner von Michmas hundert und zweiundzwanzig;
28. der Mnner von Bethel und Ai zweihundert und dreiundzwanzig;
29. der Kinder Nebo zweiundfnfzig;
30. der Mnner von Magbis hundert und sechsundfnfzig;
31. der Kinder des andern Elam tausend zweihundert und vierundfnfzig;
32. der Kinder Harim dreihundert und zwanzig;
33. der Kinder Lod, Hadid und Ono siebenhundert und fnfundzwanzig;
34. der Kinder Jereho dreihundert und fnfundvierzig;
35. der Kinder Senaa dreitausend sechshundert und dreiig;
36. der Priester: der Kinder Jedaja vom Hause Jesua neunhundert und 
dreiundsiebenzig;
37. der Kinder Immer tausend und zweiundfnfzig;
38. der Kinder Pashur tausend zweihundert und siebenundvierzig;
39. der Kinder Harim tausend und siebenzehn;
40. der Leviten: der Kinder Jesua und Kadmiel von den Kindern Hodavja 
vierundsiebenzig;
41. der Snger: der Kinder Assaph hundert und achtundzwanzig;
42. der Kinder der Torhter: die Kinder Sallum, die Kinder Ater, die 
Kinder Talmon, die Kinder Akub, die Kinder Hatita und die Kinder Sobai, 
allesamt hundert und neununddreiig;
43. der Nethinim: die Kinder Ziha, die Kinder Hasupha, die Kinder Tabaoth,
44. die Kinder Keros, die Kinder Sieha, die Kinder Padon,
45. die Kinder Lebana, die Kinder Hagaba, die Kinder Akub,
46. die Kinder Hagab, die Kinder Samlai, die Kinder Hanan,
47. die Kinder Giddel, die Kinder Gahar, die Kinder Reaja,
48. die Kinder Rezin, die Kinder Nekoda, die Kinder Gasam,
49. die Kinder Usa, die Kinder Paseah, die Kinder Besai
50. die Kinder Asna, die Kinder Meunim, die Kinder Nephusim,.
51. die Kinder Bakbuk, die Kinder Hakupha, die Kinder Harhur,
52. die Kinder Bazeluth, die Kinder Mehida, die Kinder Harsa,
53. die Kinder Barkom, die Kinder Sissera, die Kinder Thamah,
54. die Kinder Neziah, die Kinder Hatipha;
55. die Kinder der Knechte Salomos: die Kinder Sotai, die Kinder 
Sophereth, die Kinder Pruda,
56. die Kinder Jaela, die Kinder Darkon, die Kinder Giddel,
57. die Kinder Sephatja, die Kinder Hattil, die Kinder Pochereth von 
Zebaim, die Kinder Ami.
58. Aller Nethinim und Kinder der Knechte Salomos waren zusammen 
dreihundert und zweiundneunzig.
59. Und diese zogen auch mit herauf: Mithel, Melah, Thel-Harsa, Cherub-
Addon und Immer; aber sie konnten nicht anzeigen ihrer Vter Haus, noch 
ihren Samen, ob sie aus Israel wren.
60. Die Kinder Delaja, die Kinder Tobia, die Kinder Nekoda: sechshundert 
und zweiundfnfzig.
61. Und von den Kindern der Priester: die Kinder Habaja, die Kinder Hakoz, 
die Kinder Barsillai, der aus den Tchtern Barsillais, des Gileaditers, 
ein Weib nahm und ward unter derselben Namen genannt.
62. Dieselben suchten ihre Geburtsregister und fanden keine; darum wurden 
sie vom Priestertum los.
63. Und Hathirsatha sprach zu ihnen, sie sollten nicht essen vom 
Allerheiligsten, bis ein Priester stnde mit dem Licht und Recht.
64. Der ganzen Gemeine, wie ein Mann, war zweiundvierzigtausend 
dreihundert und sechzig,
65. ausgenommen ihre Knechte und Mgde, der waren siebentausend 
dreihundert, und siebenunddreiig. Und hatten zweihundert Snger und 
Sngerinnen,
66. siebenhundert und sechsunddreiig Rosse, zweihundert und 
fnfundvierzig Muler,
67. vierhundert und fnfunddreiig Kamele und sechstausend siebenhundert 
und zwanzig Esel.
68. Und etliche der obersten Vter, da sie kamen zum Hause des Herrn zu 
Jerusalem, wurden sie freiwillig zum Hause Gottes, da man es setzte auf 
seine Sttte.
69. Und gaben nach ihrem Vermgen zum Schatz ans Werk einundsechzigtausend 
Glden und fnftausend Pfund Silbers und hundert Priesterrcke.
70. Also setzten sich die Priester und die Leviten und etliche des Volks 
und die Snger und die Torhter und die Nethinim in ihre Stdte und alles 
Israel in seine Stdte.
Das Buch Esra 3
1. Und da man erlanget hatte den siebenten Monden, und die Kinder Israel 
nun in ihren Stdten waren, kam das Volk zusammen wie ein Mann gen 
Jerusalem.
2. Und es machte sich auf Jesua, der Sohn Jozadaks, und seine Brder, die 
Priester, und der Sohn Sealthiels, und seine Brder, und baueten den Altar 
des Gottes Israels, Brandopfer drauf zu opfern, wie es geschrieben stehet 
im Gesetz Moses, des Mannes Gottes.
3. Und richteten zu den Altar auf sein Gesthle (denn es war ein Schrecken 
unter ihnen von den Vlkern in Lndern) und opferten dem Herrn Brandopfer 
drauf des Morgens und des Abends.
4. Und hielten der Laubhtten Fest, wie geschrieben stehet; und taten 
Brandopfer alle Tage nach der Zahl, wie sich's gebhrt, einen jeglichen 
Tag sein Opfer,
5. danach auch die tglichen Brandopfer und der Neumonden und aller 
Festtage des Herrn, die geheiliget waren, und allerlei freiwillige Opfer, 
die sie dem Herrn freiwillig taten.
6. Am ersten Tage des siebenten Monden fingen sie an, dem Herrn Brandopfer 
zu tun. Aber der Grund des Tempels des Herrn war noch nicht gelegt.
7. Sie gaben aber Geld den Steinmetzen und Zimmerleuten und Speise und 
Trank und l denen zu Zidon und zu Tyrus, da sie Zedernholz vom Libanon 
aufs Meer gen Japho brchten nach dem Befehl Kores, des Knigs in Persien, 
an sie.
8. Im andern Jahr ihrer Zukunft zum Hause Gottes gen Jerusalem, des andern 
Monden, fingen an Serubabel, der Sohn Sealthiels, und Jesua, der Sohn 
Jozadaks, und die brigen ihrer Brder, Priester und Leviten, und alle, 
die vom Gefngnis kommen waren gen Jerusalem, und stelleten die Leviten 
von zwanzig Jahren und drber, zu treiben das Werk am Hause des Herrn.
9. Und Jesua stund mit seinen Shnen und Brdern und Kadmiel mit seinen 
Shnen und die Kinder Juda wie fein Mann, zu treiben die Arbeiter am Hause 
Gottes, nmlich die Kinder Henadad mit ihren Kindern und ihren Brdern, 
die Leviten.
10. Und da die Bauleute den Grund legten am Tempel des Herrn, stunden die 
Priester, angezogen, mit Trommeten und die Leviten, die Kinder Assaph, mit 
Zimbeln, zu loben den Herrn mit dem Gedicht Davids, des Knigs Israels.
11. Und sangen umeinander mit Loben und Danken dem Herrn, da er gtig ist 
und seine Barmherzigkeit ewiglich whret ber Israel. Und alles Volk 
tnete laut mit Loben den Herrn, da der Grund am Hause des Herrn gelegt 
war.
12. Aber viele der alten Priester und Leviten und obersten Vter, die das 
vorige Haus gesehen hatten und nun dies Haus vor ihren Augen gegrndet 
ward, weineten sie laut. Viele aber tneten mit Freuden, da das Geschrei 
hoch erscholl,
13. da das Volk nicht erkennen konnte das Tnen mit Freuden vor dem 
Geschrei des Weinens im Volk; denn das Volk tnete laut, da man das 
Geschrei ferne hrete.
Das Buch Esra 4
1. Da aber die Widersacher Judas und Benjamins hreten, da die Kinder des 
Gefngnisses dem Herrn, dem Gott Israels, den Tempel baueten,
2. kamen sie zu Serubabel und zu den obersten Vtern und sprachen zu 
ihnen: Wir wollen mit euch bauen, denn wir suchen euren Gott, gleichwie 
ihr; und wir haben nicht geopfert, seit der Zeit Assar Haddon, der Knig 
zu Assur, uns hat heraufgebracht.
3. Aber Serubabel und Jesua und die andern obersten Vter unter Israel 
antworteten ihnen: Es ziemet sich nicht uns und euch, das Haus unsers 
Gottes zu bauen, sondern wir wollen allein bauen dem Herrn, dem Gott 
Israels, wie uns Kores, der Knig in Persien, geboten hat.
4. Da hinderte das Volk im Lande die Hand des Volks Juda und schreckten 
sie ab im Bauen.
5. Und dingeten Ratgeber wider sie und verhinderten ihren Rat, solange 
Kores, der Knig in Persien, lebte, bis an das Knig reich Darii, des 
Knigs in Persien.
6. Denn da Ahasveros Knig ward, im Anfange seines Knigreichs, schrieben 
sie eine Anklage wider die von Juda und Jerusalem.
7. Und zu den Zeiten Arthahsasthas schrieb Bislam, Mithredath, Tabeel und 
die andern ihres Rats zu Arthahsastha, dem Knige in Persien. Die Schrift 
aber des Briefes war auf syrisch geschrieben und ward auf syrisch 
ausgelegt.
8. Rehum, der Kanzler, und Simsai, der Schreiber, schrieben diesen Brief 
wider Jerusalem zu Arthahsastha, dem Knige:
9. Wir, Rehum, der Kanzler, und Simsai, der Schreiber, und andere des Rats 
von Dina, von Apharsach, von Tarplat, von Persien, von Arach, von Babel, 
von Susan, von Deha und von Elam
10. und die andern Vlker, welche der groe und berhmte Asnaphar herber 
gebracht und sie gesetzt hat in die Stdte Samarias und andere diesseit 
des Wassers und in Kanaan.
11. Und dies ist der Inhalt des Briefes, den sie zu dem Knige 
Arthahsastha sandten: Deine Knechte, die Mnner diesseit des Wassers und 
in Kanaan.
12. Es sei kund dem Knige, da die Juden, die von dir zu uns heraufkommen 
sind gen Jerusalem, in die aufrhrerische und bse Stadt, bauen dieselbige 
und machen ihre Mauern und fhren sie aus dem Grunde.
13. So sei nun dem Knige kund, wo diese Stadt gebauet wird und die Mauern 
wieder gemacht, so werden sie Scho, Zoll und jhrliche Zinsen nicht 
geben, und ihr Vornehmen wird den Knigen Schaden bringen.
14. Nun wir aber alle dabei sind, die wir den Tempel zerstret haben, 
haben wir die Schmach des Knigs nicht lnger wollen sehen; darum schicken 
wir hin und lassen's dem Knige zu wissen tun,
15. da man lasse suchen in den Chroniken deiner Vter, so wirst du finden 
in denselbigen Chroniken und erfahren, da diese Stadt aufrhrerisch und 
schdlich ist den Knigen und Landen, und machen, da andere auch 
abfallen, von alters her, darum die Stadt auch zerstret ist.
16. Darum tun wir dem Knige zu wissen, da, wo diese Stadt gebauet wird 
und ihre Mauern gemacht, so wirst du von ihr nichts behalten diesseit des 
Wassers.
17. Da sandte der Knig eine Antwort zu Rehum, dem Kanzler, und Simsai, 
dem Schreiber, und den andern ihres Rats, die in Samaria wohneten, und den 
andern jenseit des Wassers; Friede und Gru!
18. Der Brief, den ihr uns zugeschickt habt, ist ffentlich vor mir 
gelesen.
19. Und ist von mir befohlen, da man suchen sollte. Und man hat funden, 
da diese Stadt von alters her wider die Knige sich empret hat, und 
Aufruhr und Abfall drinnen geschieht.
20. Auch sind mchtige Knige zu Jerusalem gewesen, die geherrschet haben 
ber alles, das jenseit des Wassers ist, da ihnen Zoll, Scho und 
jhrliche Zinsen gegeben worden.
21. So tut nun nach diesem Befehl: Wehret denselben Mnnern, da die Stadt 
nicht gebauet werde, bis da von mir der Befehl gegeben werde.
22. So sehet nun zu, da ihr nicht hinlssig hierinnen seid; damit nicht 
Schaden entstehe dem Knige.
23. Da nun der Brief des Knigs Arthahsastha gelesen ward vor Rehum und 
Simsai, dem Schreiber, und ihrem Rat, zogen sie eilend hinauf gen 
Jerusalem zu den Juden und wehreten ihnen mit dem Arm und Gewalt.
24. Da hrete auf das Werk am Hause Gottes zu Jerusalem und blieb nach bis 
ins andere Jahr Darii, des Knigs in Persien.
Das Buch Esra 5
1. Es weissagten aber die Propheten Haggai und Sacharja, der Sohn Iddos, 
zu den Juden, die in Juda und Jerusalem waren, im Namen des Gottes Israels.
2. Da machten sich auf Serubabel, der Sohn Sealthiels, und Jesua, der Sohn 
Jozadaks, und fingen an zu bauen das Haus Gottes zu Jerusalem, und mit 
ihnen die Propheten Gottes, die sie strkten.
3. Zu der Zeit kam zu ihnen Thathnai, der Landpfleger diesseit des 
Wassers, und Sthar-Bosnai und ihr Rat und sprachen also zu ihnen: Wer hat 
euch befohlen, dies Haus zu bauen und seine Mauern zu machen?
4. Da sagten wir ihnen wie die Mnner hieen, die diesen Bau tten.
5. Aber das Auge ihres Gottes kam auf die ltesten der Juden, da ihnen 
nicht gewehret ward, bis da man die Sache an Darium gelangen liee und 
darber eine Schrift wiederkme.
6. Dies ist aber der Inhalt des Briefes Thathnais, des Landpflegers 
diesseit des Wassers, und Sthar-Bosnais und ihres Rats von Apharsach, die 
diesseit des Wassers waren, an den Knig Darium.
7. Und die Worte, die sie zu ihm sandten, lauten also: Dem Knige Dario 
allen Frieden!
8. Es sei kund dem Knige, da wir ins jdische Land kommen sind zu dem 
Hause des groen Gottes, welches man bauet mit allerlei Steinen, und 
Balken leget man in die Wnde, und das Werk gehet frisch vonstatten unter 
ihrer Hand.
9. Wir aber haben die ltesten gefragt und zu ihnen gesagt also: Wer hat 
euch befohlen, dies Haus zu bauen und seine Mauern zu machen?
10. Auch fragten wir, wie sie hieen, auf da wir sie dir kundtten, und 
haben die Namen beschrieben der Mnner, die ihre Obersten waren.
11. Sie aber gaben uns solche Worte zur Antwort und sprachen: Wir sind 
Knechte des Gottes Himmels und der Erde und bauen das Haus, das vorhin vor 
vielen Jahren gebauet war, das ein groer Knig Israels gebauet hat und 
aufgerichtet.
12. Aber da unsere Vter den Gott vom Himmel erzrneten, gab er sie in die 
Hand Nebukadnezars, des Knigs zu Babel, des Chalders; der zerbrach dies 
Haus und fhrete das Volk weg gen Babel.
13. Aber im ersten Jahr Kores, des Knigs zu Babel, befahl derselbe Knig 
Kores, dies Haus Gottes zu bauen.
14. Denn auch die gldenen und silbernen Gefe im Hause Gottes, die 
Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem nahm und brachte sie in den 
Tempel zu Babel, nahm der Knig Kores aus dem Tempel zu Babel und gab sie 
Sesbazar mit Namen, den er zum Landpfleger setzte;
15. und sprach zu ihm: Diese Gefe nimm, zeuch hin und bringe sie in den 
Tempel zu Jerusalem und la das Haus Gottes bauen an seiner Sttte.
16. Da kam derselbe Sesbazar und legte den Grund am Hause Gottes zu 
Jerusalem. Seit der Zeit bauet man, und ist noch nicht vollendet.
17. Gefllt es nun dem Knige, so lasse er suchen in dem Schatzhause des 
Knigs, das zu Babel ist, ob's von dem Knige Kores befohlen sei, das Haus 
Gottes zu Jerusalem zu bauen, und sende zu uns des Knigs Meinung ber 
diesem.
Das Buch Esra 6
1. Da befahl der Knig Darius, da man suchen sollte in der Kanzlei, im 
Schatzhause des Knigs, die zu Babel lag.
2. Da fand man zu Ahmetha im Schlo, das in Medien liegt, ein Buch, und 
stund also drinnen eine Geschichte geschrieben:
3. Im ersten Jahr des Knigs Kores befahl der Knig Kores, das Haus Gottes 
zu Jerusalem zu bauen an der Sttte, da man opfert, und den Grund zu 
legen, zur Hhe sechzig Ellen und zur Weite auch sechzig Ellen,
4. und drei Wnde von allerlei Steinen und eine Wand von Holz; und die 
Kost soll vom Hause des Knigs gegeben werden.
5. Dazu die gldenen und silbernen Gefe des Hauses Gottes, die 
Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem genommen und gen Babel gebracht 
hat, soll man wiedergeben, da sie wiedergebracht werden in den Tempel zu 
Jerusalem an ihre Statt im Hause Gottes.
6. So machet euch nun ferne von ihnen, du, Thathnai, Landpfleger jenseit 
des Wassers und Sthar-Bosnai, und, ihr Rat von Apharsach, die ihr jenseit 
des Wassers seid.
7. Lasset sie arbeiten am Hause Gottes, da der Juden Landpfleger und ihre 
ltesten das Haus Gottes bauen an seiner Sttte.
8. Auch ist von mir befohlen, was man den ltesten Judas tun soll, zu 
bauen das Haus Gottes, nmlich, da man aus des Knigs Gtern von den 
Renten jenseit des Wassers mit Flei nehme und gebe es den Leuten, und da 
man ihnen nicht wehre.
9. Und ob sie bedrften Klber, Lmmer oder Bcke zum Brandopfer dem Gott 
vom Himmel, Weizen, Salz, Wein und l nach der Weise der Priester zu 
Jerusalem, soll man ihnen geben tglich ihre Gebhr (und da solches nicht 
hinlssig geschehe!),
10. da sie opfern, zum sen Geruch dem Gott vom Himmel und bitten fr 
des Knigs Leben und seiner Kinder.
11. Von mir ist solcher Befehl geschehen. Und welcher Mensch diese Worte 
verndert, von des Hause soll man einen Balken nehmen und aufrichten und 
ihn dran hngen, und sein Haus soll dem Gericht verfallen sein um der Tat 
willen.
12. Der Gott aber, der im Himmel wohnet, bringe um alle Knige und Volk, 
das seine Hand ausrecket, zu ndern und zu brechen das Haus Gottes zu 
Jerusalem! Ich, Darius, habe dies befohlen, da es mit Flei getan werde.
13. Das taten mit Flei Thathnai, der Landpfleger jenseit des Wassers, und 
Sthar-Bosnai mit ihrem Rat, zu welchen der Knig Darius gesandt hatte.
14. Und die ltesten der Juden baueten; und es ging vonstatten durch die 
Weissagung der Propheten Haggai und Sacharja, des Sohns Iddos; und baueten 
und richteten auf nach dem Befehl des Gottes Israels und nach dem Befehl 
Kores, Darii und Arthahsasthas, der Knige in Persien;
15. und vollbrachten das Haus bis an den dritten Tag des Monden Adar, das 
war das sechste Jahr des Knigreichs des Knigs Darii.
16. Und die Kinder Israel, die Priester, die Leviten und die andern Kinder 
des Gefngnisses hielten Einweihung des Hauses Gottes mit Freuden.
17. Und opferten auf die Einweihung des Hauses Gottes hundert Klber, 
zweihundert Lmmer, vierhundert Bcke und zum Sndopfer fr das ganze 
Israel zwlf Ziegenbcke, nach der Zahl der Stmme Israels.
18. Und stelleten die Priester in ihre Ordnung und die Leviten in ihre 
Hut, zu dienen Gott, der in Israel ist, wie es geschrieben stehet im Buch 
Mose.
19. Und die Kinder des Gefngnisses hielten Passah am vierzehnten Tage des 
ersten Monden.
20. Denn die Priester und Leviten hatten sich gereiniget, da sie alle 
rein waren wie ein Mann; und schlachteten das Passah fr alle Kinder des 
Gefngnisses und fr ihre Brder, die Priester, und fr sich.
21. Und die Kinder Israel, die aus dem Gefngnis waren wiederkommen, und 
alle, die sich zu ihnen abgesondert hatten von der Unreinigkeit der Heiden 
im Lande, zu suchen den Herrn, den Gott Israels; aen
22. und hielten das Fest der ungesuerten Brote sieben Tage mit Freuden; 
denn der Herr hatte sie frhlich gemacht und das Herz des Knigs zu Assur 
zu ihnen gewandt, da sie gestrkt wrden im Werk am Hause Gottes, der 
Gott Israels ist.
Das Buch Esra 7
1. Nach diesen Geschichten im Knigreich Arthahsasthas, des Knigs in 
Persien, zog herauf von Babel Esra, der Sohn Serajas, des Sohns Asarjas, 
des Sohns Hilkias,
2. des Sohns Sallums, des Sohns Zadoks, des Sohns Ahitobs,
3. des Sohns Amarjas, des Sohns Asarjas, des Sohns Merajoths,
4. des Sohns Serajas, des Sohns Usis, des Sohns Bubis,
5. des Sohns Abisua, des Sohns Pinehas, des Sohns Eleasars, des Sohns 
Aarons, des obersten Priesters,
6. welcher war ein geschickter Schriftgelehrter im Gesetz Mose, das der 
Herr, der Gott Israels, gegeben hatte. Und der Knig gab ihm alles was er 
forderte, nach der Hand des Herrn, seines Gottes, ber ihm.
7. Und es zogen herauf etliche der Kinder Israel und der Priester und der 
Leviten, der Snger, der Torhter und der Nethinim gen Jerusalem im 
siebenten Jahr Arthahsasthas, des Knigs.
8. Und sie kamen gen Jerusalem im fnften Monden, das ist das siebente 
Jahr des Knigs.
9. Denn am ersten Tage des ersten Monden ward er Rats, heraufzuziehen von 
Babel, und am ersten Tage des fnften Monden kam er gen Jerusalem nach der 
guten Hand Gottes ber ihm.
10. Denn Esra schickte sein Herz, zu suchen das Gesetz des Herrn und zu 
tun und zu lehren in Israel Gebote und Rechte.
11. Und dies ist der Inhalt des Briefes, den der Knig Arthahsastha gab 
Esra, dem Priester, dem Schriftgelehrten, der ein Lehrer war in den Worten 
des Herrn und seiner Gebote ber Israel:
12. Arthahsastha, Knig aller Knige, Esra, dem Priester und 
Schriftgelehrten im Gesetz des Gottes vom Himmel, Friede und Gru!
13. Von mir ist befohlen, da alle, die da freiwillig sind in meinem 
Reich, des Volks Israel und der Priester und Leviten, gen Jerusalem zu 
ziehen, da die mit dir ziehen,
14. vom Knige und den sieben Ratsherren gesandt, zu besuchen Juda und 
Jerusalem nach dem Gesetz Gottes, das unter deiner Hand ist,
15. und mitnehmest Silber und Gold, das der Knig und seine Ratsherren 
freiwillig geben dem Gott Israels, des Wohnung zu Jerusalem ist,
16. und allerlei Silber und Gold, das du finden kannst in der ganzen 
Landschaft zu Babel, mit dem, das das Volk und die Priester freiwillig 
geben zum Hause Gottes zu Jerusalem.
17. All dasselbe nimm und kaufe mit Flei von demselben Gelde Klber 
Lmmer, Bcke und Speisopfer und Trankopfer, da man opfere auf dem Altare 
bei dem Hause eures Gottes zu Jerusalem.
18. Dazu was dir und deinen Brdern mit dem brigen Gelde zu tun gefllt, 
das tut nach dem Willen eures Gottes.
19. Und die Gefe, die dir gegeben sind zum Amt im Hause deines Gottes, 
berantworte vor Gott zu Jerusalem.
20. Auch was mehr not sein wird zum Hause deines Gottes, das dir vorfllt 
auszugeben, das la geben aus der Kammer des Knigs.
21. Ich, Knig Arthahsastha, habe dies befohlen den Schatzmeistern jenseit 
des Wassers, da, was Esra von euch fordern wird, der Priester und 
Schriftgelehrte im Gesetz Gottes vom Himmel, da ihr das fleiig tut,
22. bis auf hundert Zentner Silbers und auf hundert Kor Weizen und auf 
hundert Bath Weins und auf hundert Bath ls und Salzes ohne Ma.
23. Alles, was gehret zum Gesetz Gottes vom Himmel, da man dasselbe 
fleiig tue zum Hause Gottes vom Himmel, da nicht ein Zorn komme ber des 
Knigs Knigreich und seine Kinder.
24. Und euch sei kund, da ihr nicht Macht habt, Zins, Zoll und jhrliche 
Rente zu legen auf irgend einen Priester, Leviten, Snger, Torhter, 
Nethinim und Diener im Hause dieses Gottes.
25. Du aber, Esra, nach der Weisheit deines Gottes, die unter deiner Hand 
ist, setze Richter und Pfleger, die alles Volk richten, das jenseit des 
Wassers ist, alle, die das Gesetz deines Gottes wissen; und welche es 
nicht wissen, die lehret es.
26. Und alle, die nicht mit Flei tun werden das Gesetz deines Gottes und 
das Gesetz des Knigs, der soll sein Urteil um der Tat willen haben, es 
sei zum Tode, oder in die Acht, oder zur Bue am Gut, oder ins Gefngnis.
27. Gelobet sei der Herr, unserer Vter Gott, der solches hat dem Knige 
eingegeben, da er das Haus Gottes zu Jerusalem zierete,
28. und hat zu mir Barmherzigkeit geneiget vor dem Knige und seinen 
Ratsherren und allen Gewaltigen des Knigs. Und ich ward getrost, nach der 
Hand des Herrn, meines Gottes, ber mir, und versammelte die Hupter aus 
Israel, da sie mit mir hinaufzgen.
Das Buch Esra 8
1. Dies sind die Hupter ihrer Vter, die gerechnet wurden, die mit mir 
heraufzogen von Babel zu den Zeiten, da der Knig Arthahsastha regierete:
2. Von den Kindern Pinehas: Gersom von den Kindern Ithamar: Daniel; von 
den Kindern David: Hattus
3. von den Kindern Sechanja, der Kinder Pareos: Sacharja und mit ihm 
Mannsbilde gerechnet hundertundfnfzig;
4. von den Kindern Pahath-Moab: Elioenai, der Sohn Serahjas, und mit ihm 
zweihundert Mannsbilde;
5. von den Kindern Sechanja: der Sohn Jehasiel und mit ihm dreihundert 
Mannsbilde;
6. von den Kindern Adin-Ebed: der Sohn Jonathans und mit ihm fnfzig 
Mannsbilde
7. von den Kindern Elam: Jesaia, der Sohn Athaljas, und mit ihm siebenzig 
Mannsbilde;
8. von den Kindern Sephatja: Sebadja, der Sohn Michaels, und mit ihm 
achtzig Mannsbilde;
9. von den Kindern Joab: Obadja, der Sohn Jehiels, und mit ihm 
zweihundertundachtzehn Mannsbilde;
10. von den Kindern Selomith: der Sohn Josiphjas und mit ihm 
hundertundsechzig Mannsbilde;
11. von den Kindern Bebai: Sachanja, der Sohn Bebais, und mit ihm 
achtundzwanzig Mannsbilde;
12. von den Kindern Asgad: Johanan, der jngste Sohn, und mit ihm 
hundertundzehn Mannsbilde;
13. von den letzten Kindern Adonikam, und hieen also: Eliphelet, Jeiel 
und Semaja, und mit ihnen sechzig Mannsbilde;
14. von den Kindern Bigevai: Uthai und Sabud und mit ihnen siebenzig 
Mannsbilde.
15. Und ich versammelte sie ans Wasser, das gen Aheva kommt; und blieben 
drei Tage daselbst. Und da ich acht hatte aufs Volk und die Priester, fand 
ich keine Leviten daselbst.
16. Da sandte ich hin Elieser, Ariel, Semaja, Elnathan, Jarib, Elnathan, 
Nathan, Sacharja und Mesullam, die Obersten, und Jojarib und Elnathan, die 
Lehrer;
17. und sandte sie aus zu Iddo, dem Obersten, gen Kasphia, da sie uns 
holeten Diener im Hause unsers Gottes. Und ich gab ihnen ein, was sie 
reden sollten mit Iddo und seinen Brdern, den Nethinim, zu Kasphia.
18. Und sie brachten uns, nach der guten Hand unsers Gottes ber uns, 
einen klugen Mann aus den Kindern Maheli, des Sohns Levi, des Sohns 
Israels, Serebja, mit seinen Shnen und Brdern, achtzehn;
19. und Hasabja und mit ihm Jesaja von den Kindern Meran mit seinen 
Brdern und ihren Shnen, zwanzig;
20. und von den Nethinim, die David und die Frsten gaben, zu dienen den 
Leviten, zweihundertundzwanzig, alle mit Namen genannt.
21. Und ich lie daselbst am Wasser bei Aheva ein Fasten ausrufen, da wir 
uns demtigten vor unserm Gott, zu suchen von ihm einen richtigen Weg fr 
uns und unsere Kinder und alle unsere Habe.
22. Denn ich schmte mich, vom Knige Geleit und Reiter zu fordern, uns 
wider die Feinde zu helfen auf dem Wege. Denn wir hatten dem Knige 
gesagt: Die Hand unsers Gottes ist zum besten ber alle, die ihn suchen, 
und seine Strke und Zorn ber alle, die ihn verlassen.
23. Also fasteten wir und suchten solches an unserm Gott; und er hrete 
uns.
24. Und ich sonderte zwlf aus den obersten Priestern: Serebja und 
Hasabja, und mit ihnen ihrer Brder zehn.
25. Und wog ihnen dar, das Silber und Gold und Gefe zur Hebe dem Hause 
unsers Gottes, welche der Knig und seine Ratsherren und Frsten und ganz 
Israel, das vorhanden war, zur Hebe gegeben hatten.
26. Und wog ihnen dar unter ihre Hand sechshundertundfnfzig Zentner 
Silbers und an silbernen Gefen hundert Zentner und an Golde hundert 
Zentner,
27. zwanzig gldene Becher, die hatten tausend Glden, und zwei gute 
eherne kstliche Gefe, lauter wie Gold.
28. Und sprach zu ihnen: Ihr seid heilig dem Herrn, so sind die Gefe 
auch heilig, dazu das frei gegebene Silber und Gold dem Herrn, eurer Vter 
Gott.
29. So wachet und bewahret es, bis da ihr's darwget vor den obersten 
Priestern und Leviten und obersten Vtern unter Israel zu Jerusalem in den 
Kasten des Hauses des Herrn.
30. Da nahmen die Priester und Leviten das gewogene Silber und Gold und 
Gefe, da sie es brchten gen Jerusalem zum Hause unsers Gottes.
31. Also brachen wir auf von dem Wasser Aheva am zwlften Tage des ersten 
Monden, da wir gen Jerusalem zgen. Und die Hand unsers Gottes war ber 
uns und errettete uns von der Hand der Feinde und die auf uns hielten auf 
dem Wege.
32. Und kamen gen Jerusalem und blieben daselbst drei Tage.
33. Aber am vierten Tage ward gewogen das Silber und Gold und Gefe ins 
Haus unsers Gottes unter die Hand Meremoths; des Sohns Urias, des 
Priesters; und mit ihm Eleasar, dem Sohn Pinehas, und mit ihnen Josabad, 
dem Sohn Jesuas, und Noadja, dem Sohn Benuis, dem Leviten,
34. nach der Zahl und Gewicht eines jeglichen; und das Gewicht ward zu der 
Zeit alles beschrieben.
35. Und die Kinder des Gefngnisses, die aus dem Gefngnis kommen waren, 
opferten Brandopfer dem Gott Israels: zwlf Farren fr das ganze Israel, 
sechsundneunzig Widder, siebenundsiebenzig Lmmer, zwlf Bcke zum 
Sndopfer, alles zum Brandopfer dem Herrn.
36. Und sie berantworteten des Knigs Befehl den Amtleuten des Knigs und 
den Landpflegern diesseit des Wassers. Und sie erhuben das Volk und das 
Haus Gottes.
Das Buch Esra 9
1. Da das alles war ausgerichtet, traten zu mir die Obersten und sprachen: 
Das Volk Israel und die Priester und Leviten sind nicht abgesondert von 
den Vlkern in Lndern nach ihren Greueln, nmlich der Kanaaniter, 
Hethiter, Pheresiter, Jebusiter, Ammoniter, Moabiter, gypter und Amoriter;
2. denn sie haben derselben Tchter genommen sich und ihren Shnen und den 
heiligen Samen gemein gemacht mit den Vlkern in Lndern. Und die Hand der 
Obersten und Ratherren war die vornehmste in dieser Missetat.
3. Da ich solches hrete, zerri ich meine Kleider und meinen Rock und 
raufte mein Haupthaar und Bart aus und sa einsam.
4. Und es versammelten sich zu mir alle, die des Herrn Wort, des Gottes 
Israels, frchteten um der groen Vergreifung willen; und ich sa einsam 
bis an das Abendopfer.
5. Und um das Abendopfer stund ich auf von meinem Elend und zerri meine 
Kleider und meinen Rock; und fiel auf meine Kniee und breitete meine Hnde 
aus zu dem Herrn, meinem Gott,
6. und sprach: Mein Gott, ich schme mich und scheue mich, meine Augen 
aufzuheben zu dir, mein Gott; denn unsere Missetat ist ber unser Haupt 
gewachsen, und unsere Schuld ist gro bis in den Himmel.
7. Von der Zeit unserer Vter an sind wir in groer Schuld gewesen bis auf 
diesen Tag und um unserer Missetat willen sind wir und unsere Knige und 
Priester gegeben in die Hand der Knige in Lndern, ins Schwert, ins 
Gefngnis, in Raub und in Scham des Angesichts, wie es heutigestages gehet.
8. Nun aber ist ein wenig und pltzlich Gnade von dem Herrn, unserm Gott, 
geschehen, da uns noch etwas briges ist entronnen, da er uns gbe einen 
Nagel an seiner heiligen Sttte, da unser Gott unsere Augen erleuchtete 
und gbe uns ein wenig Leben, da wir Knechte sind.
9. Denn wir sind Knechte, und unser Gott hat uns nicht verlassen, ob wir 
Knechte sind, und hat Barmherzigkeit zu uns geneiget vor den Knigen in 
Persien, da sie uns das Leben lassen und erhhen das Haus unsers Gottes 
und aufrichten seine Verstrung und gebe uns einen Zaun in Juda und 
Jerusalem.
10. Nun, was sollen wir sagen, unser Gott, nach diesem, da wir deine 
Gebote verlassen haben
11. die du durch deine Knechte, die Propheten, geboten hast und gesagt: 
Das Land, darein ihr kommt zu erben, ist ein unrein Land, durch die 
Unreinigkeit der Vlker in Lndern in ihren Greueln, damit sie es hie und 
da voll Unreinigkeit gemacht haben?
12. So sollt ihr nun eure Tchter nicht geben ihren Shnen und ihre 
Tchter sollt ihr euren Shnen nicht nehmen und suchet nicht ihren Frieden 
noch Gutes ewiglich, auf da ihr mchtig werdet und esset das Gut im Lande 
und beerbet es auf eure Kinder ewiglich.
13. Und nach dem allem, das ber uns kommen ist um unserer bsen Werke und 
groer Schuld willen, hast du, unser Gott, unserer Missetat verschonet und 
hast uns eine Rettung gegeben, wie es da stehet.
14. Wir aber haben uns umgekehret und deine Gebote lassen fahren, da wir 
uns mit den Vlkern dieser Greuel befreundet haben. Willst du denn ber 
uns zrnen, bis da es gar aus sei, da nichts briges noch keine 
Errettung sei?
15. Herr, Gott Israels, du bist gerecht; denn wir sind berblieben, eine 
Errettung, wie es heutigestages stehet. Siehe, wir sind vor dir in unserer 
Schuld, denn um deswillen ist nicht zu stehen vor dir.
Das Buch Esra 10
1. Und da Esra also betete und bekannte weinete und vor dem Hause Gottes 
lag, sammelten sich zu ihm aus Israel eine sehr groe Gemeine von Mnnern 
und Weibern und Kindern; denn das Volk weinete sehr.
2. Und Sachanja, der Sohn Jehiels, aus den Kindern Elam, antwortete und 
sprach zu Esra: Wohlan, wir haben uns an unserm Gott vergriffen, da wir 
fremde Weiber aus den Vlkern des Landes genommen haben. Nun, es ist noch 
Hoffnung in Israel ber dem.
3. So lat uns nun einen Bund machen mit unserm Gott, da wir alle Weiber, 
und die von ihnen geboren sind, hinaustun nach dem Rat des Herrn und 
derer, die die Gebote unsers Gottes frchten, da man tue nach dem Gesetz.
4. So mache dich auf, denn dir gebhrt es; wir wollen mit dir sein. Sei 
getrost und tu es!
5. Da stund Esra auf und nahm einen Eid von den obersten Priestern und 
Leviten und dem ganzen Israel, da sie nach diesem Wort tun sollten. Und 
sie schwuren.
6. Und Esra stund auf vor dem Hause Gottes und ging in die Kammer 
Johanans, des Sohns Eliasibs. Und da er daselbst hinkam, a er kein Brot 
und trank kein Wasser; denn er trug Leid um die Vergreifung derer, die 
gefangen gewesen waren.
7. Und sie lieen ausrufen durch Juda und Jerusalem zu allen Kindern, die 
gefangen waren gewesen, da sie sich gen Jerusalem versammelten.
8. Und welcher nicht kme in dreien Tagen nach dem Rat der Obersten und 
ltesten, des Habe sollte alle verbannet sein und er abgesondert von der 
Gemeine der Gefangenen.
9. Da versammelten sich alle Mnner Judas und Benjamins gen Jerusalem in 
dreien Tagen, das ist, im zwanzigsten Tage des neunten Monden. Und alles 
Volk sa auf der Strae vor dem Hause Gottes und zitterten um der Sache 
willen und vorn Regen.
10. Und Esra, der Priester, stund auf und sprach zu ihnen: Ihr habt euch 
vergriffen, da ihr fremde Weiber genommen habt, da ihr der Schuld 
Israels noch mehr machtet:
11. So bekennet nun dem Herrn, eurer Vter Gott, und tut sein. 
Wohlgefallen und scheidet euch von den Vlkern des Landes und von den 
fremden Weibern.
12. Da antwortete die ganze Gemeine und sprach mit lauter Stimme: Es 
geschehe, wie du uns gesagt hast.
13. Aber des Volks ist viel und regnerisch Wetter und kann nicht drauen 
stehen; so ist's auch nicht eines oder zweier Tage Werk, denn wir haben's 
viel gemacht solcher bertretung.
14. Lat uns unsere Obersten bestellen in der ganzen Gemeine, da alle, 
die in unsern Stdten fremde Weiber genommen haben, zu bestimmten Zeiten 
kommen, und die ltesten einer jeglichen Stadt und ihre Richter mit, bis 
da von uns gewendet werde der Zorn unsers Gottes um dieser Sache willen.
15. Da wurden bestellet Jonathan, der Sohn Asahels, und Jehasja, der Sohn 
Thikwas, ber diese Sachen, und Mesullam und Habthai, die Leviten, halfen 
ihnen.
16. Und die Kinder des Gefngnisses taten also. Und der Priester Esra und 
die vornehmsten Vter unter ihrer Vter Hause und alle jetzt Benannten 
schieden sie; und setzten sich am ersten Tage des zehnten Monden, zu 
forschen diese Sachen,
17. und sie richteten's aus an allen Mnnern, die fremde Weiber hatten, am 
ersten Tage des ersten Monden.
18. Und es wurden funden unter den Kindern der Priester, die fremde Weiber 
genommen hatten, nmlich unter den Kindern Jesuas, des Sohns Jozadaks, und 
seinen Brdern: Maesaja, Elieser, Jarib und Gedalja.
19. Und sie gaben ihre Hand drauf, da sie die Weiber wollten ausstoen 
und zu ihrem Schuldopfer einen Widder fr ihre Schuld geben.
20. Unter den Kindern Immer: Hanani und Sebadja.
21. Unter den Kindern Harim: Maeseja, Elia, Semaja, Jehiel und Usia.
22. Unter den Kindern Pashur: Elioenai, Maeseja, Ismael, Nethaneel Josabad 
und Eleasa.
23. Unter den Leviten: Josabad, Simei und Delaja (er ist der Klima), 
Pethahja, Juda und Elieser.
24. Unter den Sngern: Eliasib. Unter den Torhtern: Sallum, Telem und Uri.
25. Von Israel unter den Kindern Pareos: Rama, Jesia, Malchias, Mejamin, 
Eleasar, Malchias und Benaja.
26. Unter den Kindern Elam: Mathan ja, Sacharja, Jehiel, Abdi, Jeremoth 
und Elia.
27. Unter den Kindern Sathu: Elioenai, Eliasib, Mathanja, Jeremoth, Sabad 
und Asisa.
28. Unter den Kindern Bebai: Johanan, Hananja, Sabai und Athlai.
29. Unter den Kindern Bani: Mesullam, Malluch, Adaja, Jasub, Seal und 
Jeramoth.
30. Unter den Kindern Pahath-Moab: Adna, Chelal, Benaja, Maeseja, 
Mathanja, Bezaleel, Benuis und Manasse.
31. Unter den Kindern Harim: Elieser, Jesia, Malchias, Semaja, Simeon,
32. Benjamin, Malluch und Semarja.
33. Unter den Kindern Hasum: Mathnai, Mathatha, Sabad, Eliphelet, Jeremai, 
Manasse und Simei.
34. Unter den Kindern Bani: Maedai, Amram, Huel,
35. Benaja, Bedja, Chelui,
36. Naja, Meremoth, Eliasib,
37. Mathanja, Mathnai, Jaesan,
38. Bani, Benui, Simei,
39. Selemja, Nathan, Adaja,.
40. Machnadbai, Sasai, Sarai,
41. Asareel, Selemja, Samarja,
42. Sallum, Amarja und Joseph.
43. Unter den Kindern Nebo: Jeiel, Mathithja, Sabad, Sebina, Jaddai, Joel 
und Benaja.
44. Diese hatten alle fremde Weiber genommen; und waren etliche unter 
denselben Weibern, die Kinder getragen hatten.
Das Buch Nehemia 1
1. Dies sind die Geschichten Nehemias, des Sohns Hachaljas. Es geschah im 
Monden Chisleu des zwanzigsten Jahrs, da ich war zu Susan auf dem Schlo,
2. kam Hanani, einer meiner Brder, mit etlichen Mnnern aus Juda. Und ich 
fragte sie, wie es den Juden ginge, die errettet und brig waren von dem 
Gefngnis, und wie es zu Jerusalem ginge?
3. Und sie sprachen zu mir: Die brigen von dem Gefngnis sind daselbst im 
Lande in groem Unglck und Schmach; die Mauern Jerusalems sind zerbrochen 
und ihre Tore mit Feuer verbrannt.
4. Da ich aber solche Worte hrete sa ich und weinete und trug Leid zween 
Tage; und fastete und betete vor dem Gott vom Himmel
5. und sprach: Ach, Herr, Gott vom Himmel, groer und schrecklicher Gott, 
der da hlt den Bund und Barmherzigkeit denen, die ihn lieben und seine 
Gebote halten,
6. la doch deine Ohren aufmerken und deine Augen offen sein, da du 
hrest das Gebet deines Knechts, das ich nun vor dir bete Tag und Nacht 
fr die Kinder Israel, deine Knechte, und bekenne die Snden der Kinder 
Israel, die wir an dir getan haben; und ich und meines Vaters Haus haben 
auch gesndiget:
7. Wir sind verrckt worden, da wir nicht gehalten haben die Gebote, 
Befehle und Rechte, die du geboten hast deinem Knechte Mose.
8. Gedenke aber doch des Worts, das du deinem Knechte Mose gebotest und 
sprachest: Wenn ihr euch vergreifet, so will ich euch unter die Vlker 
streuen.
9. Wo ihr euch aber bekehret zu mir und haltet meine Gebote und tut sie, 
und ob ihr verstoen wret bis an der Himmel Ende, so will ich euch doch 
von dannen versammeln und will euch bringen an den Ort, den ich erwhlet 
habe, da mein Name daselbst wohne.
10. Sie sind doch ja deine Knechte und dein Volk, die du erlset hast 
durch deine groe Kraft und mchtige. Hand.
11. Ach, Herr, la deine Ohren aufmerken auf das Gebet deines Knechts und 
auf das Gebet deiner Knechte, die da begehren, deinen Namen zu frchten; 
und. la deinem Knechte heute gelingen und gib ihm Barmherzigkeit vor 
diesem Manne! Denn ich war des Knigs Schenke.
Das Buch Nehemia 2
1. Im Monden Nisan, des zwanzigsten Jahrs des Knigs Arthahsastha, da Wein 
vor ihm stund, hub ich den Wein auf und gab dem Knige; und ich sah 
trauriglich vor ihm.
2. Da sprach der Knig zu mir: Warum siehest du so bel? Du bist ja nicht 
krank? Das ist's nicht, sondern du bist schwermtig. Ich aber frchtete 
mich fast sehr
3. und sprach zum Knige: Der Knig lebe ewiglich! Sollte ich nicht bel 
sehen? Die Stadt, da das Haus des Begrbnisses meiner Vter ist, liegt. 
wste und ihre Tore sind mit Feuer verzehret.
4. Da sprach. der Knig zu mir: Was forderst du denn? Da bat ich den Gott 
vom Himmel
5. und sprach zum Knige: Gefllt es dem Knige und deinen Knechten vor 
dir, da du mich sendest nach Juda zu der Stadt des Begrbnisses meiner 
Vter, da ich sie baue?
6. Und der Knig sprach zu mir und die Knigin, die neben ihm sa: Wie 
lange wird deine Reise whren? und wann wirst du wiederkommen? Und es 
gefiel dem Knige, da er mich hinsendete. Und ich setzte ihm eine 
bestimmte Zeit
7. und sprach zum Knige: Geflltes dem Knige, so gebe er mir Briefe an 
die Landpfleger jenseit des Wassers, da sie mich hinbergeleiten, bis ich 
komme nach Juda,
8. und Briefe an Assaph, den Holzfrsten des Knigs, da er mir Holz gebe 
zu Balken der Pforten am Palast, die im Hause und an der Stadtmauer sind, 
und zum Hause, da ich einziehen soll. Und der Knig gab mir nach der guten 
Hand meines Gottes ber mir.
9. Und da ich kam zu den Landpflegern jenseit des Wassers, gab ich ihnen 
des Knigs Briefe. Und der Knig sandte mit mir die Hauptleute und Reiter.
10. Da aber das hrete Saneballat, der Horoniter, und Tobia, ein 
ammonitischer Knecht, verdro es sie sehr, da ein Mensch kommen wre, der 
Gutes suchte fr die Kinder Israel.
11. Und da ich gen Jerusalem kam und drei Tage dagewesen war,
12. machte ich mich des Nachts auf und wenig Mnner mit mir; denn ich 
sagte keinem Menschen; was mir mein Gott eingegeben htte, zu tun an 
Jerusalem; und war kein Tier mit mir, ohne da ich auf ritt.
13. Und ich ritt zum Taltor aus bei der Nacht, vor dem Drachenbrunnen und 
an das Misttor; und tat mir wehe, da die Mauern Jerusalems zerrissen 
waren und die Tore mit Feuer verzehret.
14. Und ging hinber zu dem Brunnentor und zu des Knigs Teich; und war da 
nicht Raum meinem Tier, da es unter mir htte gehen knnen.
15. Da zog ich bei Nacht den Bach hinan, und tat mir wehe, die Mauern also 
zu sehen; und kehrete um und kam zum Taltor wieder heim.
16. Und die Obersten wuten nicht, wo ich hinging, oder was ich machte; 
denn ich hatte bis daher den Juden und den Priestern, den Ratsherren und 
den Obersten und den andern, die am Werk arbeiteten, nichts gesagt.
17. Und sprach zu ihnen: Ihr sehet das Unglck, darinnen wir sind, da 
Jerusalem wste liegt, und ihre Tore sind mit Feuer verbrannt; kommt, lat 
uns die Mauern Jerusalems bauen, da wir nicht mehr eine Schmach seien!
18. Und sagte ihnen an die Hand meines Gottes, die gut ber mir war, dazu 
die Worte des Knigs, die er mir geredet hatte. Und sie sprachen: So lat 
uns auf sein! Und wir baueten, und ihre Hnde wurden gestrkt zum Guten.
19. Da aber das Saneballat, der Horoniter, und Tobia, der ammonitische 
Knecht, und Gosem, der Araber, hreten, spotteten sie unser und 
verachteten uns und sprachen: Was ist das, das ihr tut? Wollt ihr wieder 
von dem Knige abfallen?
20. Da antwortete ich ihnen und sprach: Der Gott vom Himmel wird uns 
gelingen lassen; denn wir, seine Knechte, haben uns aufgemacht und bauen; 
ihr aber habt kein Teil noch Recht noch Gedchtnis in Jerusalem.
Das Buch Nehemia 3
1. Und Eliasib, der Hohepriester, macht< sich auf mit seinen Brdern, den 
Priestern und baueten das Schaftor; sie heiligten es und setzten seine 
Tren ein; sie heiligten es aber bis an den Turm Mea, nmlich bis an den 
Turm Hananeel.
2. Neben ihm baueten die Mnner von Jericho; auch bauete neben ihm Sachur, 
der Sohn Imris.
3. Aber das Fischtor baueten die Kinder Senaa; sie deckten es und setzten 
seine Tren ein, Schlsser und Riegel.
4. Neben, ihnen bauete Meremoth, der Sohn Urias, des Sohns Hakoz. Neben 
ihnen bauete Mesullam, der Sohn Berechjas, des Sohns Mesesabeels. Neben 
ihnen bauete Zadok, der Sohn Baenas.
5. Neben ihnen baueten die von Thekoa, aber ihre Gewaltigen brachten ihren 
Hals nicht zum Dienst ihrer Herren.
6. Das alte Tor bauete Jojada, der Sohn Passeahs, und Mesullam, der Sohn 
Besodjas; sie deckten es und setzten ein seine Tren und Schlsser und 
Riegel.
7. Neben ihnen baueten Melatja von Gibeon und Jadon von Merono, Mnner von 
Gibeon und von Mizpa, am Stuhl des Landpflegers diesseit des Wassers.
8. Neben ihm bauete Usiel, der Sohn Harhajas, der Goldschmied. Neben ihm 
bauete Hananja, der Sohn der Apotheker; und sie baueten aus zu Jerusalem 
bis an die breite Mauer.
9. Neben ihm bauete Rephaja, der Sohn Hurs, der Oberste des halben 
Vierteils zu Jerusalem.
10. Neben ihm bauete Jedaja, der Sohn Harumaphs, gegen seinem Hause ber. 
Neben ihm bauete Hattus, der Sohn Hasabenjas.
11. Aber Malchia, der Sohn Harims, und Hassub, der Sohn Pahath-Moabs, 
baueten zwei Stcke und den Turm bei dem Ofen.
12. Neben ihm bauete Sallum der Sohn Halohes, der; Oberste des halben 
Vierteils zu Jerusalem, er und seine Tchter.
13. Das Taltor bauete Hanun und die Brger von Sanoah; sie baueten es und 
setzten ein seine Tren, Schlsser und Riegel und tausend Ellen an der 
Mauer bis an das Misttor.
14. Das Misttor aber bauete Malchia, der Sohn Rechabs, der Oberste des 
Vierteils der Weingrtner; er bauete es und setzte ein seine Tren, 
Schlsser und Riegel.
15. Aber das Brunnentor bauete Sallum, der Sohn Chal-Hoses, der Oberste 
des Vierteils zu Mizpa; er bauete es und deckte es und setzte ein seine 
Tren; Schlsser und Riegel, dazu die Mauer am Teich Seloah bei dem Garten 
des Knigs bis an die Stufen, die von der Stadt Davids herabgehen.
16. Nach ihm bauete Nehemia, der Sohn Asbuks, der Oberste des halben 
Vierteils zu Beth-Zur, bis gegen die Grber Davids ber und bis an den 
Teich Asuja und bis an das Haus der Helden.
17. Nach ihm baueten die Leviten, Rehum, der Sohn Banis Neben ihm bauete 
Hasabja, der Oberste des halben Vierteils zu Kegila, in seinem Vierteil.
18. Nach ihm baueten ihre Brder Bavai, der Sohn Henadads, der Oberste des 
halben Vierteils zu Kegila.
19. Neben ihm bauete Eser, der Sohn Jesuas, der Oberste zu Mizpa, zwei 
Stcke den Winkel hinan gegen dem Harnischhause.
20. Nach ihm auf dem Berge bauete Brauch, der Sohn Sabbats, zwei Stcke 
vom Winkel bis an die Haustr Eliasibs, des Hohenpriesters
21. Nach ihm bauete Meremoth der Sohn Urias, des Sohns Hakoz, zwei Stcke 
von der Haustr Eliasibs bis ans Ende des Hauses Eliasibs.
22. Nach ihm baueten die Priester, die Mnner aus den Gegenden.
23. Nach dem bauete Benjamin und Haus gegen ihrem Hause ber. Nach dem 
bauete Asarja, der Sohn Maesejas, des Sohns Ananjas, neben seinem Hause.
24. Nach ihm bauete Benui, der Sohn Henadads, zwei Stcke vom Hause 
Asarjas bis an den Winkel und bis an die Ecke;
25. Palal, der Sohn Usais, gegen dem Winkel und dem hohen Turm, der vom 
Knigshause heraussiehet, bei dem Kerkerhofe. Nach ihm Pedaja, der Sohn 
Pareos.
26. Die Nethinim aber wohneten an Ophel bis an das Wassertor gegen Morgen, 
da der Turm heraussiehet.
27. Nach dem, baueten die von Thekoa zwei Stcke gegen dem groen Turm, 
der heraussiehet, und bis an die Mauer Ophel.
28. Aber von dem Rotor an baueten die Priester, ein jeglicher gegen 
seinem Hause.
29. Nach dem bauete Zadok, der Sohn Immers, gegen seinem Hause. Nach ihm 
bauete Semaja, der Sohn Sechanjas, der Torhter, gegen Morgen.
30. Nach ihm bauete Hananja, der Sohn Selemjas, und Hanun, der Sohn 
Zalaphs, der sechste, zwei Stcke. Nach ihm bauete Mesullam, der Sohn 
Berechjas, gegen seinem Kasten.
31. Nach ihm bauete Malchia, der Sohn des Goldschmieds, bis an das Haus 
der Nethinim und der Krmer, gegen dem Ratstor und bis an den Saal an der 
Ecke.
32. Und zwischen dem Saal an der Ecke zum Schaftor baueten die 
Goldschmiede und die Krmer.
Das Buch Nehemia 4
1. Da aber Saneballat hrete, da wir die Mauern baueten, ward er zornig 
und sehr entrstet; und spottete der Juden
2. und sprach vor seinen Brdern und den Mchtigen zu Samaria: Was machen 
die ohnmchtigen Juden? Wird man sie so lassen? Werden sie opfern? Werden 
sie es einen Tag vollenden? Werden sie die Steine lebendig machen, die 
Staubhaufen und verbrannt sind?
3. Aber Tobia, der Ammoniter, neben ihm sprach: La sie nur bauen! Wenn 
Fchse hinaufzgen, die zerrissen wohl ihre steinerne Mauer.
4. Hre, unser Gott, wie verachtet sind wir! Kehre ihre Schmach auf ihren 
Kopf, da du sie gebest in Verachtung im Lande ihres Gefngnisses!
5. Decke ihre Missetat nicht zu und ihre Snde vertilge nicht vor dir; 
denn sie haben die Bauleute gereizet.
6. Aber wir baueten die Mauern und fgten sie ganz aneinander bis an die 
halbe Hhe. Und das Volk gewann ein Herz zu arbeiten.
7. Da aber Saneballat und Tobia und die Araber und Ammoniter und Asdoditer 
hreten, da die Mauern zu Jerusalem zugemacht waren, und da sie die 
Lcken angefangen hatten zu ben, wurden sie sehr zornig.
8. Und machten allesamt einen Bund zu Haufen; da sie kmen und stritten 
wider Jerusalem und machten drin einen Irrtum.
9. Wir aber beteten zu unserm Gott und stelleten Hut ber sie Tag und 
Nacht gegen sie.
10. Und Juda sprach: Die Kraft der Trger ist zu schwach, und des Staubs 
ist zu viel; wir knnen an der Mauer nicht bauen.
11. Unsere Widersacher aber gedachten: Sie sollen's nicht wissen noch 
sehen, bis wir mitten unter sie kommen und sie erwrgen und das Werk 
hindern.
12. Da aber die Juden, die neben ihnen wohneten, kamen und sagten es uns 
wohl zehnmal, aus allen Orten, da sie um uns wohneten,
13. da stellete ich unten an die rter hinter der Mauer in die Graben das 
Volk nach ihren Geschlechtern mit ihren Schwertern, Spieen und Bogen.
14. Und besah es und machte mich auf und sprach zu den Ratsherren und 
Obersten und dem andern Volk: Frchtet euch nicht vor ihnen! Gedenket an 
den groen, schrecklichen Herrn und streitet fr eure Brder, Shne, 
Tchter, Weiber und Huser.
15. Da aber unsere Feinde hreten, da es uns war kund worden, machte Gott 
ihren Rat zunichte. Und wir kehrten alle wieder zur Mauer; ein jeglicher 
zu seiner Arbeit.
16. Und es geschah hinfrder, da der Jnglinge die Hlfte taten die 
Arbeit, die andere Hlfte hielten Spiee, Schilde, Bogen und Panzer; und 
die Obersten stunden hinter dem ganzen Hause Juda,
17. die da baueten an der Mauer und trugen Last von denen, die ihnen auf 
luden; mit einer Hand taten sie die Arbeit und mit der andern hielten sie 
die Waffen.
18. Und ein jeglicher, der da bauete, hatte sein. Schwert an seine. Lenden 
gegrtet und bauete also; und der mit der Posaune blies, war neben mir.
19. Und ich sprach zu den Ratsherren und Obersten und zum andern Volk, Das 
Werk ist gro und weit, und wir sind zerstreuet auf der Mauer, ferne 
voneinander.
20. An welchem Ort ihr nun die Posaune lauten hret, dahin versammelt euch 
zu uns. Unser Gott wird fr uns streiten;
21. so wollen wir am Werk arbeiten. Und ihre Hlfte hielt die Spiee von 
dem Aufgang der Morgenrte, bis die Sterne hervorkamen.
22. Auch sprach ich zu der Zeit zum Volk: Ein jeglicher bleibe mit seinem 
Knaben ber Nacht zu Jerusalem, da wir des Nachts der Hut und des Tages 
der Arbeit warten.
23. Aber ich und meine Brder und meine Knaben und die Mnner an der Hut 
hinter mir, wir zogen unsere Kleider nicht aus; ein jeglicher lie das 
Baden anstehen.
Das Buch Nehemia 5
1. Und. es erhub sich ein gro Geschrei des Volks und ihrer Weiber wider 
ihre Brder, die Juden.
2. Und waren etliche, die da sprachen: Unserer Shne und Tchter sind 
viel; lat uns Getreide nehmen und essen, da wir leben.
3. Aber etliche sprachen: Lat uns unsere Acker, Weinberge und Huser 
versetzen und Getreide nehmen in der Teurung.
4. Etliche aber sprachen: Lat uns Geld entlehnen auf Zinsen dem Knige 
auf unsere Acker und Weinberge.
5. Denn unserer Brder Leib ist wie unser Leib und ihre Kinder wie unsere 
Kinder; sonst wrden wir unsere Shne und Tchter unterwerfen dem Dienst, 
und sind schon unserer Tchter etliche unterworfen, und ist kein Vermgen 
in unsern Hnden; auch wrden unsere Acker und Weinberge der andern.
6. Da ich aber ihr Schreien und solche Worte hrete, ward ich sehr zornig.
7. Und mein Herz ward Rats mit mir, da ich schalt die Ratsherren und die 
Obersten, und sprach zu ihnen: Wollt ihr einer auf den andern Wucher 
treiben? Und ich brachte eine groe Gemeine wider sie
8. und sprach zu ihnen: Wir haben unsere Brder, die Juden, erkauft, die 
den Heiden verkauft waren, nach unserm Vermgen; und ihr wollt auch eure 
Brder verkaufen, die wir zu uns gekauft haben? Da schwiegen sie und 
fanden nichts zu antworten.
9. Und ich sprach: Es ist nicht gut, das ihr tut. Solltet ihr nicht in der 
Furcht Gottes wandeln um der Schmach willen der Heiden, unserer Feinde?
10. Ich und meine Brder und meine Knaben haben ihnen auch Geld getan und 
Getreide; den Wucher aber haben wir nachgelassen.
11. So gebt ihnen nun heutigestages wieder ihre Acker, Weinberge, lgrten 
und Huser und den Hundertsten am Gelde, am Getreide, am Most und am le, 
das ihr an ihnen gewuchert habt.
12. Da sprachen sie: Wir wollen's wiedergeben und wollen nichts von ihnen 
fordern und wollen tun, wie du gesagt hast. Und ich rief den Priestern und 
nahm einen Eid von ihnen, da sie also tun sollten.
13. Auch schttelte ich meinen Busen aus und sprach: Also schttele Gott 
aus jedermann von seinem Hause und von seiner Arbeit, der dies Wort nicht 
handhabet, da er sei ausgeschttelt und leer. Und die ganze Gemeine 
sprach: Amen! und lobeten den Herrn. Und das Volk tat also.
14. Auch von der Zeit an, da mir befohlen ward, ein Landpfleger zu sein im 
Lande Juda, nmlich vom zwanzigsten Jahr an bis in das zweiunddreiigste 
Jahr des Knigs Arthahsastha, das sind zwlf Jahre, nhrete ich mich und 
meine Brder nicht von der Landpfleger Kost.
15. Denn die vorigen Landpfleger, die vor mir gewesen waren, hatten das 
Volk beschweret und hatten von ihnen genommen Brot und Wein, dazu auch, 
vierzig Sekel Silbers; auch hatten ihre Knaben mit Gewalt gefahren ber 
das Volk. Ich tat aber nicht also um der Furcht Gottes willen.
16. Auch arbeitete ich an der Mauer Arbeit und kaufte keinen Acker; und 
alle meine Knaben muten daselbst an die Arbeit zuhauf kommen.
17. Dazu waren der Juden und Obersten hundertundfnfzig an meinem Tische, 
die zu mir kommen waren aus den Heiden, die um uns her sind.
18. Und man machte mir des Tages einen Ochsen und sechs erwhlte. Schafe 
und Vgel und je inwendig zehn Tagen allerlei Wein die Menge. Noch 
forderte ich nicht der Landpfleger Kost, denn der Dienst war schwer auf 
dem Volk.
19. Gedenke mir, mein Gott, zum besten alles, das ich diesem Volk getan 
habe!
Das Buch Nehemia 6
1. Und da Saneballat, Tobia und Gosem, der Araber, und andere unserer 
Feinde erfuhren, da ich die Mauer gebauet hatte, und keine Lcke mehr 
dran wre, wiewohl ich die Tren zu der Zeit noch nicht gehnget hatte in 
den Toren,
2. sandte Saneballat und Gosem zu mir und lieen mir sagen: Komm und la 
uns zusammenkommen in den Drfern, in der Flche Ono. Sie gedachten mir 
aber Bses zutun.
3. Ich aber sandte Boten zu ihnen und lie ihn sagen: Ich habe ein gro 
Geschft auszurichten, ich kann nicht hinabkommen; es mchte das Werk 
nachbleiben, wo ich die Hand abtte und zu euch hinabzge.
4. Sie sandten aber wohl viermal zu mir auf die Weise, und ich antwortete 
ihnen auf diese Weise.
5. Da sandte Saneballat zum fnftenmal zu mir seinen Knaben mit einem 
offenen Briefe in seiner Hand.
6. Darinnen war geschrieben: Es ist vor die Heiden kommen, und Gosem hat 
es gesagt, da du und die Juden gedenket abzufallen, darum du die Mauer 
bauest, und du wollest ihr Knig sein in diesen Sachen;
7. und du habest dir Propheten bestellet, die von dir ausschreien sollen 
zu Jerusalem und sagen: Er ist der Knig Judas. Nun, solches wird vor den 
Knig kommen. So komm nun und la uns miteinander ratschlagen.
8. Ich aber sandte zu ihm und lie ihm sagen: Solches ist nicht geschehen, 
das du sagest; du hast es aus deinem Herzen erdacht.
9. Denn sie alle wollten uns furchtsam machen und gedachten: Sie sollen 
die Hand abtun vom Geschfte, da sie nicht arbeiten. Aber ich strkte 
desto mehr meine Hand.
10. Und ich kam ins Haus Semajas, des Sohns Delajas, des Sohns 
Mehetabeels; und er hatte sich verschlossen und sprach: La uns 
zusammenkommen im Hause Gottes mitten im Tempel und die Tren des Tempels 
zuschlieen; denn sie werden kommen, dich zu erwrgen, und werden bei der 
Nacht kommen, da sie dich erwrgen.
11. Ich aber sprach: Sollte ein solcher Mann fliehen? Sollte ein solcher 
Mann, wie ich bin, in den Tempel gehen, da er lebendig bliebe? Ich will 
nicht hineingehen.
12. Denn ich merkte, da ihn Gott nicht gesandt hatte. Denn er sagte wohl 
Weissagung auf mich, aber Tobia und Saneballat hatten ihm Geld gegeben.
13. Darum nahm er Geld, auf da ich mich frchten sollte und also tun und 
sndigen, da sie ein bs Geschrei htten, damit sie mich lstern mchten.
14. Gedenke, mein Gott, des Tobia und Saneballat nach diesen seinen 
Werken; auch der Prophetin Noadja und der andern Propheten, die mich 
wollten abschrecken.
15. Und die Mauer ward fertig am fnfundzwanzigsten Tage des Monden Elul, 
in zweiundfnfzig Tagen.
16. Und da alle unsere Feinde das hreten, frchteten sich alle Heiden, 
die um uns her waren, und der Mut entfiel ihnen; denn sie merkten, da 
dies Werk von Gott war.
17. Auch zu derselben Zeit waren viel der Obersten Judas, deren Briefe 
gingen zu Tobia und von Tobia zu ihnen.
18. Denn ihrer waren viel in Juda, die ihm geschworen waren; denn er war 
ein Schwager Sachanjas, des Sohns Arahs, und sein Sohn Johanan hatte die 
Tochter Mesullams, des Sohns Berechjas.
19. Und sagten Gutes von ihm vor mir und brachten meine Rede aus zu ihm. 
So sandte denn Tobia Briefe, mich abzuschrecken.
Das Buch Nehemia 7
1. Da wir nun die Mauer gebauet hatten, hngete ich die Tren; und wurden 
bestellet die Torhter, Snger und Leviten.
2. Und ich gebot meinem Bruder Hanani und Hananja, dem Palastvogt zu 
Jerusalem (denn er war ein treuer Mann und gottesfrchtig vor vielen 
andern),
3. und sprach zu ihnen: Man soll die Tore zu Jerusalem nicht auftun, bis 
da die Sonne hei wird; und wenn man noch arbeitet, soll man die Tren 
zuschlagen und: verriegeln. Und es wurden Hter bestellet aus den Brgern 
Jerusalems, ein jeglicher auf seine Hut und um sein Haus.
4. Die Stadt aber war weit von Raum und gro, aber wenig Volks drinnen, 
und die Huser waren nicht gebauet.
5. Und mein Gott gab mir ins Herz, da ich versammelte die Ratsherren und 
die Obersten und das Volk, sie zu rechnen. Und ich fand ein Register ihrer 
Rechnung,
6. die vorhin heraufkommen waren aus dem Gefngnis, die Nebukadnezar, der 
Knig zu Babel, hatte weggefhret, und zu Jerusalem wohneten und in Juda, 
ein jeglicher in seiner Stadt;
7. und waren kommen mit Serubabel, Jesua, Nehemia, Asarja, Raamja, 
Nahemani, Mardachai, Bilsan, Mispereth, Bigevai, Nehum und Baena. Dies ist 
die Zahl der Mnner vom Volk Israel.
8. Der Kinder Pareos waren zweitausend hundert und zweiundsiebenzig;
9. der Kinder Sephatja dreihundert und zweiundsiebenzig;
10. der Kinder Arah sechshundert und zweiundfnfzig;
11. der Kinder Pahath-Moab, unter den Kindern Jesua und Joab, zweitausend 
achthundertundachtzehn;
12. der Kinder Elam tausend zweihundert und vierundfnfzig;
13. der Kinder Sathu achthundert und fnfundvierzig;
14. der Kinder Sakai siebenhundert und sechzig;
15. der Kinder Benui sechshundert und achtundvierzig;
16. der Kinder Bebai sechshundert und achtundzwanzig;
17. der Kinder Asgad zweitausend dreihundert und zweiundzwanzig;
18. der Kinder Adonikam sechshundert und siebenundsechzig;
19. der Kinder Bigevai zweitausend und siebenundsechzig;
20. der Kinder Adin sechshundert und fnfundfnfzig;
21. der Kinder Ater von Hiskia achtundneunzig;
22. der Kinder Hasum dreihundert und achtundzwanzig;
23. der Kinder Bezai dreihundert und vierundzwanzig;
24. der Kinder Hariph hundert und zwlf;
25. der Kinder Gibeon fnfundneunzig;
26. der Mnner von Bethlehem und Netopha hundert und achtundachtzig;
27. der Mnner von Anathoth hundert und achtundzwanzig;
28. der Mnner von Beth-Asmaveth zweiundvierzig;
29. der Mnner von Kiriath-Jearim, Kaphira und Beeroth siebenhundert und 
dreiundvierzig;
30. der Mnner von Rama und Gaba sechshundert und einundzwanzig;
31. der Mnner von Michmas hundert und zweiundzwanzig;
32. der Mnner von Bethel und Ai hundert und dreiundzwanzig;
33. der Mnner vom andern Nebo zweiundfnfzig;
34. der Kinder des andern Elam tausend zweihundert und vierundfnfzig;
35. der Kinder Harim, dreihundert und zwanzig;
36. der Kinder Jereho dreihundert und fnfundvierzig;
37. der Kinder Lod, Hadid und Ono siebenhundert und einundzwanzig;
38. der Kinder Senaa dreitausend neunhundert und dreiig.
39. Die Priester: Der Kinder Jedaja, vom Hause Jesua neunhundert und 
dreiundsiebenzig;
40. der Kinder Immer tausend und zweiundfnfzig;
41. der Kinder Pashur tausend zweihundert und siebenundvierzig;
42. der Kinder Harim tausend und siebenzehn.
43. Die Leviten: Der Kinder Jesua von Kadmiel, unter den Kindern Hodua, 
vierundsiebenzig.
44. Die Snger: Der Kinder Assaph hundert und achtundvierzig.
45. Die Torhter waren: Die Kinder Sallum, die Kinder Ater, die Kinder 
Thalmon, die Kinder Akub, die Kinder Hatita, die Kinder Sobai, allesamt 
hundert und achtunddreiig.
46. Die Nethinim: Die Kinder Ziha, die Kinder Hasupha, die Kinder Tabaoth,
47. die Kinder. Keros, die Kinder Sia, die Kinder Padon,
48. die Kinder Libana, die Kinder Hagaba, die Kinder Salmai,
49. die Kinder Hanan, die Kinder Giddel, die Kinder Gahar,
50. die Kinder Reaja, die Kinder Rezin, die Kinder Nekoda,
51. die Kinder Gasam, die Kinder Usa, die Kinder Passeah,
52. die Kinder Besai, die Kinder Megunim, die Kinder Nephussim,
53. die Kinder Bakbuk, die Kinder Hakupha, die Kinder Harhur,
54. die Kinder Bazlith, die Kinder Mehida, die Kinder Harsa,
55. die Kinder Barkos, die Kinder Sissera, die Kinder Thamah,
56. die Kinder Neziah, die Kinder Hatipha.
57. Die Kinder der Knechte Salomos waren: Die Kinder Sotai, die Kinder 
Sophereth, die Kinder Prida,
58. die Kinder Jaela, die Kinder Darkon, die Kinder Giddel,
59. die Kinder Sephatja, die Kinder Hatil, die Kinder Pochereth von 
Zebaim, die Kinder Amon.
60. Aller Nethinim und. Kinder der Knechte Salomos waren dreihundert und 
zweiundneunzig.
61. Und diese zogen auch mit herauf: Mithel, Melah, Thel-Harsa, Cherub-
Addon und Immer; aber sie konnten, nicht anzeigen ihrer Vter Haus noch 
ihren Samen, ob sie aus Israel wren:
62. Die Kinder Delaja, die Kinder Tobia und die Kinder Nekoda waren 
sechshundert und zweiundvierzig.
63. Und von den Priestern waren die Kinder Habaja, die Kinder Hakoz, die 
Kinder Barsillai, der aus den Tchtern Barsillais, des Gileaditers, ein 
Weib nahm, und ward nach derselben Namen genannt.
64. Diese suchten ihr Geburtsregister; und da sie es nicht fanden, wurden 
sie los vom Priestertum.
65. Und Hathirsatha sprach zu ihnen, sie sollten nicht essen vom 
Allerheiligsten, bis da ein Priester aufkme mit dem Licht und Recht.
66. Der ganzen Gemeine wie ein Mann war zweiundvierzigtausend, dreihundert 
und sechzig;
67. ausgenommen ihre Knechte und Mgde, der waren siebentausend 
dreihundert und siebenunddreiig; und hatten zweihundert und 
fnfundvierzig Snger und Sngerinnen,
68. siebenhundert und sechsunddreiig Rasse, zweihundert und 
fnfundvierzig Muler,
69. vierhundert und fnfunddreiig Kamele, sechstausend siebenhundert und 
zwanzig Esel.
70. Und etliche der obersten Vter gaben zum Werke. Hathirsatha gab zum 
Schatz tausend Glden, fnfzig Becken, fnfhundert und dreiig 
Priesterrcke.
71. Und etliche oberste Vter gaben zum Schatz ans Werk zwanzigtausend 
Glden, zweitausend und zweihundert Pfund Silbers.
72. Und das andere Volk gab zwanzigtausend Glden und zweitausend Pfund 
Silbers und siebenundsechzig Priesterrcke.
73. Und die Priester und die Leviten, die Torhter, die Snger und etliche 
des Volks und die Nethinim und ganz Israel setzten sich in ihre Stdte.
Das Buch Nehemia 8
1. Da nun herzukam der siebente Mond, und die Kinder Israel in ihren 
Stdten waren, versammelte sich das ganze Volk wie ein Mann auf die breite 
Gasse vor dem Wassertor und sprachen zu Esra, dem Schriftgelehrten, da er 
das Gesetzbuch Mose holete, das der Herr Israel geboten hatte.
2. Und Esra, der Priester, brachte das Gesetz vor die Gemeine, beide 
Mnner und Weiber, und alle, die es vernehmen konnten, am ersten Tage des 
siebenten Monden,
3. und las drinnen auf der breiten Gasse, die vor dem Wassertor ist, von 
licht Morgen an bis auf den Mittag, vor Mann und Weib und wer es vernehmen 
konnte. Und des ganzen Volks Ohren waren zu dem Gesetzbuch gekehrt.
4. Und Esra, der Schriftgelehrte, stund auf einem hlzernen hohen Stuhl, 
den sie gemacht hatten zu predigen; und stund neben ihm Mathithja, Sema, 
Anaja, Uria, Hilkia und Maeseja zu seiner Rechten; aber zu seiner Linken 
Pedaja, Misael, Malchia, Hasum, Hasbadana, Sacharja und Mesullam.
5. Und Esra tat das Buch auf vor dem ganzen Volk, denn er ragte ber alles 
Volk; und da er's auftat, stund alles Volk.
6. Und Esra lobete den Herrn, den groen Gott. Und alles Volk antwortete: 
Amen, Amen! mit ihren Hnden empor; und neigeten sich und beteten den 
Herrn an mit dem Antlitz zur Erde.
7. Und Jesua, Bani, Serebja, Jamin, Akub, Sabthai, Hodia, Maeseja, Klita, 
Asarja, Josabad, Hanan, Plaja und die Leviten machten das Volk, da es 
aufs Gesetz merkete; und das Volk stund auf seiner Sttte.
8. Und sie lasen im Gesetzbuch Gottes klar und verstndlich, da man's 
verstund, da man's las.
9. Und Nehemia, der da ist Hathirsatha, und Esra, der Priester, der 
Schriftgelehrte, und die Leviten, die das Volk aufmerken machten, 
sprachen. zu allem Volk: Dieser Tag ist heilig dem Herrn, eurem Gott; 
darum seid nicht traurig und weinet nicht. Denn alles Volk weinete, da sie 
die Worte des Gesetzes hreten.
10. Darum sprach er zu ihnen: Gehet hin und esset das Fette und. trinket 
das Se; und sendet denen auch Teil, die nichts fr sich bereitet haben; 
denn dieser Tag ist heilig unserm Herrn; darum bekmmert euch nicht, denn 
die Freude am Herrn ist eure Strke.
11. Und die Leviten stilleten alles Volk und sprachen: Seid stille, denn 
der Tag ist heilig; bekmmert euch nicht!
12. Und alles Volk ging hin, da es e, trnke und Teil sendete und eine 
groe Freude machte; denn sie hatten die Worte verstanden, die man ihnen 
hatte kundgetan.
13. Und des andern Tages versammelten sich die obersten Vter unter dem 
ganzen Volk und die Priester und Leviten zu Esra, dem Schriftgelehrten, 
da er sie die Worte des Gesetzes unterrichtete.
14. Und sie fanden geschrieben im Gesetz, da der Herr durch Mose geboten 
hatte, da die Kinder Israel in Laubhtten wohnen sollten auf das Fest im 
siebenten Monden.
15. Und sie lieen es laut werden und ausrufen in allen ihren Stdten und 
zu Jerusalem und sagen: Gehet hinaus auf die Berge und holet lzweige, 
Balsamzweige, Myrtenzweige, Palmenzweige und Zweige von dichten Bumen, 
da man Laubhtten mache, wie es geschrieben stehet.
16. Und das Volk ging hinaus und holeten und machten ihnen Laubhtten, ein 
jeglicher auf seinem Dach und in ihren Hfen und in den Hfen am Hause 
Gottes und auf der breiten Gasse am Wassertor und auf der breiten Gasse am 
Tor Ephraim.
17. Und die ganze Gemeine derer, die aus dem Gefngnis waren wiederkommen, 
machten Laubhtten und wohneten drinnen. Denn die Kinder Israel hatten 
seit der Zeit Josuas, des Sohns Nuns, bis auf diesen Tag nicht also getan; 
und war eine sehr groe Freude.
18. Und ward im Gesetzbuch Gottes gelesen alle Tage, vom ersten Tage an 
bis auf den letzten, und hielten das Fest sieben Tage, und am achten Tage 
die Versammlung, wie sich's gebhrt.
Das Buch Nehemia 9
1. Am vierundzwanzigsten Tage dieses Monden kamen die Kinder Israel 
zusammen mit Fasten und Scken und Erde auf ihnen.
2. Und sonderten den Samen Israels von allen fremden Kindern und traten 
hin und bekannten ihre Snden und ihrer Vter Missetat.
3. Und stunden auf an ihrer Sttte; und man las im Gesetzbuch des Herrn, 
ihres Gottes, viermal des Tages; und sie bekannten und beteten an den 
Herrn, ihren Gott, viermal des Tages.
4. Und die Leviten stunden auf in die Hhe, nmlich Jesua, Bani, Kadmiel, 
Sebanja, Buni, Serebja, Bani und Chenani, und schrieen laut zu dem Herrn, 
ihrem Gott.
5. Und die Leviten, Jesua, Kadmiel, Bani, Hasabenja, Serebja, Hodia, 
Sebanja, Pethahja, sprachen: Stehet auf, lobet den Herrn, euren Gott, von 
Ewigkeit zu Ewigkeit; und man lobe den Namen deiner Herrlichkeit, der 
erhhet ist, mit allem Segen und Lobe.
6. Herr, du bist's allein; du hast gemacht den Himmel und aller Himmel 
Himmel mit all ihrem Heer, die Erde und alles, was drauf ist, die Meere 
und alles, was drinnen ist; du machest alles lebendig, und das himmlische 
Heer betet dich an.
7. Du bist der Herr Gott, der. du Abram erwhlet hast und ihn von Ur in 
Chalda ausgefhrt und Abraham genannt
8. und sein Herz treu vor dir funden und einen Bund mit ihm gemacht, 
seinem Samen zu geben das Land der Kanaaniter, Hethiter, Amoriter, 
Pheresiter, Jebusiter und Girgositer; und hast dein Wort gehalten, denn du 
bist gerecht.
9. Und du hast angesehen das Elend unserer Vter in gypten und ihr 
Schreien erhret am Schilfmeer
10. und Zeichen und Wunder getan an Pharao und an allen seinen Knechten 
und an allem Volk seines Landes; denn du erkanntest, da sie stolz wider 
sie waren; und hast dir einen Namen gemacht, wie es heute gehet.
11. Und hast das Meer vor ihnen zerrissen, da sie mitten im Meer trocken 
hindurchgingen, und ihre Verfolger in die Tiefe verworfen, wie Steine in 
mchtigen Wassern,
12. und sie gefhret des Tages in einer Wolkensule und des Nachts in 
einer Feuersule, ihnen zu leuchten auf dem Wege, den sie zogen.
13. Und bist herabgestiegen auf den Berg Sinai und hast mit ihnen vom 
Himmel geredet und gegeben ein wahrhaftig Recht und ein recht Gesetz und 
gute Gebote und Sitten;
14. und deinen heiligen Sabbat ihnen kundgetan; und Gebote, Sitten und 
Gesetze ihnen geboten durch deinen Knecht Mose;
15. und ihnen Brot vom Himmel gegeben, da sie hungerte, und Wasser aus dem 
Felsen lassen gehen, da sie drstete; und ihnen geredet, sie sollten 
hineingehen und das Land einnehmen, darber du deine Hand hubest, ihnen zu 
geben.
16. Aber unsere Vter wurden stolz und halsstarrig, da sie deinen Geboten 
nicht gehorchten,
17. und weigerten sich zu hren, und gedachten auch nicht an deine Wunder, 
die du an ihnen tatest, sondern sie wurden halsstarrig und warfen ein 
Haupt auf, da sie sich wendeten zu ihrer Dienstbarkeit in ihrer Ungeduld. 
Aber du, mein Gott, vergabest und warest gndig, barmherzig, geduldig und 
von groer Barmherzigkeit und verlieest sie nicht.
18. Und ob sie wohl ein gegossen Kalb machten und sprachen: Das ist dein 
Gott, der dich aus gyptenland gefhret hat, und taten groe Lsterungen,
19. noch verlieest du sie nicht in der Wste nach deiner groen 
Barmherzigkeit, und die Wolkensule wich nicht von ihnen des Tages, sie zu 
fhren auf dem Wege, noch die Feuersule des Nachts, ihnen zu leuchten auf 
dem Wege, den sie zogen.
20. Und du gabest ihnen deinen guten Geist, sie zu unterweisen; und dein 
Man wandtest du nicht von ihrem Munde; und gabest ihnen Wasser, da sie 
drstete.
21. Vierzig Jahre versorgtest du sie in der Wste, da ihnen nichts 
mangelte. Ihre Kleider veralteten nicht, und ihre Fe zerschwollen nicht.
22. Und gabest ihnen Knigreiche und Vlker und teiltest sie hie und 
daher, da sie einnahmen das Land Sihons, des Knigs zu Hesbon und das 
Land Ogs, des Knigs in Basan.
23. Und vermehrtest ihre Kinder wie die Sterne am Himmel und brachtest sie 
ins Land, das du ihren Vtern geredet hattest, da sie einziehen und es 
einnehmen sollten.
24. Und die Kinder zogen hinein und nahmen das Land ein. Und du 
demtigtest vor ihnen die Einwohner des Landes, die Kanaaniter, und gabest 
sie in ihre Hnde, und ihre Knige und Vlker im Lande, da sie mit ihnen 
taten nach ihrem Willen.
25. Und sie gewannen feste Stdte und ein fett Land und nahmen Huser ein, 
voll allerlei Gter ausgehauene Brunnen, Weinberge, lgrten und Bume, 
davon man isset, die Menge; und aen und wurden satt und fett und lebten 
in Wollust durch deine groe Gte.
26. Aber sie wurden ungehorsam und widerstrebten dir und warfen dein 
Gesetz hinter sich zurck; und erwrgeten deine Propheten, die sie 
bezeugten, da sie sollten sich zu dir bekehren; und taten groe 
Lsterungen.
27. Darum gabest du sie in die Hand ihrer Feinde, die sie ngsteten. Und 
zur Zeit ihrer Angst schrieen sie zu dir; und du erhretest sie vom 
Himmel, und durch deine groe Barmherzigkeit gabest du ihnen Heilande, die 
ihnen halfen aus ihrer Feinde Hand.
28. Wenn sie aber zur Ruhe kamen, verkehreten sie sich, bel zu tun vor 
dir. So verlieest du sie in ihrer Feinde Hand, da sie ber sie 
herrscheten. So bekehreten sie sich dann und schrieen zu dir; und du 
erhretest sie vom Himmel und errettetest sie nach deiner groen 
Barmherzigkeit vielmal
29. und lieest sie bezeugen, da sie sich bekehren sollten zu deinem 
Gesetz. Aber sie waren stolz und gehorchten deinen Geboten nicht; und 
sndigten an deinen Rechten (welche so ein Mensch tut, lebet er darinnen) 
und wandten ihre Schulter weg und wurden halsstarrig und gehorchten nicht.
30. Und du hieltest viele Jahre ber ihnen und lieest sie bezeugen durch 
deinen Geist in deinen Propheten; aber sie nahmen's nicht zu Ohren. Darum 
hast du sie gegeben in die. Hand der Vlker in Lndern.
31. Aber nach deiner groen Barmherzigkeit hast du es nicht gar aus mit 
ihnen gemacht noch sie verlassen; denn du bist ein gndiger und 
barmherziger Gott.
32. Nun, unser Gott, du groer Gott, mchtig und schrecklich, der du 
hltst Bund und Barmherzigkeit, achte nicht gering alle die Mhe, die uns 
getroffen hat und unsere Knige, Frsten, Priester, Propheten, Vter und 
dein ganzes Volk von der Zeit an der Knige zu Assur bis auf diesen Tag.
33. Du bist gerecht an allem, das du ber uns gebracht hast; denn du hast 
recht getan; wir aber sind gottlos gewesen.
34. Und unsere Knige, Frsten, Priester und Vter haben nicht nach deinem 
Gesetz getan und nicht acht gehabt auf deine Gebote und Zeugnisse, die du 
ihnen hast lassen zeugen.
35. Und sie haben dir nicht gedienet in ihrem Knigreich und in deinen 
groen Gtern, die du ihnen gabest, und in dem weiten und fetten Lande, 
das du ihnen dargelegt hast, und haben sich nicht bekehret von ihrem bsen 
Wesen.
36. Siehe, wir sind heutigestages Knechte; und im Lande, das du unsern 
Vtern gegeben hast, zu essen seine Frchte und Gter, siehe, da sind wir 
Knechte innen.
37. Und sein Einkommen mehret sich den Knigen, die du ber uns gesetzt 
hast, um unserer Snden willen; und sie herrschen ber unsere Leiber und 
Vieh nach ihrem Willen, und wir sind in groer Not.
38. Und in diesem allem machen wir einen festen Bund und schreiben und 
lassen's unsere Frsten, Leviten und Priester versiegeln.
Das Buch Nehemia 10
1. Die Versiegeler aber waren: Nehemia-Hathirsatha, der Sohn Hachaljas, 
und Zidekia,
2. Seraja, Asarja, Jeremia,
3. Pashur, Amarja, Malchia,
4. Hattus, Sebanja, Malluch,
5. Harim, Meremoth, Obadja,
6. Daniel, Ginthon, Baruch,
7. Mesullam, Abia, Mejamin,
8. Maasja, Bilgai und Semaja; das waren die Priester.
9. Die Leviten aber waren: Jesua, der Sohn Asanjas, Binui unter den 
Kindern Henadads, Kadmiel
10. und ihre Brder: Sechanja, Hodia, Klita, Plaja, Hanan,
11. Micha, Rehob, Hasabja,
12. Sachur, Serebja, Sebanja,
13. Hodia, Bani und Beninu.
14. Die Hupter im Volk waren: Pareos, Pahath-Moab, Elam, Sathu, Bani,
15. Buni, Asgad, Bebai,
16. Adonia, Bigvai, Adin,
17. Ater, Hiskia, Asur,
18. Hodia, Hasum, Bezai,
19. Hariph, Anathoth, Neubai,
20. Magpias, Mesullam, Hesir,
21. Mesesabeel, Zadok, Jaddua,
22. Platja, Hanan, Anaja,
23. Hosea, Hananja, Hasub,
24. Halohes, Pilha, Sobek,
25. Rehum, Hasabna, Maeseja,
26. Ahia, Hanan, Anan,
27. Malluch, Harim und Baena.
28. Und das andere Volk, Priester, Leviten, Torhter, Snger, Nethinim und 
alle, die sich von den Vlkern in Landen gesondert hatten zum Gesetz 
Gottes, samt ihren Weibern, Shnen und Tchtern, alle, die es verstehen 
konnten,
29. und ihre Mchtigen nahmen's an fr ihre Brder. Und sie kamen, da sie 
schwuren und sich mit Eide verpflichteten, zu wandeln im Gesetz Gottes, 
das durch Mose, den Knecht Gottes, gegeben ist, da sie hielten und tun 
wollten nach allen Geboten, Rechten und Sitten des Herrn, unsers 
Herrschers,
30. und da wir den Vlkern im Lande unsere Tchter nicht geben, noch ihre 
Tchter unsern Shnen nehmen wollten;
31. auch wenn die Vlker im Lande am Sabbattage bringen Ware und allerlei 
Ftterung zu verkaufen, da wir's nicht von ihnen nehmen wollten auf den 
Sabbat und heiligen Tagen; und da wir das siebente Jahr allerhand 
Beschwerung frei lassen wollten.
32. Und legten ein Gebot auf uns, da wir jhrlich einen dritten Teil 
eines Sekels gben zum Dienst im Hause unsers Gottes,
33. nmlich zu Schaubrot, zu tglichem Speisopfer, zu tglichem Brandopfer 
des Sabbats, der Neumonden und Festtage und zu dem Geheiligten und zu 
Sndopfer, damit Israel vershnet werde, und zu allem Geschfte im Hause 
unsers Gottes.
34. Und wir warfen das Los unter den Priestern, Leviten und dem Volk um 
das Opfer des Holzes, das man zum Hause unsers Gottes bringen sollte 
jhrlich, nach den Husern unserer Vter, auf bestimmte Zeit, zu brennen 
auf dem Altar des Herrn, unsers Gottes, wie es im Gesetz geschrieben 
stehet,
35. und jhrlich zu bringen die Erstlinge unsers Landes und die Erstlinge 
aller Frchte auf allen Bumen zum Hause des Herrn
36. und die Erstlinge unserer Shne und unsers Viehes, wie es im Gesetz 
geschrieben stehet, und die Erstlinge unserer Rinder und unserer Schafe; 
da wir das alles zum Hause unsers Gottes bringen sollen den Priestern, 
die im Hause unsers Gottes dienen.
37. Auch sollen wir bringen die Erstlinge unsers Teiges und unserer Hebe 
und die Frchte allerlei Bume, Most und l den Priestern in die Kasten am 
Hause unsers Gottes und den Zehnten unsers Landes den Leviten, da die 
Leviten den Zehnten haben in allen Stdten unsers Ackerwerks.
38. Und der Priester, der Sohn Aarons, soll mit den Leviten auch an dem 
Zehnten der Leviten haben, da die Leviten den Zehnten ihrer Zehnten 
heraufbringen zum Hause unsers Gottes in die Kasten im Schatzhause.
39. Denn die Kinder Israel und die Kinder Levi sollen die Hebe des 
Getreides, Mosts und ls herauf in die Kasten bringen. Daselbst sind die 
Gefe des Heiligtums und die Priester, die da dienen, und die Torhter 
und Snger, da wir das Haus unsers Gottes nicht verlassen.
Das Buch Nehemia 11
1. Und die Obersten des Volks wohneten zu Jerusalem. Das andere Volk aber 
warfen das Los darum, da unter zehn ein Teil gen Jerusalem in die heilige 
Stadt zgen, zu wohnen, und neun Teile in den Stdten.
2. Und das Volk segnete alle die Mnner, die freiwillig waren, zu 
Jerusalem zu wohnen.
3. Dies sind die Hupter in der Landschaft; die zu Jerusalem wohneten. In 
den Stdten Judas aber wohnete ein jeglicher in seinem Gut, das in ihren 
Stdten war, nmlich Israel, Priester, Leviten, Nethinim und die Kinder 
der Knechte Salomos.
4. Und zu Jerusalem wohneten etliche der Kinder Juda und Benjamin. Von den 
Kindern Juda: Athaja, der Sohn Usias, des Sohns Sacharjas, des Sohns 
Amarjas, des Sohns Sephatjas, des Sohns Mahelaleels, aus den Kindern Parez;
5. und Maeseja, der Sohn Baruchs, des Sohns Chal-Hoses, des Sohns Hasajas, 
des Sohns Adajas, des Sohns Jojaribs, des Sohns Sacharjas, des Sohns 
Silonis.
6. Aller Kinder Parez, die zu Jerusalem wohneten, waren 
vierhundertundachtundsechzig, redliche Leute.
7. Dies sind die Kinder Benjamin: Sallu, der Sohn Mesullams, des Sohns 
Joeds, des Sohns Pedajas, des Sohns Kolajahs, des Sohns Maesejas, des 
Sohns Ithiels, des Sohns Jesaias;
8. und nach ihm Gabai, Sallai, neunhundertundachtundzwanzig.
9. Und Joel, der Sohn Sichris, war ihr Vorsteher, und Juda, der Sohn 
Hasnuas, ber das andere Teil der Stadt.
10. Von den Priestern wohneten Jedaja, der Sohn Jojaribs, Jachin,
11. Seraja, der Sohn Hilkias, des Sohns Mesullams, des Sohns Zadoks, des 
Sohns Merajoth, des Sohns Ahitobs, war Frst im Hause Gottes.
12. Und seine Brder, die im Hause schafften, der waren 
achthundertundzweiundzwanzig. Und Adaja, der Sohn Jerohams, des Sohns 
Plaljas, des Sohns Amzis, des Sohns Sacharjas, des Sohns Pashurs, des 
Sohns Malchias,
13. und seine Brder, Obersten unter den Vtern, waren 
zweihundertundzweiundvierzig. Und Amassai, der Sohn Asareels, des Sohns 
Ahusais, des Sohns Mesillemoths, des Sohns Immers,
14. und seine Brder, gewaltige Leute, waren hundertundachtundzwanzig. Und 
ihr Vorsteher war Sabdiel, der Sohn Gedolims.
15. Von den Leviten: Semaja, der Sohn Hasubs, des Sohns Asrikams, des 
Sohns Hasabjas, des Sohns Bunnis,
16. und Sabthai und Josabad aus der Leviten Obersten an den uerlichen 
Geschften im Hause Gottes,
17. und Mathanja, der Sohn Michas, des Sohns Sabdis, des Sohns Assaphs, 
der das Haupt war, Dank anzuheben zum Gebet, und Bakbukja, der andere 
unter seinen Brdern, und Abda, der Sohn Sammuas, des Sohns Galals, des 
Sohns Jedithuns.
18. Aller Leviten in der heiligen Stadt waren zweihundertundvierundachtzig.
19. Und die Torhter, Akub und Talmon und ihre Brder, die in den Toren 
hteten, waren hundertundzweiundsiebenzig.
20. Das andere Israel aber, Priester und Leviten, waren in allen Stdten 
Judas, ein jeglicher in seinem Erbteil.
21. Und die Nethinim wohneten an Ophel Und Ziha und Gispa gehrten zu den 
Nethinim.
22. Der Vorsteher aber ber die Leviten zu Jerusalem war Usi, der Sohn 
Banis, des Sohns Hasabjas, des Sohns Mathanjas, des Sohns Michas. Aus den 
Kindern Assaphs waren Snger um das Geschft im Hause Gottes.
23. Denn es war des Knigs Gebot ber sie, da die Snger treulich 
handelten, einen jeglichen Tag seine Gebhr.
24. Und Pethahja, der Sohn Mesesabeels, aus den Kindern Serahs, des Sohns 
Judas, war Befehlshaber des Knigs zu allen Geschften an das Volk.
25. Und der Kinder Juda, die auen auf den Drfern auf ihrem Lande waren, 
wohneten etliche zu Kiriath-Arba und in ihren Tchtern und zu Dibon und in 
ihren Tchtern und zu Kabzeel und in ihren Drfern
26. und zu Jesua, Molada, Beth-Palet,
27. Hazar-Sual, Berseba und ihren Tchtern
28. und zu Ziklag und Mochona und ihren Tchtern
29. und zu En-Rimmon, Zarega, Jeremuth,
30. Sanoah, Adullam und ihren Drfern, zu Lachis und auf ihrem Felde, zu 
Aseka und in ihren Tchtern. Und lagerten sich von Berseba an bis ans Tal 
Hinnom.
31. Die Kinder Benjamin aber von Gaba wohneten zu Michmas, Aja, Bethel und 
ihren Tchtern
32. und zu Anathoth, Nob, Ananja,
33. Hazor, Rama, Githaim,
34. Hadid, Ziboim, Neballat,
35. Lod, Ono und im Zimmertal.
36. Und etliche Leviten, die Teil in Juda hatten, wohneten unter Benjamin.
Das Buch Nehemia 12
1. Dies sind die Priester und Leviten, die mit Serubabel, dem Sohn 
Sealthiels, und Jesua heraufzogen: Seraja; Jeremia, Esra,
2. Amarja, Malluch, Hattus,
3. Sechanja, Rehum, Meremoth,
4. Iddo, Ginthoi, Abia,
5. Mejamin, Maadja, Bilga,
6. Semaja, Jojarib, Jedaja,
7. Sallu, Amok, Hilkia und Jedaja. Dies waren die Hupter unter den 
Priestern und ihren Brdern zu den Zeiten Jesuas.
8. Die Leviten aber waren diese: Jesua, Benui, Kadmiel, Serebja, Juda und 
Mathanja, ber das Dankamt, er und seine Brder.
9. Bakbukja und Unni, ihre Brder, waren um sie zur Hut.
10. Jesua zeugete Jojakim, Jojakim zeugete Eliasib, Eliasib zeugete Jojada.
11. Jojada zeugete Jonathan, Jonathan zeugete Jaddua.
12. Und zu den Zeiten Jojakims waren diese oberste Vter unter den 
Priestern: nmlich von Seraja war Meraja; von Jeremia war Hananja;.
13. von Esra war Mesullam; von Amarja war Johanan;
14. von Malluch war Jonathan; von Sebanja war Joseph;
15. von Harim war Adna; von Merajoth war Helkai;
16. von Iddo war Sacharja; von Ginthon war Mesullam
17. von Abia war Sichri; von Mejamin-Moadja war Piltai;
18. von Bilga war Sammua; von Semaja war Jonathan;
19. von Jojarib war Mathnai; von Jedaja war Usi;
20. von Sallai war Kallai; von Amok war Eber;
21. von Hilkia war Hasabja; von Jedaja war Nethaneel.
22. Und zu den Zeiten Eliasibs, Jojadas, Johanans und Jadduas wurden die 
obersten Vter unter den Leviten und die Priester beschrieben unter dem 
Knigreich Darii, des Persers.
23. Es wurden aber die Kinder Levi, die obersten Vter, beschrieben in die 
Chronik bis zur Zeit Johanans, des Sohns Eliasibs.
24. Und dies waren die Obersten unter den Leviten: Hasabja, Serebja und 
Jesua, der Sohn Kadmiels, und ihre Brder neben ihnen, zu loben und zu 
danken, wie es David, der Mann Gottes, geboten hatte, eine Hut um die 
andere.
25. Mathanja, Bakbukja, Obadja, Mesulam, Talmon und Akub waren Torhter an 
der Hut, an den Schwellen in den Toren.
26. Diese waren zu den Zeiten Jojakims, des Sohns Jesuas, des Sohns 
Jozadaks, und zu den Zeiten Nehemias, des Landpflegers, und des Priesters 
Esra, des Schriftgelehrten.
27. Und in der Einweihung der Mauern zu Jerusalem suchte man die Leviten 
aus allen ihren Orten, da man sie gen Jerusalem brchte, zu halten 
Einweihung in Freuden mit Danken, mit Singen, Zimbeln, Psaltern und Harfen.
28. Und es versammelten sich die Kinder der Snger und von der Gegend um 
Jerusalem her und von den Hfen Netophathis
29. und vom Hause Gilgal und von den ckern zu Gibea und Asmaveth; denn 
die Snger hatten ihnen Hfe gebauet um Jerusalem her.
30. Und die Priester und Leviten reinigten sich und reinigten das Volk, 
die Tore und die Mauer.
31. Und ich lie die Frsten Judas oben auf die Mauer steigen und 
bestellete zween groe Dankchre, die gingen hin zur Rechten oben auf die 
Mauer zum Misttor wrts.
32. Und ihnen ging nach Hosaja und die Hlfte der Frsten Judas
33. und Asarja, Esra, Mesullam,
34. Juda, Benjamin, Semaja und Jeremia
35. und etliche der Priesterkinder mit Trommeten: nmlich Sacharja, der 
Sohn Jonathans, des Sohns Semajas, des Sohns Mathanjas, des Sohns 
Michajas, des Sohns Sachurs, des Sohns Assaphs,
36. und seine Brder, Semaja, Asareel, Milalai, Gilalai, Maai, Nethaneel 
und Juda, Hanani, mit den Saitenspielen Davids, des Mannes Gottes; Esra 
aber, der Schriftgelehrte, vor ihnen her,
37. zum Brunnentor wrts. Und gingen neben ihnen auf den Stufen zur Stadt 
Davids, die Mauer hinauf zu dem Hause Davids hinan, bis an das Wassertor 
gegen Morgen.
38. Der andere Dankchor ging gegen ihnen ber, und ich ihm nach, und die 
Hlfte des Volks die Mauer hinan zum Ofenturm hinauf, bis an die breite 
Mauer,
39. und zum Tor Ephraim hinan und zum alten Tor und zum Fischtor und zum 
Turm Hananeel und zum Turm Mea bis an das Schaftor, und blieben stehen im 
Kerkertor.
40. Und stunden also die zween Dankchre im Hause Gottes, und ich und die 
Hlfte der Obersten mit mir;
41. und die Priester, nmlich Eljakim, Maeseja, Minjamin, Michaja, 
Elioenai, Sacharja, Hananja mit Trommeten;
42. und Maeseja, Semaja, Eleasar, Usi, Johanan, Malchia, Elam und Asar. 
Und die Snger sangen laut, und Jesrahja war der Vorsteher.
43. Und es wurden desselben Tages groe Opfer geopfert, und waren 
frhlich; denn Gott hatte ihnen eine groe Freude gemacht, da sich beide 
Weiber und Kinder freueten; und man hrete die Freude Jerusalems ferne.
44. Zu der Zeit wurden verordnet Mnner ber die Schatzkasten, da die 
Heben, Erstlinge und Zehnten innen waren, da sie sammeln sollten von den 
Ackern und um die Stdte, auszuteilen nach dem Gesetz fr die Priester und 
Leviten; denn Juda hatte eine Freude an den Priestern und Leviten, da sie 
stunden
45. und warteten der Hut ihres Gottes und der Hut der Reinigung. Und die 
Snger und Torhter stunden nach dem Gebot Davids und seines Sohns Salomo.
46. Denn zu den Zeiten Davids und Assaphs wurden gestiftet die obersten 
Snger und Loblieder und Dank zu Gott.
47. Aber ganz Israel gab den Sngern und Torhtern Teil zu den Zeiten 
Serubabels und Nehemias, einen jeglichen Tag sein Teil; und sie gaben 
Geheiligtes fr die Leviten, die Leviten aber gaben Geheiligtes fr die 
Kinder Aaron.
Das Buch Nehemia 13
1. Und es ward zu der Zeit gelesen das Buch Mose vor den Ohren des Volks; 
und ward funden drinnen geschrieben, da die Ammoniter und Moabiter sollen 
nimmermehr in die Gemeine Gottes kommen,
2. darum da sie den Kindern Israel nicht zuvorkamen mit Brot und Wasser 
und dingeten wider sie Bileam, da er sie verfluchen sollte; aber unser 
Gott wandte den Fluch in einen Segen.
3. Da sie nun dies Gesetz hreten, schieden sie alle Fremdlinge von Israel.
4. Und vor dem hatte der Priester Eliasib in den Kasten am Hause unsers 
Gottes geleget das Opfer Tobias.
5. Denn er hatte ihm einen groen Kasten gemacht; und dahin hatten sie 
zuvor gelegt Speisopfer, Weihrauch, Gerte und die Zehnten vom Getreide, 
Most und l nach dem Gebot der Leviten, Snger und Torhter, dazu die Hebe 
der Priester.
6. Aber in diesem allem War ich nicht zu Jerusalem. Denn im 
zweiunddreiigsten Jahr Arthahsasthas, des Knigs zu Babel, kam ich zum 
Knige, und nach etlichen Tagen erwarb ich vom Knige,
7. da ich gen Jerusalem zog. Und ich merkte, da nicht gut war, das 
Eliasib an Tobia getan hatte, da er ihm einen Kasten machte im Hofe am 
Hause Gottes.
8. Und verdro mich sehr und warf alle Gerte vom Hause Tobias hinaus vor 
den Kasten
9. und hie, da sie die Kasten reinigten; und ich brachte wieder daselbst 
hin das Gert des Hauses Gottes, das Speisopfer und Weihrauch.
10. Und ich erfuhr, da der Leviten Teil ihnen nicht gegeben war, 
derhalben die Leviten und Snger geflohen waren, ein jeglicher zu seinem 
Acker, zu arbeiten.
11. Da schalt ich die Obersten und sprach: Warum verlassen wir das Haus 
Gottes? Aber ich versammelte sie und stellete sie an ihre Sttte.
12. Da brachte ganz Juda die Zehnten vom Getreide, Most und l zum Schatz.
13. Und ich setzte ber die Schtze Selemja, den Priester, und Zadok, den 
Schrift gelehrten, und aus den Leviten Pedaja, und unter ihre Hand Hanan, 
den Sohn Sachurs, des Sohns Mathanjas; denn sie wurden fr treu gehalten, 
und ihnen ward befohlen, ihren Brdern auszuteilen.
14. Gedenke, mein Gott, mir daran und tilge nicht aus meine 
Barmherzigkeit, die ich an meines Gottes Hause und an seiner Hut getan 
habe!
15. Zur selben Zeit sah ich in Juda Kelter treten auf den Sabbat und 
Garben hereinbringen und Esel beladen mit Wein, Trauben, Feigen und 
allerlei Last zu Jerusalem bringen auf den Sabbattag. Und ich bezeugte sie 
des Tages, da sie die Ftterung verkauften.
16. Es wohneten auch Tyrer drinnen; die brachten Fische und allerlei Ware 
und verkauften es auf den Sabbat den Kindern Judas und Jerusalems.
17. Da schalt ich die Obersten in Juda und sprach zu ihnen: Was ist das 
fr ein bses Ding, das ihr tut, und brechet den Sabbattag?
18. Taten nicht unsere Vter also, und unser Gott fhrete all dieses 
Unglck ber uns und ber diese Stadt? Und ihr machet des Zorns ber 
Israel noch mehr, da ihr den Sabbat brechet.
19. Und da die Tore zu Jerusalem aufgezogen waren vor dem Sabbat, hie ich 
die Tren zuschlieen und befahl, man sollte sie nicht auftun bis nach dem 
Sabbat. Und ich bestellete meiner Knaben etliche an die Tore, da man 
keine Last hereinbrchte am Sabbattage.
20. Da blieben die Krmer und Verkufer mit allerlei Ware ber Nacht 
drauen vor Jerusalem, einmal oder zwei.
21. Da zeugete ich ihnen und sprach zu ihnen: Warum bleibet ihr ber Nacht 
um die Mauer? Werdet ihres noch einmal tun, so will ich die Hand an euch 
legen. Von der Zeit an kamen sie des Sabbats nicht.
22. Und ich sprach zu den Leviten, die rein waren, da sie kmen und 
hteten der Tore, zu heiligen den Sabbattag. Mein Gott, gedenke mir des 
auch und schone mein nach deiner groen Barmherzigkeit!
23. Ich sah auch zu der Zeit Juden, die Weiber nahmen von Asdod, Ammon und 
Moab.
24. Und ihre Kinder redeten die Hlfte asdodisch und konnten nicht jdisch 
reden, sondern nach der Sprache eines jeglichen Volks.
25. Und ich schalt sie und fluchte ihnen; und schlug etliche Mnner und 
raufte sie; und nahm einen Eid von ihnen bei Gott: Ihr sollt eure Tchter 
nicht geben ihren Shnen, noch ihre Tchter nehmen euren Shnen, oder euch 
selbst.
26. Hat nicht Salomo, der Knig Israels, daran gesndiget? Und war doch in 
vielen Heiden kein Knig ihm gleich, und er war seinem Gott lieb, und Gott 
setzte ihn zum Knige ber ganz Israel; dennoch machten ihn die 
auslndischen Weiber zu sndigen.
27. Habt ihr das nicht gehret, da ihr solch gro bel tut, euch an 
unserm Gott zu vergreifen und auslndische Weiber zu nehmen?
28. Und einer aus den Kindern Jojadas, des Sohns Eliasibs, des 
Hohenpriesters, hatte sich befreundet mit Saneballat, dem Horoniten; aber 
ich jagte ihn von mir.
29. Gedenk an sie, mein Gott, die des Priestertums los sind worden und des 
Bundes des Priestertums und der Leviten.
30. Also reinigte ich sie von allen Auslndischen und stellete die Hut der 
Priester und Leviten, einen jeglichen nach seinem Geschfte,
31. und zu opfern das Holz zu bestimmten Zeiten und die Erstlinge. Gedenke 
meiner, mein Gott, im Besten!
Das Buch Esther 1
1. Zu den Zeiten Ahasveros, der da Knig war von Indien bis an die Mohren, 
ber hundertundsiebenundzwanzig Lnder,
2. und da er auf seinem kniglichen Stuhl sa zu Schlo Susan,
3. im dritten Jahr seines Knigreichs, machte er bei ihm ein Mahl allen 
seinen Frsten und Knechten, nmlich den Gewaltigen in Persien und Medien, 
den Landpflegern und Obersten in seinen Lndern,
4. da er sehen liee den herrlichen Reichtum seines Knigreichs und die 
kstliche Pracht seiner Majestt viel Tage lang, nmlich hundertundachtzig 
Tage.
5. Und da die Tage aus waren, machte der Knig ein Mahl allem Volk, das zu 
Schlo Susan war, beide Groen und Kiemen, sieben Tage lang im Hofe des 
Gartens am Hause des Knigs.
6. Da hingen weie, rote und gelbe Tcher, mit leinenen und scharlakenen 
Seilen gefasset in silbernen Ringen auf Marmelsulen. Die Bnke waren 
glden und silbern, auf Pflaster von grnen, weien, gelben und schwarzen 
Marmeln gemacht.
7. Und das Getrnk trug man in gldenen Gefen, und immer andern und 
andern Gefen, und kniglichen Wein die Menge, wie denn der Knig 
vermochte.
8. Und man setzte niemand, was er trinken sollte; denn der Knig hatte 
allen Vorstehern in seinem Hause befohlen, da ein jeglicher sollte tun, 
wie es ihm wohlgefiele.
9. Und die Knigin Vasthi machte auch ein Mahl fr die Weiber im 
kniglichen Hause des Knigs Ahasveros,
10. Und am siebenten Tage, da der Knig gutes Muts war vom Wein, hie er 
Mehuman, Bistha, Harbona, Bigtha, Abagtha, Sethar und Charkas, die sieben 
Kmmerer, die vor dem Knige Ahasveros dieneten,
11. da sie die Knigin Vasthi holeten vor den Knig mit der kniglichen 
Krone, da er den Vlkern und Frsten zeigete ihre Schne; denn sie war 
schn.
12. Aber die Knigin Vasthi wollte nicht kommen nach dem Wort des Knigs 
durch seine Kmmerer. Da ward der Knig sehr zornig, und sein Grimm 
entbrannte in ihm.
13. Und der Knig sprach zu den Weisen, die sich auf Landes Sitten 
verstunden (denn des Knigs Sachen muten geschehen vor allen Verstndigen 
auf Recht und Hndel;
14. die Nchsten aber bei ihm waren Charsena, Sethar, Admatha, Tharsis, 
Meres, Marsena und Memuchan, die sieben Frsten der Perser und Meder, die 
das Angesicht des Knigs sahen und saen obenan im Knigreich),
15. was fr ein Recht man an der Knigin Vasthi tun sollte, darum da sie 
nicht getan hatte nach dem Wort des Knigs durch seine Kmmerer.
16. Da sprach Memuchan vor dem Knige und Frsten: Die Knigin Vasthi hat 
nicht allein an dem Knige bel getan, sondern auch an allen Frsten und 
an allen Vlkern in allen Landen des Knigs Ahasveros.
17. Denn es wird solche Tat der Knigin auskommen zu allen Weibern, da 
sie ihre Mnner verachten vor ihren Augen und werden sagen: Der Knig 
Ahasveros hie die Knigin Vasthi vor sich kommen; aber sie wollte nicht.
18. So werden nun die Frstinnen in Persien und Medien auch so sagen zu 
allen Frsten des Knigs, wenn sie solche Tat der Knigin hren; so wird 
sich Verachtens und Zorns genug heben.
19. Gefllt es dem Knige, so lasse man ein kniglich Gebot von ihm 
ausgehen und schreiben nach der Perser und Meder Gesetz, welches man nicht 
darf bertreten, da Vasthi nicht mehr vor den Knig Ahasveros komme; und 
der Knig gebe ihr Knigreich ihrer Nchsten, die besser ist denn sie;
20. und da dieser Brief des Knigs, der gemacht wird, in sein ganz Reich 
(welches gro ist) erschalle, da alle Weiber ihre Mnner in Ehren halten, 
beide unter Groen und Kiemen.
21. Das gefiel dem Knige und den Frsten; und der Knig tat nach dem Wort 
Memuchans.
22. Da wurden Briefe ausgesandt in alle Lnder des Knigs, in ein jeglich 
Land nach seiner Schrift und zu jeglichem Volk nach seiner Sprache, da 
ein jeglicher Mann der Oberherr in seinem Hause sei; und lie reden nach 
der Sprache seines Volks
Das Buch Esther 2
1. Nach diesen Geschichten, da der Grimm des Knigs Ahasveros sich gelegt 
hatte, gedachte er an Vasthi, was sie getan hatte, und was ber sie 
beschlossen Wre.
2. Da sprachen die Knaben des Knigs, die ihm dieneten: Man suche dem 
Knige junge schne Jungfrauen;
3. und der Knig bestelle Schauer in allen Landen seines Knigreichs, da 
sie allerlei junge schne Jungfrauen zusammenbringen gen Schlo Susan, ins 
Frauenzimmer, unter die Hand Hegais, des Knigs Kmmerers, der der Weiber 
wartet, und gebe ihnen ihren Schmuck;
4. und welche Dirne dem Knige gefllt, die werde Knigin an Vasthis 
Statt. Das gefiel dem Knige und tat also.
5. Es war aber ein jdischer Mann zu Schlo Susan, der hie Mardachai, ein 
Sohn Jairs, des Sohns Simeis, des Sohns Kis, des Sohns Jeminis,
6. der mit weggefhret war von Jerusalem, da Jechanja, der Knig Judas, 
weggefhret ward, welchen Nebukadnezar, der Knig zu Babel, wegfhrete.
7. Und er war ein Vormund Hadassas, die ist Esther, eine Tochter seines 
Vetters; denn sie hatte weder Vater noch Mutter. Und sie war eine schne 
und feine Dirne. Und da ihr Vater und Mutter starb, nahm sie Mardachai auf 
zur Tochter.
8. Da nun das Gebot und Gesetz des Knigs laut ward, und viel Dirnen zu 
Hause gebracht wurden gen Schlo Susan unter die Hand Hegais, ward Esther 
auch genommen zu des Knigs Haus unter die Hand Hegais, des Hters der 
Weiber.
9. Und die Dirne gefiel ihm, und sie fand Barmherzigkeit vor ihm. Und er 
eilete mit ihrem Schmuck, da er ihr ihren Teil gbe, und sieben feine 
Dirnen von des Knigs Hause dazu. Und er tat sie mit ihren Dirnen an den 
besten Ort im Frauenzimmer.
10. Und Esther sagte ihm nicht an ihr Volk und ihre Freundschaft; denn 
Mardachai hatte ihr geboten, sie sollte es nicht ansagen.
11. Und Mardachai wandelte alle Tage vor dem Hofe am Frauenzimmer, da er 
erfhre, ob es Esther wohlginge, und was ihr geschehen wrde.
12. Wenn aber die bestimmte Zeit einer jeglichen Dirne kam, da sie zum 
Knige Ahasveros kommen sollte, nachdem sie zwlf Monden im 
Frauenschmcken gewesen war (denn ihr Schmcken mute so viel Zeit haben, 
nmlich sechs Monden mit Balsam und Myrrhen und sechs Monden mit guter 
Spezerei, so waren denn die Weiber geschmckt),
13. alsdann ging eine Dirne zum Knige, und welche sie wollte, mute man 
ihr geben, die mit ihr vom Frauenzimmer zu des Knigs Hause ginge.
14. Und wenn eine des Abends hineinkam, die ging des Morgens von ihm in 
das andere Frauenzimmer unter die Hand Saasgas, des Knigs Kmmerers, der 
Kebsweiber Hters. Und sie mute nicht wieder zum Knige kommen, es 
lstete denn den Knig und liee sie mit Namen rufen.
15. Da nun die Zeit Esthers herzukam, der Tochter Abihails, des Vetters 
Mardachais (die er zur Tochter hatte aufgenommen), da sie zum Knige 
kommen sollte, begehrete sie nichts, denn was Hegai, des Knigs Kmmerer, 
der Weiber Hter, sprach. Und Esther fand Gnade vor allen, die sie ansahen.
16. Es ward aber Esther genommen zum Knige Ahasveros ins knigliche Haus 
im zehnten Monden, der da heiet Tebeth, im siebenten Jahr seines 
Knigreichs.
17. Und der Knig gewann Esther lieb ber alle Weiber, und sie fand Gnade 
und Barmherzigkeit vor ihm. vor< allen Jungfrauen. Und er setzte die 
knigliche Krone auf ihr Haupt und machte sie zur Knigin an Vasthis Statt.
18. Und, der Knig machte ein gro Mahl allen seinen Frsten und. Knechten 
(das war ein Mahl um Esthers willen) und lie die Lnder ruhen und gab 
knigliche Geschenke aus.
19. Und da man das andere Mal Jungfrauen versammelte, sa Mardachai im Tor 
des Knigs.
20. Und Esther hatte noch nicht angesagt ihre Freundschaft noch ihr Volk, 
wie ihr denn Mardachai geboten hatte. Denn Esther tat nach dem Wort 
Mardachais, gleich als da er ihr Vormund war.
21. Zur selbigen Zeit, da Mardachai im Tor des Knigs sa, wurden zween 
Kmmerer des Knigs, Bigthan und Theres, die der Tr hteten, zornig und 
trachteten, ihre Hnde an den Knig Ahasveros zu legen.
22. Das ward Mardachai kund, und er sagte es an der Knigin Esther, und 
Esther sagte es dem Knige in Mardachais Namen.
23. Und da man solches forschete, ward es funden. Und sie wurden beide an 
Bume. gehngt, und ward geschrieben in die Chronik vor dem Knige.
Das Buch Esther 3
1. Nach diesen Geschichten machte der Knig Ahasveros Haman gro, den Sohn 
Medathas, den Agagiter, und erhhete ihn und setzte seinen Stuhl ber, 
alle Frsten, die bei ihm waren.
2. Und alle Knechte des Knigs, die im Tor des Knigs waren, beugten die 
Kniee und beteten Haman an; denn der Knig hatte es also geboten. Aber 
Mardachai beugete die Kniee nicht und betete nicht an.
3. Da sprachen des Knigs Knechte, die im Tor des Knigs waren, zu 
Mardachai: Warum bertrittst du des Knigs Gebot?
4. Und da sie solches tglich zu ihm sagten, und er ihnen nicht gehorchte, 
sagten sie es Haman an, da sie shen, ob solch Tun Mardachais bestehen 
wrde; denn er hatte ihnen gesagt, da er ein Jude wre.
5. Und da Haman sah, da Mardachai ihm nicht die Kniee beugete noch ihn 
anbetete, ward er voll Grimms.
6. Und verachtete es, da er an Mardachai allein sollte die Hand legen, 
denn sie hatten ihm das Volk Mardachais angesagt; sondern er trachtete, 
das Volk Mardachais, alle Juden, so im ganzen Knigreich Ahasveros waren, 
zu vertilgen.
7. Im ersten Monden, das ist der Mond Nisan, im zwlften Jahr des Knigs 
Ahasveros, ward das Los geworfen vor Haman, von einem Tage auf den andern 
und vom Monden bis auf den zwlften Monden, das ist der Mond Adar.
8. Und Haman sprach zum Knige Ahasveros: Es ist ein Volk zerstreuet und 
teilet sich unter alle Vlker. in allen Landen deines Knigreichs, und ihr 
Gesetz ist anders denn aller Vlker, und tun nicht nach des Knigs 
Gesetzen; und ist dem Knige nicht zu leiden, sie also zu lassen.
9. Gefllt es dem Knige, so schreibe er, da man es umbringe; so will ich 
zehntausend Zentner Silbers darwgen unter die Hand der Amtleute, da man 
es bringe in die Kammer des Knigs.
10. Da tat der Knig seinen Ring von der Hand und gab ihn Haman, dem Sohne 
Medathas, dem Agagiter, der Juden Feind.
11. Und der Knig sprach zu Haman: Das Silber sei dir gegeben, dazu das 
Volk, da du damit tust, was dir gefllt.
12. Da rief man den Schreibern des Knigs am dreizehnten Tage des ersten 
Monden; und, ward geschrieben, wie Haman befahl, an die Frsten des Knigs 
und zu den Landpflegern hin und her in den Lndern und zu den Hauptleuten 
eines jeglichen Volks in den Lndern hin und her nach der Schrift eines 
jeglichen Volks und nach ihrer Sprache, im Namen des Knigs Ahasveros und 
mit des Knigs Ringe versiegelt.
13. Und die Briefe wurden gesandt durch die Lufer in alle Lnder des 
Knigs, zu vertilgen, zu erwrgen und umzubringen alle Juden, beide jung 
und alt, Kinder und Weiber, auf einen Tag, nmlich auf den dreizehnten Tag 
des zwlften Monden, das ist der Mond Adar, und ihr Gut zu rauben.
14. Also war der Inhalt der Schrift, da ein Gebot gegeben wre in allen 
Lndern, allen Vlkern zu erffnen, da sie auf denselben Tag geschickt 
wren.
15. Und die Lufer gingen aus eilend nach des Knigs Gebot. Und zu Schlo 
Susan ward angeschlagen ein Gebot. Und der Knig und Haman aen und 
tranken; aber die Stadt Susan ward irre.
Das Buch Esther 4
1. Da Mardachai erfuhr alles, was geschehen war, Zerri er seine Kleider 
und legte einen Sack an und Asche; und ging hinaus mitten in die. Stadt 
und schrie laut und klglich.
2. Und kam vor das Tor des Knigs. Denn es mute niemand zu des Knigs Tor 
eingehen, der einen Sack anhtte.
3. Und in allen Lndern, an welchen Ort des Knigs Wort und Gebot 
gelangete, war ein gro Klagen unter den Juden, und viele fasteten, 
weineten, trugen Leid und lagen in Scken und in der Asche.
4. Da kamen die Dirnen Esthers und ihre Kmmerer und sagten's ihr an. Da 
erschrak die Knigin sehr. Und sie sandte Kleider, da Mardachai anzge 
und den Sack von ihm ablegte; er aber nahm sie nicht.
5. Da rief Esther Hathach unter des Knigs Kmmerern, der vor ihr stund, 
und befahl ihm an Mardachai, da sie erfhre, was das wre, und warum er 
so tte.
6. Da ging Hathach hinaus zu Mardachai an die Gasse in der Stadt, die vor 
dem Tor des Knigs war.
7. Und Mardachai sagte ihm alles, was ihm begegnet wre, und die Summa des 
Silbers, das Haman geredet hatte in des Knigs Kammer darzuwgen um der 
Juden willen, sie zu vertilgen.
8. Und gab ihm die Abschrift des Gebots, das zu Susan angeschlagen war, 
sie zu vertilgen, da er es Esther zeigete und ihr ansagete und gebte 
ihr, da sie zum Knige hineinginge und tte eine Bitte an ihn um ihr Volk.
9. Und da Hathach hineinkam und sgte Esther die Worte Mardachais,
10. sprach Esther zu Hathach und gebot ihm an Mardachai:
11. Es wissen alle Knechte des Knigs und das Volk in den Landen des 
Knigs, da, wer zum Knige hineingehet inwendig in den Hof er sei Mann 
oder Weib, der nicht gerufen ist, der soll stracks Gebots sterben, es sei 
denn, da der Knig den gldenen Zepter gegen ihn reiche, damit er 
lebendig bleibe. Ich aber bin nun in dreiig Tagen nicht gerufen, zum 
Knige hineinzukommen.
12. Und da die Worte der Esther wurden Mardachai angesagt;
13. hie Mardachai Esther wieder sagen: Gedenke nicht, da du dein Leben 
errettest, weil du im Hause des Knigs bist, vor allen Juden;
14. denn wo wirst zu dieser Zeit schweigen, so wird eine Hilfe und 
Errettung aus einem andern Ort den Juden entstehen, und du und deines 
Vaters Haus werdet umkommen. Und wer wei, ob du um dieser Zeit willen zum 
Knigreich kommen bist?
15. Esther hie Mardachai antworten:
16. So gehe hin und versammle alle Juden, die zu Susan vorhanden sind, und 
fastet fr mich, da ihr nicht esset und trinket in dreien Tagen weder Tag 
noch Nacht; ich und meine Dirnen wollen auch also fasten. Und also will 
ich zum Knige hineingehen wider das Gebot; komme ich um, so komme ich um.
17. Mardachai ging hin und tat alles, was ihm Esther geboten hatte.
Das Buch Esther 5
1. Und am dritten Tage zog sich Esther kniglich an und trat in den Hof am 
Hause des Knigs inwendig gegen dem Hause des Knigs. Und der Knig sa 
auf seinem kniglichen Stuhl im kniglichen Hause, gegen der Tr des 
Hauses.
2. Und da der Knig sah Esther, die Knigin, stehen im Hofe, fand sie 
Gnade vor seinen Augen. Und der Knig reckte den gldenen Zepter in seiner 
Hand gegen Esther. Da trat Esther herzu und rhrete die Spitze des Zepters 
an.
3. Da sprach der Knig zu ihr: Was ist dir, Esther, Knigin? und was 
forderst du? Auch die Hlfte des Knigreichs soll dir gegeben werden.
4. Esther sprach: Gefllt es dem Knige, so komme der Knig und Haman 
heute zu dem Mahl, das ich zugerichtet habe.
5. Der Knig sprach: Eilet, da Haman tue, was Esther gesagt hat! Da nun 
der Knig und Haman zu dem Mahl kamen, das Esther zugerichtet hatte,
6. sprach der Knig zu Esther, da er Wein getrunken hatte: Was bittest du, 
Esther? Es soll dir gegeben werden. Und was forderst du? Auch die Hlfte 
des Knigreichs, es soll geschehen.
7. Da antwortete Esther und sprach: Meine Bitte und Begehr ist:
8. Habe ich Gnade gefunden vor dem Knige, und so es dem Knige gefllt, 
mir zu geben meine Bitte und zu tun mein Begehr, so komme der Knig und 
Haman zu dem Mahl, das ich fr sie zurichten will, so will ich morgen tun, 
was der Knig gesagt hat.
9. Da ging Haman des Tages hinaus frhlich und gutes Muts. Und da er sah 
Mardachai im Tor des Knigs, da er nicht aufstund, noch sich vor ihm 
bewegte, ward er voll Zorns ber. Mardachai.
10. Aber er enthielt sich. Und da er heim kam, sandte er hin und lie 
holen seine Freunde und sein Weib Seres.
11. Und erzhlete ihnen die Herrlichkeit seines Reichtums und die Menge 
seiner Kinder und alles, wie ihn der Knig so gro gemacht htte, und da 
er ber die Frsten und Knechte des Knigs erhaben wre.
12. Auch sprach Haman: Und die Knigin Esther hat niemand lassen kommen 
mit dem Knige zum Mahl, das sie zugerichtet hat, ohne mich; und bin auch 
morgen zu ihr geladen mit dem Knige.
13. Aber an dem allem habe ich keine Genge, solange ich sehe den Juden 
Mardachai am Knigstor sitzen.
14. Da sprach zu ihm sein Weib Seres und alle seine Freunde: Man mache 
einen Baum fnfzig Ellen hoch und sage morgen dem Knige, da man 
Mardachai daran hnge; so kommst du mit dem Knige frhlich zum Mahl. Das 
gefiel Haman wohl und lie einen Baum zurichten.
Das Buch Esther 6
1. In derselben Nacht konnte der Knig nicht schlafen und hie die Chronik 
und die Historien bringen. Da die wurden vor dem Knige gelesen,
2. traf sich's, da geschrieben war, wie Mardachai hatte angesagt, da die 
zween Kmmerer des Knigs, Bigthan und Theres, die an der Schwelle 
hteten, getrachtet htten, die Hand an den Knig Ahasveros zulegen.
3. Und der Knig sprach: Was haben wir Mardachai Ehre und Gutes dafr 
getan? Da sprachen die Knaben des Knigs, die ihm dieneten: Es ist ihm 
nichts geschehen.
4. Und der Knig sprach: Wer ist im Hofe? (Denn Haman war in den Hof 
gegangen, drauen vor des Knigs Hause, da er dem Knige sagte, Mardachai 
zu hngen an den Baum, den er ihm zubereitet hatte.)
5. Und des Knigs Knaben sprachen zu ihm: Siehe, Haman stehet im Hofe. Der 
Knig sprach: Lat ihn hereingehen!
6. Und da Haman hineinkam, sprach der Knig zu ihm: Was soll man dem Manne 
tun, den der Knig gerne wollte ehren? Haman aber gedachte in seinem 
Herzen: Wem sollte der Knig anders gerne wollen Ehre tun denn mir?
7. Und Haman sprach zum Knige: Den Mann, den der Knig gerne wollte ehren,
8. soll man herbringen, da man ihm knigliche. Kleider anziehe, die der 
Knig pflegt zu tragen, und das Ro, da der Knig auf reitet, und da man 
die knigliche Krone auf sein Haupt setze.
9. Und man soll solch Kleid und Ro geben in die Hand eines Frsten des 
Knigs, da derselbe den Mann anziehe, den der Knig gerne ehren wollte, 
und fhre ihn auf dem Ro in der Stadt Gassen und lasse rufen vor ihm her: 
So wird man tun dem Manne, den der Knig gerne ehren wollte.
10. Der Knig sprach zu Haman: Eile und nimm das Kleid und Ro, wie du 
gesagt hast, und tue also mit Mardachai, dem Juden, der vor dem Tor des 
Knigs sitzet; und la nichts fehlen an allem, das du geredet hast.
11. Da nahm Haman das Kleid und Ro, und zog Mardachai an und fhrete ihn 
auf der Stadt Gassen und rief vor ihm her: So wird man tun dem Manne, den 
der Knig gerne ehren wollte.
12. Und Mardachai kam wieder an das Tor des Knigs. Haman aber eilete nach 
Hause, trug Leid mit verhlletem Kopfe
13. und erzhlete seinem Weibe Seres und seinen Freunden allen alles, was 
ihm begegnet war. Da sprachen zu ihm seine Weisen. und sein Weib Seres: 
Ist Mardachai vom Samen der Juden, vor dem du zu fallen angehoben hast, so 
vermagst du nichts an ihm, sondern du wirst vor ihm fallen.
14. Da sie aber noch mit ihm redeten, kamen herbei des Knigs Kmmerer und 
trieben Haman, zum Mahl zu kommen, das Esther zugerichtet hatte.
Das Buch Esther 7
1. Und da der Knig mit Haman kam zum Mahl, das die Knigin Esther 
zugerichtet hatte,
2. sprach der Knig zu Esther des andern Tages, da er Wein getrunken 
hatte: Was bittest du, Knigin Esther, da man dir's gebe? Und was 
forderst du? Auch das halbe Knigreich, es soll geschehen.
3. Esther, die Knigin, antwortete und sprach: Habe ich Gnade vor dir 
funden, o Knig, und gefllt es dem Knige, so gib mir mein Leben um 
meiner Bitte willen und mein Volk um meines Begehrens willen.
4. Denn wir sind verkauft, ich und mein Volk, da wir vertilget, erwrget 
und umgebracht werden; und wollte Gott, wir wrden doch zu Knechten und 
Mgden verkauft, so wollte ich schweigen, so wrde der Feind doch dem 
Knige nicht schaden.
5. Der Knig Ahasveros redete und sprach zu der Knigin Esther: Wer ist 
der? Oder wo ist der, der solches in seinen Sinn nehmen drfte, also zu 
tun?
6. Esther sprach: Der Feind und Widersacher ist dieser bse Haman. Haman 
entsetzte sich vor dem Knige und der Knigin.
7. Und der Knig stund auf vom Mahl und vom Wein in seinem Grimm und ging 
in den Garten am Hause. Und Haman stund auf und bat die Knigin Esther um 
sein Leben; denn er sah, da ihm ein Unglck vom Knige schon bereitet war.
8. Und da der Knig wieder aus dem Garten am Hause in den Saal, da man 
gegessen hatte, kam, lag Haman an der Bank, da Esther auf sa. Da sprach 
der Knig: Will er die Knigin wrgen bei mir im Hause? Da das Wort aus 
des Knigs Munde ging, verhlleten sie Haman das Antlitz.
9. Und Harbona, der Kmmerer einer vor dem Knige, sprach: Siehe, es 
stehet ein Baum im Hause Hamans fnfzig Ellen hoch, den er Mardachai 
gemacht hatte, der Gutes fr den Knig geredet hat. Der Knig sprach: Lat 
ihn daran hngen!
10. Also hngte man Haman an den Baum, den er Mardachai gemacht hatte. Da 
legte sich des Knigs Zorn.
Das Buch Esther 8
1. An dem Tage gab der Knig Ahasveros der Knigin Esther das Haus Hamans, 
des Judenfeindes. Und Mardachai kam vor den Knig; denn Esther sagte an, 
wie er ihr zugehrete.
2. Und der Knig tat ab seinen Finger reif, den er von Haman hatte 
genommen; und gab ihn Mardachai. Und Esther setzte Mardachai ber das Haus 
Hamans.
3. Und Esther redete weiter vor dem Knig und fiel ihm zu den Fen und 
flehete ihn, da er wegtte die Bosheit Hamans, des Agagiters, und seine 
Anschlge, die er wider die Juden erdacht hatte.
4. Und der Knig reckte das gldene Zepter zu Esther. Da stund Esther auf 
und trat vor den Knig
5. und sprach: Gefllt es dem Knige, und habe ich Gnade funden vor ihm, 
und ist's gelegen dem Knige, und ich ihm gefalle, so schreibe man, da 
die Briefe der Anschlge Hamans, des Sohns Medathas, des Agagiters, 
widerrufen werden, die er geschrieben hat, die Juden umzubringen in allen 
Landen des Knigs.
6. Denn wie kann ich zusehen dem bel, das mein Volk treffen wrde? Und 
wie kann ich zusehen, da mein Geschlecht umkomme?
7. Da sprach der Knig Ahasveros zur Knigin Esther und zu Mardachai, dem 
Juden: Siehe, ich habe Esther das Haus Hamans gegeben, und ihn hat man an 
einen Baum gehnget, darum da er seine Hand hat an die Juden gelegt.
8. So schreibet nun ihr fr die Juden, wie es euch gefllt, in des Knigs 
Namen und versiegelt es mit des Knigs Ringe. Denn die Schrift, die in des 
Knigs Namen geschrieben und mit des Knigs Ringe versiegelt worden, mute 
niemand widerrufen.
9. Da wurden gerufen. des Knigs Schreiber zu der Zeit im dritten Monden, 
das ist der Mond Sivan, am dreiundzwanzigsten Tage; und wurde geschrieben, 
wie Mardachai gebot zu den Juden und zu den Frsten, Landpflegern und 
Hauptleuten in Landen von Indien an bis an die Mohren, nmlich 
hundertundsiebenundzwanzig Lnder, einem jeglichen Lande nach seinen 
Schriften, einem jeglichen Volk nach seiner Sprache und den Juden nach 
ihrer Schrift und Sprache.
10. Und es ward geschrieben in. des Knigs Ahasveros Namen und mit des 
Knigs Ringe versiegelt. Und er sandte die Briefe durch die reitenden 
Boten auf jungen Mulern,
11. darinnen der Knig den Juden gab, wo sie in Stdten waren, sich zu 
versammeln und zu stehen fr ihr Leben und zu vertilgen, zu erwrgen und 
umzubringen alle Macht des Volks und Landes, die sie ngsteten, samt den 
Kindern und Weibern, und ihr Gut zu rauben,
12. auf einen Tag in allen Lndern des Knigs Ahasveros, nmlich am 
dreizehnten Tage des zwlften Monden, das ist der Mond Adar.
13. Der Inhalt aber der Schrift war, da ein Gebot gegeben wre in allen 
Landen, zu ffnen allen Vlkern, da die Juden auf den Tag geschickt sein 
sollten, sich zu rchen an ihren Feinden.
14. Und die reitenden Boten auf den Mulern ritten aus schnell und eilend 
nach dem Wort des Knigs, und das Gebot ward zu Schlo Susan angeschlagen.
15. Mardachai aber ging aus, von dem Knige in kniglichen Kleidern, gelb 
und wei, und mit einer groen gldenen Krone, angetan mit einem Leinen- 
und Purpurmantel; und die Stadt Susan jauchzete und war frhlich.
16. Den Juden aber war ein Licht und Freude und. Wonne und Ehre kommen.
17. Und in allen Landen und Stdten, an welchen Ort des Knigs Wort und 
Gebot gelangete, da ward Freude und Wonne unter den Juden, Wohlleben und 
gute Tage, da viele der Vlker im Lande Juden wurden; denn die Furcht der 
Juden kam ber sie.
Das Buch Esther 9
1. Im zwlften Monden, das ist der Mond Adar, am dreizehnten Tage, den des 
Knigs Wort und Gebot bestimmt hatte, da man's tun sollte, eben desselben 
Tages, da die Feinde der Juden hofften, sie zu berwltigen, wandte 
sich's, da die Juden ihre Feinde berwltigen sollten.
2. Da versammelten sich die Juden in ihren Stdten, in allen Landen des 
Knigs Ahasveros, da sie die Hand legten an die, so ihnen bel wollten. 
Und niemand konnte ihnen widerstehen; denn Furcht war ber alle Vlker 
kommen.
3. Auch alle Obersten in Landen und Frsten und Landpfleger und Amtleute 
des Knigs erhuben die Juden; denn die Furcht Mardachais kam ber sie.
4. Denn Mardachai war gro im Hause des Knigs, und sein Gercht erscholl 
in allen Lndern, wie er zunhme und gro wrde.
5. Also schlugen die Juden an allen ihren Feinden mit der Schwertschlacht 
und wrgeten und brachten um und taten nach ihrem Willen an denen, die 
ihnen feind waren.
6. Und zu Schlo Susan erwrgeten die Juden und brachten um fnfhundert 
Mann.
7. Dazu erwrgeten sie Parsandatha, Dalphon, Aspatha,
8. Poratha, Adalja, Aridatha,
9. Parmastha, Arisai, Aridai, Vajesatha,
10. die zehn Shne Hamans, des Sohns Medathas, des Judenfeindes; aber an 
seine Gter legten sie ihre Hnde nicht.
11. Zu derselbigen Zeit kam die Zahl der Erwrgten gen Schlo Susan vor 
den Knig.
12. Und der Knig sprach zu der Knigin Esther: Die Juden haben zu Schlo 
Susan fnfhundert Mann erwrget und umgebracht und die zehn Shne Hamans; 
was werden sie tun in den andern Lndern des Knigs? Was bittest du, da 
man dir gebe? und was forderst du mehr, da man tue?
13. Esther sprach: Gefllt es dem Knige, so lasse er auch morgen die 
Juden zu Susan tun nach dem heutigen Gebot, da sie die zehn Shne Hamans 
an den Baum hngen.
14. Und der Knig hie also tun. Und das Gebot ward zu Susan angeschlagen, 
und die zehn Shne Hamans wurden gehnget.
15. Und die Juden versammelten sich zu Susan am vierzehnten Tage des 
Monden Adar und erwrgeten zu Susan dreihundert Mann; aber an ihre Gter 
legten sie ihre Hnde nicht.
16. Aber die andern Juden in den Lndern des Knigs kamen zusammen und 
stunden fr ihr Leben, da sie Ruhe schaffeten vor ihren Feinden; und 
erwrgeten ihrer Feinde fnfundsiebenzigtausend; aber an ihre Gter legten 
sie ihre Hnde nicht.
17. Das geschah am dreizehnten Tage des Monden Adar, und ruheten am 
vierzehnten Tage desselben Monden; den machte man zum Tage des Wohllebens 
und Freuden.
18. Aber die Juden zu Susan waren zusammenkommen, beide am dreizehnten und 
vierzehnten Tage, und ruheten am fnfzehnten Tage; und den Tag machte man 
zum Tage des Wohllebens und Freuden.
19. Darum machten die Juden, die auf den Drfern und Flecken wohneten, den 
vierzehnten Tag des Monden Adar zum Tage des Wohllebens und Freuden, und 
sandte einer dem andern Geschenke.
20. Und Mardachai beschrieb diese Geschichte und sandte die Briefe zu 
allen Juden, die in allen Lndern des Knigs Ahasveros waren, beide nahen 
und fernen,
21. da sie annhmen und hielten den vierzehnten und fnfzehnten Tag des 
Monden Adar jhrlich,
22. nach den Tagen, darinnen die Juden zur Ruhe kommen waren von ihren 
Feinden, und nach dem Monden, darinnen ihre Schmerzen in Freude und ihr 
Leid in gute Tage verkehret war, da sie dieselben halten sollten fr Tage 
des Wohllebens und Freuden, und einer dem andern Geschenke schicken und 
den Armen mitteilen.
23. Und die Juden nahmen's an, das sie angefangen hatten zu tun, und das 
Mardachai zu ihnen schrieb:
24. wie Haman, der Sohn Medathas, der Agagiter, aller Juden Feind, gedacht 
hatte, alle Juden umzubringen, und das Los werfen lassen, sie zu schrecken 
und umzubringen;
25. und wie Esther zum Knige gegangen war und geredet, da durch Briefe 
seine bsen Anschlge, die er wider die Juden gedacht, auf seinen Kopf 
gekehret wrden; und wie man ihn und seine Shne an den Baum gehnget 
htte.
26. Daher sie diese Tage Purim nannten nach dem Namen des Loses, nach 
allen Worten dieses Briefes, und was sie selbst gesehen hatten, und was an 
sie gelanget war.
27. Und die Juden richteten es auf und nahmen es auf sich und auf ihren 
Samen und auf alle, die sich zu ihnen taten, da sie nicht bergehen 
wollten, zu halten diese zween Tage jhrlich, wie die beschrieben und 
bestimmt wurden,
28. da diese Tage nicht zu vergessen, sondern zu halten seien bei 
Kindeskindern, bei allen Geschlechtern in allen Lndern und Stdten. Es 
sind die Tage Purim, welche nicht sollen bergangen werden unter den 
Juden, und ihr Gedchtnis nicht umkommen bei ihrem Samen.
29. Und die Knigin Esther, die Tochter Abihails, und Mardachai, der Jude, 
schrieben mit ganzer Gewalt, zu besttigen diesen andern Brief von Purim.
30. Und sandte die Briefe zu allen Juden in den hundertundsiebenundzwanzig 
Lndern des Knigreichs Ahasveros mit freundlichen und treuen Worten:
31. da sie besttigten diese Tage Purim auf ihre bestimmte Zeit, wie 
Mardachai, der Jude, ber sie besttiget hatte, und die Knigin Esther; 
wie sie auf ihre Seele und auf ihren Samen besttiget hatten die 
Geschichte der Fasten und ihres Schreiens.
32. Und Esther befahl, die Geschichte dieser Purim zu besttigen und in 
ein Buch zu schreiben.
Das Buch Esther 10
1. Und der Knig Ahasveros legte Zins auf das Land und auf die Inseln im 
Meer.
2. Aber alle Werke seiner Gewalt und Macht und die groe Herrlichkeit 
Mardachais, die ihm der Knig gab, siehe, das ist geschrieben in der 
Chronik der Knige in Medien und Persien.
3. Denn Mardachai, der Jude, war der andere nach dem Knige Ahasveros und 
gro unter den Juden und angenehm unter der Menge seiner Brder, der fr 
sein Volk Gutes suchte und redete das Beste fr allen seinen Samen.
Das Buch Hiob 1
1. Es war ein Mann im Lande Uz, der hie Hiob. Derselbe war schlecht und 
recht, gottesfrchtig und meidete das Bse.
2. Und zeugete sieben Shne und drei Tchter.
3. Und seines Viehes waren siebentausend Schafe, dreitausend Kamele, 
fnfhundert Joch Rinder und fnfhundert Eselinnen und sehr viel Gesindes; 
und er war herrlicher denn alle, die gegen Morgen wohneten.
4. Und seine Shne gingen hin und machten Wohlleben, ein jeglicher in 
seinem Hause auf seinen Tag; und sandten hin und luden ihre drei 
Schwestern, mit ihnen zu essen und zu trinken.
5. Und wenn ein Tag des Wohllebens um war, sandte Hiob hin und heiligte 
sie; und machte sich des Morgens frhe auf und opferte Brandopfer nach 
ihrer aller Zahl. Denn Hiob gedachte: Meine Shne mchten gesndiget und 
Gott gesegnet haben in ihrem Herzen. Also tat Hiob alle Tage.
6. Es begab sich aber auf einen Tag, da die Kinder Gottes kamen und vor 
den Herrn traten, kam der Satan auch unter ihnen.
7. Der Herr aber sprach zu dem Satan: Wo kommst du her? Satan antwortete 
dem Herrn und sprach: Ich habe das Land umher durchzogen.
8. Der Herr sprach zu Satan: Hast du nicht achtgehabt auf meinen Knecht 
Hiob? Denn es ist seinesgleichen nicht im Lande, schlecht und recht, 
gottesfrchtig und meidet das Bse.
9. Satan antwortete dem Herrn und sprach: Meinest du, da Hiob umsonst 
Gott frchtet?
10. Hast du doch ihn, sein Haus und alles, was er hat, rings umher 
verwahret. Du hast das Werk seiner Hnde gesegnet, und sein Gut hat sich 
ausgebreitet im Lande.
11. Aber recke deine Hand aus und taste an alles, was er hat; was gilt's, 
er wird dich ins Angesicht segnen?
12. Der Herr sprach zu Satan: Siehe, alles, was er hat, sei in deiner 
Hand; ohne allein an ihn selbst lege deine Hand nicht. Da ging Satan aus 
von dem Herrn.
13. Des Tages aber, da seine Shne und Tchter aen und tranken Wein in 
ihres Bruders Hause, des Erstgeborenen,
14. kam ein Bote zu Hiob und sprach: Die Rinder pflgeten, und die 
Eselinnen gingen neben ihnen an der Weide;
15. da fielen die aus Reicharabien herein und nahmen sie und schlugen die 
Knaben mit der Schrfe des Schwerts; und ich bin allein entronnen, da ich 
dir's ansagte.
16. Da der noch redete, kam ein anderer und sprach: Das Feuer Gottes fiel 
vom Himmel und verbrannte Schafe und Knaben und verzehrete sie; und ich 
bin allein entronnen, da ich dir's ansagte.
17. Da der noch redete, kam einer und sprach: Die Chalder machten drei 
Spitzen und berfielen die Kamele und nahmen sie und schlugen die Knaben 
mit der Schrfe des Schwerts; und ich bin allein entronnen, da ich dir's 
ansagte.
18. Da der noch redete, kam einer und sprach: Deine Shne und Tchter aen 
und tranken im Hause ihres Bruders, des Erstgebornen;
19. und siehe, da kam ein groer Wind von der Wste her und stie auf die 
vier Ecken des Hauses und warf's auf die Knaben, da sie starben; und ich 
bin allein entronnen, da ich dir's ansagte.
20. Da stund Hiob auf und zerri sein Kleid und raufte sein Haupt; und 
fiel auf die Erde und betete an
21. und sprach: Ich bin nackend von meiner Mutter Leibe kommen, nackend 
werde ich wieder dahinfahren. Der Herr hat's gegeben, der Herr hat's 
genommen; der Name des Herrn sei gelobt!
22. In diesem allem sndigte Hiob nicht und tat nichts Trichtes wider 
Gott.
Das Buch Hiob 2
1. Es begab sich aber des Tages, da die Kinder Gottes kamen und traten vor 
den Herrn, da Satan auch unter ihnen kam und vor den Herrn trat.
2. Da sprach der Herr zu dem Satan: Wo kommst du her? Satan antwortete dem 
Herrn und sprach: Ich habe das Land umher durchzogen.
3. Der Herr sprach zu dem Satan: Hast du nicht acht auf meinen Knecht Hiob 
gehabt? Denn es ist seinesgleichen im Lande nicht, schlecht und recht, 
gottesfrchtig und meidet das Bse und hlt noch fest an seiner 
Frmmigkeit; du aber hast mich bewegt, da ich ihn ohne Ursache verderbet 
habe.
4. Satan antwortete dem Herrn und sprach: Haut fr Haut; und alles, was 
ein Mann hat, lt er fr sein Leben.
5. Aber recke deine Hand aus und taste sein Gebein und Fleisch an; was 
gilt's, er wird dich ins Angesicht segnen?
6. Der Herr sprach zu dem Satan: Siehe da, er sei in deiner Hand; doch 
schone seines Lebens!
7. Da fuhr der Satan aus vom Angesicht des Herrn und schlug Hiob mit bsen 
Schwren von der Fusohle an bis auf seine Scheitel.
8. Und er nahm einen Scherben und schabte sich und sa in der Asche.
9. Und sein Weib sprach zu ihm: Hltst du noch fest an deiner Frmmigkeit? 
Ja, segne Gott und stirb!
10. Er aber sprach zu ihr: Du redest, wie die nrrischen Weiber reden. 
Haben wir Gutes empfangen von Gott und sollten das Bse nicht auch 
annehmen? In diesem allem versndigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen.
11. Da aber die drei Freunde Hiobs hreten all das Unglck, das ber ihn 
kommen war, kamen sie, ein jeglicher aus seinem Ort: Eliphas von Theman, 
Bildad von Suah und Zophar von Naema. Denn sie wurden eins, da sie kmen, 
ihn zu klagen und zu trsten.
12. Und da sie ihre Augen aufhuben von ferne, kannten sie ihn nicht und 
huben auf ihre Stimme und weineten; und ein jeglicher zerri sein Kleid 
und sprengeten Erde auf ihr Haupt gen Himmel.
13. Und saen mit ihm auf der Erde sieben Tage und sieben Nchte und 
redeten nichts mit ihm; denn sie sahen, da der Schmerz sehr gro war.
Das Buch Hiob 3
1. Danach tat Hiob seinen Mund auf und verfluchte seinen Tag.
2. Und Hiob sprach:
3. Der Tag msse verloren sein, darinnen ich geboren bin, und die Nacht, 
da man sprach: Es ist ein Mnnlein empfangen.
4. Derselbe Tag msse finster sein, und Gott von oben herab msse nicht 
nach ihm fragen; kein Glanz msse ber ihn scheinen.
5. Finsternis und Dunkel mssen ihn berwltigen, und dicke Wolken mssen 
ber ihm bleiben, und der Dampf am Tage mache ihn grlich.
6. Die Nacht msse ein Dunkel einnehmen, und msse sich nicht unter den 
Tagen des Jahres freuen, noch in die Zahl der Monden kommen.
7. Siehe, die Nacht msse einsam sein und kein Jauchzen drinnen sein.
8. Es verfluchen sie die Verflucher des Tages, und die da bereit sind, zu 
erwecken den Leviathan.
9. Ihre Sterne mssen finster sein in ihrer Dmmerung; sie hoffe aufs 
Licht und komme nicht und msse nicht sehen die Augenbrauen der Morgenrte,
10. da sie nicht verschlossen hat die Tr meines Leibes und nicht 
verborgen das Unglck vor meinen Augen.
11. Warum bin ich nicht gestorben von Mutterleib an? Warum bin ich nicht 
umkommen, da ich aus dem Leibe kam?
12. Warum hat man mich auf den Scho gesetzet? Warum bin ich mit Brsten 
gesuget?
13. So lge ich doch nun und wre stille, schliefe und htte Ruhe
14. mit den Knigen und Ratsherren auf Erden, die das Wste bauen;
15. oder mit den Frsten, die Gold haben und ihre Huser voll Silbers sind;
16. oder wie eine unzeitige Geburt verborgen und nichts wre, wie die 
jungen Kinder, die das Licht nie gesehen haben.
17. Daselbst mssen doch aufhren die Gottlosen mit Toben; daselbst ruhen 
doch, die viel Mhe gehabt haben.
18. Da haben doch miteinander Frieden die Gefangenen und hren nicht die 
Stimme des Drngers.
19. Da sind beide klein und gro, Knecht und der von seinem Herrn frei 
gelassen ist.
20. Warum ist das Licht gegeben dem Mhseligen und das Leben den betrbten 
Herzen,
21. (die des Todes warten und kommt nicht, und grben ihn wohl aus dem 
Verborgenen,
22. die sich fast freuen und sind frhlich, da sie das Grab bekommen,)
23. und dem Manne, des Weg verborgen ist, und Gott vor ihm denselben 
bedecket?
24. Denn wenn ich essen soll, mu ich seufzen, und mein Heulen fhret 
heraus wie Wasser.
25. Denn das ich gefrchtet habe, ist ber mich kommen, und das ich 
sorgte, hat mich getroffen.
26. War ich nicht glckselig? War ich nicht fein stille? Hatte ich nicht 
gute Ruhe? Und kommt solche Unruhe!
Das Buch Hiob 4
1. Da antwortete Eliphas von Theman und sprach:
2. Du hast's vielleicht nicht gerne, so man versucht, mit dir zu reden; 
aber wer kann sich's enthalten?
3. Siehe, du hast viele unterweiset und lasse Hnde gestrkt;
4. deine Rede hat die Gefallenen aufgerichtet, und die bebenden Kniee hast 
du bekrftiget.
5. Nun es aber an dich kommt, wirst du weich; und nun es dich trifft, 
erschrickst du.
6. Ist das deine (Gottes-)Furcht, dein Trost, deine Hoffnung und deine 
Frmmigkeit?
7. Lieber, gedenke, wo ist ein Unschuldiger umkommen, oder wo sind die 
Gerechten je vertilget?
8. Wie ich wohl gesehen habe, die da Mhe pflgten und Unglck seten und 
ernten sie auch ein,
9. da sie durch den Odem Gottes sind umkommen und vom Geist seines Zorns 
vertilget.
10. Das Brllen der Lwen und die Stimme der groen Lwen und die Zhne 
der jungen Lwen sind zerbrochen.
11. Der Lwe ist umkommen, da er nicht mehr raubet, und die Jungen der 
Lwin sind zerstreuet.
12. Und zu mir ist kommen ein heimlich Wort, und mein Ohr hat ein Wrtlein 
aus demselben empfangen.
13. Da ich Gesichte betrachtete in der Nacht, wenn der Schlaf auf die 
Leute fllt,
14. da kam mich Furcht und Zittern an, und alle meine Gebeine erschraken.
15. Und da der Geist vor mir berging, stunden mir die Haare zu Berge an 
meinem Leibe.
16. Da stund ein Bild vor meinen Augen, und ich kannte seine Gestalt 
nicht; es war stille, und ich hrete eine Stimme:
17. Wie mag ein Mensch gerechter sein denn Gott, oder ein Mann reiner 
sein, denn der ihn gemacht hat?
18. Siehe, unter seinen Knechten ist keiner ohne Tadel, und in seinen 
Boten findet er Torheit.
19. Wie viel mehr, die in den leimenen Husern wohnen und welche auf Erden 
gegrndet sind, werden von den Wrmern gefressen werden.
20. Es whret von Morgen bis an den Abend, so werden sie ausgehauen; und 
ehe sie es gewahr werden, sind sie gar dahin;
21. und ihre brigen vergehen und sterben auch unversehens.
Das Buch Hiob 5
1. Nenne mir einen; was gilt's, ob du einen findest? Und siehe dich um 
irgend nach einem Heiligen.
2. Einen Tollen aber erwrget wohl der Zorn, und den Albernen ttet der 
Eifer.
3. Ich sah einen Tollen eingewurzelt, und ich fluchte pltzlich seinem 
Hause.
4. Seine Kinder werden ferne sein vom Heil und werden zerschlagen werden 
im Tor, da kein Erretter sein wird.
5. Seine Ernte wird essen der Hungrige, und die Gewappneten werden ihn 
holen, und sein Gut werden die Durstigen aussaufen.
6. Denn Mhe aus der Erde nicht gehet, und Unglck aus dem Acker nicht 
wchset,
7. sondern der Mensch wird zu Unglck geboren, wie die Vgel schweben, 
emporzufliegen.
8. Doch ich will jetzt von Gott reden und von ihm handeln,
9. der groe Dinge tut, die nicht zu forschen sind, und Wunder, die nicht 
zu zhlen sind;
10. der den Regen aufs Land gibt und lsset Wasser kommen auf die Straen;.
11. der die Niedrigen erhhet und den Betrbten emporhilft.
12. Er macht zunichte die Anschlge der Listigen, da es ihre Hand nicht 
ausfhren kann.
13. Er fhet die Weisen in ihrer Listigkeit und strzet der Verkehrten Rat,
14. da sie des Tages in Finsternis laufen und tappen im Mittag wie in der 
Nacht;
15. und hilft dem Armen von dem Schwert und von ihrem Munde und von der 
Hand des Mchtigen;
16. und ist des Armen Hoffnung, da die Bosheit wird ihren Mund mssen 
zuhalten.
17. Siehe, selig ist der Mensch, den Gott strafet; darum weigere dich der 
Zchtigung des Allmchtigen nicht!
18. Denn er verletzet und verbindet; er zerschmeiet, und seine Hand 
heilet.
19. Aus sechs Trbsalen wird er dich erretten, und in der siebenten wird 
dich kein bel rhren.
20. In der Teurung wird er dich vom Tode erlsen und im Kriege von des 
Schwerts Hand.
21. Er wird dich verbergen vor der Geiel der Zunge, da du dich nicht 
frchtest vor dem Verderben, wenn es kommt.
22. Im Verderben und Hunger wirst du lachen und dich vor den wilden Tieren 
im Lande nicht frchten,
23. sondern dein Bund wird sein mit den Steinen auf dem Felde, und die 
wilden Tiere auf dem Lande werden Frieden mit dir halten;
24. und wirst erfahren, da deine Htte Frieden hat; und wirst deine 
Behausung versorgen und nicht sndigen;
25. und wirst erfahren, da deines Samens wird viel werden und deine 
Nachkommen wie das Gras auf Erden;
26. und wirst im Alter zu Grabe kommen, wie Garben eingefhret werden zu 
seiner Zeit.
27. Siehe, das haben wir erforschet, und ist also; dem gehorche und merke 
du dir's!
Das Buch Hiob 6
1. Hiob antwortete und sprach:
2. Wenn man meinen Jammer wge und mein Leiden zusammen in eine Waage 
legte,
3. so wrde es schwerer sein denn Sand am Meer; darum ist's umsonst, was 
ich rede.
4. Denn die Pfeile des Allmchtigen stecken in mir, derselben Grimm suft 
aus meinen Geist, und die Schrecknisse Gottes sind auf mich gerichtet.
5. Das Wild schreiet nicht, wenn es Gras hat; der Ochse blket nicht, wenn 
er sein Futter hat.
6. Kann man auch essen, das ungesalzen ist? Oder wer mag kosten das Weie 
um den Dotter?
7. Was meiner Seele widerte anzurhren, das ist meine Speise vor Schmerzen.
8. O da meine Bitte geschhe, und Gott gbe mir, wes ich hoffe!
9. Da Gott anfinge und zerschlge mich und liee seine Hand gehen und 
zerscheiterte mich!
10. So htte ich noch Trost und wollte bitten in meiner Krankheit, da er 
nur nicht schonete. Habe ich doch nicht verleugnet die Rede des Heiligen.
11. Was ist meine Kraft, da ich mge beharren? und welch ist mein Ende, 
da meine Seele geduldig sollte sein?
12. Ist doch meine Kraft nicht steinern so ist mein Fleisch nicht ehern.
13. Habe ich doch nirgend keine Hilfe, und mein Vermgen ist weg.
14. Wer Barmherzigkeit seinem Nchsten weigert, der verlsset des 
Allmchtigen Furcht.
15. Meine Brder gehen verchtlich vor mir ber, wie ein Bach, wie die 
Wasserstrme vorberflieen.
16. Doch, welche sich vor dem Reif scheuen, ber die wird der Schnee 
fallen.
17. Zur Zeit, wenn sie die Hitze drcken wird, werden sie verschmachten, 
und wenn es hei wird, werden sie vergehen von ihrer Sttte.
18. Ihr Weg gehet beiseit aus; sie treten auf das Ungebahnte und werden 
umkommen.
19. Sie sehen auf die Wege Themas; auf die Pfade Reicharabias warten sie.
20. Aber sie werden zuschanden werden, wenn's am sichersten ist, und sich 
schmen mssen, wenn sie dahin kommen.
21. Denn ihr seid nun zu mir kommen; und weil ihr Jammer sehet, frchtet 
ihr euch.
22. Habe ich auch gesagt: Bringet her und von eurem Vermgen schenket mir
23. und errettet mich aus der Hand des Feindes und erlset mich von der 
Hand der Tyrannen?
24. Lehret mich, ich will schweigen; und was ich nicht wei, das 
unterweiset mich.
25. Warum tadelt ihr die rechte Rede? Wer ist unter euch, der sie strafen 
knnte?
26. Ihr erdenket Worte, da ihr nur strafet, und da ihr nur paustet 
Worte, die mich verzagt machen sollen.
27. Ihr fallet ber einen armen Waisen und grabet eurem Nchsten Gruben.
28. Doch weil ihr habt angehoben, sehet auf mich, ob ich vor euch mit 
Lgen bestehen werde.
29. Antwortet, was recht ist; meine Antwort wird noch recht bleiben.
30. Was gilt's, ob meine Zunge unrecht habe und mein Mund Bses vorgebe?
Das Buch Hiob 7
1. Mu nicht der Mensch immer im Streit sein auf Erden, und seine Tage 
sind wie eines Taglhners?
2. Wie ein Knecht sich sehnet nach dem Schatten und ein Taglhner, da 
seine Arbeit aus sei,
3. also habe ich wohl ganze Monden vergeblich gearbeitet, und elende 
Nchte sind mir viel worden.
4. Wenn ich mich legte, sprach ich: Wann werde ich aufstehen? Und danach 
rechnete ich, wenn es Abend wollte werden; denn ich war ganz ein Scheusal 
jedermann, bis es finster ward.
5. Mein Fleisch ist um und um wurmig und kotig: meine Haut ist 
verschrumpft und zunichte worden.
6. Meine Tage sind leichter dahingeflogen denn eine Weberspule und sind 
vergangen, da kein Aufhalten dagewesen ist.
7. Gedenke, da mein Leben ein Wind ist, und meine Augen nicht 
wiederkommen, zu sehen das Gute.
8. Und kein lebendig Auge wird mich mehr sehen. Deine Augen sehen mich an; 
darber vergehe ich.
9. Eine Wolke vergehet und fhret dahin; also, wer in die Hlle 
hinunterfhrt, kommt nicht wieder herauf
10. und kommt nicht wieder in sein Haus, und sein Ort kennet ihn nicht 
mehr.
11. Darum will auch ich meinem Munde nicht wehren; ich will reden von der 
Angst meines Herzens und will heraussagen von der Betrbnis meiner Seele.
12. Bin ich denn ein Meer oder ein Walfisch, da du mich so verwahrest?
13. Wenn ich gedachte, mein Bett soll mich trsten, mein Lager soll mir's 
leichtern;
14. wenn ich mit mir selbst rede, so erschreckst du mich mit Trumen und 
machst mir Grauen,
15. da meine Seele wnschet erhangen zu sein, und meine Gebeine den Tod.
16. Ich begehre nicht mehr zu leben. Hre auf von mir, denn meine Tage 
sind vergeblich gewesen.
17. Was ist ein Mensch, da du ihn gro achtest und bekmmerst dich mit 
ihm?
18. Du suchest ihn tglich heim und versuchest ihn alle Stunde.
19. Warum tust du dich nicht von mir und lssest nicht ab, bis ich meinen 
Speichel schlinge?
20. Habe ich gesndiget, was soll ich dir tun, o du Menschenhter? Warum 
machst du mich, da ich auf dich stoe und bin mir selbst eine Last?
21. Und warum vergibst du mir meine Missetat nicht und nimmst nicht weg 
meine Snde? Denn nun werde ich mich in die Erde legen; und wenn man mich 
morgen suchet, werde ich nicht da sein.
Das Buch Hiob 8
1. Da antwortete Bildad von Suah und sprach:
2. Wie lange willst du solches reden und die Rede deines Mundes so einen 
stolzen Mut haben?
3. Meinest du, da Gott unrecht richte, oder der Allmchtige das Recht 
verkehre?
4. Haben deine Shne vor ihm gesndiget, so hat er sie verstoen um ihrer 
Missetat willen.
5. So du aber dich beizeiten zu Gott tust und dem Allmchtigen flehest,
6. und du so rein und fromm bist, so wird er aufwachen zu dir und wird 
wieder aufrichten die Wohnung um deiner Gerechtigkeit willen;
7. und was du zuerst wenig gehabt hast, wird hernach fast zunehmen.
8. Denn frage die vorigen Geschlechter und nimm dir vor, zu forschen ihre 
Vter.
9. (Denn wir sind von gestern her und wissen nichts; unser Leben ist ein 
Schatten auf Erden.)
10. Sie werden dich's lehren und dir sagen und ihre Rede aus ihrem Herzen 
hervorbringen.
11. Kann auch das Schilf aufwachsen, wo es nicht feucht stehet, oder Gras 
wachsen ohne Wasser?
12. Sonst wenn's noch in der Blte ist, ehe es abgehauen wird, verdorret 
es, ehe denn man Heu machet.
13. So geht es allen denen, die Gottes vergessen, und die Hoffnung der 
Heuchler wird verloren sein.
14. Denn seine Zuversicht vergehet, und seine Hoffnung ist eine Spinnwebe.
15. Er verlsset sich auf sein Haus und wird doch nicht bestehen; er wird 
sich dran halten, aber doch nicht stehen bleiben.
16. Es hat wohl Frchte, ehe denn die Sonne kommt; und Reiser wachsen 
hervor in seinem Garten
17. Seine Saat stehet dicke bei den Quellen und sein Haus auf Steinen.
18. Wenn er ihn aber verschlinget von seinem Ort, wird er sich gegen ihn 
stellen, als kennete er ihn nicht.
19. Siehe, das ist die Freude seines Wesens; und werden andere aus dem 
Staube wachsen.
20. Darum siehe, da Gott nicht verwirft die Frommen und erhlt nicht die 
Hand der Boshaftigen,
21. bis da dein Mund voll Lachens werde und deine Lippen voll Jauchzens.
22. Die dich aber hassen; werden zuschanden werden, und der Gottlosen 
Htte wird nicht bestehen.
Das Buch Hiob 9
1. Hiob antwortete und sprach:
2. Ja, ich wei fast wohl, da also ist, da ein Mensch nicht rechtfertig 
bestehen mag gegen Gott.
3. Hat er Lust, mit ihm zu hadern, so kann er ihm auf tausend nicht eins 
antworten.
4. Er ist weise und mchtig wem ist's je gelungen, der sich wider ihn 
gelegt hat?
5. Er versetzt Berge, ehe sie es inne werden, die er in seinem Zorn 
umkehret.
6. Er weget ein Land aus seinem Ort, da seine Pfeiler zittern.
7. Er spricht zur Sonne, so gehet sie nicht auf, und versiegelt die Sterne.
8. Er breitet den Himmel aus allein und gehet auf den Wogen des Meers.
9. Er machet den Wagen am Himmel und Orion und die Glucke und die Sterne 
gegen Mittag.
10. Er tut groe Dinge, die nicht zu forschen sind, und Wunder, deren 
keine Zahl ist.
11. Siehe, er gehet vor mir ber, ehe ich's gewahr werde, und verwandelt 
sich, ehe ich's merke.
12. Siehe, wenn er geschwind hinfhret, wer will ihn wiederholen? Wer will 
zu ihm sagen: Was machst du?
13. Er ist Gott, seinen Zorn kann niemand stillen; unter ihm mssen sich 
beugen die stolzen Herren.
14. Wie sollt ich denn ihm antworten und Worte finden gegen ihn?
15. Wenn ich auch gleich recht habe, kann ich ihm dennoch nicht antworten 
sondern ich mte um mein Recht flehen.
16. Wenn ich ihn schon anrufe, und er mich erhret, so glaube ich doch 
nicht, da er meine Stimme hre.
17. Denn er fhret ber mich mit Ungestm und macht mir der Wunden viel 
ohne Ursache.
18. Er lt meinen Geist sich nicht erquicken, sondern macht mich voll 
Betrbnis.
19. Will man Macht; so ist er zu mchtig; will man Recht, wer will mein 
Zeuge sein?
20. Sage ich, da ich gerecht bin; so verdammet er mich doch; bin ich 
fromm, so macht er mich doch zu Unrecht.
21. Bin ich denn fromm, so darf sich's meine Seele nicht annehmen. Ich 
begehre keines Lebens mehr.
22. Das ist das Eine, das ich gesagt habe: Er bringet um beide den Frommen 
und Gottlosen.
23. Wenn er anhebt zu geieln, so dringet er fort bald zum Tode und 
spottet der Anfechtung der Unschuldigen.
24. Das Land aber wird gegeben unter die Hand des Gottlosen, da er ihre 
Richter unterdrcke. Ist's nicht also? Wie sollte es anders sein?
25. Meine Tage sind schneller gewesen denn ein Lufer; sie sind geflohen 
und haben nichts Gutes erlebt.
26. Sie sind vergangen wie die starken Schiffe, wie ein Adler fleugt zur 
Speise.
27. Wenn ich gedenke, ich will meiner Klage vergessen und meine Gebrde 
lassen fahren und mich erquicken,
28. so frchte ich alle meine Schmerzen, weil ich Wei, da du mich nicht 
unschuldig sein lssest.
29. Bin ich denn gottlos, warum leide ich denn solche vergebliche Plage?
30. Wenn ich mich gleich mit Schneewasser wnsche und reinigte meine Hnde 
mit dem Brunnen,
31. so wirst du mich doch tunken in Kot, und werden mir meine Kleider 
scheulich anstehen.
32. Denn er ist nicht meinesgleichen, dem ich antworten mchte, da wir 
vor Gericht miteinander kmen.
33. Es ist unter uns kein Schiedsmann, noch der seine Hand zwischen uns 
beide lege.
34. Er nehme von mir seine Rute und lasse sein Schrecken von mir,
35. da ich mge reden und mich nicht vor ihm frchten drfe; sonst kann 
ich nichts tun, das fr mich sei.
Das Buch Hiob 10
1. Meine Seele verdreut mein Leben; ich will meine Klage bei mir gehen 
lassen und reden von Betrbnis meiner Seele
2. und zu Gott sagen: Verdamme mich nicht; la mich wissen, warum du mit 
mir haderst!
3. Gefllt dir's, da du Gewalt tust und mich verwirfst, den deine Hnde 
gemacht haben, und machest der Gottlosen Vornehmen zu Ehren?
4. Hast du denn auch fleischliche Augen, oder siehest du, wie ein Mensch 
siehet?
5. Oder ist deine Zeit wie eines Menschen Zeit, oder deine Jahre wie eines 
Mannes Jahre,
6. da du nach meiner Missetat fragest und suchest meine Snde?
7. So du doch weit, wie ich nicht gottlos sei; so doch niemand ist, der 
aus deiner Hand erretten mge.
8. Deine Hnde haben mich gearbeitet und gemacht alles, was ich um und um 
bin; und versenkest mich sogar!
9. Gedenke doch, da du mich aus Leimen gemacht hast, und wirst mich 
wieder zu Erden machen.
10. Hast du mich nicht wie Milch gemolken und wie Kse lassen gerinnen?
11. Du hast mir Haut und Fleisch angezogen, mit Beinen und Adern hast du 
mich zusammengefget.
12. Leben und Wohltat hast du an mir getan, und dein Aufsehen bewahret 
meinen Odem.
13. Und wiewohl du solches in deinem Herzen verbirgest, so wei ich doch, 
da du des gedenkest.
14. Wenn ich sndige, so merkest du es bald und lssest meine Missetat 
nicht ungestraft.
15. Bin ich gottlos, so ist mir aber wehe; bin ich gerecht, so darf ich 
doch mein Haupt nicht aufheben, als der ich voll Schmach bin und sehe mein 
Elend.
16. Und wie ein aufgereckter Lwe jagest du mich und handelst wiederum 
greulich mit mir.
17. Du erneuest deine Zeugen wider mich und machst deines Zorns viel auf 
mich; es zerplagt mich eins ber das andere mit Haufen.
18. Warum hast du mich aus Mutterleibe kommen lassen? Ach, da ich wre 
umkommen, und mich nie kein Auge gesehen htte!
19. So wre ich, als die nie gewesen sind, von Mutterleibe zum Grabe 
gebracht.
20. Will denn nicht ein Ende haben mein kurzes Leben, und von mir lassen, 
da ich ein wenig erquickt wrde,
21. ehe denn ich hingehe und komme nicht wieder, nmlich ins Land der 
Finsternis und des Dunkels,
22. ins Land, da es stockdick finster ist, und da keine Ordnung ist, da es 
scheinet wie das Dunkel?
Das Buch Hiob 11
1. Da antwortete Zophar von Naema und sprach:
2. Wenn einer lange geredet, mu er nicht auch hren? Mu denn ein Wscher 
immer recht haben?
3. Mssen die Leute deinem groen Schwtzen Schweigen, da du spottest, 
und niemand dich beschme?
4. Du sprichst: Meine Rede ist rein, und lauter bin ich vor deinen Augen.
5. Ach, da Gott mit dir redete und tte seine Lippen auf
6. und zeigete die heimliche Weisheit! Denn er htte wohl noch mehr an dir 
zu tun, auf da du wissest, da er deiner Snden nicht aller gedenkt.
7. Meinest du, da du So viel wissest, als Gott wei, und wollest alles so 
vollkommen treffen als der Allmchtige?
8. Er ist hher denn der Himmel; was willst du tun? tiefer denn die Hlle; 
was kannst du wissen?
9. Lnger denn die Erde und breiter denn das Meer.
10. So er sie umkehrete oder verbrge oder in einen Haufen wrfe, wer 
will's ihm wehren?
11. Denn er kennet die losen Leute, er siehet die Untugend, und sollte es 
nicht merken?
12. Ein unntzer Mann blhet sich; und ein geborener Mensch will sein wie 
ein junges Wild.
13. Wenn du dein Herz httest gerichtet und deine Hnde zu ihm 
ausgebreitet;
14. wenn du die Untugend, die in deiner Hand ist, httest ferne von dir 
getan, da in deiner Htte kein Unrecht bliebe,
15. so mchtest du dein Antlitz aufheben ohne Tadel und wrdest fest sein 
und dich nicht frchten.
16. Dann wrdest du der Mhe vergessen und so wenig gedenken als des 
Wassers, das vorbergehet.
17. Und die Zeit deines Lebens wrde aufgehen wie der Mittag, und das 
Finstere wrde ein lichter Morgen werden.
18. Und drftest dich des trsten, da Hoffnung da sei; du wrdest mit 
Ruhe ins Grab kommen.
19. Und wrdest dich legen, und niemand wrde dich aufschrecken; und viele 
wrden vor dir flehen.
20. Aber die Augen der Gottlosen werden verschmachten, und werden nicht 
entrinnen mgen; denn ihre Hoffnung wird ihrer Seele fehlen.
Das Buch Hiob 12
1. Da antwortete Hiob und sprach:
2. Ja, ihr seid die Leute; mit euch wird die Weisheit sterben!
3. Ich habe so wohl ein Herz als ihr und bin nicht geringer denn ihr; und 
wer ist, der solches nicht wisse?
4. Wer von seinem Nchsten verlachet wird, der wird Gott anrufen, der wird 
ihn erhren. Der Gerechte und Fromme mu verlachet sein
5. und ist ein verachtet Lichtlein vor den Gedanken der Stolzen, stehet 
aber, da sie sich dran rgern.
6. Der Verstrer Htten haben die Flle und toben wider Gott trstiglich, 
wiewohl es ihnen Gott in ihre Hnde gegeben hat.
7. Frage doch das Vieh, das wird dich's lehren, und die Vgel unter dem 
Himmel, die werden dir's sagen.
8. Oder rede mit der Erde, die wird dich's lehren, und die Fische im Meer 
werden dir's erzhlen.
9. Wer wei solches alles nicht, da des Herrn Hand das gemacht hat,
10. da in seiner Hand ist die Seele alles des, das da lebet, und der 
Geist alles Fleisches eines jeglichen?
11. Prfet nicht das Ohr die Rede; und der Mund schmecket die Speise?
12. Ja, bei den Grovtern ist die Weisheit und der Verstand bei den Alten.
13. Bei ihm ist Weisheit und Gewalt, Rat und Verstand.
14. Siehe, wenn er zerbricht, so hilft kein Bauen; wenn er jemand 
verschleut, kann niemand aufmachen.
15. Siehe, wenn er das Wasser verschleut, so wird's alles drre; und wenn 
s auslt, so kehret es das Land um.
16. Er ist stark und fhret es aus. Sein ist, der da irret, und der da 
verfhret.
17. Er fhret die Klugen wie einen Raub und machet die Richter toll.
18. Er lset auf der Knige Zwang und grtet mit einem Grtel ihre Lenden.
19. Er fhret die Priester wie einen Raub und lsset es fehlen den Festen.
20. Er wendet weg die Lippen der Wahrhaftigen und nimmt weg die Sitten der 
Alten.
21. Er schttet Verachtung auf die Frsten und macht den Bund der 
Gewaltigen los.
22. Er ffnet die finstern Grnde und bringet heraus das Dunkel an das 
Licht.
23. Er macht etliche zum groen Volk und bringet sie wieder um. Er breitet 
ein Volk aus und treibet es wieder weg.
24. Er nimmt weg den Mut der Obersten des Volks im Lande und macht sie 
irre auf einem Umwege, da kein Weg ist,
25. da sie in der Finsternis tappen ohne Licht; und macht sie irre wie 
die Trunkenen.
Das Buch Hiob 13
1. Siehe, das hat alles mein Auge gesehen und mein Ohr gehret, und habe 
es verstanden.
2. Was ihr wisset, das wei ich auch, und bin nicht geringer denn ihr.
3. Doch wollte ich gerne wider den Allmchtigen reden und wollte gerne mit 
Gott rechten.
4. Denn ihr deutet es flschlich und seid alle unntze rzte.
5. Wollte Gott, ihr schwieget; so wrdet ihr weise.
6. Hret doch meine Strafe und merket auf die Sache, davon ich rede.
7. Wollt ihr Gott verteidigen mit Unrecht und fr ihn List brauchen?
8. Wollt ihr seine Person ansehen? Wollt ihr Gott vertreten?
9. Wird's euch auch wohlgehen, wenn er euch richten wird? Meinet ihr, da 
ihr ihn tuschen werdet, wie man einen Menschen tuschet?
10. Er wird euch strafen, wo ihr Person ansehet heimlich.
11. Wird er euch nicht erschrecken, wenn er sich Wird hervortun, und seine 
Furcht wird ber euch fallen?
12. Euer Gedchtnis wird verglichen werden der Asche, und euer Rcken wird 
wie ein Leimenhaufe sein.
13. Schweiget mir, da ich rede; es soll mir nichts fehlen.
14. Was soll ich mein Fleisch mit meinen Zhnen beien und meine Seele in 
meine Hnde legen?
15. Siehe, er wird mich doch erwrgen, und ich kann's nicht erwarten; doch 
will ich meine Wege vor ihm strafen.
16. Er wird ja mein Heil sein; denn es kommt kein Heuchler vor ihn.
17. Hret meine Rede und meine Auslegung vor euren Ohren!
18. Siehe, ich habe das Urteil schon gefllet; ich wei, da ich werde 
gerecht sein.
19. Wer ist, der mit mir rechten will? Aber nun mu ich schweigen und 
verderben.
20. Zweierlei tu mir nur nicht, so will ich mich vor dir nicht verbergen:
21. La deine Hand ferne von mir sein, und dein Schrecken erschrecke mich 
nicht.
22. Rufe mir, ich will dir antworten; oder ich will reden, antworte du mir.
23. Wie viel ist meiner Missetat und Snden? La mich wissen meine 
bertretung und Snde!
24. Warum verbirgest du dein Antlitz und hltst mich fr deinen Feind?
25. Willst du wider ein fliegend Blatt so ernst sein und einen drren Halm 
verfolgen?
26. Denn du schreibest mir an Betrbnis und willst mich umbringen um der 
Snden willen meiner Jugend.
27. Du hast meinen Fu in Stock gelegt und hast acht auf alle meine Pfade 
und siehest auf die Futapfen meiner Fe,
28. der ich doch wie ein faul Aas vergehe und wie ein Kleid, das die 
Motten fressen.
Das Buch Hiob 14
1. Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit und ist voll Unruhe,
2. gehet auf wie eine Blume und fllt ab, fleucht wie ein Schatten und 
bleibet nicht.
3. Und du tust deine Augen ber solchem auf, da du mich vor dir in das 
Gericht ziehest.
4. Wer will einen Reinen finden bei denen, da keiner rein ist?
5. Er hat seine bestimmte Zeit, die Zahl seiner Monden stehet bei dir; du 
hast fein Ziel gesetzt, das wird er nicht bergehen.
6. Tue dich von ihm, da er Ruhe habe, bis da Seine Zeit komme, deren er 
wie ein Taglhner wartet.
7. Ein Baum hat Hoffnung, wenn er schon abgehauen ist, da er sich wieder 
verndere, und seine Schlinge hren nicht auf.
8. Ob seine Wurzel in der Erde veraltet und sein Stamm in dem Staube 
erstirbt,
9. grnet er doch wieder vom Geruch des Wassers und wchst daher, als wre 
er gepflanzet.
10. Wo ist aber ein Mensch, wenn er tot und umkommen und dahin ist?
11. Wie ein Wasser ausluft aus dem See und wie ein Strom versieget und 
vertrocknet,
12. so ist ein Mensch, wenn er sich legt, und wird nicht aufstehen und 
wird nicht aufwachen, solange der Himmel bleibt, noch von seinem Schlaf 
erweckt werden.
13. Ach, da du mich in der Hlle verdecktest und verbrgest, bis dein Zorn 
sich lege, und setztest mir ein Ziel, da du an mich denkest!
14. Meinest du, ein toter Mensch werde wieder leben? Ich harre tglich; 
dieweil ich streite, bis da meine Vernderung komme,
15. da du wollest mir rufen, und ich dir antworten, und wollest das Werk 
deiner Hnde nicht ausschlagen.
16. Denn du hast schon meine Gnge gezhlet; aber du wollest ja nicht 
achthaben auf meine Snde.
17. Du hast meine bertretung in einem Bndlein versiegelt und meine 
Missetat zusammengefasset.
18. Zerfllt doch ein Berg und vergehet, und ein Fels wird von seinem Ort 
versetzt.
19. Wasser wschet Steine weg, und die Tropfen flen die Erde weg; aber 
des Menschen Hoffnung ist verloren.
20. Denn du stest ihn gar um, da er dahinfhret, vernderst sein Wesen 
und lssest ihn fahren.
21. Sind seine Kinder in Ehren, das wei er nicht; oder ob sie geringe 
sind, des wird er nicht gewahr..
22. Weil er das Fleisch an sich trgt, mu er Schmerzen haben, und weil 
seine Seele noch bei ihm ist, mu er Leid fragen.
Das Buch Hiob 15
1. Da antwortete Eliphas von Theman und sprach:
2. Soll ein weiser Mann so aufgeblasene Worte reden und seinen Bauch so 
blhen mit losen Reden?
3. Du strafest mit Worten, die nicht taugen, und dein Reden ist kein ntze.
4. Du hast die Furcht fahren lassen und redest zu verchtlich vor Gott.
5. Denn deine Missetat lehret deinen Mund also, und hast erwhlet eine 
schalkhafte Zunge.
6. Dein Mund wird dich verdammen, und nicht ich; deine Lippen sollen dir 
antworten.
7. Bist du der erste Mensch geboren? Bist du vor allen Hgeln empfangen?
8. Hast du Gottes heimlichen Rat gehret? und ist die Weisheit selbst 
geringer denn du?
9. Was weit du, das wir nicht wissen? Was verstehest du, das nicht bei 
uns sei?;
10. Es sind Graue und Alte unter uns, die lnger gelebt haben denn deine 
Vter.
11. Sollten Gottes Trstungen so geringe vor dir gelten? Aber du hast 
irgend noch ein heimlich Stck bei dir.
12. Was nimmt dein Herz vor? Was siehest du so stolz?
13. Was setzt sich dein Mut wider Gott, da du solche Rede aus deinem 
Munde lssest?
14. Was ist ein Mensch, da er sollte rein sein, und da der sollte 
gerecht sein, der vom Weibe geboren ist?
15. Siehe, unter seinen Heiligen ist keiner ohne Tadel, und die Himmel 
sind nicht rein vor ihm.
16. Wie viel mehr ein Mensch, der ein Greuel und schnde ist, der Unrecht 
suft wie Wasser.
17. Ich will dir's zeigen, hre mir zu; und will dir erzhlen was ich, 
gesehen habe,
18. was die Weisen gesagt haben, und ihren Vtern nicht verhohlen gewesen 
ist,
19. welchen allein das Land gegeben ist, da kein Fremder durch sie gehen 
mu.
20. Der Gottlose bebet sein Leben lang; und dem Tyrannen ist die Zahl 
seiner Jahre verborgen.
21. Was er hret, das schrecket ihn; und wenn s gleich Friede ist, 
frchtet er sich, der Verderber komme;
22. glaubt nicht, da er mge dem Unglck entrinnen, und versiehet sich 
immer des Schwerts.
23. Er zeucht hin und her nach Brot und dnket ihn immer, die Zeit seines 
Unglcks sei vorhanden.
24. Angst und Not schrecken ihn und schlagen ihn nieder als ein Knig mit 
einem Heer.
25. Denn er hat seine Hand wider Gott gestrecket und wider den 
Allmchtigen sich gestrubet.
26. Er luft mit dem Kopf an ihn und ficht halsstarriglich wider ihn.
27. Er brstet sich wie ein fetter Wanst und macht sich fett und dick.
28. Er wird aber wohnen in verstrten Stdten, da keine Hupter sind, 
sondern auf einem Haufen liegen.
29. Er wird nicht reich bleiben, und sein Gut wird nicht bestehen, und 
sein Glck wird sich nicht ausbreiten im Lande.
30. Unfall wird nicht von ihm lassen. Die Flamme wird seine Zweige 
verdorren und durch den Odem ihres Mundes ihn wegfressen.
31. Er wird nicht bestehen, denn er ist in seinem eiteln Dnkel betrogen, 
und eitel wird sein Lohn werden.
32. Er wird ein Ende nehmen, wenn's ihm uneben ist, und sein Zweig wird 
nicht grnen.
33. Er wird abgerissen werden wie eine unzeitige Traube vom Weinstock, und 
wie ein lbaum seine Blte abwirft.
34. Denn der Heuchler Versammlung wird einsam bleiben, und das Feuer wird 
die Htten fressen, die Geschenke nehmen.
35. Er gehet schwanger mit Unglck und gebiert Mhe, und ihr Bauch bringet 
Fehl.
Das Buch Hiob 16
1. Hiob antwortete und sprach:
2. Ich habe solches oft gehret. Ihr seid allzumal leidige Trster.
3. Wollen die losen Worte kein Ende haben? Oder was macht dich so frech, 
also zu reden?
4. Ich knnte auch wohl reden wie ihr. Wollte Gott, eure Seele wre an 
meiner Seele Statt! Ich wollte auch mit Worten an euch setzen und mein 
Haupt also ber euch schtteln.
5. Ich wollte euch strken mit dem Munde und mit meinen Lippen trsten.
6. Aber wenn ich schon rede, so schonet mein der Schmerz nicht; lasse 
ich's anstehen, so gehet er nicht von mir.
7. Nun aber macht er mich mde und verstret alles; was ich bin.
8. Er hat mich runzlicht gemacht und zeuget wider mich; und mein 
Widersprecher lehnet sich wider mich auf und antwortet wider mich.
9. Sein Grimm reiet, und der mir gram ist, beiet die Zhne ber mich 
zusammen; mein Widersacher funkelt mit seinen Augen auf mich.
10. Sie haben ihren Mund aufgesperret wider mich und haben mich schmhlich 
auf meine Backen geschlagen; sie haben ihren Mut miteinander an mir 
gekhlet.
11. Gott hat mich bergeben dem Ungerechten und hat mich in der Gottlosen 
Hnde lassen kommen.
12. Ich war reich, aber er hat mich zunichte gemacht; er hat mich beim 
Hals genommen und zerstoen und hat mich ihm zum Ziel aufgerichtet:
13. Er hat mich umgeben mit seinen Schtzen; er hat meine Nieren gespalten 
und nicht verschonet; er hat meine Galle auf die Erde geschttet;
14. er hat mir eine Wunde ber die andere gemacht; er ist an mich gelaufen 
wie ein Gewaltiger.
15. Ich habe einen Sack um meine Haut genhet und habe mein Horn in den 
Staub gelegt.
16. Mein Antlitz ist geschwollen von Weinen, und meine Augenlider sind 
verdunkelt,
17. wiewohl kein Frevel in meiner Hand ist, und mein Gebet ist rein.
18. Ach, Erde, verdecke mein Blut nicht! und mein Geschrei msse nicht 
Raum finden!
19. Auch siehe da, mein Zeuge ist im Himmel; und der mich kennet, ist in 
der Hhe.
20. Meine Freunde sind meine Sptter; aber mein Auge trnet zu Gott.
21. Wenn ein Mann knnte mit Gott rechten wie ein Menschenkind mit seinem 
Freunde!
22. Aber die bestimmten Jahre sind kommen, und ich gehe hin des Weges, den 
ich nicht wiederkommen werde.
Das Buch Hiob 17
1. Mein Odem ist schwach, und meine Tage sind abgekrzt, das Grab ist da.
2. Niemand ist von mir getuschet, noch mu mein Auge darum bleiben in 
Betrbnis.
3. Ob du gleich einen Brgen fr mich wolltest, wer will fr mich geloben?
4. Du hast ihrem Herzen den Verstand verborgen, darum wirst du sie nicht 
erhhen.
5. Er rhmet wohl seinen Freunden die Ausbeute; aber seiner Kinder Augen 
werden verschmachten.
6. Er hat mich zum Sprichwort unter den Leuten gesetzt, und mu ein Wunder 
unter ihnen sein.
7. Meine Gestalt ist dunkel worden vor Trauern, und alle meine Glieder 
sind wie ein Schatten.
8. Darber werden die Gerechten bel sehen, und die Unschuldigen werden 
sich setzen wider die Heuchler.
9. Der Gerechte wird seinen Weg behalten, und der von reinen Hnden wird 
stark bleiben.
10. Wohlan, so kehret euch alle her und kommt; ich werde doch keinen 
Weisen unter euch finden.
11. Meine Tage sind vergangen, meine Anschlge sind zertrennet, die mein 
Herz besessen haben,
12. und haben aus der Nacht Tag gemacht und aus dem Tage Nacht.
13. Wenn ich gleich lange harre, so ist doch die Hlle mein Haus, und in 
Finsternis ist mein Bett gemacht.
14. Die Verwesung heie ich meinen Vater und die Wrmer meine Mutter und 
meine Schwester.
15. Was soll ich harren? und wer achtet mein Hoffen?
16. Hinunter in die Hlle wird es fahren und wird mit mir im Staube liegen.
Das Buch Hiob 18
1. Da antwortete Bildad von Suah und sprach:
2. Wann wollt ihr der Rede ein Ende machen? Merket doch, danach wollen wir 
reden.
3. Warum werden wir geachtet wie Vieh und sind so unrein vor euren Augen?
4. Willst du vor Bosheit bersten? Meinest du, da um deinetwillen die Erde 
verlassen werde, und der Fels von seinem Ort versetzt werde?
5. Auch wird das Licht der Gottlosen verlschen, und der Funke seines 
Feuers wird nicht leuchten.
6. Das Licht wird finster werden in seiner Htte und seine Leuchte ber 
ihm verlschen.
7. Die Zugnge seiner Habe werden schmal werden, und sein Anschlag wird 
ihn fllen.
8. Denn er ist mit seinen Fen in Strick gebracht und wandelt im Netze.
9. Der Strick wird seine Fersen halten, und die Trstigen werden ihn 
erhaschen.
10. Sein Strick ist gelegt in die Erde und seine Falle auf seinen Gang.
11. Um und um wird ihn schrecken pltzliche Furcht, da er nicht wei, wo 
er hinaus soll.
12. Hunger wird seine Habe sein, und Unglck wird ihm bereitet sein und 
anhangen.
13. Die Strke seiner Haut wird verzehret werden, und seine Strke wird 
verzehren der Frst des Todes.
14. Seine Hoffnung wird aus seiner Htte gerottet werden, und sie werden 
ihn treiben zum Knige des Schreckens.
15. In seiner Htte wird nichts bleiben; ber seine Htte wird Schwefel 
gestreuet werden.
16. Von unten werden verdorren seine Wurzeln und von oben abgeschnitten 
seine Ernte.
17. Sein Gedchtnis wird vergehen im Lande, und wird keinen Namen haben 
auf der Gasse.
18. Er wird vom Licht in die Finsternis vertrieben werden und vom Erdboden 
verstoen werden.
19. Er wird keine Kinder haben und keine Neffen unter seinem Volk; es wird 
ihm keiner berbleiben in seinen Gtern.
20. Die nach ihm kommen, werden sich ber seinen Tag entsetzen; und die 
vor ihm sind, wird eine Furcht ankommen.
21. Das ist die Wohnung des Ungerechten, und dies ist die Sttte des, der 
Gott nicht achtet.
Das Buch Hiob 19
1. Hiob antwortete und sprach:
2. Was plaget ihr doch meine Seele und peiniget mich mit Worten?
3. Ihr habt mich nun zehnmal gehhnet und schmet euch nicht, da ihr mich 
also umtreibet.
4. Irre ich, so irre ich mir.
5. Aber ihr erhebet euch wahrlich wider mich und scheltet mich zu meiner 
Schmach.
6. Merket doch einst, da mir Gott unrecht tut und hat mich mit seinem 
Jagestrick umgeben.
7. Siehe, ob ich schon schreie ber Frevel, so werde ich doch nicht 
erhret; ich rufe, und ist kein Recht da.
8. Er hat meinen Weg verzunet, da ich nicht kann hinbergehen, und hat 
Finsternis auf meinen Steig gestellet.
9. Er hat meine Ehre mir ausgezogen und die Krone von meinem Haupt 
genommen.
10. Er hat mich zerbrochen um und um und lt mich gehen, und hat 
ausgerissen meine Hoffnung wie einen Baum.
11. Sein Zorn ist ber mich ergrimmet, und er achtet mich fr seinen Feind.
12. Seine Kriegsleute sind miteinander kommen und haben ihren Weg ber 
mich gepflastert und haben sich um meine Htte her gelagert.
13. Er hat meine Brder ferne von mir getan, und meine Verwandten sind mir 
fremd worden.
14. Meine Nchsten haben sich entzogen, und meine Freunde haben mein 
vergessen.
15. Meine Hausgenossen und meine Mgde achten mich fr fremd, ich bin 
unbekannt worden vor ihren Augen.
16. Ich rief meinem Knecht, und er antwortete mir nicht; ich mute ihm 
flehen mit eigenem Munde.
17. Mein Weib stellet sich fremd, wenn ich ihr rufe; ich mu flehen den 
Kindern meines Leibes.
18. Auch die jungen Kinder geben nichts auf mich; wenn ich mich wider sie 
setze, so geben sie mir bse Worte.
19. Alle meine Getreuen haben Greuel an mir; und die ich liebhatte, haben 
sich wider mich gekehret.
20. Mein Gebein hanget an meiner Haut und Fleisch, und kann meine Zhne 
mit der Haut nicht bedecken.
21. Erbarmet euch mein, erbarmet euch mein, ihr, meine Freunde; denn die 
Hand Gottes hat mich gerhret.
22. Warum verfolget ihr mich gleich so wohl als Gott und knnet meines 
Fleisches nicht satt werden?
23. Ach, da meine Reden geschrieben wrden! Ach, da sie in ein Buch 
gestellet wrden,
24. mit einem eisernen Griffel auf Blei und zu ewigem Gedchtnis in einen 
Fels gehauen wrden!
25. Aber ich wei, da mein Erlser lebet; und er wird mich hernach aus 
der Erde auferwecken;
26. und werde danach mit dieser meiner Haut umgeben werden und werde in 
meinem Fleisch Gott sehen.
27. Denselben werde ich mir sehen, und meine Augen werden ihn schauen, und 
kein Fremder. Meine Nieren sind verzehret in meinem Scho.
28. Denn ihr sprechet: Wie wollen wir ihn verfolgen und eine Sache zu ihm 
finden?
29. Frchtet euch vor dem Schwert; denn das Schwert ist der Zorn ber die 
Missetat, auf da ihr wisset, da ein Gericht sei.
Das Buch Hiob 20
1. Da antwortete Zophar von Naema und sprach:
2. Darauf mu ich antworten und kann nicht harren.
3. Und will gerne hren, wer mir das soll strafen und tadeln; denn der 
Geist meines Verstandes soll fr mich antworten.
4. Weit du nicht, da es allezeit so gegangen ist, seit da Menschen auf 
Erden gewesen sind;
5. da der Ruhm der Gottlosen stehet nicht lange, und die Freude des 
Heuchlers whret einen Augenblick?
6. Wenngleich seine Hhe in den Himmel reichet und sein Haupt an die 
Wolken rhret,
7. so wird er doch zuletzt umkommen wie ein Kot, da die, vor denen er ist 
angesehen, werden sagen: Wo ist er?
8. Wie ein Traum vergehet, so wird er auch nicht funden werden, und wie 
ein Gesicht in der Nacht verschwindet.
9. Welch Auge ihn gesehen hat, wird ihn nicht mehr sehen, und seine Sttte 
wird ihn nicht mehr schauen.
10. Seine Kinder werden betteln gehen, und seine Hand wird ihm Mhe zu 
Lohn geben.
11. Seine Beine werden seine heimliche Snde wohl bezahlen und werden sich 
mit ihm in die Erde legen.
12. Wenn ihm die Bosheit gleich in seinem Munde wohl schmeckt, wird sie 
doch ihm in seiner Zunge fehlen.
13. Sie wird aufgehalten und ihm nicht gestattet, und wird ihm gewehret 
werden in seinem Halse.
14. Seine Speise inwendig im Leibe wird sich verwandeln in Otterngalle.
15. Die Gter, die er verschlungen hat, mu er wieder ausspeien; und Gott 
wird sie aus seinem Bauch stoen.
16. Er wird der Ottern Galle saugen, und die Zunge der Schlange wird ihn 
tten.
17. Er wird nicht sehen die Strme noch die Wasserbche, die mit Honig und 
Butter flieen.
18. Er wird arbeiten und des nicht genieen; und seine Gter werden 
andern, da er deren nicht froh wird.
19. Denn er hat unterdrckt und verlassen den Armen; er hat Huser zu sich 
gerissen, die er nicht erbauet hat.
20. Denn sein Wanst konnte nicht voll werden, und wird durch sein kstlich 
Gut nicht entrinnen.
21. Es wird seiner Speise nicht berbleiben; darum wird sein gut Leben 
keinen Bestand haben
22. Wenn er gleich die Flle und genug hat, wird ihm doch angst werden; 
allerhand Mhe wird ber ihn kommen.
23. Es wird ihm der Wanst einmal voll werden, und er wird den Grimm seines 
Zornes ber ihn senden; er wird ber ihn regnen lassen seinen Streit.
24. Er wird fliehen vor dem eisernen Harnisch, und der eherne Bogen wird 
ihn verjagen.
25. Ein blo Schwert wird durch ihn ausgehen, und des Schwerts Blitz, der 
ihm bitter sein wird, wird mit Schrecken ber ihn fahren.
26. Es ist keine Finsternis da, die ihn verdecken mchte. Es wird ihn ein 
Feuer verzehren, das nicht aufgeblasen ist; und wer brig ist in seiner 
Htte, dem wird's bel gehen.
27. Der Himmel wird seine Missetat erffnen, und die Erde wird sich wider 
ihn setzen.
28. Das Getreide in seinem Hause wird weggefhret werden, zerstreuet am 
Tage seines Zorns.
29. Das ist der Lohn eines gottlosen Menschen bei Gott und das Erbe seiner 
Rede bei Gott.
Das Buch Hiob 21
1. Hiob antwortete und sprach:
2. Hret doch zu meiner Rede und lasset euch raten!
3. Vertraget mich, da ich auch rede, und spottet danach mein.
4. Handele ich denn mit einem Menschen, da mein Mut hierin nicht sollte 
unwillig sein?
5. Kehret euch her zu mir; ihr werdet sauer sehen und die Hand aufs Maul 
legen mssen.
6. Wenn ich daran gedenke, so erschrecke ich, und Zittern kommt mein 
Fleisch an.
7. Warum leben denn die Gottlosen, werden alt und nehmen zu mit Gtern?
8. Ihr Same ist sicher um sie her, und ihre Nachkmmlinge sind bei ihnen.
9. Ihr Haus hat Frieden vor der Furcht, und Gottes Rute ist nicht ber 
ihnen.
10. Seine Ochsen lsset man zu, und mirt ihm nicht; seine Kuh kalbet und 
ist nicht unfruchtbar.
11. Ihre jungen Kinder gehen aus wie eine Herde, und ihre Kinder lecken.
12. Sie jauchzen mit Pauken und Harfen und sind frhlich mit Pfeifen.
13. Sie werden alt bei guten Tagen und erschrecken kaum einen Augenblick 
vor der Hlle;
14. die doch sagen zu Gott: Hebe dich von uns, wir wollen von deinen Wegen
15. Wer ist der Allmchtige, da wir ihm dienen sollten, oder was sind wir 
gebessert, so wir ihn anrufen?
16. Aber siehe, ihr Gut stehet nicht in ihren Hnden; darum soll der 
Gottlosen Sinn ferne von mir sein.
17. Wie wird die Leuchte der Gottlosen verlschen und ihr Unglck ber sie 
kommen! Er wird Herzeleid austeilen in seinem Zorn.
18. Sie werden sein wie Stoppeln vor dem Winde und wie Spreu, die der 
Sturmwind wegfhret.
19. Gott behlt desselben Unglck auf seine Kinder. Wenn er's ihm 
vergelten wird, so wird man's inne werden.
20. Seine Augen werden sein Verderben sehen, und vom Grimm des 
Allmchtigen wird er trinken.
21. Denn wer wird Gefallen haben an seinem Hause nach ihm? Und die Zahl 
seiner Monden wird kaum halb bleiben.
22. Wer will Gott lehren, der auch die Hohen richtet?
23. Dieser stirbt frisch und gesund in allem Reichtum und voller Genge;
24. sein Melkfa ist voll Milch, und seine Gebeine werden gemstet mit 
Mark;
25. jener aber stirbt mit betrbter Seele und hat nie mit Freuden gegessen;
26. und liegen gleich miteinander in der Erde, und Wrmer decken sie zu.
27. Siehe, ich kenne eure Gedanken wohl und euer frevel Vornehmen wider 
mich.
28. Denn ihr sprechet: Wo ist das Haus des Frsten, und wo ist die Htte, 
da die Gottlosen wohneten?
29. Redet ihr doch davon wie der gemeine Pbel und merket nicht, was jener 
Wesen bedeutet.
30. Denn der Bse wird behalten auf den Tag des Verderbens, und auf den 
Tag des Grimms bleibet er.
31. Wer will sagen, was er verdienet, wenn man's uerlich ansiehet? Wer 
will ihm vergelten, was er tut?
32. Aber er wird zum Grabe gerissen und mu bleiben bei dem Haufen.
33. Es gefiel ihm wohl der Schlamm des Bachs, und alle Menschen werden ihm 
nachgezogen; und derer, die vor ihm gewesen sind, ist keine Zahl.
34. Wie trstet ihr mich so vergeblich, und eure Antwort findet sich 
unrecht.
Das Buch Hiob 22
1. Da antwortete Eliphas von Theman und sprach:
2. Was darf Gott eines Starken, und was ntzt ihm ein Kluger?
3. Meinest du, da dem Allmchtigen gefalle, da du dich so fromm machest? 
Oder was hilft's ihm, ob du deine Wege gleich ohne Wandel achtest?
4. Meinest du, er wird sich vor dir frchten, dich zu strafen, und mit dir 
vor Gericht treten?
5. Ja, deine Bosheit ist zu gro, und deiner Missetat ist kein Ende.
6. Du hast etwa deinem Bruder ein Pfand genommen ohne Ursache, du hast den 
Nackenden die Kleider ausgezogen;
7. du hast die Mden nicht getrnket mit Wasser und hast dem Hungrigen 
dein Brot versagt;
8. du hast Gewalt im Lande gebet und prchtig drinnen gesessen;
9. die Witwen hast du leer lassen gehen und die Arme der Waisen zerbrochen.
10. Darum bist du mit Stricken umgeben, und Furcht hat dich pltzlich 
erschrecket.
11. Solltest du denn nicht die Finsternis sehen, und die Wasserflut dich 
nicht bedecken?
12. Siehe, Gott ist hoch droben im Himmel und siehet die Sterne droben in 
der Hhe.
13. Und du sprichst: Was wei Gott? Sollt er, das im Dunkeln ist, richten 
knnen?
14. Die Wolken sind seine Vordecke, und siehet nicht, und wandelt im 
Umgang des Himmels.
15. Willst du der Welt Lauf achten, darinnen die Ungerechten gegangen sind,
16. die vergangen sind, ehe denn es Zeit war, und das Wasser hat ihren 
Grund weggewaschen,
17. die zu Gott sprachen: Heb dich von uns, was sollte der Allmchtige 
ihnen tun knnen,
18. so er doch ihr Haus mit Gtern fllete? Aber der Gottlosen Rat sei 
ferne von mir!
19. Die Gerechten werden sehen und sich freuen, und der Unschuldige wird 
ihrer spotten.
20. Was gilt's, ihr Wesen wird verschwinden und ihr briges das Feuer 
verzehren!
21. So vertrage dich nun mit ihm und habe Frieden; daraus wird dir viel 
Gutes kommen.
22. Hre das Gesetz von seinem Munde und fasse seine Rede in dein Herz.
23. Wirst du dich bekehren zu dem Allmchtigen, so wirst du gebauet werden 
und Unrecht ferne von deiner Htte tun,
24. so wirst du fr Erde Gold geben und fr die Felsen gldene Bche;
25. und der Allmchtige wird dein Gold sein, und Silber wird dir zugehuft 
werden.
26. Dann wirst du deine Lust haben an dem Allmchtigen und dein Antlitz zu 
Gott aufheben.
27. So wirst du ihn bitten, und er wird dich hren; und wirst deine 
Gelbde bezahlen.
28. Was du wirst vornehmen, wird er dir lassen gelingen; und das Licht 
wird auf deinem Wege scheinen.
29. Denn die sich demtigen, die erhhet er; und wer seine Augen 
niederschlgt, der wird genesen.
30. Und der Unschuldige wird errettet werden; er wird aber errettet um 
seiner Hnde Reinigkeit willen.
Das Buch Hiob 23
1. Hiob antwortete und sprach:
2. Meine Rede bleibet noch betrbt; meine Macht ist schwach ber meinem 
Seufzen.
3. Ach, da ich wte, wie ich ihn finden und zu seinem Stuhl kommen mchte
4. und das Recht vor ihm sollte vorlegen und den Mund voll Strafe fassen
5. und erfahren die Rede, die er mir antworten, und vernehmen, was er mir 
sagen wrde!
6. Will er mit groer Macht mit mir rechten? Er stelle sich nicht so gegen 
mich,
7. sondern lege mir's gleich vor, so will ich mein Recht wohl gewinnen.
8. Aber gehe ich nun stracks vor mich, so ist er nicht da; gehe ich 
zurck, so spre ich ihn nicht.
9. Ist er zur Linken, so ergreife ich ihn nicht; verbirget er sich zur 
Rechten, so sehe ich ihn nicht.
10. Er aber kennet meinen Weg wohl. Er versuche mich, so will ich erfunden 
werden wie das Gold.
11. Denn ich setze meinen Fu auf seine Bahn und halte seinen Weg und 
weiche nicht ab
12. und trete nicht von dem Gebot seiner Lippen; und bewahre die Rede 
seines Mundes mehr, denn ich schuldig bin.
13. Er ist einig, wer will ihm antworten? Und er macht es, wie er will.
14. Und wenn er mir gleich vergilt, was ich verdienet habe, so ist sein 
noch mehr dahinten.
15. Darum erschrecke ich vor ihm; und wenn ich's merke, so frchte ich 
mich vor ihm.
16. Gott hat mein Herz blde gemacht, und der Allmchtige hat mich 
erschrecket.
17. Denn die Finsternis macht kein Ende mit mir, und das Dunkel will vor 
mir nicht verdeckt werden.
Das Buch Hiob 24
1. Warum sollten die Zeiten dem Allmchtigen nicht verborgen sein? Und die 
ihn kennen, sehen seine Tage nicht.
2. Sie treiben die Grenzen zurck; sie rauben die Herden und weiden sie.
3. Sie treiben der Waisen Esel weg und nehmen der Witwen Ochsen zu Pfande.
4. Die Armen mssen ihnen weichen, und die Drftigen im Lande mssen sich 
verkriechen.
5. Siehe, das Wild in der Wste gehet heraus, wie sie pflegen, frhe zum 
Raub, da sie Speise bereiten fr die Jungen.
6. Sie ernten auf dem Acker alles, was er trgt, und lesen den Weinberg, 
den sie mit Unrecht haben.
7. Die Nackenden lassen sie liegen und lassen ihnen keine Decke im Frost, 
denen sie die Kleider genommen haben,
8. da sie sich mssen zu den Felsen halten, wenn ein Platzregen von den 
Bergen auf sie giet, weil sie sonst keinen Trost haben.
9. Sie reien das Kind von den Brsten und machen's zum Waisen und machen 
die Leute arm mit Pfnden.
10. Den Nackenden lassen sie ohne Kleider gehen und den Hungrigen nehmen 
sie die Garben.
11. Sie zwingen sie, l zu machen auf ihrer eigenen Mhle und ihre eigene 
Kelter zu treten, und lassen sie doch Durst leiden.
12. Sie machen die Leute in der Stadt seufzend und die Seelen der 
Erschlagenen schreiend; und Gott strzet sie nicht.
13. Darum sind sie abtrnnig worden vom Licht und kennen seinen Weg nicht 
und kehren nicht wieder zu seiner Strae.
14. Wenn der Tag anbricht, stehet auf der Mrder und erwrget den Armen 
und Drftigen; und des Nachts ist er wie ein Dieb.
15. Das Auge des Ehebrechers hat acht auf das Dunkel und spricht: Mich 
siehet kein Auge; und verdecket sein Antlitz.
16. Im Finstern bricht er zu den Husern ein. Des Tages verbergen sie sich 
miteinander und scheuen das Licht.
17. Denn wo ihnen der Morgen kommt, ist's ihnen wie eine Finsternis; denn 
er fhlet das Schrecken der Finsternis.
18. Er fhret leichtfertig wie auf einem Wasser dahin; seine Habe wird 
geringe im Lande, und bauet seinen Weinberg nicht.
19. Die Hlle nimmt weg, die da sndigen, wie die Hitze und Drre das 
Schneewasser verzehret.
20. Es werden sein vergessen die Barmherzigen; seine Lust wird wurmig 
werden; sein wird nicht mehr gedacht; er wird zerbrochen werden wie ein 
fauler Baum.
21. Er hat beleidiget die Einsame, die nicht gebiert, und hat der Witwe 
kein Gutes getan
22. und die Mchtigen unter sich gezogen mit seiner Kraft. Wenn er stehet, 
wird er seines Lebens nicht gewi sein.
23. Er macht ihm wohl selbst eine Sicherheit, darauf er sich verlasse; 
doch sehen seine Augen auf ihr Tun.
24. Sie sind eine kleine Zeit erhaben und werden zunichte und unterdrckt 
und ganz und gar ausgetilget werden, und wie die erste Blte an den hren 
werden sie abgeschlagen werden.
25. Ist's nicht also? Wohlan, wer will mich Lgen strafen und bewhren, 
da meine Rede nichts sei?
Das Buch Hiob 25
1. Da antwortete Bildad von Suah und sprach:
2. Ist nicht die Herrschaft und Furcht bei ihm, der den Frieden macht 
unter seinen Hchsten?
3. Wer will seine Kriegsleute zhlen? Und ber welchen gehet nicht auf 
sein Licht?
4. Und wie mag ein Mensch gerecht vor Gott sein? Und wie mag rein sein 
eines Weibes Kind?
5. Siehe, der Mond scheinet noch nicht, und die Sterne sind noch nicht 
rein vor seinen Augen;
6. wieviel weniger ein Mensch, die Made, und ein Menschenkind, der Wurm?
Das Buch Hiob 26
1. Hiob antwortete und sprach:
2. Wem stehest du bei? Dem, der keine Kraft hat? Hilfst du dem, der keine 
Strke in Armen hat?
3. Wem gibst du Rat? Dem, der keine Weisheit hat? und zeigest einem 
Mchtigen, wie er's ausfhren soll?
4. Fr wen redest du, und fr wen gehet der Odem von dir?
5. Die Riesen ngsten sich unter den Wassern und die bei ihnen wohnen.
6. Die Hlle ist aufgedeckt vor ihm, und das Verderben hat keine Decke.
7. Er breitet aus die Mitternacht nirgend an und hnget die Erde an nichts.
8. Er fasset das Wasser zusammen in seine Wolken, und die Wolken zerreien 
drunter nicht.
9. Er hlt seinen Stuhl und breitet seine Wolken davor.
10. Er hat um das Wasser ein Ziel gesetzt, bis das Licht samt der 
Finsternis vergehe.
11. Die Sulen des Himmels zittern und entsetzen sich vor seinem Schelten.
12. Vor seiner Kraft wird das Meer pltzlich ungestm, und vor seinem 
Verstand erhebet sich die Hhe des Meers.
13. Am Himmel wird's schn durch seinen Wind, und seine Hand bereitet die 
gerade Schlange.
14. Siehe, also gehet sein Tun, aber davon haben wir ein gering Wrtlein 
vernommen. Wer will aber den Donner seiner Macht verstehen?
Das Buch Hiob 27
1. Und Hiob fuhr fort und hub an seine Sprche und sprach:
2. So wahr Gott lebt, der mir mein Recht nicht gehen lsset, und der 
Allmchtige, der meine Seele betrbet,
3. solange mein Odem in mir ist, und das Schnauben von Gott in meiner Nase 
ist:
4. meine Lippen sollen nichts Unrechts reden, und meine Zunge soll keinen 
Betrug sagen.
5. Das sei ferne von mir, da ich euch recht gebe; bis da mein Ende 
kommt, will ich nicht weichen von meiner Frmmigkeit.
6. Von meiner Gerechtigkeit, die ich habe, will ich nicht lassen; mein 
Gewissen beit mich nicht meines ganzen Lebens halber.
7. Aber mein Feind wird erfunden werden ein Gottloser, und der sich wider 
mich auflehnet, ein Ungerechter.
8. Denn was ist die Hoffnung des Heuchlers, da er so geizig ist, und Gott 
doch seine Seele hinreiet?
9. Meinest du, da Gott sein Schreien hren wird, wenn die Angst ber ihn 
kommt?
10. Wie kann er an dem Allmchtigen Lust haben und Gott etwa anrufen?
11. Ich will euch lehren von der Hand Gottes; und was bei dem Allmchtigen 
gilt, will ich nicht verhehlen.
12. Siehe, ihr haltet euch alle fr klug. Warum gebt ihr denn solch 
unntze Dinge vor?
13. Das ist der Lohn eines gottlosen Menschen bei Gott und das Erbe der 
Tyrannen, das sie von dem Allmchtigen nehmen werden:
14. Wird er viel Kinder haben, so werden sie des Schwerts sein; und seine 
Nachkmmlinge werden des Brots nicht satt haben.
15. Seine brigen werden im Tode begraben werden, und seine Witwen werden 
nicht weinen.
16. Wenn er Geld zusammenbringet wie Erde und sammelt Kleider wie Leimen,
17. so wird er es wohl bereiten; aber der Gerechte wird es anziehen, und 
der Unschuldige wird das Geld austeilen.
18. Er bauet sein Haus wie eine Spinne, und wie ein Hter einen Schauer 
machet.
19. Der Reiche, wenn er sich legt, wird er s nicht mitraffen; er wird 
seine Augen auftun, und da wird nichts sein.
20. Es wird ihn Schrecken berfallen wie Wasser; des Nachts wird ihn das 
Ungewitter wegnehmen.
21. Der Ostwind wird ihn wegfhren, da er dahinfhret, und Ungestm wird 
ihn von seinem Ort treiben.
22. Er wird solches ber ihn fhren und wird sein nicht schonen; es wird 
ihm alles aus seinen Hnden entfliehen.
23. Man wird ber ihn mit den Hnden klappen und ber ihn zischen, da er 
gewesen ist.
Das Buch Hiob 28
1. Es hat das Silber seine Gnge und das Gold seinen Ort, da man es 
schmelzt.
2. Eisen bringet man aus der Erde, und aus den Steinen schmeltzt man Erz.
3. Es wird je des Finstern etwa ein Ende, und jemand findet ja zuletzt den 
Schiefer tief verborgen.
4. Es bricht ein solcher Bach hervor, da, die darum wohnen, den Weg 
daselbst verlieren; und fllt wieder und schiet dahin von den Leuten.
5. Man bringet auch Feuer unten aus der Erde, da doch oben Speise auf 
wchst.
6. Man findet Saphir an etlichen Orten und Erdenkle, da Gold ist.
7. Den Steig kein Vogel erkannt hat und kein Geiersauge gesehen.
8. Es haben die stolzen Kinder nicht drauf getreten, und ist kein Lwe 
drauf gegangen.
9. Auch legt man die Hand an die Felsen und grbet die Berge um.
10. Man reiet Bche aus den Felsen; und alles, was kstlich ist, siehet 
das Auge.
11. Man wehret dem Strom des Wassers und bringet, das verborgen drinnen 
ist, ans Licht.
12. Wo will man aber Weisheit finden, und wo ist die Sttte des Verstandes?
13. Niemand wei, wo sie liegt, und wird nicht funden im Lande der 
Lebendigen.
14. Der Abgrund spricht: Sie ist in mir nicht; und das Meer spricht: Sie 
ist nicht bei mir.
15. Man kann nicht Gold um sie geben, noch Silber darwgen, sie zu 
bezahlen.
16. Es gilt ihr nicht gleich ophirisch Gold oder kstlicher Onyx und 
Saphir.
17. Gold und Demant mag ihr nicht gleichen, noch um sie glden Kleinod 
wechseln.
18. Ramoth und Gabis achtet man nicht. Die Weisheit ist hher zu wgen 
denn Perlen.
19. Topasius aus Mohrenland wird ihr nicht gleich geschtzt, und das 
reinste Gold gilt ihr nicht gleich.
20. Woher kommt denn die Weisheit, und wo ist die Sttte des Verstandes?
21. Sie ist verhohlen vor den Augen aller Lebendigen, auch verborgen den 
Vgeln unter dem Himmel.
22. Die Verdammnis und der Tod sprechen: Wir haben mit unsern Ohren ihr 
Gercht gehret.
23. Gott wei den Weg dazu und kennet ihre Sttte.
24. Denn er siehet die Enden der Erde und schauet alles, was unter dem 
Himmel ist.
25. Da er dem Winde sein Gewicht machte und setzte dem Wasser sein 
gewisses Ma,
26. da er dem Regen ein Ziel machte und dem Blitz und Donner den Weg,
27. da sah er sie und erzhlete sie, bereitete sie und erfand sie;
28. und sprach zum Menschen: Siehe, die Furcht des Herrn, das ist 
Weisheit, und meiden das Bse, das ist Verstand.
Das Buch Hiob 29
1. Und Hiob hub abermal an seine Sprche und sprach:
2. O da ich wre wie in den vorigen Monden, in den Tagen, da mich Gott 
behtete,
3. da seine Leuchte ber meinem Haupte schien, und ich bei seinem Licht in 
der Finsternis ging;
4. wie ich war zur Zeit meiner Jugend, da Gottes Geheimnis ber meiner 
Htte war;
5. da der Allmchtige noch mit mir war und meine Kinder um mich her;
6. da ich meine Tritte wusch in Butter, und die Felsen mir lbche gossen;
7. da ich ausging zum Tor in der Stadt und lie meinen Stuhl auf der Gasse 
bereiten;
8. da mich die Jungen sahen und sich versteckten, und die Alten vor mir 
aufstunden;
9. da die Obersten aufhreten zu reden, und legten ihre Hand auf ihren 
Mund;
10. da die Stimme der Frsten sich verkroch, und ihre Zunge an ihrem 
Gaumen klebte.
11. Denn welches Ohr mich hrete, der preisete mich selig, und welches 
Auge mich sah, der rhmte mich.
12. Denn ich errettete den Armen, der da schrie, und den Waisen, der 
keinen Helfer hatte.
13. Der Segen des, der verderben sollte, kam ber mich; und ich erfreuete 
das Herz der Witwe.
14. Gerechtigkeit war mein Kleid, das ich anzog wie einen Rock; und mein 
Recht war mein frstlicher Hut.
15. Ich war des Blinden Auge und des Lahmen Fe.
16. Ich war ein Vater der Armen; und welche Sache ich nicht wute, die 
erforschete ich.
17. Ich zerbrach die Backenzhne des Ungerechten und ri den Raub aus 
seinen Zhnen.
18. Ich gedachte: Ich will in meinem Nest ersterben und meiner Tage viel 
machen wie Sand.
19. Meine Saat ging auf am Wasser; und der Tau blieb ber meiner Ernte.
20. Meine Herrlichkeit erneuerte sich immer an mir; und mein Bogen 
besserte sich in meiner Hand.
21. Man hrete mir zu, und schwiegen und warteten auf meinen Rat.
22. Nach meinen Worten redete niemand mehr; und meine Rede troff auf sie.
23. Sie warteten auf mich wie auf den Regen und sperreten ihren Mund auf 
als nach dem Abendregen.
24. Wenn ich sie anlachte, wurden sie nicht zu khn darauf, und das Licht 
meines Angesichts machte mich nicht geringer.
25. Wenn ich zu ihrem Geschfte wollte kommen, so mute ich obenan sitzen 
und wohnete wie ein Knig unter Kriegsknechten, da ich trstete, die Leid 
trugen.
Das Buch Hiob 30
1. Nun aber lachen mein, die jnger sind denn ich, welcher Vter ich 
verachtet htte, zu stellen unter meine Schafhunde,
2. welcher Vermgen ich fr nichts hielt, die nicht zum Alter kommen 
konnten,
3. die vor Hunger und Kummer einsam flohen in die Einde, neulich 
verdorben und elend worden,
4. die da Nesseln ausrauften um die Bsche, und Wacholderwurzel war ihre 
Speise;
5. und wenn sie die herausrissen, jauchzeten sie drber wie ein Dieb.
6. An den grausamen Bchen wohneten sie, in den Lchern der Erde und 
Steinritzen.
7. Zwischen den Bschen riefen sie und unter den Disteln sammelten sie,
8. die Kinder loser und verachteter Leute, die die Geringsten im Lande 
waren.
9. Nun bin ich ihr Saitenspiel worden und mu ihr Mrlein sein.
10. Sie haben einen Greuel an mir und machen sich ferne von mir und 
schonen nicht, vor meinem Angesicht zu speien.
11. Sie haben mein Seil ausgespannet und mich zunichte gemacht und das 
Meine abgezumet.
12. Zur Rechten, da ich grnete, haben sie sich wieder mich gesetzt und 
haben meinen Fu ausgestoen; und haben ber mich einen Weg gemacht, mich 
zu verderben.
13. Sie haben meine Steige zerbrochen; es war ihnen so leicht, mich zu 
beschdigen, da sie keiner Hilfe dazu bedurften.
14. Sie sind kommen, wie zur weiten Lcke herein, und sind ohne Ordnung 
dahergefallen.
15. Schrecken hat sich gegen mich gekehret und hat verfolget wie der Wind 
meine Herrlichkeit und wie eine laufende Wolke meinen glckseligen Stand.
16. Nun aber giet sich aus meine Seele ber mich, und mich hat ergriffen 
die elende Zeit.
17. Des Nachts wird mein Gebein durchbohret allenthalben, und die mich 
jagen, legen sich nicht schlafen.
18. Durch die Menge der Kraft werde ich anders und anders gekleidet; und 
man grtet mich damit wie mit dem Loch meines Rocks.
19. Man hat mich in Kot getreten und gleich geachtet dem Staub und Asche.
20. Schreie ich zu dir, so antwortest du mir nicht; trete ich hervor, so 
achtest du nicht auf mich.
21. Du bist mir verwandelt in einen Grausamen und zeigest deinen Gram an 
mir mit der Strke deiner Hand.
22. Du hebest mich auf und lssest mich auf dem Winde fahren und 
zerschmelzest mich krftiglich.
23. Denn ich wei, du wirst mich dem Tode berantworten; da ist das 
bestimmte Haus aller Lebendigen.
24. Doch wird, er nicht die Hand ausstrecken ins Beinhaus, und werden 
nicht schreien vor seinem Verderben.
25. Ich weinete ja in der harten Zeit, und meine Seele jammerte der Armen.
26. Ich wartete des Guten, und kommt das Bse; ich hoffte aufs Licht, und 
kommt Finsternis.
27. Meine Eingeweide sieden und hren nicht auf; mich hat berfallen die 
elende Zeit.
28. Ich gehe schwarz einher, und brennet mich doch keine Sonne nicht; ich 
stehe auf in der Gemeine und schreie.
29. Ich bin ein Bruder der Schlangen und ein Geselle der Strauen.
30. Meine Haut ber mir ist schwarz worden, und meine Gebeine sind 
verdorret vor Hitze.
31. Meine Harfe ist eine Klage worden und meine Pfeife ein Weinen.
Das Buch Hiob 31
1. Ich habe einen Bund gemacht mit meinen Augen, da ich nicht achtete auf 
eine Jungfrau.
2. Was gibt mir aber Gott zu Lohn von oben? und was fr ein Erbe der 
Allmchtige von der Hhe?
3. Sollte nicht billiger der Ungerechte solch Unglck haben, und ein 
beltter so verstoen werden?
4. Siehet er nicht meine Wege und zhlet alle meine Gnge?
5. Hab ich gewandelt in Eitelkeit? oder hat mein Fu geeilet zum Betrug?
6. So wge man mich auf rechter Waage, so wird Gott erfahren meine 
Frmmigkeit.
7. Hat mein Gang gewichen aus dem Wege und mein Herz meinen Augen 
nachgefolget, und ist etwas in meinen Hnden beklebet,
8. so msse ich sen, und ein anderer fresse es, und mein Geschlecht msse 
ausgewurzelt werden.
9. Hat sich mein Herz lassen reizen zum Weibe, und habe an meines Nchsten 
Tr gelauert,
10. so msse mein Weib von einem andern geschndet werden, und andere 
mssen sie beschlafen.
11. Denn das ist ein Laster und eine Missetat fr die Richter.
12. Denn das wre ein Feuer, das bis ins Verderben verzehrete und all mein 
Einkommen auswurzelte.
13. Hab ich verachtet das Recht meines Knechts oder meiner Magd, wenn sie 
eine Sache wider mich hatten,
14. was wollte ich tun, wenn Gott sich aufmachte, und was wrde ich 
antworten, wenn er heimsuchte?
15. Hat ihn nicht auch der gemacht, der mich in Mutterleibe machte, und 
hat ihn im Leibe ebensowohl bereitet?
16. Hab ich den Drftigen ihre Begierde versagt und die Augen der Witwen 
lassen verschmachten?
17. Hab ich meinen Bissen allein gegessen, und nicht der Waise auch davon 
gegessen?
18. Denn ich, habe mich von Jugend auf gehalten wie ein Vater; und von 
meiner Mutter Leibe an hab ich gerne getrstet.
19. Hab ich jemand sehen umkommen, da er kein Kleid hatte, und den Armen 
ohne Decke gehen lassen?
20. Haben mich nicht gesegnet seine Seiten, da er von den Fellen meiner 
Lmmer erwrmet ward?
21. Hab ich meine Hand an den Waisen gelegt, weil ich mich sah im Tor 
Macht zu helfen haben,
22. so falle meine Schulter von der Achsel, und mein Arm breche von der 
Rhre.
23. Denn ich frchte Gott, wie einen Unfall ber mich, und knnte seine 
Last nicht ertragen.
24. Hab ich das Gold zu meiner Zuversicht gestellet und zu dem Goldklumpen 
gesagt Mein Trost?
25. Hab ich mich gefreuet, da ich gro Gut hatte und meine Hand allerlei 
erworben hatte?
26. Hab ich das Licht angesehen, wenn es helle leuchtete, und den Mond, 
wenn er voll ging?
27. Hat sich mein Herz heimlich bereden lassen, da meine Hand meinen Mund 
ksse?
28. Welches ist auch eine Missetat fr die Richter; denn damit htte ich 
verleugnet Gott von oben.
29. Hab ich mich gefreuet, wenn's meinem Feinde bel ging, und habe mich 
erhaben, da ihn Unglck betreten hatte?
30. Denn ich lie meinen Mund nicht sndigen, da er wnschte einen Fluch 
seiner Seele.
31. Haben nicht die Mnner in meiner Htte mssen sagen: O wollte Gott, 
da wir von seinem Fleisch nicht gesttiget wrden!
32. Drauen mute der Gast nicht bleiben, sondern meine Tr tat ich dem 
Wanderer auf.
33. Hab ich meine Schalkheit wie ein Mensch gedeckt, da ich heimlich 
meine Missetat verbrge?
34. Hab ich mir grauen lassen vor der groen Menge, und hat die Verachtung 
der Freundschaften mich abgeschreckt? Ich blieb stille und ging nicht zur 
Tr aus.
35. Wer gibt mir einen Verhrer, da meine Begierde der Allmchtige 
erhre, da jemand ein Buch schriebe von meiner Sache?
36. So wollt ich's auf meine Achseln nehmen und mir wie eine Krone 
umbinden.
37. Ich wollte die Zahl meiner Gnge ansagen und wie ein Frst wollte ich 
sie darbringen.
38. Wird mein Land wider mich schreien und miteinander seine Furchen 
weinen;
39. hab ich seine Frchte unbezahlt gegessen und das Leben der Ackerleute 
sauer gemacht,
40. so wachsen mir Disteln fr Weizen und Dornen fr Gerste. Die Worte 
Hiobs haben ein Ende.
Das Buch Hiob 32
1. Da hreten die drei Mnner auf, Hiob zu antworten, weil er sich fr 
gerecht hielt.
2. Aber Elihu, der Sohn Baracheels, von Bus, des Geschlechts Ram, ward 
zornig ber Hiob, da er seine Seele gerechter hielt denn Gott.
3. Auch ward er zornig ber seine drei Freunde, da sie keine Antwort 
fanden und doch Hiob verdammeten.
4. Denn Elihu hatte geharret, bis da sie mit Hiob geredet hatten, weil 
sie lter waren denn er.
5. Darum, da er sah, da keine Antwort war im Munde der drei Mnner, ward 
er zornig.
6. Und so antwortete Elihu, der Sohn Baracheels, von Bus, und sprach: Ich 
bin jung, ihr aber seid alt; darum hab ich mich gescheuet und gefrchtet, 
meine Kunst an euch zu beweisen.
7. Ich dachte: La die Jahre reden, und die Menge des Alters la Weisheit 
beweisen.
8. Aber der Geist ist in den Leuten, und der Odem des Allmchtigen macht 
sie verstndig.
9. Die Groen sind nicht die Weisesten, und die Alten verstehen nicht das 
Recht.
10. Darum will ich auch reden; hre mir zu! Ich will meine Kunst auch 
sehen lassen.
11. Siehe, ich habe geharret, da ihr geredet habt; ich habe aufgemerkt 
auf euren Verstand, bis ihr trfet die rechte Rede,
12. und habe achtgehabt auf euch; aber siehe, da ist keiner unter euch, 
der Hiob strafe oder seiner Rede antworte.
13. Ihr werdet vielleicht sagen: Wir haben die Weisheit getroffen, da 
Gott ihn verstoen hat, und sonst niemand.
14. Die Rede tut mir nicht genug; ich will ihm nicht so nach eurer Rede 
antworten.
15. Ach! sie sind verzagt, knnen nicht mehr antworten, sie knnen nicht 
mehr reden.
16. Weil ich denn geharret habe, und sie konnten nicht reden (denn sie 
stehen still und antworten nicht mehr),
17. will doch ich mein Teil antworten und will meine Kunst beweisen;
18. Denn ich bin der Rede so voll, da mich der Odem in meinem Bauche 
ngstet.
19. Siehe, mein Bauch ist wie der Most, der zugestopfet ist, der die neuen 
Fsser zerreiet.
20. Ich mu reden, da ich Odem hole; ich mu meine Lippen auftun und 
antworten.
21. Ich will niemandes Person ansehen und will keinen Menschen rhmen.
22. Denn ich wei nicht, wo ich's tte, ob mich mein Schpfer ber ein 
kleines hinnehmen wrde.
Das Buch Hiob 33
1. Hre doch, Hiob, meine Rede und merke auf alle meine Worte!
2. Siehe, ich tue meinen Mund auf, und meine Zunge redet in meinem Munde.
3. Mein Herz soll recht reden, und meine Lippen sollen den reinen Verstand 
sagen.
4. Der Geist Gottes hat mich gemacht, und der Odem des Allmchtigen hat 
mir das Leben gegeben.
5. Kannst du, so antworte mir; schicke dich gegen, mich und stelle dich!
6. Siehe ich bin Gottes ebensowohl als du, und aus Leimen bin ich auch 
gemacht.
7. Doch du darfst vor mir nicht erschrecken, und meine Hand soll dir nicht 
zu schwer sein.
8. Du hast geredet vor meinen Ohren, die Stimme deiner Rede mute ich 
hren:
9. Ich bin rein, ohne Missetat, unschuldig und habe keine Snde.
10. Siehe, er hat eine Sache wider mich funden, darum achtet er mich fr 
seinen Feind.
11. Er hat meinen Fu in Stock gelegt und hat alle meine Wege verwahret.
12. Siehe, eben daraus schliee ich wider dich, da du nicht recht bist; 
denn Gott ist mehr weder ein Mensch.
13. Warum willst du mit ihm zanken, da er dir nicht Rechenschaft gibt 
alles seines Tuns?
14. Denn wenn Gott einmal etwas beschliet, so bedenket er's nicht erst 
her nach.
15. Im Traum des Gesichts in der Nacht, wenn der Schlaf auf die Leute 
fllt, wenn sie schlafen auf dem Bette,
16. da ffnet er das Ohr der Leute und schreckt sie und zchtiget sie,
17. da er den Menschen von seinem Vorhaben wende und beschirme ihn vor 
Hoffart.
18. Und verschonet seiner Seele vor dem Verderben und seines Lebens, da 
es nicht ins Schwert falle.
19. Er straft ihn mit Schmerzen auf seinem Bette und alle seine Gebeine 
heftig;
20. und richtet ihm sein Leben so zu, da ihm vor der Speise ekelt, und 
seine Seele, da sie nicht Lust zu essen hat.
21. Sein Fleisch verschwindet, da er nicht wohl sehen mag, und seine 
Beine werden zerschlagen, da man sie nicht gerne ansiehet,
22. da seine Seele nahet zum Verderben und sein Leben zu den Toten.
23. So dann ein Engel, einer aus tausend, mit ihm redet, zu verkndigen 
dem Menschen, wie er solle recht tun,
24. so wird er ihm gndig sein und sagen: Er soll erlset werden, da er 
nicht hinunterfahre ins Verderben; denn ich habe eine Vershnung funden.
25. Sein Fleisch grne wieder wie in der Jugend, und la ihn wieder jung 
werden.
26. Er wird Gott bitten; der wird ihm Gnade erzeigen und wird sein Antlitz 
sehen lassen mit Freuden und wird dem Menschen nach seiner Gerechtigkeit 
vergelten.
27. Er wird vor den Leuten bekennen und sagen: Ich wollte gesndiget und 
das Recht verkehret haben, aber es htte mir nichts gentzet.
28. Er hat meine Seele erlset, da sie nicht fhre ins Verderben, sondern 
mein Leben das Licht she.
29. Siehe, das alles tut Gott zwei oder dreimal mit einem jeglichen,
30. da er seine Seele herumhole aus dem Verderben und erleuchte ihn mit 
dem Licht der Lebendigen.
31. Merke auf, Hiob, und hre mir zu, und schweige, da ich rede!
32. Hast du aber was zu sagen, so antworte mir; sage her, bist du recht, 
ich will's gerne hren.
33. Hast du aber nichts, so hre mir zu und schweige, ich will dich die 
Weisheit lehren.
Das Buch Hiob 34
1. Und Elihu antwortete und sprach:
2. Hret, ihr Weisen, meine Rede, und ihr Verstndigen, merket auf mich!
3. Denn das Ohr prfet die Rede, und der Mund schmecket die Speise.
4. Lat uns ein Urteil erwhlen, da wir erkennen unter uns, was gut sei.
5. Denn Hiob hat gesagt: Ich bin gerecht, und Gott weigert mir mein Recht.
6. Ich mu lgen, ob ich wohl recht habe, und bin gequlet von meinen 
Pfeilen, ob ich wohl nichts verschuldet habe.
7. Wer ist ein solcher wie Hiob, der da Sptterei trinket wie Wasser
8. und auf dem Wege gehet mit den belttern und wandelt mit den gottlosen 
Leuten?
9. Denn er hat gesagt: Wenn jemand schon fromm ist, so gilt er doch nichts 
bei Gott.
10. Darum hret mir zu, ihr weisen Leute: Es sei ferne, da Gott sollte 
gottlos sein und der Allmchtige ungerecht,
11. sondern er vergilt dem Menschen, danach er verdienet hat, und trifft 
einen jeglichen nach seinem Tun.
12. Ohne Zweifel, Gott verdammet niemand mit Unrecht, und der Allmchtige 
beuget das Recht nicht.
13. Wer hat, das auf Erden ist, verordnet, und wer hat den ganzen Erdboden 
gesetzt?
14. So er sich's wrde unterwinden, so wrde er aller Geist und Odem zu 
sich sammeln.
15. Alles Fleisch wrde miteinander vergehen, und der Mensch wrde wieder 
zu Asche werden.
16. Hast du nun Verstand, so hre das und merke auf die Stimme meiner Rede.
17. Sollte einer darum das Recht zwingen, da er's hasset? Und da du 
stolz bist, solltest du darum den Gerechten verdammen?
18. Sollt einer zum Knige sagen: Du loser Mann! und zu den Frsten: Ihr 
Gottlosen!?
19. Der doch nicht ansiehet die Person der Frsten und kennet den 
Herrlichen nicht mehr denn den Armen; denn sie sind alle seiner Hnde Werk.
20. Pltzlich mssen die Leute sterben und zu Mitternacht erschrecken und 
vergehen; die Mchtigen werden kraftlos weggenommen.
21. Denn seine Augen sehen auf eines jeglichen Wege, und er schaut alle 
ihre Gnge.
22. Es ist kein Finsternis noch Dunkel, da sich da mchten verbergen die 
beltter.
23. Denn es wird niemand gestattet, da er mit Gott rechte.
24. Er bringet der Stolzen viel um, die nicht zu zhlen sind, und stellet 
andere an ihre Statt,
25. darum da er kennet ihre Werke und kehret sie um des Nachts, da sie 
zerschlagen werden.
26. Er wirft die Gottlosen ber einen Haufen, da man's gerne siehet,
27. darum da sie von ihm weggewichen sind und verstunden seiner Wege 
keinen,
28. da das Schreien der Armen mute vor ihn kommen, und er das Schreien 
der Elenden hrete.
29. Wenn er Frieden gibt, wer will verdammen? und wenn er das Antlitz 
verbirget, wer will ihn schauen unter den Vlkern und Leuten?
30. Und lt ber sie regieren einen Heuchler, das Volk zu drngen.
31. Ich mu fr Gott reden und kann's nicht lassen.
32. Hab ich's nicht getroffen, so lehre du mich's besser; hab ich unrecht 
gehandelt, ich will's nicht mehr tun.
33. Man wartet der Antwort von dir, denn du verwirfst alles; und du hast's 
angefangen und nicht ich. Weiest du nun was, so sage an!
34. Weise Leute lasse ich mir sagen, und ein weiser Mann gehorchet mir.
35. Aber Hiob redete mit Unverstand, und seine Worte sind nicht klug.
36. Mein Vater! la Hiob versucht werden bis ans Ende, darum da er sich 
zu unrechten Leuten kehret.
37. Er hat ber seine Snde dazu noch gelstert; darum la Ihn zwischen 
uns geschlagen werden und danach viel wider Gott plaudern.
Das Buch Hiob 35
1. Und Elihu antwortete und sprach:
2. Achtest du das fr recht, da du sprichst: Ich bin gerechter denn Gott?
3. Denn du sprichst: Wer gilt bei dir etwas? Was hilft's, ob ich mich ohne 
Snde mache?
4. Ich will dir antworten ein Wort und deinen Freunden mit dir.
5. Schaue gen Himmel und siehe, und schaue an die Wolken, da sie dir zu 
hoch sind.
6. Sndigest du, was kannst du mit ihm machen? Und ob deiner Missetat viel 
ist, was kannst du ihm tun?
7. Und ob du gerecht seiest, was kannst du ihm geben, oder was wird er von 
deinen Hnden nehmen?
8. Einem Menschen, wie du bist, mag wohl etwas tun deine Bosheit und einem 
Menschenkinde deine Gerechtigkeit.
9. Dieselbigen mgen schreien, wenn ihnen viel Gewalt geschieht, und rufen 
ber den Arm der Groen,
10. die nicht danach fragen, wo ist Gott, mein Schpfer, der das Gesnge 
macht in der Nacht,
11. der uns gelehrter macht denn das Vieh auf Erden und weiser denn die 
Vgel unter dem Himmel?
12. Aber sie werden da auch schreien ber den Hochmut der Bsen, und er 
wird sie nicht erhren.
13. Denn Gott wird das Eitle nicht erhren, und der Allmchtige wird es 
nicht ansehen.
14. Dazu sprichst du, du werdest ihn nicht sehen. Aber es ist ein Gericht 
vor ihm; harre sein nur,
15. ob sein Zorn bald nicht heimsucht, und sich nicht annimmt, da soviel 
Laster da sind.
16. Darum hat Hiob seinen Mund um sonst aufgesperrt und gibt stolze 
Teiding vor mit Unverstand.
Das Buch Hiob 36
1. Elihu redete weiter und sprach:
2. Harre mir noch ein wenig, ich will dir's zeigen; denn ich habe noch von 
Gottes wegen was zu sagen.
3. Ich will meinen Verstand weit holen und meinen Schpfer beweisen, da 
er recht sei.
4. Meine Reden sollen ohne Zweifel nicht falsch sein, mein Verstand soll 
ohne Wandel vor dir sein.
5. Siehe, Gott verwirft die Mchtigen nicht; denn er ist auch mchtig von 
Kraft des Herzens.
6. Den Gottlosen erhlt er nicht, sondern hilft dem Elenden zum Rechten.
7. Er wendet seine Augen nicht von dem Gerechten und die Knige lt er 
sitzen auf dem Thron immerdar, da sie hoch bleiben.
8. Und wo Gefangene liegen in Stcken und gebunden mit Stricken 
elendiglich,
9. so verkndiget er ihnen, was sie getan haben, und ihre Untugend, da 
sie mit Gewalt gefahren haben.
10. Und ffnet ihnen das Ohr zur Zucht und sagt ihnen, da sie sich von 
dem Unrechten bekehren sollen.
11. Gehorchen sie und dienen ihm, so werden sie bei guten Tagen alt werden 
und mit Lust leben.
12. Gehorchen sie nicht, so werden sie ins Schwert fallen und vergehen, 
ehe sie es gewahr werden.
13. Die Heuchler, wenn sie der Zorn trifft, schreien sie nicht, wenn sie 
gefangen liegen;
14. so wird ihre Seele mit Qual sterben und ihr Leben unter den Hurern.
15. Aber den Elenden wird er aus seinem Elend erretten und dem Armen das 
Ohr ffnen in Trbsal.
16. Er wird dich reien aus dem weiten Rachen der Angst, die keinen Boden 
hat; und dein Tisch wird Ruhe haben, voll alles Guten.
17. Du aber machst die Sache der Gottlosen gut, da ihre Sache und Recht 
erhalten wird.
18. Siehe zu, da dich nicht vielleicht Zorn beweget habe, jemand zu 
plagen, oder gro Geschenk dich nicht gebeuget habe.
19. Meinest du, da er deine Gewalt achte, oder Gold, oder irgend eine 
Strke oder Vermgen?
20. Du darfst der Nacht nicht begehren, die Leute an ihrem Ort zu 
berfallen.
21. Hte dich und kehre dich nicht zum Unrecht, wie du denn vor Elend 
angefangen hast.
22. Siehe, Gott ist zu hoch in seiner Kraft; wo ist ein Lehrer, wie er ist?
23. Wer will ber ihn heimsuchen seinen Weg, und wer will zu ihm sagen: Du 
tust unrecht?
24. Gedenke, da du sein Werk nicht wissest, wie die Leute singen.
25. Denn alle Menschen sehen das, die Leute schauen's von ferne.
26. Siehe, Gott ist gro und unbekannt; seiner Jahre Zahl kann niemand 
forschen.
27. Er macht das Wasser zu kleinen Tropfen und treibt seine Wolken 
zusammen zum Regen,
28. da die Wolken flieen und triefen sehr auf die Menschen.
29. Wenn er vornimmt, die Wolken auszubreiten, wie sein hoch Gezelt,
30. siehe, so breitet er aus seinen Blitz ber dieselben und bedecket alle 
Enden des Meers.
31. Denn damit schreckt er die Leute und gibt doch Speise die Flle.
32. Er decket den Blitz wie mit Hnden und heit es doch wiederkommen.
33. Davon zeuget sein Geselle, nmlich des Donners Zorn in Wolken.
Das Buch Hiob 37
1. Des entsetzt sich mein Herz und bebet.
2. Lieber, hret doch, wie sein Donner zrnet, und was fr Gesprch von 
seinem Munde ausgehet!
3. Er siehet unter allen Himmeln, und sein Blitz scheinet auf die Enden 
der Erde.
4. Dem nach brllet der Donner, und er donnert mit seinem groen Schall, 
und wenn sein Donner gehret wird, kann man's nicht aufhalten.
5. Gott donnert mit seinem Donner greulich und tut groe Dinge, und wird 
doch nicht erkannt.
6. Er spricht zum Schnee, so ist er bald auf Erden, und zum Platzregen, so 
ist der Platzregen da mit Macht.
7. Alle Menschen hat er in der Hand als verschlossen, da die Leute 
lernen, was er tun kann.
8. Das wilde Tier gehet in die Hhle und bleibt an seinem Ort.
9. Von Mittag her kommt Wetter und von Mitternacht Klte.
10. Vom Odem Gottes kommt Frost, und groe Wasser, wenn er auftauen lt.
11. Die dicken Wolken scheiden sich, da es helle werde, und durch den 
Nebel bricht sein Licht.
12. Er kehret die Wolken, wo er hin will, da sie schaffen alles, was er 
ihnen gebeut, auf dem Erdboden,
13. es sei ber ein Geschlecht oder ber ein Land, so man ihn barmherzig 
findet.
14. Da merke auf, Hiob; stehe, und vernimm die Wunder Gottes!
15. Weit du, wenn Gott solches ber sie bringt und wenn er das Licht 
seiner Wolken lt hervorbrechen?
16. Weit du, wie sich die Wolken ausstreuen? Welche Wunder die 
Vollkommenen wissen.
17. Da deine Kleider warm sind, wenn das Land stille ist vom Mittagswind?
18. Ja, du wirst mit ihn die Wolken ausbreiten, die fest stehen wie ein 
gegossener Spiegel.
19. Zeige uns, was wir ihm sagen sollen; denn wir werden nicht dahin 
reichen vor Finsternis.
20. Wer wird ihm erzhlen, da ich rede? So jemand redet, der wird 
verschlungen.
21. Jetzt siehet man das Licht nicht, das in den Wolken helle leuchtet; 
wenn aber der Wind wehet, so wird's klar.
22. Von Mitternacht kommt Gold zu Lob vor dem schrecklichen Gott.
23. Den Allmchtigen aber mgen sie nicht begreifen, der so gro ist von 
Kraft; denn er wird von seinem Recht und guter Sache nicht Rechenschaft 
geben.
24. Darum mssen ihn frchten die Leute; und er frchtet sich vor keinem, 
wie weise sie sind.
Das Buch Hiob 38
1. Und der Herr antwortete Hiob aus einem Wetter und sprach:
2. Wer ist der, der so fehlet in der Weisheit und redet so mit Unverstand?
3. Grte deine Lenden wie ein Mann; ich will dich fragen, lehre mich!
4. Wo warest du, da ich die Erde grndete? Sage mir's, bist du so klug?
5. Weit du, wer ihr das Ma gesetzt hat, oder wer ber sie eine 
Richtschnur gezogen hat?
6. Oder worauf stehen ihre Fe versenket? Oder wer hat ihr einen Eckstein 
gelegt,
7. da mich die Morgensterne miteinander lobeten, und jauchzeten alle 
Kinder Gottes?
8. Wer hat das Meer mit seinen Tren verschlossen, da es herausbrach wie 
aus Mutterleibe,
9. da ich's mit Wolken kleidete und in Dunkel einwickelte, wie in Windeln,
10. da ich ihm den Lauf brach mit meinem Damm und setzte ihm Riegel und Tr
11. und sprach: Bis hieher sollst du kommen und nicht weiter; hie sollen 
sich legen deine stolzen Wellen!?
12. Hast du bei deiner Zeit dem Morgen geboten und der Morgenrte ihren 
Ort gezeiget,
13. da die Ecken der Erde gefasset und die Gottlosen herausgeschttelt 
wrden?
14. Das Siegel wird sich wandeln wie Leimen, und sie stehen wie ein Kleid.
15. Und den Gottlosen wird ihr Licht genommen werden; und der Arm der 
Hoffrtigen wird zerbrochen werden.
16. Bist du in den Grund des Meers kommen und hast in den Futapfen der 
Tiefen gewandelt?
17. Haben sich dir des Todes Tore je aufgetan? Oder hast du gesehen die 
Tore der Finsternis?
18. Hast du vernommen, wie breit die Erde sei? Sage an, weit du solches 
alles?
19. Welches ist der Weg, da das Licht wohnet, und welches sei der 
Finsternis Sttte,
20. da du mgest abnehmen seine Grenze und merken den Pfad zu seinem 
Hause?
21. Wutest du, da du zu der Zeit solltest geboren werden und wieviel 
deiner Tage sein wrden?
22. Bist du gewesen, da der Schnee herkommt, oder hast du gesehen, wo der 
Hagel herkommt,
23. die ich habe verhalten bis auf die Zeit der Trbsal und auf den Tag 
des Streits und Kriegs?
24. Durch welchen Weg teilet sich das Licht, und auffhret der Ostwind auf 
Erden?
25. Wer hat dem Platzregen seinen Lauf ausgeteilet und den Weg dem Blitze 
und Donner,
26. da es regnet aufs Land, da niemand ist, in der Wste, da kein Mensch 
ist,
27. da er fllet die Einden und Wildnis und macht, da Gras wchset?
28. Wer ist des Regens Vater? Wer hat die Tropfen des Taues gezeuget?
29. Aus wes Leibe ist das Eis gegangen? Und wer hat den Reif unter dem 
Himmel gezeuget,
30. da das Wasser verborgen wird wie unter Steinen und die Tiefe oben 
gestehet?
31. Kannst du die Bande der sieben Sterne zusammenbinden, oder das Band 
des Orion auflsen?
32. Kannst du den Morgenstern hervorbringen zu seiner Zeit, oder den Wagen 
am Himmel ber seine Kinder fhren?
33. Weit du, wie der Himmel zu regieren ist? Oder kannst du ihn meistern 
auf Erden?
34. Kannst du deinen Donner in der Wolke hoch herfhren? Oder wird dich 
die Menge des Wassers verdecken?
35. Kannst du die Blitze auslassen, da sie hinfahren und sprechen: Hie 
sind wir?
36. Wer gibt die Weisheit ins Verborgene? Wer gibt verstndige Gedanken?
37. Wer ist so weise, der die Wolken erzhlen knnte? Wer kann die 
Wasserschluche am Himmel verstopfen,
38. wenn der Staub begossen wird, da er zuhaufe luft und die Kle 
aneinander kleben?
39. Kannst du der Lwin ihren Raub zu jagen geben und die jungen Lwen 
sttigen,
40. da sie sich legen in ihre Sttte und ruhen in der Hhle, da sie 
lauern?
41. Wer bereitet dem Raben die Speise, wenn seine Jungen zu Gott rufen und 
fliegen irre, wenn sie nicht zu essen haben?
Das Buch Hiob 39
1. Weit du die Zeit, wann die Gemsen auf den Felsen gebren? Oder hast du 
gemerkt, wann die Hirsche schwanger gehen?
2. Hast du erzhlet ihre Monden, wann sie voll werden? Oder weit du die 
Zeit, wann sie gebren?
3. Sie beugen sich, wenn sie gebren, und reien sich und lassen aus ihre 
Jungen.
4. Ihre Jungen werden feist und mehren sich im Getreide; und gehen aus und 
kommen nicht wieder zu ihnen.
5. Wer hat das Wild so frei lassen gehen? Wer hat die Bande des Wildes 
aufgelset,
6. dem ich das Feld zum Hause gegeben habe und die Wste zur Wohnung?
7. Es verlacht das Getmmel der Stadt; das Pochen des Treibers hret es 
nicht.
8. Es schauet nach den Bergen, da seine Weide ist, und suchet, wo es grn 
ist.
9. Meinest du, das Einhorn werde dir dienen und Werde bleiben an deiner 
Krippe?
10. Kannst du ihm dein Joch anknpfen, die Furchen zu machen, da es 
hinter dir brache in Grnden?
11. Magst du dich auf es verlassen, da es so stark ist, und wirst es dir 
lassen arbeiten?
12. Magst du ihm trauen, da es deinen Samen dir wiederbringe und in deine 
Scheune sammle?
13. Die Federn des Pfauen sind schner denn die Flgel und Federn des 
Storchs,
14. der seine Eier auf der Erde lsset und lt sie die heie Erde 
ausbrten.
15. Er vergisset, da sie mchten zertreten werden und ein wild Tier sie 
zerbreche.
16. Er wird so hart gegen seine Jungen, als wren sie nicht sein, achtet 
es nicht, da er umsonst arbeitet.
17. Denn Gott hat ihm die Weisheit genommen und hat ihm keinen Verstand 
mitgeteilet.
18. Zu der Zeit, wenn er hoch fhret, erhhet er sich und verlachet beide 
Ro und Mann.
19. Kannst du dem Ro Krfte geben, oder seinen Hals zieren mit seinem 
Geschrei?
20. Kannst du es schrecken wie die Heuschrecken? Das ist Preis seiner 
Nase, was schrecklich ist.
21. Es stampfet auf den Boden und ist freudig mit Kraft und zeucht aus den 
Geharnischten entgegen.
22. Es spottet der Furcht und erschrickt nicht und fleucht vor dem Schwert 
nicht,
23. wenngleich wider es klinget der Kcher und glnzet beide Spie und 
Lanze.
24. Es zittert und tobet und scharret in die Erde und achtet nicht der 
Trommeten Hall.
25. Wenn die Trommete fast klinget, spricht es: Hui! und riecht den Streit 
von ferne, das Schreien der Frsten und Jauchzen.
26. Fleuget der Habicht durch deinen Verstand und breitet seine Flgel 
gegen Mittag?
27. Fleuget der Adler auf deinen Befehl so hoch, da er sein Nest in der 
Hhe macht?
28. In Felsen wohnet er und bleibt auf den Klippen an Felsen und in festen 
Orten.
29. Von dannen schauet er nach der Speise, und seine Augen sehen ferne.
30. Seine Jungen saufen Blut; und wo ein Aas ist, da ist er.
Das Buch Hiob 40
1. Und der Herr antwortete Hiob und sprach:
2. Wer mit dem Allmchtigen hadern will, soll's ihm der nicht beibringen? 
Und wer Gott tadelt, soll's der nicht verantworten?
3. Hiob aber antwortete dem Herrn und sprach:
4. Siehe, ich bin zu leichtfertig gewesen, was soll ich antworten? Ich 
will meine Hand auf meinen Mund legen.
5. Ich habe einmal geredet, darum will ich nicht mehr antworten; hernach 
will ich's nicht mehr tun.
6. Und der Herr antwortete Hiob aus einem Wetter und sprach:
7. Grte wie ein Mann deine Lenden; ich will dich fragen, lehre mich!
8. Solltest du mein Urteil zunichte machen und mich verdammen, da du 
gerecht seiest?
9. Hast du einen Arm wie Gott und kannst mit gleicher Stimme donnern, als 
er tut?
10. Schmcke dich mit Pracht und erhebe dich; zeuch dich lblich und 
herrlich an!
11. Streue aus den Zorn deines Grimms; schaue an die Hochmtigen, wo sie 
sind; und demtige sie.
12. Ja, schaue die Hochmtigen, wo sie sind, und beuge sie und mache die 
Gottlosen dnne, wo sie sind.
13. Verscharre sie miteinander in der Erde und versenke ihre Pracht ins 
Verborgene,
14. so will ich dir auch bekennen, da dir deine rechte Hand helfen kann.
15. Siehe, der Behemoth, den ich neben dir gemacht habe, frit Heu wie ein 
Ochse.
16. Siehe, seine Kraft ist in seinen Lenden und sein Vermgen im Nabel 
seines Bauchs.
17. Sein Schwanz strecket sich wie eine Zeder, die Adern seiner Scham 
starren wie ein Ast.
18. Seine Knochen sind wie fest Erz, seine Gebeine sind wie eiserne Stbe.
19. Er ist der Anfang der Wege Gottes; der ihn gemacht hat, der greift ihn 
an mit seinem Schwert.
20. Die Berge tragen ihm Kruter, und alle wilden Tiere spielen daselbst.
21. Er liegt gern im Schatten, im Rohr und im Schlamm verborgen.
22. Das Gebsch bedeckt ihn mit seinem Schatten, und die Bachweiden 
bedecken ihn.
23. Siehe, er schluckt in sich den Strom und achtet es nicht gro; lt 
sich dnken, er wolle den Jordan mit seinem Munde ausschpfen.
24. Noch shet man ihn mit seinen eigenen Augen, und durch Fallstricke 
durchbohret man ihm seine Nase.
Das Buch Hiob 41
1. Kannst du den Leviathan ziehen mit dem Harnen und seine Zunge mit einem 
Strick fassen?
2. Kannst du ihm eine Angel in die Nase legen und mit einem Stachel ihm 
die Backen durchbohren?
3. Meinest du, er werde dir viel Flehens machen oder dir heucheln?
4. Meinest du, da er einen Bund mit dir machen werde, da du ihn immer 
zum Knecht habest?
5. Kannst du mit ihm spielen wie mit einem Vogel, oder ihn deinen Dirnen 
binden?
6. Meinest du, die Gesellschaften werden ihn zerschneiden, da er unter 
die Kaufleute zerteilet wird?
7. Kannst du das Netz fllen mit seiner Haut und die Fischreusen mit 
seinem Kopf?
8. Wenn du deine Hand an ihn legst, so gedenke, da ein Streit sei, den du 
nicht ausfhren wirst.
9. Siehe, seine Hoffnung wird ihm fehlen; und wenn er sein ansichtig wird, 
schwinget er sich dahin.
10. Niemand ist so khn, der ihn reizen darf; wer ist denn, der vor mir 
stehen knne?
11. Wer hat mir was zuvor getan, da ich's ihm vergelte? Es ist mein, was 
unter allen Himmeln ist.
12. Dazu mu ich nun sagen, wie gro, wie mchtig und wohl geschaffen er 
ist.
13. Wer kann ihm sein Kleid aufdecken? Und wer darf es wagen, ihm zwischen 
die Zhne zu greifen?
14. Wer kann die Kinnbacken seines Antlitzes auftun? Schrecklich stehen 
seine Zhne umher.
15. Seine stolzen Schuppen sind wie feste Schilde, fest und enge 
ineinander.
16. Eine rhrt an die andere, da nicht ein Lftlein dazwischengehet.
17. Es hngt eine an der andern, und halten sich zusammen, da sie sich 
nicht voneinander trennen.
18. Sein Niesen glnzet wie ein Licht; seine Augen sind wie die Augenlider 
der Morgenrte.
19. Aus seinem Munde fahren Fackeln, und feurige Funken schieen heraus.
20. Aus seiner Nase gehet Rauch wie von heien Tpfen und Kessel.
21. Sein Odem ist wie lichte Lohe, und aus seinem Munde gehen Flammen.
22. Er hat einen starken Hals; und ist seine Lust, wo er etwas verderbet.
23. Die Gliedmaen seines Fleisches hangen aneinander und halten hart an 
ihm, da er nicht zerfallen kann.
24. Sein Herz ist so hart wie ein Stein und so fest wie ein Stck vom 
untersten Mhlstein.
25. Wenn er sich erhebt, so entsetzen sich die Starken; und wenn er 
daherbricht, so ist keine Gnade da.
26. Wenn man zu ihm will mit dem Schwert, so regt er sich nicht; oder mit 
Spie, Gescho und Panzer.
27. Er achtet Eisen wie Stroh und Erz wie faul Holz.
28. Kein Pfeil wird ihn verjagen; die Schleudersteine sind wie Stoppeln.
29. Den Hammer achtet er wie Stoppeln; er spottet der bebenden Lanze.
30. Unter ihm liegen scharfe Steine und fhrt ber die scharfen Felsen wie 
ber Kot.
31. Er macht, da das tiefe Meer siedet wie ein Topf, und rhrt es 
ineinander, wie man eine Salbe menget.
32. Nach ihm leuchtet der Weg, er macht die Tiefe ganz grau.
33. Auf Erden ist ihm niemand zu gleichen; er ist gemacht ohne Furcht zu 
sein.
34. Er verachtet alles, was hoch ist; er ist ein Knig ber alle Stolzen.
Das Buch Hiob 42
1. Und Hiob antwortete dem Herrn und sprach:
2. ich erkenne, da du alles vermagst, und kein Gedanke ist dir verborgen.
3. Es ist ein unbesonnener Mann, der seinen Rat meinet zu verbergen. Darum 
bekenne ich, da ich habe unweislich geredet, das mir zu hoch ist und 
nicht verstehe.
4. So erhre mm, la mich reden; ich will dich fragen, lehre mich!
5. Ich habe dich mit den Ohren gehret, und mein Auge siehet dich auch nun.
6. Damm schuldige ich mich und tue Bue in Staub und Asche.
7. Da nun der Herr diese Worte mit Hiob geredet hatte; sprach er zu 
Eliphas von Theman: Mein Zorn ist ergrimmet ber dich und ber deine zween 
Freunde; denn ihr habt nicht recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob.
8. So nehmet nun sieben Farren und sieben Widder und gehet hin zu meinem 
Knechte Hiob und opfert Brandopfer fr euch und lat meinen Knecht Hiob 
fr euch bitten. Denn ihn will ich ansehen, da ich euch nicht sehen 
lasse, wie ihr Torheit begangen habt; denn ihr habt nicht recht von, mir 
geredet wie mein Knecht Hiob.
9. Da gingen hin Eliphas von Theman, Bildad von Suah und Zophar von Naema 
und taten, wie der Herr ihnen gesagt hatte. Und der Herr sah an Hiob.
10. Und der Herr wendete das Gefngnis Hiobs, da er bat fr seine Freunde. 
Und der Herr gab Hiob zwiefltig so viel, als er gehabt hatte.
11. Und es kamen zu ihm alle seine Brder und alle seine Schwestern und 
alle, die ihn vorhin kannten, und aen mit ihm in seinem Hause und 
kehreten sich zu ihm und trsteten ihn ber allem bel, das der Herr ber 
ihn hatte kommen lassen. Und ein jeglicher gab ihm einen schnen Groschen 
und ein glden Stirnband.
12. Und der Herr segnete hernach Hiob mehr denn vorhin, da er kriegte 
vierzehntausend Schafe und sechstausend Kamele und tausend Joch Rinder und 
tausend Esel.
13. Und kriegte sieben Shne und drei Tchter.
14. Und hie die erste Jemima, die andere Kezia und die dritte Keren-
Hapuch.
15. Und wurden nicht so schne Weiber funden in allen Landen als die 
Tchter Hiobs. Und ihr Vater gab ihnen Erbteil unter ihren Brdern.
16. Und Hiob lebte nach diesem hundertundvierzig Jahre, da er sah Kinder 
und Kindeskinder bis in das vierte Glied.
17. Und Hiob starb alt und lebenssatt.
Der Psalter 1
1. Wohl dem, der nicht wandelt im Rat der Gottlosen, noch tritt auf den 
Weg der Snder, noch sitzt, da die Sptter sitzen,
2. sondern hat Lust zum Gesetz des Herrn und redet von seinem Gesetz Tag 
und Nacht.
3. Der ist wie ein Baum, gepflanzet an den Wasserbchen, der seine Frucht 
bringet zu seiner Zeit, und seine Bltter verwelken nicht, und was er 
macht, das gert wohl.
4. Aber so sind die Gottlosen nicht, sondern wie Spreu, die der Wind 
verstreuet.
5. Darum bleiben die Gottlosen nicht im Gerichte, noch die Snder in der 
Gemeine der Gerechten.
6. Denn der Herr kennet den Weg der Gerechten, aber der Gottlosen Weg 
vergehet.
Der Psalter 2
1. Warum toben die Heiden, und die Leute reden so vergeblich?
2. Die Knige im Lande lehnen sich auf, und die Herren ratschlagen 
miteinander wider den Herrn und seinen Gesalbten:
3. Lasset uns zerreien ihre Bande und von uns werfen ihre Seile!
4. Aber der im Himmel wohnet, lachet ihrer, und der Herr spottet ihrer.
5. Er wird einst mit ihnen reden in seinem Zorn, und mit seinem Grimm wird 
er sie schrecken.
6. Aber ich habe meinen Knig eingesetzt auf meinem heiligen Berg Zion.
7. Ich will von einer solchen Weise predigen, da der Herr zu mir gesagt 
hat: Du bist mein Sohn, heute hab ich dich gezeuget.
8. Heische von mir, so will ich dir die Heiden zum Erbe geben und der Welt 
Ende zum Eigentum.
9. Du sollst sie mit einem eisernen Zepter zerschlagen; wie Tpfe sollst 
du sie zerschmeien.
10. So lat euch nun weisen, ihr Knige, und lat euch zchtigen, ihr 
Richter auf Erden!
11. Dienet dem Herrn mit Furcht und freuet euch mit Zittern!
12. Ksset den Sohn, da er nicht zrne und ihr umkommet auf dem Wege; 
denn sein Zorn wird bald anbrennen. Aber wohl allen, die auf ihn trauen!
Der Psalter 3
1. Ein Psalm Davids, da er floh vor seinem Sohn Absalom.
2. Ach, Herr, wie ist meiner Feinde so viel, und setzen sich so viele 
wider mich!
3. Viele sagen von meiner Seele: Sie hat keine Hilfe bei Gott. Sela.
4. Aber du, Herr, bist der Schild fr mich, und der mich zu Ehren setzet 
und mein Haupt aufrichtet.
5. Ich rufe an mit meiner Stimme den Herrn, so erhret er mich von seinem 
heiligen Berge. Sela.
6. Ich liege und schlafe und erwache; denn der Herr hlt mich.
7. Ich frchte mich nicht vor viel Hunderttausenden, die sich umher wider 
mich legen.
8. Auf Herr, und hilf mir, mein Gott; denn du schlgst alle meine Feinde 
auf den Backen und zerschmetterst der Gottlosen Zhne.
9. Bei dem Herrn findet man Hilfe und deinen Segen ber dein Volk. Sela.
Der Psalter 4
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen auf Saitenspielen.
2. Erhre mich, wenn ich rufe, Gott meiner Gerechtigkeit, der du mich 
trstest in Angst; sei mir gndig und erhre mein Gebet!
3. Liebe Herren, wie lange soll meine Ehre geschndet werden? Wie habt ihr 
das Eitle so lieb und die Lgen so gerne! Sela.
4. Erkennet doch da der Herr seine Heiligen wunderlich fhret! Der Herr 
hret, wenn ich ihn anrufe.
5. Zrnet ihr, sndiget nicht! Redet mit eurem Herzen auf eurem Lager und 
harret. Sela.
6. Opfert Gerechtigkeit und hoffet auf den Herrn.
7. Viele sagen: Wie sollt uns dieser weisen, was gut ist? Aber, Herr, 
erhebe ber uns das Licht deines Antlitzes!
8. Du erfreuest mein Herz, ob jene gleich viel Wein und Korn haben.
9. Ich liege und schlafe ganz mit Frieden; denn allein du, Herr, hilfst 
mir, da ich sicher wohne.
Der Psalter 5
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen fr das Erbe.
2. Herr, hre meine Worte, merke auf meine Rede!
3. Vernimm mein Schreien, mein Knig und mein Gott; denn ich will vor dir 
beten.
4. Herr, frhe wollest du meine Stimme hren; frhe will ich mich zu dir 
schicken und drauf merken.
5. Denn du bist nicht ein Gott, dem gottlos Wesen gefllt; wer bse ist, 
bleibet nicht vor dir.
6. Die Ruhmredigen bestehen nicht vor deinen Augen; du bist feind allen 
belttern.
7. Du bringest die Lgner um; der Herr hat Greuel an den Blutgierigen und 
Falschen.
8. Ich aber will in dein Haus gehen auf deine groe Gte und anbeten gegen 
deinem heiligen Tempel in deiner Furcht.
9. Herr, leite mich in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde willen; 
richte deinen Weg vor mir her.
10. Denn in ihrem Munde ist nichts Gewisses, ihr Inwendiges ist Herzeleid, 
ihr Rachen ist ein offenes Grab, mit ihren Zungen heucheln sie.
11. Schuldige sie, Gott, da sie fallen von ihrem Vornehmen! Stoe sie aus 
um ihrer groen bertretung willen; denn sie sind dir widerspenstig.
12. La sich freuen alle, die auf dich trauen; ewiglich la sie rhmen, 
denn du beschirmest sie; frhlich la sein in dir, die deinen Namen lieben!
13. Denn du, Herr, segnest die Gerechten; du krnest sie mit Gnade wie mit 
einem Schilde.
Der Psalter 6
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen auf acht Saiten.
2. Ach, Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn und zchtige mich nicht in 
deinem Grimm!
3. Herr, sei mir gndig, denn ich bin schwach; heile mich, Herr, denn 
meine Gebeine sind erschrocken,
4. und meine Seele ist sehr erschrocken. Ach, du Herr, wie lange!
5. Wende dich, Herr, und errette meine Seele; hilf mir um deiner Gte 
willen!
6. Denn im Tode gedenkt man dein nicht; wer will dir in der Hlle danken?
7. Ich bin so mde vom Seufzen, ich schwemme mein Bette die ganze Nacht 
und netze mit meinen Trnen mein Lager.
8. Meine Gestalt ist verfallen vor Trauern und ist alt worden; denn ich 
allenthalben gengstet werde.
9. Weichet von mir, alle beltter; denn der Herr hret mein Weinen,
10. der Herr hret mein Flehen, mein Gebet nimmt der Herr an.
11. Es mssen alle meine Feinde zuschanden werden und sehr erschrecken, 
sich zurcckehren und zuschanden werden pltzlich.
Der Psalter 7
1. Die Unschuld Davids, davon er sang dem Herrn von wegen der Worte des 
Mohren, des Jeminiten.
2. Auf dich, Herr, traue ich, mein Gott! Hilf mir von allen meinen 
Verfolgern und errette mich,
3. da sie nicht wie Lwen meine Seele erhaschen und zerreien, weil kein 
Erretter da ist.
4. Herr, mein Gott, hab ich solches getan, und ist Unrecht in meinen 
Hnden;
5. hab ich Bses vergolten denen, so friedlich mit mir lebten, oder die, 
so mir ohne Ursache feind waren, beschdiget,
6. so verfolge mein Feind meine Seele und ergreife sie und trete mein 
Leben zu Boden und lege meine Ehre in den Staub. Sela.
7. Stehe auf, Herr, in deinem Zorn, erhebe dich ber den Grimm meiner 
Feinde und hilf mir wieder in das Amt, das du mir befohlen hast,
8. da sich die Leute wieder zu dir sammeln; und um derselben willen komm 
wieder empor.
9. Der Herr ist Richter ber die Leute. Richte mich, Herr, nach meiner 
Gerechtigkeit und Frmmigkeit.
10. La der Gottlosen Bosheit ein Ende werden und frdere die Gerechten; 
denn du, gerechter Gott, prfest Herzen und Nieren.
11. Mein Schild ist bei Gott, der den frommen Herzen hilft.
12. Gott ist ein rechter Richter und ein Gott, der tglich druet.
13. Will man sich nicht bekehren, so hat er sein Schwert gewetzt und 
seinen Bogen gespannet und zielet,
14. und hat drauf gelegt tdlich Gescho; seine Pfeile hat er zugerichtet 
zu verderben.
15. Siehe, der hat Bses im Sinn, mit Unglck ist er schwanger; er wird 
aber einen Fehl gebren.
16. Er hat eine Grube gegraben und ausgefhrt und ist in die Grube 
gefallen, die er gemacht hat.
17. Sein Unglck wird auf seinen Kopf kommen und sein Frevel auf seine 
Scheitel fallen.
18. Ich danke dem Herrn um seiner Gerechtigkeit willen und will loben den 
Namen des Herrn, des Allerhchsten.
Der Psalter 8
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen auf der Githith.
2. Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen, da 
man dir danket im Himmel!
3. Aus dem Munde der jungen Kinder und Suglinge hast du eine Macht 
zugerichtet um deiner Feinde willen, da du vertilgest den Feind und den 
Rachgierigen.
4. Denn ich werde sehen die Himmel, deiner Finger Werk, den Mond und die 
Sterne, die du bereitest.
5. Was ist der Mensch, da du sein gedenkest; und des Menschen Kind, da 
du dich sein annimmst?
6. Du wirst ihn lassen eine kleine Zeit von Gott verlassen sein. Aber mit 
Ehren und Schmuck wirst du ihn krnen.
7. Du wirst ihn zum Herrn machen ber deiner Hnde Werk; alles hast du 
unter seine Fe getan:
8. Schafe und Ochsen allzumal, dazu auch die wilden Tiere,
9. die Vgel unter dem Himmel und die Fische im Meer und was im Meer gehet.
10. Herr, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name in allen Landen!
Der Psalter 9
1. Ein Psalm Davids von der schnen Jugend, vorzusingen.
2. Ich danke dem Herrn von ganzem Herzen und erzhle alle deine Wunder.
3. Ich freue mich und bin frhlich in dir und lobe deinen Namen, du 
Allerhchster,
4. da du meine Feinde hinter sich getrieben hast; sie sind gefallen und 
umkommen vor dir.
5. Denn du fhrest mein Recht und Sache aus; du sitzest auf dem Stuhl ein 
rechter Richter.
6. Du schiltst die Heiden und bringest die Gottlosen um; ihren Namen 
vertilgest du immer und ewiglich.
7. Die Schwerter des Feindes haben ein Ende; die Stdte hast du 
umgekehret; ihr Gedchtnis ist umkommen samt ihnen.
8. Der Herr aber bleibt ewiglich; er hat seinen Stuhl bereitet zum Gericht.
9. Und er wird den Erdboden recht richten und die Leute regieren 
rechtschaffen.
10. Und der Herr ist des Armen Schutz, ein Schutz in der Not.
11. Darum hoffen auf dich, die deinen Namen kennen; denn du verlssest 
nicht, die dich, Herr, suchen.
12. Lobet den Herrn, der zu Zion wohnet; verkndiget unter den Leuten sein 
Tun!
13. Denn er gedenkt und fragt nach ihrem Blut; er vergisset nicht des 
Schreiens der Armen.
14. Herr, sei mir gndig; siehe an mein Elend unter den Feinden, der du 
mich erhebest aus den Toren des Todes,
15. auf da ich erzhle all deinen Preis in den Toren der Tochter Zion, 
da ich frhlich sei ber deine Hilfe.
16. Die Heiden sind versunken in der Grube, die sie zugerichtet hatten; 
ihr Fu ist gefangen im Netz, das sie gestellet hatten.
17. So erkennet man, da der Herr Recht schaffet. Der Gottlose ist 
verstrickt in dem Werk seiner Hnde durchs Wort. Sela.
18. Ach, da die Gottlosen mten zur Hlle gekehret werden, alle Heiden, 
die Gottes vergessen!
19. Denn er wird des Armen nicht so ganz vergessen, und die Hoffnung der 
Elenden wird nicht verloren sein ewiglich.
20. Herr, stehe auf, da Menschen nicht berhand kriegen; la alle Heiden 
vor dir gerichtet werden!
21. Gib ihnen, Herr, einen Meister, da die Heiden erkennen da sie 
Menschen sind. Sela.
Der Psalter 10
1. Herr, warum trittst du so ferne, verbirgest dich zur Zeit der Not?
2. Weil der Gottlose bermut treibet, mu der Elende leiden. Sie hngen 
sich aneinander und erdenken bse Tcke.
3. Denn der Gottlose rhmet sich seines Mutwillens, und der Geizige segnet 
sich und lstert den Herrn.
4. Der Gottlose ist so stolz und zornig, da er nach niemand fraget; in 
allen seinen Tcken hlt er Gott fr nichts.
5. Er fhret fort mit seinem Tun immerdar; deine Gerichte sind ferne von 
ihm er handelt trotzig mit allen seinen Feinden.
6. Er spricht in seinem Herzen: Ich werde nimmermehr daniederliegen; es 
wird fr und fr keine Not haben.
7. Sein Mund ist voll Fluchens, Falsches und Trugs; seine Zunge richtet 
Mhe und Arbeit an.
8. Er sitzt und lauert in den Hfen; er erwrget die Unschuldigen 
heimlich; seine Augen halten auf die Armen.
9. Er lauert im Verborgenen, wie ein Lwe in der Hhle; er lauert, da er 
den Elenden erhasche, und erhaschet ihn, wenn er ihn in sein Netz zeucht.
10. Er zerschlgt und drcket nieder und stt zu Boden den Armen mit 
Gewalt.
11. Er spricht in seinem Herzen: Gott hat's vergessen; er hat sein Antlitz 
verborgen, er wird's nimmermehr sehen.
12. Stehe auf, Herr Gott, erhebe deine Hand; vergi der Elenden nicht!
13. Warum soll der Gottlose Gott lstern und in seinem Herzen sprechen: Du 
fragst nicht danach?
14. Du siehest ja, denn du schauest das Elend und Jammer; es stehet in 
deinen Hnden. Die Armen befehlen's dir; du bist der Waisen Helfer.
15. Zerbrich den Arm des Gottlosen und suche das Bse, so wird man sein 
gottlos Wesen nimmer finden.
16. Der Herr ist Knig immer und ewiglich; die Heiden mssen aus seinem 
Land umkommen.
17. Das Verlangen der Elenden hrest du, Herr; ihr Herz ist gewi, da 
dein Ohr drauf merket,
18. da du Recht schaffest dem Waisen und Armen, da der Mensch nicht mehr 
trotze auf Erden.
Der Psalter 11
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen. Ich traue auf den Herrn. Wie saget ihr 
denn zu meiner Seele, sie soll fliegen wie ein Vogel auf eure Berge?
2. Denn siehe, die Gottlosen spannen den Bogen und legen ihre Pfeile auf 
die Sehne, damit heimlich zu schieen die Frommen.
3. Denn sie reien den Grund um; was soll der Gerechte ausrichten?
4. Der Herr ist in seinem heiligen Tempel, des Herrn Stuhl ist im Himmel; 
seine Augen sehen drauf, seine Augenlider prfen die Menschenkinder.
5. Der Herr prfet den Gerechten; seine Seele hasset den Gottlosen und die 
gerne freveln.
6. Er wird regnen lassen ber die Gottlosen Blitz, Feuer und Schwefel und 
wird ihnen ein Wetter zu Lohn geben.
7. Der Herr ist gerecht und hat Gerechtigkeit lieb, darum da ihre 
Angesichte schauen auf das da recht ist.
Der Psalter 12
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen auf acht Saiten.
2. Hilf, Herr, die Heiligen haben abgenommen, und der Glubigen ist wenig 
unter den Menschenkindern.
3. Einer redet mit dem andern unntze Dinge und heucheln und lehren aus 
uneinigem Herzen.
4. Der Herr wolle ausrotten alle Heuchelei und die Zunge, die da stolz 
redet,
5. die da sagen: Unsere Zunge soll berhand haben, uns gebhrt zu reden; 
wer ist unser Herr?
6. Weil denn die Elenden verstret werden und die Armen seufzen, will ich 
auf, spricht der Herr; ich will eine Hilfe schaffen, da man getrost 
lehren soll.
7. Die Rede des Herrn ist lauter, wie durchlutert Silber im irdenen 
Tiegel, bewhret siebenmal.
8. Du, Herr, wollest sie bewahren und uns behten vor diesem Geschlecht 
ewiglich.
9. Denn es wird allenthalben voll Gottloser, wo solche lose Leute unter 
den Menschen herrschen.
Der Psalter 13
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen.
2. Herr, wie lange willst du mein so gar vergessen? Wie lange verbirgest 
du dein Antlitz vor mir?
3. Wie lange soll ich sorgen in meiner Seele und mich ngsten in meinem 
Herzen tglich? Wie lange soll sich mein Feind ber mich erheben?
4. Schaue doch und erhre mich, Herr, mein Gott! Erleuchte meine Augen, 
da ich nicht im Tode entschlafe,
5. da nicht mein Feind rhme, er sei mein mchtig worden, und meine 
Widersacher sich nicht freuen, da ich niederliege.
6. Ich hoffe aber darauf, da du so gndig bist; mein Herz freuet sich, 
da du so gerne hilfest. Ich will dem Herrn singen, da er so wohl an mir 
tut.
Der Psalter 14
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen. Die Toren sprechen in ihrem Herzen: Es 
ist kein Gott. Sie taugen nichts und sind ein Greuel mit ihrem Wesen. Da 
ist keiner, der Gutes tue.
2. Der Herr schauet vom Himmel auf der Menschen Kinder, da er sehe, ob 
jemand klug sei und nach Gott frage.
3. Aber sie sind alle abgewichen und allesamt untchtig; da ist keiner, 
der Gutes tue, auch nicht einer.
4. Will denn der beltter keiner das merken, die mein Volk fressen, da 
sie sich nhren, aber den Herrn rufen sie nicht an?
5. Daselbst frchten sie sich; aber Gott ist bei dem Geschlecht der 
Gerechten.
6. Ihr schndet des Armen Rat; aber Gott ist seine Zuversicht.
7. Ach, da die Hilfe aus Zion ber Israel kme, und der Herr sein 
gefangen Volk erlsete! So wrde Jakob frhlich sein und Israel sich 
freuen.
Der Psalter 15
1. Ein Psalm Davids. Herr, wer wird wohnen in deiner Htte? Wer wird 
bleiben auf deinem heiligen Berge?
2. Wer ohne Wandel einhergehet und recht tut und redet die Wahrheit von 
Herzen;
3. wer mit seiner Zunge nicht verleumdet und seinem Nchsten kein Arges 
tut und seinen Nchsten nicht schmhet;
4. wer die Gottlosen nichts achtet, sondern ehret die Gottesfrchtigen; 
wer seinem Nchsten schwret und hlt es;
5. wer sein Geld nicht auf Wucher gibt und nimmt nicht Geschenke ber den 
Unschuldigen: wer das tut, der wird wohl bleiben.
Der Psalter 16
1. Ein glden Kleinod Davids. Bewahre mich, Gott; denn ich traue auf dich.
2. Ich habe gesagt zu dem Herrn: Du bist ja der Herr, ich mu um 
deinetwillen leiden.
3. Fr die Heiligen, so auf Erden sind, und fr die Herrlichen; an denen 
habe ich all mein Gefallen.
4. Aber jene, die einem andern nacheilen, werden gro Herzeleid haben. Ich 
will ihres Trankopfers mit dem Blut nicht opfern, noch ihren Namen in 
meinem Munde fhren.
5. Der Herr aber ist mein Gut und mein Teil; du erhltst mein Erbteil.
6. Das Los ist mir gefallen aufs Liebliche; mir ist ein schn Erbteil 
worden.
7. Ich lobe den Herrn, der mir geraten hat; auch zchtigen mich meine 
Nieren des Nachts.
8. Ich habe den Herrn allezeit vor Augen; denn er ist mir zur Rechten, 
darum werde ich wohl bleiben.
9. Darum freuet sich mein Herz, und meine Ehre ist frhlich, auch mein 
Fleisch wird sicher liegen.
10. Denn du wirst meine Seele nicht in der Hlle lassen und nicht zugeben, 
da dein Heiliger verwese.
11. Du tust mir kund den Weg zum Leben; vor dir ist Freude die Flle und 
lieblich Wesen zu deiner Rechten ewiglich.
Der Psalter 17
1. Ein Gebet Davids. Herr, erhre die Gerechtigkeit, merke auf mein 
Geschrei, vernimm mein Gebet, das nicht aus falschem Munde gehet.
2. Sprich du in meiner Sache und schaue du aufs Recht!
3. Du prfest mein Herz und besuchest es des Nachts und luterst mich und 
findest nichts. Ich habe mir vorgesetzt, da mein Mund nicht soll 
bertreten.
4. Ich bewahre mich in dem Wort deiner Lippen vor Menschenwerk auf dem 
Wege des Mrders.
5. Erhalte meinen Gang auf deinen Fusteigen, da meine Tritte nicht 
gleiten!
6. Ich rufe zu dir, da du, Gott, wollest mich erhren; neige deine Ohren 
zu mir, hre meine Rede!
7. Beweise deine wunderliche Gte, du Heiland derer, die dir vertrauen, 
wider die, so sich wider deine rechte Hand setzen.
8. Behte mich wie einen Augapfel im Auge; beschirme mich unter dem 
Schatten deiner Flgel
9. vor den Gottlosen, die mich verstren, vor meinen Feinden, die um und 
um nach meiner Seele stehen.
10. Ihre Fetten halten zusammen; sie reden mit ihrem Munde stolz.
11. Wo wir gehen so umgeben sie uns; ihre Augen richten sie dahin, da sie 
uns zur Erde strzen,
12. gleichwie ein Lwe, der des Raubes begehrt, wie ein junger Lwe, der 
in der Hhle sitzt.
13. Herr, mache dich auf, berwltige ihn und demtige ihn; errette meine 
Seele von dem Gottlosen mit deinem Schwert,
14. von den Leuten deiner Hand, Herr, von den Leuten dieser Welt, welche 
ihr Teil haben in ihrem Leben, welchen du den Bauch fllest mit deinem 
Schatz, die da Kinder die Flle haben und lassen ihr briges ihren Jungen.
15. Ich aber will schauen dein Antlitz in Gerechtigkeit; ich will satt 
werden, wenn ich erwache nach deinem Bilde.
Der Psalter 18
1. Ein Psalm vorzusingen, Davids, des Herrn Knechts, welcher hat dem Herrn 
die Worte dieses Liedes geredet zur Zeit, da ihn der Herr errettet hatte 
von der Hand seiner Feinde und von der Hand Sauls,
2. und sprach: Herzlich lieb habe ich dich, Herr, meine Strke,
3. Herr, mein Fels, meine Burg, mein Erretter, mein Gott, mein Hort, auf 
den ich traue, mein Schild und Horn meines Heils, und mein Schutz!
4. Ich will den Herrn loben und anrufen, so werde ich von meinen Feinden 
erlset.
5. Denn es umfingen mich des Todes Bande, und die Bche Belials 
erschreckten mich;
6. der Hllen Bande umfingen mich, und des Todes Stricke berwltigten 
mich.
7. Wenn mir angst ist, so rufe ich den Herrn an und schreie zu meinem 
Gott, so erhret er meine Stimme von seinem Tempel, und mein Geschrei 
kommt vor ihn zu seinen Ohren.
8. Die Erde bebete und ward bewegt, und die Grundfesten der Berge regeten 
sich und bebeten, da er zornig war.
9. Dampf ging auf von seiner Nase und verzehrend Feuer von seinem Munde, 
da es davon blitzete.
10. Er neigete den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen 
Fen.
11. Und er fuhr auf dem Cherub und flog daher; er schwebete auf den 
Fittichen des Windes.
12. Sein Gezelt um ihn her war finster und schwarze dicke Wolken, darin er 
verborgen war.
13. Vom Glanz vor ihm trenneten sich die Wolken mit Hagel und Blitzen.
14. Und der Herr donnerte im Himmel, und der Hchste lie seinen Donner 
aus mit Hagel und Blitzen.
15. Er scho seine Strahlen und zerstreuete sie; er lie sehr blitzen und 
schreckte sie.
16. Da sah man Wassergsse, und des Erdbodens Grund ward aufgedeckt, Herr, 
von deinem Schelten, von dem Odem und Schnauben deiner Nase.
17. Er schickte aus von der Hhe und holete mich und zog mich aus groen 
Wassern.
18. Er errettete mich von meinen starken Feinden, von meinen Hassern, die 
mir zu mchtig waren,
19. Die mich berwltigten zur Zeit meines Unfalls; und der Herr ward 
meine Zuversicht.
20. Und er fhrete mich aus in den Raum, er ri mich heraus; denn er hatte 
Lust zu mir.
21. Der Herr tut wohl an mir nach meiner Gerechtigkeit; er vergilt mir 
nach der Reinigkeit meiner Hnde.
22. Denn ich halte die Wege des Herrn und bin nicht gottlos wider meinen 
Gott.
23. Denn alle seine Rechte hab ich vor Augen und seine Gebote werfe ich 
nicht von mir,
24. sondern ich bin ohne Wandel vor ihm und hte mich vor Snden.
25. Darum vergilt mir der Herr nach meiner Gerechtigkeit, nach der 
Reinigkeit meiner Hnde vor seinen Augen.
26. Beiden Heiligen bist du heilig und bei den Frommen bist du fromm
27. und bei den Reinen bist du rein und bei den Verkehrten bist du 
verkehrt.
28. Denn du hilfst dem elenden Volk und die hohen Augen niedrigest du.
29. Denn du erleuchtest meine Leuchte; der Herr, mein Gott, macht meine 
Finsternis licht.
30. Denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschmeien und mit meinem Gott ber 
die Mauern springen.
31. Gottes Wege sind ohne Wandel; die Reden des Herrn sind durchlutert. 
Er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.
32. Denn wo ist ein Gott ohne dem Herrn? oder ein Hort ohne unsern Gott?
33. Gott rstet mich mit Kraft und macht meine Wege ohne Wandel.
34. Er macht meine Fe gleich den Hirschen und stellet mich auf meine 
Hhe.
35. Er lehret meine Hand streiten und lehret meinen Arm einen ehernen 
Bogen spannen.
36. Und gibst mir den Schild deines Heils, und deine Rechte strket mich; 
und wenn du mich demtigest, machst du mich gro.
37. Du machst unter mir Raum zu gehen, da meine Knchel nicht gleiten.
38. Ich will meinen Feinden nachjagen und sie ergreifen und nicht 
umkehren, bis ich sie umgebracht habe.
39. Ich will sie zerschmeien, und sollen mir nicht widerstehen; sie 
mssen unter meine Fe fallen.
40. Du kannst mich rsten mit Strke zum Streit; du kannst unter mich 
werfen, die sich wider mich setzen:
41. Du gibst mir meine Feinde in die Flucht, da ich meine Hasser verstre.
42. Sie rufen, aber da ist kein Helfer; zum Herrn, aber er antwortet ihnen 
nicht.
43. Ich will sie zerstoen wie Staub vor dem Winde; ich will sie wegrumen 
wie den Kot auf der Gasse.
44. Du hilfst mir von dem znkischen Volk und machst mich ein Haupt unter 
den Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dienet mir.
45. Es gehorchet mir mit gehorsamen Ohren; ja, den fremden Kindern hat's 
wider mich gefehlet.
46. Die fremden Kinder verschmachten und zappeln in ihren Banden:
47. Der Herr lebet, und gelobet sei mein Hort; und der Gott meines Heils 
msse erhaben werden,
48. der Gott, der mir Rache gibt und zwinget die Vlker unter mich,
49. der mich errettet von meinen Feinden und erhhet mich aus denen, die 
sich wider mich setzen. Du hilfst mir von den Frevlern.
50. Darum will ich dir danken, Herr, unter den Heiden und deinem Namen 
lobsingen,
51. der seinem Knige gro Heil beweiset und wohltut seinem Gesalbten, 
David, und seinem Samen ewiglich.
Der Psalter 19
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen.
2. Die Himmel erzhlen die Ehre Gottes, und die Feste verkndiget seiner 
Hnde Werk.
3. Ein Tag sagt's dem andern, und eine Nacht tut's kund der andern.
4. Es ist keine Sprache noch Rede, da man nicht ihre Stimme hre.
5. Ihre Schnur gehet aus in alle Lande und ihre Rede an der Welt Ende; er 
hat der Sonne eine Htte in denselben gemacht.
6. Und dieselbe gehet heraus, wie ein Brutigam aus seiner Kammer, und 
freuet sich wie ein Held, zu laufen den Weg.
7. Sie gehet auf an einem Ende des Himmels und luft um bis wieder an 
dasselbe Ende; und bleibt nichts vor ihrer Hitze verborgen.
8. Das Gesetz des Herrn ist ohne Wandel und erquicket die Seele. Das 
Zeugnis des Herrn ist gewi und macht die Albernen weise.
9. Die Befehle des Herrn sind richtig und erfreuen das Herz. Die Gebote 
des Herrn sind lauter und erleuchten die Augen.
10. Die Furcht des Herrn ist rein und bleibt ewiglich. Die Rechte des 
Herrn sind wahrhaftig, allesamt gerecht.
11. Sie sind kstlicher denn Gold und viel feines Gold; sie sind ser 
denn Honig und Honigseim.
12. Auch wird dein Knecht durch sie erinnert; und wer sie hlt, der hat 
groen Lohn.
13. Wer kann merken, wie oft er fehlet? Verzeihe mir die verborgenen Fehle!
14. Bewahre auch deinen Knecht vor den Stolzen, da sie nicht ber mich 
herrschen; so werde ich ohne Wandel sein und unschuldig bleiben groer 
Missetat.
15. La dir wohlgefallen die Rede meines Mundes und das Gesprch meines 
Herzens vor dir, Herr, mein Hort und mein Erlser!
Der Psalter 20
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen.
2. Der Herr erhre dich in der Not; der Name des Gottes Jakobs schtze 
dich!
3. Er sende dir Hilfe vom Heiligtum und strke dich aus Zion!
4. Er gedenke all deines Speisopfers, und dein Brandopfer msse fett sein. 
Sela.
5. Er gebe dir, was dein Herz begehret, und erflle alle deine Anschlge!
6. Wir rhmen, da du uns hilfst; und im Namen unsers Gottes werfen wir 
Panier auf. Der Herr gewhre dir alle deine Bitte!
7. Nun merke ich, da der Herr seinem Gesalbten hilft und erhret ihn in 
seinem heiligen Himmel; seine rechte Hand hilft gewaltiglich.
8. Jene verlassen sich auf Wagen und Rosse; wir aber denken an den Namen 
des Herrn, unsers Gottes.
9. Sie sind niedergestrzt und gefallen; wir aber stehen aufgerichtet.
10. Hilf, Herr! Der Knig erhre uns, wenn wir rufen!
Der Psalter 21
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen.
2. Herr, der Knig freuet sich in deiner Kraft, und wie sehr frhlich ist 
er ber deine Hilfe!
3. Du gibst ihm seines Herzens Wunsch und weigerst nicht, was sein Mund 
bittet. Sela.
4. Denn du berschttest ihn mit gutem Segen; du setzest eine gldene 
Krone auf sein Haupt.
5. Er bittet dich ums Leben, so gibst du ihm langes Leben immer und 
ewiglich.
6. Er hat groe Ehre an deiner Hilfe; du legest Lob und Schmuck auf ihn.
7. Denn du setzest ihn zum Segen ewiglich, du erfreuest ihn mit Freuden 
deines Antlitzes.
8. Denn der Knig hoffet auf den Herrn und wird durch die Gte des 
Hchsten festbleiben.
9. Deine Hand wird finden alle deine Feinde; deine Rechte wird finden, die 
dich hassen.
10. Du wirst sie machen wie einen Feuerofen, wenn du dreinsehen wirst; der 
Herr wird sie verschlingen in seinem Zorn; Feuer wird sie fressen.
11. Ihre Frucht wirst du umbringen vom Erdboden und ihren Samen von den 
Menschenkindern.
12. Denn sie gedachten dir bels zu tun, und machten Anschlge, die sie 
nicht konnten ausfhren.
13. Denn du wirst sie zur Schulter machen; mit deiner Sehne wirst du gegen 
ihr Antlitz zielen.
14. Herr, erhebe dich in deiner Kraft, so wollen wir singen und loben 
deine Macht.
Der Psalter 22
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen, von der Hindin, die frhe gejagt wird.
2. Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Ich heule, aber 
meine Hilfe ist ferne.
3. Mein Gott, des Tages rufe ich, so antwortest du nicht; und des Nachts 
schweige ich auch nicht.
4. Aber du bist heilig, der du wohnest unter dem Lob Israels.
5. Unsere Vter hofften auf dich, und da sie hofften, halfest du ihnen aus.
6. Zu dir schrieen sie und wurden errettet; sie hofften auf dich und nicht 
zuschanden.
7. Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der Leute und 
Verachtung des Volks.
8. Alle, die mich sehen, spotten mein, sperren das Maul auf und schtteln 
den Kopf
9. Er klage es dem Herrn, der helfe ihm aus und errette ihn, hat er Lust 
zu ihm!
10. Denn du hast mich aus meiner Mutter Leibe gezogen; du warest meine 
Zuversicht, da ich, noch an meiner Mutter Brsten war.
11. Auf dich bin ich geworfen aus Mutterleibe; du bist mein Gott von 
meiner Mutter Leib an.
12. Sei nicht ferne von mir, denn Angst ist nahe; denn es ist hie kein 
Helfer.
13. Groe Farren haben mich umgeben, fette Ochsen haben mich umringet;
14. ihren Rachen sperren sie auf wider mich wie ein brllender und 
reiender Lwe.
15. Ich bin ausgeschttet wie Wasser; alle meine Gebeine haben sich 
zertrennet; mein Herz ist in meinem Leibe wie zerschmolzen Wachs.
16. Meine Krfte sind vertrocknet wie ein Scherben, und meine Zunge klebet 
an meinem Gaumen; und du legest mich in des Todes Staub.
17. Denn Hunde haben mich umgeben, und der Bsen Rotte hat sich um mich 
gemacht; sie haben meine Hnde und Fe durchgraben.
18. Ich mchte alle meine Beine zhlen. Sie aber schauen und sehen ihre 
Lust an mir.
19. Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los um mein Gewand.
20. Aber du, Herr, sei nicht ferne; meine Strke, eile, mir zu helfen!
21. Errette meine Seele vom Schwert, meine Einsame von den Hunden!
22. Hilf mir aus dem Rachen des Lwen und errette mich von den Einhrnern.
23. Ich will deinen Namen predigen meinen Brdern, ich will dich in der 
Gemeine rhmen.
24. Rhmet den Herrn, die ihr ihn frchtet; es ehre ihn aller Same Jakobs, 
und vor ihm scheue sich aller Same Israels!
25. Denn er hat nicht verachtet noch verschmhet das Elend des Armen und 
sein Antlitz vor ihm nicht verborgen, und da er zu ihm schrie hrete er's.
26. Dich will ich preisen in der groen Gemeine; ich will meine Gelbde 
bezahlen vor denen, die ihn frchten.
27. Die Elenden sollen essen, da sie satt werden, und die nach dem Herrn 
fragen, werden ihn preisen; euer Herz soll ewiglich leben.
28. Es werde gedacht aller Welt Ende, da sie sich zum Herrn bekehren, und 
vor ihm anbeten alle Geschlechter der Heiden.
29. Denn der Herr hat ein Reich, und er herrschet unter den Heiden.
30. Alle Fetten auf Erden werden essen und anbeten; vor ihm werden Kniee 
beugen alle, die im Staube liegen, und die, so kmmerlich leben.
31. Er wird einen Samen haben, der ihm dienet; vom Herrn wird man 
verkndigen zu Kindeskind.
32. Sie werden kommen und seine Gerechtigkeit predigen dem Volk, das 
geboren wird, da er's tut.
Der Psalter 23
1. Ein Psalm Davids. Der Herr ist mein Hirte; mir wird nichts mangeln.
2. Er weidet mich auf einer grnen Aue und fhret mich zum frischen Wasser.
3. Er erquicket meine Seele; er fhret mich auf rechter Strae um seines 
Namens willen.
4. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, frchte ich kein Unglck; 
denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trsten mich.
5. Du bereitest vor mir einen Tisch gegen meine Feinde. Du salbest mein 
Haupt mit l und schenkest mir voll ein.
6. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich 
werde bleiben im Hause des Herrn immerdar.
Der Psalter 24
1. Ein Psalm Davids. Die Erde ist des Herrn, und was drinnen ist, der 
Erdboden, und was drauf wohnet.
2. Denn er hat ihn an die Meere gegrndet und an den Wassern bereitet.
3. Wer wird auf des Herrn Berg gehen? und wer wird stehen an seiner 
heiligen Sttte?
4. Der unschuldige Hnde hat und reines Herzens ist; der nicht Lust hat zu 
loser Lehre und schwret nicht flschlich.
5. Der wird den Segen vom Herrn empfahen und Gerechtigkeit von dem Gott 
seines Heils.
6. Das ist das Geschlecht, das nach ihm fraget, das da suchet dein 
Antlitz, Jakob. Sela.
7. Machet die Tore weit und die Tren in der Welt hoch, da der Knig der 
Ehren einziehe!
8. Wer ist derselbe Knig der Ehren? Es ist der Herr, stark und mchtig, 
der Herr, mchtig im Streit.
9. Machet die Tore weit und die Tren in der Welt hoch, da der Knig der 
Ehren einziehe!
10. Wer ist derselbe Knig der Ehren? Es ist der Herr Zebaoth, er ist der 
Knig der Ehren. Sela.
Der Psalter 25
1. Ein Psalm Davids. Nach dir, Herr, verlanget mich.
2. Mein Gott; ich hoffe auf dich. La mich nicht zuschanden werden, da 
sich meine Feinde nicht freuen ber mich!
3. Denn keiner wird zuschanden, der dein harret; aber zuschanden mssen 
sie werden, die losen Verchter.
4. Herr, zeige mir deine Wege und lehre mich deine Steige!
5. Leite mich in deiner Wahrheit und lehre mich; denn du bist der Gott, 
der mir hilft; tglich harre ich dein.
6. Gedenke, Herr, an deine Barmherzigkeit und an deine Gte, die von der 
Welt her gewesen ist.
7. Gedenke nicht der Snden meiner Jugend und meiner bertretung; gedenke 
aber mein nach deiner Barmherzigkeit um deiner Gte willen!
8. Der Herr ist gut und fromm, darum unterweiset er die Snder auf dem 
Wege.
9. Er leitet die Elenden recht und lehret die Elenden seinen Weg.
10. Die Wege des Herrn sind eitel Gte und Wahrheit denen, die seinen Bund 
und Zeugnis halten.
11. Um deines Namens willen, Herr, sei gndig meiner Missetat, die da gro 
ist!
12. Wer ist der, der den Herrn frchtet? Er wird ihn unterweisen den 
besten Weg.
13. Seine Seele wird im Guten wohnen, und sein Same wird das Land besitzen.
14. Das Geheimnis des Herrn ist unter denen, die ihn frchten, und seinen 
Bund lt er sie wissen.
15. Meine Augen sehen stets zu dem Herrn denn er wird meinen Fu aus dem 
Netze ziehen.
16. Wende dich zu mir und sei mir gndig; denn ich bin einsam und elend.
17. Die Angst meines Herzens ist gro; fhre mich aus meinen Nten!
18. Siehe an meinen Jammer und Elend und vergib mir alle meine Snde!
19. Siehe, da meiner Feinde so viel ist und hassen mich aus Frevel.
20. Bewahre meine Seele und errette mich; la mich nicht zuschanden 
werden, denn ich traue auf dich.
21. Schlecht und recht, das behte mich; denn ich harre dein.
22. Gott, erlse Israel aus aller, seiner Not!
Der Psalter 26
1. Ein Psalm Davids. Herr, schaffe mir Recht, denn ich bin unschuldig. Ich 
hoffe auf den Herrn, darum werde ich nicht fallen.
2. Prfe mich, Herr, und versuche mich; lutere meine Nieren und mein Herz!
3. Denn deine Gte ist vor meinen Augen, und ich wandele in deiner 
Wahrheit.
4. Ich sitze nicht bei den eiteln Leuten und habe nicht Gemeinschaft mit 
den Falschen.
5. Ich hasse die Versammlung der Boshaftigen und sitze nicht bei den 
Gottlosen.
6. Ich wasche meine Hnde mit Unschuld und halte mich, Herr, zu deinem 
Altar,
7. da man hret die Stimme des Dankens und da man prediget alle deine 
Wunder.
8. Herr, ich habe lieb die Sttte deines Hauses und den Ort, da deine Ehre 
wohnet.
9. Raffe meine Seele nicht hin mit den Sndern, noch mein Leben mit den 
Blutdrstigen,
10. welche mit bsen Tcken umgehen und nehmen gerne Geschenke.
11. Ich aber wandele unschuldig. Erlse mich und sei mir gndig!
12. Mein Fu gehet richtig. Ich will dich loben, Herr, in den 
Versammlungen.
Der Psalter 27
1. Ein Psalm Davids. Der Herr ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollt 
ich mich frchten? Der Herr ist meines Lebens Kraft; vor wem sollte mir 
grauen?
2. Darum, so die Bsen, meine Widersacher und Feinde, an mich wollen, mein 
Fleisch zu fressen, mssen sie anlaufen und fallen.
3. Wenn sich schon ein Heer wider mich legt, so frchtet sich dennoch mein 
Herz nicht; Wenn sich Krieg wider mich erhebt, so verlasse ich mich auf 
ihn.
4. Eins bitte ich vom Herrn, das htte ich gerne, da ich im Hause des 
Herrn bleiben mge mein Leben lang, zu schauen die schnen Gottesdienste 
des Herrn und seinen Tempel zu besuchen.
5. Denn er deckt mich in seiner Htte zur bsen Zeit, er verbirget mich 
heimlich in seinem Gezelt und erhhet mich auf einem Felsen;
6. und wird nun erhhen mein Haupt ber meine Feinde, die um mich sind; so 
will ich in seiner Htte Lob opfern, ich will singen und lobsagen dem 
Herrn.
7. Herr, hre meine Stimme, wenn ich rufe; sei mir gndig und erhre mich!
8. Mein Herz hlt dir vor dein Wort: Ihr sollt mein Antlitz suchen. Darum 
suche ich auch, Herr, dein Antlitz.
9. Verbirg dein Antlitz nicht vor mir und verstoe nicht im Zorn deinen 
Knecht; denn du bist meine Hilfe. La mich nicht und tu nicht von mir die 
Hand ab, Gott, mein Heil!
10. Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich; aber der Herr nimmt 
mich auf.
11. Herr weise mir deinen Weg und leite mich auf richtiger Bahn um meiner 
Feinde willen.
12. Gib mich nicht in den Willen meiner Feinde; denn es stehen falsche 
Zeugen wider mich und tun mir unrecht ohne Scheu.
13. Ich glaube aber doch, da ich sehen werde das Gute des Herrn im Lande 
der Lebendigen.
14. Harre des Herrn! Sei getrost und unverzagt und harre des Herrn!
Der Psalter 28
1. Ein Psalm Davids. Wenn ich rufe zur dir, Herr, mein Hort, so schweige 
mir nicht, auf da nicht, wo du schweigest, ich gleich werde denen, die in 
die Hlle fahren.
2. Hre die Stimme meines Flehens, wenn ich zu dir schreie, wenn ich meine 
Hnde aufhebe zu deinem heiligen Chor.
3. Zeuch mich nicht hin unter den Gottlosen und unter den belttern, die 
freundlich reden mit ihrem Nchsten und haben Bses im Herzen.
4. Gib ihnen nach ihrer Tat und nach ihrem bsen Wesen; gib ihnen, nach 
den Werken ihrer Hnde; vergilt ihnen, was sie verdienet haben!
5. Denn sie wollen nicht achten auf das Tun des Herrn noch auf die Werke 
seiner Hnde; darum wird er sie zerbrechen und nicht bauen.
6. Gelobet sei der Herr; denn er hat erhret die Stimme meines Flehens.
7. Der Herr ist meine Strke und mein Schild; auf ihn hoffet mein Herz, 
und mir ist geholfen; und mein Herz ist frhlich, und ich will ihm danken 
mit meinem Liede.
8. Der Herr ist ihre Strke; er ist die Strke, die seinem Gesalbten hilft.
9. Hilf deinem Volk und segne dein Erbe; und weide sie und erhhe sie 
ewiglich!
Der Psalter 29
1. Ein Psalm Davids. Bringet her dem Herrn, ihr Gewaltigen bringet her dem 
Herrn Ehre und Strke!
2. Bringet dem Herrn Ehre seines Namens; betet an den Herrn in heiligem 
Schmuck!
3. Die Stimme des Herrn gehet auf den Wassern; der Gott der Ehren donnert, 
der Herr auf groen Wassern.
4. Die Stimme des Herrn gehet mit Macht; die Stimme des Herrn gehet 
herrlich.
5. Die Stimme des Herrn zerbricht die Zedern; der Herr zerbricht die 
Zedern im Libanon
6. und machet sie lcken wie ein Kalb, Libanon und Sirion wie ein junges 
Einhorn.
7. Die Stimme des Herrn huet wie Feuerflammen.
8. Die Stimme des Herrn erreget die Wste; die Stimme des Herrn erreget 
die Wste Kades.
9. Die Stimme des Herrn erreget die Hindinnen und entblet die Wlder. 
Und in seinem Tempel wird ihm jedermann Ehre sagen.
10. Der Herr sitzt, eine Sintflut anzurichten. Und der Herr bleibt ein 
Knig in Ewigkeit.
11. Der Herr wird seinem Volk Kraft geben; der Herr wird sein Volk segnen 
mit Frieden.
Der Psalter 30
1. Ein Psalm, zu singen von der Einweihung des Hauses Davids.
2. Ich preise dich, Herr, denn du hast mich erhhet und lssest meine 
Feinde sich nicht ber mich freuen.
3. Herr, mein Gott, da ich schrie zu dir, machtest du mich gesund.
4. Herr, du hast meine Seele aus der Hlle gefhret; du hast mich lebendig 
behalten, da die in die Hlle fuhren.
5. Ihr Heiligen, lobsinget dem Herrn; danket und preiset seine Heiligkeit!
6. Denn sein Zorn whret einen Augenblick, und er hat Lust zum Leben; den 
Abend lang whret das Weinen, aber des Morgens die Freude.
7. Ich aber sprach, da mir's wohl ging: Ich werde nimmermehr 
daniederliegen.
8. Denn, Herr, durch dein Wohlgefallen hast du meinen Berg stark gemacht. 
Aber da du dein Antlitz verbargest, erschrak ich.
9. Ich will, Herr, rufen zu dir; dem Herrn will ich flehen.
10. Was ist ntze an meinem Blut, wenn ich tot bin? Wird dir auch der 
Staub danken und deine Treue verkndigen?
11. Herr, hre und sei mir gndig; Herr, sei mein Helfer!
12. Du hast mir meine Klage verwandelt in einen Reigen; du hast meinen 
Sack ausgezogen und mich mit Freuden gegrtet,
13. auf da dir lobsinge meine Ehre und nicht stille werde. Herr, mein 
Gott, ich will dir danken in Ewigkeit.
Der Psalter 31
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen.
2. Herr, auf dich traue ich. La mich nimmermehr zuschanden werden; 
errette mich durch deine Gerechtigkeit!
3. Neige deine Ohren zu mir, eilend hilf mir! Sei mir ein starker Fels und 
eine Burg, da du mir helfest.
4. Denn du bist mein Fels und meine Burg, und um deines Namens willen 
wollest du mich leiten und fhren.
5. Du wollest mich aus dem Netze ziehen, das sie mir gestellet haben; denn 
du bist meine Strke.
6. In deine Hnde befehle ich meinen Geist; du hast mich erlset, Herr, du 
treuer Gott.
7. Ich hasse, die da halten auf lose Lehre; ich hoffe aber auf den Herrn.
8. Ich freue mich und bin frhlich ber deiner Gte, da du mein Elend 
ansiehest und erkennest meine Seele in der Not
9. und bergibst mich nicht in die Hnde des Feindes; du stellest meine 
Fe auf weiten Raum.
10. Herr, sei mir gndig, denn mir ist angst; meine Gestalt ist verfallen 
vor Trauern, dazu meine Seele und mein Bauch.
11. Denn mein Leben hat abgenommen vor Trbnis und meine Zeit vor Seufzen; 
meine Kraft ist verfallen vor meiner Missetat, und meine Gebeine sind 
verschmachtet.
12. Es gehet mir so bel, da ich bin eine groe Schmach worden meinen 
Nachbarn und eine Scheu meinen Verwandten; die mich sehen auf der Gasse, 
fliehen vor mir.
13. Mein ist vergessen im Herzen wie eines Toten; ich bin worden wie ein 
zerbrochen Gef.
14. Denn viele schelten mich bel, da jedermann sich vor mir scheuet; sie 
ratschlagen miteinander ber mich und denken mir das Leben zu nehmen.
15. Ich aber, Herr, hoffe auf dich und spreche: Du bist mein Gott.
16. Meine Zeit stehet in deinen Hnden. Errette mich von der Hand meiner 
Feinde und von denen, die mich verfolgen.
17. La leuchten dein Antlitz ber deinen Knecht; hilf mir durch deine 
Gte!
18. Herr, la mich nicht zuschanden werden; denn ich rufe dich an. Die 
Gottlosen mssen zuschanden und geschweiget werden in der Hlle.
19. Verstummen mssen falsche Muler, die da reden wider den Gerechten, 
steif, stolz und hhnisch.
20. Wie gro ist deine Gte, die du verborgen hast denen, die dich 
frchten, und erzeigest denen, die vor den Leuten auf dich trauen.
21. Du verbirgest sie heimlich bei dir vor jedermanns Trotz; du verdeckest 
sie in der Htte vor den znkischen Zungen.
22. Gelobet sei der Herr, da er hat eine wunderliche Gte mir bewiesen in 
einer festen Stadt!
23. Denn ich sprach in meinem Zagen: Ich bin von deinen Augen verstoen; 
dennoch hretest du meines Flehens Stimme, da ich zu dir schrie.
24. Liebet den Herrn, alle seine Heiligen! Die Glubigen behtet der Herr 
und vergilt reichlich dem, der Hochmut bet.
25. Seid getrost und unverzagt, alle, die ihr des Herrn harret!
Der Psalter 32
1. Eine Unterweisung Davids. Wohl dem, dem die bertretungen vergeben 
sind, dem die Snde bedecket ist!
2. Wohl dem Menschen, dem der Herr die Missetat nicht zurechnet, in des 
Geist kein Falsch ist!
3. Denn da ich's wollte verschweigen, verschmachteten meine Gebeine durch 
mein tglich Heulen.
4. Denn deine Hand war Tag und Nacht schwer auf mir, da mein Saft 
vertrocknete, wie es im Sommer drre wird. Sela.
5. Darum bekenne ich dir meine Snde und verhehle meine Missetat nicht. 
Ich sprach: Ich will dem Herrn meine bertretung bekennen. Da vergabest du 
mir die Missetat meiner Snde. Sela.
6. Dafr werden dich alle Heiligen bitten zur rechten Zeit; darum, wenn 
groe Wasserfluten kommen, werden sie nicht an dieselbigen gelangen.
7. Du bist mein Schirm; du wollest mich vor Angst behten, da ich 
errettet, ganz frhlich rhmen knnte. Sela.
8. Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du wandeln 
sollst; ich will dich mit meinen Augen leiten.
9. Seid nicht wie Rosse und Muler, die nicht verstndig sind, welchen man 
Zaum und Gebi mu ins Maul legen, wenn sie nicht zu dir wollen.
10. Der Gottlose hat viel Plage; wer aber auf den Herrn hoffet, den wird 
die Gte umfahen.
11. Freuet euch des Herrn und seid frhlich, ihr Gerechten, und rhmet, 
alle ihr Frommen!
Der Psalter 33
1. Freuet euch des Herrn, ihr Gerechten! Die Frommen sollen ihn schn 
preisen.
2. Danket dem Herrn mit Harfen und lobsinget ihm auf dem Psalter von zehn 
Saiten!
3. Singet ihm ein neues Lied; machet es gut auf Saitenspielen mit Schalle!
4. Denn des Herrn Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hlt er 
gewi.
5. Er liebet Gerechtigkeit und Gericht. Die Erde ist voll der Gte des 
Herrn.
6. Der Himmel ist durchs Wort des Herrn gemacht und all sein Heer durch 
den Geist seines Mundes.
7. Er hlt das Wasser im Meer zusammen wie in einem Schlauch und legt die 
Tiefe ins Verborgene.
8. Alle Welt frchte den Herrn, und vor ihm scheue sich alles, was auf dem 
Erdboden wohnet!
9. Denn er spricht, so geschieht's; so er gebeut, so stehet's da.
10. Der Herr macht zunichte der Heiden Rat und wendet die Gedanken der 
Vlker.
11. Aber der Rat des Herrn bleibet ewiglich, seines Herzens Gedanken fr 
und fr.
12. Wohl dem Volk, des der Herr ein Gott ist, das Volk, das er zum Erbe 
erwhlet hat!
13. Der Herr schauet vom Himmel und siehet aller Menschen Kinder.
14. Von seinem festen Thron siehet er auf alle, die auf Erden wohnen.
15. Er lenket ihnen allen das Herz, er merket auf alle ihre Werke.
16. Einem Knige hilft nicht seine groe Macht; ein Riese wird nicht 
errettet durch seine groe Kraft;
17. Rosse helfen auch nicht, und ihre groe Strke errettet nicht.
18. Siehe, des HErm Auge siehet auf die, so ihn frchten, die auf seine 
Gte hoffen,
19. da er ihre Seele errette vom Tode und ernhre sie in der Teurung.
20. Unsere Seele harret auf den Herrn; er ist unsere Hilfe und Schild.
21. Denn unser Herz freuet sich sein, und wir trauen auf seinen heiligen 
Namen.
22. Deine Gte, Herr, sei ber uns, wie wir auf dich hoffen.
Der Psalter 34
1. Ein Psalm Davids, da er seine Gebrde verstellete vor Abimelech, der 
ihn von sich trieb, und er wegging.
2. Ich will den Herrn loben allezeit; sein Lob soll immerdar in meinem 
Munde sein.
3. Meine Seele soll sich rhmen des Herrn, da die Elenden hren und sich 
freuen.
4. Preiset mit mir den Herrn und lat uns miteinander seinen Namen erhhen!
5. Da ich den Herrn suchte, antwortete er mir und errettete mich aus aller 
meiner Furcht.
6. Welche ihn ansehen und anlaufen, deren Angesicht wird nicht zuschanden.
7. Da dieser Elende rief, hrete der Herr und half ihm aus allen seinen 
Nten.
8. Der Engel des Herrn lagert sich um die her, so ihn frchten, und hilft 
ihnen aus.
9. Schmecket und sehet, wie freundlich der Herr ist! Wohl dem, der auf ihn 
trauet!
10. Frchtet den Herrn, ihr seine Heiligen; denn die ihn frchten, haben 
keinen Mangel.
11. Die Reichen mssen darben und hungern; aber die den Herrn suchen, 
haben keinen Mangel an irgendeinem Gut.
12. Kommt her, Kinder, hret mir zu! Ich will euch die Furcht des Herrn 
lehren.
13. Wer ist, der gut Leben begehrt und gerne gute Tage htte?
14. Behte deine Zunge vor Bsem und deine Lippen, da sie nicht falsch 
reden.
15. La vom Bsen und tue Gutes, suche Frieden und jage ihm nach.
16. Die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten und seine Ohren auf ihr 
Schreien.
17. Das Antlitz aber des Herrn stehet ber die, so Bses tun, da er ihr 
Gedchtnis ausrotte von der Erde.
18. Wenn die (Gerechten) schreien, so hret der Herr und errettet sie aus 
all ihrer Not.
19. Der Herr ist nahe bei denen, die zerbrochenes Herzens sind, und hilft 
denen, die zerschlagen Gemt haben.
20. Der Gerechte mu viel leiden; aber der Herr hilft ihm aus dem allem.
21. Er bewahret ihm alle seine Gebeine, da deren nicht eins zerbrochen 
wird.
22. Den Gottlosen wird das Unglck tten, und die den Gerechten hassen, 
werden Schuld haben.
23. Der Herr erlset die Seele seiner Knechte, und alle, die auf ihn 
trauen, werden keine Schuld haben.
Der Psalter 35
1. Ein Psalm Davids. Herr, hadere mit meinen Haderern; streite wider meine 
Bestreiter!
2. Ergreife den Schild und Waffen und mache dich auf, mir zu helfen!
3. Zcke den Spie und schtze mich wider meine Verfolger! Sprich zu 
meiner Seele: Ich bin deine Hilfe.
4. Es mssen sich schmen und gehhnet werden, die nach meiner Seele 
stehen; es mssen zurcckehren und zuschanden werden, die mir belwollen.
5. Sie mssen werden wie Spreu vor dem Winde, und der Engel des Herrn 
stoe sie weg.
6. Ihr Weg msse finster und schlpfrig werden, und der Engel des Herrn 
verfolge sie.
7. Denn sie haben mir ohne Ursache gestellet ihre Netze, zu verderben, und 
haben ohne Ursache meiner Seele Gruben zugerichtet.
8. Er msse unversehens berfallen werden, und sein Netz, das er gestellet 
hat, msse ihn fahen und msse drinnen berfallen werden.
9. Aber meine Seele msse sich freuen des Herrn und frhlich sein auf 
seine Hilfe.
10. Alle meine Gebeine mssen sagen: Herr, wer ist deinesgleichen? Der du 
den Elenden errettest von dem, der ihm zu stark ist, und den Elenden und 
Armen von seinen Rubern.
11. Es treten frevele Zeugen auf, die zeihen mich, des ich nicht schuldig 
bin.
12. Sie tun mir Arges um Gutes, mich in Herzeleid zubringen.
13. Ich aber, wenn sie krank waren, zog einen Sack an, tat mir wehe mit 
Fasten und betete von Herzen stets.
14. Ich hielt mich, als wre es mein Freund und Bruder; ich ging traurig 
wie einer, der Leid trgt ber seine Mutter.
15. Sie aber freuen sich ber meinen Schaden und rotten sich; es rotten 
sich die Hinkenden wider mich ohne meine Schuld; sie reien und hren 
nicht auf.
16. Mit denen, die da heucheln und spotten um des Bauchs willen, beien 
sie ihre Zhne zusammen ber mich.
17. Herr, wie lange willst du zusehen? Errette doch meine Seele aus ihrem 
Getmmel und meine Einsame von den jungen Lwen.
18. Ich will dir danken in der groen Gemeine und unter viel Volks will 
ich dich rhmen.
19. La sich nicht ber mich freuen, die mir unbillig feind sind, noch mit 
den Augen spotten, die mich ohne Ursache hassen.
20. Denn sie trachten, Schaden zu tun und suchen falsche Sachen wider die 
Stillen im Lande;
21. und sperren ihr Maul weit auf wider mich und sprechen: Da, da! das 
sehen wir gerne.
22. Herr, du siehest es, schweige nicht; Herr, sei nicht ferne von mir!
23. Erwecke dich und wache auf zu meinem Recht und zu meiner Sache, mein 
Gott und Herr!
24. Herr, mein Gott, richte mich nach deiner Gerechtigkeit, da sie sich 
ber mich nicht freuen.
25. La sie nicht sagen in ihrem Herzen: Da, da! das wollten wir. La sie 
nicht sagen: Wir haben ihn verschlungen.
26. Sie mssen sich schmen und zu Schanden werden, alle, die sich meines 
bels freuen; sie mssen mit Schande und Scham gekleidet werden, die sich 
wider mich rhmen.
27. Rhmen und freuen mssen sich, die mir gnnen, da ich recht behalte, 
und immer sagen:. Der Herr msse hoch gelobet sein, der seinem Knechte 
wohl will!
28. Und meine Zunge soll reden von deiner Gerechtigkeit und dich tglich 
preisen.
Der Psalter 36
1. Ein Psalm Davids, des Herrn Knechts, vorzusingen.
2. Es ist von Grund meines Herzens von der Gottlosen Wesen gesprochen, da 
keine Gottesfurcht bei ihnen ist.
3. Sie schmcken sich untereinander selbst, da sie ihre bse Sache 
frdern und andere verunglimpfen.
4. Alle ihre Lehre ist schdlich und erlogen; sie lassen sich auch nicht 
weisen, da sie Gutes tten,
5. sondern sie trachten auf ihrem Lager nach Schaden und stehen fest auf 
dem bsen Wege und scheuen kein Arges.
6. Herr, deine Gte reicht, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, 
soweit die Wolken gehen.
7. Deine Gerechtigkeit stehet wie die Berge Gottes und dein Recht wie 
groe Tiefe. Herr, du hilfst Menschen und Vieh.
8. Wie teuer ist deine Gte, Gott, da Menschenkinder unter dem Schatten 
deiner Flgel trauen!
9. Sie werden von den reichen Gtern deines Hauses, und du trnkest sie 
mit Wollust als mit einem Strom.
10. Denn bei dir ist die lebendige Quelle, und in deinem Licht sehen wir 
das Licht.
11. Breite deine Gte ber die, die dich kennen, und deine Gerechtigkeit 
ber die Frommen.
12. La mich nicht von den Stolzen untertreten werden, und die Hand der 
Gottlosen strze mich nicht,
13. sondern la sie, die beltter, daselbst fallen, da sie verstoen 
werden und nicht bleiben mgen.
Der Psalter 37
1. Ein Psalm Davids. Erzrne dich nicht ber die Bsen; sei nicht neidisch 
ber die beltter!
2. Denn wie das Gras werden sie bald abgehauen und wie das grne Kraut 
werden sie verwelken.
3. Hoffe auf den Herrn und tue Gutes; bleibe im Lande und nhre dich 
redlich.
4. Habe deine Lust am Herrn; der wird dir geben, was dein Herz wnschet.
5. Befiehl dem Herrn deine Wege und hoffe auf ihn; er wird's wohl machen
6. und wird deine Gerechtigkeit hervor bringen wie das Licht und dein 
Recht wie den Mittag.
7. Sei stille dem Herrn und warte auf ihn! Erzrne dich nicht ber den, 
dem sein Mutwille glcklich fortgehet.
8. Stehe ab vom Zorn und la den Grimm; erzrne dich nicht, da du auch 
bel tust.
9. Denn die Bsen werden ausgerottet; die aber des Herrn harren, werden 
das Land erben.
10. Es ist noch um ein kleines, so ist der Gottlose nimmer; und wenn du 
nach seiner Sttte sehen wirst, wird er weg sein.
11. Aber die Elenden werden das Land erben und Lust haben in groem 
Frieden.
12. Der Gottlose druet dem Gerechten und beiet seine Zhne zusammen ber 
ihn.
13. Aber der Herr lachet sein; denn er siehet, da sein Tag kommt.
14. Die Gottlosen ziehen das Schwert aus und spannen ihren Bogen, da sie 
fllen den Elenden und Armen und schlachten die Frommen.
15. Aber ihr Schwert wird in ihr Herz gehen, und ihr Bogen wird zerbrechen.
16. Das Wenige, das ein Gerechter hat, ist besser denn das groe Gut 
vieler Gottlosen.
17. Denn der Gottlosen Arm wird zerbrechen; aber der Herr erhlt die 
Gerechten.
18. Der Herr kennet die Tage der Frommen, und ihr Gut wird ewiglich 
bleiben.
19. Sie werden nicht zuschanden in der bsen Zeit, und in der Teurung 
werden sie genug haben.
20. Denn die Gottlosen werden umkommen, und die Feinde des Herrn, wenn sie 
gleich sind wie eine kstliche Aue, werden sie doch vergehen, wie der 
Rauch vergehet.
21. Der Gottlose borget und bezahlet nicht; der Gerechte aber ist 
barmherzig und milde.
22. Denn seine Gesegneten erben das Land; aber seine Verfluchten werden 
ausgerottet.
23. Von dem Herrn wird solches Mannes Gang gefrdert und hat Lust an 
seinem Wege.
24. Fllt er; so wird er nicht weggeworfen; denn der Herr erhlt ihn bei, 
der Hand.
25. Ich bin jung gewesen und alt worden und habe noch nie gesehen den 
Gerechten verlassen oder seinen Samen nach Brot gehen.
26. Er ist allezeit barmherzig und leihet gerne; und sein Same wird 
gesegnet sein.
27. La vom Bsen und tue Gutes, und bleibe immerdar.
28. Denn der Herr hat das Recht lieb und verlt seine Heiligen nicht; 
ewiglich werden sie bewahret; aber der Gottlosen Same wird ausgerottet.
29. Die Gerechten erben das Land und bleiben ewiglich drinnen.
30. Der Mund des Gerechten redet die Weisheit, und seine Zunge lehret das 
Recht.
31. Das Gesetz seines Gottes ist, in seinem Herzen, seine Tritte gleiten 
nicht.
32. Der Gottlose lauert auf den Gerechten und gedenkt ihn zu tten.
33. Aber der Herr lt ihn nicht in seiner Hnden und verdammt ihn nicht, 
wenn er verurteilt wird.
34. Harre auf den Herrn und halte seiner Weg, so wird er dich erhhen, da 
du das Land erbest; du wirst's sehen, da die Gottlosen ausgerottet werden.
35. Ich habe gesehen einen Gottlosen der war trotzig und breitete sich aus 
und grnete wie ein Lorbeerbaum.
36. Da man vorberging, siehe, da war er dahin; ich fragte nach ihm, da 
ward er nirgend funden.
37. Bleibe fromm und halte dich recht denn solchem wird's zuletzt 
wohlgehen.
38. Die bertreter aber werden vertilget miteinander, und die Gottlosen 
werden zuletzt ausgerottet.
39. Aber der Herr hilft den Gerechten der ist ihre Strke in der Not.
40. Und der Herr wird ihnen beistehen und wird sie erretten; er wird sie 
von den Gottlosen erretten und ihnen helfen; denn sie trauen auf ihn.
Der Psalter 38
1. Ein Psalm Davids zum Gedchtnis.
2. Herr, strafe mich nicht in deinem Zorn und zchtige mich nicht in 
deinem Grimm!
3. Denn deine Pfeile stecken in mir, und deine Hand drcket mich.
4. Es ist nichts Gesundes an meinem Leibe vor deinem Druen, und ist kein 
Friede in meinen Gebeinen vor meiner Snde.
5. Denn meine Snden gehen ber mein Haupt, wie eine schwere Last sind sie 
mir zu schwer worden.
6. Meine Wunden stinken und eitern vor meiner Torheit.
7. Ich gehe krumm und sehr gebckt; den ganzen Tag gehe ich traurig.
8. Denn meine Lenden verdorren ganz: und ist nichts Gesundes an meinem 
Leibe.
9. Es ist mit mir gar anders und bin sehr zerstoen. Ich heule vor Unruhe 
meines Herzens.
10. Herr, vor dir ist alle meine Begierde und mein Seufzen ist dir nicht 
verborgen.
11. Mein Herz bebet, meine Kraft hat mich verlassen, und das Licht meiner 
Augen ist nicht bei mir.
12. Meine Lieben und Freunde stehen gegen mich und scheuen meine Plage, 
und meine Nchsten treten ferne.
13. Und die mir nach der Seele stehen, stellen mir; und die mir bel 
wollen, reden, wie sie Schaden tun wollen, und gehen mit eitel Listen um.
14. Ich aber mu sein wie ein Tauber und nicht hren, und wie ein Stummer, 
der seinen Mund nicht auftut.
15. Und mu sein wie einer, der nicht hret und der keine Widerrede in 
seinem Munde hat.
16. Aber ich harre, Herr, auf dich; du, Herr, mein Gott, wirst erhren.
17. Denn ich denke, da sie ja sich nicht ber mich freuen. Wenn mein Fu 
wankete; wrden sie sich hoch rhmen wider mich.
18. Denn ich bin zu Leiden gemacht, und mein Schmerz ist immer vor mir.
19. Denn ich zeige meine Missetat an und sorge fr meine Snde.
20. Aber meine Feinde leben und sind mchtig; die mich unbillig hassen, 
sind gro.
21. Und die mir Arges tun um Gutes, setzen sich wider mich, darum da ich 
ob dem Guten halte.
22. Verla mich nicht, Herr, mein Gott; sei nicht ferne von mir!
23. Eile mir beizustehen, Herr, meine Hilfe!
Der Psalter 39
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen, fr Jeduthun.
2. Ich habe mir vorgesetzt, ich will mich hten, da ich nicht sndige mit 
meiner Zunge. Ich will meinen Mund zumen, weil ich mu den Gottlosen so 
vor mir sehen.
3. Ich bin verstummet und still und schweige der Freuden und mu mein Leid 
in mich fressen.
4. Mein Herz ist entbrannt in meinem Leibe, und wenn ich dran gedenke, 
werde ich entzndet; ich rede mit meiner Zunge.
5. Aber, Herr, lehre doch mich, da es ein Ende mit mir haben mu, und 
mein Leben ein Ziel hat und ich davon mu.
6. Siehe, meine Tage sind einer Hand breit bei dir, und mein Leben ist wie 
nichts vor dir. Wie gar nichts sind alle Menschen, die doch so sicher 
leben! Sela.
7. Sie gehen daher wie ein Schemen und machen ihnen viel vergeblicher 
Unruhe; sie sammeln und wissen nicht, wer es kriegen wird.
8. Nun, Herr, wes soll ich mich trsten? Ich hoffe auf dich.
9. mich von aller meiner Snde und la mich nicht den Narren ein Spott 
werden.
10. Ich will schweigen und meinen Mund nicht auftun; du wirst's wohlmachen.
11. Wende deine Plage von mir; denn ich bin verschmachtet von der Strafe 
deiner Hand.
12. Wenn du einen zchtigest um der Snde willen, so wird seine Schne 
verzehret wie von Motten. Ach, wie gar nichts sind doch alle Menschen! 
Sela.
13. Hre mein Gebet, Herr, und vernimm mein Schreien und schweige nicht 
ber meinen Trnen; denn ich bin beides, dein Pilgrim und dein Brger, wie 
alle meine Vter.
14. La ab von mir, da ich mich erquicke, ehe denn ich hinfahre und nicht 
mehr hie sei.
Der Psalter 40
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen.
2. Ich harrete des Herrn; und er neigete sich zu mir und hrete mein 
Schreien
3. und zog mich aus der grausamen Grube und aus dem Schlamm und stellete 
meine Fe auf einen Fels, da ich gewi treten kann;
4. und hat mir ein neu Lied in meinen Mund gegeben, zu loben unsern Gott. 
Das werden viele sehen und den Herrn frchten und auf ihn hoffen.
5. Wohl dem, der seine Hoffnung setzt auf den Herrn und sich nicht wendet 
zu den Hoffrtigen, und die mit Lgen umgehen.
6. Herr, mein Gott, gro sind deine Wunder und deine Gedanken, die du an 
uns beweisest. Dir ist nichts gleich. Ich will sie verkndigen und davon 
sagen, wiewohl sie nicht zu zhlen sind.
7. Opfer und Speisopfer gefallen dir nicht; aber die Ohren hast du mir 
aufgetan. Du willst weder Brandopfer noch Sndopfer.
8. Da sprach ich: Siehe, ich komme; im Buch ist von mir geschrieben.
9. Deinen Willen, mein Gott, tu ich gerne und dein Gesetz hab ich in 
meinem Herzen.
10. Ich will predigen die Gerechtigkeit in der groen Gemeine; siehe, ich 
will mir meinen Mund nicht stopfen lassen, Herr, das weiest du.
11. Deine Gerechtigkeit verberge ich nicht in meinem Herzen; von deiner 
Wahrheit und von deinem Heil rede ich ich verhehle deine Gte und Treue 
nicht vor der groen Gemeine.
12. Du aber, Herr, wollest deine Barmherzigkeit von mir nicht wenden; la 
deine Gte und Treue allewege mich behten!
13. Denn es hat mich umgeben Leiden ohne Zahl; es haben mich meine Snden 
ergriffen, da ich nicht sehen kann; ihrer ist mehr denn Haare auf meinem 
Haupt, und mein Herz hat mich verlassen.
14. La dir's gefallen, Herr, da du mich errettest; eile, Herr, mir zu 
helfen!
15. Schmen mssen sich und zuschanden werden, die mir nach meiner Seele 
stehen, da sie die umbringen; zurck mssen sie fallen und zuschanden 
werden, die mir bels gnnen.
16. Sie mssen in ihrer Schande erschrecken, die ber mich schreien: Da, 
da!
17. Es mssen sich freuen und frhlich sein alle, die nach dir fragen; und 
die dein Heil lieben, mssen sagen allewege: Der Herr sei hochgelobt!
18. Denn ich bin arm und elend; der Herr aber sorget fr mich. Du bist 
mein Helfer und Erretter; mein Gott, verzeuch nicht!
Der Psalter 41
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen.
2. Wohl dem, der sich des Drftigen annimmt! Den wird der Herr erretten 
zur bsen Zeit.
3. Der Herr wird ihn bewahren und beim Leben erhalten und ihm lassen 
wohlgehen auf Erden und nicht geben in seiner Feinde Willen.
4. Der Herr wird ihn erquicken auf seinem Siechbette; du hilfst ihm von 
aller seiner Krankheit.
5. Ich sprach: Herr, sei mir gndig, heile meine Seele; denn ich habe an 
dir gesndiget.
6. Meine Feinde reden Arges wider mich: Wann wird er sterben und sein Name 
vergehen?
7. Sie kommen, da sie schauen, und meinen's doch nicht von Herzen, 
sondern suchen etwas, da sie lstern mgen, gehen hin und tragen's aus.
8. Alle, die mich hassen, raunen miteinander wider mich und denken Bses 
ber mich.
9. Sie haben ein Bubenstck ber mich beschlossen: Wenn er liegt, soll er 
nicht wieder aufstehen!
10. Auch mein Freund, dem ich mich vertrauete, der mein Brot a, tritt 
mich unter die Fe.
11. Du aber, Herr, sei mir gndig und hilf mir auf, so will ich sie 
bezahlen.
12. Dabei merke ich, da du Gefallen an mir hast, da mein Feind ber mich 
nicht jauchzen wird.
13. Mich aber erhltst du um meiner Frmmigkeit willen und stellest mich 
vor dein Angesicht ewiglich.
14. Gelobt sei der Herr, der Gott Israels, von nun an bis in Ewigkeit! 
Amen, Amen.
Der Psalter 42
1. Eine Unterweisung der Kinder Korah, vorzusingen.
2. Wie der Hirsch schreiet nach frischem Wasser, so schreiet meine Seele, 
Gott, zu dir.
3. Meine Seele drstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich 
dahin kommen, da ich Gottes Angesicht schaue?
4. Meine Trnen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man tglich zu mir 
sagt: Wo ist nun dein Gott?
5. Wenn ich denn des inne werde, so schtte ich mein Herz heraus bei mir 
selbst; denn ich wollte gerne hingehen mit dem Haufen und mit ihnen wallen 
zum Hause Gottes mit Frohlocken und Danken unter dem Haufen, die da feiern.
6. Was betrbest du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre 
auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, da er mir hilft mit seinem 
Angesicht.
7. Mein Gott, betrbt ist meine Seele in mir; darum gedenke ich an dich im 
Lande am Jordan und Hermonim, auf dem kleinen Berg.
8. Deine Fluten rauschen daher, da hie eine Tiefe und da eine Tiefe 
brausen; alle deine Wasserwogen und Wellen gehen ber mich.
9. Der Herr hat des Tages verheien seine Gte, und des Nachts singe ich 
ihm und bete zu Gott meines Lebens.
10. Ich sage zu Gott, meinem Fels: Warum hast du mein vergessen? Warum mu 
ich so traurig gehen, wenn mein Feind mich drnget?
11. Es ist als ein Mord in meinen Beinen, da mich meine Feinde schmhen, 
wenn sie tglich zu mir sagen: Wo ist nun dein Gott?
12. Was betrbest du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre 
auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, da er meines Angesichts Hilfe 
und mein Gott ist.
Der Psalter 43
1. Richte mich, Gott, und fhre meine Sache wider das unheilige Volk und 
errette mich von den falschen und bsen Leuten.
2. Denn du bist der Gott meiner Strke; warum verstest du mich? Warum 
lssest du mich so traurig gehen, wenn mich mein Feind drnget?
3. Sende dein Licht und deine Wahrheit, da sie mich leiten und bringen zu 
deinem heiligen Berg und zu deiner Wohnung,
4. da ich hineingehe zum Altar Gottes, zu dem Gott, der meine Freude und 
Wonne ist, und dir, Gott; auf der Harfe danke, mein Gott!
5. Was betrbest du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? Harre 
auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, da er meines Angesichts Hilfe 
und mein Gott ist.
Der Psalter 44
1. Eine Unterweisung der Kinder Korah, vorzusingen,
2. Gott, wir haben mit unsern Ohren gehret, unsere Vter haben uns 
erzhlet, was du getan hast zu ihren Zeiten vor alters.
3. Du hast mit deiner Hand die Heiden vertrieben, aber sie hast du 
eingesetzt; du hast die Vlker verderbet, aber sie hast du ausgebreitet.
4. Denn sie haben das Land nicht eingenommen durch ihr Schwert, und ihr 
Arm half ihnen nicht, sondern deine Rechte, dein Arm und das Licht deines 
Angesichts; denn du hattest Wohlgefallen an ihnen.
5. Gott, du bist derselbe mein Knig, der du Jakob Hilfe verheiest.
6. Durch dich wollen wir unsere Feinde zerstoen; in deinem Namen wollen 
wir untertreten, die sich wider uns setzen.
7. Denn ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen, und mein Schwert kann 
mir nicht helfen,
8. sondern du hilfst uns von unsern Feinden und machest zuschanden, die 
uns hassen.
9. Wir wollen tglich rhmen von Gott und deinem Namen danken ewiglich. 
Sela.
10. Warum verstest du uns denn nun und lssest uns zuschanden werden und 
zeuchst nicht aus unter unserm Heer?
11. Du lssest uns fliehen vor unserm Feinde, da uns berauben, die uns 
hassen.
12. Du lssest uns auffressen wie Schafe und zerstreuest uns unter die 
Heiden.
13. Du verkaufest dein Volk umsonst und nimmst nichts drum.
14. Du machst uns zur Schmach unsern Nachbarn, zum Spott und Hohn denen, 
die um uns her sind.
15. Du machst uns zum Beispiel unter den Heiden, und da die Vlker das 
Haupt ber uns schtteln.
16. Tglich ist meine Schmach vor mir, und mein Antlitz ist voller Schande,
17. da ich die Schnder und Lsterer hren und die Feinde und 
Rachgierigen sehen mu.
18. Dies alles ist ber uns kommen, und haben doch dein nicht vergessen, 
noch untreulich in deinem Bunde gehandelt;
19. unser Herz ist nicht abgefallen, noch unser Gang gewichen von deinem 
Wege,
20. da du uns so zerschlgest unter den Drachen und bedeckest uns mit 
Finsternis.
21. Wenn wir des Namens unsers Gottes vergessen htten und unsere Hnde 
aufgehoben zum fremden Gott,
22. das mchte Gott wohl finden; nun kennet er ja unsers Herzens Grund.
23. Denn wir werden ja um deinetwillen tglich erwrget und sind geachtet 
wie Schlachtschafe.
24. Erwecke dich, Herr, warum schlfst du? Wache auf und verstoe uns 
nicht so gar!
25. Warum verbirgest du dein Antlitz, vergissest unsers Elends und Dranges?
26. Denn unsere Seele ist gebeuget zur Erde; unser Bauch klebet am 
Erdboden.
27. Mache dich auf, hilf uns und erlse uns um deiner Gte willen!
Der Psalter 45
1. Ein Brautlied und Unterweisung der Kinder Korah von den Rosen, 
vorzusingen.
2. Mein Herz dichtet ein feines Lied ich will singen von einem Knige; 
meine Zunge ist ein Griffel eines guten Schreibers.
3. Du bist der Schnste unter den Menschenkindern; holdselig sind deine 
Lippen; darum segnet dich Gott ewiglich.
4. Grte dein Schwert an deine Seite, du Held, und schmcke dich schn!
5. Es msse dir gelingen, in deinem Schmuck. Zeuch einher der Wahrheit zu 
gut, und die Elenden bei Recht zu behalten, so wird deine rechte Hand 
Wunder beweisen.
6. Scharf sind deine Pfeile, da die Vlker vor dir niederfallen mitten 
unter den Feinden des Knigs.
7. dein Stuhl bleibt immer und ewig; das Zepter deines Reichs ist ein 
gerades Zepter.
8. Du liebest Gerechtigkeit und hassest gottlos Wesen; darum hat dich, 
Gott, dein Gott gesalbet mit Freudenle, mehr denn deine Gesellen.
9. Deine Kleider sind eitel Myrrhen, Aloe und Kezia, wenn du aus den 
elfenbeinernen Palsten dahertrittst in deiner schnen Pracht.
10. In deinem Schmuck gehen der Knige Tchter; die Braut stehet zu deiner 
Rechten in eitel kstlichem Golde.
11. Hre, Tochter, schaue drauf und neige deine Ohren; vergi deines Volks 
und deines Vaters Haus,
12. so wird der Knig Lust an deiner Schne haben; denn er ist dein Herr, 
und sollst ihn anbeten.
13. Die Tochter Zor wird mit Geschenk da sein, die Reichen im Volk werden 
vor dir flehen.
14. Des Knigs Tochter ist ganz herrlich inwendig; sie ist mit gldenen 
Stcken gekleidet.
15. Man fhret sie in gestickten Kleidern zum Knig; und ihre Gespielen, 
die Jungfrauen, die ihr nachgehen, fhret man zu dir.
16. Man fhret sie mit Freuden und Wonne, und gehen in des Knigs Palast.
17. Anstatt deiner Vter wirst du Kinder kriegen; die wirst du zu Frsten 
setzen in aller Welt.
18. Ich will deines Namens gedenken von Kind zu Kindeskind; darum werden 
dir danken die Vlker immer und ewiglich.
Der Psalter 46
1. Ein Lied der Kinder Korah von der Jugend, vorzusingen.
2. Gott ist unsere Zuversicht und Strke, eine Hilfe in den groen Nten, 
die uns getroffen haben.
3. Darum frchten wir uns nicht, wenngleich die Welt unterginge und die 
Berge mitten ins Meer snken,
4. wenngleich das Meer wtete und wallete und von seinem Ungestm die 
Berge einfielen. Sela.
5. Dennoch soll die Stadt Gottes fein lustig bleiben mit ihren Brnnlein, 
da die heiligen Wohnungen des Hchsten sind.
6. Gott ist bei ihr drinnen, darum wird sie wohl bleiben; Gott hilft ihr 
frhe.
7. Die Heiden mssen verzagen und die Knigreiche fallen; das Erdreich mu 
vergehen, wenn er sich hren lt.
8. Der Herr Zebaoth ist mit uns, Gott Jakobs ist unser Schutz. Sela.
9. Kommt her und schauet die Werke des Herrn, der auf Erden solch 
Zerstren anrichtet,
10. der den Kriegen steuert in aller Welt, der Bogen zerbricht, Spiee 
zerschlgt und Wagen mit Feuer verbrennt.
11. Seid stille und erkennet, da ich Gott bin! Ich will Ehre einlegen 
Unter den Heiden, ich will Ehre einlegen auf Erden.
12. Der Herr Zebaoth ist mit uns, der Gott Jakobs ist unser Schutz. Sela.
Der Psalter 47
1. Ein Psalm, vorzusingen, der Kinder Korah.
2. Frohlocket mit Hnden, alle Vlker, und jauchzet Gott mit frhlichem 
Schall!
3. Denn der Herr, der Allerhchste, ist erschrecklich, ein groer Knig 
auf dem ganzen Erdboden.
4. Er wird die Vlker unter uns zwingen und die Leute unter unsere Fe.
5. Er erwhlet uns zum Erbteil, die Herrlichkeit Jakobs, den er liebet. 
Sela.
6. Gott fhret auf mit Jauchzen und der Herr mit heller Posaune.
7. Lobsinget, lobsinget Gott; lobsinget, lobsinget unserm Knige!
8. Denn Gott ist Knig auf dem ganzen Erdboden; lobsinget ihm klglich!
9. Gott ist Knig ber die Heiden; Gott sitzt auf seinem heiligen Stuhl.
10. Die Frsten unter den Vlkern sind versammelt zu einem Volk dem Gott 
Abrahams; denn Gott ist sehr erhhet bei den Schilden auf Erden.
Der Psalter 48
1. Ein Psalmlied der Kinder Korah.
2. Gro ist der Herr und hoch berhmt in der Stadt unsers Gottes, auf 
seinem heiligen Berge.
3. Der Berg Zion ist wie ein schn Zweiglein, des sich das ganze Land 
trstet; an der Seite gegen Mitternacht liegt die Stadt des groen Knigs.
4. Gott ist in ihren Palsten bekannt, da er der Schutz sei.
5. Denn siehe, Knige sind versammelt und miteinander vorbergezogen.
6. Sie haben sich verwundert, da sie solches sahen; sie haben sich 
entsetzt und sind gestrzt.
7. Zittern ist sie daselbst angekommen, Angst wie eine Gebrerin.
8. Du zerbrichst Schiffe im Meer durch den Ostwind.
9. Wie wir gehret haben, so sehen wir's an der Stadt des Herrn Zebaoth, 
an der Stadt unsers Gottes; Gott erhlt dieselbige ewiglich. Sela
10. Gott, wir warten deiner Gte in deinem Tempel.
11. Gott, wie dein Name, so ist auch dein Ruhm, bis an der Welt Ende; 
deine Rechte ist voll Gerechtigkeit.
12. Es freue sich der Berg Zion, und die Tchter Judas seien frhlich um 
deiner Rechte willen.
13. Macht euch um Zion und umfahet sie; zhlet ihre Trme!
14. Leget Flei an ihre Mauern und erhhet ihre Palste, auf da man davon 
verkndige bei den Nachkommen,
15. da dieser Gott sei unser Gott immer und ewiglich. Er fhret uns wie 
die Jugend.
Der Psalter 49
1. Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen.
2. Hret zu, alle Vlker; merket auf, alle, die in dieser Zeit leben,
3. beide gemein Mann und Herren, beide reich und arm miteinander.
4. Mein Mund soll von Weisheit reden und mein Herz von Verstand sagen.
5. Wir wollen einen guten Spruch hren und ein fein Gedicht auf der Harfe 
spielen.
6. Warum sollt ich mich frchten in bsen Tagen, wenn mich die Missetat 
meiner bertreter umgibt?
7. Die sich verlassen auf ihr Gut und trotzen auf ihren groen Reichtum.
8. Kann doch ein Bruder niemand erlsen noch Gott jemand vershnen;
9. denn es kostet zu viel, ihre Seele zu erlsen, da er's mu lassen 
anstehen ewiglich,
10. ob er auch gleich lange lebet und die Grube nicht siehet.
11. Denn man wird sehen, da solche Weisen doch sterben, sowohl als die 
Toren und Narren umkommen, und mssen ihr Gut andern lassen.
12. Das ist ihr Herz, da ihre Huser whren immerdar, ihre Wohnungen 
bleiben fr und fr und haben groe Ehre auf Erden.
13. Dennoch knnen sie nicht bleiben in solcher Wrde, sondern mssen 
davon wie ein Vieh.
14. Dies ihr Tun ist eitel Torheit; noch loben's ihre Nachkommen mit ihrem 
Munde Sela.
15. Sie liegen in der Hlle wie Schafe, der Tod naget sie; aber die 
Frommen werden gar bald ber sie herrschen, und ihr Trotz mu vergehen, in 
der Hlle mssen sie bleiben.
16. Aber Gott wird meine Seele erlsen aus der Hlle Gewalt; denn er hat 
mich angenommen. Sela.
17. La dich's nicht irren, ob einer reich wird, ob die Herrlichkeit 
seines Hauses gro wird.
18. Denn er wird nichts in seinem Sterben mitnehmen, und seine 
Herrlichkeit wird ihm nicht nachfahren.
19. sondern er trstet sich dieses guten Lebens und preiset es, Wenn einer 
nach guten Tagen trachtet.
20. So fahren sie ihren Vtern nach und sehen das Licht nimmermehr.
21. Kurz, wenn ein Mensch in der Wrde ist und hat keinen Verstand, so 
fhret er davon wie ein Vieh.
Der Psalter 50
1. Ein Psalm Assaphs. Gott der Herr, der Mchtige, redet und ruft der Welt 
von Aufgang der Sonne bis zum Niedergang.
2. Aus Zion bricht an der schne Glanz Gottes.
3. Unser Gott kommt und schweiget nicht. Fressend Feuer gehet vor ihm her 
und um ihn her ein gro Wetter.
4. Er ruft Himmel und Erde, da er sein Volk richte.
5. Versammelt mir meine Heiligen, die den Bund mehr achten denn Opfer.
6. Und die Himmel werden seine Gerechtigkeit verkndigen; denn Gott ist 
Richter. Sela.
7. Hre, mein Volk, la mich reden, Israel; la mich unter dir zeugen: 
Ich, Gott, bin dein Gott.
8. Deines Opfers halben strafe ich dich nicht; sind doch deine Brandopfer 
sonst immer vor mir.
9. Ich will nicht von deinem Hause Farren nehmen, noch Bcke aus deinen 
Stllen;
10. denn alle Tiere im Walde sind mein und Vieh auf den Bergen, da sie bei 
tausend gehen.
11. Ich kenne alles Gevgel auf den Bergen, und allerlei Tier auf dem 
Felde ist vor mir.
12. Wo mich hungerte, wollt ich dir nicht davon sagen; denn der Erdboden 
ist mein und alles, was drinnen ist.
13. Meinest du, da ich Ochsenfleisch essen wolle, oder Bocksblut trinken?
14. Opfere Gott Dank und bezahle dem Hchsten deine Gelbde!
15. Und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, so sollst du 
mich preisen.
16. Aber zum Gottlosen spricht Gott: Was verkndigest du meine Rechte und 
nimmst meinen Bund in deinen Mund,
17. so du doch Zucht hassest und wirfst meine Worte hinter dich?
18. Wenn du einen Dieb siehest, so lufst du mit ihm und hast Gemeinschaft 
mit den Ehebrechern.
19. Dein Maul lssest du Bses reden, und deine Zunge treibet Falschheit.
20. Du sitzest und redest wider deinen Bruder, deiner Mutter Sohn 
verleumdest du.
21. Das tust du, und ich schweige. Da meinest du, ich werde sein gleich 
wie du. Aber ich will dich strafen und will dir's unter Augen stellen.
22. Merket doch das, die ihr Gottes vergesset, da ich nicht einmal 
hinreie, und sei kein Retter mehr da.
23. Wer Dank opfert, der preiset mich; und da ist der Weg, da ich ihm 
zeige das Heil Gottes.
Der Psalter 51
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen,
2. da der Prophet Nathan zu ihm kam, als er war zu Bathseba eingegangen.
3. Gott, sei mir gndig nach deiner Gte und tilge meine Snden nach 
deiner groen Barmherzigkeit!
4. Wasche mich wohl von meiner Missetat und reinige mich von meiner Snde!
5. Denn ich erkenne meine Missetat, und meine Snde ist immer vor mir.
6. An dir allein hab ich gesndiget und bel vor dir getan, auf da du 
recht behaltest in deinen Worten und rein bleibest, wenn du gerichtet 
wirst.
7. Siehe, ich bin aus sndlichem Samen gezeuget, und meine Mutter hat mich 
in Snden empfangen.
8. Siehe, du hast Lust zur Wahrheit, die im Verborgenen liegt; du lssest 
mich wissen die heimliche Weisheit.
9. Entsndige mich mit Ysopen, da ich rein werde; wasche mich, da ich 
schneewei werde.
10. La mich hren Freude und Wonne, da die Gebeine frhlich werden, die 
du zerschlagen hast.
11. Verbirg dein Antlitz von meinen Snden und tilge alle meine Missetat.
12. Schaffe in mir, Gott, ein rein Herz und gib mir einen neuen, gewissen 
Geist.
13. Verwirf mich nicht von deinem Angesichte und nimm deinen Heiligen 
Geist nicht von mir.
14. Trste mich wieder mit deiner Hilfe, und der freudige Geist enthalte 
mich.
15. Denn ich will die bertreter deine Wege lehren, da sich die Snder zu 
dir bekehren.
16. Errette mich von den Blutschulden, Gott, der du mein Gott und Heiland 
bist, da meine Zunge deine Gerechtigkeit rhme.
17. Herr, tue meine Lippen auf, da mein Mund deinen Ruhm verkndige!
18. Denn du hast nicht Lust zum Opfer, ich wollte dir's sonst wohl geben; 
und Brandopfer gefallen dir nicht.
19. Die Opfer, die Gott gefallen, sind ein gengsteter Geist; ein 
gengstet und zerschlagen Herz wirst du, Gott, nicht verachten.
20. Tue wohl an Zion nach deiner Gnade; baue die Mauern zu Jerusalem!
21. Dann werden dir gefallen die Opfer der Gerechtigkeit, die Brandopfer 
und ganzen Opfer; dann wird man Farren auf deinem Altar opfern.
Der Psalter 52
1. Eine Unterweisung Davids, vorzusingen,
2. da Doeg, der Edomiter, kam und sagte Saul an und sprach: David ist in 
Ahimelechs Haus kommen.
3. Was trotzest du denn, du Tyrann, da du kannst Schaden tun, so doch 
Gottes Gte noch tglich whret?
4. Deine Zunge trachtet nach Schaden und schneidet mit Lgen wie ein 
scharf Schermesser.
5. Du redest lieber Bses denn Gutes und falsch denn recht. Sela.
6. Du redest gern alles, was zu Verderben dienet, mit falscher Zunge.
7. Darum wird dich Gott auch ganz und gar zerstren und zerschlagen und 
aus der Htte reien und aus dem Lande der Lebendigen ausrotten. Sela.
8. Und die Gerechten werden's sehen und sich frchten und werden sein 
lachen:
9. Siehe, das ist der Mann, der Gott nicht fr seinen Trost hielt, sondern 
verlie sich auf seinen groen Reichtum und war mchtig, Schaden zu tun.
10. Ich aber werde bleiben wie ein grner lbaum im Hause Gottes, verlasse 
mich auf Gottes Gte immer und ewiglich.
11. Ich danke dir ewiglich, denn du kannst's wohl machen; und will harren 
auf deinen Namen, denn deine Heiligen haben Freude dran.
Der Psalter 53
1. Eine Unterweisung Davids, im Chor umeinander vorzusingen.
2. Die Toren sprechen in ihrem Herzen: Es ist kein Gott. Sie taugen nichts 
und sind ein Greuel worden in ihrem bsen Wesen. Da ist keiner, der Gutes 
tut.
3. Gott schauet vom Himmel auf der Menschen Kinder, da er sehe, ob jemand 
klug sei, der nach Gott frage.
4. Aber sie sind alle abgefallen und allesamt untchtig. Da ist keiner, 
der Gutes tue, auch nicht einer.
5. Wollen denn die beltter ihnen nicht sagen lassen, die mein Volk 
fressen, da sie sich nhren? Gott rufen sie nicht an.
6. Da frchten sie sich aber, da nicht zu frchten ist; denn Gott 
zerstreuet die Gebeine der Treiber. Du machst sie zuschanden; denn Gott 
verschmhet sie.
7. Ach, da die Hilfe aus Zion ber Israel kme, und Gott sein gefangen 
Volk erlsete! So wrde sich Jakob freuen und Israel frhlich sein.
Der Psalter 54
1. Eine Unterweisung Davids, vorzusingen auf Saitenspielen,
2. da die von Siph kamen und sprachen zu Saul: David hat sich bei uns 
verborgen.
3. Hilf mir, Gott, durch deinen Namen und schaffe mir Recht durch deine 
Gewalt.
4. Gott, erhre mein Gebet; vernimm die Rede meines Mundes!
5. Denn Stolze setzen sich wider mich, und Trotzige stehen mir nach meiner 
Seele und haben Gott nicht vor Augen. Sela.
6. Siehe, Gott stehet mir bei; der Herr erhlt meine Seele.
7. Er wird die Bosheit meinen Feinden bezahlen. Zerstre sie durch deine 
Treue!
8. So will ich dir ein Freudenopfer tun und deinem Namen, Herr, danken, 
da er so trstlich ist.
9. Denn du errettest mich aus aller meiner Not, da mein Auge an meinen 
Feinden Lust siehet.
Der Psalter 55
1. Eine Unterweisung Davids, vorzusingen auf Saitenspielen.
2. Gott, hre mein Gebet und verbirg dich nicht vor meinem Flehen.
3. Merke auf mich und erhre mich, wie ich so klglich zage und heule,
4. da der Feind so schreiet, und der Gottlose drnget; denn sie wollen 
mir einen Tck beweisen und sind mir heftig gram.
5. Mein Herz ngstet sich in meinem Leibe, und des Todes Furcht ist auf 
mich gefallen.
6. Furcht und Zittern ist mich ankommen, und Grauen hat mich berfallen.
7. Ich sprach: O, htte ich Flgel wie Tauben, da ich flge und etwa 
bliebe!
8. Siehe, so wollt ich mich ferne weg machen und in der Wste bleiben. 
Sela.
9. Ich wollt eilen, da ich entrnne vor dem Sturmwind und Wetter.
10. Mache ihre Zunge uneins, Herr, und la sie untergehen; denn ich sehe 
Frevel und Hader in der Stadt.
11. Solches gehet Tag und Nacht um und um in ihren Mauern; es ist Mhe und 
Arbeit drinnen.
12. Schadentun regieret drinnen, Lgen und Trgen lt nicht von ihrer 
Gasse.
13. Wenn mich doch mein Feind schndete, wollt ich's leiden, und wenn mir 
mein Hasser pochte, wollt ich mich vor ihm verbergen;
14. du aber bist mein Geselle, mein Pfleger und mein Verwandter,
15. die wir freundlich miteinander waren unter uns; wir wandelten im Hause 
Gottes zu Haufen.
16. Der Tod bereile sie, und mssen lebendig in die Hlle fahren; denn es 
ist eitel Bosheit unter ihrem Haufen.
17. Ich aber will zu Gott rufen, und der Herr wird mir helfen.
18. Des Abends, Morgens und Mittags will ich klagen und heulen, so wird er 
meine Stimme hren.
19. Er erlset meine Seele von denen, die an mich wollen, und schaffet ihr 
Ruhe; denn ihrer ist viel wider mich.
20. Gott wird hren und sie demtigen, der allwege bleibt. Sela. Denn sie 
werden nicht anders und frchten Gott nicht.
21. Denn sie legen ihre Hnde an seine Friedsamen und entheiligen seinen 
Bund.
22. Ihr Mund ist gltter denn Butter und haben doch Krieg im Sinn; ihre 
Worte sind gelinder denn l und sind doch bloe Schwerter.
23. Wirf dein Anliegen auf den Herrn! Der wird dich versorgen und wird den 
Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen.
24. Aber, Gott, du wirst sie hinunterstoen in die tiefe Grube. Die 
Blutgierigen und Falschen werden ihr Leben nicht zur Hlfte bringen. Ich 
aber hoffe auf dich.
Der Psalter 56
1. Ein glden Kleinod Davids von der stummen Taube unter den Fremden, da 
ihn die Philister griffen zu Gath.
2. Gott, sei mir gndig, denn Menschen wollen mich versenken; tglich 
streiten sie und ngsten mich.
3. Meine Feinde versenken mich tglich; denn viele streiten wider mich 
stolziglich.
4. Wenn ich mich frchte, hoffe ich auf dich.
5. Ich will Gottes Wort rhmen; auf Gott will ich hoffen und mich nicht 
frchten; was sollte mir Fleisch tun?
6. Tglich fechten sie meine Worte an; all ihre Gedanken sind, da sie mir 
bel tun.
7. Sie halten zuhauf und lauern und haben acht auf meine Fersen, wie sie 
meine Seele erhaschen.
8. Was sie Bses tun, das ist schon vergeben. Gott, stoe solche Leute 
ohne alle Gnade hinunter!
9. Zhle meine Flucht, fasse meine Trnen in deinen Sack! Ohne Zweifel, du 
zhlest sie.
10. Dann werden sich meine Feinde mssen zurcckehren, wenn ich rufe; so 
werde ich inne, da du mein Gott bist.
11. Ich will rhmen Gottes Wort, ich will rhmen des Herrn Wort.
12. Auf Gott hoffe ich und frchte mich nicht; was knnen mir die Menschen 
tun?
13. Ich habe dir, Gott, gelobet, da ich dir danken will.
14. Denn du hast meine Seele vom Tode errettet, meine Fe vom Gleiten, 
da ich wandeln mag vor Gott im Licht der Lebendigen.
Der Psalter 57
1. Ein glden Kleinod Davids, vorzusingen, da er nicht umkme, da er vor 
Saul floh in die Hhle.
2. Sei mir gndig, Gott, sei mir gndig! Denn auf dich trauet meine Seele 
und unter dem Schatten deiner Flgel habe ich Zuflucht, bis da das 
Unglck vorbergehe.
3. Ich rufe zu Gott, dem Allerhchsten, zu Gott, der meines Jammers ein 
Ende macht.
4. Er sendet vom Himmel und hilft mir von der Schmach meines Versenkers. 
Sela. Gott sendet seine Gte und Treue.
5. Ich liege mit meiner Seele unter den Lwen. Die Menschenkinder sind 
Flammen; ihre Zhne sind Spiee und Pfeile und ihre Zungen scharfe 
Schwerter.
6. Erhebe dich, Gott, ber den Himmel und deine Ehre ber alle Welt!
7. Sie stellen meinem Gange Netze und drcken meine Seele nieder; sie 
graben vor mir eine Grube und fallen selbst drein. Sela.
8. Mein Herz ist bereit, Gott, mein Herz ist bereit, da ich singe und 
lobe.
9. Wach auf, meine Ehre, wach auf, Psalter und Harfe! Frhe wille ich 
aufwachen.
10. Herr, ich will dir danken unter den Vlkern, ich will dir lobsingen 
unter den Leuten.
11. Denn deine Gte ist, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, soweit 
die Wolken gehen.
12. Erhebe dich, Gott, ber den Himmel und deine Ehre ber alle Welt!
Der Psalter 58
1. Ein glden Kleinod Davids, vorzusingen, da er nicht umkme.
2. Seid ihr denn stumm, da ihr nicht reden wollt, was recht ist; und 
richten, was gleich ist, ihr Menschenkinder?
3. Ja, mutwillig tut ihr unrecht im Lande und gehet stracks durch mit 
euren Hnden zu freveln.
4. Die Gottlosen sind verkehrt von Mutterleibe an; die Lgner irren von 
Mutterleib an.
5. Ihr Wten ist gleich wie das Wten einer Schlange, wie eine taube 
Otter, die ihr Ohr zustopft,
6. da sie nicht hre die Stimme des Zauberers, des Beschwrers, der wohl 
beschwren kann.
7. Gott, zerbrich ihre Zhne in ihrem Maul; zerstoe, Herr, die 
Backenzhne der jungen Lwen!
8. Sie werden zergehen wie Wasser, das dahinfleut. Sie zielen mit ihren 
Pfeilen, aber dieselben zerbrechen.
9. Sie vergehen, wie eine Schnecke verschmachtet; wie eine unzeitige 
Geburt eines Weibes sehen sie die Sonne nicht.
10. Ehe eure Dornen reif werden am Dornstrauche, wird sie ein Zorn so 
frisch wegreien.
11. Der Gerechte wird sich freuen, wenn er solche Rache siehet, und wird 
seine Fe baden in des Gottlosen Blut,
12. da die Leute werden sagen: Der Gerechte wird sein ja genieen; es ist 
ja noch Gott Richter auf Erden.
Der Psalter 59
1. Ein glden Kleinod Davids, da er nicht umkme, da Saul hinsandte und 
lie sein Haus bewahren, da er ihn ttete.
2. Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden und schtze mich vor denen, 
so sich wider mich setzen!
3. Errette mich von den belttern und hilf mir von den Blutgierigen!
4. Denn siehe, Herr, sie lauern auf meine Seele; die Starken sammeln sich 
wider mich ohne meine Schuld und Missetat
5. Sie laufen ohne meine Schuld und bereiten sich. Erwache und begegne mir 
und siehe drein!
6. Du, Herr, Gott Zebaoth, Gott Israels, wache auf und suche heim alle 
Heiden; sei der keinem gndig, die so verwegene beltter sind! Sela.
7. Des Abends la sie wiederum auch heulen wie die Hunde und in der Stadt 
umherlaufen.
8. Siehe, sie plaudern miteinander; Schwerter sind in ihren Lippen: Wer 
sollt es hren?
9. Aber du, Herr, wirst ihrer lachen und aller Heiden spotten.
10. Vor ihrer Macht halt ich mich zu dir; denn Gott ist mein Schutz.
11. Gott erzeigt mir reichlich seine Gte; Gott lt mich meine Lust sehen 
an meinen Feinden.
12. Erwrge sie nicht, da es mein Volk nicht vergesse; zerstreue sie aber 
mit deiner Macht, Herr, unser Schild, und stoe sie hinunter!
13. Ihre Lehre ist eitel Snde, und verharren in ihrer Hoffart und 
predigen eitel Fluchen und Widersprechen.
14. Vertilge sie ohne alle Gnade! Vertilge sie, da sie nichts seien und 
inne werden, da Gott Herrscher sei in Jakob, in aller Welt. Sela.
15. Des Abends la sie wiederum auch heulen wie die Hunde und in der Stadt 
umherlaufen.
16. La sie hin und herlaufen um Speise und murren, wenn sie nicht satt 
werden.
17. Ich aber will von deiner Macht singen und des Morgens rhmen deine 
Gte; denn du bist mein Schutz und Zuflucht in meiner Not.
18. Ich will dir, mein Hort, lobsingen; denn du, Gott, bist mein Schutz 
und mein gndiger Gott.
Der Psalter 60
1. Ein glden Kleinod Davids, vorzusingen, von einem gldenen Rosenspan zu 
lehren,
2. da er gestritten hatte mit den Syrern zu Mesopotamien und mit den 
Syrern von Zoba; da Joab umkehrete und schlug der Edomiter im Salztal 
zwlftausend.
3. Gott, der du uns verstoen und zerstreuet hast und zornig warest, 
trste uns wieder!
4. Der du die Erde bewegt und zerrissen hast, heile ihre Brche, die so 
zerschellet ist.
5. Denn du hast deinem Volk ein Hartes erzeigt; du hast uns einen Trunk 
Weins gegeben, da wir taumelten.
6. Du hast aber doch ein Zeichen gegeben denen, die dich frchten, welches 
sie aufwarfen und sie sicher machte. Sela.
7. Auf da deine Lieben erledigt werden, so hilf nun mit deiner Rechten 
und erhre uns!
8. Gott redet in seinem Heiligtum, des bin ich froh, und will teilen 
Sichem und abmessen das Tal Suchoth.
9. Gilead ist mein, mein ist Manasse, Ephraim ist die Macht meines Haupts, 
Juda ist mein Frst,
10. Moab ist mein Waschtpfen, meinen Schuh strecke ich ber Edom, 
Philista jauchzet zu mir.
11. Wer will mich fhren in eine feste Stadt? Wer geleitet mich bis nach 
Edom?
12. Wirst du es nicht tun, Gott, der du uns verstest und zeuchst nicht 
aus, Gott, auf unser Heer?
13. Schaff uns Beistand in der Not; denn Menschenhilfe ist kein ntze.
14. Mit Gott wollen wir Taten tun. Er wird unsere Feinde untertreten.
Der Psalter 61
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen auf einem Saitenspiel.
2. Hre, Gott, mein Geschrei und merke auf mein Gebet!
3. Hienieden auf Erden rufe ich zu dir, wenn mein Herz in Angst ist, du 
wollest mich fhren auf einen hohen Felsen.
4. Denn du bist meine Zuversicht, ein vor meinen Feinden.
5. Ich will wohnen in deiner Htte ewiglich und trauen unter deinen 
Fittichen. Sela.
6. Denn du, Gott, hrest meine Gelbde; du belohnest die wohl, die deinen 
Namen frchten.
7. Du gibst einem Knige langes Leben, da seine Jahre whren immer fr 
und fr,
8. da er immer sitzen bleibet vor Gott, Erzeige ihm Gte und Treue, die 
ihn behten.
9. So will ich deinem Namen lobsingen ewiglich, da ich meine Gelbde 
bezahle tglich.
Der Psalter 62
1. Ein Psalm Davids fr Jeduthun, vorzusingen.
2. Meine Seele ist stille zu Gott, der mir hilft.
3. Denn er ist mein Hort, meine Hilfe, mein Schutz, da mich kein Fall 
strzen wird, wie gro er ist.
4. Wie lange stellet ihr alle einem nach, da ihr ihn erwrget, als eine 
hangende Wand und zerrissene Mauer?
5. Sie denken nur, wie sie ihn dmpfen, fleiigen sich der Lge, geben 
gute Worte, aber im Herzen fluchen sie. Sela.
6. Aber meine Seele harret nur auf Gott; denn er ist meine Hoffnung.
7. Er ist mein Hort, meine Hilfe und mein Schutz, da ich nicht fallen 
werde.
8. Bei Gott ist mein Heil, meine Ehre, der Fels meiner Strke; meine 
Zuversicht ist auf Gott.
9. Hoffet auf ihn allezeit, lieben Leute, schttet, euer Herz vor ihm aus! 
Gott ist unsere Zuversicht. Sela.
10. Aber Menschen sind doch ja nichts, groe Leute fehlen auch;. sie wgen 
weniger denn nichts, soviel ihrer ist.
11. Verlasset euch nicht auf Unrecht und Frevel; haltet euch nicht zu 
solchem, das nichts ist. Fllt euch Reichtum zu, so hnget das Herz nicht 
dran.
12. Gott hat ein Wort geredet, das habe ich etlichemal gehret, da Gott 
allein mchtig ist.
13. Und du, Herr, bist gndig und bezahlest einem jeglichen, wie er's 
verdienet.
Der Psalter 63
1. Ein Psalm Davids, da er war in der Wste.
2. Gott, du bist mein Gott; frhe wache ich zu dir. Es drstet meine Seele 
nach dir, mein Fleisch verlanget nach dir, in einem trockenen und drren 
Lande, da kein Wasser ist.
3. Daselbst sehe ich nach dir in deinem Heiligtum, wollte gerne schauen 
deine Macht und Ehre.
4. Denn deine Gte ist besser denn Leben. Meine Lippen preisen dich.
5. Daselbst wollte ich dich gerne loben mein Leben lang und meine Hnde in 
deinem Namen aufheben.
6. Das wre meines Herzens Freude und Wonne, wenn ich dich mit frhlichem 
Munde loben sollte.
7. Wenn ich mich zu Bette lege, so denke ich an dich; wenn ich erwache, so 
rede ich von dir.
8. Denn du bist mein Helfer, und unter dem Schatten deiner Flgel rhme 
ich.
9. Meine Seele hanget dir an; deine rechte Hand erhlt mich.
10. Sie aber stehen nach meiner Seele, mich zu berfallen; sie werden 
unter die Erde hinunterfahren.
11. Sie werden ins Schwert fallen und den Fchsen zuteil werden.
12. Aber der Knig freuet sich in Gott. Wer bei ihm schwret, wird 
gerhmet werden; denn die Lgenmuler sollen verstopft werden.
Der Psalter 64
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen.
2. Hre, Gott, meine Stimme in meiner Klage; behte mein Leben vor dem 
grausamen Feinde!
3. Verbirg mich vor der Sammlung der Bsen, vor dem Haufen der beltter,
4. welche ihre Zunge schrfen wie ein Schwert, die mit ihren giftigen 
Worten zielen wie mit Pfeilen,
5. da sie heimlich schieen den Frommen; pltzlich schieen sie auf ihn 
ohne alle Scheu.
6. Sie sind khn mit ihren bsen Anschlgen und sagen, wie sie Stricke 
legen wollen, und sprechen: Wer kann sie sehen?
7. Sie erdichten Schalkheit und halten's heimlich, sind verschlagen und 
haben geschwinde Rnke.
8. Aber Gott wird sie pltzlich schieen, da ihnen wehe tun wird.
9. Ihre eigene Zunge wird sie fllen, da ihrer spotten wird, wer sie 
siehet.
10. Und alle Menschen, die es sehen, werden sagen: Das hat Gott getan, und 
merken, da es sein Werk sei.
11. Die Gerechten werden sich des Herrn freuen und auf ihn trauen und alle 
frommen Herzen werden sich des rhmen.
Der Psalter 65
1. Ein Psalm Davids, zum Lied vorzusingen.
2. Gott, man lobet dich in der Stille zu Zion und dir bezahlt man Gelbde.
3. Du erhrest Gebet, darum kommt alles Fleisch zu dir.
4. Unsere Missetat drcket uns hart; du wollest unsere Snde vergeben.
5. Wohl dem, den du erwhlest und zu dir lssest, da er wohne in deinen 
Hfen! Der hat reichen Trost von deinem Hause, deinem heiligen Tempel.
6. Erhre uns nach der wunderlichen Gerechtigkeit, Gott, unser Heil, der 
du bist Zuversicht aller auf Erden und ferne am Meer;
7. der die Berge fest setzt in seiner Kraft und gerstet ist mit Macht;
8. der du stillest das Brausen des Meers, das Brausen seiner Wellen, und 
das Toben der Vlker,
9. da sich entsetzen, die an denselben Enden wohnen, vor deinen Zeichen. 
Du machst frhlich, was da webet, beide des Morgens und Abends.
10. Du suchest das Land heim und wsserst es und machest es sehr reich. 
Gottes Brnnlein hat Wassers die Flle. Du lssest ihr Getreide 
wohlgeraten, denn also bauest du das Land.
11. Du trnkest seine Furchen und feuchtest sein Gepflgtes; mit Regen 
machst du es weich und segnest sein Gewchs.
12. Du krnest das Jahr mit deinem Gut und deine Futapfen triefen von 
Fett.
13. Die Wohnungen in der Wste sind auch fett, da sie triefen, und die 
Hgel sind umher lustig.
14. Die Anger sind voll Schafe, und die Auen stehen dick mit Korn, da man 
jauchzet und singet.
Der Psalter 66
1. Ein Psalmlied, vorzusingen. Jauchzet Gott, alle Lande!
2. Lobsinget zu Ehren seinem Namen; rhmet ihn herrlich!
3. Sprechet zu Gott: Wie wunderlich sind deine Werke! Es wird deinen 
Feinden fehlen vor deiner groen Macht.
4. Alles Land bete dich an und lobsinge dir, lobsinge deinem Namen. Sela.
5. her und sehet an die Werke Gottes, der so wunderlich ist mit seinem Tun 
unter den Menschenkindern.
6. Er verwandelt das Meer ins Trockne, da man zu Fu ber das Wasser 
gehet; des freuen wir uns in ihm.
7. Er herrschet mit seiner Gewalt ewiglich; seine Augen schauen auf die 
Vlker. Die Abtrnnigen werden sich nicht erhhen knnen. Sela.
8. Lobet, ihr Vlker, unsern Gott; lasset seinen Ruhm weit erschallen,
9. der unsere Seelen im Leben behlt und lt unsere Fe nicht gleiten.
10. Denn, Gott, du hast uns versucht und gelutert, wie das Silber 
gelutert wird.
11. Du hast uns lassen in den Turm werfen; du hast auf unsere Lenden eine 
Last gelegt;
12. du hast Menschen lassen ber unser Haupt fahren; wir sind in Feuer und 
Wasser kommen; aber du hast uns ausgefhrt und erquicket.
13. Darum will ich mit Brandopfern gehen in dein Haus und dir meine 
Gelbde bezahlen,
14. wie ich meine Lippen habe aufgetan und mein Mund geredet hat in meiner 
Not.
15. Ich will dir feiste Brandopfer tun von gebrannten Widdern; ich will 
opfern Rinder mit Bcken. Sela.
16. Kommt her, hret zu, alle, die ihr Gott frchtet; ich will erzhlen, 
was er an meiner Seele getan hat.
17. Zu ihm rief ich mit meinem Munde und preisete ihn mit meiner Zunge.
18. Wo ich Unrechts vorhtte in meinem Herzen, so wrde der Herr nicht 
hren.
19. Darum erhret mich Gott und merket auf mein Flehen.
20. Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht verwirft noch seine Gte von mir 
wendet.
Der Psalter 67
1. Ein Psalmlied, vorzusingen auf Saitenspielen.
2. Gott sei uns gndig und segne uns; er lasse uns sein Antlitz leuchten, 
Sela,
3. da wir auf Erden erkennen seinen Weg, unter allen Heiden sein Heil.
4. Es danken dir; Gott, die Vlker; es danken dir alle Vlker.
5. Die Vlker freuen sich und jauchzen, da du die Leute recht richtest 
und regierest die Leute auf Erden. Sela.
6. Es danken dir, Gott, die Vlker; es danken dir alle Vlker.
7. Das Land gibt sein Gewchs. Es segne uns Gott, unser Gott!
8. Es segne uns Gott, und alle Welt frchte ihn!
Der Psalter 68
1. Ein Psalmlied Davids, vorzusingen.
2. Es stehe Gott auf, da seine Feinde zerstreuet werden, und die ihn 
hassen, vor ihm fliehen.
3. Vertreibe sie, wie der Rauch vertrieben wird; wie das Wachs zerschmilzt 
vom Feuer, so mssen umkommen die Gottlosen vor Gott.
4. Die Gerechten aber mssen sich freuen und frhlich sein vor Gott und 
von Herzen sich freuen.
5. Singet Gott, lobsinget seinem Namen! Machet Bahn dem, der da sanft 
herfhrt! Er heit Herr; und freuet euch vor ihm,
6. der ein Vater ist der Waisen und ein Richter der Witwen. Er ist Gott in 
seiner heiligen Wohnung,
7. ein Gott, der den Einsamen das Haus voll Kinder gibt, der die 
Gefangenen ausfhret zu rechter Zeit und lt die Abtrnnigen bleiben in 
der Drre.
8. Gott, da du vor deinem Volk herzogest, da du einhergingest in der 
Wste, Sela,
9. da bebete die Erde, und die Himmel troffen vor diesem Gott in Sinai, 
vor dem Gott, der Israels Gott ist.
10. Nun aber gibst du, Gott, einen gndigen Regen, und dein Erbe, das 
drre ist, erquickest du,
11. da deine Tiere drinnen wohnen knnen. Gott, du labest die Elenden mit 
deinen Gtern.
12. Der Herr gibt das Wort mit groen Scharen Evangelisten.
13. Die Knige der Heerscharen sind untereinander Freunde, und die 
Hausehre teilet den Raub aus.
14. Wenn ihr zu Felde lieget, so glnzet es als der Tauben Flgel, die wie 
Silber und Gold schimmern.
15. Wenn der Allmchtige hin und wieder unter ihnen Knige setzet, so wird 
es helle, wo es dunkel ist.
16. Der Berg Gottes ist ein fruchtbarer Berg, ein gro und fruchtbar 
Gebirge.
17. Was hpfet ihr groen Gebirge? Gott hat Lust, auf diesem Berge zu 
wohnen, und der Herr bleibt auch immer daselbst.
18. Der Wagen Gottes ist viel tausendmal tausend; der Herr ist unter ihnen 
im heiligen Sinai.
19. Du bist in die Hhe gefahren und hast das Gefngnis gefangen; du hast 
Gaben empfangen fr die Menschen, auch die Abtrnnigen, da Gott der Herr 
dennoch daselbst bleiben wird.
20. Gelobet sei der Herr tglich! Gott legt uns eine Last auf, aber er 
hilft uns auch. Sela.
21. Wir haben einen Gott, der da hilft, und den Herrn Herrn, der vom Tode 
errettet.
22. Aber Gott wird den Kopf seiner Feinde zerschmeien samt ihrem 
Haarschdel, die da fortfahren in ihrer Snde.
23. Doch spricht der Herr: Ich will unter den Fetten etliche holen; aus 
der Tiefe des Meers will ich etliche holen.
24. Darum wird dein Fu in der Feinde Blut gefrbet werden, und deine 
Hunde werden es lecken.
25. Man siehet, Gott, wie du einherzeuchst, wie du, mein Gott und Knig, 
einherzeuchst im Heiligtum.
26. Die Snger gehen vorher, danach die Spielleute unter den Mgden, die 
da pauken.
27. Lobet Gott den Herrn in den Versammlungen fr den Brunn Israels.
28. Da herrschet unter ihnen der kleine Benjamin, die Frsten Judas mit 
ihren Haufen, die Frsten Sebulons, die Frsten Naphthalis.
29. Dein Gott hat dein Reich aufgerichtet. Dasselbe wollest du, Gott, uns 
strken; denn es ist dein Werk.
30. Um deines Tempels willen zu Jerusalem werden dir die Knige Geschenke 
zufhren.
31. Schilt das Tier im Rohr, die Rotte der Ochsen unter ihren Klbern, die 
da zertreten um Geldes willen. Er zerstreuet die Vlker, die da gerne 
kriegen.
32. Die Frsten aus gypten werden kommen, Mohrenland wird seine Hnde 
ausstrecken zu Gott.
33. Ihr Knigreiche auf Erden, singet Gott, lobsinget dem Herrn, Sela,
34. dem, der da fhrt im Himmel allenthalben von Anbeginn. Siehe, er wird 
seinem Donner Kraft geben.
35. Gebt Gott die Macht! Seine Herrlichkeit ist in Israel und seine Macht 
in den Wolken.
36. Gott ist wundersam in seinem Heiligtum. Er ist Gott Israels; er wird 
dem Volk Macht und Kraft geben. Gelobt sei Gott!
Der Psalter 69
1. Ein Psalm Davids von den Rosen, vorzusingen.
2. Gott, hilf mir; denn das Wasser gehet mir bis an die Seele.
3. Ich versinke in tiefem Schlamm, da kein Grund ist; ich bin im tiefen 
Wasser, und die Flut will mich ersufen.
4. Ich habe mich mde geschrieen, mein Hals ist heisch; das Gesicht 
vergehet mir, da ich so lange mu harren auf meinen Gott.
5. Die mich ohne Ursache hassen, der ist mehr, denn ich Haare auf dem 
Haupt habe. Die mir unbillig feind sind und mich verderben, sind mchtig. 
Ich mu bezahlen, das ich nicht geraubt habe.
6. Gott, du weiest meine Torheit, und meine Schulden sind dir nicht 
verborgen.
7. La nicht zuschanden werden an mir, die dein harren, Herr, Herr 
Zebaoth! La nicht schamrot werden an mir, die dich suchen, Gott Israels!
8. Denn um deinetwillen trage ich Schmach, mein Angesicht ist voller 
Schande.
9. Ich bin fremd worden meinen Brdern und unbekannt meiner Mutter Kindern.
10. Denn ich eifere mich schier zu Tod um dein Haus; und die Schmach 
derer, die dich schmhen, fallen auf mich.
11. Und ich weine und faste bitterlich; und man spottet mein dazu.
12. Ich hab einen Sack angezogen; aber sie treiben das Gesptt draus.
13. Die im Tor sitzen, waschen von mir, und in den Zechen singet man von 
mir.
14. Ich aber bete, Herr, zu dir zur angenehmen Zeit. Gott, durch deine 
groe Gte, erhre mich mit deiner treuen Hilfe!
15. Errette mich aus dem Kot, da ich nicht versinke, da ich errettet 
werde von meinen Hassern und aus dem tiefen Wasser,
16. da mich die Wasserflut nicht ersufe und die Tiefe nicht verschlinge 
und das Loch der Grube nicht ber mir zusammengehe.
17. Erhre mich, Herr, denn deine Gte ist trstlich; wende dich zu mir 
nach deiner groen Barmherzigkeit
18. und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knechte; denn mir ist 
angst; erhre mich eilend!
19. Mache dich zu meiner Seele und erlse sie; erlse mich um meiner 
Feinde willen!
20. Du weiest meine Schmach, Schande und Scham; meine Widersacher sind 
alle vor dir.
21. Die Schmach bricht mir mein Herz und krnket mich. Ich warte, ob es 
jemand jammerte, aber da ist niemand; und auf Trster, aber ich finde 
keine.
22. Und sie geben mir Galle zu essen und Essig zu trinken in meinem groen 
Durst.
23. Ihr Tisch msse vor ihnen zum Strick werden, zur Vergeltung und zu 
einer Falle!
24. Ihre Augen mssen finster werden, da sie nicht sehen; und ihre Lenden 
la immer wanken!
25. Geu deine Ungnade auf sie, und dein grimmiger Zorn ergreife sie!
26. Ihre Wohnung msse wste werden, und sei niemand, der in ihren Htten 
wohne!
27. Denn sie verfolgen, den du geschlagen hast, und rhmen, da du die 
Deinen bel schlagest.
28. La sie in eine Snde ber die andere fallen, da sie nicht kommen zu 
deiner Gerechtigkeit.
29. Tilge sie aus dem Buch der Lebendigen, da sie mit den Gerechten nicht 
angeschrieben werden.
30. Ich aber bin, elend, und mir ist wehe. Gott, deine Hilfe schtze mich!
31. Ich will den Namen Gottes loben mit einem Liede und will ihn hoch 
ehren mit Dank.
32. Das wird dem Herrn ba gefallen denn ein Farr, der Hrner und Klauen 
hat.
33. Die Elenden sehen und freuen sich; und die Gott suchen, denen wird das 
Herz leben.
34. Denn der Herr hret die Armen und verachtet seine Gefangenen nicht.
35. Es lobe ihn Himmel, Erde und Meer und alles, was sich drinnen reget.
36. Denn Gott wird Zion helfen und die Stdte Judas bauen, da man 
daselbst wohne und sie besitze.
37. Und der Same seiner Knechte wird sie ererben, und die seinen Namen 
lieben, werden drinnen bleiben.
Der Psalter 70
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen zum Gedchtnis.
2. Eile, Gott, mich zu erretten, Herr, mir zu helfen!
3. Es mssen sich schmen und zuschanden werden, die nach meiner Seele 
stehen; sie mssen zurcckehren und gehhnet werden, die mir bels 
wnschen,
4. da sie mssen wiederum zu Schanden werden, die da ber mich schreien: 
Da, da!
5. Freuen und frhlich mssen sein an dir, die nach dir fragen; und die 
dein Heil lieben, immer sagen: Hochgelobt sei Gott!
6. Ich aber bin elend und arm. Gott, eile zu mir, denn du bist mein Helfer 
und Erretter; mein Gott, verzeuch nicht!
Der Psalter 71
1. Herr, ich traue auf dich;. la mich nimmermehr zuschanden werden!
2. Errette mich durch deine Gerechtigkeit und hilf mir aus; neige deine 
Ohren zu mir und hilf mir!
3. Sei mir ein starker Hort, dahin ich immer fliehen mge, der du zugesagt 
hast, mir zu helfen; denn du bist mein Fels und meine Burg.
4. Mein Gott, hilf mir aus der Hand des Gottlosen, aus der Hand des 
Ungerechten und Tyrannen.
5. Denn du bist meine Zuversicht, Herr Herr, meine Hoffnung von meiner 
Jugend an.
6. Auf dich habe ich mich verlassen von Mutterleibe an; du hast mich aus 
meiner Mutter Leibe gezogen. Mein Ruhm ist immer von dir.
7. Ich bin vor vielen wie ein Wunder; aber du bist meine starke Zuversicht.
8. La meinen Mund deines Ruhmes und deines Preises voll sein tglich.
9. Verwirf mich nicht in meinem Alter; verla mich nicht, wenn ich schwach 
werde.
10. Denn meine Feinde reden wider mich, und die auf meine Seele halten, 
beraten sich miteinander
11. und sprechen: Gott hat ihn verlassen; jaget nach und ergreifet ihn, 
denn da ist kein Erretter!
12. Gott, sei nicht ferne von mir; mein Gott, eile mir zu helfen!
13. Schmen mssen sich und umkommen, die meiner Seele wider sind; mit 
Schande und Hohn mssen sie berschttet werden, die mein Unglck suchen.
14. Ich aber will immer harren und will immer deines Ruhmes mehr machen.
15. Mein Mund soll verkndigen deine Gerechtigkeit, tglich dein Heil, die 
ich nicht alle zhlen kann.
16. Ich gehe einher in der Kraft des Herrn Herrn; ich preise deine 
Gerechtigkeit allein.
17. Gott, du hast mich von Jugend auf gelehret; darum verkndige ich deine 
Wunder.
18. Auch verla mich nicht, Gott, im Alter, wenn ich grau werde, bis ich 
deinen Arm verkndige Kindeskindern und deine Kraft allen, die noch kommen 
sollen.
19. Gott, deine Gerechtigkeit ist hoch, der du groe Dinge tust. Gott, wer 
ist dir gleich?
20. Denn du lssest mich erfahren viel und groe Angst und machst mich 
wieder lebendig und holest mich wieder aus der Tiefe der Erde herauf.
21. Du machst mich sehr gro und trstest mich wieder.
22. So danke ich auch dir mit Psalterspiel fr deine Treue, mein Gott; ich 
lobsinge dir auf der Harfe, du Heiliger in Israel.
23. Meine Lippen und meine Seele, die du erlset hast, sind frhlich und 
lobsingen dir.
24. Auch dichtet meine Zunge tglich von deiner Gerechtigkeit. Denn 
schmen mssen sich und zuschanden werden, die mein Unglck suchen.
Der Psalter 72
1. Des Salomo Gott, gib dein Gericht dem Knige und deine Gerechtigkeit 
des Knigs Sohne,
2. da er dein Volk bringe zur Gerechtigkeit und deine Elenden rette.
3. La die Berge den Frieden bringen unter das Volk und die Hgel die 
Gerechtigkeit.
4. Er wird das elende Volk bei Recht erhalten und den Armen helfen und die 
Lsterer zerschmeien.
5. Man wird dich frchten, solange die Sonne und der Mond whret, von Kind 
zu Kindeskindern.
6. Er wird herabfahren, wie der Regen auf das Fell, wie die Tropfen, die 
das Land feuchten.
7. Zu seinen Zeiten wird blhen der Gerechte und groer Friede, bis da 
der Mond nimmer sei.
8. Er wird herrschen von einem Meer bis ans andere und von dem Wasser an 
bis zur Welt Ende.
9. Vor ihm werden sich neigen die in der Wste; und seine Feinde werden 
Staub lecken.
10. Die Knige am Meer und in den Inseln werden Geschenke bringen; die 
Knige aus Reicharabien und Seba werden Gaben zufhren.
11. Alle Knige werden ihn anbeten, alle Heiden werden ihm dienen.
12. Denn er wird den Armen erretten, der da schreiet, und den Elenden, der 
keinen Helfer hat.
13. Er wird gndig sein den Geringen und Armen, und den Seelen der Armen 
wird er helfen.
14. Er wird ihre Seele aus dem Trug und Frevel erlsen, und ihr Blut wird 
teuer geachtet werden vor ihm.
15. Er wird leben, und man wird ihm vom Gold aus Reicharabien geben. Und 
man wird immerdar vor ihm beten, tglich wird man ihn loben.
16. Auf Erden, oben auf den Bergen, wird das Getreide dick stehen; seine 
Frucht wird beben wie Libanon und wird grnen in den Stdten wie Gras auf 
Erden.
17. Sein Name wird ewiglich bleiben; solange die Sonne whret, wird sein 
Name auf die Nachkommen reichen, und wer den durch denselben gesegnet 
sein; alle Heiden werden ihn preisen.
18. Gelobet sei Gott der Herr, der Gott Israels, der alleine Wunder tut;
19. und gelobet sei sein herrlicher Name ewiglich; und alle Lande mssen 
seiner Ehre voll werden! Amen, Amen.
20. Ein Ende haben die Gebete Davids, des Sohns Isais.
Der Psalter 73
1. Ein Psalm Assaphs. Israel hat dennoch Gott zum Trost, wer nur reines 
Herzens ist.
2. Ich aber htte schier gestrauchelt mit meinen Fen, mein Tritt htte 
beinahe geglitten.
3. Denn es verdro mich auf die Ruhmredigen, da ich sah, da es den 
Gottlosen so wohl ging.
4. Denn sie sind in keiner Fahr des Todes, sondern stehen fest wie ein 
Palast.
5. Sie sind nicht in Unglck wie andere Leute und werden nicht wie andere 
Menschen geplagt.
6. Darum mu ihr Trotzen kstlich Ding sein, und ihr Frevel mu wohlgetan 
heien.
7. Ihre Person brstet sich wie ein fetter Wanst; sie tun, was sie nur 
gedenken.
8. Sie vernichten alles und reden bel davon, und reden und lstern hoch 
her.
9. Was sie reden, das mu vom Himmel herab geredet sein; was sie sagen, 
das mu gelten auf Erden.
10. Darum fllt ihnen ihr Pbel zu und laufen ihnen zu mit Haufen wie 
Wsser
11. und sprechen: Was sollte Gott nach jenen fragen? Was sollte der 
Hchste ihrer achten?
12. Siehe, das sind die Gottlosen; die sind glckselig in der Welt und 
werden reich.
13. Soll's denn umsonst sein, da mein Herz unstrflich lebt und ich meine 
Hnde in Unschuld wasche
14. und bin geplagt tglich, und meine Strafe ist alle Morgen da?
15. Ich htte auch schier so gesagt wie sie; aber siehe, damit htte ich 
verdammt alle deine Kinder, die je gewesen sind.
16. Ich gedacht ihm nach, da ich's begreifen mchte; aber es war mir zu 
schwer
17. bis da ich ging in das Heiligtum Gottes und merkte auf ihr Ende.
18. Aber du setzest sie aufs Schlpfrige und strzest sie zu Boden.
19. Wie werden sie so pltzlich zunichte! Sie gehen unter und nehmen ein 
Ende mit Schrecken.
20. Wie ein Traum, wenn einer er wachet, so machst du, Herr, ihr Bild in 
der Stadt verschmhet.
21. Aber es tut mir wehe im Herzen und sticht mich in meinen Nieren,
22. da ich mu ein Narr sein und nichts wissen und mu wie ein Tier sein 
vor dir.
23. Dennoch bleibe ich stets an dir; denn du hltst mich bei meiner 
rechten Hand,
24. du leitest mich nach deinem Rat und nimmst mich endlich mit Ehren an.
25. Wenn ich nur dich habe, so frage ich nichts nach Himmel und Erde.
26. Wenn mir gleich Leib und Seele verschmachtet, so bist du doch, Gott, 
allezeit meines Herzens Trost und mein Teil.
27. Denn, siehe, die von dir weichen, werden umkommen; du bringest um 
alle, die wider dich huren.
28. Aber das ist meine Freude, da ich mich zu Gott halte und meine 
Zuversicht setze auf den Herrn Herrn, da ich verkndige all dein Tun.
Der Psalter 74
1. Eine Unterweisung Assaphs. Gott, warum verstest du uns sogar und bist 
so grimmig zornig ber die Schafe deiner Weide?
2. Gedenk an deine Gemeine, die du vor alters erworben und dir zum Erbteil 
erlset hast, an den Berg Zion, da du auf wohnest.
3. Tritt auf sie mit Fen und stoe sie gar zu Boden. Der Feind hat alles 
verderbet im Heiligtum.
4. Deine Widerwrtigen brllen in deinen Husern und setzen ihre Gtzen 
drein.
5. Man siehet die xte oben her blicken, wie man in einen Wald hauet,
6. und zerhauen alle seine Tafelwerke mit Beil und Barten.
7. Sie verbrennen dein Heiligtum, sie entweihen die Wohnung deines Namens 
zu Boden.
8. Sie sprechen in ihrem Herzen: Lat uns sie plndern! Sie verbrennen 
alle Huser Gottes im Lande.
9. Unsere Zeichen sehen wir nicht, und kein Prophet predigt mehr, und kein 
Lehrer lehret uns mehr.
10. Ach, Gott, wie lange soll der Widerwrtige schmhen und der Feind 
deinen Namen so gar verlstern?
11. Warum wendest du deine Hand ab und deine Rechte von deinem Scho so 
gar?
12. Aber Gott ist mein Knig von alters her, der alle Hilfe tut, so auf 
Erden geschieht.
13. Du zertrennest das Meer durch deine Kraft und zerbrichst die Kpfe der 
Drachen im Wasser.
14. Du zerschlgst die Kpfe der Walfische und gibst sie zur Speise dem 
Volk in der Einde.
15. Du lssest quellen Brunnen und Bche; du lssest versiegen starke 
Strme.
16. Tag und Nacht ist dein; du machest, da beide Sonn und Gestirn ihren 
gewissen Lauf haben.
17. Du setzest einem jeglichen Lande seine Grenze; Sommer und Winter 
machest du.
18. So gedenke doch des, da der Feind den Herrn schmhet, und ein tricht 
Volk lstert deinen Namen.
19. Du wollest nicht dem Tier geben die Seele deiner Turteltaube und 
deiner elenden Tiere nicht so gar vergessen.
20. Gedenk an den Bund; denn das Land ist allenthalben jmmerlich 
verheeret, und die Huser sind zerrissen.
21. La den Geringen nicht mit Schanden davongehen, denn die Armen und 
Elenden rhmen deinen Namen.
22. Mache dich auf, Gott, und fhre aus deine Sache; gedenk an die 
Schmach, die dir tglich von den Toren widerfhret.
23. Vergi nicht des Geschreies deiner Feinde; das Toben deiner 
Widerwrtigen wird je lnger je grer.
Der Psalter 75
1. Ein Psalm und Lied Assaphs, da er nicht umkme, vorzusingen.
2. Wir danken dir, Gott, wir danken dir und verkndigen deine Wunder, da 
dein Name so nahe ist.
3. Denn zu seiner Zeit so werde ich recht richten.
4. Das Land zittert und alle, die drinnen wohnen; aber ich halte seine 
Sulen fest. Sela.
5. Ich sprach zu den Ruhmredigen: Rhmet nicht so! und zu den Gottlosen: 
Pochet nicht auf Gewalt!
6. Pochet nicht so hoch auf eure Gewalt, redet nicht halsstarrig,
7. es habe keine Not, weder von Aufgang noch von Niedergang, noch von dem 
Gebirge in der Wste.
8. Denn Gott ist Richter, der diesen niedriget und jenen erhhet.
9. Denn der Herr hat einen Becher in der Hand und mit starkem Wein voll 
eingeschenkt und schenkt aus demselben; aber die Gottlosen mssen alle 
trinken und die Hefen aussaufen.
10. Ich aber will verkndigen ewiglich und lobsingen dem Gott Jakobs.
11. Und will alle Gewalt der Gottlosen zerbrechen, da die Gewalt des 
Gerechten erhhet werde.
Der Psalter 76
1. Ein Psalmlied Assaphs, auf Saitenspiel vorzusingen.
2. Gott ist in Juda bekannt, in Israel ist sein Name herrlich.
3. Zu Salem ist sein Gezelt und seine Wohnung zu Zion.
4. Daselbst zerbricht er die Pfeile des Bogens, Schild, Schwert und 
Streit. Sela.
5. Du bist herrlicher und mchtiger denn die Raubeberge.
6. Die Stolzen mssen beraubet werden und entschlafen, und alle Krieger 
mssen die Hnde lassen sinken.
7. Von deinem Schelten, Gott Jakobs, sinkt in Schlaf beide Ro und Wagen.
8. Du bist erschrecklich. Wer kann vor dir stehen, wenn du zrnest?
9. Wenn du das Urteil lssest hren vom Himmel, so erschrickt das Erdreich 
und wird still,
10. wenn Gott sich aufmacht, zu richten, da er helfe allen Elenden auf 
Erden. Sela.
11. Wenn Menschen wider dich wten, so legest du Ehre ein; und wenn sie 
noch mehr wten, bist du auch noch gerstet.
12. Gelobet und haltet dem Herrn eurem Gott, alle, die ihr um ihn her 
seid; bringet Geschenke dem Schrecklichen,
13. der den Frsten den Mut nimmt und schrecklich ist unter den Knigen 
auf Erden.
Der Psalter 77
1. Ein Psalm Assaphs fr Jeduthun, vorzusingen.
2. Ich schreie mit meiner Stimme zu Gott; zu Gott schreie ich, und er 
erhret mich.
3. der Zeit meiner Not suche ich den Herrn; meine Hand ist des Nachts 
ausgereckt und lt nicht ab; denn meine Seele will sich nicht trsten 
lassen.
4. Wenn ich betrbt bin, so denke ich an Gott; wenn mein Herz in ngsten 
ist; so rede ich. Sela.
5. Meine Augen hltst du, da sie wachen; ich bin so ohnmchtig, da ich 
nicht reden kann.
6. Ich denke der alten Zeit, der vorigen Jahre.
7. Ich denke des Nachts an mein Saitenspiel und rede mit meinem Herzen; 
mein Geist mu forschen.
8. Wird denn der Herr ewiglich verstoen und keine Gnade mehr erzeigen?
9. Ist's denn ganz und gar aus mit seiner Gte? und hat die Verheiung ein 
Ende?
10. Hat denn Gott vergessen, gndig zu sein, und seine Barmherzigkeit vor 
Zorn verschlossen? Sela.
11. Aber doch sprach ich: Ich mu das leiden; die rechte Hand des Hchsten 
kann alles ndern.
12. Darum gedenk ich an die Taten des Herrn; ja, ich gedenke an deine 
vorigen Wunder
13. und rede von allen deinen Werken und sage von deinem Tun.
14. Gott dein Weg ist heilig. Wo ist so ein mchtiger Gott, als du, Gott, 
bist?
15. Du bist der Gott, der Wunder tut; du hast deine Macht beweiset unter 
den Vlkern.
16. Du hast dein Volk erlset gewaltiglich, die Kinder Jakobs und Josephs. 
Sela.
17. Die Wasser sahen dich, Gott; die Wasser sahen dich und ngsteten sich, 
und die Tiefen tobeten.
18. Die dicken Wolken gossen Wasser; die Wolken donnerten, und die 
Strahlen fhren daher.
19. Es donnerte im Himmel; deine Blitze leuchteten auf dem Erdboden; das 
Erdreich regte sich und bebete davon.
20. Dein Weg war im Meer und dein Pfad in groen Wassern, und man sprete 
doch deinen Fu nicht.
21. Du fhretest dein Volk wie eine Herde Schafe durch Mose und Aaron.
Der Psalter 78
1. Eine Unterweisung Assaphs. Hre, mein Volk, mein Gesetz; neiget eure 
Ohren zu der Rede meines Mundes!
2. Ich will meinen Mund auftun zu Sprchen und alte Geschichte aussprechen,
3. die wir gehret haben und wissen und unsere Vter uns erzhlet haben,
4. da wir's nicht verhalten sollen ihren Kindern, die hernach kommen, und 
verkndigen den Ruhm des Herrn und seine Macht und Wunder, die er getan 
hat.
5. Er richtete ein Zeugnis auf in Jakob und gab ein Gesetz in Israel, das 
er unsern Vtern gebot, zu lehren ihre Kinder,
6. auf da die Nachkommen lerneten und die Kinder, die noch sollten 
geboren werden, wenn sie aufkmen, da sie es auch ihren Kindern 
verkndigten,
7. da sie setzten auf Gott ihre Hoffnung und nicht vergen der Taten 
Gottes und seine Gebote hielten,
8. und nicht wrden wie ihre Vter, eine abtrnnige und ungehorsame Art, 
welchen ihr Herz nicht fest war, und ihr Geist nicht treulich hielt an 
Gott;
9. wie die Kinder Ephraim, so geharnischt den Bogen fhreten, abfielen zur 
Zeit des Streits.
10. Sie hielten den Bund Gottes nicht und wollten nicht in seinem Gesetz 
wandeln,
11. und vergaen seiner Taten und seiner Wunder, die er ihnen erzeiget 
hatte.
12. Vor ihren Vtern tat er Wunder in gyptenland, im Felde Zoan.
13. Er zerteilete das Meer und lie sie durchhin gehen; und stellete das 
Wasser wie eine Mauer.
14. Er leitete sie des Tages mit einer Wolke und des Nachts mit einem 
hellen Feuer.
15. Er ri die Felsen in der Wste und trnkete sie mit Wasser die Flle;
16. und lie Bche aus dem Felsen flieen, da sie hinabflossen wie 
Wasserstrme.
17. Noch sndigten sie weiter wider ihn und erzrneten den hchsten in der 
Wste;
18. und versuchten Gott in ihrem Herzen, da sie Speise forderten fr ihre 
Seelen;
19. und redeten wider Gott und sprachen: Ja, Gott sollte wohl knnen einen 
Tisch bereiten in der Wste!
20. Siehe, er hat wohl den Felsen geschlagen, da Wasser flossen und Bche 
sich ergossen; aber wie kann er Brot geben und seinem Volk Fleisch 
verschaffen?
21. Da nun das der Herr hrete, entbrannte er, und Feuer ging an in Jakob 
und Zorn kam ber Israel,
22. da sie nicht glaubeten an Gott und hoffeten nicht auf seine Hilfe.
23. Und er gebot den Wolken droben und tat auf die Tren des Himmels;
24. und lie das Man auf sie regnen, zu essen, und gab ihnen Himmelbrot.
25. Sie aen Engelbrot; er sandte ihnen Speise die Flle.
26. Er lie weben den Ostwind unter dem Himmel und erregte durch seine 
Strke den Sdwind.
27. Und lie Fleisch auf sie regnen wie Staub und Vgel wie Sand am Meer;
28. und lie sie fallen unter ihr Lager allenthalben, da sie wohneten.
29. Da aen sie und wurden allzu satt; er lie sie ihre Lust ben.
30. Da sie nun ihre Lust gebet hatten und sie noch davon aen,
31. da kam der Zorn Gottes ber sie und erwrgete die Vornehmsten unter 
ihnen und schlug danieder die Besten in Israel.
32. Aber ber das alles sndigten sie noch mehr und glaubten nicht an 
seine Wunder.
33. Darum lie er sie dahinsterben, da sie nichts erlangeten, und muten 
ihr Leben lang geplaget sein.
34. Wenn er sie erwrgete, suchten sie ihn und kehreten sich frhe zu Gott
35. und gedachten, da Gott ihr Hort ist und Gott der Hchste ihr Erlser 
ist,
36. und heuchelten ihm mit ihrem Munde und logen ihm mit ihrer Zunge.
37. Aber ihr Herz war nicht fest an ihm und hielten nicht treulich an 
seinem Bunde.
38. Er aber war barmherzig und vergab die Missetat und vertilgte sie 
nicht; und wendete oft seinen Zorn ab und lie nicht seinen ganzen Zorn 
gehen.
39. Denn er gedachte, da sie Fleisch sind, ein Wind, der dahinfhret und 
nicht wiederkommt.
40. Sie erzrneten ihn gar oft in der Wste und entrsteten ihn in der 
Einde.
41. Sie versuchten Gott immer wieder und meisterten den Heiligen in Israel.
42. Sie dachten nicht an seine Hand des Tages, da er sie erlsete von den 
Feinden,
43. wie er denn seine Zeichen in gypten getan hatte und seine Wunder im 
Lande Zoan,
44. da er ihr Wasser in Blut wandelte, da sie ihre Bche nicht trinken 
konnten;
45. da er Ungeziefer unter sie schickte, die sie fraen, und Krten, die 
sie verderbeten,
46. und gab ihr Gewchs den Raupen und ihre Saat den Heuschrecken;
47. da er ihre Weinstcke mit Hagel schlug und ihre Maulbeerbume mit 
Schloen;
48. da er ihr Vieh schlug mit Hagel und ihre Herden mit Strahlen;
49. da er bse Engel unter sie sandte in seinem grimmigen Zorn und lie 
sie toben und wten und Leid tun;
50. da er seinen Zorn lie fortgehen und ihre Seelen vor dem Tode nicht 
verschonete und lie ihr Vieh an der Pestilenz sterben;
51. da er alle Erstgeburt in gypten schlug, die ersten Erben in den 
Htten Harns.
52. Und lie sein Volk ausziehen wie Schafe und fhrete sie wie eine Herde 
in der Wste.
53. Und er leitete sie sicher, da sie sich nicht frchteten; aber ihre 
Feinde bedeckte das Meer.
54. Und brachte sie in seine heilige Grenze, zu diesem Berge, den seine 
Rechte erworben hat:
55. Und vor ihnen her die Vlker und lie ihnen das Erbe austeilen und 
lie in jener Htten die Stmme Israels wohnen.
56. Aber sie versuchten und erzrneten Gott, den Hchsten, und hielten 
seine Zeugnisse nicht;
57. und fielen zurck und verachteten alles, wie ihre Vter, und hielten 
nicht, gleichwie ein loser Bogen;
58. und erzrneten ihn mit ihren Hhen und reizeten ihn mit ihren Gtzen.
59. Und da das Gott hrete, entbrannte er und verwarf Israel sehr,
60. da er Seine Wohnung zu Silo lie fahren, die Htte, da er unter 
Menschen wohnete;
61. und gab ihre Macht ins Gefngnis und ihre Herrlichkeit in die Hand des 
Feindes;
62. und bergab sein Volk ins Schwert und entbrannte ber sein Erbe.
63. Ihre junge Mannschaft fra das Feuer, und ihre Jungfrauen muten 
ungefreiet bleiben.
64. Ihre Priester fielen durchs Schwert, und waren keine Witwen, die da 
weinen sollten.
65. Und der, Herr erwachte wie ein Schlafender, wie ein Starker jauchzet, 
der vom Wein kommt,
66. und schlug seine Feinde von hinten und hngete ihnen eine ewige 
Schande an.
67. Und verwarf die Htte Josephs und erwhlte nicht den Stamm Ephraim,
68. sondern erwhlete den Stamm Juda, den Berg Zion, welchen er liebte.
69. Und bauete sein Heiligtum hoch, wie ein Land, das ewiglich fest stehen 
soll.
70. Und erwhlete seinen Knecht David und nahm ihn von den Schafstllen;
71. von den sugenden Schafen holte er ihn, da er sein Volk Jakob weiden 
sollte und sein Erbe Israel.
72. Und er weidete sie auch mit aller Treue und regierte sie mit allem 
Flei.
Der Psalter 79
1. Ein Psalm Assaphs. Herr, es sind Heiden in dein Erbe gefallen, die 
haben deinen heiligen Tempel verunreiniget und aus Jerusalem Steinhaufen 
gemacht.
2. Sie haben die Leichname deiner Knechte den Vgeln unter dem Himmel zu 
fressen gegeben und das Fleisch deiner Heiligen den Tieren im Lande.
3. Sie haben Blut vergossen um Jerusalem her wie Wasser; und war niemand, 
der begrub.
4. Wir sind unsern Nachbarn eine Schmach worden, ein Spott und Hohn denen, 
die um uns sind.
5. Herr, wie lange willst du so gar zrnen und deinen Eifer wie Feuer 
brennen lassen?
6. Schtte deinen Grimm auf die Heiden, die dich nicht kennen, und auf die 
Knigreiche, die deinen Namen nicht anrufen.
7. Denn sie haben Jakob aufgefressen und seine Huser verwstet.
8. Gedenke nicht unserer vorigen Missetat; erbarm dich unser bald, denn 
wir sind fast dnne worden.
9. Hilf du uns, Gott, unser Helfer, um deines Namens Ehre willen; errette 
uns und vergib uns unsere Snde um deines Namens willen!
10. Warum lssest du die Heiden sagen: Wo ist nun ihr Gott? La unter den 
Heiden vor unsern Augen kund werden die Rache des Bluts deiner Knechte, 
das vergossen ist.
11. La vor dich kommen das Seufzen der Gefangenen; nach deinem groen Arm 
behalte die Kinder des Todes.
12. Und vergilt unsern Nachbarn siebenfltig in ihren Busen ihre Schmach, 
damit sie dich, Herr, geschmhet haben.
13. Wir aber, dein Volk und Schafe deiner Weide, danken dir ewiglich und 
verkndigen deinen Ruhm fr und fr.
Der Psalter 80
1. Ein Psalm Assaphs von den Spanrosen, vorzusingen.
2. Du Hirte Israels, hre, der du Joseph htest wie der Schafe; erscheine, 
der du sitzest ber Cherubim!
3. Erwecke deine Gewalt, der du vor Ephraim, Benjamin und Manasse bist, 
und komm uns zu Hilfe!
4. Gott, trste uns und la leuchten dein Antlitz, so genesen wir.
5. Herr, Gott Zebaoth, wie lange willst du zrnen ber dem Gebet deines 
Volks?
6. Du speisest sie mit Trnenbrot und trnkest sie mit groem Ma voll 
Trnen.
7. Du setzest uns unsern Nachbarn zum Zank, und unsere Feinde spotten 
unser.
8. Gott Zebaoth, trste uns! La leuchten dein Antlitz, so genesen wir.
9. Du hast einen Weinstock aus gypten geholet und hast Vertrieben die 
Heiden und denselben gepflanzet.
10. Du hast vor ihm die Bahn gemacht und hast ihn lassen einwurzeln, da 
er das Land erfllet hat.
11. Berge sind mit seinem Schatten bedeckt und mit seinen Reben die Zedern 
Gottes.
12. Du hast sein Gewchs ausgebreitet bis ans Meer und seine Zweige bis 
ans Wasser.
13. Warum hast du denn seinen Zaun zerbrochen, da ihn zerreiet alles, 
das vorbergehet?
14. Es haben ihn zerwhlet die wilden Sue, und die wilden Tiere haben ihn 
verderbet.
15. Gott Zebaoth, wende dich doch, schaue vom Himmel und siehe an und 
suche heim diesen Weinstock
16. und halt ihn im Bau, den deine Rechte gepflanzet hat, und den du dir 
festiglich erwhlet hast.
17. Siehe drein und schilt, da des Brennens und Reiens ein Ende werde!
18. Deine Hand schtze das Volk deiner Rechten und die Leute, die du dir 
festiglich erwhlet hast,
19. so wollen wir nicht von dir weichen. La uns leben, so wollen wir 
deinen Namen anrufen.
20. Herr, Gott Zebaoth, trste uns! La dein Antlitz leuchten, so genesen 
wir.
Der Psalter 81
1. Auf der Githith vorzusingen: Assaph.
2. Singet frhlich Gott, der unsere Strke ist; jauchzet dem Gott Jakobs!
3. Nehmet die Psalmen und gebet her die Pauken, liebliche Harfen mit 
Psalter.
4. Blaset im Neumonden die Posaunen, in unserm Fest der Laubrste.
5. Denn solches ist eine Weise in Israel und ein Recht des Gottes Jakobs.
6. Solches hat er zum Zeugnis gesetzt unter Joseph, da sie aus gyptenland 
zogen, und fremde Sprache gehret hatten,
7. da ich ihre Schulter von der Last entlediget hatte, und ihre Hnde der 
Tpfe los wurden.
8. Da du mich in der Not anriefest, half ich dir aus; und erhrete dich, 
da dich das Wetter berfiel, und versuchte dich am Haderwasser. Sela.
9. Hre, mein Volk, ich will unter dir zeugen; Israel, du sollst mich 
hren,
10. da unter dir kein anderer Gott sei, und du keinen fremden Gott 
anbetest.
11. Ich bin der Herr, dein Gott, der dich aus gyptenland gefhret hat. 
Tue deinen Mund weit auf, la mich ihn fllen!
12. Aber mein Volk gehorcht nicht meiner Stimme, und Israel will mein 
nicht.
13. So hab ich sie gelassen in ihres Herzens Dnkel, da sie wandeln nach 
ihrem Rat
14. Wollte mein Volk mir gehorsam sein und Israel auf meinem Wege gehen,
15. so wollt ich ihre Feinde bald dmpfen und meine Hand ber ihre 
Widerwrtigen wenden;
16. und die den Herrn hassen, mten an ihm fehlen; ihre Zeit aber wrde 
ewiglich whren.
17. Und ich wrde sie mit dem besten Weizen speisen und mit Honig aus dem 
Felsen sttigen.
Der Psalter 82
1. Ein Psalm Assaphs. Gott stehet in der Gemeine Gottes und ist Richter 
unter den Gttern.
2. Wie lange wollt ihr unrecht richten und die Person der Gottlosen 
vorziehen? Sela.
3. Schaffet Recht dem Armen und dem Waisen und helfet dem Elenden und 
Drftigen zum Recht!
4. den Geringen und Armen und erlset ihn aus der Gottlosen Gewalt!
5. Aber sie lassen ihnen nicht sagen und achten's nicht; sie gehen immer 
hin im Finstern; darum mssen alle Grundfesten des Landes fallen.
6. Ich habe wohl gesagt: Ihr seid Gtter und allzumal Kinder des Hchsten;
7. aber ihr werdet sterben wie Menschen und wie ein Tyrann zugrunde gehen.
8. Gott, mache dich auf und richte das Land; denn du bist Erbherr ber 
alle Heiden.
Der Psalter 83
1. Ein Psalmlied Assaphs.
2. Gott, schweige doch nicht also und sei doch nicht so stille; Gott, 
halte doch nicht so inne!
3. Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, richten den Kopf 
auf.
4. Sie machen listige Anschlge wider dein Volk und ratschlagen wider 
deine Verborgenen.
5. Wohl her! sprechen sie, lat uns sie ausrotten, da sie kein Volk 
seien, da des Namens Israel nicht mehr gedacht werde!
6. Denn sie haben sich miteinander vereiniget und einen Bund wider dich 
gemacht:
7. die Htten der Edomiter und Ismaeliter, der Moabiter und Hagariter,
8. der Gebaliter, Ammoniter und Amalekiter, die Philister, samt denen zu 
Tyrus;
9. Assur hat sich auch zu ihnen geschlagen und helfen den Kindern Lot. 
Sela.
10. Tu ihnen wie den Midianitern, wie Sissera, wie Jabin am Bach Kison,
11. die vertilget wurden bei Endor und wurden zu Kot auf Erden.
12. Mache ihre Frsten wie Oreb und Seeb, alle ihre Obersten wie Sebah und 
Zalmuna,
13. die da sagen: Wir wollen die Huser Gottes einnehmen.
14. Gott, mache sie wie einen Wirbel, wie Stoppeln vor dem Winde!
15. Wie ein Feuer den Wald verbrennet, und wie eine Flamme, die Berge 
anzndet,
16. also verfolge sie mit deinem Wetter und erschrecke sie mit deinem 
Ungewitter.
17. Mache ihr Angesicht voll Schande, da sie nach deinem Namen fragen 
mssen.
18. Schmen mssen sie sich und erschrecken immer mehr und mehr und 
zuschanden werden und umkommen.
19. So werden sie erkennen, da du mit deinem Namen heiest Herr alleine 
und der Hchste in aller Welt.
Der Psalter 84
1. Ein Psalm der Kinder Korah, auf der Githith vorzusingen.
2. Wie lieblich sind deine Wohnungen, Herr Zebaoth!
3. Meine Seele verlanget und sehnet sich nach den Vorhfen des Herrn; mein 
Leib und Seele freuen sich in dem lebendigen Gott.
4. Denn der Vogel hat ein Haus funden und die Schwalbe ihr Nest, da sie 
Junge hecken, nmlich deine Altre, Herr Zebaoth, mein Knig und mein Gott!
5. Wohl denen, die in deinem Hause wohnen; die loben dich immerdar. Sela.
6. Wohl den Menschen, die dich fr ihre Strke halten und von Herzen dir 
nach wandeln,
7. die durch das Jammertal gehen und machen daselbst Brunnen. Und die 
Lehrer werden mit viel Segen geschmckt.
8. Sie erhalten einen Sieg nach dem andern, da man sehen mu, der rechte 
Gott sei zu Zion.
9. Herr, Gott Zebaoth, hre mein Gebet; vernimm es, Gott Jakobs! Sela.
10. Gott, unser Schild, schaue doch; siehe an das Reich deines Gesalbten!
11. Denn ein Tag in deinen Vorhfen ist besser denn sonst tausend. Ich 
will lieber der Tr hten in meines Gottes Hause, denn lange wohnen in der 
Gottlosen Htten.
12. Denn Gott der Herr ist Sonn und Schild, der Herr gibt Gnade und Ehre; 
er wird kein Gutes mangeln lassen den Frommen.
13. Herr Zebaoth, wohl dem Menschen, der sich auf dich verlt!
Der Psalter 85
1. Ein Psalm der Kinder Korah, vorzusingen.
2. Herr, der du bist vormals gndig gewesen deinem Lande und hast die 
Gefangenen Jakobs erlset;
3. der du die Missetat vormals vergeben hast deinem Volk und alle ihre 
Snde bedecket, Sela;
4. der du vormals hast all deinen Zorn aufgehoben und dich gewendet von 
dem Grimm deines Zorns;
5. trste uns, Gott, unser Heiland, und la ab von deiner Ungnade ber uns!
6. Willst du denn ewiglich ber uns zrnen und deinen Zorn gehen lassen 
immer fr und fr?
7. Willst du uns denn nicht wieder erquicken, da sich dein Volk ber dir 
freuen mge?
8. Herr, erzeige uns deine Gnade und hilf uns!
9. Ach, da ich hren sollte, das Gott der Herr redet, da er Frieden 
zusagte seinem Volk und seinen Heiligen, auf da sie nicht auf eine 
Torheit geraten!
10. Doch ist ja seine Hilfe nahe denen, die ihn frchten, da in unserm 
Lande Ehre wohne;
11. da Gte und Treue einander begegnen, Gerechtigkeit und Friede sich 
kssen;
12. da Treue auf der Erde wachse, und Gerechtigkeit vom Himmel schaue;
13. da uns auch der Herr Gutes tue, damit unser Land sein Gewchs gebe;
14. da Gerechtigkeit dennoch vor ihm bleibe und im Schwange gehe.
Der Psalter 86
1. Ein Gebet Davids. Herr, neige deine Ohren und erhre mich; denn ich bin 
elend und arm.
2. Bewahre meine Seele; denn ich bin heilig. Hilf du, mein Gott, deinem 
Knechte, der sich verlt auf dich!
3. Herr, sei mir gndig; denn ich rufe tglich zu dir.
4. Erfreue die Seele deines Knechts; denn nach dir, Herr, verlanget mich.
5. Denn du, Herr, bist gut und gndig, von groer Gte allen, die dich 
anrufen.
6. Vernimm, Herr, mein Gebet und merke auf die Stimme meines Flehens.
7. der Not rufe ich dich an; du wollest mich erhren.
8. Herr, es ist dir keiner gleich unter den Gttern und ist niemand, der 
tun kann wie du.
9. Alle Heiden, die du gemacht hast, werden kommen und vor dir anbeten, 
Herr, und deinen Namen ehren,
10. da du so gro bist und Wunder tust und alleine Gott bist.
11. mir, Herr, deinen Weg, da ich wandele in deiner Wahrheit; erhalte 
mein Herz bei dem Einigen, da ich deinen Namen frchte!
12. Ich danke dir, Herr, mein Gott, von ganzem Herzen und ehre deinen 
Namen ewiglich.
13. Denn deine Gte ist gro ber mich, und hast meine Seele errettet aus 
der tiefen Hlle.
14. Gott, es setzen sich die Stolzen wider mich, und der Haufe der 
Tyrannen stehet mir nach meiner Seele und haben dich nicht vor Augen.
15. Du aber, Herr Gott, bist barmherzig und gndig, geduldig und von 
groer Gte und Treue.
16. Wende dich zu mir, sei mir gndig; strke deinen Knecht mit deiner 
Macht und hilf dem Sohn deiner Magd!
17. Tu ein Zeichen an mir, da mir's wohlgehe, da es sehen, die mich 
hassen, und sich schmen mssen, da du mir beistehest, Herr, und trstest 
mich.
Der Psalter 87
1. Ein Psalmlied der Kinder Korah. Sie ist fest gegrndet auf den heiligen 
Bergen.
2. Der Herr liebet die Tore Zions ber alle Wohnungen Jakobs.
3. Herrliche Dinge werden in dir geprediget, du Stadt Gottes. Sela.
4. Ich will predigen lassen Rahab und Babel, da sie mich kennen sollen. 
Siehe, die Philister und Tyrer samt den Mohren werden daselbst geboren.
5. Man wird zu Zion sagen, da allerlei Leute drinnen geboren werden, und 
da er, der Hchste, sie baue.
6. Der Herr wird predigen lassen in allerlei Sprachen, da deren etliche 
auch daselbst geboren werden. Sela.
7. Und die Snger, wie am Reigen, werden alle in dir singen, eins ums 
andere.
Der Psalter 88
1. Ein Psalmlied der Kinder Korah, vorzusingen, von der Schwachheit der 
Elenden. Eine Unterweisung Hemans, des Esrahiten.
2. Herr Gott, mein Heiland, ich schreie Tag und Nacht vor dir.
3. La mein Gebet vor dich kommen; neige deine Ohren zu meinem Geschrei!
4. Denn meine Seele ist voll Jammers, und mein Leben ist nahe bei der 
Hlle.
5. Ich bin geachtet gleich denen, die zur Hlle fahren; ich bin wie ein 
Mann, der keine Hilfe hat.
6. Ich liege unter den Toten verlassen, wie die Erschlagenen, die im Grabe 
liegen, deren du nicht mehr gedenkest, und sie von deiner Hand abgesondert 
sind.
7. Du hast mich in die Grube hinuntergelegt, in die Finsternis und in die 
Tiefe.
8. Dein Grimm drcket mich, und drngest mich mit allen deinen Fluten. 
Sela.
9. Meine Freunde hast du ferne von mir getan; du hast mich ihnen zum 
Greuel gemacht. Ich liege gefangen und kann nicht auskommen.
10. Meine Gestalt ist jmmerlich vor Elend. Herr, ich rufe dich an 
tglich; ich breite meine Hnde aus zu dir.
11. Wirst du denn unter den Toten Wunder tun, oder werden die Verstorbenen 
aufstehen und dir danken? Sela.
12. Wird man in Grbern erzhlen deine Gte und deine Treue im Verderben?
13. Mgen denn deine Wunder in Finsternis erkannt werden, oder deine 
Gerechtigkeit im Lande, da man nichts gedenket?
14. Aber ich schreie zu dir, Herr, und mein Gebet kommt frhe vor dich,
15. Warum verstest du, Herr, meine Seele und verbirgest dein Antlitz vor 
mir?
16. Ich bin elend und ohnmchtig, da ich so verstoen bin, und leide dein 
Schrecken, da ich schier verzage.
17. Dein Grimm gehet ber mich, dein Schrecken drcket mich.
18. Sie umgeben mich tglich wie Wasser und umringen mich miteinander.
19. Du machest, da meine Freunde und Nchsten und meine Verwandten sich 
ferne von mir tun um solches Elendes willen.
Der Psalter 89
1. Eine Unterweisung Ethans, des Esrahiten.
2. Ich will singen von der Gnade des Herrn ewiglich und seine Wahrheit 
verkndigen mit meinem Munde fr und fr,
3. und sage also: Da eine ewige Gnade wird aufgehen, und du wirst deine 
Wahrheit treulich halten im Himmel.
4. Ich habe einen Bund gemacht mit meinem Auserwhlten, ich habe David, 
meinem Knechte, geschworen:
5. Ich will dir ewiglich Samen verschaffen und deinen Stuhl bauen fr und 
fr. Sela.
6. Und die Himmel werden, Herr, deine Wunder preisen und deine Wahrheit in 
der Gemeine der Heiligen.
7. Denn wer mag in den Wolken dem Herrn gleich gelten und gleich sein 
unter den Kindern der Gtter dem Herrn?
8. Gott ist fast mchtig in der Sammlung der Heiligen und wunderbarlich 
ber alle, die um ihn sind.
9. Herr, Gott, Zebaoth, wer ist wie du, ein mchtiger Gott? Und deine 
Wahrheit ist um dich her.
10. Du herrschest ber das ungestme Meer; du stillest seine Wellen, wenn 
sie sich erheben.
11. Du schlgst Rahab zu Tode; du zerstreuest deine Feinde mit deinem 
starken Arm.
12. Himmel und Erde ist dein; du hast gegrndet den Erdboden, und was 
drinnen ist.
13. Mitternacht und Mittag hast du geschaffen; Thabor und Hermon jauchzen 
in deinem Namen.
14. Du hast einen gewaltigen Arm; stark ist deine Hand und hoch ist deine 
Rechte.
15. Gerechtigkeit und Gericht ist deines Stuhls Festung; Gnade und 
Wahrheit sind vor deinem Angesichte.
16. Wohl dem Volk, das jauchzen kann! Herr, sie werden im Licht deines 
Antlitzes wandeln.
17. Sie werden ber deinem Namen tglich frhlich sein und in deiner 
Gerechtigkeit herrlich sein.
18. Denn du bist der Ruhm ihrer Strke und durch deine Gnade wirst du 
unser Horn erhhen.
19. Denn der Herr ist unser Schild, und der Heilige in Israel ist unser 
Knig.
20. Dazumal redetest du im Gesichte zu deinem Heiligen und sprachest: Ich 
habe einen Held erwecket, der helfen soll; ich habe erhhet einen 
Auserwhlten aus dem Volk;
21. ich habe funden meinen Knecht David, ich habe ihn gesalbet mit meinem 
heiligen le.
22. Meine Hand soll ihn erhalten, und mein Arm soll ihn strken.
23. Die Feinde sollen ihn nicht berwltigen, und die Ungerechten sollen 
ihn nicht dmpfen,
24. sondern ich will seine Widersacher schlagen vor ihm her, und die ihn 
hassen, will ich plagen.
25. Aber meine Wahrheit und Gnade soll bei ihm sein, und sein Horn soll in 
meinem Namen erhaben werden.
26. Ich will seine Hand ins Meer stellen und seine Rechte in die Wasser.
27. Er wird mich nennen also: Du bist mein Vater, mein Gott und Hort, der 
mir hilft.
28. Und ich will ihn zum ersten Sohn machen, allerhchst unter den Knigen 
auf Erden.
29. Ich will ihm ewiglich behalten meine Gnade, und mein Bund soll ihm 
fest bleiben.
30. Ich will ihm ewiglich Samen geben und seinen Stuhl, solange der Himmel 
whret, erhalten.
31. Wo aber seine Kinder mein Gesetz verlassen und in meinen Rechten nicht 
wandeln,
32. so sie meine Ordnungen entheiligen und meine Gebote nicht halten,
33. will ich ihre Snde mit der Rute heimsuchen und ihre Missetat mit 
Plagen.
34. Aber meine Gnade will ich nicht von ihm wenden und meine Wahrheit 
nicht lassen fehlen.
35. Ich will meinen Bund nicht entheiligen und nicht ndern, was aus 
meinem Munde gegangen ist.
36. Ich habe einst geschworen bei meiner Heiligkeit: Ich will David nicht 
lgen.
37. Sein Same soll ewig sein und sein Stuhl vor mir wie die Sonne;
38. wie der Mond soll er ewiglich erhalten sein und gleichwie der Zeuge in 
den Wolken gewi sein. Sela.
39. Aber nun verstest du und verwirfest und zrnest mit deinem Gesalbten.
40. Du verstrest den Bund deines Knechtes und trittst seine Krone zu 
Boden.
41. Du zerreiest alle seine Mauern und lssest seine Festen zerbrechen.
42. Es rauben ihn alle, die vorbergehen; er ist seinen Nachbarn ein Spott 
worden.
43. Du erhhest die Rechte seiner Widerwrtigen und erfreuest alle seine 
Feinde.
44. Auch hast du die Kraft seines Schwerts weggenommen und lssest ihn 
nicht siegen im Streit.
45. Du zerstrest seine Reinigkeit und wirfest seinen Stuhl zu Boden.
46. Du verkrzest die Zeit seiner Jugend und bedeckest ihn mit Hohn. Sela.
47. Herr, wie lange willst du dich so gar verbergen und deinen Grimm wie 
Feuer brennen lassen?
48. Gedenke, wie kurz mein Leben ist! Warum willst du alle Menschen 
umsonst geschaffen haben?
49. Wo ist jemand, der da lebet und den Tod nicht sehe, der seine Seele 
errette aus der Hlle Hand? Sela.
50. Herr, wo ist deine vorige Gnade, die du David geschworen hast in 
deiner Wahrheit?
51. Gedenke, Herr, an die Schmach deiner Knechte, die ich trage in meinem 
Scho von so vielen Vlkern allen,
52. damit dich, Herr, deine Feinde schmhen, damit sie schmhen die 
Futapfen deines Gesalbten.
53. sei der Herr ewiglich! Amen, Amen.
Der Psalter 90
1. Ein Gebet Moses, des Mannes Gottes.
2. Herr Gott, du bist unsere Zuflucht fr und fr. Ehe denn die Berge 
worden und die Erde und die Welt geschaffen worden, bist du, Gott, von 
Ewigkeit zu Ewigkeit,
3. der du die Menschen lssest sterben und sprichst: Kommt wieder, 
Menschenkinder!
4. Denn tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen ist, 
und wie eine Nachtwache.
5. Du lssest sie dahinfahren wie einen Strom, und sind wie ein Schlaf, 
gleichwie ein Gras, das doch bald welk wird,
6. das da frhe blhet und bald welk wird und des Abends abgehauen wird 
und verdorret.
7. Das macht dein Zorn, da wir so vergehen, und dein Grimm, da wir so 
pltzlich dahin mssen.
8. Denn unsere Missetat stellest du vor dich, unsere unerkannte Snde ins 
Licht vor deinem Angesichte.
9. Darum fahren alle unsere Tage dahin durch deinen Zorn; wir bringen 
unsere Jahre zu wie ein Geschwtz.
10. Unser Leben whret siebenzig Jahre, und wenn's hoch kommt, so sind's 
achtzig Jahre; und wenn's kstlich gewesen ist, so ist's Mhe und Arbeit 
gewesen; denn es fhret schnell dahin, als flgen wir davon.
11. Wer glaubt es aber, da du so sehr zrnest? und wer frchtet sich vor 
solchem deinem Grimm?
12. Lehre uns bedenken, da wir sterben mssen, auf da wir klug werden.
13. Herr, kehre dich doch wieder zu uns und sei deinen Knechten gndig!
14. Flle uns frhe mit deiner Gnade, so wollen wir rhmen und frhlich 
sein unser Leben lang.
15. Erfreue uns nun wieder, nachdem du uns so lange plagest, nachdem wir 
so lange Unglck leiden.
16. Zeige deinen Knechten deine Werke und deine Ehre ihren Kindern!
17. Und der Herr, unser Gott, sei uns freundlich und frdere das Werk 
unserer Hnde bei uns; ja das Werk unserer Hnde wolle er frdern!
Der Psalter 91
1. Wer unter dem Schirm des Hchsten sitzt und unter dem Schatten des 
Allmchtigen bleibt,
2. der spricht zu dem Herrn: Meine Zuversicht und meine Burg, mein Gott, 
auf den ich hoffe!
3. Denn er errettet mich vom Strick des Jgers und von der schdlichen 
Pestilenz.
4. Er wird dich mit seinen Fittichen decken, und deine Zuversicht wird 
sein unter seinen Flgeln. Seine Wahrheit ist Schirm und Schild,
5. da du nicht erschrecken mssest vor dem Grauen des Nachts, vor den 
Pfeilen, die des Tages fliegen,
6. vor der Pestilenz, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die im 
Mittag verderbet.
7. Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner Rechten, so 
wird es doch dich nicht treffen.
8. Ja, du wirst mit deinen Augen deine Lust sehen und schauen, wie es den 
Gottlosen vergolten wird.
9. Denn der Herr ist deine Zuversicht, der Hchste ist deine Zuflucht.
10. Es wird dir kein bels begegnen, und keine Plage wird zu deiner Htte 
sich nahen.
11. Denn er hat seinen Engeln befohlen ber dir, da sie dich behten auf 
allen deinen Wegen,
12. da sie dich auf den Hnden tragen und du deinen Fu nicht an einen 
Stein stest.
13. Auf den Lwen und Ottern wirst du gehen und treten auf den jungen 
Lwen und Drachen.
14. Er begehrt mein, so will ich ihm aushelfen; er kennet meinen Namen, 
darum will ich ihn schtzen;
15. er rufet mich an, so will ich ihn erhren. Ich bin bei ihm in der Not; 
ich will ihn herausreien und zu Ehren machen.
16. Ich will ihn sttigen mit langem Leben und ihm zeigen mein Heil.
Der Psalter 92
1. Ein Psalmlied auf den Sabbattag.
2. Das ist ein kstlich Ding, dem Herrn danken und lobsingen deinem Namen, 
du Hchster
3. Morgens deine Gnade und des Nachts deine Wahrheit verkndigen,
4. auf den zehn Saiten und Psalter, mit Spielen auf der Harfe.
5. Denn, Herr, du lssest mich frhlich singen von deinen Werken, und ich 
rhme die Geschfte deiner Hnde.
6. Herr, wie sind deine Werke so gro! Deine Gedanken sind so sehr tief.
7. Ein Trichter glaubt das nicht, und ein Narr achtet solches nicht.
8. Die Gottlosen grnen wie das Gras, und die beltter blhen alle, bis 
sie vertilget werden immer und ewiglich.
9. Aber du, Herr, bist der Hchste und bleibest ewiglich.
10. Denn siehe, deine Feinde, Herr, siehe, deine Feinde werden umkommen; 
und alle beltter mssen zerstreuet werden.
11. Aber mein Horn wird erhhet werden wie eines Einhorns, und werde 
gesalbet mit frischem le.
12. Und mein Auge wird seine Lust sehen an meinen Feinden; und mein Ohr 
wird seine Lust hren an den Boshaftigen, die sich wider mich setzen.
13. Der Gerechte wird grnen wie ein Palmbaum; er wird wachsen wie eine 
Zeder auf Libanon.
14. Die gepflanzt sind in dem Hause des Herrn, werden in den Vorhfen 
unsers Gottes grnen.
15. Und wenn sie gleich alt werden, werden sie dennoch blhen, fruchtbar 
und frisch sein,
16. da sie verkndigen, da der Herr so fromm ist, mein Hort, und ist 
kein Unrecht an ihm.
Der Psalter 93
1. Der Herr ist Knig und herrlich geschmckt; der Herr ist geschmckt und 
hat ein Reich angefangen, soweit die Welt ist, und zugerichtet, da es 
bleiben soll.
2. Von dem an stehet dein Stuhl fest; du bist ewig.
3. Herr, die Wasserstrme erheben sich, die Wasserstrme erheben ihr 
Brausen, die Wasserstrme heben empor die Wellen.
4. Die Wasserwogen im Meer sind gro und brausen greulich; der Herr aber 
ist noch grer in der Hhe.
5. Dein Wort ist eine rechte Lehre. Heiligkeit ist die Zierde deines 
Hauses ewiglich.
Der Psalter 94
1. Herr Gott, des die Rache ist, Gott, des die Rache ist, erscheine!
2. Erhebe dich, du Richter der Welt; vergilt den Hoffrtigen, was sie 
verdienen!
3. Herr, wie lange sollen die Gottlosen, wie lange sollen die Gottlosen 
prahlen
4. und so trotziglich reden, und alle beltter sich so rhmen?
5. Herr, sie zerschlagen dein Volk und plagen dein Erbe.
6. Witwen und Fremdlinge erwrgen sie und tten die Waisen
7. und sagen: Der Herr siehet's nicht und der Gott Jakobs achtet's nicht.
8. Merket doch, ihr Narren unter dem Volk, und ihr Toren, wann wollt ihr 
klug werden?
9. Der das Ohr gepflanzet hat, sollte der nicht hren? Der das Auge 
gemacht hat, sollte der nicht sehen?
10. Der die Heiden zchtiget, sollte der nicht strafen? der die Menschen 
lehret, was sie wissen.
11. Aber der Herr wei die Gedanken der Menschen, da sie eitel sind.
12. Wohl dem, den du, Herr, zchtigest und lehrest ihn durch dein Gesetz,
13. da er Geduld habe, wenn's bel gehet, bis dem Gottlosen die Grube 
bereitet werde.
14. Denn der Herr wird sein Volk nicht verstoen noch sein Erbe verlassen.
15. Denn Recht mu doch Recht bleiben, und dem werden alle frommen Herzen 
zufallen.
16. Wer stehet bei mir wider die Boshaftigen? Wer tritt zu mir wider die 
beltter?
17. Wo der Herr mir nicht hlfe, so lge meine Seele schier in der Stille.
18. Ich sprach: Mein Fu hat gestrauchelt; aber deine Gnade, Herr, hielt 
mich.
19. Ich hatte viel Bekmmernisse in meinem Herzen; aber deine Trstungen 
ergtzeten meine Seele.
20. Du wirst ja nimmer eins mit dem schdlichen Stuhl, der das Gesetz bel 
deutet.
21. Sie rsten sich wider die Seele des Gerechten und verdammen unschuldig 
Blut.
22. Aber der Herr ist mein Schutz; mein Gott ist der Hort meiner 
Zuversicht.
23. Und er wird ihnen ihr Unrecht vergelten und wird sie um ihre Bosheit 
vertilgen; der Herr, unser Gott, wird sie vertilgen.
Der Psalter 95
1. Kommt herzu, lat uns dem Herrn frohlocken und jauchzen dem Hort unsers 
Heils!
2. Lasset uns mit Danken vor sein Angesicht kommen und mit Psalmen ihm 
jauchzen!
3. Denn der Herr ist ein groer Gott und ein groer Knig ber alle Gtter.
4. Denn in seiner Hand ist, was die Erde bringet; und die Hhen der Berge 
sind auch sein.
5. Denn sein ist das Meer, und er hat's gemacht; und seine Hnde haben das 
Trockne bereitet.
6. Kommt, lat uns anbeten und knieen und niederfallen vor dem Herrn, der 
uns gemacht hat!
7. Denn er ist unser Gott, und wir das Volk seiner Weide und Schafe seiner 
Hand. Heute, so ihr seine Stimme hret,
8. so verstocket euer Herz nicht, wie zu Meriba geschah, wie zu Massa in 
der Wste,
9. da mich eure Vter versuchten, fhleten und sahen mein Werk,
10. da ich vierzig Jahre Mhe hatte mit diesem Volk und sprach: Es sind 
Leute, deren Herz immer den Irrweg will, und die meine Wege nicht lernen 
wollen;
11. da ich schwur in meinem Zorn: Sie sollen nicht zu meiner Ruhe kommen!
Der Psalter 96
1. Singet dem Herrn ein neues Lied; singet dem Herrn, alle Welt!
2. Singet dem Herrn und lobet seinen Namen; prediget einen Tag am andern 
sein Heil!
3. Erzhlet unter den Heiden seine Ehre, unter allen Vlkern seine Wunder!
4. Denn der Herr ist gro und hoch zu loben, wunderbarlich ber alle 
Gtter.
5. Denn alle Gtter der Vlker sind Gtzen; aber der Herr hat den Himmel 
gemacht.
6. Es stehet herrlich und prchtig vor ihm und gehet gewaltiglich und 
lblich zu in seinem Heiligtum.
7. Ihr Vlker, bringet her dem Herrn, bringet her dem Herrn Ehre und Macht!
8. Bringet her dem Herrn die Ehre seinem Namen; bringet Geschenke und 
kommt in seine Vorhfe!
9. an den Herrn in heiligem Schmuck; es frchte ihn alle Welt!
10. Sagt unter den Heiden, da der Herr Knig sei und habe sein Reich, 
soweit die Welt ist, bereitet, da es bleiben soll, und richtet die Vlker 
recht
11. freue sich, und Erde sei frhlich; das Meer brause, und was drinnen 
ist;
12. das Feld sei frhlich und alles, was drauf ist; und lasset rhmen alle 
Bume im Walde
13. vor dem Herrn; denn er kommt, denn er kommt, zu richten das Erdreich. 
Er wird den Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Vlker mit seiner 
Wahrheit.
Der Psalter 97
1. Der Herr ist Knig; des freue sich das Erdreich, und seien frhlich die 
Inseln, soviel ihrer ist.
2. Wolken und Dunkel ist um ihn her. Gerechtigkeit und Gericht ist seines 
Stuhles Festung:
3. Feuer gehet vor ihm her und zndet an umher seine Feinde.
4. Seine Blitze leuchten auf den Erdboden; das Erdreich siehet und 
erschrickt.
5. Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem Herrn, vor dem Herrscher des 
ganzen Erdbodens.
6. Die Himmel verkndigen seine Gerechtigkeit, und alle Vlker sehen seine 
Ehre.
7. Schmen mssen sich alle, die den Bildern dienen und sich der Gtzen 
rhmen. Betet ihn an, alle Gtter!
8. Zion hret es und ist froh; und die Tchter Judas sind frhlich, Herr 
ber deinem Regiment.
9. Denn du, Herr, bist der Hchste in allen Landen; du bist sehr erhhet 
ber alle Gtter.
10. Die ihr den Herrn liebet, hasset das Arge! Der Herr bewahret die 
Seelen seiner Heiligen; von der Gottlosen Hand wird er sie erretten.
11. Dem Gerechten mu das Licht immer wieder aufgehen und Freude den 
frommen Herzen.
12. Ihr Gerechten, freuet euch des Herrn; und danket ihm und preiset seine 
Heiligkeit!
Der Psalter 98
1. Ein Psalm. Singet dem Herrn ein neues Lied; denn er tut Wunder. Er 
sieget mit seiner Rechten und mit seinem heiligen Arm.
2. Der Herr lt sein Heil verkndigen, vor den Vlkern lt er seine 
Gerechtigkeit offenbaren.
3. Er gedenket an seine Gnade und Wahrheit dem Hause Israel. Aller Welt 
Enden sehen das Heil unsers Gottes.
4. Jauchzet dem Herrn, alle Welt; singet, rhmet und lobet!
5. Lobet den Herrn mit Harfen, mit Harfen und mit Psalmen;
6. mit Trommeten und Posaunen jauchzet vor dem Herrn, dem Knige!
7. Meer brause, und was drinnen ist, der Erdboden, und die drauf wohnen.
8. Die Wasserstrme frohlocken, und alle Berge seien frhlich
9. vor dem Herrn; denn er kommt, das Erdreich zu richten. Er wird den 
Erdboden richten mit Gerechtigkeit und die Vlker mit Recht.
Der Psalter 99
1. Der Herr ist Knig, darum toben die Vlker; er sitzet auf Cherubim, 
darum reget sich die Welt.
2. Der Herr ist gro zu Zion und hoch ber alle Vlker.
3. Man danke deinem groen und wunderbarlichen Namen, der da heilig ist.
4. Im Reich dieses Knigs hat man das Recht lieb. Du gibst Frmmigkeit; du 
schaffest Gericht und Gerechtigkeit in Jakob.
5. Erhebet den Herrn, unsern Gott, betet an zu seinem Fuschemel; denn er 
ist heilig.
6. Mose und Aaron unter seinen Priestern und Samuel unter denen, die 
seinen Namen anrufen; sie riefen an den Herrn, und er erhrete sie.
7. Er redete mit ihnen durch eine Wolkensule. Sie hielten seine Zeugnisse 
und Gebote, die er ihnen gab.
8. Herr, du bist unser Gott, du erhretest sie; du, Gott, vergabest ihnen 
und straftest ihr Tun:
9. Erhhet den Herrn, unsern Gott, und betet an zu seinem heiligen Berge; 
denn der Herr, unser Gott, ist heilig:
Der Psalter 100
1. Ein Dankpsalm. Jauchzet dem Herrn, alle Welt!
2. Dienet dem Herrn mit Freuden; kommt vor sein Angesicht mit Frohlocken!
3. Erkennet, da der Herr Gott ist! hat uns gemacht, und nicht wir selbst 
zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.
4. Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhfen mit Loben; 
danket ihm, lobet seinen Namen!
5. Denn der Herr ist freundlich, und seine Gnade whret ewig und seine 
Wahrheit fr und fr.
Der Psalter 101
1. Ein Psalm Davids. Von Gnade und Recht will ich singen und dir, Herr, 
lobsagen.
2. Ich handle vorsichtig und redlich bei denen, die mir zugehren, und 
wandle treulich in meinem Hause.
3. Ich nehme mir keine bse Sache vor. Ich hasse den bertreter und lasse 
ihn nicht bei mir bleiben.
4. Ein verkehret Herz mu von mir weichen; den Bsen leide ich nicht.
5. Der seinen Nchsten heimlich verleumdet, den vertilge ich. Ich mag des 
nicht, der stolze Gebrden und hohen Mut hat.
6. Meine Augen sehen nach den Treuen im Lande, da sie bei mir wohnen, und 
habe gerne fromme Diener.
7. Leute halte ich nicht in meinem Hause; die Lgner gedeihen nicht bei 
mir.
8. Frhe vertilge ich alle Gottlosen im Lande, da ich alle beltter 
ausrotte aus der Stadt des Herrn.
Der Psalter 102
1. Ein Gebet des Elenden, so er betrbt ist und seine Klage vor dem Herrn 
ausschttet.
2. Herr, hre mein Gebet und la mein Schreien zu dir kommen!
3. Verbirg dein Antlitz nicht vor mir in der Not; neige deine Ohren zu 
mir; wenn ich dich anrufe, so erhre mich bald!
4. Denn meine Tage sind vergangen wie ein Rauch, und meine Gebeine sind 
verbrannt wie ein Brand.
5. Mein Herz ist geschlagen und verdorret wie Gras, da ich auch vergesse, 
mein Brot zu essen.
6. Mein Gebein klebt an meinem Fleisch vor Heulen und Seufzen.
7. Ich bin gleich wie eine Rohrdommel in der Wste; ich bin gleich wie ein 
Kuzlein in den verstrten Sttten.
8. Ich wache und bin wie ein einsamer Vogel auf dem Dache.
9. Tglich schmhen mich meine Feinde; und die mich spotten, schwren bei 
mir.
10. Denn ich esse Asche wie Brot und mische meinen Trank mit Weinen
11. vor deinem Druen und Zorn, da du mich aufgehoben und zu Boden 
gestoen hast.
12. Meine Tage sind dahin wie ein Schatten; und ich verdorre wie Gras.
13. Du aber, Herr, bleibest ewiglich und dein Gedchtnis fr und fr.
14. Du wollest dich aufmachen und ber Zion erbarmen; denn es ist Zeit, 
da du ihr gndig seiest, und die Stunde ist kommen.
15. Denn deine Knechte wollten gerne, da sie gebauet wrde, und shen 
gerne, da ihre Steine und Kalk zugerichtet wrden;
16. da die Heiden den Namen des Herrn frchten und alle Knige auf Erden 
deine Ehre;
17. da der Herr Zion bauet und erscheinet in seiner Ehre.
18. Er wendet sich zum Gebet der Verlassenen und verschmhet ihr Gebet 
nicht.
19. Das werde geschrieben auf die Nach kommen; und das Volk, das 
geschaffen soll werden, wird den Herrn loben.
20. Denn er schauet von seiner heiligen Hhe, und der Herr siehet vom 
Himmel auf Erden,
21. da er das Seufzen des Gefangenen hre und losmache die Kinder des 
Todes,
22. auf da sie zu Zion predigen den Namen des Herrn und sein Lob zu 
Jerusalem,
23. wenn die Vlker zusammenkommen und die Knigreiche, dem Herrn zu 
dienen.
24. Er demtiget auf dem Wege meine Kraft; er verkrzet meine Tage.
25. Ich sage: Mein Gott, nimm mich nicht weg in der Hlfte meiner Tage! 
Deine Jahre whren fr und fr.
26. Du hast vorhin die Erde gegrndet, und die Himmel sind deiner Hnde 
Werk.
27. Sie werden vergehen, aber du bleibest. Sie werden alle veralten wie 
ein Gewand; sie werden verwandelt wie ein Kleid, wenn du sie verwandeln 
wirst.
28. Du aber bleibest, wie du bist, und deine Jahre nehmen kein Ende.
29. Die Kinder deiner Knechte werden bleiben, und ihr Same wird vor dir 
gedeihen.
Der Psalter 103
1. Ein Psalm Davids. Lobe den Herrn, meine Seele, und was in mir ist, 
seinen heiligen Namen!
2. Lobe den Herrn, meine Seele, und vergi nicht, was er dir Gutes getan 
hat,
3. der dir alle deine Snden vergibt und heilet alle deine Gebrechen,
4. der dein Leben vom Verderben erlset, der dich krnet mit Gnade und 
Barmherzigkeit,
5. der deinen Mund frhlich machet, und du wieder jung wirst wie ein Adler.
6. Der Herr schaffet Gerechtigkeit und Gericht allen, die Unrecht leiden.
7. Er hat seine Wege Mose wissen lassen, die Kinder Israel sein Tun.
8. Barmherzig und gndig ist der Herr, geduldig und von groer Gte.
9. Er wird nicht immer hadern, noch ewiglich Zorn halten.
10. Er handelt nicht mit uns nach unsern Snden und vergilt uns nicht nach 
unserer Missetat.
11. Denn so hoch der Himmel ber der Erde ist, lt er seine Gnade walten 
ber die, so ihn frchten.
12. So ferne der Morgen ist vom Abend, lsset er unsere bertretung von 
uns sein.
13. Wie sich ein Vater ber Kinder erbarmet, so erbarmet sich der Herr 
ber die, so ihn frchten.
14. Denn er kennet, was fr ein Gemchte wir sind; er gedenket daran, da 
wir Staub sind.
15. Ein Mensch ist in seinem Leben wie Gras; er blhet wie eine Blume auf 
dem Felde.
16. Wenn der Wind darber geht, so ist sie nimmer da, und ihre Sttte 
kennet sie nicht mehr.
17. Die Gnade aber des Herrn whret von Ewigkeit zu Ewigkeit ber die, so 
ihn frchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind
18. bei denen, die seinen Bund halten und gedenken an seine Gebote, da 
sie danach tun.
19. Der Herr hat seinen Stuhl im Himmel bereitet, und sein Reich herrschet 
ber alles.
20. Lobet den Herrn, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr seinen 
Befehl ausrichtet, da man hre die Stimme seines Worts.
21. Lobet den Herrn, alle seine Heer scharen, seine Diener, die ihr seinen 
Willen tut!
22. Lobet den Herrn, alle seine Werke, an allen Orten seiner Herrschaft! 
Lobe den Herrn, meine Seele!
Der Psalter 104
1. Lobe den Herrn, meine Seele! Herr, mein Gott, du bist sehr herrlich; du 
bist schn und prchtig geschmckt.
2. Licht ist dein Kleid, das du anhast. Du breitest aus den Himmel wie 
einen Teppich;
3. du wlbest es oben mit Wasser; du fhrest auf den Wolken wie auf einem 
Wagen und gehest auf den Fittichen des Windes
4. der du machest deine Engel zu Winden und deine Diener zu Feuerflammen;
5. der du das Erdreich grndest auf seinen Boden, da es bleibt immer und 
ewiglich.
6. Mit der Tiefe deckest du es wie mit einem Kleid, und Wasser stehen ber 
den Bergen.
7. Aber von deinem Schelten fliehen sie, von deinem Donner fahren sie 
dahin.
8. Die Berge gehen hoch hervor, und die Breiten setzen sich herunter zum 
Ort, den du ihnen gegrndet hast.
9. Du hast eine Grenze gesetzt, darber kommen sie nicht, und mssen nicht 
wiederum das Erdreich bedecken.
10. Du lssest Brunnen quellen in den Grnden, da die Wasser zwischen den 
Bergen hinflieen,
11. da alle Tiere auf dem Felde trinken und das Wild seinen Durst lsche.
12. An denselben sitzen die Vgel des Himmels und singen unter den Zweigen.
13. Du feuchtest die Berge von oben her; du machest das Land voll Frchte, 
die du schaffest.
14. Du lssest Gras wachsen fr das Vieh und Saat zu Nutz den Menschen, 
da du Brot aus der Erde bringest,
15. und da der Wein erfreue des Menschen Herz und seine Gestalt schn 
werde von l, und das Brot des Menschen Herz strke;
16. da die Bume des Herrn voll Safts stehen, die Zedern Libanons, die er 
gepflanzet hat.
17. Daselbst nisten die Vgel, und die Reiher wohnen auf den Tannen.
18. Die hohen Berge sind der Gemsen Zuflucht und die Steinklfte der 
Kaninchen.
19. Du machest den Mond, das Jahr danach zu teilen; die Sonne wei ihren 
Niedergang.
20. Du machest Finsternis, da Nacht wird; da regen sich alle wilden Tiere,
21. die jungen Lwen, die da brllen nach dem Raub und ihre Speise suchen 
von Gott.
22. Wenn aber die Sonne aufgehet, heben sie sich davon und legen sich in 
ihre Lcher.
23. So gehet denn der Mensch aus an seine Arbeit und an sein Ackerwerk bis 
an den Abend.
24. Herr, wie sind deine Werke so gro und viel! Du hast sie alle weislich 
geordnet und die Erde ist voll deiner Gter.
25. Das Meer, das so gro und weit ist, da wimmelt's ohne Zahl, beide 
groe und kleine Tiere.
26. Daselbst gehen die Schiffe; da sind Walfische, die du gemacht hast, 
da sie drinnen scherzen.
27. Es wartet alles auf dich, da du ihnen Speise gebest zu seiner Zeit.
28. Wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand auftust, so 
werden sie mit Gut gesttiget.
29. Verbirgest du dein Angesicht, so erschrecken sie; du nimmst weg ihren 
Odem, so vergehen sie und werden wieder zu Staub.
30. Du lssest aus deinen Odem, so werden sie geschaffen, und verneuerst 
die Gestalt der Erde.
31. Die Ehre des Herrn ist ewig; der Herr hat Wohlgefallen an seinen 
Werken.
32. Er schauet die Erde an, so bebet sie; er rhret die Berge an, so 
rauchen sie.
33. Ich will dem Herrn singen mein Leben lang und meinen Gott loben, 
solange ich bin.
34. Meine Rede msse ihm wohlgefallen. Ich freue mich des Herrn.
35. Der Snder msse ein Ende werden auf Erden, und die Gottlosen nicht 
mehr sein! Lobe den Herrn, meine Seele! Halleluja!
Der Psalter 105
1. Danket dem Herrn und prediget seinen Namen; verkndiget sein Tun unter 
den Vlkern;
2. singet von ihm und lobet ihn; redet von allen seinen Wundern;
3. rhmet seinen heiligen Namen; es freue sich das Herz derer, die den 
Herrn suchen!
4. Fraget nach dem Herrn und nach seiner Macht; suchet sein Antlitz 
allewege!
5. Gedenket seiner Wunderwerke, die er getan hat, seiner Wunder und seines 
Worts,
6. ihr, der Same Abrahams, seines Knechts, ihr Kinder Jakobs, seine 
Auserwhlten!
7. Er ist der Herr, unser Gott; er richtet in aller Welt.
8. Er gedenket ewiglich an seinen Bund, des Worts, das er verheien hat 
auf viel tausend fr und fr
9. den er gemacht hat mit Abraham, und des Eides mit Isaak,
10. und stellete dasselbige Jakob zu einem Recht und Israel zum ewigen 
Bunde
11. und sprach: Dir will ich das Land Kanaan geben, das Los eures Erbes,
12. da sie wenig und geringe waren und Fremdlinge drinnen.
13. Und sie zogen von Volk zu Volk, von einem Knigreiche zum andern Volk.
14. Er lie keinen Menschen ihnen Schaden tun und strafte Knige um 
ihretwillen.
15. Tastet meine Gesalbten nicht an und tut meinen Propheten kein Leid!
16. Und er lie eine Teurung ins Land kommen und entzog allen Vorrat des 
Brots.
17. Er sandte einen Mann vor ihnen hin; Joseph ward zum Knechte verkauft.
18. Sie zwangen seine Fe im Stock, sein Leib mute in Eisen liegen,
19. bis da sein Wort kam und die Rede des Herrn ihn durchluterte.
20. Da sandte der Knig hin und lie ihn losgeben,. der Herr ber Vlker 
hie ihn auslassen.
21. Er setzte ihn zum Herrn ber sein Haus, zum Herrscher ber alle seine 
Gter,
22. da er seine Frsten unterweisete nach seiner Weise und seine ltesten 
Weisheit lehrete.
23. Und Israel zog nach gypten, und Jakob ward ein Fremdling im Lande 
Hams.
24. Und er lie sein Volk sehr wachsen und machte sie mchtiger denn ihre 
Feinde.
25. Er verkehrete jener Herz, da sie seinem Volk gram wurden und dachten 
seine Knechte mit List zu dmpfen.
26. Er sandte seinen Knecht Mose, Aaron, den er hatte erwhlet.
27. Dieselben taten seine Zeichen unter ihnen und seine Wunder im Lande 
Hams.
28. Er lie Finsternis kommen und machte es finster; und waren nicht 
ungehorsam seinen Worten.
29. Er verwandelte ihre Wasser in Blut und ttete ihre Fische.
30. Ihr Land wimmelte Krten heraus in den Kammern ihrer Knige.
31. Er sprach, da kam Ungeziefer, Luse, in allen ihren Grenzen.
32. Er gab ihnen Hagel zum Regen, Feuerflammen in ihrem Lande;
33. und schlug ihre Weinstcke und Feigenbume und zerbrach die Bume in 
ihren Grenzen.
34. Er sprach, da kamen Heuschrecken und Kfer ohne Zahl.
35. Und sie fraen alles Gras in ihrem Lande und fraen die Frchte auf 
ihrem Felde.
36. Und schlug alle Erstgeburt in gypten, alle ihre ersten Erben.
37. Und fhrete sie aus mit Silber und Golde; und war kein Gebrechlicher 
unter ihren Stmmen.
38. gypten ward froh, da sie auszogen; denn ihre Furcht war auf sie 
gefallen.
39. Er breitete eine Wolke aus zur Decke und ein Feuer des Nachts zu 
leuchten.
40. Sie baten, da lie er Wachteln kommen; und er sttigte sie mit 
Himmelbrot.
41. Er ffnete den Felsen, da flossen Wasser aus, da Bche liefen in der 
drren Wste.
42. Denn er gedachte an sein heiliges Wort, Abraham, seinem Knechte, 
geredet.
43. Also fhrete er sein Volk aus mit Freuden und seine Auserwhlten mit 
Wonne
44. und gab ihnen die Lnder der Heiden, da sie die Gter der Vlker 
einnahmen
45. auf da sie halten sollten seine Rechte und seine Gesetze bewahren. 
Halleluja!
Der Psalter 106
1. Halleluja! Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Gte 
whret ewiglich.
2. Wer kann die groen Taten des Herrn ausreden und alle seine lblichen 
Werke preisen?
3. Wohl denen, die das Gebot halten und tun immerdar recht!
4. Herr, gedenke mein nach der Gnade, die du deinem Volk verheien hast; 
beweise uns deine Hilfe,
5. da wir sehen mgen die Wohlfahrt deiner Auserwhlten und uns freuen, 
da es deinem Volk wohlgehet, und uns rhmen mit deinem Erbteil.
6. Wir haben gesndiget samt unsern Vtern; wir haben migehandelt und 
sind gottlos gewesen.
7. Unsere Vter in gypten wollten deine Wunder nicht verstehen; sie 
gedachten nicht an deine groe Gte und waren ungehorsam am Meer, nmlich 
am Schilfmeer.
8. Er half ihnen aber um seines Namens willen, da er seine Macht 
beweisete.
9. Und er schalt das Schilfmeer, da ward's trocken; und fhrete sie durch 
die Tiefe wie in einer Wste;
10. und half ihnen von der Hand des, der, sie hassete, und erlsete sie 
von der Hand des Feindes
11. Und die Wasser ersuften ihre Widersacher, da nicht einer berblieb.
12. Da glaubten sie an seine Worte und sangen sein Lob.
13. Aber sie vergaen bald seiner Werke; sie warteten nicht seines Rats.
14. Und sie wurden lstern in der Wste und versuchten Gott in der Einde.
15. Er aber gab ihnen ihre Bitte und sandte ihnen genug, bis ihnen davor 
ekelte.
16. Und sie emprten sich wider Mose im Lager, wider Aaron, den Heiligen 
des Herrn.
17. Die Erde tat sich auf und verschlang Dathan und deckte zu die Rotte 
Abirams.
18. Und Feuer ward unter ihrer Rotte angezndet; die Flamme verbrannte die 
Gottlosen.
19. Sie machten ein Kalb in Horeb und beteten an das gegossene Bild;
20. und verwandelten ihre Ehre in ein Gleichnis eines Ochsen, der Gras 
isset.
21. Sie vergaen Gottes, ihres Heilandes, der so groe Dinge in gypten 
getan hatte,
22. Wunder im Lande Hams und schreckliche Werke am Schilfmeer.
23. Und er sprach, er wollte sie vertilgen, wo nicht Mose, sein 
Auserwhlter, den Ri aufgehalten htte, seinen Grimm abzuwenden, auf da 
er sie nicht gar verderbete.
24. Und sie verachteten das liebe Land; sie glaubten seinem Wort nicht
25. und murreten in ihren Htten; sie gehorchten der Stimme des Herrn 
nicht.
26. Und er hub auf seine Hand wider sie, da er sie niederschlge in der 
Wste
27. und wrfe ihren Samen unter die Heiden und streuete sie in die Lnder.
28. Und sie hingen sich an den Baal Peor und aen von den Opfern der toten 
Gtzen
29. und erzrneten ihn mit ihrem Tun; da ri auch die Plage unter sie.
30. Da trat zu Pinehas und schlichtete die Sache; da ward der Plage 
gesteuert,
31. und ward ihm gerechnet zur Gerechtigkeit fr und fr ewiglich.
32. Und sie erzrneten ihn am Haderwasser; und sie zerplagten den Mose 
bel.
33. Denn sie betrbten ihm sein Herz, da ihm etliche Worte entfuhren.
34. Auch vertilgten sie die Vlker nicht, wie sie doch der Herr geheien 
hatte,
35. sondern sie mengeten sich unter die Heiden und lernten derselben Werke
36. und dieneten ihren Gtzen, die gerieten ihnen zum rgernis.
37. Und sie opferten ihre Shne und ihre Tchter den Teufeln
38. und vergossen unschuldig Blut, das Blut ihrer Shne und ihrer Tchter, 
die sie opferten den Gtzen Kanaans, da das Land mit Blutschulden 
befleckt ward;
39. und verunreinigten sich mit ihren Werken und hureten mit ihrem Tun.
40. Da ergrimmete der Zorn des Herrn ber sein Volk und gewann einen 
Greuel an seinem Erbe
41. und gab sie in die Hand der Heiden, da ber sie herrscheten, die 
ihnen gram waren.
42. Und ihre Feinde ngsteten sie; und wurden gedemtiget unter ihre Hnde.
43. Er errettete sie oftmals; aber sie erzrneten ihn mit ihrem Vornehmen 
und wurden wenig um ihrer Missetat willen.
44. Und er sah ihre Not an, da er ihre Klage hrete,
45. und gedacht an seinen Bund, mit ihnen gemacht. Und reuete ihn nach 
seiner groen Gte
46. und lie sie zur Barmherzigkeit kommen vor allen, die sie gefangen 
hatten.
47. Hilf uns, Herr, unser Gott, und bringe uns zusammen aus den Heiden, 
da wir danken deinem heiligen Namen und rhmen dein Lob!
48. Gelobet sei der Herr, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit, und 
alles Volk spreche: Amen, Halleluja!
Der Psalter 107
1. Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Gte whret 
ewiglich.
2. Saget, die ihr erlset seid durch den Herrn, die er aus der Not erlset 
hat
3. und die er aus den Lndern zusammengebracht hat vom Aufgang, vom 
Niedergang, von Mitternacht und vom Meer;
4. die irregingen in der Wste, in ungebahntem Wege, und fanden keine 
Stadt, da sie wohnen konnten,
5. hungrig und durstig und ihre Seele verschmachtet;
6. und sie zum Herrn riefen in ihrer Not, und er sie errettete aus ihren 
ngsten
7. und fhrete sie einen richtigen Weg, da sie gingen zur Stadt, da sie 
wohnen konnten:
8. die sollen dem Herrn danken um seine Gte und um seine Wunder, die er 
an den Menschenkindern tut,
9. da er sttiget die durstige Seele und fllet die hungrige Seele mit 
Gutem.
10. Die da sitzen muten in Finsternis und Dnkel, gefangen im Zwang und 
Eisen,
11. darum da sie Gottes Geboten ungehorsam gewesen waren und das Gesetz 
des Hchsten geschndet hatten;
12. darum mute ihr Herz mit Unglck geplagt werden, da sie dalagen, und 
ihnen niemand half;
13. und sie zum Herrn riefen in ihrer Not, und er ihnen half aus ihren 
ngsten
14. und sie aus der Finsternis und Dunkel fhrete und ihre Bande zerri:
15. die sollen dem Herrn danken um seine Gte und um seine Wunder, die er 
an den Menschenkindern tut,
16. da er zerbricht eherne Tren und zerschlgt eiserne Riegel.
17. Die Narren, so geplaget waren um ihrer bertretung willen und um ihrer 
Snde willen,
18. da ihnen ekelte vor aller Speise und wurden todkrank;
19. und sie zum Herrn riefen in ihrer Not, und er ihnen half aus ihren 
ngsten;
20. er sandte sein Wort und machte sie gesund und errettete sie, da sie 
nicht starben:
21. die sollen dem Herrn danken um seine Gte und um seine Wunder, die er 
an den Menschenkindern tut,
22. und Dank opfern und erzhlen seine Werke mit Freuden.
23. Die mit Schiffen auf dem Meer fuhren und trieben ihren Handel in 
groen Wassern;
24. die des Herrn Werke erfahren haben und seine Wunder im Meer,
25. wenn er sprach und einen Sturmwind erregte, der die Wellen erhub,
26. und sie gen Himmel fuhren und in den Abgrund fuhren, da ihre Seele 
vor Angst verzagte,
27. da sie taumelten und wankten wie ein Trunkener und wuten keinen Rat 
mehr;
28. und sie zum Herrn schrieen in ihrer Not, und er sie aus ihren ngsten 
fhrete
29. und stillete das Ungewitter, da die Wellen sich legten,
30. und sie froh wurden, da es stille worden war, und er sie zu Lande 
brachte nach ihrem Wunsch:
31. die sollen dem Herrn danken um seine Gte und um seine Wunder, die er 
an den Menschenkindern tut,
32. und ihn bei der Gemeine preisen und bei den Alten rhmen.
33. Die, welchen ihre Bche vertrocknet und die Wasserquellen versieget 
waren,
34. da ein fruchtbar Land nichts trug um der Bosheit willen derer, die 
drinnen wohneten;
35. und er das Trockne wiederum wasserreich machte und im drren Lande 
Wasserquellen;
36. und die Hungrigen dahin gesetzt hat, da sie eine Stadt zurichteten, 
da sie wohnen knnten,
37. und Acker besen und Weinberge pflanzen mchten und die jhrlichen 
Frchte kriegten;
38. und er sie segnete, da sie sich fast mehreten, und ihnen viel Viehes 
gab;
39. die, welch niedergedrckt und geschwcht waren von dem Bsen, der sie 
gezwungen und gedrungen hatte,
40. da Verachtung auf die Frsten geschttet war, da alles irrig und 
wste stund;
41. und er den Armen schtzte vor Elend und sein Geschlecht wie eine Herde 
mehrete.
42. Solches werden die Frommen sehen und sich freuen; und aller Bosheit 
wird das Maul gestopft werden.
43. Wer ist weise und behlt dies? So werden sie merken, wieviel Wohltat 
der Herr erzeiget.
Der Psalter 108
1. Ein Psalmlied Davids.
2. Gott, es ist mein rechter Ernst; ich will singen und dichten, meine 
Ehre auch.
3. Wohlauf, Psalter und Harfen! Ich will frh auf sein.
4. Ich will dir danken, Herr, unter den Vlkern, ich will dir lobsingen 
unter den Leuten.
5. Denn deine Gnade reicht, soweit der Himmel ist, und deine Wahrheit, 
soweit die Wolken gehen.
6. Erhebe dich, Gott, ber den Himmel und deine Ehre ber alle Lande,
7. auf da deine lieben Freunde erlediget werden. Hilf mit deiner Rechten 
und erhre mich!
8. Gott redet in seinem Heiligtum; des bin ich froh und will Sichem teilen 
und das Tal Suchoth abmessen.
9. Gilead ist mein, Manasse ist auch mein und Ephraim ist die Macht meines 
Haupts, Juda ist mein Frst,
10. Moab ist mein Waschtpfen; ich will meinen Schuh ber Edom strecken; 
ber die Philister will ich jauchzen.
11. Wer will mich fhren in eine feste Stadt? Wer wird mich leiten nach 
Edom?
12. Wirst du es nicht tun, Gott, der du uns verstest und zeuchst nicht 
aus, Gott, mit unserm Heer?
13. Schaffe uns Beistand in der Not, denn Menschenhilfe ist kein ntze.
14. Mit Gott wollen wir Taten tun. Er wird unsere Feinde untertreten.
Der Psalter 109
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen. Gott, mein Ruhm, schweige nicht!
2. Denn sie haben ihr gottloses und falsches Maul wider mich aufgetan und 
reden wider mich mit falscher Zunge.
3. Und sie reden giftig wider mich allenthalben und streiten wider mich 
ohne Ursache.
4. Dafr, da ich sie liebe, sind sie wider mich; ich aber bete.
5. Sie beweisen mir Bses um Gutes und Ha um Liebe.
6. Setze Gottlose ber ihn; und der Satan msse stehen zu seiner Rechten!
7. Wer sich denselben lehren lt, des Leben msse gottlos sein, und sein 
Gebet msse Snde sein.
8. Seiner Tage mssen wenig werden, und sein Amt msse ein anderer 
empfangen.
9. Seine Kinder mssen Waisen werden und sein Weib eine Witwe.
10. Seine Kinder mssen in der Irre gehen und betteln und suchen, als die 
verdorben sind.
11. Es msse der Wucherer aussaugen alles, was er hat; und Fremde mssen 
seine Gter rauben.
12. Und niemand msse ihm Gutes tun, und niemand erbarme sich seiner 
Waisen.
13. Seine Nachkommen mssen ausgerottet werden; ihr Name msse im andern 
Glied vertilget werden.
14. Seiner Vter Missetat msse gedacht werden vor dem Herrn, und seiner 
Mutter Snde msse nicht ausgetilget werden.
15. Der Herr msse sie nimmer aus den Augen lassen, und ihr Gedchtnis 
msse ausgerottet werden auf Erden,
16. darum da er so gar keine Barmherzigkeit hatte, sondern verfolgte den 
Elenden und Armen und den Betrbten, da er ihn ttete.
17. Und er wollte den Fluch haben, der wird ihm auch kommen; er wollte des 
Segens nicht, so wird er auch ferne von ihm bleiben.
18. Und zog an den Fluch wie sein Hemd; und ist in sein Inwendiges 
gegangen wie Wasser und wie l in seine Gebeine.
19. So werde er ihm wie ein Kleid, das er anhabe, und wie ein Grtel, da 
er sich allewege mit grte.
20. So geschehe denen vorn Herrn, die mir wider sind, und reden Bses 
wider meine Seele.
21. Aber du, Herr Herr, sei du mit mir um deines Namens willen; denn deine 
Gnade ist mein Trost; errette mich!
22. Denn ich bin arm und elend; mein Herz ist erschlagen in mir.
23. Ich fahre dahin wie ein Schatten, der vertrieben wird, und werde 
verjaget wie die Heuschrecken.
24. Meine Kniee sind schwach von Fasten; und mein Fleisch ist mager und 
hat kein Fett.
25. Und ich mu ihr Spott sein; wenn sie mich sehen, schtteln sie ihren 
Kopf.
26. Stehe mir bei, Herr, mein Gott; hilf mir nach deiner Gnade,
27. da sie inne werden, da dies sei deine Hand, da du, Herr, solches 
tust.
28. Fluchen sie, so segne du. Setzen sie sich wider mich, so mssen sie 
zuschanden werden; aber dein Knecht msse sich freuen.
29. Meine Widersacher mssen mit Schmach angezogen werden und mit ihrer 
Schande bekleidet werden wie mit einem Rock.
30. Ich will dem Herrn sehr danken mit meinem Munde und ihn rhmen unter 
vielen;
31. denn er stehet dem Armen zur Rechten, da er ihm helfe von denen, die 
sein Leben verurteilen.
Der Psalter 110
1. Ein Psalm Davids. Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner 
Rechten, bis ich deine Feinde zum Schemel deiner Fe lege.
2. Der Herr wird das Zepter deines Reichs senden aus Zion. Herrsche unter 
deinen Feinden!
3. Nach deinem Sieg wird dir dein Volk williglich opfern in heiligem, 
Schmuck. Deine Kinder werden dir geboren wie der Tau aus der Morgenrte.
4. Der Herr hat geschworen, und wird ihn nicht gereuen; Du bist ein 
Priester ewiglich nach der Weise Melchisedechs.
5. Der Herr zu deiner Rechten wird zerschmeien die Knige zur Zeit seines 
Zorns.
6. Er wird richten unter den Heiden; er wird groe Schlacht tun; er wird 
zerschmeien das Haupt ber groe Lande.
7. Er wird trinken vom Bach auf dem Wege; darum wird er das Haupt 
emporheben.
Der Psalter 111
1. Halleluja! Segen. Ich danke dem Herrn von ganzem Herzen im Rat der 
Frommen und in der Gemeine.
2. Gro sind die Werke des Herrn; wer ihrer achtet, der hat eitel Lust 
daran.
3. Was er ordnet, das ist lblich und herrlich, und seine Gerechtigkeit 
bleibet ewiglich.
4. Er hat ein Gedchtnis gestiftet seiner Wunder, der gndige und 
barmherzige Herr.
5. Er gibt Speise denen, so ihn frchten; er gedenket ewiglich an seinen 
Bund.
6. Er lt verkndigen seine gewaltigen Taten seinem Volk, da er ihnen 
gebe das Erbe der Heiden.
7. Die Werke seiner Hnde sind Wahrheit und Recht; alle seine Gebote sind 
rechtschaffen.
8. Sie werden erhalten immer und ewiglich und geschehen treulich und 
redlich.
9. Er sendet eine Erlsung seinem Volk; er verheiet, da sein Bund 
ewiglich bleiben soll. Heilig und hehr ist sein Name.
10. Die Furcht des Herrn ist der Weisheit Anfang; das ist eine feine 
Klugheit; wer danach tut, des Lob bleibet ewiglich.
Der Psalter 112
1. Halleluja! Wohl dem, der den Herrn frchtet, der groe Lust hat zu 
seinen Geboten!
2. Des Same wird gewaltig sein auf Erden; das Geschlecht der Frommen wird 
gesegnet sein.
3. Reichtum und die Flle wird in ihrem Hause sein, und ihre Gerechtigkeit 
bleibet ewiglich.
4. Den Frommen gehet das Licht auf in der Finsternis von dem Gndigen, 
Barmherzigen und Gerechten.
5. Wohl dem, der barmherzig ist und gerne leihet und richtet seine Sachen 
aus, da er niemand unrecht tue!
6. Denn er wird ewiglich bleiben; des Gerechten wird nimmermehr vergessen.
7. Wenn eine Plage kommen will, so frchtet er sich nicht; sein Herz 
hoffet unverzagt auf den Herrn.
8. Sein Herz ist getrost und frchtet sich nicht, bis er seine Lust an 
seinen Feinden siehet.
9. Er streuet aus und gibt den Armen; seine Gerechtigkeit bleibet 
ewiglich; sein Horn wird erhhet mit Ehren.
10. Der Gottlose wird's sehen, und wird ihn verdrieen; seine Zhne wird 
er zusammenbeien und vergehen. Denn was die Gottlosen gerne wollten, das 
ist verloren.
Der Psalter 113
1. Halleluja! Lobet, ihr Knechte des Herrn, lobet den Namen des Herrn!
2. Gelobet sei des Herrn Name von nun an bis in Ewigkeit!
3. Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des 
Herrn!
4. Der Herr ist hoch ber alle Heiden; seine Ehre gehet, soweit der Himmel 
ist.
5. Wer ist, wie der Herr, unser Gott? Der sich so hoch gesetzt hat
6. und auf das Niedrige siehet im Himmel und auf Erden;
7. der den Geringen aufrichtet aus dem Staube und erhhet den Armen aus 
dem Kot,
8. da er ihn setze neben die Frsten, neben die Frsten seines Volks;
9. der die Unfruchtbare im Hause wohnen macht, da sie eine frhliche 
Kindermutter wird. Halleluja!
Der Psalter 114
1. Da Israel aus gypten zog, das Haus Jakob aus dem fremden Volk,
2. da ward Juda sein Heiligtum, Israel seine Herrschaft.
3. Das Meer sah und floh; der Jordan wandte sich zurck;
4. die Berge hpfeten wie die Lmmer, die Hgel wie die jungen Schafe.
5. Was war dir, du Meer, da du flohest, und du Jordan, da du dich 
zurckwandtest;
6. ihr Berge, da ihr hpfetet wie die Lmmer, ihr Hgel, wie die jungen 
Schafe?
7. Vor dem Herrn bebete die Erde, vor dem Gott Jakobs,
8. der den Fels wandelte in Wassersee und die Steine in Wasserbrunnen.
Der Psalter 115
1. Nicht uns, Herr, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre um deine 
Gnade und Wahrheit!
2. Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist nun ihr Gott?
3. Aber unser Gott ist im Himmel; er kann schaffen, was er will.
4. Jener Gtzen aber sind Silber und Gold, von Menschenhnden gemacht.
5. Sie haben Muler und reden nicht; sie haben Augen und sehen nicht;
6. sie haben Ohren und hren nicht; sie haben Nasen und riechen nicht;
7. sie haben Hnde und greifen nicht; Fe haben sie und gehen nicht und 
reden nicht durch ihren Hals.
8. Die solche machen, sind gleich also, und alle, die auf sie hoffen.
9. Aber Israel hoffe auf den Herrn; der ist ihre Hilfe und Schild.
10. Das Haus Aaron hoffe auf den Herrn; der ist ihre Hilfe und Schild.
11. Die den Herrn frchten, hoffen auch auf den Herrn; der ist ihre Hilfe 
und Schild.
12. Der Herr denket an uns und segnet uns. Er segnet das Haus Israel; er 
segnet das Haus Aaron;
13. er segnet, die den Herrn frchten, beide Kleine und Groe.
14. Der Herr segne euch je mehr und mehr, euch und eure Kinder!
15. Ihr seid die Gesegneten des Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.
16. Der Himmel allenthalben ist des Herrn; aber die Erde hat er den 
Menschenkindern gegeben.
17. Die Toten werden dich, Herr, nicht loben, noch die hinunterfahren in 
die Stille,
18. sondern wir loben den Herrn von nun an bis in Ewigkeit. Halleluja!
Der Psalter 116
1. Das ist mir lieb, da der Herr meine Stimme und mein Flehen hret,
2. da er sein Ohr zu mir neiget; darum will ich mein Leben lang ihn 
anrufen.
3. Stricke des Todes hatten mich umfangen, und Angst der Hlle hatte mich 
getroffen; ich kam in Jammer und Not
4. Aber ich rief an den Namen des Herrn: O Herr, errette meine Seele!
5. Der Herr ist gndig und gerecht, und unser Gott ist barmherzig.
6. Der Herr behtet die Einfltigen. Wenn ich unterliege, so hilft er mir.
7. Sei nun wieder zufrieden, meine Seele; denn der Herr tut dir Gutes.
8. Denn du hast meine Seele aus dem Tode gerissen, mein Auge von den 
Trnen, meinen Fu vom Gleiten.
9. Ich will wandeln vor dem Herrn im Lande der Lebendigen.
10. Ich glaube, darum rede ich. Ich werde aber sehr geplagt.
11. Ich sprach in meinem Zagen: Alle Menschen sind Lgner.
12. Wie soll ich dem Herrn vergelten alle seine Wohltat, die er an mir tut?
13. Ich will den heilsamen Kelch nehmen und des Herrn Namen predigen.
14. Ich will meine Gelbde dem Herrn bezahlen vor all seinem Volk.
15. Der Tod seiner Heiligen ist wert gehalten vor dem Herrn.
16. O Herr, ich bin dein Knecht; ich bin dein Knecht, deiner Magd Sohn. Du 
hast meine Bande zerrissen.
17. Dir will ich Dank opfern und des Herrn Namen predigen.
18. Ich will meine Gelbde dem Herrn bezahlen vor all seinem Volk,
19. in den Hfen am Hause des Herrn, in dir, Jerusalem. Halleluja!
Der Psalter 117
1. Lobet den Herrn, alle Heiden; preiset ihn, alle Vlker!
2. Denn seine Gnade und Wahrheit waltet ber uns in Ewigkeit. Halleluja!
Der Psalter 118
1. Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Gte whret ewig 
lieb.
2. Es sage nun Israel: Seine Gte whret
3. Es sage nun das Haus Aaron: Seine Gte whret ewiglich.
4. Es sagen nun, die den Herrn frchten: Seine Gte whret ewiglich.
5. In der Angst rief ich den Herrn an, und der Herr erhrete mich und 
trstete mich.
6. Der Herr ist mit mir, darum frchte ich mich nicht; was knnen mir 
Menschen tun?
7. Der Herr ist mit mir, mir zu helfen; und ich will meine Lust sehen an 
meinen Feinden.
8. Es ist gut auf den Herrn vertrauen und sich nicht verlassen auf 
Menschen.
9. Es ist gut auf den Herrn vertrauen und sich nicht verlassen auf Frsten.
10. Alle Heiden umgeben mich; aber im Namen des Herrn will ich sie 
zerhauen.
11. Sie umgeben mich allenthalben; aber im Namen des Herrn will ich sie 
zerhauen.
12. Sie umgeben mich wie Bienen, sie dmpfen wie ein Feuer in Dornen; aber 
im Namen des Herrn will ich sie zerhauen.
13. Man stet mich, da ich fallen soll; aber der Herr hilft mir.
14. Der Herr ist meine Macht und mein Psalm und ist mein Heil.
15. Man singt mit Freuden vom Sieg in den Htten der Gerechten. Die Rechte 
des Herrn behlt den Sieg;
16. die Rechte des Herrn ist erhhet; die Rechte des Herrn behlt den Sieg.
17. Ich werde nicht sterben, sondern leben und des Herrn Werk verkndigen.
18. Der Herr zchtiget mich wohl, aber er gibt mich dem Tode nicht.
19. Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, da ich dahin eingehe und dem 
Herrn danke.
20. Das ist das Tor des Herrn; die Gerechten werden dahin eingehen.
21. Ich danke dir, da du mich demtigest und hilfst mir.
22. Der Stein, den die Bauleute verworfen, ist zum Eckstein worden.
23. Das ist vom Herrn geschehen und ist ein Wunder vor unsern Augen.
24. Dies ist der Tag, den der Herr macht; lat uns freuen und frhlich 
drinnen sein!
25. O Herr, hilf, o Herr, la wohlgelingen!
26. Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn! Wir segnen euch, die ihr 
vom Hause des Herrn seid.
27. Der Herr ist Gott, der uns erleuchtet. Schmcket das Fest mit Maien 
bis an die Hrner des Altars;
28. Du bist mein Gott, und ich danke dir; mein Gott, ich will dich preisen.
29. Danket dem Herrn; denn er ist freundlich, und seine Gte whret 
ewiglich.
Der Psalter 119
1. Wohl denen, die ohne Wandel leben, die im Gesetz des Herrn wandeln!
2. Wohl denen, die seine Zeugnisse halten, die ihn von ganzem Herzen 
suchen!
3. Denn welche auf seinen Wegen wandeln, die tun kein bels
4. Du hast geboten, fleiig zu halten deine Befehle.
5. O da mein Leben deine Rechte mit ganzem Ernst hielte!
6. Wenn ich schaue allein auf deine Gebote, so werde ich nicht zuschanden.
7. Ich danke dir von rechtem Herzen, da du mich lehrest die Rechte deiner 
Gerechtigkeit.
8. Deine Rechte will ich halten; verla mich nimmermehr!
9. Wie wird ein Jngling seinen Weg unstrflich gehen? Wenn er sich hlt 
nach deinen Worten.
10. Ich suche dich von ganzem Herzen; la mich nicht fehlen deiner Gebote!
11. Ich behalte dein Wort in meinem Herzen, auf da ich nicht wider dich 
sndige.
12. Gelobet seiest du, Herr! Lehre mich deine Rechte!
13. Ich will mit meinen Lippen erzhlen alle Rechte deines Mundes.
14. Ich freue mich des Weges deiner Zeugnisse als ber allerlei Reichtum.
15. Ich rede, was du befohlen hast, und schaue auf deine Wege.
16. Ich habe Lust zu deinen Rechten und vergesse deine Worte nicht.
17. Tu wohl deinem Knechte, da ich lebe und dein Wort halte.
18. ffne mir die Augen, da ich sehe die Wunder an deinem Gesetze.
19. Ich bin ein Gast auf Erden; verbirg deine Gebote nicht vor mir!
20. Meine Seele ist zermalmet vor Verlangen nach deinen Rechten allezeit.
21. Du schiltst die Stolzen; verflucht sind, die deiner Gebote fehlen.
22. Wende von mir Schmach und Verachtung; denn ich halte deine Zeugnisse.
23. Es sitzen auch die Frsten und reden wider mich; aber dein Knecht 
redet von deinen Rechten.
24. Ich habe Lust zu deinen Zeugnissen; die sind meine Ratsleute.
25. Meine Seele liegt im Staube; erquicke mich nach deinem Wort!
26. Ich erzhle meine Wege, und du erhrest mich; lehre mich deine Rechte!
27. Unterweise mich den Weg deiner Befehle, so will ich reden von deinen 
Wundern.
28. Ich grme mich, da mir das Herz verschmachtet; strke mich nach 
deinem Wort!
29. Wende von mir den falschen Weg und gnne mir dein Gesetz
30. Ich habe den Weg der Wahrheit erwhlet; deine Rechte hab ich vor mich 
gestellet.
31. ich Hnge an deinen Zeugnissen; Herr, la mich nicht zuschanden werden!
32. Wenn du mein Herz trstest, so laufe ich den Weg deiner Gebote.
33. Zeige mir, Herr, den Weg deiner Rechte, da ich sie bewahre bis ans 
Ende.
34. Unterweise mich, da ich bewahre dein Gesetz und halte es von ganzem 
Herzen.
35. Fhre mich auf dem Steige deiner Gebote; denn ich habe Lust dazu.
36. Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen und nicht zum Geiz.
37. Wende meine Augen ab, da sie nicht sehen nach unntzer Lehre, sondern 
erquicke mich auf deinem Wege.
38. La deinen Knecht dein Gebot festiglich fr dein Wort halten, da ich 
dich frchte!
39. Wende von mir die Schmach, die ich scheue; denn deine Rechte sind 
lieblich.
40. Siehe, ich begehre deiner Befehle; erquicke mich mit deiner 
Gerechtigkeit!
41. Herr, la mir deine Gnade widerfahren, deine Hilfe nach deinem Wort,
42. da ich antworten mge meinem Lsterer; denn ich verlasse mich auf 
dein Wort.
43. Und nimm ja nicht von meinem Munde das Wort der Wahrheit; denn ich 
hoffe auf deine Rechte.
44. Ich will dein Gesetz halten allewege, immer und ewiglich.
45. Und ich wandle frhlich; denn ich suche deine Befehle.
46. Ich rede von deinen Zeugnissen vor Knigen und schme mich nicht;
47. und habe Lust an deinen Geboten, und sind mir lieb;
48. und hebe meine Hnde auf zu deinen Geboten, die mir lieb sind, und 
rede von deinen Rechten.
49. Gedenke deinem Knechte an dein Wort, auf welches du mich lssest 
hoffen:
50. Das ist mein Trost in meinem Elende; denn dein Wort erquicket mich.
51. Die Stolzen haben ihren Spott an mir; dennoch weiche ich nicht von 
deinem Gesetz.
52. Herr, wenn ich gedenke, wie du von der Welt her gerichtet hast, so 
werde ich getrstet.
53. Ich bin entbrannt ber die Gottlosen die dein Gesetz verlassen.
54. Deine Rechte sind mein Lied in dem Hause meiner Wallfahrt.
55. Herr, ich gedenke des Nachts an deinen Namen und halte dein Gesetz.
56. Das ist mein Schatz, da ich deine Befehle halte.
57. Ich habe gesagt, Herr, das soll mein Erbe sein, da ich deine Wege 
halte.
58. Ich flehe vor deinem Angesichte von ganzem Herzen; sei mir gndig nach 
deinem Wort!
59. Ich betrachte meine Wege und kehre meine Fe zu deinen Zeugnissen.
60. Ich eile und sume mich nicht, zu halten deine Gebote.
61. Der Gottlosen Rotte beraubet mich; aber ich vergesse deines Gesetzes 
nicht.
62. Zur Mitternacht stehe ich auf, dir zu danken fr die Rechte deiner 
Gerechtigkeit.
63. Ich halte mich zu denen, die dich frchten und deine Befehle halten.
64. Herr, die Erde ist voll deiner Gte; lehre mich deine Rechte!
65. Du tust Gutes deinem Knechte, Herr, nach deinem Wort.
66. Lehre mich heilsame Sitten und Erkenntnis; denn ich glaube deinen 
Geboten.
67. Ehe ich gedemtiget ward, irrete ich; nun aber halte ich dein Wort.
68. Du bist gtig und freundlich; lehre mich deine Rechte!
69. Die Stolzen erdichten Lgen ber mich; ich aber halte von ganzem 
Herzen deine Befehle.
70. Ihr Herz ist dick wie Schmeer; ich aber habe Lust an deinem Gesetz.
71. Es ist mir lieb, da du mich gedemtiget hast, da ich deine Rechte 
lerne.
72. Das Gesetz deines Mundes ist mir lieber denn viel tausend Stck Gold 
und Silber.
73. Deine Hand hat mich gemacht und bereitet; unterweise mich, da ich 
deine Gebote lerne.
74. Die dich frchten, sehen mich und freuen sich; denn ich hoffe auf dein 
Wort.
75. Herr, ich wei, da deine Gerichte recht sind und hast mich treulich 
gedemtiget.
76. Deine Gnade msse mein Trost sein, wie du deinem Knechte zugesagt hast.
77. La mir deine Barmherzigkeit widerfahren, da ich lebe; denn ich habe 
Lust zu deinem Gesetz.
78. Ach, da die Stolzen mten zuschanden werden, die mich mit Lgen 
niederdrcken! Ich aber rede von deinem Befehl.
79. Ach, da sich mten zu mir halten, die dich frchten und deine 
Zeugnisse kennen!
80. Mein Herz bleibe rechtschaffen in deinen Rechten, da ich nicht 
zuschanden werde.
81. Meine Seele verlanget nach deinem Heil; ich hoffe auf dein Wort.
82. Meine Augen sehnen sich nach deinem Wort und sagen: Wann trstest du 
mich?
83. Denn ich bin wie eine Haut im Rauch; deiner Rechte vergesse ich nicht.
84. Wie lange soll dein Knecht warten? Wann willst du Gericht halten ber 
meine Verfolger?
85. Die Stolzen graben mir Gruben, die nicht sind nach deinem Gesetz.
86. Deine Gebote sind eitel Wahrheit. Sie verfolgen mich mit Lgen; hilf 
mir!
87. Sie haben mich schier umgebracht auf Erden; ich aber verlasse deine 
Befehle nicht.
88. Erquicke mich durch deine Gnade, da ich halte die Zeugnisse deines 
Mundes.
89. Herr, dein Wort bleibt ewiglich, soweit der Himmel ist;
90. deine Wahrheit whret fr und fr. Du hast die Erde zugerichtet, und 
sie bleibt stehen.
91. Es bleibet tglich nach deinem Wort; denn es mu dir alles dienen.
92. Wo dein Gesetz nicht mein Trost gewesen wre, so wre ich vergangen in 
meinem Elende.
93. Ich will deine Befehle nimmermehr vergessen; denn du erquickest mich 
damit.
94. Ich bin dein, hilf mir; denn ich suche deine Befehle.
95. Die Gottlosen warten auf mich, da sie mich umbringen; ich aber merke 
auf deine Zeugnisse.
96. Ich habe alles Dinges ein Ende gesehen; aber dein Gebot whret.
97. Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Tglich rede ich davon.
98. Du machst mich mit deinem Gebot weiser, denn meine Feinde sind; denn 
es ist ewiglich mein Schatz.
99. Ich bin gelehrter denn alle meine Lehrer; denn deine Zeugnisse sind 
meine Rede.
100. Ich bin klger denn die Alten; denn ich halte deine Befehle.
101. Ich wehre meinem Fu alle bsen Wege, da ich dein Wort halte.
102. Ich weiche nicht von deinen Rechten; denn du lehrest mich.
103. Dein Wort ist meinem Munde ser denn Honig.
104. Dein Wort macht mich klug; darum hasse ich alle falschen Wege,
105. Dein Wort ist meines Fues Leuchte und ein Licht auf meinem Wege.
106. Ich schwre und will's halten, da ich die Rechte deiner 
Gerechtigkeit halten will.
107. Ich bin sehr gedemtiget; Herr, erquicke mich nach deinem Wort!
108. La dir gefallen, Herr, das willige Opfer meines Mundes und lehre 
mich deine Rechte.
109. Ich trage meine Seele immer in meinen Hnden und ich vergesse deines 
Gesetzes nicht.
110. Die Gottlosen legen mir Stricke; ich aber irre nicht von deinem 
Befehl.
111. Deine Zeugnisse sind mein ewiges Erbe; denn sie sind meines Herzens 
Wonne.
112. Ich neige mein Herz, zu tun nach deinen Rechten immer und ewiglich.
113. Ich hasse die Flattergeister und liebe dein Gesetz.
114. Du bist mein Schirm und Schild; ich hoffe auf dein Wort.
115. Weichet von mir, ihr Boshaftigen; ich will halten die Gebote meines 
Gottes.
116. Erhalte mich durch dein Wort, da ich lebe, und la mich nicht 
zuschanden werden ber meiner Hoffnung.
117. Strke mich, da ich genese, so will ich stets meine Lust haben an 
deinen Rechten.
118. Du zertrittst alle, die deiner Rechte fehlen; denn ihre Trgerei ist 
eitel Lge.
119. Du wirfst alle Gottlosen auf Erden weg wie Schlacken; darum liebe ich 
deine Zeugnisse.
120. Ich frchte mich vor dir, da mir die Haut schauert, und entsetze 
mich vor deinen Rechten.
121. Ich halte ber dem Recht und Gerechtigkeit; bergib mich nicht denen, 
die mir wollen Gewalt tun!
122. Vertritt du deinen Knecht und trste ihn, da mir die Stolzen nicht 
Gewalt tun.
123. Meine Augen sehnen sich nach deinem Heil und nach dem Wort deiner 
Gerechtigkeit.
124. Handle mit deinem Knechte nach deiner Gnade und lehre mich deine 
Rechte!
125. Ich bin dein Knecht; unterweise mich, da ich erkenne deine Zeugnisse!
126. Es ist Zeit, da der Herr dazu tue; sie haben dein Gesetz zerrissen.
127. Darum liebe ich dein Gebot ber Gold und ber fein Gold.
128. Darum halte ich stracks alle deine Befehle; ich hasse allen falschen 
Weg.
129. Deine Zeugnisse sind wunderbarlich; darum hlt sie meine Seele.
130. Wenn dein Wort offenbar wird, so erfreuet es und macht klug die 
Einfltigen.
131. Ich tue meinen Mund auf und begehre deine Gebote; denn mich verlanget 
danach.
132. Wende dich zu mir und sei mir gndig, wie du pflegst zu tun denen, 
die deinen Namen lieben.
133. La meinen Gang gewi sein in deinem Wort und la kein Unrecht ber 
mich herrschen!
134. Erlse mich von der Menschen Frevel, so will ich halten deine Befehle.
135. La dein Antlitz leuchten ber deinen Knecht und lehre mich deine 
Rechte!
136. Meine Augen flieen mit Wasser, da man dein Gesetz nicht hlt.
137. Herr, du bist gerecht und dein Wort ist recht.
138. Du hast die Zeugnisse deiner Gerechtigkeit und die Wahrheit hart 
geboten.
139. Ich habe mich schier zu Tode geeifert, da meine Widersacher deiner 
Worte vergessen.
140. Dein Wort ist wohl gelutert, und dein Knecht hat es lieb.
141. Ich bin gering und verachtet, ich vergesse aber nicht deines Befehls.
142. Deine Gerechtigkeit ist eine ewige Gerechtigkeit, und dein Gesetz ist 
Wahrheit.
143. Angst und Not haben mich getroffen; ich habe aber Lust an deinen 
Geboten.
144. Die Gerechtigkeit deiner Zeugnisse ist ewig; unterweise mich, so lebe 
ich.
145. Ich rufe von ganzem Herzen; erhre mich, Herr, da ich deine Rechte 
halte!
146. Ich rufe zu dir; hilf mir, da ich deine Zeugnisse halte!
147. Ich komme frhe und schreie; auf dein Wort hoffe ich.
148. Ich wache frhe auf, da ich rede von deinem Wort.
149. Hre meine Stimme nach deiner Gnade; Herr, erquicke mich nach deinen 
Rechten!
150. Meine boshaftigen Verfolger wollen mir zu und sind ferne von deinem 
Gesetz.
151. Herr, du bist nahe, und deine Gebote sind eitel Wahrheit.
152. Zuvor wei ich aber, da du deine Zeugnisse ewiglich gegrndet hast.
153. Siehe mein Elend und errette mich; hilf mir aus, denn ich vergesse 
deines Gesetzes nicht.
154. Fhre meine Sache und erlse mich; erquicke mich durch dein Wort!
155. Das Heil ist ferne von den Gottlosen; denn sie achten deine Rechte 
nicht.
156. Herr, deine Barmherzigkeit ist gro; erquicke mich nach deinen 
Rechten!
157. Meiner Verfolger und Widersacher ist viel; ich weiche aber nicht von 
deinen Zeugnissen.
158. Ich sehe die Verchter, und tut mir wehe, da sie dein Wort nicht 
halten.
159. Siehe, ich liebe deine Befehle; Herr, erquicke mich nach deiner Gnade!
160. Dein Wort ist nichts denn Wahrheit; alle Rechte deiner Gerechtigkeit 
whren ewiglich.
161. Die Frsten verfolgen mich ohne Ursache und mein Herz frchtet sich 
vor deinen Worten.
162. ich freue mich ber dein Wort wie einer, der eine groe Beute kriegt.
163. Lgen bin ich gram und habe Greuel daran; aber dein Gesetz habe ich 
lieb.
164. Ich lobe dich des Tages siebenmal um der Rechte willen deiner 
Gerechtigkeit.
165. Groen Frieden haben, die dein Gesetz lieben, und werden nicht 
straucheln.
166. Herr, ich warte auf dein Heil und tue nach deinen Geboten.
167. Meine Seele hlt deine Zeugnisse und liebet sie fast.
168. Ich halte deine Befehle und deine Zeugnisse; denn alle meine Wege 
sind vor dir.
169. Herr, la meine Klage vor, dich kommen; unterweise mich nach deinem 
Wort!
170. La mein Flehen vor dich kommen; errette mich nach deinem Wort!
171. Meine Lippen sollen toben, wenn du mich deine Rechte lehrest.
172. Meine Zunge soll ihr Gesprch haben von deinem Wort; denn alle deine 
Gebote sind recht.
173. La mir deine Hand beistehen; denn ich habe erwhlet deine Befehle.
174. Herr, mich verlanget nach deinem Heil und habe Lust an deinem Gesetz.
175. La meine Seele leben, da sie dich lobe, und deine Rechte mir helfen.
176. Ich bin wie ein verirret und verloren Schaf; suche deinen Knecht; 
denn ich vergesse deiner Gebote nicht.
Der Psalter 120
1. Ein Lied im hhern Chor. Ich rufe zu dem Herrn in meiner Not, und er 
erhret mich.
2. Herr, errette meine Seele von den Lgenmulern und von den falschen 
Zungen!
3. Was kann dir die falsche Zunge tun? und was kann sie ausrichten?
4. Sie ist wie scharfe Pfeile eines Starken, wie Feuer in Wacholdern.
5. Wehe mir, da ich ein Fremdling bin unter Mesech! Ich mu wohnen unter 
den Htten Kedars.
6. Es wird meiner Seele lange, zu wohnen bei denen, die den Frieden hassen.
7. Ich halte Frieden; aber wenn ich rede, so fahen sie Krieg an.
Der Psalter 121
1. Ein Lied im hhern Chor. Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen, von 
welchen mir Hilfe kommt.
2. Meine Hilfe kommt vom Herrn, der Himmel und Erde gemacht hat.
3. Er wird deinen Fu nicht gleiten lassen; und der dich behtet, schlft 
nicht.
4. Siehe, der Hter Israels schlft noch schlummert nicht.
5. Der Herr behtet dich; der Herr ist dein Schatten ber deiner rechten 
Hand,
6. da dich des Tages die Sonne nicht steche, noch der Mond des Nachts.
7. Der Herr behte dich vor allem bel; er behte deine Seele!
8. Der Herr behte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in Ewigkeit!
Der Psalter 122
1. Ein Lied Davids im hhern Chor. Ich freue mich des, das mir geredet 
ist, da wir werden ins Haus des Herrn gehen,
2. und da unsere Fe werden stehen in deinen Toren, Jerusalem.
3. ist gebauet, da es eine Stadt sei, da man zusammenkommen soll,
4. da die Stmme hinaufgehen sollen, nmlich die Stmme des Herrn, zu 
predigen dem Volk Israel, zu danken dem Namen des Herrn.
5. Denn daselbst sitzen die Sthle zum Gericht, die Sthle des Hauses 
David.
6. Wnschet Jerusalem Glck! Es msse wohlgehen denen, die dich lieben!
7. Es msse Friede sein inwendig in deinen Mauern und Glck in deinen 
Palsten!
8. Um meiner Brder und Freunde willen will ich dir Frieden wnschen.
9. Um des Hauses willen des Herrn, unsers Gottes, will ich dein Bestes 
suchen.
Der Psalter 123
1. Ein Lied im hhern Chor. Ich hebe meine Augen auf zu dir, der du im 
Himmel sitzest.
2. Siehe, wie die Augen der Knechte auf die Hnde ihrer Herren sehen, wie 
die Augen der Magd auf die Hnde ihrer Frauen, also sehen unsere Augen auf 
den Herrn, unsern Gott, bis er uns gndig werde.
3. Sei uns gndig, Herr, sei uns gndig; denn wir sind sehr voll 
Verachtung.
4. Sehr voll ist unsere Seele der Stolzen Spott und der Hoffrtigen 
Verachtung.
Der Psalter 124
1. Ein Lied Davids im hhern Chor. Wo der Herr nicht bei uns wre, so sage 
Israel,
2. wo der Herr nicht bei uns wre, wenn die Menschen sich wider uns setzen,
3. so verschlngen sie uns lebendig, wenn ihr Zorn ber uns ergrimmete,
4. so ersufte uns Wasser, Strme gingen ber unsere Seele;
5. es gingen Wasser allzu hoch ber unsere Seele.
6. Gelobet sei der Herr, da er uns nicht gibt zum Raube in ihre Zhne!
7. Unsere Seele ist entronnen wie ein Vogel dem Stricke des Voglers. Der 
Strick ist zerrissen, und wir sind los.
8. Unsere Hilfe stehet im Namen des Herrn, der Himmel und Erde gemacht
Der Psalter 125
1. Ein Lied im hhern Chor. Die auf den Herrn hoffen, die werden nicht 
fallen, sondern ewiglich bleiben wie der Berg Zion.
2. Um Jerusalem her sind Berge; und der Herr ist um sein Volk her von nun 
an bis in Ewigkeit.
3. Denn der Gottlosen Zepter wird nicht bleiben ber dem Huflein der 
Gerechten, auf da die Gerechten ihre Hand nicht ausstrecken zur 
Ungerechtigkeit.
4. Herr, tu wohl den guten und frommen Herzen!
5. Die aber abweichen auf ihre krummen Wege, wird der Herr wegtreiben mit 
den belttern. Aber Friede sei ber Israel!
Der Psalter 126
1. Ein Lied im hhern Chor. Wenn der Herr die Gefangenen Zions erlsen 
wird, so werden wir sein wie die Trumenden.
2. Dann wird unser Mund voll Lachens und unsere Zunge voll Rhmens sein. 
Da wird man sagen unter den Heiden: Der Herr hat Groes an ihnen getan.
3. Der Herr hat Groes an uns getan; des sind wir frhlich.
4. Herr, wende unser Gefngnis, wie du die Wasser gegen Mittag trocknest!
5. Die mit Trnen sen, werden mit Freuden ernten.
6. Sie gehen hin und weinen und tragen edlen Samen und kommen mit Freuden 
und bringen ihre Garben.
Der Psalter 127
1. Ein Lied Salomos im hhern Chor. Wo der Herr nicht das Haus bauet, so 
arbeiten umsonst, die dran bauen. Wo der Herr nicht die Stadt behtet, so 
wachet der Wchter umsonst.
2. Es ist umsonst, da ihr frhe aufstehet und hernach lange sitzet und 
esset euer Brot mit Sorgen; denn seinen Freunden gibt er's schlafend.
3. Siehe, Kinder sind eine Gabe des Herrn, und Leibesfrucht ist ein 
Geschenk.
4. Wie die Pfeile in der Hand eines Starken, also geraten die jungen 
Knaben.
5. Wohl dem, der seinen Kcher derselben voll hat! Sie werden nicht 
zuschanden, wenn sie mit ihren Feinden handeln im Tor.
Der Psalter 128
1. Ein Lied im hhern Chor. Wohl dem, der den Herrn frchtet und auf 
seinen Wegen gehet!
2. Du wirst dich nhren deiner Hnde Arbeit; wohl dir, du hast's gut!
3. Dein Weib wird sein wie ein fruchtbarer Weinstock um dein Haus herum, 
deine Kinder wie die lzweige um deinen Tisch her.
4. Siehe, also wird gesegnet der Mann, der den Herrn frchtet.
5. Der Herr wird dich segnen aus Zion, da du sehest das Glck Jerusalems 
dein Leben lang
6. und sehest deiner Kinder Kinder. Friede ber Israel!
Der Psalter 129
1. Ein Lied im hhern Chor. Sie haben mich oft gedrnget von meiner Jugend 
auf, so sage Israel;
2. sie haben mich oft gedrnget von meiner Jugend auf; aber sie haben mich 
nicht bermocht.
3. Die Pflger haben auf meinem Rcken geackert und ihre Furchen lang 
gezogen.
4. Der Herr, der gerecht ist, hat der Gottlosen Seile abgehauen.
5. Ach; da mten zuschanden werden und zurcckehren alle, die Zion gram 
sind!
6. Ach, da sie mten sein wie das Gras auf den Dchern, welches 
verdorret, ehe man es ausrauft,
7. von welchem der Schnitter seine Hand nicht fllet, noch der 
Garbenbinder seinen Arm voll,
8. und die vorbergehen, nicht sprechen: Der Segen des Herrn sei ber 
euch; wir segnen euch im Namen des Herrn!
Der Psalter 130
1. Ein Lied im hhern Chor. Aus der Tiefe rufe ich, Herr, zu dir.
2. Herr, hre meine Stimme; la deine Ohren merken auf die Stimme meines 
Flehens!
3. So du willst, Herr, Snde zurechnen, Herr, wer wird bestehen?
4. Denn bei dir ist die Vergebung, da man dich frchte.
5. Ich harre des Herrn; meine Seele harret, und ich hoffe auf sein Wort.
6. Meine Seele wartet auf den Herrn von einer Morgenwache bis zur andern.
7. Israel hoffe auf den Herrn; denn bei dem Herrn ist die Gnade und viel 
Erlsung bei ihm;
8. und er wird Israel erlsen aus allen seinen Snden.
Der Psalter 131
1. Ein Lied Davids im hhern Chor. Herr, mein Herz ist nicht hoffrtig, 
und meine Augen sind nicht stolz, und wandle nicht in groen Dingen, die 
mir zu hoch sind.
2. Wenn ich meine Seele nicht Setzte und stillete, so ward meine Seele 
entwhnet, wie einer von seiner Mutter entwhnet wird.
3. Israel hoffe auf den Herrn von nun an bis in Ewigkeit!
Der Psalter 132
1. Ein Lied im hhern Chor. Gedenke, Herr, an David und an all sein Leiden,
2. der dem Herrn schwur und gelobte dem Mchtigen Jakobs:
3. Ich will nicht in die Htte meines Hauses gehen, noch mich aufs Lager 
meines Bettes legen,
4. ich will meine Augen nicht schlafen lassen, noch meine Augenlider 
schlummern,
5. bis ich eine Sttte finde fr den Herrn; zur Wohnung dem Mchtigen 
Jakobs.
6. Siehe, wir hren von ihr in Ephratha, wir haben sie funden auf dem 
Felde des Waldes.
7. Wir wollen in seine Wohnung gehen und anbeten vor seinem Fuschemel.
8. Herr, mache dich auf zu deiner Ruhe, du und die Lade deiner Macht!
9. Deine Priester la sich kleiden mit Gerechtigkeit und deine Heiligen 
sich freuen.
10. Nimm nicht weg das Regiment deines Gesalbten um deines Knechts Davids 
willen.
11. Der Herr hat David einen wahren Eid geschworen, davon wird er sich 
nicht wenden: Ich will dir auf deinen Stuhl setzen die Frucht deines 
Leibes.
12. Werden deine Kinder meinen Bund halten und mein Zeugnis, das ich sie 
lehren werde, so sollen auch ihre Kinder auf deinem Stuhl sitzen ewiglich.
13. Denn der Herr hat Zion erwhlet und hat Lust, daselbst zu wohnen.
14. Dies ist meine Ruhe ewiglich, hie will ich wohnen, denn es gefllt mir 
wohl.
15. Ich will ihre Speise segnen und ihren Armen Brots genug geben.
16. Ihre Priester will ich mit Heil kleiden, und ihre Heiligen sollen 
frhlich sein.
17. Daselbst soll aufgehen das Horn Davids; ich habe meinem Gesalbten eine 
Leuchte zugerichtet.
18. Seine Feinde will ich mit Schanden kleiden; aber ber ihm soll blhen 
seine Krone.
Der Psalter 133
1. Ein Lied Davids im hhern Chor. Siehe, wie fein und lieblich ist's, da 
Brder eintrchtig beieinander wohnen!
2. Wie der kstliche Balsam ist, der vom Haupt Aarons herabfleut in 
seinen ganzen Bart, der herabfleut in sein Kleid,
3. wie der Tau, der von Hermon herabfllt auf die Berge Zion. Denn 
daselbst verheit der Herr Segen und Leben immer und ewiglich.
Der Psalter 134
1. Ein Lied im hhern Chor. Siehe, lobet den Herrn, alle Knechte des 
Herrn, die ihr stehet des Nachts im Hause des Herrn.
2. Hebet eure Hnde auf im Heiligtum und lobet den Herrn!
3. Der Herr segne dich aus Zion, der Himmel und Erde gemacht hat!
Der Psalter 135
1. Halleluja! Lobet den Namen des Herrn, lobet, ihr Knechte des Herrn,
2. die ihr stehet im Hause des Herrn, in den Hfen des Hauses unsers 
Gottes!
3. Lobet den Herrn, denn der Herr ist freundlich; lobsinget seinem Namen, 
denn er ist lieblich.
4. Denn der Herr hat ihm Jakob erwhlet, Israel zu seinem Eigentum.
5. Denn ich wei, da der Herr gro ist und unser Herr vor allen Gttern.
6. Alles, was er will, das tut er, im Himmel, auf Erden, im Meer und in 
allen Tiefen;
7. der die Wolken lt aufgehen vom Ende der Erde, der die Blitze samt dem 
Regen macht, der den Wind aus heimlichen rtern kommen lt;
8. der die Erstgeburten schlug in gypten, beide der Menschen und des 
Viehes,
9. und lie seine Zeichen und Wunder kommen ber dich, gyptenland, ber 
Pharao und alle seine Knechte;
10. der viel Vlker schlug und ttete mchtige Knige,
11. der Amoriter Knig, und Og, den Knig zu Basan, und alle Knigreiche 
in Kanaan;
12. und gab ihr Land zum Erbe, zum Erbe seinem Volk Israel.
13. Herr, dein Name whret ewiglich; dein Gedchtnis, Herr, whret fr und 
fr.
14. Denn der Herr wird sein Volk richten und seinen Knechten gndig sein.
15. Der Heiden Gtzen sind Silber und Gold, von Menschenhnden gemacht.
16. Sie haben Muler und reden nicht; sie haben Augen und sehen nicht;
17. sie haben Ohren und hren nicht; auch ist kein Odem in ihrem Munde.
18. Die solche machen, sind gleich also, alle, die auf solche hoffen.
19. Das Haus Israel lobe den Herrn. Lobet den Herrn, ihr vom Hause Aaron;
20. ihr vom Hause Levi, lobet den Herrn; die ihr den Herrn frchtet, lobet 
den Herrn!
21. Gelobet sei der Herr aus Zion, der zu Jerusalem wohnet! Halleluja!
Der Psalter 136
1. Danket dem Herrn, denn er ist freundlich; denn seine Gte whret ewig
2. Danket dem Gott aller Gtter; denn seine Gte whret ewiglich.
3. Danket dem Herrn aller Herren; denn seine Gte whret ewiglich.
4. her groe Wunder tut alleine; denn seine Gte whret ewiglich.
5. Der die Himmel ordentlich gemacht hat; denn seine Gte whret ewiglich.
6. Der die Erde auf Wasser ausgebreitet hat; denn seine Gte whret 
ewiglich.
7. Der groe Lichter gemacht hat; denn seine Gte whret ewiglich;
8. die Sonne, dem Tage vorzustehen; denn seine Gte whret ewiglich;
9. den Mond und Sterne, der Nacht vorzustehen; denn seine Gte whret 
ewiglich.
10. Der gypten schlug an ihren Erstgeburten; denn seine Gte whret 
ewiglich;
11. und fhrete Israel heraus; denn seine Gte whret ewiglich;
12. durch mchtige Hand und ausgereckten Arm; denn seine Gte whret 
ewiglich.
13. Der das Schilfmeer teilete in zwei Teile; denn seine Gte whret 
ewiglich;
14. und lie Israel hindurchgehen; denn seine Gte whret ewiglich.
15. Der Pharao und sein Heer ins Schilfmeer stie; denn seine Gte whret 
ewiglich.
16. Der sein Volk fhrete durch die Wste; denn seine Gte whret ewiglich.
17. Der groe Knige schlug; denn seine Gte whret ewiglich;
18. und erwrgete mchtige Knige; denn seine Gte whret ewiglich;
19. Sihon, der Amoriter Knig; denn seine Gte whret ewiglich;
20. und Og, den Knig zu Basan; denn seine Gte whret ewiglich;
21. und gab ihr Land zum Erbe; denn seine Gte whret ewiglich;
22. zum Erbe seinem Knechte Israel; denn seine Gte whret ewiglich.
23. Denn er dachte an uns, da wir untergedrckt waren; denn seine Gte 
whret ewiglich;
24. und erlsete uns von unsern Feinden; denn seine Gte whret ewiglich.
25. Der allem Fleisch Speise gibt; denn seine Gte whret ewiglich.
26. Danket dem Gott vom Himmel; denn seine Gte whret ewiglich.
Der Psalter 137
1. An den Wassern zu Babel saen wir und weineten, wenn wir an Zion 
gedachten.
2. Unsere Harfen hingen wir an die Weiden, die drinnen sind.
3. Denn daselbst hieen uns singen, die uns gefangen hielten, und in 
unserm Heulen frhlich sein: Lieber, singet uns ein Lied von Zion!
4. Wie sollten wir des Herrn Lied singen in fremden Landen?
5. Vergesse ich dein, Jerusalem, so werde meiner Rechten vergessen!
6. Meine Zunge msse an meinem Gaumen kleben, wo ich dein nicht gedenke, 
wo ich nicht lasse Jerusalem meine hchste Freude sein.
7. Herr, gedenke der Kinder Edom am Tage Jerusalems, die da sagen: Rein 
ab, rein ab, bis auf ihren Boden!
8. Du verstrte Tochter Babel, wohl dem, der dir vergelte, wie du uns 
getan hast!
9. Wohl dem, der deine jungen Kinder nimmt und zerschmettert sie an den 
Stein!
Der Psalter 138
1. Davids. Ich danke dir von ganzem Herzen; vor den Gttern will ich dir 
lobsingen.
2. Ich will anbeten zu deinem heiligen Tempel und deinem Namen danken um 
deine Gte und Treue; denn du hast deinen Namen ber alles herrlich 
gemacht durch dein Wort.
3. Wenn ich dich anrufe, so erhre mich und gib meiner Seele groe Kraft.
4. Es danken dir, Herr, alle Knige auf Erden, da sie hren das Wort 
deines Mundes,
5. und singen auf den Wegen des Herrn, da die Ehre des Herrn gro sei.
6. Denn der Herr ist hoch und siehet auf das Niedrige und kennet den 
Stolzen von ferne.
7. Wenn ich mitten in der Angst wandle, so erquickest du mich und 
streckest deine Hand ber den Zorn meiner Feinde und hilfst mir mit deiner 
Rechten.
8. Der Herr wird's ein Ende machen um meinetwillen. Herr, deine Gte ist 
ewig. Das Werk deiner Hnde wollest du nicht lassen!
Der Psalter 139
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen. Herr, du erforschest mich und kennest 
mich.
2. Ich sitze oder stehe auf, so weiest du es: du verstehest meine 
Gedanken von ferne.
3. Ich gehe oder liege, so bist du um mich und siehest alle meine Wege.
4. Denn siehe, es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, Herr, nicht 
alles wissest.
5. Du schaffest es, was ich vor oder hernach tue, und hltst deine Hand 
ber mir.
6. Solche Erkenntnis ist mir zu wunderlich und zu hoch; ich kann's nicht 
begreifen.
7. Wo soll ich hingehen vor deinem Geist und wo soll ich hinfliehen vor 
deinem Angesicht?
8. Fhre ich gen Himmel, so bist du da. Bettete ich mir in die Hlle, 
siehe, so bist du auch da.
9. Nhme ich Flgel der Morgenrte und bliebe am uersten Meer,
10. so wrde mich doch deine Hand daselbst fhren und deine Rechte mich 
halten.
11. Sprche ich: Finsternis mge mich decken, so mu die Nacht auch Licht 
um mich sein;
12. denn auch Finsternis nicht finster ist bei dir, und die Nacht leuchtet 
wie der Tag, Finsternis ist wie das Licht.
13. Denn du hast meine Nieren in deiner Gewalt, du warest ber mir in 
Mutterleibe.
14. Ich danke dir darber, da ich wunderbarlich gemacht bin; 
wunderbarlich sind deine Werke, und das erkennet meine Seele wohl.
15. Es war dir mein Gebein nicht verhohlen, da ich im Verborgenen gemacht 
ward, da ich gebildet ward unten in der Erde.
16. Deine Augen sahen mich, da ich noch unbereitet war, und waren alle 
Tage auf dein Buch geschrieben, die noch werden sollten, und derselben 
keiner da war.
17. Aber wie kstlich sind vor mir, Gott, deine Gedanken! Wie ist ihrer so 
eine groe Summa!
18. Sollt ich sie zhlen, so wrde ihrer mehr sein denn des Sandes. Wenn 
ich aufwache, bin ich noch bei dir.
19. Ach, Gott, da du ttetest die Gottlosen, und die Blutgierigen von mir 
weichen mten!
20. Denn sie reden von dir lsterlich, und deine Feinde erheben sich ohne 
Ursache.
21. Ich hasse ja, Herr, die dich hassen, und verdreut mich auf sie, da 
sie sich wider dich setzen.
22. Ich hasse sie in rechtem Ernst; darum sind sie mir feind.
23. Erforsche mich, Gott, und erfahre mein Herz; prfe mich und erfahre, 
wie ich's meine;
24. und siehe, ob ich auf bsem Wege bin, und leite mich auf ewigem Wege.
Der Psalter 140
1. Ein Psalm Davids, vorzusingen.
2. Errette mich, Herr, von den bsen Menschen; behte mich vor den freveln 
Leuten,
3. die Bses gedenken in ihrem Herzen und tglich Krieg erregen.
4. Sie schrfen ihre Zunge wie eine Schlange; Otterngift ist unter ihren 
Lippen. Sela.
5. Bewahre mich, Herr, vor der Hand der Gottlosen; behte mich vor den 
freveln Leuten, die meinen Gang gedenken umzustoen.
6. Die Hoffrtigen legen mir breiten mir Seile aus zum Netz und stellen 
mir Fallen an den Weg. Sela.
7. Ich aber sage zum Herrn: Du bist mein Gott; Herr, vernimm die Stimme 
meines Flehens!
8. Herr Herr, meine starke Hilfe, du beschirmest mein Haupt zur Zeit des 
Streits.
9. Herr, la dem Gottlosen seine Begierde nicht; strke seinen Mutwillen 
nicht; sie mchten sich's erheben. Sela.
10. Das Unglck, davon meine Feinde ratschlagen, msse auf ihren Kopf 
fallen.
11. Er wird Strahlen ber sie schtten; er wird sie mit Feuer tief in die 
Erde schlagen, da sie nimmer nicht aufstehen.
12. Ein bses Maul wird kein Glck haben auf Erden; ein frevelbser Mensch 
wird verjagt und gestrzt werden.
13. Denn ich wei, da der Herr wird des Elenden Sache und der Armen Recht 
ausfhren.
14. Auch werden die Gerechten deinem Namen danken, und die Frommen werden 
vor deinem Angesichte bleiben.
Der Psalter 141
1. Ein Psalm Davids. Herr, ich rufe zu dir; eile zu mir, vernimm meine 
Stimme, wenn ich dich anrufe!
2. Mein Gebet msse vor dir taugen wie ein Ruchopfer, mein Hndeaufheben 
wie ein Abendopfer.
3. Herr, behte meinen Mund und bewahre meine Lippen!
4. Neige mein Herz nicht auf etwas Bses ein gottlos Wesen zu fhren mit 
den \belttern, da ich nicht esse von dem, das ihnen geliebt.
5. Der Gerechte schlage mich freundlich und strafe mich; das wird mir so 
wohl tun als ein Balsam auf meinem Haupt. Denn ich bete stets, da sie mir 
nicht Schaden tun.
6. Ihre Lehrer mssen gestrzt werden ber einen Fels; so wird man denn 
meine Lehre hren, da sie lieblich sei.
7. Unsere Gebeine sind zerstreuet bis zur Hlle, wie einer das Land 
zerreit und zerwhlet.
8. Denn auf dich, Herr Herr, sehen meine Augen; ich traue auf dich; 
verstoe meine Seele nicht!
9. Bewahre mich vor dem Stricke, den sie mir gelegt haben, und vor der 
Falle der beltter.
10. Die Gottlosen mssen in ihr eigen Netz fallen miteinander, ich aber 
immer vorbergehen.
Der Psalter 142
1. Eine Unterweisung Davids zu beten, da er in der Hhle war.
2. Ich schreie zum Herrn mit meiner Stimme; ich flehe dem Herrn mit meiner 
Stimme;
3. ich schtte meine Rede vor ihm aus und zeige an vor ihm meine Not.
4. Wenn mein Geist in ngsten ist, so nimmst du dich meiner an. Sie legen 
mir Stricke auf dem Wege, da ich auf gehe.
5. Schaue zur Rechten, und siehe, da will mich niemand kennen. Ich kann 
nicht entfliehen; niemand nimmt sich meiner Seele an.
6. Herr, zu dir schreie ich und sage: Du bist meine Zuversicht, mein Teil 
im Lande der Lebendigen.
7. Merke auf meine Klage, denn ich werde sehr geplagt; errette mich von 
meinen Verfolgern, denn sie sind mir zu mchtig.
8. Fhre meine Seele aus dem Kerker, da ich danke deinem Namen. Die 
Gerechten werden sich zu mir sammeln, wenn du mir wohltust.
Der Psalter 143
1. Ein Psalm Davids. Herr, erhre mein Gebet; vernimm mein Flehen um 
deiner Wahrheit willen, erhre mich um deiner Gerechtigkeit willen!
2. Und gehe nicht ins Gericht mit deinem Knechte; denn vor dir ist kein 
Lebendiger gerecht.
3. Denn der Feind verfolget meine Seele und zerschlgt mein Leben zu 
Boden; er legt mich ins Finstere, wie die Toten in der Welt.
4. Und mein Geist ist in mir gengstet; mein Herz ist mir in meinem Leibe 
verzehret.
5. Ich gedenke an die vorigen Zeiten; ich rede von allen deinen Taten und 
sage von den Werken deiner Hnde.
6. Ich breite meine Hnde aus zu dir; meine Seele drstet nach dir wie ein 
drres Land. Sela.
7. Herr, erhre mich bald, mein Geist vergehet; verbirg dein Antlitz nicht 
von mir, da ich nicht gleich werde denen, die in die Grube fahren.
8. La mich frhe hren deine Gnade; denn ich hoffe auf dich. Tu mir kund 
den Weg, darauf ich gehen soll; denn mich verlanget nach dir.
9. Errette mich, mein Gott, von meinen Feinden; zu dir hab ich Zuflucht.
10. Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen, denn du bist mein Gott; dein 
guter Geist fhre mich auf ebener Bahn.
11. Herr, erquicke mich um deines Namens willen fhre meine Seele aus der 
Not um deiner Gerechtigkeit willen;
12. und verstre meine Feinde um deiner Gte willen und bringe um alle, 
die meine Seele ngsten; denn ich bin dein Knecht.
Der Psalter 144
1. Ein Psalm Davids. Gelobet sei der Herr, mein Hort, der meine Hnde 
lehret streiten und meine Fuste kriegen,
2. meine Gte und meine Burg, mein Schutz und mein Erretter, mein Schild, 
auf den ich traue, der mein Volk unter mich zwinget.
3. Herr, was ist der Mensch, da du dich sein so annimmst, und des 
Menschen Kind, da du ihn so achtest?
4. Ist doch der Mensch gleichwie nichts; seine Zeit fhret dahin wie ein 
Schatten.
5. Herr, neige deine Himmel und fahre herab; taste die Berge an, da sie 
rauchen!
6. La blitzen und zerstreue sie; schiee deine Strahlen und schrecke sie!
7. Sende deine Hand von der Hhe und erlse mich und errette mich von 
groen Wassern, von der Hand der fremden Kinder,
8. welcher Lehre ist kein ntze, und ihre Werke sind falsch.
9. Gott, ich will dir ein neues Lied singen; ich will dir spielen auf dem 
Psalter von zehn Saiten
10. der du den Knigen Sieg gibst und erlsest deinen Knecht David vom 
mrderischen Schwert des Bsen.
11. Erlse mich auch und errette mich von der Hand der fremden Kinder, 
welcher Lehre ist kein ntze, und ihre Werke sind falsch,
12. da unsere Shne aufwachsen in ihrer Jugend wie die Pflanzen und 
unsere Tchter wie die ausgehauenen Erker, gleichwie die Palste,
13. und unsere Kammern voll seien, die herausgeben knnen einen Vorrat 
nach dem andern; da unsere Schafe tragen tausend und hunderttausend auf 
unsern Drfern;
14. da unsere Ochsen viel erarbeiten; da kein Schade, kein Verlust noch 
Klage auf unsern Gassen sei.
15. Wohl dem Volk, dem es also gehet! Aber wohl dem Volk, des der Herr ein 
Gott ist!
Der Psalter 145
1. Ein Lob Davids. Ich will dich erhhen, mein Gott, du Knig, und deinen 
Namen loben immer und ewiglich.
2. Ich will dich tglich loben und deinen Namen rhmen immer und ewiglich.
3. Der Herr ist gro und sehr lblich, und seine Gre ist unaussprechlich.
4. Kindeskinder werden deine Werke preisen und von deiner Gewalt sagen.
5. Ich will reden von deiner herrlichen, schnen Pracht und von deinen 
Wundern,
6. da man solle reden von deinen herrlichen Taten und da man erzhle 
deine Herrlichkeit,
7. da man preise deine groe Gte und deine Gerechtigkeit rhme.
8. Gndig und barmherzig ist der Herr, geduldig und von groer Gte.
9. Der Herr ist allen gtig und erbarmet sich aller seiner Werke.
10. Es sollen dir danken, Herr, alle deine Werke, und deine Heiligen dich 
loben
11. und die Ehre deines Knigreichs rhmen und von deiner Gewalt reden,
12. da den Menschenkindern deine Gewalt kund werde und die ehrliche 
Pracht deines Knigreichs.
13. Dein Reich ist ein ewiges Reich, und deine Herrschaft whret fr und 
fr.
14. Der Herr erhlt alle, die da fallen, und richtet auf alle, die 
niedergeschlagen sind.
15. Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zu seiner 
Zeit.
16. Du tust deine Hand auf und erfllest alles, was lebet, mit 
Wohlgefallen.
17. Der Herr ist gerecht in allen seinen Wegen und heilig in allen seinen 
Werken.
18. Der Herr ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn mit Ernst 
anrufen.
19. Er tut, was die Gottesfrchtigen begehren, und hret ihr Schreien und 
hilft ihnen.
20. Der Herr behtet alle, die ihn lieben, und wird vertilgen alle 
Gottlosen.
21. Mein Mund soll des Herrn Lob sagen, und alles Fleisch lobe seinen 
heiligen Namen immer und ewiglich!
Der Psalter 146
1. Halleluja! Lobe den Herrn, meine Seele!
2. Ich will den Herrn loben, so lange ich lebe, und meinem Gott lobsingen, 
weil ich hie bin.
3. Verlasset euch nicht auf Frsten; sie sind Menschen, die knnen ja 
nicht helfen.
4. Denn des Menschen Geist mu davon, und er mu wieder zu Erde werden; 
alsdann sind verloren alle seine Anschlge.
5. Wohl dem, des Hilfe der Gott Jakobs ist, des Hoffnung auf dem Herrn, 
seinem Gott, stehet,
6. der Himmel, Erde, Meer und alles, was drinnen ist, gemacht hat; der 
Glauben hlt ewiglich;
7. der Recht schaffet denen, so Gewalt leiden; der die Hungrigen speiset. 
Der Herr lset die Gefangenen.
8. Der Herr macht die Blinden sehend. Der Herr richtet auf, die 
niedergeschlagen sind. Der Herr liebet die Gerechten.
9. Der Herr behtet Fremdlinge und Waisen und erhlt die Witwen; und 
kehret zurck den Weg der Gottlosen.
10. Der Herr ist Knig ewiglich, dein Gott, Zion, fr und fr. Halleluja!
Der Psalter 147
1. Lobet den Herrn; denn unsern Gott loben, das ist ein kstlich Ding; 
solch Lob ist lieblich und schn.
2. Der Herr bauet Jerusalem und bringet zusammen die Verjagten in Israel.
3. Er heilet, die zerbrochenes Herzens sind, und verbindet ihre Schmerzen.
4. Er zhlet die Sterne und nennet sie alle mit Namen.
5. Unser Herr ist gro und von groer Kraft; und ist unbegreiflich, wie er 
regieret.
6. Der Herr richtet auf die Elenden und stet die Gottlosen zu Boden.
7. Singet umeinander dem Herrn mit Dank und lobet unsern Gott mit Harfen,
8. der den Himmel mit Wolken bedeckt und gibt Regen auf Erden; der Gras 
auf Bergen wachsen lt;
9. der dem Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben, die ihn anrufen.
10. Er hat nicht Lust an der Strke des Rosses noch Gefallen an jemandes 
Beinen.
11. Der Herr hat Gefallen an denen, die ihn frchten, die auf seine Gte 
hoffen.
12. Preise, Jerusalem, den Herrn; lobe, Zion, deinen Gott!
13. Denn er macht fest die Riegel deiner Tore und segnet deine Kinder 
drinnen.
14. Er schaffet deinen Grenzen Frieden und sttiget dich mit dem besten 
Weizen.
15. Er sendet seine Rede auf Erden; sein Wort luft schnell.
16. Er gibt Schnee wie Wolle, er streuet Reif wie Asche.
17. Er wirft seine Schloen wie Bissen; wer kann bleiben vor seinem Frost?
18. Er spricht, so zerschmilzt es; er lt seinen Wind wehen, so tauet's 
auf.
19. Er zeiget Jakob sein Wort, Israel seine Sitten und Rechte.
20. So tut er keinen Heiden, noch lt sie wissen seine Rechte. Halleluja!
Der Psalter 148
1. Halleluja! Lobet, ihr Himmel, den Herrn; lobet ihn in der Hhe!
2. Lobet ihn, alle seine Engel; lobet ihn, all sein Heer!
3. Lobet ihn, Sonn und Mond; lobet ihn, alle leuchtenden Sterne!
4. Lobet ihn, ihr Himmel allenthalben, und die Wasser, die oben am Himmel 
sind!
5. Die sollen loben den Namen des Herrn; denn er gebeut, so wird's 
geschaffen.
6. Er hlt sie immer und ewiglich; er ordnet sie, da sie nicht anders 
gehen mssen.
7. Lobet den Herrn auf Erden, ihr Walfische und alle Tiefen;
8. Feuer, Hagel, Schnee und Dampf, Sturmwinde, die sein Wort ausrichten;
9. Berge und alle Hgel, fruchtbare Bume und alle Zedern;
10. Tier und alles Vieh, Gewrm und Vgel;
11. ihr Knige auf Erden und alle Leute, Frsten und alle Richter auf 
Erden;
12. Jnglinge und Jungfrauen, Alte mit den Jungen
13. sollen loben den Namen des Herrn; denn sein Name allein ist hoch; sein 
Lob gehet, soweit Himmel und Erde ist.
14. Und er erhhet das Horn seines Volks. Alle seine Heiligen sollen 
loben, die Kinder Israel, das Volk, das ihm dienet, Halleluja!
Der Psalter 149
1. Halleluja! Singet dem Herrn ein neues Lied! Die Gemeine der Heiligen 
soll ihn loben.
2. Israel freue sich des, der ihn gemacht hat; die Kinder Zion seien 
frhlich, ber ihrem Knige!
3. Sie sollen loben seinen Namen im Reigen, mit Pauken und Harfen sollen 
sie ihm spielen.
4. Denn der Herr hat Wohlgefallen an seinem Volk; er hilft den Elenden 
herrlich.
5. Die Heiligen sollen frhlich sein und preisen und rhmen auf ihren 
Lagern.
6. Ihr Mund soll Gott erhhen, und sollen scharfe Schwerter in ihren 
Hnden haben,
7. da sie Rache ben unter den Heiden, Strafe unter den Vlkern,
8. ihre Knige zu binden mit Ketten und ihre Edlen mit eisernen Fesseln,
9. da sie ihnen tun das Recht, davon geschrieben ist. Solche Ehre werden 
alle seine Heiligen haben. Halleluja!
Der Psalter 150
1. Halleluja! Lobet den Herrn in seinem Heiligtum; lobet ihn in der Feste 
seiner Macht!
2. Lobet ihn in seinen Taten; lobet ihn in seiner groen Herrlichkeit!
3. Lobet ihn mit Posaunen; lobet ihn mit Psalter und Harfen!
4. Lobet ihn mit Pauken und Reigen; lobet ihn mit Saiten und Pfeifen!
5. Lobet ihn mit bellen Zimbeln; lobet ihn mit wohlklingenden Zimbeln!
6. Alles, was Odem hat, lobe den Herrn! Halleluja!
Die Sprche Salomos 1
1. Dies sind die Sprche Salomos, des Knigs Israels, Davids Sohns,
2. zu lernen Weisheit und Zucht, Verstand,
3. Klugheit, Gerechtigkeit, Recht und Schlecht,
4. da die Albernen witzig und die Jnglinge vernnftig und vorsichtig 
werden.
5. Wer weise ist, der hret zu und bessert sich; und wer verstndig ist, 
der lt ihm raten,
6. da er vernehme die Sprche und ihre Deutung, die Lehre der Weisen und 
ihre Beispiele.
7. Des Herrn Furcht ist Anfang zu lernen. Die Ruchlosen verachten Weisheit 
und Zucht.
8. Mein Kind gehorche der Zucht deines Vaters und verla nicht das Gebot 
deiner Mutter!
9. Denn solches ist ein schner Schmuck deinem Haupt und eine Kette an 
deinem Halse.
10. Mein Kind, wenn dich die bsen Buben locken, so folge nicht!
11. Wenn sie sagen: Gehe mit uns, wir wollen auf Blut lauern und den 
Unschuldigen ohne Ursache nachstellen;
12. wir wollen sie lebendig verschlingen wie die Hlle, und die Frommen, 
als die hinunter in die Grube fahren;
13. wir wollen gro Gut finden; wir wollen unsere Huser mit Raube fllen;
14. wage es mit uns; es soll unser aller ein Beutel sein:
15. mein Kind, wandle den Weg nicht mit ihnen; wehre deinem Fu von ihrem 
Pfad!
16. Denn ihre Fe laufen zum Bsen und eilen, Blut zu vergieen.
17. Denn es ist vergeblich, das Netz auswerfen vor den Augen der Vgel.
18. Auch lauern sie selbst untereinander auf ihr Blut, und stellet einer 
dem andern nach dem Leben.
19. Also tun alle Geizigen, da einer dem andern das Leben nimmt.
20. Die Weisheit klagt drauen und lt sich hren auf den Gassen.
21. Sie ruft in der Tr am Tor vorne unter dem Volk; sie redet ihre Worte 
in der Stadt:
22. Wie lange wollt ihr Albernen albern sein und die Sptter Lust zu 
Sptterei haben und die Ruchlosen die Lehre hassen?
23. Kehret euch zu meiner Strafe! Siehe, ich will euch heraussagen meinen 
Geist und euch meine Worte kundtun.
24. Weil ich denn rufe, und ihr weigert euch; ich recke meine Hand aus, 
und niemand achtet drauf,
25. und lat fahren allen meinen Rat und wollt meiner Strafe nicht:
26. so will ich auch lachen in eurem Unfall und euer spotten, wenn da 
kommt, das ihr frchtet,
27. wenn ber euch kommt wie ein Sturm, das ihr frchtet, und euer Unfall 
als ein Wetter, wenn ber euch Angst und Not kommt.
28. Dann werden sie mir rufen, aber ich werde nicht antworten; sie werden 
mich frhe suchen und nicht finden.
29. Darum da sie hasseten die Lehre und wollten des Herrn Furcht nicht 
haben,
30. wollten meines Rats nicht und lsterten alle meine Strafe,
31. so sollen sie essen von den Frchten ihres Wesens und ihres Rats satt 
werden.
32. Das die Albernen gelstet, ttet sie, und der Ruchlosen Glck bringt 
sie um.
33. Wer aber mir gehorchet, wird sicher bleiben und genug haben und kein 
Unglck frchten.
Die Sprche Salomos 2
1. Mein Kind, willst du meine Rede annehmen und meine Gebote bei dir 
behalten,
2. so la dein Ohr auf Weisheit achthaben und neige dein Herz mit Flei 
dazu.
3. Denn so du mit Flei danach rufest und darum betest,
4. so du sie suchest wie Silber und forschest sie wie die Schtze,
5. alsdann wirst du die Furcht des Herrn vernehmen und Gottes Erkenntnis 
finden.
6. Denn der Herr gibt Weisheit, und aus seinem Munde kommt Erkenntnis und 
Verstand.
7. Er lt's den Aufrichtigen gelingen und beschirmet die Frommen
8. und behtet die, so recht tun, und bewahret den Weg seiner Heiligen.
9. Dann wirst du verstehen Gerechtigkeit und Recht und Frmmigkeit und 
allen guten Weg.
10. Wo die Weisheit dir zu Herzen gehet, da du gerne lernest,
11. so wird dich guter Rat bewahren und Verstand wird dich behten,
12. da du nicht geratest auf den Weg der Bsen noch unter die verkehrten 
Schwtzer,
13. die da verlassen die rechte Bahn und gehen finstere Wege,
14. die sich freuen, Bses zu tun, und sind frhlich in ihrem bsen, 
verkehrten Wesen,
15. welche ihren Weg verkehren und folgen ihrem Abwege;
16. da du nicht geratest an eines andern Weib, und die nicht dein ist, 
die glatte Worte gibt
17. und verlt den Herrn ihrer Jugend und vergisset den Bund ihres Gottes;
18. denn ihr Haus neiget sich zum Tode und ihre Gnge zu den Verlornen;
19. alle, die zu ihr eingehen, kommen nicht wieder und ergreifen den Weg 
des Lebens nicht:
20. auf da du wandelst auf gutem Wege und bleibest auf der rechten Bahn.
21. Denn die Gerechten werden im Lande wohnen, und die Frommen werden 
drinnen bleiben;
22. aber die Gottlosen werden aus dem Lande gerottet, und die Verchter 
werden draus vertilget.
Die Sprche Salomos 3
1. Mein Kind, vergi meines Gesetzes nicht, und dein Herz behalte meine 
Gebote.
2. Denn sie werden dir langes Leben und gute Jahre und Frieden bringen;
3. Gnade und Treue werden dich nicht lassen. Hnge sie an deinen Hals und 
schreibe sie in die Tafel deines Herzens,
4. so wirst du Gunst und Klugheit finden, die Gott und Menschen gefllt.
5. Verla dich auf den Herrn von ganzem Herzen und verla dich nicht auf 
deinen Verstand;
6. sondern gedenke an ihn in allen deinen Wegen, so wird er dich recht 
fhren.
7. Dnke dich nicht weise zu sein, sondern frchte den Herrn und weiche 
vom Bsen.
8. Das wird deinem Nabel gesund sein und deine Gebeine erquicken.
9. Ehre den Herrn von deinem Gut und von den Erstlingen all deines 
Einkommens,
10. so werden deine Scheunen voll werden und deine Kelter mit Most 
bergehen.
11. Mein Kind, verwirf die Zucht des Herrn nicht und sei nicht ungeduldig 
ber seiner Strafe!
12. Denn welchen der Herr liebet, den straft er, und hat Wohlgefallen an 
ihm wie ein Vater am Sohn.
13. Wohl dem Menschen, der Weisheit findet, und dem Menschen, der Verstand 
bekommt!
14. Denn es ist besser, um sie hantieren, weder um Silber, und ihr 
Einkommen ist besser denn Gold.
15. Sie ist edler denn Perlen; und alles, was du wnschen magst, ist ihr 
nicht zu gleichen.
16. Langes Leben ist zu ihrer rechten Hand; zu ihrer Linken ist Reichtum 
und Ehre.
17. Ihre Wege sind liebliche Wege, und alle ihre Steige sind Friede.
18. Sie ist ein Baum des Lebens allen, die sie ergreifen; und selig sind, 
die sie halten.
19. Denn der Herr hat die Erde durch Weisheit gegrndet und durch seinen 
Rat die Himmel bereitet.
20. Durch seine Weisheit sind die Tiefen zerteilet und die Wolken mit Tau 
triefend gemacht.
21. Mein Kind, la sie nicht von deinen Augen weichen, so wirst du 
glckselig und klug werden.
22. Das wird deiner Seele Leben sein, und dein Mund wird holdselig sein.
23. Dann wirst du sicher wandeln auf deinem Wege, da dein Fu, sich nicht 
stoen wird. .
24. Legest du dich, so wirst du dich nicht frchten, sondern s schlafen,
25. da du dich nicht frchten darfst vor pltzlichem Schrecken noch vor 
dem Sturm der Gottlosen, wenn er kommt.
26. Denn der Herr ist dein Trotz; der behtet deinen Fu, da er nicht 
gefangen werde.
27. Weigere dich nicht, dem Drftigen Gutes zu tun, so deine Hand von Gott 
hat, solches zu tun.
28. Sprich nicht zu deinem Freunde: Gehe hin und komm wieder, morgen will 
ich dir geben, so du es doch wohl hast.
29. Trachte nicht Bses wider deinen Freund, der auf Treue bei dir wohnet.
30. Hadre nicht mit jemand ohne Ursache, so er dir kein Leid getan hat.
31. Eifre nicht einem Freveln nach und erwhle seiner Wege keinen.
32. Denn der Herr hat Greuel an dem Abtrnnigen und sein Geheimnis ist bei 
den Frommen.
33. Im Hause des Gottlosen ist der Fluch des Herrn; aber das Haus der 
Gerechten wird gesegnet.
34. Er wird der Sptter spotten; aber den Elenden wird er Gnade geben.
35. Die Weisen werden Ehre erben; aber wenn die Narren hoch kommen, werden 
sie doch zuschanden.
Die Sprche Salomos 4
1. Hret, meine Kinder, die Zucht eures Vaters; merkt auf, da ihr lernet 
und klug werdet!
2. Denn ich gebe euch eine gute Lehre; verlasset mein Gesetz nicht!
3. Denn ich war meines Vaters Sohn, ein zarter und ein einiger vor meiner 
Mutter,
4. und er lehrete mich und sprach: La dein Herz meine Worte aufnehmen; 
halte meine Gebote, so wirst du leben.
5. Nimm an Weisheit, nimm an Verstand; vergi nicht und weiche nicht von 
der Rede meines Mundes!
6. Verla sie nicht, so wird sie dich behalten; liebe sie, so wird sie 
dich behten.
7. Denn der Weisheit Anfang ist, wenn man sie gerne hret und die Klugheit 
lieber hat denn alle Gter.
8. Achte sie hoch, so wird sie dich erhhen und wird dich zu Ehren machen, 
wo du sie herzest.
9. Sie wird dein Haupt schn schmcken und wird dich zieren mit einer 
hbschen Krone.
10. So hre, mein Kind, und nimm an meine Rede, so werden deiner Jahre 
viel werden.
11. Ich will dich den Weg der Weisheit fhren, ich will dich auf rechter 
Bahn leiten,
12. da, wenn du gehest, dein Gang dir nicht sauer werde, und wenn du 
lufst, da du dich nicht anstoest.
13. Fasse die Zucht, la nicht davon; bewahre sie, denn sie ist dein Leben.
14. Komm nicht auf der Gottlosen Pfad und tritt nicht auf den Weg der 
Bsen.
15. La ihn fahren und gehe nicht drinnen; weiche von ihm und gehe vorber!
16. Denn sie schlafen nicht, sie haben denn bel getan; und sie ruhen 
nicht, sie haben denn Schaden getan.
17. Denn sie nhren sich von gottlosem Brot und trinken vom Wein des 
Frevels.
18. Aber der Gerechten Pfad glnzet wie ein Licht, das da fortgeht, und 
leuchtet bis auf den vollen Tag.
19. Der Gottlosen Weg aber ist wie Dunkel und wissen nicht, wo sie fallen 
werden.
20. Mein Sohn, merke auf mein Wort und neige dein Ohr zu meiner Rede!
21. La sie nicht von deinen Augen fahren; behalte sie in deinem Herzen!
22. Denn sie sind das Leben denen, die sie finden, und gesund ihrem ganzen 
Leibe.
23. Behte dein Herz mit allem Flei; denn daraus gehet das Leben.
24. Tu von dir den verkehrten Mund und la das Lstermaul ferne von dir 
sein.
25. La deine Augen stracks vor sich sehen und deine Augenlider richtig 
vor dir hinsehen.
26. La deinen Fu gleich vor sich gehen, so gehest du gewi.
27. Wanke weder zur Rechten noch zur Linken; wende deinen Fu vom Bsen!
Die Sprche Salomos 5
1. Mein Kind, merke auf meine Weisheit; neige dein Ohr zu meiner Lehre,
2. da du behaltest guten Rat und dein Mund wisse Unterschied zu haben.
3. Denn die Lippen der Hure sind s wie Honigseim, und ihre Kehle ist 
gltter denn l,
4. aber hernach bitter wie Wermut und scharf wie ein zweischneidig Schwert.
5. Ihre Fe laufen zum Tod hinunter, ihre Gnge erlangen die Hlle.
6. Sie gehet nicht stracks auf dem Wege des Lebens; unstet sind ihre 
Tritte, da sie nicht wei, wo sie gebet.
7. So gehorchet mir nun, meine Kinder, und weichet nicht von der Rede 
meines Mundes!
8. La deine Wege ferne von ihr sein und nahe nicht zur Tr ihres Hauses,
9. da du nicht den Fremden gebest deine Ehre und deine Jahre dem 
Grausamen,
10. da sich nicht Fremde von deinem Vermgen sttigen, und deine Arbeit 
nicht sei in eines andern Haus,
11. und mssest hernach seufzen, wenn du dein Leib und Gut verzehret hast,
12. und sprechen: Ach, wie habe ich die Zucht gehasset, und mein Herz die 
Strafe verschmhet,
13. und habe nicht gehorchet der Stimme meiner Lehrer und mein Ohr nicht 
geneigt zu denen, die mich lehreten!
14. Ich bin schier in all Unglck kommen vor allen Leuten und allem Volk.
15. Trinke Wasser aus deiner Grube und Flsse aus deinem Brunnen.
16. La deine Brunnen herausflieen und die Wasserbche auf die Gassen.
17. Habe du aber sie alleine und kein Fremder mit dir.
18. Dein Born sei gesegnet, und freue dich des Weibes deiner Jugend!
19. Sie ist lieblich wie eine Hindin und holdselig wie ein Reh. La dich 
ihre Liebe allezeit sttigen, und ergtze dich allewege in ihrer Liebe.
20. Mein Kind, warum willst du dich an der Fremden ergtzen und herzest 
dich mit einer andern?
21. Denn jedermanns Wege sind stracks vor dem Herrn, und er misset gleich 
alle ihre Gnge.
22. Die Missetat des Gottlosen wird ihn fahen, und er wird mit dem Strick 
seiner Snde gehalten werden.
23. Er wird sterben, da er sich nicht will ziehen lassen, und um seiner 
groen Torheit willen wird's ihm nicht wohlgehen.
Die Sprche Salomos 6
1. Mein Kind, wirst du Brge fr deinen Nchsten und hast deine Hand bei 
einem Fremden verhaftet,
2. so bist du verknpft mit der Rede deines, Mundes und gefangen mit den 
Reden deines Mundes.
3. So tu doch, mein Kind, also und errette dich; denn du bist deinem 
Nchsten in die Hnde kommen; eile, drnge und treibe deinen Nchsten!
4. La deine Augen nicht schlafen noch deine Augenlider schlummern!
5. Errette dich wie ein Reh von der Hand und wie ein Vogel aus der Hand 
des Voglers.
6. Gehe hin zur Ameise, du Fauler, siehe ihre Weise an und lerne!
7. Ob sie wohl keinen Frsten noch Hauptmann noch Herrn hat,
8. bereitet sie doch ihr Brot im Sommer und sammelt ihre Speise in der 
Ernte.
9. Wie lange, liegst du, Fauler? Wann willst du aufstehen von deinem 
Schlaf?
10. Ja, schlaf noch ein wenig, schlummere ein wenig, schlage die Hnde 
ineinander ein wenig, da du schlafest,
11. so wird dich die Armut bereilen wie ein Fugnger und der Mangel wie 
ein gewappneter Mann.
12. Ein loser Mensch, ein schdlicher Mann, gebet mit verkehrtem Munde,
13. winket mit Augen, deutet mit Fen, zeiget mit Fingern,
14. trachtet allezeit Bses und Verkehrtes in seinem Herzen und richtet 
Hader an.
15. Darum wird ihm pltzlich sein Unfall kommen und wird schnell 
zerbrochen werden, da keine Hilfe da sein wird.
16. Diese sechs Stcke hasset der Herr, und am siebenten hat er einen 
Greuel:
17. hohe Augen, falsche Zungen, Hnde, die unschuldig Blut vergieen;
18. Herz, das mit bsen Tcken umgehet; Fe, die behende sind, Schaden zu 
tun;
19. falscher Zeuge, der frech Lgen redet, und der Hader zwischen Brdern 
anrichtet.
20. Mein Kind, bewahre die Gebote deines Vaters und la nicht fahren das 
Gesetz deiner Mutter!
21. Binde sie zusammen auf dein Herz allewege und hnge sie an deinen Hals:
22. wenn du gehest, da sie dich geleiten; wenn du dich legest, da sie 
dich bewahren; wenn du aufwachest, da sie dein Gesprch seien.
23. Denn das Gebot ist eine Leuchte und das Gesetz ein Licht; und die 
Strafe der Zucht ist ein Weg des Lebens,
24. auf da du bewahret werdest vor dem bsen Weibe, vor der glatten Zunge 
der Fremden.
25. La dich ihre Schne nicht gelsten in deinem Herzen und verfahe dich 
nicht an ihren Augenlidern.
26. Denn eine Hure bringet einen ums Brot; aber ein Eheweib fhet das edle 
Leben.
27. Kann auch jemand ein Feuer im Busen behalten, da seine Kleider nicht 
brennen?
28. Wie sollte jemand auf Kohlen gehen, da seine Fe nicht verbrannt 
wrden?
29. Also gehet es, wer zu seines Nchsten Weib gehet; es bleibt keiner 
ungestraft, der sie berhret.
30. Es ist einem Diebe nicht so groe Schmach, ob er stiehlt, seine Seele 
zu sttigen, weil ihn hungert.
31. Und ob er begriffen wird, gibt er's siebenfltig wieder und legt dar 
alles Gut in seinem Hause.
32. Aber der mit einem Weibe die Ehe bricht, der ist ein Narr, der bringet 
sein Leben ins Verderben.
33. Dazu trifft ihn Plage und Schande, und seine Schande wird nicht 
ausgetilget.
34. Denn der Grimm des Mannes eifert und schonet nicht zur Zeit der Rache
35. und siehet keine Person an, die da vershne, und nimmt's nicht an, ob 
du viel schenken wolltest.
Die Sprche Salomos 7
1. Mein Kind, behalte meine Rede und verbirg meine Gebote bei dir!
2. Behalte meine Gebote, so wirst du leben, und mein Gesetz wie deinen 
Augapfel.
3. sie an deine Finger, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens!
4. Sprich zur Weisheit: Du bist meine Schwester, und nenne die Klugheit 
deine Freundin,
5. da du behtet werdest vor dem fremden Weibe, vor einer andern, die 
glatte Worte gibt.
6. Denn am Fenster meines Hauses guckte ich durchs Gitter und sah unter 
den Albernen
7. und ward gewahr unter den Kindern eines nrrischen Jnglings,
8. der ging auf der Gasse an einer Ecke und trat daher auf dem Wege an 
ihrem Hause,
9. in der Dmmerung, am Abend des Tages, da es Nacht ward und dunkel war.
10. Und siehe, da begegnete ihm ein Weib im Hurenschmuck, listig,
11. wild und unbndig, da ihre Fe in ihrem Hause nicht bleiben knnen.
12. Jetzt ist sie drauen, jetzt auf der Gasse und lauert an allen Ecken.
13. Und erwischte ihn und kssete ihn unverschmt und sprach zu ihm:
14. Ich habe Dankopfer fr mich heute bezahlet, fr meine Gelbde.
15. Darum bin ich herausgegangen, dir zu begegnen, dein Angesicht frhe zu 
suchen, und habe dich funden.
16. Ich habe mein Bett schn geschmckt mit bunten Teppichen aus gypten.
17. Ich habe mein Lager mit Myrrhen, Aloes und Zinnamen besprengt.
18. Komm, la uns genug buhlen bis an den Morgen und la uns der Liebe 
pflegen;
19. denn der Mann ist nicht daheim, er ist einen fernen Weg gezogen;
20. er hat den Geldsack mit sich genommen; er wird erst aufs Fest wieder 
heimkommen.
21. Sie berredete ihn mit vielen Worten und gewann ihn ein mit ihrem 
glatten Munde.
22. Er folgte ihr bald nach; wie ein Ochs zur Fleischbank gefhrt wird, 
und wie zur Fessel, da man die Narren zchtiget,
23. bis sie ihm mit dem Pfeil die Leber spaltete, wie ein Vogel zum Strick 
eilet und wei nicht, da ihm das Leben gilt.
24. So gehorchet mir nun, meine Kinder, und merket auf die Rede meines 
Mundes.
25. La dein Herz nicht weichen auf ihren Weg und la dich nicht verfhren 
auf ihre Bahn!
26. Denn sie hat viele verwundet und gefllet, und sind allerlei Mchtige 
von ihr erwrget.
27. Ihr Haus sind Wege zur Hlle, da man hinunterfhrt in des Todes Kammer.
Die Sprche Salomos 8
1. Rufet nicht die Weisheit und die Klugheit lt sich hren?
2. ffentlich am Wege und an der Strae stehet sie.
3. An den Toren bei der Stadt, da man zur Tr eingehet, schreiet sie:
4. O ihr Mnner, ich schreie zu euch und rufe den Leuten!
5. Merket, ihr Albernen, den Witz; und ihr Toren, nehmet es zu Herzen!
6. Hret, denn ich will reden, was frstlich ist, und lehren, was recht 
ist.
7. Denn mein Mund soll die Wahrheit reden, und meine Lippen sollen hassen, 
das gottlos ist.
8. Alle Reden meines Mundes sind gerecht; es ist nichts Verkehrtes noch 
Falsches drinnen.
9. Sie sind alle gleichaus denen, die sie vernehmen, und richtig denen, 
die es annehmen wollen.
10. Nehmet an meine Zucht lieber denn Silber und die Lehre achtet hher 
denn kstlich Gold.
11. Denn Weisheit ist besser denn Perlen, und alles, was man wnschen mag, 
kann ihr nicht gleichen.
12. Ich, Weisheit, wohne bei dem Witz und ich wei guten Rat zu geben.
13. Die Furcht des Herrn hasset das Arge, die Hoffart, den Hochmut und 
bsen Weg, und bin feind dem verkehrten Munde.
14. Mein ist beides, Rat und Tat; ich habe Verstand und Macht.
15. Durch mich regieren die Knige und die Ratsherren setzen das Recht.
16. Durch mich herrschen die Frsten und alle Regenten auf Erden.
17. Ich liebe, die mich lieben; und die mich frhe suchen, finden mich.
18. Reichtum und Ehre ist bei mir, wahrhaftig Gut und Gerechtigkeit.
19. Meine Frucht ist besser denn Gold und fein Gold und mein Einkommen 
besser denn auserlesen Silber.
20. Ich wandle auf dem rechten Wege, auf der Strae des Rechts,
21. da ich wohl berate, die mich lieben und ihre Schtze voll mache.
22. Der Herr hat mich gehabt im Anfang seiner Wege; ehe er was machte, war 
ich da.
23. Ich bin eingesetzt von Ewigkeit, von Anfang vor der Erde.
24. Da die Tiefen noch nicht waren, da war ich schon bereitet, da die 
Brunnen noch nicht mit Wasser quollen,
25. Ehe denn die Berge eingesenkt waren, vor den Hgeln war ich bereitet.
26. Er hatte die Erde noch nicht gemacht, und was dran ist, noch die Berge 
des Erdbodens.
27. Da er die Himmel bereitete, war ich daselbst; da er die Tiefe mit 
seinem Ziel verfassete,
28. da er die Wolken droben festete, da er festigte die Brunnen der Tiefe,
29. da er dem Meer das Ziel setzte und den Wassern, da sie nicht 
bergehen seinen Befehl, da er den Grund der Erde legte:
30. da war ich der Werkmeister bei ihm und hatte meine Lust tglich und 
spielte vor ihm allezeit
31. und spielte auf seinem Erdboden; und meine Lust ist bei den 
Menschenkindern.
32. So gehorchet mir nun, meine Kinder! Wohl denen, die meine Wege 
behalten!
33. Hret die Zucht und werdet weise, und lat sie nicht fahren!
34. Wohl dem Menschen, der mir gehorchet, da er wache an meiner Tr 
tglich, da er warte an den Pfosten meiner Tr.
35. Wer mich findet, der findet das Leben und wird Wohlgefallen vom Herrn 
bekommen.
36. Wer aber an mir sndiget, der verletzt seine Seele. Alle, die mich 
hassen, lieben den Tod.
Die Sprche Salomos 9
1. Die Weisheit bauete ihr Haus und hieb sieben Sulen,
2. schlachtete ihr Vieh und trug ihren Wein auf und bereitete ihren Tisch
3. und sandte ihre Dirnen aus, zu laden oben auf die Palste der Stadt:
4. Wer albern ist, der mache sich hieher! Und zum Narren sprach sie:
5. Kommt, zehret von meinem Brot und trinket des Weins, den ich schenke!
6. Verlasset das alberne Wesen, so werdet ihr leben; und gehet auf dem 
Wege des Verstandes.
7. Wer den Sptter zchtiget, der mu Schande auf sich nehmen; und wer den 
Gottlosen straft, der mu gehhnet werden.
8. Strafe den Sptter nicht, er hasset dich; strafe den Weisen, der wird 
dich lieben.
9. Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; lehre den Gerechten, so 
wird er in der Lehre zunehmen.
10. Der Weisheit Anfang ist des Herrn Furcht; und der Verstand lehret, was 
heilig ist.
11. Denn durch mich wird deiner Tage viel werden, und werden dir der Jahre 
des Lebens mehr werden.
12. Bist du weise, so bist du dir weise; bist du ein Sptter, so wirst du 
es allein tragen.
13. Es ist aber ein tricht, wild Weib, voll Schwtzens und wei nichts;
14. die sitzt in der Tr ihres Hauses auf dem Stuhl, oben in der Stadt,
15. zu laden alle, die vorbergehen und richtig auf ihrem Wege wandeln.
16. Wer ist albern, der mache sich hieher! Und zum Narren spricht sie:
17. Die verstohlenen Wasser sind s und das verborgene Brot ist niedlich.
18. Er wei aber nicht, da daselbst Tote sind und ihre Gste in der 
tiefen Hlle.
Die Sprche Salomos 10
1. Dies sind die Sprche Salomos. Ein weiser Sohn ist seines Vaters 
Freude; aber ein trichter Sohn ist seiner Mutter Grmen.
2. Unrecht Gut hilft nicht; aber Gerechtigkeit errettet vom Tode.
3. Der Herr lt die Seele des Gerechten nicht Hunger leiden; er strzt 
aber der Gottlosen Schinderei.
4. Lssige Hand macht arm; aber der Fleiigen Hand macht reich.
5. Wer im Sommer sammelt, der ist klug; wer aber in der Ernte schlft, 
wird zuschanden.
6. Den Segen hat das Haupt des Gerechten; aber den Mund der Gottlosen wird 
ihr Frevel berfallen.
7. Das Gedchtnis der Gerechten bleibt im Segen; aber der Gottlosen Name 
wird verwesen.
8. Wer weise von Herzen ist, nimmt die Gebote an; der aber ein Narrenmaul 
hat, wird geschlagen.
9. Wer unschuldig lebet, der lebet sicher; wer aber verkehrt ist auf 
seinen Wegen, wird offenbar werden.
10. Wer mit Augen winket, wird Mhe anrichten; und der ein Narrenmaul hat, 
wird geschlagen.
11. Des Gerechten Mund ist ein lebendiger Brunn; aber den Mund der 
Gottlosen wird ihr Frevel berfallen.
12. Ha erreget Hader; aber Liebe deckt zu alle bertretungen.
13. In den Lippen des Verstndigen findet man Weisheit; aber auf den 
Rcken des Narren gehrt eine Rute.
14. Die Weisen bewahren die Lehre; aber der Narren Mund ist nahe dem 
Schrecken.
15. Das Gut des Reichen ist seine feste Stadt; aber die Armen macht die 
Armut blde,
16. Der Gerechte braucht seines Guts zum Leben; aber der Gottlose braucht 
seines Einkommens zur Snde.
17. Die Zucht halten, ist der Weg zum Leben; wer aber die Strafe verlt, 
der bleibt irrig.
18. Falsche Muler decken Ha; und wer verleumdet, der ist ein Narr.
19. Wo viel Worte sind, da geht es ohne Snde nicht ab; wer aber seine 
Lippen hlt, ist klug.
20. Des Gerechten Zunge ist kstlich Silber; aber der Gottlosen Herz ist 
nichts.
21. Des Gerechten Lippen weiden viele; aber die Narren werden in ihrer 
Torheit sterben.
22. Der Segen des Herrn macht reich ohne Mhe.
23. Ein Narr treibt Mutwillen und hat's noch dazu seinen Spott; aber der 
Mann ist weise, der drauf merkt.
24. Was der Gottlose frchtet, das wird ihm begegnen; und was die 
Gerechten begehren, wird ihnen gegeben.
25. Der Gottlose ist wie ein Wetter, das berhin geht und nicht mehr ist; 
der Gerechte aber bestehet ewiglich.
26. Wie der Essig den Zhnen und der Rauch den Augen tut, so tut der Faule 
denen, die ihn senden.
27. Die Furcht des Herrn mehret die Tage; aber die Jahre der Gottlosen 
werden verkrzt.
28. Das Warten der Gerechten wird Freude werden; aber der Gottlosen 
Hoffnung wird verloren sein.
29. Der Weg des Herrn ist des Frommen Trotz; aber die beltter sind blde.
30. Der Gerechte wird nimmermehr umgestoen; aber die Gottlosen werden 
nicht im Lande bleiben.
31. Der Mund des Gerechten bringt Weisheit; aber das Maul der Verkehrten 
wird ausgerottet.
32. Die Lippen der Gerechten lehren heilsam Ding; aber der Gottlosen Mund 
ist verkehrt.
Die Sprche Salomos 11
1. Falsche Waage ist dem Herrn ein Greuel; aber ein vllig Gewicht ist 
sein Wohlgefallen.
2. Wo Stolz ist, da ist auch Schmach; aber Weisheit ist bei den Demtigen.
3. Unschuld wird die Frommen leiten; aber die Bosheit wird die Verchter 
verstren.
4. Gut hilft nicht am Tage des Zorns; aber Gerechtigkeit errettet vom Tode.
5. Die Gerechtigkeit des Frommen macht seinen Weg eben; aber der Gottlose 
wird fallen durch sein gottlos Wesen.
6. Die Gerechtigkeit der Frommen wird sie erretten; aber die Verchter 
werden gefangen in ihrer Bosheit.
7. Wenn der gottlose Mensch stirbt, ist Hoffnung verloren; und das Harren 
der Ungerechten wird zunichte.
8. Der Gerechte wird aus der Not erlset und der Gottlose kommt an seine 
Statt.
9. Durch den Mund des Heuchlers wird sein Nchster verderbet; aber die 
Gerechten merken's und werden erlset.
10. Eine Stadt freuet sich, wenn's den Gerechten wohlgehet; und wenn die 
Gottlosen umkommen, wird man froh.
11. Durch den Segen der Frommen wird eine Stadt erhaben; aber durch den 
Mund der Gottlosen wird sie zerbrochen.
12. Wer seinen Nchsten schndet, ist ein Narr; aber ein verstndiger Mann 
stillet es.
13. Ein Verleumder verrt, was er heimlich wei; aber wer eines getreuen 
Herzens ist, verbirgt dasselbe.
14. Wo nicht Rat ist, da gehet das Volk unter; wo aber viel Ratgeber sind, 
da gehet es wohl zu.
15. Wer fr einen andern Brge wird, der wird Schaden haben; wer sich aber 
vor Geloben htet, ist sicher.
16. Ein holdselig Weib erhlt die Ehre; aber die Tyrannen erhalten den 
Reichtum.
17. Ein barmherziger Mann tut seinem Leibe Gutes; aber ein unbarmherziger 
betrbet auch sein Fleisch und Blut.
18. Der Gottlosen Arbeit wird fehlen; aber wer Gerechtigkeit set, das ist 
gewi Gut.
19. Denn Gerechtigkeit frdert zum Leben; aber dem bel nachjagen frdert 
zum Tode.
20. Der Herr hat Greuel an den verkehrten Herzen und Wohlgefallen an den 
Frommen.
21. Den Bsen hilft nichts, wenn sie auch alle Hnde zusammentten; aber 
der Gerechten Same wird errettet werden.
22. Ein schn Weib ohne Zucht ist wie eine Sau mit einem gldenen Haarband.
23. Der Gerechten Wunsch mu doch wohl geraten; und der Gottlosen Hoffen 
wird Unglck.
24. Einer teilt aus und hat immer mehr; ein anderer karget, da er nicht 
soll, und wird doch rmer.
25. Die Seele, die da reichlich segnet, wird fett; und wer trunken macht, 
der wird auch trunken werden.
26. Wer Korn inhlt, dem fluchen die Leute; aber Segen kommt ber den, so 
es verkauft.
27. Wer da Gutes sucht, dem widerfhrt Gutes; wer aber nach Unglck 
ringet, dem wird's begegnen.
28. Wer sich auf seinen Reichtum verlt, der wird untergehen; aber die 
Gerechten werden grnen wie ein Blatt.
29. Wer sein eigen Haus betrbt, der wird Wind zu Erbteil haben; und ein 
Narr mu ein Knecht des Weisen sein.
30. Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens; und ein Weiser nimmt 
sich der Leute herzlich an.
31. So der Gerechte auf Erden leiden mu, wie viel mehr der Gottlose und 
Snder!
Die Sprche Salomos 12
1. Wer sich gerne lt strafen, der wird klug werden; wer aber ungestraft 
sein will, der bleibt ein Narr.
2. Wer fromm ist, der bekommt Trost vom Herrn; aber ein Ruchloser verdammt 
sich selbst.
3. Ein gottlos Wesen frdert den Menschen nicht; aber die Wurzel der 
Gerechten wird bleiben.
4. Ein fleiig Weib ist eine Krone ihres Mannes; aber eine Unfleiige ist 
ein Eiter in seinem Gebeine.
5. Die Gedanken der Gerechten sind redlich; aber die Anschlge der 
Gottlosen sind Trgerei.
6. Der Gottlosen Predigt richtet Blutvergieen an; aber der Frommen Mund 
errettet
7. Die Gottlosen werden umgestrzt und nicht mehr sein; aber das Haus der 
Gerechten bleibt stehen.
8. Eines weisen Mannes Rat wird gelobt; aber die Tcken werden zuschanden.
9. Wer gering ist und wartet des Seinen, der ist besser, denn der gro 
sein will, dem des Brots mangelt.
10. Der Gerechte erbarmet sich seines Viehes; aber das Herz der Gottlosen 
ist unbarmherzig.
11. Wer seinen Acker bauet, der wird Brots die Flle haben; wer aber 
unntigen Sachen nachgehet, der ist ein Narr.
12. Des Gottlosen Lust ist, Schaden zu tun; aber die Wurzel der Gerechten 
wird Frucht bringen.
13. Der Bse wird gefangen in seinen eigenen falschen Worten; aber der 
Gerechte entgehet der Angst.
14. Viel Gutes kommt einem durch die Frucht des Mundes; und dem Menschen 
wird vergolten, nachdem seine Hnde verdienet haben.
15. Dem Narren gefllt seine Weise wohl; aber wer Rat gehorcht; der ist 
weise.
16. Ein Narr zeigt seinen Zorn bald; aber wer die Schmach birget, ist 
witzig.
17. Wer wahrhaftig ist, der sagt frei, was recht ist; aber ein falscher 
Zeuge betrgt.
18. Wer unvorsichtig herausfhrt, sticht wie ein Schwert; aber die Zunge 
der Weisen ist heilsam.
19. Wahrhaftiger Mund bestehet ewiglich; aber die falsche Zunge bestehet 
nicht lange.
20. Die, so Bses raten, betrgen; aber die zum Frieden raten, machen 
Freude.
21. Es wird dem Gerechten kein Leid geschehen; aber die Gottlosen werden 
voll Unglcks sein.
22. Falsche Muler sind dem Herrn ein Greuel; die aber treulich handeln, 
gefallen ihm wohl.
23. Ein witziger Mann gibt nicht Klugheit vor; aber das Herz der Narren 
ruft seine Narrheit aus.
24. Fleiige Hand wird herrschen; die aber lssig ist, wird mssen zinsen.
25. Sorge im Herzen krnket; aber ein freundlich Wort erfreuet.
26. Der Gerechte hat's besser denn sein Nchster; aber der Gottlosen Weg 
verfhret sie.
27. Einem Lssigen gert sein Handel nicht; aber ein fleiiger Mensch wird 
reich.
28. Auf dem rechten Wege ist Leben, und auf dem gebahnten Pfad ist kein 
Tod.
Die Sprche Salomos 13
1. Ein weiser Sohn lt sich den Vater zchtigen; aber ein Sptter 
gehorchet der Strafe nicht.
2. Der Frucht des Mundes geneut man; aber die Verchter denken nur zu 
freveln.
3. Wer seinen Mund bewahret, der bewahret sein Leben; wer aber mit seinem 
Maul herausfhrt, der kommt in Schrecken.
4. Der Faule begehrt und kriegt's doch nicht; aber die Fleiigen kriegen 
genug.
5. Der Gerechte ist der Lge feind; aber der Gottlose schndet und 
schmhet sich selbst.
6. Die Gerechtigkeit behtet den Unschuldigen; aber das gottlose Wesen 
bringet einen zu der Snde.
7. Mancher ist arm bei groem Gut; und mancher ist reich bei seiner Armut.
8. Mit Reichtum kann einer sein Leben erretten; aber ein Armer hret das 
Schelten nicht.
9. Das Licht der Gerechten macht frhlich; aber die Leuchte der Gottlosen 
wird auslschen.
10. Unter den Stolzen ist immer Hader; aber Weisheit macht vernnftige 
Leute.
11. Reichtum wird wenig, wo man's vergeudet; was man aber zusammenhlt, 
das wird gro.
12. Die Hoffnung, die sich verzeucht, ngstet das Herz; wenn's aber kommt, 
das man begehret, das ist ein Baum des Lebens.
13. Wer das Wort verachtet, der verderbet sich selbst; wer aber das Gebot 
frchtet, dem wird's vergolten.
14. Die Lehre des Weisen ist eine lebendige Quelle, zu meiden die Stricke 
des Todes.
15. Ein guter Rat tut sanft; aber der Verchter Weg bringt Wehe.
16. Ein Kluger tut alles mit Vernunft; ein Narr aber breitet Narrheit aus.
17. Ein gottloser Bote bringt Unglck; aber ein treuer Werber ist heilsam.
18. Wer Zucht lt fahren, der hat Armut und Schande; wer sich gerne 
strafen lt, wird zu Ehren kommen.
19. Wenn's kommt, das man begehret, das tut dem Herzen wohl; aber der das 
Bse meidet, ist den Toren ein Greuel.
20. Wer mit den Weisen umgehet, der wird weise; wer aber der Narren 
Geselle ist, der wird Unglck haben.
21. Unglck verfolget die Snder; aber den Gerechten wird Gutes vergolten.
22. Der Gute wird erben auf Kindeskind aber des Snders Gut wird dem 
Gerechten vorgesparet.
23. Es ist viel Speise in den Furchen der Armen; aber die unrecht tun, 
verderben.
24. Wer seiner Rute schonet, der hasset seinen Sohn; wer ihn aber liebhat, 
der zchtiget ihn bald.
25. Der Gerechte isset, da seine Seele satt wird; der Gottlosen Bauch 
aber hat nimmer genug.
Die Sprche Salomos 14
1. Durch weise Weiber wird das Haus erbauet; eine Nrrin aber zerbricht es 
mit ihrem Tun.
2. Wer den Herrn frchtet, der gehet auf rechter Bahn; wer ihn aber 
verachtet, der weicht aus seinem Wege.
3. Narren reden tyrannisch; aber die Weisen bewahren ihren Mund.
4. Wo nicht Ochsen sind, da ist die Krippe rein; aber wo der Ochse 
geschftig ist, da ist viel Einkommens.
5. Ein treuer Zeuge lget nicht; aber ein falscher Zeuge redet trstiglich 
Lgen.
6. Der Sptter suchet Weisheit und findet sie nicht; aber dem Verstndigen 
ist die Erkenntnis leicht.
7. Gehe von dem Narren; denn du lernest nichts von ihm.
8. Das ist des Klugen Weisheit, da er auf seinen Weg merkt; aber das ist 
der Narren Torheit, da es eitel Trug mit ihnen ist.
9. Die Narren treiben das Gesptt mit der Snde; aber die Frommen haben 
Lust an den Frommen.
10. Wenn das Herz traurig ist, so hilft keine uerliche Freude.
11. Das Haus der Gottlosen wird vertilget; aber die Htte der Frommen wird 
grnen.
12. Es gefllt manchem ein Weg wohl; aber endlich bringt er ihn zum Tode.
13. Nach dem Lachen kommt Trauern, und nach der Freude kommt Leid.
14. Einem losen Menschen wird's gehen, wie er handelt; aber ein Frommer 
wird ber ihn sein.
15. Ein Alberner glaubt alles; aber ein Witziger merkt auf seinen Gang.
16. Ein Weiser frchtet sich und meidet das Arge; ein Narr aber fhrt 
hindurch trstiglich.
17. Ein Ungeduldiger tut nrrisch; aber ein Bedchtiger hasset es.
18. Die Albernen erben Narrheit; aber es ist der Witzigen Krone, 
vorsichtiglich handeln.
19. Die Bsen mssen sich bcken vor den Guten und die Gottlosen in den 
Toren des Gerechten.
20. Einen Armen hassen auch seine Nchsten; aber die Reichen haben viel 
Freunde.
21. Der Snder verachtet seinen Nchsten; aber wohl dem, der sich der 
Elenden erbarmet!
22. Die mit bsen Rnken umgehen, werden fehlen; die aber Gutes denken, 
denen wird Treue und Gte widerfahren.
23. Wo man arbeitet, da ist genug; wo man aber mit Worten umgeht, da ist 
Mangel.
24. Den Weisen ist ihr Reichtum eine Krone; aber die Torheit der Narren 
bleibt Torheit.
25. Ein treuer Zeuge errettet das Leben; aber ein falscher Zeuge betrgt.
26. Wer den Herrn frchtet, der hat eine sichere Festung, und seine Kinder 
werden auch beschirmet.
27. Die Furcht des Herrn ist eine Quelle des Lebens, da man meide die 
Stricke des Todes.
28. Wo ein Knig viel Volks hat, das ist seine Herrlichkeit; wo aber, 
wenig Volks ist, das macht einen Herrn blde.
29. Wer geduldig ist, der ist weise; wer aber ungeduldig ist, der 
offenbart seine Torheit.
30. Ein gtiges Herz ist des Leibes Leben; aber Neid ist Eiter in Beinen.
31. Wer dem Geringen Gewalt tut, der lstert desselben Schpfer; aber wer 
sich des Armen erbarmet, der ehret Gott,
32. Der Gottlose bestehet nicht in seinem Unglck; aber der Gerechte ist 
auch in seinem Tode getrost.
33. Im Herzen des Verstndigen ruhet Weisheit und wird offenbar unter den 
Narren.
34. Gerechtigkeit erhhet ein Volk; aber die Snde ist der Leute Verderben.
35. Ein kluger Knecht gefllt dem Knige wohl; aber einem schndlichen 
Knechte ist er feind.
Die Sprche Salomos 15
1. Eine linde Antwort stillet den Zorn; aber ein hart Wort richtet Grimm 
an.
2. Der Weisen Zunge macht die Lehre lieblich; der Narren Mund speiet eitel 
Narrheit.
3. Die Augen des Herrn schauen an allen Orten beide die Bsen und Frommen.
4. Eine heilsame Zunge ist ein Baum des Lebens; aber eine lgenhaftige 
macht Her
5. Der Narr lstert die Zucht seines Vaters; wer aber Strafe annimmt, der 
wird klug werden.
6. In des Gerechten Hause ist Guts genug aber in dem Einkommen des 
Gottlosen ist Verderben.
7. Der Weisen Mund streuet guten Rat; aber der Narren Herz ist nicht also.
8. Der Gottlosen Opfer ist dem Herrn ein Greuel;. aber das Gebet der 
Frommen ist ihm angenehm.
9. Des Gottlosen Weg ist dem Herrn ein Greuel; wer aber der Gerechtigkeit 
nachjagt, der wird geliebet.
10. Das ist eine bse Zucht, den Weg verlassen; und wer die Strafe hasset, 
der mu sterben.
11. Hlle und Verderbnis ist vor dem Herrn; wie viel mehr der Menschen 
Herzen!
12. Der Sptter liebt nicht, der ihn straft, und gehet nicht zu den Weisen.
13. Ein frhlich Herz macht ein frhlich Angesicht; aber wenn das Herz 
bekmmert ist, so fllt auch der Mut.
14. Ein kluges Herz handelt bedchtiglich; aber die khnen Narren regieren 
nrrisch.
15. Ein Betrbter hat nimmer keinen guten Tag; aber ein guter Mut ist ein 
tglich Wohlleben.
16. Es ist besser ein wenig mit der Furcht des Herrn denn groer Schatz, 
darin Unruhe ist.
17. Es ist besser ein Gericht Kraut mit Liebe denn ein gemsteter Ochse 
mit Ha.
18. Ein zorniger Mann richtet Hader an; ein Geduldiger aber stillet den 
Zank.
19. Der Weg des Faulen ist dornig; aber der Weg der Frommen ist wohl 
gebahnet.
20. Ein weiser Sohn erfreuet den Vater; und ein nrrischer Mensch ist 
seiner Mutter Schande.
21. Dem Toren ist die Torheit eine Freude; aber ein verstndiger Mann 
bleibt auf dem rechten Wege.
22. Die Anschlge werden zunichte, wo nicht Rat ist; wo aber viel Ratgeber 
sind, bestehen sie.
23. Es ist einem eine Freude, wo man ihm richtig antwortet; und ein Wort 
zu seiner Zeit ist sehr lieblich.
24. Der Weg des Lebens gehet berwrts klug zu machen, auf da man meide 
die Hlle unterwrts.
25. Der Herr wird das Haus der Hoffrtigen zerbrechen und die Grenze der 
Witwen besttigen. .
26. Die Anschlge des Argen sind dem Herrn ein Greuel; aber trstlich 
reden die Reinen.
27. Der Geizige verstret sein eigen Haus; wer aber Geschenk hasset, der 
wird leben.
28. Das Herz des Gerechten dichtet, was zu antworten ist; aber der Mund 
der Gottlosen schumet Bses.
29. Der Herr ist ferne von den Gott losen; aber der Gerechten Gebet 
erhret er.
30. Freundlicher Anblick erfreuet das Herz; ein gut Gercht macht das 
Gebeine fett.
31. Das Ohr, das da hret die Strafe des Lebens, wird unter den Weisen 
wohnen.
32. Wer sich nicht ziehen lt, der macht sich selbst zunichte; wer aber 
Strafe hret, der wird klug.
33. Die Furcht des Herrn ist Zucht zur Weisheit; und ehe man zu Ehren 
kommt, mu man zuvor leiden.
Die Sprche Salomos 16
1. Der Mensch setzt ihm wohl vor im Herzen; aber vom Herrn kommt, was die 
Zunge reden soll.
2. Einen jeglichen dnken seine Wege rein sein; aber allein der Herr macht 
das Herz gewi.
3. Befiehl dem Herrn deine Werke, so werden deine Anschlge fortgehen.
4. Der Herr macht alles um sein selbst willen, auch den Gottlosen zum 
bsen Tage.
5. Ein stolz Herz ist dem Herrn ein Greuel und wird nicht ungestraft 
bleiben, wenn sie sich gleich alle aneinander hngen.
6. Durch Gte und Treue wird Missetat vershnet; und durch die Furcht des 
Herrn meidet man das Bse.
7. Wenn jemands Wege dem Herrn wohlgefallen, so macht er auch seine Feinde 
mit ihm zufrieden.
8. Es ist besser wenig mit Gerechtigkeit denn viel Einkommens mit Unrecht.
9. Des Menschen Herz schlgt seinen Weg an, aber der Herr allein gibt, da 
er fortgehe.
10. Weissagung ist in dem Munde des Knigs; sein Mund fehlet nicht im 
Gericht.
11. Rechte Waage und Gewicht ist vom Herrn; und alle Pfunde im Sack sind 
seine Werke.
12. Vor den Knigen unrecht tun, ist ein Greuel; denn durch Gerechtigkeit 
wird der Thron besttiget.
13. Recht raten gefllt den Knigen; und wer gleich zu rt, wird geliebet.
14. Des Knigs Grimm ist ein Bote des Todes; aber ein weiser Mann wird ihn 
vershnen.
15. Wenn des Knigs Angesicht freundlich ist, das ist Leben; und seine 
Gnade ist wie ein Abendregen.
16. Nimm an die Weisheit, denn sie ist besser weder Gold, und Verstand 
haben ist edler denn Silber.
17. Der Frommen Weg meidet das Arge; und wer seinen Weg bewahret, der 
behlt sein Leben.
18. Wer zugrund gehen soll, der wird zuvor stolz; und stolzer Mut kommt 
vor dem Fall.
19. Es ist besser niedriges Gemts sein mit den Elenden, denn Raub 
austeilen mit den Hoffrtigen.
20. Wer eine Sache klglich fhret, der findet Glck; und wohl dem, der 
sich auf den Herrn verlt
21. Ein Verstndiger wird gerhmet fr einen weisen Mann, und liebliche 
Reden lehren wohl.
22. Klugheit ist ein lebendiger Brunn dem, der sie hat; aber die Zucht der 
Narren ist Narrheit.
23. Ein weises Herz redet klglich und lehret wohl.
24. Die Reden des Freundlichen sind Honigseim, trsten die Seele und 
erfrischen die Gebeine.
25. Manchem gefllt ein Weg wohl; aber sein Letztes reicht zum Tode.
26. Mancher kommt zu groem Unglck durch sein eigen Maul.
27. Ein loser Mensch grbt nach Unglck, und in seinem Maul brennet Feuer.
28. Ein verkehrter Mensch richtet Hader an, und ein Verleumder macht 
Frsten uneins.
29. Ein Frevler locket seinen Nchsten und fhret ihn auf keinen guten Weg.
30. Wer mit den Augen winkt, denkt nicht Gutes; und wer mit den Lippen 
deutet, vollbringet Bses.
31.Graue Haare sind eine Krone der Ehren, die auf dem Wege der 
Gerechtigkeit funden werden.
32. Ein Geduldiger ist besser denn ein Starker, und der seines Muts Herr 
ist, denn der Stdte gewinnet.
33. Los wird geworfen in den Scho; aber es fllet, wie der Herr will.
Die Sprche Salomos 17
1. Es ist ein trockner Bissen, daran man sich gengen lt, besser denn 
ein Haus voll Geschlachtetes mit Hader.
2. Ein kluger Knecht wird herrschen ber unfleiige Erben und wird unter 
den Brdern das Erbe austeilen.
3. Wie das Feuer Silber und der Ofen Gold, also prfet der Herr die Herzen.
4. Ein Bser achtet auf bse Muler, und ein Falscher gehorcht gerne 
schdlichen Zungen.
5. Wer des Drftigen spottet, der hhnet desselben Schpfer; und wer sich 
seines Unfalls freuet, wird nicht ungestraft bleiben.
6. Der Alten Krone sind Kindeskinder, und der Kinder Ehre sind ihre Vter.
7. Es stehet einem Narren nicht wohl an, von hohen Dingen reden, viel 
weniger einem Frsten, da er gerne lget.
8. Wer zu schenken hat, dem ist's wie ein Edelstein; wo er sich hinkehret, 
ist er klug geachtet.
9. Wer Snde zudeckt, der macht Freundschaft; wer aber die Sache aufrhrt, 
der macht Frsten uneins.
10. Schelten schreckt mehr an dem Verstndigen denn hundert Schlge an dem 
Narren.
11. Ein bitterer Mensch trachtet Schaden zu tun; aber es wird ein 
grausamer Engel ber ihn kommen.
12. Es ist besser, einem Bren begegnen, dem die Jungen geraubet sind, 
denn einem Narren in seiner Narrheit.
13. Wer Gutes mit Bsem vergilt, von des Hause wird Bses nicht lassen.
14. Wer Hader anfhet, ist gleich, als der dem Wasser den Damm aufreit. 
La du vom Hader, ehe du drein gemenget wirst.
15. Wer den Gottlosen recht spricht und den Gerechten verdammet, die sind 
beide dem Herrn ein Greuel.
16. Was soll dem Narren Geld in der Hand, Weisheit zu kaufen, so er doch 
ein Narr ist?
17. Ein Freund liebet allezeit, und ein Bruder wird in der Not erfunden.
18. Es ist ein Narr, der an die Hand gelobet und Brge wird fr seinen 
Nchsten.
19. Wer Zank liebt, der liebt Snde; und wer seine Tr hoch macht, ringet 
nach Unglck.
20. Ein verkehrt Herz findet nichts Gutes, und der verkehrter Zunge ist, 
wird in Unglck fallen.
21. Wer einen Narren zeuget, der hat Grmen, und eines Narren Vater hat 
keine Freude.
22. Ein frhlich Herz macht das Leben lustig; aber ein betrbter Mut 
vertrocknet das Gebeine.
23. Der Gottlose nimmt heimlich gern Geschenke, zu beugen den Weg des 
Rechts.
24. Ein Verstndiger gebrdet weislich; ein Narr wirft die Augen hin und 
her.
25. Ein nrrischer Sohn ist seines Vaters Trauern und Betrbnis seiner 
Mutter, die ihn geboren hat.
26. Es ist nicht gut, da man den Gerechten schindet, den Frsten zu 
schlagen, der recht regieret.
27. Ein Vernnftiger miget seine Rede, und ein verstndiger Mann ist 
eine teure Seele.
28. Ein Narr, wenn er schwiege, wrde auch weise gerechnet und verstndig, 
wenn er das Maul hielte.
Die Sprche Salomos 18
1. Wer sich absondert, der sucht, was ihn gelstet, und setzt sich wider 
alles, was gut ist.
2. Ein Narr hat nicht Lust am Verstand, sondern was in seinem Herzen 
steckt.
3. Wo der Gottlose hinkommt, da kommt Verachtung und Schmach mit Hohne.
4. Die Worte in eines Munde sind wie tiefe Wasser, und die Quelle der 
Weisheit ist ein voller Strom.
5. Es ist nicht gut, die Person des Gottlosen achten, zu beugen den 
Gerechten im Gericht.
6. Die Lippen des Narren bringen Zank, und sein Mund ringet nach Schlgen.
7. Der Mund des Narren schadet ihm selbst, und seine Lippen fahen seine 
eigene Seele.
8. Die Worte des Verleumders sind Schlge und gehen einem durchs Herz.
9. Wer la ist in seiner Arbeit, der ist ein Bruder des, der das Seine um 
bringet.
10. Der Name des Herrn ist ein festes Schlo; der Gerechte luft dahin und 
wird beschirmet.
11. Das Gut des Reichen ist ihm eine feste Stadt und wie eine hohe Mauer 
um ihn her.
12. Wenn einer zugrund gehen soll, wird sein Herz zuvor stolz; und ehe man 
zu Ehren kommt, mu man zuvor leiden.
13. Wer antwortet, ehe er hret, dem ist's Narrheit und Schande.
14. Wer ein frhlich Herz hat, der wei sich in seinem Leiden zu halten; 
wenn aber der Mut liegt, wer kann's tragen?
15. Ein verstndig Herz wei sich vernnftiglich zu halten, und die Weisen 
hren gern, da man vernnftiglich handelt.
16. Das Geschenk des Menschen macht ihm Raum und bringt ihn vor die groen 
Herren.
17. Der Gerechte ist seiner Sache zuvor gewi; kommt sein Nchster, so 
findet er ihn also.
18. Das Los stillet den Hader und scheidet zwischen den Mchtigen.
19. Ein verletzter Bruder hlt hrter denn eine feste Stadt; und Zank hlt 
hrter denn Riegel am Palast.
20. Einem Mann wird vergolten, danach sein Mund geredet hat, und wird 
gesttiget von der Frucht seiner Lippen.
21. Tod und Leben steht in der Zunge Gewalt; wer sie liebet, der wird von 
ihrer Frucht essen.
22. Wer eine Ehefrau findet, der findet was Gutes und bekommt Wohlgefallen 
vom Herrn.
23. Ein Armer redet mit Flehen; ein Reicher antwortet stolz.
24. Ein treuer Freund liebet mehr und steht fester bei denn ein Bruder.
Die Sprche Salomos 19
1. Ein Armer, der in seiner Frmmigkeit wandelt, ist besser denn ein 
Verkehrter mit seinen Lippen, der doch ein Narr ist.
2. Wo man nicht mit Vernunft handelt, da geht es nicht wohl zu; und wer 
schnell ist mit Fen, der tut Schaden.
3. Die Torheit eines Menschen verleitet seinen Weg; da sein Herz wider den 
Herrn tobet.
4. Gut macht viel Freunde; aber der Arme wird von seinen Freunden 
verlassen.
5. Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft, und wer Lgen frech redet, 
wird nicht entrinnen.
6. Viele warten auf die Person des Frsten und sind alle Freunde des, der 
Geschenke gibt.
7. Den Armen hassen alle seine Brder, ja auch seine Freunde fernen sich 
von ihm; und wer sich auf Worte verlt, dem wird nichts,
8. Wer klug ist, liebet sein Leben; und der Verstndige findet Gutes.
9. Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft, und wer frech Lgen redet, 
wird umkommen.
10. Dem Narren stehet nicht wohl an, gute Tage haben, viel weniger einem 
Knechte, zu herrschen ber Frsten.
11. Wer geduldig ist, der ist ein kluger Mensch, und ist ihm ehrlich, da 
er Untugend berhren kann.
12. Die Ungnade des Knigs ist wie das Brllen eines jungen Lwen; aber 
seine Gnade ist wie Tau auf dem Grase.
13. Ein nrrischer Sohn ist seines Vaters Herzeleid und ein znkisch Weib 
ein stetiges Triefen.
14. Haus und Gter erben die Eltern; aber ein vernnftig Weib kommt vom 
Herrn.
15. Faulheit bringt Schlafen, und eine lssige Seele wird Hunger leiden.
16. Wer das Gebot bewahret, der bewahret sein Leben; wer aber seinen Weg 
verachtet, wird sterben.
17. Wer sich des Armen erbarmet, der leihet dem Herrn; der wird ihm wieder 
Gutes vergelten.
18. Zchtige deinen Sohn, weil Hoffnung da ist; aber la deine Seele nicht 
bewegt werden, ihn zu tten.
19. Denn groer Grimm bringt Schaden; darum la ihn los, so kannst du ihn 
mehr zchtigen.
20. Gehorche dem Rat und nimm Zucht an, da du hernach weise seiest.
21. Es sind viel Anschlge in eines Mannes Herzen; aber der Rat des Herrn 
bleibet stehen.
22. Einen Menschen lstet seine Wohltat; und ein Armer ist besser denn ein 
Lgner.
23. Die Furcht des Herrn frdert zum Leben und wird satt bleiben, da kein 
bel sie heimsuchen wird.
24. Der Faule verbirgt seine Hand im Topf und bringt sie nicht wieder zum 
Munde.
25. Schlgt man den Sptter, so wird der Alberne witzig; straft man einen 
Verstndigen, so wird er vernnftig.
26. Wer Vater verstret und Mutter verjaget, der ist ein schndlich und 
verflucht Kind.
27. La ab, mein Sohn, zu hren die Zucht, die da abfhret von 
vernnftiger Lehre!
28. Ein loser Zeuge spottet des Rechts, und der Gottlosen Mund 
verschlinget das Unrecht.
29. Den Spttern sind Strafen bereitet und Schlge auf der Narren Rcken.
Die Sprche Salomos 20
1. Der Wein macht lose Leute und stark Getrnk macht wild; wer dazu Lust 
hat, wird nimmer weise.
2. Das Schrecken des Knigs ist wie das Brllen eines jungen Lwen; wer 
ihn erzrnet, der sndiget wider sein Leben.
3. Es ist dem Mann eine Ehre, vom Hader bleiben; aber die gerne hadern, 
sind allzumal Narren.
4. Um der Klte willen will der Faule nicht pflgen; so mu er in der 
Ernte betteln und nichts kriegen.
5. Der Rat im Herzen eines Mannes ist wie tiefe Wasser; aber ein 
Verstndiger kann's merken, was er meinet.
6. Viele Menschen werden fromm gerhmet; aber wer will finden einen, der 
rechtschaffen fromm sei?
7. Ein Gerechter, der in seiner Frmmigkeit wandelt, des Kindern wird's 
wohlgehen nach ihm.
8. Ein Knig, der auf dem Stuhl sitzt zu richten, zerstreuet alles Arge 
mit seinen Augen.
9. Wer kann sagen: Ich bin rein in meinem Herzen und lauter von meiner 
Snde?
10. Mancherlei Gewicht und Ma ist beides Greuel dem Herrn.
11. Auch kennet man einen Knaben an seinem Wesen, ob er fromm und redlich 
werden will.
12. Ein hrend Ohr und sehend Auge, die macht beide der Herr.
13. Liebe den Schlaf nicht, da du nicht arm werdest; la deine Augen 
wacker sein, so wirst du Brots genug haben.
14. Bse, bse! spricht man, wenn man's hat; aber wenn's weg ist, so 
rhmet man es denn.
15. Es ist Gold und viel Perlen; aber ein vernnftiger Mund ist ein edel 
Kleinod.
16. Nimm dem sein Kleid, der fr einen anderen Brge wird, und pfnde ihn 
um des Unbekannten willen.
17. Das gestohlene Brot schmeckt jedermann wohl; aber hernach wird ihm der 
Mund voll Kieseling werden.
18. Anschlge bestehen, wenn man sie mit Rat fhret; und Krieg soll man 
mit Vernunft fhren.
19. Sei unverworren mit dem, der Heimlichkeit offenbart, und mit dem 
Verleumder und mit dem falschen Maul.
20. Wer seinem Vater und seiner Mutter flucht, des Leuchte wird verlschen 
mitten in Finsternis.
21. Das Erbe, danach man zuerst sehr eilet, wird zuletzt nicht gesegnet 
sein.
22. Sprich nicht: Ich will Bses vergelten. Harre des Herrn, der wird dir 
helfen.
23. Mancherlei Gewicht ist ein Greuel dem Herrn, und eine falsche Waage 
ist nicht gut.
24. Jedermanns Gnge kommen vom Herrn. Welcher Mensch verstehet seinen Weg?
25. Es ist dem Menschen ein Strick, das Heilige lstern und danach Gelbde 
suchen.
26. Ein weiser Knig zerstreuet die Gottlosen und bringet das Rad ber sie.
27. Die Leuchte des Herrn ist des Menschen Odem; die gehet durchs ganze 
Herz.
28. Fromm und wahrhaftig sein behten den Knig, und sein Thron bestehet 
durch Frmmigkeit.
29. Der Jnglinge Strke ist ihr Preis; und grau Haar ist der Alten 
Schmuck.
30. Man mu dem Bsen wehren mit harter Strafe und mit ernsten Schlgen, 
die man fhlet.
Die Sprche Salomos 21
1. Des . Knigs Herz ist in der Hand des Herrn wie Wasserbche, und er 
neiget es, wohin er will.
2. Einen jeglichen dnkt sein Weg recht sein; aber allein der Herr macht 
die Herzen gewi.
3. Wohl und recht tun ist dem Herrn lieber denn Opfer.
4. Hoffrtige Augen und stolzer Mut und die Leuchte der Gottlosen ist 
Snde.
5. Die Anschlge eines Endelichen bringen berflu; wer aber allzu jach 
ist, wird mangeln.
6. Wer Schtze sammelt mit Lgen, der wird fehlen und fallen unter die den 
Tod suchen.
7. Der Gottlosen Rauben wird sie schrecken; denn sie wollten nicht tun, 
was recht war.
8. Wer einen andern Weg gehet, der ist verkehrt; wer aber in seinem Befehl 
gehet, des Werk ist recht.
9. Es ist besser wohnen im Winkel auf dem Dach denn bei einem znkischen 
Weibe in einem Hause beisammen.
10. Die Seele des Gottlosen wnschet Arges und gnnet seinem Nchsten 
nichts.
11. Wenn der Sptter gestraft wird, so werden die Albernen weise; und wenn 
man einen Weisen unterrichtet, so wird er vernnftig.
12. Der Gerechte hlt sich weislich gegen des Gottlosen Haus; aber die 
Gottlosen denken nur Schaden zu tun.
13. Wer seine Ohren verstopft vor dem Schreien des Armen, der wird auch 
rufen und nicht erhret werden.
14. Eine heimliche Gabe stillet den Zorn und ein Geschenk im Scho den 
heftigen Grimm.
15. Es ist dem Gerechten eine Freude zu tun, was recht ist, aber eine 
Furcht den belttern.
16. Ein Mensch, der vom Wege der Klugheit irret, der wird bleiben in der 
Toten Gemeine.
17. Wer gern in Wollust lebt, wird mangeln; und wer Wein und l liebet, 
wird nicht reich.
18. Der Gottlose mu fr den Gerechten gegeben werden und der Verchter 
fr die Frommen.
19. Es ist besser wohnen im wsten Lande denn bei einem znkischen und 
zornigen Weibe.
20. Im Hause des Weisen ist ein lieblicher Schatz und l aber ein Narr 
verschlemmt es.
21. Wer der Barmherzigkeit und Gte nachjagt, der findet das Leben, 
Barmherzigkeit und Ehre.
22. Ein Weiser gewinnet die Stadt der Starken und strzet ihre Macht durch 
ihre Sicherheit.
23. Wer seinen Mund und Zunge bewahret, der bewahret seine Seele vor Angst.
24. Der stolz und vermessen ist, heit ein loser Mensch, der im Zorn Stolz 
beweiset.
25. Der Faule stirbt ber seinem Wnschen; denn: seine Hnde wollen nichts 
tun.
26. Er wnscht tglich; aber der Gerechte gibt und versagt nicht.
27. Der Gottlosen Opfer ist ein Greuel; denn sie werden in Snden geopfert.
28. Ein lgenhaftiger Zeuge wird umkommen; aber wer gehorchet, den lt 
man auch allezeit wiederum reden.
29. Der Gottlose fhrt mit dem Kopf hindurch; aber wer fromm ist, des Weg 
wird bestehen.
30. Es hilft keine Weisheit, kein Verstand, kein Rat wider den Herrn.
31. Rosse werden zum Streittage bereitet; aber der Sieg kommt vom Herrn.
Die Sprche Salomos 22
1. Das Gercht ist kstlicher denn groer Reichtum und Gunst besser denn 
Silber und Gold.
2. Reiche und Arme mssen untereinander sein; der Herr hat sie alle 
gemacht.
3. Der Witzige siehet das Unglck und verbirgt sich; die Albernen gehen 
durchhin und werden beschdigt.
4. Wo man leidet in des Herrn Furcht, da ist Reichtum, Ehre und Leben.
5. Stacheln und Stricke sind auf dem Wege des Verkehrten; wer aber sich 
davon fernet, bewahret sein Leben.
6. Wie man einen Knaben gewhnt, so lt er nicht davon, wenn er alt wird.
7. Der Reiche herrschet ber die Armen, und wer borget, ist des Lehners 
Knecht.
8. Wer Unrecht set, der wird Mhe ernten und wird durch die Rute seiner 
Bosheit umkommen.
9. Ein gut Auge wird gesegnet; denn er gibt seines Brots den Armen.
10. Treibe den Sptter aus, so gehet der Zank weg, so hret auf Hader und 
Schmach.
11. Wer ein treu Herz und liebliche Rede hat, des Freund ist der Knig.
12. Die Augen des Herrn behten guten Rat; aber die Worte des Verchters 
verkehret er.
13. Der Faule spricht: Es ist ein Lwe drauen, ich mchte erwrget werden 
auf der Gasse.
14. Der Huren Mund ist eine tiefe Grube; wem der Herr ungndig ist, der 
fllet drein.
15. Torheit steckt dem Knaben im Herzen; aber die Rute der Zucht wird sie 
ferne von ihm treiben.
16. Wer dem Armen unrecht tut, da seines Guts viel werde, der wird auch 
einem Reichen geben und mangeln.
17. Neige deine Ohren und hre die Worte der Weisen und nimm zu Herzen 
meine Lehre.
18. Denn es wird dir sanft tun, wo du sie wirst bei dir behalten, und 
werden miteinander durch deinen Mund wohl geraten,
19. da deine Hoffnung sei auf den Herrn. Ich mu dich solches tglich 
erinnern dir zu gut.
20. Hab ich dir's nicht mannigfaltiglich vorgeschrieben mit Raten und 
Lehren,
21. da ich dir zeigete einen gewissen Grund der Wahrheit, da du recht 
antworten knntest denen, die dich senden?
22. Beraube den Armen nicht, ob er wohl arm ist, und unterdrcke den 
Elenden nicht im Tor;
23. denn der Herr wird ihre Sache handeln und wird ihre Untertreter 
untertreten.
24. Geselle dich nicht zum zornigen Mann und halte dich nicht zu einem 
grimmigen Mann;
25. du mchtest seinen Weg lernen und deiner Seele rgernis empfahen.
26. Sei nicht bei denen, die ihre Hand verhaften und fr Schuld Brge 
werden;
27. denn wo du es nicht hast zu bezahlen, so wird man dir dein Bett unter 
dir wegnehmen.
28. Treibe nicht zurck die vorigen Grenzen, die deine Vter gemacht haben!
29. Siehest du einen Mann endelich in seinem Geschfte, der wird vor den 
Knigen stehen und wird nicht vor den Unedlen stehen.
Die Sprche Salomos 23
1. Wenn du sitzest und issest mit einem Herrn, so merke, wen du vor dir 
hast,
2. und setze ein Messer an deine Kehle, willst du das Leben behalten.
3. Wnsche dir nicht seiner Speise, denn es ist falsch Brot.
4. Bemhe dich nicht, reich zu werden, und la ab von deinen Fndlein!
5. La deine Augen nicht fliegen dahin, das du nicht haben kannst; denn 
dasselbe macht ihm Flgel wie ein Adler und fleugt gen Himmel.
6. I nicht Brot bei einem Neidischen und wnsche dir seiner Speise nicht.
7. Denn wie ein Gespenst ist er inwendig. Er spricht: I und trink! und 
sein Herz ist doch nicht an dir.
8. Deine Bissen, die du gegessen hattest mut du ausspeien und mut deine 
freundlichen Worte verloren haben.
9. nicht vor des Narren Ohren denn er verachtet die Klugheit deiner Rede.
10. Treibe nicht zurck die vorigen Grenzen und gehe nicht auf der Waisen 
Acker!
11. Denn ihr Erlser ist mchtig; der wird ihre Sache wider dich ausfhren.
12. Gib dein Herz zur Zucht und deine Ohren zu vernnftiger Rede.
13. La nicht ab, den Knaben zu zchtigen; denn wo du ihn mit der Rute 
hauest, so darf man ihn nicht tten.
14. Du hauest ihn mit der Rute; aber du errettest seine Seele von der 
Hlle.
15. Mein Sohn, so du weise bist, so freuet sich auch mein Herz;
16. und meine Nieren sind froh, wenn deine Lippen reden, was recht ist.
17. Dein Herz folge nicht den Sndern, sondern sei tglich in der Furcht 
des Herrn.
18. Denn es wird dir hernach gut sein und dein Warten wird nicht fehlen.
19. Hre, mein Sohn, und sei weise und richte dein Herz in den Weg.
20. Sei nicht unter den Sufern und Schlemmern;
21. denn die Sufer und Schlemmer verarmen, und ein Schlfer mu 
zerrissene Kleider tragen.
22. Gehorche deinem Vater, der dich gezeugt hat, und verachte deine Mutter 
nicht, wenn sie alt wird!
23. Kaufe Wahrheit und verkaufe sie nicht, Weisheit, Zucht und Verstand.
24. Ein Vater des Gerechten freuet sich, und wer einen Weisen gezeugt hat, 
ist frhlich darber.
25. La sich deinen Vater und deine Mutter freuen und frhlich sein, die 
dich gezeuget hat.
26. Gib mir, mein Sohn, dein Herz und la deinen Augen meine Wege 
wohlgefallen.
27. Denn eine Hure ist eine tiefe Grube, und die Ehebrecherin ist eine 
enge Grube.
28. Auch lauert sie wie ein Ruber und die Frechen unter den Menschen 
sammelt sie zu sich.
29. Wo ist Weh? Wo ist Leid? Wo ist Zank? Wo ist Klagen? Wo sind Wunden 
ohne Ursache? Wo sind rote Augen?
30. Nmlich, wo man beim Wein liegt und kommt auszusaufen, was 
eingeschenkt ist.
31. Siehe den Wein nicht an, da er so rot ist und im Glase so schn 
stehet. Er gehet glatt ein;
32. aber danach beit er wie eine Schlange und sticht wie eine Otter.
33. So werden deine Augen nach andern Weibern sehen, und dein Herz wird 
verkehrte Dinge reden,
34. und wirst sein wie einer, der mitten im Meer schlft, und wie einer 
schlft oben auf dem Mastbaum.
35. Sie schlagen mich, aber es tut mir nicht weh; sie klopfen mich, aber 
ich fhle es nicht. Wann will ich aufwachen, da ich's mehr treibe?
Die Sprche Salomos 24
1. Folge nicht bsen Leuten und wnsche nicht, bei ihnen zu sein.
2. Denn ihr Herz trachtet nach Schaden, und ihre Lippen raten zu Unglck.
3. Durch Weisheit wird ein Haus gebauet und durch Verstand erhalten.
4. Durch ordentlich Haushalten werden die Kammern voll aller kstlichen, 
lieblichen Reichtmer.
5. Ein weiser Mann ist stark und ein vernnftiger Mann ist mchtig von 
Krften.
6. Denn mit Rat mu man Krieg fhren; und wo viel Ratgeber sind, da ist 
der Sieg.
7. Weisheit ist dem Narren zu hoch; er darf seinen Mund im Tor nicht 
auftun.
8. Wer ihm selbst Schaden tut, den heit man billig einen Erzbsewicht.
9. Des Narren Tcke ist Snde; und der Sptter ist ein Greuel vor den 
Leuten.
10. Der ist nicht stark, der in der Not nicht fest ist.
11. Errette die, so man tten will, und entzieh dich nicht von denen, die 
man wrgen will.
12. Sprichst du: Siehe, wir verstehen's nicht; meinest du nicht, der die 
Herzen wei, merket es, und der auf die Seele acht hat, kennet es und 
vergilt dem Menschen nach seinem Werk?
13. I, mein Sohn, Honig, denn es ist gut, und Honigseim ist s in deinem 
Halse.
14. Also lerne die Weisheit fr deine Seele. Wenn du sie findest, so 
wird's hernach wohlgehen, und deine Hoffnung wird nicht umsonst sein.
15. Laure nicht, als ein Gottloser, auf das Haus des Gerechten; verstre 
seine Ruhe nicht!
16. Denn ein Gerechter fllt siebenmal und stehet wieder auf; aber die 
Gottlosen versinken in Unglck.
17. Freue dich des Falles deines Feindes nicht, und dein Herz sei nicht 
froh ber seinem Unglck;
18. es mchte der Herr sehen und ihm bel gefallen und seinen Zorn von ihm 
wenden.
19. Erzrne dich nicht ber den Bsen und eifre nicht ber die Gottlosen;
20. denn der Bse hat nichts zu hoffen, und die Leuchte der Gottlosen wird 
verlschen.
21. Mein Kind, frchte den Herrn und den Knig und menge dich nicht unter 
die Aufrhrerischen!
22. Denn ihr Unfall wird pltzlich entstehen; und wer wei, wann beider 
Unglck kommt?
23. Dies kommt auch von den Weisen: Die Person ansehen im Gericht ist 
nicht gut.
24. Wer zum Gottlosen spricht: Du bist fromm, dem fluchen die Leute und 
hasset das Volk.
25. Welche aber strafen, die gefallen wohl, und kommt ein reicher Segen 
auf sie.
26. Eine richtige Antwort ist wie ein lieblicher Ku.
27. Richte drauen dein Geschft aus und arbeite deinen Acker; danach baue 
dein Haus.
28. Sei nicht Zeuge ohne Ursache wider deinen Nchsten und betrge nicht 
mit deinem Munde!
29. Sprich nicht: Wie man mir tut, so will ich wieder tun und einem 
jeglichen sein Werk vergelten.
30. Ich ging vor dem Acker des Faulen und vor dem Weinberge des Narren,
31. und siehe, da waren eitel Nesseln drauf und stund voll Disteln, und 
die Mauer war eingefallen.
32. Da ich das sah, nahm ich's zu Herzen und schauete und lernete dran.
33. Du willst ein wenig schlafen und ein wenig schlummern und ein wenig 
die Hnde zusammentun, da du ruhest;
34. aber es wird dir deine Armut kommen wie ein Wanderer und dein Mangel 
wie ein gewappneter Mann.
Die Sprche Salomos 25
1. Dies sind auch Sprche Salomos, die hinzugesellt haben die Mnner 
Hiskias, des Knigs Judas.
2. Es ist Gottes Ehre, eine Sache verbergen; aber der Knige Ehre ist's, 
eine Sache erforschen.
3. Der Himmel ist hoch und die Erde tief; aber der Knige Herz ist 
unerforschlich.
4. Man tue den Schaum vom Silber, so wird ein rein Gef draus.
5. Man tue gottlos Wesen vom Knige, so wird sein Thron mit Gerechtigkeit 
besttiget.
6. Prange nicht vor dem Knige und tritt nicht an den Ort der Groen.
7. Denn es ist dir besser, da man zu dir sage: Tritt hie herauf! denn da 
du vor dem Frsten geniedriget wirst, da deine Augen sehen mssen.
8. Fahre nicht bald heraus zu zanken; denn was willst du hernach machen, 
wenn du deinen Nchsten geschndet hast?
9. Handle deine Sache mit deinem Nchsten und offenbare nicht eines andern 
Heimlichkeit,
10. auf da dir's nicht bel spreche, der es hret, und dein bses Gercht 
nimmer ablasse.
11. Ein Wort, geredet zu seiner Zeit, ist wie gldene pfel in silbernen 
Schalen.
12. Wer einen Weisen straft, der ihm gehorcht, das ist wie ein glden 
Stirnband und glden Halsband.
13. Wie die Klte des Schnees zur Zeit der Ernte, so ist ein getreuer Bote 
dem, der ihn gesandt hat und erquickt seines Herrn Seele.
14. Wer viel geredet und hlt nicht, der ist wie Wolken und Wind ohne 
Regen;
15. Durch Geduld wird ein Frst vershnet, und eine linde Zunge bricht die 
Hrtigkeit.
16. Findest du Honig, so i sein genug, da du nicht zu satt werdest und 
speiest ihn aus.
17. Entzeuch deinen Fu vom Hause deines Nchsten, er mchte dein 
berdrssig und dir gram werden.
18. Wer wider seinen Nchsten falsch Zeugnis redet, der ist ein Spie, 
Schwert und scharfer Pfeil.
19. Die Hoffnung des Verchters zur Zeit der Not ist wie ein fauler Zahn 
und gleitender Fu.
20. Wer einem bsen Herzen Lieder singet, das ist wie ein zerrissen Kleid 
im Winter und Essig auf der Kreide.
21. Hungert deinen Feind, so speise ihn mit Brot; drstet ihn, so trnke 
ihn mit Wasser.
22. Denn du wirst Kohlen auf sein Haupt hufen; und der Herr wird dir's 
vergelten.
23. Der Nordwind bringet Ungewitter, und die heimliche Zunge macht sauer 
Angesicht.
24. Es ist besser im Winkel auf dem Dache sitzen denn bei einem znkischen 
Weibe in einem Hause beisammen.
25. Ein gut Gercht aus fernen Landen in wie kalt Wasser einer durstigen 
Seele.
26. Ein Gerechter, der vor einem Gottlosen fllt, ist wie ein trber 
Brunnen und verderbte Quelle.
27. Wer zu viel Honig isset, das ist nicht gut; und wer schwere Dinge 
forschet, dem wird's zu schwer.
28. Ein Mann, der seinen Geist nicht halten kann, ist wie eine offene 
Stadt ohne Mauern.
Die Sprche Salomos 26
1. Wie der Schnee im Sommer und Regen in der Ernte, also reimet sich dem 
Narren Ehre nicht.
2. Wie ein Vogel dahinfhrt und eine Schwalbe fleugt, also ein 
unverdienter Fluch trifft nicht.
3. Dem Ro eine Geiel und dem Esel ein Zaum; und dem Narren eine Rute auf 
den Rcken.
4. Antworte dem Narren nicht mich seiner Narrheit, da du ihm nicht auch 
gleich werdest.
5. Antworte aber dem Narren nach seiner Narrheit, da er sich nicht weise 
lasse dnken.
6. Wer eine Sache durch einen trichten Boten ausrichtet, der ist wie ein 
Lahmer an Fen und nimmt Schaden.
7. Wie einem Krppel das Tanzen, also stehet den Narren an, von Weisheit 
reden.
8. Wer einem Narren Ehre anlegt, das ist, als wenn einer einen Edelstein 
auf den Rabenstein wrfe.
9. Ein Spruch in eines Narren Mund ist wie ein Dornzweig, der in eines 
Trunkenen Hand sticht.
10. Ein guter Meister macht ein Ding recht; aber wer einen Hmpler dinget, 
dem wird's verderbt.
11. Wie ein Hund sein Gespeietes wieder frit, also ist der Narr, der 
seine Narrheit wieder treibt. .
12. Wenn du einen siehest, der sich weise dnket, da ist an einem Narren 
mehr Hoffnung denn an ihm.
13. Der Faule spricht: Es ist ein junger Lwe auf dem Wege und ein Lwe 
auf den Gassen.
14. Ein Fauler wendet sich im Beste wie die Tr in der Angel.
15. Der Faule verbirgt seine Hand in dem Topf, und wird ihm sauer, da er 
sie zum Munde bringe.
16. Ein Fauler dnkt sich weiser denn sieben, die da Sitten lehren.
17. Wer vorgehet und sich menget in fremden Hader, der ist wie einer, der 
den Hund bei den Ohren zwacket.
18. Wie einer heimlich mit Gescho und Pfeilen schiet und ttet,
19. also tut ein falscher Mensch mit seinem Nchsten und spricht danach: 
Ich habe gescherzt.
20. Wenn nimmer Holz da ist, so verlscht das Feuer, und wenn der 
Verleumder weg ist, so hret der Hader auf.
21. Wie die Kohlen eine Glut und Holz ein Feuer, also richtet ein 
znkischer Mann Hader an.
22. Die Worte des Verleumders sind wie Schlge und sie gehen durchs Herz.
23. Giftiger Mund und bses Herz ist wie ein Scherben mit Silberschaum 
berzogen.
24. Der Feind wird erkannt bei seiner Rede, wiewohl er im Herzen falsch 
ist.
25. Wenn er seine Stimme holdselig macht, so glaube ihm nicht; denn es 
sind sieben Greuel in seinem Herzen.
26. Wer den Ha heimlich hlt, Schaden zu tun, des Bosheit wird vor der 
Gemeine offenbar werden.
27. Wer eine Grube macht, der wird dreinfallen; und wer einen Stein 
wlzet, auf den wird er kommen.
28. Eine falsche Zunge hasset, der ihn strafet; und ein Heuchelmaul 
richtet Verderben an.
Die Sprche Salomos 27
1. Rhme dich nicht des morgenden Tages; denn du weiest nicht, was heute 
sich begeben mag.
2. La dich einen andern loben und nicht deinen Mund, einen Fremden und 
nicht deine eigenen Lippen.
3. ist schwer und Sand ist Last; aber des Narren Zorn ist schwerer denn 
die beiden.
4. Zorn ist ein wtig Ding, und Grimm ist ungestm; und wer kann vor dem 
Neid bestehen?
5. ffentliche Strafe ist besser denn heimliche Liebe.
6. Die Schlge des Liebhabers meinen s recht gut; aber das Kssen des 
Hassers ist ein Gewsch.
7. Eine volle Seele zertritt wohl Honigseim; aber einer hungrigen Seele 
ist alles Bittre s.
8. Wie ein Vogel ist, der aus seinem Nest weicht, also ist, der von seiner 
Sttte weicht.
9. Das Herz freuet sich der Salbe und Ruchwerk; aber ein Freund ist 
lieblich um Rats willen der Seele.
10. Deinen Freund und deines Vaters Freund verla nicht. Und gehe nicht 
ins Haus deines Bruders, wenn dir's bel gehet; denn ein Nachbar ist 
besser in der Nhe weder ein Bruder in der Ferne.
11. Sei weise, mein Sohn, so freuet sich mein Herz, so will ich antworten 
dem, der mich schmhet.
12. Ein Witziger siehet das Unglck und verbirgt sich; aber die Albernen 
gehen durch und leiden Schaden.
13. Nimm dem sein Kleid der fr einen andern Brge wird, und pfnde ihn um 
der Fremden willen.
14. Wer seinen Nchsten mit lauter Stimme segnet und frh aufstehet, das 
wird ihm fr einen Fluch geredet.
15. Ein znkisch Weib und stetiges Triefen, wenn's sehr regnet, werden 
wohl miteinander verglichen.
16. Wer sie aufhlt, der hlt den Wind und will das l mit der Hand fassen.
17. Ein Messer wetzt das andere und ein Mann den andern.
18. Wer seinen Feigenbaum bewahret, der isset Frchte davon; und wer 
seinen Herrn bewahret, wird geehret.
19. Wie der Schemen im Wasser ist gegen das Angesicht, also ist eines 
Menschen Herz gegen den andern.
20. Hlle und Verderbnis werden nimmer voll, und der Menschen Augen sind 
auch unsttig.
21. Ein Mann wird durch den Mund des Lobers bewhret wie das Silber im 
Tiegel und das Gold im Ofen.
22. Wenn du den Narren im Mrser zerstieest mit dem Stmpfel wie Grtze, 
so liee doch seine Narrheit nicht von ihm.
23. Auf deine Schafe hab acht und nimm dich deiner Herde an;
24. denn Gut whret nicht ewiglich, und die Krone whret nicht fr und fr.
25. Das Heu ist aufgegangen und ist da das Gras, und wird Kraut auf den 
Bergen gesammelt.
26. Die Lmmer kleiden dich, und die Bcke geben dir das Ackergeld.
27. Du hast Ziegenmilch genug zur Speise deines Hauses und zur Nahrung 
deiner Dirnen.
Die Sprche Salomos 28
1. Der Gottlose fleucht, und niemand jagt ihn; der Gerechte aber ist 
getrost wie ein junger Lwe.
2. Um des Landes Snde willen werden viel nderungen der Frstentmer; 
aber um der Leute willen, die verstndig und vernnftig sind, bleiben sie 
lange.
3. Ein armer Mann, der die Geringen beleidigt, ist wie ein Meltau, der die 
Frucht verderbt.
4. Die das Gesetz verlassen, loben den Gottlosen; die es aber bewahren, 
sind unwillig auf sie.
5. Bse Leute merken nicht aufs Recht; die aber nach dem Herrn fragen, 
merken auf alles.
6. Es ist besser ein Armer, der in seiner Frmmigkeit gehet, denn ein 
Reicher, der in verkehrten Wegen gebet.
7. Wer das Gesetz bewahret, ist ein verstndig Kind; wer aber Schlemmer 
nhret, schndet seinen Vater.
8. Wer sein Gut mehret mit Wucher und bersatz, der sammelt es zu Nutz der 
Armen.
9. Wer sein Ohr abwendet, zu hren das Gesetz, des Gebet ist ein Greuel.
10. Wer die Frommen verfhret auf bsem Wege, der wird in seine Grube 
fallen; aber die Frommen werden Gutes ererben.
11. Ein Reicher dnkt sich weise sein; aber ein armer Verstndiger merkt 
ihn.
12. Wenn die Gerechten berhand haben, so gebet es sehr fein zu; wenn aber 
Gottlose aufkommen, wendet sich's unter den Leuten.
13. Wer seine Missetat leugnet, dem wird's nicht gelingen; wer sie aber 
bekennet und lsset, der wird Barmherzigkeit erlangen.
14. Wohl dem, der sich allewege frchtet! Wer aber halsstarrig ist, wird 
in Unglck fallen.
15. Ein Gottloser, der ber ein arm Volk regieret, das ist ein brllender 
Lwe und gieriger Br.
16. Wenn ein Frst ohne Verstand ist, so geschiehet viel Unrechts; wer 
aber den Geiz hasset, der wird lange leben.
17. Ein Mensch, der am Blut einer Seele unrecht tut, der wird nicht 
erhalten, ob er auch in die Hlle fhre.
18. Wer fromm einhergehet, wird genesen; wer aber verkehrtes Weges ist, 
wird auf einmal zerfallen.
19. Wer seinen Acker bauet, wird Brots genug haben; wer aber Miggang 
nachgehet, wird Armuts genug haben.
20. Ein treuer Mann wird viel gesegnet; wer aber eilet, reich zu werden, 
wird nicht unschuldig bleiben.
21. Person ansehen ist nicht gut; denn er tte bel auch wohl um ein Stck 
Brots.
22. Wer eilet zum Reichtum und ist neidisch, der wei nicht, da ihm 
Unfall begegnen wird.
23. Wer einen Menschen straft, wird hernach Gunst finden, denn der da 
heuchelt.
24. Wer seinem Vater oder Mutter nimmt und spricht, es sei nicht Snde, 
der ist des Verderbers Geselle.
25. Ein Stolzer erweckt Zank; wer aber auf den Herrn sich verlt, wird 
fett.
26. Wer sich auf sein Herz verlt, ist ein Narr; wer aber mit Weisheit 
gebet, wird entrinnen.
27. Wer dem Armen gibt, dem wird nicht mangeln; wer aber seine Augen 
abwendet, der wird sehr verderben.
28. Wenn die Gottlosen aufkommen, so verbergen sich die Leute; wenn sie 
aber umkommen, wird der Gerechten viel.
Die Sprche Salomos 29
1. Wer wider die Strafe halsstarrig, ist, der wird pltzlich verderben 
ohne alle Hilfe;
2. Wenn der Gerechten viel ist, freuet sich das Volk; wenn aber der 
Gottlose herrschet, seufzet das Volk.
3. Wer Weisheit liebet, erfreuet seinen Vater; wer aber mit Huren sich 
nhret, kommt um sein Gut.
4. Ein Knig richtet das Land auf durchs Recht; ein Geiziger aber 
verderbet es.
5. Wer mit seinem Nchsten heuchelt, der breitet ein Netz zu seinen 
Futapfen.
6. Wenn ein Bser sndiget, verstrickt er sich selbst; aber ein Gerechter 
freuet sich und hat Wonne.
7. Der Gerechte erkennet die Sache der Armen; der Gottlose achtet keine 
Vernunft.
8. Die Sptter bringen frechlich eine Stadt in Unglck; aber die Weisen 
stillen den Zorn.
9. Wenn ein Weiser mit einem Narren zu handeln kommt, er zrne oder lache, 
so hat er nicht Ruhe.
10. Die Blutgierigen hassen den Frommen; aber die Gerechten suchen seine 
Seele.
11. Ein Narr schttet seinen Geist gar aus; aber ein Weiser hlt an sich.
12. Ein Herr, der zu Lgen Lust hat, des Diener sind alle gottlos.
13. Arme und Reiche begegnen einander; aber beider Augen erleuchtet der 
Herr.
14. Ein Knig, der die Armen treulich richtet, des Thron wird ewiglich 
bestehen.
15. Rute und Strafe gibt Weisheit; aber ein Knabe, ihm selbst gelassen, 
schndet seine Mutter.
16. Wo viel Gottlose sind, da sind viel Snden; aber die Gerechten werden 
ihren Fall erleben.
17. Zchtige deinen Sohn, so wird er dich ergtzen und wird deiner Seele 
sanft tun.
18. Wenn die Weissagung aus ist, wird das Volk wild und wst; wohl aber 
dem, der das Gesetz handhabet!
19. Ein Knecht lt sich mit Worten nicht zchtigen; denn ob er's gleich 
verstehet, nimmt er sich's doch nicht an.
20. Siehest du einen schnell zu reden, da ist an einem Narren mehr 
Hoffnung denn an ihm.
21. Wenn ein Knecht von Jugend auf zrtlich gehalten wird, so will er 
danach ein Junker sein.
22. Ein zorniger Mann richtet Hader an, und ein Grimmiger tut viel Snde.
23. Die Hoffart des Menschen wird ihn strzen; aber der Demtige wird Ehre 
empfahen.
24. Wer mit Dieben teil hat, hrt fluchen und sagt's nicht an, der hasset 
sein Leben.
25. Vor Menschen sich scheuen, bringet zu Fall; wer sich aber auf den 
Herrn verlsset, wird beschtzt.
26. Viele suchen das Angesicht eines Frsten; aber eines jeglichen Gericht 
kommt vom Herrn.
27. Ein ungerechter Mann ist dem Gerechten ein Greuel, und wer rechtes 
Weges ist, der ist des Gottlosen Greuel.
Die Sprche Salomos 30
1. Dies sind die Worte Agurs, des Sohns Jakes, Lehre und Rede des Mannes 
Leithiel, Leithiel und Uchal.
2. Denn ich bin der allernrrischste, und Menschenverstand ist nicht bei 
mir.
3. Ich habe Weisheit nicht gelernet, und was heilig sei, wei ich nicht.
4. Wer fhret hinauf gen Himmel und herab? Wer fasset den Wind in seine 
Hnde? Wer bindet die Wasser in ein Kleid? Wer hat alle Enden der Welt 
gestellet? Wie heit er;und wie heit sein Sohn? Weit du das?
5. Alle Worte Gottes sind durchlutert und sind ein Schild denen, die auf 
ihn trauen.
6. Tue nichts zu seinen Worten, da er dich nicht strafe, und werdest 
lgenhaftig erfunden.
7. Zweierlei bitte ich von dir, die wollest du mir nicht weigern, ehe denn 
ich sterbe;
8. Abgtterei und Lgen la ferne von mir sein; Armut und Reichtum gib mir 
nicht; la mich aber mein bescheiden Teil Speise dahinnehmen.
9. Ich mchte sonst, wo ich zu satt wrde, verleugnen und sagen: Wer ist 
der Herr? Oder wo ich zu arm wrde, mchte ich stehlen und mich an dem 
Namen meines Gottes vergreifen.
10. Verrate den Knecht nicht gegen seinen Herrn; er mchte dir fluchen und 
du die Schuld tragen mssest.
11. Es ist eine Art, die ihrem Vater flucht und ihre Mutter nicht segnet;
12. eine Art, die sich rein dnkt und ist doch von ihrem Kot nicht 
gewaschen;
13. eine Art, die ihre Augen hoch trgt und ihre Augenlider emporhlt;
14. eine Art, die Schwerter fr Zhne hat, die mit ihren Backenzhnen 
frit und verzehret die Elenden im Lande und die Armen unter den Leuten.
15. Die Igel hat zwo Tchter: Bring her, bring her! Drei Dinge sind nicht 
zu sttigen, und das vierte spricht nicht: Es ist genug:
16. die Hlle, der Frauen verschlossene Mutter, die Erde wird nicht 
Wassers satt, und das Feuer spricht nicht: Es ist genug.
17. Ein Auge das den Vater verspottet und verachtet, der Mutter zu 
gehorchen, das mssen die Raben am Bach aushacken und die jungen Adler 
fressen.
18. Drei Dinge sind mir zu wunderlich, und das vierte wei ich nicht:
19. des Adlers Weg im Himmel, der Schlangen Weg auf einem Felsen, des 
Schiffs Weg mitten im Meer und eines Mannes Weg an einer Magd.
20. Also ist auch der Weg der Ehebrecherin; die verschlinget und wischet 
ihr Maul und spricht: Ich habe kein bels getan.
21. Ein Land wird durch dreierlei unruhig, und das vierte mag es nicht 
ertragen:
22. ein Knecht, wenn er Knig wird; ein Narr, wenn er zu satt ist;
23. eine Feindselige, wenn sie geehelicht wird, und eine Magd, wenn sie 
ihrer Frauen Erbe wird.
24. Vier sind klein auf Erden und klger denn die Weisen:
25. die Ameisen, ein schwach Volk, dennoch schaffen sie im Sommer ihre 
Speise;
26. Kaninchen, ein schwach Volk, dennoch legt es sein Haus in den Felsen;
27. Heuschrecken haben, keinen Knig, dennoch ziehen sie aus ganz mit 
Haufen;
28. die Spinne wirkt mit ihren Hnden und ist in der Knige Schlssern.
29. Dreierlei haben einen feinen Gang, und das vierte gebet wohl:
30. Der Lwe, mchtig unter den Tieren, und kehrt nicht um vor jemand;
31. ein Wind von guten Lenden; und ein Widder; und der Knig, wider den 
sich niemand darf legen.
32. Hast du genarret und zu hoch gefahren und Bses vorgehabt, so lege die 
Hand aufs Maul.
33. Wenn man Milch stt, so macht man Butter draus; und wer die Nase hart 
schneuzet, zwingt Blut heraus; und wer den Zorn reizet, zwingt Hader 
heraus.
Die Sprche Salomos 31
1. Dies sind die Worte des Knigs Lamuel, die Lehre, die ihn seine Mutter 
lehrete:
2. Ach, mein Auserwhlter, ach, du Sohn meines Leibes, ach, mein 
gewnschter Sohn,
3. la nicht den Weibern dein Vermgen und gehe die Wege nicht, darin sich 
die Knige verderben!
4. O, nicht den Knigen, Lamuel, gib den Knigen nicht Wein zu trinken 
noch den Frsten stark Getrnke.
5. Sie mchten trinken und der Rechte vergessen und verndern die Sache 
irgend der elenden Leute.
6. Gebet stark Getrnke denen, die um kommen sollen, und den Wein den 
betrbten Seelen,
7. da sie trinken und ihres Elendes vergessen und ihres Unglcks nicht 
mehr gedenken.
8. Tu deinen Mund auf fr die Stummen und fr die Sache aller, die 
verlassen sind.
9. Tu deinen Mund auf und richte recht und rche den Elenden und Armen.
10. Wem ein tugendsam Weib bescheret ist, die ist viel edler denn die 
kstlichsten Perlen.
11. Ihres Mannes Herz darf sich auf sie verlassen, und Nahrung wird ihm 
nicht mangeln.
12. Sie tut ihm Liebes und kein Leides sein Leben lang.
13. Sie gehet mit Wolle und Flachs um und arbeitet gerne mit ihren Hnden.
14. Sie ist wie ein Kaufmannsschiff, das seine Nahrung von ferne bringt.
15. Sie stehet des Nachts auf und gibt Futter ihrem Hause und Essen ihren 
Dirnen.
16. Sie denkt nach .einem Acker und kauft ihn und pflanzt einen Weinberg 
von den Frchten ihrer Hnde.
17. Sie grtet ihre Lenden fest und strkt ihre Arme.
18. Sie merkt, wie ihr Handel Frommen bringt; ihre Leuchte verlscht des 
Nachts nicht.
19. Sie streckt ihre Hand nach dem Rocken, und ihre Finger fassen die 
Spindel.
20. Sie breitet ihre Hnde aus zu dem Armen und reichet ihre Hand dem 
Drftigen.
21. Sie frchtet ihres Hauses nicht vor dem Schnee, denn ihr ganzes Haus 
hat zwiefache Kleider.
22. Sie macht ihr selbst Decken; weie Seide und Purpur ist ihr Kleid.
23. Ihr Mann ist berhmt in den Toren, wenn er sitzt bei den ltesten des 
Landes.
24. Sie macht einen Rock und verkauft ihn; einen Grtel gibt sie dem 
Krmer.
25. Ihr Schmuck ist, da sie reinlich und fleiig ist; und wird hernach 
lachen.
26. Sie tut ihren Mund auf mit Weisheit, und auf ihrer Zunge ist 
holdselige Lehre.
27. Sie schauet, wie es in ihrem Hause zugehet, und isset ihr Brot nicht 
mit Faulheit.
28. Ihre Shne kommen auf und preisen sie selig; ihr Mann lobt sie.
29. Viele Tchter bringen Reichtum; du aber bertriffst sie alle.
30. Lieblich und schn sein ist nichts; ein Weib, das den Herrn frchtet, 
soll man loben.
31. Sie wird gerhmt werden von den Frchten ihrer Hnde; und ihre Werke 
werden sie loben in den Toren.
Der Prediger Salomo 1
1. Dies sind die Reden des Predigers, des Sohns Davids, des Knigs zu 
Jerusalem.
2. Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger, es ist alles ganz eitel.
3. Was hat der Mensch mehr von all seiner Mhe, die er hat unter der Sonne?
4. Ein Geschlecht vergehet, das andere kommt; die Erde aber bleibet 
ewiglich.
5. Die Sonne gehet auf und gehet unter und luft an ihren Ort, da sie 
wieder daselbst aufgehe.
6. Der Wind gehet gen Mittag und kommt herum zur Mitternacht und wieder 
herum an den Ort, da er anfing.
7. Alle Wasser laufen ins Meer, noch wird das Meer nicht voller; an den 
Ort, da sie herflieen, flieen sie wider hin.
8. Es ist alles Tun so voll Mhe, da niemand ausreden kann. Das Auge 
siehet sich nimmer satt und das Ohr hret sich nimmer satt.
9. Was ists, das geschehen ist? Eben das hernach geschehen wird. Was 
ists, das man getan hat? Eben das man hernach wieder tun wird; und 
geschieht nichts Neues unter der Sonne.
10. Geschieht auch etwas, davon man sagen mchte: Siehe, das ist neu? Denn 
es ist zuvor auch geschehen in vorigen Zeiten, die vor uns gewesen sind.
11. Man gedenkt nicht, wie es zuvor geraten ist; also auch des, das 
hernach kommt, wird man nicht gedenken bei denen, die hernach sein werden.
12. Ich, Prediger, war Knig ber Israel zu Jerusalem
13. und begab mein Herz, zu suchen und zu forschen weislich alles, was man 
unter dem Himmel tut. Solche unselige Mhe hat Gott den Menschenkindern 
gegeben, da sie sich drinnen mssen qulen.
14. Ich sah an alles Tun, das unter der Sonne geschieht; und siehe, es war 
alles eitel und Jammer.
15. Krumm kann nicht schlecht werden, noch der Fehl gezhlet werden.
16. Ich sprach in meinem Herzen: Siehe, ich bin herrlich worden und habe 
mehr Weisheit denn alle, die vor mir gewesen sind zu Jerusalem; und mein 
Herz hat viel gelernt und erfahren.
17. Und gab auch mein Herz drauf, da ich lernete Weisheit und Torheit und 
Klugheit. Ich ward aber gewahr, da solches auch Mhe ist.
18. Denn wo viel Weisheit ist, da ist viel Grmens; und wer viel lehren, 
mu, der mu viel leiden.
Der Prediger Salomo 2
1. Ich sprach in meinem Herzen: Wohlan, ich will wohlleben und gute Tage 
haben. Aber siehe, das war auch eitel.
2. Ich sprach zum Lachen: Du bist toll und zur Freude: Was machst du?
3. Da dachte ich in meinem Herzen, meinen Leib vom Wein zu ziehen und mein 
Herz zur Weisheit zu ziehen, da ich ergriffe, was Torheit ist, bis ich 
lernete, was den Menschen gut wre, das sie tun sollten, solange sie unter 
dem Himmel leben.
4. Ich tat groe Dinge; ich bauete Huser, pflanzte Weinberge,
5. ich machte mir Grten und Lustgrten und pflanzte allerlei fruchtbare 
Bume drein;
6. ich machte mir Teiche, daraus zu wssern den Wald der grnenden Bume.
7. Ich hatte Knechte und Mgde und Gesinde; ich hatte eine grere Habe an 
Rindern und Schafen denn alle, die vor mir zu Jerusalem gewesen waren.
8. Ich sammelte mir auch Silber, und Gold und von den Knigen und Lndern 
einen Schatz. Ich schaffte mir Snger und Sngerinnen und Wollust der 
Menschen, allerlei Saitenspiel,
9. und nahm zu ber alle, die vor mir zu Jerusalem gewesen waren; auch 
blieb Weisheit bei mir.
10. Und alles, was meine Augen wnschten, das lie ich ihnen, und wehrete 
meinem Herzen keine Freude, da es frhlich war von aller meiner Arbeit; 
und das hielt ich fr mein Teil von aller meiner Arbeit.
11. Da ich aber ansah alle meine Werke, die meine Hand getan hatte, und 
Mhe, die ich gehabt hatte, siehe, da war es alles eitel und Jammer und 
nichts mehr unter der Sonne.
12. Da wandte ich mich, zu sehen die Weisheit und Klugheit und Torheit. 
Denn wer wei, was der fr ein Mensch werden wird nach dem Knige, den sie 
schon bereit gemacht haben?
13. Da sah ich, da die Weisheit die Torheit bertraf, wie das Licht die 
Finsternis,
14. da dem Weisen seine Augen im Haupt stehen; aber die Narren in 
Finsternis gehen, und merkte doch, da es einem gehet wie dem andern.
15. Da dachte ich in meinem Herzen: Weil es denn dem Narren gehet wie mir, 
warum habe ich denn nach Weisheit gestanden? Da dachte ich in meinem 
Herzen, da solches auch eitel sei.
16. Denn man gedenkt des Weisen nicht immerdar, ebensowenig als des 
Narren; und die knftigen Tage vergessen alles; und wie der Weise stirbt, 
also auch der Narr.
17. Darum verdro mich zu leben; denn es gefiel mir bel, was unter der 
Sonne geschieht, da es so gar eitel und Mhe ist.
18. Und mich verdro alle meine Arbeit, die ich unter der Sonne hatte, da 
ich dieselbe einem Menschen lassen mte, der nach mir sein sollte.
19. Denn wer wei, ob er weise oder toll sein wird? Und soll doch 
herrschen in aller meiner Arbeit, die ich weislich getan habe unter der 
Sonne. Das ist auch eitel.
20. Darum wandte ich mich, da mein Herz abliee von aller Arbeit; die ich 
tat unter der Sonne.
21. Denn es mu ein Mensch, der seine Arbeit mit Weisheit, Vernunft und 
Geschicklichkeit getan hat, einem andern zum Erbteil lassen, der nicht 
dran gearbeitet hat. Das ist auch eitel und ein gro Unglck.
22. Denn was kriegt der Mensch von aller seiner Arbeit und Mhe seines 
Herzens, die er hat unter der Sonne,
23. denn alle seine Lebtage Schmerzen, mit Grmen und Leid, da auch sein 
Herz des Nachts nicht ruhet? Das ist auch eitel.
24. Ists nun nicht besser dem Menschen, essen und trinken und seine Seele 
guter Dinge sein in seiner Arbeit? Aber solches sah ich auch, da von 
Gottes Hand kommt.
25. Denn wer hat frhlicher gegessen und sich ergtzet denn ich?
26. Denn dem Menschen, der ihm gefllt, gibt er Weisheit, Vernunft und 
Freude; aber dem Snder gibt er Unglck, da er sammle und hufe und doch 
dem gegeben werde, der Gott gefllt. Darum ist das auch eitel Jammer.
Der Prediger Salomo 3
1. Ein jegliches hat seine Zeit, und alles Vornehmen unter dem Himmel hat 
seine Stunde.
2. Geboren werden, Sterben, Pflanzen, Ausrotten, das gepflanzt ist,
3. Wrgen, Heilen, Brechen, Bauen,
4. Weinen, Lachen, Klagen, Tanzen,
5. Steine zerstreuen, Steine sammeln, Herzen, Fernen von Herzen,
6. Suchen, Verlieren, Behalten, Wegwerfen,
7. Zerreien, Zunhen, Schweigen, Reden,
8. Lieben, Hassen, Streit, Friede hat seine Zeit.
9. Man arbeite, wie man will, so kann man nicht mehr ausrichten.
10. Daher sah ich die Mhe, die Gott den Menschen gegeben hat, da sie 
drinnen geplagt werden.
11. Er aber tut alles fein zu seiner Zeit und lt ihr Herz sich ngsten, 
wie es gehen solle in der Welt; denn der Mensch kann doch nicht treffen 
das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.
12. Darum merkte ich, da nichts Besseres drinnen ist, denn frhlich sein 
und ihm gtlich tun in seinem Leben.
13. Denn eine jeglicher Mensch, der da isset und trinkt und hat guten Mut 
in all seiner Arbeit das ist eine Gabe Gottes.
14. Ich merkte, da alles, was Gott tut, das bestehet immer; man kann 
nichts dazutun noch abtun; und solches tut Gott, da man sich vor ihm 
frchten soll.
15. Was Gott tut, das stehet da; und was er tun will, das mu werden; denn 
er trachtet und jagt ihm nach.
16. Weiter sah ich unter der Sonne Sttte des Gerichts, da war ein gottlos 
Wesen, und Sttte der Gerechtigkeit, da waren Gottlose.
17. Da dachte ich in meinem Herzen: Gott mu richten den Gerechten und 
Gottlosen; denn es hat alles Vornehmen seine Zeit und alle Werke.
18. Ich sprach in meinem Herzen von dem Wesen der Menschen, darin Gott 
anzeigt und lt es ansehen, als wren sie unter sich selbst wie das Vieh.
19. Denn es gehet dem Menschen wie dem Vieh: wie dies stirbt, so stirbt er 
auch, und haben alle einerlei Odem; und der Mensch hat nichts mehr denn 
das Vieh; denn es ist alles eitel.
20. Es fhret alles an einen Ort; es ist alles von Staub gemacht und wird 
wieder zu Staub.
21. Wer wei, ob der Odem der Menschen aufwrts fahre und der Odem des 
Viehes unterwrts unter die Erde fahre?
22. Darum sah ich, da nichts Besseres ist, denn da ein Mensch frhlich 
sei in seiner Arbeit; denn das ist sein Teil. Denn wer will ihn dahin 
bringen, da er sehe was nach ihm geschehen wird?
Der Prediger Salomo 4
1. Ich wandte mich und sah alle, die Unrecht leiden unter der Sonne; und 
siehe, da waren Trnen derer, so Unrecht litten und hatten keinen Trster; 
und die ihnen Unrecht taten, waren zu mchtig, da sie keinen Trster 
haben konnten.
2. Da lobte ich die Toten, die schon gestorben waren, mehr denn die 
Lebendigen, die noch das Leben hatten.
3. Und der noch nicht ist, ist besser denn alle beide, und des Bsen nicht 
inne wird, das unter der Sonne geschieht.
4. Ich sah an Arbeit und Geschicklichkeit in allen Sachen; da neidet einer 
den andern. Das ist je auch eitel und Mhe.
5. Denn ein Narr schlgt die Finger ineinander und frit sein Fleisch.
6. Es ist besser eine Hand voll mit Ruhe denn beide Fuste voll mit Mhe 
und Jammer.
7. Ich wandte mich und sah die Eitelkeit unter der Sonne.
8. Es ist ein einzelner und nicht selbander und hat weder Kind noch 
Brder; noch ist seines Arbeitens kein Ende, und seine Augen werden 
Reichtums nicht satt. Wem arbeite ich doch und breche meiner Seele ab? Das 
ist je auch eitel und eine bse Mhe:
9. So ists je besser zwei denn eins; denn sie genieen doch ihrer Arbeit 
wohl.
10. Fllt ihrer einer, so hilft ihm sein Gesell auf. Wehe dem, der allein 
ist! Wenn er fllt, so ist kein anderer da, der ihm aufhelfe.
11. Auch wenn zwei beieinander liegen, wrmen sie sich; wie kann ein 
einzelner warm werden?
12. Einer mag berwltiget werden, aber zween mgen widerstehen; denn eine 
dreifltige Schnur reit nicht leicht entzwei.
13. Ein arm Kind, das weise ist, ist besser denn ein alter Knig, der ein 
Narr ist und wei sich nicht zu hten.
14. Es kommt einer aus dem Gefngnis zum Knigreich; und einer, der in 
seinem Knigreich geboren ist, verarmet.
15. Und ich sah, da alle Lebendigen unter der Sonne wandeln bei einem an 
dem Kinde, das an jenes Statt soll aufkommen.
16. Und des Volks, das vor ihm ging, war kein Ende, und des, das ihm 
nachging; und wurden sein doch nicht froh. Das ist je auch eitel und ein 
Jammer.
Der Prediger Salomo 5
1. Bewahre deinen Fu, wenn du zum Hause Gottes gehest, und komm, da du 
hrest! Das ist besser denn der Narren Opfer; denn sie wissen nicht, was 
sie Bses tun.
2. Sei nicht schnell mit deinem Munde und la dein Herz nicht eilen, etwas 
zu reden vor Gott; denn Gott ist im Himmel und du auf Erden; darum la 
deiner Worte wenig sein.
3. Denn wo viel Sorgen ist, da kommen Trume; und wo viele Worte sind, da 
hret man den Narren.
4. Wenn du Gott ein Gelbde tust, so verzeuchs nicht zu halten; denn er 
hat kein Gefallen an den Narren. Was du gelobest, das halte!
5. Es ist besser, du gelobest nichts, denn da du nicht hltst, was du 
gelobest.
6. Verhnge deinem Mund nicht, da er dein Fleisch verfhre, und sprich 
vor dem Engel nicht: Ich bin unschuldig. Gott mchte erzrnen ber deine 
Stimme und verdammen alle Werke deiner Hnde.
7. Wo viel Trume sind, da ist Eitelkeit und viel Worte; aber frchte du 
Gott!
8. Siehest du dem Armen Unrecht tun und Recht und Gerechtigkeit im Lande 
wegreien, wundere dich des Vornehmens nicht; denn es ist noch ein hoher 
Hter ber den Hohen, und sind noch Hhere ber die beiden.
9. ber das ist der Knig im ganzen Lande, das Feld zu bauen.
10. Wer Geld liebt, wird Gelds nimmer satt; wer Reichtum liebt, wird 
keinen Nutz davon haben. Das ist auch eitel.
11. Denn wo viel Guts ist, da sind viele, die es essen; und was geneut 
sein, der es hat, ohne da ers mit Augen ansiehet?
12. Wer arbeitet, dem ist der Schlaf s, er habe wenig oder viel 
gegessen; aber die Flle des Reichen lt ihn nicht schlafen.
13. Es ist eine bse Plage, die ich sah unter der Sonne, Reichtum behalten 
zum Schaden dem, der ihn hat.
14. Denn der Reiche kommt um mit groem Jammer; und so er einen Sohn 
gezeuget hat, dem bleibt nichts in der Hand.
15. Wie er nackend ist von seiner Mutter Leibe kommen, so fhrt er wieder 
hin, wie er kommen ist, und nimmt nichts mit sich von seiner Arbeit in 
seiner Hand, wenn er hinfhret.
16. Das ist eine bse Plage, da er hinfhret, wie er kommen ist. Was 
hilfts ihm denn, da er in den Wind gearbeitet hat?
17. Sein Leben, lang hat er im Finstern gegessen und in groem Grmen und 
Krankheit und Traurigkeit.
18. So sehe ich nun das fr gut an, da es fein sei, wenn man isset und 
trinket und gutes Muts ist in aller Arbeit, die einer tut unter der Sonne 
sein Leben lang, das ihm Gott gibt; denn das ist sein Teil.
19. Denn welchem Menschen Gott Reichtum und Gter und Gewalt gibt, da er 
davon isset und trinket fr sein Teil und frhlich ist in seiner Arbeit, 
das ist eine Gottesgabe.
20. Denn er denkt nicht viel an das elende Leben, weil Gott sein Herz 
erfreuet.
Der Prediger Salomo 6
1. Es ist ein Unglck, das ich sah unter der Sonne, und ist gemein bei den 
Menschen:
2. Einer, dem Gott Reichtum, Gter und Ehre gegeben hat, und mangelt ihm 
keines, das sein Herz begehrt, und Gott doch ihm nicht Macht gibt, 
desselben zu genieen, sondern ein anderer verzehret es; das ist eitel und 
eine bse Plage.
3. Wenn er gleich hundert Kinder zeugete und htte so langes Leben, da er 
viel Jahre berlebete, und seine Seele sttigte sich des Guts nicht und 
bliebe ohne Grab, von dem spreche ich, da eine unzeitige Geburt besser 
sei denn er.
4. Denn in Eitelkeit kommt er und in Finsternis fhret er dahin, und sein 
Name bleibt in Finsternis bedeckt,
5. wird der Sonne nicht froh und wei keine Ruhe weder hie noch da.
6. Ob er auch zweitausend Jahre lebete, so hat er nimmer keinen guten Mut. 
Kommts nicht alles an einen Ort?
7. Einem jeglichen Menschen ist Arbeit aufgelegt nach seinem Mae; aber 
das Herz kann nicht dran bleiben.
8. Denn was richtet ein Weiser mehr aus weder ein Narr? Was unterstehet 
sich der Arme, da er unter den Lebendigen will sein?
9. Es ist besser, das gegenwrtige Gut gebrauchen, denn nach anderm 
gedenken. Das ist auch Eitelkeit und Jammer.
10. Was ists, wenn einer gleich hoch berhmt ist, so wei man doch, da 
er ein Mensch ist, und kann nicht hadern mit dem, das ihm zu mchtig ist.
11. Denn es ist des eiteln Dinges zu viel; was hat ein Mensch mehr davon?
Der Prediger Salomo 7
1. Denn wer wei, was dem Menschen ntz ist im Leben, solange er lebet in 
seiner Eitelkeit, welches dahinfhret wie ein Schatten? Oder wer will dem 
Menschen sagen, was nach ihm kommen wird unter der Sonne?
2. Ein gut Gercht ist besser denn gute Salbe und der Tag des Todes weder 
der Tag der Geburt.
3. Es ist besser, in das Klaghaus gehen denn in das Trinkhaus; in jenem 
ist das Ende aller Menschen, und der Lebendige nimmt's zu Herzen.
4. Es ist Trauern besser denn Lachen; denn durch Trauern wird das Herz 
gebessert.
5. Das Herz der Weisen ist im Klaghause und das Herz der Narren im Hause 
der Freuden.
6. Es ist besser hren das Schelten des Weisen denn hren den Gesang der 
Narren.
7. Denn das Lachen des Narren ist wie das Krachen der Dornen unter den 
Tpfen; und das ist auch eitel.
8. Ein Widerspenstiger macht einen Weisen unwillig und verderbt ein mildes 
Herz.
9. Das Ende eines Dinges ist besser denn sein Anfang. Ein geduldiger Geist 
ist besser denn ein hoher Geist.
10. Sei nicht schnelles Gemts zu zrnen; denn Zorn ruhet im Herzen eines 
Narren.
11. Sprich nicht: Was ists, da die vorigen Tage besser waren denn diese? 
Denn du fragest solches nicht weislich.
12. Weisheit ist gut mit einem Erbgut und hilft, da sich einer der Sonne 
freuen kann.
13. Denn die Weisheit beschirmet, so beschirmet Geld auch; aber die 
Weisheit gibt das Leben dem, der sie hat.
14. Siehe an die Werke Gottes, denn wer kann das schlecht machen, das er 
krmmet?
15. Am guten Tage sei guter Dinge und den bsen Tag nimm auch fr gut; 
denn diesen schaffet Gott neben jenem, da der Mensch nicht wissen soll, 
was knftig ist.
16. Allerlei habe ich gesehen die Zeit ber meiner Eitelkeit. Da ist ein 
Gerechter und gehet unter in seiner Gerechtigkeit, und ist ein Gottloser, 
der lange lebt in seiner Bosheit.
17. Sei nicht allzu gerecht und nicht allzu weise, da du dich nicht 
verderbest!
18. Sei nicht allzu gottlos und narre nicht, da du nicht sterbest zur 
Unzeit!
19. Es ist gut, da du dies fassest und jenes auch nicht aus deiner Hand 
lssest; denn wer Gott frchtet, der entgehet dem allem.
20. Die Weisheit strkt den Weisen mehr denn zehn Gewaltige, die in der 
Stadt sind.
21. Denn es ist kein Mensch auf Erden, der Gutes tue und nicht sndige.
22. Nimm auch nicht zu Herzen alles, was man sagt, da du nicht hren 
mssest deinen Knecht dir fluchen.
23. Denn dein Herz wei, da du andern auch oftmals geflucht hast.
24. Solches alles habe ich versucht weislich. Ich gedachte, ich will weise 
sein; sie kam aber ferner von mir.
25. Es ist ferne; was wirds sein? und ist sehr tief; wer wills finden?
26. Ich kehrete mein Herz, zu erfahren und zu erforschen und zu suchen 
Weisheit und Kunst, zu erfahren der Gottlosen Torheit und Irrtum der 
Tollen,
27. und fand, da ein solches Weib, welches Herz Netz und Strick ist und 
ihre Hnde Bande sind, bitterer sei denn der Tod. Wer Gott gefllt, der 
wird ihr entrinnen; aber der Snder wird durch sie gefangen.
28. Schaue, das habe ich funden, spricht der Prediger, eins nach dem 
andern, da ich Kunst erfnde.
29. Und meine Seele sucht noch und hat es nicht funden. Unter tausend habe 
ich einen Menschen funden, aber kein Weib habe ich unter den allen funden.
30. Alleine schaue das, ich habe funden, da Gott den Menschen hat 
aufrichtig gemacht; aber sie suchen viel Knste.
Der Prediger Salomo 8
1. Wer ist so weise? und wer kann das auslegen? Die Weisheit des Menschen 
erleuchtet sein Angesicht; wer aber frech ist, der ist feindselig,
2. Ich halte das Wort des Knigs und den Eid Gottes.
3. Eile nicht, zu gehen von seinem Angesicht, und bleibe nicht in bser 
Sache; denn er tut, was ihn gelstet.
4. In des Knigs Wort ist Gewalt, und wer mag zu ihm sagen: Was machst du?
5. Wer das Gebot hlt, der wird nichts Bses erfahren; aber eines Weisen 
Herz wei Zeit und Weise.
6. Denn ein jeglich Vornehmen hat seine Zeit und Weise; denn des Unglcks 
des Menschen ist viel bei ihm.
7. Denn er wei nicht, was gewesen ist; und wer will ihm sagen, was werden 
soll?
8. Ein Mensch hat nicht Macht ber den Geist, dem Geist zu wehren; und hat 
nicht Macht zur Zeit des Sterbens und wird nicht losgelassen im Streit; 
und das gottlose Wesen errettet den Gottlosen nicht.
9. Das habe ich alles gesehen und gab mein Herz auf alle Werke, die unter 
der Sonne geschehen. Ein Mensch herrschet zuzeiten ber den andern zu 
seinem Unglck.
10. Und da sah ich Gottlose, die begraben waren, die gegangen waren und 
gewandelt in heiliger Sttte, und waren vergessen in der Stadt, da sie so 
getan hatten. Das ist auch eitel.
11. Weil nicht bald geschieht ein Urteil ber die bsen Werke, dadurch 
wird das Herz der Menschen voll, Bses zutun.
12. Ob ein Snder hundertmal Bses tut und doch lange lebt, so wei ich 
doch, da es wohlgehen wird denen; die Gott frchten, die sein Angesicht 
scheuen.
13. Denn es wird dem Gottlosen nicht wohlgehen und wie ein Schatten nicht 
lange leben, die sich vor Gott nicht frchten.
14. Es ist eine Eitelkeit, die auf Erden geschieht. Es sind Gerechte, 
denen gehet es, als htten sie Werke der Gottlosen, und sind Gottlose, 
denen gehet es, als htten sie Werke der Gerechten. Ich sprach: Das ist 
auch eitel.
15. Darum lobte ich die Freude, da der Mensch nichts Besseres hat unter 
der Sonne denn essen und trinken und frhlich sein; und solches werde ihm 
von der Arbeit sein Leben lang, das ihm Gott gibt unter der Sonne.
16. Ich gab mein Herz, zu wissen die Weisheit und zu schauen die Mhe, die 
auf Erden geschieht, da auch einer weder Tag noch Nacht den Schlaf siehet 
mit seinen Augen.
17. Und ich sah alle Werke Gottes. Denn ein Mensch kann das Werk nicht 
finden, das unter der Sonne geschieht; und je mehr der Mensch arbeitet zu 
suchen, je weniger er findet. Wenn er gleich spricht: Ich bin weise und 
wei es, so kann ers doch nicht finden.
Der Prediger Salomo 9
1. Denn ich habe solches alles zu Herzen genommen, zu forschen das alles, 
da Gerechte und Weise sind und ihre Untertanen in Gottes Hand. Doch 
kennet kein Mensch weder die Liebe noch den Ha irgendeines, den er vor 
sich hat.
2. Es begegnet einem wie dem andern, dem Gerechten wie dem Gottlosen, dem 
Guten und Reinen wie dem Unreinen, dem der opfert, wie dem, der nicht 
opfert. Wie es dem Guten gehet, so gehet es auch dem Snder. Wie es dem 
Meineidigen gehet, so gehet es auch dem, der den Eid frchtet.
3. Das ist ein bses Ding unter allem, das unter der Sonne geschieht, da 
es einem gehet wie dem andern; daher auch das Herz der Menschen voll Arges 
wird, und Torheit ist in ihrem Herzen, dieweil sie leben; danach mssen 
sie sterben.
4. Denn bei allen Lebendigen ist, das man wnschet, nmlich Hoffnung; denn 
ein lebendiger Hund ist besser weder ein toter Lwe.
5. Denn die Lebendigen wissen, da sie sterben werden;. die Toten aber 
wissen nichts, sie verdienen auch nichts mehr, denn ihr Gedchtnis ist 
vergessen,
6. da man sie nicht mehr liebet, noch hasset, noch neidet, und haben kein 
Teil mehr auf der Welt in allem, das unter der Sonne geschieht.
7. So gehe hin und i dein Brot mit Freuden, trink deinen Wein mit gutem 
Mut; denn dein Werk gefllt Gott.
8. La deine Kleider immer wei sein und la deinem Haupte Salbe nicht 
mangeln.
9. Brauche des Lebens mit deinem Weibe, das du lieb hast, solange du das 
eitle Leben hast, das dir Gott unter der Sonne gegeben hat, solange dein 
eitel Leben whret; denn das ist dein Teil im Leben und in deiner Arbeit, 
die du tust unter der Sonne.
10. Alles, was dir vorhanden kommt zu tun, das tue frisch; denn in der 
Hlle, da du hinfhrest, ist weder Werk, Kunst, Vernunft noch Weisheit.
11. Ich wandte mich und sah, wie es unter der Sonne zugehet, da zu laufen 
nicht hilft schnell sein, zum Streit hilft nicht stark sein, zur Nahrung 
hilft nicht geschickt sein, zum Reichtum hilft nicht klug sein; da einer 
angenehm sei, hilft nicht, da er ein Ding wohl knne, sondern alles liegt 
es an der Zeit und Glck.
12. Auch wei der Mensch seine Zeit nicht, sondern wie die Fische gefangen 
werden mit einem schdlichen Hamen, und wie die Vgel mit einem Strick 
gefangen werden, so werden auch die Menschen berckt zur bsen Zeit, wenn 
sie pltzlich ber sie fllt.
13. Ich habe auch diese Weisheit gesehen unter der Sonne, die mich gro 
deuchte,
14. da eine, kleine Stadt war und wenig Leute drinnen, und kam ein groer 
Knig und belegte sie und bauete groe Bollwerke drum,
15. und ward drinnen funden ein armer weiser Mann, der dieselbe Stadt 
durch seine Weisheit konnte erretten; und kein Mensch gedachte desselben 
armen Mannes.
16. Da sprach ich: Weisheit ist ja besser denn Strke. Noch ward des Armen 
Weisheit verachtet und seinen Worten nicht gehorcht.
17. Das macht, der Weisen Worte gelten mehr bei den Stillen denn der 
Herren Schreien bei den Narren.
18. Denn Weisheit ist besser denn Harnisch; aber ein einiger Bube 
verderbet viel Gutes.
Der Prediger Salomo 10
1. Also verderben die schdlichen Fliegen gute Salben. Darum ist zuweilen 
besser Torheit denn Weisheit und Ehre.
2. Denn des Weisen Herz ist zu seiner Rechten; aber des Narren Herz ist zu 
seiner Linken.
3. Auch ob der Narr selbst nrrisch ist in seinem Tun, noch hlt er 
jedermann fr Narren.
4. Darum wenn eines Gewaltigen Trotz wider deinen Willen fortgehet, la 
dich nicht entrsten; denn Nachlassen stillet gro Unglck.
5. Es ist ein Unglck, das ich sah unter der Sonne, nmlich Unverstand, 
der unter den Gewaltigen gemein ist,
6. da ein Narr sitzt in groer Wrde, und die Reichen hienieden sitzen.
7. Ich sah Knechte auf Rossen und Frsten zu Fue gehen wie Knechte.
8. Aber wer eine Grube macht, der wird selbst dreinfallen; und wer den 
Zaun zerreiet, den wird eine Schlange stechen.
9. Wer Steine wegwlzet, der wird Mhe damit haben; und wer Holz spaltet, 
der wird davon verletzt werden.
10. Wenn ein Eisen stumpf wird und an der Schneide ungeschliffen bleibet, 
mu mans mit Macht wieder schrfen; also folgt auch Weisheit dem Flei.
11. Ein Wscher ist nichts besser denn eine Schlange, die unbeschworen 
sticht.
12. Die Worte aus dem Munde eines Weisen sind holdselig; aber des Narren 
Lippen verschlingen denselben.
13. Der Anfang seiner Worte ist Narrheit, und das Ende ist schdliche 
Torheit.
14. Ein Narr macht viel Worte; denn der Mensch wei nicht, was gewesen 
ist; und wer will ihm sagen; was nach ihm werden wird?
15. Die Arbeit der Narren wird ihnen sauer, weil man nicht wei, in die 
Stadt zu gehen.
16. Wehe dir, Land, des Knig ein Kind ist und des Frsten frhe essen!
17. Wohl dir, Land, des Knig edel ist und des Frsten zu rechter Zeit 
essen, zur Strke und nicht zur Lust.
18. (Denn durch Faulheit sinken die Balken, und durch hinlssige Hnde 
wird das Haus triefend.)
19. Das macht, sie machen Brot zum Lachen, und der Wein mu die Lebendigen 
erfreuen, und das Geld mu ihnen alles zuwege bringen.
20. Fluche dem Knige nicht in deinem Herzen und fluche dem Reichen nicht 
in deiner Schlafkammer; denn die Vgel des Himmels fhren die Stimme, und 
die Fittiche haben, sagens nach.
Der Prediger Salomo 11
1. La dein Brot ber das Wasser fahren, so wirst du es finden auf lange 
Zeit.
2. Teile aus unter sieben und unter acht; denn du weiest nicht, was fr 
Unglck auf Erden kommen wird.
3. Wenn die Wolken voll sind, so geben sie Regen auf die Erde; und wenn 
der Baum fllt, er falle gegen Mittag oder Mitternacht, auf welchen Ort er 
fllt, da wird er liegen.
4. Wer auf den Wind achtet, der set nicht, und wer auf die Wolken siehet, 
der erntet nicht.
5. Gleichwie du nicht weit den Weg des Windes, und wie die Gebeine in 
Mutterleibe bereitet werden, also kannst du auch Gottes Werk nicht wissen, 
das er tut berall.
6. Frhe she deinen Samen und la deine Hand des Abends nicht ab; denn du 
weit nicht, ob dies oder das geraten wird; und ob es beides geriete, so 
wre es desto besser.
7. Es ist das Licht s und den Augen lieblich, die Sonne zu sehen.
8. Wenn ein Mensch lange Zeit lebet und ist frhlich in allen Dingen, so 
gedenkt er doch nur der bsen Tage, da ihrer so viel ist; denn alles, was 
ihm begegnet ist, ist eitel.
9. So freue dich, Jngling, in deiner Jugend und la dein Herz guter Dinge 
sein in deiner Jugend. Tue, was dein Herz lstet und deinen Augen gefllt; 
und wisse, da dich Gott um des alles Wird vor Gericht fhren.
10. La die Traurigkeit aus deinem Herzen und tue das bel von deinem 
Leibe; denn Kindheit und Jugend ist eitel.
Der Prediger Salomo 12
1. Gedenk an deinen Schpfer in deiner Jugend, ehe denn die, bsen Tage 
kommen und die Jahre herzutreten, da du wirst sagen: Sie gefallen mir 
nicht,
2. ehe denn die Sonne und das Licht, Mond und Sterne finster werden und 
Wolken wiederkommen nach dem Regen,
3. zur Zeit, wenn die Hter im Hause zittern, und sich krmmen die 
Starken, und mig stehen die Mller, da ihrer so wenig worden ist, und 
finster, werden die Gesichter durch die Fenster,
4. und die Tren auf der Gasse geschlossen werden, da die Stimme der 
Mllerin leise wird und erwacht, wenn der Vogel singet, und sich bcken 
alle Tchter des Gesangs,
5. da sich auch die Hohen frchten und scheuen auf dem Wege; wenn der 
Mandelbaum blhet, und die Heuschrecke beladen wird, und alle Lust 
vergehet (denn der Mensch fhrt hin, da er ewig bleibt, und die Klger 
gehen umher auf der Gasse,
6. ehe denn der silberne Strick wegkomme, und die gldene Quelle verlaufe, 
und der Eimer zerbreche am Born und das Rad zerbreche am Born.
7. Denn der Staub mu wieder zu der Erde kommen, wie er gewesen ist, und 
der Geist wieder zu Gott, der ihn gegeben hat.
8. Es ist alles ganz eitel, sprach der Prediger, ganz eitel!
9. Derselbe Prediger war nicht allein weise, sondern lehrete auch das Volk 
gute Lehre und merkte und forschete und stellete viel Sprche
10. Er suchte, da er fnde angenehme Worte, und schrieb recht die Worte 
der Wahrheit.
11. Diese Worte der Weisen sind Spiee und Ngel, geschrieben durch die 
Meister der Versammlungen und von einem Hirten gegeben.
12. Hte dich, mein Sohn, vor andern mehr; denn viel Bchermachens ist 
kein Ende und viel Predigen macht den Leib mde.
13. Lat uns die Hauptsumma aller Lehre hren: Frchte Gott und halte 
seine Gebote; denn das gehret allen Menschen zu.
14. Denn Gott wird alle Werke vor Gericht bringen, das verborgen ist, es 
sei gut oder bse.
Das Hohelied Salomos 1
1. Das Hohelied Salomos.
2. Er ksse mich mit dem Ku seines Mundes; denn deine Liebe ist 
lieblicher denn Wein;
3. da man deine gute Salbe rieche. Dein Name ist eine ausgeschttete 
Salbe, darum lieben dich die Mgde.
4. Zeuch mich dir nach, so laufen wir. Der Knig fhret mich in seine 
Kammer. Wir freuen uns und sind frhlich ber dir; wir gedenken an deine 
Liebe mehr denn an den Wein. Die Frommen lieben dich.
5. Ich bin schwarz, aber gar lieblich, ihr Tchter Jerusalems, wie die 
Htten Kedars, wie die Teppiche Salomos.
6. Sehet mich nicht an, da ich so schwarz bin; denn die Sonne hat mich so 
verbrannt. Meiner Mutter Kinder zrnen mit mir. Man hat mich zur Hterin 
der Weinberge gesetzt; aber meinen Weinberg, den ich hatte, habe ich nicht 
behtet.
7. Sage mir an, du, den meine Seele liebet, wo du weidest, wo du ruhest im 
Mittage, da ich nicht hin und her gehen msse bei den Herden deiner 
Gesellen.
8. Kennest du dich nicht, du Schnste unter den Weibern, so gehe hinaus 
auf die Futapfen der Schafe und weide deine Bcke bei den Hirtenhusern.
9. Ich gleiche dich, meine Freundin, meinem reisigen Zeuge an den Wagen 
Pharaos.
10. Deine Backen stehen lieblich in den Spangen und dein Hals in den 
Ketten.
11. Wir wollen dir gldene Spangen machen mit silbernen Pcklein.
12. Da der Knig sich herwandte, gab meine Narde seinen Geruch.
13. Mein Freund ist mir ein Bschel Myrrhen, das zwischen meinen Brsten 
hanget.
14. Mein Freund ist mir eine Traube Kopher in den Weingrten zu Engeddi.
15. Siehe, meine Freundin, du bist schn, schn bist du; deine Augen sind 
wie Taubenaugen.
16. Siehe, mein Freund, du bist schn und lieblich. Unser Bett grnet.
17. Unserer Huser Balken sind Zedern, unsere Latten sind Zypressen.
Das Hohelied Salomos 2
1. Ich bin eine Blume zu Saron und eine Rose im Tal.
2. Wie eine Rose unter den Dornen, so ist meine Freundin unter den 
Tchtern.
3. Wie ein Apfelbaum unter den wilden Bumen, so ist mein Freund unter den 
Shnen. Ich sitze unter dem Schatten, des ich begehre, und seine Frucht 
ist meiner Kehle s.
4. Er fhret mich in den Weinkeller, und die Liebe ist sein Panier ber 
mir.
5. Er erquicket mich mit Blumen und labet mich mit pfeln; denn ich bin 
krank vor Liebe.
6. Seine Linke liegt unter meinem Haupte, und seine Rechte herzet mich.
7. Ich beschwre euch, ihr Tchter Jerusalems, bei den Rehen oder bei den 
Hinden auf dem Felde, da ihr meine Freundin nicht aufwecket noch reget, 
bis da ihr selbst gefllt.
8. Da ist die Stimme meines Freundes. Siehe, er kommt und hpfet auf den 
Bergen und springet auf den Hgeln!
9. Mein Freund ist gleich einem Rehe oder jungen Hirsch. Siehe, er stehet 
hinter unserer Wand und siehet durchs Fenster und gucket durchs Gitter.
10. Mein Freund antwortet und spricht zu mir: Stehe auf, meine Freundin, 
meine Schne, und komm her!
11. Denn siehe, der Winter ist vergangen, der Regen ist weg und dahin;
12. die Blumen sind hervorkommen im Lande, der Lenz ist herbeikommen, und 
die Turteltaube lt sich hren in unserm Lande;
13. der Feigenbaum hat Knoten gewonnen, die Weinstcke haben Augen 
gewonnen und geben ihren Geruch. Stehe auf, meine Freundin, und komm, 
meine Schne, komm her!
14. Meine Taube in den Felslchern, in den Steinritzen, zeige mir deine 
Gestalt, la mich hren deine Stimme! Denn deine Stimme ist s und deine 
Gestalt lieblich.
15. Fahet uns die Fchse, die kleinen Fchse, die die Weinberge verderben; 
denn unsere Weinberge haben Augen gewonnen.
16. Mein Freund ist mein, und ich bin sein, der unter den Rosen weidet,
17. bis der Tag khle werde und der Schatten weiche. Kehre um, werde wie 
ein Reh, mein Freund, oder wie ein junger Hirsch auf den Scheidebergen!
Das Hohelied Salomos 3
1. Ich suchte des Nachts in meinem Bette, den meine Seele liebet. Ich 
suchte, aber ich fand ihn nicht.
2. Ich will aufstehen und in der Stadt umgehen auf den Gassen und Straen 
und suchen, den meine Seele liebet. Ich suchte, aber ich fand ihn nicht.
3. Es fanden mich die Wchter, die in der Stadt umgehen: Habt ihr nicht 
gesehen, den meine Seele liebet?
4. Da ich ein wenig vor ihnen ber kam, da fand ich, den meine Seele 
liebet. Ich halte ihn und will ihn nicht lassen, bis ich ihn bringe in 
meiner Mutter Haus, in meiner Mutter Kammer.
5. Ich beschwre euch, ihr Tchter zu Jerusalem, bei den Rehen oder Hinden 
auf dem Felde, da ihr meine Freundin nicht aufwecket noch reget, bis da 
ihr selbst gefllt.
6. Wer ist die, die heraufgehet aus der Wste, wie ein gerader Rauch, wie 
ein Geruch von Myrrhen, Weihrauch und allerlei Pulver eines Apothekers?
7. Siehe, um das Bette Salomos her stehen sechzig Starke aus den Starken 
in Israel.
8. Sie halten alle Schwerter und sind geschickt zu streiten. Ein jeglicher 
hat sein Schwert an seiner Hfte um der Furcht willen in der Nacht.
9. Der Knig Salomo lie ihm eine Snfte machen von Holz aus Libanon.
10. Derselben Sulen waren silbern, die Decke glden, der Sitz purpurn, 
der Boden mitten inne war lieblich gepflastert um der Tchter willen zu 
Jerusalem.
11. Gehet heraus und schauet an, ihr Tchter Zions, den Knig Salomo in 
der Krone, damit ihn seine Mutter gekrnet hat am Tage seiner Hochzeit und 
am Tage der Freude seines Herzens.
Das Hohelied Salomos 4
1. Siehe, meine Freundin, du bist schn siehe, schn bist du! Deine Augen 
sind wie Taubenaugen zwischen deinen Zpfen. Dein Haar ist wie die 
Ziegenherden, die beschoren sind auf dem Berge Gilead.
2. Deine Zhne sind wie die Herde mit beschnittener Wolle, die aus der 
Schwemme kommen, die allzumal Zwillinge tragen, und ist keine unter ihnen 
unfruchtbar.
3. Deine Lippen sind wie eine rosinfarbene Schnur, und deine Rede 
lieblich. Deine Wangen sind wie der Ritz am Granatapfel zwischen deinen 
Zpfen.
4. Dein Hals ist wie der Turm Davids, mit Brustwehr gebauet, daran tausend 
Schilde hangen und allerlei Waffen der Starken.
5. Deine zwo Brste sind wie zwei junge Rehzwillinge, die unter den Rosen 
weiden,
6. bis der Tag khle werde und der Schatten weiche. Ich will zum 
Myrrhenberge gehen und zum Weihrauchhgel.
7. Du bist allerdinge schn, meine Freundin, und ist kein Flecken an dir.
8. Komm, meine Braut, vom Libanon, komm vom Libanon! Gehe herein, tritt 
her von der Hhe Amana, von der Hhe Senir und Hermon, von den Wohnungen 
der Lwen, von den Bergen der Leoparden.
9. Du hast mir das Herz genommen, meine Schwester, liebe Braut, mit deiner 
Augen einem und mit deiner Halsketten einer.
10. Wie schn sind deine Brste, meine Schwester, liebe Braut! Deine 
Brste sind lieblicher denn Wein, und der Geruch deiner Salben bertrifft 
alle Wrze.
11. Deine Lippen, meine Braut, sind wie triefender Honigseim, Honig und 
Milch ist unter deiner Zunge, und deiner Kleider Geruch ist wie der Geruch 
Libanons.
12. Meine Schwester, liebe Braut, du bist ein verschlossener Garten, eine 
verschlossene Quelle, ein versiegelter Born.
13. Dein Gewchs ist wie ein Lustgarten von Granatpfeln, mit edlen 
Frchten, Zypern mit Narden,
14. Narden mit Safran, Kalmus und Zinnamen, mit allerlei Bumen des 
Weihrauchs, Myrrhen und Aloes, mit allen besten Wrzen.
15. Wie ein Gartenbrunn, wie ein Born lebendiger Wasser, die vom Libanon 
flieen.
16. Stehe auf, Nordwind, und komm, Sdwind, und wehe durch meinen Garten, 
da seine Wrzen triefen! Mein Freund komme in seinen Garten und esse 
seiner edlen Frchte.
Das Hohelied Salomos 5
1. Ich komme, meine Schwester, liebe Braut, in meinen Garten. Ich habe 
meine Myrrhen samt meinen Wrzen abgebrochen; ich habe meines Seims samt 
meinem Honig gegessen; ich habe meines Weins samt meiner Milch getrunken. 
Esset, meine Lieben, und trinket, meine Freunde, und werdet trunken!
2. Ich schlafe, aber mein Herz wacht. Da ist die Stimme meines Freundes, 
der anklopfet: Tu mir auf, liebe Freundin, meine Schwester, meine Taube, 
meine Fromme; denn mein Haupt ist voll Taues, und meine Locken voll 
Nachttropfen.
3. Ich habe meinen Rock ausgezogen, wie soll ich ihn wieder anziehen? Ich 
habe meine Fe gewaschen, wie soll ich sie wieder besudeln?
4. Aber mein Freund steckte seine Hand durchs Loch, und mein Leib 
erzitterte davor.
5. Da stund ich auf, da ich meinem Freunde auftte; meine Hnde troffen 
mit Myrrhen, und Myrrhen liefen ber meine Finger an dem Riegel am Schlo.
6. Und da ich meinem Freunde aufgetan hatte, war er weg und hingegangen. 
Da ging meine Seele heraus nach seinem Wort: Ich suchte ihn, aber ich fand 
ihn nicht; ich rief, aber er antwortete mir nicht.
7. Es fanden mich die Hter, die in der Stadt umgehen, die schlugen mich 
wund; die Hter auf der Mauer nahmen mir meinen Schleier.
8. Ich beschwre euch, ihr Tchter Jerusalems, findet ihr meinen Freund, 
so saget ihm, da ich vor Liebe krank liege.
9. Was ist dein Freund vor andern Freunden, o du Schnste unter den 
Weibern? Was ist dein Freund vor andern Freunden, da du uns so beschworen 
hast?
10. Mein Freund ist wei und rot, auserkoren unter viel Tausenden.
11. Sein Haupt ist das feinste Gold. Seine Locken sind kraus, schwarz wie 
ein Rabe.
12. Seine Augen sind wie Taubenaugen an den Wasserbchen, mit Milch 
gewaschen, und stehen in der Flle.
13. Seine Backen sind wie die wachsenden den Wrzgrtlein der Apotheker. 
Seine Lippen sind wie Rosen, die mit flieenden Myrrhen triefen.
14. Seine Hnde sind wie gldene Ringe, voll Trkise, Sein Leib ist wie 
rein Elfenbein mit Saphiren geschmckt.
15. Seine Beine sind wie Marmelsulen, gegrndet auf gldenen Fen. Seine 
Gestalt ist wie Libanon, auserwhlt wie Zedern.
16. Seine Kehle ist s und ganz lieblich. Ein solcher ist mein Freund; 
mein Freund ist ein solcher, ihr Tchter Jerusalems!
Das Hohelied Salomos 6
1. Wo ist denn dein Freund hingegangen, o du Schnste unter den Weibern? 
Wo hat sich dein Freund hingewandt? So wollen wir mit dir ihn suchen.
2. Mein Freund ist hinabgegangen in seinen Garten, zu den Wrzgrtlein, 
da er sich weide unter den Grten und Rosen breche.
3. Mein Freund ist mein, und ich bin sein, der unter den Rosen sich weidet.
4. Du bist schn, meine Freundin, wie Thirza, lieblich wie Jerusalem, 
schrecklich wie Heerspitzen.
5. Wende deine Augen von mir, denn sie machen mich brnstig Deine Haare 
sind wie eine Herde Ziegen, die auf dem Berge Gilead geschoren sind.
6. Deine Zhne sind wie eine Herde Schafe, die aus der Schwemme kommen, 
die allzumal Zwillinge tragen, und ist keins unfruchtbar unter ihnen.
7. Deine Wangen sind wie ein Ritz am Granatpfel zwischen deinen Zpfen.
8. Sechzig ist der Kniginnen und achtzig der Kebsweiber, und der 
Jungfrauen ist keine Zahl.
9. Aber eine ist meine Taube, meine Fromme, eine ist ihrer Mutter die 
Liebste, und die Auserwhlte ihrer Mutter. Da sie die Tchter sahen, 
preiseten sie dieselbige selig; die Kniginnen und die Kebsweiber lobten 
sie.
10. Wer ist, die hervorbricht wie die Morgenrte, schn wie der Mond, 
auserwhlt wie die Sonne, schrecklich wie die Heerspitzen?
11. Ich bin hinab in den Nugarten gegangen, zu schauen die Struchlein am 
Bach, zu schauen, ob der Weinstock blhete, ob die Granatpfel grneten.
12. Meine Seele wute es nicht, da er mich zum Wagen Ammi-Nadibs gesetzt 
hatte.
13. Kehre wieder, kehre wieder, o Sulamith! Kehre wieder, kehre wieder, 
da wir dich schauen! Was sehet ihr an Sulamith? Den Reigen zu Mahanaim.
Das Hohelied Salomos 7
1. Wie schn ist dein Gang in den Schuhen, du Frstentochter! Deine Lenden 
stehen gleich aneinander wie zwo Spangen, die des Meisters Hand gemacht 
hat.
2. Dein Nabel ist wie ein runder Becher, dem nimmer Getrnk mangelt. Dein 
Bauch ist wie ein Weizenhaufen, umsteckt mit Rosen.
3. Deine zwo Brste sind wie zwei junge Rehzwillinge.
4. Dein Hals ist wie ein elfenbeinerner Turm. Deine Augen sind wie die 
Teiche zu Hesbon, am Tor Bathrabbim. Deine Nase ist wie der Turm auf 
Libanon, der gegen Damaskus siehet.
5. Dein Haupt stehet auf dir wie Karmel. Das Haar auf deinem Haupt ist wie 
der Purpur des Knigs in Falten gebunden.
6. Wie schn und wie lieblich bist du, du Liebe in Wollsten!
7. Deine Lnge ist gleich einem Palmbaum und deine Brste den Weintrauben.
8. Ich sprach: Ich mu auf den Palmbaum steigen und seine Zweige 
ergreifen. La deine Brste sein wie Trauben am Weinstock und deiner Nase 
Geruch wie pfel
9. und deine Kehle wie guter Wein, der meinem Freunde glatt eingehe und 
rede von fernigem.
10. Mein Freund ist mein und er hlt sich auch zu mir.
11. Komm, mein Freund, la uns aufs Feld hinausgehen und auf den Drfern 
bleiben,
12. da wir frhe aufstehen zu den Weinbergen, da wir sehen, ob der 
Weinstock blhe und Augen gewonnen habe, ob die Granatapfelbume 
ausgeschlagen sind; da will ich dir meine Brste geben.
13. Die Lilien geben den Geruch, und vor unserer Tr sind allerlei edle 
Frchte. Mein Freund, ich habe dir beide, heurige und fernige, behalten.
Das Hohelied Salomos 8
1. O da ich dich, mein Bruder, der du meiner Mutter Brste saugest, 
drauen fnde und dich kssen mte, da mich niemand hhnete!
2. Ich wollte dich fhren und in meiner Mutter Haus bringen, da du mich 
lehren solltest; da wollte ich dich trnken mit gemachtem Wein und mit dem 
Most meiner Granatpfel.
3. Seine Linke liegt unter meinem Haupt, und seine Rechte herzet mich.
4. Ich beschwre euch, Tchter Jerusalems, da ihr meine Liebe nicht 
aufwecket noch reget, bis da ihr selbst gefllt.
5. Wer ist die, die herauffhret von der Wste und lehnet sich auf ihren 
Freund? Unter dem Apfelbaum weckte ich dich, da deine Mutter dich geboren 
hatte, da mit dir gelegen ist, die dich gezeuget hat.
6. Setze mich wie ein Siegel auf dein Herz und wie ein Siegel auf deinen 
Arm. Denn Liebe ist stark wie der Tod, und Eifer ist fest wie die Hlle. 
Ihre Glut ist feurig und eine Flamme des Herrn,
7. da auch viel Wasser nicht mgen die Liebe auslschen, noch die Strme 
sie ersufen. Wenn einer alles Gut in seinem Hause um die Liebe geben 
wollte, so glte es alles nichts.
8. Unsere Schwester ist klein und hat keine Brste. Was sollen wir unserer 
Schwester tun, wenn man sie nun soll anreden?
9. Ist sie eine Mauer, so wollen wir silbern Bollwerk drauf bauen. Ist sie 
eine Tr, so wollen wir sie festigen mit zedernen Bohlen.
10. Ich bin eine Mauer, und meine Brste sind wie Trme. Da bin ich worden 
vor seinen Augen, als die Frieden findet.
11. Salomo hat einen Weinberg zu Baal-Hamon. Er gab den Weinberg den 
Htern, da ein jeglicher fr seine Frchte brchte tausend Silberlinge.
12. Mein Weinberg ist vor mir. Dir, Salomo, gebhren tausend; aber den 
Htern zweihundert samt seinen Frchten.
13. Die du wohnest in den Grten, la mich deine Stimme hren; die 
Gesellschaften merken drauf.
14. Fleuch, mein Freund, und sei gleich einem Reh oder jungen Hirsche auf 
den Wrzbergen.
Der Prophet Jesaja 1
1. Dies ist das Gesicht Jesajas, des Sohns Amoz, welches er sah von Juda 
und Jerusalem zur Zeit Usias, Jothams, Ahas und Jehiskias, der Knige 
Judas.
2. Hret, ihr Himmel, und Erde, nimm zu Ohren! Denn der Herr redet: Ich 
habe Kinder auferzogen und erhhet, und sie sind von mir abgefallen.
3. Ein Ochse kennet seinen Herrn und ein Esel die Krippe seines Herrn; 
aber Israel kennet es nicht, und mein Volk vernimmt es nicht.
4. O wehe des sndigen Volks, des Volks von groer Missetat, des 
boshaftigen Samens, der schdlichen Kinder, die den Herrn verlassen, den 
Heiligen in Israel lstern, weichen zurck!
5. Was soll man weiter an euch schlagen, so ihr des Abweichens nur desto 
mehr machet? Das ganze Haupt ist krank, das ganze Herz ist matt.
6. Von der Fusohle bis aufs Haupt ist nichts Gesundes an ihm, sondern 
Wunden und Striemen und Eiterbeulen, die nicht geheftet noch verbunden 
noch mit l gelindert sind.
7. Euer Land ist wste, eure Stdte sind mit Feuer verbrannt; Fremde 
verzehren eure cker vor euren Augen, und ist Wste, als das, so durch 
Fremde verheeret ist.
8. Was aber noch brig ist von der Tochter Zion, ist wie ein Huslein im 
Weinberge, wie eine Nachthtte in den Krbisgrten, wie eine verheerte 
Stadt.
9. Wenn uns der Herr Zebaoth nicht ein weniges liee berbleiben, so wren 
wir wie Sodom und gleichwie Gomorrha.
10. Hret des Herrn Wort, ihr Frsten von Sodom; nimm zu Ohren unsers 
Gottes Gesetz, du Volk von Gomorrha!
11. Was soll mir die Menge eurer Opfer? spricht der Herr. Ich bin satt der 
Brandopfer von Widdern und des Fetten von den Gemsteten und habe keine 
Lust zum Blut der Farren, der Lmmer und Bcke.
12. Wenn ihr hereinkommet zu erscheinen vor mir, wer fordert solches von 
euren Hnden, da ihr auf meinen Vorhof tretet?
13. Bringet nicht mehr Speisopfer so vergeblich! Das Ruchwerk ist mir ein 
Greuel; der Neumonden und Sabbate, da ihr zusammenkommet und Mhe und 
Angst habt, deren mag ich nicht.
14. Meine Seele ist feind euren Neumonden und Jahrzeiten; ich bin 
derselbigen |berdrssig; ich bin's mde zu leiden.
15. Und wenn ihr schon eure Hnde ausbreitet, verberge ich doch meine 
Augen von euch; und ob ihr schon viel betet, hre ich euch doch nicht; 
denn teure Hnde sind voll Bluts.
16. Waschet, reiniget euch, tut euer bses Wesen von meinen Augen, lasset 
ab vom Bsen!
17. Lernet Gutes tun, trachtet nach Recht, helfet dem Unterdrckten, 
schaffet dem Waisen Recht und helfet der Witwen Sache!
18. So kommt dann und lat uns miteinander rechten, spricht der Herr. Wenn 
teure Snde gleich blutrot ist, soll sie doch schneewei werden, und wenn 
sie gleich ist wie Rosinfarbe, soll sie doch wie Wolle werden.
19. Wollt ihr mir gehorchen, so sollt ihr des Landes Gut genieen.
20. Weigert ihr euch aber und seid ungehorsam, so sollt ihr vom Schwert 
gefressen werden; denn der Mund des Herrn sagt es.
21. Wie gehet das zu, da die fromme Stadt zur Hure worden ist? Sie war 
voll Rechts, Gerechtigkeit wohnete drinnen, nun aber Mrder
22. Dein Silber ist Schaum worden und dein Getrnk mit Wasser vermischt.
23. Deine Frsten sind Abtrnnige und Diebsgesellen; sie nehmen alle gerne 
Geschenke und trachten nach Gaben; dem Waisen schaffen sie nicht Recht, 
und der Witwen Sache kommt nicht vor sie.
24. Darum spricht der Herr Herr Zebaoth, der Mchtige in Israel: O weh! 
Ich werde mich trsten durch meine Feinde und mich rchen durch meine 
Feinde;
25. und mu meine Hand wider dich kehren und deinen Schaum aufs lauterste 
fegen und all dein Zinn wegtun
26. und dir wieder Richter geben, wie zuvor waren, und Ratsherren wie im 
Anfang. Alsdann wirst du eine Stadt der Gerechtigkeit und eine fromme 
Stadt heien.
27. Zion mu durch Recht erlset werden und ihre Gefangenen durch 
Gerechtigkeit,
28. da die bertreter und Snder miteinander zerbrochen werden, und die 
den Herrn verlassen, umkommen.
29. Denn sie mssen zuschanden werden ber den Eichen, da ihr Lust zu 
habt, und schamrot werden ber den Grten, die ihr erwhlet,
30. wenn ihr sein werdet wie eine Eiche mit drren Blttern und wie ein 
Garten ohne Wasser;
31. wenn der Schutz wird sein wie Werg und sein Tun wie ein Funke, und 
beides miteinander angezndet werde, da niemand lsche.
Der Prophet Jesaja 2
1. Dies ist's, das Jesaja, der Sohn Amoz, sah von Juda und Jerusalem:
2. Es wird zur letzten Zeit der Berg, da des Herrn Haus ist, gewi sein, 
hher denn alle Berge, und ber alle Hgel erhaben werden; und werden alle 
Heiden dazu laufen,
3. und viel Vlker hingehen und sagen: Kommt, lat uns auf den Berg des 
Herrn gehen, zum Hause des Gottes Jakobs, da er uns lehre seine Wege und 
wir wandeln auf seinen Steigen! Denn von Zion wird das Gesetz ausgehen und 
des Herrn Wort von Jerusalem.
4. Und er wird richten unter den Heiden und strafen viel Vlker. Da werden 
sie ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spiee zu Sicheln machen. Denn 
es wird kein Volk wider das andere ein Schwert aufheben und werden fort 
nicht mehr kriegen lernen.
5. Kommet ihr nun vom Hause Jakobs, lat uns wandeln im Licht des Herrn!
6. Aber du hast dein Volk, das Haus Jakobs, lassen fahren; denn sie 
treiben's mehr denn die gegen dem Aufgang und sind Tagewhler, wie die 
Philister, und machen der fremden Kinder viel.
7. Ihr Land ist voll Silber und Gold, und ihrer Schtze ist kein Ende; ihr 
Land ist voll Rosse, und ihrer Wagen ist kein Ende.
8. Auch ist ihr Land voll Gtzen, und beten an ihrer Hnde Werk, welches 
ihre Finger gemacht haben.
9. Da bckt sich der Pbel, da demtigen sich die Junker. Das wirst du 
ihnen nicht vergeben.
10. Gehe hin in den Felsen und verbirg dich in der Erde, vor der Furcht 
des Herrn und vor seiner herrlichen Majestt!
11. Denn alle hohen Augen werden geniedriget werden, und was hohe Leute 
sind, wird sich bcken mssen; der Herr aber wird allein hoch sein zu der 
Zeit.
12. Denn der Tag des Herrn Zebaoth wird gehen ber alles Hoffrtige und 
Hohe und ber alles Erhabene, da es geniedriget werde,
13. auch ber alle hohen und erhabenen Zedern auf dem Libanon und ber 
alle Eichen in Basan,
14. ber alle hohen Berge und ber alle erhabenen Hgel,
15. ber alle hohen Trme und ber alle festen Mauern,
16. ber alle Schiffe im Meer und ber alle kstliche Arbeit,
17. da sich bcken mu alle Hhe der Menschen und demtigen, was hohe 
Leute sind, und der Herr allein hoch sei zu der Zeit.
18. Und mit den Gtzen wird's ganz aus sein.
19. Da wird man in der Felsen Hhlen gehen und in der Erde Klfte vor der 
Furcht des Herrn und vor seiner herrlichen Majestt, wenn er sich 
aufmachen wird, zu schrecken die Erde.
20. Zu der Zeit wird jedermann wegwerfen seine silbernen und gldenen 
Gtzen, die er ihm hatte machen lassen anzubeten, in die Lcher der 
Maulwrfe und der Fledermuse,
21. auf da er mge in die Steinritzen und Felsklfte kriechen vor der 
Furcht des Herrn und vor seiner herrlichen Majestt, wenn er sich 
aufmachen wird, zu schrecken die Erde.
22. So lasset nun ab von dem Menschen, der Odem in der Nase hat; denn ihr 
wisset nicht, wie hoch er geachtet ist.
Der Prophet Jesaja 3
1. Denn siehe, der Herr Herr Zebaoth wird von Jerusalem und Juda nehmen 
allerlei Vorrat, allen Vorrat des Brots und allen Vorrat des Wassers,
2. Starke und Kriegsleute, Richter, Propheten, Wahrsager und lteste,
3. Hauptleute ber fnfzig und ehrliche Leute, Rte und weise Werkleute 
und kluge Redner.
4. Und will ihnen Jnglinge zu Frsten geben, und Kindische sollen ber 
sie herrschen.
5. Und das Volk wird Schinderei treiben, einer ber den andern und ein 
jeglicher ber seinen Nchsten; und der Jngere wird stolz sein wider den 
Alten und ein loser Mann wider den Ehrlichen.
6. Dann wird einer seinen Bruder aus seines Vaters Haus ergreifen: Du hast 
Kleider; sei unser Frst, hilf du diesem Unfall!
7. Er aber wird zu der Zeit schwren und sagen: Ich bin kein Arzt; es ist 
weder Brot noch Kleid in meinem Hause; setzet mich nicht zum Frsten im 
Volk.
8. Denn Jerusalem fllt dahin, und Juda liegt da, weil ihre Zunge und ihr 
Tun wider den Herrn ist, da sie den Augen seiner Majestt widerstreben.
9. Ihr Wesen hat sie kein Hehl und rhmen ihre Snde, wie die zu Sodom, 
und verbergen sie nicht. Wehe ihrer Seele! Denn damit bringen sie sich 
selbst in alles Unglck.
10. Prediget von den Gerechten, da sie es gut haben; denn sie werden die 
Frucht ihrer Werke essen.
11. Wehe aber den Gottlosen, denn sie sind boshaftig, und es wird ihnen 
vergolten werden, wie sie es verdienen.
12. Kinder sind Treiber meines Volks und Weiber herrschen ber sie. Mein 
Volk, deine Trster verfhren dich und zerstren den Weg, den du gehen 
sollst.
13. Aber der Herr stehet da zu rechten, und ist aufgetreten, die Vlker zu 
richten.
14. und der Herr kommt zu Gericht mit den ltesten seines Volks und mit 
seinen Frsten. Denn ihr habt den Weinberg verderbt, und der Raub von den 
Armen ist in eurem Hause.
15. Warum zertretet ihr mein Volk und zerschlaget die Person der Elenden? 
spricht der Herr Herr Zebaoth.
16. Und der Herr spricht: Darum da die Tchter Zions stolz sind und gehen 
mit aufgerichtetem Halse, mit geschminkten Angesichten, treten einher und 
schwnzen und haben kstliche Schuhe an ihren Fen,
17. so wird der Herr den Scheitel der Tchter Zions kahl machen und der 
Herr wird ihre Geschmeide wegnehmen.
18. Zu der Zeit wird der Herr den Schmuck an den kstlichen Schuhen 
wegnehmen und die Hefte, die Spangen,
19. die Kettlein, die Armspangen, die Hauben,
20. die Flittern, die Gebrme, die Schnrlein, die Bisampfel, die 
Ohrenspangen,
21. die Ringe, die Haarbnder,
22. die Feierkleider, die Mntel, die Schleier, die Beutel,
23. die Spiegel, die Koller, die Borten, die Kittel
24. und wird Gestank fr guten Geruch sein und ein loses Band fr einen 
Grtel und eine Glatze fr ein kraus Haar und fr einen weiten Mantel ein 
enger Sack; solches alles anstatt deiner Schne.
25. Dein Pbel wird durchs Schwert fallen und deine Krieger im Streit.
26. Und ihre Tore werden trauern und klagen, und sie wird jmmerlich 
sitzen auf der Erde,
Der Prophet Jesaja 4
1. da sieben Weiber werden zu der Zeit einen Mann ergreifen und sprechen: 
Wir wollen uns selbst nhren und kleiden; la uns nur nach deinem Namen 
heien, da unsere Schmach von uns genommen werde.
2. In der Zeit wird des Herrn Zweig lieb und wert sein und die Frucht der 
Erde herrlich und schn bei denen, die behalten werden in Israel.
3. Und wer da wird brig sein zu Zion und ber bleiben zu Jerusalem, der 
wird heilig heien, ein jeglicher, der geschrieben ist unter die 
Lebendigen zu Jerusalem.
4. Dann wird der Herr den Unflat der Tchter Zions waschen und die Blut 
schulden Jerusalems vertreiben von ihr durch den Geist, der richten und 
ein Feuer anznden wird.
5. Und der Herr wird schaffen ber alle Wohnung des Berges Zion; und wo 
sie versammelt ist, Wolken und Rauch des Tages und Feuerglanz, der da 
brenne des Nachts. Denn es wird ein Schirm sein ber alles, was herrlich 
ist;
6. und wird eine Htte sein zum Schatten des Tages vor der Hitze und eine 
Zuflucht und Verbergung vor dem Wetter und Regen.
Der Prophet Jesaja 5
1. Wohlan, ich will meinem Lieben ein Lied meines Vetters singen von 
seinem Weinberge. Mein Lieber hat einen Weinberg an einem fetten Ort.
2. Und er hat ihn verzunet und mit Steinhaufen verwahret und edle Reben 
drein gesenkt. Er bauete auch einen Turm drinnen und grub eine Kelter 
drein und wartete, da er Trauben brchte. Aber er brachte Herlinge.
3. Nun richtet, ihr Brger zu Jerusalem und ihr Mnner Judas, zwischen mir 
und meinem Weinberge!
4. Was sollte man doch mehr tun an meinem Weinberge, das ich nicht getan 
habe an ihm? Warum hat er denn Herlinge gebracht, da ich wartete, da er 
Trauben brchte?
5. Wohlan, ich will euch zeigen, was ich meinem Weinberge tun will. Seine 
Wand soll weggenommen werden, da er verwstet werde, und sein Zaun soll 
zerrissen werden, da er zertreten werde.
6. Ich will ihn wste liegen lassen, da er nicht geschnitten noch gehackt 
werde, sondern Disteln und Dornen drauf wachsen; und will den Wolken 
gebieten, da sie nicht drauf regnen.
7. Des Herrn Zebaoth Weinberg aber ist das Haus Israel und die Mnner 
Judas seine zarte Feser. Er wartet auf Recht, siehe, so ist's Schinderei; 
auf Gerechtigkeit, siehe, so ist's Klage.
8. Wehe denen, die ein Haus an das andere ziehen und einen Acker zum 
andern bringen, bis da kein Raum mehr da sei, da sie alleine das Land 
besitzen!
9. Es ist vor den Ohren des Herrn Zebaoth; was gilt's, wo nicht die vielen 
Huser sollen wste werden und die groen und feinen de stehen?
10. Denn zehn Acker Weinberges sollen nur einen Eimer geben, und ein 
Malter Samens soll nur einen Scheffel geben.
11. Wehe denen, die des Morgens frhe auf sind, des Saufens sich zu 
fleiigen, und sitzen bis in die Nacht, da sie der Wein erhitzt,
12. und haben Harfen, Psalter, Pauken, Pfeifen und Wein in ihrem Wohlleben 
und sehen nicht auf das Werk des Herrn und schauen nicht auf das Geschft 
seiner Hnde.
13. Darum wird mein Volk mssen weggefhrt werden unversehens, und werden 
seine Herrlichen Hunger leiden und sein Pbel Durst leiden.
14. Daher hat die Hlle die Seele weit aufgesperret und den Rachen 
aufgetan ohne alle Mae, da hinunterfahren beide, ihre Herrlichen und 
Pbel, beide, ihre Reichen und Frhlichen,
15. da jedermann sich bcken msse und jedermann gedemtiget werde, und 
die Augen der Hoffrtigen gedemtiget werden,
16. aber der Herr Zebaoth erhhet werde im Recht, und Gott, der Heilige, 
geheiliget werde in Gerechtigkeit.
17. Da werden dann die Lmmer sich weiden an jener Statt, und Fremdlinge 
werden sich nhren in der Wste der Fetten.
18. Wehe denen, die sich zusammenkoppeln mit losen Stricken, unrecht zu 
tun, und mit Wagenseilen, zu sndigen,
19. und sprechen: La eilend und bald kommen sein Werk, da wir's sehen; 
la herfahren und kommen den Anschlag des Heiligen in Israel, da wir's 
inne werden!
20. Wehe denen, die Bses gut und Gutes bse heien, die aus Finsternis 
Licht und aus Licht Finsternis machen, die aus sauer s und aus s sauer 
machen!
21. Wehe denen, die bei sich selbst weise sind und halten sich selbst fr 
klug!
22. Wehe denen, so Helden sind, Wein zu saufen, und Krieger in Vllerei,
23. die den Gottlosen rechtsprechen um Geschenk willen und das Recht der 
Gerechten von ihnen wenden.
24. Darum, wie des Feuers Flamme Stroh verzehret und die Lohe Stoppeln 
hinnimmt, also wird ihre Wurzel verfaulen und ihre Sprossen auffahren wie 
Staub. Denn sie verachten das Gesetz des Herrn Zebaoth und lstern die 
Rede des Heiligen in Israel.
25. Darum ist der Zorn des Herrn ergrimmet ber sein Volk und reckt seine 
Hand ber sie und schlgt sie, da die Berge beben; und ihr Leichnam ist 
wie Kot auf den Gassen. Und in dem allem lt sein Zorn nicht ab, sondern 
seine Hand ist noch ausgereckt.
26. Denn er wird ein Panier aufwerfen ferne unter den Heiden und 
dieselbigen locken vom Ende der Erde. Und siehe, eilend und schnell kommen 
sie daher!
27. Und ist keiner unter ihnen mde oder schwach, keiner schlummert noch 
schlft keinem gehet der Grtel auf von seinen Lenden, und keinem 
zerreiet ein Schuhriemen.
28. Ihre Pfeile sind scharf und alle ihre Bogen gespannet. Seiner Rosse 
Hufe sind wie Felsen geachtet und ihre Wagenrder wie ein Sturmwind.
29. Sie brllen wie Lwen und brllen wie junge Lwen; sie werden brausen 
und den Raub erhaschen und davonbringen, da niemand erretten wird.
30. Und wird ber sie brausen zu der Zeit wie das Meer. Wenn man dann das 
Land ansehen wird, siehe, so ist's finster vor Angst, und das Licht 
scheinet nicht mehr oben ber ihnen.
Der Prophet Jesaja 6
1. Des Jahrs, da der Knig Usia starb, sah ich den Herrn sitzen auf einem 
hohen und erhabenen Stuhl; und sein Saum fllete den Tempel.
2. Seraphim stunden ber ihm, ein jeglicher hatte sechs Flgel; mit zween 
deckten sie ihr Antlitz, mit zween deckten sie ihre Fe und mit zween 
flogen sie.
3. Und einer rief zum andern und sprach: Heilig, heilig, heilig ist der 
Herr Zebaoth; tafle Lande sind seiner Ehre voll!
4. da die berschwellen bebeten von der Stimme ihres Rufens, und das Haus 
ward voll Rauchs.
5. Da sprach ich: Wehe mir, ich vergehe! Denn ich bin unreiner Lippen und 
wohne unter einem Volk von unreinen Lippen; denn ich habe den Knig, den 
Herrn Zebaoth, gesehen mit meinen Augen.
6. Da flog der Seraphim einer zu mir und hatte eine glhende Kohle in der 
Hand, die er mit der Zange vom Altar nahm,
7. und rhrete meinen Mund und sprach: Siehe, hiermit sind deine Lippen 
gerhret, da deine Missetat von dir genommen werde und deine Snde 
vershnet sei.
8. Und ich hrete die Stimme des Herrn, da er sprach: Wen soll ich 
senden? Wer will unser Bote sein? Ich aber sprach: Hie bin ich, sende mich!
9. Und er sprach: Gehe hin und sprich zu diesem Volk: Hret es und 
verstehet es nicht; sehet es und merket es nicht!
10. Verstocke das Herz dieses Volks und la ihre Ohren dicke sein und 
blende ihre Augen, da sie nicht sehen mit ihren Augen, noch hren mit 
ihren Ohren, noch verstehen mit ihrem Herzen und sich bekehren und genesen.
11. Ich aber sprach: Herr, wie lange? Er sprach: Bis da die Stdte wste 
werden ohne Einwohner und Huser ohne Leute und das Feld ganz wst liege.
12. Denn der Herr wird die Leute ferne wegtun, da das Land sehr verlassen 
wird:
13. Doch soll noch das zehnte Teil drinnen bleiben; denn es wird 
weggefhret und verheeret werden wie eine Eiche und Linde, welche den 
Stamm haben, obwohl ihre Bltter abgestoen werden. Ein heiliger Same wird 
solcher Stamm sein.
Der Prophet Jesaja 7
1. Es begab sich zur Zeit Ahas, des Sohns Jothams, des Sohns Usias, des 
Knigs Judas, zog herauf: Rezin, der Knig zu Syrien, und Pekah, der Sohn 
Remaljas, der Knig Israels, gen Jerusalem, wider sie zu streiten, konnten 
sie aber nicht gewinnen.
2. Da ward dem Hause David angesagt: Die Syrer verlassen sich auf Ephraim. 
Da bebete ihm das Herz und das Herz seines Volks, wie die Bume im Walde 
beben vom Winde.
3. Aber der Herr sprach zu Jesaja: Gehe hinaus, Ahas entgegen; du und dein 
Sohn Sear-Jasub, an das Ende der Wasserrhren am obern Teiche, am Wege 
beim Acker des Frbers,
4. und sprich zu ihm: Hte dich und sei stille! Frchte dich nicht, und 
dein Herz sei unverzagt vor diesen zween rauchenden Lschbrnden, nmlich 
vor dem Zorn Rezins samt den Syrern und des Sohns Remaljas,
5. da die Syrer wider dich einen bsen Ratschlag gemacht haben samt 
Ephraim und dem Sohn Remaljas und sagen:
6. Wir wollen hinauf zu Juda und sie aufwecken und unter uns teilen und 
zum Knige drinnen machen den Sohn Tabeals.
7. Denn also spricht der Herr Herr: Es soll nicht bestehen noch also gehen,
8. sondern wie Damaskus das Haupt ist in Syrien, so soll Rezin das Haupt 
zu Damaskus sein. Und ber fnfundsechzig Jahre soll es mit Ephraim aus 
sein, da sie nicht mehr ein Volk seien.
9. Und wie Samaria das Haupt ist in Ephraim, so soll der Sohn Remaljas das 
Haupt zu Samaria sein. Glaubt ihr nicht, so bleibt ihr nicht.
10. Und der Herr redete abermal zu Alias und sprach:
11. Fordere dir ein Zeichen vom Herrn, deinem Gott, es sei unten in der 
Hlle oder droben in der Hhe.
12. Aber Alias sprach: Ich will's nicht fordern, da ich den Herrn nicht 
versuche.
13. Da sprach er: Wohlan, so hret, ihr vom Hause David: Ist's euch zu 
wenig, da ihr die Leute beleidiget; ihr msset auch meinen Gott 
beleidigen?
14. Darum so wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, eine 
Jungfrau ist schwanger und wird einen Sohn gebren, den wird sie heien 
Immanuel.
15. Butter und Honig wird er essen, da er wisse Bses zu verwerfen und 
Gutes zu erwhlen.
16. Denn ehe der Knabe lernet Bses verwerfen und Gutes erwhlen, wird das 
Land, davor dir grauet, verlassen sein von seinen zween Knigen.]
17. Aber der Herr wird ber dich, ber dein Volk und ber deines Vaters 
Haus Tage kommen lassen, die nicht kommen sind, seit der Zeit, da Ephraim 
von Juda geschieden ist, durch den Knig zu Assyrien;
18. denn zu der Zeit Wird der Herr zischen der Fliege am Ende der Wasser 
in gypten und der Biene im Lande Assur,
19. da sie kommen und alle sich legen an die trockenen Bche und in die 
Steinklfte und in alle Hecken und in alle Bsche.
20. Zur selbigen Zeit wird der Herr das Haupt und die Haare an Fen 
abscheren und den Bart abnehmen durch ein gemietet Schermesser, nmlich 
durch die, so jenseit des Wassers sind, als durch den Knig von Assyrien.
21. Zur selbigen Zeit wird ein Mann einen Haufen Khe und zwo Herden ziehen
22. und wird so viel zu melken haben, da er Butter essen wird; denn 
Butter und Honig wird essen, wer brig im Lande bleiben wird.
23. Denn es wird zu der Zeit geschehen, da, wo jetzt tausend Weinstcke 
stehen, tausend Silberlinge wert, da werden Dornen und Hecken sein,
24. da man mit Pfeilen und Bogen dahin gehen mu. Denn im ganzen Lande 
werden Dornen und Hecken sein,
25. da man auch zu all den Bergen, so man mit Hauen pflegt umzuhacken, 
nicht kann kommen vor Scheu der Dornen und Hecken, sondern man wird Ochsen 
daselbst gehen und Schafe drauf treten lassen.
Der Prophet Jesaja 8
1. Und der Herr sprach zu mir: Nimm vor dich einen groen Brief und 
schreib darauf mit Menschengriffel: Raubebald, Eilebeute.
2. Und ich nahm zu mir zween treue Zeugen, den Priester Uria und Sacharja, 
den Sohn Jeberechjas,
3. und ging zu einer Prophetin, die ward schwanger und gebar einen Sohn. 
Und der Herr sprach zu mir: Nenne ihn Raubebald, Eilebeute.
4. Denn ehe der Knabe rufen kann: Lieber Vater, liebe Mutter! soll die 
Macht Damaskus und die Ausbeute Samarias weggenommen werden durch den 
Knig zu Assyrien.
5. Und der Herr redete weiter mit mir und sprach;
6. Weil dies Volk verachtet das Wasser zu Siloah, das stille gehet, und 
trstet sich des Rezin und des Sohns Remaljas,
7. siehe, so wird der Herr ber sie kommen lassen starke, und viel Wasser 
des Stroms, nmlich den Knig zu Assyrien und alle seine Herrlichkeit, da 
sie ber alle ihre Bche fahren und ber alle ihre Ufer gehen;
8. und Werden einreien in Juda und schwemmen und berher gehen, bis da 
sie an den Hals reichen, und werden ihre Flgel ausbreiten, da sie dein 
Land, o Immanuel, fllen, soweit es ist.
9. Seid bse, ihr Vlker, und gebet doch die Flucht! Hret ihr's, alle, 
die ihr in fernen Landen seid: Rstet euch und gebet doch die Flucht; 
lieber, rstet euch und gebet doch die Flucht!
10. Beschlieet einen Rat, und werde nichts draus! Beredet euch, und es 
bestehe nichts; denn hie ist Immanuel.
11. Denn so spricht der Herr zu mir, als fassete er mich bei der Hand und 
unterweisete mich, da ich nicht soll wandeln auf dem Wege dieses Volks, 
und spricht:
12. Ihr sollt nicht sagen: Bund. Dies Volk redet von nichts, denn von 
Bund. Frchtet ihr euch nicht also, wie sie tun, und lat euch nicht 
grauen,
13. sondern heiliget den Herrn Zebaoth. Den lat eure Furcht und Schrecken 
sein,
14. so wird er eine Heiligung sein, aber ein Stein des Anstoes und ein 
Fels des rgernisses den zweien Husern Israels, zum Strick und Fall den 
Brgern zu Jerusalem,
15. da ihrer viel sich dran stoen, fallen, zerbrechen, verstrickt und 
gefangen werden.
16. Binde zu das Zeugnis, versiegele das Gesetz meinen Jngern!
17. Denn ich hoffe auf den Herrn, der sein Antlitz verborgen hat vor dem 
Hause Jakob; ich aber harre sein.
18. Siehe, hie bin ich und die Kinder, die mir der Herr gegeben hat, zum 
Zeichen und Wunder in Israel, vom Herrn Zebaoth, der auf dem Berge Zion 
wohnet.
19. Wenn sie aber zu euch sagen: Ihr msset die Wahrsager und 
Zeichendeuter fragen, die da schwtzen und disputieren, (so sprecht): Soll 
nicht ein Volk seinen Gott fragen? oder soll man die Toten fr die 
Lebendigen fragen?
20. Ja, nach dem Gesetz und Zeugnis. Werden sie das nicht sagen, so werden 
sie die Morgenrte nicht haben,
21. sondern Werden im Lande umhergehen, hart geschlagen und hungrig. Wenn 
sie aber Hunger leiden, werden sie zrnen und fluchen ihrem Knige und 
ihrem Gott
22. und werden ber sich gaffen und unter sich die Erde ansehen und nichts 
finden denn Trbsal und Finsternis; denn sie sind mde in Angst und gehen 
irre im Finstern.
Der Prophet Jesaja 9
1. Denn es wird wohl eine andere Mhe sein, die ihnen Angst tut, denn zur 
vorigen Zeit war, da es leicht zuging im Lande Sebulon und im Lande 
Naphthali, und hernach schwerer ward am Wege des Meers, diesseit des 
Jordans, in der Heiden Galila.
2. Das Volk, so im Finstern wandelt, siehet ein groes Licht, und ber die 
da wohnen im finstern Lande, scheinet es helle.
3. Du machest der Heiden viel, damit machest du der Freuden nicht viel. 
Vor dir aber wird man sich freuen, wie man sich freuet in der Ernte, wie 
man frhlich ist, wenn man Beute austeilet.
4. Denn du hast das Joch ihrer Last und die Rute ihrer Schulter und den 
Stecken ihres Treibers zerbrochen wie zur Zeit Midians.
5. Denn aller Krieg mit Ungestm und blutig Kleid wird verbrannt und mit 
Feuer verzehret werden.
6. Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben, welches 
Herrschaft ist auf seiner Schulter; und er heit Wunderbar, Rat, Kraft, 
Held, Ewig-Vater, Friedefrst,
7. auf da seine Herrschaft gro werde und des Friedens kein Ende auf dem 
Stuhl Davids und seinem Knigreiche, da er's zurichte und strke mit 
Gericht und Gerechtigkeit von nun an bis in Ewigkeit. Solches wird tun der 
Eifer des Herrn Zebaoth.
8. Der Herr hat ein Wort gesandt in Jakob und ist in Israel gefallen,
9. da es sollen inne werden alles Volk Ephraim und die Brger zu Samaria, 
die da sagen in Hochmut und stolzem Sinn:
10. Ziegelsteine sind gefallen, aber wir wollen's mit Werkstcken wieder 
bauen; man hat Maulbeerbume abgehauen, so wollen wir Zedern an die Sttte 
setzen.
11. Denn der Herr wird des Rezins Kriegsvolk wider sie erhhen und ihre 
Feinde zuhauf rotten:
12. die Syrer vorne her und die Philister von hinten zu, da sie Israel 
fressen mit vollem Maul. In dem allem lt sein Zorn noch nicht ab, seine 
Hand ist noch ausgereckt.
13. So kehret sich das Volk auch nicht zu dem, der es schlgt, und fragen 
nichts nach dem Herrn Zebaoth.
14. Darum wird der Herr abhauen von Israel beide, Kopf und Schwanz, beide, 
Ast und Stumpf, auf einen Tag.
15. Die alten ehrlichen Leute sind der Kopf; die Propheten aber, so falsch 
lehren, sind der Schwanz.
16. Denn die Leiter dieses Volks sind Verfhrer, und die sich leiten 
lassen, sind verloren.
17. Darum kann sich der Herr ber ihre junge Mannschaft nicht freuen, noch 
ihrer Waisen und Witwen erbarmen; denn sie sind allzumal Heuchler und 
Bse, und aller Mund redet Torheit. In dem allem lt sein Zorn noch nicht 
ab, seine Hand ist noch ausgereckt.
18. Denn das gottlose Wesen ist angezndet wie Feuer und verzehret Dornen 
und Hecken und brennet wie im dicken Walde und gibt hohen Rauch.
19. Denn im Zorn des Herrn Zebaoth ist das Land verfinstert, da das Volk 
ist wie Speise des Feuers; keiner schonet des andern.
20. Rauben sie zur Rechten, so leiden sie Hunger; essen sie zur Linken, so 
werden sie nicht satt. Ein jeglicher frit das Fleisch seines Arms:
21. Manasse den Ephraim, Ephraim den Manasse und sie beide miteinander 
wider Juda. In dem allem lt sein Zorn nicht ab, seine Hand ist noch 
ausgereckt.
Der Prophet Jesaja 10
1. Wehe den Schriftgelehrten, die unrechte Gesetze machen und die unrecht 
Urteil schreiben,
2. auf da sie die Sache der Armen beugen und Gewalt ben im Recht der 
Elen den unter meinem Volk, da die Witwen ihr Raub und die Waisen ihre 
Beute sein mssen.
3. Was wollt ihr tun am Tage der Heimsuchung und des Unglcks, das von 
ferne kommt? Zu wem wollt ihr fliehen um Hilfe, und wo wollt ihr eure Ehre 
lassen,
4. da sie nicht unter die Gefangenen gebeuget werde und unter die 
Erschlagenen falle? In dem allem lt sein Zorn nicht ab, seine Hand ist 
noch ausgereckt.
5. O wehe Assur, der meines Zorns Rute und ihre Hand meines Grimms Stecken 
ist!
6. Ich will ihn senden wider ein Heuchelvolk und ihm Befehl tun wider das 
Volk meines Zorns, da er's beraube und aus teile und zertrete es wie Kot 
auf der Gasse,
7. wiewohl er's nicht so meinet und sein Herz nicht so denket, sondern 
sein Herz stehet zu vertilgen und auszurotten nicht wenig Vlker.
8. Denn er spricht: Sind meine Frsten nicht allzumal Knige?
9. Ist Kalno nicht wie Karchemis? Ist Hamath nicht wie Arpad? Ist nicht 
Samaria wie Damaskus?
10. Wie meine Hand funden hat die Knigreiche der Gtzen, so doch ihre 
Gtzen strker waren, denn die zu Jerusalem und Samaria sind:
11. sollte ich nicht Jerusalem tun und ihren Gtzen, wie ich Samaria und 
ihren Gtzen getan habe?
12. Wenn aber der Herr alle seine Werke ausgerichtet hat auf dem Berge 
Zion und zu Jerusalem, will ich heimsuchen die Frucht des hochmtigen 
Knigs zu Assyrien und die Pracht seiner hoffrtigen Augen,
13. darum da er spricht: Ich habe es durch meiner Hnde Kraft 
ausgerichtet und durch meine Weisheit, denn ich bin klug; ich habe die 
Lnder anders geteilet und ihr Einkommen geraubt und wie ein Mchtiger die 
Einwohner zu Boden geworfen,
14. und meine Hand hat funden die Vlker wie ein Vogelnest, da ich habe 
alle Lande zusammengerafft, wie man Eier aufrafft, die verlassen sind, da 
niemand eine Feder regt oder den Schnabel aufsperret oder zischet.
15. Mag sich auch eine Axt rhmen wider den, so damit hauet, oder eine 
Sge trotzen wider den, so sie zeucht, wie der rhmen kann, der den 
Stecken fhret und hebt und fhret ihn so leicht, als wre er kein Holz?
16. Darum wird der Herr Herr Zebaoth unter seine Fetten die Drre senden, 
und seine Herrlichkeit wird er anznden, da sie brennen wird wie ein 
Feuer.
17. Und das Licht Israels wird ein Feuer sein, und sein Heiliger wird eine 
Flamme sein und wird seine Dornen und Hecken anznden und verzehren auf 
einen Tag.
18. Und die Herrlichkeit seines Waldes und seines Feldes soll zunichte 
werden von den Seelen bis aufs Fleisch und wird zergehen und verschwinden,
19. da die brigen Bume seines Waldes mgen gezhlet werden und ein 
Knabe sie mag anschreiben.
20. Zu der Zeit werden die brigen in Israel, und die errettet werden im 
Hause Jakob, sich nicht mehr verlassen auf den, der sie schlgt, sondern 
sie werden sich verlassen auf den Herrn, den Heiligen in Israel, in der 
Wahrheit.
21. Die brigen werden sich bekehren, ja die brigen in Jakob, zu Gott, 
dem Starken.
22. Denn ob dein Volk, o Israel, ist wie Sand am Meer, sollen doch die 
brigen desselben bekehret werden. Denn wenn dem Verderben gesteuert wird, 
so kommt die Gerechtigkeit berschwenglich.
23. Denn der Herr Herr Zebaoth wird ein Verderben gehen lassen und 
demselbigen doch steuern im ganzen Lande.
24. Darum spricht der Herr Herr Zebaoth: Frchte dich nicht, mein Volk, 
das zu Zion wohnet, vor Assur! Er wird dich mit dem Stecken schlagen und 
seinen Stab wider dich aufheben, wie in gypten geschah.
25. Denn es ist noch gar um ein kleines zu tun, so wird die Ungnade und 
mein Zorn ber ihre Untugend ein Ende haben.
26. Alsdann wird der Herr Zebaoth eine Geiel ber ihn erwecken wie in der 
Schlacht Midians auf dem Fels Oreb und wird seinen Stab, den er am Meer 
brauchte, aufheben wie in gypten.
27. Zu der Zeit wird seine Last von deiner Schulter weichen mssen und 
sein Joch von deinem Halse; denn das Joch wird verfaulen vor der Fette.
28. Er kommt (la gleich sein) gen Ajath; er zeucht durch Migron; er 
mustert seinen Zeug zu Michmas.
29. Sie ziehen vor unserm Lager Geba ber; Rama erschrickt, Gibeath Sauls 
fleucht.
30. Du Tochter Gallim, schreie laut; merke auf, Laisa, du elendes Anathoth!
31. Madmena weicht; die Brger zu Gebim strken sich.
32. Man bleibt vielleicht einen Tag zu Nob; so wird er seine Hand regen 
wider den Berg der Tochter Zion und wider den Hgel Jerusalems.
33. Aber siehe, der Herr Herr Zebaoth wird die ste mit Macht verhauen, 
und was hoch aufgerichtet stehet, verkrzen, da die Hohen geniedriget 
werden.
34. Und der dicke Wald wird mit Eisen umgehauen werden, und Libanon wird 
fallen durch den Mchtigen.
Der Prophet Jesaja 11
1. Und es wird eine Rute aufgehen von dem Stamm Isais, und ein Zweig aus 
seiner Wurzel Frucht bringen.
2. Auf welchem wird ruhen der Geist des Herrn, der Geist der Weisheit und 
des Verstandes, der Geist des Rats und der Strke, der Geist der 
Erkenntnis und der Furcht des Herrn.
3. Und sein Riechen wird sein in der Furcht des Herrn. Er wird nicht 
richten, nach dem seine Augen sehen, noch strafen, nach dem seine Ohren 
hren,
4. sondern wird mit Gerechtigkeit richten die Armen und mit Gericht 
strafen die Elenden im Lande und wird mit dem Stabe seines Mundes die Erde 
schlagen und mit dem Odem seiner Lippen den Gottlosen tten.
5. Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden sein und der Glaube der Gurt 
seiner Nieren.
6. Die Wlfe werden bei den Lmmern wohnen und der Pardel bei den Bcken 
liegen. Ein kleiner Knabe wird Klber und junge Lwen und Mastvieh 
miteinander treiben.
7. Khe und Bren werden an der Weide gehen, da ihre Jungen beieinander 
liegen; und Lwen werden Stroh essen wie die Ochsen.
8. Und ein Sugling wird seine Lust haben am Loch der Otter, und ein 
Entwhnter wird seine Hand stecken in die Hhle des Basilisken.
9. Man wird nirgend verletzen noch verderben auf meinem heiligen Berge; 
denn das Land ist voll Erkenntnis des Herrn, wie mit Wasser des Meers 
bedeckt.
10. Und wird geschehen zu der Zeit, da die Wurzel Isais, die da stehet 
zum Panier den Vlkern, nach der werden die Heiden fragen; und seine Ruhe 
wird Ehre sein.
11. Und der Herr wird zu der Zeit zum andernmal seine Hand ausstrecken, 
da er das brige seines Volks erkriege, so berblieben ist von den 
Assyrern, gyptern, Pathros, Mohrenland, Elamiten, Sinear, Hamath und von 
den Inseln des Meers,
12. und wird ein Panier unter die Heiden aufwerfen und zusammenbringen die 
Verjagten Israels und die Zerstreueten aus Juda zuhauf fhren von den vier 
rtern des Erdreichs.
13. Und der Neid wider Ephraim wird aufhren, und die Feinde Judas werden 
ausgerottet werden, da Ephraim nicht neide den Juda und Juda nicht sei 
wider Ephraim.
14. Sie werden aber den Philister auf dem Halse sein gegen Abend und 
berauben alle die, so gegen Morgen wohnen. Edom und Moab werden ihre Hnde 
gegen sie falten. Die Kinder Ammon werden gehorsam sein.
15. Und der Herr wird verbannen den Strom des Meers in gypten und wird 
seine Hand lassen gehen ber das Wasser mit seinem starken Winde und die 
sieben Strme schlagen, da man mit Schuhen da durchgehen mag.
16. Und wird eine Bahn sein dem brigen seines Volks, das berblieben ist 
von den Assyrern, wie Israel geschah zur Zeit, da sie aus gyptenland 
zogen.
Der Prophet Jesaja 12
1. Zu derselbigen Zeit wirst du sagen: Ich danke dir, Herr, da du zornig 
bist gewesen ber mich und dein Zorn sich gewendet hat und trstest mich.
2. Siehe Gott ist mein Heil; ich bin sicher und frchte mich nicht; denn 
Gott der Herr ist meine Strke und mein Psalm und ist mein Heil.
3. Ihr werdet mit Freuden Wasser schpfen aus den Heilsbrunnen.
4. Und werdet sagen zur selbigen Zeit: Danket dem Herrn, prediget seinen 
Namen, macht kund unter den Vlkern sein Tun, verkndiget, wie sein Name 
so hoch ist!
5. Lobsinget dem Herrn, denn er hat sich herrlich beweiset; solches sei 
kund in allen Landen.
6. Jauchze und rhme, du Einwohnerin zu Zion; denn der Heilige Israels ist 
gro bei dir.
Der Prophet Jesaja 13
1. Dies ist die Last ber Babel, die Jesaja, der Sohn Amoz, sah:
2. Werfet Panier auf auf hohen Bergen; rufet getrost wider sie, werfet die 
Hand auf, lat einziehen durch die Tore der Frsten!
3. Ich habe meinen Geheiligten geboten und meinen Starken gerufen zu 
meinem Zorn, die da frhlich sind in meiner Herrlichkeit.
4. Es ist ein Geschrei einer Menge auf den Bergen wie eines groen Volks, 
ein Geschrei als eines Getmmels der versammelten Knigreiche der Heiden. 
Der Herr Zebaoth rstet ein Heer zum Streit,
5. die aus fernen Landen kommen, vom Ende des Himmels, ja, der Herr selbst 
samt dem Zeuge seines Zorns, zu verderben das ganze Land.
6. Heulet, denn des Herrn Tag ist nahe; er kommt wie eine Verwstung vom 
Allmchtigen.
7. Darum werden alle Hnde la, und aller Menschen Herz wird feige sein.
8. Schrecken, Angst und Schmerzen wird sie ankommen; es wird ihnen bange 
sein wie einer Gebrerin; einer wird sich vor dem andern entsetzen; 
feuerrot werden ihre Angesichte sein.
9. Denn siehe, des Herrn Tag kommt grausam, zornig, grimmig, das Land zu 
verstren und die Snder daraus zu vertilgen.
10. Denn die Sterne am Himmel und sein Orion scheinen nicht helle; die 
Sonne gehet finster auf, und der Mond scheinet dunkel.
11. Ich will den Erdboden heimsuchen um seiner Bosheit willen und die 
Gottlosen um ihrer Untugend willen; und will des Hochmuts der Stolzen ein 
Ende machen und die Hoffart der Gewaltigen demtigen,
12. da ein Mann teurer sein soll denn fein Gold und ein Mensch werter 
denn Goldstcke aus Ophir.
13. Darum will ich den Himmel bewegen, da die Erde beben soll von ihrer 
Sttte durch den Grimm des Herrn Zebaoth und durch den Tag seines Zorns.
14. Und sie soll sein wie ein verscheucht Reh und wie eine Herde ohne 
Hirten, da sich ein jeglicher zu seinem Volk heimkehren und ein jeglicher 
in sein Land fliehen wird,
15. darum da, welcher sich da finden lt, erstochen wird, und welcher 
dabei ist, durchs Schwert fallen wird.
16. Es sollen auch ihre Kinder vor ihren Augen zerschmettert, ihre Huser 
geplndert und ihre Weiber geschndet werden.
17. Denn siehe, ich will die Meder ber sie erwecken, die nicht Silber 
suchen oder nach Gold fragen,
18. sondern die Jnglinge mit Bogen er schieen und sich der Frucht des 
Leibes nicht erbarmen noch der Kinder schonen.
19. Also soll Babel, das schnste Unter den Knigreichen, die herrliche 
Pracht der Chalder, umgekehret werden von Gott, wie Sodom und Gomorrha,
20. da man hinfort nicht mehr da wohne, noch jemand da bleibe fr und 
fr, da auch die Araber keine Htten daselbst machen, und die Hirten 
keine Hrden da aufschlagen,
21. sondern Zihim werden sich da lagern und ihre Huser voll Ohim sein, 
und Strauen werden da wohnen, und Feldgeister werden da hpfen,
22. und Eulen in ihren Palsten singen und Drachen in den lustigen 
Schlssern. Und ihre Zeit wird schier kommen, und ihre Tage werden sich 
nicht sumen.
Der Prophet Jesaja 14
1. Denn der Herr wird sich ber Jakob erbarmen und Israel noch weiter 
erwhlen und sie in ihr Land setzen. Und Fremdlinge werden sich, zu ihnen 
tun und dem Hause Jakob anhangen.
2. Und die Vlker werden sie annehmen und bringen an ihren Ort, da sie 
das Haus Israel besitzen wird im Lande des Herrn zu Knechten und Mgden; 
und werden gefangen halten die, von welchen sie gefangen waren, und werden 
herrschen ber ihre Treiber.
3. Und zu der Zeit, wenn dir der Herr Ruhe geben wird von deinem Jammer 
und Leid und von dem harten Dienst darin du gewesen bist,
4. so wirst du ein solch Sprichwort fhren wider den Knig zu Babel und 
sagen: Wie ist's mit dem Treiber so gar aus, und der Zins hat ein Ende!
5. Der Herr hat die Rute der Gottlosen zerbrochen, die Rute der Herrscher,
6. welche die Vlker schlug im Grimm ohne Aufhren und mit Wten 
herrschete ber die Heiden und verfolgete ohne Barmherzigkeit.
7. Nun ruhet doch alle Welt und ist stille und jauchzet frhlich.
8. Auch freuen sich die Tannen ber dir und die Zedern auf dem Libanon 
(und sagen): Weil du liegst, kommt niemand herauf, der uns abhaue.
9. Die Hlle drunten erzitterte vor dir, da du ihr entgegenkamest. Sie 
erwecket dir die Toten, alle Bcke der Welt, und heit alle Knige der 
Heiden von ihren Sthlen aufstehen,
10. da dieselbigen alle umeinander reden und sagen zu dir: Du bist auch 
geschlagen, gleichwie wir, und gehet dir wie uns.
11. Deine Pracht ist herunter in die Hlle gefahren samt dem Klange deiner 
Harfen. Motten werden dein Bett sein und Wrmer deine Decke.
12. Wie bist du vom Himmel gefallen, du schner Morgenstern! Wie bist du 
zur Erde gefllet, der du die Heiden schwchtest!
13. Gedachtest du doch in deinem Herzen: Ich will in den Himmel steigen 
und meinen Stuhl ber die Sterne Gottes erhhen;
14. ich will mich setzen auf den Berg des Stifts, an der Seite gegen 
Mitternacht; ich will ber die hohen Wolken fahren und gleich sein dem 
Allerhchsten.
15. Ja, zur Hlle fhrest du, zur Seite der Grube.
16. Wer dich siehet, wird dich schauen und ansehen (und sagen): Ist das 
der Mann, der die Welt zittern und die Knigreiche beben machte,
17. der den Erdboden zur Wste machte und die Stdte drinnen zerbrach und 
gab seine Gefangenen nicht los?
18. Zwar alle Knige der Heiden miteinander liegen doch mit Ehren, ein 
jeglicher in seinem Hause;
19. du aber bist verworfen von deinem Grabe wie ein verachteter Zweig, wie 
ein Kleid der Erschlagenen, so mit dem Schwert erstochen sind, die 
hinunterfahren zu den Steinhaufen der Hlle, wie eine zertretene Leiche.
20. Du wirst nicht wie dieselbigen begraben werden; denn du hast dein Land 
verderbet und dein Volk erschlagen; denn man wird der Boshaftigen Samen 
nimmermehr gedenken.
21. Richtet zu, da man seine Kinder schlachte um ihrer Vter Missetat 
willen, da sie nicht aufkommen, noch das Land erben, noch den Erdboden 
voll Stdte machen.
22. Und ich will ber sie kommen, spricht der Herr Zebaoth, und zu Babel 
ausrotten ihr Gedchtnis, ihre brigen, Neffen und Nachkommen, spricht der 
Herr,
23. und will sie machen zum Erbe den Igeln und zum Wassersee und will sie 
mit einem Besen des Verderbens kehren, spricht der Herr Zebaoth.
24. Der Herr Zebaoth hat geschworen und gesagt: Was gilt's, es soll gehen, 
wie ich denke, und soll bleiben, wie ich's im Sinn habe,
25. da Assur zerschlagen werde in meinem Lande, und ich ihn zertrete auf 
meinen Bergen, auf da sein Joch von ihnen genommen werde und seine Brde 
von ihrem Halse komme.
26. Das ist der Anschlag, den er hat ber alle Lande, und das ist die 
ausgereckte Hand ber alle Heiden.
27. Denn der Herr Zebaoth hat's beschlossen; wer will's wehren? Und seine 
Hand ist ausgereckt; wer will sie wenden?
28. Im Jahr, da der Knig Ahas starb, war dies die Last:
29. Freue dich nicht, du ganz Philisterland, da die Rute, die dich 
schlug, zerbrochen ist. Denn aus der Wurzel der Schlange wird ein Basilisk 
kommen, und ihre Frucht wird ein feuriger fliegender Drache sein.
30. Denn die Erstlinge der Drftigen wer den sich weiden und die Armen 
sicher ruhen; aber deine Wurzel will ich mit Hunger tten, und deine 
brigen wird er erwrgen.
31. Heule, Tor; schreie, Stadt! Ganz Philisterland ist feige; denn von 
Mitternacht kommt ein Rauch, und ist kein Einsamer in seinen Gezelten.
32. Und was werden die Boten der Heiden hin und wieder sagen? Nmlich: 
Zion hat der Herr gegrndet; und daselbst werden die Elenden seines Volks 
Zuversicht haben.
Der Prophet Jesaja 15
1. Dies ist die Last ber Moab: Des Nachts kommt Verstrung ber Ar in 
Moab; sie ist dahin. Des Nachts kommt Verstrung ber Kir in Moab; sie ist 
dahin.
2. Sie gehen hinauf gen Baith und Dibon zu den Altren, da sie weinen und 
heulen ber Nebo und Medba in Moab. Aller Haupt ist beschoren, aller Bart 
ist abgeschnitten.
3. Auf ihren Gassen gehen sie mit Scken umgrtet; auf ihren Dchern und 
Straen heulen sie alle und gehen weinend herab.
4. Hesbon und Eleale schreien, da man's zu Jahza hret. Darum wehklagen 
die Gersteten in Moab; denn es gehet ihrer Seele bel.
5. Mein Herz schreiet zu Moab; ihre Flchtigen fliehen von der 
dreijhrigen Kuh, bis gen Zoar; denn sie gehen gen Luhith hinan und 
weinen; und auf dem Wege zu Horonaim zu erhebt sich ein Jammergeschrei.
6. Denn die Wasser zu Nimrim versiegen, da das Heu verdorret, und das 
Gras verwelket, und wchset kein grn Kraut.
7. Denn das Gut, das sie gesammelt, und das Volk, das sie gerstet haben, 
fhret man ber den Weidenbach.
8. Geschrei gehet um in den Grenzen Moabs; sie heulen bis gen Eglaim und 
heulen bei dem Born Elim.
9. Denn die Wasser zu Dimon sind voll Bluts. Dazu will ich ber Dimon noch 
mehr kommen lassen, beide ber die erhalten sind in Moab des Lwen, und 
ber die brigen im Lande.
Der Prophet Jesaja 16
1. Lieber schicket, ihr Landesherren, Lmmer von Sela aus der Wste zum 
Berge der Tochter Zion.
2. Aber wie ein Vogel dahinfleugt, der aus dem Nest getrieben wird, so 
werden sein die Tchter Moabs, wenn sie vor Arnon vorberziehen.
3. Sammelt Rat, haltet Gericht; mache dir Schatten des Mittags wie eine 
Nacht; verbirg die Verjagten und melde die Flchtigen nicht.
4. La meine Verjagten bei dir herbergen; liebes Moab, sei du ihr Schirm 
vor dem Verstrer; so wird der Treiber ein Ende haben, der Verstrer 
aufhren und der Untertreter ablassen im Lande.
5. Es wird aber ein Stuhl bereitet werden aus Gnaden, da einer darauf 
sitze in der Wahrheit, in der Htte Davids, und richte und trachte nach 
Recht und frdere Gerechtigkeit.
6. Wir hren aber von dem Hochmut Moabs, da er fast gro ist, da auch 
ihr Hochmut, Stolz und Zorn grer ist denn ihre Macht.
7. Darum wird ein Moabiter ber den andern heulen, allesamt werden sie 
heulen. ber die Grundfesten der Stadt Kir-Hareseth werden die Verlhmten 
seufzen:
8. Denn Hesbon ist ein wstes Feld worden, der Weinstock zu Sibma ist 
verderbt, die Herren unter den Heiden haben seine edlen Reben zerschlagen 
und sind kommen bis gen Jaeser und ziehen um in der Wste; ihre Feser sind 
zerstreuet und ber das Meer gefhrt.
9. Darum weine ich um Jaeser und um den Weinstock zu Sibma und vergiee 
viel Trnen um Hesbon und Eleale. Denn es ist ein Gesang in deinen Sommer 
und in deine Ernte gefallen,
10. da Freude und Wonne im Felde aufhret, und in Weinbergen jauchzet 
noch ruft man nicht. Man keltert keinen Wein in den Keltern; ich habe des 
Gesangs ein Ende gemacht.
11. Darum brummet mein Herz ber Moab wie eine Harfe und mein Inwendiges 
ber Kir-Hares.
12. Alsdann wird's offenbar werden, wie Moab mde ist bei den Altren und 
wie er zu seiner Kirche gegangen sei zu beten, und doch nichts 
ausgerichtet habe.
13. Das ist's, das der Herr dazumal wider Moab geredet hat.
14. Nun aber redet der Herr und spricht: In dreien Jahren, wie eines 
Taglhners Jahre sind, wird die Herrlichkeit Moabs geringe werden in der 
groen Menge, da gar ein wenig berbleibe und nicht viel.
Der Prophet Jesaja 17
1. Dies ist die Last ber Damaskus: Siehe, Damaskus wird keine Stadt mehr 
sein, sondern ein zerfallener Steinhaufe.
2. Die Stdte Aroer werden verlassen sein, da Herden: daselbst weiden, 
die niemand scheuche.
3. Und wird aus sein mit der Feste Ephraim; und das Knigreich zu Damaskus 
und das brige zu Syrien wird sein wie die Herrlichkeit der Kinder Israel, 
spricht der Herr Zebaoth.
4. Zu der Zeit wird die Herrlichkeit Jakobs dnn sein, und sein fetter 
Leib wird mager sein.
5. Denn sie wird sein, als wenn einer Getreide einsammelte in der Ernte, 
und als wenn einer mit seinem Arm die hren einerntete, und als wenn einer 
hren lse im Tal Rephaim,
6. und eine Nachernte drinnen bliebe, als wenn man einen lbaum 
schttelte, da zwo und drei Beeren blieben oben in dem Wipfel, oder als 
wenn vier oder fnf Frchte an den Zweigen hangen, spricht der Herr, der 
Gott Israels.
7. Zu der Zeit wird sich der Mensch halten zu dem, der ihn gemacht hat; 
und seine Augen werden auf den Heiligen in Israel schauen.
8. Und wird sich nicht halten zu den Altren, die seine Hnde gemacht 
haben, und nicht schauen auf das, das seine Finger gemacht haben, weder 
auf Haine noch Bilder.
9. Zu der Zeit werden die Stdte ihrer Strke sein wie ein verlassener Ast 
und Zweig, so verlassen ward vor den Kindern Israel; und werden wste sein.
10. Denn du hast vergessen Gottes, deines Heils, und nicht gedacht an den 
Fels deiner Strke. Darum wirst du lustige Pflanzen setzen, aber du wirst 
damit den Fremden die Feser gelegt haben.
11. Zur Zeit des Pflanzens wirst du sein wohl warten, da dein Same 
zeitlich wachse; aber in der Ernte, wenn du die Mandeln sollst erben, 
wirst du dafr Schmerzen eines Betrbten haben.
12. O wehe der Menge so groen Volks! Wie das Meer wird es brausen, und 
das Getmmel der Leute wird wten, wie groe Wasser wten.
13. Ja, wie groe Wasser wten, so werden die Leute wten. Aber er wird 
sie schelten, so werden sie ferne wegfliehen; und wird sie verfolgen, wie 
dem Stube auf den Bergen vom Winde geschieht, und wie einem Windwirbel 
vom Ungewitter geschieht.
14. Um den Abend, siehe, so ist Schrecken da; und ehe es Morgen wird, sind 
sie nimmer da. Das ist der Lohn unserer Ruber und das Erbe derer, die uns 
das Unsere nehmen.
Der Prophet Jesaja 18
1. Wehe dem Lande, das unter den Segeln im Schatten fhret, diesseit der 
Wasser des Mohrenlandes,
2. das Botschaften auf dem Meer sendet und in Rohrschiffen auf den Wassern 
fhret. Gehet hin, ihr schnellen Boten, zum Volk, das zerrissen und 
geplndert ist, zum Volk, das greulicher ist denn sonst irgendeins, zum 
Volk, das hie und da ausgemessen und zertreten ist, welchem die 
Wasserstrme sein Land einnehmen.
3. Alle, die ihr auf Erden wohnet und die im Lande sitzen, werdet sehen, 
wie man das Panier auf den Bergen aufwerfen wird, und hren, wie man die 
Trommeten blasen wird.
4. Denn so spricht der Herr zu mir: Ich will stille halten und schauen in 
meinem Sitz, wie eine Hitze, die den Regen austrocknet, und wie ein Meltau 
in der Hitze der Ernte.
5. Denn vor der Ernte wird das Gewchs abnehmen, und die unreife Frucht in 
der Blte verdorren, da man die Stengel mu mit Sicheln abschneiden und 
die Reben wegtun und abhauen,
6. da man's miteinander mu lassen liegen dem Gevgel auf den Bergen und 
den Tieren im Lande, da des Sommers die Vgel drinnen nisten und des 
Winters allerlei Tiere im Lande drinnen liegen.
7. Zu der Zeit wird das zerrissene und geplnderte Volk; das greulicher 
ist denn sonst irgendeins, das hie und da abgemessen und zertreten ist, 
welchem die Wasserstrme sein Land einnehmen, Geschenke bringen dem Herrn 
Zebaoth an den Ort, da der Name des Herrn Zebaoth ist, zum Berge Zion.
Der Prophet Jesaja 19
1. Dies ist die Last ber gypten: Siehe, der Herr wird auf einer 
schnellen Wolke fahren und nach gypten kommen. Da werden die Gtzen in 
gypten vor ihm beben, und den gyptern wird das Herz feige werden in 
ihrem Leibe.
2. Und ich will die gypter aneinander hetzen, da ein Bruder wider den 
andern, ein Freund wider den andern, eine Stadt wider die andere, ein 
Reich wider das andere streiten wird.
3. Und der Mut soll den gyptern unter ihnen vergehen, und will ihre 
Anschlge zunichte machen. Da werden sie dann fragen ihre Gtzen und 
Pfaffen und Wahrsager und Zeichendeuter.
4. Aber ich will die gypter bergeben in die Hand grausamer Herren; und 
ein harter Knig soll ber sie herrschen, spricht der Herrscher, der Herr 
Zebaoth.
5. Und das Wasser in den Seen wird vertrocknen, dazu der Strom wird 
versiegen und verschwinden.
6. Und die Wasser werden verlaufen, da die Seen an Dmmen werden geringe 
und trocken werden, beide Rohr und Schilf verwelken,
7. und das Gras an den Wassern verstieben, und alle Saat am Wasser wird 
verwelken und zunichte werden.
8. Und die Fischer werden trauern; und alle die, so Angel ins Wasser 
werfen, werden klagen, und die, so Netze auswerfen aufs Wasser, werden 
betrbt sein.
9. Es werden mit Schanden bestehen, die da gute Garne wirken und Netze 
stricken.
10. Und die da Hlter haben, samt allen, die Teiche um Lohn machen, werden 
bekmmert sein.
11. Die Frsten zu Zoan sind Toren, die weisen Rte Pharaos sind im Rat zu 
Narren worden. Was sagt ihr doch von Pharao: Ich bin der Weisen Kind und 
komme von alten Knigen her?
12. Wo sind denn nun deine Weisen? La sie dir's verkndigen und anzeigen, 
was der Herr Zebaoth ber gypten beschlossen hat.
13. Aber die Frsten zu Zoan sind zu Narren worden, die Frsten zu Noph 
sind betrogen; sie verfhren samt gypten den Eckstein der Geschlechter.
14. Denn der Herr hat einen Schwindelgeist unter sie ausgegossen, da sie 
gypten verfhren in all ihrem Tun, wie ein Trunkenbold taumelt, wenn er 
speiet.
15. Und gypten wird nichts haben das Haupt oder Schwanz, Ast oder Stumpf 
zeuge.
16. Zu der Zeit wird gypten sein wie Weiber und sich frchten und 
erschrecken, wenn der Herr Zebaoth die Hand ber sie weben wird.
17. Und gypten wird sich frchten vor dem Lande Juda, da, wer 
desselbigen gedenkt, wird davor erschrecken, ber dem Rat des Herrn 
Zebaoth, den er ber sie beschlossen hat.
18. Zu der Zeit werden fnf Stdte in gyptenland reden nach der Sprache 
Kanaans und schwren bei dem Herrn Zebaoth. Eine wird heien Irheres.
19. Zur selbigen Zeit wird des Herrn Altar mitten in gyptenland sein und 
ein Malstein des Herrn an den Grenzen,
20. welcher wird ein Zeichen und Zeugnis sein dem Herrn Zebaoth in 
gyptenland. Denn sie Werden zum Herrn schreien vor den Beleidigern; so 
wird er ihnen senden einen Heiland und Meister, der sie errette.
21. Denn der Herr wird den gyptern bekannt werden; und die gypter werden 
den Herrn kennen zu der Zeit und werden ihm dienen mit Opfer und 
Speisopfer und werden dem Herrn geloben und halten.
22. Und der Herr wird die gypter plagen und heilen; denn sie werden sich 
bekehren zum Herrn; und er wird sich erbitten lassen und sie heilen.
23. Zu der Zeit wird eine Bahn sein von gypten in Assyrien, da die 
Assyrer in gypten und die gypter in Assyrien kommen, und die gypter 
samt den Assyrern Gott dienen.
24. Zu der Zeit wird Israel selbdritte sein mit den gyptern und Assyrern 
durch den Segen, so auf Erden sein wird.
25. Denn der Herr Zebaoth wird sie segnen und sprechen: Gesegnet bist du, 
gypten, mein Volk, und du, Assur, meiner Hnde Werk, und du, Israel, mein 
Erbe!
Der Prophet Jesaja 20
1. Im Jahr, da Tharthan gen Asdod kam, als ihn gesandt hatte Sargon, der 
Knig zu Assyrien, und stritt wider Asdod und gewann sie,
2. zur selbigen Zeit redete der Herr durch Jesaja, den Sohn Amoz, und 
sprach: Gehe hin und zieh ab den Sack von deinen Lenden und zieh deine 
Schuhe aus von deinen Fen. Und er tat also, ging nackend und barfu.
3. Da sprach der Herr: Gleichwie mein Knecht Jesaja nackend und barfu 
gehet zum Zeichen und Wunder dreier Jahre ber gypten und Mohrenland,
4. also wird der Knig zu Assyrien hin treiben das gefangene gypten und 
vertriebene Mohrenland, beide jung und alt, nackend und barfu, mit bloer 
Scham, zu Schanden gyptens.
5. Und sie werden erschrecken und mit Schanden bestehen ber dem 
Mohrenlande, darauf sie sich verlieen, und wiederum das Mohrenland ber 
den gyptern, welcher sie sich rhmeten.
6. Und die Einwohner dieser Inseln werden sagen zur selbigen Zeit: Ist das 
unsere Zuversicht, da wir hinflohen um Hilfe, da wir errettet wrden von 
dem Knige zu Assyrien? Wie fein sind wir entronnen!
Der Prophet Jesaja 21
1. Dies ist die Last ber die Wste am Meer: Wie ein Wetter vom Mittag 
kommt, das alles umkehret, so kommt's aus der Wste, aus einem grausamen 
Lande.
2. Denn mir ist ein hart Gesicht angezeigt. Ein Verchter kommt wider den 
andern, ein Verstrer wider den andern. Zeuch herauf, Elam; belege sie, 
Madai! Ich will all seines Seufzens ein Ende machen.
3. Derhalben sind meine Lenden voll Schmerzens, und Angst hat mich 
ergriffen, wie eine Gebrerin; ich krmme mich, wenn ich's hre, und 
erschrecke, wenn ich's ansehe.
4. Mein Herz zittert, Grauen hat mich erschreckt; ich habe in der lieben 
Nacht keine Ruhe davor.
5. Ja, richte einen Tisch zu, la wachen auf der Warte, esset, trinket; 
macht euch auf, ihr Frsten, schmieret den Schild!
6. Denn der Herr sagt zu mir also: Gehe hin, stelle einen Wchter, der da 
schaue und ansage.
7. Er siehet aber Reiter reiten und fahren auf Rossen, Eseln und Kamelen 
und hat mit groem Flei Achtung darauf.
8. Und ein Lwe rief: Herr, ich stehe auf der Warte immerdar des Tages und 
stelle mich auf meine Hut alle Nacht.
9. Und siehe, da kommt einer, der fhret auf einem Wagen, der antwortet 
und spricht: Babel ist gefallen, sie ist gefallen, und alle Bilder ihrer 
Gtter sind zu Boden geschlagen!
10. Meine liebe Tenne, darauf ich dresche: Was ich gehrt habe vom Herrn 
Zebaoth, dem Gott Israels, das verkndige ich euch.
11. Dies ist die Last ber Duma. Man ruft zu mir aus Seir: Hter, ist die 
Nacht schier hin? Hter, ist die Nacht schier hin?
12. Der Hter aber sprach: Wenn der Morgen schon kommt, so wird es doch 
Nacht sein. Wenn ihr schon fraget, so werdet ihr doch wiederkommen und 
wieder fragen:
13. Dies ist die Last ber Arabien: Ihr werdet im Walde in Arabien wohnen, 
auf dem Wege gen Dedanim.
14. Bringet den Durstigen Wasser entgegen, die ihr wohnet im Lande Thema; 
bietet Brot den Flchtigen.
15. Denn sie fliehen vor dem Schwert, ja vor dem bloen Schwert, vor dem 
gespannten Bogen, vor dem groen Streit.
16. Denn also spricht der Herr zu mir: Noch in einem Jahr, wie des 
Tagelhners Jahre sind, soll alle Herrlichkeit Kedars untergehen,
17. und der brigen Schtzen der Helden zu Kedar soll weniger werden; denn 
der Herr, der Gott Israels, hat's geredet.
Der Prophet Jesaja 22
1. Dies ist die Last ber das Schautal: Was ist denn euch, da ihr alle so 
auf die Dcher laufet?
2. Du warest voll Getnes, eine Stadt voll Volks, eine frhliche Stadt. 
Deine Erschlagenen sind nicht mit dem Schwert erschlagen und nicht im 
Streit gestorben,
3. sondern alle deine Hauptleute sind vor dem Bogen weggewichen und 
gefangen; alle, die man in dir funden hat, sind gefangen und fern geflohen.
4. Darum sage ich: Hebt euch von mir, lat mich bitterlich weinen; mhet 
euch nicht, mich zu trsten ber der Verstrung der Tochter meines Volks!
5. Denn es ist ein Tag des Getmmels und der Zertretung und Verwirrung vom 
Herrn Herrn Zebaoth im Schautal um des Untergrabens willen der Mauern und 
des Geschreies am Berge.
6. Denn Elam fhret daher mit Kcher, Wagen, Leuten und Reitern, und Kir 
glnzet daher mit Schilden.
7. Und wird geschehen, da deine auserwhlten Tale werden voll Wagen sein, 
und Reiter werden sich lagern vor, die Tore.
8. Da wird der Vorhang Judas aufgedeckt werden, da man schauen wird zu 
der Zeit den Zeug im Hause des Waldes.
9. Und werdet der Risse an der Stadt Davids viel sehen und werdet das 
Wasser im unteren Teich sammeln mssen.
10. Ihr werdet auch die Huser zu Jerusalem zhlen; ja, ihr werdet die 
Huser abbrechen, die Mauern zu befestigen.
11. Und werdet einen Graben machen zwischen beiden Mauern vom Wasser des 
alten Teichs. Noch sehet ihr nicht auf den, der solches tut, und schauet 
nicht auf den, der solches schaffet von ferne her.
12. Darum wird der Herr Herr Zebaoth zu der Zeit rufen lassen, da man 
weine und klage und sich beschere und Scke anziehe.
13. Wiewohl jetzt, siehe, ist's eitel Freude und Wonne, Ochsen wrgen, 
Schafe schlachten, Fleisch essen, Wein trinken (und sprechet): Lat uns 
essen und trinken, wir sterben doch morgen!
14. Solches ist vor den Ohren des Herrn Zebaoth offenbar. Was gilt's, ob 
euch diese Missetat soll vergeben werden, bis ihr sterbet? spricht der 
Herr Herr Zebaoth.
15. So spricht der Herr Herr Zebaoth: Gehe hinein zum Schatzmeister Sebna, 
dem Hufmeister, und sprich zu ihm:
16. Was hast du hie? Wem gehrest du an, da du dir ein Grab hie hauen 
lssest, als der sein Grab in der Hhe hauen lt, und als der seine 
Wohnung in den Felsen machen lt?
17. Siehe, der Herr wird dich wegwerfen, wie ein Starker einen wegwirft, 
und dich zuscharren,
18. und wird dich umtreiben wie eine Kugel auf weitem Lande; daselbst 
wirst du sterben, daselbst werden deine kstlichen Wagen bleiben mit 
Schmach des Hauses deines Herrn.
19. Und ich will dich von deinem Stande strzen und von deinem Amt will 
ich dich setzen.
20. Und zu der Zeit will ich rufen meinem Knecht Eliakim, dem Sohn Hilkias,
21. und will ihm deinen Rock anziehen und mit deinem Grtel grten und 
deine Gewalt in seine Hand geben, da er Vater sei derer, die zu Jerusalem 
wohnen, und des Hauses Juda.
22. Und will die Schlssel zum Hause David auf seine Schulter legen, da 
er auftue und niemand zuschliee, da er zuschliee und niemand auftue.
23. Und will ihn zum Nagel stecken an einen festen Ort, und soll haben den 
Stuhl der Ehren in seines Vaters Hause,
24. da man an ihn hnge alle Herrlichkeit seines Vaters Hauses; Kind und 
Kindeskinder, alle kleinen Gerte, beide, Trinkgefe und allerlei 
Saitenspiel.
25. Zu der Zeit, spricht der Herr Zebaoth, soll der Nagel weggenommen 
werden, der am festen Ort steckt, da er zerbreche und falle und seine 
Last umkomme. Denn der Herr sagt es.
Der Prophet Jesaja 23
1. Dies ist die Last ber Tyrus: Heulet, ihr Schiffe auf dem Meer; denn 
sie ist zerstret, da kein Haus da ist, noch jemand dahin zeucht. Aus dem 
Lande Chittim werden sie des gewahr werden.
2. Die Einwohner der Inseln sind stille worden. Die Kaufleute zu Zidon, 
die durchs Meer zogen, flleten dich.
3. Und was fr Frchte am Sihor und Getreide am Wasser wuchs, brachte man 
zu ihr hinein durch groe Wasser; und du warest der Heiden Markt worden.
4. Du magst wohl erschrecken, Zidon! Denn das Meer, ja die Feste am Meer 
spricht: Ich bin nicht mehr schwanger, ich gebre nicht mehr; so ziehe ich 
keine Jnglinge auf und erziehe keine Jungfrauen.
5. Gleichwie man erschrak, da man von gypten hrete, also wird man auch 
erschrecken, wenn man von Tyrus hren wird.
6. Fahret hin aufs Meer; heulet, ihr Einwohner der Inseln!
7. Ist das eure frhliche Stadt, die sich ihres Alters rhmete? Ihre Fe 
werden sie ferne wegfhren zu wallen.
8. Wer htte das gemeinet, da es Tyrus, der Krone, so gehen sollte, so 
doch ihre Kaufleute Frsten sind und ihre Krmer die Herrlichsten im Lande?
9. Der Herr Zebaoth hat's also gedacht, auf da er schwchte alle Pracht 
der lustigen Stadt und verchtlich machte alle Herrlichen im Lande.
10. Fahre hin durch dein Land wie ein Strom, du Tochter des Meers; da ist 
kein Gurt mehr.
11. Er reckt seine Hand ber das Meer und erschreckt die Knigreiche. Der 
Herr gebeut ber Kanaan, zu vertilgen ihre Mchtigen,
12. und spricht: Du sollst nicht mehr frhlich sein, du geschndete 
Jungfrau, du Tochter Zidon! O Chittim, mach dich auf und zeuch fort; denn 
du mut da nicht bleiben,
13. sondern in der Chalder Land, das nicht ein Volk war, sondern Assur 
hat es angerichtet zu Schiffen und haben feste Trme drinnen aufgerichtet 
und Palste aufgebauet. Aber sie ist gesetzt, da sie geschleift werden 
soll.
14. Heulet, ihr Schiffe auf dem Meer; denn eure Macht ist zerstret.
15. Zu der Zeit wird Tyrus vergessen werden siebenzig Jahre, solange ein 
Knig leben mag. Aber nach siebenzig Jahren wird man von Tyrus ein 
Hurenlied singen:
16. Nimm die Harfe, gehe in der Stadt um, du vergessene Hure; mach es gut 
auf dem Saitenspiel und singe getrost, auf da dein wieder gedacht werde.
17. Denn nach siebenzig Jahren wird der Herr Tyrus heimsuchen, da sie 
wieder komme zu ihrem Hurenlohn und Hurerei treibe mit allen Knigreichen 
auf Erden.
18. Aber ihr Kaufhandel und Hurenlohn werden dem Herrn heilig sein. Man 
wird sie nicht zu Schatz sammeln noch verbergen, sondern die vor dem Herrn 
wohnen, werden ihr Kaufgut haben, da sie essen und satt werden und wohl 
bekleidet sein.
Der Prophet Jesaja 24
1. Siehe, der Herr macht das Land leer und wste und wirft um, was drinnen 
ist, und zerstreuet seine Einwohner.
2. Und gehet dem Priester wie dem Volk, dem Herrn wie dem Knechte, der 
Frau wie der Magd, dem Verkufer wie dem Kufer, dem Leiher wie dem 
Borger, dem Mahnenden wie dem Schuldiger.
3. Denn das Land wird leer und beraubt sein; denn der Herr hat solches 
geredet.
4. Das Land stehet jmmerlich und verderbt, der Erdboden nimmt ab und 
verdirbt; die Hchsten des Volks im Lande nehmen ab.
5. Das Land ist entheiliget von seinen Einwohnern; denn sie bergehen das 
Gesetz und ndern die Gebote und lassen fahren den ewigen Bund.
6. Darum frit der Fluch das Land; denn sie verschulden es, die drinnen 
wohnen. Darum verdorren die Einwohner des Landes, da wenig Leute 
berbleiben.
7. Der Most verschwindet, der Weinstock verschmachtet, und alle, die von 
Herzen frhlich waren, seufzen.
8. Die Freude der Pauken feiert, das Jauchzen der Frhlichen ist aus, und 
die Freude der Harfen hat ein Ende.
9. Man singet nicht beim Weintrinken; und gut Getrnk ist bitter denen, so 
es trinken.
10. Die leere Stadt ist zerbrochen; alle Huser sind zugeschlossen, da 
niemand hineingehet.
11. Man klagt Wein auf den Gassen, da alle Freude weg ist, alle Wonne des 
Landes dahin ist.
12. Eitel Wstung ist in der Stadt geblieben, und die Tore stehen de.
13. Denn es gebet im Lande und im Volk eben, als wenn ein lbaum 
abgepflckt ist, als wenn man nachlieset, so die Weinernte aus ist.
14. Dieselbigen heben ihre Stimme auf und rhmen und jauchzen vom Meer her 
ber der Herrlichkeit des Herrn:
15. So preiset nun den Herrn in Grnden, in den Inseln des Meers den Namen 
des Herrn, des Gottes Israels.
16. Wir hren Lobgesnge vom Ende der Erde zu Ehren dem Gerechten. Und ich 
mu sagen: Wie bin ich aber so mager! Wie bin ich aber so mager! Wehe mir; 
denn die Verchter verachten, ja die Verchter verachten.
17. Darum kommt ber euch, Einwohner des Landes, Schrecken, Grube und 
Strich.
18. Und ob einer entflhe vor dem Geschrei des Schreckens, so wird er doch 
in die Grube fallen; kommt er aus der Grube, so wird er doch im Strick 
gefangen werden. Denn die Fenster in der Hhe sind aufgetan, und die 
Grundfesten der Erde beben.
19. Es wird dem Lande bel gehen und nichts gelingen und wird zerfallen.
20. Das Land wird taumeln wie ein Trunkener und weggefhrt wie eine Htte; 
denn seine Missetat drckt es, da es fallen mu und kann nicht 
stehenbleiben.
21. Zu der Zeit wird der Herr heimsuchen die hohe Ritterschaft, so in der 
Hohe sind, und die Knige der Erde, so auf Erden sind,
22. da sie versammelt werden in ein Bndlein zur Grube und verschlossen 
werden im Kerker und nach langer Zeit wieder heimgesucht werden.
23. Und der Mond wird sich schmen und die Sonne mit Schanden bestehen, 
wenn der Herr Zebaoth Knig sein wird auf dem Berge Zion und zu Jerusalem 
und vor seinen ltesten in der Herrlichkeit.
Der Prophet Jesaja 25
1. Herr, du bist mein Gott; dich preise ich. Ich lobe deinen Namen, denn 
du tust Wunder. Deine Vornehmen von alters her sind treu und wahrhaftig.
2. Denn du machest die Stadt zum Steinhaufen, die feste Stadt, da sie auf 
einem Haufen liegt, der Fremden Palast, da nicht mehr eine Stadt sei und 
nimmer mehr gebauet werde.
3. Darum ehret dich ein mchtig Volk; die Stdte gewaltiger Heiden 
frchten dich.
4. Denn du bist der Geringen Strke, der Armen Strke in Trbsal, feine 
Zuflucht vor dem Ungewitter, ein Schatten vor der Hitze, wenn die Tyrannen 
wten, wie ein Ungewitter wider eine Wand.
5. Du demtigest der Fremden Ungestm wie die Hitze in einem drren Ort, 
da die Hitze die Rebe der Tyrannen verderbe, und die Wolke dennoch 
Schatten gebe.
6. Und der Herr Zebaoth wird allen Vlkern machen auf diesem Berge ein 
fett Mahl, ein Mahl von reinem Wein von Fett, von Mark, von Wein, darin 
keine Hefe ist.
7. Und er wird auf diesem Berge das Hllen wegtun, damit alle Vlker 
verhllet sind, und die Decke, damit alle Heiden zugedeckt sind.
8. Denn er wird den Tod verschlingen ewiglich. Und der Herr Herr wird die 
Trnen von allen Angesichtern abwischen und wird aufheben die Schmach 
seines Volks in allen Landen; denn der Herr hat's gesagt.
9. Zu der Zeit wird man sagen: Siehe, das ist unser Gott, auf den wir 
harren, und er wird uns helfen; das ist der Herr, auf den wir harren, da 
wir uns freuen und frhlich seien in seinem Heil.
10. Denn die Hand des Herrn ruhet auf diesem Berge Moab aber wird unter 
ihm zerdroschen werden, wie Stroh zerdroschen wird, und wie Kot.
11. Und er wird seine Hnde ausbreiten mitten unter sie, wie sie ein 
Schwimmer ausbreitet zu schwimmen; und wird ihre Pracht niedrigen mit den 
Armen seiner Hnde
12. und die hohe Festung eurer Mauern beugen, niedrigen und in den Staub 
zu Boden werfen.
Der Prophet Jesaja 26
1. Zu der Zeit wird man ein solch Lied singen im Lande Juda: Wir haben 
eine feste Stadt, Mauer und Wehre sind Heil.
2. Tut die Tore auf, da hereingehe das gerechte Volk, das den Glauben 
bewahret.
3. Du erhltst stets Frieden nach gewisser Zusage; denn man verlsset sich 
auf dich.
4. Darum verlasset euch auf den Herrn ewiglich; denn Gott der Herr ist ein 
Fels ewiglich.
5. Und er beuget die, so in der Hhe wohnen; die hohe Stadt niedriget er, 
ja, er stet sie zu der Erde, da sie im Staube liegt,
6. da sie mit Fen zertreten wird, ja mit Fen der Armen, mit Fersen 
der Geringen.
7. Aber des Gerechten Weg ist schlecht; den Steig des Gerechten machst du 
richtig.
8. Denn wir warten auf dich, Herr, im Wege deines Rechten; des Herzens 
Lust stehet zu deinem Namen und deinem Gedchtnis.
9. Von Herzen begehre ich dein des Nachts, dazu mit meinem Geiste in mir 
wache ich frhe zu dir. Denn wo dein Recht im Lande gehet, so lernen die 
Einwohner des Erdbodens Gerechtigkeit.
10. Aber wenn den Gottlosen gleich Gnade angeboten wird, so lernen sie 
doch nicht Gerechtigkeit, sondern tun nur bel im richtigen Lande; denn 
sie sehen des Herrn Herrlichkeit nicht.
11. Herr, deine Hand ist erhhet, das sehen sie nicht; wenn sie es aber 
sehen werden, so werden sie zuschanden werden im Eifer ber die Heiden; 
dazu wirst du sie mit Feuer, damit du deine Feinde verzehren.
12. Aber uns, Herr, wirst du Frieden schaffen; denn alles, was wir 
ausrichten, das hast du uns gegeben.
13. Herr, unser Gott, es herrschen wohl andere Herren ber uns denn du; 
aber wir gedenken doch allein dein und deines Namens.
14. Die Toten bleiben nicht leben, die Verstorbenen stehen nicht auf; denn 
du hast sie heimgesucht und vertilget und zunichte gemacht all ihr 
Gedchtnis.
15. Aber du, Herr, fhrest fort unter den Heiden, du fhrest immer fort 
unter den Heiden, beweisest deine Herrlichkeit und kommst ferne bis an der 
Welt Ende.
16. Herr, wenn Trbsal da ist, so suchet man dich; wenn du sie zchtigest, 
so rufen sie ngstiglich.
17. Gleichwie eine Schwangere, wenn sie schier gebren soll, so ist ihr 
angst, schreiet in ihren Schmerzen: so gehet's uns auch, Herr, vor deinem 
Angesicht.
18. Da sind wir auch schwanger und ist uns bange, da wir kaum Odem holen; 
noch knnen wir dem Lande nicht helfen, und die Einwohner auf dem Erdboden 
wollen nicht fallen.
19. Aber deine Toten werden leben und mit dem Leichnam auferstehen. Wachet 
auf und rhmet, die ihr lieget unter der Erde; denn dein Tau ist ein Tau 
des grnen Feldes. Aber das Land der Toten wirst du strzen.
20. Gehe hin, mein Volk, in deine Kammer und schleu die Tr nach dir zu; 
verbirg dich einen Meinen Augenblick, bis der Zorn vorbergehe.
21. Denn siehe, der Herr wird ausgehen von seinem Ort, heimzusuchen die 
Bosheit der Einwohner des Landes ber sie, da das Land wird offenbaren 
ihr Blut und nicht weiter verhehlen, die drinnen erwrget sind.
Der Prophet Jesaja 27
1. Zu der Zeit wird der Herr heimsuchen mit seinem harten, groen und 
starken Schwert beide den Leviathan, der eine schlechte Schlange, und den 
Leviathan, der eine krumme Schlange ist, und wird die Drachen im Meer 
erwrgen.
2. Zu der Zeit wird man singen von dem Weinberge des besten Weins:
3. Ich der Herr, behte ihn und feuchte ihn bald, da man seiner Bltter 
nicht vermisse; ich will ihn Tag und Nacht behten.
4. Gott zrnet nicht mit mir. Ach, da ich mchte mit den Hecken und Damen 
kriegen! So wollte ich unter sie reien und sie auf einen Haufen anstecken.
5. Er wird mich erhalten bei meiner Kraft und wird mir Frieden schaffen; 
Frieden wird er mir dennoch schaffen.
6. Es wird dennoch dazu kommen, da Jakob wurzeln wird, und Israel blhen 
und grnen wird, da sie den Erdboden mit Frchten erfllen.
7. Wird er doch nicht geschlagen, wie ihn seine Feinde schlagen, und wird 
nicht erwrget, wie ihn seine Feinde erwrgen,
8. sondern mit Maen richtest du sie und lssest sie los, wenn du sie 
betrbet hast mit deinem rauhen Wind, nmlich mit dem Ostwind.
9. Darum wird dadurch die Snde Jakobs aufhren; und das ist der Nutz 
davon, da seine Snden weggenommen werden, in dem, da er alle Steine des 
Altars macht wie zerstoene Steine, zu Asche, da keine Haine noch Bilder 
mehr bleiben.
10. Denn die feste Stadt mu einsam werden, die schnen Huser verstoen 
und verlassen werden wie eine Wste, da Klber daselbst weiden und ruhen 
und daselbst Reiser abfressen.
11. Ihre Zweige werden vor Drre brechen, da die Weiber kommen und Feuer 
damit machen werden. Denn es ist ein unverstndig Volk; darum wird sich 
auch ihrer nicht erbarmen, der sie gemacht hat; und der sie geschaffen 
hat, wird ihnen nicht gndig sein.
12. Zu der Zeit wird der Herr worfeln von dem Ufer des Wassers bis an den 
Bach gyptens; und ihr Kinder Israel werdet versammelt werden, einer nach 
dem andern.
13. Zu der Zeit wird man mit einer groen Posaune blasen, so werden kommen 
die Verlornen im Lande Assur und die Verstoenen im Lande gypten und 
werden den Herrn anbeten auf dem heiligen Berge zu Jerusalem.
Der Prophet Jesaja 28
1. Wehe der prchtigen Krone der Trunkenen von Ephraim, der welken Blume 
ihrer lieblichen Herrlichkeit, welche stehet oben ber einem fetten Tal 
derer, die vom Wein taumeln!
2. Siehe, ein Starker und Mchtiger vom Herrn, wie ein Hagelsturm, wie ein 
schdlich Wetter, wie ein Wassersturm, die mchtiglich einreien, wird ins 
Land gelassen mit Gewalt,
3. da die prchtige Krone der Trunkenen von Ephraim mit Fen zertreten 
werde.
4. Und die welke Blume ihrer lieblichen Herrlichkeit, welche stehet oben 
ber einem fetten Tal, wird sein gleich wie das Reife vor dem Sommer, 
welches verdirbt, wenn man es noch an seinem Zweige hangen siehet.
5. Zu der Zeit wird der Herr Zebaoth sein eine liebliche Krone und 
herrlicher Kranz den brigen seines Volks
6. und ein Geist des Rechts dem, der zu Gericht sitzt, und eine Strke 
denen, die vom Streit wiederkommen zum Tor.
7. Dazu sind diese auch vom Wein toll worden und taumeln von starkem 
Getrnk. Denn beide, Priester und Propheten, sind toll von starkem 
Getrnke, sind in Wein ersoffen und taumeln von starkem Getrnke; sie sind 
toll im Weissagen und kcken die Urteile heraus.
8. Denn alle Tische sind voll Speiens und Unflats an allen Orten.
9. Wen soll er denn lehren Erkenntnis? Wem soll er zu verstehen geben die 
Predigt? Den Entwhnten von der Milch; denen, die von Brsten abgesetzt 
sind.
10. Denn (sie sagen): Gebeut hin, gebeut her; gebeut hin, gebeut her; 
harre hie, harre da; harre hie, harre da; hie ein wenig, da ein wenig!
11. Wohlan, er wird einmal mit spttischen Lippen und mit einer andern 
Zunge reden zu diesem Volk, welchem jetzt dies geprediget wird:
12. So hat man Ruhe, so erquickt man die Mden, so wird man stille; und 
wollen doch solcher Predigt nicht.
13. Darum soll ihnen auch des Herrn Wort eben also werden: Gebeut hin, 
gebeut her; gebeut hin, gebeut her; harre hie, harre da; harre hie; harre 
da; hie ein wenig, da ein wenig, da sie hingehen und zurckfallen, 
zerbrechen, verstrickt und gefangen werden.
14. So hret nun des Herrn Wort, ihr Sptter, die ihr herrschet ber dies 
Volk, so zu Jerusalem ist.
15. Denn ihr sprechet: Wir haben mit dem Tode einen Bund und mit der Hlle 
einen Verstand gemacht; wenn eine Flut dahergehet, wird sie uns nicht 
treffen; denn wir haben die Lge zu unserer Zuflucht und Heuchelei zu 
unserem Schirm gemacht.
16. Darum spricht der Herr Herr: Siehe, ich lege in Zion einen Grundstein, 
einen bewhrten Stein, einen kstlichen Eckstein, der wohl gegrndet ist. 
Wer glaubet, der fleucht nicht.
17. Und ich will das Recht zur Richtschnur und die Gerechtigkeit zum 
Gewicht machen; so wird der Hagel die falsche Zuflucht wegtreiben, und 
Wasser sollen den Schirm wegschwemnen,
18. da euer Bund mit dem Tode los werde und euer Verstand mit der Hlle 
nicht bestehe; und wenn eine Flut dahergehet, wird sie, euch zertreten; 
sobald sie dahergehet, wird sie euch wegnehmen.
19. Kommt sie des Morgens, so geschieht's des Morgens; also auch, sie 
komme des Tages oder des Nachts. Denn alleine die Anfechtung lehret aufs 
Wort merken.
20. Denn das Bett ist so enge, da nichts brig ist, und die Decke so 
kurz, da man sich drein schmiegen mu.
21. Denn der Herr wird sich aufmachen wie auf dem Berge Prazim und zrnen 
wie im Tal Gibeon, da er sein Werk tue auf eine andere Weise, und da er 
seine Arbeit tue auf eine andere Weise.
22. So lat nun euer Spotten, auf da eure Bande nicht hrter werden; denn 
ich habe ein Verderben und Steuern gehret, so vom Herrn Herrn Zebaoth 
geschehen wird in aller Welt.
23. Nehmet zu Ohren und hret meine Stimme; merket auf und hret meine 
Rede!
24. Pflget oder brachet oder arbeitet auch ein Ackermann seinen Acker 
immerdar zur Saat?
25. Ist's nicht also? Wenn er's gleich gemacht hat, so streuet er Wicken 
und wirft Kmmel und set Weizen und Gerste, jegliches, wo er's hin haben 
will, und Spelt an seinen Ort.
26. Also zchtiget sie auch ihr Gott durch Recht und lehret sie.
27. Denn man drischt die Wicken nicht mit Dreschwagen, so lt man auch 
nicht das Wagenrad ber den Kmmel gehen, sondern die Wicken schlgt man 
aus mit einem Stabe und den Kmmel mit einem Stecken.
28. Man mahlt es, da es Brot werde, und drischt es nicht gar zunichte, 
wenn man's mit Wagenrdern und Pferden ausdrischet.
29. Solches geschieht auch vom Herrn Zebaoth; denn sein Rat ist 
wunderbarlich und fhret es herrlich hinaus.
Der Prophet Jesaja 29
1. Wehe Ariel, Ariel, du Stadt des Lagers Davids! Ihr haltet Jahrzeiten 
und feiert Feste.
2. Aber ich will den Ariel ngsten, da er traurig und jammerig sei, und 
soll mir ein rechter Ariel sein.
3. Denn ich will dich belagern rings umher und will dich ngsten mit 
Bollwerk und will Wlle um dich auffhren lassen.
4. Alsdann sollst du geniedriget werden und aus der Erde reden und aus dem 
Staube mit deiner Rede murmeln, da deine Stimme sei wie eines Zauberers 
aus der Erde und deine Rede aus dem Staube wispele.
5. Und die Menge, die dich zerstreuen, werden so viel sein als ein dnner 
Staub und die Menge der Tyrannen wie eine webende Spreu; und das soll 
pltzlich bald geschehen.
6. Denn du wirst vom Herrn Zebaoth heimgesucht werden mit Wetter und 
Erdbeben und groem Donner, mit Windwirbel und Ungewitter und mit Flammen 
des verzehrenden Feuers.
7. Aber wie ein Nachtgesicht im Traum, so soll sein die Menge aller 
Heiden, so wider Ariel streiten, samt all ihrem Heer und Bollwerk, und die 
ihn ngsten.
8. Denn gleichwie einem Hungrigen trumet, da er esse, wenn er aber 
aufwacht, so ist seine Seele noch leer, und wie einem Durstigen trumet, 
da er trinke, wenn er aber aufwacht, ist er matt und durstig: also sollen 
sein die Menge aller Heiden, die wider den Berg Zion streiten.
9. Erstarret und werdet bestrzt, verblendet euch und werdet trunken, doch 
nicht vorn Wein; taumelt, doch nicht von starkem Getrnke.
10. Denn der Herr hat euch einen Geist des harten Schlafs eingeschenkt und 
eure Augen zugetan; eure Propheten und Frsten samt den Sehern hat er 
geblendet,
11. da euch aller (Propheten) Gesichte sein werden wie die Worte eines 
versiegelten Buchs, welches, so man's gbe einem, der lesen kann, und 
sprche: Lieber, lies das! und er sprche: Ich kann nicht, denn es ist 
versiegelt,
12. oder gleich als wenn man's gbe dem, der nicht lesen kann, und 
sprche: Lieber, lies das! und er sprche: Ich kann nicht lesen.
13. Und der Herr spricht: Darum da dies Volk zu mir nahet mit seinem 
Munde und mit seinen Lippen mich ehret, aber ihr Herz ferne von mir ist, 
und mich frchten nach Menschengebot, die sie lehren,
14. so will ich auch mit diesem Volk wunderlich umgehen, aufs 
wunderlichste und seltsamste, da die Weisheit seiner Weisen untergehe und 
der Verstand seiner Klugen verblendet werde.
15. Wehe, die verborgen sein wollen vor dem Herrn, ihr Vornehmen zu 
verhehlen, und ihr Tun, im Finstern halten und sprechen: Wer siehet uns? 
und wer kennet uns?
16. Wie seid ihr so verkehrt! Gleich als wenn des Tpfers Ton gedchte und 
ein Werk sprche von seinem Meister: Er hat mich nicht gemacht, und ein 
Gemchte sprche von seinem Tpfer: Er kennet mich nicht.
17. Wohlan, es ist noch um ein klein wenig zu tun, so soll Libanon ein 
Feld werden, und das Feld soll ein Wald gerechnet werden.
18. Denn zur selbigen Zeit werden die Tauben hren die Worte des Buchs, 
und die Augen der Blinden werden aus dem Dunkel und Finsternis sehen,
19. und die Elenden werden wieder Freude haben am Herrn, und die Armen 
unter den Menschen werden frhlich sein in dem Heiligen Israels,
20. wenn die Tyrannen ein Ende haben, und mit den Spttern aus sein wird, 
und vertilget sein werden alle die, so wachen, Mhe anzurichten,
21. welche die Leute sndigen machen durchs Predigen und stellen dem nach, 
der sie straft im Tor, weichen durch Lgen vorn Gerechten.
22. Darum spricht der Herr, der Abraham erlset hat, zum Hause Jakob also: 
Jakob soll nicht mehr zuschanden werden, und sein Antlitz soll sich nicht 
mehr schmen.
23. Denn wenn sie sehen werden ihre Kinder, die Werke meiner Hnde unter 
ihnen, werden sie meinen Namen heiligen und werden den Heiligen in Jakob 
heiligen und den Gott Israels frchten.
24. Denn die, so irrigen Geist haben, werden Verstand annehmen, und die 
Schwtzer werden sich lehren lassen.
Der Prophet Jesaja 30
1. Wehe den abtrnnigen Kindern, spricht der Herr, die ohne mich 
ratschlagen und ohne meinen Geist Schutz suchen, zu hufen eine Snde ber 
die andere,
2. die hinabziehen nach gypten und fragen meinen Mund nicht, da sie sich 
strken mit der Macht Pharaos und sich beschirmen unter dem Schatten 
gyptens.
3. Denn es soll euch die Strke Pharaos zur Schande geraten und der Schutz 
unter dem Schatten gyptens zum Hohn.
4. Ihre Frsten sind wohl zu Zoan gewesen und ihre Botschaft gen Hanes 
kommen,
5. aber sie mssen doch alle zuschanden werden ber dem Volk, das ihnen 
nicht ntze sein kann, weder zur Hilfe noch sonst zu nutz, sondern nur zur 
Schande und Spott.
6. Dies ist die Last ber die Tiere, so gegen Mittag ziehen, da Lwen und 
Lwinnen sind, ja Ottern und feurige fliegende Drachen, im Lande der 
Trbsal und Angst: Sie fhren ihr Gut auf der Fllen Rcken und ihre 
Schtze auf der Kamele Hcker zum Volk, das ihnen nicht ntze sein kann.
7. Denn gypten ist nichts, und ihr Helfen ist vergeblich. Darum predige 
ich davon also: Die Rahab wird stille dazu sitzen.
8. So gehe nun hin und schreib es ihnen vor auf eine Tafel und zeichne es 
in ein Buch, da es bleibe fr und fr ewiglich.
9. Denn es ist ein ungehorsam Volk und verlogene Kinder, die nicht hren 
wollen des Herrn Gesetz,
10. sondern sagen zu den Sehern: Ihr sollt nicht sehen! und zu den 
Schauern: Ihr sollt uns nicht schauen die rechte Lehre; prediget uns aber 
sanft, schauet uns Tuscherei!
11. Weichet vom Wege, macht euch von der Bahn; lat den Heiligen in Israel 
aufhren bei uns!
12. Darum spricht der Heilige in Israel also: Weil ihr dies Wort verwerfet 
und verlasset euch auf Frevel und Mutwillen und trotzet darauf,
13. so soll euch solche Untugend sein wie ein Ri an einer hohen Mauer, 
wenn es beginnet zu rieseln, die pltzlich unversehens einfllt und 
zerschmettert,
14. als wenn ein Topf zerschmettert wrde, den man zerstt und sein nicht 
schonet, also da man von seinen Stcken nicht eine Scherbe findet, darin 
man Feuer hole vom Herde, oder Wasser schpfe aus einem Brunnen.
15. Denn so spricht der Herr Herr, der Heilige in Israel: Wenn ihr stille 
bliebet, so wrde euch geholfen; durch Stillesein und Hoffen wrdet ihr 
stark sein. Aber ihr wollt nicht
16. und sprechet: Nein, sondern auf Rossen wollen wir fliehen (darum 
werdet ihr flchtig sein> und auf Lufern wollen wir reiten (darum werden 
euch eure Verfolger bereilen).
17. Denn euer tausend werden fliehen vor eines einigen Schelten, ja vor 
fnfen werdet ihr alle fliehen; bis da ihr berbleibet wie ein Mastbaum 
oben auf einem Berge, und wie ein Panier oben auf einem Hgel.
18. Darum harret der Herr, da er euch gndig sei, und hat sich 
aufgemacht, da er sich euer erbarme; denn der Herr ist ein Gott des 
Gerichts; wohl allen, die sein harren!
19. Denn das Volk Zions wird zu Jerusalem wohnen; du wirst nicht weinen: 
Er wird dir gndig sein, wenn du rufest; er wird dir antworten, sobald 
er's hret.
20. Und der Herr wird euch in Trbsal Brot Und in ngsten Wasser geben; 
Denn er wird deinen Lehrer nicht mehr lassen wegfliehen, sondern deine 
Augen werden deinen Lehrer sehen,
21. und deine Ohren werden hren das Wort hinter dir sagen also her: Dies 
ist der Weg, denselbigen gehet; sonst weder zur Rechten noch zur Linken!
22. Und ihr werdet entweihen eure bersilberten Gtzen und die gldenen 
Kleider eurer Bilder und werdet sie wegwerfen wie einen Unflat und zu 
ihnen sagen: Hinaus!
23. So wird er deinem Samen, den du auf den Acker geset hast, Regen geben 
und Brot von des Ackers Einkommen, und desselbigen volle Genge. Und dein 
Vieh wird sich zu der Zeit weiden in einer weiten Aue.
24. Die Ochsen und Fllen, so den Acker bauen, werden gemenget Futter 
essen, welches geworfelt ist mit der Wurfschaufel und Wanne.
25. Und es werden auf allen groen Bergen und auf allen groen Hgeln 
zerteilte Wasserstrme gehen zur Zeit der groen Schlacht, wenn die Trme 
fallen werden.
26. Und des Mondes Schein wird sein wie der Sonnen Schein, und der Sonnen 
Schein wird siebenmal heller sein denn jetzt, zu der Zeit, wenn der Herr 
den Schaden seines Volkes verbinden und seine Wunden heilen wird.
27. Siehe, des Herrn Name kommt von ferne, sein Zorn brennet und ist sehr 
schwer, seine Lippen sind voll Grimmes, und seine Zunge wie ein verzehrend 
Feuer
28. und sein Odem wie eine Wasserflut, die bis an den Hals reicht, zu 
zerstreuen die Heiden, bis sie zunichte werden, und die Vlker mit einem 
Zaum in ihren Backen hin, und her treibe.
29. Da werdet ihr singen wie zu Nacht eines heiligen Festes und euch von 
Herzen freuen, als wenn man mit der Pfeife gehet zum Berge des Herrn, zum 
Hort Israels.
30. Und der Herr wird seine herrliche Stimme schallen lassen, da man sehe 
seinen ausgereckten Arm mit zornigem Druen und mit Flammen des 
verzehrenden Feuers, mit Strahlen, mit starkem Regen und mit Hagel.
31. Denn Assur wird erschrecken vor der Stimme des Herrn, der ihn mit der 
Rute schlgt.
32. Denn es wird die Rute ganz durchdringen und wohl treffen, wenn sie der 
Herr ber ihn fhren wird, mit Pauken und Harfen, und allenthalben wider 
sie streiten.
33. Denn die Grube ist von gestern her zugerichtet; ja, dieselbige ist 
auch dem Knige bereitet, tief und weit genug; so ist die Wohnung drinnen, 
Feuer und Holz die Menge Der Odem des Herrn wird sie anznden wie ein 
Schwefelstrom.
Der Prophet Jesaja 31
1. Wehe denen, die hinabziehen nach gypten um Hilfe und verlassen sich 
auf Rosse und hoffen auf Wagen, da derselbigen viel sind, und auf Reiter, 
darum da sie sehr stark sind, und halten sich nicht zum Heiligen in 
Israel und fragen nichts nach dem Herrn.
2. Er aber ist weise und bringet Unglck herzu und wendet seine Worte 
nicht, sondern wird sich aufmachen wider das Haus der Bsen und wider die 
Hilfe der beltter.
3. Denn gypten ist Mensch und nicht Gott, und ihre Rosse sind Fleisch und 
nicht Geist. Und der Herr wird seine Hand ausrecken, da der Helfer 
strauchele und der, dem geholfen wird, falle, und alle miteinander 
umkommen.
4. Denn so spricht der Herr zu mir: Gleichwie ein Lwe und ein junger Lwe 
brllet ber seinem Raube, wenn der Hirten Menge ihn anschreiet, so 
erschrickt er vor ihrem Geschrei nicht und ist ihm auch nicht leid vor 
ihrer Menge: also wird der Herr Zebaoth herniederfahren, zu streiten auf 
dem Berge Zion und auf seinem Hgel.
5. Und der Herr Zebaoth wird Jerusalem beschirmen, wie die Vgel tun mit 
Flgeln, schtzen, erretten, drinnen umgehen und aushelfen.
6. Kehret um, ihr Kinder Israel, die ihr sehr abgewichen seid!
7. Denn zu der Zeit wird ein jeglicher seine silbernen und gldenen Gtzen 
verwerfen, welche euch eure Hnde gemacht hatten zur Snde.
8. Und Assur soll fallen, nicht durch Manns Schwert, und soll verzehret 
werden, nicht durch Menschen Schwert; und wird doch vor dem Schwert 
fliehen, und seine junge Mannschaft wird zinsbar werden;
9. und ihr Fels wird vor Furcht wegziehen, und seine Frsten werden vor 
dem Panier die Flucht geben, spricht der Herr, der zu Zion Feuer und zu 
Jerusalem einen Herd hat.
Der Prophet Jesaja 32
1. Siehe, es wird ein Knig regieren, Gerechtigkeit anzurichten, und 
Frsten werden herrschen, das Recht zu handhaben,
2. da jedermann sein wird als einer, der vor dem Winde bewahret ist, und 
wie einer, der vor dem Platzregen verborgen ist, wie die Wasserbche am 
drren Ort, wie der Schatten eines groen Felsen im trockenen Lande.
3. Und der Sehenden Augen werden sich nicht blenden lassen, und die Ohren 
der Zuhrer werden aufmerken,
4. und die Unvorsichtigen werden Klugheit lernen, und der Stammelnden 
Zunge wird fertig und reinlich reden.
5. Es wird nicht mehr ein Narr Frst heien noch ein Geiziger Herr genannt 
werden.
6. Denn ein Narr redet von Narrheit, und sein Herz gehet mit Unglck um, 
da er Heuchelei anrichte und predige vom Herrn Irrsal, damit er die 
hungrigen Seelen aushungere und den Durstigen das Trinken wehre.
7. Denn des Geizigen Regieren ist eitel Schaden; denn er erfindet Tcke, 
zu verderben die Elenden mit falschen Worten, wenn er des Armen Recht 
reden soll.
8. Aber die Frsten werden frstliche Gedanken haben und drber halten.
9. Stehet auf, ihr stolzen Frauen, hret meine Stimme; ihr Tchter, die 
ihr so sicher seid, nehmet zu Ohren meine Rede!
10. Es ist uni Jahr und Tag zu tun, so werdet ihr Sicheren zittern; denn 
es wird keine Weinernte, so wird auch kein Lesen werden.
11. Erschrecket, ihr stolzen Frauen, zittert, ihr Sicheren! Es ist 
vorhanden ausziehen, blen und grten um die Lenden.
12. Man wird klagen um die Acker, ja um die lieblichen cker, um die 
fruchtbaren Weinstcke.
13. Denn es werden auf dem Acker meines Volks Dornen und Hecken wachsen, 
dazu ber allen Freudenhusern in der frhlichen Stadt.
14. Denn die Palste werden verlassen sein und die Menge in der Stadt 
einsam sein, da die Trme und Festungen ewige Hhlen werden und dem Wild 
zur Freude, den Herden zur Weide,
15. bis so lange, da ber uns ausgegossen werde der Geist aus der Hhe. 
So wird denn die Wste zum Acker werden und der Acker fr einen Wald 
gerechnet werden.
16. Und das Recht wird in der Wste wohnen und Gerechtigkeit auf dem Acker 
hausen.
17. Und der Gerechtigkeit Frucht wird Friede sein, und der Gerechtigkeit 
Nutz wird ewige Stille und Sicherheit sein,
18. da mein Volk in Husern des Friedens wohnen wird, in sicheren 
Wohnungen und in stolzer Ruhe.
19. Aber Hagel wird sein den Wald hinab, und die Stadt danieden wird 
niedrig sein.
20. Wohl euch, die ihr set allenthalben an den Wassern; denn da mget ihr 
die Fe der Ochsen und Esel darauf gehen lassen.
Der Prophet Jesaja 33
1. Wehe aber dir, du Verstrer! Meinest du, du werdest nicht verstret 
werden? Und du Verchter! meinest du, man werde dich nicht verachten? Wenn 
du das Verstren vollendet hast, so wirst du auch verstret Werden; wenn 
du des Verachtens ein Ende gemacht hast, so wird man dich wieder verachten.
2. Herr, sei uns gndig, denn auf dich harren wir; sei ihr Arm frhe, dazu 
unser Heil zu der Zeit der Trbsal!
3. La fliehen die Vlker vor dem groen Getmmel, und die Heiden 
zerstreuet werden, wenn du dich erhhest!
4. Da wird man euch aufraffen als einen Raub, wie man die Heuschrecken 
aufrafft, und wie die Kfer zerscheucht werden, wenn man sie berfllt.
5. Der Herr ist erhaben, denn er wohnet in der Hhe. Er hat Zion voll 
Gerichts und Gerechtigkeit gemacht.
6. Und wird zu deiner Zeit Glaube sein, und Herrschaft, Heil, Weisheit, 
Klugheit, Furcht des Herrn werden sein Schatz sein.
7. Siehe, ihre Boten schreien drauen, die Engel des Friedens weinen 
bitterlich (und sprechen):
8. Die Steige sind wste, es gehet niemand mehr auf der Strae. Er hlt 
weder Treue noch Glauben; er verwirft die Stdte und achtet der Leute 
nicht.
9. Das Land liegt klglich und jmmerlich, der Libanon stehet schndlich 
zerhauen, und Saron ist wie ein Gefilde, und Basan und Karmel ist de.
10. Nun will ich mich aufmachen, spricht der Herr, nun will ich mich 
erheben, nun will ich hoch kommen.
11. Mit Stroh gehet ihr schwanger, Stoppeln gebret ihr; Feuer wird euch 
mit euren Mut verzehren.
12. Denn die Vlker werden zu Kalk verbrannt werden, wie man abgehauene 
Dornen mit Feuer ansteckt.
13. So hret nun ihr, die ihr ferne seid, was ich getan habe; und die ihr 
nahe seid, merket meine Strke!
14. Die Snder zu Zion sind erschrocken, Zittern ist die Heuchler ankommen 
(und sprechen): Wer ist unter uns, der bei einem verzehrenden Feuer wohnen 
mge? Wer ist unter uns, der bei der ewigen Glut wohne?
15. Wer in Gerechtigkeit wandelt und redet, was recht ist; wer Unrecht 
hasset samt dem Geiz und seine Hnde abzeucht, da er nicht Geschenke 
nehme; wer seine Ohren zustopft, da er nicht Blutschulden hre, und seine 
Augen zuhlt, da er nicht Arges sehe,
16. der wird in der Hhe wohnen, und Felsen werden seine Feste und Schutz 
sein. Sein Brot wird ihm gegeben, sein Wasser hat er gewi.
17. Deine Augen werden den Knig sehen in sein er Schne, du wirst das 
Land erweitert sehen,
18. da sich dein Herz sehr verwundern wird und sagen: Wo sind nun die 
Schriftgelehrten? Wo sind die Rte? Wo sind die Kanzler?
19. Dazu wirst du das starke Volk nicht sehen, das Volk von tiefer 
Sprache, die man nicht vernehmen kann, und von undeutlicher Zunge, die man 
nicht verstehen kann.
20. Schaue, Zion, die Stadt unsers Stifts! Deine Augen werden Jerusalem 
sehen, eine sichere Wohnung, eine Htte, die nicht weggefhrt wird, 
welcher Ngel sollen nimmermehr ausgezogen, und ihrer Seile keins 
zerrissen werden.
21. Denn der Herr wird mchtig daselbst bei Uns sein, und werden weite 
Wassergraben sein, da darber kein Schiff mit Rudern fahren noch Galeeren 
dahin schiffen werden.
22. Denn der Herr ist unser Richter, der Herr ist unser Meister, der Herr 
ist unser Knig, der hilft uns.
23. Lat sie ihre Stricke spannen, sie werden doch nicht halten; also 
werden sie auch das Fhnlein nicht auf den Mastbaum ausstecken. Dann wird 
viel kstliches Raubs ausgeteilet werden, da auch die Lahmen rauben 
werden.
24. Und kein Einwohner wird sagen: Ich bin schwach. Denn das Volk, so 
drinnen wohnet, wird Vergebung der Snden haben.
Der Prophet Jesaja 34
1. Kommt herzu, ihr Heiden, Und hret, ihr Vlker, merket auf; die Erde 
hre zu, und was drinnen ist, der Weltkreis samt seinem Gewchse!
2. Denn der Herr ist zornig ber alle Heiden und grimmig ber all ihr 
Heer; er wird sie verbannen und zum Schlachten berantworten.
3. Und ihre Erschlagenen werden hingeworfen werden, da der Gestank von 
ihren Leichnamen aufgehen wird und die Berge mit ihrem Blut flieen.
4. Und wird alles Heer: des Himmels verfaulen, und der Himmel wird 
eingewickelt werden wie ein Brief, und all sein Heer wird verwelken, wie 
ein Blatt verwelket am Weinstock und wie ein drr Blatt am Feigenbaum.;
5. Denn mein Schwert ist trunken im Himmel; und siehe, es wird 
herniederfahren auf Edom und ber das verbannte Volk zur Strafe.
6. Des Herrn Schwert ist voll Bluts und dick von Fettem, vom Blut der 
Lmmer und Bcke, von der Nieren Fett aus den Widdern; denn der Herr hlt 
ein Schlachten zu Bozra und ein groes Wrgen im Lande Edom.
7. Da werden die Einhrner samt ihnen herunter mssen und die Farren samt 
den gemsteten Ochsen. Denn ihr Land wird trunken werden von Blut, und 
ihre Erde dick werden von Fettem.
8. Denn es ist der Tag der Rache des Herrn und das Jahr der Vergeltung, zu 
rchen Zion.
9. Da werden ihre Bche zu Pech werden und ihre Erde zu Schwefel; ja, ihr 
Land wird zu brennendem Pech werden,
10. das weder Tag noch Nacht verlschen wird, sondern ewiglich wird Rauch 
von ihr aufgehen, und wird fr und fr wste sein, da niemand 
dadurchgehen wird in Ewigkeit,
11. sondern Rohrdommeln und Igel werden's inne haben, Nachteulen und Raben 
werden daselbst wohnen. Denn er wird eine Meschnur darber ziehen, da 
sie wste werde, und ein Richtblei, da sie de sei,
12. da ihre Herren heien mssen Herren ohne Land und alle ihre Frsten 
ein Ende haben.
13. Und werden Dornen wachsen in ihren Palsten, Nesseln und Disteln in 
ihren Schlssern; und wird eine Behausung sein der Drachen und Weide fr 
die Strauen.
14. Da werden untereinander laufen Marder und Geier, und ein Feldteufel 
wird dem andern begegnen; der Kobold wird auch daselbst herbergen und 
seine Ruhe daselbst finden.
15. Der Igel wird auch daselbst nisten und legen, brten und aushecken 
unter ihrem Schatten; auch werden die Weihen daselbst zusammenkommen.
16. Suchet nun in dem Buch des Herrn und leset! Es wird nicht an einem 
derselbigen fehlen; man vermit auch nicht dieses noch des. Denn er ist's, 
der durch meinen Mund gebeut, und sein Geist ist's, der es zusammenbringet.
17. Er gibt das Los ber sie, und seine Hand teilt das Ma aus unter sie, 
da sie darinnen erben ewiglich und darinnen bleiben fr und fr.
Der Prophet Jesaja 35
1. Aber die Wste und Einde wird lustig sein, und das Gefilde wird 
frhlich stehen und wird blhen wie die Lilien.
2. Sie wird blhen und frhlich stehen in aller Lust und Freude. Denn die 
Herrlichkeit des Libanon ist ihr gegeben, der Schmuck Karmels und Sarons. 
Sie sehen die Herrlichkeit des Herrn, den Schmuck unsers Gottes.
3. Strket die mden Hnde und erquicket die strauchelnden Kniee!
4. Saget den verzagten Herzen: Seid getrost, frchtet euch nicht! Sehet, 
euer Gott, der kommt zur Rache; Gott, der da vergilt, kommt und wird euch 
helfen.
5. Alsdann werden der Blinden Augen aufgetan werden, und der Tauben Ohren 
werden geffnet werden.
6. Alsdann werden die Lahmen lcken wie ein Hirsch, und der Stummen Zunge 
wird Lob sagen. Denn es werden Wasser in der Wste hin und wieder flieen 
und Strme in den Gefilden.
7. Und wo es zuvor trocken ist gewesen, sollen Teiche stehen; und wo es 
drre gewesen ist, sollen Brunnquellen sein. Da zuvor die Schlangen 
gelegen haben, soll Heu und Rohr und Schilf stehen.
8. Und es wird daselbst eine Bahn sein und ein Weg, welcher der heilige 
Weg heien wird, da kein Unreiner darauf gehen wird; und derselbige wird 
fr sie sein, da man darauf gehe, da auch die Toren nicht irren mgen.
9. Es wird da kein Lwe sein, und wird kein reiend Tier darauf treten, 
noch daselbst funden werden, sondern man wird frei sicher daselbst gehen.
10. Die Erlseten des Herrn werden wiederkommen und gen Zion kommen mit 
Jauchzen; ewige Freude wird ber ihrem Haupte sein; Freude und Wonne 
werden sie ergreifen, und Schmerz und Seufzen wird weg mssen.
Der Prophet Jesaja 36
1. Und es begab sich, im vierzehnten Jahr des Knigs Hiskia zog der Knig 
zu Assyrien, Sanherib, herauf wider alle festen Stdte Judas und gewann 
sie.
2. Und der Knig zu Assyrien sandte den Rabsake von Lachis gen Jerusalem 
zu dem Knige Hiskia mit groer Macht. Und er trat an die Wasserrhren des 
obern Teichs am Wege bei dem Acker des Frbers.
3. Und es ging zu ihm heraus Eliakim, der Sohn Hilkias, der Hofmeister, 
und Sebena, der Kanzler, und Joah, der Sohn Assaphs, der Schreiber.
4. Und der Erzschenke sprach zu ihnen: Saget doch dem Hiskia: So spricht 
der groe Knig, der Knig zu Assyrien: Was ist das fr ein Trotz, darauf 
du dich verlssest?
5. Ich achte, du lssest dich bereden, da du noch Rat und Macht wissest 
zu streiten. Auf wen verlssest du denn dich, da du mir bist abfllig 
worden?
6. Verlssest du dich auf den zerbrochenen Rohrstab gypten, welcher, so 
jemand sich darauf lehnet, gehet er ihm in die Hand und durchbohret sie? 
Also tut Pharao, der Knig zu gypten, allen, die sich auf ihn verlassen.
7. Willst du aber mir sagen: Wir verlassen uns auf den Herrn, unsern Gott? 
Ist's denn nicht der, welches Hhen und Altre der Hiskia hat abgetan und 
zu Juda und Jerusalem gesagt: Vor diesem Altar sollt ihr anbeten?
8. Wohlan, so nimm's an mit meinem Herrn, dem Knige zu Assyrien! Ich will 
dir zweitausend Rosse geben; la sehen, ob du bei dir knnest ausrichten, 
die darauf reiten.
9. Wie willst du denn bleiben vor einem Hauptmann, der geringsten Diener 
einem meines Herrn? Und du verlssest dich auf gypten um der Wagen und 
Reiter willen.
10. Dazu meinest du, da ich ohne den Herrn bin heraufgezogen in dies 
Land, dasselbige zu verderben? Ja, der Herr sprach zu mir: Zeuch hinauf in 
dies Land und verderbe es!
11. Aber Eliakim und Sebena und Joah sprachen zum Erzschenken: Lieber, 
rede mit deinen Knechten auf syrisch, denn wir verstehen's wohl; und rede 
nicht auf jdisch mit uns vor den Ohren des Volks, das auf der Mauer ist.
12. Da sprach der Erzschenke: Meinest du, da mein Herr mich zu deinem 
Herrn oder zu dir gesandt habe, solche Worte zu reden, und nicht vielmehr 
zu den Mnnern, die auf der Mauer sitzen, da sie samt euch ihren eigenen 
Mist fressen und ihren Harn saufen?
13. Und der Erzschenke stund und rief laut auf jdisch und sprach: Hret 
die Worte des groen Knigs, des Knigs zu Assyrien!
14. So spricht der Knig: Lat euch Hiskia nicht betrgen; denn er kann 
euch nicht erretten.
15. Und lat euch Hiskia nicht vertrsten auf den Herrn, da er sagt: Der 
Herr wird uns erretten, und diese Stadt wird nicht in die Hand des Knigs 
zu Assyrien gegeben werden.
16. Gehorchet Hiskia nicht! Denn so spricht der Knig zu Assyrien: Tut mir 
zu Danke und gehet zu mir heraus, so sollt ihr ein jeglicher von seinem 
Weinstock und von seinem Feigenbaum essen und aus seinem Brunnen trinken,
17. bis da ich komme und hole euch in ein Land, wie euer Land ist, ein 
Land, da Korn und Most innen ist, ein Land, da Brot und Weinberge innen 
sind.
18. Lat euch Hiskia nicht bereden, da er sagt: Der Herr wird uns 
erlsen. Haben auch der Heiden Gtter ein jeglicher sein Land errettet von 
der Hand des Knigs zu Assyrien?
19. Wo sind die Gtter zu Hamath und Arpad? Wo sind die Gtter zu 
Sepharvaim? Haben sie auch Samaria errettet von meiner Hand?
20. Welcher unter allen Gttern dieser Lande hat sein Land errettet von 
meiner Hand, da der Herr sollte Jerusalem erretten von meiner Hand?
21. Sie schwiegen aber stille und antworteten ihm nichts; denn der Knig 
hatte geboten und gesagt: Antwortet ihm nichts!
22. Da kamen Eliakim, der Sohn Hilkias, der Hofmeister, und Sebena, der 
Kanzler, und Joah, der Sohn Assaphs, der Schreiber, mit zerrissenen 
Kleidern und zeigten ihm an die Worte des Erzschenken.
Der Prophet Jesaja 37
1. Da aber der Knig Hiskia das hrete, zerri er seine Kleider und 
hllete einen Sack um sich und ging in das Haus des Herrn.
2. Und sandte Eliakim, den Hofmeister; und Sebena, den Kanzler, samt den 
ltesten Priestern, mit Scken umhllet, zu dem Propheten Jesaja, dem Sohn 
Amoz,
3. da sie zu ihm sprchen: So spricht Hiskia: Das ist ein Tag des 
Trbsals, Scheltens und Lsterns, und gehet gleich, als wenn die Kinder 
bis an die Geburt kommen sind, und ist keine Kraft da zu gebren.
4. Da doch der Herr, dein Gott, hren wollte die Worte des Erzschenken, 
welchen sein Herr, der Knig zu Assyrien, gesandt hat, zu lstern den 
lebendigen Gott und zu schelten mit solchen Worten, wie der Herr, dein 
Gott, gehrt hat! Und du wollest dein Gebet erheben fr die brigen, die 
noch vorhanden sind.
5. Und die Knechte des Knigs Hiskia kamen zu Jesaja.
6. Jesaja aber sprach zu ihnen: So saget eurem Herrn: Der Herr spricht 
also: Frchte dich nicht vor den Worten, die du gehrt hast, mit welchen 
mich die Knaben des Knigs zu Assyrien geschmhet haben.
7. Siehe, ich will ihm einen andern Mut machen, und soll etwas hren, da 
er wieder heimziehe in sein Land; und will ihn durchs Schwert fllen in 
seinem Lande.
8. Da aber der Erzschenke wiederkam, fand er den Knig Zu Assyrien 
streiten wider Libna; denn er hatte gehrt, da er von Lachis gezogen war.
9. Denn es kam ein Gercht von Thirhaka, der Mohren Knige, sagend: Er ist 
ausgezogen, wider dich zu streiten.
10. Da er nun solches hrete, sandte er Boten zu Hiskia und lie ihm 
sagen: Saget Hiskia, dem Knige Judas, also: La dich deinen Gott nicht 
betrgen, auf den du dich verlssest und sprichst: Jerusalem wird nicht in 
die Hand des Knigs zu Assyrien gegeben werden.
11. Siehe, du hast gehrt, was die Knige zu Assyrien getan haben allen 
Landen und sie verbannet; und du solltest errettet werden?
12. Haben auch die Gtter der Heiden die Lnder errettet, welche meine 
Vter verderbet haben, als Gosan, Haran, Rezeph und die Kinder Eden zu 
Thelassar?
13. Wo ist der Knig zu Hamath und der Knig zu Arpad und der Knig der 
Stadt Sepharvaim, Hena und Iwa?
14. Und da Hiskia den Brief von den Boten empfangen und gelesen hatte, 
ging er hinauf in das Haus des Herrn und breitete ihn aus vor dem Herrn.
15. Und Hiskia betete zum Herrn und sprach:
16. Herr Zebaoth, du Gott Israels, der du ber den Cherubim sitzest, du 
bist alleine Gott ber alle Knigreiche auf Erden; du hast Himmel und Erde 
gemacht.
17. Herr, neige deine Ohren und hre doch! Herr, tue deine Augen auf und 
siehe doch! Hre doch alle die Worte Sanheribs, die er gesandt hat, zu 
schmhen den lebendigen Gott!
18. Wahr ist's, Herr, die Knige zu Assyrien haben wste gemacht alle 
Knigreiche samt ihren Landen
19. und haben ihre Gtter ins Feuer geworfen; denn sie waren nicht Gtter, 
sondern Menschenhnde Werk, Holz und Stein. Die sind umgebracht.
20. Nun aber, Herr, unser Gott, hilf uns von seiner Hand, auf da alle 
Knigreiche, auf Erden erfahren, da du Herr seiest alleine.
21. Da sandte Jesaja, der Sohn Amoz, zu Hiskia und lie ihm sagen: So 
spricht der Herr, der Gott Israels: Da du mich gebeten hast des Knigs 
Sanherib halben zu Assyrien,
22. so ist das, das der Herr von ihm redet: Die Jungfrau Tochter Zion 
verachtet dich und spottet dein, und die Tochter Jerusalem schttelt das 
Haupt dir nach.
23. Wen hast du geschmhet und gelstert? ber wen hast du die Stimme 
erhoben? und hebest deine Augen empor wider den Heiligen in Israel.
24. Durch deine Knechte hast du den Herrn geschndet und sprichst: Ich bin 
durch die Menge meiner Wagen herauf gezogen auf die Hhe der Berge an den 
Seiten Libanons und habe seine hohen Zedern abgehauen samt seinen 
auserwhlten Tannen und bin durch die Hhe bis ans Ende kommen, an diesen 
Wald auf dem Lande.
25. Ich habe gegraben und getrunken die Wasser und habe mit meinen 
Fusohlen ausgetrocknet alle verwahrten Wasser.
26. Hast du aber nicht gehrt, da ich vorzeiten also getan habe und vor 
alters so gehandelt und tue jetzt auch also, da feste Stdte zerstret 
werden zu Steinhaufen,
27. und ihre Einwohner geschwcht und zaghaft werden und mit Schanden 
bestehen und werden zu Feldgras und zu grnem Kraut, als Heu auf den 
Dchern, welches dorret, ehe denn es reif wird?
28. Ich kenne aber deine Wohnung, deinen Auszug und Einzug und dein Toben 
wider mich.
29. Weil du denn wider mich tobest und dein Stolz herauf vor meine Ohren 
kommen ist, will ich dir einen Ring an die Nase legen und ein Gebi in 
dein Maul und will dich des Weges wieder heimfhren, des du kommen bist.
30. Das sei dir aber das Zeichen: I dies Jahr, was zertreten ist, das, 
andere Jahr, was selbst wchset; des dritten Jahrs set und erntet, 
pflanzet Weinberge und esset ihre Frchte.
31. Denn die Erretteten vom Hause Juda und die berbleiben werden noch 
wiederum unter sich wurzeln und ber sich Frucht tragen.
32. Denn von Jerusalem werden noch ausgehen, die berblieben sind, und die 
Erretteten von dem Berge Zion. Solches wird tun der Eifer des Herrn 
Zebaoth.
33. Darum spricht der Herr also vom Knige zu Assyrien: Er soll nicht 
kommen in diese Stadt und soll auch keinen Pfeil daselbst hinschieen und 
kein Schild davor kommen und soll keinen Wall um sie schtten,
34. sondern des Weges, des er kommen ist, soll er wiederkehren, da er in 
diese Stadt nicht komme, spricht der Herr.
35. Denn ich will diese Stadt schtzen, da ich ihr aus helfe um, 
meinetwillen und um meines Dieners Davids willen.
36. Da fuhr aus der Engel des Herrn und schlug im assyrischen Lager 
hundertundfnfundachtzigtausend Mann. Und da sie sich des Morgens frh 
aufmachten, siehe, da lag es alles eitel tote Leichname.
37. Und der Knig zu Assyrien, Sanherib, brach auf, zog weg und kehrete 
wieder heim und blieb zu Ninive.
38. Es begab sich auch, da er anbetete im Hause Nisrochs, seines Gottes, 
schlugen ihn seine Shne Adramelech und Sarezer mit dem Schwert; und sie 
flohen ins Land Ararat. Und sein Sohn Assar-Haddon ward Knig an seiner 
Statt.
Der Prophet Jesaja 38
1. Zu der Zeit ward Hiskia todkrank. Und der Prophet Jesaja, der Sohn 
Amoz, kam zu ihm und sprach zu ihm: So spricht der Herr: Bestelle dein 
Haus; denn du wirst sterben und nicht lebendig bleiben.
2. Da wendete Hiskia sein Angesicht zur Wand und betete zum Herrn
3. und sprach: Gedenke doch, Herr, wie ich vor dir gewandelt habe in der 
Wahrheit mit vollkommenem Herzen und habe getan, was dir gefallen hat. Und 
Hiskia weinete sehr.
4. Da geschah das Wort des Herrn zu Jesaja und sprach:
5. Gehe hin und sage Hiskia: So spricht der Herr, der Gott deines Vaters 
David: Ich habe dein Gebet gehrt und deine Trnen gesehen; siehe, ich 
will deinen Tagen noch fnfzehn Jahre zulegen
6. und will dich samt dieser Stadt erretten von der Hand des Knigs zu 
Assyrien; denn ich will diese Stadt wohl verteidigen.
7. Und habe dir das zum Zeichen von dem Herrn, da der Herr solches tun 
wird, was er geredet hat:
8. Siehe, ich will den Schatten am Sonnenzeiger Ahas zehn Linien 
zurckziehen, ber welche er gelaufen ist, da die Sonne zehn Linien 
zurcklaufen soll am Zeiger, ber welche sie gelaufen ist.
9. Dies ist die Schrift Hiskias, des Knigs Judas, da er krank gewesen und 
von der Krankheit gesund worden war:
10. Ich sprach: Nun mu ich zu der Hllen Pforte fahren, da meine Zeit aus 
war, da ich gedachte noch lnger zu leben.
11. Ich sprach: Nun mu ich nicht mehr sehen den Herrn, ja den Herrn im 
Lande der Lebendigen; nun mu ich nicht mehr schauen die Menschen bei 
denen, die ihre Zeit leben.
12. Meine Zeit ist dahin und von mir aufgerumet wie eines Hirten Htte; 
und reie mein Leben ab wie ein Weber. Er sauget mich drre aus. Du machst 
es mit mir ein Ende, den Tag vor Abend:
13. Ich dachte Mchte ich bis morgen leben! Aber er zerbrach mir alle 
meine Gebeine wie ein Lwe; denn du machst es mit mir aus, den Tag vor 
Abend.
14. Ich winselte wie ein Kranich und wie eine Schwalbe und girrete wie 
eine Taube; meine Augen wollten mir brechen: Herr, ich leide Not; lindre 
mir's!
15. O wie will ich noch reden, da er mir zugesagt hat und tut es auch! 
Ich werde mich scheuen alle meine Lebtage vor solcher Betrbnis meiner 
Seele.
16. Herr, davon lebet man, und das Leben meines Geistes stehet gar in 
demselbigen; denn du lieest mich entschlafen und machtest mich leben.
17. Siehe, um Trost war mir sehr bange. Du aber hast dich meiner Seele 
herzlich angenommen, da sie nicht verdrbe; denn du wirfst alle meine 
Snde hinter dich zurck.
18. Denn die Hlle lobet dich nicht, so rhmet dich der Tod nicht, und die 
in die Grube fahren, warten nicht auf deine Wahrheit,
19. sondern allein die da leben, loben dich, wie ich jetzt tue. Der Vater 
wird den Kindern deine Wahrheit kundtun.
20. Herr, hilf mir, so wollen wir meine Lieder singen, solange wir leben, 
in dem Hause des Herrn.
21. Und Jesaja hie, man sollte ein Pflaster von Feigen nehmen und auf 
seine Drse legen, da er gesund wrde.
22. Hiskia aber sprach: Welch ein Zeichen ist das, da ich hinauf zum 
Hause des Herrn soll gehen!
Der Prophet Jesaja 39
1. Zu der Zeit sandte Merodach-Baladan, der Sohn Baladans, Knig zu Babel, 
Briefe und Geschenke zu Hiskia; denn er hatte gehret, da er krank und 
wieder stark worden wre.
2. Des freuete sich Hiskia und zeigte ihnen das Schatzhaus, Silber und 
Gold und Spezerei, kstliche Salben und alle seine Zeughuser und allen 
Schatz, den er hatte. Nichts war, das ihnen Hiskia nicht zeigte in seinem 
Hause und in seiner Herrschaft.
3. Da kam der Prophet Jesaja zum Knige Hiskia und sprach zu ihm: Was 
sagen diese Mnner und von wannen kommen sie zu dir? Hiskia sprach: Sie 
kommen von ferne zu mir, nmlich von Babel.
4. Er aber sprach: Was haben sie in deinem Hause gesehen? Hiskia sprach: 
Alles, was in meinem Hause ist, haben sie gesehen; und ist nichts, das ich 
ihnen nicht htte gezeiget in meinen Schtzen.
5. Und Jesaja sprach zu Hiskia: Hre das Wort des Herrn Zebaoth!
6. Siehe, es kommt die Zeit, da alles, was in deinem Hause ist und was 
deine Vter gesammelt haben bis auf diesen Tag, wird gen Babel gebracht 
werden, da nichts bleiben wird, spricht der Herr.
7. Dazu werden sie deine Kinder, so von dir kommen werden und du zeugen 
wirst, nehmen, und mssen Kmmerer sein im Hofe des Knigs zu Babel.
8. Und Hiskia sprach zu Jesaja: Das Wort des Herrn ist gut, das du sagest. 
Und sprach: Es sei nur Friede und Treue, weil ich lebe!
Der Prophet Jesaja 40
1. Trstet, trstet mein Volk! spricht euer Gott.
2. Redet mit Jerusalem freundlich und prediget ihr, da ihre Ritterschaft 
ein Ende hat, denn ihre Missetat ist vergeben; denn sie hat Zwiefltiges 
empfangen von der Hand des Herrn um alle ihre Snde.
3. Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wste: Bereitet dem Herrn den 
Weg; machet auf dem Gefilde eine ebene Bahn unserm Gott!
4. Alle Tler sollen erhhet werden, und alle Berge und Hgel sollen 
geniedriget werden, und was ungleich ist, soll eben, und was hckericht 
ist, soll schlicht werden.
5. Denn die Herrlichkeit des Herrn soll offenbaret werden; und alles 
Fleisch miteinander wird sehen, da des Herrn Mund redet.]
6. Es spricht eine Stimme: Predige! Und er sprach: Was soll ich predigen? 
Alles Fleisch ist Heu, und alle seine Gte ist wie eine Blume auf dem 
Felde.
7. Das Heu verdorret, die Blume verwelket; denn des Herrn Geist blset 
drein. Ja, das Volk ist das Heu.
8. Das Heu verdorret, die Blume verwelket; aber das Wort unsers Gottes 
bleibet ewiglich.
9. Zion, du Predigerin, steig auf einen hohen Berg! Jerusalem, du 
Predigerin, hebe deine Stimme auf mit Macht, heb auf und frchte dich 
nicht; sage den Stdten Judas: Siehe, da ist euer Gott!
10. Denn siehe, der Herr Herr kommt gewaltiglich; und sein Arm wird 
herrschen. Siehe, sein Lohn ist bei ihm, und seine Vergeltung ist vor ihm.
11. Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte; er wird die Lmmer in seine 
Arme sammeln und in seinem Busen tragen und die Schafmtter fhren.
12. Wer misset die Wasser mit der Faust und fasset den Himmel mit der 
Spanne und begreift die Erde mit einem Dreiling und wieget die Berge mit 
einem Gewicht und die Hgel mit einer Waage?
13. Wer unterrichtet den Geist des Herrn, und welcher Ratgeber unterweiset 
ihn?
14. Wen fragt er um Rat, der ihm Verstand gebe und lehre ihn den Weg des 
Rechts und lehre ihn die Erkenntnis und unterweise ihn den Weg des 
Verstandes?
15. Siehe, die Heiden sind geachtet wie ein Tropfen, so im Eimer bleibt, 
und wie ein Scherflein, so in der Wage bleibet. Siehe, die Inseln sind wie 
ein Stublein.
16. Der Libanon wre zu geringe zum Feuer und seine Tiere zu geringe zum 
Brandopfer.
17. Alle Heiden sind vor ihm nichts und wie ein Nichtiges und Eitles 
geachtet.
18. Wem wollt ihr denn Gott nachbilden, oder was fr ein Gleichnis wollt 
ihr ihm zurichten?
19. Der Meister giet wohl ein Bild, und der Goldschmied bergldet es und 
macht silberne Ketten dran.
20. Desgleichen wer eine arme Hebe vermag, der whlet ein Holz, das nicht 
fault, und sucht einen klugen Meister dazu, der ein Bild fertige, das 
bestndig sei.
21. Wisset ihr nicht? Hret ihr nicht? Ist's euch nicht vormals 
verkndiget? Habt ihr's nicht verstanden von Anbeginn der Erde?
22. Er sitzt ber dem Kreis der Erde; und die darauf wohnen, sind wie 
Heuschrecken. Der den Himmel ausdehnet wie ein dnn Fell und breitet sie 
aus wie eine Htte, da man innen wohnet;
23. der die Frsten zunichte macht und die Richter auf Erden eitel macht,
24. als htte ihr Stamm weder Pflanzen noch Samen noch Wurzel in der Erde, 
da sie, wo ein Wind unter sie wehet, verdorren, und sie ein Windwirbel 
wie Stoppeln wegfhret.
25. Wem wollt ihr denn mich nachbilden, dem ich gleich sei? spricht der 
Heilige.
26. Hebet eure Augen in die Hhe und sehet! Wer hat solche Dinge 
geschaffen und fhret ihr Heer bei der Zahl heraus? Der sie alle mit Namen 
rufet; sein Vermgen und starke Kraft ist so gro, da nicht an einem 
fehlen kann.
27. Warum sprichst du denn, Jakob, und du, Israel, sagest: Mein Weg ist 
dem Herrn verborgen, und mein Recht gehet vor meinem Gott ber?
28. Weit du nicht? Hast du nicht gehrt? Der Herr, der ewige Gott, der 
die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht mde noch matt; sein 
Verstand ist unausforschlich.
29. Er gibt dem Mden Kraft und Strke genug dem Unvermgenden.
30. Die Knaben werden mde und matt, und die Jnglinge fallen;
31. aber die auf den Herrn harren, kriegen neue Kraft, da sie auffahren 
mit Hgeln wie Adler, da sie laufen und nicht matt werden, da sie 
wandeln und nicht mde werden.
Der Prophet Jesaja 41
1. La die Inseln vor mir schweigen und die Vlker sich strken! La sie 
herzutreten und nun reden; lat uns miteinander rechten!
2. Wer hat den Gerechten vom Aufgang erweckt? Wer rief ihm, da er ging? 
Wer gab die Heiden und Knige vor ihm, da er ihrer mchtig ward, und gab 
sie seinem Schwert wie Staub und seinem Bogen wie zerstreuete Stoppeln,
3. da er ihnen nachjagete und zog durch mit Frieden und ward des Weges 
noch nie mde?
4. Wer tut es und macht es und ruft alle Menschen nacheinander von Anfang 
her? Ich bin's, der Herr, beide der Erste und der Letzte.
5. Da das die Inseln sahen, frchteten sie sich, und die Enden der Erde 
erschraken; sie naheten und kamen herzu.
6. Einer half dem andern und sprach zu seinem Nchsten: Sei getrost!
7. Der Zimmermann nahm den Goldschmied zu sich und machten mit dem Hammer 
das Blech glatt auf dem Ambo und sprachen: Das wird fein stehen! Und 
hefteten's mit Ngeln, da es nicht sollte wackeln.
8. Du aber, Israel, mein Knecht, Jakob, den ich erwhlet habe, du Same 
Abrahams, meines Geliebten,
9. der ich dich gestrkt habe von der Welt Ende her und habe dich berufen 
von ihren Gewaltigen und sprach zu dir: Du sollst mein Knecht sein, denn 
ich erwhle dich und verwerfe dich nicht,
10. frchte dich nicht, ich bin mit dir; weiche nicht, denn ich bin dein 
Gott! Ich strke dich, ich helfe dir auch, ich erhalte dich durch die 
rechte Hand meiner Gerechtigkeit.
11. Siehe, sie sollen zu Spott und zuschanden werden, alle, die dir gram 
sind; sie sollen werden als nichts; und die Leute, so mit dir hadern, 
sollen umkommen,
12. da du nach ihnen fragen mchtest und wirst sie nicht finden. Die 
Leute, so mit dir zanken, sollen werden als nichts, und die Leute, so 
wider dich streiten, sollen ein Ende haben.
13. Denn ich bin der Herr, dein Gott, der deine rechte Hand strket und zu 
dir spricht: Frchte dich nicht, ich helfe dir!
14. So frchte dich nicht, du Wrmlein Jakob, ihr armer Haufe Israel! Ich 
helfe dir, spricht der Herr, und dein Erlser, der Heilige in Israel.
15. Siehe, ich habe dich zum scharfen neuen Dreschwagen gemacht, der 
Zacken hat, da du sollst Berge zerdreschen und zermalmen und die Hgel 
wie Spreu machen.
16. Du sollst sie zerstreuen, da sie der Wind wegfhre und der Wirbel 
verwebe. Du aber wirst frhlich sein am Herrn und wirst dich rhmen des 
Heiligen in Israel.
17. Die Elenden und Armen suchen Wasser, und ist nichts da; ihre Zunge 
verdorret vor Durst. Aber ich, der Herr, will sie erhren; ich, der Gott 
Israels, will sie nicht verlassen,
18. sondern ich will Wasserflsse auf den Hhen ffnen und Brunnen mitten 
auf den Feldern ich will die Wste zu Wasserseen machen und das drre Land 
zu Wasserquellen;.
19. ich will in der Wste geben Zedern, Fhren, Myrten und Kiefern; ich 
will auf dem Gefilde geben Tannen, Buchen und Buchsbaum miteinander,
20. auf da man sehe und erkenne und merke und verstehe zugleich, da des 
Herrn Hand habe solches getan, und der Heilige in Israel habe solches 
geschaffen.
21. So lasset eure Sache herkommen, spricht der Herr; bringet her, worauf 
ihr stehet, spricht der Knig in Jakob.
22. Lasset sie herzutreten und uns verkndigen, was knftig ist! 
Verkndiget uns und weissaget etwas zuvor; lasset uns mit unserm Herzen 
darauf achten und merken, wie es hernach gehen soll; oder lasset uns doch 
hren, was zuknftig ist!
23. Verkndiget uns, was hernach kommen wird, so wollen wir merken, da 
ihr Gtter seid. Trotz, tut Gutes oder Schaden, so wollen wir davon reden 
und miteinander schauen.
24. Siehe, ihr seid aus nichts, und euer Tun ist auch aus nichts, und euch 
whlen ist ein Greuel.
25. Ich aber erwecke einen von Mitternacht, und kommt vom Aufgang der 
Sonne. Er wird ihnen meinen Namen predigen und wird ber die Gewaltigen 
gehen wie ber Leimen und wird den Kot treten wie ein Tpfer.
26. Wer kann etwas verkndigen von Anfang? so wollen wir's vernehmen; oder 
weissagen zuvor? so wollen wir sagen: Du redest recht. Aber da ist kein 
Verkndiger, keiner, der etwas hren liee, keiner, der von euch ein Wort 
hren mge.
27. Ich bin der Erste, der zu Zion sagt: Siehe, da ist's! und ich gebe 
Jerusalem Prediger.
28. Dort aber schaue ich, aber da ist niemand; und sehe unter sie, aber da 
ist kein Ratgeber; ich frage sie, aber da antworten sie nichts.
29. Siehe, es ist alles eitel Mhe und nichts mit ihrem Tun; ihre Gtzen 
sind Wind und eitel.
Der Prophet Jesaja 42
1. Siehe, das ist mein Knecht, ich erhalte ihn; und mein Auserwhlter, an 
welchem meine Seele Wohlgefallen hat Ich habe ihm meinen Geist gegeben; er 
wird das Recht unter die Heiden bringen.
2. Er wird nicht schreien noch rufen, und seine Stimme wird man nicht 
hren auf den Gassen.
3. Das zerstoene Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht 
wird er nicht auslschen. Er wird das Recht wahrhaftiglich halten lehren.
4. Er wird nicht mrrisch noch greulich sein, auf da er auf Erden das 
Recht anrichte; und die Inseln werden auf sein Gesetz warten.
5. So spricht Gott, der Herr, der die Himmel schaffet und ausbreitet, der 
die Erde machet und ihr Gewchs, der dem Volk, so darauf ist, den Odem 
gibt und den Geist denen, die darauf gehen:
6. Ich, der Herr, habe dich gerufen mit Gerechtigkeit und habe dich bei 
deiner Hand gefasset und habe dich behtet und habe dich zum Bund unter 
das Volk gegeben, zum Licht der Heiden,
7. da du sollst ffnen die Augen der Blinden und die Gefangenen aus dem 
Gefngnis fhren, und die da sitzen in Finsternis, aus dem Kerker.
8. Ich, der Herr, das ist mein Name, und will, meine Ehre keinem andern 
geben noch meinen Ruhm den Gtzen.
9. Siehe, was kommen soll, verkndige ich zuvor und verkndige Neues; ehe 
denn es aufgehet, lasse ich's euch hren.
10. Singet dem Herrn ein neues Lied! Sein Ruhm ist an der Welt Ende; die 
im Meer fahren, und was drinnen ist, die Inseln, und die drinnen wohnen!
11. Rufet laut, ihr Wsten und die Stdte drinnen samt den Drfern, da 
Kedar wohnet. Es jauchzen, die in Felsen wohnen, und rufen von den Hhen 
der Berge.
12. Lasset sie dem Herrn die Ehre geben und seinen Ruhm in den Inseln 
verkndigen!
13. Der Herr wird ausziehen wie ein Riese; er wird den Eifer aufwecken wie 
ein Kriegsmann; er wird jauchzen und tnen; er wird seinen Feinden 
obliegen.
14. Ich schweige wohl eine Zeitlang und bin still und enthalte mich. Nun 
aber will ich, wie eine Gebrerin, schreien; ich will sie verwsten und 
alle verschlingen.
15. Ich will Berge und Hgel verwsten und all ihr Gras verdorren; und 
will die Wasserstrme zu Inseln machen und die Seen austrocknen.
16. Aber die Blinden will ich auf dem Wege leiten, den sie nicht wissen; 
ich will sie fhren auf den Steigen, die sie nicht kennen; ich will die 
Finsternis vor ihnen her zum Licht machen und das Hckerichte zur Ebene. 
Solches will ich ihnen tun und sie nicht verlassen.
17. Aber die sich auf Gtzen verlassen und sprechen zum gegossenen Bilde: 
Ihr seid unsere Gtter! die sollen zurcckehren und zuschanden werden.
18. Hret, ihr Tauben und schauet her, ihr Blinden, da ihr sehet!
19. Wer ist so blind als mein Knecht, und wer ist so taub wie mein Bote, 
den ich sende? Wer ist so blind als der Vollkommene und so blind als der 
Knecht des Herrn?
20. Man predigt wohl viel, aber sie halten's nicht; man sagt ihnen genug, 
aber sie wollen's nicht hren.
21. Noch will ihnen der Herr wohl um seiner Gerechtigkeit willen, da er 
das Gesetz herrlich und gro mache,
22. Es ist ein beraubt und geplndert Volk; sie sind allzumal verstrickt 
in Hhlen und versteckt in den Kerkern; sie sind zum Raub worden, und ist 
kein Erretter da, geplndert, und ist niemand, der da sage: Gib sie wieder 
her!
23. Wer ist unter euch, der solches zu Ohren nehme, der aufmerke und hre, 
das hernach kommt?
24. Wer hat Jakob bergeben zu plndern, und Israel den Rubern? Hat's 
nicht der Herr getan, an dem wir gesndiget haben? Und sie wollten auf 
seinen Wegen nicht wandeln und gehorchten seinem Gesetz nicht.
25. Darum hat er ber sie ausgeschttet den Grimm seines Zorns und eine 
Kriegsmacht und hat sie umher angezndet aber sie merken's nicht; und hat 
sie angesteckt, aber sie nehmen's nicht zu Herzen.
Der Prophet Jesaja 43
1. Und nun spricht der Herr, der dich geschaffen hat, Jakob, und dich 
gemacht hat, Israel: Frchte dich nicht, denn ich habe dich erlset; ich 
habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!
2. Denn so du durch Wasser gehest, will ich bei dir sein, da dich die 
Strme nicht sollen ersufen, und so du ins Feuer gehest, sollst du nicht 
brennen, und die Flamme soll dich nicht anznden.
3. Denn ich bin der Herr, dein Gott, der Heilige in Israel, dein Heiland. 
Ich habe gypten, Mohren und Seba an deiner Statt zur Vershnung gegeben.
4. Weil du so wert bist vor meinen Augen geachtet, mut du auch herrlich 
sein, und ich habe dich lieb; darum gebe ich Menschen an deiner Statt und 
Vlker fr deine Seele.
5. So frchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir. Ich will vom Morgen 
deinen Samen bringen und will dich vom Abend sammeln;
6. und will sagen gegen Mitternacht: Gib her! und gegen Mittag: Wehre 
nicht! Bringe meine Shne von ferne her und meine Tchter von der Welt 
Ende,
7. alle, die mit meinem Namen genannt sind, nmlich die ich geschaffen 
habe zu meiner Herrlichkeit und sie zubereitet und gemacht.
8. La hervortreten das blinde Volk, welches doch Augen hat, und die 
Tauben, die doch Ohren haben.
9. Lat alle Heiden zusammenkommen zuhaufe und sich die Vlker versammeln. 
Welcher ist unter ihnen, der solches verkndigen mge und uns hren lasse 
vorhin, was geschehen soll? Lat sie ihre Zeugen darstellen und beweisen, 
so wird man's hren und sagen: Es ist die Wahrheit.
10. Ihr aber seid meine Zeugen, spricht der Herr, und mein Knecht, den ich 
erwhlet habe, auf da ihr wisset und mir glaubet und verstehet, da ich's 
bin. Vor mir ist kein Gott gemacht, so wird auch nach mir keiner sein.
11. Ich, ich bin der Herr, und ist auer mir kein Heiland.
12. Ich hab's verkndiget und hab auch geholfen und hab's euch sagen 
lassen; und ist kein fremder (Gott) unter euch. Ihr seid meine Zeugen, 
spricht der Herr; so bin ich Gott.
13. Auch bin ich, ehe denn nie kein Tag war; und ist niemand, der aus 
meiner Hand erretten kann. Ich wirke; wer will's abwenden?
14. So spricht der Herr, euer Erlser, der Heilige in Israel: Um 
euretwillen habe ich gen Babel geschickt und habe die Riegel alle 
heruntergestoen und die klagenden Chalder in die Schiffe gejagt.
15. Ich bin der Herr, euer Heiliger, der ich Israel geschaffen habe, euer 
Knig.
16. So spricht der Herr, der im Meer Weg und in starken Wssern Bahn macht;
17. der herausbringt Wagen und Ro, Heer und Macht, da sie auf einem 
Haufen daliegen und nicht aufstehen, da sie verlschen, wie ein Docht 
verlischt:
18. Gedenket nicht an das Alte und achtet nicht auf das Vorige!
19. Denn siehe, ich will ein Neues machen; jetzt soll es aufwachsen; da 
ihr erfahren werdet, da ich Weg in der Wste mache und Wasserstrme in 
der Einde,
20. da mich das Tier auf dem Felde preise, die Drachen und Strauen. Denn 
ich will Wasser in der Wste und Strme in der Einde geben zu trnken 
mein Volk; meine Auserwhlten.
21. Dies Volk habe ich mir zugerichtet, es soll meinen Ruhm erzhlen.
22. Nicht da du mich httest gerufen, Jakob, oder da du um mich 
gearbeitet httest, Israel.
23. Mir zwar hast du nicht gebracht Schafe deines Brandopfers noch mich 
geehret mit deinen Opfern; mich hat deines Dienstes nicht gelstet im 
Speisopfer, habe auch nicht Lust an deiner Arbeit im Weihrauch;
24. mir hast du nicht um Geld Kalmus gekauft; mich hast du mit dem Fetten 
deiner Opfer nicht gefllet. Ja, mir hast du Arbeit gemacht in deinen 
Snden und hast mir Mhe gemacht in deinen Missetaten.
25. Ich, ich tilge deine bertretung um meinetwillen und gedenke deiner 
Snden nicht.
26. Erinnere mich, la uns miteinander rechten; sage an, wie du gerecht 
willst sein!
27. Deine Voreltern haben gesndiget, und deine Lehrer haben wider mich 
migehandelt.
28. Darum habe ich die Frsten des Heiligtums entheiliget und habe Jakob 
zum Bann gemacht und Israel zum Hohn.
Der Prophet Jesaja 44
1. So hre nun, mein Knecht Jakob, und Israel, den ich erwhlet habe!
2. So spricht der Herr, der dich gemacht und zubereitet hat und der dir 
beistehet von Mutterleibe an: Frchte dich nicht, mein Knecht Jakob, und 
du Frommer, den ich erwhlet habe!
3. Denn ich will Wasser gieen auf die Durstige und Strme auf die Drre; 
ich will meinen Geist auf deinen Samen gieen und meinen Segen auf deine 
Nachkommen,
4. da sie wachsen sollen wie Gras, wie die Weiden an den Wasserbchen.
5. Dieser wird sagen: Ich bin des Herrn, und jener wird genannt werden mit 
dem Namen Jakob; und dieser wird sich mit seiner Hand dem Herrn 
zuschreiben und wird mit dem Namen Israel genannt werden.
6. So spricht der Herr, der Knig Israels; und sein Erlser, der Herr 
Zebaoth: Ich bin der Erste und ich bin der Letzte, und auer mir ist kein 
Gott.
7. Und wer ist mir gleich, der da rufe und verkndige und mir's zurichte, 
der ich von der Welt her die Vlker setze? La sie ihnen die Zeichen, und 
was kommen soll, verkndigen!
8. Frchtet euch nicht und erschrecket nicht! Habe ich's nicht dazumal 
dich hren lassen und verkndiget? Denn ihr seid meine Zeugen. Ist auch 
ein Gott auer mir? Es ist kein Hort, ich wei ja keinen.
9. Die Gtzenmacher sind allzumal eitel, und ihr Kstliches ist kein, 
ntze. Sie sind ihre Zeugen und sehen: nichts, merken auch nichts; darum 
mssen sie zuschanden werden.
10. Wer sind sie, die einen Gott machen und Gtzen gieen, der kein ntze 
ist?
11. Siehe, alle ihre Genossen werden zuschanden; denn es sind Meister aus 
Menschen. Wenn sie gleich alle zusammentreten, mssen sie dennoch sich 
frchten und zuschanden werden.
12. Es schmiedet einer das Eisen in der Zange, arbeitet in der Glut und 
bereitet es mit Hmmern und arbeitet daran mit ganzer Kraft seines Arms, 
leidet auch Hunger, bis er nimmer kann, trinket auch nicht Wasser, bis er 
matt wird.
13. Der andere zimmert Holz und misset es mit der Schnur und zeichnet es 
mit Rtelstein und behauet es und zirkelt es ab und macht es wie ein 
Mannsbild, wie einen schnen Menschen, der im Hause wohne.
14. Er gehet frisch daran unter den Bumen im Walde, da er Zedern abhaue 
und nehme Buchen und Eichen, ja, eine Zeder, die gepflanzet und die vorn 
Regen erwachsen ist
15. und die den Leuten Feuerwerk gibt, davon man nimmt, da man sich dabei 
wrme, und die man anzndet und Brot dabei bcket. Daselbst macht er einen 
Gott von und betet es an; er macht einen Gtzen daraus und knieet davor 
nieder.
16. Die Hlfte verbrennet er im Feuer und ber der andern Hlfte isset er 
Fleisch; er brt einen Braten und sttigt sich, wrmet sich auch und 
spricht: Hoja! Ich bin warm worden; ich sehe meine Lust am Feuer.
17. Aber das brige macht er zum Gott, da es sein Gtze sei, davor er 
knieet und niederfllet und betet und spricht: Errette mich; denn du bist 
mein Gott.
18. Sie wissen nichts und verstehen nichts; denn sie sind verblendet, da 
ihre Augen nicht sehen und ihre Herzen nicht merken knnen,
19. und gehen nicht in ihr Herz; keine Vernunft noch Witz ist da, da sie 
doch dchten: Ich habe die Hlfte mit Feuer verbrannt und habe auf den 
Kohlen Brot gebacken und Fleisch gebraten und gegessen und sollte das 
brige zum Greuel machen und sollte knieen vor einem Klotz?
20. Es gibt Asche und tuscht das Herz, das sich zu ihm neiget, und kann 
seine Seele nicht erretten. Noch denket er nicht: Ist das auch Trgerei, 
das meine rechte Hand treibt?
21. Daran gedenke, Jakob und Israel, denn du bist mein Knecht. Ich habe 
dich zubereitet, da du mein Knecht seiest; Israel, vergi mein nicht!
22. Ich Vertilge deine Missetat wie eine Wolke und deine Snde wie den 
Nebel. Kehre dich zu mir; denn ich erlse dich.
23. Jauchzet, ihr Himmel, denn der Herr hat's getan; rufe, du Erde, 
herunter; ihr Berge, frohlocket mit Jauchzen; der Wald und alle Bume 
drinnen; denn der Herr hat Jakob erlset und ist in Israel herrlich.
24. So spricht der Herr, dein Erlser, der dich von Mutterleibe hat 
zubereitet: Ich bin der Herr, der alles tut, der den Himmel ausbreitete 
allein und die Erde weit machte ohne Gehilfen,
25. der die Zeichen der Wahrsager zunichte und die Weissager toll macht, 
der die Weisen zurcckehret und ihre Kunst zur Torheit macht,
26. besttiget aber das Wort seines Knechts und den Rat seiner Boten 
vollfhret, der zu Jerusalem spricht: Sei bewohnet! und zu den Stdten 
Judas: Seid gebauet! und der ich ihre Verwstung aufrichte;
27. der ich spreche zu der Tiefe: Versiege! und zu den Strmen: 
Vertrocknet!
28. Der ich spreche zu Kores: Der ist mein Hirte und soll allen meinen 
Willen vollenden, da man sage zu Jerusalem: Sei gebauet! und zum Tempel: 
Sei gegrndet!
Der Prophet Jesaja 45
1. So spricht der Herr zu seinem Gesalbten, dem Kores, den ich bei seiner 
rechten Hand ergreife, da ich die Heiden vor ihm unterwerfe und den 
Knigen das Schwert abgrte, auf da vor ihm die Tren geffnet werden und 
die Tore nicht verschlossen bleiben:
2. Ich will vor dir hergehen und die Hcker eben machen; ich will die 
ehernen Tren zerschlagen und die eisernen Riegel zerbrechen
3. und will dir geben die heimlichen Schtze und die verborgenen Kleinode, 
auf da du erkennest, da ich, der Herr, der Gott Israels, dich bei deinem 
Namen genannt habe
4. um Jakobs, meines Knechts, willen und um Israels, meines Auserwhlten, 
willen. Ja, ich rief dich bei deinem Namen und nannte dich, da du mich 
noch nicht kanntest.
5. Ich bin der Herr und sonst keiner mehr; kein Gott ist ohne ich. Ich 
habe dich gerstet, da du mich noch nicht kanntest,
6. auf da man erfahre beide von der Sonnen Aufgang und der Sonnen 
Niedergang, da auer mir nichts sei. Ich bin der Herr und keiner mehr,
7. der ich das Licht mache und schaffe die Finsternis, der ich Frieden 
gebe und schaffe das bel. Ich bin der Herr; der solches alles tut.
8. Trufelt, ihr Himmel, von oben, und die Wolken regnen die 
Gerechtigkeit; die Erde tue sich auf und bringe Heil, und Gerechtigkeit 
wachse mit zu! Ich, der Herr, schaffe es.
9. Wehe dem, der mit seinem Schpfer hadert, nmlich der Scherbe mit dem 
Tpfer des Tons. Spricht auch der Ton zu seinem Tpfer: Was machst du? Du 
beweisest deine Hnde nicht an deinem Werke?
10. Wehe dem, der zum Vater sagt: Warum hast du mich gezeuget? und zum 
Weibe: Warum gebierest du?
11. So spricht der Herr, der Heilige in Israel und ihr Meister: Fordert 
von mir die Zeichen; weiset meine Kinder und das Werk meiner Hnde zu mir!
12. Ich habe die Erde gemacht und den Menschen darauf geschaffen. Ich 
bin's, des Hnde den Himmel ausgebreitet haben, und habe all seinem Heer 
geboten.
13. Ich habe ihn erweckt in Gerechtigkeit, und alle seine Wege will ich 
eben machen. Er soll meine Stadt bauen und meine Gefangenen loslassen, 
nicht um Geld noch um Geschenke, spricht der Herr Zebaoth.
14. So spricht der Herr: Der gypter Handel und der Mohren Gewerbe und der 
langen Leute zu Seba werden sich dir ergeben und dein eigen sein; sie 
werden dir folgen; in Fesseln werden sie gehen und werden vor dir 
niederfallen und zu dir flehen; denn bei dir ist Gott, und ist sonst kein 
Gott nicht mehr.
15. Frwahr, du bist ein verborgener Gott, du Gott Israels, der Heiland!
16. Aber die Gtzenmacher mssen allesamt mit Schanden und Hohn bestehen 
und miteinander schamrot hingehen.
17. Israel aber wird erlset durch den Herrn, durch eine ewige Erlsung, 
und wird nicht zuschanden noch zu Spott immer und ewiglich.
18. Denn so spricht der Herr, der den Himmel geschaffen hat, der Gott, der 
die Erde zubereitet hat und hat sie gemacht und zugerichtet und sie nicht 
gemacht hat, da sie leer soll sein, sondern sie zubereitet hat, da man 
darauf wohnen solle: Ich bin der Herr, und ist keiner mehr.
19. Ich habe nicht ins Verborgene geredet, im finstern Ort der Erde. Ich 
habe nicht zum Samen Jakobs vergeblich gesagt: Suchet mich! Denn ich bin 
der Herr, der von Gerechtigkeit redet und verkndige, das da recht ist.
20. La sich versammeln und kommen miteinander herzu die Helden der 
Heiden, die nichts wissen und tragen sich mit den Kltzen ihrer Gtzen und 
flehen dem Gott, der nicht helfen kann.
21. Verkndiget und macht euch herzu; ratschlaget miteinander! Wer hat 
dies lassen sagen von alters her und dazumal verkndiget? Habe ich's nicht 
getan, der Herr? Und ist sonst kein Gott ohne ich, ein gerechter Gott und 
Heiland; und keiner ist ohne ich.
22. Wendet euch zu mir,: so werdet ihr selig, aller Welt Ende! Denn ich 
bin Gott und keiner mehr.
23. Ich schwre bei mir selbst, und ein Wort der Gerechtigkeit gehet aus 
meinem Munde, da soll es bei bleiben, nmlich: Mir sollen sich alle Kniee 
beugen, und alle Zungen schwren
24. und sagen: Im Herrn habe ich Gerechtigkeit und Strke. Solche werden 
auch zu ihm kommen; aber alle, die ihm widerstehen, mssen zuschanden 
werden.
25. Denn im Herrn werden gerecht aller Same Israels und sich sein rhmen.
Der Prophet Jesaja 46
1. Der Bel ist gebeuget, der Nebo ist gefallen, ihre Gtzen sind den 
Tieren und Vieh zuteil worden, da sie sich mde tragen an eurer Last.
2. Ja, sie fallen und beugen sich allesamt und knnen die Last nicht 
wegbringen, sondern ihre Seelen mssen ins Gefngnis gehen.
3. Hret mir zu, ihr vom Hause Jakob und alle brigen vom Hause Israel, 
die ihr von mir im Leibe getragen werdet und mir in der Mutter lieget!
4. Ja, ich will euch tragen bis ins Alter und bis ihr grau werdet. Ich 
will es tun; ich will heben und tragen und erretten.
5. Nach wem bildet und wem vergleicht ihr mich denn? Gegen wen messet ihr 
mich, dem ich gleich sein solle?
6. Sie schtten das Gold aus dem Beutel und wgen dar das Silber mit der 
Waage und lohnen dem Goldschmied, da er einen Gott daraus mache, vor dem 
sie knieen und anbeten.
7. Sie heben ihn auf die Achsel und tragen ihn und setzen ihn an seine 
Sttte. Da stehet er und kommt von seinem Ort nicht. Schreiet einer zu 
ihm, so antwortet er nicht und hilft ihm nicht aus seiner Not.
8. An solches gedenket doch und seid fest; ihr bertreter, gehet in euer 
Herz!
9. Gedenket des Vorigen von alters her, denn ich bin Gott, und keiner 
mehr, ein Gott, desgleichen nirgend ist,
10. der ich verkndige zuvor, was hernach kommen soll, und vorhin, ehe 
denn es geschieht, und sage: Mein Anschlag bestehet, und ich tue alles, 
was mir gefllt.
11. Ich rufe einem Vogel vom Aufgang und einem Mann, der meinen Anschlag 
tue, aus fernem Lande. Was ich sage, das lasse ich kommen; was ich denke, 
das tue ich auch.
12. Hret mir zu, ihr von stolzem Herzen, die ihr ferne seid von der 
Gerechtigkeit!
13. Ich habe meine Gerechtigkeit nahe gebracht, sie ist nicht ferne, und 
mein Heil sumt sich nicht; denn ich will zu Zion das Heil geben und in 
Israel meine Herrlichkeit.
Der Prophet Jesaja 47
1. Herunter, Jungfrau, du Tochter Babel, setze dich in den Staub, setze 
dich auf die Erde! Denn die Tochter der Chalder hat keinen Stuhl mehr. 
Man wird dich nicht mehr nennen: Du Zarte und Lstlin.
2. Nimm die Mhle und mahle Mehl, flicht deine Zpfe aus, entble den 
Fu, entdecke den Schenkel, wate durchs Wasser,
3. da deine Scham aufgedeckt und deine Schande gesehen werde. Ich will 
mich rchen, und soll mir kein Mensch abbitten.
4. (Solches tut) unser Erlser, welcher heit der Herr Zebaoth, der 
Heilige in Israel.
5. Setzte dich in das Stille, gehe in die Finsternis, du Tochter der 
Chalder; denn du sollst nicht mehr heien: Frau ber Knigreiche.
6. Denn da ich ber mein Volk zornig war und entweihete mein Erbe, bergab 
ich sie in deine Hand; aber du beweisetest ihnen keine Barmherzigkeit; 
auch ber die Alten machtest du dein Joch allzu schwer
7. und dachtest: Ich bin eine Knigin ewiglich. Du hast solches bisher 
noch nicht zu Herzen gefasset noch daran gedacht, wie es mit ihnen hernach 
werden sollte.
8. So hre nun dies, die du in Wollust lebest und so sicher sitzest und 
sprichst in deinem Herzen: Ich bin's und keine mehr; ich werde keine Witwe 
werden noch unfruchtbar sein.
9. Aber es werden dir solche alle beide kommen pltzlich auf einen Tag, 
da du Witwe und unfruchtbar seiest; ja, vollkmmlich werden sie ber dich 
kommen um der Menge willen deiner Zauberer und um deiner Beschwrer 
willen, deren ein groer Haufe bei dir ist.
10. Denn du hast dich auf deine Bosheit verlassen, da du dachtest: Man 
siehet mich nicht; deine Weisheit und Kunst hat dich gestrzt und sprichst 
in deinem Herzen: Ich bin's und sonst keine.
11. Darum wird ber dich ein Unglck kommen, das du nicht weiest, wenn es 
daherbricht, und wird ein Unfall auf dich fallen, den du nicht shnen 
kannst; denn es wird pltzlich ein Getmmel ber dich kommen, des du dich 
nicht versiehest.
12. So tritt nun auf mit deinen Beschwrern und mit der Menge deiner 
Zauberer, unter welchen du dich von deiner Jugend auf bemhet hast, ob du 
dir mchtest raten, ob du mchtest dich strken.
13. Denn du bist mde vor der Menge deiner Anschlge. La hertreten und 
dir helfen die Meister des Himmelslaufs und die Stemgucker, die nach den 
Monden rechnen, was ber dich kommen werde.
14. Siehe, sie sind wie Stoppeln, die das Feuer verbrennet; sie knnen ihr 
Leben nicht erretten vor der Flamme; denn es wird nicht eine Glut sein, 
dabei man sich wrme, oder ein Feuer, da man um sitzen mge.
15. Also sind sie, unter welchen du dich bemhet hast, deine Hantierer von 
deiner Jugend auf; ein jeglicher wird seines Ganges hie und daher gehen, 
und hast keinen Helfer.
Der Prophet Jesaja 48
1. Hret das, ihr vom Hause Jakob, die ihr heiet mit Namen Israel und aus 
dem Wasser Judas geflossen sind, die ihr schwret bei dem Namen des Herrn 
und gedenket des Gottes in Israel, aber nicht in der Wahrheit noch 
Gerechtigkeit.
2. Denn sie nennen sich aus der heiligen Stadt und trotzen auf den Gott 
Israels, der da heit der Herr Zebaoth:
3. Ich hab's zuvor verkndiget dies Zuknftige; aus meinem Munde ist's 
kommen, und ich habe es lassen sagen; ich tue es auch pltzlich, da es 
kommt.
4. Denn ich wei, da du hart bist; und dein Nacken ist eine eiserne Ader, 
und deine Stirn ist ehem.
5. Ich habe dir's verkndiget zuvor und habe dir's lassen sagen, ehe denn 
es kommen ist, auf da du nicht sagen mgest: Mein Gtze tut's, und mein 
Bild und Gtze hat's befohlen.
6. Solches alles hrest du und siehest es und hast's doch nicht 
verkndiget. Denn ich habe dir zuvor Neues sagen lassen und Verborgenes, 
das du nicht wutest.
7. Nun aber ist's geschaffen, und nicht dazumal, und hast nicht einen Tag 
zuvor davon gehret, auf da du nicht sagen mgest: Siehe, das wute ich 
wohl.
8. Denn du hretest es nicht und wutest es auch nicht, und dein Ohr war 
dazumal nicht geffnet; ich aber wute wohl, da du verachten wrdest und 
von Mutterleibe an ein bertreter genannt bist.
9. Darum bin ich um meines Namens willen geduldig und um meines Ruhms 
willen will ich mich dir zugut enthalten, da du nicht ausgerottet werdest.
10. Siehe, ich will dich lutern, aber nicht wie Silber; sondern ich will 
dich auserwhlt machen im Ofen des Elendes.
11. Um meinetwillen, ja um meinetwillen will ich's tun, da ich nicht 
gelstert werde; denn ich will meine Ehre keinem andern lassen.
12. Hre mir zu, Jakob, und du, Israel, mein Berufener: Ich bin's, ich bin 
der Erste, dazu auch der Letzte.
13. Meine Hand hat den Erdboden gegrndet und meine rechte Hand hat den 
Himmel umspannet: was ich rufe, das stehet alles da.
14. Sammelt euch alle und hret: Wer ist unter diesen, der solches 
verkndigen kann? Der Herr liebet ihn; darum wird er seinen Willen an 
Babel und seinen Arm an den Chaldern beweisen.
15. Ich, ja ich habe es gesagt, ich habe ihm gerufen; ich will ihn auch 
kommen lassen, und sein Weg soll ihm gelingen.
16. Tretet her zu mir und hret dies; ich hab's nicht im Verborgenen zuvor 
geredet. Von der Zeit an, da es geredet wird, bin ich da; und nun sendet 
mich der Herr Herr und sein Geist.
17. So spricht der Herr, dein Erlser, der Heilige in Israel: Ich bin der 
Herr, dein Gott, der dich lehret, was ntzlich ist, und leite dich auf dem 
Wege, den du gehest.
18. O da du auf meine Gebote merktest! So wrde dein Friede sein wie ein 
Wasserstrom und deine Gerechtigkeit wie Meereswellen,
19. und dein Same wrde sein wie Sand und das Gewchs deines Leibes wie 
desselbigen Kies, des Name nicht wrde ausgerottet noch vertilget vor mir.
20. Gehet aus von Babel, fliehet von den Chaldern mit frhlichem Schall; 
verkndiget und lasset solches hren; bringet es aus bis an der Welt Ende! 
Sprechet: Der Herr hat seinen Knecht Jakob erlset.
21. Sie hatten keinen Durst, da er sie leitete in der Wste; erlie ihnen 
Wasser aus Felsen flieen; er ri den Fels, da Wasser herausrann.
22. Aber die Gottlosen, spricht der Herr, haben keinen Frieden.
Der Prophet Jesaja 49
1. Hret mir zu, ihr Inseln, und ihr Vlker in der Ferne, merket auf! Der 
Herr hat mir gerufen von Mutterleibe an; er hat meines Namens gedacht, da 
ich noch in Mutterleibe war,
2. und hat meinen Mund gemacht wie ein scharf Schwert; mit dem Schatten 
seiner Hand hat er mich bedeckt. Er hat mich zum reinen Pfeil gemacht und 
mich in seinen Kcher gesteckt
3. und spricht zu mir: Du bist mein Knecht, Israel, durch welchen ich will 
gepreiset werden.
4. Ich aber dachte, ich arbeitete vergeblich und brchte meine Kraft 
umsonst und unntzlich zu, wiewohl meine Sache des Herrn und mein Amt 
meines Gottes ist.
5. Und nun spricht der Herr, der mich von Mutterleibe an zu seinem Knechte 
bereitet hat, da ich soll Jakob zu ihm bekehren, auf da Israel nicht 
weggeraffet werde; darum bin ich vor dem Herrn herrlich, und mein Gott ist 
meine Strke
6. und spricht: Es ist ein Geringes, da du mein Knecht bist, die Stmme 
Jakobs aufzurichten und das Verwahrlosete in Israel wiederzubringen, 
sondern ich habe dich auch zum Licht der Heiden gemacht, da du seiest 
mein Heil bis an der Welt Ende.
7. So spricht der Herr, der Erlser Israels, sein Heiliger, zu der 
verachteten Seele, zu dem Volk, des man Greuel hat, zu dem Knechte, der 
unter den Tyrannen ist: Knige sollen sehen und aufstehen, und Frsten 
sollen anbeten um des Herrn willen, der treu ist, um des Heiligen in 
Israel willen, der dich erwhlet hat.
8. So spricht der Herr: Ich habe dich erhret zur gndigen Zeit und habe 
dir am Tage des Heils geholfen; und habe dich behtet und zum Bund unter 
das Volk gestellet, da du das Land aufrichtest und die verstrten Erbe 
einnehmest,
9. zu sagen den Gefangenen: Gehet heraus! und zu denen in Finsternis: 
Kommt hervor! da sie am Wege sich weiden und auf allen Hgeln ihre Weide 
haben.
10. Sie werden weder hungern noch drsten, sie wird keine Hitze noch Sonne 
stechen; denn ihr Erbarmer wird sie fhren und wird sie an die 
Wasserquellen leiten.
11. Ich will alle meine Berge zum Wege machen, und meine Pfade sollen 
gebahnet sein.
12. Siehe, diese werden von ferne kommen, und siehe, jene Mitternacht und 
diese vom Meer und diese vom Lande Sinnig.
13. Jauchzet, ihr Himmel; freue dich, Erde.; lobet, ihr Berge, mit 
Jauchzen! Denn der Herr hat sein Volk getrstet und erbarmet sich seiner 
Elenden.
14. Zion aber spricht: Der Herr hat mich verlassen, der Herr hat mein 
vergessen.
15. Kann auch ein Weib ihres Kindleins vergessen, da sie sich nicht 
erbarme ber den Sohn ihres Leibes? Und ob sie desselbigen verge, so 
will ich doch dein nicht vergessen;
16. siehe, in die Hnde habe ich dich gezeichnet. Deine Mauern sind 
immerdar vor mir.
17. Deine Baumeister werden eilen, aber deine Zerbrecher und Verstrer 
werden sich davonmachen.
18. Hebe deine Augen auf umher und siehe! Alle diese kommen versammelt zu 
dir. So wahr ich lebe, spricht der Herr, du sollst mit diesen allen wie 
mit einem Schmuck angetan werden und wirst sie um dich legen wie eine 
Braut.
19. Denn dein wstes, verstrtes und zerbrochenes Land wird dir alsdann zu 
enge werden, drinnen zu wohnen, wenn deine Verderber ferne von dir kommen,
20. da die Kinder deiner Unfruchtbarkeit werden weiter sagen vor deinen 
Ohren: Der Raum ist mir zu enge; rcke hin, da ich bei dir wohnen mge!
21. Du aber wirst sagen in deinem Herzen: Wer hat mir diese gezeuget? Ich 
bin unfruchtbar, einzeln, vertrieben und verstoen. Wer hat mir diese 
erzogen? Siehe, ich war einsam gelassen; wo waren denn diese?
22. So spricht der Herr Herr: Siehe, ich will meine Hand zu den Heiden 
aufheben und zu den Vlkern mein Panier aufwerfen, so werden sie deine 
Shne in den Armen herzubringen und deine Tchter auf den Achseln 
hertragen.
23. Und die Knige sollen deine Pfleger und ihre Frstinnen deine 
Sugammen sein. Sie werden vor dir niederfallen zur Erde aufs Angesicht 
und deiner Fe Staub lecken. Da wirst du erfahren, da ich der Herr bin, 
an welchem nicht zuschanden werden, so auf mich harren.
24. Kann man auch einem Riesen den Raub nehmen, oder kann man dem 
Gerechten seine Gefangenen losmachen?
25. Denn so spricht der Herr: Nun sollen die Gefangenen dem Riesen 
genommen werden und der Raub des Starken los werden; und ich will mit 
deinen Haderern hadern und deinen Kindern helfen.
26. Und ich will deine Schinder speisen mit ihrem eigenen Fleisch; und 
sollen mit ihrem eigenen Blut, wie mit sem Wein, trunken werden; und 
alles Fleisch soll erfahren, da ich bin der Herr, dein Heiland und dein 
Erlser, der Mchtige in Jakob.
Der Prophet Jesaja 50
1. So spricht der Herr: Wo ist der Scheidebrief eurer Mutter, damit ich 
sie gelassen habe? Oder wer ist mein Wucherer, dem ich euch verkauft habe? 
Siehe, ihr seid um eurer Snden willen verkauft, und eure Mutter ist um 
eures bertretens willen gelassen.
2. Warum kam ich, und war niemand da; ich rief, und niemand antwortete? 
Ist meine Hand nun so kurz worden, da sie nicht erlsen kann, oder ist 
bei mir keine Kraft zu erretten? Siehe, mit meinem Schelten mache ich das 
Meer trocken und mache die Wasserstrme als eine Wste, da ihre Fische 
vor Wassermangel stinken und Durst sterben.
3. Ich kleide den Himmel mit Dunkel und mache seine Decke als einen Sack.
4. Der Herr Herr hat mir eine gelehrte Zunge gegeben, da ich wisse, mit 
dem Mden zu rechter Zeit zu reden. Er wecket mich alle Morgen; er wecket 
mir das Ohr, da ich hre wie ein Jnger.
5. Der Herr Herr hat mir das Ohr geffnet; und ich bin nicht ungehorsam 
und gehe nicht zurck.
6. Ich hielt meinen Rcken dar denen, die mich schlugen, und meine Wangen 
denen, die mich rauften; mein Angesicht verbarg ich nicht vor Schmach und 
Speichel.
7. Denn der Herr Herr hilft mir, darum werde ich nicht zuschanden. Darum 
habe ich mein Angesicht dargeboten als einen Kieselstein; denn ich wei, 
da ich nicht zuschanden werde.
8. Er ist nahe, der mich rechtspricht; wer will mit mir hadern? Lat uns 
zusammentreten; wer ist, der Recht zu mir hat? Der komme her zu mir!
9. Siehe, der Herr Herr hilft mir; wer ist, der mich will verdammen? 
Siehe, sie werden allzumal wie ein Kleid veralten, Motten werden sie 
fressen.
10. Wer ist unter euch, der den Herrn frchtet, der seines Knechts Stimme 
gehorche, der im Finstern wandelt und scheinet ihm nicht? Der hoffe auf 
den Namen des Herrn und verlasse sich auf seinen Gott.
11. Siehe, ihr alle, die ihr ein Feuer anzndet, mit Flammen gerstet: 
wandelt hin im Lichte eures Feuers und in Flammen, die ihr angezndet 
habt. Solches widerfhret euch von meiner Hand; in Schmerzen msset ihr 
liegen.
Der Prophet Jesaja 51
1. Hret mir zu, die ihr der Gerechtigkeit nachjaget, die ihr den Herrn 
suchet: Schauet den Fels an, davon ihr gehauen seid, und des Brunnens 
Gruft, daraus ihr gegraben seid.
2. Schauet Abraham an, euren Vater, und Sara, von welcher ihr geboren 
seid. Denn ich rief ihm, da er noch einzeln war, und segnete ihn und 
mehrete ihn.
3. Denn der Herr trstet Zion; er trstet alle ihre Wsten und macht ihre 
Wsten wie Lustgrten und ihre Gefilde wie einen Garten des Herrn, da man 
Wonne und Freude drinnen findet, Dank und Lobgesang.
4. Merke auf mich, mein Volk; hret mich, meine Leute! Denn von mir wird 
ein Gesetz ausgehen, und mein Recht will ich zum Licht der Vlker gar bald 
stellen.
5. Denn meine Gerechtigkeit ist nahe, mein Heil zeucht aus, und meine Arme 
werden die Vlker richten. Die Inseln harren auf mich und warten auf 
meinen Arm.
6. Hebet eure Augen auf gen Himmel und schauet unten auf die Erde! Denn 
der Himmel wird wie ein Rauch vergehen und die Erde wie ein Kleid 
veralten, und die darauf wohnen, werden dahinsterben im Nu! Aber mein Heil 
bleibet ewiglich, und meine Gerechtigkeit wird nicht verzagen.
7. Hret mir zu, die ihr die Gerechtigkeit kennet, du Volk, in welches 
Herzen mein Gesetz ist! Frchtet euch nicht, wenn euch die Leute schmhen, 
und entsetzet euch nicht, wenn sie euch verzagt machen.
8. Denn die Motten werden sie fressen wie ein Kleid, und Wrmer werden sie 
fressen wie ein wollen Tuch; aber meine Gerechtigkeit bleibet ewiglich und 
mein Heil fr und fr.
9. Wohlauf, wohlauf, zeuch Macht an, du Arm des Herrn! Wohlauf, wie 
vorzeiten, von alters her! Bist du nicht der, so die Stolzen ausgehauen 
und den Drachen verwundet hat?
10. Bist du nicht, der das Meer der groen, tiefen Wasser austrocknete, 
der den Grund des Meers zum Wege machte, da die Erlseten dadurchgingen?
11. Also werden die Erlseten des Herrn wiederkehren und gen Zion kommen 
mit Ruhm; und ewige Freude wird auf ihrem Haupte sein. Wonne und Freude 
werden sie ergreifen, aber Trauern und Seufzen wird von ihnen fliehen.
12. Ich, ich bin euer Trster. Wer bist du denn, da du dich vor Menschen 
frchtest, die doch sterben, und vor Menschenkindern, die als Heu 
verzehret werden,
13. und vergissest des Herrn, der dich gemacht hat, der den Himmel 
ausbreitete und die Erde grndete? Du aber frchtest dich tglich den 
ganzen Tag vor dem Grimm des Wterichs, wenn er vornimmt zu verderben. Wo 
blieb der Grimm des Wterichs,
14. da er mute eilen und umherlaufen, da er losgbe, und sie nicht 
starben unter dem Verderben, auch keinen Mangel an Brot hatten?
15. Denn ich bin der Herr, dein Gott, der das Meer bewegt, da seine 
Wellen wten; sein Name heit Herr Zebaoth.
16. Ich lege mein Wort in deinen Mund und bedecke dich unter dem Schatten 
meiner Hnde, auf da ich den Himmel pflanze und die Erde grnde und zu 
Zion spreche: Du bist mein Volk.
17. Wache auf, wache auf, stehe auf, Jerusalem, die du von der Hand des 
Herrn den Kelch seines Grimms getrunken hast! Die Hefen des Taumelkelchs 
hast du ausgetrunken und die Tropfen geleckt.
18. Es war niemand aus allen Kindern, die sie geboren hat, der sie 
leitete, niemand aus allen Kindern, die sie erzogen hat, der sie bei der 
Hand nhme.
19. Diese zwei sind dir begegnet; wer trug Leid mit dir? Da war 
Verstrung, Schaden, Hunger und Schwert; wer sollte dich trsten?
20. Deine Kinder waren verschmachtet; sie lagen auf allen Gassen wie ein 
verstrickter Hirsch, voll des Zorns vom Herrn und des Scheltens von deinem 
Gott.
21. Darum hre dies, du Elende und Trunkene ohne Wein!
22. So spricht dein Herrscher, der Herr, und dein Gott, der sein Volk 
rchet: Siehe, ich nehme den Taumelkelch von deiner Hand samt den Hefen 
des Kelchs meines Grimms; du sollst ihn nicht mehr trinken,
23. sondern ich will ihn deinen Schindern in die Hand geben, die zu deiner 
Seele sprachen: Bcke dich, da wir berhingehen, und lege deinen Rcken 
zur Erde und wie eine Gasse, da man berhinlaufe!
Der Prophet Jesaja 52
1. Mache dich auf, mache dich auf, Zion; zieh deine Strke an, schmcke 
dich herrlich, du heilige Stadt Jerusalem! Denn es wird hinfort kein 
Unbeschnittener oder Unreiner in dir regieren.
2. Mache dich aus dem Staube, stehe auf, du gefangene Jerusalem; mache 
dich los von den Banden deines Halses, du gefangene Tochter Zion!
3. Denn also spricht der Herr: Ihr seid umsonst verkauft, ihr sollt auch 
ohne Geld gelset werden.
4. Denn so spricht der Herr Herr: Mein Volk zog am ersten hinab nach 
gypten, da es daselbst ein Gast wre; und Assur hat ihm ohne Ursache 
Gewalt getan.
5. Aber wie tut man mir jetzt allhie? spricht der Herr. Mein Volk wird 
umsonst verfhret; seine Herrscher machen eitel Heulen, spricht der Herr; 
und mein Name wird immer tglich gelstert.
6. Darum soll mein Volk meinen Namen kennen zu derselbigen Zeit; denn 
siehe, ich will selbst reden.
7. Wie lieblich sind auf den Bergen die Fue der Boten, die da Frieden 
verkndigen, Gutes predigen, Heil verkndigen, die da sagen zu Zion: Dein 
Gott ist Knig.
8. Deine Wchter rufen laut mit ihrer Stimme und rhmen miteinander; denn 
man wird's mit Augen sehen, wenn der Herr Zion bekehret.
9. Lasset frhlich sein und miteinander rhmen das Wste zu Jerusalem; 
denn der Herr hat sein Volk getrstet und Jerusalem erlset.
10. Der Herr hat offenbaret seinen heiligen Arm vor den Augen aller 
Heiden, da aller Welt Ende siehet das Heil unsers Gottes.
11. Weichet, weichet! Ziehet aus von dannen und rhret kein Unreines an! 
Gehet aus von ihr, reiniget euch, die ihr des Herrn Gerte traget!
12. Denn ihr sollt nicht mit Eilen ausziehen noch mit Flucht wandeln; denn 
der Herr wird vor euch herziehen, und der Gott Israels wird euch sammeln.
13. Siehe, mein Knecht wird weislich tun und wird erhhet und sehr hoch 
erhaben sein,
14. da sich viele ber dir rgern werden, weil seine Gestalt hlicher 
ist denn anderer Leute und sein Ansehen denn der Menschenkinder.
15. Aber also wird er viel Heiden besprengen, da auch Knige werden ihren 
Mund gegen ihm zuhalten. Denn welchen nichts davon verkndiget ist, 
dieselben werden's mit Lust sehen, und die nichts davon gehret haben, die 
werden's merken.
Der Prophet Jesaja 53
1. Aber wer glaubt unserer Predigt, und wem wird der Arm des Herrn 
offenbaret?
2. Denn er schiet auf vor ihm wie ein Reis und wie eine Wurzel aus drrem 
Erdreich. Er hatte keine Gestalt noch Schne; wir sahen ihn, aber da war 
keine Gestalt, die uns gefallen htte.
3. Er war der Allerverachtetste und Unwerteste, voller Schmerzen und 
Krankheit. Er war so verachtet, da man das Angesicht vor ihm verbarg; 
darum haben wir ihn nichts geachtet.
4. Frwahr, er trug unsere Krankheit und lud auf sich unsere Schmerzen. 
Wir aber hielten ihn fr den, der geplagt und von Gott geschlagen und 
gemartert wre.
5. Aber er ist um unserer Missetat willen verwundet und um unserer Snde 
willen zerschlagen. Die Strafe liegt auf ihm, auf da wir Frieden htten, 
und durch seine Wunden sind wir geheilet.
6. Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeglicher sah auf seinen 
Weg; aber der Herr warf unser aller Snde auf ihn.
7. Da er gestraft und gemartert ward, tat er seinen Mund nicht auf, wie 
ein Lamm, das zur Schlachtbank gefhrt wird, und wie ein Schaf, das 
verstummet vor seinem Scherer und seinen Mund nicht auftut.
8. Er ist aber aus der Angst und Gericht genommen; wer will seines Lebens 
Lnge ausreden? Denn er ist aus dem Lande der Lebendigen weggerissen, da 
er um die Missetat meines Volks geplagt war.
9. Und er ist begraben wie die Gottlosen und gestorben wie ein Reicher, 
wiewohl er niemand unrecht getan hat, noch Betrug in seinem Munde gewesen 
ist.
10. Aber der Herr wollte ihn also zerschlagen mit Krankheit. Wenn er sein 
Leben zum Schuldopfer gegeben hat, so wird er Samen haben und in die Lnge 
leben; und des Herrn Vornehmen wird durch seine Hand fortgehen.
11. Darum da seine Seele gearbeitet hat, wird er seine Lust sehen und die 
Flle haben. Und durch seine Erkenntnis wird er, mein Knecht, der 
Gerechte, viele gerecht machen; denn er trgt ihre Snde.
12. Darum will ich ihm groe Menge zur Beute geben, und er soll die 
Starken zum Raube haben, darum da er sein Leben in den Tod gegeben hat 
und den belttern gleich gerechnet ist und er vieler Snde getragen hat 
und fr die beltter gebeten.
Der Prophet Jesaja 54
1. Rhme, du Unfruchtbare, die du nicht gebierest; freue dich mit Ruhm und 
jauchze, die du nicht schwanger bist! Denn die Einsame hat mehr Kinder, 
weder die den Mann hat, spricht der Herr.
2. Mache den Raum deiner Htte weit und breite aus die Teppiche deiner 
Wohnung, spare sein nicht; dehne deine Seile lang und stecke deine Ngel 
fest!
3. Denn du wirst ausbrechen zur Rechten und zur Linken; und dein Same wird 
die Heiden erben und in den verwsteten Stdten wohnen.
4. Frchte dich nicht, denn du sollst nicht zuschanden werden; werde nicht 
blde, denn du sollst nicht zu Spott werden, sondern du wirst der Schande 
deiner Jungfrauschaft vergessen und der Schmach deiner Witwenschaft nicht 
mehr gedenken.
5. Denn der dich gemacht hat, ist dein Mann; Herr Zebaoth heit sein Name; 
und dein Erlser, der Heilige in Israel, der aller Welt Gott genannt wird.
6. Denn der Herr hat dich lassen im Geschrei sein, da du seiest wie ein 
verlassen und von Herzen betrbt Weib und wie ein junges Weib, das 
verstoen ist, spricht dein Gott.
7. Ich habe dich einen deinen Augenblick verlassen; aber mit groer 
Barmherzigkeit will ich dich sammeln.
8. Ich habe mein Angesicht im Augenblick des Zorns ein wenig von dir 
verborgen; aber mit ewiger Gnade will ich mich dein erbarmen, spricht der 
Herr, dein Erlser.
9. Denn solches soll mir sein wie das Wasser Noahs, da ich schwur, da die 
Wasser Noahs sollten nicht mehr ber den Erdboden gehen. Also habe ich 
geschworen, da ich nicht ber dich zrnen noch dich schelten will.
10. Denn es sollen wohl Berge weichen und Hgel hinfallen; aber meine 
Gnade soll nicht von dir weichen, und der Bund meines Friedens soll nicht 
hinfallen, spricht der Herr, dein Erbarmer.
11. Du Elende, ber die alle Wetter gehen, und du Trostlose! Siehe, ich 
will deine Steine wie einen Schmuck legen und will deinen Grund mit 
Saphiren legen
12. und deine Fenster aus Kristallen machen und deine Tore von Rubinen und 
alle deine Grenzen von erwhlten Steinen;
13. und alle deine Kinder gelehrt vom Herrn und groen Frieden deinen 
Kindern.
14. Du sollst durch Gerechtigkeit bereitet werden. Du wirst ferne sein von 
Gewalt und Unrecht, da du dich davor nicht drfest frchten, und von 
Schrecken, denn es soll nicht zu dir nahen.
15. Siehe, wer will sich wieder dich rotten und dich berfallen, so sie 
sich ohne mich rotten?
16. Siehe, ich schaffe es, da der Schmied, so die Kohlen im Feuer 
aufblset, einen Zeug daraus mache zu seinem Werk; denn ich schaffe es, 
da der Verderber umkommt.
17. Denn aller Zeug, der wider dich zubereitet wird, dem soll nicht, 
gelingen, und alle Zunge, so sich wider dich setzt, sollst du im Gericht 
verdammen. Das ist das Erbe der Knechte des Herrn und ihre Gerechtigkeit 
von mir, spricht der Herr.
Der Prophet Jesaja 55
1. Wohlan, alle, die ihr durstig seid, kommt her zum Wasser; und die ihr 
nicht Geld habt, kommt her, kaufet und esset; kommt her und kaufet ohne 
Geld und umsonst beides, Wein und Milch!
2. Warum zhlet ihr Geld dar, da kein Brot ist, und eure Arbeit, da ihr 
nicht satt von werden knnet? Hret mir doch zu und esset das Gute, so 
wird eure Seele in Wollust fett werden.
3. Neiget eure Ohren her und kommt her zu mir; hret, so wird eure Seele 
leben! Denn ich will mit euch einen ewigen Bund machen, nmlich die 
gewissen Gnaden Davids.
4. Siehe, ich habe ihn den Leuten zum Zeugen gestellet, zum Frsten und 
Gebieter den Vlkern.
5. Siehe, du wirst Heiden rufen, die du nicht kennest; und Heiden, die 
dich nicht kennen, werden zu dir laufen um des Herrn willen, deines 
Gottes, und des Heiligen in Israel, der dich preise.
6. Suchet den Herrn, weil er zu finden ist; rufet ihn an, weil er nahe ist!
7. Der Gottlose lasse von seinem Wege und der beltter seine Gedanken und 
bekehre sich zum Herrn, so wird er sich sein erbarmen; und zu unserm Gott, 
denn bei ihm ist viel Vergebung.
8. Denn meine Gedanken sind nicht eure Gedanken, und eure Wege sind nicht 
meine Wege, spricht der Herr,
9. sondern soviel der Himmel hher ist denn die Erde, so sind auch meine 
Wege hher denn eure Wege und meine Gedanken denn eure Gedanken.
10. Denn gleichwie der Regen und Schnee vom Himmel fllt und nicht wieder 
dahin kommt, sondern feuchtet die Erde und macht sie fruchtbar und 
wachsend, da sie gibt Samen zu sen und Brot zu essen,
11. also soll das Wort, so aus meinem Munde gebet, auch sein: Es soll 
nicht wieder zu mir leer kommen, sondern tun, das mir gefllt, und soll 
ihm gelingen, dazu ich's sende.
12. Denn ihr sollt in Freuden ausziehen und im Frieden geleitet werden. 
Berge und Hgel sollen vor euch her frohlocken mit Ruhm und alle Bume auf 
dem Felde mit den Hnden klappen.
13. Es sollen Tannen fr Hecken wachsen und Myrten fr Dornen; und dem 
Herrn soll ein Name und ewiges Zeichen sein, das nicht ausgerottet werde.
Der Prophet Jesaja 56
1. So spricht der Herr: Haltet das Recht und tut Gerechtigkeit; denn mein 
Heil ist nahe, da es komme, und meine Gerechtigkeit, da sie offenbart 
werde.
2. Wohl dem Menschen, der solches tut, und dem Menschenkind, der es 
festhlt, da er den Sabbat halte und nicht entheilige und halte seine 
Hand, da er kein Arges tue.
3. Und der Fremde, der zum Herrn sich getan hat, soll nicht sagen: Der 
Herr wird mich scheiden von seinem Volk. Und der Verschnittene soll nicht 
sagen: Siehe, ich bin ein drrer Baum.
4. Denn so spricht der Herr zu den Verschnittenen, welche meine Sabbate 
halten und erwhlen, was mir wohlgefllt, und meinen Bund fest fassen:
5. Ich will ihnen in meinem Hause und in meinen Mauern einen Ort geben und 
einen bessern Namen denn den Shnen und Tchtern; einen ewigen Namen will 
ich ihnen geben, der nicht vergehen soll.
6. Und der Fremden Kinder, die sich zum Herrn getan haben, da sie ihm 
dienen und seinen Namen lieben, auf da sie seine Knechte seien, ein 
jeglicher, der den Sabbat hlt, da er ihn nicht entweihe, und meinen Bund 
fest hlt
7. dieselbigen will ich zu meinem heiligen Berge bringen und will sie 
erfreuen in meinem Bethause, und ihre Opfer und Brandopfer sollen mir 
angenehm sein auf meinem Altar; denn mein Haus heit ein Bethaus allen 
Vlkern.
8. Der Herr Herr, der die Verstoenen aus Israel sammelt, spricht: Ich 
will noch mehr zu dem Haufen, die versammelt sind, sammeln.
9. Alle Tiere auf dem Felde, kommt und fresset, ja alle Tiere im Walde!
10. Alle ihre Wchter sind blind, sie wissen alle nichts; stumme Hunde 
sind sie, die nicht strafen knnen; sind faul liegen und schlafen gerne.
11. Es sind aber starke Hunde von Leibe, die nimmer satt werden knnen, 
Sie, die Hirten, wissen keinen Verstand; ein jeglicher siehet auf seinen 
Weg, ein jeglicher geizet fr sich in seinem Stande.
12. Kommt her, lat uns Wein holen und vollsaufen; und soll morgen sein 
wie heute und noch viel mehr!
Der Prophet Jesaja 57
1. Aber der Gerechte kommt um, und niemand ist, der es zu Herzen nehme; 
und heilige Leute werden aufgerafft, und niemand achtet darauf. Denn die 
Gerechten werden weggerafft vor dem Unglck.
2. Und die richtig vor sich gewandelt haben, kommen zum Frieden und ruhen 
in ihren Kammern.
3. Und ihr, kommt herzu, ihr Kinder der Tagwhlerin, ihr Samen des 
Ehebrechers und der Hure!
4. An wem wollt ihr nun eure Lust haben? ber wen wollt ihr nun das Maul 
aufsperren und die Zunge herausrecken? Seid ihr nicht die Kinder der 
bertretung und ein falscher Same,
5. die ihr in der Brunst zu den Gtzen laufet unter alle grnen Bume und 
schlachtet die Kinder an den Bchen unter den Felskuppen?
6. Dein Wesen ist an den glatten Bachsteinen; dieselbigen sind dein Teil; 
denselbigen schttest du dein Trankopfer, da du Speisopfer opferst. Sollte 
ich mich des trsten?
7. Du machst dein Lager auf einen hohen, erhabenen Berg und gehest 
daselbst auch hinauf zu opfern.
8. Und hinter der Tr und Pfosten stellest du dein Gedchtnis. Denn du 
wlzest dich von mir und gehest hinauf und machest dein Lager weit und 
verbindest dich mit ihnen; du liebest, ihr Lager, wo du sie ersiehest.
9. Du zeuchst mit l zum Knige und hast mancherlei Wrze; und sendest 
deine Botschaft in die Ferne und bist geniedriget bis zur Hlle.
10. Du zerarbeitetest dich in der Menge deiner Wege und sprachest nicht: 
Ich lasse es, sondern weil du findest ein Leben deiner Hand, wirst du 
nicht mde.
11. Vor wem bist du so sorgfltig und frchtest also, so du doch mit Lgen 
umgehest und denkest an mich nicht und nimmst es nicht zu Herzen? Meinest 
du, ich werde allewege schweigen, da du mich so gar nicht frchtest?
12. Ich will aber deine Gerechtigkeit anzeigen und deine Werke, da sie 
dir kein ntze sein sollen.
13. Wenn du rufen wirst, so la dir deine Haufen helfen. Aber der Wind 
wird sie alle wegfhren, und Eitelkeit wird sie wegnehmen. Aber wer auf 
mich trauet, wird das Land erben und meinen heiligen Berg besitzen
14. und wird sagen: Machet Bahn, machet Bahn, rumet den Weg, hebet die 
Anste aus dem Wege meines Volks!
15. Denn also spricht der Hohe und Erhabene, der ewiglich wohnet, des Name 
heilig ist, der ich in der Hhe und im Heiligtum wohne und bei denen, so 
zerschlagenen und demtigen Geistes sind, auf da ich erquicke den Geist 
der Gedemtigten und das Herz der Zerschlagenen:
16. Ich will nicht immerdar hadern und nicht ewiglich zrnen, sondern es 
soll von meinem Angesicht ein Geist weben, und ich will Odem machen.
17. Ich war zornig ber die Untugend ihres Geizes und schlug sie, verbarg 
mich und zrnete; da gingen sie hin und her im Wege ihres Herzens.
18. Aber da ich ihre Wege ansah, heilete ich sie und leitete sie und gab 
ihnen wieder Trost und denen, die ber jene Leid trugen.
19. Ich will Frucht der Lippen schaffen, die da predigen: Friede, Friede! 
beide, denen in der Ferne und denen in der Nhe, spricht der Herr, und 
will sie heilen.
20. Aber die Gottlosen sind wie ein ungestm Meer, das nicht stille sein 
kann, und seine Wellen Kot und Unflat auswerfen.
21. Die Gottlosen haben nicht Frieden, spricht mein Gott.
Der Prophet Jesaja 58
1. Rufe getrost, schone nicht! Erhebe deine Stimme wie eine Posaune und 
verkndige meinem Volk ihr bertreten und dem Hause Jakob ihre Snde!
2. Sie suchen mich tglich und wollen meine Wege wissen, als ein Volk, das 
Gerechtigkeit schon getan und das Recht ihres Gottes nicht verlassen 
htte. Sie fordern mich zu Recht und wollen mit ihrem Gott rechten.
3. Warum fasten wir, und du siehest es nicht an? Warum tun wir unserm 
Leibe wehe, und du willst es nicht wissen? Siehe, wenn ihr fastet, so bet 
ihr euren Willen und treibet alle eure Schuldiger.
4. Siehe, ihr fastet, da ihr hadert, und zanket und schlaget mit der 
Faust ungttlich. Fastet nicht also, wie ihr jetzt tut, da ein Geschrei 
von euch in der Hhe gehret wird.
5. Sollte das ein Fasten sein, das ich erwhlen soll, da ein Mensch 
seinem Leibe des Tages bel tue, oder seinen Kopf hnge wie ein Schilf, 
oder auf einem Sack und in der Asche liege? Wollt ihr das ein Fasten 
nennen und einen Tag dem Herrn angenehm?
6. Das ist aber ein Fasten, das ich erwhle: La los, welche du mit 
Unrecht verbunden hast; la ledig, welche du beschwerest; gib frei, welche 
du drngest; rei weg allerlei Last;
7. brich dem Hungrigen dein Brot und die, so im Elend sind, fhre ins 
Haus; so du einen nackend siehest, so kleide ihn und entzeuch dich nicht 
von deinem Fleisch.
8. Alsdann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenrte und deine 
Besserung wird schnell wachsen, und deine Gerechtigkeit wird vor dir her 
gehen, und die Herrlichkeit des Herrn wird dich zu sich nehmen.
9. Dann wirst du rufen, so wird dir der Herr antworten; wenn du wirst 
schreien, wird er sagen: Siehe, hie bin ich! So du niemand bei dir 
beschweren wirst, noch mit Fingern zeigen, noch bel reden,
10. und wirst den Hungrigen lassen finden dein Herz und die elende Seele 
sttigen, so wird dein Licht in Finsternis aufgehen, und dein Dunkel wird 
sein wie der Mittag;
11. und der Herr wird dich immerdar fhren und deine Seele sttigen in der 
Drre und deine Gebeine strken, und wirst sein wie ein gewsserter Garten 
und wie eine Wasserquelle, welcher es nimmer an Wasser fehlet.
12. Und soll durch dich gebauet werden, was lange wste gelegen ist, und 
wirst Grund legen, der fr und fr bleibe, und sollst heien: Der die 
Lcken verzunet und die Wege bessert, da man da wohnen mge.
13. So du deinen Fu von dem Sabbat kehrest, da du nicht tust, was dir 
gefllt an meinem heiligen Tage, so wird's ein lustiger Sabbat heien, den 
Herrn zu heiligen und zu preisen. Denn so wirst du denselbigen preisen, 
wenn du nicht tust deine Wege, noch darin erfunden werde, was dir gefllt, 
oder was du redest.
14. Alsdann wirst du Lust haben am Herrn, und ich will dich ber die Hhen 
auf Erden schweben lassen und will dich speisen mit dem Erbe deines Vaters 
Jakob; denn des Herrn Mund sagt es.
Der Prophet Jesaja 59
1. Siehe, des Herrn Hand ist nicht zu kurz, da er nicht helfen knne; und 
seine Ohren sind nicht dick worden, da er nicht hre,
2. sondern eure Untugenden scheiden euch und euren Gott voneinander, und 
eure Snden verbergen das Angesicht von euch, da ihr nicht gehret werdet.
3. Denn eure Hnde sind mit Blut befleckt und eure Finger mit Untugend; 
eure Lippen reden. Falsches, eure Zunge dichtet Unrechtes.
4. Es ist niemand, der von Gerechtigkeit predige oder treulich richte. Man 
vertrauet aufs Eitle und redet nichts Tchtiges; mit Unglck sind sie 
schwanger und gebren Mhe.
5. Sie brten Basiliskeneier und wirken Spinnwebe. Isset man von ihren 
Eiern, so soll man sterben; zertritt man's aber, so fhrt eine Otter 
heraus.
6. Ihre Spinnwebe taugt nicht zu Kleidern, und ihr Gewirke taugt nicht zur 
Decke; denn ihr Werk ist Mhe und in ihren Hnden ist Frevel.
7. Ihre Fe laufen zum Bsen und sind schnell, unschuldig Blut zu 
vergieen; ihre Gedanken sind Mhe, ihr Weg ist eitel Verderben und 
Schaden;
8. sie kennen den Weg des Friedens nicht, und ist kein Recht in ihren 
Gngen; sie sind verkehrt auf ihren Straen; wer darauf gehet, der hat 
nimmer keinen Frieden.
9. Darum ist das Recht ferne von uns, und wir erlangen die Gerechtigkeit 
nicht. Wir harren aufs Licht, siehe, so wird's finster, auf den Schein, 
siehe, so wandeln wir im Dunkeln.
10. Wir tappen nach der Wand wie die Blinden und tappen, als die keine 
Augen haben. Wir stoen uns im Mittage als in der Dmmerung; wir sind im 
Dstern wie die Toten.
11. Wir brummen alle wie die Bren und chzen wie die Tauben; denn wir 
harren aufs Recht, so ist's nicht da, aufs Heil, so ist's ferne von uns.
12. Denn unserer bertretung vor dir ist zu viel, und unsere Snden 
antworten wider uns. Denn unsere bertretungen sind bei uns, und wir 
fhlen unsere Snden
13. mit bertreten und Lgen wider den Herrn und Zurcckehren von unserm 
Gott und mit Reden zum Frevel und Ungehorsam, trachten und dichten falsche 
Worte aus dem Herzen.
14. Darum ist auch das Recht zurckgewichen und Gerechtigkeit ferne 
getreten; denn die Wahrheit fllt auf der Gasse, und Recht kann nicht 
einhergehen,
15. und die Wahrheit ist dahin; und wer vom Bsen weicht, der mu 
jedermanns Raub sein. Solches siehet der Herr und gefllt ihm bel, da 
kein Recht ist.
16. Und er siehet, da niemand da ist, und verwundert sich, da niemand 
sie vertritt. Darum hilft er ihm selbst mit seinem Arm, und seine 
Gerechtigkeit erhlt ihn.
17. Denn er zeucht Gerechtigkeit an wie einen Panzer und setzt einen Helm 
des Heils auf sein Haupt; und zeucht sich an zur Rache und kleidet sich 
mit Eifer wie mit einem Rock,
18. als der seinen Widersachern vergelten und seinen Feinden mit Grimm 
bezahlen will; ja, die Inseln will er bezahlen,
19. da der Name des Herrn gefrchtet werde vom Niedergang und seine 
Herrlichkeit vom Aufgang der Sonne, wenn er kommen wird wie ein 
aufgehaltener Strom, den der Wind des Herrn treibet.
20. Denn denen zu Zion wird ein Erlser kommen und denen, die sich 
bekehren von den Snden in Jakob, spricht der Herr.
21. Und ich mache solchen Bund mit ihnen, spricht der Herr: Mein Geist, 
der bei dir ist, und meine Worte, die ich in deinen Mund gelegt habe, 
sollen von deinem Munde nicht weichen noch von dem Munde deines Samens und 
Kindeskindes, spricht der Herr, von nun an bis in Ewigkeit.
Der Prophet Jesaja 60
1. Mache dich auf, werde licht; denn dein Licht kommt, und die 
Herrlichkeit des Herrn gehet auf ber dir.
2. Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und Dunkel, die Vlker; 
aber ber dir gehet auf der Herr, und seine Herrlichkeit erscheinet ber 
dir.
3. Und die Heiden werden in deinem Lichte wandeln und die Knige im Glanz, 
der ber dir aufgehet.
4. Hebe deine Augen auf und siehe umher! Diese alle versammelt kommen zu 
dir! Deine Shne werden von ferne kommen und deine Tchter zur Seite 
erzogen werden.
5. Dann wirst du deine Lust sehen und ausbrechen, und dein Herz wird sich 
wundem und ausbreiten, wenn sich die Menge am Meer zu dir bekehret, und 
die Macht der Heiden zu dir kommt.
6. Denn die Menge der Kamele wird dich bedecken, die Lufer aus Midian und 
Epha. Sie werden aus Saba alle kommen, Gold und Weihrauch bringen und des 
Herrn Lob verkndigen.]
7. Alle Herden in Kedar sollen zu dir versammelt werden, und die Bcke 
Nebajoths sollen dir dienen. Sie sollen auf meinem angenehmen Altar 
geopfert werden; denn ich will das Haus meiner Herrlichkeit zieren.
8. Wer sind die, welche fliegen wie die Wolken und wie die Tauben zu ihren 
Fenstern?
9. Die Inseln harren auf mich und die Schiffe im Meer vorlngst her, da 
sie deine Kinder von ferne herzubringen, samt ihrem Silber und Golde, dem 
Namen des Herrn, deines Gottes, und dem Heiligen in Israel, der dich 
herrlich gemacht hat.
10. Fremde werden deine Mauern bauen, und ihre Knige werden dir dienen. 
Denn in meinem Zorn habe ich dich geschlagen und in meiner Gnade erbarme 
ich mich ber dich.
11. Und deine Tore sollen stets offen stehen, weder Tag noch Nacht 
zugeschlossen werden, da der Heiden Macht zu dir gebracht, und ihre 
Knige herzugefhret werden.
12. Denn welche Heiden oder Knigreiche dir nicht dienen wollen, die 
sollen umkommen, und die Heiden verwstet werden.
13. Die Herrlichkeit Libanons soll an dich kommen, Tannen, Buchen und 
Buchsbaum miteinander, zu schmcken den Ort meines Heiligtums; denn ich 
will die Sttte meiner Fe herrlich machen.
14. Es werden auch gebckt zu dir kommen, die dich unterdrckt haben; und 
alle, die dich gelstert haben, werden niederfallen zu deinen Fen und 
werden dich nennen eine Stadt des Herrn, ein Zion des Heiligen in Israel.
15. Denn darum, da du bist die Verlassene und Gehate gewesen, da niemand 
ging, will ich dich zur Pracht ewiglich machen und zur Freude fr und fr,
16. da du sollst Milch von den Heiden saugen, und der Knige Brste 
sollen dich sugen, auf da du erfahrest, da ich, der Herr, bin dein 
Heiland und ich, der Mchtige in Jakob, bin dein Erlser.
17. Ich will Gold anstatt des Erzes und Silber anstatt des Eisens bringen 
und Erz anstatt des Holzes und Eisen anstatt der Steine; und will machen, 
da deine Vorsteher Frieden lehren sollen und deine Pfleger Gerechtigkeit 
predigen.
18. Man soll keinen Frevel mehr hren in deinem Lande, noch Schaden oder 
Verderben in deinen Grenzen, sondern deine Mauern sollen Heil und deine 
Tore Lob heien.
19. Die Sonne soll nicht mehr des Tages dir scheinen, und der Glanz des 
Mondes soll dir nicht leuchten, sondern der Herr wird dein ewiges Licht 
und dein Gott wird dein Preis sein.
20. Deine Sonne wird nicht mehr untergehen, noch dein Mond den Schein 
verlieren, denn der Herr wird dein ewiges Licht sein, und die Tage deines 
Leides sollen ein Ende haben.
21. Und dein Volk soll eitel Gerechte sein und werden das Erdreich 
ewiglich besitzen, als die der Zweig meiner Pflanzung und ein Werk meiner 
Hnde sind zum Preise.
22. Aus dem Kleinsten sollen tausend werden und aus dem Geringsten ein 
mchtig Volk. Ich, der Herr, will solches zu seiner Zeit eilend ausrichten.
Der Prophet Jesaja 61
1. Der Geist des Herrn Herrn ist ber mir, darum hat mich der Herr 
gesalbet. Er hat mich gesandt, den Elenden zu predigen, die zerbrochenen 
Herzen zu verbinden, zu predigen den Gefangenen eine Erledigung, den 
Gebundenen eine ffnung,
2. zu predigen ein gndiges Jahr des Herrn und einen Tag der Rache unsers 
Gottes, zu trsten alle Traurigen,
3. zu schaffen den Traurigen zu Zion, da ihnen Schmuck fr Asche und 
Freudenl fr Traurigkeit und schne Kleider fr einen betrbten Geist 
gegeben werden, da sie genannt werden Bume der Gerechtigkeit, Pflanzen 
des Herrn, zum Preise.
4. Sie werden die alten Wstungen bauen und was vorzeiten zerstret ist, 
aufbringen; sie werden die verwsteten Stdte, so fr und fr zerstrt 
gelegen sind, erneuen.
5. Fremde werden stehen und eure Herde weiden, und Auslnder werden eure 
Ackerleute und Weingrtner sein.
6. Ihr aber sollt Priester des Herrn heien, und man wird euch Diener 
unsers Gottes nennen; und werdet der Heiden Gter essen und ber ihrer 
Herrlichkeit euch rhmen.
7. Fr eure Schmach soll Zwiefltiges kommen und fr die Schande sollen 
sie frhlich sein auf ihren Ackern. Denn sie sollen Zwiefltiges besitzen 
in ihrem Lande; sie sollen ewige Freude haben.
8. Denn ich bin der Herr; der das Recht liebet, und hasse ruberische 
Brandopfer; und will schaffen, da ihre Arbeit soll gewi sein; und einen 
ewigen Bund will ich mit ihnen machen.
9. Und man soll ihren Samen kennen unter den Heiden und ihre Nachkommen 
unter den Vlkern, da, wer sie sehen wird, soll sie kennen, da sie ein 
Same sind, gesegnet vom Herrn,
10. Ich freue mich im Herrn, und meine Seele ist frhlich in meinem Gott; 
denn er hat mich angezogen mit Kleidern des Heils und mit dem Rock der 
Gerechtigkeit gekleidet, wie einen Brutigam mit priesterlichem Schmuck 
gezieret, und wie eine Braut in ihrem Geschmeide brdet.
11. Denn gleichwie Gewchs aus der Erde wchst und Same im Garten aufgeht, 
also wird Gerechtigkeit und Lob vor allen Heiden aufgehen aus dem Herrn 
Herrn.
Der Prophet Jesaja 62
1. Um Zions willen, so will ich nicht schweigen, und um Jerusalems willen, 
so will ich nicht innehalten, bis da ihre Gerechtigkeit aufgehe wie ein 
Glanz, und ihr Heil entbrenne wie eine Fackel,
2. da die Heiden sehen deine Gerechtigkeit und alle Knige deine 
Herrlichkeit; und du sollst mit einem neuen Namen genannt werden, welchen 
des Herrn Mund nennen wird.
3. Und du wirst sein eine schne Krone in der Hand des Herrn und ein 
kniglicher Hut in der Hand deines Gottes.
4. Man soll dich nicht mehr die Verlassene noch dein Land eine Wstung 
heien, sondern du sollst Meine Lust an ihr und dein Land Lieber Buhle 
heien; denn der Herr hat Lust an dir, und dein Land hat einen lieben 
Buhlen.
5. Denn wie ein lieber Buhle einen Buhlen liebhat, so werden dich deine 
Kinder liebhaben, und wie sich ein Brutigam freuet ber der Braut, so 
wird sich dein Gott ber dich freuen.
6. O Jerusalem, ich will Wchter auf deine Mauern bestellen, die den 
ganzen Tag und die ganze Nacht nimmer stille schweigen sollen und die des 
Herrn gedenken sollen, auf da bei euch kein Schweigen sei,
7. und ihr von ihm nicht schweiget, bis da Jerusalem gefertiget und 
gesetzt werde zum Lobe auf Erden.
8. Der Herr hat geschworen bei seiner Rechten und bei dem Arm seiner 
Macht: Ich will dein Getreide nicht mehr deinen Feinden zu essen geben, 
noch deinen Most, daran du gearbeitet hast, die Fremden trinken lassen,
9. sondern die, so es einsammeln, sollen's auch essen und den Herrn 
rhmen, und die ihn einbringen, sollen ihn trinken in den Vorhfen meines 
Heiligtums.
10. Gehet hin, gehet hin durch die Tore, bereitet dem Volk den Weg; machet 
Bahn, machet Bahn, rumet die Steine auf; werfet ein Panier auf ber die 
Vlker!
11. Siehe, der Herr lsset sich hren bis an der Welt Ende. Saget der 
Tochter Zion: Siehe, dein Heil kommt; siehe, sein Lohn ist bei ihm und 
seine Vergeltung ist vor ihm!
12. Man wird sie nennen das heilige Volk, die Erlsten des Herrn; und dich 
wird man heien die besuchte und unverlassene Stadt.
Der Prophet Jesaja 63
1. Wer ist der, so von Edom kommt, mit rtlichen Kleidern von Bazra, der 
so geschmckt ist in seinen Kleidern und einhertritt in seiner groen 
Kraft? Ich bin's, der Gerechtigkeit lehret und ein Meister bin zu helfen.
2. Warum ist denn dein Gewand so rotfarb und dein Kleid wie eines 
Keltertreters?
3. Ich trete die Kelter allein, und ist niemand unter den Vlkern mit mir. 
Ich habe sie gekeltert in meinem Zorn und zertreten in meinem Grimm. Daher 
ist ihr Vermgen auf meine Kleider gespritzt, und ich habe all mein Gewand 
besudelt.
4. Denn ich habe einen Tag der Rache mir vorgenommen; das Jahr, die Meinen 
zu erlsen, ist kommen.
5. Denn ich sah mich um, und da war kein Helfer, und ich war im Schrecken, 
und niemand enthielt mich, sondern mein Arm mute mir helfen, und mein 
Zorn enthielt mich.
6. Darum habe ich die Vlker zertreten in meinem Zorn und habe sie trunken 
gemacht in meinem Grimm und ihr Vermgen zu Boden gestoen.
7. Ich will der Gte des Herrn gedenken und des Lobes des Herrn in allem, 
das uns der Herr getan hat, und des groen Guts an dem Hause Israel, das 
er ihnen getan hat durch seine Barmherzigkeit und groe Gte.
8. Denn er sprach: Sie sind ja mein Volk, Kinder, die nicht falsch sind. 
Darum war er ihr Heiland.
9. Wer sie ngstete, der ngstete ihn auch; und der Engel, so vor ihm ist, 
half ihnen. Er erlsete sie, darum da er sie liebete und ihrer schonete. 
Er nahm sie auf und trug sie allezeit von alters her.
10. Aber sie erbitterten und entrsteten seinen Heiligen Geist; darum ward 
er ihr Feind und stritt wider sie.
11. Und er gedachte wieder an die vorige Zeit, an den Mose, so unter 
seinem Volk war. Wo ist denn nun, der sie aus dem Meer fhrete, samt dem 
Hirten seiner Herde? Wo ist, der seinen Heiligen Geist unter sie gab,
12. der Mose bei der rechten Hand fhrete durch seinen herrlichen Arm, der 
die Wasser trennete vor ihnen her, auf da er ihm einen ewigen Namen 
machte,
13. der sie fhrete durch die Tiefe, wie die Rosse in der Wste, die nicht 
straucheln,
14. wie das Vieh, so ins Feld hinabgehet, welches der Odem des Herrn 
treibet? Also hast du auch dein Volk gefhret, auf da du dir einen 
herrlichen Namen machtest.
15. So schaue nun vom Himmel und siehe herab von deiner heiligen 
herrlichen Wohnung. Wo ist nun dein Eifer, deine Macht? Deine groe 
herzliche Barmherzigkeit hlt sich hart gegen mich.
16. Bist du doch unser Vater. Denn Abraham wei von uns nicht, und Israel 
kennet uns nicht. Du aber, Herr, bist unser Vater und unser Erlser; von 
alters her ist das dein Name.
17. Warum lssest du uns, Herr, irren von deinen Wegen und unser Herz 
verstocken, da wir dich nicht frchten? Kehre wieder um deiner Knechte 
willen, um der Stmme willen deines Erbes!
18. Sie besitzen dein heiliges Volk schier gar; deine Widersacher 
zertreten dein Heiligtum.
19. Wir sind gleich wie vorhin, da du nicht ber uns herrschetest, und wir 
nicht nach deinem Namen genannt waren.
Der Prophet Jesaja 64
1. Ach, da du den Himmel zerrissest und fhrest herab, da die Berge vor 
dir zerflssen,
2. wie ein heit Wasser vom heftigen Feuer versiedet, da dein Name kund 
wrde unter deinen Feinden, und die Heiden vor dir zittern mten
3. durch die Wunder, die du tust, deren man sich nicht versiehet, da du 
herabfuhrest und die Berge vor dir zerflossen.
4. Wie denn von der Welt her nicht gehret ist, noch mit Ohren gehret, 
hat auch kein Auge gesehen, ohne dich, Gott, was denen geschieht, die auf 
ihn harren.
5. Du begegnetest den Frhlichen und denen, so Gerechtigkeit beten und 
auf deinen Wegen dein gedachten. Siehe, du zrnetest wohl, da wir 
sndigten und lange drinnen blieben; uns ward aber dennoch geholfen.
6. Aber nun sind wir allesamt wie die Unreinen, und alle unsere 
Gerechtigkeit ist wie ein unfltig Kleid. Wir sind alle verwelket wie die 
Bltter, und unsere Snden fhren uns dahin wie ein Wind.
7. Niemand ruft deinen Namen an oder macht sich auf, da er dich halte; 
denn du verbirgest dein Angesicht vor uns und lssest uns in unsern Snden 
verschmachten.
8. Aber nun, Herr, du bist unser Vater, wir sind Ton; du bist unser 
Tpfer, und wir alle sind deiner Hnde Werk.
9. Herr, zrne nicht zu sehr und denke nicht ewig der Snden! Siehe doch 
das an, da wir alle dein Volk sind!
10. Die Stdte deines Heiligtums sind zur Wste worden; Zion ist zur Wste 
worden, Jerusalem liegt zerstret.
11. Das Haus unserer Heiligkeit und Herrlichkeit, darin dich unsere Vter 
gelobt haben, ist mit Feuer verbrannt, und alles, was wir Schnes hatten, 
ist zuschanden gemacht.
12. Herr, willst du so hart sein zu solchem und schweigen und uns so sehr 
niederschlagen?
Der Prophet Jesaja 65
1. Ich werde gesucht von denen, die nicht nach mir fragten; ich werde 
funden von denen, die mich nicht suchten, und zu den Heiden, die meinen 
Namen nicht anriefen, sage ich: Hie bin ich, hie bin ich!
2. Denn ich recke meine Hnde aus den ganzen Tag zu einem ungehorsamen 
Volk, das seinen Gedanken nachwandelt auf einem Wege, der nicht gut ist.
3. Ein Volk, das mich entrstet, ist immer vor meinem Angesicht, opfert in 
den Grten und ruchert auf den Ziegelsteinen,
4. wohnet unter den Grbern und hlt sich in den Hhlen, fressen 
Schweinefleisch und haben Greuelsuppen in ihren Tpfen
5. und sprechen: Bleibe daheim und rhre mich nicht; denn ich soll dich 
heiligen. Solche sollen ein Rauch werden in meinem Zorn, ein Feuer, das 
den ganzen Tag brenne.
6. Siehe, es stehet vor mir geschrieben: Ich will nicht schweigen, sondern 
bezahlen; ja, ich will sie in ihren Busen bezahlen,
7. beide, ihre Missetat und ihrer Vter Missetat, miteinander, spricht der 
Herr, die auf den Bergen geruchert und mich auf den Hgeln geschndet 
haben; ich will ihnen zumessen ihr voriges Tun in ihren Busen.
8. So spricht der Herr: Gleich als wenn man Most in einer Traube findet 
und spricht: Verderbe es nicht, denn es ist ein Segen drinnen! also will 
ich um meiner Knechte willen tun, da ich es nicht alles verderbe,
9. sondern will aus Jakob Samen wachsen lassen und aus Juda, der meinen 
Berg besitze; denn meine Auserwhlten sollen ihn besitzen, und meine 
Knechte sollen daselbst wohnen.
10. Und Saron soll ein Haus fr die Herde und das Tal Achor soll zum 
Viehlager werden meinem Volk, das mich suchet.
11. Aber ihr, die ihr den Herrn verlasset und meines heiligen Berges 
vergesset und richtet dem Gad einen Tisch und schenket voll ein vorn 
Trankopfer dem Meni,
12. wohlan, ich will euch zhlen zum Schwert, da ihr euch alle bcken 
msset zur Schlacht, darum da ich rief und ihr antwortetet nicht, da ich 
redete und ihr hretet nicht, sondern tatet, was mir bel gefiel, und 
erwhletet, das mir nicht gefiel.
13. Darum spricht der Herr Herr also: Siehe, meine Knechte sollen essen, 
ihr aber sollt hungern; siehe, meine Knechte sollen trinken, ihr aber 
sollt drsten; siehe, meine Knechte sollen frhlich sein, ihr aber sollt 
zuschanden werden;
14. siehe, meine Knechte sollen vor gutem Mut jauchzen, ihr aber sollt vor 
Herzeleid schreien und vor Jammer heulen
15. und sollt euren Namen lassen meinen Auserwhlten zum Schwur; und der 
Herr Herr wird dich tten und seine Knechte mit einem andern Namen nennen,
16. da, welcher sich segnen wird auf Erden, der wird sich in dem rechten 
Gott segnen, und welcher schwren wird auf Erden, der wird bei dem rechten 
Gott schwren; denn der vorigen Angst ist vergessen, und sind von meinen 
Augen verborgen.
17. Denn siehe, ich will einen neuen Himmel und neue Erde schaffen, da 
man der vorigen nicht mehr gedenken wird noch zu Herzen nehmen,
18. sondern sie werden sich ewiglich freuen und frhlich sein ber dem, 
das ich schaffe. Denn siehe, ich will Jerusalem schaffen zur Wonne und ihr 
Volk zur Freude.
19. Und ich will frhlich sein ber Jerusalem und mich freuen ber mein 
Volk; und soll nicht mehr drinnen gehret werden und die Stimme des 
Weinens noch die Stimme des Klagens.
20. Es sollen nicht mehr da sein Kinder, die ihre Tage nicht erreichen, 
oder Alte, die ihre Jahre nicht erfllen, sondern die Knaben von hundert 
Jahren sollen sterben, und die Snder von hundert Jahren sollen verflucht 
sein.
21. Sie werden Huser bauen und bewohnen; sie werden Weinberge pflanzen 
und derselbigen Frchte essen.
22. Sie sollen nicht bauen, das ein anderer bewohne, und nicht pflanzen; 
das ein anderer esse. Denn die Tage meines Volks werden sein wie die Tage 
eines Baumes, und das Werk ihrer Hnde wird alt werden bei meinen 
Auserwhlten.
23. Sie sollen nicht umsonst arbeiten noch unzeitige Geburt gebren, denn 
sie sind der Same der Gesegneten des Herrn und ihre Nachkommen mit ihnen.
24. Und soll geschehen, ehe sie rufen, will ich antworten; wenn sie noch 
reden, will ich hren.
25. Wolf und Lamm sollen weiden zugleich; der Lwe wird Stroh essen wie 
ein Rind, und die Schlange soll Erde essen. Sie werden nicht schaden noch 
verderben auf meinem ganzen heiligen Berge, spricht der Herr.
Der Prophet Jesaja 66
1. So spricht der Herr: Der Himmel ist mein Stuhl und die Erde meine 
Fubank; was ist's denn fr ein Haus, das ihr mir bauen wollt, oder 
welches ist die Sttte, da ich ruhen soll?
2. Meine Hand hat alles gemacht, was da ist, spricht der Herr. Ich sehe 
aber an den Elenden und der zerbrochenes Geistes ist und der sich frchtet 
vor meinem Wort.
3. Denn wer einen Ochsen schlachtet, ist eben, als der einen Mann 
erschlge. Wer ein Schaf opfert, ist, als der einem Hund den Hals brche. 
Wer Speisopfer bringt, ist, als der Saublut opfert. Wer des Weihrauchs 
gedenkt, ist, als der das Unrecht lobet. Solches erwhlen sie in ihren 
Wegen, und ihre Seele hat Gefallen an ihren Greueln.
4. Darum will ich auch erwhlen, das sie verspotten; und was sie scheuen, 
will ich ber sie kommen lassen, darum da ich rief, und niemand 
antwortete, da ich redete, und sie hreten nicht, und taten, was mir bel 
gefiel, und erwhleten, das mir nicht gefiel.
5. Hret des Herrn Wort, die ihr euch frchtet vor seinem Wort: Eure 
Brder, die euch hassen und sondern euch ab um meines Namens willen, 
sprechen: Lasset sehen, wie herrlich der Herr sei; lasset ihn erscheinen 
zu eurer Freude! die sollen zuschanden werden.
6. Denn man wird hren eine Stimme des Getmmels in der Stadt, eine Stimme 
vom Tempel, eine Stimme des Herrn, der seine Feinde bezahlet.
7. Sie gebieret, ehe ihr wehe wird; sie ist genesen eines Knaben, ehe denn 
ihr Kindesnot kommt.
8. Wer hat solches je gehrt? Wer hat solches je gesehen? Kann auch, ehe 
denn ein Land die Wehe kriegt, ein Volk zugleich geboren werden? Nun hat 
doch ja Zion ihre Kinder ohne die Wehe geboren.
9. Sollte ich andere lassen die Mutter brechen und selbst nicht auch 
gebren? spricht der Herr. Sollte ich andere lassen gebren und selbst 
verschlossen sein? spricht dein Gott.
10. Freuet euch mit Jerusalem und seid frhlich ber sie, alle, die ihr 
sie liebhabt! Freuet euch mit ihr, alle, die ihr ber sie traurig gewesen 
seid!
11. Denn dafr sollt ihr saugen und satt werden von den Brsten ihres 
Trostes; ihr sollt dafr saugen und euch ergtzen von der Flle ihrer 
Herrlichkeit.
12. Denn also spricht der Herr: Siehe, ich breite aus den Frieden bei ihr 
wie einen Strom und die Herrlichkeit der Heiden wie einen ergossenen Bach; 
da werdet ihr saugen. Ihr sollt auf der Seite getragen werden, und auf den 
Knieen wird man euch freundlich halten.
13. Ich will euch trsten, wie einen seine Mutter trstet; ja, ihr sollt 
an Jerusalem ergtzet werden.
14. Ihr werdet es sehen, und euer Herz wird sich freuen, und euer Gebein 
soll grnen wie Gras. Da wird man erkennen die Hand des Herrn an seinen 
Knechten und den Zorn an seinen Feinden.
15. Denn siehe, der Herr wird kommen mit Feuer und seine Wagen wie ein 
Wetter, da er vergelte im Grimm seines Zorns, und sein Schelten in 
Feuerflammen.
16. Denn der Herr wird durchs Feuer richten und durch sein Schwert alles 
Fleisch; und der Getteten vom Herrn wird viel sein.
17. Die sich heiligen und reinigen in den Grten, einer hie, der andere 
da, und essen Schweinefleisch, Greuel und Muse, sollen geraffet werden 
miteinander, spricht der Herr.
18. Denn ich will kommen und sammeln ihre Werke und Gedanken samt allen 
Heiden und Zungen, da sie kommen und sehen meine Herrlichkeit.
19. Und ich will ein Zeichen unter sie geben und ihrer etliche, die 
errettet sind, senden zu den Heiden am Meer, gen Phul und Lud, zu den 
Bogenschtzen, gen Thubal und Javan und in die Ferne zu den Inseln, da man 
nichts von mir gehrt hat, und die meine Herrlichkeit nicht gesehen haben, 
und sollen meine Herrlichkeit unter den Heiden verkndigen.
20. Und werden alle eure Brder aus allen Heiden herzubringen dem Herrn 
zum Speisopfer, auf Rossen und Wagen, auf Snften, auf Mulern und 
Lufern, gen Jerusalem zu meinem heiligen Berge, spricht der Herr, 
gleichwie die Kinder Israel Speisopfer in reinem Gef bringen zum Hause 
des Herrn.
21. Und ich will aus denselbigen nehmen Priester und Leviten, spricht der 
Herr.
22. Denn gleichwie der neue Himmel und die neue Erde, so ich mache, vor 
mir stehen, spricht der Herr, also soll auch euer Same und Name stehen.
23. Und alles Fleisch wird einen Monden nach dem andern und einen Sabbat 
nach dem andern kommen, anzubeten vor mir, spricht der Herr.
24. Und sie werden hinausgehen und schauen die Leichname der Leute, die an 
mir mihandelt haben denn ihr Wurm wird nicht sterben, und ihr Feuer wird 
nicht verlschen, und werden allem Fleisch ein Greuel sein.
Der Prophet Jeremia 1
1. Dies sind die Geschichten Jeremias, des Sohns Hilkias, aus den 
Priestern zu Anathoth, im Lande Benjamin,
2. zu welchem geschah das Wort des Herrn zur Zeit Josias, des Sohns Amons, 
des Knigs Judas, im dreizehnten Jahr seines Knigreichs,
3. und hernach zur Zeit des Knigs Judas Jojakim, des Sohns Josias, bis 
ans Ende des elften Jahrs Zedekias, des Sohns Josias, des Knigs Judas, 
bis aufs Gefngnis Jerusalems im fnften Monden.
4. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
5. Ich kannte dich, ehe denn ich dich in Mutterleibe bereitete, und 
sonderte dich aus, ehe denn du von der Mutter geboren wurdest, und 
stellete dich zum Propheten unter die Vlker.
6. Ich aber sprach: Ach, Herr Herr, ich tauge nicht zu predigen, denn ich 
bin, zu jung!
7. Der Herr sprach aber zu mir: Sage nicht: Ich bin zu jung; sondern du 
sollst gehen, wohin ich dich sende, und predigen, was ich dich heie.
8. Frchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin bei dir und will dich 
erretten, spricht der Herr.
9. Und der Herr reckte seine Hand aus und rhrete meinen Mund und sprach 
zu mir: Siehe, ich lege meine Worte in deinen Mund.
10. Siehe, ich setze dich heute dieses Tages ber Vlker und Knigreiche, 
da du ausreien; zerbrechen, verstren und verderben sollst und bauen und 
pflanzen.
11. Und es geschah des Herrn Wort zu mir und sprach: Jeremia, was siehest 
du? Ich sprach: Ich sehe einen wackern Stab.
12. Und der Herr sprach zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich will 
wacker sein ber mein Wort, da ich's tue.
13. Und es geschah des Herrn Wort zum andernmal zu mir und sprach: Was 
siehest du? Ich sprach: Ich sehe einen heien siedenden Topf von 
Mitternacht her.
14. Und der Herr sprach zu mir: Von Mitternacht wird das Unglck 
ausbrechen ber alle, die im Lande wohnen.
15. Denn siehe, ich will rufen alle Frsten in den Knigreichen gegen 
Mitternacht, spricht der Herr, da sie kommen sollen und ihre Sthle 
setzen vor die Tore zu Jerusalem und rings um die Mauern her und vor alle 
Stdte Judas.
16. Und ich will das Recht lassen ber sie gehen um aller ihrer Bosheit 
willen, da sie mich verlassen und ruchern andern Gttern und beten an 
ihrer Hnde Werk.
17. So begrte nun deine Lenden und mache dich auf und predige ihnen 
alles, was ich dich heie! Frchte dich nicht vor ihnen, als sollte ich 
dich abschrecken!
18. Denn ich will dich heute zur festen Stadt, zur eisernen Sule, zur 
ehernen Mauer machen im ganzen Lande wider die Knige Judas, wider ihre 
Frsten, wider ihre Priester, wider das Volk im Lande,
19. da, wenn sie gleich wider dich streiten, dennoch nicht sollen wider 
dich siegen; denn ich bin bei dir, spricht der Herr, da ich dich errette.
Der Prophet Jeremia 2
1. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
2. Gehe hin und predige ffentlich zu Jerusalem und sprich: So spricht der 
Herr: Ich gedenke, da du eine freundliche junge Dirne und eine liebe Braut 
warest, da du mir folgtest in der Wste im Lande, da man nichts set,
3. da Israel des Herrn eigen war und seine erste Frucht. Wer sie fressen 
wollte, mute Schuld haben und Unglck ber ihn kommen, spricht der Herr.
4. Hret des Herrn Wort, ihr vom Hause Jakob und alle Geschlechter vom 
Hause Israel!
5. So spricht der Herr: Was haben doch eure Vter Fehls an mir gehabt, da 
sie von mir wichen und hingen an den unntzen Gtzen, da sie doch nichts 
erlangeten,
6. und dachten nie keinmal: Wo ist der Herr, der uns aus gyptenland 
fhrete und leitete uns in der Wste, im. wilden, ungebahnten Lande, im 
drren, und finstern Lande, im Lande, da niemand wandelte, noch kein 
Mensch wohnete?
7. Und ich brachte euch in ein gut Land, da ihr et seine Frchte und 
Gter Und da ihr hineinkamet, verunreinigtet ihr mein Land und machtet mir 
mein Erbe zum Greuel.
8. Die Priester gedachten nicht: Wo ist der Herr? und die Gelehrten 
achteten mein nicht, und die Hirten fhreten die Leute von mir, und die 
Propheten weissagten vom Baal und hingen an den unntzen Gtzen.
9. Ich mu mich immer mit euch und mit euren Kindeskindern schelten, 
spricht der Herr.
10. Gehet hin in die Inseln Chittim und schauet und sendet in Kedar und 
merket mit Flei und schauet, ob's daselbst so zugehet,
11. ob die Heiden ihre Gtter ndern, wiewohl sie doch nicht Gtter sind? 
Und mein Volk hat doch seine Herrlichkeit verndert um einen unntzen 
Gtzen.
12. Sollte sich doch der Himmel davor entsetzen, erschrecken und sehr 
erheben, spricht der Herr.
13. Denn mein Volk tut eine zwiefache Snde: mich, die lebendige Quelle, 
verlassen sie und machen sich hie und da ausgehauene Brunnen, die doch 
lcherig sind und kein Wasser geben.
14. Ist denn Israel ein Knecht oder leibeigen, da er jedermanns Raub sein 
mu?
15. Denn die Lwen brllen ber ihn und schreien und verwsten sein Land 
und verbrennen seine Stdte, da niemand drinnen wohnet.
16. Dazu so zerschlagen die von Noph und Thachpanhes dir den Kopf.
17. Solches machst du dir selbst, da du den Herrn, deinen Gott, 
verlssest, so oft er dich den rechten Weg leiten will.
18. Was hilft's dir, da du nach gypten ziehst und willst des Wassers 
Sihor trinken? Und was hilft's dir, da du gen Assyrien ziehst und willst 
des Wassers Phrath trinken?
19. Es ist deiner Bosheit Schuld, da du so gestupet wirst, und deines 
Ungehorsams, da du so gestraft wirst: Also mut du inne werden und 
erfahren, was fr Jammer und Herzeleid bringet, den Herrn, deinen Gott, 
verlassen und ihn nicht frchten, spricht der Herr Herr Zebaoth.
20. Denn du hast immerdar dein Joch zerbrochen und deine Bande zerrissen 
und gesagt: Ich will nicht so unterworfen sein, sondern auf allen hohen 
Hgeln und unter allen grnen Bumen liefest du der Hurerei nach.
21. Ich aber hatte dich gepflanzt zu einem sen Weinstock, einen ganz 
rechtschaffenen Samen. Wie bist du mir denn geraten zu einem bittern, 
wilden Weinstock?
22. Und wenn du dich gleich mit Lauge wschest und nhmest viel Seife 
dazu, so gleit doch deine Untugend desto mehr vor mir, spricht der Herr 
Herr.
23. Wie darfst du denn sagen: Ich bin nicht unrein, ich hnge nicht an 
Baalim? Siehe an, wie du es treibest im Tal, und bedenke; wie du es 
ausgerichtet hast!
24. Du lufst umher wie eine Kamelin in der Brunst, und wie ein Wild in 
der Wste pflegt, wenn es vor groer Brunst lechzet und, luft, da 
niemand aufhalten kann. Wer es wissen will, darf nicht weit laufen; am 
Feiertage sieht man es wohl.
25. Lieber, halte doch und lauf dich nicht so hellig! Aber du sprichst: 
Das lasse ich; ich mu mit den Fremden buhlen und ihnen nachlaufen.
26. Wie ein Dieb zuschanden wird, wenn er ergriffen wird, also wird das 
Haus Israel zuschanden werden samt ihren Knigen, Frsten, Priestern und 
Propheten,
27. die zum Holz sagen: Du bist mein Vater; und zum Stein: Du hast mich 
gezeuget. Denn sie kehren mir den Rcken zu und nicht das Angesicht. Aber 
wenn die Not hergehet, sprechen sie: Auf, und hilf uns!
28. Wo sind aber denn deine Gtter, die du dir gemacht hast? Hei sie 
aufstehen; la sehen, ob sie dir helfen knnen in der Not! Denn so manche 
Stadt, so manchen Gott hast du, Juda.
29. Was wollt ihr noch recht haben wider mich? Ihr seid alle von mir 
abgefallen, spricht der Herr.
30. Alle Schlge sind verloren an euren Kindern, sie lassen sich doch 
nicht ziehen. Denn euer Schwert frit gleichwohl eure Propheten wie ein 
wtiger Lwe.
31. Du bse Art; merke auf des Herrn Wort! Bin ich denn Israel eine Wste 
oder des Land? Warum spricht denn mein Volk: Wir sind die Herren und 
mssen dir nicht nachlaufen?
32. Vergisset doch eine Jungfrau ihres Schmucks nicht noch eine Braut 
ihres Schleiers; aber mein Volk vergisset mein ewiglich.
33. Was schmckest du viel dein Tun, da ich dir gndig sein soll? Unter 
solchem Schein treibest du je mehr und mehr Bosheit.
34. ber das findet man Blut der armen und unschuldigen Seelen bei dir an 
allen Orten, und ist nicht heimlich, sondern offenbar an denselben Orten.
35. Noch sprichst du: Ich bin unschuldig; er wende seinen Zorn von mir! 
Siehe, ich will mit dir rechten, da du sprichst: Ich habe nicht 
gesndiget.
36. Wie weichst du doch so gerne und fllst jetzt dahin, jetzt hieher! 
Aber du wirst an gypten zuschanden werden, wie du an Assyrien zuschanden 
worden bist.
37. Denn du mut von dannen auch wegziehen und deine Hnde ber dem Haupt 
zusammenschlagen; denn der Herr wird deine Hoffnung fehlen lassen und wird 
dir bei ihnen nichts gelingen.
Der Prophet Jeremia 3
1. Und spricht: Wenn sich ein Mann von seinem Weibe scheiden lsset, und 
sie zeucht von ihm und nimmt einen andern Mann, darf er sie auch wieder 
annehmen? Ist's nicht also, da das Land verunreiniget wrde? Du aber hast 
mit vielen Buhlern gehuret; doch komm wieder zu mir, spricht der Herr.
2. Hebe deine Augen auf zu den Hhen und siehe, wie du allenthalben 
Hurerei treibest. An den Straen sitzest du und wartest auf sie, wie ein 
Araber in der Wste, und verunreinigest das Land mit deiner Hurerei und 
Bosheit.
3. Darum mu auch der Frhregen ausbleiben und kein Sptregen kommen. Du 
hast eine Hurenstirn, du willst dich nicht mehr schmen
4. und schreiest gleichwohl zu mir: Lieber Vater, du Meister meiner Jugend!
5. Willst du denn ewiglich zrnen und nicht vom Grimm lassen? Siehe, du 
lehrest und tust Bses und lssest dir nicht Steuern.
6. Und der Herr sprach zu mir, zur Zeit des Knigs Josia: Hast du auch 
gesehen, was Israel, die Abtrnnige, tat? Sie ging hin auf alle hohen 
Berge und unter alle grnen Bume und trieb daselbst Hurerei.
7. Und ich sprach, da sie solches alles getan hatte: Bekehre dich zu mir! 
Aber sie bekehrete sich nicht. Und obwohl ihre Schwester Juda, die 
Verstockte, gesehen hat,
8. wie ich der abtrnnigen Israel Ehebruch gestraft und sie verlassen und 
ihr einen Scheidebrief gegeben habe, noch frchtet sich ihre Schwester, 
die verstockte Juda, nicht, sondern gehet hin und treibet auch Hurerei.
9. Und von dem Geschrei ihrer Hurerei ist das Land verunreiniget; denn sie 
treibet Ehebruch mit Steinen und Holz;
10. Und in diesem allem bekehret sich die verstockte Juda, ihre Schwester, 
nicht zu mir von ganzem Herzen, sondern heuchelt also, spricht der Herr.
11. Und der Herr sprach zu mir: Die abtrnnige Israel ist fromm gegen die 
verstockte Juda.
12. Gehe hin und predige gegen der Mitternacht also und sprich: Kehre 
wieder, du abtrnnige Israel, spricht der Herr, so will ich mein Antlitz 
nicht gegen euch verstellen; denn ich bin barmherzig, spricht der Herr, 
und will nicht ewiglich zrnen.
13. Allein erkenne deine Missetat, da du wider den Herrn, deinen Gott, 
gesndiget hast und hin und wieder gelaufen zu den fremden Gttern unter 
allen grnen Bumen und habt meiner Stimme nicht gehorchet, spricht der 
Herr.
14. Bekehret euch, ihr abtrnnigen Kinder, spricht der Herr; denn ich will 
euch mir vertrauen und will euch holen, da einer eine ganze Stadt und 
zween ein ganz Land fhren sollen; und will euch bringen gen Zion.
15. Und will euch Hirten geben nach meinem Herzen, die euch weiden sollen 
mit Lehre und Weisheit.
16. Und soll geschehen, wenn ihr gewachsen und euer viel worden ist im 
Lande, so soll man, spricht der Herr, zur selbigen Zeit nicht mehr sagen 
von der Bundeslade des Herrn, auch derselbigen nicht mehr gedenken, noch 
davon predigen, noch sie besuchen, noch daselbst mehr opfern,
17. sondern zur selbigen Zeit wird man Jerusalem heien: Des Herrn Thron; 
und werden sich dahin sammeln alle Heiden um des Herrn Namens willen zu 
Jerusalem und werden nicht mehr wandeln nach den Gedanken ihres bsen 
Herzens.
18. Zu der Zeit wird das Haus Juda gehen zum Haus Israel und werden 
miteinander kommen von Mitternacht ins Land, das ich euren Vtern zum Erbe 
gegeben habe.
19. Und ich sage dir zu: Wie will ich dir so viel Kinder geben und das 
liebe Land, das schne Erbe, nmlich das Heer der Heiden! Und ich sage dir 
zu: Du wirst alsdann mich nennen: Lieber Vater! und nicht von mir weichen.
20. Aber das Haus Israel achtet mein nichts, gleichwie ein Weib ihren 
Buhlen nicht mehr achtet, spricht der Herr.
21. Darum wird man ein klglich Heulen und Weinen der Kinder Israel hren 
auf den Hhen, dafr da sie bel getan und des Herrn, ihres Gottes, 
vergessen haben.
22. So kehret nun wieder, ihr abtrnnigen Kinder, so will ich euch heilen 
von eurem Ungehorsam. Siehe, wir kommen zu dir; denn du bist der Herr, 
unser Gott.
23. Wahrlich, es ist eitel Betrug mit Hgeln und mit allen Bergen. 
Wahrlich, es hat Israel keine Hilfe denn am Herrn, unserm Gott.
24. Und unserer Vter Arbeit, die wir von Jugend auf gehalten haben, msse 
mit Schanden untergehen samt ihren Schafen, Rindern, Kindern und Tchtern.
25. Denn darauf wir uns verlieen, das ist uns jetzt eitel Schande, und 
des wir uns trsteten, des mssen wir uns jetzt schmen. Denn wir 
sndigten damit wider den Herrn, unsern Gott, beide, wir und unsere Vter, 
von unserer Jugend auf, auch bis auf diesen heutigen Tag, und gehorchten 
nicht der Stimme des Herrn, unsers Gottes.
Der Prophet Jeremia 4
1. Willst du dich, Israel, bekehren, spricht der Herr, so bekehre dich zu 
mir. Und so du deine Greuel wegtust von meinem Angesicht, so sollst du 
nicht vertrieben werden.
2. Alsdann wirst du ohne Heuchelei recht und heilig schwren: So wahr der 
Herr lebet! Und die Heiden werden in ihm gesegnet werden und sich sein 
rhmen.
3. Denn so spricht der Herr zu denen in Juda und zu Jerusalem: Pflget ein 
Neues und set nicht unter die Hecken.
4. Beschneidet. euch dem Herrn und tut weg die Vorhaut eures Herzens, ihr 
Mnner in Juda und ihr Leute zu Jerusalem, auf da nicht mein Grimm 
ausfahre wie Feuer und brenne, da niemand lschen mge, um eurer Bosheit 
willen.
5. Ja, dann verkndiget in Juda und schreiet laut zu Jerusalem und 
sprechet: Blaset die Trommeten im Lande! Rufet mit voller Stimme und 
sprechet: Sammelt euch und lasset uns in die festen Stdte ziehen!
6. Werfet zu Zion. ein Panier auf; hufet euch und sumet nicht! Denn ich 
bringe ein Unglck herzu von Mitternacht und einen groen Jammer.
7. Es fhret daher der Lwe aus seiner. Hecke, und der Verstrer der. 
Heiden zeucht einher aus seinem Ort, da er dein Land verwste und deine 
Stdte ausbrenne, da niemand drinnen wohne.
8. Darum ziehet Scke an, klaget und heulet; denn der grimmige Zorn des 
Herrn will nicht aufhren von uns.
9. Zu der Zeit, spricht der Herr, wird dem Knige und den Frsten das Herz 
entfallen; die Priester werden verstrzt und die Propheten erschrocken 
sein.
10. Ich aber sprach: Ach, Herr Herr, du hast's diesem Volk und Jerusalem 
weit fehlen lassen, da sie sagten: Es wird Friede bei euch sein, so doch 
das Schwert bis an die Seele reicht.
11. Zur selbigen Zeit wird man diesem Volk und Jerusalem sagen: Es kommt 
ein drrer Wind ber dem Gebirge her, als aus der Wste, des Weges zu der 
Tochter meines Volks zu, nicht zu worfeln noch zu schwingen.
12. Ja, ein Wind kommt, der ihnen zu stark sein wird; da will ich denn 
auch mit ihnen rechten.
13. Siehe, er fhret daher wie Wolken, und seine Wagen sind wie ein 
Sturmwind, seine Rosse sind schneller denn Adler. Weh uns, wir mssen 
verstret werden!
14. So wasche nun, Jerusalem, dein Herz von der Bosheit, auf da dir 
geholfen werde. Wie lange wollen bei dir bleiben die leidigen Lehren?
15. Denn es kommt ein Geschrei von Dan her und eine bse Botschaft vom 
Gebirge Ephraim her,
16. wie die Heiden rhmen. Und es ist bis gen Jerusalem erschollen, da 
Hter kommen aus fernen Landen und werden schreien wider die Stdte Judas.
17. Sie werden sie rings umher belagern wie die Hter auf dem Felde; denn 
sie haben mich erzrnet, spricht der Herr.
18. Das hast du zu Lohn fr dein Wesen und dein Tun. Dann wird dein Herz 
fhlen, wie deine Bosheit so gro ist.
19. Wie ist mir so herzlich weh! Mein Herz pocht mir im Leibe und habe 
keine Ruhe; denn meine Seele hrt der Posaunen Hall und eine Feldschlacht
20. und ein Mordgeschrei ber das andere; denn das ganze Land wird 
verheeret, pltzlich werden meine Htten und meine Gezelte verstret.
21. Wie lange soll ich doch das Panier sehen und der Posaunen Hall hren?
22. Aber mein Volk ist toll und glauben mir nicht; tricht sind sie und 
achten's nicht. Weise sind sie genug, bels zu tun; aber wohltun wollen 
sie nicht lernen.
23. Ich schauete das Land an, siehe, das war wste und de, und den 
Himmel, und er war finster.
24. Ich sah die Berge an, und siehe, die bebeten, und alle Hgel zitterten.
25. Ich sah, und siehe, da war kein Mensch, und alles Gevgel unter dem 
Himmel war weggeflogen.
26. Ich sah, und siehe, das Baufeld war eine Wste, und alle Stdte 
drinnen waren zerbrochen vor dem Herrn und vor seinem grimmigen Zorn.
27. Denn so spricht der Herr: Das ganze Land soll wste werden, und will's 
doch nicht gar aus machen.
28. Darum wird das Land betrbt und der Himmel droben traurig sein; denn 
ich hab's geredet, ich hab's beschlossen und soll mich nicht reuen, will 
auch nicht davon ablassen.
29. Alle Stdte werden vor dem Geschrei der Reiter und Schtzen fliehen 
und in die dicken Wlder laufen und in die Felsen kriechen; alle Stdte 
werden verlassen stehen, da niemand drinnen wohnet.
30. Was willst du alsdann tun, du Verstrte? Wenn du dich schon mit Purpur 
kleiden und mit gldenen Kleinoden schmcken und dein Angesicht schminken 
wrdest, so schmckest du dich doch vergeblich; denn die dir jetzt 
hofieren, werden dich verachten, sie werden dir nach dem Leben trachten.
31. Denn ich hre ein Geschrei als einer Gebrerin, eine Angst als einer, 
die in den ersten Kindesnten ist, ein Geschrei der Tochter Zion, die da 
klagt und die Hnde auswirft: Ach, wehe mir, ich mu schier vergehen vor 
dem Wrgen!
Der Prophet Jeremia 5
1. Gehet durch die Gassen zu Jerusalem und schauet und erfahret und suchet 
auf ihrer Strae, ob ihr jemand findet, der recht tue und nach dem Glauben 
frage, so will ich ihr gndig sein.
2. Und wenn sie schon sprechen: Bei dem lebendigen Gott! so schwren sie 
doch falsch.
3. Herr, deine Augen sehen nach dem Glauben. Du schlgest sie, aber sie 
fhlen's nicht; du plagest sie, aber sie bessern sich nicht. Sie haben ein 
hrter Angesicht denn ein Fels und wollen sich nicht bekehren.
4. Ich dachte aber: Wohlan, der arme Haufe ist unverstndig, wei nichts 
um des Herrn Weg und um ihres Gottes Recht.
5. Ich will zu den Gewaltigen gehen und mit ihnen reden, dieselbigen 
werden um des Herrn Weg und ihres Gottes Recht wissen; aber dieselbigen 
allesamt hatten das Joch zerbrochen und die Seile zerrissen.
6. Darum wird sie auch der Lwe, der aus dem Walde kommt, zerreien, und 
der Wolf aus der Wste wird sie verderben, und der Pardel wird auf ihre 
Stdte lauern; alle, die daselbst herausgehen, wird er fressen. Denn ihrer 
Snden sind zu viel, und bleiben verstockt in ihrem Ungehorsam.
7. Wie soll ich dir denn gndig sein, weil mich deine Kinder verlassen und 
schwren bei dem, der nicht Gott ist? Und nun ich sie gefllet habe, 
treiben sie Ehebruch und laufen ins Hurenhaus.
8. Ein jeglicher wiehert nach seines Nchsten Weibe, wie die vollen, 
migen Hengste.
9. Und ich sollte sie um solches nicht heimsuchen? spricht der Herr; und 
meine Seele sollte sich nicht rchen an solchem Volk, wie dies ist?
10. Strmet ihre Mauern und werfet sie um und macht es nicht gar aus! 
Fhret ihre Reben weg; denn sie sind nicht des Herrn,
11. sondern sie verachten mich, beide, das Haus Israel und das Haus Juda, 
spricht der Herr.
12. Sie verleugnen den Herrn und sprechen: Das ist er nicht, und so bel 
wird es uns nicht gehen, Schwert und Hunger werden wir nicht sehen;
13. ja, die Propheten sind Wscher und haben auch Gottes Wort nicht; es 
gehe ber sie selbst also!
14. Darum spricht der Herr, der Gott Zebaoth: Weil ihr solche Rede 
treibet, siehe, so will ich meine Worte in deinem Munde zu Feuer machen 
und dies Volk zu Holz, und soll sie verzehren.
15. Siehe, ich will ber euch vom Hause Israel, spricht der Herr, ein Volk 
von ferne bringen, ein mchtig Volk, die das erste Volk gewesen sind, ein 
Volk, des Sprache du nicht verstehest und nicht vernehmen kannst, was sie 
reden.
16. Seine Kcher sind offene Grber, es sind eitel Riesen.
17. Sie werden deine Ernte und dein Brot verzehren, sie werden deine Shne 
und Tchter fressen, sie werden deine Schafe und Rinder verschlingen, sie 
werden deine Weinstcke und Feigenbume verzehren; deine festen Stdte, 
darauf du dich verlssest, werden sie mit dem Schwert verderben.
18. Und ich will's, spricht der Herr, zur selbigen Zeit nicht gar aus 
machen.
19. Und ob sie wrden sagen: Warum tut uns der Herr, unser Gott, solches 
alles? sollst du ihnen antworten: Wie ihr mich, verlassen und fremden 
Gttern dienet in eurem eigenen Lande, also sollt ihr auch Fremden dienen 
in einem Lande, das nicht euer ist.
20. Solches sollt ihr verkndigen im Hause Jakob und predigen in Juda und 
sprechen:
21. Hret zu, ihr tolles Volk, das keinen Verstand hat, die da Augen haben 
und sehen nicht, Ohren haben und hren nicht!
22. Wollt ihr mich nicht frchten, spricht der Herr, und vor mir nicht 
erschrecken? Der ich dem Meer den Sand zum Ufer setze, darin es allezeit 
bleiben mu, darber es nicht gehen mu; und ob es schon wallet, so vermag 
es doch nichts, und ob seine Wellen schon toben, so mssen sie doch nicht 
darberfahren.
23. Aber dies Volk hat ein abtrnniges, ungehorsames Herz, bleiben 
abtrnnig und gehen immerfort weg
24. und sprechen nicht einmal in ihrem Herzen: Lasset uns doch den Herrn, 
unsern Gott, frchten, der uns Frh regen und Sptregen zu rechter Zeit 
gibt und uns die Ernte treulich und jhrlich behtet.
25. Aber eure Missetaten hindern solches und eure Snden wenden solch Gut 
von euch.
26. Denn man findet unter meinem Volk Gottlose, die den Leuten nachstellen 
und Fallen zurichten, sie zu fangen, wie die Vogler tun mit Kloben.
27. Und ihre Huser sind voller Tcke, wie ein Vogelbauer voller Lockvgel 
ist. Daher werden sie gewaltig und reich, fett und glatt.
28. Sie gehen mit bsen Stcken um; sie halten kein Recht, dem Waisen 
frdern sie seine Sache nicht, und gelinget ihnen, und helfen den Armen 
nicht zum Recht.
29. Sollte ich denn solches nicht heimsuchen, spricht der Herr, und meine 
Seele sollte sich nicht rchen an solchem Volk, wie dies ist?
30. Es stehet greulich und scheulich im Lande.
31. Die Propheten lehren falsch, und die Priester herrschen in ihrem Amt, 
und mein Volk, hat's gern also. Wie will es euch zuletzt darob gehen?
Der Prophet Jeremia 6
1. Sammelt euch, ihr Kinder Benjamin, aus Jerusalem und blaset die 
Trommeten auf der Warte Thekoa und werfet auf ein Panier auf der Warte 
Beth-Cherem; denn es gehet daher ein Unglck von, Mitternacht und ein 
groer Jammer.
2. Die Tochter Zion ist wie eine schne und lustige Aue.
3. Aber es werden Hirten ber sie kommen mit ihren Herden, die werden 
Gezelte rings um sie her aufschlagen und weiden, ein jeglicher an seinem 
Ort (und sprechen):
4. Rstet euch zum Kriege wider sie! Wohlauf, lat uns hinaufziehen, weil 
es noch hoch Tag ist! Ei, es will Abend werden, und die Schatten werden 
gro.
5. Wohlan, so lat uns auf sein, und sollten wir bei Nacht hinaufziehen, 
und ihre Palste verderben!
6. Denn also spricht der Herr Zebaoth: Fllet Bume und macht Schtte 
wider Jerusalem; denn sie ist eine. Stadt, die heimgesucht werden soll. 
Ist doch eitel Unrecht drinnen.
7. Denn gleichwie ein Born sein Wasser quillet, also quillet auch ihre 
Bosheit. Ihr Frevel und Gewalt schreiet ber sie; und ihr Morden und 
Schlagen treiben sie tglich vor mir.
8. Bessere dich, Jerusalem, ehe sich mein Herz von dir wende und ich dich 
zum wsten Lande mache, darinnen niemand wohne!
9. So spricht der Herr Zebaoth: Was brig geblieben ist von Israel, das 
mu auch nachher abgelesen werden wie am Weinstock. Der Weinleser wird 
eins nach dem andern in die Butten werfen.
10. Ach, mit wem soll ich doch reden und zeugen? Da doch jemand hren 
wollte! Aber ihre Ohren sind unbeschnitten, sie mgen's nicht hren. 
Siehe, sie halten des Herrn Wort fr einen Spott und wollen sein nicht.
11. Darum bin ich des Herrn Druen so voll, da ich's nicht lassen kann. 
Schtte aus, beide, ber Kinder auf den Gassen und ber die Mannschaft im 
Rat miteinander; denn es sollen beide, Mann und Weib, beide, Alte und der 
Wohlbetagte, gefangen werden.
12. Ihre Huser sollen den Fremden zuteil werden samt den ckern und 
Weibern; denn ich will meine Hand ausstrecken, spricht der Herr, ber des 
Landes Einwohner.
13. Denn sie geizen allesamt, klein und gro, und beide Propheten und 
Priester lehren allesamt falschen Gottesdienst
14. und trsten mein Volk in seinem Unglck, da Sie es gering achten 
sollen, und sagen: Friede, Friede! und ist doch nicht Friede.
15. Darum werden sie mit Schanden bestehen, da sie solche Greuel treiben, 
wiewohl sie wollen ungeschndet sein und wollen sich nicht schmen. Darum 
mssen sie fallen ber einen Haufen; und wenn ich sie heimsuchen werde, 
sollen sie fallen, spricht der Herr.
16. So spricht der Herr: Tretet auf die Wege und schauet und fraget nach 
den vorigen Wegen, welches der gute Weg sei, und wandelt drinnen, so 
werdet ihr Ruhe finden fr eure Seele. Aber sie sprechen: Wir wollen's 
nicht tun.
17. Ich habe Wchter ber euch gesetzt. Merket auf die Stimme der 
Trommeten! Aber sie sprechen: Wir wollen's nicht tun.
18. Darum so hret, ihr Heiden, und merket samt euren Leuten!
19. Du Erde, hre zu! Siehe, ich will ein Unglck ber dies Volk bringen, 
nmlich ihren verdienten Lohn, da sie auf meine Worte nicht achten und 
mein Gesetz verwerfen.
20. Was frage ich nach dem Weihrauch, der aus Reicharabien, und nach den 
guten Zimmetrinden, die aus fernen Landen kommen? Eure Brandopfer sind mir 
nicht angenehm und eure Opfer gefallen mir nicht.
21. Darum spricht der Herr also: Siehe, ich will diesem Volk ein rgernis 
stellen, daran sich beide, Vter und Kinder miteinander stoen, und ein 
Nachbar mit dem andern umkommen sollen.
22. So spricht der Herr: Siehe, es wird ein Volk kommen von Mitternacht, 
und ein gro Volk wird sich erregen hart an unserm Lande,
23. die Bogen und Schild fhren. Es ist grausam und ohne Barmherzigkeit 
sie brausen daher wie ein ungestm Meer und reiten auf Rossen, gerstet 
wie Kriegsleute, wider dich, du Tochter Zion.
24. Wenn wir von ihnen hren werden, so werden uns die Fuste entsinken; 
es wird uns angst und weh werden wie einer Gebrerin.
25. Es gehe ja niemand hinaus auf den Acker, niemand gehe ber Feld; denn 
es ist allenthalben unsicher vor dem Schwert des Feindes.
26. O Tochter meines Volks, zeuch Scke an und lege dich in die Asche; 
trage Leid wie um einen einigen Sohn und klage wie die, so hoch betrbt 
sind; denn der Verderber kommt ber uns pltzlich.
27. Ich habe dich zum Schmelzer gesetzt unter mein Volk, das so hart ist, 
da du ihr Wesen erfahren und prfen sollst.
28. Sie sind allzumal Abtrnnige und wandeln verrterisch; sie sind eitel 
verdorben Erz und Eisen.
29. Der Blasbalg ist verbrannt, das Blei verschwindet; das Schmelzen ist 
umsonst, denn das Bse ist nicht davon geschieden.
30. Darum heien sie auch ein verworfen Silber; denn der Herr hat sie 
verworfen.
Der Prophet Jeremia 7
1. Dies ist das Wort, welches geschah zu Jeremia vom Herrn, und sprach:
2. Tritt ins Tor im Hause des Herrn und predige, daselbst dies Wort und 
sprich: Hret des Herrn Wort, ihr alle von Juda, die ihr zu diesen Toren 
eingehet, den Herrn anzubeten.
3. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: euer Leben und Wesen, so 
will ich bei euch wohnen an diesem Ort.
4. euch nicht auf die Lgen, wenn sie sagen: Hie ist des Herrn Tempel, hie 
ist des Herrn Tempel, hie ist des Herrn Tempel!
5. Sondern bessert euer Leben und Wesen, da ihr recht tut einer gegen den 
andern
6. und den Fremdlingen, Waisen und Witwen keine Gewalt tut und nicht 
unschuldig Blut vergieet an diesem Ort; und folget nicht nach andern 
Gttern zu eurem eigenen Schaden;
7. will ich immer und ewiglich bei euch wohnen an diesem Ort, im Lande, 
das ich euren Vtern gegeben habe.
8. Aber nun verlasset ihr euch auf Lgen, die kein ntze sind.
9. Daneben seid ihr Diebe, Mrder, Ehebrecher und Meineidige und ruchert 
dem Baal und folget fremden Gttern nach, die ihr nicht kennet.
10. Danach kommt ihr denn und tretet vor mich in diesem Hause, das nach 
meinem Namen genannt ist, und sprechet: Es hat keine Not mit uns, weil wir 
solche Greuel tun.
11. Haltet ihr denn dies Haus, das nach meinem Namen genannt ist, fr eine 
Mrdergrube? Siehe, ich sehe es wohl, spricht der Herr.
12. Gehet hin an meinen Ort zu Silo, da vorhin mein Name gewohnet hat, und 
schauet, was ich daselbst getan habe um der Bosheit willen meines Volks 
Israel.
13. Weil ihr denn alle solche Stcke treibet, spricht der Herr, und ich 
stets euch predigen lasse, und ihr wollt nicht hren, ich rufe euch, und 
ihr wollt nicht antworten:
14. so will ich dem Hause, das nach meinem Namen genannt ist, darauf ihr 
euch verlasset, und dem Ort, den ich euren Vtern gegeben habe, eben tun, 
wie ich Silo getan habe.
15. Und will euch von meinem Angesicht wegwerfen, wie ich weggeworfen habe 
alle eure Brder, den ganzen Samen Ephraims.
16. Und du sollst fr dies Volk nicht bitten und sollst fr sie keine 
Klage noch Gebet vorbringen, auch nicht sie vertreten vor mir; denn ich 
will dich nicht hren.
17. Denn siehest du nicht, was sie tun in den Stdten Judas und auf den 
Gassen zu Jerusalem?
18. Die Kinder lesen Holz, so znden die Vter das Feuer an, und die 
Weiber kneten den Teig, da sie der Melecheth des Himmels Kuchen backen 
und Trankopfer den fremden Gttern geben, da sie mir Verdrie tun.
19. Aber sie sollen nicht mir damit, spricht der Herr, sondern ihnen 
selbst Verdrie tun und mssen zuschanden werden.
20. Darum spricht der Herr Herr: Siehe, mein Zorn und mein Grimm ist 
ausgeschttet ber diesen Ort, beide, ber Menschen und ber Vieh ber 
Bume auf dem Felde und ber Frchte des Landes; und der soll brennen, da 
niemand lschen mge.
21. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Tut eure Brandopfer und 
andere Opfer zuhauf und fresset Fleisch.
22. Denn ich habe euren Vtern des Tages, da ich sie aus gyptenland 
fhrete, weder gesagt noch geboten von Brandopfern und andern Opfern,
23. sondern dies gebot ich ihnen und sprach: Gehorchet meinem Wort, so 
will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein, und wandelt auf 
allen Wegen; die ich euch gebiete, auf da es euch wohlgehe.
24. Aber sie wollten nicht hren noch ihre Ohren zuneigen, sondern 
wandelten nach ihrem eigenen Rat und nach ihres bsen Herzens Gednken und 
gingen hinter sich und nicht vor sich.
25. Ja, von dem Tage an, da ich eure Vter aus gyptenland gefhret habe, 
bis auf diesen Tag habe ich stets zu euch gesandt alle meine Knechte, die 
Propheten.
26. Aber sie wollen mich nicht hren noch ihre Ohren neigen, sondern sind 
halsstarrig und machen's rger denn ihre Vter.
27. Und wenn du ihnen dies alles schon sagest, so werden sie dich doch 
nicht hren; rufst du ihnen, so werden sie dir nicht antworten.
28. Darum sprich zu ihnen: Dies ist das Volk, das den Herrn, ihren Gott, 
nicht hren noch sich bessern will. Der Glaube ist untergegangen und 
ausgerottet von ihrem Munde.
29. Schneide deine Haare ab und wirf sie von dir und heule klglich auf 
den Hhen; denn der Herr hat dies Geschlecht, ber das er zornig ist, 
verworfen und verstoen.
30. Denn die Kinder Juda tun bel vor meinen Augen, spricht der Herr. Sie 
setzen ihre Greuel in das Haus, das nach meinem Namen genannt ist, da sie 
es verunreinigen,
31. und bauen die Altre Thopheth im Tal Ben-Hinnom, da sie ihre Shne 
und Tchter verbrennen, welches ich nie geboten noch in Sinn genommen habe.
32. Darum siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da man es nicht 
mehr heien soll Thopheth und das Tal Ben-Hinnom, sondern Wrgetal; und 
man wird in Thopheth mssen begraben, weil sonst kein Raum mehr sein wird.
33. Und die Leichname dieses Volks sollen den Vgeln des Himmels und den 
Tieren auf Erden zur Speise werden, davon sie niemand scheuchen wird.
34. Und will in den Stdten Judas und auf den Gassen zu Jerusalem 
wegnehmen das Geschrei der Freude und Wonne und die Stimme des Brutigams 
und der Braut; denn das Land soll wste sein.
Der Prophet Jeremia 8
1. Zu derselbigen Zeit, spricht der Herr, wird man die Gebeine der Knige 
Judas, die Gebeine ihrer Frsten, die Gebeine der Priester, die Gebeine 
der Propheten, die Gebeine der Brger zu Jerusalem aus ihren Grbern 
werfen.
2. Und werden sie zerstreuen unter der Sonne, Mond und allem Heer des 
Himmels, welche sie geliebet und ihnen gedienet und ihnen nachgefolget und 
sie gesucht und angebetet haben. Sie sollen nicht wieder aufgelesen und 
begraben werden, sondern Kot auf der Erde sein.
3. Und alle brigen von diesem bsen Volk, an welchem Ort sie sein werden, 
dahin ich sie verstoen habe, werden lieber tot denn lebendig sein wollen, 
spricht der Herr Zebaoth.
4. Darum sprich zu ihnen: So spricht der Herr: Wo ist jemand, so er fllt, 
der nicht gerne wieder aufstnde? Wo ist jemand, so er irre gehet, der 
nicht gerne wieder zurechtkme?
5. Noch will ja dies Volk zu Jerusalem irre gehen fr und fr. Sie halten 
so hart an dem falschen Gottesdienst, da sie sich nicht wollen abwenden 
lassen.
6. Ich sehe und hre, da sie nichts Rechtes lehren. Keiner ist, dem seine 
Bosheit leid wre und sprche: Was mache ich doch? Sie laufen alle ihren 
Lauf wie ein grimmiger Hengst im Streit.
7. Ein Storch unter dem Himmel wei seine Zeit, eine Turteltaube, Kranich 
und Schwalbe merken ihre Zeit, wann sie wiederkommen sollen; aber mein 
Volk will das Recht des Herrn nicht wissen.
8. Wie mget ihr doch sagen: Wir wissen, was recht ist, und haben die 
heilige Schrift vor uns? Ist's doch eitel Lgen, was die Schriftgelehrten 
setzen.
9. Darum mssen solche Lehrer zuschanden, erschreckt und gefangen werden; 
denn was knnen sie Gutes lehren, weil sie des Herrn Wort verwerfen?
10. Darum so will ich ihre Weiber den Fremden geben und ihre cker denen, 
so sie verjagen werden. Denn sie geizen allesamt, beide, klein und gro, 
und beide, Priester und Propheten, lehren falschen Gottesdienst
11. und trsten mein Volk in ihrem Unglck, da sie es gering achten 
sollen, und sagen: Friede, Friede! und ist doch nicht Friede.
12. Darum werden sie mit Schanden bestehen, da sie solche Greuel treiben, 
wiewohl sie wollen ungeschndet sein und wollen sich nicht schmen. Darum 
mssen sie fallen ber einen Haufen, und wenn ich sie heimsuchen werde, 
sollen sie fallen, spricht der Herr.
13. Ich will sie alle ablesen, spricht der Herr, da keine Trauben am 
Weinstock und keine Feigen am Feigenbaum bleiben, ja, auch die Bltter 
wegfallen sollen; und was ich ihnen gegeben habe, das soll ihnen genommen 
werden.
14. Wo werden wir dann wohnen? Ja, sammelt euch dann und lat uns in die 
festen Stdte ziehen und daselbst auf Hilfe harren. Denn der Herr, unser 
Gott, wird uns helfen mit einem bittern Trunk, da wir so sndigen wider 
den Herrn.
15. Ja, verlasset euch darauf, es solle keine Not haben, so doch nichts 
Gutes vorhanden ist, und da ihr sollt heil werden, so doch eitel Schaden 
vorhanden ist.
16. Man hret, da ihre Rosse bereits schnauben zu Dan und ihre Gule 
schreien, da das ganze Land davon erbebet. Und sie fahren daher und 
werden das Land auffressen mit allem, was drinnen ist, die Stadt samt 
allen, die drinnen wohnen.
17. Denn siehe, ich will Schlangen und Basilisken unter euch senden, die 
nicht beschworen sind; die sollen euch stechen, spricht der Herr.
18. Da will ich mich meiner Mhe und meines Herzeleides ergtzen.
19. Siehe, die Tochter meines Volks wird schreien aus fernem Lande her: 
Will denn der Herr nicht mehr Gott sein zu Zion, oder soll sie keinen 
Knig mehr haben? Ja, warum haben sie mich so erzrnet durch ihre Bilder 
und fremde, unntze Gottesdienste?
20. Die Ernte ist vergangen, der Sommer ist dahin, und uns ist keine Hilfe 
kommen.
21. Mich jammert herzlich, da mein Volk so verderbet ist; ich grme mich 
und gehabe mich bel.
22. Ist denn keine Salbe in Gilead? oder ist kein Arzt nicht da? Warum ist 
denn die Tochter meines Volks nicht geheilet?
Der Prophet Jeremia 9
1. Ach, da ich Wasser genug htte in meinem Haupte und meine Augen 
Trnenquellen wren, da ich Tag und Nacht beweinen mchte die 
Erschlagenen in meinem Volk!
2. Ach, da ich eine Herberge htte in der Wste, so wollte ich mein Volk 
verlassen und von ihnen ziehen. Denn es sind eitel Ehebrecher und ein 
frecher Haufe.
3. Sie schieen mit ihren Zungen eitel Lgen und keine Wahrheit und 
treiben's mit Gewalt im Lande und gehen von einer Bosheit zur andern und 
achten mich nicht, spricht der Herr.
4. Ein jeglicher hte sich vor seinem Freunde und traue auch seinem Bruder 
nicht; denn ein Bruder unterdrckt den andern, und ein Freund verrt den 
andern.
5. Ein Freund tuscht den andern und reden kein wahr Wort; sie fleiigen 
sich darauf, wie einer den andern betrge, und ist ihnen leid, da sie es 
nicht rger machen knnen.
6. Es ist allenthalben eitel Trgerei unter ihnen, und vor Trgerei wollen 
sie mich nicht kennen, spricht der Herr.
7. Darum spricht der Herr Zebaoth also: Siehe, ich will sie schmelzen und 
prfen. Denn was soll ich sonst tun, weil sich mein Volk so zieret?
8. Ihre falschen Zungen sind mrderische Pfeile; mit ihrem Munde reden sie 
freundlich gegen den Nchsten, aber im Herzen lauern sie auf denselben.
9. Sollte ich nun solches nicht heimsuchen an ihnen, spricht der Herr, und 
meine Seele sollte sich nicht rchen an solchem Volk, als dies ist?
10. Ich mu auf den Bergen weinen und heulen und bei den Hrden in der 
Wste klagen; denn sie sind so gar verheeret, da niemand da wandelt, und 
man auch nicht ein Vieh schreien hret. Es ist beides, Vgel des Himmels 
und das Vieh, alles weg.
11. Und ich will Jerusalem zum Steinhaufen und zur Drachenwohnung machen 
und will die Stdte Judas wste machen, da niemand drinnen wohnen soll.
12. Wer nun weise wre und liee ihm zu Herzen gehen und verkndigte, was 
des Herrn Mund zu ihm sagt, warum das Land verderbet und verheeret wird, 
wie eine Wste, da niemand wandelt!
13. Und der Herr sprach: Darum da sie mein Gesetz verlassen, das ich 
ihnen vorgegeben habe, und gehorchen meiner Rede nicht, leben auch nicht 
danach,
14. sondern folgen ihres Herzens Gednken und Baalim, wie sie ihre Vter 
gelehret haben,
15. darum spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels, also: Siehe, ich 
will dies Volk mit Wermut speisen und mit Galle trnken.
16. Ich will sie unter die Heiden zerstreuen, welche weder sie noch ihre 
Vter kennen, und will das Schwert hinter sie schicken, bis da es aus mit 
ihnen sei.
17. So spricht der Herr Zebaoth: Schaffet und bestellet Klageweiber, da 
sie kommen, und schicket nach denen, die es wohl knnen,
18. und eilend uns klagen, da unsere Augen mit Trnen rinnen und unsere 
Augenlider mit Wasser flieen,
19. da man ein klglich Geschrei hre zu Zion, nmlich also: Ach, wie 
sind wir so gar verstret und zuschanden worden! Wir mssen das Land 
rumen, denn sie haben unsere Wohnungen geschleift.
20. So hret nun, ihr Weiber, des Herrn Wort und nehmet zu Ohren seines 
Mundes Rede; lehret eure Tchter weinen, und eine lehre die andere klagen, 
nmlich also:
21. Der Tod ist zu unsern Fenstern hereingefallen und in unsere Palste 
kommen, die Kinder zu wrgen auf der Gasse und die Jnglinge auf der 
Strae.
22. So spricht der Herr: Sage: Der Menschen Leichname sollen liegen wie 
der Mist auf dem Felde und wie Garben hinter dem Schnitter, die niemand 
sammelt.
23. So spricht der Herr: Ein Weiser rhme sich nicht seiner Weisheit, ein 
Starker rhme sich nicht seiner Strke, ein Reicher rhme sich nicht 
seines Reichtums,
24. sondern wer sich rhmen will, der rhme sich des, da er mich wisse 
und kenne, da ich der Herr bin, der Barmherzigkeit, Recht und 
Gerechtigkeit bet auf Erden; denn solches gefllt mir, spricht der Herr.
25. Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da ich heimsuchen werde 
alle, die Beschnittenen mit den Unbeschnittenen,
26. nmlich gypten, Juda, Edom, die Kinder Ammon, Moab und alle, die in 
den rtern der Wste wohnen. Denn alle Heiden haben unbeschnittene 
Vorhaut, aber das ganze Haus Israel hat unbeschnitten Herz.
Der Prophet Jeremia 10
1. Hret, was der Herr zu euch vom Hause Israel redet.
2. So spricht der Herr: Ihr sollt nicht der Heiden Weise lernen und sollt 
euch nicht frchten vor den Zeichen des Himmels, wie die Heiden sich 
frchten:
3. Denn der Heiden Gtter sind lauter nichts. Sie hauen im Lande einen 
Baum, und der Werkmeister macht sie mit dem Beil
4. und schmckt sie mit Silber und Gold und heftet sie mit Ngeln und 
Hmmern, da sie nicht umfallen.
5. Es sind ja nichts denn Sulen berzogen. Sie knnen nicht reden, so mu 
man sie auch tragen, denn sie knnen nicht gehen. Darum sollt ihr euch 
nicht vor ihnen frchten, denn sie knnen weder helfen noch Schaden tun.
6. Aber dir, Herr, ist niemand gleich; du bist gro und dein Name ist gro 
und kannst es mit der Tat beweisen.
7. Wer sollte dich nicht frchten, du Knig der Heiden? Dir sollte man ja 
gehorchen; denn es ist unter allen Weisen der Heiden und in allen 
Knigreichen deinesgleichen nicht.
8. Sie sind allzumal Narren und Toren; denn ein Holz mu ja ein nichtiger 
Gottesdienst sein.
9. Silbern Blech bringt man auf dem Meer her, Gold aus Uphas, durch den 
Meister und Goldschmied zugerichtet; gelbe Seide und Purpur zeucht man ihm 
an, und ist alles der Weisen Werk.
10. Aber der Herr ist ein rechter Gott, ein lebendiger Gott, ein ewiger 
Knig. Vor seinem Zorn bebet die Erde, und die Heiden knnen sein Druen 
nicht ertragen.
11. So sprechet nun zu ihnen also: Die Gtter, so den Himmel und Erde 
nicht gemacht haben, mssen vertilget werden von der Erde und unter dem 
Himmel.
12. Er aber hat die Erde durch seine Kraft gemacht und den Weltkreis 
bereitet durch seine Weisheit und den Himmel ausgebreitet durch seinen 
Verstand.
13. Wenn er donnert, so ist des Wassers die Menge unter dem Himmel, und 
zeucht die Nebel auf vom Ende der Erde; er macht die Blitze im Regen und 
lt den Wind kommen aus heimlichen Orten.
14. Alle Menschen sind Narren mit ihrer Kunst, und alle Goldschmiede 
stehen mit Schanden mit ihren Bildern; denn ihre Gtzen sind Trgerei und 
haben kein Leben.
15. Es ist eitel nichts und ein verfhrerisch Werk; sie mssen umkommen, 
wenn sie heimgesucht werden.
16. Aber also ist der nicht, der Jakobs Schatz ist; sondern er ist's, der 
alles geschaffen hat, und Israel ist sein Erbteil. Er heit Herr Zebaoth.
17. Tu dein Gewerbe weg aus dem Lande, die du wohnest in der festen Stadt!
18. Denn so spricht der Herr: Siehe, ich will die Einwohner des Landes auf 
diesmal verschleudern und will sie ngsten, da sie es fhlen sollen.
19. Ach, meines Jammers und Herzeleids! Ich denke aber: Es ist meine 
Plage, ich mu sie leiden.
20. Meine Htte ist zerstret, und alle meine Seile sind zerrissen. Meine 
Kinder sind weg und nicht mehr vorhanden. Niemand richtet meine Htte 
wieder auf, und mein Gezelt schlgt niemand wieder auf.
21. Denn die Hirten sind zu Narren worden und fragen nach dem Herrn nicht; 
darum knnen sie auch nichts Rechtes lehren, sondern alle Herden sind 
zerstreuet.
22. Siehe, es kommt ein Geschrei daher und ein gro Beben aus dem Lande 
von Mitternacht, da die Stdte Judas verwstet und zu Drachenwohnung 
werden sollen.
23. Ich wei, Herr, da des Menschen Tun stehet nicht in Seiner Gewalt und 
stehet in niemands Macht, wie er wandele oder seinen Gang richte.
24. Zchtige mich, Herr, doch mit Mae und nicht in deinem Grimm, auf da 
du mich nicht aufreibest!
25. Schtte aber deinen Zorn ber die Heiden, so dich nicht kennen, und 
ber die Geschlechter, so deinen Namen nicht anrufen. Denn sie haben Jakob 
aufgefressen und verschlungen; sie haben ihn aufgerumet und seine Wohnung 
verwstet.
Der Prophet Jeremia 11
1. Dies ist das Wort, das zu Jeremia geschah vom Herrn und sprach:
2. Hret die Worte dieses Bundes, da ihr sie denen in Juda und den 
Brgern zu Jerusalem saget.
3. Und sprich zu ihnen: So spricht der Herr, der Gott Israels: Verflucht 
sei, wer nicht gehorcht den Worten dieses Bundes,
4. den ich euren Vtern gebot des Tages, da ich sie aus gyptenland 
fhrete, aus dem eisernen Ofen, und sprach: Gehorchet meiner Stimme und 
tut, wie ich euch geboten habe, so sollt ihr mein Volk sein, und ich will 
euer Gott sein,
5. auf da ich den Eid halten mge, den ich euren Vtern geschworen habe, 
ihnen zu geben ein Land, darin Milch und Honig fleut, wie es denn 
heutigestages stehet. Ich antwortete und sprach: Herr, ja, es sei also!
6. Und der Herr sprach zu mir: Predige alle diese Worte in den Stdten 
Judas und auf den Gassen zu Jerusalem und sprich: Hret die Worte dieses 
Bundes und tut danach!
7. Denn ich habe eure Vter bezeuget von dem Tage an, da ich sie aus 
gyptenland fhrete, bis auf den heutigen Tag und zeugete frh und sprach: 
Gehorchet meiner Stimme!
8. Aber sie gehorchten nicht, neigten auch ihre Ohren nicht, sondern ein 
jeglicher ging nach seines bsen Herzens Gednken. Darum will ich auch 
ber Sie gehen lassen alle Worte dieses Bundes, den ich geboten habe zu 
tun und sie doch nicht danach getan haben.
9. Und der Herr sprach zu mir: Ich wei wohl, wie sie in Juda und 
Jerusalem sich rotten.
10. Sie kehren sich eben zu den Snden ihrer vorigen Vter, welche auch 
nicht gehorchen wollten meinen Worten und folgten auch andern Gttern nach 
und dieneten ihnen. Also hat das Haus Israel und das Haus Juda (immerdar) 
meinen Bund gebrochen, den ich mit ihren Vtern gemacht habe.
11. Darum siehe, spricht der Herr, ich will ein Unglck ber sie gehen 
lassen, dem sie nicht sollen entgehen mgen; und wenn sie zu mir schreien, 
will ich sie nicht hren.
12. So la denn die Stdte Judas und die Brger zu Jerusalem hingehen und 
zu den Gttern schreien, denen sie geruchert haben; aber sie werden ihnen 
nicht helfen in ihrer Not.
13. Denn manche Stadt, so manche Gtter hast du, Juda; und so manche 
Gassen zu Jerusalem sind, so manchen Schandaltar habt ihr aufgerichtet, 
dem Baal zu ruchern.
14. So bitte du nun nicht fr dies Volk und tu kein Flehen noch Gebet fr 
sie; denn ich will sie nicht hren, wenn sie zu mir schreien in ihrer Not.
15. Was haben meine Freunde in meinem Hause zu schaffen? Sie treiben alle 
Schalkheit und meinen, das heilige Fleisch soll es von ihnen nehmen; und 
wenn sie bel tun, sind sie guter Dinge darber.
16. Der Herr nannte dich einen grnen, schnen, fruchtbaren lbaum; aber 
nun hat er mit einem groen Mordgeschrei ein Feuer um denselbigen 
angezndet, da seine Aste verderben mssen.
17. Denn der Herr Zebaoth, der dich gepflanzt hat, hat dir ein Unglck 
gedruet um der Bosheit. willen des Hauses Israel und des Hauses Juda, 
welche sie treiben, da sie mich erzrnen mit ihrem Ruchern, das sie dem 
Baal tun.
18. Der Herr hat mir's offenbart, da ich's wei, und zeigte mir ihr 
Vornehmen,
19. nmlich da sie mich wie ein arm Schaf zur Schlachtbank fhren wollen. 
Denn ich wute nicht, da sie wider mich beratschlagt hatten und gesagt: 
Lat uns den Baum mit seinen Frchten verderben und ihn aus dem Lande der 
Lebendigen ausrotten, da seines Namens nimmermehr gedacht werde!
20. Aber du, Herr Zebaoth, du gerechter Richter, der du Nieren und Herzen 
prfest, la mich deine Rache ber sie sehen; denn ich habe dir meine 
Sache befohlen.
21. Darum spricht der Herr also wider die Mnner zu Anathoth, die dir nach 
deinem Leben stehen und sprechen: Weissage uns nicht im Namen des Herrn, 
willst du anders nicht von unsern Hnden sterben!
22. Darum spricht der Herr Zebaoth also: Siehe, ich will sie heimsuchen; 
ihre junge Mannschaft sollen mit dem Schwert gettet werden und ihre Shne 
und Tchter Hungers sterben, da nichts von ihnen berbleibe;
23. denn ich will ber die Mnner zu Anathoth Unglck gehen lassen des 
Jahrs, wenn sie heimgesucht werden sollen.
Der Prophet Jeremia 12
1. Herr, wenn ich gleich mit dir rechten wollte, so behltst du doch 
recht; dennoch mu ich vom Recht mit dir reden. Warum gehet es doch den 
Gottlosen so wohl, und die Verchter haben alles die Flle?
2. Du pflanzest sie, da sie wurzeln und wachsen und bringen Frucht; du 
lssest sie viel von dir rhmen und zchtigest sie nicht.
3. Mich aber, Herr, kennest du und siebest mich und prfest mein Herz vor 
dir. Aber du lssest sie frei gehen wie Schafe, da sie geschlachtet 
werden, und sparest sie, da sie gewrget werden.
4. Wie lange soll doch das Land so jmmerlich stehen, und das Gras auf dem 
Felde allenthalben verdorren um der Einwohner Bosheit willen, da beide, 
Vieh und Vgel, nimmer da sind? Denn sie sprechen: Ja, er wei viel, wie 
es uns gehen wird!
5. Wenn dich die mde machen, die zu Fue gehen, wie will dir's gehen, 
wenn du mit den Reitern laufen sollst? Und so du im Lande, da es Friede 
ist, Sicherheit suchest, was will mit dir werden bei dem hoffrtigen 
Jordan?
6. Denn es verachten dich auch deine Brder und deines Vaters Haus und 
schreien Zeter ber dich. Darum vertraue du ihnen nicht, wenn sie gleich 
freundlich mit dir reden.
7. Darum habe ich mein Haus verlassen mssen und mein Erbe meiden und 
meine liebe Seele in der Feinde Hand geben.
8. Mein Erbe ist mir worden wie ein Lwe im Walde und brllet wider mich; 
darum bin ich ihm gram worden.
9. Mein Erbe ist wie der sprenklige Vogel, um welchen sich die Vgel 
sammeln. Wohlauf und sammelt euch, alle Feldtiere; kommet und fresset!
10. Es haben Hirten, und deren viel, meinen Weinberg verderbet und meinen 
Acker zertreten; sie haben meinen schnen Acker zur Wste gemacht, sie 
haben's de gemacht.
11. Ich sehe bereits, wie es so jmmerlich verwstet ist, ja, das ganze 
Land ist wste. Aber es will's niemand zu Herzen nehmen.
12. Denn die Verstrer fahren daher ber alle Hgel der Wste, und das 
fressende Schwert des Herrn von einem Ende des Landes bis zum ndern; und 
kein Fleisch wird Frieden haben.
13. Sie sen Weizen, aber Disteln werden sie ernten; sie lassen's ihnen 
sauer werden; aber sie werden's nicht genieen; sie werden ihres 
Einkommens nicht froh werden vor dem grimmigen Zorn des Herrn.
14. So spricht der Herr wider alle meine bsen Nachbarn, so das Erbteil 
antasten, das ich meinem Volk Israel ausgeteilet habe: Siehe, ich will sie 
aus ihrem Lande ausreien und das Haus Juda aus ihrem Mittel reien.
15. Und wenn ich sie nun ausgerissen habe, will ich mich wiederum ber sie 
erbarmen und will einen jeglichen zu seinem Erbteil und in sein Land 
wiederbringen.
16. Und soll geschehen, wo sie von meinem Volk lernen werden, da sie 
schwren bei meinem Namen: So wahr der Herr lebet, wie sie (zuvor) mein 
Volk gelehret haben schwren bei Baal, so sollen sie unter meinem Volk 
erbauet werden.
17. Wo sie aber nicht hren wollen, so will ich solches Volk ausreien und 
umbringen, spricht der Herr.
Der Prophet Jeremia 13
1. So spricht der Herr zu mir: Gehe hin und kaufe dir einen leinenen 
Grtel und grte damit deine Lenden und mache ihn nicht na.
2. Und ich kaufte einen Grtel nach dem Befehl des Herrn und grtete ihn 
um meine Lenden.
3. Da geschah des Herrn Wort zum andernmal zu mir und sprach:
4. Nimm den Grtel, den du gekauft und um deine Lenden gegrtet hast, und 
mache dich auf und gehe hin an den Phrath und verstecke ihn daselbst in 
einen Steinritz.
5. Ich ging hin und versteckte ihn am Phrath, wie mir der Herr geboten 
hatte.
6. Nach langer Zeit aber sprach der Herr zu mir: Mache dich auf und gehe 
hin an den Phrath und hole den Grtel wieder, den ich dich hie daselbst 
verstecken.
7. Ich ging hin an den Phrath und grub auf und nahm den Grtel von dem 
Ort, dahin ich ihn versteckt hatte; und siehe, der Grtel war verdorben, 
da er nichts mehr taugte.
8. Da geschah des Herrn Wort zu mir und sprach:
9. So spricht der Herr: Eben also will ich auch verderben die groe 
Hoffart Judas und Jerusalems.
10. Das bse Volk, das meine Worte nicht hren will, sondern gehen hin 
nach Gednken ihres Herzens und folgen andern Gttern, da sie denselbigen 
dienen und anbeten, sie sollen werden wie der Grtel, der nichts mehr 
taugt.
11. Denn gleichwie ein Mann den Grtel um seine Lenden bindet, also habe 
ich, spricht der Herr, das ganze Haus Israel und das ganze Haus Juda um 
mich gegrtet, da sie mein Volk sein sollten, zu einem Namen, Lob und 
Ehren; aber sie wollen nicht hren.
12. So sage ihnen nun dies Wort: So spricht der Herr, der Gott Israels: Es 
sollen alle Legel mit Wein gefllet werden. So werden sie zu dir sagen: 
Wer wei das nicht, da man alle Legel mit Wein fllen soll?
13. So sprich zu ihnen: So spricht der Herr: Siehe, ich will alle, die in 
diesem Lande wohnen, die Knige, so auf dem Stuhl Davids sitzen, die 
Priester und Propheten, und alle Einwohner zu Jerusalem fllen, da sie 
trunken werden sollen.
14. Und will einen mit dem andern, die Vter samt den Kindern, verstreuen, 
spricht der Herr, und will weder schonen noch bersehen, noch barmherzig 
sein ber ihrem Verderben.
15. So. hret nun und merket auf und trotzet nicht; denn der Herr hat's 
geredet.
16. Gebet dem Herrn, eurem Gott, die Ehre, ehe denn es finster werde, und 
ehe eure Fe sich an den dunklen Bergen stoen, da ihr des Lichts 
wartet, so er's. doch gar finster und dunkel machen wird.
17. Wollt ihr aber solches nicht hren, so mu meine Seele doch heimlich 
weinen ber solche Hoffart; meine Augen mssen mit Trnen flieen, da des 
Herrn Herde gefangen wird.
18. Sage dem Knige und der Knigin: Setzet euch herunter, denn die Krone 
der Herrlichkeit ist euch von eurem Haupt gefallen.
19. Die Stdte gegen Mittag sind verschlossen, und ist niemand, der sie 
auftue; das ganze Juda ist rein weggefhret.
20. Hebet eure Augen auf und sehet, wie sie von Mitternacht daherkommen. 
Wo ist nun die Herde, so dir befohlen war, deine herrliche Herde?
21. Was willst du sagen, wenn er dich so heimsuchen wird? Denn du hast sie 
so gewhnet wider dich, da sie Frsten und Hupter sein wollen. Was 
gilt's? es wird dich Angst ankommen wie ein Weib in Kindesnten.
22. Und wenn du in deinem Herzen sagen willst: Warum begegnet doch mir 
solches? Um der Menge willen deiner Missetat sind dir deine Sume 
aufgedeckt und deine Schenkel (mit Gewalt) geblet.
23. Kann auch ein Mohr seine Haut wandeln oder ein Parder seine Flecken? 
So knnet ihr auch Gutes tun, weil ihr des Bsen gewohnt seid.
24. Darum will ich sie zerstreuen wie Stoppeln, die vor dem Winde aus der 
Wste verweht werden.
25. Das soll dein Lohn sein und dein Teil, den ich dir zugemessen habe, 
spricht der Herr. Darum da du mein vergessen hast und verlssest dich auf 
Lgen,
26. so will auch ich deine Sume hoch aufdecken gegen dir, da man deine 
Scham wohl sehen mu.
27. Denn ich habe gesehen deine Ehebrecherei, deine Geilheit, deine freche 
Hurerei, ja deine Greuel, beide, auf Hgeln und auf ckern. Wehe dir, 
Jerusalem! Wann willst du doch immer mehr gereiniget werden?
Der Prophet Jeremia 14
1. Dies ist das Wort, das der Herr zu Jeremia sagte von der teuren Zeit:
2. Juda liegt jmmerlich, ihre Tore stehen elend, es stehet klglich auf 
dem Lande, und ist zu Jerusalem eine groe Drre.
3. Die Groen schicken die Kleinen nach Wasser; aber wenn sie zum Brunnen 
kommen, finden sie kein Wasser und bringen ihre Gefe leer. wieder. Sie 
gehen traurig. und betrbt und verhllen ihre Hupter,
4. darum da die Erde lechzet, weil es nicht regnet auf die Erde. Die 
Ackerleute gehen traurig und verhllen ihre Hupter.
5. Denn auch die Hinden, so auf dem Felde werfen, verlassen die Jungen, 
weil kein Gras wchst.
6. Das Wild stehet auf den Hgeln und schnappet nach der Luft, wie die 
Drachen, und verschmachtet, weil kein Kraut wachst.
7. Ach, Herr, unsere Missetaten haben's ja verdienet; aber hilf doch um 
deines Namens willen; denn unser Ungehorsam ist gro, damit wir wider dich 
gesndiget haben.
8. Du bist der Trost Israels und ihr Nothelfer; warum stellest du dich, 
als wrest du ein Gast im Lande, und als ein Fremder, der nur ber Nacht 
drinnen bleibt?
9. Warum stellest du dich als ein Held, der verzagt ist, und als ein 
Riese, der nicht helfen kann? Du bist doch ja unter uns, Herr, und wir 
heien nach deinem Namen; verla uns nicht!
10. So spricht der Herr von diesem Volk: Sie laufen gerne hin und wieder 
und bleiben nicht gerne daheim; darum will ihrer der Herr nicht, sondern 
er denkt nun an ihre Missetat und will ihre Snden heimsuchen.
11. Und der Herr sprach zu mir: Du sollst nicht fr dies Volk um Gnade 
bitten.
12. Denn ob sie gleich fasten, so will ich doch ihr Flehen nicht hren; 
und ob sie Brandopfer und Speisopfer bringen, so gefallen sie mir doch 
nicht, sondern ich will sie mit dem Schwert, Hunger und Pestilenz 
aufreiben.
13. Da sprach ich: Ach, Herr Herr, siehe, die Propheten sagen ihnen: Ihr 
werdet kein Schwert sehen und keine Teurung bei euch haben, sondern ich 
will euch guten Frieden geben an diesem Ort.
14. Und der Herr sprach zu mir: Die Propheten weissagen falsch in meinem 
Namen; ich habe sie nicht gesandt und ihnen nichts befohlen und nichts mit 
ihnen geredet; sie predigen euch falsche Gesichte, Deutung, Abgtterei und 
ihres Herzens Trgerei.
15. Darum so spricht der Herr von den Propheten, die in meinem Namen 
weissagen, so ich sie doch nicht gesandt habe, und sie dennoch predigen, 
es werde kein Schwert noch Teurung in dies Land kommen: Solche Propheten 
sollen sterben durch Schwert und Hunger.
16. Und das Volk, dem sie weissagen, sollen vom Schwert und Hunger auf den 
Gassen zu Jerusalem hin und her liegen, da sie niemand begraben wird; 
also auch ihre Weiber, Shne und Tchter; und will ihre Bosheit ber sie 
schtten.
17. Und du sollst zu ihnen sagen dies Wort: Meine Augen flieen mit Trnen 
Tag und Nacht und hren nicht auf; denn die Jungfrau, die Tochter meines 
Volks, ist greulich zerplagt und jmmerlich geschlagen.
18. Gehe ich hinaus aufs Feld, siehe, so liegen da Erschlagene mit dem 
Schwert; komme ich in die Stadt, so liegen da vor Hunger Verschmachtete. 
Denn es mssen auch die Propheten, dazu auch die Priester, in ein Land 
ziehen; das sie nicht kennen.
19. Hast du denn Juda verworfen, oder hat deine Seele einen Ekel an Zion? 
Warum hast du uns denn so geschlagen, da uns niemand heilen kann? Wir 
hofften, es sollte Friede werden, so kommt nichts Gutes; wir hofften, wir 
sollten heil werden, aber siehe, so ist mehr Schadens da.
20. Herr, wir erkennen unser gottlos Wesen und unserer Vter Missetat; 
denn wir haben wider dich gesndiget.
21. Aber um deines Namens willen la uns nicht geschndet werden; la den 
Thron deiner Herrlichkeit nicht verspottet werden; gedenke doch und la 
deinen Bund mit uns nicht aufhren!
22. Es ist doch ja unter der Heiden Gtzen keiner, der Regen knnte geben; 
so kann der Himmel auch nicht regnen. Du bist doch ja der Herr, unser 
Gott, auf den wir hoffen; denn du kannst solches alles tun.
Der Prophet Jeremia 15
1. Und der Herr sprach zu mir: Und wenngleich Mose und Samuel vor mir 
stnden, so habe ich doch kein Herz zu diesem Volk. Treibe sie weg von mir 
und la sie hinfahren!
2. Und wenn sie zu dir sagen: Wo sollen wir hin? so sprich zu ihnen: So 
spricht der Herr: Wen der Tod trifft, den treffe er; wen das Schwert 
trifft, den treffe es; wen der Hunger trifft, den treffe er; wen das 
Gefngnis trifft, den treffe es.
3. Denn ich will sie heimsuchen mit viererlei Plagen, spricht der Herr: 
mit dem Schwert, da sie erwrget werden; mit Hunden, die sie schleifen 
sollen; mit den Vgeln des Himmels und mit Tieren auf Erden, da sie 
gefressen und verweset werden sollen.
4. Und ich will sie in allen Knigreichen auf Erden hin und her treiben 
lassen um Manasses willen, des Sohns Jehiskias, des Knigs Judas, 
deshalben, das er zu Jerusalem begangen hat.
5. Wer will denn sich dein erbarmen, Jerusalem? Wer wird denn Mitleid mit 
dir haben? Wer wird denn hingehen und dir Frieden erwerben?
6. Du hast mich verlassen, spricht der Herr, und bist mir abgefallen; 
darum habe ich meine Hand ausgestreckt wider dich, da ich dich verderben 
will; ich bin des Erbarmens mde.
7. Ich will sie mit der Worfschaufel zum Lande hinaus worfeln und will 
mein Volk, so von seinem Wesen sich nicht bekehren will, zu eitel Waisen 
machen und umbringen.
8. Es sollen mir mehr Witwen unter ihnen werden, denn des Sandes am Meer 
ist. Ich will ber die Mutter der jungen Mannschaft kommen lassen einen 
offenbarlichen Verderber und die Stadt damit pltzlich und unversehens 
berfallen lassen,
9. da die, so sieben, Kinder hat, soll elend sein und von Herzen seufzen. 
Denn ihre Sonne soll bei hohem Tage untergehen, da beide, ihr Ruhm und 
Freude, ein Ende haben soll. Und die brigen will ich ins Schwert geben 
vor ihren Feinden, spricht der Herr.
10. Ach, meine Mutter, da du mich geboren hast, wider den jedermann 
hadert und zankt im ganzen Lande! Habe ich doch weder auf Wucher geliehen 
noch genommen, noch flucht mir jedermann.
11. Der Herr sprach: Wohlan, ich will euer etliche brig behalten, denen 
es soll wieder wohlgehen, und will euch zu Hilfe kommen in der Not und 
Angst unter den Feinden.
12. Meinest du nicht, da etwa ein Eisen sei, welches knnte das Eisen und 
Erz von Mitternacht zerschlagen?
13. Ich will aber zuvor euer Gut und Schtze in die Rapuse geben, da ihr 
nichts dafr kriegen sollt, und das uni aller eurer Snden willen, die ihr 
in allen euren Grenzen begangen habt.
14. Und will euch zu euren Feinden bringen in ein Land, das ihr nicht 
kennet; denn es ist das Feuer in meinem Zorn ber euch angegangen.
15. Ach, Herr, du weit es; gedenke an uns und nimm dich unser an und 
rche uns an unsern Verfolgern! Nimm uns auf und verzeuch nicht deinen 
Zorn ber sie; denn du weit, da wir um deinetwillen geschmhet werden.
16. Indes enthalte uns dein Wort, wenn wir's kriegen; und dasselbe, dein 
Wort ist unsers Herzens Freude und Trost; denn wir sind ja nach deinem 
Namen genannt, Herr, Gott Zebaoth!
17. Wir gesellen uns nicht zu den Spttern noch freuen uns mit ihnen, 
sondern bleiben alleine vor deiner Hand; denn du zrnest sehr mit uns.
18. Warum whret doch unser Schmerz so lange, und unsere Wunden sind so 
gar bse, da sie niemand heilen kann? Du bist uns worden wie ein Born, 
der nicht mehr quellen will.
19. Darum spricht der Herr also: Wo du dich zu mir hltst, so will ich 
mich zu dir halten, und sollst mein Prediger bleiben; und wo du die 
Frommen lehrest sich sondern von den bsen Leuten, so sollst du mein 
Lehrer sein; und ehe du solltest zu ihnen fallen, so mssen sie eher zu 
dir fallen.
20. Denn ich habe dich wider dies Volk zur festen ehernen Mauer gemacht; 
ob sie wider dich streiten, sollen sie dir doch nichts anhaben; denn ich 
bin bei dir da ich dir helfe und dich errette, spricht der Herr.
21. Und will dich auch erretten aus der Hand der Bsen und erlsen aus der 
Hand der Tyrannen.
Der Prophet Jeremia 16
1. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
2. Du sollst kein Weib nehmen und weder Shne noch Tchter zeugen an 
diesem Ort.
3. Denn so spricht der Herr von den Shnen und Tchtern, so an diesem Ort 
geboren werden, dazu von ihren Mttern, die sie gebren, und von ihren 
Vtern, die sie zeugen in diesem Lande:
4. Sie sollen an Krankheiten sterben und weder beklagt noch begraben 
werden, sondern sollen Mist werden auf dem Lande, dazu durch Schwert und 
Hunger umkommen, und ihre Leichname sollen der Vgel des Himmels und der 
Tiere auf Erden Speise sein.
5. Denn so spricht der Herr: Du sollst nicht zum Trauerhaus gehen und 
sollst auch nirgendhin zu klagen gehen noch Mitleid ber sie haben; denn 
ich habe meinen Frieden von diesem Volk weggenommen, spricht der Herr, 
samt meiner Gnade und Barmherzigkeit,
6. da beide, gro und klein, sollen in diesem Lande sterben und nicht 
begraben noch geklaget werden, und niemand wird sich ber sie zerritzen 
noch kahl machen.
7. Und man wird auch nicht unter sie Brot austeilen ber der Klage, sie zu 
trsten ber der Leiche, und ihnen auch nicht aus dem Trostbecher zu 
trinken geben ber Vater und Mutter.
8. Darum sollst du in kein Trinkhaus gehen, bei ihnen zu sitzen, weder zu 
essen noch zu trinken.
9. Denn so spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will an 
diesem Ort aufheben vor euren Augen und bei eurem Leben die Stimme der 
Freude und Wonne, die Stimme des Brutigams und der Braut.
10. Und wenn du solches alles diesem Volk gesagt hast, und sie zu dir 
sprechen werden: Warum redet der Herr ber uns all dies groe Unglck? 
welches ist die Missetat und Snde, damit wir wider den Herrn, unsern 
Gott, gesndiget haben?
11. sollst du ihnen sagen: Darum da eure Vter mich verlassen, spricht 
der Herr, und andern Gttern gefolget, denselbigen gedienet und sie 
angebetet, mich aber verlassen und mein Gesetz nicht gehalten haben,
12. und ihr noch rger tut denn eure Vter. Denn siehe, ein jeglicher lebt 
nach seines bsen Herzens Gednken, da er mir nicht gehorche.
13. Darum will ich euch aus diesem Lande stoen in ein Land, davon weder 
ihr noch eure Vter wissen; daselbst sollt ihr andern Gttern dienen Tag 
und Nacht; daselbst will ich euch keine Gnade erzeigen.
14. Darum siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da man nicht mehr 
sagen wird: So wahr der Herr lebt, der die Kinder Israel aus gyptenland 
gefhret hat,
15. sondern: So wahr der Herr lebt, der die Kinder Israel. gefhret hat 
aus dem Lande der Mitternacht und aus allen Lndern, dahin er sie 
verstoen hatte. Denn ich will sie wiederbringen in das Land, das ich 
ihren Vtern gegeben habe.
16. Siehe, ich will viel Fischer aussenden, spricht der Herr, die sollen 
sie fischen; und danach will ich viel Jger aussenden, die sollen sie 
fahen auf allen Bergen und auf allen Hgeln und in allen Steinritzen.
17. Denn meine Augen sehen auf alle ihre Wege, da sie vor mir sich nicht 
verhehlen knnen; und ihre Missetat ist vor meinen Augen unverborgen.
18. Aber zuvor will ich ihre Missetat und Snde zwiefach bezahlen, darum 
da sie mein Land mit den Leichen ihrer Abgtterei verunreiniget und mein 
Erbe mit ihren Greueln voll gemacht haben.
19. Herr, du bist meine Strke und Kraft und meine Zuflucht in der Not. 
Die Heiden werden zu dir kommen von der Welt Ende und sagen: Unsere Vter 
haben falsche und nichtige Gtter gehabt, die nichts ntzen knnen.
20. Wie kann ein Mensch Gtter machen, die nicht Gtter sind?
21. Darum siehe, nun will ich sie lehren und meine Hand und Gewalt ihnen 
kundtun, da sie erfahren sollen, ich heie der Herr.
Der Prophet Jeremia 17
1. Die Snde Judas ist geschrieben mit eisernen Griffeln und mit spitzigen 
Demanten geschrieben und auf die Tafel ihres Herzens gegraben und auf die 
Hrner an ihren Altren,
2. da ihre Kinder gedenken sollen der selben Altre und Haine bei den 
grnen Bumen, auf den hohen Bergen.
3. Aber ich will deine Hhen beide, auf Bergen und Feldern, samt deiner 
Habe und allen deinen Schtzen in die Rapuse geben um der Snde willen, in 
allen deinen Grenzen begangen.
4. Und du sollst aus deinem Erbe verstoen werden, das ich dir gegeben 
habe, und will dich zu Knechten deiner Feinde machen in einem Lande, das 
du nicht kennest; denn ihr habt ein Feuer meines Zorns angezndet, das 
ewiglich brennen wird.
5. So spricht der Herr: Verflucht ist der Mann, der sich auf Menschen 
verlt und halt Fleisch fr seinen Arm und mit seinem Herzen vom Herrn 
weicht!
6. Der wird sein wie die Heide in der Wste und wird nicht sehen den 
zuknftigen Trost, sondern wird bleiben in der Drre, in der Wste, in 
einem unfruchtbaren Lande, da niemand wohnet.
7. Gesegnet aber ist der Mann, der sich auf den Herrn verlt, und der 
Herr seine Zuversicht ist!
8. Der ist wie ein Baum am Wasser gepflanzt und am Bach gewurzelt. Denn 
obgleich eine Hitze kommt, frchtet er sich doch nicht, sondern seine 
Bltter bleiben grn, und sorget nicht wenn ein drres Jahr kommt, sondern 
er bringet ohne Aufhren Frchte.
9. Es ist das Herz ein trotzig und verzagt Ding; wer kann es ergrnden?
10. Ich, der Herr, kann das Herz ergrnden und die Nieren prfen; und gebe 
einem jeglichen nach seinem Tun, nach den Frchten seiner Werke.
11. Denn gleichwie ein Vogel, der sich ber Eier setzt und brtet sie 
nicht aus, also ist der, so unrecht Gut sammelt; denn er mu davon, wenn 
er's am wenigsten achtet, und mu doch zuletzt Spott dazu haben.
12. Aber die Sttte unsers Heiligtums, nmlich der Thron gttlicher Ehre, 
ist allezeit fest geblieben.
13. Denn, Herr, du bist die Hoffnung Israels. Alle, die dich verlassen, 
mssen zuschanden werden, und die Abtrnnigen mssen in die Erde 
geschrieben werden; denn sie verlassen den Herrn, die Quelle des 
lebendigen Wassers.
14. Heile du mich, Herr, so werde ich heil; hilf du mir, so ist mir 
geholfen; denn du bist mein Ruhm.
15. Siehe, sie sprechen zu mir: Wo ist denn des Herrn Wort? Lieber, la 
hergehen!
16. Aber ich bin drum nicht von dir geflohen, mein Hirte, so habe ich 
Menschentage nicht begehret, das weit du; was ich gepredigt habe, das ist 
recht vor dir.
17. Sei du mir nur nicht schrecklich, meine Zuversicht in der Not!
18. La sie zuschanden werden, die mich verfolgen, und mich nicht; la sie 
erschrecken und mich nicht; la den Tag des Unglcks ber sie gehen und 
zerschlage sie zwiefach!
19. So spricht der Herr zu mir: Gehe hin und tritt unter das Tor des 
Volks, dadurch die Knige Judas aus und ein gehen, und unter alle Tore zu 
Jerusalem
20. und sprich zu ihnen: Hret des Herrn Wort, ihr Knige Judas und ganz 
Juda und alle Einwohner zu Jerusalem, so zu diesem Tor eingehen!
21. So spricht der Herr: Htet euch und traget keine Last am Sabbattage 
durch die Tore hinein zu Jerusalem
22. und fhret keine Last am Sabbattage aus euren Husern und tut keine 
Arbeit, sondern heiliget den Sabbattag, wie ich euren Vtern geboten habe.
23. Aber sie hren nicht und neigen ihre Ohren nicht, sondern bleiben 
halsstarrig, da sie mich ja nicht hren noch sich ziehen lassen.
24. So ihr mich hren werdet, spricht der Herr, da ihr keine Last traget 
des Sabbattages durch dieser Stadt Tore ein, sondern denselbigen heiliget, 
da ihr keine Arbeit an demselbigen Tage tut,
25. so sollen auch durch dieser Stadt Tore aus und ein gehen Knige und 
Frsten, die auf dem Stuhl Davids sitzen, und reiten und fahren, beide, 
auf Wagen und Rossen, sie und ihre Frsten, samt allen, die in Juda und zu 
Jerusalem wohnen; und soll diese Stadt ewiglich bewohnet werden.
26. Und sollen kommen aus den Stdten Judas, und die um Jerusalem her 
liegen, und aus dem Lande Benjamin, aus den Grnden und von den Gebirgen 
und vom Mittage, die da bringen Brandopfer, Opfer, Speisopfer und 
Weihrauch zum Hause des Herrn.
27. Werdet ihr mich aber nicht hren, da ihr den Sabbattag heiliget und 
keine Last traget durch die Tore zu Jerusalem ein am Sabbattage, so will 
ich ein Feuer unter ihren Toren anstecken, das die Huser zu Jerusalem 
verzehren und nicht gelscht werden soll.
Der Prophet Jeremia 18
1. Dies ist das Wort, das geschah vom Herrn zu Jeremia und sprach:
2. Mache dich auf und gehe hinab in des Tpfers Haus; daselbst will ich 
dich meine Worte hren lassen.
3. Und ich ging hinab in des Tpfers Haus; und siehe, er arbeitete eben 
auf der Scheibe.
4. Und der Topf, so er aus dem Ton machte, miriet ihm unter den Hnden. 
Da machte er wiederum einen andern Topf, wie es ihm gefiel.
5. Da geschah des Herrn Wort zu mir und sprach:
6. Kann ich nicht auch also mit euch umgehen, ihr vom Hause Israel, wie 
dieser Tpfer? spricht der Herr. Siehe, wie der Ton ist in des Tpfers 
Hand, also seid auch ihr vom Hause Israel in meiner Hand.
7. Pltzlich rede ich wider ein Volk und Knigreich, da ich's ausrollen, 
zerbrechen und verderben wolle.
8. Wo sich's aber bekehret von seiner Bosheit, dawider ich rede, so soll 
mich auch reuen das Unglck, das ich ihm gedachte zutun.
9. Und pltzlich rede ich von einem Volk und Knigreich, da ich's bauen 
und pflanzen wolle.
10. So es aber Bses tut vor meinen Augen, da es meiner Stimme nicht 
gehorcht, so soll mich auch reuen das Gute, das ich ihm verheien hatte zu 
tun.
11. So sprich nun zu denen in Juda und zu den Brgern zu Jerusalem: So 
spricht der Herr: Siehe, ich bereite euch ein Unglck zu und habe Gedanken 
wider euch; darum kehre sich ein jeglicher von seinem bsen Wesen und 
bessert euer Wesen und Tun.
12. Aber sie sprechen: Da wird nichts aus! Wir wollen nach unsern Gedanken 
wandeln und ein jeglicher tun nach Gednken seines bsen Herzens.
13. Darum spricht der Herr: Fragt doch unter den Heiden, wer hat je 
desgleichen gehret, da die Jungfrau Israel so gar greulich Ding tut?
14. Bleibt doch der Schnee lnger auf den Steinen im Felde, wenn's vom 
Libanon herab schneiet, und das Regenwasser verschiet nicht so bald, als 
mein Volk mein vergit.
15. Sie ruchern den Gttern und richten rgernis an auf ihren Wegen fr 
und fr und gehen auf ungebahnten Straen,
16. auf da ihr Land zur Wste werde, ihnen zur ewigen Schande, da, wer 
vorbergehet, sich verwundere und den Kopf schttele.
17. Denn ich will sie durch einen Ostwind zerstreuen vor ihren Feinden; 
ich will ihnen den Rcken und nicht das Antlitz zeigen, wenn sie verderben.
18. Aber sie sprechen: Kommt und lat uns wider Jeremia ratschlagen; denn 
die Priester knnen nicht irren im Gesetz, und die Weisen knnen nicht 
fehlen mit Raten, und die Propheten knnen nicht unrecht lehren. Kommt 
her, lat uns ihn mit der Zunge totschlagen und nichts geben auf alle 
seine Rede!
19. Herr, habe acht auf mich und hre die Stimme meiner Widersacher!
20. Ist's recht, da man Gutes mit Bsem vergilt? Denn sie haben meiner 
Seele eine Grube gegraben. Gedenke doch, wie ich vor dir gestanden bin, 
da ich ihr Bestes redete und deinen Grimm von ihnen wendete!
21. So strafe nun ihre Kinder mit Hunger und la sie ins Schwert fallen, 
da ihre Weiber ohne Kinder und Witwen seien, und ihre Mnner zu Tode 
geschlagen und ihre junge Mannschaft im Streit durchs Schwert erwrget 
werden,
22. da ein Geschrei aus ihren Husern gehret werde, wie du pltzlich 
habest Kriegsvolk ber sie kommen lassen. Denn sie haben eine Grube 
gegraben, mich zu fahen, und meinen Fen Stricke gelegt.
23. Und weil du, Herr, weit alle ihre Anschlge wider mich, da sie mich 
tten wollen, so vergib ihnen ihre Missetat nicht und la ihre Snde vor 
dir nicht ausgetilget werden. La sie vor dir gestrzt werden und handle 
mit ihnen nach deinem Zorn!
Der Prophet Jeremia 19
1. So spricht der Herr: Gehe hin und kaufe dir einen irdenen Krug vom 
Tpfer samt etlichen von den ltesten des Volks und von den ltesten der 
Priester
2. und gehe hinaus ins Tal Ben-Hinnom, das vor dem Ziegeltor liegt, und 
predige daselbst die Worte, die ich dir sage,
3. und sprich: Hret des Herrn Wort, ihr Knige Judas und Brger zu 
Jerusalem! So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will 
ein solch Unglck ber diese Sttte gehen lassen, da, wer es hren wird, 
ihm die Ohren klingen sollen,
4. darum da sie mich verlassen und diese Sttte einem fremden Gott 
gegeben haben und andern Gttern drinnen geruchert haben, die weder sie 
noch ihre Vter noch die Knige Judas gekannt haben, und haben diese 
Sttte voll unschuldigen Bluts gemacht.
5. Denn sie haben dem Baal Hhen gebauet, ihre Kinder zu verbrennen dem 
Baal zu Brandopfern, welches ich ihnen weder geboten noch davon geredet 
habe, dazu in mein Herz nie kommen ist.
6. Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der Herr, da man diese 
Sttte nicht mehr Thopheth noch das Tal Ben-Hinnom, sondern Wrgetal 
heien wird.
7. Denn ich will den Gottesdienst Judas und Jerusalems dieses Orts 
zerstren und will sie durchs Schwert fallen lassen vor ihren Feinden 
unter der Hand derer, so nach ihrem Leben stehen, und will ihre Leichname 
den Vgeln des Himmels und den Tieren auf Erden zu fressen geben;
8. und will diese Stadt wst machen und zum Spott, da alle, die 
vorbergehen, werden sich verwundern ber alle ihre Plage und ihrer 
spotten.
9. Ich will sie lassen ihrer Shne und Tchter Fleisch fressen, und einer 
soll des andern Fleisch fressen in der Not und Angst, damit sie ihre 
Feinde und die, so nach ihrem Leben stehen, bedrngen werden.
10. Und du sollst den Krug zerbrechen vor den Mnnern, die mit dir 
gegangen sind.
11. Und sprich zu ihnen: So spricht der Herr Zebaoth: Eben wie man eines 
Tpfers Gef zerbricht, das nicht mag wieder ganz werden, so will ich 
dies Volk und diese Stadt. auch zerbrechen, und sollen dazu im Thopheth 
begraben werden, weil sonst kein Raum sein wird zu begraben.
12. So will ich mit dieser Sttte, spricht der Herr, und ihren Einwohnern 
umgehen, da diese Stadt werden soll gleichwie Thopheth.
13. Dazu sollen die Huser zu Jerusalem und die Huser der Knige Judas 
ebenso unrein werden als die Sttte Thopheth, ja, alle Huser, da sie auf 
den Dchern geruchert haben allem Heer des Himmels und andern Gttern 
Trankopfer geopfert haben.
14. Und da Jeremia wieder von Thopheth kam, dahin ihn der Herr gesandt 
hatte zu weissagen, trat er in den Vorhof am Hause des Herrn und sprach zu 
allem Volk:
15. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will ber 
diese Stadt und ber alle ihre Stdte all das Unglck kommen lassen, das 
ich wider sie geredet habe, darum da sie halsstarrig sind und meine Worte 
nicht hren wollen;
Der Prophet Jeremia 20
1. Da aber Pashur, ein Sohn Immers, des Priesters, so zum Obersten im 
Hause des Herrn gesetzt war, Jeremia hrete solche Worte weissagen,
2. schlug er den Propheten Jeremia und warf ihn ins Gewlbe unter dem 
Obertor Benjamin, welches am Hause des Herrn ist.
3. Und da es Morgen ward, zog Pashur Jeremia aus dem Gewlbe. Da sprach 
Jeremia zu ihm: Der Herr heit dich nicht Pashur, sondern Magur um und um.
4. Denn so spricht der Herr: Siehe, ich will dich samt allen deinen 
Freunden in die Furcht geben, und sollen fallen durchs Schwert ihrer 
Feinde; das sollst du mit deinen Augen sehen. Und will das ganze Juda in 
die Hand des Knigs zu Babel bergeben; der soll sie wegfhren gen Babel 
und mit dem Schwert tten.
5. Auch will ich alle Gter dieser Stadt samt allem, das sie gearbeitet, 
und alle Kleinode und alle Schtze der Knige Judas in ihrer Feinde Hand 
geben, da sie dieselbigen rauben, nehmen und gen Babel bringen.
6. Und du, Pashur, sollst mit allen deinen Hausgenossen gefangen gehen und 
gen Babel kommen; daselbst sollst du sterben und begraben werden samt 
allen deinen Freunden, welchen du Lgen predigest.
7. Herr, du hast mich berredet, und ich habe mich berreden lassen; du 
bist mir zu stark gewesen und hast gewonnen. Aber ich bin darber zum 
Spott worden tglich, und jedermann verlacht mich.
8. Denn seit ich geredet, gerufen und gepredigt habe von der Plage und 
Verstrung, ist mir des Herrn Wort zum Hohn und Spott worden tglich.
9. Da dachte ich: Wohlan, ich will sein nicht mehr gedenken und nicht mehr 
in seinem Namen predigen. Aber es ward in meinem Herzen wie ein brennend 
Feuer, in meinen Gebeinen verschlossen, da ich's nicht leiden konnte, und 
wre schier vergangen.
10. Denn ich hre, wie mich viele schelten und allenthalben schrecken: 
Hui, verklaget ihn! Wir wollen ihn verklagen, sprechen alle meine Freunde 
und Gesellen, ob wir ihn bervorteilen und ihm beikommen mgen und uns an 
ihm rchen.
11. Aber der Herr ist bei mir wie ein starker Held, darum werden meine 
Verfolger fallen und nicht obliegen, sondern sollen sehr zuschanden 
werden, darum da sie, so tricht handeln; ewig wird die Schande sein, der 
man nicht vergessen wird.
12. Und nun, Herr Zebaoth, der du die Gerechten prfest, Nieren und Herz 
siehest, la mich deine Rache an ihnen sehen; denn ich habe dir meine 
Sache befohlen.
13. Singet dem Herrn, rhmet den Herrn, der des Armen Leben aus der 
Boshaftigen Hnden errettet!
14. Verflucht sei der Tag, darin ich geboren bin; der Tag msse ungesegnet 
sein, darin mich meine Mutter geboren hat!
15. Verflucht sei der, so meinem Vater gute Botschaft brachte und sprach: 
Du hast einen jungen Sohn, da er ihn frhlich machen wollte.
16. Derselbige Mann msse sein wie die Stdte, so der Herr umgekehret und 
ihn nicht gereuet hat, und msse des Morgens hren ein Geschrei und des 
Mittags ein Heulen!
17. Da du mich doch nicht gettet hast in Mutterleibe! Da meine Mutter 
mein Grab gewesen, und ihr Leib ewig schwanger geblieben wre!
18. Warum bin ich doch aus Mutterleibe hervorkommen, da ich solchen 
Jammer und Herzeleid sehen mu und meine Tage mit Schanden zubringen?
Der Prophet Jeremia 21
1. Dies ist das Wort, so vorn Herrn geschah zu Jeremia, da der Knig 
Zedekia zu ihm sandte Pashur, den Sohn Malchias, und Zephanja, den Sohn 
Maesejas, des Priesters, und lie ihm sagen:
2. Frage doch den Herrn fr uns! Denn Nebukadnezar, der Knig zu Babel, 
streitet wider uns, da der Herr doch mit uns tun wolle nach allen seinen 
Wundern, damit er von uns abzge.
3. Jeremia sprach zu ihnen: So saget Zedekia:
4. Das spricht der Herr, der Gott Israels: Siehe, ich will die Waffen 
zurckwenden, die ihr in euren Hnden habt, damit ihr streitet wider den 
Knig zu Babel und wider die Chalder, welche euch drauen an der Mauer 
belagert haben, und will sie zuhauf sammeln mitten in der Stadt.
5. Und ich will wider euch streiten mit ausgereckter Hand, mit starkem 
Arm, mit groem Zorn, Grimm und Unbarmherzigkeit.
6. Und will die Brger dieser Stadt schlagen, beide, Menschen und Vieh, 
da sie sterben sollen durch eine groe Pestilenz.
7. Und danach, spricht der Herr, will ich Zedekia, den Knig Judas, samt 
seinen Knechten und dem Volk, das in dieser Stadt vor der Pestilenz, 
Schwert und Hunger berbleiben wird, geben in die Hnde Nebukadnezars, des 
Knigs zu Babel, und in die Hnde ihrer Feinde und in die Hnde derer, so 
ihnen nach dem Leben stehen, da er sie mit der Schrfe des Schwerts also 
schlage, da kein Schonen noch Gnade noch Barmherzigkeit da sei.
8. Und sage diesem Volk: So spricht der Herr: Siehe, ich lege euch vor den 
Weg zum Leben und den Weg zum Tode.
9. Wer in dieser Stadt bleibt, der wird sterben mssen durchs Schwert, 
Hunger und Pestilenz; wer aber hinaus sich gibt zu den Chaldern, die euch 
belagern, der soll lebendig bleiben und soll sein Leben als eine Ausbeute 
behalten.
10. Denn ich habe mein Angesicht ber diese Stadt gerichtet zum Unglck 
und zu keinem Guten, spricht der Herr. Sie soll dem Knige zu Babel 
bergeben werden, da er sie mit Feuer verbrenne.
11. Und hret des Herrn Wort, ihr vom Hause des Knigs Judas!
12. Du Haus David, so spricht der Herr: Haltet des Morgens Gericht und 
errettet den Beraubten aus des Frevlers Hand, auf da mein Grimm nicht 
ausfahre wie ein Feuer und brenne also, da niemand lschen mge, um eures 
bsen Wesens willen.
13. Siehe, spricht der Herr, ich sage dir, die du wohnest im Grunde, in 
dem Felsen und auf der Ebene und sprichst: Wer will uns berfallen oder in 
unsere Feste kommen?
14. Ich will euch heimsuchen, spricht der Herr, nach der Frucht eures 
Tuns; ich will ein Feuer anznden in ihrem Walde, das soll alles umher 
verzehren.
Der Prophet Jeremia 22
1. So spricht der Herr: Gehe hinab in das Haus des Knigs Judas und rede 
daselbst dies Wort
2. und sprich: Hre des Herrn Wort, du Knig Judas, der du auf dem Stuhl 
Davids sitzest, beide, du und deine Knechte und dein Volk, die zu diesen 
Toren eingehen.
3. So spricht der Herr: Haltet Recht und Gerechtigkeit und errettet den 
Beraubten von des Frevlers Hand und schindet nicht die Fremdlinge, Waisen 
und Witwen und tut niemand Gewalt und vergieet nicht unschuldig Blut an 
dieser Sttte.
4. Werdet ihr solches tun, so sollen durch die, Tore dieses Hauses 
einziehen Knige, die auf Davids Stuhl sitzen, beide, zu Wagen und zu Ro, 
samt ihren Knechten und Volk.
5. Werdet ihr aber solchem nicht gehorchen, so habe ich bei mir selbst 
geschworen, spricht der Herr, dies Haus soll verstret werden.
6. Denn so spricht der Herr von dem Hause des Knigs Judas: Gilead, du 
bist mir das Haupt im Libanon; was gilt's, ich will dich zur Wste und die 
Stdte ohne Einwohner machen?
7. Denn ich habe Verderber ber dich bestellet, einen jeglichen mit seinen 
Waffen; die sollen deine auserwhlten Zedern umhauen und ins Feuer werfen.
8. So werden viel Heiden vor dieser Stadt vorbergehen und untereinander 
sagen: Warum hat der Herr mit dieser groen Stadt also gehandelt?
9. Und man wird antworten: Darum da sie den Bund des Herrn, ihres Gottes, 
verlassen und andere Gtter angebetet und denselbigen gedienet haben;
10. Weinet nicht ber die Toten und grmet euch nicht darum; weinet aber 
ber den, der dahinzieht; denn er wird nimmer wiederkommen, da er sein 
Vaterland sehen mchte.
11. Denn so spricht der Herr von Sallum, dem Sohne Josias, des Knigs 
Judas, welcher Knig ist anstatt seines Vaters Josia, der von dieser 
Sttte hinausgezogen ist: Er wird nicht wieder herkommen,
12. sondern mu sterben an dem Ort, dahin er gefangen gefhret ist, und 
wird dies Land nicht mehr sehen.
13. Wehe dem, der sein Haus mit Snden bauet und seine Gemcher mit 
Unrecht, der seinen Nchsten umsonst arbeiten lat und gibt ihm seinen 
Lohn nicht
14. und denkt: Wohlan, ich will mir ein gro Haus bauen und weite Palste; 
und lt ihm Fenster drein bauen und mit Zedern tfeln und rot malen.
15. Meinest du, du wollest Knig sein, weil du mit Zedern prangest? Hat 
dein Vater nicht auch gegessen und getrunken und hielt dennoch ber dem 
Recht und Gerechtigkeit, und ging ihm wohl?
16. Er half dem Elenden und Armen zum Recht, und ging ihm wohl. Ist's 
nicht also, da solches heit mich recht erkennen? spricht der Herr.
17. Aber deine Augen und dein Herz stehen nicht also, sondern auf deinem 
Geiz, auf unschuldig Blut zu vergieen, zu freveln und unterzustoen.
18. Darum spricht der Herr von Jojakim, dem Sohn Josias, dem Knige Judas: 
Man wird ihn nicht klagen: Ach Bruder, ach Schwester! Man wird ihn nicht 
klagen: Ach Herr, ach Edler!
19. Er soll wie ein Esel begraben werden, zerschleift und hinausgeworfen 
vor die Tore Jerusalems.
20. Ja, dann gehe hinauf auf den Libanon und schreie und la dich hren zu 
Basan und schreie von Abarim; denn alle deine Liebhaber sind jmmerlich 
umgebracht.
21. Ich habe dir's vorhergesagt, da es noch wohl um dich stund; aber du 
sprachest: Ich will nicht hren. Also hast du dein Lebetage getan, da du 
meiner Stimme nicht gehorchtest.
22. Der Wind weidet alle deine Hirten, und deine Liebhaber ziehen gefangen 
dahin; da mut du doch zu Spott und zuschanden werden um aller deiner 
Bosheit willen.
23. Die du jetzt im Libanon wohnest und in Zedern nistest, wie schn wirst 
du sehen, wenn dir Schmerzen und Wehe kommen werden wie einer in 
Kindesnten!
24. So wahr ich lebe, spricht der Herr, wenn Chanja, der Sohn Jojakims, 
der Knig Judas, ein Siegelring wre an meiner rechten Hand, so wollte ich 
dich doch abreien
25. und in die Hnde geben derer, die nach deinem Leben stehen, und vor 
welchen du dich frchtest nmlich in die Hnde Nebukadnezars, des Knigs 
zu Babel, und der Chalder.
26. Und will dich und deine Mutter, die dich geboren hat, in ein ander 
Land treiben, das nicht euer Vaterland ist; und sollst daselbst sterben.
27. Und in das Land, da sie von Herzen gerne wieder hin wren, sollen sie 
nicht wiederkommen.
28. Wie ein elender, verachteter, verstoener Mann ist doch Chanja! ein 
unwert Gef! Ach, wie ist er doch samt seinem Samen so vertrieben und in 
ein unbekanntes Land geworfen!
29. O Land, Land, Land; hre des Herrn Wort!
30. So spricht der Herr: Schreibet an diesen Mann fr einen Verdorbenen, 
einen Mann, dem es sein Lebetage nicht gelinget. Denn er wird das Glck 
nicht haben, da jemand seines Samens auf dem Stuhl Davids sitze und 
frder in Juda herrsche.
Der Prophet Jeremia 23
1. Wehe euch Hirten, die ihr die Herde meiner Weide umbringet und 
zerstreuet! spricht der Herr.
2. Darum spricht der Herr, der Gott Israels, von den Hirten, die mein Volk 
weiden: Ihr habt meine Herde zerstreuet und verstoen und nicht besucht. 
Siehe, ich will euch heimsuchen um eures bsen Wesens willen, spricht der 
Herr.
3. Und ich will die brigen meiner Herde sammeln aus allen Lndern, dahin 
ich sie verstoen habe, und will sie wiederbringen zu ihren Hrden, da 
sie sollen wachsen und viel werden.
4. Und ich will Hirten ber sie setzen, die sie weiden sollen, da sie 
sich nicht mehr sollen frchten noch erschrecken noch heimgesucht werden, 
spricht der Herr.
5. Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da ich dem David ein 
gerecht Gewchs erwecken will; und soll ein Knig sein, der wohl regieren 
wird und Recht und Gerechtigkeit auf Erden anrichten.
6. Zu derselbigen Zeit soll Juda geholfen werden, und Israel sicher 
wohnen. Und dies wird sein Name sein, da man ihn nennen wird: Herr, der 
unsere Gerechtigkeit ist.
7. Darum siehe, es wird die Zeit kommen, spricht der Herr, da man nicht 
mehr sagen wird: So wahr der Herr lebt, der die Kinder Israel aus 
gyptenland gefhret hat,
8. sondern: So wahr der Herr lebt, der den Samen des Hauses Israel hat 
herausgefhret und gebracht aus dem Lande der Mitternacht und aus allen 
Landen, dahin ich sie verstoen hatte, da sie in ihrem Lande wohnen 
sollen.
9. Wider die Propheten. Mein Herz will mir in meinem Leibe brechen, alle 
meine Gebeine zittern; mir ist wie einem trunkenen Manne und wie einem, 
der vom Wein taumelt, vor dem Herrn und vor seinen heiligen Worten,
10. da das Land so voll Ehebrecher ist, da das Land so jmmerlich 
stehet, da es so verflucht ist, und die Auen in der Wste verdorren; und 
ihr Leben ist bse, und ihr Regiment taugt nicht.
11. Denn beide, Propheten und Priester, sind Schlke, und finde auch in 
meinem Hause ihre Bosheit, spricht der Herr.
12. Darum ist ihr Weg wie ein glatter Weg im Finstern, darauf sie gleiten 
und fallen. Denn ich will Unglck ber sie kommen lassen, das Jahr ihrer 
Heimsuchung, spricht der Herr.
13. Zwar bei den Propheten zu Samaria sah ich Torheit, da sie weissageten 
durch Baal und verfhreten mein Volk Israel.
14. Aber bei den Propheten zu Jerusalem sehe ich Greuel, wie sie 
ehebrechen und gehen mit Lgen um und strken die Boshaftigen, auf da 
sich ja niemand bekehre von seiner Bosheit. Sie sind alle vor mir 
gleichwie Sodom und ihre Brger wie Gomorrha.
15. Darum spricht der Herr Zebaoth von den Propheten also: Siehe, ich will 
sie mit Wermut speisen und mit Galle trnken; denn von den Propheten zu 
Jerusalem kommt Heuchelei aus ins ganze Land.
16. So spricht der Herr Zebaoth: Gehorchet nicht den Worten der Propheten, 
so euch weissagen! Sie betrgen euch; denn sie predigen ihres Herzens 
Gesicht und nicht aus des Herrn Munde.
17. Sie sagen denen, die mich lstern: Der Herr hat's gesagt, es wird euch 
wohlgehen. Und allen, die nach ihres Herzens Dnkel wandeln, sagen sie: Es 
wird kein Unglck ber euch kommen.
18. Denn wer ist im Rat des Herrn gestanden, der sein Wort gesehen und 
gehret habe? Wer hat sein Wort vernommen und gehret?
19. Siehe, es wird ein Wetter des Herrn mit Grimm kommen und ein 
schrecklich Ungewitter den Gottlosen auf den Kopf allen.
20. Und des Herrn Zorn wird nicht nachlassen, bis er tue und ausrichte, 
was er im Sinn hat. Hernach werdet ihr's wohl erfahren.
21. Ich sandte die Propheten nicht, noch liefen sie; ich redete nicht zu 
ihnen, noch weissagten sie.
22. Denn wo sie bei meinem Rat blieben und htten meine Worte meinem Volk 
geprediget, so htten sie dasselbe von ihrem bsen Wesen und von ihrem 
bsen Leben bekehret.
23. Bin ich nicht ein Gott, der nahe ist, spricht der Herr, und nicht ein 
Gott, der ferne sei?
24. Meinest du, da sich jemand heimlich verbergen knne, da ich ihn 
nicht sehe? spricht der Herr. Bin ich's nicht, der Himmel und Erde fllet? 
spricht der Herr.
25. Ich hre es wohl, da die Propheten predigen und falsch weissagen in 
meinem Namen und sprechen: Mir hat getrumet, mir hat getrumet!
26. Wann wollen doch die Propheten aufhren, die falsch weissagen und 
ihres Herzens Trgerei weissagen
27. und wollen, da mein Volk meines Namens vergesse ber ihren Trumen, 
die einer dem andern predigt, gleichwie ihre Vter meines Namens vergaen 
ber dem Baal?
28. Ein Prophet, der Trume hat, der predige Trume; wer aber mein Wort 
hat, der predige mein Wort recht. Wie reimen sich Stroh und Weizen 
zusammen? spricht der Herr.
29. Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der Herr, und wie ein 
Hammer, der Felsen zerschmeit?
30. Darum siehe, ich will an die Propheten, spricht der Herr, die mein 
Wort stehlen einer dem andern.
31. Siehe, ich will an die Propheten, spricht der Herr, die ihr eigen Wort 
fhren und sprechen: Er hat's gesagt.
32. Siehe, ich will an die, so falsche Trume weissagen, spricht der Herr, 
und predigen dieselben und verfhren mein Volk mit ihren Lgen und losen 
Teidingen, so ich sie doch nicht gesandt und ihnen nichts befohlen habe, 
und sie auch diesem Volk nichts ntze sind, spricht der Herr.
33. Wenn dich dies Volk oder ein Prophet oder ein Priester fragen wird und 
sagen: Welches ist die Last des Herrn? sollst du zu ihnen sagen, was die 
Last sei: Ich will euch hinwerfen, spricht der Herr.
34. Und wo ein Prophet oder Priester oder Volk wird sagen: Das ist die 
Last des Herrn, denselbigen will ich heimsuchen und sein Haus dazu.
35. Also soll aber einer mit dem andern reden und untereinander sagen: Was 
antwortet der Herr und was sagt der Herr?
36. Und nennet es nicht mehr Last des Herrn; denn einem jeglichen wird 
sein eigen Wort eine Last sein, weil ihr also die Worte des lebendigen 
Gottes, des Herrn Zebaoth, unsers Gottes, verkehret.
37. Darum sollt ihr zum Propheten also sagen: Was antwortet dir der Herr 
und was sagt der Herr?
38. Weil ihr aber sprechet: Last des Herrn, darum spricht der Herr also: 
Nun ihr dies Wort eine Last des Herrn nennet, und ich zu euch gesandt habe 
und sagen lassen, ihr sollt es nicht nennen Last des Herrn,
39. siehe, so will ich euch hinwegnehmen und euch samt der Stadt, die ich 
euch und euren Vtern gegeben habe, von meinem Angesicht wegwerfen;
40. und will euch ewige Schande und ewige Schmach zufgen, deren nimmer 
vergessen soll werden.
Der Prophet Jeremia 24
1. Siehe, der Herr zeigte mir zween Feigenkrbe, gestellt vor den Tempel 
des Herrn, nachdem der Knig zu Babel, Nebukadnezar, hatte weggefhrt 
Jechanja, den Sohn Jojakims, den Knig Judas, samt den Frsten Judas, 
Zimmerleute und Schmiede von Jerusalem, und gen Babel gebracht.
2. In dem einen Korbe waren sehr gute Feigen, wie die ersten reifen Feigen 
sind; im andern Korbe waren sehr bse Feigen, da man sie nicht essen 
konnte, so bse waren sie.
3. Und der Herr sprach zu mir: Jeremia, was siehest du? Ich sprach: 
Feigen; die guten Feigen sind sehr gut und die bsen sind sehr bse, da 
man sie nicht essen kann, so bse sind sie.
4. Da geschah des Herrn Wort zu mir und sprach:
5. So spricht der Herr, der Gott Israels: Gleichwie diese Feigen gut sind, 
also will ich mich gndiglich annehmen der Gefangenen aus Juda, welche ich 
habe aus dieser Sttte lassen ziehen in der Chalder Land,
6. und will sie gndiglich ansehen und will sie wieder in dies Land 
bringen und will sie bauen und nicht abbrechen, ich will sie pflanzen und 
nicht ausraufen.
7. Und will ihnen ein Herz geben, da sie mich kennen sollen, da ich der 
Herr sei. Und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein; denn 
sie werden sich von ganzem Herzen zu mir bekehren.
8. Aber wie die bsen Feigen so bse sind, da man sie nicht essen kann, 
spricht der Herr, also will ich dahingeben Zedekia, den Knig Judas, samt 
seinen Frsten, und was brig ist zu Jerusalem und brig in diesem Lande, 
und die in gyptenland wohnen.
9. Ich will ihnen Unglck zufgen und sie in keinem Knigreich auf Erden 
bleiben lassen, da sie sollen zuschanden werden, zum Sprichwort, zur 
Fabel und zum Fluch an allen Orten, dahin ich sie verstoen werde.
10. Und will Schwert, Hunger und Pestilenz unter sie schicken, bis sie 
umkommen von dem Lande, das ich ihnen und ihren Vtern gegeben habe.
Der Prophet Jeremia 25
1. Dies ist das Wort, welches zu Jeremia geschah ber das ganze Volk Juda 
im vierten Jahr Jojakims, des Sohns Josias, des Knigs Judas (welches ist 
das erste Jahr Nebukadnezars, des Knigs zu Babel),
2. welches auch der Prophet Jeremia redete zu dem ganzen Volk Juda und zu 
allen Brgern zu Jerusalem und sprach:
3. Es ist von dem dreizehnten Jahr an Josias, des Sohns Amons, des Knigs 
Judas, des Herrn Wort zu mir geschehen bis auf diesen Tag, und habe euch 
nun dreiundzwanzig Jahre mit Flei geprediget; aber ihr habt nie hren 
wollen.
4. So hat der Herr auch zu euch gesandt alle seine Knechte, die Propheten, 
fleiiglich; aber ihr habt nie hren wollen noch eure Ohren neigen, da 
ihr gehorchet,
5. da er sprach: Bekehret euch, ein jeglicher von seinem bsen Wege und 
von eurem bsen Wesen, so sollt ihr in dem Lande, das der Herr euch und 
euren Vtern gegeben hat, immer und ewiglich bleiben.
6. Folget nicht andern Gttern, da ihr ihnen dienet und sie anbetet, auf 
da ihr mich nicht erzrnet durch eurer Hnde Werk, und ich euch Unglck 
zufgen msse.
7. Aber ihr wolltet mir nicht gehorchen, spricht der Herr, auf da ihr 
mich ja wohl erzrnetet durch eurer Hnde Werk zu eurem eigenen Unglck.
8. Darum so spricht der Herr Zebaoth: Weil ihr denn meine Worte nicht 
hren wollt,
9. siehe, so will ich ausschicken und kommen lassen alle Vlker gegen 
Mitternacht, spricht der Herr, auch meinen Knecht Nebukadnezar, den Knig 
zu Babel, und will sie bringen ber dies Land und ber die, so drinnen 
wohnen, und ber all dieses Volk, so umherliegen, und will sie verbannen 
und verstren und zum Spott und ewiger Wste machen.
10. Und will herausnehmen allen frhlichen Gesang, die Stimme des 
Brutigams und der Braut, die Stimme der Mhlen und Licht der Laterne,
11. da dies ganze Land wst und zerstret liegen soll. Und sollen diese 
Vlker dem. Knige zu Babel dienen siebenzig Jahre.
12. Wenn aber die siebenzig Jahre um sind, will ich den Knig zu Babel 
heimsuchen und all dies Volk, spricht der Herr, um ihre Missetat, dazu das 
Land der Chalder, und will es zur ewigen Wste machen.
13. Also will ich ber dies Land bringen alle meine Worte, die ich geredet 
habe wider sie, nmlich alles, was in diesem Buch geschrieben stehet, das 
Jeremia geweissaget hat ber alle Vlker.
14. Und sie sollen auch dienen; ob sie gleich groe Vlker und groe 
Knige sind. Also will ich ihnen vergelten nach ihrem Verdienst und nach 
den Werken ihrer Hnde.
15. Denn also spricht zu mir der Herr, der Gott Israels: Nimm diesen 
Becher Weins voll Zorns von meiner Hand und schenke daraus allen Vlkern, 
zu denen ich dich sende;
16. da sie trinken, taumeln und toll werden vor dem Schwert, das ich 
unter sie schicken will.
17. Und ich nahm den Becher von der Hand des Herrn und schenkte allen 
Vlkern, zu denen mich der Herr sandte,
18. nmlich Jerusalem, den Stdten Judas, ihren Knigen und Frsten, da 
sie wst und zerstrt liegen und ein Spott und Fluch sein sollen, wie es 
denn heutigestages stehet;
19. auch Pharao, dem Knige in gypten, samt seinen Knechten, seinen 
Frsten und seinem ganzen Volk;
20. allen Lndern gegen Abend, allen Knigen im Lande Uz, allen Knigen in 
der Palstiner Lande, samt Askalon, Gasa, Akaron und den brigen zu Asdod;
21. denen von Edom, denen von Moab, den Kindern Ammon;
22. allen Knigen zu Tyrus, allen Knigen zu Zidon, den Knigen in den 
Inseln jenseit des Meers;
23. denen von Dedan, denen von Thema, denen von Bus und allen Frsten in 
den rtern;
24. allen Knigen in Arabien, allen Knigen gegen Abend, die in der Wste 
wohnen;
25. allen Knigen in Simri, allen Knigen in Elam, allen Knigen in Medien;
26. allen Knigen gegen Mitternacht, beide, in der Nhe und Ferne, einem 
mit dem andern, und allen Knigen auf Er den, die auf dem Erdboden sind. 
Und Knig Sesach soll nach diesen trinken.
27. Und sprich zu ihnen: So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: 
Trinket, da ihr trunken werdet, speiet und niederfallet und nicht 
aufstehen mget vor dem Schwert, das ich unter euch schicken will.
28. Und wo sie den Becher nicht wollen von deiner Hand nehmen und trinken, 
so sprich zu ihnen: Also spricht der Herr Zebaoth: Nun sollt ihr trinken!
29. Denn siehe, in der Stadt, die nach meinem Namen genannt ist, fahe ich 
an zu plagen, und ihr solltet ungestraft bleiben? Ihr sollt nicht 
ungestraft bleiben; denn ich rufe das Schwert ber alle, die auf Erden 
wohnen, spricht der Herr Zebaoth.
30. Und du sollst alle diese Worte ihnen weissagen und sprich zu ihnen: 
Der Herr wird brllen aus der Hhe und seinen Donner hren lassen aus 
seiner heiligen Wohnung; er wird brllen ber seine Hrden; er wird singen 
ein Lied, wie die Weintreter, ber alle Einwohner des Landes, des Hall 
erschallen wird bis an der Welt Ende.
31. Der Herr hat Zu rechten mit den Heiden und will mit allem Fleisch 
Gericht halten; die Gottlosen wird er dem Schwert bergeben, spricht der 
Herr.
32. So spricht der Herr Zeboath: Siehe, es wird eine Plage kommen von 
einem Volk zum andern, und ein gro Wetter wird erweckt werden von der 
Seite des Landes.
33. Da werden die Erschlagenen vom Herrn zur selbigen Zeit liegen von 
einem Ende der Erde bis ans andere Ende; die werden nicht geklaget noch 
aufgehoben noch begraben werden, sondern mssen auf dem Felde liegen und 
zu Mist werden.
34. Heulet nun, ihr Hirten, und schreiet; wlzet euch in der Asche, ihr 
Gewaltigen ber die Herde! Denn die Zeit ist hie, da ihr geschlachtet und 
zerstreuet werdet und zerfallen msset, wie ein kstlich Gef.
35. Und die Hirten werden nicht fliehen knnen, und die Gewaltigen ber 
die Herde werden nicht entrinnen knnen.
36. Da werden die Hirten schreien, und die Gewaltigen ber die Herde 
werden heulen, da der Herr ihre Weide so verwstet hat,
37. und ihre Auen, die so wohl stunden, verderbet sind vor dem grimmigen 
Zorn des Herrn.
38. Er hat seine Htte verlassen, wie ein junger Lwe; und ist also ihr 
Land zerstret vor dem Zorn des Tyrannen und vor seinem grimmigen Zorn.
Der Prophet Jeremia 26
1. Im Anfang des Knigreiches Jojakims, des Sohns Josias, des Knigs 
Judas, geschah dies Wort vom Herrn und sprach:
2. So spricht der Herr: Tritt in den Vorhof am Hause des Herrn und predige 
allen Stdten Judas, die da hereingehen anzubeten im Hause des Herrn, alle 
Worte, die ich dir befohlen habe, ihnen zu sagen, und tue nichts davon,
3. ob sie vielleicht hren wollen und sich bekehren, ein jeglicher von 
seinem bsen Wesen, damit mich auch reuen mchte das bel, das ich 
gedenke, ihnen zu tun, um ihres bsen Wandels willen.
4. Und sprich zu ihnen: So spricht der Herr: Werdet ihr mir nicht 
gehorchen, da ihr in meinem Gesetz wandelt, das ich euch vorgelegt habe,
5. da ihr hret die Worte meiner Knechte, der Propheten, welche ich stets 
zu euch gesandt habe, und ihr doch nicht hren wolltet,
6. so will ich's mit diesem Hause machen wie mit Silo und diese Stadt zum 
Fluch allen Heiden auf Erden machen.
7. Da nun die Priester, Propheten und alles Volk hreten Jeremia, da er 
solche Worte redete im Hause des Herrn,
8. und Jeremia nun ausgeredet hatte alles, was ihm der Herr befohlen 
hatte, allem Volk zu sagen, griffen ihn die Priester, Propheten und das 
ganze Volk und sprachen: Du mut sterben!
9. Warum darfst du weissagen im Namen des Herrn und sagen: Es wird diesem 
Hause gehen wie Silo, und diese Stadt soll so wste werden, da niemand 
mehr drinnen wohne? Und das ganze Volk sammelte sich im Hause des Herrn 
wider Jeremia.
10. Da solches hreten die Frsten Judas, gingen sie aus des Knigs Hause 
hinauf ins Haus des Herrn und setzten sich vor das neue Tor des Herrn.
11. Und die Priester und Propheten sprachen vor den Frsten und allem 
Volk: Dieser ist des Todes schuldig; denn er hat geweissagt wider diese 
Stadt, wie ihr mit euren Ohren gehret habt.
12. Aber Jeremia sprach zu allen Frsten und zu allem Volk: Der Herr hat 
mich gesandt, da ich solches alles, das ihr gehret habt, sollte 
weissagen wider dies Haus und wider diese Stadt.
13. So bessert nun euer Wesen und Wandel und gehorchet der Stimme des 
Herrn, eures Gottes, so wird den Herrn auch gereuen das bel, das er wider 
euch geredet hat.
14. Siehe, ich bin in euren Hnden; ihr mget es machen mit mir, wie es 
euch recht und gut dnkt.
15. Doch sollt ihr wissen, wo ihr mich ttet, so werdet ihr unschuldig 
Blut laden auf euch selbst, auf diese Stadt und ihre Einwohner. Denn 
wahrlich, der Herr hat mich zu euch gesandt, da ich solches alles vor 
euren Ohren reden sollte.
16. Da sprachen die Frsten und das ganze Volk zu den Priestern und 
Propheten: Dieser ist des Todes nicht schuldig; denn er hat zu uns geredet 
im Namen des Herrn, unsers Gottes.
17. Und es stunden auf etliche der ltesten im Lande und sprachen zum 
ganzen Haufen des Volks:
18. Zur Zeit Hiskias, des Knigs Judas, war ein Prophet, Micha von Maresa, 
und sprach zum ganzen Volk Juda: So spricht der Herr Zebaoth: Zion soll 
wie ein Acker gepflget werden, und Jerusalem ein Steinhaufen werden und 
der Berg des Hauses (des Herrn) zum wilden Walde.
19. Noch lie ihn Hiskia, der Knig Judas, und das ganze Juda darum nicht 
tten; ja, sie frchteten vielmehr den Herrn und beteten vor dem Herrn. Da 
reuete auch den Herrn das bel, das er wider sie geredet hatte; Darum tun 
wir sehr bel wider unsere Seelen:
20. So war auch einer, der im Namen des Herrn weissagte, Uria, der Sohn 
Semajas, von Kiriath-Jearim. Derselbe weissagte wider diese Stadt und 
wider dies Land gleichwie Jeremia.
21. Da aber der Knig Jojakim und alle seine Gewaltigen und die Frsten 
seine Worte hreten, wollte ihn der Knig tten lassen. Und Uria erfuhr 
das, frchtete sich und floh und zog nach gypten.
22. Aber der Knig Jojakim schickte Leute nach gypten, Elnathan, den Sohn 
Achbors, und andere mit ihm.
23. Die fhreten ihn aus gypten und brachten ihn zum Knige Jojakim; der 
lie ihn mit dem Schwert tten und lie seinen Leichnam unter dem gemeinen 
Pbel begraben.
24. Also war die Hand Ahikams, des Sohns Saphans, mit Jeremia, da er 
nicht dem Volk in die Hnde kam, da sie ihn tteten.
Der Prophet Jeremia 27
1. Im Anfang des Knigreichs Jojakims, des Sohns Josias, des Knigs Judas, 
geschah dies Wort vom Herrn zu Jeremia und sprach:
2. So spricht der Herr zu mir: Mache dir ein Joch und hnge es an deinen 
Hals.
3. Und schicke es zum Knige in Edom, zum Knige in Moab, zum Knige der 
Kinder Ammon, zum Knige zu Tyrus und zum Knige zu Zidon durch die Boten, 
so zu Zedekia, dem Knige Judas, gen Jerusalem kommen sind.
4. Und befiehl ihnen, da sie ihren Herren sagen: So spricht der Herr 
Zebaoth, der Gott Israels: So sollt ihr euren Herren sagen:
5. Ich habe die Erde gemacht und Menschen und Vieh, so auf Erden sind, 
durch meine groe Kraft und ausgereckten Arm und gebe sie, wem ich will.
6. Nun aber habe ich alle diese Lande gegeben in die Hand meines Knechts 
Nebukadnezar, des Knigs zu Babel, und habe ihm auch die wilden Tiere auf 
dem Felde gegeben, da sie ihm dienen sollen.
7. Und sollen alle Vlker dienen ihm und seinem Sohn und seines Sohnes 
Sohn, bis da die Zeit seines Landes auch komme; denn es sollen ihm viel 
Vlker und groe Knige dienen.
8. Welch Volk aber und Knigreich dem Knige zu Babel, Nebukadnezar, nicht 
dienen will, und wer seinen Hals nicht wird unter das Joch des Knigs zu 
Babel geben, solch Volk will ich heimsuchen mit Schwert; Hunger und 
Pestilenz, spricht der Herr, bis da ich sie durch seine Hand umbringe.
9. Darum so gehorchet nicht euren Propheten, Weissagern, Traumdeutern, 
Tagewhlern und Zauberern, die euch sagen: Ihr werdet nicht dienen mssen 
dem Knige zu Babel.
10. Denn sie weissagen euch falsch, auf da sie euch ferne aus eurem Lande 
bringen, und ich euch ausstoe, und ihr umkommet.
11. Denn welch Volk seinen Hals ergibt unter das Joch des Knigs zu Babel 
und dienet ihm, das will ich in seinem Lande lassen, da es dasselbige 
baue und bewohne, spricht der Herr.
12. Und ich redete solches alles zu Zedekia, dem Knige Judas, und sprach: 
Ergebet euren Hals unter das Joch des Knigs zu Babel und dienet ihm und 
seinem Volk, so sollt ihr lebendig bleiben.
13. Warum wollt ihr sterben, du und dein Volk, durch Schwert, Hunger und 
Pestilenz? wie denn der Herr geredet hat ber das Volk, so dem Knige zu 
Babel nicht dienen will.
14. Darum gehorchet nicht den Worten der Propheten, die euch sagen: Ihr 
werdet nicht dienen mssen dem Knige zu Babel. Denn sie weissagen euch 
falsch,
15. und ich habe sie nicht gesandt, spricht der Herr; sondern sie 
weissagen falsch in meinem Namen, auf da ich euch ausstoe, und ihr 
umkommet, samt den Propheten, die euch weissagen.
16. Und zu den Priestern und zu all diesem Volk redete ich und sprach: So 
spricht der Herr: Gehorchet nicht den Worten eurer Propheten, die euch 
weissagen und sprechen: Siehe, die Gefe aus dem Hause des Herrn werden 
nun bald von Babel wieder herkommen. Denn sie weissagen euch falsch.
17. Gehorchet ihnen nicht, sondern dienet dem Knige zu Babel, so werdet 
ihr lebendig bleiben. Warum soll doch diese Stadt zur Wste werden?
18. Sind sie aber Propheten und haben sie des Herrn Wort, so lat sie den 
Herrn Zebaoth erbitten, da die brigen Gefe im Hause des Herrn und im 
Hause des Knigs Judas und zu Jerusalem nicht auch gen Babel gefhret 
werden.
19. Denn also spricht, der Herr Zebaoth von den Sulen und vom Meer und 
von dem Gesthle und von den Gefen, die noch brig sind in dieser Stadt,
20. welche Nebukadnezar, der Knig zu Babel, nicht wegnahm, da er 
Jechanja, den Sohn Jojakims, den Knig Judas, von Jerusalem wegfhrete gen 
Babel samt allen Frsten in Juda und Jerusalem;
21. denn so spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels, von den Gefen, 
die noch brig sind im Hause des Herrn und im Hause des Knigs Judas. und 
zu Jerusalem:
22. Sie sollen gen Babel gefhret werden und daselbst bleiben bis auf den 
Tag, da ich sie heimsuche, spricht der Herr, und ich sie wiederum herauf 
an diesen Ort bringen lasse.
Der Prophet Jeremia 28
1. Und im selbigen Jahr, im Anfang des Knigreichs Zedekias, des Knigs 
Judas, im fnften Monden des vierten Jahres, sprach Hananja, der Sohn 
Azurs, ein Prophet von Gibeon, zu mir im Hause des Herrn in Gegenwart der 
Priester und alles Volks und sagte:
2. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Ich habe das Joch des 
Knigs zu Babel zerbrochen;
3. und ehe zwei Jahre um sind, will ich alle Gefe des Hauses des Herrn, 
welche Nebukadnezar, der Knig zu Babel, hat von diesem Ort weggenommen 
und gen Babel gefhrt, wiederum an diesen Ort bringen.
4. Dazu Jechanja, den Sohn Jojakims, den Knig Judas, samt allen 
Gefangenen aus Juda, die gen Babel gefhret sind, will ich auch wieder an 
diesen Ort bringen, spricht der Herr; denn ich will das Joch des Knigs zu 
Babel zerbrechen.
5. Da sprach der Prophet Jeremia zu dem Propheten Hananja in Gegenwart der 
Priester und des ganzen Volks, die im Hause des Herrn stunden,
6. und sagte: Amen, der Herr tue also! Der Herr besttige dein Wort, das 
du geweissaget hast, da er die Gefe aus dem Hause des Herrn von Babel 
wiederbringe an diesen Ort samt allen Gefangenen.
7. Aber doch hre auch dies Wort, das ich vor deinen Ohren rede und vor 
den Ohren des ganzen Volks:
8. Die Propheten, die vor mir und vor dir gewesen sind von alters her, die 
haben wider viel Lnder und groe Knigreiche geweissaget, von Krieg, von 
Unglck und von Pestilenz;
9. wenn aber ein Prophet von Friede weissaget, den wird man kennen, ob ihn 
der Herr wahrhaftig gesandt hat, wenn sein Wort erfllet wird.
10. Da nahm der Prophet Hananja das Joch vom Halse des Propheten Jeremia 
und zerbrach's.
11. Und Hananja sprach in Gegenwart des ganzen Volks: So spricht der Herr: 
Ebenso will ich zerbrechen das Joch Nebukadnezars, des Knigs zu Babel, 
ehe zwei Jahre umkommen, vom Halse aller Vlker. Und der Prophet Jeremia 
ging seines Weges.
12. Aber der Herrn Wort geschah zu Jeremia, nachdem der Prophet Hananja 
das Joch zerbrochen hatte vom Halse des Propheten Jeremia, und sprach:
13. Gehe hin und sage Hananja: So spricht der Herr: Du hast das hlzerne 
Joch zerbrochen; so mache nun ein eisern Joch an jenes Statt.
14. Denn so spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Ein eisern Joch 
habe ich allen diesen Vlkern an den Hals gehnget, damit sie dienen 
sollen Nebukadnezar, dem Knige zu Babel, und mssen ihm dienen; denn ich 
habe ihm auch die wilden Tiere gegeben.
15. Und der Prophet Jeremia sprach zum Propheten Hananja: Hre doch, 
Hananja! Der Herr hat dich nicht gesandt, und du hast gemacht, da dies 
Volk auf Lgen sich verlt.
16. Darum spricht der Herr also:. Siehe, ich will dich vom Erdboden 
nehmen; dies Jahr sollst du sterben; denn du hast sie mit deiner Rede vom 
Herrn abgewendet.
17. Also starb der Prophet Hananja desselbigen Jahres im siebenten Monden.
Der Prophet Jeremia 29
1. Dies sind die Worte im Briefe, den der Prophet Jeremia sandte von 
Jerusalem zu den brigen ltesten die weggefhrt waren, und zu den 
Priestern und Propheten und zum ganzen Volk, das Nebukadnezar von 
Jerusalem hatte weggefhrt gen Babel
2. (nachdem der Knig Jechanja und die Knigin mit den Kmmerern und 
Frsten in Juda und Jerusalem samt den Zimmerleuten und Schmieden zu 
Jerusalem weg waren),
3. durch Eleasa, den Sohn Saphans, und Gemarja, den Sohn Hilkias, welche 
Zedekia, der Knig Judas, sandte gen Babel zu Nebukadnezar, dem Knige zu 
Babel, und sprach:
4. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels, zu allen Gefangenen, die 
ich habe von Jerusalem lassen wegfhren gen Babel:
5. Bauet Huser, darin ihr wohnen mget; pflanzet Grten, daraus ihr die 
Frchte essen mget;
6. nehmet Weiber und zeuget Shne und Tchter; nehmet euren Shnen Weiber 
und gebet euren Tchtern Mnner, da sie Shne und Tchter zeugen; mehret 
euch daselbst, da euer nicht wenig sei.
7. Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe lassen wegfhren, und 
betet fr sie zum Herrn; denn wenn's ihr wohlgehet, so gehet es euch auch 
wohl.
8. Denn so spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Lat euch die 
Propheten, die bei euch sind, und die Wahrsager nicht betrgen und 
gehorchet euren Trumen nicht, die euch trumen;
9. denn sie weissagen euch falsch in meinem Namen. Ich habe sie nicht 
gesandt, spricht der Herr.
10. Denn so spricht der Herr: Wenn zu Babel siebenzig Jahre aus sind, so 
will ich euch besuchen und will mein gndiges Wort ber euch erwecken, da 
ich euch wieder an diesen Ort bringe.
11. Denn ich wei wohl, was ich fr Gedanken ber euch habe, spricht der 
Herr, nmlich Gedanken des Friedens und nicht des Leides, da ich euch 
gebe das Ende, des ihr wartet.
12. Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und mich bitten, und ich will 
euch erhren.
13. Ihr werdet mich suchen und finden. Denn so ihr mich von ganzem Herzen 
suchen werdet,
14. so will ich mich von euch finden lassen, spricht der Herr, und will 
euer Gefngnis wenden und euch sammeln aus allen Vlkern und von allen 
Orten, dahin ich euch verstoen habe, spricht der Herr; und will euch 
wiederum an diesen Ort bringen, von dannen ich euch habe lassen wegfhren.
15. Denn ihr meinet, der Herr habe euch zu Babel Propheten auferweckt.
16. Denn also spricht der Herr vom Knige, der auf Davids Stuhl sitzt, und 
von allem Volk, das in dieser Stadt wohnet, nmlich von euren Brdern, die 
nicht mit euch hinaus gefangen gezogen sind;
17. ja, also spricht der Herr Zebaoth: Siehe, ich will Schwert, Hunger und 
Pestilenz unter sie schicken und will mit ihnen umgehen wie mit den bsen 
Feigen, da einem vor ekelt zu essen;
18. und will hinter ihnen her sein mit Schwert, Hunger und Pestilenz; und 
will sie in keinem Knigreich auf Erden bleiben lassen, da sie sollen zum 
Fluch, zum Wunder, zum Hohn und zum Spott unter allen Vlkern werden, 
dahin ich sie verstoen werde,
19. darum da sie meinen Worten nicht gehorchen, spricht der Herr, der ich 
meine Knechte, die Propheten, zu euch stets gesandt habe; aber ihr wolltet 
nicht hren, spricht der Herr.
20. Ihr aber alle, die ihr gefangen seid weggefhret, die ich von 
Jerusalem habe gen Babel ziehen lassen, hret des Herrn Wort!
21. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels, wider Ahab, den Sohn 
Kolajas, und wider Zedekia, den Sohn Masejas, die euch falsch weissagen in 
meinem Namen: Siehe, ich will sie geben in die Hnde Nebukadnezars, des 
Knigs zu Babel, der soll sie schlagen lassen vor euren Augen,
22. da man wird aus denselbigen einen Fluch machen unter allen Gefangenen 
aus Juda, die zu Babel sind, und sagen: Der Herr tue dir wie Zedekia und 
Ahab, welche der Knig zu Babel auf Feuer braten lie,
23. darum da sie eine Torheit in Israel begingen und trieben Ehebruch 
mit. der andern Weibern und predigten falsch in meinem Namen, das ich 
ihnen nicht befohlen hatte. Solches wei ich und zeuge es, spricht der 
Herr.
24. Und wider Semaja von Nehalam sollst du sagen:
25. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Darum da du unter 
deinem Namen hast Briefe gesandt zu allem Volk, das zu Jerusalem ist, und 
zum Priester Zephanja, dem Sohn Masejas, und zu allen Priestern und gesagt:
26. Der Herr hat dich zum Priester gesetzt anstatt des Priesters Jehojada, 
da ihr sollt Aufseher sein im Hause des Herrn ber alle Wahnsinnigen und 
Weissager, da du sie in Kerker und Stock legest.
27. Nun, warum strafst du denn nicht Jeremia von Anathoth, der euch 
weissaget,
28. darum da er zu uns gen Babel geschickt hat und lassen sagen: Es wird 
noch lange whren; bauet Huser, darin ihr wohnet, und pflanzet Grten, 
da ihr die Frchte davon esset.
29. Denn Zephanja, der Priester, hatte denselben Brief gelesen und den 
Propheten Jeremia lassen zuhren.
30. Darum geschah des Herrn Wort zu Jeremia und sprach:
31. Sende hin zu allen Gefangenen und la ihnen sagen: So spricht der Herr 
wider Semaja von Nehalam: Darum da euch Semaja weissaget, und ich habe 
ihn doch nicht gesandt, und macht, da ihr auf Lgen vertrauet,
32. darum spricht der Herr also: Siehe, ich will Semaja von Nehalam 
heimsuchen samt seinem Samen, da der Seinen keiner soll unter diesem Volk 
bleiben, und soll das Gute nicht sehen, das ich meinem Volk tun will, 
spricht der Herr; denn er hat sie mit seiner Rede vom Herrn abgewendet.
Der Prophet Jeremia 30
1. Dies ist das Wort, das vom Herrn geschah zu Jeremia:
2. So spricht der Herr, der Gott Israels: Schreibe dir alle Worte in ein 
Buch, die ich zu dir rede.
3. Denn siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da ich f das 
Gefngnis meines Volks, beide, Israels und Judas, wenden will, spricht der 
Herr, und will sie wiederbringen in das Land, das ich ihren Vtern gegeben 
habe, da sie es besitzen sollen.
4. Dies sind aber die Worte, welche der Herr redet von Israel und Juda.
5. Denn so spricht der Herr: Wir hren ein Geschrei des Schreckens; es ist 
eitel Furcht da und kein Friede.
6. Aber forschet doch und sehet, ob ein Mannsbild gebren mge? Wie geht 
es denn zu, da ich alle Mnner sehe ihre Hnde auf ihren Hften haben, 
wie Weiber in Kindesnten, und alle Angesichte so bleich sind?
7. Es ist ja ein groer Tag, und seinesgleichen ist nicht gewesen, und ist 
eine Zeit der Angst in Jakob; noch soll ihm daraus geholfen werden.
8. Es soll aber geschehen zu derselbigen Zeit, spricht der Herr Zebaoth, 
da ich sein Joch von deinem Halse zerbrechen will und deine Bande 
zerreien, da er darin nicht mehr den Fremden dienen mu,
9. sondern dem Herrn, ihrem Gott, und ihrem Knige David, welchen ich 
ihnen erwecken will.
10. Darum frchte du dich nicht, mein Knecht Jakob, spricht der Herr, und 
entsetze dich nicht, Israel! Denn siehe, ich will dir helfen aus fernen 
Landen und deinem Samen aus dem Lande ihres Gefngnisses, da Jakob soll 
wiederkommen, in Frieden leben und Genge haben; und niemand soll ihn 
schrecken.
11. Denn ich bin bei dir, spricht der Herr, da ich dir helfe. Denn ich 
will's mit allen Heiden ein Ende machen, dahin ich dich zerstreuet habe; 
aber mit dir will ich's nicht ein Ende machen; zchtigen aber will ich 
dich mit Mae, da du dich nicht unschuldig haltest.
12. Denn also spricht der Herr: Dein Schade ist verzweifelt bse, und 
deine Wunden sind unheilbar.
13. Deine Sache handelt niemand, da er sie verbnde; es kann dich niemand 
heilen.
14. Alle deine Liebhaber vergessen dein, fragen nichts danach. Ich habe 
dich geschlagen, wie ich einen Feind schlge, mit unbarmherziger Staupe um 
deiner groen Missetat und um deiner starken Snden willen.
15. Was schreiest du ber deinen Schaden und ber deinen verzweifelt bsen 
Schmerzen? Habe ich dir doch solches getan um deiner groen Missetat und 
um deiner starken Snden willen.
16. Darum alle, die dich. gefressen haben, sollen gefressen werden, und 
alle, die dich gengstet haben, sollen alle gefangen werden, und die dich 
beraubet haben, sollen beraubet werden, und alle, die dich geplndert 
haben, sollen geplndert werden.
17. Aber dich will ich wieder gesund machen und deine Wunden heilen; 
spricht der Herr, darum da man dich nennet die Verstoene, und Zion sei, 
nach der niemand frage.
18. So spricht der Herr: Siehe; ich will das Gefngnis der Htten Jakobs 
wenden und mich ber seine Wohnung erbarmen; und die Stadt soll wieder auf 
ihre Hgel gebauet werden, und der Tempel soll stehen nach seiner Weise.
19. Und soll von dannen herausgehen Lob- und Freudengesang; denn ich will 
sie mehren und nicht mindern; ich will sie herrlich machen und nicht 
kleinern.
20. Ihre Shne sollen sein gleichwie vorhin, und ihre Gemeine vor mir 
gedeihen; denn ich will heimsuchen alle, die sie plagen.
21. Und ihr Frst soll aus ihnen herkommen und ihr Herrscher von ihnen 
ausgehen und er soll zu mir nahen; denn wer ist der, so mit willigem 
Herzen zu mir nahet? spricht der Herr.
22. Und ihr sollt mein Volk sein, und ich will euer Gott sein.
23. Siehe, es wird ein Wetter des Herrn mit Grimm kommen, ein schrecklich 
Ungewitter wird den Gottlosen auf den Kopf fallen.
24. Denn des Herrn grimmiger Zorn wird nicht nachlassen, bis er tue und 
ausrichte, was er im Sinn hat. Zur letzten Zeit werdet ihr solches 
erfahren.
Der Prophet Jeremia 31
1. Zur selbigen Zeit, spricht der Herr, will ich aller Geschlechter 
Israels Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.
2. So spricht der Herr: Das Volk, so berblieben ist vom Schwert, hat 
Gnade funden in der Wste; Israel zeucht hin zu seiner Ruhe.
3. Der Herr ist mir erschienen von ferne: Ich habe dich je und je 
geliebet, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Gte.
4. Wohlan, ich will dich wiederum bauen, da du sollst gebauet heien. Du 
Jungfrau Israel, du sollst noch frhlich pauken und herausgehen an den 
Tanz.
5. Du sollst wiederum Weinberge pflanzen an den Bergen Samaria; pflanzen 
wird man und dazu pfeifen.
6. Denn es wird die Zeit noch kommen, da die Hter an dem Gebirge Ephraim 
werden rufen: Wohlauf und lat uns hinaufgehen gen Zion zu dem Herrn, 
unserm Gott!
7. Denn also spricht der Herr: Rufet ber Jakob mit Freuden und jauchzet 
ber das Haupt unter den Heiden; rufet laut, rhmet und sprechet: Herr, 
hilf deinem Volk, den brigen in Israel!
8. Siehe, ich will sie aus dem Lande der Mitternacht bringen und will sie 
sammeln aus den Enden der Erde, beide, Blinde, Lahme, Schwangere und 
Kindbetterinnen, da sie mit groem Haufen wieder hieher kommen sollen.
9. Sie werden weinend kommen und betend, so will ich sie leiten; ich will 
sie leiten an den Wasserbchen auf schlechtem Wege, da sie sich nicht 
stoen; denn ich bin Israels Vater, so ist Ephraim mein erstgeborner Sohn.
10. Hret, ihr Heiden, des Herrn Wort und verkndiget es ferne in die 
Inseln und sprechet: Der Israel zerstreuet hat, der wird's auch wieder 
sammeln, und wird sie hten wie ein Hirte seine Herde.
11. Denn der Herr wird Jakob erlsen und von der Hand des Mchtigen 
erretten.
12. Und sie werden kommen und auf der Hhe zu Zion jauchzen und werden 
sich zu den Gaben des Herrn hufen, nmlich zum Getreide, Most, l und 
jungen Schafen und Ochsen, da ihre Seele wird sein wie ein wasserreicher 
Garten und nicht mehr bekmmert sein sollen.
13. Alsdann werden die Jungfrauen frhlich am Reigen sein, dazu die junge 
Mannschaft und die Alten miteinander. Denn ich will ihr Trauern in Freude 
verkehren und sie trsten und sie erfreuen nach ihrer Betrbnis.
14. Und. ich will der Priester Herz voll Freude machen, und mein Volk soll 
meiner Gaben die Flle haben, spricht der Herr.
15. So spricht der Herr: Man hret eine klgliche Stimme und bitteres 
Weinen auf der Hhe; Rahel weinet ber ihre Kinder und will sich nicht 
trsten lassen ber ihre Kinder, denn es ist aus mit ihnen.
16. Aber der Herr spricht also: la dein Schreien und Weinen und die 
Trnen deiner Augen; denn deine Arbeit wird wohl belohnet werden, spricht 
der Herr. Sie sollen wiederkommen aus dem Lande des. Feindes.
17. Und deine Nachkommen haben viel Gutes zu gewarten, spricht der Herr; 
denn deine Kinder sollen wieder in ihre Grenze kommen.
18. Ich habe wohl gehret, wie Ephraim klagt: Du hast mich gezchtiget, 
und ich bin auch gezchtiget wie ein geil Kalb. Bekehre du mich, so werde 
ich bekehret; denn du, Herr, bist mein Gott!
19. Da ich bekehret ward, tat ich Bue; denn nachdem ich gewitzigt bin, 
schlage ich mich auf die Hfte. Denn ich bin zuschanden worden und stehe 
schamrot; denn ich mu leiden den Hohn meiner Jugend.
20. Ist nicht Ephraim mein teurer Sohn und mein trautes Kind? Denn ich 
denke noch wohl daran, was ich ihm geredet habe; darum bricht mir mein 
Herz gegen ihn, da ich mich sein erbarmen mu, spricht der Herr.
21. Richte dir auf Grabzeichen, setze dir Trauermale und richte dein Herz 
auf die gebahnte Strae, darauf ich gewandelt habe. Kehre wieder, Jungfrau 
Israel; kehre dich wieder zu diesen deinen Stdten!
22. Wie lange willst du in der Irre gehen, du abtrnnige Tochter? Denn der 
Herr wird ein Neues im Lande erschaffen: das Weib wird den Mann umgeben.
23. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Man wird noch dies Wort 
wieder reden im Lande Juda und in seinen Stdten, wenn ich ihr Gefngnis 
wenden werde: Der Herr segne dich, du Wohnung der Gerechtigkeit, du 
heiliger Berg!
24. Und Juda samt allen seinen Stdten sollen drinnen wohnen, dazu 
Ackerleute und die mit Herden umherziehen.
25. Denn ich will die mden Seelen erquicken und die bekmmerten Seelen
26. Darum bin ich aufgewacht und sah auf und habe so sanft geschlafen.
27. Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da ich das Haus Israel 
und das Haus Juda besamen will, beide, mit Menschen und Vieh.
28. Und gleichwie ich ber sie gewacht habe, auszureuten, zu reien, 
abzubrechen, zu verderben und zu plagen, also will ich ber sie wachen, zu 
bauen und zu pflanzen, spricht der Herr.
29. Zur selbigen Zeit wird man nicht mehr sagen: Die Vter haben Herlinge 
gegessen, und der Kinder Zhne sind stumpf worden,
30. sondern ein jeglicher wird um seiner Missetat willen sterben; und 
welcher Mensch Herlinge isset, dem sollen seine Zhne stumpf werden.
31. Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da will ich mit dem Hause 
Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund machen,
32. nicht wie der Bund gewesen ist, den ich mit ihren Vtern machte, da 
ich sie bei der Hand nahm, da ich sie aus gyptenland fhrete, welchen 
Bund sie nicht gehalten haben, und ich sie zwingen mute, spricht der Herr,
33. sondern das soll der Bund sein, den ich mit dem Hause Israel machen 
will nach dieser Zeit, spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Herz 
geben und in ihren Sinn schreiben; und sie sollen mein Volk sein, so will 
ich ihr Gott sein.
34. Und wird keiner den andern noch ein Bruder den andern lehren und 
sagen: Erkenne den Herrn! sondern sie sollen mich alle kennen, beide, 
klein und gro, spricht der Herr. Denn ich will ihnen ihre Missetat 
vergeben und ihrer Snde nimmermehr gedenken.
35. So spricht der Herr, der die Sonne dem Tage zum Licht gibt und den 
Mond und die Sterne nach ihrem Lauf der Nacht zum Licht, der das Meer 
bewegt, da seine Wellen brausen, Herr Zebaoth ist sein Name:
36. Wenn solche Ordnungen abgehen vor mir, spricht der Herr, so soll auch 
aufhren der Same Israels, da er nicht mehr ein Volk vor mir sei ewiglich.
37. So spricht der Herr: Wenn man den Himmel oben kann messen und den 
Grund der Erde erforschen, so will ich auch verwerfen den ganzen Samen 
Israels um alles, das sie tun, spricht der Herr.
38. Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da die Stadt des Herrn 
soll gebauet werden vom Turm Hananeel an bis ans Ecktor.
39. Und die Richtschnur wird neben demselben weiter herausgehen bis an den 
Hgel. Gareb und sich gen Gaath wenden.
40. Und das ganze Tal der Leichen und der Asche samt dem ganzen Acker bis 
an den Bach Kidron, bis zu der Ecke am Rotor gegen Morgen wird dem Herrn 
heilig sein, da es nimmermehr zerbrochen noch abgebrochen soll werden.
Der Prophet Jeremia 32
1. Dies ist das Wort, das vom Herrn geschah zu Jeremia im zehnten Jahr 
Zedekias, des Knigs Judas, welches ist das achtzehnte Jahr Nebukadnezars.
2. Dazumal belagerte das Heer des Knigs zu Babel Jerusalem. Aber der 
Prophet Jeremia lag gefangen im Vorhofe des Gefngnisses am Hause des 
Knigs Judas,
3. dahin Zedekia, der Knig Judas, ihn hatte lassen verschlieen und 
gesagt: Warum weissagest du und sprichst: So spricht der Herr: Siehe, ich 
gehe diese Stadt in die Hnde des Knigs zu Babel, und er soll sie 
gewinnen,
4. und Zedekia, der Knig Judas, soll den Chaldern nicht entrinnen, 
sondern ich will ihn dem Knige zu Babel in die Hnde geben, da er 
mndlich mit ihm reden und mit seinen Augen ihn sehen soll;
5. und er wird Zedekia gen Babel fhren, da soll er auch bleiben, bis da 
ich ihn heimsuche, spricht der Herr; denn ob ihr schon wider die Chalder 
streitet, soll euch doch nichts gelingen.
6. Und Jeremia sprach: Es ist des Herrn Wort geschehen zu mir und spricht:
7. Siehe, Hanameel, der Sohn Sallums, deines Vetters, kommt zu dir und 
wird sagen: Lieber, kaufe du meinen Acker zu Anathoth; denn du hast das 
nchste Freundrecht dazu, da du ihn kaufen sollst.
8. Also kam Hanameel, meines Vetters Sohn, wie der Herr gesagt hatte, zu 
mir vor den Hof des Gefngnisses und sprach zu mir: Lieber, kaufe meinen 
Acker zu Anathoth, der im Lande Benjamin liegt; denn du hast Erbrecht dazu 
und du bist der Nchste; Lieber, kaufe ihn! Da merkte ich, da es des 
Herrn Wort wre,
9. und kaufte den Acker von Hanameel, meines Vetters Sohn, zu Anathoth und 
wog ihm das Geld dar, sieben Sekel und zehn Silberlinge,
10. und schrieb einen Brief und versiegelte ihn und nahm Zeugen dazu und 
wog das Geld dar auf einer Waage.
11. Und nahm zu mir den versiegelten Kaufbrief nach dem Recht und 
Gewohnheit und eine offene Abschrift
12. und gab den Kaufbrief Baruch, dem Sohn Nerias, des Sohns Mahasejas, in 
Gegenwart Hanameels, meines Vetters, und der Zeugen, die im Kaufbriefe 
geschrieben stunden, und aller Juden, die am Hofe des Gefngnisses 
wohneten,
13. und befahl Baruch vor ihren Augen und sprach:
14. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Nimm diese Briefe, den 
versiegelten Kaufbrief samt dieser offenen Abschrift und lege sie in ein 
irden Gef, da sie lange bleiben mgen.
15. Denn so spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Noch soll man 
Huser, cker und Weinberge kaufen in diesem Lande.
16. Und da ich den Kaufbrief hatte Baruch, dem Sohn Nerias, gegeben, 
betete ich zum Herrn und sprach:
17. Ach, Herr Herr, siehe, du hast Himmel und Erde gemacht durch deine 
groe Kraft und durch deinen ausgestreckten Arm, und ist kein Ding vor dir 
unmglich;
18. der du wohltust viel Tausenden und vergiltst die Missetat der Vter in 
den Busen ihrer Kinder nach ihnen, du groer und starker Gott; Herr 
Zebaoth ist dein Name;
19. gro von Rat und mchtig von Tat; und deine Augen stehen offen ber 
alle Wege der Menschenkinder, da du einem jeglichen gebest nach seinem 
Wandel und nach der Frucht seines Wesens;
20. der du in gyptenland hast Zeichen und Wunder getan bis auf diesen 
Tag, beide, an Israel und Menschen, und hast dir einen Namen gemacht, wie 
er heutigestages ist,
21. und hast dein Volk Israel aus gyptenland gefhret durch Zeichen und 
Wunder, durch eine mchtige Hand, durch ausgestreckten Arm und durch gro 
Schrecken
22. und hast ihnen dies Land gegeben, welches du ihren Vtern geschworen 
hattest, da du es ihnen geben wolltest, ein Land, da Milch und Honig 
innen fleut,
23. und da sie hineinkamen und es besaen, gehorchten sie deiner Stimme 
nicht, wandelten auch nicht nach deinem Gesetze, und alles, was du ihnen 
gebotest, da sie tun sollten, das lieen sie, darum du auch ihnen all 
dies Unglck lieest widerfahren:
24. Siehe, diese Stadt ist belagert, da sie gewonnen und vor Schwert, 
Hunger und Pestilenz in der Chalder Hnde, welche wider sie streiten, 
gegeben werden mu; und wie du geredet hast, so gehet es, das siehest du;
25. und du, Herr Herr, sprichst zu mir: Kaufe du einen Acker um Geld und 
nimm Zeugen dazu, so doch die Stadt in der Chalder Hnde gegeben wird?
26. Und des Herrn Wort geschah zu Jeremia und sprach:
27. Siehe, ich, der Herr, bin ein Gott alles Fleisches. Sollte mir etwas 
unmglich sein?
28. Darum so spricht der Herr also: Siehe, ich gebe diese Stadt in der 
Chalder Hnde und in die Hand Nebukadnezars, des Knigs zu Babel; und er 
soll sie gewinnen.
29. Und die Chalder so wider diese Stadt streiten, werden hereinkommen 
und sie mit Feuer anstecken und verbrennen samt den Husern, da sie auf 
den Dchern Baal geruchert und andern Gttern Trankopfer geopfert haben, 
auf da sie mich erzrneten.
30. Denn die Kinder Israel und die Kinder Juda haben von ihrer Jugend auf 
getan, das mir bel gefllt, und die Kinder Israel haben mich erzrnet 
durch ihrer Hnde Werk, spricht der Herr.
31. Denn seit der Zeit diese Stadt gebauet ist, bis auf diesen Tag, hat 
sie mich zornig und grimmig gemacht, da ich sie mu von meinem Angesicht 
wegtun
32. um all der Bosheit willen der Kinder Israel und der Kinder Juda, die 
sie getan haben, da sie mich erzrneten. Sie, ihre Knige, Frsten, 
Priester und Propheten, und die in Juda und Jerusalem wohnen,
33. haben mir den Rcken und nicht das Angesicht zugekehret, wiewohl ich 
sie stets lehren lie; aber sie wollten nicht hren noch sich bessern.
34. Dazu haben sie ihre Greuel in das Haus gesetzt, das von mir den Namen 
hat, da sie es verunreinigten,
35. und haben die Hhen des Baal gebauet im Tal Ben-Hinnom, da sie ihre 
Shne und Tchter dem Moloch verbrenneten, davon ich ihnen nichts befohlen 
habe, und ist mir nie in Sinn kommen, da sie solchen Greuel tun sollten, 
damit sie Juda also zu Snden brchten.
36. Und nun, um deswillen spricht der Herr, der Gott Israels, also von 
dieser Stadt, davon ihr saget, da sie werde vor Schwert, Hunger und 
Pestilenz in die Hnde des Knigs zu Babel gegeben:
37. Siehe, ich will sie sammeln aus allen Landen, dahin ich sie verstoe 
durch meinen groen Zorn, Grimm und Unbarmherzigkeit, und will sie 
wiederum an diesen Ort bringen, da sie sollen sicher wohnen.
38. Und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein
39. und will ihnen einerlei Herz und Wesen geben, da sie mich frchten 
sollen ihr Leben lang, auf da ihnen und ihren Kindern nach ihnen wohlgehe.
40. Und will einen ewigen Bund mit ihnen machen, da ich nicht will 
ablassen, ihnen Gutes zu tun, und will ihnen meine Furcht ins Herz geben, 
da sie nicht von mir weichen.
41. Und soll meine Lust sein, da ich ihnen Gutes tun soll; und ich will 
sie in diesem Lande pflanzen, treulich, von ganzem Herzen und von ganzer 
Seele.
42. Denn so spricht der Herr: Gleichwie ich ber dies Volk habe kommen 
lassen all dies groe Unglck, also will ich auch alles Gute ber sie 
kommen lassen, das ich ihnen geredet habe.
43. Und sollen noch Acker gekauft werden in diesem Lande, davon ihr saget, 
es werde wst liegen, da weder Leute noch Vieh drinnen bleibe, und werde 
in der Chalder Hnde gegeben.
44. Dennoch wird man Acker um Geld kaufen und verbriefen, versiegeln und 
bezeugen im Lande Benjamin und um Jerusalem her und in den Stdten Judas, 
in Stdten auf den Gebirgen, in Stdten in Grnden und in Stdten gegen 
Mittag. Denn ich will ihr Gefngnis wenden, spricht der Herr.
Der Prophet Jeremia 33
1. Und des Herrn Wort geschah zu Jeremia zum andernmal, da er noch im 
Vorhof des Gefngnisses verschlossen war, und sprach:
2. So spricht der Herr, der solches macht, tut und ausrichtet; Herr ist 
sein Name:
3. Rufe mich, so will ich dir antworten und will dir anzeigen groe und 
gewaltige Dinge, die du nicht weit.
4. Denn so spricht der Herr, der Gott Israels, von den Husern dieser 
Stadt und von den Husern der Knige Judas, welche abgebrochen sind, 
Bollwerk zu machen zur Wehre,
5. und von denen, so hereinkommen sind, da sie wider die Chalder 
streiten mgen, da sie dieselbigen fllen mssen mit toten Leichnamen, 
welche ich in meinem Zorn und Grimm erschlagen will; denn ich habe mein 
Angesicht von dieser Stadt verborgen um aller ihrer Bosheit willen:
6. Siehe, ich will sie heilen und gesund machen und will sie des Gebets um 
Frieden und Treue gewhren.
7. Denn ich will das Gefngnis Judas und das Gefngnis Israels wenden und 
will sie bauen wie von Anfang;
8. und will sie reinigen von aller Missetat, damit sie wider mich 
gesndiget haben, und will ihnen vergeben alle Missetat, damit sie wider 
mich gesndigt und bertreten haben.
9. Und das soll mir ein frhlicher Name, Ruhm und Preis sein unter allen 
Heiden auf Erden, wenn sie hren werden all das Gute, das ich ihnen tue. 
Und werden sich verwundern und entsetzen ber all dem Guten und ber all 
dem Frieden, den ich ihnen geben will.
10. So spricht der Herr: An diesem Ort, davon ihr saget: Er ist Wst, weil 
weder Leute noch Vieh in den Stdten Judas und auf den Gassen zu Jerusalem 
bleibet, die so verwstet sind, da weder Leute noch Brger noch Vieh 
drinnen ist,
11. wird man dennoch wiederum hren Geschrei von Freude und Wonne, die 
Stimme des Brutigams und der Braut und die Stimme derer, so da sgen: 
Danket dem Herrn Zebaoth, da er so gndig ist und tut immerdar Gutes! und 
derer, so da Dankopfer bringen zum Hause des Herrn. Denn ich will des Land 
es Gefngnis wenden wie von Anfang, spricht der Herr.
12. So spricht der Herr Zebaoth: An diesem Ort, der so wst ist, da weder 
Leute noch Vieh drinnen sind, und in allen seinen Stdten werden dennoch 
wiederum Hirtenhuser sein, die da Herden weiden,
13. beide, in Stdten auf den Gebirgen und in Stdten in Grnden und in 
Stdten gegen Mittag, im Lande Benjamin und um Jerusalem her und in 
Stdten Judas; es sollen dennoch wiederum die Herden gezhlet aus- und 
eingehen, spricht der Herr.
14. Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da ich das gndige Wort 
erwecken will, welches ich dem Hause Israel und dem Hause Juda geredet 
habe.
15. In denselbigen Tagen und zur selbigen Zeit will ich dem David ein 
gerecht Gewchs aufgehen lassen; und soll ein Knig sein, der wohl 
regieren wird, und soll Recht und Gerechtigkeit anrichten auf Erden.
16. Zur selbigen Zeit soll Juda geholfen werden und Jerusalem sicher 
wohnen; und man wird ihn nennen: Der Herr, der unsere Gerechtigkeit ist.
17. Denn so spricht der Herr: Es soll nimmermehr fehlen, es soll einer von 
David sitzen auf dem Stuhl des Hauses Israel.
18. Desgleichen soll's nimmermehr fehlen, es sollen Priester und Leviten 
sein vor mir, die da Brandopfer tun und Speisopfer anznden und Opfer 
schlachten ewiglich.
19. Und des Herrn Wort geschah zu Jeremia und sprach:
20. So spricht der Herr: Wenn mein Bund aufhren wird mit dem Tage und 
Nacht, da nicht Tag und Nacht sei zu seiner Zeit,
21. so wird auch mein Bund aufhren mit meinem Knechte David, da er nicht 
einen Sohn habe zum Knige auf seinem Stuhl, und mit den Leviten und 
Priestern, meinen Dienern.
22. Wie man des Himmels Heer nicht zhlen noch den Sand am Meer nicht 
messen kann, also will ich mehren den Samen Davids, meines Knechts, und 
die Leviten, die mir dienen.
23. Und des Herrn Wort geschah zu Jeremia und sprach:
24. Hast du nicht gesehen, was dies Volk redet und spricht: Hat doch der 
Herr auch die zwei Geschlechter verworfen, welche er auserwhlet hatte; 
und lstern mein Volk, als sollten sie nicht mehr mein Volk sein.
25. So spricht der Herr: Halte ich meinen Bund nicht mit Tag und Nacht 
noch die Ordnung des Himmels und der Erde,
26. so will ich auch verwerfen den Samen Jakobs und Davids, meines 
Knechts, da ich nicht aus ihrem Samen nehme, die da herrschen ber den 
Samen Abrahams, Isaaks und Jakobs. Denn ich will ihr Gefngnis wenden und 
mich ber sie erbarmen.
Der Prophet Jeremia 34
1. Dies ist das Wort, das vom Herrn geschah zu Jeremia, da Nebukadnezar, 
der Knig zu Babel, samt all seinem Heer und allen Knigreichen auf Erden, 
so unter seiner Gewalt waren, und allen Vlkern stritten wider Jerusalem 
und alle ihre Stdte, und sprach:
2. So spricht der Herr, der Gott Israels: Gehe hin und. sage Zedekia, dem 
Knige Judas, und sprich zu ihm: So spricht der Herr: Siehe, ich will 
diese Stadt in die Hnde des Knigs zu Babel geben, und er soll sie mit 
Feuer verbrennen.
3. Und du sollst seiner Hand nicht entrinnen, sondern gegriffen und in 
seine Hand gegeben werden, da du ihn mit Augen sehen und mndlich mit ihm 
reden wirst und gen Babel kommen.
4. So hre doch, Zedekia, du Knig Judas, des Herrn Wort! So spricht der 
Herr von dir: Du sollst nicht durchs Schwert sterben
5. sondern du sollst im Frieden sterben. Und wie man ber deine Vter, die 
vorigen Knige, so vor dir gewesen sind, gebrannt hat, so wird man auch 
bet dich brennen und dich klagen: Ach, Herr! Denn ich habe es geredet, 
spricht der Herr.
6. Und der Prophet Jeremia redete alle diese Worte zu Zedekia, dem Knige 
Judas, zu Jerusalem,
7. da das Heer des Knigs zu Babel schon stritt wider Jerusalem und wider 
alle brigen Stdte Judas, nmlich wider Lachis und Aseka; denn diese 
waren, als die festen Stdte, noch berblieben unter den Stdten Judas.
8. Dies ist das Wort, so vom Herrn geschah zu Jeremia, nachdem der Knig 
Zedekia einen Bund gemacht hatte mit dem ganzen Volk zu Jerusalem; ein 
Freijahr auszurufen,
9. da ein jeglicher seinen Knecht und ein jeglicher seine Magd, so Ebrer 
und Ebrerinnen wren, sollte freigeben, da kein Jude den andern unter 
denselben leibeigen hielte.
10. Da gehorchten alle Frsten und alles Volk, die solchen Bund 
eingegangen waren, da ein jeglicher sollte seinen Knecht und seine Magd 
freigeben und sie nicht mehr leibeigen halten, und gaben sie los.
11. Aber danach kehreten sie sich um und forderten die Knechte und Mgde 
wieder zu sich, die sie freigegeben hatten, und zwangen sie, da sie 
Knechte und Mgde sein muten.
12. Da geschah des Herrn Wort zu Jeremia vom Herrn und sprach:
13. So spricht der Herr, der Gott Israels: Ich habe einen Bund gemacht mit 
euren Vtern, da ich sie aus gyptenland, aus dem Diensthause, fhrete, 
und sprach:
14. Wenn sieben Jahre um sind, so soll ein jeglicher seinen Bruder, der 
ein Ebrer ist und sich ihm verkauft und sechs Jahre gedienet hat, frei 
von sich lassen. Aber eure Vter gehorchten mir nicht und neigten ihre 
Ohren nicht.
15. So habt ihr euch heute bekehret und getan, das mir wohlgefiel, da ihr 
ein Freijahr lieet ausrufen, ein jeglicher seinem Nchsten, und habt des 
einen Bund gemacht vor mir im Hause, das nach meinem Namen genannt ist.
16. Aber ihr seid umgeschlagen und entheiliget meinen Namen; und ein 
jeglicher fordert seinen Knecht und seine Magd wieder, die ihr hattet 
freigegeben, da sie ihr selbst eigen wren, und zwinget sie nun, da sie 
eure Knechte und Mgde sein mssen.
17. Darum spricht der Herr also: Ihr gehorchet mir nicht, da ihr ein 
Freijahr ausriefet, ein jeglicher seinem Bruder und seinem Nchsten; 
siehe, so rufe ich, spricht der Herr, euch ein Freijahr aus zum Schwert, 
zur Pestilenz, zum Hunger und will euch in keinem Knigreich auf Erden 
bleibenlassen.
18. Und will die Leute, so meinen Bund bertreten und die Worte des 
Bundes, den sie vor mir gemacht haben, nicht halten, so machen wie das 
Kalb, das sie in zwei Stcke geteilet haben und zwischen den Teilen 
hingegangen sind,
19. nmlich die Frsten Judas, die Frsten Jerusalems, die Kmmerer, die 
Priester und das ganze Volk im Lande, so zwischen des Kalbes Stcken 
hingegangen sind.
20. Und will sie geben in ihrer Feinde Hand und derer, die ihnen nach dem 
Leben stehen, da ihre Leichname sollen den Vgeln unter dem Himmel und 
den Tieren auf Erden zur Speise werden.
21. Und Zedekia, den Knig Judas, und seine Frsten will ich geben in die 
Hnde ihrer Feinde und derer, die ihnen nach dem Leben stehen, und dem 
Heer des Knigs zu Babel, die jetzt von euch abgezogen sind.
22. Denn siehe, ich will ihnen befehlen, spricht der Herr, und will sie 
wieder vor diese Stadt bringen, und sollen wider sie streiten und sie 
gewinnen und mit Feuer verbrennen; und will die Stdte Judas verwsten, 
da niemand mehr da wohnen soll.
Der Prophet Jeremia 35
1. Dies ist das Wort, das vom Herrn geschah zu Jeremia zur Zeit Jojakims, 
des Sohns Josias, des Knigs Judas, und sprach:
2. Gehe hin in der Rechabiter Haus und rede mit ihnen und fhre sie in des 
Herrn Haus in der Kapellen eine, und schenke ihnen Wein.
3. Da nahm ich Jasanja, den Sohn Jeremias, des Sohns Habazinjas, samt 
seinen Brdern und allen seinen Shnen und das ganze Haus der Rechabiter
4. und fhrete sie in des Herrn Haus, in die Kapelle der Kinder Hanans, 
des Sohns Jegdaljas, des Mannes Gottes, welche neben der Frsten Kapelle 
ist, ber der Kapelle Masejas, des Sohns Sallums, des Torhters.
5. Und ich setzte den Kindern von der Rechabiter Hause Becher voll Weins 
und Schalen vor und sprach zu ihnen: Trinket Wein!
6. Sie aber antworteten: Wir trinken nicht Wein; denn unser Vater Jonadab, 
der Sohn Rechabs, hat uns geboten und gesagt: Ihr und eure Kinder sollet 
nimmermehr keinen Wein trinken
7. und kein Haus bauen, keinen Samen sen, keinen Weinberg pflanzen noch 
haben, sondern sollet in Htten wohnen euer Leben lang, auf da ihr lange 
lebet im Lande, darin ihr wallet.
8. Also gehorchen wir der Stimme unsers Vaters Jonadab, des Sohns Rechabs, 
in allem, das er uns geboten hat, da wir keinen Wein trinken unser Leben 
lang, weder wir noch unsere Weiber noch Shne noch Tchter,
9. und bauen auch keine Huser, darin wir wohneten, und haben weder 
Weinberge noch Acker noch Samen,
10. sondern wohnen in Htten und gehorchen und tun alles, wie unser Vater 
Jonadab geboten hat.
11. Als aber Nebukadnezar der Knig zu Babel, herauf ins Land zog, 
sprachen wir: Kommt, lat uns gen Jerusalem ziehen vor dem Heer der 
Chalder und Syrer; und sind also zu Jerusalem geblieben.
12. Da geschah des Herrn Wort zu Jeremia und sprach:
13. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Gehe hin und sprich zu 
denen in Juda und zu den Brgern zu Jerusalem: Wollt ihr euch denn nicht 
bessern, da ihr meinen Worten gehorchet? spricht der Herr.
14. Die Worte Jonadabs, des Sohns Rechabs, die er seinen Kindern geboten 
hat da sie nicht sollen Wein trinken werden gehalten; und trinken keinen 
Wein bis auf diesen Tag, darum da sie ihres Vaters Gebot gehorchen. Ich 
aber habe stets euch predigen lassen; doch gehorchet ihr mir nicht.
15. So habe ich auch stets zu euch gesandt alle meine Knechte, die 
Propheten, und lassen sagen: Bekehret euch, ein jeglicher von seinem bsen 
Wesen, und bessert euren Wandel und folget nicht andern Gttern nach, 
ihnen zu dienen, so sollt ihr im Lande bleiben; welches ich euch und euren 
Vtern gegeben habe. Aber ihr wolltet eure Ohren nicht neigen noch mir 
gehorchen,
16. so doch die Kinder Jonadabs, des Sohns Rechabs, haben ihres Vaters 
Gebot, das er ihnen geboten hat, gehalten. Aber dies Volk gehorchet mir 
nicht.
17. Darum so spricht der Herr, der Gott Zebaoth und der Gott Israels: 
Siehe, ich will ber Juda und ber alle Brger zu Jerusalem kommen lassen 
all das Unglck, das ich wider sie geredet habe, darum da ich zu ihnen 
geredet habe, und sie nicht wollen hren, ich habe gerufen, und sie mir 
nicht wollen antworten.
18. Und zum Hause der Rechabiter sprach Jeremia: So spricht der Herr 
Zebaoth, der Gott Israels: Darum da ihr dem Gebot eures Vaters Jonadab 
habt gehorchet und alle seine Gebote gehalten und alles getan, was er euch 
geboten hat,
19. darum spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels, also: Es soll dem 
Jonadab, dem Sohn Rechabs, nimmer fehlen, es soll jemand von den Seinen 
allezeit vor mir stehen.
Der Prophet Jeremia 36
1. Im vierten Jahr Jojakims, des Sohns Josias, des Knigs Judas, geschah 
dies Wort zu Jeremia vom Herrn und sprach:
2. Nimm ein Buch und schreibe darein alle Reden, die ich zu dir geredet 
habe ber Israel, ber Juda und alle Vlker von der Zeit an, da ich zu dir 
geredet habe, nmlich von der Zeit Josias an bis auf diesen Tag,
3. ob vielleicht das Haus Juda, wo sie hren all das Unglck, das ich 
ihnen gedenke zu tun, sich bekehren wollten, ein jeglicher von seinem 
bsen Wesen, damit ich ihnen ihre Missetat und Snde vergeben knnte.
4. Da rief Jeremia Baruch, den Sohn Nerias. Derselbige Baruch schrieb in 
ein Buch aus dem Munde Jeremias alle Reden des Herrn, die er zu ihm 
geredet hatte.
5. Und Jeremia gebot Baruch und sprach: Ich bin gefangen, da ich nicht 
kann in des Herrn Haus gehen.
6. Du aber gehe hinein und lies das Buch, darein du des Herrn Reden aus 
meinem Munde geschrieben hast, vor dem Volk im Hause des Herrn am 
Fasttage; und sollst sie auch lesen vor den Ohren des ganzen Juda, die aus 
ihren Stdten hereinkommen,
7. ob sie vielleicht sich mit Beten vor dem Herrn demtigen wollten und 
sich bekehren, ein jeglicher von seinem bsen Wesen; denn der Zorn und 
Grimm ist gro, davon der Herr wider dies Volk geredet hat.
8. Und Baruch, der Sohn Nerias, tat alles, wie ihm der Prophet Jeremia 
befohlen hatte, da er die Reden des Herrn aus dem Buch lse im Hause des 
Herrn.
9. Es begab sich aber im fnften Jahr Jojakims; des Sohns Josias, des 
Knigs Judas, im neunten Monden, da man ein Fasten verkndigte vor dem 
Herrn allem Volk zu Jerusalem und allem Volk, das aus den Stdten Judas 
gen Jerusalem kommt.
10. Und Baruch las aus dem Buch die Reden Jeremias im Hause des Herrn in 
der Kapelle Gemarjas, des Sohns Saphans, des Kanzlers, im obern Vorhofe 
vor dem neuen Tor am Hause des Herrn, vor dem ganzen Volk.
11. Da nun Michaja, der Sohn Gemarjas, des Sohns Saphans, alle Reden des 
Herrn gehret hatte aus dem Buch,
12. ging er hinab in des Knigs Haus, sie ihr selbst eigen wren, und 
zwinget sie nun, da sie eure Knechte und Mgde sein mssen.
13. Und Michaja zeigte ihnen an alle Reden, die er gehret hatte, da 
Baruch las aus dem Buch vor den Ohren des Volks.
14. Da sandten alle Frsten Judi, den Sohn Nethanjas, des Sohns Selemjas, 
des Sohns Chusis, nach Baruch und lieen ihm sagen:. Nimm das Buch, daraus 
du vor dem Volk gelesen hast, mit dir und komm! Und Baruch, der Sohn 
Nerias, nahm das Buch mit sich und kam zu ihnen.
15. Und sie sprachen zu ihm: Setze dich und lies, da wirs hren! Und 
Baruch las ihnen vor ihren Ohren.
16. Und da sie alle die Reden hreten, entsetzten sie sich einer gegen den 
andern und sprachen zu Baruch: Wir wollen alle diese Reden dem Knige 
anzeigen.
17. Und fragten den Baruch: Sage uns, wie hast du alle diese Reden aus 
seinem Munde geschrieben?
18. Baruch sprach zu ihnen: Er las mir alle diese Reden aus seinem Munde, 
und ich schrieb sie mit Tinte ins Buch.
19. Da sprachen die Frsten zu Baruch: Gehe hin und verbirg dich mit 
Jeremia, da niemand wisse, wo ihr seid!
20. Sie aber gingen hinein zum Knige in den Vorhof und lieen das Buch 
behalten in der Kammer Elisamas, des Kanzlers, und sagten vor dem Knige 
an alle diese Reden.
21. Da sandte der Knig den Judi, das Buch zu holen. Derselbige nahm es 
aus der Kammer Elisamas, des Kanzlers. Und Judi las vor dem Knige und 
allen Frsten, die bei dem Knige stunden.
22. Der Knig aber sa im Winterhause, im neunten Monden, vor dem Kamin.
23. Als aber Judi drei oder vier Blatt gelesen hatte, zerschnitt ers mit 
einem Schreibmesser und warf es ins Feuer, das im Kaminherde war, bis das 
Buch ganz verbrannte im Feuer.
24. Und niemand entsetzte sich noch zerri seine Kleider, weder der Knig 
noch seine Knechte, so doch alle diese Reden gehret hatten.
25. Wiewohl Elnathan, Delaja und Gemarja baten den Knig, er wollte das 
Buch nicht verbrennen; aber er gehorchte ihnen nicht.
26. Dazu gebot noch der Knig Jerahmeel, dem Sohn Hamelechs, und Seraja, 
dem Sohn Asriels, und Selemja, dem Sohn Abdeels, sie sollten Baruch, den 
Schreiber, und Jeremia, den Propheten, greifen. Aber der HERR hatte sie 
verborgen.
27. Da geschah des HERRN Wort zu Jeremia, nachdem der Knig das Buch und 
die Reden, so Baruch hatte geschrieben aus dem Munde Jeremias, verbrannt 
hatte, und sprach:
28. Nimm dir wiederum ein ander Buch und schreibe alle vorigen Reden 
darein, die im ersten Buch stunden, welches Jojakim, der Knig Judas, 
verbrannt hat,
29. und sage von Jojakim, dem Knige Judas: So spricht der HERR; Du hast 
dies Buch verbrannt und gesagt: Warum hast du darein geschrieben, da der 
Knig von Babel werde kommen und dies Land verderben und machen; da weder 
Leute noch Vieh drinnen mehr sein werden?
30. Darum spricht der HERR von Jojakim, dem Knige Judas: Er soll keiner 
von den Seinen auf dem Stuhl Davids sitzen, und sein Leichnam soll 
hingeworfen des Tages in der Hitze und des Nachts in dem Frost liegen.
31. Und ich will ihn und seinen Samen und seine Knechte heimsuchen um 
ihrer Missetat willen. Und ich will ber sie und ber die Brger zu 
Jerusalem und ber die in Juda kommen lassen all das Unglck, das ich 
ihnen geredet habe, und sie doch nicht gehorchen.
32. Da nahm Jeremia ein ander Buch und gab es Baruch, dem Sohn Nerias, dem 
Schreiber. Der schrieb darein aus dem Munde Jeremias alle die Reden, so in 
dem Buch stunden, das Jojakim, der Knig Judas, hatte mit Feuer verbrennen 
lassen; und ber dieselbigen wurden der Reden noch viel mehr, denn jener 
waren.
Der Prophet Jeremia 37
1. Und Zedekia, der Sohn Josias, ward Knig anstatt Jechanjas, des Sohns 
Jojakims; denn Nebukadnezar, der Knig zu Babel, machte ihn zum Knige im 
Lande Juda.
2. Aber er und seine Knechte und das Volk im Lande gehorchten nicht des 
Herrn Worten, die er durch den Propheten Jeremia redete.
3. Es sandte gleichwohl der Knig Zedekia Juchal, den Sohn Selemjas, und 
Zephanja, den Sohn Masejas, den Priester, zum Propheten Jeremia und lie 
ihm sagen: Bitte den Herrn, unsern Gott, fr uns!
4. Denn Jeremia ging nun unter dem Volk aus und ein, und legte ihn niemand 
ins Gefngnis.
5. So war das Heer Pharaos aus gypten gezogen, und die Chalder, so vor 
Jerusalem gelegen, da sie solch Gercht gehrt hatten, waren von Jerusalem 
abgezogen.
6. Und des Herrn Wort geschah zum Propheten Jeremia und sprach:
7. So spricht der Herr, der Gott Israels: So saget dem Knige Judas, der 
euch zu mir gesandt hat, mich zu fragen: Siehe, das Heer Pharaos, das euch 
zu Hilfe ist ausgezogen, wird wiederum heim nach gypten ziehen,
8. und die Chalder werden wieder kommen und wider diese Stadt streiten 
und sie gewinnen und mit Feuer verbrennen.
9. Darum spricht der Herr also: Betrget eure Seelen nicht, da ihr 
denket, die Chalder werden von uns abziehen. Sie werden nicht abziehen.
10. Und wenn ihr schon schlget das ganze Heer der Chalder, so wider euch 
streiten, und blieben ihrer etliche verwundet ber, so wrden sie doch ein 
jeglicher in seinem Gezelt sich aufmachen und diese Stadt mit Feuer 
verbrennen.
11. Als nun der Chalder Heer von Jerusalem war abgezogen um des Heers 
willen Pharaos,
12. ging Jeremia aus Jerusalem und wollte ins Land Benjamin gehen, Acker 
zu bestellen unter dem Volk.
13. Und da er unter das Tor Benjamin kam, da war einer bestellet zum 
Torhter mit Namen Jena, der Sohn Selemjas, des Sohns Hananjas; derselbige 
griff den Propheten Jeremia und sprach: Du willst zu den Chaldern fallen.
14. Jeremia sprach: Das ist nicht wahr, ich will nicht zu den Chaldern 
fallen. Aber Jeria wollte ihn nicht hren, sondern griff Jeremia und 
brachte ihn zu den Frsten.
15. Und die Frsten wurden zornig ber Jeremia und lieen ihn schlagen und 
warfen ihn ins Gefngnis im Hause Jonathans, des Schreibers; denselbigen 
setzten sie zum Kerkermeister.
16. Also ging Jeremia in die Grube und Kerker und lag lange Zeit daselbst.
17. Und Zedekia, der Knig, sandte hin und lie ihn holen und fragte ihn 
heimlich in seinem Hause und sprach: Ist auch ein Wort vom Herrn 
vorhanden? Jeremia sprach: Ja; denn du wirst dem Knige zu Babel in die 
Hnde gegeben werden.
18. Und Jeremia sprach zum Knige Zedekia: Was habe ich wider dich, wider 
deine Knechte und wider dies Volk gesndiget, da sie mich in den Kerker 
geworfen haben?
19. Wo sind nun eure Propheten, die euch weissagten und sprachen: Der 
Knig zu Babel wird nicht ber euch noch ber dies Land kommen?
20. Und nun, mein Herr Knig, hre mich und la meine Bitte vor dir gelten 
und la mich nicht wieder in Jonathans, des Schreibers, Haus bringen, da 
ich nicht sterbe daselbst.
21. Da befahl der Knig Zedekia, da man Jeremia im Vorhofe des 
Gefngnisses behalten sollte, und lie ihm des Tages ein Laiblein Brot 
geben aus der Bckergasse, bis da alles Brot in der Stadt auf war. Also 
blieb Jeremia im Vorhofe des Gefngnisses.
Der Prophet Jeremia 38
1. Es hreten aber Saphatja, der Sohn Mathans, und Gedalja, der Sohn 
Pashurs, und Juchal, der Sohn Selemjas, und Pashur, der Sohn Malchias, die 
Rede, so Jeremia zu allem Volk redete und sprach:
2. So spricht der Herr: Wer in dieser Stadt bleibet, der wird durch 
Schwert, Hunger und Pestilenz sterben mssen; wer aber hinausgehet zu den 
Chaldern, der soll lebend bleiben und wird sein Leben wie eine Beute 
davonbringen.
3. Denn also spricht der Herr: Diese Stadt soll bergeben werden dem Heer 
des Knigs zu Babel, und sollen sie gewinnen.
4. Da sprachen die Frsten zum Knige: La doch diesen Mann tten; denn 
mit der Weise wendet er die Kriegsleute ab, so noch brig sind in dieser 
Stadt, desgleichen das ganze Volk auch, weil er solche Worte zu ihnen 
sagt. Denn der Mann sucht nicht, was zum Frieden diesem Volk, sondern was 
zum Unglck dienet.
5. Der Knig Zedekia sprach: Siehe, er ist in euren Hnden; denn der Knig 
kann nichts wider euch.
6. Da nahmen sie Jeremia und warfen ihn in die Grube Malchias; des Sohns 
Hamelechs, die am Vorhofe des Gefngnisses war, und lieen ihn an Seilen 
hinab in die Grube, da nicht Wasser, sondern Schlamm war. Und Jeremia sank 
in den Schlamm.
7. Als aber Ebed-Melech, der Mohr, ein Kmmerer in des Knigs Hause, 
hrete, da man Jeremia hatte in die Grube geworfen, und der Knig eben 
sa im Tor Benjamin,
8. da ging Ebed-Melech aus des Knigs Hause und redete mit dem Knige und 
sprach:
9. Mein Herr Knig, die Mnner handeln bel mit dem Propheten Jeremia, da 
sie ihn haben in die Grube geworfen, da er mu Hungers sterben; denn es 
ist kein Brot mehr in der Stadt.
10. Da befahl der Knig Ebed-Melech, dem Mohren, und sprach: Nimm dreiig 
Mnner mit dir von diesen und zeuch den Propheten Jeremia aus der Grube, 
ehe denn er sterbe.
11. Und Ebed-Melech nahm die Mnner mit sich und ging in des Knigs Haus 
unter die Schatzkammer und nahm daselbst zerrissene und vertragene alte 
Lumpen und lie sie an einem Seil hinab zu Jeremia in die Grube.
12. Und Ebed-Melech, der Mohr, sprach zu Jeremia: Lege diese zerrissenen 
und vertragenen alten Lumpen unter deine Achseln um das Seil. Und Jeremia 
tat also.
13. Und sie zogen Jeremia herauf aus der Grube an den Stricken. Und blieb 
also Jeremia im Vorhofe des Gefngnisses.
14. Und der Knig Zedekia sandte hin und lie den Propheten Jeremia zu 
sich holen unter den dritten Eingang am Hause des Herrn. Und der Knig 
sprach zu Jeremia: Ich will dich etwas fragen; Lieber, verhalte mir nichts!
15. Jeremia sprach zu Zedekia: Sage ich dir etwas, so ttest du mich doch; 
gebe ich dir aber einen Rat, so gehorchest du mir nicht.
16. Da schwur der Knig Zedekia dem Jeremia heimlich und sprach: So wahr 
der Herr lebt, der uns diese Seele gemacht hat, so will ich dich nicht 
tten noch den Mnnern in die Hnde geben, die dir nach deinem Leben 
stehen.
17. Und Jeremia sprach zu Zedekia: So spricht der Herr, der Gott Zebaoth, 
der Gott Israels: Wirst du hinausgehen zu den Frsten des Knigs zu Babel, 
so sollst du leben bleiben, und diese Stadt soll nicht verbrannt werden, 
sondern du und dein Haus sollen bei Leben bleiben.
18. Wirst du aber nicht hinausgehen zu den Frsten des Knigs zu Babel, so 
wird diese Stadt den Chaldern in die Hnde gegeben, und werden sie mit 
Feuer verbrennen, und du wirst auch nicht ihren Hnden entrinnen.
19. Der Knig Zedekia sprach zu Jeremia: Ich besorge mich aber, da ich 
den Juden, so zu den Chaldern gefallen sind, mchte bergeben werden, da 
sie mein spotten.
20. Jeremia sprach: Man wird dich nicht bergeben. Lieber, gehorche doch 
der Stimme des Herrn, die ich dir sage, so wird dir's wohlgehen und du 
wirst lebend bleiben.
21. Wirst du aber nicht hinausgehen, so ist dies das Wort, das mir der 
Herr gezeiget hat:
22. Siehe, alle Weiber, die noch vorhanden sind in dem Hause des Knigs 
Judas, werden hinaus mssen zu den Frsten des Knigs zu Babel. 
Dieselbigen werden dann sagen: Ach, deine Trster haben dich berredet und 
verfhret und in Schlamm gefhret und lassen dich nun stecken!
23. Also werden dann alle deine Weiber und Kinder hinaus mssen zu den 
Chaldern, und du selbst wirst ihren Hnden nicht entgehen, sondern du 
wirst vom Knige zu Babel gegriffen, und diese Stadt wird mit Feuer 
verbrannt werden.
24. Und Zedekia sprach zu Jeremia: Siehe zu, da niemand diese Rede 
erfahre, so wirst du nicht sterben.
25. Und ob es die Frsten erfhren, da ich mit dir geredet habe, und 
kmen zu dir und sprchen: Sage an, was hast du mit dem Knige geredet, 
leugne es uns nicht, so wollen wir dich nicht tten; und was hat der Knig 
mit dir geredet?
26. so sprich: Ich habe den Knig gebeten, da er mich nicht wiederum 
liee in Jonathans Haus fhren; ich mchte daselbst sterben.
27. Da kamen alle Frsten zu Jeremia und fragten ihn; und er sagte ihnen, 
wie ihm der Knig befohlen hatte. Da lieen sie von ihm, weil sie nichts 
erfahren konnten.
28. Und Jeremia blieb im Vorhofe des Gefngnisses bis auf den Tag, da 
Jerusalem gewonnen ward.
Der Prophet Jeremia 39
1. Und es geschah, da Jerusalem gewonnen ward. Denn im neunten Jahr 
Zedekias, des Knigs Judas, im zehnten Monden kam Nebukadnezar, der Knig 
zu Babel, und all sein Heer vor Jerusalem und belagerten dieselbige.
2. Und im elften Jahr Zedekias, am neunten Tag des vierten Monden, brach 
man in die Stadt.
3. Und zogen hinein alle Frsten des Knigs zu Babel und hielten unter dem 
Mitteltor, nmlich Nergal-Sarezer, Sangar-Nebo, Sarsechim, der oberste 
Kmmerer, Nergal-Sarezer, der Hofmeister, und alle andern Frsten des 
Knigs zu Babel.
4. Als sie nun Zedekia, der Knig Judas, sah samt seinen Kriegsleuten, 
flohen sie bei Nacht zur Stadt hinaus bei des Knigs Garten durchs Tor 
zwischen zweien Mauern und zogen durchs Feld hindurch.
5. Aber der Chalder Heer jagten ihnen nach und ergriffen Zedekia im Felde 
bei Jericho und fingen ihn und brachten ihn zu Nebukadnezar, dem Knige zu 
Babel, gen Riblath, die im Lande Hemath liegt; der sprach ein Urteil ber 
ihn.
6. Und der Knig zu Babel lie die Kinder Zedekias vor seinen Augen tten 
zu Riblath und ttete alle Frsten Judas.
7. Aber Zedekia lie er die Augen ausstechen und ihn mit Ketten binden, 
da er ihn gen Babel fhrete.
8. Und die Chalder verbrannten beide, des Knigs Haus und der Brger 
Huser, und zerbrachen die Mauern zu Jerusalem.
9. Was aber noch von Volk in der Stadt war und was sonst zu ihnen gefallen 
war, die fhrete Nebusar-Adan, der Hofmeister, alle miteinander gen Babel 
gefangen.
10. Aber von dem geringen Volk, das nichts hatte, lie zur selbigen Zeit 
Nebusar-Adan, der Hauptmann, etliche im Land Juda und gab ihnen Weinberge 
und Drflein ein.
11. Aber Nebukadnezar, der Knig zu Babel, hatte Nebusar-Adan, dem 
Hauptmanne, befohlen von Jeremia und gesagt:
12. Nimm hin und la dir ihn befohlen sein und tue ihm kein Leid, sondern 
wie er's von dir begehret, so mache es mit ihm.
13. Da sandte hin Nebusar-Adan, der Hauptmann, und Nebu-Sasban, der 
oberste Kmmerer, Nergal-Sarezer, der Hofmeister, und alle Frsten des 
Knigs zu Babel
14. und lieen Jeremia holen aus dem Vorhofe des Gefngnisses und befahlen 
ihn Gedalja, dem Sohn Ahikams, des Sohns Saphans, da er ihn hinaus in 
sein Haus fhrete und bei dem Volk bliebe.
15. Es war auch des Herrn Wort geschehen zu Jeremia, weil er noch im 
Vorhofe des Gefngnisses gefangen lag, und gesprochen:
16. Gehe hin und sage Ebed-Melech, dem Mohren: So spricht der Herr 
Zebaoth, der Gott Israels: Siehe, ich will meine Worte kommen lassen ber 
diese Stadt zum Unglck und zu keinem Guten, und du sollst es sehen zur 
selbigen Zeit.
17. Aber dich will ich erretten zur selbigen Zeit, spricht der Herr, und 
sollst den Leuten nicht zuteil werden, vor welchen du dich frchtest.
18. Denn ich will dir davon helfen, da du nicht durchs Schwert fallest, 
sondern sollst dein Leben wie eine Beute davonbringen, darum da du mir 
vertrauet hast, spricht der Herr.
Der Prophet Jeremia 40
1. Dies ist das Wort, so vom Herrn geschah zu Jeremia, da ihn Nebusar-
Adan, der Hauptmann, loslie zu Rama; denn er war auch mit Ketten gebunden 
unter allen denen, die zu Jerusalem und in Juda gefangen waren, da man 
sie gen Babel wegfhren sollte.
2. Da nun der Hauptmann Jeremia zu sich hatte lassen holen, sprach er zu 
ihm: Der Herr, dein Gott, hat dies Unglck ber diese Sttte geredet
3. und hat es auch kommen lassen und getan, wie er geredet hat; denn ihr 
habt gesndiget wider den Herrn und seiner Stimme nicht gehorchet; darum 
ist euch solches widerfahren.
4. Nun siehe, ich habe dich heute losgemacht von den Ketten, damit deine 
Hnde gebunden waren. Gefllt dir's, mit mir gen Babel zu ziehen, so komm, 
du sollst mir befohlen sein; gefllt dir's aber nicht, mit mir gen Babel 
zu ziehen, so la es anstehen. Siehe, da hast du das ganze Land vor dir; 
wo dich's gut dnkt und dir gefllt, da zeuch hin.
5. Denn weiter hinaus wird kein Wiederkehren sein. Darum magst du kehren 
zu Gedalja, dem Sohn Ahikams, des Sohns Saphans, welchen der Knig zu 
Babel gesetzt hat ber die Stdte in Juda, und bei demselbigen unter dem 
Volk bleiben; oder gehe, wohin dir's wohlgefllt. Und der Hauptmann gab 
ihm Zehrung und Geschenke und lie ihn gehen.
6. Also kam Jeremia zu Gedalja, dem Sohn Ahikams, gen Mizpa und blieb bei 
ihm unter dem Volk, das im Lande noch brig war.
7. Da nun die Hauptleute, so auf dem Felde sich enthielten, samt ihren 
Leuten erfuhren, da der Knig zu Babel hatte Gedalja, den Sohn Ahikams, 
ber das Land gesetzt und beide, ber Mnner und Weiber, Kinder und die 
Geringen im Lande, welche nicht gen Babel gefhret waren,
8. kamen sie zu Gedalja gen Mizpa, nmlich Ismael, der Sohn Nethanjas, 
Johanan und Jonathan, die Shne Kareahs, und Seraja, der Sohn Thanhumeths, 
und die Shne Ephai von Netophath und Jesanja, der Sohn Maachathis, samt 
ihren Mnnern.
9. Und Gedalja, der Sohn Ahikams, des Sohns Saphans, tat ihnen und ihren 
Mnnern einen Eid und sprach: Frchtet euch nicht, da ihr den Chaldern 
untertan sein sollet; bleibet im Lande und seid dem Knige zu Babel 
untertan, so wird's euch wohlgehen.
10. Siehe, ich wohne hie zu Mizpa, da ich den Chaldern diene, die zu uns 
kommen. Darum so sammelt ein den Wein und Feigen und l und leget es in 
eure Gefe und wohnet in euren Stdten, die ihr bekommen habt.
11. Auch alle Juden, so im Lande Moab und der Kinder Ammon und in Edom und 
in allen Lndern waren, da sie hreten, da der Knig zu Babel htte 
lassen etliche in Juda berbleiben und ber sie gesetzt Gedalja, den Sohn 
Ahikams, des Sohns Saphans,
12. kamen sie alle wieder von allen Orten, dahin sie verstoen waren, ins 
Land Juda zu Gedalja gen Mizpa und sammelten ein sehr viel Weins und 
Sommerfrchte.
13. Aber Johanan, der Sohn Kareahs, samt all den Hauptleuten, so auf dem 
Felde sich enthalten hatten, kamen zu Gedalja gen Mizpa
14. und sprachen zu ihm: Weit du auch, da Baalis, der Knig der Kinder 
Ammon, gesandt hat Ismael, den Sohn Nethanjas, da er dich soll 
erschlagen? Das wollte ihnen aber Gedalja, der Sohn Ahikams, nicht glauben.
15. Da sprach Johanan, der Sohn Kareahs, zu Gedalja heimlich zu Mizpa: 
Lieber, ich will hingehen und Ismael, den Sohn Nethanjas, schlagen, da es 
niemand erfahren soll. Warum soll er dich erschlagen, da alle Juden, so 
zu dir versammelt sind, zerstreuet werden und, die noch aus Juda 
berblieben sind, umkommen?
16. Aber Gedalja, der Sohn Ahikams, sprach zu Johanan, dem Sohn Kareahs: 
Du sollst das nicht tun; es ist nicht wahr, das du von Ismael sagest.
Der Prophet Jeremia 41
1. Aber im siebenten Monden kam Ismael, der Sohn Nethanjas, des Sohns 
Elisamas, aus kniglichem Stamm, samt den Obersten des Knigs und zehn 
Mnner mit ihm zu Gedalja, dem Sohn Ahikams, gen Mizpa und aen daselbst 
zu Mizpa miteinander.
2. Und Ismael, der Sohn Nethanjas, machte sich auf samt den zehn Mnnern, 
die bei ihm waren, und schlugen Gedalja, den Sohn Ahikams, des Sohns 
Saphans, mit dem Schwert zu Tode, darum da ihn der Knig zu Babel ber 
das Land gesetzt hatte.
3. Dazu alle Juden die bei Gedalja waren zu Mizpa, und die Chalder, die 
sie daselbst fanden, und alle Kriegsleute schlug Ismael.
4. Des andern Tages, nachdem Gedalja erschlagen war und noch niemand wute,
5. kamen achtzig Mnner von Sichem, von Silo und von Samaria und hatten 
die Brte abgeschoren und ihre Kleider zerrissen und sich zerritzt und 
trugen Speisopfer und Weihrauch mit sich, da sie es brchten ins Haus des 
Herrn.
6. Und Ismael, der Sohn Nethanjas, ging heraus von Mizpa, denselbigen 
entgegen, ging daher und weinete. Als er nun an sie kam, sprach er zu 
ihnen: Ihr sollt zu Gedalja, dem Sohn Ahikams, kommen.
7. Da sie aber mitten in die Stadt kamen, ermordete sie Ismael, der Sohn 
Nethanjas, und die Mnner, so bei ihm waren, bei dem Brunnen.
8. Aber es waren zehn. Mnner darunter, die sprachen zu Ismael: Lieber, 
tte uns nicht; wir haben Schtze im Acker liegen von Weizen, Gerste, l 
und Honig. Also lie er ab und ttete sie nicht mit den andern.
9. Der Brunnen aber, darein Ismael die toten Leichname warf, welche er 
hatte erschlagen, samt dem Gedalja, ist der, den der Knig Assa machen 
lie wider Baesa, den Knig Israels; den fllete Ismael, der Sohn 
Nethanjas, mit den Erschlagenen.
10. Und was briges Volks war zu Mizpa, auch des Knigs Tchter, fhrete 
Ismael, der Sohn Nethanjas, gefangen weg samt allem brigen Volk zu Mizpa, 
ber welche Nebusar-Adan, der Hauptmann, hatte gesetzt Gedalja, den Sohn 
Ahikams; und zog hin und wollte hinber zu den Kindern Ammon.
11. Da aber Johanan, der Sohn Kareahs, erfuhr und alle Hauptleute des 
Heers, die bei ihm waren, all das bel, das Ismael, der Sohn Nethanjas, 
begangen hatte,
12. nahmen sie zu sich alle Mnner und zogen hin wider Ismael, den Sohn 
Nethanjas, zu streiten, und trafen ihn an bei dem groen Wasser an Gibeon.
13. Da nun alles Volk, so bei Ismael war, sah den Johanan, den Sohn 
Kareahs, und alle die Hauptleute des Heers, die bei ihm waren, wurden sie 
froh.
14. Und das ganze Volk, das Ismael hatte von Mizpa weggefhret, wandte 
sich um und kehrete wiederum zu Johanan, dem Sohn Kareahs.
15. Aber Ismael; der Sohn Nethanjas, entrann dem Johanan mit acht Mnnern 
und zog zu den Kindern Ammon.
16. Und Johanan, der Sohn Kareahs, samt allen Hauptleuten des Heers, so 
bei ihm waren, nahmen all das brige Volk, so sie wiedergebracht hatten 
von Ismael, dem Sohn Nethanjas, aus Mizpa zu sich (weil Gedalja, der Sohn 
Ahikams, erschlagen war), nmlich die Kriegsmnner, Weiber und Kinder und 
Kmmerer, so sie von Gibeon hatten wiedergebracht,
17. und zogen hin und kehreten ein zum Kimham zur Herberge, der bei 
Bethlehem wohnete, und wollten nach gypten ziehen vor den Chaldern.
18. Denn sie frchteten sich vor ihnen, weil Ismael, der Sohn Nethanjas, 
Gedalja, den Sohn Ahikams, erschlagen hatte, den der Knig zu Babel ber 
das Land gesetzt hatte.
Der Prophet Jeremia 42
1. Da traten herzu alle Hauptleute des Heers, Johanan, der Sohn Kareahs, 
Jesanja, der Sohn Hosajas, samt dem ganzen Volk, beide, klein und gro,
2. und sprachen zum Propheten Jeremia: Lieber, la unser Gebet vor dir 
gelten und bitte fr uns den Herrn, deinen Gott, um all diese brigen 
(denn unser ist leider wenig geblieben von vielen, wie du uns selbst 
siehest mit deinen Augen),
3. da uns der Herr, dein Gott, wollte anzeigen, wohin wir ziehen und was 
wir tun sollen.
4. Und der Prophet Jeremia sprach zu ihnen: Wohlan, ich will gehorchen; 
und siehe, ich will den Herrn, euren Gott, bitten, wie ihr gesagt habt; 
und alles, was euch der Herr antworten wird, das will ich euch anzeigen 
und will euch nichts verhalten.
5. Und sie sprachen zu Jeremia: Der Herr sei ein gewisser und wahrhaftiger 
Zeuge zwischen uns, wo wir nicht tun werden alles, das dir der Herr, dein 
Gott, an uns befehlen wird.
6. Es sei Gutes oder Bses, so wollen wir gehorchen der Stimme des Herrn, 
unsers Gottes, zu dem wir dich senden, auf da uns wohlgehe, so wir der 
Stimme des Herrn, unsers Gottes, gehorchen.
7. Und nach zehn Tagen geschah des Herrn Wort zu Jeremia.
8. Da rief er Johanan, den Sohn Kareahs, und alle Hauptleute des Heers, 
die bei ihm waren, und alles Volk, beide, klein und gro,
9. und sprach zu ihnen: So spricht der Herr, der Gott Israels, zu dem ihr 
mich gesandt habt, da ich euer Gebet vor ihn sollte bringen:
10. Werdet ihr in diesem Lande bleiben, so will, ich euch bauen und nicht 
zerbrechen; ich will euch pflanzen und nicht ausreuten; denn es hat mich 
schon gereuet das bel, das ich euch getan habe.
11. Ihr sollt euch nicht frchten vor dem Knige zu Babel, vor dem ihr 
euch frchtet, spricht der Herr; ihr sollt euch vor ihm nicht frchten; 
denn ich will bei euch sein, da ich euch helfe und von seiner Hand 
errette.
12. Ich will euch Barmherzigkeit erzeigen und mich ber euch erbarmen und 
euch wieder in euer Land bringen.
13. Werdet ihr aber sagen: Wir wollen nicht im Lande bleiben, damit ihr ja 
nicht gehorchet der Stimme des Herrn, eures Gottes,
14. sondern sagen: Nein, wir wollen nach gyptenland ziehen, da wir 
keinen Krieg sehen noch der Posaunen Schall hren und nicht Hunger Brots 
halben leiden mssen; daselbst wollen wir bleiben:
15. nun, so hret des Herrn Wort, ihr brigen aus Juda! So spricht der 
Herr Zebaoth, der Gott Israels: Werdet ihr euer Angesicht richten, nach 
gyptenland zu ziehen, da ihr daselbst bleiben wollet,
16. so soll euch das Schwert, vor dem ihr euch frchtet, in gyptenland 
treffen; und der Hunger, des ihr euch besorget, soll stets hinter euch her 
sein in gypten, und sollet daselbst sterben.
17. Denn sie seien, wer sie wollen, die ihr Angesicht richten, da sie 
nach gypten ziehen, daselbst zu bleiben, die sollen sterben durchs 
Schwert, Hunger und Pestilenz; und soll keiner berbleiben noch entrinnen 
dem bel, das ich ber sie will kommen lassen.
18. Denn so spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Gleichwie mein 
Zorn und Grimm ber die Einwohner zu Jerusalem gegangen ist, so soll er 
auch ber euch gehen, wo ihr nach gypten ziehet, da zum Fluch, zum 
Wunder, Schwur und Schande werdet und diese Sttte nicht mehr sehen sollet
19. Das Wort des Herrn gilt euch, ihr brigen aus Juda, da ihr nicht nach 
gypten ziehet. Darum so wisset, da ich euch heute bezeuge.
20. Ihr werdet sonst euer Leben verwahrlosen. Denn ihr habt mich gesandt 
zum Herrn, eurem Gott, und gesagt: Bitte den Herrn, unsern Gott, fr uns; 
und alles, was der Herr, unser Gott, sagen wird, das zeige uns an, so 
wollen wir danach tun.
21. Das habe ich euch heute zu wissen getan; aber ihr wollt der Stimme des 
Herrn, eures Gottes, nicht gehorchen noch allem dem, das er mir an euch 
befohlen hat.
22. So sollt ihr nun wissen, da ihr durchs Schwert, Hunger und Pestilenz 
sterben msset an dem Ort, dahin ihr gedenkt zu ziehen, da ihr daselbst 
wohnen wollet.
Der Prophet Jeremia 43
1. Da Jeremia alle Worte des Herrn, ihres Gottes, hatte ausgeredet zu 
allem Volk, wie ihm denn der Herr, ihr Gott, alle diese Worte an sie 
befohlen hatte,
2. sprach Asarja, der Sohn Hosajas, und Johanan, der Sohn Kareahs, und 
alle frechen Mnner zu Jeremia: Du lgest! Der Herr, unser Gott, hat dich 
nicht zu uns gesandt noch gesagt: Ihr sollt nicht nach gypten ziehen, 
daselbst zu wohnen,
3. sondern Baruch, der Sohn Nerias, beredet dich des uns zuwider, auf da 
wir den Chaldern bergeben werden, da sie uns tten und gen Babel 
wegfhren.
4. Also gehorchte Johanan, der Sohn Kareahs, und alle Hauptleute des Heers 
samt dem ganzen Volk der Stimme des Herrn nicht, da sie im Lande Juda 
wren geblieben,
5. sondern Johanan, der Sohn Kareahs, und alle Hauptleute des Heers nahmen 
zu sich alle brigen aus Juda, so von allen Vlkern, dahin sie geflohen, 
wiederkommen waren, da sie im Lande Juda wohneten,
6. nmlich Mann, Weiber und Kinder, dazu des Knigs Tchter und alle 
Seelen, die Nebusar-Adan, der Hauptmann, bei Gedalja, dem Sohn Ahikams, 
des Sohns Saphans, hatte gelassen, auch den Propheten Jeremia und Baruch, 
den Sohn Nerias,
7. und zogen nach gyptenland, denn sie wollten der Stimme des Herrn nicht 
gehorchen, und kamen gen Thachpanhes.
8. Und des Herrn Wort geschah zu Jeremia zu Thachpanhes und sprach:
9. Nimm groe Steine und verscharre sie im Ziegelofen, der vor der Tr am 
Hause Pharaos ist zu Thachpanhes, da die Mnner aus Juda zusehen
10. und sprich zu ihnen: So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: 
Siehe, ich will hinsenden und meinen Knecht Nebukadnezar, den Knig zu 
Babel, holen lassen und will seinen Stuhl oben auf diese Steine setzen, 
die ich verscharret habe; und er soll sein Gezelt darber schlagen.
11. Und er soll kommen und gyptenland schlagen und tten, wen es trifft, 
gefangen fhren, wen es trifft, mit dem Schwert schlagen, wen es trifft.
12. Und ich will die Huser der Gtter in gypten mit Feuer anstecken, da 
er sie verbrenne und wegfhre. Und er soll ihm gyptenland anziehen, wie 
ein Hirte sein Kleid anzeucht, und mit Frieden von dannen ziehen.
13. Er soll die Bildsulen zu Beth-Semes in gyptenland zerbrechen und die 
Gtzenkirchen in gypten mit Feuer verbrennen.
Der Prophet Jeremia 44
1. Dies ist das Wort, das zu Jeremia geschah an alle Juden, so in 
gyptenland wohneten, nmlich zu Migdal, zu Thachpanhes, zu Noph und die 
im Lande Pathros wohneten, und sprach:
2. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Ihr habt gesehen all das 
bel, das ich habe kommen lassen ber Jerusalem und ber alle Stdte in 
Juda; und siehe, heutigestages sind sie wst, und wohnet niemand drinnen;
3. und das um ihrer Bosheit willen, die sie taten, da sie mich erzrneten 
und hingingen und rucherten und dieneten andern Gttern, welche weder sie 
noch ihr noch eure Vter kannten.
4. Und ich sandte stets zu euch alle meine Knechte, die Propheten, und 
lie euch sagen: Tut doch nicht solche Greuel, die ich hasse!
5. Aber sie gehorchten nicht, neigten auch ihre Ohren von ihrer Bosheit 
nicht, da sie sich bekehreten und andern Gttern nicht geruchert htten.
6. Darum ging auch mein Zorn und Grimm an und entbrannte ber die Stdte 
Judas und ber die Gassen zu Jerusalem, da sie zur Wste und de worden 
sind, wie es heutigestages stehet.
7. Nun, so spricht der Herr, der Gott Zebaoth, der Gott Israels: Warum tut 
ihr doch so gro bel wider euer eigen Leben, damit unter euch ausgerottet 
werde beide, Mann und Weib, beide, Kind und Sugling aus Juda, und nichts 
von euch berbleibe,
8. da ihr mich so erzrnet durch eurer Hnde Werk und ruchert andern 
Gttern in gyptenland, dahin ihr gezogen seid, daselbst zu herbergen, auf 
da ihr ausgerottet und zum Fluch und Schmach werdet unter allen Heiden 
auf Erden?
9. Habt ihr vergessen des Unglcks eurer Vter, des Unglcks der Knige 
Judas, des Unglcks ihrer Weiber, dazu eures eigenen Unglcks und eurer 
Weiber Unglcks, das euch begegnet ist im Lande Juda und auf den Gassen zu 
Jerusalem?
10. Noch sind sie bis auf diesen Tag nicht gedemtiget, frchten sich auch 
nicht und wandeln nicht in meinem Gesetz und Rechten, die ich euch und 
euren Vtern vorgestellet habe.
11. Darum spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels, also: Siehe, ich 
will mein Angesicht wider euch richten zum Unglck, und ganz Juda soll 
ausgerottet werden.
12. Und ich will die brigen aus Juda nehmen, so ihr Angesicht gerichtet 
haben, nach gyptenland zu ziehen, da sie daselbst herbergen; es soll ein 
Ende mit ihnen allen werden in gyptenland. Durchs Schwert sollen sie 
fallen und durch Hunger sollen sie umkommen, beide, klein und gro; sie 
sollen durch Schwert und Hunger sterben und sollen ein Schwur, Wunder, 
Fluch und Schmach werden.
13. Ich will auch die Einwohner in gyptenland mit dem Schwert, Hunger und 
Pestilenz heimsuchen, gleichwie ich zu Jerusalem getan habe,
14. da aus den brigen Judas keiner soll entrinnen noch berbleiben, die 
doch darum hieher kommen sind nach gyptenland zur Herberge, da sie 
wiederum ins Land Juda kommen mchten, dahin sie gerne wollten 
wiederkommen und wohnen; aber es soll keiner wieder dahin kommen, ohne 
welche von hinnen fliehen.
15. Da antworteten dem Jeremia alle Mnner, die da wohl wuten, da ihre 
Weiber andern Gttern rucherten, und alle Weiber, so mit groem Haufen 
dastunden, samt allem Volk, die in gyptenland wohneten und in Pathros, 
und sprachen:
16. Nach dem Wort, das du im Namen des Herrn uns sagest, wollen wir dir 
nicht gehorchen,
17. sondern wir wollen tun nach all dem Wort, das aus unserm Munde gehet, 
und wollen Melecheth des Himmels ruchern und derselbigen Trankopfer 
opfern, wie wir und unsere Vter, unsere Knige und Frsten getan haben in 
den Stdten Judas und auf den Gassen zu Jerusalem. Da hatten wir auch Brot 
genug und ging uns wohl und sahen kein Unglck.
18. Seit der Zeit aber wir haben abgelassen, Melecheth des Himmels zu 
ruchern und Trankopfer zu opfern, haben wir allen Mangel gelitten und 
sind durch Schwert und Hunger umkommen.
19. Auch wenn wir Melecheth des Himmels ruchern und Trankopfer opfern, 
das tun wir ja nicht ohne unserer Mnner Willen, da wir derselbigen 
Kuchen backen und Trankopfer opfern, sie zu bekmmern.
20. Da sprach Jeremia zum ganzen Volk, beide, Mnnern und Weibern, und 
allem Volk, die ihm so geantwortet hatten:
21. Ich meine ja, der Herr habe gedacht an das Ruchern, so ihr in den 
Stdten Judas und auf den Gassen zu Jerusalem getrieben habt, samt euren 
Vtern Knigen, Frsten und allem Volk im Lande, und hat's zu Herzen 
genommen,
22. da er nicht mehr leiden konnte euren bsen Wandel und Greuel, die ihr 
tatet; daher auch euer Land zur Wste, zum Wunder und zum Fluch worden 
ist, da niemand drinnen wohnet, wie es heutigestages stehet.
23. Darum da ihr geruchert habt und wider den Herrn gesndiget und der 
Stimme des Herrn nicht gehorchet und in seinem Gesetz, Rechten und Zeugnis 
nicht gewandelt habt, darum ist auch euch solch Unglck widerfahren, wie 
es heutigestages stehet.
24. Und Jeremia sprach zu allem Volk und zu allen Weibern: Hret des Herrn 
Wort, alle ihr aus Juda, so in gyptenland sind!
25. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Ihr und eure Weiber 
habt mit eurem Munde geredet und mit euren Hnden vollbracht, da ihr 
saget: Wir wollen unsere Gelbde halten, die wir gelobet haben Melecheth 
des Himmels, da wir derselbigen ruchern und Trankopfer opfern. Wohlan, 
ihr habt eure Gelbde erfllet und eure Gelbde gehalten.
26. So hret nun des Herrn Wort, ihr alle aus Juda, die ihr in gyptenland 
wohnet! Siehe, ich schwre bei meinem groen Namen, spricht der Herr, da 
mein Name nicht mehr soll durch einiges Menschen Mund aus Juda genannt 
werden im ganzen gyptenland, der da sage: So wahr der Herr Herr lebet!
27. Siehe, ich will ber sie wachen zum Unglck und zu keinem Guten, da, 
wer aus Juda in gyptenland ist, soll durchs Schwert und Hunger umkommen, 
bis es ein Ende mit ihnen habe.
28. Welche aber dem Schwert entrinnen, die werden doch aus gyptenland ins 
Land Juda wiederkommen mssen mit geringem Haufen. Und also werden dann 
alle die \brigen aus Juda, so nach gyptenland gezogen waren, da sie 
daselbst herbergeten, erfahren, wes Wort wahr worden sei, meines oder 
ihres.
29. Und zum Zeichen, spricht der Herr, da ich euch an diesem Ort 
heimsuchen will, damit ihr wisset, da mein Wort soll wahr werden ber 
euch zu m Unglck,
30. so spricht der Herr also: Siehe, ich will Pharao Haphra, den Knig in 
gypten, bergeben in die Hnde seiner Feinde und derer, die ihm nach 
seinem Leben stehen, gleichwie ich Zedekia, den Knig Judas, bergeben 
habe in die Hand Nebukadnezars, des Knigs zu Babel, seines Feindes, und 
der ihm nach seinem Leben stund.
Der Prophet Jeremia 45
1. Dies ist das Wort, so der Prophet Jeremia redete zu Baruch, dem Sohne 
Nerias, da er diese Rede auf ein Buch schrieb aus dem Munde Jeremias im 
vierten Jahr Jojakims, des Sohns Josias, des Knigs Judas, und sprach:
2. So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels, von dir, Baruch:
3. Du sprichst: Wehe mir! Wie hat mir der Herr Jammer ber meinen 
Schmerzen zugefget; ich seufze mich mde und finde keine Ruhe.
4. Sage ihm also: So spricht der Herr: Siehe, was ich gebauet habe, das 
breche ich ab, und was ich gepflanzet habe, das reute ich aus samt diesem 
ganzen meinem eigenen Lande.
5. Und du begehrest dir groe Dinge. Begehre es nicht! Denn siehe, ich 
will Unglck kommen lassen ber alles Fleisch, spricht der Herr; aber 
deine Seele will ich dir zur Beute geben, an welchen Ort du ziehest.
Der Prophet Jeremia 46
1. Dies ist das Wort des Herrn, das zu dem Propheten Jeremia geschehen ist 
wider alle Heiden.
2. Wider gypten. Wider das Heer Pharao-Nechos, des Knigs in gypten, 
welches lag am Wasser Phrath, zu Karchemis, das der Knig zu Babel, 
Nebukadnezar, schlug im vierten Jahr Jojakims, des Sohns Josias, des 
Knigs Judas:
3. Rstet Schilde und Tartschen und ziehet in den Streit!
4. Spannet Rosse an und lasset Reiter aufsitzen! Setzet die Helme auf und 
schrfet die Spiee und ziehet Panzer an!
5. Wie kommt's aber, da ich sehe, da sie verzagt sind und die Flucht 
geben, und ihre Helden erschlagen sind? Sie fliehen, da sie sich auch 
nicht umsehen. Schrecken ist um und um, spricht der Herr.
6. Der Schnelle kann nicht entfliehen noch der Starke entrinnen. Gegen 
Mitternacht am Wasser Phrath sind sie gefallen und daniedergelegt.
7. Wo ist nun der, so heraufzog wie ein Strom, und seine Wellen sich 
erhuben wie des Wassers?
8. gypten zog herauf wie ein Strom, und seine Wellen erhuben sich wie des 
Wassers und sprach: Ich will hinaufziehen, das Land bedecken und die Stadt 
verderben samt denen, die drinnen wohnen.
9. Wohlan, sitzet auf die Rosse, rennet mit den Wagen, lasset die Helden 
ausziehen, die Mohren und aus Put, die den Schild fhren, und die Schtzen 
aus Lydien!
10. Denn dies ist der Tag des Herrn Herrn Zebaoth, ein Tag der Rache, da 
er sich an seinen Feinden rche, da das Schwert fressen und von ihrem Blut 
voll und trunken werden wird. Denn sie mssen dem Herrn Herrn Zebaoth ein 
Schlachtopfer werden im Lande gegen Mitternacht, am Wasser Phrath.
11. Gehe hinauf gen Gilead und hole Salbe, Jungfrau, Tochter aus gypten! 
Aber es ist umsonst, da du viel arzeneiest; du wirst doch nicht heil.
12. Deine Schande ist unter die Heiden erschollen, deines Heulens ist das 
Land voll; denn ein Held fllt ber den andern, und liegen beide 
miteinander danieder.
13. Dies ist das Wort des Herrn, das er zu dem Propheten Jeremia redete, 
da Nebukadnezar, der Knig zu Babel, daherzog, gyptenland zu schlagen:
14. Verkndiget in gypten und saget es an zu Migdal; saget es an zu Noph 
und Thachpanhes und sprechet: Stelle dich zur Wehre; denn das Schwert wird 
fressen, was um dich her ist.
15. Wie geht es zu, da deine Gewaltigen zu Boden fallen und mgen nicht 
bestehen? Der Herr hat sie so gestrzt.
16. Er macht, da ihrer viele fallen, da einer mit dem andern 
daniederliegt. Da sprachen sie: Wohlauf, lat uns wieder zu unserm Volk 
ziehen in unser Vaterland vor dem Schwert des Tyrannen!
17. Daselbst schrie man ihnen nach: Pharao, der Knig in gypten, liegt; 
er hat sein Gezelt gelassen.
18. So wahr als ich lebe, spricht der Knig, der Herr Zebaoth heit, er 
wird daherziehen so hoch, wie der Berg Tabor unter den Bergen ist und wie 
der Karmel am Meer ist.
19. Nimm dein Wandergert, du Einwohnerin, Tochter gypten; denn Noph wird 
wst und verbrannt werden, da niemand drinnen wohnen wird.
20. gypten ist ein sehr schnes Kalb; aber es kommt von Mitternacht der 
Schlchter.
21. Und Taglhner, so drinnen wohnen, sind auch wie gemstete Klber; aber 
sie mssen sich dennoch wenden, flchtig werden miteinander und werden 
nicht bestehen; denn der Tag ihres Unfalls wird ber sie kommen, nmlich 
die Zeit ihrer Heimsuchung.
22. Sie fahren daher, da der Harnisch prasselt, und kommen mit 
Heereskraft und bringen xte ber sie wie die Holzhauer.
23. Dieselbigen werden hauen also in ihrem Walde, spricht der Herr, da 
nicht zu zhlen ist; denn ihrer ist mehr weder Heuschrecken, die niemand 
zhlen kann.
24. Die Tochter gyptens steht mit Schanden, denn sie ist dem Volk von 
Mitternacht in die Hnde gegeben.
25. Der Herr Zebaoth, der Gott Israels, spricht: Siehe, ich will 
heimsuchen den Regenten zu No und den Pharao und gypten samt seinen 
Gttern und Knigen, ja Pharao mit allen, die sich auf ihn verlassen,
26. da ich sie gebe in die Hnde denen, die ihnen nach ihrem Leben 
stehen, und in die Hnde Nebukadnezars, des Knigs zu Babel, und seiner 
Knechte. Und danach sollst du bewohnet werden wie vor alters, spricht der 
Herr.
27. Aber du, mein Knecht Jakob, frchte dich nicht, und du, Israel, 
verzage nicht! Denn siehe, ich will dir aus fernen Landen und deinem Samen 
aus dem Lande seines Gefngnisses helfen, da Jakob soll wiederkommen und 
in Frieden sein und die Flle haben, und niemand soll ihn schrecken.
28. Darum frchte dich nicht, du Jakob, mein Knecht, spricht der Herr; 
denn ich bin bei dir. Mit allen Heiden, dahin ich dich verstoen habe, 
will ich's ein Ende machen; aber mit dir will ich's nicht ein Ende machen, 
sondern ich will dich zchtigen mit Mae, auf da ich dich nicht 
ungestraft lasse.
Der Prophet Jeremia 47
1. Dies ist das Wort des Herrn, das zum Propheten Jeremia geschah wider 
die Philister, ehe denn Pharao Gaza schlug.
2. So spricht der Herr: Siehe, es kommen Wasser herauf von Mitternacht, 
die eine Flut machen werden und beide, Land und was drinnen ist, beide, 
Stdte und die, so drinnen wohnen, wegreien werden, da die Leute werden 
schreien und alle Einwohner im Lande heulen
3. vor dem Getmmel ihrer starken Rosse, so dahertraben, und vor dem 
Rasseln ihrer Wagen und Poltern ihrer Rder, da sich die Vter nicht 
werden umsehen nach den Kindern, so verzagt werden sie sein
4. vor dem Tage, so da kommt, zu verstren alle Philister und auszureuten 
Tyrus und Zidon samt ihren andern Gehilfen.: Denn der Herr wird die 
Philister, die das brige sind aus der Insel Kaphthor, verstren.
5. Gaza wird kahl werden und Askalon samt den brigen in ihren Grnden 
verderbet. Wie lange ritzest du dich?
6. O du Schwert des Herrn, wann willst du doch aufhren? Fahre doch in 
deine Scheide und ruhe und sei still!
7. Aber wie kannst du aufhren, weil der Herr dir Befehl getan hat wider 
Askalon, der dich wider die Anfurt am Meer bestellet?
Der Prophet Jeremia 48
1. Wider Moab So spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Wehe der 
Stadt Nebo, denn sie ist zerstret und liegt elend! Kiriathaim ist 
gewonnen; die Feste steht elend und ist zerrissen.
2. Der Trotz Moabs ist aus, den sie an Hesbon hatten; denn man gedenkt 
Bses wider sie, nmlich: Kommt, wir wollen sie ausrotten, da sie kein 
Volk mehr seien! Und du, Madmen, mut auch verderbet werden; das Schwert 
wird hinter dich kommen,
3. Man hret ein Geschrei zu Horonaim von Verstren und groem Jammer.
4. Moab ist zerschlagen; man hret ihre Jungen schreien.
5. Denn sie gehen mit Weinen den Weg hinauf gen Luhith, und die Feinde 
hren ein Jammergeschrei den Weg von Horonaim herab,
6. nmlich: Hebet euch weg und errettet euer Leben! Aber du wirst sein wie 
die Heide in der Wste.
7. Darum da du dich auf deine Gebude verlssest und auf deine Schtze, 
sollst du auch gewonnen werden; und Kamos mu hinaus gefangen wegziehen 
samt seinen Priestern und Frsten.
8. Denn der Verstrer wird ber alle Stdte kommen, da nicht eine Stadt 
entrinnen wird. Es sollen beide, die Grnde verderbet und die Ebenen 
verstret werden; denn der Herr hat's gesagt.
9. Gebet Moab Federn! Er wird ausgehen, als flge er; und ihre Stdte 
werden wste liegen, da niemand drinnen wohnen wird.
10. Verflucht sei, der des Herrn Werk lssig tut! Verflucht sei, der sein 
Schwert aufhlt, da es nicht Blut vergiee!
11. Moab ist von seiner Jugend auf sicher gewesen und auf seinen Hefen 
stille gelegen und ist nie aus einem Fa ins andere gegossen und nie ins 
Gefngnis gezogen; darum ist sein Geschmack ihm geblieben und sein Geruch 
nicht verndert worden.
12. Darum siehe, spricht der Herr, es kommt die Zeit, da ich ihnen will 
Schrter schicken, die sie ausschroten sollen und ihre Fsser ausleeren 
und ihre Lgel zerschmettern.
13. Und Moab soll ber dem Kamos zuschanden werden, gleichwie das Haus 
Israel ber Bethel zuschanden worden ist, darauf sie sich verlieen.
14. Wie drft ihr sagen: Wir sind die Helden und die rechten Kriegsleute?
15. so doch Moab mu verstret und ihre Stdte erstiegen werden und ihre 
beste Mannschaft zur Schlachtbank herabgehen mssen, spricht der Knig, 
welcher heit der Herr Zebaoth.
16. Denn der Unfall Moabs wird schier kommen, und ihr Unglck eilet sehr.
17. Lieber, habt doch Mitleid mit ihnen, die ihr um sie her wohnet und 
ihren Namen kennet, und sprechet: Wie ist die starke Rute und der 
herrliche Stab so zerbrochen!
18. Herab von der Herrlichkeit, du Tochter, die du zu Dibon wohnest, und 
sitze in der Drre! Denn der Verstrer Moabs wird zu dir hinaufkommen und 
deine Festen zerreien.
19. Tritt auf die Strae und schaue, du Einwohnerin Aroers; frage die, so 
da fliehen und entrinnen, und sprich: Wie geht es?
20. Ach, Moab ist verwstet und verderbet, heulet und schreiet! Sagt es an 
zu Arnon, da Moab verstret sei.
21. Die Strafe ist ber das ebene Land gegangen, nmlich ber Holon, 
Jahza, Mephaath,
22. Dibon, Nebo, Beth-Diblathaim,
23. Kiriathaim, Beth-Gamul, Beth-Meon,
24. Kirioth, Bazra und ber alle Stdte im Lande Moab, sie liegen ferne 
oder nahe.
25. Das Horn Moabs ist abgehauen und ihr Arm ist zerbrochen, spricht der 
Herr.
26. Machet sie trunken (denn sie hat sich wider den Herrn erhaben), da 
sie speien und die Hnde ringen msse, auf da sie auch zum Gesptt werde.
27. Denn Israel hat dein Gesptt sein mssen, als wre er unter den Dieben 
gefunden; und weil du solches wider sie redest, sollst du auch weg mssen.
28. O ihr Einwohner in Moab, verlasset die Stdte und wohnet in den 
Felsen; und tut wie die Tauben, so da nisten in den hohlen Lchern.
29. Man hat immer gesagt von dem stolzen Moab, da er sehr stolz sei, 
hoffrtig, hochmtig, trotzig und bermtig.
30. Aber der Herr spricht: Ich erkenne seinen Zorn wohl, da er nicht so 
viel vermag, und untersteht sich, mehr zu tun, denn sein Vermgen ist
31. Darum mu ich ber Moab heulen und ber das ganze Moab schreien und 
ber die Leute zu Kir-Heres klagen.
32. Ich mu ber dich, Jaeser, du Weinstock zu Sibma, weinen, denn deine 
Reben sind ber das Meer gefahren und bis ans Meer Jaeser kommen. Der 
Verstrer ist in deine Ernte und Weinlese gefallen.
33. Freude und Wonne ist aus dem Felde weg und aus dem Lande Moab, und man 
wird keinen Wein mehr keltern, der Weintreter wird nicht mehr sein Lied 
singen
34. von des Geschreies wegen zu Hesbon bis gen Eleale, welches bis gen 
Jahza erschallet, von Zoar an, der dreijhrigen Kuh, bis gen Horonaim; 
denn auch die Wasser Nimrim sollen versiegen.
35. Und ich will, spricht der Herr, in Moab damit ein Ende machen, da sie 
nicht mehr auf den Hhen opfern und ihren Gttern ruchern sollen.
36. Darum brummet mein Herz ber Moab wie eine Trommete und ber die Leute 
zu Kir-Heres brummet mein Herr wie eine Trommete; denn sie haben's 
bermacht, darum mssen sie zu Boden gehen.
37. Alle Kpfe werden kahl sein und alle Brte abgeschoren, aller Hnde 
zerritzt, und jedermann wird Scke anziehen.
38. Auf allen Dchern und Gassen, allenthalben in Moab wird man klagen; 
denn ich habe Moab zerbrochen wie ein unwertes Gef, spricht der Herr.
39. O wie ist sie verderbt, wie heulen sie! Wie schndlich hngen sie die 
Kpfe! Und Moab ist zum Spott und zum Schrecken worden allen, so um sie, 
her wohnen,
40. Denn so spricht der Herr: Siehe, er fleugt daher wie ein Adler und 
breitet seine Flgel aus ber Moab.
41. Kiriath ist gewonnen, und die festen Stdte sind eingenommen; und das 
Herz der Helden in Moab wird zur selbigen Zeit sein wie einer Frauen Herz 
in Kindesnten.
42. Denn Moab mu vertilget werden, da sie kein Volk mehr seien, darum 
da es sich wider den Herrn erhaben hat.
43. Furcht, Grube und Strick kommt ber dich, du Einwohner in Moab, 
spricht der Herr,
44. Wer der Furcht entfleucht, der wird in die Grube fallen, und wer aus 
der Grube kommt, der wird im Strick gefangen werden; denn ich will ber 
Moab kommen lassen ein Jahr ihrer Heimsuchung, spricht der Herr.
45. Die aus der Schlacht entrinnen, werden Zuflucht suchen zu Hesbon; aber 
es wird ein Feuer aus Hesbon und eine Flamme aus Sihon gehen, welche die 
rter in Moab und die kriegerischen Leute verzehren wird.
46. Wehe dir, Moab! Verloren ist das Volk Kamos; denn man hat deine Shne 
und Tchter genommen und gefangen weggefhret.
47. Aber in der zuknftigen Zeit will ich das Gefngnis Moabs wenden, 
spricht der Herr. Das sei gesagt von der Strafe ber Moab.
Der Prophet Jeremia 49
1. Wider die Kinder Ammon spricht der Herr also: Hat denn Israel nicht 
Kinder, oder hat er keinen Erben? Warum besitzt denn Malchom das Land Gad 
und sein Volk wohnet in jener Stdten?
2. Darum siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da ich will ein 
Kriegsgeschrei erschallen lassen ber Rabbath der Kinder Ammon, da sie 
soll auf einem Haufen wst liegen und ihre Tchter mit Feuer angesteckt 
werden. Aber Israel soll besitzen die, von denen sie besessen waren, 
spricht der Herr.
3. Heule, o Hesbon! denn Ai ist verstret. Schreiet, ihr Tchter Rabba, 
und ziehet Scke an; klaget und laufet auf den Mauern herum! Denn Malchom 
wird gefangen weggefhret samt seinen Priestern und Frsten.
4. Was trotzest du auf deine Auen? Deine Auen sind versuft, du 
ungehorsame Tochter, die du dich auf deine Schtze verlssest und sprichst 
in deinem Herzen: Wer darf sich an mich machen?
5. Siehe, spricht der Herr Herr Zebaoth, ich will Furcht ber dich kommen 
lassen von allen, die um dich her wohnen, da ein jeglicher seines Weges 
vor sich hinaus verstoen werde, und niemand sei, der die Flchtigen 
sammle.
6. Aber danach will ich wieder wenden das Gefngnis der Kinder Ammon, 
spricht der Herr.
7. Wider Edom. So spricht der Herr Zebaoth: Ist denn keine Weisheit mehr 
zu Theman? Ist denn kein Rat mehr bei den Klugen? Ist ihre Weisheit so 
lose?
8. Fliehet, wendet euch und verkriechet euch tief, ihr Brger zu Dedan; 
denn ich lasse einen Unfall ber Esau kommen, die Zeit seiner Heimsuchung.
9. Es sollen Weinleser ber dich kommen, die dir kein Nachlesen lassen; 
und Diebe des Nachts sollen ber dich kommen, die sollen ihnen genug 
verderben.
10. Denn ich habe Esau entblet und seine heimlichen Orte geffnet, da 
er sich nicht verstecken kann; sein Same, seine Brder und seine Nachbarn 
sind verstret, da ihrer keiner mehr da ist.
11. Doch was brig bleibt von deinen Waisen, denen will ich das Leben 
gnnen, und deine Witwen werden auf mich hoffen.
12. Denn so spricht der Herr: Siehe, diejenigen, so es nicht verschuldet 
hatten, den Kelch zu trinken, mssen trinken, und du solltest ungestraft 
bleiben? Du sollst nicht ungestraft bleiben, sondern du mut auch trinken.
13. Denn ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der Herr, da Bazra 
soll ein Wunder, Schmach, Wste und Fluch werden und alle ihre Stdte eine 
ewige Wste.
14. Ich habe gehret vom Herrn, da eine Botschaft unter die Heiden 
gesandt sei: Sammelt euch und kommet her wider sie; machet euch auf zum 
Streit!
15. Denn siehe, ich habe dich gering gemacht unter den Heiden und 
verachtet unter den Menschen.
16. Dein Trotz und deines Herzens Hochmut hat dich betrogen, weil du in 
Felsenklften wohnest und hohe Gebirge inne hast. Wenn du denn gleich dein 
Nest so hoch machtest als der Adler, dennoch will ich dich von dannen 
herunterstrzen, spricht der Herr.
17. Also soll Edom wste werden, da alle die, so vorbergehen, sich 
wundern und pfeifen werden ber alle ihre Plage,
18. gleichwie Sodom und Gomorrha samt ihren Nachbarn umgekehret ist, 
spricht der Herr, da niemand daselbst wohnen noch kein Mensch drinnen 
hausen soll.
19. Denn siehe, er kommt herauf wie ein Lwe vom stolzen Jordan her wider 
die feste Htte; denn ich will ihn daselbst her eilends laufen lassen. Und 
wer wei, wer der Jngling ist, den ich wider sie rsten werde? Denn wer 
ist mir gleich? Wer will mich meistern, und wer ist der Hirte, der mir 
widerstehen kann?
20. So hret nun den Ratschlag des Herrn, den er ber Edom hat, und seine 
Gedanken, die er ber die Einwohner in Theman hat! Was gilt's, ob nicht 
die Hirtenknaben sie schleifen werden und ihre Wohnung zerstren,
21. da die Erde beben wird, wenn es ineinanderfllt; und ihr Geschrei 
wird man am Schilfmeer hren.
22. Siehe, er fleugt herauf wie ein Adler und wird seine Flgel ausbreiten 
ber Bazra. Zur selbigen Zeit wird das Herz der Helden in Edom sein wie 
das Herz einer Frau in Kindesnten.
23. Wider Damaskus. Hemath und Arpad stehen jmmerlich; sie sind verzagt, 
denn sie hren ein bses Geschrei; die am Meer wohnen, sind so 
erschrocken, da sie nicht Ruhe haben knnen.
24. Damaskus ist verzagt und gibt die Flucht; sie zappelt und ist ngsten 
und Schmerzen wie eine Frau in Kindesnten.
25. Wie, ist sie nun nicht verlassen, die berhmte und frhliche Stadt?
26. Darum werden ihre junge Mannschaft auf ihren Gassen daniederliegen und 
alle ihre Kriegsleute untergehen zur selbigen Zeit, spricht der Herr 
Zebaoth.
27. Und ich will die Mauern zu Damaskus mit Feuer anstecken, da es die 
Palste Benhadads verzehren soll.
28. Wider Kedar und die Knigreiche Hazors, welche Nebukadnezar, der Knig 
zu Babel, schlug. So spricht der Herr: Wohlauf, ziehet herauf nach Kedar 
und verstret die Kinder gegen Morgen!
29. Man wird ihnen ihre Htten und Herde nehmen; ihre Gezelte, alle Gerte 
und Kamele werden sie wegfhren; und man wird schrecklich ber sie rufen 
um und um.
30. Fliehet, hebet euch eilends davon! Verkriechet euch tief, ihr 
Einwohner in Hazor, spricht der Herr; denn Nebukadnezar, der Knig zu 
Babel, hat etwas im Sinn wider euch und meinet euch.
31. Wohlauf, ziehet herauf wider ein Volk, das genug hat und sicher 
wohnet, spricht der Herr: sie haben weder Tr noch Riegel und wohnen 
alleine.
32. Ihre Kamele sollen geraubet und die Menge ihres Viehes genommen 
werden; und ich will sie zerstreuen in alle Winde, die in den Winkeln 
wohnen; und von allen Orten her will ich ihr Unglck ber sie kommen 
lassen, spricht der Herr,
33. da Hazor soll eine Drachenwohnung und eine ewige Wste werden, da 
niemand daselbst wohne und kein Mensch drinnen hause.
34. Dies ist das Wort des Herrn, welches geschah zu Jeremia, dem 
Propheten, wider Elam im Anfang des Knigreichs Zedekias, des Knigs 
Judas, und sprach:
35. So spricht der Herr Zebaoth: Siehe, ich will den Bogen Elams 
zerbrechen, ihre vornehmste Gewalt.
36. Und will die vier Winde aus den vier rtern des Himmels ber sie 
kommen lassen und will sie in alle dieselbigen Winde zerstreuen, da kein 
Volk sein soll, dahin nicht Vertriebene aus Elam kommen werden.
37. Und ich will Elam verzagt machen vor ihren Feinden und denen, die 
ihnen nach ihrem Leben stehen, und Unglck ber sie kommen lassen mit 
meinem grimmigen Zorn, spricht der Herr; und will das Schwert hinter ihnen 
her schicken, bis ich sie aufreibe.
38. Meinen Stuhl will ich in Elam setzen und will beide, den Knig und die 
Frsten, daselbst umbringen, spricht der Herr.
39. Aber in zuknftiger Zeit will ich das Gefngnis Elams wieder wenden, 
spricht der Herr.
Der Prophet Jeremia 50
1. Dies ist das Wort, welches der Herr durch den Propheten Jeremia geredet 
hat wider Babel und das Land der Chalder:
2. Verkndiget unter den Heiden und lasset erschallen; werfet ein Panier 
auf! Lasset erschallen und verberget es nicht und sprechet: Babel ist 
gewonnen, Bel stehet mit Schanden, Merodach ist zerschmettert, ihre Gtzen 
stehen mit Schanden, und ihre Gtter sind zerschmettert.
3. Denn es zeucht von Mitternacht ein Volk herauf wider sie, welches wird 
ihr Land zur Wste machen, da niemand drinnen wohnen wird, sondern beide, 
Leute und Vieh, davonfliehen werden.
4. In denselbigen Tagen und zur selbigen Zeit, spricht der Herr, werden 
kommen die Kinder Israel samt den Kindern Juda und weinend daherziehen und 
den Herrn, ihren Gott, suchen.
5. Sie werden forschen nach dem Wege gen Zion, daselbst hin sich kehren: 
Kommt und lasset uns zum Herrn fgen mit einem ewigen Bunde, des 
nimmermehr vergessen werden soll.
6. Denn mein Volk ist wie eine verlorne Herde; ihre Hirten haben sie 
verfhret und auf den Bergen in der Irre gehen lassen, da sie von Bergen 
auf die Hgel gegangen sind und ihrer Hrden vergessen.
7. Alles, was sie antraf, das fra sie; und ihre Feinde sprachen: Wir tun 
nicht unrecht, darum da sie sich haben versndiget an dem Herrn in der 
Wohnung der Gerechtigkeit und an dem Herrn, der ihrer Vter Hoffnung ist.
8. Fliehet aus Babel und ziehet aus der Chalder Lande und stellet euch 
als Bcke vor der Herde her!
9. Denn siehe, ich will groe Vlker mit Haufen aus dem Lande gegen 
Mitternacht erwecken und wider Babel heraufbringen, die sich wider sie 
sollen rsten, welche sie auch sollen gewinnen; seine Pfeile sind wie 
eines guten Kriegers, der nicht fehlet.
10. Und das Chalderland soll ein Raub werden, da alle, die sie berauben, 
sollen genug davon haben, spricht der Herr,
11. darum da ihr euch des freuet und rhmet, da ihr mein Erbteil 
geplndert habt, und lecket wie die geilen Klber und wiehert wie die 
starken Gule.
12. Eure Mutter stehet mit groen Schanden, und die euch geboren hat, ist 
zum Spott worden; siehe, unter den Heiden ist sie die geringste, wst, 
drr und de.
13. Denn vor dem Zorn des Herrn mu sie unbewohnet und ganz wst bleiben, 
da alle, so vor Babel bergehen, werden sich verwundern und pfeifen ber 
alle ihre Plage.
14. Rstet euch wider Babel umher, alle Schtzen; schieet in sie, sparet 
der Pfeile nicht; denn sie hat wider den Herrn gesndiget.
15. Jauchzet ber sie um und um, sie mu sich geben; ihre Grundfesten sind 
gefallen, ihre Mauern sind abgebrochen; denn das ist des Herrn Rache. 
Rchet euch an ihr; tut ihr, wie sie getan hat!
16. Rottet aus von Babel beide den Semann und den Schnitter in der Ernte, 
da ein jeglicher vor dem Schwert des Tyrannen sich kehre zu seinem Volk 
und ein jeglicher fliehe in sein Land.
17. Israel hat mssen sein eine zerstreuete Herde, die die Lwen 
verscheucht haben. Am ersten fra sie der Knig zu Assyrien; danach 
berwltigte sie Nebukadnezar, der Knig zu Babel.
18. Darum spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels, also: Siehe, ich 
will den Knig zu Babel heimsuchen und sein Land, gleichwie ich den Knig 
zu Assyrien heimgesucht habe.
19. Israel aber will ich wieder heim zu seiner Wohnung bringen, da sie 
auf Karmel und Basan weiden, und ihre Seele auf dem Gebirge Ephraim und 
Gilead gesttiget werden soll.
20. Zur selbigen Zeit und in denselbigen Tagen wird man die Missetat 
Israels suchen, spricht der Herr, aber es wird keine da sein, und die 
Snde Judas, aber es wird keine funden werden; denn ich will sie vergeben 
denen, so ich berbleiben lasse.
21. Zeuch hinauf wider das Land, das alles verbittert hat; zeuch hinauf 
wider die Einwohner der Heimsuchung; verheere und verbanne ihre 
Nachkommen, spricht der Herr, und tue alles, was ich dir befohlen habe!
22. Es ist ein Kriegsgeschrei im Lande und groer Jammer.
23. Wie geht es zu, da der Hammer der ganzen Welt zerbrochen und 
zerschlagen ist? Wie geht es zu, da Babel eine Wste worden ist unter 
allen Heiden?
24. Ich habe dir gestellet, Babel; darum bist du auch gefangen, ehe du 
dich's versahest; du bist getroffen und ergriffen, denn du hast dem Herrn 
getrotzet.
25. Der Herr hat seinen Schatz aufgetan und die Waffen seines Zorns 
hervorgebracht; denn solches hat der Herr Herr Zebaoth in der Chalder 
Lande ausgerichtet.
26. Kommt her wider sie, ihr vom Ende, ffnet ihre Kornhuser, werfet sie 
in einen Haufen und verbannet sie, da ihr nichts brig bleibe!
27. Erwrget alle ihre Rinder, fhret sie hinab zur Schlachtbank! Wehe 
ihnen! Denn der Tag ist kommen, die Zeit ihrer Heimsuchung.
28. Man hret ein Geschrei der Flchtigen und derer, so entronnen sind aus 
dem Lande Babel, auf da sie verkndigen zu Zion die Rache des Herrn, 
unsers Gottes, und die Rache seines Tempels.
29. Rufet vielen wider Babel, belagert sie um und um, alle Bogenschtzen, 
und lat keinen davonkommen. vergeltet ihr, wie sie verdienet hat; wie sie 
getan, hat, so tut ihr wieder! Denn sie hat stolz gehandelt wider den 
Herrn, den Heiligen in Israel,
30. Darum sollen ihre junge Mannschaft fallen auf ihren Gassen und alle 
ihre Kriegsleute untergehen zur selbigen Zeit, spricht der Herr:
31. Siehe, du Stolzer, ich will an dich, spricht der Herr Herr Zebaoth; 
denn dein Tag ist kommen, die Zeit deiner Heimsuchung.
32. Da soll der Stolze strzen und fallen, da ihn niemand aufrichte; ich 
will seine Stdte mit Feuer anstecken, das soll alles, was um ihn her ist, 
verzehren.
33. So spricht der Herr Zebaoth: Siehe, die Kinder Israel samt den Kindern 
Juda mssen Gewalt und Unrecht leiden; alle, die sie gefangen weggefhret 
haben, halten sie und wollen sie nicht loslassen.
34. Aber ihr Erlser ist stark, der heit Herr Zebaoth; der wird ihre 
Sache so ausfhren, da er das Land bebend und die Einwohner zu Babel 
zitternd mache.
35. Schwert soll kommen, spricht der Herr, ber die Chalder und ber die 
Einwohner zu Babel und ber ihre Frsten und ber ihre Weisen.
36. Schwert soll kommen ber ihre Weissager, da sie zu Narren werden. 
Schwert soll kommen ber ihre Starken, da sie verzagen.
37. Schwert soll kommen ber ihre Ros se und Wagen und allen Pbel, so 
drinnen ist, da sie zu Weibern werden. Schwert soll kommen ber ihre 
Schtze, da sie geplndert werden.
38. Trockenheit soll kommen ber ihre Wasser, da sie versiegen; denn es 
ist ein Gtzenland und trotzen auf ihre schrecklichen Gtzen.
39. Darum sollen ungeheure Tiere und Vgel drinnen wohnen und die jungen 
Strauen; und soll nimmermehr bewohnet werden, und niemand drinnen hausen 
fr und fr,
40. gleichwie Gott Sodom und Gomorrha samt ihren Nachbarn umgekehret hat, 
spricht der Herr, da niemand drinnen wohne, noch kein Mensch drinnen 
hause.
41. Siehe, es kommt ein Volk von Mitternacht her; viel Heiden und viel 
Knige werden von der Seite des Landes sich aufmachen.
42. Die haben Bogen und Schild, sie sind grausam und unbarmherzig; ihr 
Geschrei ist wie das Brausen des Meers; sie reiten auf Rossen, gerstet 
wie Kriegsmnner wider dich, du Tochter Babel.
43. Wenn der Knig zu Babel ihr Gercht hren wird, so werden ihm die 
Fuste entsinken; ihm wird so angst und bange werden wie einer Frau in 
Kindesnten.
44. Siehe, er kommt herauf wie ein Lwe vom stolzen Jordan wider die 
festen Htten; denn ich will ihn daselbst her eilends laufen lassen. Und 
wer wei, wer der Jngling ist, den ich wider sie rsten werde? Denn wer. 
ist mir gleich? Wer will mich meistern, und wer ist der Hirte, der mir 
widerstehen kann?
45. So hret nun den Ratschlag des Herrn, den er ber Babel hat, und seine 
Gedanken, die er hat ber die Einwohner im Lande der Chalder! Was gilt's, 
ob nicht die Hirtenknaben sie schleifen werden und ihre Wohnung zerstren?
46. Und die Erde wird beben von dem Geschrei, und wird unter den Heiden 
erschallen, wenn Babel gewonnen wird.
Der Prophet Jeremia 51
1. So spricht, der Herr: Siehe, ich will einen scharfen Wind erwecken 
wider Babel und wider ihre Einwohner, die sich wider mich gesetzt haben.
2. Ich will auch Worfler gen Babel schicken, die sie worfeln sollen und 
ihr Land ausfegen, die allenthalben um sie sein werden am Tage ihres 
Unglcks.
3. Denn ihre Schtzen werden nicht schieen, und ihre Geharnischten werden 
sich nicht wehren knnen. So verschonet nun ihrer jungen Mannschaft nicht, 
verbannet all ihr Heer,
4. da die Erschlagenen da liegen, im Lande der Chalder und die 
Erstochenen auf ihren Gassen.
5. Denn Israel und Juda sollen nicht Witwen von ihrem Gott, dem Herrn 
Zebaoth, gelassen werden. Denn jener Land hat sich hoch verschuldet am 
Heiligen in Israel.
6. Fliehet aus Babel, damit ein jeglicher seine Seele errette, da ihr 
nicht untergehet in ihrer Missetat! Denn dies ist die Zeit der Rache des 
Herrn, der ein Vergelter ist und will sie bezahlen.
7. Der gldene Kelch zu Babel, der alle Welt trunken gemacht hat, ist in 
der Hand des Herrn. Alle Heiden haben von ihrem Wein getrunken, darum sind 
die Heiden so toll worden.
8. Wie pltzlich ist Babel gefallen und zerschmettert! Heulet ber sie; 
nehmet auch Salben zu ihren Wunden, ob sie vielleicht mchte heil werden.
9. Wir heilen Babel; aber sie will nicht heil werden. So lat sie fahren, 
und lat uns ein jeglicher in sein Land ziehen! Denn ihre Strafe reicht 
bis an den Himmel und langet hinauf bis an die Wolken.
10. Der Herr hat unsere Gerechtigkeit hervorgebracht. Kommt, lat uns zu 
Zion erzhlen die Werke des Herrn, unsers Gottes!
11. Ja, polieret nun die Pfeile wohl und rstet die Schilde! Der Herr hat 
den Mut der Knige in Medien erweckt. Denn seine Gedanken stehen wider 
Babel, da er sie verderbe; denn dies ist die Rache des Herrn, die Rache 
seines Tempels.
12. Ja, stecket nun Panier auf die Mauern zu Babel, nehmet die Wache ein, 
setzet Wchter, bestellet die Hut! Denn der Herr gedenket etwas und wird 
auch tun, was er wider die Einwohner zu Babel geredet hat.
13. Die du an groen Wassern wohnest und groe Schtze hast: dein Ende ist 
kommen, und dein Geiz ist aus.
14. Der Herr Zebaoth hat bei seiner Seele geschworen: Ich will dich mit 
Menschen fllen, als wren's Kfer, die sollen dir ein Liedlein singen,
15. der die Erde durch seine Kraft gemacht hat und den Weltkreis durch 
seine Weisheit bereitet und den Himmel ordentlich zugerichtet.
16. Wenn er donnert, so ist da Wasser die Menge unter dem Himmel; er 
zeucht die Nebel auf vom Ende der Erde; er macht die Blitze im Regen und 
lt den Wind kommen aus heimlichen rtern.
17. Alle Menschen sind Narren mit ihrer Kunst, und alle Goldschmiede 
stehen mit Schanden mit ihren Bildern; denn ihre Gtzen sind Trgerei und 
haben kein Leben.
18. Es ist eitel nichts und verfhrerisch Werk; sie mssen umkommen, wenn 
sie heimgesucht werden.
19. Aber also ist der nicht, der Jakobs Schatz ist, sondern der alle Dinge 
schafft, der ist's; und Israel ist die Rute seines Erbes. Er heit Herr 
Zebaoth.
20. Du bist mein Hammer, meine Kriegswaffe; durch dich habe ich die Heiden 
zerschmissen und die Knigreiche zerstret.
21. Ich will deine Rosse und Reiter zerscheitern; ich will deine Wagen und 
Fuhrmnner zerschmeien;
22. ich will deine Mnner und Weiber zerschmeien; ich will deine Alten 
und Jungen zerschmeien; ich will deine Jnglinge und Jungfrauen 
zerschmeien;
23. ich will deine Hirten und Herde zerschmeien; ich will deine Bauern 
und Joch zerschmeien; ich will deine Frsten und Herren zerschmeien.
24. Denn ich will Babel und allen Einwohnern der Chalder vergelten alle 
ihre Bosheit, die sie an Zion begangen haben vor euren Augen, spricht der 
Herr.
25. Siehe, ich will an dich, du schdlicher Berg, der du alle Welt 
verderbest, spricht der Herr; ich will meine Hand ber dich strecken und 
dich von den Felsen herabwlzen und will einen verbrannten Berg aus dir 
machen,
26. da man weder Eckstein noch Grundstein aus dir nehmen knne, sondern 
eine ewige Wste sollst du sein, spricht der Herr.
27. Werfet Panier auf im Lande, blaset die Posaunen unter den Heiden, 
heiliget die Heiden wider sie; rufet wider sie die Knigreiche Ararat, 
Meni und Askenas; bestellet Hauptleute wider sie; bringet Rosse herauf wie 
flatternde Kfer!
28. Heiliget die Heiden wider sie, nmlich die Knige aus Medien samt 
allen ihren Frsten und Herren und das ganze Land ihrer Herrschaft
29. da das Land erbebe und erschrecke; denn die Gedanken des Herrn wollen 
erfllet werden wider Babel, da er das Land Babel zur Wste mache, darin 
niemand wohne.
30. Die Helden zu Babel werden nicht zu Felde ziehen drfen, sondern 
mssen in der Festung bleiben. Ihre Strke ist aus und sind Weiber worden; 
ihre Wohnungen sind angesteckt und ihre Riegel zerbrochen.
31. Es luft hie einer und da einer dem andern entgegen, und eine 
Botschaft begegnet hie und da der andern, dem Knige zu Babel anzusagen, 
da seine Stadt gewonnen sei bis ans Ende,
32. und die Furt eingenommen und die Seen ausgebrannt sind, und die 
Kriegsleute seien blde worden.
33. Denn also spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: Die Tochter 
Babel ist wie eine Tenne, wenn man darauf drischet; es wird ihre Ernte gar 
schier kommen.
34. Nebukadnezar, der Knig zu Babel, hat mich gefressen und umgebracht; 
er hat aus mir ein leer Gef gemacht; er hat mich verschlungen wie ein 
Drache; er hat seinen Bauch gefllet mit meinem Niedlichsten; er hat mich 
verstoen.
35. Nun aber findet sich ber Babel der Frevel an mir begangen, und mein 
Fleisch, spricht die Einwohnerin zu Zion, und mein Blut ber die Einwohner 
zu Chalda, spricht Jerusalem.
36. Darum spricht der Herr also: Siehe, ich will dir deine Sache ausfhren 
und dich rchen; ich will ihr Meer austrocknen und ihre Brunnen versiegen 
lassen.
37. Und Babel soll zum Steinhaufen und zur Drachenwohnung werden, zum 
Wunder und zum Anpfeifen; da niemand drinnen wohnet.
38. Sie sollen miteinander brllen wie die Lwen und schreien wie die 
jungen Lwen.
39. Ich will sie mit ihrem Trinken in die Hitze setzen und will sie 
trunken machen, da sie frhlich werden und einen ewigen Schlaf schlafen, 
von dem sie nimmermehr aufwachen sollen, spricht der Herr.
40. Ich will sie herunterfhren wie Lmmer zur Schlachtbank, wie die 
Widder mit den Bcken.
41. Wie ist Sesach so gewonnen und die Berhmte in aller Welt so 
eingenommen! Wie ist Babel so zum Wunder worden unter den Heiden!
42. Es ist ein Meer ber Babel gegangen; und sie ist mit desselbigen 
Wellen Menge bedeckt.
43. Ihre Stdte sind zur Wste und zu einem drren, den Lande worden, im 
Lande, da niemand innen wohnet und da kein Mensch innen wandelt.
44. Denn ich habe den Bel zu Babel heimgesucht und habe aus seinem Rachen 
gerissen, das er verschlungen hatte; und sollen die Heiden nicht mehr zu 
ihm laufen; denn es sind auch die Mauern zu Babel. zerfallen.
45. Ziehet heraus, mein Volk, und errette ein jeglicher seine Seele vor 
dem grimmigen Zorn des Herrn!
46. Euer Herz mchte sonst weich werden und verzagen vor dem Geschrei, das 
man im Lande hren wird. Denn es wird ein Geschrei im Jahr gehen und nach 
demselbigen im andern Jahr auch ein Geschrei ber Gewalt im Lande, und 
wird ein Frst wider den andern sein.
47. Darum siehe, es kommt die Zeit, da ich die Gtzen zu Babel heimsuchen 
will, und ihr ganzes Land zuschanden werden soll, und ihre Erschlagenen 
drinnen liegen werden.
48. und Erde und alles, was drinnen ist, werden jauchzen ber Babel, da 
ihre Verstrer von Mitternacht kommen sind, spricht der Herr.
49. Und wie Babel in Israel die Erschlagenen gefllet hat, also sollen zu 
Babel die Erschlagenen gefllet werden im ganzen Lande.
50. So ziehet nun hin, die ihr dem Schwert entronnen seid, und sumet euch 
nicht! Gedenket des Herrn in fernem Lande und lat euch Jerusalem im 
Herzen sein.
51. Wir waren zuschanden worden, da wir die Schmach hren muten, und die 
Schande unser Angesicht bedeckte, da die Fremden ber das Heiligtum des 
Hauses des Herrn kamen.
52. Darum siehe, die Zeit kommt, spricht der Herr, da ich ihre Gtzen 
heimsuchen will, und im ganzen Lande sollen die tdlich Verwundeten 
seufzen.
53. Und wenn Babel gen Himmel stiege und ihre Macht in der Hhe fest 
machte, so sollen doch Verstrer von mir ber sie kommen, spricht der Herr.
54. Man hrt ein Geschrei zu Babel und einen groen Jammer in der Chalder 
Lande.
55. Denn der Herr verstret Babel; er verderbet sie mit solchem groen 
Geschrei und Getmmel, da ihre Wellen brausen wie die groen Wasser.
56. Denn es ist ber Babel der Verstrer kommen; ihre Helden werden 
gefangen, ihre Bogen werden zerbrochen; denn der Gott der Rache, der Herr, 
bezahlet sie.
57. Ich will ihre Frsten, Weisen, Herren und Hauptleute und Krieger 
trunken machen, da sie einen ewigen Schlaf sollen schlafen, davon sie 
nimmermehr aufwachen, spricht der Knig, der da heit Herr Zebaoth.
58. So spricht der Herr Zebaoth: Die Mauern der groen Babel sollen 
untergraben und ihre hohen Tore mit Feuer angesteckt werden, da der 
Heiden Arbeit verloren sei und verbrannt werde, was die Vlker mit Mhe 
erbauet haben.
59. Dies ist das Wort, das der Prophet Jeremia befahl Seraja, dem Sohn 
Nerias, des Sohns Mahseas, da er zog mit Zedekia, dem Knige in Juda, gen 
Babel im vierten Jahr seines Knigreichs. Und Seraja war ein friedsamer 
Frst.
60. Und Jeremia schrieb all das Unglck, so ber Babel kommen sollte, in 
ein Buch, nmlich alle diese Worte, die wider Babel geschrieben sind,
61. Und Jeremia sprach zu Seraja: Wenn du gen Babel kommst, so schaue zu 
und lies alle diese Worte
62. und sprich: Herr, du hast geredet wider diese Sttte, da du sie 
willst ausrotten, da niemand drinnen wohne, weder Mensch noch Vieh, 
sondern ewiglich wst sei.
63. Und wenn du das Buch hast ausgelesen, so binde einen Stein daran und 
wirf's in den Phrath
64. und sprich: Also soll Babel versenkt werden und nicht wieder aufkommen 
von dem Unglck, das ich ber sie bringen will, sondern vergehen. So ferne 
hat Jeremia geredet.
Der Prophet Jeremia 52
1. Zedekia war einundzwanzig Jahre alt, da er Knig ward, und regierete 
elf Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Hamutal, eine Tochter Jeremias 
zu Libna.
2. Und tat, das dem Herrn bel gefiel, gleichwie Jojakim getan hatte.
3. Denn es ging des Herrn Zorn ber Jerusalem und Juda, bis er sie von 
seinem Angesicht verwarf. Und Zedekia fiel ab vom Knige zu Babel.
4. Aber im neunten Jahr seines Knigreichs, am zehnten Tage des zehnten 
Monden, kam Nebukadnezar, der Knig zu Babel, samt all seinem Heer wider 
Jerusalem und belagerten sie und machten eine Schanze ringsumher.
5. Und blieb also, die Stadt belagert bis ins elfte Jahr des Knigs 
Zedekia.
6. Aber am neunten Tage des vierten Monden nahm der Hunger berhand in der 
Stadt, und hatte das Volk vom Lande nichts mehr zu essen.
7. Da brach man in die Stadt; und alle Kriegsleute gaben die Flucht und 
zogen zur Stadt hinaus bei der Nacht, des Weges zum Tor zwischen den zwo 
Mauern, zum Garten des Knigs. Aber die Chalder lagen um die Stadt her.
8. Und da diese zogen des Weges durchs Feld, jagte der Chalder Heer dem 
Knige nach und ergriffen Zedekia in dem Felde bei Jericho; da zerstreuete 
sich all sein Heer von ihm.
9. Und sie fingen den Knig und brachten ihn hinauf dem Knige zu Babel 
gen Riblath, die im Lande Hemath liegt; der sprach ein Urteil ber ihn.
10. Allda lie der Knig zu Babel die Kinder Zedekias vor seinen Augen 
erwrgen und erwrgete alle Frsten Judas zu Riblath.
11. Aber Zedekia lie er die Augen ausstechen und lie ihn mit zwo Ketten 
binden; und fhrete ihn also der Knig zu Babel gen Babel und legte ihn 
ins Gefngnis, bis da er starb.
12. Am zehnten Tag des fnften Monden, welches ist das neunzehnte Jahr 
Nebukadnezars, des Knigs zu Babel, kam Nebusar-Adan, der Hauptmann, der 
stets um den Knig zu Babel war, gen Jerusalem
13. und verbrannte des Herrn Haus und des Knigs Haus und alle Huser zu 
Jerusalem; alle groen Huser verbrannte er mit Feuer.
14. Und das ganze Heer, der Chalder, so bei dem Hauptmann war, rissen um 
alle Mauern zu Jerusalem ringsumher.
15. Aber das arme Volk und andere Volk, so noch brig war in der Stadt, 
und die zum Knig zu Babel fielen, und das brige Handwerksvolk fhrete 
Nebusar-Adan, der Hauptmann, gefangen weg.
16. Und vom armen Volk auf dem Lande lie Nebusar-Adan, der Hauptmann, 
bleiben Weingrtner und Ackerleute.
17. Aber die ehernen Sulen am Hause des Herrn und das Gesthle und das 
eherne Meer am Hause des Herrn zerbrachen die Chalder und fhreten all 
das Erz von denselbigen gen Babel.
18. Und die Kessel, Schaufeln, Messer, Becken, Kellen und alle ehernen 
Gefe, die man im Gottesdienst pflegte zu brauchen, nahmen sie weg.
19. Dazu nahm der Hauptmann, was glden und silbern war, an Bechern, 
Ruchtpfen, Becken, Kesseln, Leuchtern, Lffeln und Schalen,
20. die zwo Sulen, das einzelne Meer, die zwlf ehernen Rinder, die 
anstatt des Gesthles stunden, welche der Knig Salomo hatte lassen machen 
zum Hause des Herrn. Dieses alles Gertes Erz war unermelich viel.
21. Der zwo Sulen aber war eine jegliche achtzehn Ellen hoch, und eine 
Schnur zwlf Ellen lang reichte um sie her, und war vier Finger dick und 
inwendig hohl.
22. Und stund auf jeglicher ein eherner Knauf, fnf Ellen hoch, und Reife 
und Granatpfel waren an jeglichem Knauf ringsumher, alles ehern; und war 
eine Sule wie die andere, die Granatpfel auch.
23. Es waren der Granatpfel sechsundneunzig dran, und aller Granatpfel 
waren hundert an einem Reif ringsumher.
24. Und der Hauptmann nahm den Priester Seraja aus der ersten Ordnung und 
den Priester Zephanja aus der andern Ordnung und drei Trhter
25. und einen Kmmerer aus der Stadt, welcher ber die Kriegsleute gesetzt 
war, und sieben Mnner, welche um den Knig sein muten, die in der Stadt 
funden wurden, dazu Sopher, den Heerfrsten, der das Landvolk zu mustern 
pflegte, dazu sechzig Mann Landvolks, so in der Stadt funden wurden.
26. Diese nahm Nebusar-Adan, der Hauptmann, und brachte sie dem Knige zu 
Babel gen Riblath.
27. Und der Knig zu Babel schlug sie tot zu Riblath, die im Lande Hemath 
liegt. Also ward Juda aus seinem Lande weggefhret.
28. Dies ist das Volk, welches Nebukadnezar weggefhret hat, nmlich im 
siebenten Jahr dreitausend und dreiundzwanzig Juden,
29. im achtzehnten Jahr aber des Nebukadnezar achthundert und 
zweiunddreiig Seelen aus Jerusalem.
30. Und im dreiundzwanzigsten Jahr des Nebukadnezar fhrete Nebusar-Adan, 
der Hauptmann, siebenhundert und fnfundvierzig Seelen weg aus Juda. Aller 
Seelen sind viertausend und sechshundert.
31. Aber im siebenunddreiigsten Jahr, nachdem Jojachin, der Knig zu 
Juda, weggefhret war, am fnfundzwanzigsten Tage des zwlften Monden, 
erhub Evil-Merodach, der Knig zu Babel, im Jahr, da er Knig ward, das 
Haupt Jojachins, des Knigs Judas, und lie ihn aus dem Gefngnis.
32. Und redete freundlich mit ihm; und setzte seinen Stuhl ber der Knige 
Sthle, die bei ihm zu Babel waren.
33. Und wandelte ihm seines Gefngnisses Kleider, da er vor ihm a stets 
sein Leben lang.
34. Und ihm ward stets seine Unterhaltung vom Knige zu Babel gegeben, wie 
es ihm verordnet war, sein ganzes Leben lang, bis an sein Ende.
Die Klagelieder Jeremias 1
1. Wie liegt die Stadt so wste, die voll Volks war! Sie ist wie eine 
Witwe. Die eine Frstin unter den Heiden und eine Knigin in den Lndern 
war, mu nun dienen.
2. Sie weinet des Nachts, da ihr die Trnen ber die Backen laufen. Es 
ist niemand unter allen ihren Freunden, der sie trste; alle ihre Nchsten 
verachten sie und sind ihre Feinde worden.
3. Juda ist gefangen im Elend und schwerem Dienst; sie wohnet unter den 
Heiden und findet keine Ruhe; alle ihre Verfolger. halten sie bel.
4. Die Straen gen Zion liegen wste, weil niemand auf kein Fest kommt; 
alle ihre Tore stehen de; ihre Priester seufzen, ihre Jungfrauen sehen 
jmmerlich, und sie ist betrbt.
5. Ihre Widersacher schweben empor, ihren Feinden gehet es wohl; denn der 
Herr hat sie voll Jammers gemacht um ihrer groen Snden willen; und sind 
ihre Kinder gefangen vor dem Feinde hingezogen.
6. Es ist von der Tochter Zion aller Schmuck dahin. Ihre Frsten sind wie 
die Widder, die keine Weide finden und matt vor dem Treiber hergehen.
7. Jerusalem denkt in dieser Zeit, wie elend und verlassen sie ist, und 
wieviel Gutes sie von alters her gehabt hat, weil all ihr Volk 
daniederliegt unter dem Feinde und ihr niemand hilft; ihre Feinde sehen 
ihre Lust an ihr und spotten ihrer Sabbate.
8. Jerusalem hat sich versndiget, darum mu sie sein wie ein unrein Weib. 
Alle, die sie ehrten, verschmhen sie jetzt, weil sie ihre Scham sehen; 
sie aber seufzet und ist zurckgekehret.
9. Ihr Unflat klebet an ihrem Saum. Sie htte nicht gemeinet, da ihr 
zuletzt so gehen wrde. Sie ist ja zu greulich heruntergestoen und hat 
dazu niemand, der sie trstet. Ach, Herr, siehe an mein Elend; denn der 
Feind pranget sehr!
10. Der Feind hat seine Hand an alle ihre Kleinode gelegt; denn sie mute 
zusehen, da die Heiden in ihr Heiligtum gingen, davon du geboten hast, 
sie sollten nicht in deine Gemeine kommen.
11. All ihr Volk seufzet und gehet nach Brot; sie geben ihre Kleinode um 
Speise, da sie die Seele laben. Ach, Herr, siehe doch und schaue, wie 
schnde ich worden bin!
12. Euch sage ich allen, die ihr vorbergehet: Schauet doch und sehet, ob 
irgendein Schmerz sei wie mein Schmerz, der mich getroffen hat. Denn der 
Herr hat mich voll Jammers gemacht am Tage seines grimmigen Zorns.
13. Er hat ein Feuer aus der Hhe in meine Beine gesandt und dasselbige 
lassen walten; er hat meinen Fen ein Netz gestellet und mich 
zurckgeprellet; er hat mich zur Wste gemacht, da ich tglich trauern 
mu.
14. Meine schweren Snden sind durch seine Strafe erwachet und mit Haufen 
mir auf den Hals kommen, da mir alle meine Kraft vergehet. Der Herr hat 
mich also zugerichtet, da ich nicht aufkommen kann.
15. Der Herr hat zertreten alle meine Starken, so ich hatte; er hat ber 
mich ein Fest ausrufen lassen, meine junge Mannschaft zu verderben. Der 
Herr hat der Jungfrauen Tochter Juda eine Kelter treten lassen.
16. Darum weine ich so, und meine beiden Augen flieen mit Wasser, da der 
Trster, der meine Seele sollte erquicken, ferne von mir ist. Meine Kinder 
sind dahin, denn der Feind hat die Oberhand gekriegt.
17. Zion streckt ihre Hnde aus, und ist doch niemand, der sie trste; 
denn der Herr hat rings um Jakob her seinen Feinden geboten, da Jerusalem 
mu zwischen ihnen sein wie ein unrein Weib.
18. Der Herr ist gerecht; denn ich bin seinem Munde ungehorsam gewesen. 
Hret, alle Vlker, und schauet meinen Schmerz! Meine Jungfrauen und 
Jnglinge sind ins Gefngnis gegangen.
19. Ich rief meine Freunde an, aber sie haben mich betrogen. Meine 
Priester und ltesten in der Stadt sind verschmachtet, denn sie gehen nach 
Brot, damit sie ihre Seele laben;
20. Ach, Herr, siehe doch, wie bange ist mir, da mir's im Leibe davon 
wehe tut! Mein Herz wallet mir in meinem Leibe; denn ich bin hochbetrbt. 
Drauen hat mich das Schwert und im Hause hat mich der Tod zur Witwe 
gemacht.
21. Man hret es wohl, da ich seufze, und habe doch keinen Trster; alle 
meine Feinde hren mein Unglck und freuen sich; das machst du. So la 
doch den Tag kommen, den du ausrufest, da ihnen gehen soll wie mir.
22. La alle ihre Bosheit vor dich kommen und richte sie zu, wie du mich 
um aller meiner Missetat willen zugerichtet hast; denn meines Seufzens ist 
viel, und mein Herz ist betrbt.
Die Klagelieder Jeremias 2
1. Wie hat der Herr die Tochter Zion mit seinem Zorn berschttet! Er hat 
die Herrlichkeit Israels vom Himmel auf die Erde geworfen. Er hat nicht 
gedacht an seinen Fuschemel am Tage seines Zorns.
2. Der Herr hat alle Wohnungen Jakobs ohne Barmherzigkeit vertilget; er 
hat die Festen der Tochter Juda abgebrochen in seinem Grimm und 
geschleift; er hat entweihet beide, ihr Knigreich und ihre Frsten.
3. Er hat alles Horn Israels in seinem grimmigen Zorn zerbrochen; er hat 
seine rechte Hand hinter sich gezogen, da der Feind kam, und hat in Jakob 
ein Feuer angesteckt, das umher verzehret;
4. er hat seinen Bogen gespannet wie ein Feind; seine rechte Hand hat er 
gefhret wie ein Widerwrtiger und hat erwrget alles, was lieblich 
anzusehen war, und seinen Grimm wie ein Feuer ausgeschttet in der Htte 
der Tochter Zion.
5. Der Herr ist gleichwie ein Feind; er hat vertilget Israel, er hat 
vertilget alle ihre Palste und hat seine Festen verderbet; er hat der 
Tochter Juda viel Klagens und Leides gemacht;
6. er hat sein Gezelt zerwhlet wie einen Garten und seine Wohnung 
verderbet. Der Herr hat zu Zion beide, Feiertag und Sabbat, lassen 
vergessen und in seinem grimmigen Zorn beide, Knig und Priester, schnden 
lassen.
7. Der Herr hat seinen Altar verworfen und sein Heiligtum verbannet; er 
hat die Mauern ihrer Palste in des Feindes Hnde gegeben, da sie im 
Hause des Herrn geschrieen haben wie an einem Feiertage.
8. Der Herr hat gedacht zu verderben die Mauern der Tochter Zion; er hat 
die Richtschnur darbergezogen und seine Hand nicht abgewendet, bis er sie 
vertilget; die Zwinger stehen klglich, und die Mauer liegt jmmerlich.
9. Ihre Tore liegen tief in der Erde; er hat ihre Riegel zerbrochen und 
zunichte gemacht. Ihre Knige und Frsten sind unter den Heiden, da sie 
das Gesetz nicht ben knnen und ihre Propheten kein Gesicht vom Herrn 
haben.
10. Die ltesten der Tochter Zion liegen auf der Erde und sind stille; sie 
werfen Staub auf ihre Hupter und haben Scke angezogen; die Jungfrauen 
von Jerusalem hngen ihre Hupter zur Erde.
11. Ich habe schier meine Augen ausgeweinet, da mir mein Leib davon wehe 
tut; meine Leber ist auf die Erde ausgeschttet ber dem Jammer der 
Tochter meines Volks, da die Suglinge und Unmndigen auf den Gassen in 
der Stadt verschmachteten,
12. da sie zu ihren Mttern sprachen: Wo ist Brot und Wein? da sie auf den 
Gassen in der Stadt verschmachteten wie die tdlich Verwundeten und in den 
Armen ihrer Mtter den Geist aufgaben.
13. Ach, du Tochter Jerusalem, wem soll ich dich gleichen und wofr soll 
ich dich rechnen, du Jungfrau Tochter Zion? Wem soll ich dich vergleichen, 
damit ich dich trsten mchte? Denn dein Schaden ist gro, wie ein Meer; 
wer kann dich heilen?
14. Deine Propheten haben dir lose und trichte Gesichte geprediget und 
dir deine Missetat nicht geoffenbaret, damit sie dein Gefngnis gewehret 
htten, sondern haben dir geprediget lose Predigt, damit sie dich zum Land 
hinaus predigten.
15. Alle, die vorbergehen, klappen mit Hnden, pfeifen dich an und 
schtteln den Kopf ber der Tochter Jerusalem: Ist das die Stadt, von der 
man sagte, sie sei die allerschnste, der sich das ganze Land freuete?
16. Alle deine Feinde sperren ihr Maul auf wider dich, pfeifen dich an, 
blecken die Zhne und sprechen: Heh! wir haben sie vertilget; das ist der 
Tag; des wir haben begehret; wir haben's erlanget, wir haben's erlebt!
17. Der Herr hat getan, was er vorhatte; er hat sein Wort erfllet, das er 
lngst zuvor geboten hat; er hat ohne Barmherzigkeit zerstret; er hat den 
Feind ber dir erfreuet und deiner Widersacher Horn erhhet.
18. Ihr Herz schrie zum Herrn. O du Mauer der Tochter Zion, la Tag und 
Nacht Trnen herabflieen wie ein Bach; hre auch nicht auf, und dein 
Augapfel lasse nicht ab.
19. Stehe des Nachts auf und schreie; schtte dein Herz aus in der ersten 
Wache gegen dem Herrn wie Wasser; hebe deine Hnde gegen ihn auf um der 
Seelen willen deiner jungen Kinder, die vor Hunger verschmachten vorne an 
allen Gassen.
20. Herr, schaue und siehe doch, wen du doch so verderbet hast! Sollen 
denn die Weiber ihres Leibes Frucht essen, die jngsten Kindlein, einer 
Spanne lang? Sollen denn Propheten und Priester in dem Heiligtum des Herrn 
so erwrget werden?
21. Es lagen in den Gassen auf der Erde Knaben und Alte; meine Jungfrauen 
und Jnglinge sind durchs Schwert gefallen. Du hast gewrget am Tage 
deines Zorns, du hast ohne Barmherzigkeit geschlachtet.
22. Du hast meinen Feinden umher gerufen wie auf einen Feiertag, da 
niemand am Tage des Zorns des Herrn entronnen und berblieben ist. Die ich 
ernhret und erzogen habe, die hat der Feind umgebracht.
Die Klagelieder Jeremias 3
1. Ich bin ein elender Mann, der die Rute seines Grimmes sehen mu.
2. Er hat mich gefhret und lassen gehen in die Finsternis und nicht ins 
Licht.
3. Er hat seine Hand gewendet wider mich und handelt gar anders mit mir 
fr und fr.
4. Er hat mein Fleisch und Haut alt gemacht und mein Gebein zerschlagen.
5. Er hat mich verbauet und mich mit Galle und Mhe umgeben.
6. Er hat mich in Finsternis gelegt, wie die Toten in der Welt.
7. Er hat mich vermauert, da ich nicht heraus kann, und mich in harte 
Fesseln gelegt.
8. Und wenn ich gleich schreie und rufe, so stopft er die Ohren zu vor 
meinem Gebet.
9. Er hat meinen Weg vermauert mit Werkstcken und meinen Steig umgekehret.
10. Er hat auf mich gelauert wie ein Br, wie ein Lwe im Verborgenen.
11. Er lt mich des Weges fehlen. Er hat mich zerstcket und zunichte 
gemacht.
12. Er hat seinen Bogen gespannet und mich dem Pfeil zum Ziel gesteckt.
13. Er hat aus dem Kcher in meine Nieren schieen lassen.
14. Ich bin ein Spott allem meinem Volk und tglich, ihr Liedlein.
15. Er hat mich mit Bitterkeit gesttiget und mit Wermut getrnket.
16. Er hat meine Zhne zu kleinen Stcken zerschlagen. Er wlzet mich in 
der Asche.
17. Meine Seele ist aus dem Frieden vertrieben; ich mu des Guten 
vergessen.
18. Ich sprach: Mein Vermgen ist dahin und meine Hoffnung am Herrn.
19. Gedenke doch, wie ich so elend und verlassen, mit Wermut und Galle 
getrnket bin.
20. Du wirst ja daran gedenken, denn meine Seele sagt mir's.
21. Das nehme ich zu Herzen, darum hoffe ich noch.
22. Die Gute des Herrn ist, da wir nicht gar aus sind; seine 
Barmherzigkeit hat noch kein Ende,
23. sondern sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist gro.
24. Der Herr ist mein Teil, spricht meine Seele, darum will ich auf ihn 
hoffen.
25. Denn der Herr ist freundlich dem, der auf ihn. harret, und der Seele, 
die nach ihm fraget.
26. Es ist ein kstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des Herrn 
hoffen.
27. Es ist ein kstlich Ding einem Manne, da er das Joch in seiner Jugend 
trage,
28. da ein Verlassener geduldig sei, wenn ihn etwas berfllt,
29. und seinen Mund in den Staub stecke und der Hoffnung erwarte
30. und lasse sich auf die Backen schlagen und ihm viel Schmach anlegen.
31. Denn der Herr verstt nicht ewiglich,
32. sondern er wohl und erbarmet sich wieder nach seiner groen Gte;
33. denn er nicht von Herzen die Menschen plaget und betrbet,
34. als wollte er alle die Gefangenen auf Erden gar unter seine Fe 
zertreten
35. und eines Mannes Recht vor dem Allerhchsten beugen lassen
36. und eines Menschen Sache verkehren lassen, gleich als she es der Herr 
nicht.
37. Wer darf denn sagen, da solches geschehe ohne des Herrn Befehl,
38. und da weder Bses noch Gutes komme aus dem Munde des Allerhchsten?
39. Wie murren denn die Leute im Leben also? Ein jeglicher murre wider 
seine Snde!
40. Und lat uns forschen und suchen unser Wesen und uns zum Herrn 
bekehren.
41. Lat uns unser Herz samt den Hnden aufheben zu Gott im Himmel.
42. Wir, wir haben gesndiget und sind ungehorsam gewesen. Darum hast du 
billig nicht verschonet,
43. sondern du hast uns mit Zorn berschttet und verfolget und ohne 
Barmherzigkeit erwrget.
44. Du hast dich mit einer Wolke verdeckt, da kein Gebet hindurch konnte.
45. Du hast uns zu Kot und Unflat gemacht unter den Vlkern.
46. Alle unsere Feinde sperren ihr Maul auf wider uns.
47. Wir werden gedrckt und geplagt mit Schrecken und Angst.
48. Meine Augen rinnen mit Wasserbchen ber dem Jammer der Tochter meines 
Volks.
49. Meine Augen flieen und knnen nicht ablassen; denn es ist kein 
Aufhren da,
50. bis der Herr vom Himmel herabschaue und sehe darein.
51. Mein Auge frit mir das Leben weg um die Tochter meiner Stadt.
52. Meine Feinde haben mich gehetzet, wie einen Vogel, ohne Ursache.
53. Sie haben mein Leben in einer Grube umgebracht und Steine auf mich 
geworfen.
54. Sie haben auch mein Haupt mit Wasser berschttet. Da sprach ich: Nun 
bin ich gar dahin.
55. Ich rief aber deinen Namen an, Herr, unten aus der Grube;
56. und du erhretest meine Stimme. Verbirg deine Ohren nicht vor meinem 
Seufzen und Schreien!
57. Nahe dich zu mir, wenn ich dich anrufe, und sprich: Frchte dich nicht!
58. Fhre du, Herr, die Sache meiner Seele und erlse mein Leben!
59. Herr, schaue, wie mir so unrecht geschieht, und hilf mir zu meinem 
Recht!
60. Du siehest alle ihre Rache und alle ihre Gedanken wider mich.
61. Herr, du hrest ihre Schmach und alle ihre Gedanken ber mich,
62. die Lippen meiner Widerwrtigen und ihr Dichten wider mich tglich.
63. Schaue doch; sie gehen nieder oder stehen auf, so singen sie von mir 
Liedlein.
64. Vergilt ihnen, Herr, wie sie verdienet haben!
65. La ihnen das Herz erschrecken und deinen Fluch fhlen!
66. Verfolge sie mit Grimm und vertilge sie unter dem Himmel des Herrn!
Die Klagelieder Jeremias 4
1. Wie ist das Gold so gar verdunkelt und das feine Gold so hlich 
worden, und liegen die Steine des Heiligtums vorne auf allen Gassen 
zerstreuet!
2. Die edlen Kinder Zions, dem Golde gleich geachtet, wie sind sie nun den 
irdenen Tpfen verglichen, die ein Tpfer macht!
3. Die Drachen reichen die Brste ihren Jungen und sugen sie; aber die 
Tochter meines Volks mu unbarmherzig sein, wie ein Strau in der Wste.
4. Dem Sugling klebt seine Zunge an seinem Gaumen vor Durst; die jungen 
Kinder heischen Brot, und ist niemand, der es ihnen breche.
5. Die vorhin das Niedlichste aen, verschmachten jetzt auf den Gassen; 
die vorhin in Seiden erzogen sind, die mssen jetzt im Kot liegen.
6. Die Missetat der Tochter meines Volks ist grer denn die Snde Sodoms, 
die pltzlich umgekehret ward, und kam keine Hand dazu.
7. Ihre Nazarer waren reiner denn der Schnee und klarer denn Milch; ihre 
Gestalt war rtlicher denn Korallen; ihr Ansehen war wie Saphir.
8. Nun aber ist ihre Gestalt so dunkel vor Schwrze, da man sie auf den 
Gassen nicht kennet; ihre Haut hnget an den Beinen, und sind so drre als 
ein Scheit.
9. Den Erwrgten durchs Schwert geschah ba weder denen, so da Hungers 
starben, die verschmachteten und erstochen wurden vom Mangel der Frchte 
des Ackers.
10. Es haben die barmherzigsten Weiber ihre Kinder selbst mssen kochen, 
da sie zu essen htten in dem Jammer der Tochter meines Volks.
11. Der Herr hat seinen Grimm vollbracht, er hat seinen grimmigen Zorn 
ausgeschttet; er hat zu Zion ein Feuer angesteckt, das auch ihre 
Grundfesten verzehret hat.
12. Es htten's die Knige auf Erden nicht geglaubt noch alle Leute in der 
Welt, da der Widerwrtige und Feind sollte zum Tore Jerusalems einziehen.
13. Es ist aber geschehen um der Snde willen ihrer Propheten und um der 
Missetat willen ihrer Priester, die drinnen der Gerechten Blut vergossen.
14. Sie gingen hin und her auf den Gassen wie die Blinden und waren mit 
Blut besudelt und konnten auch jener Kleider nicht anrhren,
15. sondern riefen sie an: Weichet, ihr Unreinen; weichet, weichet; rhret 
nichts an! Denn sie scheueten sich vor jenen und flohen sie, da man auch 
unter den Heiden sagte: Sie werden nicht lange da bleiben.
16. Darum hat sie des Herrn Zorn zerstreuet und will sie nicht mehr 
ansehen, weil sie die Priester nicht ehreten und mit den ltesten keine 
Barmherzigkeit bten.
17. Noch gafften unsere Augen auf die nichtige Hilfe, bis sie gleich mde 
wurden, da wir warteten auf ein Volk, das uns doch nicht helfen konnte.
18. Man jagte uns, da wir auf unsern Gassen nicht gehen durften. Da kam 
auch unser Ende; unsere Tage sind aus, unser Ende ist kommen.
19. Unsere Verfolger waren schneller denn die Adler unter dem Himmel; auf 
den Bergen haben sie uns verfolget und in der Wste auf uns gelauert.
20. Der Gesalbte des Herrn, der unser Trost war, ist gefangen worden, da 
sie uns verstrten, des wir uns trsteten, wir wollten unter seinem 
Schatten leben unter den Heiden.
21. Ja, freue dich und sei frhlich, du Tochter Edom, die du wohnest im 
Lande Uz; denn der Kelch wird auch ber dich kommen, du mut auch trunken 
und geblet werden;
22. Aber deine Missetat hat ein Ende, du Tochter Zion; er wird dich nicht 
mehr lassen wegfhren; aber deine Missetat, du Tochter Edom, wird er 
heimsuchen und deine Snden aufdecken.
Die Klagelieder Jeremias 5
1. Gedenke, Herr, wie es uns gehet; schau und siehe an unsere Schmach!
2. Unser Erbe ist den Fremden zuteil worden und unsere Huser den 
Auslndern.
3. Wir sind Waisen und haben keinen Vater; unsere Mtter sind wie Witwen.
4. Unser eigen Wasser mssen wir um Geld trinken; unser Holz mu man 
bezahlt bringen lassen.
5. Man treibt uns ber Hals, und wenn wir schon mde sind, lt man uns 
doch keine Ruhe.
6. Wir haben uns mssen gypten und Assur ergeben, auf da wir doch Brot 
satt zu essen haben.
7. Unsere Vter haben gesndiget und sind nicht mehr vorhanden; und wir 
mssen ihre Missetat entgelten.
8. Knechte herrschen ber uns, und ist niemand, der uns von ihrer Hand 
errette.
9. Wir mssen unser Brot mit Fahr unsers Lebens holen vor dem Schwert in 
der Wste.
10. Unsere Haut ist verbrannt wie in einem Ofen vor dem greulichen Hunger.
11. Sie haben die Weiber zu Zion geschwcht und die Jungfrauen in den 
Stdten Judas.
12. Die Frsten sind von ihnen gehenket, und die Person der Alten hat man 
nicht geehret.
13. Die Jnglinge haben Mhlsteine mssen tragen und die Knaben ber dem 
Holztragen straucheln.
14. Es sitzen die Alten nicht mehr unter dem Tor, und die Jnglinge 
treiben kein Saitenspiel mehr.
15. Unsers Herzens Freude hat ein Ende, unser Reigen ist in Wehklagen 
verkehret.
16. Die Krone unsers Haupts ist abgefallen. O wehe, da wir so gesndiget 
haben!
17. Darum ist auch unser Herz betrbt, und unsere Augen sind finster worden
18. um des Berges Zions willen, da er so wst liegt, da die Fchse dar 
berlaufen.
19. Aber du, Herr, der du ewiglich bleibest und dein Thron fr und fr,
20. warum willst du unser so gar vergessen und uns die Lnge so gar 
verlassen?
21. Bringe uns, Herr, wieder zu dir, da wir wieder heimkommen; verneue 
unsere Tage wie vor alters!
22. Denn du hast uns verworfen und bist allzusehr ber uns erzrnet.
Der Prophet Hesekiel 1
1. Im dreiigsten Jahr, am fnften Tage des vierten Monden, da ich war 
unter den Gefangenen am Wasser Chebar, tat sich der Himmel auf, und Gott 
zeigte mir Gesichte.
2. Derselbe fnfte Tag des Monden war eben im fnften Jahr, nachdem 
Jojachin, der Knig Judas, war gefangen weggefhret.
3. Da geschah des Herrn Wort zu Hesekiel, dem Sohne Busis, des Priesters, 
im Lande der Chalder, am Wasser Chebar; daselbst kam die Hand des Herrn 
ber ihn.
4. Und ich sah, und siehe, es kam ein ungestmer Wind von Mitternacht her 
mit einer groen Wolke voll Feuers, das allenthalben umher glnzte; und 
mitten in demselben Feuer war es wie lichthell.
5. Und drinnen war es gestaltet wie vier Tiere, und unter ihnen eins 
gestaltet wie ein Mensch.
6. Und ein jegliches hatte vier Angesichte und vier Flgel.
7. Und ihre Beine stunden gerade, aber ihre Fe waren gleichwie runde 
Fe und glnzten wie ein hell, glatt Erz.
8. Und hatten Menschenhnde unter ihren Flgeln an ihren vier Orten; denn 
sie hatten alle vier ihre Angesichte und ihre Flgel
9. Und derselbigen Flgel war je einer an dem andern. Und wenn sie gingen, 
durften sie sich nicht herumlenken, sondern wo sie hingingen, gingen sie 
stracks vor sich.
10. Ihre Angesichte zur rechten Seite der viere waren gleich einem 
Menschen und Lwen; aber zur linken Seite der viere waren Ihre Angesichte 
gleich einem Ochsen und Adler.
11. Und ihre Angesichte und Flgel waren obenher zerteilet, da je zween 
Flgel zusammenschlugen und mit zween Flgeln ihren Leib bedeckten.
12. Wo sie hingingen, da gingen sie stracks vor sich; sie gingen aber, 
wohin der Wind stund; und durften sich nicht herumlenken, wenn sie gingen.
13. Und die Tiere waren anzusehen wie feurige Kohlen, die da brennen, und 
wie Fackeln, die zwischen den Tieren gingen. Das Feuer aber gab einen 
Glanz von sich, und aus dem Feuer ging ein Blitz.
14. Die Tiere aber liefen hin und her wie ein Blitz.
15. Als ich die Tiere so sah, siehe, da stund ein Rad auf der Erde bei den 
vier Tieren und war anzusehen wie vier Rder.
16. Und dieselbigen Rder waren wie ein Trkis und waren alle vier eins 
wie das andere; und sie waren anzusehen, als wre ein Rad im andern.
17. Wenn sie gehen sollten, konnten sie in alle ihre vier Orte gehen und 
durften sich nicht herumlenken, wenn sie gingen.
18. Ihre Feigen und Hhe waren schrecklich; und ihre Felgen waren voller 
Augen um und um an allen vier Rdern.
19. Und wenn die Tiere gingen, so gingen die Rder auch neben ihnen; und 
wenn die Tiere sich von der Erde emporhuben, so huben sich die Rder auch 
empor.
20. Wo der Wind hinging, da gingen sie auch hin; und die Rder huben sich 
neben ihnen empor; denn es war ein lebendiger Wind in den Rdern.
21. Wenn sie gingen, so gingen diese auch; wenn sie stunden, so stunden 
diese auch; und wenn sie sich emporhuben von der Erde, so huben sich auch 
die Rder neben ihnen empor; denn es war ein lebendiger Wind in den Rdern.
22. Oben aber ber den Tieren war es gleich gestaltet wie der Himmel, als 
ein Kristall, schrecklich, gerade oben ber ihnen ausgebreitet,
23. da unter dem Himmel ihre Flgel einer stracks gegen den andern stund, 
und eines jeglichen Leib bedeckten zween Flgel.
24. Und ich hrete die Flgel rauschen wie groe Wasser und wie ein Getn 
des Allmchtigen, wenn sie gingen, und wie ein Getmmel in einem Heer. 
Wenn sie aber stille stunden, so lieen sie die Flgel nieder.
25. Und wenn sie stille stunden und die Flgel niederlieen, so donnerte 
es im Himmel oben ber ihnen.
26. Und ber dem Himmel, so oben ber ihnen war, war es gestaltet wie ein 
Saphir, gleichwie ein Stuhl; und auf demselbigen Stuhl sa einer, 
gleichwie ein Mensch gestaltet.
27. Und ich sah, und es war wie lichthell, und inwendig war es gestaltet 
wie ein Feuer um und um. Von seinen Lenden ber sich und unter sich, sah 
ich's wie Feuer glnzen um und um.
28. Gleichwie der Regenbogen stehet in den Wolken, wenn es geregnet hat, 
also glnzte es um und um. Dies war das Ansehen der Herrlichkeit des 
Herrn. Und da ich's gesehen hatte, fiel ich auf mein Angesicht und hrete 
einen reden.
Der Prophet Hesekiel 2
1. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, tritt auf deine Fe, so will 
ich mit dir reden.
2. Und da er so mit mir redete, ward ich wieder erquickt und trat auf 
meine Fe und hrete dem zu, der mit mir redete.
3. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, ich sende dich zu den Kindern 
Israel, zu dem abtrnnigen Volk, so von mir abtrnnig worden sind. Sie 
samt ihren Vtern haben bis auf diesen heutigen Tag wider mich getan.
4. Aber die Kinder, zu welchen ich dich sende, haben harte Kpfe und 
verstockte Herzen. Zu denen sollst du sagen: So spricht der Herr Herr!
5. Sie gehorchen oder lassen's. Es ist wohl ein ungehorsam Haus; dennoch 
sollen sie wissen, da ein Prophet unter ihnen ist.
6. Und du, Menschenkind, sollst dich vor ihnen nicht frchten noch vor 
ihren Worten frchten. Es sind wohl widerspenstige und stachlige Dornen 
bei dir, und du wohnest unter den Skorpionen; aber du sollst dich nicht 
frchten vor ihren Worten noch vor ihrem Angesicht dich entsetzen, ob sie 
wohl ein ungehorsam Haus sind,
7. sondern du sollst ihnen mein Wort sagen, sie gehorchen oder lassen's; 
denn es ist ein ungehorsam Volk.
8. Aber du, Menschenkind, hre du, was ich dir sage, und sei nicht 
ungehorsam, wie das ungehorsame Haus ist. Tu deinen Mund auf und i, was 
ich dir geben werde.
9. Und ich sah, und siehe, da war eine Hand gegen mich ausgereckt, die 
hatte einen zusammengelegten Brief.
10. Den breitete sie aus vor mir, und er war beschrieben auswendig und 
inwendig; und stund drinnen geschrieben: Klage, Ach und Wehe.
Der Prophet Hesekiel 3
1. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, i, was vor dir ist, nmlich 
diesen Brief, und gehe hin und predige dem Hause Israel!
2. Da tat ich meinen Mund auf, und er gab mir den Brief zu essen
3. und sprach zu mir: Du Menschenkind, du mut diesen Brief, den ich dir 
gebe, in deinen Leib essen und deinen Bauch damit fllen. Da a ich ihn, 
und er war in meinem Mund so s als Honig.
4. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, gehe hin zum Hause Israel und 
predige ihnen mein Wort!
5. Denn ich sende dich ja nicht zum Volk, das eine fremde Rede und 
unbekannte Sprache habe, sondern zum Hause Israel;
6. ja freilich nicht zu groen Vlkern, die fremde Rede und unbekannte 
Sprache haben, welcher Worte du nicht vernehmen knntest. Und wenn ich 
dich gleich zu denselbigen sendete, wrden sie dich doch gerne hren.
7. Aber das Haus Israel will dich nicht hren, denn sie wollen mich selbst 
nicht hren, denn das ganze Haus Israel hat harte Stirnen und verstockte 
Herzen.
8. Aber doch habe ich dein Angesicht hart gemacht gegen ihr Angesicht und 
deine Stirn gegen ihre Stirn.
9. Ja, ich habe deine Stirn so hart als einen Demant, der hrter ist denn 
ein Fels, gemacht. Darum frchte dich nicht, entsetze dich auch nicht vor 
ihnen, da sie so ein ungehorsam Haus sind.
Der Prophet Hesekiel 4
10. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, alle meine Worte, die ich dir 
sage, die fasse mit Herzen und nimm sie zu Ohren.
11. Und gehe hin zu den Gefangenen deines Volks und predige ihnen und 
sprich zu ihnen: So spricht der Herr Herr; sie hren's oder lassen's.
12. Und ein Wind hub mich auf, und ich hrete hinter mir ein Getn wie 
eines groen Erdbebens: Gelobet sei die Herrlichkeit des Herrn an ihrem 
Ort!
13. Und war ein Rauschen von den Flgeln der Tiere, die sich aneinander 
ksseten, und auch das Rasseln der Rder, so hart bei ihnen waren, und das 
Getn eines groen Erdbebens.
14. Da hub mich der Wind auf und fhrete mich weg. Und ich fuhr dahin und 
erschrak sehr; aber des Herrn Hand hielt mich fest.
15. Und ich kam zu den Gefangenen, die am Wasser Chebar wohneten, da die 
Mandeln stunden, im Monden Abib, und setzte mich zu ihnen, die da saen, 
und blieb daselbst unter ihnen sieben Tage ganz traurig.
16. Und da die sieben Tage um waren, geschah des Herrn Wort zu mir und 
sprach:
17. Du Menschenkind, ich habe dich zum Wchter gesetzt ber das Haus 
Israel; du sollst aus meinem Munde das Wort hren und sie von meinetwegen 
warnen.
18. Wenn ich dem Gottlosen sage: Du mut des Todes sterben, und du warnest 
ihn nicht und sagst es ihm nicht, damit sich der Gottlose vor seinem 
gottlosen Wesen hte, auf da er lebendig bleibe, so wird der Gottlose um 
seiner Snde willen sterben, aber sein Blut will ich von deiner Hand 
fordern.
19. Wo du aber den Gottlosen warnest, und er sich nicht bekehret von 
seinem gottlosen Wesen und Wege, so wird er um seiner Snde willen 
sterben, aber du hast deine Seele errettet.
20. Und wenn sich ein Gerechter von seiner Gerechtigkeit wendet und tut 
Bses, so werde ich ihn lassen anlaufen, da er mu sterben. Denn weil du 
ihn nicht gewarnet hast, wird er um seiner Snde willen sterben mssen, 
und seine Gerechtigkeit, die er getan hat, wird nicht angesehen werden; 
aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern.
21. Wo du aber den Gerechten warnest, da er nicht sndigen soll, und er 
sndiget auch nicht, so soll er leben, denn er hat sich warnen lassen; und 
du hast deine Seele errettet.
22. Und daselbst kam des Herrn Hand ber mich und sprach zu mir: Mache 
dich auf und gehe hinaus ins Feld; da will ich mit dir reden.
23. Und ich machte mich auf und ging hinaus ins Feld; und siehe, da stund 
die Herrlichkeit des Herrn daselbst, gleichwie ich sie am Wasser Chebar 
gesehen hatte. Und ich fiel nieder auf mein Angesicht.
24. Und ich ward erquicket und trat auf meine Fe. Und er redete mit mir 
und sprach zu mir: Gehe hin und verschleu dich in deinem Hause.
25. Und du, Menschenkind, siehe, man wird dir Stricke anlegen und dich 
damit binden, da du ihnen nicht entgehen sollst.
26. Und ich will dir die Zunge an deinem Gaumen kleben lassen, da du 
erstummen sollst und nicht mehr sie strafen mgest; denn es ist ein 
ungehorsam Haus.
27. Wenn ich aber mit dir reden werde, will ich dir den Mund auftun, da 
du zu ihnen sagen sollst: So spricht der Herr Herr! Wer es hret, der hre 
es; wer es lt, der lasse es; denn es ist ein ungehorsam Haus.
Der Prophet Hesekiel 5
1. Und du, Menschenkind, nimm einen Ziegel, den lege vor dich und entwirf 
darauf die Stadt Jerusalem.
2. Und mache eine Belagerung darum und baue ein Bollwerk darum und grabe 
einen Schutt darum und mache ein Heer darum und stelle Bcke rings um sie 
her.
3. Fr dich aber nimm eine eiserne Pfanne, die la eine eiserne Mauer sein 
zwischen dir und der Stadt; und richte dein Angesicht gegen sie und 
belagere sie. Das sei ein Zeichen dem Hause Israel.
4. Du sollst dich auch auf deine linke Seite legen und die Missetat des 
Hauses Israel auf dieselbige legen; so viel Tage du darauf liegest, so 
lange sollst du auch ihre Missetat tragen.
5. Ich will dir aber die Jahre ihrer Missetat zur Anzahl der Tage machen, 
nmlich dreihundertundneunzig Tage; so lange sollst du die Missetat des 
Hauses Israel tragen.
6. Und wenn du solches ausgerichtet hast, sollst du danach dich auf deine 
rechte Seite legen und sollst tragen die Missetat des Hauses Juda vierzig 
Tage lang, denn ich gebe dir hie auch je einen Tag fr ein Jahr.
7. Und richte dein Angesicht und deinen bloen Arm wider das belagerte 
Jerusalem und weissage wider sie.
8. Und siehe, ich will dir Stricke anlegen, da du dich nicht wenden 
mgest von einer Seite zur andern, bis du die Tage deiner Belagerung 
vollendet hast.
9. So nimm nun zu dir Weizen, Gerste, Bohnen, Linsen, Hirse und Spelt und 
tu es alles in ein Fa und mache dir so viel Brote daraus, so viele Tage 
du auf deiner Seite liegest, da du dreihundertundneunzig Tage daran zu 
essen habest,
10. also da deine Speise, die du tglich essen mut, sei zwanzig Sekel 
schwer. Solches sollst du von einer Zeit zur andern essen.
11. Das Wasser sollst du auch nach dem Ma trinken, nmlich das sechste 
Teil vom Hin; und sollst solches auch von einer Zeit zur andern trinken.
12. Gerstenkuchen sollst du essen, die du vor ihren Augen mit Menschenmist 
backen sollst.
13. Und der Herr sprach: Also mssen die Kinder Israel ihr unrein Brot 
essen unter den Heiden, dahin ich sie verstoen habe.
14. Ich aber sprach: Ach, Herr Herr, siehe, meine Seele ist noch nie 
unrein worden; denn ich habe von meiner Jugend auf bis auf diese Zeit kein 
Aas noch Zerrissenes gegessen, und ist nie kein unrein Fleisch in meinen 
Mund kommen.
15. Er aber sprach zu mir: Siehe, ich will dir Kuhmist fr Menschenmist 
zulassen, damit du dein Brot machen sollst.
16. Und sprach zu mir: Du Menschenkind, siehe, ich will den Vorrat des 
Brots zu Jerusalem wegnehmen, da sie das Brot essen mssen nach dem 
Gewicht und mit Kummer und das Wasser nach dem Ma mit Kummer trinken,
17. darum da an Brot und Wasser mangeln wird, und einer mit dem andern 
trauern und in ihrer Missetat verschmachten sollen.
Der Prophet Hesekiel 6
1. Und du, Menschenkind, nimm ein Schwert, scharf wie ein Schermesser, und 
fahre damit ber dein Haupt und Bart und nimm eine Waage und teile sie 
damit.
2. Das eine dritte Teil sollst du mit Feuer verbrennen mitten in der 
Stadt, wenn die Tage der Belagerung um sind; das andere dritte Teil nimm 
und schlage es mit dem Schwert ringsumher; das letzte dritte Teil streue 
in den Wind, da ich das Schwert hinter ihnen her ausziehe.
3. Nimm aber ein klein wenig davon und binde es in deinen Mantelzipfel.
4. Und nimm wiederum etliches davon und wirf's in ein Feuer und verbrenne 
es mit Feuer; von dem soll ein Feuer auskommen ber das ganze Haus Israel.
5. So spricht der Herr Herr: Das ist Jerusalem, die ich unter die Heiden 
gesetzt habe, und rings um sie her Lnder.
6. Sie aber hat mein Gesetz verwandelt in gottlose Lehre mehr denn die 
Heiden und meine Rechte mehr denn die Lnder, so rings um sie her liegen. 
Denn sie verwerfen mein Gesetz und wollen nicht nach meinen Rechten leben.
7. Darum spricht der Herr Herr also: Weil ihr's mehr machet denn die 
Heiden, so um euch her sind, und nach meinen Geboten nicht lebet und nach 
meinen Rechten nicht tut, sondern nach der Heiden Weise tut, die um euch 
her sind,
8. so spricht der Herr Herr also: Siehe, ich will auch an dich und will 
Recht ber dich gehen lassen, da die Heiden zusehen sollen.
9. Und will also mit dir umgehen, als ich nie getan und hinfort nicht tun 
werde, um aller deiner Greuel willen.
10. da in dir die Vter ihre Kinder und die Kinder ihre Vter fressen 
sollen; und will solch Recht ber dich gehen lassen, da alle deine 
brigen sollen in alle Winde zerstreuet werden.
11. Darum, so wahr als ich lebe, spricht der Herr Herr, weil du mein 
Heiligtum mit deinen allerlei Greueln und Gtzen verunreiniget hast, will 
ich dich auch zerschlagen, und mein Auge soll dein nicht schonen und will 
nicht gndig sein.
12. Es soll das dritte Teil von dir an der Pestilenz sterben und durch 
Hunger alle werden, und das andere dritte Teil durchs Schwert fallen rings 
um dich her, und das letzte dritte Teil will ich in alle Winde zerstreuen 
und das Schwert hinter ihnen her ausziehen.
13. Also soll mein Zorn vollendet und mein Grimm ber ihnen ausgerichtet 
werden, da ich meinen Mut khle; und sie sollen erfahren, da ich, der 
Herr, in meinem Eifer geredet habe, wenn ich meinen Grimm an ihnen 
ausgerichtet habe.
14. Ich will dich zur Wste und zur Schmach setzen vor den Heiden, so um 
dich her sind, vor den Augen aller, die vorbergehen.
15. Und sollst eine Schmach, Hohn, Exempel und Wunder sein allen Heiden, 
die um dich her sind, wenn ich ber dich das Recht gehen lasse mit Zorn, 
Grimm und zornigem Schelten (das sage ich, der Herr),
16. und wenn ich bse Pfeile des Hungers unter sie schieen werde, die da 
schdlich sein sollen, und ich sie ausschieen werde, euch zu verderben, 
und den Hunger ber euch immer grer werden lasse und den Vorrat des 
Brots wegnehme.
17. Ja, Hunger und bse wilde Tiere will ich unter euch schicken, die 
sollen euch ohne Kinder machen; und soll Pestilenz und Flut unter dir 
umgehen, und will das Schwert ber dich bringen. Ich, der Herr, habe es 
gesagt.
Der Prophet Hesekiel 7
1. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
2. Du Menschenkind, kehre dein Angesicht wider die Berge Israels und 
weissage wider sie
3. und sprich: Ihr Berge Israels, hret das Wort des Herrn Herrn! So 
spricht der Herr Herr beide, zu den Bergen und Hgeln, beide, zu den 
Bchen und Tlern: Siehe, ich will das Schwert ber euch bringen und eure 
Hhen umbringen,
4. da eure Altre verwstet und eure Gtzen zerbrochen sollen werden; und 
will eure Leichname vor den Bildern totschlagen lassen.
5. Ja, ich will die Leichname der Kinder Israel vor euren Bildern fllen 
und will eure Gebeine um eure Altre her zerstreuen.
6. Wo ihr wohnet, da sollen die Stdte wste und die Hhen zur Einde 
werden. Denn man wird eure Altre wste und zur Einde machen und eure 
Gtzen zerbrechen und zunichte machen und eure Bilder zerschlagen und eure 
Stifte vertilgen,
7. und sollen Erschlagene unter euch daliegen, da ihr erfahret, ich sei 
der Herr.
8. Ich will aber etliche von euch berbleiben lassen, die dem Schwert 
entgehen unter den Heiden, wenn ich euch in die Lnder zerstreuet habe.
9. Dieselbigen eure brigen werden dann an mich gedenken unter den Heiden, 
da sie gefangen sein mssen, wenn ich ihr hurisch Herz, so von mir 
gewichen, und ihre hurischen Augen, so nach ihren Gtzen gesehen, 
zerschlagen habe; und wird sie gereuen die Bosheit, die sie durch allerlei 
ihre Greuel begangen haben.
10. Und sollen erfahren, da ich der Herr sei und nicht umsonst geredet 
habe, solches Unglck ihnen zu tun.
11. So spricht der Herr Herr: Schlage deine Hnde zusammen und strampel 
mit deinen Fen und sprich: Wehe ber alle Greuel der Bosheit im Hause 
Israels, darum sie durch Schwert, Hunger und Pestilenz fallen mssen!
12. Wer ferne ist, wird an der Pestilenz sterben, und wer nahe ist, wird 
durchs Schwert fallen; wer aber berbleibet und davor behtet ist, wird 
Hungers sterben. Also will ich meinen Grimm unter ihnen vollenden,
13. da ihr erfahren sollt, ich sei der Herr, wenn ihre Erschlagenen unter 
ihren Gtzen liegen werden um ihre Altre her, oben auf allen Hgeln und 
oben auf allen Bergen und unter allen grnen Bumen und unter allen dicken 
Eichen, an welchen Orten sie allerlei Gtzen ses Ruchopfer taten.
14. Ich will meine Hand wider sie ausstrecken und das Land wste und de 
machen, von der Wste an bis gen Diblath, wo sie wohnen, und sollen 
erfahren, da ich der Herr sei.
Der Prophet Hesekiel 8
1. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
2. Du Menschenkind, so spricht der Herr Herr vom Lande Israel: Das Ende 
kommt, das Ende ber alle vier rter des Landes.
3. Nun kommt das Ende ber dich; denn ich will meinen Grimm ber dich 
senden und will dich richten, wie du verdienet hast, und will dir geben, 
was allen deinen Greueln gebhrt.
4. Mein Auge soll dein nicht schonen, noch bersehen, sondern ich will dir 
geben, wie du verdienet hast und deine Greuel sollen unter dich kommen, 
da ihr erfahren sollt, ich sei der Herr.
5. So spricht der Herr Herr: Siehe, es kommt ein Unglck ber das andere!
6. Das Ende kommt, es kommt das Ende, es ist erwacht ber dich; siehe, es 
kommt!
7. Es gehet schon auf und bricht daher ber dich, du Einwohner des Landes; 
die Zeit kommt, der Tag des Jammers ist nahe, da kein Singen auf den 
Bergen sein wird.
8. Nun will ich bald meinen Grimm ber dich schtten und meinen Zorn an 
dir vollenden; und will dich richten, wie du verdienet hast, und dir 
geben, was deinen Greueln allen gebhrt.
9. Mein Auge soll dein nicht schonen und will nicht gndig sein, sondern 
ich will dir geben, wie du verdienet hast, und deine Greuel sollen unter 
dich kommen, da ihr erfahren sollt, ich sei der Herr, der euch schlgt.
10. Siehe, der Tag, siehe, er kommt daher, er bricht an! Die Rute blhet, 
und der Stolze grnet.
11. Der Tyrann hat sich aufgemacht zur Rute ber die Gottlosen, da nichts 
von ihnen, noch von ihrem Volk, noch von ihrem Haufen Trost haben wird.
12. Darum kommt die Zeit, der Tag nahet herzu. Der Kufer freue sich 
nicht, und der Verkufer traure nicht; denn es kommt der Zorn ber all 
ihren Haufen.
13. Darum soll der Verkufer zu seinem verkauften Gut nicht wieder 
trachten; denn wer da lebet, der wird's haben. Denn die Weissagung ber 
all ihren Haufen wird nicht zurcckehren; keiner wird sein Leben erhalten 
um seiner Missetat willen.
14. Lat sie die Posaune nur blasen und alles zursten! Es wird doch 
niemand in den Krieg ziehen; denn mein Grimm gehet ber all ihren Haufen.
15. Auf den Gassen gehet das Schwert, in den Husern gehet Pestilenz und 
Hunger. Wer auf dem Felde ist, der wird vom Schwert sterben; wer aber in 
der Stadt ist, den wird die Pestilenz und Hunger fressen.
16. Und welche unter ihnen entrinnen, die mssen auf den Gebirgen sein und 
wie die Tauben in Grnden, die alle untereinander girren, ein jeglicher um 
seiner Missetat willen.
17. Aller Hnde werden dahinsinken und aller Kniee werden so ungewi 
stehen wie Wasser.
18. Und werden Scke um sich grten und mit Furcht berschttet sein, und 
aller Angesicht jmmerlich sehen, und aller Hupter werden kahl sein.
19. Sie werden ihr Silber hinauf auf die Gassen werfen und ihr Gold als 
einen Unflat achten; denn ihr Silber und Gold wird sie nicht erretten am 
Tage des Zorns des Herrn. Und werden doch ihre Seele davon nicht sttigen 
noch ihren Bauch davon fllen; denn es ist ihnen gewesen ein rgernis zu 
ihrer Missetat.
20. Sie haben aus ihren edlen Kleinoden, damit sie Hoffart trieben, Bilder 
ihrer Greuel und Scheuel gemacht; darum will ich's ihnen zum Unflat machen
21. und will's Fremden in die Hnde geben, da sie es rauben, und den 
Gottlosen auf Erden zur Ausbeute, da sie es entheiligen sollen.
22. Ich will mein Angesicht davon kehren, da sie meinen Schatz jawohl 
entheiligen; ja, Ruber sollen darber kommen und es entheiligen.
23. Mache Ketten; denn das Land ist voll Blutschulden und die Stadt voll 
Frevels.
24. So will ich die rgsten unter den Heiden kommen lassen, da sie sollen 
ihre Huser einnehmen, und will der Gewaltigen Hoffart ein Ende machen und 
ihre Kirchen entheiligen.
25. Der Ausrotter kommt; da werden sie Frieden suchen, und wird nicht da 
sein.
26. Ein Unfall wird ber den andern kommen, ein Gercht ber das andere. 
So werden sie dann ein Gesicht bei den Propheten suchen; aber es wird 
weder Gesetz bei den Priestern noch Rat bei den Alten mehr sein.
27. Der Knig wird betrbt sein, und die Frsten werden traurig gekleidet 
sein, und die Hnde des Volks im Lande werden verzagt sein. Ich will mit 
ihnen umgehen, wie sie gelebet haben, und will sie richten, wie sie es 
verdienet haben, da sie erfahren sollen, ich sei der Herr.
Der Prophet Hesekiel 9
1. Und es begab sich im sechsten Jahr, am fnften Tage des sechsten 
Monden, da ich sa in meinem Hause, und die Alten aus Juda saen vor mir; 
daselbst fiel die Hand des Herrn Herrn auf mich.
2. Und siehe, ich sah, da von seinen Lenden herunterwrts war gleich wie 
Feuer; aber oben ber seinen Lenden war es lichthelle.
3. Und reckte aus gleichwie eine Hand und ergriff mich bei dem Haar meines 
Haupts. Da fhrete mich ein Wind zwischen Himmel und Erde und brachte mich 
gen Jerusalem in einem gttlichen Gesichte zu dem innern Tor, das gegen 
Mitternacht stehet, da denn sa ein Bild zu Verdrie dem Hausherrn.
4. Und siehe, da war die Herrlichkeit des Gottes Israels, wie ich sie 
zuvor gesehen hatte im Felde.
5. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, hebe deine Augen auf gegen 
Mitternacht! Und da ich meine Augen aufhub gegen Mitternacht, siehe, da 
sa gegen Mitternacht das verdrieliche Bild am Tor des Altars, eben da 
man hineingehet.
6. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, siehest du auch, was diese tun, 
nmlich groe Greuel, die das Haus Israel hie tut, da sie mich ja ferne 
von meinem Heiligtum treiben? Aber du wirst noch mehr grere Greuel sehen.
7. Und er fhrete mich zur Tr des Vorhofs; da sah ich, und siehe, da war 
ein Loch in der Wand.
8. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, grabe durch die Wand! Und da ich 
durch die Wand grub, siehe, da war eine Tr.
9. Und er sprach zu mir: Gehe hinein und schaue die bsen Greuel, die sie 
allhie tun.
10. Und da ich hineinkam und sah, siehe, da waren allerlei Bildnisse der 
Wrmer und Tiere, eitel Scheuel und allerlei Gtzen des Hauses Israel, 
allenthalben umher an der Wand gemacht,
11. vor welchen stunden siebenzig Mnner aus den ltesten des Hauses 
Israel; und Jasanja, der Sohn Saphans, stund auch unter ihnen; und ein 
jeglicher hatte sein Ruchwerk in der Hand. Und ging ein dicker Nebel auf 
vom Ruchwerk.
12. Und er sprach zu mir: Menschenkind, siehest du, was die ltesten des 
Hauses Israel tun in der Finsternis, ein jeglicher in seiner schnsten 
Kammer? Denn sie sagen: Der Herr siehet uns nicht, sondern der Herr hat 
das Land verlassen.
13. Und er sprach zu mir: Du sollst noch mehr grere Greuel sehen, die 
sie tun.
14. Und er fhrete mich hinein zum Tor an des Herrn Hause, das gegen 
Mitternacht stehet; und siehe, daselbst saen Weiber, die weineten ber 
den Thamus.
15. Und er sprach zu mir: Menschenkind, siehest du das? Aber du sollst 
noch grere Greuel sehen, denn diese sind.
16. Und er fhrete mich in den innern Hof am Hause des Herrn; und siehe, 
vor der Tr am Tempel des Herrn, zwischen der Halle und dem Altar, da 
waren bei fnfundzwanzig Mnner, die ihren Rcken gegen den Tempel des 
Herrn und ihr Angesicht gegen den Morgen gekehret hatten, und beteten 
gegen der Sonnen Aufgang.
17. Und er sprach zu mir: Menschenkind, siehest du das? Ist's dem Hause 
Juda zu wenig, da sie alle solche Greuel hie tun? so sie doch sonst im 
ganzen Lande eitel Gewalt und Unrecht treiben und fahren zu und reizen 
mich auch; und siehe, sie halten die Weinreben an die Nasen.
18. Darum will ich auch wider sie mit Grimm handeln, und mein Auge soll 
ihrer nicht verschonen, und will nicht gndig sein. Und wenn sie gleich 
mit lauter Stimme vor meinen Ohren schreien, will ich sie doch nicht hren.
Der Prophet Hesekiel 10
1. Und er rief mit lauter Stimme vor meinen Ohren und sprach: Lat 
herzukommen die Heimsuchung der Stadt, und ein jeglicher habe eine 
mrdliche Waffe in seiner Hand.
2. Und siehe, es kamen sechs Mnner auf dem Wege vom Obertor her, das 
gegen Mitternacht stehet, und ein jeglicher hatte eine schdliche Waffe in 
seiner Hand. Aber es war einer unter ihnen, der hatte Leinwand an und ein 
Schreibzeug an seiner Seite. Und sie gingen hinein und traten neben den 
ehernen Altar.
3. Und die Herrlichkeit des Gottes Israels erhub sich von dem Cherub, ber 
dem sie war, zu der Schwelle am Hause und rief dem, der die Leinwand 
anhatte und das Schreibzeug an seiner Seite.
4. Und der Herr sprach zu ihm: Gehe durch die Stadt Jerusalem und zeichne 
mit einem Zeichen an die Stirn die Leute, so da seufzen und jammern ber 
alle Greuel, so drinnen geschehen.
5. Zu jenen aber sprach er, da ich's hrete: Gehet diesem nach durch die 
Stadt und schlaget drein; eure Augen sollen nicht schonen noch bersehen.
6. Erwrget beide, Alte, Jnglinge, Jungfrauen, Kinder und Weiber, alles 
tot; aber die das Zeichen an sich haben, derer sollt ihr keinen anrhren. 
Fanget aber an an meinem Heiligtum! Und sie fingen an an den alten Leuten, 
so vor dem Hause waren.
7. Und er sprach zu ihnen: Verunreiniget das Haus und machet die Vorhfe 
voll toter Leichname; gehet heraus! Und sie gingen heraus und schlugen in 
der Stadt.
8. Und da sie ausgeschlagen hatten, war ich noch brig. Und ich fiel auf 
mein Angesicht, schrie und sprach: Ach, Herr Herr, willst du denn alle 
brigen in Israel verderben, da du deinen Zorn so ausschttest ber 
Jerusalem?
9. Und er sprach zu mir: Es ist die Missetat des Hauses Israel und Juda 
allzusehr gro; es ist eitel Gewalt im Lande und Unrecht in der Stadt. 
Denn sie sprechen: Der Herr hat das Land verlassen und der Herr siehet uns 
nicht.
10. Darum soll mein Auge auch nicht schonen, will auch nicht gndig sein, 
sondern ich will ihr Tun auf ihren Kopf werfen.
11. Und siehe, der Mann, der die Leinwand anhatte und das Schreibzeug an 
seiner Seite, antwortete und sprach: Ich habe getan, wie du mir geboten 
hast.
Der Prophet Hesekiel 11
1. Und ich sah, und siehe, am Himmel ber dem Haupt der Cherubim war es 
gestaltet wie ein Saphir, und ber denselbigen war es gleich anzusehen wie 
ein Thron.
2. Und er sprach zu dem Manne in Leinwand: Gehe hinein zwischen die Rder 
unter den Cherub und fasse die Hnde voll glhender Kohlen, so zwischen 
den Cherubim sind, und streue sie ber die Stadt. Und er ging hinein, da 
ich's sah, da derselbige hineinging.
3. Die Cherubim aber stunden zur Rechten am Hause, und der Vorhof ward 
inwendig voll Nebels.
4. Und die Herrlichkeit des Herrn er hub sich von dem Cherub zur Schwelle 
am Hause; und das Haus ward voll Nebels und der Vorhof voll Glanzes von 
der Herrlichkeit des Herrn.
5. Und man hrete die Flgel der Cherubim rauschen bis heraus vor den 
Vorhof, wie eine Stimme des allmchtigen Gottes, wenn er redet.
6. Und da er dem Manne in Leinwand geboten hatte und gesagt: Nimm Feuer 
zwischen den Rdern unter den Cherubim, ging derselbige hinein und trat 
neben das Rad.
7. Und der Cherub streckte seine Hand heraus zwischen den Cherubim zum 
Feuer, das zwischen den Cherubim war, nahm davon und gab's dem Manne in 
Leinwand in die Hnde; der empfing's und ging hinaus.
8. Und erschien an den Cherubim gleichwie eines Menschen Hand unter ihren 
Flgeln.
9. Und ich sah, und siehe, vier Rder stunden bei den Cherubim, bei einem 
jeglichen Cherub ein Rad; und die Rder waren anzusehen gleichwie ein 
Trkis.
10. Und waren alle vier eins wie das andere, als wre ein Rad im andern.
11. Wenn sie gehen sollten, so konnten sie in alle ihre vier rter gehen 
und durften sich nicht herumlenken, wenn sie gingen, sondern wohin das 
erste ging, da gingen sie hinnach, und durften sich nicht herumlenken,
12. samt ihrem ganzen Leibe, Rcken, Hnden und Flgeln. Und die Rder 
waren voll Augen um und um an allen vier Rdern.
13. Und es rief zu den Rdern: Galgal! da ich's hrete.
14. Ein jegliches hatte vier Angesichte. Das erste Angesicht war ein 
Cherub, das andere ein Mensch, das dritte ein Lwe, das vierte ein Adler.
15. Und die Cherubim schwebten empor. Es ist eben das Tier, das ich sah am 
Wasser Chebar.
16. Wenn die Cherubim gingen, so gingen die Rder auch neben ihnen; und 
wenn die Cherubim ihre Flgel schwangen, da sie sich von der Erde 
erhuben, so lenkten sich die Rder auch nicht von ihnen.
17. Wenn jene stunden, so stunden diese auch; erhuben sie sich, so erhuben 
sich diese auch: denn es war ein lebendiger Wind in ihnen.
18. Und die Herrlichkeit des Herrn ging wieder aus von der Schwelle am 
Hause und stellete sich ber die Cherubim.
19. Da schwangen die Cherubim ihre Flgel und erhuben sich von der Erde 
vor meinen Augen; und da sie ausgingen, gingen die Rder neben ihnen. Und 
sie traten in das Tor am Hause des Herrn gegen Morgen, und die 
Herrlichkeit des Gottes Israels war oben ber ihnen.
20. Das ist das Tier, das ich unter dem Gott Israels sah am Wasser Chebar, 
und merkte, da es Cherubim wren,
21. da ein jegliches vier Angesichte hatte und vier Flgel und unter den 
Flgeln gleichwie Menschenhnde.
22. Es waren ihre Angesichte gestaltet, wie ich sie am Wasser Chebar sah, 
und gingen stracks vor sich.
Der Prophet Hesekiel 12
1. Und mich hub ein Wind auf und brachte mich zum Tor am Hause des Herrn, 
das gegen Morgen stehet; und siehe, unter dem Tor waren fnfundzwanzig 
Mnner. Und ich sah unter ihnen Jasanja, den Sohn Assurs, und Platja, den 
Sohn Benajas, die Frsten im Volk.
2. Und er sprach zu mir: Menschenkind diese Leute haben unselige Gedanken 
und schdliche Ratschlge in dieser Stadt.
3. Denn sie sprechen: Es ist nicht so nahe, lat uns nur Huser bauen; sie 
ist der Topf, so sind wir das Fleisch.
4. Darum sollst du, Menschenkind, wider sie weissagen.
5. Und der Geist des Herrn fiel auf mich und sprach zu mir: Sprich: So 
sagt der Herr: Ihr habt also geredet, ihr vom Hause Israel; und eures 
Geistes Gedanken kenne ich wohl.
6. Ihr habt viele erschlagen in dieser Stadt, und ihre Gassen liegen 
voller Toten.
7. Darum spricht der Herr Herr also: Die ihr drinnen gettet habt, die 
sind das Fleisch, und sie ist der Topf; aber ihr msset hinaus.
8. Das Schwert, das ihr frchtet, das will ich ber euch kommen lassen, 
spricht der Herr Herr.
9. Ich will euch von dannen herausstoen und den Fremden in die Hand geben 
und will euch euer Recht tun.
10. Ihr sollt durchs Schwert fallen, in den Grenzen Israels will ich euch 
richten; und sollt erfahren, da ich der Herr bin.
11. Die Stadt aber soll nicht euer Topf sein, noch ihr das Fleisch 
drinnen, sondern in den Grenzen Israels will ich euch richten;
12. Und sollt erfahren, da ich der Herr bin; denn ihr habt nach meinen 
Geboten nicht gewandelt und meine Rechte nicht gehalten, sondern getan 
nach der Heiden Weise, die um euch her sind.
13. Und da ich so weissagte, starb Platja, der Sohn Benajas. Da fiel ich 
auf mein Angesicht und schrie mit lauter Stimme und sprach: Ach, Herr 
Herr, du wirst's mit den brigen Israels gar ausmachen!
14. Da geschah des Herrn Wort zu mir und sprach:
15. Du Menschenkind, deine Brder und nahen Freunde und das ganze Haus 
Israel, so noch zu Jerusalem wohnen, sprechen wohl untereinander; jene 
sind vom Herrn ferne weggeflohen, aber wir haben das Land inne.
16. Darum sprich du: So spricht der Herr Herr: Ja, ich habe sie ferne weg 
unter die Heiden lassen treiben und in die Lnder zerstreuet; doch will 
ich bald ihr Heiland sein in den Lndern, dahin sie kommen sind.
17. Darum sprich: So sagt der Herr Herr: Ich will euch sammeln aus den 
Vlkern und will euch sammeln aus den Lndern, dahin ihr zerstreuet seid, 
und will euch das Land Israel geben.
18. Da sollen sie kommen und alle Scheuel und Greuel daraus wegtun.
19. Ich will euch ein eintrchtig Herz geben und einen neuen Geist in euch 
geben; und will das steinerne Herz wegnehmen aus eurem Leibe und ein 
fleischern Herz geben,
20. auf da sie in meinen Sitten wandeln und meine Rechte halten und 
danach tun. Und sie sollen mein Volk sein, so will ich ihr Gott sein.
21. Denen aber, so nach ihres Herzens Scheueln und Greueln wandeln, will 
ich ihr Tun auf ihren Kopf werfen, spricht der Herr Herr.
22. Da schwangen die Cherubim ihre Flgel, und die Rder gingen neben 
ihnen, und die Herrlichkeit des Gottes Israels war oben ber ihnen.
23. Und die Herrlichkeit des Herrn erhub sich aus der Stadt und stellete 
sich auf den Berg, der gegen Morgen vor der Stadt liegt.
24. Und ein Wind hub mich auf und brachte mich im Gesicht und im Geist 
Gottes nach Chalda zu den Gefangenen. Und das Gesicht, so ich gesehen 
hatte, verschwand vor mir.
25. Und ich sagte den Gefangenen alle Worte des Herrn, die er mir gezeiget 
hatte.
Der Prophet Hesekiel 13
1. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
2. Du Menschenkind, du wohnest unter einem ungehorsamen Hause, welches hat 
wohl Augen, da sie sehen knnten, und wollen nicht sehen, Ohren, da sie 
hren knnten, und wollen nicht hren, sondern es ist ein ungehorsam Haus.
3. Darum, du Menschenkind, nimm dein Wandergert und zeuch am lichten Tage 
davon vor ihren Augen. Von deinem Ort sollst du ziehen an einen andern Ort 
vor ihren Augen, ob sie vielleicht merken wollten, da sie ein ungehorsam 
Haus sind.
4. Und sollst dein Gert heraustun, wie Wandergert, bei lichtem Tage vor 
ihren Augen; und du sollst ausziehen des Abends vor ihren Augen, gleichwie 
man auszieht, wenn man wandern will.
5. Und du sollst durch die Wand brechen vor ihren Augen und daselbst durch 
ausziehen.
6. Und du sollst es auf deine Schulter nehmen vor ihren Augen und wenn es 
dunkel worden ist, heraustragen; dein Angesicht sollst du verhllen, da 
du das Land nicht sehest. Denn ich habe dich dem Hause Israel zum 
Wunderzeichen gesetzt.
7. Und ich tat, wie mir befohlen war, und trug mein Gert heraus, wie 
Wandergert, bei lichtem Tage; und am Abend brach ich mit der Hand durch 
die Wand; und da es dunkel worden war, nahm ich's auf die Schulter und 
trug's heraus vor ihren Augen.
8. Und frhmorgens geschah des Herrn Wort zu mir und sprach:
9. Menschenkind, hat das Haus Israel, das ungehorsame Haus, nicht zu dir 
gesagt: Was machst du?
10. So sprich zu ihnen: So spricht der Herr Herr: Diese Last betrifft den 
Frsten zu Jerusalem und das ganze Haus Israel, das drinnen ist.
11. Sprich: Ich bin euer Wunderzeichen; wie ich getan habe, also soll euch 
geschehen, da ihr wandern msset und gefangen gefhret werden.
12. Ihr Frst wird auf der Schulter tragen im Dunkel und mu ausziehen 
durch die Wand, so sie brechen werden, da sie dadurch ausziehen; sein 
Angesicht wird verhllet werden, da er mit keinem Auge das Land sehe.
13. Ich will auch mein Netz ber ihn werfen, da er in meiner Jagd 
gefangen werde, und will ihn gen Babel bringen, in der Chalder Land, das 
er doch nicht sehen wird, und soll daselbst sterben.
14. Und alle, die um ihn her sind, seine Gehilfen und all seinen Anhang 
will ich unter alle Winde zerstreuen und das Schwert hinter ihnen her 
ausziehen.
15. Also sollen sie erfahren, da ich der Herr sei, wenn ich sie unter die 
Heiden verstoe und in die Lnder zerstreue.
16. Aber ich will ihrer etliche wenige berbleiben lassen vor dem Schwert, 
Hunger und Pestilenz; die sollen jener Greuel erzhlen unter den Heiden, 
dahin sie kommen werden, und sollen erfahren, da ich der Herr sei.
17. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
18. Du Menschenkind, du sollst dein Brot essen mit Beben und dein Wasser 
trinken mit Zittern und Sorgen.
19. Und sprich zum Volk im Lande: So spricht der Herr Herr von den 
Einwohnern zu Jerusalem im Lande Israel: Sie mssen ihr Brot essen in 
Sorgen und ihr Wasser trinken im Elend; denn das Land soll wst werden von 
allem, das drinnen ist, um des Frevels willen aller Einwohner.
20. Und die Stdte, so wohl bewohnet sind, sollen verwstet und das Land 
de werden. Also sollt ihr erfahren, da ich der Herr sei.
21. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
22. Du Menschenkind, was habt ihr fr ein Sprichwort im Lande Israel und 
sprechet: Weil sich's so lange verzeucht, so wird nun fort nichts aus der 
Weissagung?
23. Darum sprich zu ihnen: So spricht der Herr Herr: Ich will das 
Sprichwort aufheben, da man es nicht mehr fhren soll in Israel. Und rede 
zu ihnen: Die Zeit ist nahe und alles, was geweissaget ist.
24. Denn ihr sollt nun fort inne werden, da kein Gesicht fehlen und keine 
Weissagung lgen wird wider das Haus Israel.
25. Denn ich bin der Herr; was ich rede, das soll geschehen und nicht 
lnger verzogen werden, sondern bei eurer Zeit, ihr ungehorsames Haus, 
will ich tun, was ich rede, spricht der Herr Herr.
26. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
27. Du Menschenkind, siehe, das Haus Israel spricht: Das Gesicht, das 
dieser siehet, da ist noch lange hin, und weissaget auf die Zeit, so noch 
ferne ist.
28. Darum sprich zu ihnen: So spricht der Herr Herr: Was ich rede, soll 
nicht lnger verzgen werden, sondern soll geschehen, spricht der Herr 
Herr.
Der Prophet Hesekiel 14
1. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
2. Du Menschenkind, weissage wider die Propheten Israels und sprich zu 
denen, so aus ihrem eigenen Herzen weissagen: Hret des Herrn Wort!
3. So spricht der Herr Herr: Wehe den tollen Propheten, die ihrem eigenen 
Geist folgen und haben doch nicht Gesichte!
4. O Israel, deine Propheten sind wie die Fchse in den Wsten!
5. Sie treten nicht vor die Lcken und machen sich nicht zur Hrde um das 
Haus Israel und stehen nicht im Streit am Tage des Herrn.
6. Ihr Gesicht ist nichts, und ihr Weissagen ist eitel Lgen. Sie 
sprechen: Der Herr hat's gesagt, so sie doch der Herr nicht gesandt hat, 
und mhen sich, da sie ihre Dinge erhalten.
7. Ist's nicht also, da euer Gesicht ist nichts, und euer Weissagen ist 
eitel Lgen? Und sprechet doch: Der Herr hat's geredet, so ich's doch 
nicht geredet habe.
8. Darum spricht der Herr Herr also: Weil ihr das prediget, da nichts aus 
wird, und Lgen weissaget, so will ich an euch, spricht der Herr Herr.
9. Und meine Hand soll kommen ber die Propheten, so das predigen, da 
nichts aus wird, und Lgen weissagen. Sie sollen in der Versammlung meines 
Volks nicht sein und in die Zahl des Hauses Israel nicht geschrieben 
werden noch ins Land Israel kommen; und ihr sollt erfahren, da ich der 
Herr Herr bin,
10. darum da sie mein Volk verfhren und sagen: Friede! so doch kein 
Friede ist. Das Volk bauet die Wand, so tnchen sie dieselbe mit losem 
Kalk.
11. Sprich zu den Tnchern, die mit losem Kalk tnchen, da es abfallen 
wird; denn es wird ein Platzregen kommen, und werden groe Hagel fallen, 
die es fllen, und ein Windwirbel wird es zerreien.
12. Siehe, so wird die Wand einfallen. Was gilt's, dann wird man zu euch 
sagen: Wo ist nun, das Getnchte, das ihr getncht habt?
13. So spricht der Herr Herr: Ich will einen Windwirbel reien lassen in 
meinem Grimm und einen Platzregen in meinem Zorn und groe Hagelsteine im 
Grimm, die sollen es alles umstoen.
14. Also will ich die Wand umwerfen, die ihr mit losem Kalk getncht habt, 
und will sie zu Boden stoen, da man ihren Grund sehen soll, da sie da 
liege; und ihr sollt drinnen auch umkommen und er fahren, da ich der Herr 
sei,
15. Also will ich meinen Grimm vollenden an der Wand und an denen, die sie 
mit losem Kalk tnchen und zu euch sagen: Hie ist weder Wand noch Tncher.
16. Das sind die Propheten Israels, die Jerusalem weissagen und predigen 
von Friede, so doch kein Friede ist, spricht der Herr Herr.
17. Und, du Menschenkind, richte dein Angesicht wider die Tchter in 
deinem Volk, welche weissagen aus ihrem Herzen, und weissage wider sie
18. und sprich: So spricht der Herr Herr: Wehe euch, die ihr Kissen machet 
den Leuten unter die Arme und Pfhle zu den Hupten, beide, Jungen und 
Alten, die Seelen zu fahen! Wenn ihr nun die Seelen gefangen habt unter 
meinem Volk, verheiet ihr denselbigen das Leben
19. und entheiliget mich in meinem Volk um einer Hand voll Gerste und 
Bissen Brots willen, damit da ihr die Seelen zum Tode verurteilet, die 
doch nicht sollten sterben, und urteilet die zum Leben; die doch nicht 
leben sollten, durch eure Lgen unter meinem Volk, welches gerne Lgen 
hret.
20. Darum spricht der Herr Herr: Siehe, ich will an eure Kissen, damit ihr 
die Seelen fahet und vertrstet, und will sie von euren Armen wegreien 
und die Seelen, so ihr fahet und vertrstet, losmachen.
21. Und will eure Pfhle zerreien und mein Volk aus eurer Hand erretten, 
da ihr sie nicht mehr fahen sollt; und sollt erfahren, da ich der Herr 
sei,
22. darum da ihr das Herz der Gerechten flschlich betrbet, die ich 
nicht betrbet habe, und habt gestrket die Hnde der Gottlosen, da sie 
sich von ihrem bsen Wesen nicht bekehren, damit sie lebendig mchten 
bleiben.
23. Darum sollt ihr nicht mehr unntze Lehre predigen noch weissagen, 
sondern ich will mein Volk aus euren Hnden erretten, und ihr sollt 
erfahren, da ich der Herr bin.
Der Prophet Hesekiel 15
1. Und es kamen etliche von den ltesten Israels zu mir und setzten sich 
vor nur.
2. Da geschah des Herrn Wort zu mir und sprach:
3. Menschenkind, diese Leute hangen mit ihrem Herzen an ihren Gtzen und 
halten ob dem rgernis ihrer Missetat. Sollt ich denn ihnen antworten, 
wenn sie mich fragen?
4. Darum rede mit ihnen und sage zu ihnen: So spricht der Herr Herr: 
Welcher Mensch vom Hause Israel mit dem Herzen an seinen Gtzen hanget und 
hlt ob dem rgernis seiner Missetat und kommt zum Propheten, so will ich, 
der Herr, demselbigen antworten, wie er verdienet hat mit seiner groen 
Abgtterei,
5. auf da das Haus Israel betrogen werde in ihrem Herzen, darum da sie 
alle von mir gewichen sind durch Abgtterei.
6. Darum sollst du zum Hause Israel sagen: So spricht der Herr Herr: 
Kehret und wendet euch von eurer Abgtterei und wendet euer Angesicht von 
allen euren Greueln!
7. Denn welcher Mensch vom Hause Israel oder Fremdling, so in Israel 
wohnet, von mir weichet und mit seinem Herzen an seinen Gtzen hanget und 
ob dem rgernis seiner Abgtterei hlt und zum Propheten kommt, da er 
durch ihn mich frage, dem will ich, der Herr, selbst antworten.
8. Und will mein Angesicht wider denselbigen setzen, da sie sollen wst 
und zum Zeichen und Sprichwort werden; und will sie aus meinem Volk 
rotten, da ihr erfahren sollt, ich sei der Herr.
9. Wo aber ein betrogener Prophet etwas redet, den will ich, der Herr, 
wiederum lassen betrogen werden und will meine Hand ber ihn ausstrecken 
und ihn aus meinem Volk Israel rotten.
10. Also sollen sie beide ihre Missetat tragen; wie die Missetat des 
Fragers, also soll auch sein die Missetat des Propheten,
11. auf da sie nicht mehr das Haus Israel verfhren von mir und sich 
nicht mehr verunreinigen in allerlei ihrer bertretung, sondern sie sollen 
mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein, spricht der Herr Herr.
12. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
13. Du Menschenkind, wenn ein Land an mir sndiget und dazu mich 
verschmhet, so will ich meine Hand ber das selbe ausstrecken und den 
Vorrat des Brots wegnehmen und will Teurung hineinschicken, da ich beide, 
Menschen und Vieh, drinnen ausrotte.
14. Und wenn dann gleich die drei Mnner, Noah, Daniel und Hiob, drinnen 
wren, so wrden sie allein ihre eigene Seele erretten durch ihre 
Gerechtigkeit, spricht der Herr Herr.
15. Und wenn ich bse Tiere in das Land bringen wrde, die die Leute 
aufrumeten und dasselbige verwsteten, da niemand drinnen wandeln knnte 
vor den Tieren,
16. und diese drei Mnner wren auch drinnen: so wahr ich lebe, spricht 
der Herr Herr, sie wrden weder Shne noch Tchter erretten, sondern 
allein sich selbst, und das Land mte de werden.
17. Oder wo ich das Schwert kommen liee ber das Land und sprche: 
Schwert, fahre durchs Land und wrde also beide, Menschen und Vieh, 
ausrotten,
18. und die drei Mnner wren drinnen: so wahr ich lebe, spricht der Herr 
Herr, sie wrden weder Shne noch Tchter erretten, sondern sie allein 
wrden errettet sein.
19. Oder so ich Pestilenz in das Land schicken und meinen Grimm ber 
dasselbige ausschtten wrde und Blut strzen, also da ich beide, 
Menschen und Vieh, ausrottete,
20. und Noah, Daniel und Hiob wren drinnen: so wahr ich lebe, spricht der 
Herr Herr, wrden sie weder Shne noch Tchter, sondern allein ihre eigene 
Seele durch ihre Gerechtigkeit erretten.
21. Denn so spricht der Herr Herr: So ich meine vier bsen Strafen, als 
Schwert, Hunger, bse Tiere und Pestilenz, ber Jerusalem schicken wrde, 
da ich drinnen ausrottete beide, Menschen und Vieh,
22. siehe, so sollen etliche brige drinnen davonkommen, die Shne und 
Tchter herausbringen werden, und zu euch anherkommen, da ihr sehen 
werdet, wie es ihnen gehet, und euch trsten ber dem Unglck, das ich 
ber Jerusalem habe kommen lassen, samt allem andern, das ich ber sie 
habe kommen lassen.
23. Sie werden euer Trost sein, wenn ihr sehen werdet, wie es ihnen gehet, 
und werdet erfahren; da ich nicht ohne Ursache getan habe, was ich 
drinnen getan habe, spricht der Herr Herr.
Der Prophet Hesekiel 16
1. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
2. Du Menschenkind, was ist das Holz vom Weinstock vor anderm Holz oder 
eine Rebe vor anderm Holz im Walde?
3. Nimmt man es auch und macht etwas daraus? Oder macht man auch einen 
Nagel daraus, daran man etwas mge hngen?
4. Siehe, man wirft es ins Feuer, da es verzehret wird, da seine beiden 
Orte das Feuer verzehret und sein Mittelstes verbrennet. Wozu sollt es nun 
taugen? Taugt es denn auch zu etwas?
5. Siehe, da es noch ganz war, konnte man nichts daraus machen; wieviel 
weniger kann nun fort mehr etwas daraus gemacht werden, so es das Feuer 
verzehret und verbrannt hat?
6. Darum spricht der Herr Herr: Gleichwie ich das Holz vom Weinstock vor 
anderm Holz im Walde dem Feuer zu verzehren gebe, also will ich mit den 
Einwohnern zu Jerusalem auch umgehen
7. und will mein Angesicht wider sie setzen, da sie dem Feuer nicht 
entgehen sollen, sondern das Feuer soll sie fressen. Und ihr sollt es 
erfahren, da ich der Herr bin, wenn ich mein Angesicht wider sie setze
8. und das Land wste mache, darum da sie mich verschmhen, spricht der 
Herr Herr.
Der Prophet Hesekiel 17
1. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
2. Du Menschenkind, offenbare der Stadt Jerusalem ihre Greuel und sprich:
3. So spricht der Herr Herr zu Jerusalem: Dein Geschlecht und deine Geburt 
ist aus der Kanaaniter Lande, dein Vater aus den Amoritern und deine 
Mutter aus den Hethitern.
4. Deine Geburt ist also gewesen: Dein Nabel, da du geboren wurdest, ist 
nicht verschnitten; so hat man dich auch mit Wasser nicht gebadet, da du 
sauber wrdest, noch mit Salz gerieben, noch in Windeln gewickelt.
5. Denn niemand jammerte dein, da er sich ber dich htte erbarmet und 
der Stcke eins dir erzeiget, sondern du wurdest aufs Feld geworfen. Also 
verachtet war deine Seele, da du geboren warest.
6. Ich aber ging vor dir ber und sah dich in deinem Blut liegen und 
sprach zu dir, da du so in deinem Blut lagest: Du sollst leben! Ja, zu dir 
sprach ich, da du so in deinem Blut lagest: Du sollst leben!
7. Und habe dich erzogen und lassen gro werden wie ein Gewchs auf dem 
Felde; und warest nun gewachsen und gro und schn worden. Deine Brste 
waren gewachsen und hattest schon lange Haare gekriegt; aber du warest 
noch blo und beschamet.
8. Und ich ging vor dir ber und sah dich an; und siehe, es war die Zeit, 
um dich zu werben. Da breitete ich meinen Geren ber dich und bedeckte 
deine Scham. Und ich gelobte dir's und begab mich mit dir in einen Bund, 
spricht der Herr Herr, da du solltest mein sein.
9. Und ich badete dich mit Wasser und wusch dich von deinem Blut und 
salbete dich mit Balsam
10. und kleidete dich mit gestickten Kleidern und zog dir smische Schuhe 
an; ich gab dir feine leinene Kleider und seidene Schleier
11. und zierte dich mit Kleinoden und legte Geschmeide an deine Arme und 
Kettlein an deinen Hals
12. und gab dir Haarband an deine Stirn und Ohrringe an deine Ohren und 
eine schne Krone auf dein Haupt.
13. Summa, du warest geziert mit eitel Gold und Silber und gekleidet mit 
eitel Leinwand, Seiden und Gesticktem. Du aest auch eitel Semmel, Honig 
und l und warest beraus schn und bekamest das Knigreich.
14. Und dein Ruhm erscholl unter die Heiden deiner Schne halben, welche 
ganz vollkommen war durch den Schmuck, so ich an dich gehnget hatte, 
spricht der Herr Herr.
15. Aber du verlieest dich auf deine Schne; und weil du so gerhmet 
warest, triebest du Hurerei, also da du dich einem jeglichen, wer 
vorberging, gemein machtest und tatest seinen Willen.
16. Und nahmest von deinen Kleidern und machtest dir bunte Altre daraus 
und triebest deine Hurerei darauf, als nie geschehen ist noch geschehen 
wird
17. Du nahmest auch dein schn Gert, das ich dir von meinem Gold und 
Silber gegeben hatte, und machtest dir Mannsbilder daraus und triebest 
deine Hurerei mit denselben.
18. Und nahmest deine gestickten Kleider und bedecktest sie damit; und 
mein l und Ruchwerk legtest du ihnen vor.
19. Meine Speise, die ich dir zu essen gab, Semmel, l, Honig, legtest du 
ihnen vor zum sen Geruch. Ja, es kam dahin, spricht der Herr Herr,
20. da du nahmest deine Shne und Tchter, die du mir gezeuget hattest, 
und opfertest sie denselben zu fressen. Meinest du denn, da ein Geringes 
sei um deine Hurerei,
21. da du mir meine Kinder schlachtest und lssest sie denselben 
verbrennen?
22. Noch hast du in allen deinen Greueln und Hurerei nie gedacht an die 
Zeit deiner Jugend, wie blo und nackend du warest und in deinem Blut 
lagest.
23. ber alle diese deine Bosheit (ach, wehe, wehe dir!), spricht der Herr 
Herr,
24. bauetest du dir Bergkirchen und machtest dir Bergaltre auf allen 
Gassen.
25. Und vornean auf allen Straen bauetest du deine Bergaltre und 
machtest deine Schne zu eitel Greuel. Du gretetest mit deinen Beinen 
gegen alle, so vorbergingen, und triebest groe Hurerei.
26. Erstlich triebest du Hurerei mit den Kindern gyptens, deinen 
Nachbarn, die gro Fleisch hatten, und triebest groe Hurerei, mich zu 
reizen.
27. Ich aber streckte meine Hand aus wider dich und steuerte solcher 
deiner Weise und bergab dich in den Willen deiner Feinde, den Tchtern 
der Philister, welche sich schmten vor deinem verruchten Wesen.
28. Danach triebest du Hurerei mit den Kindern Assur und konntest des 
nicht satt werden; ja, da du mit ihnen Hurerei getrieben hattest, und des 
nicht satt werden konntest,
29. machtest du der Hurerei noch mehr im Lande Kanaan bis, nach Chalda; 
noch konntest du damit auch nicht satt werden.
30. Wie soll ich dir doch dein Herz beschneiden, spricht der Herr Herr, 
weil du solche Werke tust einer groen Erzhure,
31. damit da du deine Bergkirchen bauetest vornean auf allen Straen und 
deine Altre machtest auf allen Gassen? Dazu warest du nicht wie eine 
andere Hure, die man mu mit Geld kaufen,
32. noch wie die Ehebrecherin, die anstatt ihres Mannes andere zult.
33. Denn allen andern Huren gibt man Geld; du aber gibst allen deinen 
Buhlern Geld zu und schenkest ihnen, da sie zu dir kommen allenthalben 
und mit dir Hurerei treiben.
34. Und findet sich an dir das Widerspiel vor andern Weibern mit deiner 
Hurerei, weil man dir nicht nachluft, sondern du Geld zugibst und man dir 
nicht Geld zugibt. Also treibest du das Widerspiel.
35. Darum, du Hure, hre des Herrn Wort!
36. So spricht der Herr Herr: Weil du denn so milde Geld zugibst und deine 
Scham durch deine Hurerei gegen deine Buhlen entblest und gegen alle 
Gtzen deiner Greuel und vergeuest das Blut deiner Kinder, welche du 
ihnen opferst,
37. darum, siehe, will ich sammeln alle deine Buhlen, mit welchen du 
Wollust getrieben hast, samt allen, die du fr Freunde hieltest, zu deinen 
Feinden; und will sie beide wider dich sammeln allenthalben und will ihnen 
deine Scham blen, da sie deine Scham gar sehen sollen.
38. Und will das Recht der Ehebrecherinnen und Blutvergieerinnen ber 
dich gehen lassen und will dein Blut strzen mit Grimm und Eifer.
39. Und will dich in ihre Hnde geben, da sie deine Bergkirchen abbrechen 
und deine Bergaltre umreien und dir deine Kleider ausziehen und dein 
schn Gert dir nehmen und dich nackend und blo sitzen lassen.
40. Und sollen Haufen Leute ber dich bringen, die dich steinigen und mit 
ihren Schwertern zerhauen
41. und deine Huser mit Feuer verbrennen und dir dein Recht tun vor den 
Augen vieler Weiber. Also will ich deiner Hurerei ein Ende machen, da du 
nicht mehr sollst Geld noch zugeben.
42. Und will meinen Mut an dir khlen und meinen Eifer an dir sttigen, 
da ich ruhe und nicht mehr zrnen drfe.
43. Darum da du nicht gedacht hast an die Zeit deiner Jugend, sondern 
mich mit diesem allem gereizet, darum will ich auch dir all dein Tun auf 
den Kopf legen, spricht der Herr Herr; wiewohl ich damit nicht getan habe 
nach dem Laster in deinen Greueln.
44. Siehe, alle die, so Sprichwort pflegen zu ben, werden von dir dies 
Sprichwort sagen: Die Tochter ist wie die Mutter.
45. Du bist deiner Mutter Tochter, welche ihren Mann und Kinder verstt, 
und bist eine Schwester deiner Schwestern, die ihre Mnner und Kinder 
verstoen. Eure Mutter ist eine von den Hethitern und euer Vater ein 
Amoriter.
46. Samaria ist deine groe Schwester mit ihren Tchtern, die dir zur 
Linken wohnet, und Sodom ist deine kleine Schwester mit ihren Tchtern, 
die zu deiner Rechten wohnet;
47. wiewohl du dennoch nicht gelebet hast nach ihrem Wesen noch getan nach 
ihren Greueln. Es fehlet nicht weit, da du es rger gemacht hast denn sie 
in all deinem Wesen.
48. So wahr ich lebe, spricht der Herr Herr, Sodom, deine Schwester, samt 
ihren Tchtern hat nicht so getan wie du und deine Tchter.
49. Siehe, das war deiner Schwester Sodom Missetat: Hoffart und alles 
vollauf und guter Friede, den sie und ihre Tchter hatten; aber dem Armen 
und Drftigen halfen sie nicht,
50. sondern waren stolz und taten Greuel vor mir; darum ich sie auch 
weggetan habe, da ich begann dareinzusehen.
51. So hat auch Samaria nicht die Hlfte deiner Snden getan, sondern du 
hast deiner Greuel so viel mehr ber sie getan, da du deine Schwester 
gleich fromm gemacht hast gegen alle deine Greuel, die du getan hast.
52. So trage auch nun deine Schande, die du deine Schwester fromm machst 
durch deine Snden, in welchen du grere Greuel denn sie getan hast, und 
machst sie frmmer, denn du bist. So sei nun auch du schamrot und trage 
deine Schande, da du deine Schwester fromm gemacht hast.
53. Ich will aber ihr Gefngnis wenden, nmlich das Gefngnis dieser Sodom 
und ihrer Tchter und das Gefngnis dieser Samaria und ihrer Tchter und 
die Gefangenen deines jetzigen Gefngnisses samt ihnen,
54. da du tragen mssest deine Schande und Hohn fr alles, das du getan 
hast, und dennoch ihr getrstet werdet.
55. Und deine Schwester, diese Sodom und ihre Tchter sollen bekehret 
werden, wie sie vor gewesen sind, und Samaria und ihre Tchter sollen 
bekehret werden, wie sie vor gewesen sind, dazu du auch und deine Tchter 
sollet bekehret werden, wie ihr vor gewesen seid.
56. Und wirst nicht mehr dieselbige Sodom, deine Schwester, rhmen wie zur 
Zeit deines Hochmuts,
57. da deine Bosheit noch nicht entdeckt war, als zur Zeit, da dich die 
Tchter Syriens und die Tchter der Philister allenthalben schndeten und 
verachteten dich um und um,
58. da ihr mutet eure Laster und Greuel tragen, spricht der Herr Herr.
59. Denn also spricht der Herr Herr: Ich will dir tun, wie du getan hast, 
da du den Eid verachtest und brichst den Bund.
60. Ich will aber gedenken an meinen Bund, den ich mit dir gemacht habe 
zur Zeit deiner Jugend, und will mit dir einen ewigen Bund aufrichten.
61. Da wirst du an deine Wege gedenken und dich schmen, wenn du deine 
groen und kleinen Schwestern zu dir nehmen wirst, die ich dir zu Tchtern 
geben werde, aber nicht aus deinem Bunde,
62. sondern will meinen Bund mit dir aufrichten, da du erfahren sollst, 
da ich der Herr sei,
63. auf da du daran gedenkest und dich schmest und vor Schanden nicht 
mehr deinen Mund auftun drfest, wenn ich dir alles vergeben werde, was du 
getan hast, spricht der Herr Herr.
Der Prophet Hesekiel 18
1. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
2. Du Menschenkind, lege dem Hause Israel ein Rtsel vor und ein Gleichnis
3. und sprich: So spricht der Herr Herr: Ein groer Adler mit groen 
Flgeln und langen Fittichen und voll Federn, die bunt waren, kam auf 
Libanon und nahm den Wipfel Von der Zeder
4. und brach das oberste Reis ab und fhrete es ins Krmerland und setzte 
es in die Kaufmannsstadt.
5. Er nahm auch Samen aus demselbigen Lande und sete ihn in dasselbige 
gute Land, da viel Wassers ist, und setzte es lose hin.
6. Und es wuchs und ward ein ausgebreiteter Weinstock und niedriges 
Stammes; denn seine Reben bogen sich zu ihm, und seine Wurzeln waren unter 
ihm; und war also ein Weinstock, der Reben kriegte und Zweige.
7. Und da war ein, anderer groer Adler mit groen Flgeln und vielen 
Federn; und siehe, der Weinstock hatte Verlangen an seinen Wurzeln zu 
diesem Adler und streckte, seine Reben aus gegen ihn, da er gewssert 
wrde vom Platz seiner Pflanzen.
8. Und war doch auf einem guten Boden an viel Wasser gepflanzet, da er 
wohl htte knnen Zweige bringen, Frucht tragen und ein herrlicher 
Weinstock werden.
9. So sprich nun: Also sagt der Herr Herr: Sollte der geraten? Ja, man 
wird seine Wurzel ausrotten und seine Frucht abreien, und wird verdorren, 
da all seines Gewchses Bltter verdorren werden, und wird nicht 
geschehen durch groen Arm noch viel Volks, auf da man ihn von seinen 
Wurzeln wegfhre.
10. Siehe, er ist zwar gepflanzet, aber sollt er geraten? Ja, sobald ihn 
der Ostwind rhren wird, wird er verdorren auf dem Platz seines Gewchses.
11. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
12. Lieber, sprich zu dem ungehorsamen Hause: Wisset ihr nicht, was das 
ist? Und sprich: Siehe, es kam der Knig zu Babel gen Jerusalem und nahm 
ihren Knig und ihre Frsten und fhrete sie weg zu sich gen Babel
13. und nahm von dem kniglichen Samen und machte einen Bund mit ihm und 
nahm einen Eid von ihm; aber die Gewaltigen im Lande nahm er weg,
14. damit das Knigreich demtig bliebe und sich nicht erhbe, auf da 
sein Bund gehalten wrde und bestnde.
15. Aber derselbe (Same) fiel von ihm ab und sandte seine Botschaft nach 
gypten, da man ihm Rosse und viel Volks schicken sollte. Sollt es dem 
geraten? Sollt er davonkommen, der solches tut? Und sollte der, so den 
Bund bricht, davonkommen?
16. So wahr ich lebe, spricht der Herr Herr, an dem Ort des Knigs, der 
ihn zum Knige gesetzt hat, welches Eid er verachtet, und welches Bund er 
gebrochen hat, da soll er sterben, nmlich zu Babel.
17. Auch wird ihm Pharao nicht beistehen im Kriege mit groem Heer und 
viel Volks, wenn man die Schtte aufwerfen wird und die Bollwerke bauen, 
da viel Leute umgebracht werden.
18. Denn weil er den Eid verachtet und den Bund gebrochen hat, darauf er 
seine Hand gegeben hat, und solches alles tut, wird er nicht davonkommen.
19. Darum spricht der Herr Herr also: So wahr als ich lebe, so will ich 
meinen Eid, den er verachtet hat, und meinen Bund, den er gebrochen hat, 
auf seinen Kopf bringen.
20. Denn ich will mein Netz ber ihn werfen, und mu in meiner Jagd 
gefangen werden; und will ihn gen Babel bringen und will daselbst mit ihm 
rechten ber dem, da er sich also an mir vergriffen hat.
21. Und alle seine Flchtigen, die ihm anhingen, sollen durchs Schwert 
fallen, und ihre brigen sollen in alle Winde zerstreuet werden, und sollt 
es erfahren, da ich's, der Herr, geredet habe.
22. So spricht der Herr Herr: Ich will auch von dem Wipfel des hohen 
Zedernbaums nehmen und oben von seinen Zweigen ein zartes Reis brechen und 
will's auf einen hohen gehuften Berg pflanzen,
23. nmlich auf den hohen Berg Israel will ich's pflanzen, da es Zweige 
gewinne und Frchte bringe und ein herrlicher. Zedernbaum werde, also da 
allerlei Vgel unter ihm wohnen und allerlei Fliegendes unter dem Schatten 
seiner Zweige bleiben mge.
24. Und sollen alle Feldbume erfahren, da ich, der Herr, den hohen Baum 
geniedriget und den niedrigen Baum erhhet habe und den grnen Baum 
ausgedorret und den drren Baum grnend gemacht habe. Ich, der Herr, rede 
es und tue es auch.
Der Prophet Hesekiel 19
1. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
2. Was treibet ihr unter euch im Lande Israel dies Sprichwort und 
sprechet: Die Vter haben Herlinge gegessen, aber den Kindern sind die 
Zhne davon stumpf worden?
3. So wahr als ich lebe, spricht der Herr Herr, solch Sprichwort soll 
nicht mehr unter euch gehen in Israel.
4. Denn siehe, alle Seelen sind mein; des Vaters Seele ist sowohl mein als 
des Sohnes Seele. Welche Seele sndiget, die soll sterben.
5. Wenn nun einer fromm ist, der recht und wohl tut;
6. der auf den Bergen nicht isset; der seine Augen nicht aufhebet zu den 
Gtzen des Hauses Israel und seines Nchsten Weib nicht befleckt und liegt 
nicht bei der Frau in ihrer Krankheit;
7. der niemand beschdiget; der dem Schuldner sein Pfand wiedergibt; der 
niemand etwas mit Gewalt nimmt; der dem Hungrigen sein Brot mitteilet und 
den Nackenden kleidet;
8. der nicht wuchert; der niemand bersetzet; der seine Hand vom Unrechten 
kehret; der zwischen den Leuten recht urteilet;
9. der nach meinen Rechten wandelt und meine Gebote hlt, da er ernstlich 
danach tue: das ist ein frommer Mann; der soll das Leben haben, spricht 
der Herr Herr.
10. Wenn er aber einen Sohn zeuget, und derselbige wird ein Mrder, der 
Blut vergeut oder dieser Stcke eins tut
11. und der andern Stcke keins nicht tut, sondern isset auf den Bergen 
und beflecket seines Nchsten Weib,
12. beschdiget die Armen und Elenden, mit Gewalt etwas nimmt, das Pfand 
nicht wiedergibt, seine Augen zu den Gtzen aufhebet, damit er einen 
Greuel begehet,
13. gibt auf Wucher, bersetzt: sollte der leben? Er soll nicht leben, 
sondern weil er solche Greuel alle getan hat, soll er des Todes sterben; 
sein Blut soll auf ihm sein.
14. Wo er aber einen Sohn zeuget, der alle solche Snde siehet, so sein 
Vater tut, und sich frchtet und nicht also tut:
15. isset nicht auf den Bergen, hebet seine Augen nicht auf zu den Gtzen 
des Hauses Israel, beflecket nicht seines Nchsten Weib,
16. beschdiget niemand, behlt das Pfand nicht, nicht mit Gewalt etwas 
nimmt, teilet sein Brot mit dem Hungrigen und kleidet den Nackenden;
17. der seine Hand vom Unrechten kehret, keinen Wucher noch bersatz 
nimmt, sondern meine Gebote hlt und nach meinen Rechten lebet: der soll 
nicht sterben um seines Vaters Missetat willen, sondern leben.
18. Aber sein Vater, der Gewalt und Unrecht gebet und unter seinem Volk 
getan hat, das nicht taugt, siehe, derselbige soll sterben um seiner 
Missetat willen.
19. So sprechet ihr: Warum soll denn ein Sohn nicht tragen seines Vaters 
Missetat? Darum, da er recht und wohl getan und alle meine Rechte 
gehalten und getan hat, soll er leben.
20. Denn welche Seele sndiget, die soll sterben. Der Sohn soll nicht 
tragen die Missetat des Vaters, und der Vater soll nicht tragen die 
Missetat des Sohnes, sondern des Gerechten Gerechtigkeit soll ber ihm 
sein, und des Ungerechten Ungerechtigkeit soll ber ihm sein.
21. Wo sich aber der Gottlose bekehret von allen seinen Snden, die er 
getan hat, und hlt alle meine Rechte und tut recht und wohl, so soll er 
leben und nicht sterben.
22. Es soll aller seiner bertretung, so er begangen hat, nicht gedacht 
werden, sondern soll leben um der Gerechtigkeit willen, die er tut.
23. Meinest du, da ich Gefallen habe am Tode des Gottlosen, spricht der 
Herr Herr, und nicht vielmehr, da er sich bekehre von seinem Wesen und 
lebe?
24. Und wo sich der Gerechte kehret von seiner Gerechtigkeit und tut Bses 
und lebet nach allen Greueln, die ein Gottloser tut, sollte der leben? Ja, 
aller seiner Gerechtigkeit, die er getan hat, soll nicht gedacht werden, 
sondern in seiner bertretung und Snden, die er getan hat, soll er 
sterben.
25. Noch sprechet ihr: Der Herr handelt nicht recht. So hret nun, ihr vom 
Hause Israel: Ist's nicht also, da ich recht habe und ihr unrecht habt?
26. Denn wenn der Gerechte sich kehret von seiner Gerechtigkeit und tut 
Bses, so mu er sterben; er mu aber um seiner Bosheit willen, die er 
getan hat, sterben.
27. Wiederum, wenn sich der Gottlose kehret von seiner Ungerechtigkeit, 
die er getan hat, und tut nun recht und wohl, der wird seine Seele 
lebendig behalten.
28. Denn weil er siehet und bekehret sich von aller seiner Bosheit, die er 
getan hat, so soll er leben und nicht sterben.
29. Noch sprechen die vom Hause Israel: Der Herr handelt nicht recht. 
Sollt ich unrecht haben? Ihr vom Hause Israel habt unrecht.
30. Darum will ich euch richten, ihr vom Hause Israel, einen jeglichen 
nach seinem Wesen, spricht der Herr Herr. Darum so bekehret euch von aller 
eurer bertretung, auf da ihr nicht fallen msset um der Missetat willen.
31. Werfet von euch alle eure bertretung, damit ihr bertreten habt, und 
machet euch ein neu Herz und neuen Geist. Denn warum willst du also 
sterben, du Haus Israel?
32. Denn ich habe keinen Gefallen am Tode des Sterbenden, spricht der Herr 
Herr. Darum bekehret euch, so werdet ihr leben!
Der Prophet Hesekiel 20
1. Du aber mache eine Wehklage ber die Frsten Israels
2. und sprich: Warum liegt deine Mutter, die Lwin, unter den Lwinnen und 
erzeucht ihre Jungen unter den jungen Lwen?
3. Derselbigen eins zog sie auf, und ward ein junger Lwe daraus; der 
gewhnte sich, die Leute zu reien und fressen.
4. Da das die Heiden von ihm hreten, fingen sie ihn in ihren Gruben und 
fhreten ihn an Ketten nach gyptenland.
5. Da nun die Mutter sah, da ihre Hoffnung verloren war, da sie lange 
gehoffet hatte, nahm sie ein anderes aus ihren Jungen und machte einen 
jungen Lwen daraus.
6. Da der unter den Lwinnen wandelte, ward er ein junger Lwe; der 
gewohnte auch, die Leute zu reien und fressen.
7. Er lernte ihre Witwen kennen und verwstete ihre Stdte, da das Land, 
und was drinnen ist, vor der Stimme seines Brllens sich entsetzte.
8. Da legten sich die Heiden aus allen Lndern ringsumher und warfen ein 
Netz ber ihn und fingen ihn in ihren Gruben
9. und stieen ihn gebunden in ein Gatter und fhreten ihn zum Knige zu 
Babel; und man lie ihn verwahren, da seine Stimme nicht mehr gehret 
wrde auf den Bergen Israels.
10. Deine Mutter war wie ein Weinstock, gleichwie du, am Wasser 
gepflanzet, und ihre Frucht und Reben wuchsen von dem groen Wasser,
11. da seine Reben so stark wurden, da sie zu Herrenzeptern gut waren, 
und ward hoch unter den Reben. Und da man sah, da er so hoch und viel 
Reben hatte,
12. ward er im Grimm zu Boden gerissen und verworfen; der Ostwind 
verdorrete seine Frucht, und seine starken Reben wurden zerbrochen, da 
sie verdorreten und verbrannt wurden.
13. Nun aber ist sie gepflanzet in der Wste, in einem drren, durstigen 
Lande,
14. und ist ein Feuer ausgegangen von ihren starken Reben, das verzehret 
ihre Frucht, da in ihr keine starke Rebe mehr ist zu eines Herrn Zepter. 
Das ist ein klglich und jmmerlich Ding.
Der Prophet Hesekiel 21
1. Und es begab sich im siebenten Jahr, am zehnten Tage des fnften 
Monden, kamen etliche aus den ltesten Israels, den Herrn zu fragen, und 
setzten sich vor mir nieder.
2. Da geschah des Herrn Wort zu mir und sprach:
3. Du Menschenkind, sage den ltesten Israels und sprich zu ihnen: So 
spricht der Herr Herr: Seid ihr kommen, mich zu fragen? So wahr ich lebe, 
ich will von euch ungefragt sein, spricht der Herr Herr.
4. Aber willst du sie strafen, du Menschenkind, so magst du sie also 
strafen. Zeige ihnen an die Greuel ihrer Vter
5. und sprich zu ihnen: So spricht der Herr Herr: Zu der Zeit, da ich 
Israel erwhlete, erhub ich meine Hand zu dem Samen des Hauses Jakob und 
gab mich ihnen zu erkennen in gyptenland. Ja, ich erhub meine Hand zu 
ihnen und sprach: Ich bin der Herr, euer Gott.
6. Ich erhub aber zur selbigen Zeit meine Hand, da ich sie fhrete aus 
gyptenland in ein Land, das ich ihnen versehen hatte, das mit Milch und 
Honig fleut, ein edel Land vor allen Lndern,
7. und sprach zu ihnen: Ein jeglicher werfe weg die Greuel vor seinen 
Augen und verunreiniget euch nicht an den Gtzen gyptens; denn ich bin 
der Herr, euer Gott.
8. Sie aber waren mir ungehorsam und wollten mir nicht gehorchen, und warf 
ihrer keiner weg die Greuel vor seinen Augen und verlieen die Gtzen 
gyptens nicht. Da dachte ich meinen Grimm ber sie auszuschtten und 
allen meinen Zorn ber sie gehen zu lassen noch in gyptenland.
9. Aber ich lie es um meines Namens willen, da er nicht entheiliget 
wrde vor den Heiden, unter denen sie waren, und vor denen ich mich ihnen 
hatte zu erkennen gegeben, da ich sie aus gyptenland fhren wollte.
10. Und da ich sie aus gyptenland gefhret hatte und in die Wste 
gebracht,
11. gab ich ihnen meine Gebote und lehrete sie meine Rechte, durch welche 
lebet der Mensch, der sie hlt.
12. Ich gab ihnen auch meine Sabbate zum Zeichen zwischen mir und ihnen 
damit sie lerneten, da ich der Herr sei, der sie heiliget.
13. Aber das Haus Israel war mir ungehorsam auch in der Wste und lebten 
nicht nach meinen Geboten und verachteten meine Rechte, durch welche der 
Mensch lebet, der sie hlt, und entheiligten meine Sabbate sehr. Da 
gedachte ich meinen Grimm ber sie auszuschtten in der Wste und sie gar 
umzubringen.
14. Aber ich lie es um meines Namens willen, auf da er nicht entheiliget 
wrde vor den Heiden, vor welchen ich sie hatte ausgefhret.
15. Und hub auch meine Hand auf wider sie in der Wste, da ich sie nicht 
wollte bringen in das Land, so ich ihnen gegeben hatte, das mit Milch und 
Honig fleut, ein edel Land vor allen Lndern,
16. darum da sie meine Rechte verachtet und nach meinen Geboten nicht 
gelebet und meine Sabbate entheiliget hatten; denn sie wandelten nach den 
Gtzen ihres Herzens.
17. Aber mein Auge verschonete ihrer, da ich sie nicht verderbete noch 
gar umbrchte in der Wste.
18. Und ich sprach zu ihren Kindern in der Wste: Ihr sollt nach eurer 
Vter Geboten nicht leben und ihre Rechte nicht halten und an ihren Gtzen 
euch nicht verunreinigen.
19. Denn ich hin der Herr, euer Gott; nach meinen Geboten sollt ihr leben 
und meine Rechte sollt ihr halten und danach tun
20. und meine Sabbate sollt ihr heiligen, da sie seien ein Zeichen 
zwischen mir und euch, damit ihr wisset, da ich der Herr, euer Gott, bin.
21. Aber die Kinder waren mir auch ungehorsam, lebten nach meinen Geboten 
nicht, hielten auch meine Rechte nicht, da sie danach tten, durch welche 
der Mensch lebet, der sie hlt, und entheiligten meine Sabbate. Da 
gedachte ich meinen Grimm ber sie auszuschtten und all meinen Zorn ber 
sie gehen zu lassen in der Wste.
22. Ich wandte aber meine Hand und lie es um meines Namens willen, auf 
da er nicht entheiliget wrde vor den Heiden, vor welchen ich sie hatte 
ausgefhret.
23. Ich hub auch meine Hand auf wider sie in der Wste, da ich sie 
zerstreuete unter die Heiden und zerstubete in die Lnder,
24. darum da sie meine Gebote nicht gehalten und meine Rechte verachtet 
und meine Sabbate entheiliget hatten und nach den Gtzen ihrer Vter sahen.
25. Darum bergab ich sie in die Lehre, so nicht gut ist, und in Rechte, 
darin sie kein Leben konnten haben,
26. und verwarf sie mit ihrem Opfer, da sie alle Erstgeburt durchs Feuer 
verbrannten, damit ich sie verstrte und sie lernen muten, da ich der 
Herr sei.
27. Darum rede, du Menschenkind, mit dem Hause Israel und sprich zu ihnen: 
So spricht der Herr Herr: Eure Vter haben mich noch weiter gelstert und 
getrotzet.
28. Denn da ich sie in das Land gebracht hatte, ber welches ich meine 
Hand aufgehoben hatte, da ich's ihnen gbe: wo sie einen hohen Hgel oder 
dicken Baum ersahen, daselbst opferten sie ihre Opfer und brachten dahin 
ihre feindseligen Gaben und rucherten daselbst ihren sen Geruch und 
gossen daselbst ihre Trankopfer.
29. Ich aber sprach zu ihnen: Was soll doch die Hhe, dahin ihr gehet? Und 
also heit sie bis auf diesen Tag die Hhe.
30. Darum sprich zum Hause Israel: So spricht der Herr Herr: Ihr 
verunreiniget euch in dem Wesen eurer Vter und treibet Hurerei mit ihren 
Greueln
31. und verunreiniget euch an euren Gtzen, welchen ihr eure Gaben opfert 
und eure Shne und Tchter durchs Feuer verbrennet, bis auf den heutigen 
Tag; und ich sollte mich euch vom. Hause Israel fragen lassen? So wahr ich 
lebe, spricht der Herr Herr, ich will von euch ungefragt sein!
32. Dazu, da ihr gedenket, wir wollen tun wie die Heiden und wie andere 
Leute in Lndern, Holz und Stein anbeten, das soll euch fehlen!
33. So wahr ich lebe, spricht der Herr Herr, ich will ber euch herrschen 
mit starker Hand und ausgestrecktem Arm und mit ausgeschttetem Grimm;
34. und will euch aus den Vlkern fhren und aus den Lndern, dahin ihr 
verstreuet seid, sammeln mit starker Hand, mit ausgestrecktem Arm und mit 
ausgeschttetem Grimm;
35. und will euch bringen in die Wste der Vlker und daselbst mit euch 
rechten von Angesicht zu Angesicht.
36. Wie ich mit euren Vtern in der Wste bei gypten gerechtet habe, 
ebenso will ich auch mit euch rechten, spricht der Herr Herr.
37. Ich will euch wohl unter die Rute bringen und euch in die Bande des 
Bundes zwingen.
38. Und will die Abtrnnigen, und so wider mich bertreten, unter euch 
ausfegen; ja, aus dem Lande, da ihr jetzt wohnet, will ich sie fhren und 
ins Land Israel nicht kommen lassen, da ihr lernen sollt, ich sei der 
Herr.
39. Darum, ihr vom Hause Israel, so spricht der Herr Herr: Weil ihr denn 
mir ja nicht wollt gehorchen, so fahret hin und diene ein jeglicher seinem 
Gtzen; aber meinen heiligen Namen lat hinfort ungeschndet mit euren 
Opfern und Gtzen!
40. Denn so spricht der Herr Herr: Auf meinem heiligen Berge, auf dem 
hohen Berge Israel, daselbst wird mir das ganze Haus Israel und alle, die 
im Lande sind, dienen; daselbst werden sie mir angenehm sein, und daselbst 
will ich eure Hebopfer und Erstlinge eurer Opfer fordern mit allem, das 
ihr mir heiliget.
41. Ihr werdet mir angenehm sein mit dem sen Geruch, wenn ich euch aus 
den Vlkern bringen und aus den Lndern sammeln werde, dahin ihr 
verstreuet seid, und werde in euch geheiliget werden vor den Heiden.
42. Und ihr werdet erfahren, da ich der Herr bin, wenn ich euch ins Land 
Israel gebracht habe, in das Land, darber ich meine Hand aufhub, da 
ich's euren Vtern gbe.
43. Daselbst werdet ihr gedenken an euer Wesen und an all euer Tun, 
darinnen ihr verunreiniget seid, und werdet Mifallen haben ber alle eure 
Bosheit, die ihr getan habt,
44. und werdet erfahren, da ich der Herr bin, wenn ich mit euch tue um 
meines Namens willen und nicht nach eurem bsen Wesen und schdlichem Tun, 
du Haus Israel, spricht der Herr Herr.
45. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
46. Du Menschenkind, richte dein Angesicht gegen den Sdwind zu und trufe 
gegen den Mittag und weissage wider den Wald im Felde gegen Mittag.
47. Und sprich zum Walde gegen Mittag: Hre des Herrn Wort! So spricht der 
Herr Herr: Siehe, ich will in dir ein Feuer anznden, das soll beide, 
grne und drre Bume, verzehren, da man seine Flamme nicht wird lschen 
knnen, sondern es soll verbrannt werden alles, was vom Mittage gegen 
Mitternacht stehet.
48. Und alles Fleisch soll sehen, da ich, der Herr, es angezndet habe 
und niemand lschen mge.
49. Und ich sprach: Ach, Herr Herr, sie sagen von mir: Dieser redet eitel 
verdeckte Worte.
Der Prophet Hesekiel 22
1. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
2. Du Menschenkind, richte dein Angesicht wider Jerusalem und trufe wider 
die Heiligtmer und weissage wider das Land Israel
3. und sprich zum Lande Israel: So spricht der Herr Herr: Siehe, ich will 
an dich; ich will mein Schwert aus der Scheide ziehen und will in dir 
ausrotten beide, Gerechte und Ungerechte.
4. Weil ich denn in dir beide, Gerechte und Ungerechte, ausrotte, so wird 
mein Schwert aus der Scheide fahren ber alles Fleisch vom Mittage her bis 
gen Mitternacht.
5. Und soll alles Fleisch erfahrern, da ich, der Herr, mein Schwert hab 
aus seiner Scheide gezogen; und soll nicht wieder eingesteckt werden.
6. Und du, Menschenkind, sollst seufzen, bis dir die Lenden weh tun; ja, 
bitterlich sollst du seufzen, da sie es sehen.
7. Und wenn sie zu dir sagen werden: Warum seufzest du? sollst du sagen: 
Um des Geschreies willen, das da kommt, vor welchem alle Herzen verzagen 
und alle Hnde sinken, aller Mut fallen, und alle Kniee wie Wasser gehen 
werden. Siehe, es kommt und wird geschehen, spricht der Herr Herr.
8. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
9. Du Menschenkind, weissage und sprich: So spricht der Herr: Sprich: Das 
Schwert, ja, das Schwert ist geschrft und gefegt.
10. Es ist geschrft, da es schlachten soll; es ist gefegt, da es 
blinken soll. O wie froh wollten wir sein, wenn er gleich alle Bume zu 
Ruten machte ber die bsen Kinder!
11. Aber er hat ein Schwert zu fegen gegeben, da man es fassen soll; es 
ist geschrft und gefegt, da man's dem Totschlger in die Hand gebe.
12. Schreie und heule, du Menschenkind; denn es gehet ber mein Volk und 
ber alle Regenten in Israel, die zum Schwert samt meinem Volk versammelt 
sind. Darum schlage auf deine Lenden:
13. Denn er hat sie oft gezchtiget; was hat's geholfen? Es will der bsen 
Kinder Rute nicht helfen, spricht der Herr Herr.
14. Und du, Menschenkind, weissage und schlage deine Hnde zusammen. Denn 
das Schwert wird zwiefach, ja dreifach kommen, ein Wrgeschwert, ein 
Schwert groer Schlacht, das sie auch treffen wird in den Kammern, da sie 
hinfliehen.
15. Ich will das Schwert lassen klingen, da die Herzen verzagen und viele 
fallen sollen an allen ihren Toren. Ach, wie glnzet es und hauet daher 
zur Schlacht!
16. Und sprechen: Haue drein, beide, zur Rechten und Linken, was vor dir 
ist!
17. Da will ich dann mit meinen Hnden darob frohlocken und meinen Zorn 
gehen lassen. Ich, der Herr, hab es gesagt.
18. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
19. Du Menschenkind, mache zween Wege, durch welche kommen soll das 
Schwert des Knigs zu Babel; sie sollen aber alle beide aus einem Lande 
gehen.
20. Und stelle ein Zeichen vorne an den Weg zur Stadt, dahin es weisen 
soll; und mache den Weg, da das Schwert komme gen Rabbath der Kinder 
Ammon und nach Juda, zu der festen Stadt Jerusalem.
21. Denn der Knig zu Babel wird sich an die Wegscheide stellen, vorne an 
den zween Wegen, da er ihm wahrsagen lasse, mit den Pfeilen um das Los 
schiee, seinen Abgott frage und schaue die Leber an.
22. Und die Wahrsagung wird auf die rechte Seite gen Jerusalem deuten, da 
er solle Bcke hinanfhren lassen und Lcher machen und mit groem 
Geschrei sie berfalle und morde, und da er Bcke fhren solle wider die 
Tore und da Wall schtte und Bollwerk baue.
23. Aber es wird sie solch Wahrsagen falsch dnken, er schwre, wie teuer 
er will. Er aber wird denken an die Missetat, da er sie gewinne.
24. Darum spricht der Herr Herr also: Darum da euer gedacht wird um eurer 
Missetat und euer Ungehorsam offenbart ist, da man eure Snde siehet in 
all eurem Tun, ja darum da euer gedacht wird, werdet ihr mit Gewalt 
gefangen werden.
25. Und du, Frst in Israel, der du verdammt und verurteilet bist, des Tag 
daherkommen wird, wenn die Missetat zum Ende kommen ist,
26. so spricht der Herr Herr: Tu weg den Hut und heb ab die Krone! Denn es 
wird weder der Hut noch die Krone bleiben, sondern der sich erhhet hat, 
soll geniedriget werden, und der sich niedriget, soll erhhet werden.
27. Ich will die Krone zunichte, zunichte, zunichte machen, bis der komme, 
der sie haben soll; dem will ich sie geben.
28. Und du, Menschenkind, weissage und sprich: So spricht der Herr Herr 
von den Kindern Ammon und von ihrer Schmach und sprich: Das Schwert, das 
Schwert ist gezckt, da es schlachten soll; es ist gefegt, da es wrgen 
soll, und soll blinken,
29. darum da du falsche Gesichte dir sagen lssest und Lgen weissagen, 
damit du auch bergeben werdest unter den erschlagenen Gottlosen, welchen 
ihr Tag kam, da die Missetat zum Ende kommen war.
30. Und ob es schon wieder in die Scheide gesteckt wrde, so will ich dich 
doch richten an dem Ort, da du geschaffen, und im Lande, da du geboren 
bist.
31. Und will meinen Zorn ber dich schtten, ich will das Feuer meines 
Grimms ber dich aufblasen und will dich Leuten, die brennen und verderben 
knnen, berantworten.
32. Du mut dem Feuer zur Speise werden, und dein Blut mu im Lande 
vergossen werden; und man wird dein nicht mehr gedenken. Denn ich, der 
Herr, hab es geredet.
Der Prophet Hesekiel 23
1. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
2. Du Menschenkind, willst du nicht strafen die mrderische Stadt und ihr 
anzeigen alle ihre Greuel?
3. Sprich: So spricht der Herr Herr: O Stadt, die du der Deinen Blut 
vergeuest, auf da deine Zeit komme, und die du Gtzen bei dir machst, 
damit du dich verunreinigest!
4. Du verschuldest dich an dem Blut, das Du vergeuest, und verunreinigest 
dich an den Gtzen, die du machst; damit bringest du deine Tage herzu und 
machst, da deine Jahre kommen mssen. Darum will ich dich zum Spott unter 
den Heiden und zum Hohn in allen Lndern machen.
5. Beide, in der Nhe und in der Ferne, sollen sie dein spotten, da du 
ein schndlich Gercht haben und groen Jammer leiden mssest.
6. Siehe die Frsten in Israel! Ein jeglicher ist mchtig bei dir, Blut zu 
vergieen.
7. Vater und Mutter verachten sie; den Fremdlingen tun sie Gewalt und 
Unrecht; die Witwen und Waisen schinden sie.
8. Du verachtest meine Heiligtmer und entheiligest meine Sabbate.
9. Verrter sind in dir, auf da sie Blut vergieen. Sie essen auf den 
Bergen und handeln mutwilliglich in dir;
10. sie blen die Scham der Vter und ntigen die Weiber in ihrer 
Krankheit
11. und treiben untereinander, Freund mit Freundes Weibe, Greuel; sie 
schnden ihre eigene Schnur mit allem Mutwillen; sie notzchtigen ihre 
eigenen Schwestern, ihres Vaters Tchter;
12. sie nehmen Geschenke, auf da sie Blut vergieen; sie wuchern und 
bersetzen einander und treiben ihren Geiz wider ihren Nchsten und tun 
einander Gewalt und vergessen mein also, spricht der Herr Herr.
13. Siehe, ich schlage meine Hnde zusammen ber den Geiz, den du 
treibest, und ber das Blut, so in dir vergossen ist.
14. Meinest du aber, dein Herz mge es erleiden oder deine Hnde ertragen 
zu der Zeit, wenn ich's mit dir machen werde? Ich, der Herr, hab es 
geredet und will's auch tun
15. und will dich zerstreuen unter die Heiden und dich verstoen in die 
Lnder und will deines Unflats ein Ende machen,
16. da du bei den Heiden mut verflucht geachtet werden und erfahren, da 
ich der Herr sei.
17. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
18. Du Menschenkind, das Haus Israel ist mir zu Schaum worden; all ihr 
Erz, Zinn, Eisen und Blei ist im Ofen zu Silberschaum worden.
19. Darum spricht der Herr Herr also: Weil ihr denn alle Schaum worden 
seid, siehe, so will ich euch alle gen Jerusalem zusammentun.
20. Wie man Silber, Erz, Eisen, Blei und Zinn zusammentut im Ofen, da man 
ein Feuer darunter aufblase und zerschmelze es, also will ich euch auch in 
meinem Zorn und Grimm zusammentun, einlegen und schmelzen.
21. Ja, ich will euch sammeln und das Feuer meines Zorns unter euch 
aufblasen, da ihr drinnen zerschmelzen msset.
22. Wie das Silber zerschmilzet im Ofen, so sollt ihr auch drinnen 
zerschmelzen und erfahren, da ich, der Herr, meinen Grimm ber euch 
ausgeschttet habe.
23. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
24. Du Menschenkind, sprich zu ihnen: Du bist ein Land, das nicht zu 
reinigen ist, wie eins, das nicht beregnet wird zur Zeit des Zorns.
25. Die Propheten, so drinnen sind, haben sich gerottet, die Seelen zu 
fressen, wie ein brllender Lwe, wenn er raubet; sie reien Gut und Geld 
zu sich und machen der Witwen viel drinnen.
26. Ihre Priester verkehren mein Gesetz freventlich und entheiligen mein 
Heiligtum; sie halten unter dem Heiligen und Unheiligen keinen Unterschied 
und lehren nicht, was rein oder unrein sei, und warten meiner Sabbate 
nicht; und ich werde unter ihnen entheiliget.
27. Ihre Frsten sind drinnen wie die reienden Wlfe, Blut zu vergieen 
und Seelen umzubringen, um ihres Geizes willen.
28. Und ihre Propheten tnchen sie mit losem Kalk, predigen lose Teidinge 
und weissagen ihnen Lgen und sagen: So spricht der Herr Herr! so es doch 
der Herr nicht geredet hat.
29. Das Volk im Lande bet Gewalt und rauben getrost und schinden die 
Armen und Elenden und tun den Fremdlingen Gewalt und Unrecht.
30. Ich suchte unter ihnen, ob jemand sich eine Mauer machte und wider den 
Ri stnde vor mir fr das Land, da ich's nicht verderbete; aber ich fand 
keinen.
31. Darum schttete ich meinen Zorn ber sie und mit dem Feuer meines 
Grimms machte ich ihrer ein Ende und gab ihnen also ihren Verdienst auf 
ihren Kopf, spricht der Herr Herr.
Der Prophet Hesekiel 24
1. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
2. Du Menschenkind, es waren zwei Weiber, einer Mutter Tchter.
3. Die trieben Hurerei in gypten in ihrer Jugend; daselbst lieen sie 
ihre Brste begreifen und die Zitzen ihrer Jungfrauschaft betasten.
4. Die groe heit Ahala und ihre Schwester Ahaliba. Und ich nahm sie zur 
Ehe, und sie zeugeten mir Shne und Tchter. Und Ahala heit Samaria und 
Ahaliba Jerusalem.
5. Ahala trieb Hurerei, da ich sie genommen hatte, und brannte gegen ihre 
Buhlen, nmlich gegen die Assyrier, die zu ihr kamen,
6. gegen die Frsten und Herren, die mit Seide gekleidet waren, und alle 
junge liebliche Gesellen, nmlich gegen die Reiter und Wagen.
7. Und buhlete mit allen schnen Gesellen in Assyrien und verunreinigte 
sich mit allen ihren Gtzen, wo sie auf einen entbrannte.
8. Dazu verlie sie auch nicht ihre Hurerei mit gypten, die bei ihr 
gelegen waren von ihrer Jugend auf und die Brste ihrer Jungfrauschaft 
betastet und groe Hurerei mit ihr getrieben hatten.
9. Da bergab ich sie in die Hand ihrer Buhlen, den Kindern Assur, gegen 
welche sie brannte vor Lust.
10. Die deckten ihre Scham auf und nahmen ihre Shne und Tchter weg; sie 
aber tteten sie mit dem Schwert. Und es kam aus, da diese Weiber 
gestraft wren.
11. Da es aber ihre Schwester Ahaliba sah, entbrannte sie noch viel rger 
denn jene und trieb der Hurerei mehr denn ihre Schwester
12. und entbrannte gegen die Kinder Assur, nmlich die Frsten und Herren, 
die zu ihr kamen wohl gekleidet, Reiter und Wagen, und alle junge 
liebliche Gesellen.
13. Da sah ich, da sie alle beide gleicherweise verunreiniget waren.
14. Aber diese trieb ihre Hurerei mehr. Denn da sie sah gemalte Mnner an 
der Wand in roter Farbe, die Bilder der Chalder,
15. um ihre Lenden gegrtet und bunte Kogel auf ihren Kpfen, und alle 
gleich anzusehen wie gewaltige Leute, wie denn die Kinder Babel und die 
Chalder tragen in ihrem Vaterlande,
16. entbrannte sie gegen sie, sobald sie ihrer gewahr ward, und schickte 
Botschaft zu ihnen nach Chalda.
17. Als nun die Kinder Babel zu ihr kamen, bei ihr zu schlafen nach der 
Liebe, verunreinigten sie dieselbe mit ihrer Hurerei, und sie 
verunreinigte sich mit ihnen, da sie ihrer mde ward.
18. Und da beide ihre Hurerei und Scham so gar offenbar war, ward ich 
ihrer auch berdrssig, wie ich ihrer Schwester auch war mde worden.
19. Sie aber trieb ihre Hurerei immer mehr und gedachte an die Zeit ihrer 
Jugend, da sie in gyptenland Hurerei getrieben hatte,
20. und entbrannte gegen ihre Buhlen, welcher Brunst war wie der Esel und 
der Hengste Brunst.
21. Und bestelletest deine Unzucht wie in deiner Jugend, da die in gypten 
deine Brste begriffen und deine Zitzen betastet wurden.
22. Darum, Ahaliba, so spricht der Herr Herr: Siehe, ich will deine 
Buhlen, deren du mde bist worden, wider dich erwecken und will sie 
ringsumher wider dich bringen,
23. nmlich die Kinder Babel und alle Chalder mit Hauptleuten, Frsten 
und Herren, und alle Assyrier mit ihnen, die schne junge Mannschaft, alle 
Frsten und Herren, Ritter und Edle und allerlei Reiter.
24. Und werden ber dich kommen, gerstet mit Wagen und Rdern und mit 
groem Haufen Volks, und werden dich belagern mit Tartschen, Schilden und 
Helmen um und um. Denen will ich das Recht befehlen, da sie dich richten 
sollen nach ihrem Recht.
25. Ich will meinen Eifer ber dich gehen lassen, da sie unbarmherzig mit 
dir handeln sollen. Sie sollen dir Nasen und Ohren abschneiden; und was 
brig bleibt, soll durchs Schwert fallen. Sie sollen deine Shne und 
Tchter wegnehmen und das brige mit Feuer verbrennen.
26. Sie sollen dir deine Kleider ausziehen und deinen Schmuck wegnehmen.
27. Also will ich deiner Unzucht und deiner Hurerei mit gyptenland ein 
Ende machen, da du deine Augen nicht mehr nach ihnen aufheben und 
gyptens nicht mehr gedenken sollst.
28. Denn so spricht der Herr Herr: Siehe, ich will dich berantworten, 
denen du feind worden und deren du mde bist.
29. Die sollen als Feinde mit dir umgehen und alles nehmen, was du 
erworben hast, und dich nackend und blo lassen, da deine Scham 
aufgedeckt werde samt deiner Unzucht und Hurerei.
30. Solches wird dir geschehen um deiner Hurerei willen, so du mit den 
Heiden getrieben, an welcher Gtzen du dich verunreiniget hast.
31. Du bist auf dem Wege deiner Schwester gegangen; darum gebe ich dir 
auch derselbigen Kelch in deine Hand.
32. So spricht der Herr Herr: Du mut den Kelch deiner Schwester trinken, 
so tief und weit er ist; du sollst so zu groem Spott und Hohn werden, da 
es unertrglich sein wird.
33. Du mut dich des starken Tranks und Jammers voll saufen; denn der 
Kelch deiner Schwester Samaria ist ein Kelch des Jammers und Trauerns.
34. Denselben mut du rein austrinken, danach die Scherben zerwerfen und 
deine Brste zerreien; denn ich hab es geredet, spricht der Herr Herr.
35. Darum so spricht der Herr Herr: Darum da du mein vergessen und mich 
hinter deinen Rcken geworfen hast, so trage auch nun deine Unzucht und 
deine Hurerei.
36. Und der Herr sprach zu mir: Du Menschenkind, willst du Ahala und 
Ahaliba strafen, so zeige ihnen an ihre Greuel,
37. wie sie Ehebrecherei getrieben und Blut Vergossen und die Ehe 
gebrochen haben mit den Gtzen; dazu ihre Kinder, die sie mir gezeuget 
hatten, verbrannten sie denselben zum Opfer.
38. ber das haben sie mir das getan: sie haben meine Heiligtmer 
verunreiniget dazumal und meine Sabbate entheiliget.
39. Denn da sie ihre Kinder den Gtzen geschlachtet hatten, gingen sie 
desselbigen Tages in mein Heiligtum, dasselbige zu entheiligen. Siehe, 
solches haben sie in meinem Hause begangen.
40. Sie haben auch Boten geschickt nach Leuten, die aus fernen Landen 
kommen sollten; und siehe, da sie kamen, badetest du dich und schminktest 
dich und schmcktest dich mit Geschmeide, ihnen zu Ehren,
41. und saest auf einem herrlichen Bette, vor welchem stund ein Tisch 
zugerichtet; darauf ruchertest du und opfertest mein l darauf.
42. Daselbst hub sich ein gro Freudengeschrei; und sie gaben den Leuten, 
so allenthalben aus groem Volk und aus der Wste kommen waren, Geschmeide 
an ihre Arme und schne Kronen auf ihre Hupter.
43. Ich aber gedachte: Sie ist der Ehebrecherei gewohnt von alters her, 
sie kann von der Hurerei nicht lassen.
44. Denn man geht zu ihr ein, wie man zu einer Hure eingeht; ebenso geht 
man zu Ahala und Ahaliba, den unzchtigen Weibern.
45. Darum werden sie die Mnner strafen, die das Recht vollbringen, wie 
man die Ehebrecherinnen und Blutvergieerinnen strafen soll; denn sie sind 
Ehebrecherinnen, und ihre Hnde sind voll Blut.
46. Also spricht der Herr Herr: Fhre einen groen Haufen ber sie herauf 
und gib sie in die Rapuse und Raub,
47. die sie steinigen und mit ihren Schwertern erstechen und ihre Shne 
und Tchter erwrgen und ihre Huser mit Feuer verbrennen.
48. Also will ich der Unzucht im Lande ein Ende machen, da sich alle 
Weiber daran stoen sollen und nicht nach solcher Unzucht tun.
49. Und man soll eure Unzucht auf euch legen, Und sollt eurer Gtzen Snde 
tragen, auf da ihr erfahret, da ich der Herr Herr bin.
Der Prophet Hesekiel 25
1. Und es geschah das Wort des Herrn zu mir im neunten Jahr, am zehnten 
Tage des zehnten Monden, und sprach:
2. Du Menschenkind, schreibe diesen Tag an, ja eben diesen Tag; denn der 
Knig zu Babel hat sich eben an diesem Tage wider Jerusalem gerstet.
3. Und gib dem ungehorsamen Volk ein Gleichnis und sprich zu ihnen: So 
spricht der Herr Herr: Setze einen Topf zu; setze zu und gie Wasser 
darein!
4. Tue die Stcke zusammen darein, die hinein sollen, und die besten 
Stcke, die Lenden und Schultern, und flle ihn mit den besten Markstcken.
5. Nimm das Beste von der Herde und mache ein Feuer darunter, Markstcke 
zu kochen, und la es getrost sieden und die Markstcke drinnen wohl 
kochen.
6. Darum spricht der Herr Herr: O der mrderischen Stadt, die ein solcher 
Topf ist, da das Angebrannte drinnen klebet, und nicht abgehen will! Tue 
ein Stck nach dem andern heraus, und darfst nicht darum losen, welches 
erst heraus solle.
7. Denn ihr Blut ist drinnen, das sie auf einen bloen Felsen und nicht 
auf die Erde verschttet hat, da man's doch htte mit Erde> knnen 
zuscharren.
8. Und ich hab auch darum sie lassen dasselbige Blut auf einen bloen 
Felsen schtten, da es nicht zugescharret wrde, auf da der Grimm ber 
sie kme und gerochen wrde.
9. Darum spricht der Herr Herr also: O du mrderische Stadt, welche ich 
will zu einem groen Feuer machen!
10. Trage nur viel Holz her, znde das Feuer an, da das Fleisch gar 
werde, und wrze es wohl, da die Markstcke anbrennen!
11. Lege auch den Topf leer auf die Glut, auf da er hei werde und sein 
Erz entbrenne, ob seine Unreinigkeit zerschmelzen und sein Angebranntes 
abgehen wollte.
12. Aber das Angebrannte, wie fast es brennet, will nicht abgehen, denn es 
ist zu sehr angebrannt; es mu im Feuer verschmelzen.
13. Deine Unreinigkeit ist so verhrtet, da, ob ich dich gleich gerne 
reinigen wollte, dennoch du nicht willst dich reinigen lassen von deiner 
Unreinigkeit. Darum kannst du fort nicht wieder rein werden, bis mein 
Grimm sich an dir gekhlet habe.
14. Ich, der Herr, hab es geredet; es soll kommen. Ich will's tun und 
nicht sumen; ich will nicht schonen noch mich's reuen lassen, sondern sie 
sollen dich richten, wie du gelebt und getan hast, spricht der Herr Herr.
15. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
16. Du Menschenkind, siehe, ich will dir deiner Augen Lust nehmen durch 
eine Plage. Aber du sollst nicht klagen noch weinen, noch eine Trne 
lassen.
17. Heimlich magst du seufzen, aber keine Totenklage fhren, sondern du 
sollst deinen Schmuck anlegen und deine Schuhe anziehen. Du sollst deinen 
Mund nicht verhllen und nicht das Trauerbrot essen.
18. Und da ich des Morgens frh zum Volk redete, starb mir zu Abend mein 
Weib. Und ich tat des andern Morgens, wie mir befohlen war.
19. Und das Volk sprach zu mir: Willst du uns denn nicht anzeigen, was uns 
das bedeute, das du tust?
20. Und ich sprach zu ihnen: Der Herr hat mit mir geredet und gesagt:
21. Sage dem Hause Israel, da der Herr Herr spricht also: Siehe, ich will 
mein Heiligtum, euren hchsten Trost, die Lust eurer Augen und eures 
Herzens Wunsch, entheiligen; und eure Shne und Tchter, die ihr verlassen 
msset, werden durchs Schwert fallen;
22. und msset tun, wie ich getan habe: euren Mund msset ihr nicht 
verhllen und das Trauerbrot nicht essen,
23. sondern msset euren Schmuck auf euer Haupt setzen und eure Schuhe 
anziehen. Ihr werdet nicht klagen noch weinen, sondern ber euren Snden 
verschmachten und untereinander seufzen.
24. Und soll also Hesekiel euch ein Wunder sein, da ihr tun msset, wie 
er getan hat, wenn es nun kommen wird, damit ihr erfahret, da ich der 
Herr Herr bin.
25. Und du, Menschenkind, zu der Zeit, wenn ich wegnehmen werde von ihnen 
ihre Macht und Trost, die Lust ihrer Augen und ihres Herzens Wunsch, ihre 
Shne und Tchter,
26. ja, zur selbigen Zeit wird einer, so entronnen ist, zu dir kommen und 
dir's kundtun.
27. Zur selbigen Zeit wird dein Mund aufgetan werden samt dem, der 
entronnen ist, da du reden sollst und nicht mehr schweigen; denn du mut 
ihr Wunder sein, da sie erfahren, ich sei der Herr.
Der Prophet Hesekiel 26
1. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
2. Du Menschenkind, richte dein Angesicht gegen die Kinder Ammon und 
weissage wider sie.
3. Und sprich zu den Kindern Ammon: Hret des Herrn Herrn Wort! So spricht 
der Herr Herr: Darum da ihr ber mein Heiligtum sprechet: Heh, es ist 
entheiliget! und ber das Land Israel: Es ist verwstet! und ber das Haus 
Juda: Es ist gefangen weggefhrt!
4. darum siehe, ich will dich den Kindern gegen Morgen bergeben, da sie 
ihre Schlsser drinnen bauen und ihre Wohnung drinnen machen sollen; sie 
sollen deine Frchte essen und deine Milch trinken.
5. Und will Rabbath zum Kamelstall machen und die Kinder Ammon zur 
Schafhrde machen; und sollet erfahren, da ich der Herr bin.
6. Denn so spricht der Herr Herr: Darum da du mit deinen Hnden 
geklatschet und mit den Fen gescharret und ber das Land Israel von 
ganzem Herzen so hhnisch dich gefreuet hast,
7. darum siehe, ich will meine Hand ber dich ausstrecken und dich den 
Heiden zur Beute geben und dich aus den Vlkern ausrotten und aus den 
Lndern umbringen und dich vertilgen; und sollst erfahren, da ich der 
Herr bin.
8. So spricht der Herr Herr: Darum da Moab und Seir sprechen: Siehe, das 
Haus Juda ist eben wie alle andern Heiden,
9. siehe, so will ich Moab zur Seite ffnen in seinen Stdten und in 
seinen Grenzen des edlen Landes, nmlich Beth-Jesimoth, Baal-Meon und 
Kiriathaim,
10. den Kindern gegen Morgen samt den Kindern Ammon, und will sie ihnen 
zum Erbe geben, da man der Kinder Ammon nicht mehr gedenken soll unter 
den Heiden.
11. Und will das Recht gehen lassen ber Moab, und sollen erfahren, da 
ich der Herr bin.
12. So spricht der Herr Herr: Darum da sich Edom am Hause Juda gercht 
hat und damit sich verschuldet mit ihrem Rchen,
13. darum spricht der Herr Herr also: Ich will meine Hand ausstrecken ber 
Edom und will ausrotten von ihm beide, Menschen und Vieh; und will sie 
wste machen von Theman bis gen Dedan und durchs Schwert fllen.
14. Und will mich an Edom rchen durch mein Volk Israel, und sollen mit 
Edom umgehen nach meinem Zorn und Grimm, da sie meine Rache erfahren 
sollen, spricht der Herr Herr.
15. So spricht der Herr Herr: darum da die Philister sich gercht haben 
und den alten Ha gebet nach all ihrem Willen am Schaden (meines Volks),
16. darum spricht der Herr Herr also: Siehe, ich will meine Hand 
ausstrecken ber die Philister und die Krieger ausrotten und will die 
brigen am Hafen des Meers umbringen
17. und will groe Rache an ihnen ben und mit Grimm sie strafen, da sie 
erfahren sollen, ich sei der Herr, wenn ich meine Rache an ihnen gebet 
habe.
Der Prophet Hesekiel 27
1. Und es begab sich im elften Jahr, am ersten Tage des ersten Monden, 
geschah des Herrn Wort zu mir und sprach:
2. Du Menschenkind, darum da Tyrus spricht ber Jerusalem: Heh, die 
Pforten der Vlker sind zerbrochen, es ist zu mir gewandt; ich werde nun 
voll werden, weil sie wste ist:
3. darum spricht der Herr Herr also: Siehe, ich will an dich, Tyrus, und 
will viel Heiden ber dich heraufbringen, gleichwie sich ein Meer erhebt 
mit seinen Wellen.
4. Die sollen die Mauern zu Tyrus verderben und ihre Trme abbrechen; ja, 
ich will auch den Staub vor ihr wegfegen und will einen bloen Fels aus 
ihr machen
5. und zu einem Wert im Meer, darauf man die Fischgarne ausspannet; denn 
ich hab es geredet, spricht der Herr Herr: und sie soll den Heiden zum 
Raub werden.
6. Und ihre Tchter, so auf dem Felde liegen, sollen durchs Schwert 
erwrget werden; und sollen erfahren, da ich der Herr bin.
7. Denn so spricht der Herr Herr: Siehe, ich will ber Tyrus kommen lassen 
Nebukadnezar, den Knig zu Babel, von Mitternacht her, der ein Knig aller 
Knige ist, mit Rossen, Wagen, Reitern und mit groem Haufen Volks.
8. Der soll deine Tchter, auf dem Felde liegen, mit dem Schwert erwrgen; 
aber wider dich wird er Bollwerk aufschlagen und einen Schutt machen und 
Schilde wider dich rsten.
9. Er wird mit Bcken deine Mauern zerstoen und deine Trme mit seinen 
Waffen umreien.
10. Der Staub von der Menge seiner Pferde wird dich bedecken, so werden 
auch deine Mauern erbeben vor dem Getmmel seiner Rosse, Rder und Reiter, 
wenn er zu deinen Toren einziehen wird, wie man pflegt in eine zerrissene 
Stadt einzuziehen.
11. Er wird mit den Fen seiner Rosse alle deine Gassen zertreten. Dein 
Volk wird er mit dem Schwert erwrgen und deine starken Sulen zu Boden 
reien.
12. Sie werden dein Gut rauben und deinen Handel plndern. Deine Mauern 
werden sie abbrechen und deine feinen Huser umreien und werden deine 
Steine, Holz und Staub ins Wasser werfen.
13. Also will ich mit dem Getne deines Gesangs ein Ende machen, da man 
den Klang deiner Harfen nicht mehr hren soll.
14. Und ich will einen bloen Fels aus dir machen und einen Wert, darauf 
man die Fischgarne ausspannet, da du nicht mehr gebauet werdest; denn ich 
bin der Herr, der solches redet, spricht der Herr Herr.
15. So spricht der Herr Herr wider Tyrus: Was gilt's, die Inseln werden 
erbeben, wenn du so scheulich zerfallen wirst und deine Verwundeten 
seufzen werden, so in dir sollen ermordet werden.
16. Alle Frsten am Meer werden herab von ihren Sthlen sitzen und ihre 
Rcke von sich tun und ihre gestickten Kleider ausziehen und werden in 
Trauerkleidern gehen und auf der Erde sitzen und werden erschrecken und 
sich entsetzen deines pltzlichen Falls.
17. Sie werden dich wehklagen und von dir sagen: Ach, wie bist du so gar 
wste worden, du berhmte Stadt, die du am Meer lagest und so mchtig 
warest auf dem Meer samt deinen Einwohnern, da sich das ganze Land vor 
dir frchten mute!
18. Ach, wie entsetzen sich die Inseln ber deinen Fall! Ja, die Inseln im 
Meer erschrecken ber deinen Untergang.
19. So spricht der Herr Herr: Ich will dich zu einer wsten Stadt machen, 
wie andere Stdte, da niemand innen wohnet, und eine groe Flut ber dich 
kommen lassen, da dich groe Wasser bedecken.
20. Und will dich hinunterstoen zu denen, die in die Grube fahren, 
nmlich zu den Toten. Ich will dich unter die Erde hinabstoen und wie 
eine ewige Wste machen mit denen, die in die Grube fahren, auf da 
niemand in dir wohne. Ich will dich, du Zarte, im Lande der Lebendigen 
machen,
21. ja, zum Schrecken will ich dich machen, da du nichts mehr seiest, und 
wenn man nach dir fraget, da man dich ewiglich nimmer finden knne, 
spricht der Herr Herr.
Der Prophet Hesekiel 28
1. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
2. Du Menschenkind, mache eine Wehklage ber Tyrus
3. und sprich zu Tyrus, die da liegt vorne am Meer und mit vielen Inseln 
der Vlker handelt: So spricht der Herr Herr: O Tyrus, du sprichst: Ich 
bin die allerschnste.
4. Deine Grenzen sind mitten im Meer, und deine Bauleute haben dich aufs 
allerschnste zugerichtet.
5. Sie haben all dein Tafelwerk aus Zypressenholz vom Senir gemacht und 
die Zedern von dem Libanon fhren lassen und deine Mastbume daraus gemacht
6. und deine Ruder von Eichen aus Basan und deine Bnke von Elfenbein und 
die kstlichen Gesthle aus den Inseln Chittim.
7. Dein Segel war von gestickter Seide aus gypten, da es dein Panier 
wre, und deine Decken von gelber Seide und Purpur aus den Inseln Elisa.
8. Die von Zidon und Arvad waren deine Ruderknechte, und hattest 
geschickte Leute zu Tyrus zu schiffen.
9. Die ltesten und Klugen von Gebal muten deine Schiffe zimmern. Alle 
Schiffe im Meer und Schiffsleute fand man bei dir, die hatten ihren Handel 
in dir.
10. Die aus Persien, Lydien und Libyen waren dein Kriegsvolk, die ihren 
Schild und Helm in dir aufhingen, und haben dich so schn gemacht.
11. Die von Arvad waren unter deinem Heer rings um deine Mauern und 
Wchter auf deinen Trmen; die haben ihre Schilde allenthalben von deinen 
Mauern herabgehnget und dich so schn gemacht.
12. Du hast deinen Handel auf dem Meer, gehabt und allerlei Ware, Silber, 
Eisen, Zinn und Blei, auf deine Mrkte gebracht.
13. Javan, Thubal und Mesech haben mit dir gehandelt und haben dir 
leibeigene Leute und Erz auf deine Mrkte gebracht.
14. Die von Thogarma haben dir Pferde und Wagen und Maulesel auf deine 
Mrkte gebracht.
15. Die von Dedan sind deine Kaufleute gewesen, und hast allenthalben in 
den Inseln gehandelt; die haben dir Elfenbein und Ebenholz verkauft.
16. Die Syrer haben bei dir geholet deine Arbeit, was du gemacht hast; und 
Rubin, Purpur, Tapet, Seide und Sammet und Kristalle auf deine Mrkte 
gebracht.
17. Juda und das Land Israel haben auch mit dir gehandelt und haben dir 
Weizen von Minnith und Balsam und Honig und l und Mastix auf deine Mrkte 
gebracht;
18. Dazu hat auch Damaskus bei dir geholet deine Arbeit und allerlei Ware 
um starken Wein und kstliche Wolle.
19. Dan und Javan und Mehusal haben auch auf deine Mrkte gebracht 
Eisenwerk, Kasia und Kalmus, da du damit handeltest.
20. Dedan hat mit dir gehandelt mit Decken, darauf man sitzet.
21. Arabien und alle Frsten von Kedar haben mit dir gehandelt mit Schafen 
Widdern und Bcken.
22. Die Kaufleute aus Saba und Raema haben mit dir gehandelt und allerlei 
kstliche Spezerei und Edelstein und Gold auf deine Mrkte gebracht.
23. Haran und Kanne und Eden samt den Kaufleuten aus Seba, Assur und 
Kilmad sind auch deine Kaufleute gewesen.
24. Die haben alle mit dir gehandelt mit kstlichem Gewand, mit seidenen 
und gestickten Tchern, welche sie in kstlichen Kasten, von Zedern 
gemacht und wohlverwahrt, auf deine Mrkte gefhret haben.
25. Aber die Meerschiffe sind die vornehmsten auf deinen Mrkten gewesen. 
Also bist du sehr reich und prchtig worden mitten im Meer.
26. Und deine Schiffsleute haben dir auf groen Wassern zugefhret. Aber 
ein Ostwind wird dich mitten auf dem Meer zerbrechen,
27. also da deine Ware, Kaufleute, Hndler, Fergen, Schiffsherren und 
die, so die Schiffe machen, und deine Hantierer und alle deine Kriegsleute 
und alles Volk in dir mitten auf dem Meer umkommen werden zur Zeit, wenn 
du untergehest,
28. da auch die Anfurten erbeben werden vor dem Geschrei deiner 
Schiffsherren.
29. Und alle, die an den Rudern ziehen, samt den Schiffsknechten und 
Meistern, werden aus den Schiffen ans Land treten
30. und laut ber dich schreien, bitterlich klagen und werden Staub auf 
ihre Hupter werfen, und sich in der Asche wlzen.
31. Sie werden sich kahl bescheren ber dir und Scke um sich grten und 
von Herzen bitterlich um dich weinen und trauern.
32. Es werden auch ihre Kinder ber dich klagen: Ach, wer ist jemals auf 
dem Meere so stille worden wie du, Tyrus?
33. Da du deinen Handel auf dem Meer triebest, da machtest du viel Lnder 
reich; ja, mit der Menge deiner Ware und deiner Kaufmannschaft machtest du 
reich die Knige auf Erden.
34. Nun aber bist du vom Meer in die recht tiefen Wasser gestrzt, da 
dein Handel und all dein Volk in dir umkommen ist.
35. Alle, die in Inseln wohnen, erschrecken ber dir, und ihre Knige 
entsetzen sich und sehen jmmerlich.
36. Die Kaufleute in Lndern pfeifen dich an, da du so pltzlich 
untergegangen bist und nicht mehr aufkommen kannst.
Der Prophet Hesekiel 29
1. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
2. Du Menschenkind, sage dem Frsten zu Tyrus: So spricht der Herr Herr: 
Darum da sich dein Herz erhebt und spricht: Ich bin Gott, ich sitze im 
Thron Gottes, mitten auf dem Meer, so du doch ein Mensch und nicht Gott 
bist; noch erhebt sich dein Herz als ein Herz Gottes;
3. siehe, du hltst dich fr klger denn Daniel, da dir nichts verborgen 
sei,
4. und habest durch deine Klugheit und Verstand solche Macht 
zuwegegebracht und Schtze von Gold und Silber gesammelt
5. und habest durch deine groe Weisheit und Hantierung so groe Macht 
berkommen, davon bist du so stolz worden, da du so mchtig bist:
6. darum spricht der Herr Herr also: Weil sich denn dein Herz erhebt als 
ein Herz Gottes,
7. darum siehe, ich will Fremde ber dich schicken, nmlich die Tyrannen 
der Heiden; die sollen ihr Schwert zcken ber deine schne Weisheit und 
deine groe Ehre zuschanden machen.
8. Sie sollen dich hinunter in die Grube stoen, da du mitten auf dem 
Meer sterbest, wie die Erschlagenen.
9. Was gilt's, ob du dann vor deinem Totschlger werdest sagen: Ich bin 
Gott, so du doch nicht Gott, sondern ein Mensch und in deiner Totschlger 
Hand bist?
10. Du sollst sterben wie die Unbeschnittenen, von der Hand der Fremden; 
denn ich hab es geredet, spricht der Herr Herr.
11. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
12. Du Menschenkind, mache eine Wehklage ber den Knig zu Tyrus und 
sprich von ihm: So spricht der Herr Herr: Du bist ein reinlich Siegel 
voller Weisheit und aus der Maen schn.
13. Du bist im Lustgarten Gottes und mit allerlei Edelsteinen geschmckt, 
nmlich mit Sarder, Topaser, Demanten, Trkis, Onyxen, Jaspis, Saphir, 
Amethyst, Smaragden und Gold. Am Tage, da du geschaffen wurdest, muten da 
bereit sein bei dir dein Paukenwerk und Pfeifen.
14. Du bist wie ein Cherub, der sich weit ausbreitet und decket; und ich 
habe dich auf den heiligen Berg Gottes gesetzt, da du unter den feurigen 
Steinen wandelst,
15. und warest ohne Wandel in deinem Tun des Tages, da du geschaffen 
warest, so lange, bis sich deine Missetat funden hat.
16. Denn du bist inwendig voll Frevels worden vor deiner groen Hantierung 
und hast dich versndiget. Darum will ich dich entheiligen von dem Berge 
Gottes und will dich ausgebreiteten Cherub aus den feurigen Steinen 
verstoen.
17. Und weil sich dein Herz erhebt, da du so schn bist, und hast dich 
deine Klugheit lassen betrgen in deiner Pracht, darum will ich dich zu 
Boden strzen und ein Schauspiel aus dir machen vor den Knigen.
18. Denn du hast dein Heiligtum verderbet mit deiner groen Missetat und 
unrechtem Handel. Darum will ich ein Feuer aus dir angehen lassen, das 
dich soll verzehren, und will dich zu Asche machen auf der Erde, da alle 
Welt zusehen soll.
19. Alle, die dich kennen unter den Heiden, werden sich ber dir 
entsetzen, da du so pltzlich bist untergegangen und nimmermehr aufkommen 
kannst.
20. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
21. Du Menschenkind, richte dein Angesicht wider Zidon und weissage wider 
sie
22. und sprich: So spricht der Herr Herr: Siehe, ich will an dich, Zidon, 
und will an dir Ehre einlegen, da man erfahren soll, da ich der Herr 
bin, wenn ich das Recht ber sie gehen lasse und an ihr erzeige, da ich 
heilig sei.
23. Und ich will Pestilenz und Blutvergieen unter sie schicken auf ihren 
Gassen, und sollen tdlich verwundet drinnen fallen durchs Schwert, 
welches allenthalben ber sie gehen wird; und sollen erfahren, da ich der 
Herr bin.
24. Und soll forthin allenthalben um das Haus Israel, da ihre Feinde sind, 
kein Dorn, der da sticht, noch Stachel, der da weh tut, bleiben, da sie 
erfahren sollen, da ich der Herr Herr bin.
25. So spricht der Herr Herr: Wenn ich das Haus Israel wieder versammeln 
werde von den Vlkern, dahin sie zerstreuet sind, so will ich vor den 
Heiden an ihnen erzeigen, da ich heilig bin. Und sie sollen wohnen in 
ihrem Lande, das ich meinem Knechte Jakob gegeben habe;
26. und sollen sicher darin wohnen und Huser bauen und Weinberge 
pflanzen; ja, sicher sollen sie wohnen, wenn ich das Recht gehen lasse 
ber alle ihre Feinde um und um; und sollen erfahren, da ich der Herr, 
ihr Gott, bin.
Der Prophet Hesekiel 30
1. Im zehnten Jahr, am zehnten Tage des zwlften Monden, geschah des Herrn 
Wort zu mir und sprach:
2. Du Menschenkind, richte dein Angesicht wider Pharao, den Knig in 
gypten, und weissage wider ihn und wider ganz gyptenland.
3. Predige und sprich: So spricht der Herr Herr: Siehe, ich will an dich, 
Pharao, du Knig in gypten, du groer Drache, der du in deinem Wasser 
liegst und sprichst: Der Strom ist mein, und ich habe ihn mir gemacht.
4. Aber ich will dir ein Gebi ins Maul legen und die Fische in deinen 
Wassern an deine Schuppen hngen und will dich aus deinem Strom 
herausziehen samt allen Fischen in deinen Wassern, die an deinen Schuppen 
hangen.
5. Ich will dich mit den Fischen aus deinen Wassern in die Wste 
wegwerfen: du wirst aufs Land fallen und nicht wieder aufgelesen noch 
gesammelt werden, sondern den Tieren auf dem Lande und den Vgeln des 
Himmels zum Aas werden.
6. Und alle, die in gypten wohnen, sollen erfahren, da ich der Herr bin, 
darum da sie dem Hause Israel ein Rohrstab gewesen sind,
7. welcher, wenn sie ihn in die Hand faeten, so brach er und stach sie 
durch die Seiten, wenn sie sich aber darauf lehneten, so zerbrach er und 
stach sie in die Lenden.
8. Darum spricht der Herr Herr also: Siehe, ich will das Schwert ber dich 
kommen lassen und beide, Leute und Vieh, in dir ausrotten.
9. Und gyptenland soll zur Wste und de werden, und sollen erfahren, da 
ich der Herr sei, darum da er spricht: Der Wasserstrom ist mein, und ich 
bin's, der es tut.
10. Darum siehe, ich will an dich und an deine Wasserstrme und will 
gyptenland wst und de machen von dem Turm zu Syene an bis an die Grenze 
des Mohrenlandes,
11. da weder Vieh noch Leute darin gehen oder da wohnen sollen vierzig 
Jahre lang.
12. Denn ich will gyptenland wst machen, will ihre wste Grenze und ihre 
Stdte wst liegen lassen, wie andere wste Stdte, vierzig Jahre lang; 
und will die gypter zerstreuen unter die Heiden und in die Lnder will 
ich sie verjagen.
13. Doch, so spricht der Herr Herr: Wenn die vierzig Jahre aus sein 
werden, will ich die gypter wieder sammeln aus den Vlkern, darunter sie 
zerstreuet sollen werden,
14. und will das Gefngnis gyptens wenden und sie wiederum ins Land 
Pathros bringen, welches ihr Vaterland ist, und sollen daselbst ein klein 
Knigreich sein.
15. Denn sie sollen klein sein gegen andere Knigreiche und nicht mehr 
herrschen ber die Heiden; und ich will sie gering machen, da sie nicht 
mehr ber die Heiden herrschen sollen,
16. da sich das Haus Israel nicht mehr auf sie verlasse und sich damit 
versndige, wenn sie sich an sie hngen; und sollen erfahren, da ich der 
Herr Herr hin.
17. Und es begab sich im siebenundzwanzigsten Jahr, am ersten Tage des 
ersten Monden, geschah des Herrn Wort zu mir und sprach:
18. Du Menschenkind, Nebukadnezar, der Knig zu Babel, hat sein Heer mit 
groer Mhe vor Tyrus gefhret, da alle Hupter kahl und alle Seiten wund 
gerieben waren, und ist doch weder ihm noch seinem Heer seine Arbeit vor 
Tyrus belohnet worden.
19. Darum spricht der Herr Herr also: Siehe, ich will Nebukadnezar, dem 
Knige zu Babel, gyptenland geben, da er all ihr Gut wegnehmen und sie 
berauben und plndern soll, da er seinem Heer den Sold gebe.
20. Aber das Land gypten will ich ihm geben fr seine Arbeit, die er 
daran getan hat; denn sie haben mir gedienet, spricht der Herr Herr.
21. Zur selbigen Zeit will ich das Horn des Hauses Israel wachsen lassen 
und will deinen Mund unter ihnen auftun, da sie erfahren, da ich der 
Herr bin.
Der Prophet Hesekiel 31
1. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
2. Du Menschenkind, weissage und sprich: So spricht der Herr Herr: Heulet 
(und sprechet): O weh des Tages!
3. Denn der Tag ist nahe, ja, des Herrn Tag ist nahe, ein finsterer Tag; 
die Zeit ist da, da die Heiden kommen sollen.
4. Und das Schwert soll ber gypten kommen, und Mohrenland mu 
erschrecken, wenn die Erschlagenen in gypten fallen werden, und ihr Volk 
weggefhret und ihre Grundfesten umgerissen werden.
5. Mohrenland und Libyen und Lydien mit allerlei Pbel und Chub und die 
aus dem Lande des Bundes sind, sollen samt ihnen durchs Schwert fallen.
6. So spricht der Herr: Die Schutzherren gyptens mssen fallen, und die 
Hoffart ihrer Macht mu herunter; von dem Turm zu Syene an sollen sie 
durchs Schwert fallen, spricht der Herr Herr,
7. und sollen, wie ihre wste Grenze, wst werden, und ihre Stdte unter 
andern wsten Stdten wst liegen,
8. da sie erfahren, da ich der Herr sei, wenn ich ein Feuer in gypten 
mache, da alle, die ihnen helfen, zerstret werden.
9. Zur selben Zeit werden Boten von mir ausziehen in Schiffen, Mohrenland 
zu schrecken, das jetzt so sicher ist, und wird ein Schrecken unter ihnen 
sein, gleichwie es gypten ging, da ihre Zeit kam; denn siehe, es kommt 
gewilich.
10. So spricht der Herr Herr: Ich will die Menge in gypten wegrumen 
durch Nebukadnezar, den Knig zu Babel.
11. Denn er und sein Volk mit ihm, samt den Tyrannen der Heiden, sind 
herzugebracht, das Land zu verderben, und werden ihre Schwerter ausziehen 
wider gypten, da das Land allenthalben voll Erschlagener liege.
12. Und ich will die Wasserstrme trocken machen und das Land bsen Leuten 
verkaufen und will das Land, und was drinnen ist, durch Fremde verwsten. 
Ich, der Herr, hab es geredet.
13. So spricht der Herr Herr: Ich will die Gtzen zu Noph ausrotten und 
die Abgtter vertilgen, und gypten soll keinen Frsten mehr haben; und 
will ein Schrecken in gyptenland schicken.
14. Ich will Pathros wst machen und ein Feuer zu Zoan anznden und das 
Recht ber No gehen lassen.
15. Ich will meinen Grimm ausschtten ber Sin, welche ist eine Festung 
gyptens, und will die Menge zu No ausrotten.
16. Ich will ein Feuer in gypten anznden, und Sin soll angst und bange 
werden; und No soll zerrissen und Noph tglich gengstet werden.
17. Die junge Mannschaft zu On und Bubasto sollen durchs Schwert fallen, 
und die Weiber gefangen weggefhret werden.
18. Tachpanhes wird einen finstern Tag haben, wenn ich das Joch gyptens 
schlagen werde, da die Hoffart ihrer Macht darinnen ein Ende habe; sie 
wird mit Wolken bedeckt werden, und ihre Tchter werden gefangen 
weggefhret werden.
19. Und ich will das Recht ber gypten gehen lassen, da sie erfahren, 
da ich der Herr sei.
20. Und es begab sich im elften Jahr, am siebenten Tage des ersten Monden, 
geschah des Herrn Wort zu mir und sprach:
21. Du Menschenkind, ich will den Arm Pharaos, des Knigs in gypten, 
zerbrechen; und siehe, er soll nicht verbunden werden, da er heilen mge, 
noch mit Binden zugebunden werden, da er stark werde und ein Schwert 
fassen knne.
22. Darum spricht der Herr Herr also: Siehe, ich will an Pharao, den Knig 
in gypten, und will seine Arme zerbrechen, beide, den starken und den 
schwachen, da ihm das Schwert aus seiner Hand entfallen mu.
23. Und will die gypter unter die Heiden zerstreuen und in die Lnder 
verjagen.
24. Aber die Arme des Knigs zu Babel will ich strken und ihm mein 
Schwert in seine Hand geben; und will die Arme Pharaos zerbrechen, da er 
vor ihm winseln soll wie ein tdlich Verwundeter.
25. Ja, ich will die Arme des Knigs zu Babel strken, da die Arme 
Pharaos dahinfallen, auf da sie erfahren, da ich der Herr sei, wenn ich 
mein Schwert dem Knige zu Babel in die Hand gebe, da er's ber 
gyptenland zcke,
26. und ich die gypter unter die Heiden zerstreue und in die Lnder 
verjage, da sie erfahren, da ich der Herr bin.
Der Prophet Hesekiel 32
1. Und es begab sich im elften Jahr, am ersten Tage des dritten Monden, 
geschah des Herrn Wort zu mir und sprach:
2. Du Menschenkind, sage zu Pharao, dem Knige zu gypten, und zu all 
seinem Volk: Wem meinest du denn, da du gleich seiest in deiner 
Herrlichkeit?
3. Siehe, Assur war wie ein Zedernbaum auf dem Libanon, von schnen sten 
und dick von Laub und sehr hoch, da sein Wipfel hoch stund unter groen, 
dicken Zweigen.
4. Die Wasser machten, da er gro ward, und die Tiefe, da er hoch wuchs. 
Seine Strme gingen rings um seinen Stamm her und seine Bche zu allen 
Bumen im Felde:
5. Darum ist er hher worden denn alle Bume im Felde und kriegte viel 
Aste und lange Zweige; denn er hatte Wassers genug, sich auszubreiten.
6. Alle Vgel des Himmels nisteten auf seinen sten, und alle Tiere im 
Felde hatten Junge unter seinen Zweigen; und unter seinem Schatten 
wohneten alle groen Vlker.
7. Er hatte schne groe und lange ste; denn seine Wurzeln hatten viel 
Wassers;
8. und war ihm kein Zedernbaum gleich in Gottes Garten, und die 
Tannenbume waren seinen Asten nicht zu gleichen, und die Kastanienbume 
waren nichts gegen seine Zweige. Ja, er war so schn als kein Baum im 
Garten Gottes.
9. Ich hab ihn so schn gemacht, da er so viel ste kriegte, da ihn alle 
lustigen Bume im Garten Gottes neideten.
10. Darum spricht der Herr Herr also: Weil er so hoch worden ist, da sein 
Wipfel stund unter groen, hohen, dicken Zweigen, und sein Herz sich 
erhub, da er so hoch war,
11. darum gab ich ihn dem Mchtigsten unter den Heiden in die Hnde, der 
mit ihm umginge und ihn vertriebe, wie er verdienet hat mit seinem 
gottlosen Wesen,
12. da Fremde ihn ausrotten sollten, nmlich die Tyrannen der Heiden, und 
ihn zerstreuen, und seine ste auf den Bergen und in allen Tlern liegen 
muten, und seine Zweige zerbrachen an allen Bchen im Lande, da alle 
Vlker auf Erden von seinem Schatten wegziehen muten und ihn verlassen;
13. und alle Vgel des Himmels auf seinem umgefallenen Stamm saen, und 
alle Tiere im Felde legten sich auf seine ste,
14. auf da sich forthin kein Baum am Wasser seiner Hhe erhebe, da sein 
Wipfel unter groen, dicken Zweigen stehe, und kein Baum am Wasser sich er 
hebe ber die andern; denn sie mssen alle unter die Erde und dem Tode 
bergeben werden, wie andere Menschen, die in die Grube fahren.
15. So spricht der Herr Herr: Zu der Zeit, da er hinunter in die Hlle 
fuhr, da machte ich ein Trauern, da ihn die Tiefe bedeckte, und seine 
Strme stillstehen muten; und die groen Wasser nicht laufen konnten, und 
machte, da der Libanon um ihn trauerte und alle Feldbume verdorreten 
ber ihm.
16. Ich erschreckte die Heiden, da sie ihn hreten fallen, da ich ihn 
hinunterstie zur Hlle mit denen, so in die Grube fahren. Und alle 
lustigen Bume unter der Erde, die edelsten und besten auf dem Libanon, 
und alle, die am Wasser gestanden waren, gnneten es ihm wohl.
17. Denn sie muten auch mit ihm hinunter zur Hlle, zu den Erschlagenen 
mit dem Schwert, weil sie unter dem Schatten seines Arms gewohnet hatten 
unter den Heiden.
18. Wie gro meinest du denn, da du (Pharao) seiest mit deiner Pracht und 
Herrlichkeit unter den lustigen Bumen? Denn du mut mit den lustigen 
Bumen unter die Erde hinabfahren und unter den Unbeschnittenen liegen, so 
mit dem Schwert erschlagen sind. Also soll es Pharao gehen samt all seinem 
Volk, spricht der Herr Herr.
Der Prophet Hesekiel 33
1. Und es begab sich im zwlften Jahr, am ersten Tage des zwlften Monden, 
geschah des Herrn Wort zu mir und sprach:
2. Du Menschenkind, mache eine Wehklage ber Pharao, den Knig zu gypten, 
und sprich zu ihm: Du bist gleichwie ein Lwe unter den Heiden und wie ein 
Meerdrache und springest in deinen Strmen und trbest das Wasser mit 
deinen Fen und machst seine Strme trbe.
3. So spricht der Herr Herr: Ich will mein Netz ber dich auswerfen durch 
einen groen Haufen Volks, die dich sollen in mein Garn jagen.
4. Und will dich aufs Land ziehen und aufs Feld werfen, da alle Vgel des 
Himmels auf dir sitzen sollen, und alle Tiere auf Erden von dir satt 
werden.
5. Und will dein Aas auf die Berge werfen und mit deiner Hhe die Tler 
ausfllen.
6. Das Land, darin du schwimmest, will ich von deinem Blut rot machen bis 
an die Berge hinan, da die Bche von dir voll werden.
7. Und wenn du nun gar dahin bist, so will ich den Himmel verhllen und 
seine Sterne verfinstern und die Sonne mit Wolken berziehen, und der Mond 
soll nicht scheinen.
8. Alle Lichter am Himmel will ich ber dir lassen dunkel werden und will 
eine Finsternis in deinem Lande machen, spricht der Herr Herr.
9. Dazu will ich vieler Vlker Herz erschreckt machen, wenn ich die Heiden 
deine Plage erfahren lasse und viel Lnder, die du nicht kennest.
10. Viel Vlker sollen sich ber dir entsetzen, und ihren Knigen soll vor 
dir grauen, wenn ich mein Schwert wider sie blinken lasse, und sollen 
pltzlich erschrecken, da ihnen das Herz entfallen wird ber deinem Fall.
11. Denn so spricht der Herr Herr: Das Schwert des Knigs zu Babel soll 
dich treffen.
12. Und ich will dein Volk fllen durch das Schwert der Helden und durch 
allerlei Tyrannen der Heiden; die sollen die Herrlichkeit gyptens 
verheeren, da all ihr Volk vertilget werde.
13. Und ich will alle ihre Tiere umbringen an den groen Wassern, da sie 
keines Menschen Fu und keines Tieres Klauen trbe machen soll.
14. Alsdann will ich ihre Wasser lauter machen, da ihre Strme flieen 
wie l spricht der Herr Herr,
15. wenn ich das Land gypten verwstet und alles, was im Lande ist, de 
gemacht und alle, so drinnen wohnen, erschlagen habe, da sie erfahren, 
da ich der Herr sei.
16. Das wird der Jammer sein, den man wohl mag klagen; ja, viel Tchter 
der Heiden werden solche Klage fhren ber gypten und all ihr Volk wird 
man klagen, spricht der Herr Herr.
17. Und im zwlften Jahr, am fnfzehnten Tage desselbigen Monden, geschah 
des Herrn Wort zu mir und sprach:
18. Du Menschenkind, beweine das Volk in gypten und stoe es mit den 
Tchtern der starken Heiden hinab unter die Erde zu denen, die in die 
Grube fahren.
19. Wo ist nun deine Wollust? Hinunter, und lege dich zu den 
Unbeschnittenen!
20. Sie werden fallen unter den Erschlagenen mit dem Schwert. Das Schwert 
ist schon gefat und gezckt ber ihr ganzes Volk.
21. Davon werden sagen in der Hlle die starken Helden mit ihren Gehilfen, 
die alle hinuntergefahren sind und liegen da unter den Unbeschnittenen und 
Erschlagenen vom Schwert.
22. Daselbst liegt Assur mit all seinem Volk umher begraben, die alle 
erschlagen und durchs Schwert gefallen sind.
23. Ihre Grber sind tief in der Grube, und sein Volk liegt allenthalben 
umher begraben, die alle erschlagen und durchs Schwert gefallen sind, da 
sich die ganze Welt vor frchtete.
24. Da liegt auch Elam mit all seinem Haufen umher begraben, die alle 
erschlagen und durchs Schwert gefallen sind und hinuntergefahren als die 
Unbeschnittenen unter die Erde, davor sich auch alle Welt frchtete; und 
mssen ihre Schande tragen mit denen, die in die Grube fahren.
25. Man hat sie unter die Erschlagenen gelegt samt all ihrem Haufen, und 
liegen umher begraben; und sind alle wie die Unbeschnittenen und die 
Erschlagenen vom Schwert, vor denen sich auch alle Welt frchten mute; 
und mssen ihre Schande tragen mit denen, die in die Grube fahren, und 
unter den Erschlagenen bleiben.
26. Da liegt Mesech und Thubal mit all ihrem Haufen umher begraben, die 
alle unbeschnitten und mit dem Schwert erschlagen sind, vor denen sich 
auch die ganze Welt frchten mute,
27. und alle andern Helden, die unter den Unbeschnittenen gefallen sind 
und mit ihrer Kriegswehre zur Hlle gefahren und ihre Schwerter unter ihre 
Hupter haben mssen legen, und ihre Missetat ber ihre Gebeine kommen 
ist, die doch auch gefrchtete Helden waren in der ganzen Welt; also 
mssen sie liegen.
28. So mut du freilich auch unter den Unbeschnittenen zerschmettert 
werden und unter denen, die mit dem Schwert erschlagen sind, liegen.
29. Da liegt Edom mit seinen Knigen und all seinen Frsten unter den 
Erschlagenen mit dem Schwert und unter den Unbeschnittenen, samt andern, 
so in die Grube fahren, die doch mchtig gewesen sind.
30. Ja, es mssen alle Frsten von Mitternacht dahin und alle Zidonier, 
die mit den Erschlagenen hinabgefahren sind, und ihre schreckliche Gewalt 
ist zuschanden worden, und mssen liegen unter den Unbeschnittenen und 
denen, so mit dem Schwert erschlagen sind, und ihre Schande tragen samt 
denen, so in die Grube fahren.
31. Diese wird Pharao sehen und sich trsten mit all seinem Volk, die 
unter ihm mit dem Schwert erschlagen sind, und mit seinem ganzen Heer, 
spricht der Herr Herr.
32. Denn es soll sich auch einmal alle Welt vor mir frchten, da Pharao 
und alle seine Menge soll liegen unter den Unbeschnittenen und mit dem 
Schwert Erschlagenen, spricht der Herr Herr.
Der Prophet Hesekiel 34
1. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
2. Du Menschenkind, predige wider dein Volk und sprich zu ihnen: Wenn ich 
ein Schwert ber das Land fhren wrde, und das Volk im Lande nhme einen 
Mann unter ihnen und machten ihn zu ihrem Wchter,
3. und er she das Schwert kommen ber das Land und bliese die Trommete 
und warnete das Volk:
4. wer nun der Trommeten Hall hrete und wollte sich nicht warnen lassen, 
und das Schwert kme und nhme ihn weg, desselben Blut sei auf seinem Kopf;
5. denn er hat der Trommeten Hall gehret und hat sich dennoch nicht 
warnen lassen; darum sei sein Blut auf ihm. Wer sich aber warnen lt, der 
wird sein Leben davonbringen.
6. Wo aber der Wchter she das Schwert kommen und die Trommete nicht 
bliese noch sein Volk warnete, und das Schwert kme und nhme etliche weg: 
dieselben wrden wohl um ihrer Snde willen weggenommen, aber ihr Blut 
will ich von des Wchters Hand fordern.
7. Und nun, du Menschenkind, ich habe dich zu einem Wchter gesetzt ber 
das Haus Israel, wenn du etwas aus meinem Munde hrest, da du sie von 
meinetwegen warnen sollst.
8. Wenn ich nun zu dem Gottlosen sage: Du Gottloser mut des Todes 
sterben, und du sagst ihm solches nicht, da sich der Gottlose warnen 
lasse vor seinem Wesen, so wird wohl der Gottlose um seines gottlosen 
Wesens willen sterben, aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern.
9. Warnest du aber den Gottlosen vor seinem Wesen, da er sich davon 
bekehre, und er sich nicht will von seinem Wesen bekehren, so wird er um 
seiner Snde willen sterben, und du hast deine Seele errettet.
10. Darum, du Menschenkind, sage dem Hause Israel: Ihr sprechet also: 
Unsere Snden und Missetaten liegen auf uns, da wir darunter vergehen; 
wie knnen wir denn leben?
11. So sprich zu ihnen: So wahr als ich lebe; spricht der Herr Herr, ich 
habe keinen Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern da sich der Gottlose 
bekehre von seinem Wesen und lebe. So bekehret euch doch nun von eurem 
bsen Wesen! Warum wollt ihr sterben, ihr vom Hause Israel?
12. Und du, Menschenkind, sprich zu deinem Volk: Wenn ein Gerechter Bses 
tut, so wird's ihm nicht helfen, da er fromm gewesen ist; und wenn ein 
Gottloser fromm wird, so soll's ihm nicht schaden, da er gottlos gewesen 
ist. So kann auch der Gerechte nicht leben, wenn er sndiget.
13. Denn wo ich zu dem Gerechten spreche, er soll leben, und er verlt 
sich auf seine Gerechtigkeit und tut Bses, so soll all seiner Frmmigkeit 
nicht gedacht werden, sondern er soll sterben in seiner Bosheit, die er 
tut.
14. Und wenn ich zum Gottlosen spreche, er soll sterben, und er bekehret 
sich von seiner Snde und tut, was recht und gut ist,
15. also da der Gottlose das Pfand wiedergibt und bezahlet, was er 
geraubet hat, und nach dem Wort des Lebens wandelt, da er kein Bses tut, 
so soll er leben und nicht sterben,
16. und aller seiner Snden; die er getan hat, soll nicht gedacht werden; 
denn er tut nun, was recht und gut ist; darum soll er leben.
17. Noch spricht dein Volk: Der Herr urteilet nicht recht, so sie doch 
unrecht haben.
18. Denn wo der Gerechte sich kehret von seiner Gerechtigkeit und tut 
Bses, so stirbt er ja billig darum;
19. und wo sich der Gottlose bekehret von seinem gottlosen Wesen und tut, 
was recht und gut ist, so soll er ja billig leben.
20. Noch sprechet ihr: Der Herr urteilet nicht recht, so ich doch euch vom 
Hause Israel einen jeglichen nach seinem Wesen urteile.
21. Und es begab sich im zwlften Jahr unsers Gefngnisses, am fnften 
Tage des zehnten Monden, kam zu mir ein Entronnener von Jerusalem und 
sprach: Die Stadt ist geschlagen.
22. Und die Hand des Herrn war ber mir des Abends, ehe der Entronnene 
kam, und tat mir meinen Mund auf, bis er zu mir kam des Morgens, und tat 
mir meinen Mund auf, also da ich nicht mehr schweigen konnte.
23. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
24. Du Menschenkind, die Einwohner dieser Wste im Lande Israel sprechen 
also: Abraham war ein einiger Mann und erbte dies Land; unser aber ist 
viel, so haben wir ja das Land billiger.
25. Darum sprich zu ihnen: So spricht der Herr Herr: Ihr habt Blut 
gefressen und eure Augen zu den Gtzen aufgehoben und Blut vergossen; und 
ihr meinet, ihr wollet das Land besitzen?
26. Ja, ihr fahret immer fort mit Morden und bet Greuel, und einer 
schndet dem andern sein Weib, und meinet, ihr wollet das Land besitzen?
27. So sprich zu ihnen: So spricht der Herr Herr: So wahr ich lebe, sollen 
alle, so in den Wsten wohnen, durchs Schwert fallen, und was auf dem 
Felde ist, will ich den Tieren zu fressen geben; und die in Festungen und 
Hhlen sind, sollen an der Pestilenz sterben.
28. Denn ich will das Land gar verwsten und seiner Hoffart und Macht ein 
Ende machen, da das Gebirge Israel so wst werde, da niemand dadurchgehe.
29. Und sollen erfahren, da ich der Herr bin, wenn ich das Land gar 
verwstet habe um aller ihrer Greuel willen, die sie ben.
30. Und du, Menschenkind, dein Volk redet wider dich an den Wnden und 
unter den Haustren und spricht je einer zum andern: Lieber, kommt und 
lat uns hren, was der Herr sage!
31. Und sie werden zu dir kommen in die Versammlung und vor dir sitzen als 
mein Volk und werden deine Worte hren, aber nichts danach tun, sondern 
werden dich anpfeifen und gleichwohl fortleben nach ihrem Geiz.
32. Und siehe, du mut ihr Liedlein sein, das sie gerne singen und spielen 
werden. Also werden sie deine Worte hren und nichts danach tun.
33. Wenn es aber kommt, was kommen soll, siehe, so werden sie erfahren, 
da ein Prophet unter ihnen gewesen sei.
Der Prophet Hesekiel 35
1. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
2. Du Menschenkind, weissage wider die Hirten Israels, weissage und sprich 
zu ihnen: So spricht der Herr Herr: Wehe den Hirten Israels, die sich 
selbst weiden! Sollen nicht die Hirten die Herde weiden?
3. Aber ihr fresset das Fette und kleidet euch mit der Wolle und 
schlachtet das Gemstete; aber die Schafe wollet ihr nicht weiden.
4. Der Schwachen wartet ihr nicht und die Kranken heilet ihr nicht, das 
Verwundete verbindet ihr nicht, das Verirrete holet ihr nicht und das 
Verlorene suchet ihr nicht, sondern streng und hart herrschet ihr ber sie.
5. Und meine Schafe sind zerstreuet, als die keinen Hirten haben, und 
allen wilden Tieren zur Speise worden und gar zerstreuet
6. und gehen irre hin und wieder auf den Bergen und auf den hohen Hgeln 
und sind auf dem ganzen Lande zerstreuet, und ist niemand, der nach ihnen 
frage, oder ihrer achte.
7. Darum hret, ihr Hirten, des Herrn Wort!
8. So wahr ich lebe, spricht der Herr Herr, weil ihr meine Schafe lasset 
zum Raube und meine Herde allen wilden Tieren zur Speise werden, weil sie 
keinen Hirten haben, und meine Hirten nach meiner Herde nicht fragen, 
sondern sind solche Hirten, die sich selbst weiden, aber meine Schafe 
wollen sie nicht weiden,
9. darum, ihr Hirten, hret des Herrn Wort!
10. So spricht der Herr Herr: Siehe, ich will an die Hirten und will meine 
Herde von ihren Hnden fordern; und will's mit ihnen ein Ende machen, da 
sie nicht mehr sollen Hirten sein und sollen sich nicht mehr selbst 
weiden. Ich will meine Schafe erretten aus ihrem Maul, da sie sie forthin 
nicht mehr fressen sollen.
11. Denn so spricht der Herr Herr: Siehe, ich will mich meiner Herde 
selbst annehmen und sie suchen.
12. Wie ein Hirte seine Schafe suchet, wenn sie von seiner Herde verirret 
sind, also will ich meine Schafe suchen und will sie erretten von allen 
rtern, dahin sie zerstreuet waren, zur Zeit, da es trbe und finster war.
13. Ich will sie von allen Vlkern ausfhren und aus allen Lndern 
versammeln und will sie in ihr Land fhren; und will sie weiden auf den 
Bergen Israels und in allen Auen und auf allen Angern des Landes.
14. Ich will sie auf die beste Weide fhren, und ihre Hrden werden auf 
den hohen Bergen in Israel stehen; daselbst werden sie in sanften Hrden 
liegen und fette Weide haben auf den Bergen Israels.
15. Ich will selbst meine Schafe weiden und ich will sie lagern, spricht 
der Herr Herr.
16. Ich will das Verlorne wieder suchen und das Verirrete wiederbringen 
und das Verwundete verbinden und des Schwachen warten; und was fett und 
stark ist, will ich behten, und will ihrer pflegen, wie es recht ist.
17. Aber zu euch, meine Herde, spricht der Herr Herr also: Siehe, ich will 
richten zwischen Schaf und Schaf und zwischen Widdern und Bcken.
18. Ist's nicht genug, da ihr so gute Weide habt und so berflssig, da 
ihr's mit Fen tretet, und so schne Borne zu trinken, so berflssig, 
da ihr dareintretet und sie trbe machet,
19. da meine Schafe essen mssen, was ihr mit euren Fen zertreten habt, 
und trinken, was ihr mit euren Fen trbe gemacht habt?
20. Darum so spricht der Herr Herr zu ihnen: Siehe, ich will richten 
zwischen den fetten und magern Schafen,
21. darum da ihr lecket mit den Fen und die Schwachen von euch stoet 
mit euren Hrnern, bis ihr sie alle von euch zerstreuet.
22. Und ich will meiner Herde helfen, da sie nicht mehr sollen zum Raube 
werden, und will richten zwischen Schaf und Schaf.
23. Und ich will ihnen einen einigen Hirten erwecken, der sie weiden soll, 
nmlich meinen Knecht David. Der wird sie weiden und soll ihr Hirte sein.
24. Und ich, der Herr, will ihr Gott sein; aber mein Knecht David soll der 
Frst unter ihnen sein. Das sage ich, der Herr.
25. Und ich will einen Bund des Friedens mit ihnen machen und alle bsen 
Tiere aus, dem Lande ausrotten, da sie sicher wohnen sollen in der Wste 
und in den Wldern schlafen.
26. Ich will sie und alle meine Hgel umher segnen und auf sie regnen 
lassen zu rechter Zeit. Das sollen gndige Regen sein,
27. da die Bume auf dem Felde ihre Frchte bringen, und das Land sein 
Gewchs geben wird; und sie sollen sicher auf dem Lande wohnen und sollen 
erfahren, da ich der Herr bin, wenn ich ihr Joch zerbrochen und sie 
errettet habe von der Hand derer, denen sie dienen muten.
28. Und sie sollen nicht mehr den Heiden zum Raube werden, und kein Tier 
auf Erden soll sie mehr fressen, sondern sollen sicher wohnen ohne alle 
Furcht.
29. Und ich will ihnen eine berhmte Pflanze erwecken, da sie nicht mehr 
sollen Hunger leiden im Lande und ihre Schmach unter den Heiden nicht mehr 
tragen sollen.
30. Und sollen erfahren, da ich, der Herr, ihr Gott, bei ihnen bin, und 
da sie vom Hause Israel mein Volk seien, spricht der Herr Herr.
31. Ja, ihr Menschen sollt die Herde meiner Weide sein, und ich will euer 
Gott sein, spricht der Herr Herr.
Der Prophet Hesekiel 36
1. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
2. Du Menschenkind, richte dein Angesicht wider das Gebirge Seir und 
weissage dawider
3. und sprich zum selbigen: So spricht der Herr Herr: Siehe, ich will an 
dich, du Berg Seir, und meine Hand wider dich ausstrecken und will dich 
gar wst machen.
4. Ich will deine Stdte de machen, da du sollst zur Wste werden und 
erfahren, da ich der Herr bin,
5. darum da ihr ewige Feindschaft traget wider die Kinder Israel und 
triebet sie ins Schwert, da es ihnen bel ging und ihre Snde ein Ende 
hatte.
6. Darum, so wahr ich lebe, spricht der Herr Herr, will ich dich auch 
blutend machen, und sollst dem Blute nicht entrinnen; weil du Lust zu Blut 
hast, sollst du dem Blute nicht entrinnen.
7. Und ich will den Berg Seir wst und de machen, da niemand darauf 
wandeln noch gehen soll.
8. Und will sein Gebirge und alle Hgel, Tler und alle Grnde voll Toter 
machen, die durchs Schwert sollen erschlagen daliegen.
9. Ja, zu einer ewigen Wste will ich dich machen, da niemand in deinen 
Stdten wohnen soll, und sollt erfahren da ich der Herr bin.
10. Und darum da du sprichst: Diese beiden Vlker mit beiden Lndern 
mssen mein werden und wir wollen sie einnehmen, obgleich der Herr da 
wohnet,
11. darum, so wahr ich lebe, spricht der Herr Herr, will ich nach deinem 
Zorn und Ha mit dir umgehen, wie du mit ihnen umgegangen bist aus lauterm 
Ha und will bei ihnen bekannt werden, wenn ich dich gestraft habe,
12. und sollst erfahren, da ich, der Herr, aIl dein Lstern gehret habe; 
so du geredet hast wider das Gebirge Israel und gesagt: Sie sind verwstet 
und uns zu verderben gegeben.
13. Und habt euch wider mich gerhmet und heftig wider mich geredet; das 
hab ich gehret.
14. So spricht nun der Herr Herr: Ich will dich zur Wste machen, da sich 
alles Land freuen soll.
15. Und wie du dich gefreuet hast ber dem Erbe des Hauses Israel, darum 
da es war wst worden, ebenso will ich mit dir tun, da der Berg Seir 
wst sein mu samt dem ganzen Edom; und sollen erfahren, da ich der Herr 
bin.
Der Prophet Hesekiel 37
1. Und du, Menschenkind, weissage den Bergen Israels und sprich: Hret des 
Herrn Wort, ihr Berge Israels!
2. So spricht der Herr Herr: Darum da der Feind ber euch rhmet: Heh, 
die ewigen Hhen sind nun unser Erbe worden!
3. darum weissage und sprich: So spricht der Herr Herr: Weil man euch 
allenthalben verwstet und vertilget, und seid den brigen Heiden zuteil 
worden und seid den Leuten ins Maul kommen und ein bses Geschrei worden,
4. darum hret, ihr Berge Israels, das Wort des Herrn Herrn! So spricht 
der Herr Herr beide, zu den Bergen und Hgeln; zu den Bchen und Tlern, 
zu den den Wsten und verlassenen Stdten, welche den brigen Heiden 
ringsumher zum Raub und Spott worden sind;
5. ja, so spricht der Herr Herr: Ich hab ich meinem feurigen Eifer 
geredet wider die brigen Heiden und wider das ganze Edom, welche mein 
Land eingenommen haben mit Freuden von ganzem Herzen und mit Hohnlachen, 
dasselbige zu verheeren und plndern.
6. Darum weissage von dem Lande Israel und sprich zu den Bergen und 
Hgeln, zu den Bchen und Tlern: So spricht der Herr Herr: Siehe, ich 
hab in meinem Eifer und Grimm geredet, weil ihr (solche) Schmach von den 
Heiden tragen msset.
7. Darum spricht der Herr Herr also: Ich hebe meine Hand auf, da eure 
Nachbarn, die Heiden umher, ihre Schande wieder tragen sollen.
8. Aber ihr Berge Israels sollt wieder grnen und eure Frucht bringen 
meinem Volk Israel; und soll in kurzem geschehen.
9. Denn siehe, ich will mich wieder zu euch wenden und euch ansehen, da 
ihr gebauet und beset werdet,
10. und will bei euch der Leute viel machen, das ganze Israel allzumal; 
und die Stdte sollen wieder bewohnet und die Wsten erbauet werden.
11. Ja, ich will bei euch der Leute und des Viehes viel machen, da ihr 
euch .mehren und wachsen sollet. Und ich will euch wieder einsetzen, da 
ihr vorhin wohnetet; und will euch mehr Gutes tun denn zuvor je; und 
sollet erfahren, da ich der Herr sei.
12. Ich will euch Leute herzubringen, die mein Volk Israel sollen sein, 
die werden dich besitzen; und sollst ihr Erbteil sein und sollst nicht 
mehr ohne Erben sein.
13. So spricht der Herr Herr: Weil man das von euch sagt: Du hast Leute 
gefressen und hast dein Volk ohne Erben gemacht,
14. darum sollst du (nun) nicht mehr Leute fressen, noch dein Volk ohne 
Erben machen, spricht der Herr Herr.
15. Und ich will dich nicht mehr lassen hren die Schmach der Heiden; und 
sollst den Spott der Heiden nicht mehr tragen und sollst dein Volk nicht 
mehr ohne. Erben machen, spricht der Herr Herr.
16. Und des Herrn Wort geschah weiter zu mir:
17. Du Menschenkind, da das Haus Israel in ihrem Lande wohneten und 
dasselbige verunreinigten mit ihrem Wesen und Tun, da ihr Wesen vor mir 
war wie die Unreinigkeit eines Weibes in ihrer Krankheit,
18. da schttete ich meinen Grimm ber sie aus um des Bluts willen, das 
sie im Lande vergossen und dasselbe verunreiniget hatten durch ihre Gtzen.
19. Und ich zerstreuete sie unter die Heiden und zerstubte sie in die 
Lnder und richtete sie nach ihrem Wesen und Tun. .
20. Und hielten sich wie die Heiden, dahin sie kamen, und entheiligten 
meinen heiligen Namen, da man von ihnen sagte: Ist das des Herrn Volk, 
das aus seinem Lande hat mssen ziehen?
21. Aber ich verschonete um meines heiligen Namens willen, welchen das 
Haus Israel entheiligte unter den Heiden, dahin sie kamen.
22. Darum sollst du zum Hause Israel sagen: So spricht der Herr Herr: Ich 
tue es nicht um euretwillen, ihr vom Hause Israel, sondern um meines 
heiligen Namens willen, welchen ihr entheiliget habt unter den Heiden, zu 
welchen ihr kommen seid.
23. Denn ich will meinen groen Namen, der durch euch vor den Heiden 
entheiliget ist, den ihr unter denselbigen entheiliget habt, heilig 
machen. Und die Heiden sollen erfahren, da ich der Herr sei, spricht der 
Herr Herr, wenn ich mich vor ihnen an euch erzeige, da ich heilig sei.
24. Denn ich will euch aus den Heiden holen und euch aus allen Landen 
versammeln und wieder in euer Land fhren.
25. Und will rein Wasser ber euch sprengen, da ihr rein werdet von aller 
eurer Unreinigkeit, und von allen euren Gtzen will ich euch reinigen.
26. Und ich will euch ein neu Herz und einen neuen Geist in euch geben; 
und will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und euch ein 
fleischern Herz geben.
27. Ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus euch 
machen, die in meinen Geboten wandeln und meine Rechte halten und danach 
tun.
28. Und ihr sollet wohnen im Lande, das ich euren Vtern gegeben habe, und 
sollet mein Volk sein, und ich will euer Gott sein.
29. Ich will euch von aller eurer Unreinigkeit losmachen und will dem Korn 
rufen und will es mehren und will euch keine Teurung kommen lassen:
30. Ich will die Frchte auf den Bumen und das Gewchs auf dem Felde 
mehren, da euch die Heiden nicht mehr spotten mit der Teurung.
31. Alsdann werdet ihr an euer bses Wesen gedenken und eures Tuns, das 
nicht gut war, und wird euch eure Snde und Abgtterei gereuen.
32. Solches will ich tun, nicht um euretwillen, spricht der Herr Herr, da 
ihr es wisset, sondern ihr werdet euch mssen schmen und schamrot werden, 
ihr vom Hause Israel, ber eurem Wesen.
33. So spricht der Herr Herr: Zu der Zeit, wenn ich euch reinigen werde 
von allen euren Snden, so will ich die Stdte wieder besetzen, und die 
Wsten sollen wieder gebauet werden.
34. Das verwstete Land soll wieder gepflget werden, dafr, da es 
verheeret war, da es sehen sollen alle, die dadurch gehen,
35. und sagen: Dies Land war verheeret, und jetzt ists wie ein 
Lustgarten, und diese Stdte waren zerstret, de und zerrissen und stehen 
nun fest gebauet.
36. Und die brigen Heiden um euch her sollen erfahren, da ich der Herr 
bin, der da bauet, was zerrissen ist, und pflanzet, was verheeret war. 
Ich, der Herr, sage es und tue es auch.
37. So spricht der Herr Herr: Ich will mich wieder fragen lassen vom Hause 
Israel, da ich mich an ihnen erzeige; und ich will sie mehren wie eine 
Menschenherde.
38. Wie eine heilige Herde, wie eine Herde zu Jerusalem auf ihren Festen; 
so sollen die verheerten Stdte voll Menschenherden werden; und sollen 
erfahren, da ich der Herr bin.
Der Prophet Hesekiel 38
1. Und des Herrn Hand kam ber mich und fhrete mich hinaus im Geist des 
Herrn und stellete mich auf ein weit Feld, das voller Beine lag.
2. Und er fhrete mich allenthalben dadurch. Und siehe, (des Gebeins) lag 
sehr viel auf dem Felde; und siehe, sie waren sehr verdorret.
3. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, meinest du auch, da diese Beine 
wieder lebendig werden? Und ich sprach: Herr Herr, das weit du wohl.
4. Und er sprach zu mir: Weissage von diesen Beinen und sprich zu ihnen: 
Ihr verdorreten Beine, hret des Herrn Wort!
5. So spricht der Herr Herr von diesen Gebeinen: Siehe, ich will einen 
Odem in euch bringen, da ihr sollt lebendig werden.
6. Ich will euch Adern geben und Fleisch lassen ber euch wachsen und mit 
Haut berziehen; und will euch Odem geben, da ihr wieder lebendig werdet; 
und sollt erfahren, da ich der Herr bin.
7. Und ich weissagte, wie mir befohlen war; und siehe, da rauschte es, als 
ich weissagte; und siehe, es regte sich! Und die Gebeine kamen wieder 
zusammen, ein jegliches zu seinem Gebein.
8. Und ich sah, und siehe, es wuchsen Adern und Fleisch darauf, und er 
berzog sie mit Haut; es war aber noch kein Odem in ihnen.
9. Und er sprach zu mir: Weissage zum Winde; weissage, du Menschenkind, 
und sprich zum Winde: So spricht der Herr Herr: Wind, komm herzu aus den 
vier Winden und blase diese Getteten an, da sie wieder lebendig werden!
10. Und ich weissagte, wie er mir befohlen hatte. Da kam Odem in sie, und 
sie wurden wieder lebendig und richteten sich auf ihre Fe. Und ihrer war 
ein sehr gro Heer.
11. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, diese Beine sind das ganze Haus 
Israel. Siehe, jetzt sprechen sie: Unsere Beine sind verdorret, und unsere 
Hoffnung ist verloren, und ist aus mit uns.
12. Darum weissage und sprich zu ihnen: So spricht der Herr Herr: Siehe, 
ich will eure Grber auftun und will euch, mein Volk, aus denselben 
herausholen und euch ins Land Israel bringen;
13. und sollt erfahren, da ich der Herr bin, wenn ich eure Grber 
geffnet und euch, mein Volk, aus denselben, gebracht habe.
14. Und ich will meinen Geist in euch geben, da ihr wieder leben sollt; 
und will euch in euer Land setzen, und sollt erfahren, da ich der Herr 
bin. Ich rede es und tue es auch, spricht der Herr.
15. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
16. Du Menschenkind, nimm dir ein Holz und schreibe darauf: Des Juda und 
der Kinder Israel samt ihren Zugetanen. Und nimm noch ein Holz und 
schreibe darauf: Des Joseph, nmlich das Holz Ephraim, und des ganzen 
Hauses Israel samt ihren Zugetanen,
17. und tue eins zum andern zusammen, da ein Holz werde in deiner Hand.
18. So nun dein Volk zu dir wird sagen und sprechen: Willst du uns nicht 
zeigen, was du damit meinest?
19. so sprich zu ihnen: So spricht der Herr Herr: Siehe, ich will das Holz 
Josephs, welches ist in Ephraims Hand, nehmen, samt ihren Zugetanen, den 
Stmmen Israels, und will sie zu dem Holz Judas tun und ein Holz daraus 
machen, und sollen eins in meiner Hand sein.
20. Und sollst also die Hlzer, darauf du geschrieben hast, in deiner Hand 
halten; da sie zusehen.
21. Und sollst zu ihnen sagen: So spricht der Herr Herr: Siehe, ich will 
die Kinder Israel holen aus den Heiden,; dahin sie gezogen sind, und will 
sie allenthalben sammeln und will sie wieder in ihr Land bringen.
22. Und will ein einig Volk aus ihnen machen im Lande auf dem Gebirge 
Israel, und sie sollen allesamt einen einigen Knig haben; und sollen 
nicht mehr zwei Vlker noch in zwei Knigreiche zerteilet sein,
23. sollen sich auch nicht mehr verunreinigen mit ihren Gtzen und Greueln 
und allerlei Snden. Ich will ihnen heraushelfen aus allen Orten, da sie 
gesndiget haben, und will sie reinigen, und sollen mein Volk sein, und 
ich will ihr Gott sein.
24. Und mein Knecht David soll ihr Knig und ihrer aller einiger Hirte 
sein. Und sollen wandeln in meinen Rechten und meine Gebote halten und 
danach tun.
25. Und sie sollen wieder im Lande wohnen, das ich meinem Knechte Jakob 
gegeben habe, darinnen eure Vter gewohnet haben. Sie und ihre Kinder und 
Kindeskinder sollen darin wohnen ewiglich; und mein Knecht David soll 
ewiglich ihr Frst sein.
26. Und ich will mit ihnen einen Bund des Friedens machen, das soll ein 
ewiger Bund sein mit ihnen; und will sie erhalten und mehren, und mein 
Heiligtum soll unter ihnen sein ewiglich.
27. Und ich will unter ihnen wohnen und will ihr Gott sein, und sie sollen 
mein Volk sein,
28. da auch die Heiden sollen erfahren, da ich der Herr bin, der Israel 
heilig macht, wenn mein Heiligtum ewiglich unter ihnen sein wird.
Der Prophet Hesekiel 39
1. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
2. Du Menschenkind, wende dich gegen Gog, der im Lande Magog ist und der 
oberste Frst ist in Mesech und Thubal, und weissage von ihm
3. und sprich: So spricht der Herr Herr: Siehe, ich will an dich, Gag, der 
du der oberste Frst bist aus den Herren in Mesech und Thubal.
4. Siehe, ich will dich herumlenken und will dir einen Zaum ins Maul legen 
und will dich herausfhren mit all deinem Heer, Ro und Mann, die alle 
wohlgekleidet sind, und ist ihrer ein groer Haufe, die alle Tartschen und 
Schild und Schwert fhren.
5. Du fhrest mit dir Perser, Mohren und Libyer, die alle Schild und Helme 
fhren,
6. dazu Gomer und all sein Heer samt dem Hause Thogarma, so gegen 
Mitternacht liegt, mit all seinem Heer; ja, du fhrest ein gro Volk mit 
dir.
7. Wohlan, rste dich wohl, du und alle deine Haufen, so bei dir sind; und 
sei du ihr Hauptmann!
8. Nach langer Zeit sollst du heimgesucht werden. Zur letzten Zeit wirst 
du kommen in das Land, das vom Schwert wiedergebracht und aus vielen 
Vlkern zusammenkommen ist, nmlich auf die Berge Israels, welche lange 
Zeit wst gewesen sind und nun ausgefhret aus vielen Vlkern und alle 
sicher wohnen.
9. Du wirst heraufziehen und daherkommen mit groem Ungestm und wirst 
sein wie eine Wolke, das Land zu bedecken, du und all dein Heer und das 
groe Volk mit dir.
10. So spricht der Herr Herr: Zu der Zeit wirst du dir solches vornehmen 
und wirst's bse im Sinn haben
11. und gedenken: Ich will das Land ohne Mauern berfallen und: ber die 
kommen, so still und sicher wohnen, als die alle ohne Mauern dasitzen und 
haben weder Riegel noch Tor,
12. auf da du rauben und plndern mgest und deine Hand lassen gehen ber 
die Verstrten, so wieder bewohnet sind, und ber das Volk, so aus den 
Heiden zusammengerafft ist und sich in die Nahrung und Gter geschickt hat 
und mitten im Lande wohnet.
13. Das Reicharabien, Dedan und die Kaufleute auf dem Meer und alle 
Gewaltigen, die daselbst sind, werden zu dir sagen: Ich meine ja, du 
seiest recht kommen zu rauben, und hast deine Haufen versammelt zu 
plndern, auf da du wegnehmest Silber und Gold und sammelst Vieh und 
Gter und groen Raub treibest.
14. Darum so weissage, du Menschenkind, und sprich zu Gog: So spricht der 
Herr Herr: Ist's nicht also, da du wirst merken, wenn mein Volk Israel 
sicher wohnen wird?
15. So wirst du kommen aus deinem Ort, nmlich von den Enden gegen 
Mitternacht, du und ein gro Volk mit dir, alle zu Ro, ein groer Haufe 
und ein mchtiges Heer.
16. Und wirst heraufziehen ber mein Volk Israel wie eine Wolke, das Land 
zu bedecken. Solches wird zur letzten Zeit geschehen. Ich will dich aber 
darum in mein Land kommen lassen, auf da die Heiden mich erkennen, wie 
ich an dir, o Gog, geheiliget werde vor ihren Augen;
17. So spricht der Herr Herr: Du bist's, von dem ich vorzeiten gesagt habe 
durch meine Diener, die Propheten in Israel, die zur selbigen Zeit 
weissagten, da ich dich ber sie kommen lassen wollte.
18. Und es wird geschehen zur Zeit, wenn Gog kommen wird ber das Land 
Israel, spricht der Herr Herr, wird heraufziehen mein Zorn in meinem Grimm.
19. Und ich rede solches in meinem Eifer und im Feuer meines Zorns. Denn 
zur selbigen Zeit wird gro Zittern sein im Lande Israel,
20. da vor meinem Angesicht zittern sollen die Fische im Meer, die Vgel 
unter dem Himmel, das Vieh auf dem Felde und alles, was sich regt und wegt 
auf dem Lande, und alle Menschen, so auf der Erde sind; und sollen die 
Berge umgekehret werden, und die Wnde und alle Mauern zu Boden fallen.
21. Ich will aber ber ihn rufen das Schwert auf allen meinen Bergen, 
spricht der Herr Herr, da eines jeglichen Schwert soll wider den andern 
sein.
22. Und ich will ihn richten mit Pestilenz und Blut und will regnen lassen 
Platzregen mit Schloen, Feuer und Schwefel ber ihn und sein Heer und 
ber das groe Volk, das mit ihm ist.
23. Also will ich denn herrlich, heilig und bekannt werden vor vielen 
Heiden, da sie erfahren sollen, da ich der Herr bin.
Der Prophet Hesekiel 40
1. Und du, Menschenkind, weissage wider Gog und sprich: Also spricht der 
Herr Herr: Siehe, ich will an dich, Gog, der du der oberste Frst bist in 
Mesech und Thubal.
2. Siehe, ich will dich herumlenken und locken und aus den Enden von 
Mitternacht bringen und auf die Beige Israels kommen lassen.
3. Und will dir den Bogen aus deiner linken Hand schlagen und deine Pfeile 
aus deiner rechten Hand werfen.
4. Auf den Bergen Israels sollst du niedergelegt werden, du mit all deinem 
Heer und mit dem Volk, das bei dir ist. Ich will dich den Vgeln, woher 
sie fliegen, und den Tieren auf dem Felde zu fressen geben.
5. Du sollst auf dem Felde daniederliegen; denn ich, der Herr Herr, hab es 
gesagt.
6. Und ich will Feuer werfen ber Magog und ber die, so in den Inseln 
sicher wohnen; und sollen's erfahren, da ich der Herr bin.
7. Denn ich will meinen heiligen Namen kundmachen unter meinem Volk Israel 
und will meinen heiligen Namen nicht lnger schnden lassen, sondern die 
Heiden sollen erfahren, da ich der Herr bin, der Heilige in Israel.
8. Siehe, es ist schon kommen und geschehen, spricht der Herr Herr; das 
ist der Tag, davon ich geredet habe.
9. Und die Brger in den Stdten Israels werden herausgehen und Feuer 
machen und verbrennen die Waffen, Schilde, Tartschen, Bogen, Pfeile, 
Fauststangen und langen Spiee und werden sieben Jahre lang Feuerwerk 
damit halten,
10. da sie nicht drfen Holz auf dem Felde holen noch im Walde hauen, 
sondern von den Waffen werden sie Feuer halten; und sollen rauben; von 
denen sie beraubt sind, und plndern, von denen sie geplndert sind, 
spricht der Herr Herr.
11. Und soll zu der Zeit geschehen, da will ich Gog einen Ort geben zum 
Begrbnis in Israel, nmlich das Tal, da man gehet am Meer gegen Morgen, 
also da die, so vorbergehen, sich davor scheuen werden, weil man 
daselbst Gog mit seiner Menge begraben hat; und soll heien Gogs Haufental.
12. Es wird sie aber das Haus Israel begraben sieben Monden lang, damit 
das Land gereiniget werde.
13. Ja, alles Volk im Lande wird an ihnen zu begraben haben, und werden 
Ruhm davon haben, da ich des Tages meine Herrlichkeit erzeiget habe, 
spricht der Herr Herr.
14. Und sie werden Leute aussondern, die stets im Lande umhergehen und mit 
denselbigen die Totengrber, zu begraben die brigen auf dem Lande, auf 
da es gereiniget werde; nach sieben Monden werden sie forschen.
15. Und die, so im Lande umhergehen und etwa eines Menschen Bein sehen, 
werden dabei ein Mal aufrichten, bis es die Totengrber auch in Gogs 
Haufental begraben.
16. So soll auch die Stadt heien Hamona. Also werden sie das Land 
reinigen.
17. Nun, du Menschenkind, so spricht der Herr Herr: Sage allen Vgeln, 
woher sie fliegen, und allen Tieren auf dem Felde: Sammelt euch und kommt 
her! Findet euch allenthalben her zuhauf zu meinem Schlachtopfer, das ich 
euch schlachte, ein gro Schlachtopfer auf den Bergen Israels, und fresset 
Fleisch und saufet Blut!
18. Fleisch der Starken sollt ihr fressen und Blut der Frsten auf Erden 
sollt ihr saufen, der Widder, der Hammel, der Bcke, der Ochsen, die 
allzumal feist und wohlgemstet sind.
19. Und sollt das Fette fressen, da ihr voll werdet, und das Blut saufen, 
da ihr trunken werdet von dem Schlachtopfer, das ich euch schlachte.
20. Sttiget euch nun ber meinem Tisch von Rossen und Reitern, von 
Starken und allerlei Kriegsleuten, spricht der Herr Herr.
21. Und ich will meine Herrlichkeit unter die Heiden bringen, da alle 
Heiden sehen sollen mein Urteil, das ich habe ergehen lassen, und meine 
Hand, die ich an sie gelegt habe,
22. und also das Haus Israel erfahre, da ich, der Herr, ihr Gott bin, von 
dem Tage und hinfrder,
23. und die Heiden erfahren, wie das Haus Israel um seiner Missetat willen 
sei weggefhret, und da sie sich an mir versndiget hatten. Darum habe 
ich mein Angesicht vor ihnen verborgen und habe sie bergeben in die Hnde 
ihrer Widersacher, da sie allzumal durchs Schwert fallen muten.
24. Ich habe ihnen getan, wie ihre Snde und bertreten verdienet haben, 
und also mein Angesicht vor ihnen verborgen.
25. Darum so spricht der Herr Herr: Nun will ich das Gefngnis Jakobs 
wenden und mich des ganzen Hauses Israel erbarmen und um meinen heiligen 
Namen eifern.
26. Sie aber werden ihre Schmach und alle ihre Snde, damit sie sich an 
mir versndiget haben, tragen, wenn sie nun sicher in ihrem Lande wohnen, 
da sie niemand schrecke,
27. und ich sie wieder aus den Vlkern gebracht und aus den Landen ihrer 
Feinde versammelt habe und ich in ihnen geheiliget worden bin vor den 
Augen vieler Heiden.
28. Also werden sie erfahren, da ich, der Herr, ihr Gott bin, der ich sie 
habe lassen unter die Heiden wegfhren und wiederum in ihr Land versammeln 
und nicht einen von ihnen dort gelassen habe.
29. Und will mein Angesicht nicht mehr vor ihnen verbergen; denn ich habe 
meinen Geist ber das Haus Israel ausgegossen, spricht der Herr Herr.
Der Prophet Hesekiel 41
1. Im fnfundzwanzigsten Jahr unsers Gefngnisses, im Anfang des Jahres, 
am zehnten Tage des Monden, das ist das vierzehnte Jahr, nachdem die Stadt 
geschlagen war, eben am selbigen Tage kam des Herrn Hand ber mich und 
fhrete mich daselbst hin
2. durch gttliche Gesichte, nmlich ins Land Israel, und stellete mich 
auf einen sehr hohen Berg, darauf war es wie eine gebauete Stadt vom 
Mittag herwrts.
3. Und da er mich daselbst hingebracht hatte, siehe, da war ein Mann, des 
Gestalt war wie Erz; der hatte eine leinene Schnur und eine Merute in 
seiner Hand und stund unter dem Tor.
4. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, siehe und hre fleiig zu und 
merke eben darauf, was ich dir zeigen will! Denn darum bist du 
hergebracht, da ich dir solches zeige, auf da du solches alles, was du 
hie siehest, verkndigest dem Hause Israel.
5. Und siehe, es ging eine Mauer auswendig am Hause ringsumher. Und der 
Mann hatte die Merute in der Hand, die war sechs Ellen lang; eine 
jegliche Eile war eine Handbreit lnger denn eine gemeine Elle. Und er ma 
das Gebude in die Breite eine Rute und in die Hhe auch eine Rute.
6. Und er kam zum Tor, das gegen Morgen lag, und ging hinauf auf seinen 
Stufen und ma die Schwellen am Tor, eine jegliche Schwelle eine Rute 
breit.
7. Und die Gemcher, so beiderseits neben dem Tor waren, ma er auch, nach 
der Lnge eine Rute und nach der Breite eine Rute; und der Raum zwischen 
den Gemchern war fnf Ellen weit. Und er ma auch die Schwellen am Tor 
neben der Halle von inwendig eine Rute.
8. Und er ma die Halle am Tor von inwendig eine Rute.
9. Und ma die Halle am Tor acht Ellen und seine Erker zwo Ellen und die 
Halle von inwendig des Tors.
10. Und der Gemcher waren auf jeglicher Seite drei am Tor gegen Morgen, 
je eins so weit als das andere; und stunden auf beiden Seiten Erker, die 
waren gleich gro.
11. Danach ma er die Weite der Tr im Tor, nmlich zehn Ellen, und die 
Lnge des Tors dreizehn Ellen.
12. Und vorne an den Gemchern war Raum auf beiden Seiten, je einer Elle; 
aber die Gemcher waren je sechs Ellen auf beiden Seiten.
13. Dazu ma er das Tor vom Dache des Gemachs bis zu des Tors Dach, 
fnfundzwanzig Ellen breit; und eine Tr stund gegen der andern.
14. Er machte auch Erker sechzig Ellen und vor jeglichem Erker einen 
Vorhof am Tor ringsherum.
15. Und bis an die Halle am innern Tor, da man hineingehet, waren fnfzig 
Ellen.
16. Und es waren enge Fensterlein an den Gemchern und Erkern hineinwrts, 
am Tor ringsumher. Also waren auch Fenster inwendig an den Hallen herum, 
und an den Erkern umher war Palmlaubwerk.
17. Und er fhrete mich weiter zum uern Vorhof; und siehe, da waren 
Kammern und ein Pflaster gemacht im Vorhof herum und dreiig Kammern auf 
dem Pflaster.
18. Und es war das hhere Pflaster an den Toren, so lang die Tore waren, 
am niedrigen Pflaster.
19. Und er ma die Breite des untern Tors vor dem innern Hofe, auswendig 
hundert Ellen, beide, gegen Morgen und Mitternacht.
20. Also ma er auch das Tor, so gegen Mitternacht lag, am uern Vorhofe, 
nach der Lnge und Breite.
21. Das hatte auch auf jeder Seite drei Gemcher und hatte auch seine 
Erker und Hallen, gleich so gro wie am vorigen Tor, fnfzig Ellen die 
Lnge und fnfundzwanzig Ellen die Breite.
22. Und hatte auch seine Fenster und seine Hallen und sein Palmlaubwerk, 
gleichwie das Tor gegen Morgen; und hatte sieben Stufen, da man 
hinaufging, und hatte seine Halle davor.
23. Und es war das Tor am innern Vorhof gegen das Tor, so gegen 
Mitternacht und Morgen stund; und ma hundert Ellen von einem Tor zum 
andern.
24. Danach fhrete er mich gegen Mittag, und siehe, da war auch ein Tor 
gegen Mittag; und er ma seine Erker und Hallen, gleich als die andern.
25. Die hatten auch Fenster und Hallen umher, gleichwie jene Fenster, 
fnfzig Ellen lang und fnfundzwanzig Ellen breit.
26. Und waren auch sieben Stufen hinauf und eine Halle davor und 
Palmlaubwerk an seinen Erkern auf jeglicher Seite.
27. Und er ma auch das Tor am innern Vorhof gegen Mittag, nmlich hundert 
Ellen von dem einen Mittagstor zum andern.
28. Und er fhrete mich weiter durch das Mittagstor in den innern Vorhof; 
und ma dasselbe Tor gegen Mittag, gleich so gro wie die andern,
29. mit seinen Gemchern, Erkern und Hallen und mit Fenstern und Hallen 
daran, ebenso gro wie jene umher, fnfzig Ellen lang und fnfundzwanzig 
Ellen breit.
30. Und es ging eine Halle herum, fnfundzwanzig Ellen lang und fnf Ellen 
breit.
31. Dieselbige stund vorne gegen den uern Vorhof und hatte auch 
Palmlaubwerk an den Erkern; es waren aber acht Stufen hinaufzugehen.
32. Danach fhrete er mich zum innern Tor gegen Morgen und ma dasselbige, 
gleich so gro wie die andern,
33. mit seinen Gemchern, Erkern und Hallen und ihren Fenstern und Hallen 
umher, gleich so gro wie die andern, fnfzig Ellen lang und 
fnfundzwanzig Ellen breit.
34. Und hatte auch eine Halle gegen den uern Vorhof und Palmlaubwerk an 
den Erkern zu beiden Seiten und acht Stufen hinauf.
35. Danach fhrete er mich zum Tor gegen Mitternacht; das ma er, gleich 
so gro wie die andern,
36. mit seinen Gemchern, Erkern und Hallen und ihren Fenstern und Hallen 
umher, fnfzig Ellen lang und fnfundzwanzig Ellen breit.
37. Und hatte auch eine Halle gegen den uern Vorhof und Palmlaubwerk an 
den Erkern zu beiden Seiten und acht Stufen hinauf.
38. Und unten an den Erkern an jedem Tor war eine Kammer mit einer Tr, 
darin man das Brandopfer wusch.
39. Aber in der Halle vor dem Tor stunden auf jeglicher Seite zween 
Tische, darauf man die Brandopfer, Sndopfer und Schuldopfer schlachten 
sollte.
40. Und herauswrts zur Seite, da man hinaufgehet zum Tor, gegen 
Mitternacht, stunden auch zween Tische und an der andern Seite unter der 
Halle des Tors auch zween Tische.
41. Also stunden auf jeder Seite vor dem Tor vier Tische; das sind acht 
Tische zuhauf, darauf man schlachtete.
42. Und die vier Tische, zum Brandopfer gemacht, waren aus gehauenen 
Steinen, je anderthalb Ellen lang und breit und einer Eile hoch, darauf 
man legte allerlei Gerte, damit man Brandopfer und andere Opfer 
schlachtete.
43. Und es gingen Leisten herum, hineinwrts gebogen, einer Querhand hoch. 
Und auf die Tische sollte man das Opferfleisch legen.
44. Und auen vor dem innern Tor waren Kammern fr die Snger im innern 
Vorhofe: eine an der Seite, neben dem Tor zur Mitternacht, die sah gegen 
Mittag; die andere zur Seite gegen Morgen, die sah gegen Mitternacht.
45. Und er sprach zu mir: Die Kammer gegen Mittag gehrt den Priestern, 
die im Hause dienen sollen;
46. aber die Kammer gegen Mitternacht gehrt den Priestern, so auf dem 
Altar dienen. Dies sind die Kinder Zadoks, welche allein unter den Kindern 
Levi vor den Herrn treten sollen, ihm zu dienen.
47. Und er ma den Platz im Hause, nmlich hundert Ellen lang und hundert 
Ellen breit ins Gevierte; und der Altar stund eben vorne vor dem Tempel.
48. Und er fhrete mich hinein zur Halle des Tempels und ma die Halle, 
fnf Ellen auf jeder Seite, und das Tor drei Ellen weit auf jeder Seite.
49. Aber die Halle war zwanzig Ellen lang und elf Ellen weit und hatte 
Stufen, da man hinaufging; und Pfeiler stunden unten an den Erkern, auf 
jeder Seite eine.
Der Prophet Hesekiel 42
1. Und er fhrete mich hinein in den Tempel und ma die Erker an den 
Wnden; die waren zu jeder Seite sechs Ellen weit, so weit das Haus war.
2. Und die Tr war zehn Ellen weit, aber die Wnde zu beiden Seiten an der 
Tr waren jede fnf Ellen breit. Und er ma den Raum im Tempel; der hatte 
vierzig Ellen in die Lnge und zwanzig Ellen in die Breite.
3. Und er ging inwendig hinein und ma die Tr, zwo Ellen; und die Tr 
hatte sechs Ellen und die Weite der Tr sieben Ellen.
4. Und er ma zwanzig Ellen in die Lnge und zwanzig Ellen in die Breite 
am Tempel. Und er sprach zu mir: Dies ist das Allerheiligste.
5. Und er ma die Wand des Hauses, sechs Ellen hoch; darauf waren Gnge 
allenthalben herum, geteilt in Gemcher, die waren allenthalben vier Ellen 
weit.
6. Und derselben Gemcher waren auf jeder Seite dreiunddreiig, je eins an 
dem andern; und stunden Pfeiler unten bei den Wnden am Hause allenthalben 
herum, die sie trugen.
7. Und ber diesen waren noch mehr Gnge umher, und oben waren die Gnge 
weiter, da man aus den untern in die mittlern und aus den mittlern in die 
obersten ging.
8. Und stund je einer sechs Ellen ber dem andern.
9. Und die Weite der obern Gnge war fnf Ellen, und die Pfeiler trugen 
die Gnge am Hause.
10. Und es war je von einer Wand am Hause zu der andern zwanzig Ellen.
11. Und es waren zwo Tren an der Schnecke hinauf, eine gegen Mitternacht, 
die andere gegen Mittag; und die Schnecke war fnf Ellen weit.
12. Und die Mauer gegen Abend war fnfundsiebenzig Ellen breit und neunzig 
Ellen lang.
13. Und er ma die Lnge des Hauses, die hatte durchaus hundert Ellen, die 
Mauer und was daran war.
14. Und die Weite vorne am Hause gegen Morgen mit dem, was daran hing, war 
auch hundert Ellen.
15. Und er ma die Lnge des Gebudes mit allem, was daran hing, von einer 
Ecke bis zur andern; das war auf jeder Seite hundert Ellen mit dem innern 
Tempel und Hallen im Vorhofe
16. samt den Tren, Fenstern, Ecken und den dreien Gngen und Tafelwerk 
allenthalben herum.
17. Er ma auch, wie hoch von der Erde bis zu den Fenstern war, und wie 
breit die Fenster sein sollten; und ma vom Tor bis zum Allerheiligsten, 
auswendig und in wendig herum.
18. Und am ganzen Hause herum, von unten an bis oben hinauf an der Tr und 
an den Wnden, waren Cherubim und Palmlaubwerk unter die Cherubim gemacht.
19. Und ein jeder Cherub hatte zween Kpfe, auf einer Seite wie ein 
Menschenkopf, auf der andern Seite wie ein Lwenkopf.
20. Vom Boden an bis hinauf ber die Tr waren die Cherubim und die Palmen 
geschnitzet, desgleichen an der Wand des Tempels.
21. Und die Tr im Tempel war viereckig, und war alles artig 
ineinandergefget.
22. Und der hlzerne Altar war drei Ellen hoch und zwo Ellen lang und 
breit; und seine Ecken und alle seine Seiten waren hlzern. Und er sprach 
zu mir: Das ist der Tisch, der vor dem Herrn stehen soll.
23. Und die Tr, beide, am Tempel und am Allerheiligsten,
24. hatte zwei Bltter, die man auf und zu tat.
25. Und waren auch Cherubim und Palmlaubwerk daran, wie an den Wnden. Und 
davor waren starke Riegel, gegen der Halle.
26. Und waren enge Fenster und viel Palmlaubwerks herum an der Halle und 
an den Wnden.
Der Prophet Hesekiel 43
1. Und er fhrete mich hinaus zum uern Vorhof gegen Mitternacht unter 
die Kammern, so gegen dem Gebude, das am Tempel hing, und gegen dem 
Tempel zu Mitternacht lagen,
2. welcher Platz hundert Ellen lang war von dem Tor an gegen Mitternacht 
und fnfzig Ellen breit.
3. Zwanzig Ellen waren gegen dem innern Vorhof und gegen dem Pflaster im 
uern Vorhof und dreiig Ellen von einer Ecke zur andern.
4. Und inwendig vor den Kammern war ein Platz zehn Ellen breit vor den 
Tren der Kammern, das lag alles gegen Mitternacht.
5. Und ber diesen Kammern waren andere, engere Kammern; denn der Raum auf 
den untern und mittlern Kammern war nicht gro.
6. Denn es war drei Gemcher hoch, und hatten doch keine Pfeiler, wie die 
Vorhfe Pfeiler hatten, sondern sie waren schlecht aufeinandergesetzt.
7. Und der uere Vorhof war umfangen mit einer Mauer, daran die Kammern 
stunden; die war fnfzig Ellen lang.
8. Und die Kammern stunden nacheinander, auch fnfzig Ellen lang, am 
uern Vorhofe; aber der Raum vor dem Tempel war hundert Ellen lang;
9. Und unten vor den Kammern war ein Platz gegen Morgen, da man aus dem 
uern Vorhof ging:
10. Und an der Mauer von Morgen an waren auch Kammern.
11. Und war auch ein Platz davor, wie vor jenen Kammern, gegen 
Mitternacht; und war alles gleich mit der Lnge, Breite und allem, was 
daran war, wie droben an jenen.
12. Und gegen Mittag waren auch eben solche Kammern mit ihren Tren; und 
vor dem Platz war die Tr gegen Mittag, dazu man kommt von der Mauer, die 
gegen Morgen liegt.
13. Und er sprach zu mir: Die Kammern gegen Mitternacht und die Kammern 
gegen Mittag gegen dem Tempel, die gehren zum Heiligtum, darin die 
Priester essen, wenn sie dem Herrn opfern das allerheiligste Opfer. Und 
sollen die allerheiligsten Opfer, nmlich Speisopfer, Sndopfer und 
Schuldopfer, daselbst hineinlegen; denn es ist eine heilige Sttte.
14. Und wenn die Priester hineingehen, sollen sie nicht wieder aus dem 
Heiligtum gehen in den uern Vorhof, sondern sollen zuvor ihre Kleider, 
darin sie gedienet haben, in denselbigen Kammern weglegen, denn sie sind 
heilig; und sollen ihre andern Kleider anlegen und alsdann heraus unter 
das Volk gehen.
15. Und da er das Haus inwendig gar gemessen hatte, fhrete er mich heraus 
zum Tor gegen Morgen und ma von demselbigen allenthalben herum.
16. Gegen Morgen ma er fnfhundert Ruten lang
17. und gegen Mitternacht ma er auch fnfhundert Ruten lang,
18. desgleichen gegen Mittag auch fnfhundert Ruten.
19. Und da er kam gegen Abend, ma er auch fnfhundert Ruten lang.
20. Also hatte die Mauer, die er gemessen, ins Gevierte auf jeder Seite 
herum fnfhundert Ruten, damit das Heilige von dem Unheiligen 
unterschieden wre.
Der Prophet Hesekiel 44
1. Und er fhrete mich wieder zum Tor gegen Morgen.
2. Und siehe, die Herrlichkeit des Gottes Israels kam von Morgen und 
brausete, wie ein gro Wasser brauset; und es ward sehr licht auf der Erde 
von seiner Herrlichkeit.
3. Und war eben wie das Gesicht, das ich gesehen hatte am Wasser Chebar, 
da ich kam, da die Stadt sollte zerstret werden. Da fiel ich nieder auf 
mein Angesicht.
4. Und die Herrlichkeit des Herrn kam hinein zum Hause durchs Tor gegen 
Morgen.
5. Da hub mich ein Wind auf und brachte mich in den innern Vorhof; und 
siehe, die Herrlichkeit des Herrn erfllete das Haus.
6. Und ich hrete einen mit mir reden vom Hause heraus. Und ein Mann stund 
neben mir,
7. der sprach zu mir: Du Menschenkind, das ist der Ort meines Throns und 
die Sttte meiner Fusohlen, darin ich ewiglich will wohnen unter den 
Kindern Israel. Und das Haus Israel soll nicht mehr meinen heiligen Namen 
verunreinigen, weder sie noch ihre Knige, durch ihre Hurerei und durch 
die Leichen ihrer Knige in ihren Hhen,
8. welche ihre Schwelle an meine Schwelle und ihre Pfosten an meine 
Pfosten gesetzt haben, da nur eine Wand zwischen mir und ihnen war, und 
haben also meinen heiligen Namen verunreiniget durch ihre Greuel, die sie 
taten, darum ich sie auch in meinem Zorn verzehret habe.
9. Nun aber sollen sie ihre Hurerei und die Leichen ihrer Knige ferne von 
mir wegtun; und ich will ewiglich unter ihnen wohnen.
10. Und du, Menschenkind, zeige dem Hause Israel den Tempel an, da sie 
sich schmen ihrer Missetat, und la sie ein reinlich Muster davon nehmen.
11. Und wenn sie sich nun alles ihres Tuns schmen, so zeige ihnen die 
Weise und Muster des Hauses und seinen Ausgang und Eingang und alle seine 
Weise und alle seine Sitten und alle seine Weise und alle seine Gesetze 
und schreibe es ihnen vor, da sie alle seine Weise und alle seine Sitten 
halten und danach tun.
12. Das soll aber das Gesetz des Hauses sein: Auf der Hhe des Berges, 
soweit es umfangen hat, soll es das Allerheiligste sein; das ist das 
Gesetz des Hauses.
13. Dies ist aber das Ma des Altars nach der Elle, welche einer Hand 
breit lnger ist denn eine gemeine Elle: Sein Fu ist eine Elle hoch und 
eine Elle breit; und der Altar reicht hinauf bis an den Rand, der ist eine 
Spanne breit umher; und das ist seine Hhe.
14. Und von dem Fu auf der Erde bis an den untern Absatz sind zwo Ellen 
hoch und eine Eile breit; aber von demselben kleinem Absatz bis an den 
grern Absatz sind's vier Ellen hoch und eine Eile breit.
15. Und der Harel vier Ellen hoch und vom Ariel berwrts vier Hrner.
16. Der Ariel war aber zwlf Ellen lang und zwlf Ellen breit ins Gevierte.
17. Und der oberste Absatz war vierzehn Ellen lang und vierzehn Ellen 
breit ins Gevierte; und ein Rand ging allenthalben umher, einer halben 
Elle breit; und sein Fu war eine Elle hoch, und seine Stufen waren gegen 
Morgen.
18. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, so spricht der Herr Herr: Dies 
sollen die Sitten des Altars sein des Tages, da er gemacht ist, da man 
Brandopfer darauf lege und das Blut darauf sprenge.
19. Und den Priestern von Levi aus dem Samen Zadok, die da vor mich 
treten, da sie mir dienen, spricht der Herr Herr, sollst du geben einen 
jungen Farren zum Sndopfer.
20. Und von desselben Blut sollst du nehmen und seine vier Hrner damit 
besprengen und die vier Ecken an dem obersten Absatz und um die Leisten 
herum; damit sollst du ihn entsndigen und vershnen.
21. Und sollst den Farren des Sndopfers nehmen und ihn verbrennen an 
einem Ort im Hause, das dazu verordnet ist, auerdem Heiligtum.
22. Aber am andern Tage sollst du einen Ziegenbock opfern, der ohne Wandel 
sei, zu einem Sndopfer und den Altar damit entsndigen, wie er mit dem 
Farren entsndiget ist.
23. Und wenn das Entsndigen vollendet ist, sollst du einen jungen Farren 
opfern, der ohne Wandel sei, und einen Widder von der Herde ohne Wandel.
24. Und sollst sie beide vor dem Herrn opfern; und die Priester sollen 
Salz darauf streuen und sollen sie also opfern dem Herrn zum Brandopfer.
25. Also sollst du sieben Tage nacheinander tglich einen Bock zum 
Sndopfer opfern; und sie sollen einen jungen Farren und einen Widder von 
der Herde, die beide ohne Wandel sind, opfern.
26. Und sollen also sieben Tage lang den Altar vershnen und ihn reinigen 
und seine Hnde fllen.
27. Und nach denselben Tagen sollen die Priester am achten Tage und 
hernach fr und fr auf dem Altar opfern eure Brandopfer und eure 
Dankopfer, so will ich euch gndig sein, spricht der Herr Herr.
Der Prophet Hesekiel 45
1. Und er fhrete mich wiederum zu dem Tor des uern Heiligtums gegen 
Morgen; es war aber zugeschlossen.
2. Und der Herr sprach zu mir: Dies Tor soll zugeschlossen bleiben und 
nicht aufgetan werden; und soll niemand dadurchgehen, ohne allein der 
Herr, der Gott Israels, soll dadurchgehen; und soll zugeschlossen bleiben.
3. Doch den Frsten ausgenommen; denn der Frst soll darunter sitzen, das 
Brot zu essen vor dem Herrn; durch die Halle soll er hineingehen und durch 
dieselbige wieder herausgehen.
4. Danach fhrete er mich zum Tor gegen Mitternacht vor das Haus; und ich 
sah, und siehe, des Herrn Haus ward voll der Herrlichkeit des Herrn; und 
ich fiel auf mein Angesicht.
5. Und der Herr sprach zu mir: Du Menschenkind, merke eben darauf und 
siehe und hre fleiig auf alles, was ich dir sagen will von allen Sitten 
und Gesetzen im Hause des Herrn; und merke eben, wie man hineingehen soll, 
und auf alle Ausgnge des Heiligtums.
6. Und sage dem ungehorsamen Hause Israel: So spricht der Herr Herr: Ihr 
macht's zu viel, ihr vom Hause Israel, mit allen euren Greueln;
7. denn ihr fhret fremde Leute, eines unbeschnittenen Herzens und 
unbeschnittenen Fleisches, in mein Heiligtum, dadurch ihr mein Haus 
entheiliget, wenn ihr mein Brot, Fettes und Blut opfert, und brechet also 
meinen Bund mit allen euren Greueln
8. und haltet die Sitten meines Heiligtums nicht, sondern macht euch 
selbst neue Sitten in meinem Heiligtum.
9. Darum spricht der Herr Herr also: Es soll kein Fremder eines 
unbeschnittenen Herzens und unbeschnittenen Fleisches in mein Heiligtum 
kommen aus allen Fremdlingen, so unter den Kindern Israel sind,
10. ja, auch nicht die Leviten, die von mir gewichen sind und samt Israel 
von mir irregegangen nach ihren Gtzen. Darum sollen sie ihre Snde tragen.
11. Sie sollen aber in meinem Heiligtum an den Amtern, den Tren des 
Hauses und dem Hause dienen und sollen nur das Brandopfer und andere 
Opfer, so das Volk herzubringet, schlachten und vor den Priestern stehen, 
da sie ihnen dienen.
12. Darum da sie jenen gedienet vor ihren Gtzen und dem Hause Israel ein 
rgernis zur Snde gegeben haben, darum hab ich meine Hand ber sie 
ausgestreckt, spricht der Herr Herr, da sie mssen ihre Snde tragen.
13. Und sollen nicht zu mir nahen, Priesteramt zu fhren, noch kommen zu 
einigem meinem Heiligtum, zu dem Allerheiligsten, sondern sollen ihre 
Schande tragen und ihre Greuel, die sie gebt haben.
14. Darum hab ich sie zu Htern gemacht an allem Dienst des Hauses und zu 
allem, das man drin tun soll.
15. Aber die Priester aus den Leviten, die Kinder Zadoks, so die Sitten 
meines Heiligtums gehalten haben, da die Kinder Israel von mir abfielen, 
die sollen vor mich treten und mir dienen und vor mir stehen, da sie mir 
das Fette und Blut opfern, spricht der Herr Herr.
16. Und sie sollen hineingehen in mein Heiligtum und vor meinen Tisch 
treten, mir zu dienen und meine Sitten zu halten.
17. Und wenn sie durch die Tore des innern Vorhofs gehen wollen, sollen 
sie leinene Kleider anziehen und nichts Wollenes anhaben, weil sie in den 
Toren im innern Vorhofe dienen.
18. Und sollen leinenen Schmuck auf ihrem Haupt haben und leinen 
Niederkleid uni ihre Lenden; und sollen sich nicht im Schwei grten.
19. Und wenn sie etwa zu einem uern Vorhof zum Volk herausgehen, sollen 
sie die Kleider, darin sie gedienet haben, ausziehen und dieselben in die 
Kammern des Heiligtums legen und andere Kleider anziehen und das Volk 
nicht heiligen in ihren eigenen Kleidern.
20. Ihr Haupt sollen sie nicht bescheren und sollen auch nicht die Haare 
frei wachsen lassen, sondern sollen die Haare umher verschneiden.
21. Und soll auch kein Priester keinen Wein trinken, wenn sie in den 
innern Vorhof gehen sollen.
22. Und sollen keine Witwe noch Verstoene zur Ehe nehmen, sondern 
Jungfrauen vom Samen des Hauses Israel, oder eines Priesters nachgelassene 
Witwe.
23. Und sie sollen mein Volk lehren, da sie wissen Unterschied zu halten 
Zwischen Heiligem und Unheiligem und zwischen Reinem und Unreinem.
24. Und wo eine Sache vor sie kommt, sollen sie stehen und richten und 
nach meinen Rechten sprechen und meine Gebote und Sitten halten und alle 
meine Feste halten und meine Sabbate heiligen.
25. Und sollen zu keinem Toten gehen und sich verunreinigen, ohne allein 
zu Vater und Mutter, Sohn oder Tochter, Bruder oder Schwester, die noch 
keinen Mann gehabt habe; ber denen mgen sie sich verunreinigen.
26. Und nach seiner Reinigung soll man ihm zhlen sieben Tage.
27. Und wenn er wieder hinein zum Heiligtum gehet in den innern Vorhof, 
da er im Heiligtum diene, so soll er sein Sndopfer opfern, spricht, der 
Herr Herr.
28. Aber das Erbteil, das sie haben sollen, das will ich selbst sein. 
Darum sollt ihr ihnen kein eigen Land geben in Israel; denn ich bin ihr 
Erbteil.
29. Sie sollen ihre Nahrung haben vom Speisopfer, Sndopfer und 
Schuldopfer, und alles Verbannte in Israel soll ihr sein.
30. Und alle ersten Frchte und Erstgeburt von allen Hebopfern sollen der 
Priester sein. Ihr sollt auch den Priestern die Erstlinge geben von allem, 
das man isset, damit der Segen in deinem Hause bleibe.
31. Was aber ein Aas oder zerrissen ist, es sei von Vgeln oder Tieren, 
das sollen die Priester nicht essen.
Der Prophet Hesekiel 46
1. Wenn ihr nun das Land durchs Los austeilet, so sollt ihr ein Hebopfer 
vom Lande absondern, das dem Herrn heilig sein soll, fnfundzwanzigtausend 
(Ruten) lang und zehntausend breit. Der Platz soll heilig sein, soweit er 
reicht.
2. Und von diesem sollen zum Heiligtum kommen je fnfhundert (Ruten) ins 
Gevierte und dazu ein freier Raum umher fnfzig Ellen.
3. Und auf demselben Platz, der fnfundzwanzigtausend Ruten lang und 
zehntausend breit ist, soll das Heiligtum stehen und das Allerheiligste.
4. Das brige aber vom geheiligten Lande soll den Priestern gehren, die 
im Heiligtum dienen und vor den Herrn treten, ihm zu dienen, da sie Raum 
zu Husern haben, und soll auch heilig sein.
5. Aber die Leviten, so vor dem Hause dienen, sollen auch 
fnfundzwanzigtausend (Ruten) lang und zehntausend breit haben zu ihrem 
Teil zu zwanzig Kammern.
6. Und der Stadt sollt ihr auch einen Platz lassen fr das ganze Haus 
Israel, fnftausend (Ruten) breit und fnfundzwanzigtausend lang, neben 
dem abgesonderten Platz des Heiligtums.
7. Dem Frsten aber sollt ihr auch einen Platz geben zu beiden Seiten 
zwischen dem Platz der Priester und zwischen dem Platz der Stadt, gegen 
Abend und gegen Morgen; und sollen beide gegen Morgen und gegen Abend 
gleich lang sein.
8. Das soll sein eigen Teil sein in Israel, damit meine Frsten nicht mehr 
meinem Volk das Ihre nehmen, sondern sollen das Land dem Hause Israel 
lassen fr ihre Stmme.
9. Denn so spricht der Herr Herr: Ihr habt es lange genug gemacht, ihr 
Frsten Israels; lat ab vom Frevel und Gewalt und tut, was recht und gut 
ist, und tut ab von meinem Volk euer Austreiben, spricht der Herr Herr.
10. Ihr sollt recht Gewicht und rechte Scheffel und recht Ma haben.
11. Epha und Bath sollen gleich sein, da ein Bath das zehnte Teil vom 
Homer habe und das Epha auch das zehnte Teil vom Homer; denn nach dem 
Homer soll man sie beide messen.
12. Aber ein Sekel soll zwanzig Gera haben; und eine Mina macht zwanzig 
Sekel, fnfundzwanzig Sekel und fnfzehn Sekel.
13. Das soll nun das Hebopfer sein, das ihr heben sollt, nmlich das 
sechste Teil eines Epha von einem Homer Weizen und das sechste Teil eines 
Epha von einem Homer Gerste.
14. Und vom l sollt ihr geben einen Bath, nmlich je den zehnten Bath vom 
Kor und den zehnten vom Homer; denn zehn Bath machen einen Homer.
15. Und je ein Lamm von zweihundert Schafen aus der Herde auf der Weide 
Israels zum Speisopfer und Brandopfer und Dankopfer, zur Vershnung fr 
sie, spricht der Herr Herr.
16. Alles Volk im Lande soll solch Hebopfer zum Frsten in Israel bringen.
17. Und der Frst soll sein Brandopfer, Speisopfer und Trankopfer opfern 
auf die Feste, Neumonden und Sabbate und auf alle hohen Feste des Hauses 
Israel, dazu Sndopfer und Speisopfer, Brandopfer und Dankopfer tun zur 
Vershnung fr das Haus Israel.
18. So spricht der Herr Herr: Am ersten Tage des ersten Monden sollst du 
nehmen einen jungen Farren, der ohne Wandel sei, und das Heiligtum 
entsndigen.
19. Und der Priester soll von dem Blut des Sndopfers nehmen und die 
Pfosten am Hause damit besprengen und die vier Ecken des Absatzes am Altar 
samt den Pfosten am Tor des innern Vorhofs.
20. Also sollst du auch tun am siebenten Tage des Monden, wo jemand 
geirret hat oder verfhret ist, da ihr das Haus entsndiget.
21. Am vierzehnten Tage des ersten Monden sollt ihr das Passah halten und 
sieben Tage feiern und ungesuert Brot essen.
22. Und am selbigen Tage soll der Frst fr sich und fr alles Volk im 
Lande einen Farren zum Sndopfer opfern.
23. Aber die sieben Tage des Festes soll er dem Herrn tglich ein 
Brandopfer tun, je sieben Farren und sieben Widder, die ohne Wandel seien, 
und je einen Ziegenbock zum Sndopfer.
24. Zum Speisopfer aber soll er je ein Epha zu einem Farren und ein Epha 
einem Widder opfern und je ein Hin ls zu einem Epha.
25. Am fnfzehnten Tage des siebenten Monden soll er sieben Tage 
nacheinander feiern, gleichwie jene sieben Tage, und ebenso halten mit 
Sndopfer, Brandopfer, Speisopfer samt dem l.
Der Prophet Hesekiel 47
1. So spricht der Herr Herr: Das Tor am innern Vorhofe gegen morgenwrts 
soll die sechs Werktage zugeschlossen sein; aber am Sabbattage und am 
Neumonden soll man's auftun.
2. Und der Frst soll auswendig unter die Halle des Tors treten und 
drauen bei den Pfosten am Tor stehenbleiben. Und die Priester sollen sein 
Brandopfer und Dankopfer opfern; er aber soll auf der Schwelle des Tors 
anbeten und danach wieder hinausgehen. Das Tor aber soll offen bleiben bis 
an den Abend.
3. Desgleichen das Volk im Lande sollen in der Tr desselben Tors anbeten 
vor dem Herrn an den Sabbaten und Neumonden.
4. Das Brandopfer aber, so der Frst vor dem Herrn opfern soll am 
Sabbattage, soll sein sechs Lmmer, die ohne Wandel seien, und ein Widder 
ohne Wandel
5. und je ein Epha Speisopfer zu einem Widder zum Speisopfer. Zu den 
Lmmern aber, soviel seine Hand gibt, zum Speisopfer und je ein Hin ls zu 
einem Epha.
6. Am Neumonden aber soll er einen jungen Farren opfern, der ohne Wandel 
sei, und sechs Lmmer und einen Widder, auch ohne Wandel,
7. und je ein Epha zum Farren und je ein Epha zum Widder zum Speisopfer. 
Aber zu den Lmmern so viel, als er greift; und je ein Hin ls zu einem 
Epha.
8. Und wenn der Frst hineingehet, soll er durch die Halle des Tors 
hineingehen und desselben Weges wieder herausgehen.
9. Aber das Volk im Lande, so vor den Herrn kommt auf die hohen Feste und 
zum Tor gegen Mitternacht hineingehet anzubeten, das soll durch das Tor 
gegen Mittag wieder herausgehen; und welche zum Tor gegen Mittag 
hineingehen, die sollen zum Tor gegen Mitternacht wieder herausgehen und 
sollen nicht wieder zu dem Tor hinausgehen, dadurch sie hinein sind 
gegangen, sondern stracks vor sich hinausgehen.
10. Der Frst aber soll mit ihnen beide hinein und herausgehen.
11. Aber an den Feiertagen und hohen Festen soll man zum Speisopfer je zu 
einem Farren ein Epha und je zu einem Widder ein Epha opfern und zu den 
Lmmern, soviel seine Hand gibt, und je ein Hin ls zu einem Epha.
12. Wenn aber der Frst ein freiwillig Brandopfer oder Dankopfer dem Herrn 
tun wollte, so soll man ihm das Tor gegen morgenwrts auftun, da er sein 
Brandopfer und Dankopfer opfere, wie er sonst am Sabbat pflegt zu opfern; 
und wenn er wieder herausgehet, soll man das Tor nach ihm zuschlieen.
13. Und er soll dem Herrn tglich ein Brandopfer tun, nmlich ein jhriges 
Lamm ohne Wandel; dasselbe soll er alle Morgen opfern.
14. Und soll alle Morgen das sechste Teil von einem Epha zum Speisopfer 
darauf tun und ein drittes Teil von einem Hin ls, auf das Semmelmehl zu 
trufen, dem Herrn zum Speisopfer. Das soll ein ewiges Recht sein, vom 
tglichen Opfer.
15. Und also sollen sie das Lamm samt dem Speisopfer und l alle Morgen 
opfern zum tglichen Brandopfer.
16. So spricht der Herr Herr: Wenn der Frst seiner Shne einem ein 
Geschenk gibt von seinem Erbe, dasselbe soll seinen Shnen bleiben, und 
sollen es erblich besitzen.
17. Wo er aber seiner Knechte einem von seinem Erbteil etwas schenket, das 
sollen sie besitzen bis aufs Freijahr, und soll alsdann dem Frsten wieder 
heimfallen; denn sein Teil soll allein auf seine Shne erben.
18. Es soll auch der Frst dem Volk nichts nehmen von seinem Erbteil, noch 
sie aus ihren eigenen Gtern stoen, sondern soll sein eigen Gut auf seine 
Kinder erben, auf da meines Volks nicht jemand von seinem Eigentum 
zerstreuet werde.
19. Und er fhrete mich unter den Eingang an der Seite des Tors gegen 
Mitternacht zu den Kammern des Heiligtums, so den Priestern gehrten, und 
siehe, daselbst war ein Raum in einer Ecke gegen Abend.
20. Und er sprach zu mir: Dies ist der Ort, da die Priester kochen sollen 
das Schuldopfer und Sndopfer und das Speisopfer backen, da sie es nicht 
hinaus in den uern Vorhof tragen drfen, das Volk zu heiligen.
21. Danach fhrete er mich hinaus in den uern Vorhof und hie mich gehen 
in die vier Ecken des Vorhofs.
22. Und siehe, da war ein jeglicher der vier Ecken ein ander Vorhflein zu 
ruchern, vierzig Ellen lang und dreiig Ellen breit, alle vier einerlei 
Ma.
23. Und es ging ein Muerlein um ein jegliches der vier; da waren Herde 
herum gemacht unten an den Mauern.
24. Und er sprach zu mir: Dies ist die Kche, darin die Diener im Hause 
kochen sollen, was das Volk opfert.
Der Prophet Hesekiel 48
1. Und er fhrete mich wieder zu der Tr des Tempels. Und siehe, da flo 
ein Wasser heraus unter der Schwelle des Tempels gegen Morgen; denn die 
Tr des Tempels war auch gegen Morgen. Und das Wasser lief an der rechten 
Seite des Tempels neben dem Altar hin gegen Mittag.
2. Und er fhrete mich auswendig zum Tor gegen Mitternacht vom uern Tor 
gegen Morgen; und siehe, das Wasser sprang heraus von der rechten Seite.
3. Und der Mann ging heraus gegen Morgen und hatte die Meschnur in der 
Hand; und er ma tausend Ellen und fhrete mich durchs Wasser, bis mir's 
an die Knchel ging.
4. Und ma abermal tausend Ellen und fhrete mich durchs Wasser, bis mir's 
an die Kniee ging. Und ma noch tausend Ellen und lie mich dadurch gehen, 
bis es mir an die Lenden ging.
5. Da ma er noch tausend Ellen, und es war so tief, da ich nicht mehr 
grnden konnte; denn das Wasser war zu hoch, da man darber schwimmen 
mute und konnte es nicht grnden.
6. Und er sprach zu mir: Du Menschenkind, das hast du ja gesehen. Und er 
fhrete mich wieder zurck am Ufer des Bachs.
7. Und siehe, da stunden sehr viel Bume am Ufer auf beiden Seiten.
8. Und er sprach zu mir: Dies Wasser das da gegen Morgen herausfleut, 
wird durchs Blachfeld flieen ins Meer und von einem Meer ins andere, und 
wenn es dahin ins Meer kommt, da sollen dieselbigen Wasser gesund werden.
9. Ja alles, was darin lebt und webt, dahin diese Strme kommen, das soll 
leben, und soll sehr viel Fische haben; und soll alles gesund werden und 
leben, wo dieser Strom hinkommt.
10. Und es werden die Fischer an demselben stehen; von Engeddi bis zu En-
Eglaim wird man die Fischgarne aufspannen; denn es werden daselbst sehr 
viel Fische sein, gleichwie im groen Meer.
11. Aber die Teiche und Lachen daneben werden nicht gesund werden, sondern 
gesalzen bleiben.
12. Und an demselben Strom, am Ufer auf beiden Seiten, werden allerlei 
fruchtbare Bume wachsen; und ihre Bltter werden nicht verwelken noch 
ihre Frchte verfaulen; und werden alle Monden neue Frchte bringen, denn 
ihr Wasser fleut aus dem Heiligtum. Ihre Frucht wird zur Speise dienen 
und ihre Bltter zur Arznei.
13. So spricht der Herr Herr: Dies ist die Grenze, nach der ihr das Land 
sollt austeilen den zwlf Stmmen Israels; denn zwei Teile gehren dem 
Stamm Joseph.
14. Und ihr sollt es gleich austeilen, einem wie dem andern; denn ich habe 
meine Hand aufgehoben, das Land euren Vtern und euch zum Erbteil zu geben.
15. Dies ist nun die Grenze des Landes gegen Mitternacht von dem groen 
Meer an, von Hethlon bis gen Zedad:
16. nmlich Hemath, Berotha, Sibraim, die mit Damaskus und Hemath grenzen; 
und Hazar-Tichon, die mit Haveran grenzet.
17. Das soll die Grenze sein vom Meer an bis gen Hazar-Enon; und Damaskus 
und Hemath sollen das Ende sein gegen Mitternacht.
18. Aber die Grenze gegen Morgen sollt ihr messen zwischen Haveran und 
Damaskus und zwischen Gilead und zwischen dem Lande Israel, am Jordan 
hinab bis ans Meer gegen Morgen. Das soll die Grenze gegen Morgen sein.
19. Aber die Grenze gegen Mittag ist von Thamar bis ans Haderwasser zu 
Kades und gegen das Wasser am groen Meer. Das soll die Grenze gegen 
Mittag sein.
20. Und die Grenze gegen Abend ist vom groen Meer an stracks bis gen 
Hemath. Das sei die Grenze gegen Abend.
21. Also sollt ihr das Land austeilen unter die Stmme Israels.
22. Und wenn ihr das Los werfet, das Land unter euch zu teilen, so sollt 
ihr die Fremdlinge, die bei euch wohnen und Kinder unter euch zeugen, 
halten gleich wie die Einheimischen unter den Kindern Israel;
23. und sollen auch ihren Teil am Lande haben, ein jeglicher unter dem 
Stamm, dabei er wohnet, spricht der Herr Herr.
Der Prophet Hesekiel 49
1. Dies sind die Namen der Stmme. Von Mitternacht, von Hethlon gegen 
Hemath und Hazar-Enon und von Damaskus gegen Hemath; das soll Dan fr 
seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend.
2. Neben Dan soll Asser seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend.
3. Neben Asser soll Naphthali seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend.
4. Neben Naphthali soll Manasse seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend.
5. Neben Manasse soll Ephraim seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend.
6. Neben Ephraim soll Ruben seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend.
7. Neben Ruben soll Juda seinen Teil haben von Morgen bis gen Abend.
8. Neben Juda aber sollt ihr einen Teil absondern vom Morgen bis gegen 
Abend, der fnfundzwanzigtausend Ruten breit und lang sei, ein Stck von 
den Teilen, so von Morgen bis gen Abend reichen; darin soll das Heiligtum 
stehen.
9. Und davon sollt ihr dem Herrn einen Teil absondern, 
fnfundzwanzigtausend Ruten lang und zehntausend Ruten breit.
10. Und dasselbige heilige Teil soll der Priester sein, nmlich 
fnfundzwanzigtausend Ruten lang gegen Mitternacht und gegen Mittag und 
zehntausend breit gegen Morgen und gegen Abend. Und das Heiligtum des 
Herrn soll mitten drinnen stehen.
11. Das soll geheiliget sein den Priestern, den Kindern Zadoks, welche 
meine Sitten gehalten haben und sind nicht abgefallen mit den Kindern 
Israel, wie die Leviten abgefallen sind.
12. Und soll also dies abgesonderte Teil des Landes ihr eigen sein, darin 
das Allerheiligste ist neben der Leviten Grenze.
13. Die Leviten aber sollen neben der Priester Grenze auch 
fnfundzwanzigtausend Ruten in die Lnge und zehntausend in die Breite 
haben; denn alle Lnge soll fnfundzwanzigtausend und die Breite 
zehntausend Ruten haben.
14. Und sollen nichts davon verkaufen noch verndern, damit des Landes 
Erstling nicht wegkomme; denn es ist dem Herrn geheiliget.
15. Aber die brigen fnftausend Ruten in die Breite gegen die 
fnfundzwanzigtausend Ruten in die Lnge, das soll unheilig sein zur 
Stadt, drinnen zu wohnen, und zu Vorstdten; und die Stadt soll mitten 
drinnen stehen.
16. Und das soll ihr Ma sein: viertausend und fnfhundert Ruten gegen 
Mitternacht und gegen Mittag; desgleichen gegen Morgen und gegen Abend 
auch viertausend und fnfhundert.
17. Die Vorstadt aber soll haben zweihundertundfnfzig Ruten gegen 
Mitternacht und gegen Mittag; desgleichen auch gegen Morgen und gegen 
Abend zweihundertundfnfzig Ruten.
18. Aber das brige an der Lnge desselben neben dem Abgesonderten und 
Geheiligten, nmlich zehntausend Ruten gegen Morgen und gegen Abend, das 
gehrt zur Unterhaltung derer, die in der Stadt arbeiten.
19. Und die Arbeiter sollen aus allen Stmmen Israels der Stadt arbeiten,
20. da die ganze Absonderung der fnfundzwanzigtausend Ruten ins Gevierte 
eine geheiligte Absonderung sei zu eigen der Stadt.
21. Was aber noch brig ist auf beiden Seiten neben dem abgesonderten 
heiligen Teil und neben der Stadt Teil, nmlich fnfundzwanzigtausend 
Ruten gegen Morgen und gegen Abend, das soll alles des Frsten sein. Aber 
das abgesonderte heilige Teil und das Haus des Heiligtums soll mitten 
innen sein.
22. Was aber dazwischen liegt, zwischen der Leviten Teil und zwischen der 
Stadt Teil und zwischen der Grenze Judas und der Grenze Benjamins, das 
soll des Frsten sein.
23. Danach sollen die andern Stmme sein: Benjamin soll seinen Teil haben 
von Morgen bis gen Abend.
24. Aber neben der Grenze Benjamins soll Simeon seinen Teil haben von 
Morgen bis gen Abend.
25. Neben der Grenze Simeons soll Isaschar seinen Teil haben von Morgen 
bis gen Abend.
26. Neben der Grenze Isaschars soll Sebulon seinen Teil haben von Morgen 
bis gen Abend.
27. Neben der Grenze Sebulons soll Gad seinen Teil haben von Morgen bis 
gen Abend.
28. Aber neben Gad ist die Grenze gegen Mittag, von Thamar bis an das 
Haderwasser zu Kades und gegen dem Wasser am groen Meer.
29. Also soll das Land ausgeteilet werden zum Erbteil unter die Stmme 
Israels; und das soll ihr Erbteil sein, spricht der Herr Herr.
30. Und so weit soll die Stadt sein: viertausend und fnfhundert Ruten 
gegen Mitternacht.
31. Und die Tore der Stadt sollen nach den Namen der Stmme Israels 
genannt werden, drei Tore gegen Mitternacht: das erste Tor Ruben, das 
andere Juda, das dritte Levi.
32. Also auch gegen Morgen viertausend und fnfhundert Ruten und auch drei 
Tore: nmlich das erste Tor Joseph, das andere Benjamin, das dritte Dan.
33. Gegen Mittag auch also: viertausend und fnfhundert Ruten und auch 
drei Tore: das erste Tor Simeon, das andere Isaschar, das dritte Sebulon.
34. Also auch gegen Abend viertausend und fnfhundert Ruten und drei Tore: 
ein Tor Gad, das andere Assur, das dritte Naphthali.
35. Also soll es um und um achtzehntausend Ruten haben. Und alsdann soll 
die Stadt genannt werden: Hie ist der Herr!
Der Prophet Daniel 1
1. Im dritten Jahr des Reichs Jojakims, des Knigs Judas, kam 
Nebukadnezar, der Knig zu Babel, vor Jerusalem und belagerte sie.
2. Und der Herr bergab ihm Jojakim, den Knig Judas, und etliche Gefe 
aus dem Hause Gottes; die lie er fhren ins Land Sinear, in seines Gottes 
Haus, und tat die Gefe in seines Gottes Schatzkasten.
3. Und der Knig sprach zu Aspenas, seinem obersten Kmmerer, er sollte 
aus den Kindern Israel vom kniglichen Stamm und Herrenkindern whlen
4. Knaben, die nicht gebrechlich wren, sondern schne, vernnftige, 
weise, kluge und verstndige, die da geschickt wren, zu dienen in des 
Knigs Hofe und zu lernen chaldische Schrift und Sprache.
5. Solchen verschaffte der Knig, was man ihnen tglich geben sollte von 
seiner Speise und von dem Wein, den er selbst trank, da sie, also drei 
Jahre auferzogen, danach vor dem Knige dienen sollten.
6. Unter welchen waren Daniel, Hananja, Misael und Asarja von den Kindern 
Judas.
7. Und der oberste Kmmerer gab ihnen Namen und nannte Daniel Beltsazar 
und Hananja Sadrach und Misael Mesach und Asarja Abed-Nego.
8. Aber Daniel setzte ihm vor in seinem Herzen, da er sich mit des Knigs 
Speise und mit dem Wein, den er selbst trank, nicht verunreinigen wollte, 
und bat den obersten Kmmerer, da er sich nicht mte verunreinigen.
9. Und Gott gab Daniel, da ihm der oberste Kmmerer gnstig und gndig 
ward.
10. Derselbe sprach zu ihm: Ich frchte mich vor meinem Herrn, dem Knige, 
der euch eure Speise und Trank verschaffet hat; wo er wrde sehen, da 
eure Angesichte jmmerlicher wren denn der andern Knaben eures Alters, so 
brchtet ihr mich bei dem Knige um mein Leben.
11. Da sprach Daniel zu Melzar, welchem der oberste Kmmerer Daniel, 
Hananja, Misael und Asarja befohlen hatte:
12. Versuch es doch mit deinen Knechten zehn Tage und la uns geben Gemse 
zu essen und Wasser zu trinken!
13. Und la dann vor dir unsere Gestalt und der Knaben, so von des Knigs 
Speise essen, besehen; und danach du sehen wirst, danach schaffe mit 
deinen Knechten.
14. Und er gehorchte ihnen darin und versuchte es mit ihnen zehn Tage.
15. Und nach den zehn Tagen waren sie schner und ba bei Leibe denn alle 
Knaben, so von des Knigs Speise aen.
16. Da tat Melzar ihre verordnete Speise und Trank weg und gab ihnen 
Gemse.
17. Aber der Gott dieser vier gab ihnen Kunst und Verstand in allerlei 
Schrift und Weisheit; Daniel aber gab er Verstand in allen Gesichten und 
Trumen.
18. Und da die Zeit um war, die der Knig bestimmt hatte, da sie sollten 
hineingebracht werden, brachte sie der oberste Kmmerer hinein vor 
Nebukadnezar.
19. Und der Knig redete mit ihnen, und ward unter allen niemand erfunden, 
der Daniel, Hananja, Misael und Asarja gleich wre. Und sie wurden des 
Knigs Diener.
20. Und der Knig fand sie in allen Sachen, die er sie fragte, zehnmal 
klger und verstndiger denn alle Sternseher und Weisen in seinem ganzen 
Reich.
21. Und Daniel lebte bis ins erste Jahr des Knigs Kores.
Der Prophet Daniel 2
1. Im andern Jahr des Reichs Nebukadnezars hatte Nebukadnezar einen Traum, 
davon er erschrak, da er aufwachte.
2. Und er hie alle Sternseher, und Weisen und Zauberer und Chalder 
zusammenfordern, da sie dem Knige seinen Traum sagen sollten. Und sie 
kamen und traten vor den Knig.
3. Und der Knig sprach zu ihnen: Ich habe einen Traum gehabt, der hat 
mich erschreckt; und ich wollte gerne wissen, was es fr ein Traum gewesen 
sei.
4. Da sprachen die Chalder zum Knige auf chaldisch: Herr Knig, Gott 
verleihe dir langes Leben! Sage deinen Knechten den Traum, so wollen wir 
ihn deuten.
5. Der Knig antwortete und sprach zu den Chaldern: Es ist mir entfallen. 
Werdet ihr mir den Traum nicht anzeigen und ihn deuten, so werdet ihr gar 
umkommen und eure Huser schndlich verstret werden.
6. Werdet ihr mir aber den Traum anzeigen und deuten, so sollt ihr 
Geschenke, Gaben und groe Ehre von mir haben. Darum so sagt mir den Traum 
und seine Deutung!
7. Sie antworteten wiederum und sprachen: Der Knig sge seinen Knechten 
den Traum, so wollen wir ihn deuten.
8. Der Knig antwortete und sprach: Wahrlich, ich merke es, da ihr Frist 
suchet, weil ihr sehet, da mir's entfallen ist.
9. Aber werdet ihr mir nicht den Traum sagen, so gehet das Recht ber 
euch, als die ihr Lgen und Gedichte vor mir zu reden vorgenommen habt, 
bis die Zeit vorbergehe. Darum so sagt mir den Traum, so kann ich merken, 
da ihr auch die Deutung treffet.
10. Da antworteten die Chalder vor dem Knige und sprachen zu ihm: Es ist 
kein Mensch auf Erden, der sagen knne, das der Knig fordert. So ist auch 
kein Knig, wie gro oder mchtig er sei, der solches von irgendeinem 
Sternseher, Weisen oder Chalder fordere.
11. Denn das der Knig fordert, ist zu hoch, und ist auch sonst niemand, 
der es vor dem Knige sagen knne, ausgenommen die Gtter, die bei den 
Menschen nicht wohnen.
12. Da ward der Knig sehr zornig und befahl, alle Weisen zu Babel 
umzubringen.
13. Und das Urteil ging aus, da man die Weisen tten sollte. Und Daniel 
samt seinen Gesellen ward auch gesucht, da man sie ttete.
14. Da vernahm Daniel solch Urteil und Befehl von dem obersten Richter des 
Knigs, welcher auszog, zu tten die Weisen zu Babel.
15. Und er fing an und sprach zu des Knigs Vogt Arioch: Warum ist so ein 
streng Urteil vom Knige ausgegangen? Und Arioch zeigte es dem Daniel an.
16. Da ging Daniel hinauf und bat den Knig, da er ihm Frist gbe, damit 
er die Deutung dem Knige sagen mchte.
17. Und Daniel ging heim und zeigte solches an seinen Gesellen, Hananja, 
Misael und Asarja,
18. da sie Gott vom Himmel um Gnade bten solches verborgenen Dings 
halben, damit Daniel und seine Gesellen nicht samt den andern Weisen zu 
Babel umkmen.
19. Da ward Daniel solch verborgen Ding durch ein Gesicht des Nachts 
offenbaret.
20. Darber lobte Daniel den Gott vom Himmel, fing an und sprach: Gelobet 
sei der Name Gottes von Ewigkeit zu Ewigkeit; denn sein ist beides, 
Weisheit und Strke!
21. Er ndert Zeit und Stunde; er setzt Knige ab und setzt Knige ein; er 
gibt den Weisen ihre Weisheit und den Verstndigen ihren Verstand;
22. er offenbaret, was tief und verborgen ist; er wei, was in Finsternis 
liegt; denn bei ihm ist eitel Licht.
23. Ich danke dir und lobe dich, Gott meiner Vter, da du mir Weisheit 
und Strke verleihest und jetzt offenbaret hast, darum wir dich gebeten 
haben; nmlich du hast uns des Knigs Sache offenbaret.
24. Da ging Daniel hinauf zu Arioch, der vom Knige Befehl hatte, die 
Weisen zu Babel umzubringen, und sprach zu ihm also: Du sollst die Weisen 
zu Babel nicht umbringen, sondern fhre mich hinauf zum Knige, ich will 
dem Knige die Deutung sagen.
25. Arioch brachte Daniel eilends hinauf vor den Knig und sprach zu ihm 
also: Es ist einer funden unter den Gefangenen aus Juda, der dem Knige 
die Deutung sagen kann.
26. Der Knig antwortete und sprach zu Daniel, den sie Beltsazar hieen: 
Bist du der mir den Traum, den ich gesehen habe und seine Deutung zeigen 
kann?
27. Daniel fing an vor dem Knige und sprach: Das verborgene Ding, das der 
Knig fordert von den Weisen, Gelehrten, Sternsehern und Wahrsagern, 
stehet in ihrem Vermgen nicht, dem Knige zu sagen,
28. sondern Gott vom Himmel, der kann verborgene Dinge offenbaren; der hat 
dem Knige Nebukadnezar angezeiget, was in knftigen Zeiten geschehen soll.
29. Dein Traum und dein Gesicht, da du schliefest, kam daher: Du, Knig, 
dachtest auf deinem Bette, wie es doch hernach gehen wrde; und der, so 
verborgene Dinge offenbaret, hat dir angezeiget, wie es gehen werde.
30. So ist mir solch verborgen Ding offenbaret, nicht durch meine 
Weisheit, als wre sie grer denn aller, die da leben, sondern darum, da 
dem Knige die Deutung angezeiget wrde, und du deines Herzens Gedanken 
erfhrest.
31. Du, Knig, sahst, und siehe, ein sehr gro und hoch Bild stund vor 
dir, das war schrecklich anzusehen.
32. Desselben Bildes Haupt war von feinem Golde; seine Brust und Arme 
waren von Silber; sein Bauch und Lenden waren von Erz;
33. seine Schenkel waren Eisen; seine Fe waren eines Teils Eisen und 
eines Teils Ton.
34. Solches sahst du, bis da ein Stein herabgerissen ward ohne Hnde; der 
schlug das Bild an seine Fe, die Eisen und Ton waren, und zermalmete sie.
35. Da wurden miteinander zermalmet das Eisen, Ton, Erz, Silber und Gold 
und wurden wie Spreu auf der Sommertenne; und der Wind verwebte sie, da 
man sie nirgends mehr finden konnte. Der Stein aber, der das Bild schlug, 
ward ein groer Berg, da er die ganze Welt fllete.
36. Das ist der Traum. Nun wollen wir die Deutung vor dem Knige sagen.
37. Du, Knig, bist ein Knig aller Knige, dem Gott vom Himmel 
Knigreich, Macht, Strke und Ehre gegeben hat
38. und alle; da Leute wohnen, dazu die Tiere auf dem Felde und die Vgel 
unter dem Himmel in deine Hand gegeben und dir ber alles Gewalt verliehen 
hat. Du bist das gldene Haupt.
39. Nach dir wird ein ander Knigreich aufkommen, geringer denn deines. Da 
nach das dritte Knigreich, das ehern ist, welches wird ber alle Lande 
herrschen.
40. Das vierte wird hart sein wie Eisen. Denn gleichwie Eisen alles 
zermalmet und zerschlgt, ja, wie Eisen alles zerbricht, also wird es auch 
alles zermalmen und zerbrechen.
41. Da du aber gesehen hast die Fe und Zehen eines Teils Ton und eines 
Teils Eisen, das wird ein zerteilt Knigreich sein; doch wird von des 
Eisens Pflanze drinnen bleiben, wie du denn gesehen hast Eisen mit Ton 
vermenget.
42. Und da die Zehen an seinen Fen eines Teils Eisen und eines Teils 
Ton sind, wird es zum Teil ein stark und zum Teil ein schwach Reich sein.
43. Und da du gesehen hast Eisen mit Ton vermenget, werden sie sich wohl 
nach Menschengeblt untereinander mengen, aber sie werden doch nicht 
aneinander halten, gleichwie sich Eisen mit Ton nicht mengen lt.
44. Aber zur Zeit solcher Knigreiche wird Gott vom Himmel ein Knigreich 
aufrichten, das nimmermehr zerstret wird; und sein Knigreich wird auf 
kein ander Volk kommen. Es wird alle diese Knigreiche zermalmen und 
verstren, aber es wird ewiglich bleiben.
45. Wie du denn gesehen hast, einen Stein ohne Hnde vom Berge 
herabgerissen, der das Eisen, Erz, Ton, Silber und Gold zermalmet. Also 
hat der groe Gott dem Knige gezeiget, wie es hernach gehen werde; und 
das ist gewi der Traum, und die Deutung ist recht.
46. Da fiel der Knig Nebukadnezar auf sein Angesicht und betete an vor 
dem Daniel und befahl, man sollte ihm Speisopfer und Ruchopfer tun.
47. Und der Knig antwortete Daniel und sprach: Es ist kein Zweifel, euer 
Gott ist ein Gott ber alle Gtter und ein Herr ber alle Knige, der da 
kann verborgene Dinge offenbaren, weil du dies verborgene Ding hast knnen 
offenbaren.
48. Und der Knig erhhete Daniel und gab ihm groe und viele Geschenke 
und machte ihn zum Frsten ber das ganze Land zu Babel und setzte ihn zum 
Obersten ber alle Weisen zu Babel.
49. Und Daniel bat vom Knige, da er ber die Landschaften zu Babel 
setzen mchte Sadrach, Mesach, Abed-Nego; und er, Daniel, blieb bei dem 
Knige zu Hofe.
Der Prophet Daniel 3
1. Der Knig Nebukadnezar lie ein glden Bild machen, sechzig Ellen hoch 
und sechs Ellen breit, und lie es setzen im Lande zu Babel im Tal Dura.
2. Und der Knig Nebukadnezar sandte nach den Frsten, Herren, 
Landpflegern, Richtern, Vgten, Rten, Amtleuten und allen Gewaltigen im 
Lande, da sie zusammenkommen sollten, das Bild zu weihen, das der Knig 
Nebukadnezar hatte setzen lassen.
3. Da kamen zusammen die Frsten, Herren, Landpfleger, Richter, Vgte, 
Rte, Amtleute und alle Gewaltigen im Lande, das Bild zu weihen, das der 
Knig Nebukadnezar hatte setzen lassen. Und sie muten vor das Bild 
treten, das Nebukadnezar hatte setzen lassen.
4. Und der Ehrenhold rief berlaut: Das lat euch gesagt sein, ihr Vlker, 
Leute und Zungen:
5. Wenn ihr hren werdet den Schall der Posaunen, Trommeten, Harfen, 
Geigen, Psalter, Lauten und allerlei Saitenspiel, so sollt ihr 
niederfallen und das gldene Bild anbeten, das der Knig Nebukadnezar hat 
setzen lassen.
6. Wer aber alsdann nicht niederfllt und anbetet, der soll von Stund an 
in den glhenden Ofen geworfen werden.
7. Da sie nun hreten den Schall der Posaunen, Trommeten, Harfen, Geigen, 
Psalter und allerlei Saitenspiel, fielen nieder alle Vlker, Leute und 
Zungen und beteten an das gldene Bild, das der Knig Nebukadnezar hatte 
setzen lassen.
8. Von Stund an traten hinzu etliche chaldische Mnner und verklagten die 
Juden,
9. fingen an und sprachen zum Knige Nebukadnezar: Herr Knig, Gott 
verleihe dir langes Leben!
10. Du hast ein Gebot lassen ausgehen, da alle Menschen, wenn sie hren 
wrden den Schall der Posaunen, Trommeten, Harfen, Geigen, Psalter, Lauten 
und allerlei Saitenspiel, sollten sie niederfallen und das gldene Bild 
anbeten;
11. wer aber nicht niederfiele und anbetete, sollte in einen glhenden 
Ofen geworfen werden.
12. Nun sind da jdische Mnner, welche du ber die mter im Lande zu 
Babel gesetzet hast: Sadrach, Mesach und Abed-Nego; dieselbigen verachten 
dein Gebot und ehren deine Gtter nicht und beten nicht an das gldene 
Bild, das du hast setzen lassen.
13. Da befahl Nebukadnezar mit Grimm und Zorn, da man vor ihn stellete 
Sadrach, Mesach und Abed-Nego. Und die Mnner wurden vor den Knig 
gestellet.
14. Da fing Nebukadnezar an und sprach zu ihnen: Wie? wollt ihr, Sadrach, 
Mesach, Abed-Nego, meinen Gott nicht ehren und das gldene Bild nicht 
anbeten, das ich habe setzen lassen?
15. Wohlan, schicket euch! Sobald ihr hren werdet den Schall der 
Posaunen, Trommeten, Harfen, Geigen, Psalter, Lauten und allerlei 
Saitenspiel, so fallet nieder und betet das Bild an, das ich habe machen 
lassen! Werdet ihr's nicht anbeten, so sollt ihr von Stund an in den 
glhenden Ofen geworfen werden. Lat sehen, wer der Gott sei, der euch aus 
meiner Hand erretten werde!
16. Da fingen an Sadrach, Mesach; Abed-Nego und sprachen zum Knige 
Nebukadnezar: Es ist nicht not, da wir dir darauf antworten.
17. Siehe, unser Gott, den wir ehren, kann uns wohl erretten aus dem 
glhen den Ofen, dazu auch von deiner Hand erretten.
18. Und wo er's nicht tun will, so sollst du dennoch wissen, da wir deine 
Gtter nicht ehren, noch das gldene Bild, das du hast setzen lassen; 
anbeten wollen.
19. Da ward Nebukadnezar voll Grimms und stellete sich scheulich wider 
Sadrach, Mesach und Abed-Nego und befahl, man sollte den Ofen siebenmal 
heier machen, denn man sonst zu tun pflegte.
20. Und befahl den besten Kriegsleuten, die in seinem Heer waren, da sie 
Sadrach, Mesach und Abed-Nego bnden und in den glhenden Ofen wrfen.
21. Also wurden diese Mnner in ihren Mnteln, Schuhen, Hten und andern 
Kleidern gebunden und in den glhenden Ofen geworfen.
22. Denn des Knigs Gebot mute man eilend tun. Und man schrete das Feuer 
im Ofen so sehr, da die Mnner, so den Sadrach, Mesach und Abed-Nego 
verbrennen sollten, verdarben von des Feuers Flammen.
23. Aber die drei Mnner Sadrach, Mesach und Abed-Nego, fielen hinab in 
den glhenden Ofen, wie sie gebunden waren.
24. Da entsetzte sich der Knig Nebukadnezar und fuhr eilends auf und 
sprach zu seinen Rten: Haben wir nicht drei Mnner gebunden in das Feuer 
lassen werfen? Sie antworteten und sprachen zum Knige: Ja, Herr Knig!
25. Er antwortete und sprach: Sehe ich doch vier Mnner los im Feuer 
gehen, und sind unversehrt; und der vierte ist gleich, als wre er ein 
Sohn der Gtter.
26. Und Nebukadnezar trat hinzu vor das Loch des glhenden Ofens und 
sprach: Sadrach, Mesach, Abed-Nego, ihr Knechte Gottes des Hchsten, gehet 
heraus und kommt her! Da gingen Sadrach, Mesach und Abed-Nego heraus aus 
dem Feuer.
27. Und die Frsten, Herren, Vgte und Rte des Knigs kamen zusammen und 
sahen, da das Feuer keine Macht am Leibe dieser Mnner beweiset hatte, 
und ihr Haupthaar nicht versenget und ihre Mntel nicht versehrt waren; 
ja, man konnte keinen Brand an ihnen riechen.
28. Da fing an Nebukadnezar und sprach: Gelobet sei der Gott Sadrachs, 
Mesachs und Abed-Negos, der seinen Engel gesandt und seine Knechte 
errettet hat, die ihm vertrauet und des Knigs Gebot nicht gehalten, 
sondern ihren Leib dargegeben haben, da sie keinen Gott ehren noch 
anbeten wollten ohne allein ihren Gott.
29. So sei nun dies mein Gebot: Welcher unter allen Vlkern, Leuten und 
Zungen den Gott Sadrachs, Mesachs und Abed-Negos lstert, der soll 
umkommen, und sein Haus schndlich verstret werden. Denn es ist kein 
anderer Gott, der also erretten kann als dieser.
30. Und der Knig gab Sadrach, Mesach und Abed-Nego groe Gewalt im Lande 
zu Babel.
Der Prophet Daniel 4
1. Knig Nebukadnezar allen Vlkern, Leuten und Zungen: Gott gebe euch 
viel Friede!
2. Ich sehe es fr gut an, da ich verkndige die Zeichen und Wunder, so 
Gott der Hchste an mir getan hat.
3. Denn seine Zeichen sind gro, und seine Wunder sind mchtig; und sein 
Reich ist ein ewiges Reich, und seine Herrschaft whret fr und fr.
4. Ich, Nebukadnezar, da ich gute Ruhe hatte in meinem Hause, und es wohl 
stund auf meiner Burg,
5. sah ich einen Traum und erschrak, und die Gedanken, die ich auf meinem 
Bette hatte ber dem Gesichte, so ich gesehen hatte, betrbten mich.
6. Und ich befahl, da alle Weisen zu Babel vor mich heraufgebracht 
wrden, da sie mir sageten, was der Traum bedeutete.
7. Da brachte man herauf die Sternseher, Weisen, Chalder und Wahrsager, 
und ich erzhlte den Traum vor ihnen; aber sie konnten mir nicht sagen, 
was er bedeutete,
8. bis zuletzt Daniel vor mich kam, welcher Beltsazar heit, nach dem 
Namen meines Gottes, der den Geist der heiligen Gtter hat. Und ich 
erzhlte vor ihm den Traum:
9. Beltsazar, du Oberster unter den Sternsehern, welchen ich wei, da du 
den Geist der heiligen Gtter hast und dir nichts verborgen ist, sage das 
Gesicht meines Traums; den ich gesehen habe, und was er bedeutet.
10. Dies ist aber das Gesicht, das ich gesehen habe auf meinem Bette: 
Siehe, es stund ein Baum mitten im Lande, der war sehr hoch,
11. gro und dick; seine Hhe reichte bis in Himmel und breitete sich aus 
bis ans Ende des ganzen Landes.
12. Seine ste waren schn und trugen viel Frchte, davon alles zu essen 
hatte. Alle Tiere auf dem Felde fanden Schatten unter ihm, und die Vgel 
unter dem Himmel saen auf seinen Asten, und alles Fleisch nhrete sich 
von ihm.
13. Und ich sah ein Gesicht auf meinem Bette, und siehe, ein heiliger 
Wchter fuhr vom Himmel herab,
14. der rief berlaut und sprach also: Hauet den Baum um und behauet ihm 
die ste und streifet ihm das Laub ab und zerstreuet seine Frchte, da 
die Tiere, so unter ihm liegen, weglaufen, und die Vgel von seinen 
Zweigen fliehen.
15. Doch la den Stock mit seinen Wurzeln in der Erde bleiben; er aber 
soll in eisernen und ehernen Ketten auf dem Felde im Grase gehen; er soll 
unter dem Tau des Himmels liegen und na werden und soll sich weiden mit 
den Tieren von den Krutern der Erde.
16. Und das menschliche Herz soll von ihm genommen und ein viehisch Herz 
ihm gegeben werden, bis da sieben Zeiten ber ihm um sind.
17. Solches ist im: Rat der Wchter beschlossen und im Gesprch der 
Heiligen beratschlaget, auf da die Lebendigen erkennen, da der Hchste 
Gewalt hat ber der Menschen Knigreiche und gibt sie, wem er will, und 
erhhet die Niedrigen zu denselbigen.
18. Solchen Traum hab ich, Knig Nebukadnezar, gesehen. Du aber, 
Beltsazar, sage, was er bedeute; denn alle Weisen in meinem Knigreich 
knnen mir nicht anzeigen, was er bedeute; du aber kannst es wohl, denn 
der Geist der heiligen Gtter ist bei dir.
19. Da entsetzte sich Daniel, der sonst Beltsazar heit, bei einer Stunde 
lang, und seine Gedanken betrbten ihn. Aber der Knig sprach: Beltsazar, 
la dich den Traum und seine Deutung nicht betrben! Beltsazar fing an und 
sprach: Ach, mein Herr, da der Traum deinen Feinden und seine Deutung 
deinen Widerwrtigen glte!
20. Der Baum, den du gesehen hast, da er gro und dick war und seine Hhe 
an den Himmel reichte und breitete sich ber das ganze Land,
21. und seine ste schn und seiner Frchte viel, davon alles zu essen 
hatte, und die Tiere auf dem: Felde unter ihm wohneten, und die Vgel des 
Himmels auf seinen sten saen:
22. das bist du, Knig der du so gro und mchtig bist; denn deine Macht 
ist gro und reichet an den Himmel, und deine Gewalt langet bis an der 
Welt Ende.
23. Da aber der Knig einen heiligen Wchter gesehen hat vom Himmel 
herabfahren und sagen: Hauet den Baum um und verderbet ihn, doch den Stock 
mit seinen Wurzeln lat in der Erde bleiben; er aber soll in eisernen und 
ehernen Ketten auf dem Felde im Grase gehen und unter dem Tau des Himmels 
liegen und na werden und sich mit den Tieren auf dem Felde weiden, bis 
ber ihm sieben Zeiten um sind:
24. das ist die Deutung, Herr Knig, und solcher Rat des Hchsten gehet 
ber meinen Herrn Knig.
25. Man wird dich von den Leuten verstoen, und mut bei den Tieren auf 
dem Felde bleiben; und man wird dich Gras essen lassen wie die Ochsen; und 
wirst unter dem Tau des Himmels liegen und na werden, bis ber dir sieben 
Zeiten um sind, auf da du erkennest, da der Hchste Gewalt hat ber der 
Menschen Knigreiche und gibt sie, wem er will.
26. Da aber gesagt ist, man solle dennoch den Stock mit seinen Wurzeln 
des Baums bleiben lassen: dein Knigreich soll dir bleiben, wenn du 
erkannt hast die Gewalt im Himmel.
27. Darum, Herr Knig, la dir meinen Rat gefallen und mache dich los von 
deinen Snden durch Gerechtigkeit und ledig von deiner Missetat durch 
Wohltat an den Armen, so wird er Geduld haben mit deinen Snden.
28. Dies alles widerfuhr dem Knige Nebukadnezar.
29. Denn nach zwlf Monden, da der Knig auf der kniglichen Burg zu Babel 
ging,
30. hub er an und sprach: Das ist die groe Babel, die ich erbauet habe 
zum kniglichen Hause durch meine, groe Macht, zu Ehren meiner 
Herrlichkeit.
31. Ehe der Knig diese Worte ausgeredet hatte, fiel eine Stimme vom 
Himmel: Dir, Knig Nebukadnezar, wird gesagt: Dein Knigreich soll dir 
genommen werden,
32. und man wird dich von den Leuten verstoen, und sollst bei den Tieren, 
so auf dem Felde gehen, bleiben; Gras wird man dich essen lassen, wie 
Ochsen, bis da ber dir sieben Zeiten um sind, auf da du erkennest, da 
der Hchste Gewalt hat ber der Menschen Knigreiche und gibt sie, wem er 
will.
33. Von Stund an ward das Wort vollbracht ber Nebukadnezar, und er ward 
von den Leuten verstoen und er a Gras wie Ochsen, und sein Leib lag 
unter dem Tau des Himmels und ward na, bis sein Haar wuchs, so gro als 
Adlersfedern, und seine Ngel wie Vogelklauen wurden.
34. Nach dieser Zeit hub ich, Nebukadnezar, meine Augen auf gen Himmel und 
kam wieder zur Vernunft und lobte den Hchsten. Ich preisete und ehrete 
den, so ewiglich lebet, des Gewalt ewig ist und sein Reich fr und fr 
whret,
35. gegen welchen alle, so auf Erden wohnen, als nichts zu rechnen sind. 
Er macht es, wie er will, beide, mit den Krften im Himmel und mit denen, 
so auf Erden wohnen; und niemand kann seiner Hand wehren noch zu ihm 
sagen: Was machst du?
36. Zur selbigen Zeit kam ich wieder zur Vernunft, auch zu meinen 
kniglichen Ehren, zu meiner Herrlichkeit und zu meiner Gestalt. Und meine 
Rte und Gewaltigen suchten mich; und ward wieder in mein Knigreich 
gesetzt; und ich berkam noch grere Herrlichkeit.
37. Darum lobe ich, Nebukadnezar, und ehre und preise den Knig vom 
Himmel. Denn all sein Tun ist Wahrheit, und seine Wege sind recht; und wer 
stolz ist, den kann er demtigen.
Der Prophet Daniel 5
1. Knig Belsazer machte ein herrlich Mahl tausend seinen Gewaltigen und 
Hauptleuten und soff sich voll mit ihnen.
2. Und da er trunken war, hie er die gldenen und silbernen Gefe 
herbringen, die sein Vater Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem 
weggenommen hatte, da der Knig mit seinen Gewaltigen, mit seinen Weibern 
und mit seinen Kebsweibern daraus trnken.
3. Also wurden hergebracht die gldenen Gefe, die aus dem Tempel, aus 
dem Hause Gottes zu Jerusalem, genommen wren; und der Knig, seine 
Gewaltigen, seine Weiber und Kebsweiber tranken daraus.
4. Und da sie so soffen, lobten sie die gldenen, silbernen, ehernen, 
eisernen, hlzernen und steinernen Gtter.
5. Eben zur selbigen Stunde gingen hervor Finger, als einer Menschenhand, 
die schrieben, gegenber dem Leuchter, auf die getnchte Wand in dem 
kniglichen Saal. Und der Knig ward gewahr der Hand, die da schrieb.
6. Da entfrbte sich der Knig, und seine Gedanken erschreckten ihn, da 
ihm die Lenden schtterten und die Beine zitterten.
7. Und der Knig rief berlaut, da man die Weisen, Chalder und Wahrsager 
heraufbringen sollte Und lie den Weisen zu Babel sagen: Welcher Mensch 
diese Schrift lieset und sagen kann, was sie bedeute, der soll mit Purpur 
gekleidet werden und gldene Ketten am Halse tragen und der dritte Herr 
sein in meinem Knigreiche.
8. Da wurden alle Weisen des Knigs heraufgebracht; aber sie konnten weder 
die Schrift lesen noch die Deutung dem Knige anzeigen.
9. Des erschrak der Knig Belsazer noch hrter und verlor ganz seine 
Gestalt, und seinen Gewaltigen ward bange.
10. Da ging die Knigin um solcher Sache willen des Knigs und seiner 
Gewaltigen hinauf in den Saal und sprach: Herr Knig, Gott verleihe dir 
langes Leben! La dich deine Gedanken nicht so erschrecken und entfrbe 
dich nicht also!
11. Es ist ein Mann in deinem Knigreich, der den Geist der heiligen 
Gtter hat. Denn zu deines Vaters Zeit ward bei ihm Erleuchtung erfunden, 
Klugheit und Weisheit, wie der Gtter Weisheit ist; und dein Vater, Knig 
Nebukadnezar, setzte ihn ber die Sternseher, Weisen, Chalder und 
Wahrsager,
12. darum da ein hoher Geist bei ihm funden ward, dazu Verstand und 
Klugheit, Sprche zu deuten, dunkle Sprche zu erraten und verborgene 
Sachen zu offenbaren, nmlich Daniel, den der Knig lie Beltsazar nennen. 
So rufe man nun Daniel; der wird sagen, was es bedeute.
13. Da ward Daniel hinauf vor den Knig gebracht Und der Knig sprach zu 
Daniel: Bist du der Daniel, der Gefangenen einer aus Juda, die der Knig, 
mein Vater, aus Juda hergebracht hat?
14. Ich habe Von dir hren sagen, da du den Geist der heiligen Gtter 
habest, und Erleuchtung, Verstand und hohe Weisheit bei dir funden sei.
15. Nun hab ich vor mich fordern lassen die Klugen und Weisen, da sie mir 
diese Schrift lesen und anzeigen sollen, was sie bedeute; und sie knnen 
mir nicht sagen, was solches bedeute.
16. Von dir aber hre ich, da du knnest die Deutung geben und das 
Verborgene offenbaren. Kannst du nun die Schrift lesen und mir anzeigen, 
was sie bedeutet, so sollst du mit Purpur gekleidet werden und gldene 
Ketten an deinem Halse tragen und der dritte Herr sein in meinem 
Knigreiche.
17. Da fing Daniel an und redete vor dem Knige: Behalte deine Gaben 
selbst und gib dein Geschenk einem andern; ich will dennoch die Schrift 
dem Knige lesen und anzeigen, was sie bedeute.
18. Herr Knig, Gott der Hchste hat deinem Vater, Nebukadnezar, 
Knigreich, Macht, Ehre und Herrlichkeit gegeben.
19. Und vor solcher Macht, die ihm gegeben war, frchteten und scheueten 
sich vor ihm alle Vlker, Leute und Zungen. Er ttete, wen er wollte; er 
schlug, wen er wollte; er erhhete, wen er wollte; er demtigte, wen er 
wollte.
20. Da sich aber sein Herz erhub und er stolz und hochmtig ward, ward er 
vom kniglichen Stuhl gestoen und verlor seine Ehre;
21. und ward verstoen von den Leuten, und sein Herz ward gleich den 
Tieren, und mute bei dem Wild laufen und fra Gras wie Ochsen, und sein 
Leib lag unter dem Tau des Himmels und ward na, bis da er lernete, da 
Gott der Hchste Gewalt hat ber der Menschen Knigreiche und gibt sie, 
wem er will.
22. Und du, Belsazer, sein Sohn, hast dein Herz nicht gedemtiget, ob du 
wohl solches alles weit,
23. sondern hast dich wider den Herrn des Himmels erhoben, und die Gefe 
seines Hauses hat man vor dich bringen mssen; und du, deine Gewaltigen, 
deine Weiber und deine Kebsweiber habt daraus gesoffen, dazu die 
silbernen, gldenen, ehernen, eisernen, hlzernen, steinernen Gtter 
gelobet, die weder sehen, noch hren, noch fhlen; den Gott aber, der 
deinen Odem und alle deine Wege in seiner Hand hat, hast du nicht geehret.
24. Darum ist von ihm gesandt diese Hand und diese Schrift, die da 
verzeichnet stehen.
25. Das ist aber die Schrift allda verzeichnet: Mene, mene, tekel, 
upharsin.
26. Und sie bedeutet dies: Mene, das ist, Gott hat dein Knigreich 
gezhlet und vollendet.
27. Tekel, das ist, man hat dich in einer Waage gewogen und zu leicht 
funden.
28. Peres, das ist, dein Knigreich ist zerteilet und den Medern und 
Persern gegeben.
29. Da befahl Belsazer, da man Daniel mit Purpur kleiden sollte und 
gldene Ketten an den Hals geben; und lie von ihm verkndigen, da er der 
dritte Herr sei im Knigreich.
30. Aber des Nachts ward der Chalder Knig Belsazer gettet.
31. Und Darius aus Medien nahm das Reich ein, da er zweiundsechzig Jahre 
alt war.
Der Prophet Daniel 6
1. Und Darius sah es fr gut an, da er ber das ganze Knigreich setzte 
hundertundzwanzig Landvgte.
2. ber diese setzte er drei Frsten, deren einer war Daniel, welchen die 
Landvgte sollten Rechnung tun, und der Knig der Mhe berhoben wre.
3. Daniel aber bertraf die Frsten und Landvgte alle, denn es war ein 
hoher Geist in ihm; darum gedachte der Knig ihn ber das ganze Knigreich 
zu setzen.
4. Derhalben trachteten die Frsten und Landvgte danach, wie sie eine 
Sache zu Daniel fnden, die wider das Knigreich wre; aber sie konnten 
keine Sache noch beltat finden, denn er war treu, da man keine Schuld 
noch beltat an ihm finden mochte.
5. Da sprachen die Mnner: Wir werden keine Sache zu Daniel finden ohne 
ber seinem Gottesdienst.
6. Da kamen die Frsten und Landvgte hufig vor den Knig und sprachen zu 
ihm also: Herr Knig Darius, Gott verleihe dir langes Leben!
7. Es haben die Frsten des Knigreichs, die Herren, die Landvgte, die 
Rte und Hauptleute alle gedacht, da man einen kniglichen Befehl solle 
ausgehen lassen und ein streng Gebot stellen, da, wer in dreiig Tagen 
etwas bitten wird von irgendeinem Gott oder Menschen ohne von dir, Knig, 
alleine, solle zu den Lwen in den Graben geworfen werden.
8. Darum, lieber Knig, sollst du solch Gebot besttigen und dich 
unterschreiben, auf da nicht wieder gendert werde, nach dem Recht der 
Meder und Perser, welches niemand bertreten darf.
9. Also unterschrieb sich der Knig Darius.
10. Als nun Daniel erfuhr, da solch Gebot unterschrieben wre, ging er 
hinauf in sein Haus (er hatte aber an seinem Sommerhause offene Fenster 
gegen Jerusalem). Und er fiel des Tages dreimal auf seine Kniee, betete, 
lobte und dankte seinem Gott, wie er denn vorhin zu tun pflegte.
11. Da kamen diese Mnner hufig und fanden Daniel beten und flehen vor 
seinem Gott.
12. Und traten hinzu und redeten mit dem Knige von dem kniglichen Gebot: 
Herr Knig, hast du nicht ein Gebot unterschrieben, da, wer in dreiig 
Tagen etwas bitten wrde von irgendeinem Gott oder Menschen ohne von dir, 
Knig, alleine, solle zu den Lwen in den Graben geworfen werden? Der 
Knig antwortete und sprach: Es ist wahr, und das Recht der Meder und 
Perser soll niemand bertreten.
13. Sie antworteten und sprachen vor dem Knige: Daniel, der Gefangenen 
aus Juda einer, der achtet weder dich noch dein Gebot, das du verzeichnet 
hast; denn er betet des Tages dreimal.
14. Da der Knig solches hrete, ward er sehr betrbt und tat groen 
Flei, da er Daniel erlsete, und mhete sich, bis die Sonne unterging, 
da er ihn errettete.
15. Aber die Mnner kamen hufig zu dem Knige und sprachen zu ihm: Du 
weit, Herr Knig, da der Meder und Perser Recht ist, da alle Gebote und 
Befehle, so der Knig beschlossen hat, sollen unverndert bleiben.
16. Da befahl der Knig, da man Daniel herbrchte; und warfen ihn zu den 
Lwen in den Graben. Der Knig aber sprach zu Daniel: Dein Gott, dem du 
ohn Unterla dienest, der helfe dir!
17. Und sie brachten einen Stein, den legten sie vor die Tr am Graben; 
den versiegelte der Knig mit seinem eigenen Ringe und mit dem Ringe 
seiner Gewaltigen, auf da sonst niemand an Daniel Mutwillen bete.
18. Und der Knig ging weg in seine Burg und blieb ungegessen und lie 
kein Essen vor sich bringen, konnte auch nicht schlafen.
19. Des Morgens frh, da der Tag anbrach, stund der Knig auf und ging 
eilend zum Graben, da die Lwen waren.
20. Und als er zum Graben kam, rief er Daniel mit klglicher Stimme. Und 
der Knig sprach zu Daniel: Daniel, du Knecht des lebendigen Gottes, hat 
dich auch dein Gott, dem du ohn Unterla dienest, mgen von den Lwen 
erlsen?
21. Daniel aber redete mit dem Knige: Herr Knig, Gott verleihe dir 
langes Leben!
22. Mein Gott hat seinen Engel gesandt, der den Lwen den Rachen 
zugehalten hat, da sie mir kein Leid getan haben. Denn vor ihm bin ich 
unschuldig erfunden, so hab ich auch wider dich, Herr Knig, nichts getan.
23. Da ward der Knig sehr froh und lie Daniel aus dem Graben ziehen. Und 
sie zogen Daniel aus dem Graben, und man sprete keinen Schaden an ihm; 
denn er hatte seinem Gott vertrauet.
24. Da hie der Knig die Mnner, so Daniel verklagt hatten, herbringen 
und zu den Lwen in den Graben werfen samt ihren Kindern und Weibern. Und 
ehe sie auf den Boden hinab kamen, ergriffen sie die Lwen und zermalmeten 
auch ihre Gebeine.
25. Da lie der Knig Darius schreiben allen Vlkern, Leuten und Zungen: 
Gott gebe euch viel Frieden!
26. Das ist mein Befehl, da man in der ganzen Herrschaft meines 
Knigreichs den Gott Daniels frchten und scheuen soll. Denn er ist der 
lebendige Gott, der ewiglich bleibet; und sein Knigreich ist 
unvergnglich, und seine Herrschaft hat kein Ende.
27. Er ist ein Erlser und Nothelfer, und er tut Zeichen und Wunder, 
beide, im Himmel und auf Erden. Der hat Daniel von den Lwen erlset.
28. Und Daniel ward gewaltig im Knigreich Darius und auch im Knigreich 
Kores, der Perser.
Der Prophet Daniel 7
1. Im ersten Jahr Belsazers, des Knigs zu Babel, hatte Daniel einen Traum 
und Gesicht auf seinem Bette; und er schrieb denselbigen Traum und 
verfate ihn also:
2. Ich, Daniel, sah ein Gesicht in der Nacht, und siehe, die vier Winde 
unter dem Himmel strmeten widereinander auf dem groen Meer.
3. Und vier groe Tiere stiegen herauf aus dem Meer, eins je anders denn 
das andere.
4. Das erste wie ein Lwe und hatte Flgel wie ein Adler. Ich sah zu, bis 
da ihm die Flgel ausgerauft wurden; und es ward von der Erde genommen 
und es stund auf seinen Fen wie ein Mensch, und ihm ward ein menschlich 
Herz gegeben.
5. Und siehe, das andere Tier hernach war gleich einem Bren und stund auf 
der einen Seite und hatte in seinem Maul unter seinen Zhnen drei groe 
lange Zhne. Und man sprach zu ihm: Stehe auf und fri viel Fleisch!
6. Nach diesem sah ich, und siehe, ein ander Tier, gleich einem Parden, 
das hatte vier Flgel, wie ein Vogel, auf seinem Rcken; und dasselbige 
Tier hatte vier Kpfe, und ihm ward Gewalt gegeben.
7. Nach diesem sah ich in diesem Gesicht in der Nacht, und siehe, das 
vierte Tier war greulich und schrecklich und sehr stark und hatte groe 
eiserne Zhne, fra um sich und zermalmete, und das brige zertrat es mit 
seinen Fen; es war auch viel anders denn die vorigen und hatte zehn 
Hrner.
8. Da ich aber die Hrner schauete, siehe, da brach hervor zwischen 
denselbigen ein ander klein Horn, vor welchem der vordersten Hrner drei 
ausgerissen wurden; und siehe, dasselbige Horn hatte Augen wie 
Menschenaugen und ein Maul, das redete groe Dinge.
9. Solches sah ich, bis da Sthle gesetzt wurden; und der Alte setzte 
sich, des Kleid war schneewei und das Haar auf seinem Haupt wie reine 
Wolle; sein Stuhl war eitel Feuerflammen, und desselbigen Rder brannten 
mit Feuer.
10. Und von demselbigen ging aus ein langer feuriger Strahl. Tausendmal 
tausend dieneten ihm, und zehntausendmal zehntausend stunden vor ihm. Das 
Gericht ward gehalten, und die Bcher wurden aufgetan.
11. Ich sah zu um der groen Rede willen, so das Horn redete; ich sah zu, 
bis das Tier gettet ward und sein Leib umkam und ins Feuer geworfen ward,
12. und der andern Tiere Gewalt auch aus war; denn es war ihnen Zeit und 
Stunde bestimmt, wie lange ein jegliches whren sollte.
13. Ich sah in diesem Gesichte des Nachts, und siehe, es kam einer in des 
Himmels Wolken wie eines Menschen Sohn bis zu dem Alten und ward vor 
denselbigen gebracht.
14. Der gab ihm Gewalt, Ehre und Reich, da ihm alle Vlker, Leute und 
Zungen dienen sollten. Seine Gewalt ist ewig, die nicht vergehet, und sein 
Knigreich hat kein Ende.
15. Ich, Daniel, entsetzte mich davor, und solch Gesicht erschreckte mich.
16. Und ich ging zu deren einem, die da stunden, und bat ihn, da er mir 
von dem allem gewissen Bericht gbe. Und er redete mit mir und zeigte mir, 
was es bedeutete.
17. Diese vier groen Tiere sind vier Reiche, so auf Erden kommen werden.
18. Aber die Heiligen des Hchsten werden das Reich einnehmen und werden 
es immer und ewiglich besitzen.
19. Danach htte ich gerne gewut gewissen Bericht von dem vierten Tier, 
welches gar anders war denn die andern alle, sehr greulich, das eiserne 
Zhne und eherne Klauen hatte, das um sich fra und zermalmete und das 
brige mit seinen Fen zertrat,
20. und von den zehn Hrnern auf seinem Haupt und von dem andern, das 
hervorbrach, vor welchem drei abfielen, und von demselbigen Horn, das 
Augen hatte und ein Maul, das groe Dinge redete und grer war, denn die 
neben ihm waren.
21. Und ich sah dasselbige Horn streiten wider die Heiligen und behielt 
den Sieg wider sie,
22. bis der Alte kam und Gericht hielt fr die Heiligen des Hchsten; und 
die Zeit kam, da die Heiligen das Reich einnahmen.
23. Er sprach also: Das vierte Tier wird das vierte Reich auf Erden sein, 
welches wird mchtiger sein denn alle Reiche; es wird alle Lande fressen, 
zertreten und zermalmen.
24. Die zehn Hrner bedeuten zehn Knige, so aus demselbigen Reich 
entstehen werden. Nach demselben aber wird ein anderer aufkommen, der wird 
mchtiger sein denn der vorigen keiner und wird drei Knige demtigen.
25. Er wird den Hchsten lstern und die Heiligen des Hchsten verstren 
und wird sich unterstehen, Zeit und Gesetz zu ndern. Sie werden aber in 
seine Hand gegeben werden eine Zeit und etliche Zeiten und eine halbe Zeit.
26. Danach wird das Gericht gehalten werden; da wird dann seine Gewalt 
weggenommen werden, da er zugrunde vertilget und umgebracht werde.
27. Aber das Reich, Gewalt und Macht unter dem ganzen Himmel wird dem 
heiligen Volk des Hchsten gegeben werden, des Reich ewig ist, und alle 
Gewalt wird ihm dienen und gehorchen.
28. Das war der Rede Ende. Aber ich, Daniel, ward sehr betrbt in meinen 
Gedanken, und meine Gestalt verfiel; doch behielt ich die Rede in meinem 
Herzen.
Der Prophet Daniel 8
1. Im dritten Jahr des Knigreichs des Knigs Belsazer erschien mir, 
Daniel, ein Gesicht nach dem, so mir am ersten erschienen war.
2. Ich war aber, da ich solch Gesicht sah, zu Schlo Susan im Lande Elam 
am Wasser Ulai.
3. Und ich hub meine Augen auf und sah, und siehe, ein Widder stund vor 
dem Wasser, der hatte zwei hohe Hrner, doch eins hher denn das andere, 
und das hchste wuchs am letzten.
4. Ich sah, da der Widder mit den Hrnern stie gegen Abend, gegen 
Mitternacht und gegen Mittag, und kein Tier konnte vor ihm bestehen noch 
von seiner Hand errettet werden, sondern er tat, was er wollte, und ward 
gro.
5. Und indem ich darauf merkte, siehe, so kommt ein Ziegenbock vom Abend 
her ber die ganze Erde, da er die Erde nicht rhrete; und der Bock hatte 
ein ansehnlich Horn zwischen seinen Augen.
6. Und er kam bis zu dem Widder, der zwei Hrner hatte, den ich stehen sah 
vor dem Wasser; und er lief in seinem Zorn gewaltiglich zu ihm zu.
7. Und ich sah ihm zu, da er hart an den Widder kam, und ergrimmete ber 
ihn und stie den Widder und zerbrach ihm seine zwei Hrner. Und der 
Widder hatte keine Kraft, da er vor ihm htte mgen bestehen, sondern er 
warf ihn zu Boden und zertrat ihn; und niemand konnte den Widder von 
seiner Hand erretten.
8. Und der Ziegenbock ward sehr gro. Und da er aufs strkste worden war, 
zerbrach das groe Horn; und wuchsen an des Statt ansehnliche vier gegen 
die vier Winde des Himmels.
9. Und aus derselbigen einem wuchs ein klein Horn, das ward sehr gro 
gegen Mittag, gegen Morgen und gegen das werte Land.
10. Und es wuchs bis an des Himmels Heer und warf etliche davon und von 
den Sternen zur Erde und zertrat sie.
11. Ja, es wuchs bis an den Frsten des Heers und nahm von ihm weg das 
tgliche Opfer und verwstete die Wohnung seines Heiligtums.
12. Es ward ihm aber solche Macht gegeben wider das tgliche Opfer um der 
Snde willen, da er die Wahrheit zu Boden schlge und was er tat, ihm 
gelingen mute.
13. Ich hrete aber einen Heiligen reden; und derselbige Heilige sprach zu 
einem, der da redete: Wie lange soll doch whren solch Gesicht vom 
tglichen Opfer und von der Snde, um welcher willen diese Verwstung 
geschieht, da beide, das Heiligtum und das Heer, zertreten werden?
14. Und er antwortete mir: Es sind zweitausend und dreihundert Tage, von 
Abend gegen Morgen zu rechnen, so wird das Heiligtum Wieder geweihet 
werden.
15. Und da ich, Daniel, solch Gesicht sah und htte es gerne verstanden, 
siehe, da stund es vor mir wie ein Mann.
16. Und ich hrete zwischen Ulai eines Menschen Stimme, der rief und 
sprach: Gabriel, lege diesem das Gesicht aus, da er's verstehe!
17. Und er kam hart zu mir. Ich erschrak aber, da er kam, und fiel auf 
mein Angesicht. Er aber sprach zu mir: Merke auf, du Menschenkind; denn 
dies Gesicht gehrt in die Zeit des Endes.
18. Und da er mit mir redete, sank ich in eine Ohnmacht zur Erde auf mein 
Angesicht. Er aber rhrete mich an und richtete mich auf, da ich stund.
19. Und er sprach: Siehe, ich will dir zeigen, wie es gehen wird zur Zeit 
des letzten Zorns; denn das Ende hat seine bestimmte Zeit.
20. Der Widder mit den zweien Hrnern, den du gesehen hast, sind die 
Knige in Medien und Persien.
21. Der Ziegenbock aber ist der Knig in Griechenland. Das groe Horn 
zwischen seinen Augen ist der erste Knig.
22. Da aber vier an seiner Statt stunden, da es zerbrochen war, bedeutet, 
da vier Knigreiche aus dem Volk entstehen werden, aber nicht so mchtig, 
als er war.
23. Nach diesen Knigreichen, wenn die bertreter berhandnehmen, wird 
aufkommen ein frecher und tckischer Knig.
24. Der wird mchtig sein, doch nicht durch seine Kraft. Er wird's 
wunderlich verwsten; und wird ihm gelingen, da er's ausrichte. Er wird 
die Starken samt dem heiligen Volk verstren.
25. Und durch seine Klugheit wird ihm der Betrug geraten. Und wird sich in 
seinem Herzen erheben und durch Wohlfahrt wird er viele verderben und wird 
sich auflehnen wider den Frsten aller Frsten. Aber er wird ohne Hand 
zerbrochen werden.
26. Dies Gesicht vom Abend und Morgen, das dir gesagt ist, das ist wahr; 
aber du sollst das Gesicht heimlich halten, denn es ist noch eine lange 
Zeit dahin.
27. Und ich, Daniel, ward schwach und lag etliche Tage krank. Danach stand 
ich auf und richtete aus des Knigs Geschfte. Und verwunderte mich des 
Gesichts; und niemand war, der mir's berichtete.
Der Prophet Daniel 9
1. Im ersten Jahr Darius, des Sohnes Ahasveros, aus der Meder Stamm, der 
ber das Knigreich der Chalder Knig ward,
2. in demselbigen ersten Jahr seines Knigreichs merkte ich, Daniel, in 
den Bchern auf die Zahl der Jahre, davon der Herr geredet hatte zum 
Propheten Jeremia, da Jerusalem sollte siebenzig Jahre wste liegen.
3. Und ich kehrete mich zu Gott dem Herrn, zu beten und zu flehen, mit 
Fasten, im Sack und in der Asche.
4. Ich betete aber zu dem Herrn, meinem Gott, bekannte und sprach: Ach, 
lieber Herr, du grer und schrecklicher Gott, der du Bund und Gnade 
hltst denen, die dich lieben und deine Gebote halten:
5. wir haben gesndigt, unrecht getan, sind gottlos gewesen und abtrnnig 
worden; wir sind von deinen Geboten und Rechten gewichen.
6. Wir gehorchten nicht deinen Knechten, den Propheten, die in deinem 
Namen unsern Knigen, Frsten, Vtern und allem Volk im Lande predigten.
7. Du, Herr, bist gerecht, wir aber mssen uns schmen, wie es denn jetzt 
gebet denen von Juda und denen von Jerusalem und dem ganzen Israel, beide, 
denen, die nahe und ferne sind, in allen Landen, dahin du uns verstoen 
hast um ihrer Missetat willen, die sie an dir begangen haben.
8. Ja, Herr, wir, unsere Knige, unsere Frsten und unsere Vter mssen 
uns schmen, da wir uns an dir versndiget haben.
9. Dein aber, Herr, unser Gott, ist die Barmherzigkeit und Vergebung. Denn 
wir sind abtrnnig worden
10. und gehorchten nicht der Stimme des Herrn, unsers Gottes, da wir 
gewandelt htten in seinem Gesetz welches er uns vorlegte durch seine 
Knechte, die Propheten,
11. sondern das ganze Israel bertrat dein Gesetz und wichen ab, da sie 
deiner Stimme nicht gehorchten. Daher trifft uns auch der Fluch und 
Schwur, der geschrieben stehet im Gesetz Mose, des Knechtes Gottes, da 
wir an ihm gesndiget haben.
12. Und er hat seine Worte gehalten, die er geredet hat wider uns und 
unsere Richter, die uns richten sollten, da er solch gro Unglck ber 
uns hat gehen lassen, da desgleichen unter allem Himmel nicht geschehen 
ist, wie ber Jerusalem geschehen ist.
13. Gleichwie es geschrieben stehet im Gesetz Mose, so ist all dies groe 
Unglck ber uns gegangen. So beteten wir auch nicht vor dem Herrn, unserm 
Gott, da wir uns von den Snden bekehreten und deine Wahrheit vernhmen.
14. Darum ist der Herr auch wacker gewesen mit diesem Unglck und hat es 
ber uns gehen lassen. Denn der Herr, unser Gott, ist gerecht in allen 
seinen Werken, die er tut; denn wir gehorchten seiner Stimme nicht.
15. Und nun, Herr, unser Gott, der du dein Volk aus gyptenland gefhret 
hast mit starker Hand und hast dir einen Namen gemacht, wie er jetzt ist: 
wir haben ja gesndiget und sind leider gottlos gewesen.
16. Ach Herr, um aller deiner Gerechtigkeit willen wende ab deinen Zorn 
und Grimm von deiner Stadt Jerusalem und deinem heiligen Berge! Denn um 
unserer Snde willen und um unserer Vter Missetat willen trgt Jerusalem 
und dein Volk Schmach bei allen, die um uns her sind.
17. Und nun, unser Gott, hre das Gebet deines Knechts und sein Flehen und 
siehe gndiglich an dein Heiligtum, das verstret ist, um des Herrn willen!
18. Neige deine Ohren, mein Gott, und hre, tue deine Augen auf und siehe, 
wie wir verstrt sind, und die Stadt, die nach deinem Namen genannt ist! 
Denn wir liegen vor dir mit unserm Gebet, nicht auf unsere Gerechtigkeit, 
sondern auf deine, groe Barmherzigkeit.
19. Ach Herr, hre, ach Herr, sei gndig, ach Herr, merke auf und tue es 
und verzeuch nicht um dein selbst willen, mein Gott! Denn deine Stadt und 
dein Volk ist nach deinem Namen genannt.
20. Als ich noch so redete und betete und meine und meines Volks Israel 
Snde bekannte und lag mit meinem Gebet vor dem Herrn, meinem Gott, um den 
heiligen Berg meines Gottes,
21. eben da ich so redete in meinem Gebet, flog daher der Mann Gabriel, 
den ich vorhin gesehen hatte im Gesicht, und rhrete mich an um die Zeit 
des Abendopfers.
22. Und er berichtete mir und redete mit mir und sprach: Daniel, jetzt bin 
ich ausgegangen, dir zu berichten.
23. Denn da du anfingest zu beten, ging dieser Befehl aus, und ich komme 
darum, da ich dir's anzeige; denn du bist lieb und wert. So merke nun 
darauf, da du das Gesicht verstehest!
24. Siebenzig Wochen sind bestimmt ber dein Volk und ber deine heilige 
Stadt, so wird dem bertreten gewehret und die Snde zugesiegelt und die 
Missetat vershnet und die ewige Gerechtigkeit gebracht und die Gesichte 
und Weissagung zugesiegelt und der Allerheiligste gesalbet werden.
25. So wisse nun und merke: Von der Zeit an, so ausgehet der Befehl, da 
Jerusalem soll wiederum gebauet werden, bis auf Christum, den Frsten, 
sind sieben Wochen und zweiundsechzig Wochen, so werden die Gassen und 
Mauern wieder gebauet werden, wiewohl in kmmerlicher Zeit.
26. Und nach den zweiundsechzig Wochen wird Christus ausgerottet werden 
und nichts mehr sein. Und ein Volk des Frsten wird kommen und die Stadt 
und das Heiligtum verstren, da es ein Ende nehmen wird wie durch eine 
Flut; und bis zum Ende des Streits wird's wst bleiben.
27. Er wird aber vielen den Bund strken eine Woche lang. Und mitten in 
der Woche wird das Opfer und Speisopfer aufhren. Und bei den Flgeln 
werden stehen Greuel der Verwstung; und ist beschlossen, da bis ans Ende 
ber die Verwstung triefen wird.
Der Prophet Daniel 10
1. Im dritten Jahr des Knigs Kores aus Persien ward dem Daniel, der 
Beltsazar heit, etwas offenbaret, das gewi ist und von groen Sachen; 
und er merkte darauf und verstund das Gesicht wohl.
2. Zur selbigen Zeit war ich, Daniel, traurig drei Wochen lang.
3. Ich a keine niedliche Speise, Fleisch und Wein kam in meinen Mund 
nicht; und salbete mich auch nie, bis die drei Wochen um waren.
4. Am vierundzwanzigsten Tage des ersten Monden war ich, bei dem groen 
Wasser Hiddekel
5. und hub meine ugen auf und sah, und siehe, da stund ein Mann in 
Leinwand und hatte einen gldenen Grtel um seine Lenden.
6. Sein Leib war wie ein Trkis, sein Antlitz sah wie ein Blitz, seine 
Augen wie eine feurige Fackel, seine Arme und Fe wie ein glhend Erz, 
und seine Rede war wie ein gro Getn.
7. Ich, Daniel, aber sah solch Gesicht alleine, und die Mnner, so bei mir 
waren, sahen's nicht; doch fiel ein gro Schrecken ber sie, da sie 
flohen und sich verkrochen.
8. Und ich blieb alleine und sah dies groe Gesicht. Es blieb aber keine 
Kraft in mir, und ich ward sehr ungestalt und hatte keine Kraft mehr.
9. Und ich hrete seine Rede; und indem ich sie hrete, sank ich nieder 
auf mein Angesicht zur Erde.
10. Und siehe, eine Hand rhrete mich an und half mir auf die Kniee und 
auf die Hnde
11. und sprach zu mir: Du lieber Daniel, merke auf die Worte, die ich mit 
dir rede, und richte dich auf; denn ich bin jetzt zu dir gesandt. Und da 
er solches mit mir redete, richtete ich mich auf und zitterte.
12. Und er sprach zu mir: Frchte dich nicht, Daniel; denn von dem ersten 
Tage an, da du von Herzen begehretest zu verstehen, und dich kasteietest 
vor deinem Gott, sind deine, Worte erhret; und ich bin kommen um 
deinetwillen.
13. Aber der Frst des Knigreichs in Persienland hat mir einundzwanzig 
Tage widerstanden; und siehe, Michael, der vornehmsten Frsten einer, kam 
mir zu Hilfe; da behielt ich den Sieg bei den Knigen in Persien.
14. Nun aber komme ich, da ich dir berichte, wie es deinem Volk hernach 
gehen wird; denn das Gesicht wird nach etlicher Zeitgeschehen.
15. Und als er solches mit mir redete, schlug ich mein Angesicht nieder 
zur Erde und schwieg stille.
16. Und siehe, einer, gleich einem Menschen, rhrete meine Lippen an. Da 
tat ich meinen Mund auf und redete und sprach zu dem, der vor mir stund: 
Mein Herr, meine Gelenke beben mir ber dem Gesicht, und ich habe keine 
Kraft mehr.
17. Und wie kann der Knecht meines Herrn mit meinem Herrn reden, weil nun 
keine Kraft mehr in mir ist, und habe auch keinen Odem mehr?
18. Da rhrete mich abermal an einer, gleichwie ein Mensch gestaltet, und 
strkte mich
19. und sprach: Frchte dich nicht, du lieber Mann! Friede sei mit dir; 
und sei getrost, sei getrost! Und als er mit mir redete, ermannete ich 
mich und sprach: Mein Herr, rede; denn du hast mich gestrkt.
20. Und er sprach: Weit du auch, warum ich zu dir kommen bin? Jetzt will 
ich wieder hin und mit dem Frsten in Persienland streiten; aber wenn ich 
wegziehe, siehe, so wird der Frst aus Griechenland kommen.
21. Doch will ich dir anzeigen, was geschrieben ist, das gewilich 
geschehen wird. Und ist keiner, der mir hilft wider jene denn euer Frst 
Michael.
Der Prophet Daniel 11
1. Denn ich stund auch bei ihm im ersten Jahr Darius, des Meders, da ich 
ihm hlfe und ihn strkete.
2. Und nun will ich dir anzeigen, was gewi geschehen soll. Siehe, es 
werden noch drei Knige in Persien stehen; der vierte aber wird grern 
Reichtum haben denn alle andern; und wenn er in seinem Reichtum am 
mchtigsten ist, wird er alles wider das Knigreich in Griechenland 
erregen.
3. Danach wird ein mchtiger Knig aufstehen und mit groer Macht 
herrschen, und was er will, wird er ausrichten.
4. Und wenn er aufs hchste kommen ist, wird sein Reich zerbrechen und 
sich in die vier Winde des Himmels zerteilen, nicht auf seine Nachkommen, 
auch nicht mit solcher Macht, wie seine gewesen ist; denn sein Reich wird 
ausgerottet und Fremden zuteil werden.
5. Und der Knig gegen Mittag, welcher ist seiner Frsten einer, wird 
mchtig werden; aber gegen ihn wird einer auch mchtig sein und herrschen, 
welches Herrschaft wird gro sein.
6. Nach etlichen Jahren aber werden sie sich miteinander befreunden; und 
die Tochter des Knigs gegen Mittag wird kommen zum Knige gegen 
Mitternacht, Einigkeit zu machen. Aber sie wird nicht bleiben bei der 
Macht des Arms, dazu ihr Same auch nicht stehen bleiben, sondern sie wird 
bergeben samt denen, die sie gebracht haben, und mit dem Kinde und dem, 
der sie eine Weile mchtig gemacht hatte.
7. Es wird aber der Zweige einer von ihrem Stamm aufkommen, der wird 
kommen mit Heereskraft und dem Knige gegen Mitternacht in seine Feste 
fallen; und wird's, ausrichten und siegen.
8. Auch wird er ihre Gtter und Bilder samt den kstlichen Kleinoden, 
beide, silbernen und gldenen, wegfhren nach, gypten und etliche Jahre 
vor dem Knige gegen Mitternacht wohl stehen bleiben.
9. Und wenn er durch desselbigen Knigreich gezogen ist, wird er wiederum 
in sein Land ziehen.
10. Aber seine Shne werden erzrnen und groe Heere zusammenbringen; und 
der eine wird kommen und wie eine Flut daherfahren und jenen wiederum vor 
seinen Festen reizen.
11. Da wird der Knig gegen Mittag ergrimmen und ausziehen und mit dem 
Knige gegen Mitternacht streiten und wird solchen groen Haufen 
zusammenbringen, da ihm jener Haufe wird in seine Hand gegeben.
12. Und wird denselbigen Haufen wegfhren. Des wird sich sein Herz 
erheben, da er so viel tausend daniedergelegt hat; aber damit wird er 
sein nicht mchtig werden.
13. Denn der Knig gegen Mitternacht wird wiederum einen grern Haufen 
zusammenbringen, denn der vorige war; und nach etlichen Jahren wird er 
daherziehen mit groer Heereskraft und mit groem Gut.
14. Und zur selbigen Zeit werden sich viele wider den Knig gegen Mittag 
setzen; auch werden sich etliche Abtrnnige aus deinem Volk erheben und 
die Weissagung erfllen und werden fallen.
15. Also wird der Knig gegen Mitternacht daherziehen und Schtte machen 
und feste Stdte gewinnen; und die Mittagsarme werden's nicht knnen 
wehren, und sein bestes Volk werden nicht knnen widerstehen,
16. sondern er wird, wenn er an ihn kommt, seinen Willen schaffen; und 
niemand wird ihm widerstehen mgen. Er wird auch in das werte Land kommen 
und wird's vollenden durch seine Hand.
17. Und wird sein Angesicht richten, da er mit Macht seines ganzen 
Knigreichs komme. Aber er wird sich mit ihm vertragen und wird ihm seine 
Tochter zum Weibe geben, da er ihn verderbe; aber es wird ihm nicht 
geraten, und wird nichts daraus werden.
18. Danach wird er sich kehren wider die Inseln und derselbigen viele 
gewinnen. Aber ein Frst wird ihn lehren aufhren mit Schmhen, da er ihn 
nicht mehr schmhe.
19. Also wird er sich wiederum kehren zu den Festen seines Landes und wird 
sich stoen und fallen, da man ihn nirgend finden wird.
20. Und an seiner Statt wird einer aufkommen, der wird in kniglichen 
Ehren sitzen wie ein Scherge. Aber nach wenig Tagen wird er brechen, doch 
weder durch Zorn noch durch Streit.
21. An des Statt wird aufkommen ein Ungeachteter, welchem die Ehre des 
Knigreichs nicht bedacht war; der wird kommen, und wird ihm gelingen und 
das Knigreich mit sen Worten einnehmen.
22. Und die Arme, die wie eine Flut daherfahren, werden vor ihm wie mit 
einer Flut berfallen und zerbrochen werden, dazu auch der Frst, mit dem 
der Bund gemacht war.
23. Denn nachdem er mit ihm befreundet ist, wird er listiglich gegen ihn 
handeln; und wird heraufziehen und mit geringem Volk ihn berwltigen.
24. Und wird ihm gelingen, da er in die besten Stdte des Landes kommen 
wird; und wird's also ausrichten, das seine Vter noch seine Voreltern 
nicht tun konnten mit Rauben, Plndern und Ausbeuten; und wird nach den 
allerfestesten Stdten trachten, und das eine Zeitlang.
25. Und er wird seine Macht und sein Herz wider den Knig gegen Mittag 
erregen mit groer Heereskraft. Da wird der Knig gegen Mittag gereizet 
werden zum Streit mit einer groen, mchtigen Heereskraft. Aber er wird 
nicht bestehen; denn es werden Verrtereien wider ihn gemacht.
26. Und eben, die sein Brot essen, die werden ihn helfen verderben und 
sein Heer unterdrcken, da gar viele erschlagen werden.
27. Und beider Knige Herz wird denken, wie sie einander Schaden tun, und 
werden doch ber einem Tisch flschlich miteinander reden. Es wird ihnen 
aber fehlen; denn das Ende ist noch auf eine andere Zeit bestimmt.
28. Danach wird er wiederum heimziehen mit groem Gut und sein Herz 
richten wider den heiligen Bund; da wird er etwas ausrichten und also heim 
in sein Land ziehen.
29. Danach wird er zu gelegener Zeit wieder gegen Mittag ziehen; aber es 
wird ihm zum andernmal nicht geraten wie zum erstenmal.
30. Denn es werden Schiffe aus Chittim wider ihn kommen, da er verzagen 
wird und umkehren mu. Da wird er wider den heiligen Bund ergrimmen und 
wird's ausrichten; und wird sich umsehen und an sich ziehen, die den 
heiligen Bund verlassen.
31. Und es werden seine Arme daselbst stehen; die werden das Heiligtum in 
der Feste entweihen und das tgliche Opfer abtun und einen Greuel der 
Wstung aufrichten.
32. Und er wird heucheln und gute Worte geben den Gottlosen, so den Bund 
bertreten. Aber das Volk, so ihren Gott kennen, werden sich ermannen und 
es ausrichten.
33. Und die Verstndigen im Volk werden viel andere lehren; darber werden 
sie fallen durch Schwert, Feuer, Gefngnis und Raub eine Zeitlang.
34. Und wenn sie so fallen, wird ihnen dennoch eine kleine Hilfe 
geschehen. Aber viele werden sich zu ihnen tun betrglich.
35. Und der Verstndigen werden etliche fallen, auf da sie bewhret, rein 
und lauter werden, bis da es ein Ende habe; denn es ist noch eine andere 
Zeit vorhanden.
36. Und der Knig wird tun, was er will, und wird sich erheben und 
aufwerfen wider alles, das Gott ist; und wider den Gott aller Gtter wird 
er greulich reden; und wird ihm gelingen, bis der Zorn aus sei; denn es 
ist beschlossen, wie lange es whren soll.
37. Und seiner Vter Gott wird er nicht achten; er wird weder Frauenliebe 
noch einiges Gottes achten, denn er wird sich wider alles aufwerfen.
38. Aber an des Statt wird er seinen Gott Mauim ehren; denn er wird einen 
Gott, davon seine Vter nichts gewut haben, ehren mit Gold, Silber, 
Edelstein und Kleinoden.
39. Und wird denen, so ihm helfen strken Mauim mit dem fremden Gott, den 
er erwhlet hat, groe Ehre tun und sie zu Herren machen ber groe Gter 
und ihnen das Land zu Lohn austeilen.
40. Und am Ende wird sich der Knig gegen Mittag mit ihm stoen; und der 
Knig gegen Mitternacht wird sich gegen ihn struben mit Wagen, Reitern 
und viel Schiffen; und wird in die Lnder fallen und verderben und 
durchziehen.
41. Und wird in das werte Land fallen, und viele werden umkommen. Diese 
aber werden seiner Hand entrinnen: Edom, Moab und die Erstlinge der Kinder 
Ammon.
42. Und er wird seine Macht in die Lnder schicken, und gypten wird ihm 
nicht entrinnen,
43. sondern er wird durch seinen Zug herrschen ber die gldenen und 
silbernen Schtze und ber alle Kleinode gyptens, Libyens und der Mhren.
44. Es wird ihn aber ein Geschrei erschrecken von Morgen und Mitternacht; 
und er wird mit groem Grimm ausziehen, willens, viele zu vertilgen und zu 
verderben.
45. Und er wird das Gezelt seines Palasts aufschlagen zwischen zweien 
Meeren um den werten heiligen Berg, bis mit ihm ein Ende werde; und 
niemand wird ihm helfen.
Der Prophet Daniel 12
1. Zur selbigen Zeit wird der groe Frst Michael, der fr dein Volk 
stehet, sich aufmachen. Denn es wird eine solche trbselige Zeit sein, als 
sie nicht gewesen ist, seit da Leute gewesen sind, bis auf dieselbige 
Zeit. Zur selbigen Zeit wird dein Volk errettet werden, alle, die im Ruch 
geschrieben stehen.
2. Und viele, so unter der Erde schlafen liegen, werden aufwachen, etliche 
zum ewigen Leben, etliche zur ewigen Schmach und Schande.
3. Die Lehrer aber werden leuchten wie des Himmels Glanz und die, so viele 
zur Gerechtigkeit weisen, wie die Sterne immer und ewiglich.
4. Und nun, Daniel, verbirg diese Worte und versiegele diese Schrift bis 
auf die letzte Zeit, so werden viele drber kommen und groen Verstand 
finden.
5. Und ich, Daniel, sah, und siehe, es stunden zween andere da, einer an 
diesem Ufer des Wassers, der andere an jenem Ufer.
6. Und er sprach zu dem in leinenen Kleidern, der oben am Wasser stund: 
Wann will's denn ein Ende sein mit solchen Wundern?
7. Und ich hrete zu dem in leinenen Kleidern, der oben am Wasser stund; 
und er hub seine rechte und linke Hand auf gen Himmel und schwur bei dem, 
so ewiglich lebet, da es eine Zeit und etliche Zeiten und eine halbe Zeit 
whren soll; und wenn die Zerstreuung des heiligen Volks ein Ende hat, 
soll solches alles geschehen.
8. Und ich hrete es: aber ich verstund es nicht und sprach: Mein Herr, 
was wird danach werden?
9. Er aber sprach: Gehe hin, Daniel; denn es ist verborgen und versiegelt 
bis auf die letzte Zeit.
10. Viele werden gereiniget, gelutert und bewhret werden; und die 
Gottlosen werden gottlos Wesen fhren, und die Gottlosen werden's nicht 
achten; aber die Verstndigen werden's achten.
11. Und von der Zeit an, wenn das tgliche Opfer abgetan und ein Greuel 
der Wstung dargesetzt wird, sind tausend zweihundert und neunzig Tage:
12. Wohl dem, der da erwartet und erreichet tausend dreihundert und 
fnfunddreiig Tage!
13. Du aber, Daniel, gehe hin, bis das Ende komme, und ruhe, da du 
aufstehest in deinem Teil am Ende der Tage!
Der Prophet Hosea 1
1. Dies ist das Wort des Herrn, das geschehen ist zu Hosea, dem Sohn 
Beheris, zur Zeit Usias, Jothams, Ahas und Hiskias, der Knige Judas, und 
zu der Zeit Jerobeams, des Sohns Joas, des Knigs Israels.
2. Und da der Herr anfing zu reden durch Hosea, sprach er zu ihm: Gehe hin 
und nimm ein Hurenweib und Hurenkinder; denn das Land luft vom Herrn der 
Hurerei nach.
3. Und er ging hin und nahm Gomer, die Tochter Diblaims, welche ward 
schwanger und gebar ihm einen Sohn.
4. Und der Herr sprach zu ihm: Heie ihn Jesreel; denn es ist noch um eine 
kleine Zeit, so will ich die Blutschulden in Jesreel heimsuchen ber das 
Haus Jehu und will's mit dem Knigreich des Hauses Israel ein Ende machen.
5. Zur selbigen Zeit will ich den Bogen Israels zerbrechen im Tal Jesreel.
6. Und sie ward abermal schwanger und gebar eine Tochter. Und er sprach zu 
ihm: Heie sie Lo-Ryhamo; denn ich will mich nicht mehr ber das Haus 
Israel erbarmen, sondern ich will sie wegwerfen.
7. Doch will ich mich erbarmen ber das Haus Juda und will ihnen helfen 
durch den Herrn, ihren Gott; ich will ihnen aber nicht helfen durch Bogen, 
Schwert, Streit, Ro oder Reiter.
8. Und da sie hatte Lo-Ryhamo entwhnet, ward sie wieder schwanger und 
gebar einen Sohn.
9. Und er sprach: Heie ihn Lo-Ammi; denn ihr seid nicht mein Volk, so 
will ich auch nicht der Eure sein.
10. Es wird aber die Zahl der Kinder Israel sein wie der Sand am Meer, den 
man weder messen noch zhlen kann. Und soll geschehen an dem Ort, da man 
zu ihnen gesagt hat: Ihr seid nicht mein Volk, wird man zu ihnen sagen: O 
ihr Kinder des lebendigen Gottes!
11. Denn es werden die Kinder Juda und die Kinder Israel zuhaufe kommen 
und werden sich miteinander an ein Haupt halten und aus dem Lande 
heraufziehen; denn der Tag Jesreels wird ein groer Tag sein.
Der Prophet Hosea 2
1. Saget euren Brdern, sie sind mein Volk; und zu eurer Schwester, sie 
sei in Gnaden.
2. Sprechet das Urteil ber eure Mutter, sie sei nicht mein Weib, und ich 
will sie nicht haben. Heit sie ihre Hurerei von ihrem Angesichte wegtun 
und ihre Ehebrecherei von ihren Brsten,
3. auf da ich sie nicht nackend ausziehe und darstelle, wie sie war, da 
sie geboren ward, und ich sie nicht mache wie eine Wste und wie ein 
drres Land, da ich sie nicht Durst sterben lasse,
4. und mich ihrer Kinder nicht erbarme; denn sie sind Hurenkinder,
5. und ihre Mutter ist eine Hure, und die sie getragen hat, hlt sich 
schndlich und spricht: Ich will meinen Buhlen nachlaufen, die mir geben 
Brot, Wasser, Wolle, Flachs, l und Trinken.
6. Darum siehe, ich will deinen Weg mit Dornen vermachen und eine Wand 
davor ziehen, da sie ihren Steig nicht finden soll,
7. und wenn sie ihren Buhlen nachluft, da sie die nicht ergreifen, und 
wenn sie die suchet, nicht finden knne und sagen msse: Ich will wiederum 
zu meinem vorigen Manne gehen, da mir besser war, denn mir jetzt ist.
8. Denn sie will nicht wissen, da ich es sei, der ihr gibt Korn, Most, l 
und ihr viel Silber und Gold gegeben habe, das sie haben Baal zu Ehren 
gebraucht.
9. Darum will ich mein Korn und Most wieder nehmen zu seiner Zeit und 
meine Wolle und Flachs entwenden, damit sie ihre Scham bedecket.
10. Nun will ich ihre Schande aufdecken vor den Augen ihrer Buhlen, und 
niemand soll sie von meiner Hand erretten.
11. Und ich will's ein Ende machen mit allen ihren Freuden, Festen, 
Neumonden, Sabbaten und allen ihren Feiertagen.
12. Ich will ihre Weinstcke und Feigenbume wst machen, weil sie sagt: 
Das ist mein Lohn, den mir meine Buhlen geben. Ich will einen Wald daraus 
machen, da es die wilden Tiere fressen sollen.
13. Also will ich heimsuchen ber sie die Tage Baalim, denen sie 
Ruchopfer tut, und schmckt sich mit Stirnspangen und Halsbndern und 
luft ihren Buhlen nach und vergit mein, spricht der Herr.
14. Darum siehe, ich will sie locken und will sie in eine Wste fhren und 
freundlich mit ihr reden.
15. Da will ich ihr geben ihre Weinberge aus demselben Ort und das Tal 
Achor, die Hoffnung aufzutun. Und daselbst wird sie singen wie zur Zeit 
ihrer Jugend, da sie aus gyptenland zog.
16. Alsdann spricht der Herr, wirst du mich heien mein Mann und mich 
nicht mehr mein Baal heien.
17. Denn ich will die Namen der Baalim von ihrem Munde wegtun, da man 
derselbigen Namen nicht mehr gedenken soll.
18. Und ich will zur selbigen Zeit ihnen einen Bund machen mit den Tieren 
auf dem Felde, mit den Vgeln unter dem Himmel und mit dem Gewrme auf 
Erden; und will Bogen, Schwert und Krieg vom Lande zerbrechen und will sie 
sicher wohnen lassen.
19. Ich will mich mit dir verloben in Ewigkeit; ich will mich mit dir 
vertrauen in Gerechtigkeit und Gericht, in Gnade und Barmherzigkeit;
20. ja, im Glauben will ich mich mit dir verloben; und du wirst den Herrn 
erkennen.
21. Zur selbigen Zeit, spricht der Herr, will ich erhren; ich will den 
Himmel erhren; und der Himmel soll die Erde erhren
22. und die Erde soll Korn; Most und l erhren; und dieselbigen sollen 
Jesreel erhren.
23. Und ich will mir sie auf Erden zum Samen behalten und mich erbarmen 
ber die, so in Ungnaden war, und sagen zu dem, das nicht mein Volk war: 
Du bist mein Volk; und es wird sagen: Du bist mein Gott.
Der Prophet Hosea 3
1. Und der Herr sprach zu mir: Gehe noch eins hin und buhle um das 
buhlerische und ehebrecherische Weib, wie denn der Herr um die Kinder 
Israel buhlet, und sie doch sich zu fremden Gttern kehren und buhlen um 
eine Kanne Weins.
2. Und ich ward mit ihr eins um fnfzehn Silberlinge und anderthalb Homer 
Gerste.
3. Und sprach zu ihr: Halte dich mein eine Zeitlang und hure nicht und la 
keinen andern zu dir; denn ich will mich auch dein halten.
4. Denn die Kinder Israel werden lange Zeit ohne Knig, ohne Frsten, ohne 
Opfer, ohne Altar, ohne Leibrock und ohne Heiligtum bleiben.
5. Danach werden sich die Kinder Israel bekehren und den Herrn, ihren 
Gott, und ihren Knig David suchen und werden den Herrn und seine Gnade 
ehren in der letzten Zeit.
Der Prophet Hosea 4
1. Hret, ihr Kinder Israel, des Herrn Wort; denn der Herr hat Ursach, zu 
schelten, die im Lande wohnen. Denn es ist keine Treue, keine Liebe, kein 
Wort Gottes im Lande,
2. sondern Gotteslstern, Lgen, Morden, Stehlen und Ehebrechen hat 
berhandgenommen, und kommt eine Blutschuld nach der andern.
3. Darum wird das Land jmmerlich stehen und allen Einwohnern bel gehen; 
denn es werden auch die Tiere auf dem Felde und die Vgel unter dem Himmel 
und die Fische im Meer weggeraffet werden.
4. Doch man darf nicht schelten, noch jemand strafen; denn mein Volk ist 
wie die, so die Priester schelten.
5. Darum sollst du bei Tage fallen, und der Prophet des Nachts neben dir 
fallen; also will ich deine Mutter hinrichten.
6. Mein Volk ist dahin, darum da es nicht lernen will. Denn du verwirfst 
Gottes Wort, darum will ich dich auch verwerfen, da du nicht mein 
Priester sein sollst. Du vergissest des Gesetzes deines Gottes, darum will 
ich auch deiner Kinder vergessen.
7. Je mehr ihrer wird, je mehr sie wider mich sndigen; darum will ich 
ihre Ehre zuschanden machen.
8. Sie fressen die Sndopfer meines Volks und sind begierig nach ihren 
Snden.
9. Darum soll es dem Volk gleichwie dem Priester gehen; denn ich will ihr 
Tun heimsuchen und ihnen vergelten, wie sie verdienen,
10. da sie werden essen und nicht satt werden, Hurerei treiben, und soll 
ihnen nicht gelingen, darum da sie den Herrn verlassen haben und ihn 
nicht achten.
11. Hurerei, Wein und Most machen toll.
12. Mein Volk fragt sein Holz, und sein Stab soll ihm predigen; denn der 
Hurereigeist verfhret sie, da sie wider ihren Gott Hurerei treiben.
13. Oben auf den Bergen opfern sie und auf den Hgeln ruchern sie, unter 
den Eichen, Linden und Buchen; denn die haben feine Schatten. Darum werden 
eure Tchter auch zu Huren und eure Brute zu Ehebrecherinnen werden.
14. Und ich will's auch nicht wehren, wenn eure Tchter und Brute 
geschndet und zu Huren werden, weil ihr einen andern Gottesdienst 
anrichtet mit den Huren und opfert mit den Bbinnen. Denn das trichte 
Volk will geschlagen sein.
15. Willst du, Israel, ja huren, da sich doch nur Juda nicht auch 
verschulde! Gehet nicht hin gen Gilgal und kommet nicht hinauf gen Beth-
Aven und schwret nicht: So wahr der Herr lebet!
16. Denn Israel luft wie eine tolle Kuh, so wird sie auch der Herr weiden 
lassen wie ein Lamm in der Irre.
17. Denn Ephraim hat sich zu den Gtzen gestellet; so la ihn hinfahren!
18. Sie haben sich in die Schwelgerei und Hurerei gegeben; ihre Herren 
haben Lust dazu, da sie Schande anrichten.
19. Der Wind mit seinen Flgeln wird sie gebunden treiben und mssen ber 
ihrem Opfer zuschanden werden.
Der Prophet Hosea 5
1. So hret nun dies, ihr Priester, und merke auf, du Haus Israel, und 
nimm zu Ohren, du Haus des Knigs; denn es wird eine Strafe ber euch 
gehen, die ihr ein Strick zu Mizpa und ein ausgespannet Netz zu Thabor 
worden seid.
2. Mit Schlachten vertiefen sie sich in ihrem Verlaufen, darum mu ich sie 
allesamt strafen.
3. Ich kenne Ephraim wohl, und Israel ist vor mir nicht verborgen, da 
Ephraim nun eine Hure ist, und Israel ist unrein.
4. Sie denken nicht danach, da sie sich kehreten zu ihrem Gott; denn sie 
haben einen Hurengeist in ihrem Herzen und lehren vom Herrn nicht.
5. Darum soll die Hoffart Israels vor ihrem Angesicht gedemtiget werden, 
und sollen beide, Israel und Ephraim, fallen um ihrer Missetat willen; 
auch soll Juda samt ihnen fallen.
6. Alsdann werden sie kommen mit ihren Schafen und Rindern, den Herrn zu 
suchen, aber nicht finden; denn er hat sich von ihnen gewandt.
7. Sie verachten den Herrn und zeugen fremde Kinder; darum wird sie auch 
der Neumond fressen mit ihrem Erbteil.
8. Ja, blaset Posaunen zu Gibea, ja, trommetet zu Rama, ja rufet zu Beth-
Aven: Hinter dir, Benjamin!
9. Denn Ephraim soll zur Wste werden zur Zeit, wenn ich sie strafen 
werde. Davor hab ich die Stmme Israels treulich gewarnet.
10. Die Frsten Judas sind gleich denen, so die Grenze verrcken; darum 
will ich meinen Zorn ber sie ausschtten wie Wasser.
11. Ephraim leidet Gewalt und wird geplagt; daran geschiehet ihm recht; 
denn er hat sich gegeben auf (Menschen-)Gebot.
12. Ich bin dem Ephraim eine Motte und dem Hause Juda eine Made.
13. Und da Ephraim seine Krankheit und Juda seine Wunden fhlete, zog 
Ephraim hin zu Assur und schickte zum Knige zu Jareb; aber er konnte euch 
nicht helfen noch eure Wunden hellen.
14. Denn ich bin dem Ephraim wie ein Lwe, und dem Hause Juda wie ein 
junger Lwe. Ich, ich zerreie sie und gehe davon und fhre sie weg, und 
niemand kann sie retten.
15. Ich will wiederum an meinen Ort gehen, bis sie ihre Schuld erkennen 
und mein Angesicht suchen; wenn's ihnen bel gehet, so werden sie mich 
frhe suchen mssen (und sagen):
Der Prophet Hosea 6
1. Kommt, wir wollen wieder zum Herrn! Denn er hat uns zerrissen, er wird 
uns auch heilen; er hat uns geschlagen, er wird uns auch verbinden.
2. Er macht uns lebendig nach zween Tagen, er wird uns am dritten Tage 
aufrichten, da wir vor ihm leben werden.
3. Dann werden wir acht darauf haben und fleiig sein, da wir den Herrn 
erkennen. Denn er wird hervorbrechen wie die schne Morgenrte und wird zu 
uns kommen wie ein Regen, wie ein Sptregen, der das Land feuchtet.
4. Wie will ich dir sowohl tun, Ephraim! Wie will ich dir so wohl tun, 
Juda! Denn die Gnade, so ich euch erzeigen will, wird sein wie eine 
Tauwolke des Morgens und wie ein Tau, der frhmorgens sich ausbreitet.
5. Darum schlage ich sie durch die Propheten und tte sie durch meines 
Mundes Rede, da dein Recht ans Licht komme.
6. Denn ich habe Lust an der Liebe und nicht am Opfer und am Erkenntnis 
Gottes und nicht am Brandopfer.
7. Aber sie bertreten den Bund, wie Adam; darin verachten sie mich.
8. Denn Gilead ist eine Stadt voll Abgtterei und Blutschulden,
9. Und die Priester samt ihrem Haufen sind wie die Strter, so da lauern 
auf die Leute und wrgen auf dem Wege, der gen Sichem gehet; denn sie tun, 
was sie wollen.
10. Ich sehe im Hause Israel, da mir vor grauet; denn da huret Ephraim, so 
verunreiniget sich Israel.
11. Aber Juda wird noch eine Ernte vor sich haben, wenn ich meines Volks 
Gefngnis wenden werde.
Der Prophet Hosea 7
1. Wenn ich Israel heilen will, so findet sich erst die Snde Ephraims und 
die Bosheit Samaria, wie sie Abgtterei treiben. Denn wiewohl sie unter 
sich selbst mit Dieben und auswendig mit Rubern geplagt sind,
2. dennoch Wollen sie nicht merken, da ich alle ihre Bosheit merke. Ich 
sehe aber ihr Wesen wohl, das sie allenthalben treiben.
3. Sie vertrsten den Knig durch ihre Bosheit und die Frsten durch ihre 
Lgen
4. und sind allesamt Ehebrecher, gleichwie ein Backofen, den der Bcker 
heizet, wenn er hat ausgeknetet, und lt den Teig durchsuern und 
aufgehen.
5. Heute ist unsers Knigs Fest (sprechen sie), da fahen die Frsten an 
vom Wein toll zu werden; so zeucht er die Sptter zu sich.
6. Denn ihr Herz ist in heier Andacht wie ein Backofen, wenn sie opfern 
und die Leute betrgen; aber ihr Bcker schlft die ganze Nacht, und des 
Morgens brennet er lichterlohe.
7. Noch sind sie so heier Andacht wie ein Backofen. Obgleich ihre Richter 
aufgefressen werden und alle ihre Knige fallen, noch ist keiner unter 
ihnen, der mich anrufe.
8. Ephraim menget sich unter die Vlker; Ephraim ist wie ein Kuchen, den 
niemand umwendet,
9. sondern Fremde fressen seine Kraft, noch will er's nicht merken. Er hat 
auch graue Haare gekriegt; noch will er's nicht merken.
10. Und die Hoffart Israels wird vor ihren Augen gedemtiget; noch 
bekehren sie sich nicht zum Herrn, ihrem Gott, fragen auch nicht nach ihm 
in diesem allem.
11. Denn Ephraim ist wie eine verlockte Taube, die nichts merken will. 
Jetzt rufen sie gypten an, dann laufen sie zu Assur.
12. Aber indem sie hin und her laufen, will ich mein Netz ber sie werfen 
und herunterrcken wie die Vgel unter dem Himmel; ich will sie strafen, 
wie man prediget in ihrer Sammlung.
13. Wehe ihnen, da sie von mir weichen! Sie mssen verstret werden, denn 
sie sind abtrnnig von mir worden. Ich wollte sie wohl erlsen, wenn sie 
nicht wider mich Lgen lehreten.
14. So rufen sie mich auch nicht an von Herzen, sondern lren auf ihren 
Lagern. Sie versammeln sich um Korn und Mosts willen und sind mir 
ungehorsam.
15. Ich lehre sie und strke ihren Arm; aber sie denken Bses von mir.
16. Sie bekehren sich, aber nicht recht, sondern sind wie ein falscher 
Bogen; darum werden ihre Frsten durchs Schwert fallen; ihr Druen soll in 
gyptenland zum Spott werden.
Der Prophet Hosea 8
1. Rufe laut wie eine Posaune (und sprich): Er kommt schon ber das Haus 
des Herrn wie ein Adler, darum da sie meinen Bund bertreten und von 
meinem Gesetz abtrnnig werden.
2. Werden sie dann zu mir schreien: Du bist mein Gott; wir kennen dich, 
Israel.
3. Israel verwirft das Gute; darum mu sie der Feind verfolgen.
4. Sie machen Knige, aber ohne mich; sie setzen Frsten, und ich mu 
nicht wissen. Aus ihrem Silber und Gold machen sie Gtzen, da sie ja bald 
ausgerottet werden.
5. Dein Kalb, Samaria, verstt er; mein Zorn ist ber sie ergrimmet; es 
kann nicht lange stehen, sie mssen gestraft werden.
6. Denn das Kalb ist aus Israel herkommen, und ein Werkmann hat's gemacht, 
und kann ja kein Gott sein; darum soll das Kalb Samaria zerpulvert werden.
7. Denn sie sen Wind und werden Ungewitter einernten; ihre Saat soll 
nicht aufkommen und ihr Gewchs kein Mehl geben; und ob es geben wrde, 
sollen's doch Fremde fressen.
8. Israel wird aufgefressen; die Heiden gehen mit ihnen um wie mit einem 
unwerten Gef,
9. darum da sie hinauf zum Assur laufen wie ein Wild in der Irre. Ephraim 
schenkt den Buhlern und gibt den Heiden Tribut.
10. Dieselben Heiden will ich nun ber sie sammeln; sie sollen der Last 
des Knigs und der Frsten bald mde werden.
11. Denn Ephraim hat der Altre viel gemacht zu sndigen; so sollen auch 
die Altre ihm zur Snde geraten.
12. Wenn ich ihm gleich viel von meinem Gesetz schreibe, so wird's 
geachtet wie eine fremde Lehre.
13. Da sie nun viel opfern und Fleisch herbringen und essen es, so hat 
doch der Herr kein Gefallen daran, sondern er will ihrer Missetat gedenken 
und ihre Snden heimsuchen, die sich zu gypten kehren.
14. Israel vergit seines Schpfers und bauet Kirchen, so macht Juda viel 
fester Stdte; aber ich will Feuer in seine Stdte schicken, welches soll 
seine Huser verzehren.
Der Prophet Hosea 9
1. Du darfst dich nicht freuen, Israel, noch rhmen wie die Vlker; denn 
du hurest wider deinen Gott, damit du suchest Hurenlohn, da alle Tennen 
voll Getreide werden.
2. Darum so sollen dich die Tennen und Kelter nicht nhren, und der Most 
soll dir fehlen.
3. Und sollen nicht bleiben im Lande des Herrn, sondern Ephraim mu wieder 
nach gypten und mu in Assyrien, das unrein ist, essen,
4. daselbst sie dem Herrn kein Trankopfer vom Wein noch etwas zu Gefallen 
tun knnen. Ihr Opfer soll sein wie der Betrbten Brot, an welchem unrein 
werden alle, die davon essen; denn ihr Brot mssen sie fr sich selbst 
essen, und soll nicht in des Herrn Haus gebracht werden.
5. Was wollt ihr alsdann auf den Jahrzeiten und auf den Feiertagen des 
Herrn tun?
6. Siehe, sie mssen weg vor dem Verstrer! gypten wird sie sammeln, und 
Moph wird sie begraben. Nesseln werden wachsen, da jetzt ihr liebes 
Gtzensilber stehet, und Dornen in ihren Htten.
7. Die Zeit der Heimsuchung ist kommen, die Zeit der Vergeltung; des wird 
Israel inne werden. Die Propheten sind Narren, und die Rottengeister sind 
wahnsinnig um deiner groen Missetat und um der groen feindseligen 
Abgtterei willen.
8. Die Wchter in Ephraim hielten sich etwa an meinen Gott; aber nun sind 
sie Propheten, die Stricke legen auf allen ihren Wegen durch die 
feindselige Abgtterei im Hause ihres Gottes.
9. Sie verderben's zu tief, wie zur Zeit Gibeas; darum wird er ihrer 
Missetat gedenken und ihre Snde heimsuchen.
10. Ich fand Israel in der Wste wie Trauben und sah eure Vter wie die 
ersten Feigen am Feigenbaum; aber hernach gingen sie zu Baal-Peor und 
gelobten sich dem schndlichen Abgott und wurden ja so greulich als ihre 
Buhlen.
11. Darum mu die Herrlichkeit Ephraims wie ein Vogel wegfliegen, da sie 
weder gebren noch tragen noch schwanger werden sollen.
12. Und ob sie ihre Kinder gleich erzgen, will ich sie doch ohne Kinder 
machen, da sie nicht Leute sein sollen. Auch wehe ihnen, wenn ich von 
ihnen bin gewichen!
13. Ephraim, als ich es ansehe, ist gepflanzet und hbsch wie Tyrus, mu 
aber nun ihre Kinder herauslassen dem Totschlger.
14. Herr, gib ihnen! Was willst du ihnen aber geben? Gib ihnen 
unfruchtbare Leiber und versiegene Brste!
15. Alle ihre Bosheit geschieht zu Gilgal, daselbst bin ich ihnen feind; 
und ich will sie auch um ihres bsen Wesens willen aus meinem Hause stoen 
und nicht mehr Liebe erzeigen; denn alle ihre Frsten sind Abtrnnige.
16. Ephraim ist geschlagen; ihre Wurzel ist verdorret, da sie keine 
Frucht mehr bringen knnen. Und ob sie gebren wrden, will ich doch die 
liebe Frucht ihres Leibes tten.
17. Mein Gott wird sie verwerfen, darum, da sie ihn nicht hren wollen, 
und mssen unter den Heiden in der Irre gehen.
Der Prophet Hosea 10
1. Israel ist ein verwsteter Weinstock; seine Frucht ist eben auch also. 
Soviel Frchte er hatte, soviel Altre hatte er gemacht. Wo das Land am 
besten war, da stifteten sie die schnsten Kirchen.
2. Ihr Herz ist zertrennet; nun wird sie ihre Schuld finden. Ihre Altre 
sollen zerbrochen, und ihre Kirchen sollen verstret werden.
3. Alsdann mssen sie sagen: Wir haben keinen Knig; denn wir frchten den 
Herrn nicht, was kann uns der Knig nun helfen?
4. Sie schwuren vergeblich und machten einen Bund; und solcher Rat grnete 
auf allen Furchen im Felde wie Galle.
5. Die Einwohner zu Samaria sorgen fr die Klber zu Beth-Aven; denn sein 
Volk trauert um ihn; ber welchem doch seine Kamarim sich pflegten zu 
freuen seiner Herrlichkeit halben; denn es ist von ihnen weggefhret.
6. Ja, das Kalb ist nach Assyrien gebracht, zum Geschenk dem Knige zu 
Jareb. Also mu Ephraim mit Schanden stehen, und Israel schndlich gehen 
mit seinem Vornehmen.
7. Denn der Knig zu Samaria ist dahin wie ein Schaum auf dem Wasser.
8. Die Hhen zu Aven sind vertilget, damit sich Israel versndigte; 
Disteln und Dornen wachsen auf ihren Altren. Und sie werden sagen: Ihr 
Berge, bedecket uns, und ihr Hgel, fallet ber uns!
9. Israel, du hast seit der Zeit Gibeas gesndiget, dabei sind sie auch 
geblieben; aber es soll sie nicht des Streits zu Gibea gleichen ergreifen, 
so wider die bsen Leute geschah,
10. sondern ich will sie zchtigen nach meinem Wunsch, da Vlker sollen 
ber sie versammelt kommen, wenn ich sie werde strafen um ihre zwo Snden.
11. Ephraim ist wie ein Kalb, gewhnt, da es gerne drischet. Ich will ihm 
ber seinen schnen Hals fahren; ich will Ephraim reiten, Juda soll 
pflgen und Jakob eggen.
12. Darum set euch Gerechtigkeit und erntet Liebe und pflget anders, 
weil es Zeit ist, den Herrn zu suchen, bis da er komme und regne ber 
euch Gerechtigkeit.
13. Denn ihr pflget Bses und erntet beltat und esset Lgenfrchte.
14. Weil du dich denn verlssest auf dein Wesen und auf die Menge deiner 
Helden, so soll sich ein Getmmel erheben in deinem Volk, da alle deine 
Festen verstret werden. Gleichwie Salman verstrete das Haus Arbeels zur 
Zeit des Streits, da die Mutter ber den Kindern zu Trmmern ging,
15. ebenso soll's euch zu Bethel auch gehen um euren groen Bosheit 
willen, da der Knig Israels frhe morgens untergehe.
Der Prophet Hosea 11
1. Da Israel jung war, hatte ich ihn lieb und rief ihn, meinen Sohn, aus 
gypten.
2. Aber wenn man sie jetzt ruft, so wenden sie sich davon und opfern den 
Baalim und ruchern den Bildern.
3. Ich nahm Ephraim bei seinen Armen und leitete ihn; aber sie merkten's 
nicht, wie ich ihnen half.
4. Ich lie sie ein menschlich Joch ziehen und in Seilen der Liebe gehen 
und half ihnen das Joch an ihrem Halse tragen und gab ihnen Futter,
5. da er sich ja nicht wieder sollte nach gyptenland kehren. So ist nun 
Assur ihr Knig worden; denn sie wollen sich nicht bekehren.
6. Darum soll das Schwert ber ihre Stdte kommen und soll ihre Riegel 
aufreiben und fressen um ihres Vornehmens willen.
7. Mein Volk ist mde, sich zu mir zu kehren; und wie man ihnen prediget, 
so richtet sich keiner auf.
8. Was soll ich aus dir machen, Ephraim? Soll ich dich schtzen, Israel? 
Soll ich nicht billig ein Adama aus dir machen und dich wie Zeboim 
zurichten? Aber mein Herz ist anderes Sinnes, meine Barmherzigkeit ist zu 
brnstig,
9. da ich nicht tun will nach meinem grimmigen Zorn, noch mich kehren, 
Ephraim gar zu verderben; denn ich bin Gott und nicht ein Mensch und bin 
der Heilige unter dir. Ich will aber nicht in die Stadt kommen.
10. Alsdann wird man dem Herrn nachfolgen; und er wird brllen wie ein 
Lwe; und wenn er wird brllen, so werden erschrecken die, so gegen Abend 
sind.
11. Und die in gypten werden auch erschrecken wie ein Vogel, und die im 
Lande Assur wie Tauben; und ich will sie in ihre Huser setzen, spricht 
der Herr.
Der Prophet Hosea 12
1. In Ephraim ist allenthalben Lge wider mich und im Hause Israel 
falscher Gottesdienst. Aber Juda hlt noch fest an Gott und am rechten 
heiligen Gottesdienst.
2. Ephraim aber weidet sich vom Winde und luft dem Ostwinde nach und 
macht tglich der Abgtterei und des Schadens mehr; sie machen mit Assur 
einen Bund und bringen Balsam nach gypten.
3. Darum wird der Herr die Sache Judas fhren und Jakob heimsuchen nach 
seinem Wesen und ihm vergelten nach seinem Verdienst.
4. Ja (sagen sie), er hat im Mutterleibe seinen Bruder untertreten und von 
allen Krften mit Gott gekmpfet.
5. Er kmpfte mit dem Engel und siegete, denn er weinete und bat ihn; 
daselbst hat er ihn ja zu Bethel funden und daselbst hat er mit uns 
geredet.
6. Aber der Herr ist der Gott Zebaoth; Herr ist sein Name.
7. So bekehre dich nun zu deinem Gott, halte Barmherzigkeit und Recht und 
hoffe stets auf deinen Gott!
8. Aber der Kaufmann hat eine falsche Waage in seiner Hand und betrgt 
gerne.
9. Denn Ephraim spricht: Ich bin reich, ich habe genug; man wird mir keine 
Missetat finden in aller meiner Arbeit, das Snde sei.
10. Ich aber, der Herr, bin dein Gott aus gyptenland her, und der ich 
dich noch in den Htten wohnen lasse, wie man zur Jahrzeit pfleget,
11. und rede zu den Propheten; und ich bin's der so viel Weissagung gibt 
und durch die Propheten mich anzeige.
12. In Gilead ist's Abgtterei, und zu Gilgal opfern sie Ochsen 
vergeblich; und haben so viel Altre, als Mandeln auf dem Felde stehen.
13. Jakob mute fliehen in das Land Syrien, und Israel mute um ein Weib 
dienen, um ein Weib mute er hten.
14. Aber hernach fhrete der Herr Israel aus gypten durch einen Propheten 
und lie sein hten durch einen Propheten.
15. Nun aber erzrnet ihn Ephraim durch ihre Gtzen; darum wird, ihr Blut 
ber sie kommen, und der Herr wird ihnen vergelten ihre Schmach.
Der Prophet Hosea 13
1. Da Ephraim schrecklich lehrete, ward er in Israel erhoben. Danach 
versndigten sie sich durch Baal und wurden darber gettet.
2. Aber nun machen sie der Snden viel mehr und aus ihrem Silber Bilder, 
wie sie es erdenken knnen, nmlich Gtzen, welche doch eitel Schmiedewerk 
sind. Noch predigen sie von denselben: Wer die Klber kssen will, der 
soll Menschen opfern.
3. Dieselbigen werden haben die Morgenwolke und den Tau, der frhe fllt, 
ja, wie die Spreu, die von der Tenne verweht wird, und wie der Rauch von 
der Feuermauer.
4. Ich bin aber der Herr, dein Gott, aus gyptenland her; und du solltest 
ja keinen andern Gott kennen denn mich und keinen Heiland ohne allein mich.
5. Ich nahm mich ja dein an in der Wste, im drren Lande;
6. Aber weil sie geweidet sind, da sie satt worden sind und genug haben, 
erhebt sich ihr Herz; darum vergessen sie mein.
7. So will ich auch werden gegen sie wie ein Lwe, und wie ein Parder auf 
dem Wege will ich auf sie lauern.
8. Ich will ihnen begegnen wie ein Br, dem seine Jungen genommen sind, 
und will ihr verstocktes Herz zerreien und will sie daselbst wie ein Lwe 
fressen; die wilden Tiere sollen sie zerreien.
9. Israel, du bringest dich in Unglck; denn dein Heil stehet allein bei 
mir.
10. Wo ist dein Knig hin, der dir helfen mge in allen deinen Stdten? 
und deine Richter, davon du sagtest: Gib mir Knige und Frsten?
11. Wohlan, ich gab dir einen Knig in meinem Zorn und will dir ihn in 
meinem Grimm wegnehmen.
12. Die Missetat Ephraims ist zusammengebunden, und ihre Snde ist 
behalten.
13. Denn es soll ihnen wehe werden wie einer Gebrerin; denn es sind 
unvorsichtige Kinder. Es wird die Zeit kommen, da sie nicht bleiben 
werden vor dem Jammer der Kinder.
14. Aber ich will sie erlsen aus der Hlle und vom Tod erretten. Tod, ich 
will dir ein Gift sein; Hlle, ich will dir eine Pestilenz sein! Doch ist 
der Trost vor meinen Augen verborgen.
15. Denn er wird zwischen Brdern Frucht bringen. Es wird ein Ostwind 
kommen; der Herr wird aus der Wste herauffahren und ihren Brunn 
austrocknen und ihre Quelle versiegen und wird rauben den Schatz alles 
kstlichen Gertes.
16. Samaria wird wst werden, denn sie sind ihrem Gott ungehorsam. Sie 
sollen durchs Schwert fallen und ihre jungen Kinder zerschmettert und ihre 
schwangeren Weiber zerrissen werden.
Der Prophet Hosea 14
1. Bekehre dich, Israel, zu dem Herrn, deinem Gott; denn du bist gefallen 
um deiner Missetat willen.
2. Nehmet diese Worte mit euch und bekehret euch zum Herrn und sprechet zu 
ihm: Vergib uns alle Snde und tue uns wohl, so wollen wir opfern die 
Fairen unserer Lippen!
3. Assur soll uns nicht helfen, und wollen nicht mehr auf Rossen reiten, 
auch nicht mehr sagen zu den Werken unserer Hnde: Ihr seid unser Gott; 
sondern la die Waisen bei dir Gnade finden,
4. so will ich ihr Abtreten wieder heilen, gerne will ich sie lieben; dann 
soll mein Zorn sich von ihnen wenden.
5. Ich will Israel wie ein Tau sein, da er soll blhen wie eine Rose; und 
seine Wurzeln sollen ausschlagen wie Libanon,
6. und seine Zweige sich ausbreiten, da er sei so schn als ein lbaum; 
und soll so guten Ruch geben wie Libanon.
7. Und sollen wieder unter seinem Schatten sitzen. Von Korn sollen sie 
sich nhren und blhen wie ein Weinstock; sein Gedchtnis soll sein wie 
der Wein am Libanon.
8. Ephraim, was sollen mir weiter die Gtzen? Ich will ihn erhren und 
fhren; ich will sein wie eine grnende Tanne; an mir soll man deine 
Frucht finden.
9. Wer ist weise, der dies verstehe, und klug, der dies merke? Denn die 
Wege des Herrn sind richtig, und die Gerechten wandeln drinnen; aber die 
bertreter fallen drinnen.
Der Prophet Joel 1
1. Dies ist das Wort des Herrn, das geschehen ist zu Joel, dem Sohn 
Pethuels:
2. Hret dies, ihr ltesten, und merket auf, alle Einwohner im Lande, ob 
ein solches geschehen sei bei euren Zeiten oder bei eurer Vter Zeiten!
3. Saget euren Kindern davon und lat es eure Kinder ihren Kindern sagen 
und dieselbigen Kinder ihren andern Nachkommen,
4. nmlich: Was die Raupen lassen, das fressen die Heuschrecken; und was 
die Heuschrecken lassen, das fressen die Kfer; und was die Kfer lassen, 
das frit das Geschmei.
5. Wachet auf, ihr Trunkenen, und weinet und heulet, alle Weinsufer, um 
den Most; denn er ist euch vor eurem Maul weggenommen.
6. Denn es zeucht herauf in mein Land ein mchtig Volk, und des ohne Zahl; 
das hat Zhne wie Lwen und Backenzhne wie Lwinnen.
7. Dasselbige verwstet meinen Weinberg und streift meinen Feigenbaum, 
schlet ihn und verwirft ihn, da seine Zweige wei dastehen.
8. Heule wie eine Jungfrau, die einen Sack anlegt um ihren Brutigam!
9. Denn das Speisopfer und Trankopfer ist vom Hause des Herrn weg, und die 
Priester, des Herrn Diener, trauern.
10. Das Feld ist verwstet, und der Acker stehet jmmerlich, das Getreide 
ist verdorben, der Wein stehet jmmerlich und das l klglich.
11. Die Ackerleute sehen jmmerlich, und die Weingrtner heulen um den 
Weizen und um die Gerste, da aus der Ernte auf dem Felde nichts werden 
kann.
12. So stehet der Weinstock auch jmmerlich und der Feigenbaum klglich; 
dazu die Granatbume, Palmbume, Apfelbume und alle Bume auf dem Felde 
sind verdorret; denn die Freude der Menschen ist zum Jammer worden.
13. Begrtet euch und klaget, ihr Priester; heulet, ihr Diener des Altars; 
gehet hinein und lieget in Scken, ihr Diener meines Gottes! Denn es ist 
beide, Speisopfer und Trankopfer, vom Hause eures Gottes weg.
14. Heiliget eine Fasten; rufet die Gemeine zusammen; versammelt die 
ltesten und alle Einwohner des Landes zum Hause des Herrn, eures Gottes, 
und schreiet zum Herrn!
15.O wehe des Tages! Denn der Tag des Herrn ist nahe und kommt wie ein 
Verderben vom Allmchtigen.
16. Da wird die Speise vor unsern Augen weggenommen werden und vom Hause 
unsers Gottes Freude und Wonne.
17. Der Same ist unter der Erde verfaulet, die Kornhuser stehen wst, die 
Scheunen zerfallen; denn das Getreide ist verdorben.
18. O wie seufzet das Vieh! Die Rinder sehen klglich, denn sie haben 
keine Weide, und die Schafe verschmachten.
19. Herr, dich rufe ich an; denn das Feuer hat die Auen in der Wste 
verbrannt, und die Flamme hat alle Bume auf dem Acker angezndet.
20. Es schreien auch die wilden Tiere zu dir; denn die Wasserbche sind 
ausgetrocknet, und das Feuer hat die Auen in der Wste verbrannt.
Der Prophet Joel 2
1. Blaset mit der Posaune zu Zion, rufet auf meinem heiligen Berge; 
erzittert, alle Einwohner im Lande! Denn der Tag des Herrn kommt und ist 
nahe.
2. Ein finstrer Tag, ein dunkler Tag, ein wolkiger Tag, ein nebliger Tag, 
gleichwie sich die Morgenrte ausbreitet ber die Berge, nmlich ein gro 
und mchtig Volk desgleichen vorhin nicht gewesen ist und hinfort nicht 
sein wird zu ewigen Zeiten fr und fr.
3. Vor ihm her gehet ein verzehrend Feuer und nach ihm eine brennende 
Flamme. Das Land ist vor ihm wie ein Lustgarten, aber nach ihm wie eine 
wste Einde; und niemand wird ihm entgehen.
4. Sie sind gestaltet wie Rosse und rennen wie die Reiter.
5. Sie sprengen daher oben auf den Bergen, wie die Wagen rasseln, und wie 
eine Flamme lodert im Stroh, wie ein mchtig Volk, das zum Streit gerstet 
ist.
6. Die Vlker werden sich vor ihm entsetzen; aller Angesichte sind so 
bleich wie die Tpfe.
7. Sie werden laufen wie die Riesen und die Mauern ersteigen wie die 
Krieger; ein jeglicher wird stracks vor sich daherziehen und sich nicht 
sumen.
8. Keiner wird den andern irren, sondern ein jeglicher wird in seiner 
Ordnung daherfahren; und werden durch die Waffen brechen und nicht 
verwundet werden.
9. Sie werden in der Stadt umherreiten, auf der Mauer laufen und in die 
Huser steigen und wie ein Dieb durch die Fenster hineinkommen.
10. Vor ihm erzittert das Land und bebet der Himmel; Sonne und Mond werden 
finster, und die Sterne verhalten ihren Schein.
11. Denn der Herr wird seinen Donner vor seinem Heer lassen hergeben; denn 
sein Heer ist sehr gro und mchtig, welches seinen Befehl wird 
ausrichten; denn der Tag des Herrn ist gro und sehr erschrecklich; wer 
kann ihn leiden?
12. So spricht nun der Herr: Bekehret euch zu mir von ganzem Herzen mit 
Fasten, mit Weinen, mit Klagen!
13. Zerreiet eure Herzen und nicht eure Kleider und bekehret euch zu dem 
Herrn, eurem Gott! Denn er ist gndig, barmherzig, geduldig und von groer 
Gute und reuet ihn bald der Strafe.
14. Wer wei, es mag ihn wiederum gereuen und einen Segen hinter sich 
lassen, zu opfern Speisopfer und Trankopfer dem Herrn, eurem Gott.
15. Blaset mit Posaunen zu Zion, heiliget ein Fasten, rufet die Gemeine 
zusammen!
16. Versammelt das Volk, heiliget die Gemeine, sammelt die ltesten, 
bringet zuhauf die jungen Kinder und die Suglinge! Der Brutigam gehe aus 
seiner Kammer und die Braut aus ihrem Gemach!
17. La die Priester, des Herrn Diener, weinen zwischen der Halle und 
Altar und sagen: Herr, schone deines Volks und la dein Erbteil nicht 
zuschanden werden, da Heiden ber sie herrschen! Warum willst du lassen 
unter den Vlkern sagen: Wo ist nun ihr Gott?
18. So wird denn der Herr um sein Land eifern und seines Volks verschonen.
19. Und der Herr wird antworten und sagen zu seinem Volk: Siehe, ich will 
euch Getreide, Most und l die Flle schicken, da ihr genug daran haben 
sollt, und will euch nicht mehr lassen unter den Heiden zuschanden werden.
20. Und will den von Mitternacht ferne von euch treiben und ihn in ein 
drr und wst Land verstoen, nmlich sein Angesicht hin zum Meer gegen 
Morgen und sein Ende hin zum uersten Meer. Er soll verfaulen und 
stinken; denn er hat groe Dinge getan.
21. Frchte dich nicht, liebes Land, sondern sei frhlich und getrost; 
denn der Herr kann auch groe Dinge tun.
22. Frchtet euch nicht, ihr Tiere auf dem Felde; denn die Wohnungen in 
der Wste sollen grnen und die Bume ihre Frchte bringen, und die 
Feigenbume und Weinstcke sollen wohl tragen.
23. Und ihr, Kinder Zions, freuet euch und seid frhlich im Herrn, eurem 
Gott, der euch Lehrer zur Gerechtigkeit gibt und euch herabsendet 
Frhregen und Sptregen, wie vorhin,
24. da die Tennen voll Korns und die Keltern berflu von Most und l 
haben sollen.
25. Und ich will euch die Jahre erstatten, welche die Heuschrecken, Kfer, 
Geschmei und Raupen, die mein groes Heer waren, so ich unter euch 
schickte, gefressen haben,
26. da ihr zu essen genug haben sollet und den Namen des Herrn, eures 
Gottes, preisen, der Wunder unter euch getan hat; und mein Volk soll nicht 
mehr zuschanden werden.
27. Und ihr sollt es erfahren, da ich mitten unter Israel sei und da 
ich, der Herr, euer Gott sei, und keiner mehr; und mein Volk soll nicht 
mehr zuschanden werden.
28. Und nach diesem will ich meinen Geist ausgieen ber alles Fleisch, 
und eure Shne und Tchter sollen weissagen, eure ltesten sollen Trume 
haben, und eure Jnglinge sollen Gesichte sehen.
29. Auch will ich zur selbigen Zeit beide, ber Knechte und Mgde, meinen 
Geist ausgieen
30. und will Wunderzeichen geben im Himmel und auf Erden, nmlich Blut, 
Feuer und Rauchdampf.
31. Die Sonne soll in Finsternis und der Mond in Blut verwandelt werden, 
ehe denn der groe und schreckliche Tag des Herrn kommt.
32. Und soll geschehen, wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll 
errettet werden. Denn auf dem Berge Zion und zu Jerusalem wird eine 
Errettung sein, wie der Herr verheien hat, auch bei den andern brigen, 
die der Herr berufen wird.
Der Prophet Joel 3
1. Denn siehe, in den Tagen und zur selbigen Zeit, wenn ich das Gefngnis 
Judas und Jerusalems wenden werde,
2. will ich alle Heiden zusammenbringen und will sie ins Tal Josaphat 
hinabfhren und will mit ihnen daselbst rechten von wegen meines Volks und 
meines Erbteils Israel, das sie unter die Heiden zerstreuet und sich in 
mein Land geteilet
3. und das Los um mein Volk geworfen haben und haben die Knaben um Speise 
gegeben und die Mgdlein um Wein verkauft und vertrunken.
4. Und ihr von Zor und Zidon und alle Grenze der Philister, was habt ihr 
mit mir zu tun? Wollt ihr mir trotzen? Wohlan, trotzet ihr mir, so will 
ich's euch eilend und bald wieder vergelten auf euren Kopf,
5. die ihr mein Silber und Gold und meine schnen Kleinode genommen und in 
eure Kirchen gebracht habt,
6. dazu auch die Kinder Judas und die Kinder Jerusalems verkauft habt den 
Griechen, auf da ihr sie gar ferne von ihren Grenzen brchtet.
7. Siehe, ich will sie erwecken aus dem Ort, dahin ihr sie verkauft habt, 
und will's euch vergelten auf euren Kopf.
8. Und will eure Shne und eure Tchter wiederum verkaufen, durch die 
Kinder Judas; die sollen sie denen in Reicharabien, einem Volk in fernen 
Landen, verkaufen; denn der Herr hat es geredet.
9. Rufet dies aus unter den Heiden; heiliget einen Streit, erwecket die 
Starken, lat herzukommen und hinaufziehen alle Kriegsleute!
10. Machet aus euren Pflugscharen Schwerter und aus euren Sicheln Spiee! 
Der Schwache spreche: Ich bin stark.
11. Rottet euch und kommt her, alle Heiden um und um, und versammelt euch! 
Daselbst wird der Herr deine Starken daniederlegen.
12. Die Heiden werden sich aufmachen und heraufkommen zum Tal Josaphat; 
denn daselbst will ich sitzen, zu richten alle Heiden um und um.
13. Schlaget die Sichel an, denn die Ernte ist reif; kommt herab, denn die 
Kelter ist voll und die Kelter luft ber; denn ihre Bosheit ist gro.
14. Es werden hie und da Haufen Volks sein im Tal des Urteils; denn des 
Herrn Tag ist nahe im Tal des Urteils.
15. Sonne und Mond werden verfinstert und die Sterne werden ihren Schein 
verhalten.
16. Und der Herr wird aus Zion brllen und aus Jerusalem seine Stimme 
lassen hren, da Himmel und Erde beben wird. Aber der Herr wird seinem 
Volk eine Zuflucht sein und eine Feste den Kindern Israel.
17. Und ihr sollt es erfahren, da ich, der Herr, euer Gott, zu Zion auf 
meinem heiligen Berge wohne. Alsdann wird Jerusalem heilig sein und kein 
Fremder mehr durch sie wandeln.
18. Zur selbigen Zeit werden die Berge mit sem Wein triefen und die 
Hgel mit Milch flieen, und alle Bche in Juda werden voll Wassers gehen; 
und wird eine Quelle vom Hause des Herrn herausgehen, die wird den Strom 
Sittim wssern.
19. Aber gypten soll wst werden und Edom eine wste Einde um den 
Frevel, an den Kindern Judas begangen, da sie unschuldig Blut in ihrem 
Lande vergossen haben.
20. Aber Juda soll ewiglich bewohnet werden und Jerusalem fr und fr.
21. Und ich will ihr Blut nicht ungercht lassen. Und der Herr wird wohnen 
zu Zion.
Der Prophet Amos 1
1. Dies ist's, das Amos, der unter den Hirten zu Thekoa war, gesehen hat 
ber Israel zur Zeit Usias, des Knigs Judas, und Jerobeams, des Sohns 
Joas, des Knigs Israels, zwei Jahre vor dem Erdbeben.
2. Und sprach: Der Herr wird aus Zion brllen und seine Stimme aus 
Jerusalem hren lassen, da die Auen der Hirten jmmerlich stehen werden 
und der Karmel oben verdorren wird.
3. So spricht der Herr: Um drei und vier Laster willen Damaskus will ich 
ihrer nicht schonen, darum da sie Gilead mit eisernen Zacken gedroschen 
haben,
4. sondern ich will ein Feuer schicken in das Haus Hasaels, das soll die 
Palste Benhadads verzehren.
5. Und ich will die Riegel zu Damaskus zerbrechen und die Einwohner auf 
dem Felde Aven samt dem, der das Zepter hlt, aus dem Lusthause ausrotten, 
da das Volk in Syrien soll gen Kir weggefhret werden, spricht der Herr.
6. So spricht der Herr: Um drei und vier Laster willen Gasas will ich 
ihrer nicht schonen, darum da sie die Gefangenen weiter gefangen und ins 
Land Edom vertrieben haben,
7. sondern ich will ein Feuer in die Mauern zu Gasa schicken, das soll 
ihre Palste verzehren.
8. Und will die Einwohner zu Asdod samt dem, der, das Zepter hlt, aus 
Askalon ausrotten und meine Hand wider Akron kehren, da umkommen soll, 
was von den Philistern noch brig ist, spricht der Herr Herr.
9. So spricht der Herr: Um drei und vier Laster willen der Stadt Zor will 
ich ihrer nicht schonen, darum da sie die Gefangenen weiter ins Land Edom 
vertrieben haben und nicht gedacht an den Bund der Brder,
10. sondern ich will ein Feuer in die Mauern zu Zor schicken, das soll 
ihre Palste verzehren.
11. So spricht der Herr: Um drei und vier Laster willen Edoms will ich 
sein nicht schonen, darum da er seinen Bruder mit dem Schwert verfolget 
hat, und da er ihre Schwangeren umgebracht und immer zerrissen in seinem 
Zorn und seinen Grimm ewig hlt,
12. sondern ich will ein Feuer schicken gen Theman, das soll die Palste 
zu Bazra verzehren.
13. So spricht der Herr: Um drei und vier Laster willen der Kinder Ammon 
will ich ihrer nicht schonen, darum da sie die Schwangeren in Gilead 
zerrissen haben, damit sie ihre Grenze weiter machten,
14. sondern ich will ein Feuer anznden in den Mauern Rabbas, das soll 
ihre Palste verzehren, wenn man rufen wird zur Zeit des Streits, und wenn 
das Wetter kommen wird zur Zeit des Sturms.
15. Da wird dann ihr Knig samt seinen Frsten gefangen weggefhret 
werden, spricht der Herr.
Der Prophet Amos 2
1. So spricht der Herr: Um drei und vier Laster willen Moabs will ich 
ihrer nicht schonen, darum da sie die Gebeine des Knigs zu Edom haben zu 
Asche verbrannt,
2. sondern ich will ein Feuer schicken in Moab, das soll die Palste zu 
Kirioth verzehren; und Moab soll sterben im Getmmel und Geschrei und 
Posaunenhall.
3. Und ich will den Richter unter ihnen ausrotten und alle ihre Frsten 
samt ihm erwrgen, spricht der Herr.
4. So spricht der Herr: Um drei und vier Laster willen Judas will ich sein 
nicht schonen, darum da sie des Herrn Gesetz verachten und seine Rechte 
nicht halten und lassen sich ihre Lgen verfhren, welchen ihre Vter 
nachgefolget haben,
5. sondern ich will ein Feuer in Juda schicken, das soll die Palste zu 
Jerusalem verzehren.
6. So spricht der Herr: Um drei und vier Laster willen Israels will ich 
ihrer nicht schonen, darum da sie die Gerechten um Geld und die Armen um 
ein Paar Schuh verkaufen.
7. Sie treten den Kopf der Armen in Kot und hindern den Weg der Elenden. 
Es schlft Sohn und Vater bei einer Dirne, damit sie meinen heiligen Namen 
entheiligen.
8. Und bei allen Altren schlemmen sie von den verpfndeten Kleidern und 
trinken Wein in ihrer Gtter Hause von den Gebten.
9. Nun hab ich ja den Amoriter vor ihnen her vertilget, der so hoch war 
wie die Zedern und seine Macht wie die Eichen, und ich vertilgte oben 
seine Frucht und unten seine Wurzel.
10. Auch habe ich euch aus gyptenland gefhret und vierzig Jahre in der 
Wste geleitet, da ihr der Amoriter Land beset,
11. und hab aus euren Kindern Propheten auferwecket und Nasarer aus euren 
Jnglingen. Ist's nicht also, ihr Kinder Israel? spricht der Herr.
12. So gebet ihr den Nasarern Wein zu trinken und gebietet den Propheten 
und sprechet: Ihr sollt nicht weissagen!
13. Siehe, ich will's unter euch kirren machen, wie ein Wagen voll Garben 
kirret,
14. da der, so schnell ist, soll nicht entfliehen, noch der Starke etwas 
vermgen, und der Mchtige nicht soll sein Leben erretten knnen;
15. und die Bogenschtzen sollen nicht bestehen, und der schnell laufen 
kann, soll nicht entlaufen, und der da reitet, soll sein Leben nicht 
erretten;
16. und der unter den Starken der mannhaftigste ist, soll nackend 
entfliehen mssen zu der Zeit, spricht der Herr.
Der Prophet Amos 3
1. Hret, was der Herr mit euch redet, ihr Kinder Israel, nmlich mit 
allen Geschlechtern, die ich aus gyptenland gefhret habe, und sprach:
2. Aus allen Geschlechtern auf Erden hab ich allein euch erkannt; darum 
will ich auch euch heimsuchen in all eurer Missetat.
3. Mgen auch zween miteinander wandeln, sie seien denn eins untereinander?
4. auch ein Lwe im Walde, wenn er keinen Raub hat? Schreiet auch ein 
junger Lwe aus seiner Hhle, er habe denn etwas gefangen?
5. Fllt auch ein Vogel in den Strick auf der Erde, da kein Vogler ist? 
Hebt man auch den Strick auf von der Erde, der noch nichts gefangen hat?
6. Blset man auch die Posaune in einer Stadt, da sich das Volk davor 
nicht entsetze? Ist auch ein Unglck in der Stadt, das der Herr nicht tue?
7. Denn der Herr Herr tut nichts, er offenbare denn sein Geheimnis den 
Propheten, seinen Knechten.
8. Der Lwe brllet; wer sollte sich nicht frchten? Der Herr Herr redet; 
wer sollte nicht weissagen?
9. Verkndiget in den Palsten zu Asdod und in den Palsten im Lande 
gypten und sprechet: Sammelt euch auf die Berge Samaria und sehet, welch 
ein gro Zetergeschrei und Unrecht drinnen ist!
10. Sie achten keines Rechten, spricht der Herr, sammeln Schtze von 
Frevel und Rauhe in ihren Palsten.
11. Darum spricht der Herr Herr also: Man wird dies Land ringsumher 
belagern und dich von deiner Macht herunterreien und deine Huser 
plndern.
12. So spricht der Herr: Gleichwie ein Hirt dem Lwen zwei Kniee oder ein 
Ohrlpplein aus dem Maul reiet, also sollen die Kinder Israel 
herausgerissen werden, die zu Samaria wohnen und haben in der Ecke ein 
Bett und zu Damaskus eine Sponde.
13. Hret und zeuget im Hause Jakobs, spricht der Herr Herr, der Gott 
Zebaoth.
14. Denn zur Zeit, wenn ich die Snde Israels heimsuchen werde, will ich 
die Altre zu Bethel heimsuchen und die Hrner des Altars abbrechen, da 
sie zu Boden fallen sollen.
15. Und will beide, Winterhaus und Sommerhaus, schlagen; und sollen die 
elfenbeinernen Huser untergehen und viel Huser verderbet werden, spricht 
der Herr.
Der Prophet Amos 4
1. Hret dies Wort, ihr fetten Khe, die ihr auf dem Berge Samaria seid 
und den Drftigen unrecht tut und untertretet die Armen und sprechet zu 
euren Herren: Bringe her, la uns saufen!
2. Der Herr Herr hat geschworen bei seiner Heiligkeit: Siehe, es kommt die 
Zeit ber euch, da man euch wird herausrcken mit Angeln und eure 
Nachkommen mit Fischhklein.
3. Und werdet zu den Lcken hinausgehen, eine jegliche vor sich hin, und 
gen Harmon weggeworfen werden, spricht der Herr.
4. Ja, kommt her gen Bethel und treibet Snde und gen Gilgal, da ihr der 
Snden viel machet; und bringet eure Opfer des Morgens und eure Zehnten 
des dritten Tages.
5. Und ruchert vom Sauerteig zum Dankopfer und prediget von freiwilligem 
Opfer und verkndiget es; denn so habt ihr's gerne, ihr Kinder Israel, 
spricht der Herr Herr.
6. Darum hab ich euch auch in allen euren Stdten mige Zhne gegeben und 
Mangel an Brot an allen euren Orten. Noch bekehretet ihr euch nicht zu 
mir, spricht der Herr.
7. Auch hab ich den Regen ber euch verhalten, bis da noch drei Monden 
waren zur Ernte; und ich lie regnen ber eine Stadt und auf die andere 
lie ich nicht regnen; ein Acker ward beregnet, und der andere Acker, der 
nicht beregnet ward, verdorrete.
8. Und zogen zwo, drei Stdte zu einer Stadt, da sie Wasser trinken 
mchten, und konnten es nicht genug finden. Noch bekehretet ihr euch nicht 
zu mir, spricht der Herr.
9. Ich plagte euch mit drrer Zeit und mit Brandkorn; so fraen auch die 
Raupen alles, was in euren Grten, Weinbergen, Feigenbumen und lbumen 
wuchs. Noch bekehretet ihr euch nicht zu mir, spricht der Herr.
10. Ich schickte Pestilenz unter euch, gleicherweise wie in gypten; ich 
ttete eure junge Mannschaft durchs Schwert und lie eure Pferde gefangen 
wegfhren; ich lie den Gestank von eurem Heerlager in eure Nasen gehen. 
Noch bekehretet ihr euch nicht zu mir, spricht der Herr;
11. Ich kehrete etliche unter euch um, wie Gott Sodom und Gomorrha 
umkehrete, da ihr waret wie ein Brand, der aus dem Feuer gerissen wird. 
Noch kehretet ihr euch nicht zu mir, spricht der Herr.
12. Darum will ich dir weiter also tun, Israel. Weil ich denn dir also tun 
will, so schicke dich, Israel, und begegne deinem Gott!
13. Denn siehe, er ist's, der die Berge macht, den Wind schaffet und 
zeiget dem Menschen, was er reden soll. Er macht die Morgenrte und die 
Finsternis; er tritt auf den Hhen der Erden: er heit Herr, Gott Zebaoth.
Der Prophet Amos 5
1. Hret, ihr vom Hause Israel, dies Wort; denn ich mu dies Klagelied 
ber euch machen:
2. Die Jungfrau Israel ist gefallen, da sie nicht wieder aufstehen wird; 
sie ist zu Boden gestoen, und ist niemand, der ihr aufhelfe.
3. Denn so spricht der Herr Gott: Die Stadt, da tausend ausgehen, soll nur 
hundert brig behalten; und da hundert ausgehen, soll nur zehn brig 
behalten im Hause Israel.
4. Darum so spricht der Herr zum Hause Israel: Suchet mich, so werdet ihr 
leben!
5. Suchet nicht Bethel und kommet nicht gen Gilgal und gebet nicht gen 
Berseba. Denn Gilgal wird gefangen weggefhret werden, und Bethel wird 
Beth-Aven werden.
6. Suchet den Herrn, so werdet ihr leben, da nicht ein Feuer im Hause 
Josephs berhandnehme, das da verzehre, und niemand lschen mge zu Bethel,
7. die ihr das Recht in Wermut verkehret und die Gerechtigkeit zu Boden 
stoet.
8. Er macht die Glucke und Orion; der aus der Finsternis den Morgen und 
aus dem Tage die finstere Nacht macht; der dem Wasser im Meer ruft und 
schttet es auf den Erdboden: er heiet Herr,
9. der ber den Starken eine Verstrung anrichtet und bringet eine 
Verstrung ber die feste Stadt.
10. Aber sie sind dem, gram, der sie im Tor straft, und haben den fr 
einen Greuel, der heilsam lehret.
11. Darum, weil ihr die Armen unterdrcket und nehmet das Korn mit groen 
Lasten von ihnen, so sollt ihr in den Husern nicht wohnen, die ihr von 
Werkstcken gebauet habt, und den Wein nicht trinken, den ihr in den 
feinen Weinbergen gepflanzet habt.
12. Denn ich wei euer bertreten, des viel ist, und eure Snden, die 
stark sind, wie ihr die Gerechten drnget und Blutgeld nehmet und die 
Armen im Tor unterdrcket.
13. Darum mu der Kluge zur selbigen Zeit schweigen; denn es ist eine bse 
Zeit.
14. Suchet das Gute und nicht das Bse, auf da ihr leben mget, so wird 
der Herr, der Gott Zebaoth, bei euch sein, wie ihr rhmet.
15. Hasset das Bse und liebet das Gute, bestellet das Recht im Tor, so 
wird der Herr, der Gott Zebaoth, den brigen in Joseph gndig sein.
16. Darum so spricht der Herr, der Gott Zebaoth, der Herr: Es wird in 
allen Gassen Wehklagen sein, und auf allen Straen wird man sagen: Wehe! 
wehe! Und man wird den Ackermann zum Trauern rufen und zum Wehklagen, wer 
da weinen kann.
17. In allen Weinbergen wird Wehklagen sein; denn ich will unter euch 
fahren, spricht der Herr.
18. Wehe denen, die des Herrn Tag begehren! Was soll er euch? Denn des 
Herrn Tag ist eine Finsternis und nicht ein Licht.
19. Gleich als wenn jemand vor dem Lwen flhe und ein Br begegnete ihm, 
und als wenn jemand in ein Haus kme und lehnete sich mit der Hand an die 
Wand und eine Schlange stche ihn.
20. Denn des Herr Tag wird ja finster und nicht licht sein, dunkel und 
nicht hell.
21. Ich bin euren Feiertagen gram und verachte sie und mag nicht riechen 
in eure Versammlung;
22. Und ob ihr mir gleich Brandopfer und Speisopfer opfert, so hab ich 
keinen Gefallen daran; so mag ich auch eure feisten Dankopfer nicht 
ansehen.
23. Tu nur weg von mir das Geplrr deiner Lieder; denn ich mag deines 
Psalterspieles nicht hren!
24. Es soll aber das Recht offenbaret werden wie Wasser und die 
Gerechtigkeit wie ein starker Strom.
25. Habt ihr vom Hause Israel mir in der Wste die vierzig Jahre lang 
Schlachtopfer und Speisopfer geopfert? jawohl!
26. Ihr truget den Sichuth, euren Knig, und Chiun, euer Bild, den Stern 
eurer Gtter, welche ihr euch selbst gemacht hattet.
27. So will ich euch von hinnen jenseit Damaskus wegfhren lassen, spricht 
der Herr, der Gott Zebaoth heit.
Der Prophet Amos 6
1. Wehe den Stolzen zu Zion und denen, die sich auf den Berg Samaria 
verlassen, die sich rhmen die Vornehmsten ber die Heiden und gehen 
einher im Hause Israel!
2. Gehet hin gen Kalne und schauet von dannen gen Hemath, die groe Stadt, 
und ziehet hinab gen Gath der Philister, welche bessere Knigreiche 
gewesen sind denn diese und ihre Grenze grer denn eure Grenze.
3. Die ihr euch weit vom bsen Tage achtet und trachtet immer nach 
Frevelregiment.
4. und schlafet auf elfenbeinernen Lagern und treibet berflu mit euren 
Betten; ihr esset die Lmmer aus der Herde und die gemsteten Klber
5. und spielet auf dem Psalter und erdichtet euch Lieder, wie David,
6. und trinket Wein aus den Schalen und salbet euch mit Balsam und 
bekmmert euch nichts um den Schaden Josephs.
7. Darum sollen sie nun vornean gehen unter denen, die gefangen 
weggefhret werden; und soll das Schlemmen der Pranger aufhren.
8. Denn der Herr Herr hat geschworen bei seiner Seele, spricht der Herr, 
der Gott Zebaoth: Mich verdriet die Hoffart Jakobs und bin ihren Palsten 
gram; und ich will auch die Stadt bergeben mit allem, was drinnen ist.
9. Und wenn gleich zehn Mnner in einem Hause berblieben, sollen sie doch 
sterben,
10. da einen jeglichen sein Vetter und sein Ohm nehmen und die Gebeine 
aus dem Hause tragen mu und sagen zu dem, der in den Gemchern des Hauses 
ist: Ist ihrer auch noch mehr da? Und der wird antworten: Sie sind alle 
dahin! Und wird sagen: Sei zufrieden; denn sie wollten nicht, da man des 
Herrn Namens gedenken sollte.
11. Denn siehe, der Herr hat geboten, da man die groen Huser schlagen 
soll, da sie Ritze gewinnen, und die kleinen Huser, da sie Lcken 
gewinnen.
12. Wer kann mit Rossen rennen oder mit Ochsen pflgen auf Felsen? Denn 
ihr wandelt das Recht in Galle und die Frucht der Gerechtigkeit in Wermut
13. und trstet euch des, das so gar nichts ist, und sprechet: Sind wir 
denn nicht stark genug mit unsern Hrnern?
14. Darum siehe, ich will ber euch vom Haus Israel ein Volk erwecken, 
spricht der Herr, der Gott Zebaoth, das soll euch ngsten von dem Ort an, 
da man gen Hemath gehet, bis an den Bach in der Wste.
Der Prophet Amos 7
1. Der Herr Herr zeigte mir ein Gesicht, und siehe, da stund einer, der 
machte Heuschrecken im Anfang, da das Grummet aufging; und siehe, das 
Grummet stund, nachdem der Knig seine Schafe hatte scheren lassen.
2. Als sie nun das Kraut im Lande gar abfressen wollten, sprach ich: Ach, 
Herr Herr, sei gndig! Wer will Jakob wieder aufhelfen? denn er ist ja 
gering.
3. Da reuete es den Herrn und sprach: Wohlan, es soll nicht geschehen!
4. Der Herr Herr zeigte mir ein Gesicht, und siehe, der Herr Herr rief dem 
Feuer, damit zu strafen; das sollte eine groe Tiefe verzehren und fra 
schon ein Teil dahin.
5. Da sprach ich: Ach, Herr Herr, la ab! Wer will Jakob wieder aufhelfen? 
denn er ist ja gering.
6. Da reuete den Herrn das auch, und der Herr Herr sprach: Es soll auch 
nicht geschehen.
7. Er zeigte mir aber dies Gesicht, und siehe, der Herr stund auf einer 
Mauer, mit einer Bleischnur gemessen; und er hatte die Bleischnur in 
seiner Hand.
8. Und der Herr sprach zu mir: Was siehest du, Amos? Ich sprach: Eine 
Bleischnur. Da sprach der Herr zu mir: Siehe, ich will eine Bleischnur 
ziehen mitten durch mein Volk Israel und ihm nichts mehr bersehen,
9. sondern die Hhen Isaaks sollen verwstet und die Kirchen Israels 
verstret werden; und ich will mit dem Schwert mich ber das Haus 
Jerobeams machen.
10. Da sandte Amazia, der Priester zu Bethel, zu Jerobeam, dem Knige 
Israels, und lie ihm sagen: Der Amos macht einen Aufruhr wider dich im 
Hause Israel; das Land kann seine Worte nicht leiden.
11. Denn so spricht Amos: Jerobeam wird durchs Schwert sterben, und Israel 
wird aus seinem Lande gefangen weggefhret werden.
12. Und Amazia sprach zu Amos: Du Seher, gehe weg und flieh ins Land Juda 
und i Brot daselbst und weissage daselbst.
13. Und weissage nicht mehr zu Bethel; denn es ist des Knigs Stift und 
des Knigreichs Haus.
14. Amos antwortete und sprach zu Amazia: Ich bin kein Prophet, noch 
keines Propheten Sohn, sondern ich bin ein Kuhhirte, der Maulbeeren 
ablieset.
15. Aber der Herr nahm mich von der Herde und sprach zu mir: Gehe hin und 
weissage meinem Volk Israel!
16. So hre nun des Herrn Wort! Du sprichst: Weissage nicht wider Israel 
und trufle nicht wider das Haus Isaak!
17. Darum spricht der Herr also: Dein Weib wird in der Stadt zur Hure 
werden, und deine Shne und Tchter sollen durchs Schwert fallen, und dein 
Acker soll durch die Schnur ausgeteilet werden; du aber sollst in einem 
unreinen Lande sterben, und Israel soll aus seinem Lande vertrieben werden.
Der Prophet Amos 8
1. Der Herr Herr zeigte mir ein Gesicht, und siehe, da stund ein Korb mit 
Obst.
2. Und er sprach: Was siehest du, Amos? Ich aber antwortete: Einen Korb 
mit Obst. Da sprach der Herr zu mir: Das Ende ist kommen ber mein Volk 
Israel; ich will ihm nichts mehr bersehen.
3. Und die Lieder in der Kirche sollen in ein Heulen verkehret werden zur 
selbigen Zeit, spricht der Herr Herr; es werden viel toter Leichname 
liegen an allen Orten, die man heimlich wegtragen wird.
4. Hret dies, die ihr den Armen unterdrcket und die Elenden im Lande 
verderbet
5. und sprechet: Wann will denn der Neumond ein Ende haben, da wir 
Getreide verkaufen, und der Sabbat, da wir Korn feil haben mgen und den 
Epha ringern und den Sekel steigern und die Waage flschen,
6. auf da wir die Armen um Geld und die Drftigen um ein Paar Schuh unter 
uns bringen und Spreu fr Korn verkaufen?
7. Der Herr hat geschworen wider die Hoffart Jakobs: Was gilt's, ob ich 
solcher ihrer Werke ewig vergessen werde?
8. Sollte nicht um solches willen das Land erbeben mssen und alle 
Einwohner trauern? Ja, es soll ganz, wie mit einem Wasser, berlaufen 
werden und weggefhret und berschwemmet werden, wie mit dem Flu in 
gypten.
9. Zur selbigen Zeit, spricht der Herr Herr, will ich die Sonne im Mittage 
untergehen lassen und das Land am hellen Tage lassen finster werden.
10. Ich will eure Feiertage in Trauern und alle eure Lieder in Wehklagen 
verwandeln; ich will ber alle Lenden den Sack bringen und alle Kpfe kahl 
machen und will ihnen ein Trauern schaffen, wie man ber einen einigen 
Sohn hat, und sollen ein jmmerlich Ende nehmen.
11. Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr Herr, da ich einen Hunger 
ins Land schicken werde, nicht einen Hunger nach Brot oder Durst nach 
Wasser, sondern nach dem Wort des Herrn zu hren,
12. da sie hin und her, von einem Meer zum andern, von Mitternacht gegen 
Morgen umlaufen und des Herrn Wort suchen und doch nicht finden werden.
13. Zu der Zeit werden schne Jungfrauen und Jnglinge verschmachten vor 
Durst,
14. die jetzt schwren bei dem Fluch Samaria und sprechen: So wahr dein 
Gott zu Dan lebet, so wahr die Weise zu Berseba lebet! Denn sie sollen 
also fallen, da sie nicht wieder aufstehen mgen.
Der Prophet Amos 9
1. Ich sah den Herrn auf dem Altar stehen, und er sprach: Schlage an den 
Knauf, da die Pfosten beben! Denn ihr Geiz soll Ihnen auf ihren Kopf 
kommen, und will ihre Nachkommen mit dem Schwert erwrgen, da keiner 
entfliehen, noch einiger davon entgehen soll.
2. Und wenn sie sich gleich in die Hlle vergrben, soll sie doch meine 
Hand von dannen holen; und wenn sie gen Himmel fhren, will ich sie doch 
herunterstoen;
3. und wenn sie sich gleich versteckten oben auf dem Berge Karmel, will 
ich sie doch, daselbst suchen und herabholen; und wenn sie sich vor meinen 
Augen verbrgen im Grunde des Meers, so will ich doch den Schlangen 
befehlen, die sie daselbst stechen sollen;
4. und wenn sie vor ihren Feinden hin gefangen gingen, so will ich doch 
dem Schwert befehlen, da sie es daselbst erwrgen soll. Denn ich will 
meine Augen ber ihnen halten zum Unglck und nicht zum Guten.
5. Denn der Herr Herr Zebaoth ist ein solcher: wenn er ein Land anrhret, 
so zerschmilzet es, da alle Einwohner trauern mssen, da es soll ganz 
ber sie her laufen wie ein Wasser und berschwemmet werden wie mit dem 
Flu in gypten.
6. Er ist's, der seinen Saal in dem Himmel bauet und seine Htte auf der 
Erde grndet; er ruft dem Wasser im Meer und schttet es auf das Erdreich; 
ter heit Herr.
7. Seid ihr Kinder Israel mir nicht gleich wie die Mohren? spricht der 
Herr. Hab ich nicht Israel aus gyptenland gefhret und die Philister aus 
Kaphthor und die Syrer aus Kir?
8. Siehe, die Augen des Herrn Herrn sehen auf ein sndiges Knigreich, da 
ich's vom Erdboden ganz vertilge, wiewohl ich das Haus Jakob nicht gar 
vertilgen will, spricht der Herr.
9. Aber doch siehe, ich will befehlen und das Haus Israel unter allen 
Heiden sichten lassen, gleichwie man mit einem Siebe sichtet, und die 
Krnlein sollen nicht auf die Erde fallen.
10. Alle Snder in meinem Volk sollen durchs Schwert sterben, die da 
sagen: Es wird das Unglck nicht so nahe sein noch uns begegnen.
11. Zur selbigen Zeit will ich die zerfallene Htte Davids wieder 
aufrichten und ihre Lcken verzunen, und was abgebrochen ist, wieder 
aufrichten; und will sie bauen, wie sie vorzeiten gewesen ist,
12. auf da sie besitzen die brigen zu Edom und die brigen unter allen 
Heiden, ber welche mein Name gepredigt sein wird, spricht der Herr, der 
solches tut.
13. Siehe, es kommt die Zeit, spricht der Herr, da man zugleich ackern 
und ernten und zugleich keltern und sen wird; und die Berge werden mit 
sem Wein triefen, und alle Hgel werden fruchtbar sein.
14. Denn ich will das Gefngnis meines Volks Israel wenden, da sie sollen 
die wsten Stdte bauen und bewohnen, Weinberge pflanzen und Wein davon 
trinken, Grten machen und Frchte daraus essen.
15. Denn ich will sie in ihr Land pflanzen, da sie nicht mehr aus ihrem 
Lande gerottet werden, das ich ihnen geben werde, spricht der Herr, dein 
Gott.
Der Prophet Obadja 1
1. Dies ist das Gesicht Obadjas. So spricht der Herr Herr von Edom: Wir 
haben vom Herrn gehret, da eine Botschaft unter die Heiden gesandt sei: 
Wohlauf, und lat uns wider sie streiten!
2. Siehe, ich habe dich gering gemacht unter den Heiden und sehr verachtet.
3. Der Hochmut deines Herzens hat dich betrogen, weil du in der Felsen 
Klften wohnest, in deinen hohen Schlssern, und sprichst in deinem 
Herzen: Wer will mich zu Boden stoen?
4. Wenn du denn gleich in die Hhe fhrest wie ein Adler und machtest dein 
Nest zwischen den Sternen, dennoch will ich dich von dannen 
herunterstrzen, spricht der Herr.
5. Wenn Diebe oder Verstrer zu Nacht ber dich kommen werden, wie sollst 
du so zunichte werden! Ja, sie sollen genug stehlen; und wenn die 
Weinleser ber dich kommen, so sollen sie dir kein Nachlesen berbleiben 
lassen.
6. Wie sollen sie den Esau ausforschen und seine Schtze suchen!
7. Alle deine eigenen Bundesgenossen werden dich zum Lande hinausstoen; 
die, Leute, auf die du deinen Trost setzest, werden dich betrgen und 
berwltigen; die dein Brot essen, werden dich verraten, ehe du es merken 
wirst.
8. Was gilt's? spricht der Herr, ich will zur selbigen Zeit die Weisen zu 
Edom zunichte machen und die Klugheit auf dem Gebirge Esau.
9. Denn deine Starken zu Theman sollen zagen, auf da sie alle auf dem 
Gebirge Esau durch den Mord ausgerottet werden
10. um des Frevels willen, an deinem Bruder Jakob begangen.
11. Zu der Zeit, da du wider ihn stundest, da die Fremden sein Heer 
gefangen wegfhreten und Auslnder zu seinen Toren einzogen und ber 
Jerusalem das Los warfen, da warest du gleich wie derselbigen einer. Darum 
sollst du zu allen Schanden werden und ewiglich ausgerottet sein.
12. Du sollst nicht mehr so deine Lust sehen an deinem Bruder zur Zeit 
seines Elendes und sollst dich nicht freuen ber die Kinder Juda zur Zeit 
ihres Jammers und sollst mit deinem Maul nicht so stolz reden zur Zeit 
ihrer Angst.
13. Du sollst nicht zum Tor meines Volks einziehen zur Zeit ihres Jammers; 
du sollst nicht deine Lust sehen an ihrem Unglck zur Zeit ihres Jammers; 
du sollst nicht wider sein Heer schicken zur Zeit seines Jammers;
14. du sollst nicht stehen an den Weg scheiden, seine Entronnenen zu 
morden; du sollst seine brigen nicht verraten zur Zeit der Angst.
15. Denn der Tag des Herrn ist nahe ber alle Heiden. Wie du getan hast, 
soll dir wieder geschehen, und wie du verdienet hast, so soll dir's wieder 
auf deinen Kopf kommen.
16. Denn wie ihr auf meinem heiligen Berge getrunken habt, so sollen alle 
Heiden tglich trinken; ja, sie sollen's aussaufen und verschlingen, da 
es sei, als wre nie nichts dagewesen.
17. Aber auf dem Berge Zion sollen noch etliche errettet werden, die 
sollen Heiligtum sein; und das Haus Jakob soll seine Besitzer besitzen.
18. Und das Haus Jakob soll ein Feuer werden und das Haus Joseph eine 
Flamme, aber das Haus Esau Stroh. Das werden sie anznden und verzehren, 
da dem Hause Esau nichts berbleibe; denn der Herr hat's geredet.
19. Und die gegen Mittag werden das Gebirge Esau und die in Grnden werden 
die Philister besitzen; ja, sie werden das Feld Ephraim und das Feld 
Samaria besitzen und Benjamin das Gebirge Gilead.
20. Und die Vertriebenen dieses Heers der Kinder Israel, so unter den 
Kanaanitern bis gen Zarpath sind, und die Vertriebenen der Stadt 
Jerusalem, die zu Sepharad sind, werden die Stdte gegen Mittag besitzen.
21. Und werden Heilande heraufkommen auf den Berg Zion, das Gebirge Esau 
zu richten. Also wird das Knigreich des Herrn sein.
Der Prophet Jona 1
1. Es geschah das Wort des Herrn zu Jona, dem Sohn Amithais, und sprach:
2. Mache dich auf und gehe in die groe Stadt Ninive und predige drinnen; 
denn ihre Bosheit ist heraufkommen vor mich.
3. Aber Jona machte sich auf und floh vor dem Herrn; und wollte aufs Meer 
und kam hinab gen Japho. Und da er ein Schiff fand, das aufs Meer wollte 
fahren, gab er Fhrgeld und trat, darein, da er mit ihnen aufs Meer fhre 
vor dem Herrn.
4. Da lie der Herr einen groen Wind aufs Meer kommen und hub sich ein 
gro Ungewitter auf dem Meer, da man meinete, das Schiff wrde zerbrechen.
5. Und die Schiffsleute frchteten sich und schrieen ein jeglicher zu 
seinem Gott; und warfen das Gert, das im Schiff war, ins Meer, da es 
leichter wrde. Aber Jona war hinunter in das Schiff gestiegen, lag und 
schlief.
6. Da trat zu ihm der Schiffsherr und sprach zu ihm: Was schlfst du? 
Stehe auf, rufe deinen Gott an, ob vielleicht Gott an uns gedenken wollte, 
da wir nicht verdrben!
7. Und einer sprach zum andern: Kommt, wir wollen losen, da wir erfahren, 
um welches willen es uns so bel gehe! Und da sie loseten, traf es Jona.
8. Da sprachen sie zu ihm: Sage uns, warum gehet es uns so bel? Was ist 
dein Gewerbe, und wo kommst du her? Aus welchem Lande bist du und von 
welchem Volk bist du?
9. Er sprach zu ihnen: Ich bin ein Ebrer und frchte den Herrn, Gott vom 
Himmel, welcher gemacht hat das Meer und das Trockene.
10. Da frchteten sich die Leute sehr und sprachen zu ihm: Warum hast du 
denn solches getan? Denn sie wuten, da er vor dem Herrn floh; denn er 
hatte es ihnen gesagt.
11. Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir denn mit dir tun, da uns das 
Meer stille werde? Denn das Meer fuhr ungestm.
12. Er sprach zu ihnen: Nehmet mich und werfet mich ins Meer, so wird euch 
das Meer stille werden. Denn ich wei, da solch gro Ungewitter be euch 
kommt um meinetwillen.
13. Und die Leute trieben, da sie wieder zu Lande kmen, aber sie konnten 
nicht; denn das Meer fuhr ungestm wider sie.
14. Da riefen sie zu dem Herrn und sprachen: Ach, Herr, la uns nicht 
verderben um dieses Mannes Seele willen und rechne uns nicht zu unschuldig 
Blut; denn du, Herr, tust, wie dir's gefllt!
15. Und sie nahmen Jona und warfen ihn ins Meer. Da stund das Meer stille 
von seinem Wten.
16. Und die Leute frchteten den Herrn sehr und taten dem Herrn Opfer und 
Gelbde.
17. Aber der Herr verschaffte einen groen Fisch, Jona zu verschlingen. 
Und Jona war im Leibe des Fisches drei Tage und drei Nchte.
Der Prophet Jona 2
1. Und Jona betete zudem Herrn, seinem Gott, im Leibe des Fisches
2. und sprach: Ich rief zu dem Herrn in meiner Angst, und er antwortete 
mir ich schrie aus dem Bauch der Hlle, und du hretest meine Stimme.
3. Du warfst mich in die Tiefe mitten im Meer, da die Fluten mich 
umgaben; alle deine Wogen und Wellen gingen ber mich,
4. da ich gedachte, ich wre von deinen Augen verstoen, ich wrde deinen 
heiligen Tempel nicht mehr sehen.
5. Wasser umgaben mich bis an mein Leben; die Tiefe umringete mich; Schilf 
bedeckte mein Haupt.
6. Ich sank hinunter zu der Berge Grnden; die Erde hatte mich verriegelt 
ewiglich. Aber du hast mein Leben aus dem Verderben gefhret, Herr, mein 
Gott!
7. Da meine Seele bei mir verzagte, gedachte ich an den Herrn; und mein 
Gebet kam zu dir in deinen heiligen Tempel.
8. Die da halten ber dem Nichtigen, verlassen ihre Gnade.
9. Ich aber will mit Dank opfern; meine Gelbde will ich bezahlen dem 
Herrn, da er mir geholfen hat.
10. Und der Herr sprach zum Fisch, und derselbe speiete Jona aus ans Land.
Der Prophet Jona 3
1. Und es geschah das Wort des Herrn zum andernmal zu Jona und sprach:
2. Mache dich auf, gehe in die groe Stadt Ninive und predige ihr die 
Predigt, die ich dir sage!
3. Da machte sich Jona auf und ging hin gen Ninive, wie der Herr gesagt 
hatte. Ninive aber war eine groe Stadt Gottes, drei Tagereisen gro.
4. Und da Jona anfing, hineinzugehen eine Tagereise in die Stadt, predigte 
er und sprach: Es sind noch vierzig Tage, so wird Ninive untergehen.
5. Da glaubten die Leute zu Ninive an Gott und lieen predigen, man sollte 
fasten, und zogen Scke an, beide, gro und klein.
6. Und da das vor den Knig zu Ninive kam, stund er auf von seinem Thron 
und legte seinen Purpur ab und hllete einen Sack um sich und setzte sich 
in die Asche.
7. Und lie ausschreien und sagen zu Ninive aus Befehl des Kniges und 
seiner Gewaltigen also: Es soll weder Mensch noch Tier, weder Ochsen noch 
Schafe etwas kosten, und man soll sie nicht weiden noch Wasser trinken 
lassen;
8. und sollen Scke um sich hllen beide, Menschen und Tier, und zu Gott 
rufen heftig; und ein jeglicher bekehre sich von seinem bsen Wege und vom 
Frevel seiner Hnde!
9. Wer wei, Gott mchte sich kehren und ihn reuen und sich wenden von 
seinem grimmigen Zorn, da wir nicht verderben.
10. Da aber Gott sah ihre Werke, da sie sich bekehreten von ihrem bsen 
Wege, reuete ihn des bels, das er geredet hatte, ihnen zutun, und tat's 
nicht.
Der Prophet Jona 4
1. Das verdro Jona fast sehr und ward zornig
2. und betete zum Herrn und sprach: Ach, Herr, das ist's, das ich sagte, 
da ich noch in meinem Lande war; darum ich auch wollte zuvorkommen, zu 
fliehen aufs Meer; denn ich wei, da du gndig, barmherzig, langmtig und 
von groer Gte bist und lssest dich des bels reuen.
3. So nimm doch nun, Herr, meine Seele von mir; denn ich wollte lieber tot 
sein denn leben!
4. Aber der Herr sprach: Meinest du, da du billig zrnest?
5. Und Jona ging zur Stadt hinaus und setzte sich gegen morgenwrts der 
Stadt und machte sich daselbst eine Htte; da setzte er sich unter, in den 
Schatten, bis er she, was der Stadt widerfahren wrde.
6. Gott der Herr aber verschaffte einen Krbis, der wuchs ber Jona, da 
er Schatten gab ber sein Haupt, und errettete ihn von seinem bel. Und 
Jona freuete sich sehr ber den Krbis.
7. Aber der Herr verschaffte einen Wurm des Morgens, da die Morgenrte 
anbrach; der stach den Krbis, da er verdorrete.
8. Als aber die Sonne aufgegangen war, verschaffte Gott einen drren 
Ostwind; und die Sonne stach Jona auf den Kopf, da er matt ward. Da 
wnschte er seiner Seele den Tod und sprach: Ich wollte lieber tot sein 
denn leben!
9. Da sprach Gott zu Jona: Meinest du, da du billig zrnest um den 
Krbis? Und er sprach: Billig zrne ich bis an den Tod!
10. Und der Herr sprach: Dich jammert des Krbis, daran du nicht 
gearbeitet hast, hast ihn auch nicht aufgezogen, welcher in einer Nacht 
ward und in einer Nacht verdarb,
11. und mich sollte nicht jammern Ninives, solcher groen Stadt, in 
welcher sind mehr denn hundertundzwanzigtausend Menschen, die nicht wissen 
Unterschied, was rechts oder links ist, dazu auch viel Tiere?
Der Prophet Micha 1
1. Dies ist das Wort des Herrn, welches geschah zu Micha von Maresa zur 
Zeit Jothams, Ahas, Jehiskias, der Knige Judas, das er gesehen hat ber 
Samaria, und Jerusalem.
2. Hret, alle Vlker, merke auf, Land, und alles, was drinnen ist! Denn 
Gott der Herr hat mit euch zu reden, ja, der Herr aus seinem heiligen 
Tempel!
3. Denn siehe, der Herr wird ausgehen aus seinem Ort und herabfahren und 
treten auf die Hhen im Lande,
4. da die Berge unter ihm schmelzen und die Tler reien werden, 
gleichwie Wachs vor dem Feuer verschmilzet, wie die Wasser, so unterwrts 
flieen.
5. Das alles um der bertretung willen Jakobs und um der Snde willen des 
Hauses Israel. Welches ist aber die bertretung Jakobs? Ist's nicht 
Samaria? Welches sind aber die Hhen Judas? Ist's nicht Jerusalem?
6. Und ich will Samaria zum Steinhaufen im Felde machen, die man um die 
Weinberge legt; und will ihre Steine ins Tal schleifen und zugrunde 
einbrechen.
7. Alle ihre Gtzen sollen zerbrochen und all ihr Hurenlohn soll mit Feuer 
verbrannt werden, und will alle ihre Bilder verwsten; denn sie sind von 
Hurenlohn versammelt und sollen auch wieder Hurenlohn werden.
8. Darber mu ich klagen und heulen; ich mu beraubt und blo dahergehen; 
ich mu klagen wie die Drachen und trauern wie die Strauen.
9. Denn ihrer Plage ist kein Rat, die bis nach Juda kommen und bis an 
meines Volks Tore gen Jerusalem hinanreichen wird.
10. Verkndiget es ja nicht zu Gath, lat euch nicht hren weinen, sondern 
gehet in die Trauerkammer und sitzet in die Asche!
11. Du schne Stadt mut dahin mit allen Schanden. Die Einwohnerin Zaenans 
wird nicht ausziehen um des Leides willen des nchsten Hauses. Er wird's 
von euch nehmen, wenn er da sich lagern wird.
12. Die betrbte Stadt vermag sich nicht zu trsten; denn es wird das 
Unglck vom Herrn kommen, auch bis an das Tor Jerusalems.
13. Du Stadt Lachis, spanne Lufer an und fahre davon; denn du bist der 
Tochter Zion der Anfang zur Snde, und in dir sind funden die 
bertretungen Israels.
14. Du wirst mssen Gefangene geben so wohl als Gath. Der Stadt Achsib 
wird's mit den Knigen Israels fehlen.
15. Ich will dir Maresa, den rechten Erben bringen; und die Herrlichkeit 
Israels soll kommen bis gen Adullam.
16. La die Haare abscheren und gehe kahl ber deine zarten Kinder! Mache 
dich gar kahl wie ein Adler; denn sie sind von dir gefangen weggefhret.
Der Prophet Micha 2
1. Wehe denen, die Schaden zu tun trachten und gehen mit bsen Tcken um 
auf ihrem Lager, da sie es frh, wenn es licht wird, vollbringen, weil 
sie die Macht haben!
2. Sie reien zu sich Acker und nehmen Huser, welche sie gelstet. Also 
treiben sie Gewalt mit eines jeden Hause und mit eines jeden Erbe.
3. Darum spricht der Herr also: Siehe, ich gedenke ber dies Geschlecht 
Bses, aus dem ihr euren Hals nicht ziehen und nicht so stolz dahergehen 
sollet; denn es soll eine bse Zeit Sein.
4. Zur selbigen Zeit wird man einen Spruch von euch machen und klagen: Es 
ist aus, wird man sagen; wir sind verstret. Meines Volkes Land kriegt 
einen fremden Herrn. Wann wird er uns die Acker wieder zuteilen, die er 
uns genommen hat?
5. Jawohl, ihr werdet kein Teil behalten in der Gemeine des Herrn.
6. Sie sagen, man solle nicht trufen; denn solche Trufe trifft uns 
nicht; wir werden nicht so zuschanden werden.
7. Das Haus Jakob trstet sich also: Meinest du, des Herrn Geist sei 
verkrzt? Sollte er solches tun wollen? Es ist wahr, meine Reden sind 
freundlich den Frommen.
8. Aber mein Volk hat sich aufgemacht wie ein Feind; denn sie rauben 
beide, Rock und Mantel, denen, so sicher dahergehen, gleichwie die, so aus 
dem Kriege kommen.
9. Ihr treibet die Weiber meines Volks aus ihren lieben Husern und nehmet 
stets von ihren jungen Kindern meinen Schmuck.
10. Darum machet euch auf; ihr msset davon; ihr sollt hie nicht bleiben! 
Um ihrer Unreinigkeit willen mssen sie unsanft zerstret werden.
11. Wenn ich ein Irrgeist wre und ein Lgenprediger und predigte, wie sie 
saufen und schwelgen sollten, das wre ein Prediger fr dies Volk.
12. Ich will aber dich, Jakob, versammeln ganz und die brigen in Israel 
zuhauf bringen; ich will sie wie eine Herde miteinander in einen festen 
Stall tun und wie eine Herde in seine Hrden, da es von Menschen tnen 
soll.
13. Es wird ein Durchbrecher vor ihnen herauffahren; sie werden 
durchbrechen und zum Tor aus- und einziehen; und ihr Knig wird vor ihnen 
hergehen, und der Herr vornean.
Der Prophet Micha 3
1. Und ich sprach: Hret doch, ihr Hupter im Hause Jakob und ihr Frsten 
im Hause Israel! Ihr solltet es billig sein, die das Recht wten.
2. Aber ihr hasset das Gute und liebet das Arge; ihr schindet ihnen die 
Haut ab und das Fleisch von ihren Beinen
3. und fresset das Fleisch meines Volks; und wenn ihr ihnen die Haut 
abgezogen habt, zerbrecht ihr ihnen auch die Beine und zerleget es wie in 
einen Topf und wie Fleisch in einen Kessel.
4. Darum wenn ihr nun zum Herrn schreien werdet, wird er euch nicht 
erhren, sondern wird sein Angesicht vor euch verbergen zur selbigen Zeit, 
wie ihr mit eurem bsen Wesen verdienet habt.
5. So spricht der Herr wider die Propheten, so mein Volk verfhren: Sie 
predigen, es solle wohlgehen, wo man ihnen zu fressen gebe; wo man ihnen 
aber nichts ins Maul gibt, da predigen sie, es msse ein Krieg kommen.
6. Darum soll euer Gesicht zur Nacht und euer Wahrsagen zur Finsternis 
werden. Die Sonne soll ber den Propheten untergehen und der Tag ber 
ihnen finster werden.
7. Und die Schauer sollen zuschanden und die Wahrsager zu Spott werden, 
und mssen ihr Maul alle verhllen, weil da kein Gotteswort sein wird.
8. Ich aber bin voll Kraft und Geistes des Herrn, voll Rechts und Strke, 
da ich Jakob sein bertreten und Israel seine Snde anzeigen darf.
9. So hret doch dies, ihr Hupter im Hause Jakob und ihr Frsten im Hause 
Israel, die ihr das Recht verschmhet und alles, was aufrichtig ist, 
verkehret,
10. die ihr Zion mit Blut bauet und Jerusalem mit Unrecht.
11. Ihre Hupter richten um Geschenke, ihre Priester lehren um Lohn, und 
ihre Propheten wahrsagen um Geld, verlassen sich auf den Herrn und 
sprechen: Ist nicht der Herr unter uns? Es kann kein Unglck ber uns 
kommen.
12. Darum wird Zion um euretwillen wie ein Feld zerpflget und Jerusalem 
zum Steinhaufen und der Berg des Tempels zu einer wilden Hhe werden.
Der Prophet Micha 4
1. In den letzten Tagen aber wird der Berg, darauf des Herrn Haus stehet, 
gewi sein, hher denn alle Berge, und ber die Hgel erhaben sein.
2. Und die Vlker werden herzulaufen, und viel Heiden werden gehen und 
sagen: Kommt, lat uns hinauf zum Berge des Herrn gehen und zum Hause des 
Gottes Jakobs, da er uns lehre seine Wege, und wir auf seiner Strae 
wandeln! Denn aus Zion wird das Gesetz ausgehen und des Herrn Wort aus 
Jerusalem.
3. Er wird unter groen Vlkern richten und viel Heiden strafen in fernen 
Landen. Sie werden ihre Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spiee zu 
Sicheln machen. Es wird kein Volk wider das andere ein Schwert aufheben 
und werden nicht mehr kriegen lernen.
4. Ein jeglicher wird unter seinem Weinstock und Feigenbaum wohnen ohne 
Scheu; denn der Mund des Herrn Zebaoth hat's geredet.
5. Denn ein jeglich Volk wird wandeln im Namen seines Gottes; aber wir 
werden wandeln im Namen des Herrn, unsers Gottes, immer und ewiglich.
6. Zur selbigen Zeit, spricht der Herr, will ich die Lahme versammeln und 
die Verstoene zuhauf bringen, und die ich geplaget habe.
7. Und will die Lahme machen, da sie Erben haben soll, und die Verstoene 
zum groen Volk machen; und der Herr wird Knig ber sie sein auf dem 
Berge Zion von nun an bis in Ewigkeit.
8. Und du Turm Eder, eine Feste der Tochter Zion, es wird deine gldene 
Rose kommen, die vorige Herrschaft, das Knigreich der Tochter Jerusalem.
9. Warum hngst du dich denn jetzt an andere Freunde? Ist der Knig nicht 
bei dir, und sind deine Ratgeber alle hinweg, da dich also das Weh 
ankommen ist wie eine in Kindesnten?
10. Lieber, leide doch solch Weh und krchze, du Tochter Zion, wie eine in 
Kindesnten! Denn du mut zwar zur Stadt hinaus und auf dem Felde wohnen 
und gen Babel kommen; aber doch wirst du von dannen wieder errettet 
werden. Daselbst wird dich der Herr erlsen von deinen Feinden.
11. Denn es werden schier sich viel Heiden wider dich rotten und sprechen: 
Sie ist verbannet; wir wollen unsere Lust an Zion sehen.
12. Aber sie wissen des Herrn Gedanken nicht und merken seinen Ratschlag 
nicht, da er sie zuhauf gebracht hat wie Garben auf der Tenne.
13. Darum mache dich auf und dresche, du Tochter Zion! Denn ich will dir 
eiserne Hrner und eherne Klauen machen, und sollst viel Vlker 
zerschmeien; so will ich ihr Gut dem Herrn verbannen und ihre Habe dem 
Herrscher der ganzen Welt.
14. Aber nun, du Kriegerin, rste dich! Denn man wird uns belagern und den 
Richter Israels mit der Rute auf den Backen schlagen.
Der Prophet Micha 5
1. Und du, Bethlehem Ephrata, die du klein bist unter den Tausenden in 
Juda, aus dir soll mir der kommen, der in Israel Herr sei, welches Ausgang 
von Anfang und von Ewigkeit her gewesen ist.
2. Indes lt er sie plagen bis auf die Zeit, da die, so gebren soll, 
geboren habe. Da werden dann die brigen seiner Brder wiederkommen zu den 
Kindern Israel.
3. Er aber wird auftreten und weiden in Kraft des Herrn und im Siege des 
Namens seines Gottes. Und sie werden wohnen; denn er wird zur selbigen 
Zeit herrlich werden; soweit die Welt ist.
4. Dazu werden wir auch Frieden haben vor dem Assur, der jetzt in unser 
Land gefallen ist und unsere Huser zertreten hat. Denn es werden sieben 
Hirten und acht Frsten ber ihn erwecket werden,
5. die das Land Assur verderben mit dem Schwert und das Land Nimrods mit 
ihren bloen Waffen. Also werden wir von Assur gerettet werden, der in 
unser Land gefallen ist und unsere Grenze zertreten hat.
6. Es werden auch die brigen aus Jakob unter vielen Vlkern sein wie ein 
Tau vom Herrn und wie die Trpflein aufs Gras, das auf niemand harret noch 
auf Menschen wartet.
7. Ja, die brigen aus Jakob werden unter den Heiden bei vielen Vlkern 
sein wie ein Lwe unter den Tieren im Walde, wie ein junger Lwe unter 
einer Herde Schafe, welchem niemand wehren kann, wenn er dadurchgehet, 
zertritt und zerreiet.
8. Denn deine Hand wird siegen wider alle deine Widerwrtigen, da alle 
deine Feinde mssen ausgerottet werden.
9. Zur selbigen Zeit, spricht der Herr, will ich deine Rosse von dir tun 
und deine Wagen umbringen;
10. und will die Stdte deines Landes ausrotten und alle deine Festen 
zerbrechen;
11. und will die Zauberer bei dir ausrotten, da keine Zeichendeuter bei 
dir bleiben sollen.
12. Ich will deine Bilder und Gtzen von dir ausrotten, da du nicht mehr 
sollst anbeten deiner Hnde Werk,
13. und will deine Haine zerbrechen und deine Stdte vertilgen.
14. Und ich will Rache ben mit Grimm und Zorn an allen Heiden, so nicht 
gehorchen wollen.
Der Prophet Micha 6
1. Hret doch, was der Herr sagt: Mache dich auf und schilt die Berge und 
la die Hgel deine Stimme hren!
2. Hret, ihr Berge, wie der Herr strafen will, samt den starken 
Grundfesten der Erde! Denn der Herr will sein Volk schelten und will 
Israel strafen.
3. Was hab ich dir getan, mein Volk, und womit habe ich dich beleidiget? 
Das sage mir!
4. Hab ich dich doch aus gyptenland gefhret und aus dem Diensthause 
erlset und vor dir hergesandt Mose, Aaron und Mirjam.
5. Mein Volk, denke doch daran, was Balak, der Knig in Moab, vorhatte, 
und was ihm Bileam, der Sohn Beors, antwortete, von Sittim an bis gen 
Gilgal; daran ihr ja merken solltet, wie der Herr euch alles Gute getan 
hat.
6. Womit soll ich den Herrn vershnen? Mit Bcken vor dem hohen Gott? Soll 
ich mit Brandopfern und jhrigen Klbern ihn vershnen?
7. Meinest du, der Herr habe Gefallen an viel tausend Widdern oder am l, 
wenn es gleich unzhlige Strme voll wren? Oder soll ich meinen ersten 
Sohn fr meine bertretung geben oder meines Leibes Frucht fr die Snde 
meiner Seele?
8. Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist, und was der Herr von dir 
fordert, nmlich Gottes Wort halten und Liebe ben und demtig sein vor 
deinem Gott.
9. Es wird des Herrn Stimme ber die Stadt rufen; aber wer deinen Namen 
frchtet, dem wird's gelingen. Hret, ihr Stmme, was geprediget wird!
10. Noch bleibet unrecht Gut in des Gottlosen Hause und der feindselige, 
geringe Epha.
11. Oder sollt ich die unrechte Waage und falsch Gewicht im Sckel 
billigen,
12. durch welche ihre Reichen viel Unrechts tun? Und ihre Einwohner gehen 
mit Lgen um und haben falsche Zungen in ihrem Halse.
13. Darum will ich dich auch anfahen zu plagen und dich um deiner Snde 
willen wst machen.
14. Du sollst nicht genug zu essen haben und sollst verschmachten. Und was 
du erhaschest, soll doch nicht davonkommen; und was davonkommt, will ich 
doch dem Schwert berantworten.
15. Du sollst sen und nicht ernten; du sollst l keltern und dich mit 
demselben nicht salben, und Most keltern und nicht Wein trinken.
16. Denn man hlt die Weise Amris und alle Werke des Hauses Ahab und folgt 
ihrem Rat. Darum will ich dich zur Wste machen und ihre Einwohner, da 
man sie anpfeifen soll; und sollt meines Volks Schmach tragen.
Der Prophet Micha 7
1. Ach, es gehet mir wie einem, der im Weinberge nachlieset, da man keine 
Trauben findet zu essen, und wollte doch gerne der besten Frchte haben.
2. Die frommen Leute sind weg in diesem Lande; und die Gerechten sind 
nicht mehr unter den Leuten. Sie lauern alle aufs Blut; ein jeglicher jagt 
den andern, da er ihn verderbe,
3. und meinen, sie tun wohl daran, wenn sie Bses tun. Was der Frst will, 
das spricht der Richter, da er ihm wieder einen Dienst tun soll. Die 
Gewaltigen raten nach ihrem Mutwillen, Schaden zu tun, und drehen es, wie 
sie wollen.
4. Der Beste unter ihnen ist wie ein Dorn und der Redlichste wie eine 
Hecke. Aber wenn der Tag deiner Prediger kommen wird, wenn du heimgesucht 
sollst werden, da werden sie dann nicht wissen, wo aus.
5. Niemand glaube seinem Nchsten, niemand verlasse sich auf Frsten! 
Bewahre die Tr deines Mundes vor der, die in deinen Armen schlft!
6. Denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter setzt sich wider die 
Mutter, die Schnur ist wider die Schwieger; und des Menschen Feinde sind 
sein eigen Hausgesinde.
7. Ich aber will auf den Herrn schauen und des Gottes meines Heils 
erwarten; mein Gott wird mich hren.
8. Freue dich nicht, meine Feindin, da ich daniederliege! Ich werde 
wieder aufkommen. Und so ich im Finstern sitze, so ist doch der Herr mein 
Licht.
9. Ich will des Herrn Zorn tragen, denn ich habe wider ihn gesndiget, bis 
er meine Sache ausfhre und mir Recht schaffe. Er wird mich ans Licht 
bringen, da ich meine Lust an seiner Gnade sehe.
10. Meine Feindin wird's sehen mssen und mit aller Schande bestehen, die 
jetzt zu mir sagt: Wo ist der Herr, dein Gott? Meine Augen werden's sehen, 
da sie dann wie ein Kot auf der Gasse zertreten wird.
11. Zu der Zeit werden deine Mauern gebauet werden und Gottes Wort weit 
auskommen.
12. Und zur selbigen Zeit werden sie von Assur und von festen Stdten zu 
dir kommen, von den festen Stdten bis an das Wasser, von einem Meer zum 
andern, von einem Gebirge zum andern.
13. Denn das Land wird wst sein seiner Einwohner halben, um der Frucht 
willen ihrer Werke.
14. Du aber weide dein Volk mit deinem Stabe, die Herde deines Erbteils, 
die da wohnen beide, im Walde alleine und auf dem Felde; la sie zu Basan 
und Gilead weiden wie vor alters!
15. Ich will sie Wunder sehen lassen, gleichwie zu der Zeit, da sie aus 
gyptenland zogen,
16. da die Heiden sehen, und alle ihre Gewaltigen sich schmen sollen und 
die Hand auf ihren Mund legen und ihre Ohren zuhalten.
17. Sie sollen Staub lecken wie die Schlangen und wie das Gewrm auf Erden 
erzittern in ihren Lchern. Sie werden sich frchten vor dem Herrn, unserm 
Gott, und vor dir sich entsetzen.
18. Wo ist solch ein Gott, wie du bist? der die Snde vergibt und erlsset 
die Missetat den brigen seines Erbteils; der seinen Zorn nicht ewiglich 
behlt; denn er ist barmherzig.
19. Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Missetat dmpfen und alle 
unsere Snden in die Tiefe des Meers werfen.
20. Du wirst dem Jakob die Treue und Abraham die Gnade halten, wie du 
unsern Vtern vorlngst geschworen hast.
Der Prophet Nahum 1
1. Dies ist die Last ber Ninive und das Buch der Weissagung Nahums von 
Elkos.
2. Der Herr ist ein eifriger Gott und ein Rcher, ja ein Rcher ist der 
Herr und zornig; der Herr ist ein Rcher wider seine Widersacher, und der 
es seinen Feinden nicht vergessen wird.
3. Der Herr ist geduldig und von groer Kraft, vor welchem niemand 
unschuldig ist; er ist der Herr, des Wege im Wetter und Sturm sind und 
unter seinen Fen dicker Staub,
4. der das Meer schilt und trocken macht und alle Wasser vertrocknet. 
Basan und Karmel verschmachten, und was auf dem Berge Libanon blhet, 
verschmachtet.
5. Die Berge zittern vor ihm, und die Hgel zergehen; das Erdreich bebet 
vor ihm, dazu der Weltkreis und alle, die drinnen wohnen.
6. Wer kann vor seinem Zorn stehen und wer kann vor seinem Grimm bleiben? 
Sein Zorn brennet wie Feuer, und die Felsen zerspringen vor ihm.
7. Der Herr ist gtig und eine Feste zur Zeit der Not und kennet die, so 
auf ihn trauen.
8. Wenn die Flut berher luft, so macht er's mit derselbigen ein Ende; 
aber seine Feinde verfolgt er mit Finsternis.
9. Was gedenket ihr wider den Herrn? Er wird's doch ein Ende machen; es 
wird das Unglck nicht zweimal kommen.
10. Denn gleich als wenn die Dornen, so noch ineinanderwachsen und im 
besten Saft sind, verbrannt werden, wie ganz drr Stroh,
11. also wird sein der Schalksrat, der von dir kommt und Bses wider den 
Herrn gedenket.
12. So spricht der Herr: Sie kommen so gerstet und mchtig, als sie 
wollen, sollen sie doch umgehauen werden und dahinfahren. Ich habe dich 
gedemtiget; aber ich will dich nicht wiederum demtigen.
13. Alsdann will ich sein Joch, das du trgst, zerbrechen und deine Bande 
zerreien.
14. Aber wider dich hat der Herr geboten, da deines Namens Same keiner 
mehr soll bleiben. Vom Hause deines Gottes will ich dich ausrotten, die 
Gtzen und Bilder will ich dir zum Grabe machen; denn du bist zunichte 
worden.
15. Siehe, auf den Bergen kommen Fe eines guten Boten, der da Frieden 
predigt: Halte deine Feiertage, Juda, und bezahle deine Gelbde! Denn es 
wird der Schalk nicht mehr ber dich kommen; er ist gar ausgerottet.
Der Prophet Nahum 2
1. Es wird der Zerstreuer wider dich heraufziehen und die Feste belagern. 
Aber ja, berenne die Strae wohl, niste dich aufs beste und strke dich 
aufs gewaltigste!
2. Denn der Herr wird die Hoffart Jakobs vergelten wie die Hoffart 
Israels; denn die Ableser werden sie ablesen und ihre Feser verderben.
3. Die Schilde seiner Starken sind rot, sein Heeresvolk siehet wie Purpur, 
seine Wagen leuchten wie Feuer, wenn er treffen will; ihre Spiee beben.
4. Die Wagen rollen auf den Gassen und rasseln auf den Straen; sie 
blicken wie Fackeln und fahren untereinander her wie die Blitze.
5. Er aber wird an seine Gewaltigen gedenken; doch werden dieselbigen 
fallen, wo sie hinaus wollen; und werden eilen zur Mauer und zu dem 
Schirm, da sie sicher seien.
6. Aber die Tore an den Wassern werden doch geffnet, und der Palast wird 
untergehen.
7. Die Knigin wird gefangen weggefhret werden; und ihre Jungfrauen 
werden seufzen wie die Tauben und an ihre Brust schlagen.
8. Denn Ninive ist wie ein Teich voll Wassers; aber dasselbige wird 
verflieen mssen. Stehet, stehet! (werden sie rufen); aber da wird sich 
niemand umwenden.
9. So raubet nun Silber, raubet Gold! Denn hie ist der Schtze kein Ende 
und die Menge aller kstlichen Kleinode.
10. Aber nun mu sie rein abgelesen und geplndert werden, da ihr Herz 
mu verzagen, die Kniee schlottern, alle Lenden zittern, und aller 
Angesicht bleich sehen, wie ein Topf.
11. Wo ist nun die Wohnung der Lwen und die Weide der jungen Lwen, da 
der Lwe und die Lwin mit den jungen Lwen wandelten, und niemand durfte 
sie scheuchen?
12. Sondern der Lwe raubete genug fr seine Jungen und wrgete es seinen 
Lwinnen; seine Hhlen fllete er mit Raub und seine Wohnung mit dem, das 
er zerrissen hatte.
13. Siehe, ich will an dich, spricht der Herr Zebaoth, und deine Wagen im 
Rauch anznden; und das Schwert soll deine jungen Lwen fressen; und will 
deines Raubens ein Ende machen auf Erden, da man deiner Boten Stimme 
nicht mehr hren soll.
Der Prophet Nahum 3
1. Wehe der mrderischen Stadt, die voll Lgen und Ruberei ist und von 
ihrem Rauben nicht lassen will!
2. Denn da wird man hren die Geieln klappen und die Rder rasseln und 
die Rosse schreien und die Wagen rollen.
3. Er bringet Reiter herauf mit glnzenden Schwertern und mit blitzenden 
Spieen. Da liegen viel Erschlagene und groe Haufen Leichname, da 
derselbigen keine Zahl ist und man ber ihre Leichname fallen mu.
4. Das alles um der groen Hurerei willen der schnen lieben Hure, die mit 
Zauberei umgehet, die mit ihrer Hurerei die Heiden und mit ihrer Zauberei 
Land und Leute erworben hat.
5. Siehe, ich will an dich, spricht der Herr Zebaoth! Ich will dir dein 
Gebrme aufdecken unter dein Angesicht und will den Heiden deine Ble und 
den Knigreichen deine Schande zeigen.
6. Ich will dich ganz greulich machen und dich schnden und ein Scheusal 
aus dir machen,
7. da alle, die dich sehen, von dir fliehen und sagen sollen: Ninive ist 
verstret; wer will Mitleid mit ihr haben, und wo soll ich dir Trster 
suchen?
8. Meinest du, du seiest besser denn die Stadt No der Regenten, die da lag 
an den Wassern und ringsumher Wasser hatte, welcher Mauern und Feste war 
das Meer?
9. Mohren und gypten war ihre unzhlige Macht, Put und Libyen waren deine 
Hilfe.
10. Noch hat sie mssen vertrieben werden und gefangen wegziehen, und sind 
ihre Kinder auf allen Gassen erschlagen worden; und um ihre Edlen warf man 
das Los, und alle ihre Gewaltigen wurden in Ketten und Fesseln gelegt.
11. Also mut du auch trunken werden und dich verbergen und eine Feste 
suchen vor dem Feinde.
12. Alle deine festen Stdte sind wie Feigenbume mit reifen Feigen, wenn 
man sie schttelt, da sie dem ins Maul fallen, der sie essen will.
13. Siehe, dein Volk soll zu Weibern werden in dir, und die Tore deines 
Landes sollen deinen Feinden geffnet werden; und das Feuer soll deine 
Riegel verzehren.
14. Schpfe dir Wasser, denn du wirst belagert werden; bessere deine 
Festen; gehe in den Ton und tritt den Leimen und mache starke Ziegel.
15. Aber das Feuer wird dich fressen und das Schwert tten; es wird dich 
abfressen wie die Kfer, es wird dich berfallen wie Kfer, es wird dich 
berfallen wie Heuschrecken;
16. Du hast mehr Hndler, denn Sterne am Himmel sind; aber nun werden sie 
sich ausbreiten wie Kfer und davonfliegen.
17. Deiner Herren ist so viel als der Heuschrecken und deiner Hauptleute 
als der Kfer, die sich an die Zune lagern in den kalten Tagen; wenn aber 
die Sonne aufgehet, heben sie sich davon, da man nicht wei, wo sie 
bleiben.
18. Deine Hirten werden schlafen, o Knig zu Assur, deine Mchtigen werden 
sich legen und dein Volk wird auf den Bergen zerstreuet sein, und niemand 
wird sie versammeln.
19. Niemand wird um deinen Schaden trauern, noch sich um deine Plage 
krnken, sondern alle, die solches von dir hren, werden mit ihren Hnden 
ber dich klappen. Denn ber wen ist nicht deine Bosheit ohne Unterla 
gegangen?
Der Prophet Habakuk 1
1. Dies ist die Last, welche der Prophet Habakuk gesehen hat.
2. Herr, wie lange soll ich schreien, und du willst nicht hren? Wie lange 
soll ich zu dir rufen ber Frevel, und du willst nicht helfen?
3. Warum lssest du mich sehen Mhe und Arbeit? Warum zeigest du mir Raub 
und Frevel um mich? Es gehet Gewalt ber Recht.
4. Darum gehet es gar anders denn recht und kann keine rechte Sache 
gewinnen; denn der Gottlose bervorteilt den Gerechten, darum gehen 
verkehrte Urteile.
5. Schauet unter den Heiden, sehet und verwundert euch; denn ich will 
etwas tun zu euren Zeiten, welches ihr nicht glauben werdet, wenn man 
davon sagen wird.
6. Denn siehe, ich will die Chalder erwecken, ein bitter und schnell 
Volk, welches ziehen wird, soweit das Land ist, Wohnungen einzunehmen, die 
nicht sein sind,
7. und wird grausam und schrecklich sein, das da gebeut und zwinget, wie, 
es will.
8. Ihre Rosse sind schneller denn die Parden; so sind sie auch beiiger 
denn die Wlfe des Abends. Ihre Reiter ziehen mit groen Haufen von ferne 
daher, als flgen sie, wie die Adler eilen zum Aas.
9. Sie kommen allesamt, da sie Schaden tun; wo sie hin wollen, reien sie 
hindurch wie ein Ostwind und werden Gefangene zusammenraffen wie Sand.
10. Sie werden der Knige spotten und der Frsten werden sie lachen. Alle 
Festungen werden ihnen ein Scherz sein; denn sie werden Schutt machen und 
sie doch gewinnen.
11. Alsdann werden sie einen neuen Mut nehmen, werden fortfahren und sich 
versndigen; dann mu ihr Sieg ihres Gottes sein.
12. Aber du, Herr, mein Gott, mein Heiliger, der du von Ewigkeit her bist, 
la uns nicht sterben, sondern la sie uns, o Herr, nur eine Strafe sein 
und la sie, o unser Hort, uns nur zchtigen!
13. Deine Augen sind rein, da du bels nicht sehen magst, und dem Jammer 
kannst du nicht zusehen. Warum siehest du denn zu den Verchtern und 
schweigest, da der Gottlose verschlinget den, der frmmer denn er ist,
14. und lsset die Menschen gehen wie Fische im Meer, wie Gewrm, das 
keinen, Herrn hat?
15. Sie ziehen's alles mit dem Hamen und fahen's mit ihrem Netze und 
sammeln's mit ihrem Garn; des freuen sie sich und sind frhlich.
16. Darum opfern sie ihrem Netze und ruchern ihrem Garn, weil durch 
dieselbigen ihr Teil so fett und ihre Speise so vllig worden ist.
17. Derhalben werfen sie ihr Netz noch immer aus und wollen nicht 
aufhren, Leute zu erwrgen.
Der Prophet Habakuk 2
1. Hie stehe ich auf meiner Hut und trete auf meine Feste und schaue und 
sehe zu, was mir gesagt werde, und was ich antworten solle dem, der mich 
schilt.
2. Der Herr aber antwortet mir und spricht: Schreibe das Gesicht und male 
es auf eine Tafel, da es lesen knne, wer vorberluft (nmlich also):
3. Die Weissagung wird ja noch erfllet werden zu seiner Zeit und wird 
endlich frei an Tag kommen und nicht auen bleiben. Ob sie aber verzeucht, 
so harre ihrer; sie wird gewilich kommen und nicht verziehen.
4. Siehe, wer halsstarrig ist, der wird keine Ruhe in seinem Herzen haben; 
denn der Gerechte lebet seines Glaubens.
5. Aber der Wein betrgt den stolzen Mann, da er nicht bleiben kann, 
welcher seine Seele aufsperret wie die Hlle, und ist gerade wie der Tod, 
der nicht zu sttigen ist, sondern rafft zu sich alle Heiden und sammelt 
zu sich alle Vlker.
6. Was gilt's aber? Dieselbigen alle werden einen Spruch von ihm machen 
und eine Sage und Sprichwort und werden sagen: Wehe dem, der sein Gut 
mehret mit fremdem Gut! Wie lange wird's whren? und ladet nur viel 
Schlammes auf sich.
7. O wie pltzlich werden aufwachen, die dich beien, und erwachen, die 
dich wegstoen! Und du mut ihnen zuteil werden.
8. Denn du hast viel Heiden geraubt; so werden dich wieder rauben alle 
brigen von den Vlkern um der Menschen Bluts willen und um des Frevels 
willen, im Lande und in der Stadt und an allen, die drinnen wohnen, 
begangen.
9. Wehe dem, der da geizet zum Unglck seines Hauses, auf da er sein Nest 
in die Hhe lege, da er dem Unfall entrinne!
10. Aber dein Ratschlag wird zur Schande deines Hauses geraten; denn du 
hast zu viel Vlker zerschlagen und hast mit allem Mutwillen gesndiget.
11. Denn auch die Steine in der Mauer werden schreien, und die Balken am 
Gesperre werden ihnen antworten.
12. Wehe dem, der die Stadt mit Blut bauet und zurichtet die Stadt mit 
Unrecht!
13. Ist's nicht also, da vom Herrn Zebaoth geschehen wird? Was dir die 
Vlker gearbeitet haben, mu mit Feuer verbrennen, und daran die Leute 
mde worden sind, mu verloren sein.
14. Denn die Erde wird voll werden von Erkenntnis der Ehre des Herrn, wie 
Wasser, das das Meer bedeckt.
15. Wehe dir, der du deinem Nchsten einschenkest und mischest deinen 
Grimm darunter und trunken machest, da du seine Scham sehest!
16. Man wird dich auch sttigen mit Schande fr Ehre. So saufe du nun 
auch, da du taumelst; denn dich wird umgeben der Kelch in der Rechten des 
Herrn, und mut schndlich speien fr deine Herrlichkeit.
17. Denn der Frevel, am Libanon begangen, wird dich berfallen, und die 
verstrten Tiere werden dich schrecken uni der Menschen Bluts willen und 
um des Frevels willen, im Lande und in der Stadt und an allen, die drinnen 
wohnen, begangen.
18. Was wird dann helfen das Bild, das sein Meister gebildet hat, und das 
falsche gegossene Bild, darauf sich verlt sein Meister, da er stumme 
Gtzen machte?
19. Wehe dem, der zum Holz spricht: Wache auf! und zum stummen Stein: 
Stehe auf! Wie sollt es lehren? Siehe, es ist mit Gold und Silber 
berzogen, und ist kein Odem in ihm.
20. Aber der Herr ist in seinem heiligen Tempel. Es sei vor ihm stille 
alle Welt!
Der Prophet Habakuk 3
2. Herr, ich habe dein Gercht gehret, da ich mich entsetze. Herr, du 
machst dein Werk lebendig mitten in den Jahren und lssest es kund werden 
mitten in den Jahren. Wenn Trbsal da ist, so denkest du der 
Barmherzigkeit.
3. Gott kam vom Mittage und der Heilige vom Gebirge Paran. Sela. Seines 
Lobes war der Himmel voll und seiner Ehre war die Erde voll.
4. Sein Glanz war wie Licht; Glnze gingen von seinen Hnden; daselbst war 
heimlich seine Macht.
5. Vor ihm her ging Pestilenz, und Plage ging aus, wo er hintrat.
6. Er stund und ma das Land; er schauete und zertrennete die Heiden, da 
der Welt Berge zerschmettert wurden und sich bcken muten die Hgel in 
der Welt, da er ging in der Welt.
7. Ich sah der Mohren Htten in Mhe und der Midianiter Gezelte betrbt.
8. Warest du nicht zornig, Herr, in der Flut und dein Grimm in den Wassern 
und dein Zorn im Meer, da du auf deinen Rossen rittest und deine Wagen den 
Sieg behielten?
9. Du zogest den Bogen hervor, wie du geschworen hattest den Stmmen, 
Sela, und teiltest die Strme ins Land.
10. Die Berge sahen dich, und ihnen ward bange; der Wasserstrom fuhr 
dahin, die Tiefe lie sich hren, die Hhe hub die Hnde auf.
11. Sonne und Mond stunden still. Deine Pfeile fuhren mit Glnzen dahin 
und deine Speere mit Blicken des Blitzes.
12. Du zertratest das Land im Zorn und zerdroschest die Heiden im Grimm.
13. Du zogest aus, deinem Volk zu helfen, zu helfen deinem Gesalbten. Du 
zerschmissest das Haupt im Hause des Gottlosen und entbletest die 
Grundfeste bis an den Hals. Sela.
14. Du wolltest fluchen dem Zepter des Haupts samt seinen Flecken, die wie 
ein Wetter kommen, mich zu zerstreuen, und freuen sich, als fren sie den 
Elenden verborgen.
15. Deine Pferde gehen im Meer, im Schlamm groer Wasser.
16. Weil ich solches hre, ist mein Bauch betrbt, meine Lippen zittern 
von dem Geschrei; Eiter gehet in meine Gebeine, ich bin bei mir betrbt. O 
da ich ruhen mchte zur Zeit der Trbsal, da wir hinaufziehen zum Volk, 
das uns bestreitet.
17. Denn der Feigenbaum wird nicht grnen, und wird kein Gewchs sein an 
den Weinstcken; die Arbeit am lbaum fehlet und die cker bringen keine 
Nahrung, und Schafe werden aus den Hrden gerissen, und werden keine 
Rinder in den Stllen sein.
18. Aber ich will mich freuen des Herrn und frhlich sein in Gott, meinem 
Heil.
19. Denn der Herr Herr ist meine Kraft und wird meine Fe machen wie 
Hirschfe und wird mich in der Hhe fhren, da ich singe auf meinem 
Saitenspiel.
Der Prophet Zephanja 1
1. Dies ist das Wort des Herrn, welches geschah zu Zephanja, dem Sohn 
Chusis, des Sohns Gedaljas, des Sohns Amarjas, des Sohns Hiskias, zur Zeit 
Josias, des Sohns Amons, des Knigs Judas:
2. Ich will alles aus dem Lande wegnehmen, spricht der Herr.
3. Ich will beide, Menschen und Vieh, beide, Vgel des Himmels und Fische 
im Meer, wegnehmen samt den rgernissen und den Gottlosen; ja, ich will 
die Menschen ausreuten aus dem Lande, spricht der Herr.
4. Ich will meine Hand ausstrecken ber Juda und ber alle, die zu 
Jerusalem wohnen; also will ich das brige von Baal ausreuten, dazu den 
Namen der Kamarim und Priester aus diesem Ort
5. und die, so auf den Dchern des Himmels Heer anbeten, die es anbeten 
und schwren doch bei dem Herrn und zugleich bei Malchom,
6. und die vom Herrn abfallen und die nach dem Herrn nichts fragen und ihn 
nicht achten.
7. Seid stille vor dem Herrn Herrn; denn des Herrn Tag ist nahe! Denn der 
Herr hat ein Schlachtopfer zubereitet und seine Gste dazu geladen.
8. Und am Tage des Schlachtopfers des Herrn will ich heimsuchen die 
Frsten und des Knigs Kinder und alle, die ein fremd Kleid fragen.
9. Auch will ich zur selbigen Zeit die heimsuchen, so ber die Schwelle 
springen, die ihrer Herren Haus fllen mit Rauben und Trgen.
10. Zur selbigen Zeit, spricht der Herr, wird sich ein laut Geschrei 
erheben von dem Fischtor an und ein Geheul von dem andern Tor und ein 
groer Jammer auf den Hgeln.
11. Heulet, die ihr in der Mhle wohnet! Denn das ganze Krmervolk ist 
dahin, und alle, die Geld sammeln, sind ausgerottet.
12. Zur selbigen Zeit will ich Jerusalem mit Laternen durchsuchen und will 
heimsuchen die Leute, die auf ihren Hefen liegen und sprechen in ihrem 
Herzen: Der Herr wird weder Gutes noch Bses tun.
13. Und sollen ihre Gter zum Raube werden und ihre Huser zur Wste. Sie 
werden Huser bauen und nicht drinnen wohnen; sie werden Weinberge 
pflanzen und keinen Wein davon trinken.
14. Denn des Herrn groer Tag ist nahe; er ist nahe und eilet sehr. Wenn 
das Geschrei vom Tage des Herrn kommen wird, so werden die Starken alsdann 
bitterlich schreien.
15. Denn dieser Tag ist ein Tag des Grimmes, ein Tag der Trbsal und 
Angst, ein Tag des Wetters und Ungestms, ein Tag der Finsternis und 
Dunkels, ein Tag der Wolken und Nebel,
16. ein Tag der Posaunen und Trommeten wider die festen Stdte und hohen 
Schlsser.
17. Ich will den Leuten bange machen, da sie umhergehen sollen wie die 
Blinden, darum da sie wider den Herrn gesndiget haben. Ihr Blut soll 
vergossen werden, als wre es Staub, und ihr Leib, als wre es Kot.
18. Es wird sie ihr Silber und Gold nicht erretten mgen am Tage des Zorns 
des Herrn, sondern das ganze Land soll durch das Feuer seines Eifers 
verzehret werden; denn er wird's pltzlich ein Ende machen mit allen, die 
im Lande wohnen.
Der Prophet Zephanja 2
1. Sammelt euch und kommet her, ihr feindseliges Volk,
2. ehe denn das Urteil ausgehe, da ihr, wie die Spreu bei Tage, 
dahinfahret, ehe denn des Herrn grimmiger Zorn ber euch komme, ehe der 
Tag des Herrn Zorns ber euch komme.
3. Suchet den Herrn, alle ihr Elenden im Lande, die ihr seine Rechte 
haltet! Suchet Gerechtigkeit, suchet Demut, auf da ihr am Tage des Herrn 
Zorns mget verborgen werden.
4. Denn Gasa mu verlassen werden und Askalon wst werden; Asdod soll im 
Mittag vertrieben werden und Akaron ausgewurzelt werden.
5. Wehe denen, so am Meer hinab wohnen, den Kriegern! Des Herrn Wort wird 
ber euch kommen. Du, Kanaan, der Philister Land, ich will, dich 
umbringen, da niemand mehr da wohnen soll.
6. Es sollen am Meer hinab eitel Hirtenhuser und Schafhrden sein.
7. Und dasselbe soll den brigen vom Hause Juda zuteil werden, da sie 
darauf weiden sollen. Des Abends sollen sie sich in den Husern Askalons 
lagern, wenn sie nun der Herr, ihr Gott, wiederum heimgesucht und ihr 
Gefngnis gewendet hat.
8. Ich habe die Schmach Moabs und das Lstern der Kinder Ammon gehret, 
damit sie mein Volk geschmhet und auf desselbigen Grenzen sich gerhmet 
haben.
9. Wohlan, so wahr ich lebe, spricht der Herr Zebaoth, der Gott Israels: 
Moab soll wie Sodom und die Kinder Ammon wie Gomorrha werden, ja, wie ein 
Nesselstrauch und Salzgrube und eine ewige Wstnis. Die brigen meines 
Volks sollen sie rauben und die berbliebenen meines Volks sollen sie 
erben.
10. Das soll ihnen begegnen fr ihre Hoffart, da sie des Herrn Zebaoth 
Volk geschmhet und sich gerhmet haben.
11. Schrecklich wird der Herr ber sie sein; denn er wird alle Gtter auf 
Erden vertilgen. Und sollen ihn anbeten alle Inseln unter den Heiden, ein 
jeglicher an seinem Ort.
12. Auch sollt ihr Mohren durch mein Schwert erschlagen werden;
13. Und er wird seine Hand strecken ber Mitternacht und Assur umbringen. 
Ninive wird er de machen, drr wie eine Wste,
14. da drinnen sich lagern werden allerlei Tiere unter den Heiden; auch 
Rohrdommeln und Igel werden wohnen auf ihren Trmen und werden in den 
Fenstern singen und die Raben auf den Balken; denn die Zedernbretter 
sollen abgerissen werden.
15. Das ist die frhliche Stadt, die so sicher wohnete und sprach in ihrem 
Herzen: Ich bin's, und keine mehr! Wie ist sie so wst worden, da die 
Tiere drinnen wohnen! Und wer vorbergehet, pfeifet sie an und klappet mit 
der Hand ber sie.
Der Prophet Zephanja 3
1. Wehe der scheulichen, unfltigen, tyrannischen Stadt!
2. Sie will nicht gehorchen noch sich zchtigen lassen; sie will auf den 
Herrn nicht trauen noch sich zu ihrem Gott halten.
3. Ihre Frsten sind unter ihnen brllende Lwen und ihre Richter Wlfe am 
Abend, die nichts lassen bis auf den Morgen berbleiben.
4. Ihre Propheten sind leichtfertig und Verchter. Ihre Priester entweihen 
das Heiligtum und deuten das Gesetz freventlich.
5. Aber der Herr, der unter ihnen ist, lehret wohl recht und tut kein 
Arges. Er lt alle Morgen seine Rechte ffentlich lehren und lt nicht 
ab; aber die bsen Leute wollen sich nicht schmen lernen.
6. Darum will ich diese Leute ausrotten, ihre Schlsser verwsten und ihre 
Gassen so leer machen, da niemand darauf gehen soll; ihre Stdte sollen 
zerstret werden, da niemand mehr da wohne.
7. Ich lie dir sagen: Mich sollst du frchten und dich lassen zchtigen, 
so wrde ihre Wohnung nicht ausgerottet und der keines kommen, damit ich 
sie heimsuchen werde. Aber sie sind fleiig, allerlei Bosheit zu ben.
8. Darum, spricht der Herr, msset ihr wiederum mein auch harren, bis ich 
mich aufmache zu seiner Zeit, da ich auch rechten werde und die Heiden 
versammeln und die Knigreiche zuhauf bringen, meinen Zorn ber sie zu 
schtten, ja, allen Zorn meines Grimmes. Denn alle Welt soll durch meines 
Eifers Feuer verzehret werden.
9. Alsdann will ich den Vlkern anders predigen lassen mit freundlichen 
Lippen, da sie alle sollen des Herrn Namen anrufen und ihm dienen 
eintrchtiglich.
10. Man wird mir meine Anbeter, nmlich die Zerstreuten von jenseit des 
Wassers im Mohrenlande, herbringen zum Geschenk.
11. Zur selbigen Zeit wirst du dich nicht mehr schmen alles deines Tuns, 
damit du wider mich bertreten hast; denn ich will die stolzen Heiligen 
von dir tun, da du nicht mehr sollst dich erheben um meines heiligen 
Berges willen.
12. Ich will in dir lassen berbleiben ein arm, gering Volk; die werden 
auf des Herrn Namen trauen.
13. Die brigen in Israel werden kein Bses tun noch falsch reden, und man 
wird in ihrem Munde keine betrgliche Zunge finden, sondern sie sollen 
weiden und ruhen, ohne alle Furcht.
14. Jauchze, du Tochter Zion! Rufe, Israel! Freue dich und sei frhlich 
von ganzem Herzen, du Tochter Jerusalem!
15. Denn der Herr hat deine Strafe weggenommen und deine Feinde 
abgewendet. Der Herr, der Knig Israels, ist bei dir, da du dich vor 
keinem Unglck mehr frchten darfst.
16. Zur selbigen Zeit wird man sprechen zu Jerusalem: Frchte dich nicht! 
und zu Zion: La deine Hnde nicht la werden!
17. Denn der Herr, dein Gott, ist bei dir, ein starker Heiland; er wird 
sich ber dich freuen und dir freundlich sein und vergeben und wird ber 
dir mit Schall frhlich sein.
18. Die, so durch Satzungen gengstet waren, will ich wegschaffen, da sie 
von dir kommen, welche Satzungen ihre Last waren, davon sie Schmach hatten.
19. Siehe, ich will's mit allen denen ausmachen zur selbigen Zeit, die 
dich beleidigen; und will der Hinkenden helfen und die Verstoene sammeln; 
und will sie zu Lob und Ehren machen in allen Landen, darin man sie 
verachtet.
20. Zur selbigen Zeit will ich euch hereinbringen und euch zur selbigen 
Zeit versammeln. Denn ich will euch zu Lob und Ehren machen unter allen 
Vlkern auf Erden, wenn ich euer Gefngnis wenden werde vor euren Augen, 
spricht der Herr.
Der Prophet Haggai 1
1. Im andern Jahr des Knigs Darius, im sechsten Monden, am ersten Tage 
des Monden, geschah des Herrn Wort durch den Propheten Haggai zu 
Serubabel, dem Sohn Sealthiels, dem Frsten Judas, und zu Josua, dem Sohn 
Jozadaks, dem Hohenpriester, und sprach:
2. So spricht der Herr Zebaoth: Dies Volk spricht: Die Zeit ist noch nicht 
da, da man des Herrn Haus baue.
3. Und des Herrn Wort geschah durch den Propheten Haggai:
4. Aber eure Zeit ist da, da ihr in getfelten Husern wohnet, und dies 
Haus mu wst stehen?
5. Nun, so spricht der Herr Zebaoth: Schauet, wie es euch gehet!
6. Ihr set viel und bringet wenig ein; ihr esset und werdet doch nicht 
satt; ihr trinket und werdet doch nicht trunken; ihr kleidet euch und 
knnet euch doch nicht erwrmen; und welcher Geld verdienet, der legt, es 
in einen lchrigen Beutel.
7. So spricht der Herr Zebaoth: Schauet, wie es euch gehet!
8. Gehet hin auf das Gebirge und holet Holz und bauet das Haus; das soll 
mir angenehm sein und will meine Ehre erzeigen, spricht der Herr.
9. Denn ihr wartet wohl auf viel, und siehe, es wird wenig; und ob ihr's 
schon heimbringet, so zerstube ich's doch. Warum das? spricht der Herr 
Zebaoth. Darum, da mein Haus so wst stehet, und ein jeglicher eilet auf 
sein Haus.
10. Darum hat der Himmel ber euch den Tau verhalten und das Erdreich sein 
Gewchs.
11. Und ich habe die Drre gerufen, beide, ber Land und Berge, ber Korn, 
Most, l und ber alles, was aus der Erde kommt, auch ber Leute und Vieh 
und ber alle Arbeit der Hnde.
12. Da gehorchte Serubabel, der Sohn Sealthiels, und Josua, der Sohn 
Jozadaks, der Hohepriester und alle brigen des Volks solcher Stimme des 
Herrn, ihres Gottes, und den Worten des Propheten Haggai, wie ihn der 
Herr, ihr Gott, gesandt hatte; und das Volk frchtete sich vor dem Herrn.
13. Da sprach Haggai, der Engel des Herrn, der die Botschaft des Herrn 
hatte an das Volk: Ich bin mit euch, spricht der Herr.
14. Und der Herr erweckte den Geist Serubabels, des Sohns Sealthiels, des 
Frsten Judas, und den Geist Josuas, des Sohns Jozadaks, des 
Hohenpriesters, und den Geist des ganzen brigen Volks, da sie kamen und 
arbeiteten am Hause des Herrn Zebaoth, ihres Gottes.
Der Prophet Haggai 2
1. Am vierundzwanzigsten Tage des sechsten Monden, im andern Jahr des 
Knigs Darius,
2. am einundzwanzigsten Tage des siebenten Monden, geschah des Herrn Wort 
durch den Propheten Haggai und sprach:
3. Sage zu Serubabel, dem Sohn Sealthiels, dem Frsten Judas, und zu 
Josua, dem Sohn Jozadaks, dem Hohenpriester, und zum brigen Volk und 
sprich:
4. Wer ist unter euch berblieben, der dies Haus in seiner vorigen 
Herrlichkeit gesehen hat? Und wie sehet ihr's nun an? Ist's nicht also, es 
dnket euch nichts sein?
5. Und nun, Serubabel, sei getrost, spricht der Herr; sei getrost, Josua, 
du Sohn Jozadaks, du Hoherpriester; sei getrost, alles Volk im Lande, 
spricht der Herr, und arbeitet! Denn ich bin mit euch, spricht der Herr 
Zebaoth.
6. Nach dem Wort, da ich mit euch einen Bund machte, da ihr aus gypten 
zoget, soll mein Geist unter euch bleiben. Frchtet euch nicht!
7. Denn so spricht der Herr Zebaoth: Es ist noch ein Kleines dahin, da 
ich Himmel und Erde und das Meer und Trockene bewegen werde.
8. Ja, alle Heiden will ich bewegen. Da soll dann kommen aller Heiden 
Trost. Und ich will dies Haus voll Herrlichkeit machen, spricht der Herr 
Zebaoth.
9. Denn mein ist beides, Silber und Gold, spricht der Herr Zebaoth.
10. Es soll die Herrlichkeit dieses letz ten Hauses grer weiden, denn 
des ersten gewesen ist, spricht der Herr Zebaoth; und ich will Frieden 
geben an diesem Ort, spricht der Herr Zebaoth.
11. Am vierundzwanzigsten Tage des neunten Monden, im andern Jahr Darius, 
geschah des Herrn Wort zu dem Propheten Haggai und sprach:
12. So spricht der Herr Zebaoth: Frage die Priester um das Gesetz und 
sprich:
13. Wenn jemand heilig Fleisch trge in seines Kleides Geren und rhrete 
danach an mit seinem Geren Brot, Gemse, Wein, l, oder was es fr Speise 
wre, wrde es auch heilig? Und die Priester antworteten und sprachen: 
Nein.
14. Haggai sprach: Wo aber ein Unreiner von einem berhrten Ans dieser 
eines anrhrete, wrde es auch unrein? Die Priester antworteten und 
sprachen: Es wrde unrein.
15. Da antwortete Haggai und sprach: Eben also sind dies Volk und diese 
Leute vor mir auch, spricht der Herr; und all ihrer Hunde Werk, und was 
sie opfern, ist unrein.
16. Und nun schauet, wie: es euch gegangen ist von diesem Tage an und 
zuvor, ehe denn ein Stein auf den andern gelegt ward am Tempel des Herrn:
17. da, wenn einer zum Kornhaufen kam, der zwanzig Ma haben sollte, so 
waren kaum zehn da; kam er zur Kelter und meinete, fnfzig Eimer zu 
schpfen, so waren kaum zwanzig da.
18. Denn ich plagte euch mit Drre, Brandkorn und Hagel in all eurer 
Arbeit; noch kehretet ihr euch nicht zu mir, spricht der Herr.
19. So schauet nun darauf, von diesem Tage an und zuvor, nmlich von dem 
vierundzwanzigsten Tage des neunten Monden bis an den Tag, da der Tempel 
des Herrn gegrndet ist, schauet darauf!
20. Denn der Same liegt noch in der Scheuer und trgt noch nichts, weder 
Weinstcke, Feigenbume, Granatbume noch lbume; aber von diesem Tage an 
will ich Segen geben.
21. Und des Herrn Wort geschah zum andernmal zu Haggai, am 
vierundzwanzigsten Tage des Monden, und sprach:
22. Sage Serubabel, dem Frsten Judas, und sprich: Ich will Himmel und 
Erde bewegen
23. und will die Sthle der Knigreiche umkehren und die mchtigen 
Knigreiche der Heiden vertilgen und will beide, Wagen mit ihren Reitern, 
umkehren, da beide, Ro und Mann, herunterfallen sollen, ein jeglicher 
durch des andern Schwert.
24. Zur selbigen Zeit, spricht der Herr Zebaoth, will ich dich, Serubabel, 
du Sohn Sealthiels, meinen Knecht, nehmen, spricht der Herr, und will dich 
wie einen Petschaftsring halten; denn ich habe dich erwhlet, spricht der 
Herr Zebaoth.
Der Prophet Sacharja 1
1. Im achten Monden des andern Jahrs des Knigs Darius geschah dies Wort 
des Herrn zu Sacharja dem Sohn Berechjas, des Sohns Iddos, dem Propheten, 
und sprach:
2. Der Herr ist zornig gewesen ber eure Vter.
3. Und sprich zu ihnen: So spricht der Herr Zebaoth: Kehret euch zu mir, 
spricht der Herr Zebaoth, so ich mich zu euch kehren, spricht der Herr 
Zebaoth.
4. Seid nicht wie eure Vter, welchen die vorigen Propheten predigten und 
sprachen: So spricht der Herr Zebaoth: Kehret euch von euren bsen Wegen 
und von eurem bsen Tun! Aber sie gehorchten nicht und achteten nicht auf 
mich, spricht der Herr.
5. Wo sind nun eure Vter und die Propheten? Leben sie auch noch?
6. Ist's nicht also, da meine Worte und meine Rechte, die ich durch meine 
Knechte, die Propheten, gebot, hohen eure Vter getroffen, da sie sich 
haben mssen kehren und sagen: Gleichwie der Herr Zebaoth vorhatte, uns zu 
tun, danach wir gingen und taten, also hat er uns auch getan?
7. Im vierundzwanzigsten Tage des elften Monden, welcher ist der Mond 
Sebat, im andern Jahr (des Knigs) Darius, geschah das Wort des Herrn zu 
Sacharja, dem Sohn Berechjas, des Sohns Iddos, dem Propheten, und sprach:
8. ich sah bei der Nacht, und siehe, ein Mann sa auf einem roten Pferde 
und er hielt unter den Myrten in der Aue; und hinter ihm waren rote, 
braune und weie Pferde.
9. Und ich sprach: Mein Herr, wer sind diese? Und der Engel, der mit mir 
redete, sprach zu mir: Ich will dir zeigen, wer diese sind.
10. Und der Mann, der unter den Myrten hielt, antwortete und sprach: Diese 
sind, die der Herr ausgesandt hat, das Land durchzuziehen.
11. Sie aber antworteten dem Engel des Herrn, der unter den Myrten hielt, 
und sprachen: Wir sind durchs Land gezogen; und siehe, alle Lnder sitzen 
stille.
12. Da antwortete der Engel des Herrn und sprach: Herr Zebaoth, wie lange 
willst du denn dich nicht erbarmen ber Jerusalem und ber die Stdte 
Judas, ber welche du zornig bist gewesen diese siebenzig Jahre?
13. Und der Herr antwortete dem Engel, der mit mir redete, freundliche 
Worte und trstliche Worte.
14. Und der Engel, der mit mir redete, sprach zu mir: Predige und sprich: 
So spricht der Herr Zebaoth: Ich habe sehr geeifert ber Jerusalem und 
Zion;
15. aber ich bin sehr zornig ber die stolzen Heiden; denn ich war nur ein 
wenig zornig, sie aber helfen zum Verderben.
16. Darum so spricht der Herr: Ich will mich wieder zu Jerusalem kehren 
mit Barmherzigkeit, und mein Haus soll drinnen gebauet werden, spricht der 
Herr Zebaoth; dazu soll die Zimmerschnur in Jerusalem gezogen werden.
17. Und predige weiter und sprich: So spricht der Herr Zebaoth: Es soll 
meinen Stdten wieder wohlgehen, und der Herr wird Zion wieder trsten und 
wird Jerusalem wieder erwhlen.
18. Und ich hub meine Augen auf und sah, und siehe, da waren vier Hrner.
19. Und ich sprach zum Engel, der mit mir redete: Wer sind diese? Er 
sprach zu mir: Es sind die Hrner, die Juda samt dem Israel und Jerusalem 
zerstreuet haben.
20. Und der Herr zeigte mir viel Schmiede.
21. Da sprach ich: Was wollen die machen? Er sprach: Die Hrner, die Juda 
so zerstreuet haben, da niemand sein Haupt hat mgen aufheben, 
dieselbigen abzuschrecken, sind diese kommen, da sie die Hrner der 
Heiden abstoen, welche das Horn haben ber das Land Juda gehoben, 
dasselbige zu zerstreuen.
Der Prophet Sacharja 2
1. Und ich hub meine Augen auf und sah, und siehe, ein Mann hatte eine 
Meschnur in der Hand.
2. Und ich sprach: Wo gehest du hin? Er aber sprach zu mir: Da ich 
Jerusalem messe und sehe, wie lang und weit sie sein solle.
3. Und siehe, der Engel, der mit mir redete, ging heraus. Und ein anderer 
Engel ging heraus ihm entgegen
4. und sprach zu ihm: Lauf hin und sage diesem Knaben und sprich: 
Jerusalem wird bewohnet werden ohne Mauern vor groer Menge der Menschen 
und Viehes, so drinnen sein wird.
5. und ich will, spricht der Herr, eine feurige Mauer umher sein und will 
drinnen sein und will mich herrlich drinnen erzeigen.
6. Hui! hui! Fliehet aus dem Mitternachtlande! spricht der Herr; denn ich 
hab euch in die vier Winde unter dem Himmel zerstreuet, spricht der Herr.
7. Hui, Zion, die du wohnest bei der Tochter Babel, entrinne!
8. Denn so spricht der Herr Zebaoth: Er hat mich gesandt nach der Ehre zu 
den Heiden, die euch beraubet haben; ihre Macht hat ein Ende. Wer euch 
antastet, der tastet seinen Augapfel an.
9. Denn siehe, ich will meine Hand ber sie weben, da sie sollen ein Raub 
werden denen, die ihnen gedienet haben, da ihr sollt erfahren, da mich 
der Herr Zebaoth gesandt hat.
10. Freue dich und sei frhlich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich komme 
und will bei dir wohnen, spricht der Herr.
11. Und sollen zu der Zeit viel Heiden zum Herrn getan werden und sollen 
mein Volk sein; und ich will bei dir wohnen, da du sollst erfahren, da 
mich der Herr Zebaoth zu dir gesandt hat.
12. Und der Herr wird Juda erben fr sein Teil in dem heiligen Lande und 
wird Jerusalem wieder erwhlen.
13. Alles Fleisch sei stille vor dem Herrn; denn er hat sich aufgemacht 
aus seiner heiligen Sttte.
Der Prophet Sacharja 3
1. Und mir ward gezeiget der Hohepriester Josua, stehend vor dem Engel des 
Herrn; und der Satan stund zu seiner Rechten, da er ihm widerstnde.
2. Und der Herr sprach zu dem Satan: Der Herr schelte dich, du Satan; ja, 
der Herr schelte dich, der Jerusalem erwhlet hat! Ist dieser nicht ein 
Brand, der aus dem Feuer errettet ist?
3. Und Josua hatte unreine Kleider an und stund vor dem Engel,
4. welcher antwortete und sprach zu denen, die vor ihm stunden: Tut die 
unreinen Kleider von ihm! Und er sprach zu ihm: Siehe, ich habe deine 
Snde von dir genommen und habe dich mit Feierkleidern angezogen.
5. Und er sprach: Setzet einen reinen Hut auf sein Haupt! Und sie setzten 
einen reinen Hut auf sein Haupt und zogen ihm Kleider an, und der Engel 
des Herrn stund da.
6. Und der Engel des Herrn bezeugete Josua und sprach:
7. So spricht der Herr Zebaoth: Wirst du in meinen Wegen wandeln und 
meiner Hut warten, so sollst du regieren mein Haus und meine Hfe 
bewahren; und ich will dir geben von diesen, die hie stehen, da sie dich 
geleiten sollen.
8. Hre zu, Josua, du Hoherpriester, du und deine Freunde, die vor dir 
wohnen; denn sie sind eitel Wunder. Denn siehe, ich will meinen Knecht 
Zemah kommen lassen.
9. Denn siehe, auf dem einigen Stein, den ich vor Josua gelegt habe, 
sollen sieben Augen sein. Aber siehe, ich will ihn aushauen, spricht der 
Herr Zebaoth, und will die Snde desselbigen Landes wegnehmen auf einen 
Tag.
10. Zu derselbigen Zeit, spricht der Herr Zebaoth, wird einer den andern 
laden unter den Weinstock und unter den Feigenbaum.
Der Prophet Sacharja 4
1. Und der Engel, der mit mir redete, kam wieder und weckte mich auf, wie 
einer vom Schlaf erwecket wird,
2. und sprach zu mir: Was siehest du? Ich aber sprach: Ich sehe; und 
siehe, da stund ein Leuchter ganz glden mit einer Schale oben darauf, 
daran sieben Lampen waren und je sieben Keilen an einer Lampe,
3. und zween lbume dabei, einen zur Rechten der Schale, den andern zur 
Linken.
4. Und ich antwortete und sprach zu dem Engel, der mit mir redete: Mein 
Herr, was ist das?
5. Und der Engel, der mit mir redete, antwortete und sprach zu mir: Weit 
du nicht, was das ist? Ich aber sprach: Nein, mein Herr.
6. Und er antwortete und sprach zu mir: Das ist das Wort des Herrn von 
Serubabel: Es soll nicht durch Heer oder Kraft, sondern durch meinen Geist 
geschehen, spricht der Herr Zebaoth.
7. Wer bist du, du groer Berg, der doch vor Serubabel eine Ebene sein 
mu? Und er soll auffhren den ersten Stein, da man rufen wird: Glck zu, 
Glck zu!
8. Und es geschah zu mir das Wort des Herrn und sprach:
9. Die Hnde Serubabels haben dies Haus gegrndet, seine Hnde sollen's 
auch vollenden, da ihr erfahret, da mich der Herr zu euch gesandt hat.
10. Denn wer ist, der diese geringen Tage verachte, darin man doch sich 
wird freuen und sehen das zinnerne Ma in Serubabels Hand, mit den Sieben, 
welche sind des Herrn Augen, die das ganze Land durchziehen?
11. Und ich antwortete und sprach zu ihm: Was sind die zween lbume zur 
Rechten und zur Linken des Leuchters?
12. Und ich antwortete zum andernmal und sprach zu ihm: Was sind die zween 
Zweige der lbume, welche stehen bei den zwo gldenen Schneuzen des 
gldenen Leuchters, damit man abbricht oben von dem gldenen Leuchter?
13. Und er sprach zu mir: Weit du nicht, was die sind? Ich aber sprach: 
Nein, mein Herr.
14. Und er sprach: Es sind die zwei lkinder, welche stehen bei dem 
Herrscher des ganzen Landes.
Der Prophet Sacharja 5
1. Und ich hub meine Augen abermal auf und sah, und siehe, es war ein 
fliegender Brief.
2. Und er sprach zu mir: Was siehest du? Ich aber sprach: Ich sehe einen 
fliegenden Brief, der ist zwanzig Ellen lang und zehn Ellen breit.
3. Und er sprach zu mir: Das ist der Fluch, welcher ausgehet ber das 
ganze Land; denn alle Diebe werden nach diesem Briefe fromm gesprochen, 
und alle Meineidigen werden nach diesem Briefe fromm gesprochen.
4. Aber ich will's hervorbringen, spricht der Herr Zebaoth, da es, soll 
kommen ber das Haus des Diebes und ber das Haus derer, die bei meinem 
Namen flschlich schwren; und soll bleiben in ihrem Hause und soll's 
verzehren samt seinem Holz und Steinen.
5. Und der Engel, der mit mir redete, ging heraus und sprach zu mir: Hebe 
deine Augen auf und siehe, was gehet da heraus?
6. Und ich sprach: Was ist's? Er aber sprach: Ein Epha gehet heraus, und 
sprach: Das ist ihre Gestalt im ganzen Lande.
7. Und siebe, es schwebte ein Zentner Blei; und da war ein Weib, das sa 
im Epha.
8. Er aber sprach: Das ist die gottlose Lehre. Und er warf sie in den Epha 
und warf den Klumpen Blei oben aufs Loch.
9. Und ich hub meine Augen auf und sah, und siehe, zwei Weiber gingen 
heraus und hatten Flgel, die der Wind trieb; es waren aber Flgel wie 
Storchflgel, und die fhreten den Epha zwischen Erde und Himmel.
10. Und ich sprach zum Engel, der mit mir redete: Wo fhren die den Epha 
hin?
11. Er aber sprach zu mir: Da ihm ein Haus gebauet werde im Lande Sinear 
und bereitet und daselbst gesetzt werde auf seinen Boden.
Der Prophet Sacharja 6
1. Und ich hub meine Augen abermal auf und sah, und siehe, da waren vier 
Wagen, die gingen zwischen zween Bergen hervor; dieselbigen Berge aber 
waren ehern.
2. Am ersten Wagen waren rote Rosse; am andern Wagen waren schwarze Rosse;
3. am dritten Wagen waren weie Rosse; am vierten Wagen waren scheckige 
starke Rosse.
4. Und ich antwortete und sprach zum Engel, der mit mir redete: Mein Herr, 
wer sind diese?
5. Der Engel antwortete und sprach zu mir: Es sind die vier Winde unter 
dem Himmel, die hervorkommen, da sie treten vor den Herrscher aller Lande.
6. An dem die schwarzen Rosse waren, die gingen gegen Mitternacht, und die 
weien gingen ihnen nach; aber die scheckigen gingen gegen Mittag.
7. Die Starken gingen und zogen um, da sie alle Lande durchzgen. Und er 
sprach: Gehet hin und ziehet durchs Land! Und sie zogen durchs Land.
8. Und er rief mich und redete mit mir und sprach: Siehe, die gegen 
Mitternacht ziehen, machen meinen Geist ruhen im Lande gegen Mitternacht
9. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
10. Nimm von den Gefangenen, nmlich von Heldai und von Tobia und von 
Jedaja, und komm du desselbigen Tages und gehe in Josia, des Sohns 
Zephanjas, Haus, welche von Babel kommen sind.
11. Nimm aber Silber und Gold und mache Kronen und setze sie auf das Haupt 
Josuas, des Hohenpriesters, des Sohns Jozadaks.
12. Und sprich zu ihm: So spricht der Herr Zebaoth: Siehe, es ist ein 
Mann, der heit Zemah; denn unter ihm wird's wachsen; und er wird bauen 
des Herrn Tempel.
13. Ja, den Tempel des Herrn wird er bauen und wird den Schmuck tragen und 
wird sitzen und herrschen auf seinem Thron, wird auch Priester sein auf 
seinem Thron; und wird Friede sein zwischen den beiden.
14. Und die Kronen sollen dem Helem, Tobia, Jedaja und Hen, dem Sohne 
Zephanjas, zum Gedchtnis sein im Tempel des Herrn.
15. Und werden kommen von ferne, die am Tempel des Herrn bauen werden. Da 
werdet ihr erfahren, da mich der Herr Zebaoth zu euch gesandt hat. Und 
das soll geschehen, so ihr gehorchen werdet der Stimme des Herrn, eures 
Gottes.
Der Prophet Sacharja 7
1. Und es geschah im vierten Jahr des Knigs Darius, da des Herrn Wort 
geschah zu Sacharja, am vierten Tage des neunten Monden, welcher heit 
Chisleu,
2. da Sarezer und Regem-Melech samt ihren Leuten sandten in das Haus 
Gottes, zu bitten vor dem Herrn,
3. und lieen sagen den Priestern, die da waren um das Haus des Herrn 
Zebaoth, und zu den Propheten: Mu ich auch noch weinen im fnften Monden 
und mich enthalten, wie ich solches getan habe nun etliche Jahre?
4. Und des Herrn Zebaoth Wort geschah zu mir und sprach:
5. Sage allem Volk im Lande und den Priestern und sprich: Da ihr fastetet 
und Leid truget im fnften und siebenten Monden diese siebenzig Jahrelang, 
habt ihr mir so gefastet?
6. Oder da ihr aet und tranket, habt ihr nicht fr euch selbst gegessen 
und getrunken?
7. Ist's nicht das, welches der Herr predigen lie durch die vorigen 
Propheten, da Jerusalem bewohnet war und hatte die Flle samt ihren 
Stdten umher, und Leute wohneten beide gegen Mittag und in Grnden?
8. Und des Herrn Wort geschah zu Sacharja und sprach:
9. So spricht der Herr Zebaoth: Richtet recht, und ein jeglicher beweise 
an seinem Bruder Gte und Barmherzigkeit;
10. und tut nicht Unrecht den Witwen, Waisen, Fremdlingen und Armen; und 
denke keiner wider seinen Bruder etwas Arges in seinem Herzen.
11. Aber sie wollten nicht aufmerken und kehreten mir den Rcken zu und 
verstockten ihre Ohren, da sie nicht hreten,
12. und stelleten ihre Herzen wie einen Demant, da sie nicht hreten das 
Gesetz und Worte, welche der Herr Zebaoth sandte in seinem Geiste durch 
die vorigen Propheten, daher so groer Zorn vom Herrn Zebaoth kommen ist.
13. Und ist also ergangen: Gleichwie geprediget ward, und sie nicht 
hreten, so wollt ich auch nicht hren, da sie riefen, spricht der Herr 
Zebaoth.
14. Also hab ich sie zerstreuet unter alle Heiden, die sie nicht kennen, 
und ist das Land hinter ihnen wst geblieben, da niemand drinnen wandelt 
noch wohnet, und ist das edle Land zur Wstung gemacht.
Der Prophet Sacharja 8
1. Und des Herrn Wort geschah zu mir und sprach:
2. So spricht der Herr Zebaoth: Ich habe ber Zion fast sehr geeifert und 
habe in groem Zorn ber sie geeifert.
3. So spricht der Herr: Ich kehre mich wieder zu Zion und will zu 
Jerusalem wohnen, da Jerusalem soll eine Stadt der Wahrheit heien und 
der Berg des Herrn Zebaoth ein Berg der Heiligkeit.
4. So spricht der Herr Zebaoth: Es sollen noch fr der wohnen in den 
Gassen zu Jerusalem alte Mnner und Weiber, und die an Stecken gehen vor 
groem Alter.
5. Und der Stadt Gassen sollen sein voll Knblein und Mgdlein, die auf 
ihren Gassen spielen.
6. So spricht der Herr Zebaoth: Dnket sie solches unmglich sein vor den 
Augen dieses brigen Volks zu dieser Zeit? Sollt es darum auch unmglich 
sein vor meinen Augen? spricht der Herr Zebaoth.
7. So spricht der Herr Zebaoth: Siehe, ich will mein Volk erlsen vom 
Lande gegen Aufgang und vom Lande gegen Niedergang der Sonne
8. und will sie herzubringen, da sie zu Jerusalem wohnen; und sie sollen 
mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein in Wahrheit und Gerechtigkeit.
9. So spricht der Herr Zebaoth: Strket eure Hnde die ihr hret diese 
Worte zu dieser Zeit durch der Propheten Mund, des Tages, da der Grund 
gelegt ist an des Herrn Zebaoth Hause, da der Tempel gebauet wrde.
10. Denn vor diesen Tagen war der Menschen Arbeit vergebens, und der Tiere 
Arbeit war nichts, und war kein Friede vor Trbsal denen, die aus- und 
einzogen, sondern ich lie alle Menschen gehen, einen jeglichen wider 
seinen Nchsten.
11. Aber nun will ich nicht, wie in den vorigen Tagen, mit den brigen 
dieses Volks fahren, spricht der Herr Zebaoth,
12. sondern sie sollen Samen des Friedens sein. Der Weinstock soll seine 
Frucht geben und das Land sein Gewchs geben, und der Himmel soll seinen 
Tau geben; und ich will die brigen dieses Volks solches alles besitzen 
lassen.
13. Und soll geschehen, wie ihr vom Hause Juda und vom Hause Israel seid 
ein Fluch gewesen unter den Heiden, so will ich euch erlsen, da ihr 
sollt ein Segen sein. Frchtet euch nur nicht und strket eure Hnde!
14. So spricht der Herr Zebaoth: Gleichwie ich gedachte euch zu plagen, da 
mich eure Vter erzrneten, spricht der Herr Zebaoth, und reuete mich 
nicht,
15. also gedenke ich nun wiederum in diesen Tagen wohlzutun Jerusalem und 
dem Hause Juda. Frchtet euch nur nichts!
16. Das ist's aber, das ihr tun sollt: Rede einer mit dem andern Wahrheit 
und richtet recht und schaffet Frieden in euren Toren;
17. und denke keiner kein Arges in seinem Herzen wider seinen Nchsten und 
liebet nicht falsche Eide; denn solches alles hasse ich, spricht der Herr.
18. Und es geschah des Herrn Zebaoth Wort zu mir und sprach:
19. So spricht der Herr Zebaoth: Die Fasten des vierten, fnften, 
siebenten und zehnten Monden sollen dem Hause Juda zur Freude und Wonne 
und zu frhlichen Jahrfesten werden. Allein liebet Wahrheit und Frieden!
20. So spricht der Herr Zebaoth: Weiter werden noch kommen viel Vlker und 
vieler Stdte Brger,
21. und werden die Brger von einer Stadt gehen zur andern und sagen: Lat 
uns gehen, zu bitten vor dem Herrn und zu suchen den Herrn Zebaoth; wir 
wollen auch mit euch gehen.
22. Also werden viel Vlker und die Heiden mit Haufen kommen, zu suchen 
den Herrn Zebaoth zu Jerusalem, zu bitten vor dem Herrn.
23. So spricht der Herr Zebaoth: Zu der Zeit werden zehn Mnner aus 
allerlei Sprachen der Heiden einen jdischen Mann bei dem Zipfel ergreifen 
und sagen: Wir wollen mit euch gehen; denn wir hren, da Gott mit euch 
ist.
Der Prophet Sacharja 9
1. Dies ist die Last, davon der Herr redet ber das Land Hadrach und ber 
Damaskus, auf welches es sich verlsset (denn der Herr schauet auf die 
Menschen und auf alle Stmme Israels),
2. dazu auch ber Hamath, die mit ihr grenzet, ber Tyrus und Zidon auch, 
die fast weise sind.
3. Denn Tyrus bauet feste und sammelt Silber wie Sand und Gold wie Kot auf 
der Gasse.
4. Aber siehe, der Herr wird sie verderben und wird ihre Macht, die sie 
auf dem Meer hat, schlagen, da sie wird sein, als die mit Feuer verbrannt 
ist.
5. Wenn das Asklon sehen wird, wird sie erschrecken, und Gasa wird sehr 
angst werden; dazu Ekron wird betrbt werden, wenn sie solches siehet. 
Denn es wird aus sein mit dem Knige zu Gasa, und zu Asklon wird man nicht 
wohnen.
6. Zu Asdod werden Fremde wohnen, und ich will der Philister Pracht 
ausrotten:
7. Und ich will ihr Blut von ihrem Munde tun und ihre Greuel von ihren 
Zhnen, da sie auch sollen unserm Gott berbleiben, da sie werden wie 
Frsten in Juda und Ekron wie die Jebusiter.
8. Und ich will selbst um mein Haus das Lager sein, da nicht drfe 
Stehens und Hinundwiedergehens, da nicht mehr ber sie fahre der Treiber; 
denn ich hab es nun angesehen mit meinen Augen.
9. Aber du, Tochter Zion, freue dich sehr, und du, Tochter Jerusalem, 
jauchze! Siehe, dein Knig kommt zu dir, ein Gerechter und ein Helfer, 
arm, und reitet auf einem Esel und auf einem jungen Fllen der Eselin!
10. Denn ich will die Wagen abtun von Ephraim und die Rosse von Jerusalem, 
und der Streitbogen soll zerbrochen werden. Denn er wird Frieden lehren 
unter den Heiden, und seine Herrschaft wird sein von einem Meer bis ans 
andere und vom Wasser bis an der Welt Ende.
11. Du lssest auch durchs Blut deines Bundes aus deine Gefangenen aus der 
Grube, da kein Wasser innen ist.
12. So kehret euch nun zur Festung, ihr, die ihr auf Hoffnung gefangen 
liegt; denn auch heute will ich verkndigen und dir zwiefltiges vergelten.
13. Denn ich habe mir Juda gespannet zum Bogen und Ephraim gerstet und 
will deine Kinder, Zion, erwecken ber deine Kinder, Griechenland; und 
will dich stellen als ein Schwert der Riesen.
14. Und der Herr wird ber ihnen erscheinen, und seine Pfeile werden 
ausfahren wie der Blitz. Und der Herr Herr wird die Posaune blasen und 
wird einhertreten als die Wetter vom Mittage.
15. Der Herr Zebaoth wird sie schtzen, da sie fressen und unter sich 
bringen mit Schleudersteinen, da sie trinken und rumoren als vom Wein und 
voll werden als das Becken und wie die Ecken des Altars.
16. Und der Herr, ihr Gott, wird ihnen zu der Zeit helfen wie einer Herde 
seines Volks; denn es werden in seinem Lande heilige Steine aufgerichtet 
werden.
17. Denn was haben sie Gutes vor andern und was haben sie Schnes vor 
andern? Korn, das Jnglinge, und Most, der Jungfrauen zeuget.
Der Prophet Sacharja 10
1. So bittet nun vom Herrn Sptregen, so wird der Herr Gewlke machen und 
euch Regen genug geben zu allem Gewchs auf dem Felde.
2. Denn die Gtzen reden eitel Mhe, und die Wahrsager sehen eitel Lge 
und reden vergebliche Trume, und ihr Trsten ist nichts; darum gehen sie 
in der Irre wie eine Herde und sind verschmachtet, weil kein Hirte da ist.
3. Mein Zorn ist ergrimmet ber die Hirten, und ich will die Bcke 
heimsuchen; denn der Herr Zebaoth wird seine Herde heimsuchen, nmlich das 
Haus Juda, und wird sie zurichten wie ein geschmckt Ro zum Streit.
4. Die Ecken, Ngel, Streitbogen und Treiber sollen alle von ihnen 
wegkommen
5. und sollen dennoch sein wie die Riesen, die den Kot auf der Gasse 
treten im Streit, und sollen streiten; denn der Herr wird mit ihnen sein, 
da die Reiter zuschanden werden.
6. Und ich will das Haus Juda strken und das Haus Joseph erretten und 
will sie wieder einsetzen, denn ich erbarme mich ihrer; und sollen sein, 
wie sie waren, da ich sie nicht verstoen hatte. Denn ich, der Herr, ihr 
Gott, will sie erhren.
7. Und Ephraim soll sein wie ein Riese, und ihr Herz soll frhlich werden 
wie vom Wein; dazu ihre Kinder sollen's sehen und sich freuen, da ihr 
Herz am Herrn frhlich sei.
8. Ich will zu ihnen blasen und sie sammeln, denn ich will sie erlsen; 
und sollen sich mehren, wie sie sich vor gemehret haben.
9. Und ich will sie unter die Vlker sen, da sie mein gedenken in fernen 
Landen; und sollen mit ihren Kindern leben und wiederkommen.
10. Denn ich will sie wiederbringen aus gyptenland und will sie sammeln 
aus Assyrien und will sie ins Land Gilead und Libanon bringen, da man 
nicht Raum fr sie finden wird.
11. Und er wird durchs Meer der Angst gehen und die Wellen im Meer 
schlagen, da alle Tiefen des Wassers vertrocknen werden. Da soll denn 
geniedriget werden die Pracht zu Assyrien, und das Zepter in gypten soll 
aufhren.
12. Ich will sie strken in dem Herrn, da sie sollen wandeln in seinem 
Namen, spricht der Herr.
Der Prophet Sacharja 11
1. Tue deine Tr auf, Libanon, da das Feuer deine Zedern verzehre!
2. Heulet, ihr Tannen; denn die Zedern sind gefallen, und das herrliche 
Gebu ist verstret. Heulet, ihr Eichen Basans; denn der feste Wald ist 
umgehauen.
3. Man hret die Hirten heulen, denn ihr herrlich Gebu ist verstret; man 
hret die jungen Lwen brllen, denn die Pracht des Jordans ist verstret.
4. So spricht der Herr, mein Gott: Hte der Schlachtschafe!
5. Denn ihre Herren schlachten sie und halten's fr keine Snde, verkaufen 
sie und sprechen: Gelobet sei der Herr, ich bin nun reich; und ihre Hirten 
schonen ihrer nicht.
6. Darum will ich auch nicht mehr schonen der Einwohner im Lande, spricht 
der Herr. Und siehe, ich will die Leute lassen einen jeglichen in der Hand 
des andern und in der Hand seines Knigs, da sie das Land zerschlagen, 
und will sie nicht erretten von ihrer Hand.
7. Und ich htete der Schlachtschafe um der elenden Schafe willen und nahm 
zu mir zween Stbe: einen hie ich Sanft, den andern hie ich Weh; und 
htete der Schafe.
8. Und ich vertilgete drei Hirten in einem Monden; denn ich mochte ihrer 
nicht, so wollten sie mein auch nicht.
9. Und ich sprach: Ich will euer nicht hten. Was da stirbt, das sterbe; 
was verschmachtet, das verschmachte; und die brigen fresse ein jegliches 
des andern Fleisch!
10. Und ich nahm meinen Stab Sanft und zerbrach ihn, da ich aufhbe 
meinen Bund, den ich mit allen Vlkern gemacht hatte.
11. Und er ward aufgehoben des Tages. Und die elenden Schafe, die auf mich 
hielten, merkten dabei, da es des Herrn Wort wre.
12. Und ich sprach zu ihnen: Gefllt es euch, so bringet her, wieviel ich 
gelte; wo nicht, so lat es anstehen. Und sie wogen dar, wieviel ich galt: 
dreiig Silberlinge.
13. Und der Herr sprach zu mir: Wirf's hin, da es dem Tpfer gegeben 
werde! Ei, eine treffliche Summa, der ich wert geachtet bin von ihnen! Und 
ich nahm die dreiig Silberlinge und warf sie ins Haus des Herrn, da dem 
Tpfer gegeben wrde.
14. Und ich zerbrach meinen andern Stab Weh, da ich aufhbe die 
Brderschaft zwischen Juda und Israel.
15. Und der Herr sprach zu mir: Nimm abermal zu dir Gerte eines trichten 
Hirten.
16. Denn siehe, ich werde Hirten im Lande aufwecken, die das 
Verschmachtete nicht besuchen und das Zerschlagene nicht suchen und das 
Zerbrochene nicht heilen und das Gesunde nicht versorgen werden; aber das 
Fleisch der Fetten werden sie fressen und ihre Klauen zerreien.
17. O Gtzenhirten, die die Herde lassen! Das Schwert komme auf ihren Arm 
und auf ihr rechtes Auge! Ihr Arm msse verdorren und ihr rechtes Auge 
dunkel werden! Die
Der Prophet Sacharja 12
1. Dies ist die Last des Worts vom Herrn ber Israel, spricht der Herr, 
der den Himmel ausbreitete und die Erde grndete und den Odem des Menschen 
in ihm machte.
2. Siehe, ich will Jerusalem zum Taumelbecher zurichten allen Vlkern, die 
umher sind; denn es wird auch Juda gelten, wenn Jerusalem belagert wird.
3. Dennoch zur selbigen Zeit will ich Jerusalem machen zum Laststein allen 
Vlkern. Alle, die denselbigen wegheben wollen, sollen sich daran 
zerschneiden; denn es werden sich alle Heiden auf Erden wider sie 
versammeln.
4. Zu der Zeit, spricht der Herr, will ich alle Rosse scheu und ihren 
Reitern bange machen; aber ber Jerusalem will ich meine Augen offen haben 
und alle Rosse der Vlker mit Blindheit plagen.
5. Und die Frsten in Juda werden sagen in ihrem Herzen: Es seien mir nur 
die Brger zu Jerusalem getrost in dem Herrn Zebaoth, ihrem Gott!
6. Zu der Zeit will ich die Frsten Judas machen zum feurigen Ofen im Holz 
und zur Fackel im Stroh, da sie verzehren, beide, zur Rechten und zur 
Linken, alle Vlker um und um. Und Jerusalem soll auch frder bleiben an 
ihrem Ort zu Jerusalem.
7. Und der Herr wird die Htten Judas erretten wie vorzeiten, auf da sich 
nicht hoch rhme das Haus David noch die Brger zu Jerusalem wider Juda.
8. Zu der Zeit wird der Herr beschirmen die Brger zu Jerusalem; und wird 
geschehen, da, welcher schwach sein wird unter ihnen zu der Zeit, wird 
sein wie David; und das Haus David wird sein wie Gottes Haus, wie des 
Herrn Engel vor ihnen.
9. Und zu der Zeit werde ich gedenken zu vertilgen alle Heiden, die wider 
Jerusalem gezogen sind.
10. Aber ber das Haus David und ber die Brger zu Jerusalem will ich 
ausgieen den Geist der Gnade und des Gebets; denn sie werden mich 
ansehen, welchen jene zerstochen haben, und wer den ihn klagen, wie man 
klaget ein einiges Kind, und werden sich um ihn betrben, wie man sich 
betrbet um ein erstes Kind.
11. Zu der Zeit wird groe Klage sein zu Jerusalem, wie die war bei Hadad-
Rimon im Felde Megiddo.
12. Und das Land wird klagen, ein jeglich Geschlecht besonders: das 
Geschlecht des Hauses David besonders und ihre Weiber besonders, das 
Geschlecht des Hauses Nathan besonders und ihre Weiber besonders,
13. das Geschlecht des Hauses Levi besonders und ihre Weiber besonders, 
das Geschlecht Simei besonders und ihre Weiber besonders;
14. also alle brigen Geschlechter, ein jegliches besonders und ihre 
Weiber auch besonders.
Der Prophet Sacharja 13
1. Zu der Zeit wird das Haus David und die Brger zu Jerusalem einen 
freien offenen Born haben wider die Snde und Unreinigkeit.
2. Zu der Zeit, spricht der Herr Zebaoth, will ich der Gtzen Namen 
ausrotten aus dem Lande, da man ihrer nicht mehr gedenken soll; dazu will 
ich auch die Propheten und unreinen Geister aus dem Lande treiben,
3. da also gehen soll: wenn jemand weiter weissaget, sollen sein Vater 
und Mutter, die ihn gezeuget haben, zu ihm sagen: Du sollst nicht leben, 
denn du redest falsch im Namen des Herrn; und werden also Vater und 
Mutter, die ihn gezeuget haben, ihn zerstechen, wenn er weissaget.
4. Denn es soll zu der Zeit geschehen, da die Propheten mit Schanden 
bestehen mit ihren Gesichten, wenn sie davon weissagen; und sollen nicht 
mehr einen rauchen Mantel anziehen, damit sie betrgen,
5. sondern wird mssen sagen: Ich bin kein Prophet, sondern ein Ackermann, 
denn ich habe Menschen gedienet von meiner Jugend auf.
6. So man aber sagen wird zu ihm: Was sind das fr Wunden in deinen 
Hnden? wird er sagen: So bin ich geschlagen im Hause derer, die mich 
lieben.
7. Schwert, mache dich auf ber meinen Hirten und ber den Mann, der mir 
der nchste ist! spricht der Herr Zebaoth. Schlage den Hirten, so wird die 
Herde sich zerstreuen, so will ich meine Hand kehren zu den Kleinen.
8. Und soll geschehen, in welchem Lande, spricht der Herr, zwei Teile 
sind; die sollen ausgerottet werden und untergehen, und das dritte Teil 
soll drinnen berbleiben.
9. Und will dasselbige dritte Teil durchs Feuer fhren und lutern, wie 
man Silber lutert, und fegen, wie man Gold feget. Die werden dann meinen 
Namen anrufen, und ich will sie erhren. Ich will sagen: Es ist mein Volk; 
und sie werden sgen: Herr, mein Gott!
Der Prophet Sacharja 14
1. Siehe, es kommt dem Herrn die Zeit, da man deinen Raub austeilen wird 
in dir.
2. Denn ich werde allerlei Heiden wider Jerusalem sammeln zum Streit. Und 
die Stadt wird gewonnen, die Huser geplndert und die Weiber geschndet 
werden; und die Hlfte der Stadt wird gefangen weggefhrt werden, und das 
brige Volk wird nicht aus der Stadt ausgerottet werden.
3. Aber der Herr wird ausziehen und streiten wider dieselbigen Heiden, 
gleichwie er zu streiten pflegt zur Zeit des Streits.
4. Und seine Fe werden stehen zu der Zeit auf dem lberge, der vor 
Jerusalem liegt gegen Morgen. Und der lberg wird sich mitten 
entzweispalten vom Aufgang bis zum Niedergang, sehr weit voneinander, da 
sich eine Hlfte des Berges gegen Mitternacht und die andere gegen Mittag 
geben wird.
5. Und ihr werdet fliehen vor solchem Tal zwischen meinen Bergen, denn das 
Tal zwischen den Bergen wird nahe hinanreichen an Azal; und werdet 
fliehen, wie ihr vorzeiten flohet vor dem Erdbeben zur Zeit Usias, des 
Knigs Judas. Da wird denn kommen der Herr, mein Gott, und alle Heiligen 
mit dir.
6. Zu der Zeit wird kein Licht sein, sondern Klte und Frost.
7. Und wird ein Tag sein, der dem Herrn bekannt ist, weder Tag noch Nacht. 
Und um den Abend wird's licht sein.
8. Zu der Zeit werden frische Wasser aus Jerusalem flieen, die Hlfte 
gegen das Meer gegen Morgen und die andere Hlfte gegen das uerste Meer; 
und wird whren beide, des Sommers und Winters.
9. Und der Herr wird Knig sein ber alle Lande. Zu der Zeit wird der Herr 
nur einer sein und sein Name nur einer.
10. Und man wird gehen im ganzen Lande um, wie auf einem Gefilde, von 
Gibea nach Rimon zu, gegen Mittag zu Jerusalem. Denn sie wird erhoben und 
bewohnet werden an ihrem Ort, vom Tor Benjamin bis an den Ort des ersten 
Tors, bis an das Ecktor, und vom Turm Hananeel bis an des Knigs Kelter.
11. Und man wird drinnen wohnen, und wird kein Bann mehr sein; denn 
Jerusalem wird ganz sicher wohnen.
12. Und das wird die Plage sein, damit der Herr plagen wird alle Vlker, 
so wider Jerusalem gestritten haben: Ihr Fleisch wird verwesen, also da 
sie noch auf ihren Fen stehen, und ihre Augen in den Lchern verwesen 
und ihre Zunge im Maul verwesen.
13. Zu der Zeit wird der Herr ein gro Getmmel unter ihnen anrichten, da 
einer wird den andern bei der Hand fassen und seine Hand auf des andern 
Hand legen.
14. Denn auch Juda wird wider Jerusalem streiten, da versammelt werden 
die Gter aller Heiden, die umher sind: Gold, Silber, Kleider ber die 
Mae viel.
15. Und da wird denn diese Plage gehen ber Rosse, Muler, Kamele, Esel 
und allerlei Tiere, die in demselben Heer sind, wie jene geplagt sind.
16. Und alle brigen unter allen Heiden, die wider Jerusalem zogen, werden 
jhrlich heraufkommen, anzubeten den Knig, den Herrn Zebaoth, und zu 
halten das Laubhttenfest.
17. Welches Geschlecht aber auf Erden nicht heraufkommen wird gen 
Jerusalem, anzubeten den Knig, den Herrn Zebaoth, ber die wird's nicht 
regnen.
18. Und wo das Geschlecht der gypter nicht heraufzge und kme, so wird's 
ber sie auch nicht regnen. Das wird die Plage sein, damit der Herr plagen 
wird alle Heiden, die nicht heraufkommen, zu halten das Laubhttenfest.
19. Denn das wird eine Snde sein der gypter und aller Heiden, die nicht 
heraufkommen, zu halten das Laubhttenfest.
20. Zu der Zeit wird die Rstung der Rosse dem Herrn heilig sein; und 
werden die Kessel im Hause des Herrn gleich sein wie die Becken vor dem 
Altar.
21. Denn es werden alle Kessel, beide, in Jerusalem und Juda, dem Herrn 
Zebaoth heilig sein, also da alle, die da opfern wollen, werden kommen 
und dieselbigen nehmen und drinnen kochen. Und wird kein Kanaaniter mehr 
sein im Hause des Herrn Zebaoth zu der Zeit.
Der Prophet Maleachi 1
1. Dies ist die Last, die der Herr redet wider Israel durch Maleachi.
2. Ich hab euch lieb, spricht der Herr. So sprechet ihr: Womit hast du uns 
lieb? Ist nicht Esau Jakobs Bruder? spricht der Herr; noch hab ich Jakob 
lieb
3. und hasse Esau und habe sein Gebirge de gemacht und sein Erbe den 
Drachen zur Wste.
4. Und ob Edom sprechen wrde: Wir sind verderbet, aber wir wollen das 
Wste wieder erbauen, so spricht der Herr Zebaoth also: Werden sie bauen, 
so will ich abbrechen; und soll heien die verdammte Grenze und ein Volk, 
ber das, der Herr zrnet ewiglich.
5. Das sollen eure Augen sehen, und werdet sagen: Der Herr ist herrlich in 
den Grenzen Israels.
6. Ein Sohn soll seinen Vater ehren und ein Knecht seinen Herrn. Bin ich 
nun Vater, wo ist meine Ehre? Bin ich Herr, wo frchtet man mich? spricht 
der Herr Zebaoth zu euch Priestern, die meinen Namen verachten. So 
sprechet ihr: Womit verachten wir deinen Namen?
7. Damit, da ihr opfert auf meinem Altar unrein Brot. So sprechet ihr: 
Womit opfern wir dir Unreines? Damit, da ihr saget: Des Herrn Tisch ist 
verachtet.
8. Und wenn ihr ein Blindes opfert, so mu es nicht bse heien; und wenn 
ihr ein Lahmes oder Krankes opfert, so mu es auch nicht bse heien. 
Bringe es deinem Frsten! Was gilt's, ob du ihm gefallen werdest, oder ob 
er deine Person ansehen werde? spricht der Herr Zebaoth.
9. So bittet nun Gott, da er uns gndig sei! Denn solches ist geschehen 
von euch. Meinet ihr, er werde eure Person ansehen? spricht der Herr 
Zebaoth.
10. Wer ist auch unter euch, der eine Tr zuschliee? Ihr zndet auf 
meinem Altar kein Feuer an umsonst. Ich habe kein Gefallen an euch, 
spricht der Herr Zebaoth, und das Speisopfer von euren Hnden ist mir 
nicht angenehm.
11. Aber vom Aufgang der Sonne bis zum Niedergang soll mein Name herrlich 
werden unter den Heiden, und an allen Orten soll meinem Namen geruchert 
und ein rein Speisopfer geopfert werden; denn mein Name soll herrlich 
werden unter den Heiden, spricht der Herr Zebaoth.
12. Ihr aber entheiliget ihn, damit da ihr saget: Des Herrn Tisch ist 
unheilig, und sein Opfer ist verachtet samt seiner Speise.
13. Und ihr sprechet: Siehe, es ist nur Mhe! und schlaget es in den Wind 
spricht der Herr Zebaoth. Und ihr opfert, das geraubet, lahm und krank 
ist, und opfert dann Speisopfer her. Sollte mir solches gefallen von eurer 
Hand? spricht der Herr.
14. Verflucht sei der Vorteilische, der in seiner Herde ein Mnnlein hat, 
und wenn er ein Gelbde tut, opfert er dem Herrn ein untchtiges! Denn ich 
bin ein groer Knig, spricht der Herr Zebaoth, und mein Name ist 
schrecklich unter den Heiden.
Der Prophet Maleachi 2
1. Und nun, ihr Priester, dies Gebot gilt euch!
2. Wo ihr's nicht hret noch zu Herzen nehmen werdet, da ihr meinem Namen 
die Ehre gebet, spricht der Herr Zebaoth, so werde ich den Fluch unter 
euch schicken und euren Segen verfluchen, ja verfluchen werde ich ihn, 
weil ihr's nicht wollet zu Herzen nehmen.
3. Siehe, ich will schelten euch samt dem Samen und den Kot eurer 
Feiertage euch ins Angesicht werfen, und soll an euch kleben bleiben.
4. So werdet ihr dann erfahren, da ich solch Gebot zu euch gesandt habe, 
da es mein Bund sein sollte mit Levi, spricht der Herr Zebaoth.
5. Denn mein Bund war mit ihm zum Leben und Frieden; und ich gab ihm die 
Furcht, da er mich frchtete und meinen Namen scheuete.
6. Das Gesetz der Wahrheit war in seinem Munde, und ward kein Bses in 
seinen Lippen funden. Er wandelte vor mir friedsam und aufrichtig und 
bekehrete viele von Snden.
7. Denn des Priesters Lippen sollen die Lehre bewahren, da man aus seinem 
Munde das Gesetz suche; denn er ist ein Engel des Herrn Zebaoth.
8. Ihr aber seid von dem Wege abgetreten und rgert viele im Gesetz und 
habt den Bund Levis gebrochen, spricht der Herr Zebaoth.
9. Darum hab ich auch euch gemacht, da ihr verachtet und unwert seid vor 
dem ganzen Volk, weil ihr meine Wege nicht haltet und sehet Personen an im 
Gesetze.
10. Denn haben wir nicht alle einen Vater? Hat uns nicht ein Gott 
geschaffen? Warum verachten wir denn einer den andern und entheiligen den 
Bund, mit unsern Vtern gemacht?
11. Denn Juda ist ein Verchter worden, und in Israel und zu Jerusalem 
geschehen Greuel. Denn Juda entheiliget die Heiligkeit des Herrn, die er 
lieb hat, und buhlet mit eines fremden Gottes Tochter.
12. Aber der Herr wird den, so solches tut, ausrotten aus der Htte 
Jakobs, beide, Meister und Schler, samt dem, der dem Herrn Zebaoth 
Speisopfer bringet.
13. Weiter tut ihr auch das, da vor dem Altar des Herrn eitel Trnen und 
Weinen und Seufzen ist, da ich nicht mehr mag das Speisopfer ansehen noch 
etwas Angenehmes von euren Hnden empfahen.
14. Und so sprechet ihr: Warum das? Darum, da der Herr zwischen dir und 
dem Weibe deiner Jugend gezeuget hat, die du verachtest, so sie doch deine 
Gesellin und ein Weib deines Bundes ist.
15. Also tat der Einige nicht und war doch eines groen Geistes. Was tat 
aber der Einige? Er suchte den Samen von Gott (verheien). Darum so sehet 
euch vor vor eurem Geiste, und verachte keiner das Weib seiner Jugend!
16. Wer ihr aber gram ist, der lasse sie fahren, spricht der Herr, der 
Gott Israels, und gebe ihr eine Decke des Frevels von seinem Kleide, 
spricht der Herr Zebaoth. Darum so sehet euch vor vor eurem Geiste und 
verachtet sie nicht!
17. Ihr machet den Herrn unwillig durch eure Reden. So sprechet ihr: Womit 
machen wir ihn unwillig? Damit, da ihr sprechet: Wer Bses tut, der 
gefllt dem Herrn, und er hat Lust zu demselbigen; oder: Wo ist der Gott, 
der da strafe?
Der Prophet Maleachi 3
1. Siehe, ich will meinen Engel senden, der vor mir her den Weg bereiten 
soll. Und bald wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr suchet, und 
der Engel des Bundes, des ihr begehret. Siehe, er kommt! spricht der Herr 
Zebaoth.
2. Wer wird aber den Tag seiner Zukunft erleiden mgen, und wer wird 
bestehen, wenn er wird erscheinen? Denn er ist wie das Feuer eines 
Goldschmieds und wie die Seife der Wscher.
3. Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen; er wird die 
Kinder Levi reinigen und lutern wie Gold und Silber. Dann werden sie dem 
Herrn Speisopfer bringen in Gerechtigkeit,
4. und wird dem Herrn wohlgefallen das Speisopfer Judas und Jerusalems, 
wie vorhin und vor langen Jahren.
5. Und ich will zu euch kommen und euch strafen und ein schneller Zeuge 
sein wider die Zauberer, Ehebrecher und Meineidigen und wider die, so 
Gewalt und Unrecht tun den Tagelhnern, Witwen und Waisen und den 
Fremdling drcken und mich nicht frchten, spricht der Herr Zebaoth.
6. Denn ich bin der Herr, der nicht lget. Und es soll mit euch Kindern 
Jakobs nicht gar aus sein.
7. Ihr seid von eurer Vter Zeit an immerdar abgewichen von meinen Geboten 
und habt sie nicht gehalten: So bekehret euch nun zu mir, so will ich mich 
zu euch auch kehren, spricht der Herr Zebaoth. So sprechet ihr: Worin 
sollen wir uns bekehren?
8. Ist's recht, da ein Mensch Gott tuschet, wie ihr mich tuschet? So 
sprechet ihr: Womit tuschen wir dich? Am Zehnten und Hebopfer.
9. Darum seid ihr auch verflucht, da euch alles unter den Hnden 
zerrinnet; denn ihr tuschet mich allesamt.
10. Bringet aber die Zehnten ganz in mein Kornhaus, auf da in meinem 
Hause Speise sei; und prfet mich hierin, spricht der Herr Zebaoth, ob ich 
euch nicht des Himmels Fenster auftun werde und Segen herabschtten die 
Flle.
11. Und ich will fr euch den Fresser schelten, da er euch die Frucht auf 
dem Felde nicht verderben soll, und der Weinstock im Acker euch nicht 
unfruchtbar sei, spricht der Herr Zebaoth,
12. da euch alle Heiden sollen selig preisen; denn ihr sollt ein wertes 
Land sein, spricht der Herr Zebaoth.
13. Ihr redet hart wider mich, spricht der Herr. So sprechet ihr: Was 
reden wir wider dich?
14. Damit, da ihr saget: Es ist umsonst, da man Gott dienet, und: Was 
ntzt es, da wir sein Gebot halten und hart Leben vor dem Herrn Zebaoth 
fhren?
15. Darum preisen wir die Verchter, denn die Gottlosen nehmen zu; sie 
versuchen Gott, und gehet ihnen alles wohl hinaus.
16. Aber die Gottesfrchtigen trsten sich untereinander also: Der Herr 
merket es und hret es, und ist vor ihm ein Denkzettel, geschrieben fr 
die, so den Herrn frchten und an seinen Namen gedenken.
17. Sie sollen, spricht der Herr Zebaoth, des Tages, den ich machen will, 
mein Eigentum sein; und ich will ihrer schonen, wie ein Mann seines Sohns 
schonet, der ihm dienet.
18. Und ihr sollt dagegen wiederum sehen, was fr ein Unterschied sei 
zwischen dem Gerechten und Gottlosen und zwischen dem, der Gott dienet, 
und dem, der ihm nicht dienet.
Der Prophet Maleachi 4
1. Denn siehe, es kommt ein Tag, der brennen soll wie ein Ofen; da werden 
alle Verchter und Gottlosen Stroh sein, und der knftige Tag wird sie 
anznden, spricht der Herr Zebaoth, und wird ihnen weder Wurzel noch Zweig 
lassen.
2. Euch aber, die ihr meinen Namen frchtet, soll aufgehen die Sonne der 
Gerechtigkeit und Heil unter desselbigen Flgeln; und ihr sollt aus- und 
eingehen und zunehmen wie die Mastklber.
3. Ihr werdet die Gottlosen zertreten; denn sie sollen Asche unter euren 
Fen werden des Tages, den ich machen will, spricht der Herr Zebaoth.
4. Gedenket des Gesetzes Moses, meines Knechts, das ich ihm befohlen habe 
auf dem Berge Horeb an das ganze Israel, samt den Geboten und Rechten.
5. Siehe, ich will euch senden den Propheten Elia, ehe denn da komme der 
groe und schreckliche Tag des Herrn.
6. Der soll das Herz der Vter bekehren zu den Kindern und das Herz der 
Kinder zu ihren Vtern, da ich nicht komme und das Erdreich mit dem Bann 
schlage.
Evangelium des Matthus 1
1. Dies ist das Buch von der Geburt Jesu Christi, der da ist ein Sohn 
Davids, des Sohnes Abrahams.
2. Abraham zeugete Isaak. Isaak zeugete Jakob. Jakob zeugete Juda und 
seine Brder.
3. Juda zeugete Pharez und Saram von der Thamar. Pharez zeugete Hezron. 
Hezron zeugete Ram.
4. Ram zeugete Aminadab. Aminadab zeugete Nahasson. Nahasson zeugete Salma.
5. Salma zeugete Boas von der Rahab. Boas zeugete Obed von der Ruth. Obed 
zeugete Jesse.
6. Jesse zeugete den Knig David. Der Knig David zeugete Salomo von dem 
Weibe des Uria.
7. Salomo zeugete Roboam. Roboam zeugete Abia. Abia zeugete Assa.
8. Assa zeugete Josaphat. Josaphat zeugete Joram. Joram zeugte Osia.
9. Osia zeugete Jotham. Jotham zeugete Achas. Achas zeugete Ezechia.
10. Ezechia zeugete Manasse. Manasse zeugete Amon. Amon zeugete Josia.
11. Josia zeugete Jechonia und seine Brder um die Zeit der babylonischen 
Gefangenschaft.
12. Nach der babylonischen Gefangenschaft zeugete Jechonia Sealthiel. 
Sealthiel zeugete Zorobabel.
13. Zorobabel zeugete Abiud. Abiud zeugete Eliachim. Eliachim zeugete Asor.
14. Asor zeugete Zadoch. Zadoch zeugete Achin. Achin zeugete Eliud.
15. Eliud zeugete Eleasar. Eleasar zeugete Matthan. Matthan zeugete Jakob.
16. Jakob zeugete Joseph, den Mann Marias, von welcher ist geboren Jesus, 
der da heiet Christus.
17. Alle Glieder von Abraham bis auf David sind vierzehn Glieder. Von 
David bis auf die babylonische Gefangenschaft sind vierzehn Glieder. Von 
der babylonischen Gefangenschaft bis auf Christum sind vierzehn Glieder.
18. Die Geburt Christi war aber also getan. Als Maria, seine Mutter, dem 
Joseph vertrauet war, ehe er sie heimholete, erfand sich's, da sie 
schwanger war von dem Heiligen Geist.
19. Joseph aber, ihr Mann, war fromm und wollte sie nicht rgen, gedachte 
aber sie heimlich zu verlassen.
20. Indem er aber also gedachte, siehe, da erschien ihm ein Engel des 
Herrn im Traum und sprach: Joseph, du Sohn Davids frchte dich nicht, 
Maria, dein Gemahl, zu dir zu nehmen; denn das in ihr geboren ist, das ist 
von dem Heiligen Geist.
21. Und sie wird einen Sohn gebren, des Namen sollst du Jesus heien; 
denn er wird sein Volk selig machen von ihren Snden.
22. Das ist aber alles geschehen, auf da erfllet wrde, was der Herr 
durch den Propheten gesagt hat, der da spricht:
23. Siehe, eine Jungfrau wird schwanger sein und einen Sohn gebren, und 
sie werden seinen Namen Emanuel heien, das ist verdolmetschet, Gott mit 
uns.
24. Da nun Joseph vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm des Herrn Engel 
befohlen hatte, und nahm sein Gemahl zu sich.
25. Und erkannte sie nicht, bis sie ihren ersten Sohn gebar, und hie 
seinen Namen Jesus.
Evangelium des Matthus 2
1. Da Jesus geboren war zu Bethlehem im jdischen Lande, zur Zeit des 
Knigs Herodes; siehe, da kamen die Weisen vom Morgenland gen Jerusalem 
und sprachen:
2. Wo ist der neugeborne Knig der Juden? Wir haben seinen Stern gesehen 
im Morgenland und sind kommen, ihn anzubeten.
3. Da das der Knig Herodes hrete, erschrak er und mit ihm das ganze 
Jerusalem.
4. Und lie versammeln alle Hohenpriester und Schriftgelehrten unter dem 
Volk und erforschete von ihnen, wo Christus sollte geboren werden.
5. Und sie sagten ihm: Zu Bethlehem im jdischen Lande. Denn also stehet 
geschrieben durch den Propheten:.
6. Und du Bethlehem im jdischen Lande bist mitnichten die kleinste unter 
den Frsten Judas; denn aus dir soll mir kommen der Herzog, der ber mein 
Volk Israel ein Herr sei.
7. Da berief Herodes die Weisen heimlich und erlernete mit Flei von 
ihnen, wann der Stern erschienen wre,
8. und weisete sie gen Bethlehem und sprach: Ziehet hin und forschet 
fleiig nach dem Kindlein; und wenn ihr's findet, so saget mir's wieder, 
da ich auch komme und es anbete.
9. Als sie nun den Knig gehrt hatten, zogen sie hin. Und siehe, der 
Stern, den sie im Morgenland gesehen hatten, ging vor ihnen hin, bis da 
er kam und stund oben ber, da das Kindlein war.
10. Da sie den Stern sahen, wurden sie hocherfreut
11. und gingen in das Haus und fanden das Kindlein mit Maria, seiner 
Mutter, und fielen nieder und beteten es an und taten ihre Schtze auf und 
schenkten ihm Gold, Weihrauch und Myrrhen.
12. Und Gott befahl ihnen im Traum, da sie sich nicht sollten wieder zu 
Herodes lenken. Und zogen durch einen andern Weg wieder in ihr Land.
13. Da sie aber hinweggezogen waren, siehe, da erschien der Engel des 
Herrn dem Joseph im Traum und sprach: Stehe auf und nimm das Kindlein und 
seine Mutter zu dir und flieh nach gyptenland und bleibe allda, bis ich 
dir sage; denn es ist vorhanden, da Herodes das Kindlein suche, dasselbe 
umzubringen.
14. Und er stund auf und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich bei 
der Nacht und entwich nach gyptenland.
15. Und blieb allda bis nach dem Tod des Herodes, auf da erfllet wrde, 
das der Herr durch den Propheten gesagt hat, der da spricht: Aus gypten 
habe ich meinen Sohn gerufen.
16. Da Herodes nun sah, da er von den Weisen betrogen war, ward er sehr 
zornig und schickte aus und lie alle Kinder zu Bethlehem tten und an 
ihren ganzen Grenzen, die da zweijhrig und drunter waren, nach der Zeit, 
die er mit Flei von den Weisen erlernet hatte.
17. Da ist erfllet, was gesagt ist von dem Propheten Jeremia, der da 
spricht:
18. Auf dem Gebirge hat man ein Geschrei gehret, viel Klagens, Weinens 
und Heulens; Rahel beweinete ihre Kinder und wollte sich nicht trsten 
lassen denn es war aus mit ihnen.
19. Da aber Herodes gestorben war, siehe, da erschien der Engel des Herrn 
Joseph im Traum in gyptenland
20. und sprach:. Stehe auf und nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir 
und zieh hin in das Land Israel; sie sind gestorben, die dem Kinde nach 
dem Leben stunden.
21. Und er stund auf und nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich und 
kam in das Land Israel.
22. Da er aber hrete, da Archelaus im jdischen Lande Knig war anstatt 
seines Vaters Herodes, frchtete er sich, dahin zu kommen. Und im Traum 
empfing er Befehl von Gott und zog in die rter des galilischen Landes
23. und kam und wohnete in der Stadt, die da heit Nazareth, auf da 
erfllet wrde, was da gesagt ist durch die Propheten: Er soll Nazarenus 
heien.
Evangelium des Matthus 3
1. Zu der Zeit kam Johannes der Tufer und predigte in der Wste des 
jdischen Landes
2. und sprach: Tut Bue; das Himmelreich ist nahe herbeikommen!
3. Und er ist der, von dem der Prophet Jesaja gesagt hat und gesprochen: 
Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wste: Bereitet dem Herrn den 
Weg und machet richtig seine Steige!
4. Er aber, Johannes, hatte ein Kleid von Kamelhaaren und einen ledernen 
Grtel um seine Lenden; seine Speise aber war Heuschrecken und wilder 
Honig.
5. Da ging zu ihm hinaus die Stadt Jerusalem und das ganze jdische Land 
und alle Lnder an dem Jordan
6. und lieen sich taufen von ihm im Jordan und bekannten ihre Snden.
7. Da er nun viel Phariser und Sadduzer sah zu seiner Taufe kommen, 
sprach er zu ihnen: Ihr Otterngezchte, wer hat denn euch geweiset, da 
ihr dem knftigen Zorn entrinnen werdet?
8. Sehet zu, tut rechtschaffene Frchte der Bue!
9. Denket nur nicht, da ihr bei euch wollt sagen: Wir haben Abraham zum 
Vater. Ich sage euch: Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu 
erwecken.
10. Es ist schon die Axt den Bumen an die Wurzel gelegt. Darum, welcher 
Baum nicht gute Frchte bringet, wird abgehauen und ins Feuer geworfen.
11. Ich taufe euch mit Wasser zur Bue; der aber nach mir kommt, ist 
strker denn ich, dem ich auch nicht genugsam bin, seine Schuhe zu tragen; 
der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit Feuer taufen.
12. Und er hat seine Worfschaufel in der Hand; er wird seine Tenne fegen 
und den Weizen in seine Scheune sammeln; aber die Spreu wird er verbrennen 
mit ewigem Feuer
13. Zu der Zeit kam Jesus aus Galila an den Jordan zu Johannes, da er 
sich von ihm taufen liee.
14. Aber Johannes wehrete ihm und sprach: Ich bedarf wohl, da ich von dir 
getauft werde, und du kommest zu mir?
15. Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: La jetzt also sein; also 
gebhrt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfllen. Da lie er's ihm zu.
16. Und da Jesus getauft war, stieg er bald herauf aus dem Wasser; und 
siehe, da tat sich der Himmel auf ber ihm. Und Johannes sah den Geist 
Gottes gleich als eine Taube herabfahren und ber ihn kommen.
17. Und siehe, eine Stimme vom Himmel herab sprach: Dies ist mein lieber 
Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe.
Evangelium des Matthus 4
1. Da ward Jesus vom Geist in die Wste gefhrt, auf da er von dem Teufel 
versucht wrde.
2. Und da er vierzig Tage und vierzig Nchte gefastet hatte, hungerte ihn.
3. Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so 
sprich, da diese Steine Brot werden.
4. Und er antwortete und sprach: Es stehet geschrieben: Der Mensch lebet 
nicht vom Brot alleine, sondern von einem jeglichen Wort, das durch den 
Mund Gottes gehet.
5. Da fhrete ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellete 
ihn auf die Zinne des Tempels
6. und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so la dich hinab; denn es 
stehet geschrieben: Er wird seinen Engeln ber dir Befehl tun, und sie 
werden dich auf den Hnden tragen, auf da du deinen Fu nicht an einen 
Stein stoest.
7. Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum stehet auch geschrieben: Du sollst 
Gott, deinen Herrn, nicht versuchen.
8. Wiederum fhrete ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und 
zeigete ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit
9. und sprach zu ihm: Das alles will ich dir geben, so du niederfllst und 
mich anbetest.
10. Da sprach Jesus zu ihm: Heb' dich weg von mir, Satan! Denn es stehet 
geschrieben: Du sollst anbeten Gott, deinen Herrn, und ihm allein dienen.
11. Da verlie ihn der Teufel; und siehe, da traten die Engel zu ihm und 
dieneten ihm.
12. Da nun Jesus hrete, da Johannes berantwortet war, zog er in das 
galilische Land.
13. und verlie die Stadt Nazareth, kam und wohnete zu Kapernaum, die da 
liegt am Meer, an den Grenzen Zabulons und Nephthalims,
14. auf da erfllet wrde, was da gesagt ist durch den Propheten Jesaja, 
der da spricht:
15. Das Land Zabulon und das Land Nephtalim am Wege des Meers, jenseit des 
Jordans, und das heidnische Galila,
16. das Volk, das in Finsternis sa, hat ein groes Licht gesehen, und die 
da saen am Ort und Schatten des Todes, denen ist ein Licht aufgegangen.
17. Von der Zeit an fing Jesus an zu predigen und zu sagen: Tut Bue; das 
Himmelreich ist nahe herbeikommen!
18. Als nun Jesus an dem Galilischen Meer ging, sah er zwei Brder, 
Simon, der da heit Petrus, und Andreas, seinen Bruder, die warfen ihre 
Netze ins Meer; denn sie waren Fischer.
19. Und er sprach zu ihnen: Folget mir nach; sich will euch zu 
Menschenfischern machen.
20. Bald verlieen sie ihre Netze und folgeten ihm nach.
21. Und da er von dannen frba ging, sah er zwei andere Brder, Jakobus, 
den Sohn des Zebedus, und Johannes, seinen Bruder, im Schiff, mit ihrem 
Vater Zebedus, da sie ihre Netze flickten; und er rief sie.
22. Bald verlieen sie das Schiff und ihren Vater und folgten ihm nach.
23. Und Jesus ging umher im ganzen galilischen Lande, lehrete in ihren 
Schulen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilete allerlei 
Seuche und Krankheit im Volk.
24. Und sein Gercht erscholl in das ganze Syrienland. Und sie brachten zu 
ihm allerlei Kranke, mit mancherlei Seuchen und Qual behaftet, die 
Besessenen die Mondschtigen und die Gichtbrchigen; und er machte sie 
alle gesund.
25. Und es folgete ihm nach viel Volks aus Galila, aus den zehn Stdten, 
von Jerusalem, aus dem jdischen Lande und von jenseit des Jordans.
Evangelium des Matthus 5
1. Da er aber das Volk sah, ging er auf einen Berg und setzte sich, und 
seine Jnger traten zu ihm.
2. Und er tat seinen Mund auf, lehrete sie und sprach:
3. Selig sind, die da geistlich arm sind; denn das Himmelreich ist ihr.
4. Selig sind, die da Leid tragen; denn sie sollen getrstet werden.
5. Selig sind die Sanftmtigen; denn sie werden das Erdreich besitzen.
6. Selig sind, die da hungert und drstet nach der Gerechtigkeit; denn sie 
sollen satt werden.
7. Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit erlangen.
8. Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen.
9. Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heien.
10. Selig sind, die um Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn das 
Himmelreich ist ihr.
11. Selig seid ihr, wenn euch die Menschen um meinetwillen schmhen und 
verfolgen und reden allerlei bles wider euch, so sie daran lgen.
12. Seid frhlich und getrost, es wird euch im Himmel wohl belohnt werden! 
Denn also haben sie verfolget die Propheten, die vor euch gewesen sind.
13. Ihr seid das Salz der Erde. Wo nun das Salz dumm wird, womit soll man 
salzen? Es ist zu nichts hinfort ntze, denn da man es hinausschtte und 
lasse es die Leute zertreten.
14. Ihr seid das Licht der Welt. Es mag die Stadt, die auf einem Berge 
liegt, nicht verborgen sein.
15. Man zndet auch nicht ein Licht an und setzt es unter einen Scheffel, 
sondern auf einen Leuchter, so leuchtet es denen allen, die im Hause sind.
16. Also lasset euer Licht leuchten vor den Leuten, da sie eure guten 
Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
17. Ihr sollt nicht whnen, da ich kommen bin, das Gesetz oder die 
Propheten aufzulsen. Ich bin nicht kommen aufzulsen, sondern zu erfllen.
18. Denn ich sage euch: Wahrlich, bis da Himmel und Erde vergehe, wird 
nicht vergehen der kleinste Buchstabe noch ein Tttel vom Gesetz, bis da 
es alles geschehe.
19. Wer nun eins von diesen kleinsten Geboten auflset und lehret die 
Leute also, der wird der Kleinste heien im Himmelreich; wer es aber tut 
und lehret, der wird gro heien im Himmelreich.
20. Denn ich sage euch: Es sei denn eure Gerechtigkeit besser denn der 
Schriftgelehrten und Phariser, so werdet ihr nicht in das Himmelreich 
kommen.
21. Ihr habt gehret, da zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht tten; 
wer aber ttet, der soll des Gerichts schuldig sein.
22. Ich aber sage euch: Wer mit seinem Bruder zrnet, der ist des Gerichts 
schuldig; wer aber zu seinem Bruder sagt: Racha! der ist des Rats 
schuldig; wer aber sagt: Du Narr! der ist des hllischen Feuers schuldig.
23. Darum wenn du deine Gabe auf dem Altar opferst und wirst allda 
eindenken, da dein Bruder etwas wider dich habe,
24. so la allda vor dem Altar deine Gabe und gehe zuvor hin und vershne 
dich mit deinem Bruder und alsdann komm und opfere deine Gabe.
25. Sei willfertig deinem Widersacher bald, dieweil du noch bei ihm auf 
dem Wege bist, auf da dich der Widersacher nicht dermaleinst berantworte 
dem Richter, und der Richter berantworte dich dem Diener, und werdest in 
den Kerker geworfen.
26. Ich sage dir: Wahrlich, du wirst nicht von dannen herauskommen, bis du 
auch den letzten Heller bezahlest.
27. Ihr habt gehret, da zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht 
ehebrechen.
28. Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansiehet, ihrer zu begehren, der hat 
schon mit ihr die Ehe gebrochen in seinem Herzen.
29. rgert dich aber dein rechtes Auge; so rei es aus und wirf's von dir. 
Es ist dir besser, da eins deiner Glieder verderbe, und nicht der ganze 
Leib in die Hlle geworfen werde.
30. rgert dich deine rechte Hand, so haue sie ab, und wirf sie von dir. 
Es ist dir besser, da eins deiner Glieder verderbe, und nicht der ganze 
Leib in die Hlle geworfen werde.
31. Es ist auch gesagt: Wer sich von seinem Weibe scheidet, der soll ihr 
geben einen Scheidebrief.
32. Ich aber sage euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn um 
Ehebruch), der macht, da sie die Ehe bricht; und wer eine Abgeschiedene 
freiet, der bricht die Ehe.
33. Ihr habt weiter gehrt, da zu den Alten gesagt ist: Du sollst keinen 
falschen Eid tun und sollst Gott deinen Eid halten.
34. Ich aber sage euch, da ihr allerdinge nicht schwren sollt, weder bei 
dem Himmel, denn er ist Gottes Stuhl;
35. noch bei der Erde, denn sie ist seiner Fe Schemel; noch bei 
Jerusalem, denn sie ist eines groen Knigs Stadt.
36. Auch sollst du nicht bei deinem Haupt schwren; denn du vermagst nicht 
ein einiges Haar wei oder schwarz zu machen.
37. Eure Rede aber sei: Ja, ja; nein, nein; was darber ist, das ist vom 
bel.
38. Ihr habt gehrt, da da gesagt ist: Auge um Auge, Zahn um Zahn.
39. Ich aber sage euch, da ihr nicht widerstreben sollt dem bel, sondern 
so dir jemand einen Streich gibt auf deinen rechten Backen, dem biete den 
andern auch dar.
40. Und so jemand mit dir rechten will und deinen Rock nehmen, dem la 
auch den Mantel.
41. Und so dich jemand ntiget eine Meile, so gehe mit ihm zwo.
42. Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht von dem, der dir 
abborgen will.
43. Ihr habt gehrt, da gesagt ist: Du sollst deinen Nchsten lieben und 
deinen Feind hassen.
44. Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, tut 
wohl denen, die euch hassen, bittet fr die, so euch beleidigen und 
verfolgen,
45. auf da ihr Kinder seid eures Vaters im Himmel Denn er lt seine 
Sonne aufgehen ber die Bsen und ber die Guten und lsset regnen ber 
Gerechte und Ungerechte.
46. Denn so ihr liebet, die euch lieben, was werdet ihr fr Lohn haben? 
Tun nicht dasselbe auch die Zllner?
47. Und so ihr euch nur zu euren Brdern freundlich tut, was tut ihr 
Sonderliches? Tun nicht die Zllner auch also?
48. Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer Vater im Himmel 
vollkommen ist.
Evangelium des Matthus 6
1. Habt acht auf eure Almosen, da ihr die nicht gebet vor den Leuten, da 
ihr von ihnen gesehen werdet; ihr habt anders keinen Lohn bei eurem Vater 
im Himmel.
2. Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht lassen vor dir posaunen, wie 
die Heuchler tun in den Schulen und auf den Gassen, auf da sie von den 
Leuten gepreiset werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn 
dahin.
3. Wenn du aber Almosen gibst, so la deine linke Hand nicht wissen, was 
die rechte tut,
4. auf da dein Almosen verborgen, sei; und dein Vater, der in das 
Verborgene siehet, wird dir's vergelten ffentlich.
5. Und wenn du betest, sollst du nicht sein wie die Heuchler, die da gerne 
stehen und beten in den Schulen und an den Ecken auf den Gassen, auf da 
sie von den Leuten gesehen werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben 
ihren Lohn dahin.
6. Wenn du aber betest, so gehe in dein Kmmerlein und schliee die Tr zu 
und bete zu deinem Vater im Verborgenen; und dein Vater, der in das 
Verborgene siehet, wird dir's vergelten ffentlich.
7. Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht viel plappern wie die Heiden; denn 
sie meinen, sie werden erhret, wenn sie viel Worte machen.
8. Darum sollt ihr euch ihnen nicht gleichen. Euer Vater wei, was ihr 
bedrfet, ehe denn ihr ihn bittet.
9. Darum sollt ihr also beten: Unser Vater in dem Himmel! Dein Name werde 
geheiliget.
10. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe auf Erden wie im Himmel.
11. Unser tglich Brot gib uns heute.
12. Und vergib uns unsere Schulden, wie wir unsern Schuldigern vergeben.
13. Und fhre uns nicht in Versuchung, sondern erlse uns von dem bel. 
Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. 
Amen.
14. Denn so ihr den Menschen ihre Fehle vergebet, so wird euch euer 
himmlischer Vater auch vergeben.
15. Wo ihr aber den Menschen ihre Fehle nicht vergebet, so wird euch euer 
Vater eure Fehle auch nicht vergeben.
16. Wenn ihr fastet, sollt' ihr nicht sauer sehen wie die Heuchler; denn 
sie verstellen ihre Angesichte, auf da sie vor den Leuten scheinen mit 
ihrem Fasten. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin.
17. Wenn du aber fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht,
18. auf da du nicht scheinest vor den Leuten mit deinem Fasten, sondern 
vor deinem Vater, welcher verborgen ist; und dein Vater, der in das 
Verborgene siehet, wird dir's Vergelten ffentlich.
19. Ihr sollt euch nicht Schtze sammeln auf Erden, da sie die Motten und 
der Rost fressen, und da die Diebe nach graben und stehlen.
20. Sammelt euch aber Schtze im Himmel, da sie weder Motten noch Rost 
fressen, und da die Diebe nicht nach graben noch stehlen.
21. Denn wo euer Schatz ist, da ist auch euer Herz.
22. Das Auge ist des Leibes Licht. Wenn dein Auge einfltig ist, so wird 
dein ganzer Leib licht sein.
23. Wenn aber dein Auge ein Schalk ist, so wird dein ganzer Leib finster 
sein. Wenn aber das Licht, das in dir ist, Finsternis ist, wie gro wird 
dann die Finsternis selber sein!
24. Niemand kann zweien Herren dienen. Entweder er wird einen hassen und 
den andern lieben, oder wird einem anhangen und den andern verachten. Ihr 
knnt nicht Gott dienen und dem Mammon.
25. Darum sage ich euch: Sorget nicht fr euer Leben, was ihr essen und 
trinken werdet, auch nicht fr euren Leib, was ihr anziehen werdet. Ist 
nicht das Leben mehr denn die Speise und der Leib mehr denn die Kleidung?
26. Sehet die Vgel unter dem Himmel an: sie sen nicht, sie ernten nicht, 
sie sammeln nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nhret sie 
doch. Seid ihr denn nicht viel mehr denn sie?
27. Wer ist unter euch, der seiner Lnge eine Elle zusetzen mge, ob er 
gleich darum sorget?
28. Und warum sorget ihr fr die Kleidung? Schauet die Lilien auf dem 
Felde, wie sie wachsen! Sie arbeiten nicht, auch spinnen sie nicht.
29. Ich sage euch, da auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit nicht 
bekleidet gewesen ist als derselbigen eins.
30. So denn Gott das Gras auf dem Felde also kleidet, das doch heute 
stehet und morgen in den Ofen geworfen wird, sollt' er das nicht viel mehr 
euch tun, o ihr Kleinglubigen?
31. Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, was 
werden wir trinken, womit werden wir uns kleiden?
32. Nach solchem allem trachten die Heiden. Denn euer himmlischer Vater 
wei, da ihr des alles bedrfet.
33. Trachtet am ersten nach dem Reich Gottes und nach seiner 
Gerechtigkeit, so wird euch solches alles zufallen.
34. Darum sorget nicht fr den andern Morgen; denn der morgende Tag wird 
fr das Seine sorgen. Es ist genug, da ein jeglicher Tag seine eigene 
Plage habe.
Evangelium des Matthus 7
1. Richtet nicht, auf da ihr nicht gerichtet werdet!
2. Denn mit welcherlei Gerichte ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, 
und mit welcherlei Ma ihr messet, wird euch gemessen werden.
3. Was siehest du aber den Splitter in deines Bruders Auge und wirst nicht 
gewahr des Balkens in deinem Auge?
4. Oder wie darfst du sagen zu deinem Bruder: Halt, ich will dir den 
Splitter aus deinem Auge ziehen! und siehe, ein Balken ist in deinem Auge?
5. Du Heuchler, zieh am ersten den Balken aus deinem Auge; danach besiehe, 
wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest!
6. Ihr sollt das Heiligtum nicht den Hunden geben und eure Perlen sollt 
ihr nicht vor die Sue werfen, auf da sie dieselbigen nicht zertreten mit 
ihren Fen und sich wenden und euch zerreien.
7. Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; klopfet an, 
so wird euch aufgetan.
8. Denn wer da bittet, der empfngt, und wer da suchet, der findet, und 
wer da anklopft, dem wird aufgetan.
9. Welcher ist unter euch Menschen, so ihn sein Sohn bittet ums Brot, der 
ihm einen Stein biete?
10. Oder so er ihn bittet um einen Fisch, der ihm eine Schlange biete?
11. So denn ihr, die ihr doch arg seid, knnt dennoch euren Kindern gute 
Gaben geben, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel Gutes geben denen, die 
ihn bitten!
12. Alles nun, was ihr wollet, da euch die Leute tun sollen, das tut ihr 
ihnen; das ist das Gesetz und die Propheten.
13. Gehet ein durch die enge Pforte! Denn die Pforte ist weit, und der Weg 
ist breit, der zur Verdammnis abfhret; und ihrer sind viel, die darauf 
wandeln.
14. Und die Pforte ist enge, und der Weg ist schmal, der zum Leben fhret; 
und wenig ist ihrer, die ihn finden.
15. Sehet euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern zu 
euch kommen! Inwendig aber sind sie reiende Wlfe.
16. An ihren Frchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch Trauben lesen 
von den Dornen oder Feigen von den Disteln?
17. Also ein jeglicher guter Baum bringet gute Frchte; aber ein fauler 
Baum bringet arge Frchte.
18. Ein guter Baum kann nicht arge Frchte bringen, und ein fauler Baum 
kann nicht gute Frchte bringen.
19. Ein jeglicher Baum, der nicht gute Frchte bringet, wird abgehauen und 
ins Feuer geworfen.
20. Darum an ihren Frchten sollt ihr sie erkennen.
21. Es werden nicht alle, die zu mir sagen: Herr, Herr! in das Himmelreich 
kommen, sondern die den Willen tun meines Vaters im Himmel
22. Es werden viele zu mir sagen an jenem Tage: Herr, Herr, haben wir 
nicht in deinem Namen geweissaget, haben wir nicht in deinem Namen Teufel 
ausgetrieben, haben wir nicht in deinem Namen viel Taten getan?
23. Dann werde ich ihnen bekennen: Ich habe euch noch nie erkannt; weichet 
alle von mir, ihr beltter!
24. Darum wer diese meine Rede hret und tut sie, den vergleiche ich einem 
klugen Mann, der sein Haus auf einen Felsen bauete.
25. Da nun ein Platzregen fiel, und ein Gewsser kam, und weheten die 
Winde und stieen an das Haus, fiel es doch nicht; denn es war auf einen 
Felsen gegrndet.
26. Und wer diese meine Rede hret und tut sie nicht, der ist einem 
trichten Mann gleich, der sein Haus auf den Sand bauete.
27. Da nun ein Platzregen fiel, und kam ein Gewsser, und weheten die 
Winde und stieen an das Haus, da fiel es und tat einen groen Fall.
28. Und es begab sich, da Jesus diese Rede vollendet hatte, entsetzte sich 
das Volk ber seine Lehre.
29. Denn er predigte gewaltig und nicht wie die Schriftgelehrten.
Evangelium des Matthus 8
1. Da er aber vom Berge herabging, folgete ihm viel Volks nach.
2. Und siehe, ein Ausstziger kam und betete ihn an und sprach: Herr, so 
du willst, kannst du mich wohl reinigen.
3. Und Jesus streckte seine Hand aus, rhrete ihn an und sprach: Ich 
will's tun; sei gereiniget! Und alsbald ward er von seinem Aussatz rein.
4. Und Jesus sprach zu ihm: Siehe zu, sag's niemand, sondern gehe hin und 
zeige dich dem Priester und opfere die Gabe, die Mose befohlen hat, zu 
einem Zeugnis ber sie.
5. Da aber Jesus einging zu Kapernaum, trat ein Hauptmann zu ihm, der bat 
ihn
6. und sprach: Herr, mein Knecht liegt zu Hause und ist gichtbrchig und 
hat groe Qual.
7. Jesus sprach zu ihm: Ich will kommen und ihn gesund machen.
8. Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, da du 
unter mein Dach gehest, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht 
gesund.
9. Denn ich bin ein Mensch, dazu der Obrigkeit untertan, und habe unter 
mir Kriegsknechte; noch wenn ich sage zu einem: Gehe hin! so gehet er, und 
zum andern: Komm her! so kommt er, und zu meinem Knecht: Tue das! so tut 
er's.
10. Da das Jesus hrete, verwunderte er sich und sprach zu denen, die ihm 
nachfolgeten: Wahrlich, ich sage euch, solchen Glauben habe ich in Israel 
nicht funden.
11. Aber ich sage euch: Viele werden kommen vom Morgen und vom Abend und 
mit Abraham und Isaak und Jakob im Himmelreich sitzen.
12. Aber die Kinder des Reichs werden ausgestoen in die uerste 
Finsternis hinaus, da wird sein Heulen und Zhneklappen.
13. Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Gehe hin; dir geschehe, wie du 
geglaubt hast! Und sein Knecht ward gesund zu derselbigen Stunde.
14. Und Jesus kam in des Petrus Haus und sah, da seine Schwieger lag und 
hatte das Fieber.
15. Da griff er ihre Hand an, und das Fieber verlie sie. Und sie stund 
auf und dienete ihnen.
16. Am Abend aber brachten sie viel Besessene zu ihm; und er trieb die 
Geister aus mit Worten und machte allerlei Kranke gesund,
17. auf da erfllet wrde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der 
da spricht: Er hat unsere Schwachheit auf sich, genommen und unsere Seuche 
hat er getragen.
18. Und da Jesus viel Volks um sich sah, hie er hinber jenseit des 
Meeres fahren.
19. Und es trat zu ihm ein Schriftgelehrter, der sprach zu ihm: Meister, 
ich will dir folgen, wo du hingehest.
20. Jesus sagte zu ihm: Die Fchse haben Gruben, und die Vgel unter dem 
Himmel haben Nester; aber des Menschen Sohn hat nicht, da er sein Haupt 
hinlege.
21. Und ein anderer unter seinen Jngern sprach zu ihm: Herr, erlaube mir, 
da ich hingehe und zuvor meinen Vater begrabe.
22. Aber Jesus sprach zu ihm: Folge du mir und la die Toten ihre Toten 
begraben!
23. Und er trat in das Schiff, und seine Jnger folgeten ihm.
24. Und siehe, da erhub sich ein gro Ungestm im Meer, also da auch das 
Schifflein mit Wellen bedeckt ward; und er schlief.
25. Und die Jnger traten zu ihm und weckten ihn auf und sprachen: HERR, 
hilf uns, wir verderben!
26. Da sagte er zu ihnen: Ihr Kleinglubigen, warum seid ihr so furchtsam? 
Und stund auf und bedruete den Wind und das Meer; da ward es ganz stille.
27. Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: Was ist das fr ein 
Mann, da ihm Wind und Meer gehorsam ist?
28. Und er kam jenseit des Meeres in die Gegend der Gergesener. Da liefen 
ihm entgegen zwei Besessene, die kamen aus den Totengrbern und waren sehr 
grimmig, also da niemand dieselbige Strae wandeln konnte.
29. Und siehe, sie schrieen und sprachen: Ach Jesu, du Sohn Gottes, was 
haben wir mit dir zu tun? Bist du herkommen, uns zu qulen, ehe denn es 
Zeit ist?
30. Es war aber ferne von ihnen eine groe Herde Sue an der Weide.
31. Da baten ihn die Teufel und sprachen: Willst du uns austreiben, so 
erlaube uns, in die Herde Sue zu fahren.
32. Und er sprach: Fahret hin! Da fuhren sie aus und fuhren in die Herde 
Sue. Und siehe, die ganze Herde Sue strzete sich mit einem Sturm ins 
Meer und ersoffen im Wasser.
33. Und die Hirten flohen und gingen hin in die Stadt und sagten das 
alles, und wie es mit den Besessenen ergangen war.
34. Und siehe, da ging die ganze Stadt heraus Jesu entgegen. Und da sie 
ihn sahen, baten sie ihn, da er von ihrer Grenze weichen wollte.
Evangelium des Matthus 9
1. Da trat er in das Schiff und fuhr wieder herber und kam in seine Stadt.
2. Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gichtbrchigen, der lag auf 
einem Bette. Da nun Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem 
Gichtbrchigen: Sei getrost, mein Sohn; deine Snden sind dir vergeben.
3. Und siehe, etliche unter den Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: 
Dieser lstert Gott.
4. Da aber Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denket ihr so Arges 
in euren Herzen?
5. Welches ist leichter zu sagen: Dir sind deine Snden vergeben, oder zu 
sagen: Stehe auf und wandele?
6. Auf da ihr aber wisset, da des Menschen Sohn Macht habe auf Erden, 
die Snden zu vergeben, sprach er zu dem Gichtbrchigen: Stehe auf, heb' 
dein Bett auf und gehe heim!
7. Und er stund auf und ging heim.
8. Da das Volk das sah, verwunderte es sich und preisete Gott, der solche 
Macht den Menschen gegeben hat.
9. Und da Jesus von dannen ging, sah er einen Menschen am Zoll sitzen, der 
hie Matthus, und sprach zu ihm: Folge mir! Und er stund auf und folgete 
ihm.
10. Und es begab sich, da er zu Tische sa im Hause, siehe, da kamen viel 
Zllner und Snder und saen zu Tische mit Jesu und seinen Jngern.
11. Da das die Phariser sahen, sprachen sie zu seinen Jngern: Warum 
isset euer Meister mit den Zllnern und Sndern?
12. Da das Jesus hrete, sprach er zu ihnen: Die Starken bedrfen des 
Arztes nicht, sondern die Kranken.
13. Gehet aber hin und lernet, was das sei: Ich habe Wohlgefallen an 
Barmherzigkeit und nicht am Opfer. Ich bin kommen, die Snder zur Bue zu 
rufen und nicht die Frommen.
14. Indes kamen die Jnger Johannes zu ihm und sprachen: Warum fasten wir 
und die Phariser so viel, und deine Jnger fasten nicht?
15. Jesus sprach zu ihnen: Wie knnen die Hochzeitleute Leid tragen, 
solange der Brutigam bei ihnen ist? Es wird aber die Zeit kommen, da der 
Brutigam von ihnen genommen wird; alsdann werden sie fasten.
16. Niemand flickt ein alt Kleid mit einem Lappen von neuem Tuch; denn der 
Lappen reiet doch wieder vom Kleid, und der Ri wird rger.
17. Man fasset auch nicht Most in alte Schluche; anders die Schluche 
zerreien, und der Most wird verschttet, und die Schluche kommen um. 
Sondern man fasset Most in neue Schluche, so werden sie beide miteinander 
behalten.
18. Da er solches mit ihnen redete, siehe, da kam der Obersten einer und 
fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, meine Tochter ist jetzt gestorben; 
aber komm und lege deine Hand auf sie, so wird sie lebendig.
19. Und Jesus stund auf und folgete ihm nach und seine Jnger.
20. Und siehe, ein Weib, das zwlf Jahre den Blutgang gehabt, trat von 
hinten zu ihm und rhrete seines Kleides Saum an.
21. Denn sie sprach bei sich selbst: Mcht' ich nur sein Kleid anrhren, 
so wrde ich gesund.
22. Da wandte sich Jesus um und sah sie und sprach: Sei getrost, meine 
Tochter; dein Glaube hat dir geholfen. Und das Weib ward gesund zu 
derselbigen Stunde.
23. Und als er in des Obersten Haus kam und sah die Pfeifer und das 
Getmmel des Volks,
24. sprach er zu ihnen: Weichet! denn das Mgdlein ist nicht tot, sondern 
es schlft. Und sie verlachten ihn.
25. Als aber das Volk ausgetrieben war, ging er hinein und ergriff sie bei 
der Hand. Da stund das Mgdlein auf.
26. Und dies Gercht erscholl in dasselbige ganze Land.
27. Und da Jesus von dannen frba ging, folgeten ihm zwei Blinde nach, 
die schrieen und sprachen: Ach, du Sohn Davids, erbarme dich unser!
28. Und da er heimkam, traten die Blinden zu ihm. Und Jesus sprach zu 
ihnen: Glaubet ihr, da ich euch solches tun kann? Da sprachen sie zu ihm: 
Herr, ja.
29. Da rhrete er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem 
Glauben.
30. Und ihre Augen wurden geffnet. Und Jesus bedruete sie und sprach: 
Sehet zu, da es niemand erfahre!
31. Aber sie gingen aus und machten ihn ruchbar im selbigen ganzen Lande.
32. Da nun diese waren hinauskommen, siehe, da brachten sie zu ihm einen 
Menschen, der war stumm und besessen.
33. Und da der Teufel war ausgetrieben, redete der Stumme. Und das Volk 
verwunderte sich und sprach: Solches ist noch nie in Israel gesehen worden.
34. Aber die Phariser sprachen: Er treibt die Teufel aus durch der Teufel 
Obersten.
35. Und Jesus ging umher in alle Stdte und Mrkte, lehrete in ihren 
Schulen und predigte das Evangelium von dem Reich und heilete allerlei 
Seuche und allerlei Krankheit im Volke.
36. Und da er das Volk sah, jammerte ihn desselbigen; denn sie waren 
verschmachtet und zerstreuet wie die Schafe, die keinen Hirten haben.
37. Da sprach er zu seinen Jngern: Die Ernte ist gro; aber wenig sind 
der Arbeiter.
38. Darum bittet den Herrn der Ernte, da er Arbeiter in seine Ernte sende!
Evangelium des Matthus 10
1. Und er rief seine zwlf Jnger zu sich und gab ihnen Macht ber die 
unsaubern Geister, da sie dieselbigen austrieben und heileten allerlei 
Seuche und allerlei Krankheit.
2. Die Namen aber der zwlf Apostel sind diese: Der erste Simon, genannt 
Petrus, und Andreas, sein Bruder; Jakobus, des Zebedus Sohn, und 
Johannes, sein Bruder;
3. Philippus und Bartholomus; Thomas und Matthus, der Zllner; Jakobus, 
des Alphus Sohn; Lebbus mit dem Zunamen Thaddus;
4. Simon von Kana und Judas Ischariot, welcher ihn verriet.
5. Diese zwlf sandte Jesus, gebot ihnen und sprach: Gehet nicht auf der 
Heiden Strae und ziehet nicht in der Samariter Stdte,
6. sondern gehet hin zu den verloren Schafen aus dem Hause Israel.
7. Gehet aber und prediget und sprecht: Das Himmelreich ist nahe 
herbeikommen.
8. Machet die Kranken gesund, reiniget die Ausstzigen, wecket die Toten 
auf, treibet die Teufel aus! Umsonst habt ihr's empfangen, umsonst gebet 
es auch.
9. Ihr sollt nicht Gold noch Silber noch Erz in euren Grteln haben,
10. auch keine Tasche zur Wegfahrt, auch nicht zwei Rcke, keine Schuhe, 
auch keinen Stecken. Denn ein Arbeiter ist seiner Speise wert.
11. Wo ihr aber in eine Stadt oder Markt gehet, da erkundiget euch, ob 
jemand darinnen sei, der es wert ist; und bei demselben bleibet, bis ihr 
von dannen ziehet.
12. Wo ihr aber in ein Haus gehet, so gret dasselbige.
13. Und so es dasselbige Haus wert ist, wird euer Friede auf sie kommen. 
Ist es aber nicht wert, so wird sich euer Friede wieder zu euch wenden.
14. Und wo euch jemand nicht annehmen wird noch eure Rede hren, so gehet 
heraus von demselbigen Hause oder Stadt und schttelt den Staub von euren 
Fen.
15. Wahrlich, ich sage euch, dem Lande der Sodomer und Gomorrer wird es 
ertrglicher ergehen am Jngsten Gericht denn solcher Stadt.
16. Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wlfe; darum seid 
klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben!
17. Htet euch aber vor den Menschen! Denn sie werden euch berantworten 
vor ihre Rathuser und werden euch geieln in ihren Schulen.
18. Und man wird euch vor Frsten und Knige fhren um meinetwillen zum 
Zeugnis ber sie und ber die Heiden.
19. Wenn sie euch nun berantworten werden, so sorget nicht, wie oder was 
ihr reden sollt; denn es soll euch zu der Stunde gegeben werden, was ihr 
reden sollt.
20. Denn ihr seid es nicht, die da reden, sondern eures Vaters Geist ist 
es, der durch euch redet.
21. Es wird aber ein Bruder den andern zum Tod berantworten und der Vater 
den Sohn, und die Kinder werden sich empren wider ihre Eltern und ihnen 
zum Tode helfen.
22. Und msset gehasset werden von jedermann um meines Namens willen. Wer 
aber bis an das Ende beharret, der wird selig.
23. Wenn sie euch aber in einer Stadt verfolgen, so fliehet in eine 
andere. Wahrlich, ich sage euch, ihr werdet die Stdte Israels nicht 
ausrichten, bis des Menschen Sohn kommt.
24. Der Jnger ist nicht ber seinen Meister noch der Knecht ber den 
Herrn.
25. Es ist dem Jnger genug, da er sei wie sein Meister und der Knecht 
wie sein Herr. Haben sie den Hausvater Beelzebub geheien, wieviel mehr 
werden sie seine Hausgenossen also heien!
26. Darum frchtet euch nicht vor ihnen! Es ist nichts verborgen, das 
nicht offenbar werde, und ist nichts heimlich, das man nicht wissen werde.
27. Was ich euch sage in Finsternis, das redet im Licht, und was ihr hret 
in das Ohr, das prediget auf den Dchern.
28. Und frchtet euch nicht vor denen, die den Leib tten und die Seele 
nicht mgen tten. Frchtet euch aber vielmehr vor dem, der Leib und Seele 
verderben mag in die Hlle.
29. Kauft man nicht zwei Sperlinge um einen Pfennig? Noch fllt 
derselbigen keiner auf die Erde ohne euren Vater.
30. Nun aber sind auch eure Haare auf dem Haupt alle gezhlet.
31. Darum frchtet euch nicht; ihr seid besser denn viele Sperlinge.
32. Darum, wer mich bekennet vor den Menschen, den will ich bekennen vor 
meinem himmlischen Vater.
33. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will ich auch 
verleugnen vor meinem himmlischen Vater.
34. Ihr sollt nicht whnen, da ich kommen sei, Frieden zu senden auf 
Erden. Ich bin nicht kommen, Frieden zu senden, sondern das Schwert.
35. Denn ich bin kommen, den Menschen zu erregen wider seinen Vater und 
die Tochter wider ihre Mutter und die Schnur wider ihre Schwieger.
36. Und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.
37. Wer Vater oder Mutter mehr liebet denn mich, der ist mein nicht wert; 
und wer Sohn oder Tochter mehr liebt denn mich, der ist mein nicht wert.
38. Und wer nicht sein Kreuz auf sich nimmt und folget mir nach, der ist 
mein nicht wert.
39. Wer 'sein Leben findet, der wird's verlieren; und wer sein Leben 
verlieret um meinetwillen, der wird's finden.
40. Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, der 
nimmt den auf, der mich gesandt hat.
41. Wer einen Propheten aufnimmt in eines Propheten Namen, der wird eines 
Propheten Lohn empfahen. Wer einen Gerechten aufnimmt in eines Gerechten 
Namen, der wird eines Gerechten Lohn empfahen.
42. Und wer dieser Geringsten einen nur mit einem Becher kalten Wassers 
trnket in eines Jngers Namen, wahrlich, ich sage euch, es wird ihm nicht 
unbelohnet bleiben!
Evangelium des Matthus 11
1. Und es begab sich, da Jesus solch Gebot zu seinen zwlf Jngern 
vollendet hatte, ging er von dannen frba, zu lehren und zu predigen in 
ihren Stdten.
2. Da aber Johannes im Gefngnis die Werke Christi hrete, sandte er 
seiner Jnger zwei.
3. und lie ihm sagen: Bist du, der da kommen soll, oder sollen wir eines 
andern warten?
4. Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und saget Johannes 
wieder, was ihr sehet und hret:
5. Die Blinden sehen, und die Lahmen gehen; die Ausstzigen werden rein, 
und die Tauben hren; die Toten stehen auf, und den Armen wird das 
Evangelium geprediget;
6. und selig ist, der sich nicht an mir rgert.
7. Da die hingingen, fing Jesus an zu reden zu dem Volk von Johannes: Was 
seid ihr hinausgegangen in die Wste zu sehen? Wolltet ihr ein Rohr sehen, 
das der Wind hin und her webt?
8. Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Menschen 
in weichen Kleidern sehen? Siehe, die da weiche Kleider tragen, sind in 
der Knige Husern.
9. Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Propheten 
sehen? Ja, ich sage euch, der auch mehr ist denn ein Prophet.
10. Denn dieser ist's, von dem geschrieben stehet: Siehe, ich sende meinen 
Engel vor dir her, der deinen Weg vor dir bereiten soll.
11. Wahrlich, ich sage euch, unter allen, die von Weibern geboren sind, 
ist nicht aufkommen, der grer sei denn Johannes der Tufer; der aber der 
Kleinste ist im Himmelreich, ist grer denn er.
12. Aber von den Tagen Johannes des Tufers bis hieher leidet das 
Himmelreich Gewalt, und die Gewalt tun, die reien es zu sich.
13. Denn alle Propheten und das Gesetz haben geweissaget bis auf Johannes.
14. Und (so ihr's wollt annehmen) er ist Elias, der da soll zuknftig sein.
15. Wer Ohren hat zu hren, der hre!
16. Wem soll ich aber dies Geschlecht vergleichen? Es ist den Kindlein 
gleich, die an dem Markt sitzen und rufen gegen ihre Gesellen
17. und sprechen: Wir haben euch gepfiffen, und ihr wolltet nicht tanzen; 
wir haben euch geklaget, und ihr wolltet nicht weinen.
18. Johannes ist kommen, a nicht und trank nicht; so sagen sie: Er hat 
den Teufel.
19. Des: Menschen Sohn ist kommen, isset und trinket; so sagen sie: Siehe, 
wie ist der Mensch ein Fresser und ein Weinsufer, der Zllner und der 
Snder Geselle! Und die Weisheit mu sich rechtfertigen lassen von ihren 
Kindern.
20. Da fing er an die Stdte zu schelten, in welchen am meisten seiner 
Taten geschehen waren, und hatten sich doch nicht gebessert:
21. Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Wren solche Taten zu Tyrus 
und Sidon geschehen, wie bei euch geschehen sind, sie htten vorzeiten im 
Sack und in der Asche Bue getan.
22. Doch ich sage euch: Es wird Tyrus und Sidon ertrglicher ergehen am 
Jngsten Gerichte denn euch.
23. Und du, Kapernaum, die du bist erhoben bis an den Himmel, du wirst bis 
in die Hlle hinuntergestoen werden. Denn so zu Sodom die Taten geschehen 
wren, die bei dir geschehen sind, sie stnde noch heutigestages.
24. Doch ich sage euch: Es wird der Sodomer Land ertrglicher ergehen am 
Jngsten Gerichte denn dir.
25. Zu derselbigen Zeit antwortete Jesus und sprach: Ich preise dich, 
Vater und Herr Himmels und der Erde, da du solches den Weisen und Klugen 
verborgen hast und hast es den Unmndigen offenbaret.
26. Ja, Vater, denn es ist also wohlgefllig gewesen vor dir.
27. Alle Dinge sind mir bergeben von meinem Vater. Und niemand kennet den 
Sohn denn nur der Vater; und niemand kennet den Vater denn nur der Sohn, 
und wem es der Sohn will offenbaren.
28. Kommet her zu mir, alle, die ihr mhselig und beladen seid, ich will 
euch erquicken!
29. Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin sanftmtig 
und von Herzen demtig; so werdet ihr Ruhe finden fr eure Seelen. Denn 
mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.
Evangelium des Matthus 12
1. Zu der Zeit ging Jesus durch die Saat am Sabbat; und seine Jnger waren 
hungrig, fingen an, hren auszuraufen, und aen.
2. Da das die Phariser sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, deine Jnger 
tun, was sich nicht ziemt, am Sabbat zu tun.
3. Er aber sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David tat, da ihn 
und die mit ihm waren, hungerte,
4. wie er in das Gotteshaus ging und a die Schaubrote, die ihm doch nicht 
ziemten zu essen, noch denen, die mit ihm waren, sondern allein den 
Priestern?
5. Oder habt ihr nicht gelesen im Gesetz, wie die Priester am Sabbat im 
Tempel den Sabbat brechen und sind doch ohne Schuld?
6. Ich sage aber euch, da hier der ist, der auch grer ist denn der 
Tempel.
7. Wenn ihr aber wtet, was' das sei: Ich habe Wohlgefallen an der 
Barmherzigkeit und nicht am Opfer, httet ihr die Unschuldigen nicht 
verdammt.
8. Des Menschen Sohn ist ein Herr auch ber den Sabbat.
9. Und er ging von dannen frba und kam in ihre Schule.
10. Und siehe, da war ein Mensch, der hatte eine verdorrete Hand. Und sie 
fragten ihn und sprachen: Ist's auch recht am Sabbat heilen? auf da sie 
eine Sache wider ihn htten.
11. Aber er sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, so er ein Schaf hat, 
das ihm am Sabbat in eine Grube fllt, der es nicht ergreife und aufhebe?
12. Wieviel besser ist nun ein Mensch denn ein Schaf! Darum mag man wohl 
am Sabbat Gutes tun.
13. Da sprach er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte 
sie aus; und sie ward ihm wieder gesund gleichwie die andere.
14. Da gingen die Phariser hinaus und hielten einen Rat ber ihn, wie sie 
ihn umbrchten.
15. Aber da Jesus das erfuhr, wich er von dannen. Und ihm folgte viel 
Volks nach, und er heilete sie alle.
16. und bedruete sie, da sie ihn nicht meldeten,
17. auf da erfllet wrde, was gesagt ist durch den Propheten Jesaja, der 
da spricht:
18. Siehe, das ist mein Knecht, den ich erwhlet habe, und mein Liebster, 
an dem meine Seele Wohlgefallen hat; ich will meinen Geist auf ihn legen, 
und er soll den Heiden das Gericht verkndigen.
19. Er wird nicht zanken noch schreien, und man wird sein Geschrei nicht 
hren auf den Gassen.
20. Das zerstoene Rohr wird er nicht zerbrechen und den glimmenden Docht 
wird er nicht auslschen, bis da er ausfhre das Gericht zum Sieg.
21. Und die Heiden werden auf seinen Namen hoffen.
22. Da ward ein Besessener zu ihm gebracht, der war blind und stumm; und 
er heilete ihn also, da der Blinde und Stumme beides, redete und sah.
23. Und alles Volk entsetzte sich und sprach: Ist dieser nicht Davids Sohn?
24. Aber die Phariser, da sie es hreten, sprachen sie: Er treibet die 
Teufel nicht anders aus als durch Beelzebub, der Teufel Obersten.
25. Jesus vernahm aber ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Ein jeglich 
Reich, so es mit sich selbst uneins wird, das wird wste, und eine 
jegliche Stadt oder Haus, so es mit sich selbst uneins wird, mag's nicht 
bestehen.
26. So denn ein Satan den andern austreibt, so mu er mit sich selbst 
uneins sein; wie mag denn sein Reich bestehen?
27. So ich aber die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben 
sie eure Kinder aus? Darum werden sie eure Richter sein.
28. So ich aber die Teufel durch den Geist Gottes austreibe, so ist je das 
Reich Gottes zu euch kommen.
29. Oder wie kann jemand in eines Starken Haus gehen und ihm seinen 
Hausrat rauben, es sei denn, da er zuvor den Starken binde und alsdann 
ihm sein Haus beraube?
30. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich, und wer nicht mit mir 
sammelt, der zerstreuet.
31. Darum sage ich euch: Alle Snde und Lsterung wird den Menschen 
vergeben, aber die Lsterung wider den Geist wird den Menschen nicht 
vergeben.
32. Und wer etwas redet wider des Menschen Sohn, dem wird es vergeben; 
aber wer etwas redet wider den Heiligen Geist, dem wird's nicht vergeben, 
weder in dieser noch in jener Welt.
33. Setzet entweder einen guten Baum, so wird die Frucht gut; oder setzet 
einen faulen Baum, so wird die Frucht faul; denn an der Frucht erkennet 
man den Baum.
34. Ihr Otterngezchte, wie knnet ihr Gutes reden, dieweil ihr bse seid? 
Wes das Herz voll ist, des gehet der Mund ber.
35. Ein guter Mensch bringet Gutes hervor aus seinem guten Schatz des 
Herzens, und ein bser Mensch bringet Bses hervor aus seinem bsen Schatz.
36. Ich sage euch aber, da die Menschen mssen Rechenschaft geben am 
Jngsten Gericht von einem jeglichen unntzen Wort, das sie geredet haben.
37. Aus deinen Worten wirst du gerechtfertiget werden und aus deinen 
Worten wirst du verdammt werden.
38. Da antworteten etliche unter den Schriftgelehrten und Pharisern und 
sprachen: Meister, wir wollten gerne ein Zeichen von dir sehen.
39. Und er antwortete und sprach zu ihnen: Die bse und ehebrecherische 
Art sucht ein Zeichen, und es wird ihr kein Zeichen gegeben werden denn 
das Zeichen des Propheten Jona.
40. Denn gleichwie Jona war drei Tage und drei Nchte in des Walfisches 
Bauch, also wird des Menschen Sohn drei Tage und drei Nchte mitten in der 
Erde sein.
41. Die Leute von Ninive werden auftreten am Jngsten Gerichte mit diesem 
Geschlechte und werden es verdammen; denn sie taten Bue nach der Predigt 
des Jona. Und siehe, hier ist mehr denn Jona.
42. Die Knigin von Mittag wird auftreten am Jngsten Gerichte mit diesem 
Geschlecht und wird es verdammen; denn sie kam vom Ende der Erde, Salomos 
Weisheit zu hren. Und siehe, hier ist mehr denn Salomo.
43. Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so 
durchwandelt er drre Sttten, suchet Ruhe und findet sie nicht.
44. Da spricht er denn: Ich will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich 
gegangen bin. Und wenn er kommt, so findet er's mig, gekehret und 
geschmckt.
45. So gehet er hin und nimmt zu sich sieben andere Geister, die rger 
sind denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie allda, und wird 
mit demselben Menschen hernach rger, denn es vorhin war. Also wird's auch 
diesem argen Geschlecht gehen.
46. Da er noch also zu dem Volk redete, siehe, da stunden seine Mutter und 
seine Brder drauen, die wollten mit ihm reden.
47. Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brder stehen 
drauen und wollen mit dir reden.
48. Er antwortete aber und sprach zu dem, der es ihm ansagte: Wer ist 
meine Mutter, und wer sind meine Brder?
49. Und reckte die Hand aus ber seine Jnger und sprach: Siehe da, das 
ist meine Mutter und meine Brder.
50. Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, derselbige ist mein 
Bruder, Schwester und Mutter.
Evangelium des Matthus 13
1. An demselbigen Tage ging Jesus aus dem Hause und setzte sich an das 
Meer.
2. Und es versammelte sich viel Volks zu ihm, also da er in das Schiff 
trat und sa. Und alles Volk stund am Ufer.
3. Und er redete zu ihnen mancherlei durch Gleichnisse und sprach: Siehe, 
es ging ein Smann aus zu sen.
4. Und indem er sete, fiel etliches an den Weg; da kamen die Vgel und 
fraen's auf.
5. Etliches fiel in das Steinige; da es nicht viel Erde hatte, und ging 
bald auf, darum da es nicht tiefe Erde hatte.
6. Als aber die Sonne aufging, verwelkte es, und dieweil es nicht Wurzel 
hatte, ward es drr.
7. Etliches fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und 
erstickten's.
8. Etliches fiel auf ein gut Land und trug Frucht, etliches hundertfltig, 
etliches sechzigfltig, etliches dreiigfltig.
9. Wer Ohren hat zu hren, der hre!
10. Und die Jnger traten zu ihm und sprachen: Warum redest du zu ihnen 
durch Gleichnisse?
11. Er antwortete und sprach: Euch ist's gegeben, da ihr, das Geheimnis 
des Himmelreichs vernehmet; diesen aber ist's nicht gegeben.
12. Denn wer da hat, dem wird gegeben, da er die Flle habe; wer aber 
nicht hat, von dem wird auch genommen, was er hat.
13. Darum rede ich zu ihnen durch Gleichnisse. Denn mit sehenden Augen 
sehen sie nicht und mit hrenden Ohren hren sie nicht; denn sie verstehen 
es nicht.
14. Und ber ihnen wird die Weissagung Jesajas erfllet, die da sagt: Mit 
den Ohren werdet ihr hren und werdet es nicht verstehen, und mit sehenden 
Augen werdet ihr sehen und werdet es nicht vernehmen.
15. Denn dieses Volkes Herz ist verstockt, und ihre Ohren hren bel, und 
ihre Augen schlummern, auf da sie nicht dermaleinst mit den Augen sehen 
und mit den Ohren hren und mit dem Herzen verstehen und sich bekehren, 
da ich ihnen hlfe.
16. Aber selig sind eure Augen, da sie sehen, und eure Ohren, da sie 
hren.
17. Wahrlich, ich sage euch: Viel Propheten und Gerechte haben begehrt zu 
sehen, was ihr sehet, und haben's nicht gesehen, und zu hren, was ihr 
hret, und haben's nicht gehret.
18. So hret nun ihr dieses Gleichnis von dem Smann!
19. Wenn jemand das Wort von dem Reich hret und nicht verstehet, so kommt 
der Arge und reiet es hin, was da geset ist in sein Herz; und der ist's, 
der am Wege geset ist.
20. Der aber auf das Steinige geset ist, der ist's, wenn jemand das Wort 
hret und dasselbige bald aufnimmt mit Freuden.
21. Aber er hat nicht Wurzel in ihm, sondern er ist wetterwendisch; wenn 
sich Trbsal und Verfolgung erhebt um des Worts willen, so rgert er sich 
bald.
22. Der aber unter die Dornen geset ist, der ist's, wenn jemand das Wort 
hret und die Sorge dieser Welt und Betrug des Reichtums erstickt das Wort 
und bringet nicht Frucht.
23. Der aber in das gute Land geset ist, der ist's, wenn jemand das Wort 
hret und verstehet es und dann auch Frucht bringet; und etlichen trgt 
hundertfltig, etlicher aber sechzigfltig, etlicher dreiigfltig.
24. Er legte ihnen ein ander Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich ist 
gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker sete.
25. Da aber die Leute schliefen, kam sein Feind und sete Unkraut zwischen 
den Weizen und ging davon.
26. Da nun das Kraut wuchs und Frucht brachte, da fand sich auch das 
Unkraut.
27. Da traten die Knechte zu dem Hausvater und sprachen: Herr, hast du 
nicht guten Samen auf deinen Acker geset? Woher hat er denn das Unkraut?
28. Er sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan. Da sprachen die Knechte: 
Willst du denn, da wir hingehen und es ausjten?
29. Er aber sprach: Nein, auf da ihr nicht zugleich den Weizen mit 
ausraufet, so ihr das Unkraut ausjtet.
30. Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um der Ernte Zeit 
will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuvor das Unkraut und bindet es 
in Bndlein, da man es verbrenne; aber den Weizen sammelt mir in meine 
Scheuern.
31. Ein ander Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das Himmelreich ist 
gleich einem Senfkorn, das ein Mensch nahm und sete auf seinen Acker,
32. welches das kleinste ist unter allem Samen; wenn es aber erwchst, so 
ist es das grte unter dem Kohl und wird ein Baum, da die Vgel unter 
dem Himmel kommen und wohnen unter seinen Zweigen.
33. Ein ander Gleichnis redete er zu ihnen: Das Himmelreich ist einem 
Sauerteig gleich, den ein Weib nahm und vermengete ihn unter drei Scheffel 
Mehl, bis da es gar durchsuert ward.
34. Solches alles redete Jesus durch Gleichnisse zu dem Volk und ohne 
Gleichnisse redete er nicht zu ihnen,
35. auf da erfllet wrde, was gesagt ist durch den Propheten, der da 
spricht: Ich will meinen Mund auftun in Gleichnissen und will aussprechen 
die Heimlichkeiten von Anfang der Welt.
36. Da lie Jesus das Volk von sich und kam heim. Und seine Jnger traten 
zu ihm und sprachen: Deute uns dieses Gleichnis vom Unkraut auf dem Acker!
37. Er antwortete und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn ist's, der da 
guten Samen set.
38. Der Acker ist die Welt. Der gute Same sind die Kinder des Reichs. Das 
Unkraut sind die Kinder der Bosheit.
39. Der Feind, der sie set, ist der Teufel. Die Ernte ist das Ende der 
Welt. Die Schnitter sind die Engel.
40. Gleichwie man nun das Unkraut ausjtet und mit Feuer verbrennet, so 
wird's auch am Ende dieser Welt gehen.
41. Des Menschen Sohn wird seine Engel senden, und sie werden sammeln aus 
seinem Reich alle rgernisse und die da Unrecht tun,
42. und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird sein Heulen und 
Zhneklappen.
43. Dann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres Vaters 
Reich. Wer Ohren hat zu hren, der hre!
44. Abermal ist gleich das Himmelreich einem verborgenen Schatz im Acker, 
welchen ein Mensch fand und verbarg ihn und ging hin vor Freuden ber 
denselbigen und verkaufte alles, was er hatte, und kaufte den Acker.
45. Abermal ist gleich das Himmelreich einem Kaufmann, der gute Perlen 
suchte.
46. Und da er eine kstliche Perle fand, ging er hin und verkaufte alles, 
was er hatte, und kaufte dieselbige.
47. Abermal ist gleich das Himmelreich einem Netz, das ins Meer geworfen 
ist, damit man allerlei Gattung fnget.
48. Wenn es aber voll ist, so ziehen sie es heraus an das Ufer, sitzen und 
lesen die guten in ein Gef zusammen; aber die faulen werfen sie weg.
49. Also wird es auch am Ende der Welt gehen. Die Engel werden ausgehen 
und die Bsen von den Gerechten scheiden
50. und werden sie in den Feuerofen werfen; da wird Heulen und 
Zhneklappen sein.
51. Und Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr das alles verstanden? Sie 
sprachen: Ja, Herr.
52. Da sprach er: Darum, ein jeglicher Schriftgelehrter, zum Himmelreich 
gelehrt, ist gleich einem Hausvater, der aus seinem Schatz Neues und Altes 
hervortrgt.
53. Und es begab sich da Jesus diese Gleichnisse vollendet hatte, ging er 
von dannen
54. und kam in sein Vaterland und lehrete sie in ihren Schulen, also auch, 
da sie sich entsetzten und sprachen: Woher kommt diesem solche Weisheit 
und Taten?
55. Ist er nicht eines Zimmermanns Sohn? Heit nicht seine Mutter Maria 
und seine Brder Jakob und Joses und Simon und Judas?
56. Und seine Schwestern, sind sie nicht alle bei uns? Woher kommt ihm 
denn das alles?
57. Und rgerten sich an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt 
nirgend weniger denn in seinem Vaterlande und in seinem Hause.
58. Und er tat daselbst nicht viel Zeichen um ihres Unglaubens willen.
Evangelium des Matthus 14
1. Zu der Zeit kam das Gercht von Jesu vor den Vierfrsten Herodes.
2. Und er sprach zu seinen Knechten: Dieser ist Johannes der Tufer; er 
ist von den Toten auferstanden, darum tut er solche Taten.
3. Denn Herodes hatte Johannes gegriffen, gebunden und in das Gefngnis 
gelegt von wegen der Herodias, seines Bruders Philippus Weib.
4. Denn Johannes hatte zu ihm gesagt: Es ist nicht recht, da du sie 
habest.
5. Und er htte ihn gerne gettet, frchtete sich aber vor dem Volk; denn 
sie hielten ihn fr einen Propheten.
6. Da aber Herodes seinen Jahrestag beging, da tanzte die Tochter der 
Herodias vor ihnen. Das gefiel Herodes wohl.
7. Darum verhie er ihr mit einem Eide, er wollte ihr geben, was sie 
fordern wrde.
8. Und als sie zuvor von ihrer Mutter zugerichtet war, sprach sie: Gib mir 
her auf einer Schssel das Haupt Johannes des Tufers!
9. Und der Knig ward traurig; doch um des Eides willen und derer, die mit 
ihm zu Tische saen, befahl er's ihr zu geben.
10. Und schickte hin und enthauptete Johannes im Gefngnis.
11. Und sein Haupt ward hergetragen in einer Schssel und dem Mgdlein 
gegeben; und sie brachte es ihrer Mutter.
12. Da kamen seine Jnger und nahmen seinen Leib und begruben ihn und 
kamen und verkndigten das Jesu.
13. Da das Jesus hrete, wich er von dannen auf einem Schiff in eine Wste 
allein. Und da das Volk das hrete, folgte es ihm nach zu Fu aus den 
Stdten.
14. Und Jesus ging hervor und sah das groe Volk; und es jammerte ihn 
derselbigen und heilete ihre Kranken.
15. Am Abend aber traten seine Jnger zu ihm und sprachen: Dies ist eine 
Wste, und die Nacht fllt daher; la das Volk von dir, da sie hin in die 
Mrkte gehen und ihnen Speise kaufen.
16. Aber Jesus sprach zu ihnen: Es ist nicht not, da sie hingehen; gebt 
ihr ihnen zu essen!
17. Sie sprachen: Wir haben hier nichts denn fnf Brote und zwei Fische.
18. Und er sprach: Bringet mir sie her!
19. Und er hie das Volk sich lagern auf das Gras und nahm die fnf Brote 
und die zwei Fische, sah auf gen Himmel und dankte und brach's und gab die 
Brote den Jngern, und die Jnger gaben sie dem Volk.
20. Und sie aen alle und wurden satt und huben auf, was brigblieb von 
Brocken, zwlf Krbe voll.
21. Die aber gegessen hatten, der waren bei fnftausend Mann ohne Weiber 
und Kinder.
22. Und alsbald trieb Jesus seine Jnger, da sie in das Schiff traten und 
vor ihm herberfuhren, bis er das Volk von sich liee.
23. Und da er das Volk von sich gelassen hatte, stieg er auf einen Berg 
alleine, da er betete. Und am Abend war er alleine daselbst.
24. Und das Schiff war schon mitten, auf dem Meer und litt Not von den 
Wellen; denn der Wind war ihnen wider.
25. Aber in der vierten Nachtwache kam Jesus zu ihnen und ging auf dem 
Meer.
26. Und da ihn die Jnger sahen auf dem Meer gehen, erschraken sie und 
sprachen: Es ist ein Gespenst! und schrieen vor Furcht.
27. Und alsbald redete Jesus mit ihnen und sprach: Seid getrost, ich 
bin's; frchtet euch nicht!
28. Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, bist du es, so hei mich 
zu dir kommen auf dem Wasser.
29. Und er sprach: Komm her! Und Petrus trat aus dem Schiff und ging auf 
dem Wasser, da er zu Jesu kme.
30. Er sah aber einen starken Wind. Da erschrak er und hub an zu sinken, 
schrie und sprach: Herr, hilf mir!
31. Jesus aber reckte bald die Hand aus und ergriff ihn und sprach zu ihm: 
O du Kleinglubiger, warum zweifeltest du?
32. Und sie traten in das Schiff, und der Wind legte sich.
33. Die aber im Schiff waren, kamen und fielen vor ihm nieder und 
sprachen: Du bist wahrlich Gottes Sohn.
34. Und sie schifften hinber und kmen in das Land Genezareth.
35. Und da die Leute am selbigen Ort sein gewahr wurden, schickten sie aus 
in das ganze Land umher und brachten allerlei Ungesunde zu ihm
36. und baten ihn, da sie nur seines Kleides Saum anrhreten. Und alle, 
die da anrhreten, wurden gesund.
Evangelium des Matthus 15
1. Da kamen zu ihm die Schriftgelehrten und Phariser von Jerusalem und 
sprachen:
2. Warum bertreten deine Jnger der ltesten Aufstze? Sie waschen ihre 
Hnde nicht, wenn sie Brot essen.
3. Er antwortete und sprach zu ihnen: Warum bertretet denn ihr Gottes 
Gebot um eurer Aufstze willen?
4. Gott hat geboten: Du sollst Vater und Mutter ehren; wer aber Vater und 
Mutter flucht, der soll des Todes sterben.
5. Aber ihr lehret: Wer zum Vater oder zur Mutter spricht: Wenn ich's 
opfere, so ist's dir viel ntzer, der tut wohl.
6. Damit geschiehet es, da niemand hinfort seinen Vater oder seine Mutter 
ehret; und habt also Gottes Gebot aufgehoben um eurer Aufstze willen.
7. Ihr Heuchler, es hat wohl Jesaja von euch geweissaget und gesprochen:
8. Dies Volk nahet sich zu mir mit seinem Munde und ehret mich mit seinen 
Lippen, aber ihr Herz ist ferne von mir.
9. Aber vergeblich dienen sie mir, dieweil sie lehren solche Lehren, die 
nichts denn Menschengebot sind.
10. Und er rief das Volk zu sich und sprach zu ihnen: Hret zu und 
vernehmet's!
11. Was zum Munde eingehet, das verunreiniget den Menschen nicht, sondern 
was zum Munde ausgehet, das verunreiniget den Menschen.
12. Da traten seine Jnger zu ihm und sprachen: Weit du auch, da sich 
die Phariser rgerten, da sie das Wort hreten?
13. Aber er antwortete und sprach: Alle Pflanzen, die mein himmlischen 
Vater nicht gepflanzet, die werden ausgereutet.
14. Lasset sie fahren! Sie sind blind und Blindenleiter. Wenn aber ein 
Blinder den andern leitet, so fallen sie beide in die Grube.
15. Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Deute uns dies Gleichnis!
16. Und Jesus sprach zu ihnen: Seid ihr denn auch noch unverstndig?
17. Merket ihr noch nicht, da alles, was zum Munde eingehet, das gehet in 
den Bauch und wird durch den natrlichen Gang ausgeworfen?
18. Was aber zum Munde herausgehet, das kommt aus dem Herzen, und das 
verunreiniget den Menschen.
19. Denn aus dem Herzen kommen arge Gedanken: Mord, Ehebruch, Hurerei, 
Dieberei, falsche Zeugnisse, Lsterung.
20. Das sind die Stcke, die den Menschen verunreinigen. Aber mit 
ungewaschenen Hnden essen verunreiniget den Menschen nicht.
21. Und Jesus ging aus von dannen und entwich in die Gegend von Tyrus und 
Sidon.
22. Und siehe, ein kanaanisch Weib ging aus derselbigen Grenze und schrie 
ihm nach und sprach: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich mein! Meine 
Tochter wird vom Teufel bel geplaget.
23. Und er antwortete ihr kein Wort. Da traten zu ihm seine Jnger, baten 
ihn und sprachen: La sie doch von dir; denn sie schreiet uns nach.
24. Er antwortete aber und sprach: Ich bin nicht gesandt, denn nur zu den 
verlornen Schafen von dem Hause Israel.
25. Sie kam aber und fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir!
26. Aber er antwortete und sprach: Es ist nicht fein, da man den Kindern 
ihr Brot nehme und werfe es vor die Hunde.
27. Sie sprach: Ja, Herr; aber doch essen die Hndlein von den Brosamen, 
die von ihrer Herren Tisch fallen.
28. Da antwortete Jesus und sprach zu ihr:O Weib, dein Glaube ist gro; 
dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter ward gesund zu derselbigen 
Stunde.
29. Und Jesus ging von dannen frba und kam an das galilischen Meer und 
ging auf einen Berg und setzte sich allda.
30. Und es kam zu ihm viel Volks die hatten mit sich Lahme, Blinde, 
Stumme, Krppel und viel andere und warfen sie Jesu vor die Fe; und er 
heilete sie,
31. da sich das Volk verwunderte, da sie sahen, da die Stummen redeten, 
die Krppel gesund waren, die Lahmen gingen, die Blinden sahen, und 
preiseten den Gott Israels.
32. Und Jesus rief seine Jnger zu sich und sprach: Es jammert mich des 
Volks; denn sie beharren nun wohl drei Tage bei mir und haben nichts zu 
essen; und ich will sie nicht ungegessen von mir lassen, auf da sie nicht 
verschmachten auf dem Wege.
33. Da sprachen zu ihm seine Jnger: Woher mgen wir so viel Brots nehmen 
in der Wste, da wir so viel Volks sttigen?
34. Und Jesus sprach zu ihnen: Wieviel Brots habt ihr? Sie sprachen: 
Sieben und ein wenig Fischlein.
35. Und er hie das Volk sich lagern auf die Erde.
36. Und nahm die sieben Brote und die Fische, dankete, brach sie und gab 
sie seinen Jngern, und die Jnger gaben sie dem Volk.
37. Und sie aen alle und wurden satt und huben auf, was berblieb von 
Brocken, sieben Krbe voll.
38. Und die da gegessen hatten, der waren viertausend Mann, ausgenommen 
Weiber und Kinder.
39. Und da er das Volk hatte von sich gelassen, trat er in ein Schiff und 
kam in die Grenze Magdala.
Evangelium des Matthus 16
1. Da traten die Phariser und Sadduzer zu ihm, die versuchten ihn und 
forderten, da er sie ein Zeichen vom Himmel sehen liee.
2. Aber er antwortete und sprach: Des Abends sprechet ihr: Es wird ein 
schner Tag werden, denn der Himmel ist rot;
3. und des Morgens sprechet ihr: Es wird heute Ungewitter sein, denn der 
Himmel ist rot und trbe. Ihr Heuchler! Des Himmels Gestalt knnet ihr 
urteilen; knnet ihr denn nicht auch die Zeichen dieser Zeit urteilen?
4. Diese bse und ehebrecherische Art sucht ein Zeichen, und soll ihr kein 
Zeichen gegeben werden denn das Zeichen des Propheten Jona. Und er lie 
sie und ging davon.
5. Und da seine Jnger waren hinbergefahren, hatten sie vergessen, Brot 
mit sich zu nehmen.
6. Jesus aber sprach zu ihnen: Sehet zu und htet euch vor dem Sauerteig 
der Phariser und Sadduzer!
7. Da dachten sie bei sich selbst und sprachen: Das wird's sein, da wir 
nicht haben Brot mit uns genommen.
8. Da das Jesus vernahm, sprach er zu ihnen: Ihr Kleinglubigen, was 
bekmmert ihr euch doch, da ihr nicht habt Brot mit euch genommen?
9. Vernehmet ihr noch nichts? Gedenket ihr nicht an die fnf Brote unter 
die Fnftausend und wieviel Krbe ihr da aufhubet?
10. Auch nicht an die sieben Brote unter die Viertausend, und wieviel 
Krbe ihr da aufhubet?
11. Wie verstehet ihr denn nicht, da ich euch nicht sage vom Brot, wenn 
ich sage: Htet euch vor dem Sauerteige der Phariser und Sadduzer?
12. Da verstunden sie, da er nicht gesagt hatte, da sie sich hten 
sollten vor dem Sauerteige des Brots, sondern vor der Lehre der Phariser 
und Sadduzer.
13. Da kam Jesus in die Gegend der Stadt Csarea Philippi und fragte seine 
Jnger und sprach: Wer sagen die Leute, da des Menschen Sohn sei?
14. Sie sprachen: Etliche sagen, du seiest Johannes der Tufer; die 
andern, du seiest Elia; etliche, du seiest Jeremia oder der Propheten 
einer.
15. Er sprach zu ihnen: Wer sagt denn ihr, da ich sei?
16. Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist Christus, des 
lebendigen Gottes Sohn.
17. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, Jonas 
Sohn; denn Fleisch und Blut hat dir das nicht offenbart, sondern mein 
Vater im Himmel.
18. Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich 
bauen meine Gemeinde, und die Pforten der Hlle sollen sie nicht 
berwltigen.
19. Und will dir des Himmelreichs Schlssel geben. Alles, was du auf Erden 
binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, und alles, was du auf 
Erden lsen wirst, soll auch im Himmel los sein.
20. Da verbot er seinen Jngern, da sie niemand sagen sollten, da er 
Jesus, der Christ, wre.
21. Von der Zeit an fing Jesus an und zeigte seinen Jngern, wie er mte 
hin gen Jerusalem gehen und viel leiden von den ltesten und 
Hohenpriestern und Schriftgelehrten und gettet werden und am dritten Tage 
auferstehen.
22. Und Petrus nahm ihn zu sich, fuhr ihn an und sprach: Herr, schone dein 
selbst; das widerfahre dir nur nicht!
23. Aber er wandte sich um und sprach zu Petrus: Heb dich, Satan, von mir! 
Du bist mir rgerlich; denn du meinest nicht, was gttlich, sondern was 
menschlich ist.
24. Da sprach Jesus zu seinen Jngern: Will mir jemand nachfolgen, der 
verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir.
25. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird's verlieren; wer aber sein 
Leben verlieret um meinetwillen, der wird's finden.
26. Was hlfe es dem Menschen, so er die ganze Welt gewnne und nhme doch 
Schaden an seiner Seele? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine 
Seele wieder lse?
27. Denn es wird je geschehen, da des Menschen Sohn komme in der 
Herrlichkeit seines Vaters mit seinen Engeln; und alsdann wird er einem 
jeglichen vergelten nach seinen Werken.
28. Wahrlich, ich sage euch, es stehen etliche hier, die nicht schmecken 
werden den Tod, bis da sie des Menschen Sohn kommen sehen in seinem Reich.
Evangelium des Matthus 17
1. Und nach sechs Tagen nahm Jesus zu sich Petrus und Jakobus und 
Johannes, seinen Bruder, und fhrete sie beiseits auf einen hohen Berg.
2. Und ward verklret vor ihnen, und sein Angesicht leuchtete wie die 
Sonne, und seine Kleider wurden wei als ein Licht.
3. Und siehe, da erschienen ihnen Mose und Elia, die redeten mit ihm.
4. Petrus aber antwortete und sprach zu Jesu: Herr, hier ist gut sein; 
willst du, so wollen wir hier drei Htten machen, dir eine, Mose eine und 
Elia eine.
5. Da er noch also redete, siehe, da berschattete sie eine lichte Wolke. 
Und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an 
welchem ich Wohlgefallen habe; den sollt ihr hren.
6. Da das die Jnger hreten, fielen sie auf ihr Angesicht und erschraken 
sehr.
7. Jesus aber trat zu ihnen, rhrete sie an und sprach: Stehet auf und 
frchtet euch nicht!
8. Da sie aber ihre Augen aufhuben, sahen sie niemand denn Jesus alleine.
9. Und da sie vom Berge herabgingen, gebot ihnen Jesus und sprach: Ihr 
sollt dies Gesicht niemand sagen, bis des Menschen Sohn von den Toten 
auferstanden ist.
10. Und seine Jnger fragten ihn und sprachen: Was sagen denn die 
Schriftgelehrten, Elia msse zuvor kommen?
11. Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Elia soll ja zuvor kommen und 
alles zurechtbringen.
12. Doch ich sage euch: Es ist Elia schon kommen, und sie haben ihn nicht 
erkannt, sondern haben an ihm getan, was sie wollten. Also wird auch des 
Menschen Sohn leiden mssen von ihnen.
13. Da verstunden die Jnger, da er von Johannes dem Tufer zu ihnen 
geredet hatte.
14. Und da sie zu dem Volk kamen, trat zu ihm ein Mensch und fiel ihm zu 
Fen
15. und sprach: Herr, erbarme dich ber meinen Sohn; denn er ist 
mondschtig und hat ein schweres Leiden; er fllt oft ins Feuer und oft 
ins Wasser.
16. Und ich habe ihn zu deinen Jngern gebracht, und sie konnten ihm nicht 
helfen.
17. Jesus aber antwortete und sprach:O du unglubige und verkehrte Art, 
wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch dulden? Bringet 
mir ihn hieher!
18. Und Jesus bedruete ihn; und der Teufel fuhr aus von ihm, und der 
Knabe ward gesund zu derselbigen Stunde.
19. Da traten zu ihm seine Jnger besonders und sprachen: Warum konnten 
wir ihn nicht austreiben?
20. Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Um eures Unglaubens willen. 
Denn ich sage euch: Wahrlich, so ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so 
mget ihr sagen zu diesem Berge: Heb' dich von hinnen dorthin! so wird er 
sich heben, und euch wird nichts unmglich sein.
21. Aber diese Art fhrt nicht aus denn durch Beten und Fasten.
22. Da sie aber ihr Wesen hatten in Galila, sprach Jesus zu ihnen: Es ist 
zuknftig, da des Menschen Sohn berantwortet werde in der Menschen Hnde.
23. Und sie werden ihn tten; und am dritten Tage wird er auferstehen. Und 
sie wurden sehr betrbt.
24. Da sie nun gen Kapernaum kamen, gingen zu Petrus, die den Zinsgroschen 
einnahmen, und sprachen: Pflegt euer Meister nicht den Zinsgroschen zu 
geben?
25. Er sprach: Ja. Und als er heimkam, kam ihm Jesus zuvor und sprach: Was 
dnkt dich, Simon? Von wem nehmen die Knige auf Erden den Zoll oder Zins, 
von ihren Kindern oder von den Fremden?
26. Da sprach zu ihm Petrus: Von den Fremden. Jesus sprach zu ihm: So sind 
die Kinder frei.
27. Auf da aber wir sie nicht rgern, so gehe hin an das Meer und wirf 
die Angel, und den ersten Fisch, der herauffhrt, den nimm; und wenn du 
seinen Mund auftust, wirst du einen Stater finden. Denselbigen nimm und 
gib ihn fr mich und dich.
Evangelium des Matthus 18
1. Zu derselbigen Stunde traten die Jnger zu Jesus und sprachen: Wer ist 
doch der Grte im Himmelreich?
2. Jesus rief ein Kind zu sich und stellete das mitten unter sie
3. und sprach: Wahrlich, ich sage euch, es sei denn, da ihr euch umkehret 
und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen.
4. Wer nun sich selbst niedriget wie dies Kind, der ist der Grte im 
Himmelreich.
5. Und wer ein solches Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf.
6. Wer aber rgert dieser Geringsten einen, die an mich glauben, dem wre 
besser, da ein Mhlstein an seinen Hals gehnget, und er ersuft wrde im 
Meer, da es am tiefsten ist.
7. Wehe der Welt der rgernisse halben! Es mu ja rgernis kommen; doch 
wehe dem Menschen, durch welchen rgernis kommt!
8. So aber deine Hand oder dein Fu dich rgert, so haue ihn ab und wirf 
ihn von dir. Es ist dir besser, da du zum Leben lahm oder als ein Krppel 
eingehest, denn da du zwo Hnde oder zwei Fe habest und werdest in das 
ewige Feuer geworfen.
9. Und so dich dein Auge rgert, rei es aus und wirf's von dir. Es ist 
dir besser, da du einugig zum Leben eingehest, denn da du zwei Augen 
habest und werdest in das hllische Feuer geworfen.
10. Sehet zu, da ihr nicht jemand von diesen Kleinen verachtet! Denn ich 
sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen allezeit das Angesicht meines Vaters 
im Himmel.
11. Denn des Menschen Sohn ist kommen, selig zu machen, was verloren ist.
12. Was dnket euch? Wenn irgendein Mensch hundert Schafe htte, und eins 
unter denselbigen sich verirrete, lt er nicht die neunundneunzig auf den 
Bergen, gehet hin und suchet das verirrte?
13. Und so sich's begibt, da er's findet, wahrlich, ich sage euch, er 
freuet sich darber mehr denn ber die neunundneunzig, die nicht verirret 
sind.
14. Also auch ist's vor eurem Vater im Himmel nicht der Wille, da jemand 
von diesen Kleinen verloren werde
15. Sndiget aber dein Bruder an dir, so gehe hin und strafe ihn zwischen 
dir und ihm allein. Hret er dich, so hast du deinen Bruder gewonnen.
16. Hret er dich nicht, so nimm noch einen oder zwei zu dir, auf da alle 
Sache bestehe auf zweier oder dreier Zeugen Mund.
17. Hret er die nicht, so sage es der Gemeinde. Hret er die Gemeinde 
nicht, so halt ihn als einen Heiden und Zllner.
18. Wahrlich, ich sage euch: Was ihr auf Erden binden werdet, soll auch im 
Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lsen werdet, soll auch im 
Himmel los sein.
19. Weiter sage ich euch: Wo zwei unter euch eins werden auf Erden, warum 
es ist, das sie bitten wollen, das soll ihnen widerfahren von meinem Vater 
im Himmel.
20. Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich 
mitten unter ihnen.
21. Da trat Petrus zu ihm und sprach: Herr, wie oft mu ich denn meinem 
Bruder, der an mir sndiget, vergeben? Ist's genug siebenmal?
22. Jesus sprach zu ihm: Ich sage dir, nicht siebenmal, sondern 
siebenzigmal siebenmal.
23. Darum ist das Himmelreich gleich einem Knige, der mit seinen Knechten 
rechnen wollte.
24. Und als er anfing zu rechnen, kam ihm einer vor, der war ihm 
zehntausend Pfund schuldig.
25. Da er's nun nicht hatte zu bezahlen, hie der Herr verkaufen ihn und 
sein Weib und seine Kinder und alles, was er hatte, und bezahlen.
26. Da fiel der Knecht nieder und betete ihn an und sprach: Herr, habe 
Geduld mit mir! Ich will dir's alles bezahlen.
27. Da jammerte den Herrn desselbigen Knechts und lie ihn los, und die 
Schuld erlie er ihm auch.
28. Da ging derselbige Knecht hinaus und fand einen seiner Mitknechte, der 
war ihm hundert Groschen schuldig. Und er griff ihn an und wrgete ihn und 
sprach: Bezahle mir, was du mir schuldig bist!
29. Da fiel sein Mitknecht nieder und bat ihn und sprach: Habe Geduld mit 
mir! Ich will dir's alles bezahlen.
30. Er wollte aber nicht, sondern ging hin und warf ihn ins Gefngnis, bis 
da er bezahlete, was er schuldig war.
31. Da aber seine Mitknechte solches sahen, wurden sie sehr betrbt und 
kamen und brachten vor ihren Herrn alles, was sich begeben hatte.
32. Da forderte ihn sein Herr vor sich und sprach zu ihm: Du 
Schalksknecht! Alle diese Schuld habe ich dir erlassen, dieweil du mich 
batest;
33. solltest du denn dich nicht auch erbarmen ber deinen Mitknecht, wie 
ich mich ber dich erbarmet habe?
34. Und sein Herr ward zornig und berantwortete ihn den Peinigern, bis 
da er bezahlete alles, was er ihm schuldig war.
35. Also wird euch mein himmlischer Vater auch tun, so ihr nicht vergebet 
von eurem Herzen, ein jeglicher seinem Bruder seine Fehle.
Evangelium des Matthus 19
1. Und es begab sich, da Jesus diese Rede vollendet hatte, erhub er sich 
aus Galila und kam in die Grenzen des jdischen Landes jenseit des 
Jordans.
2. Und es folgete ihm viel Volks nach; und er heilete sie daselbst.
3. Da traten zu ihm die Phariser, versuchten ihn und sprachen zu ihm: 
Ist's auch recht, da sich ein Mann scheide von seinem Weibe um irgendeine 
Ursache?
4. Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, da, 
der im Anfang den Menschen gemacht hat, der machte, da ein Mann und Weib 
sein sollte,
5. und sprach: Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und an 
seinem Weibe hangen, und werden die zwei ein Fleisch sein?
6. So sind sie nun nicht zwei, sondern ein Fleisch. Was nun Gott 
zusammengefget hat, das soll der Mensch nicht scheiden.
7. Da sprachen sie: Warum hat denn Mose geboten; einen Scheidebrief zu 
geben und sich von ihr zu scheiden?
8. Er sprach zu ihnen: Mose hat euch erlaubt, zu scheiden von euren 
Weibern, von eures Herzens Hrtigkeit wegen; von Anbeginn aber ist's nicht 
also gewesen.
9. Ich sage aber euch: Wer sich von seinem Weibe scheidet (es sei denn um 
der Hurerei willen) und freiet eine andere, der bricht die Ehe. Und wer 
die Abgeschiedene freiet, der bricht auch die Ehe.
10. Da sprachen die Jnger zu ihm: Stehet die Sache eines Mannes mit 
seinem Weibe also, so ist's nicht gut ehelich werden.
11. Er sprach aber zu ihnen: Das Wort fasset nicht jedermann, sondern 
denen es gegeben ist.
12. Denn es sind etliche verschnitten, die sind aus Mutterleibe also 
geboren, und sind etliche verschnitten, die von Menschen verschnitten 
sind, und sind etliche verschnitten, die sich selbst verschnitten haben um 
des Himmelreichs willen. Wer es fassen mag, der fasse es.
13. Da wurden Kindlein zu ihm gebracht, da er die Hnde auf sie legte und 
betete. Die Jnger aber fuhren sie an.
14. Aber Jesus sprach: Lasset die Kindlein und wehret ihnen nicht, zu mir 
zu kommen; denn solcher ist das Himmelreich.
15. Und legte die Hnde auf sie und zog von dannen.
16. Und siehe, einer trat zu ihm und sprach: Guter Meister, was soll ich 
Gutes tun, da ich das ewige Leben mge haben?
17. Er aber sprach zu ihm: Was heiest du mich gut? Niemand ist gut denn 
der einige Gott. Willst du aber zum Leben eingehen, so halte die Gebote.
18. Da sprach er zu ihm: Welche? Jesus aber sprach: Du sollst nicht tten; 
du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht 
falsch Zeugnis geben;
19. ehre Vater und Mutter, und: Du sollst deinen Nchsten lieben wie dich 
selbst.
20. Da sprach der Jngling zu ihm: Das habe ich alles gehalten von meiner 
Jugend auf; was fehlet mir noch?
21. Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so gehe hin, verkaufe, 
was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel 
haben; und komm und folge mir nach.
22. Da der Jngling das Wort hrete, ging er betrbt von ihm; denn er 
hatte viel Gter.
23. Jesus aber sprach zu seinen Jngern: Wahrlich, ich sage euch, ein 
Reicher wird schwerlich ins Himmelreich kommen.
24. Und weiter sage ich euch: Es ist leichter, da ein Kamel durch ein 
Nadelhr gehe, denn da ein Reicher ins Reich Gottes komme.
25. Da das seine Jnger hreten, entsetzten sie sich sehr und sprachen: 
Je, wer kann denn selig werden?
26. Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist's 
unmglich, aber bei Gott sind alle Dinge mglich.
27. Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles 
verlassen und sind dir nachgefolget; was wird uns dafr?
28. Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, da ihr, die ihr 
mir seid nachgefolget, in der Wiedergeburt, da des Menschen Sohn wird 
sitzen auf dem Stuhl seiner Herrlichkeit, werdet ihr auch sitzen auf zwlf 
Sthlen und richten die zwlf Geschlechter Israels.
29. Und wer verlt Huser oder Brder oder Schwestern oder Vater oder 
Mutter oder Weib oder Kinder oder cker um meines Namens willen, der 
wird's hundertfltig nehmen und das ewige Leben ererben.
30. Aber viele, die da sind die Ersten, werden die Letzten, und die 
Letzten werden die Ersten sein.
Evangelium des Matthus 20
1. Das Himmelreich ist gleich einem Hausvater, der am Morgen ausging, 
Arbeiter zu mieten in seinen Weinberg.
2. Und da er mit den Arbeitern eins ward um einen Groschen zum Taglohn, 
sandte er sie in seinen Weinberg.
3. Und ging aus um die dritte Stunde und sah andere an dem Markt mig 
stehen
4. und sprach zu ihnen: Gehet ihr auch hin in den Weinberg; ich will euch 
geben, was recht ist.
5. Und sie gingen hin. Abermal ging er aus um die sechste und neunte 
Stunde und tat gleich also.
6. Um die elfte Stunde aber ging er aus und fand andere mig stehen und 
sprach zu ihnen: Was stehet ihr hier den ganzen Tag mig?
7. Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand gedinget. Er sprach zu ihnen: 
Gehet ihr auch hin in den Weinberg, und was recht sein wird, soll euch 
werden.
8. Da es nun Abend ward, sprach der Herr des Weinbergs zu seinem 
Schaffner: Rufe die Arbeiter und gib ihnen den Lohn und hebe an an den 
letzten bis zu den ersten.
9. Da kamen, die um die elfte Stunde gedinget waren, und empfing ein 
jeglicher seinen Groschen.
10. Da aber die ersten kamen, meineten sie, sie wrden mehr empfahen; und 
sie empfingen auch ein jeglicher seinen Groschen.
11. Und da sie den empfingen, murreten sie wider den Hausvater
12. und sprachen: Diese letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, und du 
hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und Hitze getragen 
haben.
13. Er antwortete aber und sagte zu einem unter ihnen: Mein Freund, ich 
tue dir nicht unrecht. Bist du nicht mit mir eins worden um einen Groschen?
14. Nimm, was dein ist, und gehe hin! Ich will aber diesem letzten geben 
gleichwie dir.
15. Oder habe ich nicht Macht zu tun, was ich will, mit dem Meinen? 
Siehest du darum scheel, da ich so gtig bin?
16. Also werden die Letzten die Ersten, und die Ersten die Letzten sein. 
Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwhlet.
17. Und er zog hinauf gen Jerusalem und nahm zu sich die zwlf Jnger 
besonders auf dem Wege und sprach zu ihnen:
18. Siehe, wir ziehen hinauf gen Jerusalem, und des Menschen Sohn wird den 
Hohenpriestern und Schriftgelehrten berantwortet werden, und sie werden 
ihn verdammen zum Tode.
19. Und werden ihn berantworten den Heiden, zu verspotten und zu geieln 
und zu kreuzigen. Und am dritten Tage wird er wieder auferstehen.
20. Da trat zu ihm die Mutter der Kinder des Zebedus mit ihren Shnen, 
fiel vor ihm nieder und bat etwas von ihm.
21. Und er sprach zu ihr: Was willst du? Sie sprach zu ihm: La diese 
meine zwei Shne sitzen in deinem Reiche, einen zu deiner Rechten und den 
andern zu deiner Linken.
22. Aber Jesus antwortete und sprach: Ihr wisset nicht, was ihr bittet. 
Knnet ihr den Kelch trinken, den ich trinken werde, und euch taufen 
lassen mit der Taufe, da ich mit getauft werde? Sie sprachen zu ihm: 
Jawohl.
23. Und er sprach zu ihnen: Meinen Kelch sollt ihr zwar trinken und mit 
der Taufe, da ich mit getauft werde, sollt ihr getauft werden, aber das 
Sitzen zu meiner Rechten und Linken zu geben, stehet mir nicht zu, sondern 
denen es bereitet ist von meinem Vater.
24. Da das die Zehn hreten, wurden sie unwillig ber die zwei Brder.
25. Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Ihr wisset, da die weltlichen 
Frsten herrschen, und die Oberherren haben Gewalt.
26. So soll es nicht sein unter euch, sondern so jemand will unter euch 
gewaltig sein, der sei euer Diener;
27. und wer da will der Vornehmste sein, der sei euer Knecht,
28. gleichwie des Menschen Sohn ist nicht kommen, da er ihm dienen lasse, 
sondern da er diene und gebe sein Leben zu einer Erlsung fr viele.
29. Und da sie von Jericho auszogen, folgte ihm viel Volks nach.
30. Und siehe, zwei Blinde saen am Wege; und da sie hreten, da Jesus 
vorberging, schrieen sie und sprachen: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme 
dich unser!
31. Aber das Volk bedruete sie, da sie schweigen sollten. Aber sie 
schrieen viel mehr und sprachen: Ach Herr, du Sohn Davids, erbarme dich 
unser!
32. Jesus aber stund stille und rief sie und sprach: Was wollt ihr, da 
ich euch tun soll?
33. Sie sprachen zu ihm: Herr, da unsere Augen aufgetan werden. Und es 
jammerte Jesum und rhrete ihre Augen an. Und alsbald wurden ihre Augen 
wieder sehend, und sie folgten ihm nach.
Evangelium des Matthus 21
1. Da sie nun nahe an Jerusalem kamen gen Bethphage an den lberg, sandte 
Jesus seiner Jnger zwei
2. und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und 
bald werdet ihr eine Eselin finden angebunden und ein Fllen bei ihr. 
Lset sie auf und fhret sie zu mir!
3. Und so euch jemand etwas wird sagen, so sprechet: Der Herr bedarf 
ihrer; sobald wird er sie euch lassen.
4. Das geschah aber alles, auf da erfllet wrde, was gesagt ist durch 
den Propheten, der da spricht:
5. Saget der Tochter Zion: Siehe, dein Knig kommt zu dir sanftmtig und 
reitet auf einem Esel und auf einem Fllen der lastbaren Eselin.
6. Die Jnger gingen hin und taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte,
7. und brachten die Eselin und das Fllen und legten ihre Kleider darauf 
und setzten ihn darauf.
8. Aber viel Volks breitete die Kleider auf den Weg; die andern hieben 
Zweige von den Bumen und streueten sie auf den Weg.
9. Das Volk aber, das vorging und nachfolgete, schrie und sprach: Hosianna 
dem Sohn Davids! Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn! 
Hosianna in der Hhe!
10. Und als er zu Jerusalem einzog, erregte sich die ganze Stadt und 
sprach: Wer ist der?
11. Das Volk aber sprach: Das ist der Jesus, der Prophet von Nazareth aus 
Galila.
12. Und Jesus ging zum Tempel Gottes hinein und trieb heraus alle 
Verkufer und Kufer im Tempel und stie um der Wechsler Tische und die 
Sthle der Taubenkrmer.
13. Und sprach zu ihnen: Es stehet geschrieben: Mein Haus soll ein Bethaus 
heien. Ihr aber habt eine Mrdergrube daraus gemacht.
14. Und es gingen zu ihm Blinde und Lahme im Tempel, und er heilete sie.
15. Da aber die Hohenpriester und Schriftgelehrten sahen die Wunder, die 
er tat, und die Kinder im Tempel schreien und sagen: Hosianna dem Sohn 
Davids! wurden sie entrstet
16. und sprachen zu ihm: Hrst du auch, was diese sagen? Jesus sprach zu 
ihnen: Ja! Habt ihr nie gelesen: Aus dem Munde der Unmndigen und 
Suglinge hast du Lob zugerichtet?
17. Und er lie sie da und ging zur Stadt hinaus gen Bethanien und blieb 
daselbst.
18. Als er aber des Morgens wieder in die Stadt ging, hungerte ihn.
19. Und er sah einen Feigenbaum an dem Wege und ging hinzu und fand nichts 
daran denn allein Bltter. Und sprach zu ihm: Nun wachse auf dir hinfort 
nimmermehr keine Frucht! Und der Feigenbaum verdorrete alsbald.
20. Und da das die Jnger sahen, verwunderten sie sich und sprachen: Wie 
ist der Feigenbaum sobald verdorret?
21. Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, so 
ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht allein solches 
mit dem Feigenbaum tun, sondern so ihr werdet sagen zu diesem Berge: Heb' 
dich auf und wirf dich ins Meer! so wird's geschehen.
22. Und alles, was ihr bittet im Gebet, so ihr glaubet, so werdet ihr's 
empfahen.
23. Und als er in den Tempel kam, traten zu ihm, als er lehrete, die 
Hohenpriester und die ltesten im Volk und sprachen: Aus was fr Macht 
tust du das, und wer hat dir die Macht gegeben?
24. Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch ein Wort 
fragen; so ihr mir das saget, will ich euch auch sagen, aus was fr Macht 
ich das tue.
25. Woher war die Taufe Johannes? War sie vom Himmel oder von den 
Menschen? Da gedachten sie bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, sie 
sei vom Himmel gewesen, so wird er zu uns sagen: Warum glaubtet ihr ihm 
denn nicht?
26. Sagen wir aber, sie sei von Menschen gewesen, so mssen wir uns vor 
dem Volk frchten; denn sie hielten alle Johannes fr einen Propheten.
27. Und sie antworteten Jesu und sprachen: Wir wissen's nicht. Da sprach 
er zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus was fr Macht ich das tue.
28. Was dnket euch aber? Es hatte ein Mann zwei Shne und ging zu dem 
ersten und sprach: Mein Sohn, gehe hin und arbeite heute in meinem 
Weinberge.
29. Er antwortete aber und sprach: Ich will's nicht tun. Danach reuete es 
ihn und ging hin.
30. Und er ging zum andern und sprach gleich also. Er antwortete aber und 
sprach: Herr, ja! und ging nicht hin.
31. Welcher unter den zweien hat des Vaters Willen getan? Sie sprachen zu 
ihm: Der erste. Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, die 
Zllner und Huren mgen wohl eher ins Himmelreich kommen denn ihr.
32. Johannes kam zu euch und lehrete euch den rechten Weg, und ihr 
glaubtet ihm nicht; aber die Zllner und Huren glaubten ihm. Und ob ihr's 
wohl sahet, tatet ihr dennoch nicht Bue, da ihr ihm danach auch geglaubt 
httet.
33. Hret ein ander Gleichnis! Es war ein Hausvater, der pflanzete einen 
Weinberg und fhrete einen Zaun darum und grub eine Kelter darinnen und 
bauete einen Turm und tat ihn den Weingrtnern aus und zog ber Land.
34. Da nun herbeikam die Zeit der Frchte, sandte er seine Knechte zu den 
Weingrtnern, da sie seine Frchte empfingen.
35. Da nahmen die Weingrtner seine Knechte; einen stupten sie, den 
andern tteten sie, den dritten steinigten sie.
36. Abermal sandte er andere Knechte, mehr denn der ersten waren; und sie 
taten ihnen gleich also.
37. Danach sandte er seinen Sohn zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor 
meinem Sohn scheuen.
38. Da aber die Weingrtner den Sohn sahen, sprachen sie untereinander: 
Das ist der Erbe; kommt, lat uns ihn tten und sein Erbgut an uns bringen!
39. Und sie nahmen ihn und stieen ihn zum Weinberge hinaus und tteten 
ihn.
40. Wenn nun der Herr des Weinbergs kommen wird, was wird er diesen 
Weingrtnern tun?
41. Sie sprachen zu ihm: Er wird die Bsewichte bel umbringen und seinen 
Weinberg andern Weingrtnern austun, die ihm die Frchte zu rechter Zeit 
geben.
42. Jesus sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen in der Schrift: Der Stein, 
den die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein worden; von dem 
Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbarlich vor unsern Augen?
43. Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und den 
Heiden gegeben werden, die seine Frchte bringen.
44. Und wer auf diesen Stein fllt, der wird zerschellen; auf welchen er 
aber fllt, den wird er zermalmen.
45. Und da die Hohenpriester und Phariser seine Gleichnisse hreten, 
vernahmen sie, da er von ihnen redete.
46. Und sie trachteten danach, wie sie ihn griffen; aber sie frchteten 
sich vor dem Volk; denn es hielt ihn fr einen Propheten.
Evangelium des Matthus 22
1. Und Jesus antwortete und redete abermal durch Gleichnisse zu ihnen und 
sprach:
2. Das Himmelreich ist gleich einem Knige, der seinem Sohne Hochzeit 
machte.
3. Und sandte seine Knechte aus, da sie die Gste zur Hochzeit riefen; 
und sie wollten nicht kommen.
4. Abermal sandte er andere Knechte aus und sprach: Saget den Gsten: 
Siehe, meine Mahlzeit habe ich bereitet, meine Ochsen und mein Mastvieh 
ist geschlachtet und alles bereit; kommet zur Hochzeit!
5. Aber sie verachteten das und gingen hin, einer auf seinen Acker, der 
andere zu seiner Hantierung.
6. Etliche aber griffen seine Knechte, hhneten und tteten sie.
7. Da das der Knig hrete, ward er zornig und schickte seine Heere aus 
und brachte diese Mrder um und zndete ihre Stadt an.
8. Da sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, aber die 
Gste waren es nicht wert.
9. Darum gehet hin auf die Straen und ladet zur Hochzeit, wen ihr findet.
10. Und die Knechte gingen aus auf die Straen und brachten zusammen, wen 
sie fanden, Bse und Gute. Und die Tische wurden alle voll.
11. Da ging der Knig hinein, die Gste zu besehen, und sah allda einen 
Menschen, der hatte kein hochzeitlich Kleid an,
12. und sprach zu ihm: Freund, wie bist du hereinkommen und hast doch kein 
hochzeitlich Kleid an? Er aber verstummte.
13. Da sprach der Knig zu seinen Dienern: Bindet ihm Hnde und Fe und 
werfet ihn in die uerste Finsternis hinaus; da wird sein Heulen und 
Zhneklappen;
14. denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwhlet.
15. Da gingen die Phariser hin und hielten einen Rat, wie sie ihn fingen 
in seiner Rede.
16. Und sandten zu ihm ihre Jnger samt des Herodes Dienern und sprachen: 
Meister, wir wissen, da du wahrhaftig bist und lehrest den Weg Gottes 
recht und fragest nach niemand; denn du achtest nicht das Ansehen der 
Menschen.
17. Darum sage uns, was dnket dich? Ist's recht, da man dem Kaiser Zins 
gebe, oder nicht?
18. Da nun Jesus merkte ihre Schalkheit, sprach er: Ihr Heuchler, was 
versuchet ihr mich?
19. Weiset mir die Zinsmnze! Und sie reichten ihm einen Groschen dar.
20. Und er sprach zu ihnen: Wes ist das Bild und die berschrift?
21. Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da sprach er zu ihnen: So gebet dem 
Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist.
22. Da sie das hreten, verwunderten sie sich und lieen ihn und gingen 
davon.
23. An demselbigen Tage traten zu ihm die Sadduzer, die da halten, es sei 
kein Auferstehen, und fragten ihn
24. und sprachen: Meister, Mose hat gesagt: So einer stirbt und hat nicht 
Kinder, so soll sein Bruder sein Weib freien und seinem Bruder Samen 
erwecken.
25. Nun sind bei uns gewesen sieben Brder. Der erste freiete und starb, 
und dieweil er nicht Samen hatte, lie er sein Weib seinem Bruder.
26. Desselbengleichen der andere und der dritte bis an den siebenten.
27. Zuletzt nach allen starb auch das Weib.
28. Nun in der Auferstehung, wessen Weib wird sie sein unter den sieben? 
Sie haben sie ja alle gehabt.
29. Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irret und wisset die 
Schrift nicht noch die Kraft Gottes.
30. In der Auferstehung werden sie weder freien noch sich freien lassen, 
sondern sie sind gleich wie die Engel Gottes im Himmel.
31. Habt ihr aber nicht gelesen von der Toten Auferstehung, das euch 
gesagt ist von Gott, da er spricht:
32. Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs? 
Gott aber ist nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen.
33. Und da solches das Volk hrete, entsetzten sie sich ber seine Lehre.
34. Da aber die Phariser hreten, da er den Sadduzern das Maul gestopft 
hatte, versammelten sie sich.
35. Und einer unter ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und sprach:
36. Meister, welches ist das vornehmste Gebot im Gesetz?
37. Jesus aber sprach zu ihm: Du sollst lieben Gott, deinen Herrn, von 
ganzem Herzen, von ganzer Seele und von ganzem Gemt.
38. Dies ist das vornehmste und grte Gebot.
39. Das andere aber ist dem gleich: Du sollst deinen Nchsten lieben wie 
dich selbst.
40. In diesen zweien Geboten hanget das ganze Gesetz und die Propheten.
41. Da nun die Phariser beieinander waren, fragte sie Jesus
42. und sprach: Wie dnket euch um Christus? Wes Sohn ist er? Sie 
sprachen: Davids.
43. Er sprach zu ihnen: Wie nennet ihn denn David im Geist einen Herrn, da 
er sagt:
44. Der Herr hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis 
da ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Fe.
45. So nun David ihn einen Herrn nennet, wie ist er denn sein Sohn?
46. Und niemand konnte ihm ein Wort antworten, und durfte auch niemand von 
dem Tage an hinfort ihn fragen.
Evangelium des Matthus 23
1. Da redete Jesus zu dem Volk und zu seinen Jngern
2. und sprach: Auf Moses Stuhl sitzen die Schriftgelehrten und Phariser.
3. Alles nun, was sie euch sagen, da ihr halten sollet, das haltet und 
tut's; aber nach ihren Werken sollt ihr nicht tun. Sie sagen's wohl und 
tun's nicht.
4. Sie binden aber schwere und unertrgliche Brden und legen sie den 
Menschen auf den Hals; aber sie wollen dieselben nicht mit einem Finger 
regen.
5. Alle ihre Werke aber tun sie, da sie von den Leuten gesehen werden. 
Sie machen ihre Denkzettel breit und die Sume an ihren Kleidern gro.
6. Sie sitzen gern obenan ber Tisch und in den Schulen
7. und haben's gerne, da sie gegret werden auf dem Markt und von den 
Menschen Rabbi genannt werden.
8. Aber ihr sollt euch nicht Rabbi nennen lassen; denn einer, ist euer 
Meister, Christus; ihr aber seid alle Brder.
9. Und sollet niemand Vater heien auf Erden; denn einer ist euer Vater, 
der im Himmel ist.
10. und ihr sollt euch nicht lassen Meister nennen; denn einer ist euer 
Meister, Christus.
11. Der Grte unter euch soll euer Diener sein.
12. Denn wer sich selbst erhhet, der wird erniedriget, und wer sich 
selbst erniedriget, der wird erhhet.
13. Wehe euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, die ihr das 
Himmelreich zuschliet vor den Menschen! Ihr kommet nicht hinein, und die 
hinein wollen, lasset ihr nicht hineingehen.
14. Wehe euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, die ihr der 
Witwen Huser fresset und wendet lange Gebete vor! Darum werdet ihr desto 
mehr Verdammnis empfahen.
15. Wehe euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, die ihr Land 
und Wasser umziehet, da ihr einen Judengenossen machet! Und wenn er's 
worden ist, macht ihr aus ihm ein Kind der Hlle, zwiefltig mehr, denn 
ihr seid.
16. Wehe euch, verblendete Leiter, die ihr saget: Wer da schwret bei dem 
Tempel, das ist nichts; wer aber schwret bei dem Golde am Tempel, der ist 
schuldig.
17. Ihr Narren und Blinden, was ist grer, das Gold oder der Tempel, der 
das Gold heiliget?
18. Wer da schwret bei dem Altar; das ist nichts; wer aber schwret bei 
dem Opfer, das droben ist, der ist schuldig.
19. Ihr Narren und Blinden, was ist grer, das Opfer oder der Altar, der 
das Opfer heiliget?
20. Darum, wer da schwret bei dem Altar, der schwret bei demselben und 
bei allem, was droben ist.
21. Und wer da schwret bei dem Tempel, der schwret bei demselbigen und 
bei dem, der drinnen wohnet.
22. Und wer da schwret bei dem Himmel, der schwret bei dem Stuhl Gottes 
und bei dem, der darauf sitzt.
23. Wehe euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, die ihr 
verzehntet die Minze, Till und Kmmel und lasset dahinten das Schwerste im 
Gesetz, nmlich das Gericht, die Barmherzigkeit und den Glauben. Dies 
sollte man tun und jenes nicht lassen.
24. Ihr verblendete Leiter, die ihr Mcken seihet und Kamele verschlucket!
25. Wehe euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, die ihr die 
Becher und Schsseln auswendig reinlich haltet, inwendig aber ist's voll 
Raubes und Fraes.
26. Du blinder Phariser, reinige zum ersten das Inwendige am Becher und 
Schssel, auf da auch das Auswendige rein werde!
27. Wehe euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, die ihr gleich 
seid wie die bertnchten Grber, welche auswendig hbsch scheinen, aber 
inwendig sind sie voller Totenbeine und alles Unflats.
28. Also auch ihr; von auen scheinet ihr vor den Menschen fromm, aber 
inwendig seid ihr voller Heuchelei und Untugend.
29. Wehe euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, die ihr der 
Propheten Grber bauet und schmcket der Gerechten Grber
30. und sprechet: Wren wir zu unserer Vter Zeiten gewesen, so wollten 
wir nicht teilhaftig sein mit ihnen an der Propheten Blut.
31. So gebt ihr zwar ber euch selbst Zeugnis, da ihr Kinder seid derer 
die, die Propheten gettet haben.
32. Wohlan, erfllet auch ihr das Ma eurer Vter!
33. Ihr Schlangen, ihr Otterngezchte, wie wollt ihr der hllischen 
Verdammnis entrinnen?
34. Darum siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und 
Schriftgelehrte; und derselbigen werdet ihr etliche tten und kreuzigen 
und etliche werdet ihr geieln in euren Schulen und werdet sie verfolgen 
von einer Stadt zu der andern,
35. auf da ber euch komme alles das gerechte Blut, das vergossen ist auf 
Erden, von dem Blut an des gerechten Abels bis aufs Blut Zacharias, 
Barachias Sohn, welchen ihr gettet habt zwischen dem Tempel und Altar.
36. Wahrlich, ich sage euch, da solches alles wird ber dies Geschlecht 
kommen.
37. Jerusalem, Jerusalem, die du ttest die Propheten und steinigest, die 
zu dir gesandt sind, wie oft habe ich deine Kinder versammeln wollen, wie 
eine Henne versammelt ihre Kchlein unter ihre Flgel; und ihr habt nicht 
gewollt!
38. Siehe, euer Haus soll euch wste gelassen werden.
39. Denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht sehen, bis ihr 
sprechet: Gelobet sei, der da kommt im Namen des Herrn!
Evangelium des Matthus 24
1. Und Jesus ging hinweg von dem Tempel, und seine Jnger traten zu ihm, 
da sie ihm zeigeten des Tempels Gebu.
2. Jesus aber sprach zu ihnen: Sehet ihr nicht das alles? Wahrlich, ich 
sage euch, es wird hier nicht ein Stein auf dem andern bleiben, der nicht 
zerbrochen werde.
3. Und als er auf dem lberge sa, traten zu ihm seine Jnger besonders 
und sprachen: Sage uns, wann wird das geschehen, und welches wird das 
Zeichen sein deiner Zukunft und der Welt Ende?
4. Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Sehet zu, da euch nicht 
jemand verfhre!
5. Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin 
Christus! und werden viele verfhren.
6. Ihr werdet hren Kriege und Geschrei von Kriegen; sehet zu und 
erschrecket nicht! Das mu zum ersten alles geschehen; aber es ist noch 
nicht das Ende da.
7. Denn es wird sich empren ein Volk ber das andere und ein Knigreich 
ber das andere, und werden sein Pestilenz und teure Zeit und Erdbeben hin 
und wieder.
8. Da wird sich allererst die Not anheben.
9. Alsdann werden sie euch berantworten in Trbsal und werden euch tten. 
Und ihr msset gehasset werden um meines Namens willen von allen Vlkern.
10. Dann werden sich viele rgern und werden sich untereinander verraten 
und werden sich untereinander hassen.
11. Und es werden sich viel falsche Propheten erheben und werden viele 
verfhren.
12. Und dieweil die Ungerechtigkeit wird berhandnehmen, wird die Liebe in 
vielen erkalten.
13. Wer aber beharret bis ans Ende, der wird selig.
14. Und es wird geprediget werden das Evangelium vom Reich in der ganzen 
Welt zu einem Zeugnis ber alle Vlker; und dann wird das Ende kommen.
15. Wenn ihr nun sehen werdet den Greuel der Verwstung, davon gesagt ist 
durch den Propheten Daniel, da er stehet an der heiligen Sttte (wer das 
lieset, der merke darauf!),
16. alsdann fliehe auf die Berge, wer im jdischen Lande ist;
17. und wer auf dem Dach ist, der steige nicht hernieder, etwas aus seinem 
Hause zu holen;
18. und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht um, seine Kleider zu holen.
19. Wehe aber den Schwangern und Sugerinnen zu der Zeit!
20. Bittet aber, da eure Flucht nicht geschehe im Winter oder am Sabbat,
21. Denn es wird alsdann eine groe Trbsal sein, als nicht gewesen ist 
von Anfang der Welt bisher und als auch nicht werden wird.
22. Und wo diese Tage nicht wrden verkrzt, so wrde kein Mensch selig; 
aber um der Auserwhlten willen werden die Tage verkrzt.
23. So alsdann jemand zu euch wird sagen: Siehe, hier ist Christus oder 
da! so sollt ihr's nicht glauben.
24. Denn es werden falsche Christi und falsche Propheten aufstehen und 
groe Zeichen und Wunder tun, da verfhret werden in den Irrtum (wo es 
mglich wre) auch die Auserwhlten.
25. Siehe, ich hab's euch zuvor gesagt!
26. Darum wenn sie zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wste! so 
gehet nicht hinaus; siehe, er ist in der Kammer! so glaubt nicht.
27. Denn gleichwie der Blitz ausgehet vom Aufgang und scheinet bis zum 
Niedergang, also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes.
28. Wo aber ein Aas ist, da sammeln sich die Adler.
29. Bald aber nach der Trbsal derselbigen Zeit werden Sonne und Mond den 
Schein verlieren, und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Krfte 
der Himmel werden sich bewegen.
30. Und alsdann wird erscheinen das Zeichen des Menschensohnes am Himmel. 
Und alsdann werden heulen alle Geschlechter auf Erden und werden sehen 
kommen des Menschen Sohn in den Wolken des Himmels mit groer Kraft und 
Herrlichkeit.
31. Und er wird senden seine Engel mit hellen Posaunen, und sie werden 
sammeln seine Auserwhlten von den vier Winden, von einem Ende des Himmels 
zu dem andern.
32. An dem Feigenbaum lernet ein Gleichnis. Wenn sein Zweig jetzt saftig 
wird und Bltter gewinnet, so wisset ihr, da der Sommer nahe ist.
33. Also auch, wenn ihr das alles sehet, so wisset, da es nahe vor der 
Tr ist.
34. Wahrlich, ich sage euch, dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis da 
dieses alles geschehe.
35. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht 
vergehen.
36. Von dem Tage aber und von der Stunde wei niemand, auch die Engel 
nicht im Himmel, sondern allein mein Vater.
37. Gleich aber wie es zu der Zeit Noahs war, also wird auch sein die 
Zukunft des Menschensohnes.
38. Denn gleichwie sie waren in den Tagen vor der Sintflut: sie aen, sie 
tranken, sie freieten und lieen sich freien bis an den Tag, da Noah zu 
der Arche einging,
39. und sie achteten's nicht, bis die Sintflut kam und nahm sie alle 
dahin: also wird auch sein die Zukunft des Menschensohnes.
40. Dann werden zwei auf dem Felde sein; einer wird angenommen und der 
andere wird verlassen werden.
41. Zwo werden mahlen auf der Mhle; eine wird angenommen und die andere 
wird verlassen werden.
42. Darum wachet! Denn ihr wisset nicht, welche Stunde euer Herr kommen 
wird.
43. Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hausvater wte, welche Stunde der 
Dieb kommen wollte, so wrde er ja wachen und nicht in sein Haus brechen 
lassen.
44. Darum seid ihr auch bereit; denn des Menschen Sohn wird kommen zu 
einer Stunde, da ihr nicht meinet.
45. Welcher ist aber nun ein treuer und kluger Knecht, den sein Herr 
gesetzt hat ber sein Gesinde, da er ihnen zu rechter Zeit Speise gebe?
46. Selig ist der Knecht, wenn sein Herr kommt und findet ihn also tun!
47. Wahrlich, ich sage euch, er wird ihn ber alle seine Gter setzen.
48. So aber jener, der bse Knecht, wird in seinem Herzen sagen: Mein Herr 
kommt noch lange nicht,
49. und fhet an zu schlagen seine Mitknechte, isset und trinket mit den 
Trunkenen:
50. so wird der Herr desselbigen Knechts kommen an dem Tage, des er sich 
nicht versiehet, und zu der Stunde, die er nicht meinet,
51. und wird ihn zerscheitern und wird ihm seinen Lohn geben mit den 
Heuchlern. Da wird sein Heulen und Zhneklappen.
Evangelium des Matthus 25
1. Dann wird das Himmelreich gleich sein zehn Jungfrauen, die ihre Lampen 
nahmen und gingen aus dem Brutigam entgegen.
2. Aber fnf unter ihnen waren tricht, und fnf waren klug.
3. Die trichten nahmen ihre Lampen, aber sie nahmen nicht l mit sich.
4. Die klugen aber nahmen l in ihren Gefen samt ihren Lampen.
5. Da nun der Brutigam verzog, wurden sie alle schlfrig und entschliefen.
6. Zur Mitternacht aber ward ein Geschrei: Siehe, der Brutigam kommt; 
gehet aus ihm entgegen!
7. Da stunden diese Jungfrauen alle auf und schmckten ihre Lampen.
8. Die trichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem le; denn 
unsere Lampen verlschen!
9. Da antworteten die klugen und sprachen: Nicht also, auf da nicht uns 
und euch gebreche. Gehet aber hin zu den Krmern und kaufet fr euch 
selbst!
10. Und da sie hingingen zu kaufen, kam der Brutigam; und welche bereit 
waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit. Und die Tr ward verschlossen.
11. Zuletzt kamen auch die andern Jungfrauen und sprachen: Herr, Herr, tu 
uns auf!
12. Er antwortete aber und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich kenne euer 
nicht.
13. Darum wachet! Denn ihr wisset weder Tag noch Stunde, in welcher des 
Menschen Sohn kommen wird.
14. Gleichwie ein Mensch, der ber Land zog, rief seinen Knechten und tat 
ihnen seine Gter ein.
15. Und einem gab er fnf Zentner, dem andern zwei, dem dritten einen, 
einem jeden nach seinem Vermgen, und zog bald hinweg.
16. Da ging der hin, der fnf Zentner empfangen hatte, und handelte mit 
denselbigen und gewann andere fnf Zentner.
17. Desgleichen auch, der zwei Zentner empfangen hatte, gewann auch zwei 
andere.
18. Der aber einen empfangen hatte, ging hin und machte eine Grube in die 
Erde und verbarg seines Herrn Geld.
19. ber eine lange Zeit kam der Herr dieser Knechte und hielt 
Rechenschaft mit ihnen.
20. Da trat herzu, der fnf Zentner empfangen hatte, und legte andere fnf 
Zentner dar und sprach: Herr, du hast mir fnf Zentner getan; siehe da, 
ich habe damit andere fnf Zentner gewonnen.
21. Da sprach sein Herr zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du 
bist ber wenigem getreu gewesen; ich will dich ber viel setzen. Gehe ein 
zu deines Herrn Freude!
22. Da trat auch herzu, der zwei Zentner empfangen hatte, und sprach: 
Herr, du hast mir zwei Zentner getan; siehe da, ich habe mit denselben 
zwei andere gewonnen.
23. Sein Herr sprach zu ihm: Ei, du frommer und getreuer Knecht, du bist 
ber wenigem getreu gewesen; ich will dich ber viel setzen. Gehe ein zu 
deines Herrn Freude!
24. Da trat auch herzu, der einen Zentner empfangen hatte, und sprach: 
Herr, ich wute, da du ein harter Mann bist: du schneidest, wo du nicht 
geset hast, und sammelst, da du nicht gestreuet hast.
25. Und frchtete mich, ging hin und verbarg deinen Zentner in die Erde. 
Siehe, da hast du das Deine.
26. Sein Herr aber antwortete und sprach zu ihm: Du Schalk und fauler 
Knecht! Wutest du, da ich schneide, da ich nicht geset habe, und 
sammle, da ich nicht gestreuet habe,
27. so solltest du mein Geld zu den Wechslern getan haben, und wenn ich 
kommen wre, htte ich das Meine zu mir genommen mit Wucher.
28. Darum nehmet von ihm den Zentner und gebet's dem, der zehn Zentner hat!
29. Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und wird die Flle haben; 
wer aber nicht hat, dem wird auch, was er hat, genommen werden.
30. Und den unntzen Knecht werft in die uerste Finsternis hinaus; da 
wird sein Heulen und Zhneklappen.
31. Wenn aber des Menschen Sohn kommen wird in seiner Herrlichkeit und 
alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Stuhl seiner 
Herrlichkeit.
32. Und werden vor ihm alle Vlker versammelt werden. Und er wird sie 
voneinander scheiden, gleich als ein Hirte die Schafe von den Bcken 
scheidet.
33. Und wird die Schafe zu seiner Rechten stellen und die Bcke zur Linken.
34. Da wird denn der Knig sagen zu denen zu seiner Rechten: Kommt her, 
ihr Gesegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist von 
Anbeginn der Welt!
35. Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeiset. Ich bin 
durstig gewesen, und ihr habt mich getrnket. Ich bin ein Gast gewesen, 
und ihr habt mich beherberget.
36. Ich bin nackend gewesen, und ihr habt mich bekleidet. Ich bin krank 
gewesen, und ihr habt mich besuchet. Ich bin gefangen gewesen, und ihr 
seid zu mir kommen.
37. Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann haben 
wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeiset, oder durstig und haben 
dich getrnket?
38. Wann haben wir dich einen Gast gesehen und beherberget, oder nackend 
und haben dich bekleidet?
39. Wann haben wir dich krank oder gefangen gesehen und sind zu dir kommen?
40. Und der Knig wird antworten und sagen zu ihnen: Wahrlich, ich sage 
euch: Was ihr getan habt einem unter diesen meinen geringsten Brdern, das 
habt ihr mir getan.
41. Dann wird er auch sagen zu denen zur Linken: Gehet hin von mir, ihr 
Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und seinen 
Engeln!
42. Ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeiset. Ich bin 
durstig gewesen, und ihr habt mich nicht getrnket.
43. Ich bin ein Gast gewesen, und ihr habt mich nicht beherberget. Ich bin 
nackend gewesen, und ihr habt mich nicht bekleidet. Ich bin krank und 
gefangen gewesen, und ihr habt mich nicht besuchet.
44. Da werden sie ihm auch antworten und sagen: Herr, wann haben wir dich 
gesehen hungrig oder durstig oder einen Gast oder nackend oder krank oder 
gefangen und haben dir nicht gedienet?
45. Dann wird er ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage euch: Was 
ihr nicht getan habt einem unter diesen Geringsten, das habt ihr mir auch 
nicht getan.
46. Und sie werden in die ewige Pein gehen, aber die Gerechten in das 
ewige Leben.
Evangelium des Matthus 26
1. Und es begab sich, da Jesus alle diese Reden vollendet hatte, sprach er 
zu seinen Jngern:
2. Ihr wisset, da nach zwei Tagen Ostern wird, und des Menschen Sohn wird 
berantwortet werden, da er gekreuziget werde.
3. Da versammelten sich die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die 
ltesten im Volk in dem Palast des Hohenpriesters, der da hie Kaiphas,
4. und hielten Rat, wie sie Jesum mit List griffen und tteten.
5. Sie sprachen aber: Ja nicht auf das Fest, auf da nicht ein Aufruhr 
werde im Volk!
6. Da nun Jesus war zu Bethanien im Hause Simons des Ausstzigen,
7. trat zu ihm ein Weib, das hatte ein Glas mit kstlichem Wasser und go 
es auf sein Haupt, da er zu Tisch sa.
8. Da das seine Jnger sahen, wurden sie unwillig und sprachen: Wozu dient 
dieser Unrat?
9. Dieses Wasser htte mgen teuer verkauft und den Armen gegeben werden.
10. Da das Jesus merkete, sprach er zu ihnen: Was bekmmert ihr das Weib? 
Sie hat ein gut Werk an mir getan.
11. Ihr habt allezeit Arme bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit.
12. Da sie dies Wasser hat auf meinen Leib gegossen, hat sie getan, da 
man mich begraben wird.
13. Wahrlich, ich sage euch, wo dies Evangelium geprediget wird in der 
ganzen Welt, da wird man auch sagen zu ihrem Gedchtnis, was sie getan hat.
14. Da ging hin der Zwlfen einer, mit Namen Judas Ischariot, zu den 
Hohenpriestern
15. und sprach: Was wollt ihr mir geben? Ich will ihn euch verraten. Und 
sie boten ihm dreiig Silberlinge.
16. Und von dem an suchte er Gelegenheit, da er ihn verriete.
17. Aber am ersten Tage der sen Brote traten die Jnger zu Jesu und 
sprachen zu ihm: Wo willst du, da wir dir bereiten, das Osterlamm zu 
essen?
18. Er sprach: Gehet hin in die Stadt zu einem und sprechet zu ihm: Der 
Meister lt dir sagen: Meine Zeit ist hier; ich will bei dir die Ostern 
halten mit meinen Jngern.
19. Und die Jnger taten, wie ihnen Jesus befohlen hatte, und bereiteten 
das Osterlamm.
20. Und am Abend setzte er sich zu Tische mit den Zwlfen.
21. Und da sie aen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch, einer unter euch 
wird mich verraten.
22. Und sie wurden sehr betrbt und huben an, ein jeglicher unter ihnen, 
und sagten zu ihm: Herr, bin ich's?
23. Er antwortete und sprach: Der mit der Hand mit mir in die Schssel 
tauchet, der wird mich verraten.
24. Des Menschen Sohn gehet zwar dahin, wie von ihm geschrieben stehet; 
doch wehe dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es 
wre ihm besser, da derselbige Mensch noch nie geboren wre.
25. Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Bin ich's, Rabbi? Er 
sprach zu ihm: Du sagst es.
26. Da sie aber aen, nahm Jesus das Brot, dankete und brach's und gab's 
den Jngern und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib.
27. Und er nahm den Kelch und dankete, gab ihnen den und sprach: Trinket 
alle daraus!
28. Das ist mein Blut des Neuen Testaments, welches vergossen wird fr 
viele zur Vergebung der Snden.
29. Ich sage euch: Ich werde von nun an nicht mehr von diesem Gewchs des 
Weinstocks trinken bis an den Tag, da ich's neu trinken werde mit euch in 
meines Vaters Reich.
30. Und, da sie den Lobgesang gesprochen hatten, gingen sie hinaus an den 
lberg.
31. Da sprach Jesus zu ihnen: In dieser Nacht werdet ihr euch alle rgern 
an mir; denn es stehet geschrieben: Ich werde den Hirten schlagen, und die 
Schafe der Herde werden sich zerstreuen.
32. Wenn ich aber auferstehe, will ich vor euch hingehen in Galila.
33. Petrus aber antwortete und sprach zu ihm: Wenn sie auch alle sich an 
dir rgerten, so will ich doch mich nimmermehr rgern.
34. Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, in dieser Nacht, ehe der 
Hahn krhet, wirst du mich dreimal verleugnen.
35. Petrus sprach zu ihm: Und wenn ich mit dir sterben mte, so will ich 
dich nicht verleugnen. Desgleichen sagten auch alle Jnger.
36. Da kam Jesus mit ihnen zu einem Hof, der hie Gethsemane, und sprach 
zu seinen Jngern: Setzet euch hier, bis da ich dorthin gehe und bete.
37. Und nahm zu sich Petrus und die zwei Shne des Zebedus und fing an zu 
trauern und zu zagen.
38. Da sprach Jesus zu ihnen: Meine Seele ist betrbt bis an den Tod; 
bleibet hier und wachet mit mir!
39. Und ging hin ein wenig, fiel nieder auf sein Angesicht und betete und 
sprach: Mein Vater, ist's mglich, so gehe dieser Kelch von mir; doch 
nicht, wie ich will, sondern wie du willst.
40. Und er kam zu seinen Jngern und fand sie schlafend und sprach zu 
Petrus: Knnet ihr denn nicht eine Stunde mit mir wachen?
41. Wachet und betet, da ihr nicht in Anfechtung fallet. Der Geist ist 
willig; aber das Fleisch ist schwach.
42. Zum andernmal ging er wieder hin, betete und sprach: Mein Vater, ist's 
nicht mglich, da dieser Kelch von mir gehe, ich trinke ihn denn; so 
geschehe dein Wille.
43. Und er kam und fand sie abermal schlafend, und ihre Augen waren voll 
Schlafs.
44. Und er lie sie und ging abermal hin und betete zum drittenmal und 
redete dieselbigen Worte.
45. Da kam er zu seinen Jngern und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr nun 
schlafen und ruhen? Siehe, die Stunde ist hier, da des Menschen Sohn in 
der Snder Hnde berantwortet wird.
46. Stehet auf, lat uns gehen! Siehe, er ist da, der mich verrt!
47. Und als er noch redete, siehe, da kam Judas, der Zwlfen einer, und 
mit ihm eine groe Schar mit Schwertern und mit Stangen von den 
Hohenpriestern und ltesten des Volks.
48. Und der Verrter hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen 
ich kssen werde, der ist's; den greifet.
49. Und alsbald trat er zu Jesu und sprach: Gegret seiest du, Rabbi! und 
kssete ihn.
50. Jesus aber sprach zu ihm: Mein Freund, warum bist du kommen? Da traten 
sie hinzu und legten die Hnde an Jesum und griffen ihn.
51. Und siehe, einer aus denen, die mit Jesu waren, reckte die Hand aus 
und zog sein Schwert aus und schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm 
ein Ohr ab.
52. Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert an seinen Ort; denn wer 
das Schwert nimmt, der soll durchs Schwert umkommen.
53. Oder meinest du, da ich nicht knnte meinen Vater bitten, da er mir 
zuschickte mehr denn zwlf Legionen Engel?
54. Wie wrde aber die Schrift erfllet? Es mu also gehen.
55. Zu der Stunde sprach Jesus zu den Scharen: Ihr seid ausgegangen als zu 
einem Mrder mit Schwertern und mit Stangen, mich zu fahen; bin ich doch 
tglich gesessen bei euch und habe gelehret im Tempel, und ihr habt mich 
nicht gegriffen.
56. Aber das ist alles geschehen, da erfllet wrden die Schriften der 
Propheten. Da verlieen ihn alle Jnger und flohen.
57. Die aber Jesum gegriffen hatten, fhreten ihn zu dem Hohenpriester 
Kaiphas, dahin die Schriftgelehrten und ltesten sich versammelt hatten.
58. Petrus aber folgte ihm nach von ferne bis in den Palast des 
Hohenpriesters und ging hinein und setzte sich zu den Knechten, auf da er 
she, wo es hinaus wollte.
59. Die Hohenpriester aber und ltesten und der ganze Rat suchten falsch 
Zeugnis wider Jesum, auf da sie ihn tteten,
60. und fanden keins. Und wiewohl viel falsche Zeugen herzutraten, fanden 
sie doch keins. Zuletzt traten herzu zwei falsche Zeugen
61. und sprachen: Er hat gesagt: Ich kann den Tempel Gottes abbrechen und 
in dreien Tagen denselben bauen.
62. Und der Hohepriester stund auf und sprach zu ihm: Antwortest du nichts 
zu dem, was diese wider dich zeugen?
63. Aber Jesus schwieg stille. Und der Hohepriester antwortete und sprach 
zu ihm: Ich beschwre dich bei dem lebendigen Gott, da du uns sagest, ob 
du seiest Christus, der Sohn Gottes.
64. Jesus sprach zu ihm: Du sagst es. Doch sage ich euch: Von nun an 
wird's geschehen, da ihr sehen werdet des Menschen Sohn sitzen zur 
Rechten der Kraft und kommen in den Wolken des Himmels.
65. Da zerri der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat Gott 
gelstert; was bedrfen wir weiter Zeugnis? Siehe, jetzt habt ihr seine 
Gotteslsterung gehrt.
66. Was dnkt euch? Sie antworteten und sprachen: Er ist des Todes 
schuldig.
67. Da speieten sie aus in sein Angesicht und schlugen ihn mit Fusten. 
Etliche aber schlugen ihn ins Angesicht
68. und sprachen: Weissage uns, Christe, wer ist's, der dich schlug?
69. Petrus aber sa drauen im Palast. Und es trat zu ihm eine Magd und 
sprach: Und du warest auch mit dem Jesu aus Galila.
70. Er leugnete aber vor ihnen allen und sprach: Ich wei nicht, was du 
sagest.
71. Als er aber zur Tr hinausging, sah ihn eine andere und sprach zu 
denen, die da waren: Dieser war auch mit dem Jesu von Nazareth.
72. Und er leugnete abermal und schwur dazu: Ich kenne den Menschen nicht.
73. Und ber eine kleine Weile traten hinzu, die da stunden, und sprachen 
zu Petrus: Wahrlich, du bist auch einer von denen; denn deine Sprache 
verrt dich.
74. Da hub er an sich zu verfluchen und zu schwren: Ich kenne den 
Menschen nicht. Und alsbald krhete der Hahn.
75. Da dachte Petrus an die Worte Jesu, da er zu ihm sagte: Ehe der Hahn 
krhen wird, wirst du mich dreimal verleugnen. Und ging hinaus und weinte 
bitterlich.
Evangelium des Matthus 27
1. Des Morgens aber hielten alle Hohenpriester und die ltesten des Volks 
einen Rat ber Jesum, da sie ihn tteten.
2. Und banden ihn, fhreten ihn hin und berantworteten ihn dem 
Landpfleger Pontius Pilatus.
3. Da das sah Judas, der ihn verraten hatte, da er verdammt war zum Tode, 
gereuete es ihn und brachte herwieder die dreiig Silberlinge den 
Hohenpriestern und den ltesten
4. und sprach: Ich habe bel getan, da ich unschuldig Blut verraten habe.
5. Sie sprachen: Was gehet uns das an? Da siehe du zu! Und er warf die 
Silberlinge in den Tempel, hub sich davon, ging hin und erhngte sich 
selbst.
6. Aber die Hohenpriester nahmen die Silberlinge und sprachen: Es taugt 
nicht, da wir sie in den Gotteskasten legen; denn es ist Blutgeld.
7. Sie hielten aber einen Rat und kauften einen Tpfersacker darum zum 
Begrbnis der Pilger.
8. Daher ist derselbige Acker genannt der Blutacker bis auf den heutigen 
Tag.
9. Da ist erfllet, was gesagt ist durch den Propheten Jeremia, da er 
spricht: Sie haben genommen dreiig Silberlinge, damit bezahlet ward der 
Verkaufte, welchen sie kauften von den Kindern Israel,
10. und haben sie gegeben um einen Tpfersacker, als mir der Herr befohlen 
hat.
11. Jesus aber stund vor dem Landpfleger. Und der Landpfleger fragte ihn 
und sprach: Bist du der Juden Knig? Jesus aber sprach zu ihm: Du sagst es.
12. Und da er verklagt ward von den Hohenpriestern und ltesten, 
antwortete er nichts.
13. Da sprach Pilatus zu ihm: Hrest du nicht, wie hart sie dich verklagen?
14. Und er antwortete ihm nicht auf ein Wort, also da sich auch der 
Landpfleger sehr verwunderte.
15. Auf das Fest aber hatte der Landpfleger die Gewohnheit, dem Volk einen 
Gefangenen loszugeben, welchen sie wollten.
16. Er hatte aber zu der Zeit einen Gefangenen, einen sonderlichen vor 
andern, der hie Barabbas.
17. Und da sie versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Welchen wollt 
ihr, da ich euch losgebe, Barabbas oder Jesus, von dem gesagt wird, er 
sei Christus?
18. Denn er wute wohl, da sie ihn aus Neid berantwortet hatten.
19. Und da er auf dem Richterstuhl sa, schickte sein Weib zu ihm und lie 
ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; ich habe heute 
viel erlitten im Traum von seinetwegen.
20. Aber die Hohenpriester und die ltesten berredeten das Volk, da sie 
um Barabbas bitten sollten und Jesum umbrchten.
21. Da antwortete nun der Landpfleger und sprach zu ihnen: Welchen wollt 
ihr unter diesen zweien, den ich euch soll losgeben? Sie sprachen: 
Barabbas.
22. Pilatus sprach zu ihnen: Was soll ich denn machen mit Jesu, von dem 
gesagt wird, er sei Christus? Sie sprachen alle: La ihn kreuzigen!
23. Der Landpfleger sagte: Was hat er denn bels getan? Sie schrieen aber 
noch mehr und sprachen: La ihn kreuzigen!
24. Da aber Pilatus sah, da er nichts schaffete, sondern da ein viel 
grer Getmmel ward, nahm er Wasser und wusch die Hnde vor dem Volk und 
sprach: Ich bin unschuldig an dem Blut dieses Gerechten; sehet ihr zu!
25. Da antwortete das ganze Volk und sprach: Sein Blut komme ber uns und 
ber unsere Kinder!
26. Da gab er ihnen Barabbas los; aber Jesum lie er geieln und 
berantwortete ihn, da er gekreuziget wrde.
27. Da nahmen die Kriegsknechte des Landpflegers Jesum zu sich in das 
Richthaus und sammelten ber ihn die ganze Schar.
28. Und zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel an
29. und flochten eine Dornenkrone und setzten sie auf sein Haupt und ein 
Rohr in seine rechte Hand und beugten die Kniee vor ihm und verspotteten 
ihn und sprachen: Gegret seiest du, der Juden Knig!
30. Und speieten ihn an und nahmen das Rohr und schlugen damit sein Haupt.
31. Und da sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel aus und 
zogen ihm seine Kleider an und fhreten ihn hin, da sie ihn kreuzigten.
32. Und indem sie hinausgingen, fanden sie einen Menschen von Kyrene mit 
Namen Simon; den zwangen sie, da er ihm sein Kreuz trug.
33. Und da sie an die Sttte kamen mit Namen Golgatha, das ist 
verdeutschet Schdelsttte,
34. gaben sie ihm Essig zu trinken, mit Galle vermischt; und da er's 
schmeckte, wollte er nicht trinken.
35. Da sie ihn aber gekreuziget hatten, teilten sie seine Kleider und 
warfen das Los darum, auf da erfllet wrde, was gesagt ist durch den 
Propheten: Sie haben meine Kleider unter sich geteilet und ber mein 
Gewand haben sie das Los geworfen.
36. Und sie saen allda und hteten sein.
37. Und oben zu seinen Hupten hefteten sie die Ursache seines Todes 
beschrieben, nmlich: Dies ist Jesus, der Juden Knig.
38. Und da wurden zwei Mrder mit ihm gekreuziget, einer zur Rechten und 
einer zur Linken.
39. Die aber vorbergingen, lsterten ihn und schttelten ihre Kpfe
40. und sprachen: Der du den Tempel Gottes zerbrichst und bauest ihn in 
dreien Tagen, hilf dir selber! Bist du Gottes Sohn, so steig herab vom 
Kreuz.
41. Desgleichen auch die Hohenpriester spotteten sein samt den 
Schriftgelehrten und ltesten und sprachen:
42. Andern hat er geholfen und kann sich selber nicht helfen. Ist er der 
Knig Israels, so steige er nun vom Kreuz, so wollen wir ihm glauben.
43. Er hat Gott vertraut, der erlse ihn nun, lstet's ihn; denn er hat 
gesagt: Ich bin Gottes Sohn.
44. Desgleichen schmheten ihn auch die Mrder, die mit ihm gekreuziget 
waren.
45. Und von der sechsten Stunde an ward eine Finsternis ber das ganze 
Land bis zu der neunten Stunde.
46. Und um die neunte Stunde schrie Jesus laut und sprach: Eli, Eli, lama 
asabthani? das ist: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?
47. Etliche aber, die da stunden, da sie das hreten, sprachen sie: Der 
ruft den Elia.
48. Und bald lief einer unter ihnen, nahm einen Schwamm und fllete ihn 
mit Essig und steckte ihn auf ein Rohr und trnkte ihn.
49. Die andern aber sprachen: Halt, la sehen, ob Elia komme und ihm helfe!
50. Aber Jesus schrie abermal laut und verschied.
51. Und siehe da, der Vorhang im Tempel zerri in zwei Stcke, von oben an 
bis unten aus.
52. Und die Erde erbebete, und die Felsen zerrissen, und die Grber taten 
sich auf, und stunden auf viel Leiber der Heiligen, die da schliefen,
53. und gingen aus den Grbern nach seiner Auferstehung und kamen in die 
Heilige Stadt und erschienen vielen.
54. Aber der Hauptmann und die bei ihm waren und bewahreten Jesum, da sie 
sahen das Erdbeben und was da geschah, erschraken sie sehr und sprachen: 
Wahrlich, dieser ist Gottes Sohn gewesen!
55. Und es waren viel Weiber da, die von ferne zusahen, die da Jesu waren 
nachgefolget aus Galila und hatten ihm gedienet,
56. unter welchen war Maria Magdalena und Maria, die Mutter des Jakobus 
und Joses, und die Mutter der Kinder des Zebedus.
57. Am Abend aber kam ein reicher Mann von Arimathia, der hie Joseph, 
welcher auch ein Jnger Jesu war.
58. Der ging zu Pilatus und bat ihn um den Leib Jesu. Da befahl Pilatus, 
man sollte ihm ihn geben.
59. Und Joseph nahm den Leib und wickelte ihn in eine reine Leinwand.
60. Und legte ihn in sein eigen neu Grab, welches er hatte lassen in einen 
Felsen hauen, und wlzte einen groen Stein vor die Tr des Grabes und 
ging davon.
61. Es war aber allda Maria Magdalena und die andere Maria, die setzten 
sich gegen das Grab.
62. Des andern Tages, der da folgt nach dem Rsttag, kamen die 
Hohenpriester und Phariser smtlich zu Pilatus
63. und sprachen: Herr, wir haben gedacht, da dieser Verfhrer sprach, da 
er noch lebte: Ich will nach dreien Tagen auferstehen.
64. Darum befiehl, da man das Grab verwahre bis an den dritten Tag, auf 
da nicht seine Jnger kommen und stehlen ihn und sagen zum Volk: Er ist 
auferstanden von den Toten, und werde der letzte Betrug rger denn der 
erste.
65. Pilatus sprach zu ihnen: Da habt ihr die Hter; gehet hin und 
verwahret, wie ihr wisset.
66. Sie gingen hin und verwahreten das Grab mit Htern und versiegelten 
den Stein.
Evangelium des Matthus 28
1. Am Abend aber des Sabbats, welcher anbricht am Morgen des ersten 
Feiertages der Sabbate, kam Maria Magdalena und die andere Maria, das Grab 
zu besehen.
2. Und siehe, es geschah ein gro Erdbeben. Denn der Engel des Herrn kam 
vom Himmel herab, trat hinzu und wlzte den Stein von der Tr und setzte 
sich darauf.
3. Und seine Gestalt war wie der Blitz und sein Kleid wei wie der Schnee.
4. Die Hter aber erschraken vor Furcht und wurden, als wren sie tot.
5. Aber der Engel antwortete und sprach zu den Weibern: Frchtet euch 
nicht; ich wei, da ihr Jesum, den Gekreuzigten, suchet.
6. Er ist nicht hier; er ist auferstanden, wie er gesagt hat. Kommt her 
und sehet die Sttte, da der Herr gelegen hat!
7. Und gehet eilend hin und saget es seinen Jngern, da er auferstanden 
sei von den Toten. Und siehe, er wird vor euch hingehen nach Galila; da 
werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich hab's euch gesagt.
8. Und sie gingen eilend zum Grabe hinaus mit Furcht und groer Freude und 
liefen, da sie es seinen Jngern verkndigten. Und da sie gingen, seinen 
Jngern zu verkndigen,
9. siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegret! Und sie 
traten zu ihm und griffen an seine Fe und fielen vor ihm nieder.
10. Da sprach Jesus zu ihnen: Frchtet euch nicht! Gehet hin und 
verkndiget es meinen Brdern, da sie gehen nach Galila; daselbst werden 
sie mich sehen.
11. Da sie aber hingingen, siehe, da kamen etliche von den Htern in die 
Stadt und verkndigten den Hohenpriestern alles, was geschehen war.
12. Und sie kamen zusammen mit den ltesten und hielten einen Rat und 
gaben den Kriegsknechten Gelds genug
13. und sprachen: Saget, seine Jnger kamen des Nachts und stahlen ihn, 
dieweil wir schliefen.
14. Und wo es wrde auskommen bei dem Landpfleger, wollen wir ihn stillen 
und schaffen, da ihr sicher seid.
15. Und sie nahmen das Geld und taten, wie sie gelehret waren. Solches ist 
eine gemeine Rede worden bei den Juden bis auf den heutigen Tag.
16. Aber die elf Jnger gingen nach Galila auf einen Berg, dahin Jesus 
sie beschieden hatte.
17. Und da sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; etliche aber 
zweifelten.
18. Und Jesus trat zu ihnen, redete mit ihnen und sprach: Mir ist gegeben 
alle Gewalt im Himmel und auf Erden.
19. Darum gehet hin und lehret alle Vlker und taufet sie im Namen des 
Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes!
20. Und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe! Und siehe, 
ich bin bei euch alle Tage bis an der Welt Ende.
Evangelium des Markus 1
1. Dies ist der Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohn Gottes,
2. wie geschrieben stehet in den Propheten: Siehe, ich sende meinen Engel 
vor dir her, der da bereite deinen Weg vor dir!
3. Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wste: Bereitet den Weg des 
Herrn, machet seine Steige richtig!
4. Johannes, der war in der Wste, taufte und predigte von der Taufe der 
Bue zur Vergebung der Snden.
5. Und es ging zu ihm hinaus das ganze jdische Land und die von Jerusalem 
und lieen sich alle von ihm taufen im Jordan und bekannten ihre Snden.
6. Johannes aber war bekleidet mit Kamelhaaren und mit einem ledernen 
Grtel um seine Lenden und a Heuschrecken und wilden Honig.
7. Und predigte und sprach: Es kommt einer nach mir, der ist strker denn 
ich, dem ich nicht genugsam bin, da ich mich vor ihm bcke und die Riemen 
seiner Schuhe auflse.
8. Ich taufe euch mit Wasser; aber er wird euch mit dem Heiligen Geist 
taufen.
9. Und es begab sich zu derselbigen Zeit, da Jesus aus Galila von 
Nazareth kam und lie sich taufen von Johannes im Jordan.
10. Und alsbald stieg er aus dem Wasser und sah, da sich der Himmel 
auftat, und den Geist gleichwie eine Taube herab kommen auf ihn.
11. Und da geschah eine Stimme vom Himmel: Du bist mein lieber Sohn, an 
dem ich Wohlgefallen habe.
12. Und bald trieb ihn der Geist in die Wste.
13. Und war allda in der Wste vierzig Tage und ward versucht von dem 
Satan und war bei den Tieren, und die Engel dieneten ihm.
14. Nachdem aber Johannes berantwortet ward, kam Jesus nach Galila und 
predigte das Evangelium vom Reich Gottes
15. und sprach: Die Zeit ist erfllet, und das Reich Gottes ist 
herbeikommen. Tut Bue und glaubt an das Evangelium!
16. Da er aber an dem Galilischen Meer ging, sah er Simon und Andreas, 
seinen Bruder, da sie ihre Netze ins Meer warfen; denn sie waren Fischer.
17. Und Jesus sprach zu ihnen: Folget mir nach! Ich will euch zu 
Menschenfischern machen.
18. Alsbald verlieen sie ihre Netze und folgeten ihm nach.
19. Und da er von dannen ein wenig frba ging, sah er Jakobus, den Sohn 
des Zebedus, und Johannes, seinen Bruder, da sie die Netze im Schiff 
flickten; und bald rief er sie.
20. Und sie lieen ihren Vater Zebedus im Schiff mit den Tagelhnern und 
folgeten ihm nach.
21. Und sie gingen gen Kapernaum; und bald an den Sabbaten ging er in die 
Schule und lehrete.
22. Und sie entsetzten sich ber seine Lehre; denn er lehrete gewaltiglich 
und nicht wie die Schriftgelehrten.
23. Und es war in ihrer Schule ein Mensch, besessen mit einem unsaubern 
Geist, der schrie
24. und sprach: Halt, was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von 
Nazareth? Du bist kommen, uns zu verderben. Ich wei, wer du bist, der 
Heilige Gottes.
25. Und Jesus bedruete ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm!
26. Und der unsaubere Geist ri ihn und schrie laut und fuhr aus von ihm.
27. Und sie entsetzten sich alle, also da sie untereinander sich 
befragten und sprachen: Was ist das? Was ist das fr eine neue Lehre? Er 
gebeut mit Gewalt den unsaubern Geistern, und sie gehorchen ihm.
28. Und sein Gercht erscholl bald umher in die Grenze Galilas.
29. Und sie gingen bald aus der Schule und kamen in das Haus des Simon und 
Andreas mit Jakobus und Johannes.
30. Und die Schwieger Simons lag und hatte das Fieber; und alsbald sagten 
sie ihm von ihr.
31. Und er trat zu ihr und richtete sie auf und hielt sie bei der Hand; 
und das Fieber verlie sie bald, und sie dienete ihnen.
32. Am Abend aber, da die Sonne untergegangen war, brachten sie zu ihm 
allerlei Kranke und Besessene.
33. Und die ganze Stadt versammelte sich vor der Tr.
34. Und er half vielen Kranken, die mit mancherlei Seuchen beladen waren, 
und trieb viele Teufel aus und lie die Teufel nicht reden; denn sie 
kannten ihn.
35. Und des Morgens vor Tag stund er auf und ging hinaus. Und Jesus ging 
in eine wste Sttte und betete daselbst.
36. Und Petrus mit denen, die bei ihm waren, eileten ihm nach.
37. Und da sie ihn fanden, sprachen sie zu ihm: Jedermann suchet dich.
38. Und er sprach zu ihnen: Lat uns in die nchsten Stdte gehen, da ich 
daselbst auch predige; denn dazu bin ich kommen.
39. Und er predigte in ihren Schulen in ganz Galila und trieb die Teufel 
aus.
40. Und es kam zu ihm ein Ausstziger, der bat ihn, knieete vor ihm und 
sprach zu ihm: Willst du, so kannst du mich wohl reinigen.
41. Und es jammerte Jesum und reckte die Hand aus, rhrete ihn an und 
sprach: Ich will's tun; sei gereiniget!
42. Und als er so sprach, ging der Aussatz alsbald von ihm, und er ward 
rein.
43. Und Jesus bedruete ihn und trieb ihn alsbald von sich
44. und sprach zu ihm: Siehe zu, da du niemand nichts sagest, sondern 
gehe hin und zeige dich dem Priester und opfere fr deine Reinigung, was 
Mose geboten hat, zum Zeugnis ber sie.
45. Er aber, da er hinauskam, hub er an und sagte viel davon und machte 
die Geschichte ruchbar, also da er hinfort nicht mehr konnte ffentlich 
in die Stadt gehen, sondern er war drauen in den wsten rtern. Und sie 
kamen zu ihm von allen Enden.
Evangelium des Markus 2
1. Und ber etliche Tage ging er wiederum gen Kapernaum; und es ward 
ruchbar, da er im Hause war.
2. Und alsbald versammelten sich viele, also da sie nicht Raum hatten, 
auch drauen vor der Tr. Und er sagte ihnen das Wort.
3. Und es kamen etliche zu ihm, die brachten einen Gichtbrchigen, von 
vieren getragen.
4. Und da sie nicht konnten zu ihm kommen vor dem Volk, deckten sie das 
Dach auf, da er war, und gruben's auf und lieen das Bett hernieder, da 
der Gichtbrchige innen lag.
5. Da aber Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gichtbrchigen: Mein 
Sohn, deine Snden sind dir vergeben.
6. Es waren aber etliche Schriftgelehrte, die saen allda und gedachten in 
ihrem Herzen:
7. Wie redet dieser solche Gotteslsterung? Wer kann Snde vergeben denn 
allein Gott?
8. Und Jesus erkannte bald in seinem Geist, da sie also gedachten bei 
sich selbst, und sprach zu ihnen: Was gedenket ihr solches in euren Herzen?
9. Welches ist leichter, zu dem Gichtbrchigen zu sagen: Dir sind deine 
Snden vergeben, oder: Stehe auf, nimm dein Bett und wandele?
10. Auf da ihr aber wisset, da des Menschen Sohn Macht hat, zu vergeben 
die Snden auf Erden, sprach er zu dem Gichtbrchigen:
11. Ich sage dir, stehe auf, nimm dein Bett und gehe heim!
12. Und alsbald stund er auf, nahm sein Bett und ging hinaus vor allen, 
also da sie sich alle entsetzten und preiseten Gott und sprachen: Wir 
haben solches noch nie gesehen.
13. Und er ging wiederum hinaus an das Meer; und alles Volk kam zu ihm, 
und er lehrete sie.
14. Und da Jesus vorberging, sah er Levi, den Sohn des Alphus, am Zoll 
sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach! Und er stund auf und folgte ihm 
nach.
15. Und es begab sich, da er zu Tische sa in seinem Hause, setzten sich 
viel Zllner und Snder zu Tische mit Jesu und seinen Jngern. Denn ihrer 
war viel, die ihm nachfolgeten.
16. Und die Schriftgelehrten und Phariser, da sie sahen, da er mit den 
Zllnern und Sndern a, sprachen sie zu seinen Jngern: Warum isset und 
trinket er mit den Zllnern und Sndern?
17. Da das Jesus hrete, sprach er zu ihnen: Die Starken bedrfen keines 
Arztes, sondern die Kranken. Ich bin kommen, zu rufen die Snder zur Bue 
und nicht die Gerechten.
18. Und die Jnger des Johannes und der Phariser fasteten viel; und es 
kamen etliche, die sprachen zu ihm: Warum fasten die Jnger des Johannes 
und der Phariser, und deine Jnger fasten nicht?
19. Und Jesus sprach zu ihnen: Wie knnen die Hochzeitsleute fasten, 
dieweil der Brutigam bei ihnen ist? Alsolange der Brutigam bei ihnen 
ist, knnen sie nicht fasten.
20. Es wird aber die Zeit kommen, da der Brutigam von ihnen genommen 
wird; dann werden sie fasten.
21. Niemand flicket einen Lappen von neuem Tuch an ein alt Kleid; denn der 
neue Lappen reiet doch vom alten, und der Ri wird rger.
22. Und niemand fasset Most in alte Schluche; anders zerreiet der Most 
die Schluche, und der Wein wird verschttet, und die Schluche kommen um. 
Sondern man soll Most in neue Schluche fassen.
23. Und es begab sich, da er wandelte am Sabbat durch die Saat, und seine 
Jnger fingen an, indem sie gingen, hren auszuraufen.
24. Und die Phariser sprachen zu ihm: Siehe zu, was tun deine Jnger am 
Sabbat, das nicht recht ist?
25. Und er sprach zu ihnen: Habt ihr nie gelesen, was David tat, da es ihm 
not war und ihn hungerte samt denen, die bei ihm waren,
26. wie er ging in das Haus Gottes zur Zeit Abjathars, des Hohenpriesters, 
und a die Schaubrote, die niemand durfte essen denn die Priester, und er 
gab sie auch denen, die bei ihm waren?
27. Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen gemacht 
und nicht der Mensch um des Sabbats willen.
28. So ist des Menschen Sohn ein Herr auch des Sabbats.
Evangelium des Markus 3
1. Und er ging abermal in die Schule. Und es war da ein Mensch, der hatte 
eine verdorrete Hand.
2. Und sie hielten auf ihn, ob er auch am Sabbat ihn heilen wrde, auf da 
sie eine Sache wider ihn htten.
3. Und er sprach zu dem Menschen mit der verdorreten Hand: Tritt hervor!
4. Und er sprach zu ihnen: Soll man am Sabbat Gutes tun oder Bses tun, 
das Leben erhalten oder tten? Sie aber schwiegen stille.
5. Und er sah sie umher an mit Zorn und war betrbet ber ihre verstockten 
Herzen und sprach zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er streckte 
sie aus; und die Hand ward ihm gesund wie die andere.
6. Und die Phariser gingen hinaus und hielten alsbald einen Rat mit des 
Herodes Dienern ber ihn, wie sie ihn umbrchten.
7. Aber Jesus entwich mit seinen Jngern an das Meer. Und viel Volks 
folgte ihm nach aus Galila und aus Juda
8. und von Jerusalem und aus Iduma und von jenseit des Jordans und die um 
Tyrus und Sidon wohnen, eine groe Menge, die seine Taten hreten, und 
kamen zu ihm.
9. Und er sprach zu seinen Jngern, da sie ihm ein Schifflein hielten um 
des Volks willen, da sie ihn nicht drngeten.
10. Denn er heilete ihrer viele, also da sie ihn berfielen, alle, die 
geplagt waren, auf da sie ihn anrhreten.
11. Und wenn ihn die unsaubern Geister sahen, fielen sie vor ihm nieder, 
schrieen und sprachen: Du bist Gottes Sohn!
12. Und er bedruete sie hart, da sie ihn nicht offenbar machten.
13. Und er ging auf einen Berg und rief zu sich, welche er wollte, und die 
gingen hin zu ihm.
14. Und er ordnete die Zwlfe, da sie bei ihm sein sollten, und da er 
sie aussendete zu predigen,
15. und da sie Macht htten, die Seuchen zu heilen und die Teufel 
auszutreiben,
16. und gab Simon den Namen Petrus;
17. und Jakobus, den Sohn des Zebedus, und Johannes, den Bruder des 
Jakobus, und gab ihnen den Namen Bnehargem, das ist gesagt, Donnerskinder;
18. und Andreas und Philippus und Bartholomus und Matthus und Thomas und 
Jakobus, des Alphus Sohn, und Thaddus und Simon von Kana
19. und Judas Ischariot, der ihn verriet.
20. Und sie kamen nach Hause; und da kam abermal das Volk zusammen, also 
da sie nicht Raum hatten zu essen.
21. Und da es hreten, die um ihn waren, gingen sie hinaus und wollten ihn 
halten; denn sie sprachen: Er wird von Sinnen kommen.
22. Die Schriftgelehrten aber, die von Jerusalem herabkommen waren, 
sprachen: Er hat den Beelzebub und durch den Obersten der Teufel treibt er 
die Teufel aus.
23. Und er rief sie zusammen und sprach zu ihnen in Gleichnissen: Wie kann 
ein Satan den andern austreiben?
24. Wenn ein Reich mit ihm selbst untereinander uneins wird, mag es nicht 
bestehen.
25. Und wenn ein Haus mit ihm selbst untereinander uneins wird, mag es 
nicht bestehen
26. Setzet sich nun der Satan wider sich selbst und ist mit ihm selbst 
uneins, so kann er nicht bestehen, sondern es ist aus mit ihm.
27. Es kann niemand einem Starken in sein Haus fallen und seinen Hausrat 
rauben, es sei denn, da er zuvor den Starken binde und alsdann sein Haus 
beraube.
28. Wahrlich, ich sage euch, alle Snden werden vergeben den 
Menschenkindern, auch die Gotteslsterung, damit sie Gott lstern;
29. wer aber den Heiligen Geist lstert, der hat keine Vergebung ewiglich, 
sondern ist schuldig des ewigen Gerichts.
30. Denn sie sagten: Er hat einen unsaubern Geist.
31. Und es kam seine Mutter und seine Brder und stunden drauen, 
schickten zu ihm und lieen ihn rufen.
32. Und das Volk sa um ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter 
und deine Brder drauen fragen nach dir.
33. Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine 
Brder?
34. Und er sah rings um sich auf die Jnger, die um ihn im Kreise saen, 
und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und meine Brder.
35. Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester 
und meine Mutter.
Evangelium des Markus 4
1. Und er fing abermal an zu lehren am Meer. Und es versammelte sich viel 
Volks zu ihm, also da er mute in ein Schiff treten und auf dem Wasser 
sitzen. Und alles Volk stund auf dem Lande am Meer.
2. Und er predigte ihnen lange durch Gleichnisse. Und in seiner Predigt 
sprach er zu ihnen:
3. Hret zu! Siehe, es ging ein Smann aus, zu sen.
4. Und es begab sich, indem er ste, fiel etliches an den Weg; da kamen 
die Vgel unter dem Himmel und fraen's auf.
5. Etliches fiel in das Steinige, da es nicht viel Erde hatte, und ging 
bald auf, darum da es nicht tiefe Erde hatte.
6. Da nun die Sonne aufging, verwelkte es, und dieweil es nicht Wurzel 
hatte, verdorrete es.
7. Und etliches fiel unter die Dornen, und die Dornen wuchsen empor und 
erstickten's, und es brachte keine Frucht:
8. Und etliches fiel auf ein gut Land und brachte Frucht, die da zunahm 
und wuchs; und etliches trug dreiigfltig und etliches sechzigfltig und 
etliches hundertfltig.
9. Und er sprach zu ihnen: Wer Ohren hat zu hren, der hre!
10. Und da er allein war, fragten ihn um dieses Gleichnis, die um ihn 
waren, samt den Zwlfen.
11. Und er sprach zu ihnen: Euch ist's gegeben, das Geheimnis des Reichs 
Gottes zu wissen; denen aber drauen widerfhret es alles durch 
Gleichnisse,
12. auf da sie es mit sehenden Augen sehen und doch nicht erkennen und 
mit hrenden Ohren hren und doch nicht verstehen, auf da sie sich nicht 
dermal einst bekehren, und ihre Snden ihnen vergeben werden.
13. Und er sprach zu ihnen: Verstehet ihr dieses Gleichnis nicht, wie 
wollet ihr denn die andern alle verstehen?
14. Der Smann set das Wort.
15. Diese sind's aber, die an dem Wege sind, wo das Wort geset wird, und 
sie es gehret haben; so kommt alsbald der Satan und nimmt weg das Wort, 
das in ihr Herz geset war.
16. Also auch die sind's, die aufs Steinige geset sind; wenn sie das Wort 
gehret haben, nehmen sie es bald mit Freuden auf
17. und haben keine Wurzel in ihnen, sondern sind wetterwendisch; wenn 
sich Trbsal oder Verfolgung um des Worts willen erhebt, so rgern sie 
sich alsbald.
18. Und diese sind's, die unter die Dornen geset sind, die das Wort hren,
19. und die Sorge dieser Welt und der betrgliche Reichtum und viel andere 
Lste gehen hinein und ersticken das Wort, und bleibet ohne Frucht.
20. Und diese sind's, die auf ein gut Land geset sind, die das Wort hren 
und nehmen's an und bringen Frucht, etlicher dreiigfltig und etlicher 
sechzigfltig und etlicher hundertfltig.
21. Und er sprach zu ihnen: Zndet man auch ein Licht an, da man's unter 
einen Scheffel oder unter einen Tisch setze? Mitnichten, sondern da man's 
auf einen Leuchter setze.
22. Denn es ist nichts verborgen, das nicht offenbar werde, und ist nichts 
Heimliches, das nicht hervorkomme.
23. Wer Ohren hat zu hren, der hre!
24. Und sprach zu ihnen: Sehet zu, was ihr hret! Mit welcherlei Ma ihr 
messet, wird man euch wieder messen; und man wird noch zugeben euch, die 
ihr dies hret.
25. Denn wer da hat, dem wird gegeben; und wer nicht hat, von dem wird man 
nehmen, auch was er hat.
26. Und er sprach: Das Reich Gottes hat sich also, als wenn ein Mensch 
Samen aufs Land wirft
27. und schlft und stehet auf Nacht und Tag, und der Same gehet auf und 
wchset, da er's nicht wei.
28. Denn die Erde bringt von ihr selbst zum ersten das Gras, danach die 
hren, danach den vollen Weizen in den hren.
29. Wenn sie aber die Frucht gebracht hat, so schicket er bald die Sichel 
hin; denn die Ernte ist da.
30. Und er sprach: Wem wollen wir das Reich Gottes vergleichen und durch 
welch Gleichnis wollen wir es vorbilden?
31. Gleichwie ein Senfkorn, wenn das geset wird aufs Land, so ist's das 
kleinste unter allen Samen auf Erden.
32. Und wenn es geset ist, so nimmt es zu und wird grer denn alle 
Kohlkruter und gewinnet groe Zweige, also da die Vgel unter dem Himmel 
unter seinem Schatten wohnen knnen.
33. Und durch viele solche Gleichnisse sagte er ihnen das Wort, nach dem 
sie es hren konnten.
34. Und ohne Gleichnis redete er nichts zu ihnen; aber insonderheit legte 
er's seinen Jngern alles aus.
35. Und an demselbigen Tage, des Abends, sprach er zu ihnen: Lat uns 
hinberfahren!
36. Und sie lieen das Volk gehen und nahmen ihn, wie er im Schiff war; 
und es waren mehr Schiffe bei ihm.
37. Und es erhub sich ein groer Windwirbel und warf die Wellen in das 
Schiff, also da das Schiff voll ward.
38. Und er war hinten auf dem Schiff und schlief auf einem Kissen. Und sie 
weckten ihn auf und sprachen zu ihm: Meister, fragst du nichts danach, da 
wir verderben?
39. Und er stund auf und bedruete den Wind und sprach zu dem Meer: 
Schweig und verstumme! Und der Wind legte sich, und ward eine groe Stille.
40. Und er sprach zu ihnen: Wie seid ihr furchtsam? Wie, da ihr keinen 
Glauben habt?
41. Und sie frchteten sich sehr und sprachen untereinander: Wer ist der? 
Denn Wind und Meer sind ihm gehorsam.
Evangelium des Markus 5
1. Und sie kamen jenseit des Meers, in die Gegend der Gadarener.
2. Und als er aus dem Schiff trat, lief ihm alsbald entgegen aus den 
Grbern ein besessener Mensch mit einem unsaubern Geist,
3. der seine Wohnung in den Grbern hatte. Und niemand konnte ihn binden, 
auch nicht mit Ketten.
4. Denn er war oft mit Fesseln und Ketten gebunden gewesen und hatte die 
Ketten abgerissen und die Fesseln zerrieben, und niemand konnte ihn zhmen.
5. Und er war allezeit, Tag und Nacht, auf den Bergen und in den Grbern, 
schrie und schlug sich mit Steinen.
6. Da er aber Jesus sah von ferne, lief er zu und fiel vor ihm nieder, 
schrie laut und sprach:
7. Was hab' ich mit dir zu tun, o Jesu, du Sohn Gottes, des 
Allerhchsten,? Ich beschwre dich bei Gott, da du mich nicht qulest!
8. Er aber sprach zu ihm: Fahre aus, du unsauberer Geist, von dem Menschen!
9. Und er fragte ihn: Wie heiest du? Und er antwortete und sprach: Legion 
heie ich; denn unser ist viel.
10. Und er bat ihn sehr, da er sie nicht aus derselben Gegend triebe.
11. Und es war daselbst an den Bergen eine groe Herde Sue auf der Weide.
12. Und die Teufel baten ihn alle und sprachen: La uns in die Sue fahren!
13. Und alsbald erlaubete ihnen Jesus. Da fuhren die unsaubern Geister aus 
und fuhren in die Sue und die Herde strzte sich mit einem Sturm ins Meer 
(ihrer war aber bei zweitausend) und ersoffen im Meer.
14. Und die Sauhirten flohen und verkndigten das in der Stadt und auf dem 
Lande. Und sie gingen hinaus, zu sehen, was da geschehen war.
15. Und kamen zu Jesu und sahen den, so von den Teufeln besessen war, da 
er sa und war bekleidet und vernnftig, und frchteten sich.
16. Und die es gesehen hatten, sagten ihnen, was dem Besessenen 
widerfahren war, und von den Suen.
17. Und sie fingen an und baten ihn, da er aus ihrer Gegend zge.
18. Und da er in das Schiff trat, bat ihn der Besessene, da er mchte bei 
ihm sein.
19. Aber Jesus lie es ihm nicht zu, sondern sprach zu ihm: Gehe hin in 
dein Haus und zu den Deinen und verkndige ihnen, wie groe Wohltat dir 
der Herr getan und sich deiner erbarmet hat.
20. Und er ging hin und fing an auszurufen in den zehn Stdten, wie groe 
Wohltat ihm Jesus getan hatte. Und jedermann verwunderte sich.
21. Und da Jesus wieder herberfuhr im Schiff, versammelte sich viel Volks 
zu ihm und war an dem Meer.
22. Und siehe, da kam der Obersten einer von der Schule mit Namen Jairus. 
Und da er ihn sah, fiel er ihm zu Fen
23. und bat ihn sehr und sprach: Meine Tochter ist in den letzten Zgen; 
du wollest kommen und deine Hand auf sie legen, da sie gesund werde und 
lebe.
24. Und er ging hin mit ihm. Und es folgte ihm viel Volks nach, und sie 
drngeten ihn.
25. Und da war ein Weib, das hatte den Blutgang zwlf Jahre gehabt
26. und viel erlitten von vielen rzten und hatte all ihr Gut darob 
verzehrt; und half ihr nichts, sondern vielmehr ward es rger mit ihr.
27. Da die von Jesu hrete, kam sie im Volk von hinten zu und rhrete sein 
Kleid an.
28. Denn sie sprach: Wenn ich nur sein Kleid mchte anrhren, so wrde ich 
gesund.
29. Und alsbald vertrocknete der Brunn ihres Bluts; und sie fhlte es am 
Leibe, da sie von ihrer Plage war gesund worden.
30. Und Jesus fhlete alsbald an ihm selbst die Kraft, die von ihm 
ausgegangen war, und wandte sich um zum Volk und sprach: Wer hat meine 
Kleider angerhret?
31. Und die Jnger sprachen zu ihm: Du siehest, da dich das Volk drnget, 
und sprichst: Wer hat mich angerhret?
32. Und er sah sich um nach der, die das getan hatte.
33. Das Weib aber frchtete sich und zitterte (denn sie wute, was an ihr 
geschehen war), kam und fiel vor ihm nieder und sagte ihm die ganze 
Wahrheit.
34. Er sprach aber zu ihr: Meine Tochter, dein Glaube hat dich gesund 
gemacht. Gehe hin mit Frieden und sei gesund von deiner Plage!
35. Da er noch also redete, kamen etliche vom Gesinde des Obersten der 
Schule und sprachen: Deine Tochter ist gestorben, was mhest du weiter den 
Meister?
36. Jesus aber hrete bald die Rede, die da gesagt ward, und sprach zu dem 
Obersten der Schule: Frchte dich nicht; glaube nur!
37. Und lie niemand ihm nachfolgen denn Petrus und Jakobus und Johannes, 
den Bruder des Jakobus.
38. Und er kam in das Haus des Obersten der Schule und sah das Getmmel, 
und die da sehr weineten und heuleten
39. Und er ging hinein und sprach zu ihnen: Was tummelt und weinet ihr? 
Das Kind ist nicht gestorben, sondern es schlft. Und sie verlachten ihn.
40. Und er trieb sie alle aus und nahm mit sich den Vater des Kindes und 
die Mutter und die bei ihm waren, und ging hinein, da das Kind lag.
41. Und ergriff das Kind bei der Hand und sprach zu ihr: Talitha, kumi! 
das ist verdolmetschet: Mgdlein, ich sage dir, stehe auf!
42. Und alsbald stund das Mgdlein auf und wandelte; es war aber zwlf 
Jahre alt. Und sie entsetzten sich ber die Maen.
43. Und er verbot ihnen hart, da es niemand wissen sollte, und sagte, sie 
sollten ihr zu essen geben.
Evangelium des Markus 6
1. Und er ging aus von dannen und kam in sein Vaterland; und seine Jnger 
folgten ihm nach.
2. Und da der Sabbat kam, hub er an zu lehren in ihrer Schule: Und viele, 
die es hreten, verwunderten sich seiner Lehre und sprachen: Woher kommt 
dem solches? und: Was fr Weisheit ist's, die ihm gegeben ist, und solche 
Taten, die durch seine Hnde geschehen?
3. Ist er nicht der Zimmermann, Marias Sohn, und der Bruder des Jakobus 
und Joses und Judas und Simon? Sind nicht auch seine Schwestern allhie bei 
uns? Und sie rgerten sich an ihm.
4. Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet gilt nirgend weniger denn im 
Vaterland und daheim bei den Seinen.
5. Und er konnte allda nicht eine einzige Tat tun; ohne wenig Siechen 
legte er die Hnde auf und heilete sie.
6. Und er verwunderte sich ihres Unglaubens. Und er ging umher in die 
Flecken im Kreis und lehrete.
7. Und er berief die Zwlfe und hub an und sandte sie je zwei und zwei und 
gab ihnen Macht ber die unsauberen Geister.
8. Und gebot ihnen, da sie nichts bei sich trgen auf dem Wege denn 
allein einen Stab, keine Tasche, kein Brot, kein Geld im Grtel,
9. sondern wren geschuhet, und da sie nicht zwei Rcke anzgen.
10. Und sprach zu ihnen: Wo ihr in ein Haus gehen werdet, da bleibet 
innen, bis ihr von dannen ziehet.
11. Und welche euch nicht aufnehmen noch hren, da gehet von dannen heraus 
und schttelt den Staub ab von euren Fen zu einem Zeugnis ber sie. Ich 
sage euch: Wahrlich, es wird Sodom und Gomorra am Jngsten Gerichte 
ertrglicher ergehen denn solcher Stadt.
12. Und sie gingen aus und predigten, man sollte Bue tun.
13. Und trieben viele Teufel aus und salbeten viele Sieche mit l und 
machten sie gesund.
14. Und es kam vor den Knig Herodes (denn sein Name war nun bekannt); und 
er sprach: Johannes der Tufer ist von den Toten auferstanden; darum tut 
er solche Taten.
15. Etliche aber sprachen: Er ist Elia; etliche aber: Er ist ein Prophet 
oder einer von den Propheten.
16. Da es aber Herodes hrete, sprach er: Es ist Johannes, den ich 
enthauptet habe; der ist von den Toten auferstanden.
17. Er aber, Herodes, hatte ausgesandt und Johannes gegriffen und ins 
Gefngnis gelegt um der Herodias willen, seines Bruders Philippus Weib; 
denn er hatte sie gefreiet.
18. Johannes aber sprach zu Herodes: Es ist nicht recht, da du deines 
Bruders Weib habest.
19. Herodias aber stellete ihm nach und wollte ihn tten und konnte nicht.
20. Herodes aber frchtete Johannes; denn er wute, da er ein frommer und 
heiliger Mann war; und verwahrete ihn und gehorchte ihm in vielen Sachen 
und hrete ihn gerne.
21. Und es kam ein gelegener Tag, da Herodes auf seinen Jahrstag ein 
Abendmahl gab den Obersten und Hauptleuten und Vornehmsten in Galila.
22. Da trat hinein die Tochter der Herodias und tanzete, und gefiel wohl 
dem Herodes und denen, die am Tisch saen. Da sprach der Knig zum 
Mgdlein: Bitte von mir, was du willst; ich will dir's geben.
23. Und schwur ihr einen Eid: Was du wirst von mir bitten, will ich dir 
geben, bis an die Hlfte meines Knigreichs.
24. Sie ging hinaus und sprach zu ihrer Mutter: Was soll ich bitten? Die 
sprach: Das Haupt Johannes des Tufers.
25. Und sie ging bald hinein mit Eile zum Knige, bat und sprach: Ich 
will, da du mir gebest jetzt sobald auf einer Schssel das Haupt Johannes 
des Tufers.
26. Der Knig ward betrbt; doch um des Eides willen und derer, die am 
Tische saen, wollte er sie nicht lassen eine Fehlbitte tun.
27. Und bald schickte hin der Knig den Henker und hie sein Haupt 
herbringen. Der ging hin und enthauptete ihn im Gefngnis.
28. Und trug her sein Haupt auf einer Schssel und gab's dem Mgdlein, und 
das Mgdlein gab's ihrer Mutter.
29. Und da das seine Jnger hreten, kamen sie und nahmen seinen Leib und 
legten ihn in ein Grab.
30. Und die Apostel kamen zu Jesu zusammen und verkndigten ihm das alles, 
und was sie getan und gelehret hatten.
31. Und er sprach zu ihnen: Lasset uns besonders in eine Wste gehen und 
ruhet ein wenig. Denn ihrer war viel, die ab und zu gingen, und hatten 
nicht Zeit genug zu essen.
32. Und er fuhr da in einem Schiff zu einer Wste besonders.
33. Und das Volk sah sie wegfahren, und viele kannten ihn und liefen 
daselbst hin miteinander zu Fu aus allen Stdten und kamen ihnen zuvor 
und kamen zu ihm.
34. Und Jesus ging heraus und sah das groe Volk; und es jammerte ihn 
derselben, denn sie waren wie die Schafe, die keinen Hirten haben; und 
fing an eine lange Predigt.
35. Da nun der Tag fast dahin war, traten seine Jnger zu ihm und 
sprachen: Es ist wste hier, und der Tag ist nun dahin.
36. La sie von dir, da sie hingehen umher in die Drfer und Mrkte und 
kaufen sich Brot; denn sie haben nicht zu essen.
37. Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Gebet ihr ihnen zu essen! 
Und sie sprachen zu ihm: Sollen wir denn hingehen und zweihundert Pfennig 
wert Brot kaufen und ihnen zu essen geben?
38. Er aber sprach zu ihnen: Wieviel Brote habt ihr? Gehet hin und sehet! 
Und da sie es erkundet hatten, sprachen sie: Fnf und zwei Fische.
39. Und er gebot ihnen, da sie sich alle lagerten bei Tischen voll auf 
das grne Gras.
40. Und sie setzten sich nach Schichten, je hundert und hundert, fnfzig 
und fnfzig.
41. Und er nahm die fnf Brote und zwei Fische und sah auf gen Himmel und 
dankete und brach die Brote und gab sie den Jngern, da sie ihnen 
vorlegten; und die zwei Fische teilete er unter sie alle.
42. Und sie aen alle und wurden satt.
43. Und sie huben auf die Brocken, zwlf Krbe voll, und von den Fischen.
44. Und die da gegessen hatten, der waren fnftausend Mann.
45. Und alsbald trieb er seine Jnger, da sie in das Schiff trten und 
vor ihm hinberfhren gen Bethsaida, bis da er das Volk von sich liee.
46. Und da er sie von sich geschafft hatte, ging er hin auf einen Berg, zu 
beten.
47. Und am Abend war das Schiff mitten auf dem Meer und er auf dem Lande 
alleine.
48. Und er sah, da sie Not litten im Rudern; denn der Wind war ihnen 
entgegen. Und um die vierte Wache der Nacht kam er zu ihnen und wandelte 
auf dem Meer.
49. Und er wollte vor ihnen bergehen. Und da sie ihn sahen auf dem Meer 
wandeln, meineten sie, es wre ein Gespenst, und schrieen.
50. Denn sie sahen ihn alle und erschraken. Aber alsbald redete er mit 
ihnen und sprach zu ihnen: Seid getrost; ich bin's frchtet euch nicht!
51. Und trat zu ihnen ins Schiff, und der Wind legte sich. Und sie 
entsetzten sich und verwunderten sich ber die Maen.
52. Denn sie waren nichts verstndiger worden ber den Broten, und ihr 
Herz war erstarret.
53. Und da sie hinbergefahren waren, kamen sie in das Land Genezareth und 
fuhren an.
54. Und da sie aus dem Schiff traten, alsbald kannten sie ihn
55. und liefen alle in die umliegenden Lnder und huben an, die Kranken 
umherzufhren auf Betten, wo sie hreten, da er war.
56. Und wo er in die Mrkte oder Stdte oder Drfer einging, da legten sie 
die Kranken auf den Markt und baten ihn, da sie nur den Saum seines 
Kleides an rhren mchten. Und alle, die ihn anrhreten, wurden gesund.
Evangelium des Markus 7
1. Und es kamen zu ihm die Phariser und etliche von den Schriftgelehrten, 
die von Jerusalem kommen waren.
2. Und da sie sahen etliche seiner Jnger mit gemeinen, das ist, mit 
ungewaschenen Hnden das Brot essen, versprachen sie es.
3. Denn die Phariser und alle Juden essen nicht, sie waschen denn die 
Hnde manchmal; halten also die Aufstze der ltesten.
4. Und wenn sie vom Markt kommen, essen sie nicht, sie waschen sich denn. 
Und des Dings ist viel, das sie zu halten haben angenommen, von 
Trinkgefen und Krgen und ehernen Gefen und Tischen zu waschen.
5. Da fragten ihn nun die Phariser und Schriftgelehrten: Warum wandeln 
deine Jnger nicht nach den Aufstzen der ltesten, sondern essen das Brot 
mit ungewaschenen Hnden?
6. Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Wohl fein hat von euch 
Heuchlern Jesaja geweissagt, wie geschrieben steht: Dies Volk ehret mich 
mit den Lippen, aber ihr Herz ist ferne von mir.
7. Vergeblich aber ist's, da sie mir dienen, dieweil sie lehren solche 
Lehre, die nichts ist denn Menschengebot.
8. Ihr verlasset Gottes Gebot und haltet der Menschen Aufstze, von Krgen 
und Trinkgefen zu waschen; und desgleichen tut ihr viel.
9. Und er sprach zu ihnen: Wohl fein habt ihr Gottes Gebot aufgehoben, auf 
da ihr eure Aufstze haltet.
10. Denn Mose hat gesagt: Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren; 
und: Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben:
11. Ihr aber lehret: Wenn einer spricht zum Vater oder Mutter: Korban, das 
ist, wenn ich's opfere, so ist dir's viel ntzer, der tut wohl.
12. Und so lat ihr hinfort ihn nichts tun seinem Vater oder seiner Mutter
13. und hebet auf Gottes Wort durch eure Aufstze, die ihr aufgesetzt 
habt; und desgleichen tut ihr viel.
14. Und er rief zu sich das ganze Volk und sprach zu ihnen: Hret mir alle 
zu und vernehmet's!
15. Es ist nichts auer dem Menschen, was ihn knnte gemein machen, so es 
in ihn gehet; sondern was von ihm ausgehet, das ist's, was den Menschen 
gemein macht.
16. Hat jemand Ohren zu hren, der hre!
17. Und da er von dem Volk ins Haus kam, fragten ihn seine Jnger um 
dieses Gleichnis
18. Und er sprach zu ihnen: Seid ihr denn auch so unverstndig? Vernehmet 
ihr noch nicht, da alles, was auen ist und in den Menschen gehet, das 
kann ihn nicht gemein machen?
19. Denn es gehet nicht in sein Herz, sondern in den Bauch und gehet aus 
durch den natrlichen Gang, der alle Speise ausfeget.
20. Und er sprach: Was aus dem Menschen gehet, das macht den Menschen 
gemein.
21. Denn von innen, aus dem Herzen der Menschen, gehen heraus bse 
Gedanken, Ehebruch, Hurerei, Mord,
22. Dieberei, Geiz, Schalkheit; List, Unzucht, Schalksauge, 
Gotteslsterung, Hoffart, Unvernunft.
23. Alle diese bsen Stcke gehen von innen heraus und machen den Menschen 
gemein.
24. Und er stund auf und ging von dannen in die Grenze von Tyrus und Sidon 
und ging in ein Haus und wollte es niemand wissen lassen und konnte doch 
nicht verborgen sein.
25. Denn ein Weib hatte von ihm gehrt, deren Tchterlein einen unsauberen 
Geist hatte. Und sie kam und fiel nieder zu seinen Fen
26. (und es war ein griechisch Weib aus Syrophnizien); und sie bat ihn, 
da er den Teufel von ihrer Tochter austriebe.
27. Jesus aber sprach zu ihr: La zuvor die Kinder satt werden! Es ist 
nicht fein, da man der Kinder Brot nehme und werfe es vor die Hunde.
28. Sie antwortete aber und sprach zu ihm: Ja, Herr; aber doch essen die 
Hndlein unter dem Tisch von den Brosamen der Kinder.
29. Und er sprach zu ihr: Um des Worts willen so gehe hin; der Teufel ist 
von deiner Tochter ausgefahren.
30. Und sie ging hin in ihr Haus und fand, da der Teufel war ausgefahren 
und die Tochter auf dem Bette liegend.
31. Und da er wieder ausging von den Grenzen Tyrus und Sidon, kam er an 
das Galilische Meer, mitten unter die Grenze der zehn Stdte.
32. Und sie brachten zu ihm einen Tauben, der stumm war; und sie baten 
ihn, da er die Hand auf ihn legte.
33. Und er nahm ihn von dem Volk besonders und legte ihm die Finger in die 
Ohren und sptzete und rhrete seine Zunge.
34. Und sah auf gen Himmel, seufzete und sprach zu ihm: Hephatha! das ist: 
Tu dich auf!
35. Und alsbald taten sich seine Ohren auf, und das Band seiner Zunge ward 
los und redete recht.
36. Und er verbot ihnen, sie sollten es niemand sagen. Je mehr er aber 
verbot, je mehr sie es ausbreiteten.
37. Und verwunderten sich ber die Maen und sprachen: Er hat alles wohl 
gemacht: die Tauben macht er hrend und die Sprachlosen redend.
Evangelium des Markus 8
1. Zu der Zeit, da viel Volks da war und hatten nichts zu essen, rief 
Jesus seine Jnger zu sich und sprach zu ihnen:
2. Mich jammert des Volks; denn sie haben nun drei Tage bei mir beharret 
und haben nichts zu essen;
3. und wenn ich sie ungegessen von mir heim liee gehen, wrden sie auf 
dem Wege verschmachten. Denn etliche waren von ferne kommen.
4. Seine Jnger antworteten ihm: Woher nehmen wir Brot hier in der Wste, 
da wir sie sttigen?
5. Und er fragte sie: Wieviel habt ihr Brots? Sie sprachen: Sieben.
6. Und er gebot dem Volk, da sie sich auf die Erde lagerten. Und er nahm 
die sieben Brote und dankete und brach sie und gab sie seinen Jngern, da 
sie dieselbigen vorlegten; und sie legten dem Volk vor.
7. Und hatten ein wenig Fischlein; und er dankte und hie dieselbigen auch 
vortragen.
8. Sie aen aber und wurden satt und huben die brigen Brocken auf, sieben 
Krbe.
9. Und ihrer war bei viertausend, die da gegessen hatten; und er lie sie 
von sich.
10. Und alsbald trat er in ein Schiff mit seinen Jngern und kam in die 
Gegend Dalmanuthas.
11. Und die Phariser gingen heraus und fingen an, sich mit ihm zu 
befragen, versuchten ihn und begehrten von ihm ein Zeichen vom Himmel.
12. Und er seufzete in seinem Geist und sprach: Was sucht doch dies 
Geschlecht Zeichen? Wahrlich, ich sage euch, es wird diesem Geschlecht 
kein Zeichen gegeben.
13. Und er lie sie und trat wiederum in das Schiff und fuhr herber.
14. Und sie hatten vergessen, Brot mit sich zu nehmen, und hatten nicht 
mehr mit sich im Schiff denn ein Brot.
15. Und er gebot ihnen und sprach: Schauet zu und sehet euch vor vor dem 
Sauerteig der Phariser und vor dem Sauerteig Herodes!
16. Und sie gedachten hin und wieder und sprachen untereinander: Das 
ist's, da wir nicht Brot haben.
17. Und Jesus vernahm das und sprach zu ihnen: Was bekmmert ihr euch 
doch, da ihr nicht Brot habt? Vernehmet ihr noch nichts und seid noch 
nicht verstndig? Habt ihr noch ein verstarret Herz in euch?
18. Habt Augen und sehet nicht und habt Ohren und hret nicht und denket 
nicht daran,
19. da ich fnf Brote brach unter fnftausend, wieviel Krbe voll Brocken 
hubet ihr da auf? Sie sprachen: Zwlf.
20. Da ich aber die sieben brach unter die viertausend, wieviel Krbe voll 
Brocken hubet ihr da auf? Sie sprachen: Sieben.
21. Und er sprach zu ihnen: Wie vernehmet ihr denn nichts?
22. Und er kam gen Bethsaida. Und sie brachten zu ihm einen Blinden und 
baten ihn, da er ihn anrhrete.
23. Und er nahm den Blinden bei der Hand und fhrete ihn hinaus vor den 
Flecken und sptzete in seine Augen und legte seine Hnde auf ihn, und 
fragte ihn, ober etwas she.
24. Und er sah auf und sprach: Ich sehe Menschen gehen, als she ich Bume.
25. Danach legte er abermal die Hnde auf seine Augen und hie ihn abermal 
sehen; und er ward wieder zurechtgebracht, da er alles scharf sehen 
konnte.
26. Und er schickte ihn heim und sprach: Gehe nicht hinein in den Flecken 
und sage es auch niemand drinnen.
27. Und Jesus ging aus und seine Jnger in die Mrkte der Stadt Csarea - 
Philippi. Und auf dem Wege fragte er seine Jnger und sprach zu ihnen: Wer 
sagen die Leute, da ich sei?
28. Sie antworteten: Sie sagen, du seiest Johannes der Tufer; etliche 
sagen, du seiest Elia; etliche, du seiest der Propheten einer.
29. Und er sprach zu ihnen: Ihr aber, wer sagt ihr, da ich sei? Da 
antwortete Petrus und sprach zu ihm: Du bist Christus.
30. Und er bedruete sie, da sie niemand von ihm sagen sollten.
31. Und hub an, sie zu lehren: Des Menschen Sohn mu viel leiden und 
verworfen werden von den ltesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten 
und gettet werden und ber drei Tage auferstehen.
32. Und er redete das Wort frei offenbar. Und Petrus nahm ihn zu sich, 
fing an, ihm zu wehren.
33. Er aber wandte sich um und sah seine Jnger an und bedruete Petrus 
und sprach: Geh hinter mich, du Satan! Denn du meinest nicht, was 
gttlich, sondern was menschlich ist.
34. Und er rief zu sich das Volk samt seinen Jngern und sprach zu ihnen: 
Wer mir will nach folgen, der verleugne sich selbst und nehme sein Kreuz 
auf sich und folge mir nach.
35. Denn wer sein Leben will behalten der wird's verlieren; und wer sein 
Leben verlieret um meinet und des Evangeliums willen, der wird's behalten.
36. Was hlfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewnne und nhme an 
seiner Seele Schaden?
37. Oder was kann der Mensch geben, damit er seine Seele lse?
38. Wer sich aber mein und meiner Worte schmet unter diesem 
ehebrecherischen und sndigen Geschlecht, des wird sich auch des Menschen 
Sohn schmen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines Vaters mit 
den heiligen Engeln.
Evangelium des Markus 9
1. Und er sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, es stehen etliche 
hier, die werden den Tod nicht schmecken, bis da sie sehen das Reich 
Gottes mit Kraft kommen.
2. Und nach sechs Tagen nahm Jesus zu sich Petrus, Jakobus und Johannes 
und fhrte sie auf einen hohen Berg besonders alleine und verklrete sich 
vor ihnen.
3. Und seine Kleider wurden hell und sehr wei wie der Schnee, da sie 
kein Frber auf Erden kann so wei machen.
4. Und es erschien ihnen Elia mit Mose und hatten eine Rede mit Jesu.
5. Und Petrus antwortete und sprach zu Jesu: Rabbi, hier ist gut sein; 
lasset uns drei Htten machen, dir eine, Mose eine und Elia eine.
6. Er wute aber nicht, was er redete; denn sie waren bestrzt.
7. Und es kam eine Wolke, die berschattete sie. Und eine Stimme fiel aus 
der Wolke und sprach: Das ist mein lieber Sohn; den sollt ihr hren.
8. Und bald danach sahen sie um sich und sahen niemand mehr denn allein 
Jesum bei ihnen.
9. Da sie aber vom Berge herabgingen, verbot ihnen Jesus, da sie niemand 
sagen sollten, was sie gesehen hatten, bis des Menschen Sohn auferstnde 
von den Toten.
10. Und sie behielten das Wort bei sich und befragten sich untereinander: 
Was ist doch das Auferstehen von den Toten?
11. Und sie fragten ihn und sprachen: Sagen doch die Schriftgelehrten, da 
Elia mu zuvor kommen.
12. Er antwortete aber und sprach zu ihnen: Elia soll ja zuvor kommen und 
alles wieder zurechtbringen; dazu des Menschen Sohn soll viel leiden und 
verachtet werden, wie denn geschrieben stehet.
13. Aber ich sage euch: Elia ist kommen, und sie haben an ihm getan, was 
sie wollten, nachdem von ihm geschrieben stehet.
14. Und, er kam zu seinen Jngern und sah viel Volks um sie und 
Schriftgelehrte, die sich mit ihnen befragten.
15. Und alsbald, da alles Volk ihn sah, entsetzten sie sich, liefen zu und 
greten ihn.
16. Und er fragete die Schriftgelehrten: Was befraget ihr euch mit ihnen?
17. Einer aber aus dem Volk antwortete und sprach: Meister, ich habe 
meinen Sohn hergebracht zu dir, der hat einen sprachlosen Geist;
18. und wo er ihn erwischet, so reit er ihn und schumet und knirschet 
mit den Zhnen und verdorret. Ich habe mit deinen Jngern geredet, da sie 
ihn austrieben, und sie knnen's nicht.
19. Er antwortete ihm aber und sprach: O du unglubiges Geschlecht, wie 
lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich mich mit euch leiden? 
Bringet ihn her zu mir!
20. Und sie brachten ihn her zu ihm. Und alsbald, da ihn der Geist sah, 
ri er ihn und fiel auf die Erde und wlzete sich und schumete.
21. Und er fragte seinen Vater: Wie lange ist's, da ihm das widerfahren 
ist? Er sprach: Von Kind auf.
22. Und oft hat er ihn in Feuer und Wasser geworfen, da er ihn umbrchte. 
Kannst du aber was, so erbarme dich unser und hilf uns!
23. Jesus aber sprach zu ihm: Wenn du knntet glauben! Alle Dinge sind 
mglich dem, der da glaubet.
24. Und alsbald schrie des Kindes Vater mit Trnen und sprach: Ich glaube, 
lieber Herr; hilf meinem Unglauben!
25. Da nun Jesus sah, da das Volk zulief, bedruete er den unsauberen 
Geist und sprach zu ihm: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir, 
da du von ihm ausfahrest und fahrest hinfort nicht in ihn!
26. Da schrie er und ri ihn sehr und fuhr aus. Und er ward, als wre er 
tot, da auch viele sagten: Er ist tot.
27. Jesus aber ergriff ihn bei der Hand und richtete ihn auf; und er stund 
auf.
28. Und da er heimkam, fragten ihn seine Jnger besonders: Warum konnten 
wir ihn nicht austreiben?
29. Und er sprach: Diese Art kann mitnichten ausfahren denn durch Beten 
und Fasten.
30. Und sie gingen von dannen hinweg und wandelten durch Galila; und er 
wollte nicht, da es jemand wissen sollte.
31. Er lehrete aber seine Jnger und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn 
wird berantwortet werden in der Menschen Hnde. Und sie werden ihn tten; 
und wenn er gettet ist, so wird er am dritten Tage auferstehen.
32. Sie aber vernahmen das Wort nicht und frchteten sich, ihn zu fragen.
33. Und er kam gen Kapernaum. Und da er daheim war, fragte er sie: Was 
handeltet ihr miteinander auf dem Wege?
34. Sie aber schwiegen; denn sie hatten miteinander auf dem Wege 
gehandelt, welcher der Grte wre.
35. Und er setzte sich und rief den Zwlfen und sprach zu ihnen: So jemand 
will der Erste sein, der soll der Letzte sein vor allen und aller Knecht.
36. Und er nahm ein Kindlein und stellete es mitten unter sie und herzete 
dasselbige und sprach zu ihnen:
37. Wer ein solches Kindlein in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich auf; 
und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf, sondern den, der mich 
gesandt hat.
38. Johannes aber antwortete ihm und sprach: Meister, wir sahen einen, der 
trieb Teufel in deinem Namen aus, welcher uns nicht nachfolget; und wir 
verboten's ihm darum, da er uns nicht nachfolget.
39. Jesus aber sprach: Ihr sollt's ihm nicht verbieten. Denn es ist 
niemand, der eine Tat tue in meinem Namen und mge bald bel von mir reden.
40. Wer nicht wider uns ist, der ist fr uns.
41. Wer aber euch trnket mit einem Becher Wassers in meinem Namen darum, 
da ihr Christo angehret, wahrlich, ich sage euch, es wird ihm nicht 
unvergolten bleiben.
42. Und wer der Kleinen einen rgert, die an mich glauben, dem wre es 
besser, da ihm ein Mhlstein an seinen Hals gehnget wrde, und er ins 
Meer geworfen wrde.
43. So dich aber deine Hand rgert, so haue sie ab. Es ist dir besser, da 
du als ein Krppel zum Leben eingehest, denn da du zwo Hnde habest und 
fahrest in die Hlle, in das ewige Feuer,
44. da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlischt.
45. rgert dich dein Fu, so haue ihn ab. Es ist dir besser, da du lahm 
zum Leben eingehest, denn da du zwei Fe habest und werdest in die Hlle 
geworfen, in das ewige Feuer,
46. da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlischt.
47. rgert dich dein Auge, so wirf's von dir. Es ist dir besser, da du 
einugig in das Reich Gottes gehest, denn da du zwei Augen habest und 
werdest in das hllische Feuer geworfen,
48. da ihr Wurm nicht stirbt und ihr Feuer nicht verlischt.
49. Es mu alles mit Feuer gesalzen werden, und alles Opfer wird mit Salz 
gesalzen.
50. Das Salz ist gut; so aber das Salz dumm wird, womit wird man wrzen? 
Habt Salz bei euch und habt Frieden untereinander!
Evangelium des Markus 10
1. Und er machte sich auf und kam von dannen in die rter des jdischen 
Landes jenseit des Jordans. Und das Volk ging abermal mit Haufen zu ihm, 
und wie seine Gewohnheit war, lehrete er sie abermal.
2. Und die Phariser traten zu ihm und fragten ihn, ob ein Mann sich 
scheiden mge von seinem Weibe; und versuchten ihn damit.
3. Er antwortete aber und sprach: Was hat euch Mose geboten?
4. Sie sprachen: Mose hat zugelassen, einen Scheidebrief zu schreiben und 
sich zu scheiden.
5. Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Um eures Herzens Hrtigkeit 
willen hat er euch solch Gebot geschrieben.
6. Aber von Anfang der Kreatur hat sie Gott geschaffen ein Mnnlein und 
Frulein.
7. Darum wird der Mensch seinen Vater und Mutter lassen und wird seinem 
Weibe anhangen,
8. und werden sein die zwei ein Fleisch. So sind sie nun nicht zwei, 
sondern ein Fleisch.
9. Was denn Gott zusammengefget hat, soll der Mensch nicht scheiden.
10. Und daheim fragten ihn abermal seine Jnger um dasselbige.
11. Und er sprach zu ihnen: Wer sich scheidet von seinem Weibe und freiet 
eine andere, der bricht die Ehe an ihr.
12. Und so sich ein Weib scheidet von ihrem Manne und freiet einen andern, 
die bricht ihre Ehe.
13. Und sie brachten Kindlein zu ihm, da er sie anrhrete. Die Jnger 
aber fuhren die an, die sie trugen.
14. Da es aber Jesus sah, ward er unwillig und sprach zu ihnen: Lat die 
Kindlein zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich 
Gottes.
15. Wahrlich, ich sage euch, wer das Reich Gottes nicht empfnget als ein 
Kindlein, der wird nicht hineinkommen.
16. Und er herzete sie und legte die Hnde auf sie und segnete sie.
17. Und da er hinausgegangen war auf den Weg, lief einer vorne vor, kniete 
vor ihn und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich tun, da ich das ewige 
Leben ererbe?
18. Aber Jesus sprach zu ihm: Was heiest du mich gut? Niemand ist gut 
denn der einige Gott.
19. Du weiest ja die Gebote wohl: Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst 
nicht tten. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht falsch Zeugnis 
reden. Du sollst niemand tuschen. Ehre deinen Vater und Mutter.
20. Er antwortete aber und sprach zu ihm: Meister, das habe ich alles 
gehalten von meiner Jugend auf.
21. Und Jesus sah ihn an und liebte ihn und sprach zu ihm: Eines fehlet 
dir. Gehe hin, verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst 
du einen Schatz im Himmel haben; und komm, folge mir nach und nimm das 
Kreuz auf dich.
22. Er aber ward Unmuts ber der Rede und ging traurig davon; denn er 
hatte viele Gter.
23. Und Jesus sah um sich und sprach zu seinen Jngern: Wie schwerlich 
werden die Reichen in das Reich Gottes kommen!
24. Die Jnger aber entsetzten sich ber seine Rede. Aber Jesus antwortete 
wiederum und sprach zu ihnen: Liebe Kinder, wie schwerlich ist's, da die, 
so ihr Vertrauen auf Reichtum setzen, ins Reich Gottes kommen!
25. Es ist leichter, da ein Kamel durch ein Nadelhr gehe, denn da ein 
Reicher ins Reich Gottes komme.
26. Sie entsetzten sich aber noch viel mehr und sprachen untereinander: 
Wer kann denn selig werden?
27. Jesus aber sah sie an und sprach: Bei den Menschen ist's unmglich, 
aber nicht bei Gott; denn alle Dinge sind mglich bei Gott.
28. Da sagte Petrus zu ihm: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir 
nachgefolget.
29. Jesus antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch, es ist niemand, 
so er verlt Haus oder Brder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder 
Weib oder Kinder oder cker um meinetwillen und um des Evangeliums willen,
30. der nicht hundertfltig empfange jetzt in dieser Zeit Huser und 
Brder und Schwestern und Mtter und Kinder und cker mit Verfolgungen und 
in der zuknftigen Welt das ewige Leben.
31. Viele aber werden die Letzten sein, die die Ersten sind, und die 
Ersten sein, die die Letzten sind.
32. Sie waren aber auf dem Wege und gingen hinauf gen Jerusalem. Und Jesus 
ging vor ihnen; und sie entsetzten sich, folgeten ihm nach und frchteten 
sich. Und Jesus nahm abermal zu sich die Zwlfe und sagte ihnen, was ihm 
widerfahren wrde:
33. Siehe, wir gehen hinauf gen Jerusalem, und des Menschen Sohn wird 
berantwortet werden den Hohenpriestern und Schriftgelehrten; und sie 
werden ihn verdammen zum Tode und berantworten den Heiden.
34. Die werden ihn verspotten und geieln und verspeien und tten; und am 
dritten Tage wird er auferstehen.
35. Da gingen zu ihm Jakobus und Johannes, die Shne des Zebedus, und 
sprachen: Meister, wir wollen, da du uns tuest, was wir dich bitten 
werden.
36. Er sprach zu ihnen: Was wollt, ihr, da ich euch tue?
37. Sie sprachen zu ihm: Gib uns, da wir sitzen, einer zu deiner Rechten 
und einer zu deiner Linken, in deiner Herrlichkeit.
38. Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr wisset nicht, was ihr bittet. Knnt 
ihr den Kelch trinken, den ich trinke, und euch taufen lassen mit der 
Taufe, da ich mit getauft werde?
39. Sie sprachen zu ihm: Ja, wir knnen es wohl. Jesus aber sprach zu 
ihnen: Zwar ihr werdet den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft 
werden mit der Taufe, da ich mit getauft werde;
40. zu sitzen aber zu meiner Rechten und zu meiner Linken, stehet mir 
nicht zu, euch zu geben, sondern welchen es bereitet ist.
41. Und da das die Zehn hreten, wurden sie unwillig ber Jakobus und 
Johannes.
42. Aber Jesus rief sie und sprach zu ihnen: Ihr wisset, da die 
weltlichen Frsten herrschen, und die Mchtigen unter ihnen haben Gewalt.
43. Aber also soll es unter euch nicht sein, sondern welcher will gro 
werden unter euch, der soll euer Diener sein.
44. Und welcher unter euch will der Vornehmste werden, der soll aller 
Knecht sein.
45. Denn auch des Menschen Sohn ist nicht kommen, da er sich dienen 
lasse, sondern da er diene und gebe sein Leben zur Bezahlung fr viele.
46. Und sie kamen gen Jericho. Und da er aus Jericho ging, er und seine 
Jnger und ein gro Volk, da sa ein Blinder, Bartimus, des Timus Sohn, 
am Wege und bettelte.
47. Und da er hrete, da es Jesus von Nazareth war, fing er an zu 
schreien und zu sagen: Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich mein!
48. Und viele bedrueten ihn, er sollte stillschweigen. Er aber schrie 
viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein!
49. Und Jesus stund stille und lie ihn rufen. Und sie riefen den Blinden 
und sprachen zu ihm: Sei getrost, stehe auf! Er rufet dich.
50. Und er warf sein Kleid von sich, stund auf und kam zu Jesu.
51. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was willst du, da ich dir tun 
soll? Der Blinde sprach zu ihm: Rabuni, da ich sehend werde.
52. Jesus aber sprach zu ihm: Gehe hin; dein Glaube hat dir geholfen. Und 
alsbald ward er sehend und folgte ihm nach auf dem Wege.
Evangelium des Markus 11
1. Und da sie nahe zu Jerusalem kamen, gen Bethphage und Bethanien an den 
lberg, sandte er seiner Jnger zwei
2. und sprach zu ihnen: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt, und 
alsbald; wenn ihr hineinkommt, werdet ihr finden ein Fllen angebunden, 
auf welchem nie kein Mensch gesessen ist. Lset es ab und fhret es her!
3. Und so jemand zu euch sagen wird: Warum tut ihr das? so sprechet: Der 
Herr bedarf sein; so wird er's bald hersenden.
4. Und gingen hin und fanden das Fllen gebunden an der Tr, drauen auf 
dem Wegscheid, und lseten es ab.
5. Und etliche, die da stunden, sprachen zu ihnen: Was machet ihr, da ihr 
das Fllen ablset?
6. Sie sagten aber zu ihnen, wie ihnen Jesus geboten hatte; und die 
lieen's zu.
7. Und sie fhreten das Fllen zu Jesu und legten ihre Kleider darauf, und 
er setzte sich darauf.
8. Viele aber breiteten ihre Kleider auf den Weg. Etliche hieben Maien von 
den Bumen und streueten sie auf den Weg.
9. Und die vorne vorgingen, und die hernach folgeten, schrieen und 
sprachen: Hosianna! Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn!
10. Gelobet sei das Reich unsers Vaters David, das da kommt in dem Namen 
des Herrn! Hosianna in der Hhe!
11. Und der Herr ging ein zu Jerusalem und in den Tempel. Und er besah 
alles; und am Abend ging er hinaus gen Bethanien mit den Zwlfen.
12. Und des andern Tages, da sie von Bethanien gingen, hungerte ihn.
13. Und sah einen Feigenbaum von ferne, der Bltter hatte. Da trat er 
hinzu, ob er etwas darauf fnde. Und da er hinzukam, fand er nichts denn 
nur Bltter; denn es war noch nicht Zeit, da Feigen sein sollten.
14. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Nun esse von dir niemand keine 
Frucht ewiglich! Und seine Jnger hreten das.
15. Und sie kamen gen Jerusalem. Und Jesus ging in den Tempel, fing an und 
trieb aus die Verkufer und Kufer in dem Tempel; und die Tische der 
Wechsler und die Sthle der Taubenkrmer stie, er um
16. und lie nicht zu, da jemand etwas durch den Tempel trge.
17. Und er lehrete und sprach zu ihnen: Stehet nicht geschrieben: Mein 
Haus soll heien ein Bethaus allen Vlkern? Ihr aber habt eine Mrdergrube 
daraus gemacht.
18. Und es kam vor die Schriftgelehrten und Hohenpriester; und sie 
trachteten, wie sie ihn umbrchten. Sie frchteten sich aber vor ihm; denn 
alles Volk verwunderte sich seiner Lehre.
19. Und des Abends ging er hinaus vor die Stadt.
20. Und am Morgen gingen sie vorber und sahen den Feigenbaum, da er 
verdorret war bis auf die Wurzel.
21. Und Petrus gedachte daran und sprach zu ihm: Rabbi, siehe, der 
Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorret.
22. Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt Glauben an Gott!
23. Wahrlich, ich sage euch, wer zu diesem Berge sprche: Heb' dich und 
wirf dich ins Meer! und zweifelte nicht in seinem Herzen, sondern glaubte, 
da es geschehen wrde, was er sagt, so wird's ihm geschehen, was er sagt.
24. Darum sage ich euch: Alles, was ihr bittet in eurem Gebet, glaubet 
nur, da ihr's empfangen werdet, so wird's euch werden.
25. Und wenn ihr stehet und betet, so vergebet, wo ihr etwas wider jemand 
habt, auf da auch euer Vater im Himmel euch vergebe eure Fehle.
26. Wenn ihr aber nicht vergeben werdet, so wird auch euer Vater, der im 
Himmel ist, eure Fehle nicht vergeben.
27. Und sie kamen abermal gen Jerusalem. Und da er in den Tempel ging, 
kamen zu ihm die Hohenpriester und Schriftgelehrten und die ltesten
28. und sprachen zu ihm: Aus was fr Macht tust du das, und wer hat dir 
die Macht gegeben, da du solches tust?
29. Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch ein Wort 
fragen; antwortet mir, so will ich euch sagen, aus was fr Macht ich das 
tue:
30. Die Taufe Johannes, war sie vom Himmel oder von Menschen? Antwortet 
mir!
31. Und sie gedachten bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, sie war vom 
Himmel, so wird er sagen: Warum habt ihr denn ihm nicht geglaubet?
32. Sagen wir aber, sie war von Menschen, so frchten wir uns vor dem 
Volk. Denn sie hielten alle, da Johannes ein rechter Prophet wre.
33. Und sie antworteten und sprachen zu Jesu: Wir wissen's nicht. Und 
Jesus antwortete und sprach zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus was 
fr Macht ich solches tue.
Evangelium des Markus 12
1. Und er fing an, zu ihnen durch Gleichnisse zu reden: Ein Mensch 
pflanzete einen Weinberg und fhrete einen Zaun darum und grub eine Kelter 
und bauete einen Turm und tat ihn aus den Weingrtnern und zog ber Land.
2. Und sandte einen Knecht, da die Zeit kam, zu den Weingrtnern, da er 
von den Weingrtnern nhme von der Frucht des Weinberges.
3. Sie nahmen ihn aber und stupten ihn und lieen ihn leer von sich.
4. Abermal sandte er zu ihnen einen andern Knecht; demselben zerwarfen sie 
den Kopf mit Steinen und lieen ihn geschmhet von sich.
5. Abermal sandte er einen andern, denselben tteten sie; und viele 
andere: etliche stupten sie, etliche tteten sie.
6. Da hatte er noch einen einigen Sohn, der war ihm lieb; den sandte er 
zum letzten auch zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem Sohn 
scheuen.
7. Aber dieselben Weingrtner sprachen untereinander: Dies ist der Erbe; 
kommt, lat uns ihn tten, so wird das Erbe unser sein.
8. Und sie nahmen ihn und tteten ihn und warfen ihn heraus vor den 
Weinberg.
9. Was wird nun der Herr des Weinberges tun? Er wird kommen und die 
Weingrtner umbringen und den Weinberg andern geben.
10. Habt ihr auch nicht gelesen diese Schrift: Der Stein, den die Bauleute 
verworfen haben, der ist zum Eckstein worden;
11. von dem Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbarlich vor unsern 
Augen?
12. Und sie trachteten danach, wie sie ihn griffen, und frchteten sich 
doch vor dem Volk; denn sie vernahmen, da er auf sie dieses Gleichnis 
geredet hatte. Und sie lieen ihn und gingen davon.
13. Und sie sandten zu ihm etliche von den Pharisern und des Herodes 
Dienern, da sie ihn fingen in Worten.
14. Und sie kamen und sprachen zu ihm: Meister, wir wissen, da du 
wahrhaftig bist und fragest nach niemand; denn du achtest nicht das 
Ansehen der Menschen, sondern du lehrest den Weg Gottes recht. Ist's 
recht, da man dem Kaiser Zins gebe, oder nicht? Sollen wir ihn geben oder 
nicht geben?
15. Er aber merkete ihre Heuchelei und sprach zu ihnen: Was versuchet ihr 
mich? Bringet mir einen Groschen, da ich ihn sehe.
16. Und sie brachten ihm. Da sprach er: Wes ist das Bild und die 
berschrift? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers.
17. Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des 
Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist. Und sie verwunderten sich sein.
18. Da traten die Sadduzer zu ihm, die da halten, es sei keine 
Auferstehung; die fragten ihn und sprachen:
19. Meister, Mose hat uns geschrieben: Wenn jemands Bruder stirbt und lt 
ein Weib und lt keine Kinder, so soll sein Bruder desselbigen Weib 
nehmen und seinem Bruder Samen erwecken.
20. Nun sind sieben Brder gewesen. Der erste nahm ein Weib; der starb und 
lie keinen Samen.
21. Und der andere nahm sie und starb und lie auch nicht Samen. Der 
dritte desselbigengleichen.
22. Und nahmen sie alle sieben und lieen nicht Samen. Zuletzt nach allen 
starb das Weib auch.
23. Nun in der Auferstehung, wenn sie auferstehen, wessen Weib wird sie 
sein unter ihnen? Denn sieben haben sie zum Weibe gehabt.
24. Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Ist's nicht also? Ihr irret 
darum, da ihr nichts wisset von der Schrift noch von der Kraft Gottes.
25. Wenn sie von den Toten auferstehen werden, so werden sie nicht freien 
noch sich freien lassen, sondern sie sind wie die Engel im Himmel.
26. Aber von den Toten, da sie auferstehen werden, habt ihr nicht gelesen 
im Buch des Mose bei dem Busch, Wie Gott zu ihm sagte und sprach: Ich bin 
der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott Jakobs?
27. Gott aber ist nicht der Toten, sondern der Lebendigen Gott. Darum 
irret ihr sehr.
28. Und es trat zu ihm der Schriftgelehrten einer, der ihnen zugehret 
hatte, wie sie sich miteinander befragten, und sah, da er ihnen fein 
geantwortet hatte, und fragte ihn: Welches ist das vornehmste Gebot vor 
allen?
29. Jesus aber antwortete ihm: Das vornehmste Gebot vor allen Geboten ist 
das: Hre, Israel, der Herr, unser Gott, ist ein einiger Gott!
30. Und: Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von ganzem Herzen, von 
ganzer Seele, von ganzem Gemte und von allen deinen Krften. Das ist das 
vornehmste Gebot.
31. Und das andere ist ihm gleich: Du sollst deinen Nchsten lieben wie 
dich selbst; es ist kein ander grer Gebot denn diese.
32. Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Meister, du hast wahrlich recht 
geredet; denn es ist ein Gott, und ist kein anderer auer ihm.
33. Und denselbigen lieben von ganzem Herzen; von ganzem Gemte, von 
ganzer Seele und von allen Krften und lieben seinen Nchsten wie sich 
selbst, das ist mehr denn Brandopfer und alle Opfer.
34. Da Jesus aber sah, da er vernnftiglich antwortete, sprach er zu ihm: 
Du bist nicht ferne von dem Reich Gottes. Und es durfte ihn niemand weiter 
fragen.
35. Und Jesus antwortete und sprach, da er lehrete im Tempel: Wie sagen 
die Schriftgelehrten, Christus sei Davids Sohn.
36. Er aber, David, spricht durch den Heiligen Geist: Der Herr hat gesagt 
zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis da ich lege deine 
Feinde zum Schemel deiner Fe.
37. Da heit ihn ja David seinen Herrn; woher ist er denn sein Sohn? Und 
viel Volks hrete ihn gerne.
38. Und er lehrete sie und sprach zu ihnen: Sehet euch vor vor den 
Schriftgelehrten, die in langen Kleidern gehen und lassen sich gerne auf 
dem Markte gren
39. und sitzen gerne obenan in den Schulen und ber Tisch im Abendmahl;
40. sie fressen der Witwen Huser und wenden langes Gebet vor: dieselben 
werden desto mehr Verdammnis empfangen.
41. Und Jesus setzte sich gegen den Gotteskasten und schauete, wie das 
Volk Geld einlegte in den Gotteskasten. Und viel Reiche legten viel ein.
42. Und es kam eine arme Witwe und legte zwei Scherflein ein; die machen 
einen Heller.
43. Und er rief seine Jnger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich 
sage euch, diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt denn alle, 
die eingelegt haben.
44. Denn sie haben alle von ihrem brigen eingelegt; diese aber hat von 
ihrer Armut alles, was sie hatte, ihre ganze Nahrung, eingelegt.
Evangelium des Markus 13
1. Und da er aus dem Tempel ging, sprach zu ihm seiner Jnger einer: 
Meister, siehe, welche Steine und welch ein Bau ist das!
2. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Siehest du wohl allen diesen 
groen Bau? Nicht ein Stein wird auf dem andern bleiben, der nicht 
zerbrochen werde.
3. Und da er auf dem lberge sa gegenber dem Tempel, fragten ihn 
besonders Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas:
4. Sage uns, wann wird das alles geschehen, und was wird das Zeichen sein 
wann das alles soll vollendet werden?
5. Jesus antwortete ihnen und fing an zu sagen: Sehet zu, da euch nicht 
jemand verfhre!
6. Denn es werden viele kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin 
Christus, und werden viele verfhren.
7. Wenn ihr aber hren werdet von Kriegen und Kriegsgeschrei, so frchtet 
euch nicht; denn es mu also geschehen. Aber das Ende ist noch nicht da.
8. Es wird sich ein Volk ber das andere empren und ein Knigreich ber 
das andere. Und es werden geschehen Erdbeben hin und wieder, und wird sein 
teure Zeit und Schrecken. Das ist der Not Anfang.
9. Ihr aber, sehet euch vor! Denn sie werden euch berantworten vor die 
Rathuser und Schulen; und ihr msset gestupet werden und vor Frsten und 
Knige msset ihr gefhret werden um meinetwillen zu einem Zeugnis ber 
sie.
10. Und das Evangelium mu zuvor geprediget werden unter alle Vlker.
11. Wenn sie euch nun fhren und berantworten werden, so sorget nicht, 
was ihr reden sollt, und bedenket euch nicht zuvor, sondern was euch zu 
derselbigen Stunde gegeben wird, das redet. Denn ihr seid's nicht, die da 
reden, sondern der Heilige Geist.
12. Es wird aber berantworten ein Bruder den andern zum Tode und der 
Vater den Sohn, und die Kinder werden sich empren wider die Eltern und 
werden sie helfen tten.
13. Und werdet gehasset sein von jedermann um meines Namens willen. Wer 
aber beharret bis an das Ende, der wird selig.
14. Wenn ihr aber sehen werdet den Greuel der Verwstung, von dem der 
Prophet Daniel gesagt hat, da er stehet, da er nicht soll (wer es lieset, 
der vernehme es!), alsdann, wer in Juda ist, der fliehe auf die Berge;
15. und wer auf dem Dache ist, der steige nicht hernieder ins Haus und 
komme nicht hinein, etwas zu holen aus seinem Hause;
16. und wer auf dem Felde ist, der wende sich nicht um, seine Kleider zu 
holen.
17. Wehe aber den Schwangern und Sugerinnen zu der Zeit!
18. Bittet aber, da eure Flucht nicht geschehe im Winter.
19. Denn in diesen Tagen werden solche Trbsale sein, als sie nie gewesen 
sind bisher vom Anfang der Kreaturen, die Gott geschaffen hat, und als 
auch nicht werden wird.
20. Und so der Herr diese Tage nicht verkrzt htte, wrde kein Mensch 
selig; aber um der Auserwhlten willen, die er auserwhlet hat, hat er 
diese Tage verkrzt.
21. Wenn nun jemand zu der Zeit wird zu euch sagen: Siehe, hier ist 
Christus! siehe, da ist er! so glaubet nicht.
22. Denn es werden sich erheben falsche Christi und falsche Propheten, die 
Zeichen und Wunder tun, da sie auch die Auserwhlten verfhren, so es 
mglich wre.
23. Ihr aber, sehet euch vor! Siehe, ich hab's euch alles zuvor gesagt.
24. Aber zu der Zeit, nach dieser Trbsal, werden Sonne und Mond ihren 
Schein verlieren.
25. Und die Sterne werden vom Himmel fallen, und die Krfte der Himmel 
werden sich bewegen.
26. Und dann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in den Wolken mit 
groer Kraft und Herrlichkeit.
27. Und dann wird er seine Engel senden und wird versammeln seine 
Auserwhlten von den vier Winden, von dem Ende der Erde bis zum Ende der 
Himmel.
28. An dem Feigenbaum lernet ein Gleichnis. Wenn jetzt seine Zweige saftig 
werden und Bltter gewinnen, so wisset ihr, da der Sommer nahe ist.
29. Also auch, wenn ihr sehet, da solches geschiehet, so wisset, da es 
nahe vor der Tr ist.
30. Wahrlich, ich sage euch, dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis da 
dies alles geschehe.
31. Himmel und Erde werden vergehen; meine Worte aber werden nicht 
vergehen.
32. Von dem Tage aber und der Stunde wei niemand, auch die Engel nicht im 
Himmel, auch der Sohn nicht, sondern allein der Vater.
33. Sehet zu, wachet und betet; denn ihr wisset nicht, wann es Zeit ist.
34. Gleich wie ein Mensch, der ber Land zog und lie sein Haus und gab 
seinen Knechten Macht, einem jeglichen sein Werk, und gebot dem Trhter, 
er sollte wachen.
35. So wachet nun; denn ihr wisset nicht, wann der Herr des Hauses kommt, 
ob er kommt am Abend oder zu Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder des 
Morgens,
36. auf da er nicht schnell komme und finde euch schlafend.
37. Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wachet!
Evangelium des Markus 14
1. Und nach zwei Tagen war Ostern und die Tage der sen Brote. Und die 
Hohenpriester und Schriftgelehrten suchten, wie sie ihn mit List griffen 
und tteten.
2. Sie sprachen aber: Ja nicht auf das Fest, da nicht ein Aufruhr im Volk 
werde!
3. Und da er zu Bethanien war in Simons, des Ausstzigen, Hause und sa zu 
Tisch, da kam ein Weib, die hatte ein Glas mit ungeflschtem und 
kstlichem Nardenwasser; und sie zerbrach das Glas und go es auf sein 
Haupt.
4. Da waren etliche, die wurden unwillig und sprachen: Was soll doch 
dieser Unrat?
5. Man knnte das Wasser um mehr denn dreihundert Groschen verkauft haben 
und dasselbe den Armen geben. Und murreten ber sie.
6. Jesus aber sprach: Lasset sie mit Frieden! Was bekmmert ihr sie? Sie 
hat ein gut Werk an mir getan.
7. Ihr habt allezeit Arme bei euch; und wann ihr wollet, knnet ihr ihnen 
Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit.
8. Sie hat getan, was sie konnte; sie ist zuvorkommen, meinen Leichnam zu 
salben zu meinem Begrbnis.
9. Wahrlich, ich sage euch, wo dies Evangelium geprediget wird in aller 
Welt, da wird man auch das sagen zu ihrem Gedchtnis, was sie jetzt getan 
hat.
10. Und Judas Ischariot, einer von den Zwlfen, ging hin zu den 
Hohenpriestern, da er ihn verriete.
11. Da sie das hreten, wurden sie froh und verhieen, ihm das Geld zu 
geben. Und er suchte, wie er ihn fglich verriete.
12. Und am ersten Tage der sen Brote, da man das Osterlamm opferte, 
sprachen seine Jnger zu ihm: Wo willst du, da wir hingehen und bereiten, 
da du das Osterlamm essest?
13. Und er sandte seiner Jnger zwei und sprach zu ihnen: Gehet hin in die 
Stadt, und es wird euch ein Mensch begegnen, der trgt einen Krug mit 
Wasser; folget ihm nach.
14. Und wo er eingehet, da sprechet zu dem Hauswirte: Der Meister lt dir 
sagen: Wo ist das Gasthaus, darinnen ich das Osterlamm esse mit meinen 
Jngern?
15. Und er wird euch einen groen Saal zeigen, der gepflastert und bereit 
ist; daselbst richtet fr uns zu.
16. Und die Jnger gingen aus und kamen in die Stadt und fanden's, wie er 
ihnen gesagt hatte; und bereiteten das Osterlamm.
17. Am Abend aber kam er mit den Zwlfen.
18. Und als sie zu Tische saen und aen, sprach Jesus: Wahrlich, ich sage 
euch, einer unter euch, der mit mir isset, wird mich verraten.
19. Und sie wurden traurig und sagten zu ihm, einer nach dem andern: Bin 
ich's? und der andere: Bin ich's?
20. Er antwortete und sprach zu ihnen: Einer aus den Zwlfen, der mit mir 
in die Schssel tauchet.
21. Zwar des Menschen Sohn gehet hin, wie von ihm geschrieben stehet; wehe 
aber dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten wird! Es wre 
demselben Menschen besser, da er nie geboren wre.
22. Und indem sie aen, nahm Jesus das Brot, dankete und brach's und gab's 
ihnen und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib.
23. Und nahm den Kelch und dankete und gab ihnen den; und sie tranken alle 
daraus.
24. Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des Neuen Testaments, das 
fr viele vergossen wird.
25. Wahrlich, ich sage euch, da ich hinfort nicht trinken werde vom 
Gewchse des Weinstocks bis auf den Tag, da ich's neu trinke in dem Reich 
Gottes.
26. Und da sie den Lobgesang gesprochen hatten, gingen sie hinaus an den 
lberg.
27. Und Jesus sprach zu ihnen: Ihr werdet euch in dieser Nacht alle an mir 
rgern. Denn es stehet geschrieben: Ich werde den Hirten schlagen, und die 
Schafe werden sich zerstreuen.
28. Aber nachdem ich auferstehe, will ich vor euch hingehen nach Galila.
29. Petrus aber sagte zu ihm: Und wenn sie sich alle rgerten, so wollte 
doch ich mich nicht rgern.
30. Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, heute in dieser 
Nacht, ehe denn der Hahn zweimal krhet, wirst du mich dreimal verleugnen.
31. Er aber redete noch weiter: Ja, wenn ich mit dir auch sterben mte, 
wollt' ich dich nicht verleugnen. Desselbigengleichen sagten sie alle.
32. Und sie kamen zu dem Hofe mit Namen Gethsemane. Und er sprach zu 
seinen Jngern: Setzet euch hier, bis ich hingehe und bete.
33. Und nahm zu sich Petrus und Jakobus und Johannes und fing an zu 
zittern und zu zagen.
34. Und sprach zu ihnen: Meine Seele ist betrbt bis an den Tod; enthaltet 
euch hier und wachet.
35. Und ging ein wenig frba, fiel auf die Erde und betete, da, so es 
mglich wre, die Stunde vorberginge,
36. und sprach: Abba, mein Vater, es ist dir alles mglich, berhebe mich 
dieses Kelchs; doch nicht was ich will, sondern was du willst.
37. Und kam und fand sie schlafend und sprach zu Petrus: Simon, schlfest 
du? Vermochtest du nicht eine Stunde zu wachen?
38. Wachet und betet, da ihr nicht in Versuchung fallet! Der Geist ist 
willig; aber das Fleisch ist schwach.
39. Und ging wieder hin und betete und sprach dieselbigen Worte.
40. Und kam wieder und fand sie abermal schlafend; denn ihre Augen waren 
voll Schlafs, und wuten nicht, was sie ihm antworteten.
41. Und er kam zum drittenmal und sprach zu ihnen: Ach, wollt ihr nun 
schlafen und ruhen? Es ist genug; die Stunde ist kommen. Siehe, des 
Menschen Sohn wird berantwortet in der Snder Hnde.
42. Stehet auf, lat uns gehen; siehe, der mich verrt, ist nahe!
43. Und alsbald, da er noch redete, kam herzu Judas, der Zwlfen einer, 
und eine groe Schar mit ihm, mit Schwertern und mit Stangen von den 
Hohenpriestern und Schriftgelehrten und ltesten.
44. Und der Verrter hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: Welchen 
ich kssen werde, der ist's; den greifet und fhret ihn gewi.
45. Und da er kam, trat er bald zu ihm und sprach zu ihm: Rabbi, Rabbi! 
und kssete ihn.
46. Die aber legten ihre Hnde an ihn und griffen ihn.
47. Einer aber von denen, die dabeistunden, zog sein Schwert aus und 
schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm ein Ohr ab.
48. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ihr seid ausgegangen als zu 
einem Mrder mit Schwertern und mit Stangen, mich zu fangen.
49. Ich bin tglich bei euch im Tempel gewesen und habe gelehret, und ihr 
habt mich nicht gegriffen; aber auf da die Schrift erfllet werde.
50. Und die Jnger verlieen ihn alle und flohen.
51. Und es war ein Jngling, der folgete ihm nach, der war mit Leinwand 
bekleidet auf der bloen Haut; und die Jnglinge griffen ihn.
52. Er aber lie die Leinwand fahren und floh blo von ihnen.
53. Und sie fhreten Jesum zu dem Hohenpriester, dahin zusammenkommen 
waren alle Hohenpriester und ltesten und Schriftgelehrten.
54. Petrus aber folgete ihm nach von ferne bis hinein in des 
Hohenpriesters Palast; und er war da und sa bei den Knechten und wrmete 
sich bei dem Licht.
55. Aber die Hohenpriester und der ganze Rat suchten Zeugnis wider Jesum, 
auf da sie ihn zum Tode brchten, und fanden nichts.
56. Viele gaben falsch Zeugnis wider ihn; aber ihr Zeugnis stimmte nicht 
berein.
57. Und etliche stunden auf und gaben falsch Zeugnis wider ihn und 
sprachen:
58. Wir haben gehret, da er sagte: Ich will den Tempel, der mit Hnden 
gemacht ist, abbrechen und in dreien Tagen einen andern bauen, der nicht 
mit Hnden gemacht sei.
59. Aber ihr Zeugnis stimmete noch nicht berein.
60. Und der Hohepriester stund auf unter sie und fragte Jesum und sprach: 
Antwortest du nichts zu dem, was diese wider dich zeugen?
61. Er aber schwieg stille und antwortete nichts. Da fragte ihn der 
Hohepriester abermal und sprach zu ihm: Bist du Christus, der Sohn des 
Hochgelobten?
62. Jesus aber sprach: Ich bin's. Und ihr werdet sehen des Menschen Sohn 
sitzen zur rechten Hand der Kraft und kommen mit des Himmels Wolken.
63. Da zerri der Hohepriester seinen Rock und sprach: Was bedrfen wir 
weiter Zeugen?
64. Ihr habt gehret die Gotteslsterung; was dnket euch? Sie aber 
verdammeten ihn alle, da er des Todes schuldig wre.
65. Da fingen an etliche, ihn zu verspeien und zu verdecken sein Angesicht 
und mit Fusten zu schlagen und zu ihm zu sagen: Weissage uns! Und die 
Knechte schlugen ihn ins Angesicht.
66. Und Petrus war danieden im Palast; da kam des Hohenpriester Mgde eine.
67. Und da sie sah Petrus sich wrmen, schauete sie ihn an und sprach: Und 
du warest auch mit Jesu von Nazareth.
68. Er leugnete aber und sprach: Ich kenne ihn nicht, wei auch nicht, was 
du sagest. Und er ging hinaus in den Vorhof; und der Hahn krhete.
69. Und die Magd sah ihn und hub abermal an, zu sagen denen, die dabei 
stunden: Dieser ist der einer.
70. Und er leugnete abermal. Und nach einer kleinen Weile sprachen abermal 
zu Petrus, die dabeistunden: Wahrlich, du bist der einer; denn du bist ein 
Galiler, und deine Sprache lautet gleich also.
71. Er aber fing an, sich zu verfluchen und zu schwren: Ich kenne des 
Menschen nicht, von dem ihr saget.
72. Und der Hahn krhete zum andernmal. Da gedachte Petrus an das Wort, 
das Jesus zu ihm sagte: Ehe der Hahn zweimal krhet, wirst du mich dreimal 
verleugnen. Und er hub an zu weinen.
Evangelium des Markus 15
1. Und bald am Morgen hielten die Hohenpriester einen Rat mit den ltesten 
und Schriftgelehrten, dazu der ganze Rat, und banden Jesum und fhreten 
ihn hin und berantworteten ihn Pilatus.
2. Und Pilatus fragte ihn: Bist du ein Knig der Juden? Er antwortete aber 
und sprach zu ihm: Du sagst es.
3. Und die Hohenpriester beschuldigten ihn hart.
4. Pilatus aber fragte ihn abermal und sprach: Antwortest du nichts? 
Siehe, wie hart sie dich verklagen!
5. Jesus aber antwortete nichts mehr, also da sich auch Pilatus 
verwunderte.
6. Er pflegte aber ihnen auf das Osterfest einen Gefangenen loszugeben, 
welchen sie begehrten.
7. Es war aber einer, genannt Barabbas, gefangen mit den Aufrhrerischen 
die im Aufruhr einen Mord begangen hatten.
8. Und das Volk ging hinauf und bat, da er tte, wie er pflegete.
9. Pilatus aber antwortete ihnen: Wollt ihr, da ich euch den Knig der 
Juden losgebe?
10. Denn er wute, da ihn die Hohenpriester aus Neid berantwortet hatten.
11. Aber die Hohenpriester reizten das Volk, da er ihnen viel lieber den 
Barabbas losgbe.
12. Pilatus aber antwortete wiederum und sprach zu ihnen: Was wollt ihr 
denn, da ich tue dem, den ihr schuldiget, er sei ein Knig der Juden?
13. Sie schrieen abermal: Kreuzige ihn!
14. Pilatus aber sprach zu ihnen: Was hat er bels getan? Aber sie 
schrieen noch viel mehr: Kreuzige ihn!
15. Pilatus aber gedachte, dem Volk genugzutun, und gab ihnen Barabbas los 
und berantwortete ihnen Jesum, da er gegeielt und gekreuziget wrde.
16. Die Kriegsknechte aber fhreten ihn hinein in das Richthaus und riefen 
zusammen die ganze Schar;
17. und zogen ihm einen Purpur an und flochten eine dornene Krone und 
setzten sie ihm auf;
18. und fingen an, ihn zu gren: Gegret seiest du, der Juden Knig!
19. Und schlugen ihm das Haupt mit dem Rohr und verspeieten ihn und fielen 
auf die Kniee und beteten ihn an.
20. Und da sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Purpur aus und 
zogen ihm seine eigenen Kleider an und fhreten ihn aus, da sie ihn 
kreuzigten.
21. Und zwangen einen, der vorberging, mit Namen Simon von Kyrene; der 
vom Felde kam (der ein Vater war des Alexander und Rufus), da er ihm das 
Kreuz trge.
22. Und sie brachten ihn an die Sttte Golgatha, das ist verdolmetscht: 
Schdelsttte.
23. Und sie gaben ihm Myrrhen im Wein zu trinken; und er nahm's nicht zu 
sich.
24. Und da sie ihn gekreuziget hatten, teilten sie seine Kleider und 
warfen das Los darum, welcher was berkme.
25. Und es war um die dritte Stunde, da sie ihn kreuzigten.
26. Und es war oben ber ihn geschrieben, was man ihm schuld gab, nmlich: 
Ein Knig der Juden.
27. Und sie kreuzigten mit ihm zwei Mrder, einen zu seiner Rechten und 
einen zur Linken.
28. Da ward die Schrift erfllet, die da sagt: Er ist unter die beltter 
gerechnet.
29. Und die vorbergingen, lsterten ihn und schttelten ihre Hupter und 
sprachen: Pfui dich, wie fein zerbrichst du den Tempel und bauest ihn in 
dreien Tagen!
30. Hilf dir nun selber und steig herab vom Kreuz!
31. Desselbigengleichen die Hohenpriester verspotteten ihn untereinander 
samt den Schriftgelehrten und sprachen: Er hat andern geholfen und kann 
sich selber nicht helfen.
32. Ist er Christus und Knig in Israel, so steige er nun vom Kreuze, da 
wir sehen und glauben. Und die mit ihm gekreuzigt waren, schmheten ihn 
auch.
33. Und nach der sechsten Stunde ward eine Finsternis ber das ganze Land 
bis um die neunte Stunde.
34. Und um die neunte Stunde rief Jesus laut und sprach: Eli, Eli, lama 
asabthani? das ist verdolmetscht: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich 
verlassen?
35. Und etliche, die dabeistunden, da sie das hreten, sprachen sie: 
Siehe, er rufet den Elia!
36. Da lief einer und fllete einen Schwamm mit Essig und steckte ihn auf 
ein Rohr und trnkete ihn und sprach: Halt, la sehen, ob Elia komme und 
ihn herabnehme.
37. Aber Jesus schrie laut und verschied.
38. Und der Vorhang im Tempel zerri in zwei Stcke, von oben an bis unten 
aus.
39. Der Hauptmann aber, der dabeistund ihm gegenber und sah, da er mit 
solchem Geschrei verschied, sprach er: Wahrlich, dieser Mensch ist Gottes 
Sohn gewesen!
40. Und es waren auch Weiber da, die von ferne solches schaueten, unter 
welchen war Maria Magdalena und Maria, des kleinen Jakobus und des Joses 
Mutter, und Salome,
41. die ihm auch nachgefolget, da er in Galila war, und gedienet hatten, 
und viel andere, die mit ihm hinauf gen Jerusalem gegangen waren.
42. Und am Abend, dieweil es der Rsttag war, welcher ist der Vorsabbat,
43. kam Joseph von Arimathia, ein ehrbarer Ratsherr, welcher auch auf das 
Reich Gottes wartete; der wagte es und ging hinein zu Pilatus und bat um 
den Leichnam Jesu.
44. Pilatus aber verwunderte sich, da er schon tot war, und rief den 
Hauptmann und fragte ihn, ob er lngst gestorben wre.
45. Und als er's erkundet von dem Hauptmann, gab er Joseph den Leichnam.
46. Und er kaufte eine Leinwand und nahm ihn ab und wickelte ihn in die 
Leinwand und legte ihn in ein Grab, das war in einen Fels gehauen, und 
wlzete einen Stein vor des Grabes Tr.
47. Aber Maria Magdalena und Maria Joses schaueten zu wo er hingelegt ward.
Evangelium des Markus 16
1. Und da der Sabbat vergangen war, kauften Maria Magdalena und Maria des 
Jakobus und Salome Spezerei, auf da sie kmen und salbeten ihn.
2. Und sie kamen zum Grabe an einem Sabbater sehr frhe, da die Sonne 
aufging.
3. Und sie sprachen untereinander: Wer wlzet uns den Stein von des Grabes 
Tr?
4. Und sie sahen dahin und wurden gewahr, da der Stein abgewlzet war; 
denn er war sehr gro.
5. Und sie gingen hinein in das Grab und sahen einen Jngling zur rechten 
Hand sitzen, der hatte ein lang wei Kleid an. Und sie entsetzten sich.
6. Er aber sprach zu ihnen: Entsetzet euch nicht! Ihr suchet Jesum von 
Nazareth, den Gekreuzigten; er ist auferstanden und ist nicht hier. Siehe 
da die Sttte, da sie ihn hinlegten.
7. Gehet aber hin und sagt's seinen Jngern und Petrus, da er vor euch 
hingehen wird nach Galila; da werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt 
hat.
8. Und sie gingen schnell heraus und flohen von dem Grabe; denn es war sie 
Zittern und Entsetzen ankommen. Und sagten niemand nichts; denn sie 
frchteten sich.
9. Jesus aber, da er auferstanden war frhe am ersten Tage der Sabbater, 
erschien er am ersten der Maria Magdalena, von welcher er sieben Teufel 
ausgetrieben hatte.
10. Und sie ging hin und verkndigte es denen, die mit ihm gewesen waren, 
die da Leid trugen und weineten.
11. Und dieselbigen, da sie hreten, da er lebete und wre ihr 
erschienen, glaubten sie nicht.
12. Danach da zwei aus ihnen wandelten, offenbarte er sich unter einer 
andern Gestalt, da sie aufs Feld gingen.
13. Und dieselbigen gingen auch hin und verkndigten das den andern; denen 
glaubten sie auch nicht.
14. Zuletzt, da die Elfe zu Tische saen, offenbarete er sich und schalt 
ihren Unglauben und ihres Herzens Hrtigkeit, da sie nicht geglaubt 
hatten denen, die ihn gesehen hatten auferstanden.
15. Und sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und prediget das 
Evangelium aller Kreatur!
16. Wer da glaubet und getauft wird, der wird selig werden; wer aber nicht 
glaubet, der wird verdammt werden.
17. Die Zeichen aber, die da folgen werden denen, die da glauben, sind 
die: In meinem Namen werden sie Teufel austreiben, mit neuen Zungen reden,
18. Schlangen vertreiben, und so sie etwas Tdliches trinken, wird's ihnen 
nicht schaden; auf die Kranken werden sie die Hnde legen, so wird's 
besser mit ihnen werden.
19. Und der Herr, nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward er aufgehoben 
gen Himmel und sitzet zur rechten Hand Gottes.
20. Sie aber gingen aus und predigten an allen Orten. Und der Herr wirkte 
mit ihnen und bekrftigte das Wort durch mitfolgende Zeichen.
Evangelium des Lukas 1
1. Sintemal sich's viele unterwunden haben, zu stellen die Rede von den 
Geschichten, so unter uns ergangen sind,
2. wie uns das gegeben haben, die es von Anfang selbst gesehen und Diener 
des Worts gewesen sind:
3. habe ich's auch fr gut angesehen, nachdem ich's alles von Anbeginn 
erkundet habe, da ich's zu dir, mein guter Theophilus, mit Flei 
ordentlich schriebe,
4. auf da du gewissen. Grund erfahrest der Lehre, in welcher du 
unterrichtet bist.
5. Zu der Zeit Herodes, des Knigs Judas, war ein Priester von der 
Ordnung Abia mit Namen Zacharias und sein Weib von den Tchtern Aarons, 
welche hie Elisabeth.
6. Sie waren aber alle beide fromm vor Gott und gingen in allen Geboten 
und Satzungen des Herrn untadelig.
7. Und sie hatten kein Kind, denn Elisabeth war unfruchtbar; und waren 
beide wohl betaget.
8. Und es begab sich, da er Priesteramts pflegete vor Gott zur Zeit seiner 
Ordnung
9. nach Gewohnheit des Priestertums, und an ihm war, da er ruchern 
sollte, ging er in den Tempel des Herrn.
10. Und die ganze Menge des Volks war drauen und betete unter der Stunde 
des Rucherns.
11. Es erschien ihm aber der Engel des Herrn und stund zur rechten Hand am 
Ruchaltar
12. Und als Zacharias ihn sah, erschrak er, und es kam ihn eine Furcht an.
13. Aber der Engel sprach zu ihm: Frchte dich nicht, Zacharias; denn dein 
Gebet ist erhret, und dein Weib Elisabeth wird dir einen Sohn gebren, 
des Namen sollst du Johannes heien.
14. Und du wirst des Freude und Wonne haben, und viele werden sich seiner 
Geburt freuen.
15. Denn er wird gro sein vor dem Herrn. Wein und stark Getrnk wird er 
nicht trinken und er wird noch im Mutterleibe erfllet werden mit Heiligen 
Geist.
16. Und er wird der Kinder von Israel viele zu Gott, ihrem Herrn, bekehren.
17. Und er wird vor ihm hergehen im Geist und Kraft des Elia, zu bekehren 
die Herzen der Vter zu den Kindern und die Unglubigen zu der Klugheit 
der Gerechten, zuzurichten dem Herrn ein bereit Volk.
18. Und Zacharias sprach zu dem Engel: Wobei soll ich das erkennen? Denn 
ich bin alt, und mein Weib ist betagt.
19. Der Engel antwortete und sprach zu ihm: Ich bin Gabriel, der vor Gott 
stehet, und bin gesandt, mit dir zu reden, da ich dir solches verkndigte.
20. Und siehe, du wirst verstummen und nicht reden knnen bis auf den Tag, 
da dies geschehen wird, darum da du meinen Worten nicht geglaubet hast, 
welche sollen erfllet werden zu ihrer Zeit.
21. Und das Volk wartete auf Zacharias und verwunderte sich, da er so 
lange im Tempel verzog.
22. Und da er herausging, konnte er nicht mit ihnen reden. Und sie 
merkten, da er ein Gesicht gesehen hatte im Tempel. Und er winkte ihnen 
und blieb stumm.
23. Und es begab. sich, da die Zeit seines Amtes aus war, ging er heim in 
sein Haus.
24. Und nach den Tagen ward sein Weib Elisabeth schwanger und verbarg sich 
fnf Monden und sprach:
25. Also hat mir der Herr getan in den Tagen, da. er mich angesehen hat, 
da er meine Schmach unter den Menschen von mir nhme.
26. Und im sechsten Mond ward der Engel Gabriel gesandt von Gott in eine 
Stadt in Galila, die heit Nazareth,
27. zu einer Jungfrau, die vertrauet war einem Manne mit Namen Joseph vom 
Hause David; und die Jungfrau hie Maria.
28. Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Gegret seiest du, 
Holdselige! Der Herr ist mit dir, du Gebenedeiete unter den Weibern.
29. Da sie aber ihn sah, erschrak sie ber seine Rede und gedachte: Welch 
ein Gru ist das?
30. Und der Engel sprach zu ihr: Frchte dich nicht, Maria; du hast Gnade 
bei Gott funden.
31. Siehe; du wirst schwanger werden im Leibe und einen Sohn gebren, des 
Namen sollst du Jesus heien.
32. Der wird gro und ein Sohn des Hchsten genannt werden, und Gott der 
Herr wird ihm den Stuhl seines Vaters David geben.
33. Und er wird ein Knig sein ber das Haus Jakob ewiglich, und seines 
Knigreichs wird kein Ende sein.
34. Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, sintemal ich von 
keinem Manne wei?
35. Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird ber 
dich kommen, und die Kraft des Hchsten wird dich berschatten; darum auch 
das Heilige, das von dir geboren wird, wird Gottes Sohn genannt werden.
36. Und siehe, Elisabeth, deine Gefreundete, ist auch schwanger mit einem 
Sohn in ihrem Alter und gehet jetzt im sechsten Mond, die im Geschrei ist, 
da sie unfruchtbar sei.
37. Denn bei Gott ist kein Ding unmglich.
38. Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du 
gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.
39. Maria aber stund auf in den Tagen und ging auf das Gebirge eilends zu 
der Stadt Juda
40. und kam in das Haus des Zacharias und grete Elisabeth.
41. Und es begab sich, als Elisabeth den Gru Marias hrete, hpfete das 
Kind in ihrem Leibe. Und Elisabeth ward des Heiligen Geistes voll
42. und rief laut und sprach: Gebenedeiet bist du unter den Weibern, und 
gebenedeiet ist die Frucht deines Leibes.
43. Und woher kommt mir das, da die Mutter meines Herrn zu mir kommt?
44. Siehe, da ich die Stimme deines Grues hrete, hpfete mit Freuden das 
Kind in meinem Leibe.
45. Und o selig bist du, die du geglaubet hast! Denn es wird vollendet 
werden, was dir gesagt ist von dem Herrn.
46. Und Maria sprach: Meine Seele erhebet den Herrn,
47. und mein Geist freuet sich Gottes, meines Heilandes.
48. Denn er hat die Niedrigkeit seiner Magd angesehen. Siehe, von nun an 
werden mich selig preisen alle Kindeskinder.
49. Denn er hat groe Dinge an mir getan, der da mchtig ist, und des Name 
heilig ist.
50. Und seine Barmherzigkeit whret immer fr und fr bei denen, die ihn 
frchten.
51. Er bet Gewalt mit seinem Arm und zerstreuet, die hoffrtig sind in 
ihres Herzens Sinn.
52. Er stet die Gewaltigen vom Stuhl und erhebt die Niedrigen.
53. Die Hungrigen fllet er mit Gtern und lt die Reichen leer.
54. Er denket der Barmherzigkeit und hilft seinem Diener Israel auf,
55. wie er geredet hat unsern Vtern, Abraham und seinem Samen ewiglich.
56. Und Maria blieb bei ihr bei drei Monden; danach kehrete sie wiederum 
heim.
57. Und. Elisabeth kam ihre Zeit, da sie gebren sollte; und sie gebar 
einen Sohn.
58. Und ihre Nachbarn und Gefreundeten hreten, da dar Herr groe 
Barmherzigkeit an ihr getan hatte, und freueten sich mit ihr.
59. Und es begab sich, am achten Tage kamen sie, zu beschneiden das 
Kindlein, und hieen ihn nach seinem Vater Zacharias
60. Aber seine Mutter antwortete und sprach: Mitnichten, sondern er soll 
Johannes heien!
61. Und sie sprachen zu ihr: Ist doch niemand in deiner Freundschaft, der 
also heie.
62. Und sie winkten seinem Vater wie er ihn wollte heien lassen.
63. Und er forderte ein Tfelein, schrieb und sprach: Er heit Johannes. 
Und sie verwunderten sich alle.
64. Und alsbald ward sein Mund und seine Zunge aufgetan, und redete und 
lobete Gott.
65. Und es kam eine Furcht ber alle Nachbarn und diese Geschichte ward 
ruchbar auf dem ganzen jdischen Gebirge.
66. Und alle, die es hreten, nahmen's zu Herzen und sprachen: Was, 
meinest du, will aus dem Kindlein werden? Denn die Hand des Herrn war mit 
ihm.
67. Und sein Vater Zacharias ward des Heiligen Geistes voll, weissagte und 
sprach:
68. Gelobet sei der Herr, der Gott Israels; denn er hat besucht und 
erlset sein Volk;
69. und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils in dem Hause seines 
Dieners David.
70. Als er vorzeiten geredet hat durch den Mund seiner heiligen Propheten:
71. da er uns errettete von unsern Feinden und von der Hand aller, die 
uns hassen,
72. und die Barmherzigkeit erzeigete unsern Vtern und gedchte an seinen 
heiligen Bund
73. und an den Eid, den er geschworen hat unserm Vater Abraham, uns zu 
geben,
74. da wir, erlset aus der Hand unserer Feinde, ihm dieneten ohne Furcht 
unser Leben lang
75. in Heiligkeit und Gerechtigkeit, die ihm gefllig ist.
76. Und du, Kindlein, wirst ein Prophet des Hchsten heien; du wirst vor 
dem Herrn hergehen, da du seinen Weg bereitest
77. und Erkenntnis des Heils gebest seinem Volk, die da ist in Vergebung 
ihrer Snden,
78. durch die herzliche Barmherzigkeit unsers Gottes, durch welche uns 
besucht hat der Aufgang aus der Hhe,
79. auf da er erscheine denen, die da sitzen in Finsternis und Schatten 
des Todes und richte unsere Fe auf den Weg des Friedens.
80. Und das Kindlein wuchs und ward stark im Geist und war in der Wste, 
bis da er sollte hervortreten vor das Volk Israel.
Evangelium des Lukas 2
1. Es begab sich aber zu der Zeit, da ein Gebot vom Kaiser Augustus 
ausging, da alle Welt geschtzt wrde.
2. Und diese Schtzung war die allererste und geschah zu der Zeit, da 
Cyrenius Landpfleger in Syrien war.
3. Und jedermann ging, da er sich schtzen liee, ein. jeglicher in seine 
Stadt.
4. Da machte sich auch auf Joseph aus Galila, aus der Stadt Nazareth, in 
das jdische Land zur Stadt Davids die da heit Bethlehem, darum da er 
von dem Hause und Geschlechte Davids war,
5. auf da er sich schtzen liee mit Maria, seinem vertrauten Weibe, die 
war schwanger.
6. Und als sie daselbst waren, kam die Zeit, da sie gebren sollte.
7. Und sie gebar ihren ersten Sohn und wickelte ihn in Windeln und legte 
ihn in eine Krippe; denn sie hatten sonst keinen Raum in der Herberge.
8. Und es waren Hirten in derselbigen Gegend auf dem Felde bei den Hrden, 
die hteten des Nachts ihre Herde.
9. und siehe des Herrn Engel trat zu ihnen, und die Klarheit des Herrn 
leuchtete um sie, und sie frchteten sich sehr.
10. Und der Engel sprach zu ihnen: Frchtet euch nicht! Siehe, ich 
verkndige euch groe Freude, die allem Volk widerfahren wird;
11. denn euch ist heute der Heiland geboren, welcher ist Christus, der 
Herr, in der Stadt Davids.
12. Und das habt zum Zeichen: Ihr werdet finden das Kind in Windeln 
gewickelt und in einer Krippe liegen.
13. Und alsbald war da bei dem Engel die Menge der himmlischen 
Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:
14. Ehre sei Gott in der Hhe und Friede auf Erden und den Menschen ein 
Wohlgefallen!
15. Und da die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, sprachen die Hirten 
untereinander: Lat uns nun gehen gen Bethlehem und die Geschichte sehen, 
die da geschehen ist, die uns der Herr kundgetan hat.
16. Und sie kamen eilend und fanden beide, Maria und Joseph, dazu das Kind 
in der Krippe liegen.
17. Da sie es aber gesehen hatten, breiteten sie das Wort aus, welches zu 
ihnen von diesem Kind gesagt war.
18. Und alle, vor die es kam, wunderten sich der Rede, die ihnen die 
Hirten gesagt hatten.
19. Maria aber behielt alle diese Worte und bewegete sie in ihrem Herzen.
20. Und die Hirten kehreten wieder um, preiseten und lobten Gott um alles, 
was sie gehret und gesehen hatten, wie denn zu ihnen gesagt war.
21. Und da acht Tage um waren, da das Kind beschnitten wrde, da ward 
sein Name genannt Jesus, welcher genannt war von dem Engel, ehe denn er in 
Mutterleibe empfangen ward.
22. Und da die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetz. Moses kamen, brachten 
sie ihn gen Jerusalem, da sie ihn darstelleten dem Herrn
23. (wie denn geschrieben stehet in dem Gesetz des Herrn: Allerlei 
Mnnlein, das zum ersten die Mutter bricht, soll dem Herrn geheiliget 
heien),
24. und da sie gben das Opfer, nachdem gesagt ist im Gesetz des Herrn, 
ein Paar Turteltauben oder zwo junge Tauben.
25. Und siehe, ein Mensch war zu Jerusalem mit Namen Simeon; und derselbe 
Mensch war fromm und gottesfrchtig und wartete auf den Trost Israels; und 
der Heilige Geist war in ihm.
26. Und ihm war eine Antwort worden von dem Heiligen Geist, er sollte den 
Tod nicht sehen, er htte denn zuvor den Christ des Herrn gesehen.
27. Und kam aus Anregen des Geistes in den Tempel. Und da die Eltern das 
Kind Jesus in den Tempel brachten, da sie fr ihn tten, wie man pfleget 
nach dem Gesetz,
28. da nahm er ihn auf seine Arme und lobete Gott und sprach:
29. Herr, nun lssest du deinen Diener im Frieden fahren, wie du gesagt 
hast;
30. denn meine Augen haben deinen Heiland gesehen,
31. welchen du bereitet hast vor allen Vlkern,
32. ein Licht, zu erleuchten die Heiden, und zum Preis deines Volks Israel.
33. Und sein Vater und Mutter wunderten sich des, das von ihm geredet ward.
34. Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, 
dieser wird gesetzt zu einem Fall und Auferstehen vieler in Israel und zu 
einem Zeichen, dem widersprochen wird
35. (und es wird ein Schwert durch deine Seele dringen), auf da vieler 
Herzen Gedanken offenbar werden.
36. Und es war eine Prophetin, Hanna, eine Tochter Phanuels, vom 
Geschlecht Asser; die war wohl betaget und hatte gelebt sieben Jahre mit 
ihrem Manne nach ihrer Jungfrauschaft
37. und war nun eine Witwe bei vierundachtzig Jahren; die kam nimmer vom 
Tempel, dienete Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht:
38. Dieselbige trat auch hinzu zu derselbigen Stunde und preisete den 
Herrn und redete von ihm zu allen, die da auf die Erlsung zu Jerusalem 
warteten.
39. Und da sie es alles vollendet hatten nach dem Gesetz des Herrn, 
kehrten sie wieder nach Galila zu ihrer Stadt Nazareth.
40. Aber das Kind wuchs und ward stark im Geist, voller Weisheit; und 
Gottes Gnade war bei ihm.
41. Und seine Eltern gingen alle Jahre gen Jerusalem auf das Osterfest
42. Und da er zwlf Jahre alt war, gingen sie hinauf gen Jerusalem nach 
Gewohnheit des Festes.
43. Und da die Tage vollendet waren, und sie wieder nach Hause gingen, 
blieb das Kind Jesus zu Jerusalem; und seine Eltern wuten's nicht.
44. Sie meineten aber, er wre unter den Gefhrten, und kamen eine 
Tagereise und suchten ihn unter den Gefreundeten und Bekannten.
45. Und da sie ihn nicht fanden gingen sie wiederum gen Jerusalem und 
suchten ihn.
46. Und begab sich, nach dreien Tagen fanden sie ihn im Tempel sitzen 
mitten unter den Lehrern, da er ihnen zuhrete und sie fragete.
47. Und alle, die ihm zuhreten, verwunderten sich seines Verstandes und 
seiner Antwort.
48. Und da sie ihn sahen, entsetzten sie sich. Und seine Mutter sprach zu 
ihm: Mein Sohn, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und ich 
haben dich mit Schmerzen gesucht.
49. Und er sprach zu ihnen: Was ist's, da ihr mich gesucht habt? Wisset 
ihr nicht, da ich sein mu in dem, was meines Vaters ist?
50. Und sie verstunden das Wort nicht, das er mit ihnen redete.
51. Und er ging mit ihnen hinab und kam gen Nazareth und war ihnen 
untertan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen.
52. Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den 
Menschen.
Evangelium des Lukas 3
1. In dem fnfzehnten Jahr des Kaisertums Kaisers Tiberius, da Pontius 
Pilatus Landpfleger in Juda war und Herodes ein Vierfrst in Galila und 
sein Bruder Philippus ein Vierfrst in Itura und in der Gegend 
Trachonitis. und Lysanias ein Vierfrst in Abilene,
2. da Hannas und Kaiphas Hohepriester waren: da geschah der Befehl Gottes 
zu Johannes, des Zacharias Sohn, in der Wste.
3. Und er kam in alle Gegend um den Jordan und predigte die Taufe der Bue 
zur Vergebung der Snden.
4. wie geschrieben stehet in dem Buch der Reden Jesaja's, des Propheten, 
der da sagt: Es ist eine Stimme eines Predigers in der Wste: Bereitet den 
Weg des Herrn und machet seine Steige richtig!
5. Alle Tler sollen voll werden, und alle Berge und Hgel sollen 
erniedriget werden; und was krumm ist, soll richtig werden und was uneben 
ist, soll schlechter Weg werden.
6. Und alles Fleisch wird den Heiland Gottes sehen.
7. Da sprach er zu dem Volk, das hinausging, da es sich von ihm taufen 
liee: Ihr Otterngezchte, wer hat denn euch geweiset, da ihr dem 
zuknftigen Zorn entrinnen werdet?
8. Sehet zu, tut rechtschaffene Frchte der Bue und nehmet euch nicht vor 
zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater. Denn ich sage euch: Gott kann dem 
Abraham aus diesen Steinen Kinder erwecken.
9. Es ist schon die Axt den Bumen an die Wurzel gelegt; welcher Baum 
nicht gute Frchte bringet, wird abgehauen und in das Feuer geworfen.
10. Und das Volk fragete ihn und sprach: Was sollen wir denn tun?
11. Er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Rcke hat, der gebe dem, 
der keinen hat; und wer Speise hat, tue auch also.
12. Es kamen auch die Zllner, da sie sich taufen lieen, und sprachen zu 
ihm: Meister, was sollen denn wir tun?
13. Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, denn gesetzt ist.
14. Da fragten ihn auch die, Kriegsleute und sprachen: Was sollen denn wir 
tun? Und er sprach zu ihnen: Tut niemand Gewalt noch Unrecht und lasset 
euch begngen an eurem Solde.
15. Als aber das Volk im Wahn war und dachten alle in ihren Herzen von 
Johannes, ob er vielleicht Christus wre
16. antwortete Johannes und sprach zu allen: Ich taufe euch mit Wasser; es 
kommt aber ein Strkerer nach mir, dem ich nicht genugsam bin, da ich die 
Riemen seiner Schuhe auflse; der wird euch mit dem Heiligen Geist und mit 
Feuer taufen.
17. In desselbigen Hand ist die Worfschaufel; und er wird seine Tenne 
fegen und wird den Weizen in seine Scheuer sammeln und die Spreu wird er 
mit ewigem Feuer verbrennen.
18. Und viel, anderes mehr vermahnete und verkndigte er dem Volk.
19. Herodes aber der Vierfrst, da er von ihm gestraft ward um der 
Herodias willen, seines Bruders Weib, und um alles bels willen, das 
Herodes tat -20. ber das alles legte er Johannes gefangen.
21. Und es begab sich, da sich alles Volk taufen lie, und Jesus auch 
getaufet war und betete, da sich der Himmel auftat.
22. Und der Heilige Geist fuhr hernieder in leiblicher Gestalt auf ihn wie 
eine Taube, und eine Stimme kam aus dem Himmel, die sprach: Du bist mein 
lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.
23. Und Jesus ging in das dreiigste Jahr und ward gehalten fr einen Sohn 
Josephs, welcher war ein Sohn Elis,
24. der war ein Sohn Matthats, der war ein Sohn Levis, der war ein Sohn 
Melchis, der war ein Sohn Jannas, der war ein Sohn Josephs,
25. der war ein Sohn des Mattathias, der war ein Sohn des Amos, der war 
ein Sohn Nahums, der war ein Sohn Eslis, der war ein Sohn Nanges,
26. der war ein Sohn Maaths, der war ein Sohn des Mattathias, der war ein 
Sohn Semeis, der war ein Sohn Josephs, der war ein Sohn Judas,
27. der war ein Sohn Johannas, der war ein Sohn Resias, der war ein Sohn 
Zorobabels, der war ein Sohn Salathiels, der war ein Sohn Neris,
28. der war ein Sohn Melchis, der war ein Sohn Addis, der war ein Sohn 
Komas, der war ein Sohn Elmodams, der war ein Sohn Hers,
29. der war ein Sohn Joses, der war ein Sohn Eliezers, der war ein Sohn 
Jorems, der war ein Sohn Matthas, der war ein Sohn Levis,
30. der war ein Sohn Simeons, der war ein Sohn Judas, der war ein Sohn 
Josephs, der war ein Sohn Jonams, der war ein Sohn Eliakims,
31. der war ein Sohn Meleas, der war ein Sohn Menams der war ein Sohn 
Mattathans, der war ein Sohn Nathans, der war ein Sohn Davids,
32. der war ein Sohn Jesses der war ein Sohn Obeds, der war ein Sohn des 
Boas, der war ein Sohn Salmons, der war ein Sohn Nahassons,
33. der war ein Sohn Amminadabs, der war ein Sohn Arams, der war ein Sohn 
Esroms, der war ein Sohn des Phares, der war ein Sohn Judas,
34. der war ein Sohn Jakobs, der war ein Sohn Isaaks, der war ein. Sohn 
Abrahams, der war ein Sohn Tharas, der war ein Sohn Nahors,
35. der war ein Sohn Saruchs, der war ein Sohn Ragahus, der war ein Sohn 
Phalegs, der war ein Sohn Ebers, der war ein Sohn Salas,
36. (der war ein Sohn Kainans,) der war ein Sohn Arphachsads, der war ein 
Sohn Sems, der war ein Sohn Noahs, der war ein Sohn Lamechs,
37. der war ein Sohn Mathusalahs, der war ein Sohn Enochs, der war ein 
Sohn Jareds, der war ein Sohn Maleleels, der war ein Sohn Kainans,
38. der war ein Sohn des Enos, der ein Sohn Seths, der war ein Sohn Adams, 
der war Gottes.
Evangelium des Lukas 4
1. Jesus aber, voll Heiligen Geistes, kam wieder von dem Jordan und ward 
vom Geist in die Wste gefhret
2. und ward vierzig Tage lang von dem Teufel versucht. Und er a nichts in 
denselbigen Tagen. Und da dieselbigen ein Ende hatten, hungerte ihn danach.
3. Der Teufel aber sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sprich zu dem 
Stein, da er Brot werde.
4. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es stehet geschrieben: Der 
Mensch lebt nicht allein vom Brot, sondern von einem jeglichen Wort Gottes.
5. Und der Teufel fhrete ihn auf einen hohen Berg und weisete ihm alle 
Reiche der ganzen Welt in einem Augenblick
6. und sprach zu ihm: Alle diese Macht will ich dir geben und ihre 
Herrlichkeit; denn sie ist mir bergeben, und ich gebe sie, welchem ich 
will.
7. So du nun mich willst anbeten, so soll es alles dein sein.
8. Jesus antwortete ihm und sprach: Heb' dich weg von mir, Satan! Es 
stehet geschrieben: Du sollst Gott, deinen Herrn, anbeten und ihm allein 
dienen.
9. Und er fhrete ihn gen Jerusalem und stellete ihn auf des Tempels Zinne 
und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so la dich von hinnen hinunter;
10. denn es stehet geschrieben: Er wird befehlen seinen Engeln von dir, 
da sie dich bewahren
11. und auf den Hnden tragen, auf da du nicht etwa deinen Fu an einen 
Stein stoest.
12. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: Du sollst Gott, 
deinen Herrn, nicht versuchen.
13. Und da der Teufel alle Versuchung vollendet hatte, wich er von ihm 
eine Zeitlang.
14. Und Jesus kam wieder in des Geistes Kraft nach Galila; und das 
Gercht erscholl von ihm durch alle umliegenden Orte.
15. Und er lehrete in ihren Schulen und ward von jedermann gepreiset.
16. Und er kam gen Nazareth, da er erzogen war, und ging in die Schule 
nach seiner Gewohnheit am Sabbattage und stund auf und wollte lesen.
17. Da ward ihm das Buch des Propheten Jesaja gereicht. Und da er das Buch 
herumwarf, fand er den Ort, da geschrieben stehet:
18. Der Geist des Herrn ist bei mir, derhalben er mich gesalbet hat und 
gesandt, zu verkndigen das Evangelium den Armen, zu heilen die 
zerstoenen Herzen, zu predigen den Gefangenen, da sie los sein sollen, 
und den Blinden das Gesicht und den Zerschlagenen, da sie frei und ledig 
sein sollen,
19. und zu predigen das angenehme Jahr des Herrn.
20. Und als er das Buch zutat, gab er's dem Diener und setzte sich. Und 
aller Augen, die in der Schule waren, sahen auf ihn.
21. Und er fing an, zu sagen zu ihnen: Heute ist diese Schrift erfllet 
vor euren Ohren.
22. Und sie gaben alle Zeugnis von ihm und wunderten sich der holdseligen 
Worte, die aus seinem Munde gingen, und sprachen: Ist das nicht Josephs 
Sohn?
23. Und er sprach zu ihnen: Ihr werdet freilich zu mir sagen dies 
Sprichwort: Arzt, hilf dir selber! Denn wie groe Dinge haben wir gehrt 
zu Kapernaum geschehen? Tue auch also hier in deinem Vaterlande!
24. Er aber sprach: Wahrlich, ich sage euch, kein Prophet ist angenehm in 
seinem Vaterlande.
25. Aber in der Wahrheit sage ich euch: Es waren viel Witwen in Israel zu 
Elias Zeiten, da der Himmel verschlossen war drei Jahre und sechs Monden, 
da eine groe Teurung war im ganzen Lande;
26. und zu der keiner ward Elia gesandt denn allein gen Sarepta der 
Sidonier, zu einer Witwe.
27. Und viel Ausstzige waren in Israel zu des Propheten Elisa Zeiten; und 
der keiner ward gereiniget denn allein Naeman aus Syrien.
28. Und sie wurden voll Zorns alle, die in der Schule waren, da sie das 
hreten,
29. und stunden auf und stieen ihn zur Stadt hinaus und fhreten ihn auf 
einen Hgel des Berges, darauf ihre Stadt gebauet war, da sie ihn 
hinabstrzeten.
30. Aber er ging mitten durch sie hinweg.
31. Und kam gen Kapernaum, in die Stadt Galilas, und lehrete sie an den 
Sabbaten.
32. Und sie verwunderten sich seiner Lehre; denn seine Rede war gewaltig.
33. Und es war ein Mensch in der Schule, besessen mit einem unsaubern 
Teufel. Und der schrie laut
34. und sprach: Halt, was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von 
Nazareth? Du bist kommen, uns zu verderben. Ich wei, wer du bist, nmlich 
der Heilige Gottes.
35. Und Jesus bedruete ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von ihm! 
Und der Teufel warf ihn mitten unter sie und fuhr von ihm aus und tat ihm 
keinen Schaden.
36. Und es kam eine Furcht ber sie alle, und redeten miteinander und 
sprachen: Was ist das fr ein Ding? Er gebeut mit Macht und Gewalt den 
unsaubern Geistern, und sie fahren aus.
37. Und es erscholl sein Geschrei in alle rter des umliegenden Landes.
38. Und er stund auf aus der Schule und kam in Simons Haus. Und Simons 
Schwieger war mit einem harten Fieber behaftet; und sie baten ihn fr sie.
39. Und er trat zu ihr und gebot dem Fieber, und es verlie sie. Und bald 
stund sie auf und dienete ihnen.
40. Und da die Sonne untergegangen war, alle die, so Kranke hatten mit 
mancherlei Seuchen, brachten sie zu ihm. Und er legte auf einen jeglichen 
die Hnde und machte sie gesund.
41. Es fuhren auch die Teufel aus von vielen, schrieen und sprachen: Du 
bist Christus, der Sohn Gottes. Und er bedruete sie und lie sie nicht 
reden; denn sie wuten, da er Christus war.
42. Da es aber Tag ward, ging er hinaus an eine wste Sttte; und das Volk 
suchte ihn, und kamen zu ihm und hielten ihn auf, da er nicht von ihnen 
ginge.
43. Er aber sprach. zu ihnen: Ich mu auch andern Stdten das Evangelium 
predigen vom Reich Gottes; denn dazu bin ich gesandt
44. Und er predigte in den Schulen Galilas.
Evangelium des Lukas 5
1. Es begab, sich aber, da sich das Volk zu ihm drang, zu hren das Wort 
Gottes, und er stund am See Genezareth
2. und sah zwei Schiffe am See stehen; die Fischer aber waren ausgetreten 
und wuschen ihre Netze;
3. trat er in der Schiffe eines, welches Simons war, und bat ihn, da er's 
ein wenig vom Lande fhrete. Und er setzte sich und lehrete das Volk aus 
dem Schiff.
4. Und als er hatte aufgehrt zu reden, sprach er zu Simon: Fahre auf die 
Hhe und werfet eure Netze aus, da ihr einen Zug tut.
5. Und Simon antwortete und sprach zu ihm: Meister, wir haben die ganze 
Nacht gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich das Netz 
auswerfen.
6. Und da sie das taten, beschlossen sie eine groe Menge Fische; und ihr 
Netz zerri.
7. Und sie winkten ihren Gesellen, die im andern Schiff waren, da sie 
kmen und hlfen ihnen ziehen. Und sie kamen und flleten beide Schiffe 
voll, also da sie sanken.
8. Da das Simon Petrus sah, fiel er Jesu zu den Knieen und sprach: Herr, 
gehe von mir hinaus; ich bin ein sndiger Mensch.
9. Denn es war ihn ein Schrecken ankommen und alle, die mit ihm waren, 
ber diesen Fischzug, den sie miteinander getan hatten;
10. desselbigengleichen auch Jakobus und Johannes, die Shne des Zebedus, 
Simons Gesellen. Und Jesus sprach zu Simon: Frchte dich nicht; denn von 
nun an wirst du Menschen fangen.
11. Und sie fhreten die Schiffe zu Lande und verlieen alles und folgeten 
ihm nach.
12. Und es begab sich, da er in einer Stadt war, siehe, da war ein Mann 
voll Aussatzes. Da der Jesum sah, fiel er auf sein Angesicht und bat ihn 
und sprach: Herr, willst du, so kannst du mich reinigen.
13. Und er streckte die Hand aus und rhrete ihn an und sprach: Ich will's 
tun; sei gereiniget! Und alsbald ging der Aussatz von ihm.
14. Und er gebot ihm da, er's niemand sagen sollte; sondern gehe hin und 
zeige dich dem Priester und opfere fr deine Reinigung, wie Mose geboten 
hat, ihnen zum Zeugnis.
15. Es kam aber die Sage von ihm je weiter aus; und kam viel Volks 
zusammen, da sie hreten und durch ihn gesund wrden von ihren 
Krankheiten.
16. Er aber entwich in die Wste und betete.
17. Und es begab, sich auf einen Tag, da er lehrete, und saen da die 
Phariser und Schriftgelehrten, die da kommen waren aus allen Mrkten in 
Galila und Juda und von Jerusalem. Und die Kraft des Herrn ging von ihm 
und half jedermann.
18. Und siehe, etliche Mnner brachten einen Menschen auf einem Bette, der 
war gichtbrchig; und sie suchten, wie sie ihn hineinbrchten und vor ihn 
legten.
19. Und da sie vor dem Volk nicht fanden, an welchem Ort sie ihn 
hineinbrchten, stiegen sie auf das Dach und lieen ihn durch die Ziegel 
hernieder mit dem Bettlein, mitten unter sie, vor Jesus.
20. Und da er ihren Glauben sah, sprach er zu ihm: Mensch, deine Snden 
sind dir vergeben.
21. Und die Schriftgelehrten und Phariser fingen an zu denken und 
sprachen: Wer ist der, da er Gotteslsterung redet? Wer kann Snden 
vergeben denn allein Gott?
22. Da aber Jesus ihre Gedanken merkte, antwortete er und sprach zu ihnen: 
Was denket ihr in euren Herzen?
23. Welches ist leichter zu sagen: Dir sind deine Snden vergeben? oder zu 
sagen: Stehe auf und wandle?
24. Auf da ihr aber wisset, da des Menschen Sohn Macht hat auf Erden 
Snden zu vergeben, sprach er zu dem Gichtbrchigen: Ich sage dir, stehe 
auf und hebe dein Bettlein auf; und gehe heim.
25. Und alsbald stund er auf vor ihren Augen und hub das Bettlein auf, 
darauf er gelegen war, und ging heim und preisete Gott.
26. Und sie entsetzten sich alle und preiseten Gott und wurden voll Furcht 
und sprachen: Wir haben heute seltsame Dinge gesehen.
27. Und danach ging er aus und sah einen Zllner mit Namen Levi am Zoll 
sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach!
28. Und er verlie alles, stund auf und folgete ihm nach.
29. Und Levi richtete ihm ein gro Mahl zu in seinem Hause; und viel 
Zllner und andere saen mit ihm zu Tisch.
30. Und die Schriftgelehrten und Phariser murreten wider seine Jnger und 
sprachen: Warum esset und trinket ihr mit den Zllnern und Sndern?
31. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Gesunden bedrfen des 
Arztes nicht, sondern die Kranken.
32. Ich bin kommen, zu rufen die Snder zur Bue und nicht die Gerechten.
33. Sie aber sprachen zu ihm: Warum fasten Johannes Jnger so oft und 
beten so viel, desselbigengleichen der Phariser Jnger, aber deine Jnger 
essen und trinken?
34. Er sprach aber zu ihnen: Ihr mget die Hochzeitleute nicht zum Fasten 
treiben, solange der Brutigam bei ihnen ist.
35. Es wird aber die Zeit kommen, da der Brutigam von ihnen genommen 
wird; dann werden sie fasten.
36. Und er sagte zu ihnen ein Gleichnis: Niemand flicket einen Lappen vom 
neuen Kleid auf ein alt Kleid; wo anders, so reit das neue, und der 
Lappen vom neuen reimet sich nicht auf das alte.
37. Und niemand fasset Most in alte Schluche; wo anders, so zerreiet der 
Most die Schluche und wird verschttet, und die Schluche kommen um.
38. Sondern den Most soll man in neue Schluche fassen, so werden sie 
beide behalten.
39. Und niemand ist, der vom alten trinkt und wolle bald des neuen; denn 
er spricht: Der alte ist milder.
Evangelium des Lukas 6
1. Und es begab sich an einem Sabbat, da er durchs Getreide ging; und 
seine Jnger rauften hren aus und aen und rieben sie mit den Hnden.
2. Etliche aber der Phariser sprachen zu ihnen: Warum tut ihr, was sich 
nicht ziemet zu tun an den Sabbaten?
3. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht das gelesen, 
was David tat, da ihn hungerte, und die mit ihm waren:
4. wie er zum Hause Gottes einging und nahm die Schaubrote und a und gab 
auch denen, die mit ihm waren, die doch niemand durfte essen ohne die 
Priester alleine?
5. Und sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn ist ein Herr auch des Sabbats.
6. Es geschah aber auf einen andern Sabbat, da er ging in die Schule und 
lehrete. Und da war ein Mensch, des rechte Hand war verdorret.
7. Aber die Schriftgelehrten und Phariser hielten auf ihn, ob er auch 
heilen wrde am Sabbat, auf da sie eine Sache wider ihn fnden.
8. Er aber merkete ihre Gedanken und sprach zu dem Menschen mit der drren 
Hand: Stehe auf und tritt hervor! Und er stund auf und trat dahin.
9. Da sprach Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Was ziemet sich zu tun an den 
Sabbaten, Gutes oder Bses, das Leben erhalten oder verderben?
10. Und er sah sie alle umher an und sprach zu dem Menschen: Strecke aus 
deine Hand! Und er tat's. Da ward ihm seine Hand wieder zurechtgebracht, 
gesund wie die andere.
11. Sie aber wurden ganz unsinnig und beredeten sich miteinander, was sie 
ihm tun wollten.
12. Es begab sich aber zu der Zeit, da er ging auf einen Berg, zu beten; 
und er blieb ber Nacht in dem Gebet zu Gott.
13. Und da es Tag ward, rief er seine Jnger und erwhlete ihrer zwlf, 
welche er auch Apostel nannte:
14. Simon, welchen er Petrus nannte, und Andreas, seinen Bruder, Jakobus 
und Johannes, Philippus und Bartholomus,
15. Matthus und Thomas, Jakobus, des Alphus Sohn, Simon, genannt Zelotes,
16. Judas, des Jakobus Sohn, und Judas Ischariot, den Verrter.
17. Und er ging hernieder mit ihnen und trat auf einen Platz im Felde, und 
der Haufe seiner Jnger und eine groe Menge des Volks von allem jdischen 
Lande und Jerusalem und Tyrus und Sidon, am Meer gelegen,
18. die da kommen waren, ihn zu hren, und da sie geheilet wrden von 
ihren Seuchen, und die von unsaubern Geistern umgetrieben wurden, die 
wurden gesund.
19. Und alles Volk begehrete, ihn anzurhren, denn es ging Kraft von ihm; 
und heilete sie alle.
20. Und er hub seine Augen auf ber seine Jnger und sprach: Selig seid 
ihr Armen; denn das Reich Gottes ist euer.
21. Selig seid ihr, die ihr hier hungert; denn ihr sollet satt werden. 
Selig seid ihr, die ihr hier weinet; denn ihr werdet lachen.
22. Selig seid ihr, so euch die Menschen hassen und euch absondern und 
schelten euch und verwerfen euren Namen als einen boshaftigen um des 
Menschensohns willen.
23. Freuet euch alsdann und hpfet; denn siehe, euer Lohn ist gro im 
Himmel. Desgleichen taten ihre Vter den Propheten auch.
24. Aber dagegen wehe euch Reichen! denn ihr habt euren Trost dahin.
25. Wehe euch, die ihr voll seid! denn euch wird hungern. Wehe euch, die 
ihr hier lachet! denn ihr werdet weinen und heulen.
26. Wehe euch, wenn euch jedermann wohl redet! Desgleichen taten ihre 
Vter den falschen Propheten auch:
27. Aber ich sage euch, die ihr zuhret: Liebet eure Feinde; tut denen 
wohl, die euch hassen;
28. segnet die, so euch verfluchen; bittet fr die, so euch beleidigen.
29. Und wer dich schlgt auf einen Backen, dem biete den andern auch dar; 
und wer dir den Mantel nimmt, dem wehre nicht auch den Rock.
30. Wer dich bittet, dem gib; und wer dir das Deine nimmt, da fordere es 
nicht wieder.
31. Und wie ihr wollet, da euch die Leute tun sollen, also tut ihnen 
gleich auch ihr.
32. Und so ihr liebet, die euch lieben, was Danks habt ihr davon? Denn die 
Snder lieben auch ihre Liebhaber.
33. Und wenn ihr euren Wohlttern wohl tut, was Danks habt ihr davon? Denn 
die Snder tun dasselbige auch.
34. Und wenn ihr leihet, von denen ihr hoffet zu nehmen, was Danks habt 
ihr davon? Denn die Snder leihen den Sndern auch, auf da sie Gleiches 
wieder nehmen.
35. Doch aber liebet eure Feinde; tut wohl und leihet, da ihr nichts 
dafr hoffet, so wird euer Lohn gro sein, und werdet Kinder des 
Allerhchsten sein. Denn er ist gtig ber die Undankbaren und Boshaftigen.
36. Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.
37. Richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammet nicht, so 
werdet ihr auch nicht verdammet. Vergebet, so wird euch vergeben.
38. Gebt, so wird euch gegeben. Ein voll, gedrckt, gerttelt und 
berflssig Ma wird man in euren Scho geben; denn eben mit dem Ma, da 
ihr mit messet, wird man euch wieder messen.
39. Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Mag auch ein Blinder einem Blinden 
den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen?
40. Der Jnger ist nicht ber seinen Meister; wenn der Jnger ist wie sein 
Meister, so ist er vollkommen.
41. Was siehest du aber einen Splitter in deines Bruders Auge, und des 
Balkens in deinem Auge wirst du nicht gewahr?
42. Oder wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt stille, Bruder! Ich 
will den Splitter aus deinem Auge ziehen; und du siehest selbst nicht den 
Balken in deinem Auge? Du Heuchler! Zieh zuvor den Balken aus deinem Auge 
und besiehe dann, da du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest.
43. Denn es ist kein guter Baum, der faule Frucht trage, und kein fauler 
Baum, der gute Frucht trage.
44. Ein jeglicher Baum wird an seiner eigenen Frucht erkannt. Denn man 
lieset nicht Feigen von den Dornen auch so lieset man nicht Trauben von 
den Hecken.
45. Ein guter Mensch bringt Gutes hervor aus dem guten Schatz seines 
Herzens; und ein boshaftiger Mensch bringt Bses hervor aus dem bsen 
Schatz. seines Herzens. Denn wes das Herz voll ist, des gehet der Mund 
ber.
46. Was heiet ihr mich aber Herr, Herr, und tut nicht, was ich euch sage?
47. Wer zu mir kommt und hret meine Rede und tut sie, den will ich euch 
zeigen, wem er gleich ist.
48. Er ist gleich einem Menschen, der ein Haus bauete und grub tief und 
legte den Grund auf den Fels. Da aber Gewsser kam, da ri der Strom zum 
Hause zu und mochte es nicht bewegen; denn es war auf den Fels gegrndet
49. Wer aber hret und nicht tut, der ist gleich einem Menschen, der ein 
Haus bauete auf die Erde ohne Grund; und der Strom ri zu ihm zu, und es 
fiel bald, und das Haus gewann einen groen Ri.
Evangelium des Lukas 7
1. Nachdem er aber vor dem Volk ausgeredet hatte, ging er gen Kapernaum.
2. Und eines Hauptmanns Knecht lag todkrank, den er wert hielt.
3. Da er aber von Jesu hrete, sandte er die ltesten der Juden zu ihm und 
bat ihn, da er kme und seinen Knecht gesund machte.
4. Da sie aber zu Jesu kamen, baten sie ihn mit Flei und sprachen: Er ist 
es wert, da du ihm das erzeigest;
5. denn er hat unser Volk lieb, und die Schule hat er uns erbauet.
6. Jesus aber ging mit ihnen hin. Da sie aber nun nicht ferne von dem 
Hause waren, sandte der Hauptmann Freunde zu ihm und lie ihm sagen: Ach 
Herr, bemhe dich nicht! Ich bin nicht wert, da du unter mein Dach gehest;
7. darum ich auch mich selbst nicht wrdig geachtet habe, da ich zu dir 
kme; sondern sprich ein Wort, so wird mein Knabe gesund.
8. Denn auch ich bin ein Mensch, der Obrigkeit untertan, und habe 
Kriegsknechte unter mir und spreche zu einem: Gehe hin! so geht er hin, 
und zum andern: Komm her! so kommt er, und zu meinem Knecht: Tu das! so 
tut er's.
9. Da aber Jesus das hrete, verwunderte er sich sein und wandte sich um 
und sprach zu dem Volk, das ihm nachfolgte: Ich sage euch, solchen Glauben 
habe ich in Israel nicht funden.
10. Und da die Gesandten wiederum nach Hause kamen, fanden sie den kranken 
Knecht gesund.
11. Und es begab sich danach, da er in eine Stadt mit Namen Nain ging; 
und seiner Jnger gingen viel mit ihm und viel Volks.
12. Als er aber nahe an das Stadttor kam, siehe, da trug man einen Toten 
heraus, der ein einiger Sohn war seiner Mutter, und sie war eine Witwe. 
Und viel Volks aus der Stadt ging mit ihr.
13. Und da sie der Herr sah, jammerte ihn derselbigen und sprach zu ihr: 
Weine nicht!
14. Und trat hinzu und rhrete den Sarg an. Und die Trger stunden. Und er 
sprach: Jngling, ich sage dir, stehe auf!
15. Und der Tote richtete sich auf und fing an zu reden. Und er gab ihn 
seiner Mutter.
16. Und es kam sie alle eine Furcht an und preiseten Gott und sprachen: Es 
ist ein groer Prophet unter uns aufgestanden, und: Gott hat sein Volk 
heimgesucht.
17. Und diese Rede von ihm erscholl in das ganze jdische Land und in alle 
umliegenden Lnder.
18. Und es verkndigten Johannes seine Jnger das alles. Und er rief zu 
sich seiner Jnger zwei
19. und sandte sie zu Jesu und lie ihm sagen: Bist du, der da kommen 
soll, oder sollen wir eines andern warten?
20. Da aber die Mnner zu ihm kamen, sprachen sie: Johannes der Tufer hat 
uns zu dir gesandt und lt dir sagen: Bist du, der da kommen soll, oder 
sollen wir eines andern warten?
21. Zu derselbigen Stunde aber machte er viele gesund von Seuchen und 
Plagen und bsen Geistern und viel Blinden schenkte er das Gesicht.
22. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und verkndiget 
Johannes, was ihr gesehen und gehret habt: Die Blinden sehen, die Lahmen 
gehen, die Ausstzigen werden rein, die Tauben hren, die Toten stehen 
auf, den Armen wird das Evangelium geprediget;
23. und selig ist, der sich nicht rgert an mir.
24. Da aber die Boten des Johannes hingingen, fing Jesus an, zu reden zu 
dem Volk von Johannes: Was seid ihr hinausgegangen in die Wste zu sehen? 
Wolltet ihr ein Rohr sehen, das vom Winde beweget wird?
25. Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen Menschen 
sehen in weichen Kleidern? Sehet, die in herrlichen Kleidern und Lsten 
leben, die sind in den kniglichen Hfen.
26. Oder was seid ihr bin ausgegangen zu sehen? Wolltet ihr einen 
Propheten sehen? Ja, ich sage euch, der da mehr ist denn ein Prophet.
27. Er ist's, von dem geschrieben stehet: Siehe, ich sende meinen Engel 
vor deinem Angesicht her, der da, bereiten soll deinen Weg vor dir.
28. Denn ich sage euch, da unter denen, die von Weibern geboren sind, ist 
kein grerer Prophet denn Johannes der Tufer; der aber kleiner ist im 
Reich Gottes, der ist grer denn er.
29. Und alles Volk, das ihn hrete, und die Zllner gaben Gott recht und 
lieen sich taufen mit der Taufe des Johannes.
30. Aber die Phariser und Schriftgelehrten verachteten Gottes Rat wider 
sich selbst und lieen sich nicht von ihm taufen.
31. Aber der Herr sprach: Wem soll ich die Menschen dieses Geschlechts 
vergleichen, und wem sind sie gleich?
32. Sie sind gleich den Kindern, die auf dem Markt sitzen und rufen 
gegeneinander und sprechen: Wir haben euch gepfiffen, und ihr habt nicht 
getanzet; wir haben euch geklaget, und ihr habt nicht geweinet.
33. Denn Johannes der Tufer ist kommen und a nicht Brot und trank keinen 
Wein, so sagt ihr: Er hat den Teufel.
34. Des Menschen Sohn ist kommen, isset und trinket, so sagt ihr: Siehe, 
der Mensch ist ein Fresser und Weinsufer, der Zllner und Snder Freund.
35. Und die Weisheit mu sich rechtfertigen lassen von allen ihren Kindern.
36. Es bat ihn aber der Phariser einer, da er mit ihm e: Und er ging 
hinein in des Pharisers Haus und setzte sich zu Tische.
37. Und siehe, ein Weib war in der Stadt, die war eine Snderin. Da die 
vernahm, da er zu Tische sa in des Pharisers Hause, brachte sie ein 
Glas mit Salben
38. und trat hinten zu seinen Fen und weinete und fing an, seine Fe zu 
netzen mit Trnen und mit den Haaren ihres Haupts zu trocknen; und kssete 
seine Fe und salbete sie mit Salben.
39. Da aber das der Phariser sah, der ihn geladen hatte, sprach er bei 
sich selbst und sagte: Wenn dieser ein Prophet wre, so wte er, wer und 
welch ein Weib das ist, die ihn anrhret; denn sie ist eine Snderin
40. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas zu 
sagen. Er aber sprach: Meister, sage an!
41. Es hatte ein Wucherer zwei Schuldner. Einer war schuldig fnfhundert 
Groschen, der andere fnfzig.
42. Da sie aber nicht hatten zu bezahlen, schenkte er's beiden. Sage an, 
welcher unter denen wird ihn am meisten lieben?
43. Simon antwortete und sprach: Ich achte, dem er am meisten geschenket 
hat. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht gerichtet.
44. Und er wandte sich zu dem Weibe und sprach zu Simon: Siehest du dies 
Weib? Ich bin kommen in dein Haus, du hast mit nicht Wasser gegeben zu 
meinen Fen; diese aber hat meine Fe mit Trnen genetzet und mit den 
Haaren ihres Haupts getrocknet.
45. Du hast mir keinen Ku gegeben; diese aber, nachdem sie hereinkommen 
ist, hat sie nicht abgelassen, meine Fe zu kssen.
46. Du hast mein Haupt nicht mit le gesalbet; sie aber hat meine Fe mit 
Salben gesalbet
47. Derhalben sage ich dir: Ihr sind viel Snden vergeben, denn sie hat 
viel geliebet. Welchem aber wenig vergeben wird, der liebet wenig.
48. Und er sprach zu ihr: Dir sind deine Snden vergeben.
49. Da fingen an, die mit ihm zu Tisch saen, und sprachen bei sich 
selbst: Wer ist dieser, der auch die Snden vergibt?
50. Er aber sprach zu dem Weibe: Dein Glaube hat dir geholfen; gehe hin 
mit Frieden!
Evangelium des Lukas 8
1. Und es begab sich danach, da er reisete durch Stdte und Mrkte und 
predigte und verkndigte das Evangelium vom Reich Gottes, und die Zwlfe 
mit ihm,
2. dazu etliche Weiber, die er gesund hatte gemacht von den bsen Geistern 
und Krankheiten, nmlich Maria, die da Magdalena heit, von welcher waren 
sieben Teufel ausgefahren,
3. und Johanna, das Weib Chusas, des Pflegers des Herodes, und Susanna und 
viel andere, die ihm Handreichung taten von ihrer Habe.
4. Da nun viel Volks beieinander war und aus den Stdten zu ihm eileten, 
sprach er durch ein Gleichnis:
5. Es ging ein Smann aus, zu sen seinen Samen; und indem er ste, fiel 
etliches an den Weg und ward vertreten, und die Vgel unter dem Himmel 
fraen's auf.
6. Und etliches fiel auf den Fels; und da es aufging, verdorrete es, darum 
da es nicht Saft hatte.
7. Und etliches fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen gingen mit 
auf und erstickten's.
8. Und etliches fiel auf ein gut Land; und es ging auf und trug 
hundertfltige Frucht. Da er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu hren, 
der hre!
9. Es fragten ihn aber seine Jnger und sprachen, was dieses Gleichnis 
wre.
10. Er aber sprach: Euch ist's gegeben, zu wissen das Geheimnis des Reichs 
Gottes; den andern aber in Gleichnissen, da sie es nicht sehen, ob sie es 
schon sehen, und nicht verstehen, ob sie es schon hren.
11. Das ist aber das Gleichnis: Der Same ist das Wort Gottes.
12. Die aber an dem Wege sind, das sind, die es hren; danach kommt der 
Teufel und nimmt das Wort von ihrem Herzen, auf da sie nicht glauben und 
selig werden.
13. Die aber auf dem Fels sind die: wenn sie es hren, nehmen sie das Wort 
mit Freuden an. Und die haben nicht Wurzel: eine Zeitlang glauben sie und 
zu der Zeit der Anfechtung fallen sie ab.
14. Das aber unter die Dornen fiel, sind die, so es hren und gehen hin 
unter den Sorgen, Reichtum und Wollust dieses Lebens und ersticken und 
bringen keine Frucht.
15. Das aber auf dem guten Lande sind, die das Wort hren und behalten in 
einem feinen, guten Herzen und bringen Frucht in Geduld.
16. Niemand aber zndet ein Licht an und bedeckt es mit einem Gef oder 
setzt es unter eine Bank, sondern er setzt es auf einen Leuchter, auf da 
wer hineingehet, das Licht sehe.
17. Denn es ist nichts verborgen, was nicht offenbar werde, auch nichts 
Heimliches, was nicht kund werde und an den Tag komme.
18. So sehet nun darauf, wie ihr zuhret! Denn wer da hat, dem wird 
gegeben; wer aber nicht hat, von dem wird genommen, auch was er meinet zu 
haben.
19. Es gingen aber hinzu seine Mutter und Brder und konnten vor dem Volk 
nicht zu ihm kommen.
20. Und es ward ihm angesagt: Deine Mutter und deine Brder stehen drauen 
und wollen dich sehen.
21. Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Meine Mutter und meine Brder 
sind diese, die Gottes Wort hren und tun.
22. Und es begab sich auf der Tage einen, da er in ein Schiff trat samt 
seinen Jngern. Und er sprach zu ihnen: Lasset uns ber den See fahren! 
Sie stieen vom Lande.
23. Und da sie schiffeten, schlief er ein. Und es kam ein Windwirbel auf 
den See; und die Wellen berfielen sie, und stunden in groer Gefahr.
24. Da traten sie zu ihm und weckten ihn auf und sprachen: Meister, 
Meister, wir verderben! Da stund er auf und bedruete den Wind und die 
Woge des Wassers; und es lie ab und ward eine Stille.
25. Er sprach aber zu ihnen: Wo ist euer Glaube? Sie frchteten sich aber 
und verwunderten sich und sprachen untereinander: Wer ist dieser? Denn er 
gebeut dem Wind und dem Wasser, und sie sind ihm gehorsam.
26. Und sie schifften fort in die Gegend der Gadarener, welche ist Galila 
gegenber.
27. Und als er austrat auf das Land, begegnete ihm ein Mann aus der Stadt, 
der hatte Teufel von langer Zeit her und tat keine Kleider an und blieb in 
keinem Hause, sondern in den Grbern.
28. Da er aber Jesum sah, schrie er und fiel vor ihm nieder und rief laut 
und sprach: Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesu, du Sohn Gottes, des 
Allerhchsten? Ich bitte dich, du wollest mich nicht qulen.
29. Denn er gebot dem unsaubern Geist, da er von dem Menschen ausfhre; 
denn er hatte ihn lange Zeit geplaget. Und er war mit Ketten gebunden und 
mit Fesseln gefangen; und zerri die Bande und ward getrieben von dem 
Teufel in die Wsten.
30. Und Jesus fragte ihn und sprach: Wie heiest du? Er sprach: Legion. 
Denn es waren viel Teufel in ihn gefahren.
31. Und sie baten ihn, da er sie nicht hiee in die Tiefe fahren.
32. Es war aber daselbst eine groe Herde Sue auf der Weide auf dem 
Berge. Und sie baten ihn, da er ihnen erlaubete, in dieselbigen zu 
fahren. Und er erlaubte ihnen.
33. Da fuhren die Teufel aus von dem Menschen und fuhren in die Sue. Und 
die Herde strzte sich mit einem Sturm in den See und ersoffen.
34. Da aber die Hirten sahen, was da geschah, flohen sie und 
verkndigten's in der Stadt und in den Drfern.
35. Da gingen sie hinaus, zu sehen, was da geschehen war; und kamen zu 
Jesu und fanden den Menschen, von welchem die Teufel ausgefahren waren, 
sitzend zu den Fen Jesu, bekleidet und vernnftig; und erschraken.
36. Und die es gesehen hatten, verkndigten's ihnen, wie der Besessene war 
gesund worden.
37. Und es bat ihn die ganze Menge der umliegenden Lnder der Gadarener, 
da er von ihnen ginge. Denn es war sie eine groe Furcht ankommen. Und er 
trat in das Schiff und wandte wieder um.
38. Es bat ihn aber der Mann, von dem die Teufel ausgefahren waren, da er 
bei ihm mchte sein. Aber Jesus lie ihn von sich und sprach:
39. Gehe wieder heim und sage, wie groe Dinge dir Gott getan hat. Und er 
ging hin und predigte durch die ganze Stadt, wie groe Dinge ihm Jesus 
getan hatte.
40. Und es begab sich, da Jesus wiederkam, nahm ihn das Volk auf; denn sie 
warteten alle auf ihn.
41. Und siehe, da kam ein Mann mit Namen Jairus, der ein Oberster der 
Schule war, und fiel Jesu zu den Fen und bat ihn, da er wollte in sein 
Haus kommen:
42. Denn er hatte eine einige Tochter bei zwlf Jahren, die lag in den 
letzten Zgen. Und da er hinging, drang ihn das Volk.
43. Und ein Weib hatte den Blutgang zwlf Jahre gehabt; die hatte alle 
ihre Nahrung an die rzte gewandt und konnte von niemand geheilet werden.
44. Die trat hinzu von hinten und rhrete seines Kleides Saum an; und 
alsbald stund ihr der Blutgang.
45. Und Jesus sprach: Wer hat mich angerhret? Da sie aber alle leugneten, 
sprach Petrus, und die mit ihm waren: Meister, das Volk drnget und 
drcket dich, und du sprichst: Wer hat mich angerhret?
46. Jesus aber sprach: Es hat mich jemand angerhret; denn ich fhle, da 
eine Kraft von mir gegangen ist.
47. Da aber das Weib sah, da es nicht verborgen war, kam sie mit Zittern 
und fiel vor ihm nieder und verkndigte vor allem Volk, aus was Ursach'sie 
ihn htte angerhret, und wie sie wre alsbald gesund worden.
48. Er aber sprach zu ihr: Sei getrost, meine Tochter; dein Glaube hat dir 
geholfen; gehe hin mit Frieden!
49. Da er noch redete, kam einer vom Gesinde des Obersten der Schule und 
sprach zu ihm: Deine Tochter ist gestorben; bemhe den Meister nicht.
50. Da aber Jesus das hrete, antwortete er ihm und sprach: Frchte dich 
nicht! Glaube nur, so wird sie gesund.
51. Da er aber in das Haus kam, lie er niemand hineingehen denn Petrus 
und Jakobus und Johannes und des Kindes Vater und Mutter.
52. Sie weineten aber alle und klagten um sie. Er aber sprach: Weinet 
nicht! Sie ist nicht gestorben, sondern sie schlft.
53. Und sie verlachten ihn, wuten wohl, da sie gestorben war.
54. Er aber trieb sie alle hinaus, nahm sie bei der Hand und rief und 
sprach: Kind, stehe auf!
55. Und ihr Geist kam wieder, und sie stund alsbald auf. Und er befahl, 
man sollte ihr zu essen geben.
56. Und ihre Eltern entsetzten sich. Er aber gebot ihnen, da sie niemand 
sagten, was geschehen war.
Evangelium des Lukas 9
1. Er forderte aber die Zwlfe zusammen und gab ihnen Gewalt und Macht 
ber alle Teufel und da sie Seuchen heilen konnten.
2. Und sandte sie aus, zu predigen das Reich Gottes und zu heilen die 
Kranken.
3. Und sprach zu ihnen: Ihr sollt nichts mit euch nehmen auf den Weg, 
weder Stab noch Tasche noch Brot noch Geld; es soll auch einer nicht zwei 
Rcke haben.
4. Und wo ihr in ein Haus gehet, da bleibet, bis ihr von dannen ziehet.
5. Und welche euch nicht aufnehmen, da gehet aus von derselben Stadt und 
schttelt auch den Staub ab von euren Fen zu einem Zeugnis ber sie.
6. Und sie gingen hinaus und durchzogen die Mrkte, predigten das 
Evangelium und machten gesund an allen Enden.
7. Es kam aber vor Herodes, den Vierfrsten, alles, was durch ihn geschah; 
und er besorgte sich, dieweil von etlichen gesagt ward: Johannes ist von 
den Toten auferstanden;
8. von etlichen aber: Elia ist erschienen; von etlichen aber: Es ist der 
alten Propheten einer auferstanden.
9. Und Herodes sprach: Johannes, den habe ich enthauptet; wer ist aber 
dieser, von dem ich solches hre? Und begehrete, ihn zu sehen.
10. Und die Apostel kamen wieder und erzhlten ihm, wie groe Dinge sie 
getan hatten. Und er nahm sie zu sich und entwich besonders in eine Wste 
bei der Stadt, die da heit Bethsaida.
11. Da des das Volk inne ward, zog es ihm nach. Und er lie sie zu sich 
und sagte ihnen vom Reich Gottes und machte gesund, die es bedurften. Aber 
der Tag fing an sich zu neigen.
12. Da traten zu ihm die Zwlfe und sprachen zu ihm: La das Volk von dir, 
da sie hingehen in die Mrkte umher und in die Drfer, da sie Herberge 
und Speise finden; denn wir sind hier in der Wste.
13. Er aber sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen. Sie sprachen: Wir 
haben nicht mehr denn fnf Brote und zwei Fische; es sei denn, da wir 
hingehen sollen und Speise kaufen fr so gro Volk.
14. (Denn es waren bei fnftausend Mann.) Er sprach aber zu seinen 
Jngern: Lasset sie sich setzen bei Schichten, je fnfzig und fnfzig.
15. Und sie taten also und setzten sich alle.
16. Da nahm er die fnf Brote und zwei Fische und sah auf gen Himmel und 
dankete darber, brach sie und gab sie den Jngern, da sie dem Volk 
vorlegten.
17. Und sie aen und wurden alle satt; und wurden aufgehoben, was ihnen 
ber blieb von Brocken, zwlf Krbe.
18. Und es begab sich, da er allein war und betete und seine Jnger bei 
ihm, fragte er sie und sprach: Wer sagen die Leute, da ich sei?
19. Sie antworteten und sprachen: Sie sagen, du seiest Johannes der 
Tufer; etliche aber, du seiest Elia; etliche aber, es sei der alten 
Propheten einer auferstanden.
20. Er aber sprach zu ihnen: Wer saget ihr aber, da ich sei? Da 
antwortete Petrus und sprach: Du bist der Christ Gottes.
21. Und er bedruete sie und gebot, da sie das niemand sagten,
22. und sprach: Denn des Menschen Sohn mu noch viel leiden und verworfen 
werde von den ltesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und gettet 
werden und am dritten Tage auferstehen.
23. Da sprach er zu ihnen allen: Wer mir folgen will der verleugne sich 
selbst und nehme sein Kreuz auf sich tglich und folge mir nach.
24. Denn wer sein Leben erhalten will, der wird es verlieren; wer aber 
sein Leben verlieret um meinetwillen, der wird's erhalten.
25. Und was Nutz htte der Mensch, ob er die ganze Welt gewnne und 
verlre sich selbst oder beschdigte sich selbst?
26. Wer sich aber mein und meiner Worte schmet, des wird sich des 
Menschen Sohn auch schmen, wenn er kommen wird in seiner Herrlichkeit und 
seines Vaters und der heiligen Engel.
27. Ich sage euch aber wahrlich, da etliche sind von denen, die hier 
stehen, die den Tod nicht schmecken werden, bis da sie das Reich Gottes 
sehen.
28. Und es begab sich nach diesen Reden bei acht Tagen, da er zu sich 
nahm Petrus, Johannes und Jakobus und ging auf einen Berg, zu beten.
29. Und da er betete, ward die Gestalt seines Angesichts anders, und sein 
Kleid ward wei und glnzete.
30. Und siehe, zwei Mnner redeten mit ihm, welche waren Mose und Elia.
31. Die erschienen in Klarheit und redeten von dem Ausgang, welchen er 
sollte erfllen zu Jerusalem.
32. Petrus aber, und die mit ihm waren, waren voll Schlafs. Da sie aber 
aufwachten, sahen sie seine Klarheit und die zwei Mnner bei ihm stehen.
33. Und es begab sich, da die von ihm wichen; sprach Petrus zu Jesu: 
Meister, hier ist gut sein; lasset uns drei Htten machen, dir eine, Mose 
eine und Elia eine. Und wute nicht, was er redete.
34. Da er aber solches redete, kam eine Wolke und berschattete sie. Und 
sie erschraken, da sie die Wolke berzog.
35. Und es fiel eine Stimme aus der Wolke, die sprach: Dieser ist mein 
lieber Sohn, den sollt ihr hren.
36. Und indem solche Stimme geschah, fanden sie Jesum alleine. Und sie 
verschwiegen und verkndigten niemand nichts in denselbigen Tagen, was sie 
gesehen hatten.
37. Es begab sich aber den Tag hernach, da sie von dem Berge kamen, kam 
ihnen entgegen viel Volks.
38. Und siehe, ein Mann unter dem Volk rief und sprach: Meister, ich bitte 
dich, besiehe doch meinen Sohn; denn er ist mein einiger Sohn.
39. Siehe, der Geist ergreift ihn, so schreiet er alsbald; und reiet ihn, 
da er schumet; und mit Not weichet er von ihm, wenn er ihn gerissen hat.
40. Und ich habe deine Jnger gebeten, da sie ihn austrieben, und sie 
konnten nicht.
41. Da antwortete Jesus und sprach: O du unglubige und verkehrte Art! Wie 
lange soll ich bei euch sein und euch dulden? Bringe deinen Sohn her.
42. Und da er zu ihm kam, ri ihn der Teufel und zerrete ihn. Jesus aber 
bedruete den unsaubern Geist und machte den Knaben gesund und gab ihn 
seinem Vater wieder.
43. Und sie entsetzten sich alle ber die Herrlichkeit Gottes. Da sie sich 
aber alle verwunderten ber alles, was er tat, sprach er zu seinen Jngern:
44. Fasset ihr zu euren Ohren diese Reden! Denn des Menschen Sohn mu 
berantwortet werden in der Menschen Hnde.
45. Aber das Wort vernahmen sie nicht, und es war vor ihnen verborgen, da 
sie es nicht begriffen; und sie frchteten sich, ihn zu fragen um 
dasselbige Wort.
46. Es kam auch ein Gedanke unter sie, welcher unter ihnen der Grte wre.
47. Da aber Jesus den Gedanken ihres Herzens sah, ergriff er ein Kind und 
stellete es neben sich
48. und sprach zu ihnen: Wer das Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt 
mich auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. 
Welcher aber der Kleinste ist unter euch allen, der wird gro sein.
49. Da antwortete Johannes und sprach: Meister, wir sahen einen, der trieb 
die Teufel aus in deinem Namen, und wir wehreten ihm; denn er folget dir 
nicht mit uns.
50. Und Jesus sprach zu ihm: Wehret ihm nicht; denn wer nicht wider uns 
ist, der ist fr uns.
51. Es begab sich aber, da die Zeit erfllet war, da er sollte von hinnen 
genommen werden, wandte er sein Angesicht, stracks gen Jerusalem zu 
wandeln.
52. Und er sandte Boten vor sich hin; die gingen hin und kamen in einen 
Markt der Samariter, da sie ihm Herberge bestelleten.
53. Und sie nahmen ihn nicht an, darum da er sein Angesicht gewendet 
hatte, zu wandeln gen Jerusalem.
54. Da aber das seine Jnger, Jakobus und Johannes sahen, sprachen sie: 
Herr, willst du, so wollen wir sagen, da Feuer vom Himmel falle und 
verzehre sie, wie Elia tat.
55. Jesus aber wandte sich und bedruete sie und sprach: Wisset ihr nicht, 
welches Geistes Kinder ihr seid?
56. Des Menschen Sohn ist nicht kommen, der Menschen Seelen zu verderben, 
sondern zu erhalten.
57. Und sie gingen in einen andern Markt. Es begab sich aber, da sie auf 
dem Wege waren, sprach einer zu ihm: Ich will dir folgen, wo du hingehest.
58. Und Jesus sprach zu ihm: Die Fchse haben Gruben, und die Vgel unter 
dem Himmel haben Nester, aber des Menschen Sohn hat nicht, da er sein 
Haupt hinlege.
59. Und er sprach zu einem andern: Folge mir nach! Der sprach aber: Herr, 
erlaube mir, da ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe.
60. Aber Jesus sprach zu ihm: La die Toten ihre Toten begraben; gehe du 
aber hin und verkndige das Reich Gottes.
61. Und ein anderer sprach: Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube 
mir zuvor, da ich einen Abschied mache mit denen, die in meinem Hause 
sind.
62. Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug leget und siehet 
zurck, der ist nicht geschickt zum Reich Gottes.
Evangelium des Lukas 10
1. Danach sonderte der Herr andere siebzig aus und sandte sie zwei und 
zwei vor sich her in alle Stdte und Orte, da er wollte hinkommen.
2. Und sprach zu ihnen: Die Ernte ist gro, der Arbeiter aber ist wenig; 
bittet den Herrn der Ernte, da er Arbeiter aussende in seine Ernte!
3. Gehet hin! Siehe, ich sende euch als die Lmmer mitten unter die Wlfe.
4. Traget keinen Beutel noch Tasche noch Schuhe und gret niemand auf der 
Strae.
5. Wo ihr in ein Haus kommt, da sprechet zuerst: Friede sei in diesem 
Hause!
6. Und so daselbst wird ein Kind des Friedens sein, so wird euer Friede 
auf ihm beruhen; wo aber nicht, so wird sich euer Friede wieder zu euch 
wenden.
7. In demselbigen Hause aber bleibet, esset und trinket, was sie haben; 
denn ein Arbeiter ist seines Lohnes wert. Ihr sollt nicht von, einem Hause 
zum andern gehen.
8. Und wo ihr in eine Stadt kommt, und sie euch aufnehmen, da esset, was 
euch wird vorgetragen,
9. und heilet die Kranken, die daselbst sind, und saget ihnen: Das Reich 
Gottes ist nahe zu euch kommen.
10. Wo ihr aber in eine Stadt kommet, da sie euch nicht aufnehmen, da 
gehet heraus auf ihre Gassen und sprecht:
11. Auch den Staub, der sich an uns gehnget hat von eurer Stadt, schlagen 
wir ab auf euch; doch sollt ihr wissen, da euch das Reich Gottes nahe 
gewesen ist.
12. Ich sage euch: Es wird Sodom ertrglicher ergehen an jenem Tage denn 
solcher Stadt.
13. Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Denn wren solche Taten zu 
Tyrus und Sidon geschehen, die bei euch geschehen sind, sie htten 
vorzeiten im Sack und in der Asche gesessen und Bue getan.
14. Doch es wird Tyrus und Sidon ertrglicher ergehen am Gerichte denn 
euch.
15. Und du, Kapernaum, die du bis an den Himmel erhoben bist, du wirst in 
die Hlle hinuntergestoen werden.
16. Wer euch hret, der hret mich, und wer euch verachtet, der verachtet 
mich; wer aber mich verachtet, der verachtet den, der mich gesandt hat.
17. Die Siebzig aber kamen wieder mit Freuden und sprachen: Herr, es sind 
uns auch die Teufel untertan in deinem Namen.
18. Er sprach aber zu ihnen: Ich sah wohl den Satanas vom Himmel fallen 
als einen Blitz.
19. Sehet, ich habe euch Macht gegeben, zu treten auf Schlangen und 
Skorpione, und ber alle Gewalt des Feindes; und nichts wird euch 
beschdigen.
20. Doch darin freuet euch nicht, da euch die Geister untertan sind, 
freuet euch aber, da eure Namen im Himmel geschrieben sind.
21. Zu der Stunde freuete sich Jesus im Geist und sprach: Ich preise dich, 
Vater und Herr Himmels und der Erde, da du solches verborgen hast den 
Weisen und Klugen und hast es offenbart den Unmndigen: Ja, Vater, also 
war es wohlgefllig vor dir.
22. Es ist mir alles bergeben von meinem Vater. Und niemand wei, wer der 
Sohn sei, denn nur der Vater, noch wer der Vater sei, denn nur der Sohn, 
und welchem es der Sohn will offenbaren.
23. Und er wandte sich zu seinen Jngern und sprach insonderheit: Selig 
sind die Augen, die da sehen, was ihr sehet.
24. Denn ich sage euch: Viel Propheten und Knige wollten sehen, was ihr 
sehet, und haben's nicht gesehen; und hren, was ihr hret, und haben's 
nicht gehret.
25. Und siehe, da stund ein Schriftgelehrter auf, versuchte ihn und 
sprach: Meister, was mu ich tun, da ich das ewige Leben ererbe?
26. Er aber sprach zu ihm: Wie stehet im Gesetz geschrieben? Wie liesest 
du?
27. Er antwortete und sprach: Du sollst Gott, deinen Herrn, lieben von 
ganzem Herzen, von ganzer Seele, von allen Krften und von ganzem Gemt 
und deinen Nchsten als dich selbst.
28. Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst du 
leben.
29. Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesu: Wer ist 
denn mein Nchster?
30. Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von 
Jerusalem hinab gen Jericho und fiel unter die Mrder; die zogen ihn aus 
und schlugen ihn und gingen davon und lieen ihn halbtot liegen.
31. Es begab sich aber ohngefhr, da ein Priester dieselbige Strae 
hinabzog; und da er ihn sah, ging er vorber.
32. Desselbigengleichen auch ein Levit: da er kam zu der Sttte und sah 
ihn, ging er vorber.
33. Ein Samariter aber reisete und kam dahin; und da er ihn sah, jammerte 
ihn sein,
34. ging zu ihm, verband ihm seine Wunden und go drein l und Wein und 
hub ihn auf sein Tier und fhrete ihn in die Herberge und pflegete sein.
35. Des andern Tages reisete er und zog heraus zwei Groschen und gab sie 
dem Wirt und sprach zu ihm; Pflege sein; und so du was mehr wirst dartun, 
will ich dir's bezahlen, wenn ich wiederkomme.
36. Welcher dnket dich, der unter diesen dreien der Nchste, sei gewesen 
dem, der unter die Mrder gefallen war?
37. Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: 
So gehe hin und tue desgleichen!
38. Es begab sich aber, da sie wandelten, ging er in einen Markt. Da war 
ein Weib mit Namen Martha, die nahm ihn auf in ihr Haus.
39. Und sie hatte eine Schwester, die hie Maria; die setzte sich zu Jesu 
Fen und hrete seiner Rede zu.
40. Martha aber machte sich viel zu schaffen, ihm zu dienen. Und sie trat 
hinzu und sprach: Herr, fragst du nicht danach, da mich meine Schwester 
lsset alleine dienen? Sage ihr doch, da sie es auch angreife!
41. Jesus aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du hast viel 
Sorge und Mhe!
42. Eines aber ist not: Maria hat das gute Teil erwhlet; das soll nicht 
von ihr genommen werden.
Evangelium des Lukas 11
1. Und es begab sich, da er war an einem Ort und betete. Und da er 
aufgehret hatte, sprach seiner Jnger einer zu ihm: Herr, lehre uns 
beten, wie auch Johannes seine Jnger lehrete.
2. Er aber sprach zu ihnen: Wenn ihr betet, sprecht: Unser Vater im 
Himmel, dein Name werde geheiliget. Dein Reich komme. Dein Wille geschehe 
auf Erden wie im Himmel.
3. Gib uns unser tglich Brot immerdar.
4. Und vergib uns unsere Snden; denn auch wir vergeben allen, die uns 
schuldig sind. Und fhre uns nicht in Versuchung, sondern erlse uns von 
dem bel.
5. Und er sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, der einen Freund hat 
und ginge zu ihm um Mitternacht und sprche zu ihm: Lieber Freund, leihe 
mir drei Brote;
6. denn es ist mein Freund zu mir kommen von der Strae, und ich habe 
nicht, was ich ihm vorlege;
7. und er drinnen wrde antworten und sprechen: Mach' mir keine Unruhe; 
die Tr ist schon zugeschlossen, und meine Kindlein sind bei mir in der 
Kammer; ich kann nicht aufstehen und dir geben.
8. Ich sage euch, und ob er nicht aufsteht und gibt ihm darum, da er sein 
Freund ist, so wird er doch um seines unverschmten Geilens willen 
aufstehen und ihm geben, wieviel er bedarf.
9. Und ich sage euch auch: Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet 
ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan.
10. Denn wer da bittet, der nimmt; und wer da suchet, der findet; und wer 
da anklopfet, dem wird aufgetan.
11. Wo bittet unter euch ein Sohn den Vater ums Brot, der ihm einen Stein 
dafr biete? und so er um einen Fisch bittet, der ihm eine Schlange fr 
den Fisch biete?
12. oder so er um ein Ei bittet, der ihm einen Skorpion dafr biete?
13. So denn ihr, die ihr arg seid, knnet euren Kindern gute Gaben geben, 
wieviel mehr wird der Vater im Himmel den Heiligen Geist geben denen, die 
ihn bitten!
14. Und er trieb einen Teufel aus, der war stumm. Und es geschah, da der 
Teufel ausfuhr, da redete der Stumme. Und das Volk verwunderte sich.
15. Etliche aber unter ihnen sprachen: Er treibt die Teufel aus durch 
Beelzebub, den Obersten der Teufel.
16. Die andern aber versuchten ihn und begehreten ein Zeichen von ihm vom 
Himmel.
17. Er aber vernahm ihre Gedanken und sprach zu ihnen: Ein jeglich Reich, 
so es mit ihm selbst uneins wird, das wird wste, und ein Haus fllt ber 
das andere.
18. Ist denn der Satanas auch mit ihm selbst uneins, wie will sein Reich 
bestehen? dieweil ihr saget, ich treibe die Teufel aus durch Beelzebub.
19. So aber ich die Teufel durch Beelzebub austreibe, durch wen treiben 
sie eure Kinder aus? Darum werden sie eure Richter sein.
20. So ich aber durch Gottes Finger die Teufel austreibe, so kommt je das 
Reich Gottes zu euch.
21. Wenn ein starker Gewappneter seinen Palast bewahret, so bleibt das 
Seine mit Frieden.
22. Wenn aber ein Strkerer ber ihn kommt und berwindet ihn, so nimmt er 
ihm seinen Harnisch, darauf er sich verlie, und teilet den Raub aus.
23. Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir 
sammelt, der zerstreuet.
24. Wenn der unsaubere Geist von dem Menschen ausfhret, so durchwandelt 
er drre Sttten, suchet Ruhe und findet sie nicht; so spricht er: Ich 
will wieder umkehren in mein Haus, daraus ich gegangen bin.
25. Und wenn er kommt, so findet er's mit Besemen gekehret und geschmcket.
26. Dann gehet er hin und nimmt sieben Geister zu sich, die rger sind 
denn er selbst; und wenn sie hineinkommen, wohnen sie da; und wird hernach 
mit demselbigen Menschen rger denn vorhin.
27. Und es begab sich, da er solches redete, erhub ein Weib im Volk die 
Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich getragen hat, und 
die Brste, die du gesogen hast.
28. Er aber sprach: Ja, selig sind, die das Wort Gottes hren und bewahren.
29. Das Volk aber drang hinzu. Da fing er an und sagte: Dies ist eine arge 
Art; sie begehret ein Zeichen, und es wird ihr kein Zeichen gegeben denn 
nur das Zeichen des Propheten Jona.
30. Denn wie Jona ein Zeichen war den Niniviten, also wird des Menschen 
Sohn sein diesem Geschlechte.
31. Die Knigin von Mittag wird auftreten vor dem Gerichte mit den Leuten 
dieses Geschlechts und wird sie verdammen; denn sie kam von der Welt Ende, 
zu hren die Weisheit Salomos. Und siehe, hier ist mehr denn Salomo.
32. Die Leute von Ninive werden auftreten vor dem Gerichte mit diesem 
Geschlecht und werden's verdammen; denn sie taten Bue nach der Predigt 
des Jona. Und siehe, hier ist mehr denn Jona.
33. Niemand zndet ein Licht an und setzt es an einen heimlichen Ort, auch 
nicht unter einen Scheffel, sondern auf den Leuchter, auf da, wer 
hineingehet, das Licht sehe.
34. Das Auge ist des Leibes Licht. Wenn nun dein Auge einfltig sein wird, 
so ist dein ganzer Leib licht. So aber dein Auge ein Schalk sein wird, so 
ist auch dein Leib finster.
35. So schaue darauf, da nicht das Licht in dir Finsternis sei!
36. Wenn nun dein Leib ganz licht ist, da er kein Stck von Finsternis 
hat, so wird er ganz licht sein und wird dich erleuchten wie ein heller 
Blitz.
37. Da er aber in der Rede war, bat ihn ein Phariser, da er mit ihm das 
Mittagsmahl e. Und er ging hinein und setzte sich zu Tische.
38. Da das der Phariser sah, verwunderte er sich, da er sich nicht vor 
dem Essen gewaschen htte.
39. Der Herr aber sprach zu ihm: Ihr Phariser haltet die Becher und 
Schsseln auswendig reinlich; aber euer Inwendiges ist voll Raubes und 
Bosheit.
40. Ihr Narren, meinet ihr, da inwendig rein sei, wenn's auswendig rein 
ist?
41. Doch gebt Almosen von dem, was da ist, siehe, so ist's euch alles rein.
42. Aber wehe euch Pharisern, da ihr verzehntet die Minze und Raute und 
allerlei Kohl und gehet vorbei an dem Gericht und an der Liebe Gottes! 
Dies sollte man tun und jenes nicht lassen.
43. Wehe euch Pharisern, da ihr gerne obenan sitzet in den Schulen und 
wollet gegrt sein auf dem Markte!
44. Wehe euch Schriftgelehrten und Pharisern, ihr Heuchler, da ihr seid 
wie die verdeckten Totengrber, darber die Leute laufen und kennen sie 
nicht!
45. Da antwortete einer von den Schriftgelehrten und sprach zu ihm: 
Meister, mit den Worten schmhest du uns auch.
46. Er aber sprach: Und wehe auch euch Schriftgelehrten! Denn ihr beladet 
die Menschen mit unertrglichen Lasten, und ihr rhret sie nicht mit einem 
Finger an.
47. Wehe euch! Denn ihr bauet der Propheten Grber; eure Vter aber haben 
sie gettet.
48. So bezeuget ihr zwar und bewilliget in eurer Vter Werk; denn sie 
tteten sie, so bauet ihr ihre Grber.
49. Darum spricht die Weisheit Gottes: Ich will Propheten und Apostel zu 
ihnen senden, und derselbigen werden sie etliche tten und verfolgen,
50. auf da gefordert werde von diesem Geschlecht aller Propheten Blut, 
das vergossen ist, seit der Welt Grund gelegt ist,
51. von Abels Blut an bis auf das Blut des Zacharias, der umkam zwischen 
dem Altar und Tempel. Ja, ich sage euch, es wird gefordert werden von 
diesem Geschlechte.
52. Wehe euch Schriftgelehrten! denn ihr den Schlssel der Erkenntnis 
habt. Ihr kommt nicht hinein und wehret denen, die hinein wollen.
53. Da er aber solches zu ihnen sagte, fingen an die Schriftgelehrten und 
Phariser, hart auf ihn zu dringen und ihm mit mancherlei Fragen den Mund 
zu stopfen,
54. und lauerten auf ihn und suchten, ob sie etwas erjagen knnten aus 
seinem Munde, da sie eine Sache wider ihn htten.
Evangelium des Lukas 12
1. Es lief das Volk zu, und kamen etliche viel tausend zusammen, also da 
sie sich untereinander traten. Da fing er an und sagte zu seinen Jngern: 
Zum ersten htet euch vor den Sauerteig der Phariser, welches ist die 
Heuchelei.
2. Es ist aber nichts verborgen, das nicht offenbar werde, noch heimlich, 
das man nicht wissen werde.
3. Darum, was ihr in Finsternis saget, das wird man im Licht hren; was 
ihr redet ins Ohr in den Kammern, das wird man auf den Dchern predigen.
4. Ich sage euch aber, meinen Freunden: Frchtet euch nicht vor denen, die 
den Leib tten und danach nichts mehr tun knnen.
5. Ich will euch aber zeigen, vor welchem ihr euch frchten sollt: 
Frchtet euch vor dem, der, nachdem er gettet hat, auch Macht hat, zu 
werfen in die Hlle. Ja, ich sage euch, vor dem frchtet euch.
6. Verkauft man nicht fnf Sperlinge um zwei Pfennige? Noch ist vor Gott 
derselbigen nicht einer vergessen.
7. Auch sind die Haare auf eurem Haupte alle gezhlet. Darum frchtet euch 
nicht; denn ihr seid besser denn viel Sperlinge.
8. Ich sage euch aber: Wer mich bekennet vor den Menschen, den wird auch 
des Menschen Sohn bekennen vor den Engeln Gottes.
9. Wer mich aber verleugnet vor den Menschen, der wird verleugnet werden 
vor den Engeln Gottes.
10. Und wer da redet ein Wort wider des Menschen Sohn, dem soll es 
vergeben werden; wer aber lstert den Heiligen Geist, dem soll es nicht 
vergeben werden.
11. Wenn sie euch aber fhren werden in ihre Schulen und vor die Obrigkeit 
und vor die Gewaltigen, so sorget nicht, wie oder was ihr antworten oder 
was ihr sagen sollt.
12. Denn der Heilige Geist wird euch zu derselbigen Stunde lehren, was ihr 
sagen sollt.
13. Es sprach aber einer aus dem Volk zu ihm: Meister, sage meinem Bruder, 
da er mit mir das Erbe teile.
14. Er aber sprach zu ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder 
Erbschichter ber euch gesetzt?
15. Und sprach zu ihnen: Sehet zu und htet euch vor dem Geiz! Denn 
niemand lebet davon, da er viel Gter hat.
16. und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Es war ein reicher 
Mensch, des Feld hatte wohl getragen.
17. Und er gedachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun? Ich habe 
nicht, da ich meine Frchte hinsammle.
18. Und sprach: Das will ich tun: ich will meine Scheunen abbrechen und 
grere bauen und will drein sammeln alles, was mir gewachsen ist, und 
meine Gter.
19. Und will sagen zu meiner Seele: Liebe Seele, du hast einen groen 
Vorrat auf viel Jahre; habe nun Ruhe, i trink und habe guten Mut!
20. Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr, diese Nacht wird man deine Seele von 
dir fordern, und wes wird's sein, das du bereitet hast?
21. Also gehet es, wer sich Schtze sammelt und ist nicht reich in Gott.
22. Er sprach aber zu seinen Jngern: Darum sage ich euch: Sorget nicht 
fr euer Leben, was ihr essen sollet; auch nicht fr euren Leib, was ihr 
antun sollet.
23. Das Leben ist mehr denn die Speise und der Leib mehr denn die Kleidung.
24. Nehmet wahr der Raben: sie sen nicht, sie ernten auch nicht, sie 
haben auch keinen Keller noch Scheune; und Gott nhret sie doch. Wieviel 
aber seid ihr besser denn die Vgel!
25. Welcher ist unter euch, ob er schon darum sorget, der da knnte eine 
Elle lang seiner Gre zusetzen?
26. So ihr denn das Geringste nicht vermget, warum sorget ihr fr das 
andere?
27. Nehmet wahr der Lilien auf dem Felde, wie sie wachsen; sie arbeiten 
nicht, so spinnen sie nicht. Ich sage euch aber, da auch Salomo in aller 
seiner Herrlichkeit nicht ist bekleidet gewesen als der eine.
28. So denn das Gras, das heute auf dem Felde stehet. und morgen in den 
Ofen geworfen wird, Gott also kleidet, wieviel mehr wird er euch kleiden, 
ihr Kleinglubigen.
29. Darum auch ihr, fraget nicht danach, was ihr essen oder was ihr 
trinken sollt, und fahret nicht hoch her!
30. Nach solchem allem trachten die Heiden in der Welt; aber euer Vater 
wei wohl, da ihr des bedrfet.
31. Doch trachtet nach dem Reich Gottes, so wird euch das alles zufallen.
32. Frchte dich nicht, du kleine Herde; denn es ist eures Vaters 
Wohlgefallen, euch das Reich zugeben.
33. Verkaufet, was ihr habt, und gebt Almosen. Machet euch Sckel, die 
nicht veralten, einen Schatz, der nimmer abnimmt im Himmel, da kein Dieb 
zukommt, und den keine Motten fressen.
34. Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.
35. Lasset eure Lenden umgrtet sein und eure Lichter brennen
36. und seid gleich den Menschen, die auf ihren Herrn warten, wenn er 
aufbrechen wird von der Hochzeit, auf da, wenn er kommt und anklopft, sie 
ihm bald auftun.
37. Selig sind die Knechte, die der Herr, so er kommt, wachend findet. 
Wahrlich, ich sage euch, er wird sich aufschrzen und wird sie zu Tisch 
setzen und vor ihnen gehen und ihnen dienen.
38. Und so er kommt in der andern Wache und in der dritten Wache und 
wird's also finden: selig sind diese Knechte.
39. Das sollt ihr aber wissen: Wenn ein Hausherr wte, zu welcher Stunde 
der Dieb kme, so wachete er und liee nicht in sein Haus brechen.
40. Darum seid ihr auch bereit! Denn des Menschen Sohn wird kommen zu der 
Stunde, da ihr nicht meinet.
41. Petrus aber sprach zu ihm: Herr, sagest du dies Gleichnis zu uns oder 
auch zu allen?
42. Der Herr aber sprach: Wie ein gro Ding ist's um einen treuen und 
klugen Haushalter, welchen der Herr setzt ber sein Gesinde, da er ihnen 
zu rechter Zeit ihre Gebhr gebe!
43. Selig ist der Knecht, welchen sein Herr findet also tun, wenn er kommt.
44. Wahrlich, ich sage euch, er wird ihn ber alle seine Gter setzen.
45. So aber derselbige Knecht in seinem Herzen sagen wird: Mein Herr 
verzieht zu kommen, und fnget an zu schlagen Knechte und Mgde, auch zu 
essen und zu trinken und sich vollzusaufen,
46. so wird desselben Knechtes Herr kommen an dem Tage, da er sich's nicht 
versiehet, und zu der Stunde, die er nicht wei, und wird ihn zerscheitern 
und wird ihm seinen Lohn geben mit den Unglubigen.
47. Der Knecht aber, der seines Herrn Willen wei und hat sich nicht 
bereitet, auch nicht nach seinem Willen getan, der wird viel Streiche 
leiden mssen.
48. Der es aber nicht wei, hat doch getan was der Streiche wert ist, wird 
wenig Streiche leiden. Denn welchem viel gegeben ist, bei dem wird man 
viel suchen, und welchem viel befohlen ist, von dem wird man viel fordern.
49. Ich bin kommen, da ich ein Feuer anznde auf Erden; was wollt' ich 
lieber, denn es brennete schon!
50. Aber ich mu mich zuvor taufen lassen mit einer Taufe; und wie ist mir 
so bange, bis sie vollendet werde!
51. Meinet ihr, da ich herkommen bin, Frieden zu bringen auf Erden? Ich 
sage nein, sondern Zwietracht.
52. Denn von nun an werden fnf in einem Hause uneins sein: drei wider 
zwei und zwei wider drei.
53. Es wird sein der Vater wider den Sohn und der Sohn wider den Vater, 
die Mutter wider die Tochter und die Tochter wider die Mutter, die 
Schwieger wider die Schnur und die Schnur wider die Schwieger.
54. Er sprach aber zu dem Volk: Wenn ihr eine Wolke sehet aufgehen vom 
Abend, so sprecht ihr bald: Es kommt ein Regen; und es geschiehet also.
55. Und wenn ihr sehet den Sdwind wehen, so sprecht ihr: Es wird, hei 
werden; und es geschiehet also.
56. Ihr Heuchler, die Gestalt der Erde und des Himmels knnt ihr prfen, 
wie prfet ihr aber diese Zeit nicht?
57. Warum richtet ihr aber nicht an euch selber, was recht ist?
58. So du aber mit deinem Widersacher vor den Frsten gehest, so tue Flei 
auf dem Wege, da du sein los werdest, auf da er nicht etwa dich vor den 
Richter ziehe, und der Richter berantworte dich dem Stockmeister, und der 
Stockmeister werfe dich ins Gefngnis.
59. Ich sage dir, du wirst von dannen nicht herauskommen, bis du den 
allerletzten Scherf bezahlest.
Evangelium des Lukas 13
1. Es waren aber zu derselbigen Zeit etliche dabei, die verkndigten ihm 
von den Galilern, welcher Blut Pilatus samt ihrem Opfer vermischt hatte.
2. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Meinet ihr, da diese 
Galiler vor allen Galilern Snder gewesen sind, die weil sie das 
erlitten haben?
3. Ich sage: Nein, sondern, so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle 
auch also umkommen.
4. Oder meinet ihr, da die achtzehn, auf welche der Turm in Siloah fiel 
und erschlug sie, seien schuldig gewesen vor allen Menschen, die zu 
Jerusalem wohnen?
5. Ich sage: Nein, sondern so ihr euch nicht bessert, werdet ihr alle auch 
also umkommen.
6. Er sagte ihnen aber dies Gleichnis: Es hatte einer einen Feigenbaum, 
der war gepflanzt in seinem Weinberge; und kam und suchte Frucht darauf 
und fand sie nicht.
7. Da sprach er zu dem Weingrtner: Siehe, ich bin nun drei Jahre lang 
alle Jahre kommen und habe Frucht gesucht auf diesem Feigenbaum und finde 
sie nicht. Haue ihn ab; was hindert er das Land?
8. Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, la ihn noch dies Jahr, bis 
da ich um ihn grabe und bednge ihn,
9. ob er wollte Frucht bringen; wo nicht, so haue ihn danach ab.
10. Und er lehrete in einer Schule am Sabbat.
11. Und siehe, ein Weib war da, das hatte einen Geist der Krankheit 
achtzehn Jahre; und sie war krumm und konnte nicht wohl aufsehen.
12. Da sie aber Jesus sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: Weib, 
sei los von deiner Krankheit!
13. Und legte die Hnde auf sie; und alsbald richtete sie sich auf und 
preisete Gott.
14. Da antwortete der Oberste der Schule und war unwillig, da Jesus auf 
den Sabbat heilete, und sprach zu dem Volk: Es sind sechs Tage, darinnen 
man arbeiten soll; in denselbigen kommt und lat euch heilen und nicht am 
Sabbattage.
15. Da antwortete ihm der Herr und sprach: Du Heuchler, lset nicht ein 
jeglicher unter euch seinen Ochsen oder Esel von der Krippe am Sabbat und 
fhret ihn zur Trnke?
16. Sollte aber nicht gelt werden am Sabbat diese, die doch Abrahams 
Tochter ist, von diesem Bande, welche Satanas gebunden hatte nun wohl 
achtzehn Jahre?
17. Und als er solches sagte, muten sich schmen alle, die ihm wider 
gewesen waren. Und alles Volk freuete sich ber alle herrlichen Taten, die 
von ihm geschahen.
18. Er sprach aber: Wem ist das Reich Gottes gleich, und wem soll ich's 
vergleichen?
19. Es ist einem Senfkorn gleich, welches ein Mensch nahm und warf's in 
seinen Garten; und es wuchs und ward ein groer Baum, und die Vgel des 
Himmels wohneten unter seinen Zweigen.
20. Und abermal sprach er: Wem soll ich das Reich Gottes vergleichen?
21. Es ist einem Sauerteige gleich, welchen ein Weib nahm und verbarg ihn 
unter drei Scheffel Mehls, bis da es gar sauer ward.
22. Und er ging durch Stdte und Mrkte und lehrete und nahm seinen Weg 
gen Jerusalem.
23. Es sprach aber einer zu ihm: Herr, meinest du, da wenige selig 
werden? Er aber sprach zu ihnen:
24. Ringet danach, da ihr durch die enge Pforte eingehet; denn viele 
werden, das sage ich euch, danach trachten, wie sie hineinkommen, und 
werden's nicht tun knnen.
25. Von dem an, wenn der Hauswirt aufgestanden ist und die Tr 
verschlossen hat, da werdet ihr denn anfangen drauen zu stehen, und an 
die Tr klopfen und sagen: Herr, Herr, tu uns auf! Und er wird antworten 
und zu euch sagen: Ich kenne euer nicht, wo ihr her seid.
26. So werdet ihr denn anfangen zu sagen: Wir haben vor dir gegessen und 
getrunken, und auf den Gassen hast du uns gelehret.
27. Und er wird sagen: Ich sage euch, ich kenne euer nicht, wo ihr her 
seid; weichet alle von mir, ihr beltter!
28. Da wird sein Heulen und Zhneklappen, wenn ihr sehen werdet Abraham 
und Isaak und Jakob und alle Propheten im Reich Gottes, euch aber 
hinausgestoen.
29. Und es werden kommen vom Morgen und vom Abend, von Mitternacht. und 
vom Mittage, die zu Tische sitzen werden im Reich Gottes.
30. Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein; und sind Erste, 
die werden die Letzten sein.
31. An demselben Tage kamen etliche Phariser und sprachen zu ihm: Heb' 
dich hinaus und gehe von hinnen; denn Herodes will dich tten.
32. Und er sprach zu ihnen: Gehet hin und saget demselbigen Fuchs: Siehe, 
ich treibe Teufel aus und mache gesund heute und morgen und am dritten 
Tage werde ich ein Ende nehmen.
33. Doch mu ich heute und morgen und am Tage danach wandeln; denn es 
tut's nicht, da ein Prophet umkomme auer Jerusalem.
34. Jerusalem, Jerusalem, die du ttest die Propheten und steinigest, die 
zu dir gesandt werden, wie oft habe ich wollen deine Kinder versammeln wie 
eine Henne ihr Nest unter ihre Flgel; und ihr habt nicht gewollt!
35. Sehet, euer Haus soll euch wste gelassen werden. Denn ich sage euch: 
Ihr werdet mich nicht sehen, bis da es komme, da ihr sagen werdet: 
Gelobet ist, der da kommt in dem Namen des Herrn!
Evangelium des Lukas 14
1. Und es begab sich, da er kam in ein Haus eines Obersten der Phariser 
auf einen Sabbat, das Brot zu essen. Und sie hielten auf ihn.
2. Und siehe, da war ein Mensch vor ihm der war wasserschtig.
3. Und Jesus antwortete und sagte zu den Schriftgelehrten und Pharisern 
und sprach: Ist's auch recht, auf den Sabbat heilen?
4. Sie aber schwiegen stille. Und er griff ihn an und heilete ihn und lie 
ihn gehen.
5. Und antwortete und sprach zu ihnen: Welcher ist unter euch, dem sein 
Ochse oder Esel in den Brunnen fllt, und er nicht alsbald ihn herauszieht 
am Sabbattage?
6. Und sie konnten ihm darauf nicht wieder Antwort geben.
7. Er sagte aber ein Gleichnis zu den Gsten, da, er merkte, wie sie 
erwhleten, obenan zu sitzen, und sprach zu ihnen:
8. Wenn du von jemand geladen wirst zur Hochzeit, so setze dich nicht 
obenan, da nicht etwa ein Ehrlicherer denn du von ihm geladen sei,
9. und so dann kommt, der dich und ihn geladen hat, spreche zu dir: Weiche 
diesem! und du mssest dann mit Scham untenan sitzen.
10. Sondern wenn du geladen wirst, so gehe hin und setze dich untenan, auf 
da, wenn da kommt, der dich geladen hat, spreche zu dir: Freund, rcke 
hinauf! Dann wirst du Ehre haben vor denen, die mit dir zu Tische sitzen.
11. Denn wer sich selbst erhhet, der soll erniedriget werden; und wer 
sich selbst erniedriget, der soll erhhet werden.
12. Er sprach auch zu dem, der ihn geladen hatte: Wenn du ein Mittags -
oder Abendmahl machest, so lade nicht deine Freunde noch deine Brder noch 
deine Gefreundeten noch deine Nachbarn, die da reich sind, auf da sie 
dich nicht etwa wieder laden, und dir vergolten werde.
13. Sondern wenn du ein Mahl machest, lade die Armen, die Krppel, die 
Lahmen, die Blinden,
14. so bist du selig; denn sie haben's dir nicht zu vergelten; es wird dir 
aber vergolten werden in der Auferstehung der Gerechten.
15. Da aber solches hrete einer, der mit zu Tisch sa, sprach er zu ihm: 
Selig ist, der das Brot isset im Reich Gottes.
16. Er aber sprach zu ihm: Es war ein Mensch, der machte ein gro 
Abendmahl und lud viele dazu.
17. Und sandte seinen Knecht aus zur Stunde des Abendmahls, zu sagen den 
Geladenen: Kommt, denn es ist alles bereit!
18. Und sie fingen an alle nacheinander, sich zu entschuldigen. Der erste 
sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und mu hinausgehen und ihn 
besehen; ich bitte dich, entschuldige mich.
19. Und der andere sprach: Ich habe fnf Joch Ochsen gekauft, und ich gehe 
jetzt hin, sie zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich.
20. Und der dritte sprach: Ich habe ein Weib genommen, darum kann ich 
nicht kommen.
21. Und der Knecht kam und sagte das seinem Herrn wieder. Da ward der 
Hausherr zornig und sprach zu seinem Knechte: Gehe aus bald auf die 
Straen und Gassen der Stadt und fhre die Armen und Krppel und Lahmen 
und Blinden herein.
22. Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, was du befohlen hast; 
es ist aber noch Raum da.
23. Und der Herr sprach zu dem Knechte: Gehe aus auf die Landstraen und 
an die Zune und ntige sie hereinzukommen, auf da mein Haus voll werde.
24. Ich sage euch aber, da der Mnner keiner; die geladen sind; mein 
Abendmahl schmecken wird.
25. Es ging aber viel Volks mit ihm. Und er wandte sich und sprach zu 
ihnen:
26. So jemand zu mir kommt und hasset nicht seinen Vater, Mutter, Weib, 
Kinder, Brder, Schwestern, auch dazu sein eigen Leben, der kann nicht 
mein Jnger sein.
27. Und wer nicht sein Kreuz trgt und mir nachfolget, der kann nicht mein 
Jnger sein.
28. Wer ist aber unter euch, der einen Turm bauen will und sitzt nicht 
zuvor und berschlgt die Kosten, ob er's habe hinauszufhren?
29. auf da nicht, wo er den Grund gelegt hat und kann's nicht 
hinausfhren, alle, die es sehen, fangen an sein zu spotten
30. und sagen: Dieser Mensch hub an zu bauen und kann's nicht hinausfhren!
31. Oder welcher Knig will sich begeben in einen Streit wider einen 
andern Knig und sitzt nicht zuvor und ratschlagt, ob er knnte mit 
zehntausend begegnen dem, der ber ihn kommt mit zwanzigtausend?
32. Wo nicht, so schickt er Botschaft, wenn jener noch ferne ist, und 
bittet um Frieden.
33. Also auch ein jeglicher unter euch, der nicht absagt allem, was er 
hat, kann nicht mein Jnger sein.
34. Das Salz ist ein gut Ding; wo aber das Salz dumm wird, womit wird man 
wrzen?
35. Es ist weder auf das Land noch in den Mist ntze, sondern man wird's 
wegwerfen. Wer Ohren hat zu hren, der hre!
Evangelium des Lukas 15
1. Es naheten aber zu ihm allerlei Zllner und Snder, da sie ihn hreten.
2. Und die Phariser und Schriftgelehrten murreten und sprachen: Dieser 
nimmt die Snder an und isset mit ihnen.
3. Er sagte aber zu ihnen dies Gleichnis und sprach:
4. Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat, und so er der 
eines verlieret, der nicht lasse die neunundneunzig in der Wste und 
hingehe nach dem verloren, bis da er's finde?
5. Und wenn er's funden hat, so legt er's auf seine Achseln mit Freuden.
6. Und wenn er heimkommt, ruft er seine Freunde und Nachbarn und spricht 
zu ihnen: Freuet euch mit mir; denn ich habe mein Schaf funden, das 
verloren war.
7. Ich sage euch: Also wird auch Freude im Himmel sein ber einen Snder, 
der Bue tut, vor neunundneunzig Gerechten, die der Bue nicht bedrfen.
8. Oder welch Weib ist, die zehn Groschen hat, so sie der einen verlieret, 
die nicht ein Licht anznde und kehre das Haus und suche mit Flei, bis 
da sie ihn finde?
9. Und wenn sie ihn funden hat, rufet sie ihre Freundinnen und 
Nachbarinnen und spricht: Freuet euch mit mir; denn ich habe meinen 
Groschen funden, den ich verloren hatte.
10. Also auch, sage ich euch, wird Freude sein vor den Engeln Gottes ber 
einen Snder, der Bue tut.
11. Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Shne.
12. Und der jngste unter ihnen sprach zum Vater: Gib mir, Vater, das Teil 
der Gter, das mir gehrt! Und er teilete ihnen das Gut.
13. Und nicht lange danach sammelte der jngste Sohn alles zusammen und 
zog ferne ber Land; und daselbst brachte er sein Gut um mit Prassen.
14. Da er nun all das Seine verzehret hatte, ward eine groe Teurung durch 
dasselbige ganze Land, und er fing an zu darben.
15. Und ging hin und hngete sich an einen Brger desselbigen Landes, der 
schickte ihn auf seinen Acker, die Sue zu hten.
16. Und er begehrte seinen Bauch zu fllen mit Trebern, die die Sue aen; 
und niemand gab sie ihm.
17. Da schlug er in sich und sprach: Wieviel Tagelhner hat mein Vater, 
die Brot die Flle haben, und ich verderbe im Hunger!
18. Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: 
Vater, ich habe gesndiget gegen den Himmel und vor dir
19. und bin fort nicht mehr wert, da ich dein Sohn heie; mache mich zu 
einem deiner Tagelhner.
20. Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Da er aber noch ferne 
von dannen war, sah ihn sein Vater, und jammerte ihn, lief und fiel ihm um 
seinen Hals und kssete ihn.
21. Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesndiget gegen den 
Himmel und vor dir; ich bin fort nicht mehr wert, da ich dein Sohn heie.
22. Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringet das beste Kleid 
hervor und tut es ihm an; und gebet ihm einen Fingerreif an seine Hand und 
Schuhe an seine Fe;
23. und bringet ein gemstet Kalb her und schlachtet es: lasset uns essen 
und frhlich sein!
24. Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig worden; er war 
verloren und ist funden worden. Und fingen an frhlich zu sein.
25. Aber der lteste Sohn war auf dem Felde, und als er nahe zum Hause 
kam, hrete er das Gesnge und den Reigen
26. und rief zu sich der Knechte einen und fragte, was das wre.
27. Der aber sagte ihm: Dein Bruder ist kommen, und dein Vater hat ein 
gemstet Kalb geschlachtet, da, er ihn gesund wieder hat.
28. Da ward er zornig und wollte nicht hineingehen. Da ging sein Vater 
heraus und bat ihn.
29. Er antwortete aber und sprach zum Vater: Siehe, so viel Jahre diene 
ich dir und habe dein Gebot noch nie bertreten, und du hast mir nie einen 
Bock gegeben, da ich mit meinen Freunden frhlich wre.
30. Nun aber dieser dein Sohn kommen ist, der sein Gut mit Huren 
verschlungen hat, hast du ihm ein gemstet Kalb geschlachtet.
31. Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, 
was mein ist, das ist dein.
32. Du solltest aber frhlich und gutes Muts sein; denn dieser dein Bruder 
war tot und ist wieder lebendig worden; er war verloren und ist wieder 
funden.
Evangelium des Lukas 16
1. Er sprach aber auch zu seinen Jngern: Es war ein reicher Mann, der 
hatte einen Haushalter; der ward vor ihm berchtiget, als htte er ihm 
seine Gter umgebracht.
2. Und er forderte ihn und sprach zu ihm: Wie hre ich das von dir? Tu 
Rechnung von deinem Haushalten; denn du kannst hinfort nicht Haushalter 
sein.
3. Der Haushalter sprach bei sich selbst: Was soll ich tun? Mein Herr 
nimmt das Amt von mir; graben mag ich nicht, so schme ich mich zu betteln.
4. Ich wei wohl, was ich tun will, wenn ich nun von dem Amt gesetzt 
werde; da sie mich in ihre Huser nehmen.
5. Und er rief zu sich alle Schuldner seines Herrn und sprach zu dem 
ersten: Wieviel bist du meinem Herrn schuldig?
6. Er sprach: Hundert Tonnen les. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen 
Brief, setze dich und schreib flugs fnfzig.
7. Danach sprach er zu dem andern: Du aber, wieviel bist du schuldig? Er 
sprach: Hundert Malter Weizen. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen Brief und 
schreib achtzig.
8. Und der Herr lobete den ungerechten Haushalter, da er klglich getan 
hatte. Denn die Kinder dieser Welt sind klger denn die Kinder des Lichts 
in ihrem Geschlechte.
9. Und ich sage euch auch: Machet euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, 
auf da, wenn ihr nun darbet, sie euch aufnehmen in die ewigen Htten.
10. Wer im Geringsten treu ist, der ist auch im Groen treu; und wer im 
Geringsten unrecht ist, der ist auch im Groen unrecht.
11. So ihr nun in dem ungerechten Mammon nicht treu seid, wer will euch 
das Wahrhaftige vertrauen?
12. Und so ihr in dem Fremden nicht treu seid, wer will euch geben 
dasjenige, das euer ist?
13. Kein Hausknecht kann zweien Herren dienen; entweder er wird einen 
hassen und den andern lieben, oder wird einem anhangen und den andern 
verachten. Ihr knnet nicht Gott samt dem Mammon dienen.
14. Das alles hreten die Phariser auch; die waren geizig und spotteten 
sein.
15. Und er sprach zu ihnen: Ihr seid's, die ihr euch selbst rechtfertiget 
vor den Menschen; aber Gott kennet eure Herzen. Denn was hoch ist unter 
den Menschen, das ist ein Greuel vor Gott.
16. Das Gesetz und die Propheten weissagen bis auf Johannes; und von der 
Zeit an wird das Reich Gottes durchs Evangelium geprediget, und jedermann 
dringet mit Gewalt hinein.
17. Es ist aber leichter, da Himmel und Erde vergehen, denn da ein 
Tttel vom Gesetz falle.
18. Wer sich scheidet von seinem Weibe und freiet eine andere, der bricht 
die Ehe; und wer die Abgeschiedene von dem Manne freiet der bricht auch 
die Ehe.
19. Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich mit Purpur und 
kstlicher Leinwand und lebete alle Tage herrlich und in Freuden.
20. Es war aber ein Armer mit Namen Lazarus, der lag vor seiner Tr voller 
Schwren
21. und begehrete, sich zu sttigen von den Brosamen, die von des Reichen 
Tische fielen. Doch kamen die Hunde und leckten ihm seine Schwren.
22. Es begab sich aber, da der Arme starb und ward getragen von den 
Engeln in Abrahams Scho. Der Reiche aber starb auch und ward begraben.
23. Als er nun in der Hlle und in der Qual war, hub er seine Augen auf 
und sah Abraham von ferne und Lazarus in seinem Scho,
24. rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich mein und sende Lazarus, 
da er das uerste seines Fingers ins Wasser tauche und khle meine 
Zunge; denn ich leide Pein in dieser Flamme!
25. Abraham aber sprach: Gedenke, Sohn, da du dein Gutes empfangen hast 
in deinem Leben, und Lazarus dagegen hat Bses empfangen; nun aber wird er 
getrstet, und du wirst gepeiniget.
26. Und ber das alles ist zwischen uns und euch eine groe Kluft 
befestiget, da, die da wollten von hinnen hinabfahren zu euch, knnten 
nicht und auch nicht von dannen zu uns herberfahren.
27. Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, da du ihn sendest in meines 
Vaters Haus;
28. denn ich habe noch fnf Brder, da er ihnen bezeuge, auf da sie 
nicht auch kommen an diesen Ort der Qual.
29. Abraham sprach zu ihm: Sie haben Mose und die Propheten; la sie 
dieselbigen hren!
30. Er aber sprach: Nein, Vater Abraham; sondern wenn einer von den Toten 
zu ihnen ginge, so wrden sie Bue tun.
31. Er sprach zu ihm: Hren sie Mose und die Propheten nicht, so werden 
sie auch nicht glauben, ob jemand von den Toten aufstnde.
Evangelium des Lukas 17
1. Er sprach aber zu seinen Jngern: Es ist unmglich, da nicht 
rgernisse kommen; wehe aber dem, durch welchen sie kommen!
2. Es wre ihm ntzer, da man einen Mhlstein an seinen Hals hngete und 
wrfe ihn ins Meer, denn da er dieser Kleinen einen rgert.
3. Htet euch! So dein Bruder an dir sndiget, so strafe ihn; und so er 
sich bessert, vergib ihm.
4. Und wenn er siebenmal des Tages an dir sndigen wrde und siebenmal des 
Tages wieder kme zu dir und sprche: Es reuet mich, so sollst du ihm 
vergeben.
5. Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: Strke uns den Glauben!
6. Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben habt als ein Senfkorn und saget 
zu diesem Maulbeerbaum: Rei dich aus und versetze dich ins Meer, so wird 
er euch gehorsam sein.
7. Welcher ist unter euch, der einen Knecht hat, der ihm pflget oder das 
Vieh weidet, wenn er heimkommt vom Felde, da er ihm sage: Gehe bald hin 
und setze dich zu Tische?
8. Ist's nicht also, da er zu ihm saget: Richte zu, da ich zu Abend 
esse; schrze dich und diene mir, bis ich esse und trinke; danach sollst 
du auch essen und trinken?
9. Danket er auch demselbigen Knechte, da er getan hat, was ihm befohlen 
war? Ich meine es nicht.
10. Also auch ihr, wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen ist, so 
sprechet: Wir sind unntze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun 
schuldig waren.
11. Und es begab sich, da er reisete gen Jerusalem, zog er mitten durch 
Samarien und Galila.
12. Und als er in einen Markt kam, begegneten ihm zehn ausstzige Mnner, 
die stunden von ferne
13. und erhuben ihre Stimme und sprachen: Jesu, lieber Meister, erbarme 
dich unser!
14. Und da er sie sah, sprach er zu ihnen: Gehet hin und zeiget euch den 
Priestern. Und es geschah, da sie hingingen, wurden sie rein.
15. Einer aber unter ihnen, da er sah, da er gesund worden war, kehrete 
er um und preisete Gott mit lauter Stimme
16. und fiel auf sein Angesicht zu seinen Fen und dankete ihm. Und das 
war ein Samariter.
17. Jesus aber antwortete und sprach: Sind ihrer nicht zehn rein worden? 
Wo sind aber die Neune?
18. Hat sich sonst keiner funden, der wieder umkehrete und, gbe Gott die 
Ehre, denn dieser Fremdling?
19. Und er sprach zu ihm: Stehe auf, gehe hin! Dein Glaube hat dir 
geholfen.
20. Da er aber gefraget ward von der Pharisern: Wann kommt das Reich 
Gottes? antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht mit 
uerlichen Gebrden.
21. Man wird nicht sagen: Siehe hier oder da ist es! Denn sehet, das Reich 
Gottes ist inwendig in euch.
22. Er sprach aber zu den Jngern: Es wird die Zeit kommen, da ihr werdet 
begehren zu sehen einen Tag des Menschensohns, und werdet ihn nicht sehen,
23. Und sie werden zu euch sagen: Siehe hier, siehe da! Gehet nicht hin 
und folget auch nicht!
24. Denn wie der Blitz oben vom Himmel blitzet und leuchtet ber alles, 
was unter dem Himmel ist, also wird des Menschen Sohn an seinem Tage sein.
25. Zuvor aber mu er viel leiden und verworfen werden von diesem 
Geschlechte.
26. Und wie es geschah zu den Zeiten Noahs, so wird's auch geschehen in 
den Tagen des Menschensohns:
27. sie aen, sie tranken, sie freieten, sie lieen sich freien bis auf 
den Tag, da Noah in die Arche ging, und kam die Sintflut und brachte sie 
alle um.
28. Desselbigengleichen, wie es geschah zu den Zeiten Lots: sie aen, sie 
tranken, sie kauften, sie verkauften, sie pflanzten, sie baueten.
29. An dem Tage aber, da Lot aus Sodom ging, da regnete es Feuer und 
Schwefel vom Himmel und brachte sie alle um.
30. Auf diese Weise wird's auch gehen an dem Tage; wenn des Menschen Sohn 
soll offenbaret werden.
31. An demselbigen Tage, wer auf dem Dache ist und sein Hausrat in dem 
Hause, der steige nicht hernieder, dasselbige zu holen. 
Desselbigengleichen, wer auf dem Felde ist, der wende nicht um nach dem, 
das hinter ihm ist.
32. Gedenket an des Lots Weib!
33. Wer da suchet seine Seele zu erhalten, der wird sie verlieren; und wer 
sie verlieren wird, der wird ihr zum Leben helfen.
34. Ich sage euch: In derselbigen Nacht werden zwei auf einem Bette 
liegen; einer wird angenommen, der andere wird verlassen werden.
35. Zwo werden mahlen miteinander; eine wird angenommen, die andere wird 
verlassen werden.
36. zwei werden auf dem Felde sein; einer wird angenommen, der andere wird 
verlassen werden.
37. Und sie antworteten und sprachen zu ihm: Herr, wo da? Er aber sprach 
zu ihnen: Wo das Aas ist, da sammeln sich die Adler.
Evangelium des Lukas 18
1. Er sagte ihnen aber ein Gleichnis davon, da man allezeit beten und 
nicht la werden sollte,
2. und sprach: Es war ein Richter in einer Stadt, der frchtete sich nicht 
vor Gott und scheuete sich vor keinem Menschen.
3. Es war aber eine Witwe in derselbigen Stadt, die kam zu ihm und sprach: 
Rette mich von meinem Widersacher!
4. Und er wollte lange nicht. Danach aber dachte er bei sich selbst: Ob 
ich mich schon vor Gott nicht frchte, noch vor keinem Menschen scheue,
5. dieweil aber mir diese Witwe so viel Mhe macht, will ich sie retten, 
auf da sie nicht zuletzt komme und bertube mich.
6. Da sprach der Herr: Hret her, was der ungerechte Richter sagt!
7. Sollte aber Gott nicht auch retten seine Auserwhlten, die zu ihm Tag 
und Nacht rufen, und sollte Geduld darber haben?
8. Ich sage euch: Er wird sie erretten in einer Krze. Doch wenn des 
Menschen Sohn kommen wird, meinest du, da er auch werde Glauben finden 
auf Erden?
9. Er sagte aber zu etlichen, die sich selbst vermaen, da sie fromm 
wren, und verachteten die andern, ein solch Gleichnis:
10. Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, zu beten, einer ein 
Phariser, der andere ein Zllner.
11. Der Phariser stund und betete bei ich selbst also: Ich danke dir, 
Gott, da ich nicht bin wie die andern Leute: Ruber, Ungerechte, 
Ehebrecher oder auch wie dieser Zllner.
12. Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, was ich 
habe.
13. Und der Zllner stund von ferne, wollte auch seine Augen nicht 
aufheben gen Himmel sondern schlug an seine Brust und sprach: Gott, sei 
mir Snder gndig
14. Ich sage euch: Dieser ging hinab gerechtfertiget in sein Haus vor 
jenem. Denn wer sich selbst erhhet, der wird erniedriget werden; und wer 
sich selbst erniedriget, der wird erhhet werden.
15. Sie brachten auch junge Kindlein zu ihm da er sie sollte anrhren. Da 
es aber die Jnger sahen, bedrueten sie die.
16. Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Lasset die Kindlein zu mir 
kommen und wehret ihnen nicht; denn solcher ist das Reich Gottes.
17. Wahrlich, ich sage euch, wer nicht das Reich Gottes nimmt als ein 
Kind, der wird nicht hineinkommen.
18. Und es fragte ihn ein Oberster und sprach: Guter Meister, was mu ich 
tun, da ich das ewige Leben ererbe?
19. Jesus aber sprach zu ihm: Was heiest du mich gut? Niemand ist gut 
denn der einige Gott.
20. Du weit die Gebote wohl: Du sollst nicht ehebrechen. Du sollst nicht 
tten. Du sollst nicht stehlen. Du sollst nicht falsch Zeugnis reden. Du 
sollst deinen Vater und deine Mutter ehren.
21. Er aber sprach: Das habe ich alles gehalten von meiner Jugend auf.
22. Da Jesus das hrete, sprach er zu ihm: Es fehlt dir noch eins. 
Verkaufe alles, was du hast, und gib's den Armen, so wirst du einen Schatz 
im Himmel haben; und komm und folge mir nach
23. Da er das hrete ward er traurig; denn er war sehr reich.
24. Da aber Jesus sah, da er traurig war worden, sprach er: Wie 
schwerlich werden die Reichen in das Reich Gottes kommen!
25. Es ist leichter, da ein Kamel gehe durch ein Nadelhr, denn da ein 
Reicher in das Reich Gottes komme.
26. Da sprachen, die das hreten: Wer kann denn selig werden?
27. Er aber sprach: Was bei den Menschen unmglich ist, das ist bei Gott 
mglich.
28. Da sprach Petrus: Siehe, wir haben alles verlassen und sind dir 
nachgefolget.
29. Er sprach zu ihnen: Wahrlich ich sage euch es ist niemand, der ein 
Haus verlsset oder Eltern oder Brder oder Weib oder Kinder um des Reichs 
Gottes willen,
30. der es nicht vielfltig wieder empfange in dieser Zeit und in der 
zuknftigen Welt das ewige Leben.
31. Er nahm aber zu sich die Zwlfe und sprach zu ihnen: Sehet, wir gehen 
hinauf gen Jerusalem, und es wird alles vollendet werden, was geschrieben 
ist durch die Propheten von des Menschen Sohn.
32. Denn er wird berantwortet werden den Heiden; und er wird verspottet 
und geschmhet und verspeiet werden;
33. und sie werden ihn geieln und tten. Und am dritten Tage wird er 
wieder auferstehen.
34. Sie aber vernahmen der keines, und die Rede war ihnen verborgen, und 
wuten nicht, was das gesagt war.
35. Es geschah aber, da er nahe zu Jericho kam, sa ein Blinder am Wege 
und bettelte.
36. Da er aber hrete das Volk, das hindurchging, forschete er, was das 
wre.
37. Da verkndigten sie ihm, Jesus von Nazareth ginge vorber.
38. Und er rief und sprach: Jesu, du Sohn Davids, erbarme dich mein!
39. Die aber vorne an gingen, bedrueten ihn, er sollte schweigen. Er aber 
schrie viel mehr: Du Sohn Davids, erbarme dich mein!
40. Jesus aber stund stille und hie ihn zu sich fhren. Da sie ihn aber 
nahe zu ihm brachten, fragte er ihn
41. und sprach: Was willst du, da ich dir tun soll? Er sprach: Herr, da 
ich sehen mge.
42. Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! Dein Glaube hat dir geholfen.
43. Und alsbald ward er sehend und folgete ihm nach und preisete Gott. Und 
alles Volk, das solches sah, lobete Gott.
Evangelium des Lukas 19
1. Und er zog hinein und ging durch Jericho;
2. Und siehe, da war ein Mann, genannt Zachus, der war ein Oberster der 
Zllner und war reich.
3. Und begehrte Jesum zu sehen, wer er wre, und konnte nicht vor dem 
Volk; denn er war klein von Person.
4. Und er lief vorhin und stieg auf einen Maulbeerbaum, auf da er ihn 
she; denn allda sollte er durchkommen.
5. Und als Jesus kam an dieselbige Sttte, sah er auf und ward sein gewahr 
und sprach zu ihm: Zachus, steig eilend hernieder; denn ich mu heute zu 
deinem Hause einkehren.
6. Und er stieg eilend hernieder und nahm ihn auf mit Freuden.
7. Da sie das sahen, murreten sie alle, da er bei einem Snder einkehrete.
8. Zachus aber trat dar und sprach zu dem Herrn: Siehe, Herr, die Hlfte 
meiner Gter gebe ich den Armen, und so ich jemand betrogen habe, das gebe 
ich vierfltig wieder.
9. Jesus aber sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, 
sintemal er auch Abrahams Sohn ist;
10. denn des Menschen Sohn ist kommen, zu suchen und selig zu machen, was 
verloren ist.
11. Da sie nun zuhreten, sagte er weiter ein Gleichnis, darum da er nahe 
bei Jerusalem war, und sie meineten, das Reich Gottes sollte alsbald 
offenbart werden,
12. und sprach: Ein Edler zog fern in ein Land, da er ein Reich einnhme 
und dann wiederkme.
13. Dieser forderte zehn seiner Knechte und gab ihnen zehn Pfund und 
sprach zu ihnen: Handelt, bis da ich wiederkomme.
14. Seine Brger aber waren ihm feind und schickten Botschaft nach ihm und 
lieen ihm sagen: Wir wollen nicht, da dieser ber uns herrsche.
15. Und es begab sich, da er wiederkam nachdem er das Reich eingenommen 
hatte, hie er dieselbigen Knechte fordern, welchen er das Geld gegeben 
hatte, da er wte, was ein jeglicher gehandelt htte.
16. Da trat herzu der erste und sprach: Herr dein Pfund hat zehn Pfund 
erworben.
17. Und er sprach zu ihm: Ei du frommer Knecht! Dieweil du bist im 
Geringsten treu gewesen, sollst du Macht haben ber zehn Stdte.
18. Der andere kam auch und sprach: Herr, dein Pfund hat fnf Pfund 
getragen.
19. Zu dem sprach er auch: Und du sollst sein ber fnf Stdte.
20. Und der dritte kam und sprach: Herr, siehe da, hier ist dein Pfund, 
welches ich habe im Schweituch behalten.
21. Ich frchtete mich vor dir, denn du bist ein harter Mann; du nimmst, 
was du nicht gelegt hast, und erntest, was du nicht geset hart.
22. Er sprach zu ihm: Aus deinem Munde richte ich dich, du Schalk! Wutest 
du, da ich ein harter Mann bin, nehme, was ich nicht geleget habe, und 
ernte, was ich nicht geset habe?
23. Warum hast du denn mein Geld nicht in die Wechselbank gegeben? und 
wenn ich kommen wre, htte ich's mit Wucher erfordert.
24. Und er sprach zu denen, die dabei stunden: Nehmet das Pfund von ihm 
und gebet's dem, der zehn Pfund hat.
25. Und sie sprachen zu ihm: Herr, hat er doch zehn Pfund.
26. Ich sage euch aber: Wer da hat, dem wird gegeben werden; von dem aber, 
der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat.
27. Doch jene, meine Feinde, die nicht wollten, da ich ber sie herrschen 
sollte, bringet her und erwrget sie vor mir!
28. Und als er solches sagte, zog er fort und reisete hinauf gen Jerusalem.
29. Und es begab sich, als er nahete gen Bethphage und Bethanien und kam 
an den lberg, sandte er seiner Jnger zwei
30. und sprach: Gehet hin in den Markt, der gegenberliegt; und wenn ihr 
hineinkommet, werdet ihr ein Fllen angebunden finden, auf welchem noch 
nie kein Mensch gesessen ist. Lset es ab und bringet es.
31. Und so euch jemand fragt; warum ihr's ablset, so sagt also zu ihm: 
Der Herr bedarf sein.
32. Und die Gesandten gingen hin und fanden, wie er ihnen gesagt hatte.
33. Da sie aber das Fllen ablseten, sprachen seine Herren zu ihnen: 
Warum lset ihr das Fllen ab?
34. Sie aber sprachen: Der Herr bedarf sein.
35. Und sie brachten's zu Jesu und warfen ihre Kleider auf das Fllen und 
setzten Jesum darauf.
36. Da er nun hinzog, breiteten sie ihre Kleider auf den Weg.
37. Und da er nahe hinzukam und zog den lberg herab, fing an der ganze 
Haufe seiner Jnger, mit Freuden Gott zu loben mit lauter Stimme ber alle 
Taten, die sie gesehen hatten,
38. und sprachen: Gelobet sei, der da kommt, ein Knig, in dem Namen des 
Herrn! Friede sei im Himmel und Ehre in der Hhe!
39. Und etliche der, Phariser im Volk sprachen zu ihm: Meister, strafe 
doch deine Jnger!
40. Er antwortete und sprach zu ihnen: Ich sage euch: Wo diese werden 
schweigen, so werden die Steine schreien.
41. Und als er nahe hinzukam, sah er die Stadt an und weinete ber sie
42. und sprach: Wenn du es wtest, so wrdest du auch bedenken zu dieser 
deiner Zeit, was zu deinem Frieden dienet. Aber nun ist's vor deinen Augen 
verborgen.
43. Denn es wird die Zeit ber dich kommen, da deine Feinde werden um 
dich und deine Kinder mit dir eine Wagenburg schlagen, dich belagern und 
an allen Orten ngsten
44. und werden dich schleifen und keinen Stein auf dem andern lassen, 
darum da du nicht erkannt hast die Zeit, darinnen du heimgesucht bist.
45. Und er ging in den Tempel und fing an auszutreiben, die darinnen 
verkauften und kauften,
46. und sprach zu ihnen: Es stehet geschrieben: Mein Haus ist ein Bethaus; 
ihr aber habt's gemacht zur Mrdergrube.
47. Und lehrte tglich im Tempel. Aber die Hohenpriester und 
Schriftgelehrten und die Vornehmsten im Volk trachteten ihm nach, da sie 
ihn umbrchten,
48. und fanden nicht, wie sie ihm tun sollten; denn alles Volk hing ihm an 
und hrete ihn.
Evangelium des Lukas 20
1. Und es begab sich der Tage einen, da er das Volk lehrete im Tempel und 
predigte das Evangelium, da traten zu ihm die Hohenpriester und 
Schriftgelehrten mit den ltesten
2. und sagten zu ihm und sprachen: Sage uns, aus was fr Macht tust du 
das? oder wer hat dir die Macht gegeben?
3. Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch ein Wort 
fragen, saget mir's:
4. Die Taufe des Johannes, war sie vom Himmel oder von Menschen?
5. Sie aber gedachten bei sich selbst und sprachen: Sagen wir, vom Himmel, 
so wird er sagen: Warum habt ihr ihm denn nicht geglaubt?
6. Sagen wir aber, von Menschen, so wird uns alles Volk steinigen, denn 
sie stehen darauf, da Johannes ein Prophet sei.
7. Und sie antworteten, sie wten's nicht, wo sie her wre.
8. Und Jesus sprach zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, aus was fr 
Macht ich das tue.
9. Er fing aber an zu sagen dem Volk dieses Gleichnis: Ein Mensch pflanzte 
einen Weinberg und tat ihn den Weingrtnern aus und zog ber Land eine 
gute Zeit.
10. Und zu seiner Zeit sandte er einen Knecht zu den Weingrtnern, da sie 
ihm gben von der Frucht des Weinberges. Aber die Weingrtner stupten ihn 
und lieen ihn leer von sich.
11. Und ber das sandte er noch einen andern Knecht; sie aber stupten 
denselbigen auch und hhneten ihn und lieen ihn leer von sich.
12. Und ber das sandte er den dritten; sie aber verwundeten den auch und 
stieen ihn hinaus.
13. Da sprach der Herr des Weinberges: Was soll ich tun? Ich will meinen 
lieben Sohn senden; vielleicht, wenn sie den sehen, werden sie sich 
scheuen.
14. Da aber die Weingrtner den Sohn sahen, dachten sie bei sich selbst 
und sprachen: Das ist der Erbe; kommt, lasset uns ihn tten, da das Erbe 
unser sei!
15. Und sie stieen ihn hinaus vor den Weinberg und tteten ihn. Was wird 
nun der Herr des Weinberges denselbigen tun?
16. Er wird kommen und diese Weingrtner umbringen und seinen Weinberg 
andern austun. Da sie das hreten, sprachen sie: Das sei ferne!
17. Er aber sah sie an und sprach: Was ist denn das, das geschrieben 
stehet: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein 
worden?
18. Welcher auf diesen Stein fllt, der wird zerschellen; auf welchen aber 
er fllt den wird er zermalmen.
19. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten trachteten danach, wie sie 
die Hnde an ihn legten zu derselbigen Stunde, und frchteten sich vor dem 
Volk; denn sie vernahmen, da er auf sie dieses Gleichnis gesagt hatte.
20. Und sie hielten auf ihn und sandten Laurer aus, die sich stellen 
sollten, als wren sie fromm, auf da sie ihn in der Rede fingen, damit 
sie ihn berantworten knnten der Obrigkeit und Gewalt des Landpflegers.
21. Und sie fragten ihn und sprachen: Meister, wir wissen, da du 
aufrichtig redest und lehrest und achtest keines Menschen Ansehen, sondern 
du lehrest den Weg Gottes recht.
22. Ist's recht, da wir dem Kaiser den Scho geben oder nicht?
23. Er aber merkte ihre List und sprach zu ihnen: Was versuchet ihr mich?
24. Zeiget mir den Groschen; wes Bild und berschrift hat er? Sie 
antworteten und sprachen: Des Kaisers.
25. Er aber sprach zu ihnen: So gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und 
Gott, was Gottes ist.
26. Und sie konnten sein Wort nicht tadeln vor dem Volk und verwunderten 
sich seiner Antwort und schwiegen stille.
27. Da traten zu ihm etliche der Sadduzer, welche da halten, es sei kein 
Auferstehen, und fragten ihn
28. und sprachen: Meister, Mose hat uns geschrieben: So jemands Bruder 
stirbt, der ein Weib hat, und stirbt erblos, so soll sein Bruder das Weib 
nehmen und seinem Bruder einen Samen erwecken.
29. Nun waren sieben Brder. Der erste nahm ein Weib und starb erblos.
30. Und der andere nahm das Weib und starb auch erblos.
31. Und der dritte nahm sie. Desselbigengleichen alle sieben und lieen 
keine Kinder und starben.
32. Zuletzt nach allen starb auch das Weib.
33. Nun in der Auferstehung, wessen Weib wird sie sein unter denen? Denn 
alle sieben haben sie zum Weibe gehabt.
34. Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Die Kinder dieser Welt 
freien und lassen sich freien;
35. welche aber wrdig sein werden, jene Welt zu erlangen und die 
Auferstehung von den Toten, die werden weder freien noch sich freien 
lassen.
36. Denn sie knnen hinfort nicht sterben; denn sie sind den Engeln gleich 
und Gottes Kinder, dieweil sie Kinder sind der Auferstehung.
37. Da aber die Toten auferstehen, hat auch Mose gedeutet bei dem Busch, 
da er den Herrn heiet Gott Abrahams und Gott Isaaks und Gott Jakobs.
38. Gott aber ist nicht der Toten, sondern der Lebendigen Gott; denn sie 
leben ihm alle.
39. Da antworteten etliche der Schriftgelehrten und sprachen: Meister, du 
hast recht gesagt.
40. Und sie durften ihn frder nichts mehr fragen.
41. Er sprach aber zu ihnen: Wie sagen sie, Christus sei Davids Sohn?
42. Und er selbst, David, spricht im Psalmbuch: Der Herr hat gesagt zu 
meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten,
43. bis da ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Fe.
44. David nennet ihn einen Herrn, wie ist er denn sein Sohn?
45. Da aber alles Volk zuhrete, sprach er zu seinen Jngern:
46. Htet euch vor den Schriftgelehrten, die da wollen einhertreten in 
langen Kleidern und lassen sich gerne gren auf dem Markte und sitzen 
gerne obenan in den Schulen und ber Tisch.
47. Sie fressen der Witwen Huser und wenden lange Gebete vor; die werden 
desto schwerere Verdammnis empfangen.
Evangelium des Lukas 21
1. Er sah aber auf und schauete die Reichen, wie sie ihre Opfer einlegten 
in den Gotteskasten.
2. Er sah aber auch eine arme Witwe, die legte zwei Scherflein ein.
3. Und er sprach: Wahrlich, ich sage euch, diese arme Witwe hat mehr denn 
sie alle eingelegt.
4. Denn diese alle haben aus ihrem berflu eingelegt zu dem Opfer Gottes; 
sie aber hat von ihrer Armut alle ihre Nahrung, die sie hatte, eingelegt.
5. Und da etliche sagten von dem Tempel, da er geschmckt wre von feinen 
Steinen und Kleinoden, sprach er:
6. Es wird die Zeit kommen, in welcher des alles, das ihr sehet, nicht ein 
Stein auf dem andern gelassen wird, der nicht zerbrochen werde.
7. Sie fragten ihn aber und sprachen: Meister, wann soll das werden? und 
welches ist das Zeichen, wann das geschehen wird?
8. Er aber sprach: Sehet zu, lasset euch nicht verfhren! Denn viele 
werden kommen in meinem Namen und sagen, ich sei es, und: Die Zeit ist 
herbeikommen. Folget ihnen nicht nach!
9. Wenn ihr aber hren werdet von Kriegen und Emprungen, so entsetzet 
euch nicht. Denn solches mu zuvor geschehen; aber das Ende ist noch nicht 
so bald da.
10. Da sprach er zu ihnen: Ein Volk wird sich erheben ber das andere und 
ein Reich ber das andere.
11. Und werden geschehen groe Erdbebungen hin und her, teure Zeit und 
Pestilenz. Auch werden Schrecknisse und groe Zeichen vom Himmel geschehen.
12. Aber vor diesem allem werden sie die Hnde an euch legen und verfolgen 
und werden euch berantworten in ihre Schulen und Gefngnisse und vor 
Knige und Frsten ziehen um meines Namens willen.
13. Das wird euch aber widerfahren zu einem Zeugnis.
14. So nehmet nun zu Herzen, da ihr nicht sorget, wie ihr euch 
verantworten sollt.
15. Denn ich will euch Mund und Weisheit geben, welcher nicht sollen 
widersprechen mgen noch widerstehen alle eure Widerwrtigen.
16. Ihr werdet aber berantwortet werden von den Eltern, Brdern, 
Gefreundeten und Freunden; und sie werden euer etliche tten.
17. Und ihr werdet gehasset sein von jedermann um meines Namens willen.
18. Und ein Haar von eurem Haupt soll nicht umkommen.
19. Fasset eure Seelen mit Geduld!
20. Wenn ihr aber sehen werdet Jerusalem belagert mit einem Heer, so 
merket, da herbeikommen ist ihre Verwstung.
21. Alsdann wer in Juda ist, der fliehe auf das Gebirge; und wer mitten 
drinnen ist, der weiche heraus; und wer auf dem Lande ist, der komme nicht 
hinein.
22. Denn das sind die Tage der Rache, da erfllet werde alles, was 
geschrieben ist.
23. Wehe aber den Schwangern und Sugerinnen in denselbigen Tagen! Denn es 
wird groe Not auf Erden sein und ein Zorn ber dies Volk.
24. Und sie werden fallen durch des Schwertes Schrfe und gefangen gefhrt 
unter alle Vlker; und Jerusalem wird zertreten werden von den Heiden, bis 
da der Heiden Zeit erfllet wird.
25. Und es werden Zeichen geschehen an der Sonne und Mond und Sternen; und 
auf Erden wird den Leuten bange sein und werden zagen; und das Meer und 
die Wasserwogen werden brausen.
26. Und die Menschen werden verschmachten vor Furcht und vor Warten der 
Dinge, die kommen sollen auf Erden; denn auch der Himmel Krfte werden 
sich bewegen.
27. Und alsdann werden sie sehen des Menschen Sohn kommen in der Wolke mit 
groer Kraft und Herrlichkeit.
28. Wenn aber dieses anfnget zu geschehen, so sehet auf und hebet eure 
Hupter auf, darum da sich eure Erlsung nahet.
29. Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Sehet an den Feigenbaum und alle 
Bume!
30. Wenn sie jetzt ausschlagen, so sehet ihr's an ihnen und merket, da 
jetzt der Sommer nahe ist.
31. Also auch ihr, wenn ihr dies alles sehet angehen, so wisset, da das 
Reich Gottes nahe ist.
32. Wahrlich, ich sage euch, dies Geschlecht wird nicht vergehen, bis da 
es alles geschehe.
33. Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte vergehen nicht.
34. Aber htet euch, da eure Herzen nicht beschweret werden mit Fressen 
und Saufen und mit Sorgen der Nahrung, und komme dieser Tag schnell ber 
euch;
35. denn wie ein Fallstrick wird er kommen ber alle, die auf Erden wohnen.
36. So seid nun wacker allezeit und betet, da ihr wrdig werden mget, zu 
entfliehen diesem allem, was geschehen soll, und zu stehen vor des 
Menschen Sohn.
37. Und er lehrete des Tages im Tempel; des Nachts aber ging er aus und 
blieb ber Nacht am lberge.
38. Und alles Volk machte sich frhe auf zu ihm, im Tempel ihn zu hren.
Evangelium des Lukas 22
1. Es war aber nahe das Fest der sen Brote, das da Ostern heit.
2. Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten trachteten, wie sie ihn 
tteten, und frchteten sich vor dem Volk.
3. Es war aber der Satanas gefahren in den Judas, genannt Ischariot, der 
da war aus der Zahl der Zwlfe.
4. Und er ging hin und redete mit den Hohenpriestern und mit den 
Hauptleuten, wie er ihn wollte ihnen berantworten.
5. Und sie wurden froh und gelobten, ihm Geld zu geben.
6. Und er versprach es und suchte Gelegenheit, da er ihn berantwortete 
ohne Rumor.
7. Es kam nun der Tag der sen Brote, auf welchen man mute opfern das 
Osterlamm.
8. Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Gehet hin, bereitet uns 
das Osterlamm, auf da wir's essen.
9. Sie aber sprachen zu ihm: Wo willst du, da wir's bereiten?
10. Er sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr hineinkommt in die Stadt, wird 
euch ein Mensch begegnen, der trgt einen Wasserkrug; folget ihm nach in 
das Haus, da er hineingehet,
11. und saget zu dem Hausherrn: Der Meister lt dir sagen: Wo ist die 
Herberge, darinnen ich das Osterlamm essen mge mit meinen Jngern?
12. Und er wird euch einen groen gepflasterten Saal zeigen; daselbst 
bereitet es.
13. Sie gingen hin und fanden, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten 
das Osterlamm.
14. Und da die Stunde kam, setzte er sich nieder und die zwlf Apostel mit 
ihm.
15. Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlanget, dies Osterlamm 
mit euch zu essen, ehe denn ich leide.
16. Denn ich sage euch, da ich hinfort nicht mehr davon essen werde, bis 
da es erfllet werde im Reich Gottes.
17. Und er nahm den Kelch, dankete und sprach: Nehmet denselbigen und 
teilet ihn unter euch.
18. Denn ich sage euch: Ich werde nicht trinken von dem Gewchse des 
Weinstocks, bis das Reich Gottes komme.
19. Und er nahm das Brot, dankete und brach's und gab's ihnen und sprach: 
Das ist mein Leib, der fr euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedchtnis!
20. Desselbigengleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl und sprach: Das 
ist der Kelch, das neue Testament in meinem Blut, das fr euch vergossen 
wird.
21. Doch siehe, die Hand meines Verrters ist mit mir ber Tische!
22. Und zwar, des Menschen Sohn gehet hin, wie es beschlossen ist; doch 
wehe demselbigen Menschen, durch welchen er verraten wird!
23. Und sie fingen an zu fragen unter sich selbst, welcher es doch wre 
unter ihnen, der das tun wrde.
24. Es erhub sich auch ein Zank unter ihnen, welcher unter ihnen sollte 
fr den Grten gehalten werden.
25. Er aber sprach zu ihnen: Die weltlichen Knige herrschen, und die 
Gewaltigen heit man gndige Herren.
26. Ihr aber nicht also, sondern der Grte unter euch soll sein wie der 
Jngste und der Vornehmste wie ein Diener.
27. Denn welcher ist der Grte, der zu Tische sitzt, oder der da dienet? 
Ist's nicht also, da der zu Tische sitzt? Ich aber bin unter euch wie ein 
Diener.
28. Ihr aber seid's, die ihr beharret habt bei mir in meinen Anfechtungen.
29. Und ich will euch das Reich bescheiden, wie mir's mein Vater 
beschieden hat,
30. da ihr essen und trinken sollt ber meinem Tische in meinem Reich und 
sitzen auf Sthlen und richten die zwlf Geschlechter Israels.
31. Der Herr aber sprach: Simon, Simon, siehe, der Satanas hat euer 
begehrt, da er euch mchte sichten wie den Weizen!
32. Ich aber habe fr dich gebeten, da dein Glaube nicht aufhre. Und 
wenn du dermaleinst dich bekehrest, so strke deine Brder.
33. Er sprach aber zu ihm: Herr, ich bin bereit mit dir ins Gefngnis und 
in den Tod zu gehen.
34. Er aber sprach: Petrus, ich sage dir, der Hahn wird heute nicht 
krhen, ehe denn du dreimal verleugnet hast, da du mich kennest.
35. Und er sprach zu ihnen: So oft ich euch gesandt habe ohne Beutel, ohne 
Tasche und ohne Schuhe, habt ihr auch je Mangel gehabt? Sie sprachen: Nie 
keinen.
36. Da sprach er zu ihnen: Aber nun, wer einen Beutel hat, der nehme ihn, 
desselbigengleichen auch die Tasche; wer aber nicht hat, verkaufe sein 
Kleid und kaufe ein Schwert.
37. Denn ich sage euch: Es mu noch das auch vollendet werden an mir, das 
geschrieben stehet: Er ist unter die beltter gerechnet. Denn was von mir 
geschrieben ist, das hat ein Ende.
38. Sie sprachen aber: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter. Er aber 
sprach zu ihnen: Es ist genug.
39. Und er ging hinaus nach seiner Gewohnheit an den lberg. Es folgeten 
ihm aber seine Jnger nach an denselbigen Ort.
40. Und als er dahin kam, sprach er zu ihnen: Betet, auf da ihr nicht in 
Anfechtung fallet!
41. Und er ri sich von ihnen bei einem Steinwurf und kniete nieder, betete
42. und sprach: Vater, willst du, so nimm diesen Kelch von mir; doch nicht 
mein, sondern dein Wille geschehe.
43. Es erschien ihm aber ein Engel vom Himmel und strkete ihn.
44. Und es kam, da er mit dem Tode rang, und betete heftiger. Es ward 
aber sein Schwei wie Blutstropfen, die fielen auf die Erde.
45. Und er stund auf vom Gebet und kam zu seinen Jngern und fand sie 
schlafend vor Traurigkeit.
46. Und sprach zu ihnen: Was schlafet ihr? Stehet auf und betet, auf da 
ihr nicht in Anfechtung fallet!
47. Da er aber noch redete, siehe, die Schar und einer von den Zwlfen, 
genannt Judas, ging vor ihnen her und nahete sich zu Jesu, ihn zu kssen.
48. Jesus aber sprach zu ihm: Judas, verrtst du des Menschen Sohn mit 
einem Ku?
49. Da aber sahen, die um ihn waren, was da werden wollte, sprachen sie zu 
ihm: Herr, sollen wir mit dem Schwert dreinschlagen?
50. Und einer aus ihnen schlug des Hohenpriesters Knecht und hieb ihm sein 
rechtes Ohr ab.
51. Jesus aber antwortete und sprach: Lasset sie doch so ferne machen! Und 
er rhrete sein Ohr an und heilete ihn.
52. Jesus aber sprach zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des Tempels 
und den ltesten, die ber ihn kommen waren: Ihr seid, wie zu einem 
Mrder, mit Schwertern und mit Stangen ausgegangen.
53. Ich bin tglich bei euch im Tempel gewesen, und ihr habt keine Hand an 
mich gelegt; aber dies ist eure Stunde und die Macht der Finsternis.
54. Sie griffen ihn aber und fhreten ihn und brachten ihn in des 
Hohenpriesters Haus. Petrus aber folgete von ferne.
55. Da zndeten sie ein Feuer an mitten im Palast und setzten sich 
zusammen, und Petrus setzte sich unter sie.
56. Da sah ihn eine Magd sitzen bei dem Licht und sah eben auf ihn und 
sprach zu ihm: Dieser war auch mit ihm.
57. Er aber verleugnete ihn und sprach: Weib, ich kenne ihn nicht.
58. Und ber eine kleine Weile sah ihn ein anderer und sprach: Du bist 
auch der einer. Petrus aber sprach: Mensch, ich bin's nicht!
59. Und ber eine Weile, bei einer Stunde, bekrftigte es ein anderer und 
sprach: Wahrlich, dieser war auch mit ihm; denn er ist ein Galiler.
60. Petrus aber sprach: Mensch, ich wei nicht, was du sagest! Und 
alsbald, da er noch redete, krhete der Hahn.
61. Und der Herr wandte sich und sah Petrus an. Und Petrus gedachte an des 
Herrn Wort, das er zu ihm gesagt hatte: Ehe denn der Hahn krhet, wirst du 
mich dreimal verleugnen.
62. Und Petrus ging hinaus und weinete bitterlich.
63. Die Mnner aber, die Jesum hielten, verspotteten ihn und schlugen ihn,
64. verdecketen ihn und schlugen ihn ins Angesicht und fragten ihn und 
sprachen: Weissage, wer ist's, der dich schlug?
65. Und viel andere Lsterungen sagten sie wider ihn.
66. Und als es Tag ward, sammelten sich die ltesten des Volks, die 
Hohenpriester und Schriftgelehrten, und fhreten ihn hinauf vor ihren Rat
67. und sprachen: Bist du Christus? Sage es uns! Er sprach aber zu ihnen: 
Sage ich's euch, so glaubet ihr's nicht;
68. frage ich aber, so antwortet ihr nicht und lasset mich doch nicht los.
69. Darum von nun an wird des Menschen Sohn sitzen zur rechten Hand der 
Kraft Gottes.
70. Da sprachen sie alle: Bist du denn Gottes Sohn? Er sprach zu ihnen: 
Ihr saget es, denn ich bin's.
71. Sie aber sprachen: Was bedrfen wir weiter Zeugnis? Wir haben's selbst 
gehret aus seinem Munde.
Evangelium des Lukas 23
1. Und der ganze Haufe stund auf und fhreten ihn vor Pilatus
2. und fingen an, ihn zu verklagen, und sprachen: Diesen finden wir, da 
er das Volk abwendet und verbietet, den Scho dem Kaiser zu geben, und 
spricht, er sei Christus, ein Knig.
3. Pilatus aber fragte ihn und sprach: Bist du der Juden Knig? Er 
antwortete ihm und sprach: Du sagest es.
4. Pilatus sprach zu den Hohenpriestern und zum Volk: Ich finde keine 
Ursache an diesem Menschen.
5. Sie aber hielten an und sprachen: Er hat das Volk erreget damit, da er 
gelehret hat hin und her im ganzen jdischen Lande, und hat in Galila 
angefangen bis hieher.
6. Da aber Pilatus Galila hrete, fragte er, ob er aus Galila wre,
7. Und als er vernahm, da er unter des Herodes Obrigkeit gehrete, 
bersandte er ihn zu Herodes, welcher in denselbigen Tagen auch zu 
Jerusalem war.
8. Da aber Herodes Jesum sah, ward er sehr froh, denn er htte ihn lngst 
gerne gesehen; denn er hatte viel von ihm gehret und hoffete, er wrde 
ein Zeichen von ihm sehen.
9. Und er fragte ihn mancherlei; er antwortete ihm aber nichts.
10. Die Hohenpriester aber und Schriftgelehrten stunden und verklagten ihn 
hart.
11. Aber Herodes mit seinem Hofgesinde verachtete und verspottete ihn, 
legte ihm ein wei Kleid an und sandte ihn wieder zu Pilatus.
12. Auf den Tag wurden Pilatus und Herodes Freunde miteinander; denn zuvor 
waren sie einander feind.
13. Pilatus aber rief die Hohenpriester und die Obersten und das Volk 
zusammen
14. und sprach zu ihnen: Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht, als der 
das Volk abwende. Und siehe, ich habe ihn vor euch verhret und finde an 
dem Menschen der Sachen keine, der ihr ihn beschuldiget.
15. Herodes auch nicht; denn ich habe euch zu ihm gesandt, und siehe, man 
hat nichts auf ihn gebracht, was des Todes wert sei.
16. Darum will ich ihn zchtigen und loslassen.
17. Denn er mute ihnen einen nach Gewohnheit des Festes losgeben.
18. Da schrie der ganze Haufe und sprach: Hinweg mit diesem und gib uns 
Barabbas los!
19. welcher war um eines Aufruhrs, so in der Stadt geschehen war, und um 
eines Mords willen ins Gefngnis geworfen.
20. Da rief Pilatus abermal ihnen zu und wollte Jesum loslassen.
21. Sie riefen aber und sprachen: Kreuzige, kreuzige ihn!
22. Er aber sprach zum drittenmal zu ihnen: Was hat denn dieser bels 
getan? Ich finde keine Ursache des Todes an ihm; darum will ich ihn 
zchtigen und loslassen.
23. Aber sie lagen ihm an mit groem Geschrei und forderten, da er 
gekreuziget wrde. Und ihr und der Hohenpriester Geschrei nahm berhand.
24. Pilatus aber urteilete, da ihre Bitte geschhe,
25. und lie den los, der um Aufruhrs und Mords willen war ins Gefngnis 
geworfen, um welchen sie baten; aber Jesum bergab er ihrem Willen.
26. Und als sie ihn hinfhreten, ergriffen sie einen, Simon von Kyrene, 
der kam vom Felde, und legten das Kreuz auf ihn, da er's Jesu nachtrge.
27. Es folgete ihm aber nach ein groer Haufe Volks und Weiber, die 
klageten und beweineten ihn.
28. Jesus aber wandte sich um zu ihnen und sprach: Ihr Tchter von 
Jerusalem, weinet nicht ber mich, sondern weinet ber euch selbst und 
ber eure Kinder.
29. Denn siehe, es wird die Zeit kommen, in welcher man sagen wird: Selig 
sind die Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren haben, und die 
Brste, die nicht gesuget haben.
30. Dann werden sie anfangen zu sagen zu den Bergen: Fallet ber uns! und 
zu den Hgeln: Decket uns!
31. Denn so man das tut am grnen Holz, was will am drren werden?
32. Es wurden aber auch hingefhrt zwei andere beltter, da sie mit ihm 
abgetan wrden.
33. Und als sie kamen an die Sttte die da heit Schdelsttte, kreuzigten 
sie ihn daselbst und die beltter mit ihm, einen zur Rechten und einen 
zur Linken.
34. Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen; denn sie wissen nicht was sie 
tun. Und sie teileten seine Kleider und warfen das Los darum.
35. Und das Volk stund und sah zu. Und die Obersten samt ihnen spotteten 
sein und sprachen: Er hat andern geholfen, er helfe sich selber, ist er 
Christ, der Auserwhlte Gottes!
36. Es verspotteten ihn auch die Kriegsknechte, traten zu ihm und brachten 
ihm Essig
37. und sprachen: Bist du der Juden Knig, so hilf dir selber.
38. Es war auch oben ber ihm geschrieben die berschrift mit griechischen 
und lateinischen und ebrischen Buchstaben: Dies ist der Juden Knig.
39. Aber der beltter einer, die da gehenkt waren, lsterte ihn und 
sprach: Bist du Christus, so hilf dir selbst und uns!
40. Da antwortete der andere, strafte ihn und sprach: Und du frchtest 
dich auch nicht vor Gott, der du doch in gleicher Verdammnis bist?
41. Und zwar wir sind billig darinnen; denn wir empfangen, was unsere 
Taten wert sind; dieser aber hat nichts Ungeschicktes gehandelt.
42. Und sprach zu Jesu: Herr, gedenke an mich wenn du in dein Reich kommst!
43. Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, heute wirst du mit 
mir im Paradies sein.
44. Und es war um die sechste Stunde. Und es ward eine Finsternis ber das 
ganze Land bis an die neunte Stunde.
45. Und die Sonne verlor ihren Schein, und der Vorhang des Tempels zerri 
mitten entzwei.
46. Und Jesus rief laut und sprach: Vater, ich befehle meinen Geist in 
deine Hnde! Und als er das gesagt, verschied er.
47. Da aber der Hauptmann sah, was da geschah; preisete er Gott und 
sprach: Frwahr, dieser ist ein frommer Mensch gewesen!
48. Und alles Volk, das dabei war und zusah, da sie sahen, was da geschah, 
schlugen sich an ihre Brust und wandten wieder um.
49. Es stunden aber alle seine Verwandten von ferne und die Weiber, die 
ihm aus Galila waren nachgefolget, und sahen das alles.
50. Und siehe, ein Mann mit Namen Joseph, ein Ratsherr, der war ein guter, 
frommer Mann;
51. der hatte nicht bewilliget in ihren Rat und Handel; der war von 
Arimathia, der Stadt der Juden, der auch auf das Reich Gottes wartete:
52. der ging zu Pilatus und bat um den Leib Jesu
53. und nahm ihn ab, wickelte ihn in Leinwand und legte ihn in ein gehauen 
Grab, darinnen niemand je gelegen war.
54. Und es war der Rsttag, und der Sabbat brach an.
55. Es folgeten aber die Weiber nach, die mit ihm kommen waren aus 
Galila, und beschaueten das Grab, und wie sein Leib gelegt ward.
56. Sie kehreten aber um und bereiteten Spezerei und Salben. Und den 
Sabbat ber waren sie stille nach dem Gesetz.
Evangelium des Lukas 24
1. Aber an der Sabbate einem sehr frhe kamen sie zum Grabe und trugen die 
Spezerei, die sie bereitet hatten, und etliche mit ihnen.
2. Sie fanden aber den Stein abgewlzet von dem Grabe
3. und gingen hinein und fanden den Leib des HErm Jesu nicht.
4. Und da sie darum bekmmert waren, siehe, da traten zu ihnen zwei Mnner 
mit glnzenden Kleidern.
5. Und sie erschraken und schlugen ihre Angesichte nieder zu der Erde. Da 
sprachen die zu ihnen: Was suchet ihr den Lebendigen bei den Toten?
6. Er ist nicht hier, er ist auferstanden. Gedenket daran, wie er euch 
sagte, da er noch in Galila war,
7. und sprach: Des Menschen Sohn mu berantwortet werden in die Hnde der 
Snder und gekreuziget werden und am dritten Tage auferstehen.
8. Und sie gedachten an seine Worte.
9. Und sie gingen wieder vom Grabe und verkndigten das alles den Elfen 
und den andern allen.
10. Es war aber Maria Magdalena und Johanna und Maria, des Jakobus Mutter, 
und andere mit ihnen, die solches den Aposteln sagten.
11. Und es deuchten sie ihre Worte eben, als wren's Mrlein, und glaubten 
ihnen nicht.
12. Petrus aber stund auf und lief zum Grabe und bckete sich hinein und 
sah die leinenen Tcher allein liegen und ging davon; und es nahm ihn 
wunder, wie es zuginge.
13. Und siehe, zwei aus ihnen gingen an demselbigen Tage in einen Flecken, 
der war von Jerusalem sechzig Feldwegs weit, des Name heit Emmaus.
14. Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschichten.
15. Und es geschah, da sie so redeten und befragten sich miteinander, 
nahete Jesus zu ihnen und wandelte mit ihnen.
16. Aber ihre Augen wurden gehalten, da sie ihn nicht kannten.
17. Er sprach aber zu ihnen: Was sind das fr Reden, die ihr zwischen euch 
handelt unterwegs, und seid traurig?
18. Da antwortete einer mit Namen Kleophas und sprach zu ihm: Bist du 
allein unter den Fremdlingen zu Jerusalem, der nicht wisse, was in diesen 
Tagen drinnen geschehen ist?
19. Und er sprach zu ihnen: Welches? Sie aber sprachen zu ihm: Das von 
Jesu von Nazareth, welcher war ein Prophet, mchtig von Taten und Worten 
vor Gott und allem Volk;
20. wie ihn unsere Hohenpriester und Obersten berantwortet haben zur 
Verdammnis des Todes und gekreuziget.
21. Wir aber hoffeten, er sollte Israel erlsen. Und ber das alles ist 
heute der dritte Tag, da solches geschehen ist.
22. Auch haben uns erschreckt etliche Weiber der Unsern, die sind frhe 
bei dem Grabe gewesen,
23. haben seinen Leib nicht funden, kommen und sagen, sie haben ein 
Gesicht der Engel gesehen, welche sagen, er lebe.
24. Und etliche unter uns gingen hin zum Grabe und fanden's also, wie die 
Weiber sagten; aber ihn fanden sie nicht.
25. Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren und trges Herzens, zu glauben 
alle dem, das die Propheten geredet haben!
26. Mute nicht Christus solches leiden und zu seiner Herrlichkeit 
eingehen?
27. Und fing an von Mose und allen Propheten und legte ihnen alle 
Schriften aus, die von ihm gesagt waren.
28. Und sie kamen nahe zum Flecken, da sie hingingen. Und er stellete 
sich, als wollte er frder gehen.
29. Und sie ntigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns; denn es will Abend 
werden, und der Tag hat sich geneiget. Und er ging hinein, bei ihnen zu 
bleiben.
30. Und es geschah, da er mit ihnen zu Tische sa, nahm er das Brot, 
dankete und brach's und gab's ihnen.
31. Da wurden ihre Augen geffnet und erkannten ihn. Und er verschwand vor 
ihnen.
32. Und sie sprachen untereinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da er 
mit uns redete auf dem Wege, als er uns die Schrift ffnete?
33. Und sie stunden auf zu derselbigen Stunde, kehreten wieder gen 
Jerusalem und fanden die Elfe versammelt und die bei ihnen waren,
34. welche sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und Simon 
erschienen.
35. Und sie erzhleten ihnen, was auf dem Wege geschehen war, und wie er 
von ihnen erkannt wre an dem, da er das Brot brach.
36. Da sie aber davon redeten, trat er selbst, Jesus, mitten unter sie und 
sprach zu ihnen: Friede sei mit euch!
37. Sie erschraken aber und frchteten sich, meineten, sie shen einen 
Geist.
38. Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum kommen 
solche Gedanken in euer Herz?
39. Sehet meine Hnde und meine Fe, ich bin's selber; fhlet mich und 
sehet; denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr sehet, da ich 
habe.
40. Und da er das sagte, zeigte er ihnen Hnde und Fe.
41. Da sie aber noch nicht glaubten vor Freuden und sich verwunderten, 
sprach er zu ihnen: Habt ihr hier etwas zu essen?
42. Und sie legten ihm vor ein Stck von gebratenem Fisch und Honigseims.
43. Und er nahm's und a vor ihnen.
44. Er aber sprach zu ihnen: Das sind die Reden, die ich zu euch sagte, da 
ich noch bei euch war; denn es mu alles erfllet werden, was von mir 
geschrieben ist im Gesetz Mose's, in den Propheten und in Psalmen.
45. Da ffnete er ihnen das Verstndnis, da sie die Schrift verstunden.
46. Und sprach zu ihnen: Also ist's geschrieben, und also mute Christus 
leiden und auferstehen von den Toten am dritten Tage
47. und predigen lassen in seinem Namen Bue und Vergebung der Snden 
unter allen Vlkern und anheben zu Jerusalem.
48. Ihr aber seid des alles Zeugen.
49. Und siehe, ich will auf euch senden die Verheiung meines Vaters. Ihr 
aber sollt in der Stadt Jerusalem bleiben, bis da ihr angetan werdet mit 
Kraft aus der Hhe.
50. Er fhrete sie aber hinaus gen Bethanien und hub die Hnde auf und 
segnete sie.
51. Und es geschah, da er sie segnete, schied er von ihnen und fuhr auf 
gen Himmel.
52. Sie aber beteten ihn an und kehrten wieder gen Jerusalem mit groer 
Freude.
53. Und waren allewege im Tempel, preiseten und lobeten Gott.
Evangelium des Johannes 1
1. Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das 
Wort.
2. Dasselbige war im Anfang bei Gott.
3. Alle Dinge sind durch dasselbige gemacht, und ohne dasselbige ist 
nichts gemacht, was gemacht ist.
4. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
5. Und das Licht scheinet in der Finsternis, und die Finsternis hat's 
nicht begriffen.
6. Es war ein Mensch, von Gott gesandt, der hie Johannes.
7. Derselbige kam zum Zeugnis, da er von dem Licht zeugete, auf da sie 
alle durch ihn glaubeten.
8. Er war nicht das Licht, sondern da er zeugete von dem Licht.
9. Das war das wahrhaftige Licht, welches alle Menschen erleuchtet die in 
diese Welt kommen.
10. Es war in der Welt, und die Welt ist durch dasselbige gemacht, und die 
Welt kannte es nicht.
11. Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.
12. Wie viele ihn aber aufnahmen, denen gab er Macht, Gottes Kinder zu 
werden, die an seinen Namen glauben.
13. Welche nicht von dem Geblt, noch von dem Willen des Fleisches, noch 
von dem Willen eines Mannes, sondern von Gott geboren sind.
14. Und das Wort ward Fleisch und wohnete unter uns, und wir sahen seine 
Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingebornen Sohnes vom Vater, 
voller Gnade und Wahrheit.
15. Johannes zeuget von ihm, ruft und spricht: Dieser war es, von dem ich 
gesagt habe: nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war 
eher denn ich.
16. Und von seiner Flle haben wir alle genommen Gnade um Gnade.
17. Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist 
durch Jesum Christum worden.
18. Niemand hat Gott je gesehen. Der eingeborne Sohn, der in des Vaters 
Scho ist, der hat es uns verkndiget.
19. Und dies ist das Zeugnis Johannes, da die Juden sandten von Jerusalem 
Priester und Leviten, da sie ihn fragten: Wer bist du?
20. Und er bekannte und leugnete nicht; und er bekannte: Ich bin nicht 
Christus.
21. Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elia? Er sprach: Ich bin's 
nicht. Bist du ein Prophet? Und er antwortete: Nein.
22. Da sprachen sie zu ihm: Was bist du denn? da wir Antwort geben denen, 
die uns gesandt haben. Was sagst du von dir selbst?
23. Er sprach: Ich bin eine Stimme eines Predigers in der Wste: Richtet 
den Weg des Herrn! wie der Prophet Jesaja gesagt hat.
24. Und die gesandt waren, die waren von den Pharisern
25. und fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum taufest du denn, so du 
nicht Christus bist noch Elia noch ein Prophet?
26. Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; aber er 
ist mitten unter euch getreten, den ihr nicht kennet.
27. Der der nach mir kommen wird, welcher vor mir gewesen ist, des ich 
nicht wert bin, da ich seine Schuhriemen auflse.
28. Dies geschah zu Bethabara, jenseit des Jordans, da Johannes taufete.
29. Des andern Tages siehet Johannes Jesum zu ihm kommen und spricht: 
Siehe, das ist Gottes Lamm, welches der Welt Snde trgt!
30. Dieser ist's, von dem ich gesagt habe: Nach mir kommt ein Mann, 
welcher vor mir gewesen ist; denn er war eher denn ich.
31. Und ich kannte ihn nicht, sondern auf da er offenbar wrde in Israel, 
darum bin ich kommen, zu taufen mit Wasser.
32. Und Johannes zeugete und sprach: Ich sah, da der Geist herabfuhr wie 
eine Taube vom Himmel und blieb auf ihm.
33. und ich kannte ihn nicht; aber der mich sandte, zu taufen mit Wasser, 
derselbige sprach zu mir: ber welchen, du sehen wirst den Geist 
herabfahren und auf ihm bleiben, derselbige ist's, der mit dem Heiligen 
Geist taufet.
34. Und ich sah es und zeugete, da dieser ist Gottes Sohn.
35. Des andern Tags stund abermal Johannes und zwei seiner Jnger.
36. Und als er sah Jesum wandeln, sprach, er: Siehe, das ist Gottes Lamm!
37. Und zwei seiner Jnger hreten ihn reden und folgeten Jesu nach?
38. Jesus aber wandte sich um und sah sie nachfolgen und sprach zu ihnen: 
Was suchet ihr? Sie aber sprachen zu ihm: Rabbi (das ist verdolmetscht, 
Meister), wo bist du zur Herberge?
39. Er sprach zu ihnen: Kommt und sehet es! Sie kamen und sahen's und 
blieben denselbigen Tag bei ihm. Es war aber um die zehnte Stunde.
40. Einer aus den zwei, die von Johannes hreten und Jesu nachfolgeten, 
war Andreas, der Bruder des Simon Petrus.
41. Derselbige findet am ersten seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: 
Wir haben den Messias funden (welches ist verdolmetscht: der Gesalbte).
42. Und fhrete ihn zu Jesu. Da ihn Jesus sah, sprach er: Du bist Simon, 
Jonas Sohn; du sollst Kephas heien (das wird verdolmetscht: ein Fels).
43. Des andern Tags wollte Jesus wieder nach Galila ziehen und findet 
Philippus und spricht zu ihm: Folge mir nach!
44. Philippus aber war von Bethsaida, aus der Stadt des Andreas und Petrus.
45. Philippus findet Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den funden, 
von welchem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben, Jesum, Josephs 
Sohn, von Nazareth.
46. Und Nathanael sprach zu ihm: Was kann von Nazareth Gutes kommen? 
Philippus spricht zu ihm: Komm und siehe es!
47. Jesus sah Nathanael zu sich kommen und spricht von ihm: Siehe, ein 
rechter Israelit, in welchem kein Falsch ist.
48. Nathanael spricht zu ihm: Woher kennest du mich? Jesus antwortete und 
sprach zu ihm: Ehe denn dich Philippus rief, da du unter dem Feigenbaum 
warest, sah ich dich.
49. Nathanael antwortet und spricht zu ihm: Rabbi, du bist Gottes Sohn, du 
bist der Knig von Israel.
50. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du glaubest, weil ich dir gesagt 
habe, da ich dich gesehen habe unter dem Feigenbaum; du wirst noch 
Greres denn das sehen.
51. Und spricht zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, von nun an 
werdet ihr den Himmel offen sehen und die Engel Gottes hinauf - und 
herabfahren auf des Menschen Sohn.
Evangelium des Johannes 2
1. Und am dritten Tage ward eine Hochzeit zu Kana in Galila; und die 
Mutter Jesu war da.
2. Jesus aber und seine Jnger wurden auch auf die Hochzeit geladen.
3. Und da es an Wein gebrach, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie haben 
nicht Wein.
4. Jesus spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? Meine 
Stunde ist noch nicht kommen.
5. Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch saget, das tut.
6. Es waren aber allda sechs steinerne Wasserkrge gesetzt nach der Weise 
der jdischen Reinigung, und gingen in je einen zwei oder drei Ma.
7. Jesus spricht zu ihnen: Fllet die Wasserkrge mit Wasser. Und sie 
flleten sie bis obenan.
8. Und er spricht zu ihnen: Schpfet nun und bringet's dem Speisemeister. 
Und sie brachten's.
9. Als aber der Speisemeister kostete den Wein, der Wasser gewesen war, 
und wute nicht, von wannen er kam (die Diener aber wuten's, die das 
Wasser geschpft hatten), rufet der Speisemeister den Brutigam
10. und spricht zu ihm: Jedermann gibt zum ersten guten Wein, und wenn sie 
trunken worden sind, alsdann den geringern; du hast den guten Wein bisher 
behalten.
11. Das ist das erste Zeichen, das Jesus tat, geschehen zu Kana in Galila 
und offenbarte seine Herrlichkeit. Und seine Jnger glaubten an ihn.
12. Danach zog er hinab gen Kapernaum, er, seine Mutter, seine Brder und 
seine Jnger, und blieben nicht lange daselbst.
13. Und der Juden Ostern war nahe. Und Jesus zog hinauf gen Jerusalem
14. und fand im Tempel sitzen, die da Ochsen, Schafe und Tauben feil 
hatten, und die Wechsler.
15. Und er machte eine Geiel aus Stricken und trieb sie alle zum Tempel 
hinaus samt den Schafen und Ochsen und verschttete den Wechslern das Geld 
und stie die Tische um.
16. Und sprach zu denen, die die Tauben feil hatten: Traget das von dannen 
und machet nicht meines Vaters Haus zum Kaufhause!
17. Seine Jnger aber gedachten daran, da geschrieben stehet: Der Eifer 
um dein Haus hat mich gefressen.
18. Da antworteten nun die Juden und sprachen zu ihm: Was zeigst du uns 
fr ein Zeichen, da du solches tun mgest?
19. Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brechet diesen Tempel, und am 
dritten Tage will ich ihn aufrichten.
20. Da sprachen die Juden: Dieser Tempel ist in sechsundvierzig Jahren 
erbauet, und du willst ihn in dreien Tagen aufrichten?
21. Er aber redete von dem Tempel seines Leibes.
22. Da er nun auferstanden war von den Toten, gedachten seine Jnger 
daran, da er dies gesagt hatte, und glaubten der Schrift und der Rede, 
die Jesus gesagt hatte.
23. Als er aber zu Jerusalem war in den Ostern auf dem Fest, glaubten 
viele an seinen Namen, da sie die Zeichen sahen, die er tat.
24. Aber Jesus vertrauete sich ihnen nicht; denn er kannte sie alle
25. und bedurfte nicht, da jemand Zeugnis gbe von einem Menschen; denn 
er wute wohl, was im Menschen war.
Evangelium des Johannes 3
1. Es war aber ein Mensch unter den Pharisern mit Namen Nikodemus, ein 
Oberster unter den Juden.
2. Der kam zu Jesu bei der Nacht und sprach zu ihm: Meister, wir wissen, 
da du bist ein Lehrer, von Gott kommen; denn niemand kann die Zeichen 
tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm.
3. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: 
Es sei denn, da jemand von neuem geboren werde, kann er das Reich Gottes 
nicht sehen.
4. Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er 
alt ist? Kann er auch wiederum in seiner Mutter Leib gehen und geboren 
werden?
5. Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Es sei denn, da 
jemand geboren werde aus dem Wasser und Geist, so kann er nicht in das 
Reich Gottes kommen.
6. Was vom Fleisch geboren wird, das ist Fleisch, und was vom Geist 
geboren wird, das ist Geist.
7. La dich's nicht wundern, da ich dir gesagt habe: Ihr msset von neuem 
geboren werden.
8. Der Wind blset, wo er will, und du hrest sein Sausen wohl; aber du 
weit nicht, von wannen er kommt und wohin er fhret. Also ist ein 
jeglicher, der aus dem Geist geboren ist.
9. Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie mag solches zugehen?
10. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Bist du ein Meister in Israel und 
weit das nicht?
11. Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wir reden, was wir wissen, und 
zeugen, was wir gesehen haben, und ihr nehmet unser Zeugnis nicht an.
12. Glaubt ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie wrdet 
ihr glauben, wenn ich euch von himmlischen Dingen sagen wrde?
13. Und niemand fhret gen Himmel, denn der vom Himmel herniederkommen 
ist, nmlich des Menschen Sohn, der im Himmel ist.
14. Und wie Mose in der Wste eine Schlange erhhet hat, also mu des 
Menschen Sohn erhhet werden,
15. auf da alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das 
ewige Leben haben.
16. Also hat Gott die Welt geliebet, da er seinen eingeborenen Sohn gab, 
auf da alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige 
Leben haben.
17. Denn Gott hat seinen Sohn nicht gesandt in die Welt, da er die Welt 
richte, sondern da die Welt durch ihn selig werde.
18. Wer an ihn glaubet, der wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubet, 
der ist schon gerichtet; denn er glaubet nicht an den Namen des 
eingebornen Sohnes Gottes.
19. Das ist aber das Gericht, da das Licht in die Welt kommen ist, und 
die Menschen liebeten die Finsternis mehr denn das Licht; denn ihre Werke 
waren bse.
20. Wer Arges tut, der hasset das Licht und kommt nicht an das Licht, auf 
da seine Werke nicht gestraft werden.
21. Wer aber die Wahrheit tut, der kommt an das Licht, da seine Werke 
offenbar werden; denn sie sind in Gott getan.
22. Danach kam Jesus und seine Jnger in das jdische Land und hatte 
daselbst sein Wesen mit ihnen und taufete.
23. Johannes aber taufete auch noch zu Enon, nahe bei Salim; denn es war 
viel Wassers daselbst. Und sie kamen dahin und lieen sich taufen.
24. Denn Johannes war noch nicht ins Gefngnis gelegt.
25. Da erhub sich eine Frage unter den Jngern des Johannes samt den Juden 
ber die Reinigung.
26. Und kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Meister, der bei dir war 
jenseit des Jordans, von dem du zeugtest, siehe, der taufet, und jedermann 
kommt zu ihm.
27. Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts nehmen, es 
werde ihm denn gegeben vom Himmel.
28. Ihr selbst seid meine Zeugen, da ich gesagt habe, ich sei nicht 
Christus, sondern vor ihm her gesandt.
29. Wer die Braut hat, der ist der Brutigam; der Freund aber des 
Brutigams stehet und hret ihm zu und freuet sich hoch ber des 
Brutigams Stimme. Dieselbige meine Freude ist nun erfllet.
30. Er mu wachsen, ich aber mu abnehmen.
31. Der von oben her kommt, ist ber alle. Wer von der Erde ist, der ist 
von der Erde und redet von der Erde; der vom Himmel kommt, der ist ber 
alle
32. und zeuget, was er gesehen und gehret hat; und sein Zeugnis nimmt 
niemand an.
33. Wer es aber annimmt, der versiegelt es, da Gott wahrhaftig sei.
34. Denn welchen Gott gesandt hat, der redet Gottes Wort; denn Gott gibt 
den Geist nicht nach dem Ma.
35. Der Vater hat den Sohn lieb und hat ihm alles in seine Hand gegeben.
36. Wer an den Sohn glaubet, der hat das ewige Leben; wer dem Sohn nicht 
glaubet, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt 
ber ihm.
Evangelium des Johannes 4
1. Da nun der Herr inneward, da vor die Phariser kommen war, wie Jesus 
mehr Jnger machte und taufte denn Johannes
2. (wiewohl Jesus selber nicht taufte, sondern seine Jnger),
3. verlie er das Land Juda und zog wieder nach Galila.
4. Er mute aber durch Samaria reisen.
5. Da kam er in eine Stadt Samarias, die heit Sichar, nahe bei dem 
Drflein, das Jakob seinem Sohne Joseph gab.
6. Es war aber daselbst Jakobs Brunnen. Da nun Jesus mde war von der 
Reise, setzte er sich also auf den Brunnen; und es war um die sechste 
Stunde.
7. Da kommt ein Weib von Samaria, Wasser zu schpfen. Jesus spricht zu 
ihr: Gib mir zu trinken!
8. Denn seine Jnger waren in die Stadt gegangen, da sie Speise kaufeten.
9. Spricht nun das samaritische Weib zu ihm: Wie bittest du von mir zu 
trinken, so du ein Jude bist und ich ein samaritisch Weib? (Denn die Juden 
haben keine Gemeinschaft mit den Samaritern.)
10. Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du erkennetest die Gabe 
Gottes, und wer der ist, der zu dir sagt: Gib mir zu trinken, du btest 
ihn, und er gbe dir lebendiges Wasser.
11. Spricht zu ihm das Weib: Herr, hast du doch nichts, damit du 
schpfest, und der Brunnen ist tief; woher hast du denn lebendig Wasser?
12. Bist du mehr denn unser Vater Jakob, der uns diesen Brunnen gegeben 
hat, und er hat daraus getrunken und seine Kinder und sein Vieh?
13. Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wer von diesem Wasser trinket, den 
wird wieder drsten;
14. wer aber von dem Wasser trinken wird, das ich ihm gebe, den wird 
ewiglich nicht drsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, das 
wird in ihm ein Brunn des Wassers werden, das in das ewige Leben quillet.
15. Spricht das Weib zu ihm: Herr, gib mir dasselbige Wasser, auf da mich 
nicht drste, da ich nicht herkommen msse zu schpfen.
16. Jesus spricht zu ihr: Gehe hin, rufe deinen Mann und komm her!
17. Das Weib antwortete und sprach zu ihm: Ich habe keinen Mann. Jesus 
spricht zu ihr: Du hast recht gesagt: Ich habe keinen Mann.
18. Fnf Mnner hast du gehabt, und den du nun hast, der ist nicht dein 
Mann. Da hast du recht gesagt.
19. Das Weib spricht zu ihm: Herr, ich sehe, da du ein Prophet bist.
20. Unsere Vter haben auf diesem Berge angebetet, und ihr saget, zu 
Jerusalem sei die Sttte, da man anbeten solle.
21. Jesus spricht zu ihr: Weib, glaube mir, es kommt die Zeit, da ihr 
weder auf diesem Berge noch zu Jerusalem werdet den Vater anbeten.
22. Ihr wisset nicht, was ihr anbetet; wir wissen aber was wir anbeten; 
denn das Heil kommt von den Juden.
23. Aber es kommt die Zeit und ist schon jetzt, da die wahrhaftigen 
Anbeter werden den Vater anbeten im Geist und in der Wahrheit; denn der 
Vater will auch haben, die ihn also anbeten.
24. Gott ist ein Geist, und die ihn anbeten, die mssen ihn im Geist und 
in der Wahrheit anbeten.
25. Spricht das Weib zu ihm: Ich wei, da der Messias kommt, der da 
Christus heit. Wenn derselbige kommen wird, so wird er's uns alles 
verkndigen.
26. Jesus spricht zu ihr: Ich bin's, der mit dir redet.
27. Und ber dem kamen seine Jnger, und es nahm sie wunder, da er mit 
dem Weibe redete? Doch sprach niemand: Was fragest du? oder: Was redest du 
mit ihr?
28. Da lie, das Weib ihren Krug stehen und ging hin in die Stadt und 
spricht zu den Leuten:
29. Kommet, sehet einen Menschen, der mir gesagt hat alles, was ich getan 
habe, ob er nicht Christus sei.
30. Da gingen sie aus der Stadt und kamen zu ihm.
31. Indes aber ermahneten ihn die Jnger und sprachen: Rabbi, i!
32. Er aber sprach zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen, davon wisset 
ihr nicht.
33. Da sprachen die Jnger untereinander: Hat ihm jemand zu essen gebracht?
34. Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, da ich tue den Willen 
des, der mich gesandt hat, und vollende sein Werk.
35. Saget ihr nicht selber: Es sind noch vier Monden, so kommt die Ernte? 
Siehe, ich sage euch: Hebet eure Augen auf und sehet in das Feld; denn es 
ist schon wei zur Ernte;
36. und wer da schneidet, der empfnget Lohn und sammelt Frucht zum ewigen 
Leben, auf da sich miteinander freuen, der da set und der da schneidet.
37. Denn hier ist der Spruch wahr: Dieser set, der andere schneidet.
38. Ich habe euch gesandt zu schneiden, das ihr nicht habt gearbeitet; 
andere haben gearbeitet, und ihr seid in ihre Arbeit kommen.
39. Es glaubten aber an ihn viel der Samariter aus derselbigen Stadt um 
des Weibes Rede willen, welches da zeugete: Er hat mir gesagt alles, was 
ich getan habe.
40. Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, da er bei ihnen 
bliebe. Und er blieb zwei Tage da.
41. Und viel mehr glaubeten um seine Worts willen
42. und sprachen zum Weibe: Wir glauben nun hinfort nicht um deiner Rede 
willen; wir haben selber gehret und erkannt, da dieser ist wahrlich 
Christus, der Welt Heiland.
43. Aber nach zwei Tagen zog er aus von dannen und zog nach Galila.
44. Denn er selber, Jesus, zeugete, da ein Prophet daheim nichts gilt.
45. Da er nun nach Galila kam, nahmen ihn die Galiler auf, die gesehen 
hatten alles, was er zu Jerusalem auf dem Fest getan hatte. Denn sie waren 
auch zum Fest kommen.
46. Und Jesus kam abermal gen Kana in Galila, da er das Wasser hatte zu 
Wein gemacht.
47. Und es war ein Knigischer, des Sohn lag krank zu Kapernaum. Dieser 
hrete, da Jesus kam aus Juda in Galila, und ging hin zu ihm und bat 
ihn, da er hinab kme und hlfe seinem Sohn; denn er war todkrank.
48. Und Jesus sprach zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, so 
glaubet ihr nicht.
49. Der Knigische sprach zu ihm: Herr, komm hinab, ehe denn mein Kind 
stirbt!
50. Jesus spricht zu ihm: Gehe hin, dein Sohn lebet. Der Mensch glaubete 
dem Wort, das Jesus zu ihm sagte, und ging hin.
51. Und indem er hinabging, begegneten ihm seine Knechte, verkndigten ihm 
und sprachen: Dein Kind lebet.
52. Da forschete er von ihnen die Stunde, in welcher es besser mit ihm 
worden war. Und sie sprachen zu ihm: Gestern um die siebente Stunde 
verlie ihn das Fieber.
53. Da merkte der Vater, da es um die Stunde wre, in welcher Jesus zu 
ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebet. Und er glaubete mit seinem ganzen Hause.
54. Das ist nun das andere Zeichen, das Jesus tat, da er aus Juda nach 
Galila kam.
Evangelium des Johannes 5
1. Danach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf gen Jerusalem.
2. Es ist aber zu Jerusalem bei dem Schafhause ein Teich, der heit auf 
ebrisch Bethesda und hat fnf Hallen,
3. in welchen lagen viel Kranke, Blinde, Lahme, Drre; die warteten, wenn 
sich das Wasser bewegte.
4. Denn ein Engel fuhr herab zu seiner Zeit in den Teich und bewegte das 
Wasser. Welcher nun der erste, nachdem das Wasser beweget war, 
hineinstieg, der ward gesund, mit welcherlei Seuche er behaftet war.
5. Es war aber ein Mensch daselbst, achtunddreiig Jahre krank gelegen.
6. Da Jesus denselbigen sah liegen und vernahm, da er so lange gelegen 
hatte, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden?
7. Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, wenn das 
Wasser sich beweget, der mich in den Teich lasse; und wenn ich komme, so 
steiget ein anderer vor mir hinein.
8. Jesus spricht zu ihm: Stehe auf, nimm dein Bett und gehe hin!
9. Und alsbald ward der Mensch gesund und nahm sein Bett und ging hin. Es 
war aber desselbigen Tages der Sabbat.
10. Da sprachen die Juden zu dem, der gesund war worden: Es ist heute 
Sabbat; es ziemt dir nicht, das Bett zu tragen.
11. Er antwortete ihnen: Der mich gesund machte, der sprach zu mir: Nimm 
dein Bett und gehe hin.
12. Da fragten sie ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: Nimm 
dein Bett und gehe hin?
13. Der aber gesund war worden, wute nicht, wer er war; denn Jesus war 
gewichen, da so viel Volks an dem Ort war.
14. Danach fand ihn Jesus im Tempel und sprach zu ihm: Siehe zu, du bist 
gesund worden; sndige hinfort nicht mehr, da dir nicht etwas rgeres 
widerfahre!
15. Der Mensch ging hin und verkndigte es den Juden, es sei Jesus, der 
ihn gesund gemacht habe.
16. Darum verfolgten die Juden Jesum und suchten ihn zu tten, da er 
solches getan hatte auf den Sabbat.
17. Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirket bisher, und ich wirke 
auch.
18. Darum trachteten ihm die Juden nun viel mehr nach, da sie ihn 
tteten, da er nicht allein den Sabbat brach, sondern sagte auch, Gott 
sei sein Vater, und machte sich selbst Gott gleich.
19. Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage 
euch, der Sohn kann nichts von ihm selber tun, denn was er siehet den 
Vater tun; denn was derselbige tut, das tut gleich auch der Sohn.
20. Der Vater aber hat den Sohn lieb und zeiget ihm alles, was er tut, und 
wird ihm noch grere Werke zeigen, da ihr euch verwundern werdet.
21. Denn wie der Vater die Toten auferweckt und machet sie lebendig, also 
auch der Sohn machet lebendig, welche er will.
22. Denn der Vater richtet niemand, sondern alles Gericht hat er dem Sohn 
gegeben,
23. auf da sie alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn 
nicht ehret, der ehret den Vater nicht, der ihn gesandt hat.
24. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hret und glaubet 
dem, der mich gesandt hat, der hat das ewige Leben und kommt nicht in das 
Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.
25. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es kommt die Stunde und ist schon 
jetzt, da die Toten werden die Stimme des Sohnes Gottes hren; und die 
sie hren werden, die werden leben.
26. Denn wie der Vater das Leben hat in ihm selber, also hat er dem Sohn 
gegeben, das Leben zu haben in ihm selber
27. Und hat ihm Macht gegeben, auch das Gericht zu halten, darum da er 
des Menschen Sohn ist.
28. Verwundert euch des nicht; denn es kommt die Stunde, in welcher alle, 
die in den Grbern sind, werden seine Stimme hren
29. und werden hervorgehen, die da Gutes getan haben, zur Auferstehung des 
Lebens, die aber bels getan haben, zur Auferstehung des Gerichts.
30. Ich kann nichts von mir selber tun. Wie ich hre, so richte ich, und 
mein Gericht ist recht; denn ich suche nicht meinen Willen, sondern des 
Vaters Willen, der mich gesandt hat.
31. So ich von mir selbst zeuge, so ist mein Zeugnis nicht wahr.
32. Ein anderer ist's, der von mir zeuget; und ich wei, da das Zeugnis 
wahr ist, das er von mir zeuget.
33. Ihr schicktet zu Johannes, und er zeugete von der Wahrheit.
34. Ich aber nehme nicht Zeugnis von Menschen, sondern solches sage ich, 
auf da ihr selig werdet.
35. Er war ein brennend und scheinend Licht; ihr aber wolltet eine kleine 
Weile frhlich sein von seinem Licht.
36. Ich aber habe ein grer Zeugnis denn des Johannes Zeugnis; denn die 
Werke, die mir der Vater gegeben hat, da ich sie vollende, dieselbigen 
Werke, die ich tue, zeugen von mir, da mich der Vater gesandt habe.
37. Und der Vater, der mich gesandt hat, derselbige hat von mir gezeuget. 
Ihr habt nie weder seine Stimme gehret noch seine Gestalt gesehen.
38. Und sein Wort habt ihr nicht in euch wohnend; denn ihr glaubet dem 
nicht, den er gesandt hat.
39. Suchet in der Schrift; denn ihr meinet, ihr habt das ewige Leben 
darinnen; und sie ist's, die von mir zeuget.
40. Und ihr wollt nicht zu mir kommen, da ihr das Leben haben mchtet.
41. Ich nehme nicht Ehre von Menschen.
42. Aber ich kenne euch, da ihr nicht Gottes Liebe in euch habt.
43. Ich bin kommen in meines Vaters Namen, und ihr nehmet mich nicht an. 
So ein anderer wird in seinem eigenen Namen kommen, den werdet ihr 
annehmen.
44. Wie knnet ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmet? Und die Ehre, 
die von Gott allein ist, suchet ihr nicht.
45. Ihr sollt nicht meinen, da ich euch vor dem Vater verklagen werde. Es 
ist einer, der euch verklaget, der Mose, auf welchen ihr hoffet.
46. Wenn ihr Mose glaubtet, so glaubtet ihr auch mir; denn er hat von mir 
geschrieben.
47. So ihr aber seinen Schriften nicht glaubet, wie werdet ihr meinen 
Worten glauben?
Evangelium des Johannes 6
1. Danach fuhr Jesus weg ber das Meer an der Stadt Tiberias in Galila.
2. Und es zog ihm viel Volks nach, darum da sie die Zeichen sahen, die er 
an den Kranken tat.
3. Jesus aber ging hinauf auf einen Berg und setzte sich daselbst mit 
seinen Jngern.
4. Es war aber nahe Ostern, der Juden Fest.
5. Da hub Jesus seine Augen auf und siehet, da viel Volks zu ihm kommt, 
und spricht zu Philippus: Wo kaufen wir Brot, da diese essen?
6. (Das sagte er aber, ihn zu versuchen; denn er wute wohl, was er tun 
wollte.)
7. Philippus antwortete ihm: Fr zweihundert Pfennig Brot ist nicht genug 
unter sie, da ein jeglicher unter ihnen ein wenig nehme.
8. Spricht zu ihm einer seiner Jnger, Andreas, der Bruder des Simon 
Petrus:
9. Es ist ein Knabe hier, der hat fnf Gerstenbrote und zwei Fische; aber 
was ist das unter so viele?
10. Jesus aber sprach: Schaffet, da sich das Volk lagere! Es war aber 
viel Gras an dem Ort. Da lagerten sich bei fnftausend Mann.
11. Jesus aber nahm die Brote, dankete und gab sie den Jngern, die Jnger 
aber denen, die sich gelagert hatten; desselbigengleichen auch von den 
Fischen, wieviel er wollte.
12. Da sie aber satt waren, sprach er zu seinen Jngern: Sammelt die 
brigen Brocken, da nichts umkomme!
13. Da sammelten sie und flleten zwlf Krbe mit Brocken von den fnf 
Gerstenbroten, die berblieben denen, die gespeiset worden.
14. Da nun die Menschen das Zeichen sahen, das Jesus tat, sprachen sie: 
Das ist wahrlich der Prophet, der in die Welt kommen soll!
15. Da Jesus nun merkete, da sie kommen wrden und ihn haschen, da sie 
ihn zum Knige machten, entwich er abermal auf den Berg, er selbst alleine.
16. Am Abend aber gingen die Jnger hinab an das Meer
17. und traten in das Schiff und kamen ber das Meer gen Kapernaum. Und es 
war schon finster worden, und Jesus war nicht zu ihnen kommen.
18. Und das Meer erhub sich von einem groen Winde.
19. Da sie nun gerudert hatten bei fnfundzwanzig oder dreiig Feld Wegs, 
sahen sie Jesum auf dem Meer dahergehen und nahe zum Schiff kommen; und 
sie frchteten sich.
20. Er aber sprach zu ihnen: Ich bin's; frchtet euch nicht!
21. Da wollten sie ihn in das Schiff nehmen; und alsbald war das Schiff am 
Lande, da sie hinfuhren.
22. Des andern Tages sah das Volk, das diesseits des Meeres stund, da 
kein ander Schiff daselbst war denn das einige, darein seine Jnger 
getreten waren, und da Jesus nicht mit seinen Jngern in das Schiff 
getreten war, sondern allein seine Jnger waren weggefahren.
23. Es kamen aber andere Schiffe von Tiberias nahe zu der Sttte, da sie 
das Brot gegessen hatten durch des Herrn Danksagung.
24. Da nun das Volk sah, da Jesus nicht da war noch seine Jnger, traten 
sie auch in die Schiffe und kamen gen Kapernaum und suchten Jesum.
25. Und da sie ihn fanden jenseit des Meeres, sprachen sie zu ihm: Rabbi, 
wann bist du herkommen?
26. Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, 
ihr suchet mich nicht darum, da ihr Zeichen gesehen habt, sondern da ihr 
von dem Brot gegessen habt und seid satt worden.
27. Wirket Speise, nicht die vergnglich ist, sondern die da bleibet in 
das ewige Leben, welche euch des Menschen Sohn geben wird; denn 
denselbigen hat Gott der Vater versiegelt.
28. Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir tun, da wir Gottes Werke 
wirken?
29. Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist Gottes Werk, da ihr an 
den glaubet, den er gesandt hat.
30. Da sprachen sie zu ihm: Was tust du fr ein Zeichen, auf da wir sehen 
und glauben dir? Was wirkest du?
31. Unsere Vter haben Manna gegessen in der Wste, wie geschrieben 
stehet: Er gab ihnen Brot vom Himmel zu essen.
32. Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Mose hat 
euch nicht Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt euch das 
rechte Brot vom Himmel.
33. Denn dies ist das Brot Gottes, das vom Himmel kommt und gibt der Welt 
das Leben.
34. Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allewege solch Brot!
35. Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens. Wer zu mir 
kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubet, den wird 
nimmermehr drsten.
36. Aber ich hab's euch gesagt, da ihr mich gesehen habt und glaubet doch 
nicht.
37. Alles, was mir mein Vater gibt, das kommt zu mir; und wer zu mir 
kommt, den werde ich nicht hinausstoen.
38. Denn ich bin vom Himmel kommen, nicht da ich meinen Willen tue, 
sondern des, der mich gesandt hat.
39. Das ist aber der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, da ich 
nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern da ich's 
auferwecke am Jngsten Tage.
40. Das ist aber der Wille des, der mich gesandt hat, da, wer den Sohn 
siehet und glaubet an ihn, habe das ewige Leben; und ich werde ihn 
auferwecken am Jngsten Tage.
41. Da murreten die Juden darber, da er sagte: Ich bin das Brot, das vom 
Himmel kommen ist,
42. und sprachen: Ist dieser nicht Jesus, Josephs Sohn, des Vater und 
Mutter wir kennen? Wie spricht er denn: Ich bin vom Himmel kommen?
43. Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Murret nicht untereinander!
44. Es kann niemand zu mir kommen, es sei denn, da ihn ziehe der Vater, 
der mich gesandt hat; und ich werde ihn auferwecken am Jngsten Tage.
45. Es stehet geschrieben in den Propheten: Sie werden alle von Gott 
gelehret sein. Wer es nun hret vom Vater und lernet es, der kommt zu mir.
46. Nicht da jemand den Vater habe gesehen, auer dem, der vom Vater ist, 
der hat den Vater gesehen.
47. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubet, der hat das 
ewige Leben.
48. Ich bin das Brot des Lebens.
49. Eure Vter haben Manna gegessen in der Wste und sind gestorben.
50. Dies ist das Brot, das vom Himmel kommt, auf da, wer davon isset, 
nicht sterbe.
51. Ich bin das lebendige Brot, vom Himmel kommen. Wer von diesem Brot 
essen wird, der wird leben in Ewigkeit. Und das Brot, das ich geben werde, 
ist mein Fleisch, welches ich geben werde fr das Leben der Welt.
52. Da zanketen die Juden untereinander und sprachen: Wie kann dieser uns 
sein Fleisch zu essen geben?
53. Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Werdet ihr 
nicht essen das Fleisch des Menschensohnes und trinken sein Blut, so habt 
ihr kein Leben in euch.
54. Wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der hat das ewige Leben, 
und ich werde ihn am Jngsten Tage auferwecken.
55. Denn mein Fleisch ist die rechte Speise, und mein Blut ist der rechte 
Trank.
56. Wer mein Fleisch isset und trinket mein Blut, der bleibt in mir und 
ich in ihm.
57. Wie mich gesandt hat der lebendige Vater, und ich lebe um des Vaters 
willen, also, wer mich isset, derselbige wird auch leben um meinetwillen.
58. Dies ist das Brot, das vom Himmel kommen ist, nicht wie eure Vter 
haben Manna gegessen und sind gestorben. Wer dies Brot isset, der wird 
leben in Ewigkeit.
59. Solches sagte er in der Schule, da er lehrete zu Kapernaum.
60. Viele nun seiner Jnger, die das hreten, sprachen: Das ist eine harte 
Rede, wer kann sie hren?
61. Da Jesus aber bei sich selbst merkete, da seine Jnger darber 
murreten, sprach er zu ihnen: rgert euch das?
62. Wie, wenn ihr denn sehen werdet des Menschen Sohn auffahren dahin; da 
er zuvor war?
63. Der Geist ist's, der da lebendig macht; das Fleisch ist kein ntze. 
Die Worte, die ich rede, die sind Geist und sind Leben.
64. Aber es sind etliche unter euch, die glauben nicht. Denn Jesus wute 
von Anfang wohl, welche nicht glaubend waren, und welcher ihn verraten 
wrde.
65. Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir kommen, 
es sei ihm denn von meinem Vater gegeben.
66. Von dem an gingen seiner Jnger viel hinter sich und wandelten hinfort 
nicht mehr mit ihm.
67. Da sprach Jesus zu den Zwlfen: Wollt ihr auch weggehen?
68. Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, wohin sollen wir gehen? Du hast 
Worte des ewigen Lebens;
69. und wir haben geglaubet und erkannt, da du bist Christus, der Sohn 
des lebendigen Gottes.
70. Jesus antwortete ihm: Hab' ich nicht euch Zwlfe erwhlet? und euer 
einer ist ein Teufel.
71. Er redete aber von dem Judas, Simons Sohn, Ischariot; derselbige 
verriet ihn hernach und war der Zwlfen einer.
Evangelium des Johannes 7
1. Danach zog Jesus umher in Galila denn er wollte nicht in Juda 
umherziehen, darum da ihm die Juden nach dem Leben stelleten.
2. Es war aber nahe der Juden Fest, der Laubrst.
3. Da sprachen seine Brder zu ihm: Mache dich auf von dannen und gehe 
nach Juda, auf da auch deine Jnger sehen die Werke, die du tust.
4. Niemand tut etwas im Verborgenen und will doch frei offenbar sein. Tust 
du solches, so offenbare dich vor der Welt.
5. Denn auch seine Brder glaubten nicht an ihn.
6. Da spricht Jesus zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht hier; eure Zeit 
aber ist allewege.
7. Die Welt kann euch nicht hassen; mich aber hasset sie; denn ich zeuge 
von ihr, da ihre Werke bse sind.
8. Gehet ihr hinauf auf dieses Fest. Ich will noch nicht hinaufgehen auf 
dieses Fest; denn meine Zeit ist noch nicht erfllet.
9. Da er aber das zu ihnen gesagt, blieb er in Galila.
10. Als aber seine Brder waren hinaufgegangen, da ging er auch hinauf zu 
dem Fest, nicht offenbarlich, sondern gleich heimlich.
11. Da suchten ihn die Juden am Fest und sprachen: Wo ist der?
12. Und es war ein gro Gemurmel von ihm unter dem Volk. Etliche sprachen: 
Er ist, fromm. Die andern aber sprachen: Nein, sondern er verfhret das 
Volk.
13. Niemand aber redete frei von ihm um der Furcht willen vor den Juden.
14. Aber mitten im Fest ging Jesus hinauf in den Tempel und lehrete.
15. Und die Juden verwunderten sich und sprachen: Wie kann dieser die 
Schrift, so er sie doch nicht gelernet hat?
16. Jesus antwortete ihnen und sprach: Meine Lehre ist nicht mein, sondern 
des, der mich gesandt hat.
17. So jemand will des Willen tun, der wird innewerden, ob diese Lehre von 
Gott sei, oder ob ich von mir selbst rede.
18. Wer von ihm selbst redet, der sucht seine eigene Ehre; wer aber suchet 
die Ehre des, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und ist keine 
Ungerechtigkeit an ihm.
19. Hat euch nicht Mose das Gesetz gegeben? Und niemand unter euch tut das 
Gesetz. Warum suchet ihr mich zu tten?
20. Das Volk antwortete und sprach: Du hast den Teufel; wer suchet dich zu 
tten?
21. Jesus antwortete und sprach: Ein einiges Werk habe ich getan, und es 
wundert euch alle.
22. Mose hat euch darum gegeben die Beschneidung, nicht da sie von Mose 
kommt, sondern von den Vtern; noch beschneidet ihr den Menschen am Sabbat.
23. So ein Mensch die Beschneidung annimmt am Sabbat, auf da nicht das 
Gesetz Mose's gebrochen werde, zrnet ihr denn ber mich, da ich den 
ganzen Menschen habe am Sabbat gesund gemacht?
24. Richtet nicht nach dem Ansehen sondern richtet ein recht Gericht!
25. Da sprachen etliche von Jerusalem: Ist das nicht der, den sie suchten 
zu tten?
26. Und siehe zu, er redet frei, und sie sagen ihm nichts. Erkennen unsere 
Obersten nun gewi, da er gewi Christus sei?
27. Doch wir wissen, von wannen dieser ist; wenn aber Christus kommen 
wird, so wird niemand wissen, von wannen er ist.
28. Da rief Jesus im Tempel, lehrete und sprach: Ja, ihr kennet mich und 
wisset, von wannen ich bin; und von mir selbst bin ich nicht kommen, 
sondern es ist ein Wahrhaftiger, der mich gesandt hat, welchen ihr nicht 
kennet.
29. Ich kenne ihn aber; denn ich bin von ihm, und er hat mich gesandt.
30. Da suchten sie ihn zu greifen. Aber niemand legte die Hand an ihn; 
denn seine Stunde war noch nicht kommen.
31. Aber viele vom Volk glaubten an ihn und sprachen: Wenn Christus kommen 
wird; wird er auch mehr Zeichen tun, denn dieser tut?
32. Und es kam vor die Phariser, da das Volk solches von ihm murmelte. 
Da sandten die Phariser und Hohenpriester Knechte aus, da sie ihn 
griffen.
33. Da sprach Jesus zu ihnen: Ich bin noch eine kleine Zeit bei euch, und 
dann gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat.
34. Ihr werdet mich suchen und nicht finden; und da ich bin, knnet ihr 
nicht hinkommen.
35. Da sprachen die Juden untereinander: Wo will dieser hingehen, da wir 
ihn nicht finden sollen? Will er unter die Griechen gehen, die hin und her 
zerstreuet liegen, und die Griechen lehren?
36. Was ist das fr eine Rede, da er saget: Ihr werdet mich suchen und 
nicht finden, und: Wo ich bin, da knnet ihr nicht hinkommen?
37. Aber am letzten Tage des Festes, der am herrlichsten war, trat Jesus 
auf, rief und sprach: Wen da drstet, der komme zu mir und trinke!
38. Wer an mich glaubet, wie die Schrift sagt, von des Leibe werden Strme 
des lebendigen Wassers flieen.
39. Das sagte er aber von dem Geist, welchen empfangen sollten, die an ihn 
glaubten; denn der Heilige Geist war noch nicht da, denn Jesus war noch 
nicht verklret.
40. Viele nun vom Volk, die diese Rede hreten, sprachen: Dieser ist ein 
rechter Prophet.
41. Die andern sprachen: Er ist Christus. Etliche aber sprachen: Soll 
Christus aus Galila kommen?
42. Spricht nicht die Schrift, von dem Samen Davids und aus dem Flecken 
Bethlehem, da David war, solle Christus kommen?
43. Also ward eine Zwietracht unter dem Volk ber ihm.
44. Es wollten aber etliche ihn greifen; aber niemand legte die Hand an 
ihn.
45. Die Knechte kamen zu den Hohenpriestern und Pharisern. Und sie 
sprachen zu ihnen: Warum habt ihr ihn nicht gebracht?
46. Die Knechte antworteten: Es hat nie kein Mensch also geredet wie 
dieser Mensch.
47. Da antworteten ihnen die Phariser: Seid ihr auch verfhret?
48. Glaubet auch irgendein Oberster oder Phariser an ihn?
49. Sondern das Volk, das nichts vom Gesetz wei, ist verflucht.
50. Spricht zu ihnen Nikodemus, der bei der Nacht zu ihm kam, welcher 
einer unter ihnen war:
51. Richtet unser Gesetz auch einen Menschen, ehe man ihn verhret und 
erkennet, was er tut?
52. Sie antworteten und sprachen zu ihm: Bist du auch ein Galiler? 
Forsche und siehe, aus Galila stehet kein Prophet auf.
53. Und ein jeglicher ging also heim.
Evangelium des Johannes 8
1. Jesus aber ging an den lberg.
2. Und frhmorgens kam er wieder in den Tempel, und alles Volk kam zu ihm. 
Und er setzte sich und lehrete sie.
3. Aber die Schriftgelehrten und Phariser brachten ein Weib zu ihm, im 
Ehebruch begriffen, und stelleten sie in die Mitte
4. und sprachen zu ihm: Meister, dies Weib ist begriffen auf frischer Tat 
im Ehebruch.
5. Mose aber hat uns im Gesetz geboten, solche zu steinigen; was sagst du?
6. Das sprachen sie aber, ihn zu versuchen, auf da sie eine Sache wider 
ihn htten. Aber Jesus bckete sich nieder und schrieb mit dem Finger auf 
die Erde.
7. Als sie nun anhielten, ihn zu fragen, richtete er sich auf und sprach 
zu ihnen: Wer unter euch ohne Snde ist, der werfe den ersten Stein auf 
sie.
8. Und bckete sich wieder nieder und schrieb auf die Erde.
9. Da sie aber das hreten, gingen sie hinaus, von ihrem Gewissen 
berzeugt, einer nach dem andern, von den ltesten an bis zu den 
Geringsten. Und Jesus ward gelassen allein und das Weib in der Mitte 
stehend.
10. Jesus aber richtete sich auf; und da er niemand sah denn das Weib, 
sprach er zu ihr: Weib, wo sind sie, deine Verklger? Hat dich niemand 
verdammt?
11. Sie aber sprach: Herr, niemand. Jesus aber sprach: So verdamme ich 
dich auch nicht; gehe hin und sndige hinfort nicht mehr!
12. Da redete Jesus abermal zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht der 
Welt; wer mir nachfolget, der wird nicht wandeln in Finsternis, sondern 
wird das Licht des Lebens haben.
13. Da sprachen die Phariser zu ihm: Du zeugest von dir selbst; dein 
Zeugnis ist nicht wahr.
14. Jesus antwortete und sprach zu ihnen: So ich von mir selbst zeugen 
wrde, so ist mein Zeugnis wahr; denn ich wei, von wannen ich kommen bin 
und wo ich hingehe; ihr aber wisset nicht, von wannen ich komme und wo ich 
hingehe.
15. Ihr richtet nach dem Fleisch; ich richte niemand.
16. So ich aber richte, so ist mein Gericht recht; denn ich bin nicht 
allein, sondern ich und der Vater, der mich gesandt hat.
17. Auch stehet in eurem Gesetze geschrieben, da zweier Menschen Zeugnis 
wahr sei.
18. Ich bin's, der ich von mir selbst zeuge; und der Vater, der mich 
gesandt hat, zeuget auch von mir.
19. Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Vater? Jesus antwortete: Ihr 
kennet weder mich noch meinen Vater; wenn ihr mich kennetet, so kennetet 
ihr auch meinen Vater.
20. Diese Worte redete Jesus an dem Gotteskasten, da er lehrete im Tempel; 
und niemand griff ihn; denn seine Stunde war noch nicht kommen.
21. Da sprach Jesus abermal zu ihnen: Ich gehe hinweg, und ihr werdet mich 
suchen und in eurer Snde sterben; wo ich hingehe, da knnet ihr nicht 
hinkommen.
22. Da sprachen die Juden: Will er sich denn selbst tten, da er spricht: 
Wo ich hingehe, da knnet ihr nicht hinkommen?
23. Und er sprach zu ihnen: Ihr seid von unten her, ich bin von oben 
herab; ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt.
24. So hab' ich euch gesagt, da ihr sterben werdet in euren Snden; denn 
so ihr nicht glaubet, da ich es sei, so werdet ihr sterben in euren 
Snden.
25. Da sprachen sie zu ihm: Wer bist du denn? Und Jesus sprach zu ihnen: 
Erstlich der, der ich mit euch rede.
26. Ich habe viel von euch zu reden und zu richten; aber der mich gesandt 
hat, ist wahrhaftig, und was ich von ihm gehret habe, das rede ich vor 
der Welt.
27. Sie vernahmen aber nicht, da er ihnen von dem Vater sagete.
28. Da sprach Jesus zu ihnen: Wenn ihr des Menschen Sohn erhhen werdet, 
dann werdet ihr erkennen, da ich es sei und nichts von nur selber tue, 
sondern wie mich mein Vater gelehret hat, so rede ich.
29. Und der mich gesandt hat, ist mit mir. Der Vater lt mich nicht 
allein; denn ich tue allezeit, was ihm gefllt.
30. Da er solches redete, glaubten viele an ihn.
31. Da sprach nun Jesus zu den Juden, die an ihn glaubten: So ihr bleiben 
werdet an meiner Rede, so seid ihr meine rechten Jnger
32. und werdet die Wahrheit erkennen; und die Wahrheit wird euch 
freimachen.
33. Da antworteten sie ihm: Wir sind Abrahams Samen, sind nie keinmal 
jemands Knechte gewesen; wie sprichst du denn: Ihr sollt frei werden?
34. Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, 
wer Snde tut der ist der Snde Knecht.
35. Der Knecht aber bleibet nicht ewiglich im Hause; der Sohn bleibet 
ewiglich.
36. So euch nun der Sohn freimacht, so seid ihr recht frei.
37. Ich wei wohl, da ihr Abrahams Samen seid; aber ihr suchet mich zu 
tten; denn meine Rede fnget nicht unter euch.
38. Ich rede, was ich von meinem Vater gesehen habe; so tut ihr, was ihr 
von eurem Vater gesehen habt.
39. Sie antworteten und sprachen zu ihm: Abraham ist unser Vater. Spricht 
Jesus zu ihnen: Wenn ihr Abrahams Kinder wret, so ttet ihr Abrahams 
Werke.
40. Nun aber suchet ihr mich zu tten, einen solchen Menschen, der ich 
euch die Wahrheit gesagt habe, die ich von Gott gehret habe; das hat 
Abraham nicht getan.
41. Ihr tut eures Vaters Werke. Da sprachen sie zu ihm: Wir sind nicht 
unehelich geboren; wir haben einen Vater, Gott.
42. Jesus sprach zu ihnen: Wre Gott euer Vater, so liebetet ihr mich; 
denn ich bin ausgegangen und komme von Gott; denn ich bin nicht von mir 
selber kommen, sondern er hat mich gesandt.
43. Warum kennet ihr denn meine Sprache nicht? denn ihr knnt ja mein Wort 
nicht hren.
44. Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und nach eures Vaters Lust wollt 
ihr tun. Derselbige ist ein Mrder von Anfang und ist nicht bestanden in 
der Wahrheit; denn die Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die Lgen redet, 
so redet er von seinem Eigenen; denn er ist ein Lgner und ein Vater 
derselbigen.
45. Ich aber, weil ich die Wahrheit sage, so glaubet ihr mir nicht.
46. Welcher unter euch kann mich einer Snde zeihen? So ich euch aber die 
Wahrheit sage, warum glaubet ihr mir nicht?
47. Wer von Gott ist, der hret Gottes Wort. Darum hret ihr nicht; denn 
ihr seid nicht von Gott.
48. Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht recht, 
da du ein Samariter bist und hast den Teufel.
49. Jesus antwortete: Ich habe keinen Teufel, sondern ich ehre meinen 
Vater, und ihr unehret mich.
50. Ich suche nicht meine Ehre; es ist aber einer, der sie suchet und 
richtet.
51. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: So jemand mein Wort wird halten, 
der wird den Tod nicht sehen ewiglich.
52. Da sprachen die Juden zu ihm: Nun erkennen wir, da du den Teufel 
hast. Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sprichst: So jemand 
mein Wort hlt, der wird den Tod nicht schmecken ewiglich.
53. Bist du mehr denn unser Vater Abraham, welcher gestorben ist? Und die 
Propheten sind gestorben. Was machst du aus dir selbst?
54. Jesus antwortete: So ich mich selber ehre, so ist meine Ehre nichts. 
Es ist aber mein Vater, der mich ehret, von welchem ihr sprecht, er sei 
euer Gott,
55. und kennet ihn nicht. Ich aber kenne ihn. Und so ich wrde sagen, ich 
kenne ihn nicht, so wrde ich ein Lgner, gleichwie ihr seid. Aber ich 
kenne ihn und halte sein Wort.
56. Abraham, euer Vater, ward froh, da er meinen Tag sehen sollte; und er 
sah ihn und freuete sich.
57. Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fnfzig Jahre alt und 
hast Abraham gesehen?
58. Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ehe denn 
Abraham ward, bin ich.
59. Da huben sie Steine auf, da sie auf ihn wrfen. Aber Jesus verbarg 
sich und ging zum Tempel hinaus, mitten durch sie hinstreichend.
Evangelium des Johannes 9
1. Und Jesus ging vorber und sah einen, der blind geboren war.
2. Und seine Jnger fragten ihn und sprachen: Meister, wer hat gesndiget, 
dieser oder seine Eltern, da er ist blind geboren?
3. Jesus antwortete: Es hat weder dieser gesndiget noch seine Eltern, 
sondern da die Werke Gottes offenbar wrden an ihm.
4. Ich mu Wirken die Werke des, der mich gesandt hat, solange es Tag ist; 
es kommt die Nacht, da niemand wirken kann.
5. Dieweil ich bin in der Welt, bin ich das Licht der Welt.
6. Da er solches gesagt, sptzete er auf die Erde und machte einen Kot aus 
dem Speichel und schmierete den Kot auf des Blinden Augen
7. und sprach zu ihm: Gehe hin zu dem Teich Siloah (das ist 
verdolmetschet: gesandt) und wasche dich. Da ging er hin und wusch sich 
und kam sehend.
8. Die Nachbarn, und die ihn zuvor gesehen hatten, da er ein Bettler war, 
sprachen: Ist dieser nicht, der da sa und bettelte?
9. Etliche sprachen: Er ist's; etliche aber: Er ist ihm hnlich. Er selbst 
aber sprach: Ich bin's.
10. Da sprachen sie zu ihm: Wie sind deine Augen aufgetan?
11. Er antwortete und sprach: Der Mensch, der Jesus heiet, machte einen 
Kot und schmierete meine Augen und sprach: Gehe hin zu dem Teich Siloah 
und wasche dich. Ich ging hin und wusch mich und ward sehend.
12. Da sprachen sie zu ihm: Wo ist derselbige? Er sprach: Ich wei nicht.
13. Da fhreten sie ihn zu den Pharisern, der weiland blind war.
14. (Es war aber Sabbat, da Jesus den Kot machte und seine Augen ffnete.)
15. Da fragten sie ihn abermal, auch die Phariser, wie er wre sehend 
worden. Er aber sprach zu ihnen: Kot legte er mir auf die Augen, und ich 
wusch mich und bin nun sehend.
16. Da sprachen etliche der Phariser: Der Mensch ist nicht von Gott, 
dieweil er den Sabbat nicht hlt. Die andern aber sprachen: Wie kann ein 
sndiger Mensch solche Zeichen tun? Und es ward eine Zwietracht unter 
ihnen.
17. Sie sprachen wieder zu dem Blinden: Was sagest du von ihm, da er hat 
deine Augen aufgetan? Er aber sprach: Er ist ein Prophet.
18. Die Juden glaubten nicht von ihm, da er blind gewesen und sehend 
worden wre, bis da sie riefen die Eltern des, der sehend war worden,
19. fragten sie und sprachen: Ist das euer Sohn, von welchem ihr saget, er 
sei blind geboren? Wie ist er denn nun sehend?
20. Seine Eltern antworteten ihnen und sprachen: Wir wissen, da dieser 
unser Sohn ist, und da er blind geboren ist.
21. Wie er aber nun sehend ist, wissen wir nicht; oder wer ihm hat seine 
Augen aufgetan, wissen wir auch nicht. Er ist alt genug, fraget ihn; 
lasset ihn selbst fr sich reden.
22. Solches sagten seine Eltern; denn sie frchteten sich vor den Juden. 
Denn die Juden hatten sich schon vereiniget, so jemand ihn fr Christum 
bekennete, da derselbe in Bann getan wrde.
23. Darum sprachen seine Eltern: Er ist alt genug, fraget ihn.
24. Da riefen sie zum andernmal den Menschen, der blind gewesen war, und 
sprachen zu ihm: Gib Gott die Ehre! Wir wissen, da dieser Mensch ein 
Snder ist.
25. Er antwortete und sprach: Ist er ein Snder, das wei ich nicht; eines 
wei ich wohl, da ich blind war und bin nun sehend.
26. Da sprachen sie wieder zu ihm: Was tat er dir? Wie tat er deine Augen 
auf?
27. Er antwortete ihnen: Ich hab's euch jetzt gesagt; habt ihr's nicht 
gehret? Was wollt ihr's abermal hren? Wollt ihr auch seine Jnger werden?
28. Da fluchten sie ihm und sprachen: Du bist sein Jnger; wir aber sind 
Mose's Jnger.
29. Wir wissen, da Gott mit Mose geredet hat; diesen aber wissen wir 
nicht, von wannen er ist.
30. Der Mensch antwortete und sprach zu ihnen: Das ist ein wunderlich 
Ding, da ihr nicht wisset, von wannen er sei; und er hat meine Augen 
aufgetan!
31. Wir wissen aber, da Gott die Snder nicht hret, sondern so jemand 
gottesfrchtig ist und tut seinen Willen, den hret er.
32. Von der Welt an ist's nicht erhret, da jemand einem gebornen Blinden 
die Augen aufgetan habe.
33. Wre dieser nicht von Gott, er knnte nichts tun.
34. Sie antworteten und sprachen zu ihm: Du bist ganz in Snden geboren 
und lehrest uns? Und stieen ihn hinaus.
35. Es kam vor Jesum, da sie ihn ausgestoen hatten. Und da er ihn fand, 
sprach er zu ihm: Glaubest du an den Sohn Gottes?
36. Er antwortete und sprach: Herr, welcher ist's, auf da ich an ihn 
glaube?
37. Jesus sprach zu ihm: Du hast ihn gesehen, und der mit dir redet, der 
ist's.
38. Er aber sprach: Herr, ich glaube; und betete ihn an.
39. Und Jesus sprach: Ich bin zum Gerichte auf diese Welt kommen, auf da, 
die da nicht sehen, sehend werden, und die da sehen, blind werden.
40. Und solches hreten etliche der Phariser, die bei ihm waren, und 
sprachen zu ihm: Sind wir denn auch blind?
41. Jesus sprach zu ihnen: Wret ihr blind, so httet ihr keine Snde; nun 
ihr aber sprechet: Wir sind sehend, bleibet eure Snde.
Evangelium des Johannes 10
1. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer nicht zur Tr hineingehet in den 
Schafstall, sondern steiget anderswo hinein, der ist ein Dieb und ein 
Mrder.
2. Der aber zur Tr hineingehet, der ist ein Hirte der Schafe.
3. Demselbigen tut der Trhter auf, und die Schafe hren seine Stimme; 
und er ruft seine Schafe mit Namen und fhret sie aus.
4. Und wenn er seine Schafe hat ausgelassen, gehet er vor ihnen hin, und 
die Schafe folgen ihm nach; denn sie kennen seine Stimme.
5. Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen von ihm; denn 
sie kennen der Fremden Stimme nicht.
6. Diesen Spruch sagte Jesus zu ihnen; sie vernahmen aber nicht, was es 
war, das er zu ihnen sagte.
7. Da sprach Jesus wieder zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Ich 
bin die Tr zu, den Schafen.
8. Alle, die vor mir kommen sind, die sind Diebe und Mrder gewesen, aber 
die Schafe haben ihnen nicht gehorchet.
9. Ich bin die Tr; so jemand durch mich eingehet, der wird selig werden 
und wird ein und aus gehen und Weide finden.
10. Ein Dieb kommt nicht, denn da er stehle, wrge und umbringe.
11. Ich bin kommen, da sie das Leben und volle Genge haben sollen.
12. Ich bin ein guter Hirte; ein guter Hirte lsset sein Leben fr die 
Schafe. Ein Mietling aber, der nicht Hirte ist, des die Schafe nicht eigen 
sind, siehet den Wolf kommen und verlsset die Schafe und flieht; und der 
Wolf erhaschet und zerstreuet die Schafe.
13. Der Mietling aber flieht; denn er ist ein Mietling und achtet der 
Schafe nicht.
14. Ich bin ein guter Hirte und erkenne die Meinen und bin bekannt den 
Meinen,
15. wie mich mein Vater kennet, und ich kenne den Vater. Und ich lasse 
mein Leben fr die Schafe.
16. Und ich habe andere Schafe, die sind nicht aus diesem Stalle. Und 
dieselben mu ich herfhren, und sie werden meine Stimme hren, und wird 
eine Herde und ein Hirte werden.
17. Darum liebet mich mein Vater, da ich mein Leben lasse, auf da ich's 
wieder nehme.
18. Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir selber. Ich 
habe Macht es zu lassen und habe Macht es wiederzunehmen. Solch Gebot habe 
ich empfangen von meinem Vater.
19. Da ward aber eine Zwietracht unter den Juden ber diesen Worten.
20. Viele unter ihnen sprachen: Er hat den Teufel und ist unsinnig; was 
hret ihr ihm zu?
21. Die andern sprachen: Das sind nicht Worte eines Besessenen; kann der 
Teufel auch der Blinden Augen auftun?
22. Es war aber Kirchweih zu Jerusalem und war Winter.
23. Und Jesus wandelte im Tempel, in der Halle Salomos.
24. Da umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm: Wie lange hltst du 
unsere Seelen auf? Bist du Christus, so sage es uns frei heraus!
25. Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubet 
nicht. Die Werke, die ich tue in meines Vaters Namen, die zeugen von mir.
26. Aber ihr glaubet nicht; denn ihr seid von meinen Schafen nicht, wie 
ich euch gesagt habe.
27. Denn meine Schafe hren meine Stimme, und ich kenne sie, und sie 
folgen mir.
28. Und ich gebe ihnen das ewige Leben; und sie werden nimmermehr 
umkommen, und niemand wird sie mir aus meiner Hand reien.
29. Der Vater, der sie mir gegeben hat, ist grer denn alles; und niemand 
kann sie aus meines Vaters Hand reien.
30. Ich und der Vater sind eins.
31. Da huben die Juden abermal Steine auf, da sie ihn steinigten.
32. Jesus antwortete ihnen: Viel gute Werke habe ich euch erzeiget von 
meinem Vater; um welches Werk unter denselbigen steiniget ihr mich?
33. Die Juden antworteten ihm und sprachen: Um des guten Werks willen 
steinigen wir dich nicht, sondern um der Gotteslsterung willen, und da 
du ein Mensch bist und machest dich selbst zu einem Gott.
34. Jesus antwortete ihnen: Stehet nicht geschrieben in eurem Gesetz: Ich 
habe gesagt, ihr seid Gtter?
35. So er die Gtter nennet, zu welchen das Wort Gottes geschah (und die 
Schrift kann doch nicht gebrochen werden),
36. sprecht ihr denn zu dem, den der Vater geheiliget und in die Welt 
gesandt hat: Du lsterst Gott, darum da ich sage, ich bin Gottes Sohn?
37. Tue ich nicht die Werke meines Vaters, so glaubet mir nicht.
38. Tue ich sie aber, glaubet doch den Werken, wollt ihr mir nicht 
glauben, auf da ihr erkennet und glaubet, da der Vater in mir ist und 
ich in ihm.
39. Sie suchten abermal, ihn zu greifen; aber er entging ihnen aus ihren 
Hnden
40. und zog hin wieder jenseit des Jordans an den Ort, da Johannes vorhin 
getauft hatte, und blieb allda.
41. Und viele kamen zu ihm und sprachen: Johannes tat kein Zeichen; aber 
alles, was Johannes von diesem gesagt hat, das ist wahr.
42. Und glaubten allda viele an ihn.
Evangelium des Johannes 11
1. Es lag aber einer krank mit Namen Lazarus von Bethanien, in dem Flecken 
Marias und ihrer Schwester Martha.
2. (Maria aber war, die den Herrn gesalbet hatte mit Salben und seine Fe 
getrocknet mit ihrem Haar; derselbigen Bruder Lazarus war krank.)
3. Da sandten seine Schwestern zu ihm und lieen ihm sagen: Herr, siehe, 
den du liebhast, der liegt krank.
4. Da Jesus das hrete, sprach er: Die Krankheit ist nicht zum Tode, 
sondern zur Ehre Gottes, da der Sohn Gottes dadurch geehret werde.
5. Jesus aber hatte Martha lieb und ihre Schwester und Lazarus.
6. Als er nun hrete, da er krank war, blieb er zwei Tage an dem Ort, da 
er war.
7. Danach spricht er zu seinen Jngern: Lasset uns wieder nach Juda 
ziehen!
8. Seine Jnger sprachen zu ihm: Meister, jenesmal wollten die Juden dich 
steinigen, und du willst wieder dahin ziehen?
9. Jesus antwortete: Sind nicht des Tages zwlf Stunden? Wer des Tages 
wandelt, der stet sich nicht, denn er siehet das Licht dieser Welt.
10. Wer aber des Nachts wandelt, der stet sich, denn es ist kein Licht 
in ihm.
11. Solches sagte er, und danach spricht er zu ihnen: Lazarus, unser 
Freund, schlft; aber ich gehe hin, da ich ihn aufwecke.
12. Da sprachen seine Jnger: Herr, schlft er, so wird's besser mit ihm.
13. Jesus aber sagte von seinem Tode; sie meineten aber, er redete vom 
leiblichen Schlaf.
14. Da sagte es ihnen Jesus frei heraus: Lazarus ist gestorben.
15. Und ich bin froh um euretwillen, da ich nicht dagewesen bin, auf da 
ihr glaubet. Aber lasset uns zu ihm ziehen!
16. Da sprach Thomas, der da genannt ist Zwilling, zu den Jngern: Lasset 
uns mit ziehen, da wir mit ihm sterben!
17. Da kam Jesus und fand ihn, da er schon vier Tage im Grabe gelegen war.
18. (Bethanien aber war nahe bei Jerusalem, bei fnfzehn Feldweges.)
19. Und viel Juden waren, zu Martha und Maria kommen, sie zu trsten ber 
ihren Bruder.
20. Als Martha nun hrete, da Jesus kommt, gehet sie ihm entgegen; Maria 
aber blieb daheim sitzen.
21. Da sprach Martha zu Jesu: Herr, wrest du hier gewesen, mein Bruder 
wre nicht gestorben;
22. aber ich wei auch noch, da, was du bittest von Gott, das wird dir 
Gott geben.
23. Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder soll auferstehen.
24. Martha spricht zu ihm: Ich wei wohl, da er auferstehen wird in der 
Auferstehung am Jngsten Tage.
25. Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. Wer an 
mich glaubet, der wird leben, ob er gleich strbe;
26. und wer da lebet und glaubet an mich, der wird nimmermehr sterben. 
Glaubest du das?
27. Sie spricht zu ihm: Herr, ja, ich glaube, da du bist Christus, der 
Sohn Gottes, der in die Welt kommen ist.
28. Und da sie das gesagt hatte, ging sie hin und rief ihre Schwester 
Maria heimlich und sprach: Der Meister ist da und rufet dich.
29. Dieselbige, als sie das hrete, stund sie eilend auf und kam zu ihm.
30. Denn Jesus war noch nicht in den Flecken kommen, sondern war noch an 
dem Ort, da ihm Martha war entgegenkommen.
31. Die Juden, die bei ihr im Hause waren und trsteten sie, da sie sahen 
Maria, da sie eilend aufstund und hinausging, folgten sie ihr nach und 
sprachen: Sie gehet hin zum Grabe, da sie daselbst weine.
32. Als nun Maria kam, da Jesus war, und sah ihn, fiel sie zu seinen Fen 
und sprach zu ihm: Herr, wrest du hier gewesen, mein Bruder wre nicht 
gestorben.
33. Als Jesus sie sah weinen und die Juden auch weinen, die mit ihr kamen, 
ergrimmete er im Geist und betrbte sich selbst
34. und sprach: Wo habt ihr ihn hingelegt? Sie sprachen zu ihm: Herr, komm 
und sieh es!
35. Und Jesu gingen die Augen ber.
36. Da sprachen die Juden: Siehe, wie hat er ihn so liebgehabt!
37. Etliche aber unter ihnen sprachen: Konnte, der dem Blinden die Augen 
aufgetan hat, nicht verschaffen, da auch dieser nicht strbe?
38. Jesus aber ergrimmete abermal in sich selbst und kam zum Grabe. Es war 
aber eine Kluft und ein Stein darauf gelegt.
39. Jesus sprach: Hebet den Stein ab! Spricht zu ihm Martha, die Schwester 
des Verstorbenen: Herr, er stinkt schon; denn er ist vier Tage gelegen.
40. Jesus spricht zu ihr: Hab' ich dir nicht gesagt, so du glauben 
wrdest, du solltest die Herrlichkeit Gottes sehen?
41. Da huben sie den Stein ab, da der Verstorbene lag. Jesus aber hub 
seine Augen empor und sprach: Vater, ich danke dir, da du mich erhret 
hast!
42. Doch ich wei, da du mich allezeit hrest, sondern um des Volks 
willen, das umherstehet, sage ich's, da sie glauben, du habest mich 
gesandt.
43. Da er das gesagt hatte, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, komm 
heraus!
44. Und der Verstorbene kam heraus, gebunden mit Grabtchern an Fen und 
Hnden, und sein Angesicht verhllet mit einem Schweituch. Jesus spricht 
zu ihnen: Lset ihn auf und lasset ihn gehen!
45. Viel nun der Juden, die zu Maria kommen waren und sahen, was Jesus 
tat, glaubten an ihn.
46. Etliche aber von ihnen gingen hin zu den Pharisern und sagten ihnen, 
was Jesus getan hatte.
47. Da versammelten die Hohenpriester und die Phariser einen Rat und 
sprachen: Was tun wir? Dieser Mensch tut viel Zeichen.
48. Lassen wir ihn also, so werden sie alle an ihn glauben. So kommen dann 
die Rmer und nehmen uns Land und Leute.
49. Einer aber unter ihnen, Kaiphas, der desselben Jahres Hoherpriester 
war, sprach zu ihnen: Ihr wisset nichts,
50. bedenket auch nichts; es ist uns besser, ein Mensch sterbe fr das 
Volk, denn da das ganze Volk verderbe.
51. Solches aber redete er nicht von sich selbst, sondern, dieweil er 
desselbigen Jahres Hoherpriester war, weissagte er. Denn Jesus sollte 
sterben fr das Volk,
52. und nicht fr das Volk allein, sondern da er die Kinder Gottes, die 
zerstreuet waren, zusammenbrchte.
53. Von dem Tage an ratschlagten sie, wie sie ihn tteten.
54. Jesus aber wandelte nicht mehr frei unter den Juden, sondern ging von 
dannen in eine Gegend nahe bei der Wste in eine Stadt, genannt Ephrem, 
und hatte sein Wesen daselbst mit seinen Jngern.
55. Es war aber nahe das Ostern der Juden; und es gingen viele hinauf gen 
Jerusalem aus der Gegend vor Ostern da sie sich reinigten.
56. Da stunden sie und fragten nach Jesu und redeten miteinander im 
Tempel: Was dnket euch, da er nicht kommt auf das Fest?
57. Es hatten aber die Hohenpriester und Phariser lassen ein Gebot 
ausgehen, so jemand wte, wo er wre, da er's anzeigete, da sie ihn 
griffen.
Evangelium des Johannes 12
1. Sechs Tage vor Ostern kam Jesus gen Bethanien, da Lazarus war, der 
Verstorbene, welchen Jesus auferwecket hatte von den Toten.
2. Daselbst machten sie ihm ein Abendmahl, und Martha dienete; Lazarus 
aber war der einer, die mit ihm zu Tische saen.
3. Da nahm Maria ein Pfund Salbe von ungeflschter, kstlicher Narde und 
salbete die Fe Jesu und trocknete mit ihrem Haar seine Fe. Das Haus 
aber ward voll vom Geruch der Salbe.
4. Da sprach seiner Jnger einer, Judas, Simons Sohn, Ischariot, der ihn 
hernach verriet:
5. Warum ist diese Salbe nicht verkauft um dreihundert Groschen und den 
Armen gegeben?
6. Das sagte er aber nicht, da er nach den Armen fragte, sondern er war 
ein Dieb und hatte den Beutel und trug, was gegeben ward.
7. Da sprach Jesus: La sie mit Frieden! Solches hat sie behalten zum Tage 
meines Begrbnisses.
8. Denn Arme habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr nicht allezeit.
9. Da erfuhr viel Volks der Juden, da er daselbst war, und kamen nicht um 
Jesu willen allein, sondern da sie auch Lazarus shen, welchen er von den 
Toten erweckt hatte.
10. Aber die Hohenpriester trachteten danach, da sie auch Lazarus tteten.
11. Denn um seinetwillen gingen viel Juden hin und glaubten an Jesum.
12. Des andern Tages, viel Volks, das aufs Fest kommen war, da es hrete, 
da Jesus kommt gen Jerusalem,
13. nahmen sie Palmenzweige und gingen hinaus ihm entgegen und schrieen: 
Hosianna! Gelobet sei, der da kommt in dem Namen des Herrn, ein Knig von 
Israel!
14. Jesus aber berkam ein Eselein und ritt darauf, wie denn geschrieben 
stehet:
15. Frchte dich nicht, du Tochter Zion; siehe, dein Knig kommt reitend 
auf einem Eselsfllen!
16. Solches aber verstunden seine Jnger zuvor nicht, sondern da Jesus 
verklret ward, da dachten sie daran, da solches war von ihm geschrieben, 
und sie solches ihm getan hatten.
17. Das Volk aber, das mit ihm war, da er Lazarus aus dem Grabe rief und 
von den Toten auferweckte, rhmete die Tat.
18. Darum ging ihm auch das Volk entgegen, da sie hreten, er htte 
solches Zeichen getan.
19. Die Phariser aber sprachen untereinander: Ihr sehet, da ihr nichts 
ausrichtet; siehe, alle Welt luft ihm nach.
20. Es waren aber etliche Griechen unter denen, die hinaufkommen waren, 
da sie anbeteten auf das Fest.
21. Die traten zu Philippus, der von Bethsaida aus Galila war, baten ihn 
und sprachen: Herr, wir wollten Jesum gerne sehen.
22. Philippus kommt und sagt's Andreas, und Philippus und Andreas sagten's 
weiter Jesu.
23. Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Zeit ist kommen, da des 
Menschen Sohn verklret werde.
24. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Es sei denn, da das Weizenkorn in 
die Erde falle und ersterbe, so bleibt's alleine; wo es aber erstirbt, so 
bringt's viel Frchte.
25. Wer sein Leben liebhat, der wird's verlieren; und wer sein Leben auf 
dieser Welt hasset, der wird's erhalten zum ewigen Leben.
26. Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll mein 
Diener auch sein. Und wer mir dienen wird, den wird mein Vater ehren.
27. Jetzt ist meine Seele betrbet. Und was soll ich sagen? Vater, hilf 
mir aus dieser Stunde! Doch darum bin ich in diese Stunde kommen.
28. Vater, verklre deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: Ich hab' 
ihn verklret und will ihn abermal verklren.
29. Da sprach das Volk, das dabeistund und zuhrete: Es donnerte! Die 
andern sprachen: Es redete ein Engel mit ihm.
30. Jesus antwortete und sprach: Diese Stimme ist nicht um meinetwillen 
geschehen, sondern um euretwillen.
31. Jetzt gehet das Gericht ber die Welt; nun wird der Frst dieser Welt 
ausgestoen werden.
32. Und ich, wenn ich erhhet werde von der Erde, so will ich sie alle zu 
mir ziehen.
33. Das sagte er aber, zu deuten, welches Todes er sterben wrde.
34. Da antwortete ihm das Volk: Wir haben gehret im Gesetz, da Christus 
ewiglich bleibe; und wie sagst du denn, des Menschen Sohn mu erhhet 
werden? Wer ist dieser Menschensohn?
35. Da sprach Jesus zu ihnen: Es ist das Licht noch eine kleine Zeit bei 
euch. Wandelt, dieweil ihr das Licht habt, da euch die Finsternisse nicht 
berfallen. Wer in Finsternis wandelt, der wei nicht, wo er hingehet.
36. Glaubet an das Licht, dieweil ihr's habt, auf da ihr des Lichtes 
Kinder seid.
37. Solches redete Jesus und ging weg und verbarg sich vor ihnen. Und ob 
er wohl solche Zeichen vor ihnen tat, glaubten sie doch nicht an ihn,
38. auf da erfllet wrde der Spruch des Propheten Jesaja, den er sagt: 
Herr, wer glaubet unserm Predigen, und wem ist der Arm des Herrn 
offenbaret?
39. Darum konnten sie nicht glauben; denn Jesaja sagt abermal:
40. Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verstocket, da sie mit den 
Augen nicht sehen, noch mit dem Herzen vernehmen und sich bekehren, und 
ich ihnen hlfe.
41. Solches sagte Jesaja, da er seine Herrlichkeit sah und redete von ihm.
42. Doch der Obersten glaubten viel an ihn; aber um der Phariser willen 
bekannten sie es nicht, da sie nicht in den Bann getan wrden;
43. denn sie hatten lieber die Ehre bei den Menschen denn die Ehre bei 
Gott.
44. Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubet, der glaubet nicht an 
mich, sondern an den, der mich gesandt hat.
45. Und wer mich siehet, der siehet den, der mich gesandt hat.
46. Ich bin kommen in die Welt ein Licht, auf da, wer an mich glaubet, 
nicht in Finsternis bleibe.
47. Und wer meine Worte hret und glaubet nicht, den werde ich nicht 
richten; denn ich bin nicht kommen; da ich die Welt richte, sondern da 
ich die Welt selig mache.
48. Wer mich verachtet und nimmt meine Worte nicht auf, der hat schon, der 
ihn richtet: das Wort, welches ich geredet habe, das wird ihn richten am 
Jngsten Tage.
49. Denn ich habe nicht von mir selber geredet, sondern der Vater, der 
mich gesandt hat, der hat mir ein Gebot gegeben, was ich tun und reden 
soll.
50. Und ich wei, da sein Gebot ist das ewige Leben. Darum, was ich rede, 
das rede ich also, wie mir der Vater gegeben hat.
Evangelium des Johannes 13
1. Vor dem Fest aber der Ostern, da Jesus erkennete, da seine Zeit kommen 
war, da er aus dieser Welt ginge zum Vater: wie er hatte geliebet die 
Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende.
2. Und nach dem Abendessen, da schon der Teufel hatte dem Judas, Simons 
Sohn, dem Ischariot, ins Herz gegeben, da er ihn verriete,
3. wute Jesus, da ihm der Vater hatte alles in seine Hnde gegeben, und 
da er von Gott kommen war und zu Gott ging:
4. stund er vom Abendmahl auf, legte seine Kleider ab und nahm einen 
Schurz und umgrtete sich.
5. Danach go er Wasser in ein Becken, hub an, den Jngern die Fe zu 
waschen, und trocknete sie mit dem Schurz, damit er umgrtet war.
6. Da kam er zu Simon Petrus; und derselbige sprach zu ihm: Herr, solltest 
du mir meine Fe waschen?
7. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das weit du jetzt 
nicht; du wirst's aber hernach erfahren.
8. Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Fe waschen. 
Jesus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du kein Teil 
mit mir.
9. Spricht zu ihm Simon Petrus: Herr, nicht die Fe alleine, sondern auch 
die Hnde und das Haupt.
10. Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, der bedarf nicht denn die 
Fe waschen, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle.
11. Denn er wute seinen Verrter wohl; darum sprach er: Ihr seid nicht 
alle rein.
12. Da er nun ihre Fe gewaschen hatte, nahm er seine Kleider und setzte 
sich wieder nieder und sprach abermal zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch 
getan habe?
13. Ihr heiet mich Meister und Herr und saget recht daran; denn ich bin's 
auch.
14. So nun ich, euer Herr und Meister, euch die Fe gewaschen habe, so 
sollt ihr auch euch untereinander die Fe waschen.
15. Ein Beispiel habe ich euch gegeben, da ihr tut, wie ich euch getan 
habe.
16. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Knecht ist nicht grer denn 
sein Herr noch der Apostel grer, denn der ihn gesandt hat.
17. So ihr solches wisset, selig seid ihr, so ihr's tut.
18. Nicht sage ich von euch allen, (ich wei, welche ich erwhlet habe), 
sondern da die Schrift erfllet werde: Der mein Brot isset, der tritt 
mich mit Fen.
19. Jetzt sage ich's euch, ehe denn es geschiehet, auf da, wenn es 
geschehen ist, da ihr glaubet, da ich's bin.
20. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer aufnimmt, so ich jemand senden 
werde, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der 
mich gesandt hat.
21. Da solches Jesus gesagt hatte, ward er betrbt im Geist und zeugete 
und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, einer unter euch wird mich 
verraten.
22. Da sahen sich die Jnger untereinander an, und ward ihnen bange, von 
welchem er redete.
23. Es war aber einer unter seinen Jngern, der zu Tische sa an der Brust 
Jesu, welchen Jesus liebhatte.
24. Dem winkete Simon Petrus, da er forschen sollte, wer es wre, von dem 
er sagte.
25. Denn derselbige lag an der Brust Jesu und sprach zu ihm: Herr, wer 
ist's?
26. Jesus antwortete: Der ist's, dem ich den Bissen eintauche und gebe. 
Und er tauchte den Bissen ein und gab ihn Judas, Simons Sohn, dem 
Ischariot.
27. Und nach dem Bissen fuhr der Satan in ihn. Da sprach Jesus zu ihm: Was 
du tust, das tue bald.
28. Dasselbige aber wute niemand ber dem Tische, wozu er's ihm sagte.
29. Etliche meineten, dieweil Judas den Beutel hatte, Jesus sprche zu 
ihm: Kaufe, was uns not ist auf das Fest; oder da er den Armen etwas gbe.
30. Da er nun den Bissen genommen hatte, ging er sobald hinaus. Und es war 
Nacht.
31. Da er aber hinausgegangen war, spricht Jesus: Nun ist des Menschen 
Sohn verklret, und Gott ist verklret in ihm.
32. Ist Gott verklret in ihm, wird ihn auch Gott verklren in ihm selbst 
und wird ihn bald verklren.
33. Liebe Kindlein, ich bin noch eine kleine Weile bei euch. Ihr werdet 
mich suchen; und wie ich zu den Juden sagte: Wo ich hingehe; da knnt ihr 
nicht hinkommen.
34. Und ich sage euch nun: Ein neu Gebot gebe ich euch, da ihr euch 
untereinander liebet, wie ich euch geliebet habe, auf da auch ihr 
einander lieb habet.
35. Dabei wird jedermann erkennen, da ihr meine Jnger seid, so ihr Liebe 
untereinander habt.
36. Spricht Simon Petrus zu ihm: Herr, wo gehest du hin? Jesus antwortete 
ihm: Da ich hingehe, kannst du mir diesmal nicht folgen; aber du wirst mir 
hernachmals folgen.
37. Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir diesmal nicht folgen? 
Ich will mein Leben fr dich lassen.
38. Jesus antwortete ihm: Solltest du dein Leben fr mich lassen? 
Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, der Hahn wird nicht krhen, bis du mich 
dreimal habest verleugnet!
Evangelium des Johannes 14
1. Und er sprach zu seinen Jngern: Euer Herz erschrecke nicht! Glaubet 
ihr an Gott, so glaubet ihr auch an mich.
2. In meines Vaters Hause sind viel Wohnungen. Wenn's nicht so wre, so 
wollt' ich zu euch sagen; ich gehe hin euch die Sttte zu bereiten.
3. Und ob ich hinginge, euch die Sttte zu bereiten, will ich doch 
wiederkommen und euch zu mir nehmen, auf da ihr seid, wo ich bin.
4. Und wo ich hingehe, das wisset ihr, und den Weg wisset ihr auch.
5. Spricht zu ihm Thomas: Herr, wir wissen nicht, wo du hingehest; und wie 
knnen wir den Weg wissen?
6. Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das Leben; 
niemand kommt zum Vater denn durch mich
7. Wenn ihr mich kennetet, so kennetet ihr auch meinen Vater. Und von nun 
an kennet ihr ihn und habt ihn gesehen.
8. Spricht zu ihm Philippus: Herr, zeige uns den Vater, so genget uns.
9. Jesus spricht zu ihm: So lange bin ich bei euch und du kennest mich 
nicht? Philippus, wer mich siehet, der siehet den Vater. Wie sprichst du 
denn: Zeige uns en Vater?
10. Glaubest du nicht, da ich im Vater und der Vater in mir ist? Die 
Worte, die zu euch rede, die rede ich nicht von mir selbst. Der Vater 
aber, der in mir wohnet, derselbige tut die Werke.
11. Glaubet mir, da ich im Vater und der Vater in mir ist; wo nicht, so 
glaubet mir doch um der Werke willen.
12. Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubet, der wird die 
Werke auch tun, die ich tue, und wird grere denn diese tun; denn ich 
gehe zum Vater
13. Und was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, auf da 
der Vater geehret werde in dem Sohne
14. Was ihr bitten werdet in meinem Namen das will ich tun.
15. Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote.
16. Und ich will den Vater bitten, und er soll euch einen andern Trster 
geben, da er bei euch bleibe ewiglich,
17. den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht kann empfangen; denn 
sie siehet ihn nicht und kennet ihn nicht. Ihr aber kennet ihn; denn er 
bleibet bei euch und wird in euch sein.
18. Ich will euch nicht Waisen lassen; ich komme zu euch.
19. Es ist noch um ein kleines, so wird mich die Welt nicht mehr sehen; 
ihr aber sollt mich sehen: denn ich lebe, und ihr sollt auch leben.
20. An demselbigen Tage werdet ihr erkennen, da ich in meinem Vater bin 
und ihr in mir und ich in euch.
21. Wer meine Gebote hat und hlt sie, der ist's, der mich liebet. Wer 
mich aber liebet, der wird von meinem Vater geliebet werden, und ich werde 
ihn lieben und mich ihm offenbaren.
22. Spricht zu ihm Judas, nicht der Ischariot: Herr, was ist's, da du uns 
willst dich offenbaren und nicht der Welt?
23. Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wer mich liebet, der wird mein 
Wort halten; und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden zu ihm kommen 
und Wohnung bei ihm machen.
24. Wer aber mich nicht liebet, der hlt meine Worte nicht. Und das Wort, 
das ihr hret ist nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt hat.
25. Solches hab' ich zu euch geredet, weil ich bei euch gewesen bin.
26. Aber der Trster, der Heilige Geist, welchen mein Vater senden wird in 
meinem Namen, derselbige wird's euch alles lehren und euch erinnern alles 
des, das ich euch gesagt habe.
27. Den Frieden lasse ich euch; meinen Frieden gebe ich euch. Nicht gebe 
ich euch, wie die Welt gibt. Euer Herz erschrecke nicht und frchte sich 
nicht!
28. Ihr habt gehret, da ich euch gesagt habe: Ich gehe hin und komme 
wieder zu euch. Httet ihr mich lieb, so wrdet ihr euch freuen, da ich 
gesagt habe: Ich gehe zum Vater; denn der Vater ist grer denn ich.
29. Und nun hab' ich's euch gesagt, ehe denn es geschiehet, auf da, wenn 
es nun geschehen wird, da ihr glaubet.
30. Ich werde hinfort nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der 
Frst dieser Welt und hat nichts an mir.
31. Aber da die Welt erkenne, da ich den Vater liebe, und ich also tue, 
wie mir der Vater geboten hat, stehet auf und lasset uns von hinnen gehen!
Evangelium des Johannes 15
1. Ich bin ein rechter Weinstock und mein Vater ein Weingrtner.
2. Eine jegliche Rebe an mir, die nicht Frucht bringet, wird er wegnehmen, 
und eine jegliche, die da Frucht bringet, wird er reinigen, da sie mehr 
Frucht bringe.
3. Ihr seid jetzt rein um des Worts willen, das ich zu euch geredet habe.
4. Bleibt in mir und ich in euch. Gleichwie die Rebe kann keine Frucht 
bringen von ihr selber, sie bleibe denn am Weinstock, also auch ihr nicht, 
ihr bleibet denn an mir.
5. Ich bin der Weinstock; ihr seid die Reben. Wer in mir bleibet und ich 
in ihm der bringet viel Frucht; denn ohne mich knnt ihr nichts tun.
6. Wer nicht in mir bleibet, der wird weggeworfen wie eine Rebe und 
verdorret, und man sammelt sie und wirft sie ins Feuer, und mu brennen.
7. So ihr in mir bleibet, und meine Worte in euch bleiben, werdet ihr 
bitten, was ihr wollt, und es wird euch widerfahren.
8. Darinnen wird mein Vater geehret, da ihr viel Frucht bringet und 
werdet meine Jnger.
9. Gleichwie mich mein Vater liebet, also liebe ich euch auch. Bleibet in 
meiner Liebe!
10. So ihr meine Gebote haltet, so bleibet ihr in meiner Liebe, gleichwie 
ich meines Vaters Gebote halte und bleibe in seiner Liebe.
11. Solches rede ich zu euch, auf da meine Freude in euch bleibe, und 
eure Freude vollkommen werde.
12. Das ist mein Gebot, da ihr euch untereinander liebet, gleichwie ich 
euch liebe.
13. Niemand hat grere Liebe denn die, da er sein Leben lsset fr seine 
Freunde.
14. Ihr seid meine Freunde, so ihr tut, was ich euch gebiete.
15. Ich sage hinfort nicht, da ihr Knechte seid; denn ein Knecht wei 
nicht, was sein Herr tut. Euch aber habe ich gesagt, da ihr Freunde seid; 
denn alles, was ich habe von meinem Vater gehret, hab' ich euch kundgetan.
16. Ihr habet mich nicht erwhlet, sondern ich habe euch erwhlet und 
gesetzt, da ihr hingehet und Frucht bringet, und eure Frucht bleibe, auf 
da, so ihr den Vater bittet in meinem Namen, da er's euch gebe
17. Das gebiete ich euch, da ihr euch untereinander liebet.
18. So euch die Welt hasset, so wisset, da sie mich vor euch gehasset hat.
19. Wret ihr von der Welt, so htte die Welt das Ihre lieb; dieweil ihr 
aber nicht von der Welt seid, sondern ich habe euch von der Welt erwhlet, 
darum hasset euch die Welt.
20. Gedenket an mein Wort, das ich euch gesagt habe: Der Knecht ist nicht 
grer denn, sein Herr. Haben sie mich verfolget, sie werden euch auch 
verfolgen; haben sie mein Wort gehalten, so werden sie eures auch halten.
21. Aber das alles werden sie euch tun um meines Namens willen; denn sie 
kennen den nicht, der mich gesandt hat.
22. Wenn ich nicht kommen wre und htte es ihnen gesagt, htten sie keine 
Snde; nun aber knnen sie nichts vorwenden, ihre Snde zu entschuldigen.
23. Wer mich hasset, der hasset auch meinen Vater.
24. Htte ich nicht die Werke getan unter ihnen, die kein anderer getan 
hat, so htten sie keine Snde; nun aber haben sie es gesehen und hassen 
doch beide, mich und meinen Vater.
25. Doch da erfllet werde der Spruch, in ihrem Gesetz geschrieben: Sie 
hassen mich ohn' Ursache.
26. Wenn aber der Trster kommen wird, welchen ich euch senden werde vom 
Vater, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgehet, der wird zeugen von 
mir.
27. Und ihr werdet auch zeugen; denn ihr seid von Anfang bei mir gewesen.
Evangelium des Johannes 16
1. Solches habe ich zu euch geredet, da ihr euch nicht rgert.
2. Sie werden euch in den Bann tun. Es kommt aber die Zeit, da, wer euch 
ttet, wird meinen, er tue Gott einen Dienst daran.
3. Und solches werden sie euch darum tun, da sie weder meinen Vater noch 
mich erkennen.
4. Aber solches habe ich zu euch geredet, auf da, wenn die Zeit kommen 
wird, da ihr daran gedenket, da ich's euch gesagt habe. Solches aber 
habe ich euch von Anfang nicht gesagt; denn ich war bei euch.
5. Nun aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat; und niemand unter 
euch fraget mich: Wo gehest du hin?
6. sondern dieweil ich solches zu euch geredet habe, ist euer Herz voll 
Trauerns worden.
7. Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist euch gut, da ich hingehe. Denn 
so ich nicht hingehe, so kommt der Trster nicht zu euch; so ich aber 
gehe, will ich ihn zu euch senden.
8. Und wenn derselbige kommt, der wird die Welt strafen um die Snde und 
um die Gerechtigkeit und um das Gericht:
9. um die Snde, da sie nicht glauben an mich;
10. um die Gerechtigkeit aber, da ich zum Vater gehe, und ihr mich 
hinfort nicht sehet;
11. um das Gericht, da der Frst dieser Welt gerichtet ist.
12. Ich habe euch noch viel zu sagen; aber ihr knnet's jetzt nicht tragen.
13. Wenn aber jener, der Geist der Wahrheit, kommen wird, der wird euch in 
alle Wahrheit leiten. Denn er wird nicht von ihm selber reden, sondern was 
er hren wird, das wird er reden, und was zuknftig ist, wird er euch 
verkndigen.
14. Derselbige wird mich verklren; denn von dem Meinen wird er's nehmen 
und euch verkndigen.
15. Alles, was der Vater hat, das ist mein; darum hab' ich gesagt: Er 
wird's von dem Meinen nehmen und euch verkndigen.
16. ber ein kleines, so werdet ihr mich nicht sehen, und aber ber ein 
kleines, so werdet ihr mich sehen; denn ich gehe zum Vater.
17. Da sprachen etliche unter seinen Jngern untereinander: Was ist das, 
was er saget zu uns: ber ein so werdet ihr mich nicht sehen, und aber 
ber ein kleines, so werdet ihr mich sehen, und da ich zum Vater gehe?
18. Da sprachen sie: Was ist das, was er sagt: ber ein kleines? Wir 
wissen nicht, was er redet.
19. Da merkete Jesus, da sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: 
Davon fraget ihr untereinander, da ich gesagt habe: ber ein kleines, so 
werdet ihr mich nicht sehen, und aber ber ein kleines, so werdet ihr mich 
sehen.
20. Wahrlich, wahrlich, ich, sage euch: Ihr werdet weinen und heulen; aber 
die Welt wird sich freuen. Ihr aber werdet traurig sein; doch eure 
Traurigkeit soll in Freude verkehret werden.
21. Ein Weib, wenn sie gebiert, so hat sie Traurigkeit; denn ihre Stunde 
ist kommen. Wenn sie aber das Kind geboren hat, denket sie nicht mehr an 
die Angst um der Freude willen, da der Mensch zur Welt geboren ist.
22. Und ihr habt auch nun Traurigkeit aber ich will euch wiedersehen, und 
euer Herz soll sich freuen, und eure Freude soll niemand von euch nehmen.
23. Und an demselbigen Tage werdet ihr mich nichts fragen. Wahrlich, 
wahrlich, ich sage euch: So ihr den Vater etwas bitten werdet in meinen 
Namen, so wird er's euch geben.
24. Bisher habt ihr nichts gebeten in meinem Namen. Bittet, so werdet ihr 
nehmen, da eure Freude vollkommen sei.
25. Solches hab' ich zu euch durch Sprichwrter geredet. Es kommt aber die 
Zeit, da ich nicht mehr durch Sprichwrter mit euch reden werde, sondern 
euch frei heraus verkndigen von meinem Vater.
26. An demselbigen Tage werdet ihr bitten in meinem Namen. Und ich sage 
euch nicht, da ich den Vater fr euch bitten will;
27. denn er selbst, der Vater, hat euch lieb, darum da ihr mich liebet 
und glaubet, da ich von Gott ausgegangen bin.
28. Ich bin vom Vater ausgegangen und kommen in die Welt; wiederum 
verlasse ich die Welt und gehe zum Vater.
29. Sprechen zu ihm seine Jnger: Siehe, nun redest du frei heraus und 
sagest kein Sprichwort.
30. Nun wissen wir, da du alle Dinge weit und bedarfst nicht, da dich 
jemand frage. Darum glauben wir, da du von Gott ausgegangen bist.
31. Jesus antwortete ihnen: Jetzt glaubet ihr.
32. Siehe, es kommt die Stunde und ist schon kommen, da ihr zerstreuet 
werdet, ein jeglicher in das Seine, und mich alleine lasset. Aber ich bin 
nicht alleine; denn der Vater ist bei mir.
33. Solches habe ich mit euch geredet, da ihr in mir Frieden habet. In 
der Welt habt ihr Angst; aber seid getrost, ich habe die Welt berwunden.
Evangelium des Johannes 17
1. Solches redete Jesus und hub seine Augen auf gen Himmel und sprach: 
Vater, die Stunde ist hier, da du deinen Sohn verklrest, auf da dich 
dein Sohn auch verklre,
2. gleichwie du ihm Macht hast gegeben ber alles Fleisch, auf da er das 
ewige Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast.
3. Das ist aber das ewige Leben, da sie dich, da du allein wahrer Gott 
bist, und den du gesandt hast, Jesum Christum, erkennen.
4. Ich habe dich verklret auf Erden und vollendet das Werk, das du mir 
gegeben hast, da ich's tun sollte.
5. Und nun verklre mich du, Vater, bei dir selbst mit der Klarheit, die 
ich bei dir hatte, ehe die Welt war.
6. Ich habe deinen Namen offenbaret den Menschen, die du mir von der Welt 
gegeben hast. Sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und sie haben 
dein Wort behalten.
7. Nun wissen sie, da alles, was du mir gegeben hast, sei von dir.
8. Denn die Worte, die du mir gegeben hast, hab' ich ihnen gegeben; und 
sie haben's angenommen und erkannt wahrhaftig, da ich von dir ausgegangen 
bin, und glauben, da du mich gesandt hast.
9. Ich bitte fr sie und bitte nicht fr die Welt, sondern fr die, so du 
mir gegeben hast; denn sie sind dein.
10. Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist mein; 
und ich bin in ihnen verklret.
11. Und ich bin nicht mehr in der Welt; sie aber sind in der Welt, und ich 
komme zu dir. Heiliger Vater, erhalte sie in deinem Namen, die du mir 
gegeben hast, da sie eins seien gleichwie wir!
12. Dieweil ich bei ihnen war in der Welt, erhielt ich sie in deinem 
Namen. Die du mir gegeben hast, die habe ich bewahret, und ist keiner von 
ihnen verloren ohne das verlorne Kind, da die Schrift erfllet wrde.
13. Nun aber komme ich zu dir und rede solches in der Welt, auf da sie in 
ihnen haben meine Freude vollkommen.
14. Ich hab' ihnen gegeben dein Wort, und die Welt hasset sie; denn sie 
sind nicht von der Welt, wie denn auch ich nicht von der Welt bin.
15. Ich bitte nicht, da du sie von der Welt nehmest, sondern da du sie 
bewahrest vor dem bel.
16. Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin.
17. Heilige sie in deiner Wahrheit; dein Wort ist die Wahrheit.
18. Gleichwie du mich gesandt hast in die Welt, so sende ich sie auch in 
die Welt.
19. Ich heilige mich selbst fr sie, auf da auch sie geheiliget seien in 
der Wahrheit.
20. Ich bitte aber nicht alleine fr sie, sondern auch fr die, so durch 
ihr Wort an mich glauben werden,
21. auf da sie alle eins seien gleichwie du, Vater, in mir und ich in 
dir, da auch sie in uns eins seien, auf da die Welt glaube, du habest 
mich gesandt.
22. Und ich hab' ihnen gegeben die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, 
da sie eins seien, gleichwie wir eins sind,
23. ich in ihnen und du in mir, auf da sie vollkommen seien in eins, und 
die Welt erkenne, da du mich gesandt hast und liebest sie, gleichwie du 
mich liebest.
24. Vater, ich will, da, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du mir 
gegeben hast, da sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben hast; 
denn du hast mich geliebet, ehe denn die Welt gegrndet ward.
25. Gerechter Vater, die Welt kennet dich nicht; ich aber kenne dich, und 
diese erkennen, da du mich gesandt hast.
26. Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und will ihnen kundtun, auf 
da die Liebe, damit du mich liebest, sei in ihnen und ich in ihnen.
Evangelium des Johannes 18
1. Da Jesus solches geredet hatte, ging er hinaus mit seinen Jngern ber 
den Bach Kidron. Da war ein Garten, darein ging Jesus und seine Jnger.
2. Judas aber, der ihn verriet, wute den Ort auch; denn Jesus versammelte 
sich oft daselbst mit seinen Jngern.
3. Da nun Judas zu sich hatte genommen die Schar und der Hohenpriester und 
Phariser Diener, kommt er dahin mit Fackeln, Lampen und mit Waffen.
4. Als nun Jesus wute alles, was ihm begegnen sollte, ging er hinaus und 
sprach zu ihnen: Wen suchet ihr?
5. Sie antworteten ihm: Jesum von Nazareth. Jesus spricht zu ihnen: Ich 
bin's. Judas aber, der ihn verriet, stund auch bei ihnen.
6. Als nun Jesus zu ihnen sprach: Ich bin's, wichen sie zurck und fielen 
zu Boden.
7. Da fragte er sie abermal: Wen suchet ihr? Sie aber sprachen: Jesum von 
Nazareth.
8. Jesus antwortete: Ich hab's euch gesagt, da ich es sei. Suchet ihr 
denn mich, so lasset diese gehen
9. (auf da das Wort erfllet wrde, welches er sagte: Ich habe der keinen 
verloren, die du mir gegeben hast).
10. Da hatte Simon Petrus ein Schwert und zog es aus und schlug nach des 
Hohenpriesters Knecht und hieb ihm sein rechtes Ohr ab; und der Knecht 
hie Malchus.
11. Da sprach Jesus zu Petrus: Stecke dein Schwert in die Scheide! Soll 
ich den Kelch nicht trinken, den mir mein Vater gegeben hat?
12. Die Schar aber und der Oberhauptmann und die Diener der Juden nahmen 
Jesum und banden ihn
13. und fhreten ihn aufs erste zu Hannas; der war des Kaiphas Schwher, 
welcher des Jahrs Hoherpriester war.
14. Es war aber Kaiphas, der den Juden riet, es wre gut, da ein Mensch 
wrde umgebracht fr das Volk.
15. Simon Petrus aber folgte Jesu nach und ein anderer Jnger. Derselbige 
Jnger war dem Hohenpriester bekannt und ging mit Jesu hinein in des 
Hohenpriesters Palast.
16. Petrus aber stund drauen vor der Tr. Da ging der andere Jnger, der 
dem Hohenpriester bekannt war, hinaus und redete mit der Trhterin und 
fhrete Petrus hinein.
17. Da sprach die Magd, die Trhterin zu Petrus: Bist du nicht auch 
dieses Menschen Jnger einer? Er sprach: Ich bin's nicht.
18. Es stunden aber die Knechte und Diener und hatten ein Kohlenfeuer 
gemacht (denn es war kalt) und wrmeten sich. Petrus aber stund bei ihnen 
und wrmete sich.
19. Aber der Hohepriester fragte Jesum um seine Jnger und um seine Lehre.
20. Jesus antwortete ihm: Ich habe frei ffentlich geredet vor der Welt. 
Ich habe allezeit gelehret in der Schule und in dem Tempel, da alle Juden 
zusammenkommen, und habe nichts im Verborgenen geredet.
21. Was fragest du mich darum? Frage die darum, die gehret haben, was ich 
zu ihnen geredet habe. Siehe, dieselbigen wissen, was ich gesagt habe.
22. Als er aber solches redete, gab der Diener einer, die dabeistunden, 
Jesu einen Backenstreich und sprach: Sollst du dem Hohenpriester also 
antworten?
23. Jesus antwortete: Hab' ich bel geredet, so beweise es, da es bse 
sei; habe ich aber recht geredet, was schlgest du mich?
24. Und Hannas sandte ihn gebunden zu dem Hohenpriester Kaiphas.
25. Simon Petrus aber stund und wrmete sich. Da sprachen sie zu ihm: Bist 
du nicht seiner Jnger einer? Er verleugnete aber und sprach: Ich bin's 
nicht.
26. Spricht des Hohenpriesters Knechte einer, ein Gefreundeter des, dem 
Petrus das Ohr abgehauen hatte: Sah ich dich nicht im Garten bei ihm?
27. Da verleugnete Petrus abermal; und alsbald krhete der Hahn.
28. Da fhreten sie Jesum von Kaiphas vor das Richthaus. Und es war frh. 
Und sie gingen nicht in das Richthaus, auf da sie nicht unrein wrden, 
sondern Ostern essen mchten.
29. Da ging Pilatus zu ihnen heraus und sprach: Was bringet ihr fr Klage 
wider diesen Menschen?
30. Sie antworteten und sprachen zu ihm: Wre dieser nicht ein beltter 
wir htten dir ihn nicht berantwortet.
31. Da sprach Pilatus zu ihnen: So nehmet ihr ihn hin und richtet ihn nach 
eurem Gesetz. Da sprachen die Juden zu ihm: Wir drfen niemand tten
32. (auf da erfllet wrde das Wort Jesu, welches er sagte, da er 
deutete, welches Todes er sterben wrde).
33. Da ging Pilatus wieder hinein ins Richthaus und rief Jesu und sprach 
zu ihm: Bist du der Juden Knig?
34. Jesus antwortete: Redest du das von dir selbst, oder haben's dir 
andere von mir gesagt?
35. Pilatus antwortete: Bin ich ein Jude? Dein Volk und die Hohenpriester 
haben dich mir berantwortet; was hast du getan?
36. Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt. Wre mein 
Reich von dieser Welt, meine Diener wrden drob kmpfen, da ich den Juden 
nicht berantwortet wrde; aber nun ist mein Reich nicht von dannen.
37. Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du dennoch ein Knig? Jesus 
antwortete: Du sagst es, ich bin ein Knig. Ich bin dazu geboren und in 
die Welt kommen, da ich die Wahrheit zeugen soll. Wer aus der Wahrheit 
ist, der hret meine Stimme.
38. Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Und da er das gesagt, ging 
er wieder hinaus zu den Juden und spricht zu ihnen: Ich finde keine Schuld 
an ihm.
39. Ihr habt aber eine Gewohnheit, da ich euch einen auf Ostern losgebe; 
wollt ihr nun, da ich euch der Juden Knig losgebe?
40. Da schrieen sie wieder allesamt und sprachen: Nicht diesen, sondern 
Barabbas. Barabbas aber war ein Mrder.
Evangelium des Johannes 19
1. Da nahm Pilatus Jesum und geielte ihn.
2. Und die Kriegsknechte flochten eine Krone von Dornen und setzten sie 
auf sein Haupt und legten ihm ein Purpurkleid an
3. und sprachen: Sei gegret, lieber Judenknig! und gaben ihm 
Backenstreiche.
4. Da ging Pilatus wieder heraus und sprach zu ihnen: Sehet, ich fhre ihn 
heraus zu euch, da ihr erkennet, da ich keine Schuld an ihm finde.
5. Also ging Jesus heraus und trug eine Dornenkrone und Purpurkleid. Und 
er spricht zu ihnen: Sehet, welch ein Mensch!
6. Da ihn die Hohenpriester und die Diener sahen, schrieen sie und 
sprachen: Kreuzige, kreuzige! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmet ihr ihn hin 
und kreuziget; denn ich finde keine Schuld an ihm.
7. Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach dem Gesetz 
soll er sterben; denn er hat sich selbst zu Gottes Sohn gemacht.
8. Da Pilatus das Wort hrete, frchtete er sich noch mehr
9. und ging wieder hinein in das Richthaus und spricht zu Jesu: Von wannen 
bist du? Aber Jesus gab ihm keine Antwort.
10. Da sprach Pilatus zu ihm: Redest du nicht mit mir? Weit du nicht, da 
ich Macht habe, dich zu kreuzigen, und Macht habe, dich loszugeben?
11. Jesus antwortete: Du httest keine Macht ber mich, wenn sie dir nicht 
wre von oben herab gegeben; darum, der mich dir berantwortet hat, der 
hat grere Snde.
12. Von dem an trachtete Pilatus, wie er ihn losliee. Die Juden aber 
schrieen und sprachen: Lssest du diesen los, so bist du des Kaisers 
Freund nicht; denn wer sich zum Knige macht, der ist wider den Kaiser.
13. Da Pilatus das Wort hrete, fhrete er Jesum heraus und setzte sich 
auf den Richterstuhl an der Sttte, die da heit Hochpflaster, auf 
ebrisch aber Gabbatha.
14. Es war aber der Rsttag auf Ostern um die sechste Stunde. Und er 
spricht zu den Juden: Sehet, das ist euer Knig!
15. Sie schrieen aber: Weg, weg mit dem, kreuzige ihn! Spricht Pilatus zu 
ihnen: Soll ich euren Knig kreuzigen? Die Hohenpriester antworteten: Wir 
haben keinen Knig denn den Kaiser.
16. Da berantwortete er ihn ihnen, da er gekreuzigt wrde. Sie nahmen 
aber Jesum und fhreten ihn hin.
17. Und er trug sein Kreuz und ging hinaus zur Sttte die da heit 
Schdelsttte, welche heit auf ebrisch Golgatha.
18. Allda kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden Seiten, 
Jesum aber mitten inne.
19. Pilatus aber schrieb eine berschrift und setzte sie auf das Kreuz; 
und war geschrieben: Jesus von Nazareth, der Juden Knig.
20. Diese berschrift lasen viel Juden; denn die Sttte war nahe bei der 
Stadt, da Jesus gekreuziget ist. Und es war geschrieben auf ebrische, 
griechische und lateinische Sprache.
21. Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: Schreibe nicht: 
Der Juden Knig; sondern da er gesagt habe: Ich bin der Juden Knig.
22. Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das hab' ich geschrieben.
23. Die Kriegsknechte aber, da sie Jesum gekreuziget hatten, nahmen sie 
seine Kleider und machten vier Teile, einem jeglichen Kriegsknecht ein 
Teil, dazu auch den Rock. Der Rock aber war ungenhet, von oben an 
gewirket durch und durch.
24. Da sprachen sie untereinander: Lasset uns den nicht zerteilen, sondern 
darum losen, wes er sein soll (auf da erfllet wrde die Schrift, die da, 
sagt: Sie haben meine Kleider unter sich geteilet und haben ber meinen 
Rock das Los geworfen). Solches taten die Kriegsknechte.
25. Es stund aber bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und seiner Mutter 
Schwester Maria, des Kleophas Weib, und Maria Magdalena.
26. Da nun Jesus seine Mutter sah und den Jnger dabeistehen, den er 
liebhatte spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe das ist dein Sohn!
27. Danach spricht er zu dem Jnger siehe, das ist deine Mutter! Und von 
der Stunde an nahm sie der Jnger zu sich.
28. Danach, als Jesus wute, da schon alles vollbracht war, da die 
Schrift erfllet wrde, spricht er: Mich drstet!
29. Da stund ein Gef voll Essigs. Sie aber flleten einen Schwamm mit 
Essig und legten ihn um einen Ysop und hielten es ihm dar zum Munde.
30. Da nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist vollbracht! 
Und neigete das Haupt und verschied.
31. Die Juden aber; dieweil es der Rsttag war da nicht die Leichname am 
Kreuz blieben den Sabbat ber (denn desselbigen Sabbats Tag war gro), 
baten sie Pilatus; da ihre Beine gebrochen, und sie abgenommen wrden.
32. Da kamen die Kriegsknechte und brachen dem ersten die Beine und dem 
andern, der mit ihm gekreuziget war.
33. Als sie aber zu Jesu kamen, da sie sahen, da er schon gestorben war, 
brachen sie ihm die Beine nicht,
34. sondern der Kriegsknechte einer ffnete seine Seite mit einem Speer; 
und alsbald ging Blut und Wasser heraus.
35. Und der das gesehen hat, der hat es bezeuget, und sein Zeugnis ist 
wahr, und derselbige wei, da er die Wahrheit saget, auf da auch ihr 
glaubet.
36. Denn solches ist geschehen, da die Schrift erfllet wrde: Ihr sollt 
ihm kein Bein zerbrechen.
37. Und abermal spricht eine andere Schrift: Sie werden sehen, in welchen 
sie gestochen haben.
38. Danach bat Pilatus Joseph von Arimathia, der ein Jnger Jesu war, doch 
heimlich, aus Furcht vor den Juden, da er mchte abnehmen den Leichnam 
Jesu. Und Pilatus erlaubte es. Da kam er und nahm den Leichnam Jesu herab.
39. Es kam aber auch Nikodemus, der vormals bei der Nacht zu Jesu kommen 
war, und brachte Myrrhen und Aloen untereinander bei hundert Pfunden.
40. Da nahmen sie den Leichnam Jesu und banden ihn in leinene Tcher mit 
Spezereien, wie die Juden pflegen zu begraben.
41. Es war aber an der Sttte, da er gekreuziget ward, ein Garten und im 
Garten ein neu Grab, in welches niemand je gelegt war.
42. Daselbst hin legten sie Jesum um des Rsttages willen der Juden, 
dieweil das Grab nahe war.
Evangelium des Johannes 20
1. An der Sabbate einem kommt Maria Magdalena frh, da es noch finster 
war, zum Grabe und siehet, da der Stein vom Grabe hinweg war.
2. Da luft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem andern Jnger, 
welchen Jesus liebhatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn 
weggenommen aus dem Grabe, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt 
haben.
3. Da ging Petrus und der andere Jnger hinaus und kamen zum Grabe.
4. Es liefen aber die zwei miteinander, und der andere Jnger lief zuvor, 
schneller denn Petrus, und kam am ersten zum Grabe,
5. gucket hinein und siehet die Leinen geleget; er ging aber nicht hinein.
6. Da kam Simon Petrus ihm nach und ging hinein in das Grab und siehet die 
Leinen geleget.
7. und das Schweituch, das Jesu um das Haupt gebunden war, nicht zu den 
Leinen geleget, sondern beiseits, eingewickelt, an einen besondern Ort.
8. Da ging auch der andere Jnger hinein, der am ersten zum Grabe kam, und 
sah und glaubete es.
9. Denn sie wuten die Schrift noch nicht, da er von den Toten 
auferstehen mte.
10. Da gingen die Jnger wieder zusammen.
11. Maria aber stund vor dem Grabe und weinete drauen. Als sie nun 
weinete, guckte sie in das Grab
12. und siehet zwei Engel in weien Kleidern sitzen, einen zu den Hupten 
und den andern zu den Fen, da sie den Leichnam Jesu hingelegt hatten.
13. Und dieselbigen sprachen zu ihr: Weib, was weinest du? Sie spricht zu 
ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich wei nicht, wo sie ihn 
hingelegt haben.
14. Und als sie das sagte, wandte sie sich zurck und siehet Jesum stehen 
und wei nicht, da es Jesus ist.
15. Spricht Jesus zu ihr: Weib, was weinest du? Wen suchest du? Sie 
meinet, es sei der Grtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn 
weggetragen, so sage mir, wo hast du ihn hingeleget? so will ich ihn holen.
16. Spricht Jesus zu ihr: Maria! Da wandte sie sich um und spricht zu ihm: 
Rabbuni, das heit, Meister!
17. Spricht Jesus zu ihr: Rhre mich nicht an; denn ich bin noch nicht 
aufgefahren zu meinem Vater. Gehe aber hin zu meinen Brdern und sage 
ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und zu eurem Vater, zu meinem Gott 
und zu eurem Gott.
18. Maria Magdalena kommt und verkndiget den Jngern: Ich habe den Herrn 
gesehen, und solches hat er zu mir gesagt.
19. Am Abend aber desselbigen Sabbats, da die Jnger versammelt und die 
Tren verschlossen waren aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat 
mitten ein und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch!
20. Und als er das sagte, zeigte er ihnen die Hnde und seine Seite. Da 
wurden die Jnger froh, da sie den Herrn sahen.
21. Da sprach Jesus abermal zu ihnen: Friede sei mit euch! Gleichwie mich 
der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
22. Und da er das sagte, blies er sie an und spricht zu ihnen: Nehmet hin 
den Heiligen Geist!
23. Welchen ihr die Snden erlasset, denen sind sie erlassen, und welchen 
ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.
24. Thomas aber, der Zwlfen einer, der da heiet Zwilling, war nicht bei 
ihnen, da Jesus kam.
25. Da sagten die andern Jnger zu ihm: Wir haben den Herrn gesehen. Er 
aber sprach zu ihnen: Es sei denn, da ich in seinen Hnden sehe die 
Ngelmale und lege meinen Finger in die Ngelmale und lege meine Hand in 
seine Seite, will ich's nicht glauben.
26. Und ber acht Tage waren abermal seine Jnger drinnen und Thomas mit 
ihnen. Kommt Jesus, da die Tren verschlossen waren, und tritt mitten ein 
und spricht: Friede sei mit euch!
27. Danach spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und siehe meine 
Hnde; und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite; und sei 
nicht unglubig, sondern glubig.
28. Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!
29. Spricht Jesus zu ihm: Dieweil du mich gesehen hast, Thomas, so 
glaubest du. Selig sind, die nicht sehen und doch glauben.
30. Auch viel andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jngern, die nicht 
geschrieben sind in diesem Buch.
31. Diese aber sind geschrieben, da ihr glaubet, Jesus sei Christus, der 
Sohn Gottes, und da ihr durch den Glauben das Leben habet in seinem Namen.
Evangelium des Johannes 21
1. Danach offenbarte sich Jesus abermal den Jngern an dem Meer bei 
Tiberias. Er offenbarte sich aber also.
2. Es waren beieinander Simon Petrus und Thomas, der da heiet Zwilling, 
und Nathanael von Kana, Galila, und die Shne des Zebedus und andere 
zwei seiner Jnger.
3. Spricht Simon Petrus zu ihnen: Ich will hin fischen gehen. Sie sprachen 
zu ihm: So wollen wir mit dir gehen. Sie gingen hinaus und traten in das 
Schiff alsbald; und in derselbigen Nacht fingen sie nichts.
4. Da es aber jetzt Morgen ward, stund Jesus am Ufer; aber die Jnger 
wuten nicht, da es Jesus war.
5. Spricht Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie 
antworteten ihm: Nein.
6. Er aber sprach zu ihnen: Werfet das Netz zur Rechten des Schiffs, so 
werdet ihr finden. Da warfen sie und konnten's nicht mehr ziehen vor der 
Menge der Fische.
7. Da spricht der Jnger, welchen Jesus liebhatte, zu Petrus: Es ist der 
Herr! Da Simon Petrus hrete, da es der Herr war, grtete er das Hemd um 
sich (denn er war nackend) und warf sich ins Meer.
8. Die andern Jnger aber kamen auf dem Schiffe (denn sie waren nicht fern 
vom Lande, sondern bei zweihundert Ellen) und zogen das Netz mit den 
Fischen.
9. Als sie nun austraten auf das Land sahen sie Kohlen geleget und Fische 
dar auf und Brot.
10. Sprich Jesus zu ihnen: Bringet her von den Fischen, die ihr jetzt 
gefangen habt.
11. Simon Petrus stieg hinein und zog das Netz auf das Land voll groer 
Fische, hundert und dreiundfnfzig. Und wiewohl ihrer so viel waren, 
zerri doch das Netz nicht.
12. Spricht Jesus zu ihnen: Kommt und haltet das Mahl! Niemand aber unter 
den Jngern durfte ihn fragen: Wer bist du? Denn sie wuten, da es der 
Herr war.
13. Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt's ihnen, 
desselbigengleichen auch die Fische.
14. Das ist nun das dritte Mal, da Jesus offenbaret ward seinen Jngern, 
nachdem er von den Toten auferstanden ist.
15. Da sie nun das Mahl gehalten hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: 
Simon Johanna, hast du mich lieber, denn mich diese haben? Er spricht zu 
ihm: Ja, Herr, du weit, da ich dich liebhabe. Spricht er zu ihm: Weide 
meine Lmmer!
16. Spricht er zum andernmal zu ihm: Simon Johanna, hast du mich lieb? Er 
spricht zu ihm: Ja, Herr, du weit, da ich dich liebhabe. Spricht er zu 
ihm: Weide meine Schafe!
17. Spricht er zum drittenmal zu ihm: Simon Johanna, hast du mich lieb? 
Petrus ward traurig, da er zum drittenmal zu ihm sagte: Hast du mich 
lieb? und sprach zu ihm: Herr, du weit alle Dinge, du weit, da ich dich 
liebhabe. Spricht Jesus zu ihm: Weide meine Schafe.
18. Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Da du jnger warest, grtetest du 
dich selbst und wandeltest, wo du hin wolltest; wenn du aber alt wirst, 
wirst du deine Hnde ausstrecken, und ein anderer wird dich grten und 
fhren, wo du nicht hin willst.
19. Das sagte er aber, zu deuten, mit welchem Tode er Gott preisen wrde. 
Da er aber das gesagt, spricht er zu ihm: Folge mir nach!
20. Petrus aber wandte sich um und sah den Jnger folgen welchen Jesus 
liebhatte, der auch an seiner Brust am Abendessen gelegen war und gesagt 
hatte: Herr, wer ist's, der dich verrt?
21. Da Petrus diesen sah, spricht er zu Jesu: Herr, was soll aber dieser?
22. Jesus spricht zu ihm: So ich will, da er bleibe, bis ich komme, was 
gehet es dich an? Folge du mir nach!
23. Da ging eine Rede aus unter den Brdern: Dieser Jnger stirbt nicht. 
Und Jesus sprach nicht zu ihm: Er stirbet nicht, sondern: So ich will, da 
er bleibe, bis ich komme, was gebet es dich an?
24. Dies ist der Jnger, der von diesen Dingen zeuget und hat dies 
geschrieben; und wir wissen, da sein Zeugnis wahrhaftig ist.
25. Es sind auch viel andere Dinge, die Jesus getan hat, welche, so sie 
sollten eins nach dem andern geschrieben werden, achte ich, die Welt wrde 
die Bcher nicht begreifen, die zu beschreiben wren.
Apostelgeschichte 1
1. Die erste Rede habe ich zwar getan, lieber Theophilus, von alledem, das 
Jesus anfing, beides, zu tun und zu lehren,
2. bis an den Tag, da er aufgenommen ward, nachdem er den Aposteln (welche 
er hatte erwhlet) durch den Heiligen Geist Befehl getan hatte,
3. welchen er sich nach seinem Leiden lebendig erzeiget hatte durch 
mancherlei Erweisung; und lie sich sehen unter ihnen vierzig Tage lang 
und redete mit ihnen vom Reich Gottes.
4. Und als er sie versammelt hatte, befahl er ihnen, da sie nicht von 
Jerusalem wichen, sondern warteten auf die Verheiung des Vaters, welche 
ihr habt gehret (sprach er) von mir.
5. Denn Johannes hat mit Wasser getauft; ihr aber sollt mit dem Heiligen 
Geiste getauft werden nicht lange nach diesen Tagen.
6. Die aber, so zusammenkommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, 
wirst du auf diese Zeit wieder aufrichten das Reich Israel?
7. Er sprach aber zu ihnen: Es gebhret euch nicht, zu wissen Zeit oder 
Stunde, welche der Vater seiner Macht vorbehalten hat,
8. sondern ihr werdet die Kraft des Heiligen Geistes empfangen, welcher 
auf euch kommen wird; und werdet meine Zeugen sein zu Jerusalem und in 
ganz Juda und Samarien und bis an das Ende der Erde.
9. Und da er solches gesagt, ward er aufgehoben zusehends, und eine Wolke 
nahm ihn auf vor ihren Augen weg.
10. Und als sie ihm nachsahen gen Himmel fahren, siehe, da stunden bei 
ihnen zwei Mnner in weien Kleidern,
11. welche auch sagten: Ihr Mnner von Galila, was stehet ihr und sehet 
gen Himmel? Dieser Jesus, welcher von euch ist aufgenommen gen Himmel, 
wird kommen, wie ihr ihn gesehen habt gen Himmel fahren.
12. Da wandten sie um gen Jerusalem von dem Berge, der da heiet der 
lberg, welcher nahe ist bei Jerusalem und liegt einen Sabbatweg davon.
13. Und als sie hineinkamen, stiegen sie auf den Sller, da denn sich 
aufhielten Petrus und Jakobus, Johannes und Andreas, Philippus und Thomas, 
Bartholomus und Matthus, Jakobus, des Alphus Sohn, und Simon Zelotes 
und Judas, des Jakobus Sohn.
14. Diese alle waren stets beieinander einmtig mit Beten und Flehen samt 
den Weibern und Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brdern.
15. Und in den Tagen trat auf Petrus unter die Jnger und sprach (es war 
aber die Schar der Namen zuhauf bei hundertundzwanzig)
16. Ihr Mnner und Brder, es mute die Schrift erfllet werden, welche 
zuvor gesagt hat der Heilige Geist durch den Mund Davids, von Juda, der 
ein Vorgnger war derer, die Jesum fingen.
17. Denn er war mit uns gezhlet und hatte dies Amt mit uns berkommen.
18. Dieser hat erworben den Acker um den ungerechten Lohn und sich erhenkt 
und ist mitten entzweigeborsten, und alle sein Eingeweide ausgeschttet.
19. Und es ist kund worden allen, die zu Jerusalem wohnen, also da 
derselbige Acker genannt wird auf ihre Sprache Hakeldama, das ist, ein 
Blutacker.
20. Denn es stehet geschrieben im Psalmbuch: Ihre Behausung msse wste 
werden, und sei niemand, der drinnen wohne, und sein Bistum empfange ein 
anderer.
21. So mu nun einer unter diesen Mnnern, die bei uns gewesen sind die 
ganze Zeit ber, welche der Herr Jesus unter uns ist aus und ein gegangen,
22. von der Taufe des Johannes an bis auf den Tag, da er von uns genommen 
ist, ein Zeuge seiner Auferstehung mit uns werden.
23. Und sie stelleten zwei, Joseph, genannt Barsabas, mit dem Zunamen 
Just, und Matthias,
24. beteten und sprachen: Herr, aller Herzen Kndiger, zeige an, welchen 
du erwhlet hast unter diesen zwei,
25. da einer empfange diesen Dienst und Apostelamt, davon Judas 
abgewichen ist, da er hinginge an seinen Ort.
26. Und sie warfen das Los ber sie; und das Los fiel auf Matthias. Und er 
ward zugeordnet zu den elf Aposteln.
Apostelgeschichte 2
1. Und als der Tag der Pfingsten erfllet war, waren sie alle einmtig 
beieinander.
2. Und es geschah schnell ein Brausen vom Himmel als eines gewaltigen 
Windes und erfllete das ganze Haus, da sie saen.
3. Und man sah an ihnen die Zungen zerteilet, als wren sie feurig. Und er 
setzte sich auf einen jeglichen unter ihnen.
4. Und wurden alle voll des Heiligen Geistes und fingen an, zu predigen 
mit andern Zungen, nachdem der Geist ihnen gab auszusprechen.
5. Es waren aber Juden zu Jerusalem wohnend, die waren gottesfrchtige 
Mnner aus allerlei Volk, das unter dem Himmel ist.
6. Da nun diese Stimme geschah, kam die Menge zusammen und wurden 
bestrzt; denn es hrete ein jeglicher, da sie mit seiner Sprache redeten.
7. Sie entsetzten sich aber alle, verwunderten sich und sprachen 
untereinander: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, aus Galila?
8. Wie hren wir denn ein jeglicher seine Sprache, darinnen wir geboren 
sind?
9. Parther und Meder und Elamiter, und die wir wohnen in Mesopotamien und 
in Juda und Kappadozien, Pontus und Asien.
10. Phrygien und Pamphylien, gypten und an den Enden der Libyen bei 
Kyrene, und Auslnder von Rom,
11. Juden und Judengenossen, Kreter und Araber: wir hren sie mit unsern 
Zungen die groen Taten Gottes reden.
12. Sie entsetzten sich alle und wurden irre und sprachen einer zu dem 
andern: Was will das werden?
13. Die andern aber hatten's ihren Spott und sprachen: Sie sind voll sen 
Weins.
14. Da trat Petrus auf mit den Elfen, hub auf seine Stimme und redete zu 
ihnen: Ihr Juden, liebe Mnner, und alle, die ihr zu Jerusalem wohnet, das 
sei euch kundgetan, und lasset meine Worte zu euren Ohren eingehen!
15. Denn diese sind nicht trunken, wie ihr whnet, sintemal es ist die 
dritte Stunde am Tage.
16. Sondern das ist's, das durch den Propheten Joel zuvor gesagt ist:
17. Und es soll geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, ich will 
ausgieen von meinem Geist auf alles Fleisch; und eure Shne und eure 
Tchter sollen weissagen, und eure Jnglinge sollen Gesichte sehen, und 
eure ltesten sollen Trume haben.
18. Und auf meine Knechte und auf meine Mgde will ich in denselbigen 
Tagen von meinem Geist ausgieen, und sie sollen weissagen.
19. Und ich will Wunder tun oben im Himmel und Zeichen unten auf Erden: 
Blut und Feuer und Rauchdampf.
20. Die Sonne soll sich verkehren in Finsternis und der Mond in Blut, ehe 
denn der groe und offenbarliche Tag des Herrn kommt.
21. Und soll geschehen, wer den Namen des Herrn anrufen wird, soll selig 
werden.
22. Ihr Mnner von Israel, hret diese Worte: Jesum von Nazareth, den Mann 
von Gott, unter euch mit Taten und Wundern und Zeichen beweiset, welche 
Gott durch ihn tat unter euch (wie denn auch ihr selbst wisset),
23. denselbigen ( nachdem er aus bedachtem Rat und Vorsehung Gottes 
ergeben war) habt ihr genommen durch die Hnde der Ungerechten und ihn 
angeheftet und erwrget.
24. Den hat Gott auferwecket und aufgelset die Schmerzen des Todes, 
nachdem es unmglich war, da er sollte von ihm gehalten werden.
25. Denn David spricht von, ihm: Ich habe den Herrn allezeit vorgesetzet 
vor mein Angesicht; denn er ist an meiner Rechten, auf da ich nicht 
beweget werde.
26. Darum ist mein Herz frhlich, und meine Zunge freuet sich; denn auch 
mein Fleisch wird ruhen in der Hoffnung.
27. Denn du wirst meine Seele nicht in der Hlle lassen, auch nicht 
zugeben, da dein Heiliger die Verwesung sehe.
28. Du hast mir kundgetan die Wege des Lebens; du wirst mich erfllen mit 
Freuden vor deinem Angesichte.
29. Ihr Mnner, liebe Brder, lasset mich frei reden zu euch von dem 
Erzvater David: Er ist gestorben und begraben, und sein Grab ist bei uns 
bis auf diesen Tag.
30. Als er nun ein Prophet war und wute, da ihm Gott verheien hatte mit 
einem Eide; da die Frucht seiner Lenden sollte auf seinem Stuhl sitzen,
31. hat er's zuvor gesehen und geredet von der Auferstehung Christi, da 
seine Seele nicht in der Hlle gelassen ist, und sein Fleisch die 
Verwesung nicht gesehen hat.
32. Diesen Jesum hat Gott auferwecket; des sind wir alle Zeugen.
33. Nun er durch die Rechte Gottes erhhet ist und empfangen hat die 
Verheiung des Heiligen Geistes vom Vater, hat er ausgegossen dies, was 
ihr sehet und hret.
34. Denn David ist nicht gen Himmel gefahren. Er spricht aber: Der Herr 
hat gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten,
35. bis da ich deine Feinde lege zum Schemel deiner Fe.
36. So wisse nun das ganze Haus Israel gewi, da Gott diesen Jesum, den 
ihr gekreuzigt habt, zu einem Herrn und Christus gemacht hat.
37. Da sie aber das hreten, ging's ihnen durchs Herz, und sprachen zu 
Petrus und zu den andern Aposteln: Ihr Mnner, liebe Brder, was sollen 
wir tun?
38. Petrus sprach zu ihnen: Tut Bue, und lasse sich ein jeglicher taufen 
auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung der Snden, so werdet ihr 
empfangen die Gabe des Heiligen Geistes.
39. Denn euer und eurer Kinder ist diese Verheiung und aller, die ferne 
sind, welche Gott, unser Herr, herzurufen wird.
40. Auch mit viel andern Worten bezeugete er und ermahnete und sprach: 
Lasset euch helfen von diesen unartigen Leuten!
41. Die nun sein Wort gerne annahmen, lieen sich taufen, und wurden 
hinzugetan an dem Tage bei dreitausend Seelen.
42. Sie blieben aber bestndig in der Apostel Lehre und in der 
Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.
43. Es kam auch alle Seelen Furcht an, und geschahen viel Wunder und 
Zeichen durch die Apostel.
44. Alle aber, die glubig waren worden, waren beieinander und hielten 
alle Dinge gemein.
45. Ihre Gter und Habe verkauften sie und teilten sie aus unter alle, 
nachdem jedermann not war.
46. Und sie waren tglich und stets beieinander einmtig im Tempel und 
brachen das Brot hin und her in Husern,
47. nahmen die Speise und lobeten Gott mit Freuden und einfltigem Herzen 
und hatten Gnade bei dem ganzen Volk. Der Herr aber tat hinzu tglich, die 
da selig wurden, zu der Gemeinde.
Apostelgeschichte 3
1. Petrus aber und Johannes gingen miteinander hinauf in den Tempel um die 
neunte Stunde, da man pflegte zu beten.
2. Und es war ein Mann, lahm von Mutterleibe, der lie sich tragen. Und 
sie setzten ihn tglich vor des Tempels Tr, die da heiet die schne, da 
er bettelte das Almosen von denen, die in den Tempel gingen.
3. Da er nun sah Petrus und Johannes, da sie wollten zum Tempel 
hineingehen, bat er um ein Almosen.
4. Petrus aber sah ihn an mit Johannes und sprach: Siehe uns an!
5. Und er sah sie an, wartete, da er etwas von ihnen empfinge.
6. Petrus aber sprach: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber habe, 
das gebe ich dir: im Namen Jesu Christi von Nazareth stehe auf und wandele!
7. Und griff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Alsobald 
stunden seine Schenkel und Knchel fest;
8. sprang auf, konnte gehen und stehen und ging mit ihnen in den Tempel, 
wandelte und sprang und lobete Gott.
9. Und es sah ihn alles Volk wandeln und Gott loben.
10. Sie kannten ihn auch, da er's war, der um das Almosen gesessen hatte 
vor der schnen Tr des Tempels; und sie wurden voll Wunderns und 
Entsetzens ber dem, was ihm widerfahren war.
11. Als aber dieser Lahme, der nun gesund war, sich zu Petrus und Johannes 
hielt, lief alles Volk zu ihnen in die Halle, die da heiet Salomos, und 
wunderten sich.
12. Als Petrus das sah, antwortete er dem Volk: Ihr Mnner von Israel, was 
wundert ihr euch darber, oder was sehet ihr auf uns, als htten wir 
diesen wandeln gemacht durch unsere eigene Kraft oder Verdienst?
13. Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unserer Vter, hat 
sein Kind Jesum verklret, welchen ihr berantwortet und verleugnet habt 
vor Pilatus, da derselbe urteilete, ihn loszulassen.
14. Ihr aber verleugnetet den Heiligen und Gerechten und batet, da man 
euch den Mrder schenkte;
15. aber den Frsten des Lebens habt ihr gettet. Den hat Gott auferwecket 
von den Toten; des sind wir Zeugen.
16. Und durch den Glauben an seinen Namen hat er an diesem, den ihr sehet 
und kennet, besttiget seinen Namen; und der Glaube durch ihn hat diesem 
gegeben diese Gesundheit vor euren Augen.
17. Nun, liebe Brder, ich wei, da ihr's durch Unwissenheit getan habt 
wie auch eure Obersten.
18. Gott aber, was er durch den Mund aller seiner Propheten zuvor 
verkndiget hat, wie Christus leiden sollte, hat's also erfllet.
19. So tut nun Bue und bekehret euch, da eure Snden vertilget werden,
20. auf da da komme die Zeit der Erquickung von dem Angesichte des Herrn, 
wenn, er senden wird den, der euch jetzt zuvor geprediget wird, Jesus 
Christus,
21. welcher mu den Himmel einnehmen bis auf die Zeit, da 
herwiedergebracht werde alles, was Gott geredet hat durch den Mund aller 
seiner heiligen Propheten von der Welt an.
22. Denn Mose hat gesagt zu den Vtern: Einen Propheten wird euch der 
Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brdern gleichwie mich, den sollt ihr 
hren in allem, was er zu euch sagen wird.
23. Und es wird geschehen, welche Seele denselbigen Propheten nicht hren 
wird, die soll vertilget werden aus dem Volk.
24. Und alle Propheten von Samuel an und hernach, wieviel ihrer geredet 
haben, die haben von diesen Tagen verkndiget.
25. Ihr seid der Propheten und des Bundes Kinder, welchen Gott gemacht hat 
mit euren Vtern, da er sprach zu Abraham: Durch deinen Samen sollen 
gesegnet werden alle Vlker auf Erden.
26. Euch zuvrderst hat Gott auferwecket sein Kind Jesum und hat ihn zu 
euch gesandt, euch zu segnen, da ein jeglicher sich bekehre von seiner 
Bosheit.
Apostelgeschichte 4
1. Als sie aber zum Volk redeten, traten zu ihnen die Priester und der 
Hauptmann des Tempels und die Sadduzer
2. (die verdro, da sie das Volk lehreten und verkndigten an Jesu die 
Auferstehung von den Toten)
3. und legten die Hnde an sie und setzten sie ein bis auf den Morgen; 
denn es war jetzt Abend.
4. Aber viele unter denen, die dem Wort zuhreten, wurden glubig; und 
ward die Zahl der Mnner bei fnftausend.
5. Als es nun kam auf den Morgen, versammelten sich ihre Obersten und 
ltesten und Schriftgelehrten gen Jerusalem:
6. Hannas, der Hohepriester, und Kaiphas und Johannes und Alexander, und 
wieviel ihrer waren vom Hohenpriestergeschlecht,
7. und stelleten sie vor sich und fragten sie: Aus welcher Gewalt oder in 
welchem Namen habt ihr das getan?
8. Petrus, voll des Heiligen Geistes, sprach zu ihnen: Ihr Obersten des 
Volks und ihr ltesten von Israel,
9. so wir heute werden gerichtet ber dieser Wohltat an dem kranken 
Menschen, durch welche er ist gesund worden,
10. so sei euch und allem Volk von Israel kundgetan, da in dem Namen Jesu 
Christi von Nazareth, welchen ihr gekreuziget habt, den Gott von den Toten 
auferwecket hat, stehet dieser allhie vor euch gesund.
11. Das ist der Stein, von euch Bauleuten verworfen, der zum Eckstein 
worden
12. Und ist in keinem andern Heil, ist auch kein anderer Name den Menschen 
gegeben, darinnen wir sollen selig werden.
13. Sie sahen aber an die Freudigkeit des Petrus und Johannes und 
verwunderten sich; denn sie waren gewi, da es ungelehrte Leute und Laien 
waren, und kannten sie auch wohl, da sie mit Jesu gewesen waren.
14. Sie sahen aber den Menschen, der gesund worden war, bei ihnen stehen 
und hatten nichts dawider zu reden.
15. Da hieen sie sie hinausgehen aus dem Rat und handelten miteinander 
und sprachen:
16. Was wollen wir diesen Menschen tun? Denn das Zeichen, durch sie 
geschehen, ist kund, offenbar allen, die zu Jerusalem wohnen, und wir 
knnen's nicht leugnen.
17. Aber auf da es nicht weiter einreie unter das Volk, lasset uns 
ernstlich sie bedruen, da sie hinfort keinem Menschen von diesem Namen 
sagen.
18. Und riefen sie und geboten ihnen, da sie sich allerdinge nicht hren 
lieen noch lehreten in dem Namen Jesu.
19. Petrus aber und Johannes antworteten und sprachen zu ihnen: Richtet 
ihr selbst, ob's vor Gott recht sei, da wir euch mehr gehorchen denn Gott.
20. Wir knnen's ja nicht lassen, da wir nicht reden sollten, was wir 
gesehen und gehret haben.
21. Aber sie drueten ihnen und lieen sie gehen und fanden nicht, wie sie 
sie peinigten, um des Volks willen; denn sie lobeten alle Gott ber dem, 
was geschehen war.
22. Denn der Mensch war ber vierzig Jahre alt, an welchem dies Zeichen 
der Gesundheit geschehen war.
23. Und als man sie hatte lassen gehen, kamen sie zu den Ihren und 
verkndigten ihnen, was die Hohenpriester und ltesten zu ihnen gesagt 
hatten.
24. Da sie das hreten, huben sie ihre Stimme auf einmtiglich zu Gott und 
sprachen: Herr, der du bist der Gott, der Himmel und Erde und das Meer und 
alles, was drinnen ist, gemacht hat;
25. der du durch den Mund Davids, deines Knechts, gesagt hast: Warum 
empren sich die Heiden, und die Vlker nehmen vor, was umsonst ist?
26. Die Knige der Erde treten zusammen, und die Frsten versammeln sich 
zuhaufe wider den Herrn und wider seinen Christ:
27. wahrlich ja, sie haben sich versammelt ber dein heiliges Kind Jesum, 
welchen du gesalbet hast, Herodes und Pontius Pilatus mit den Heiden und 
dem Volk Israel,
28. zu tun, was deine Hand und dein Rat zuvor bedacht hat, das geschehen 
sollte.
29. Und nun, Herr, siehe an ihr Druen und gib deinen Knechten, mit aller 
Freudigkeit zu reden dein Wort,
30. und strecke deine Hand aus, da Gesundheit und Zeichen und Wunder 
geschehen durch den Namen deines heiligen Kindes Jesu.
31. Und da sie gebetet hatten, bewegte sich die Sttte; da sie versammelt 
waren; und wurden alle des Heiligen Geistes voll und redeten das Wort 
Gottes mit Freudigkeit.
32. Die Menge aber der Glubigen war ein Herz und eine Seele; auch keiner 
sagte von seinen Gtern, da sie sein wren, sondern es war ihnen alles 
gemein.
33. Und mit groer Kraft gaben die Apostel Zeugnis von der Auferstehung 
des Herrn Jesu, und war groe Gnade bei ihnen allen.
34. Es war auch keiner unter ihnen, der Mangel hatte; denn wieviel ihrer 
waren, die da cker oder Huser hatten, verkauften sie dieselben und 
brachten das Geld des verkauften Guts
35. und legten's zu der Apostel Fen; und man gab einem jeglichen; was 
ihm not war.
36. Joses aber, mit dem Zunamen von den Aposteln genannt Barnabas (das 
heit, ein Sohn des Trostes), vom Geschlecht ein Levit aus Zypern,
37. der hatte einen Acker und verkaufte ihn und brachte das Geld und legte 
es zu der Apostel Fen.
Apostelgeschichte 5
1. Ein Mann aber mit Namen Ananias samt seinem Weibe Saphira verkaufte 
seine Gter
2. und entwandte etwas vom Gelde mit Wissen seines Weibes und brachte 
einen Teil und legte es zu der Apostel Fen.
3. Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz erfllet, 
da du dem Heiligen Geist lgest und entwendetest etwas vom Gelde des 
Ackers?
4. Httest du ihn doch wohl mgen behalten, da du ihn hattest, und da er 
verkauft war, war es auch in deiner Gewalt. Warum hast du denn solches in 
deinem Herzen vorgenommen? Du hast nicht Menschen, sondern Gott gelogen.
5. Da Ananias aber diese Worte hrete, fiel er nieder und gab den Geist 
auf. Und es kam eine groe Furcht ber alle, die dies hreten.
6. Es stunden aber die Jnglinge auf und taten ihn beiseit und trugen ihn 
hinaus und begruben ihn.
7. Und es begab sich ber eine Weile, bei drei Stunden, kam sein Weib 
hinein und wute nicht, was geschehen war.
8. Aber Petrus antwortete ihr: Sage mir, habt ihr den Acker so teuer 
verkauft? Sie sprach: Ja, so teuer.
9. Petrus aber sprach zu ihr: Warum seid ihr denn eins worden, zu 
versuchen den Geist des Herrn? Siehe, die Fe derer, die deinen Mann 
begraben haben, sind vor der Tr und werden dich hinaustragen.
10. Und alsbald fiel sie zu seinen Fen und gab den Geist auf. Da kamen 
die Jnglinge und fanden sie tot, trugen sie hinaus und begruben sie bei 
ihrem Mann.
11. Und es kam eine groe Furcht ber die ganze Gemeinde und ber alle, 
die solches hreten.
12. Es geschahen aber viel Zeichen und Wunder im Volk durch der Apostel 
Hnde, und waren alle in der Halle Salomos einmtiglich.
13. Der andern aber durfte sich keiner zu ihnen tun, sondern das Volk 
hielt gro von ihnen.
14. Es wurden aber je mehr zugetan, die da glaubeten an den Herrn, eine 
Menge der Mnner und der Weiber,
15. also da sie die Kranken auf die Gassen heraustrugen und legeten sie 
auf Betten und Bahren, auf da, wenn Petrus kme, sein Schatten ihrer 
etliche berschattete.
16. Es kamen auch herzu viele von den umliegenden Stdten gen Jerusalem 
und brachten die Kranken, und die von unsaubern Geistern gepeiniget waren; 
und wurden alle gesund.
17. Es stund aber auf der Hohepriester und alle, die mit ihm waren, 
welches ist die Sekte der Sadduzer, und wurden voll Eifers
18. und legten die Hnde an die Apostel und warfen sie in das gemeine 
Gefngnis.
19. Aber der Engel des Herrn tat in der Nacht die Tr des Gefngnisses auf 
und fhrete sie heraus und sprach:
20. Gehet hin und tretet auf und redet im Tempel zum Volk alle Worte 
dieses Lebens.
21. Da sie das gehrt hatten, gingen sie frh in den Tempel und lehreten. 
Der Hohepriester aber kam, und die mit ihm waren, und riefen zusammen den 
Rat und alle ltesten der Kinder von Israel und sandten hin zum Gefngnis, 
sie zu holen.
22. Die Diener aber kamen dar und fanden sie nicht im Gefngnis, kamen 
wieder und verkndigten
23. und sprachen: Das Gefngnis fanden wir verschlossen mit allem Flei 
und die Hter auen stehen vor den Tren; aber da wir auftaten, fanden wir 
niemand drinnen.
24. Da diese Rede hreten der Hohepriester und der Hauptmann des Tempels 
und andere Hohepriester, wurden sie darber betreten, was doch das werden 
wollte.
25. Da kam einer dar, der verkndigte ihnen: Siehe, die Mnner, die ihr 
ins Gefngnis geworfen habt, sind im Tempel, stehen und lehren das Volk.
26. Da ging hin der Hauptmann mit den Dienern und holeten sie, nicht mit 
Gewalt; denn sie frchteten sich vor dem Volk, da sie nicht gesteiniget 
wrden.
27. Und als sie sie brachten, stelleten sie sie vor den Rat. Und der 
Hohepriester fragte sie
28. und sprach: Haben wir euch nicht mit Ernst geboten, da ihr nicht 
sollt lehren in diesem Namen? Und sehet, ihr habt Jerusalem erfllet mit 
eurer Lehre und wollt dieses Menschen Blut ber uns fhren.
29. Petrus aber antwortete und die Apostel und sprachen: Man mu Gott mehr 
gehorchen denn den Menschen.
30. Der Gott unserer Vter hat Jesum auferwecket, welchen ihr erwrget 
habt und an das Holz gehnget.
31. Den hat Gott durch seine rechte Hand erhhet zu einem Frsten und 
Heiland, zu geben Israel Bue und Vergebung der Snden.
32. Und wir sind seine Zeugen ber diese Worte und der Heilige Geist, 
welchen Gott gegeben hat denen, die ihm gehorchen.
33. Da sie das hreten, ging's ihnen durchs Herz, und dachten sie zu tten.
34. Da stund aber auf im Rat ein Phariser mit Namen Gamaliel, ein 
Schriftgelehrter, wohl gehalten vor allem Volk, und hie die Apostel ein 
wenig hinaustun
35. und sprach zu ihnen: Ihr Mnner von Israel, nehmet euer selbst wahr an 
diesen Menschen, was ihr tun sollt.
36. Vor diesen Tagen stund auf Theudas und gab vor, er wre etwas, und 
hingen an ihm eine Zahl Mnner, bei vierhundert; der ist erschlagen, und 
alle, die ihm zufielen, sind zerstreuet und zunichte worden.
37. Danach stund auf Judas aus Galila in den Tagen der Schtzung und 
machte viel Volks abfllig ihm nach; und der ist auch umkommen, und alle, 
die ihm zufielen, sind zerstreuet.
38. Und nun sage ich euch: Lasset ab von diesen Menschen und lasset sie 
fahren! Ist der Rat oder das Werk aus den Menschen, so wird's untergehen;
39. ist's aber aus Gott, so knnet ihr's nicht dmpfen, auf da ihr nicht 
erfunden werdet, als die wider Gott streiten wollen.
40. Da fielen sie ihm zu und riefen den Aposteln, stupeten sie und 
geboten ihnen, sie sollten nicht reden in dem Namen Jesu, und lieen sie 
gehen.
41. Sie gingen aber frhlich von des Rats Angesicht, da sie wrdig 
gewesen waren, um seines Namens willen Schmach zu leiden;
42. und hreten nicht auf alle Tage im Tempel und hin und her in Husern 
zu lehren und zu predigen das Evangelium von Jesu Christo.
Apostelgeschichte 6
1. In den Tagen aber, da der Jnger viel wurden, erhub sich ein Murmeln 
unter den Griechen wider die Hebrer, darum da ihre Witwen bersehen 
wurden in der tglichen Handreichung.
2. Da riefen die Zwlfe die Menge der Jnger zusammen und sprachen: Es 
taugt nicht, da wir das Wort Gottes unterlassen und zu Tische dienen.
3. Darum, ihr lieben Brder, sehet unter euch nach sieben Mnnern, die ein 
gut Gercht haben und voll Heiligen Geistes und Weisheit sind, welche wir 
bestellen mgen zu dieser Notdurft.
4. Wir aber wollen anhalten am Gebet und am Amt des Worts.
5. Und die Rede gefiel der ganzen Menge wohl, und erwhleten Stephanus, 
einen Mann voll Glaubens und Heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus 
und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, den Judengenossen von 
Antiochien.
6. Diese stelleten sie vor die Apostel und beteten und legten die Hnde 
auf sie.
7. Und das Wort Gottes nahm zu, und die Zahl der Jnger ward sehr gro zu 
Jerusalem. Es wurden auch viel Priester dem Glauben gehorsam.
8. Stephanus aber, voll Glaubens und Krfte, tat Wunder und groe Zeichen 
unter dem Volk.
9. Da stunden etliche auf von der Schule, die da heiet der Libertiner und 
der Kyrener und der Alexanderer und derer, die aus Zilizien und Asien 
waren, und befragten sich mit Stephanus.
10. Und sie vermochten nicht, zu widerstehen der Weisheit und dem Geiste, 
aus welchem er redete.
11. Da richteten sie zu etliche Mnner, die sprachen: Wir haben ihn 
gehret Lsterworte reden wider Mose und wider Gott.
12. Und bewegten das Volk und die ltesten und die Schriftgelehrten; und 
traten herzu und rissen ihn hin und fhreten ihn vor den Rat;
13. und stelleten falsche Zeugen dar, die sprachen: Dieser Mensch hret 
nicht auf, zu reden Lsterworte wider diese heilige Sttte und das Gesetz.
14. Denn wir haben ihn hren sagen: Jesus von Nazareth wird diese Sttte 
zerstren und ndern die Sitten, die uns Mose gegeben hat.
15. Und sie sahen auf ihn alle, die im Rat saen, und sahen sein Angesicht 
wie eines Engels Angesicht.
Apostelgeschichte 7
1. Da sprach der Hohepriester: Ist dem also?
2. Er aber sprach: Liebe Brder und Vter, hret zu! Gott der Herrlichkeit 
erschien unserm Vater Abraham, da er noch in Mesopotamien war, ehe er 
wohnete in Haran,
3. und er sprach zu ihm: Gehe aus deinem Lande und von deiner Freundschaft 
und zieh in ein Land, das ich dir zeigen will.
4. Da ging er aus der Chalder Lande und wohnete in Haran. Und von dannen, 
da sein Vater gestorben war, brachte er ihn herber in dies Land, darinnen 
ihr nun wohnet.
5. Und gab ihm kein Erbteil drinnen, auch nicht eines Fues breit; und 
verhie ihm, er wollte es geben ihm zu besitzen und seinem Samen nach ihm, 
da er noch kein Kind hatte.
6. Aber Gott sprach also: Dein Same wird ein Fremdling sein in einem 
fremden Lande, und sie werden ihn dienstbar machen und bel handeln 
vierhundert Jahre.
7. Und das Volk, dem sie dienen werden, will ich richten, sprach Gott; und 
danach werden sie ausziehen und mir dienen an dieser Sttte.
8. Und gab ihm den Bund der Beschneidung. Und er zeugete Isaak und 
beschnitt ihn am achten Tag und Isaak den Jakob und Jakob die zwlf 
Erzvter.
9. Und die Erzvter neideten Joseph und verkauften ihn nach gypten. Aber 
Gott war mit ihm
10. und errettete ihn aus aller seiner Trbsal und gab ihm Gnade und 
Weisheit vor dem Knige Pharao in gypten; der setzte ihn zum Frsten ber 
gypten und ber sein ganzes Haus.
11. Es kam aber eine teure Zeit ber das ganze Land gypten und Kanaan und 
eine groe Trbsal, und unsere Vter fanden nicht Ftterung.
12. Jakob aber hrete, da in gypten Getreide wre, und sandte unsere 
Vter aus aufs erste Mal.
13. Und zum andernmal ward Joseph erkannt von seinen Brdern und ward 
Pharao Josephs Geschlecht offenbar.
14. Joseph aber sandte aus und lie holen seinen Vater Jakob und seine 
ganze Freundschaft, fnfundsiebzig Seelen.
15. Und Jakob zog hinab nach gypten und starb, er und unsere Vter.
16. Und sind herbergebracht nach Sichem und gelegt in das Grab, das 
Abraham gekauft hatte ums Geld von den Kindern Hemors zu Sichem.
17. Da nun sich die Zeit der Verheiung nahete, die Gott Abraham 
geschworen hatte, wuchs das Volk und mehrete sich in gypten,
18. bis da ein anderer Knig aufkam, der nichts wute von Joseph.
19. Dieser trieb Hinterlist mit unserm Geschlechte und behandelte unsere 
Vter bel und schaffte, da man die jungen Kindlein hinwerfen mute, da 
sie nicht lebendig blieben.
20. Zu der Zeit ward Mose geboren und war ein fein Kind vor Gott und ward 
drei Monden ernhret in seines Vaters Hause.
21. Als er aber hingeworfen ward, nahm ihn die Tochter Pharaos auf und zog 
ihn auf zu einem Sohn.
22. Und Mose ward gelehret in aller Weisheit der gypter und war mchtig 
in Werken und Worten.
23. Da er aber vierzig Jahre alt ward, gedachte er, zu besehen seine 
Brder, die Kinder von Israel,
24. und sah einen Unrecht leiden. Da berhalf er und rchete den, dem Leid 
geschah, und erschlug den gypter.
25. Er meinete aber, seine Brder sollten's vernehmen, da Gott durch 
seine Hand ihnen Heil gbe; aber sie vernahmen's nicht.
26. Und am andern Tage kam er zu ihnen, da sie sich miteinander haderten, 
und handelte mit ihnen, da sie Frieden htten, und sprach: Liebe Mnner, 
ihr seid Brder, warum tut einer dem andern Unrecht?
27. Der aber seinem Nchsten Unrecht tat, stie ihn von sich und sprach: 
Wer hat dich ber uns gesetzt zum Obersten und Richter?
28. Willst du mich auch tten, wie du gestern den gypter ttetest?
29. Mose aber floh ber dieser Rede und ward ein Fremdling im Lande 
Midian. Daselbst zeugete er zwei Shne.
30. Und ber vierzig Jahre erschien ihm in der Wste auf dem Berge Sinai 
der Engel des Herrn in einer Feuerflamme im Busch.
31. Da es aber Mose sah, wunderte er sich des Gesichtes. Als er aber 
hinzuging, zu schauen, geschah die Stimme des Herrn zu ihm:
32. Ich bin der Gott deiner Vter, der Gott Abrahams und der Gott Isaaks 
und der Gott Jakobs. Mose aber ward zitternd und durfte nicht anschauen.
33. Aber der Herr sprach zu ihm: Zieh die Schuhe aus von deinen Fen; 
denn die Sttte, da du stehest, ist heilig Land.
34. Ich habe wohl gesehen das Leiden meines Volks, das in gypten ist, und 
habe ihr Seufzen gehret und bin herabkommen, sie zu erretten. Und nun 
komm her; ich will dich nach gypten senden.
35. Diesen Mose, welchen sie verleugneten und sprachen: Wer hat dich zum 
Obersten und Richter gesetzt? den sandte Gott zu einem Obersten und 
Erlser durch die Hand des Engels, der ihm erschien im Busch.
36. Dieser fhrete sie aus und tat Wunder und Zeichen in gypten, im Roten 
Meer und in der Wste vierzig Jahre.
37. Dies ist Mose, der zu den Kindern von Israel gesagt hat: Einen 
Propheten wird euch der Herr, euer Gott, erwecken aus euren Brdern 
gleichwie mich, den sollt ihr hren.
38. Dieser ist's, der in der Gemeinde in der Wste mit dem Engel war, der 
mit ihm redete auf dem Berge Sinai und mit unsern Vtern; dieser empfing 
das lebendige Wort, uns zu geben;
39. welchem nicht wollten gehorsam werden eure Vter, sondern stieen ihn 
von sich und wandten sich um mit ihren Herzen gen gypten
40. und sprachen zu Aaron: Mache uns Gtter, die vor uns hingehen; denn 
wir wissen nicht, was diesem Mose, der uns aus dem Lande gypten gefhret 
hat, widerfahren ist.
41. Und machten ein Kalb zu der Zeit und opferten dem Gtzen Opfer und 
freueten sich der Werke ihrer Hnde.
42. Aber Gott wandte sich und gab sie dahin, da sie dieneten des Himmels 
Heer; wie denn geschrieben stehet in dem Buch des Propheten: Habt ihr vom 
Hause Israel die vierzig Jahre in der Wste mir auch je Opfer und Vieh 
geopfert?
43. Und ihr nahmet die Htte Molochs an und das Gestirn eures Gottes 
Remphan, die Bilder, die ihr gemacht hattet, sie anzubeten; und ich will 
euch wegwerfen jenseit Babyloniens.
44. Es hatten unsere Vter die Htte des Zeugnisses in der Wste, wie er 
ihnen das verordnet hatte, da er zu Mose redete, da er sie machen sollte 
nach dem Vorbilde, das er gesehen hatte,
45. welche unsere Vter auch annahmen und brachten sie mit Josua in das 
Land, das die Heiden innehatten, welche Gott ausstie vor dem Angesichte 
unserer Vter bis zur Zeit Davids.
46. Der fand Gnade bei Gott und bat, da er eine Htte finden mchte dem 
Gott Jakobs.
47. Salomo aber bauete ihm ein Haus.
48. Aber der Allerhchste wohnet nicht in Tempeln, die mit Hnden gemacht 
sind, wie der Prophet spricht:
49. Der Himmel ist mein Stuhl und die Erde meiner Fe Schemel; was wollt 
ihr mir denn fr ein Haus bauen, spricht der Herr, oder welches ist die 
Sttte meiner Ruhe?
50. Hat nicht meine Hand das alles gemacht?
51. Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herzen und Ohren, ihr 
widerstrebet allezeit dem Heiligen Geist, wie eure Vter, also auch ihr!
52. Welchen Propheten haben eure Vter nicht verfolget und, sie gettet, 
die da zuvor verkndigten die Zukunft dieses Gerechten, dessen Verrter 
und Mrder ihr nun worden seid?
53. Ihr habt das Gesetz empfangen durch der Engel Geschfte und habt's 
nicht gehalten.
54. Da sie solches hreten, ging's ihnen durchs Herz, und bissen die Zhne 
zusammen ber ihn.
55. Als er aber voll Heiligen Geistes war, sah er auf gen Himmel und sah 
die Herrlichkeit Gottes und Jesum stehen zur Rechten Gottes und sprach: 
Siehe, ich sehe den Himmel offen und des Menschen Sohn zur Rechten Gottes 
stehen.
56. Sie schrieen aber laut und hielten ihre Ohren zu und strmeten 
einmtiglich zu ihm ein, stieen ihn zur Stadt hinaus und steinigten ihn.
57. Und die Zeugen legten ab ihre Kleider zu den Fen eines Jnglings, 
der hie Saulus.
58. Und steinigten Stephanus, der anrief und sprach: Herr Jesu, nimm 
meinen Geist auf!
59. Er knieete aber nieder und schrie laut: Herr, behalt ihnen diese Snde 
nicht! Und als er das gesagt, entschlief er.
Apostelgeschichte 8
1. Saulus aber hatte Wohlgefallen an seinem Tode. Es erhub sich aber zu 
der Zeit eine groe Verfolgung ber die Gemeinde zu Jerusalem; und sie 
zerstreueten sich alle in die Lnder Juda und Samarien ohne die Apostel.
2. Es bestatteten aber Stephanus gottesfrchtige Mnner und hielten eine 
groe Klage ber ihn.
3. Saulus aber zerstrete die Gemeinde, ging hin und her in die Huser und 
zog hervor Mnner und Weiber und berantwortete sie ins Gefngnis.
4. Die nun zerstreuet waren, gingen um und predigten das Wort.
5. Philippus aber kam hinab in eine Stadt in Samarien und predigte ihnen 
von Christo.
6. Das Volk aber hrete einmtiglich und fleiig zu, was Philippus sagte, 
und sahen die Zeichen, die er tat.
7. Denn die unsaubern Geister fuhren aus vielen Besessenen mit groem 
Geschrei; auch viel Gichtbrchige und Lahme wurden gesund gemacht.
8. Und ward eine groe Freude in derselbigen Stadt.
9. Es war aber ein Mann mit Namen Simon, der zuvor in derselbigen Stadt 
Zauberei trieb und bezauberte das samaritische Volk und gab vor, er wre 
etwas Groes.
10. Und sie sahen alle auf ihn, beide, klein und gro, und sprachen: Der 
ist die Kraft Gottes, die da gro ist!
11. Sie sahen aber darum auf ihn, da er sie lange Zeit mit seiner 
Zauberei bezaubert hatte.
12. Da sie aber den Predigten des Philippus glaubten von dem Reich Gottes 
und von dem Namen Jesu Christi, lieen sich taufen beide, Mnner und 
Weiber.
13. Da ward auch der Simon glubig und lie sich taufen und hielt sich zu 
Philippus. Und als er sah die Zeichen und Taten, die da geschahen, 
verwunderte er sich.
14. Da aber die Apostel hreten zu Jerusalem, da Samarien das Wort Gottes 
angenommen hatte, sandten sie zu ihnen Petrus und Johannes.
15. Welche, da sie hinabkamen, beteten sie ber sie, da sie den Heiligen 
Geist empfingen.
16. (Denn er war noch auf keinen gefallen, sondern waren allein getauft 
auf den Namen Christi Jesu.)
17. Da legten sie die Hnde auf sie, und sie empfingen den Heiligen Geist.
18. Da aber Simon sah, da der Heilige Geist gegeben ward, wenn die 
Apostel die Hnde auflegten, bot er ihnen Geld an
19. und sprach: Gebt mir auch die Macht, da, so ich jemand die Hnde 
auflege, derselbige den Heiligen Geist empfange.
20. Petrus aber sprach zu ihm: Da du verdammet werdest mit deinem Gelde, 
da du meinest Gottes Gabe werde durch Geld erlanget!
21. Du wirst weder Teil noch Anfall haben an diesem Wort; denn dein Herz 
ist nicht rechtschaffen vor Gott.
22. Darum tue Bue fr diese deine Bosheit und bitte Gott, ob dir vergeben 
werden mchte die Tcke deines Herzens.
23. Denn ich sehe, da du bist voll bitterer Galle und verknpft mit 
Ungerechtigkeit.
24. Da antwortete Simon und sprach: Bittet ihr den Herrn fr mich, da der 
keines ber mich komme, davon ihr gesagt habt!
25. Sie aber, da sie bezeuget und geredet hatten das Wort des Herrn, 
wandten sie wieder um gen Jerusalem und predigten das Evangelium vielen 
samaritischen Flecken.
26. Aber der Engel des Herrn redete zu Philippus und sprach: Stehe auf und 
gehe gegen Mittag auf die Strae, die von Jerusalem hinabgehet gen Gaza, 
die da wste ist.
27. Und er stund auf und ging hin. Und siehe, ein Mann aus Mohrenland, ein 
Kmmerer und Gewaltiger der Knigin Kandaze in Mohrenland, welcher war 
ber ihre ganze Schatzkammer, der war kommen gen Jerusalem, anzubeten,
28. und zog wieder heim und sa auf seinem Wagen und las den Propheten 
Jesaja.
29. Der Geist aber sprach zu Philippus: Gehe hinzu und halte dich zu 
diesem Wagen.
30. Da lief Philippus hinzu und hrete, da er den Propheten Jesaja las, 
und sprach: Verstehest du auch, was du liesest?
31. Er aber sprach: Wie kann ich, so mich nicht jemand anleitet? Und 
ermahnete Philippus, da er auftrte und setzte sich zu ihm.
32. Der Inhalt aber der Schrift, die er las, war dieser: Er ist wie ein 
Schaf, zur Schlachtung gefhret, und still wie ein Lamm vor seinem 
Scherer; also hat er nicht aufgetan seinen Mund.
33. In seiner Niedrigkeit ist sein Gericht aufgehoben; wer wird aber 
seines Lebens Lnge ausreden? Denn sein Leben ist von der Erde weggenommen.
34. Da antwortete der Kmmerer Philippus und sprach: Ich bitte dich, von 
wem redet der Prophet solches, von ihm selber oder von jemand anders?
35. Philippus aber tat seinen Mund auf und fing von dieser Schrift an und 
predigte ihm das Evangelium von Jesu.
36. Und als sie zogen der Strae nach, kamen sie an ein Wasser. Und der 
Kmmerer sprach: Siehe, da ist Wasser; was hindert's, da ich mich taufen 
lasse?
37. Philippus aber sprach: Glaubest du von ganzem Herzen, so mag's wohl 
sein. Er antwortete und sprach: Ich glaube, da Jesus Christus Gottes Sohn 
ist.
38. Und er hie den Wagen halten, und stiegen hinab in das Wasser, beide, 
Philippus und der Kmmerer; und er taufete ihn.
39. Da sie aber heraufstiegen aus dem Wasser, rckte der Geist des Herrn 
Philippus hinweg, und der Kmmerer sah ihn nicht mehr; er zog aber seine 
Strae frhlich.
40. Philippus aber ward funden zu Asdod und wandelte umher und predigte 
allen Stdten das Evangelium, bis da er kam gen Csera.
Apostelgeschichte 9
1. Saulus aber schnaubete noch mit Druen und Morden wider die Jnger des 
Herrn und ging zum Hohenpriester
2. und bat ihn um Briefe gen Damaskus an die Schulen, auf da, so er 
etliche dieses Wegs fnde, Mnner und Weiber, er sie gebunden fhrete gen 
Jerusalem.
3. Und da er auf dem Wege war und nahe an Damaskus kam, umleuchtete ihn 
pltzlich ein Licht vom Himmel.
4. Und er fiel auf die Erde und hrete eine Stimme, die sprach zu ihm: 
Saul, Saul, was verfolgest du mich?
5. Er aber sprach: Herr, wer bist du? Der Herr sprach: Ich bin Jesus, den 
du verfolgest. Es wird dir schwer werden, wider den Stachel lecken.
6. Und er sprach mit Zittern und Zagen: Herr, was willst du, da ich tun 
soll? Der Herr sprach zu ihm: Stehe auf und gehe in die Stadt; da wird man 
dir sagen, was du tun sollst.
7. Die Mnner aber, die seine Gefhrten waren, stunden und waren 
erstarret; denn sie hreten eine Stimme und sahen niemand.
8. Saulus aber richtete sich auf von der Erde, und als er seine Augen 
auftat, sah er niemand. Sie nahmen ihn aber bei der Hand und fhreten ihn 
gen Damaskus.
9. Und war drei Tage nicht sehend und a nicht und trank nicht.
10. Es war aber ein Jnger zu Damaskus mit Namen Ananias; zu dem sprach 
der Herr im Gesichte: Ananias! Und er sprach: Hier bin ich, Herr.
11. Der Herr sprach zu ihm: Stehe auf und gehe hin in die Gasse, die da 
heiet die Richtige, und frage in dem Hause Judas nach Saulus mit Namen 
von Tarsus; denn siehe, er betet
12. und hat gesehen im Gesichte einen Mann mit Namen Ananias zu ihm 
hineinkommen und die Hand auf ihn legen, da er wieder sehend werde.
13. Ananias aber antwortete: Herr, ich habe von vielen gehret von diesem 
Manne, wieviel bles er deinen Heiligen getan hat zu Jerusalem.
14. Und er hat allhie Macht von den Hohenpriestern; zu binden alle, die 
deinen Namen anrufen.
15. Der Herr sprach zu ihm: Gehe hin; denn dieser ist mir ein auserwhlt 
Rstzeug, da er meinen Namen trage vor den Heiden und vor den Knigen und 
vor den Kindern von Israel.
16. Ich will ihm zeigen, wieviel er leiden mu um meines Namens willen.
17. Und Ananias ging hin und kam in das Haus und legte die Hnde auf ihn 
und sprach: Lieber Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt (der dir 
erschienen ist auf dem Wege, da du herkamest), da du wieder sehend und 
mit dem Heiligen Geist erfllet werdest.
18. Und alsobald fiel es von seinen Augen wie Schuppen; und ward wieder 
sehend
19. und stund auf, lie sich taufen und nahm Speise zu sich und strkete 
sich. Saulus aber war etliche Tage bei den Jngern zu Damaskus.
20. Und alsbald predigte er Christum in den Schulen, da derselbige Gottes 
Sohn sei.
21. Sie entsetzten sich aber alle, die es hreten, und sprachen: Ist das 
nicht, der zu Jerusalem verstrete alle, die diesen Namen anrufen, und 
darum herkommen, da er sie gebunden fhre zu den Hohenpriestern?
22. Saulus aber ward immer krftiger und trieb die Juden in die Enge, die 
zu Damaskus wohneten, und bewhrete es, da dieser ist der Christus.
23. Und nach vielen Tagen hielten die Juden einen Rat zusammen, da sie 
ihn tteten.
24. Aber es ward Saulus kundgetan, da sie ihm nachstelleten. Sie hteten 
aber Tag und Nacht an den Toren, da sie ihn tteten.
25. Da nahmen ihn die Jnger bei der Nacht und taten ihn durch die Mauer 
und lieen ihn in einem Korbe hinab.
26. Da aber Saulus gen Jerusalem kam, versuchte er, sich zu den Jngern zu 
tun; und sie frchteten sich alle vor ihm und glaubten nicht, da er ein 
Jnger wre.
27. Barnabas aber nahm ihn zu sich und fhrete ihn zu den Aposteln und 
erzhlete ihnen, wie er auf der Strae den Herrn gesehen, und er mit ihm 
geredet, und wie er zu Damaskus den Namen Jesu frei geprediget htte.
28. Und er war bei ihnen und ging aus und ein zu Jerusalem und predigte 
den Namen des Herrn Jesu frei.
29. Er redete auch und befragte sich mit den Griechen; aber sie stelleten 
ihm nach, da sie ihn tteten.
30. Da das die Brder erfuhren, geleiteten sie ihn gen Csarea und 
schickten ihn gen Tarsus.
31. So hatte nun die Gemeinde Frieden durch ganz Juda und Galila und 
Samarien und bauete sich und wandelte in der Furcht des Herrn und ward 
erfllet mit Trost des Heiligen Geistes.
32. Es geschah aber, da Petrus durchzog allenthalben, da er auch zu den 
Heiligen kam, die zu Lydda wohneten.
33. Daselbst fand er einen Mann mit Namen Aneas, acht Jahre lang auf dem 
Bette gelegen, der war gichtbrchig.
34. Und Petrus sprach zu ihm: nea, Jesus Christus macht dich gesund; 
stehe auf und bette dir selber. Und alsobald stund er auf.
35. Und es sahen ihn alle, die zu Lydda und zu Saron wohneten; die 
bekehreten sich zu dem Herrn.
36. Zu Joppe aber war eine Jngerin mit Namen Tabea (welches 
verdolmetschet heit eine Rehe), die war voll guter Werke und Almosen, die 
sie tat.
37. Es begab sich aber zu derselbigen Zeit, da sie krank ward und starb. 
Da wuschen sie dieselbige und legten sie auf den Sller.
38. Nun aber Lydda nahe bei Joppe ist, da die Jnger hreten, da Petrus 
daselbst war, sandten sie zwei Mnner zu ihm und ermahneten ihn, da er 
sich's nicht liee verdrieen, zu ihnen zu kommen.
39. Petrus aber stund auf und kam mit ihnen. Und als er hinkommen war, 
fhreten sie ihn hinauf auf den Sller, und traten um ihn alle Witwen, 
weineten und zeigten ihm die Rcke und Kleider, welche die Rehe machte, 
als sie bei ihnen war.
40. Und da Petrus sie alle hinausgetrieben hatte, kniete er nieder, betete 
und wandte sich zu dem Leichnam und sprach: Tabea, stehe auf! Und sie tat 
ihre Augen auf; und da sie Petrus sah, setzte sie sich wieder.
41. Er aber gab ihr die Hand und richtete sie auf und rief die Heiligen 
und die Witwen und stellete sie lebendig dar.
42. Und es ward kund durch ganz Joppe, und viele wurden glubig an den 
Herrn.
43. Und es geschah, da er lange Zeit zu Joppe blieb bei einem Simon, der 
ein Gerber war.
Apostelgeschichte 10
1. Es war aber ein Mann zu Csarea mit Namen Cornelius, ein Hauptmann von 
der Schar, die da heit die welsche,
2. gottselig und gottesfrchtig samt seinem ganzen Hause und gab dem Volk 
viel Almosen und betete immer zu Gott.
3. Der sah in einem Gesichte offenbarlich um die neunte Stunde am Tage 
einen Engel Gottes zu ihm eingehen, der sprach zu ihm: Cornelius!
4. Er aber sah ihn an, erschrak und sprach: Herr, was ist's? Er aber 
sprach zu ihm: Dein Gebet und deine Almosen sind hinaufkommen ins 
Gedchtnis vor Gott.
5. Und nun sende Mnner gen Joppe und la fordern Simon mit dem Zunamen 
Petrus,
6. welcher ist zur Herberge bei einem Gerber Simon, des Haus am Meer 
liegt; der wird dir sagen, was du tun sollst.
7. Und da der Engel, der mit Cornelius redete, hinweggegangen war, rief er 
zwei seiner Hausknechte und einen gottesfrchtigen Kriegsknecht von denen, 
die auf ihn warteten,
8. und erzhlete es ihnen alles und sandte sie gen Joppe.
9. Des andern Tages, da diese auf dem Wege waren und nahe zur Stadt kamen, 
stieg Petrus hinauf auf den Sller, zu beten, um die sechste Stunde.
10. Und als er hungrig ward, wollte er essen. Da sie ihm aber 
zubereiteten, ward er entzckt
11. und sah den Himmel aufgetan und herniederfahren zu ihm ein Gef wie 
ein gro leinen Tuch, an vier Zipfeln gebunden, und ward niedergelassen 
auf die Erde.
12. Darinnen waren allerlei vierfige Tiere der Erde und wilde Tiere und 
Gewrm und Vgel des Himmels.
13. Und geschah eine Stimme zu ihm: Stehe auf, Petrus, schlachte und i!
14. Petrus aber sprach: O nein, Herr; denn ich habe noch nie etwas 
Gemeines oder Unreines gegessen.
15. Und die Stimme sprach zum andernmal zu ihm: Was Gott gereiniget hat, 
das mache du nicht gemein.
16. Und das geschah zu drei Malen; und das Gef ward wieder aufgenommen 
gen Himmel.
17. Als aber Petrus sich in sich selbst bekmmerte, was das Gesicht wre, 
das er gesehen hatte, siehe, da fragten die Mnner, von Cornelius gesandt, 
nach dem Hause Simons und stunden an der Tr,
18. riefen und forscheten, ob Simon mit dem Zunamen Petrus allda zur 
Herberge wre.
19. Indem aber Petrus sich besinnet ber dem Gesichte, sprach der Geist zu 
ihm: Siehe, drei Mnner suchen dich.
20. Aber stehe auf, steige hinab und zieh mit ihnen und zweifle nichts; 
denn ich habe sie gesandt.
21. Da stieg Petrus hinab zu den Mnnern, die von Cornelius zu ihm gesandt 
waren, und sprach: Siehe, ich bin's, den ihr suchet; was ist die Sache, 
darum ihr hier seid?
22. Sie aber sprachen: Cornelius, der Hauptmann, ein frommer und 
gottesfrchtiger Mann und gutes Gerchts bei dem ganzen Volk der Juden, 
hat einen Befehl empfangen vom heiligen Engel, da er dich sollte fordern 
lassen in sein Haus und Worte von dir hren.
23. Da rief er sie hinein und herbergete sie. Des andern Tages zog Petrus 
aus mit ihnen, und etliche Brder von Joppe gingen mit ihm.
24. Und des andern Tages kamen sie gen Csarea. Cornelius aber wartete auf 
sie und rief zusammen seine Verwandten und Freunde.
25. Und als Petrus hineinkam, ging ihm Cornelius entgegen und fiel zu 
seinen Fen und betete ihn an.
26. Petrus aber richtete ihn auf und sprach: Stehe auf; ich bin auch ein 
Mensch.
27. Und als er sich mit ihm besprochen hatte, ging er hinein und fand 
ihrer viel, die zusammenkommen waren.
28. Und er sprach zu ihnen: Ihr wisset, wie es ein ungewohnet Ding ist 
einem jdischen Mann, sich zu tun oder zu kommen zu einem Fremdling; aber 
Gott hat mir gezeiget, keinen Menschen gemein oder unrein zu heien.
29. Darum habe ich mich nicht geweigert zu kommen, als ich bin 
hergefordert. So frage ich euch nun, warum ihr mich habt lassen fordern.
30. Cornelius sprach: Ich habe vier Tage gefastet bis an diese Stunde, und 
um die neunte Stunde betete ich in meinem Hause. Und siehe, da trat ein 
Mann vor mich in einem hellen Kleide
31. und sprach: Cornelius, dein Gebet ist erhret, und deiner Almosen ist 
gedacht worden vor Gott.
32. So sende nun gen Joppe und la herrufen einen Simon mit dem Zunamen 
Petrus, welcher ist zur Herberge in dem Hause des Gerbers Simon an dem 
Meer; der wird dir, wenn er kommt, sagen.
33. Da sandte ich von Stund an zu dir. Und du hast wohl getan, da du 
kommen bist. Nun sind wir alle hier gegenwrtig vor Gott, zu hren alles, 
was dir von Gott befohlen ist.
34. Petrus aber tat seinen Mund auf und sprach: Nun erfahre ich mit der 
Wahrheit, da Gott die Person nicht ansiehet,
35. sondern in allerlei Volk, wer ihn frchtet und recht tut, der ist ihm 
angenehm.
36. Ihr wisset wohl von der Predigt, die Gott zu den Kindern Israel 
gesandt hat, und verkndigen lassen den Frieden durch Jesum Christum ( 
welcher ist ein Herr ber alles),
37. die durchs ganze jdische Land geschehen ist und angefangen in Galila 
nach der Taufe, die Johannes predigte:
38. wie Gott denselbigen Jesum von Nazareth gesalbet hat mit dem Heiligen 
Geiste und Kraft; der umhergezogen ist und hat wohlgetan und gesund 
gemacht alle, die vom Teufel berwltiget waren; denn Gott war mit ihm.
39. Und wir sind Zeugen alles des, was er getan hat im jdischen Lande und 
zu Jerusalem. Den haben sie gettet und an ein Holz gehnget.
40. Denselbigen hat Gott auferwecket am dritten Tage und ihn lassen 
offenbar werden,
41. nicht allem Volk, sondern uns, den vorerwhlten Zeugen von Gott, die 
wir mit ihm gegessen und getrunken haben, nachdem er auferstanden ist von 
den Toten.
42. Und er hat uns geboten, zu predigen dem Volk und zu zeugen, da er ist 
verordnet von Gott ein Richter der Lebendigen und der Toten.
43. Von diesem zeugen alle Propheten, da durch seinen Namen alle, die an 
ihn glauben, Vergebung der Snden empfangen sollen.
44. Da Petrus noch diese Worte redete, fiel der Heilige Geist auf alle, 
die dem Wort zuhreten.
45. Und die Glubigen aus der Beschneidung, die mit Petrus kommen waren, 
entsetzten sich, da auch auf die Heiden die Gabe des Heiligen Geistes 
ausgegossen ward.
46. Denn sie hreten, da sie mit Zungen redeten und Gott hoch preiseten. 
Da antwortete Petrus:
47. Mag auch jemand das Wasser wehren, da diese nicht getaufet werden, 
die den Heiligen Geist empfangen haben gleichwie auch wir?
48. Und befahl, sie zu taufen in dem Namen des Herrn. Da baten sie ihn, 
da er etliche Tage dabliebe.
Apostelgeschichte 11
1. Es kam aber vor die Apostel und Brder, die in dem jdischen Lande 
waren, da auch die Heiden htten Gottes Wort angenommen.
2. Und da Petrus hinaufkam gen Jerusalem, zankten mit ihm, die aus der 
Beschneidung waren,
3. und sprachen: Du bist eingegangen zu den Mnnern, die Vorhaut haben, 
und hast mit ihnen gegessen!
4. Petrus aber hub an und erzhlte es ihnen nacheinander her und sprach:
5. Ich war in der Stadt Joppe im Gebet und war entzckt und sah ein 
Gesicht, nmlich ein Gef herniederfahren wie ein gro leinen Tuch mit 
vier Zipfeln und niedergelassen vom Himmel, und kam bis zu mir.
6. Darein sah ich und ward gewahr und sah vierfige Tiere der Erde und 
wilde Tiere und Gewrm und Vgel des Himmels.
7. Ich hrete aber eine Stimme, die sprach zu mir: Stehe auf, Petrus, 
schlachte und i!
8. Ich aber sprach: O nein, Herr; denn es ist nie kein Gemeines noch 
Unreines in meinen Mund gegangen.
9. Aber die Stimme antwortete mir zum andernmal vom Himmel: Was Gott 
gereiniget hat, das mache du nicht gemein.
10. Das geschah aber dreimal; und ward alles wieder hinauf gen Himmel 
gezogen.
11. Und siehe, von Stund an stunden drei Mnner vor dem Hause, darinnen 
ich war, gesandt von Csarea zu mir.
12. Der Geist aber sprach zu mir, ich sollte mit ihnen gehen und nicht 
zweifeln. Es kamen aber mit mir diese sechs Brder, und wir gingen in des 
Mannes Haus.
13. Und er verkndigte uns, wie er gesehen htte einen Engel in seinem 
Hause stehen, der zu ihm gesprochen htte: Sende Mnner gen Joppe und la 
fordern den Simon mit dem Zunamen Petrus;
14. der wird dir Worte sagen, dadurch du selig werdest und dein ganzes 
Haus.
15. Indem aber ich anfing zu reden, fiel der Heilige Geist auf sie 
gleichwie auf uns am ersten Anfang.
16. Da dachte ich an das Wort des Herrn, als er sagte: Johannes hat mit 
Wasser getauft; ihr aber sollt mit dem Heiligen Geist getauft werden.
17. So nun Gott ihnen gleiche Gaben gegeben hat wie auch uns, die da 
glauben an den Herrn Jesus Christus, wer war ich, da ich knnte Gott 
wehren?
18. Da sie das hreten, schwiegen sie stille und lobeten Gott und 
sprachen: So hat Gott auch den Heiden Bue gegeben zum Leben!
19. Die aber zerstreuet waren in der Trbsal, so sich ber Stephanus 
erhub, gingen umher bis gen Phnizien und Zypern und Antiochien und 
redeten das Wort zu niemand denn allein zu den Juden.
20. Es waren aber etliche unter ihnen, Mnner von Zypern und Kyrene, die 
kamen gen Antiochien und redeten auch zu den Griechen und predigten das 
Evangelium vom Herrn Jesu.
21. Und die Hand des Herrn war mit ihnen, und eine groe Zahl ward glubig 
und bekehrete sich zu dem Herrn.
22. Es kam aber diese Rede von ihnen vor die Ohren der Gemeinde zu 
Jerusalem; und sie sandten Barnabas, da er hinginge bis gen Antiochien,
23. welcher, da er hinkommen war und sah die Gnade Gottes, ward er froh 
und ermahnete sie alle, da sie mit festem Herzen an dem Herrn bleiben 
wollten.
24. Denn er war ein frommer Mann, voll Heiligen Geistes und Glaubens. Und 
es ward ein gro Volk dem Herrn zugetan.
25. Barnabas aber zog aus gen Tarsus, Saulus wieder zu suchen.
26. Und da er ihn fand, fhrete er ihn gen Antiochien. Und sie blieben bei 
der Gemeinde ein ganzes Jahr und lehreten viel Volks; daher die Jnger am 
ersten zu Antiochien Christen genannt wurden.
27. In denselbigen Tagen kamen Propheten von Jerusalem gen Antiochien.
28. Und einer unter ihnen, mit Namen Agabus, stund auf und deutete durch 
den Geist eine groe Teurung, die da kommen sollte ber den ganzen Kreis 
der Erde, welche geschah unter dem Kaiser Claudius.
29. Aber unter den Jngern beschlo ein jeglicher, nachdem er vermochte, 
zu senden eine Handreichung den Brdern, die in Juda wohneten;
30. wie sie denn auch taten und schickten's zu den ltesten durch die Hand 
Barnabas und Saulus.
Apostelgeschichte 12
1. Um dieselbige Zeit legte der Knig Herodes die Hnde an etliche von der 
Gemeinde, sie zu peinigen.
2. Er ttete aber Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert.
3. Und da er sah, da es den Juden gefiel, fuhr er fort und fing Petrus 
auch. Es waren aber eben die Tage der sen Brote.
4. Da er ihn nun griff, legte er ihn ins Gefngnis und berantwortete ihn 
vier Vierteilen Kriegsknechten, ihn zu bewahren, und gedachte, ihn nach 
Ostern dem Volk vorzustellen.
5. Und Petrus ward zwar im Gefngnis gehalten; aber die Gemeinde betete 
ohne Aufhren fr ihn zu Gott.
6. Und da ihn Herodes wollte vorstellen, in derselbigen Nacht schlief 
Petrus zwischen zwei Kriegsknechten, gebunden mit zwo Ketten, und die 
Hter vor der Tr hteten das Gefngnis.
7. Und siehe, der Engel des Herrn kam daher, und ein Licht schien in dem 
Gemach; und schlug Petrus an die Seite und weckte ihn auf und sprach: 
Stehe behende auf! Und die Ketten fielen ihm von seinen Hnden.
8. Und der Engel sprach zu ihm: Grte dich und tu deine Schuhe an! Und er 
tat also. Und er sprach zu ihm: Wirf deinen Mantel um dich und folge mir 
nach!
9. Und er ging hinaus und folgte ihm und wute nicht, da ihm wahrhaftig 
solches geschhe durch den Engel, sondern es deuchte ihn, er she ein 
Gesicht.
10. Sie gingen aber durch die erste und andere Hut und kamen zu der 
eisernen Tr, welche zur Stadt fhret; die tat sich ihnen von selber auf. 
Und traten hinaus und gingen hin eine Gasse lang; und also bald schied der 
Engel von ihm.
11. Und da Petrus zu sich selber kam, sprach er: Nun wei ich wahrhaftig, 
da der Herr seinen Engel gesandt hat und mich errettet aus der Hand des 
Herodes und von allem Warten des jdischen Volks.
12. Und als er sich besann, kam er vor das Haus Marias, der Mutter des 
Johannes, der mit dem Zunamen Markus hie, da viele beieinander waren und 
beteten.
13. Als aber Petrus an die Tr klopfete des Tores, trat hervor eine Magd, 
zu horchen, mit Namen Rhode.
14. Und als sie des Petrus Stimme erkannte, tat sie das Tor nicht auf vor 
Freuden, lief aber hinein und verkndigte es ihnen, Petrus stnde vor dem 
Tor.
15. Sie aber sprachen zu ihr: Du bist unsinnig. Sie aber bestand darauf, 
es wre also. Sie sprachen: Es ist sein Engel.
16. Petrus aber klopfete weiter an. Da sie aber auftaten, sahen sie ihn 
und entsetzten sich.
17. Er aber winkete ihnen mit der Hand, zu schweigen, und erzhlte ihnen, 
wie ihn der Herr htte aus dem Gefngnis gefhret, und sprach: Verkndiget 
dies Jakobus und den Brdern. Und ging hinaus und zog an einen andern Ort.
18. Da es aber Tag ward, ward nicht eine kleine Bekmmernis unter den 
Kriegsknechten, wie es doch mit Petrus gegangen wre.
19. Herodes aber, da er ihn forderte und nicht fand, lie er die Hter 
rechtfertigen und hie sie wegfhren und zog von Juda hinab gen Csarea 
und hielt allda sein Wesen.
20. Denn er gedachte, wider die von Tyrus und Sidon zu kriegen. Sie aber 
kamen einmtiglich zu ihm und berredeten des Knigs Kmmerer, Blastus, 
und baten um Frieden, darum da ihre Lande sich nhren muten von des 
Knigs Land.
21.Aber auf einen bestimmten Tag tat Herodes das knigliche Kleid an, 
setzte sich auf den Richterstuhl und tat eine Rede zu ihnen.
22. Das Volk aber rief zu: Das ist Gottes Stimme und nicht eines Menschen!
23. Alsbald schlug ihn der Engel des Herrn, darum da er die Ehre nicht 
Gott gab, und ward gefressen von den Wrmern und gab den Geist auf.
24. Das Wort Gottes aber wuchs und mehrete sich.
25. Barnabas aber und Saulus kamen wieder gen Jerusalem und 
berantworteten die Handreichung und nahmen mit sich Johannes mit dem 
Zunamen Markus.
Apostelgeschichte 13
1. Es waren aber zu Antiochien in der Gemeinde Propheten und Lehrer, 
nmlich Barnabas und Simon, genannt Niger, und Lucius von Kyrene und 
Manahen, mit Herodes dem Vierfrsten erzogen, und Saulus.
2. Da sie aber dem Herrn dieneten und fasteten, sprach der Heilige Geist: 
Sondert mir aus Barnabas und Saulus zu dem Werk, dazu ich sie berufen habe.
3. Da fasteten sie und beteten und legten die Hnde auf sie und lieen sie 
gehen.
4. Und wie sie ausgesandt waren vom Heiligen Geist, kamen sie gen 
Seleucia, und von dannen schifften sie gen Zypern.
5. Und da sie in die Stadt Salamis kamen, verkndigten sie das Wort Gottes 
in der Juden Schulen; sie hatten aber auch Johannes zum Diener.
6. Und da sie die Insel durchzogen bis zu der Stadt Paphos, fanden sie 
einen Zauberer und falschen Propheten, einen Juden, der hie Bar - Jehu.
7. Der war bei Sergius Paulus dem Landvogt, einem verstndigen Mann. 
Derselbige rief zu sich Barnabas und Saulus und begehrete, das Wort Gottes 
zu hren.
8. Da stund ihnen wider der Zauberer Elymas (denn also wird sein Name 
gedeutet) und trachtete, da er den Landvogt vom Glauben wendete.
9. Saulus aber, der auch Paulus heit, voll Heiligen Geistes, sah ihn an
10. und sprach: O du Kind des Teufels, voll aller List und aller 
Schalkheit und Feind aller Gerechtigkeit! Du hrest nicht auf, abzuwenden 
die rechten Wege des Herrn.
11. Und nun siehe, die Hand des Herrn kommt ber dich, und sollst blind 
sein und die Sonne eine Zeitlang nicht sehen. Und von Stund an fiel auf 
ihn Dunkelheit und Finsternis; und ging umher und suchte Handleiter.
12. Als der Landvogt die Geschichte sah, glaubte er und verwunderte sich 
der Lehre des Herrn
13. Da aber Paulus, und die um ihn waren, von Paphos schifften, kamen sie 
gen Perge im Lande Pamphylien. Johannes aber wich von ihnen und zog wieder 
gen Jerusalem.
14. Sie aber zogen durch von Perge und kamen gen Antiochien im Lande 
Pisidien und gingen in die Schule am Sabbattage und setzten sich.
15. Nach der Lektion aber des Gesetzes und der Propheten sandten die 
Obersten der Schule zu ihnen und lieen ihnen sagen: Liebe Brder, wollt 
ihr etwas reden und das Volk ermahnen, so saget
16. Da stund Paulus auf und winkete mit der Hand und sprach: Ihr Mnner 
von Israel, und die ihr Gott frchtet, hret zu!
17. Der Gott dieses Volks hat erwhlet unsere Vter und erhhet das Volk, 
da sie Fremdlinge waren im Lande gypten, und mit einem hohen Arm fhrete 
er sie aus demselbigen.
18. Und vierzig Jahre lang duldete er ihre Weise in der Wste.
19. Und vertilgete sieben Vlker in dem Lande Kanaan und teilete unter sie 
nach dem Los jener Lande.
20. Danach gab er ihnen Richter vierhundertundfnfzig Jahre lang, bis auf 
den Propheten Samuel.
21. Und von da an baten sie um einen Knig. Und Gott gab ihnen Saul, den 
Sohn des Kis, einen Mann aus dem Geschlechte Benjamin, vierzig Jahre lang.
22. Und da er denselbigen wegtat, richtete er auf ber sie David zum 
Knige, von welchem er zeugete: Ich habe funden David, den Sohn Jesses, 
einen Mann nach meinem Herzen, der soll tun allen meinen Willen.
23. Aus dieses Samen hat Gott, wie er verheien hat, gezeugt Jesum dem 
Volk Israel zum Heiland,
24. als denn Johannes zuvor dem Volk Israel predigte die Taufe der Bue, 
ehe denn er anfing.
25. Als aber Johannes seinen Lauf erfllete, sprach er: Ich bin nicht der, 
dafr ihr mich haltet; aber siehe, er kommt nach mir, des ich nicht wert 
bin, da ich ihm die Schuhe seiner Fe auflse.
26. Ihr Mnner, liebe Brder, ihr Kinder des Geschlechtes Abraham, und die 
unter euch Gott frchten, euch ist das Wort dieses Heils gesandt.
27. Denn die zu Jerusalem wohnen, und ihre Obersten, dieweil sie diesen 
nicht kenneten noch die Stimme der Propheten (welche auf alle Sabbate 
gelesen werden), haben sie dieselben mit ihrem Urteilen erfllet.
28. Und wiewohl sie keine Ursache des Todes an ihm fanden, baten sie doch 
Pilatus ihn zu tten.
29. Und als sie alles vollendet hatten, was von ihm geschrieben ist, 
nahmen sie ihn von dem Holz und legten ihn in ein Grab.
30. Aber Gott hat ihn auferweckt von den Toten.
31. Und er ist erschienen viele Tage denen, die mit ihm hinauf von Galila 
gen Jerusalem gegangen waren, welche sind seine Zeugen an das Volk.
32. Und wir auch verkndigen euch die Verheiung, die zu unsern Vtern 
geschehen ist,
33. da dieselbige Gott uns, ihren Kindern, erfllet hat in dem, da er 
Jesum auferwecket hat, wie denn im andern Psalm geschrieben stehet: Du 
bist mein Sohn; heute habe ich dich gezeuget.
34. Da er ihn aber hat von den Toten auferweckt, da er fort nicht mehr 
soll verwesen, spricht er also: Ich will euch die Gnade, David verheien, 
treulich halten.
35. Darum spricht er auch am andern Ort: Du wirst es nicht zugeben, da 
dein Heiliger die Verwesung sehe.
36. Denn David, da er zu seiner Zeit gedienet hatte dem Willen Gottes, ist 
er entschlafen und zu seinen Vtern getan und hat die Verwesung gesehen.
37. Den aber Gott auferweckt hat, der hat die Verwesung nicht gesehen.
38. So sei es nun euch kund, liebe Brder, da euch verkndiget wird 
Vergebung der Snden durch diesen und von dem allem, durch welches ihr 
nicht konntet im Gesetz Mose's gerecht werden.
39. Wer aber an diesen glaubet, der ist gerecht.
40. Sehet nun zu, da nicht ber euch komme, was in den Propheten gesagt 
ist:
41. Sehet, ihr Verchter, und verwundert euch und werdet zunichte; denn 
ich tue ein Werk zu euren Zeiten, welches ihr nicht glauben werdet, so es 
euch jemand erzhlen wird.
42. Da aber die Juden aus der Schule gingen, baten die Heiden, da sie 
zwischen Sabbats ihnen die Worte sagten.
43. Und als die Gemeinde der Schule voneinander ging, folgeten Paulus und 
Barnabas nach viel Juden und gottesfrchtige Judengenossen. Sie aber 
sgten ihnen und vermahneten sie, da sie bleiben sollten in der Gnade 
Gottes.
44. Am folgenden Sabbat aber kam zusammen fast die ganze Stadt, das Wort 
Gottes zu hren.
45. Da aber die Juden das Volk sahen wurden sie voll Neides und 
widersprachen dem, was von Paulus gesagt ward, widersprachen und lsterten.
46. Paulus aber und Barnabas sprachen frei ffentlich: Euch mute zuerst 
das Wort Gottes gesagt werden; nun ihr es aber von euch stoet und achtet 
euch selbst nicht wert des ewigen Lebens, siehe, so wenden wir uns zu den 
Heiden.
47. Denn also hat uns der Herr geboten: Ich habe dich den Heiden zum Licht 
gesetzt, da du das Heil seiest bis an das Ende der Erde.
48. Da es aber die Heiden hreten, wurden sie froh und preiseten das Wort 
des Herrn, und wurden glubig, wieviel ihrer zum ewigen Leben verordnet 
waren.
49. Und das Wort des Herrn ward ausgebreitet durch die ganze Gegend.
50. Aber die Juden bewegten die andchtigen und ehrbaren Weiber und der 
Stadt Obersten und erweckten eine Verfolgung ber Paulus und Barnabas und 
stieen sie zu ihren Grenzen hinaus.
51. Sie aber schttelten den Staub von ihren Fen ber sie und kamen gen 
Ikonien.
52. Die Jnger aber wurden voll Freuden und Heiligen Geistes.
Apostelgeschichte 14
1. Es geschah aber zu Ikonien, da sie zusammenkamen und predigten in der 
Juden Schule, also da eine groe Menge der Juden und der Griechen glubig 
ward.
2. Die unglubigen Juden aber erweckten und entrsteten die Seelen der 
Heiden wider die Brder.
3. So hatten sie nun ihr Wesen daselbst eine lange Zeit und lehreten frei 
im Herrn, welcher bezeugete das Wort seiner Gnade und lie Zeichen und 
Wunder geschehen durch ihre Hnde.
4. Die Menge aber der Stadt spaltete sich; etliche hielten's mit den Juden 
und etliche mit den Aposteln.
5. Da sich aber ein Sturm erhub der Heiden und der Juden und ihrer 
Obersten, sie zu schmhen und zu steinigen,
6. wurden sie des inne und entflohen in die Stdte des Landes Lykaonien, 
gen Lystra und Derbe und in die Gegend umher
7. und predigten daselbst das Evangelium.
8. Und es war ein Mann zu Lystra, der mute sitzen; denn er hatte bse 
Fe und war lahm von Mutterleibe, der noch nie gewandelt hatte.
9. Der hrete Paulus reden. Und als er ihn ansah und merkte, da er 
glaubte, ihm mchte geholfen werden,
10. sprach er mit lauter Stimme: Stehe aufrichtig auf deine Fe! Und er 
sprang auf und wandelte.
11. Da aber das Volk sah, was Paulus getan hatte, huben sie ihre Stimme 
auf und sprachen auf lykaonisch: Die Gtter sind den Menschen gleich 
worden und zu uns herniederkommen.
12. Und nenneten Barnabas Jupiter und Paulus Mercurius, dieweil er das 
Wort fhrete.
13. Der Priester aber Jupiters, der vor ihrer Stadt war, brachte Ochsen 
und Krnze vor das Tor und wollte opfern samt dem Volk.
14. Da das die Apostel, Barnabas und Paulus, hreten, zerrissen sie ihre 
Kleider und sprangen unter das Volk, schrieen
15. und sprachen: Ihr Mnner, was machet ihr da? Wir sind auch sterbliche 
Menschen gleichwie ihr und predigen euch das Evangelium, da ihr euch 
bekehren sollt von diesen falschen zu dem lebendigen Gott, welcher gemacht 
hat Himmel und Erde und das Meer und alles, was drinnen ist;
16. der in vergangenen Zeiten hat lassen alle Heiden wandeln ihre eigenen 
Wege.
17. Und zwar hat er sich selbst nicht unbezeuget gelassen, hat uns viel 
Gutes getan und vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben, unsere 
Herzen erfllet mit Speise und Freude.
18. Und da sie das sagten, stilleten sie kaum das Volk, da sie ihnen 
nicht opferten.
19. Es kamen aber dahin Juden von Antiochien und Ikonien und berredeten 
das Volk und steinigten Paulus und schleiften ihn zur Stadt hinaus, 
meineten, er wre gestorben.
20. Da ihn aber die Jnger umringeten, stund er auf und ging in die Stadt. 
Und auf den andern Tag ging er aus mit Barnabas gen Derbe.
21. Und predigten derselbigen Stadt das Evangelium und unterweiseten ihrer 
viel und zogen wieder gen Lystra und Ikonien und Antiochien,
22. strketen die Seelen der Jnger und ermahneten sie, da sie im Glauben 
blieben, und da wir durch viel Trbsal mssen in das Reich Gottes gehen.
23. Und sie ordneten ihnen hin und her lteste in den Gemeinden, beteten 
und fasteten und befahlen sie dem Herrn, an den sie glubig worden waren.
24. Und zogen durch Pisidien und kamen nach Pamphylien.
25. Und redeten das Wort zu Perge und zogen hinab gen Attalien.
26. Und von dannen schifften sie gen Antiochien, von dannen sie verordnet 
waren durch die Gnade Gottes zu dem Werk, das sie hatten ausgerichtet.
27. Da sie aber hinkamen, versammelten sie die Gemeinde und verkndigten, 
wie viel Gott mit ihnen getan hatte, und wie er den Heiden htte die Tr 
des Glaubens aufgetan.
28. Sie hatten aber ihr Wesen allda nicht eine kleine Zeit bei den Jngern.
Apostelgeschichte 15
1. Und etliche kamen herab von Juda und lehreten die Brder: Wo ihr euch 
nicht beschneiden lasset nach der Weise Mose's, so knnet ihr nicht selig 
werden.
2. Da sich nun ein Aufruhr erhub, und Paulus und Barnabas nicht einen 
geringen Zank mit ihnen hatten, ordneten sie, da Paulus und Barnabas und 
etliche andere aus ihnen hinaufzgen gen Jerusalem zu den Aposteln und 
ltesten um dieser Frage willen.
3. Und sie wurden von der Gemeinde geleitet und zogen durch Phnizien und 
Samarien und erzhleten den Wandel der Heiden und machten groe Freude 
allen Brdern.
4. Da sie aber hinkamen gen Jerusalem wurden sie empfangen von der 
Gemeinde und von den Aposteln und von den ltesten. Und sie verkndigten, 
wieviel Gott mit ihnen getan hatte.
5. Da traten auf etliche von der Phariser Sekte, die glubig waren worden 
und sprachen: Man mu sie beschneiden und gebieten, zu halten das Gesetz 
Mose's.
6. Aber die Apostel und die ltesten kamen zusammen, diese Rede zu besehen.
7. Da man sich aber lange gezanket hatte, stund Petrus auf und sprach zu 
ihnen: Ihr Mnner, liebe Brder, ihr wisset, da Gott lang vor dieser Zeit 
unter uns erwhlet hat, da durch meinen Mund die Heiden das Wort des 
Evangeliums hreten und glaubeten.
8. Und Gott, der Herzenskndiger, zeugete ber sie und gab ihnen den 
Heiligen Geist gleichwie auch uns.
9. Und machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen und reinigte ihre 
Herzen durch den Glauben.
10. Was versucht ihr denn nun Gott mit Auflegen des Jochs auf der Jnger 
Hlse welches weder unsere Vter noch wir haben mgen tragen?
11. Sondern wir glauben, durch die Gnade des Herrn Jesu Christi selig zu 
werden gleicherweise wie auch sie.
12. Da schwieg die ganze Menge stille und hrete zu Paulus und Barnabas, 
die da erzhleten, wie groe Zeichen und Wunder Gott durch sie getan hatte 
unter den Heiden.
13. Danach, als, sie geschwiegen hatten, antwortete Jakobus und sprach: 
Ihr Mnner, liebe Brder, hret mir zu!
14. Simon hat erzhlet, wie aufs erste Gott heimgesucht hat und angenommen 
ein Volk aus den Heiden zu seinem Namen.
15. Und damit stimmen der Propheten Reden, als geschrieben stehet:
16. Danach will ich wiederkommen und will wieder bauen die Htte Davids, 
die zerfallen ist, und ihre Lcken will ich wieder bauen und will sie 
aufrichten,
17. auf da, was brig ist von Menschen, nach dem Herrn frage, dazu alle 
Heiden, ber welche mein Name genennet ist, spricht der Herr, der das 
alles tut.
18. Gott sind alle seine Werke bewut von der Welt her.
19. Darum beschliee ich, da man denen, so aus den Heiden zu Gott sich 
bekehren; nicht Unruhe mache,
20. sondern schreibe ihnen, da sie sich enthalten von Unsauberkeit der 
Abgtter und von Hurerei und vom Erstickten und vom Blut.
21. Denn Mose hat von langen Zeiten her in allen Stdten, die ihn 
predigen, und wird alle Sabbattage in den Schulen gelesen:
22. Und es deuchte gut die Apostel und ltesten samt der ganzen Gemeinde, 
aus ihnen Mnner zu erwhlen und zu senden gen Antiochien mit Paulus und 
Barnabas, nmlich Judas, mit dem Zunamen Barsabas, und Silas, welche 
Mnner Lehrer waren unter den Brdern.
23. Und sie gaben Schrift in ihre Hand also: Wir, die Apostel und ltesten 
und Brder, wnschen Heil den Brdern aus den Heiden, die zu Antiochien 
und Syrien und Zilizien sind.
24. Dieweil wir gehret haben, da etliche von den Unsern sind ausgegangen 
und haben euch mit Lehren irregemacht und eure Seelen zerrttet und sagen, 
ihr sollt euch beschneiden lassen und das Gesetz halten welchen wir nichts 
befohlen haben
25. hat es uns gut gedeucht, einmtiglich versammelt, Mnner zu erwhlen 
und zu euch zu senden mit unsern Liebsten; Barnabas und Paulus,
26. welche Menschen ihre Seelen dargegeben haben fr den Namen unsers 
Herrn Jesu Christi.
27. So haben wir gesandt Judas und Silas, welche auch mit Worten 
dasselbige verkndigen werden.
28. Denn es gefllt dem Heiligen Geiste und uns, euch keine Beschwerung 
mehr aufzulegen denn nur diese ntigen Stcke,
29. da ihr euch enthaltet vom Gtzenopfer und vom Blut und vom Erstickten 
und von Hurerei, von welchen, so ihr euch enthaltet, tut ihr recht. Gehabt 
euch wohl!
30. Da diese abgefertigt waren, kamen sie gen Antiochien und versammelten 
die Menge und berantworteten den Brief.
31. Da sie den lasen, wurden sie des Trostes froh.
32. Judas aber und Silas, die auch Propheten waren, ermahneten die Brder 
mit vielen Reden und strketen sie.
33. Und da sie verzogen eine Zeitlang, wurden sie von den Brdern mit 
Frieden abgefertiget zu den Aposteln.
34. Es gefiel aber Silas, da er dabliebe.
35. Paulus aber und Barnabas hatten ihr Wesen zu Antiochien, lehreten und 
predigten des Herrn Wort samt vielen andern.
36. Nach etlichen Tagen aber sprach Paulus zu Barnabas: La uns wiederum 
ziehen und unsere Brder besehen durch alle Stdte, in welchen wir des 
Herrn Wort verkndiget haben, wie sie sich halten.
37. Barnabas aber gab Rat, da sie mit sich nhmen Johannes, mit dem 
Zunamen Markus.
38. Paulus aber achtete es billig, da sie nicht mit sich nhmen einen 
solchen, der von ihnen gewichen war in Pamphylien und war nicht mit ihnen 
gezogen zu dem Werk.
39. Und sie kamen scharf aneinander, also da sie voneinander zogen, und 
Barnabas zu sich nahm Markus und schiffte nach Zypern.
40. Paulus aber whlte Silas und zog hin, der Gnade Gottes befohlen von 
den Brdern.
41. Er zog aber durch Syrien und Zilizien und strkte die Gemeinden.
Apostelgeschichte 16
1. Er kam aber gen Derbe und Lystra; und siehe, ein Jnger war daselbst 
mit Namen Timotheus, eines jdischen Weibes Sohn, die war glubig, aber 
eines griechischen Vaters.
2. Der hatte ein gut Gercht bei den Brdern unter den Lystranern und zu 
Ikonien
3. Diesen wollte Paulus lassen mit sich ziehen und nahm und beschnitt ihn 
um der Juden willen, die an demselbigen Ort waren; denn sie wuten alle, 
da sein Vater war ein Grieche gewesen.
4. Als sie aber durch die Stdte zogen, berantworteten sie ihnen, zu 
halten den Spruch, welcher von den Aposteln und den ltesten zu Jerusalem 
beschlossen war.
5. Da wurden die Gemeinden im Glauben befestiget und nahmen zu an der Zahl 
tglich.
6. Da sie aber durch Phrygien und das Land Galatien zogen, ward ihnen 
gewehret von dem Heiligen Geist, zu reden das Wort in Asien.
7. Als sie aber kamen an Mysien, versuchten sie, durch Bithynien zu 
reisen; und der Geist lie es ihnen nicht zu.
8. Da sie aber an Mysien vorberzogen, kamen sie hinab gen Troas.
9. Und Paulus erschien ein Gesicht bei der Nacht; das war ein Mann aus 
Mazedonien, der stund und bat ihn und sprach: Komm hernieder nach 
Mazedonien und hilf uns!
10. Als er aber das Gesicht gesehen hatte, da trachteten wir alsobald zu 
reisen nach Mazedonien, gewi, da uns der Herr dahin berufen htte, ihnen 
das Evangelium zu predigen.
11. Da fuhren wir aus von Troas, und stracks Laufs kamen wir gen 
Samothrazien, des andern Tages gen Neapolis
12. und von dannen gen Philippi, welches ist die Hauptstadt des Landes 
Mazedonien und eine Freistadt. Wir hatten aber in dieser Stadt unser Wesen 
etliche Tage.
13. Am Tage des Sabbats gingen wir hinaus vor die Stadt an das Wasser, da 
man pflegte zu beten, und setzten uns und redeten zu den Weibern, die da 
zusammenkamen.
14. Und ein gottesfrchtig Weib mit Namen Lydia, eine Purpurkrmerin aus 
der Stadt der Thyatirer, hrete zu; welcher tat der Herr das Herz auf, da 
sie darauf achthatte, was von Paulus geredet ward.
15. Als sie aber und ihr Haus getauft ward, ermahnete sie uns und sprach: 
So ihr mich achtet, da ich glubig bin an den Herrn, so kommet in mein 
Haus und bleibet allda. Und sie zwang uns.
16. Es geschah aber, da wir zu dem Gebet gingen, da eine Magd uns 
begegnete, die hatte einen Wahrsagergeist und trug ihren Herren viel 
Genie zu mit Wahrsagen.
17. Dieselbige folgte allenthalben Paulus und uns nach, schrie und sprach: 
Diese Menschen sind Knechte Gottes, des Allerhchsten, die euch den Weg 
der Seligkeit verkndigen!
18. Solches tat sie manchen Tag. Paulus aber tat das weh, und wandte sich 
um und sprach zu dem Geist: Ich gebiete dir in dem Namen Jesu Christi, da 
du von ihr ausfahrest! Und er fuhr aus zu derselbigen Stunde.
19. Da aber ihre Herren sahen, da die Hoffnung ihres Geniees war 
ausgefahren, nahmen sie Paulus und Silas, zogen sie auf den Markt vor die 
Obersten
20. und fhreten sie zu den Hauptleuten und sprachen: Diese Menschen 
machen unsere Stadt irre und sind Juden
21. und verkndigen eine Weise, welche uns nicht ziemet anzunehmen noch zu 
tun, weil wir Rmer sind.
22. Und das Volk ward erregt wider sie. Und die Hauptleute lieen ihnen 
die Kleider abreien und hieen sie stupen.
23. Und da sie sie wohl gestupet hatten, warfen sie sie ins Gefngnis und 
geboten dem Kerkermeister, da er sie wohl bewahrete.
24. Der nahm solch Gebot an und warf sie in das innerste Gefngnis und 
legte ihre Fe in den Stock.
25. Um die Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobeten Gott. Und 
es hreten sie die Gefangenen.
26. Schnell aber ward ein groes Erdbeben, also da sich bewegeten die 
Grundfesten des Gefngnisses. Und von Stund an wurden alle Tren aufgetan 
und aller Bande los.
27. Als aber der Kerkermeister aus dem Schlafe fuhr und sah die Tren des 
Gefngnisses aufgetan, zog er das Schwert aus und wollte sich selbst 
erwrgen; denn er meinete, die Gefangenen wren entflohen.
28. Paulus aber rief laut und sprach: Tue dir nichts bles; denn wir sind 
alle hier.
29. Er forderte aber ein Licht und sprang hinein und ward zitternd und 
fiel Paulus und Silas zu den Fen
30. und fhrete sie heraus und sprach: Liebe Herren, was soll ich tun, da 
ich selig werde?
31. Sie sprachen:. Glaube an den Herrn Jesum Christum, so wirst du und 
dein Haus selig.
32. Und sie sagten ihm das Wort des Herrn und allen, die in seinem Hause 
waren.
33. Und er nahm sie zu sich in derselbigen Stunde der Nacht und wusch 
ihnen die Striemen ab; und er lie sich taufen und alle die Seinen 
alsobald.
34. Und fhrete sie in sein Haus und setzte ihnen einen Tisch und freuete 
sich mit seinem ganzen Hause, da er an Gott glubig worden war.
35. Und da es Tag ward, sandten die Hauptleute Stadtdiener und sprachen: 
La die Menschen gehen!
36. Und der Kerkermeister verkndigte diese Rede Paulus: Die Hauptleute 
haben hergesandt, da ihr los sein sollt. Nun ziehet aus und gehet hin mit 
Frieden.
37. Paulus aber sprach zu ihnen: Sie haben uns ohne Recht und Urteil 
ffentlich gestupet, die wir doch Rmer sind, und in das Gefngnis 
geworfen und sollten uns nun heimlich ausstoen? Nicht also, sondern 
lasset sie selbst kommen und uns hinausfhren.
38. Die Stadtdiener verkndigten diese Worte den Hauptleuten; und sie 
frchteten sich, da sie hreten, da sie Rmer wren,
39. und kamen und ermahneten sie und fhreten sie heraus und baten sie, 
da sie auszgen aus der Stadt.
40. Da gingen sie aus dem Gefngnis und gingen zu der Lydia. Und da sie 
die Brder gesehen hatten und getrstet, zogen sie aus.
Apostelgeschichte 17
1. Da sie aber durch Amphipolis und Apollonia reiseten, kamen sie gen 
Thessalonich. Da war eine Judenschule.
2. Nachdem nun Paulus gewohnet war ging er zu ihnen hinein und redete mit 
ihnen an drei Sabbaten aus der Schrift,
3. tat sie ihnen auf und legte es ihnen vor, da Christus mute leiden und 
auferstehen von den Toten, und da, dieser Jesus, den ich (sprach er) euch 
verkndige, ist der Christus.
4. Und etliche unter ihnen fielen ihm zu und geselleten sich zu Paulus und 
Silas, auch der gottesfrchtigen Griechen eine groe Menge, dazu der 
vornehmsten Weiber nicht wenig.
5. Aber die halsstarrigen Juden neideten und nahmen zu sich etliche 
boshaftige Mnner Pbelvolks, machten eine Rotte und richteten einen 
Aufruhr in der Stadt an und traten vor das Haus Jasons und suchten sie zu 
fhren unter das gemeine Volk.
6. Da sie aber sie nicht fanden, schleiften sie den Jason und etliche 
Brder vor die Obersten der Stadt und schrieen: Diese, die den ganzen 
Weltkreis erregen, sind auch herkommen;
7. die herberget Jason; und diese alle handeln wider des Kaisers Gebot, 
sagen, ein anderer sei der Knig, nmlich Jesus.
8. Sie bewegeten aber das Volk und die Obersten der Stadt, die solches 
hreten.
9. Und da sie Verantwortung von Jason und den andern empfangen hatten, 
lieen sie sie los.
10. Die Brder aber fertigten alsobald ab bei der Nacht Paulus und Silas 
gen Bera. Da sie dahinkamen, gingen sie in die Judenschule.
11. Denn sie waren die edelsten unter denen zu Thessalonich; die nahmen 
das Wort auf ganz williglich und forscheten tglich in der Schrift, ob 
sich's also verhielte.
12. So glaubten nun viel aus ihnen, auch der griechischen ehrbaren Weiber 
und Mnner nicht wenig.
13. Als aber die Juden zu Thessalonich erfuhren, da auch zu Bera das 
Wort Gottes von Paulus verkndiget wrde, kamen sie und bewegten auch 
allda das Volk.
14. Aber da fertigten die Brder Paulus alsobald ab, da er ging bis an 
das Meer; Silas aber und Timotheus blieben da.
15. Die aber Paulus geleiteten, fhreten ihn bis gen Athen. Und als sie 
Befehl empfingen an den Silas und Timotheus, da sie aufs schierste zu ihm 
kmen, zogen sie hin.
16. Da aber Paulus ihrer zu Athen wartete, ergrimmete sein Geist in ihm, 
da er sah die Stadt so gar abgttisch.
17. Und er redete zwar zu den Juden und Gottesfrchtigen in der Schule, 
auch auf dem Markt alle Tage zu denen, die sich herzufanden.
18. Etliche aber der Epikurer und Stoiker Philosophen zankten mit ihm; und 
etliche sprachen: Was will dieser Lotterbube sagen? Etliche aber: Es 
siehet, als wollte er neue Gtter verkndigen. Das machte, er hatte das 
Evangelium von Jesu und von der Auferstehung ihnen verkndigt.
19. Sie nahmen ihn aber und fhreten ihn auf den Richtplatz und sprachen: 
Knnen wir auch erfahren, was das fr eine neue Lehre sei, die du lehrest?
20. Denn du bringest etwas Neues vor unsere Ohren; so wollten wir gerne 
wissen, was das sei.
21. Die Athener aber alle, auch die Auslnder und Gste, waren gerichtet 
auf nichts anderes, denn etwas Neues zu sagen oder zu hren.
22. Paulus aber stund mitten auf dem Richtplatz und sprach: Ihr Mnner von 
Athen, ich sehe euch, da ihr in allen Stcken allzu aberglubisch seid.
23. Ich bin herdurchgegangen und habe gesehen eure Gottesdienste und fand 
einen Altar, darauf war geschrieben: Dem unbekannten Gott. Nun verkndige 
ich euch denselbigen, dem ihr unwissend Gottesdienst tut.
24. Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was drinnen ist, sintemal er 
ein Herr ist Himmels und der Erde, wohnet er nicht in Tempeln mit Hnden 
gemacht.
25. Sein wird auch nicht von Menschenhnden gepfleget, als der jemandes 
bedrfe, so er selber jedermann Leben und Odem allenthalben gibt.
26. Und hat gemacht, da von einem Blut aller Menschen Geschlechter auf 
dem ganzen Erdboden wohnen, und hat Ziel gesetzt, zuvor versehen, wie lang 
und weit sie wohnen sollen,
27. da sie den Herrn suchen sollten, ob sie doch ihn fhlen und finden 
mchten. Und zwar er ist nicht ferne von einem jeglichen unter uns;
28. denn in ihm leben, weben und sind wir, als auch etliche Poeten bei 
euch gesagt haben: Wir sind seines Geschlechts.
29. So wir denn gttliches Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, die 
Gottheit sei gleich den gldenen, silbernen und steinernen Bildern, durch 
menschliche Gedanken gemacht.
30. Und zwar hat Gott die Zeit der Unwissenheit bersehen; nun aber gebeut 
er allen Menschen an allen Enden, Bue zu tun,
31. darum da er einen Tag gesetzt hat, auf welchen er richten will den 
Kreis des Erdbodens mit Gerechtigkeit durch einen Mann, in welchem er's 
beschlossen hat, und jedermann vorhlt den Glauben, nachdem er ihn hat von 
den Toten auferweckt.
32. Da sie hreten die Auferstehung der Toten, da hatten's etliche ihren 
Spott; etliche aber sprachen: Wir wollen dich davon weiter hren.
33. Also ging Paulus von ihnen.
34. Etliche Mnner aber hingen ihm an und wurden glubig, unter welchen 
war Dionysius, einer aus dem Rat, und ein Weib mit Namen Damaris und 
andere mit ihnen.
Apostelgeschichte 18
1. Danach schied Paulus von Athen und kam gen Korinth
2. und fand einen Juden mit Namen Aquila, der Geburt aus Pontus, welcher 
war neulich aus Welschland kommen, samt seinem Weibe Priscilla, darum da 
der Kaiser Claudius geboten hatte allen Juden, zu weichen aus Rom.
3. Zu denselbigen ging er ein; und dieweil er gleiches Handwerks war, 
blieb er bei ihnen und arbeitete; sie waren aber des Handwerks 
Teppichmacher.
4. Und er lehrete in der Schule an allen Sabbaten und beredete beide, 
Juden und Griechen.
5. Da aber Silas und Timotheus aus Mazedonien kamen, drang Paulus der 
Geist, zu bezeugen den Juden Jesum, da er der Christus sei.
6. Da sie aber widerstrebten und lsterten, schttelte er die Kleider aus 
und sprach zu ihnen: Euer Blut sei ber euer Haupt! Ich gehe von nun an 
rein zu den Heiden.
7. Und machte sich von dannen und kam in ein Haus eines mit Namen Just, 
der gottesfrchtig war, und desselbigen Haus war zunchst an der Schule.
8. Crispus aber, der Oberste der Schule, glaubte an den Herrn mit seinem 
ganzen Hause; und viel Korinther, die zuhreten, wurden glubig und lieen 
sich taufen.
9. Es sprach aber der Herr durch ein Gesicht in der Nacht zu Paulus: 
Frchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht!
10. Denn ich bin mit dir und niemand soll sich unterstehen, dir zu 
schaden; denn ich habe ein gro Volk in dieser Stadt.
11. Er sa aber daselbst ein Jahr und sechs Monden und lehrete sie das 
Wort Gottes.
12. Da aber Gallion Landvogt war in Achaja, emprten sich die Juden 
einmtiglich wider Paulus und fhreten ihn vor den Richterstuhl
13. und sprachen: Dieser berredet die Leute, Gott zu dienen, dem Gesetze 
zuwider.
14. Da aber Paulus wollte den Mund auftun, sprach Gallion zu den Juden: 
Wenn es ein Frevel oder Schalkheit wre, liebe Juden, so hrete ich euch 
billig;
15. weil es aber eine Frage ist von der Lehre und von den Worten und von 
dem Gesetze unter euch, so sehet ihr selber zu; ich gedenke darber nicht 
Richter zu sein.
16. Und trieb sie von dem Richterstuhl.
17. Da ergriffen alle Griechen Sostenes, den Obersten der Schule, und 
schlugen ihn vor dem Richterstuhl; und Gallion nahm sich's nicht an.
18. Paulus aber blieb noch lange daselbst. Danach machte er seinen 
Abschied mit den Brdern und wollte nach Syrien schiffen und mit ihm 
Priscilla und Aquila. Und er beschor sein Haupt zu Kenchrea; denn er hatte 
ein Gelbde.
19. Und kam hinab gen Ephesus und lie sie daselbst. Er aber ging in die 
Schule und redete mit den Juden.
20. Sie baten ihn aber, da er lngere Zeit bei ihnen bliebe. Und er 
willigte nicht ein,
21. sondern machte seinen Abschied mit ihnen und sprach: Ich mu 
allerdinge das knftige Fest zu Jerusalem halten; will's Gott, so will ich 
wieder zu euch kommen. Und fuhr weg von Ephesus.
22. Und kam gen Csarea und ging hinauf und grte die Gemeinde und zog 
hinab gen Antiochien.
23. Und verzog etliche Zeit und reisete aus und durchwandelte nacheinander 
das galatische Land und Phrygien und strkte alle Jnger.
24. Es kam aber gen Ephesus ein Jude mit Namen Apollos, der Geburt von 
Alexandrien, ein beredter Mann und mchtig in der Schrift.
25. Dieser war unterweiset den Weg des Herrn und redete mit brnstigem 
Geist und lehrete mit Flei von dem Herrn und wute allein von der Taufe 
des Johannes.
26. Dieser fing an, frei zu predigen in der Schule. Da ihn aber Aquila und 
Priscilla hreten, nahmen sie ihn zu sich und legten ihm den Weg Gottes 
noch fleiiger aus.
27. Da er aber wollte nach Achaja reisen, schrieben die Brder und 
vermahneten die Jnger, da sie ihn aufnhmen. Und als er dahinkommen war, 
half er viel denen, die glubig waren worden durch die Gnade.
28. Denn er berwand die Juden bestndiglich und erweisete ffentlich 
durch die Schrift, da Jesus der Christus sei.
Apostelgeschichte 19
1. Es geschah aber, da Apollos zu Korinth war, da Paulus durchwandelte 
die obern Lnder und kam gen Ephesus und fand etliche Jnger.
2. Zu denen sprach er: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, da ihr 
glubig worden seid? Sie sprachen zu ihm: Wir haben auch nie gehrt, ob 
ein Heiliger Geist sei.
3. Und er sprach zu ihnen: Worauf seid ihr denn getauft? Sie sprachen: Auf 
die Taufe des Johannes.
4. Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Bue und 
sagte dem Volk, da sie sollten glauben an den, der nach ihm kommen 
sollte, das ist, an Jesum, da der Christus sei.
5. Da sie das hreten, lieen sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesu.
6. Und da Paulus die Hnde auf sie legete, kam der Heilige Geist auf sie 
und redeten mit Zungen und weissageten.
7. Und aller der Mnner waren bei zwlfen.
8. Er ging aber in die Schule und predigte frei drei Monden lang, lehrete 
und beredete sie von dem Reich Gottes.
9. Da aber etliche verstockt waren und nicht glaubten und bel redeten von 
dem Wege vor der Menge, wich er von ihnen und sonderte ab die Jnger und 
redete tglich in der Schule eines, der hie Tyrannus.
10. Und dasselbige geschah zwei Jahre lang, also da alle, die in Asien 
wohneten, das Wort des Herrn Jesu hreten, beide, Juden und Griechen.
11. Und Gott wirkete nicht geringe Taten durch die Hnde des Paulus,
12. also da sie auch von seiner Haut die Schweitchlein und Koller ber 
die Kranken hielten, und die Seuchen von ihnen wichen, und die bsen 
Geister von ihnen ausfuhren.
13. Es unterwanden sich aber etliche der umlaufenden Juden, die da 
Beschwrer waren, den Namen des Herrn Jesu zu nennen ber die da bse 
Geister hatten, und sprachen: Wir beschwren euch bei Jesu, den Paulus 
prediget.
14. Es waren ihrer aber sieben Shne eines Juden, Skeva, des 
Hohenpriesters, die solches taten.
15. Aber der bse Geist antwortete und sprach: Jesum kenne ich wohl, und 
Paulus wei ich wohl; wer seid ihr aber?
16. Und der Mensch, in dem der bse Geist war, sprang auf sie und ward 
ihrer mchtig und warf sie unter sich, also da sie nackend und verwundet 
aus demselbigen Hause entflohen.
17. Dasselbige aber ward kund allen, die zu Ephesus wohneten, beide, Juden 
und Griechen; und fiel eine Furcht ber sie alle, und der Name des Herrn 
Jesu ward hochgelobet.
18. Es kamen auch viel derer, die glubig waren worden, und bekannten und 
verkndigten, was sie ausgerichtet hatten.
19. Viele aber, die da vorwitzige Kunst getrieben hatten, brachten die 
Bcher zusammen und verbrannten sie ffentlich und berrechneten, was sie 
wert waren, und fanden des Geldes fnfzigtausend Groschen.
20. Also mchtig wuchs das Wort des Herrn und nahm berhand.
21. Da das ausgerichtet war, setzte sich Paulus vor im Geiste, durch 
Mazedonien und Achaja zu reisen und gen Jerusalem zu wandeln, und sprach: 
Nach dem, wenn ich daselbst gewesen bin, mu ich auch Rom sehen.
22. Und sandte zwei, die ihm dieneten, Timotheus und Erastus, nach 
Mazedonien; er aber verzog eine Weile in Asien.
23. Es erhub sich aber um dieselbige Zeit eine nicht kleine Bewegung ber 
diesem Wege.
24. Denn einer mit Namen Demetrius, ein Goldschmied, der machte der Diana 
silberne Tempel und wandte denen vom Handwerk nicht geringen Gewinst zu.
25. Dieselbigen versammelte er und die Beiarbeiter desselbigen Handwerks 
und sprach: Liebe Mnner, ihr wisset, da wir groen Zugang von diesem 
Handel haben.
26. Und ihr sehet und hret, da nicht allein zu Ephesus, sondern auch 
fast in ganz Asien dieser Paulus viel Volks abfllig macht, berredet und 
spricht: Es sind nicht Gtter, welche von Hnden gemacht sind.
27. Aber es will nicht allein unserm Handel dahin geraten, da er nichts 
gelte, sondern auch der Tempel der groen Gttin Diana wird fr nichts 
geachtet, und wird dazu ihre Majestt untergehen, welcher doch ganz Asien 
und der Weltkreis Gottesdienst erzeiget.
28. Als sie das hreten, wurden sie voll Zorns, schrieen und sprachen: 
Gro ist die Diana der Epheser!
29. Und die ganze Stadt ward voll Getmmels. Sie strmeten aber 
einmtiglich zu dem Schauplatz und ergriffen Gajus und Aristarchus aus 
Mazedonien, des Paulus Gefhrten.
30. Da aber Paulus wollte unter das Volk gehen, lieen's ihm die Jnger 
nicht zu.
31. Auch etliche der Obersten in Asien, die des Paulus gute Freunde waren, 
sandten zu ihm und ermahneten ihn, da er sich nicht begbe auf den 
Schauplatz.
32. Etliche schrieen so, etliche ein anderes, und war die Gemeinde irre, 
und die meisten wuten nicht, warum sie zusammenkommen waren.
33. Etliche aber vom Volk zogen Alexander hervor, da ihn die Juden 
hervorstieen. Alexander aber winkete mit der Hand und wollte sich vor dem 
Volk verantworten.
34. Da sie aber innewurden, da er ein Jude war, erhub sich eine Stimme 
von allen und schrieen bei zwo Stunden: Gro ist die Diana der Epheser!
35. Da aber der Kanzler das Volk gestillet hatte, sprach er: Ihr Mnner 
von Ephesus, welcher Mensch ist, der nicht wisse, da die Stadt Ephesus 
sei eine Pflegerin der groen Gttin Diana und des himmlischen Bildes?
36. Weil nun das unwidersprechlich ist, so sollt ihr ja stille sein und 
nichts Unbedchtiges handeln.
37. Ihr habt diese Menschen hergefhret, die weder Kirchenruber noch 
Lsterer eurer Gttin sind.
38. Hat aber Demetrius, und die mit ihm sind vom Handwerk, an jemand einen 
Anspruch, so hlt man Gericht, und sind Landvgte da; lasset sie sich 
untereinander verklagen.
39. Wollet ihr aber etwas anderes handeln, so mag man es ausrichten in 
einer ordentlichen Gemeinde.
40. Denn wir stehen in der Gefahr, da wir um diese heutige Emprung 
verklaget mchten werden, und doch keine Sache vorhanden ist, damit wir 
uns solches Aufruhrs entschuldigen mchten. Und da er solches gesagt, lie 
er die Gemeinde gehen.
Apostelgeschichte 20
1. Da nun die Emprung aufgehret, rief Paulus die Jnger zu sich und 
segnete sie und ging aus, zu reisen nach Mazedonien.
2. Und da er dieselbigen Lnder durchzog und sie ermahnet hatte mit vielen 
Worten, kam er nach Griechenland und verzog allda drei Monden.
3. Da aber ihm die Juden nachstelleten, als er nach Syrien wollte fahren, 
ward er zu Rat, wieder umzuwenden durch Mazedonien
4. Es zogen aber mit ihm bis nach Asien Sopater von Bera, von 
Thessalonich aber Aristarchus und Sekundus und Gajus von Derbe und 
Timotheus, aus Asien aber Tychikus und Trophimus.
5. Diese gingen voran und harreten unser zu Troas.
6. Wir aber schiffeten nach den Ostertagen von Philippi bis an den fnften 
Tag und kamen zu ihnen gen Troas und hatten da unser Wesen sieben Tage.
7. Auf einen Sabbat aber, da die Jnger zusammenkamen, das Brot zu 
brechen, predigte ihnen Paulus und wollte des andern Tages ausreisen und 
verzog das Wort bis zu Mitternacht.
8. Und es waren viel Fackeln auf dem Sller, da sie versammelt waren.
9. Es sa aber ein Jngling mit Namen Eutychus in einem Fenster und sank 
in einen tiefen Schlaf, dieweil Paulus so lange redete, und ward vom 
Schlaf berwogen und fiel hinunter vom dritten Sller und ward tot 
aufgehoben.
10. Paulus aber ging hinab und fiel auf ihn, umfing ihn und sprach: Machet 
kein Getmmel; denn seine Seele ist in ihm.
11. Da ging er hinauf und brach das Brot und a und redete viel mit ihnen, 
bis der Tag anbrach; und also zog er aus.
12. Sie brachten aber den Knaben lebendig und wurden nicht wenig getrstet.
13. Wir aber zogen voran auf dem Schiff und fuhren gen Assos und wollten 
daselbst Paulus zu uns nehmen; denn er hatte es also befohlen, und er 
wollte zu Fue gehen.
14. Als er nun zu uns schlug zu Assos, nahmen wir ihn zu uns und kamen gen 
Mitylene.
15. Und von dannen schifften wir und kamen des andern Tages hin gen Chios; 
und des folgenden Tages stieen wir an Samos und blieben in Trogyllion; 
und des nchsten Tages kamen wir gen Milet.
16. Denn Paulus hatte beschlossen, an Ephesus vorberzuschiffen, da er 
nicht mte in Asien Zeit zubringen; denn er eilete, auf den Pfingsttag zu 
Jerusalem zu sein, so es ihm mglich wre.
17. Aber von Milet sandte er gen Ephesus und lie fordern die ltesten von 
der Gemeinde.
18. Als aber die zu ihm kamen, sprach er zu ihnen. Ihr wisset von dem 
ersten Tage an, da ich bin nach Asien kommen, wie ich allezeit bin bei 
euch gewesen
19. und dem Herrn gedienet mit aller Demut und mit viel Trnen und 
Anfechtungen, die mir sind widerfahren von den Juden, so mir nachstelleten;
20. wie ich nichts verhalten habe, das da ntzlich ist, da ich euch nicht 
verkndiget htte und euch gelehret ffentlich und sonderlich.
21. Und habe bezeuget beiden, den Juden und Griechen, die Bue zu Gott und 
den Glauben an unsern Herrn Jesum Christum.
22. Und nun siehe, ich, im Geist gebunden, fahre hin gen Jerusalem, wei 
nicht, was mir daselbst begegnen wird,
23. ohne da der Heilige Geist in allen Stdten bezeuget und spricht: 
Bande und Trbsal warten mein daselbst.
24. Aber ich achte der keines; ich halte mein Leben auch nicht selbst 
teuer, auf da ich vollende meinen Lauf mit Freuden und das Amt, das ich 
empfangen habe von dem Herrn Jesu, zu bezeugen das Evangelium von der 
Gnade Gottes.
25. Und nun siehe, ich wei, da ihr mein Angesicht nicht mehr sehen 
werdet, alle die, durch welche ich gezogen bin und geprediget habe das 
Reich Gottes.
26. Darum zeuge ich euch an diesem heutigen Tage, da ich rein bin von 
aller Blut;
27. denn ich habe euch nichts verhalten, da ich nicht verkndiget htte 
alle den Rat Gottes.
28. So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, unter welche 
euch der Heilige Geist gesetzet hat zu Bischfen, zu weiden die Gemeinde 
Gottes, welche er durch sein eigen Blut erworben hat.
29. Denn das wei ich, da nach meinem Abschied werden unter euch kommen 
greuliche Wlfe, die die Herde nicht verschonen werden.
30. Auch aus euch selbst werden aufstehen Mnner, die da verkehrte Lehren 
reden, die Jnger an sich zu ziehen.
31. Darum seid wacker und denket daran, da ich nicht abgelassen habe drei 
Jahre, Tag und Nacht einen jeglichen mit Trnen zu vermahnen.
32. Und nun, liebe Brder, ich befehle euch Gott und dem Wort seiner 
Gnade, der da mchtig ist, euch zu erbauen und zu geben das Erbe unter 
allen, die geheiliget werden.
33. Ich habe euer keines Silber noch Gold noch Kleid begehrt
34. Denn ihr wisset selber, da mir diese Hnde zu meiner Notdurft und 
derer, die mit mir gewesen sind, gedienet haben.
35. Ich habe es euch alles gezeiget, da man also arbeiten msse und die 
Schwachen aufnehmen und gedenken an das Wort des Herrn Jesu, das er gesagt 
hat: Geben ist seliger denn Nehmen.
36. Und als er solches gesagt, kniete er nieder und betete mit ihnen allen.
37. Es ward aber viel Weinens unter ihnen allen, und fielen Paulus um den 
Hals und ksseten ihn,
38. am allermeisten betrbt ber dem Wort, das er sagte, sie wrden sein 
Angesicht nicht mehr sehen. Und geleiteten ihn in das Schiff.
Apostelgeschichte 21
1. Als es nun geschah, da wir, von ihnen gewandt, dahinfuhren, kamen wir 
stracks Laufs gen Kos und am folgenden Tage gen Rhodus und von dannen gen 
Patara.
2. Und als wir ein Schiff fanden, das nach Phnizien fuhr, traten wir 
darein und fuhren hin.
3. Als wir aber Zypern ansichtig wurden, lieen wir sie zur linken Hand 
und schifften nach Syrien und kamen an zu Tyrus; denn daselbst sollte das 
Schiff die Ware niederlegen.
4. Und als wir Jnger fanden, blieben wir daselbst sieben Tage. Die sagten 
Paulus durch den Geist, er sollte nicht hinauf gen Jerusalem ziehen
5. Und es geschah, da wir die Tage zugebracht hatten, zogen wir aus und 
wandelten. Und sie geleiteten uns alle mit Weibern und Kindern bis hinaus 
vor die Stadt und knieten nieder am Ufer und beteten.
6. Und als wir einander gesegnet, traten wir ins Schiff; jene aber wandten 
sich wieder zu dem Ihren.
7. Wir aber vollzogen die Schiffahrt von Tyrus und kamen gen Ptolemais und 
grten die Brder und blieben einen Tag bei ihnen.
8. Des andern Tages zogen wir aus, die wir um Paulus waren, und kamen gen 
Csarea und gingen in das Haus Philippus, des Evangelisten, der einer von 
den Sieben war, und blieben bei ihm.
9. Derselbige hatte vier Tchter, die waren Jungfrauen und weissageten.
10. Und als wir mehr Tage dablieben, reisete herab ein Prophet aus Juda 
mit Namen Agabus und kam zu uns.
11. Der nahm den Grtel des Paulus und band seine Hnde und Fe und 
sprach: Das saget der Heilige Geist: Den Mann, des der Grtel ist, werden 
die Juden also binden zu Jerusalem und berantworten in der Heiden Hnde.
12. Als wir aber solches hreten, baten wir ihn, und die desselbigen Orts 
waren, da er nicht hinauf gen Jerusalem zge.
13. Paulus aber antwortete: Was machet ihr, da ihr weinet und brechet mir 
mein Herz? Denn ich bin bereit, nicht allein mich binden zu lassen, 
sondern auch zu sterben zu Jerusalem um des Namens willen des Herrn Jesu.
14. Da er aber sich nicht berreden lie, schwiegen wir und sprachen: Des 
Herrn Wille geschehe!
15. Und nach denselbigen Tagen entledigten wir uns und zogen hinauf gen 
Jerusalem.
16. Es kamen aber mit uns auch etliche Jnger von Csarea und fhreten uns 
zu einem mit Namen Mnason aus Zypern, der ein alter Jnger war, bei dem 
wir herbergen sollten.
17. Da wir nun gen Jerusalem kamen, nahmen uns die Brder gerne auf.
18. Des andern Tages aber ging Paulus mit uns ein zu Jakobus, und kamen 
die ltesten alle dahin.
19. Und als er sie gegret hatte, erzhlte er eins nach dem andern, was 
Gott getan hatte unter den Heiden durch sein Amt.
20. Da sie aber das hreten, lobeten sie den Herrn und sprachen zu ihm: 
Bruder, du siehest, wieviel tausend Juden sind, die glubig worden sind, 
und sind alle Eiferer ber dem Gesetz.
21. Sie sind aber berichtet worden wider dich, da du lehrest von Mose 
abfallen alle Juden, die unter den Heiden sind, und sagest, sie sollen 
ihre Kinder nicht beschneiden, auch nicht nach desselbigen Weise wandeln.
22. Was ist's denn nun? Allerdinge mu die Menge zusammenkommen; denn es 
wird vor sie kommen, da du kommen bist.
23. So tu nun das, was wir dir sagen:
24. Wir haben vier Mnner, die haben ein Gelbde auf sich; dieselbigen 
nimm zu dir und la dich reinigen mit ihnen und wage die Kosten an sie, 
da sie ihr Haupt bescheren, und alle vernehmen, da nicht sei, wes sie 
wider dich berichtet sind, sondern da du auch einhergehest und hattest 
das Gesetz.
25. Denn den Glubigen aus den Heiden haben wir geschrieben und 
beschlossen, da sie der keines halten sollen, denn nur sich bewahren vor 
dem Gtzenopfer, vor Blut, vor Ersticktem und vor Hurerei.
26. Da nahm Paulus die Mnner zu sich und lie sich des andern Tages samt 
ihnen reinigen und ging in den Tempel und lie sich sehen, wie er 
aushielte die Tage der Reinigung, bis da fr einen jeglichen unter ihnen 
das Opfer geopfert ward.
27. Als aber die sieben Tage sollten vollendet werden, sahen ihn die Juden 
aus Asien im Tempel und erregten das ganze Volk, legten die Hnde an ihn 
und schrieen:
28. Ihr Mnner von Israel, helft! Dies ist der Mensch, der alle Menschen 
an allen Enden lehret wider dies Volk, wider das Gesetz und wider diese 
Sttte; auch dazu hat er die Griechen in den Tempel gefhret und diese 
heilige Sttte gemein gemacht.
29. Denn sie hatten mit ihm in der Stadt Trophimus, den Epheser, gesehen; 
denselbigen meineten sie, Paulus htte ihn in den Tempel gefhret.
30. Und die ganze Stadt ward beweget, und ward ein Zulauf des Volks. Sie 
griffen aber Paulus und zogen ihn zum Tempel hinaus; und alsbald wurden 
die Tren zugeschlossen.
31. Da sie ihn aber tten wollten, kam das Geschrei hinauf vor den 
obersten Hauptmann der Schar, wie das ganze Jerusalem sich emprete.
32. Der nahm von Stund an die Kriegsknechte und Hauptleute zu sich und 
lief unter sie. Da sie aber den Hauptmann und die Kriegsknechte sahen, 
hreten sie auf, Paulus zu schlagen.
33. Als aber der Hauptmann nahe herzukam, nahm er ihn an sich und hie ihn 
binden mit zwo Ketten und fragte, wer er wre, und was er getan htte.
34. Einer aber rief dies, der andere das im Volk. Da er aber nichts 
Gewisses erfahren konnte um des Getmmels willen, hie er ihn in das Lager 
fhren.
35. Und als er an die Stufen kam, muten ihn die Kriegsknechte tragen vor 
Gewalt des Volks.
36. Denn es folgte viel Volks nach und schrie: Weg mit ihm!
37. Als aber Paulus jetzt zum Lager eingefhret ward, sprach er zu dem 
Hauptmann: Darf ich mit dir reden? Er aber sprach: Kannst du Griechisch?
38. Bist du nicht der gypter, der vor diesen Tagen einen Aufruhr gemacht 
hat und fhretest in die Wste hinaus viertausend Meuchelmrder?
39. Paulus aber sprach: Ich bin ein jdischer Mann von Tarsus, ein Brger 
einer namhaftigen Stadt in Zilizien; ich bitte dich, erlaube mir, zu reden 
zu dem Volk.
40. Als er aber ihm erlaubte, trat Paulus auf die Stufen und winkte dem 
Volk mit der Hand. Da nun eine groe Stille ward, redete er zu ihnen auf 
ebrisch und sprach:
Apostelgeschichte 22
1. Ihr Mnner, liebe Brder und Vter, hret mein Verantworten an euch!
2. Da sie aber hreten, da er auf ebrisch zu ihnen redete, wurden sie 
noch stiller. Und er sprach:
3. Ich bin ein jdischer Mann, geboren zu Tarsus in Zilizien und erzogen 
in dieser Stadt zu den Fen Gamaliels, gelehret mit allem Flei im 
vterlichen Gesetz und war ein Eiferer um Gott, gleichwie ihr alle seid 
heutigestages.
4. Und habe diesen Weg verfolget bis an den Tod. Ich band sie und 
berantwortete sie ins Gefngnis, beide, Mann und Weib,
5. wie mir auch der Hohepriester und der ganze Haufe der ltesten Zeugnis 
gibt, von welchen ich Briefe nahm an die Brder, und reisete gen Damaskus, 
da ich, die daselbst waren, gebunden fhrete gen Jerusalem, da sie 
gepeiniget wrden.
6. Es geschah aber, da ich hinzog und nahe an Damaskus kam, um den Mittag, 
umblickte mich schnell ein groes Licht vom Himmel.
7. Und ich fiel zum Erdboden und hrete eine Stimme, die sprach zu mir: 
Saul, Saul, was verfolgest du mich?
8. Ich antwortete aber: Herr, wer bist du? Und er sprach zu mir: Ich bin 
Jesus von Nazareth, den du verfolgest.
9. Die aber mit mir waren, sahen das Licht und erschraken; die Stimme aber 
des, der mit mir redete, hreten sie nicht.
10. Ich sprach aber: Herr, was soll ich tun? Der Herr aber sprach zu mir: 
Stehe auf und gehe gen Damaskus; da wird man dir sagen von allem, was dir 
zu tun verordnet ist.
11. Als ich aber vor Klarheit dieses Lichtes nicht sehen konnte, ward ich 
bei der Hand geleitet von denen, die mit mir waren, und kam gen Damaskus.
12. Es war aber ein gottesfrchtiger Mann nach dem Gesetz, Ananias, der 
ein gut Gercht hatte bei allen Juden, die daselbst wohneten.
13. Der kam zu mir und trat vor mich hin und sprach zu mir: Saul, lieber 
Bruder, siehe auf! Und ich sah ihn an zu derselbigen Stunde.
14. Er aber sprach: Der Gott unserer Vter hat dich verordnet, da du 
seinen Willen erkennen solltest und sehen den Gerechten und hren, die 
Stimme aus seinem Munde.
15. Denn du wirst sein Zeuge zu allen Menschen sein des, das du gesehen 
und gehret hast.
16. Und nun, was verziehst du? Stehe auf und la dich taufen und abwaschen 
deine Snden und rufe an den Namen des Herrn.
17. Es geschah aber, da ich wieder gen Jerusalem kam und betete im Tempel, 
da ich entzcket ward und sah ihn.
18. Da sprach er zu mir: Eile und mache dich behend von Jerusalem hinaus: 
denn sie werden nicht aufnehmen dein Zeugnis von mir.
19. Und ich sprach: Herr, sie wissen selbst, da ich gefangenlegte und 
stupte die, so an dich glaubten, in den Schulen hin und wieder.
20. Und da das Blut des Stephanus, deines Zeugen, vergossen ward, stund 
ich auch daneben und hatte Wohlgefallen an seinem Tode und verwahrete 
denen die Kleider, die ihn tteten.
21. Und er sprach zu mir: Gehe hin; denn ich will dich ferne unter die 
Heiden senden.
22. Sie hreten ihm aber zu bis auf dies Wort und huben ihre Stimme auf 
und sprachen: Hinweg mit solchem von der Erde; denn es ist nicht billig, 
da er leben soll!
23. Da sie aber schrieen und ihre Kleider abwarfen und den Staub in die 
Luft warfen,
24. hie ihn der Hauptmann in das Lager fhren und sagte, da man ihn 
stupen und ertragen sollte, da er erfhre um welcher Ursache willen sie 
also ber ihn riefen.
25. Als er ihn aber mit Riemen anband, sprach Paulus zu dem 
Unterhauptmann, der dabeistund: Ist's auch recht bei euch, einen rmischen 
Menschen ohne Urteil und Recht geieln?
26. Da das der Unterhauptmann hrete, ging er zu dem Oberhauptmann und 
verkndigte ihm und sprach: Was willst du machen? Dieser Mensch ist 
rmisch.
27. Da kam zu ihm der Oberhauptmann und sprach zu ihm: Sage mir, bist du 
rmisch? Er aber sprach: Ja.
28. Und der Oberhauptmann antwortete: Ich habe dies Brgerrecht mit groer 
Summe zuwege gebracht. Paulus aber sprach: Ich aber bin auch rmisch 
geboren.
29. Da traten alsbald von ihm ab, die ihn befragen sollten. Und der 
Oberhauptmann frchtete sich, da er vernahm, da er rmisch war, und er 
ihn gebunden hatte.
30. Des andern Tages wollte er gewi erkunden, warum er verklaget wrde 
von den Juden, und lsete ihn von den Banden und hie die Hohenpriester 
und ihren ganzen Rat kommen und fhrete Paulus hervor und stellete ihn 
unter sie.
Apostelgeschichte 23
1. Paulus aber sah den Rat an und sprach: Ihr Mnner, liebe Brder, ich 
habe mit allem guten Gewissen gewandelt vor Gott bis auf diesen Tag.
2. Der Hohepriester aber, Ananias, befahl denen, die um ihn stunden, da 
sie ihn aufs Maul schlgen.
3. Da sprach Paulus zu ihm: Gott wird dich schlagen, du getnchte Wand! 
Sitzest du und richtest mich nach dem Gesetze und heiest mich schlagen 
wider das Gesetz?
4. Die aber umherstunden, sprachen: Schiltst du den Hohenpriester Gottes?
5. Und Paulus sprach: Liebe Brder, ich wute es nicht, da er der 
Hohepriester ist. Denn es stehet geschrieben: Dem Obersten deines Volks 
sollst du nicht fluchen.
6. Als aber Paulus wute, da ein Teil Sadduzer war und der andere Teil 
Phariser, rief er im Rat: Ihr Mnner, liebe Brder ich bin ein Phariser 
und eines Pharisers Sohn; ich werde angeklagt um der Hoffnung und 
Auferstehung willen der Toten.
7. Da er aber das sagte, ward ein Aufruhr unter den Pharisern und 
Sadduzern, und die Menge zerspaltete sich.
8. Denn die Sadduzer sagen, es sei keine Auferstehung noch Engel noch 
Geist; die Phariser aber bekennen's beides.
9. Es ward aber ein gro Geschrei. Und die Schriftgelehrten, der Phariser 
Teil, stunden auf, stritten und sprachen: Wir finden nichts Arges an 
diesem Menschen; hat aber ein Geist oder ein Engel mit ihm geredet, so 
knnen wir mit Gott nicht streiten.
10. Da aber der Aufruhr gro ward, besorgte sich der oberste Hauptmann, 
sie mchten Paulus zerreien, und hie das Kriegsvolk hinabgehen und ihn 
von ihnen reien und in das Lager fhren.
11. Des andern Tages aber in der Nacht stund der Herr bei ihm und sprach: 
Sei getrost, Paulus; denn wie du von mir zu Jerusalem gezeuget hast, also 
mut du auch zu Rom zeugen.
12. Da es aber Tag ward, schlugen sich etliche Juden zusammen und 
verbanneten sich, weder zu essen noch zu trinken, bis da sie Paulus 
gettet htten.
13. Ihrer aber waren mehr denn vierzig, die solchen Bund machten.
14. Die traten zu den Hohenpriestern und ltesten und sprachen: Wir haben 
uns hart verbannet, nichts zu essen, bis wir Paulus gettet haben.
15. So tut nun kund dem Oberhauptmann und dem Rat, da er ihn morgen zu 
euch fhre, als wolltet ihr ihn besser verhren; wir aber sind bereit, ihn 
zu tten, ehe denn er vor euch kommt.
16. Da aber des Paulus Schwestersohn den Anschlag hrete, ging er hin und 
kam in das Lager und verkndigte es Paulus.
17. Paulus aber rief zu sich einen von den Unterhauptleuten und sprach: 
Diesen Jngling fhre hin zu dem Oberhauptmann; denn er hat ihm etwas zu 
sagen.
18. Der nahm ihn an und fhrete ihn zum Oberhauptmann und sprach: Der 
gebundene Paulus rief mich zu sich und bat mich, diesen Jngling zu dir zu 
fhren, der dir etwas zu sagen habe.
19. Da nahm ihn der Oberhauptmann bei der Hand und wich an einen besondern 
Ort und fragte ihn: Was ist's, das du mir zu sagen hast?
20. Er aber sprach: Die Juden sind eins worden, dich zu bitten, da du 
morgen Paulus vor den Rat bringen lassest, als wollten sie ihn besser 
verhren.
21. Du aber traue ihnen nicht; denn es halten auf ihn mehr denn vierzig 
Mnner unter ihnen, die haben sich verbannet, weder zu essen noch zu 
trinken, bis sie Paulus tten; und sind jetzt bereit und warten auf deine 
Verheiung.
22. Da lie der Oberhauptmann den Jngling von sich und gebot ihm, da er 
niemand sagte, da er ihm solches erffnet htte.
23. Und rief zu sich zwei Unterhauptleute und sprach: Rstet zweihundert 
Kriegsknechte, da sie gen Csarea ziehen, und siebzig Reiter und 
zweihundert Schtzen auf die dritte Stunde der Nacht.
24. Und die Tiere richtet zu, da sie Paulus draufsetzen und bringen ihn 
bewahret zu Felix, dem Landpfleger.
25. Und schrieb einen Brief, der lautete also:
26. Claudius Lysias dem teuren Landpfleger Felix Freude zuvor!
27. Diesen Mann hatten die Juden gegriffen und wollten ihn gettet haben. 
Da kam ich mit dem Kriegsvolk dazu und ri ihn von ihnen und erfuhr, da 
er ein Rmer ist.
28. Da ich mich aber wollte erkundigen der Ursache, darum sie ihn 
beschuldigten, fhrete ich ihn in ihren Rat.
29. Da befand ich, da er beschuldiget ward von den Fragen ihres Gesetzes, 
aber keine Anklage hatte, des Todes oder der Bande wert.
30. Und da vor mich kam, da etliche Juden auf ihn hielten, sandte ich ihn 
von Stund an zu dir und entbot den Klgern auch, da sie vor dir sagten, 
was sie wider ihn htten. Gehab dich wohl!
31. Die Kriegsknechte, wie ihnen befohlen war, nahmen Paulus und fhreten 
ihn bei der Nacht gen Antipatris.
32. Des andern Tages aber lieen sie die Reiter mit ihm ziehen und wandten 
wieder um zum Lager.
33. Da die gen Csarea kamen, berantworteten sie den Brief dem 
Landpfleger und stelleten ihm Paulus auch dar.
34. Da der Landpfleger den Brief las, fragte er, aus welchem Lande er 
wre. Und da er erkundet, da er aus Zilizien wre, sprach er:
35. Ich will dich verhren, wenn deine Verklger auch da sind. Und hie 
ihn verwahren in dem Richthause des Herodes.
Apostelgeschichte 24
1. ber fnf Tage zog hinab der Hohepriester Ananias mit den ltesten und 
mit dem Redner Tertullus; die erschienen vor dem Landpfleger wider Paulus.
2. Da er aber herbeigerufen ward, fing an Tertullus zu verklagen und 
sprach:
3. Da wir in groem Frieden leben unter dir, und viel redliche Taten 
diesem Volk widerfahren durch deine Vorsichtigkeit, allerteuerster Felix, 
das nehmen wir an allewege und allenthalben mit aller Dankbarkeit.
4. Auf da ich aber dich nicht zu lange aufhalte, bitte ich dich, du 
wolltest uns krzlich hren nach deiner Gelindigkeit.
5. Wir haben diesen Mann funden schdlich, und der Aufruhr erreget allen 
Juden auf dem ganzen Erdboden, und einen Vornehmsten der Sekte der 
Nazarener,
6. der auch versuchet hat, den Tempel zu entweihen; welchen wir auch 
griffen und wollten ihn gerichtet haben nach unserm Gesetz.
7. Aber Lysias, der Hauptmann, unterkam das und fhrete ihn mit groer 
Gewalt aus unsern Hnden
8. und hie seine Verklger zu dir kommen, von welchem du kannst, so du es 
erforschen willst, dich des alles erkundigen, um was wir ihn verklagen.
9. Die Juden aber redeten auch dazu und sprachen, es verhielte sich also.
10. Paulus aber, da ihm der Landpfleger winkete zu reden, antwortete: 
Dieweil ich wei, da du in diesem Volk nun viele Jahre ein Richter bist, 
will ich unerschrocken mich verantworten.
11. Denn du kannst erkennen, da nicht mehr denn zwlf Tage sind, da ich 
bin hinauf gen Jerusalem kommen, anzubeten.
12. Auch haben sie mich nicht funden im Tempel mit jemand reden oder einen 
Aufruhr machen im Volk noch in den Schulen noch in den Stdten:
13. Sie knnen mir auch nicht beibringen, des sie mich verklagen.
14. Das bekenne ich aber dir; da ich nach diesem Wege, den sie eine Sekte 
heien, diene also dem Gott meiner Vter, da ich glaube allem, was 
geschrieben stehet im Gesetz und in den Propheten.
15. Und habe die Hoffnung zu Gott, auf welche auch sie selbst warten, 
nmlich da zuknftig sei die Auferstehung der Toten, beide, der Gerechten 
und Ungerechten.
16. In demselbigen aber be ich mich, zu haben ein unverletzt Gewissen 
allenthalben beide, gegen Gott und die Menschen.
17. Aber nach vielen Jahren bin ich kommen und habe ein Almosen gebracht 
meinem Volk und Opfer.
18. Darber fanden sie mich, da ich mich reinigen lie im Tempel ohne 
allen Rumor und Getmmel.
19. Das waren aber etliche Juden aus Asien, welche sollten hier sein vor 
dir und mich verklagen, so sie etwas wider mich htten.
20. Oder la diese selbst sagen, ob sie etwas Unrechtes an mir funden 
haben, dieweil ich stehe vor dem Rat,
21. ohne um des einigen Worts willen, da ich unter ihnen stund und rief: 
ber der Auferstehung der Toten werde ich von euch heute angeklaget.
22. Da aber Felix solches hrete; zog er sie auf; denn er wute fast wohl 
um diesen Weg und sprach: Wenn Lysias, der Hauptmann, herabkommt, so will 
ich mich eures Dinges erkundigen.
23. Er befahl aber dem Unterhauptmann, Paulus zu behalten und lassen Ruhe 
haben, und niemand von den Seinen wehren, ihm zu dienen oder zu ihm zu 
kommen.
24. Nach etlichen Tagen aber kam Felix mit seinem Weibe Drusilla, die eine 
Jdin war, und forderte Paulus und hrete ihn von dem Glauben an Christum.
25. Da aber Paulus redete von der Gerechtigkeit und von der Keuschheit und 
von dem zuknftigen Gerichte, erschrak Felix und antwortete: Gehe hin auf 
diesmal; wenn ich gelegene Zeit habe, will ich dich her lassen rufen.
26. Er hoffte aber daneben, da ihm von Paulus sollte Geld gegeben werden, 
da er ihn losgbe; darum er ihn auch oft fordern lie und besprach sich 
mit ihm.
27. Da aber zwei Jahre um waren, kam Portius Festus an Felix Statt. Felix 
aber wollte den Juden eine Wohltat erzeigen und lie Paulus hinter sich 
gefangen.
Apostelgeschichte 25
1. Da nun Festus ins Land kommen war, zog er ber drei Tage hinauf von 
Csarea gen Jerusalem.
2. Da erschienen vor ihm die Hohenpriester und die Vornehmsten der Juden 
wider Paulus und ermahneten ihn
3. und baten um Gunst wider ihn, da er ihn fordern liee gen Jerusalem, 
und stelleten ihm nach, da sie ihn unterwegs umbrchten.
4. Da antwortete Festus, Paulus wrde ja behalten zu Csarea; aber er 
wrde in kurzem wieder dahin ziehen.
5. Welche nun unter euch (sprach er) knnen, die lasset mit hinabziehen 
und den Mann Verklagen, so etwas an ihm ist.
6. Da er aber bei ihnen mehr denn zehn Tage gewesen war, zog er hinab gen 
Csarea; und des andern Tages setzte er sich auf den Richterstuhl und hie 
Paulus holen.
7. Da derselbige aber vor ihn kam, traten umher die Juden, die von 
Jerusalem herabkommen waren, und brachten auf viel und schwere Klagen 
wider Paulus, welche sie nicht mochten beweisen,
8. dieweil er sich verantwortete: Ich habe weder an der Juden Gesetz noch 
an dem Tempel noch an dem Kaiser mich versndiget.
9. Festus aber wollte den Juden eine Gunst erzeigen und antwortete Paulus 
und sprach: Willst du hinauf gen Jerusalem und daselbst ber diesem dich 
vor mir richten lassen?
10. Paulus aber sprach: Ich stehe vor des Kaisers Gericht, da soll ich 
mich lassen richten; den Juden habe ich kein Leid getan, wie auch du aufs 
beste weit.
11. Habe ich aber jemand Leid getan und des Todes wert gehandelt, so 
weigere ich mich nicht zu sterben; ist aber der keines nicht, des sie mich 
verklagen, so kann mich ihnen niemand ergeben. Ich berufe mich auf den 
Kaiser.
12. Da besprach sich Festus mit dem Rat und antwortete: Auf den Kaiser 
hast du dich berufen, zum Kaiser sollst du ziehen.
13. Aber nach etlichen Tagen kamen der Knig Agrippa und Bernice gen 
Csarea, Festus zu empfangen.
14. Und da sie viel Tage daselbst gewesen waren, legte Festus dem Knige 
den Handel von Paulus vor und sprach: Es ist ein Mann, von Felix 
hinterlassen gefangen,
15. um welches willen die Hohenpriester und ltesten der Juden vor mir 
erschienen, da ich zu Jerusalem war, und baten, ich sollte ihn richten 
lassen;
16. welchen ich antwortete: Es ist der Rmer Weise nicht, da ein Mensch 
ergeben werde umzubringen, ehe denn der Verklagte habe seine Klger 
gegenwrtig und Raum empfange, sich der Anklage zu verantworten.
17. Da sie aber her zusammenkamen, machte ich keinen Aufschub und hielt 
des andern Tages Gericht und hie den Mann vorbringen.
18. Von welchem, da die Verklger auftraten, brachten sie der Ursachen 
keine auf, der ich mich versah.
19. Sie hatten aber etliche Fragen wider ihn von ihrem Aberglauben und von 
einem verstorbenen Jesus, von welchem Paulus sagte, er lebete.
20. Da ich aber mich der Frage nicht verstund, sprach ich, ob er wollte 
gen Jerusalem reisen und daselbst sich darber lassen richten.
21. Da aber Paulus sich berief, da er auf des Kaisers Erkenntnis behalten 
wrde, hie ich ihn behalten, bis da ich ihn zum Kaiser sende.
22. Agrippa aber sprach zu Festus: Ich mchte den Menschen auch gerne 
hren. Er aber sprach: Morgen sollst du ihn hren.
23. Und am andern Tage, da Agrippa und Bernice kamen mit groem Geprnge 
und gingen in das Richthaus mit den Hauptleuten und vornehmsten Mnnern 
der Stadt, und da es Festus hie, ward Paulus gebracht.
24. Und Festus sprach: Lieber Knig Agrippa und alle ihr Mnner, die ihr 
mit uns hier seid, da sehet ihr den, um welchen mich die ganze Menge der 
Juden angelanget hat, beide, zu Jerusalem und auch hier, und schrieen, er 
solle nicht lnger leben.
25. Ich aber, da ich vernahm, da er nichts getan hatte, was des Todes 
wert sei, und er auch selber sich auf den Kaiser berief, habe ich 
beschlossen, ihn zu senden,
26. von welchem ich nichts Gewisses habe, das ich dem Herrn schreibe. 
Darum habe ich ihn lassen hervorbringen vor euch, allermeist aber vor dich 
Knig Agrippa, auf da ich nach geschehener Erforschung haben mge, was 
ich schreibe;
27. denn es dnkt mich ungeschickt Ding sein, einen Gefangenen zu schicken 
und keine Ursache wider ihn anzeigen.
Apostelgeschichte 26
1. Agrippa aber sprach zu Paulus: Es ist dir erlaubt, fr dich zu reden. 
Da verantwortete sich Paulus und reckte die Hand aus:
2. Es ist mir sehr lieb, lieber Knig Agrippa, da ich mich heute vor dir 
verantworten soll alles, des ich von den Juden beschuldigt werde,
3. allermeist weil du weit alle Sitten und Fragen der Juden. Darum bitte 
ich dich du wollest mich geduldiglich hren.
4. Zwar mein Leben von Jugend auf, wie das von Anfang unter diesem Volk zu 
Jerusalem zugebracht ist, wissen alle Juden,
5. die mich vorhin gekannt haben, wenn sie wollten bezeugen. Denn ich bin 
ein Phariser gewesen, welche ist die strengste Sekte unsers 
Gottesdienstes.
6. Und nun stehe ich und werde angeklagt ber der Hoffnung an die 
Verheiung, so geschehen ist von Gott zu unsern Vtern.
7. Zu welcher hoffen die zwlf Geschlechter der Unsern zu kommen mit 
Gottesdienst Tag und Nacht emsiglich. Dieser Hoffnung halben werde ich, 
lieber Knig Agrippa, von den Juden beschuldiget.
8. Warum wird das fr unglaublich bei euch gerichtet, da Gott Tote 
auferweckt?
9. Zwar ich meinete auch bei mir selbst, ich mte viel zuwidertun dem 
Namen Jesu von Nazareth,
10. wie ich denn auch zu Jerusalem getan habe, da ich viel Heilige in das 
Gefngnis verschlo, darber ich Macht von den Hohenpriestern empfing; und 
wenn sie erwrget wurden, half ich das Urteil sprechen.
11. Und durch alle Schulen peinigte ich sie oft und zwang sie zu lstern 
und war beraus unsinnig auf sie, verfolgte sie auch bis in die fremden 
Stdte.
12. ber welchem, da ich auch gen Damaskus reisete mit Macht und Befehl 
von den Hohenpriestern,
13. mitten am Tage, lieber Knig, sah ich auf dem Wege, da ein Licht vom 
Himmel, heller denn der Sonne Glanz, mich und die mit mir reiseten, 
umleuchtete.
14. Da wir aber alle zur Erde niederfielen, hrete ich eine Stimme reden 
zu mir, die sprach auf ebrisch: Saul, Saul, was verfolgest du mich? Es 
wird dir schwer sein, wider den Stachel zu lecken.
15. Ich aber sprach: Herr wer bist du? Er sprach: Ich bin Jesus, den du 
verfolgest; aber stehe auf und tritt auf deine Fe.
16. Denn dazu bin ich dir erschienen, da ich dich ordne zum Diener und 
Zeugen des, das du gesehen hast, und das ich dir noch will erscheinen 
lassen.
17. Und will dich erretten von dem Volk und von den Heiden, unter welche 
ich dich jetzt sende,
18. aufzutun ihre Augen, da sie sich bekehren von der Finsternis zu dem 
Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott, zu empfangen Vergebung der 
Snden und das Erbe samt denen, die geheiliget werden durch den Glauben an 
mich.
19. Daher, lieber Knig Agrippa, war ich der himmlischen Erscheinung nicht 
unglubig,
20. sondern verkndigte zuerst denen zu Damaskus und zu Jerusalem und in 
alle Gegend jdischen Landes, auch den Heiden, da sie Bue tten und sich 
bekehreten zu Gott und tten rechtschaffene Werke der Bue.
21. Um deswillen haben mich die Juden im Tempel gegriffen und 
unterstanden, mich zu tten.
22. Aber durch Hilfe Gottes ist es mir gelungen und stehe bis auf diesen 
Tag und zeuge beiden, dem Kleinen und Groen, und sage nichts auer dem, 
was die Propheten gesagt haben, da es geschehen sollte, und Mose:
23. da Christus sollte leiden und der Erste sein aus der Auferstehung von 
den Toten und verkndigen ein Licht dem Volk und den Heiden.
24. Da er aber solches zur Verantwortung gab, sprach Festus mit lauter 
Stimme: Paulus, du rasest; die groe Kunst macht dich rasend.
25. Er aber sprach: Mein teurer Festus, ich rase nicht, sondern ich rede 
wahre und vernnftige Worte.
26. Denn der Knig wei solches wohl, zu welchem ich freudig rede; denn 
ich achte, ihm sei der keines nicht verborgen, denn solches ist nicht im 
Winkel geschehen.
27. Glaubest du, Knig Agrippa; den Propheten? Ich wei, da du glaubest.
28. Agrippa aber sprach zu Paulus: Es fehlet nicht viel, du berredest 
mich, da ich ein Christ wrde.
29. Paulus aber sprach: Ich wnschte vor Gott, es fehlte an viel oder an 
wenig, da nicht alleine du, sondern alle, die mich heute hren, solche 
wrden, wie ich bin, ausgenommen diese Bande.
30. Und da er das gesagt, stund der Knig auf und der Landpfleger und 
Bernice, und die mit ihnen saen,
31. und entwichen beiseits, redeten miteinander und sprachen: Dieser 
Mensch hat nichts getan, was des Todes oder der Bande wert sei.
32. Agrippa aber sprach zu Festus: Dieser Mensch htte knnen losgegeben 
werden, wenn er sich nicht auf den Kaiser berufen htte.
Apostelgeschichte 27
1. Da es aber beschlossen war, da wir nach Welschland schiffen sollten, 
bergaben sie Paulus und etliche andere Gefangene dem Unterhauptmann mit 
Namen Julius von der kaiserlichen Schar.
2. Da wir aber in ein adramyttisch Schiff traten, da wir an Asien hin 
schiffen sollten, fuhren wir vom Lande; und es war mit uns Aristarchus aus 
Mazedonien von Thessalonich.
3. Und kamen des andern Tages an zu Sidon. Und Julius hielt sich 
freundlich gegen Paulus, erlaubte ihm, zu seinen guten Freunden zu gehen 
und seiner zu pflegen:
4. Und von dannen stieen wir ab und schifften unter Zypern hin, darum da 
uns die Winde entgegen waren.
5. Und schiffeten auf dem Meer vor Zilizien und Pamphylien ber und kamen 
gen Myra in Lyzien.
6. Und daselbst fand der Unterhauptmann ein Schiff von Alexandrien; das 
schiffte nach Welschland und lud uns darauf.
7. Da wir aber langsam schifften und in viel Tagen kaum gegen Knidus kamen 
(denn der Wind wehrete uns), schifften wir unter Kreta hin nach der Stadt 
Salmone.
8. Und zogen kaum vorber, da kamen wir an eine Sttte, die da heiet 
Gutfurt; dabei war nahe die Stadt Lasa.
9. Da nun viel Zeit vergangen war, und nunmehr gefhrlich war zu schiffen, 
darum da auch das Fasten schon vorber war, vermahnete sie Paulus
10. und sprach zu ihnen: Liebe Mnner, ich sehe, da die Schiffahrt will 
mit Beleidigung und groem Schaden ergehen, nicht allein der Last und des 
Schiffes, sondern auch unsers Lebens.
11. Aber der Unterhauptmann glaubte dem Schiffsherrn und dem Schiffsmann 
mehr denn dem, was Paulus sagte.
12. Und da die Anfurt ungelegen war zu wintern, bestunden ihrer das 
mehrere Teil auf dem Rat, von dannen zu fahren, ob sie knnten kommen gen 
Phnix zu wintern, welches ist eine Anfurt an Kreta, gegen den Wind 
Sdwest und Nordwest.
13. Da aber der Sdwind wehete, und sie meineten, sie htten nun ihr 
Vornehmen, erhuben sie sich gen Assos und fuhren an Kreta hin.
14. Nicht lange aber danach erhub sich wider ihr Vornehmen, eine 
Windsbraut, die man nennet Nordost.
15. Und da das Schiff ergriffen ward und konnte sich nicht wider den Wind 
richten, gaben wir's dahin und schwebeten also.
16. Wir kamen aber an eine Insel, die heiet Klauda; da konnten wir kaum 
einen Kahn ergreifen.
17. Den huben wir auf und brauchten der Hilfe und banden ihn unten an das 
Schiff; denn wir frchteten, es mchte in die Syrte fallen, und lieen das 
Gef hinunter und fuhren also.
18. Und da wir gro Ungewitter erlitten hatten, da taten sie des nchsten 
Tages einen Auswurf.
19. Und am dritten Tage warfen wir mit unsern Hnden aus die Bereitschaft 
im Schiffe.
20. Da aber in vielen Tagen weder Sonne noch Gestirn erschien, und nicht 
ein klein Ungewitter uns wider war, war alle Hoffnung unsers Lebens dahin.
21. Und da man lange nicht gegessen hatte, trat Paulus mitten unter sie 
und sprach: Liebe Mnner, man sollte mir gehorchet und nicht von Kreta 
aufgebrochen haben und uns dieses Leides und Schadens berhoben haben.
22. Und nun ermahne ich euch, da ihr unverzagt seid; denn keines Leben 
aus uns wird umkommen ohne das Schiff.
23. Denn diese Nacht ist bei mir gestanden der Engel Gottes, des ich bin, 
und dem ich diene,
24. und sprach: Frchte dich nicht, Paulus; du mut vor den Kaiser 
gestellet werden; und siehe, Gott hat dir geschenkt alle, die mit dir 
schiffen.
25. Darum, liebe Mnner, seid unverzagt; denn ich glaube Gott, es wird 
also geschehen, wie mir gesagt ist.
26. Wir mssen aber anfahren an eine Insel.
27. Da aber die vierzehnte Nacht kam, und wir in Adria fuhren um die 
Mitternacht, whneten die Schiffsleute, sie kmen etwa an ein Land.
28. Und sie senkten den Bleiwurf ein und fanden zwanzig Klafter tief. Und 
ber ein wenig von dannen senkten sie abermal und fanden fnfzehn Klafter.
29. Da frchteten sie sich, sie wrden an harte Orte anstoen, und warfen 
hinten vom Schiffe vier Anker und wnschten, da es Tag wrde.
30. Da aber die Schiffsleute die Flucht suchten aus dem Schiffe und den 
Kahn niederlieen in das Meer und gaben vor, sie wollten die Anker vorne 
aus dem Schiffe lassen,
31. sprach Paulus zu dem Unterhauptmann und zu den Kriegsknechten: Wenn 
diese nicht im Schiff bleiben, so knnt ihr nicht beim Leben bleiben.
32. Da hieben die Kriegsknechte die Stricke ab von dem Kahn und lieen ihn 
fallen.
33. Und da es anfing licht zu werden, ermahnete sie Paulus alle, da sie 
Speise nhmen, und sprach: Es ist heute der vierzehnte Tag, da ihr wartet 
und ungegessen geblieben seid und habt nichts zu euch genommen.
34. Darum ermahne ich euch, Speise zu nehmen, euch zu laben; denn es wird 
euer keinem ein Haar von dem Haupt entfallen.
35. Und da er das gesagt, nahm er das Brot, dankete Gott vor ihnen allen 
und brach's und fing an zu essen.
36. Da wurden sie alle gutes Muts und nahmen auch Speise.
37. Unser waren aber alle zusammen im Schiff zweihundert und 
sechsundsiebenzig Seelen.
38. Und da sie satt wurden, erleichterten sie das Schiff und warfen das 
Getreide in das Meer.
39. Da es aber Tag ward, kannten sie das Land nicht. Einer Anfurt aber 
wurden sie gewahr, die hatte ein Ufer; dahinan wollten sie das Schiff 
treiben, wo es mglich wre.
40. Und da sie die Anker aufgehoben, lieen sie sich dem Meer und lseten 
die Ruderbande auf und richteten den Segelbaum nach dem Winde und 
trachteten nach dem Ufer.
41. Und da wir fuhren an einen Ort, der auf beiden Seiten Meer hatte, 
stie sich das Schiff an, und das Vorderteil blieb fest stehen 
unbeweglich; aber das Hinterteil zerbrach von der Gewalt der Wellen.
42. Die Kriegsknechte aber hatten einen Rat, die Gefangenen zu tten, da 
nicht jemand, so herausschwmme, entflhe.
43. Aber der Unterhauptmann wollte Paulus erhalten und wehrete ihrem 
Vornehmen und hie, die da schwimmen knnten, sich zuerst in das Meer 
lassen und entrinnen an das Land,
44. die andern aber, etliche auf den Brettern, etliche auf dem, was vom 
Schiffe war. Und also geschah es, da sie alle erhalten zu Lande kamen.
Apostelgeschichte 28
1. Und da wir auskamen, erfuhren wir, da die Insel Melite hie.
2. Die Leutlein aber erzeigten uns nicht geringe Freundschaft, zndeten 
ein Feuer an und nahmen uns alle auf um des Regens, der ber uns kommen 
war, und um der Klte willen.
3. Da aber Paulus einen Haufen Reiser zusammenraffte und legte es aufs 
Feuer, kam eine Otter von der Hitze und fuhr Paulus an seine Hand.
4. Da aber die Leutlein sahen das Tier an seiner Hand hangen, sprachen sie 
untereinander: Dieser Mensch mu ein Mrder sein, welchen die Rache nicht 
leben lt, ob er gleich dem Meer entgangen ist.
5. Er aber schlenkerte das Tier ins Feuer, und ihm widerfuhr nichts bles.
6. Sie aber warteten, wenn er schwellen wrde oder tot niederfallen. Da 
sie aber lange warteten und sahen, da ihm nichts Ungeheures widerfuhr, 
verwandten sie sich und sprachen, er wre ein Gott.
7. An denselbigen rtern aber hatte der Oberste in der Insel mit Namen 
Publius ein Vorwerk; der nahm uns auf und herbergte uns drei Tage 
freundlich.
8. Es geschah aber, da der Vater des Publius am Fieber und an der Ruhr 
lag. Zu dem ging Paulus hinein und betete und legte die Hand auf ihn und 
machte ihn gesund.
9. Da das geschah, kamen auch die andern auf der Insel herzu, die 
Krankheiten hatten, und lieen sich gesund machen.
10. Und sie taten uns groe Ehre, und da wir auszogen, luden sie auf, was 
uns not war.
11. Nach dreien Monden aber schifften wir aus in einem Schiffe von 
Alexandrien, welches bei der Insel gewintert hatte und hatte ein Panier 
der Zwillinge.
12. Und da wir gen Syrakus kamen, blieben wir drei Tage da.
13. Und da wir umschifften, kamen wir gen Rhegion; und nach einem Tage, da 
der Sdwind sich erhub, kamen wir des andern Tages gen Puteolj.
14. Da fanden wir Brder und wurden von ihnen gebeten, da wir sieben Tage 
dablieben. Und also kamen wir gen Rom.
15. Und von dannen, da die Brder von uns hreten, gingen sie aus uns 
entgegen bis gen Appifor und Tretabern. Da die Paulus sah, dankete er Gott 
und gewann eine Zuversicht.
16. Da wir aber gen Rom kamen, ber antwortete der Unterhauptmann die 
Gefangenen dem obersten Hauptmann. Aber Paulus ward erlaubt zu bleiben, wo 
er wollte, mit einem Kriegsknechte, der sein htete.
17. Es geschah aber nach dreien Tagen, da Paulus zusammenrief die 
Vornehmsten der Juden. Da dieselbigen zusammen kamen, sprach er zu ihnen: 
Ihr Mnner liebe Brder, ich habe nichts getan wider unser Volk noch wider 
vterliche Sitten und bin doch gefangen aus Jerusalem bergeben in der 
Rmer Hnde,
18. welche, da sie mich verhret hatten, wollten sie mich losgeben, 
dieweil keine Ursache des Todes an mir war.
19. Da aber die Juden dawider redeten, ward ich gentiget, mich auf den 
Kaiser zu berufen; nicht, als htte ich mein Volk um etwas zu verklagen.
20. Um der Ursache willen habe ich euch gebeten, da ich euch sehen und 
ansprechen mchte; denn um der Hoffnung willen Israels bin ich mit dieser 
Kette umgeben.
21. Sie aber sprachen zu ihm: Wir haben weder Schrift empfangen aus Juda 
deinethalben, noch kein Bruder ist kommen, der von dir etwas Arges 
verkndiget oder gesagt habe.
22. Doch wollen wir von dir hren, was du hltst. Denn von dieser Sekte 
ist uns kund, da ihr wird an allen Enden widersprochen.
23. Und da sie ihm einen Tag bestimmten, kamen viele zu ihm in die 
Herberge, welchen er auslegte und bezeugete das Reich Gottes und predigte 
ihnen von Jesu aus dem Gesetze Mose's und aus den Propheten vom frhen 
Morgen an bis an den Abend.
24. Und etliche fielen zu dem, was er sagte; etliche aber glaubten nicht.
25. Da sie aber untereinander mihellig waren, gingen sie weg, als Paulus 
ein Wort redete, das wohl der Heilige Geist gesagt hat durch den Propheten 
Jesaja zu unsern Vtern
26. und gesprochen: Gehe hin zu diesem Volk und sprich: Mit den Ohren 
werdet ihr's hren und nicht verstehen, und mit den Augen werdet ihr's 
sehen und nicht erkennen.
27. Denn das Herz dieses Volks ist verstockt, und sie hren schwerlich mit 
Ohren und schlummern mit ihren Augen, auf da sie nicht dermaleinst sehen 
mit den Augen und hren mit den Ohren und verstndig werden im Herzen und 
sich bekehren, da ich ihnen hlfe.
28. So sei es euch kundgetan, da den Heiden gesandt ist dies Heil Gottes; 
und sie werden's hren.
29. Und da er solches redete, gingen die Juden hin und hatten viel Fragens 
unter sich selbst.
30. Paulus aber blieb zwei Jahre in seinem eignen Gedinge und nahm auf 
alle, die zu ihm kamen,
31. predigte das Reich Gottes und lehrete von dem Herrn Jesu mit aller 
Freudigkeit unverboten.
Rmer 1
1. Paulus, ein Knecht Jesu Christi, berufen zum Apostel, ausgesondert, zu 
predigen das Evangelium Gottes,
2. welches er zuvor verheien hat durch seine Propheten in der Heiligen 
Schrift,
3. von seinem Sohn, der geboren ist von dem Samen Davids nach dem Fleisch
4. und krftiglich erweiset ein Sohn Gottes nach dem Geist, der da 
heiliget, seit der Zeit er auferstanden ist von den Toten, nmlich Jesus 
Christus, unser Herr
5. (durch welchen wir haben empfangen Gnade und Apostelamt, unter allen 
Heiden den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter seinem Namen,
6. welcher ihr zum Teil auch seid, die da berufen sind von Jesu Christo):
7. Allen, die zu Rom sind, den Liebsten Gottes und berufenen Heiligen: 
Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesus 
Christus!
8. Aufs erste danke ich meinem Gott durch Jesum Christum euer aller 
halben, da man von eurem Glauben in aller Welt saget.
9. Denn Gott ist mein Zeuge, welchem ich diene in meinem Geist am 
Evangelium von seinem Sohn, da ich ohne Unterla euer gedenke
10. und allezeit in meinem Gebet flehe, ob sichs einmal zutragen wollte, 
da ich zu euch kme durch Gottes Willen.
11. Denn mich verlanget, euch zu sehen, auf da ich euch mitteile etwas 
geistlicher Gabe, euch zu strken,
12. das ist, da ich samt euch getrstet wrde durch euren und meinen 
Glauben, den wir untereinander haben.
13. Ich will euch aber nicht verhalten, liebe Brder, da ich mir oft habe 
vorgesetzt, zu euch zu kommen (bin aber verhindert bisher), da ich auch 
unter euch Frucht schaffete gleichwie unter andern Heiden.
14. Ich bin ein Schuldner beide, der Griechen und der Ungriechen, beide, 
der Weisen und der Unweisen.
15. Darum, soviel an mir ist bin ich geneigt, auch euch zu Rom das 
Evangelium zu predigen.
16. Denn ich schme mich des Evangeliums von Christo nicht; denn es ist 
eine Kraft Gottes, die da selig machet alle, die daran glauben, die Juden 
vornehmlich und auch die Griechen,
17. sintemal darinnen offenbaret wird die Gerechtigkeit, die vor Gott 
gilt, welche kommt aus Glauben in Glauben; wie denn geschrieben stehet: 
Der Gerechte wird seines Glaubens leben.
18. Denn Gottes Zorn vom Himmel wird offenbart ber alles gottlose Wesen 
und Ungerechtigkeit der Menschen, die die Wahrheit in Ungerechtigkeit 
aufhalten.
19. Denn da man wei, da Gott sei, ist ihnen offenbar; denn Gott hat es 
ihnen offenbart
20. damit, da Gottes unsichtbares Wesen, das ist, seine ewige Kraft und 
Gottheit, wird ersehen, so man des wahrnimmt an den Werken, nmlich an der 
Schpfung der Welt, also da sie keine Entschuldigung haben,
21. dieweil sie wuten, da ein Gott ist, und haben ihn nicht gepreiset 
als einen Gott noch gedanket, sondern sind in ihrem Dichten eitel worden, 
und ihr unverstndiges Herz ist verfinstert.
22. Da sie sich fr weise hielten, sind sie zu Narren worden
23. und haben verwandelt die Herrlichkeit des unvergnglichen Gottes in 
ein Bild gleich dem vergnglichen Menschen und der Vgel und der 
vierfigen und der kriechenden Tiere.
24. Darum hat sie auch Gott dahingegeben in ihrer Herzen Gelste, in 
Unreinigkeit, zu schnden ihre eigenen Leiber an sich selbst.
25. Die Gottes Wahrheit haben verwandelt in die Lge und haben geehret und 
gedienet dem Geschpfe mehr denn dem Schpfer, der da gelobet ist in 
Ewigkeit. Amen.
26. Darum hat sie Gott auch dahingegeben in schndliche Lste. Denn ihre 
Weiber haben verwandelt den natrlichen Brauch in den unnatrlichen
27. Desselbigengleichen auch die Mnner haben verlassen den natrlichen 
Brauch des Weibes und sind aneinander erhitzet in ihren Lsten, und haben 
Mann mit Mann Schande gewirket und den Lohn ihres Irrtums (wie es denn 
sein sollte) an sich selbst empfangen.
28. Und gleichwie sie nicht geachtet haben, da sie Gott erkenneten, hat 
sie Gott auch dahingegeben in verkehrten Sinn, zu tun, was nicht taugt,
29. voll alles Ungerechten, Hurerei, Schalkheit, Geizes, Bosheit, voll 
Hasses, Mordes, Haders, List, giftig, Ohrenblser,
30. Verleumder, Gottesverchter, Frevler, hoffrtig, ruhmredig, 
Schdliche, den Eltern ungehorsam,
31. Unvernnftige, Treulose, strrig, unvershnlich, unbarmherzig
32. die Gottes Gerechtigkeit Wissen (da, die solches tun, des Todes 
wrdig sind), tun sie es nicht allein, sondern haben auch Gefallen an 
denen, die es tun.
Rmer 2
1. Darum, o Mensch, kannst du dich nicht entschuldigen, wer du bist, der 
da richtet; denn worinnen du einen andern richtest, verdammst du dich 
selbst, sintemal du eben dasselbige tust, was du richtest.
2. Denn wir wissen, da Gottes Urteil ist recht ber die, so solches tun.
3. Denkest du aber, o Mensch, der du richtest die, so solches tun, und 
tust auch dasselbige, da du dem Urteil Gottes entrinnen werdest?
4. Oder verachtest du den Reichtum seiner Gte, Geduld und Langmtigkeit? 
Weit du nicht, da dich Gottes Gte zur Bue leitet?
5. Du aber nach deinem verstockten und unbufertigen Herzen hufest dir 
selbst den Zorn auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des gerechten 
Gerichtes Gottes
6. welcher geben wird einem jeglichen nach seinen Werken,
7. nmlich Preis und Ehre und, unvergngliches Wesen denen, die mit Geduld 
in guten Werken trachten nach dem ewigen Leben,
8. aber denen, die da znkisch sind und der Wahrheit nicht gehorchen, 
gehorchen aber dem Ungerechten, Ungnade und Zorn;
9. Trbsal und Angst ber alle Seelen der Menschen, die da Bses tun, 
vornehmlich der Juden und auch der Griechen; 10. Preis aber und Ehre und 
Friede allen denen, die da Gutes tun, vornehmlich den Juden und auch den 
Griechen.
11. Denn es ist kein Ansehen der Person vor Gott.
12. Welche ohne Gesetz gesndigt haben, die werden auch ohne Gesetz 
verloren werden; und welche am Gesetz gesndiget haben, die werden durchs 
Gesetz verurteilt werden,
13. sintemal vor Gott nicht, die das Gesetz hren, gerecht sind, sondern 
die das Gesetz tun, werden gerecht sein.
14. Denn so die Heiden, die das Gesetz nicht haben und doch von Natur tun 
des Gesetzes Werk, dieselbigen, dieweil sie das Gesetz nicht haben, sind 
sie sich selbst ein Gesetz
15. damit, da sie beweisen, des Gesetzes Werk sei beschrieben in ihrem 
Herzen, sintemal ihr Gewissen sie bezeuget, dazu auch die Gedanken, die 
sich untereinander verklagen oder entschuldigen,
16. auf den Tag, da Gott das Verborgene der Menschen durch Jesum Christum 
richten wird laut meines Evangeliums.
17. Siehe aber zu, du heiest ein Jude und verlssest dich aufs Gesetz und 
rhmest dich Gottes
18. und weit seinen Willen, und weil du aus dem Gesetz unterrichtet bist, 
prfest du, was das Beste zu tun sei,
19. und vermissest dich, zu sein ein Leiter der Blinden ein Licht derer, 
die in Finsternis sind,
20. ein Zchtiger der Trichten, ein Lehrer der Einfltigen, hast die 
Form, was zu wissen und recht ist im Gesetz.
21. Nun lehrest du andere und lehrest dich selber nicht. Du predigest, man 
solle nicht stehlen, und du stiehlst.
22. Du sprichst, man solle nicht ehebrechen, und du brichst die Ehe. Dir 
greuelt vor den Gtzen und raubest Gott, was sein ist.
23. Du rhmest dich des Gesetzes und schndest Gott durch bertretung des 
Gesetzes.
24. Denn eurethalben wird Gottes Name gelstert unter den Heiden, als 
geschrieben stehet.
25. Die Beschneidung ist wohl ntz wenn du das Gesetz hltst; hltst du 
aber das Gesetz nicht, so ist deine Beschneidung schon eine Vorhaut worden.
26. So nun die Vorhaut das Recht im Gesetz hlt, meinest du nicht, da 
seine Vorhaut werde fr eine Beschneidung gerechnet?
27. Und wird also, was von Natur eine Vorhaut ist und das Gesetz 
vollbringet, dich richten, der du unter dem Buchstaben und Beschneidung 
bist und das Gesetz bertrittst.
28. Denn das ist nicht ein Jude, der auswendig ein Jude ist, auch ist das 
nicht eine Beschneidung, die auswendig im Fleisch geschieht,
29. sondern das ist ein Jude, der inwendig verborgen ist, und die 
Beschneidung des Herzens ist eine Beschneidung, die im Geist und nicht im 
Buchstaben geschieht, welches Lob ist nicht aus Menschen, sondern aus Gott
Rmer 3
1. Was haben denn die Juden Vorteils, oder was ntzt die Beschneidung?
2. Zwar fast viel. Zum ersten, ihnen ist vertrauet, was Gott geredet hat.
3. Da aber etliche nicht glauben an dasselbige, was liegt daran? Sollte 
ihr Unglaube Gottes Glauben aufheben?
4. Das sei ferne! Es bleibe vielmehr also, da Gott sei wahrhaftig und 
alle Menschen falsch; wie geschrieben steht: Auf da du gerecht seiest in 
deinen Worten und berwindest, wenn du gerichtet wirst.
5. Ists aber also, da unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit 
preiset, was wollen wir sagen? Ist denn Gott auch ungerecht, da er 
darber zrnet? (Ich rede also auf Menschenweise.)
6. Das sei ferne! Wie knnte sonst Gott die Welt richten?
7. Denn so die Wahrheit Gottes durch meine Lge herrlicher wird zu seinem 
Preis, warum sollte ich denn noch als ein Snder gerichtet werden
8. und nicht vielmehr also tun, wie wir gelstert werden, und wie etliche 
sprechen, da wir sagen sollen: Lasset uns bel tun, auf da Gutes daraus 
komme? Welcher Verdammnis ist ganz recht.
9. Was sagen wir denn nun? Haben wir einen Vorteil? Gar keinen. Denn wir 
haben droben bewiesen da beide, Juden und Griechen, alle unter der Snde 
sind,
10. wie denn geschrieben stehet: Da ist nicht, der gerecht sei, auch nicht 
einer;
11. da ist nicht, der verstndig sei; da ist nicht, der nach Gott frage.
12. Sie sind alle abgewichen und allesamt untchtig worden; da ist nicht, 
der Gutes tue, auch nicht einer.
13. Ihr Schlund ist ein offen Grab; mit ihren Zungen handeln sie trglich; 
Otterngift ist unter ihren Lippen;
14. ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit;
15. ihre Fe sind eilend, Blut zu vergieen;
16. in ihren Wegen ist eitel Unfall und Herzeleid
17. und den Weg des Friedens wissen sie nicht.
18. Es ist keine Furcht Gottes vor ihren Augen.
19. Wir wissen aber, da, was das Gesetz, sagt, das sagt es denen, die 
unter dem Gesetz sind, auf da aller Mund verstopfet werde, und alle Welt 
Gott schuldig sei
20. darum, da kein Fleisch durch des Gesetzes Werke vor ihm gerecht sein 
mag; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Snde.
21. Nun aber ist ohne Zutun des Gesetzes die Gerechtigkeit, die vor Gott 
gilt, offenbaret und bezeuget durch das Gesetz und die Propheten.
22. Ich sage aber von solcher Gerechtigkeit vor Gott, die da kommt durch 
den Glauben an Jesum Christum zu allen und auf alle, die da glauben.
23. Denn es ist hier kein Unterschied; sie sind allzumal Snder und 
mangeln des Ruhms, den sie an Gott haben sollten,
24. und werden ohne Verdienst gerecht aus seiner Gnade durch die Erlsung, 
so durch Christum Jesum geschehen ist,
25. welchen Gott hat vorgestellt zu einem Gnadenstuhl durch den Glauben in 
seinem Blut,damit er die Gerechtigkeit, die vor ihm gilt, darbiete, in 
dem, da er Snde vergibt, welche bis anher geblieben war unter gttlicher 
Geduld,
26. auf da er zu diesen Zeiten darbte die Gerechtigkeit, die vor ihm 
gilt, auf da er allein gerecht sei und gerecht mache den, der da ist des 
Glaubens an Jesum.
27. Wo bleibt nun der Ruhm? Er ist aus. Durch welches Gesetz? durch der 
Werke Gesetz? Nicht also, sondern durch des Glaubens Gesetz.
28. So halten wir es nun, da der Mensch gerecht werde ohne des Gesetzes 
Werke, allein durch den Glauben.
29. Oder ist Gott allein der Juden Gott? Ist er nicht auch der Heiden 
Gott? Ja freilich, auch der Heiden Gott.
30. Sintemal es ist ein einiger Gott, der da gerecht macht die 
Beschneidung aus dem Glauben und die Vorhaut durch den Glauben.
31. Wie? heben wir denn das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! 
sondern wir richten das Gesetz auf.
Rmer 4
1. Was sagen wir denn von unserm Vater Abraham, da er gefunden habe nach 
dem Fleisch?
2. Das sagen wir: Ist Abraham durch die Werke gerecht, so hat er wohl 
Ruhm, aber nicht vor Gott.
3. Was sagt denn die Schrift? Abraham hat Gott geglaubet, und das ist ihm 
zur Gerechtigkeit gerechnet.
4. Dem aber, der mit Werken umgehet, wird der Lohn nicht aus Gnade 
zugerechnet, sondern aus Pflicht.
5. Dem aber, der nicht mit Werken umgehet, glaubet aber an den, der die 
Gottlosen gerecht macht, dem wird sein Glaube gerechnet zur Gerechtigkeit.
6. Nach welcher Weise auch David sagt, da die Seligkeit sei allein des 
Menschen, welchem Gott zurechnet die Gerechtigkeit ohne Zutun der Werke, 
da er spricht:
7. Selig sind die, welchen ihre Ungerechtigkeiten vergeben sind, und 
welchen ihre Snden bedecket sind.
8. Selig ist der Mann, welchem Gott keine Snde zurechnet.
9. Nun, diese Seligkeit, gehet sie ber die Beschneidung oder ber die 
Vorhaut? Wir mssen je sagen, da Abraham sei sein Glaube zur 
Gerechtigkeit gerechnet.
10. Wie ist er ihm denn zugerechnet, in der Beschneidung oder in der 
Vorhaut? Ohne Zweifel nicht in der Beschneidung, sondern in der Vorhaut.
11. Das Zeichen aber der Beschneidung empfing er zum Siegel der 
Gerechtigkeit des Glaubens, welchen er noch in der Vorhaut hatte, auf da 
er wrde ein Vater aller, die da glauben in der Vorhaut, da denselbigen 
solches auch gerechnet werde zur Gerechtigkeit
12. und wrde auch ein Vater der Beschneidung, nicht allein derer, die von 
der Beschneidung sind, sondern auch derer, die wandeln in den Futapfen 
des Glaubens, welcher war in der Vorhaut unsers Vaters Abraham.
13. Denn die Verheiung, da er sollte sein der Welt Erbe, ist nicht 
geschehen Abraham oder seinem Samen durchs Gesetz, sondern durch die 
Gerechtigkeit des Glaubens.
14. Denn wo die vom Gesetz Erben sind, so ist der Glaube nichts, und die 
Verheiung ist ab.
15. Sintemal das Gesetz richtet nur Zorn an; denn wo das Gesetz nicht ist, 
da ist auch keine bertretung.
16. Derhalben mu die Gerechtigkeit durch den Glauben kommen, auf da sie 
sei aus Gnaden, und die Verheiung fest bleibe allem Samen, nicht dem 
alleine, der unter dem Gesetz ist, sondern auch dem, der des Glaubens 
Abrahams ist, welcher ist unser aller Vater,
17. wie geschrieben stehet: Ich habe dich gesetzt zum Vater vieler Heiden 
vor Gott, dem du geglaubet hast, der da lebendig machet die Toten und 
rufet dem, das nicht ist, da es sei.
18. Und er hat geglaubet auf Hoffnung, da nichts zu hoffen war, auf da er 
wrde ein Vater vieler Heiden, wie denn zu ihm gesagt ist: Also soll dein 
Same sein.
19. Und er ward nicht schwach im Glauben, sah auch nicht an seinen eigenen 
Leib, welcher schon erstorben war, weil er fast hundertjhrig war, auch 
nicht den erstorbenen Leib der Sara.
20. Denn er zweifelte nicht an der Verheiung Gottes durch Unglauben, 
sondern ward stark im Glauben und gab Gott die Ehre
21. und wute aufs allergewisseste, da, was Gott verheiet, das kann er 
auch tun.
22. Darum ist's ihm auch zur Gerechtigkeit gerechnet.
23. Das ist aber nicht geschrieben allein um seinetwillen, da es ihm 
zugerechnet ist,
24. sondern auch um unsertwillen, welchen es soll zugerechnet werden, so 
wir glauben an den, der unsern Herrn Jesum auferwecket hat von den Toten.
25. welcher ist um unserer Snden willen dahingegeben und um unserer 
Gerechtigkeit willen auferwecket.
Rmer 5
1. Nun wir denn sind gerecht worden durch den Glauben, so haben wir 
Frieden mit Gott durch unsern Herrn Jesum Christum,
2. durch welchen wir auch einen Zugang haben im Glauben zu dieser Gnade 
darinnen wir stehen, und rhmen uns der Hoffnung der zuknftigen 
Herrlichkeit die Gott geben soll.
3. Nicht allein aber das, sondern wir rhmen uns auch der Trbsale dieweil 
wir wissen, da Trbsal Geduld bringet
4. Geduld aber bringet Erfahrung, Erfahrung aber bringet Hoffnung,
5. Hoffnung aber lt nicht zuschanden werden. Denn die Liebe Gottes ist 
ausgegossen in unser Herz durch den Heiligen Geist, welcher uns gegeben 
ist.
6. Denn auch Christus, da wir noch schwach waren nach der Zeit, ist fr 
uns Gottlose gestorben.
7. Nun stirbt kaum jemand um des Rechtes willen; um etwas Gutes willen 
drfte vielleicht jemand sterben.
8. Darum preiset Gott seine Liebe gegen uns, da Christus fr uns 
gestorben ist, da wir noch Snder waren.
9. So werden wir je viel mehr durch ihn behalten werden vor dem Zorn, 
nachdem wir durch sein Blut gerecht worden sind.
10. Denn so wir Gott vershnet sind durch den Tod seines Sohns, da wir 
noch Feinde waren, viel mehr werden wir selig werden durch sein Leben, so 
wir nun vershnet sind.
11. Nicht allein aber das, sondern wir rhmen uns auch Gottes durch unsern 
Herrn Jesum Christum, durch welchen wir nun die Vershnung empfangen haben.
12. Derhalben, wie durch einen Menschen die Snde ist kommen in die Welt 
und der Tod durch die Snde, und ist also der Tod zu allen Menschen 
durchgedrungen, dieweil sie alle gesndiget haben;
13. (denn die Snde war wohl in der Welt bis auf das Gesetz; aber wo kein 
Gesetz ist, da achtet man der Snde nicht,
14. sondern der Tod herrschte von Adam an bis auf Mose, auch ber die, die 
nicht gesndiget haben mit gleicher bertretung wie Adam, welcher ist ein 
Bild des, der zuknftig war.
15. Aber nicht hlt sichs mit der Gabe wie mit der Snde. Denn so an 
eines Snde viele gestorben sind, so ist viel mehr Gottes Gnade und Gabe 
vielen reichlich widerfahren durch die Gnade des einigen Menschen, Jesu 
Christi.
16. Und nicht ist die Gabe allein ber eine Snde wie durch des einigen 
Snders einige Snde alles Verderben. Denn das Urteil ist kommen aus einer 
Snde zur Verdammnis; die Gabe aber hilft auch aus vielen Snden zur 
Gerechtigkeit.
17. Denn so um des einigen Snde willen der Tod geherrschet hat durch den 
einen, viel mehr werden die, so da empfangen die Flle der Gnade und der 
Gabe zur Gerechtigkeit, herrschen im Leben durch einen, Jesum Christum):
18. wie nun durch eines Snde die Verdammnis ber alle Menschen kommen 
ist, also ist auch durch eines Gerechtigkeit die Rechtfertigung des Lebens 
ber alle Menschen kommen.
19. Denn gleichwie durch eines Menschen Ungehorsam viel Snder worden 
sind, also auch durch eines Gehorsam werden viel Gerechte.
20. Das Gesetz aber ist neben einkommen, auf da die Snde mchtiger 
wrde. Wo aber die Snde mchtig worden ist, da ist doch die Gnade viel 
mchtiger worden,
21. auf da, gleichwie die Snde geherrschet hat zu dem Tode, also auch 
herrsche die Gnade durch die Gerechtigkeit zum ewigen Leben durch Jesum 
Christum, unsern Herrn.
Rmer 6
1. Was wollen wir hiezu sagen? Sollen wir denn in der Snde beharren, auf 
da die Gnade desto mchtiger werde?
2. Das sei ferne! Wie sollten wir in der Snde wollen leben, der wir 
abgestorben sind?
3. Wisset ihr nicht, da alle, die wir in Jesum Christum getauft sind, die 
sind in seinen Tod getauft?
4. So sind wir je mit ihm begraben durch die Taufe in den Tod, auf da, 
gleichwie Christus ist auferweckt von den Toten durch die Herrlichkeit des 
Vaters, also sollen auch wir in einem neuen Leben wandeln.
5. So wir aber samt ihm gepflanzet werden zu gleichem Tode, so werden wir 
auch der Auferstehung gleich sein,
6. dieweil wir wissen, da unser alter Mensch samt ihm gekreuziget ist, 
auf da der sndliche Leib aufhre, da wir hinfort der Snde nicht dienen.
7. Denn wer gestorben ist, der ist gerechtfertiget von der Snde.
8. Sind wir aber mit Christo gestorben, so glauben wir, da wir auch mit 
ihm leben werden
9. und wissen, da Christus, von den Toten erwecket, hinfort nicht stirbt; 
der Tod wird hinfort ber ihn nicht herrschen.
10. Denn das er gestorben ist; das ist er der Snde gestorben zu einem 
Mal; das er aber lebet, das lebet er Gott.
11. Also auch ihr, haltet euch dafr, da ihr der Snde gestorben seid und 
lebet Gott in Christo Jesu, unserm Herrn.
12. So lasset nun die Snde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, 
ihm Gehorsam zu leisten in seinen Lsten.
13. Auch begebet nicht der Snde eure Glieder zu Waffen der 
Ungerechtigkeit, sondern begebet euch selbst Gott, als die da aus den 
Toten lebendig sind, und eure Glieder Gott zu Waffen der Gerechtigkeit,
14. Denn die Snde wird nicht herrschen knnen ber euch, sintemal ihr 
nicht unter dem Gesetze seid, sondern unter der Gnade.
15. Wie nun? sollen wir sndigen, dieweil wir nicht unter dem Gesetz, 
sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne!
16. Wisset ihr nicht, welchem ihr euch begebet zu Knechten in Gehorsam, 
des Knechte seid ihr, dem ihr gehorsam seid, es sei der Snde zum Tode 
oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit?
17. Gott sei aber gedanket, da ihr Knechte der Snde gewesen seid, aber 
nun gehorsam worden von Herzen dem Vorbilde der Lehre, welchem ihr ergeben 
seid.
18. Denn nun ihr frei worden seid von der Snde, seid ihr Knechte worden 
der Gerechtigkeit.
19. Ich mu menschlich davon reden um der Schwachheit willen eures 
Fleisches. Gleichwie ihr eure Glieder begeben habt zu Dienste der 
Unreinigkeit und von einer Ungerechtigkeit zu der andern, also begebet nun 
auch eure Glieder zu Dienste der Gerechtigkeit, da sie heilig werden.
20. Denn da ihr der Snde Knechte waret, da waret ihr frei von der 
Gerechtigkeit.
21. Was hattet ihr nun zu der Zeit fr Frucht? Welcher ihr euch jetzt 
schmet; denn das Ende derselbigen ist der Tod.
22. Nun ihr aber seid von der Snde frei und Gottes Knechte worden, habt 
ihr eure Frucht, da ihr heilig werdet, das Ende aber das ewige Leben.
23. Denn der Tod ist der Snde Sold; aber die Gabe Gottes ist das ewige 
Leben in Christo Jesu, unserm Herrn.
Rmer 7
1. Wisset ihr nicht, liebe Brder (denn ich rede mit denen, die das Gesetz 
wissen), da das Gesetz herrschet ber den Menschen, solange er lebet?
2. Denn ein Weib, das unter dem Manne ist, dieweil der Mann lebet, ist sie 
gebunden an das Gesetz; so aber der Mann stirbt, so ist sie los vom 
Gesetz, das den Mann betrifft.
3. Wo sie nun bei einem andern Manne ist, weil der Mann lebet, wird sie 
eine Ehebrecherin geheien; so aber der Mann stirbt, ist sie frei vom 
Gesetz, da sie nicht eine Ehebrecherin ist, wo sie bei einem andern Manne 
ist.
4. Also auch, meine Brder, ihr seid gettet dem Gesetz durch den Leib 
Christi, da ihr bei einem andern seid, nmlich bei dem, der von den Toten 
auferwecket ist, auf da wir Gott Frucht bringen.
5. Denn da wir im Fleisch waren, da waren die sndlichen Lste, welche 
durchs Gesetz sich erregten, krftig in unsern Gliedern, dem Tode Frucht 
zu bringe.
6. Nun aber sind wir vom Gesetz los und ihm abgestorben, das uns 
gefangenhielt, also da wir dienen sollen im neuen Wesen des Geistes und 
nicht im alten Wesen des Buchstabens.
7. Was wollen wir denn nun sagen? Ist das Gesetz Snde? Das sei ferne! 
Aber die Snde erkannte ich nicht ohne durchs Gesetz. Denn ich wute 
nichts von der Lust, wo das Gesetz nicht htte gesagt: La dich nicht 
gelsten!
8. Da nahm aber die Snde Ursache am Gebot und erregte in mir allerlei 
Lust. Denn ohne das Gesetz war die Snde tot.
9. Ich aber lebte etwa ohne Gesetz. Da aber das Gebot kam, ward die Snde 
wieder lebendig.
10. Ich aber starb; und es befand sich, da das Gebot mir zum Tode 
gereichte, das mir doch zum Leben gegeben war.
11. Denn die Snde nahm Ursache am Gebot und betrog mich und ttete mich 
durch dasselbige Gebot.
12. Das Gesetz ist je heilig, und das Gebot ist heilig, recht und gut.
13. Ist denn, was da gut ist, mir ein Tod worden? Das sei ferne! Aber die 
Snde, auf da sie erscheine, wie sie Snde ist, hat sie mir durch das 
Gute den Tod gewirket, auf da die Snde wrde beraus sndig durchs Gebot.
14. Denn wir wissen, da das Gesetz geistlich ist; ich aber bin 
fleischlich, unter die Snde verkauft.
15. Denn ich wei nicht, was, ich tue; denn ich tue nicht, was ich will, 
sondern was ich hasse, das tue ich.
16. So ich aber das tue, was ich nicht will, so willige ich, da das 
Gesetz gut sei.
17. So tue nun ich dasselbige nicht, sondern die Snde, die in mir wohnet.
18. Denn ich wei, da in mir, das ist, in meinem Fleische, wohnet nichts 
Gutes. Wollen habe ich wohl, aber vollbringen das Gute finde ich nicht,
19. Denn das Gute, das ich will, das tue ich nicht, sondern das Bse, das 
ich nicht will, das tue ich.
20. So ich aber tue, was ich nicht will, so tue ich dasselbige nicht, 
sondern die Snde, die in mir wohnet.
21. So finde ich mir nun ein Gesetz, der ich will das Gute tun, da mir 
das Bse anhanget.
22. Denn ich habe Lust an Gottes Gesetz nach dem inwendigen Menschen.
23. Ich sehe aber ein ander Gesetz in meinen Gliedern, das da 
widerstreitet dem Gesetz in meinem Gemte und nimmt mich gefangen in der 
Snde Gesetz, welches ist in meinen Gliedern.
24. Ich elender Mensch, wer wird mich erlsen von dem Leibe dieses Todes?
25. Ich danke Gott durch Jesum Christum, unsern Herrn. So diene ich nun 
mit dem Gemte dem Gesetz Gottes, aber mit dem Fleisch dem Gesetze der 
Snde.
Rmer 8
1. So ist nun nichts Verdammliches an denen, die in Christo Jesu sind, die 
nicht nach dem Fleisch wandeln, sondern nach dem Geist.
2. Denn das Gesetz des Geistes der da lebendig macht in Christo Jesu, hat 
mich freigemacht von dem Gesetz der Snde und des Todes.
3. Denn was dem Gesetz unmglich war (sintemal es durch das Fleisch 
geschwchet ward), das tat Gott und sandte seinen Sohn in der Gestalt des 
sndlichen Fleisches und verdammte die Snde im Fleisch durch Snde,
4. auf da die Gerechtigkeit, vom Gesetz erfordert, in uns erfllet wrde, 
die wir nun nicht nach dem Fleische wandeln sondern nach dem Geist.
5. Denn die da fleischlich sind, die sind fleischlich gesinnet; die aber 
geistlich sind, die sind geistlich gesinnet.
6. Aber fleischlich gesinnet sein ist der Tod, und geistlich gesinnet sein 
ist Leben und Friede.
7. Denn fleischlich gesinnet sein ist eine Feindschaft wider Gott, 
sintemal es dem Gesetze Gottes nicht untertan ist; denn es vermag es auch 
nicht.
8. Die aber fleischlich sind, mgen Gott nicht gefallen.
9. Ihr aber seid nicht fleischlich, sondern geistlich, so anders Gottes 
Geist in euch wohnet. Wer aber Christi Geist nicht hat der ist nicht sein.
10. So aber Christus in euch ist so ist der Leib zwar tot um der Snde 
willen; der Geist aber ist das Leben um der Gerechtigkeit willen.
11. So nun der Geist des, der Jesum von den Tten auferwecket hat, in euch 
wohnet, so wird auch derselbige, der Christum von den Toten auferwecket 
hat, eure sterblichen Leiber lebendig machen um deswillen, da sein Geist 
in euch wohnet.
12. So sind wir nun, liebe Brder, Schuldner nicht dem Fleisch, da wir 
nach dem Fleisch leben.
13. Denn wo ihr nach dem Fleisch lebet, so werdet ihr sterben mssen; wo 
ihr aber durch den Geist des Fleisches Geschfte ttet, so werdet ihr 
leben.
14. Denn welche der Geist Gottes treibet, die sind Gottes Kinder.
15. Denn ihr habt nicht einen knechtischen Geist empfangen, da ihr euch 
abermal frchten mtet, sondern ihr habt einen kindlichen Geist 
empfangen, durch welchen wir rufen: Abba, lieber Vater!
16. Derselbige Geist gibt Zeugnis unserm Geist, da wir Gottes Kinder sind.
17. Sind wir denn Kinder, so sind wir auch Erben, nmlich Gottes Erben und 
Miterben Christi, so wir anders mit leiden, auf da wir auch mit zur 
Herrlichkeit erhoben werden.
18. Denn ich halte es dafr, da dieser Zeit Leiden der Herrlichkeit nicht 
wert sei, die an uns soll offenbaret werden.
19. Denn das ngstliche Harren der Kreatur wartet auf die Offenbarung der 
Kinder Gottes,
20. sintemal die Kreatur unterworfen ist der Eitelkeit ohne ihren Willen, 
sondern um deswillen, der sie unterworfen hat auf Hoffnung.
21. Denn auch die Kreatur frei werden wird von dem Dienst des 
vergnglichen Wesens zu der herrlichen Freiheit der Kinder Gottes.
22. Denn wir wissen, da alle Kreatur sehnet sich mit uns und ngstet sich 
noch immerdar.
23. Nicht allein aber sie, sondern auch wir selbst, die wir haben des 
Geistes Erstlinge, sehnen uns auch bei uns selbst nach der Kindschaft und 
warten auf unsers Leibes Erlsung.
24. Denn wir sind wohl selig, doch in der Hoffnung. Die Hoffnung aber, die 
man siehet, ist nicht Hoffnung; denn wie kann man des, hoffen, das man 
siehet?
25. So wir aber des hoffen, das wir nicht sehen, so warten wir sein durch 
Geduld.
26. Desselbigengleichen auch der Geist hilft unserer Schwachheit auf. Denn 
wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sichs gebhret, sondern der 
Geist selbst vertritt uns aufs beste mit unaussprechlichem Seufzen.
27. Der aber die Herzen forschet, der wei, was des Geistes Sinn sei; denn 
er vertritt die Heiligen nach dem, was Gott gefllt.
28. Wir wissen aber, da denen, die Gott lieben, alle Dinge zum besten 
dienen, die nach dem Vorsatz berufen sind.
29. Denn welche er zuvor versehen hat, die hat er auch verordnet, da sie 
gleich sein sollten dem Ebenbilde seines Sohns, auf da derselbige der 
Erstgeborne sei unter vielen Brdern.
30. Welche er aber verordnet hat, die hat er auch berufen; welche er aber 
berufen hat, die hat er auch gerecht gemacht; welche er aber hat gerecht 
gemacht, die hat er auch herrlich gemacht.
31. Was wollen wir denn hiezu sagen? Ist Gott fr uns, wer mag wider uns 
sein?
32. Welcher auch seines eigenen Sohnes nicht hat verschont, sondern hat 
ihn fr uns alle dahingegeben, wie sollte er uns mit ihm nicht alles 
schenken?
33. Wer will die Auserwhlten Gottes beschuldigen? Gott ist hier, der da 
gerecht macht.
34. Wer will verdammen? Christus ist hier, der gestorben ist, ja vielmehr, 
der auch auferwecket ist, welcher ist zur Rechten Gottes und vertritt uns.
35. Wer will uns scheiden von der Liebe Gottes? Trbsal oder Angst oder 
Verfolgung oder Hunger oder Ble oder Fhrlichkeit oder Schwert?
36. Wie geschrieben stehet: Um deinetwillen werden wir gettet den ganzen 
Tag; wir sind geachtet fr Schlachtschafe.
37. Aber in dem allem berwinden wir weit um deswillen, der uns geliebet 
hat.
38. Denn ich bin gewi, da weder Tod noch Leben, weder Engel noch 
Frstentum noch Gewalt, weder Gegenwrtiges noch Zuknftiges,
39. weder Hohes noch Tiefes noch keine andere Kreatur mag uns scheiden von 
der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserm Herrn.
Rmer 9
1. Ich sage die Wahrheit in Christo und lge nicht, des mir Zeugnis gibt 
mein Gewissen in dem Heiligen Geist,
2. da ich groe Traurigkeit und Schmerzen ohne Unterla in meinem Herzen 
habe.
3. Ich habe gewnschet, verbannet zu sein von Christo fr meine Brder, 
die meine Gefreundeten sind nach dem Fleisch,
4. die da sind von Israel, welchen gehrt die Kindschaft und die 
Herrlichkeit und der Bund und das Gesetz und der Gottesdienst und die 
Verheiung;
5. welcher auch sind die Vter, aus welchen Christus herkommt nach dem 
Fleische, der da ist Gott ber alles, gelobet in Ewigkeit! Amen.
6. Aber nicht sage ich solches, da Gottes Wort darum aus sei. Denn es 
sind nicht alle Israeliten, die von Israel sind;
7. auch nicht alle, die Abrahams Same sind, sind darum auch Kinder, 
sondern: In Isaak soll dir der Same genannt sein.
8. Das ist, nicht sind das Gottes Kinder, die nach dem Fleisch Kinder 
sind, sondern die Kinder der Verheiung werden fr Samen gerechnet.
9. Denn dies ist ein Wort der Verheiung, da er spricht: Um diese Zeit 
will ich kommen, und Sara soll einen Sohn haben.
10. Nicht allein aber ists mit dem also, sondern auch, da Rebecka von dem 
einigen Isaak, unserm Vater, schwanger ward;
11. ehe die Kinder geboren waren und weder Gutes noch Bses getan hatten, 
auf da der Vorsatz Gottes bestnde nach der Wahl, ward zu ihr gesagt,
12. nicht aus Verdienst der Werke, sondern aus Gnaden des Berufes, also: 
Der Grere soll dienstbar werden dem Kleinern,
13. wie denn geschrieben stehet: Jakob habe ich geliebet, aber Esau habe 
ich gehasset.
14. Was wollen wir denn hier sagen? Ist denn Gott ungerecht? Das sei ferne!
15. Denn er spricht zu Mose: Welchem ich gndig bin, dem bin ich gndig, 
und welches ich mich erbarme, des erbarme ich mich.
16. So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an 
Gottes Erbarmen.
17. Denn die Schrift sagt zu Pharao: Eben darum hab ich dich erweckt, da 
ich an dir meine Macht erzeige, auf da mein Name verkndiget werde in 
allen Landen.
18. So erbarmet er sich nun; welches er will, und verstocket, welchen er 
will.
19. So sagest du zu mir: Was schuldiget er denn uns? Wer kann seinem 
Willen widerstehen?
20. Ja, lieber Mensch, wer bist du denn, da du mit Gott rechten willst? 
Spricht auch ein Werk zu seinem Meister: Warum machst du mich also?
21. Hat nicht ein Tpfer Macht, aus einem Klumpen zu machen ein Fa zu 
Ehren und das andere zu Unehren?
22. Derhalben, da Gott wollte Zorn erzeigen und kundtun seine Macht, hat 
er mit groer Geduld getragen die Gefe des Zorns, die da zugerichtet 
sind zur Verdammnis,
23. auf da er kundtte den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefen 
der Barmherzigkeit, die er bereitet hat zur Herrlichkeit,
24. welche er berufen hat, nmlich uns, nicht allein aus den Juden, 
sondern auch aus den Heiden.
25. Wie er denn auch durch Hosea spricht: Ich will das mein Volk heien, 
das nicht mein Volk war, und meine Liebe, die nicht die Liebe war.
26. Und soll geschehen, an dem Ort, da zu ihnen gesagt ward: Ihr seid 
nicht mein Volk, sollen sie Kinder des lebendigen Gottes genannt werden.
27. Jesaja aber schreiet fr Israel: Wenn die Zahl der Kinder von Israel 
wrde sein wie der Sand am Meer, so wird doch das brige selig werden;
28. Denn es wird ein Verderben und Steuern geschehen zur Gerechtigkeit, 
und der Herr wird dasselbige Steuern tun auf Erden.
29. Und wie Jesaja davor sagt: Wenn uns nicht der Herr Zebaoth htte 
lassen Samen berbleiben, so wren wir wie Sodom worden und gleichwie 
Gomorra.
30. Was wollen wir nun hier sagen? Das wollen wir sagen: Die Heiden, die 
nicht haben nach der Gerechtigkeit gestanden, haben die Gerechtigkeit 
erlanget; ich sage aber von der Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt.
31. Israel aber hat dem Gesetz der Gerechtigkeit nachgestanden und hat das 
Gesetz der Gerechtigkeit nicht berkommen.
32. Warum das? Darum, da sie es nicht aus dem Glauben, sondern als aus 
den Werken des Gesetzes suchen. Denn sie haben sich gestoen an den Stein 
des Anlaufens,
33. wie geschrieben stehet: Siehe da, ich lege in Zion einen Stein des 
Anlaufens und einen Fels des rgernisses; und wer an ihn glaubet, der soll 
nicht zuschanden werden.
Rmer 10
1. Liebe Brder, meines Herzens Wunsch ist, und flehe auch zu Gott fr 
Israel, da sie selig werden.
2. Denn ich gebe ihnen das Zeugnis, da sie eifern um Gott, aber mit 
Unverstand.
3. Denn sie erkennen die Gerechtigkeit nicht, die vor Gott gilt, und 
trachten, ihre eigene Gerechtigkeit aufzurichten, und sind also der 
Gerechtigkeit, die vor Gott gilt, nicht untertan.
4. Denn Christus ist des Gesetzes Ende; wer an den glaubet, der ist 
gerecht.
5. Mose schreibt wohl von der Gerechtigkeit, die aus dem Gesetz kommt: 
Welcher Mensch dies tut, der wird darinnen leben.
6. Aber die Gerechtigkeit aus dem Glauben spricht also: Sprich nicht in 
deinem Herzen: Wer will hinauf gen Himmel fahren? (Das ist nichts anderes, 
denn Christum herabholen.)
7. Oder: Wer will hinab in die Tiefe fahren? (Das ist nichts anderes, denn 
Christum von den Toten holen.)
8. Aber was sagt sie? Das Wort ist dir nahe, nmlich in deinem Munde und 
in deinem Herzen. Dies ist das Wort vom Glauben, das wir predigen.
9. Denn so du mit deinem Munde bekennest Jesum, da er der Herr sei, und 
glaubest in deinem Herzen, da ihn Gott von den Toten auferweckt hat, so 
wirst du selig.
10. Denn so man von Herzen glaubet, so wird man gerecht, und so man mit 
dem Munde bekennet, so wird man selig.
11. Denn die Schrift spricht: Wer an ihn glaubet, wird nicht zuschanden 
werden.
12. Es ist hier kein Unterschied unter Juden und Griechen; es ist aller 
zumal ein Herr, reich ber alle, die ihn anrufen.
13. Denn wer den Namen des Herrn wird anrufen, soll selig werden.
14. Wie sollen sie aber anrufen, an den sie nicht glauben? Wie sollen sie 
aber glauben, von dem sie nichts gehret haben? Wie sollen sie aber hren 
ohne Prediger?
15. Wie sollen sie aber predigen, wo sie nicht gesandt werden? wie denn 
geschrieben stehet: Wie lieblich sind die Fe derer, die den Frieden 
verkndigen, die das Gute verkndigen!
16. Aber sie sind nicht alle dem Evangelium gehorsam. Denn Jesaja spricht: 
Herr, wer glaubet unserm Predigen?
17. So kommt der Glaube aus der Predigt, das Predigen aber durch das Wort 
Gottes.
18. Ich sage aber: Haben sie es nicht gehrte? Zwar es ist je in alle 
Lande ausgegangen ihr Schall und in alle Welt ihre Worte.
19. Ich sage aber: Hat es Israel nicht erkannt? Der erste Mose spricht: 
Ich will euch eifern machen ber dem, das nicht mein Volk ist, und ber 
einem unverstndigen Volk will ich euch erzrnen
20. Jesaja aber darf wohl so sagen: Ich bin erfunden von denen, die mich 
nicht gesucht haben, und bin erschienen denen die nicht nach mir gefragt 
haben.
21. Zu Israel aber spricht er: Den ganzen Tag habe ich meine Hnde 
ausgestrecket zu dem Volk, das sich nicht sagen lsset und widerspricht.
Rmer 11
1. So sage ich nun: Hat denn Gott sein Volk verstoen? Das sei ferne! Denn 
ich bin auch ein Israelit von dem Samen Abrahams, aus dem Geschlecht 
Benjamin.
2. Gott hat sein Volk nicht verstoen, welches er zuvor versehen hat. Oder 
wisset ihr nicht, was die Schrift sagt von Elia, wie er tritt vor Gott 
wider Israel und spricht:
3. Herr, sie haben deine Propheten gettet und haben deine Altre 
ausgegraben; und ich bin allein berblieben, und sie stehen mir nach 
meinem Leben?
4. Aber was sagt ihm die gttliche Antwort? Ich habe mir lassen 
berbleiben siebentausend Mann, die nicht haben ihre Kniee gebeuget vor 
dem Baal.
5. Also gehets auch jetzt zu dieser Zeit mit diesen berbliebenen nach 
der Wahl der Gnaden.
6. Ists aber aus Gnaden, so ists nicht aus Verdienst der Werke, sonst 
wrde Gnade nicht Gnade sein. Ists aber aus Verdienst der Werke, so ist 
die Gnade nichts, sonst wre Verdienst nicht Verdienst.
7. Wie denn nun? Was Israel sucht, das erlangt es nicht; die Wahl aber 
erlanget es. Die andern sind verstockt,
8. wie geschrieben stehet: Gott hat ihnen gegeben einen erbitterten Geist, 
Augen, da sie nicht sehen, und Ohren, da sie nicht hren, bis auf den 
heutigen Tag.
9. Und David spricht: La ihren Tisch zu einem Strick werden und zu einer 
Berckung und zum rgernis und ihnen zur Vergeltung.
10. Verblende ihre Augen, da sie nicht sehen, und beuge ihren Rcken 
allezeit.
11. So sage ich nun: Sind sie darum angelaufen, da sie fallen sollten? 
Das sei ferne! Sondern aus ihrem Fall ist den Heiden das Heil widerfahren, 
auf da sie denen nacheifern sollten.
12. Denn so ihr Fall der Welt Reichtum ist, und ihr Schade ist der Heiden 
Reichtum, wieviel mehr, wenn ihre Zahl voll wrde?
13. Mit euch Heiden rede ich; denn dieweil ich der Heiden Apostel bin, 
will ich mein Amt preisen,
14. ob ich mchte die, so mein Fleisch sind, zu eifern reizen und ihrer 
etliche selig machen.
15. Denn so ihr Verlust der Welt Vershnung ist, was wre das anders, denn 
das Leben von den Toten nehmen?
16. Ist der Anbruch heilig, so ist auch der Teig heilig, und so die Wurzel 
heilig ist, so sind auch die Zweige heilig.
17. Ob aber nun etliche von den Zweigen zerbrochen sind, und du, da du ein 
wilder lbaum warest, bist unter sie gepfropfet und teilhaftig worden der 
Wurzel und des Safts im lbaum,
18. so rhme dich nicht wider die Zweige. Rhmest du dich aber wider sie, 
so sollst du wissen, da du die Wurzel nicht trgest, sondern die Wurzel 
trget dich.
19. So sprichst du: Die Zweige sind zerbrochen, da ich hineingepfropfet 
wrde.
20. Ist wohl geredet. Sie sind zerbrochen um ihres Unglaubens willen; du 
stehest aber durch den Glauben. Sei nicht stolz, sondern frchte dich.
21. Hat Gott der natrlichen Zweige nicht verschonet, da er vielleicht 
dein auch nicht verschone.
22. Darum schaue die Gte und den Ernst Gottes: den Ernst an denen, die 
gefallen sind, die Gte aber an dir, soferne du an der Gte bleibest; 
sonst wirst du auch abgehauen werden.
23. Und jene, so sie nicht bleiben in dem Unglauben, werden sie 
eingepfropfet werden; Gott kann sie wohl wieder ein pfropfen.
24. Denn so du aus dem lbaum, der von Natur wild war, bist ausgehauen und 
wider die Natur in den guten lbaum gepfropfet, wieviel mehr werden die 
natrlichen eingepfropfet in ihren eigenen lbaum!
25. Ich will euch nicht verhalten, liebe Brder, dieses Geheimnis, auf da 
ihr nicht stolz seid. Blindheit ist Israel einesteils widerfahren, so 
lange, bis die Flle der Heiden eingegangen sei,
26. und also das ganze Israel selig werde, wie geschrieben stehet: Es wird 
kommen aus Zion, der da erlse und abwende das gottlose Wesen von Jakob.
27. Und dies ist mein Testament mit ihnen, wenn ich ihre Snden werde weg 
nehmen.
28. Nach dem Evangelium halte ich sie fr Feinde um euretwillen; aber nach 
der Wahl habe ich sie lieb um der Vter willen.
29. Gottes Gaben und Berufung mgen ihn nicht gereuen.
30. Denn gleicherweise, wie auch ihr nicht habt geglaubet an Gott, nun 
aber habt ihr Barmherzigkeit berkommen ber ihrem Unglauben,
31. also auch jene haben jetzt nicht wollen glauben an die Barmherzigkeit, 
die euch widerfahren ist, auf da sie auch Barmherzigkeit berkommen.
32. Denn Gott hat alles beschlossen unter den Unglauben, auf da er sich 
aller erbarme.
33. O welch eine Tiefe des Reichtums, beide, der Weisheit und Erkenntnis 
Gottes! Wie gar unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine 
Wege!
34. Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt? Oder wer ist sein Ratgeber 
gewesen?
35. Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, das ihm werde wieder vergolten?
36. Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in 
Ewigkeit! Amen.
Rmer 12
1. Ich ermahne euch, liebe Brder, durch die Barmherzigkeit Gottes, da 
ihr eure Leiber begebet zum Opfer, das da lebendig, heilig und Gott 
wohlgefllig sei, welches sei euer vernnftiger Gottesdienst.
2. Und stellet euch nicht dieser Welt gleich, sondern verndert euch durch 
Erneuerung eures Sinnes, auf da ihr prfen mget, welches da sei der 
gute, der wohlgefllige und der vollkommene Gotteswille.
3. Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedermann unter 
euch, da niemand weiter von sich halte, denn sichs gebhrt zu halten, 
sondern da von sich miglich halte, ein jeglicher nachdem Gott 
ausgeteilet hat das Ma des Glaubens.
4. Denn gleicherweise, als wir in einem Leibe viel Glieder haben, aber 
alle Glieder nicht einerlei Geschft haben,
5. also sind wir viele ein Leib in Christo; aber untereinander ist einer 
des andern Glied.
6. Und haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist.Hat 
jemand Weissagung, so sei sie dem Glauben hnlich
7. Hat jemand ein Amt so warte er des Amts. Lehret jemand, so warte er der 
Lehre.
8. Ermahnet jemand, so warte er des Ermahnens. Gibt jemand, so gebe er 
einfltiglich. Regieret jemand, so sei er sorgfltig. bet jemand 
Barmherzigkeit, so tu er's mit Lust.
9. Die Liebe sei nicht falsch. Hasset das Arge, hanget dem Guten an.
10. Die brderliche Liebe untereinander sei herzlich. Einer komme dem 
andern mit Ehrerbietung zuvor.
11. Seid nicht trge, was ihr tun sollt. Seid brnstig im Geiste. Schicket 
euch in die Zeit.
12. Seid frhlich in Hoffnung; geduldig in Trbsal, haltet an am Gebet.
13. Nehmet euch der Heiligen Notdurft an. Herberget gerne.
14. Segnet, die euch verfolgen; segnet, und fluchet nicht.
15. Freuet euch mit den Frhlichen und weinet mit den Weinenden.
16. Habt einerlei Sinn untereinander. Trachtet nicht nach hohen Dingen, 
sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen.
17. Haltet euch nicht selbst fr klug. Vergeltet niemand Bses mit Bsem. 
Fleiiget euch der Ehrbarkeit gegen jedermann.
18. Ist es mglich, soviel an euch ist, so habt mit allen Menschen Frieden.
19. Rchet euch selber nicht, meine Liebsten, sondern gebet Raum dem Zorn; 
denn es stehet geschrieben: Die Rache ist mein; ich will vergelten, 
spricht der Herr.
20. So nun deinen Feind hungert, so speise ihn; drstet ihn, so trnke 
ihn. Wenn du das tust, so wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt sammeln.
21. La dich nicht das Bse berwinden, sondern berwinde das Bse mit 
Gutem.
Rmer 13
1. Jedermann sei untertan der Obrigkeit, die Gewalt ber ihn hat. Denn es 
ist keine Obrigkeit ohne von Gott; wo aber Obrigkeit ist, die ist von Gott 
verordnet.
2. Wer sich nun wider die Obrigkeit setzet, der widerstrebet Gottes 
Ordnung; die aber widerstreben, werden ber sich ein Urteil empfangen.
3. Denn die Gewaltigen sind nicht den guten Werken, sondern den bsen zu 
frchten. Willst du dich aber nicht frchten vor der Obrigkeit, so tue 
Gutes, so wirst du Lob von derselbigen haben;
4. denn sie ist Gottes Dienerin dir zu gut. Tust du aber Bses, so frchte 
dich; denn sie trgt das Schwert nicht umsonst; sie ist Gottes Dienerin, 
eine Rcherin zur Strafe ber den, der Bses tut.
5. So seid nun aus Not untertan, nicht allein um der Strafe willen, 
sondern auch um des Gewissens willen.
6. Derhalben msset ihr auch Scho geben; denn sie sind Gottes Diener, die 
solchen Schutz sollen handhaben.
7. So gebet nun jedermann, was ihr schuldig seid: Schoe dem der Scho 
gebhrt; Zoll, dem der Zoll gebhrt; Furcht dem die Furcht gebhrt; Ehre, 
dem die Ehre gebhrt.
8. Seid niemand nichts schuldig, denn da ihr euch untereinander liebet; 
denn wer den andern liebet, der hat das Gesetz erfllet.
9. Denn das da gesagt ist: Du sollst nicht ehebrechen; du sollst nicht 
tten; du sollst nicht stehlen; du sollst nicht falsch Zeugnis geben; dich 
soll nichts gelsten, und so ein ander Gebot mehr ist, das wird in diesem 
Wort verfasset: Du sollst deinen Nchsten lieben wie dich selbst:
10. Die Liebe tut dem Nchsten nichts Bses. So ist nun die Liebe des 
Gesetzes Erfllung.
11. Und weil wir solches wissen, nmlich die Zeit, da die Stunde da ist, 
aufzustehen vom Schlaf, sintemal unser Heil jetzt nher ist, denn da wirs 
glaubten,
12. die Nacht ist vergangen, der Tag aber herbeikommen: so lasset uns 
ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichtes.
13. Lasset uns ehrbarlich wandeln, als am Tage, nicht in Fressen und 
Saufen, nicht in Kammern und Unzucht, nicht in Hader und Neid.
14. sondern ziehet an den Herrn Jesum Christum und wartet des Leibes, doch 
also, da er nicht geil werde.
Rmer 14
1. Den Schwachen im Glauben nehmet auf und verwirret die Gewissen nicht.
2. Einer glaubt, er mge allerlei essen; welcher aber schwach ist, der 
isset Kraut.
3. Welcher isset, der verachte den nicht, der da nicht isset; und welcher 
nicht isset, der richte den nicht, der da isset; denn Gott hat ihn 
aufgenommen.
4. Wer bist du, da du einen fremden Knecht richtest? Er stehet oder 
fllet seinem Herrn. Er mag aber wohl aufgerichtet werden; denn Gott kann 
ihn Wohl aufrichten.
5. Einer hlt einen Tag vor dem andern; der andere aber hlt alle Tage 
gleich. Ein jeglicher sei seiner Meinung gewi.
6. Welcher auf die Tage hlt, der tuts dem Herrn; und welcher nichts 
darauf hlt, der tuts auch dem Herrn. Welcher isset, der isset dem Herrn; 
denn er danket Gott. Welcher nicht isset, der isset dem Herrn nicht und 
danket Gott.
7. Denn unser keiner lebt sich selber, und keiner stirbt sich selber.
8. Leben wir, so leben wir dem Herrn; sterben wir, so sterben wir dem 
Herrn. Darum, wir leben oder sterben, so sind wir des Herrn.
9. Denn dazu ist Christus auch gestorben und auferstanden und wieder 
lebendig worden, da er ber Tote und Lebendige Herr sei.
10. Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du anderer, was 
verachtest du deinen Bruder? Wir werden alle vor dem Richterstuhl Christi 
dargestellt werden,
11. nachdem geschrieben stehet: So wahr als ich lebe, spricht der Herr, 
mir sollen alle Kniee gebeuget werden, und alle Zungen sollen Gott 
bekennen.
12. So wird nun ein jeglicher fr sich selbst Gott Rechenschaft geben.
13. Darum lasset uns nicht mehr einer den andern richten, sondern das 
richtet vielmehr, da niemand seinem Bruder einen Ansto oder rgernis 
darstelle.
14. Ich wei und bins gewi in dem Herrn Jesu, da nichts gemein ist an 
sich selbst; ohne der es rechnet fr gemein, demselbigen ists gemein.
15. So aber dein Bruder ber deine Speise betrbet wird, so wandelst du 
schon nicht nach der Liebe. Lieber, verderbe den nicht mit deiner Speise, 
um welchen willen Christus gestorben ist!
16. Darum schaffet, da euer Schatz nicht verlstert werde!
17. Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern 
Gerechtigkeit und Friede und Freude in dem Heiligen Geiste.
18. Wer darinnen Christo dienet, der ist Gott gefllig und den Menschen 
wert.
19. Darum lasset uns dem nachstreben, was zum Frieden dienet, und was zur 
Besserung untereinander dienet.
20. Lieber, verstre nicht um der Speise willen Gottes Werk! Es ist zwar 
alles rein, aber es ist nicht gut dem, der es isset mit einem Ansto 
seines Gewissens.
21. Es ist besser, du essest kein Fleisch und trinkest keinen Wein oder 
das, daran sich dein Bruder stet oder rgert oder schwach wird.
22. Hast du den Glauben, so habe ihn bei dir selbst vor Gott. Selig ist, 
der sich selbst kein Gewissen macht in dem, was er annimmt.
23. Wer aber darber zweifelt und isset doch, der ist verdammt; denn es 
gehet nicht aus dem Glauben. Was aber nicht aus dem Glauben gehet, das ist 
Snde.
Rmer 15
1. Wir aber, die wir stark sind, sollen der Schwachen Gebrechlichkeit 
tragen und nicht Gefallen an uns selber haben.
2. Es stelle sich aber ein jeglicher unter uns also, da er seinem 
Nchsten gefalle zum Guten, zur Besserung.
3. Denn auch Christus nicht an sich selber Gefallen hatte, sondern wie 
geschrieben stehet: Die Schmhungen derer, die dich schmhen, sind ber 
mich gefallen.
4. Was aber zuvor geschrieben ist, das ist uns zur Lehre geschrieben, auf 
da wir durch Geduld und Trost der Schrift Hoffnung haben.
5. Gott aber der Geduld und des Trostes gebe euch, da ihr einerlei 
gesinnet seid untereinander nach Jesu Christo,
6. auf da ihr einmtiglich mit einem Munde lobet Gott und den Vater 
unsers Herrn Jesu Christi.
7. Darum nehmet euch untereinander auf, gleichwie euch Christus hat 
aufgenommen zu Gottes Lobe.
8. Ich sage aber, da Jesus Christus sei ein Diener gewesen der 
Beschneidung um der Wahrheit willen Gottes, zu besttigen die Verheiung, 
den Vtern geschehen,
9. da die Heiden aber Gott loben um der Barmherzigkeit willen, wie 
geschrieben stehet: Darum will ich dich loben unter den Heiden und deinem 
Namen singen.
10. Und abermal spricht er: Freuet euch, ihr Heiden, mit seinem Volk!
11. Und abermal: Lobet den Herrn, alle Heiden, und preiset ihn, alle 
Vlker!
12. Und abermal spricht Jesaja: Es wird sein die Wurzel Jesse, und der 
auferstehen wird, zu herrschen ber die Heiden; auf den werden die Heiden 
hoffen.
13. Gott aber der Hoffnung erflle euch mit aller Freude und Frieden im 
Glauben, da ihr vllige Hoffnung habet durch die Kraft des Heiligen 
Geistes.
14. Ich wei aber fast wohl von euch, liebe Brder, da ihr selbst voll 
Gtigkeit seid, erfllet mit aller Erkenntnis, da ihr euch untereinander 
knnet ermahnen.
15. Ich habs aber dennoch gewagt und euch etwas wollen schreiben, liebe 
Brder, euch zu erinnern, um der Gnade willen, die mir von Gott gegeben 
ist,
16. da ich soll sein ein Diener Christi unter den Heiden zu opfern das 
Evangelium Gottes, auf da die Heiden ein Opfer werden, Gott angenehm, 
geheiliget durch den Heiligen Geist.
17. Darum kann ich mich rhmen in Jesu Christo, da ich Gott diene.
18. Denn ich drfte nicht etwas reden, wo dasselbige Christus nicht durch 
mich wirkte, die Heiden zum Gehorsam zu bringen durch Wort und Werk,
19. durch Kraft der Zeichen und Wunder und durch Kraft des Geistes Gottes, 
also da ich von Jerusalem an und umher bis an Illyrikum alles mit dem 
Evangelium Christi erfllet habe,
20. und mich sonderlich geflissen, das Evangelium zu predigen, wo Christi 
Name nicht bekannt war, auf da ich nicht auf einen fremden Grund bauete
21. sondern wie geschrieben stehet: Welchen nicht ist von ihm verkndiget, 
die sollens sehen, und welche nicht gehret haben, sollens verstehen.
22. Das ist auch die Sache, darum ich vielmal verhindert bin, zu euch zu 
kommen.
23. Nun ich aber nicht mehr Raum habe in diesen Lndern, habe aber 
Verlangen, zu euch zu kommen, von vielen Jahren her:
24. wenn ich reisen werde nach Spanien, will ich zu euch kommen. Denn ich 
hoffe, da ich da durchreisen und euch sehen werde und von euch dorthin 
geleitet werden mge, so doch, da ich zuvor mich ein wenig mit euch 
ergtze.
25. Nun aber fahre ich hin gen Jerusalem den Heiligen zu Dienst.
26. Denn die aus Mazedonien und Achaja haben williglich eine gemeine 
Steuer zusammengelegt den armen Heiligen zu Jerusalem.
27. Sie habens williglich getan und sind auch ihre Schuldner. Denn so die 
Heiden sind ihrer geistlichen Gter teilhaftig worden, ists billig, da 
sie ihnen auch in leiblichen Gtern Dienst beweisen.
28. Wenn ich nun solches ausgerichtet und ihnen diese Frucht versiegelt 
habe, will ich durch euch nach Spanien ziehen.
29. Ich wei aber, wenn ich zu euch komme, da ich mit vollem Segen des 
Evangeliums Christi kommen werde.
30. Ich ermahne euch aber, liebe Brder, durch unsern Herrn Jesum Christum 
und durch die Liebe des Geistes, da ihr mir helfet kmpfen mit Beten fr 
mich zu Gott,
31. auf da ich errettet werde von den Unglubigen in Juda, und da mein 
Dienst, den ich gen Jerusalem tue, angenehm werde den Heiligen,
32. auf da ich mit Freuden zu euch komme durch den Willen Gottes und mich 
mit euch erquicke.
33. Der Gott aber des Friedens sei mit euch allen! Amen.
Rmer 16
1. Ich befehle euch aber unsere Schwester Phbe, welche ist am Dienste der 
Gemeinde zu Kenchre,
2. da ihr sie aufnehmet in dem Herrn, wie sichs ziemet den Heiligen, und 
tut ihr Beistand in allem Geschfte, darinnen sie euer bedarf. Denn sie 
hat auch vielen Beistand getan, auch mir selbst.
3. Gret die Priscilla und den Aquila, meine Gehilfen in Christo Jesu,
4. welche haben fr mein Leben ihre Hlse dargegeben, welchen nicht allein 
ich danke, sondern alle Gemeinden unter den Heiden.
5. Auch gret die Gemeinde in ihrem Hause. Gret Epnetum, meinen 
Liebsten, welcher ist der Erstling unter denen aus Achaja in Christo.
6. Gret Maria, welche viel Mhe und Arbeit mit uns gehabt hat.
7. Grsset den Andronikus und den Junias, meine Gefreundeten und meine 
Mitgefangenen, welche sind berhmte Apostel und vor mir gewesen in Christo.
8. Gret Amplias, meinen Lieben in dem Herrn.
9. Gret Urban, unsern Gehilfen in Christo und Stachys, meinen Lieben.
10. Gret Apelles, den Bewhrten in Christo. Gret, die da sind von des 
Aristobulus Gesinde.
11. Gret Herodionus, meinen Gefreundeten. Gret, die da sind von des 
Narcissus Gesinde in dem Herrn.
12. Gret die Tryphna und die Tryphosa, welche in dem Herrn gearbeitet 
haben. Gret die Persida, meine Liebe, welche in dem Herrn viel 
gearbeitet hat.
13. Gret Rufus, den Auserwhlten in dem Herrn, und seine und meine 
Mutter.
14. Gret Asynkritus und Phlegon, Hermas, Patrobas, Hermes und die Brder 
bei ihnen.
15. Gret Philologus und die Julia, Nereus und seine Schwester und 
Olympas und alle Heiligen bei ihnen.
16. Gret euch untereinander mit dem heiligen Ku. Es gren euch die 
Gemeinden Christi.
17. Ich ermahne aber euch, liebe Brder, da ihr aufsehet auf die, die da 
Zertrennung und rgernis anrichten neben der Lehre, die ihr gelernet habt, 
und weichet von denselbigen!
18. Denn solche dienen nicht dem Herr Jesu Christo, sondern ihrem Bauche; 
und durch se Worte und prchtige Rede verfhren sie die unschuldigen 
Herzen.
19. Denn euer Gehorsam ist unter jedermann auskommen. Derhalben freue ich 
mich ber euch. Ich will aber, da ihr weise seid aufs Gute, aber 
einfltig aufs Bse.
20. Aber der Gott des Friedens zertrete den Satan unter eure Fe in 
kurzem! Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit euch!
21. Es gren euch Timotheus, mein Gehilfe, und Lucius und Jason und 
Sosipater, meine Gefreundeten.
22. Ich, Tertius, gre euch, der ich diesen Brief geschrieben habe, in 
dem Herrn
23. Es gret euch Gajus, mein und der ganzen Gemeinde Wirt. Es gret 
euch Erastus, der Stadt Rentmeister, und Quartus, der Bruder.
24. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit euch allen! Amen.
25. Dem aber, der euch strken kann laut meines Evangeliums und Predigt 
von Jesu Christo, durch welche das Geheimnis offenbaret ist, das von der 
Welt her verschwiegen gewesen ist,
26. nun aber offenbaret, auch kundgemacht durch der Propheten Schriften 
aus Befehl des ewigen Gottes, den Gehorsam des Glaubens aufzurichten unter 
allen Heiden:
27. demselbigen Gott, der allein weise ist, sei Ehre durch Jesum Christum 
in Ewigkeit! Amen.An die Rmer gesandt von Korinth durch Phbe, die am 
Dienst war der Gemeinde zu Kenchrea.
1.Korinther 1
1. Paulus, berufen zum Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, und 
Bruder Sosthenes:
2. Der Gemeinde Gottes zu Korinth, den Geheiligten in Christo Jesu, den 
berufenen Heiligen samt allen denen, die anrufen den Namen unsers Herrn 
Jesu Christi an allen ihren und unsern Orten.
3. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn 
Jesu Christo!
4. Ich danke meinem Gott allezeit eurethalben fr die Gnade Gottes, die 
euch gegeben ist in Christo Jesu,
5. da ihr seid durch ihn an allen Stcken reich gemacht, an aller Lehre 
und in aller Erkenntnis
6. wie denn die Predigt von Christo in euch krftig worden ist,
7. also da ihr keinen Mangel habt an irgendeiner Gabe und wartet nur auf 
die Offenbarung unsers Herrn Jesu Christi.
8. welcher auch wird euch fest behalten bis ans Ende, da ihr unstrflich 
seid auf den Tag unsers Herrn Jesu Christi.
9. Denn Gott ist treu, durch welchen ihr berufen seid zur Gemeinschaft 
seines Sohnes Jesu Christi, unsers Herrn.
10. Ich ermahne euch aber, liebe Brder, durch den Namen unsers Herrn Jesu 
Christi; da ihr allzumal einerlei Rede fhret und lasset nicht Spaltungen 
unter euch sein, sondern haltet fest aneinander in einem Sinn und in 
einerlei Meinung.
11. Denn mir ist vorkommen, liebe Brder, durch die aus Chloes Gesinde von 
euch, da Zank unter euch sei.
12. Ich sage aber davon, da unter euch einer spricht: Ich bin paulisch; 
der andere: Ich bin apollisch; der dritte: Ich bin kephisch; der vierte: 
Ich bin christisch.
13. Wie? ist Christus nun zertrennet? Ist denn Paulus fr euch 
gekreuziget, oder seid ihr auf des Paulus Namen getauft?
14. Ich danke Gott, da ich niemand unter euch getauft habe auer Crispus 
und Gajus,
15. da nicht jemand sagen mge, ich htte auf meinen Namen getauft.
16. Ich habe aber auch getauft des Stephanas Hausgesinde; danach wei ich 
nicht, ob ich etliche andere getauft habe.
17. Denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das Evangelium 
zu predigen, nicht mit klugen Worten, auf da nicht das Kreuz Christi 
zunichte werde.
18. Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren werden; 
uns aber, die wir selig werden, ist es eine Gotteskraft.
19. Denn es stehet geschrieben: Ich will zunichte machen die Weisheit der 
Weisen, und den Verstand der Verstndigen will ich verwerfen.
20. Wo sind die Klugen? Wo sind die Schriftgelehrten? Wo sind die 
Weltweisen? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht?
21. Denn dieweil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit 
nicht erkannte, gefiel es Gott wohl, durch trichte Predigt selig zu 
machen die, so daran glauben,
22. sintemal die Juden Zeichen fordern, und die Griechen nach Weisheit 
fragen.
23. Wir aber predigen den gekreuzigten Christum, den Juden ein rgernis 
und den Griechen eine Torheit
24. Denen aber, die berufen sind, beide, Juden und Griechen, predigen wir 
Christum gttliche Kraft und gttliche Weisheit.
25. Denn die gttliche Torheit ist weiser, denn die Menschen sind, und die 
gttliche Schwachheit ist strker, denn die Menschen sind.
26. Sehet an, liebe Brder, euren Beruf: nicht viel Weise nach dem 
Fleisch, nicht viel Gewaltige, nicht viel Edle sind berufen.
27. sondern was tricht ist vor der Welt, das hat Gott erwhlet, da er 
die Weisen zuschanden machte; und was schwach ist vor der Welt, das hat 
Gott erwhlet, da er zuschanden machte, was stark ist;
28. und das Unedle vor der Welt und das Verachtete hat Gott erwhlet, und 
das da nichts ist, da er zunichte machte, was etwas ist,
29. auf da sich vor ihm kein Fleisch rhme.
30. Von welchem auch ihr herkommt in Christo Jesu, welcher uns gemacht ist 
von Gott zur Weisheit und zur Gerechtigkeit und zur Heiligung und zur 
Erlsung,
31. auf da (wie geschrieben stehet), wer sich rhmet, der rhme sich des 
Herrn.
1.Korinther 2
1. Und ich, liebe Brder, da ich zu euch kam, kam ich nicht mit hohen 
Worten oder hoher Weisheit, euch zu verkndigen die gttliche Predigt.
2. Denn ich hielt mich nicht dafr, da ich etwas wte unter euch ohne 
allein Jesum Christum, den Gekreuzigten.
3. Und ich war bei euch mit Schwachheit und mit Furcht und mit groem 
Zittern.
4. Und mein Wort und meine Predigt war nicht in vernnftigen Reden 
menschlicher Weisheit, sondern in Beweisung des Geistes und der Kraft,
5. auf da euer Glaube bestehe nicht auf Menschenweisheit, sondern auf 
Gottes Kraft.
6. Wovon wir aber reden, das ist dennoch Weisheit bei den Vollkommenen; 
nicht eine Weisheit dieser Welt, auch nicht der Obersten dieser Welt, 
welche vergehen;
7. sondern wir reden von der heimlichen, verborgenen Weisheit Gottes, 
welche Gott verordnet hat vor der Welt zu unserer Herrlichkeit,
8. welche keiner von den Obersten dieser Welt erkannt hat; denn wo sie die 
erkannt htten, htten sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuziget;
9. sondern wie geschrieben stehet: Das kein Auge gesehen hat und kein Ohr 
gehret hat und in keines Menschen Herz kommen ist, das Gott bereitet hat 
denen, die ihn lieben.
10. Uns aber hat es Gott offenbaret durch seinen Geist; denn der Geist 
erforschet alle Dinge, auch die Tiefen der Gottheit.
11. Denn welcher Mensch wei, was im Menschen ist, ohne der Geist des 
Menschen, der in ihm ist? Also auch wei niemand, was in Gott ist, ohne 
der Geist Gottes.
12. Wir aber haben nicht empfangen den Geist der Welt, sondern den Geist 
aus Gott, da wir wissen knnen, was uns von Gott gegeben ist.
13. Welches wir auch reden, nicht mit Worten, welche menschliche Weisheit 
lehren kann, sondern mit Worten, die der Heilige Geist lehret, und richten 
geistliche Sachen geistlich.
14. Der natrliche Mensch aber vernimmt nichts vom Geist Gottes; es ist 
ihm eine Torheit, und kann es nicht erkennen; denn es mu geistlich 
gerichtet sein.
15. Der Geistliche aber richtet alles und wird von niemand gerichtet.
16. Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer will ihn unterweisen? 
Wir aber haben Christi Sinn.
1.Korinther 3
1. Und ich, liebe Brder, konnte nicht mit euch reden als mit Geistlichen, 
sondern als mit Fleischlichen, wie mit jungen Kindern in Christo.
2. Milch habe ich euch zu trinken gegeben und nicht Speise; denn ihr 
konntet noch nicht; auch knnt ihr noch jetzt nicht,
3. dieweil ihr noch fleischlich seid. Denn sintemal Eifer und Zank und 
Zwietracht unter euch sind, seid ihr denn nicht fleischlich und wandelt 
nach menschlicher Weise?
4. Denn so einer sagt: Ich bin paulisch, der andere aber: Ich bin 
apollisch, seid ihr denn nicht fleischlich?
5. Wer ist nun Paulus? Wer ist Apollo? Diener sind sie, durch welche ihr 
seid glubig worden, und dasselbige, wie der Herr einem jeglichen gegeben 
hat.
6. Ich habe gepflanzet, Apollo hat begossen, aber Gott hat das Gedeihen 
gegeben.
7. So ist nun weder der da pflanzet, noch der da begiet, etwas, sondern 
Gott, der das Gedeihen gibt.
8. Der aber pflanzet und der da begiet, ist einer wie der andere. Ein 
jeglicher aber wird seinen Lohn empfangen nach seiner Arbeit.
9. Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerwerk und Gottes 
Gebu.
10. Ich von Gottes Gnaden, die mir gegeben ist, habe den Grund gelegt als 
ein weiser Baumeister; ein anderer bauet darauf. Ein jeglicher aber sehe 
zu, wie er darauf baue.
11. Einen andern Grund kann zwar niemand legen auer dem, der gelegt ist, 
welcher ist Jesus Christus.
12. So aber jemand auf diesen Grund bauet Gold, Silber, Edelsteine, Holz, 
Heu, Stoppeln,
13. so wird eines jeglichen Werk offenbar werden; der Tag wirds klar 
machen. Denn es wird durchs Feuer offenbar werden, und welcherlei eines 
jeglichen Werk sei, wird das Feuer bewhren.
14. Wird jemandes Werk bleiben, das er darauf gebauet hat, so wird er Lohn 
empfangen.
15. Wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er des Schaden leiden; er 
selbst aber wird selig werden, so doch wie durchs Feuer.
16. Wisset ihr nicht, da ihr Gottes Tempel seid, und der Geist Gottes in 
euch wohnet?
17. So jemand den Tempel Gottes verderbet, den wird Gott verderben; denn 
der Tempel Gottes ist heilig; der seid ihr.
18. Niemand betrge sich selbst! Welcher sich unter euch dnkt, weise zu 
sein, der werde ein Narr in dieser Welt, da er mge weise sein.
19. Denn dieser Welt Weisheit ist Torheit bei Gott. Denn es stehet 
geschrieben: Die Weisen erhaschet er in ihrer Klugheit.
20. Und abermal: Der Herr wei der Weisen Gedanken, da sie eitel sind.
21. Darum rhme sich niemand eines Menschen! Es ist alles euer,
22. es sei Paulus oder Apollo, es sei Kephas oder die Welt, es sei das 
Leben oder der Tod, es sei das Gegenwrtige oder das Zuknftige: alles ist 
euer.
23. Ihr aber seid Christi; Christus aber ist Gottes.
1.Korinther 4
1. Dafr halte uns jedermann, nmlich fr Christi Diener und Haushalter 
ber Gottes Geheimnisse.
2. Nun sucht man nicht mehr an den Haushaltern, denn da sie treu erfunden 
werden.
3. Mir aber ists ein Geringes, da ich von euch gerichtet werde oder von 
einem menschlichen Tage; auch richte ich mich selbst nicht.
4. Ich bin mir wohl nichts bewut, aber darinnen bin ich nicht 
gerechtfertiget; der Herr ists aber, der mich richtet.
5. Darum richtet nicht vor der Zeit, bis der Herr komme, welcher auch wird 
ans Licht bringen, was im Finstern verborgen ist, und den Rat der Herzen 
offenbaren; alsdann wird einem jeglichen von Gott Lob widerfahren.
6. Solches aber, liebe Brder, habe ich auf mich und Apollo gedeutet um 
euretwillen, da ihr an uns lernet, da niemand hher von sich halte, denn 
jetzt geschrieben ist, auf da sich nicht einer wider den andern um 
jemandes willen aufblase.
7. Denn wer hat dich vorgezogen? Was hast du aber, das du nicht empfangen 
hast? So du es aber empfangen hast, was rhmest du dich denn, als der es 
nicht empfangen htte?
8. Ihr seid schon satt worden; ihr seid schon reich worden; ihr herrschet 
ohne uns. Und wollte Gott, ihr herrschet, auf da auch wir mit euch 
herrschen mchten.
9. Ich halte aber, Gott habe uns Apostel fr die Allergeringsten 
dargestellet, als dem Tode bergeben. Denn wir sind ein Schauspiel worden 
der Welt und den Engeln und den Menschen.
10. Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in Christo; wir 
schwach, ihr aber stark; ihr herrlich, wir aber verachtet.
11. Bis auf diese Stunde leiden wir Hunger und Durst und sind nackend und 
werden geschlagen und haben keine gewisse Sttte
12. und arbeiten und wirken mit unsern eigenen Hnden. Man schilt uns, so 
segnen wir; man verfolgt uns, so dulden wirs, man lstert uns, so flehen 
wir.
13. Wir sind stets als ein Fluch der Welt und ein Fegopfer aller Leute.
14. Nicht schreibe ich solches, da ich euch beschme, sondern ich ermahne 
euch als meine lieben Kinder.
15. Denn ob ihr gleich zehntausend Zuchtmeister httet in Christo, so habt 
ihr doch nicht viele Vter. Denn ich habe euch gezeuget in Christo Jesu 
durch das Evangelium.
16. Darum ermahne ich euch: Seid meine Nachfolger!
17. Aus derselben Ursache habe ich Timotheus zu euch gesandt, welcher ist 
mein lieber und getreuer Sohn in dem Herrn, da er euch erinnere meiner 
Wege, die da in Christo sind, gleichwie ich an allen Enden in allen 
Gemeinden lehre.
18. Es blhen sich etliche auf, als wrde ich nicht zu euch kommen.
19. Ich will aber gar krzlich zu euch kommen, so der Herr will, und 
erlernen nicht die Worte der Aufgeblasenen, sondern die Kraft.
20. Denn das Reich Gottes stehet nicht in Worten, sondern in Kraft.
21. Was wollet ihr? Soll ich mit der Rute zu euch kommen oder mit Liebe 
und sanftmtigem Geist?
1.Korinther 5
1. Es gehet ein gemein Geschrei, da Hurerei unter euch ist, und eine 
solche Hurerei, da auch die Heiden nicht von zu sagen wissen, da einer 
seines Vaters Weib habe.
2. Und ihr seid aufgeblasen und habt nicht vielmehr Leid getragen, auf 
da, der das Werk getan hat, von euch getan wrde.
3. Ich zwar, als der ich mit dem Leibe nicht da bin, doch mit dem Geist 
gegenwrtig, habe schon als gegenwrtig beschlossen ber den, den solches 
also getan hat:
4. in dem Namen unsers Herrn Jesu Christi, in eurer Versammlung mit meinem 
Geist und mit der Kraft unsers Herrn Jesu Christi.
5. ihn zu bergeben dem Satan zum Verderben des Fleisches, auf da der 
Geist selig werde am Tage des Herrn Jesu.
6. Euer Ruhm ist nicht fein. Wisset ihr nicht, da ein wenig Sauerteig den 
ganzen Teig versuert?
7. Darum feget den alten Sauerteig aus, auf da ihr ein neuer Teig seid, 
gleichwie ihr ungesuert seid. Denn wir haben auch ein Osterlamm, das ist 
Christus, fr uns geopfert.
8. Darum lasset uns Ostern halten, nicht im alten Sauerteig, auch nicht im 
Sauerteig der Bosheit und Schalkheit, sondern in dem Steig der 
Lauterkeit und der Wahrheit.
9. Ich habe euch geschrieben in dem Briefe, da ihr nichts sollet zu 
schaffen haben mit den Hurern.
10. Das meine ich gar nicht von den Hurern in dieser Welt oder von den 
Geizigen oder von den Rubern oder von den Abgttischen; sonst mtet ihr 
die Welt rumen.
11. Nun aber habe ich euch geschrieben, ihr sollet nichts mit ihnen zu 
schaffen haben; nmlich, so jemand ist, der sich lsset einen Bruder 
nennen, und ist ein Hurer oder ein Geiziger oder ein Abgttischer oder ein 
Lsterer oder ein Trunkenbold oder ein Ruber, mit demselbigen sollet ihr 
auch nicht essen.
12. Denn was gehen mich die drauen an, da ich sie sollte richten? 
Richtet ihr nicht, die da drinnen sind?
13. Gott aber wird, die drauen sind, richten. Tut von euch selbst hinaus, 
wer da bse ist!
1.Korinther 6
1. Wie darf jemand unter euch, so er einen Handel hat mit einem andern, 
hadern vor den Ungerechten und nicht vor den Heiligen?
2. Wisset ihr nicht, da die Heiligen die Welt richten werden? So denn nun 
die Welt soll von euch gerichtet werden, seid ihr denn nicht gut genug, 
geringere Sachen zu richten?
3. Wisset ihr nicht, da wir ber die Engel richten werden? wieviel mehr 
ber die zeitlichen Gter!
4. Ihr aber, wenn ihr ber zeitlichen Gtern Sachen habt, so nehmet ihr 
die, so bei der Gemeinde verachtet sind, und setzet sie zu Richtern.
5. Euch zur Schande mu ich das sagen. Ist so gar kein Weiser unter euch 
oder doch nicht einer, der da knnte richten zwischen Bruder und Bruder?
6. Sondern ein Bruder mit dem andern hadert, dazu vor den Unglubigen.
7. Es ist schon ein Fehl unter euch, da ihr miteinander rechtet. Warum 
lasset ihr euch nicht viel lieber unrecht tun? Warum lasset ihr euch nicht 
viel lieber bervorteilen?
8. Sondern ihr tut unrecht und bervorteilet, und solches an den Brdern.
9. Wisset ihr nicht, da die Ungerechten werden das Reich Gottes nicht 
ererben? Lasset euch nicht verfhren: weder die Hurer noch die 
Abgttischen noch die Ehebrecher noch die Weichlinge noch die 
Knabenschnder
10. noch die Diebe noch die Geizigen noch die Trunkenbolde noch die 
Lsterer noch die Ruber werden das Reich Gottes ererben.
11. Und solche sind euer etliche gewesen; aber ihr seid abgewaschen, ihr 
seid geheiliget, ihr seid gerecht worden durch den Namen des Herrn Jesu 
und durch den Geist unsers Gottes.
12. Ich hab es alles Macht; es frommet aber nicht alles. Ich hab es 
alles Macht; es soll mich aber nichts gefangennehmen.
13. Die Speise dem Bauche und der Bauch der Speise; aber Gott wird diesen 
und jene hinrichten. Der Leib aber nicht der Hurerei, sondern dem Herrn 
und der Herr dem Leibe.
14. Gott aber hat den Herrn auferwecket und wird uns auch auferwecken 
durch seine Kraft.
15. Wisset ihr nicht, da eure Leiber Christi Glieder sind? Sollte ich nun 
die Glieder Christi nehmen und Hurenglieder daraus machen? Das sei ferne!
16. Oder wisset ihr nicht, da, wer an der Hure hanget, der ist ein Leib 
mit ihr? Denn sie werden (spricht er) zwei in einem Fleische sein.
17. Wer aber dem Herrn anhanget, der ist ein Geist mit ihm.
18. Fliehet die Hurerei! Alle Snden, die der Mensch tut, sind auer 
seinem Leibe; wer aber huret, der sndiget an seinem eigenen Leibe.
19. Oder wisset ihr nicht, da euer Leib ein Tempel des Heiligen Geistes 
ist, der in euch ist, welchen ihr habt von Gott, und seid nicht euer 
selbst?
20. Denn ihr seid teuer erkauft. Darum so preiset Gott an eurem Leibe und 
in eurem Geiste, welche sind Gottes.
1.Korinther 7
1. Von dem ihr aber mir geschrieben habt, antworte ich: Es ist dem 
Menschen gut, da er kein Weib berhre.
2. Aber um der Hurerei willen habe ein jeglicher sein eigen Weib, und eine 
jegliche habe ihren eigenen Mann.
3. Der Mann leiste dem Weibe die schuldige Freundschaft, 
desselbigengleichen das Weib dem Manne.
4. Das Weib ist ihres Leibes nicht mchtig, sondern der Mann. 
Desselbigengleichen der Mann ist seines Leibes nicht mchtig, sondern das 
Weib.
5. Entziehe sich nicht eins dem andern, es sei denn aus beider Bewilligung 
eine Zeitlang, da ihr zum Fasten und Beten Mue habet; und kommet 
wiederum zusammen; auf da euch der Satan nicht versuche um eurer 
Unkeuschheit willen.
6. Solches sage ich aber aus Vergunst und nicht aus Gebot.
7. Ich wollte aber lieber, alle Menschen wren, wie ich bin; aber ein 
jeglicher hat seine eigene Gabe von Gott, einer so, der andere so.
8. Ich sage zwar den Ledigen und Witwen: Es ist ihnen gut, wenn sie auch 
bleiben wie ich.
9. So sie aber sich nicht enthalten, so la sie freien; es ist besser 
freien, denn Brunst leiden.
10. Den Ehelichen aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, da das Weib 
sich nicht scheide von dem Manne.
11. So sie sich aber scheidet, da sie ohne Ehe bleibe oder sich mit dem 
Manne vershne, und da der Mann das Weib nicht von sich lasse.
12. Den andern aber sage ich, nicht der Herr: So ein Bruder ein unglubig 
Weib hat, und dieselbige lt es sich gefallen, bei ihm zu wohnen, der 
scheide sich nicht von ihr.
13. Und so ein Weib einen unglubigen Mann hat, und er lt es sich 
gefallen, bei ihr zu wohnen, die scheide sich nicht von ihm.
14. Denn der unglubige Mann ist geheiliget durch das Weib, und das 
unglubige Weib wird geheiliget durch den Mann. Sonst wren eure Kinder 
unrein; nun aber sind sie heilig.
15. So aber der Unglubige sich scheidet, so la ihn sich scheiden. Es ist 
der Bruder oder die Schwester nicht gefangen in solchen Fllen. Im Frieden 
aber hat uns Gott berufen.
16. Was weit du aber, du Weib, ob du den Mann werdest selig machen? Oder 
du Mann was weit du, ob du das Weib werdest selig machen?
17. Doch wie einem jeglichen Gott hat ausgeteilet. Ein jeglicher, wie ihn 
der Herr berufen hat, also wandele er. Und also schaffe ichs in allen 
Gemeinden.
18. Ist jemand beschnitten berufen, der zeuge keine Vorhaut. Ist jemand 
berufen in der Vorhaut, der lasse sich nicht beschneiden.
19. Die Beschneidung ist nichts, und die Vorhaut ist nichts, sondern 
Gottes Gebote halten;
20. Ein jeglicher bleibe in dem Beruf, darinnen er berufen ist.
21. Bist du als Knecht berufen, sorge dich nicht; doch kannst du frei 
werden, so brauche des viel lieber.
22. Denn wer als Knecht berufen ist in dem Herrn, der ist ein Gefreiter 
des Herrn; desselbigengleichen, wer als Freier berufen ist, der ist ein 
Knecht Christi.
23. Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte!
24. Ein jeglicher, liebe Brder, worinnen er berufen ist, darinnen bleibe 
er bei Gott.
25. Von den Jungfrauen aber habe ich kein Gebot des Herrn; ich sage aber 
meine Meinung, als ich Barmherzigkeit erlanget habe von dem Herrn, treu zu 
sein.
26. So meine ich nun, solches sei gut um der gegenwrtigen Not willen, da 
es dem Menschen gut sei, also zu sein.
27. Bist du an ein Weib gebunden, so suche nicht los zu werden; bist du 
aber los vom Weibe, so suche kein Weib.
28. So du aber freiest, sndigest du nicht; und so eine Jungfrau freiet, 
sndiget sie nicht; doch werden solche leibliche Trbsal haben. Ich 
verschone aber euer gerne.
29. Das sage ich aber, liebe Brder: Die Zeit ist kurz. Weiter ist das die 
Meinung: Die da Weiber haben, da sie seien, als htten sie keine, und die 
da weinen, als weineten sie nicht,
30. und die sich freuen, als freueten sie sich nicht, und die da kaufen, 
als besen sie es nicht,
31. und die diese Welt gebrauchen, da sie dieselbige nicht mibrauchen; 
denn das Wesen dieser Welt vergehet.
32. Ich wollte aber, da ihr ohne Sorge wret. Wer ledig ist, der sorget, 
was dem Herrn angehret, wie er dem Herrn gefalle.
33. Wer aber freiet, der sorget, was der Welt angehret, wie er dem Weibe 
gefalle. Es ist ein Unterschied zwischen einem Weibe und einer Jungfrau.
34. Welche nicht freiet, die sorget, was dem Herrn angehret, da sie 
heilig sei, beide, am Leibe und auch am Geist; die aber freiet, die 
sorget, was der Welt angehret, wie sie dem Manne gefalle.
35. Solches aber sage ich zu eurem Nutz; nicht da ich euch einen Strick 
an den Hals werfe, sondern dazu, da es fein ist, und ihr stets und 
unverhindert dem Herrn dienen knnet.
36. So aber jemand sich lsset dnken, es wolle sich nicht schicken mit 
seiner Jungfrau, weil sie eben wohl mannbar ist, und es will nicht anders 
sein, so tue er, was er will; er sndiget nicht, er lasse sie freien.
37. Wenn einer aber sich fest vornimmt, weil er ungezwungen ist und seinen 
freien Willen hat, und beschliet solches in seinem Herzen, seine Jungfrau 
also bleiben zu lassen, der tut wohl.
38. Endlich, welcher verheiratet, der tut wohl; welcher aber nicht 
verheiratet, der tut besser.
39. Ein Weib ist gebunden an das Gesetz, solange ihr Mann lebet; so aber 
ihr Mann entschlft, ist sie frei, sich zu verheiraten, welchem sie will; 
allein, da es in dem Herrn geschehe.
40. Seliger ist sie aber, wo sie also bleibet, nach meiner Meinung. Ich 
halte aber, ich habe auch den Geist Gottes.
1.Korinther 8
1. Von dem Gtzenopfer aber wissen wir; denn wir haben alle das Wissen. 
Das Wissen blset auf; aber die Liebe bessert.
2. So aber sich jemand dnken lsset, er wisse etwas, der wei noch 
nichts, wie er wissen soll.
3. So aber jemand Gott liebet, derselbige ist von ihm erkannt.
4. So wissen wir nun von der Speise des Gtzenopfers, da ein Gtze nichts 
in der Welt sei, und da kein anderer Gott sei ohne der einige.
5. Und wiewohl es sind, die Gtter genannt werden, es sei, im Himmel oder 
auf Erden, sintemal es sind viel Gtter und viel Herren:
6. so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von welchem alle Dinge 
sind und wir in ihm, und einen Herrn, Jesum Christum, durch welchen alle 
Dinge sind und wir durch ihn.
7. Es hat aber nicht jedermann das Wissen. Denn etliche machen sich noch 
ein Gewissen ber dem Gtzen und essen es fr Gtzenopfer; damit wird ihr 
Gewissen, weil es so schwach ist, beflecket.
8. Aber die Speise frdert uns nicht vor Gott. Essen wir, so werden wir 
darum nicht besser sein; essen wir nicht, so werden wir darum nichts 
weniger sein.
9. Sehet aber zu, da diese eure Freiheit nicht gerate zu einem Ansto der 
Schwachen.
10. Denn so dich, der du die Erkenntnis hast, jemand she zu Tische sitzen 
im Gtzenhause, wird nicht sein Gewissen dieweil er schwach ist, 
verursacht, das Gtzenopfer zu essen?
11. Und wird also ber deiner Erkenntnis der schwache Bruder umkommen, um 
welches willen doch Christus gestorben ist.
12. Wenn ihr aber also sndiget an den Brdern und schlaget ihr schwaches 
Gewissen, so sndiget ihr an Christo.
13. Darum, so die Speise meinen Bruder rgert, wollte ich nimmermehr 
Fleisch essen, auf da ich meinen Bruder nicht rgerte.
1.Korinther 9
1. Bin ich nicht ein Apostel? Bin ich nicht frei? Habe ich nicht unsern 
Herrn Jesum Christum gesehen? Seid nicht ihr mein Werk in dem Herrn?
2. Bin ich andern nicht ein Apostel, so bin ich doch euer Apostel; denn 
das Siegel meines Apostelamts seid ihr in dem Herrn.
3. Wenn man mich fragt, so antworte ich also:
4. Haben wir nicht Macht zu essen und zu trinken?
5. Haben wir nicht auch Macht, eine Schwester zum Weibe mit umherzufhren 
wie die andern Apostel und des Herrn Brder und Kephas?
6. Oder haben allein ich und Barnaba nicht Macht, solches zu tun?
7. Welcher zieht jemals in den Krieg auf seinen eigenen Sold? Welcher 
pflanzet einen Weinberg und isset nicht von seiner Frucht, oder welcher 
weidet eine Herde und isset nicht von der Milch der Herde?
8. Rede ich aber solches auf Menschenweise? Sagt nicht solches das Gesetz 
auch?
9. Denn im Gesetz Moses stehet geschrieben: Du sollst dem Ochsen nicht 
das Maul verbinden, der da drischet. Sorget Gott fr die Ochsen?
10. Oder sagt ers nicht allerdinge um unsertwillen? Denn es ist ja um 
unsertwillen geschrieben. Denn der da pflget, soll auf Hoffnung pflgen, 
und der da drischt, soll auf Hoffnung dreschen, da er seiner Hoffnung 
teilhaftig werde.
11. So wir euch das Geistliche sen, ists ein gro Ding, ob wir euer 
Leibliches ernten?
12. So aber andere dieser Macht an euch teilhaftig sind, warum nicht viel 
mehr wir? Aber wir haben solche Macht nicht gebraucht, sondern wir 
vertragen allerlei, da wir nicht dem Evangelium Christi ein Hindernis 
machen.
13. Wisset ihr nicht, da, die da opfern essen vom Opfer, und die des 
Altars pflegen, genieen des Altars?
14. Also hat auch der Herr befohlen da, die das Evangelium verkndigen; 
sollen sich vom Evangelium nhren.
15. Ich aber habe der keines gebraucht. Ich schreibe auch nicht darum 
davon, da es mit mir also sollte gehalten werden. Es wre mir lieber, ich 
strbe, denn da mir jemand meinen Ruhm sollte zunichte machen.
16. Denn da ich das Evangelium predige, darf ich mich nicht rhmen; denn 
ich mu es tun. Und wehe mir, wenn ich das Evangelium nicht predigte!
17. Tue ichs gerne, so wird mir gelohnet; tue ichs aber ungerne, so ist 
mir das Amt doch befohlen.
18. Was ist denn nun mein Lohn? Nmlich da ich predige das Evangelium 
Christi und tue dasselbige frei, umsonst, auf da ich nicht meiner 
Freiheit mibrauche am Evangelium.
19. Denn wiewohl ich frei bin von jedermann, hab ich mich doch selbst 
jedermann zum Knechte gemacht, auf da ich ihrer viel gewinne.
20. Den Juden bin ich worden als ein Jude, auf da ich die Juden gewinne. 
Denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich worden als unter dem Gesetz, auf 
da ich, die, so unter dem Gesetz sind, gewinne.
21. Denen, die ohne Gesetz sind, bin ich als ohne Gesetz worden (so ich 
doch nicht ohne Gesetz bin vor Gott, sondern bin in dem Gesetz Christi), 
auf da ich die, so ohne Gesetz sind, gewinne.
22. Den Schwachen bin ich worden als ein Schwacher, auf da ich die 
Schwachen gewinne. Ich bin jedermann allerlei worden, auf da ich 
allenthalben ja etliche selig mache
23. Solches aber tue ich um des Evangeliums willen, auf da ich sein 
teilhaftig werde.
24. Wisset ihr nicht, da die, so in den Schranken laufen, die laufen 
alle, aber einer erlanget das Kleinod? Laufet nun also, da ihr es 
ergreifet!
25. Ein jeglicher aber, der da kmpfet, enthlt sich alles Dinges: jene 
also, da sie eine vergngliche Krone empfangen, wir aber eine 
unvergngliche.
26. Ich laufe aber also, nicht als aufs Ungewisse; ich fechte also, nicht 
als, der in die Luft streichet,
27. sondern ich betube meinen Leib und zhme ihn, da ich nicht den 
andern predige und selbst verwerflich werde.
1.Korinther 10
1. Ich will euch aber, liebe Brder, nicht verhalten, da unsere Vter 
sind alle unter der Wolke gewesen und sind alle durchs Meer gegangen
2. und sind alle unter Mose getauft mit der Wolke und mit dem Meer;
3. und haben alle einerlei geistliche Speise gegessen
4. und haben alle einerlei geistlichen Trank getrunken; sie tranken aber 
von dem geistlichen Fels, der mitfolgte, welcher war Christus.
5. Aber an ihrer vielen hatte Gott kein Wohlgefallen; denn sie sind 
niedergeschlagen in der Wste.
6. Das ist aber uns zum Vorbilde geschehen, da wir uns nicht gelsten 
lassen des Bsen, gleichwie jene gelstet hat.
7. Werdet auch nicht Abgttische, gleichwie jener etliche wurden, als 
geschrieben stehet: Das Volk setzte sich nieder, zu essen und zu trinken, 
und stund auf, zu spielen.
8. Auch lasset uns nicht Hurerei treiben, wie etliche unter jenen Hurerei 
trieben, und fielen auf einen Tag dreiundzwanzigtausend.
9. Lasset uns aber auch Christum nicht versuchen, wie etliche von jenen 
ihn versuchten und wurden von, den Schlangen umgebracht.
10. Murret auch nicht, gleichwie jener etliche murreten und wurden 
umgebracht durch den Verderber.
11. Solches alles widerfuhr ihnen zum Vorbilde; es ist aber geschrieben 
uns zur Warnung, auf welche das Ende der Welt kommen ist.
12. Darum wer, sich lsset dnken, er stehe, mag wohl zusehen, da er 
nicht falle.
13. Es hat euch noch keine denn menschliche Versuchung betreten; aber Gott 
ist getreu, der euch nicht lsset versuchen ber euer Vermgen, sondern 
machet, da die Versuchung so ein Ende gewinne, da ihrs knnet ertragen.
14. Darum, meine Liebsten; fliehet von dem Gtzendienst!
15. Als mit den Klugen rede ich; richtet ihr, was ich sage!
16. Der gesegnete Kelch, welchen wir segnen, ist der nicht die 
Gemeinschaft des Blutes Christi? Das Brot, das wir brechen, ist das nicht 
die Gemeinschaft des Leibes Christi?
17. Denn ein Brot ists; so sind wir viele ein Leib, dieweil wir alle 
eines Brotes teilhaftig sind.
18. Sehet an den Israel nach dem Fleisch. Welche die Opfer essen, sind die 
nicht in der Gemeinschaft des Altars?
19. Was soll ich denn nun sagen? Soll ich sagen, da der Gtze etwas sei, 
oder da das Gtzenopfer etwas sei?
20. Aber ich sage, da die Heiden, was sie opfern, das opfern sie den 
Teufeln und nicht Gott. Nun will ich nicht, da ihr in der Teufel 
Gemeinschaft sein sollet.
21. Ihr knnt nicht zugleich trinken des Herrn Kelch und der Teufel Kelch; 
ihr knnt nicht zugleich teilhaftig sein des Tisches des Herrn und des 
Tisches der Teufel.
22. Oder wollen wir dem Herrn trotzen? Sind wir strker denn er?
23. Ich habe es zwar alles Macht; aber es frommet nicht alles. Ich habe es 
alles Macht; aber es bessert nicht alles.
24. Niemand suche was sein ist, sondern ein jeglicher, was des andern ist.
25. Alles was feil ist auf dem Fleischmarkt, das esset und forschet 
nichts, auf da ihr des Gewissens verschonet.
26. Denn die Erde ist des Herrn, und was darinnen ist.
27. So aber jemand von den Unglubigen euch ladet, und ihr wollt hingehen, 
so esset alles, was euch vorgetragen wird, und forschet nichts, auf da 
ihr des Gewissens verschonet.
28. Wo aber jemand wrde zu euch sagen: Das ist Gtzenopfer, so esset 
nicht, um deswillen, der es anzeigte, auf da ihr des Gewissens 
verschonet. Die Erde ist des Herrn, und was darinnen ist.
29. Ich sage aber vom Gewissen nicht dein selbst, sondern des andern. Denn 
warum sollte ich meine Freiheit lassen urteilen von eines andern Gewissen?
30. Denn so ichs mit Danksagung geniee, was sollte ich denn verlstert 
werden ber dem, dafr ich danke?,
31. Ihr esset nun oder trinket, oder was ihr tut, so tut es alles zu 
Gottes Ehre.
32. Seid nicht rgerlich weder den Juden noch den Griechen noch der 
Gemeinde Gottes,
33. gleichwie ich auch jedermann in allerlei mich gefllig mache und suche 
nicht, was mir, sondern was vielen frommet, da sie selig werden.
1.Korinther 11
1. Seid meine Nachfolger, gleichwie ich Christi!
2. Ich lobe euch, liebe Brder, da ihr an mich gedenket in allen Stcken 
und haltet die Weise, gleichwie ich euch gegeben habe.
3. Ich lasse euch aber wissen, da Christus ist eines jeglichen Mannes 
Haupt, der Mann aber ist des Weibes Haupt; Gott aber ist Christi Haupt.
4. Ein jeglicher Mann, der da betet oder weissaget und hat etwas auf dem 
Haupt, der schndet sein Haupt.
5. Ein Weib aber, das da betet oder weissaget mit unbedecktem Haupt, die 
schndet ihr Haupt; denn es ist ebensoviel, als wre sie beschoren.
6. Will sie sich nicht bedecken, so schneide man ihr auch das Haar ab. Nun 
es aber bel stehet, da ein Weib verschnitten Haar habe oder beschoren 
sei, so lasset sie das Haupt bedecken.
7. Der Mann aber soll das Haupt nicht bedecken, sintemal er ist Gottes 
Bild und Ehre; das Weib aber ist des Mannes Ehre.
8. Denn der Mann ist nicht vom Weibe, sondern das Weib ist vom Manne.
9. Und der Mann ist nicht geschaffen um des Weibes willen; sondern das 
Weib um des Mannes willen.
10. Darum soll das Weib eine Macht auf dem Haupt haben um der Engel willen.
11. Doch ist weder der Mann ohne das Weib, noch das Weib ohne den Mann in 
dem Herrn.
12. Denn wie das Weib von dem Manne, also kommt auch der Mann durch das 
Weib, aber alles kommt von Gott.
13. Richtet bei euch selbst, ob es wohl stehet, da ein Weib unbedeckt vor 
Gott bete.
14. Oder lehret euch auch nicht die Natur, da einem Manne eine Unehre 
ist, so er lange Haare zeuget,
15. und dem Weibe eine Ehre, so sie lange Haare zeuget? Das Haar ist ihr 
zur Decke gegeben.
16. Ist aber jemand unter euch, der Lust zu zanken hat, der wisse, da wir 
solche Weise nicht haben, die Gemeinden Gottes auch nicht.
17. Ich mu aber dies befehlen: Ich kanns nicht loben, da ihr nicht auf 
bessere Weise, sondern auf rgere Weise zusammenkommet.
18. Zum ersten, wenn ihr zusammen kommt in der Gemeinde, hre ich, es 
seien Spaltungen unter euch; und zum Teil glaube ichs.
19. Denn es mssen Rotten unter euch sein, auf da die, so rechtschaffen 
sind, offenbar unter euch werden.
20. Wenn ihr nun zusammenkommet, so hlt man da nicht des Herrn Abendmahl.
21. Denn so man das Abendmahl halten soll, nimmt ein jeglicher sein 
eigenes vorhin, und einer ist hungrig, der andere ist trunken.
22. Habt ihr aber nicht Huser, da ihr essen und trinken mget? Oder 
verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschmet die, so da nichts haben? 
Was soll ich euch sagen? Soll ich euch loben? Hierinnen lobe ich euch 
nicht.
23. Ich habe von dem Herrn empfangen, das ich euch gegeben habe. Denn der 
Herr Jesus in der Nacht, da er verraten ward, nahm er das Brot,
24. dankete und brachs und sprach: Nehmet, esset; das ist mein Leib der 
fr euch gebrochen wird. Solches tut zu meinem Gedchtnis!
25. Desselbigengleichen auch den Kelch nach dem Abendmahl und sprach: 
Dieser Kelch ist das neue Testament in meinem Blut. Solches tut, so oft 
ihrs trinket, zu meinem Gedchtnis!
26. Denn so oft ihr von diesem Brot esset und von diesem Kelch trinket, 
sollt ihr des Herrn Tod verkndigen, bis da er kommt.
27. Welcher nun unwrdig von diesem Brot isset oder von dem Kelch des 
Herrn trinket, der ist schuldig an dem Leib und Blut des Herrn.
28. Der Mensch prfe aber sich selbst und also esse er von diesem Brot und 
trinke von diesem Kelch.
29. Denn welcher unwrdig isset und trinket, der isset und trinket ihm 
selber das Gericht damit, da er nicht unterscheidet den Leib des Herrn.
30. Darum sind auch so viel Schwache und Kranke unter euch, und ein gut 
Teil schlafen.
31. Denn so wir uns selber richteten, so wrden wir nicht gerichtet.
32. Wenn wir aber gerichtet werden, so werden wir von dem Herrn 
gezchtiget, auf da wir nicht samt der Welt verdammet werden.
33. Darum, meine lieben Brder, wenn ihr zusammenkommet, zu essen, so 
harre einer des andern.
34. Hungert aber jemand, der esse daheim, auf da ihr nicht zum Gerichte 
zusammenkommet. Das andere will ich ordnen, wenn ich komme.
1.Korinther 12
1. Von den geistlichen Gaben aber will ich euch, liebe Brder, nicht 
verhalten.
2. Ihr wisset, da ihr Heiden seid gewesen und hingegangen zu den stummen 
Gtzen, wie ihr gefhrt wurdet.
3. Darum tue ich euch kund, da niemand Jesum verfluchet, der durch den 
Geist Gottes redet; und niemand kann Jesum einen Herrn heien ohne durch 
den Heiligen Geist.
4. Es sind mancherlei Gaben, aber es ist ein Geist.
5. Und es sind mancherlei mter, aber es ist ein Herr.
6. Und es sind mancherlei Krfte, aber es ist ein Gott, der da wirket 
alles in allen.
7. In einem jeglichen erzeigen sich die Gaben des Geistes zum gemeinen 
Nutzen.
8. Einem wird gegeben durch den Geist, zu reden von der Weisheit; dem 
andern wird gegeben, zu reden von der Erkenntnis nach demselbigen Geist;
9. einem andern der Glaube in demselbigen Geist; einem andern die Gabe, 
gesund zu machen, in demselbigen Geist;
10. einem andern, Wunder zu tun; einem andern Weissagung; einem andern, 
Geister zu unterscheiden; einem andern mancherlei Sprachen; einem andern, 
die Sprachen auszulegen.
11. Dies aber alles wirket derselbige einige Geist und teilet einem 
jeglichen seines zu, nachdem er will.
12. Denn gleichwie ein Leib ist und hat doch viel Glieder, alle Glieder 
aber eines Leibes, wiewohl ihrer viel sind, sind sie doch ein Leib: also 
auch Christus.
13. Denn wir sind durch einen Geist alle zu einem Leibe getauft, wir seien 
Juden oder Griechen, Knechte oder Freie, und sind alle zu einem Geist 
getrnket.
14. Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.
15. So aber der Fu sprche: Ich bin keine Hand, darum bin ich des Leibes 
Glied nicht, sollte er um deswillen nicht des Leibes Glied sein?
16. Und so das Ohr sprche: Ich bin kein Auge, darum bin ich nicht des 
Leibes Glied, sollte es um deswillen nicht des Leibes Glied sein?
17. Wenn der ganze Leib Auge wre, wo bliebe das Gehr? So er ganz Gehr 
wre, wo bliebe der Geruch?
18. Nun aber hat Gott die Glieder gesetzt, ein jegliches sonderlich am 
Leibe, wie er gewollt hat.
19. So aber alle Glieder ein Glied wren, wo bliebe der Leib?
20. Nun aber sind der Glieder viele, aber der Leib ist einer.
21. Es kann das Auge nicht sagen zu der Hand: Ich bedarf dein nicht; oder 
wiederum das Haupt zu den Fen: Ich bedarf euer nicht;
22. sondern vielmehr, die Glieder des Leibes, die uns dnken, die 
schwchsten zu sein, sind die ntigsten,
23. und die uns dnken, die unehrlichsten sein, denselbigen legen wir am 
meisten Ehre an, und die uns bel anstehen, die schmcket man am meisten.
24. Denn die uns wohl anstehen, die bedrfens nicht. Aber Gott hat den 
Leib also vermenget und dem drftigen Glied am meisten Ehre gegeben,
25. auf da nicht eine Spaltung im Leibe sei, sondern die Glieder 
freinander gleich sorgen.
26. Und so ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und so ein Glied 
wird herrlich gehalten, so freuen sich alle Glieder, mit.
27. Ihr seid aber der Leib Christi und Glieder, ein jeglicher nach seinem 
Teil.
28. Und Gott hat gesetzt in der Gemeinde aufs erste die Apostel, aufs 
andere die Propheten, aufs dritte die Lehrer, danach die Wundertter, 
danach die Gaben, gesund zu machen, Helfer, Regierer, mancherlei Sprachen.
29. Sind sie alle Apostel? Sind sie alle Propheten? Sind sie alle Lehrer? 
Sind sie alle Wundertter?
30. Haben sie alle Gaben gesund zu machen? Reden sie alle mit mancherlei 
Sprachen? Knnen sie alle auslegen?
31. Strebet aber nach den besten Gaben! Und ich will euch noch einen 
kstlichern Weg zeigen.
1.Korinther 13
1. Wenn ich mit Menschen - und mit Engelzungen redete und htte der Liebe 
nicht, so wre ich ein tnend Erz oder eine klingende Schelle.
2. Und wenn ich weissagen knnte und wte alle Geheimnisse und alle 
Erkenntnis und htte allen Glauben, also da ich Berge versetzte, und 
htte der Liebe nicht, so wre ich nichts.
3. Und wenn ich alle meine Habe den Armen gbe und liee meinen Leib 
brennen und htte der Liebe nicht, so wre mirs nichts ntze.
4. Die Liebe ist langmtig und freundlich; die Liebe eifert nicht; die 
Liebe treibt nicht Mutwillen; sie blhet sich nicht;
5. sie stellet sich nicht ungebrdig; sie suchet nicht das Ihre; sie 
lsset sich nicht erbittern; sie trachtet nicht nach Schaden;
6. sie freuet sich nicht der Ungerechtigkeit; sie freuet sich aber der 
Wahrheit;
7. sie vertrget alles, sie glaubet alles, sie hoffet alles, sie duldet 
alles.
8. Die Liebe hret nimmer auf, so doch die Weissagungen aufhren werden, 
und die Sprachen aufhren werden, und die Erkenntnis aufhren wird.
9. Denn unser Wissen ist Stckwerk, und unser Weissagen ist Stckwerk.
10. Wenn aber kommen wird das Vollkommene, so wird das Stckwerk aufhren.
11. Da ich ein Kind war, da redete ich wie ein Kind und war klug wie ein 
Kind und hatte kindische Anschlge; da ich aber ein Mann ward, tat ich ab, 
was kindisch war.
12. Wir sehen jetzt durch einen Spiegel in einem dunklen Wort, dann aber 
von Angesicht zu Angesichte. Jetzt erkenne ichs stckweise; dann aber 
werde ich erkennen, gleichwie ich erkannt bin.
13. Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe 
ist die grte unter ihnen.
1.Korinther 14
1. Strebet nach der Liebe! Fleiiget euch der geistlichen Gaben, am 
meisten aber, da ihr weissagen mget.
2. Denn der mit der Zunge redet, der redet nicht den Menschen, sondern 
Gott. Denn ihm hret niemand zu; im Geist aber redet er die Geheimnisse.
3. Wer aber weissaget, der redet den Menschen zur Besserung und zur 
Ermahnung und zur Trstung.
4. Wer mit Zungen redet, der bessert sich selbst; wer aber weissaget, der 
bessert die Gemeinde.
5. Ich wollte, da ihr alle mit Zungen reden knntet, aber viel mehr, da 
ihr weissagetet. Denn der da weissaget, ist grer, denn der mit Zungen 
redet, es sei denn, da er es auch auslege, da die Gemeinde davon 
gebessert werde.
6. Nun aber, liebe Brder, wenn ich zu euch kme und redete mit Zungen, 
was wre ich euch ntze, so ich nicht mit euch redete entweder durch 
Offenbarung oder durch Erkenntnis oder durch Weissagung oder durch Lehre?
7. Hlt sichs doch auch also in den Dingen, die da lauten und doch nicht 
leben, es sei eine Pfeife oder eine Harfe; wenn sie nicht unterschiedliche 
Stimmen von sich geben, wie kann man wissen, was gepfiffen oder geharfet 
ist?
8. Und so die Posaune einen undeutlichen Ton gibt, wer will sich zum 
Streit rsten?
9. Also auch ihr, wenn ihr mit Zungen redet, so ihr nicht eine deutliche 
Rede gebet, wie kann man wissen, was geredet ist? Denn ihr werdet in den 
Wind reden.
10. Zwar es ist mancherlei Art der Stimmen in der Welt, und derselbigen 
ist doch keine undeutlich.
11. So ich nun nicht wei der Stimme Deutung, werde ich undeutsch sein 
dem, der da redet, und der da redet, wird mir undeutsch sein.
12. Also auch ihr, sintemal ihr euch fleiiget der geistlichen Gaben, 
trachtet danach, da ihr die Gemeinde bessert, auf da ihr alles reichlich 
habet.
13. Darum, welcher mit Zungen redet, der bete also, da ers auch auslege.
14. So ich aber mit Zungen bete, so betet mein Geist; aber mein Sinn 
bringet niemand Frucht.
15. Wie soll es aber denn sein? Nmlich also: Ich will beten mit dem Geist 
und will beten auch im Sinn; ich will Psalmen singen im Geist und will 
auch Psalmen singen mit dem Sinn.
16. Wenn du aber segnest im Geist, wie soll der, so anstatt des Laien 
stehet, Amen sagen auf deine Danksagung, sintemal er nicht wei, was du 
sagest?
17. Du danksagest wohl fein; aber der andere wird nicht davon gebessert.
18. Ich danke meinem Gott, da ich mehr mit Zungen rede denn ihr alle.
19. Aber ich will in der Gemeinde lieber fnf Worte reden mit meinem Sinn, 
auf da ich auch andere unterweise, denn sonst zehntausend Worte mit 
Zungen.
20. Liebe Brder, werdet nicht Kinder an dem Verstndnis, sondern an der 
Bosheit seid Kinder; an dem Verstndnis aber seid vollkommen.
21. Im Gesetz stehet geschrieben: Ich will mit andern Zungen und mit 
andern Lippen reden zu diesem Volk, und sie werden mich auch also nicht 
hren, spricht der Herr.
22. Darum so sind die Zungen zum Zeichen, nicht den Glubigen, sondern den 
Unglubigen; die Weissagung aber nicht den Unglubigen, sondern den 
Glubigen.
23. Wenn nun die ganze Gemeinde zusammenkme an einem Ort und redeten alle 
mit Zungen, es kmen aber hinein Laien oder Unglubige, wrden sie nicht 
sagen, ihr wret unsinnig?
24. So sie aber alle weissageten und kme dann ein Unglubiger oder Laie 
hinein, der wrde von denselbigen allen gestraft und von allen gerichtet.
25. Und also wrde das Verborgene seines Herzens offenbar, und er wrde 
also fallen auf sein Angesicht, Gott anbeten und bekennen, da Gott 
wahrhaftig in euch sei.
26. Wie ist ihm denn nun, liebe Brder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat ein 
jeglicher Psalmen, er hat eine Lehre, er hat Zungen, er hat Offenbarung, 
er hat Auslegung. Lasset es alles geschehen zur Besserung!
27. So jemand mit der Zunge redet oder zween oder aufs meiste drei, eins 
ums andere; so lege es einer aus.
28. Ist er aber nicht ein Ausleger, so schweige er unter der Gemeinde, 
rede aber sich selber, und Gott,
29. Die Weissager aber lasset reden, zween oder drei, und die andern 
lasset richten.
30. So aber eine Offenbarung geschieht einem andern, der da sitzet, so 
schweige der erste.
31. Ihr knnet wohl alle weissagen, einer nach dem andern, auf da sie 
alle lernen und alle ermahnet werden.
32. Und die Geister der Propheten sind den Propheten untertan.
33. Denn Gott ist, nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens wie 
in allen Gemeinden der Heiligen.
34. Eure Weiber lasset schweigen unter der Gemeinde; denn es soll ihnen 
nicht zugelassen werden, da sie reden, sondern untertan sein, wie auch 
das Gesetz sagt.
35. Wollen sie aber etwas lernen, so lasset sie daheim ihre Mnner fragen. 
Es stehet den Weibern bel an, unter der Gemeinde reden.
36. Oder ist das Wort Gottes von euch auskommen, oder ists allein zu euch 
kommen?
37. So sich jemand lsset dnken, er sei ein Prophet oder geistlich, der 
erkenne, was ich euch schreibe; denn es sind des Herrn Gebote.
38. Ist aber jemand unwissend, der sei, unwissend.
39. Darum, liebe Brder, fleiiget euch des Weissagens und wehret nicht, 
mit Zungen zu reden.
40. Lasset alles ehrlich und ordentlich zugehen!
1.Korinther 15
1. Ich erinnere euch, aber, liebe Brder, des Evangeliums, das ich euch 
verkndiget habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem ihr auch 
stehet,
2. durch welches ihr auch selig werdet, welcher Gestalt ich es euch 
verkndiget habe, so ihrs behalten habt, es wre, denn, da ihrs umsonst 
geglaubet httet.
3. Denn ich habe euch zuvrderst gegeben, welches ich auch empfangen habe, 
da Christus gestorben sei fr unsere Snden nach der Schrift,
4. und da er begraben sei, und da er auferstanden sei am dritten Tage 
nach der Schrift,
5. und da er gesehen worden ist von Kephas, danach von den Zwlfen.
6. Danach ist er gesehen worden von mehr denn fnfhundert Brdern auf 
einmal, deren noch viel leben, etliche aber sind entschlafen.
7. Danach ist er gesehen worden von Jakobus, danach von allen Aposteln.
8. Am letzten nach allen ist er auch von mir, als einer unzeitigen Geburt, 
gesehen worden;
9. denn ich bin der geringste unter den Aposteln, als der ich nicht wert 
bin, da ich ein Apostel heie, darum da ich die Gemeinde Gottes 
verfolget habe.
10. Aber von Gottes Gnaden bin ich, das ich bin, und seine Gnade an mir 
ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe viel mehr gearbeitet denn 
sie alle, nicht aber ich, sondern Gottes Gnade, die mit mir ist.
11. Es sei nun ich oder jene, also predigen wir, und also habt ihr 
geglaubet.
12. So aber Christus geprediget wird, da er sei von den Toten 
auferstanden, wie sagen denn etliche unter euch, die Auferstehung der 
Toten sei nichts ?
13. Ist aber die Auferstehung der Toten nichts, so ist auch Christus nicht 
auferstanden.
14. Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist unsere Predigt 
vergeblich, so ist auch euer Glaube vergeblich.
15. Wir wrden aber auch erfunden falsche Zeugen Gottes, da wir wider 
Gott gezeuget htten, er htte Christum auferwecket, den er nicht 
auferwecket htte, sintemal die Toten nicht auferstehen.
16. Denn so die Toten nicht auferstehen, so ist Christus auch nicht 
auferstanden.
17. Ist Christus aber nicht auferstanden, so ist euer Glaube eitel, so 
seid ihr noch in euren Snden,
18. so sind auch die, so in Christo entschlafen sind, verloren.
19. Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christum, so sind wir die 
elendesten unter allen Menschen.
20. Nun aber ist Christus auferstanden von den Toten und der Erstling 
worden unter denen, die da schlafen,
21. sintemal durch einen Menschen der Tod und durch einen Menschen die 
Auferstehung der Toten kommt.
22. Denn gleichwie sie in Adam alle sterben, also werden sie in Christo 
alle lebendig gemacht werden.
23. Ein jeglicher aber in seinerOrdnung. Der Erstling Christus, danach die 
Christo angehren, wenn er kommen wird.
24. Danach das Ende, wenn er das Reich Gott und dem Vater berantworten 
wird, wenn er aufheben wird alle Herrschaft und alle Obrigkeit und Gewalt.
25. Er mu aber herrschen, bis da er alle seine Feinde unter seine Fe 
lege.
26. Der letzte Feind, der aufgehoben wird, ist der Tod.
27. Denn er hat ihm alles unter seine Fe getan. Wenn er aber sagt; da 
es alles untertan sei, ists offenbar, da ausgenommen ist, der ihm alles 
untertan hat.
28. Wenn aber alles ihm untertan sein wird, alsdann wird auch der Sohn 
selbst untertan sein dem, der ihm alles untertan hat, auf da Gott sei 
alles in allen.
29. Was machen sonst, die sich taufen lassen ber den Toten, so allerdinge 
die Toten nicht auferstehen? Was lassen sie sich taufen ber den Toten?
30. Und was stehen wir alle Stunde in der Gefahr?
31. Bei unserm Ruhm den ich habe in Christo Jesu, unserm Herrn, ich sterbe 
tglich.
32. Hab ich menschlicher Meinung zu Ephesus mit den wilden Tieren 
gefochten, was hilfts mir, so die Toten nicht auferstehen? Lasset uns 
essen und trinken; denn morgen sind wir tot.
33. Lasset euch nicht verfhren! Bse Geschwtze verderben gute Sitten.
34. Werdet doch einmal recht nchtern und sndiget nicht; denn etliche 
wissen nichts von Gott, das sage ich euch zur Schande.
35. Mchte aber jemand, sagen: Wie werden die Toten auferstehen; und mit 
welcherlei Leibe werden sie kommen?
36. Du Narr, was du sest, wird nicht lebendig, es sterbe denn.
37. Und was du sest, ist ja nicht der Leib, der werden soll, sondern ein 
bloes Korn, nmlich Weizen oder der andern eines.
38. Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er will, und einem jeglichen von 
den Samen seinen eigenen Leib.
39. Nicht ist alles Fleisch einerlei Fleisch, sondern ein ander Fleisch 
ist der Menschen, ein anderes des Viehes, ein anderes der Fische, ein 
anderes der Vgel.
40. Und es sind himmlische Krper und irdische Krper. Aber eine andere 
Herrlichkeit haben die himmlischen und eine andere die irdischen.
41. Eine andere Klarheit hat die Sonne, eine andere Klarheit hat der Mond, 
eine andere Klarheit haben die Sterne; denn ein Stern bertrifft den 
andern an Klarheit.
42. Also auch die Auferstehung der Toten. Es wird geset verweslich und 
wird auferstehen unverweslich.
43. Es wird geset in Unehre und wird auferstehen in Herrlichkeit. Es wird 
geset in Schwachheit und wird auferstehen in Kraft.
44. Es wird geset ein natrlicher Leib, und wird auferstehen ein 
geistlicher Leib. Hat man einen natrlichen Leib, so hat man auch einen 
geistlichen Leib,
45. wie es geschrieben stehet: Der erste Mensch, Adam, ist gemacht ins 
natrliche Leben und der letzte Adam ins geistliche Leben.
46. Aber der geistliche Leib ist nicht erste, sondern der natrliche, 
danach der geistliche.
47. Der erste Mensch ist von der Erde und irdisch; der andere Mensch ist 
der Herr vom Himmel.
48. Welcherlei der irdische ist, solcherlei sind auch die irdischen; und 
welcherlei der himmlische ist, solcherlei sind auch die himmlischen.
49. Und wie wir getragen haben das Bild des irdischen, also werden wir 
auch tragen das Bild des himmlischen.
50. Davon sage ich aber, liebe Brder, da Fleisch und Blut nicht knnen 
das Reich Gottes ererben; auch wird das Verwesliche nicht erben das 
Unverwesliche,
51. Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle entschlafen 
wir werden aber alle verwandelt werden,
52. und dasselbige pltzlich, in einem Augenblick, zu der Zeit der letzten 
Posaune. Denn es wird die Posaune schallen und die Toten werden 
auferstehen unverweslich, und wir werden verwandelt werden.
53. Denn dies Verwesliche mu anziehen das Unverwesliche, und dies 
Sterbliche mu anziehen die Unsterblichkeit
54. Wenn aber dies Verwesliche wird anziehen das Unverwesliche, und dies 
Sterbliche wird anziehen die Unsterblichkeit, dann wird erfllet werden 
das Wort, das geschrieben stehet:
55. Der Tod ist verschlungen in den Sieg. Tod, wo ist dein Stachel? Hlle, 
wo ist dein Sieg?
56. Aber der Stachel des Todes ist die Snde; die Kraft aber der Snde ist 
das Gesetz.
57. Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gegeben hat durch unsern Herrn 
Jesum Christum!
58. Darum, meine lieben Brder, seid fest, unbeweglich und nehmet immer zu 
in dem Werk des Herrn, sintemal ihr wisset, da eure Arbeit nicht 
vergeblich ist in dem Herrn.
1.Korinther 16
1. Von der Steuer aber, die den Heiligen geschieht, wie ich den Gemeinden 
in Galatien geordnet habe, also tut auch ihr.
2. Auf je der Sabbate einen lege bei sich selbst ein jeglicher unter euch 
und sammle, was ihn gut dnkt, auf da nicht, wenn ich komme, dann 
allererst die Steuer zu sammeln sei.
3. Wenn ich aber darkommen bin, welche ihr durch Briefe dafr ansehet, die 
will ich senden, da sie hinbringen eure Wohltat gen Jerusalem.
4. So es aber wert ist, da ich auch hinreise, sollen sie mit mir reisen.
5. Ich will aber zu euch kommen, wenn ich durch Mazedonien ziehe; denn 
durch Mazedonien werde ich ziehen.
6. Bei euch aber werde ich vielleicht bleiben oder auch wintern, auf da 
ihr mich geleitet, wo ich hinziehen werde.
7. Ich will euch jetzt nicht sehen im Vorberziehen; denn ich hoffe, ich 
wolle etliche Zeit bei euch bleiben, so es der Herr zult.
8. Ich werde aber zu Ephesus bleiben bis Pfingsten.
9. Denn mir ist eine groe Tr aufgetan, die viele Frucht wirket, und sind 
viel Widerwrtige da.
10. So Timotheus kommt, so sehet zu, da er ohne Furcht bei euch sei; denn 
er treibet auch das Werk des Herrn wie ich.
11. Da ihn nun nicht jemand verachte! Geleitet ihn aber im Frieden, da 
er zu mir komme; denn ich warte sein mit den Brdern.
12. Von Apollos, dem Bruder, aber wisset, da ich ihn sehr viel ermahnet 
habe, da er zu euch kme mit den Brdern, und es war allerdinge sein 
Wille nicht, da er jetzt kme; er wird aber kommen, wenn es ihm gelegen 
sein wird.
13. Wachet, stehet im Glauben, seid mnnlich und seid stark!
14. Alle eure Dinge lasset in der Liebe geschehen.
15. Ich ermahne euch aber, liebe Brder, ihr kennet das Haus Stephanas, 
da sie sind die Erstlinge in Achaja und haben sich selbst verordnet zum 
Dienst den Heiligen,
16. auf da auch ihr solchen untertan seiet und allen, die mitwirken und 
arbeiten.
17. Ich freue mich ber die Zukunft Stephanas und Fortunatus und Achaicus; 
denn wo ich euer Mangel hatte, das haben sie erstattet.
18. Sie haben erquicket meinen und euren Geist. Erkennet, die solche sind!
19. Es gren euch die Gemeinden in Asien. Es gren euch sehr in dem 
Herrn Aquila und Priscilla samt der Gemeinde in ihrem Hause.
20. Es gren euch alle Brder. Gret euch untereinander mit dem heiligen 
Ku.
21. Ich, Paulus, gre euch mit meiner Hand.
22. So jemand den Herrn Jesum Christum nicht liebhat, der sei Anathema, 
Maharam Motha.
23. Die Gnade des Herrn Jesu Christi sei mit euch!
24. Meine Liebe sei mit euch allen in Christo Jesu! Amen.Die erste 
Epistel an die Korinther, gesandt von Philippi, durch Stephanas und 
Fortunatus und Achaicus und Timotheus.
2.Korinther 1
1. Paulus, ein Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, und Bruder 
Timotheus: Der Gemeinde Gottes zu Korinth samt allen Heiligen in ganz 
Achaja.
2. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn 
Jesu Christo!
3. Gelobet sei Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der Vater der 
Barmherzigkeit und Gott alles Trostes,
4. der uns trstet in aller unserer Trbsal, da wir auch trsten knnen, 
die da sind in allerlei Trbsal, mit dem Trost, damit wir getrstet werden 
von Gott.
5. Denn gleichwie wir des Leidens Christi viel haben, also werden wir auch 
reichlich getrstet durch Christum.
6. Wir haben aber Trbsal oder Trost, so geschieht es euch zugut. Ist's 
Trbsal, so geschieht es euch zu Trost und Heil; welches Heil beweiset 
sich, so ihr leidet mit Geduld dermaen, wie wir leiden. Ist's Trost, so 
geschieht es euch auch zu Trost und Heil.
7. Und stehet unsere Hoffnung fest fr euch, dieweil wir wissen, da, wie 
ihr des Leidens teilhaftig seid, so werdet ihr auch des Trostes teilhaftig 
sein.
8. Denn wir wollen euch nicht verhalten, liebe Brder, unsere Trbsal, die 
uns in Asien widerfahren ist da wir ber die Maen beschweret waren und 
ber Macht, also da wir auch am Leben verzagten
9. und bei uns beschlossen hatten, wir mten sterben. Das geschah aber 
darum, da wir unser Vertrauen nicht auf uns selbst stelleten, sondern auf 
Gott, der die Toten auferwecket,
10. welcher uns von solchem Tode erlset hat und noch tglich erlset; und 
hoffen auf ihn, er werde uns auch hinfort erlsen
11. durch Hilfe eurer Frbitte fr uns, auf da ber uns fr die Gabe, die 
uns gegeben ist, durch viel Personen viel Danks geschehe.
12. Denn unser Ruhm ist der, nmlich das Zeugnis unsers Gewissens, da wir 
in Einfltigkeit und gttlicher Lauterkeit, nicht in fleischlicher 
Weisheit, sondern in der Gnade Gottes auf der Welt gewandelt haben, 
allermeist aber bei euch.
13. Denn wir schreiben euch nichts anderes, denn was ihr leset und auch 
befindet. Ich hoffe aber, ihr werdet uns auch bis ans Ende also befinden, 
gleichwie ihr uns zum Teil befunden habt
14. Denn wir sind euer Ruhm, gleichwie auch ihr unser Ruhm seid auf des 
Herrn Jesu Tag.
15. Und auf solch Vertrauen gedachte ich jenes Mal zu euch zu kommen, auf 
da ihr abermal eine Wohltat empfinget,
16. und ich durch euch nach Mazedonien reisete und wiederum aus Mazedonien 
zu euch kme und von euch geleitet wrde nach Juda.
17. Hab' ich aber eine Leichtfertigkeit gebrauchet, da ich solches 
gedachte, oder sind meine Anschlge fleischlich? Nicht also, sondern bei 
mir ist Ja Ja, und Nein ist Nein.
18. Aber, o ein treuer Gott, da unser Wort an euch nicht Ja und Nein 
gewesen ist!
19. Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der unter euch durch uns 
geprediget ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, der war nicht Ja 
und Nein, sondern es war Ja in ihm.
20. Denn alle Gottesverheiungen sind Ja in ihm und sind Amen in ihm Gott 
zu Lobe durch uns.
21. Gott ist's aber, der uns befestiget samt euch in Christum und uns 
gesalbet
22. und versiegelt und in unsere Herzen das Pfand, den Geist, gegeben hat.
23. Ich rufe aber Gott an zum Zeugen auf meine Seele, da ich euer 
verschonet habe in dem, da ich nicht wieder gen Korinth kommen bin.
24. Nicht da wir Herren seien ber euren Glauben, sondern wir sind 
Gehilfen eurer Freude; denn ihr stehet im Glauben.
2.Korinther 2
1. Ich dachte aber solches bei mir, da ich nicht abermal in Traurigkeit 
zu euch kme.
2. Denn so ich euch traurig mache, wer ist, der mich frhlich mache, ohne 
der da von mir betrbet wird?
3. Und dasselbige habe ich euch geschrieben, da ich nicht, wenn ich kme, 
traurig sein mte, ber welche ich mich billig sollte freuen, sintemal 
ich mich des zu euch allen versehe, da meine Freude euer aller Freude sei.
4. Denn ich schrieb euch in groer Trbsal und Angst des Herzens mit viel 
Trnen, nicht da ihr solltet betrbet werden, sondern auf, da ihr die 
Liebe erkennetet, welche ich habe sonderlich zu euch.
5. So aber jemand eine Betrbnis hat angerichtet, der hat nicht mich 
betrbet, ohne zum Teil, auf da ich nicht euch alle beschwere.
6. Es ist aber genug, da derselbige von vielen also gestraft ist.
7. da ihr nun hinfort ihm desto mehr vergebet und trstet, auf da er 
nicht in allzu groe Traurigkeit versinke.
8. Darum ermahne ich euch, da ihr die Liebe an ihm beweiset.
9. Denn darum habe ich euch auch geschrieben, da ich erkennete, ob ihr 
rechtschaffen seid, gehorsam zu sein in allen Stcken.
10. Welchem aber ihr etwas vergebet, dem vergebe ich auch. Denn auch ich, 
so ich etwas vergebe jemandem, das vergebe ich um euretwillen an Christi 
Statt,
11. auf da wir nicht bervorteilt werden vom Satan; denn uns ist nicht 
unbewut, was er im Sinn hat.
12. Da ich aber gen Troas kam, zu predigen das Evangelium Christi, und mir 
eine Tr aufgetan war in dem Herrn,
13. hatte ich keine Ruhe in meinem Geist, da ich Titus, meinen Bruder, 
nicht fand, sondern ich machte meinen Abschied mit ihnen und fuhr aus nach 
Mazedonien.
14. Aber Gott sei gedankt, der uns allezeit Sieg gibt in Christo und 
offenbaret den Geruch seiner Erkenntnis durch uns an allen Orten.
15. Denn wir sind Gott ein guter Geruch Christi, beide, unter denen, die 
selig werden, und unter denen, die verloren werden:
16. diesen ein Geruch des Todes zum Tode, jenen aber ein Geruch des Lebens 
zum Leben. Und wer ist hiezu tchtig?
17. Denn wir sind nicht wie etliche viele, die das Wort Gottes 
verflschen, sondern als aus Lauterkeit und als aus Gott, vor Gott reden 
wir in Christo.
2.Korinther 3
1. Heben wir denn abermal an, uns selbst zu preisen? Oder bedrfen wir, 
wie etliche, der Lobebriefe an euch oder Lobebriefe von euch?
2. Ihr seid unser Brief, in unser Herz geschrieben, der erkannt und 
gelesen wird von allen Menschen,
3. die ihr offenbar worden seid, da ihr ein Brief Christi seid, durch 
unser Predigtamt zubereitet und durch uns geschrieben, nicht mit Tinte, 
sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes, nicht in steinerne Tafeln, 
sondern in fleischerne Tafeln des Herzens.
4. Ein solch Vertrauen aber haben wir durch Christum zu Gott.
5. Nicht da wir tchtig sind von uns selber, etwas zu denken als von uns 
selber, sondern da wir tchtig sind, ist von Gott,
6. welcher auch uns tchtig gemacht hat, das Amt zu fhren des Neuen 
Testaments, nicht des Buchstabens, sondern des Geistes. Denn der Buchstabe 
ttet, aber der Geist macht lebendig.
7. So aber das Amt, das durch die Buchstaben ttet und in die Steine ist 
gebildet, Klarheit hatte, also da die Kinder Israel nicht konnten ansehen 
das Angesicht Mose's um der Klarheit willen seines Angesichtes, die doch 
aufhret,
8. wie sollte nicht viel mehr das Amt, das den Geist gibt, Klarheit haben?
9. Denn so das Amt, das die Verdammnis prediget, Klarheit hat, viel mehr 
hat das Amt, das die Gerechtigkeit prediget, berschwengliche Klarheit.
10. Denn auch jenes Teil, das verklret war, ist nicht fr Klarheit zu 
achten gegen diese berschwengliche Klarheit.
11. Denn so das Klarheit hatte, das da aufhret, viel mehr wird das 
Klarheit haben, das da bleibet.
12. Dieweil wir nun solche Hoffnung haben, brauchen wir groe Freudigkeit
13. und tun nicht wie Mose, der die Decke vor sein Angesicht hing, da die 
Kinder Israel nicht ansehen konnten das Ende des, der aufhret.
14. Sondern ihre Sinne sind verstockt; denn bis auf den heutigen Tag 
bleibt dieselbige Decke unaufgedeckt ber dem Alten Testament, wenn sie es 
lesen, welche in Christo aufhret.
15. Aber bis auf den heutigen Tag, wenn Mose gelesen wird, hngt die Decke 
vor ihrem Herzen.
16. Wenn es aber sich bekehrete zu dem Herrn, so wrde die Decke abgetan.
17. Denn der Herr ist der Geist. Wo aber der Geist des Herrn ist, da ist 
Freiheit.
18. Nun aber spiegelt sich in uns allen des Herrn Klarheit mit 
aufgedecktem Angesichte; und wir werden verklret in dasselbige Bild von 
einer Klarheit zu der andern als vom Geist des Herrn.
2.Korinther 4
1. Darum, dieweil wir ein solch Amt haben, nachdem uns Barmherzigkeit 
widerfahren ist, so werden wir nicht mde
2. sondern meiden auch heimliche Schande und gehen nicht mit Schalkheit 
um, flschen auch nicht Gottes Wort, sondern mit Offenbarung der Wahrheit 
und beweisen uns wohl gegen aller Menschen Gewissen vor Gott.
3. Ist nun unser Evangelium verdeckt, so ist's in denen, die verloren 
werden, verdeckt,
4. bei welchen der Gott dieser Welt der Unglubigen Sinn verblendet hat, 
da sie nicht sehen das helle Licht des Evangeliums von der Klarheit 
Christi, welcher ist das Ebenbild Gottes.
5. Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesum Christ, da er sei 
der Herr, wir aber eure Knechte um Jesu willen.
6. Denn Gott, der da hie das Licht aus der Finsternis hervorleuchten, der 
hat einen hellen Schein in unsere Herzen gegeben, da (durch uns) 
entstnde die Erleuchtung von der Erkenntnis der Klarheit Gottes in dem 
Angesichte Jesu Christi.
7. Wir haben aber solchen Schatz in irdischen Gefen, auf da die 
berschwengliche Kraft sei Gottes und nicht von uns.
8. Wir haben allenthalben Trbsal, aber wir ngsten uns nicht; uns ist 
bange, aber wir verzagen nicht;
9. wir leiden Verfolgung, aber wir werden nicht verlassen; wir werden 
unterdrckt, aber wir kommen nicht um.
10. Und tragen um allezeit das Sterben des Herrn Jesu an unserm Leibe, auf 
da auch das Leben des Herrn Jesu an unserm Leibe offenbar werde.
11. Denn wir, die wir leben, werden immerdar in den Tod gegeben um Jesu 
willen, auf da auch das Leben Jesu offenbar werde an unserm sterblichen 
Fleische.
12. Darum so ist nun der Tod mchtig in uns, aber das Leben in euch.
13. Dieweil wir aber denselbigen Geist des Glaubens haben (nachdem 
geschrieben stehet: Ich glaube, darum rede ich), so glauben wir auch, 
darum so reden wir auch
14. und wissen, da der, so den Herrn Jesum hat auferweckt, wird uns auch 
auferwecken durch Jesum und wird uns darstellen samt euch.
15. Denn es geschiehet alles um euretwillen, auf da die berschwengliche 
Gnade durch vieler Danksagen Gott reichlich preise.
16. Darum werden wir nicht mde, sondern ob unser uerlicher Mensch 
verweset, so wird doch der innerliche von Tag zu Tag erneuert.
17. Denn unsere Trbsal, die zeitlich und leicht ist, schaffet eine ewige 
und ber alle Maen wichtige Herrlichkeit
18. uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das 
Unsichtbare. Denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar 
ist, das ist ewig.
2.Korinther 5
1. Wir wissen aber, so unser irdisch Haus dieser Htte zerbrochen wird, 
da wir einen Bau haben, von Gott erbauet, ein Haus, nicht mit Hnden 
gemacht, das ewig ist, im Himmel.
2. Und ber demselbigen sehnen wir uns auch nach unserer Behausung, die 
vom Himmel ist, und uns verlanget, da wir damit berkleidet werden,
3. So doch, wo wir bekleidet und nicht blo erfunden werden.
4. Denn dieweil wir in der Htte sind, sehnen wir uns und sind beschweret, 
sintemal wir wollten lieber nicht entkleidet, sondern berkleidet werden, 
auf da das Sterbliche wrde verschlungen von dem Leben.
5. Der uns aber zu demselbigen bereitet, das ist Gott, der uns das Pfand, 
den Geist gegeben hat.
6. Wir sind aber getrost allezeit und wissen, da, dieweil wir im Leibe 
wohnen, so wallen wir dem Herrn.
7. Denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.
8. Wir sind aber getrost und haben vielmehr Lust, auer dem Leibe zu 
wallen und daheim zu sein bei dem Herrn.
9. Darum fleiigen wir uns auch, wir sind daheim oder wallen, da wir ihm 
wohlgefallen.
10. Denn wir mssen alle offenbar werden vor dem Richterstuhl Christi, auf 
da ein jeglicher empfange, nachdem er gehandelt hat bei Leibesleben, es 
sei gut oder bse.
11. Dieweil wir denn wissen, da der Herr zu frchten ist, fahren wir 
schn mit den Leuten; aber Gott sind wir offenbar. Ich hoffe aber, da wir 
auch in eurem Gewissen offenbar sind.
12. Da wir uns nicht abermal loben, sondern euch eine Ursache geben, zu 
rhmen von uns, auf da ihr habet zu rhmen wider die, so sich nach dem 
Ansehen rhmen und nicht nach dem Herzen.
13. Denn tun wir zu viel, so tun wir's Gott; sind wir mig, so sind wir 
euch mig.
14. Denn die Liebe Christi dringet uns also, sintemal wir halten, da, so 
einer fr alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben.
15. Und er ist darum fr sie alle gestorben, auf da die, so da leben, 
hinfort nicht ihnen selbst leben, sondern dem, der fr sie gestorben und 
auferstanden ist.
16. Darum von nun an kennen wir niemand nach dem Fleisch; und ob wir auch 
Christum gekannt haben nach dem Fleisch, so kennen wir ihn doch jetzt 
nicht mehr.
17. Darum, ist jemand in Christo, so ist er eine neue Kreatur. Das Alte 
ist vergangen; siehe, es ist alles neu worden.
18. Aber das alles von Gott, der uns mit ihm selber vershnet hat durch 
Jesum Christum und das Amt gegeben, das die Vershnung prediget.
19. Denn Gott war in Christo und vershnete die Welt mit ihm selber und 
rechnete ihnen ihre Snden nicht zu und hat unter uns aufgerichtet das 
Wort von der Vershnung.
20. So sind wir nun Botschafter an Christi Statt; denn Gott vermahnet 
durch uns. So bitten wir nun an Christi Statt: Lasset euch vershnen mit 
Gott!
21. Denn er hat den, der von keiner Snde wute, fr uns zur Snde 
gemacht, auf da wir wrden in ihm die Gerechtigkeit, die vor Gott gilt.
2.Korinther 6
1. Wir ermahnen aber euch als Mithelfer, da ihr nicht vergeblich die 
Gnade Gottes empfanget.
2. Denn er spricht: Ich habe dich in der angenehmen Zeit erhret und habe 
dir am Tage des Heils geholfen. Sehet, jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt 
ist der Tag des Heils.
3. Lasset uns aber niemand irgendein rgernis geben, auf da unser Amt 
nicht verlstert werde;
4. sondern in allen Dingen lasset uns beweisen als die Diener Gottes: in 
groer Geduld, in Trbsalen, in Nten, in ngsten,
5. in Schlgen, in Gefngnissen, in Aufruhren, in Arbeit, in Wachen, in 
Fasten,
6. in Keuschheit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, in dem 
Heiligen Geist, in ungefrbter Liebe,
7. in dem Wort der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch Waffen der 
Gerechtigkeit zur Rechten und zur Linken;
8. durch Ehre und Schande, durch bse Gerchte und gute Gerchte; als die 
Verfhrer und doch wahrhaftig;
9. als die Unbekannten und doch bekannt; als die Sterbenden, und siehe, 
wir leben; als die Gezchtigten und doch nicht erttet;
10. als die Traurigen, aber allezeit frhlich; als die Armen, aber die 
doch viele reich machen; als die nichts innehaben und doch alles haben.
11. O ihr Korinther, unser Mund hat sich zu euch aufgetan; unser Herz ist 
getrost.
12. Unserthalben drft ihr euch nicht ngsten. Da ihr euch aber ngstet, 
das tut ihr aus herzlicher Meinung.
13. Ich rede mit euch als mit meinen Kindern, da ihr euch auch also gegen 
mich stellet und seiet auch getrost.
14. Ziehet nicht am fremden Joch mit den Unglubigen! Denn was hat die 
Gerechtigkeit fr Genie mit der Ungerechtigkeit? Was hat das Licht fr 
Gemeinschaft mit der Finsternis?
15. Wie stimmt Christus mit Belial? Oder was fr ein Teil hat der Glubige 
mit dem Unglubigen?
16. Was hat der Tempel Gottes fr Gleichheit mit den Gtzen? Ihr aber seid 
der Tempel des lebendigen Gottes, wie denn Gott spricht: Ich will in ihnen 
wohnen und in ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie sollen mein 
Volk sein.
17. Darum gehet aus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, und 
rhret kein Unreines an, so will ich euch annehmen.
18. und euer Vater sein, und ihr sollet meine Shne und Tchter sein, 
spricht der allmchtige Herr.
2.Korinther 7
1. Dieweil wir nun solche Verheiung haben, meine Liebsten, so lasset uns 
von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes uns reinigen und 
fortfahren mit der Heiligung in der Furcht Gottes.
2. Fasset uns! Wir haben niemand Leid getan; wir haben niemand verletzt; 
wir haben niemand bervorteilet.
3. Nicht sage ich solches, euch zu verdammen; denn ich habe droben zuvor 
gesagt, da ihr in unserm Herzen seid, mitzusterben und mitzuleben.
4. Ich rede mit groer Freudigkeit zu euch; ich rhme viel von euch; ich 
bin erfllet mit Trost; ich bin berschwenglich in Freuden in aller 
unserer Trbsal.
5. Denn da wir nach Mazedonien kamen, hatte unser Fleisch keine Ruhe, 
sondern allenthalben waren wir in Trbsal: auswendig Streit, inwendig 
Furcht.
6. Aber Gott, der die Geringen trstet, der trstete uns durch die Ankunft 
des Titus.
7. Nicht allein aber durch seine Ankunft, sondern auch durch den Trost, 
damit er getrstet war an euch, und verkndigte uns euer Verlangen, euer 
Weinen, euren Eifer um mich, also da ich mich noch mehr freuete.
8. Denn da ich euch durch den Brief habe traurig gemacht, reuet mich 
nicht. Und ob's mich reuete, so ich aber sehe, da der Brief vielleicht 
eine Weile euch betrbt hat,
9. so freue ich mich doch nun, nicht darber, da ihr seid betrbt worden, 
sondern da ihr seid betrbt worden zur Reue. Denn ihr seid gttlich 
betrbt worden, da ihr von uns ja keinen Schaden irgend worinnen nehmet.
10. Denn die gttliche Traurigkeit wirket zur Seligkeit eine Reue, die 
niemand gereuet; die Traurigkeit aber der Welt wirket den Tod.
11. Siehe, dasselbige, da ihr gttlich seid betrbt worden, welchen Flei 
hat es in euch gewirket, dazu Verantwortung, Zorn, Furcht, Verlangen, 
Eifer, Rache! Ihr habt euch beweiset in allen Stcken, da ihr rein seid 
an der Tat.
12. Darum, ob ich euch geschrieben habe, so ist's doch nicht geschehen um 
deswillen, der beleidiget hat, auch nicht um deswillen, der beleidiget 
ist, sondern um deswillen, da euer Flei gegen uns offenbar wrde bei 
euch vor Gott.
13. Derhalben sind wir getrstet worden, da ihr getrstet seid. 
berschwenglicher aber haben wir uns noch mehr gefreuet ber die Freude 
des Titus; denn sein Geist ist erquicket an euch allen.
14. Denn was ich vor ihm von euch gerhmet habe, bin ich nicht zuschanden 
worden; sondern gleichwie alles wahr ist, was ich mit euch geredet habe, 
also ist auch unser Rhmen vor Titus wahr worden.
15. Und er ist beraus herzlich wohl an euch, wenn er gedenket an euer 
aller Gehorsam, wie ihr ihn mit Furcht und Zittern habt aufgenommen.
16. Ich freue mich, da ich mich zu euch alles versehen darf.
2.Korinther 8
1. Ich tue euch kund, liebe Brder, die Gnade Gottes, die in den Gemeinden 
in Mazedonien gegeben ist.
2. Denn ihre Freude war da berschwenglich, da sie durch viel Trbsal arm 
waren, haben sie doch reichlich gegeben in aller Einfltigkeit.
3. Denn nach allem Vermgen (das zeuge ich) und ber Vermgen waren sie 
selbst willig
4. und fleheten uns mit vielem Ermahnen, da wir aufnhmen die Wohltat und 
Gemeinschaft der Handreichung, die da geschieht den Heiligen.
5. Und nicht, wie wir hofften, sondern ergaben sich selbst zuerst dem 
Herrn und danach uns durch den Willen Gottes,
6. da wir muten Titus ermahnen, auf da er, wie er zuvor hatte 
angefangen, also auch unter euch solche Wohltat ausrichtete.
7. Aber gleichwie ihr in allen Stcken reich seid, im Glauben und im Wort 
und in der Erkenntnis und in allerlei Flei und in eurer Liebe zu uns, 
also schaffet, da ihr auch in dieser Wohltat reich seid.
8. Nicht sage ich, da ich etwas gebiete, sondern dieweil andere so 
fleiig sind, versuche ich auch eure Liebe, ob sie rechter Art sei.
9. Denn ihr wisset die Gnade unsers Herrn Jesu Christi, da, ob er wohl 
reich ist, ward er doch arm um euretwillen, auf da ihr durch seine Armut 
reich wrdet.
10. Und mein Wohlmeinen hierinnen gebe ich. Denn solches ist euch 
ntzlich, die ihr angefangen habt vor dem Jahre her, nicht allein das Tun, 
sondern auch das Wollen.
11. Nun aber vollbringet auch das Tun, auf da, gleichwie da ist ein 
geneigt Gemt zu wollen, so sei auch da ein geneigt Gemt zu tun von dem, 
was ihr habt.
12. Denn so einer willig ist, so ist er angenehm, nachdem er hat, nicht 
nachdem er nicht hat.
13. Nicht geschieht das der Meinung, da die andern Ruhe haben und ihr 
Trbsal, sondern da es gleich sei.
14. So diene euer berflu ihrem Mangel diese (teure) Zeit lang, auf da 
auch ihr berschwang hernach diene eurem Mangel, und geschehe, was gleich 
ist.
15. Wie geschrieben stehet: Der viel sammelte, hatte nicht berflu, und 
der wenig sammelte, hatte nicht Mangel.
16. Gott aber sei Dank, der solchen Flei fr euch gegeben hat in das Herz 
des Titus!
17. Denn er nahm zwar die Ermahnung an; aber dieweil er so sehr fleiig 
war, ist er von selber zu euch gereiset.
18. Wir haben aber einen Bruder mit ihm gesandt; der das Lob hat am 
Evangelium durch alle Gemeinden;
19. nicht allein aber das, sondern er ist auch verordnet von den Gemeinden 
zum Gefhrten unserer Fahrt in dieser Wohltat, welche durch uns 
ausgerichtet wird dem Herrn zu Ehren und (zum Preis) eures guten Willens.
20. Und verhten das, da uns nicht jemand bel nachreden mge solcher 
reichen Steuer halben, die durch uns ausgerichtet wird.
21. und sehen darauf, da es redlich zugehe, nicht allein vor dem Herrn, 
sondern auch vor den Menschen.
22. Auch haben wir mit ihnen gesandt unsern Bruder, den wir oft gespret 
haben in vielen Stcken, da er fleiig sei, nun aber viel fleiiger.
23. Und wir sind groer Zuversicht zu euch, es sei des Titus halben, 
welcher mein Geselle und Gehilfe unter euch ist, oder unserer Brder 
halben, welche Apostel sind der Gemeinden und eine Ehre Christi.
24. Erzeiget nun die Beweisung eurer Liebe und unsers Ruhms von euch an 
diesen, auch ffentlich vor den Gemeinden.
2.Korinther 9
1. Denn von solcher Steuer, die den Heiligen geschieht, ist mir nicht not, 
euch zu schreiben.
2. Denn ich wei euren guten Willen, davon ich rhme bei denen aus 
Mazedonien (und sage): Achaja ist vor dem Jahr bereit gewesen. Und euer 
Exempel hat viele gereizet.
3. Ich habe aber diese Brder darum gesandt, da nicht unser Ruhm von euch 
zunichte wrde in dem Stcke, und da ihr bereit seid, gleichwie ich von 
euch gesagt habe,
4. auf da nicht, so die aus Mazedonien mit mir kmen und euch unbereitet 
fnden, wir (will nicht sagen ihr) zuschanden wrden mit solchem Rhmen.
5. Ich habe es aber fr ntig angesehen, die Brder zu ermahnen, da sie 
voranzgen zu euch, zu verfertigen diesen zuvor verheienen Segen, da er 
bereitet sei, also da es sei ein Segen und nicht ein Geiz.
6. Ich meine aber das: Wer da krglich set, der wird auch krglich 
ernten; und wer da set im Segen, der wird auch ernten im Segen.
7. Ein jeglicher nach seiner Willkr, nicht mit Unwillen oder aus Zwang; 
denn einen frhlichen Geber hat Gott lieb.
8. Gott aber kann machen, da allerlei Gnade unter euch reichlich sei, da 
ihr in allen Dingen volle Genge habet und reich seid zu allerlei guten 
Werken,
9. wie geschrieben stehet: Er hat ausgestreuet und gegeben den Armen; 
seine Gerechtigkeit bleibet in Ewigkeit.
10. Der aber Samen reichet beim Semann, der wird je auch das Brot reichen 
zur Speise und wird vermehren euren Samen und wachsen lassen das Gewchs 
eurer Gerechtigkeit,
11. da ihr reich seid in allen Dingen mit aller Einfltigkeit, welche 
wirket durch uns Danksagung Gott.
12. Denn die Handreichung dieser Steuer erfllet nicht allein den Mangel 
der Heiligen, sondern ist auch berschwenglich darinnen, da viele Gott 
danken fr diesen unsern treuen Dienst
13. und preisen Gott ber eurem untertnigen Bekenntnis des Evangeliums 
Christi und ber eurer einfltigen Steuer an sie und an alle
14. und ber ihrem Gebet fr euch, welche verlanget nach euch, um der 
berschwenglichen Gnade Gottes willen in euch.
15. Gott aber sei Dank fr seine unaussprechliche Gabe!
2.Korinther 10
1. Ich aber, Paulus, ermahne euch durch die Sanftmtigkeit und Lindigkeit 
Christi, der ich gegenwrtig unter euch gering bin, im Abwesen aber bin 
ich trstig gegen euch.
2. Ich bitte aber, da mir nicht not sei, gegenwrtig trstig zu handeln 
und der Khnheit zu brauchen, die man mir zumisset, gegen etliche, die uns 
schtzen, als wandelten wir fleischlicherweise.
3. Denn ob wir wohl im Fleisch wandeln, so streiten wir doch nicht 
fleischlicherweise.
4. Denn die Waffen unserer Ritterschaft sind nicht fleischlich, sondern 
mchtig vor Gott, zu zerstren die Befestungen,
5. damit wir zerstren die Anschlge und alle Hhe, die sich erhebet wider 
die Erkenntnis Gottes und nehmen gefangen alle Vernunft unter den Gehorsam 
Christi
6. und sind bereit, zu rchen allen Ungehorsam, wenn euer Gehorsam 
erfllet ist.
7. Richtet ihr nach dem Ansehen? Verlt sich jemand darauf, da er 
Christo angehre, der denke solches, auch wieder um bei ihm, da, 
gleichwie er Christo angehret, also gehren wir auch Christo an.
8. Und so ich auch etwas weiter, mich rhmete von unserer Gewalt, welche 
uns der Herr gegeben hat, euch zu bessern und nicht zu verderben, wollte 
ich nicht zuschanden werden.
9. (Das sage ich aber,) da ihr nicht euch dnken lasset, als htte ich 
euch wollen schrecken mit Briefen.
10. Denn die Briefe (sprechen, sie) sind schwer und stark; aber die 
Gegenwrtigkeit des Leibes ist schwach und die Rede verchtlich.
11. Wer ein solcher ist, der denke, da wie wir sind mit Worten in den 
Briefen im Abwesen, so drfen wir auch wohl sein mit der Tat gegenwrtig.
12. Denn wir drfen uns nicht unter die rechnen oder zhlen, so sich 
selbst loben; aber dieweil sie sich bei sich selbst messen und halten 
allein von sich selbst, verstehen sie nichts.
13. Wir aber rhmen uns nicht ber das Ziel, sondern nur nach dem Ziel der 
Regel, damit uns Gott abgemessen hat das Ziel, zu gelangen auch bis an 
euch.
14. Denn wir fahren nicht zu weit, als wren wir nicht gelanget bis zu 
euch; denn wir sind ja auch bis zu euch kommen mit dem Evangelium Christi.
15. Und rhmen uns nicht ber das Ziel in fremder Arbeit und haben 
Hoffnung, wenn nun euer Glaube in euch gewachsen, da wir unserer Regel 
nach wollen weiter kommen
16. und das Evangelium auch predigen denen, die jenseit euch wohnen, und 
uns nicht rhmen in dem, was mit fremder Regel bereitet ist.
17. Wer sich aber rhmet, der rhme sich des Herrn.
18. Denn darum ist einer nicht tchtig, da er sich selbst lobet, sondern 
da ihn der Herr lobet.
2.Korinther 11
1. Wollte Gott, ihr hieltet mir ein wenig Torheit zugut! Doch ihr haltet 
mir's wohl zugut.
2. Denn ich eifere um euch mit gttlichem Eifer. Denn ich habe euch 
vertrauet einem Manne, da ich eine reine Jungfrau Christo zubrchte
3. Ich frchte aber, da nicht, wie die Schlange Eva verfhrete mit ihrer 
Schalkheit, also auch eure Sinne verrcket werden von der Einfltigkeit in 
Christo.
4. Denn so, der da zu euch kommt, einen andern Jesum predigte, den wir 
nicht geprediget haben, oder ihr einen andern Geist empfinget, den ihr 
nicht empfangen habt, oder ein ander Evangelium, das ihr nicht angenommen 
habt, so vertrget ihr's
5. Denn ich achte, ich sei nicht weniger, denn die hohen Apostel sind.
6. Und ob ich albern bin mit Reden, so bin ich doch nicht albern in der 
Erkenntnis. Doch, ich bin bei euch allenthalben wohlbekannt.
7. Oder habe ich gesndiget, da ich mich erniedriget habe, auf da ihr 
erhhet wrdet? Denn ich habe euch das Evangelium umsonst verkndigt
8. und habe andere Gemeinden beraubet und Sold von ihnen genommen, da ich 
euch predigte.
9. Und da ich bei euch war gegenwrtig und Mangel hatte, war ich niemand 
beschwerlich (denn meinen Mangel erstatteten die Brder, die aus 
Mazedonien kamen); und habe mich in allen Stcken euch unbeschwerlich 
gehalten und will auch noch mich also halten.
10. So gewi die Wahrheit Christi in mir ist, so soll mir dieser Ruhm in 
den Lndern Achajas nicht gestopfet werden.
11. Warum das? Da ich euch nicht sollte liebhaben? Gott wei es.
12. Was ich aber tue und tun will, das tue ich darum, da ich die Ursache 
abhaue denen, die Ursache suchen, da sie rhmen mchten, sie seien wie 
wir.
13. Denn solche falsche Apostel und trgliche Arbeiter verstellen sich zu 
Christi Aposteln.
14. Und das ist auch kein Wunder; denn er selbst, der Satan, verstellet 
sich zum Engel des Lichts.
15. Darum ist es nicht ein Groes, ob sich auch seine Diener verstellen 
als Prediger der Gerechtigkeit; welcher Ende sein wird nach ihren Werken.
16. Ich sage abermal, da nicht jemand whne, ich sei tricht; wo aber 
nicht, so nehmet mich an als einen Trichten, da ich mich auch ein wenig 
rhme.
17. Was ich jetzt rede, das rede ich nicht als im Herrn, sondern als in 
der Torheit, dieweil wir in das Rhmen kommen sind.
18. Sintemal viele sich rhmen nach dem Fleisch, will ich mich auch rhmen.
19. Denn ihr vertraget gerne die Narren, dieweil ihr klug seid.
20. Ihr vertraget, so euch jemand zu Knechten macht, so euch jemand 
schindet, so euch jemand nimmt, so jemand euch trotzet, so euch jemand in 
das Angesicht streicht.
21. Das sage ich nach der Unehre, als wren wir schwach worden. Worauf nun 
jemand khn ist (ich rede in Torheit), darauf bin ich auch khn.
22. Sie sind Hebrer, ich auch. Sie sind Israeliter, ich auch. Sie sind 
Abrahams Same, ich auch.
23. Sie sind Diener Christi; (ich rede tricht) ich bin wohl mehr. Ich 
habe mehr gearbeitet, ich habe mehr Schlge erlitten, ich bin fter 
gefangen, oft in Todesnten gewesen.
24. Von den Juden habe ich fnfmal empfangen vierzig Streiche weniger 
eines.
25. Ich bin dreimal gestupet, einmal gesteiniget, dreimal habe ich 
Schiffbruch erlitten, Tag und Nacht habe ich zugebracht in der Tiefe (des 
Meers).
26. Ich bin oft gereiset; ich bin in Gefahr gewesen zu Wasser, in Gefahr 
unter den Mrdern, in Gefahr unter den Juden, in Gefahr unter den Heiden, 
in Gefahr in den Stdten, in Gefahr in der Wste, in Gefahr auf dem Meer, 
in Gefahr unter den falschen Brdern,
27. in Mhe und Arbeit, in viel Wachen, in Hunger und Durst, in viel 
Fasten, in Frost und Ble,
28. ohne was sich sonst zutrgt, nmlich da ich tglich werde angelaufen 
und trage Sorge fr alle Gemeinden.
29. Wer ist schwach, und ich werde nicht schwach? Wer wird gergert, und 
ich brenne nicht?
30. So ich mich je rhmen soll, will ich mich meiner Schwachheit rhmen.
31. Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, welcher sei gelobet in 
Ewigkeit, wei, da ich nicht lge.
32. Zu Damaskus, der Landpfleger des Knigs Aretas verwahrete die Stadt 
der Damasker und wollte mich greifen;
33. und ich ward einem Korbe zum Fenster aus durch die Mauer 
niedergelassen und entrann aus seinen Hnden.
2.Korinther 12
1. Es ist mir ja das Rhmen nichts ntze; doch will ich kommen auf die 
Gesichte und Offenbarungen des Herrn.
2. Ich kenne einen Menschen in Christo vor vierzehn Jahren (ist er in dem 
Leibe gewesen, so wei ich's nicht, oder ist er auer dem Leibe gewesen, 
so wei ich's auch nicht; Gott wei es); derselbige ward entzckt bis in 
den dritten Himmel.
3. Und ich kenne denselbigen Menschen (ob er in dem Leibe oder auer dem 
Leibe gewesen ist, wei ich nicht; Gott wei es).
4. Er ward entzckt in das Paradies und hrete unaussprechliche Worte, 
welche kein Mensch sagen kann.
5. Davon will ich mich rhmen; von mir selbst aber will ich mich nichts 
rhmen ohne meiner Schwachheit.
6. Und so ich mich rhmen wollte, tte ich darum nicht tricht; denn ich 
wollte die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber des, auf da nicht 
jemand mich hher achte, denn er an mir siehet, oder von mir hret,
7. Und auf da ich mich nicht der hoher Offenbarung berhebe, ist mir 
gegeben ein Pfahl ins Fleisch, nmlich des Satanas Engel, der mich mit 
Fusten schlage, auf da ich mich nicht berhebe.
8. Dafr ich dreimal zum Herrn geflehet habe, da er von mir wiche;
9. und er hat zu mir gesagt: La dir an meiner Gnade gengen; denn meine 
Kraft ist in den Schwachen mchtig. Darum will ich mich am allerliebsten 
rhmen meiner Schwachheit, auf da die Kraft Christi bei mir wohne.
10. Darum bin ich gutes Muts in Schwachheiten, in Schmachen, in Nten, in 
Verfolgungen, in ngsten um Christi willen. Denn wenn ich schwach bin, so 
bin ich stark.
11. Ich bin ein Narr worden ber den Rhmen; dazu habt ihr mich gezwungen. 
Denn ich sollte von euch gelobet werden, sintemal ich nichts weniger bin, 
denn die hohen Apostel sind; wiewohl ich nichts bin.
12. Denn es sind ja eines Apostels Zeichen unter euch geschehen mit aller 
Geduld; mit Zeichen und mit Wundern und mit Taten.
13. Welches ist's, darinnen ihr geringer seid denn die andern Gemeinden, 
ohne da ich selbst euch nicht habe beschweret? Vergebet mir diese Snde!
14. Siehe, ich bin bereit, zum drittenmal zu euch zu kommen, und will euch 
nicht beschweren; denn ich suche nicht das Eure, sondern euch. Denn es 
sollen nicht die Kinder den Eltern Schtze sammeln, sondern die Eltern den 
Kindern.
15. Ich will aber fast gerne darlegen und dargelegt werden fr eure 
Seelen; wiewohl ich euch fast sehr liebe und doch wenig geliebt werde.
16. Aber la also sein, da ich euch nicht habe beschweret, sondern 
dieweil ich tckisch war, habe ich euch mit Hinterlist gefangen.
17. Habe ich aber auch jemand bervorteilet durch deren etliche, die ich 
zu euch gesandt habe?
18. Ich habe Titus ermahnet und mit ihm gesandt einen Bruder. Hat euch 
auch Titus bervorteilet? Haben wir nicht in einem Geist gewandelt? Sind 
wir nicht in einerlei Futapfen gegangen?
19. Lasset ihr euch abermal dnken, wir verantworten uns? Wir reden in 
Christo vor Gott; aber das alles geschieht, meine Liebsten, euch zur 
Besserung.
20. Denn ich frchte, wenn ich komme, da ich euch nicht finde, wie ich 
will, und ihr mich auch nicht findet, wie ihr wollet: da nicht Hader, 
Neid, Zorn, Zank, Afterreden, Ohrenblasen, Aufblhen, Aufruhr da sei;
21. da ich nicht abermal komme, und mich mein Gott demtige bei euch, und 
msse Leid tragen ber viele, die zuvor gesndiget und nicht Bue getan 
haben fr die Unreinigkeit und Hurerei und Unzucht, die sie getrieben 
haben.
2.Korinther 13
1. Komme ich zum drittenmal zu euch, so soll in zweier oder dreier Zeugen 
Munde bestehen allerlei Sache.
2. Ich hab es euch zuvor gesagt und sage es euch zuvor als gegenwrtig zum 
andernmal und schreibe es nun im Abwesen denen, die zuvor gesndiget 
haben, und den andern allen: Wenn ich abermal komme, so will ich nicht 
schonen.
3. Sintemal ihr suchet, da ihr einmal gewahr werdet des, der in mir 
redet, nmlich Christi, welcher unter euch nicht schwach ist, sondern ist 
mchtig unter euch.
4. Und ob er wohl gekreuziget ist in der Schwachheit, so lebet er doch in 
der Kraft Gottes. Und ob wir auch schwach sind in ihm, so leben wir doch 
mit ihm in der Kraft Gottes unter euch.
5. Versuchet euch selbst, ob ihr im Glauben seid, prfet euch selbst! Oder 
erkennet ihr euch selbst nicht, da Jesus Christus in euch ist? Es sei 
denn, da ihr untchtig seid.
6. Ich hoffe aber, ihr erkennet, da wir nicht untchtig sind.
7. Ich bitte aber Gott, da ihr nichts bles tut, nicht auf da wir 
tchtig gesehen werden, sondern auf da ihr das Gute tut, und wir wie die 
Untchtigen seien.
8. Denn wir knnen nichts wider die Wahrheit, sondern fr die Wahrheit.
9. Wir freuen uns aber, wenn wir schwach sind, und ihr mchtig seid. Und 
dasselbige wnschen wir auch nmlich eure Vollkommenheit.
10. Derhalben ich auch solches abwesend schreibe, auf da ich nicht, wenn 
ich gegenwrtig bin, Schrfe brauchen msse nach der Macht, welche mir der 
Herr, zu bessern und nicht zu verderben, gegeben hat.
11. Zuletzt, liebe Brder, freuet euch, seid vollkommen, trstet euch, 
habt einerlei Sinn, seid friedsam, so wird Gott der Liebe und des Friedens 
mit euch sein.
12. Gret euch untereinander mit dem heiligen Ku.
13. Es gren euch alle Heiligen.
14. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi und die Liebe Gottes und die 
Gemeinschaft des Heiligen Geistes sei mit euch allen! Amen.Die andere 
Epistel an die Korinther, gesandt von Philippi in Mazedonien, durch Titus 
und Lukas.
Galater 1
1. Paulus, ein Apostel (nicht von Menschen, auch nicht durch Menschen, 
sondern durch Jesum Christum und Gott den Vater, der ihn auferwecket hat 
von den Toten),
2. und alle Brder, die bei mir sind: Den Gemeinden in Galatien.
3. Gnade sei mit euch und Friede von Gott dem Vater und unserm Herrn Jesu 
Christo,
4. der sich selbst fr unsere Snden gegeben hat, da er uns errettete von 
dieser gegenwrtigen argen Welt nach dem Willen Gottes und unsers Vaters,
5. welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
6. Mich wundert, da ihr euch so bald abwenden lasset von dem, der euch 
berufen hat in die Gnade Christi, auf ein ander Evangelium,
7. so doch kein anderes ist; ohne da etliche sind, die euch verwirren und 
wollen das Evangelium Christi verkehren.
8. Aber so auch wir oder ein Engel vom Himmel euch wrde Evangelium 
predigen anders, denn das wir euch geprediget haben, der sei verflucht!
9. Wie wir jetzt gesagt haben, so sagen wir auch abermal: So jemand euch 
Evangelium prediget anders, denn das ihr empfangen habt, der sei verflucht!
10. Predige ich denn jetzt Menschen oder Gott zu Dienst? Oder gedenke ich, 
Menschen gefllig zu sein? Wenn ich den Menschen noch gefllig wre, so 
wre ich Christi Knecht nicht.
11. Ich tue euch aber kund, liebe Brder, da das Evangelium, das von mir 
geprediget ist, nicht menschlich ist.
12. Denn ich hab' es von keinem Menschen empfangen noch gelernet, sondern 
durch die Offenbarung Jesu Christi.
13. Denn ihr habt je wohl gehret meinen Wandel weiland im Judentum, wie 
ich ber die Maen die Gemeinde Gottes verfolgte und verstrete sie
14. und nahm zu im Judentum ber viele meinesgleichen in meinem Geschlecht 
und eiferte ber die Maen um das vterliche Gesetz.
15. Da es aber Gott wohlgefiel, der mich von meiner Mutter Leibe hat 
ausgesondert und berufen durch seine Gnade,
16. da er seinen Sohn offenbarete in mir, da ich ihn durchs Evangelium 
verkndigen sollte unter den Heiden, alsobald fuhr ich zu und besprach 
mich nicht darber mit Fleisch und Blut,
17. kam auch nicht gen Jerusalem zu denen, die vor mir Apostel waren, 
sondern zog hin nach Arabien und kam wiederum gen Damaskus.
18. Danach ber drei Jahre kam ich gen Jerusalem, Petrus zu schauen, und 
blieb fnfzehn Tage bei ihm.
19. Der andern Apostel aber sah ich keinen ohne Jakobus, des Herrn Bruder.
20. Was ich euch aber schreibe, siehe, Gott wei, ich lge nicht.
21. Danach kam ich in die Lnder Syrien und Zilizien.
22. Ich war aber unbekannt von Angesicht den christlichen Gemeinden in 
Juda.
23. Sie hatten aber allein gehret, da, der uns weiland verfolgte, der 
prediget jetzt den Glauben, welchen er weiland verstrete;
24. und preiseten Gott ber mir.
Galater 2
1. Danach ber vierzehn Jahre zog ich abermal hinauf gen Jerusalem mit 
Barnabas und nahm Titus auch mit mir.
2. Ich zog aber hinauf aus einer Offenbarung und besprach mich mit ihnen 
ber dem Evangelium, das ich predige unter den Heiden, besonders aber mit 
denen, die das Ansehen hatten, auf da ich nicht vergeblich liefe oder 
gelaufen htte.
3. Aber es ward auch Titus nicht gezwungen, sich zu beschneiden, der mit 
mir war, ob er wohl ein Grieche war.
4. Denn da etliche falsche Brder sich mit eingedrungen und neben 
eingeschlichen waren, zu verkundschaften unsere Freiheit, die wir haben in 
Christo Jesu, da sie uns gefangennhmen,
5. wichen wir denselbigen nicht eine Stunde, untertan zu sein, auf da die 
Wahrheit des Evangeliums bei euch bestnde.
6. Von denen aber, die das Ansehen hatten, welcherlei sie weiland gewesen 
sind, da liegt mir nichts an; denn Gott achtet das Ansehen der Menschen 
nicht. Mich aber haben die, so das Ansehen hatten, nichts anderes gelehret,
7. sondern wiederum, da sie sahen, da mir vertrauet war das Evangelium an 
die Vorhaut, gleichwie Petrus das Evangelium an die Beschneidung
8. (denn der mit Petrus krftig ist gewesen zum Apostelamt unter die 
Beschneidung, der ist mit mir auch krftig gewesen unter die Heiden),
9. und erkannten die Gnade, die mir gegeben war, Jakobus und Kephas und 
Johannes, die fr Sulen angesehen waren, gaben sie mir und Barnabas die 
rechte Hand und wurden mit uns eins, da wir unter die Heiden, sie aber 
unter der Beschneidung predigten;
10. allein da wir der Armen gedchten, welches ich auch fleiig bin 
gewesen zu tun.
11. Da aber Petrus gen Antiochien kam, widerstund ich ihm unter Augen; 
denn es war Klage ber ihn kommen.
12. Denn zuvor, ehe etliche von Jakobus kamen, a er mit den Heiden; da 
sie aber kamen, entzog er sich und sonderte sich, darum da er die von der 
Beschneidung frchtete.
13. Und heuchelten mit ihm die andern Juden, also da auch Barnabas 
verfhret ward, mit ihnen zu heucheln.
14. Aber da ich sah, da sie nicht richtig wandelten nach der Wahrheit des 
Evangeliums, sprach ich zu Petrus vor allen ffentlich: So du, der du ein 
Jude bist, heidnisch lebest und nicht jdisch, warum zwingest du denn die 
Heiden, jdisch zu leben?
15. Wiewohl wir von Natur Juden und nicht Snder aus den Heiden sind,
16. doch, weil wir wissen, da der Mensch durch des Gesetzes Werke nicht 
gerecht wird, sondern durch den Glauben an Jesum Christum, so glauben wir 
auch an Christum Jesum, auf da wir gerecht werden durch den Glauben an 
Christum und nicht durch des Gesetzes Werke; denn durch des Gesetzes Werke 
wird kein Fleisch gerecht
17. Sollten wir aber, die da suchen durch Christum gerecht zu werden, auch 
noch selbst als Snder erfunden werden, so wre Christus ein Sndendiener. 
Das sei ferne!
18. Wenn ich aber das, so ich zerbrochen habe, wiederum baue, so mache ich 
mich selbst zu einem bertreter.
19. Ich bin aber durchs Gesetz dem Gesetz gestorben auf da ich Gott lebe; 
ich bin mit Christo gekreuziget.
20. Ich lebe aber, doch nun nicht ich, sondern Christus lebet in mir. Denn 
was ich jetzt lebe im Fleisch, das lebe ich in dem Glauben des Sohnes 
Gottes, der mich geliebet hat und sich selbst fr mich dargegeben.
21. Ich werfe nicht weg die Gnade Gottes; denn so durch das Gesetz die 
Gerechtigkeit kommt, so ist Christus vergeblich gestorben.
Galater 3
1. O ihr unverstndigen Galater, wer hat euch bezaubert, da ihr der 
Wahrheit nicht gehorchet? welchen Christus Jesus vor die Augen gemalet 
war, und jetzt unter euch gekreuziget ist!
2. Das will ich allein von euch lernen: Habt ihr den Geist empfangen durch 
des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glauben?
3. Seid ihr so unverstndig? Im Geist habt ihr angefangen, wollt ihr's 
denn nun im Fleisch vollenden?
4. Habt ihr denn so viel umsonst erlitten? Ist's anders umsonst.
5. Der euch nun den Geist reichet und tut solche Taten unter euch, tut 
er's durch des Gesetzes Werke oder durch die Predigt vom Glauben?
6. Gleichwie Abraham hat Gott geglaubet, und ist ihm gerechnet zur 
Gerechtigkeit.
7. So erkennet ihr ja nun, da, die des Glaubens sind, das sind Abrahams 
Kinder.
8. Die Schrift aber hat es zuvor ersehen, da Gott die Heiden durch den 
Glauben gerecht macht. Darum verkndigte sie dem Abraham: In dir sollen 
alle Heiden gesegnet werden.
9. Also werden nun, die des Glaubens sind, gesegnet mit dem glubigen 
Abraham.
10. Denn die mit des Gesetzes Werken umgehen, die sind unter dem Fluch; 
denn es stehet geschrieben: Verflucht sei jedermann, der nicht bleibet in 
alledem, das geschrieben stehet in dem Buch des Gesetzes, da er's tue!
11. Da aber durchs Gesetz niemand gerecht wird vor Gott, ist offenbar; 
denn der Gerechte wird seines Glaubens leben.
12. Das Gesetz aber ist nicht des Glaubens, sondern der Mensch, der es 
tut, wird dadurch leben.
13. Christus aber hat uns erlset von dem Fluch des Gesetzes, da er ward 
ein Fluch fr uns (denn es stehet geschrieben: Verflucht sei jedermann, 
der am Holz hnget!),
14. auf da der Segen Abrahams unter die Heiden kme in Christo Jesu, und 
wir also den verheienen Geist empfingen durch den Glauben.
15. Liebe Brder, ich will nach menschlicher Weise reden: Verachtet man 
doch eines Menschen Testament nicht, wenn es besttiget ist, und tut auch 
nichts dazu.
16. Nun ist je die Verheiung Abraham und seinem Samen zugesagt. Er 
spricht nicht: durch die Samen, als durch viele, sondern als durch einen, 
durch deinen Samen, welcher ist Christus.
17. Ich sage aber davon: Das Testament, das von Gott zuvor besttiget ist 
auf Christum, wird nicht aufgehoben, da die Verheiung sollte durchs 
Gesetz aufhren, welches gegeben ist ber vierhundertunddreiig Jahre 
hernach.
18. Denn so das Erbe durch das Gesetz erworben wrde, so wrde es nicht 
durch Verheiung gegeben. Gott aber hat es Abraham durch Verheiung frei 
geschenkt.
19. Was soll denn das Gesetz? Es ist dazukommen um der Snde willen, bis 
der Same kme, dem die Verheiung geschehen ist, und ist gestellet von den 
Engeln durch die Hand des Mittlers.
20. Ein Mittler aber ist nicht eines einigen Mittler; Gott aber ist einig.
21. Wie? Ist denn das Gesetz wider Gottes Verheiungen? Das sei ferne! 
Wenn aber ein Gesetz gegeben wre, das da knnte lebendig machen, so kme 
die Gerechtigkeit wahrhaftig aus dem Gesetze.
22. Aber die Schrift hat es alles beschlossen unter die Snde, auf da die 
Verheiung kme durch den Glauben an Jesum Christum, gegeben denen, die da 
glauben.
23. Ehe denn aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahret 
und verschlossen auf den Glauben, der da sollte offenbart werden.
24. Also ist das Gesetz unser Zuchtmeister gewesen auf Christum, da wir 
durch den Glauben gerecht wrden.
25. Nun aber der Glaube kommen ist, sind wir nicht mehr unter dem 
Zuchtmeister.
26. Denn ihr seid alle Gottes Kinder durch den Glauben an Christum Jesum.
27. Denn wieviel euer getauft sind, die haben Christum angezogen.
28. Hier ist kein Jude noch Grieche, hier ist kein Knecht noch Freier, 
hier ist kein Mann noch Weib; denn ihr seid allzumal einer in Christo Jesu.
29. Seid ihr aber Christi, so seid ihr ja Abrahams Samen und nach der 
Verheiung Erben.
Galater 4
1. Ich sage aber, solange der Erbe ein Kind ist, so ist unter ihm und 
einem Knechte kein Unterschied, ob er wohl ein Herr ist aller Gter,
2. sondern er ist unter den Vormndern und Pflegern bis auf die bestimmte 
Zeit vom Vater.
3. Also auch wir, da wir Kinder waren, waren wir gefangen unter den 
uerlichen Satzungen.
4. Da aber die Zeit erfllet ward, sandte Gott seinen Sohn, geboren von 
einem Weibe und unter das Gesetz getan,
5. auf da er die, so unter dem Gesetz waren, erlsete, da wir die 
Kindschaft empfingen.
6. Weil ihr denn Kinder seid, hat Gott gesandt den Geist seines Sohnes in 
eure Herzen, der schreiet: Abba, lieber Vater!
7. Also ist nun hier kein Knecht mehr, sondern eitel Kinder. Sind's aber 
Kinder, so sind's auch Erben Gottes durch Christum.
8. Aber zu der Zeit, da ihr Gott nicht erkanntet, dientet ihr denen, die 
von Natur nicht Gtter sind.
9. Nun ihr aber Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt seid, wie 
wendet ihr euch denn um wieder zu den schwachen und drftigen Satzungen, 
welchen ihr von neuem an dienen wollt?
10. Ihr haltet Tage und Monden und Feste und Jahrzeiten.
11. Ich frchte fr euch, da ich nicht vielleicht umsonst habe an euch 
gearbeitet.
12. Seid doch wie ich, denn ich bin wie ihr. Liebe Brder, ich bitte euch, 
ihr habt mir kein Leid getan.
13. Denn ihr wisset, da ich euch in Schwachheit nach dem Fleisch das 
Evangelium geprediget habe zum erstenmal.
14. Und meine Anfechtungen, die ich leide nach dem Fleisch, habt ihr nicht 
verachtet noch verschmhet, sondern als einen Engel Gottes nahmet ihr mich 
auf, ja als Christum Jesum.
15. Wie waret ihr dazumal so selig! Ich bin euer Zeuge, da, wenn es 
mglich gewesen wre, ihr httet eure Augen ausgerissen und mir gegeben.
16. Bin ich denn also euer Feind worden, da ich euch die Wahrheit 
vorhalte?
17. Sie eifern um euch nicht fein, sondern sie wollen euch von mir 
abfllig machen, da ihr um sie sollt eifern.
18. Eifern ist gut, wenn's immerdar geschiehet um das Gute und nicht 
allein, wenn ich gegenwrtig bei euch bin.
19. Meine lieben Kinder, welche ich abermal mit ngsten gebre, bis da 
Christus in euch eine Gestalt gewinne.
20. Ich wollte aber, da ich jetzt bei euch wre, und meine Stimme wandeln 
knnte, denn ich bin irre an euch.
21. Saget mir, die ihr unter dem Gesetz sein wollt: Habt ihr das Gesetz 
nicht gehret?
22. Denn es stehet geschrieben, da Abraham zween Shne hatte, einen von 
der Magd, den andern von der Freien.
23. Aber der von der Magd war, ist nach dem Fleisch geboren; der aber von 
der Freien, ist durch die Verheiung geboren.
24. Die Worte bedeuten etwas. Denn das sind die zwei Testamente, eines von 
dem Berge Sinai, das zur Knechtschaft gebieret, welches ist die Hagar.
25. Denn Hagar heiet in Arabien der Berg Sinai und langet bis gen 
Jerusalem, das zu dieser Zeit ist, und ist dienstbar mit seinen Kindern.
26. Aber das Jerusalem, das droben ist, das ist die Freie, die ist unser 
aller Mutter.
27. Denn es stehet geschrieben: Sei frhlich, du Unfruchtbare, die du 
nicht gebierest, und brich hervor und rufe, die du nicht schwanger bist! 
Denn die Einsame hat viel mehr Kinder, denn die den Mann hat.
28. Wir aber, liebe Brder, sind Isaak nach der Verheiung Kinder.
29. Aber gleichwie zu der Zeit, der nach dem Fleisch geboren war, 
verfolgete den, der nach dem Geist geboren war, also gehet es jetzt auch.
30. Aber was spricht die Schrift? Sto die Magd hinaus mit ihrem Sohn! 
Denn der Magd Sohn soll nicht erben mit dem Sohn der Freien.
31. So sind wir nun, liebe Brder, nicht der Magd Kinder, sondern der 
Freien.
Galater 5
1. So bestehet nun in der Freiheit, damit uns Christus befreiet hat, und 
lasset euch nicht wiederum in das knechtische Joch fangen!
2. Siehe, ich, Paulus, sage euch: Wo ihr euch beschneiden lasset, so ist 
euch Christus kein ntze.
3. Ich zeuge abermal einem jeden, der sich beschneiden lt, da er noch 
das ganze Gesetz schuldig ist zu tun.
4. Ihr habt Christum verloren, die ihr durch das Gesetz gerecht werden 
wollt, und seid von der Gnade gefallen.
5. Wir aber warten im Geist durch den Glauben der Gerechtigkeit, der man 
hoffen mu.
6. Denn in Christo Jesu gilt weder Beschneidung noch Vorhaut etwas, 
sondern der Glaube, der durch die Liebe ttig ist.
7. Ihr liefet fein. Wer hat euch aufgehalten, der Wahrheit nicht zu 
gehorchen?
8. Solch berreden ist nicht von dem, der euch berufen hat.
9. Ein wenig Sauerteig versuert den ganzen Teig.
10. Ich versehe mich zu euch in dem Herrn, ihr werdet nicht anders 
gesinnet sein. Wer euch aber irremacht, der wird sein Urteil tragen, er 
sei, wer er wolle.
11. Ich aber, liebe Brder, so ich die Beschneidung noch predige, warum 
leide ich denn Verfolgung? So htte das rgernis des Kreuzes aufgehret.
12. Wollte Gott, da sie auch ausgerottet wrden, die euch verstren!
13. Ihr aber, liebe Brder, seid zur Freiheit berufen Allein sehet zu, da 
ihr durch die Freiheit dem Fleisch nicht Raum gebet, sondern durch die 
Liebe diene einer dem andern.
14. Denn alle Gesetze werden in einem Wort erfllet, in dem: Liebe deinen 
Nchsten wie dich selbst.
15. So ihr euch aber untereinander beiet und fresset, so sehet zu, da 
ihr nicht untereinander verzehret werdet.
16. Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lste des Fleisches 
nicht vollbringen.
17. Denn das Fleisch gelstet wider den Geist und den Geist wider das 
Fleisch. Dieselbigen sind wider einander, da ihr nicht tut, was ihr wollt.
18. Regieret euch aber der Geist, so seid ihr nicht unter dem Gesetze.
19. Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, als da sind: Ehebruch, 
Hurerei, Unreinigkeit, Unzucht,
20. Abgtterei, Zauberei, Feindschaft, Hader, Neid, Zorn, Zank, 
Zwietracht, Rotten, Ha, Mord,
21. Saufen, Fressen und dergleichen; von welchen ich euch habe zuvor 
gesagt und sage noch zuvor, da, die solches tun, werden das Reich Gottes 
nicht erben.
22. Die Frucht aber des Geistes ist: Liebe, Freude, Friede, Geduld, 
Freundlichkeit, Gtigkeit, Glaube, Sanftmut, Keuschheit.
23. Wider solche ist das Gesetz nicht.
24. Welche aber Christo angehren, die kreuzigen ihr Fleisch samt den 
Lsten und Begierden.
25. So wir im Geist leben, so lasset uns auch im Geist wandeln.
26. Lasset uns nicht eitler Ehre geizig sein, untereinander zu entrsten 
und zu hassen!
Galater 6
1. Liebe Brder, so ein Mensch etwa von einem Fehl bereilet wrde, so 
helfet ihm wieder zurecht mit sanftmtigem Geist, die ihr geistlich seid. 
Und siehe auf dich selbst, da du nicht auch versucht werdest!
2. Einer trage des andern Last, so werdet ihr das Gesetz Christi erfllen.
3. So aber sich jemand lsset dnken, er sei etwas, so er doch nichts ist, 
der betrget sich selbst.
4. Ein jeglicher aber prfe sein selbst Werk, und alsdann wird er an sich 
selber Ruhm haben und nicht an einem andern.
5. Denn ein jeglicher wird seine Last tragen.
6. Der aber unterrichtet wird mit dem Wort, der teile mit allerlei Gutes 
dem, der ihn unterrichtet.
7. Irret euch nicht; Gott lt sich nicht spotten! Denn was der Mensch 
set, das wird er ernten.
8. Wer auf sein Fleisch set, der wird von dem Fleisch das Verderben 
ernten; wer aber auf den Geist set, der wird von dem Geist das ewige 
Leben ernten.
9. Lasset uns aber Gutes tun und nicht mde werden; denn zu seiner Zeit 
werden wir auch ernten ohne Aufhren.
10. Als wir denn nun Zeit haben, so lasset uns Gutes tun an jedermann, 
allermeist aber an des Glaubens Genossen.
11. Sehet, mit wie vielen Worten hab ich euch geschrieben mit eigener 
Hand!
12. Die sich wollen angenehm machen nach dem Fleisch, die zwingen euch zu 
beschneiden, allein da sie nicht mit dem Kreuz Christi verfolget werden.
13. Denn auch sie selbst, die sich beschneiden lassen, halten das Gesetz 
nicht, sondern sie wollen, da ihr euch beschneiden lasset, auf da sie 
sich von eurem Fleisch rhmen mgen.
14. Es sei aber ferne von mir rhmen denn allein von dem Kreuz unsers 
Herrn Jesu Christi, durch welchen mir die Welt gekreuziget ist und ich der 
Welt.
15. Denn in Christo Jesu gilt weder Beschneidung noch Vorhaut etwas, 
sondern eine neue Kreatur.
16. Und wieviel nach dieser Regel einhergehen, ber die sei Friede und 
Barmherzigkeit und ber den Israel Gottes!
17. Hinfort mache mir niemand weiter Mhe; denn ich trage die Malzeichen 
des Herrn Jesu an meinem Leibe.
18. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit eurem Geist, liebe Brder! 
Amen.An die Galater gesandt von Rom
Epheser 1
1. Paulus, ein Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes: Den Heiligen 
zu Ephesus und Glubigen an Christo Jesu.
2. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn 
Jesu Christo!
3. Gelobet sei Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der uns 
gesegnet hat mit allerlei geistlichem Segen in himmlischen Gtern durch 
Christum;
4. wie er uns denn erwhlet hat durch denselbigen, ehe der Welt Grund 
gelegt war, da wir sollten sein heilig und unstrflich vor ihm in der 
Liebe;
5. und hat uns verordnet zur Kindschaft gegen ihn selbst durch Jesum 
Christum, nach dem Wohlgefallen seines Willens,
6. zu Lob seiner herrlichen Gnade, durch welche er uns hat angenehm 
gemacht in dem Geliebten,
7. an welchem wir haben die Erlsung durch sein Blut, nmlich die 
Vergebung der Snden, nach dem Reichtum seiner Gnade,
8. welche uns reichlich widerfahren ist durch allerlei Weisheit und 
Klugheit.
9. Und hat uns wissen lassen das Geheimnis seines Willens nach seinem 
Wohlgefallen und hat dasselbige hervorgebracht durch ihn,
10. da es geprediget wrde, da die Zeit erfllet war, auf da alle Dinge 
zusammengefasset wrden in Christo, beide, das im Himmel und auch auf 
Erden ist, durch ihn selbst,
11. durch welchen wir auch zum Erbteil kommen sind, die wir zuvor 
verordnet sind nach dem Vorsatz des, der alle Dinge wirket nach dem Rat 
seines Willens,
12. auf da wir etwas seien zu Lob seiner Herrlichkeit, die wir zuvor auf 
Christum hoffen;
13. durch welchen auch ihr gehret habt das Wort der Wahrheit, nmlich das 
Evangelium von eurer Seligkeit; durch welchen ihr auch, da ihr glaubetet, 
versiegelt worden seid mit dem Heiligen Geist der Verheiung,
14. welcher ist das Pfand unsers Erbes zu unserer Erlsung, da wir sein 
Eigentum wrden zu Lob seiner Herrlichkeit.
15. Darum auch ich, nachdem ich gehret habe von dem Glauben bei euch an 
den Herrn Jesum und von eurer Liebe zu allen Heiligen,
16. hre ich nicht auf, zu danken fr euch, und gedenke euer in meinem 
Gebet,
17. da der Gott unsers Herrn Jesu Christi, der Vater der Herrlichkeit, 
gebe euch den Geist der Weisheit und der Offenbarung zu seiner selbst 
Erkenntnis
18. und erleuchtete Augen eures Verstndnisses, da ihr erkennen mget, 
welche da sei die Hoffnung eurer Berufung, und welcher sei der Reichtum 
seines herrlichen Erbes an seinen Heiligen,
19. und welche da sei die berschwengliche Gre seiner Kraft an uns, die 
wir glauben nach der Wirkung seiner mchtigen Strke,
20. welche er gewirket hat in Christo, da er ihn von den Toten auferwecket 
hat und gesetzt zu seiner Rechten im Himmel
21. ber alle Frstentmer, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was 
genannt mag werden, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der 
zuknftigen.
22. Und hat alle Dinge unter seine Fe getan und hat ihn gesetzt zum 
Haupt der Gemeinde ber alles,
23. welche da ist sein Leib, nmlich die Flle des, der alles in allen 
erfllet.
Epheser 2
1. Und auch euch, da ihr tot waret durch bertretungen und Snden,
2. in welchen ihr weiland gewandelt habt nach dem Lauf dieser Welt und 
nach dem Frsten, der in der Luft herrschet, nmlich nach dem Geist, der 
zu dieser Zeit sein Werk hat in den Kindern des Unglaubens,
3. unter welchen wir auch alle weiland unsern Wandel gehabt haben in den 
Lsten unsers Fleisches, und taten den Willen des Fleisches und der 
Vernunft und waren auch Kinder des Zorns von Natur, gleichwie auch die 
andern;
4. aber Gott, der da reich ist von Barmherzigkeit, durch seine groe 
Liebe, damit er uns geliebet hat:
5. da wir tot waren in den Snden, hat er uns samt Christo lebendig 
gemacht (denn aus Gnaden seid ihr selig worden)
6. und hat uns samt ihm auferwecket und samt ihm in das himmlische Wesen 
gesetzt in Christo Jesu,
7. auf da er erzeigete in den zuknftigen Zeiten den berschwenglichen 
Reichtum seiner Gnade durch seine Gte ber uns in Christo Jesu.
8. Denn aus Gnaden seid ihr selig worden durch den Glauben, und dasselbige 
nicht aus euch, Gottes Gabe ist es;
9. nicht aus den Werken, auf da sich nicht jemand rhme.
10. Denn wir sind sein Werk, geschaffen in Christo Jesu zu guten Werken, 
zu welchen Gott uns zuvor bereitet hat, da wir darinnen wandeln sollen.
11. Darum gedenket daran, da ihr, die ihr weiland nach dem Fleisch Heiden 
gewesen seid und die Vorhaut genannt wurdet von denen, die genannt sind 
die Beschneidung nach dem Fleisch, die mit der Hand geschieht,
12. da ihr zu derselbigen Zeit waret ohne Christum, fremd und auer der 
Brgerschaft Israels und fremd von den Testamenten der Verheiung; daher 
ihr keine Hoffnung hattet und waret ohne Gott in der Welt.
13. Nun aber, die ihr in Christo Jesu seid und weiland ferne gewesen, seid 
nun nahe worden durch das Blut Christo.
14. Denn er ist unser Friede, der aus beiden eins hat gemacht und hat 
abgebrochen den Zaun, der dazwischen war, in dem, da er durch sein 
Fleisch wegnahm die Feindschaft,
15. nmlich das Gesetz, so in Geboten gestellet war, auf da er aus zweien 
einen neuen Menschen in ihm selber schaffete und Frieden machete,
16. und da er beide vershnete mit Gott in einem Leibe durch das Kreuz; 
und hat die Feindschaft gettet durch sich selbst
17. und ist kommen, hat verkndiget im Evangelium den Frieden euch, die 
ihr ferne waret, und denen, die nahe waren.
18. Denn durch ihn haben wir den Zugang alle beide in einem Geiste zum 
Vater.
19. So seid ihr nun nicht mehr Gste und Fremdlinge, sondern Brger mit 
den Heiligen und Gottes Hausgenossen,
20. erbauet auf den Grund der Apostel und Propheten, da Jesus Christus der 
Eckstein ist
21. auf welchem der ganze Bau, ineinandergefget, wchset zu, einem 
heiligen Tempel in dem Herrn,
22. auf welchem auch ihr mit erbauet werdet zu einer Behausung Gottes. im 
Geist.
Epheser 3
1. Derhalben ich, Paulus, der Gefangene Christi Jesu fr euch Heiden,
2. nachdem ihr gehret habt von dem Amt der Gnade Gottes, die mir an euch 
gegeben ist,
3. da mir ist kund worden dieses Geheimnis durch Offenbarung, wie ich 
droben aufs krzeste geschrieben habe,
4. daran ihr, so ihr's leset, merken knnet meinen Verstand an dem 
Geheimnis Christi,
5. welches nicht kundgetan ist in den vorigen Zeiten den Menschenkindern, 
als es nun offenbart ist seinen heiligen Aposteln und Propheten durch den 
Geist,
6. nmlich da die Heiden Miterben seien und mit eingeleibet und 
Mitgenossen seiner Verheiung in Christo durch das Evangelium,
7. des ich ein Diener worden bin nach der Gabe aus der Gnade Gottes, die 
mir nach seiner mchtigen Kraft gegeben ist:
8. mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen, ist gegeben diese Gnade, 
unter den Heiden zu verkndigen den unausforschlichen Reichtum Christi
9. und zu erleuchten jedermann, welche da sei die Gemeinschaft des 
Geheimnisses, das von der Welt her in Gott verborgen gewesen ist, der alle 
Dinge geschaffen hat durch Jesum Christum,
10. auf da jetzt kund wrde den Frstentmern und Herrschaften in dem 
Himmel an der Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes
11. nach dem Vorsatz von der Welt her, welche er beweiset hat in Christo 
Jesu, unserm Herrn,
12. durch welchen wir haben Freudigkeit und Zugang in aller Zuversicht 
durch den Glauben an ihn.
13. Darum bitte ich, da ihr nicht mde werdet um meiner Trbsal willen, 
die ich fr euch leide, welche euch eine Ehre sind.
14. Derhalben beuge ich meine Kniee gegen den Vater unsers Herrn Jesu 
Christi,
15. der der rechte Vater ist ber alles, was da Kinder heit im Himmel und 
auf Erden,
16. da er euch Kraft gebe nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit, stark zu 
werden durch seinen Geist an dem inwendigen Menschen,
17. und Christum zu wohnen durch den Glauben in euren Herzen, und durch 
die Liebe eingewurzelt und gegrndet zu werden,
18. auf da ihr begreifen mget mit allen Heiligen, welches da sei die 
Breite und die Lnge und die Tiefe und die Hhe,
19. auch erkennen, da Christum liebhaben viel besser ist denn alles 
Wissen, auf da ihr erfllet werdet mit allerlei Gottesflle.
20. Dem aber, der berschwenglich tun kann ber alles, was wir bitten oder 
verstehen, nach der Kraft, die da in uns wirket,
21. dem sei Ehre in der Gemeinde, die in Christo Jesu ist, zu aller Zeit, 
von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
Epheser 4
1. So ermahne nun euch ich Gefangener in dem Herrn, da ihr wandelt, wie 
sich's gebhrt eurer Berufung, darinnen ihr berufen seid,
2. mit aller Demut und Sanftmut, mit Geduld und vertraget einer den andern 
in der Liebe
3. und seid fleiig, zu halten die Einigkeit im Geist durch das Band des 
Friedens.
4. Ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid auf einerlei Hoffnung 
eurer Berufung.
5. Ein Herr, ein Glaube, eine Taufe,
6. ein Gott und Vater (unser) aller, der da ist ber euch alle und durch 
euch alle und in euch allen.
7. Einem jeglichen aber unter uns ist gegeben die Gnade nach dem Ma der 
Gabe Christi.
8. Darum spricht er: Er ist aufgefahren in die Hhe und hat das Gefngnis 
gefangen gefhret und hat den Menschen Gaben gegeben.
9. Da er aber aufgefahren ist, was ist's, denn da er zuvor ist 
hinuntergefahren in die untersten rter der Erde?
10. Der hinuntergefahren ist, das ist derselbige, der aufgefahren ist ber 
alle Himmel, auf da er alles erfllete.
11. Und er hat etliche zu Aposteln gesetzt, etliche aber zu Propheten, 
etliche zu Evangelisten, etliche zu Hirten und Lehrern,
12. da die Heiligen zugerichtet werden zum Werk des Amts, dadurch der 
Leib Christi erbauet werde,
13. bis da wir alle hinankommen zu einerlei Glauben und Erkenntnis des 
Sohnes Gottes und ein vollkommener Mann werden, der da sei im Mae des 
vollkommenen Alters Christi,
14. auf da wir nicht mehr Kinder seien und uns wgen und wiegen lassen 
von allerlei Wind der Lehre durch Schalkheit der Menschen und Tuscherei, 
damit sie uns erschleichen zu verfhren.
15. Lasset uns aber rechtschaffen sein in der Liebe und wachsen in allen 
Stcken an dem, der das Haupt ist, Christus,
16. aus welchem der ganze Leib zusammengefget, und ein Glied am andern 
hanget durch alle Gelenke, dadurch eines dem andern Handreichung tut nach 
dem Werk eines jeglichen Gliedes in seinem Mae und machet, da der Leib 
wchset zu seiner selbst Besserung; und das alles in der Liebe:
17. So sage ich nun und zeuge in dem Herrn, da ihr nicht mehr wandelt, 
wie die andern Heiden wandeln der Eitelkeit ihres Sinnes,
18. welcher Verstand verfinstert ist, und sind entfremdet von dem Leben, 
das aus Gott ist, durch die Unwissenheit, so in ihnen ist, durch die 
Blindheit ihres Herzens.
19. welche ruchlos sind und ergeben sich der Unzucht und treiben allerlei 
Unreinigkeit samt dem Geiz.
20. Ihr aber habt Christum nicht also gelernet,
21. so ihr anders von ihm gehret habt und in ihm gelehret seid, wie in 
Jesu ein rechtschaffen Wesen ist.
22. So leget nun von euch ab nach dem vorigen Wandel den alten Menschen, 
der durch Lste in Irrtum sich verderbet.
23. Erneuert euch aber im Geist eures Gemts
24. und ziehet den neuen Menschen an, der nach Gott geschaffen ist in 
rechtschaffener Gerechtigkeit und Heiligkeit.
25. Darum leget die Lge ab und redet die Wahrheit, ein jeglicher mit 
seinem Nchsten, sintemal wir untereinander Glieder sind.
26. Zrnet, und sndiget nicht; lasset die Sonne nicht ber eurem Zorn 
untergehen.
27. Gebet auch nicht Raum dem Lsterer!
28. Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern arbeite und schaffe 
mit den Hnden etwas Gutes, auf da er habe, zu geben dem Drftigen.
29. Lasset kein faul Geschwtz aus eurem Munde gehen, sondern was ntzlich 
zur Besserung ist, da es not tut, da es holdselig sei zu hren.
30. Und betrbet nicht den Heiligen Geist Gottes, damit ihr versiegelt 
seid auf den Tag der Erlsung.
31. Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lsterung sei 
ferne von euch samt aller Bosheit.
32. Seid aber untereinander freundlich, herzlich und vergebet einer dem 
andern, gleichwie Gott euch vergeben hat in Christo.
Epheser 5
1. So seid nun Gottes Nachfolger als die lieben Kinder!
2. Und wandelt in der Liebe, gleichwie Christus uns hat geliebet und sich 
selbst dargegeben fr uns zur Gabe und Opfer, Gott zu einem sen Geruch.
3. Hurerei aber und alle Unreinigkeit oder Geiz lasset nicht von euch 
gesagt werden, wie den Heiligen zustehet,
4. auch schandbare Worte und Narrenteidinge oder Scherz, welche euch nicht 
ziemen, sondern vielmehr Danksagung.
5. Denn das sollt ihr wissen, da kein Hurer oder Unreiner oder Geiziger 
(welcher ist ein Gtzendiener) Erbe hat an dem Reich Christi und Gottes.
6. Lasset euch niemand verfhren mit vergeblichen Worten! Denn um dieser 
willen kommt der Zorn Gottes ber die Kinder des Unglaubens.
7. Darum seid nicht ihre Mitgenossen!
8. Denn ihr waret weiland Finsternis; nun aber seid ihr ein Licht in, dem 
Herrn.
9. Wandelt wie die Kinder des Lichts! Die Frucht des Geistes ist allerlei 
Gtigkeit und Gerechtigkeit und Wahrheit.
10. Und prfet, was da sei wohlgefllig dem Herrn.
11. Und habt nicht Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der 
Finsternis; strafet sie aber vielmehr.
12. Denn was heimlich von ihnen geschieht, das ist auch schndlich zu 
sagen.
13. Das alles aber wird offenbar, wenn es vom Licht gestraft wird. Denn 
alles, was offenbar wird, das ist Licht.
14. Darum spricht er: Wache auf, der du schlfest, und stehe auf von den 
Toten, so wird dich Christus erleuchten.
15. So sehet nun zu, wie ihr vorsichtiglich wandelt, nicht als die 
Unweisen, sondern als die Weisen.
16. Und schicket euch in die Zeit; denn es ist bse Zeit.
17. Darum werdet nicht unverstndig, sondern verstndig, was da sei des 
Herrn Wille.
18. Und saufet euch nicht voll Weins, daraus ein unordentlich Wesen 
folget, sondern werdet voll Geistes
19. und redet untereinander von Psalmen und Lobgesngen und geistlichen 
Liedern; singet und spielet dem Herrn in euren Herzen.
20. Und saget Dank allezeit fr alles Gott und dem Vater in dem Namen 
unsers Herrn Jesu Christi.
21. Und seid untereinander untertan in der Furcht Gottes.
22. Die Weiber seien untertan ihren Mnnern als dem Herrn.
23. Denn der Mann ist des Weibes Haupt, gleichwie auch Christus das Haupt 
ist der Gemeinde, und er ist seines Leibes Heiland.
24. Aber wie nun die Gemeinde ist Christo untertan, also auch die Weiber 
ihren Mnnern in allen Dingen.
25. Ihr Mnner, liebet eure Weiber, gleichwie Christus auch geliebet hat 
die Gemeinde und hat sich selbst fr sie gegeben,
26. auf da er sie heiligte, und hat sie gereiniget durch das Wasserbad im 
Wort,
27. auf da er sie sich selbst darstellete als eine Gemeinde, die herrlich 
sei, die nicht habe einen Flecken oder Runzel oder des etwas, sondern da 
sie heilig sei und unstrflich.
28. Also sollen auch die Mnner ihre Weiber lieben als ihre eigenen 
Leiber. Wer sein Weib liebet, der liebet sich selbst.
29. Denn niemand hat jemals sein eigen Fleisch gehasset, sondern er nhret 
es und pfleget sein, gleichwie auch der Herr die Gemeinde.
30. Denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von seinem 
Gebeine.
31. Um deswillen wird ein Mensch verlassen Vater und Mutter und seinem 
Weibe anhangen, und werden zwei ein Fleisch sein.
32. Das Geheimnis ist gro; ich sage aber von Christo und der Gemeinde;
33. Doch auch ihr, ja ein jeglicher habe lieb sein Weib als sich selbst; 
das Weib aber frchte den Mann.
Epheser 6
1. Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn; denn das ist 
billig.
2. Ehre Vater und Mutter; das ist das erste Gebot, das Verheiung hat:
3. Auf da dir's wohl gehe, und du lange lebest auf Erden.
4. Und ihr Vter, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern ziehet sie 
auf in der Zucht und Vermahnung zu dem Herrn.
5. Ihr Knechte, seid gehorsam euren leiblichen Herren mit Furcht und 
Zittern, in Einfltigkeit eures Herzens, als Christo;
6. nicht mit Dienst allein vor Augen, als den Menschen zu gefallen, 
sondern als die Knechte Christi, da ihr solchen Willen Gottes tut von 
Herzen, mit gutem Willen.
7. Lasset euch dnken, da ihr dem Herrn dienet und nicht den Menschen;
8. und wisset, was ein jeglicher Gutes tun wird, das wird er von dem Herrn 
empfangen, er sei ein Knecht oder ein Freier.
9. Und ihr Herren, tut auch dasselbige gegen sie und lasset das Druen; 
und wisset, da auch euer Herr im Himmel ist, und ist bei ihm kein Ansehen 
der Person.
10. Zuletzt meine Brder, seid stark in dem Herrn und in der Macht seiner 
Strke!
11. Ziehet an den Harnisch Gottes, da ihr bestehen knnet gegen die 
listigen Anlufe des Teufels.
12. Denn wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kmpfen, sondern mit 
Frsten und Gewaltigen, nmlich mit den Herren der Welt, die in der 
Finsternis dieser Welt herrschen, mit den bsen Geistern unter dem Himmel.
13. Um deswillen so ergreifet den Harnisch Gottes, auf da ihr an dem 
bsen Tage Widerstand tun und alles wohl ausrichten und das Feld behalten 
mget.
14. So stehet nun, umgrtet an euren Lenden mit Wahrheit und angezogen mit 
dem Krebs der Gerechtigkeit
15. und an den Beinen gestiefelt, als fertig, zu treiben das Evangelium 
des Friedens, damit ihr bereitet seid.
16. Vor allen Dingen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem 
ihr auslschen knnt alle feurigen Pfeile des Bsewichts.
17. Und nehmet den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, welches ist 
das Wort Gottes.
18. Und betet stets in allem Anliegen mit Bitten und Flehen im Geist und 
wachet dazu mit allem Anhalten und Flehen fr alle Heiligen
19. und fr mich, auf da mir gegeben werde das Wort mit freudigem Auftun 
meines Mundes, da ich mge kundmachen das Geheimnis des Evangeliums,
20. welches Bote ich bin in der Kette, auf da ich darinnen freudig 
handeln mge und reden, wie sich's gebhrt.
21. Auf da aber ihr auch wisset, wie es um mich stehet, und was ich 
schaffe, wird's euch alles kundtun Tychikus, mein lieber Bruder und 
getreuer Diener in dem Herrn
22. welchen ich gesandt habe zu euch um desselbigenwillen, da ihr 
erfahret, wie es um mich stehet, und da er eure Herzen trste.
23. Friede sei den Brdern und Liebe mit Glauben von Gott dem Vater und 
dem Herrn Jesu Christo!
24. Gnade sei mit allen, die da liebhaben unsern Herrn Jesum Christum 
unverrckt! Amen.Geschrieben von Rom an die Epheser durch Tychikus.
Philipper 1
1. Paulus und Timotheus, Knechte Jesu Christi: Allen Heiligen in Christo 
Jesu zu Philippi samt den Bischfen und Dienern.
2. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn 
Jesu Christo!
3. Ich danke meinem Gott, so oft ich euer gedenke
4. (welches ich allezeit tue in allem meinem Gebet fr euch alle, und tue 
das Gebet mit Freuden),
5. ber eurer Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tage an bis her.
6. Und bin desselbigen in guter Zuversicht, da, der in euch angefangen 
hat das gute Werk, der wird's auch vollfhren bis an den Tag Jesu Christi.
7. Wie es denn mir billig ist, da ich dermaen von euch allen halte, 
darum da ich euch in meinem Herzen habe in diesem meinem Gefngnis, darin 
ich das Evangelium verantworte und bekrftige, als die ihr alle mit mir 
der Gnade teilhaftig seid.
8. Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlanget von 
Herzensgrund in Jesu Christo.
9. Und darum bete ich, da eure Liebe je mehr und mehr reich werde in 
allerlei Erkenntnis und Erfahrung,
10. da ihr prfen mget, was das Beste sei, auf da ihr seid lauter und 
unanstig bis auf den Tag Christi,
11. erfllet mit Frchten der Gerechtigkeit, die durch Jesum Christum 
geschehen (in euch) zu Ehre und Lobe Gottes.]
12. Ich lasse euch aber wissen, liebe Brder, da, wie es um mich stehet, 
das ist nur mehr zur Frderung des Evangeliums geraten,
13. also da meine Bande offenbar worden sind in Christo in dem ganzen 
Richthause und bei den andern allen,
14. und viel Brder in dem Herrn aus meinen Banden Zuversicht gewonnen, 
desto trstiger worden sind, das Wort zu reden ohne Scheu.
15. Etliche zwar predigen Christum auch um Hasses und Haders willen, 
etliche aber aus guter Meinung.
16. Jene verkndigen Christum aus Zank und nicht lauter; denn sie meinen, 
sie wollen eine Trbsal zuwenden meinen Banden.
17. Diese aber aus Liebe; denn sie wissen, da ich zur Verantwortung des 
Evangeliums hier liege.
18. Was ist ihm aber denn? Da nur Christus verkndiget werde allerlei 
Weise, es geschehe Zufalles oder rechter Weise; so freue ich mich doch 
darinnen und will mich auch freuen.
19. Denn ich wei, da mir dasselbige gelinget zur Seligkeit durch euer 
Gebet und durch Handreichung des Geistes Jesu Christi
20. wie ich endlich warte und hoffe, da ich in keinerlei Stck zuschanden 
werde, sondern da mit aller Freudigkeit, gleichwie sonst allezeit, also 
auch jetzt, Christus hoch gepreiset werde an meinem Leibe, es sei durch 
Leben oder durch Tod.
21. Denn Christus ist mein Leben, und Sterben ist mein Gewinn.
22. Sintemal aber im Fleisch leben dienet, mehr Frucht zu schaffen, so 
wei ich nicht, welches ich erwhlen soll.
23. Denn es liegt mir beides hart an: Ich habe Lust abzuscheiden und bei 
Christo zu sein, welches auch viel besser wre:
24. Aber es ist ntiger, im Fleisch bleiben um euretwillen.
25. Und in guter Zuversicht wei ich, da ich bleiben und bei euch allen 
sein werde euch zur Frderung und zur Freude des Glaubens,
26. auf da ihr euch sehr rhmen mget in Christo Jesu an mir durch meine 
Ankunft wieder zu euch.
27. Wandelt nur wrdiglich dem Evangelium Christi, auf da, ob ich komme 
und sehe euch oder abwesend von, euch hre, da ihr stehet in einem Geist 
und einer Seele und samt uns kmpfet fr den Glauben des Evangeliums
28. und euch in keinem Wege erschrecken lasset von den Widersachern, 
welches ist ein Anzeichen, ihnen der Verdammnis euch aber der Seligkeit, 
und dasselbige von Gott.
29. Denn euch ist gegeben, um Christi willen zu tun, da ihr nicht allein 
an ihn glaubet, sondern auch um seinetwillen leidet,
30. und habet denselbigen Kampf, welchen ihr an mir gesehen habt und nun 
von mir hret.
Philipper 2
1. Ist nun bei euch Ermahnung in Christo, ist Trost der Liebe, ist 
Gemeinschaft des Geistes, ist herzliche Liebe und Barmherzigkeit,
2. so erfllet meine Freude, da ihr eines Sinnes seid, gleiche Liebe 
habet, einmtig und einhellig seid,
3. nichts tut durch Zank oder eitle Ehre, sondern durch Demut achtet euch 
untereinander einer den andern hher denn sich selbst.
4. Und ein jeglicher sehe nicht auf das Seine, sondern auf das, was des 
andern ist.
5. Ein jeglicher sei gesinnet, wie Jesus Christus auch war,
6. welcher, ob er wohl in gttlicher Gestalt war, hielt er's nicht fr 
einen Raub, Gott gleich sein,
7. sondern entuerte sich selbst und nahm Knechtsgestalt an, ward gleich 
wie ein anderer Mensch und an Gebrden als ein Mensch erfunden,
8. erniedrigte sich selbst und ward gehorsam bis zum Tode, ja zum Tode am 
Kreuz.
9. Darum hat ihn auch Gott erhhet und hat ihm einen Namen gegeben, der 
ber alle Namen ist,
10. da in dem Namen Jesu sich beugen sollen alle derer Kniee, die im 
Himmel und auf Erden und unter der Erde sind,
11. und alle Zungen bekennen sollen, da Jesus Christus der Herr sei, zur 
Ehre Gottes des Vaters.]
12. Also, meine Liebsten, wie ihr allezeit seid gehorsam gewesen, nicht 
allein in meiner Gegenwart, sondern auch nun viel mehr in meiner 
Abwesenheit: Schaffet, da ihr selig werdet, mit Furcht und Zittern!
13. Denn Gott ist's, der in euch wirket beides, das Wollen und das 
Vollbringen, nach seinem Wohlgefallen.
14. Tut alles ohne Murmeln und ohne Zweifel,
15. auf da ihr seid ohne Tadel und lauter und Gottes Kinder, unstrflich 
mitten unter dem unschlachtigen und verkehrten Geschlecht, unter welchem 
ihr scheinet als Lichter in der Welt
16. damit, da ihr haltet ob dem Wort des Lebens, mir zu einem Ruhm an dem 
Tage Christi, als der ich nicht vergeblich gelaufen noch vergeblich 
gearbeitet habe.
17. Und ob ich geopfert werde ber dem Opfer und Gottesdienst eures 
Glaubens, so freue ich mich und freue mich mit euch allen.
18. Desselbigen sollt ihr euch auch freuen und sollt euch mit mir freuen.
19. Ich hoffe aber in dem Herrn Jesu, da ich Timotheus bald werde zu euch 
senden, da ich auch erquicket werde, wenn ich erfahre, wie es um euch 
stehet.
20. Denn ich habe keinen, der so gar meines Sinnes sei, der so herzlich 
fr euch sorget.
21. Denn sie suchen alle das Ihre, nicht das Christi Jesu ist.
22. Ihr aber wisset, da er rechtschaffen ist; denn wie ein Kind dem Vater 
hat er mit mir gedienet am Evangelium.
23. Denselbigen, hoffe ich, werde ich senden von Stund an, wenn ich 
erfahren habe, wie es um mich stehet.
24. Ich vertraue aber in dem Herrn, da auch ich selbst bald kommen werde.
25. Ich hab's aber fr ntig angesehen, den Bruder Epaphroditus zu euch zu 
senden, der mein Gehilfe und Mitstreiter und euer Apostel und meiner 
Notdurft Diener ist,
26. sintemal er nach euch allen Verlangen hatte und war hoch bekmmert 
darum, da ihr gehret hattet, da er krank war gewesen.
27. Und er war zwar todkrank, aber Gott hat sich ber ihn erbarmet, nicht 
allein aber ber ihn, sondern auch ber mich, auf da ich, nicht eine 
Traurigkeit ber die andere htte.
28. Ich habe ihn aber desto eilender gesandt, auf da ihr ihn sehet und 
wieder frhlich werdet, und ich auch der Traurigkeit weniger habe.
29. So nehmet ihn nun auf in dem Herrn mit allen Freuden und habt solche 
in Ehren.
30. Denn um des Werks Christi willen ist er dem Tode so nahe kommen, da er 
sein Leben gering bedachte, auf da er mir dienete an eurer Statt.
Philipper 3
1. Weiter, liebe Brder, freuet euch in dem Herrn! Da ich euch immer 
einerlei schreibe, verdriet mich nicht und macht euch desto gewisser.
2. Sehet auf die Hunde, sehet auf die bsen Arbeiter, sehet auf die 
Zerschneidung!
3. Denn wir sind die Beschneidung; die wir Gott im Geist dienen und rhmen 
uns von Christo Jesu und verlassen uns nicht auf Fleisch.
4. Wiewohl ich auch habe, da ich mich Fleisches rhmen mchte. So ein 
anderer sich dnken lsset, er mge sich Fleisches rhmen, ich viel mehr,
5. der ich am achten Tage beschnitten bin, einer aus dem Volk von Israel, 
des Geschlechts Benjamin, ein Ebrer aus den Ebrern und nach dem Gesetz 
ein Phariser,
6. nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit im 
Gesetz gewesen unstrflich.
7. Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen fr Schaden 
geachtet.
8. Denn ich achte es alles fr Schaden gegen die berschwengliche 
Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um welches willen ich alles habe 
fr Schaden gerechnet und achte es fr Dreck, auf da ich Christum gewinne
9. und in ihm erfunden werde, da ich nicht habe meine Gerechtigkeit, die 
aus dem Gesetz, sondern die durch den Glauben an Christum kommt, nmlich 
die Gerechtigkeit, die von Gott dem Glauben zugerechnet wird,
10. zu erkennen ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die Gemeinschaft 
seiner Leiden, da ich seinem Tode hnlich werde,
11. damit ich entgegenkomme zur Auferstehung der Toten.
12. Nicht da ich's schon ergriffen habe oder schon vollkommen sei; ich 
jage ihm aber nach, ob ich's auch ergreifen mchte, nachdem ich von 
Christo Jesu ergriffen bin.
13. Meine Brder, ich schtze mich selbst noch nicht, da ich's ergriffen 
habe. Eines aber sage ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke 
mich zu dem, das da vorne ist,
14. und jage nach dem vorgesteckten Ziel, nach dem Kleinod, welches 
vorhlt die himmlische Berufung Gottes in Christo Jesu.
15. Wieviel nun unser vollkommen sind, die lasset uns also gesinnet sein. 
Und sollt ihr sonst etwas halten, das lasset euch Gott offenbaren,
16. doch so ferne, da wir nach einer Regel, darein wir kommen sind, 
wandeln und gleichgesinnet seien.
17. Folget mir, liebe Brder, und sehet auf die, die also wandeln, wie ihr 
uns habt zum Vorbilde.
18. Denn viele wandeln, von welchen ich euch oft gesagt habe, nun aber 
sage ich auch mit Weinen: Die Feinde des Kreuzes Christi;
19. welcher Ende ist die Verdammnis, welchen der Bauch ihr Gott ist, und 
ihre Ehre zuschanden wird, derer, die irdisch gesinnet sind.
20. Unser Wandel aber ist im Himmel von dannen wir auch warten des 
Heilandes Jesu Christi, des Herrn,
21. welcher unsern nichtigen Leib verklren wird, da er hnlich werde 
seinem verklrten Leibe, nach der Wirkung, damit er kann auch alle Dinge 
ihm untertnig machen.]
Philipper 4
1. Also, meine lieben und gewnschten Brder, meine Freude und meine 
Krone, bestehet also in dem Herrn, ihr Lieben!
2. Die Evodia ermahne ich, und die Syntyche ermahne ich, da sie eines 
Sinnes seien in dem Herrn.
3. Ja, ich bitte auch dich, mein treuer Geselle, stehe ihnen bei, die samt 
mir ber dem Evangelium gekmpft haben mit Clemens und den andern meinen 
Gehilfen, welcher Namen sind in dem Buch des Lebens.
4. Freuet euch in dem Herrn allewege; und abermal sage ich: Freuet euch!
5. Eure Lindigkeit lasset kund sein allen Menschen. Der Herr ist nahe.
6. Sorget nichts, sondern in allen Dingen lasset eure Bitte im Gebet und 
Flehen mit Danksagung vor Gott kund werden.
7. Und der Friede Gottes, welcher hher ist denn alle Vernunft, bewahre 
eure Herzen und Sinne in Christo Jesu!]
8. Weiter, liebe Brder, was wahrhaftig ist, was ehrbar, was gerecht, was 
keusch, was lieblich, was wohl lautet, ist etwa eine Tugend, ist etwa ein 
Lob, dem denket nach.
9. Welches ihr auch gelernet und empfangen und gehret und gesehen habt an 
mir, das tut, so wird der Herr des Friedens mit euch sein.
10. Ich bin aber hoch erfreuet in dem Herrn, da ihr wieder wacker worden 
seid, fr mich zu sorgen, wiewohl ihr allewege gesorget habt; aber die 
Zeit hat's nicht wollen leiden.
11. Nicht sage ich das des Mangels halben; denn ich habe gelernet, bei 
welchen ich bin, mir gengen lassen.
12. Ich kann niedrig sein und kann hoch sein; ich bin in allen Dingen und 
bei allen geschickt, beide, satt sein und hungern, beide, brig haben und 
Mangel leiden.
13. Ich vermag alles durch den, der mich mchtig macht, Christus.
14. Doch ihr habt wohl getan, da ihr euch meiner Trbsal angenommen habt.
15. Ihr aber von Philippi wisset, da von Anfang des Evangeliums, da ich 
auszog aus Mazedonien, keine Gemeinde mit mir geteilet hat nach der 
Rechnung der Ausgabe und Einnahme denn ihr alleine.
16. Denn gen Thessalonich sandtet ihr zu meiner Notdurft einmal und danach 
aber einmal.
17. Nicht, da ich das Geschenk suche, sondern ich suche die Frucht da 
sie berflssig in eurer Rechnung sei.
18. Denn ich habe alles und habe berflssig. Ich bin erfllet, da ich 
empfing durch Epaphroditus, was von euch kam, ein ser Geruch, ein 
angenehm Opfer, Gott gefllig.
19. Mein Gott aber erflle alle eure Notdurft nach seinem Reichtum in der 
Herrlichkeit in Christo Jesu!
20. Dem Gott aber und unserm Vater sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
21. Gret alle Heiligen in Christo Jesu. Es gren euch die Brder, die 
bei mir sind.
22. Es gren euch alle Heiligen, sonderlich aber die von des Kaisers 
Hause.
23. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit euch allen! 
Amen.Geschrieben von Rom durch Epaphroditus.
Kolosser 1
1. Paulus, ein Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, und Bruder 
Timotheus:
2. Den Heiligen zu Koloss und den glubigen Brdern in Christo. Gnade sei 
mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesu Christo!
3. Wir danken Gott und dem Vater unsers Herrn Jesu Christi und beten 
allezeit fr euch,
4. nachdem wir gehret haben von eurem Glauben an Christum Jesum und von 
der Liebe zu allen Heiligen,
5. um der Hoffnung willen, die euch beigelegt ist im Himmel, von welcher 
ihr zuvor gehret habt durch das Wort der Wahrheit im Evangelium,
6. das zu euch kommen ist wie auch in alle Welt und ist fruchtbar wie auch 
in euch von dem Tage an, da ihr's gehret habt und erkannt die Gnade 
Gottes in der Wahrheit.
7. Wie ihr denn gelernet habt von Epaphras, unserm lieben Mitdiener, 
welcher ist ein treuer Diener Christi fr euch,
8. der uns auch erffnet hat eure Liebe im Geist.
9. Derhalben auch wir von dem Tage an, da wir's gehret haben, hren wir 
nicht auf, fr euch zu beten und zu bitten, da ihr erfllet werdet mit 
Erkenntnis seines Willens in allerlei geistlicher Weisheit und Verstand,
10. da ihr wandelt wrdiglich dem Herrn zu allem Gefallen und fruchtbar 
seid in allen guten Werken
11. und wachset in der Erkenntnis Gottes und gestrket werdet mit aller 
Kraft nach seiner herrlichen Macht in aller Geduld und Langmtigkeit mit 
Freuden;
12. und danksaget dem Vater, der uns tchtig gemacht hat zu dem Erbteil 
der Heiligen im Licht,
13. welcher uns errettet hat von der Obrigkeit der Finsternis und hat uns 
versetzt in das Reich seines lieben Sohnes,
14. an welchem wir haben die Erlsung durch sein Blut, nmlich die 
Vergebung der Snden,
15. welcher ist das Ebenbild des unsichtbaren Gottes, der Erstgeborene vor 
allen Kreaturen.
16. Denn durch ihn ist alles geschaffen, was im Himmel und auf Erden ist, 
das Sichtbare und Unsichtbare, beide, die Thronen und Herrschaften und 
Frstentmer und Obrigkeiten; es ist alles durch ihn und zu ihm geschaffen.
17. Und er ist vor allen; und es bestehet alles in ihm.
18. Und er ist das Haupt des Leibes, nmlich der Gemeinde; welcher ist der 
Anfang und der Erstgeborene von den Toten, auf da, er in allen Dingen den 
Vorrang habe.
19. Denn es ist das Wohlgefallen gewesen, da in ihm alle Flle wohnen 
sollte,
20. und alles durch ihn vershnet wrde zu ihm selbst, es sei auf Erden 
oder im Himmel, damit, da er Frieden machte durch das Blut an seinem 
Kreuz durch sich selbst.
21. Und euch, die ihr weiland Fremde und Feinde waret durch die Vernunft 
in bsen Werken,
22. nun aber hat er euch vershnet mit dem Leibe seines Fleisches durch 
den Tod, auf da er euch darstellete heilig und unstrflich und ohne Tadel 
vor ihm selbst,
23. so ihr anders bleibet im Glauben gegrndet und fest und unbeweglich 
von der Hoffnung des Evangeliums, welches ihr gehret habt, welches 
geprediget ist unter aller Kreatur, die unter dem Himmel ist, welches ich, 
Paulus, Diener worden bin.
24. Nun freue ich mich in meinem Leiden, das ich fr euch leide, und 
erstatte an meinem Fleisch, was noch mangelt an Trbsalen in Christo fr 
seinen Leib, welcher ist die Gemeinde,
25. welcher ich ein Diener worden bin nach dem gttlichen Predigtamt, das 
mir gegeben ist unter euch, da ich das Wort Gottes reichlich predigen 
soll,
26. nmlich das Geheimnis, das verborgen gewesen ist von der Welt her und 
von den Zeiten her, nun aber offenbaret ist seinen Heiligen,
27. welchen Gott gewollt hat kundtun, welcher da sei der herrliche 
Reichtum dieses Geheimnisses unter den Heiden, welches ist Christus in 
euch, der da ist die Hoffnung der Herrlichkeit,
28. den wir verkndigen, und vermahnen alle Menschen und lehren alle 
Menschen mit aller Weisheit, auf da wir darstellen einen jeglichen 
Menschen vollkommen in Christo Jesu,
29. daran ich auch arbeite und ringe nach der Wirkung des, der in mir 
krftiglich wirket.
Kolosser 2
1. Ich lasse euch aber wissen, welch einen Kampf ich habe um euch und um 
die zu Laodicea und alle, die meine Person im Fleisch nicht gesehen haben,
2. auf da ihre Herzen ermahnet und zusammengefasset werden in der Liebe 
zu allem Reichtum des gewissen Verstandes, zu erkennen das Geheimnis 
Gottes und des Vaters und Christi,
3. in welchem verborgen liegen alle Schtze der Weisheit und der 
Erkenntnis.
4. Ich sage aber davon, da euch niemand betrge mit vernnftigen Reden.
5. Denn ob ich wohl nach dem Fleisch nicht da bin, so bin ich aber im 
Geist bei euch, freue mich und sehe eure Ordnung und euren festen Glauben 
an Christum.
6. Wie ihr nun angenommen habt den Herrn Christum Jesum, so wandelt in ihm
7. und seid gewurzelt und erbauet in ihm und seid fest im Glauben, wie ihr 
gelehret seid, und seid in demselbigen reichlich dankbar.
8. Sehet zu, da euch niemand beraube durch die Philosophie und lose 
Verfhrung nach der Menschen Lehre und nach der Welt Satzungen und nicht 
nach Christo.
9. Denn in ihm wohnet die ganze Flle der Gottheit leibhaftig.
10. Und ihr seid vollkommen in ihm, welcher ist das Haupt aller 
Frstentmer und Obrigkeit,
11. in welchem ihr auch beschnitten seid mit der Beschneidung ohne Hnde, 
durch Ablegung des sndlichen Leibes im Fleisch, nmlich mit der 
Beschneidung Christi,
12. in dem, da ihr mit ihm begraben seid durch die Taufe; in welchem ihr 
auch seid auferstanden durch den Glauben, den Gott wirket, welcher ihn 
auferweckt hat von den Toten
13. und hat euch auch mit ihm lebendig gemacht, da ihr tot waret in den 
Snden und in der Vorhaut eures Fleisches, und hat uns geschenket alle 
Snden
14. und ausgetilget die Handschrift, so wider uns war, welche durch 
Satzungen entstund und uns entgegen war, und hat sie aus dem Mittel getan 
und an das Kreuz geheftet.
15. Und hat ausgezogen die Frstentmer und die Gewaltigen und sie Schau 
getragen ffentlich und einen Triumph aus ihnen gemacht durch sich selbst.
16. So lasset nun niemand euch Gewissen machen ber Speise oder ber Trank 
oder ber bestimmte Feiertage oder Neumonde oder Sabbate,
17. welches ist der Schatten von dem, was zuknftig war; aber der Krper 
selbst ist in Christo.
18. Lasset euch niemand das Ziel verrcken, der nach eigener Wahl 
einhergehet in Demut und Geistlichkeit der Engel, des er nie keines 
gesehen hat, und ist ohne Sache aufgeblasen in seinem fleischlichen Sinn
19. und hlt sich nicht an dem Haupt, aus welchem der ganze Leib durch 
Gelenk und Fugen Handreichung empfnget, und aneinander sich enthlt und 
also wchset zur gttlichen Gre.
20. So ihr denn nun abgestorben seid mit Christo den Satzungen der Welt, 
was lasset ihr euch denn fangen mit Satzungen, als lebetet ihr noch in der 
Welt?
21. Die da sagen: Du sollst das nicht angreifen, du sollst das nicht 
kosten, du sollst das nicht anrhren,
22. welches sich doch alles, unter Hnden verzehret, und ist Menschengebot 
und - lehre;
23. welche haben einen Schein der Weisheit durch selbsterwhlte 
Geistlichkeit und Demut und dadurch, da sie des Leibes nicht verschonen 
und dem Fleisch nicht seine Ehre tun zu seiner Notdurft.
Kolosser 3
1. Seid ihr nun mit Christo auferstanden, so suchet, was droben ist, da 
Christus ist, sitzend zu der Rechten Gottes.
2. Trachtet nach dem, was droben ist, und nicht nach dem, was auf Erden 
ist!
3. Denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christo in 
Gott.
4. Wenn aber Christus, euer Leben, sich offenbaren wird, dann werdet ihr 
auch offenbar werden mit ihm in der Herrlichkeit.
5. So ttet nun eure Glieder, die auf Erden sind: Hurerei, Unreinigkeit, 
schndliche Brunst, bse Lust und den Geiz, welcher ist Abgtterei,
6. um welcher willen kommt der Zorn Gottes ber die Kinder des Unglaubens;
7. in welchen auch ihr weiland gewandelt habt, da ihr darin lebetet.
8. Nun aber leget alles ab von euch: den Zorn, Grimm, Bosheit, Lsterung, 
schandbare Worte aus eurem Munde.
9. Lget nicht untereinander! Ziehet den alten Menschen mit seinen Werken 
aus
10. und ziehet den neuen an, der da erneuert wird zu der Erkenntnis nach 
dem Ebenbilde des, der ihn geschaffen hat,
11. da nicht ist Grieche, Jude, Beschneidung, Vorhaut, Ungrieche, Scythe, 
Knecht, Freier, sondern alles und in allen Christus.
12. So ziehet nun an, als die Auserwhlten Gottes, Heiligen und Geliebten, 
herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld
13. und vertrage einer den andern, und vergebet euch untereinander, so 
jemand Klage hat wider den andern; gleichwie Christus euch vergeben hat, 
also auch ihr.
14. ber alles aber ziehet an die Liebe, die da ist das Band der 
Vollkommenheit.
15. Und der Friede Gottes regiere in euren Herzen, zu welchem ihr auch 
berufen seid in einem Leibe; und seid dankbar.
16. Lasset das Wort Christi unter euch reichlich wohnen in aller Weisheit. 
Lehret und vermahnet euch selbst mit Psalmen und Lobgesngen und 
geistlichen lieblichen Liedern und singet dem Herrn in eurem Herzen.
17. Und alles, was ihr tut mit Worten oder mit Werken, das tut alles in 
dem Namen des Herrn Jesu und danket Gott und dem Vater durch ihn.
18. Ihr Weiber, seid untertan euren Mnnern in dem Herrn, wie sich's 
gebhrt.
19. Ihr Mnner, liebet eure Weiber und seid nicht bitter gegen sie!
20. Ihr Kinder, seid gehorsam den Eltern in allen Dingen; denn das ist dem 
Herrn gefllig.
21. Ihr Vter, erbittert eure Kinder nicht, auf da sie nicht scheu werden.
22. Ihr Knechte, seid gehorsam in allen Dingen euren leiblichen Herren, 
nicht mit Dienst vor Augen, als den Menschen zu gefallen, sondern mit 
Einfltigkeit des Herzens und mit Gottesfurcht.
23. Alles, was ihr tut, das tut von Herzen, als dem Herrn und nicht den 
Menschen;
24. und wisset, da ihr von dem Herrn empfangen werdet die Vergeltung des 
Erbes; denn ihr dienet dem Herrn Christo.
25. Wer aber unrecht tut, der wird empfangen; was er unrecht getan hat; 
und gilt kein Ansehen der Person.
Kolosser 4
1. Ihr Herren, was recht und gleich ist, das beweiset den Knechten und 
wisset, da ihr auch einen Herrn im Himmel habt.
2. Haltet an am Gebet und wachet in demselbigen mit Danksagung!
3. Und betet zugleich auch fr uns, auf da Gott uns die Tr des Worts 
auftue, zu reden das Geheimnis Christi, darum ich auch gebunden bin,
4. auf da ich dasselbige offenbare, wie ich soll reden.
5. Wandelt weislich gegen die, die drauen sind, und schicket euch in die 
Zeit!
6. Eure Rede sei allezeit lieblich und mit Salz gewrzet, da ihr wisset, 
wie ihr einem jeglichen antworten sollt.
7. Wie es um mich stehet, wird euch alles kundtun Tychikus, der liebe 
Bruder und getreue Diener und Mitknecht in dem Herrn,
8. welchen ich habe darum zu euch gesandt, da er erfahre, wie es sich mit 
euch verhlt, und da er eure Herzen ermahne,
9. samt Onesimus, dem getreuen und lieben Bruder, welcher von den Euren 
ist. Alles, wie es hier zustehet, werden sie euch kundtun.
10. Es gret euch Aristarchus, mein Mitgefangener, und Markus, der Neffe 
Barnabas, von welchem ihr etliche Befehle empfangen habt (so er zu euch 
kommt, nehmet ihn auf);
11. Und Jesus, der da heit Just, die aus der Beschneidung sind. Diese 
sind allein meine Gehilfen am Reich Gottes, die mir ein Trost worden sind.
12. Es gret euch Epaphras, der von den Euren ist, ein Knecht Christi, 
und allezeit ringet fr euch mit Gebeten, auf da ihr bestehet vollkommen 
und erfllet mit allem Willen Gottes.
13. Ich gebe ihm Zeugnis, da er groen Flei hat um euch und um die zu 
Laodicea und zu Hierapolis.
14. Es gret euch Lukas, der Arzt, der Geliebte, und Demas.
15. Gret die Brder zu Laodicea und den, Nymphas und die Gemeinde in 
seinem Hause.
16. Und wenn der Brief bei euch gelesen ist, so schaffet, da er auch in 
der Gemeinde zu Laodicea gelesen werde, und da ihr den von Laodicea leset.
17. Und saget dem Archippus: Siehe auf das Amt, das du empfangen hast in 
dem Herrn, da du dasselbige ausrichtest!
18. Mein Gru mit meiner, des Paulus, Hand. Gedenket meiner Bande! Die 
Gnade sei mit euch! Amen.Geschrieben von Rom durch Tychykus und 
Onesimus.
1.Thessalonicher 1
1. Paulus und Silvanus und Timotheus: der Gemeinde zu Thessalonich, in 
Gott dem Vater und dem Herrn Jesu Christo. Gnade sei mit euch und Friede 
von Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesu Christo!
2. Wir danken Gott allezeit fr euch alle und gedenken euer in unserm 
Gebet ohne Unterla.
3. Und denken an euer Werk im Glauben und an eure Arbeit in der Liebe und 
an eure Geduld in der Hoffnung, welche ist unser Herr Jesus Christus vor 
Gott und unserm Vater.
4. Denn, liebe Brder, von Gott geliebet, wir wissen, wie ihr auserwhlet 
seid,
5. da unser Evangelium ist bei euch gewesen nicht allein im Wort, sondern 
beide, in der Kraft und in dem Heiligen Geist und in groer Gewiheit; wie 
ihr wisset, welcherlei wir gewesen sind unter euch um euretwillen.
6. Und ihr seid unsere Nachfolger worden und des Herrn und habt das Wort 
aufgenommen unter vielen Trbsalen mit Freuden im Heiligen Geist,
7. also da ihr worden seid ein Vorbild allen Glubigen in Mazedonien und 
Achaja.
8. Denn von euch ist auserschollen das Wort des Herrn nicht allein in 
Mazedonien und Achaja, sondern an allen Orten ist auch euer Glaube an Gott 
ausgebrochen, also da nicht not ist, euch etwas zu sagen.
9. Denn sie selbst verkndigen von euch, was fr einen Eingang wir zu euch 
gehabt haben, und wie ihr bekehret seid zu Gott von den Abgttern, zu 
dienen dem lebendigen und wahren Gott
10. und zu warten seines Sohns vom Himmel, welchen er auferwecket hat von 
den Toten, Jesum, der uns von dem zuknftigen Zorn erlset hat.
1.Thessalonicher 2
1. Denn auch ihr wisset, liebe Brder, von unserm Eingange zu euch, da er 
nicht vergeblich gewesen ist,
2. sondern als wir zuvor gelitten hatten und geschmhet gewesen waren zu 
Philippi, wie ihr wisset, waren wir dennoch freudig in unserm Gott, bei 
euch zu sagen das Evangelium Gottes mit groem Kmpfen.
3. Denn unsere Ermahnung ist nicht gewesen zu Irrtum noch zu Unreinigkeit 
noch mit List,
4. sondern wie wir von Gott bewhret sind, da uns das Evangelium 
vertrauet ist zu predigen, also reden wir, nicht als wollten wir den 
Menschen gefallen, sondern Gott, der unser Herz prfet.
5. Denn wir sind nie mit Schmeichelworten umgegangen, wie ihr wisset, noch 
dem Geiz gestellet, Gott ist des Zeuge.
6. Haben auch nicht Ehre gesucht von den Leuten, weder von euch noch von 
andern.
7. Htten euch auch mgen schwer sein als Christi Apostel; sondern wir 
sind mtterlich gewesen bei euch, gleichwie eine Amme ihrer Kinder pfleget.
8. Also hatten wir Herzenslust an euch und waren willig, euch mitzuteilen 
nicht allein das Evangelium Gottes, sondern auch unser Leben, darum da 
wir euch liebgewonnen haben.
9. Ihr seid wohl eingedenk, liebe Brder, unserer Arbeit und unserer Mhe; 
denn Tag und Nacht arbeiteten wir, da wir niemand unter euch beschwerlich 
wren, und predigten unter euch das Evangelium Gottes.
10. Des seid ihr Zeugen und Gott, wie heilig und gerecht und unstrflich 
wir bei euch, die ihr glubig waret, gewesen sind.
11. Wie ihr denn wisset, da wir, als ein Vater seine Kinder, einen 
jeglichen unter euch ermahnet und getrstet
12. und bezeuget haben, da ihr wandeln solltet wrdiglich vor Gott, der 
euch berufen hat zu seinem Reich und zu seiner Herrlichkeit.
13. Darum auch wir ohne Unterla Gott danken, da ihr, da ihr empfinget 
von uns das Wort gttlicher Predigt, nahmet ihr's auf nicht als 
Menschenwort, sondern (wie es denn wahrhaftig ist) als Gottes Wort; 
welcher auch wirket in euch, die ihr glaubet.
14. Denn ihr seid Nachfolger worden, liebe Brder, der Gemeinden Gottes in 
Juda in Christo Jesu, da ihr ebendasselbige erlitten habt von euren 
Blutsfreunden, das jene von den Juden,
15. welche auch den Herrn Jesum gettet haben und ihre eigenen Propheten 
und haben uns verfolget und gefallen Gott nicht und sind allen Menschen 
wider,
16. wehren uns, zu sagen den Heiden, damit sie selig wrden, auf da sie 
ihre Snden erfllen allewege; denn der Zorn ist schon endlich ber sie 
kommen.
17. Wir aber, liebe Brder, nachdem wir euer eine Weile beraubet gewesen 
sind nach dem Angesichte, nicht nach dem Herzen, haben wir desto mehr 
geeilet,euer Angesicht zu sehen, mit groem Verlangen.
18. Darum haben wir wollen zu euch kommen (ich, Paulus) zweimal; und 
Satanas hat uns verhindert.
19. Denn wer ist unsere Hoffnung oder Freude oder Krone des Ruhms? Seid 
nicht auch ihr's vor unserm Herrn Jesu Christo zu seiner Zukunft?
20. Ihr seid ja unsere Ehre und Freude.
1.Thessalonicher 3
1. Darum haben wir's nicht weiter wollen vertragen und haben uns lassen 
wohlgefallen, da wir zu Athen allein gelassen wrden,
2. und haben Timotheus gesandt, unsern Bruder und Diener Gottes und unsern 
Gehilfen am Evangelium Christi, euch zu strken und zu ermahnen in eurem 
Glauben,
3. da nicht jemand weich wrde in diesen Trbsalen; denn ihr wisset, da 
wir dazu gesetzt sind.
4. Und da wir bei euch waren, sagten wir's euch zuvor, wir wrden Trbsal 
haben mssen; wie denn auch geschehen ist, und ihr wisset.
5. Darum ich's auch nicht lnger vertragen, hab ich ausgesandt, da ich 
erfhre euren Glauben, auf da nicht euch vielleicht versucht htte der 
Versucher, und unsere Arbeit vergeblich wrde.
6. Nun aber, so Timotheus zu uns von euch kommen ist und uns verkndiget 
hat euren Glauben und Liebe, und da ihr unser gedenket allezeit zum 
besten und verlanget nach uns zu sehen, wie denn auch uns nach euch,
7. da sind wir, liebe Brder, getrstet worden an euch in aller unserer 
Trbsal und Not durch euren Glauben.
8. Denn nun sind wir lebendig, dieweil ihr stehet in dem Herrn.
9. Denn was fr einen Dank knnen wir Gott vergelten um euch fr alle 
diese Freude, die wir haben von euch vor unserm Gott?
10. Wir bitten Tag und Nacht fast sehr, da wir sehen mgen euer Angesicht 
und erstatten, so etwas mangelt an eurem Glauben.
11. Er aber, Gott, unser Vater, und unser Herr Jesus Christus schicke 
unsern Weg zu euch.
12. Euch aber vermehre der Herr und lasse die Liebe vllig werden 
untereinander und gegen jedermann (wie denn auch wir sind gegen euch),
13. da eure Herzen, gestrket, unstrflich seien in der Heiligkeit vor 
Gott und unserm Vater auf die Zukunft unsers Herrn Jesu Christi samt allen 
seinen Heiligen.
1.Thessalonicher 4
1. Weiter, liebe Brder, bitten wir euch und ermahnen in dem Herrn Jesu 
(nachdem ihr von uns empfangen habt, wie ihr sollet wandeln und Gott 
gefallen), da ihr immer vlliger werdet.
2. Denn ihr wisset, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den Herrn 
Jesum.
3. Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, da ihr meidet die 
Hurerei,
4. und ein jeglicher unter euch wisse sein Fa zu behalten in Heiligung 
und Ehren,
5. nicht in der Lustseuche wie die Heiden, die von Gott nichts wissen;
6. und da niemand zu weit greife noch bervorteile seinen Bruder im 
Handel; denn der Herr ist der Rcher ber das alles, wie wir euch zuvor 
gesagt und bezeuget haben.
7. Denn Gott hat uns nicht berufen zur Unreinigkeit, sondern zur Heiligung.
8. Wer nun verachtet, der verachtet nicht Menschen, sondern Gott, der 
seinen Heiligen Geist gegeben hat in euch.
9. Von der brderlichen Liebe aber ist nicht not, euch zu schreiben; denn 
ihr seid selbst von Gott gelehret euch untereinander zu lieben.
10. Und das tut ihr auch an allen Brdern, die in ganz Mazedonien sind. 
Wir ermahnen euch aber, liebe Brder, da ihr noch vlliger werdet.
11. Und ringet danach, da ihr stille seid und das Eure schaffet und 
arbeitet mit euren eigenen Hnden, wie wir euch geboten haben,
12. auf da ihr ehrbarlich wandelt gegen die, die drauen sind, und ihrer 
keines bedrfet.
13. Wir wollen euch aber, liebe Brder, nicht verhalten von denen, die da 
schlafen, auf da ihr nicht traurig seid wie die andern, die keine 
Hoffnung haben.
14. Denn so wir glauben, da Jesus gestorben und auferstanden ist, also 
wird Gott auch, die da entschlafen sind durch Jesum, mit ihm fhren.
15. Denn das sagen wir euch als ein Wort des Herrn, da wir, die wir leben 
und berbleiben in der Zukunft des Herrn, werden denen nicht zuvorkommen, 
die da schlafen
16. Denn er selbst, der Herr, wird mit einem Feldgeschrei und Stimme des 
Erzengels und mit der Posaune Gottes herniederkommen vom Himmel, und die 
Toten in Christo werden auferstehen zuerst.
17. Danach wir, die wir leben und berbleiben, werden zugleich mit 
denselbigen hingerckt werden in den Wolken dem Herrn entgegen in der 
Luft; und werden also bei dem Herrn sein allezeit.
18. So trstet euch nun mit diesen Worten untereinander!
1.Thessalonicher 5
1. Von den Zeiten aber und Stunden, liebe Brder, ist nicht not, euch zu 
schreiben.
2. Denn ihr selbst wisset gewi, da der Tag des Herrn wird kommen wie ein 
Dieb in der Nacht.
3. Denn wenn sie werden sagen: Es ist Friede, es hat keine Gefahr! so wird 
sie das Verderben schnell berfallen, gleich wie der Schmerz ein schwanger 
Weib, und werden nicht entfliehen.
4. Ihr aber, liebe Brder, seid nicht in der Finsternis, da euch der Tag 
wie ein Dieb ergreife.
5. Ihr seid allzumal Kinder des Lichts und Kinder des Tages; wir sind 
nicht von der Nacht noch von der Finsternis.
6. So lasset uns nun nicht schlafen wie die andern, sondern lasset uns 
wachen und nchtern sein.
7. Denn die da schlafen, die schlafen des Nachts, und die da trunken sind, 
die sind des Nachts trunken.
8. Wir aber, die wir des Tages sind, sollen nchtern sein, angetan mit dem 
Krebs des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der Hoffnung zur 
Seligkeit.
9. Denn Gott hat uns nicht gesetzt zum Zorn, sondern die Seligkeit zu 
besitzen durch unsern Herrn Jesum Christum,
10. der fr uns gestorben ist, auf da, wir wachen oder schlafen, wir 
zugleich mit ihm leben sollen.
11. Darum ermahnet euch untereinander und bauet einer den andern, wie ihr 
denn tut.
12. Wir bitten euch aber, liebe Brder, da ihr erkennet, die an euch 
arbeiten und euch vorstehen in dem Herrn und euch vermahnen.
13. Habt sie desto lieber um ihres Werks willen und seid friedsam mit 
ihnen.
14. Wir ermahnen euch aber, liebe Brder, vermahnet die Ungezogenen, 
trstet die Kleinmtigen, traget die Schwachen, seid geduldig gegen 
jedermann.
15. Sehet zu, da niemand Bses mit Bsem jemand vergelte, sondern 
allezeit jaget dem Guten nach, beide, untereinander und gegen jedermann.
16. Seid allezeit frhlich!
17. Betet ohne Unterla!
18. Seid dankbar in allen Dingen; denn das ist der Wille Gottes in Christo 
Jesu an euch.
19. Den Geist dmpfet nicht!
20. Die Weissagung verachtet nicht!
21. prfet aber alles und das Gute behaltet!
22. Meidet allen bsen Schein!
23. Er aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und durch, und euer 
Geist ganz samt der Seele und Leib msse behalten werden unstrflich auf 
die Zukunft unsers Herrn Jesu Christi.
24. Getreu ist er, der euch rufet, welcher wirds auch tun.
25. Liebe Brder, betet fr uns!
26. Gret alle Brder mit dem heiligen Ku.
27. Ich beschwre euch bei dem Herrn, da ihr diesen Brief lesen lasset 
allen heiligen Brdern.
28. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit euch! Amen.An die 
Thessalonicher, der Erste, geschrieben von Athen.
2.Thessalonicher 1
1. Paulus und Silvanus und Timotheus: Der Gemeinde zu Thessalonich in 
Gott, unserm Vater, und dem Herrn Jesu Christo.
2. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn 
Jesu Christo!
3. Wir sollen Gott danken allezeit um euch, liebe Brder, wie es billig 
ist. Denn euer Glaube wchset sehr, und die Liebe eines jeglichen unter 
euch allen nimmt zu gegeneinander,
4. also da wir uns euer rhmen unter den Gemeinden Gottes von eurer 
Geduld und Glauben in allen euren Verfolgungen und Trbsalen, die ihr 
duldet,
5. welches anzeiget, da Gott recht richten wird, und ihr wrdig werdet 
zum Reich Gottes, ber welchem ihr auch leidet,
6. nachdem es recht ist bei Gott, zu vergelten Trbsal denen, die euch 
Trbsal anlegen,
7. euch aber, die ihr Trbsal leidet, Ruhe mit uns, wenn nun der Herr 
Jesus wird offenbart werden vom Himmel samt den Engeln seiner Kraft
8. und mit Feuerflammen, Rache zu geben ber die, so Gott nicht erkennen, 
und ber die, so nicht gehorsam sind dem Evangelium unsers Herrn Jesu 
Christi;
9. welche werden Pein leiden, das ewige Verderben, von dem Angesichte des 
Herrn und von seiner herrlichen Macht,
10. wenn er kommen wird, da er herrlich erscheine mit seinen Heiligen und 
wunderbar mit allen Glubigen. Denn unser Zeugnis an euch von demselbigen 
Tage habt ihr geglaubet.
11. Und derhalben beten wir auch allezeit fr euch, da unser Gott euch 
wrdig mache der Berufung und erflle alles Wohlgefallen der Gte und das 
Werk des Glaubens in der Kraft,
12. auf da an euch gepreiset werde der Name unsers Herrn Jesu Christi und 
ihr an ihm nach der Gnade unsers Gottes und des Herrn Jesu Christi.
2.Thessalonicher 2
1. Aber der Zukunft halben unseres Herrn Jesu Christi und unserer 
Versammlung zu ihm bitten wir euch, liebe Brder,
2. da ihr euch nicht bald bewegen lasset von eurem Sinn noch erschrecken, 
weder durch Geist noch durch Wort noch durch Briefe, als von uns gesandt, 
da der Tag Christi vorhanden sei.
3. Lasset euch niemand verfhren in keinerlei Weise! Denn er kommt nicht, 
es sei denn, da zuvor der Abfall komme, und offenbaret werde der Mensch 
der Snde und das Kind des Verderbens,
4. der da ist ein Widerwrtiger und sich berhebet ber alles, was Gott 
oder Gottesdienst heiet, also da er sich setzt in den Tempel Gottes als 
ein Gott und gibt sich vor, er sei Gott.
5. Gedenket ihr nicht daran, da ich euch solches sagte, da ich noch bei 
euch war?
6. Und was es noch aufhlt, wisset ihr, da er offenbaret werde zu seiner 
Zeit.
7. Denn es reget sich schon bereits die Bosheit heimlich, ohne da, der es 
jetzt aufhlt, mu hinweggetan werden.
8. Und alsdann wird der Boshaftige offenbaret werden, welchen der Herr 
umbringen wird mit dem Geist seines Mundes, und wird sein ein Ende machen 
durch die Erscheinung seiner Zukunft,
9. des, welches Zukunft geschieht nach der Wirkung des Satans mit allerlei 
lgenhaftigen Krften und Zeichen und Wundern
10. und mit allerlei Verfhrung zur Ungerechtigkeit unter denen, die 
verloren werden, dafr, da sie die Liebe zur Wahrheit nicht haben 
angenommen, da sie selig wrden.
11. Darum wird ihnen Gott krftige Irrtmer senden, da sie glauben der 
Lge,
12. auf da gerichtet werden alle, die der Wahrheit nicht glauben, sondern 
haben Lust an der Ungerechtigkeit.
13. Wir aber sollen Gott danken allezeit um euch, geliebte Brder von dem 
Herrn, da euch Gott erwhlet hat von Anfang zur Seligkeit in der 
Heiligung des Geistes und im Glauben der Wahrheit,
14. darein er euch berufen hat durch unser Evangelium zum herrlichen 
Eigentum unsers Herrn Jesu Christi.
15. So stehet nun, liebe Brder, und haltet an den Satzungen, die ihr 
gelehret seid, es sei durch unser Wort oder Brief.
16. Er aber, unser Herr Jesus Christus, und Gott und unser Vater, der uns 
hat geliebet und gegeben einen ewigen Trost und eine gute Hoffnung durch 
Gnade,
17. der ermahne eure Herzen und strke euch in allerlei Lehre und gutem 
Werk!
2.Thessalonicher 3
1. Weiter, liebe Brder, betet fr uns, da das Wort des Herrn laufe und 
gepreiset werde wie bei euch,
2. und da wir erlset werden von den unartigen und argen Menschen. Denn 
der Glaube ist nicht jedermanns Ding.
3. Aber der Herr ist treu; der wird euch strken und bewahren vor dem 
Argen.
4. Wir versehen uns aber zu euch in dem Herrn, da ihr tut und tun werdet, 
was wir euch gebieten.
5. Der Herr aber richte eure Herzen zu der Liebe Gottes und zu der Geduld 
Christi!
6. Wir gebieten euch aber, liebe Brder, in dem Namen unsers Herrn Jesu 
Christi, da ihr euch entziehet von jedem Bruder, der da unordentlich 
wandelt und nicht nach der Satzung, die er von uns empfangen hat.
7. Denn ihr wisset, wie ihr uns sollt nachfolgen. Denn wir sind nicht 
unordentlich unter euch gewesen,
8. haben auch nicht umsonst das Brot genommen von jemand, sondern mit 
Arbeit und Mhe Tag und Nacht haben wir gewirket, da wir nicht jemand 
unter euch beschwerlich wren;
9. nicht darum, da wir des nicht Macht haben, sondern da wir uns selbst 
zum Vorbilde euch geben, uns nachzufolgen.
10. Und da wir bei euch waren, geboten wir euch solches, da, so jemand 
nicht will arbeiten, der soll auch nicht essen.
11. Denn wir hren, da etliche unter euch wandeln unordentlich und 
arbeiten nichts, sondern treiben Vorwitz.
12. Solchen aber gebieten wir und ermahnen sie durch unsern Herrn Jesum 
Christum, da sie mit stillem Wesen arbeiten und ihr eigen Brot essen.
13. Ihr aber, liebe Brder, werdet nicht verdrossen, Gutes zu tun!
14. So aber jemand nicht gehorsam ist unserm Wort, den zeichnet an durch 
einen Brief und habt nichts mit ihm zu schaffen, auf da er schamrot werde.
15. Doch haltet ihn nicht als einen Feind, sondern vermahnet ihn als einen 
Bruder.
16. Er aber, der Herr des Friedens, gebe euch Frieden allenthalben und auf 
allerlei Weise. Der Herr sei mit euch allen!
17. Der Gru mit meiner, des Paulus, Hand. Das ist das Zeichen in allen 
Briefen; also schreibe ich.
18. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit euch allen! 
Amen.Geschrieben von Athen.
1.Timotheus 1
1. Paulus, ein Apostel Jesu Christi, nach dem Befehl Gottes, unsers 
Heilandes, und des Herrn Jesu Christi, der unsere Hoffnung ist:
2. Timotheus, meinem rechtschaffenen Sohn im Glauben. Gnade, 
Barmherzigkeit, Friede von Gott, unserm Vater, und unserm Herrn Jesu 
Christo.
3. Wie ich dich ermahnet habe, da du zu Ephesus bliebest, da ich nach 
Mazedonien zog, und gebtest etlichen, da sie nicht anders lehreten,
4. auch nicht achthtten auf die Fabeln und der Geschlechtsregister, die 
kein Ende haben, und bringen Fragen auf, mehr denn Besserung zu Gott im 
Glauben.
5. Denn die Hauptsumme des Gebots ist Liebe von reinem Herzen und von 
gutem Gewissen und von ungefrbtem Glauben,
6. welcher haben etliche gefehlet und sind umgewandt zu unntzem Geschwtz,
7. wollen der Schrift Meister sein und verstehen nicht, was sie sagen, 
oder was sie setzen.
8. Wir wissen aber, da das Gesetz gut ist, so sein jemand recht brauchet,
9. und wei solches, da dem Gerechten kein Gesetz gegeben ist, sondern 
den Ungerechten und Ungehorsamen, den Gottlosen und Sndern, den 
Unheiligen und Ungeistlichen, den Vatermrdern und Muttermrdern, den 
Totschlgern,
10. den Hurern, den Knabenschndern, den Menschendieben, den Lgnern, den 
Meineidigen, und so etwas mehr der heilsamen Lehre wider ist,
11. nach dem herrlichen Evangelium des seligen Gottes, welches mir 
vertrauet ist.
12. Und ich danke unserm Herrn Christo Jesu, der mich stark gemacht und 
treu geachtet hat und gesetzt in das Amt,
13. der ich zuvor war ein Lsterer und ein Verfolger und ein Schmher. 
Aber mir ist Barmherzigkeit widerfahren; denn ich habs unwissend getan, 
im Unglauben.
14. Es ist aber desto reicher gewesen die Gnade unsers Herrn samt dem 
Glauben und der Liebe, die in Christo Jesu ist.
15. Denn das ist je gewilich wahr und ein teuer wertes Wort, da Christus 
Jesus kommen ist in die Welt, die Snder selig zu machen, unter welchen 
ich der vornehmste bin.
16. Aber darum ist mir Barmherzigkeit widerfahren, auf da an mir 
vornehmlich Jesus Christus erzeigete alle Geduld zum Exempel denen, die an 
ihn glauben sollten zum ewigen Leben.
17. Aber Gott, dem ewigen Knige, dem Unvergnglichen und Unsichtbaren und 
allein Weisen, sei Ehre und Preis in Ewigkeit! Amen.
18. Dies Gebot befehle ich dir, mein Sohn Timotheus, nach den vorigen 
Weissagungen ber dir, da du in denselbigen eine gute Ritterschaft best
19. und habest den Glauben und gut Gewissen, welches etliche von sich 
gestoen und am Glauben Schiffbruch erlitten haben;20. unter welchen ist 
Hymenus und Alexander, welche ich habe dem Satan bergeben, da sie 
gezchtiget werden, nicht mehr zu lstern.
1.Timotheus 2
1. So ermahne ich nun, da man vor allen Dingen zuerst tue Bitte, Gebet, 
Frbitte und Danksagung fr alle Menschen,
2. fr die Knige und fr alle Obrigkeit, auf da wir ein ruhig und 
stilles Leben fhren mgen in aller Gottseligkeit und Ehrbarkeit.
3. Denn solches ist gut, dazu auch angenehm vor Gott, unserm Heilande,
4. welcher will, da allen Menschen geholfen werde, und zur Erkenntnis der 
Wahrheit kommen.
5. Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den Menschen, 
nmlich der Mensch Christus Jesus,
6. der sich selbst gegeben hat fr alle zur Erlsung, da solches zu 
seiner Zeit geprediget wrde;
7. dazu ich gesetzt bin ein Prediger und Apostel (ich sage die Wahrheit in 
Christo und lge nicht), ein Lehrer der Heiden im Glauben und in der 
Wahrheit.
8. So will ich nun, da die Mnner beten an allen Orten und aufheben 
heilige Hnde, ohne Zorn und Zweifel.
9. Desselbigengleichen die Weiber, da sie in zierlichem Kleide mit Scham 
und Zucht sich schmcken, nicht mit Zpfen oder Gold oder Perlen oder 
kstlichem Gewand,
10. sondern wie sichs ziemet den Weibern, die da Gottseligkeit beweisen 
durch gute Werke.
11. Ein Weib lerne in der Stille mit aller Untertnigkeit.
12. Einem Weibe aber gestatte ich nicht, da sie lehre, auch nicht, da 
sie des Mannes Herr sei, sondern stille sei.
13. Denn Adam ist am ersten gemacht, danach Eva.
14. Und Adam ward nicht verfhret; das Weib aber ward verfhret und hat 
die bertretung eingefhret.
15. Sie wird aber selig werden durch Kinderzeugen, so sie bleiben im 
Glauben und in der Liebe und in der Heiligung samt der Zucht.
1.Timotheus 3
1. Das ist je gewilich wahr, so jemand ein Bischofsamt begehret, der 
begehret ein kstlich Werk.
2. Es soll aber ein Bischof unstrflich sein, eines Weibes Mann, nchtern, 
mig, sittig, gastfrei, lehrhaftig,
3. nicht ein Weinsufer, nicht pochen, nicht unehrliche Hantierung 
treiben, sondern gelinde, nicht haderhaftig, nicht geizig,
4. der seinem eigenen Hause wohl vorstehe, der gehorsame Kinder habe mit 
aller Ehrbarkeit
5. (so aber jemand seinem eigenen Hause nicht wei vorzustehen, wie wird 
er die Gemeinde Gottes versorgen?),
6. nicht ein Neuling, auf da er sich nicht aufblase und dem Lsterer ins 
Urteil falle.
7. Er mu aber auch ein gut Zeugnis haben von denen, die drauen sind, auf 
da er nicht falle dem Lsterer in die Schmach und Strick.
8. Desselbigengleichen die Diener sollen ehrbar sein, nicht zweizngig, 
nicht Weinsufer, nicht unehrliche Hantierung treiben
9. die das Geheimnis des Glaubens in reinem Gewissen haben.
10. Und dieselbigen lasse man zuvor versuchen; danach lasse man sie 
dienen, wenn sie unstrflich sind.
11. Desselbigengleichen ihre Weiber sollen ehrbar sein, nicht Lsterinnen, 
nchtern, treu in allen Dingen.
12. Die Diener la einen jeglichen sein eines Weibes Mann, die ihren 
Kindern wohl vorstehen und ihren eigenen Husern.
13. Welche aber wohl dienen, die erwerben sich selbst eine gute Stufe und 
eine groe Freudigkeit im Glauben in Christo Jesu.
14. Solches schreibe ich dir und hoffe, aufs schierste zu dir zu kommen.
15. So ich aber verzge, da du wissest, wie du wandeln sollst in dem 
Hause Gottes, welches ist die Gemeinde des lebendigen Gottes, ein Pfeiler 
und Grundfeste der Wahrheit.
16. Und kndlich gro ist das gottselige Geheimnis: Gott ist offenbaret im 
Fleisch, gerechtfertiget im Geist, erschienen den Engeln, geprediget den 
Heiden, geglaubet von der Welt, aufgenommen in die Herrlichkeit.
1.Timotheus 4
1. Der Geist aber sagt deutlich, da in den letzten Zeiten werden etliche 
von dem Glauben abtreten und anhangen den verfhrerischen Geistern und 
Lehren der Teufel
2. durch die, so in Gleisnerei Lgenredner sind und Brandmal in ihrem 
Gewissen haben
3. und verbieten, ehelich zu werden und zu meiden die Speisen, die Gott 
geschaffen hat, zu nehmen mit Danksagung, den Glubigen und denen, die die 
Wahrheit erkennen.
4. Denn alle Kreatur Gottes ist gut und nichts verwerflich, was mit 
Danksagung empfangen wird.
5. Denn es wird geheiliget durch das Wort Gottes und Gebet.
6. Wenn du den Brdern solches vorhltst, so wirst du ein guter Diener 
Jesu Christi sein, auferzogen in den Worten des Glaubens und der guten 
Lehre, bei welcher du immerdar gewesen bist.
7. Der ungeistlichen aber und altvettelischen Fabeln entschlage dich. be 
dich selbst aber an der Gottseligkeit.
8. Denn die leibliche bung ist wenig ntz; aber die Gottseligkeit ist zu 
allen Dingen ntz und hat die Verheiung dieses und des zuknftigen Lebens.
9. Das ist je gewilich wahr und ein teuer wertes Wort.
10. Denn dahin arbeiten wir auch und werden geschmhet, da wir auf den 
lebendigen Gott gehoffet haben, welcher ist der Heiland aller Menschen, 
sonderlich aber der Glubigen.
11. Solches gebiete und lehre!
12. Niemand verachte deine Jugend, sondern sei ein Vorbild den Glubigen 
im Wort, im Wandel, in der Liebe, im Geist, im Glauben, in der Keuschheit.
13. Halt an mit Lesen, mit Ermahnen, mit Lehren, bis ich komme!
14. La nicht aus der Acht die Gabe, die dir gegeben ist durch die 
Weissagung mit Handauflegung der ltesten.
15. Solches warte, damit gehe um auf da dein Zunehmen in allen Dingen 
offenbar sei.
16. Hab acht auf dich selbst und auf die Lehre; beharre in diesen Stcken! 
Denn wo du solches tust, wirst du dich selbst selig machen, und die dich 
hren.
1.Timotheus 5
1. Einen Alten schilt nicht, sondern ermahne ihn als einen Vater, die 
Jungen als die Brder,
2. die alten Weiber als die Mtter, die jungen als die Schwestern mit 
aller Keuschheit.
3. Ehre die Witwen, welche rechte Witwen sind.
4. So aber eine Witwe Kinder oder Neffen hat, solche la zuvor lernen ihre 
eigenen Huser gttlich regieren und den Eltern Gleiches vergelten; denn 
das ist wohl getan und angenehm vor Gott.
5. Das ist aber eine rechte Witwe, die einsam ist, die ihre Hoffnung auf 
Gott stellet und bleibet am Gebet und Flehen Tag und Nacht.
6. Welche aber in Wollsten lebet, die ist lebendig tot.
7. Solches gebiete, auf da sie untadelig seien.
8. So aber jemand die Seinen, sonderlich seine Hausgenossen, nicht 
versorget, der hat den Glauben verleugnet und ist rger denn ein Heide.
9. La keine Witwe erwhlet werden unter sechzig Jahren, und die da 
gewesen sei eines Mannes Weib,
10. und die ein Zeugnis habe guter Werke, so sie Kinder aufgezogen hat, so 
sie gastfrei gewesen ist, so sie der Heiligen Fe gewaschen hat, so sie 
den Trbseligen Handreichung getan hat, so sie allem guten Werk nachkommen 
ist.
11. Der jungen Witwen aber entschlage dich; denn wenn sie geil worden sind 
wider Christum, so wollen sie freien
12. und haben ihr Urteil, da sie den ersten Glauben gebrochen haben.
13. Daneben sind sie faul und lernen umlaufen durch die Huser; nicht 
allein aber sind sie faul, sondern auch schwtzig und vorwitzig und reden, 
was nicht sein soll.
14. So will ich nun, da die jungen Witwen freien, Kinder zeugen, 
haushalten, dem Widersacher keine Ursache geben zu schelten.
15. Denn es sind schon etliche umgewandt dem Satan nach.
16. So aber ein Glubiger oder Glubigin Witwen hat, der versorge 
dieselbigen und lasse die Gemeinde nicht beschweret werden, auf da die, 
so rechte Witwen sind, mgen genug haben.
17. Die ltesten, die wohl vorstehen, die halte man zwiefacher Ehre wert, 
sonderlich die da arbeiten im Wort und in der Lehre.
18. Denn es spricht die Schrift: Du sollst nicht dem Ochsen das Maul 
verbinden, der da drischt, und: Ein Arbeiter ist seines Lohnes wert.
19. Wider einen ltesten nimm keine Klage auf auer zweien oder dreien 
Zeugen.
20. Die da sndigen, die strafe vor allen, auf da sich auch die andern 
frchten.
21. Ich bezeuge vor Gott und dem Herrn Jesu Christo und den auserwhlten 
Engeln, da du solches haltest ohne eigen Gutdnken und nichts tuest nach 
Gunst.
22. Die Hnde lege niemand bald auf; mache dich auch nicht teilhaftig 
fremder Snden. Halte dich selber keusch!
23. Trinke nicht mehr Wasser, sondern brauche ein wenig Wein um deines 
Magens willen, und da du oft krank bist.
24. Etlicher Menschen Snden sind offenbar, da man sie vorhin richten 
kann; etlicher aber werden hernach offenbar.
25. Desselbigengleichen auch etlicher gute Werkes sind zuvor offenbar; und 
die andern bleiben auch nicht verborgen.
1.Timotheus 6
1. Die Knechte, so unter dem Joch sind, sollen ihre Herren aller Ehren 
wert halten, auf da nicht der Name Gottes und die Lehre verlstert werde.
2. Welche aber glubige Herren haben, sollen dieselbigen nicht verachten 
(mit dem Schein), da sie Brder sind, sondern sollen vielmehr dienstbar 
sein, dieweil sie glubig und geliebt und der Wohltat teilhaftig sind. 
Solches lehre und ermahne!
3. So jemand anders lehret und bleibet nicht bei den heilsamen Worten 
unsers Herrn Jesu Christi und bei der Lehre von der Gottseligkeit,
4. der ist verdstert und wei nichts, sondern ist seuchtig in Fragen und 
Wortkriegen, aus welchen entspringet Neid, Hader, Lsterung, bser Argwohn,
5. Schulgeznke solcher Menschen, die zerrttete Sinne haben und der 
Wahrheit beraubt sind, die da meinen, Gottseligkeit sei ein Gewerbe. Tue 
dich von solchen!
6. Es ist aber ein groer Gewinn, wer gottselig ist und lsset sich 
gengen.
7. Denn wir haben nichts in die Welt gebracht, darum offenbar ist, wir 
werden auch nichts hinausbringen.
8. Wenn wir aber Nahrung und Kleider haben, so lasset uns begngen.
9. Denn die da reich werden wollen, die fallen in Versuchung und Stricke 
und viel trichter und schdlicher Lste, welche versenken die Menschen 
ins Verderben und Verdammnis.
10. Denn Geiz ist eine Wurzel alles bels, welches hat etliche gelstet, 
und sind vom Glauben irregegangen und machen sich selbst viel Schmerzen,
11. Aber du, Gottesmensch, flieh solches! Jage aber nach der 
Gerechtigkeit, der Gottseligkeit, dem Glauben, der Liebe, der Geduld, der 
Sanftmut.
12. Kmpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, dazu du 
auch berufen bist und bekannt hast ein gut Bekenntnis vor vielen Zeugen.
13. Ich gebiete dir vor Gott, der alle Dinge lebendig macht, und vor 
Christo Jesu, der unter Pontius Pilatus bezeuget hat ein gut Bekenntnis,
14. da du haltest das Gebot ohne Flecken, untadelig, bis auf die 
Erscheinung unsers Herrn Jesu Christi,
15. welche wird zeigen zu seiner Zeit der Selige und allein Gewaltige, der 
Knig aller Knige, und Herr aller Herren,
16. der allein Unsterblichkeit hat; der da wohnet in einem Licht, da 
niemand zukommen kann; welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann: 
dem sei Ehre und ewiges Reich! Amen.
17. Den Reichen von dieser Welt gebeut, da sie nicht stolz seien, auch 
nicht hoffen auf den ungewissen Reichtum, sondern auf den lebendigen Gott, 
der uns dar gibt reichlich, allerlei zu genieen,
18. da sie Gutes tun, reich werden an guten Werken, gerne geben, 
behilflich seien,
19. Schtze sammeln, sich selbst einen guten Grund aufs Zuknftige, da 
sie ergreifen das ewige Leben.
20. O Timotheus, bewahre, was dir vertrauet ist, und meide die 
ungeistlichen losen Geschwtze und das Geznke der falschberhmten Kunst,
21. welche etliche vorgeben und fehlen des Glaubens. Die Gnade sei mir 
dir! Amen.Geschrieben von Laodicea, die da ist eine Hauptstadt des 
Landes Phrygia Pacatina.
2.Timotheus 1
1. Paulus, ein Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes nach der 
Verheiung des Lebens in Christo Jesu:
2. Meinem lieben Sohn Timotheus Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott dem 
Vater und Christo Jesu, unserm Herrn.
3. Ich danke Gott dem ich diene von meinen Voreltern her in reinem 
Gewissen, da ich ohne Unterla dein gedenke in meinem Gebet Tag und Nacht.
4. Und mich verlanget, dich zu sehen, wenn ich denke an deine Trnen, auf 
da ich mit Freuden erfllet werde.
5. Und erinnere mich des ungefrbten Glaubens in dir, welcher zuvor 
gewohnet hat in deiner Gromutter Lois und in deiner Mutter Eunike, bin 
aber gewi, da auch in dir.
6. Um welcher Sache willen ich dich erinnere, da du erweckest die Gabe 
Gottes, die in dir ist durch die Auflegung meiner Hnde.
7. Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft 
und der Liebe und der Zucht.
8. Darum so schme dich nicht des Zeugnisses unsers Herrn noch meiner, der 
ich sein Gebundener bin, sondern leide dich mit dem Evangelium wie ich 
nach der Kraft Gottes,
9. der uns hat selig gemacht und berufen mit einem heiligen Ruf, nicht 
nach unsern Werken, sondern nach seinem Vorsatz und Gnade, die uns gegeben 
ist in Christo Jesu vor der Zeit der Welt,
10. jetzt aber offenbart durch die Erscheinung unsers Heilandes Jesu 
Christi, der dem Tode die Macht hat genommen und das Leben und ein 
unvergnglich Wesen ans Licht gebracht durch das Evangelium,
11. zu welchem ich gesetzt bin ein Prediger und Apostel und Lehrer der 
Heiden.
12. Um welcher Sache willen ich solches leide, aber ich schme mich's 
nicht; denn ich wei, an wen ich glaube, und bin gewi, da er kann mir 
meine Beilage bewahren bis an jenen Tag.
13. Halt an dem Vorbilde der heilsamen Worte, die du von mir gehrt hast, 
vom Glauben und von der Liebe in Christo Jesu.
14. Diese gute Beilage bewahre durch den Heiligen Geist, der in uns wohnet.
15. Das weit du, da sich gewendet haben von mir alle, die in Asien sind, 
unter welchen ist Phygellus und Hermogenes.
16. Der Herr gebe Barmherzigkeit dem Hause Onesiphorus; denn er hat mich 
oft erquicket und hat sich meiner Ketten nicht geschmet,
17. sondern da er zu Rom war, suchte er mich aufs fleiigste und fand mich.
18. Der Herr gebe ihm, da er finde Barmherzigkeit bei dem Herrn an jenem 
Tage! Und wieviel er mir zu Ephesus gedienet hat, weit du am besten.
2.Timotheus 2
1. So sei nun stark, mein Sohn, durch die Gnade in Christo Jesu!
2. Und was du von mir gehret hast durch viel Zeugen, das befiehl treuen 
Menschen, die da tchtig sind, auch andere zu lehren.
3. Leide dich als ein guter Streiter Jesu Christi!
4. Kein Kriegsmann flicht sich in Hndel der Nahrung, auf da er gefalle 
dem, der ihn angenommen hat.
5. Und so jemand auch kmpfet, wird er doch nicht gekrnet, er kmpfe denn 
recht.
6. Es soll aber der Ackermann, der den Acker bauet, der Frchte am ersten 
genieen. Merke, was ich sage!
7. Der Herr aber wird dir in allen Dingen Verstand geben.
8. Halt im Gedchtnis Jesum Christum, der auferstanden ist von den Toten, 
aus dem Samen Davids, nach meinem Evangelium,
9. ber welchem ich leide bis an die Bande als ein beltter. Aber Gottes 
Wort ist nicht gebunden.
10. Darum dulde ich alles um der Auserwhlten willen, auf da auch sie die 
Seligkeit erlangen in Christo Jesu mit ewiger Herrlichkeit.
11. Das ist je gewilich wahr: Sterben wir mit, so werden wir mitleben;
12. dulden wir, so werden wir mitherrschen; verleugnen wir, so wird er uns 
auch verleugnen.
13. Glauben wir nicht, so bleibet er treu; er kann sich selbst nicht 
leugnen.
14. Solches erinnere sie und bezeuge vor dem Herrn, da sie nicht um Worte 
zanken, welches nichts ntze ist, denn zu verkehren, die da zuhren.
15. Befleiige dich, Gott zu erzeigen einen rechtschaffenen, unstrflichen 
Arbeiter, der da recht teile das Wort der Wahrheit.
16. Des ungeistlichen; losen Geschwtzes entschlage dich; denn es hilft 
viel zum ungttlichen Wesen.
17. Und ihr Wort frit um sich wie der Krebs, unter welchen ist Hymenus 
und Philetus,
18. welche der Wahrheit gefehlet haben und sagen, die Auferstehung sei 
schon geschehen, und haben etlicher Glauben verkehret.
19. Aber der feste Grund Gottes bestehet und hat dieses Siegel: Der Herr 
kennet die Seinen, und: Es trete ab von Ungerechtigkeit, wer den Namen 
Christi nennet.
20. In einem groen Hause aber sind nicht allein gldene und silberne 
Gefe, sondern auch hlzerne und irdene und etliche zu Ehren, etliche 
aber zu Unehren.
21. So nun jemand sich reiniget von solchen Leuten, der wird ein 
geheiliget Fa sein zu Ehren, dem Hausherrn bruchlich und zu allem guten 
Werk bereitet.
22. Flieh die Lste der Jugend! Jage aber nach der Gerechtigkeit, dem 
Glauben, der Liebe, dem Frieden mit allen, die den Herrn anrufen von 
reinem Herzen.
23. Aber der trichten und unntzen Fragen entschlage dich; denn du weit, 
da sie nur Zank gebren.
24. Ein Knecht aber des Herrn soll nicht znkisch sein, sondern freundlich 
gegen jedermann, lehrhaftig, der die Bsen tragen kann mit Sanftmut
25. und strafe die Widerspenstigen, ob ihnen Gott dermaleinst Bue gbe 
die Wahrheit zu erkennen,
26. und wieder nchtern wrden aus des Teufels Strick, von dem sie 
gefangen sind zu seinem Willen.
2.Timotheus 3
1. Das sollst du aber wissen, da in den letzten Tagen werden greuliche 
Zeiten kommen.
2. Denn es werden Menschen sein, die von sich selbst halten, geizig, 
ruhmredig, hoffrtig, Lsterer, den Eltern ungehorsam, undankbar, 
ungeistlich,
3. strrig, unvershnlich, Schnder, unkeusch, wild, ungtig,
4. Verrter, Frevler, aufgeblasen, die mehr lieben Wollust denn Gott,
5. die da haben den Schein eines gottseligen Wesens, aber seine Kraft 
verleugnen sie. Und solche meide!
6. Aus denselbigen sind, die hin und her in die Huser schleichen und 
fhren die Weiblein gefangen, die mit Snden beladen sind und mit 
mancherlei Lsten fahren,
7. lernen immerdar und knnen nimmer zur Erkenntnis der Wahrheit kommen.
8. Gleicherweise aber, wie Jannes und Jambres dem Mose widerstunden, also 
widerstehen auch diese der Wahrheit; es sind Menschen von zerrtteten 
Sinnen, untchtig zum Glauben.
9. Aber sie werden's die Lnge nicht treiben; denn ihre Torheit wird 
offenbar werden jedermann, gleichwie auch jener war.
10. Du aber hast erfahren meine Lehre, meine Weise, meine Meinung, meinen 
Glauben, meine Langmut, meine Liebe, meine Geduld,
11. meine Verfolgung, meine Leiden, welche mir widerfahren sind zu 
Antiochien, zu Ikonien, zu Lystra, welche Verfolgung ich da ertrug: und 
aus allen hat mich der Herr erlset.
12. Und alle, die gottselig leben wollen in Christo Jesu, mssen 
Verfolgung leiden.
13. Mit den bsen Menschen aber und verfhrerischen wird's je lnger, je 
rger, verfhren und werden verfhret.
14. Du aber bleibe in dem, was du gelernet hast und dir vertrauet ist, 
sintemal du weit, von wem du gelernet hast.
15. Und weil du von Kind auf die Heilige Schrift weit, kann dich 
dieselbige unterweisen zur Seligkeit durch den Glauben an Christum Jesum.
16. Denn alle Schrift, von Gott eingegeben, ist nutze zur Lehre, zur 
Strafe, zur Besserung, zur Zchtigung in der Gerechtigkeit,
17. da ein Mensch Gottes sei vollkommen, zu allem guten Werk geschickt.
2.Timotheus 4
1. So bezeuge ich nun vor Gott und dem Herrn Jesu Christo, der da 
zuknftig ist, zu richten die Lebendigen und die Toten, mit seiner 
Erscheinung und mit seinem Reich:
2. Predige das Wort; halt an, es sei zu rechter Zeit oder zur Unzeit; 
strafe, drue, ermahne mit aller Geduld und Lehre!
3. Denn es wird eine Zeit sein, da sie die heilsame Lehre nicht leiden 
werden, sondern nach ihren eigenen Lsten werden sie sich selbst Lehrer 
aufladen, nach dem ihnen die Ohren jucken;
4. und werden die Ohren von der Wahrheit wenden und sich zu den Fabeln 
kehren.
5. Du aber sei nchtern allenthalben. Leide dich, tu das Werk eines 
evangelischen Predigers, richte dein Amt redlich aus.
6. Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meines Abscheidens ist 
vorhanden.
7. Ich habe einen guten Kampf gekmpfet; ich habe den Lauf vollendet; ich 
habe Glauben gehalten.
8. Hinfort ist mir beigelegt die Krone der Gerechtigkeit, welche mir der 
Herr an jenem Tage, der gerechte Richter, geben wird, nicht mir aber 
allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung liebhaben.
9. Fleiige dich, da du bald zu mir kommest.
10. Denn Demas hat mich verlassen und diese Welt liebgewonnen und ist gen 
Thessalonich gezogen, Krescens nach Galatien, Titus nach Dalmatien.
11. Lukas ist allein bei mir. Markus nimm zu dir und bringe ihn mit dir; 
denn er ist mir ntzlich zum Dienst
12. Tychikus habe ich gen Ephesus gesandt.
13. Den Mantel, den ich zu Troas lie bei Karpo, bringe mit, wenn du 
kommst und die Bcher, sonderlich aber das Pergament.
14. Alexander, der Schmied hat mir viel Bses beweiset; der Herr bezahle 
ihm nach seinen Werken!
15. Vor welchem hte du dich auch; denn er hat unsern Worten sehr 
widerstanden.
16. In meiner ersten Verantwortung stund niemand bei mir, sondern sie 
verlieen mich alle. Es sei ihnen nicht zugerechnet!
17. Der Herr aber stund mir bei und strkte mich, auf da durch mich die 
Predigt besttiget wrde, und alle Heiden hreten. Und ich bin erlset von 
des Lwen Rachen.
18. Der Herr aber wird mich erlsen von allem bel und aushelfen zu seinem 
himmlischen Reich; welchem sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
19. Gre Priska und Aquila und das Haus Onesiphorus.
20. Erastus blieb zu Korinth; Trophimus aber lie ich zu Milet krank.
21. Tu Flei, da du vor dem Winter kommest. Es gret dich Eubulus und 
Pudens und Linus und Klaudia und alle Brder.
22. Der Herr Jesus Christus sei mit deinem Geiste! Die Gnade sei mit euch! 
Amen. Geschrieben von Rom, die andere Epistel an Timotheus, da Paulus 
zum andernmal vor den Kaiser Nero ward dargestellt.
Titus 1
1. Paulus, ein Knecht Gottes, aber ein Apostel Jesu Christi nach dem 
Glauben der Auserwhlten Gottes und der Erkenntnis der Wahrheit zur 
Gottseligkeit,
2. auf Hoffnung des ewigen Lebens, welches verheien hat, der nicht lget, 
Gott, vor den Zeiten der Welt,
3. hat aber offenbaret zu seiner Zeit sein Wort durch die Predigt, die mir 
vertrauet ist nach dem Befehl Gottes, unsers Heilandes:
4. Titus, meinem rechtschaffenen Sohn, nach unser beider Glauben: Gnade, 
Barmherzigkeit, Friede von Gott dem Vater und dem Herrn Jesu Christo, 
unserm Heilande.
5. Derhalben lie ich dich in Kreta, da du solltest vollends anrichten, 
da ichs gelassen habe und besetzen die Stdte hin und her mit ltesten, 
wie ich dir befohlen habe;
6. wo einer ist untadelig, eines Weibes Mann, der glubige Kinder habe, 
nicht berchtiget, da sie Schwelger und ungehorsam sind.
7. Denn ein Bischof soll untadelig sein, als ein Haushalter Gottes, nicht 
eigensinnig, nicht zornig, nicht ein Weinsufer, nicht pochen, nicht 
unehrliche Hantierung treiben,
8. sondern gastfrei, gtig, zchtig, gerecht, heilig, keusch
9. und halte ob dem Wort, das gewi ist und lehren kann, auf da er 
mchtig sei, zu ermahnen durch die heilsame Lehre und zu strafen die 
Widersprecher.
10. Denn es sind viele freche und unntze Schwtzer und Verfhrer, 
sonderlich die aus der Beschneidung,
11. welchen man mu das Maul stopfen, die da ganze Huser verkehren und 
lehren, was nicht taugt, um schndliches Gewinns willen.
12. Es hat einer aus ihnen gesagt, ihr eigener Prophet: Die Kreter sind 
immer Lgner, bse Tiere und faule Buche.
13. Dies Zeugnis ist wahr. Um der Sache willen strafe sie scharf, auf da 
sie gesund seien im Glauben
14. und nicht achten auf die jdischen Fabeln und Menschengebote, welche 
sich von der Wahrheit abwenden.
15. Den Reinen ist alles rein; den Unreinen aber und Unglubigen ist 
nichts rein, sondern unrein ist beides, ihr Sinn und Gewissen.
16. Sie sagen, sie erkennen Gott; aber mit den Werken verleugnen sie es, 
sintemal sie sind, an welchen Gott Greuel hat, und gehorchen nicht und 
sind zu allem guten Werk untchtig.
Titus 2
1. Du aber rede, wie sichs ziemet nach der heilsamen Lehre:
2. den Alten, da sie nchtern seien, ehrbar, zchtig, gesund im Glauben, 
in der Liebe, in der Geduld;
3. den alten Weibern desselbigengleichen, da sie sich stellen, wie den 
Heiligen ziemet, nicht Lsterinnen seien, nicht Weinsuferinnen, gute 
Lehrerinnen,
4. da sie die jungen Weiber lehren zchtig sein, ihre Mnner lieben, 
Kinder lieben,
5. sittig sein, keusch, huslich, gtig, ihren Mnnern untertan, auf da 
nicht das Wort Gottes verlstert werde.
6. Desselbigengleichen die jungen Mnner ermahne, da sie zchtig seien.
7. Allenthalben aber stelle dich selbst zum Vorbilde guter Werke mit 
unverflschter Lehre, mit Ehrbarkeit,
8. mit heilsamem und untadeligem Wort, auf da der Widerwrtige sich 
schme und nichts habe, da er von uns mge Bses sagen.
9. Den Knechten da sie ihren Herren untertnig seien, in allen Dingen zu 
Gefallen tun, nicht widerbellen,
10. nicht veruntreuen, sondern alle gute Treue erzeigen, auf da sie die 
Lehre Gottes, unsers Heilandes, zieren in allen Stcken.
11. Denn es ist erschienen die heilsame Gnade Gottes allen Menschen
12. und zchtiget uns, da wir sollen verleugnen das ungttliche Wesen und 
die weltlichen Lste und zchtig, gerecht und gottselig leben in dieser 
Welt
13. und warten auf die selige Hoffnung und Erscheinung der Herrlichkeit 
des groen Gottes und unsers Heilandes Jesu Christi,
14. der sich selbst fr uns gegeben bat, auf da er uns erlsete von aller 
Ungerechtigkeit und reinigte sich selbst ein Volk zum Eigentum, das 
fleiig wre zu guten Werken.
15. Solches rede und ermahne und strafe mit ganzem Ernst. La dich niemand 
verachten!
Titus 3
1. Erinnere sie, da sie den Frsten und der Obrigkeit untertan und 
gehorsam seien, zu allem guten Werk bereit seien,
2. niemand lstern, nicht hadern, gelinde seien, alle Sanftmtigkeit 
beweisen gegen alle Menschen.
3. Denn wir waren auch weiland unweise, ungehorsam, irrig, dienend den 
Lsten und mancherlei Wollsten und wandelten in Bosheit und Neid und 
hasseten uns untereinander.
4. Da aber erschien die Freundlichkeit und Leutseligkeit Gottes, unsers 
Heilandes,
5. nicht um der Werke willen der Gerechtigkeit, die wir getan hatten, 
sondern nach seiner Barmherzigkeit machte er uns selig durch das Bad der 
Wiedergeburt und Erneuerung des Heiligen Geistes,
6. welchen er ,ausgegossen hat ber uns reichlich durch Jesum Christum, 
unsern Heiland,
7. auf da wir durch desselbigen Gnade gerecht und Erben seien des ewigen 
Lebens nach der Hoffnung.
8. Das ist je gewilich wahr. Solches will ich, da du fest lehrest, auf 
da die, so an Gott glubig sind worden, in einem Stand guter Werke funden 
werden. Solches ist gut und ntze den Menschen.
9. Der trichten Fragen aber, der Geschlechtsregister, des Zankes und 
Streites ber dem Gesetz entschlage dich; denn sie sind unntz und eitel.
10. Einen ketzerischen Menschen meide, wenn er einmal und abermal ermahnet 
ist,
11. und wisse, da ein solcher verkehrt ist und sndiget, als der sich 
selbst verurteilet hat.
12. Wenn ich zu dir senden werde Artemas oder Tychikus, so komm eilend zu 
mir gen Nikopolis; denn daselbst habe ich beschlossen, den Winter zu 
bleiben.
13. Zens, den Schriftgelehrten, und Apollos fertige ab mit Flei, auf da 
ihnen nichts gebreche.
14. La aber auch die Unsern lernen, da sie im Stand guter Werke sich 
finden lassen, wo man ihrer bedarf, auf da sie nicht unfruchtbar seien:
15. Es gren dich alle, die mit mir sind. Gre alle, die uns lieben im 
Glauben. Die Gnade sei mit euch allen! Amen.Geschrieben von Nikopolis in 
Mazedonien.
Philemon 1
1. Paulus, der Gebundene Christi Jesu, und Timotheus, der Bruder: 
Philemon, dem Lieben und unserm Gehilfen,
2. und Appia, der Lieben, und Archippus, unserm Streitgenossen, und der 
Gemeinde in deinem Hause.
3. Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unserm Vater, und dem Herrn 
Jesu Christo!
4. Ich danke meinem Gott und gedenke dein allezeit in meinem Gebet,
5. nachdem ich hre von der Liebe und dem Glauben, welchen du hast an den 
Herrn Jesum und gegen alle Heiligen,
6. da dein Glaube, den wir miteinander haben, in dir krftig werde durch 
Erkenntnis alles des Guten, das ihr habt in Christo Jesu.
7. Wir haben aber groe Freude und Trost an deiner Liebe; denn die Herzen 
der Heiligen sind erquicket durch dich, lieber Bruder. .
8. Darum, wiewohl ich habe groe Freudigkeit in Christo, dir zu gebieten, 
was dir ziemet,
9. so will ich doch um der Liebe willen nur vermahnen, der ich ein solcher 
bin, nmlich ein alter Paulus, nun aber auch ein Gebundener Jesu Christi.
10. So ermahne ich dich um meines Sohnes willen, Onesimus, den ich 
gezeuget habe in meinen Banden,
11. welcher weiland dir unntze, nun aber dir und mir wohl ntze ist: den 
habe ich wiedergesandt.
12. Du aber wollest ihn, das ist, mein eigen Herz, annehmen.
13. Denn ich wollte ihn bei mir behalten , da er mir an deiner Statt 
dienete in den Banden des Evangeliums;
14. aber ohne deinen Willen wollte ich nichts tun, auf da dein Gutes 
nicht wre gentiget, sondern freiwillig.
15. Vielleicht aber ist er darum eine Zeitlang von dir kommen, da du ihn 
ewig wieder httest,
16. nun nicht mehr als einen Knecht, sondern mehr denn einen Knecht, einen 
lieben Bruder, sonderlich mir; wie viel mehr aber dir, beide, nach dem 
Fleisch und in dem Herrn.
17. So du nun mich hltst fr deinen Gesellen, so wollest du ihn als mich 
selbst annehmen.
18. So er aber dir etwas Schaden getan hat oder schuldig ist, das rechne 
mir zu.
19. Ich, Paulus, hab es geschrieben mit meiner Hand; ich wills bezahlen. 
Ich schweige, da du dich selbst mir schuldig bist.
20. Ja, lieber Bruder, gnne mir, da ich mich an dir ergtze in dem 
Herrn; erquicke mein Herz in dem Herrn!
21. Ich hab aus Zuversicht deines Gehorsams dir geschrieben; denn ich 
wei, du wirst mehr tun, denn ich sage.
22. Daneben bereite mir die Herberge; denn ich hoffe, da ich durch euer 
Gebet euch geschenket werde.
23. Es gret dich Epaphras, mein Mitgefangener in Christo Jesu,
24. Markus, Aristarchus, Demas, Lukas, meine Gehilfen.
25. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit eurem Geist! 
Amen.Geschrieben von Rom durch Onesimus.
Der Brief an die Hebrer 1
1. Nachdem vorzeiten Gott manchmal und mancherlei Weise geredet hat zu den 
Vtern durch die Propheten,
2. hat er am letzten in diesen Tagen zu uns geredet durch den Sohn, 
welchen er gesetzt hat zum Erben ber alles, durch welchen er auch die 
Welt gemacht hat;
3. welcher, sintemal er ist der Glanz seiner Herrlichkeit und das Ebenbild 
seines Wesens und trgt alle Dinge mit seinem krftigen Wort und hat 
gemacht die Reinigung unserer Snden durch sich selbst, hat er sich 
gesetzt zu der Rechten der Majestt in der Hhe,
4. so viel besser worden denn die Engel, so gar viel einen hhern Namen er 
vor ihnen ererbet hat.
5. Denn zu welchem Engel hat er jemals gesagt: Du bist mein Sohn, heute 
habe ich dich gezeuget? Und abermal: Ich werde sein Vater sein, und er 
wird mein Sohn sein?
6. Und abermal, da er einfhret den Erstgeborenen in die Welt, spricht er: 
Und es sollen ihn alle Gottesengel anbeten.
7. Von den Engeln spricht er zwar: Er macht seine Engel Geister und seine 
Diener Feuerflammen;
8. aber von dem Sohn: Gott, dein Stuhl whret von Ewigkeit zu Ewigkeit; 
das Zepter deines Reichs ist ein richtiges Zepter.
9. Du hast geliebet die Gerechtigkeit und gehasset die Ungerechtigkeit; 
darum hat dich, o Gott, gesalbet dein Gott mit dem le der Freuden ber 
deine Genossen;
10. und: Du, Herr, hast von Anfang die Erde gegrndet, und die Himmel sind 
deiner Hnde Werk.
11. Dieselbigen werden vergehen, du aber wirst bleiben; und sie werden 
alle veralten wie ein Kleid,
12. und wie ein Gewand wirst du sie wandeln, und sie werden sich 
verwandeln. Du aber bist derselbige, und deine Jahre werden nicht aufhren.
13. Zu welchem Engel aber hat er jemals gesagt: Setze dich zu meiner 
Rechten, bis ich lege deine Feinde zum Schemel deiner Fe?
14. Sind sie nicht allzumal dienstbare Geister, ausgesandt zum Dienst um 
derer willen, die ererben sollen die Seligkeit?
Der Brief an die Hebrer 2
1. Darum sollen wir desto mehr wahrnehmen des Worts, das wir hren, da 
wir nicht dahinfahren.
2. Denn so das Wort fest worden ist, das durch die Engel geredet ist, und 
eine jegliche bertretung und Ungehorsam hat empfangen seinen rechten Lohn:
3. wie wollen wir entfliehen, so wir eine solche Seligkeit nicht achten? 
welche, nachdem sie erstlich geprediget ist durch den Herrn, ist sie auf 
uns kommen durch die, so es gehret haben.
4. Und Gott hat ihr Zeugnis gegeben mit Zeichen, Wundern und mancherlei 
Krften und mit Austeilung des Heiligen Geistes nach seinem Willen.
5. Denn er hat nicht den Engeln untertan die zuknftige Welt, davon wir 
reden.
6. Es bezeuget aber einer an einem Ort und spricht: Was ist der Mensch, 
da du sein gedenkest, und des Menschen Sohn, da du ihn heimsuchest?
7. Du hast ihn eine kleine Zeit der Engel mangeln lassen; mit Preis und 
Ehren hast du ihn gekrnet und hast ihn gesetzt ber die Werke deiner 
Hnde;
8. alles hast du untertan zu seinen Fen. In dem, da er ihm alles hat 
untertan, hat er nichts gelassen, das ihm nicht untertan sei; jetzt aber 
sehen wir noch nicht, da ihm alles untertan sei.
9. Den aber, der eine kleine Zeit der Engel gemangelt hat, sehen wir, da 
es Jesus ist, durch Leiden des Todes gekrnet mit Preis und Ehren, auf da 
er von Gottes Gnaden fr alle den Tod schmeckete.
10. Denn es ziemete dem, um deswillen alle Dinge sind, und durch den alle 
Dinge sind, der da viel Kinder hat zur Herrlichkeit gefhret, da er den 
Herzog ihrer Seligkeit durch Leiden vollkommen machte.
11. Sintemal sie alle von einem kommen, beide, der da heiliget, und die da 
geheiliget werden. Darum schmet er sich auch nicht, sie Brder zu heien,
12. und spricht: Ich will verkndigen deinen Namen meinen Brdern und 
mitten in der Gemeinde dir Lob singen.
13. Und abermal: Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen. Und abermal: 
Siehe da, ich und die Kinder, welche mir Gott gegeben hat.
14. Nachdem nun die Kinder Fleisch und Blut haben, ist ers gleichermaen 
teilhaftig worden, auf da er durch den Tod die Macht nhme dem, der des 
Todes Gewalt hatte, das ist, dem Teufel,
15. und erlsete die, so durch Furcht des Todes im ganzen Leben Knechte 
sein muten.
16. Denn er nimmt nirgend die Engel an sich, sondern den Samen Abrahams 
nimmt er an sich.
17. Daher mute er allerdinge seinen Brdern gleich werden, auf da er 
barmherzig wrde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, zu vershnen die 
Snde des Volks.
18. Denn darinnen er gelitten hat und versucht ist, kann er helfen denen, 
die versucht werden.
Der Brief an die Hebrer 3
1. Derhalben, ihr heiligen Brder, die ihr mit berufen seid durch die 
himmlische Berufung, nehmet wahr des Apostels und Hohenpriesters, den wir 
bekennen, Christi Jesu,
2. der da treu ist dem, der ihn gemacht hat (wie auch Mose) in seinem 
ganzen Hause.
3. Dieser aber ist grerer Ehre wert denn Mose, nachdem der eine grere 
Ehre am Hause hat, der es bereitet, denn das Haus.
4. Denn ein jeglich Haus wird von jemand bereitet; der aber alles 
bereitet, das ist Gott.
5. Und Mose zwar war treu in seinem ganzen Hause als ein Knecht zum 
Zeugnis des, das gesagt sollte werden;
6. Christus aber als ein Sohn ber sein Haus; welches Haus sind wir, so 
wir anders das Vertrauen und den Ruhm der Hoffnung bis ans Ende fest 
behalten.
7. Darum, wie der Heilige Geist spricht: Heute, so ihr hren werdet seine 
Stimme,
8. so verstocket eure Herzen nicht, als geschah in der Verbitterung, am 
Tage der Versuchung in der Wste,
9. da mich eure Vter versuchten; sie prften mich und sahen meine Werke 
vierzig Jahre lang;
10. darum ich entrstet ward ber dies Geschlecht und sprach: Immerdar 
irren sie mit dem Herzen, aber sie wuten meine Wege nicht,
11. da ich auch schwur in meinem Zorn, sie sollten zu meiner Ruhe nicht 
kommen.
12. Sehet zu, liebe Brder, da nicht jemand unter euch ein arges, 
unglubiges Herz habe, das da abtrete von dem lebendigen Gott,
13. sondern ermahnet euch selbst alle Tage, solange es heute heit, da 
nicht jemand unter euch verstocket werde durch Betrug der Snde.
14. Denn wir sind Christi teilhaftig worden, so wir anders das angefangene 
Wesen bis ans Ende fest behalten,
15. solange gesagt wird: Heute, so ihr seine Stimme hren werdet, so 
verstocket eure Herzen nicht, wie in der Verbitterung geschah.
16. Denn etliche, da sie hreten, richteten eine Verbitterung an, aber 
nicht alle, die von gypten ausgingen durch Mose.
17. ber welche aber ward er entrstet vierzig Jahre lang? Ists nicht 
also, da ber die, so da sndigten, deren Leiber in der Wste verfielen?
18. Welchen schwur er aber, da sie nicht zu seiner Ruhe kommen sollten, 
denn den Unglubigen?
19. Und wir sehen, da sie nicht haben knnen hineinkommen um des 
Unglaubens willen.
Der Brief an die Hebrer 4
1. So lasset uns nun frchten, da wir die Verheiung, einzukommen zu 
seiner Ruhe, nicht versumen, und unser keiner dahintenbleibe.
2. Denn es ist uns auch verkndiget gleichwie jenen; aber das Wort der 
Predigt half jenen nichts, da nicht glaubeten die, so es hreten.
3. Denn wir, die wir glauben, gehen in die Ruhe, wie er spricht: Da ich 
schwur in meinem Zorn, sie sollten zu meiner Ruhe nicht kommen. Und zwar, 
da die Werke von Anbeginn der Welt waren gemacht,
4. sprach er an einem Ort von dem siebenten Tage also: Und Gott ruhete am 
siebenten Tage von allen seinen Werken.
5. Und hier an diesem Ort abermal: Sie sollen nicht kommen zu meiner Ruhe.
6. Nachdem es nun noch vorhanden ist, da etliche sollen zu derselbigen 
kommen, und die, denen es zuerst verkndiget ist, sind nicht dazu kommen 
um des Unglaubens willen,
7. bestimmte er abermal einen Tag nach solcher langen Zeit und sagte durch 
David: Heute, wie gesagt ist, heute, so ihr seine Stimme hren werdet, so 
verstocket eure Herzen nicht!
8. Denn so Josua sie htte zur Ruhe gebracht, wrde er nicht hernach von 
einem andern Tage gesagt haben.
9. Darum ist noch eine Ruhe vorhanden dem Volk Gottes.
10. Denn wer zu seiner Ruhe kommen ist, der ruhet auch von seinen Werken, 
gleich wie Gott von seinen.
11. So lasset uns nun Flei tun, einzukommen zu dieser Ruhe, auf da nicht 
jemand falle in dasselbige Exempel des Unglaubens.
12. Denn das Wort Gottes ist lebendig und krftig und schrfer denn kein 
zweischneidig Schwert und durchdringet, bis da es scheidet Seele und 
Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und Sinne des 
Herzens.
13. Und ist keine Kreatur vor ihm unsichtbar; es ist aber alles blo und 
entdeckt vor seinen Augen; von dem reden wir.
14. Dieweil wir denn einen groen Hohenpriester haben, Jesum, den Sohn 
Gottes, der gen Himmel gefahren ist, so lasset uns halten an dem 
Bekenntnis.
15. Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der nicht knnte Mitleid 
haben mit unserer Schwachheit, sondern der versucht ist allenthalben 
gleich wie wir, doch ohne Snde.
16. Darum lasset uns hinzutreten mit Freudigkeit zu dem Gnadenstuhl, auf 
da wir Barmherzigkeit empfangen und Gnade finden auf die Zeit, wenn uns 
Hilfe not sein wird.
Der Brief an die Hebrer 5
1. Denn ein jeglicher Hoherpriester, der aus den Menschen genommen wird, 
der wird gesetzt fr die Menschen gegen Gott, auf da er opfere Gaben und 
Opfer fr die Snden,
2. der da knnte mitleiden ber die, so unwissend sind und irren, nachdem 
er auch selbst umgeben ist mit Schwachheit.
3. Darum mu er auch, gleichwie fr das Volk, also auch fr sich selbst 
opfern fr die Snden.
4. Und niemand nimmt sich selbst die Ehre, sondern der auch berufen sei 
von Gott gleichwie Aaron.
5. Also auch Christus hat sich nicht selbst in die Ehre gesetzt, da er 
Hoherpriester wrde, sondern der zu ihm gesagt hat: Du bist mein Sohn; 
heute habe ich dich gezeuget.
6. Wie er auch am andern Ort spricht: Du bist ein Priester in Ewigkeit 
nach der Ordnung Melchisedeks.
7. Und er hat in den Tagen seines Fleisches Gebet und Flehen mit starkem 
Geschrei und Trnen geopfert zu dem, der ihm von dem Tode konnte 
aushelfen; und ist auch erhret, darum da er Gott in Ehren hatte.
8. Und wiewohl er Gottes Sohn war, hat er doch an dem, was er litt, 
Gehorsam gelernet.
9. Und da er ist vollendet, ist er worden allen, die ihm gehorsam sind, 
eine Ursache zur ewigen Seligkeit,
10. genannt von Gott ein Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks.
11. Davon htten wir wohl viel zu reden; aber es ist schwer, weil ihr so 
unverstndig seid.
12. Und die ihr solltet lngst Meister sein, bedrfet ihr wiederum, da 
man euch die ersten Buchstaben der gttlichen Worte lehre, und da man 
euch Milch gebe und nicht starke Speise.
13. Denn wem man noch Milch geben mu, der ist unerfahren in dem Wort der 
Gerechtigkeit; denn er ist ein junges Kind.
14. Den Vollkommenen aber gehrt starke Speise, die durch Gewohnheit haben 
gebte Sinne zum Unterschied des Guten und des Bsen.
Der Brief an die Hebrer 6
1. Darum wollen wir die Lehre vom Anfang christliches Lebens jetzt lassen 
und zur Vollkommenheit fahren, nicht abermal Grund legen von Bue der 
toten Werke, vom Glauben an Gott,
2. von der Taufe, von der Lehre, vom Hndeauflegen, von der Toten 
Auferstehung und vom ewigen Gerichte.
3. Und das wollen wir tun, so es Gott anders zulsset.
4. Denn es ist unmglich, da die, so einmal erleuchtet sind und 
geschmeckt haben die himmlische Gabe und teilhaftig worden sind des 
Heiligen Geistes
5. und geschmeckt haben das gtige Wort Gottes und die Krfte der 
zuknftigen Welt,
6. wo sie abfallen und wiederum sich selbst den Sohn Gottes kreuzigen und 
fr Spott halten, da sie sollten wiederum erneuert werden zur Bue.
7. Denn die Erde, die den Regen trinkt, der oft ber sie kommt, und bequem 
Kraut trget denen, die sie bauen, empfnget Segen von Gott.
8. Welche aber Dornen und Disteln trget, die ist untchtig und dem Fluch 
nahe, welche man zuletzt verbrennet.
9. Wir versehen uns aber, ihr Liebsten, Besseres zu euch, und da die 
Seligkeit nher sei, ob wir wohl also reden.
10. Denn Gott ist nicht ungerecht, da er vergesse eures Werks und Arbeit 
der Liebe, die ihr beweiset habt an seinem Namen, da ihr den Heiligen 
dientet und noch dienet.
11. Wir begehren aber, da euer jeglicher denselbigen Flei beweise, die 
Hoffnung festzuhalten bis ans Ende,
12. da ihr nicht trge werdet, sondern Nachfolger derer, die durch den 
Glauben und Geduld ererben die Verheiungen.
13. Denn als Gott Abraham verhie, da er bei keinem Greren zu schwren 
hatte, schwur er bei sich selbst
14. und sprach: Wahrlich, ich will dich segnen und vermehren.
15. Und also trug er Geduld und erlangte die Verheiung.
16. Die Menschen schwren wohl bei einem Greren, denn sie sind; und der 
Eid macht ein Ende alles Haders, dabei es fest bleibt unter ihnen.
17. Aber Gott, da er wollte den Erben der Verheiung berschwenglich 
beweisen, da sein Rat nicht wankete, hat er einen Eid dazugetan,
18. auf da wir durch zwei Stcke, die nicht wanken (denn es ist 
unmglich, da Gott lge), einen starken Trost haben, die wir Zuflucht 
haben und halten an der angebotenen Hoffnung,
19. welche wir haben als einen sicheren und festen Anker unserer Seele, 
der auch hineingehet in das Inwendige des Vorhangs,
20. dahin der Vorlufer fr uns eingegangen, Jesus, ein Hoherpriester 
worden in Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.
Der Brief an die Hebrer 7
1. Dieser Melchisedek aber war ein Knig zu Salem, ein Priester Gottes, 
des Allerhchsten, der Abraham entgegenging, da er von der Knige Schlacht 
wiederkam, und segnete ihn,
2. welchem auch Abraham gab den Zehnten aller Gter. Aufs erste wird er 
verdolmetscht ein Knig der Gerechtigkeit; danach aber ist er auch ein 
Knig Salem, das ist, ein Knig des Friedens;
3. ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlecht; und hat weder Anfang der Tage 
noch Ende des Lebens. Er ist aber verglichen dem Sohn Gottes und bleibet 
Priester in Ewigkeit.
4. Schauet aber, wie gro ist der, dem auch Abraham, der Patriarch, den 
Zehnten gibt von der eroberten Beute!
5. Zwar die Kinder Levi, da sie das Priestertum empfangen, haben sie ein 
Gebot, den Zehnten vom Volk, das ist, von ihren Brdern, zu nehmen nach 
dem Gesetz, wiewohl auch dieselben aus den Lenden Abrahams kommen sind.
6. Aber der, des Geschlecht nicht genannt wird unter ihnen, der nahm den 
Zehnten von Abraham und segnete den, der die Verheiung hatte.
7. Nun ists ohne alles Widersprechen also, da das Geringere von dem 
Besseren gesegnet wird.
8. Und hier nehmen den Zehnten die sterbenden Menschen; aber dort bezeuget 
er, da er lebe.
9. Und da ich also sage, es ist auch Levi, der den Zehnten nimmt, 
verzehntet durch Abraham.
10. Denn er war je noch in den Lenden des Vaters, da ihm Melchisedek 
entgegenging.
11. Ist nun die Vollkommenheit durch das levitische Priestertum geschehen 
(denn unter demselbigen hat das Volk das Gesetz empfangen), was ist denn 
weiter not zu sagen, da ein anderer Priester aufkommen solle nach der 
Ordnung Melchisedeks und nicht nach der Ordnung Aarons?
12. Denn wo das Priestertum verndert wird, da mu auch das Gesetz 
verndert werden.
13. Denn von dem solches gesagt ist, der ist von einem andern Geschlecht, 
aus welchem nie keiner des Altars gepfleget hat.
14. Denn es ist ja offenbar, da von Juda aufgegangen ist unser Herr; zu 
welchem Geschlecht Mose nicht geredet hat vom Priestertum.
15. Und es ist noch viel klarer, so nach der Weise Melchisedeks ein 
anderer Priester aufkommt,
16. welcher nicht nach dem Gesetz des fleischlichen Gebots gemacht ist, 
sondern nach der Kraft des unendlichen Lebens.
17. Denn er bezeuget: Du bist ein Priester ewiglich nach der Ordnung 
Melchisedeks.
18. Denn damit wird das vorige Gesetz aufgehoben, darum da es zu schwach 
und nicht ntze war
19. (denn das Gesetz konnte nichts vollkommen machen), und wird 
eingefhret eine bessere Hoffnung, durch welche wir zu Gott nahen;
20. und dazu, das viel ist, nicht ohne Eid. Denn jene sind ohne Eid 
Priester worden;
21. dieser aber mit dem Eid durch den, der zu ihm spricht: Der Herr hat 
geschworen, und wird ihn nicht gereuen: Du bist ein Priester in Ewigkeit 
nach der Ordnung Melchisedeks.
22. Also eines so viel besseren Testaments Ausrichter ist Jesus worden.
23. Und jener sind viel, die Priester wurden, darum da sie der Tod nicht 
bleiben lie;
24. dieser aber darum, da er bleibet ewiglich, hat er ein unvergnglich 
Priestertum;
25. daher er auch selig machen kann immerdar, die durch ihn zu Gott 
kommen, und lebet immerdar und bittet fr sie.
26. Denn einen solchen Hohenpriester sollten wir haben, der da wre 
heilig, unschuldig, unbefleckt, von den Sndern abgesondert und hher, 
denn der Himmel ist,
27. dem nicht tglich not wre wie jenen Hohenpriestern, zuerst fr eigene 
Snden Opfer zu tun, danach fr des Volks Snden; denn das hat er getan 
einmal, da er sich selbst opferte.
28. Denn das Gesetz macht Menschen zu Hohenpriestern, die da Schwachheit 
haben; dies Wort aber des Eides, das nach dem Gesetz gesagt ist, setzet 
den Sohn ewig und vollkommen.
Der Brief an die Hebrer 8
1. Das ist nun die Summa, davon wir reden: Wir haben einen solchen 
Hohenpriester, der da sitzet zu der Rechten auf dem Stuhl der Majestt im 
Himmel;
2. und ist ein Pfleger der heiligen Gter und der wahrhaftigen Htte, 
welche Gott aufgerichtet hat und kein Mensch.
3. Denn ein jeglicher Hoherpriester wird eingesetzt, zu opfern Gaben und 
Opfer. Darum mu auch dieser etwas haben, das er opfere.
4. Wenn er nun auf Erden wre, so wre er nicht Priester, dieweil da 
Priester sind, die nach dem Gesetz die Gaben opfern,
5. welche dienen dem Vorbilde und dem Schatten der himmlischen Gter; wie 
die gttliche Antwort zu Mose sprach, da er sollte die Htte vollenden: 
Schaue zu, sprach er, da du machest alles nach dem Bilde, das dir auf dem 
Berge gezeiget ist.
6. Nun aber hat er ein besser Amt erlanget, als der eines besseren 
Testaments Mittler ist, welches auch auf besseren Verheiungen stehet.
7. Denn so jenes, das erste, untadelig gewesen wre, wrde nicht Raum zu 
einem andern gesucht.
8. Denn er tadelt sie und sagt: Siehe, es kommen die Tage, spricht der 
Herr, da ich ber das Haus Israel und ber das Haus Juda ein neu 
Testament machen will;
9. nicht nach dem Testament, das ich gemacht habe mit ihren Vtern an dem 
Tage, da ich ihre Hand ergriff, sie auszufhren aus gyptenland. Denn sie 
sind nicht geblieben in meinem Testament; so habe ich ihrer auch nicht 
wollen achten, spricht der Herr.
10. Denn das ist das Testament, das ich machen will dem Hause Israel nach 
diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will geben meine Gesetze in ihren 
Sinn, und in ihr Herz will ich sie schreiben, und will ihr Gott sein, und 
sie sollen mein Volk sein
11. Und soll nicht lehren jemand seinen Nchsten noch jemand seinen Bruder 
und sagen: Erkenne den Herrn! Denn sie sollen mich alle kennen, von dem 
Kleinsten an bis zu dem Grten.
12. Denn ich will gndig sein ihrer Untugend und ihren Snden, und ihrer 
Ungerechtigkeit will ich nicht mehr gedenken.
13. Indem er sagt: Ein neues, macht er das erste alt. Was aber alt und 
berjahret ist, das ist nahe bei seinem Ende.
Der Brief an die Hebrer 9
1. Es hatte zwar auch das erste seine Rechte des Gottesdienstes und 
uerliche Heiligkeit.
2. Denn es war da aufgerichtet das Vorderteil der Htte, darinnen war der 
Leuchter und der Tisch und die Schaubrote; und diese heit das Heilige.
3. Hinter dem andern Vorhang aber war die Htte, die da heit das 
Allerheiligste.
4. Die hatte das gldene Rauchfa und die Lade des Testaments, 
allenthalben mit Gold berzogen, in welcher war die gldene Gelte, die das 
Himmelbrot hatte, und die Rute Aarons, die gegrnet hatte, und die Tafeln 
des Testaments.
5. Oben drber aber waren die Cherubim der Herrlichkeit, die 
berschatteten den Gnadenstuhl; von welchem jetzt nicht zu sagen ist 
insonderheit.
6. Da nun solches also zugerichtet war gingen die Priester allezeit in die 
vorderste Htte und richteten aus den Gottesdienst.
7. In die andere aber ging nur einmal im Jahr allein der Hohepriester, 
nicht ohne Blut, da er opferte fr sein selbst und des Volks Unwissenheit.
8. Damit der Heilige Geist deutete, da noch nicht offenbart wre der Weg 
zur Heiligkeit, solange die erste Htte stnde,
9. welche mute zu derselbigen Zeit ein Vorbild sein, in welcher Gaben und 
Opfer geopfert wurden, und konnten nicht vollkommen machen nach dem 
Gewissen den, der da Gottesdienst tut
10. allein mit Speise und Trank und mancherlei Taufen und uerlicher 
Heiligkeit, die bis auf die Zeit der Besserung sind aufgelegt.
11. Christus aber ist kommen, da er sei ein Hoherpriester der zuknftigen 
Gter, durch eine grere und vollkommenere Htte, die nicht mit der Hand 
gemacht ist, das ist, die nicht also gebauet ist;
12. Auch nicht durch der Bcke oder Klber Blut, sondern er ist durch sein 
eigen Blut einmal in das Heilige eingegangen und hat eine ewige Erlsung 
erfunden.
13. Denn so der Ochsen und der Bcke Blut und die Asche, von der Kuh 
gesprenget, heiliget die Unreinen zu der leiblichen Reinigkeit,
14. wieviel mehr wird das Blut Christi, der sich selbst ohne allen Wandel 
durch den Heiligen Geist Gott geopfert hat, unser Gewissen reinigen von 
den toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!
15. Und darum ist er auch ein Mittler des Neuen Testaments, auf da durch 
den Tod, so geschehen ist zur Erlsung von den bertretungen, die unter 
dem ersten Testament waren, die, so berufen sind, das verheiene ewige 
Erbe empfangen.
16. Denn wo ein Testament ist, da mu der Tod geschehen des, der das 
Testament machte.
17. Denn ein Testament wird fest durch den Tod, anders hat es noch nicht 
Macht, wenn der noch lebet, der es gemacht hat.
18. Daher auch das erste nicht ohne Blut gestiftet ward.
19. Denn als Mose ausgeredet hatte von allen Geboten nach dem Gesetz zu 
allem Volk, nahm er Klber - und Bocksblut mit Wasser und Purpurwolle und 
Ysop und besprengete das Buch und alles Volk.
20. Und sprach: Das ist das Blut des Testaments, das Gott euch geboten hat.
21. Und die Htte und alles Gerte des Gottesdienstes besprengete er 
desselbigengleichen mit Blut.
22. Und wird fast alles mit Blut gereiniget nach dem Gesetz. Und ohne 
Blutvergieen geschieht keine Vergebung.
23. So muten nun der himmlischen Dinge Vorbilder mit solchem gereiniget 
werden; aber sie selbst, die himmlischen, mssen bessere Opfer haben, denn 
jene waren.
24. Denn Christus ist nicht eingegangen in das Heilige, so mit Hnden 
gemacht ist (welches ist ein Gegenbild des rechtschaffenen), sondern in 
den Himmel selbst, nun zu erscheinen vor dem Angesichte Gottes fr uns.
25. Auch nicht, da er sich oftmals opfere, gleichwie der Hohepriester 
gehet alle Jahr in das Heilige mit fremdem Blut.
26. Sonst htte er oft mssen leiden von Anfang der Welt her. Nun aber am 
Ende der Welt ist er einmal erschienen, durch sein eigen Opfer die Snde 
aufzuheben.
27. Und wie den Menschen ist gesetzt, einmal zu sterben, danach aber das 
Gericht,
28. also ist Christus einmal geopfert, wegzunehmen vieler Snden. Zum 
andernmal aber wird er ohne Snde erscheinen denen, die auf ihn warten, 
zur Seligkeit.
Der Brief an die Hebrer 10
1. Denn das Gesetz hat den Schatten von den zuknftigen Gtern, nicht das 
Wesen der Gter selbst. Alle Jahr mu man opfern immer einerlei Opfer und 
kann nicht, die da opfern, vollkommen machen;
2. sonst htte das Opfern aufgehret, wo die, so am Gottesdienst sind, 
kein Gewissen mehr htten von den Snden, wenn sie einmal gereiniget 
wren;
3. sondern es geschieht nur durch dieselbigen ein Gedchtnis der Snden 
alle Jahr.
4. Denn es ist unmglich, durch Ochsen - und Bocksblut Snden wegzunehmen.
5. Darum, da er in die Welt kommt, spricht er: Opfer und Gaben hast du 
nicht gewollt; den Leib aber hast du mir zubereitet.
6. Brandopfer und Sndopfer gefallen dir nicht.
7. Da sprach ich: Siehe, ich komme; im Buch stehet vornehmlich von mir 
geschrieben, da ich tun soll, Gott, deinen Willen.
8. Droben, als er gesagt hatte: Opfer und Gaben, Brandopfer und Sndopfer 
hast du nicht gewollt; sie gefallen dir auch nicht (welche nach dem Gesetz 
geopfert werden),
9. da sprach er: Siehe, ich komme zu tun, Gott, deinen Willen. Da hebt er 
das erste auf, da er das andere einsetze.
10. In welchem Willen wir sind geheiliget, einmal geschehen durch das 
Opfer des Leibes Jesu Christi.
11. Und ein jeglicher Priester ist eingesetzt, da er alle Tage 
Gottesdienst pflege und oftmals einerlei Opfer tue, welche nimmermehr 
knnen die Snden abnehmen.
12. Dieser aber, da er hat ein Opfer fr die Snden geopfert, das ewiglich 
gilt, sitzt er nun zur Rechten Gottes
13. und wartet hinfort, bis da seine Feinde zum Schemel seiner Fe 
gelegt werden.
14. Denn mit einem Opfer hat er in Ewigkeit vollendet, die geheiliget 
werden.
15. Es bezeuget uns aber das auch der Heilige Geist. Denn nachdem er zuvor 
gesagt hatte:
16. Das ist das Testament, das ich ihnen machen will nach diesen Tagen, 
spricht der Herr: Ich will mein Gesetz in ihr Herz geben, und in ihre 
Sinne will ich es schreiben,
17. und ihrer Snden und ihrer Ungerechtigkeit will ich nicht mehr 
gedenken.
18. Wo aber derselbigen Vergebung ist, da ist nicht mehr Opfer fr die 
Snde.
19. So wir denn nun haben, liebe Brder, die Freudigkeit zum Eingang in 
das Heilige durch das Blut Jesu,
20. welchen er uns zubereitet hat zum neuen und lebendigen Wege durch den 
Vorhang, das ist, durch sein Fleisch,
21. und haben einen Hohenpriester ber das Haus Gottes:
22. so lasset uns hinzugehen mit wahrhaftigem Herzen, in vlligem Glauben, 
besprenget in unsern Herzen und los von dem bsen Gewissen und gewaschen 
am Leibe mit reinem Wasser;
23. und lasset uns halten an dem Bekenntnis der Hoffnung und nicht wanken 
denn er ist treu, der sie verheien hat.
24. Und lasset uns untereinander unser selbst wahrnehmen mit Reizen zur 
Liebe und guten Werken
25. und nicht verlassen unsere Versammlung, wie etliche pflegen, sondern 
untereinander ermahnen, und das viel mehr, soviel ihr sehet, da sich der 
Tag nahet.
26. Denn so wir mutwillig sndigen, nachdem wir die Erkenntnis der 
Wahrheit empfangen haben, haben wir frder kein ander Opfer mehr fr die 
Snden,
27. sondern ein schrecklich Warten des Gerichts und des Feuereifers, der 
die Widerwrtigen verzehren wird.
28. Wenn jemand das Gesetz Moses bricht, der mu sterben ohne 
Barmherzigkeit durch zween oder drei Zeugen.
29. Wieviel meinet ihr, rgere Strafe wird der verdienen, der den Sohn 
Gottes mit Fen tritt und das Blut des Testaments unrein achtet, durch 
welches er geheiliget ist, und den Geist der Gnaden schmhet?
30. Denn wir wissen den, der da sagte: Die Rache ist mein; ich will 
vergelten, spricht der Herr. Und abermal: Der Herr wird sein Volk richten.
31. Schrecklich ists, in die Hnde des lebendigen Gottes zu fallen.
32. Gedenket aber an die vorigen Tage, in welchen ihr, erleuchtet, 
erduldet habt einen groen Kampf des Leidens,
33. zum Teil selbst durch Schmach und Trbsal ein Schauspiel worden, zum 
Teil Gemeinschaft gehabt mit denen, denen es also gehet.
34. Denn ihr habt mit meinen Banden Mitleid gehabt und den Raub eurer 
Gter mit Freuden erduldet, als die ihr wisset, da ihr bei euch selbst 
eine bessere und bleibende Habe im Himmel habt.
35. Werfet euer Vertrauen nicht weg, welches eine groe Belohnung hat.
36. Geduld aber ist euch not, auf da ihr den Willen Gottes tut und die 
Verheiung empfanget.
37. Denn noch ber eine kleine Weile, so wird kommen, der da kommen soll, 
und nicht verziehen.
38. Der Gerechte aber wird des Glaubens leben. Wer aber weichen wird, an 
dem wird meine Seele kein Gefallen haben.
39. Wir aber sind nicht von denen, die da weichen und verdammt werden, 
sondern von denen, die da glauben und die Seele erretten.
Der Brief an die Hebrer 11
1. Es ist aber der Glaube eine gewisse Zuversicht des, das man hoffet, und 
nicht zweifeln an dem, das man nicht siehet.
2. Durch den haben die Alten Zeugnis berkommen.
3. Durch den Glauben merken wir, da die Welt durch Gottes Wort fertig 
ist, da alles, was man siehet, aus nichts worden ist.
4. Durch den Glauben hat Abel Gott ein grer Opfer getan denn Kain, durch 
welchen er Zeugnis berkommen hat, da er gerecht sei, da Gott zeugete von 
seiner Gabe; und durch denselbigen redet er noch, wiewohl er gestorben ist.
5. Durch den Glauben ward Enoch weggenommen, da er den Tod nicht she, 
und ward nicht gefunden, darum da ihn Gott wegnahm; denn vor seinem 
Wegnehmen hat er Zeugnis gehabt, da er Gott gefallen habe.
6. Aber ohne Glauben ists unmglich, Gott gefallen; denn wer zu Gott 
kommen will, der mu glauben, da er sei und denen, die ihn suchen, ein 
Vergelter sein werde.
7. Durch den Glauben hat Noah Gott geehret und die Arche zubereitet zum 
Heil seines Hauses, da er einen gttlichen Befehl empfing von dem das man 
noch nicht sah; durch welchen er verdammte die Welt und hat ererbet die 
Gerechtigkeit, die durch den Glauben kommt.
8. Durch den Glauben ward gehorsam Abraham, da er berufen ward, auszugehen 
in das Land, das er ererben sollte; und ging aus und wute nicht, wo er 
hinkme.
9. Durch den Glauben ist er ein Fremdling gewesen in dem verheienen Lande 
als in einem fremden und wohnete in Htten mit Isaak und Jakob, den 
Miterben derselbigen Verheiung.
10. Denn er wartete auf eine Stadt, die einen Grund hat, welcher 
Baumeister und Schpfer Gott ist.
11. Durch den Glauben empfing auch Sara Kraft, da sie schwanger ward, und 
gebar ber die Zeit ihres Alters; denn sie achtete ihn treu, der es 
verheien hatte.
12. Darum sind auch von einem, wie wohl erstorbenen Leibes, viele geboren 
wie die Sterne am Himmel und wie der Sand am Rande des Meeres, der 
unzhlig ist.
13. Diese alle sind gestorben im Glauben und haben die Verheiung nicht 
empfangen, sondern sie von ferne gesehen und sich der vertrstet und wohl 
gengen lassen und bekannt, da sie Gste und Fremdlinge auf Erden sind.
14. Denn die solches sagen, die geben zu verstehen, da sie ein Vaterland 
suchen.
15. Und zwar, wo sie das gemeinet htten, von welchem sie waren 
ausgezogen, hatten sie ja Zeit, wieder umzukehren.
16. Nun aber begehren sie eines besseren, nmlich eines himmlischen. Darum 
schmet sich Gott ihrer nicht, zu heien ihr Gott; denn er hat ihnen eine 
Stadt zubereitet.
17. Durch den Glauben opferte Abraham den Isaak, da er versucht ward, und 
gab dahin den Eingebornen, da er schon die Verheiung empfangen hatte,
18. von welchem gesagt war: In Isaak wird dir dein Same geheien werden,
19. und dachte: Gott kann auch wohl von den Toten erwecken; daher er auch 
ihn zum Vorbilde wieder nahm.
20. Durch den Glauben segnete Isaak von den zuknftigen Dingen den Jakob 
und Esau.
21. Durch den Glauben segnete Jakob, da er starb, beide Shne Josephs und 
neigete sich gegen seines Zepters Spitze.
22. Durch den Glauben redete Joseph vom Auszug der Kinder Israel, da er 
starb, und tat Befehl von seinen Gebeinen.
23. Durch den Glauben ward Mose, da er geboren war, drei Monden verborgen 
von seinen Eltern, darum da sie sahen, wie er ein schn Kind war, und 
frchteten sich nicht vor des Knigs Gebot.
24. Durch den Glauben wollte Mose, da er gro ward, nicht mehr ein Sohn 
heien der Tochter Pharaos
25. und erwhlete viel lieber, mit dem Volk Gottes Ungemach zu leiden, 
denn die zeitliche Ergtzung der Snde zu haben,
26. und achtete die Schmach Christi fr greren Reichtum denn die Schtze 
gyptens; denn er sah an die Belohnung.
27. Durch den Glauben verlie er gypten und frchtete nicht des Knigs 
Grimm; denn er hielt sich an den, den er nicht sah, als she er ihn.
28. Durch den Glauben hielt er Ostern und das Blutvergieen, auf da, der 
die Erstgeburten wrgete, sie nicht trfe.
29. Durch den Glauben gingen sie durch das Rote Meer als durch trocken 
Land; welches die gypter auch versuchten und ersoffen.
30. Durch den Glauben fielen die Mauern Jerichos, da sie sieben Tage 
umhergegangen waren.
31. Durch den Glauben ward die Hure Rahab nicht verloren mit den 
Unglubigen, da sie die Kundschafter freundlich aufnahm.
32. Und was soll ich mehr sagen? Die Zeit wrde mir zu kurz, wenn ich 
sollte erzhlen von Gideon und Barak und Simson und Jephthah und David und 
Samuel und den Propheten,
33. welche haben durch den Glauben Knigreiche bezwungen, Gerechtigkeit 
gewirket, die Verheiung erlanget, der Lwen Rachen verstopfet,
34. des Feuers Kraft ausgelscht, sind des Schwerts Schrfe entronnen, 
sind krftig worden aus der Schwachheit, sind stark worden im Streit, 
haben der Fremden Heer daniedergelegt.
35. Die Weiber haben ihre Toten von der Auferstehung wieder genommen; die 
andern aber sind zerschlagen und haben keine Erlsung angenommen, auf da 
sie die Auferstehung, die besser ist, erlangeten.
36. Etliche haben Spott und Geieln erlitten, dazu Bande und Gefngnis.
37. Sie sind gesteiniget, zerhackt, zerstochen, durchs Schwert gettet; 
sie sind umhergegangen in Pelzen und Ziegenfellen, mit Mangel, mit 
Trbsal, mit Ungemach
38. (deren die Welt nicht wert war) und sind im Elend gegangen in den 
Wsten, auf den Bergen und in den Klften und Lchern der Erde.
39. Diese alle haben durch den Glauben Zeugnis berkommen und nicht 
empfangen die Verheiung,
40. darum da Gott etwas Besseres fr uns zuvor versehen hat, da sie 
nicht ohne uns vollendet wrden.
Der Brief an die Hebrer 12
1. Darum auch wir, dieweil wir solchen Haufen Zeugen um uns haben, lasset 
uns ablegen die Snde, so uns immer anklebt und trge macht, und lasset 
uns laufen durch Geduld in dem Kampf, der uns verordnet ist,
2. und aufsehen auf Jesum, den Anfnger und Vollender des Glaubens, 
welcher, da er wohl htte mgen Freude haben, erduldete er das Kreuz und 
achtete der Schande nicht und ist gesessen zur Rechten auf dem Stuhl 
Gottes.
3. Gedenket an den, der ein solches Widersprechen von den Sndern wider 
sich erduldet hat, da ihr nicht in eurem Mut matt werdet und ablasset.
4. Denn ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden ber dem Kmpfen 
wider die Snde
5. und habt bereits vergessen des Trostes, der zu euch redet als zu den 
Kindern: Mein Sohn, achte nicht gering die Zchtigung des Herrn und 
verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst;
6. denn welchen der Herr liebhat, den zchtiget er; er stupt aber einen 
jeglichen Sohn, den er aufnimmt.
7. So ihr die Zchtigung erduldet, so erbeut sich euch Gott als Kindern; 
denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht zchtiget?
8. Seid ihr aber ohne Zchtigung, welcher sie alle sind teilhaftig worden, 
so seid ihr Bastarde und nicht Kinder.
9. Auch so wir haben unsere leiblichen Vter zu Zchtigern gehabt und sie 
gescheuet, sollten wir denn nicht viel mehr untertan sein dem geistlichen 
Vater, da wir leben?
10. Und jene zwar haben uns gezchtiget wenige Tage nach ihrem Dnken, 
dieser aber zu Nutz, auf da wir seine Heiligung erlangen.
11. Alle Zchtigung aber, wenn sie da ist, dnkt sie uns nicht Freude, 
sondern Traurigkeit sein; aber danach wird sie geben eine friedsame Frucht 
der Gerechtigkeit denen, die dadurch gebet sind.
12. Darum richtet wieder auf die lssigen Hnde und die mden Kniee
13. und tut gewissen Tritt mit euren Fen, da nicht jemand strauchele 
wie ein Lahmer, sondern vielmehr gesund werde.
14. Jaget nach dem Frieden gegen jedermann und der Heiligung, ohne welche 
wird niemand den Herrn sehen.
15. Und sehet darauf, da nicht jemand Gottes Gnade versume, da nicht 
etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Unfrieden anrichte, und viele durch 
dieselbige verunreiniget werden;
16. da nicht jemand sei ein Hurer oder ein Gottloser wie Esau, der um 
einer Speise willen seine Erstgeburt verkaufte.
17. Wisset aber, da er hernach, da er den Segen ererben wollte, verworfen 
ist; denn er fand keinen Raum zur Bue, wiewohl er sie mit Trnen suchte.
18. Denn ihr seid nicht kommen zu dem Berge, den man anrhren konnte, und 
mit Feuer brannte, noch zu dem Dunkel und Finsternis und Ungewitter
19. noch zu dem Hall der Posaune und zur Stimme der Worte, welcher sich 
weigerten, die sie hreten, da ihnen das Wort ja nicht gesagt wrde
20. (denn sie mochtens nicht ertragen, was da gesagt ward. Und wenn ein 
Tier den Berg anrhrete, sollte es gesteiniget oder mit einem Gescho 
erschossen werden.
21. Und also erschrecklich war das Gesicht, da Mose sprach: Ich bin 
erschrocken und zittere),
22. sondern ihr seid kommen zu dem Berge Zion und zu der Stadt des 
lebendigen Gottes, zu dem himmlischen Jerusalem, und zu der Menge vieler 
tausend Engel
23. und zu der Gemeinde der Erstgebornen, die im Himmel angeschrieben 
sind, und zu Gott, dem Richter ber alle, und zu den Geistern der 
vollkommenen Gerechten
24. und zu dem Mittler des Neuen Testaments, Jesus, und zu dem Blut der 
Besprengung, das da besser redet denn Abels.
25. Sehet zu, da ihr euch des nicht weigert, der da redet! Denn jene 
nicht entflohen sind, die sich weigerten, da er auf Erden redete, viel 
weniger wir, so wir uns des weigern, der vom Himmel redet,
26. welches Stimme zu der Zeit die Erde bewegete. Nun aber verheiet er 
und spricht: Noch einmal will ich bewegen nicht allein die Erde, sondern 
auch den Himmel.
27. Aber solches Noch einmal zeigt an, da das Bewegliche soll verndert 
werden, als das gemacht ist, auf da da bleibe das Unbewegliche.
28. Darum, dieweil wir empfangen ein unbeweglich Reich, haben wir Gnade, 
durch welche wir sollen Gott dienen, ihm zu gefallen, mit Zucht und Furcht.
29. Denn unser Gott ist ein verzehrend Feuer.
Der Brief an die Hebrer 13
1. Bleibet fest in der brderlichen Liebe!
2. Gastfrei zu sein vergesset nicht; denn durch dasselbige haben etliche 
ohne ihr Wissen Engel beherberget.
3. Gedenket der Gebundenen als die Mitgebundenen und derer, die Trbsal 
leiden, als die ihr auch noch im Leibe lebet.
4. Die Ehe soll ehrlich gehalten werden bei allen und das Ehebett 
unbefleckt; die Hurer aber und Ehebrecher wird Gott richten.
5. Der Wandel sei ohne Geiz; und lasset euch begngen an dem, was da ist. 
Denn er hat gesagt: Ich will dich nicht verlassen noch versumen,
6. also da wir drfen sagen: Der Herr ist mein Helfer, und will mich 
nicht frchten; was sollte mir ein Mensch tun?
7. Gedenket an eure Lehrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben, welcher 
Ende schauet an und folget ihrem Glauben nach.
8. Jesus Christus gestern und heute und derselbe auch in Ewigkeit.
9. Lasset euch nicht mit mancherlei und fremden Lehren umtreiben; denn es 
ist ein kstlich Ding, da das Herz fest werde, welches geschieht durch 
Gnade, nicht durch Speisen, davon keinen Nutzen haben, so damit umgehen.
10. Wir haben einen Altar, davon nicht Macht haben zu essen, die der Htte 
pflegen.
11. Denn welcher Tiere Blut getragen wird durch den Hohenpriester in das 
Heilige fr die Snde, derselbigen Leichname werden verbrannt auer dem 
Lager.
12. Darum auch Jesus, auf da er heiligte das Volk durch sein eigen Blut, 
hat er gelitten auen vor dem Tor.
13. So lasset uns nun zu ihm hinausgehen auer dem Lager und seine Schmach 
tragen.
14. Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern die zuknftige 
suchen wir.
15. So lasset uns nun opfern durch ihn das Lobopfer Gott allezeit, das 
ist, die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen.
16. Wohlzutun und mitzuteilen vergesset nicht; denn solche Opfer gefallen 
Gott wohl.
17. Gehorchet euren Lehrern und folget ihnen; denn sie wachen ber eure 
Seelen, als die da Rechenschaft dafr geben sollen, auf da sie das mit 
Freuden tun und nicht mit Seufzen; denn das ist euch nicht gut.
18. Betet fr uns! Unser Trost ist der, da wir ein gut Gewissen haben und 
fleiigen uns, guten Wandel zu fhren bei allen.
19. Ich ermahne euch aber zum berflu, solches zu tun, auf da ich aufs 
schierste wieder zu euch komme.
20. Gott aber des Friedens, der von den Toten ausgefhret hat den groen 
Hirten der Schafe durch das Blut des ewigen Testaments, unsern Herrn Jesum,
21. der mache euch fertig in allem guten Werk, zu tun seinen Willen, und 
schaffe in euch, was vor ihm gefllig ist, durch Jesum Christum, welchem 
sei Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
22. Ich ermahne euch aber, liebe Brder, haltet das Wort der Ermahnung 
zugute; denn ich habe euch kurz geschrieben.
23. Wisset, da der Bruder Timotheus wieder ledig ist, mit welchem, so er 
bald kommt, will ich euch sehen.
24. Gret alle eure Lehrer und alle Heiligen. Es gren euch die Brder 
aus Italien.
25. Die Gnade sei mit euch allen! Amen.Geschrieben aus Italien durch 
Timotheus. 
Der Brief des Jakobus 1
1. Jakobus, ein Knecht Gottes und des Herrn Jesu Christi, den zwlf 
Geschlechtern, die da sind hin und her: Freude zuvor!
2. Meine lieben Brder, achtet es eitel Freude, wenn ihr in mancherlei 
Anfechtung fallet,
3. und wisset, da euer Glaube, so er rechtschaffen ist, Geduld wirket.
4. Die Geduld aber soll festbleiben bis ans Ende, auf da ihr seid 
vollkommen und ganz und keinen Mangel habet.
5. So aber jemand unter euch Weisheit mangelt, der bitte von Gott, der da 
gibt einfltiglich jedermann und rcket es niemand auf; so wird sie ihm 
gegeben werden.
6. Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer da zweifelt, der 
ist gleich wie die Meereswoge, die vom Winde getrieben und gewebet wird.
7. Solcher Mensch denke nicht, da er etwas von dem Herrn empfangen werde.
8. Ein Zweifler ist unbestndig in allen seinen Wegen.
9. Ein Bruder aber, der niedrig ist, rhme sich seiner Hhe,
10. und der da reich ist, rhme sich seiner Niedrigkeit; denn wie eine 
Blume des Grases wird er vergehen.
11. Die Sonne gehet auf mit der Hitze, und das Gras verwelket, und die 
Blume fllt ab und seine schne Gestalt verdirbet; also wird der Reiche in 
seiner Habe verwelken.
12. Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er 
bewhret ist, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche Gott 
verheien hat denen, die ihn liebhaben.
13. Niemand sage, wenn er versuchet wird, da er von Gott versucht werde; 
denn Gott ist nicht ein Versucher zum Bsen; er versuchet niemand;
14. sondern ein jeglicher wird versucht, wenn er von seiner eigenen Lust 
gereizet und gelocket wird.
15. Danach, wenn die Lust empfangen hat, gebieret sie die Snde; die Snde 
aber, wenn sie vollendet ist, gebieret sie den Tod.
16. Irret nicht, liebe Brder!
17. Alle gute Gabe und alle vollkommene Gabe kommt von oben herab, von dem 
Vater des Lichts, bei welchem ist keine Vernderung noch Wechsel des 
Lichts und Finsternis.
18. Er hat uns gezeuget nach seinem Willen durch das Wort der Wahrheit, 
auf da wir wren Erstlinge seiner Kreaturen.
19. Darum, liebe Brder, ein jeglicher Mensch sei schnell zu hren, 
langsam aber zu reden und langsam zum Zorn;
20. denn des Menschen Zorn tut nicht, was vor Gott recht ist.
21. Darum so leget ab alle Unsauberkeit und alle Bosheit und nehmet das 
Wort an mit Sanftmut, das in euch gepflanzet ist, welches kann eure Seelen 
selig machen.
22. Seid aber Tter des Worts und nicht Hrer allein, damit ihr euch 
selbst betrget.
23. Denn so jemand ist ein Hrer des Worts und nicht ein Tter, der ist 
gleich einem Mann, der sein leiblich Angesicht im Spiegel beschauet;
24. denn nachdem er sich beschauet hat, gehet er von Stund' an davon und 
vergisset, wie er gestaltet war.
25. Wer aber durchschauet in das voll kommene Gesetz der Freiheit und 
darinnen beharret und ist nicht ein vergelicher Hrer, sondern ein Tter, 
derselbige wird selig sein in seiner Tat.
26. So aber sich jemand unter euch lsset dnken, er diene Gott, und hlt 
seine Zunge nicht im Zaum, sondern verfhret sein Herz, des Gottesdienst 
ist eitel.
27. Ein reiner und unbefleckter Gottesdienst vor Gott dem Vater ist der: 
die Waisen und Witwen in ihrer Trbsal besuchen und sich von der Welt 
unbefleckt behalten.
Der Brief des Jakobus 2
1. Liebe Brder, haltet nicht dafr, da der Glaube an Jesum Christum, 
unsern Herrn der Herrlichkeit, Ansehen der Person leide.
2. Denn so in eure Versammlung kme ein Mann mit einem gldenen Ringe und 
mit einem herrlichen Kleide, es kme aber auch ein Armer mit einem 
unsauberen Kleide,
3. und ihr shet auf den, der das herrliche Kleid trget, und sprchet zu 
ihm: Setze du dich her aufs beste, und sprchet zu dem Armen: Stehe du 
dort oder setze dich her zu meinen Fen,
4. und bedenket es nicht recht, sondern ihr werdet Richter und machet 
bsen Unterschied.
5. Hret zu, meine lieben Brder! Hat nicht Gott die Armen auf dieser 
Welt, die am Glauben reich sind und Erben des Reichs, welches er verheien 
hat denen, die ihn liebhaben?
6. Ihr aber habt dem Armen Unehre getan. Sind nicht die Reichen die, die 
Gewalt an euch ben und ziehen euch vor Gericht?
7. Verlstern sie nicht den guten Namen, davon ihr genannt seid?
8. So ihr das knigliche Gesetz vollendet nach der Schrift: Liebe deinen 
Nchsten wie dich selbst, so tut ihr wohl.
9. So ihr aber die Person ansehet, tut ihr Snde und werdet gestraft vom 
Gesetz als die bertreter.
10. Denn jemand das ganze Gesetz hlt und sndiget an einem, der ist's 
ganz schuldig.
11. Denn der da gesagt hat: Du sollst nicht ehebrechen, der hat auch 
gesagt: Du sollst nicht tten. So du nun nicht ehebrichst, ttest aber, 
bist du ein bertreter des Gesetzes.
12. Also redet und also tut, als die da sollen durchs Gesetz der Freiheit 
gerichtet werden.
13. Es wird aber ein unbarmherzig Gericht ber den gehen, der nicht 
Barmherzigkeit getan hat; und die Barmherzigkeit rhmet sich wider das 
Gericht.
14. Was hilft's, liebe Brder, so jemand sagt, er habe den Glauben, und 
hat doch die Werke nicht? Kann auch der Glaube ihn selig machen?
15. So aber ein Bruder oder Schwester blo wre und Mangel htte der 
tglichen Nahrung,
16. und jemand unter euch sprche zu ihnen: Gott berate euch, wrmet euch 
und sttiget euch! gbet ihnen aber nicht, was des Leibes Notdurft ist, 
was hlfe ihnen das?
17. Also auch der Glaube, wenn er nicht Werke hat, ist er tot an ihm 
selber.
18. Aber es mchte jemand sagen: Du hast den Glauben, und ich habe die 
Werke; zeige mir deinen Glauben mit deinen Werken, so will ich auch meinen 
Glauben dir zeigen mit meinen Werken.
19. Du glaubest, da ein einiger Gott ist; du tust wohl daran; die Teufel 
glauben's auch und zittern.
20. Willst du aber wissen, du eitler Mensch, da der Glaube ohne Werke tot 
sei?
21. Ist nicht Abraham, unser Vater, durch die Werke gerecht worden, da er 
seinen Sohn Isaak auf dem Altar opferte?
22. Da siehest du, da der Glaube mitgewirket hat an seinen Werken, und 
durch die Werke ist der Glaube vollkommen worden.
23. Und ist die Schrift erfllet, die da spricht: Abraham hat Gott 
geglaubet, und ist ihm zur Gerechtigkeit gerechnet, und ist ein Freund 
Gottes geheien.
24. So sehet ihr nun, da der Mensch durch die Werke gerecht wird, nicht 
durch den Glauben allein.
25. Desselbigengleichen die Hure Rahab, ist sie nicht durch die Werke 
gerecht worden, da sie die Boten aufnahm und lie sie einen andern Weg 
hinaus?
26. Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also auch der Glaube ohne 
Werke ist tot.
Der Brief des Jakobus 3
1. Liebe Brder, unterwinde sich nicht jedermann, Lehrer zu sein; und 
wisset, da wir desto mehr Urteil empfangen werden.
2. Denn wir fehlen alle mannigfaltiglich. Wer aber auch in keinem Wort 
fehlet, der ist ein vollkommener Mann und kann auch den ganzen Leib im 
Zaum halten.
3. Siehe, die Pferde halten wir in Zumen, da sie uns gehorchen, und 
lenken den ganzen Leib.
4. Siehe, die Schiffe, ob sie wohl so gro sind und von starken Winden 
getrieben werden, werden sie doch gelenkt mit einem kleinen Ruder, wo der 
hin will, der es regieret.
5. Also ist auch die Zunge ein klein Glied und richtet groe Dinge an. 
Siehe, ein klein Feuer, welch einen Wald zndet's an!
6. Und die Zunge ist auch ein Feuer, eine Welt voll Ungerechtigkeit. Also 
ist die Zunge unter unsern Gliedern und befleckt den ganzen Leib und 
zndet an allen unsern Wandel, wenn sie von der Hlle entzndet ist.
7. Denn alle Natur der Tiere und der Vgel und der Schlangen und der 
Meerwunder werden gezhmet und sind gezhmet von der menschlichen Natur;
8. aber die Zunge kann kein Mensch zhmen, das unruhige bel voll 
tdlichen Giftes.
9. Durch sie loben wir Gott den Vater, und durch sie fluchen wir den 
Menschen, nach dem Bilde Gottes gemacht.
10. Aus einem Munde gehet Loben und Fluchen. Es soll nicht, liebe Brder, 
also sein.
11. Quillet auch ein Brunnen aus einem Loche s und bitter?
12. Kann auch, liebe Brder, ein Feigenbaum l oder ein Weinstock Feigen 
tragen? Also kann auch ein Brunnen nicht salzig und s Wasser geben.
13. Wer ist weise und klug unter euch? Der erzeige mit seinem guten Wandel 
seine Werke in der Sanftmut und Weisheit.
14. Habt ihr aber bitteren Neid und Zank in eurem Herzen, so rhmet euch 
nicht und lget nicht wider die Wahrheit.
15. Denn das ist nicht die Weisheit, die von oben herab kommt, sondern 
irdisch, menschlich und teuflisch.
16. Denn wo Neid und Zank ist, da ist Unordnung und eitel bses Ding.
17. Die Weisheit aber von oben her ist aufs erste keusch, danach friedsam, 
gelinde, lsset sich sagen, voll Barmherzigkeit und guter Frchte, 
unparteiisch, ohne Heuchelei.
18. Die Frucht aber der Gerechtigkeit wird geset im Frieden denen, die 
den Frieden halten.
Der Brief des Jakobus 4
1. Woher kommt Streit und Krieg unter euch? Kommt's nicht daher, aus euren 
Wollsten, die da streiten in euren Gliedern?
2. Ihr seid begierig und erlanget es damit nicht; ihr hasset und neidet 
und gewinnet damit nichts; ihr streitet und krieget. Ihr habt nicht, darum 
da ihr nicht bittet.
3. Ihr bittet und krieget nicht, darum da ihr bel bittet, nmlich dahin, 
da ihr's mit euren Wollsten verzehret.
4. Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisset ihr nicht, da der Welt 
Freund schaft Gottes Feindschaft ist? Wer der Welt Freund sein will, der 
wird Gottes Feind sein.
5. Oder lasset ihr euch dnken, die Schrift sage umsonst: Den Geist, der 
in euch wohnet, gelstet wider den Ha?
6. Und gibt reichlich Gnade, sintemal die Schrift sagt: Gott widerstehet 
den Hoffrtigen, aber den Demtigen gibt er Gnade.
7. So seid nun Gott untertnig. Wider stehet dem Teufel, so flieht er von 
euch.
8. Nahet euch zu Gott, so nahet er sich zu euch. Reiniget die Hnde, ihr 
Snder, und machet eure Herzen keusch, ihr Wankelmtigen!
9. Seid elend und traget Leid und weinet! Euer Lachen verkehre sich in 
Weinen und eure Freude in Traurigkeit.
10. Demtiget euch vor Gott, so wird er euch erhhen.
11. Afterredet nicht untereinander, liebe Brder! Wer seinem Bruder 
afterredet und urteilet seinen Bruder, der afterredet dem Gesetz und 
urteilet das Gesetz. Urteilest du aber das Gesetz, so bist du nicht ein 
Tter des Gesetzes, sondern ein Richter.
12. Es ist ein einiger Gesetzgeber, der kann selig machen und verdammen. 
Wer bist du, der du einen andern urteilest?
13. Wohlan, die ihr nun saget: Heute oder morgen wollen wir gehen in die 
oder die Stadt und wollen ein Jahr da liegen und hantieren und gewinnen,
14. die ihr nicht wisset, was morgen sein wird. Denn was ist euer Leben? 
Ein Dampf ist's, der eine kleine Zeit whret, danach aber verschwindet er.
15. Dafr ihr sagen solltet: So der Herr will, und wir leben, wollen wir 
dies oder das tun.
16. Nun aber rhmet ihr euch in eurem Hochmut. Aller solcher Ruhm ist bse.
17. Denn wer da wei, Gutes zu tun, und tut's nicht, dem ist's Snde.
Der Brief des Jakobus 5
1. Wohlan nun, ihr Reichen, weinet und heulet ber euer Elend, das ber 
euch kommen wird!
2. Euer Reichtum ist verfaulet; eure Kleider sind mottenfrig worden.
3. Euer Gold und Silber ist verrostet, und ihr Rost wird euch zum Zeugnis 
sein und wird euer Fleisch fressen wie ein Feuer. Ihr habt euch Schtze 
gesammelt an den letzten Tagen.
4. Siehe, der Arbeiter Lohn, die euer Land eingeerntet haben, und von euch 
abgebrochen ist, der schreiet; und das Rufen der Ernter ist kommen vor die 
Ohren des Herrn Zebaoth.
5. Ihr habt wohlgelebet auf Erden und eure Wollust gehabt und eure Herzen 
geweidet als auf einen Schlachttag.
6. Ihr habt verurteilet den Gerechten und gettet, und er hat euch nicht 
widerstanden.
7. So seid nun geduldig, liebe Brder, bis auf die Zukunft des Herrn! 
Siehe, ein Ackermann wartet auf die kstliche Frucht der Erde und ist 
geduldig darber, bis da er empfange den Morgenregen und Abendregen.
8. Seid ihr auch geduldig und strket eure Herzen; denn die Zukunft des 
Herrn ist nahe.
9. Seufzet nicht widereinander, liebe Brder, auf da ihr nicht verdammet 
werdet! Siehe, der Richter ist vor der Tr!
10. Nehmet, meine lieben Brder, zum Exempel des Leidens und der Geduld 
die Propheten, die zu euch geredet haben in dem Namen des Herrn.
11. Siehe, wir preisen selig, die erduldet haben. Die Geduld Hiobs habt 
ihr gehret, und das Ende des Herrn habt ihr gesehen; denn der Herr ist 
barmherzig und ein Erbarmer.
12. Vor allen Dingen aber, meine Brder, schwret nicht, weder bei dem 
Himmel noch bei der Erde noch mit keinem andern Eide. Es sei aber euer 
Wort: Ja, das ja ist; und: Nein, das nein ist, auf da ihr nicht in 
Heuchelei fallet.
13. Leidet jemand unter euch, der bete; ist jemand gutes Muts, der singe 
Psalmen.
14. Ist jemand krank, der rufe zu sich die ltesten von der Gemeinde und 
lasse sie ber sich beten und salben mit l in dem Namen des Herrn.
15. Und das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen, und der Herr wird 
ihn aufrichten; und so er hat Snden getan, werden sie ihm vergeben sein.
16. Bekenne einer dem andern seine Snden und betet freinander, da ihr 
gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.
17. Elia war ein Mensch gleich wie wir, und er betete ein Gebet, da es 
nicht regnen sollte; und es regnete nicht auf Erden drei Jahre und sechs 
Monden.
18. Und er betete abermal, und der Himmel gab den Regen, und die Erde 
brachte ihre Frucht.
19. Liebe Brder, so jemand unter euch irren wrde von der Wahrheit, und 
jemand bekehrete ihn,
20. der soll wissen, da, wer den Snder bekehret hat von dem Irrtum 
seines Weges, der hat einer Seele vom Tode geholfen und wird bedecken die 
Menge der Snden.
1.Petrus 1
1. Petrus, ein Apostel Jesu Christi: Den erwhlten Fremdlingen hin und her 
in Pontus, Galatien, Kappadozien, Asien und Bithynien,
2. nach der Vorsehung Gottes des Vaters, durch die Heiligung des Geistes, 
zum Gehorsam und zur Besprengung des Blutes Jesu Christi. Gott gebe euch 
viel Gnade und Frieden!
3. Gelobet sei Gott und der Vater unsers Herrn Jesu Christi, der uns nach 
seiner groen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen 
Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten
4. zu einem unvergnglichen und unbefleckten und unverwelklichen Erbe, das 
behalten wird im Himmel
5. euch, die ihr aus Gottes Macht durch den Glauben bewahret werdet zur 
Seligkeit, welche zubereitet ist, da sie offenbar werde zu der letzten 
Zeit,
6. in welcher ihr euch freuen werdet, die ihr jetzt eine kleine Zeit (wo 
es sein soll) traurig seid in mancherlei Anfechtungen,
7. auf da euer Glaube rechtschaffen und viel kstlicher erfunden werde 
denn das vergngliche Gold, das durchs Feuer bewhret wird, zu Lobe, Preis 
und Ehren, wenn nun offenbaret wird Jesus Christus,
8. welchen ihr nicht gesehen und doch liebhabt und nun an ihn glaubet, 
wiewohl ihr ihn nicht sehet; so werdet ihr euch freuen mit 
unaussprechlicher und herrlicher Freude ,
9. und das Ende eures Glaubens davonbringen, nmlich der Seelen Seligkeit.
10. Nach welcher Seligkeit haben gesucht und geforschet die Propheten, die 
von der zuknftigen Gnade auf euch geweissaget haben,
11. und haben geforschet, auf welche und welcherlei Zeit deutete der Geist 
Christi, der in ihnen war, und zuvor bezeuget hat die Leiden, die in 
Christo sind, und die Herrlichkeit danach,
12. welchen es offenbaret ist. Denn sie habens nicht sich selbst, sondern 
uns dargetan, welches euch nun verkndiget ist durch die, so euch das 
Evangelium verkndiget haben, durch den Heiligen Geist vom Himmel gesandt, 
welches auch die Engel gelstet zu schauen.
13. Darum so begrtet die Lenden eures Gemtes, seid nchtern und setzet 
eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch angeboten wird durch die 
Offenbarung Jesu Christi,
14. als gehorsame Kinder; und stellet euch nicht gleich wie vorhin, da ihr 
in Unwissenheit nach den Lsten lebetet,
15. sondern nach dem, der euch berufen hat und heilig ist, seid auch ihr 
heilig in allem eurem Wandel.
16. Denn es stehet geschrieben: Ihr sollt heilig sein; denn ich bin heilig.
17. Und sintemal ihr den zum Vater anrufet, der ohne Ansehen der Person 
richtet nach eines jeglichen Werk, so fhret euren Wandel, solange ihr 
hier wallet, mit Furcht;
18. und wisset, da ihr nicht mit vergnglichem Silber oder Gold erlset 
seid von eurem eitlen Wandel nach vterlicher Weise,
19. sondern mit dem teuren Blut Christi, als eines unschuldigen und 
unbefleckten Lammes,
20. der zwar zuvor versehen ist, ehe der Welt Grund gelegt ward, aber 
offenbaret zu den letzten Zeiten um euretwillen,
21. die ihr durch ihn glaubet an Gott, der ihn auferwecket hat von den 
Toten und ihm die Herrlichkeit gegeben, auf da ihr Glauben und Hoffnung 
zu Gott haben mchtet.
22. Und machet keusch eure Seelen im Gehorsam der Wahrheit durch den Geist 
zu ungefrbter Bruderliebe und habt euch untereinander brnstig lieb aus 
reinem Herzen,
23. als die da wiederum geboren sind, nicht aus vergnglichem, sondern aus 
unvergnglichem Samen, nmlich aus dem lebendigen Wort Gottes, das da 
ewiglich bleibet.
24. Denn alles Fleisch ist wie Gras und alle Herrlichkeit der Menschen wie 
des Grases Blume. Das Gras ist verdorret, und die Blume abgefallen;
25. aber des Herrn Wort bleibet in Ewigkeit. Das ist das Wort, welches 
unter euch verkndiget ist.
1.Petrus 2
1. So leget nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und Neid 
und alles Afterreden;
2. und seid gierig nach der vernnftigen lautern Milch als die jetzt 
gebornen Kindlein, auf da ihr durch dieselbige zunehmet,
3. so ihr anders geschmecket habt, da der Herr freundlich ist,
4. zu welchem ihr kommen seid als zu dem lebendigen Stein, der von den 
Menschen verworfen, aber bei Gott ist er auserwhlet und kstlich.
5. Und auch ihr, als die lebendigen Steine, bauet euch zum geistlichen 
Hause und zum heiligen Priestertum, zu opfern geistliche Opfer, die Gott 
angenehm sind durch Jesum Christum.
6. Darum stehet in der Schrift: Siehe da, ich lege einen auserwhlten, 
kstlichen Eckstein in Zion; und wer an ihn glaubet, der soll nicht 
zuschanden werden.
7. Euch nun, die ihr glaubet, ist er kstlich; den Unglubigen aber ist 
der Stein, den die Bauleute verworfen haben, und zum Eckstein worden ist,
8. ein Stein des Anstoens und ein Fels des rgernisses, die sich stoen 
an dem Wort und glauben nicht daran, darauf sie gesetzt sind.
9. Ihr aber seid das auserwhlte Geschlecht, das knigliche Priestertum, 
das heilige Volk, das Volk des Eigentums, da ihr verkndigen sollt die 
Tugenden des, der euch berufen hat von der Finsternis zu seinem 
wunderbaren Licht,
10. die ihr weiland nicht ein Volk waret, nun aber Gottes Volk seid, und 
weiland nicht in Gnaden waret, nun aber in Gnaden seid.
11. Liebe Brder, ich ermahne euch, als die Fremdlinge und Pilgrime, 
enthaltet euch von fleischlichen Lsten, welche wider die Seele streiten,
12. und fhret einen guten Wandel unter den Heiden, auf da die, so von 
euch afterreden als von belttern, eure guten Werke sehen und Gott 
preisen, wenn es nun an den Tag kommen wird.
13. Seid untertan aller menschlichen Ordnung um des Herrn willen, es sei 
dem Knige, als dem Obersten,
14. oder den Hauptleuten, als den Gesandten von ihm zur Rache ber die 
beltter und zu Lobe den Frommen.
15. Denn das ist der Wille Gottes, da ihr mit Wohltun verstopfet die 
Unwissenheit der trichten Menschen,
16. als die Freien, und nicht als httet ihr die Freiheit zum Deckel der 
Bosheit, sondern als die Knechte Gottes.
17. Tut Ehre jedermann! Habt die Brder lieb! Frchtet Gott! Ehret den 
Knig!
18. Ihr Knechte, seid untertan mit aller Furcht den Herren, nicht allein 
den gtigen und gelinden, sondern auch den wunderlichen.
19. Denn das ist Gnade, so jemand um des Gewissens willen zu Gott das bel 
vertrgt und leidet das Unrecht.
20. Denn was ist das fr ein Ruhm, so ihr um Missetat willen Streiche 
leidet? Aber wenn ihr um Wohltat willen leidet und erduldet, das ist Gnade 
bei Gott.
21. Denn dazu seid ihr berufen, sintemal auch Christus gelitten hat fr 
uns und uns ein Vorbild gelassen, da ihr sollt nachfolgen seinen 
Futapfen;
22. welcher keine Snde getan hat, ist auch kein Betrug in seinem Munde 
erfunden;
23. welcher nicht wiederschalt, da er gescholten ward, nicht druete, da 
er litt; er stellete es aber dem heim, der da recht richtet;
24. welcher unsere Snden selbst geopfert hat an seinem Leibe auf dem 
Holz, auf da wir, der Snde abgestorben, der Gerechtigkeit leben; durch 
welches Wunden ihr seid heil worden.
25. Denn ihr waret wie die irrenden Schafe; aber ihr seid nun bekehret zu 
dem Hirten und Bischof eurer Seelen
1.Petrus 3
1. Desselbigengleichen sollen die Weiber ihren Mnnern untertan sein, auf 
da auch die, so nicht glauben an das Wort, durch der Weiber Wandel ohne 
Wort gewonnen werden,
2. wenn sie ansehen euren keuschen Wandel in der Furcht;
3. welcher Schmuck soll nicht auswendig sein mit Haarflechten und 
Goldumhngen oder Kleideranlegen,
4. sondern der verborgene Mensch des Herzens unverrckt mit sanftem und 
stillem Geiste; das ist kstlich vor Gott.
5. Denn also haben sich auch vorzeiten die heiligen Weiber geschmckt, die 
ihre Hoffnung auf Gott setzten und ihren Mnnern untertan waren,
6. wie die Sara Abraham gehorsam war und hie ihn Herr, welcher Tchter 
ihr worden seid, so ihr wohl tut und nicht so schchtern seid.
7. Desselbigengleichen, ihr Mnner, wohnet bei ihnen mit Vernunft und 
gebet dem weiblichen als dem schwchsten Werkzeuge seine Ehre, als auch 
Miterben der Gnade des Lebens, auf da eure Gebete nicht verhindert werden.
8. Endlich aber seid allesamt gleichgesinnet, mitleidig, brderlich, 
barmherzig, freundlich.
9. Vergeltet nicht Bses mit Bsem oder Scheltwort mit Scheltwort, sondern 
dagegen segnet und wisset, da ihr dazu berufen seid, da ihr den Segen 
erbet.
10. Denn wer leben will und gute Tage sehen, der schweige seine Zunge, da 
sie nichts Bses rede, und seine Lippen, da sie nicht trgen;
11. er wende sich vom Bsen und tue Gutes; er suche Frieden und jage ihm 
nach
12. Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten und seine Ohren auf 
ihr Gebet; das Angesicht aber des Herrn siehet auf die, so Bses tun.
13. Und wer ist, der euch schaden knnte, so ihr dem Guten nachkommet?
14. Und ob ihr auch leidet um Gerechtigkeit willen, so seid ihr doch 
selig. Frchtet euch aber vor ihrem Trotzen nicht und erschrecket nicht!
15. Heiliget aber Gott den Herrn in euren Herzen. Seid aber allezeit 
bereit zur Verantwortung jedermann, der Grund fordert der Hoffnung, die in 
euch ist,
16. und das mit Sanftmtigkeit und Furcht; und habt ein gut Gewissen, auf 
da die, so von euch afterreden als von belttern, zuschanden werden, da 
sie geschmhet haben euren guten Wandel in Christo.
17. Denn es ist besser, so es Gottes Wille ist, da ihr von Wohltat wegen 
leidet denn von beltat wegen,
18. sintemal auch Christus einmal fr unsere Snden gelitten hat, der 
Gerechte fr die Ungerechten, auf da er uns Gott opferte; und ist gettet 
nach dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist.
19. In demselbigen ist er auch hingegangen und hat geprediget den Geistern 
im Gefngnis,
20. die etwa nicht glaubeten, da Gott einstmals harrete und Geduld hatte 
zu den Zeiten Noahs, da man die Arche zurstete, in welcher wenig, das 
ist, acht Seelen, behalten wurden durchs Wasser,
21. welches nun auch uns selig macht in der Taufe, die durch jenes 
bedeutet ist, nicht das Abtun des Unflats am Fleisch, sondern der Bund 
eines guten Gewissens mit Gott durch die Auferstehung Jesu Christi,
22. welcher ist zur Rechten Gottes in den Himmel gefahren, und sind ihm 
untertan die Engel und die Gewaltigen und die Krfte.
1.Petrus 4
1. Weil nun Christus im Fleisch fr uns gelitten hat, so wappnet euch auch 
mit demselbigen Sinn: denn wer am Fleisch leidet, der hret auf von Snden,
2. da er hinfort, was noch hinterstelliger Zeit im Fleisch ist, nicht der 
Menschen Lsten, sondern dem Willen Gottes lebe.
3. Denn es ist genug, da wir die vergangene Zeit des Lebens zugebracht 
haben nach heidnischem Willen, da wir wandelten in Unzucht, Lsten, 
Trunkenheit, Fresserei, Sauferei und greulichen Abgttereien.
4. Das befremdet sie, da ihr nicht mit ihnen laufet in dasselbige wste, 
unordentliche Wesen, und lstern;
5. welche werden Rechenschaft geben dem, der bereit ist, zu richten die 
Lebendigen und die Toten.
6. Denn dazu ist auch den Toten das Evangelium verkndiget, auf da sie 
gerichtet werden nach dem Menschen am Fleisch, aber im Geist Gott leben.
7. Es ist aber nahe kommen das Ende aller Dinge.
8. So seid nun mig und nchtern zum Gebet. Vor allen Dingen aber habt 
untereinander eine brnstige Liebe; denn die Liebe decket auch der Snden 
Menge.
9. Seid gastfrei untereinander ohne Murmeln!
10. Und dienet einander, ein jeglicher mit der Gabe, die er empfangen hat, 
als die guten Haushalter der mancherlei Gnade Gottes.
11. So jemand redet, da ers rede als Gottes Wort; so jemand ein Amt hat, 
da ers tue als aus dem Vermgen, das Gott darreichet, auf da in allen 
Dingen Gott gepreiset werde durch Jesum Christum, welchem sei Ehre und 
Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
12. Ihr Lieben, lasset euch die Hitze, so euch begegnet, nicht befremden 
(die euch widerfhret, da ihr versucht werdet), als widerfhre euch etwas 
Seltsames,
13. sondern freuet euch, da ihr mit Christo leidet, auf da ihr auch zu 
der Zeit der Offenbarung seiner Herrlichkeit Freude und Wonne haben mget.
14. Selig seid ihr, wenn ihr geschmhet werdet ber dem Namen Christi; 
denn der Geist, der ein Geist der Herrlichkeit und Gottes ist, ruhet auf 
euch. Bei ihnen ist er verlstert, aber bei euch ist er gepreiset.
15. Niemand aber unter euch leide als ein Mrder oder Dieb oder beltter 
oder der in ein fremd Amt greifet.
16. Leidet er aber als ein Christ, so schme er sich nicht; er ehre aber 
Gott in solchem Fall.
17. Denn es ist Zeit, da anfange das Gericht an dem Hause Gottes. So aber 
zuerst an uns, was wills fr ein Ende werden mit denen, die dem 
Evangelium Gottes nicht glauben?
18. Und so der Gerechte kaum erhalten wird, wo will der Gottlose und 
Snder erscheinen?
19. Darum, welche da leiden nach Gottes Willen, die sollen ihm ihre Seelen 
befehlen als dem treuen Schpfer in guten Werken.
1.Petrus 5
1. Die ltesten, so unter euch sind, ermahne ich, der Mitlteste und Zeuge 
der Leiden, die in Christo sind, und teilhaftig der Herrlichkeit, die 
offenbaret werden soll:
2. Weidet die Herde Christi, so euch befohlen ist, und sehet wohl zu, 
nicht gezwungen, sondern williglich, nicht um schndlichen Gewinns willen, 
sondern von Herzensgrund,
3. nicht als die ber das Volk herrschen, sondern werdet Vorbilder der 
Herde;
4. so werdet ihr, wenn erscheinen wird der Erzhirte, die unverwelkliche 
Krone der Ehren empfangen.
5. Desselbigengleichen, ihr Jungen, seid untertan den ltesten. Allesamt 
seid untereinander untertan und haltet fest an der Demut; denn Gott 
widerstehet den Hoffrtigen, aber den Demtigen gibt er Gnade.
6. So demtiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, da er euch 
erhhe zu seiner Zeit.
7. Alle eure Sorge werfet auf ihn; denn er sorget fr euch.
8. Seid nchtern und wachet; denn euer Widersacher, der Teufel, gehet 
umher wie ein brllender Lwe und suchet, welchen er verschlinge.
9. Dem widerstehet fest im Glauben und wisset, da eben dieselbigen Leiden 
ber eure Brder in der Welt gehen.
10. Der Gott aber aller Gnade, der uns berufen hat zu seiner ewigen 
Herrlichkeit in Christo Jesu, derselbige wird euch, die ihr eine kleine 
Zeit leidet, vollbereiten, strken, krftigen, grnden.
11. Demselbigen sei Ehre und Macht von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
12. Durch euren treuen Bruder Silvanus (als ich achte) habe ich euch ein 
wenig geschrieben, zu ermahnen und zu bezeugen, da das die rechte Gnade 
Gottes ist, darinnen ihr stehet.
13. Es gren euch, die samt euch auserwhlt sind zu Babylon, und mein 
Sohn Markus.
14. Gret euch untereinander mit dem Ku der Liebe. Friede sei mit allen, 
die in Christo Jesu sind! Amen.
2.Petrus 1
1. Simon Petrus, ein Knecht und Apostel Jesu Christi: Denen, die mit uns 
eben denselbigen teuren Glauben berkommen haben in der Gerechtigkeit, die 
unser Gott gibt und der Heiland Jesus Christus.
2. Gott gebe euch viel Gnade und Frieden durch die Erkenntnis Gottes und 
Jesu Christi, unsers Herrn!
3. Nachdem allerlei seiner gttlichen Kraft (was zum Leben und gttlichen 
Wandel dienet) uns geschenket ist durch die Erkenntnis des, der uns 
berufen hat durch seine Herrlichkeit und Tugend,
4. durch welche uns die teuren und allergrten Verheiungen geschenket 
sind, nmlich da ihr durch dasselbige teilhaftig werdet der gttlichen 
Natur, so ihr fliehet die vergngliche Lust der Welt:
5. so wendet allen euren Flei daran und reichet dar in eurem Glauben 
Tugend und in der Tugend Bescheidenheit
6. und in der Bescheidenheit Migkeit und in der Migkeit Geduld und in 
der Geduld Gottseligkeit
7. und in der Gottseligkeit brderliche Liebe und in der brderlichen 
Liebe gemeine Liebe.
8. Denn wo solches reichlich bei euch ist, wirds euch nicht faul noch 
unfruchtbar sein lassen in der Erkenntis unsers Herrn Jesu Christi.
9. Welcher aber solches nicht hat, der ist blind und tappet mit der Hand 
und vergit der Reinigung seiner vorigen Snden.
10. Darum, liebe Brder, tut desto mehr Flei, eure Berufung und Erwhlung 
festzumachen. Denn wo ihr solches tut, werdet ihr nicht straucheln.
11. Und also wird euch reichlich dargereicht werden der Eingang zu dem 
ewigen Reich unsers Herrn und Heilandes Jesu Christi.
12. Darum will ichs nicht lassen, euch allezeit solches zu erinnern, 
wiewohl ihrs wisset und gestrkt seid in der gegenwrtigen Wahrheit.
13. Denn ich achte es billig sein, solange ich in dieser Htte bin, euch 
zu erwecken und zu erinnern.
14. Denn ich wei, da ich meine Htte bald ablegen mu, wie mir denn auch 
unser Herr Jesus Christus erffnet hat.
15. Ich will aber Flei tun, da ihr allenthalben habet nach meinem 
Abschied, solches im Gedchtnis zu halten.
16. Denn wir haben nicht den klugen Fabeln gefolget, da wir euch kundgetan 
haben die Kraft und Zukunft unsers Herrn Jesu Christi, sondern wir haben 
seine Herrlichkeit selber gesehen,
17. da er empfing von Gott dem Vater Ehre und Preis durch eine Stimme, die 
zu ihm geschah von der groen Herrlichkeit dermaen: Dies ist mein lieber 
Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.
18. Und diese Stimme haben wir gehret vom Himmel gebracht, da wir mit ihm 
waren auf dem heiligen Berge.
19. Wir haben ein festes prophetisches Wort, und ihr tut wohl, da ihr 
darauf achtet als auf ein Licht, das da scheinet in einem dunkeln Ort, bis 
der Tag anbreche, und der Morgenstern aufgehe in euren Herzen.
20. Und das sollt ihr fr das erste wissen, da keine Weissagung in der 
Schrift geschieht aus eigener Auslegung;
21. denn es ist noch nie keine Weissagung aus menschlichem Willen 
hervorgebracht; sondern die heiligen Menschen Gottes haben geredet, 
getrieben von dem Heiligen Geist.
2.Petrus 2
1. Es waren aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter 
euch sein werden falsche Lehrer, die neben einfhren werden verderbliche 
Sekten und verleugnen den Herrn, der sie erkauft hat, und werden ber sich 
selbst fhren eine schnelle Verdammnis.
2. Und viele werden nachfolgen ihrem Verderben; durch welche wird der Weg 
der Wahrheit verlstert werden.
3. Und durch Geiz mit erdichteten Worten werden sie an euch hantieren; von 
welchen das Urteil von lange her nicht sumig ist, und ihre Verdammnis 
schlft nicht.
4. Denn so Gott der Engel, die gesndiget haben, nicht verschonet hat, 
sondern hat sie mit Ketten der Finsternis zur Hlle verstoen und 
bergeben, da sie zum Gerichte behalten werden;
5. und hat nicht verschonet der vorigen Welt, sondern bewahrete Noah, den 
Prediger der Gerechtigkeit, selbachte und fhrete die Sintflut ber die 
Welt der Gottlosen;
6. und hat die Stdte Sodom und Gomorra zu Asche gemacht, umgekehret und 
verdammt, damit ein Exempel gesetzt den Gottlosen, die hernach kommen 
wrden;
7. und hat erlset den gerechten Lot, welchem die schndlichen Leute alles 
Leid taten mit ihrem unzchtigen Wandel;
8. denn dieweil er gerecht war und unter ihnen wohnete, da ers sehen und 
hren mute, qulten sie die gerechte Seele von Tag zu Tage mit ihren 
ungerechten Werken.
9. Der Herr wei die Gottseligen aus der Versuchung zu erlsen, die 
Ungerechten aber zu behalten zum Tage des Gerichtes, zu peinigen;
10. allermeist aber die, so da wandeln nach dem Fleisch in der unreinen 
Lust und die Herrschaft verachten, trstig, eigensinnig, nicht erzittern, 
die Majestten zu lstern,
11. so doch die Engel, die grere Strke und Macht haben, nicht ertragen 
das lsterliche Gericht wider sich vom Herrn.
12. Aber sie sind wie die unvernnftigen Tiere, die von Natur dazu geboren 
sind, da sie gefangen und geschlachtet werden, lstern, da sie nichts von 
wissen, und werden in ihrem verderblichen Wesen umkommen
13. und den Lohn der Ungerechtigkeit davonbringen. Sie achten fr Wollust 
das zeitliche Wohlleben; sie sind Schande und Laster, prangen von euren 
Almosen, prassen mit dem Euren,
14. haben Augen voll Ehebruchs, lassen sich die Snde nicht wehren, locken 
an sich die leichtfertigen Seelen, haben ein Herz, durchtrieben mit Geiz, 
verfluchte Leute,
15. verlassen den richtigen Weg und gehen irre und folgen nach dem Wege 
Bileams, des Sohns Bosors, welchem geliebete der Lohn der Ungerechtigkeit,
16. hatte aber eine Strafe seiner bertretung, nmlich das stumme lastbare 
Tier redete mit Menschenstimme und wehrete des Propheten Torheit.
17. Das sind Brunnen ohne Wasser und Wolken, vom Windwirbel umgetrieben; 
welchen behalten ist eine dunkle Finsternis in Ewigkeit.
18. Denn sie reden stolze Worte, da nichts hinter ist, und reizen durch 
Unzucht zur fleischlichen Lust diejenigen, die recht entronnen waren und 
nun im Irrtum wandeln,
19. und verheien ihnen Freiheit, so sie selbst Knechte des Verderbens 
sind. Denn von welchem jemand berwunden ist, des Knecht ist er worden.
20. Denn so sie entflohen sind dem Unflat der Welt durch die Erkenntnis 
des Herrn und Heilandes Jesu Christi, werden aber wiederum in denselbigen 
geflochten und berwunden, ist mit ihnen das Letzte rger worden denn das 
Erste.
21. Denn es wre ihnen besser, da sie den Weg der Gerechtigkeit nicht 
erkannt htten, denn da sie ihn erkennen und sich kehren von dem heiligen 
Gebot, das ihnen gegeben ist.
22. Es ist ihnen widerfahren das wahre Sprichwort: Der Hund frisset 
wieder, was er gespeiet hat, und: Die Sau wlzet sich nach der Schwemme 
wieder im Kot.
2.Petrus 3
1. Dies ist die andere Epistel, die ich euch schreibe, ihr Lieben, in 
welcher ich er wecke und erinnere euren lautem Sinn,
2. da ihr gedenket an die Worte, die euch zuvor gesagt sind von den 
heiligen Propheten, und an unser Gebot, die wir sind Apostel des Herrn und 
Heilandes.
3. Und wisset das aufs erste, da in den letzten Tagen kommen werden 
Sptter, die nach ihren eigenen Lsten wandeln
4. und sagen: Wo ist die Verheiung seiner Zukunft? Denn nachdem die Vter 
entschlafen sind, bleibt es alles, wie es von Anfang der Kreatur gewesen 
ist.
5. Aber mutwillens wollen sie nicht wissen, da der Himmel vorzeiten auch 
war, dazu die Erde aus Wasser und im Wasser bestanden durch Gottes Wort.
6. Dennoch ward zu der Zeit die Welt durch dieselbigen mit der Sintflut 
verderbet.
7. Also auch der Himmel jetzt und die Erde werden durch sein Wort 
gesparet, da sie zum Feuer behalten werden am Tage des Gerichts und 
Verdammnis der gottlosen Menschen.
8. Eines aber sei euch unverhalten, ihr Lieben, da ein Tag vor dem Herrn 
ist wie tausend Jahre und tausend Jahre wie ein Tag.
9. Der Herr verzieht nicht die Verheiung, wie es etliche fr einen Verzug 
achten, sondern er hat Geduld mit uns und will nicht, da jemand verloren 
werde, sondern da sich jedermann zur Bue kehre.
10. Es wird aber des Herrn Tag kommen als ein Dieb in der Nacht, in 
welchem die Himmel zergehen werden mit groem Krachen, die Elemente aber 
werden vor Hitze schmelzen, und die Erde und die Werke, die drinnen sind, 
werden verbrennen.
11. So nun das alles soll zergehen, wie sollt ihr denn geschickt sein mit 
heiligem Wandel und gottseligem Wesen,
12. da ihr wartet und eilet zu der Zukunft des Tages des Herrn, in 
welchem die Himmel vom Feuer zergehen, und die Elemente vor Hitze 
zerschmelzen werden.
13. Wir warten aber eines neuen Himmels und einer neuen Erde nach seiner 
Verheiung, in welchen Gerechtigkeit wohnet.
14. Darum, meine Lieben, dieweil ihr darauf warten sollet, so tut Flei, 
da ihr vor ihm unbefleckt und unstrflich im Frieden erfunden werdet.]
15. Und die Geduld unsers Herrn achtet fr eure Seligkeit, als auch unser 
lieber Bruder Paulus nach der Weisheit, die ihm gegeben ist, euch 
geschrieben hat.
16. Wie er auch in allen Briefen davon redet, in welchen sind etliche 
Dinge schwer zu verstehen, welche verwirren die Ungelehrigen und 
Leichtfertigen wie auch die andern Schriften zu ihrer eigenen Verdammnis.
17. Ihr aber, meine Lieben, weil ihr das zuvor wisset, so verwahret euch, 
da ihr nicht durch Irrtum der ruchlosen Leute samt ihnen verfhret werdet 
und entfallet aus eurer eigenen Festung.
18. Wachset aber in der Gnade und Erkenntnis unsers Herrn und Heilandes 
Jesu Christi. Demselbigen sei Ehre nun und zu ewigen Zeiten! Amen.
1.Johannesbrief 1
1. Das da von Anfang war, das wir gehret haben, das wir gesehen haben mit 
unsern Augen, das wir beschauet haben, und unsere Hnde betastet haben, 
vom Wort des Lebens
2. (und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und zeugen und 
verkndigen euch das Leben, das ewig ist, welches war bei dem Vater und 
ist uns erschienen);
3. was wir gesehen und gehret haben: das verkndigen wir euch, auf da 
auch ihr mit uns Gemeinschaft habet, und unsere Gemeinschaft sei mit dem 
Vater und mit Sohn, Jesu Christo.
4. Und solches schreiben wir euch, auf da eure Freude vllig sei.
5. Und das ist die Verkndigung, die wir von ihm gehret haben und euch 
verkndigen, da Gott ein Licht ist, und in ihm keine Finsternis.
6. So wir sagen, da wir Gemeinschaft mit ihm haben, und wandeln in 
Finsternis, so lgen wir und tun nicht die Wahrheit.
7. So wir aber im Licht wandeln, wie er im Lichte ist, so haben wir 
Gemeinschaft untereinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, 
macht uns rein von aller Snde.
8. So wir sagen, wir haben keine Snde, so verfhren wir uns selbst, und 
die Wahrheit ist nicht in uns.
9. So wir aber unsere Snde bekennen, so ist er treu und gerecht, da er 
uns die Snde vergibt und reiniget uns von aller Untugend.
10. So wir sagen, wir haben nicht gesndiget, so machen wir ihn zum 
Lgner, und sein Wort ist nicht in uns.
1.Johannesbrief 2
1. Meine Kindlein, solches schreibe ich euch, auf da ihr nicht sndiget. 
Und ob jemand sndiget, so haben wir einen Frsprecher bei dem Vater, 
Jesum Christum, der gerecht ist.
2. Und derselbige ist die Vershnung fr unsere Snde, nicht allein aber 
fr die unsere, sondern auch fr die der ganzen Welt.
3. Und an dem merken wir, da wir ihn kennen, so wir seine Gebote halten.
4. Wer da sagt: Ich kenne ihn, und hlt seine Gebote nicht, der ist ein 
Lgner, und in solchem ist keine Wahrheit.
5. Wer aber sein Wort hlt, in solchem ist wahrlich die Liebe Gottes 
vollkommen. Daran erkennen wir, da wir in ihm sind.
6. Wer da sagt, da er in ihm bleibet, der soll auch wandeln, gleichwie er 
gewandelt hat.
7. Brder, ich schreibe euch nicht ein neu Gebot, sondern das alte Gebot, 
das ihr habt von Anfang gehabt. Das alte Gebot ist das Wort, das ihr von 
Anfang gehret habt.
8. Wiederum ein neu Gebot schreibe ich euch, das da wahrhaftig ist bei ihm 
und bei euch; denn die Finstemis ist vergangen, und das wahre Licht 
scheinet jetzt.
9. Wer da sagt, er sei im Licht, und hasset seinen Bruder, der ist noch in 
\Finsternis.
10. Wer seinen Bruder liebet, der bleibet Licht,und ist kein rgernis bei 
ihm.
11. Wer aber seinen Bruder hasset, der ist in Finsternis und wandelt in 
Finsternis und wei nicht, wo er hingehet; denn die Finsternis hat seine 
Augen verblendet.
12. Liebe Kindlein, ich schreibe euch, da euch die Snden vergeben werden 
durch seinen Namen.
13. Ich schreibe euch Vtern; denn ihr kennet den, der von Anfang ist. Ich 
schreibe euch Jnglingen; denn ihr habt den Bsewicht berwunden. Ich 
schreibe euch Kindern; denn ihr kennet den Vater.
14. Ich habe euch Vtern geschrieben, da ihr den kennet, der von Anfang 
ist. Ich habe euch Jnglingen geschrieben, da ihr stark seid, und das 
Wort Gottes bei euch bleibet, und den Bsewicht berwunden habt.
15. Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist. So jemand die Welt 
liebhat, in dem ist nicht die Liebe des Vaters.
16. Denn alles, was in der Welt ist (nmlich des Fleisches Lust und der 
Augen Lust und hoffrtiges Leben), ist nicht vom Vater, sondern von der 
Welt.
17. Und die Welt vergehet mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes tut, 
der bleibet in Ewigkeit.
18. Kinder, es ist die letzte Stunde; und wie ihr gehret habt, da der 
Widerchrist kommt, und nun sind viel Widerchristen worden; daher erkennen 
wir, da die letzte Stunde ist.
19. Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns. Denn wo 
sie von uns gewesen wren, so wren sie ja bei uns geblieben; aber auf da 
sie offenbar wrden, da sie nicht alle von uns sind.
20. Und ihr habt die Salbung von dem, der heilig ist; und wisset alles.
21. Ich habe euch nicht geschrieben, als wtet ihr die Wahrheit nicht, 
sondern ihr wisset sie und wisset, da keine Lge aus der Wahrheit kommt.
22. Wer ist ein Lgner, ohne der da leugnet, da Jesus der Christus sei? 
Das ist der Widerchrist, der den Vater und den Sohn leugnet.
23. Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht.
24. Was ihr nun gehret habt von Anfang, das bleibe bei euch. So bei euch 
bleibet, was ihr von Anfang gehret habt, so werdet ihr auch bei dem Sohn 
und Vater bleiben.
25. Und das ist die Verheiung, die er uns verheien hat: das ewige Leben.
26. Solches habe ich euch geschrieben von denen, die euch verfhren.
27. Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibet bei euch, und 
drfet nicht, da euch jemand lehre, sondern wie euch die Salbung allerlei 
lehret, so ists wahr, und ist keine Lge; und wie sie euch gelehret hat, 
so bleibet bei demselbigen.
28. Und nun, Kindlein, bleibet bei ihm, auf da, wenn er offenbaret wird, 
da wir Freudigkeit haben und nicht zuschanden werden vor ihm in seiner 
Zukunft.
29. So ihr wisset, da er gerecht ist, so erkennet auch, da, wer recht 
tut, der ist von ihm geboren.
1.Johannesbrief 3
1. Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeiget, da wir Gottes 
Kinder sollen heien! Darum kennet euch die Welt nicht, denn sie kennet 
ihn nicht.
2. Meine Lieben, wir sind nun Gottes Kinder, und ist noch nicht 
erschienen, was wir sein werden. Wir wissen aber, wenn es erscheinen wird, 
da wir ihm gleich sein werden; denn wir werden ihn sehen, wie er ist.
3. Und ein jeglicher, der solche Hoffnung hat zu ihm, der reiniget sich, 
gleichwie er auch rein ist.
4. Wer Snde tut, der tut auch Unrecht; und die Snde ist das Unrecht.
5. Und ihr wisset, da er ist erschienen, auf da er unsere Snden 
wegnehme; und ist keine Snde in ihm.
6. Wer in ihm bleibet, der sndiget nicht; wer da sndiget, der hat ihn 
nicht gesehen noch erkannt.
7. Kindlein, lasset euch niemand verfhren! Wer recht tut, der ist 
gerecht, gleichwie er gerecht ist.
8. Wer Snde tut, der ist vom Teufel; denn der Teufel sndiget von Anfang. 
Dazu ist erschienen der Sohn Gottes, da er die Werke des Teufels zerstre.
9. Wer aus Gott geboren ist, der tut nicht Snde; denn sein Same bleibet 
bei ihm, und kann nicht sndigen; denn er ist von Gott geboren.
10. Daran wirds offenbar, welche die Kinder Gottes und die Kinder des 
Teufels sind. Wer nicht recht tut, der ist nicht von Gott, und wer nicht 
seinen Bruder liebhat.
11. Denn das ist die Botschaft, die ihr gehret habt von Anfang, da wir 
uns untereinander lieben sollen.
12. Nicht wie Kain, der von dem Argen war und erwrgete seinen Bruder. Und 
warum erwrgete er ihn? Da seine Werke bse waren und seines Bruders 
gerecht.
13. Verwundert euch nicht, meine Brder, ob euch die Welt hasset!
14. Wir wissen, da wir aus dem Tode in das Leben kommen sind; denn wir 
lieben die Brder. Wer den Bruder nicht liebet, der bleibet im Tode.
15. Wer seinen Bruder hasset, der ist ein Totschlger; und ihr wisset, da 
ein Totschlger nicht hat das ewige Leben bei ihm bleibend.
16. Daran haben wir erkannt die Liebe, da er sein Leben fr uns gelassen 
hat; und wir sollen auch das Leben fr die Brder lassen.
17. Wenn aber jemand dieser Welt Gter hat und siehet seinen Bruder darben 
und schliet sein Herz vor ihm zu: wie bleibet die Liebe Gottes bei ihm?
18. Meine Kindlein, lasset uns nicht lieben mit Worten noch mit der Zunge, 
sondern mit der Tat und mit der Wahrheit.
19. Daran erkennen wir, da wir aus der Wahrheit sind, und knnen unser 
Herz vor ihm stillen,
20. da, so uns unser Herz verdammt, da Gott grer ist denn unser Herz 
und erkennet alle Dinge.
21. Ihr Lieben, so uns unser Herz nicht verdammt, so haben wir eine 
Freudigkeit zu Gott;
22. und was wir bitten, werden wir von ihm nehmen; denn wir halten seine 
Gebote und tun, was vor ihm gefllig ist.
23. Und das ist sein Gebot, da wir glauben an den Namen seines Sohnes 
Jesu Christi und lieben uns untereinander, wie er uns ein Gebot gegeben 
hat.
24. Und wer seine Gebote hlt, der bleibet in ihm und er in ihm. Und daran 
erkennen wir, da er in uns bleibet: an dem Geist, den er uns gegeben hat.
1.Johannesbrief 4
1. Ihr Lieben, glaubet nicht einem jeglichen Geist, sondern prfet die 
Geister, ob sie von Gott sind; denn es sind viel falsche Propheten 
ausgegangen in die Welt.
2. Daran sollt ihr den Geist Gottes erkennen: Ein jeglicher Geist, der da 
bekennet, da Jesus Christus ist in das Fleisch kommen, der ist von Gott;
3. und ein jeglicher Geist, der da nicht bekennet, da Jesus Christus ist 
in das Fleisch kommen, der ist nicht von Gott. Und das ist der Geist des 
Widerchrists, von welchem ihr habt gehret, da er kommen werde, und ist 
jetzt schon in der Welt.
4. Kindlein, ihr seid von Gott und habt jene berwunden; denn der in euch 
ist, ist grer, denn der in der Welt ist.
5. Sie sind von der Welt; darum reden sie von der Welt, und die Welt hret 
sie.
6. Wir sind von Gott, und wer Gott erkennet, der hret uns; welcher nicht 
von Gott ist, der hret uns nicht. Daran erkennen wir den Geist der 
Wahrheit und den Geist des Irrtums.
7. Ihr Lieben, lasset uns untereinander liebhaben; denn die Liebe ist von 
Gott; und wer liebhat, der ist von Gott geboren und kennet Gott.
8. Wer nicht liebhat, der kennet Gott nicht; denn Gott ist die Liebe:
9. Daran ist erschienen die Liebe Gottes gegen uns, da Gott seinen 
eingebornen Sohn gesandt hat in die Welt, da wir durch ihn leben sollen.
10. Darinnen stehet die Liebe, nicht da wir Gott geliebet haben, sondern 
da er uns geliebet hat und gesandt seinen Sohn zur Vershnung fr unsere 
Snden.
11. Ihr Lieben, hat uns Gott also geliebet, so sollen wir uns auch 
untereinander lieben.
12. Niemand hat Gott jemals gesehen. So wir uns untereinander lieben, so 
bleibet Gott in uns, und seine Liebe ist vllig in uns.
13. Daran erkennen wir, da wir in ihm bleiben und er in uns, da er uns 
von seinem Geist gegeben hat.
14. Und wir haben gesehen und zeugen, da der Vater den Sohn gesandt hat 
zum Heiland der Welt.
15. Welcher nun bekennet, da Jesus Gottes Sohn ist, in dem bleibet Gott 
und er in Gott.
16. Und wir haben erkannt und geglaubet die Liebe, die Gott zu uns hat. 
Gott ist die Liebe; und wer in der Liebe bleibet, der bleibet in Gott und 
Gott in ihm.
17. Daran ist die Liebe vllig bei uns, auf da wir eine Freudigkeit haben 
am Tage des Gerichts; denn gleichwie er ist, so sind auch wir in dieser 
Welt.
18. Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vllige Liebe treibet die 
Furcht aus; denn die Furcht hat Pein. Wer sich aber frchtet, der ist 
nicht vllig in der Liebe.
19. Lasset uns ihn lieben; denn er hat uns erst geliebet.
20. So jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasset seinen Bruder, der ist 
ein Lgner; denn wer seinen Bruder nicht liebet, den er siehet, wie kann 
er Gott lieben, den er nicht siehet?
21. Und dies Gebot haben wir von ihm, da, wer Gott liebet, da der auch 
seinen Bruder liebe.
1.Johannesbrief 5
1. Wer da glaubet, da Jesus sei der Christus, der ist von Gott geboren. 
Und wer da liebet den, der ihn geboren hat, der liebet auch den, der von 
ihm geboren ist.
2. Daran erkennen wir, da wir Gottes Kinder lieben, wenn wir Gott lieben 
und seine Gebote halten.
3. Denn das ist die Liebe zu Gott, da wir seine Gebote halten; und seine 
Gebote sind nicht schwer.
4. Denn alles, was von Gott geboren ist, berwindet die Welt; und unser 
Glaube ist der Sieg, der die Welt berwunden hat.
5. Wer ist aber, der die Welt berwindet ohne der da glaubet, da Jesus 
Gottes Sohn ist?
6. Dieser ists, der da kommt mit Wasser und Blut, Jesus Christus, nicht 
mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut. Und der Geist ists, der 
da zeuget, da Geist Wahrheit ist.
7. Denn drei sind, die da zeugen im Himmel: der Vater, das Wort und der 
Heilige Geist; und diese drei sind eins.
8. Und drei sind, die da zeugen auf Erden: der Geist und das Wasser und 
das Blut; und die drei sind beisammen.
9. So wir der Menschen Zeugnis annehmen, so ist Gottes Zeugnis grer; 
denn Gottes Zeugnis ist das, das er gezeuget hat von seinem Sohne.
10. Wer da glaubet an den Sohn Gottes, der hat solch Zeugnis bei sich. Wer 
Gott nicht glaubet, der macht ihn zum Lgner; denn er glaubet nicht dem 
Zeugnis, das Gott zeuget von seinem Sohn.
11. Und das ist das Zeugnis, da uns Gott das ewige Leben hat gegeben, und 
solches Leben ist in seinem Sohn.
12. Wer den Sohn Gottes hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht 
hat, der hat das Leben nicht.
13. Solches hab ich euch geschrieben, die ihr glaubet an den Namen des 
Sohnes Gottes, auf da ihr wisset, da ihr das ewige Leben habet, und da 
ihr glaubet an den Namen des Sohnes Gottes.
14. Und das ist die Freudigkeit, die wir haben zu ihm, da, so wir etwas 
bitten nach seinem Willen, so hret er uns.
15. Und so wir wissen, da er uns hret, was wir bitten, so wissen wir, 
da wir die Bitten haben, die wir von ihm gebeten haben.
16. So jemand siehet seinen Bruder sndigen, eine Snde nicht zum Tode, 
der mag bitten; so wird er geben das Leben denen, die da sndigen nicht 
zum Tode. Es ist eine Snde zum Tode; dafr sage ich nicht, da jemand 
bitte.
17. Alle Untugend ist Snde; und es ist etliche Snde nicht zum Tode.
18. Wir wissen, da, wer von Gott geboren ist, der sndiget nicht, sondern 
wer von Gott geboren ist, der bewahret sich, und der Arge wird ihn nicht 
antasten.
19. Wir wissen, da wir von Gott sind; und die ganze Welt liegt im Argen.
20. Wir wissen aber, da der Sohn Gottes kommen ist und hat uns einen Sinn 
gegeben, da wir erkennen den Wahrhaftigen und sind in dem Wahrhaftigen, 
in seinem Sohn Jesu Christo. Dieser ist der wahrhaftige Gott und das ewige 
Leben.
21. Kindlein, htet euch vor den Abgttern! Amen.
2.Johannesbrief 1
1. Der lteste: der auserwhlten Frau und ihren Kindern, die ich liebhabe 
in der Wahrheit, und nicht allein ich, sondern auch alle, die die Wahrheit 
erkannt haben,
2. um der Wahrheit willen, die in uns bleibet und bei uns sein wird in 
Ewigkeit.
3. Gnade, Barmherzigkeit, Friede von Gott dem Vater und von dem Herrn Jesu 
Christo, dem Sohn des Vaters, in der Wahrheit und in der Liebe sei mit 
euch!
4. Ich bin sehr erfreuet, da ich funden habe unter deinen Kindern, die in 
der Wahrheit wandeln, wie denn wir ein Gebot vom Vater empfangen haben.
5. Und nun bitte ich dich, Frau (nicht als ein neu Gebot schreibe ich dir, 
sondern das wir gehabt haben von Anfang), da wir uns untereinander lieben.
6. Und das ist die Liebe, da wir wandeln nach seinem Gebot. Das ist das 
Gebot, wie ihr gehret habt von Anfang, auf da ihr daselbst innen wandelt.
7. Denn viel Verfhrer sind in die Welt kommen, die nicht bekennen Jesum 
Christum, da er in das Fleisch kommen ist. Dieser ist der Verfhrer und 
der Widerchrist.
8. Sehet euch vor, da wir nicht verlieren, was wir erarbeitet haben, 
sondern vollen Lohn empfangen.
9. Wer bertritt und bleibet nicht in der Lehre Christi, der hat keinen 
Gott; wer in der Lehre Christi bleibet, der hat beide, den Vater und den 
Sohn.
10. So jemand zu euch kommt und bringet diese Lehre nicht, den nehmet 
nicht zu Hause und gret ihn auch nicht.
11. Denn wer ihn gret, der macht sich teilhaftig seiner bsen Werke.
12. Ich hatte euch viel zu schreiben, aber ich wollte nicht mit Briefen 
und Tinte, sondern ich hoffe, zu euch zu kommen und mndlich mit euch zu 
reden, auf da unsere Freude vollkommen sei.
13. Es gren dich die Kinder deiner Schwester, der Auserwhlten. Amen.
3.Johannesbrief 1
1. Der lteste: Gajus, dem Lieben, den ich liebhabe in der Wahrheit.
2. Mein Lieber, ich wnsche in allen Stcken, da dirs wohl gehe, und 
gesund seiest, wie es denn deiner Seele wohl gehet.
3. Ich bin aber sehr erfreuet, da die Brder kamen und zeugeten von deiner 
Wahrheit, wie denn du wandelst in der Wahrheit.
4. Ich habe keine grere Freude denn die, da ich hre meine Kinder in 
der Wahrheit wandeln.
5. Mein Lieber, du tust treulich, was du tust an den Brdern und Gsten,
6. die von deiner Liebe gezeuget haben vor der Gemeinde; und du hast wohl 
getan, da du sie abgefertiget hast wrdiglich vor Gott.
7. Denn um seines Namens willen sind sie ausgezogen und haben von den 
Heiden nichts genommen.
8. So sollen wir nun solche aufnehmen, auf da wir der Wahrheit Gehilfen 
werden.
9. Ich habe der Gemeinde geschrieben; aber Diotrephes, der unter ihnen 
will hochgehalten sein, nimmt uns nicht an.
10. Darum, wenn ich komme, will ich ihn erinnern seiner Werke, die er tut, 
und plaudert mit bsen Worten wider uns und lsset sich an dem nicht 
gengen. Er selbst nimmt die Brder nicht an und wehret denen, die es tun 
wollen, und stet sie aus der Gemeinde.
11. Mein Lieber, folge nicht nach dem Bsen, sondern dem Guten! Wer Gutes 
tut, der ist von Gott; wer Bses tut, der siehet Gott nicht.
12. Demetrius hat Zeugnis von jedermann und von der Wahrheit selbst; und 
wir zeugen auch, und ihr wisset, da unser Zeugnis wahr ist.
13. Ich hatte viel zu schreiben; aber ich wollte nicht mit Tinte und Feder 
an dich schreiben.
14. Ich hoffe aber, dich bald zu sehen, so wollen wir mndlich miteinander 
reden.
15. Friede sei mit dir! Es gren dich die Freunde. Gre die Freunde mit 
Namen.
Der Brief des Judas 1
1. Judas, ein Knecht Jesu Christi, aber ein Bruder des Jakobus: den 
Berufenen, die da geheiliget sind in Gott dem Vater und behalten in Jesu 
Christo.
2. Gott gebe euch viel Barmherzigkeit und Frieden und Liebe!
3. Ihr Lieben, nachdem ich vorhatte, euch zu schreiben von unser aller 
Heil, hielt ichs fr ntig, euch mit Schriften zu ermahnen, da ihr ob 
dem Glauben kmpfet, der einmal den Heiligen vorgegeben ist.
4. Denn es sind etliche Menschen nebeneingeschlichen, von denen vorzeiten 
geschrieben ist, zu solcher Strafe; die sind Gottlose und ziehen die Gnade 
unsers Gottes auf Mutwillen und verleugnen Gott und unsern Herrn Jesum 
Christum, den einigen Herrscher.
5. Ich will euch aber erinnern, da ihr wisset auf einmal dies, da der 
Herr, da er dem Volk aus gypten half, zum andernmal brachte er um, die da 
nicht glaubten.
6. Auch Engel, die ihr Frstentum nicht behielten, sondern verlieen ihre 
Behausung, hat er behalten zum Gericht des groen Tages mit ewigen Banden 
in Finsternis.
7. Wie auch Sodom und Gomorra und die umliegenden Stdte, die 
gleicherweise wie diese ausgehuret haben und nach einem andern Fleisch 
gegangen sind, zum Exempel gesetzt sind und leiden des ewigen Feuers Pein.
8. Desselbigengleichen sind auch diese Trumer, die das Fleisch beflecken, 
die Herrschaften aber verachten und die Majestten lstern.
9. aber, der Erzengel, da er mit dem Teufel zankete und mit ihm redete 
ber den Leichnam Moses, durfte er das Urteil der Lsterung nicht fllen, 
sondern sprach: Der Herr strafe dich!
10. Diese aber lstern, da sie nichts von wissen; was sie aber natrlich 
erkennen, darinnen verderben sie wie die unvernnftigen Tiere.
11. Wehe ihnen! denn sie gehen den Weg Kains und fallen in den Irrtum des 
Bileam um Geniees willen und kommen um in dem Aufruhr Korahs.
12. Diese Unflter prassen von euren Almosen ohne Scheu, weiden sich 
selbst; sie sind Wolken ohne Wasser, von dem Winde umgetrieben, kahle, 
unfruchtbare Bume, zweimal erstorben und ausgewurzelt,
13. wilde Wellen des Meeres, die ihre eigene Schande ausschumen, irrige 
Sterne, welchen behalten ist das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit.
14. Es hat aber auch von solchen geweissaget Henoch, der Siebente von 
Adam, und gesprochen: Siehe, der Herr kommt mit viel tausend Heiligen,
15. Gericht zu halten ber alle und zu strafen alle ihre Gottlosen um alle 
Werke ihres gottlosen Wandels, damit sie gottlos gewesen sind, und um alle 
das Harte, das die gottlosen Snder wider ihn geredet haben.
16. Diese murmeln und klagen immerdar, die nach ihren Lsten wandeln; und 
ihr Mund redet stolze Worte und achten das Ansehen der Person um Nutzes 
willen.
17. Ihr aber, meine Lieben, erinnert euch der Worte, die zuvor gesagt sind 
von den Aposteln unsers Herrn Jesu Christi,
18. da sie euch sagten, da zu der letzten Zeit werden Sptter sein, die 
nach ihren eigenen Lsten des gottlosen Wesens wandeln.
19. Diese sind, die da Rotten machen, Fleischliche, die da keinen Geist 
haben.
20. Ihr aber, meine Lieben, erbauet euch auf euren allerheiligsten Glauben 
durch den Heiligen Geist und betet
21. und behaltet euch in der Liebe Gottes und wartet auf die 
Barmherzigkeit unsers Herrn Jesu Christi zum ewigen Leben.
22. Und haltet diesen Unterschied, da ihr euch etlicher erbarmet,
23. etliche aber mit Furcht selig machet und rcket sie aus dem Feuer; und 
hasset den befleckten Rock des Fleisches.
24. Dem aber, der euch kann behten ohne Fehl und stellen vor das 
Angesicht seiner Herrlichkeit unstrflich mit Freuden;
25. dem Gott, der allein weise ist, unserm Heilande, sei Ehre und Majestt 
und Gewalt und Macht nun und zu aller Ewigkeit! Amen.
Offenbarung 1
1. Dies ist die Offenbarung Jesu Christi, die ihm Gott gegeben hat, seinen 
Knechten zu zeigen, was in der Krze geschehen soll; und hat sie gedeutet 
und gesandt durch seinen Engel zu seinem Knecht Johannes,
2. der bezeuget hat das Wort Gottes und das Zeugnis von Jesu Christo, was 
er gesehen hat.
3. Selig ist, der da lieset, und die da hren die Worte der Weissagung und 
behalten, was darinnen geschrieben ist; denn die Zeit ist nahe.
4. Johannes den sieben Gemeinden in Asien: Gnade sei mit euch und Friede 
von dem, der da ist, und der da war, und der da kommt, und von den sieben 
Geistern, die da sind vor seinem Stuhl,
5. und von Jesu Christo, welcher ist der treue Zeuge und Erstgeborne von 
den Toten und ein Frst der Knige auf Erden; der uns geliebet hat und 
gewaschen von den Snden mit seinem Blut
6. und hat uns zu Knigen und Priestern gemacht vor Gott und seinem Vater: 
demselbigen sei Ehre und Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
7. Siehe, er kommt mit den Wolken; und es werden ihn sehen alle Augen, und 
die ihn gestochen haben; und werden heulen alle Geschlechter der Erde. Ja, 
Amen.
8. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, spricht der Herr, der 
da ist, und der da war, und der da kommt, der Allmchtige.
9. Ich, Johannes, der auch euer Bruder und Mitgenosse an der Trbsal ist 
und am Reich und an der Geduld Jesu Christi, war auf der Insel, die da 
heit Patmos, um des Wortes Gottes willen und des Zeugnisses Jesu Christi.
10. Ich war im Geist an des Herrn Tag und hrete hinter mir eine groe 
Stimme als einer Posaune,
11. die sprach: Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte; und was 
du siehest, das schreibe in ein Buch und sende es zu den Gemeinden in 
Asien, gen Ephesus und gen Smyrna und gen Pergamus und gen Thyatira und 
gen Sardes und gen Philadelphia und gen Laodicea.
12. Und ich wandte mich um, zu sehen nach der Stimme, die mit mir redete. 
Und als ich mich wandte, sah ich sieben gldene Leuchter
13. und mitten unter den sieben Leuchtern einen, der war eines Menschen 
Sohn gleich, der war angetan mit einem Kittel und begrtet um die Brust 
mit einem gldenen Grtel.
14. Sein Haupt aber und sein Haar war wei wie weie Wolle, wie der 
Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme
15. und seine Fe gleich wie Messing, das im Ofen glhet, und seine 
Stimme wie gro Wasserrauschen;
16. und hatte sieben Sterne in seiner rechten Hand, und aus seinem Munde 
ging ein scharf, zweischneidig Schwert, und sein Angesicht leuchtete wie 
die helle Sonne.
17. Und als ich ihn sah, fiel ich zu seinen Fen wie ein Toter. Und er 
legte seine rechte Hand auf mich und sprach zu mir: Frchte dich nicht! 
Ich bin der Erste und der Letzte
18. und der Lebendige. Ich war tot; und siehe, ich bin lebendig von 
Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlssel der Hlle und des Todes.
19. Schreibe, was du gesehen hast, und was da ist, und was geschehen soll 
danach,
20. das Geheimnis der sieben Sterne, die du gesehen hast in meiner rechten 
Hand, und die sieben gldenen Leuchter. Die sieben Sterne sind Engel der 
sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter, die du gesehen hast, sind 
sieben Gemeinden.
Offenbarung 2
1. Und dem Engel der Gemeinde zu Ephesus schreibe: Das saget, der da hlt 
die sieben Sterne in seiner Rechten, der da wandelt mitten unter den 
sieben gldenen Leuchtern:
2. Ich wei deine Werke und deine Arbeit und deine Geduld, und da du die 
Bsen nicht tragen kannst und hast versucht die, so da sagen, sie seien 
Apostel, und sinds nicht, und hast sie Lgner erfunden,
3. und vertrgest und hast Geduld, und um meines Namens willen arbeitest 
du und bist nicht mde worden.
4. Aber ich habe wider dich, da du die erste Liebe verlssest.
5. Gedenke, wovon du gefallen bist, und tu Bue und tu die ersten Werke! 
Wo aber nicht, werde ich dir kommen bald und deinen Leuchter wegstoen von 
seiner Sttte, wo du nicht Bue tust.
6. Aber das hast du, da du die Werke der Nikolaiten hassest, welche ich 
auch hasse.
7. Wer Ohren hat, der hre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer 
berwindet, dem will ich zu essen geben von dem Holz des Lebens, das im 
Paradies Gottes ist.
8. Und dem Engel der Gemeinde zu Smyrna schreibe: Das saget der Erste und 
der Letzte, der tot war und ist lebendig worden:
9. Ich wei deine Werke und deine Trbsal und deine Armut (du bist aber 
reich) und die Lsterung von denen die da sagen, sie sind Juden, und 
sinds nicht, sondern sind des Satans Schule.
10. Frchte dich vor der keinem, das du leiden wirst. Siehe, der Teufel 
wird etliche von euch ins Gefngnis werfen, auf da ihr versucht werdet; 
und werdet Trbsal haben zehn Tage. Sei getreu bis an den Tod, so will ich 
dir die Krone des Lebens geben.
11. Wer Ohren hat, der hre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer 
berwindet, dem soll kein Leid geschehen von dem andern Tode.
12. Und dem Engel der Gemeinde zu Pergamus schreibe: Das saget, der da hat 
das scharfe, zweischneidige Schwert:
13. Ich wei, was du tust, und wo du wohnest, da des Satans Stuhl ist, und 
hltst an meinem Namen und hast meinen Glauben nicht verleugnet, auch in 
den Tagen, in welchen Antipas, mein treuer Zeuge, bei euch gettet ist, da 
der Satan wohnet.
14. Aber ich habe ein Kleines wider dich, da du daselbst hast, die an der 
Lehre Bileams halten, welcher lehrete durch den Balak ein rgernis 
aufrichten vor den Kindern Israel, zu essen der Gtzenopfer und Hurerei 
treiben.
15. Also hast du auch, die an der Lehre der Nikolaiten halten. Das hasse 
ich.
16. Tu Bue; wo aber nicht, so werde ich dir bald kommen und mit ihnen 
kriegen durch das Schwert meines Mundes.
17. Wer Ohren hat, der hre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer 
berwindet, dem will ich zu essen geben von dem verborgenen Manna und will 
ihm geben ein gut Zeugnis und mit dem Zeugnis einen neuen Namen 
geschrieben, welchen niemand kennet, denn der ihn empfnget.
18. Und dem Engel der Gemeinde zu Thyatira schreibe: Das saget der Sohn 
Gottes, der Augen hat wie die Feuerflamme und seine Fe gleich wie 
Messing:
19. Ich wei deine Werke und deine Liebe und deinen Dienst und deinen 
Glauben und deine Geduld, und da du je lnger je mehr tust.
20. Aber ich habe ein Kleines wider dich, da du lssest das Weib Isebel, 
die da spricht, sie sei eine Prophetin, lehren und verfhren meine 
Knechte, Hurerei treiben und Gtzenopfer essen.
21. Und ich habe ihr Zeit gegeben, da sie sollte Bue tun fr ihre 
Hurerei; und sie tut nicht Bue.
22. Siehe, ich werfe sie in ein Bett, und die mit ihr die Ehe gebrochen 
haben, in groe Trbsal, wo sie nicht Bue tun fr ihre Werke.
23. Und ihre Kinder will ich zu Tode schlagen. Und sollen erkennen alle 
Gemeinden, da ich bin, der die Nieren und Herzen erforschet; und werde 
geben einem jeglichen unter euch nach euren Werken.
24. Euch aber sage ich und den andern, die zu Thyatira sind, die nicht 
haben solche Lehre, und die nicht erkannt haben die Tiefen des Satans (als 
sie sagen): Ich will nicht auf euch werfen eine andere Last.
25. Doch was ihr habt, das haltet, bis da ich komme.
26. Und wer da berwindet und hlt meine Werke bis ans Ende, dem will ich 
Macht geben ber die Heiden.
27. Und er soll sie weiden mit einer eisernen Rute, und wie eines Tpfers 
Gef soll er sie zerschmeien,
28. wie ich von meinem Vater empfangen habe; und will ihm geben den 
Morgenstern.
29. Wer Ohren hat, der hre, was der Geist den Gemeinden sagt!
Offenbarung 3
1. Und dem Engel der Gemeinde zu Sardes schreibe: Das saget, der die 
Geister Gottes hat und die sieben Sterne: Ich wei deine Werke; denn du 
hast den Namen, da du lebest, und bist tot.
2. Sei wacker und strke das andere, das sterben will; denn ich habe deine 
Werke nicht vllig erfunden vor Gott.
3. So gedenke nun, wie du empfangen und gehret hast, und halte es und tu 
Bue! So du nicht wirst wachen, werde ich ber dich kommen wie ein Dieb, 
und wirst nicht wissen, welche Stunde ich ber dich kommen werde.
4. Du hast auch wenig Namen zu Sardes, die nicht ihre Kleider besudelt 
haben; und sie werden mit mir wandeln in weien Kleidern; denn sie sinds 
wert.
5. Wer berwindet, der soll mit weien Kleidern angelegt werden, und ich 
werde seinen Namen nicht austilgen aus dem Buch des Lebens, und ich will 
seinen Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.
6. Wer Ohren hat, der hre, was der Geist den Gemeinden sagt!
7. Und dem Engel der Gemeinde zu Philadelphia schreibe: Das saget der 
Heilige, der Wahrhaftige, der da hat den Schlssel Davids, der auftut und 
niemand zuschlieet, der zuschlieet und niemand auftut:
8. Ich wei deine Werke. Siehe, ich habe vor dir gegeben eine offene Tr, 
und niemand kann sie zuschlieen; denn du hast eine kleine Kraft und hast 
mein Wort behalten und hast meinen Namen nicht verleugnet.
9. Siehe, ich werde geben aus des Satanas Schule, die da sagen, sind 
Juden, und sinds nicht, sondern lgen. Siehe, ich will sie machen, da 
sie kommen sollen und anbeten zu deinen Fen und erkennen, da ich dich 
geliebet habe.
10. Dieweil du hast behalten das Wort meiner Geduld, will ich auch dich 
behalten vor der Stunde der Versuchung, die kommen wird ber den ganzen 
Weltkreis, zu versuchen, die da wohnen auf Erden.
11. Siehe, ich komme bald! Halte, was du hast, da niemand deine Krone 
nehme!
12. Wer berwindet den will ich machen zum Pfeiler in dem Tempel meines 
Gottes, und soll nicht mehr hinausgehen. Und will auf ihn schreiben den 
Namen meines Gottes und den Namen des neuen Jerusalem, der Stadt meines 
Gottes, die vom Himmel herniederkommt, von meinem Gott, und meinen Namen, 
den neuen.
13. Wer Ohren hat, der hre, was der Geist den Gemeinden sagt!
14. Und dem Engel der Gemeinde zu Laodicea schreibe: Das saget Amen, der 
treue und wahrhaftige Zeuge, der Anfang der Kreatur Gottes:
15. Ich wei deine Werke, da du weder kalt noch warm bist. Ach, da du 
kalt oder warm wrest!
16. Weil du aber lau bist und weder kalt noch warm, werde ich dich 
ausspeien aus meinem Munde.
17. Du sprichst: Ich bin reich und habe gar satt und bedarf nichts, und 
weit nicht, da du bist elend und jmmerlich, arm, blind und blo.
18. Ich rate dir, da du Gold von mir kaufest, das mit Feuer durchlutert 
ist, da du reich werdest, und weie Kleider, da du dich antust, und 
nicht offenbaret werde die Schande deiner Ble; und salbe deine Augen mit 
Augensalbe, da du sehen mgest.
19. Welche ich liebhabe, die strafe und zchtige ich. So sei nun fleiig 
und tu Bue!
20. Siehe, ich stehe vor der Tr und klopfe an. So jemand meine Stimme 
hren wird und die Tr auftun, zu dem werde ich eingehen und das Abendmahl 
mit ihm halten und er mit mir.
21. Wer berwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Stuhl zu 
sitzen; wie ich berwunden habe und bin gesessen mit meinem Vater auf 
seinem Stuhl.
22. Wer Ohren hat, der hre, was der Geist den Gemeinden sagt!
Offenbarung 4
1. Danach sah ich, und siehe, eine Tr ward aufgetan im Himmel; und die 
erste Stimme, die ich gehret hatte mit mir reden als eine Posaune, die 
sprach: Steig her; ich will dir zeigen, was nach diesem geschehen soll.
2. Und alsobald war ich im Geist. Und siehe, ein Stuhl ward gesetzt im 
Himmel, und auf dem Stuhl sa einer.
3. Und der da sa, war gleich anzusehen wie der Stein Jaspis und Sardis; 
und ein Regenbogen war um den Stuhl, gleich anzusehen wie ein Smaragd.
4. Und um den Stuhl waren vierundzwanzig Sthle; und auf den Sthlen saen 
vierundzwanzig lteste, mit weien Kleidern angetan, und hatten auf ihren 
Huptern gldene Kronen.
5. Und von dem Stuhl gingen aus Blitze, Donner und Stimmen; und sieben 
Fackeln mit Feuer brannten vor dem Stuhl, welches sind die sieben Geister 
Gottes.
6. Und vor dem Stuhl war ein glsern Meer gleich dem Kristall und mitten 
im Stuhl und um den Stuhl vier Tiere voll Augen, vorne und hinten.
7. Und das erste Tier war gleich einem Lwen, und das andere Tier war 
gleich einem Kalbe, und das dritte hatte ein Antlitz wie ein Mensch und 
das vierte Tier gleich einem fliegenden Adler.
8. Und ein jegliches der vier Tiere hatte sechs Flgel umher, und waren 
inwendig voll Augen; und hatten keine Ruhe Tag und Nacht und sprachen: 
Heilig, heilig, heilig ist Gott, der Herr, der Allmchtige, der da war, 
und der da ist, und der da kommt!
9. Und da die Tiere gaben Preis und Ehre und Dank dem, der auf dem Stuhl 
sa, der da lebet von Ewigkeit zu Ewigkeit,
10. fielen die vierundzwanzig ltesten vor den, der auf dem Stuhl sa, und 
beteten an den, der da lebet von Ewigkeit zu Ewigkeit, und warfen ihre 
Kronen vor den Stuhl und sprachen:
11. Herr, du bist wrdig, zu nehmen Preis und Ehre und Kraft; denn du hast 
alle Dinge geschaffen, und durch deinen Willen haben sie das Wesen und 
sind geschaffen.
Offenbarung 5
1. Und ich sah in der rechten Hand des, der auf dem Stuhl sa, ein Buch, 
geschrieben inwendig und auswendig, versiegelt mit sieben Siegeln.
2. Und ich sah einen starken Engel predigen mit groer Stimme: Wer ist 
wrdig, das Buch aufzutun und seine Siegel zu brechen?
3. Und niemand im Himmel noch auf Erden noch unter der Erde konnte das 
Buch auftun und hineinsehen.
4. Und ich weinete sehr, da niemand wrdig erfunden ward, das Buch 
aufzutun und zu lesen noch hineinzusehen.
5. Und einer von den ltesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es hat 
berwunden der Lwe, der da ist vom Geschlecht Judas, die Wurzel Davids, 
aufzutun das Buch und zu brechen seine sieben Siegel.
6. Und ich sah, und siehe, mitten im Stuhl und den vier Tieren und mitten 
unter den ltesten stund ein Lamm, wie es erwrget wre, und hatte sieben 
Hrner und sieben Augen, welches sind die sieben Geister Gottes, gesandt 
in alle Lande.
7. Und es kam und nahm das Buch aus der rechten Hand des, der auf dem 
Stuhl sa.
8. Und da es das Buch nahm, da fielen die vier Tiere und die 
vierundzwanzig ltesten vor das Lamm und hatten ein jeglicher Harfen und 
gldene Schalen voll Ruchwerks, welches sind die Gebete der Heiligen,
9. und sangen ein neu Lied und sprachen: Du bist wrdig, zu nehmen das 
Buch und aufzutun seine Siegel; denn du bist erwrget und hast uns Gott 
erkauft mit deinem Blut aus allerlei Geschlecht und Zungen und Volk und 
Heiden
10. und hast uns unserm Gott zu Knigen und Priestern gemacht, und wir 
werden Knige sein auf Erden.
11. Und ich sah und hrete eine Stimme vieler Engel um den Stuhl und um 
die Tiere und um die ltesten her; und ihre Zahl war viel tausendmal 
tausend.
12. Und sprachen mit groer Stimme: Das Lamm, das erwrget ist, ist 
wrdig, zu nehmen Kraft und Reichtum und Weisheit und Strke und Ehre und 
Preis und Lob.
13. Und alle Kreatur, die im Himmel ist und auf Erden und unter der Erde 
und im Meer, und alles, was drinnen ist, hrete ich sagen zu dem, der auf 
dem Stuhl sa, und zu dem Lamm: Lob und Ehre und Preis und Gewalt von 
Ewigkeit zu Ewigkeit!
14. Und die vier Tiere sprachen: Amen. Und die vierundzwanzig ltesten 
fielen nieder und beteten an den, der da lebet von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Offenbarung 6
1. Und ich sah, da das Lamm der Siegel eins auftat. Und ich hrete der 
vier Tiere eines sagen als mit einer Donnerstimme: Komm und siehe zu!
2. Und ich sah, und siehe, ein wei Pferd, und der daraufsa, hatte einen 
Bogen; und ihm ward gegeben eine Krone; und er zog aus zu berwinden, und 
da er siegete.
3. Und da es das andere Siegel auftat, hrete ich das andere Tier sagen: 
Komm und siehe zu!
4. Und es ging heraus ein ander Pferd, das war rot; und dem, der 
daraufsa, ward gegeben, den Frieden zu nehmen von der Erde, und da sie 
sich untereinander erwrgten; und ihm ward ein gro Schwert gegeben.
5. Und da es das dritte Siegel auftat, hrete ich das dritte Tier sagen: 
Komm und siehe zu! Und ich sah, und siehe, ein schwarz Pferd, und der 
daraufsa, hatte eine Waage in seiner Hand.
6. Und ich hrete eine Stimme unter den vier Tieren sagen: Ein Ma Weizen 
um einen Groschen und drei Ma Gerste um einen Groschen; und dem le und 
Wein tu kein Leid.
7. Und da es das vierte Siegel auftat, hrete ich die Stimme des vierten 
Tieres sagen: Komm und siehe zu!
8. Und siehe, und ich sah ein fahl Pferd, und der daraufsa, des Name hie 
Tod, und die Hlle folgte ihm nach. Und ihnen ward Macht gegeben, zu tten 
das vierte Teil auf der Erde mit dem Schwert und Hunger und mit dem Tod 
und durch die Tiere auf Erden.
9. Und da es das fnfte Siegel auftat, sah ich unter dem Altar die Seelen 
derer, die erwrget waren um des Wortes Gottes willen und um des 
Zeugnisses willen, das sie hatten.
10. Und sie schrieen mit groer Stimme und sprachen: Herr, du Heiliger und 
Wahrhaftiger, wie lange richtest du und rchst nicht unser Blut an denen, 
die auf der Erde wohnen?
11. Und ihnen wurde gegeben einem jeglichen ein wei Kleid; und ward zu 
ihnen gesagt, da sie ruhten noch eine kleine Zeit, bis da vollends 
dazukmen ihre Mitknechte und Brder, die auch sollten noch gettet werden 
gleich wie sie.
12. Und ich sah, da es das sechste Siegel auftat; und siehe, da ward ein 
groes Erdbeben, und die Sonne ward schwarz wie ein hrener Sack, und der 
Mond ward wie Blut.
13. Und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, gleichwie ein 
Feigenbaum seine Feigen abwirft, wenn er von groem Winde bewegt wird.
14. Und der Himmel entwich wie ein eingewickelt Buch; und alle Berge und 
Inseln wurden bewegt aus ihren rtern.
15. Und die Knige auf Erden und die Obersten und die Reichen und die 
Hauptleute und die Gewaltigen und alle Knechte und alle Freien verbargen 
sich in den Klften und Felsen an den Bergen
16. und sprachen zu den Bergen und Felsen: Fallet auf uns und verbergt uns 
vor dem Angesichte des, der auf dem Stuhl sitzt, und vor dem Zorn des 
Lammes;
17. denn es ist kommen der groe Tag seines Zorns, und wer kann bestehen?
Offenbarung 7
1. Und danach sah ich vier Engel stehen auf den vier Ecken der Erde, die 
hielten die vier Winde der Erde, auf da kein Wind ber die Erde bliese 
noch ber das Meer noch ber einigen Baum.
2. Und ich sah einen andern Engel aufsteigen von der Sonne Aufgang, der 
hatte das Siegel des lebendigen Gottes und schrie mit groer Stimme zu den 
vier Engeln, welchen gegeben ist, zu beschdigen die Erde und das Meer.
3. Und er sprach: Beschdiget die Erde nicht noch das Meer noch die Bume, 
bis da wir versiegeln die Knechte unsers Gottes an ihren Stirnen.
4. Und ich hrete die Zahl derer, die versiegelt wurden, 
hundertvierundvierzigtausend, die versiegelt waren von allen Geschlechtern 
der Kinder Israel:
5. von dem Geschlechte Juda zwlftausend versiegelt; von dem Geschlechte 
Ruben zwlftausend versiegelt; von dem Geschlechte Gad zwlftausend 
versiegelt;
6. von dem Geschlechte Asser zwlftausend versiegelt; von dem Geschlechte 
Naphthali zwlftausend versiegelt; von dem Geschlechte Manasse 
zwlftausend versiegelt;
7. von dem Geschlechte Simeon zwlftausend versiegelt; von dem Geschlechte 
Levi zwlftausend versiegelt; von dem Geschlechte Isaschar zwlftausend 
versiegelt;
8. von dem Geschlechte Sebulon zwlftausend versiegelt; von dem 
Geschlechte Joseph zwlftausend versiegelt; von dem Geschlechte Benjamin 
zwlftausend versiegelt.
9. Danach sah ich, und siehe, eine groe Schar, welche niemand zhlen 
konnte, aus allen Heiden und Vlkern und Sprachen vor dem Stuhl stehend 
und vor dem Lamm, angetan mit weien Kleidern und Palmen in ihren Hnden,
10. schrieen mit groer Stimme und sprachen: Heil sei dem, der auf dem 
Stuhl sitzt, unserm Gott, und dem Lamm!
11. Und alle Engel stunden um den Stuhl und um die ltesten und um die 
vier Tiere und fielen vor dem Stuhl auf ihr Angesicht und beteten Gott an
12. und sprachen: Amen! Lob und Ehre und Weisheit und Dank und Preis und 
Kraft und Strke sei unserm Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
13. Und es antwortete der ltesten einer und sprach zu mir: Wer sind 
diese, mit den weien Kleidern angetan, und woher sind sie kommen?
14. Und ich sprach zu ihm: Herr, du weit es. Und er sprach zu mir: Diese 
sinds, die kommen sind aus groer Trbsal und haben ihre Kleider 
gewaschen und haben ihre Kleider hell gemacht im Blut des Lammes.
15. Darum sind sie vor dem Stuhl Gottes und dienen ihm Tag und Nacht in 
seinem Tempel. Und der auf dem Stuhl sitzt, wird ber ihnen wohnen.
16. Sie wird nicht mehr hungern noch drsten; es wird auch nicht auf sie 
fallen die Sonne oder irgend eine Hitze.
17. Denn das Lamm mitten im Stuhl wird sie weiden und leiten zu den 
lebendigen Wasserbrunnen; und Gott wird abwischen alle Trnen von ihren 
Augen.
Offenbarung 8
1. Und da es das siebente Siegel auftat, ward eine Stille in dem Himmel 
bei einer halben Stunde.
2. Und ich sah sieben Engel, die da traten vor Gott, und ihnen wurden 
sieben Posaunen gegeben.
3. Und ein anderer Engel kam und trat an den Altar und hatte ein glden 
Ruchfa; und ihm ward viel Ruchwerks gegeben, da er gbe zum Gebet 
aller Heiligen auf den gldenen Altar vor dem Stuhl.
4. Und der Rauch des Ruchwerks vom Gebet der Heiligen ging auf von der 
Hand des Engels vor Gott.
5. Und der Engel nahm das Ruchfa und fllete es mit Feuer vom Altar und 
schttete es auf die Erde. Und da geschahen Stimmen und Donner und Blitze 
und Erdbeben.
6. Und die sieben Engel mit den sieben Posaunen hatten sich gerstet zu 
posaunen.
7. Und der erste Engel posaunete. Und es ward ein Hagel und Feuer, mit 
Blut gemenget, und fiel auf die Erde. Und das dritte Teil der Bume 
verbrannte, und alles grne Gras verbrannte.
8. Und der andere Engel posaunete. Und es fuhr wie ein groer Berg mit 
Feuer brennend ins Meer. Und das dritte Teil des Meeres ward Blut,
9. und das dritte Teil der lebendigen Kreaturen im Meer starb, und das 
dritte Teil der Schiffe wurde verderbet.
10. Und der dritte Engel posaunete. Und es fiel ein groer Stern vom 
Himmel; der brannte wie eine Fackel und fiel auf das dritte Teil der 
Wasserstrme und ber die Wasserbrunnen.
11. Und der Name des Sterns heit Wermut; und das dritte Teil ward Wermut. 
Und viel Menschen starben von den Wassern, da sie waren so bitter worden.
12. Und der vierte Engel posaunete. Und es ward geschlagen das dritte Teil 
der Sonne und das dritte Teil des Mondes und das dritte Teil der Sterne, 
da ihr drittes Teil verfinstert ward, und der Tag das dritte Teil nicht 
schien und die Nacht desselbigengleichen.
13. Und ich sah und hrete einen Engel fliegen mitten durch den Himmel und 
sagen mit groer Stimme: Wehe, wehe, wehe denen, die auf Erden wohnen, vor 
den andern Stimmen der Posaune der drei Engel, die noch posaunen sollen!
Offenbarung 9
1. Und der fnfte Engel posaunete. Und ich sah einen Stern, gefallen vom 
Himmel auf die Erde, und ihm ward der Schlssel zum Brunnen des Abgrunds 
gegeben.
2. Und er tat den Brunnen des Abgrunds auf. Und es ging auf ein Rauch aus 
dem Brunnen wie ein Rauch eines groen Ofens; und es ward verfinstert die 
Sonne und die Luft von dem Rauch des Brunnens.
3. Und aus dem Rauch kamen Heuschrecken auf die Erde. Und ihnen ward Macht 
gegeben, wie die Skorpione auf Erden Macht haben.
4. Und es ward zu ihnen gesagt, da sie nicht beleidigten das Gras auf 
Erden noch kein Grnes noch keinen Baum, sondern allein die Menschen, die 
nicht haben das Siegel Gottes an ihren Stirnen.
5. Und es ward ihnen gegeben, da sie nicht tteten, sondern sie quleten 
fnf Monden lang; und ihre Qual war wie eine Qual vom Skorpion, wenn er 
einen Menschen hauet.
6. Und in denselbigen Tagen werden die Menschen den Tod suchen und nicht 
finden; werden begehren zu sterben, und der Tod wird von ihnen fliehen.
7. Und die Heuschrecken sind gleich den Rossen, die zum Kriege bereit 
sind; und auf ihrem Haupt wie Kronen dem Golde gleich und ihr Antlitz 
gleich der Menschen Antlitz.
8. Und hatten Haar wie Weiberhaar, und ihre Zhne waren wie der Lwen.
9. Und hatten Panzer wie eiserne Panzer; und das Rasseln ihrer Flgel wie 
das Rasseln an den Wagen vieler Rosse, die in den Krieg laufen.
10. Und hatten Schwnze gleich den Skorpionen, und es waren Stacheln an 
ihren Schwnzen; und ihre Macht war, zu beleidigen die Menschen fnf 
Monden lang.
11. Und hatten ber sich einen Knig, einen Engel aus dem Abgrund; des 
Name heit auf hebrisch Abaddon, und auf griechisch hat er den Namen 
Apollyon.
12. Ein Wehe ist dahin; siehe, es kommen noch zwei Wehe nach dem.
13. Und der sechste Engel posaunete. Und ich hrete eine Stimme aus den 
vier Ecken des gldenen Altars vor Gott,
14. die sprach zu dem sechsten Engel, der die Posaune hatte: Lse auf die 
vier Engel, gebunden an dem groen Wasserstrom Euphrat.
15. Und es wurden die vier Engel los, die bereit waren auf eine Stunde und 
auf einen Tag und auf einen Monden und auf ein Jahr, da sie tteten das 
dritte Teil der Menschen.
16. Und die Zahl des reisigen Zeuges war viel tausendmal tausend; und ich 
hrete ihre Zahl.
17. Und also sah ich die Rosse im Gesichte, und die daraufsaen, da sie 
hatten feurige und gelbe und schwefelige Panzer; und die Hupter der Rosse 
wie die Hupter der Lwen; und aus ihrem Munde ging Feuer und Rauch und 
Schwefel.
18. Von diesen dreien ward gettet der dritte Teil der Menschen von dem 
Feuer und Rauch und Schwefel, der aus ihrem Munde ging.
19. Denn ihre Macht war in ihrem Munde, und ihre Schwnze waren den 
Schlangen gleich, und hatten Hupter, und mit denselbigen taten sie 
Schaden.
20. Und blieben noch Leute, die nicht gettet wurden von diesen Plagen 
noch, Bue taten fr die Werke ihrer Hnde, da sie nicht anbeteten die 
Teufel und die gldenen, silbernen, ehernen, steinernen und hlzernen 
Gtzen, welche weder sehen noch hren noch wandeln knnen,
21. die auch nicht Bue taten fr ihre Morde, Zauberei, Hurerei und 
Dieberei.
Offenbarung 10
1. Und ich sah einen andern starken Engel vom Himmel herabkommen, der war 
mit einer Wolke bekleidet, und ein Regenbogen auf seinem Haupt und sein 
Antlitz wie die Sonne und seine Fe wie die Feuerpfeiler.
2. Und er hatte in seiner Hand ein Bchlein aufgetan; und er setzte seinen 
rechten Fu auf das Meer und den linken auf die Erde.
3. Und er schrie mit groer Stimme wie ein Lwe brllet; und da er schrie, 
redeten sieben Donner ihre Stimmen.
4. Und da die sieben Donner ihre Stimmen geredet hatten, wollte ich sie 
schreiben. Da hrete ich eine Stimme vom Himmel sagen zu mir: Versiegle, 
was die sieben Donner geredet haben; dieselbigen schreibe nicht.
5. Und der Engel, den ich sah stehen auf dem Meer und auf der Erde, hub 
seine Hand auf gen Himmel
6. und schwur bei dem Lebendigen von Ewigkeit zu Ewigkeit, der den Himmel 
geschaffen hat, und was darinnen ist, und die Erde, und was darinnen ist, 
und das Meer, und was darinnen ist, da hinfort keine Zeit mehr sein soll,
7. sondern in den Tagen der Stimme des siebenten Engels, wenn er posaunen 
wird, so soll vollendet werden das Geheimnis Gottes, wie er hat 
verkndiget seinen Knechten und Propheten.
8. Und ich hrete eine Stimme vom Himmel abermal mit mir reden und sagen: 
Gehe hin, nimm das offene Bchlein von der Hand des Engels, der auf dem 
Meer und auf der Erde stehet.
9. Und ich ging hin zum Engel und sprach zu ihm: Gib mir das Bchlein! Und 
er sprach zu mir: Nimm hin und verschlinge es; und es wird dich im Bauch 
grimmen, aber in deinem Munde wirds s sein wie Honig;
10. Und ich nahm das Bchlein von der Hand des Engels und verschlang es; 
und es war s in meinem Munde wie Honig; und da ichs gegessen hatte, 
grimmete michs im Bauch.
11. Und er sprach zu mir: Du mut abermal weissagen den Vlkern und Heiden 
und Sprachen und vielen Knigen.
Offenbarung 11
1. Und es ward mir ein Rohr gegeben, einem Stecken gleich, und sprach: 
Stehe auf und mi den Tempel Gottes und den Altar, und die darinnen 
anbeten.
2. Aber den innern Chor des Tempels wirf hinaus und mi ihn nicht; denn er 
ist den Heiden gegeben; und die heilige Stadt werden sie zertreten 
zweiundvierzig Monden.
3. Und ich will meine zween Zeugen geben, und sie sollen weissagen tausend 
zweihundertundsechzig Tage, angetan mit Scken.
4. Diese sind zween lbume und zwo Fackeln, stehend vor dem Gott der Erde.
5. Und so jemand sie will beleidigen, so gehet das Feuer aus ihrem Munde 
und verzehret ihre Feinde; und so jemand sie will beleidigen, der mu also 
gettet werden.
6. Diese haben Macht, den Himmel zu verschlieen, da es nicht regne in 
den Tagen ihrer Weissagung; und haben Macht ber das Wasser, zu wandeln in 
Blut und zu schlagen die Erde mit allerlei Plage, so oft sie wollen.
7. Und wenn sie ihr Zeugnis geendet haben, so wird das Tier, das aus dem 
Abgrund aufsteiget, mit ihnen einen Streit halten und wird sie berwinden 
und wird sie tten.
8. Und ihre Leichname werden liegen auf der Gasse der groen Stadt, die da 
heit geistlich die Sodom und gypten, da unser Herr gekreuziget ist.
9. Und es werden ihre Leichname etliche von den Vlkern und Geschlechtern 
und Sprachen drei Tage und einen halben sehen; und werden ihre Leichname 
nicht lassen in Grber legen.
10. Und die auf Erden wohnen, werden sich freuen ber sie und wohlleben 
und Geschenke untereinander senden; denn diese zween Propheten quleten; 
die auf Erden wohneten.
11. Und nach dreien Tagen und einem halben fuhr in sie der Geist des 
Lebens von Gott, und sie traten auf ihre Fe; und eine groe Furcht fiel 
ber die, so sie sahen.
12. Und sie hreten eine groe Stimme vom Himmel zu ihnen sagen: Steiget 
herauf! Und sie stiegen auf in den Himmel in einer Wolke; und es sahen sie 
ihre Feinde.
13. Und zu derselbigen Stunde ward ein gro Erdbeben, und das zehnte Teil 
der Stadt fiel; und wurden gettet in dem Erdbeben siebentausend Namen der 
Menschen; und die andern erschraken und gaben Ehre dem Gott des Himmels.
14. Das andere Wehe ist dahin; siehe, das dritte Wehe kommt schnell!
15. Und der siebente Engel posaunete. Und es wurden groe Stimmen im 
Himmel, die sprachen: Es sind die Reiche der Welt unsers Herrn und seines 
Christus worden; und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.
16. Und die vierundzwanzig ltesten, die vor Gott auf ihren Sthlen saen 
fielen auf ihr Angesicht und beteten Gott an.
17. Und sprachen: Wir danken dir, Herr, allmchtiger Gott, der du bist und 
warst und knftig bist, da du hast angenommen deine groe Kraft und 
herrschest.
18. Und die Heiden sind zornig worden, und es ist kommen dein Zorn und die 
Zeit der Toten, zu richten und zu geben den Lohn deinen Knechten, den 
Propheten, und den Heiligen und denen, die deinen Namen frchten, den 
Kleinen und den Groen, und zu verderben, die die Erde verderbet haben.
19. Und der Tempel Gottes ward aufgetan im Himmel, und die Arche seines 
Testaments ward in seinem Tempel gesehen; und es geschahen Blitze und 
Stimmen und Donner und Erdbeben und ein groer Hagel.
Offenbarung 12
1. Und es erschien ein gro Zeichen im Himmel: ein Weib, mit der Sonne 
bekleidet, und der Mond unter ihren Fen und auf ihrem Haupt eine Krone 
von zwlf Sternen.
2. Und sie war schwanger und schrie und war in Kindesnten und hatte groe 
Qual zur Geburt.
3. Und es erschien ein ander Zeichen im Himmel; und siehe, ein groer, 
roter Drache, der hatte sieben Hupter und zehn Hrner und auf seinen 
Huptern sieben Kronen.
4. Und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne und warf sie auf die 
Erde. Und der Drache trat vor das Weib, die gebren sollte, auf da, wenn 
sie geboren htte, er ihr Kind fre.
5. Und sie gebar einen Sohn, ein Knblein, der alle Heiden sollte weiden 
mit der eisernen Rute; und ihr Kind ward entrckt zu Gott und seinem Stuhl.
6. Und das Weib entfloh in die Wste, da sie hatte einen Ort bereit von 
Gott, da sie daselbst ernhret wrde tausend zweihundertundsechzig Tage.
7. Und es erhub sich ein Streit im Himmel: Michael und seine Engel 
stritten mit dem Drachen. Und der Drache stritt und seine Engel
8. und siegeten nicht; auch ward ihre Sttte nicht mehr funden im Himmel.
9. Und es ward ausgeworfen der groe Drache, die alte Schlange, die da 
heit der Teufel und Satanas, der die ganze Welt verfhret; und ward 
geworfen auf die Erde; und seine Engel wurden auch dahin geworfen.
10. Und ich hrete eine groe Stimme, die sprach im Himmel: Nun ist das 
Heil und die Kraft und das Reich und die Macht unsers Gottes, seines 
Christus worden, weil der Verklger unserer Brder verworfen ist, der sie 
verklaget Tag und Nacht vor Gott.
11. Und sie haben ihn berwunden durch des Lammes Blut und durch das Wort 
ihres Zeugnisses; und haben ihr Leben nicht geliebet bis an den Tod.
12. Darum freuet euch, ihr Himmel, und die darinnen wohnen! Wehe denen, 
die auf Erden wohnen und auf dem Meer; denn der Teufel kommt zu euch hinab 
und hat einen groen Zorn und wei, da er wenig Zeit hat.
13. Und da der Drache sah, da er verworfen war auf die Erde, verfolgete 
er das Weib, die das Knblein geboren hatte.
14. Und es wurden dem Weibe zween Flgel gegeben wie eines groen Adlers, 
da sie in die Wste flge an ihren Ort, da sie ernhret wrde eine Zeit 
und zwo Zeiten und eine halbe Zeit vor dem Angesichte der Schlange.
15. Und die Schlange scho nach dem Weibe aus ihrem Munde ein Wasser wie 
ein Strom, da er sie ersufete.
16. Aber die Erde half dem Weibe und tat ihren Mund auf und verschlang den 
Strom, den der Drache aus seinem Munde scho.
17. Und der Drache ward zornig ber das Weib und ging hin, zu streiten mit 
den brigen von ihrem Samen, die da Gottes Gebote halten und haben das 
Zeugnis Jesu Christi.
Offenbarung 13
1. Und ich trat an den Sand des Meeres. Und sah ein Tier aus dem Meer 
steigen, das hatte sieben Hupter und zehn Hrner und auf seinen Hrnern 
zehn Kronen und auf seinen Huptern Namen der Lsterung.
2. Und das Tier, das ich sah, war gleich einem Pardel und seine Fe als 
Brenfe und sein Mund eines Lwen Mund. Und der Drache gab ihm seine 
Kraft und seinen Stuhl und groe Macht.
3. Und ich sah seiner Hupter eines, als wre es tdlich wund; und seine 
tdliche Wunde ward heil. Und der ganze Erdboden verwunderte sich des 
Tieres.
4. Und beteten den Drachen an, der dem Tier die Macht gab, und beteten das 
Tier an und sprachen: Wer ist dem Tier gleich? und wer kann mit ihm 
kriegen?
5. Und es ward ihm gegeben ein Mund, zu reden groe Dinge und Lsterung; 
und ward ihm gegeben, da es mit ihm whrete zweiundvierzig Monden lang.
6. Und es tat seinen Mund auf zur Lsterung gegen Gott, zu lstern seinen 
Namen und seine Htte, und die im Himmel wohnen.
7. Und ward ihm gegeben, zu streiten mit den Heiligen und sie zu 
berwinden. Und ihm ward gegeben Macht ber alle Geschlechter und Sprachen 
und Heiden.
8. Und alle, die auf Erden wohnen, beten es an, deren Namen nicht 
geschrieben sind in dem lebendigen Buch des Lammes, das erwrget ist von 
Anfang der Welt.
9. Hat jemand Ohren, der hre!
10. So jemand in das Gefngnis fhret, der wird in das Gefngnis gehen; so 
jemand mit dem Schwert ttet, der mu mit dem Schwert gettet werden. Hier 
ist Geduld und Glaube der Heiligen.
11. Und ich sah ein ander Tier aufsteigen von der Erde; und hatte zwei 
Hrner gleichwie das Lamm und redete wie der Drache.
12. Und es tut alle Macht des ersten Tieres vor ihm; und es macht, da die 
Erde, und die darauf wohnen, anbeten das erste Tier, welches tdliche 
Wunde heil worden war.
13. Und tut groe Zeichen, da es auch macht Feuer vom Himmel fallen vor 
den Menschen;
14. und verfhret, die auf Erden wohnen, um der Zeichen willen, die ihm 
gegeben sind, zu tun vor dem Tier; und sagt denen, die auf Erden wohnen, 
da sie dem Tier ein Bild machen sollen, das die Wunde vom Schwert hatte 
und lebendig worden war.
15. Und es ward ihm gegeben, da es dem Bilde des Tieres den Geist gab, 
da des Tieres Bild redete; und da es machte, da, welche nicht des 
Tieres Bild anbeteten, erttet wrden.
16. Und machte allesamt, die Kleinen und Groen, die Reichen und Armen, 
die Freien und Knechte, da es ihnen ein Malzeichen gab an ihre rechte 
Hand oder an ihre Stirn,
17. da niemand kaufen oder verkaufen kann, er habe denn das Malzeichen 
oder den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.
18. Hier ist Weisheit. Wer Verstand hat, der berlege die Zahl des Tieres; 
denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist sechshundert und 
sechsundsechzig.
Offenbarung 14
1. Und ich sah ein Lamm stehen auf dem Berge Zion und mit ihm 
hundertvierundvierzigtausend, die hatten den Namen seines Vaters 
geschrieben an ihrer Stirn.
2. Und hrete eine Stimme vom Himmel als eines groen Wassers und wie eine 
Stimme eines groen Donners; und die Stimme, die ich hrete, war als der 
Harfenspieler, die auf ihren Harfen spielen.
3. Und sangen wie ein neu Lied vor dem Stuhl und vor den vier Tieren und 
den ltesten; und niemand konnte das Lied lernen ohne die 
hundertvierundvierzigtausend, die erkauft sind von der Erde.
4. Diese sinds, die mit Weibern nicht befleckt sind; denn sie sind 
Jungfrauen und folgen dem Lamm nach, wo es hingehet. Diese sind erkauft 
aus den Menschen zu Erstlingen Gott und dem Lamm.
5. Und in ihrem Munde ist kein Falsches funden; denn sie sind unstrflich 
vor dem Stuhl Gottes.
6. Und ich sah einen Engel fliegen mitten durch den Himmel, der hatte ein 
ewig Evangelium, zu verkndigen denen, die auf Erden sitzen und wohnen, 
und allen Heiden und Geschlechtern und Sprachen und Vlkern;
7. und sprach mit groer Stimme: Frchtet Gott und gebet ihm die Ehre; 
denn die Zeit seines Gerichts ist kommen; und betet an den, der gemacht 
hat Himmel und Erde und Meer und die Wasserbrunnen!
8. Und ein anderer Engel folgete nach, der sprach: Sie ist gefallen, sie 
ist gefallen, Babylon, die groe Stadt; denn sie hat mit dem Wein ihrer 
Hurerei getrnket alle Heiden.
9. Und der dritte Engel folgete diesem nach und sprach mit groer Stimme: 
So jemand das Tier anbetet und sein Bild und nimmt das Malzeichen an seine 
Stirn oder an seine Hand,
10. der wird von dem Wein der Zornes Gottes trinken, der eingeschenket und 
lauter ist in seines Zornes Kelch; und wird gequlet werden mit Feuer und 
Schwefel vor den heiligen Engeln und vor dem Lamm.
11. Und der Rauch ihrer Qual wird aufsteigen von Ewigkeit zu Ewigkeit; und 
sie haben keine Ruhe Tag und Nacht, die das Tier haben angebetet und sein 
Bild, und so jemand hat das Malzeichen seines Namens angenommen.
12. Hier ist Geduld der Heiligen; hier sind, die da halten die Gebote 
Gottes und den Glauben an Jesum.
13. Und ich hrete eine Stimme vom Himmel zu mir sagen: Schreibe: Selig 
sind die Toten, die in dem Herrn sterben, von nun an. Ja, der Geist 
spricht, da sie ruhen von ihrer Arbeit; denn ihre Werke folgen ihnen nach.
14. Und ich sah, und siehe, eine weie Wolke, und auf der Wolke sitzen 
einen, der gleich war eines Menschen Sohn; der hatte eine gldene Krone 
auf seinem Haupt und in seiner Hand eine scharfe Sichel.
15. Und ein anderer Engel ging aus dem Tempel und schrie mit groer Stimme 
zu dem, der auf der Wolke sa: Schlage an mit deiner Sichel und ernte; 
denn die Zeit zu ernten ist kommen; denn die Ernte der Erde ist drre 
worden.
16. Und der auf der Wolke sa, schlug an mit seiner Sichel an die Erde; 
und die Erde ward geerntet.
17. Und ein anderer Engel ging aus dem Tempel im Himmel, der hatte eine 
scharfe Hippe.
18. Und ein anderer Engel ging aus dem Altar, der hatte Macht ber das 
Feuer und rief mit groem Geschrei zu dem, der die scharfe Hippe hatte, 
und sprach: Schlag an mit deiner scharfen Hippe und schneide die Trauben 
auf Erden; denn ihre Beeren sind reif.
19. Und der Engel schlug an mit seiner Hippe an die Erde und schnitt die 
Reben der Erde und warf sie in die groe Kelter des Zornes Gottes.
20. Und die Kelter ward auer der Stadt gekeltert; und das Blut ging von 
der Kelter bis an die Zume der Pferde, durch tausend sechshundert 
Feldwegs.
Offenbarung 15
1. Und ich sah ein ander Zeichen im Himmel, das war gro und wundersam: 
sieben Engel, die hatten die letzten sieben Plagen; denn mit denselbigen 
ist vollendet der Zorn Gottes.
2. Und sah als ein glsern Meer, mit Feuer gemenget; und die den Sieg 
behalten hatten an dem Tier und seinem Bilde und seinem Malzeichen und 
seines Namens Zahl, da sie stunden an dem glsernen Meer und hatten 
Gottes Harfen.
3. Und sangen das Lied Moses, des Knechts Gottes, und das Lied des Lammes 
und sprachen: Gro und wundersam sind deine Werke, Herr, allmchtiger 
Gott; gerecht und wahrhaftig sind deine Wege, du Knig der Heiligen!
4. Wer soll dich nicht frchten, Herr, und deinen Namen preisen? Denn du 
bist allein heilig. Denn alle Heiden werden kommen und anbeten vor dir; 
denn deine Urteile sind offenbar worden.
5. Danach sah ich, und siehe, da ward aufgetan der Tempel der Htte des 
Zeugnisses im Himmel.
6. Und gingen aus dem Tempel die sieben Engel, die die sieben Plagen 
hatten, angetan mit reiner, heller Leinwand, und umgrtet an ihren Brsten 
mit gldenen Grteln.
7. Und eines der vier Tiere gab den sieben Engeln sieben gldene Schalen 
voll Zornes Gottes, der da lebet von Ewigkeit zu Ewigkeit.
8. Und der Tempel ward voll Rauchs vor der Herrlichkeit Gottes und vor 
seiner Kraft; und niemand konnte in den Tempel gehen, bis da die sieben 
Plagen der sieben Engel vollendet wurden.
Offenbarung 16
1. Und ich hrete eine groe Stimme aus dem Tempel, die sprach zu den 
sieben Engeln: Gehet hin und gieet aus die Schalen des Zornes Gottes auf 
die Erde.
2. Und der erste ging hin und go seine Schale aus auf die Erde. Und es 
ward eine bse und arge Drse an den Menschen, die das Malzeichen des 
Tieres hatten, und die sein Bild anbeteten.
3. Und der andere Engel go aus seine Schale ins Meer. Und es ward Blut, 
als eines Toten; und alle lebendigen Seelen starben in dem Meer.
4. Und der dritte Engel go aus seine Schale in die Wasserstrme und in 
die Wasserbrunnen. Und es ward Blut.
5. Und ich hrete den Engel sagen: Herr, du bist gerecht, der da ist, und 
der da war, und heilig, da du solches geurteilt hast.
6. Denn sie haben das Blut der Heiligen und der Propheten vergossen, und 
Blut hast du ihnen zu trinken gegeben; denn sie sinds wert.
7. Und ich hrete einen andern Engel aus dem Altar sagen: Ja, Herr, 
allmchtiger Gott, deine Gerichte sind wahrhaftig und gerecht.
8. Und der vierte Engel go aus seine Schale in die Sonne, und ward ihm 
gegeben, den Menschen hei zu machen mit Feuer.
9. Und den Menschen ward hei vor groer Hitze, und lsterten den Namen 
Gottes, der Macht hat ber diese Plagen; und taten nicht Bue, ihm die 
Ehre zu geben.
10. Und der fnfte Engel go aus seine Schale auf den Stuhl des Tieres. 
Und sein Reich ward verfinstert; und sie zerbissen ihre Zungen vor 
Schmerzen
11. und lsterten Gott im Himmel vor ihren Schmerzen und vor ihren Drsen; 
und taten nicht Bue fr ihre Werke.
12. Und der sechste Engel go aus seine Schale auf den groen Wasserstrom 
Euphrat; und das Wasser vertrocknete, auf da bereitet wrde der Weg den 
Knigen vom Aufgang der Sonne.
13. Und ich sah aus dem Munde des Drachen und aus dem Munde des Tieres und 
aus dem Munde des falschen Propheten drei unreine Geister gehen gleich den 
Frschen.
14. Und sind Geister der Teufel; die tun Zeichen und gehen aus zu den 
Knigen auf Erden und auf den ganzen Kreis der Welt, sie zu versammeln in 
den Streit auf jenen groen Tag Gottes, des Allmchtigen.
15. Siehe, ich komme wie ein Dieb! Selig ist, der da wachet und hlt seine 
Kleider, da er nicht blo wandele, und man nicht seine Schande sehe.
16. Und er hat sie versammelt an einen Ort, der da heit auf hebrisch 
Harmageddon.
17. Und der siebente Engel go aus seine Schale in die Luft. Und es ging 
aus eine Stimme vom Himmel aus dem Stuhl, die sprach: Es ist geschehen.
18. Und es wurden Stimmen und Donner und Blitze; und ward ein groes 
Erdbeben, da solches nicht gewesen ist, seit der Zeit Menschen auf Erden 
gewesen sind, solches Erdbeben also gro.
19. Und aus der groen Stadt wurden drei Teile, und die Stdte der Heiden 
fielen. Und Babylon, der groen, ward gedacht vor Gott, ihr zu geben den 
Kelch des Weins von seinem grimmigen Zorn.
20. Und alle Inseln entflohen, und keine Berge wurden funden.
21. Und ein groer Hagel als ein Zentner fiel vom Himmel auf die Menschen. 
Und die Menschen lsterten Gott ber der Plage des Hagels; denn seine 
Plage ist sehr gro.
Offenbarung 17
1. Und es kam einer von den sieben Engeln, die die sieben Schalen hatten, 
redete mit mir und sprach zu mir: Komm, ich will dir zeigen das Urteil der 
groen Hure, die da auf vielen Wassern sitzt,
2. mit welcher gehuret haben die Knige auf Erden, und die da wohnen auf 
Erden, trunken worden sind von dem Wein ihrer Hurerei.
3. Und er brachte mich im Geist in die Wste. Und ich sah das Weib sitzen 
auf einem rosinfarbenen Tier; das war voll Namen der Lsterung und hatte 
sieben Hupter und zehn Hrner.
4. Und das Weib war bekleidet mit Scharlach und Rosinfarbe und bergldet 
mit Golde und Edelgestein und Perlen und hatte einen gldenen Becher in 
der Hand voll Greuels und Unsauberkeit ihrer Hurerei;
5. und an ihrer Stirn geschrieben den Namen, das Geheimnis: Die groe 
Babylon, die Mutter der Hurerei und aller Greuel auf Erden.
6. Und ich sah das Weib trunken von dem Blut der Heiligen und von dem Blut 
der Zeugen Jesu. Und ich verwunderte mich sehr, da ich sie sah.
7. Und der Engel sprach zu mir: Warum verwunderst du dich? Ich will dir 
sagen das Geheimnis von dem Weibe und von dem Tier, das sie trgt, und hat 
sieben Hupter und zehn Hrner.
8. Das Tier, das du gesehen hast, ist gewesen und ist nicht und wird 
wiederkommen aus dem Abgrund und wird fahren in die Verdammnis, und werden 
sich verwundern, die auf Erden wohnen (deren Namen nicht geschrieben 
stehen in dem Buch des Lebens von Anfang der Welt), wenn sie sehen das 
Tier, da es gewesen ist und nicht ist, wiewohl es doch ist.
9. Und hier ist der Sinn, da Weisheit zu gehret. Die sieben Hupter sind 
sieben Berge, auf welchen das Weib sitzt, und sind sieben Knige.
10. Fnf sind gefallen, und einer ist, und der andere ist noch nicht 
kommen, und wenn er kommt, mu er eine kleine Zeit bleiben.
11. Und das Tier, das gewesen ist und nicht ist, das ist der achte und ist 
von den sieben und fhrt in die Verdammnis.
12. Und die zehn Hrner, die du gesehen hast, das sind zehn Knige, die 
das Reich noch nicht empfangen haben; aber wie Knige werden sie eine Zeit 
Macht empfangen mit dem Tier.
13. Diese haben eine Meinung und werden ihre Kraft und Macht geben dem 
Tier.
14. Diese werden streiten mit dem Lamm, und das Lamm wird sie berwinden; 
denn es ist der Herr aller Herren und der Knig aller Knige; und mit ihm 
die Berufenen und Auserwhlten und Glubigen.
15. Und er sprach zu mir: Die Wasser, die du gesehen hast, da die Hure 
sitzt, sind Vlker und Scharen und Heiden und Sprachen.
16. Und die zehn Hrner, die du gesehen hast auf dem Tier, die werden die 
Hure hassen und werden sie wste machen und blo und werden ihr Fleisch 
essen und werden sie mit Feuer verbrennen.
17. Denn Gott hats ihnen gegeben in ihr Herz, zu tun seine Meinung und zu 
tun einerlei Meinung und zu geben ihr Reich dem Tier, bis da vollendet 
werden die Worte Gottes.
18. Und das Weib, das du gesehen hast, ist die groe Stadt, die das Reich 
hat ber die Knige auf Erden.
Offenbarung 18
1. Und danach sah ich einen andern Engel niederfahren vom Himmel, der 
hatte eine groe Macht, und die Erde ward erleuchtet von seiner Klarheit.
2. Und schrie aus Macht mit groer Stimme und sprach: Sie ist gefallen, 
sie ist gefallen, Babylon, die groe, und eine Behausung der Teufel worden 
und ein Behltnis aller unreinen Geister und ein Behltnis aller unreinen 
und feindseligen Vgel.
3. Denn von dem Wein des Zorns ihrer Hurerei haben alle Heiden getrunken; 
und die Knige auf Erden haben mit ihr Hurerei getrieben, und ihre 
Kaufleute sind reich worden von ihrer groen Wollust.
4. Und ich hrete eine andere Stimme vom Himmel, die sprach: Gehet aus von 
ihr, mein Volk, da ihr nicht teilhaftig werdet ihrer Snden, auf da ihr 
nicht empfanget etwas von ihren Plagen;
5. Denn ihre Snden reichen bis in den Himmel, und Gott denkt an ihren 
Frevel.
6. Bezahlet sie, wie sie euch bezahlet hat, und machts ihr zwiefltig 
nach ihren Werken; und mit welchem Kelch sie euch eingeschenket hat, 
schenket ihr zwiefltig ein.
7. Wieviel sie sich herrlich gemacht und ihren Mutwillen gehabt hat, so 
viel schenket ihr Qual und Leid ein. Denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich 
sitze und bin eine Knigin und werde keine Witwe sein, und Leid werde ich 
nicht sehen.
8. Darum werden ihre Plagen auf einen Tag kommen, der Tod, Leid und 
Hunger; mit Feuer wird sie verbrannt werden. Denn stark ist Gott der Herr, 
der sie richten wird.
9. Und es werden sie beweinen und sich ber sie beklagen die Knige auf 
Erden, die mit ihr gehuret und Mutwillen getrieben haben, wenn sie sehen 
werden den Rauch von ihrem Brande.
10. Und werden von ferne stehen vor Furcht ihrer Qual und sprechen: Wehe, 
wehe, die groe Stadt Babylon, die starke Stadt! Auf eine Stunde ist dein 
Gericht kommen.
11. Und die Kaufleute auf Erden werden weinen und Leid tragen bei sich 
selbst, da ihre Ware niemand mehr kaufen wird,
12. die Ware des Goldes und Silbers und Edelgesteins und die Perlen und 
Seide und Purpur und Scharlach und allerlei Thinenholz und allerlei Gef 
von Elfenbein und allerlei Gef von kstlichem Holz und von Erz und von 
Eisen und von Marmor
13. und Zimt und Thymian und Salben und Weihrauch und Wein und l und 
Semmeln und Weizen und Vieh und Schafe und Pferde und Wagen und Leichname 
und Seelen der Menschen.
14. Und das Obst, daran deine Seele Lust hatte, ist von dir gewichen; und 
alles, was vllig und herrlich war, ist von dir gewichen; und du wirst 
solches nicht mehr finden.
15. Die Kaufleute solcher Ware, die von ihr sind reich worden, werden von 
ferne stehen vor Furcht ihrer Qual, weinen und klagen
16. und sagen: Wehe, wehe! die groe Stadt, die bekleidet war mit Seide 
und Purpur und Scharlach und bergldet war mit Golde und Edelgestein und 
Perlen!
17. Denn in einer Stunde ist verwstet solcher Reichtum. Und alle 
Schiffsherren und der Haufe, die auf den Schiffen hantieren, und 
Schiffsleute, die auf dem Meer hantieren, stunden von ferne
18. und schrieen, da sie den Rauch von ihrem Brande sahen, und sprachen: 
Wer ist gleich der groen Stadt?
19. Und sie warfen Staub auf ihre Hupter und schrieen, weineten und 
klagten und sprachen: Wehe, wehe! die groe Stadt, in welcher reich worden 
sind alle, die da Schiffe im Meer hatten, von ihrer Ware! Denn in einer 
Stunde ist sie verwstet.
20. Freue dich ber sie, Himmel und ihr heiligen Apostel und Propheten! 
Denn Gott hat euer Urteil an ihr gerichtet.
21. Und ein starker Engel hub einen groen Stein auf als einen Mhlstein 
warf ihn ins Meer und sprach: Also wird mit einem Sturm verworfen die 
groe Stadt Babylon und nicht mehr erfunden werden.
22. Und die Stimme der Snger und Saitenspieler, Pfeifer und Posaunen soll 
nicht mehr in dir gehret werden; und kein Handwerksmann einiges Handwerks 
soll mehr in dir erfunden werden; und die Stimme der Mhle soll nicht mehr 
in dir gehret werden;
23. und das Licht der Leuchte soll nicht mehr in dir leuchten; und die 
Stimme des Brutigams und der Braut soll nicht mehr in dir gehret werden; 
denn deine Kaufleute waren Frsten auf Erden; denn durch deine Zauberei 
sind verirret worden alle Heiden.
24. Und das Blut der Propheten und der Heiligen ist in ihr erfunden worden 
und aller derer, die auf Erden erwrget sind.
Offenbarung 19
1. Danach hrete ich eine Stimme groer Scharen im Himmel, die sprachen: 
Halleluja! Heil und Preis, Ehre und Kraft sei Gott, unserm Herrn!
2. Denn wahrhaftig und gerecht sind seine Gerichte, da er die groe Hure 
verurteilet hat, welche die Erde mit ihrer Hurerei verderbet, und hat das 
Blut seiner Knechte von ihrer Hand gercht.
3. Und sprachen zum andernmal: Halleluja! Und der Rauch gehet auf ewiglich.
4. Und die vierundzwanzig ltesten und die vier Tiere fielen nieder und 
beteten an Gott, der auf dem Stuhl sa, und sprachen: Amen Halleluja!
5. Und eine Stimme ging von dem Stuhl: Lobet unsern Gott, alle seine 
Knechte, und die ihn frchten, beide, klein und gro!
6. Und ich hrete eine Stimme einer groen Schar und wie eine Stimme 
groer Wasser und wie eine Stimme starker Donner, die sprachen: Halleluja! 
Denn der allmchtige Gott hat das Reich eingenommen.
7. Lasset uns freuen und frhlich sein und ihm die Ehre geben; denn die 
Hochzeit des Lammes ist kommen, und sein Weib hat sich bereitet.
8. Und es ward ihr gegeben, sich anzutun mit reiner und schner Seide. 
(Die Seide aber ist die Gerechtigkeit der Heiligen.)
9. Und er sprach zu mir: Schreibe: Selig sind, die zum Abendmahl des 
Lammes berufen sind. Und er sprach zu mir: Dies sind wahrhaftige Worte 
Gottes.
10. Und ich fiel vor ihn zu seinen Fen, ihn anzubeten. Und er sprach zu 
mir: Siehe zu, tu es nicht; ich bin dein Mitknecht und deiner Brder und 
derer, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! (Das Zeugnis aber Jesu 
ist der Geist der Weissagung.)
11. Und ich sah den Himmel aufgetan; und siehe, ein wei Pferd, und der 
darauf sa, hie Treu und Wahrhaftig und richtet und streitet mit 
Gerechtigkeit.
12. Und seine Augen sind wie eine Feuerflamme, und auf seinem Haupt viel 
Kronen; und hatte einen Namen geschrieben den niemand wute denn er selbst.
13. Und war angetan mit einem Kleide, das mit Blut besprenget war; und 
sein Name heit Gottes Wort.
14. Und ihm folgete nach das Heer im Himmel auf weien Pferden, angetan 
mit weier und reiner Seide.
15. Und aus seinem Munde ging ein scharf Schwert, da er damit die Heiden 
schlge; und er wird sie regieren mit der eisernen Rute. Und er tritt die 
Kelter des Weins des grimmigen Zornes des allmchtigen Gottes.
16. Und hat einen Namen geschrieben auf seinem Kleid und auf seiner Hfte 
also: Ein Knig aller Knige und ein Herr aller Herren.
17. Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen; und er schrie mit groer 
Stimme und sprach zu allen Vgeln, die unter dem Himmel fliegen: Kommet 
und versammelt euch zu dem Abendmahl des groen Gottes,
18. da ihr esset das Fleisch der Knige und der Hauptleute und das 
Fleisch der Starken und der Pferde und derer, die daraufsitzen, und das 
Fleisch aller Freien und Knechte, beide, der Kleinen und der Groen.
19. Und ich sah das Tier und die Knige auf Erden und ihre Heere 
versammelt, Streit zu halten mit dem, der auf dem Pferde sa, und mit 
seinem Heer.
20. Und das Tier ward gegriffen und mit ihm der falsche Prophet, der die 
Zeichen tat vor ihm, durch welche er verfhrete, die das Malzeichen des 
Tieres nahmen, und die das Bild des Tieres anbeteten; lebendig wurden 
diese beide in den feurigen Pfuhl geworfen, der mit Schwefel brannte.
21. Und die andern wurden erwrget mit dem Schwert des, der auf dem Pferde 
sa, das aus seinem Munde ging. Und alle Vgel wurden satt von ihrem 
Fleisch.
Offenbarung 20
1. Und ich sah einen Engel vom Himmel fahren, der hatte den Schlssel zum 
Abgrund und eine groe Kette in seiner Hand
2. und ergriff den Drachen, die alte Schlange, welche ist der Teufel und 
der Satan, und band ihn tausend Jahre.
3. Und warf ihn in den Abgrund und verschlo ihn und versiegelte oben 
darauf, da er nicht verfhren sollte die Heiden, bis da vollendet wrden 
tausend Jahre; und danach mu er los werden eine kleine Zeit.
4. Und ich sah Sthle, und sie setzten sich darauf, und ihnen ward gegeben 
das Gericht; und die Seelen der Enthaupteten um des Zeugnisses Jesu und um 
des Wortes Gottes willen, und die nicht angebetet hatten das Tier noch 
sein Bild und nicht genommen hatten sein Malzeichen an ihre Stirn und auf 
ihre Hand: diese lebten und regierten mit Christo tausend Jahre.
5. Die andern Toten aber wurden nicht wieder lebendig, bis da tausend 
Jahre vollendet wurden. Dies ist die erste Auferstehung.
6. Selig ist der und heilig, der teilhat an der ersten Auferstehung; ber 
solche hat der andere Tod keine Macht, sondern sie werden Priester Gottes 
und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.
7. Und wenn tausend Jahre vollendet sind, wird der Satanas los werden aus 
seinem Gefngnis
8. und wird ausgehen, zu verfhren die Heiden in den vier Vrtern der Erde, 
den Gog und Magog, sie zu versammeln in einen Streit, welcher Zahl ist wie 
der Sand am Meer.
9. Und sie traten auf die Breite der Erde und umringeten das Heerlager der 
Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel das Feuer von Gott aus dem 
Himmel und verzehrete sie.
10. Und der Teufel, der sie verfhrete, ward geworfen in den feurigen 
Pfuhl und Schwefel, da das Tier und der falsche Prophet war; und werden 
gequlet werden Tag und Nacht von Ewigkeit zu Ewigkeit.
11. Und ich sah einen groen weien Stuhl und den, der darauf sa, vor 
welches Angesicht floh die Erde und der Himmel; und ihnen ward keine 
Sttte gefunden.
12. Und ich sah die Toten, beide, gro und klein, stehen vor Gott. Und die 
Bcher wurden aufgetan; und ein ander Buch ward aufgetan, welches ist des 
Lebens. Und die Toten wurden gerichtet nach der Schrift in den Bchern, 
nach ihren Werken.
13. Und das Meer gab die Toten, die darinnen waren; und der Tod und die 
Hlle gaben die Toten, die darinnen waren. Und sie wurden gerichtet, ein 
jeglicher nach seinen Werken.
14. Und der Tod und die Hlle wurden geworfen in den feurigen Pfuhl. Das 
ist der andere Tod.
15. Und so jemand nicht ward erfunden geschrieben in dem Buch des Lebens, 
der ward geworfen in den feurigen Pfuhl.
Offenbarung 21
1. Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde. Denn der erste 
Himmel und die erste Erde verging, und das Meer ist nicht mehr.
2. Und ich, Johannes, sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, von Gott 
aus dem Himmel herabfahren, zubereitet als eine geschmckte Braut ihrem 
Mann.
3. Und hrete eine groe Stimme von dem Stuhl, die sprach: Siehe da, eine 
Htte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen; und sie 
werden sein Volk sein, und er selbst, Gott mit ihnen, wird ihr Gott sein.
4. Und Gott wird abwischen alle Trnen von ihren Augen. Und der Tod wird 
nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerzen wird mehr sein; 
denn das Erste ist vergangen.
5. Und der auf dem Stuhl sa, sprach: Siehe, ich mache alles neu. Und er 
spricht zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind wahrhaftig und gewi.
6. Und er sprach zu mir: Es ist geschehen. Ich bin das A und das O der 
Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben von dem Brunn des 
lebendigen Wassers umsonst.
7. Wer berwindet der wirds alles ererben; und ich werde sein Gott sein, 
und er wird mein Sohn sein.
8. Den Verzagten aber und Unglubigen, den Greulichen und Totschlgern und 
Hurern und Zauberern und Abgttischen und allen Lgnern, deren Teil wird 
sein in dem Pfuhl, der mit Feuer und Schwefel brennet, welches ist der 
andere Tod.
9. Und es kam zu mir einer von den sieben Engeln, welche die sieben 
Schalen voll hatten der letzten sieben Plagen, und redete mit mir und 
sprach: Komm, ich will dir das Weib zeigen, die Braut des Lammes.
10. Und fhrete mich hin im Geist auf einen groen und hohen Berg und 
zeigte mir die groe Stadt, das heilige Jerusalem, herniederfahren aus dem 
Himmel von Gott.
11. Und hatte die Herrlichkeit Gottes; und ihr Licht war gleich dem 
alleredelsten Stein, einem hellen Jaspis.
12. Und hatte groe und hohe Mauern und hatte zwlf Tore und auf den Toren 
zwlf Engel und Namen geschrieben, welche sind die zwlf Geschlechter der 
Kinder Israel:
13. vom Morgen drei Tore, von Mitternacht drei Tore, vom Mittag drei Tore, 
vom Abend drei Tore.
14. Und die Mauer der Stadt hatte zwlf Grnde und in denselbigen die 
Namen der zwlf Apostel des Lammes.
15. Und der mit mir redete, hatte ein glden Rohr, da er die Stadt messen 
sollte und ihre Tore und Mauern.
16. Und die Stadt liegt viereckig, und ihre Lnge ist so gro als die 
Breite. Und er ma die Stadt mit dem Rohr auf zwlftausend Feldwegs. Die 
Lnge und die Breite und die Hhe der Stadt sind gleich.
17. Und er ma ihre Mauern, hundertvierundvierzig Ellen, nach dem Ma 
eines Menschen, das der Engel hat.
18. Und der Bau ihrer Mauern war von Jaspis und die Stadt von lauterem 
Golde gleich dem reinen Glase.
19. Und die Grnde der Mauern und der Stadt waren geschmckt mit allerlei 
Edelsteinen. Der erste Grund war ein Jaspis; der andere ein Saphir, der 
dritte ein Chalzedonier, der vierte ein Smaragd,
20. der fnfte ein Sardonich, der sechste ein Sardis, der siebente ein 
Chrysolith, der achte ein Beryll, der neunte ein Topasier, der zehnte ein 
Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwlfte ein Amethyst.
21. Und die zwlf Tore waren zwlf Perlen, und ein jeglich Tor war von 
einer Perle. Und die Gassen der Stadt waren lauter Gold, als ein 
durchscheinend Glas.
22. Und ich sah keinen Tempel darinnen; denn der Herr, der allmchtige 
Gott, ist ihr Tempel und das Lamm.
23. Und die Stadt bedarf keiner Sonne noch des Mondes, da sie ihr 
scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre Leuchte 
ist das Lamm.
24. Und die Heiden, die da selig werden, wandeln in demselbigen Licht. Und 
die Knige auf Erden werden ihre Herrlichkeit in dieselbige bringen.
25. Und ihre Tore werden nicht verschlossen des Tages; denn da wird keine 
Nacht sein.
26. Und man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Heiden in sie bringen.
27. Und wird nicht hineingehen irgendein Gemeines, und das da Greuel tut 
und Lgen, sondern die geschrieben sind in dem lebendigen Buch des Lammes.
Offenbarung 22
1. Und er zeigte mir einen lauteren Strom des lebendigen Wassers, klar wie 
ein Kristall; der ging von dem Stuhl Gottes und des Lammes.
2. Mitten auf ihrer Gasse und auf beiden Seiten des Stromes stund Holz des 
Lebens, das trug zwlferlei Frchte und brachte seine Frchte alle Monden; 
und die Bltter des Holzes dieneten zu der Gesundheit der Heiden.
3. Und wird kein Verbannetes mehr sein; und der Stuhl Gottes und des 
Lammes wird darinnen sein; und seine Knechte werden ihm dienen
4. und sehen sein Angesicht; und sein Name wird an ihren Stirnen sein.
5. Und wird keine Nacht da sein, und nicht bedrfen einer Leuchte oder des 
Lichts der Sonne; denn Gott der Herr wird sie erleuchten, und sie werden 
regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit.
6. Und er sprach zu mir: Diese Worte sind gewi und wahrhaftig. Und Gott, 
der Herr der heiligen Propheten, hat seinen Engel gesandt, zu zeigen 
seinen Knechten, was bald geschehen mu.
7. Siehe, ich komme bald! Selig ist, der da hlt die Worte der Weissagung 
in diesem Buch.
8. Und ich bin Johannes, der solches gesehen und gehret hat. Und da ich 
es gehret und gesehen, fiel ich nieder, anzubeten zu den Fen des 
Engels, der mir solches zeigete.
9. Und er spricht zu mir: Siehe zu, tu es nicht; denn ich bin dein 
Mitknecht und deiner Brder, der Propheten, und derer, die da halten die 
Worte dieses Buchs; bete Gott an!
10. Und er spricht zu mir: versiegle nicht die Worte der Weissagung in 
diesem Buch; denn die Zeit ist nahe.
11. Wer bse ist, der sei immerhin bse; und wer unrein ist, der sei 
immerhin unrein. Aber wer fromm ist, der sei immerhin fromm; und wer 
heilig ist, der sei immerhin heilig.
12. Und siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, zu geben einem 
jeglichen, wie seine Werke sein werden.
13. Ich bin das A und das O, der Anfang und das Ende, der Erste und der 
Letzte.
14. Selig sind, die seine Gebote halten, auf da ihre Macht sei an dem 
Holz des Lebens, und zu den Toren eingehen in die Stadt.
15. Denn drauen sind die Hunde und die Zauberer und die Hurer und die 
Totschlger und die Abgttischen und alle, die liebhaben und tun die Lge.
16. Ich, Jesus, habe gesandt meinen Engel, solches euch zu zeugen an die 
Gemeinden. Ich bin die Wurzel des Geschlechts Davids, ein heller 
Morgenstern.
17. Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hret, der 
spreche: Komm! Und wen drstet, der komme; und wer da will, der nehme das 
Wasser des Lebens umsonst.
18. Ich bezeuge aber allen, die da hren die Worte der Weissagung in 
diesem Buch: So jemand dazusetzt, so wird Gott zusetzen auf ihn die 
Plagen, die in diesem Buch geschrieben stehen.
19. Und so jemand davontut von den Worten des Buchs dieser Weissagung, so 
wird Gott abtun sein Teil vom Buch des Lebens und von der heiligen Stadt 
und von dem, was in diesem Buch geschrieben stehet.
20. Es spricht, der solches zeuget: Ja, ich komme bald. Amen. Ja komm, 
Herr Jesu!
21. Die Gnade unsers Herrn Jesu Christi sei mit euch allen! Amen.
