GEN 1:1 Im Anfang schuf Gott den Himmel und die Erde.
GEN 1:2 Und die Erde war wst und leer, und es lag Finsternis auf der 
Tiefe, und der Geist Gottes schwebte ber den Wassern.
GEN 1:3 Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht.
GEN 1:4 Und Gott sah, da das Licht gut war; da schied Gott das Licht von 
der Finsternis;
GEN 1:5 und Gott nannte das Licht Tag, und die Finsternis Nacht. Und es 
ward Abend, und es ward Morgen: der erste Tag.
GEN 1:6 Und Gott sprach: Es soll eine Feste entstehen inmitten der Wasser, 
die bilde eine Scheidewand zwischen den Gewssern!
GEN 1:7 Und Gott machte die Feste und schied das Wasser unter der Feste 
von dem Wasser ber der Feste, da es so ward.
GEN 1:8 Und Gott nannte die Feste Himmel. Und es ward Abend, und es ward 
Morgen: der zweite Tag.
GEN 1:9 Und Gott sprach: Es sammle sich das Wasser unter dem Himmel an 
einen Ort, da man das Trockene sehe! Und es geschah also.
GEN 1:10 Und Gott nannte das Trockene Land; aber die Sammlung der Wasser 
nannte er Meer. Und Gott sah, da es gut war.
GEN 1:11 Und Gott sprach: Es lasse die Erde grnes Gras sprossen und 
Gewchs, das Samen trgt, fruchtbare Bume, deren jeder seine besondere 
Art Frchte bringt, in welcher ihr Same sei auf Erden! Und es geschah also.
GEN 1:12 Und die Erde brachte hervor Gras und Gewchs, das Samen trgt 
nach seiner Art, und Bume, welche Frchte bringen, in welchen ihr Same 
ist nach ihrer Art. Und Gott sah, da es gut war.
GEN 1:13 Und es ward Abend, und es ward Morgen: der dritte Tag.
GEN 1:14 Und Gott sprach: Es seien Lichter an der Himmelsfeste, zur 
Unterscheidung von Tag und Nacht, die sollen zur Bestimmung der Zeiten und 
der Tage und Jahre dienen,
GEN 1:15 und zu Leuchtern an der Himmelsfeste, da sie die Erde 
beleuchten! Und es geschah also.
GEN 1:16 Und Gott machte die zwei groen Lichter, das groe Licht zur 
Beherrschung des Tages und das kleinere Licht zur Beherrschung der Nacht; 
dazu die Sterne.
GEN 1:17 Und Gott setzte sie an die Himmelsfeste, damit sie die Erde 
beleuchteten
GEN 1:18 und den Tag und die Nacht beherrschten und Licht und Finsternis 
unterschieden. Und Gott sah, da es gut war.
GEN 1:19 Und es ward Abend, und es ward Morgen: der vierte Tag.
GEN 1:20 Und Gott sprach: Das Wasser soll wimmeln von einer Flle 
lebendiger Wesen, und es sollen Vgel fliegen ber die Erde, an der 
Himmelsfeste dahin!
GEN 1:21 Und Gott schuf die groen Fische und alles, was da lebt und webt, 
wovon das Wasser wimmelt, nach ihren Gattungen, dazu allerlei Vgel nach 
ihren Gattungen. Und Gott sah, da es gut war.
GEN 1:22 Und Gott segnete sie und sprach: Seid fruchtbar und mehret euch 
und fllet das Wasser im Meere, und das Geflgel mehre sich auf Erden!
GEN 1:23 Und es ward Abend, und es ward Morgen: der fnfte Tag.
GEN 1:24 Und Gott sprach: Die Erde bringe hervor lebendige Wesen nach 
ihrer Art, Vieh, Gewrm und Tiere des Feldes nach ihrer Art! Und es 
geschah also.
GEN 1:25 Und Gott machte die Tiere des Feldes nach ihrer Art und das Vieh 
nach seiner Art. Und Gott sah, da es gut war.
GEN 1:26 Und Gott sprach: Wir wollen Menschen machen nach unserm Bild uns 
hnlich; die sollen herrschen ber die Fische im Meer und ber die Vgel 
des Himmels und ber das Vieh auf der ganzen Erde, auch ber alles, was 
auf Erden kriecht!
GEN 1:27 Und Gott schuf den Menschen ihm zum Bilde, zum Bilde Gottes schuf 
er ihn; mnnlich und weiblich schuf er sie.
GEN 1:28 Und Gott segnete sie und sprach zu ihnen: Seid fruchtbar und 
mehret euch und fllet die Erde und machet sie euch untertan und herrschet 
ber die Fische im Meer und ber die Vgel des Himmels und ber alles 
Lebendige, was auf Erden kriecht!
GEN 1:29 Und Gott sprach: Siehe, ich habe euch alles Gewchs auf Erden 
gegeben, das Samen trgt, auch alle Bume, an welchen Frchte sind, die 
Samen tragen; sie sollen euch zur Nahrung dienen;
GEN 1:30 aber allen Tieren der Erde und allen Vgeln des Himmels und 
allem, was auf Erden kriecht, allem, was eine lebendige Seele hat, habe 
ich alles grne Kraut zur Nahrung gegeben. Und es geschah also.
GEN 1:31 Und Gott sah an alles, was er gemacht hatte, und siehe, es war 
sehr gut. Und es ward Abend, und es ward Morgen: der sechste Tag.
GEN 2:1 Also waren Himmel und Erde vollendet samt ihrem ganzen Heer,
GEN 2:2 so da Gott am siebenten Tage sein Werk vollendet hatte, das er 
gemacht; und er ruhte am siebenten Tage von allen seinen Werken, die er 
gemacht hatte.
GEN 2:3 Und Gott segnete den siebenten Tag und heiligte ihn, denn an 
demselbigen ruhte er von all seinem Werk, das Gott schuf, als er es machte.
GEN 2:4 Dies ist die Entstehung des Himmels und der Erde, zur Zeit, als 
Gott der HERR Himmel und Erde schuf.
GEN 2:5 Es war aber noch kein Strauch des Feldes auf Erden, noch irgend 
ein grnes Kraut auf dem Felde gewachsen; denn Gott der HERR hatte noch 
nicht regnen lassen auf Erden, und es war kein Mensch vorhanden, um das 
Land zu bebauen.
GEN 2:6 Aber ein Dunst stieg auf von der Erde und befeuchtete die ganze 
Erdoberflche.
GEN 2:7 Da bildete Gott der HERR den Menschen, Staub von der Erde, und 
blies den Odem des Lebens in seine Nase, und also ward der Mensch eine 
lebendige Seele.
GEN 2:8 Und Gott der HERR pflanzte einen Garten in Eden gegen Morgen und 
setzte den Menschen darein, den er gemacht hatte.
GEN 2:9 Und Gott der HERR lie allerlei Bume aus der Erde hervorsprossen, 
lieblich anzusehen und gut zur Nahrung, und den Baum des Lebens mitten im 
Garten und den Baum der Erkenntnis des Guten und Bsen.
GEN 2:10 Und ein Strom ging aus von Eden, zu wssern den Garten; von dort 
aber teilte er sich und ward zu vier Hauptstrmen.
GEN 2:11 Der erste heit Pison; das ist der, welcher das ganze Land 
Chavila umfliet, woselbst das Gold ist;
GEN 2:12 und das Gold desselbigen Landes ist gut; dort kommt auch das 
Bedolach vor und der Edelstein Schoham.
GEN 2:13 Der zweite Strom heit Gichon; das ist der, welcher das ganze 
Land Kusch umfliet.
GEN 2:14 Der dritte Strom heit Hidekel; das ist der, welcher stlich von 
Assur fliet. Der vierte Strom ist der Euphrat.
GEN 2:15 Und Gott der HERR nahm den Menschen und setzte ihn in den Garten 
Eden, da er ihn bauete und bewahrete.
GEN 2:16 Und Gott der HERR gebot dem Menschen und sprach: Du sollst essen 
von allen Bumen des Gartens;
GEN 2:17 aber von dem Baum der Erkenntnis des Guten und des Bsen sollst 
du nicht essen; denn welchen Tages du davon issest, mut du unbedingt 
sterben!
GEN 2:18 Und Gott der HERR sprach: Es ist nicht gut, da der Mensch allein 
sei; ich will ihm eine Gehilfin machen, die ihm entspricht!
GEN 2:19 Und Gott der HERR bildete aus Erde alle Tiere des Feldes und alle 
Vgel des Himmels und brachte sie zu dem Menschen, da er she, wie er sie 
nennen wrde, und damit jedes lebendige Wesen den Namen trage, den der 
Mensch ihm gbe.
GEN 2:20 Da gab der Mensch einem jeglichen Vieh und Vogel und allen Tieren 
des Feldes Namen; aber fr den Menschen fand sich keine Gehilfin, die ihm 
entsprochen htte.
GEN 2:21 Da lie Gott der HERR einen tiefen Schlaf auf den Menschen 
fallen; und whrend er schlief, nahm er eine seiner Rippen und verschlo 
deren Stelle mit Fleisch.
GEN 2:22 Und Gott der HERR baute aus der Rippe, die er von dem Menschen 
genommen hatte, ein Weib und brachte sie zu ihm.
GEN 2:23 Da sprach der Mensch: Das ist nun einmal Bein von meinem Bein und 
Fleisch von meinem Fleisch! Die soll Mnnin heien; denn sie ist dem Mann 
entnommen!
GEN 2:24 Darum wird der Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen und 
seinem Weibe anhangen, da sie zu einem Fleische werden.
GEN 2:25 Und sie waren beide nackt, der Mensch und sein Weib, und schmten 
sich nicht.
GEN 3:1 Aber die Schlange war listiger als alle Tiere des Feldes, die Gott 
der HERR gemacht hatte; und sie sprach zum Weibe: Hat Gott wirklich 
gesagt, ihr drft nicht essen von jedem Baum im Garten?
GEN 3:2 Da sprach das Weib zur Schlange: Wir essen von der Frucht der 
Bume im Garten;
GEN 3:3 aber von der Frucht des Baumes mitten im Garten hat Gott gesagt: 
Esset nicht davon und rhrt sie auch nicht an, damit ihr nicht sterbet!
GEN 3:4 Da sprach die Schlange zum Weibe: Ihr werdet sicherlich nicht 
sterben!
GEN 3:5 Sondern Gott wei: welchen Tages ihr davon esset, werden eure 
Augen aufgetan und ihr werdet sein wie Gott und wissen, was gut und bse 
ist.
GEN 3:6 Als nun das Weib sah, da von dem Baume gut zu essen wre und da 
er eine Lust fr die Augen und ein wertvoller Baum wre, weil er klug 
machte, da nahm sie von dessen Frucht und a und gab zugleich auch ihrem 
Mann davon, und er a.
GEN 3:7 Da wurden ihrer beider Augen aufgetan, und sie wurden gewahr, da 
sie nackt waren; und sie banden Feigenbltter um und machten sich Schrzen.
GEN 3:8 Und sie hrten die Stimme Gottes, des HERRN, der im Garten 
wandelte beim Wehen des Abendwindes; und der Mensch und sein Weib 
versteckten sich vor dem Angesicht Gottes des HERRN hinter die Bume des 
Gartens.
GEN 3:9 Da rief Gott der HERR dem Menschen und sprach: Wo bist du?
GEN 3:10 Er sprach: Ich hrte deine Stimme im Garten und frchtete mich; 
denn ich bin nackt, darum verbarg ich mich!
GEN 3:11 Da sprach er: Wer hat dir gesagt, da du nackt bist? Hast du etwa 
von dem Baum gegessen, davon ich dir gebot, du sollest nicht davon essen?
GEN 3:12 Da sprach der Mensch: Das Weib, das du mir zugesellt hast, die 
gab mir von dem Baum, und ich a!
GEN 3:13 Da sprach Gott der HERR zum Weibe: Warum hast du das getan? Das 
Weib antwortete: Die Schlange verfhrte mich, da ich a!
GEN 3:14 Da sprach Gott der HERR zur Schlange: Weil du solches getan hast, 
so seist du verflucht vor allem Vieh und vor allen Tieren des Feldes! Auf 
deinem Bauch sollst du kriechen und Erde essen dein Leben lang!
GEN 3:15 Und ich will Feindschaft setzen zwischen dir und dem Weibe, 
zwischen deinem Samen und ihrem Samen; derselbe soll dir den Kopf 
zertreten, und du wirst ihn in die Ferse stechen.
GEN 3:16 Und zum Weibe sprach er: Ich will dir viele Schmerzen durch 
hufige Empfngnis bereiten; mit Schmerzen sollst du Kinder gebren; und 
du sollst nach deinem Manne verlangen, er aber soll herrschen ber dich!
GEN 3:17 Und zu Adam sprach er: Dieweil du gehorcht hast der Stimme deines 
Weibes und von dem Baum gegessen, davon ich dir gebot und sprach: Du 
sollst nicht davon essen, verflucht sei der Erdboden um deinetwillen, mit 
Mhe sollst du dich davon nhren dein Leben lang;
GEN 3:18 Dornen und Disteln soll er dir tragen, und du sollst das Gewchs 
des Feldes essen.
GEN 3:19 Im Schweie deines Angesichtes sollst du dein Brot essen, bis da 
du wieder zur Erde kehrst, von der du genommen bist; denn du bist Staub 
und kehrst wieder zum Staub zurck!
GEN 3:20 Und Adam nannte sein Weib Eva; denn sie wurde die Mutter aller 
Lebendigen.
GEN 3:21 Und Gott der HERR machte Adam und seinem Weibe Pelzrcke und 
bekleidete sie.
GEN 3:22 Und Gott der HERR sprach: Siehe, der Mensch ist geworden wie 
unsereiner, insofern er wei, was gut und bse ist; nun soll er nicht auch 
noch seine Hand ausstrecken und vom Baume des Lebens nehmen und essen und 
ewiglich leben!
GEN 3:23 Deswegen schickte ihn Gott der HERR aus dem Garten Eden, damit er 
den Erdboden bearbeite, von dem er genommen war.
GEN 3:24 Und er vertrieb den Menschen und lie stlich vom Garten Eden die 
Cherubim lagern mit dem gezckten flammenden Schwert, zu bewahren den Weg 
zum Baume des Lebens.
GEN 4:1 Und Adam erkannte sein Weib Eva; sie aber empfing und gebar den 
Kain. Und sie sprach: Ich habe einen Mann bekommen mit der Hilfe des HERRN!
GEN 4:2 Und weiter gebar sie seinen Bruder Abel. Und Abel ward ein 
Schfer, Kain aber ein Ackersmann.
GEN 4:3 Es begab sich aber nach Verflu von Jahren, da Kain dem HERRN ein 
Opfer brachte von den Frchten der Erde.
GEN 4:4 Und Abel, auch er brachte [dar] von den Erstgebornen seiner Schafe 
und von ihren Fettesten.
GEN 4:5 Und der HERR sah an Abel und sein Opfer; aber Kain und sein Opfer 
sah er gar nicht an. Da ergrimmte Kain sehr und lie den Kopf hngen.
GEN 4:6 Da sprach der HERR zu Kain: Warum bist du so zornig und lssest 
den Kopf hngen? Ist's nicht also: Wenn du gut bist, so darfst du dein 
Haupt erheben?
GEN 4:7 Bist du aber nicht gut, so lauert die Snde vor der Tr, und ihre 
Begierde ist auf dich gerichtet; du aber herrsche ber sie!
GEN 4:8 Da redete Kain mit seinem Bruder Abel. Es begab sich aber, als sie 
auf dem Felde waren, da erhob sich Kain wider seinen Bruder Abel und 
schlug ihn tot.
GEN 4:9 Da sprach der HERR zu Kain: Wo ist dein Bruder Abel? Er sprach: 
Ich wei es nicht! Soll ich meines Bruders Hter sein?
GEN 4:10 Er aber sprach: Was hast du getan? Die Stimme des Blutes deines 
Bruders schreit zu mir von der Erde!
GEN 4:11 Und nun sollst du verbannt sein aus dem Land, das seinen Mund 
aufgetan hat, das Blut deines Bruders zu empfangen von deiner Hand!
GEN 4:12 Wenn du das Land bebaust, soll es dir fortan sein Vermgen nicht 
mehr geben; unstt und flchtig sollst du sein auf Erden!
GEN 4:13 Kain sprach zum HERRN: Meine Schuld ist zu gro zum Tragen!
GEN 4:14 Siehe, du treibst mich heute aus dem Lande, und ich mu mich vor 
deinem Angesicht verbergen und unstt und flchtig sein auf Erden. Und es 
wird geschehen, da mich totschlgt, wer mich findet.
GEN 4:15 Da sprach der HERR: Frwahr, wer Kain totschlgt, zieht sich 
siebenfache Rache zu! Und der Herr gab dem Kain ein Zeichen, da ihn 
niemand erschlge, der ihn fnde.
GEN 4:16 Und Kain ging aus von dem Angesicht des HERRN und wohnte im Lande 
Nod, stlich von Eden.
GEN 4:17 Und Kain erkannte sein Weib; die empfing und gebar den Hanoch. 
Und da er eben eine Stadt baute, so nannte er sie nach seines Sohnes Namen 
Hanoch.
GEN 4:18 Dem Hanoch aber ward Irad geboren, und Irad zeugte Mehujael; 
Mehujael zeugte Metusael, Metusael zeugte Lamech.
GEN 4:19 Lamech aber nahm sich zwei Weiber: die eine hie Ada, die andere 
Zilla.
GEN 4:20 Und Ada gebar Jabal; derselbe wurde der Vater der Zeltbewohner 
und Herdenbesitzer.
GEN 4:21 Und sein Bruder hie Jubal; derselbe wurde der Vater aller Harfen 
und Fltenspieler.
GEN 4:22 Und Zilla, auch sie gebar den Tubal-Kain, den Meister in allerlei 
Erz und Eisenwerk. Und die Schwester Tubal-Kains war Naama.
GEN 4:23 Und Lamech sprach zu seinen Weibern: Ada und Zilla, hrt meine 
Stimme, ihr Weiber Lamechs, vernehmt meinen Spruch! Einen Mann erschlug 
ich, weil er mich verwundet, einen Jngling, weil er mich geschlagen hat;
GEN 4:24 denn Kain soll siebenfach gercht werden, Lamech aber 
siebenundsiebzigfach!
GEN 4:25 Und Adam erkannte sein Weib abermal; die gebar einen Sohn und 
nannte ihn Seth; denn Gott hat mir fr Abel einen andern Samen gesetzt, 
weil Kain ihn umgebracht hat.
GEN 4:26 Und auch dem Seth ward ein Sohn geboren, den hie er Enosch. 
Damals fing man an, den Namen des HERRN anzurufen.
GEN 5:1 Dies ist das Buch von Adams Geschlecht: Am Tage, da Gott den 
Menschen schuf, machte er ihn Gott hnlich;
GEN 5:2 mnnlich und weiblich schuf er sie und segnete sie und nannte 
ihren Namen Adam, am Tage, da er sie schuf.
GEN 5:3 Und Adam war 130 Jahre alt, als er einen Sohn zeugte, ihm selbst 
gleich, nach seinem Bilde, und nannte ihn Seth.
GEN 5:4 Und nachdem er den Seth gezeugt, lebte Adam noch 800 Jahre und 
zeugte Shne und Tchter;
GEN 5:5 also da Adams ganzes Alter 930 Jahre betrug, als er starb.
GEN 5:6 Seth war 105 Jahre alt, als er den Enosch zeugte;
GEN 5:7 und Seth, nachdem er den Enosch gezeugt, lebte 807 Jahre und 
zeugte Shne und Tchter;
GEN 5:8 also da Seths ganzes Alter 912 Jahre betrug, als er starb.
GEN 5:9 Enosch war 90 Jahre alt, als er den Kenan zeugte;
GEN 5:10 und Enosch, nachdem er den Kenan gezeugt, lebte 815 Jahre und 
zeugte Shne und Tchter;
GEN 5:11 also da Enoschs ganzes Alter 905 Jahre betrug, als er starb.
GEN 5:12 Kenan war 70 Jahre alt, als er den Mahalaleel zeugte;
GEN 5:13 und Kenan, nachdem er den Mahalaleel gezeugt, lebte 840 Jahre und 
zeugte Shne und Tchter;
GEN 5:14 also da Kenans ganzes Alter 910 Jahre betrug, da er starb.
GEN 5:15 Mahalaleel war 65 Jahre alt, als er den Jared zeugte;
GEN 5:16 und Mahalaleel, nachdem er den Jared gezeugt, lebte 830 Jahre und 
hat Shne und Tchter gezeugt;
GEN 5:17 also da Mahalaleels ganzes Alter 895 Jahre betrug, als er starb.
GEN 5:18 Jared war 162 Jahre alt, als er den Henoch zeugte;
GEN 5:19 und Jared, nachdem er den Henoch gezeugt, lebte 800 Jahre und 
zeugte Shne und Tchter;
GEN 5:20 also da Jareds ganzes Alter 962 Jahre betrug, da er starb.
GEN 5:21 Henoch war 65 Jahre alt, als er den Methusalah zeugte;
GEN 5:22 und Henoch, nachdem er den Methusalah gezeugt, wandelte er mit 
Gott 300 Jahre lang und zeugte Shne und Tchter;
GEN 5:23 also da Henochs ganzes Alter 365 Jahre betrug.
GEN 5:24 Und Henoch wandelte mit Gott und war nicht mehr, weil Gott ihn zu 
sich genommen hatte.
GEN 5:25 Methusalah war 187 Jahre alt, als er den Lamech zeugte;
GEN 5:26 und Methusalah, nachdem er den Lamech gezeugt, lebte 782 Jahre 
und zeugte Shne und Tchter;
GEN 5:27 also da Methusalahs ganzes Alter 969 Jahre betrug, da er starb.
GEN 5:28 Lamech war 182 Jahre alt, als er einen Sohn zeugte;
GEN 5:29 den nannte er Noah, indem er sprach: Der wird uns trsten ob 
unserer Hnde Arbeit und Mhe, die herrhrt von dem Erdboden, den der HERR 
verflucht hat!
GEN 5:30 Und Lamech, nachdem er den Noah gezeugt, lebte 590 Jahre lang und 
zeugte Shne und Tchter;
GEN 5:31 also da Lamechs ganzes Alter 772 Jahre betrug, da er starb.
GEN 5:32 Und Noah war 500 Jahre alt, da er den Sem, Ham und Japhet zeugte.
GEN 6:1 Als sich aber die Menschen zu mehren begannen auf Erden und ihnen 
Tchter geboren wurden,
GEN 6:2 sahen die Shne Gottes, da die Tchter der Menschen schn waren 
und nahmen sich von allen diejenigen zu Weibern, welche ihnen gefielen.
GEN 6:3 Da sprach der HERR: Mein Geist soll den Menschen nicht ewig darum 
strafen, da auch er Fleisch ist, sondern seine Tage sollen 
hundertundzwanzig Jahre betragen!
GEN 6:4 Die Riesen waren auf Erden in jenen Tagen, und zwar daraufhin, da 
die Shne Gottes zu den Tchtern der Menschen kamen und diese ihnen 
gebaren. Das sind die Helden, die von alters her berhmt gewesen sind.
GEN 6:5 Als aber der HERR sah, da des Menschen Bosheit sehr gro war auf 
Erden und alles Gebilde der Gedanken seines Herzens nur bse allezeit,
GEN 6:6 da reute es den HERRN, da er den Menschen gemacht hatte auf 
Erden, und es bekmmerte ihn in seinem Herzen.
GEN 6:7 Und der HERR sprach: Ich will den Menschen, den ich erschaffen 
habe, vom Erdboden vertilgen, vom Menschen an bis auf das Vieh und bis auf 
das Gewrm und bis auf die Vgel des Himmels; denn es reut mich, da ich 
sie gemacht habe!
GEN 6:8 Noah aber fand Gnade vor dem HERRN.
GEN 6:9 Dies ist die Geschichte Noahs: Noah, ein gerechter Mann, war 
untadelig unter seinen Zeitgenossen; mit Gott wandelte Noah.
GEN 6:10 Und Noah hatte drei Shne gezeugt: Sem, Ham und Japhet.
GEN 6:11 Aber die Erde war verderbt vor Gott und mit Frevel erfllt.
GEN 6:12 Und Gott sah die Erde, und siehe, sie war verderbt; denn alles 
Fleisch hatte seinen Weg auf Erden verderbt.
GEN 6:13 Da sprach Gott zu Noah: Alles Fleisches Ende ist vor mich 
gekommen; denn die Erde ist durch sie mit Frevel erfllt, und siehe, ich 
will sie samt der Erde vertilgen.
GEN 6:14 Mache dir eine Arche von Tannenholz; in Rume sollst du die Arche 
teilen und sie innen und auen mit Pech verpichen.
GEN 6:15 Und du sollst sie also machen: Dreihundert Ellen lang, fnfzig 
Ellen breit, dreiig Ellen hoch.
GEN 6:16 Ein Fenster sollst du der Arche machen; bis zu einer Elle 
unterhalb des Daches darf es reichen; aber die Tr der Arche sollst du an 
ihre Seite setzen. Du sollst ihr ein unterstes, mittleres und oberstes 
Stockwerk machen.
GEN 6:17 Denn siehe, ich will eine Wasserflut ber die Erde bringen, um 
alles Fleisch, das lebendigen Odem in sich hat, unter dem ganzen Himmel zu 
vertilgen; alles, was auf Erden ist, soll untergehen.
GEN 6:18 Aber mit dir will ich meinen Bund aufrichten, und du sollst in 
die Arche gehen, du und deine Shne und dein Weib und deiner Shne Weiber 
mit dir.
GEN 6:19 Und von allem, was da lebt, von allem Fleisch, sollst du je zwei 
in die Arche fhren, da sie mit dir am Leben bleiben, und zwar sollen es 
ein Mnnchen und ein Weibchen sein;
GEN 6:20 aller Art Vgel und aller Art Vieh und von allem, was auf Erden 
kriecht, sollen je zwei von jeder Art zu dir kommen, damit sie am Leben 
bleiben.
GEN 6:21 Du aber nimm dir von allerlei Speise, die man zu essen pflegt, 
und sammle sie bei dir an, da sie dir und ihnen zur Nahrung diene!
GEN 6:22 Und Noah tat es; er machte alles genau so, wie ihm Gott befahl.
GEN 7:1 Und der HERR sprach zu Noah: Geh in die Arche, du und dein ganzes 
Haus! Denn dich habe ich gerecht ersehen unter diesem Geschlecht.
GEN 7:2 Nimm von allem reinen Vieh zu dir je sieben und sieben, das 
Mnnchen und sein Weibchen; von dem unreinen Vieh aber je ein Paar, das 
Mnnchen und sein Weibchen;
GEN 7:3 auch von den Vgeln des Himmels je sieben und sieben, Mnnchen und 
Weibchen, um auf dem ganzen Erdboden Samen am Leben zu erhalten.
GEN 7:4 Denn es sind nur noch sieben Tage, so will ich auf Erden regnen 
lassen vierzig Tage lang und alles Bestehende von dem Erdboden vertilgen.
GEN 7:5 Und Noah machte alles, wie ihm der HERR gebot.
GEN 7:6 Und Noah war sechshundert Jahre alt, da die Wasser der Sndflut 
auf die Erde kamen.
GEN 7:7 Er ging aber samt seinen Shnen, seinem Weib und seiner Shne 
Weibern in die Arche vor dem Gewsser der Sndflut.
GEN 7:8 Von dem reinen Vieh und von dem Vieh, das nicht rein war, und von 
den Vgeln und von allem, was auf der Erde kriecht,
GEN 7:9 gingen paarweise in die Arche, Mnnchen und Weibchen, wie Gott dem 
Noah geboten hatte.
GEN 7:10 Und es begab sich nach den sieben Tagen, da die Wasser der 
Sndflut auf die Erde kamen.
GEN 7:11 Im sechshundertsten Lebensjahre Noahs, am siebzehnten Tage des 
zweiten Monats, an dem Tage brachen alle Quellen der groen Tiefe auf, und 
die Fenster des Himmels ffneten sich.
GEN 7:12 Und es regnete auf die Erde vierzig Tage und vierzig Nchte lang.
GEN 7:13 An ebendemselben Tage war Noah in die Arche gegangen mit Sem, Ham 
und Japhet, seinen Shnen, und seinem Weibe und den drei Weibern seiner 
Shne;
GEN 7:14 sie und alle Arten der Tiere und des Viehs und allerlei 
Kriechendes, was auf Erden kriecht, von jeglicher Art, auch aller Art 
Geflgel, Vgel und Federvieh;
GEN 7:15 die kamen zu Noah in die Arche, je zwei und zwei, von allem 
Fleisch, das lebendigen Odem in sich hatte.
GEN 7:16 Und die hineingingen, Mnnchen und Weibchen von allem Fleisch, 
kamen herbei, wie Gott ihm geboten hatte; und der HERR schlo hinter ihm 
zu.
GEN 7:17 Da sich aber die Sndflut vierzig Tage auf die Erde ergo, 
wuchsen die Wasser und hoben die Arche, da sie ber der Erde schwebte.
GEN 7:18 Und die Wasser wurden so gro und nahmen so sehr zu, da die 
Arche auf dem Wasserspiegel dahinfuhr.
GEN 7:19 Ja, das Gewsser nahm so sehr berhand, da alle hohen Berge 
unter dem ganzen Himmel bedeckt wurden;
GEN 7:20 fnfzehn Ellen hher stieg das Wasser, nachdem die Berge schon 
zugedeckt waren.
GEN 7:21 Da ging alles Fleisch zugrunde, das auf Erden sich bewegte, 
Vgel, Vieh und wilde Tiere und alles, was sich auf Erden regte, samt 
allen Menschen;
GEN 7:22 und es starb alles, was auf dem trockenen Lande einen lebendigen 
Odem in der Nase hatte.
GEN 7:23 Er vertilgte alles Bestehende auf dem Erdboden, vom Menschen an 
bis auf das Vieh, bis auf das Kriechende und bis auf die Vgel des 
Himmels; es ward alles von der Erde vertilgt; nur Noah blieb brig und was 
mit ihm in der Arche war.
GEN 7:24 Und das Wasser blieb hoch ber der Erde, hundertundfnfzig Tage 
lang.
GEN 8:1 Da gedachte Gott an Noah und an alle Tiere und an alles Vieh, das 
bei ihm in der Arche war; und Gott lie einen Wind ber die Erde wehen, 
da die Wasser fielen.
GEN 8:2 Und die Brunnen der Tiefe wurden verstopft samt den Fenstern des 
Himmels, und dem Regen vom Himmel ward gewehrt.
GEN 8:3 Und die Wasser ber der Erde nahmen mehr und mehr ab, so da sie 
nach hundertundfnfzig Tagen sich vermindert hatten.
GEN 8:4 Und die Arche lie sich am siebzehnten Tage des siebenten Monats 
auf dem Gebirge Ararat nieder.
GEN 8:5 Und das Gewsser nahm immerfort ab bis zum zehnten Monat; am 
ersten Tage des zehnten Monats konnte man die Spitzen der Berge sehen.
GEN 8:6 Und es geschah nach Verflu von vierzig Tagen, da Noah das 
Fenster ffnete an der Arche, das er gemacht hatte.
GEN 8:7 Und er sandte den Raben aus; der flog hin und her, bis das Wasser 
auf Erden vertrocknet war.
GEN 8:8 Darnach sandte er die Taube aus, da er she, ob des Wassers auf 
Erden weniger geworden wre.
GEN 8:9 Aber die Taube fand keinen Ort, da ihr Fu ruhen konnte. Da kehrte 
sie zu ihm zur Arche zurck; denn es war noch Wasser auf der ganzen 
Erdoberflche. Da streckte er seine Hand aus und ergriff sie und nahm sie 
wieder zu sich in die Arche.
GEN 8:10 Und er wartete noch weitere sieben Tage; dann sandte er die Taube 
wieder von der Arche aus.
GEN 8:11 Und die Taube kam zur Abendzeit wieder zu ihm und siehe, sie 
hatte ein frisches lblatt in ihrem Schnabel! Da merkte Noah, da des 
Wassers auf Erden weniger geworden war.
GEN 8:12 Und nachdem er noch weitere sieben Tage gewartet hatte, sandte er 
die Taube wieder aus; da kam sie nicht mehr zu ihm zurck.
GEN 8:13 Im sechshundertundersten Jahre, am ersten Tage des ersten Monats, 
waren die Wasser auf Erden vertrocknet. Und Noah entfernte das Dach von 
der Arche und schaute, und siehe, der Erdboden war trocken!
GEN 8:14 Und im zweiten Monat, am siebenundzwanzigsten Tage des Monats, 
war die Erde ausgetrocknet.
GEN 8:15 Da redete Gott zu Noah und sprach:
GEN 8:16 Geh aus der Arche, du und dein Weib und deine Shne und deiner 
Shne Weiber mit dir!
GEN 8:17 Alle Tiere, die bei dir sind, von allem Fleisch: Vgel, Vieh und 
alles Kriechende, was auf Erden kriecht, sollen mit dir hinausgehen und 
sich regen auf Erden und sollen fruchtbar sein und sich mehren auf Erden!
GEN 8:18 Also ging Noah hinaus samt seinen Shnen und seinem Weib und 
seiner Shne Weibern.
GEN 8:19 Alle Tiere, alles, was kriecht und fliegt, alles, was sich auf 
Erden regt, nach seinen Gattungen, das verlie die Arche.
GEN 8:20 Noah aber baute dem HERRN einen Altar und nahm von allerlei 
reinem Vieh und von allerlei reinem Geflgel und opferte Brandopfer auf 
dem Altar.
GEN 8:21 Und der HERR roch den befriedigenden Geruch, und der HERR sprach 
zu seinem Herzen: Ich will fortan die Erde nicht mehr verfluchen um des 
Menschen willen, wiewohl das Dichten des menschlichen Herzens bse ist von 
seiner Jugend an; auch will ich fortan nicht mehr alles Lebendige 
schlagen, wie ich getan habe.
GEN 8:22 Solange die Erde steht, soll nicht aufhren Saat und Ernte, Frost 
und Hitze, Sommer und Winter, Tag und Nacht!
GEN 9:1 Und Gott segnete Noah und seine Shne und sprach zu ihnen: Seid 
fruchtbar und mehret euch und erfllet die Erde!
GEN 9:2 Furcht und Schrecken vor euch soll kommen ber alle Tiere der Erde 
und ber alle Vgel des Himmels, ber alles, was auf Erden kriecht, und 
ber alle Fische im Meer; in eure Hnde seien sie gegeben!
GEN 9:3 Alles, was sich regt und lebt, soll euch zur Nahrung dienen; wie 
das grne Kraut habe ich es euch alles gegeben.
GEN 9:4 Nur esset das Fleisch nicht, whrend seine Seele, sein Blut, noch 
in ihm ist!
GEN 9:5 Fr euer Blut aber, fr eure Seelen, will ich Rechenschaft 
fordern, von der Hand aller Tiere will ich sie fordern und von des 
Menschen Hand, von seines Bruders Hand will ich des Menschen Seele fordern.
GEN 9:6 Wer Menschenblut vergiet, des Blut soll auch durch Menschen 
vergossen werden; denn Gott hat den Menschen nach seinem Bild gemacht.
GEN 9:7 Ihr aber seid fruchtbar und mehret euch und reget euch auf Erden, 
da euer viele werden darauf!
GEN 9:8 Und Gott sprach zu Noah und zu seinen Shnen mit ihm:
GEN 9:9 Siehe, ich richte meinen Bund auf mit euch und mit euren 
Nachkommen,
GEN 9:10 auch mit allen lebendigen Wesen bei euch, mit Vgeln, Vieh und 
allen Tieren der Erde bei euch, mit allen, die aus der Arche gegangen 
sind, was fr Tiere es seien auf Erden;
GEN 9:11 und zwar will ich meinen Bund mit euch dafr aufrichten, da 
forthin nie mehr alles Fleisch von dem Wasser der Sndflut ausgerottet 
werden, und da auch keine Sndflut mehr kommen soll, um die Erde zu 
verderben.
GEN 9:12 Und Gott sprach: Dies ist das Zeichen des Bundes, welchen ich 
stifte zwischen mir und euch und allen lebendigen Wesen, die bei euch 
sind, auf ewige Zeiten:
GEN 9:13 Meinen Bogen setze ich in die Wolken, der soll ein Zeichen des 
Bundes sein zwischen mir und der Erde.
GEN 9:14 Wenn es nun geschieht, da ich Wolken ber der Erde sammle, und 
der Bogen in den Wolken erscheint,
GEN 9:15 dann will ich an meinen Bund gedenken, welcher zwischen mir und 
euch und allen lebendigen Wesen von allem Fleisch besteht, da forthin die 
Wasser nicht mehr zur Sndflut werden sollen, die alles Fleisch verderbe.
GEN 9:16 Darum soll der Bogen in den Wolken sein, da ich ihn ansehe und 
gedenke an den ewigen Bund zwischen Gott und allen lebendigen Wesen von 
allem Fleisch, das auf Erden ist.
GEN 9:17 Und Gott sprach zu Noah: Das ist das Zeichen des Bundes, welchen 
ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch, das auf Erden ist!
GEN 9:18 Die drei Shne Noahs aber, welche die Arche verlieen, waren Sem, 
Ham und Japhet. Ham ist der Vater Kanaans.
GEN 9:19 Von diesen drei Shnen Noahs ward die ganze Erde bevlkert.
GEN 9:20 Noah aber begann und legte als Landmann einen Weinberg an.
GEN 9:21 Da er aber von dem Weine trank, ward er betrunken und entblte 
sich in seiner Htte.
GEN 9:22 Da nun Ham, Kanaans Vater, die Ble seines Vaters sah, verriet 
er es seinen beiden Brdern drauen.
GEN 9:23 Da nahmen Sem und Japhet das Kleid und legten es auf ihre 
Schultern und gingen rcklings und deckten ihres Vaters Ble zu und 
wandten ihre Angesichter ab, da sie ihres Vaters Ble nicht sahen.
GEN 9:24 Als nun Noah von dem Wein erwachte und erfuhr, was ihm sein 
jngster Sohn getan,
GEN 9:25 da sprach er: Verflucht sei Kanaan! Er sei ein Knecht der Knechte 
seiner Brder!
GEN 9:26 Und weiter sprach er: Gepriesen sei der HERR, der Gott Sems, und 
Kanaan sei sein Knecht!
GEN 9:27 Gott breite Japhet aus und lasse ihn wohnen in Sems Htten, und 
Kanaan sei sein Knecht!
GEN 9:28 Noah aber lebte nach der Sndflut noch 350 Jahre lang,
GEN 9:29 also da Noahs ganzes Alter 950 Jahre betrug, als er starb.
GEN 10:1 Dies ist das Geschlechtsregister der Shne Noahs: Sem, Ham und 
Japhet; und nach der Sndflut wurden ihnen Kinder geboren.
GEN 10:2 Die Shne Japhets waren: Gomer, Magog, Madai, Javan, Tubal, 
Mesech und Tiras.
GEN 10:3 Die Shne Gomers aber: Aschkenas, Riphat und Togarma.
GEN 10:4 Und die Shne Javans: Elischa, Tarsis, Kittim und Rodanim.
GEN 10:5 Sie haben sich auf die Inseln der Heiden verteilt, in ihre 
Lnder, ein jedes nach seiner Sprache; in ihre Vlkerschaften, ein jedes 
nach seiner Abstammung.
GEN 10:6 Und dies sind die Shne Hams: Kusch, Mizraim, Put und Kanaan.
GEN 10:7 Und die Shne Kuschs: Seba, Chavila, Sabta, Raema, Sabteka und 
Dedan.
GEN 10:8 Auch zeugte Kusch den Nimrod; der fing an ein Gewaltiger zu sein 
auf Erden.
GEN 10:9 Er war ein gewaltiger Jger vor dem HERRN; daher sagt man: Ein 
gewaltiger Jger vor dem HERRN wie Nimrod.
GEN 10:10 Und der Anfang seines Knigreiches war Babel, Erek, Akkad und 
Kalne im Lande Sinear.
GEN 10:11 Von diesem Land zog er nach Assur aus und baute Ninive, Rechobot-
Ir und Kelach,
GEN 10:12 dazu Resen, zwischen Ninive und Kelach; das ist die groe Stadt.
GEN 10:13 Mizraim aber zeugte die Luditer, Anamiter, Lehabiter und 
Naphtuchiter;
GEN 10:14 auch die Patrusiter und die Kasluchiter, von welchen die 
Philister und die Kaphtoriter ausgegangen sind.
GEN 10:15 Kanaan aber zeugte Zidon, seinen Erstgebornen und Het;
GEN 10:16 auch die Jebusiter, Amoriter und Girgasiter;
GEN 10:17 die Heviter, Arkiter und Siniter;
GEN 10:18 die Arvaditer, Zemariter und die Chamatiter; und darnach 
breiteten sich die Geschlechter der Kanaaniter aus.
GEN 10:19 Und der Kanaaniter Gebiet erstreckte sich von Zidon an bis 
dahin, wo man von Gerar nach Gaza kommt; desgleichen bis dahin, wo man von 
Sodom und Gomorra, Adama und Zeboim nach Lascha kommt.
GEN 10:20 Das sind die Shne Hams nach ihren Geschlechtern und Sprachen, 
in ihren Lndern und Vlkerschaften.
GEN 10:21 Auch Sem wurden Kinder geboren, ihm, dem Vater aller Shne 
Ebers, Japhets lterem Bruder.
GEN 10:22 Sems Shne waren Elam, Assur, Arpakschad, Lud und Aram.
GEN 10:23 Und Arams Shne: Uz, Chul, Geter und Masch.
GEN 10:24 Arpakschad aber zeugte den Schelach, und Schelach zeugte den 
Eber.
GEN 10:25 Und dem Eber wurden zwei Shne geboren; der eine hie Peleg, 
weil in seinen Tagen das Land verteilt ward; sein Bruder aber hie Joktan.
GEN 10:26 Und Joktan zeugte Almodad, Schaleph, Chazarmavet, Jarach,
GEN 10:27 Hadoram, Usal, Dikla,
GEN 10:28 Obal, Abimael, Scheba,
GEN 10:29 Ophir, Chavila und Jobad; diese alle sind Shne Joktans.
GEN 10:30 Und ihre Wohnsitze erstreckten sich von Mesa an, bis man gen 
Sephar kommt, zum stlichen Gebirge.
GEN 10:31 Das sind die Shne Sems nach ihren Geschlechtern und Sprachen, 
in ihren Lndern und Vlkerschaften.
GEN 10:32 Das sind die Geschlechter der Shne Noahs nach ihrer Abstammung 
in ihren Vlkern; und von ihnen haben sich nach der Sndflut die Vlker 
auf der Erde verteilt.
GEN 11:1 Es hatte aber die ganze Welt einerlei Sprache und einerlei Rede.
GEN 11:2 Da sie nun gen Osten zogen, fanden sie eine Ebene im Lande 
Sinear, und sie lieen sich daselbst nieder.
GEN 11:3 Und sie sprachen zueinander: Wohlan, lat uns Ziegel streichen 
und sie feuerfest brennen! Und sie brauchten Ziegel fr Steine und Asphalt 
fr Kalk.
GEN 11:4 Und sie sprachen: Wohlan, lat uns eine Stadt und einen Turm 
bauen, dessen Spitze bis an den Himmel reicht, da wir uns einen Namen 
machen, damit wir ja nicht ber die ganze Erde zerstreuet werden!
GEN 11:5 Da fuhr der HERR herab, da er die Stadt und den Turm she, den 
die Menschenkinder bauten.
GEN 11:6 Und der HERR sprach: Siehe, es ist nur ein einziges Volk, und sie 
sprechen alle nur eine Sprache, und dies ist der Anfang ihres 
Unternehmens! Nun wird es ihnen nicht unmglich sein, alles auszufhren, 
was sie sich vorgenommen haben.
GEN 11:7 Wohlan, lat uns hinabfahren und daselbst ihre Sprache verwirren, 
da keiner des andern Sprache verstehe!
GEN 11:8 Also zerstreute sie der HERR von dannen ber die ganze Erde, da 
sie aufhrten die Stadt zu bauen.
GEN 11:9 Daher gab man ihr den Namen Babel, weil der HERR daselbst die 
Sprache der ganzen Welt verwirrte und sie von dannen ber die ganze Erde 
zerstreute.
GEN 11:10 Dies ist das Geschlechtsregister Sems: Als Sem hundert Jahre alt 
war, zeugte er den Arpakschad, zwei Jahre nach der Flut;
GEN 11:11 und nachdem Sem den Arpakschad gezeugt, lebte er noch 
fnfhundert Jahre und zeugte Shne und Tchter.
GEN 11:12 Arpakschad war fnfunddreiig Jahre alt, als er den Schelach 
zeugte;
GEN 11:13 und nachdem Arpakschad den Schelach gezeugt hatte, lebte er noch 
403 Jahre und zeugte Shne und Tchter.
GEN 11:14 Schelach war dreiig Jahre alt, da er den Eber zeugte;
GEN 11:15 und nachdem Schelach den Eber gezeugt hatte, lebte er noch 403 
Jahre und zeugte Shne und Tchter.
GEN 11:16 Eber war vierunddreiig Jahre alt, da er den Peleg zeugte;
GEN 11:17 und nachdem Eber den Peleg gezeugt, lebte er noch 430 Jahre und 
zeugte Shne und Tchter.
GEN 11:18 Peleg war dreiig Jahre alt, da er den Regu zeugte;
GEN 11:19 und nachdem Peleg den Regu gezeugt, lebte er noch 207 Jahre und 
zeugte Shne und Tchter.
GEN 11:20 Regu war zweiunddreiig Jahre alt, da er den Serug zeugte;
GEN 11:21 und nachdem Regu den Serug gezeugt, lebte er noch 207 Jahre und 
zeugte Shne und Tchter.
GEN 11:22 Serug war dreiig Jahre alt, da er den Nahor zeugte;
GEN 11:23 und nachdem Serug den Nahor gezeugt, lebte er noch 200 Jahre und 
zeugte Shne und Tchter.
GEN 11:24 Nahor war neunundzwanzig Jahre alt, da er den Terach zeugte;
GEN 11:25 und nachdem Nahor den Terach gezeugt, lebte er noch 119 Jahre 
und zeugte Shne und Tchter.
GEN 11:26 Terach war siebzig Jahre alt, da er den Abram, Nahor und Haran 
zeugte.
GEN 11:27 Und dies ist Terachs Geschlechtsregister: Terach zeugte den 
Abram, Nahor und Haran; Haran aber zeugte den Lot.
GEN 11:28 Und Haran starb vor seinem Vater Terach im Lande seiner Geburt 
zu Ur in Chalda.
GEN 11:29 Abram aber und Nahor nahmen Weiber; Abrams Weib hie Sarai, 
Nahors Weib hie Milka, eine Tochter Harans, des Vaters der Milka und der 
Jisla.
GEN 11:30 Sarai aber war unfruchtbar; sie hatte kein Kind.
GEN 11:31 Und Terach nahm seinen Sohn Abram, dazu den Lot, Harans Sohn, 
seinen Enkel, auch Sarai, seine Schwiegertochter, das Weib seines Sohnes 
Abram, und sie zogen miteinander aus von Ur in Chalda, um ins Land Kanaan 
zu gehen. Als sie aber nach Haran kamen, blieben sie daselbst.
GEN 11:32 Und Terach ward 205 Jahre alt und starb in Haran.
GEN 12:1 Und der HERR sprach zu Abram: Geh aus von deinem Land und von 
deiner Verwandtschaft und von deines Vaters Hause in das Land, das ich dir 
zeigen will!
GEN 12:2 So will ich dich zu einem groen Volke machen und dich segnen und 
dir einen groen Namen machen, und du sollst ein Segen sein.
GEN 12:3 Ich will segnen, die dich segnen, und verfluchen, die dir 
fluchen; und durch dich sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet werden!
GEN 12:4 Da ging Abram, wie der HERR zu ihm gesagt hatte, und Lot ging mit 
ihm; Abram aber war fnfundsiebzig Jahre alt, da er von Haran auszog.
GEN 12:5 Und Abram nahm sein Weib Sarai und Lot, seines Bruders Sohn, samt 
aller ihrer Habe, die sie erworben, und den Seelen, die sie in Haran 
gewonnen hatten; und sie zogen aus, um ins Land Kanaan zu gehen.
GEN 12:6 Und als sie ins Land Kanaan kamen, durchzog Abram das Land bis 
zur Ortschaft Sichem, bis zur Eiche Mores; und damals waren die Kanaaniter 
im Lande.
GEN 12:7 Da erschien der HERR dem Abram und sprach: Deinem Samen will ich 
dies Land geben! Und er baute daselbst einen Altar dem HERRN, der ihm 
erschienen war.
GEN 12:8 Von da rckte er weiter vor aufs Gebirge, stlich von Bethel, und 
schlug sein Zelt also auf, da er Bethel im Westen und Ai im Osten hatte; 
und er baute daselbst dem HERRN einen Altar und rief den Namen des HERRN 
an.
GEN 12:9 Darnach brach Abram auf und zog immer weiter nach Sden.
GEN 12:10 Da aber Hungersnot im Lande herrschte, reiste Abram nach gypten 
hinab, um sich daselbst aufzuhalten; denn die Hungersnot lastete auf dem 
Land.
GEN 12:11 Und als er sich gypten nherte, sprach er zu seinem Weib Sarai: 
Siehe doch, ich wei, da du ein Weib bist von schner Gestalt.
GEN 12:12 Wenn dich nun die gypter sehen, so werden sie sagen: Das ist 
sein Weib! Und sie werden mich tten und dich leben lassen.
GEN 12:13 So sage doch, du seiest meine Schwester, da es mir um 
deinetwillen wohl gehe, und meine Seele um deinetwillen am Leben bleibe!
GEN 12:14 Als nun Abram nach gypten kam, sahen die gypter das Weib, da 
sie sehr schn war.
GEN 12:15 Und als die Frsten des Pharao sie sahen, priesen sie dieselbe 
dem Pharao an. Da ward das Weib in Pharaos Haus gebracht.
GEN 12:16 Und es ging Abram gut um ihretwillen; und er bekam Schafe, 
Rinder und Esel, Knechte und Mgde, Eselinnen und Kamele.
GEN 12:17 Aber der HERR schlug den Pharao und sein Haus mit groen Plagen 
um Sarais, des Weibes Abrams, willen.
GEN 12:18 Da rief der Pharao den Abram und sprach: Was hast du mir da 
angerichtet! Warum hast du mir nicht angezeigt, da sie dein Weib ist?
GEN 12:19 Warum hast du gesagt, sie sei deine Schwester, so da ich sie 
mir zum Weibe nehmen wollte? Und nun siehe, da ist dein Weib; nimm sie und 
geh!
GEN 12:20 Und der Pharao bot seinethalben Mannschaft auf, damit sie ihm 
und seinem Weib und allem, was er hatte, das Geleite gben.
GEN 13:1 Und Abram zog mit seinem Weib und mit allem, was er hatte, auch 
mit Lot, von gypten hinauf in das sdliche Kanaan.
GEN 13:2 Und Abram war sehr reich an Vieh, Silber und Gold.
GEN 13:3 Und er kam auf seinen Nomadenzgen von Sden her bis nach Bethel, 
bis zu dem Ort, da sein Zelt zuerst gestanden hatte, zwischen Bethel und 
Ai,
GEN 13:4 an die Sttte des Altars, welchen er in der ersten Zeit gemacht 
hatte; und Abram rief daselbst den Namen des HERRN an.
GEN 13:5 Aber auch Lot, der mit Abram ging, hatte Schafe, Rinder und Zelte.
GEN 13:6 Und das Land mochte es nicht ertragen, da sie beieinander 
wohnten; denn ihre Habe war gro, und sie konnten nicht beieinander 
bleiben.
GEN 13:7 Und es entstand Streit zwischen den Hirten ber Abrams Vieh und 
den Hirten ber Lots Vieh; auch wohnten zu der Zeit die Kanaaniter und 
Pheresiter im Lande.
GEN 13:8 Da sprach Abram zu Lot: Es soll doch nicht Zank sein zwischen mir 
und dir, zwischen meinen Hirten und deinen Hirten! Denn wir sind Brder.
GEN 13:9 Steht dir nicht das ganze Land offen? Trenne dich von mir! Willst 
du zur Linken, so gehe ich zur Rechten; und willst du zur Rechten, so gehe 
ich zur Linken.
GEN 13:10 Da hob Lot seine Augen auf und besah die ganze Jordanaue; denn 
sie war allenthalben bewssert, wie ein Garten des HERRN, wie gyptenland, 
bis nach Zoar hinab, ehe der HERR Sodom und Gomorra verderbte.
GEN 13:11 Darum erwhlte sich Lot die ganze Jordanaue und zog gegen Osten. 
Also trennte sich ein Bruder von dem andern.
GEN 13:12 Abram wohnte im Lande Kanaan und Lot in den Stdten der Aue und 
zeltete bis nach Sodom hin.
GEN 13:13 Aber die Leute zu Sodom waren schlecht und sndigten sehr wider 
den HERRN.
GEN 13:14 Der HERR aber sprach zu Abram, nachdem sich Lot von ihm getrennt 
hatte: Hebe doch deine Augen auf und schaue von dem Orte, da du wohnst, 
nach Norden, Sden, Osten und Westen!
GEN 13:15 Denn das ganze Land, das du siehst, will ich dir und deinem 
Samen geben auf ewig.
GEN 13:16 Und ich will deinen Samen machen wie den Staub auf Erden; wenn 
ein Mensch den Staub auf Erden zhlen kann, so soll man auch deinen Samen 
zhlen.
GEN 13:17 Mache dich auf, durchziehe das Land seiner Lnge und Breite 
nach! Denn dir will ich es geben.
GEN 13:18 Da brach Abram auf, kam und wohnte bei den Eichen Mamres zu 
Hebron und baute daselbst dem HERRN einen Altar.
GEN 14:1 Und es begab sich zur Zeit des Knigs Amraphel von Sinear, 
Ariochs, des Knigs von Ellasar, Kedor-Laomers, des Knigs von Elam, und 
Tideals, des Knigs der Gojim,
GEN 14:2 da sie kriegeten mit Bera, dem Knig von Sodom, und mit Birsa, 
dem Knig von Gomorra, und mit Sinab, dem Knig von Adama, und mit 
Semeber, dem Knig von Zeboim, und mit dem Knig von Bela, das ist Zoar.
GEN 14:3 Diese vereinigten sich im Tal Siddim, wo jetzt das Salzmeer ist.
GEN 14:4 Sie waren zwlf Jahre lang Kedor-Laomer untertan gewesen, aber im 
dreizehnten Jahre fielen sie von ihm ab.
GEN 14:5 Darum kamen Kedor-Laomer und die Knige, die es mit ihm hielten, 
im vierzehnten Jahre und schlugen die Rephaiter zu Astarot-Karnaim, und 
die Susiter zu Ham und die Emiter in der Ebene Kirjataim;
GEN 14:6 auch die Horiter auf ihrem Gebirge Seir, bis nach El-Paran, 
welches an der Wste liegt.
GEN 14:7 Darnach kehrten sie um und kamen zum Brunnen Mischpat, das ist 
Kadesch, und schlugen das ganze Land der Amalekiter, dazu die Amoriter, 
die zu Hazezon-Tamar wohnten.
GEN 14:8 Da zogen aus der Knig von Sodom, der Knig von Gomorra, der 
Knig von Adama, der Knig von Zeboim und der Knig von Bela, die Zoar 
heit, und rsteten sich
GEN 14:9 zu streiten im Tal Siddim mit Kedor-Laomer, dem Knige von Elam, 
und mit Tideal, dem Knige der Gojim, und mit Amraphel, dem Knig von 
Sinear, und mit Arioch, dem Knige von Ellasar; vier Knige gegen fnf.
GEN 14:10 Und das Tal Siddim hatte viele Asphaltgruben. Aber die Knige 
von Sodom und Gomorra flohen und fielen daselbst, und was brigblieb, floh 
ins Gebirge.
GEN 14:11 Und jene nahmen alle Habe zu Sodom und Gomorra und alle ihre 
Nahrung, und machten sich davon.
GEN 14:12 Sie nahmen auch mit sich Lot, Abrams Bruder, und seine Habe 
(denn er wohnte zu Sodom) und gingen.
GEN 14:13 Es kam aber ein Entronnener und sagte es Abram, dem Ebrer, der 
bei den Eichen Mamres, des Amoriters, wohnte, welcher ein Bruder war von 
Eschkol und Aner; diese waren Abrams Bundesgenossen.
GEN 14:14 Als nun Abram hrte, da sein Bruderssohn gefangen sei, 
bewaffnete er seine erprobten Knechte, dreihundertundachtzehn, die in 
seinem Hause geboren waren, und jagte jenen nach bis gen Dan,
GEN 14:15 verteilte sich und berfiel sie heimlich bei Nacht mit seinen 
Knechten und schlug sie und verfolgte sie bis gen Hoba, das zur Linken von 
Damaskus liegt.
GEN 14:16 Und er brachte alle Habe wieder; auch seinen Bruderssohn Lot und 
dessen Habe, die Weiber und das Volk brachte er wieder.
GEN 14:17 Als aber Abram von der Schlacht gegen Kedor-Laomer und die 
Knige, die mit ihm waren, zurckkehrte, ging ihm der Knig von Sodom 
entgegen in das Tal Schaveh, welches Knigstal genannt wird.
GEN 14:18 Aber Melchisedek, der Knig von Salem, brachte Brot und Wein 
herbei. Und er war ein Priester Gottes, des Allerhchsten.
GEN 14:19 Und er segnete ihn und sprach: Gesegnet sei Abram vom 
allerhchsten Gott, dem Besitzer des Himmels und der Erde.
GEN 14:20 Und gelobt sei Gott, der Allerhchste, der deine Feinde in deine 
Hand geliefert hat! Und Abram gab ihm den Zehnten von allem.
GEN 14:21 Da sprach der Knig von Sodom zu Abram: Gib mir die Seelen, die 
Habe behalte fr dich!
GEN 14:22 Abram sprach zum Knig von Sodom: Ich hebe meine Hand auf zu dem 
HERRN, dem allerhchsten Gott, dem Besitzer des Himmels und der Erde,
GEN 14:23 da ich von allem, was dein ist, nicht einen Faden noch 
Schuhriemen nehmen will, da du nicht sagest: Ich habe Abram reich 
gemacht;
GEN 14:24 ausgenommen, was die Jnglinge gegessen haben, und den Teil der 
Mnner Aner, Eschkol und Mamre, die mit mir gezogen sind; sie sollen ihren 
Anteil erhalten.
GEN 15:1 Nach diesen Geschichten begab es sich, da des HERRN Wort an 
Abram in einem Gesicht also erging: Frchte dich nicht, Abram, ich bin 
dein Schild; dein Lohn ist sehr gro!
GEN 15:2 Abram aber sprach: O Herr, HERR, was willst du mir geben, da ich 
doch kinderlos dahingehe, Erbe meines Hauses aber dieser Elieser von 
Damaskus ist?
GEN 15:3 Und Abram sprach weiter: Siehe, du hast mir keinen Samen gegeben, 
und siehe, ein Knecht, der in meinem Hause geboren ist, soll mein Erbe 
sein!
GEN 15:4 Aber des HERRN Wort geschah zu ihm: Dieser soll nicht dein Erbe 
sein, sondern der von dir selbst kommen wird, der soll dein Erbe sein!
GEN 15:5 Und er fhrte ihn hinaus und sprach: Siehe doch gen Himmel und 
zhle die Sterne, wenn du sie zhlen kannst! Und er sprach zu ihm: Also 
soll dein Same werden!
GEN 15:6 Und Abram glaubte dem HERRN, und das rechnete er ihm zur 
Gerechtigkeit.
GEN 15:7 Und er sprach zu ihm: Ich bin der HERR, der ich dich von Ur in 
Chalda ausgefhrt habe, da ich dir dieses Land erblich zu besitzen gebe.
GEN 15:8 Abram aber sprach: Herr, HERR, wobei soll ich merken, da ich es 
erblich besitzen werde?
GEN 15:9 Und er sprach zu ihm: Bringe mir eine dreijhrige Kuh und eine 
dreijhrige Ziege und einen dreijhrigen Widder und eine Turteltaube und 
eine junge Taube.
GEN 15:10 Und er brachte solches alles und zerteilte es mitten 
voneinander, und legte einen Teil dem andern gegenber. Aber die Vgel 
zerteilte er nicht.
GEN 15:11 Und es fielen Raubvgel ber die Opfer her; aber Abram 
verscheuchte sie.
GEN 15:12 Da nun die Sonne anfing sich zu neigen, fiel ein tiefer Schlaf 
auf Abram, und siehe, Schrecken und groe Finsternis berfielen ihn.
GEN 15:13 Da ward zu Abram gesagt: Du sollst fr gewi wissen, da dein 
Same fremd sein wird in einem Lande, das nicht ihm gehrt; und daselbst 
wird man sie zu dienen zwingen und demtigen vierhundert Jahre lang.
GEN 15:14 Aber auch das Volk, dem sie dienen mssen, will ich richten; 
darnach sollen sie mit groer Habe ausziehen.
GEN 15:15 Und du sollst in Frieden zu deinen Vtern hinfahren und in gutem 
Alter begraben werden.
GEN 15:16 Sie aber sollen im vierten Geschlechte wieder hierherkommen; 
denn das Ma der Snden der Amoriter ist noch nicht voll.
GEN 15:17 Als nun die Sonne untergegangen und es finster geworden war, 
siehe, da rauchte ein Ofen, und eine Feuerfackel fuhr zwischen den Stcken 
hin.
GEN 15:18 An dem Tage machte der HERR einen Bund mit Abram und sprach: 
Deinem Samen habe ich dieses Land gegeben, vom Flu gyptens bis an den 
groen Strom, den Euphrat:
GEN 15:19 die Keniter, die Kenisiter, die Kadmoniter,
GEN 15:20 die Hetiter, die Pheresiter, die Rephaiter,
GEN 15:21 die Amoriter, die Kanaaniter, die Girgasiter und die Jebusiter.
GEN 16:1 Sarai aber, Abrams Weib, gebar ihm nicht; aber sie hatte eine 
gyptische Magd, die hie Hagar.
GEN 16:2 Und Sarai sprach zu Abram: Siehe doch, der HERR hat mich 
verschlossen, da ich nicht gebren kann. Gehe doch zu meiner Magd, ob ich 
mich vielleicht aus ihr erbauen kann! Abram gehorchte Sarais Stimme.
GEN 16:3 Da nahm Sarai, Abrams Weib, ihre gyptische Magd Hagar, nachdem 
Abram zehn Jahre lang im Lande Kanaan gewohnt hatte, und gab sie Abram, 
ihrem Manne, zum Weibe.
GEN 16:4 Und als er zu Hagar kam, empfing sie. Da sie nun sah, da sie 
empfangen hatte, ward ihre Herrin verchtlich in ihren Augen.
GEN 16:5 Da sprach Sarai zu Abram: Das Unrecht, das mir zugefgt wird, 
treffe dich! Ich habe dir meine Magd an den Busen gelegt. Nun sie aber 
sieht, da sie guter Hoffnung ist, mu ich in ihren Augen verachtet sein. 
Der HERR sei Richter zwischen mir und dir!
GEN 16:6 Abram aber sprach zu Sarai: Siehe, deine Magd ist in deiner 
Gewalt, tue mit ihr, wie dir gefllt! Da nun Sarai sie demtigte, floh sie 
von ihr.
GEN 16:7 Aber der Engel des HERRN fand sie bei einem Wasserbrunnen in der 
Wste, beim Brunnen am Wege Schur.
GEN 16:8 Er sprach zu ihr: Hagar, Sarais Magd, wo kommst du her, und wo 
willst du hin? Sie sprach: Ich bin von meiner Herrin Sarai geflohen!
GEN 16:9 Und der Engel des HERRN sprach zu ihr: Kehre wieder zu deiner 
Herrin zurck, und demtige dich unter ihre Hand.
GEN 16:10 Und der Engel des HERRN sprach zu ihr: Siehe, ich will deinen 
Samen also mehren, da er vor groer Menge unzhlbar sein soll.
GEN 16:11 Weiter sprach der Engel des HERRN zu ihr: Siehe, du hast 
empfangen und wirst einen Sohn gebren, den sollst du Ismael nennen, weil 
der HERR dein Jammern erhrt hat.
GEN 16:12 Er wird ein wilder Mensch sein, seine Hand wider jedermann und 
jedermanns Hand wider ihn; und er wird gegenber von allen seinen Brdern 
wohnen.
GEN 16:13 Und sie nannte den Namen des HERRN, der mit ihr redete: Du bist 
der Gott, der mich sieht! Denn sie sprach: Habe ich hier nicht den 
gesehen, der mich gesehen hat?
GEN 16:14 Darum nannte sie den Brunnen einen Brunnen des Lebendigen, der 
mich sieht. Siehe, er ist zwischen Kadesch und Bared.
GEN 16:15 Und Hagar gebar Abram einen Sohn; und Abram nannte seinen Sohn, 
den ihm Hagar gebar, Ismael.
GEN 16:16 Und Abram war sechsundachtzig Jahre alt, als Hagar ihm den 
Ismael gebar.
GEN 17:1 Als nun Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der HERR 
und sprach zu ihm: Ich bin der allmchtige Gott. Wandle vor mir und sei 
tadellos!
GEN 17:2 Und ich will meinen Bund stiften zwischen mir und dir und will 
dich ber alle Maen mehren!
GEN 17:3 Da fiel Abram auf sein Angesicht. Und Gott redete weiter mit ihm 
und sprach:
GEN 17:4 Siehe, ich bin der, welcher im Bunde mit dir steht; und du sollst 
ein Vater vieler Vlker werden.
GEN 17:5 Darum sollst du nicht mehr Abram heien, sondern Abraham soll 
dein Name sein; denn ich habe dich zu einem Vater vieler Vlker gemacht.
GEN 17:6 Und ich will dich sehr, sehr fruchtbar machen und will dich zu 
Vlkern machen, auch Knige sollen von dir herkommen.
GEN 17:7 Und ich will meinen Bund aufrichten zwischen mir und dir und 
deinem Samen nach dir von Geschlecht zu Geschlecht, da es ein ewiger Bund 
sei; also, da ich dein Gott sei und deines Samens nach dir.
GEN 17:8 Und ich will dir und deinem Samen nach dir das Land geben, darin 
du ein Fremdling bist, nmlich das ganze Land Kanaan, zur ewigen 
Besitzung, und ich will ihr Gott sein.
GEN 17:9 Und Gott sprach weiter zu Abraham: So bewahre nun meinen Bund, du 
und dein Same nach dir, von Geschlecht zu Geschlecht!
GEN 17:10 Das ist aber mein Bund, den ihr bewahren sollt, zwischen mir und 
euch und deinem Samen nach dir: Alles, was mnnlich ist unter euch, soll 
beschnitten werden.
GEN 17:11 Ihr sollt aber die Vorhaut eures Fleisches beschneiden. Das soll 
ein Zeichen des Bundes sein zwischen mir und euch.
GEN 17:12 Jedes Knblein von euren Geschlechtern, wenn es acht Tage alt 
ist, sollt ihr beschneiden, sei es im Haus geboren oder um Geld erkauft 
von irgend einem Auslnder, der nicht deines Samens ist.
GEN 17:13 Was in deinem Hause geboren oder um Geld erkauft wird, soll 
beschnitten werden. Also soll mein Bund an eurem Fleische sein, ein ewiger 
Bund.
GEN 17:14 Und wenn ein Knblein an der Vorhaut seines Fleisches nicht 
beschnitten wird, dessen Seele soll aus seinem Volke ausgerottet werden, 
weil es meinen Bund gebrochen hat.
GEN 17:15 Und Gott sprach abermal zu Abraham: Du sollst dein Weib Sarai 
nicht mehr Sarai nennen, sondern Sarah soll ihr Name sein.
GEN 17:16 Denn ich will sie segnen und will dir auch von ihr einen Sohn 
geben. Ich will sie segnen, und sie soll zu Nationen werden, und Knige 
von Vlkern sollen von ihr kommen.
GEN 17:17 Da fiel Abraham auf sein Angesicht und lachte und sprach in 
seinem Herzen: Soll mir Hundertjhrigem ein Kind geboren werden, und 
Sarah, neunzig Jahre alt, gebren!
GEN 17:18 Und Abraham sprach zu Gott: Ach, da Ismael vor dir leben sollte!
GEN 17:19 Da sprach Gott: Nein, sondern Sarah, dein Weib, soll dir einen 
Sohn gebren, den sollst du Isaak nennen; denn ich will mit ihm einen Bund 
aufrichten als einen ewigen Bund fr seinen Samen nach ihm.
GEN 17:20 Wegen Ismael habe ich dich auch erhrt. Siehe, ich habe ihn 
reichlich gesegnet und will ihn fruchtbar machen und sehr mehren. Er wird 
zwlf Frsten zeugen, und ich will ihn zum groen Volke machen.
GEN 17:21 Meinen Bund aber will ich mit Isaak aufrichten, den dir Sarah um 
diese bestimmte Zeit im andern Jahre gebren soll.
GEN 17:22 Und da er mit ihm ausgeredet hatte, fuhr Gott auf von Abraham.
GEN 17:23 Da nahm Abraham seinen Sohn Ismael und alle, die in seinem Hause 
geboren, und alle, die um sein Geld erkauft waren, alles, was mnnlich war 
unter seinen Hausgenossen, und beschnitt die Vorhaut ihres Fleisches an 
ebendemselben Tage, wie Gott ihm gesagt hatte.
GEN 17:24 Und Abraham war neunundneunzig Jahre alt, als das Fleisch seiner 
Vorhaut beschnitten ward.
GEN 17:25 Ismael aber, sein Sohn, war dreizehn Jahre alt, als das Fleisch 
seiner Vorhaut beschnitten ward.
GEN 17:26 An ebendemselben Tag lieen sich Abraham und sein Sohn Ismael 
beschneiden;
GEN 17:27 und alles, was mnnlich war in seinem Hause, daheim geboren und 
von Fremdlingen um Geld erkauft, ward mit ihm beschnitten.
GEN 18:1 Und der HERR erschien ihm bei den Eichen Mamres, da er an der Tr 
seiner Htte sa, als der Tag am heiesten war.
GEN 18:2 Als er nmlich seine Augen aufhob und sich umsah, siehe, da 
standen drei Mnner ihm gegenber. Und als er sie sah, eilte er ihnen 
entgegen von der Tre seiner Htte, bckte sich zur Erde nieder
GEN 18:3 und sprach: Mein Herr, habe ich Gnade vor deinen Augen gefunden, 
so gehe doch nicht an deinem Knechte vorber!
GEN 18:4 Man soll ein wenig Wasser bringen, da ihr eure Fe waschet; und 
lagert euch unter dem Baum,
GEN 18:5 so will ich einen Bissen Brot bringen, da ihr euer Herz strket; 
darnach mgt ihr weiterziehen, denn darum seid ihr bei eurem Knechte 
vorbeigekommen. Sie sprachen: Tue also, wie du gesagt hast!
GEN 18:6 Und Abraham eilte in die Htte zu Sarah und sprach: Nimm eilends 
drei Ma Semmelmehl, knete sie und backe Kuchen!
GEN 18:7 Er aber eilte zu den Rindern und holte ein zartes und gutes Kalb 
und gab es dem Knaben, der eilte und rstete es zu.
GEN 18:8 Und er trug Butter und Milch auf und von dem Kalbe, das er 
gerstet hatte, und setzte es ihnen vor. Und er stand bei ihnen unter dem 
Baum; und sie aen.
GEN 18:9 Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Weib Sarah? Er antwortete: 
Drinnen in der Htte.
GEN 18:10 Da sprach er: Gewi will ich um diese Zeit im knftigen Jahre 
wieder zu dir kommen, und siehe, dein Weib Sarah soll einen Sohn haben! 
Sarah aber horchte unter der Tr der Htte, welche hinter ihm war.
GEN 18:11 Und Abraham und Sarah waren alt und wohlbetagt, also da es 
Sarah nicht mehr nach der Weiber Weise ging.
GEN 18:12 Darum lachte sie in ihrem Herzen und sprach: Nachdem ich 
verblht bin, soll mir noch Wonne zuteil werden! Dazu ist mein Herr ein 
alter Mann!
GEN 18:13 Da sprach der HERR zu Abraham: Warum lacht Sarah und spricht: 
Sollte ich wirklich noch gebren, so alt ich bin?
GEN 18:14 Sollte denn dem HERRN etwas zu wunderbar sein? Zur bestimmten 
Zeit will ich wieder zu dir kommen im knftigen Jahre, und Sarah soll 
einen Sohn haben!
GEN 18:15 Da leugnete Sarah und sprach: Ich habe nicht gelacht! denn sie 
frchtete sich. Er aber sprach: Doch, du hast gelacht!
GEN 18:16 Da brachen die Mnner auf und wandten sich gen Sodom. Und 
Abraham ging mit ihnen, um sie zu begleiten.
GEN 18:17 Da sprach der HERR: Sollte ich Abraham verbergen, was ich tun 
will,
GEN 18:18 da Abraham gewi ein groes und starkes Volk werden soll, und 
alle Vlker auf Erden in ihm sollen gesegnet werden?
GEN 18:19 Denn ich habe ihn dafr erkoren, da er seinen Kindern und 
seinem Hause nach ihm befehle, des HERRN Weg zu halten und zu tun, was 
recht und billig ist, damit der HERR auf Abraham bringe, was er ihm 
verheien hat.
GEN 18:20 Und der HERR sprach: Das Geschrei ber Sodom und Gomorra ist 
gro, und ihre Snde ist sehr schwer.
GEN 18:21 Darum will ich hinabfahren und sehen, ob sie wirklich ganz nach 
dem Geschrei, das vor mich gekommen ist, getan haben; wo aber nicht, da 
ich es wisse.
GEN 18:22 Und die Mnner wandten ihr Angesicht und gingen gen Sodom; aber 
Abraham blieb noch stehen vor dem HERRN.
GEN 18:23 Und Abraham trat nher und sprach: Willst du auch den Gerechten 
mit dem Gottlosen wegraffen?
GEN 18:24 Vielleicht mchten fnfzig Gerechte in der Stadt sein, willst du 
die wegraffen und den Ort nicht verschonen um fnfzig Gerechter willen, 
die darinnen wren?
GEN 18:25 Das sei ferne von dir, da du eine solche Sache tuest und ttest 
den Gerechten mit dem Gottlosen, da der Gerechte sei wie der Gottlose. 
Das sei ferne von dir! Der aller Welt Richter ist, sollte der nicht recht 
richten?
GEN 18:26 Der HERR sprach: Finde ich fnfzig Gerechte zu Sodom in der 
Stadt, so will ich um ihretwillen den ganzen Ort verschonen!
GEN 18:27 Und Abraham antwortete und sprach: Ach siehe, ich habe mich 
unterwunden, mit meinem Herrn zu reden, obwohl ich nur Staub und Asche bin!
GEN 18:28 Vielleicht mchten fnf weniger als fnfzig Gerechte darinnen 
sein, willst du denn die ganze Stadt verderben um der fnfe willen? Er 
sprach: Finde ich fnfundvierzig darinnen, so will ich sie nicht verderben!
GEN 18:29 Und er fuhr weiter fort mit ihm zu reden und sprach: Man mchte 
vielleicht vierzig darin finden. Er aber sprach: Ich will ihnen nichts 
tun, um der vierzig willen.
GEN 18:30 Und Abraham sprach: Mge es meinen Herrn nicht erzrnen, wenn 
ich noch weiter rede! Man mchte vielleicht dreiig darin finden. Er aber 
sprach: Finde ich dreiig darinnen, so will ich ihnen nichts tun.
GEN 18:31 Und er sprach: Ach siehe, ich habe mich unterwunden, mit meinem 
Herrn zu reden: Man mchte vielleicht zwanzig darin finden. Er antwortete: 
Ich will sie nicht verderben, um der zwanzig willen!
GEN 18:32 Und er sprach: Ach, zrne nicht, mein Herr, da ich nur noch 
diesmal rede: Man mchte vielleicht zehn darin finden. Er aber sprach: Ich 
will sie nicht verderben, um der zehn willen!
GEN 18:33 Und der HERR ging hin, da er mit Abraham ausgeredet hatte; 
Abraham aber kehrte wieder an seinen Ort zurck.
GEN 19:1 Und die zwei Engel kamen am Abend nach Sodom. Lot aber sa zu 
Sodom unter dem Tor; und als er sie sah, stand er auf, ging ihnen entgegen 
und verneigte sich, das Angesicht zur Erde gewandt,
GEN 19:2 und sprach: Siehe da, meine Herren! Kehrt ein in das Haus eures 
Knechtes und bleibet ber Nacht und lasset euch die Fe waschen; so steht 
ihr am Morgen frhe auf und zieht euren Weg! Sie aber sprachen: Nein, 
sondern wir wollen auf der Gasse bernachten!
GEN 19:3 Er aber ntigte sie ernstlich. Da kehrten sie bei ihm ein und 
kamen in sein Haus. Und er bereitete ihnen ein Mahl und machte ungesuerte 
Kuchen; und sie aen.
GEN 19:4 Aber ehe sie sich legten, umringten die Mnner der Stadt das 
Haus, die Mnner von Sodom, jung und alt, das ganze Volk aus allen Enden,
GEN 19:5 und riefen Lot und sprachen zu ihm: Wo sind die Mnner, die diese 
Nacht zu dir gekommen sind? Bringe sie heraus zu uns, da wir sie erkennen!
GEN 19:6 Da ging Lot zu ihnen hinaus und schlo die Tr hinter sich zu.
GEN 19:7 Und sprach: Ach, meine Brder, tut doch nicht so bel!
GEN 19:8 Siehe, ich habe zwei Tchter, die haben noch keinen Mann erkannt, 
die will ich zu euch hinausfhren, da ihr mit ihnen tut, was euch gut 
dnkt; nur diesen Mnnern tut nichts, weil sie doch unter den Schatten 
meines Daches gekommen sind!
GEN 19:9 Sie aber sprachen: Mach, da du fortkommst! Darnach sprachen sie: 
Der ist der einzige Fremdling hier und will den Richter spielen! Nun 
wollen wir dir's noch rger machen als ihnen! Und sie drangen hart auf den 
Mann, auf Lot ein und machten sich daran, die Tre aufzubrechen.
GEN 19:10 Da streckten die Mnner ihre Hnde hinaus und zogen Lot zu sich 
hinein und schlossen die Tre zu
GEN 19:11 und schlugen die Mnner vor der Haustre mit Blindheit, beide 
klein und gro, da sie mde wurden, die Tr zu suchen.
GEN 19:12 Und die Mnner sprachen zu Lot: Hast du noch jemand hier, einen 
Tochtermann oder Shne oder Tchter? Wer dir in der Stadt zugehrt, den 
fhre hinaus von diesem Ort!
GEN 19:13 Denn wir werden diesen Ort verderben, weil das Geschrei ber sie 
gro ist vor dem HERRN; und der HERR hat uns gesandt, sie zu verderben.
GEN 19:14 Da ging Lot hinaus und redete mit seinen Tochtermnnern, die 
seine Tchter nehmen sollten, und sprach: Machet euch auf, gehet aus von 
diesem Ort; denn der HERR wird diese Stadt verderben! Aber es kam seinen 
Tochtermnnern vor, als scherze er.
GEN 19:15 Da nun die Morgenrte aufging, hieen die Engel Lot eilen und 
sprachen: Mache dich auf, nimm dein Weib und deine beiden Tchter, die 
vorhanden sind, damit du nicht in der Missetat dieser Stadt umkommest!
GEN 19:16 Als er aber verzog, ergriffen die Mnner ihn und sein Weib und 
seine beiden Tchter bei der Hand, weil der HERR ihn verschonen wollte, 
und fhrten ihn hinaus und lieen ihn drauen vor der Stadt.
GEN 19:17 Und als sie dieselben hinausgefhrt hatten, sprach er: Errette 
deine Seele und siehe nicht hinter dich; stehe auch nicht still in dieser 
ganzen Umgegend! Auf den Berg rette dich, da du nicht weggerafft werdest!
GEN 19:18 Aber Lot sprach zu ihnen: Ach nein, mein Herr!
GEN 19:19 Siehe doch, dein Knecht hat vor deinen Augen Gnade gefunden, und 
du hast mir groe Barmherzigkeit erwiesen, da du meine Seele am Leben 
erhieltest. Aber auf den Berg kann ich mich nicht retten; das Unglck 
knnte mich ereilen, da ich strbe!
GEN 19:20 Siehe, jene Stadt ist so nahe, da ich dahin fliehen knnte; und 
sie ist klein. Ach, la mich dahin fliehen! Ist sie nicht eine kleine 
Stadt? Nur da meine Seele lebendig bleibe!
GEN 19:21 Da sprach er zu ihm: Siehe, ich habe dich auch in diesem Stck 
erhrt, da ich die Stadt nicht umkehre, von welcher du geredet hast.
GEN 19:22 Eile, rette dich daselbst hin; denn ich kann nichts tun, bis du 
hineingekommen bist! Daher wird die Stadt Zoar genannt.
GEN 19:23 Und die Sonne war auf Erden aufgegangen, als Lot nach Zoar kam.
GEN 19:24 Da lie der HERR Schwefel und Feuer regnen auf Sodom und 
Gomorra, vom HERRN, vom Himmel herab,
GEN 19:25 und kehrte die Stdte um und die ganze Umgebung und alle 
Einwohner der Stdte und was auf dem Lande gewachsen war.
GEN 19:26 Und sein Weib sah hinter sich und ward zur Salzsule.
GEN 19:27 Abraham aber machte sich am Morgen frh auf an den Ort, da er 
vor dem HERRN gestanden hatte.
GEN 19:28 Und er wandte sein Angesicht gen Sodom und Gomorra und gegen das 
ganze Land jener Gegend und sah sich um, und siehe, ein Rauch ging auf von 
dem Lande, wie ein Rauch vom Kalkofen.
GEN 19:29 Und als Gott die Stdte in jener Ebene verderbte, da gedachte 
Gott an Abraham, und er fhrte Lot mitten aus dem Verderben, als er die 
Stdte umkehrte, darinnen Lot gewohnt hatte.
GEN 19:30 Und Lot ging von Zoar hinauf und blieb mit seinen beiden 
Tchtern auf dem Berge; denn er frchtete sich in Zoar zu bleiben; und er 
wohnte mit seinen Tchtern in einer Hhle.
GEN 19:31 Da sprach die ltere zu der jngeren: Unser Vater ist alt, und 
es ist kein Mann mehr auf Erden, der zu uns kommen mge nach aller Welt 
Weise.
GEN 19:32 So komm, wir wollen unsern Vater mit Wein trnken und bei ihm 
liegen.
GEN 19:33 Also trnkten sie ihren Vater mit Wein in derselben Nacht. Und 
die ltere ging und legte sich zu ihrem Vater, und er gewahrte es nicht, 
weder als sie sich legte, noch als sie aufstand.
GEN 19:34 Am Morgen sprach die ltere zu der jngern: Siehe, ich bin 
gestern bei meinem Vater gelegen; wir wollen ihn auch diese Nacht mit Wein 
trnken, da du hingehest und dich zu ihm legest, da wir Samen von unserm 
Vater erhalten.
GEN 19:35 Also trnkten sie ihren Vater dieselbe Nacht mit Wein. Und die 
jngere machte sich auf und legte sich zu ihm, und er merkte es nicht, 
weder als sie sich legte, noch als sie aufstand.
GEN 19:36 Also wurden die beiden Tchter Lots schwanger von ihrem Vater.
GEN 19:37 Und die ltere gebar einen Sohn, den hie sie Moab; der ward der 
Vater der Moabiter von heutzutage.
GEN 19:38 Und die jngere gebar auch einen Sohn, den hie sie Ben-Ammi; 
der ward der Vater der Kinder Ammon von heutzutage.
GEN 20:1 Abraham aber zog von dannen in den sdlichen Landesteil und 
wohnte zwischen Kadesch und Schur und war ein Fremdling zu Gerar.
GEN 20:2 Und Abraham sprach von seinem Weibe Sarah: Sie ist meine 
Schwester. Da lie Abimelech, der Knig zu Gerar, Sarah holen.
GEN 20:3 Aber Gott kam des Nachts im Traum zu Abimelech und sprach zu ihm: 
Siehe da, du bist des Todes um des Weibes willen, das du genommen hast; 
denn sie ist eines Mannes Eheweib!
GEN 20:4 Abimelech aber hatte sie noch nicht berhrt und sprach: Herr, 
willst du denn auch ein gerechtes Volk umbringen?
GEN 20:5 Hat er nicht zu mir gesagt: Sie ist meine Schwester? Und sie 
hat auch gesagt: Er ist mein Bruder! Habe ich doch das mit einfltigem 
Herzen und unschuldigen Hnden getan!
GEN 20:6 Und Gott sprach zu ihm im Traum: Ich wei, da du solches mit 
einfltigem Herzen getan hast; darum habe ich dich auch behtet, da du 
nicht wider mich sndigtest, und darum habe ich es dir nicht gestattet, 
da du sie berhrtest.
GEN 20:7 So gib nun dem Manne sein Weib wieder, denn er ist ein Prophet; 
und er soll fr dich bitten, so wirst du am Leben bleiben; wenn du sie 
aber nicht zurckgibst, so wisse, da du gewi sterben mut samt allem, 
was dein ist!
GEN 20:8 Da stand Abimelech am Morgen frhe auf und rief allen seinen 
Knechten und sagte ihnen dieses alles vor ihren Ohren; und die Leute 
frchteten sich sehr.
GEN 20:9 Und Abimelech rief Abraham und sprach zu ihm: Warum hast du uns 
das getan, und was habe ich an dir gesndigt, da du eine so groe Snde 
auf mich und mein Reich bringen wolltest? Du hast nicht mit mir gehandelt, 
wie man handeln soll.
GEN 20:10 Und Abimelech fragte Abraham: In welcher Absicht hast du solches 
getan?
GEN 20:11 Abraham sprach: Weil ich dachte: Es ist gar keine Gottesfurcht 
an diesem Ort, darum werden sie mich um meines Weibes willen erwrgen.
GEN 20:12 Auch ist sie wahrhaftig meine Schwester; denn sie ist meines 
Vaters Tochter, aber nicht meiner Mutter Tochter, und sie ist mein Weib 
geworden.
GEN 20:13 Da mich aber Gott aus meines Vaters Haus fhrte, sprach ich zu 
ihr: Das mut du mir zuliebe tun, da du berall, wo wir hinkommen, von 
mir sagest: Er ist mein Bruder!
GEN 20:14 Da nahm Abimelech Schafe und Rinder, Knechte und Mgde und 
schenkte sie Abraham und gab ihm sein Weib Sarah zurck.
GEN 20:15 Und Abimelech sprach: Siehe da, mein Land steht dir offen; wo es 
dir gefllt, da la dich nieder!
GEN 20:16 Aber zu Sarah sprach er: Siehe da, ich gebe deinem Bruder 
tausend Silberlinge; siehe da, das soll dir eine Decke der Augen sein fr 
alles, was mit dir vorgegangen ist, und damit du in jeder Weise 
gerechtfertigst seist!
GEN 20:17 Abraham aber legte Frbitte ein bei Gott. Da heilte Gott 
Abimelech und sein Weib und seine Mgde, da sie gebaren.
GEN 20:18 Denn der HERR hatte zuvor jeden Mutterleib im Hause Abimelechs 
fest verschlossen, um Sarahs, des Weibes Abrahams willen.
GEN 21:1 Und der HERR suchte Sarah heim, wie er verheien hatte, und der 
HERR tat an Sarah, wie er geredet hatte.
GEN 21:2 Und Sarah empfing und gebar dem Abraham einen Sohn in seinem 
Alter, zur bestimmten Zeit, wie ihm Gott versprochen hatte.
GEN 21:3 Und Abraham nannte seinen Sohn, der ihm geboren ward, den ihm 
Sarah gebar, Isaak.
GEN 21:4 Und Abraham beschnitt Isaak, seinen Sohn, da er acht Tage alt 
war, wie ihm Gott geboten hatte.
GEN 21:5 Hundert Jahre war Abraham alt, da ihm sein Sohn Isaak geboren 
ward.
GEN 21:6 Und Sarah sprach: Gott hat mir ein Lachen bereitet; wer es hren 
wird, der wird meiner lachen!
GEN 21:7 Und sie sprach: Wer verkndigt das dem Abraham, da Sarah Kinder 
sugt, da ich ihm in seinem Alter einen Sohn geboren habe?
GEN 21:8 Und das Kind wuchs und ward entwhnt. Und Abraham machte ein 
groes Mahl des Tages, da Isaak entwhnt ward.
GEN 21:9 Und Sarah sah, da der Sohn der Hagar, der gyptischen Magd, den 
sie dem Abraham geboren hatte, Mutwillen trieb.
GEN 21:10 Da sprach sie zu Abraham: Treibe diese Magd mit ihrem Sohne aus; 
denn der Sohn dieser Magd soll nicht erben mit meinem Sohn Isaak!
GEN 21:11 Dieses Wort mifiel Abraham sehr um seines Sohnes willen.
GEN 21:12 Aber Gott sprach zu Abraham: Es soll dir das nicht mifallen! 
Hre auf alles, was Sarah dir sagt wegen des Knaben und deiner Magd; denn 
in Isaak soll dir ein Same berufen werden.
GEN 21:13 Doch ich will auch den Sohn der Magd zum Volke machen, weil er 
deines Samens ist.
GEN 21:14 Da stand Abraham am Morgen frhe auf und nahm Brot und einen 
Schlauch voll Wasser, gab es Hagar und legte es auf ihre Schulter; er gab 
ihr auch den Knaben und schickte sie fort. Sie ging und irrte in der Wste 
Beer-Seba umher.
GEN 21:15 Da nun das Wasser im Schlauch ausgegangen war, warf sie den 
Knaben unter einen Strauch,
GEN 21:16 ging hin und setzte sich gegenber, einen Bogenschu weit 
entfernt; denn sie sprach: Ich kann nicht sehen des Knaben Sterben! Und 
sie sa ihm gegenber, erhob ihre Stimme und weinte.
GEN 21:17 Da erhrte Gott die Stimme des Knaben, und der Engel Gottes rief 
der Hagar vom Himmel her und sprach zu ihr: Was ist dir, Hagar? Frchte 
dich nicht, denn Gott hat erhrt die Stimme des Knaben, da, wo er liegt.
GEN 21:18 Steh auf, nimm den Knaben und fasse ihn mit deiner Hand, denn 
ich will ihn zu einem groen Volke machen!
GEN 21:19 Und Gott ffnete ihr die Augen, da sie einen Wasserbrunnen sah. 
Da ging sie hin und fllte den Schlauch mit Wasser und trnkte den Knaben.
GEN 21:20 Und Gott war mit dem Knaben; der wuchs und wohnte in der Wste 
und ward ein Bogenschtze.
GEN 21:21 Und er wohnte in der Wste Paran, und seine Mutter nahm ihm ein 
Weib aus gypten.
GEN 21:22 Zu derselben Zeit redete Abimelech und sein Feldhauptmann Pichol 
mit Abraham und sprach: Gott ist mit dir in allem, was du tust.
GEN 21:23 So schwre mir nun hier bei Gott, da du weder an mir, noch an 
meinen Kindern, noch an meinen Kindeskindern treulos handeln, sondern die 
Freundschaft, die ich dir bewiesen habe, auch an mir beweisen willst und 
an dem Lande, darinnen du ein Fremdling bist.
GEN 21:24 Da sprach Abraham: Ich will schwren!
GEN 21:25 Und Abraham rechtete mit Abimelech um des Wasserbrunnens willen, 
den Abimelechs Knechte mit Gewalt genommen hatten.
GEN 21:26 Da antwortete Abimelech: Ich wei nichts davon; wer hat das 
getan? Du hast mir gar nichts angezeigt, und ich habe auch nichts davon 
gehrt bis auf diesen Tag!
GEN 21:27 Da nahm Abraham Schafe und Rinder und gab sie Abimelech, und sie 
machten beide einen Bund miteinander.
GEN 21:28 Und Abraham stellte sieben Lmmer besonders.
GEN 21:29 Da sprach Abimelech zu Abraham: Was sollen die sieben Lmmer 
hier, die du besonders gestellt hast?
GEN 21:30 Er antwortete: Du sollst sieben Lmmer von meiner Hand nehmen, 
damit sie mir zum Zeugnis seien, da ich diesen Brunnen gegraben habe!
GEN 21:31 Daher wird der Ort Beer-Seba genannt, weil sie beide daselbst 
einander geschworen haben.
GEN 21:32 Als sie aber den Bund zu Beer-Seba geschlossen, machten sich 
Abimelech und Pichol, sein Feldhauptmann, auf und zogen wieder in der 
Philister Land.
GEN 21:33 Abraham aber pflanzte eine Tamariske zu Beer-Seba und rief 
daselbst den Namen des HERRN, des ewigen Gottes, an.
GEN 21:34 Und Abraham hielt sich lange Zeit als Fremdling im Lande der 
Philister auf.
GEN 22:1 Nach diesen Geschichten versuchte Gott den Abraham und sprach zu 
ihm: Abraham! Und er antwortete: Siehe, hier bin ich.
GEN 22:2 Und er sprach: Nimm doch deinen Sohn, deinen einzigen, den du 
lieb hast, Isaak, und gehe hin in das Land Morija und opfere ihn daselbst 
zum Brandopfer auf einem Berge, den ich dir nennen werde!
GEN 22:3 Da stand Abraham am Morgen frh auf und sattelte seinen Esel, und 
nahm zwei Knechte und seinen Sohn Isaak mit sich und spaltete Holz zum 
Brandopfer, machte sich auf und ging hin an den Ort, davon ihm Gott gesagt 
hatte.
GEN 22:4 Am dritten Tage erhob Abraham seine Augen und sah den Ort von 
ferne.
GEN 22:5 Da sprach Abraham zu seinen Knechten: Bleibet ihr hier mit dem 
Esel, ich aber und der Knabe wollen dorthin gehen, und wenn wir angebetet 
haben, wollen wir wieder zu euch kommen.
GEN 22:6 Und Abraham nahm das Holz zum Brandopfer und legte es auf seinen 
Sohn Isaak. Er aber nahm das Feuer und das Messer in seine Hand, und sie 
gingen beide miteinander.
GEN 22:7 Da sprach Isaak zu seinem Vater Abraham: Mein Vater! Abraham 
antwortete: Siehe, hier bin ich, mein Sohn! Und er sprach: Siehe, hier ist 
Feuer und Holz; wo ist aber das Lmmlein zum Brandopfer?
GEN 22:8 Und Abraham antwortete: Mein Sohn, Gott wird sich ein Lmmlein 
zum Brandopfer ersehen! Und sie gingen beide miteinander.
GEN 22:9 Und als sie an den Ort kamen, den Gott ihm genannt hatte, baute 
Abraham daselbst einen Altar und legte das Holz ordentlich darauf, band 
seinen Sohn Isaak und legte ihn auf den Altar, oben auf das Holz.
GEN 22:10 Und Abraham streckte seine Hand aus und fate das Messer, seinen 
Sohn zu schlachten.
GEN 22:11 Da rief ihm der Engel des HERRN vom Himmel und sprach: Abraham! 
Abraham! Und er antwortete: Siehe, hier bin ich!
GEN 22:12 Er sprach: Lege deine Hand nicht an den Knaben und tue ihm 
nichts; denn nun wei ich, da du Gott frchtest und hast deinen einzigen 
Sohn nicht verschont um meinetwillen!
GEN 22:13 Da erhob Abraham seine Augen und sah hinter sich einen Widder 
mit den Hrnern in den Hecken verwickelt. Und Abraham ging hin und nahm 
den Widder und opferte ihn zum Brandopfer an Stelle seines Sohnes.
GEN 22:14 Und Abraham nannte den Ort: Der HERR wird dafr sorgen! So da 
man noch heute sagt: Auf dem Berge wird der HERR dafr sorgen!
GEN 22:15 Und der Engel des HERRN rief Abraham zum zweitenmal vom Himmel
GEN 22:16 und sprach: Ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der 
HERR, weil du solches getan und deines einzigen Sohnes nicht verschont 
hast,
GEN 22:17 will ich dich gewi segnen und deinen Samen mchtig mehren, wie 
die Sterne am Himmel und wie den Sand am Rande des Meeres, und dein Same 
soll die Tore seiner Feinde besitzen,
GEN 22:18 und in deinem Samen sollen alle Vlker auf Erden gesegnet 
werden, weil du meiner Stimme gehorcht hast!
GEN 22:19 Und Abraham kehrte wieder zu seinen Knechten zurck; und sie 
machten sich auf und zogen miteinander gen Beer-Seba, denn Abraham wohnte 
zu Beer-Seba.
GEN 22:20 Nach diesen Geschichten ward Abraham die Kunde gebracht: Siehe, 
Milka hat deinem Bruder Nahor auch Kinder geboren:
GEN 22:21 Uz, den Erstgeborenen, und Bus, seinen Bruder, und Kemuel, den 
Vater des Aram,
GEN 22:22 und Kesed und Chaso und Pildasch und Jidlaph und Bethuel.
GEN 22:23 Bethuel aber hatte die Rebekka gezeugt. Milka gebar diese acht 
dem Nahor, Abrahams Bruder.
GEN 22:24 Und sein Kebsweib mit Namen Rehuma, gebar auch, nmlich Tebach, 
Gaham, Tachasch und Maacha.
GEN 23:1 Sarah ward hundertsiebenundzwanzig Jahre alt; so lange lebte sie.
GEN 23:2 Und Sarah starb in Kirjat-Arba, das ist Hebron, im Lande Kanaan. 
Da ging Abraham hin, da er um Sarah klagte und sie beweinte.
GEN 23:3 Darnach stand Abraham auf von seiner Leiche und redete mit den 
Shnen Hets und sprach:
GEN 23:4 Ich bin ein Fremdling und Beisae bei euch, gebt mir ein 
Erbbegrbnis bei euch, da ich meine Tote von meinem Angesicht entfernt 
begraben kann!
GEN 23:5 Da antworteten die Hetiter dem Abraham und sprachen zu ihm:
GEN 23:6 Hre uns, mein Herr, du bist ein Frst Gottes mitten unter uns, 
begrabe deine Tote in dem besten unsrer Grber. Niemand von uns wird dir 
sein Grab verweigern, da du deine Tote darin begrabest!
GEN 23:7 Da stand Abraham auf und bckte sich vor dem Volke des Landes, 
vor den Hetitern.
GEN 23:8 Und er redete mit ihnen und sprach: Ist es euer Wille, da ich 
meine Tote von meinem Angesicht entfernt begrabe, so hret mich und bittet 
fr mich Ephron, den Sohn Zohars,
GEN 23:9 da er mir die Hhle Machpelah gebe, die er am Ende seines Ackers 
hat; um den vollen Betrag soll er sie mir in eurer Mitte zum Begrbnis 
geben!
GEN 23:10 Und Ephron sa mitten unter den Hetitern. Da antwortete Ephron, 
der Hetiter, dem Abraham vor den Shnen Hets, vor allen, die durch das Tor 
seiner Stadt aus und eingingen, und sprach:
GEN 23:11 Nein, mein Herr, sondern hre mir zu: Ich schenke dir den Acker, 
und die Hhle darin schenke ich dir dazu, und schenke dir sie vor meinem 
Volke; begrabe deine Tote!
GEN 23:12 Da bckte sich Abraham vor dem Volke des Landes
GEN 23:13 und redete mit Ephron, da das Volk des Landes zuhrte, und 
sprach: Wohlan, wenn du geneigt bist, so hre mich: Nimm von mir das Geld, 
das ich dir fr den Acker gebe, so will ich meine Tote daselbst begraben.
GEN 23:14 Ephron antwortete Abraham und sprach zu ihm:
GEN 23:15 Mein Herr, hre mich: Das Feld ist vierhundert Schekel Silber 
wert; was ist aber das zwischen mir und dir? Begrabe nur deine Tote!
GEN 23:16 Als nun Abraham solches hrte, wog er Ephron das Geld dar, das 
er gesagt hatte, vor den Ohren der Hetiter, nmlich vierhundert Schekel 
Silber, das im Kauf gangbar und gltig war.
GEN 23:17 Also ward Ephrons Acker bei Machpelah, der Mamre gegenber 
liegt, der Acker und die Hhle, die darin ist, auch alle Bume auf dem 
Acker und innert aller seiner Grenzen,
GEN 23:18 Abraham zum Eigentum besttigt vor den Augen der Hetiter und 
aller, die zum Tor seiner Stadt eingingen.
GEN 23:19 Darnach begrub Abraham die Sarah, sein Weib, in der Hhle des 
Ackers Machpelah, Mamre gegenber, zu Hebron, im Lande Kanaan.
GEN 23:20 Also ward der Acker und die Hhle darin dem Abraham von den 
Hetitern zum Erbbegrbnis besttigt.
GEN 24:1 Und Abraham war alt und wohlbetagt, und der HERR hatte Abraham in 
allem gesegnet.
GEN 24:2 Und Abraham sprach zu dem ltesten Knechte seines Hauses, der 
aller seiner Gter Verwalter war: Lege doch deine Hand unter meine Hfte,
GEN 24:3 da ich dich schwren lasse bei dem HERRN, dem Gott des Himmels 
und der Erde, da du meinem Sohne kein Weib nehmest von den Tchtern der 
Kanaaniter, unter welchen ich wohne,
GEN 24:4 sondern da du in mein Vaterland und zu meiner Verwandtschaft 
ziehest und meinem Sohn Isaak ein Weib nehmest.
GEN 24:5 Da sprach der Knecht zu ihm: Wie? wenn das Weib mir nicht in 
dieses Land folgen wollte, soll ich alsdann deinen Sohn wieder in das Land 
zurckbringen, daraus du gezogen bist?
GEN 24:6 Abraham sprach zu ihm: Da hte dich wohl, meinen Sohn wieder 
dahin zu bringen!
GEN 24:7 Der HERR, der Gott des Himmels, der mich von meines Vaters Hause 
und aus dem Lande meiner Geburt genommen und mit mir geredet und mir auch 
geschworen und gesagt hat: Dieses Land will ich deinem Samen geben, der 
wird seinen Engel vor dir her senden, da du meinem Sohn von dort ein Weib 
nehmest.
GEN 24:8 Wenn das Weib dir aber nicht folgen will, so bist du entbunden 
von dem Eid, den du mir geschworen hast; nur bring meinen Sohn nicht 
wieder dorthin!
GEN 24:9 Da legte der Knecht seine Hand unter Abrahams, seines Herrn, 
Hfte und schwur solches.
GEN 24:10 Und der Knecht nahm zehn Kamele von den Kamelen seines Herrn und 
allerlei Gter seines Herrn, und machte sich auf und zog nach 
Mesopotamien, zu der Stadt Nahors.
GEN 24:11 Da lie er die Kamele drauen vor der Stadt sich lagern bei 
einem Wasserbrunnen am Abend, zur Zeit, da die Jungfrauen herauszugehen 
pflegten, um Wasser zu schpfen.
GEN 24:12 Und er sprach: O HERR, du Gott meines Herrn Abraham, la es mir 
doch heute gelingen und tue Barmherzigkeit an meinem Herrn Abraham!
GEN 24:13 Siehe, ich stehe hier bei dem Wasserbrunnen, und die Tchter der 
Leute dieser Stadt werden herauskommen, Wasser zu schpfen.
GEN 24:14 Wenn nun eine Tochter kommt, zu der ich spreche: Neige doch 
deinen Krug, da ich trinke, und sie spricht: Trinke, ich will deine 
Kamele auch trnken. So mge sie diejenige sein, die du deinem Diener 
Isaak bestimmt hast, und ich will daran erkennen, da du an meinem Herrn 
Barmherzigkeit getan habest.
GEN 24:15 Und ehe er ausgeredet hatte, siehe, da kam heraus Rebekka, die 
Tochter Bethuels, der ein Sohn der Milka, des Weibes Nahors, des Bruders 
Abrahams war; die trug einen Krug auf ihrer Achsel.
GEN 24:16 Und sie war von Angesicht eine sehr schne Tochter, eine 
Jungfrau, und kein Mann hatte sie erkannt; die stieg zum Brunnen hinab und 
fllte ihren Krug und stieg herauf.
GEN 24:17 Da lief der Knecht ihr entgegen und sprach: La mich doch ein 
wenig Wasser aus deinem Kruge trinken!
GEN 24:18 Und sie sprach: Trinke, mein Herr! Und sie lie den Krug eilend 
auf ihre Hand hernieder und trnkte ihn.
GEN 24:19 Und da sie ihn getrnkt hatte, sprach sie: Ich will deinen 
Kamelen auch schpfen, bis sie genug getrunken haben.
GEN 24:20 Und sie eilte und leerte den Krug aus in die Trnke und lief 
abermal zum Brunnen, um zu schpfen, und schpfte allen seinen Kamelen.
GEN 24:21 Und der Mann verwunderte sich ber sie, schwieg aber stille, bis 
er erkannt hatte, ob der HERR seine Reise habe gelingen lassen oder nicht.
GEN 24:22 Als nun die Kamele alle getrunken hatten, nahm er einen goldenen 
Ring, einen halben Schekel schwer, und zwei Armbnder an ihre Hnde, zehn 
Schekel Goldes schwer,
GEN 24:23 und sprach: Sage mir doch, wessen Tochter bist du? Haben wir in 
deines Vaters Hause auch Platz zu herbergen?
GEN 24:24 Sie sprach zu ihm: Ich bin Bethuels Tochter, des Sohnes der 
Milka, den sie dem Nahor geboren hat.
GEN 24:25 Und sie sagte weiter zu ihm: Es ist auch viel Stroh und Futter 
bei uns und Platz genug zum Herbergen.
GEN 24:26 Da neigte sich der Mann und betete an vor dem HERRN
GEN 24:27 und sprach: Gelobet sei der HERR, der Gott meines Herrn Abraham, 
der seine Gnade und Treue meinem Herrn nicht entzogen hat, denn der HERR 
hat mich den Weg zum Hause des Bruders meines Herrn gefhrt!
GEN 24:28 Und die Tochter lief und sagte solches alles im Hause ihrer 
Mutter.
GEN 24:29 Und Rebekka hatte einen Bruder, der hie Laban. Und Laban lief 
geschwind zu dem Manne drauen bei dem Brunnen.
GEN 24:30 Und es geschah, als er den Ring und die Armbnder an den Hnden 
seiner Schwester sah und die Worte seiner Schwester Rebekka hrte, die 
sprach: Also hat der Mann zu mir geredet! da kam er zu dem Manne, und 
siehe, der stand bei den Kamelen am Brunnen.
GEN 24:31 Und er sprach: Komm herein, du Gesegneter des HERRN, warum 
stehst du drauen? Ich habe das Haus gerumt und fr die Kamele Platz 
gemacht.
GEN 24:32 Also fhrte er den Mann ins Haus und zumte die Kamele ab und 
gab ihnen Stroh und Futter und Wasser, um seine Fe und die Fe der 
Mnner, die mit ihm waren, zu waschen,
GEN 24:33 und setzte ihm zu essen vor. Er aber sprach: Ich will nicht 
essen, bevor ich meine Sache vorgetragen habe. Er antwortete: Sage an!
GEN 24:34 Er sprach: Ich bin ein Knecht Abrahams.
GEN 24:35 Und der HERR hat meinen Herrn reichlich gesegnet, da er gro 
geworden ist, denn er hat ihm Schafe und Ochsen, Silber und Gold, Knechte 
und Mgde, Kamele und Esel gegeben.
GEN 24:36 Dazu hat Sarah, meines Herrn Weib, in ihrem Alter meinem Herrn 
einen Sohn geboren, demselben hat er alles, was sein ist, gegeben.
GEN 24:37 Und mein Herr hat einen Eid von mir genommen und gesagt: Du 
sollst meinem Sohne kein Weib nehmen von den Tchtern der Kanaaniter, in 
deren Lande ich wohne;
GEN 24:38 sondern ziehe hin zu meines Vaters Haus und zu meinem 
Geschlecht; daselbst nimm meinem Sohn ein Weib.
GEN 24:39 Ich sprach aber zu meinem Herrn: Wie? wenn mir das Weib nicht 
folgen will?
GEN 24:40 Da sprach er zu mir: Der HERR, vor dem ich wandle, wird seinen 
Engel mit dir senden und deinen Weg gelingen lassen, da du meinem Sohne 
von meiner Verwandtschaft und von meines Vaters Hause ein Weib nehmest.
GEN 24:41 Alsdann sollst du des Eides entbunden sein, wenn du zu meiner 
Verwandtschaft kommst und sie dir dieselbe nicht geben; so sollst du des 
Eides entbunden sein.
GEN 24:42 Also kam ich heute zum Wasserbrunnen und sprach: O HERR, Gott, 
meines Herrn Abraham, wenn du doch zu meiner Reise Glck gbest, welche 
ich gemacht!
GEN 24:43 Siehe, ich stehe hier bei dem Wasserbrunnen. Wenn nun eine 
Jungfrau herauskommt zu schpfen und ich spreche: Gib mir aus deinem Krug 
ein wenig Wasser zu trinken,
GEN 24:44 und sie zu mir sagen wird: Trinke, ich will deinen Kamelen auch 
schpfen, so mge doch diese das Weib sein, welches der HERR dem Sohn 
meines Herrn bestimmt hat!
GEN 24:45 Ehe ich nun solche Worte in meinem Herzen ausgeredet hatte, 
siehe, da kommt Rebekka mit einem Krug auf ihrer Achsel und geht zum 
Brunnen hinab und schpft. Da sprach ich zu ihr: Gib mir zu trinken!
GEN 24:46 Und sie nahm den Krug eilend von ihrer Achsel und sprach: 
Trink, ich will deine Kamele auch trnken! Also trank ich, und sie 
trnkte die Kamele auch.
GEN 24:47 Und ich fragte sie und sprach: Wessen Tochter bist du? Sie 
antwortete: Ich bin Bethuels Tochter, des Sohnes Nahors, den ihm Milka 
geboren hat. Da legte ich einen Ring an ihre Nase und Armbnder an ihre 
Hnde
GEN 24:48 und neigte mich und betete an vor dem HERRN und lobte den HERRN, 
den Gott meines Herrn Abraham, der mich den rechten Weg gefhrt hat, da 
ich seinem Sohne die Tochter des Bruders meines Herrn nehme.
GEN 24:49 Wollt ihr nun meinem Herrn Liebe und Treue erweisen, so sagt 
mir's, wo nicht, so sagt es mir ebenfalls, da ich mich zur Rechten oder 
zur Linken wende!
GEN 24:50 Da antworteten Laban und Bethuel und sprachen: Das ist vom HERRN 
gekommen, darum knnen wir nichts wider dich reden, weder Bses noch Gutes!
GEN 24:51 Da ist Rebekka vor dir, nimm sie und ziehe hin, da sie das Weib 
des Sohnes deines Herrn sei, wie der HERR geredet hat!
GEN 24:52 Als nun Abrahams Knecht ihre Worte hrte, bckte er sich vor dem 
HERRN zur Erde.
GEN 24:53 Und er zog hervor silberne und goldene Kleinode und Kleider und 
gab sie Rebekka; auch ihrem Bruder und ihrer Mutter gab er Kostbarkeiten.
GEN 24:54 Da aen und tranken sie, er samt den Mnnern, die mit ihm waren, 
und blieben daselbst ber Nacht. Aber am Morgen standen sie auf, und er 
sprach: Lasset mich zu meinem Herrn ziehen!
GEN 24:55 Aber ihr Bruder und ihre Mutter sprachen: La doch die Tochter 
etliche Tage lang, zum wenigsten zehn, bei uns bleiben, darnach magst du 
ziehen!
GEN 24:56 Da sprach er zu ihnen: Haltet mich nicht auf, denn der HERR hat 
meinen Weg gelingen lassen; lasset mich zu meinem Herrn ziehen!
GEN 24:57 Da sprachen sie: Lasset uns die Tochter rufen und fragen, was 
sie dazu sage!
GEN 24:58 Und sie riefen Rebekka und sprachen zu ihr: Willst du mit diesem 
Manne ziehen? Sie antwortete: Ja, ich will mit ihm ziehen!
GEN 24:59 Also lieen sie Rebekka, ihre Schwester, mit ihrer Amme, samt 
dem Knecht Abrahams und seinen Leuten ziehen.
GEN 24:60 Und sie segneten Rebekka und sprachen zu ihr: Du bist unsre 
Schwester, werde zu vieltausendmal Tausenden, und dein Same besitze die 
Tore seiner Feinde!
GEN 24:61 Also machten sich Rebekka und ihre Mgde auf und setzten sich 
auf die Kamele und zogen dem Manne nach. Und der Knecht nahm Rebekka und 
zog hin.
GEN 24:62 Isaak aber kam vom Brunnen des Lebendigen, der mich sieht; 
denn er wohnte im Sden des Landes;
GEN 24:63 und er war zur Abendzeit auf das Feld gegangen, um zu beten, und 
hob seine Augen auf und sah Kamele daherkommen.
GEN 24:64 Und Rebekka hob ihre Augen auf und sah den Isaak. Da sprang sie 
vom Kamel
GEN 24:65 und sprach zu dem Knecht: Wer ist jener Mann, der uns auf dem 
Felde entgegenkommt? Der Knecht sprach: Das ist mein Herr! Da nahm sie den 
Schleier und verhllte sich.
GEN 24:66 Und der Knecht erzhlte dem Isaak alles, was er ausgerichtet 
hatte.
GEN 24:67 Da fhrte sie Isaak in die Htte seiner Mutter Sarah und nahm 
die Rebekka, und sie ward sein Weib, und er gewann sie lieb. Also ward 
Isaak getrstet nach seiner Mutter Tod.
GEN 25:1 Und Abraham nahm wieder ein Weib, die hie Ketura.
GEN 25:2 Die gebar ihm den Simran und den Jokschan, den Medan und den 
Midian, den Jischbak und den Schuach.
GEN 25:3 Jokschan aber zeugte den Scheba und den Dedan. Die Kinder aber 
von Dedan waren die Assuriter, Letusiter und Leumiter
GEN 25:4 und die Kinder Midians waren Epha, Epher, Hanoch, Abida und 
Eldaa. Diese alle sind Kinder der Ketura.
GEN 25:5 Und Abraham gab sein ganzes Gut dem Isaak.
GEN 25:6 Aber den Kindern, die er von den Kebsweibern hatte, gab er 
Geschenke und schickte sie von seinem Sohne Isaak hinweg gegen Aufgang in 
das Morgenland, whrend er noch lebte.
GEN 25:7 Dies ist aber die Zahl der Lebensjahre Abrahams: 
hundertfnfundsiebzig Jahre.
GEN 25:8 Und Abraham nahm ab und starb in gutem Alter, da er alt und 
lebenssatt war, und ward zu seinem Volk gesammelt.
GEN 25:9 Und seine Shne Isaak und Ismael begruben ihn in der Hhle 
Machpelah auf dem Acker des Ephron, des Sohnes Zoars, des Hetiters, Mamre 
gegenber,
GEN 25:10 im Acker, welchen Abraham von den Hetitern gekauft hat. Daselbst 
sind Abraham und sein Weib Sarah begraben.
GEN 25:11 Und nach dem Tode Abrahams segnete Gott seinen Sohn Isaak. Und 
Isaak wohnte bei dem Brunnen des Lebendigen, der mich sieht.
GEN 25:12 Dies ist das Geschlecht Ismaels, des Sohnes Abrahams, den ihm 
Hagar, der Sarah gyptische Magd, gebar.
GEN 25:13 Und dieses sind die Namen der Kinder Ismaels, davon ihre 
Geschlechter genannt sind: Der erstgeborne Sohn Ismaels, Nebajoth, dann 
Kedar, Abdeel, Mibsam,
GEN 25:14 Misma, Duma, Massa,
GEN 25:15 Hadad, Tema, Jethur, Naphis und Kedma.
GEN 25:16 Das sind die Kinder Ismaels mit ihren Namen, in ihren Hfen und 
Zeltlagern, zwlf Frsten in ihren Geschlechtern.
GEN 25:17 Und Ismael ward hundertsiebenunddreiig Jahre alt, und er nahm 
ab und starb und ward zu seinem Volk gesammelt.
GEN 25:18 Sie wohnten aber von Chavila an bis gen Schur, das vor gypten 
liegt; und bis man nach Assyrien kommt; gegenber von allen seinen Brdern 
lie er sich nieder.
GEN 25:19 Dies ist die Geschichte Isaaks, des Sohnes Abrahams. Abraham 
zeugte Isaak.
GEN 25:20 Isaak aber war vierzig Jahre alt, da er die Tochter Bethuels, 
des Syrers von Mesopotamien, die Schwester des Syrers Laban, zum Weibe 
nahm.
GEN 25:21 Isaak aber bat den HERRN fr sein Weib, denn sie war 
unfruchtbar; und der HERR lie sich von ihm erbitten, und sein Weib 
Rebekka ward guter Hoffnung.
GEN 25:22 Und die Kinder stieen sich in ihrem Scho. Da sprach sie: Wenn 
es so gehen soll, warum bin ich denn in diesen Zustand gekommen? Und sie 
ging hin, den HERRN zu fragen.
GEN 25:23 Und der HERR sprach zu ihr: Zwei Vlker sind in deinem Scho, 
und zwei Stmme werden sich aus deinen Eingeweiden scheiden, und ein Volk 
wird dem andern berlegen sein, und der ltere wird dem Jngeren dienen.
GEN 25:24 Da nun die Zeit kam, da sie gebren sollte, siehe, da waren 
Zwillinge in ihrem Leibe.
GEN 25:25 Der erste, der herauskam, war rothaarig, ganz wie ein hrenes 
Kleid, und sie nannte ihn Esau.
GEN 25:26 Darnach kam sein Bruder heraus, und seine Hand hielt die Ferse 
Esaus; da nannte sie ihn Jakob. Und Isaak war sechzig Jahre alt, da sie 
geboren wurden.
GEN 25:27 Und als die Knaben gro wurden, ward Esau ein Waidmann, der sich 
auf die Jagd verstand; Jakob aber war ein sittsamer Mann, der bei den 
Zelten blieb.
GEN 25:28 Und Isaak hatte Esau lieb, weil ihm das Wildbret mundete; 
Rebekka aber hatte Jakob lieb.
GEN 25:29 Und Jakob kochte ein Gericht. Da kam Esau vom Feld und war mde.
GEN 25:30 Und Esau sprach zu Jakob: La mich das rote Gericht versuchen, 
denn ich bin mde! Daher heit er Edom.
GEN 25:31 Aber Jakob sprach: Verkaufe mir heute deine Erstgeburt!
GEN 25:32 Und Esau sprach zu Jakob: Siehe, ich mu doch sterben; was soll 
mir die Erstgeburt?
GEN 25:33 Jakob sprach: So schwre mir heute! Und er schwur ihm und 
verkaufte also dem Jakob seine Erstgeburt.
GEN 25:34 Da gab Jakob dem Esau Brot und das Linsengericht. Und er a und 
trank und stand auf und ging davon. Also verachtete Esau die Erstgeburt.
GEN 26:1 Es kam aber eine Teuerung in das Land; auer der vorigen 
Teuerung, die zu Abrahams Zeiten gewesen. Und Isaak zog gen Gerar zu 
Abimelech, dem Knig der Philister.
GEN 26:2 Da erschien ihm der HERR und sprach: Reise nicht nach gypten 
hinab, sondern bleib in dem Lande, das ich dir sage!
GEN 26:3 Sei ein Fremdling in diesem Lande, und ich will mit dir sein und 
dich segnen; denn dir und deinem Samen will ich dieses ganze Land geben 
und will den Eid besttigen, den ich deinem Vater Abraham geschworen habe,
GEN 26:4 und will deinen Samen mehren wie die Sterne des Himmels und will 
deinem Samen das ganze Land geben, und durch deinen Samen sollen alle 
Vlker auf Erden gesegnet werden;
GEN 26:5 weil Abraham meiner Stimme gehorsam gewesen und meine Rechte, 
meine Gebote, meine Sitten und meine Gesetze gehalten hat.
GEN 26:6 Also wohnte Isaak zu Gerar.
GEN 26:7 Und da die Leute desselben Ortes nach seinem Weibe fragten, so 
sprach er: Sie ist meine Schwester. Denn er frchtete sich zu sagen: Sie 
ist mein Weib, weil er dachte: Die Leute an diesem Ort mchten mich um 
Rebekkas willen tten; denn sie war schn von Angesicht.
GEN 26:8 Da er sich aber lngere Zeit daselbst aufhielt, sah Abimelech, 
der Philister Knig, durchs Fenster und bemerkte, da Isaak scherzte mit 
seinem Weibe Rebekka.
GEN 26:9 Da rief Abimelech den Isaak und sprach: Siehe, sie ist dein Weib! 
Wie durftest du sagen: Sie ist meine Schwester? Isaak antwortete ihm: 
Ich dachte, ich mchte vielleicht sterben mssen um ihretwillen.
GEN 26:10 Abimelech sprach: Warum hast du uns das getan? Wie leicht htte 
jemand vom Volk sich zu deinem Weibe legen knnen, so httest du eine 
Schuld auf uns gebracht!
GEN 26:11 Da gebot Abimelech dem ganzen Volke und sprach: Wer diesen Mann 
oder sein Weib antastet, der soll des Todes sterben!
GEN 26:12 Und Isaak ste in dem Lande und erntete in demselben Jahr 
hundertfltig; denn der HERR segnete ihn.
GEN 26:13 Und der Mann ward reich und immer reicher, bis er sehr reich war;
GEN 26:14 und er hatte Schaf und Rinderherden und eine groe Dienerschaft. 
Darum beneideten ihn die Philister.
GEN 26:15 Und die Philister verstopften alle Brunnen, die seines Vaters 
Knechte gegraben hatten zu Abrahams, seines Vaters, Zeiten, und fllten 
sie mit Erde.
GEN 26:16 Und Abimelech sprach zu Isaak: Geh fort von uns; denn du bist 
uns viel zu mchtig geworden!
GEN 26:17 Da zog Isaak von dannen und lagerte sich im Tale Gerar und 
wohnte daselbst.
GEN 26:18 Und Isaak lie die Wasserbrunnen aufgraben, die sie zu Abrahams, 
seines Vaters, Zeiten gegraben, und nannte sie mit denselben Namen, mit 
welchen sein Vater sie benannt hatte.
GEN 26:19 Auch gruben Isaaks Knechte im Tal und fanden daselbst einen 
Brunnen lebendigen Wassers.
GEN 26:20 Aber die Hirten von Gerar zankten mit den Hirten Isaaks und 
sprachen: Das Wasser gehrt uns! Da hie er den Brunnen Esek, weil sie 
daselbst sich mit ihm gezankt hatten.
GEN 26:21 Da gruben sie einen andern Brunnen, um den stritten sie auch; 
darum hie er ihn Sithna.
GEN 26:22 Da brach er von dort auf und grub einen andern Brunnen, um den 
zankten sie nicht, darum hie er ihn Rechobot und sprach: Nun hat uns der 
HERR einen weiten Raum gemacht, da wir im Lande wachsen knnen.
GEN 26:23 Von dort zog er hinauf nach Beerseba.
GEN 26:24 Und der HERR erschien ihm in derselben Nacht und sprach: Ich bin 
der Gott deines Vaters Abraham. Frchte dich nicht! Denn ich bin mit dir, 
und ich will dich segnen und deinen Samen mehren um Abrahams, meines 
Knechtes, willen.
GEN 26:25 Da baute er einen Altar daselbst und rief den Namen des HERRN an 
und richtete daselbst seine Htte auf; und Isaaks Knechte gruben daselbst 
einen Brunnen.
GEN 26:26 Und Abimelech kam zu ihm von Gerar, mit Achussat, seinem Freund, 
und Pichol, seinem Feldhauptmann.
GEN 26:27 Aber Isaak sprach zu ihnen: Warum kommt ihr zu mir, da ihr mich 
doch hasset und mich von euch getrieben habt?
GEN 26:28 Sie sprachen: Wir haben deutlich gesehen, da der HERR mit dir 
ist, darum sprachen wir: Es soll ein Eid zwischen uns sein, zwischen uns 
und dir, und wir wollen einen Bund mit dir machen,
GEN 26:29 da du uns keinen Schaden zufgest, wie wir dich auch nicht 
angetastet und dir nur Gutes getan und dich im Frieden haben ziehen 
lassen. Du bist nun einmal der Gesegnete des HERRN!
GEN 26:30 Da machte er ihnen ein Mahl, und sie aen und tranken.
GEN 26:31 Und am Morgen frh standen sie auf und schwuren einer dem 
andern. Da lie Isaak sie gehen, und sie zogen in Frieden von ihm.
GEN 26:32 An demselben Tage kamen Isaaks Knechte und sagten ihm von dem 
Brunnen, den sie gegraben hatten, und sprachen zu ihm: Wir haben Wasser 
gefunden!
GEN 26:33 Und er nannte ihn Scheba. Daher heit der Ort Beer-Scheba bis 
auf den heutigen Tag.
GEN 26:34 Als Esau vierzig Jahre alt war, nahm er Weiber, Judith, die 
Tochter Beris, des Hetiters, und Basmath, die Tochter Elons, des Hetiters;
GEN 26:35 die machten Isaak und Rebekka viel Verdru.
GEN 27:1 Und es begab sich, als Isaak alt war und seine Augen dunkel 
wurden, da er nicht mehr sehen konnte, da rief er Esau, seinen lteren 
Sohn, und sprach zu ihm: Mein Sohn! Er aber antwortete ihm: Hier bin ich!
GEN 27:2 Und er sprach: Siehe, ich bin alt und wei nicht, wann ich sterbe.
GEN 27:3 So nimm nun dein Jagdgert, deinen Kcher und deinen Bogen und 
geh aufs Feld und jage mir ein Wildbret
GEN 27:4 und bereite mir ein schmackhaftes Essen, wie ich es gern habe, 
und bring mir's herein, da ich esse, auf da dich meine Seele segne, ehe 
denn ich sterbe.
GEN 27:5 Rebekka aber hrte zu, da Isaak solche Worte zu seinem Sohn Esau 
sagte.
GEN 27:6 Whrend nun Esau aufs Feld ging, ein Wildbret zu jagen, da er es 
heimbrchte,
GEN 27:7 sprach Rebekka zu ihrem Sohne Jakob: Siehe, ich habe gehrt, wie 
dein Vater mit deinem Bruder Esau redete und sagte: Bring mir ein 
Wildbret und bereite mir ein schmackhaftes Gericht, da ich esse und dich 
segne vor dem HERRN, vor meinem Tod!
GEN 27:8 So gehorche nun, mein Sohn, meiner Stimme und tue, was ich dich 
heie:
GEN 27:9 Geh hin zur Herde und hole mir von dort zwei gute Ziegenbcklein, 
da ich deinem Vater ein schmackhaftes Gericht bereite, wie er es gern hat.
GEN 27:10 Das sollst du deinem Vater hineintragen, da er es esse und dich 
vor seinem Tode segne.
GEN 27:11 Jakob aber sprach zu seiner Mutter Rebekka: Siehe, mein Bruder 
Esau ist rauh, und ich bin glatt.
GEN 27:12 Vielleicht knnte mein Vater mich betasten, da wrde ich in 
seinen Augen als ein Betrger erscheinen und brchte so einen Fluch ber 
mich und nicht einen Segen.
GEN 27:13 Da sprach seine Mutter zu ihm: Dein Fluch sei auf mir, mein 
Sohn! gehorche du nur meiner Stimme, geh hin und hole es mir!
GEN 27:14 Da ging er hin und holte es und brachte es seiner Mutter. Und 
seine Mutter machte ein schmackhaftes Essen, wie es sein Vater gern hatte.
GEN 27:15 Rebekka nahm auch Esaus, ihres lteren Sohnes, kstliche 
Kleider, die sie bei sich im Hause hatte, und legte sie Jakob, ihrem 
jngeren Sohne, an.
GEN 27:16 Aber die Felle von den Ziegenbcklein tat sie ihm um die Hnde, 
und wo er am Halse glatt war,
GEN 27:17 und gab also das schmackhafte Essen, wie sie es gemacht hatte, 
und das Brot in ihres Sohnes Jakobs Hand.
GEN 27:18 Und er kam hinein zu seinem Vater und sprach: Mein Vater! Er 
antwortete: Hier bin ich! Wer bist du, mein Sohn?
GEN 27:19 Jakob sprach zu seinem Vater: Ich bin Esau, dein Erstgeborener; 
ich habe getan, wie du mir gesagt hast. Stehe auf, setze dich und i von 
meinem Wildbret, da mich deine Seele segne!
GEN 27:20 Isaak aber sprach zu seinem Sohn: Mein Sohn, wie hast du es so 
bald gefunden? Er antwortete: Der HERR, dein Gott, bescherte es mir.
GEN 27:21 Da sprach Isaak zu Jakob: Tritt herzu, mein Sohn, da ich dich 
anrhre, ob du mein Sohn Esau seiest oder nicht!
GEN 27:22 Jakob trat zu seinem Vater Isaak. Und als er ihn betastet hatte, 
sprach er: Die Stimme ist Jakobs Stimme, aber die Hnde sind Esaus Hnde!
GEN 27:23 Aber er erkannte ihn nicht, denn seine Hnde waren rauh, wie die 
Hnde seines Bruders Esau. Und er segnete ihn.
GEN 27:24 Und er fragte ihn: Bist du mein Sohn Esau? Er antwortete: Ja, 
ich bin's!
GEN 27:25 Da sprach er: So bringe mir her, mein Sohn, von deinem Wildbret 
zu essen, da dich meine Seele segne! Da brachte er es ihm, und er a; er 
reichte ihm auch Wein, und er trank.
GEN 27:26 Und Isaak, sein Vater, sprach zu ihm: Komm her, mein Sohn, und 
ksse mich!
GEN 27:27 Und er trat hinzu und kte ihn. Und als er den Geruch seiner 
Kleider roch, segnete er ihn und sprach: Siehe, der Geruch meines Sohnes 
ist wie ein Geruch des Feldes, das der HERR gesegnet hat.
GEN 27:28 Gott gebe dir vom Tau des Himmels und vom fettesten Boden und 
Korn und Most die Flle;
GEN 27:29 Vlker mssen dir dienen und Geschlechter sich vor dir bcken; 
sei ein Herr ber deine Brder, und deiner Mutter Kinder mssen sich vor 
dir bcken. Verflucht sei, wer dir flucht, und gesegnet sei, wer dich 
segnet!
GEN 27:30 Als nun Isaak den Segen ber Jakob vollendet hatte, und Jakob 
kaum von seinem Vater Isaak hinausgegangen war, da kam sein Bruder Esau 
von der Jagd.
GEN 27:31 Der machte auch ein schmackhaftes Essen und trug es zu seinem 
Vater hinein und sprach zu ihm: Steh auf, mein Vater, und i von dem 
Wildbret deines Sohnes, da mich deine Seele segne!
GEN 27:32 Da antwortete ihm sein Vater Isaak: Wer bist du? Er sprach: Ich 
bin Esau, dein Erstgeborener.
GEN 27:33 Da entsetzte sich Isaak ber die Maen sehr und sprach: Wer ist 
denn der Jger, der ein Wildbret gejagt und mir aufgetragen hat? Ich habe 
von allem gegessen, ehe du kamst, und habe ihn gesegnet; er wird auch 
gesegnet bleiben!
GEN 27:34 Als Esau diese Rede seines Vaters hrte, schrie er laut und ward 
ber die Maen betrbt und sprach zu seinem Vater: Segne mich auch, mein 
Vater!
GEN 27:35 Er aber sprach: Dein Bruder ist mit List gekommen und hat deinen 
Segen vorweggenommen!
GEN 27:36 Da sprach er: Er heit mit Recht Jakob; denn er hat mich nun 
zweimal berlistet: Meine Erstgeburt hat er weggenommen, und siehe, nun 
nimmt er auch meinen Segen! Und er sprach: Hast du mir nicht auch einen 
Segen vorbehalten?
GEN 27:37 Isaak antwortete und sprach zu Esau: Siehe, ich habe ihn zum 
Herrn ber dich gesetzt, und alle seine Brder habe ich ihm zu Knechten 
gegeben; mit Korn und Most habe ich ihn versehen. Was soll ich nun dir 
tun, mein Sohn?
GEN 27:38 Esau sprach zu seinem Vater: Hast du denn nur einen Segen, mein 
Vater? Segne mich auch, mein Vater! Und Esau erhob seine Stimme und weinte.
GEN 27:39 Da antwortete Isaak, sein Vater, und sprach zu ihm: Siehe, ohne 
fetten Boden wird dein Wohnsitz sein und ohne Tau des Himmels von oben.
GEN 27:40 Von deinem Schwert wirst du leben und deinem Bruder dienen. Es 
wird aber geschehen, wenn du dich befreien kannst, da du sein Joch von 
deinem Halse reien wirst.
GEN 27:41 Und Esau ward dem Jakob feind um des Segens willen, womit sein 
Vater ihn gesegnet hatte; und Esau sprach in seinem Herzen: Die Zeit, da 
man um meinen Vater trauern wird, ist nicht mehr weit; dann will ich 
meinen Bruder Jakob umbringen.
GEN 27:42 Es wurden aber der Rebekka die Worte Esaus, ihres lteren 
Sohnes, hinterbracht. Da schickte sie hin und lie Jakob, ihren jngeren 
Sohn, rufen und sprach zu ihm: Siehe, dein Bruder Esau will an dir Rache 
nehmen und dich tten.
GEN 27:43 Und nun gehorche meiner Stimme, mein Sohn: Mache dich auf und 
flieh zu meinem Bruder Laban, nach Haran,
GEN 27:44 und bleib eine Zeitlang bei ihm, bis sich deines Bruders Grimm 
gelegt hat
GEN 27:45 und bis sich sein Zorn von dir wendet und er vergit, was du ihm 
angetan hast; so will ich dann nach dir schicken und dich von dannen holen 
lassen. Warum sollte ich euer beider beraubt werden auf einen Tag?
GEN 27:46 Und Rebekka sprach zu Isaak: Es verdriet mich zu leben mit den 
Tchtern Hets; wenn Jakob ein Weib nimmt von den Tchtern Hets, wie diese 
da, von den Tchtern des Landes, was soll mir das Leben!
GEN 28:1 Da rief Isaak den Jakob, segnete ihn und gebot ihm und sprach zu 
ihm: Nimm kein Weib von den Tchtern Kanaans.
GEN 28:2 Mache dich auf und ziehe nach Mesopotamien, in das Haus Bethuels, 
des Vaters deiner Mutter, und nimm dir von dort ein Weib von den Tchtern 
Labans, des Bruders deiner Mutter.
GEN 28:3 Und der allmchtige Gott segne dich und mache dich fruchtbar und 
mehre dich, da du zu einer Vlkergemeinde werdest,
GEN 28:4 und gebe dir den Segen Abrahams, dir und deinem Samen mit dir, 
da du besitzest das Land, darin du ein Fremdling bist, das Gott dem 
Abraham gegeben hat!
GEN 28:5 Also fertigte Isaak den Jakob ab, da er nach Mesopotamien zog zu 
Laban, Bethuels Sohn, dem Syrer, dem Bruder der Rebekka, der Mutter Jakobs 
und Esaus.
GEN 28:6 Als nun Esau sah, da Isaak den Jakob gesegnet und ihn nach 
Mesopotamien abgefertigt hatte, da er sich von dort ein Weib hole, und 
da er, indem er ihn segnete, ihm gebot und sprach: Du sollst kein Weib 
von den Tchtern Kanaans nehmen;
GEN 28:7 und da Jakob seinem Vater und seiner Mutter gehorsam war und 
nach Mesopotamien zog;
GEN 28:8 als Esau auch sah, da Isaak, sein Vater, die Tchter Kanaans 
nicht gerne sah,
GEN 28:9 da ging Esau hin zu Ismael und nahm zu seinen Weibern noch 
Maalath hinzu, die Tochter Ismaels, des Sohnes Abrahams, die Schwester 
Nebajoths, zum Weibe.
GEN 28:10 Jakob aber zog von Beerseba aus und wanderte gen Haran.
GEN 28:11 Und er kam an einen Ort, wo er ber Nacht blieb; denn die Sonne 
war untergegangen. Und er nahm von den Steinen jenes Orts und legte sie 
unter sein Haupt und legte sich an dem Ort schlafen.
GEN 28:12 Und ihm trumte; und siehe, eine Leiter war auf die Erde 
gestellt, die rhrte mit der Spitze an den Himmel. Und siehe, die Engel 
Gottes stiegen daran auf und nieder.
GEN 28:13 Und siehe, der HERR stand oben darauf und sprach: Ich bin der 
HERR, der Gott deines Vaters Abraham und der Gott Isaaks; das Land, darauf 
du liegst, will ich dir und deinem Samen geben.
GEN 28:14 Und dein Same soll werden wie der Staub auf Erden, und gegen 
Abend und Morgen und Mitternacht und Mittag sollst du dich ausbreiten, und 
durch dich und deinen Samen sollen alle Geschlechter auf Erden gesegnet 
werden!
GEN 28:15 Und siehe: Ich bin mit dir, und ich will dich behten 
allenthalben, wo du hinziehst, und dich wieder in dieses Land bringen. 
Denn ich will dich nicht verlassen, bis ich getan, was ich dir gesagt habe.
GEN 28:16 Da nun Jakob von seinem Schlaf erwachte, sprach er: Gewi ist 
der HERR an diesem Ort, und ich wute es nicht!
GEN 28:17 Und er frchtete sich und sprach: Wie heilig ist diese Sttte! 
Hier ist nichts anderes als Gottes Haus, und dies ist die Pforte des 
Himmels.
GEN 28:18 Und Jakob stand am Morgen frh auf und nahm den Stein, den er 
unter sein Haupt gelegt hatte, und richtete ihn auf zu einer Denksule und 
go l oben darauf,
GEN 28:19 und nannte diesen Ort Beth-El; zuvor aber hie die Stadt Lus.
GEN 28:20 Und Jakob tat ein Gelbde und sprach: Wenn Gott mit mir sein und 
mich behten will auf dem Wege, den ich reise, und mir will Brot zu essen 
geben und Kleider anzuziehen,
GEN 28:21 und mich wieder mit Frieden heim zu meinem Vater bringt, so soll 
der HERR mein Gott sein;
GEN 28:22 und dieser Stein, den ich zur Sule aufgerichtet habe, soll ein 
Haus Gottes werden, und von allem, was du mir gibst, will ich dir den 
Zehnten geben!
GEN 29:1 Da machte sich Jakob wieder auf den Weg und ging ins Morgenland.
GEN 29:2 Und er sah sich um und siehe, da war ein Brunnen auf dem Felde, 
und siehe, drei Herden Schafe lagen dabei; denn von dem Brunnen muten die 
Herden trinken. Und ein groer Stein lag ber dem Loch des Brunnens.
GEN 29:3 Und sie pflegten alle Herden daselbst zu versammeln und den Stein 
von dem Loch des Brunnens zu wlzen und die Schafe zu trnken, und taten 
alsdann den Stein wieder an seinen Ort, ber das Loch.
GEN 29:4 Und Jakob sprach zu ihnen: Meine Brder, woher seid ihr? Sie 
antworteten: Wir sind von Haran.
GEN 29:5 Er sprach zu ihnen: Kennt ihr auch Laban, den Sohn Nahors? Sie 
antworteten: Wir kennen ihn wohl.
GEN 29:6 Er sprach zu ihnen: Geht es ihm gut? Sie antworteten: Es geht ihm 
gut; und siehe, da kommt seine Tochter Rahel mit den Schafen!
GEN 29:7 Er sprach: Siehe, es ist noch hoch am Tag und noch nicht Zeit, 
das Vieh einzutreiben; trnket die Schafe und gehet hin, weidet sie!
GEN 29:8 Sie antworteten: Wir knnen es nicht, ehe alle Herden 
zusammengebracht sind und sie den Stein von dem Loch des Brunnens wlzen; 
dann knnen wir die Schafe trnken.
GEN 29:9 Als er noch mit ihnen redete, kam Rahel mit ihres Vaters Schafen; 
denn sie htete die Schafe.
GEN 29:10 Als aber Jakob Rahel sah, die Tochter Labans, des Bruders seiner 
Mutter, trat er hinzu und wlzte den Stein von dem Loch des Brunnens und 
trnkte die Schafe Labans, des Bruders seiner Mutter.
GEN 29:11 Und Jakob kte Rahel und erhob seine Stimme und weinte.
GEN 29:12 Da sagte Jakob der Rahel, da er ihres Vaters Bruder und der 
Rebekka Sohn wre. Da lief sie und sagte es ihrem Vater.
GEN 29:13 Als nun Laban die Nachricht von Jakob, seiner Schwester Sohn, 
hrte, lief er ihm entgegen, umarmte und kte ihn und fhrte ihn in sein 
Haus. Da erzhlte er Laban diese ganze Geschichte.
GEN 29:14 Da sprach Laban zu ihm: Wohlan, du bist mein Gebein und mein 
Fleisch! Und er blieb bei ihm einen Monat lang.
GEN 29:15 Darnach sprach Laban zu Jakob: Solltest du mir darum umsonst 
dienen, weil du mein Neffe bist? Sage an, was soll dein Lohn sein?
GEN 29:16 Laban aber hatte zwei Tchter; die ltere hie Lea und die 
jngere Rahel.
GEN 29:17 Und Lea hatte matte Augen, Rahel aber war schn von Gestalt und 
schn von Angesicht.
GEN 29:18 Und Jakob gewann Rahel lieb und sprach: Ich will dir sieben 
Jahre lang um Rahel, deine jngere Tochter, dienen.
GEN 29:19 Laban antwortete: Es ist besser, ich gebe sie dir, als einem 
andern Mann; bleibe bei mir!
GEN 29:20 Also diente Jakob um Rahel sieben Jahre lang, und sie kamen ihm 
vor wie einzelne Tage, so lieb hatte er sie.
GEN 29:21 Und Jakob sprach zu Laban: Gib mir mein Weib, da ich zu ihr 
komme, denn meine Zeit ist abgelaufen!
GEN 29:22 Da lud Laban alle Leute des Ortes und machte ein Mahl.
GEN 29:23 Aber am Abend nahm er seine Tochter Lea und brachte sie zu ihm 
hinein; und er kam zu ihr.
GEN 29:24 Und Laban gab seine Magd Silpa seiner Tochter Lea zur Magd.
GEN 29:25 Am Morgen aber, siehe, da war es Lea! Und er sprach zu Laban: 
Warum hast du mir das getan? Habe ich dir nicht um Rahel gedient? Warum 
hast du mich denn betrogen?
GEN 29:26 Laban antwortete: Man tut nicht also in unserm Lande, da man 
die Jngere vor der lteren weggibt.
GEN 29:27 Halte die Woche aus mit dieser, so wird dir jene auch gegeben, 
um den Dienst, den du mir noch andere sieben Jahre lang leisten sollst.
GEN 29:28 Jakob tat also und hielt die Woche aus. Da gab er ihm Rahel, 
seine Tochter, zum Weibe.
GEN 29:29 Und Laban gab seine Magd Bilha seiner Tochter Rahel zur Magd.
GEN 29:30 Also kam er auch zu Rahel und hatte Rahel lieber denn Lea, und 
diente ihm noch andere sieben Jahre lang.
GEN 29:31 Als aber der HERR sah, da Lea verhat war, machte er sie 
fruchtbar und Rahel unfruchtbar.
GEN 29:32 Und Lea empfing und gebar einen Sohn, den hie sie Ruben. Denn 
sie sprach: Weil der HERR mein Elend angesehen hat, so wird mich nun mein 
Mann lieben!
GEN 29:33 Und sie empfing abermal und gebar einen Sohn und sprach: Weil 
der HERR gehrt hat, da ich verhat bin, so hat er mir auch diesen 
gegeben, und sie hie ihn Simeon.
GEN 29:34 Sie empfing abermal und gebar einen Sohn und sprach: Nunmehr 
wird mein Mann mir anhnglich sein, denn ich habe ihm drei Shne geboren; 
darum nannte sie ihn Levi.
GEN 29:35 Sie empfing wieder und gebar einen Sohn und sprach: Nun will ich 
den HERRN preisen! Darum hie sie ihn Juda; und sie hielt inne mit Gebren.
GEN 30:1 Als aber Rahel sah, da sie dem Jakob keine Kinder gebar, ward 
sie eiferschtig auf ihre Schwester und sprach zu Jakob: Schaffe mir auch 
Kinder, wo nicht, so sterbe ich.
GEN 30:2 Jakob aber ward sehr zornig auf Rahel und sprach: Bin ich denn an 
Gottes Statt, der dir Leibesfrucht versagt?
GEN 30:3 Sie aber sprach: Siehe, da ist meine Magd Bilha, komm zu ihr, da 
sie in meinen Scho gebre, und ich doch durch sie Nachkommen erhalte!
GEN 30:4 Und sie gab ihm ihre Magd Bilha zum Weibe, und Jakob kam zu ihr.
GEN 30:5 Bilha aber empfing und gebar dem Jakob einen Sohn.
GEN 30:6 Da sprach Rahel: Gott hat mir Recht verschafft und meine Stimme 
erhrt und mir einen Sohn gegeben; darum hie sie ihn Dan.
GEN 30:7 Und Bilha, die Magd Rahels, empfing abermal und gebar dem Jakob 
einen zweiten Sohn.
GEN 30:8 Da sprach Rahel: Ich habe mit meiner Schwester gerungen, als 
rnge ich mit Gott, und habe auch gewonnen! Darum hie sie ihn Naphtali.
GEN 30:9 Als nun Lea sah, da sie innehielt mit Gebren, nahm sie ihre 
Magd Silpa und gab sie Jakob zum Weibe.
GEN 30:10 Und Silpa, Leas Magd, gebar dem Jakob einen Sohn.
GEN 30:11 Da sprach Lea: Ich habe Glck! und hie ihn Gad.
GEN 30:12 Darnach gebar Silpa, Leas Magd, dem Jakob einen zweiten Sohn.
GEN 30:13 Da sprach Lea: Die Tchter werden mich glcklich preisen! Und 
sie hie ihn Asser.
GEN 30:14 Ruben aber ging aus zur Zeit der Weizenernte und fand 
Liebespfel auf dem Felde und brachte sie heim zu seiner Mutter Lea. Da 
sprach Rahel zu Lea: Gib mir einen Teil der Liebespfel deines Sohnes!
GEN 30:15 Sie antwortete ihr: Ist das ein Geringes, da du mir meinen Mann 
genommen hast? Und willst du auch die Liebespfel meines Sohnes nehmen? 
Rahel sprach: Er soll dafr diese Nacht bei dir schlafen zum Entgelt fr 
die Liebespfel deines Sohnes!
GEN 30:16 Da nun Jakob am Abend vom Felde kam, ging ihm Lea entgegen und 
sprach: Du sollst zu mir kommen, denn ich habe dich erkauft um die 
Liebespfel meines Sohnes. Und er schlief in jener Nacht bei ihr.
GEN 30:17 Und Gott erhrte Lea, und sie empfing und gebar dem Jakob den 
fnften Sohn.
GEN 30:18 Da sprach Lea: Gott hat mir gelohnt, da ich meinem Mann meine 
Magd gegeben habe, und hie ihn Issaschar.
GEN 30:19 Lea empfing abermal und gebar dem Jakob den sechsten Sohn.
GEN 30:20 Und Lea sprach: Gott hat mich mit einer guten Gabe beschenkt! 
Nun wird mein Mann wieder bei mir wohnen, denn ich habe ihm sechs Shne 
geboren, und sie hie ihn Sebulon.
GEN 30:21 Darnach gebar sie eine Tochter, welche sie Dina hie.
GEN 30:22 Aber Gott gedachte an Rahel, und Gott erhrte ihr Gebet und 
machte sie fruchtbar.
GEN 30:23 Und sie empfing und gebar einen Sohn und sprach: Gott hat meine 
Schmach von mir genommen!
GEN 30:24 Und sie hie ihn Joseph und sprach: Gott wolle mir noch einen 
Sohn dazu geben!
GEN 30:25 Da nun Rahel den Joseph geboren hatte, sprach Jakob zu Laban: 
Entlasse mich, da ich an meinen Ort und in mein Land ziehe!
GEN 30:26 Gib mir meine Weiber und Kinder, um welche ich dir gedient habe, 
da ich gehen kann! Denn du weit, welche Dienste ich dir geleistet habe.
GEN 30:27 Laban antwortete: Ach, da ich doch in deinen Augen Gnade fnde! 
Ich habe es geahnt; und doch hat mich der HERR um deinetwillen gesegnet.
GEN 30:28 Und er sprach: Bestimme mir deinen Lohn, so will ich ihn dir 
geben!
GEN 30:29 Jakob sprach: Du weit, wie ich dir gedient habe, und was aus 
deinem Vieh unter meiner Pflege geworden ist.
GEN 30:30 Denn es war wenig, was du vor meiner Ankunft hattest, nun aber 
ist viel daraus geworden, und der HERR hat dich gesegnet, wo ich 
hingekommen bin; und nun, wann soll ich auch fr mein Haus sorgen?
GEN 30:31 Er sprach: Was soll ich dir denn geben? Jakob sprach: Du 
brauchst mir gar nichts zu geben! Wenn du mir nur tun willst, was ich 
jetzt sage, so will ich deine Herden wieder weiden.
GEN 30:32 Ich will heute durch alle deine Herden gehen, und du sollst 
daraus absondern alle gesprenkelten und gefleckten Schafe, auch alle 
schwarzen Schafe unter den Lmmern und alle gefleckten und gesprenkelten 
Ziegen; und das soll mein Lohn sein.
GEN 30:33 So wird alsdann meine Gerechtigkeit fr mich sprechen am 
knftigen Tag vor deinen Augen, wenn du zu meinem Lohn kommst; alles, was 
weder gesprenkelt noch gefleckt ist unter den Ziegen und was nicht schwarz 
ist unter den Lmmern bei mir, das soll als gestohlen gelten.
GEN 30:34 Da sprach Laban: Gut, es sei so, wie du gesagt hast!
GEN 30:35 Und er sonderte noch am gleichen Tag die gestreiften und 
gefleckten Bcke aus und alle gesprenkelten Ziegen, alles, woran etwas 
Weies war, und alles, was schwarz war unter den Lmmern, und tat es unter 
die Hand seiner Shne.
GEN 30:36 Und er machte einen Abstand von drei Tagereisen zwischen sich 
und Jakob; dieser aber weidete die brigen Schafe Labans.
GEN 30:37 Da nahm Jakob frische Ruten von Pappeln, Mandel und 
Platanenbumen und schlte weie Streifen dran, indem er das Weie an den 
Ruten blolegte;
GEN 30:38 und legte die Ruten, die er abgeschlt hatte, in die 
Trnkrinnen, wohin die Schafe zum Trinken kamen, gerade vor die Schafe hin.
GEN 30:39 Wenn sie dann beim Kommen zur Trnke brnstig wurden, so 
empfingen sie angesichts der Ruten und warfen Gestreifte, Gesprenkelte und 
Gefleckte.
GEN 30:40 Die Lmmer aber sonderte Jakob ab und richtete das Angesicht der 
Schafe gegen die gefleckten und schwarzen in der Herde Labans; und er 
machte sich besondere Herden und tat sie nicht zu Labans Schafen.
GEN 30:41 Und jedesmal, wenn die Zeit kam, wo die krftigen Schafe 
brnstig wurden, legte Jakob die Ruten in die Trnkrinnen vor die Augen 
der Schafe, damit sie ber den Ruten empfingen;
GEN 30:42 wenn aber die Schwachen brnstig wurden, legte er sie nicht 
hinein. So erhielt Laban die schwachen und Jakob die starken.
GEN 30:43 Und der Mann wurde auerordentlich reich und bekam viele Schafe, 
Knechte und Mgde, Kamele und Esel.
GEN 31:1 Er vernahm aber die Reden der Shne Labans, die sagten: Jakob hat 
alles genommen, was unserm Vater gehrt; und mit dem, was unserm Vater 
gehrt, hat er all diesen Reichtum zuwege gebracht!
GEN 31:2 Und Jakob sah, da Labans Angesicht gegen ihn nicht mehr war wie 
gestern und vorgestern.
GEN 31:3 Da sprach der HERR zu Jakob: Kehre in das Land deiner Vter und 
zu deiner Verwandtschaft zurck; ich will mit dir sein!
GEN 31:4 Und Jakob lie Rahel und Lea zu seiner Herde aufs Feld hinaus 
rufen
GEN 31:5 und sprach zu ihnen: Ich sehe, da eures Vaters Angesicht gegen 
mich nicht mehr ist wie gestern und vorgestern; aber der Gott meines 
Vaters ist mit mir.
GEN 31:6 Und ihr wisset, wie ich eurem Vater gedient habe mit meiner 
ganzen Kraft.
GEN 31:7 Euer Vater aber hat mich betrogen und mir meinen Lohn zehnmal 
verndert; doch hat ihm Gott nicht zugelassen, da er mir schaden durfte.
GEN 31:8 Sagte er: Die Gesprenkelten sollen dein Lohn sein, so warf die 
ganze Herde Gesprenkelte; sagte er aber: Die Gestreiften sollen dein Lohn 
sein, so warf die ganze Herde Gestreifte.
GEN 31:9 So hat Gott eurem Vater die Herde entwendet und sie mir gegeben.
GEN 31:10 Es begab sich nmlich zu der Zeit, wo die Schafe brnstig 
werden, da ich meine Augen aufhob und im Traume sah und siehe, die Bcke 
sprangen auf die gestreiften, gesprenkelten und scheckigen Schafe.
GEN 31:11 Und der Engel Gottes sprach zu mir im Traum: Jakob! Und ich 
antwortete: Hier bin ich!
GEN 31:12 Er aber sprach: Hebe doch deine Augen auf und siehe: Alle Bcke, 
welche die Schafe bespringen, sind gestreift, gesprenkelt und scheckig! 
Denn ich habe alles gesehen, was dir Laban antut.
GEN 31:13 Ich bin der Gott von Bethel, wo du die Sule gesalbt und mir ein 
Gelbde getan hast; nun mache dich auf, geh aus von diesem Land und kehre 
zurck in das Land deiner Geburt!
GEN 31:14 Da antworteten Rahel und Lea und sprachen zu ihm: Haben wir auch 
noch ein Teil oder Erbe im Hause unsres Vaters?
GEN 31:15 Werden wir nicht von ihm angesehen, als wren wir fremd? Er hat 
uns ja verkauft und sogar unser Geld verzehrt!
GEN 31:16 Darum gehrt auch all der Reichtum, den Gott unserm Vater 
entwendet hat, uns und unsern Kindern. So tue du nun alles, was Gott dir 
gesagt hat!
GEN 31:17 Da machte sich Jakob auf und lud seine Kinder und seine Weiber 
auf Kamele
GEN 31:18 und fhrte all sein Vieh weg und seine ganze Habe, die er 
erworben hatte, seine eigene Herde, die er in Mesopotamien erworben hatte, 
um zu seinem Vater Isaak ins Land Kanaan zu ziehen.
GEN 31:19 Laban aber war ausgegangen, seine Schafe zu scheren; und Rahel 
stahl die Hausgtzen, die ihrem Vater gehrten.
GEN 31:20 Jakob aber tuschte Labans, des Syrers Herz, indem er ihm nicht 
anzeigte, da er sich davonmachte.
GEN 31:21 Und er entfloh mit allem, was er hatte, machte sich auf und 
setzte ber den Euphrat und wandte sein Angesicht dem Gebirge Gilead zu.
GEN 31:22 Am dritten Tag ward Laban angezeigt, da Jakob geflohen sei.
GEN 31:23 Da nahm er seine Brder mit sich und jagte ihm nach, sieben 
Tagereisen weit und holte ihn ein auf dem Gebirge Gilead.
GEN 31:24 Aber Gott kam zu Laban, dem Syrer, des Nachts im Traum und 
sprach zu ihm: Hte dich davor, mit Jakob anders als freundlich zu reden!
GEN 31:25 Als nun Laban den Jakob einholte, hatte Jakob sein Zelt auf dem 
Berge aufgeschlagen; da schlug auch Laban mit seinen Brdern sein Zelt auf 
dem Gebirge Gilead auf.
GEN 31:26 Und Laban sprach zu Jakob: Warum hast du dich weggestohlen und 
meine Tchter entfhrt, als wren sie Kriegsgefangene?
GEN 31:27 Warum bist du heimlich geflohen und hast mich getuscht und es 
mir nicht angezeigt? Ich htte dich mit Freuden begleitet, mit Gesang, mit 
Pauken und Harfen!
GEN 31:28 Du hast mich nicht einmal meine Shne und Tchter kssen lassen; 
da hast du tricht gehandelt!
GEN 31:29 Es stnde in meiner Macht, euch bles zu tun; aber der Gott 
eures Vaters hat gestern zu mir gesagt: Hte dich, da du mit Jakob anders 
als freundlich redest!
GEN 31:30 Und nun bist du ja gegangen, weil du dich so sehr sehntest nach 
deines Vaters Haus; warum hast du aber meine Gtter gestohlen?
GEN 31:31 Da antwortete Jakob und sprach zu Laban: Ich frchtete, du 
wrdest mir deine Tchter entreien!
GEN 31:32 Was aber deine Gtter betrifft, bei welchem du sie findest, der 
soll nicht am Leben bleiben! In Gegenwart unsrer Brder sieh dir alles an, 
was bei mir ist, und nimm, was dir gehrt! Jakob wute nmlich nicht, da 
Rahel sie gestohlen hatte.
GEN 31:33 Da ging Laban in Jakobs Zelt und in Leas Zelt und in das Zelt 
der beiden Mgde, fand aber nichts. Und von Leas Zelt ging er in Rahels 
Zelt.
GEN 31:34 Rahel aber hatte die Hausgtzen genommen und sie in den 
Kamelssattel gelegt und sich daraufgesetzt. Und Laban durchstberte das 
ganze Zelt, fand sie aber nicht.
GEN 31:35 Da sprach sie zu ihrem Vater: Mein Herr mge nicht so grimmig 
dreinsehen, weil ich vor dir nicht aufstehen kann; es geht mir eben nach 
der Frauen Weise! Er aber suchte eifrig und fand die Hausgtzen nicht.
GEN 31:36 Da ward Jakob zornig und haderte mit Laban; und Jakob antwortete 
und sprach zu ihm: Was habe ich verbrochen, was habe ich gesndigt, da du 
mir so hitzig nachgejagt bist?
GEN 31:37 Da du nun allen meinen Hausrat durchstbert hast, was hast du 
von all deinem Hausrat gefunden? Lege es hier vor meine und deine Brder, 
damit sie schlichten zwischen uns!
GEN 31:38 Diese zwanzig Jahre bin ich bei dir gewesen; deine Mutterschafe 
und Ziegen wurden nie ihrer Jungen beraubt, und die Widder deiner Herde 
habe ich nicht gegessen!
GEN 31:39 Was zerrissen ward, habe ich dir nicht gebracht; ich mute es 
ersetzen, du fordertest es von meiner Hand, ob es bei Tag oder bei Nacht 
gestohlen war.
GEN 31:40 Des Tages verschmachtete ich vor Hitze und des Nachts vor Frost, 
und der Schlaf floh meine Augen.
GEN 31:41 Diese zwanzig Jahre lang habe ich dir in deinem Hause gedient, 
vierzehn Jahre um deine beiden Tchter und sechs Jahre um deine Schafe, 
und du hast mir meinen Lohn zehnmal verndert!
GEN 31:42 Wenn nicht der Gott meines Vaters, der Gott Abrahams und der 
Gefrchtete Isaaks fr mich gewesen wre, du httest mich jetzt leer 
ziehen lassen; aber Gott hat mein Elend und die Arbeit meiner Hnde 
angesehen und dich diese Nacht gestraft!
GEN 31:43 Laban antwortete und sprach: Die Tchter sind meine Tchter und 
die Kinder sind meine Kinder und die Herden sind meine Herden, und alles, 
was du siehst, ist mein! Was kann ich nun heute diesen meinen Tchtern 
oder ihren Kindern tun, die sie geboren haben?
GEN 31:44 Komm, wir wollen nun einen Bund machen, ich und du; der soll ein 
Zeuge sein zwischen mir und dir!
GEN 31:45 Da nahm Jakob einen Stein und stellte ihn als Denkmal auf.
GEN 31:46 Und Jakob sprach zu seinen Brdern: Sammelt Steine! Da nahmen 
sie Steine und machten einen Wall und aen daselbst auf dem Wall.
GEN 31:47 Und Laban nannte ihn Jegar-Sahaduta; Jakob aber hie ihn Galed.
GEN 31:48 Und Laban sprach: dieser Wall sei heute Zeuge zwischen mir und 
dir; darum wird er Galed genannt
GEN 31:49 und Mizpa, indem er sprach: Der HERR wache zwischen mir und dir, 
wenn wir einander nicht mehr sehen!
GEN 31:50 Wenn du meine Tchter mihandelst und wenn du zu meinen Tchtern 
hinzu andere Frauen nimmst und kein Mensch dazwischen tritt, siehe, so ist 
doch Gott Zeuge zwischen mir und dir!
GEN 31:51 Weiter sprach Laban zu Jakob: Siehe, dieser Wall und dieses 
Denkmal, das ich errichtet habe zwischen mir und dir
GEN 31:52 dieser Wall sei Zeuge und dieses Denkmal ein Zeugnis dafr, da 
ich niemals ber diesen Wall hinaus zu dir kommen will und da auch du 
niemals in bser Absicht ber diesen Wall oder ber dieses Denkmal hinaus 
zu mir kommen sollst.
GEN 31:53 Der Gott Abrahams und der Gott Nahors sei Richter zwischen uns, 
der Gott ihrer Vter! Jakob aber schwur bei der Furcht seines Vaters Isaak.
GEN 31:54 Und Jakob brachte ein Opfer auf dem Berge und lud seine Brder 
ein zu essen; und sie aen und bernachteten auf dem Berg.
GEN 31:55 Und Laban stand am Morgen frh auf, kte seine Shne und 
Tchter, segnete sie, ging und kehrte wieder an seinen Ort zurck.
GEN 32:1 Jakob aber ging seines Weges; da begegneten ihm Engel Gottes.
GEN 32:2 Und als er sie sah, sprach Jakob: Das ist das Heerlager Gottes! 
Und er nannte jenen Ort Mahanaim.
GEN 32:3 Und Jakob sandte Boten vor sich her zu seinem Bruder Esau ins 
Land Seir, das Gefilde Edom.
GEN 32:4 Diesen gebot er und sprach: Also sollt ihr zu meinem Herrn Esau 
sagen: Solches lt dir dein Knecht Jakob melden: Ich bin bei Laban in der 
Fremde gewesen und habe mich bisher bei ihm aufgehalten;
GEN 32:5 und ich habe Rinder, Esel und Schafe, Knechte und Mgde bekommen 
und lasse dir solches anzeigen, damit ich Gnade vor deinen Augen finde.
GEN 32:6 Die Boten kehrten wieder zu Jakob zurck und berichteten ihm: Wir 
sind zu deinem Bruder Esau gekommen; der zieht dir auch entgegen und 
vierhundert Mann mit ihm!
GEN 32:7 Da frchtete sich Jakob sehr und es ward ihm bange; und er teilte 
das Volk, das bei ihm war, und die Schafe, Rinder und Kamele in zwei Lager;
GEN 32:8 denn er sprach: Wenn Esau gegen das eine Lager kommt und es 
schlgt, so kann doch das andere entrinnen.
GEN 32:9 Und Jakob sprach: Gott meines Vaters Abraham und Gott meines 
Vaters Isaak, HERR, der du zu mir gesagt hast: Kehre wieder in dein Land 
und zu deiner Verwandtschaft zurck; ich will dir wohltun!
GEN 32:10 Ich bin zu gering aller Barmherzigkeit und Treue, die du an 
deinem Knechte bewiesen hast! Denn ich hatte nur einen Stab, als ich ber 
diesen Jordan ging, und nun bin ich zu zwei Heeren geworden.
GEN 32:11 Errette mich doch aus der Hand meines Bruders, aus der Hand 
Esaus; denn ich frchte ihn; er knnte kommen und mich schlagen, die 
Mutter samt den Kindern!
GEN 32:12 Du aber hast gesagt: Ich will dir wohltun und deinen Samen 
machen wie den Sand am Meere, der vor Menge nicht zu zhlen ist!
GEN 32:13 Und er brachte die Nacht daselbst zu und nahm von dem, was ihm 
in die Hnde kam, als Geschenk fr seinen Bruder Esau:
GEN 32:14 zweihundert Ziegen, zwanzig Bcke, zweihundert Schafe, zwanzig 
Widder,
GEN 32:15 dreiig sugende Kamele mit ihren Fllen, vierzig Khe und zehn 
Stiere, zwanzig Eselinnen und zehn Eselsfllen.
GEN 32:16 Und er gab sie in die Hand seiner Knechte, eine jegliche Herde 
besonders, und sprach zu seinen Knechten: Geht vor mir hinber und lasset 
Raum zwischen den einzelnen Herden!
GEN 32:17 Und er befahl dem ersten und sprach: Wenn mein Bruder Esau dir 
begegnet und dich fragt: Wem gehrst du und wo willst du hin und wem 
gehrt das, was du vor dir her treibst?
GEN 32:18 So sollst du antworten: Deinem Knecht Jakob! Es ist ein 
Geschenk, das er seinem Herrn Esau sendet, und siehe, er kommt selbst 
hinter uns her.
GEN 32:19 Desgleichen befahl er auch dem zweiten und dem dritten und 
allen, die hinter den Herden hergingen, und sprach: So sollt ihr mit Esau 
reden, wenn ihr ihn antrefft;
GEN 32:20 und ihr sollt sagen: Siehe, dein Knecht Jakob kommt auch hinter 
uns her! Denn er gedachte: Ich will sein Angesicht vershnen mit dem 
Geschenk, das vor mir hergeht; darnach will ich sein Angesicht sehen; 
vielleicht wird er mich gndig ansehen.
GEN 32:21 Und das Geschenk zog vor ihm hinber; er aber blieb in jener 
Nacht im Lager.
GEN 32:22 Er stand aber noch in derselben Nacht auf und nahm seine beiden 
Weiber und seine beiden Mgde samt seinen elf Kindern und berschritt mit 
ihnen die Furt Jabbok;
GEN 32:23 er nahm sie und fhrte sie ber den Flu und lie alles, was er 
hatte, hinbergehen.
GEN 32:24 Jakob aber blieb allein zurck. Da rang ein Mann mit ihm, bis 
die Morgenrte anbrach.
GEN 32:25 Und da dieser sah, da er ihn nicht bermochte, schlug er ihn 
auf das Hftgelenk, so da Jakobs Hftgelenk verrenkt ward ber dem Ringen 
mit ihm.
GEN 32:26 Und der Mann sprach: La mich gehen; denn die Morgenrte bricht 
an! Jakob aber sprach: Ich lasse dich nicht, du segnest mich denn!
GEN 32:27 Da fragte er ihn: Wie heiest du? Er antwortete: Jakob!
GEN 32:28 Da sprach er: Du sollst nicht mehr Jakob heien, sondern Israel; 
denn du hast mit Gott und Menschen gekmpft und hast gewonnen!
GEN 32:29 Jakob aber bat und sprach: Tue mir doch deinen Namen kund! Er 
aber antwortete: Warum fragst du nach meinem Namen? Und er segnete ihn 
daselbst.
GEN 32:30 Jakob aber nannte den Ort Pniel; denn er sprach: Ich habe Gott 
von Angesicht zu Angesicht gesehen, und meine Seele ist gerettet worden!
GEN 32:31 Und die Sonne ging ihm auf, als er an Pniel vorberzog; und er 
hinkte wegen seiner Hfte.
GEN 32:32 Darum essen die Kinder Israel bis auf den heutigen Tag die Sehne 
nicht, welche ber das Hftgelenk luft, weil er Jakobs Hftgelenk, die 
Hftensehne, geschlagen hat.
GEN 33:1 Und Jakob erhob seine Augen und schaute, und siehe, Esau kam und 
vierhundert Mann mit ihm. Da verteilte er die Kinder zu Lea und zu Rahel 
und zu den beiden Mgden.
GEN 33:2 Und er stellte die Mgde mit ihren Kindern voran, und Lea mit 
ihren Kindern hernach, und Rahel mit Joseph zuletzt.
GEN 33:3 Er selbst aber ging ihnen voraus und verneigte sich siebenmal zur 
Erde, bis er nahe zu seinem Bruder kam.
GEN 33:4 Da lief ihm Esau entgegen, umarmte ihn, fiel ihm um den Hals und 
kte ihn; und sie weinten.
GEN 33:5 Als aber Esau seine Augen erhob, sah er die Weiber und die Kinder 
und sprach: Gehren diese dir? Er antwortete: Es sind die Kinder, mit 
welchen Gott deinen Knecht begnadigt hat.
GEN 33:6 Da traten die Mgde herzu samt ihren Kindern und verneigten sich.
GEN 33:7 Auch Lea kam herbei mit ihren Kindern, und sie verneigten sich; 
darnach kam Joseph mit Rahel herbei, und auch sie verneigten sich.
GEN 33:8 Und er fragte: Was willst du denn mit jenem ganzen Heer, dem ich 
begegnet bin? Jakob antwortete: Ich wollte Gnade finden in den Augen 
meines Herrn!
GEN 33:9 Esau antwortete: Ich habe genug, mein Bruder; behalte, was du 
hast!
GEN 33:10 Jakob antwortete: O nein! Habe ich Gnade vor deinen Augen 
gefunden, so nimm doch das Geschenk an von meiner Hand; denn deshalb habe 
ich dein Angesicht gesehen, als she ich Gottes Antlitz, und du warst so 
freundlich gegen mich!
GEN 33:11 Nimm doch den Segen von mir an, der dir berbracht worden ist; 
denn Gott hat mich begnadigt und ich bin mit allem versehen. Also drang er 
in ihn, da er es annahm.
GEN 33:12 Und Esau sprach: La uns aufbrechen und gehen; ich will neben 
dir herziehen.
GEN 33:13 Er aber antwortete: Mein Herr wei, da die Kinder noch zart 
sind; dazu habe ich sugende Schafe und Khe bei mir; wenn sie einen 
einzigen Tag bertrieben wrden, so wrde mir die ganze Herde sterben.
GEN 33:14 Mein Herr gehe doch seinem Knechte voraus, ich aber will 
gemchlich hintennach ziehen, wie eben das Vieh vor mir her und die Kinder 
gehen mgen, bis ich zu meinem Herrn nach Seir komme.
GEN 33:15 Da sprach Esau: So will ich doch etliche von meinen Leuten bei 
dir lassen. Er sprach: Warum sollte ich solche Gunst finden vor den Augen 
meines Herrn!
GEN 33:16 Also kehrte Esau am gleichen Tag wieder nach Seir zurck.
GEN 33:17 Jakob aber brach auf nach Sukkot und baute sich daselbst ein 
Haus und errichtete fr seine Herden Schutzhtten; daher wurde der Ort 
Sukkot genannt.
GEN 33:18 Und Jakob kam wohlbehalten bis zur Stadt Sichem, die im Lande 
Kanaan liegt, nachdem er aus Mesopotamien gekommen war; und er lagerte 
sich der Stadt gegenber.
GEN 33:19 Und er kaufte das Grundstck, auf welchem er sein Zelt 
aufschlug, von der Hand der Kinder Hemors, des Vaters Sichems, um hundert 
Kesitha
GEN 33:20 und errichtete daselbst einen Altar; den nannte er Der starke 
Gott Israels.
GEN 34:1 Dina aber, Leas Tochter, welche sie dem Jakob geboren hatte, ging 
aus, um die Tchter des Landes zu sehen.
GEN 34:2 Als nun Sichem, der Sohn Hemors, des hevitischen Landesfrsten, 
sie sah, nahm er sie und tat ihr Gewalt an.
GEN 34:3 Und er wurde anhnglich an Dina, die Tochter Jakobs, und gewann 
das Mdchen lieb und redete ihr zu.
GEN 34:4 Und Sichem sprach zu seinem Vater Hemor: Nimm mir dieses Mgdlein 
zum Weibe!
GEN 34:5 Jakob aber hatte vernommen, da man seine Tochter Dina entehrt 
hatte; weil aber seine Shne beim Vieh auf dem Felde waren, so schwieg er, 
bis sie kamen.
GEN 34:6 Inzwischen kam Hemor, Sichems Vater, zu Jakob, um mit ihm zu 
reden.
GEN 34:7 Als aber die Shne Jakobs solches hrten, kamen sie vom Felde; 
und die Mnner waren schwer beleidigt und sehr entrstet, da man eine 
solche Schandtat an Israel begangen und Jakobs Tochter beschlafen hatte; 
denn so pflegte man nicht zu tun.
GEN 34:8 Hemor aber redete mit ihnen und sprach: Mein Sohn Sichem hngt an 
eurer Tochter; gebt sie ihm doch zum Weibe!
GEN 34:9 Verschwgert euch mit uns; gebt uns eure Tchter und nehmt ihr 
unsere Tchter!
GEN 34:10 Bleibt bei uns; das Land soll euch offenstehen; siedelt euch an, 
bewegt euch frei darin und erwerbt Grundbesitz!
GEN 34:11 Und Sichem sprach zu ihrem Vater und zu ihren Brdern: Lat mich 
Gnade finden vor euren Augen; was ihr von mir fordert, das will ich geben!
GEN 34:12 Mgt ihr von mir noch so viel Morgengabe und Geschenke 
verlangen, ich will es geben, sobald ihr es fordert; gebt mir nur das 
Mdchen zum Weibe!
GEN 34:13 Da antworteten die Shne Jakobs dem Sichem und seinem Vater 
Hemor in trgerischer Weise, weil er ihre Schwester Dina entehrt hatte,
GEN 34:14 und sprachen zu ihnen: Wir knnen das nicht tun, da wir unsre 
Schwester einem unbeschnittenen Manne geben; denn das wre eine Schande 
fr uns;
GEN 34:15 nur unter einer Bedingung knnen wir euch willfahren, da ihr 
nmlich werdet wie wir, indem ihr alles, was mnnlich ist, beschneiden 
lasset.
GEN 34:16 Dann wollen wir euch unsre Tchter geben und uns eure Tchter 
nehmen und mit euch zusammenwohnen und zu einem Volke werden.
GEN 34:17 Wollt ihr uns aber nicht gehorchen, da ihr euch beschneiden 
lasset, so nehmen wir unsere Tochter und gehen!
GEN 34:18 Ihre Rede gefiel Hemor und seinem Sohne Sichem wohl;
GEN 34:19 und der Jngling zgerte nicht, solches zu tun; denn er hatte 
Lust zu der Tochter Jakobs und war der Angesehenste von seines Vaters 
Hause.
GEN 34:20 Als nun Hemor und sein Sohn Sichem zum Tor ihrer Stadt kamen, 
redeten sie mit den Brgern ihrer Stadt und sprachen:
GEN 34:21 Diese Leute meinen es gut mit uns; sie sollen im Lande wohnen 
und verkehren! Hat doch das Land Raum genug fr sie. Wir wollen uns ihre 
Tchter zu Weibern nehmen und ihnen unsre Tchter geben.
GEN 34:22 Nur das verlangen sie von uns, wenn sie unter uns wohnen und 
sich mit uns zu einem Volke verschmelzen sollen, da wir alles, was 
mnnlich ist unter uns, beschneiden, gleichwie auch sie beschnitten sind.
GEN 34:23 Ihre Herden und ihre Habe und all ihr Vieh werden dann unser 
sein; lasset uns ihnen nur willfahren, damit sie bei uns bleiben!
GEN 34:24 Da gehorchten dem Hemor und seinem Sohne Sichem alle, die im 
Tore seiner Stadt aus und eingingen.
GEN 34:25 Es begab sich aber am dritten Tag, da sie wundkrank waren, da 
die beiden Shne Jakobs, Simeon und Levi, Dinas Brder, ein jeder sein 
Schwert nahmen und unversehens in die Stadt eindrangen und alles Mnnliche 
umbrachten.
GEN 34:26 Auch Hemor und dessen Sohn Sichem tteten sie mit des Schwertes 
Schrfe und holten Dina aus dem Hause Sichems und verlieen die Stadt.
GEN 34:27 Die Shne Jakobs aber fielen ber die Erschlagenen her und 
plnderten die Stadt, weil man ihre Schwester entehrt hatte.
GEN 34:28 Ihre Schafe, Rinder und Esel nahmen sie, samt allem, was in der 
Stadt und auf dem Felde war;
GEN 34:29 dazu fhrten sie ihre ganze Habe, alle ihre Kinder und Weiber 
gefangen und raubten alles, was in den Husern war.
GEN 34:30 Jakob aber sprach zu ihnen: Ihr bringt mich ins Unglck dadurch, 
da ihr mich verhat macht bei den Einwohnern des Landes, bei den 
Kanaanitern und Pheresitern, da ich doch nur wenig Leute habe; sie aber 
werden sich wider mich sammeln und mich schlagen und mich vertilgen samt 
meinem Haus.
GEN 34:31 Sie aber antworteten: Soll man denn unsere Schwester wie eine 
Dirne behandeln?
GEN 35:1 Und Gott sprach zu Jakob: Mache dich auf, ziehe hinauf nach 
Bethel und wohne daselbst und baue dort einen Altar dem Gott, der dir 
erschienen ist, da du vor deinem Bruder Esau flohest!
GEN 35:2 Da sprach Jakob zu seinem Haus und zu allen, die bei ihm waren: 
Tut von euch weg die fremden Gtter, die unter euch sind, und reinigt euch 
und wechselt eure Kleider!
GEN 35:3 So wollen wir uns aufmachen und nach Bethel hinaufziehen, da ich 
daselbst einen Altar errichte dem Gott, der mir geantwortet hat zur Zeit 
meiner Not, und der mit mir gewesen ist auf dem Wege, den ich gezogen bin!
GEN 35:4 Da lieferten sie Jakob alle fremden Gtter aus, die in ihren 
Hnden waren, samt den Ringen, die sie an ihren Ohren trugen, und Jakob 
verbarg sie unter der Eiche, die bei Sichem steht.
GEN 35:5 Darnach brachen sie auf; und der Schrecken Gottes fiel auf die 
umliegenden Stdte, da sie die Shne Jakobs nicht verfolgten.
GEN 35:6 Als nun Jakob nach Lus kam, das im Lande Kanaan liegt (das ist 
Bethel), er und alles Volk, das bei ihm war,
GEN 35:7 baute er daselbst einen Altar und nannte den Ort El-Bethel, 
weil sich Gott ihm daselbst geoffenbart hatte, als er vor seinem Bruder 
floh.
GEN 35:8 Da starb Debora, die Amme der Rebekka, und ward begraben 
unterhalb von Bethel, unter der Eiche, die man Klageeiche nennt.
GEN 35:9 Und Gott erschien Jakob zum zweitenmal, seitdem er aus 
Mesopotamien gekommen war, und segnete ihn.
GEN 35:10 Und Gott sprach zu ihm: Dein Name ist Jakob, aber du sollst 
nicht mehr Jakob heien, sondern Israel soll dein Name sein! Und so nannte 
er sich Israel.
GEN 35:11 Und Gott sprach zu ihm: Ich bin der allmchtige Gott, sei 
fruchtbar und mehre dich! Ein Volk und eine Vlkergemeinde soll von dir 
kommen, und Knige sollen aus deinen Lenden hervorgehen;
GEN 35:12 das Land aber, das ich Abraham und Isaak gegeben habe, das will 
ich dir und deinem Samen nach dir geben!
GEN 35:13 Und Gott fuhr auf von ihm an dem Ort, da er mit ihm geredet 
hatte.
GEN 35:14 Da richtete Jakob eine Sule auf an dem Ort, wo er mit ihm 
geredet hatte, einen Denkstein, und go ein Trankopfer darauf aus und 
schttete l darber;
GEN 35:15 und Jakob nannte den Ort, wo Gott mit ihm geredet hatte, Bethel.
GEN 35:16 Darnach brachen sie von Bethel auf; und als sie nur noch ein 
Stck Weges bis Ephrata zu gehen hatten, gebar Rahel; und sie hatte eine 
schwere Geburt.
GEN 35:17 Als ihr aber die Geburt so schwer fiel, sprach die 
Geburtshelferin: Frchte dich nicht; du hast auch diesmal einen Sohn!
GEN 35:18 Als ihr aber die Seele entschwand, weil sie am Sterben war, 
nannte sie seinen Namen Benoni; sein Vater aber nannte ihn Benjamin.
GEN 35:19 Und Rahel starb und ward begraben am Wege nach Ephrata, das ist 
Bethlehem.
GEN 35:20 Und Jakob stellte eine Denksule auf ber ihrem Grab; das ist 
Rahels Grabmal geblieben bis auf diesen Tag.
GEN 35:21 Und Israel zog weiter und schlug sein Zelt jenseits des 
Herdenturmes auf.
GEN 35:22 Es begab sich aber, whrend Israel in dem Lande wohnte, da 
Ruben sich mit seines Vaters Kebsweib Bilha verging; und Israel vernahm es.
GEN 35:23 Jakob aber hatte zwlf Shne. Die Shne Leas waren diese: Ruben, 
der erstgeborne Sohn Jakobs, Simeon, Levi, Juda, Issaschar und Sebulon;
GEN 35:24 die Shne Rahels waren Joseph und Benjamin;
GEN 35:25 die Shne Bilhas, Rahels Magd: Dan und Naphtali;
GEN 35:26 die Shne Silpas, Leas Magd: Gad und Asser. Das sind die Shne 
Jakobs, die ihm in Mesopotamien geboren wurden.
GEN 35:27 Und Jakob kam zu seinem Vater Isaak gen Mamre, bei Kirjath-Arba, 
das ist Hebron, woselbst Abraham und Isaak Fremdlinge gewesen sind.
GEN 35:28 Und Isaak ward hundertundachtzig Jahre alt.
GEN 35:29 Und Isaak nahm ab, starb und ward zu seinem Volk versammelt, alt 
und lebenssatt; und seine Shne Esau und Jakob begruben ihn.
GEN 36:1 Dies ist das Geschlecht Esaus, welcher Edom heit.
GEN 36:2 Esau nahm seine Weiber von den Tchtern Kanaans: Ada, die Tochter 
Elons, des Hetiters, und Oholibama, die Tochter der Ana, der Tochter 
Zibeons, des Heviters;
GEN 36:3 dazu Basmath, die Tochter Ismaels, Nebajots Schwester.
GEN 36:4 Und Ada gebar dem Esau den Eliphas. Aber Basmath gebar den Reguel.
GEN 36:5 Oholibama gebar Jehusch und Jaelam und Korah. Das sind die Shne 
Esaus, welche ihm im Lande Kanaan geboren wurden.
GEN 36:6 Und Esau nahm seine Weiber und seine Shne und seine Tchter und 
alle Seelen seines Hauses, auch seine Habe und all sein Vieh und alle 
Gter, die er im Lande Kanaan erworben hatte, und zog von seinem Bruder 
Jakob weg in ein anderes Land.
GEN 36:7 Denn ihre Habe war zu gro, da sie nicht beieinander wohnen 
konnten; und das Land, darin sie Fremdlinge waren, mochte sie nicht 
ertragen wegen ihrer Herden.
GEN 36:8 Also wohnte Esau auf dem Gebirge Seir; Esau ist der Edom.
GEN 36:9 Dies ist das Geschlecht Esaus, der ein Vater ist der Edomiter auf 
dem Gebirge Seir.
GEN 36:10 Und also hieen die Shne Esaus: Eliphas, der Sohn Anas, des 
Weibes Esaus; Reguel, der Sohn Basmaths, des Weibes Esaus;
GEN 36:11 Eliphas Shne aber waren diese: Teman, Omar, Zepho, Gaetam und 
Kenas.
GEN 36:12 Und Timna war ein Kebsweib Eliphas, des Sohnes Esaus, die gebar 
dem Eliphas den Amalek. Das sind die Kinder von Ada, dem Weibe Esaus.
GEN 36:13 Aber die Kinder Reguels sind diese: Nahath, Serah, Schamma und 
Missa. Das sind die Kinder von Basmath, dem Weibe Esaus.
GEN 36:14 Die Kinder aber von Oholibama, dem Weibe Esaus, der Tochter der 
Ana, der Tochter Zibeons, die sie Esau gebar, sind diese: Jehusch, Jaelam 
und Korah.
GEN 36:15 Das sind die Frsten unter den Shnen Esaus. Die Shne Eliphas, 
des ersten Sohnes Esaus, waren diese: Der Frst Teman, der Frst Omar, der 
Frst Zepho, der Frst Kenas,
GEN 36:16 der Frst Korah, der Frst Gaetam, der Frst Amalek. Das sind 
die Frsten von Eliphas im Lande Edom und sind Shne der Ada.
GEN 36:17 Und das sind die Kinder Reguels, des Sohnes Esaus: Der Frst 
Nahat, der Frst Serah, der Frst Schamma, der Frst Missa. Das sind die 
Frsten von Reguel im Lande Edom und die Shne der Basmath, des Weibes 
Esaus.
GEN 36:18 Dies sind die Shne Oholibamas, des Weibes Esaus: Der Frst 
Jehusch, der Frst Jaelam, der Frst Korah. Das sind die Frsten von 
Oholibama, der Tochter der Ana, des Weibes Esaus.
GEN 36:19 Das sind die Kinder Esaus und ihre Frsten. Er ist der Edom.
GEN 36:20 Die Shne Seirs aber, des Horiters, die im Lande wohnten, sind 
diese: Lotan, Sobal, Zibeon, Ana,
GEN 36:21 Dison, Ezer und Disan. Das sind die Frsten der Horiter, Kinder 
des Seir im Lande Edom.
GEN 36:22 Aber Lotans Kinder waren diese: Hori und Hemam; und Lotans 
Schwester hie Timna.
GEN 36:23 Die Shne Sobals waren diese: Alwan, Manabath, Ebal, Sepho und 
Onam.
GEN 36:24 Die Shne Zibeons waren: Aja und Ana. Das ist Ana, der in der 
Wste die heien Quellen fand, als er die Esel seines Vaters Zibeon htete.
GEN 36:25 Die Kinder Anas waren: Dison und Oholibama, diese ist die 
Tochter Anas.
GEN 36:26 Die Shne Disons waren: Hemdan, Esban, Jithran und Cheran.
GEN 36:27 Die Shne Ezers waren: Bilhan, Saewan und Akan.
GEN 36:28 Die Shne Disans waren: Uz und Aran.
GEN 36:29 Das sind die Frsten der Horiter: Der Frst Lotan, der Frst 
Sobal, der Frst Zibeon, der Frst Ana,
GEN 36:30 der Frst Dison, der Frst Ezer, der Frst Disan. Das sind die 
Frsten der Horiter nach ihren Frstentmern im Lande Seir.
GEN 36:31 Die Knige aber, welche im Lande Edom regiert haben, ehe ein 
Knig ber die Kinder Israel regierte, sind diese:
GEN 36:32 Bela, ein Sohn Beors, war Knig in Edom, und seine Stadt hie 
Dinhaba.
GEN 36:33 Und als Bela starb, ward an seiner Statt Knig: Jobab, ein Sohn 
Serahs aus Bozra.
GEN 36:34 Als Jobab starb, ward Husam aus der Temaniter Land Knig an 
seiner Statt.
GEN 36:35 Als Husam starb, ward an seiner Statt Knig: Hadad, ein Sohn 
Bedads, welcher die Midianiter auf der Moabiter Gefilde schlug; und seine 
Stadt hie Awith.
GEN 36:36 Als Hadad starb, ward Samla von Masreka Knig an seiner Statt.
GEN 36:37 Als Samla starb, ward Saul von Rechobot am Flusse Knig an 
seiner Statt.
GEN 36:38 Als Saul starb, ward Baal-Hanan, ein Sohn Achbors, Knig an 
seiner Statt.
GEN 36:39 Als Baal-Hanan, Achbors Sohn, starb, ward Hadar Knig an seiner 
Statt; und seine Stadt hie Pahu, sein Weib hie Mehethabeel; eine Tochter 
der Mathred, der Tochter Mezahabs.
GEN 36:40 Also hieen die Frsten von Esau nach ihren Geschlechtern, Orten 
und Namen: Der Frst Timna, der Frst Alwa, der Frst Jetet,
GEN 36:41 der Frst Oholibama, der Frst Ela, der Frst Pinon,
GEN 36:42 der Frst Kenas, der Frst Teman, der Frst Mibzar,
GEN 36:43 der Frst Magdiel, der Frst Iram. Das sind die Frsten in Edom, 
wie sie im Lande ihrer Besitzung gewohnt haben. Und Esau ist der Vater der 
Edomiter.
GEN 37:1 Jakob aber wohnte im Lande, darin sein Vater ein Fremdling war, 
im Lande Kanaan.
GEN 37:2 Dies ist die Familiengeschichte Jakobs: Joseph war siebzehn Jahre 
alt, als er mit seinen Brdern das Vieh htete, und er war als Knabe bei 
den Shnen Bilhas und Silpas, der Weiber seines Vaters; und Joseph brachte 
die Klagen ber sie vor ihren Vater.
GEN 37:3 Israel aber hatte Joseph lieber als alle seine Shne, weil er ihn 
in seinem Alter bekommen hatte; und er machte ihm einen langen Rock.
GEN 37:4 Als nun seine Brder sahen, da ihr Vater ihn lieber hatte als 
alle seine Brder, haten sie ihn und mochten ihn nicht mehr gren.
GEN 37:5 Joseph aber hatte einen Traum und verkndigte ihn seinen Brdern; 
da haten sie ihn noch mehr.
GEN 37:6 Er sprach nmlich zu ihnen: Hrt doch, was fr einen Traum ich 
gehabt:
GEN 37:7 Siehe, wir banden Garben auf dem Feld, und siehe, da richtete 
sich meine Garbe auf und blieb stehen; eure Garben aber umringten sie und 
warfen sich vor meiner Garbe nieder!
GEN 37:8 Da sprachen seine Brder zu ihm: Willst du etwa gar unser Knig 
werden? Willst du ber uns herrschen? Darum haten sie ihn noch mehr wegen 
seiner Trume und wegen seiner Reden.
GEN 37:9 Er hatte aber noch einen andern Traum, den erzhlte er seinen 
Brdern auch und sprach: Seht, ich habe wieder getrumt, und siehe, die 
Sonne und der Mond und elf Sterne verneigten sich vor mir!
GEN 37:10 Als er aber das seinem Vater und seinen Brdern erzhlte, schalt 
ihn sein Vater und sprach zu ihm: Was ist das fr ein Traum, den du 
getrumt hast? Sollen etwa ich und deine Mutter und deine Brder kommen 
und uns vor dir bis zur Erde verneigen?
GEN 37:11 Und seine Brder beneideten ihn; sein Vater aber behielt das 
Wort [im Gedchtnis].
GEN 37:12 Als aber seine Brder nach Sichem gegangen waren, um ihres 
Vaters Schafe zu weiden,
GEN 37:13 sprach Israel zu Joseph: Weiden nicht deine Brder zu Sichem? 
Komm, ich will dich zu ihnen senden! Er aber sprach: Siehe, hier bin ich!
GEN 37:14 Da sprach er zu ihm: Geh doch und sieh, ob es wohl stehe um 
deine Brder und um die Schafe, und bringe mir Bescheid! Also sandte er 
ihn aus dem Tale Hebron, und er wanderte nach Sichem.
GEN 37:15 Da fand ihn ein Mann, als er irreging auf dem Gefilde; der 
fragte ihn und sprach: Was suchst du?
GEN 37:16 Er antwortete: Ich suche meine Brder; sage mir doch, wo sie 
weiden!
GEN 37:17 Der Mann antwortete: Sie sind von hier fortgezogen; denn ich 
hrte sie sagen: Kommt, lat uns gen Dotan ziehen! Da ging Joseph seinen 
Brdern nach und fand sie zu Dotan.
GEN 37:18 Als sie ihn nun von ferne sahen, ehe er in ihre Nhe kam, 
beschlossen sie, ihn meuchlings umzubringen.
GEN 37:19 Und sie sprachen zueinander: Seht, da kommt der Trumer her!
GEN 37:20 Jetzt wollen wir ihn doch tten und in eine Zisterne werfen und 
sagen, ein bses Tier habe ihn gefressen; so wollen wir sehen, was aus 
seinen Trumen wird.
GEN 37:21 Als Ruben solches hrte, rettete er ihn aus ihren Hnden, indem 
er sprach: Wir wollen ihn nicht ums Leben bringen!
GEN 37:22 Und weiter sprach Ruben zu ihnen: Vergieet kein Blut! Werft ihn 
in die Zisterne dort in der Wste, aber legt nicht Hand an ihn! Er wollte 
ihn aber aus ihrer Hand erretten und ihn wieder zu seinem Vater bringen.
GEN 37:23 Da nun Joseph zu seinen Brdern kam, zogen sie ihm den Rock aus, 
den langen Rock, welchen er trug.
GEN 37:24 Darnach nahmen sie ihn und warfen ihn in die Zisterne; die 
Zisterne aber war leer, und es war kein Wasser drin.
GEN 37:25 Darauf setzten sie sich nieder, um zu essen. Als sie aber ihre 
Augen aufhoben und sich umsahen, siehe, da kam eine Karawane von 
Ismaelitern vom Gebirge Gilead daher, deren Kamele trugen Tragakanth, 
Balsam und Ladanum, und zogen hinab nach gypten.
GEN 37:26 Da sprach Juda zu seinen Brdern: Was gewinnen wir damit, da 
wir unsern Bruder tten und sein Blut verbergen?
GEN 37:27 Kommt, wir wollen ihn den Ismaelitern verkaufen und nicht selbst 
Hand an ihn legen; denn er ist unser Bruder, unser Fleisch! Und seine 
Brder stimmten zu.
GEN 37:28 Als nun die midianitischen Kaufleute vorbeikamen, zogen sie 
Joseph aus der Zisterne herauf und verkauften ihn den Ismaelitern um 
zwanzig Silberlinge; die brachten Joseph nach gypten.
GEN 37:29 Als nun Ruben zur Zisterne zurckkam, siehe, da war kein Joseph 
mehr in der Zisterne! Da zerri er sein Kleid,
GEN 37:30 kehrte zu seinen Brdern zurck und sprach: Der Knabe ist 
verschwunden! Wo soll ich hin?
GEN 37:31 Sie aber nahmen Josephs Rock und schlachteten einen Ziegenbock, 
tauchten den Rock in das Blut,
GEN 37:32 schickten den langen Rock ihrem Vater und lieen ihm sagen: Das 
haben wir gefunden; sieh doch, ob es deines Sohnes Rock ist oder nicht!
GEN 37:33 Und er erkannte ihn und sprach: Es ist meines Sohnes Rock! Ein 
bses Tier hat ihn gefressen! Joseph ist gewi zerrissen worden!
GEN 37:34 Und Jakob zerri seine Kleider und legte einen Sack um seine 
Lenden und trug Leid um seinen Sohn lange Zeit.
GEN 37:35 Da machten sich alle seine Shne und Tchter auf, um ihn zu 
trsten; er aber wollte sich nicht trsten lassen, sondern sprach: Ich 
hre nicht auf zu trauern, bis ich zu meinem Sohn hinabfahre ins 
Totenreich! Also beweinte ihn sein Vater.
GEN 37:36 Aber die Midianiter verkauften ihn nach gypten, an Potiphar, 
einen Kmmerer des Pharao, den Obersten der Leibwache.
GEN 38:1 Es begab sich um jene Zeit, da Juda von seinen Brdern hinabzog 
und sich zu einem Adullamiter wandte, der Hira hie.
GEN 38:2 Und Juda sah daselbst die Tochter eines Kanaaniters, der Schua 
hie, und er nahm sie und kam zu ihr.
GEN 38:3 Und sie empfing und gebar einen Sohn, den hie sie Er.
GEN 38:4 Und sie empfing abermal und gebar einen Sohn, den hie sie Onan.
GEN 38:5 Sie fuhr fort und gebar einen Sohn, den hie sie Sela. Er war 
aber zu Kesib, als sie denselben gebar.
GEN 38:6 Und Juda gab seinem erstgebornen Sohn Er ein Weib, die hie Tamar.
GEN 38:7 Aber Er, der Erstgeborne Judas, war bse vor dem HERRN, darum 
ttete ihn der HERR.
GEN 38:8 Da sprach Juda zu Onan: Komm zu deines Bruders Weib und vollziehe 
mit ihr die Pflichtehe, da du deinem Bruder Samen erweckest!
GEN 38:9 Da aber Onan wute, da der Same nicht sein eigen sein sollte, 
lie er es, wenn er zu seines Bruders Weib ging, auf die Erde fallen und 
verderbte es, um seinem Bruder keinen Samen zu geben.
GEN 38:10 Es gefiel aber dem HERRN bel, was er tat; da ttete er ihn auch.
GEN 38:11 Da sprach Juda zu Tamar, seines Sohnes Weib: Bleib als Witwe in 
deines Vaters Hause, bis mein Sohn Sela erwachsen ist! Denn er dachte, 
vielleicht knnte er auch sterben, wie seine Brder. Also ging Tamar hin 
und blieb in ihres Vaters Hause.
GEN 38:12 Als nun viele Tage verflossen waren, starb Schuas Tochter, Judas 
Weib. Und nachdem Juda ausgetrauert hatte, ging er hinauf zu seinen 
Schafherden gen Timna, er und Hira, sein Freund von Adullam.
GEN 38:13 Da ward der Tamar angesagt: Siehe, dein Schwiegervater geht 
hinauf nach Timna, seine Schafe zu scheren!
GEN 38:14 Da legte sie die Witwenkleider von sich, die sie trug, bedeckte 
sich mit einem Schleier und verhllte sich und setzte sich ans Tor von 
Enaim, am Wege nach Timna. Denn sie sah, da Sela erwachsen war und sie 
ihm nicht zum Weibe gegeben wurde.
GEN 38:15 Als nun Juda sie sah, glaubte er, sie sei eine Dirne; denn sie 
hatte ihr Angesicht bedeckt.
GEN 38:16 Und er machte sich zu ihr am Wege und sprach: La mich doch zu 
dir kommen! Denn er wute nicht, da sie seines Sohnes Weib war. Sie 
antwortete: Was willst du mir geben, da du zu mir kommest?
GEN 38:17 Er sprach: Ich will dir einen Ziegenbock von der Herde schicken! 
Sie antwortete: So gib mir ein Pfand, bis du mir ihn schickst!
GEN 38:18 Er sprach: Was willst du, da ich dir zum Pfand gebe? Sie 
antwortete: Deinen Ring und deine Schnur und deinen Stab, den du in deinen 
Hnden hast! Da gab er es ihr und ging zu ihr, und sie ward von ihm 
schwanger.
GEN 38:19 Und sie machte sich auf und ging hin und tat ihren Schleier ab 
und legte wieder ihre Witwenkleider an.
GEN 38:20 Juda aber sandte den Ziegenbock durch seinen Freund, den 
Adullamiter, um das Pfand von dem Weibe zurckzuerhalten; aber er fand sie 
nicht.
GEN 38:21 Da fragte er die Leute an jenem Ort und sprach: Wo ist die 
Dirne, die bei Enaim am Wege sa? Sie antworteten: Es ist keine Dirne hier 
gewesen!
GEN 38:22 Und er kam wieder zu Juda und sprach: Ich habe sie nicht 
gefunden; dazu sagen die Leute an jenem Ort, es sei keine Dirne dort 
gewesen.
GEN 38:23 Juda sprach: So soll sie das Pfand fr sich behalten, damit wir 
nicht zuschanden werden! Siehe, ich habe den Bock geschickt, aber du hast 
sie nicht gefunden.
GEN 38:24 Aber nach drei Monaten ward Juda angezeigt: Deine Sohnsfrau 
Tamar hat gehurt, dazu siehe, ist sie von Hurerei schwanger geworden! Juda 
sprach: Fhrt sie hinaus, da sie verbrannt werde!
GEN 38:25 Und als man sie hinausfhrte, schickte sie zu ihrem 
Schwiegervater und sprach: Von dem Manne bin ich schwanger geworden, dem 
das gehrt. Und sie sprach: Untersuche doch, wem gehrt dieser Ring und 
die Schnur und der Stab?
GEN 38:26 Juda sah genauer zu und sprach: Sie ist gerechter als ich; denn 
ich habe sie nicht meinem Sohn Sela gegeben! Doch erkannte er sie nicht 
mehr.
GEN 38:27 Und als sie gebren sollte, siehe, da waren Zwillinge in ihrem 
Leibe.
GEN 38:28 Und als sie gebar, kam eine Hand heraus; da nahm die Hebamme 
einen roten Faden und band ihn darum und sprach: Der ist zuerst 
herausgekommen!
GEN 38:29 Als dieser aber seine Hand wieder hineinzog, siehe, da kam sein 
Bruder heraus. Und sie sprach: Warum hast du dir einen solchen Ri 
gemacht? Und man hie ihn Perez.
GEN 38:30 Darnach kam sein Bruder heraus, der den roten Faden um die Hand 
hatte; man hie ihn Serach.
GEN 39:1 Joseph aber war nach gypten hinabgefhrt worden, und Potiphar, 
ein gyptischer Kmmerer des Pharao, der Oberste der Leibwache, hatte ihn 
von der Hand der Ismaeliter erworben, die ihn dorthin gebracht hatten.
GEN 39:2 Und der HERR war mit Joseph, und er hatte Glck und durfte 
bleiben im Hause seines gyptischen Herrn.
GEN 39:3 Und als sein Gebieter sah, da der HERR mit ihm war, und da der 
HERR in seiner Hand alles gelingen lie, was er unternahm,
GEN 39:4 da fand Joseph Gnade in seinen Augen und durfte ihn bedienen; und 
er setzte ihn zum Aufseher ber sein Haus und vertraute ihm alles an, was 
er hatte.
GEN 39:5 Und von der Zeit an, da er ihn ber sein Haus und ber alle seine 
Gter gesetzt hatte, segnete der HERR des gypters Haus um Josephs willen, 
also da der Segen des HERRN in allem war, was er hatte, im Hause und auf 
dem Felde.
GEN 39:6 Da berlie er alles, was er hatte, Josephs Hand und kmmerte 
sich um gar nichts mehr als um das Brot, das er a. Joseph aber war von 
schner Gestalt und hbschem Aussehen.
GEN 39:7 Es begab sich aber nach diesen Geschichten, da seines Herrn Weib 
ihre Augen auf Joseph warf und zu ihm sprach: Schlaf bei mir!
GEN 39:8 Er aber weigerte sich und sprach zu dem Weibe seines Herrn: 
Siehe, mein Herr verlt sich auf mich und kmmert sich um nichts, was im 
Hause vorgeht, und hat mir alles anvertraut, was ihm gehrt;
GEN 39:9 es ist niemand grer in diesem Hause, als ich, und es gibt 
nichts, das er mir vorenthalten htte, ausgenommen dich, weil du sein Weib 
bist! Wie sollte ich nun ein solch groes bel tun und wider Gott sndigen?
GEN 39:10 Und wiewohl sie ihm Tag fr Tag zuredete, hrte er doch nicht 
auf sie, da er sich zu ihr gelegt oder sich mit ihr vergangen htte.
GEN 39:11 Es begab sich aber an einem solchen Tage, als er ins Haus kam, 
um sein Geschft zu besorgen, und niemand von den Hausgenossen zugegen war,
GEN 39:12 da sie ihn bei seinem Kleide ergriff und zu ihm sprach: Schlaf 
bei mir! Er aber lie das Kleid in ihrer Hand und floh und lief zum Hause 
hinaus.
GEN 39:13 Als sie nun sah, da er das Kleid in ihrer Hand gelassen hatte 
und entflohen war,
GEN 39:14 rief sie die Hausgenossen herbei und sprach zu ihnen: Seht, er 
hat uns den Hebrer ins Haus gebracht, da er Mutwillen mit uns triebe! Er 
kam zu mir herein, um bei mir zu schlafen; ich aber habe aus Leibeskrften 
geschrieen!
GEN 39:15 Als er nun hrte, da ich meine Stimme erhob und schrie, lie er 
sein Kleid neben mir liegen und floh zur Tr hinaus.
GEN 39:16 Und sie lie sein Kleid neben sich liegen, bis sein Herr nach 
Hause kam.
GEN 39:17 Dem erzhlte sie die gleiche Geschichte und sprach: Der 
hebrische Knecht, den du uns gebracht hast, ist zu mir hereingekommen, um 
Mutwillen mit mir zu treiben;
GEN 39:18 als ich aber meine Stimme erhob und schrie, lie er sein Kleid 
neben mir liegen und entfloh!
GEN 39:19 Als nun sein Herr die Rede seines Weibes hrte, da sie sprach: 
So und so hat mir dein Knecht getan! da entbrannte sein Zorn.
GEN 39:20 Und Josephs Herr nahm ihn und warf ihn ins Gefngnis, dorthin, 
wo die Gefangenen des Knigs lagen; so war er daselbst im Gefngnis.
GEN 39:21 Aber der HERR war mit Joseph und verschaffte ihm Gunst und 
schenkte ihm Gnade vor den Augen des Kerkermeisters.
GEN 39:22 Und der Kerkermeister gab alle Gefangenen, die im Kerker waren, 
in Josephs Hand, und alles, was es dort zu tun gab, das besorgte dieser.
GEN 39:23 Der Kerkermeister kmmerte sich nicht im geringsten um irgend 
etwas, das er in die Hand nahm; denn der HERR war mit ihm, und der HERR 
lie alles gelingen, was er unternahm.
GEN 40:1 Nach diesen Geschichten begab es sich, da der Mundschenk des 
Knigs von gypten und der oberste Bcker sich gegen ihren Herrn, den 
Knig von gypten, versndigten.
GEN 40:2 Da ward der Pharao zornig ber seine beiden Hflinge, den 
obersten Mundschenk und den obersten Bcker,
GEN 40:3 und lie sie in Gewahrsam legen im Hause des Obersten der 
Leibwache, in den Kerker, in welchem Joseph gefangen lag.
GEN 40:4 Und der Oberste der Leibwache bertrug Joseph die Sorge fr sie, 
und er diente ihnen, und sie waren lngere Zeit im Gefngnis.
GEN 40:5 Und es trumte ihnen beiden in einer Nacht, einem jeden ein Traum 
von besonderer Bedeutung, dem Mundschenken und dem Bcker des Knigs von 
gypten, die in dem Kerker gefangen lagen.
GEN 40:6 Als nun Joseph am Morgen zu ihnen kam, sah er sie an und siehe, 
sie waren verdrielich.
GEN 40:7 Da fragte er diese Hflinge des Pharao, die mit ihm im Gefngnis 
seines Herrn waren, und sprach: Warum macht ihr heute ein so finsteres 
Gesicht?
GEN 40:8 Sie antworteten ihm: Uns hat getrumt; und nun ist kein Ausleger 
da! Joseph sprach zu ihnen: Kommen nicht die Auslegungen von Gott? Erzhlt 
mir's doch!
GEN 40:9 Da erzhlte der oberste Mundschenk dem Joseph seinen Traum und 
sprach: In meinem Traum, siehe, da war ein Weinstock vor mir,
GEN 40:10 und an dem Weinstock waren drei Schosse; und er grnte und 
blhte und seine Trauben wurden reif.
GEN 40:11 Ich aber hatte den Becher des Pharao in der Hand.
GEN 40:12 Joseph sprach zu ihm: Dies ist die Bedeutung: Die drei Schosse 
sind drei Tage;
GEN 40:13 in drei Tagen wird der Pharao dein Haupt erheben und dich wieder 
in dein Amt einsetzen, da du dem Pharao den Becher reichest, wie du 
frher zu tun pflegtest, da du noch sein Mundschenk warst.
GEN 40:14 Solltest du dann etwa an mich denken, wenn es dir gut geht, so 
tue Barmherzigkeit an mir und empfiehl mich dem Pharao, da er mich aus 
diesem Hause entlasse;
GEN 40:15 denn ich bin aus dem Lande der Hebrer gestohlen worden und habe 
auch hier gar nichts getan, wofr man mich einzusperren brauchte.
GEN 40:16 Da nun der oberste Bcker sah, da Joseph eine gute Auslegung 
gegeben hatte, sprach er zu ihm: Siehe, in meinem Traum trug ich drei 
Krbe auf meinem Kopf,
GEN 40:17 und im obersten Korb war allerlei Backwerk fr den Pharao; und 
die Vgel fraen es mir aus dem Korb, der auf meinem Haupte war.
GEN 40:18 Da antwortete Joseph und sprach: Dies ist die Bedeutung: Die 
drei Krbe sind drei Tage;
GEN 40:19 in drei Tagen wird der Pharao dich hinrichten und ans Holz 
hngen lassen, da die Vgel dein Fleisch fressen werden.
GEN 40:20 Und es begab sich am dritten Tag, dem Geburtstag des Pharao, als 
er fr alle seine Knechte ein Mahl veranstaltete, da er das Haupt des 
obersten Mundschenken und des obersten Bckers unter allen seinen Knechten 
erhob;
GEN 40:21 und den obersten Mundschenken setzte er wieder ein in sein 
Schenkamt, da er dem Pharao den Becher in die Hand geben durfte;
GEN 40:22 aber den obersten Bcker lie er hngen; wie Joseph ihnen 
gedeutet hatte.
GEN 40:23 Aber der oberste Mundschenk dachte nicht an Joseph, sondern 
verga ihn.
GEN 41:1 Es begab sich aber nach zwei Jahren, da hatte der Pharao einen 
Traum, und siehe, er stand am Nil.
GEN 41:2 Und siehe, aus dem Nil stiegen sieben schne und wohlgenhrte 
Khe herauf, die im Nilgras weideten.
GEN 41:3 Nach diesen aber stiegen sieben andere Khe aus dem Nil herauf, 
von hlicher Gestalt und magerem Leib; die traten neben die Khe am Ufer 
des Nils.
GEN 41:4 Und die sieben hlichen, mageren Khe fraen die sieben schnen, 
wohlgenhrten Khe. Da erwachte der Pharao.
GEN 41:5 Er schlief aber wieder ein und trumte zum zweitenmal, und siehe, 
da wuchsen sieben hren auf einem einzigen Halm, die waren voll und gut;
GEN 41:6 nach denselben aber siehe, da sproten sieben dnne und vom 
Ostwind versengte hren.
GEN 41:7 Und die sieben dnnen hren verschlangen die sieben schweren und 
vollen hren. Da erwachte der Pharao und siehe, es war ein Traum!
GEN 41:8 Da sich aber sein Geist beunruhigte, lie er am Morgen alle 
gyptischen Wahrsager und Weisen rufen und erzhlte ihnen seinen Traum; 
aber da war keiner, der ihn dem Pharao auslegen konnte.
GEN 41:9 Da sprach der oberste Mundschenk zum Pharao: Ich gedenke heute 
meiner Snde!
GEN 41:10 Als der Pharao ber seine Knechte zornig war und mich im Hause 
des Obersten der Leibwache in Gewahrsam legte, mitsamt dem obersten Bcker,
GEN 41:11 da trumte uns in der gleichen Nacht, mir und ihm, einem jeden 
ein Traum von besonderer Bedeutung.
GEN 41:12 Und daselbst war ein hebrischer Jngling bei uns, ein Knecht 
des Obersten der Leibwache; dem erzhlten wir es, und er legte uns unsre 
Trume aus, einem jeden ganz genau.
GEN 41:13 Und so wie er es uns auslegte, so ist es gekommen; mich hat man 
wieder in mein Amt eingesetzt, und ihn hat man gehngt.
GEN 41:14 Da sandte der Pharao hin und lie Joseph rufen. Und sie 
entlieen ihn eilends aus dem Loch. Er aber lie sich scheren und 
wechselte seine Kleider und ging zum Pharao hinein.
GEN 41:15 Und der Pharao sprach zu Joseph: Ich habe einen Traum gehabt, 
aber es kann ihn niemand auslegen; nun vernahm ich von dir, wenn du einen 
Traum hrest, so legest du ihn auch aus.
GEN 41:16 Joseph antwortete dem Pharao und sprach: Nicht mir steht dies 
zu. Mge Gott antworten, was dem Pharao Heil bringt!
GEN 41:17 Da sprach der Pharao zu Joseph: Siehe, in meinem Traum stand ich 
am Ufer des Nils;
GEN 41:18 und siehe, da stiegen aus dem Nil sieben wohlgenhrte Khe von 
schner Gestalt herauf, die im Nilgras weideten.
GEN 41:19 Und siehe, nach ihnen stiegen sieben andere Khe herauf, geringe 
Ware, und von sehr hlicher Gestalt und magerem Leib, wie ich in ganz 
gyptenland keine so hlichen gesehen habe.
GEN 41:20 Und diese mageren, hlichen Khe fraen die sieben ersten 
wohlgenhrten Khe.
GEN 41:21 Als sie aber die verschlungen hatten, merkte man nichts davon; 
denn sie waren so hlich wie zuvor. Da erwachte ich.
GEN 41:22 Und ich sah weiter in meinem Traum, und siehe, sieben volle und 
gute hren wuchsen an einem einzigen Halme auf.
GEN 41:23 Und siehe, nach denselben sproten sieben drre, magere und vom 
Ostwind versengte hren hervor;
GEN 41:24 und die sieben mageren hren verschlangen die sieben guten. 
Solches habe ich den Schriftkundigen erzhlt, aber keiner kann es mir 
erklren.
GEN 41:25 Da sprach Joseph zum Pharao: Was dem Pharao getrumt hat, ist 
eins: Gott hat dem Pharao angezeigt, was er tun will.
GEN 41:26 Die sieben guten Khe sind sieben Jahre, und die sieben guten 
hren sind auch sieben Jahre; es ist einerlei Traum.
GEN 41:27 Die sieben mageren und hlichen Khe, die nach jenen 
heraufkamen, sind sieben Jahre; desgleichen die sieben leeren, vom Ostwind 
versengten hren; es werden sieben Hungerjahre sein.
GEN 41:28 Darum sagte ich zu dem Pharao, Gott habe dem Pharao gezeigt, was 
er tun will.
GEN 41:29 Siehe, es kommen sieben Jahre, da wird groer berflu in ganz 
gyptenland herrschen;
GEN 41:30 aber nach denselben werden sieben Hungerjahre eintreten, da man 
all diesen berflu im Lande gypten vergessen wird;
GEN 41:31 und die Hungersnot wird das Land aufzehren, da man nichts mehr 
merken wird von dem berflu, infolge der Hungersnot, die hernach kommt; 
denn sie wird sehr drckend sein.
GEN 41:32 Da es aber dem Pharao zum zweitenmal getrumt hat, das 
bedeutet, da das Wort gewi von Gott kommt, und da Gott es eilends 
ausfhren wird.
GEN 41:33 Und nun sehe der Pharao nach einem verstndigen und weisen Mann 
und setze ihn ber gyptenland;
GEN 41:34 der Pharao verschaffe und setze Aufseher ber das Land und lasse 
in den sieben Jahren des berflusses den fnften Teil [der Ernte] vom 
Lande gypten erheben.
GEN 41:35 Also soll man alle Nahrung dieser sieben knftigen guten Jahre 
sammeln und Getreide aufspeichern zur Verfgung des Pharaos, und solche 
Nahrung in den Stdten verwahren.
GEN 41:36 Und diese Nahrung soll dem Land als Vorrat dienen fr die sieben 
Hungerjahre, welche in gyptenland eintreten werden, da das Land durch 
die Hungersnot nicht entvlkert werde.
GEN 41:37 Diese Rede gefiel dem Pharao und allen seinen Knechten wohl.
GEN 41:38 Und der Pharao sprach zu seinen Knechten: Knnen wir einen Mann 
finden wie diesen, in welchem der Geist Gottes ist?
GEN 41:39 Der Pharao sprach zu Joseph: Nachdem Gott dir solches alles 
kundgetan hat, ist keiner so verstndig und weise wie du!
GEN 41:40 Du sollst ber mein Haus sein, und deinem Befehl soll mein 
ganzes Volk gehorchen; nur um den Thron will ich hher sein als du.
GEN 41:41 Weiter sprach der Pharao zu Joseph: Siehe, ich habe dich ber 
ganz gyptenland gesetzt!
GEN 41:42 Und der Pharao nahm den Siegelring von seiner Hand und steckte 
ihn an Josephs Hand und bekleidete ihn mit weier Leinwand und legte eine 
goldene Kette um seinen Hals
GEN 41:43 und lie ihn auf seinem zweiten Wagen fahren; und man rief vor 
ihm aus: Beugt eure Knie! Und also wurde er ber ganz gyptenland 
gesetzt.
GEN 41:44 Und der Pharao sprach zu Joseph: Ich bin der Pharao, und ohne 
dich soll niemand in ganz gyptenland die Hand oder den Fu erheben!
GEN 41:45 Und der Pharao nannte den Joseph Zaphenat-Paneach und gab ihm 
Asnath, die Tochter Potipheras, des Priesters zu On, zum Weibe.
GEN 41:46 Und Joseph zog aus durch ganz gyptenland. Er war aber dreiig 
Jahre alt, da er vor dem Pharao stand. Und er ging vom Pharao aus und 
bereiste ganz gyptenland.
GEN 41:47 Und das Land trug in den sieben Jahren des berflusses 
haufenweise.
GEN 41:48 Und er sammelte allen Ertrag der sieben Jahre, in denen in 
gyptenland berflu herrschte, und tat die Nahrungsmittel in die Stdte; 
nmlich den Ertrag der Felder rings um die Stdte brachte er in diese.
GEN 41:49 Und Joseph speicherte Getreide auf wie Sand am Meer, bis er es 
nicht mehr messen konnte; denn es war unermelich viel.
GEN 41:50 Ehe aber die teure Zeit kam, wurden Joseph zwei Shne geboren; 
die gebar ihm Asnath, die Tochter Potipheras, des Priesters zu On.
GEN 41:51 Und Joseph nannte den Erstgebornen Manasse; denn er sprach: Gott 
hat mich vergessen lassen alle meine Mhsal und das ganze Haus meines 
Vaters.
GEN 41:52 Den zweiten aber nannte er Ephraim; denn er sprach: Gott hat 
mich fruchtbar gemacht im Lande meines Elends.
GEN 41:53 Als nun die sieben Jahre des berflusses im Lande gypten 
verflossen waren,
GEN 41:54 da brachen die sieben Hungerjahre an, wie Joseph vorausgesagt 
hatte. Und es entstand eine Hungersnot in allen Lndern; aber in ganz 
gyptenland war Brot.
GEN 41:55 Und als gypten Hunger litt und das Volk zum Pharao um Brot 
schrie, da sprach der Pharao zu allen gyptern: Geht hin zu Joseph; was er 
euch sagen wird, das tut!
GEN 41:56 Und da die Hungersnot im ganzen Lande herrschte, tat Joseph alle 
[Kornspeicher] auf und verkaufte den gyptern Getreide; denn die 
Hungersnot nahm berhand in gyptenland.
GEN 41:57 Und alle Welt kam nach gypten, um bei Joseph Korn zu kaufen; 
denn es herrschte allenthalben groe Hungersnot.
GEN 42:1 Als aber Jakob sah, da Korn in gypten war, sprach er zu seinen 
Shnen: Was sehet ihr einander an?
GEN 42:2 Siehe, ich hre, es gebe in gypten Korn; reiset dort hinab und 
kauft uns daselbst Getreide, da wir leben und nicht sterben!
GEN 42:3 Also machten sich zehn Brder Josephs auf den Weg, um in gypten 
Getreide zu kaufen.
GEN 42:4 Benjamin aber, Josephs Bruder, sandte Jakob nicht mit den 
Brdern; denn er sprach: Es knnte ihm ein Unfall begegnen!
GEN 42:5 So kamen nun die Shne Israels, Getreide zu kaufen, mit andern, 
die auch gingen, weil im Lande Kanaan Hungersnot war.
GEN 42:6 Joseph aber war Regent ber das Land; er verkaufte allem Volk des 
Landes Korn. Darum kamen Josephs Brder und fielen vor ihm nieder, das 
Angesicht zur Erde gewandt.
GEN 42:7 Da nun Joseph seine Brder sah, erkannte er sie, verstellte sich 
aber und redete hart mit ihnen und fragte sie: Wo kommt ihr her? Sie 
antworteten: Aus dem Lande Kanaan, um Speise zu kaufen!
GEN 42:8 Aber wiewohl Joseph seine Brder kannte, kannten sie ihn doch 
nicht.
GEN 42:9 Und Joseph gedachte der Trume, die er von ihnen getrumt hatte, 
und sprach zu ihnen: Kundschafter seid ihr; zu sehen, wo das Land offen 
ist, darum seid ihr gekommen!
GEN 42:10 Sie antworteten ihm: Nein, mein Herr; deine Knechte sind 
gekommen, um Speise zu kaufen!
GEN 42:11 Wir sind alle eines Mannes Shne; wir sind redlich; deine 
Knechte sind niemals Kundschafter gewesen.
GEN 42:12 Er aber sprach zu ihnen: Doch, ihr seid gekommen zu sehen, wo 
das Land offen ist!
GEN 42:13 Sie antworteten: Wir, deine Knechte, sind zwlf Brder, eines 
einzigen Mannes Shne im Lande Kanaan, und siehe, der jngste ist 
gegenwrtig bei unserm Vater, und einer ist nicht mehr vorhanden.
GEN 42:14 Aber Joseph sprach zu ihnen: Es ist so, wie ich euch gesagt 
habe: Ihr seid Kundschafter!
GEN 42:15 Daran will ich euch prfen; so wahr der Pharao lebt, sollt ihr 
von hier nicht fortgehen, es komme denn euer jngster Bruder her!
GEN 42:16 Schickt einen von euch hin, da er euren Bruder hole, ihr aber 
sollt in Haft behalten werden; so wird es sich herausstellen, ob ihr mit 
der Wahrheit umgeht; wo aber nicht, dann seid ihr Kundschafter, so wahr 
der Pharao lebt!
GEN 42:17 Und er tat sie alle zusammen in Verwahrung, drei Tage lang.
GEN 42:18 Am dritten Tag aber sprach Joseph zu ihnen: Um euer Leben zu 
fristen, macht es so; denn ich frchte Gott:
GEN 42:19 Wenn ihr aufrichtig seid, so lasset einen von euch Brdern hier 
gebunden im Gefngnis zurck; ihr andern aber geht hin und bringet heim, 
was eure Familien zur Stillung des Hungers bedrfen.
GEN 42:20 Euren jngsten Bruder aber bringet zu mir, so wird man euren 
Worten glauben und ihr sollt nicht sterben. Und sie taten also.
GEN 42:21 Sie sagten aber zueinander: Wahrlich, das haben wir an unserm 
Bruder verschuldet, dessen Seelenangst wir sahen, als er uns um Erbarmen 
anflehte; wir aber hrten nicht auf ihn. Darum ist diese Not ber uns 
gekommen!
GEN 42:22 Ruben antwortete und sprach zu ihnen: Habe ich es euch nicht 
gesagt, ihr solltet euch an dem Knaben nicht versndigen? Aber ihr wolltet 
ja nicht hren! Darum seht, nun wird sein Blut gefordert!
GEN 42:23 Sie wuten aber nicht, da Joseph sie verstand; denn er 
verkehrte mit ihnen durch einen Dolmetscher.
GEN 42:24 Und er wandte sich von ihnen und weinte, kehrte aber wieder zu 
ihnen zurck und redete mit ihnen. Darauf nahm er Simeon von ihnen weg und 
band ihn vor ihren Augen.
GEN 42:25 Und Joseph gab Befehl, da man ihre Scke mit Getreide flle und 
einem jeden sein Geld wieder in seinen Sack lege und ihnen auch Zehrung 
mit auf die Reise gebe.
GEN 42:26 Und man tat ihnen also. Da luden sie ihr Getreide auf ihre Esel 
und gingen davon.
GEN 42:27 Als aber einer seinen Sack ffnete, um in der Herberge seinem 
Esel Futter zu geben, da sah er sein Geld, und siehe, es lag oben im Sack!
GEN 42:28 Und er sprach zu seinen Brdern: Mein Geld ist mir zurckgegeben 
worden; seht, es ist in meinem Sack! Da verging ihnen aller Mut; und sie 
sprachen zitternd einer zum andern: Ach, warum hat uns Gott das getan?
GEN 42:29 Als sie aber zu ihrem Vater Jakob ins Land Kanaan kamen, 
erzhlten sie ihm alles, was ihnen begegnet war und sprachen:
GEN 42:30 Der Mann, der des Landes Herr ist, redete hart mit uns und 
behandelte uns als Kundschafter des Landes.
GEN 42:31 Wir aber sagten: Wir sind aufrichtig und sind keine Kundschafter;
GEN 42:32 wir sind unser zwlf Brder, Shne unsres Vaters; einer ist 
nicht mehr da, der jngste aber ist gegenwrtig bei unserm Vater im Lande 
Kanaan.
GEN 42:33 Da sprach der Mann, des Landes Herr, zu uns: Daran will ich 
erkennen, ob ihr aufrichtig seid: Lat einen eurer Brder bei mir zurck 
und geht und nehmt die Notdurft fr eure Haushaltungen mit;
GEN 42:34 und bringet euren jngeren Bruder zu mir, damit ich erkenne, da 
ihr keine Kundschafter, sondern aufrichtig seid. Dann will ich euch euren 
Bruder herausgeben und ihr knnt ungehindert im Lande verkehren.
GEN 42:35 Als sie aber ihre Scke ausleerten, siehe, da hatte jeder sein 
Bndlein Geld in seinem Sack! Als sie und ihr Vater ihre Bndlein Geld 
sahen, erschraken sie.
GEN 42:36 Und ihr Vater Jakob sprach zu ihnen: Ihr habt mich meiner Kinder 
beraubt! Joseph ist nicht mehr, Simeon ist nicht mehr, und Benjamin wollt 
ihr nehmen; es geht alles ber mich!
GEN 42:37 Da sprach Ruben zu seinem Vater: Du kannst meine beiden Shne 
tten, wenn ich ihn dir nicht wiederbringe; bergib ihn nur meiner Hand, 
ich will ihn dir wiederbringen!
GEN 42:38 Er aber sprach: Mein Sohn soll nicht mit euch hinabziehen; denn 
sein Bruder ist tot, und er ist allein briggeblieben. Sollte ihm ein 
Unfall begegnen auf dem Wege, den ihr geht, so wrdet ihr meine grauen 
Haare vor Kummer ins Totenreich hinunterbringen!
GEN 43:1 Aber die Hungersnot drckte das Land.
GEN 43:2 Und als sie alles Korn aufgezehrt hatten, das sie aus gypten 
hergebracht, sprach ihr Vater zu ihnen: Geht und kauft uns wieder ein 
wenig Getreide zur Speise!
GEN 43:3 Aber Juda antwortete und sprach zu ihm: Der Mann hat uns 
ernstlich bezeugt und gesagt: Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen, es sei 
denn euer Bruder mit euch!
GEN 43:4 Sendest du nun unsern Bruder mit uns, so wollen wir hinabziehen 
und dir Getreide zur Speise kaufen.
GEN 43:5 Lssest du ihn aber nicht gehen, so reisen wir nicht hinab; denn 
der Mann hat zu uns gesagt: Ihr sollt mein Angesicht nicht sehen, es sei 
denn euer Bruder mit euch!
GEN 43:6 Da sprach Israel: Warum habt ihr mir das zuleid getan, da ihr 
dem Mann verrietet, da ihr noch einen Bruder habt?
GEN 43:7 Sie sprachen: Der Mann forschte so genau nach uns und unsrer 
Verwandtschaft und sprach: Lebt euer Vater noch? Habt ihr noch einen 
Bruder? Da gaben wir ihm Auskunft, wie es sich verhielte. Konnten wir denn 
wissen, da er sagen wrde: Bringt euren Bruder herab?
GEN 43:8 Und Juda sprach zu seinem Vater Israel: Gib mir den Knaben mit, 
so wollen wir uns auf den Weg machen, da wir leben und nicht sterben, wir 
und du und unsre Kinder!
GEN 43:9 Ich will fr ihn brgen, von meiner Hand sollst du ihn fordern; 
wenn ich ihn dir nicht wiederbringe und ihn vor dein Angesicht stelle, so 
habe ich mein ganzes Leben verwirkt vor dir.
GEN 43:10 Wenn wir nicht gezgert htten, so wren wir jetzt schon zum 
zweitenmal zurck!
GEN 43:11 Da sprach ihr Vater Israel zu ihnen: Mu es denn doch sein, so 
macht es so: Nehmt in eure Scke von den berhmtesten Erzeugnissen des 
Landes und bringt sie dem Mann zum Geschenk: ein wenig Balsam, ein wenig 
Honig, Tragakanth und Ladanum, Pistazien und Mandeln.
GEN 43:12 Nehmt auch den doppelten Betrag Geld in eure Hnde und erstattet 
das zurckerhaltene Geld, das oben in euren Scken war, eigenhndig 
wieder; vielleicht ist da ein Irrtum geschehen.
GEN 43:13 Und nehmt euren Bruder mit, macht euch auf und kehrt zu dem 
Manne zurck.
GEN 43:14 Und der allmchtige Gott gebe euch Barmherzigkeit vor dem Manne, 
da er euch euren andern Bruder wieder mitgebe und Benjamin! Ich aber, 
wenn ich doch der Kinder beraubt sein soll, so sei ich ihrer beraubt!
GEN 43:15 Da nahmen die Mnner das Geschenk und doppelt soviel Geld in 
ihre Hand, und auch Benjamin, machten sich auf und reisten nach gypten 
und traten vor Joseph.
GEN 43:16 Als nun Joseph den Benjamin bei ihnen sah, sprach er zu seinem 
Hofmeister: Fhre die Mnner ins Haus hinein, schlachte und richte zu; 
denn sie sollen mit mir zu Mittag essen.
GEN 43:17 Der Mann tat, wie ihm Joseph gesagt hatte, und fhrte die Mnner 
in Josephs Haus.
GEN 43:18 Da frchteten sich die Mnner, weil sie in Josephs Haus gefhrt 
wurden und sprachen: Man fhrt uns hinein um des Geldes willen, welches 
das erstemal wieder in unsre Scke gekommen ist, da man ber uns herfalle 
und uns berwltige und uns zu Sklaven mache samt unsern Eseln!
GEN 43:19 Darum wandten sie sich an den Mann, der ber Josephs Haus war 
und redeten vor der Haustr mit ihm
GEN 43:20 und sprachen: Bitte, mein Herr, wir sind schon einmal hier 
gewesen, um Korn zu kaufen;
GEN 43:21 da ist es uns begegnet, als wir in die Herberge kamen und unsre 
Scke ffneten, da eines jeglichen Geld oben in seinem Sacke lag, unser 
Geld nach seinem vollen Gewicht.
GEN 43:22 Nun haben wir es wieder mit uns gebracht und anderes Geld dazu, 
um Getreide zu kaufen; wir wissen nicht, wer unser Geld in unsre Scke 
gelegt hat.
GEN 43:23 Er sprach zu ihnen: Friede sei mit euch! Frchtet euch nicht! 
Euer Gott und eures Vaters Gott hat euch einen Schatz in eure Scke 
gegeben! Euer Geld ist mir zugekommen. Und er fhrte Simeon zu ihnen 
hinaus.
GEN 43:24 Und der Mann fhrte die Mnner in Josephs Haus und gab ihnen 
Wasser, da sie ihre Fe wuschen, und gab ihren Eseln Futter.
GEN 43:25 Sie aber richteten das Geschenk zu, bis Joseph kam zur 
Mittagszeit; denn sie hatten gehrt, da sie dort essen sollten.
GEN 43:26 Als nun Joseph nach Hause kam, brachten sie ihm das Geschenk, 
das in ihren Hnden war, ins Haus und fielen vor ihm zur Erde nieder.
GEN 43:27 Und er fragte sie, wie es ihnen gehe und sprach: Geht es auch 
eurem alten Vater wohl, von dem ihr mir sagtet? Lebt er noch?
GEN 43:28 Sie antworteten: Es geht deinem Knechte, unsrem Vater, wohl; er 
lebt noch! Und sie verbeugten sich und fielen vor ihm nieder.
GEN 43:29 Als er aber seine Augen erhob und seinen Bruder Benjamin sah, 
seiner Mutter Sohn, fragte er: Ist das euer jngerer Bruder, von dem ihr 
mir gesprochen habt? Und er sprach: Gott sei dir gndig, mein Sohn!
GEN 43:30 Darnach aber zog sich Joseph zurck; denn sein Herz entbrannte 
gegen seinen Bruder; und er suchte einen Ort auf, wo er weinen konnte, und 
ging in sein Gemach und weinte daselbst.
GEN 43:31 Dann aber wusch er sein Angesicht, ging hinaus, nahm sich 
zusammen und sprach: Tragt das Essen auf!
GEN 43:32 Und man trug ihm und ihnen besonders auf, desgleichen den 
gyptern, die mit ihm aen, auch besonders; denn die gypter drfen nicht 
mit den Hebrern zusammen essen, es ist ihnen ein Greuel.
GEN 43:33 Sie muten aber vor ihm sitzen, der Erstgeborene zu oberst und 
der jngste zu unterst, so da die Mnner einander verwundert anschauten.
GEN 43:34 Und man trug ihnen von dem auf, was vor seinem Angesichte 
gestanden hatte; dem Benjamin aber ward fnfmal mehr aufgetragen als ihnen 
allen. Und sie tranken und wurden frhlich mit ihm.
GEN 44:1 Und Joseph befahl seinem Hofmeister und sprach: Flle den Mnnern 
die Scke mit Speise, soviel sie tragen mgen, und lege eines jeden Geld 
oben in seinen Sack;
GEN 44:2 meinen Becher aber, den silbernen Becher, lege oben in den Sack 
des Jngsten samt dem Geld fr das Korn! Er tat, wie Joseph ihm gesagt 
hatte.
GEN 44:3 Und als der Morgen anbrach, lie man die Mnner samt ihren Eseln 
ziehen.
GEN 44:4 Als sie aber zur Stadt hinaus und noch nicht weit gekommen waren, 
sprach Joseph zu seinem Hofmeister: Mache dich auf, jage den Mnnern nach, 
und wenn du sie eingeholt hast, sprich zu ihnen: Warum habt ihr Gutes mit 
Bsem vergolten?
GEN 44:5 Ist's nicht das, woraus mein Herr trinkt und wodurch er zu 
weissagen pflegt? Da habt ihr bel getan!
GEN 44:6 Als er sie nun eingeholt hatte, redete er mit ihnen also.
GEN 44:7 Sie aber sprachen: Warum redet mein Herr also mit uns? Das sei 
ferne von deinen Knechten, so etwas zu tun!
GEN 44:8 Siehe, wir haben dir das Geld, das wir oben in unsren Scken 
fanden, aus dem Lande Kanaan wieder zurckgebracht; wie sollten wir denn 
aus dem Hause deines Herrn Silber oder Gold gestohlen haben?
GEN 44:9 Bei welchem von deinen Knechten aber etwas gefunden wird, der 
soll sterben, und wir andern wollen deines Herrn Knechte sein!
GEN 44:10 Er aber sprach: Sollte es jetzt gar noch nach euren Worten 
gehen? Nein, sondern bei wem er gefunden wird, der sei mein Knecht; ihr 
andern aber sollt ungestraft bleiben!
GEN 44:11 Da lieen sie eilends ein jeder seinen Sack zur Erde gleiten und 
ffneten ein jeder seinen Sack.
GEN 44:12 Er aber fing an zu suchen beim ltesten und kam bis zum 
Jngsten. Da fand sich der Becher in Benjamins Sack!
GEN 44:13 Da zerrissen sie ihre Kleider und legten ein jeder seine Last 
auf seinen Esel und kehrten wieder in die Stadt zurck.
GEN 44:14 Und Juda ging mit seinen Brdern in Josephs Haus (denn er war 
noch daselbst) und sie fielen vor ihm auf die Erde nieder.
GEN 44:15 Joseph aber sprach zu ihnen: Was ist das fr eine Tat, die ihr 
begangen habt? Wutet ihr nicht, da ein solcher Mann, wie ich bin, 
erraten kann?
GEN 44:16 Juda antwortete: Was sollen wir meinem Herrn sagen? Was sollen 
wir reden, und wie sollen wir uns rechtfertigen? Gott hat die Missetat 
deiner Knechte gefunden! Siehe, wir sind unsres Herrn Knechte, wir und 
der, in dessen Hand der Becher gefunden worden ist!
GEN 44:17 Er aber sprach: Das sei ferne von mir, solches zu tun! Der Mann, 
in dessen Hand der Becher gefunden worden ist, soll mein Knecht sein; ihr 
aber zieht in Frieden zu eurem Vater hinauf!
GEN 44:18 Da trat Juda nher zu ihm hinzu und sprach: Bitte, mein Herr, 
la deinen Knecht ein Wort reden vor den Ohren meines Herrn, und dein Zorn 
entbrenne nicht ber deine Knechte; denn du bist wie der Pharao!
GEN 44:19 Mein Herr fragte seine Knechte und sprach: Habt ihr noch einen 
Vater oder Bruder?
GEN 44:20 Da antworteten wir meinem Herrn: Wir haben einen alten Vater und 
einen jungen Knaben, der ihm in seinem Alter geboren ist, und dessen 
Bruder ist tot, und er ist allein briggeblieben von seiner Mutter, und 
sein Vater hat ihn lieb.
GEN 44:21 Da sprachst du zu deinen Knechten: Bringt ihn zu mir herab, 
damit ich ihn sehen kann!
GEN 44:22 Da sprachen wir zu meinem Herrn: Der Knabe kann seinen Vater 
nicht verlassen; wenn er seinen Vater verliee, so wrde dieser sterben.
GEN 44:23 Du aber sprachst zu deinen Knechten: Wenn euer jngster Bruder 
nicht mit euch herabkommt, so sollt ihr mein Angesicht nicht mehr sehen!
GEN 44:24 Als wir nun zu deinem Knechte, unsrem Vater, kamen, verkndigten 
wir ihm die Worte unsres Herrn;
GEN 44:25 und als unser Vater sprach: Geht hin und kaufet uns wieder etwas 
zu essen,
GEN 44:26 da antworteten wir: Wir knnen nicht hinabziehen! Wenn unser 
jngster Bruder bei uns ist, dann knnen wir gehen; denn wir drfen das 
Angesicht des Mannes nicht sehen, wenn unser jngster Bruder nicht bei uns 
ist!
GEN 44:27 Da sprach dein Knecht, unser Vater zu uns: Ihr wisset, da mir 
mein Weib zwei Shne geboren hat;
GEN 44:28 einer ist von mir weggegangen, und ich habe ihn bis heute nicht 
mehr gesehen, so da ich denken mu, ein wildes Tier habe ihn zerrissen.
GEN 44:29 Nehmt ihr nun diesen auch von mir und es begegnet ihm ein 
Unfall, so werdet ihr meine grauen Haare durch ein solches Unglck ins 
Totenreich hinunterbringen!
GEN 44:30 Kme ich nun zu deinem Knechte, meinem Vater, und der Knabe wre 
nicht bei mir, an dessen Seele doch seine Seele gebunden ist,
GEN 44:31 so wrde es geschehen, wenn er she, da der Knabe nicht da ist, 
da er strbe; und so wrden wir, deine Knechte, die grauen Haare deines 
Knechtes, unsres Vaters, durch den Kummer ins Totenreich hinunterbringen.
GEN 44:32 Denn dein Knecht hat sich bei meinem Vater fr den Knaben 
verbrgt und versprochen: Wenn ich ihn dir nicht wiederbringe, so habe ich 
meinem Vater gegenber mein ganzes Leben verwirkt.
GEN 44:33 Darum will nun dein Knecht als Sklave meines Herrn hier bleiben 
anstatt des Knaben; der Knabe aber soll mit seinen Brdern hinaufziehen.
GEN 44:34 Denn wie knnte ich zu meinem Vater hinaufziehen, ohne da der 
Knabe bei mir wre? Ich mchte das Leid nicht sehen, das meinen Vater 
trfe!
GEN 45:1 Da konnte sich Joseph vor allen, die um ihn herstanden, nicht 
lnger enthalten, sondern rief: Tut jedermann von mir hinaus! Und es stand 
kein Mensch bei ihm, als Joseph sich seinen Brdern zu erkennen gab.
GEN 45:2 Und er weinte laut, so da die gypter und das Haus des Pharao es 
hrten.
GEN 45:3 Und Joseph sprach zu seinen Brdern: Ich bin Joseph! Lebt mein 
Vater noch? Aber seine Brder konnten ihm nicht antworten, so bestrzt 
waren sie vor ihm.
GEN 45:4 Da sprach Joseph zu seinen Brdern: Tretet doch her zu mir! Als 
sie nun nher kamen, sprach er zu ihnen: Ich bin Joseph, euer Bruder, den 
ihr nach gypten verkauft habt!
GEN 45:5 Und nun bekmmert euch nicht und rgert euch nicht darber, da 
ihr mich hierher verkauft habt; denn zur Lebensrettung hat mich Gott vor 
euch her gesandt!
GEN 45:6 Denn dies ist das zweite Jahr, da die Hungersnot im Lande 
herrscht, und es werden noch fnf Jahre ohne Pflgen und Ernten sein.
GEN 45:7 Aber Gott hat mich vor euch hergesandt, damit ihr auf Erden 
berbleibt, und um euch am Leben zu erhalten zu einer groen Errettung.
GEN 45:8 Und nun, nicht ihr habt mich hierher gesandt, sondern Gott: er 
hat mich dem Pharao zum Vater gesetzt und zum Herrn ber sein ganzes Haus 
und zum Herrscher ber ganz gyptenland.
GEN 45:9 Zieht eilends zu meinem Vater hinauf und sagt ihm: So spricht 
dein Sohn Joseph: Gott hat mich zum Herrn ber ganz gypten gesetzt; komm 
zu mir herab, sume nicht!
GEN 45:10 Du sollst im Lande Gosen wohnen und nahe bei mir sein, du und 
deine Kinder und deine Kindeskinder, dein kleines und groes Vieh und 
alles, was dein ist.
GEN 45:11 Ich will dich daselbst mit Nahrung versorgen (denn es sind noch 
fnf Jahre Hungersnot), damit du nicht verarmest, du und dein Haus und 
alles, was dein ist.
GEN 45:12 Und siehe, eure Augen sehen es und die Augen meines Bruders 
Benjamin, da ich mndlich mit euch rede.
GEN 45:13 Darum verkndiget meinem Vater alle meine Herrlichkeit in 
gypten und alles, was ihr gesehen habt, und bringet meinen Vater eilends 
herab hierher!
GEN 45:14 Und er fiel seinem Bruder Benjamin um den Hals und weinte, und 
Benjamin weinte auch an seinem Halse.
GEN 45:15 Und er kte alle seine Brder und weinte ber ihnen, und 
darnach redeten seine Brder mit ihm.
GEN 45:16 Und als man im Hause des Pharao die Nachricht vernahm: Josephs 
Brder sind gekommen! gefiel solches dem Pharao und seinen Knechten wohl.
GEN 45:17 Und der Pharao sprach zu Joseph: Sage deinen Brdern: Tut das: 
Beladet eure Tiere und macht euch auf den Weg;
GEN 45:18 und wenn ihr ins Land Kanaan kommt, so nehmt euren Vater und 
eure Familien und kommt zu mir, so will ich euch das Beste des Landes 
gypten geben, und ihr sollt das Fett des Landes essen!
GEN 45:19 Und du, ordne solches an: Tut also: Nehmt euch Wagen mit aus 
gyptenland fr eure Kinder und Weiber und fhret euren Vater und kommt;
GEN 45:20 und euer Hausrat darf euch nicht reuen; denn das Beste des 
ganzen Landes gypten soll euer sein!
GEN 45:21 Die Shne Israels taten also; und Joseph gab ihnen Wagen nach 
dem Befehl des Pharao, auch gab er ihnen Zehrung auf den Weg,
GEN 45:22 und schenkte ihnen allen, einem jeden, ein Feierkleid; Benjamin 
aber schenkte er dreihundert Silberlinge.
GEN 45:23 Und seinem Vater sandte er folgendes: zehn Esel, beladen mit 
gyptischen Gtern, und zehn Eselinnen, welche Korn, Brot und Speise 
trugen fr seinen Vater auf den Weg.
GEN 45:24 Damit entlie er seine Brder, und sie gingen, und er sprach zu 
ihnen: Zankt euch nicht auf dem Wege!
GEN 45:25 Also reisten sie von gypten hinauf und kamen ins Land Kanaan zu 
ihrem Vater Jakob;
GEN 45:26 und sie verkndigten ihm und sprachen: Joseph lebt noch und ist 
Herrscher ber ganz gyptenland! Aber sein Herz blieb kalt; denn er 
glaubte ihnen nicht.
GEN 45:27 Da sagten sie ihm alle Worte Josephs, die er zu ihnen geredet 
hatte; und als er die Wagen sah, die Joseph gesandt hatte, ihn zu fhren, 
ward der Geist ihres Vaters Jakob lebendig;
GEN 45:28 und Israel sprach: Ich habe genug, da mein Sohn Joseph noch 
lebt! Ich will hingehen und ihn sehen, ehe denn ich sterbe!
GEN 46:1 Und Israel brach auf mit allem, was er hatte; und als er nach 
Beerseba kam, opferte er daselbst dem Gott seines Vaters Isaak.
GEN 46:2 Und Gott sprach zu Israel im Nachtgesicht: Jakob, Jakob! Er 
sprach: Hier bin ich!
GEN 46:3 Da sprach er: Ich bin der starke Gott, der Gott deines Vaters; 
frchte dich nicht, nach gypten hinabzuziehen; denn daselbst will ich 
dich zu einem groen Volke machen!
GEN 46:4 Ich will mit dir hinab nach gypten ziehen, und ich fhre dich 
gewi auch wieder hinauf; und Joseph soll dir die Augen zudrcken!
GEN 46:5 Da machte sich Jakob von Beerseba auf, und die Kinder Israels 
fhrten ihren Vater Jakob samt ihren Kindern und Weibern auf den Wagen, 
welche der Pharao gesandt hatte, um ihn hinzufhren.
GEN 46:6 Sie nahmen auch ihr Vieh und ihre Habe, die sie im Lande Kanaan 
erworben hatten, und kamen nach gypten, Jakob und all sein Same mit ihm:
GEN 46:7 seine Shne und Enkel, seine Tchter und Enkelinnen, kurz allen 
seinen Samen brachte er mit sich nach gypten.
GEN 46:8 Dieses aber sind die Namen der Kinder Israels, die nach gypten 
kamen: Jakob und seine Shne. Der erstgeborne Sohn Jakobs: Ruben.
GEN 46:9 Die Kinder Rubens: Hanoch, Pallu, Hezron und Karmi.
GEN 46:10 Die Kinder Simeons: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachin, Zohar und Saul, 
der Sohn von dem kanaanischen Weibe.
GEN 46:11 Die Kinder Levis: Gerson, Kahath und Merari.
GEN 46:12 Die Kinder Judas: Er, Onan, Perez und Serah. Aber Er und Onan 
starben im Lande Kanaan. Die Kinder des Perez aber waren Hezron und Hamul.
GEN 46:13 Die Kinder Issaschars: Thola, Puva, Job und Simron.
GEN 46:14 Die Kinder Sebulons: Sered, Elon und Jahleel.
GEN 46:15 Das sind die Kinder von Lea, die sie dem Jakob in Mesopotamien 
gebar, samt seiner Tochter Dina. Diese machen zusammen, mit Shnen und 
Tchtern, dreiunddreiig Seelen aus.
GEN 46:16 Die Kinder Gads: Ziphion, Haggi, Suni, Ezbon, Eri, Arodi und 
Areli.
GEN 46:17 Die Kinder Assers: Jimna, Jiswa, Jiswi, Beria und Serah, ihre 
Schwester. Und die Kinder Berias: Heber und Malkiel.
GEN 46:18 Das sind die Kinder von Silpa, welche Laban seiner Tochter Lea 
gab; sie gebar dem Jakob diese sechzehn Seelen.
GEN 46:19 Die Kinder Rahels, des Weibes Jakobs: Joseph und Benjamin.
GEN 46:20 Und dem Joseph wurden in gypten Manasse und Ephraim geboren, 
die ihm Asnath, die Tochter Potipheras, des Priesters zu On, gebar.
GEN 46:21 Die Kinder Benjamins: Bela, Becher, Asbel, Gera, Naaman, Ehi, 
Rosch, Mupim, Hupim und Ard.
GEN 46:22 Das sind die Kinder von Rahel, die dem Jakob geboren wurden, 
alle zusammen vierzehn Seelen.
GEN 46:23 Die Kinder Dans: Husim.
GEN 46:24 Die Kinder Naphtalis: Jahzeel, Guni, Jezer und Sillem.
GEN 46:25 Das sind die Kinder von Bilha, die Laban seiner Tochter Rahel 
gab; sie gebar dem Jakob in allem sieben Seelen.
GEN 46:26 Alle Seelen, die mit Jakob nach gypten kamen, welche von seinen 
Lenden ausgegangen waren, ausgenommen die Weiber der Shne Jakobs, sind 
zusammen sechsundsechzig Seelen.
GEN 46:27 Und die Kinder Josephs, die ihm in gypten geboren sind, waren 
zwei Seelen, also da alle Seelen des Hauses Jakobs, die nach gypten 
kamen, siebzig waren.
GEN 46:28 Er hatte aber den Juda vor sich her zu Joseph gesandt, da er 
ihn zur Begegnung nach Gosen weise.
GEN 46:29 Als sie nun ins Land Gosen kamen, spannte Joseph seinen Wagen an 
und fuhr seinem Vater nach Gosen entgegen. Und als er ihn sah, fiel er ihm 
um den Hals und weinte lange an seinem Halse.
GEN 46:30 Und Israel sprach zu Joseph: Nun will ich gerne sterben, nachdem 
ich dein Angesicht geschaut [habe und sehe], da du noch lebst!
GEN 46:31 Joseph aber sprach zu seinen Brdern und zu seines Vaters Hause: 
Ich will hinaufgehen und es dem Pharao anzeigen und ihm sagen: Meine 
Brder und meines Vaters Haus, die in Kanaan waren, sind zu mir gekommen;
GEN 46:32 und die Mnner sind Schafhirten, sie sind Viehzchter und haben 
ihre Schafe und Rinder und alles, was ihnen gehrt, mitgebracht.
GEN 46:33 Wenn euch dann der Pharao rufen lt und euch fragt: Was treibt 
ihr?
GEN 46:34 So sollt ihr sagen: Deine Knechte sind Viehzchter gewesen von 
ihrer Jugend auf bisher, wir und unsre Vter! Dann werdet ihr im Lande 
Gosen wohnen drfen, weil alle Hirten den gyptern ein Greuel sind.
GEN 47:1 Und Joseph kam und zeigte es dem Pharao an und sprach: Mein Vater 
und meine Brder sind aus dem Lande Kanaan gekommen samt ihren Schafen und 
Rindern, und siehe, sie sind im Lande Gosen!
GEN 47:2 Er hatte aber aus der Zahl seiner Brder fnf mitgenommen und 
stellte sie dem Pharao vor.
GEN 47:3 Und der Pharao fragte seine Brder: Was treibt ihr? Sie 
antworteten ihm: Deine Knechte sind Schafhirten, wir und unsre Vter.
GEN 47:4 Und sie sprachen zum Pharao: Wir sind gekommen, um uns im Lande 
aufzuhalten; denn deine Knechte haben keine Weide fr ihr Vieh, so hart 
beschwert die Hungersnot das Land Kanaan; und nun mchten deine Knechte 
gerne im Lande Gosen wohnen.
GEN 47:5 Da sprach der Pharao zu Joseph: Dein Vater und deine Brder sind 
zu dir gekommen;
GEN 47:6 das Land gypten steht dir offen; la deinen Vater und deine 
Brder am besten Ort des Landes wohnen, im Lande Gosen sollen sie wohnen; 
und wenn du weit, da unter ihnen tchtige Leute sind, so setze sie zu 
Aufsehern ber mein Vieh!
GEN 47:7 Joseph brachte auch seinen Vater Jakob hinein und stellte ihn dem 
Pharao vor; und Jakob segnete den Pharao.
GEN 47:8 Und der Pharao fragte Jakob: Wie alt bist du?
GEN 47:9 Jakob sprach zum Pharao: Die ganze Zeit meiner Pilgrimschaft 
betrgt hundertunddreiig Jahre; wenig und bse sind meine Lebensjahre 
gewesen und erreichen nicht die Zahl der Lebensjahre meiner Vter in den 
Tagen ihrer Pilgrimschaft.
GEN 47:10 Und Jakob segnete den Pharao und ging hinaus von Pharaos 
Angesicht.
GEN 47:11 Und Joseph wies seinem Vater und seinen Brdern Wohnsitz an und 
gab ihnen ein Besitztum im Lande gypten, am besten Orte des Landes, in 
der Landschaft Ramses, wie der Pharao befohlen hatte.
GEN 47:12 Und Joseph versorgte seinen Vater und seine Brder und das ganze 
Haus seines Vaters mit Brot nach der Zahl der Kinder.
GEN 47:13 Es war aber im ganzen Lande kein Brot; denn die Hungersnot war 
sehr schwer und gyptenland war erschpft, ebenso das Land Kanaan, wegen 
der Hungersnot.
GEN 47:14 Und Joseph brachte alles Geld zusammen, das in gypten und im 
Lande Kanaan gefunden ward, um Korn zu kaufen; und Joseph brachte das Geld 
in das Haus des Pharao.
GEN 47:15 Da nun das Geld ausgegangen war in gyptenland und in Kanaan, 
kamen alle gypter zu Joseph und sprachen: Gib uns Brot! Warum sollen wir 
vor dir sterben, weil wir kein Brot haben?
GEN 47:16 Joseph sprach: Bringet euer Vieh her, so will ich euch geben als 
Entgelt fr euer Vieh, wenn ihr ohne Geld seid!
GEN 47:17 Da brachten sie ihr Vieh zu Joseph; und er gab ihnen Brot um 
Pferde, Schafe, Rinder und Esel, und versorgte sie also in jenem Jahre mit 
Brot um den Preis ihres Viehs.
GEN 47:18 Als nun jenes Jahr verflossen war, kamen sie zu ihm im andern 
Jahr und sprachen: Wir wollen unserm Herrn nicht verhehlen, da, weil das 
Geld ausgegangen ist und das Vieh unserm Herrn gehrt, nunmehr nichts mehr 
brigbleibt vor unserm Herrn als unser Leib und unser Feld!
GEN 47:19 Warum sollen wir umkommen vor deinen Augen, wir und unser Feld? 
Kaufe uns samt unserm Feld um Brot, da wir und unser Feld dem Pharao 
dienstbar seien! Gib uns Samen, da wir leben und nicht sterben, und da 
das Land nicht zur Wste werde!
GEN 47:20 Also kaufte Joseph alles Ackerland der gypter fr den Pharao 
auf, denn die gypter verkauften ein jeder sein Feld; denn die Hungersnot 
zwang sie dazu; und so ward das Land des Pharao Eigentum.
GEN 47:21 Das Volk aber machte er zu leibeigenen Knechten, von einem Ende 
gyptens bis zum andern.
GEN 47:22 Nur die cker der Priester kaufte er nicht; denn die Priester 
bekamen ihr Bestimmtes vom Pharao und nhrten sich von ihrem festen 
Einkommen, das ihnen der Pharao gab; darum brauchten sie ihre cker nicht 
zu verkaufen.
GEN 47:23 Und Joseph sprach zum Volk: Ich habe euch heute samt eurem Land 
fr den Pharao gekauft; hier ist Samen fr euch, beset das Land.
GEN 47:24 Aber vom Ertrag habt ihr dem Pharao den Fnften zu geben, und 
vier Teile sollen euer sein zum Besen der Felder und zum Unterhalt fr 
euch selbst und euer Gesinde und zur Nahrung fr eure Kinder.
GEN 47:25 Da sprachen sie: Du hast uns das Leben erhalten! Finden wir 
Gnade in deinen Augen, so wollen wir des Pharao Knechte sein!
GEN 47:26 Da machte Joseph solches zum Gesetz bis auf den heutigen Tag, 
da vom Ertrag des Ackerlandes der gypter dem Pharao der Fnfte zu geben 
sei; nur die cker der Priester wurden nicht des Pharao Eigentum.
GEN 47:27 Und Israel wohnte in gypten, im Lande Gosen, und sie nahmen es 
in Besitz, waren fruchtbar und mehrten sich sehr.
GEN 47:28 Und Jakob lebte noch siebzehn Jahre in gyptenland, also da 
seine ganze Lebenszeit hundertundsiebenundvierzig Jahre betrug.
GEN 47:29 Als nun die Zeit kam, da Israel sterben sollte, rief er seinen 
Sohn Joseph und sprach zu ihm: Habe ich Gnade vor deinen Augen gefunden, 
so lege doch deine Hand unter meine Hfte und erweise mir Liebe und Treue: 
Begrabe mich doch ja nicht in gypten!
GEN 47:30 Sondern ich will bei meinen Vtern liegen; darum sollst du mich 
aus gypten fhren und mich in ihrem Grabe begraben. Er sprach: Ich will 
tun, wie du gesagt hast!
GEN 47:31 Er aber sprach: So schwre mir! Da schwur er ihm. Und Israel 
verbeugte sich vor dem Haupt des Stammes.
GEN 48:1 Darnach ward dem Joseph gesagt: Siehe, dein Vater ist krank! Und 
er nahm mit sich seine zwei Shne, Manasse und Ephraim.
GEN 48:2 Da ward dem Jakob angezeigt und gesagt: Siehe, dein Sohn Joseph 
kommt zu dir! Und Israel machte sich stark und setzte sich auf im Bett.
GEN 48:3 Und Jakob sprach zu Joseph: Der allmchtige Gott erschien mir zu 
Lus im Lande Kanaan und segnete mich
GEN 48:4 und sprach zu mir: Siehe, ich will dich fruchtbar machen und dich 
mehren und dich zu einer Vlkergemeinde machen, und ich will deinem Samen 
nach dir dieses Land zur Besitzung geben ewiglich.
GEN 48:5 So sollen nun deine beiden Shne, Ephraim und Manasse, die dir in 
gypten geboren sind, ehe ich zu dir nach gypten gekommen bin, mein sein; 
wie Ruben und Simeon sollen sie mein sein.
GEN 48:6 Die Kinder aber, welche du nach ihnen zeugest, sollen dein sein 
und sollen in ihrem Erbteil nach ihrer Brder Namen genannt werden.
GEN 48:7 Und als ich aus Mesopotamien kam, starb Rahel bei mir im Lande 
Kanaan, auf dem Wege, als wir nur ein Stck Weges von Ephrata entfernt 
waren, und ich begrub sie daselbst an dem Wege gen Ephrata, die jetzt 
Bethlehem heit.
GEN 48:8 Als aber Israel Josephs Shne sah, fragte er: Wer sind diese?
GEN 48:9 Joseph antwortete: Es sind meine Shne, die mir Gott hier 
geschenkt hat! Er sprach: Bring sie doch her zu mir, da ich sie segne!
GEN 48:10 Denn Israels Augen waren vom Alter kurzsichtig geworden, da er 
nicht mehr sehen konnte. Als er sie nun zu ihm brachte, kte und umarmte 
er sie.
GEN 48:11 Und Israel sprach zu Joseph: Da ich dein Angesicht noch sehen 
drfte, darum htte ich nicht zu bitten gewagt; und nun, siehe, hat mich 
Gott sogar deine Kinder sehen lassen!
GEN 48:12 Und Joseph nahm sie von seinen Knien und warf sich auf sein 
Angesicht zur Erde nieder.
GEN 48:13 Darnach nahm er sie beide, Ephraim in seine Rechte, zur Linken 
Israels, und Manasse in seine Linke, zur Rechten Israels, und brachte sie 
zu ihm.
GEN 48:14 Da streckte Israel seine Rechte aus und legte sie auf Ephraims 
Haupt, obschon er der jngere war, seine Linke aber auf Manasses Haupt, 
indem er also seine Hnde verschrnkte, wiewohl Manasse der Erstgeborene 
war.
GEN 48:15 Und er segnete Joseph und sprach: Der Gott, vor dessen Angesicht 
meine Vter Abraham und Isaak gewandelt haben; der Gott, der mich behtet 
hat, seitdem ich bin, bis auf diesen Tag;
GEN 48:16 der Engel, der mich erlset hat von allem bel, der segne die 
Knaben, und durch sie werde mein Name genannt und der Name meiner Vter 
Abraham und Isaak, und sie sollen zu einer groen Menge werden auf Erden!
GEN 48:17 Als aber Joseph sah, da sein Vater die rechte Hand auf Ephraims 
Haupt legte, gefiel es ihm bel; darum ergriff er seines Vaters Hand, um 
sie von Ephraims Haupt auf Manasses Haupt zu wenden.
GEN 48:18 Dabei sprach Joseph zu seinem Vater: Nicht also, mein Vater; 
denn dieser ist der Erstgeborene; lege deine Rechte auf sein Haupt!
GEN 48:19 Aber sein Vater weigerte sich und sprach: Ich wei es, mein 
Sohn, ich wei es wohl! Auch er soll zu einem Volk, und auch er soll gro 
werden; aber doch soll sein jngerer Bruder grer werden!
GEN 48:20 Also segnete er sie an jenem Tag und sprach: Mit dir wird Israel 
segnen und sagen: Gott mache dich wie Ephraim und Manasse! Also setzte er 
Ephraim dem Manasse voran.
GEN 48:21 Und Israel sprach zu Joseph: Siehe, ich sterbe; aber Gott wird 
mit euch sein und wird euch in das Land eurer Vter zurckbringen.
GEN 48:22 Und ich schenke dir einen Bergesrcken, den du vor deinen 
Brdern voraushaben sollst; ich habe ihn den Amoritern mit meinem Schwert 
und meinem Bogen aus der Hand genommen.
GEN 49:1 Und Jakob berief seine Shne und sprach: Kommt zusammen, da ich 
euch kundtue, was euch in knftigen Tagen begegnen wird!
GEN 49:2 Versammelt euch und merket auf, ihr Shne Jakobs, hret auf euren 
Vater Israel!
GEN 49:3 Ruben, du bist mein erstgeborner Sohn, meine Kraft und der Anfang 
meiner Strke, von hervorragender Wrde und vorzglicher Kraft.
GEN 49:4 Du warst wie kochendes Wasser, du sollst nicht den Vorzug haben; 
denn du bist auf deines Vaters Bett gestiegen, hast dazumal mein Lager 
entweiht; er stieg hinauf!
GEN 49:5 Die Brder Simeon und Levi Mordwerkzeuge sind ihre Messer!
GEN 49:6 Meine Seele komme nicht in ihren Kreis und meine Ehre vereine 
sich nicht mit ihrer Versammlung! Denn in ihrem Zorn haben sie Mnner 
gemordet und in ihrer Willkr Ochsen verstmmelt.
GEN 49:7 Verflucht sei ihr Zorn, weil er so heftig, und ihr Grimm, weil er 
so hartnckig ist! Ich will sie verteilen unter Jakob und zerstreuen unter 
Israel.
GEN 49:8 Dich, Juda, werden deine Brder loben! Deine Hand wird auf dem 
Nacken deiner Feinde sein; vor dir werden deines Vaters Kinder sich neigen.
GEN 49:9 Juda ist ein junger Lwe; mit Beute beladen stiegst du, mein 
Sohn, empor! Er ist niedergekniet und hat sich gelagert wie ein Lwe und 
wie eine Lwin; wer darf ihn aufwecken?
GEN 49:10 Es wird das Zepter nicht von Juda weichen, noch der 
Herrscherstab von seinen Fen, bis da der Schilo kommt und ihm die 
Vlkerschaften unterworfen sind.
GEN 49:11 Er wird sein Fllen an den Weinstock binden; und der Eselin 
Junges an die Edelrebe; er wird sein Kleid im Weine waschen und seinen 
Mantel in Traubenblut;
GEN 49:12 seine Augen sind dunkel vom Wein und seine Zhne wei von Milch.
GEN 49:13 Sebulon wird an der Anfurt des Meeres wohnen und den Schiffen 
zur Anfurt dienen, und er lehnt sich an Sidon an.
GEN 49:14 Issaschar ist ein knochiger Esel, der zwischen den Hrden liegt;
GEN 49:15 und weil er sah, da die Ruhe gut und das Land lieblich war, so 
neigte er seine Schultern zum Tragen und wurde ein fronpflichtiger Knecht.
GEN 49:16 Dan wird sein Volk richten als einer der Stmme Israels
GEN 49:17 Dan wird eine Schlange am Wege sein, eine Otter auf dem Pfad, 
die das Ro in die Fersen beit, da der Reiter rcklings strzt.
GEN 49:18 O HERR, ich warte auf dein Heil!
GEN 49:19 Den Gad drngt eine Schar; aber er drngt sie zurck.
GEN 49:20 Fr Asser ist sein Brot zu fett; aber er gibt knigliche 
Leckerbissen.
GEN 49:21 Naphtali ist eine ausgelassene Hirschkuh und kann schne Worte 
machen.
GEN 49:22 Joseph ist ein junger Fruchtbaum, ein junger Fruchtbaum an der 
Quelle; seine Zweige klettern ber die Mauer hinaus.
GEN 49:23 Es haben ihn zwar die Schtzen heftig beschossen und bekmpft;
GEN 49:24 aber sein Bogen blieb unerschtterlich und seine Arme und seine 
Hnde wurden gelenkt von den Hnden des Mchtigen Jakobs, vom Namen des 
Hirten, des Felsens Israels.
GEN 49:25 Von deines Vaters Gott werde dir geholfen, und Gott der 
Allmchtige segne dich mit Segnungen vom Himmel herab, mit Segnungen der 
Tiefe, die unten liegt, mit Segnungen von Brsten und Mutterscho!
GEN 49:26 Die Segnungen deines Vaters berragen die Segnungen meiner 
Eltern, sie reichen bis an die ewigen Hgel; mgen sie kommen auf Josephs 
Haupt, auf den Scheitel des Frsten unter seinen Brdern!
GEN 49:27 Benjamin ist ein reiender Wolf; am Morgen verzehrt er Raub und 
am Abend teilt er sich in die Beute.
GEN 49:28 Diese alle sind Stmme Israels, ihrer zwlf; und das ist's, was 
ihr Vater zu ihnen geredet und womit er sie gesegnet hat; und zwar segnete 
er einen jeden mit einem besonderen Segen.
GEN 49:29 Und er gebot ihnen und sprach: Ich werde zu meinem Volk 
versammelt werden; begrabet mich bei meinen Vtern in der Hhle auf dem 
Acker Ephrons, des Hetiters,
GEN 49:30 in der Hhle Machpelah, Mamre gegenber im Lande Kanaan, wo 
Abraham den Acker gekauft hat von Ephron, dem Hetiter, zum Erbbegrbnis.
GEN 49:31 Daselbst hat man Abraham und sein Weib Sarah begraben, 
desgleichen Isaak und sein Weib Rebekka, und dort habe ich auch Lea 
begraben;
GEN 49:32 der Acker und seine Hhle wurde den Hetitern abgekauft.
GEN 49:33 Als aber Jakob seine Befehle an seine Shne vollendet hatte, zog 
er seine Fe aufs Bett zurck, verschied und ward zu seinem Volke 
versammelt.
GEN 50:1 Da fiel Joseph auf seines Vaters Angesicht und weinte ber ihm 
und kte ihn.
GEN 50:2 Darnach befahl Joseph den rzten, die ihm dienten, da sie seinen 
Vater einbalsamierten; und die rzte balsamierten Israel ein.
GEN 50:3 Und sie verwendeten darauf volle vierzig Tage; denn so lange 
dauert die Einbalsamierung; aber beweint haben ihn die gypter siebzig 
Tage lang.
GEN 50:4 Als aber die Tage der Trauer um ihn vorber waren, redete Joseph 
mit dem Hause des Pharao und sprach: Habe ich Gnade gefunden in euren 
Augen, so redet doch vor Pharaos Ohren und sprechet:
GEN 50:5 Mein Vater hat einen Eid von mir genommen und zu mir gesagt: 
Siehe, ich sterbe; begrabe mich in meinem Grab, das ich mir im Lande 
Kanaan angelegt habe! So la mich nun hinaufziehen, da ich meinen Vater 
begrabe und darnach wiederkomme.
GEN 50:6 Der Pharao sprach: Zieh hinauf und begrabe deinen Vater, wie er 
dich hat schwren lassen!
GEN 50:7 Da zog Joseph hinauf, seinen Vater zu begraben; und es zogen mit 
ihm hinauf alle Knechte des Pharao, alle ltesten seines Hauses und alle 
ltesten des Landes gypten;
GEN 50:8 dazu das ganze Haus Josephs und seine Brder und seines Vaters 
Haus; nur ihre Kinder, Schafe und Rinder lieen sie im Lande Gosen zurck.
GEN 50:9 Es begleiteten ihn auch Wagen und Reiter, so da es ein groes 
Heer gab.
GEN 50:10 Als sie nun zur Tenne Atad kamen, welche jenseits des Jordan 
liegt, hielten sie daselbst eine groe und feierliche Totenklage; denn er 
veranstaltete fr seinen Vater eine siebentgige Trauer.
GEN 50:11 Als aber die Bewohner des Landes, die Kanaaniter, die Trauer bei 
der Tenne Atad sahen, sprachen sie: Die gypter halten da eine groe 
Klage! Daher wurde der Ort, welcher jenseits des Jordan liegt, der 
gypter Klage genannt.
GEN 50:12 Seine Shne aber machten es so, wie er ihnen befohlen hatte:
GEN 50:13 sie fhrten ihn ins Land Kanaan und begruben ihn in der Hhle 
des Ackers Machpelah, weil Abraham den Acker zum Erbbegrbnis gekauft 
hatte von Ephron, dem Hetiter, gegenber von Mamre.
GEN 50:14 Joseph aber kehrte nach dem Begrbnis seines Vaters wieder nach 
gypten zurck, er und seine Brder und alle, die mit ihm hinaufgezogen 
waren, seinen Vater zu begraben.
GEN 50:15 Als nun Josephs Brder sahen, da ihr Vater gestorben war, 
sprachen sie: Joseph knnte uns angreifen und uns all die Bosheit 
vergelten, die wir an ihm verbt haben!
GEN 50:16 Darum lieen sie Joseph sagen: Dein Vater befahl vor seinem Tode 
und sprach:
GEN 50:17 Also sollt ihr zu Joseph sagen: Bitte, vergib doch deinen 
Brdern die Missetat und ihre Snde, da sie so bel an dir getan! So 
vergib nun den Dienern des Gottes deines Vaters ihre Missetat! Aber Joseph 
weinte, als sie ihm das sagen lieen.
GEN 50:18 Da gingen seine Brder selbst hin und fielen vor ihm nieder und 
sprachen: Siehe, wir sind deine Knechte!
GEN 50:19 Aber Joseph sprach zu ihnen: Frchtet euch nicht! Bin ich denn 
an Gottes Statt?
GEN 50:20 Ihr gedachtet zwar Bses wider mich; aber Gott gedachte es gut 
zu machen, da er tte, wie es jetzt am Tage ist, um viel Volk am Leben zu 
erhalten.
GEN 50:21 So frchtet euch nun nicht; ich will euch und eure Kinder 
versorgen! Und er trstete sie und redete freundlich mit ihnen.
GEN 50:22 Und Joseph blieb in gypten, er und seines Vaters Haus; und 
Joseph lebte hundertundzehn Jahre.
GEN 50:23 Und Joseph sah Ephraims Kinder bis in das dritte Glied; auch die 
Kinder Machirs, des Sohnes Manasses, saen noch auf seinen Knien.
GEN 50:24 Und Joseph sprach zu seinen Brdern: Ich sterbe; aber Gott wird 
euch gewi heimsuchen und aus diesem Lande hinauffhren in das Land, das 
er Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat.
GEN 50:25 Und er nahm einen Eid von den Kindern Israels und sprach: Wenn 
Gott euch heimsuchen wird, so sollt ihr meine Gebeine von hier 
hinaufbringen!
GEN 50:26 Und Joseph starb, hundertundzehn Jahre alt; und man balsamierte 
ihn ein und legte ihn in einen Sarg in gyptenland.
EXO 1:1 Dies sind die Namen der Shne Israels, die mit Jakob nach gypten 
gekommen sind, ein jeglicher mit seinem Haus:
EXO 1:2 Ruben, Simeon, Levi und Juda;
EXO 1:3 Issaschar, Sebulon und Benjamin;
EXO 1:4 Dan und Naphtali, Gad und Asser.
EXO 1:5 Die ganze Nachkommenschaft Jakobs aber betrug damals siebzig 
Seelen, Joseph inbegriffen, der schon in gypten war.
EXO 1:6 Als aber Joseph gestorben war und alle seine Brder und jenes 
ganze Geschlecht,
EXO 1:7 wuchsen die Kinder Israel, regten und mehrten sich und wurden so 
zahlreich, da das Land von ihnen voll ward.
EXO 1:8 Da kam ein neuer Knig auf ber gypten, der nichts von Joseph 
wute.
EXO 1:9 Der sprach zu seinem Volk: Siehe, das Volk der Kinder Israel ist 
zahlreicher und strker als wir.
EXO 1:10 Wohlan, lat uns kluge Manahmen gegen sie ergreifen, da ihrer 
nicht zuviele werden; sie knnten sonst, falls sich ein Krieg wider uns 
erhbe, zu unsern Feinden bergehen und wider uns kmpfen und aus dem 
Lande ziehen.
EXO 1:11 Darum setzte man Fronvgte ber sie, um sie durch Lasten zu 
drcken; man baute nmlich dem Pharao die Vorratsstdte Pitom und Raemses.
EXO 1:12 Je mehr sie aber das Volk drckten, desto zahlreicher wurde es 
und desto mehr breitete es sich aus, also da ihnen graute vor den Kindern 
Israel.
EXO 1:13 Darum zwangen die gypter die Kinder Israel durch Mihandlungen 
zum Dienst
EXO 1:14 und verbitterten ihnen das Leben mit harter Zwangsarbeit an Lehm 
und Ziegeln und mit allerlei Feldarbeit, lauter Arbeiten, zu welchen man 
sie unter Mihandlungen zwang.
EXO 1:15 Und der Knig von gypten redete mit den hebrischen Hebammen, 
deren eine Schiphra, die andere Pua hie.
EXO 1:16 Er sprach: Wenn ihr die Hebrerinnen entbindet, so sehet auf der 
Stelle nach; ist es ein Sohn, so ttet ihn, ist es aber eine Tochter, so 
lasset sie leben!
EXO 1:17 Aber die Hebammen frchteten Gott und taten nicht, wie ihnen der 
gyptische Knig befohlen hatte, sondern lieen die Kinder leben.
EXO 1:18 Da lie der Knig die Hebammen rufen und fragte sie: Warum tut 
ihr das, da ihr die Kinder leben lasset?
EXO 1:19 Die Hebammen antworteten dem Pharao: Weil die hebrischen Frauen 
nicht sind wie die gyptischen; sie sind lebhafter; ehe die Hebamme zu 
ihnen kommt, haben sie geboren!
EXO 1:20 Dafr segnete Gott die Hebammen; das Volk aber vermehrte sich und 
nahm gewaltig zu.
EXO 1:21 Und weil die Hebammen Gott frchteten, so baute er ihnen Huser.
EXO 1:22 Da gebot der Pharao all seinem Volk und sprach: Werfet alle 
Shne, die geboren werden, in den Nil; aber alle Tchter lasset leben!
EXO 2:1 Und es ging hin ein Mann von dem Hause Levis und nahm eine Tochter 
Levis.
EXO 2:2 Und das Weib empfing und gebar einen Sohn. Und als sie sah, da er 
schn war, verbarg sie ihn drei Monate lang.
EXO 2:3 Als sie ihn aber nicht lnger verbergen konnte, nahm sie ein 
Kstlein von Rohr, und verklebte es mit Lehm und Pech, tat das Kind 
darein, und legte es in das Schilf am Gestade des Flusses.
EXO 2:4 Aber seine Schwester stellte sich in einiger Entfernung hin, damit 
sie erfhre, wie es ihm ergehen wrde.
EXO 2:5 Da kam die Tochter des Pharao herab, um im Flusse zu baden, und 
ihre Jungfrauen gingen an das Gestade des Flusses; und als sie das 
Kstlein mitten im Schilf sah, sandte sie ihre Magd hin und lie es holen.
EXO 2:6 Und als sie es ffnete, sah sie das Kind. Und siehe, es war ein 
weinendes Knblein! Da erbarmte sie sich ber dasselbe und sprach: Es ist 
eines der hebrischen Kinder!
EXO 2:7 Da sprach seine Schwester zu der Tochter des Pharao: Soll ich 
hingehen und eine hebrische Sugamme rufen, da sie dir das Kindlein 
suge?
EXO 2:8 Die Tochter des Pharao sprach zu ihr: Geh hin! Die Jungfrau ging 
hin und rief des Kindes Mutter.
EXO 2:9 Da sprach des Pharao Tochter zu ihr: Nimm das Kindlein hin und 
suge es mir, ich will dir deinen Lohn geben! Das Weib nahm das Kind und 
sugte es.
EXO 2:10 Und als das Kind gro geworden, brachte sie es der Tochter des 
Pharao, und es ward ihr Sohn, und sie hie ihn Mose. Denn sie sprach: Ich 
habe ihn aus dem Wasser gezogen.
EXO 2:11 Zu der Zeit aber, als Mose gro geworden, ging er aus zu seinen 
Brdern und sah ihre Lasten und sah, da ein gypter einen Hebrer, einen 
seiner Brder, schlug.
EXO 2:12 Und er wandte sich hin und her, und als er sah, da kein Mensch 
zugegen war, erschlug er den gypter und verscharrte ihn im Sand.
EXO 2:13 Am zweiten Tag ging er auch aus, und siehe, zwei hebrische 
Mnner zankten miteinander, und er sprach zu dem Schuldigen: Warum 
schlgst du deinen Nchsten?
EXO 2:14 Er aber sprach: Wer hat dich zum Obersten und Richter ber uns 
gesetzt? Gedenkst du mich auch zu erwrgen, wie du den gypter erwrgt 
hast? Da frchtete sich Mose und sprach: Wahrlich, das ist ruchbar 
geworden!
EXO 2:15 Und es kam vor den Pharao; der suchte Mose umzubringen. Aber Mose 
floh vor dem Pharao und hielt sich im Lande Midian auf und setzte sich an 
einen Brunnen.
EXO 2:16 Aber der Priester in Midian hatte sieben Tchter; die kamen, um 
Wasser zu schpfen, und fllten die Trnkrinnen, um ihres Vaters Schafe zu 
trnken.
EXO 2:17 Da kamen die Hirten und jagten sie fort. Aber Mose machte sich 
auf und half ihnen und trnkte ihre Schafe.
EXO 2:18 Und als sie zu ihrem Vater Reguel kamen, sprach er: Warum seid 
ihr heute so bald wiedergekommen?
EXO 2:19 Sie sprachen: Ein gyptischer Mann errettete uns von der Hand der 
Hirten und schpfte uns Wasser genug und trnkte die Schafe.
EXO 2:20 Er sprach zu seinen Tchtern: Wo ist er? Warum habt ihr den Mann 
stehen lassen? Ruft ihn her, da er mit uns esse!
EXO 2:21 Und Mose willigte ein, bei dem Mann zu bleiben; der gab ihm seine 
Tochter Zippora.
EXO 2:22 Die gebar einen Sohn, den hie er Gersom; denn er sprach: Ich bin 
ein Fremdling geworden in einem fremden Land.
EXO 2:23 Aber viele Tage darnach starb der Knig in gypten. Und die 
Kinder Israel seufzten ber ihre Knechtschaft und schrieen. Und ihr 
Geschrei ber ihre Knechtschaft kam vor Gott.
EXO 2:24 Und Gott erhrte ihr Wehklagen, und Gott gedachte an seinen Bund 
mit Abraham, Isaak und Jakob.
EXO 2:25 Und Gott sah die Kinder Israel an, und Gott nahm Kenntnis davon.
EXO 3:1 Mose aber htete die Schafe Jethros, seines Schwiegervaters, des 
Priesters in Midian, und trieb die Schafe hinten in die Wste und kam an 
den Berg Gottes Horeb.
EXO 3:2 Und der Engel des HERRN erschien ihm in einer Feuerflamme mitten 
aus dem Dornbusch. Und als er sich umsah, siehe, da brannte der Dornbusch 
im Feuer, und der Dornbusch ward doch nicht verzehrt.
EXO 3:3 Da sprach Mose: Ich will doch hinzutreten und diese groe 
Erscheinung besehen, warum der Dornbusch nicht verbrennt!
EXO 3:4 Als aber der HERR sah, da er hinzutrat, um zu sehen, rief ihm 
Gott mitten aus dem Dornbusch und sprach: Mose, Mose! Er antwortete: Hier 
bin ich!
EXO 3:5 Da sprach er: Komm nicht nher herzu! Ziehe deine Schuhe aus von 
deinen Fen; denn der Ort, darauf du stehest, ist heiliges Land!
EXO 3:6 Und er sprach: Ich bin der Gott deines Vaters, der Gott Abrahams, 
der Gott Isaaks und der Gott Jakobs! Da verdeckte Mose sein Angesicht; 
denn er frchtete sich, Gott anzuschauen.
EXO 3:7 Und der HERR sprach: Ich habe das Elend meines Volkes in gypten 
angesehen und habe ihr Geschrei gehrt ber die, welche sie treiben; ja 
ich kenne ihre Schmerzen;
EXO 3:8 und ich bin herabgefahren, da ich sie errette von der gypter 
Hand und sie ausfhre aus diesem Land in ein gutes und weites Land, in ein 
Land, das von Milch und Honig fliet, an den Ort der Kanaaniter, Hetiter, 
Amoriter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter.
EXO 3:9 Und nun siehe, das Geschrei der Kinder Israel ist vor mich 
gekommen, und ich habe auch ihre Bedrckung gesehen, wie die gypter sie 
bedrcken!
EXO 3:10 So geh nun hin, ich will dich zu dem Pharao senden, da du mein 
Volk, die Kinder Israel, aus gypten fhrest!
EXO 3:11 Mose sprach zu Gott: Wer bin ich, da ich zum Pharao gehe, und 
da ich die Kinder Israel aus gypten fhre?
EXO 3:12 Er sprach: Ich will mit dir sein; und dies soll dir das Zeichen 
sein, da ich dich gesandt habe: Wenn du das Volk aus gypten gefhrt 
hast, werdet ihr auf diesem Berge Gott dienen.
EXO 3:13 Mose sprach zu Gott: Siehe, wenn ich zu den Kindern Israel komme 
und zu ihnen sage: Der Gott eurer Vter hat mich zu euch gesandt, und sie 
mich fragen werden: Wie heit sein Name? Was soll ich ihnen sagen?
EXO 3:14 Gott sprach zu Mose: Ich bin, der ich bin! Und er sprach: Also 
sollst du zu den Kindern Israel sagen: Ich bin, der hat mich zu euch 
gesandt.
EXO 3:15 Und nochmals sprach Gott zu Mose: Also sollst du zu den Kindern 
Israel sagen: Der HERR, der Gott eurer Vter, der Gott Abrahams, der Gott 
Isaaks und der Gott Jakobs, hat mich zu euch gesandt; das ist mein Name 
ewiglich und meine Benennung fr und fr.
EXO 3:16 Geh hin und versammle die ltesten von Israel und sprich zu 
ihnen: Der HERR, der Gott eurer Vter, der Gott Abrahams, Isaaks und 
Jakobs, ist mir erschienen und hat gesagt: Ich habe achtgegeben auf euch 
und auf das, was euch in gypten widerfahren ist,
EXO 3:17 und ich sage euch: Ich will euch aus dem Elend gyptens 
herausfhren in das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, Pheresiter, 
Heviter und Jebusiter, in das Land, das von Milch und Honig fliet.
EXO 3:18 Und wenn sie auf dich hren, so sollst du und die ltesten von 
Israel zum Knig von gypten hineingehen und zu ihm sagen: Der HERR, der 
Hebrer Gott, ist uns begegnet. So la uns nun drei Tagereisen weit in die 
Wste gehen, da wir dem HERRN, unserm Gott, opfern!
EXO 3:19 Aber ich wei, da euch der Knig von gypten nicht wird ziehen 
lassen, wenn er nicht gezwungen wird durch eine starke Hand.
EXO 3:20 Aber ich werde meine Hand ausstrecken und gypten mit allen 
meinen Wundern schlagen, die ich darin tun will; darnach wird er euch 
ziehen lassen.
EXO 3:21 Und ich will diesem Volk Gunst verschaffen bei den gyptern, da, 
wenn ihr auszieht, ihr nicht leer ausziehen mt;
EXO 3:22 sondern ein jedes Weib soll von ihrer Nachbarin und Hausgenossin 
silberne und goldene Geschirre und Kleider fordern; die sollt ihr auf eure 
Shne und Tchter legen und gypten berauben.
EXO 4:1 Da antwortete Mose und sprach: Und wenn sie mir nicht glauben und 
nicht auf mich hren, sondern sagen: Der HERR ist dir nicht erschienen?
EXO 4:2 Der HERR sprach zu ihm: Was hast du in deiner Hand? Er sprach: 
Einen Stab!
EXO 4:3 Da sprach er: Wirf ihn von dir auf die Erde! Und er warf ihn auf 
die Erde; da ward er zur Schlange. Und Mose floh vor ihr.
EXO 4:4 Aber der HERR sprach zu Mose: Strecke deine Hand aus und ergreife 
sie beim Schwanz! Da streckte er seine Hand aus und hielt sie. Und sie 
ward zum Stab in seiner Hand.
EXO 4:5 Darum werden sie glauben, da der HERR, der Gott ihrer Vter, der 
Gott Abrahams, der Gott Isaaks und der Gott Jakobs, dir erschienen ist.
EXO 4:6 Und der HERR sprach weiter zu ihm: Stecke doch deine Hand in 
deinen Busen! Da steckte er seine Hand in seinen Busen; und als er sie 
herauszog, siehe, da war seine Hand ausstzig wie Schnee.
EXO 4:7 Und er sprach: Tue deine Hand wieder in deinen Busen! Und er tat 
seine Hand wieder in seinen Busen; und als er sie aus seinem Busen 
herauszog, siehe, da war sie wieder geworden wie sein briges Fleisch.
EXO 4:8 Wenn sie nun dir nicht glauben und nicht auf das erste Zeichen 
hren, so werden sie doch der Stimme des andern Zeichens glauben.
EXO 4:9 Wenn sie aber auch diesem Zeichen nicht glauben, so nimm Wasser 
aus dem Flu und gie es auf das trockene Land, so wird das Wasser, das du 
aus dem Flusse genommen hast, auf dem trockenen Lande zu Blut werden.
EXO 4:10 Mose aber sprach zum HERRN: Ach mein Herr, ich bin kein Mann, der 
reden kann; ich bin es weder gestern noch vorgestern gewesen und auch 
nicht, seitdem du mit deinem Knechte geredet hast; denn ich habe einen 
schwerflligen Mund und eine schwere Zunge!
EXO 4:11 Da sprach der HERR zu ihm: Wer hat dem Menschen den Mund 
erschaffen, oder wer hat den Stummen, oder Tauben, oder Sehenden, oder 
Blinden gemacht? Habe nicht ich es getan, der HERR?
EXO 4:12 So geh nun hin: Ich will mit deinem Munde sein und dich lehren, 
was du sagen sollst!
EXO 4:13 Da sprach Mose: Bitte, Herr, sende doch, wen du senden willst!
EXO 4:14 Da ward der HERR sehr zornig ber Mose und sprach: Wei ich denn 
nicht, da dein Bruder Aaron, der Levit, wohl reden kann? Und siehe, er 
kommt sogar heraus, dir entgegen, und wenn er dich sieht, so wird er sich 
von Herzen freuen.
EXO 4:15 Du sollst mit ihm reden und die Worte in seinen Mund legen; so 
will ich mit deinem Munde und mit seinem Munde sein und euch lehren, was 
ihr tun sollt.
EXO 4:16 Und er soll fr dich zum Volke reden und soll dein Mund sein, und 
du sollst fr ihn an Gottes Statt sein.
EXO 4:17 Und nimm diesen Stab in deine Hand, damit du die Zeichen tun 
sollst!
EXO 4:18 Da ging Mose hin und kehrte zu Jethro, seinem Schwiegervater, 
zurck und sprach zu ihm: Ich mchte zu meinen Brdern zurckkehren, die 
in gypten sind, und sehen, ob sie noch leben. Jethro sprach zu ihm: Geh 
hin im Frieden!
EXO 4:19 Und der HERR sprach zu Mose in Midian: Geh nach gypten zurck; 
denn die Leute sind alle tot, die nach deinem Leben trachteten!
EXO 4:20 Also nahm Mose sein Weib und seine Shne und lie sie auf einem 
Esel reiten und zog wieder nach gypten. Mose nahm auch den Stab Gottes in 
die Hand.
EXO 4:21 Und der HERR sprach zu Mose: Siehe zu, wenn du wieder nach 
gypten kommst, da du vor dem Pharao alle die Wunder tuest, welche ich in 
deine Hand gegeben habe. Ich aber will sein Herz verstocken, da er das 
Volk nicht wird ziehen lassen.
EXO 4:22 Und du sollst zum Pharao sagen: So spricht der HERR: Israel ist 
mein erstgeborener Sohn;
EXO 4:23 darum sage ich dir: La meinen Sohn gehen, da er mir diene; 
wirst du dich aber weigern, ihn ziehen zu lassen, siehe, so will ich 
deinen eigenen erstgebornen Sohn erwrgen!
EXO 4:24 Als er aber unterwegs in der Herberge war, griff ihn der HERR an 
und wollte ihn tten.
EXO 4:25 Da nahm Zippora einen scharfen Stein und beschnitt ihrem Sohn die 
Vorhaut und warf sie ihm vor die Fe und sprach: Du bist mir ein 
Blutbrutigam!
EXO 4:26 Da lie er von ihm ab. Sie sagte aber Blutbrutigam um der 
Beschneidung willen.
EXO 4:27 Und der HERR sprach zu Aaron: Gehe hin, Mose entgegen in die 
Wste! Da ging er hin und traf ihn am Berge Gottes und kte ihn.
EXO 4:28 Und Mose tat Aaron alle Worte des HERRN kund, womit er ihn 
beauftragt hatte, auch alle Zeichen, die er ihm befohlen hatte.
EXO 4:29 Da gingen Mose und Aaron hin und versammelten alle ltesten der 
Kinder Israel.
EXO 4:30 Und Aaron redete alle Worte, die der HERR mit Mose geredet hatte; 
und er tat die Zeichen vor dem Volk.
EXO 4:31 Und das Volk glaubte. Und als sie hrten, da der HERR sich der 
Kinder Israel angenommen und da er ihr Elend angesehen habe, neigten sie 
sich und beteten an.
EXO 5:1 Darnach gingen Mose und Aaron hinein und redeten mit dem Pharao: 
So spricht der HERR, der Gott Israels: La mein Volk ziehen, da es mir in 
der Wste ein Fest halte!
EXO 5:2 Der Pharao antwortete: Wer ist der HERR, dessen Stimme ich hren 
soll, um Israel ziehen zu lassen? Ich wei nichts von dem HERRN, ich will 
auch Israel nicht ziehen lassen!
EXO 5:3 Sie sprachen: Der Hebrer Gott ist uns begegnet; wir wollen 
hingehen drei Tagereisen weit in die Wste und dem HERRN, unserm Gott, 
opfern, da er uns nicht mit Pestilenz oder mit dem Schwerte schlage.
EXO 5:4 Da sprach der Knig von gypten zu ihnen: Du, Mose und Aaron, 
warum zieht ihr das Volk von ihren Pflichten ab? Geht hin an eure Arbeit!
EXO 5:5 Weiter sprach der Pharao: Siehe, des Volks ist schon zuviel im 
Lande; und ihr wollt sie noch von ihrer Arbeit feiern heien?
EXO 5:6 Und der Pharao befahl an demselben Tage den Treibern des Volks und 
seinen Amtleuten und sprach:
EXO 5:7 Ihr sollt dem Volk kein Stroh mehr geben zum Ziegelstreichen, wie 
gestern und vorgestern. Lat sie selbst hingehen und sich Stroh 
zusammensuchen.
EXO 5:8 Ihr sollt ihnen aber gleichwohl die bestimmte Zahl Ziegel, die sie 
gestern und vorgestern gemacht haben, auferlegen und davon nichts 
nachlassen; denn sie gehen mig. Darum schreien sie und sprechen: Wir 
wollen hingehen und unserm Gott opfern!
EXO 5:9 Man erschwere den Leuten die Arbeit, da sie damit zu schaffen 
haben und sich nicht an falsche Worte kehren!
EXO 5:10 Da gingen die Treiber des Volks und seine Amtleute aus, redeten 
mit dem Volk und sprachen: So spricht der Pharao: Man gibt euch kein 
Stroh mehr;
EXO 5:11 geht ihr selbst hin, nehmt euch Stroh, wo ihr es findet, aber von 
eurem Tagewerk wird euch nichts erlassen!
EXO 5:12 Da zerstreute sich das Volk in das ganze Land gypten, da es 
Stoppeln statt Stroh sammelte.
EXO 5:13 Und die Treiber trieben sie und sprachen: Erfllt euer bestimmtes 
Tagewerk, wie als ihr noch Stroh hattet!
EXO 5:14 Und die Amtleute der Kinder Israel, welche die Treiber des Pharao 
ber sie gesetzt hatten, wurden geschlagen, und es ward zu ihnen gesagt: 
Warum habt ihr weder heute noch gestern euer bestimmtes Tagewerk getan wie 
zuvor?
EXO 5:15 Da gingen die Amtleute der Kinder Israel hinein und schrieen zu 
dem Pharao und sprachen: Warum willst du mit deinen Knechten also 
verfahren?
EXO 5:16 Man gibt deinen Knechten kein Stroh und spricht zu uns: Machet 
die Ziegel! Und siehe, deine Knechte werden geschlagen; womit hat sich 
dein Volk versndigt?
EXO 5:17 Er sprach: Ihr seid mig, mig seid ihr; darum sprechet ihr: 
Wir wollen hingehen und dem HERRN opfern!
EXO 5:18 So geht nun hin, arbeitet; Stroh soll man euch nicht geben, aber 
die bestimmte Anzahl Ziegel sollt ihr liefern!
EXO 5:19 Da sahen die Amtleute der Kinder Israel, da es mit ihnen bel 
stand, weil man sagte: Ihr sollt nichts nachlassen von der Zahl der 
Ziegel, die ihr tglich zu liefern habt.
EXO 5:20 Und als sie von dem Pharao ausgingen, trafen sie Mose und Aaron 
an, die dort standen und auf sie warteten.
EXO 5:21 Da sprachen sie zu ihnen: Der HERR sehe auf euch und richte es, 
da ihr uns vor dem Pharao und seinen Knechten verhat gemacht und ihnen 
das Schwert in die Hand gegeben habt, uns zu tten.
EXO 5:22 Da wandte sich Mose an den HERRN und sprach: Herr, warum lssest 
du dein Volk so schlecht behandeln? Warum hast du mich hergesandt?
EXO 5:23 Denn seitdem ich hineingegangen bin, um mit dem Pharao in deinem 
Namen zu reden, hat er dieses Volk schlecht behandelt, und du hast dein 
Volk gar nicht errettet!
EXO 6:1 Der HERR sprach zu Mose: Nun sollst du sehen, was ich dem Pharao 
tun will! Denn durch eine starke Hand gezwungen wird er sie ziehen lassen, 
und durch eine starke Hand gezwungen wird er sie aus seinem Lande treiben.
EXO 6:2 Und Gott redete mit Mose und sprach zu ihm: Ich bin der HERR;
EXO 6:3 ich bin Abraham, Isaak und Jakob erschienen als der allmchtige 
Gott; aber nach meinem Namen HERR habe ich mich ihnen nicht geoffenbart.
EXO 6:4 Auch habe ich meinen Bund mit ihnen aufgerichtet, da ich ihnen 
das Land Kanaan geben will, das Land ihrer Pilgrimschaft, darin sie 
Fremdlinge gewesen sind.
EXO 6:5 Und ich habe auch das Seufzen der Kinder Israel gehrt, weil die 
gypter sie zu Knechten machen, und habe an meinen Bund gedacht.
EXO 6:6 Darum sage den Kindern Israel: Ich bin der HERR und will euch aus 
den Lasten gyptens herausfhren und will euch von ihrer Knechtschaft 
erretten und will euch durch einen ausgestreckten Arm und groe Gerichte 
erlsen.
EXO 6:7 Und ich will euch mir zum Volk annehmen und will euer Gott sein; 
da ihr erfahren sollt, da ich, der HERR, euer Gott bin, der euch aus den 
Lasten gyptens herausfhrt.
EXO 6:8 Und ich will euch in das Land bringen, darber ich meine Hand 
aufgehoben habe, da ich es Abraham, Isaak und Jakob gebe. Das will ich 
euch zu besitzen geben, ich, der HERR.
EXO 6:9 Mose sagte solches den Kindern Israel. Sie aber hrten nicht auf 
ihn vor Mimut und harter Arbeit.
EXO 6:10 Da redete der HERR mit Mose und sprach:
EXO 6:11 Geh hinein, sage dem Pharao, dem Knig von gypten, da er die 
Kinder Israel aus seinem Lande ziehen lasse!
EXO 6:12 Mose aber redete vor dem HERRN und sprach: Siehe, die Kinder 
Israel hren mich nicht, wie sollte mich denn der Pharao hren? Dazu bin 
ich von unbeschnittenen Lippen!
EXO 6:13 Also redete der HERR mit Mose und Aaron und gab ihnen Befehl an 
die Kinder Israel und an den Pharao, den Knig von gypten, da sie die 
Kinder Israel aus gypten fhreten.
EXO 6:14 Dies sind die Hupter ihrer Vaterhuser. Die Kinder Rubens, des 
erstgeborenen Sohnes Israels, sind diese: Hanoch, Pallu, Hezron, Karmi. 
Das sind die Geschlechter von Ruben.
EXO 6:15 Die Kinder Simeons sind diese: Jemuel, Jamin, Ohad, Jachim, Zohar 
und Saul, der Sohn des kanaanischen Weibes. Das sind die Geschlechter 
Simeons.
EXO 6:16 Dies sind die Namen der Kinder Levis in ihren Geschlechtern: 
Gerson, Kahath und Merari; und Levi ward hundertsiebenunddreiig Jahre alt.
EXO 6:17 Die Kinder Gersons sind diese: Libni und Simei in ihren 
Geschlechtern.
EXO 6:18 Die Kinder Kahaths sind diese: Amram, Jizhar, Hebron, Ussiel. 
Kahath aber ward hundertdreiunddreiig Jahre alt.
EXO 6:19 Die Kinder Meraris sind diese: Machli und Musi. Das sind die 
Geschlechter Levis nach ihrer Abstammung.
EXO 6:20 Und Amram nahm seine Base Jochebed zum Weibe, die gebar ihm den 
Aaron und den Mose. Und Amram ward hundertsiebenunddreiig Jahre alt.
EXO 6:21 Die Kinder Jizhars sind diese: Korah, Nepheg und Sichri.
EXO 6:22 Die Kinder Ussiels sind diese: Misael, Elzaphan und Sitri.
EXO 6:23 Aaron aber nahm zum Weibe Eliseba, die Tochter Amminadabs, 
Nahassons Schwester, die gebar ihm den Nadab und den Abihu, den Eleasar 
und den Itamar.
EXO 6:24 Die Kinder Korahs sind diese: Assir, Elkana und Abiasaph. Das 
sind die Geschlechter der Korahiter.
EXO 6:25 Eleasar aber, Aarons Sohn, nahm sich ein Weib von den Tchtern 
Putiels, die gebar ihm den Pinehas. Das sind die Hupter unter den Vtern 
der Leviten nach ihren Geschlechtern.
EXO 6:26 Das ist der Aaron und der Mose, zu denen der HERR sprach: Fhret 
die Kinder Israel nach ihren Heerscharen aus gypten!
EXO 6:27 Sie sind es, die mit dem Pharao, dem Knig von gypten, redeten, 
da sie die Kinder Israel aus gypten fhreten, nmlich Mose und Aaron.
EXO 6:28 Und an demselben Tag redete der HERR mit Mose in gypten.
EXO 6:29 Da nun der HERR mit Mose redete und sprach: Ich bin der HERR, 
rede mit dem Pharao, dem Knig von gypten, alles, was ich mit dir rede;
EXO 6:30 da antwortete Mose vor dem HERRN: Siehe, ich bin von 
unbeschnittenen Lippen, wie wird mich denn der Pharao hren?
EXO 7:1 Der HERR sprach zu Mose: Siehe zu, ich habe dich dem Pharao zum 
Gott gesetzt, und dein Bruder Aaron soll dein Prophet sein.
EXO 7:2 Du sollst alles reden, was ich dir gebieten werde, da er die 
Kinder Israel aus seinem Lande ziehen lasse.
EXO 7:3 Aber ich will das Herz des Pharao verhrten, da ich viele meiner 
Zeichen und Wunder tue im gyptenland.
EXO 7:4 Aber der Pharao wird euch nicht hren, so da ich meine Hand an 
gypten legen und mein Heer, mein Volk, die Kinder Israel, durch groe 
Gerichte aus dem Lande gypten fhren werde.
EXO 7:5 Und die gypter sollen erfahren, da ich der HERR bin, wenn ich 
meine Hand ber gypten ausstrecken und die Kinder Israel von ihnen 
ausfhren werde.
EXO 7:6 Mose und Aaron taten solches; wie ihnen der HERR geboten hatte, 
also taten sie.
EXO 7:7 Und Mose war achtzig Jahre alt und Aaron dreiundachtzig Jahre alt, 
als sie mit dem Pharao redeten.
EXO 7:8 Und der HERR sprach zu Mose und Aaron:
EXO 7:9 Wenn der Pharao zu euch sagen wird: Tut ein Zeichen! so sollst du 
zu Aaron sagen: Nimm deinen Stab und wirf ihn vor den Pharao hin, so wird 
er zur Schlange werden.
EXO 7:10 Da gingen Mose und Aaron zum Pharao und taten also, wie der HERR 
ihnen geboten hatte. Und Aaron warf seinen Stab vor den Pharao und vor 
seine Knechte hin, und er ward zur Schlange.
EXO 7:11 Da berief der Pharao die Weisen und Zauberer. Und auch sie, die 
gyptischen Zauberer, taten also mit ihrem Beschwren.
EXO 7:12 Und ein jeder warf seinen Stab vor sich hin, und es wurden 
Schlangen daraus; aber Aarons Stab verschlang ihre Stbe.
EXO 7:13 Also ward das Herz des Pharao verstockt, und er hrte nicht auf 
sie, wie denn der HERR gesagt hatte.
EXO 7:14 Und der HERR sprach zu Mose: Das Herz des Pharao ist hart; er 
weigert sich, das Volk ziehen zu lassen.
EXO 7:15 Geh am Morgen hin zum Pharao; siehe, er wird hinaus ans Wasser 
gehen; tritt ihm entgegen am Gestade des Flusses und nimm den Stab, der 
zur Schlange geworden, in deine Hand
EXO 7:16 und sprich zu ihm: Der HERR, der Hebrer Gott, hat mich zu dir 
gesandt, um dir zu sagen: La mein Volk gehen, da es mir in der Wste 
diene! Aber siehe, du hast bisher nicht hren wollen.
EXO 7:17 Darum spricht der HERR also: Daran sollst du erfahren, da ich 
der HERR bin: Siehe, ich will mit dem Stabe, den ich in meiner Hand habe, 
das Wasser schlagen, das in dem Flusse ist, und es soll in Blut verwandelt 
werden,
EXO 7:18 so da die Fische im Flusse sterben mssen und der Flu stinken, 
und es die gypter ekeln wird, das Wasser aus dem Flusse zu trinken.
EXO 7:19 Und der HERR sprach zu Mose: Sage zu Aaron: Nimm deinen Stab und 
strecke deine Hand aus ber die Wasser in gypten, ber ihre Flsse, ber 
ihre Bche und ber ihre Seen und ber alle Wasserbehlter, da sie zu 
Blut werden und da in ganz gyptenland Blut sei in hlzernen und 
steinernen Geschirren.
EXO 7:20 Mose und Aaron taten, wie ihnen der HERR geboten hatte. Und er 
hob den Stab auf und schlug vor dem Pharao und seinen Knechten das Wasser, 
das im Flusse war; da ward alles Wasser im Nil in Blut verwandelt.
EXO 7:21 Und die Fische im Nil starben, und der Nil ward stinkend, so da 
die gypter das Nilwasser nicht trinken konnten; denn dasselbe ward zu 
Blut in ganz gypten.
EXO 7:22 Aber die gyptischen Zauberer taten auch also mit ihrem 
Beschwren. Und so ward das Herz des Pharao verstockt, und er hrte nicht 
auf sie, wie denn der HERR geredet hatte.
EXO 7:23 Und der Pharao wandte sich und ging heim und kehrte sein Herz 
auch daran nicht.
EXO 7:24 Aber alle gypter gruben um den Flu her nach Trinkwasser; denn 
das Nilwasser konnten sie nicht trinken.
EXO 7:25 Und das whrte sieben Tage lang, nachdem der HERR den Flu 
geschlagen hatte.
EXO 8:1 Der HERR sprach zu Mose: Geh hinein zum Pharao und sprich zu ihm: 
So spricht der HERR: La mein Volk gehen, da es mir diene!
EXO 8:2 Weigerst du dich aber, dasselbe ziehen zu lassen, siehe, so will 
ich alle deine Landmarken mit Frschen plagen,
EXO 8:3 da der Flu von Frschen wimmle; die sollen heraufkommen in dein 
Haus und in deine Schlafkammer und auf dein Bett; auch in die Huser 
deiner Knechte, unter dein Volk, in deine Backfen und in deine Backtrge;
EXO 8:4 und die Frsche sollen auf dich und auf dein Volk und auf alle 
deine Knechte kriechen.
EXO 8:5 Und der HERR sprach zu Mose: Sage Aaron: Strecke deine Hand und 
deinen Stab aus ber die Flsse, ber die Bche und Seen, und la Frsche 
ber gyptenland kommen.
EXO 8:6 Und Aaron streckte seine Hand ber die Wasser in gypten; und die 
Frsche kamen herauf und bedeckten das Land gypten.
EXO 8:7 Da taten die Zauberer mit ihrem Beschwren auch also und lieen 
Frsche ber das Land gypten kommen.
EXO 8:8 Da berief der Pharao den Mose und Aaron und sprach: Bittet den 
HERRN, da er die Frsche von mir nehme und von meinem Volk, so will ich 
das Volk ziehen lassen, da es dem HERRN opfere!
EXO 8:9 Mose sprach zum Pharao: Du sollst die Ehre haben zu bestimmen, auf 
wann ich fr dich, fr deine Knechte und fr dein Volk erbitten soll, da 
die Frsche von dir und deinen Husern vertrieben werden und nur im Flusse 
bleiben.
EXO 8:10 Er sprach: Auf morgen! Da sprach Mose: Wie du gesagt hast; auf 
da du erfahrest, da niemand ist wie der HERR, unser Gott!
EXO 8:11 So sollen die Frsche von dir und von deinen Husern, von deinen 
Knechten und von deinem Volke genommen werden; nur im Flusse sollen sie 
bleiben.
EXO 8:12 Also gingen Mose und Aaron vom Pharao; und Mose schrie zum HERRN 
der Frsche wegen, die er dem Pharao auferlegt hatte.
EXO 8:13 Und der HERR tat, wie Mose gesagt hatte. Die Frsche starben in 
den Husern, in den Hfen und auf dem Felde.
EXO 8:14 Und sie huften dieselben zusammen, hier einen Haufen und dort 
einen Haufen; und das Land stank davon.
EXO 8:15 Da aber der Pharao sah, da er Luft gekriegt hatte, verhrtete er 
sein Herz und hrte nicht auf sie, wie denn der HERR gesagt hatte.
EXO 8:16 Da sprach der HERR zu Mose: Sage zu Aaron: Strecke deinen Stab 
aus und schlage den Staub auf der Erde, da er in ganz gyptenland zu 
Mcken werde.
EXO 8:17 Sie taten also. Und Aaron streckte seine Hand aus mit seinem 
Stabe und schlug in den Staub auf der Erde, und er wurde zu Mcken in ganz 
gyptenland.
EXO 8:18 Die Zauberer versuchten mit ihrem Beschwren auch Mcken 
hervorzubringen; aber sie konnten es nicht. Und die Mcken kamen ber die 
Menschen und das Vieh.
EXO 8:19 Da sprachen die Zauberer zu Pharao: Das ist Gottes Finger! Aber 
das Herz des Pharao war verstockt, da er nicht auf sie hrte, wie der 
HERR gesagt hatte.
EXO 8:20 Da sprach der HERR zu Mose: Mache dich morgen frhe auf und tritt 
zum Pharao (siehe, er wird ans Wasser gehen!) und sprich zu ihm: So 
spricht der HERR: La mein Volk gehen, da es mir diene!
EXO 8:21 Denn wenn du mein Volk nicht ziehen lssest, siehe, so will ich 
ber dich und ber deine Knechte und ber dein Volk und ber deine Huser 
Hundsfliegen kommen lassen, da der gypter Huser und das Feld, darauf 
sie sind, voller Hundsfliegen werden sollen.
EXO 8:22 Und ich will an demselben Tage mit dem Lande Gosen, da mein Volk 
wohnt, etwas Besonderes tun, da keine Hundsfliegen daselbst seien, damit 
du erfahrest, da ich, der HERR, inmitten des Landes bin.
EXO 8:23 So will ich eine Scheidung setzen zwischen meinem und deinem 
Volk. Morgen soll das Zeichen geschehen.
EXO 8:24 Und der HERR tat also. Und eine Menge Hundsfliegen kamen in das 
Haus des Pharao und in die Huser seiner Knechte, ja ber ganz 
gyptenland; und das Land ward von den Hundsfliegen verseucht.
EXO 8:25 Da berief der Pharao Mose und Aaron und sprach: Gehet hin, opfert 
eurem Gott in diesem Lande!
EXO 8:26 Mose sprach: Das schickt sich nicht, da wir also tun; denn wir 
wrden dem HERRN, unserm Gott, der gypter Greuel opfern! Siehe, wenn wir 
dann der gypter Greuel vor ihren Augen opferten, wrden sie uns nicht 
steinigen?
EXO 8:27 Drei Tagereisen weit wollen wir in die Wste ziehen und dem 
HERRN, unserm Gott, opfern, wie er uns befehlen wird.
EXO 8:28 Da sprach der Pharao: Ich will euch ziehen lassen, da ihr dem 
HERRN, eurem Gott, in der Wste opfert; aber ziehet ja nicht weiter! 
Bittet fr mich!
EXO 8:29 Mose sprach: Siehe, ich gehe hinaus von dir und will den HERRN 
bitten, da die Hundsfliegen morgen vom Pharao, von seinen Knechten und 
von seinem Volke genommen werden; nur da der Pharao uns nicht mehr 
tusche, indem er das Volk doch nicht ziehen lt, dem HERRN zu opfern!
EXO 8:30 Und Mose ging hinaus vom Pharao und bat den HERRN.
EXO 8:31 Und der HERR tat, wie Mose gesagt hatte, also da die 
Hundsfliegen vom Pharao, von seinen Knechten und von seinem Volke wichen, 
so da nicht eine brigblieb.
EXO 8:32 Aber der Pharao verhrtete sein Herz auch diesmal und lie das 
Volk nicht ziehen.
EXO 9:1 Da sprach der HERR zu Mose: Gehe hinein zum Pharao und sprich zu 
ihm: So spricht der HERR, der Gott der Hebrer: La mein Volk gehen, da 
es mir diene!
EXO 9:2 Denn wenn du dich weigerst, sie ziehen zu lassen und sie weiter 
aufhltst,
EXO 9:3 siehe, so wird die Hand des HERRN kommen ber dein Vieh auf dem 
Felde, ber Pferde, Esel, Kamele, Rinder und Schafe, mit einer sehr 
schweren Viehseuche.
EXO 9:4 Und der HERR wird einen Unterschied machen zwischen dem Vieh der 
Israeliten und dem Vieh der gypter, da aus allem, was den Kindern Israel 
gehrt, kein einziges sterbe.
EXO 9:5 Und der HERR bestimmte eine Zeit und sprach: Morgen wird der HERR 
solches im Lande tun!
EXO 9:6 Und der HERR tat solches am Morgen, und alles Vieh der gypter 
starb, aber von dem Vieh der Kinder Israel starb kein einziges.
EXO 9:7 Und der Pharao sandte [Boten] hin, und siehe, von dem Vieh Israels 
war nicht eines gestorben. Gleichwohl blieb das Herz des Pharao verhrtet, 
da er das Volk nicht gehen lie.
EXO 9:8 Da sprach der HERR zu Mose und Aaron: Nehmet eure Hnde voll 
Ofenru, und Mose sprenge ihn vor dem Pharao gen Himmel,
EXO 9:9 da er ber ganz gyptenland stube und zu Geschwren werde, die 
als Blattern aufbrechen an Menschen und Vieh in ganz gyptenland.
EXO 9:10 Da nahmen sie Ofenru und standen vor dem Pharao, und Mose 
sprengte ihn gen Himmel. Da wurden Geschwre daraus, die als Blattern 
aufbrachen an Menschen und Vieh,
EXO 9:11 also da die Zauberer wegen der Geschwre nicht vor Mose stehen 
konnten. Denn an den Zauberern und an allen gyptern waren Geschwre.
EXO 9:12 Aber der HERR verstockte das Herz des Pharao, da er nicht auf 
sie hrte, wie denn der HERR zu Mose gesagt hatte.
EXO 9:13 Da sprach der HERR zu Mose: Mache dich am Morgen frh auf und 
tritt vor den Pharao und sprich zu ihm: So spricht der HERR, der Gott der 
Hebrer: La mein Volk gehen, da es mir diene!
EXO 9:14 Sonst will ich diesmal alle meine Plagen gegen dein Herz richten 
und gegen deine Knechte und gegen dein Volk, damit du erfahrest, da auf 
der ganzen Erde nicht meinesgleichen ist.
EXO 9:15 Denn ich htte meine Hand schon ausstrecken und dich und dein 
Volk mit Pestilenz schlagen knnen, da du von der Erde vertilgt worden 
wrest;
EXO 9:16 aber ich habe dich deswegen bestehen lassen, da ich dir meine 
Macht zeige, und da mein Name auf der ganzen Erde verkndigt werde.
EXO 9:17 Stellst du dich aber meinem Volk noch weiter entgegen und willst 
es nicht ziehen lassen,
EXO 9:18 siehe, so will ich morgen um diese Zeit einen sehr schweren Hagel 
regnen lassen, desgleichen in gypten bisher nicht gewesen, seit der Zeit, 
da es gegrndet wurde.
EXO 9:19 Und nun la dein Vieh und alles, was du auf dem Felde hast, in 
Sicherheit bringen; denn auf alle Menschen und alles Vieh, die sich auf 
dem Felde befinden und nicht in den Husern versammelt sind, auf die wird 
der Hagel fallen, und sie werden umkommen.
EXO 9:20 Wer nun von den Knechten des Pharao des HERRN Wort frchtete, der 
lie seine Knechte und sein Vieh in die Huser fliehen;
EXO 9:21 welcher Herz sich aber nicht an des HERRN Wort kehrte, die lieen 
ihre Knechte und ihr Vieh auf dem Felde.
EXO 9:22 Da sprach der HERR zu Mose: Strecke deine Hand aus gen Himmel, 
damit es ber ganz gyptenland hagle, ber die Menschen und ber das Vieh 
und ber alles Gewchs auf dem Felde in gypten.
EXO 9:23 Also streckte Mose seinen Stab gen Himmel. Und der HERR lie 
donnern und hageln, da das Feuer auf die Erde scho. Und der HERR lie 
Hagel regnen auf gyptenland.
EXO 9:24 Es war aber zugleich Hagel und ein unaufhrliches Blitzen mitten 
in den Hagel hinein, so stark, da desgleichen in ganz gypten niemals 
gewesen, seitdem es bevlkert ist.
EXO 9:25 Und der Hagel erschlug in ganz gyptenland alles, was auf dem 
Felde war, Menschen und Vieh. Auch zerschlug der Hagel alles Gewchs auf 
dem Felde und zerbrach alle Bume auf dem Lande.
EXO 9:26 Nur im Lande Gosen, wo die Kinder Israel waren, hagelte es nicht.
EXO 9:27 Da schickte der Pharao hin und lie Mose und Aaron rufen und 
sprach zu ihnen: Diesmal habe ich mich versndigt! Der HERR ist gerecht; 
ich aber und mein Volk sind schuldig!
EXO 9:28 Bittet aber den HERRN, da des Donners Gottes und des Hagels 
genug sei, so will ich euch ziehen lassen, damit ihr nicht lnger hier 
bleibet!
EXO 9:29 Mose sprach zu ihm: Wenn ich zur Stadt hinaus komme, so will ich 
meine Hnde gegen den HERRN ausstrecken; so wird der Donner ablassen und 
kein Hagel mehr sein, damit du erfahrest, da die Erde des HERRN ist!
EXO 9:30 Ich wei aber, da du und deine Knechte euch vor Gott, dem HERRN, 
noch nicht frchtet.
EXO 9:31 Es waren aber der Flachs und die Gerste zerschlagen; denn die 
Gerste hatte hren und der Flachs Knospen getrieben.
EXO 9:32 Aber der Weizen und der Spelt waren nicht zerschlagen; denn die 
kommen spter.
EXO 9:33 Nun ging Mose vom Pharao weg zur Stadt hinaus und streckte seine 
Hand aus gegen den HERRN, und der Donner und der Hagel lieen nach, und 
der Regen fiel nicht mehr auf die Erde.
EXO 9:34 Da aber der Pharao sah, da der Regen, der Hagel und der Donner 
nachlieen, versndigte er sich weiter und verhrtete sein Herz, er und 
seine Knechte.
EXO 9:35 Also ward das Herz des Pharao verstockt, da er die Kinder Israel 
nicht ziehen lie, wie der HERR durch Mose geredet hatte.
EXO 10:1 Da sprach der HERR zu Mose: Gehe zum Pharao, denn ich habe sein 
und seiner Knechte Herz verstockt, da ich diese meine Zeichen unter ihnen 
tue,
EXO 10:2 und da du vor den Ohren deiner Kinder und Kindeskinder 
verkndigest, was ich in gypten ausgerichtet und wie ich meine Zeichen 
unter ihnen bewiesen habe, auf da ihr erkennet, da ich der HERR bin.
EXO 10:3 Also gingen Mose und Aaron zum Pharao und sprachen zu ihm: So 
spricht der HERR, der Gott der Hebrer: Wie lange willst du dich vor mir 
nicht demtigen? La mein Volk gehen, da es mir diene!
EXO 10:4 Wenn du dich aber weigerst, mein Volk ziehen zu lassen, siehe, so 
lasse ich morgen Heuschrecken in dein Land kommen,
EXO 10:5 und sie sollen das Land so bedecken, da man die Erde nicht sehen 
kann, und sie sollen den Rest auffressen, der gerettet worden und von dem 
Hagel briggeblieben ist, und sollen alle eure grnenden Bume auf dem 
Felde kahl fressen
EXO 10:6 und sollen dein Haus und aller deiner Knechte Huser und aller 
gypter Huser anfllen, wie es deine Vter und Vorvter nie gesehen 
haben, seitdem sie im Lande sind, bis auf diesen Tag. Und er wandte sich 
und ging vom Pharao hinaus.
EXO 10:7 Da sprachen die Knechte des Pharao zu ihm: Wie lange soll uns 
dieser zum Fallstrick sein? La die Leute gehen, da sie dem HERRN, ihrem 
Gott, dienen; merkst du noch nicht, da gypten zugrunde geht?
EXO 10:8 Da holte man Mose und Aaron wieder zum Pharao; der sprach zu 
ihnen: Geht hin, dienet dem HERRN, eurem Gott! Welche sind es aber, die 
hingehen werden?
EXO 10:9 Mose sprach: Wir wollen mit unsern Jungen und Alten, mit unsern 
Shnen und Tchtern, mit unsern Schafen und Rindern gehen; denn wir haben 
ein Fest des HERRN.
EXO 10:10 Er sprach zu ihnen: Der HERR sei ebenso mit euch, wie ich euch 
samt euren Kindern ziehen lasse! Sehet da, ihr habt Bses im Sinn!
EXO 10:11 Nicht also, sondern ihr Erwachsenen geht hin und dienet dem 
HERRN; denn das habt ihr auch begehrt! Und man jagte sie weg vom Pharao.
EXO 10:12 Da sprach der HERR zu Mose: Strecke deine Hand ber gypten, 
damit die Heuschrecken ber gypten kommen und alles Gewchs im Lande 
auffressen samt allem, was vom Hagel briggeblieben ist!
EXO 10:13 Da streckte Mose seinen Stab ber gyptenland aus, und der HERR 
lie einen Ostwind ber das Land wehen den ganzen Tag und die ganze Nacht; 
und am Morgen fhrte der Ostwind die Heuschrecken her.
EXO 10:14 Und die Heuschrecken kamen ber ganz gyptenland und lieen sich 
nieder im ganzen Gebiet von gypten, so sehr viele, da zuvor desgleichen 
niemals gewesen ist, noch knftig sein wird.
EXO 10:15 Denn sie bedeckten das ganze Land und verfinsterten es. Und sie 
fraen alle Bodengewchse und alle Baumfrchte, die vom Hagel 
briggeblieben waren, und lieen nichts Grnes brig an den Bumen und an 
den Feldgewchsen in ganz gyptenland.
EXO 10:16 Da lie der Pharao Mose und Aaron eilends rufen und sprach: Ich 
habe mich versndigt an dem HERRN, eurem Gott, und an euch.
EXO 10:17 Und nun vergib mir meine Snde nur noch diesmal und bittet den 
HERRN, euren Gott, da er diesen Tod von mir abwende!
EXO 10:18 Und er ging hinaus vom Pharao und bat den HERRN.
EXO 10:19 Da wandte der HERR den Wind, da er sehr stark aus dem Westen 
wehte und die Heuschrecken aufhob und sie ins Schilfmeer warf, so da an 
allen Orten gyptens nicht eine brig blieb.
EXO 10:20 Aber der HERR verstockte das Herz des Pharao, da er die Kinder 
Israel nicht ziehen lie.
EXO 10:21 Und der HERR sprach zu Mose: Strecke deine Hand gen Himmel, da 
es im gyptenland so finster werde, da man die Finsternis greifen kann!
EXO 10:22 Da streckte Mose seine Hand gen Himmel. Und es ward eine dicke 
Finsternis in ganz gyptenland, drei Tage lang,
EXO 10:23 da whrend drei Tagen niemand den andern sah, noch jemand von 
seinem Platz aufstand. Aber bei allen Kindern Israel war es hell in ihren 
Wohnungen.
EXO 10:24 Da lie der Pharao Mose rufen und sprach: Geht hin, dienet dem 
HERRN; nur eure Schafe und Rinder sollen hier bleiben; lasset auch eure 
Kinder mit euch ziehen!
EXO 10:25 Mose sprach: Du mut auch Schlachtopfer und Brandopfer in unsere 
Hnde geben, da wir sie dem HERRN, unserm Gott, darbringen knnen;
EXO 10:26 aber auch unser eigenes Vieh soll mit uns gehen, und nicht eine 
Klaue darf dahinten bleiben; denn von demselben werden wir nehmen zum 
Dienste des HERRN, unseres Gottes. Auch wissen wir nicht, womit wir dem 
HERRN dienen sollen, bis wir dorthin kommen.
EXO 10:27 Aber der HERR verstockte das Herz des Pharao, da er sie nicht 
ziehen lassen wollte.
EXO 10:28 Und Pharao sprach zu ihm: Gehe weg von mir und hte dich, da du 
nicht mehr vor mein Angesicht kommest; an welchem Tage du vor mein 
Angesicht kommst, sollst du sterben!
EXO 10:29 Mose antwortete: Wie du gesagt hast; ich will nicht mehr vor 
dein Angesicht kommen!
EXO 11:1 Und der HERR sprach zu Mose: Ich will noch eine Plage ber den 
Pharao und ber gypten bringen; darnach wird er euch fortziehen lassen; 
und wenn er euch ziehen lt, so wird er euch sogar vllig wegtreiben.
EXO 11:2 So sage nun zum Volk, da ein jeder von seinem Nchsten und eine 
jede von ihrer Nachbarin silberne und goldene Geschirre fordere.
EXO 11:3 Und der HERR gab dem Volke Gunst in den Augen der gypter. So war 
auch Mose ein sehr groer Mann in gypten vor den Knechten des Pharao und 
vor dem Volk.
EXO 11:4 Und Mose sprach: So spricht der HERR: Ich will zu Mitternacht 
ausgehen mitten durch gypten,
EXO 11:5 und alle Erstgeburt in gypten soll sterben; von dem 
Erstgeborenen des Pharao, der auf seinem Throne sitzt, bis an den 
Erstgeborenen der Magd, die hinter der Mhle ist; auch alle Erstgeburt 
unter dem Vieh.
EXO 11:6 Und es wird ein groes Geschrei in ganz gypten sein, desgleichen 
niemals gewesen ist, noch sein wird.
EXO 11:7 Aber bei allen Kindern Israel soll kein Hund die Zunge regen, 
weder gegen Menschen noch gegen das Vieh, auf da ihr erfahret, was der 
HERR fr einen Unterschied macht zwischen gypten und Israel.
EXO 11:8 Dann werden alle diese deine Knechte zu mir herabkommen und mir 
zu Fen fallen und sagen: Ziehe aus, du und alles Volk hinter dir her! 
Darnach werde ich ausziehen! Und er ging vom Pharao mit grimmigem Zorn.
EXO 11:9 Der HERR aber hatte zu Mose gesagt: Der Pharao wird euch nicht 
hren, damit meiner Wunder in gypten viel geschehen.
EXO 11:10 Also hatten Mose und Aaron alle diese Wunder vor dem Pharao 
getan; aber der HERR verstockte das Herz des Pharao, da er die Kinder 
Israel nicht aus seinem Lande entlie.
EXO 12:1 Und der HERR redete mit Mose und Aaron im gyptenland und sprach:
EXO 12:2 Dieser Monat soll euch der erste Monat sein, und von ihm sollt 
ihr die Monate des Jahres anheben.
EXO 12:3 Saget der ganzen Gemeinde Israel und sprechet: Am zehnten Tage 
dieses Monats verschaffe sich jeder Hausvater ein Lamm, ein Lamm fr jede 
Haushaltung;
EXO 12:4 wenn aber die Haushaltung zu klein ist fr ein Lamm, so nehme er 
es gemeinsam mit seinem Nachbar, welcher zunchst bei seinem Hause wohnt; 
dabei sollen sie fr das Lamm die Zahl der Seelen berechnen, je nachdem 
ein jeder zu essen vermag.
EXO 12:5 Dieses Lamm aber soll vollkommen sein, ein Mnnlein und 
einjhrig. Von den Lmmern und Ziegen sollt ihr es nehmen,
EXO 12:6 und sollt es behalten bis auf den vierzehnten Tag dieses Monats. 
Und die ganze Versammlung der Gemeinde Israel soll es zwischen den 
Abendstunden schchten.
EXO 12:7 Und sie sollen von dem Blut nehmen und beide Trpfosten und die 
Oberschwellen der Huser, darin sie essen, damit bestreichen.
EXO 12:8 Und sollen also in derselben Nacht das Fleisch essen, am Feuer 
gebraten, mit ungesuertem Brot; mit bitteren Krutern sollen sie es essen.
EXO 12:9 Ihr sollt nichts davon roh essen, auch nicht im Wasser gesotten, 
sondern nur am Feuer gebraten, sein Haupt samt seinen Schenkeln und den 
innern Teilen;
EXO 12:10 und sollt nichts davon briglassen bis zum andern Morgen. Wenn 
aber etwas brigbleibt bis zum Morgen, sollt ihr es mit Feuer verbrennen.
EXO 12:11 Also sollt ihr es aber essen: Um eure Lenden gegrtet, eure 
Schuhe an euren Fen und eure Stbe in euren Hnden, und in Eile sollt 
ihr es essen; es ist des HERRN Passah.
EXO 12:12 Denn ich will in derselben Nacht durch gypten gehen und alle 
Erstgeburt in gypten schlagen, vom Menschen an bis auf das Vieh, und will 
an allen Gttern der gypter Gerichte ben, ich, der HERR.
EXO 12:13 Und das Blut soll euch zum Zeichen dienen an euren Husern, 
darin ihr seid, da, wenn ich das Blut sehe, ich an euch vorbergehe und 
euch die Plage nicht widerfahre, die euch verderbe, wenn ich die gypter 
schlagen werde.
EXO 12:14 Und dieser Tag soll euch zum Gedchtnis sein, und ihr sollt ihn 
feiern als ein Fest des HERRN in allen euren Geschlechtern; als ewige 
Ordnung sollt ihr ihn feiern.
EXO 12:15 Sieben Tage lang sollt ihr ungesuertes Brot essen, darum sollt 
ihr am ersten Tag den Sauerteig aus euren Husern entfernen. Denn wer 
gesuertes Brot it vom ersten Tage an bis auf den siebenten Tag, dessen 
Seele soll ausgerottet werden aus Israel!
EXO 12:16 Ihr sollt aber am ersten Tage eine heilige Versammlung halten, 
desgleichen am siebenten Tage eine heilige Versammlung. Keine Arbeit sollt 
ihr tun; auer was zur Speise ntig ist fr alle Seelen, das allein darf 
von euch besorgt werden.
EXO 12:17 Und beobachtet die Tage der ungesuerten Brote! Denn eben an 
demselben Tage habe ich euer Heer aus gypten gefhrt; darum sollt ihr 
diesen Tag als ewige Ordnung beobachten in allen euren Geschlechtern.
EXO 12:18 Am vierzehnten Tage des ersten Monats, am Abend, sollt ihr 
ungesuertes Brot essen bis an den einundzwanzigsten Tag des Monats, am 
Abend,
EXO 12:19 da man sieben Tage lang keinen Sauerteig in euren Husern 
finde. Denn wer gesuertes Brot it, dessen Seele soll ausgerottet werden 
aus der Gemeinde Israel, er sei ein Fremdling oder Einheimischer im Lande.
EXO 12:20 So esset kein gesuertes, sondern ungesuertes Brot in allen 
euren Wohnungen!
EXO 12:21 Und Mose berief alle ltesten in Israel und sprach zu ihnen: 
Machet euch auf und nehmet euch Lmmer fr eure Familien und schchtet das 
Passah!
EXO 12:22 Und nehmet einen Bschel Ysop und tauchet ihn in das Blut im 
Becken und bestreicht mit diesem Blut im Becken die Oberschwelle und die 
zwei Trpfosten; und kein Mensch von euch gehe zu seiner Haustre hinaus 
bis an den Morgen!
EXO 12:23 Denn der HERR wird umhergehen und die gypter schlagen. Und wenn 
er das Blut an der Oberschwelle und an den beiden Pfosten sehen wird, so 
wird er, der HERR, an der Tr vorbergehen und den Verderber nicht in eure 
Huser kommen lassen, zu schlagen.
EXO 12:24 Und ihr sollt diese Verordnung beobachten als eine Satzung, 
welche dir und deinen Kindern auf ewig gilt!
EXO 12:25 Und wenn ihr in das Land kommt, das euch der HERR geben wird, 
wie er geredet hat, so haltet diesen Dienst.
EXO 12:26 Und wenn eure Kinder zu euch sagen werden: Was habt ihr da fr 
einen Dienst?
EXO 12:27 So sollt ihr sagen: Es ist das Passah-Opfer des HERRN, der an 
den Husern der Kinder Israel vorberschritt in gypten, als er die 
gypter schlug und unsere Huser errettete.
EXO 12:28 Da neigte sich das Volk und betete an. Und die Kinder Israel 
gingen hin und taten solches; wie der HERR Mose und Aaron geboten hatte, 
also taten sie.
EXO 12:29 Und es begab sich zu Mitternacht, da schlug der HERR alle 
Erstgeburt in gypten, von dem ersten Sohne des Pharao, der auf dem Throne 
sa, bis auf den ersten Sohn der Gefangenen, die in dem Gefngnisse waren, 
auch alle Erstgeburt des Viehes.
EXO 12:30 Da stand der Pharao auf in derselben Nacht, er und alle seine 
Knechte und alle gypter; und es war ein groes Geschrei in gypten, denn 
es gab kein Haus, darin nicht ein Toter war.
EXO 12:31 Und er berief Mose und Aaron in der Nacht und sprach: Machet 
euch auf und ziehet aus von meinem Volke, ihr und die Kinder Israel, und 
gehet hin, dienet dem HERRN, wie ihr gesagt habt!
EXO 12:32 Nehmet auch eure Schafe und eure Rinder mit euch, wie ihr gesagt 
habt, und gehet hin und segnet mich auch!
EXO 12:33 Und die gypter drangen sehr in das Volk, da sie dasselbe 
eilends aus dem Lande trieben; denn sie sprachen: Wir sind alle des Todes!
EXO 12:34 Und das Volk trug seinen Teig, ehe er gesuert war, nmlich ihre 
Backtrge in ihre Kleider gebunden, auf ihren Achseln.
EXO 12:35 Und die Kinder Israel taten, wie Mose sagte, und forderten von 
den gyptern silberne und goldene Geschirre und Kleider.
EXO 12:36 Dazu gab der HERR dem Volke bei den gyptern Gunst, da sie 
ihrem Begehren willfahrten; und sie beraubten gypten.
EXO 12:37 Also zogen die Kinder Israel aus von Raemses gen Sukkot, bei 
sechshunderttausend Mann Fuvolk, die Kinder nicht inbegriffen.
EXO 12:38 Auch zogen mit ihnen viele Mischlinge und Schafe und Rinder und 
sehr viel Vieh.
EXO 12:39 Und sie machten aus dem Teige, den sie aus gypten brachten, 
ungesuerte Kuchen; denn er war nicht gesuert, weil sie aus gypten 
vertrieben wurden und nicht verziehen konnten; und sie hatten sich sonst 
keine Zehrung zubereitet.
EXO 12:40 Die Zeit aber, welche die Kinder Israel in gypten gewohnt 
haben, betrgt vierhundertunddreiig Jahre.
EXO 12:41 Als nun die vierhundertunddreiig Jahre verflossen waren, an 
eben diesem Tag ging das ganze Heer des HERRN aus gypten.
EXO 12:42 Darum wird diese Nacht dem HERRN gefeiert, weil er sie aus 
gypten gefhrt hat. Diese Nacht sollen alle Kinder Israel dem HERRN 
feiern, auch ihre knftigen Geschlechter.
EXO 12:43 Und der HERR sprach zu Mose und Aaron: Dies ist die Ordnung des 
Passah: Kein Fremder soll davon essen.
EXO 12:44 Wer aber ein um Geld erkaufter Knecht ist, den beschneide man; 
alsdann esse er davon.
EXO 12:45 Ein Beisasse und Taglhner soll nicht davon essen.
EXO 12:46 In einem Hause soll man es essen. Ihr sollt vom Fleisch nichts 
vor das Haus hinaustragen, und kein Knochen werde ihm zerbrochen.
EXO 12:47 Die ganze Gemeinde Israel soll es feiern.
EXO 12:48 Wo sich aber ein Fremdling bei dir aufhlt und dem HERRN das 
Passah halten will, der beschneide alles, was mnnlich ist; und dann erst 
mache er sich herzu, da er es feiere und sei wie ein Einheimischer des 
Landes; denn kein Unbeschnittener soll davon essen.
EXO 12:49 Einerlei Gesetz soll dem Einheimischen und dem Fremdling gelten, 
der unter euch wohnt.
EXO 12:50 Und alle Kinder Israel taten solches; wie der HERR dem Mose und 
Aaron geboten hatte, also taten sie;
EXO 12:51 aber der HERR fhrte an eben diesem Tag die Kinder Israel nach 
ihren Heerscharen aus gypten.
EXO 13:1 Der HERR redete mit Mose und sprach:
EXO 13:2 Heilige mir alle Erstgeburt bei den Kindern Israel, von Menschen 
und Vieh; denn sie sind mein!
EXO 13:3 Da sprach Mose zum Volk: Gedenket an diesen Tag, an dem ihr aus 
gypten, aus dem Diensthause, gegangen seid, da der HERR euch mit 
mchtiger Hand von dannen ausgefhrt hat: darum sollt ihr nichts 
Gesuertes essen!
EXO 13:4 Heute seid ihr ausgezogen, im Monat Abib.
EXO 13:5 Wenn dich nun der HERR in das Land der Kanaaniter, Hetiter, 
Amoriter, Heviter und Jebusiter bringen wird, wie er deinen Vtern 
geschworen hat, dir ein Land zu geben, das von Milch und Honig fliet, so 
sollst du diesen Dienst in diesem Monat halten.
EXO 13:6 Sieben Tage lang sollst du ungesuertes Brot essen, und am 
siebenten Tag ist das Fest des HERRN.
EXO 13:7 Man soll diese sieben Tage lang ungesuertes Brot essen, da bei 
dir kein Sauerteig gesehen werde; in allen deinen Grenzen soll kein 
gesuertes Brot gesehen werden.
EXO 13:8 Und du sollst deinem Sohne an jenem Tage erklren und sagen: Es 
ist um deswillen, was der HERR an mir getan, als ich aus gypten zog.
EXO 13:9 Und es soll dir zum Zeichen sein in deiner Hand und zum Denkmal 
vor deinen Augen, da des HERRN Gesetz in deinem Munde sei, weil der HERR 
dich mit mchtiger Hand aus gypten gefhrt hat.
EXO 13:10 Darum sollst du die Ordnung beobachten, zur bestimmten Zeit, 
Jahr fr Jahr.
EXO 13:11 Wenn dich nun der HERR in das Land der Kanaaniter gebracht, wie 
er dir und deinen Vtern geschworen, und es dir gegeben hat,
EXO 13:12 so sollst du dem HERRN alle Erstgeburt aussondern, auch jeden 
ersten Wurf vom Vieh, den du bekommst; alles, was mnnlich ist, soll dem 
HERRN gehren.
EXO 13:13 Aber jede Erstgeburt vom Esel sollst du mit einem Schaf lsen; 
wenn du es aber nicht lsest, so brich ihm das Genick. Desgleichen alle 
Erstgeburt von Menschen unter deinen Kindern sollst du lsen.
EXO 13:14 Und wenn dich knftig dein Sohn fragen wird: Was ist das? So 
sollst du ihm sagen: Der HERR hat uns mit mchtiger Hand aus gypten, aus 
dem Diensthause, gefhrt.
EXO 13:15 Denn es begab sich, als der Pharao sich hart widersetzte, uns 
freizulassen, da erschlug der HERR alle Erstgeburt in gypten, von der 
Menschen Erstgeburt bis an die Erstgeburt des Viehes: darum opfere ich dem 
HERRN alle mnnliche Erstgeburt; alle Erstgeburt aber meiner Shne lse 
ich.
EXO 13:16 Und das soll dir zum Zeichen in deiner Hand und zum Denkmal vor 
deinen Augen sein, da uns der HERR mit mchtiger Hand aus gypten gefhrt 
hat.
EXO 13:17 Als nun der Pharao das Volk gehen lie, fhrte sie Gott nicht 
auf die Strae durch der Philister Land, wiewohl sie die nchste war; denn 
Gott gedachte, es mchte das Volk gereuen, wenn es Krieg she, und mchte 
wieder nach gypten umkehren.
EXO 13:18 Darum fhrte Gott das Volk den Umweg durch die Wste am 
Schilfmeer. Und die Kinder Israel zogen gerstet aus gypten.
EXO 13:19 Und Mose nahm die Gebeine Josephs mit sich; denn er hatte einen 
Eid von den Kindern Israel genommen und gesagt: Gott wird euch gewi 
heimsuchen; dann fhret meine Gebeine mit euch von hinnen!
EXO 13:20 Also zogen sie aus von Sukkot und lagerten sich in Etam, am 
Wstenrand.
EXO 13:21 Und der HERR zog vor ihnen her, am Tage in einer Wolkensule, 
da er sie den rechten Weg fhrete, und des Nachts in einer Feuersule, 
da er ihnen leuchtete, damit sie bei Tag und bei Nacht wandeln konnten.
EXO 13:22 Die Wolkensule wich nimmer vom Volk des Tages, noch die 
Feuersule des Nachts.
EXO 14:1 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
EXO 14:2 Sage den Kindern Israel, da sie sich herumwenden und sich vor Pi-
Hahiroth, zwischen Migdol und dem Meer, lagern; gerade gegenber von Baal-
Zephon lagert euch am Meer!
EXO 14:3 Denn der Pharao wird von den Kindern Israel sagen: Sie sind im 
Lande verirrt, die Wste hat sie eingeschlossen!
EXO 14:4 Und ich will sein Herz verstocken, da er ihnen nachjage, und 
will mich am Pharao und an seiner ganzen Macht verherrlichen; und die 
gypter sollen erfahren, da ich der HERR bin!
EXO 14:5 Als nun dem Knig von gypten angezeigt ward, da das Volk 
fliehe, wandte sich sein und seiner Knechte Herz gegen das Volk; und sie 
sprachen: Warum haben wir das getan, da wir Israel haben ziehen lassen, 
da sie uns nicht mehr dienen?
EXO 14:6 Und er spannte seinen Wagen an und nahm sein Volk mit sich.
EXO 14:7 Er nahm auch sechshundert auserlesene Wagen und alle Wagen in 
gypten und Wagenkmpfer auf jedem.
EXO 14:8 Denn der HERR verstockte das Herz des Pharao, des Knigs von 
gypten, da er denn Kindern Israel nachjagte, obwohl sie durch eine hohe 
Hand auszogen.
EXO 14:9 Also jagten ihnen die gypter nach mit allen Rossen, Wagen und 
Reitern des Pharao und mit seiner Macht und ereilten sie, als sie sich am 
Meere, bei Pi-Hahiroth, Baal-Zephon gegenber, gelagert hatten.
EXO 14:10 Und als der Pharao nahe zu ihnen kam, erhoben die Kinder Israel 
ihre Augen und siehe, die gypter zogen hinter ihnen her; und sie 
frchteten sich sehr. Da schrieen die Kinder Israel zum HERRN
EXO 14:11 und sprachen zu Mose: Sind etwa keine Grber in gypten, da du 
uns genommen hast, damit wir in der Wste sterben? Warum hast du uns das 
angetan, da du uns aus gypten gefhrt hast?
EXO 14:12 Haben wir dir nicht in gypten schon gesagt: La ab von uns, da 
wir den gyptern dienen? Denn es wre uns ja besser, den gyptern zu 
dienen, als in der Wste zu sterben!
EXO 14:13 Mose sprach zum Volk: Frchtet euch nicht, tretet hin und sehet, 
was fr ein Heil der HERR heute an euch tun wird; denn diese gypter, die 
ihr heute sehet, sollt ihr nimmermehr sehen ewiglich!
EXO 14:14 Der HERR wird fr euch streiten, und ihr sollt stille sein!
EXO 14:15 Der HERR sprach zu Mose: Was schreist du zu mir? Sage den 
Kindern Israel, da sie ziehen!
EXO 14:16 Du aber hebe deinen Stab auf und strecke deine Hand ber das 
Meer und zerteile es, da die Kinder Israel mitten durch das Meer auf dem 
Trockenen gehen.
EXO 14:17 Ich aber, siehe, ich will das Herz der gypter verstocken, da 
sie ihnen nachlaufen; dann will ich mich verherrlichen am Pharao und an 
seiner ganzen Macht, an seinen Wagen und an seinen Reitern.
EXO 14:18 Und die gypter sollen erfahren, da ich der HERR bin, wenn ich 
mich am Pharao, an seinen Wagen und an seinen Reitern verherrliche.
EXO 14:19 Da erhob sich der Engel Gottes, der vor dem Heer Israels herzog, 
und trat hinter sie; und die Wolkensule machte sich auch auf von ihrem 
Angesicht weg und trat hinter sie
EXO 14:20 und kam zwischen das Heer der gypter und das Heer Israels; und 
sie war [fr die einen] Wolke und Finsternis, und [fr die andern] 
erleuchtete sie die Nacht, so da diese und jene die ganze Nacht nicht 
zusammenkamen.
EXO 14:21 Als nun Mose seine Hand ber das Meer streckte, lie der HERR 
dasselbe die ganze Nacht durch einen starken Ostwind ablaufen und machte 
das Meer trocken, und die Wasser teilten sich voneinander.
EXO 14:22 Und die Kinder Israel gingen hinein mitten in das Meer auf dem 
Trockenen, und das Wasser war ihnen wie Mauern zu ihrer Rechten und zu 
ihrer Linken.
EXO 14:23 Und die gypter jagten nach und gingen hinein ihnen nach, alle 
Rosse des Pharao, seine Wagen und seine Reiter, mitten ins Meer.
EXO 14:24 Als nun die Morgenwache kam, schaute der HERR aus der Feuersule 
und Wolke auf der gypter Heer und verwirrte das Heer der gypter
EXO 14:25 und stie die Rder von ihren Wagen und brachte sie ins 
Gedrnge. Da sprachen die gypter: Lasset uns vor Israel fliehen, denn der 
HERR streitet fr sie wider die gypter!
EXO 14:26 Da sprach der HERR zu Mose: Strecke deine Hand aus ber das 
Meer, damit das Wasser wieder zurckkehre ber die gypter, ber ihre 
Wagen und ber ihre Reiter!
EXO 14:27 Da streckte Mose seine Hand aus ber das Meer, und das Meer kam 
beim Anbruch des Morgens wieder in seine Strmung, und die gypter flohen 
ihm entgegen. Also strzte der HERR die gypter ins Meer.
EXO 14:28 Denn das Wasser kam wieder und bedeckte die Wagen und Reiter der 
ganzen Macht des Pharao, die ihnen ins Meer nachgefolgt waren, da nicht 
einer aus ihnen brigblieb.
EXO 14:29 Aber die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer, und 
das Wasser diente ihnen als Mauern zu ihrer Rechten und zu ihrer Linken.
EXO 14:30 Also half der HERR Israel an jenem Tage von der gypter Hand. 
Und Israel sah die gypter tot am Gestade des Meeres.
EXO 14:31 Als nun Israel die groe Hand sah, die der HERR an den gyptern 
bewiesen hatte, frchtete das Volk den HERRN, und sie glaubten dem HERRN 
und seinem Knecht Mose.
EXO 15:1 Damals sangen Mose und die Kinder Israel dem HERRN diesen 
Lobgesang und sprachen: Ich will dem HERRN singen, denn er hat sich 
herrlich erwiesen: Ro und Reiter hat er ins Meer gestrzt!
EXO 15:2 Der HERR ist meine Kraft und mein Psalm, und er ward mir zum 
Heil! Das ist mein starker Gott, ich will ihn preisen; er ist meines 
Vaters Gott, ich will ihn erheben.
EXO 15:3 Der HERR ist ein Kriegsmann, HERR ist sein Name.
EXO 15:4 Die Wagen des Pharao und seine Macht warf er ins Meer. Seine 
auserlesenen Wagenkmpfer sind im Schilfmeer versunken.
EXO 15:5 Die Tiefe hat sie bedeckt, sie fielen zu Grunde wie Steine.
EXO 15:6 HERR, deine Rechte Hand ist mit Kraft geschmckt; HERR, deine 
Rechte Hand hat den Feind erschlagen.
EXO 15:7 Und mit deiner groen Macht hast du deine Widersacher vertilgt; 
du lieest deinen Grimm ausgehen, der verzehrte sie wie Stoppeln.
EXO 15:8 Durch den Hauch deines Zornes trmte das Wasser sich auf; es 
standen die Wogen wie ein Damm. Die Fluten erstarrten mitten im Meer.
EXO 15:9 Der Feind sprach: Ich will sie jagen, ich will sie ergreifen, ich 
will den Raub verteilen, will meinen Mut an ihnen khlen, ich will mein 
Schwert ausziehen, meine Hand soll sie vertilgen!
EXO 15:10 Als du aber mit deinem Winde wehtest, da bedeckte sie das Meer, 
sie versanken wie Blei im mchtigen Wasser.
EXO 15:11 HERR, wer ist dir gleich unter den Gttern, wer ist in der 
Heiligkeit so herrlich, mit Lobgesngen so hoch zu verehren und so 
wunderttig wie du?
EXO 15:12 Als du deine rechte Hand ausstrecktest, verschlang sie die Erde.
EXO 15:13 Du leitest in deiner Gnade das Volk, das du erlst hast, und 
bringst sie durch deine Kraft zur Wohnung deines Heiligtums.
EXO 15:14 Wenn das die Vlker hren, so erzittern sie, Angst kommt die 
Philister an;
EXO 15:15 es erschrecken die Frsten Edoms, Zittern befllt die Gewaltigen 
Moabs; alle Einwohner Kanaans werden verzagt.
EXO 15:16 La durch deinen groen Arm Schrecken und Furcht ber sie 
fallen, da sie erstarren wie Steine, bis dein Volk, HERR, hindurchziehe, 
bis dein Volk hindurchziehe, das du erworben hast!
EXO 15:17 Bring sie hinein und pflanze sie auf den Berg deines Erbteils, 
an den Ort, den du, HERR, zu deiner Wohnung gemacht hast, zu dem 
Heiligtum, o HERR, welches deine Hnde bereitet haben!
EXO 15:18 Der HERR wird herrschen immer und ewig!
EXO 15:19 Denn der Pharao ging ins Meer hinein mit Rossen, mit seinen 
Wagen und Reitern, und der HERR lie das Meer wieder ber sie kommen; aber 
die Kinder Israel gingen trocken mitten durchs Meer.
EXO 15:20 Und Mirjam, die Prophetin, Aarons Schwester, nahm die Handpauke 
in ihre Hand, und alle Weiber folgten ihr nach mit Handpauken und im 
Reigen.
EXO 15:21 Und Mirjam antwortete ihnen: Lasset uns dem HERRN singen, denn 
er hat sich herrlich erwiesen: Ro und Reiter hat er ins Meer gestrzt!
EXO 15:22 Darnach lie Mose die Israeliten vom Schilfmeer aufbrechen, da 
sie zur Wste Sur zogen; und sie wanderten drei Tage lang in der Wste und 
fanden kein Wasser.
EXO 15:23 Da kamen sie nach Mara; aber sie konnten das Wasser von Mara 
nicht trinken, denn es war sehr bitter. Daher hie man es Mara.
EXO 15:24 Da murrte das Volk wider Mose und sprach: Was sollen wir trinken?
EXO 15:25 Er aber schrie zum HERRN, und der HERR zeigte ihm ein Holz, das 
warf er ins Wasser, da ward das Wasser s. Daselbst legte er ihnen 
Pflicht und Recht vor, und daselbst versuchte er sie und sprach:
EXO 15:26 Wirst du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen und tun, 
was vor ihm recht ist, und seine Gebote zu Ohren fassen und alle seine 
Satzungen halten, so will ich der Krankheiten keine auf dich legen, die 
ich auf gypten gelegt habe; denn ich, der HERR, bin dein Arzt!
EXO 15:27 Und sie kamen nach Elim, da waren zwlf Wasserbrunnen und 
siebzig Palmbume, und sie lagerten sich daselbst am Wasser.
EXO 16:1 Darnach zog die ganze Gemeinde der Kinder Israel von Elim weg in 
die Wste Sin, die zwischen Elim und Sinai liegt, am fnfzehnten Tag des 
zweiten Monats, nachdem sie aus gypten gezogen waren.
EXO 16:2 Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel murrte wider Mose und 
Aaron in der Wste.
EXO 16:3 Und die Kinder Israel sprachen zu ihnen: Wren wir doch durch des 
HERRN Hand in gypten gestorben, als wir bei den Fleischtpfen saen und 
Brot die Flle zu essen hatten. Denn ihr habt uns darum in diese Wste 
ausgefhrt, da ihr diese ganze Gemeinde Hungers sterben lasset!
EXO 16:4 Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich will euch Brot vom Himmel 
regnen lassen; dann soll das Volk hinausgehen und tglich sammeln, was es 
bedarf, damit ich erfahre, ob es in meinem Gesetze wandeln wird oder nicht.
EXO 16:5 Am sechsten Tage aber sollen sie zubereiten, was sie eingebracht 
haben, und zwar doppelt so viel als sie tglich sammeln.
EXO 16:6 Da sprachen Mose und Aaron zu allen Kindern Israel: Am Abend 
sollt ihr erfahren, da euch der HERR aus gypten gefhrt hat,
EXO 16:7 und am Morgen werdet ihr des HERRN Herrlichkeit sehen, denn er 
hat euer Murren wider den HERRN gehrt. Aber was sind wir, da ihr wider 
uns murret?
EXO 16:8 Weiter sprach Mose: Der HERR wird euch am Abend Fleisch zu essen 
geben und am Morgen Brot die Flle; denn er, der HERR, hat euer Murren 
gehrt, womit ihr wider ihn gemurrt habt. Denn was sind wir? Euer Murren 
ist nicht wider uns, sondern wider den HERRN!
EXO 16:9 Und Mose sprach zu Aaron: Sage der ganzen Gemeinde der Kinder 
Israel: Kommt herzu vor den HERRN, denn er hat euer Murren gehrt!
EXO 16:10 Und als Aaron zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel redete, 
wandten sie sich gegen die Wste und siehe, die Herrlichkeit des HERRN 
erschien in einer Wolke.
EXO 16:11 Und der HERR sprach zu Mose:
EXO 16:12 Ich habe das Murren der Kinder Israel gehrt. Sage ihnen: Um den 
Abend sollt ihr Fleisch zu essen haben und am Morgen mit Brot gesttigt 
werden; also sollt ihr erfahren, da ich der HERR, euer Gott bin!
EXO 16:13 Als es nun Abend war, kamen Wachteln herauf und bedeckten das 
Lager, und am Morgen lag der Tau um das Lager her.
EXO 16:14 Und als der Tau, der da lag, verschwunden war, siehe, da lag 
etwas in der Wste, rund und klein, so fein wie der Reif auf der Erde.
EXO 16:15 Und als es die Kinder Israel sahen, sprachen sie untereinander: 
Was ist das? denn sie wuten nicht, was es war. Mose aber sprach zu ihnen: 
Es ist das Brot, das euch der HERR zu essen gegeben hat!
EXO 16:16 Das ist aber der Befehl, welchen der HERR gegeben hat: Ein jeder 
sammle davon, soviel er essen mag, einen Gomer fr den Kopf, nach der Zahl 
eurer Seelen; ein jeder nehme fr die, die in seiner Htte sind.
EXO 16:17 Und die Kinder Israel taten also und sammelten, einer viel, der 
andere wenig.
EXO 16:18 Aber als man es mit dem Gomer ma, hatte der, welcher viel 
gesammelt hatte, keinen berflu, und dem, der wenig gesammelt hatte, 
mangelte nichts, sondern ein jeder hatte fr sich gesammelt, soviel er 
essen mochte.
EXO 16:19 Und Mose sprach zu ihnen: Niemand lasse etwas davon brigbleiben 
bis zum andern Morgen!
EXO 16:20 Aber sie gehorchten Mose nicht; denn etliche lieen davon 
brigbleiben bis zum Morgen. Da wuchsen Wrmer darin, und es ward 
stinkend. Und Mose ward zornig ber sie.
EXO 16:21 Sie sammelten aber von demselben alle Morgen fr sich, soviel 
ein jeder essen mochte; wenn aber die Sonne hei schien, zerschmolz es.
EXO 16:22 Und am sechsten Tage sammelten sie doppelt so viel Brot, zwei 
Gomer fr jede Person. Da kamen alle Obersten der Gemeinde und 
verkndigten es Mose.
EXO 16:23 Und er sprach zu ihnen: Das ist's, was der HERR gesagt hat: 
Morgen ist der Sabbat der heiligen Ruhe des HERRN; was ihr backen wollt, 
das backet, und was ihr kochen wollt, das kochet; was aber brig ist, das 
hebet auf, damit es bis morgen erhalten bleibe!
EXO 16:24 Und sie lieen es bis an den Morgen bleiben, wie Mose geboten 
hatte; da ward es nicht stinkend und war auch kein Wurm darin.
EXO 16:25 Da sprach Mose: Esset das heute, denn heute ist der Sabbat des 
HERRN; ihr werdet es heute nicht auf dem Felde finden.
EXO 16:26 Sechs Tage sollt ihr es sammeln, aber am siebenten Tag ist der 
Sabbat, da wird keines zu finden sein.
EXO 16:27 Es begab sich aber am siebenten Tage, da etliche vom Volke 
hinausgingen zu sammeln und nichts fanden.
EXO 16:28 Da sprach der HERR zu Mose: Wie lange weigert ihr euch, meine 
Gebote und meine Satzungen zu halten?
EXO 16:29 Sehet, der HERR hat euch den Sabbat gegeben; darum gibt er euch 
am sechsten Tage fr zwei Tage Brot; so bleibe nun jeder an seinem Platz 
und niemand gehe am siebenten Tage heraus von seinem Ort!
EXO 16:30 Also feierte das Volk am siebenten Tag.
EXO 16:31 Und das Haus Israel nannte es Manna. Es war aber wie 
Koriandersamen, wei, und hatte einen Geschmack wie Honigkuchen.
EXO 16:32 Und Mose sprach: Das ist's, was der HERR geboten hat: Flle 
einen Gomer davon und behalte ihn auf fr eure Nachkommen, da man das 
Brot sehe, womit ich euch in der Wste gespeist habe, als ich euch aus 
gypten fhrte!
EXO 16:33 Und Mose sprach zu Aaron: Nimm ein Gef und tue einen Gomer 
voll Manna hinein und stelle es vor den HERRN, zur Aufbewahrung fr eure 
Nachkommen!
EXO 16:34 Wie der HERR dem Mose geboten hatte, also stellte es Aaron 
daselbst vor das Zeugnis, zur Aufbewahrung.
EXO 16:35 Und die Kinder Israel aen das Manna vierzig Jahre lang, bis sie 
zu dem Lande kamen, darin sie wohnen sollten; bis sie an die Grenze 
Kanaans kamen, aen sie das Manna.
EXO 16:36 Ein Gomer ist der zehnte Teil eines Epha.
EXO 17:1 Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel zog aus der Wste Sin 
ihre Tagereisen, nach dem Befehl des HERRN, und lagerte sich in Raphidim; 
da hatte das Volk kein Wasser zu trinken.
EXO 17:2 Darum zankten sie mit Mose und sprachen: Gebt uns Wasser, da wir 
trinken! Mose sprach zu ihnen: Was zankt ihr mit mir? Warum versucht ihr 
den HERRN?
EXO 17:3 Als nun das Volk daselbst nach Wasser drstete, murrten sie wider 
Mose und sprachen: Warum hast du uns aus gypten heraufgefhrt, da du uns 
und unsere Kinder und unser Vieh vor Durst sterben lssest?
EXO 17:4 Mose schrie zum HERRN und sprach: Was soll ich mit diesem Volke 
tun? Es fehlt wenig, sie werden mich noch steinigen!
EXO 17:5 Der HERR sprach zu Mose: Gehe hin vor das Volk und nimm etliche 
lteste von Israel mit dir und nimm den Stab, mit dem du den Flu 
schlugest, in deine Hand und gehe hin.
EXO 17:6 Siehe, ich will daselbst vor dir auf einem Felsen in Horeb 
stehen; da sollst du den Felsen schlagen, so wird Wasser herauslaufen, da 
das Volk trinke. Mose tat also vor den ltesten Israels.
EXO 17:7 Da hie man den Ort Massa und Meriba, wegen des Zanks der Kinder 
Israel, und da sie den HERRN versucht und gesagt hatten: Ist der HERR 
mitten unter uns oder nicht?
EXO 17:8 Da kam Amalek und stritt wider Israel in Raphidim.
EXO 17:9 Und Mose sprach zu Josua: Erwhle uns Mnner und ziehe aus, 
streite wider Amalek! Morgen will ich auf des Hgels Spitze stehen und den 
Stab Gottes in meiner Hand haben.
EXO 17:10 Und Josua tat, wie Mose ihm sagte, da er wider Amalek stritt. 
Mose aber und Aaron und Hur stiegen auf die Spitze des Hgels.
EXO 17:11 Und solange Mose seine Hnde aufhob, siegte Israel; wenn er aber 
seine Hnde sinken lie, siegte Amalek.
EXO 17:12 Aber die Hnde Moses wurden schwer, darum nahmen sie einen Stein 
und legten denselben unter ihn, da er sich darauf setzte. Aaron aber und 
Hur untersttzten seine Hnde, auf jeder Seite einer. Also blieben seine 
Hnde fest, bis die Sonne unterging.
EXO 17:13 Und Josua besiegte den Amalek und sein Volk durch die Schrfe 
des Schwertes.
EXO 17:14 Da sprach der HERR zu Mose: Schreibe das zum Gedchtnis in ein 
Buch und lege es Josua in die Ohren, nmlich: ich will das Gedchtnis 
Amaleks unter dem Himmel ganz austilgen.
EXO 17:15 Und Mose baute dem HERRN einen Altar und hie ihn: Der HERR ist 
mein Panier.
EXO 17:16 Und er sprach: Weil eine Hand auf dem Throne des HERRN [erhoben 
ist], soll der Krieg des HERRN wider Amalek whren, von Geschlecht zu 
Geschlecht.
EXO 18:1 Und als Jethro, der Priester in Midian, Moses Schwiegervater, 
alles hrte, was Gott Mose und seinem Volk Israel getan, wie der HERR 
Israel aus gypten gefhrt hatte,
EXO 18:2 nahm Jethro, Moses Schwiegervater, die Zippora, das Weib Moses, 
die er zurckgesandt hatte,
EXO 18:3 und ihre zwei Shne (der eine hie Gersom; denn er sprach: Ich 
bin ein Fremdling in einem fremden Lande geworden;
EXO 18:4 und der andere Elieser; denn der Gott meines Vaters ist meine 
Hilfe gewesen und hat mich von dem Schwert des Pharao errettet)
EXO 18:5 und Jethro, Moses Schwiegervater, und seine Shne und sein Weib 
kamen zu Mose in die Wste, als er sich an dem Berge Gottes gelagert hatte.
EXO 18:6 Und er lie Mose sagen: Ich, Jethro, dein Schwiegervater, bin zu 
dir gekommen und dein Weib und ihre beiden Shne mit ihr.
EXO 18:7 Da ging Mose hinaus, seinem Schwiegervater entgegen, und bckte 
sich vor ihm und kte ihn. Und als sie einander gegrt hatten, gingen 
sie in die Htte.
EXO 18:8 Da erzhlte Mose seinem Schwiegervater alles, was der HERR dem 
Pharao und den gyptern um Israels willen getan hatte, und alle Mhsal, 
die ihnen auf dem Wege begegnet war, und wie der HERR sie errettet hatte.
EXO 18:9 Jethro aber freute sich ber alles Gute, das der HERR an Israel 
getan, und da er sie von der gypter Hand errettet hatte.
EXO 18:10 Und Jethro sprach: Gelobt sei der HERR, der euch von der Hand 
der gypter und von der Hand des Pharao errettet hat, ja, der sein Volk 
von der Hand der gypter errettet hat!
EXO 18:11 Nun wei ich, da der HERR grer ist als alle Gtter; denn eben 
mit dem, womit sie Hochmut getrieben, ist er ber sie gekommen!
EXO 18:12 Und Jethro, Moses Schwiegervater, nahm Brandopfer und 
Schlachtopfer, Gott zu opfern. Da kamen Aaron und alle ltesten von 
Israel, um mit Moses Schwiegervater vor Gott das Brot zu essen.
EXO 18:13 Am andern Morgen setzte sich Mose, das Volk zu richten; und das 
Volk stand um Mose her bis an den Abend.
EXO 18:14 Als aber Moses Schwiegervater alles sah, was er mit dem Volke 
tat, sprach er: Was machst du dir da fr Umstnde mit dem Volk? Warum 
sitzest du allein, und alles Volk steht um dich her vom Morgen bis zum 
Abend?
EXO 18:15 Mose antwortete seinem Schwiegervater: Das Volk kommt zu mir, 
Gott um Rat zu fragen.
EXO 18:16 Denn wenn sie eine Sache haben, kommen sie zu mir, da ich 
entscheide, wer von beiden recht hat, und damit ich ihnen Gottes Ordnung 
und seine Gesetze kundtue.
EXO 18:17 Aber Moses Schwiegervater sprach zu ihm: Es ist nicht gut, was 
du tust!
EXO 18:18 Du wirst mde und kraftlos, zugleich du und das Volk, das bei 
dir ist; denn das Geschft ist dir zu schwer, du kannst es allein nicht 
ausrichten.
EXO 18:19 So hre auf meine Stimme; ich will dir raten, und Gott wird mit 
dir sein. Tritt du fr das Volk vor Gott
EXO 18:20 und erklre ihnen die Ordnungen und Gesetze, da du ihnen den 
Weg kundtuest, darauf sie zu wandeln haben, und die Werke, die sie tun 
sollen.
EXO 18:21 Sieh dich aber unter allem Volk nach wackern Mnnern um, die 
gottesfrchtig, wahrhaftig und dem Geize feind sind; die setze ber sie zu 
Obern ber tausend, ber hundert, ber fnfzig und ber zehn,
EXO 18:22 da sie das Volk allezeit richten; alle wichtigen Sachen aber 
sollen sie vor dich bringen, und alle geringen Sachen sollen sie selbst 
richten; so wird es dir leichter werden, wenn sie die Brde mit dir tragen.
EXO 18:23 Wirst du das tun, und gebietet es dir Gott, so magst du 
bestehen; und dann kann auch all dieses Volk in Frieden an seinen Ort 
kommen.
EXO 18:24 Mose folgte der Stimme seines Schwiegervaters und tat alles, was 
er sagte.
EXO 18:25 Denn er erwhlte wackere Mnner aus ganz Israel und machte sie 
zu Huptern ber das Volk, zu Obern ber tausend, ber hundert, ber 
fnfzig und ber zehn,
EXO 18:26 damit sie das Volk allezeit richteten; schwere Sachen sollten 
sie vor Mose bringen, die kleinen Sachen aber selber richten.
EXO 18:27 Darauf lie Mose seinen Schwiegervater ziehen, und er kehrte in 
sein Land zurck.
EXO 19:1 Im dritten Monat nach dem Auszug der Kinder Israel aus gypten 
kamen sie an demselben Tag in die Wste Sinai.
EXO 19:2 Denn sie waren von Raphidim ausgezogen und in die Wste Sinai 
gekommen und lagerten sich in der Wste; Israel lagerte sich daselbst dem 
Berg gegenber.
EXO 19:3 Und Mose stieg hinauf zu Gott; denn der HERR rief ihm vom Berge 
und sprach: Also sollst du zum Hause Jakobs sagen und den Kindern Israel 
verkndigen:
EXO 19:4 Ihr habt gesehen, was ich den gyptern getan, und wie ich euch 
auf Adlersflgeln getragen und euch zu mir gebracht habe.
EXO 19:5 Werdet ihr nun meiner Stimme Gehr schenken und gehorchen und 
meinen Bund bewahren, so sollt ihr vor allen Vlkern mein besonderes 
Eigentum sein; denn die ganze Erde ist mein;
EXO 19:6 ihr aber sollt mir ein Knigreich von Priestern und ein heiliges 
Volk sein! Das sind die Worte, die du den Kindern Israel sagen sollst.
EXO 19:7 Mose kam und berief die ltesten des Volkes und legte ihnen alle 
diese Worte vor, die der HERR geboten hatte.
EXO 19:8 Da antwortete das ganze Volk miteinander und sprach: Alles, was 
der HERR gesagt hat, das wollen wir tun! Und Mose berbrachte dem HERRN 
die Antwort des Volkes.
EXO 19:9 Da sprach der HERR zu Mose: Siehe, ich will in einer dicken Wolke 
zu dir kommen, da das Volk meine Worte hre, die ich mit dir rede, und 
auch dir ewiglich glaube. Und Mose verkndigte dem HERRN die Rede des 
Volkes.
EXO 19:10 Da sprach der HERR zu Mose: Geh zum Volk und heilige sie heute 
und morgen; und sie sollen ihre Kleider waschen
EXO 19:11 und bereit sein auf den dritten Tag; denn am dritten Tage wird 
der HERR vor dem ganzen Volk auf den Berg Sinai herabsteigen.
EXO 19:12 Und mache dem Volke ein Gehege ringsum und sprich zu ihnen: 
Htet euch davor, auf den Berg zu steigen und seinen Fu anzurhren! Denn 
wer den Berg anrhrt, der soll des Todes sterben!
EXO 19:13 Niemandes Hand soll ihn anrhren, sonst soll er gesteinigt oder 
mit einem Gescho erschossen werden; es sei ein Tier oder ein Mensch, so 
soll er nicht leben. Wenn aber das Horn ertnt, so sollen sie zum Berge 
kommen.
EXO 19:14 Mose stieg vom Berg herab zum Volk und heiligte sie. Und sie 
wuschen ihre Kleider.
EXO 19:15 Und er sprach zum Volk: Seid bereit auf den dritten Tag, keiner 
nahe sich zum Weibe!
EXO 19:16 Als nun der dritte Tag kam und es noch frhe war, erhob sich ein 
Donnern und Blitzen und eine dicke Wolke auf dem Berg und der Ton einer 
sehr starken Posaune. Da erschrak das ganze Volk, das im Lager war.
EXO 19:17 Und Mose fhrte das Volk aus dem Lager, Gott entgegen, und sie 
stellten sich unten am Berge auf.
EXO 19:18 Aber der ganze Berg Sinai rauchte davon, da der HERR im Feuer 
auf ihn herabstieg. Und sein Rauch ging auf, wie der Rauch eines 
Schmelzofens, und der ganze Berg erbebte sehr.
EXO 19:19 Und der Ton der Posaune ward je lnger je strker. Mose redete, 
und Gott antwortete ihm mit lauter Stimme.
EXO 19:20 Als nun der HERR auf den Berg Sinai, oben auf die Spitze des 
Berges herabgekommen war, rief er Mose hinauf auf die Spitze des Berges. 
Und Mose stieg hinauf.
EXO 19:21 Da sprach der HERR zu Mose: Steig hinab und bezeuge dem Volk, 
da sie nicht zum HERRN durchbrechen, um zu sehen, und viele von ihnen 
fallen!
EXO 19:22 Auch die Priester, die dem HERRN nahen, sollen sich heiligen, 
da der HERR nicht einen Ri unter ihnen mache.
EXO 19:23 Mose aber sprach zum HERRN: Das Volk kann nicht auf den Berg 
Sinai steigen, denn du hast uns bezeugt und gesagt: Mache ein Gehege um 
den Berg und heilige ihn!
EXO 19:24 Der HERR sprach zu ihm: Gehe hin, steige hinab! Darnach sollst 
du und Aaron mit dir hinaufsteigen; aber die Priester und das Volk sollen 
nicht durchbrechen, um zum Herrn heraufzusteigen, damit er nicht einen Ri 
unter ihnen mache!
EXO 19:25 Und Mose stieg zum Volke hinunter und sagte es ihnen.
EXO 20:1 Da redete Gott alle diese Worte und sprach:
EXO 20:2 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus gyptenland, aus 
dem Diensthause, gefhrt habe.
EXO 20:3 Du sollst keine andern Gtter neben mir haben!
EXO 20:4 Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, 
weder dessen, das oben im Himmel, noch dessen, das unten auf Erden, noch 
dessen, das in den Wassern, unterhalb der Erde ist.
EXO 20:5 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht; denn ich, der HERR, dein 
Gott, bin ein eifriger Gott, der da heimsucht der Vter Missetat an den 
Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen,
EXO 20:6 und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich lieben und 
meine Gebote halten.
EXO 20:7 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mibrauchen; 
denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen 
mibraucht!
EXO 20:8 Gedenke des Sabbattages, da du ihn heiligest!
EXO 20:9 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke verrichten;
EXO 20:10 aber am siebenten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; 
da sollst du kein Werk tun; weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, 
noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Vieh, noch dein Fremdling, 
der in deinen Toren ist.
EXO 20:11 Denn in sechs Tagen hat der HERR Himmel und Erde gemacht, und 
das Meer und alles, was darinnen ist, und ruhte am siebenten Tag; darum 
segnete der HERR den Sabbattag und heiligte ihn.
EXO 20:12 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, auf da du lange 
lebest im Lande, das dir der HERR, dein Gott, geben wird!
EXO 20:13 Du sollst nicht tten!
EXO 20:14 Du sollst nicht ehebrechen!
EXO 20:15 Du sollst nicht stehlen!
EXO 20:16 Du sollst kein falsches Zeugnis reden wider deinen Nchsten!
EXO 20:17 La dich nicht gelsten deines Nchsten Hauses! La dich nicht 
gelsten deines Nchsten Weibes, noch seines Knechtes, noch seiner Magd, 
noch seines Ochsen, noch seines Esels, noch alles dessen, was dein 
Nchster hat!
EXO 20:18 Und alles Volk sah den Donner und Blitz und den Ton der Posaunen 
und den rauchenden Berg. Als nun das Volk solches sah, zitterte es und 
stand von ferne
EXO 20:19 und sprach zu Mose: Rede du mit uns, wir wollen zuhren; aber 
Gott soll nicht mit uns reden, wir mssen sonst sterben!
EXO 20:20 Mose aber sprach zum Volk: Frchtet euch nicht, denn Gott ist 
gekommen, euch zu prfen, und damit seine Furcht euch vor Augen sei, damit 
ihr nicht sndiget!
EXO 20:21 Und das Volk stand von ferne; Mose aber machte sich hinzu in das 
Dunkel, darinnen Gott war.
EXO 20:22 Und der HERR sprach zu Mose: Also sollst du den Kindern Israel 
sagen: Ihr habt gesehen, da ich mit euch vom Himmel her geredet habe.
EXO 20:23 Darum sollt ihr keine andern Gtter neben mir machen; silberne 
oder goldene Gtter sollt ihr euch nicht machen.
EXO 20:24 Einen Altar von Erde sollst du mir machen, darauf du deine 
Brandopfer und deine Dankopfer, deine Schafe und deine Rinder opferst; an 
jedem Ort, wo ich meines Namens Gedchtnis stifte, daselbst will ich zu 
dir kommen und dich segnen.
EXO 20:25 Und so du mir einen steinernen Altar machen willst, sollst du 
ihn nicht von gehauenen Steinen bauen; denn wenn du mit deinem Eisen 
darber fhrest, so wrdest du ihn entweihen.
EXO 20:26 Du sollst auch nicht auf Stufen zu meinem Altar steigen, damit 
deine Ble vor ihm nicht aufgedeckt werde.
EXO 21:1 Das sind die Rechte, die du ihnen vorlegen sollst:
EXO 21:2 So du einen hebrischen Knecht kaufst, soll er sechs Jahre lang 
dienen, und im siebenten soll er unentgeltlich freigelassen werden.
EXO 21:3 Ist er allein gekommen, so soll er auch allein entlassen werden; 
ist er aber verehelicht gekommen, so soll sein Weib mit ihm ausgehen.
EXO 21:4 Hat ihm aber sein Herr ein Weib gegeben, und diese hat ihm Shne 
oder Tchter geboren, so soll das Weib samt ihren Kindern seinem Herrn 
gehren; er aber soll allein entlassen werden.
EXO 21:5 Spricht aber der Knecht: Ich habe meinen Herrn, mein Weib und 
meine Kinder lieb,
EXO 21:6 ich will nicht freigelassen werden, so bringe ihn sein Herr vor 
Gott und stelle ihn an die Tr oder den Pfosten und durchbohre ihm seine 
Ohren mit einem Pfriem, da er ihm diene ewiglich.
EXO 21:7 Verkauft jemand seine Tochter als Magd, so soll sie nicht wie die 
Knechte freigelassen werden.
EXO 21:8 Mifllt sie ihrem Herrn, also da er sie nicht heiratet, so 
lasse er sie loskaufen; aber unter ein fremdes Volk sie zu verkaufen hat 
er keine Macht, wenn er ihr untreu wird.
EXO 21:9 Vermhlt er sie aber seinem Sohne, so soll er nach der Tchter 
Recht mit ihr handeln.
EXO 21:10 Nimmt er sich aber eine andere, so soll er jener an Nahrung, 
Kleidung und der ehelichen Pflicht nichts abbrechen.
EXO 21:11 Tut er diese drei Stcke nicht an ihr, so soll sie umsonst, 
unentgeltlich frei werden.
EXO 21:12 Wer einen Menschen schlgt, da er stirbt, der soll des Todes 
sterben.
EXO 21:13 Hat er ihm aber nicht nachgestellt, sondern hat Gott es seiner 
Hand widerfahren lassen, so will ich dir einen Ort bestimmen, dahin er 
fliehen mag.
EXO 21:14 Wenn aber jemand gegen seinen Nchsten so aufgebracht war, da 
er ihn vorstzlich umgebracht hat, so sollst du ihn von meinem Altar 
wegnehmen, damit er sterbe.
EXO 21:15 Wer seinen Vater oder seine Mutter schlgt, der soll des Todes 
sterben.
EXO 21:16 Wer einen Menschen stiehlt und ihn verkauft, oder so, da man 
ihn noch in seiner Hand findet, der soll des Todes sterben.
EXO 21:17 Auch wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, soll des Todes 
sterben.
EXO 21:18 Wenn Mnner miteinander hadern, und einer schlgt den andern mit 
einem Stein oder mit der Faust, da er nicht stirbt, aber zu Bette liegen 
mu;
EXO 21:19 und wenn er soweit wieder hergestellt wird, da er auf einen 
Stock gesttzt ausgehen kann, so soll der, welcher ihn geschlagen hat, 
unschuldig sein; nur soll er ihn fr die Versumnis entschdigen und ihn 
vollstndig heilen lassen.
EXO 21:20 Und wer seinen Knecht oder seine Magd mit einem Stocke schlgt, 
so da sie ihm unter der Hand sterben, der soll bestraft werden;
EXO 21:21 stehen sie aber nach einem oder zwei Tagen wieder auf, so soll 
er nicht bestraft werden, weil es sein eigener Schade ist.
EXO 21:22 Wenn Mnner sich zanken und stoen ein schwangeres Weib, da 
eine Fehlgeburt entsteht, aber sonst kein Schade, so mu eine Geldstrafe 
erlegt werden, wie sie der Ehemann des Weibes festsetzt; und man soll sie 
auf richterliche Entscheidung hin geben.
EXO 21:23 Wenn aber ein Schaden entsteht, so sollst du ihn ersetzen; Seele 
um Seele,
EXO 21:24 Auge um Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fu um Fu,
EXO 21:25 Brandmal um Brandmal, Wunde um Wunde, Beule um Beule.
EXO 21:26 Wenn jemand seinem Knecht oder seiner Magd ein Auge ausschlgt, 
so soll er sie freilassen [zur Entschdigung] fr das Auge.
EXO 21:27 Desgleichen, wenn er dem Knecht oder der Magd einen Zahn 
ausschlgt, soll er sie auch freilassen fr den Zahn.
EXO 21:28 Wenn ein Ochs einen Mann oder eine Frau zu Tode stt, so soll 
man ihn steinigen und sein Fleisch nicht essen; der Eigentmer des Ochsen 
aber bleibe unbestraft.
EXO 21:29 Ist aber der Ochs seit mehreren Tagen stig gewesen und wurde 
sein Herr deshalb verwarnt, hat ihn aber doch nicht in Verwahrung getan, 
so soll der Ochs, der einen Mann oder eine Frau gettet hat, gesteinigt 
werden, und auch sein Herr soll sterben.
EXO 21:30 Wird ihm aber ein Lsegeld auferlegt, so soll er zur Erlsung 
seiner Seele soviel geben, als man ihm auferlegt.
EXO 21:31 Stt er einen Sohn oder eine Tochter, so soll man ihn auch nach 
diesem Rechte behandeln.
EXO 21:32 Wenn aber der Ochs einen Knecht stt oder eine Magd, so soll 
man ihrem Herrn dreiig silberne Schekel bezahlen; der Ochs aber mu 
gesteinigt werden.
EXO 21:33 Wenn jemand eine Zisterne abdeckt oder eine solche grbt und 
deckt sie nicht zu, und es fllt ein Ochs oder Esel hinein,
EXO 21:34 so hat der Zisternenbesitzer den Eigentmer des Viehes mit Geld 
zu entschdigen, das Aas aber mag er behalten.
EXO 21:35 Wenn jemandes Ochs den Ochsen eines anderen zu Tode stt, so 
sollen sie den lebendigen Ochsen verkaufen und das Geld teilen und das Aas 
auch teilen.
EXO 21:36 Wute man aber, da der Ochs schon seit etlichen Tagen stig 
war und hat sein Herr ihn doch nicht in Verwahrung getan, so soll er den 
Ochsen ersetzen und das Aas behalten.
EXO 22:1 Wenn jemand einen Ochsen stiehlt oder ein Schaf und schlachtet 
oder verkauft das Tier, so soll er fnf Ochsen fr einen erstatten und 
vier Schafe fr eins.
EXO 22:2 Wird ein Dieb beim Einbruch ertappt und geschlagen, da er 
stirbt, so ist man des Blutes nicht schuldig;
EXO 22:3 wre aber die Sonne ber ihm aufgegangen, so wrde man des Blutes 
schuldig sein. Der Dieb soll Ersatz leisten; hat er aber nichts, so 
verkaufe man ihn um den Wert des Gestohlenen.
EXO 22:4 Wird das Gestohlene noch lebend bei ihm vorgefunden, es sei ein 
Ochs, ein Esel oder ein Schaf, so soll er es doppelt wiedererstatten.
EXO 22:5 Wenn jemand das Feld oder den Weinberg abweiden lt, und er lt 
dem Vieh freien Lauf, da es auch das Feld eines andern abweidet, so soll 
er das Beste seines eigenen Feldes und das Beste seines Weinbergs dafr 
geben.
EXO 22:6 Bricht Feuer aus und ergreift eine Dornhecke und frit einen 
Garbenhaufen oder das stehende Gewchs oder das ganze Feld, so soll der, 
welcher den Brand verursacht hat, den Schaden vergten.
EXO 22:7 Gibt einer seinem Nchsten Geld oder Hausrat zu verwahren, und es 
wird aus dem Hause des Betreffenden gestohlen, so soll der Dieb, wenn er 
erwischt wird, es doppelt ersetzen.
EXO 22:8 Ist aber der Dieb nicht zu finden, so soll man den Hausherrn vor 
Gott bringen [und ihn darber verhren], ob er sich nicht vergriffen habe 
an seines Nchsten Gut.
EXO 22:9 Wird irgend etwas gestohlen, sei es ein Ochs, ein Esel, ein 
Schaf, ein Kleid, oder was sonst abhanden gekommen sein mag, wovon einer 
behauptet: Der hat's! So soll beider Aussage vor Gott gelangen; wen Gott 
schuldig spricht, der soll es seinem Nchsten doppelt ersetzen.
EXO 22:10 Wenn jemand seinem Nchsten einen Esel oder einen Ochsen oder 
ein Schaf oder irgend ein Vieh zu hten gibt, und es kommt um oder nimmt 
Schaden oder wird geraubt, ohne da es jemand sieht,
EXO 22:11 so soll ein Eid bei dem HERRN zwischen beiden entscheiden, da 
jener sich nicht vergriffen habe an seines Nchsten Gut; und der 
Eigentmer soll ihn annehmen und keine Entschdigung erhalten.
EXO 22:12 Ist es ihm aber gestohlen worden, so soll er es dem Eigentmer 
ersetzen;
EXO 22:13 wenn es aber von einem wilden Tier zerrissen worden ist, so soll 
er das Zerrissene zum Beweis beibringen; bezahlen mu er es nicht.
EXO 22:14 Entlehnt jemand etwas von seinem Nchsten, und es wird 
beschdigt oder kommt um, ohne da der Eigentmer dabei ist,
EXO 22:15 so mu er es ersetzen; ist der Eigentmer dabei, so braucht 
jener es nicht zu ersetzen; ist er ein Tagelhner, so ist es inbegriffen 
in seinem Lohn.
EXO 22:16 Wenn ein Mann eine Jungfrau berredet, die noch unverlobt ist, 
und bei ihr liegt, so soll er sie sich durch Bezahlung des Kaufpreises zum 
Eheweib nehmen.
EXO 22:17 Will aber ihr Vater sie ihm durchaus nicht geben, so soll er ihm 
soviel bezahlen, als der Kaufpreis fr eine Jungfrau betrgt.
EXO 22:18 Eine Zauberin sollst du nicht leben lassen!
EXO 22:19 Wer bei einem Vieh liegt, soll des Todes sterben.
EXO 22:20 Wer den Gttern opfert und nicht dem Herrn allein, der soll in 
den Bann getan werden.
EXO 22:21 Den Fremdling sollst du nicht bedrngen noch bedrcken; denn ihr 
seid auch Fremdlinge gewesen in gyptenland.
EXO 22:22 Ihr sollt keine Witwen noch Waisen bedrcken.
EXO 22:23 Wirst du sie dennoch bedrcken und sie schreien zu mir, so werde 
ich ihr Schreien gewi erhren,
EXO 22:24 und es wird alsdann mein Zorn ergrimmen, da ich euch mit dem 
Schwert umbringe, damit eure Weiber zu Witwen und eure Kinder zu Waisen 
werden!
EXO 22:25 Wenn du meinem Volk Geld leihst, einem Armen, der bei dir wohnt, 
so sollst du ihn nicht wie ein Wucherer behandeln, du sollst ihm keinen 
Zins auferlegen.
EXO 22:26 Wenn du von deinem Nchsten das Kleid als Pfand nimmst, so 
sollst du es ihm bis zum Sonnenuntergang wiedergeben;
EXO 22:27 denn es ist seine einzige Decke, das Kleid, das er auf der 
bloen Haut trgt! Worin soll er schlafen? Schreit er aber zu mir, so 
erhre ich ihn; denn ich bin gndig.
EXO 22:28 Gott sollst du nicht lstern, und dem Obersten deines Volkes 
sollst du nicht fluchen!
EXO 22:29 Deinen berflu und dein Bestes sollst du nicht zurckbehalten; 
deinen erstgeborenen Sohn sollst du mir geben!
EXO 22:30 Desgleichen sollst du tun mit deinem Ochsen und deinem Schaf; 
sieben Tage mag es bei seiner Mutter bleiben, am achten Tag sollst du es 
mir geben!
EXO 22:31 Und ihr sollt mir heilige Leute sein; darum sollt ihr kein 
Fleisch essen, das auf dem Feld von wilden Tieren zerrissen worden ist, 
sondern sollt es den Hunden vorwerfen.
EXO 23:1 Du sollst kein falsches Gercht verbreiten! Leihe keinem 
Gottlosen deine Hand, da du durch dein Zeugnis einen Frevel untersttzest!
EXO 23:2 Du sollst nicht der Mehrheit folgen zum Bsen und sollst vor 
Gericht deine Aussagen nicht nach der Mehrheit richten, um zu verdrehen.
EXO 23:3 Du sollst den Armen nicht beschnigen in seinem Proze.
EXO 23:4 Wenn du den Ochsen oder Esel deines Feindes antriffst, der sich 
verlaufen hat, so sollst du ihm denselben wiederbringen.
EXO 23:5 Siehst du den Esel deines Feindes unter seiner Last erliegen, 
knntest du es unterlassen, ihm zu helfen? Du sollst ihm samt jenem 
aufhelfen!
EXO 23:6 Du sollst das Recht deines Armen nicht beugen in seinem Proze.
EXO 23:7 Von falscher Anklage halte dich fern und bringe keinen 
Unschuldigen und Gerechten um; denn ich spreche keinen Gottlosen gerecht.
EXO 23:8 Und nimm kein Geschenk! Denn das Geschenk macht die Sehenden 
blind und verkehrt die Sache der Gerechten.
EXO 23:9 Und bedrcke den Fremdling nicht; denn ihr wit, wie es den 
Fremdlingen zumute ist; denn ihr seid Fremdlinge gewesen in gyptenland.
EXO 23:10 Sechs Jahre sollst du dein Land besen und seinen Ertrag 
einsammeln;
EXO 23:11 aber im siebenten sollst du es brach liegen und sich ausruhen 
lassen, da sich die Armen deines Volkes davon nhren, und was sie 
briglassen, mgen die Tiere des Feldes fressen; desgleichen sollst du mit 
deinem Weinberg und Olivengarten tun.
EXO 23:12 Sechs Tage sollst du deine Werke verrichten, aber am siebenten 
Tag sollst du feiern, damit dein Ochs und dein Esel ausruhen und deiner 
Magd Sohn und der Fremdling sich erholen.
EXO 23:13 Befolget alles, was ich euch befohlen habe, und erwhnet die 
Namen der fremden Gtter nicht; die sollen gar nicht ber eure Lippen 
kommen!
EXO 23:14 Dreimal im Jahr sollst du mir ein Fest feiern.
EXO 23:15 Das Fest der ungesuerten Brote sollst du halten: sieben Tage 
sollst du ungesuertes Brot essen zur bestimmten Zeit im Monat Abib, wie 
ich dir befohlen habe; denn in demselben bist du aus gypten ausgezogen. 
Man erscheine aber nicht leer vor mir!
EXO 23:16 Und das Erntefest, da du deine ersten Erzeugnisse darbringst von 
dem, was du auf dem Felde gest hast; und das Fest der Einsammlung am 
Ausgang des Jahres, wenn du deine Erzeugnisse vom Felde eingesammelt hast.
EXO 23:17 Dreimal im Jahr soll alle deine Mannschaft vor dem Herrscher, 
dem HERRN, erscheinen!
EXO 23:18 Du sollst das Blut meiner Opfer nicht zusammen mit Sauerteig 
darbringen, und das Fett meiner Festopfer soll nicht bleiben bis zum 
andern Morgen.
EXO 23:19 Die frhesten Erstlinge deines Ackers sollst du in das Haus des 
HERRN, deines Gottes, bringen. Du sollst das Bcklein nicht in der Milch 
seiner Mutter kochen!
EXO 23:20 Siehe, ich sende einen Engel vor dir her, dich zu behten auf 
dem Weg und dich an den Ort zu bringen, den ich bereitet habe.
EXO 23:21 Hte dich vor ihm und gehorche seiner Stimme und sei nicht 
widerspenstig gegen ihn; denn er wird eure bertretungen nicht ertragen; 
denn mein Name ist in ihm.
EXO 23:22 Wirst du aber seiner Stimme gehorchen und alles tun, was ich 
sage, so will ich deine Feinde befehden und deinen Widersachern 
widerwrtig sein.
EXO 23:23 Wenn nun mein Engel vor dir hergeht und dich zu den Amoritern, 
Hetitern, Pheresitern, Kanaanitern, Hevitern und Jebusitern bringt und ich 
sie vertilge,
EXO 23:24 so sollst du ihre Gtter nicht anbeten, noch ihnen dienen, und 
sollst es nicht machen wie sie; sondern du sollst ihre Sulen niederreien 
und sie gnzlich zerstren.
EXO 23:25 Und ihr sollt dem HERRN, eurem Gott, dienen, so wird er dein 
Brot und dein Wasser segnen; und ich will die Krankheit aus deiner Mitte 
tun.
EXO 23:26 Es soll keine Kinderlose und keine Unfruchtbare in deinem Lande 
sein; ich will die Zahl deiner Tage voll machen.
EXO 23:27 Ich will meinen Schrecken vor dir hersenden und will alle Vlker 
in Verwirrung bringen, zu welchen du kommst, und will machen, da alle 
deine Feinde dir den Rcken kehren sollen.
EXO 23:28 Ich will Hornissen vor dir hersenden, damit sie die Heviter, die 
Kanaaniter und Hetiter vor dir her vertreiben.
EXO 23:29 Ich will sie aber nicht in einem Jahre vor dir her vertreiben, 
damit das Land nicht zur Wste werde und die wilden Tiere sich nicht zu 
deinem Schaden vermehren.
EXO 23:30 Nach und nach will ich sie vor dir vertreiben, in dem Ma, wie 
du zunimmst und das Land ererben kannst.
EXO 23:31 Und ich setze deine Grenze vom Schilfmeer bis zum Philistermeer 
und von der Wste bis zum Strom [Euphrat]; denn ich will die Bewohner des 
Landes in eure Hand geben, da du sie vor dir her vertreibest.
EXO 23:32 Du sollst mit ihnen und mit ihren Gttern keinen Bund schlieen;
EXO 23:33 sie sollen nicht in deinem Lande wohnen, damit sie dich nicht 
zur Snde gegen mich verleiten; denn du wrdest ihren Gttern dienen, und 
sie wrden dir zum Fallstrick werden.
EXO 24:1 Er hatte aber zu Mose gesagt: Steige herauf zum HERRN, du und 
Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den ltesten Israels, und betet an 
von ferne!
EXO 24:2 Aber Mose allein nahe sich zum HERRN; jene sollen sich nicht 
nahen, und das Volk soll nicht mit ihnen heraufkommen!
EXO 24:3 Mose kam und erzhlte dem Volk alle Worte des HERRN und alle die 
Verordnungen. Da antwortete das Volk einstimmig und sprach: Alles, was der 
HERR gesagt hat, wollen wir tun!
EXO 24:4 Da schrieb Mose alle Worte des HERRN nieder und stand des Morgens 
frhe auf und baute einen Altar unten am Berg und zwlf Malsteine nach den 
zwlf Stmmen Israels.
EXO 24:5 Und Mose sandte israelitische Jnglinge, da sie Brandopfer 
darbrchten und Farren opferten zum Dankopfer dem HERRN.
EXO 24:6 Und Mose nahm die Hlfte des Blutes und tat es in Becken; aber 
die andere Hlfte des Blutes sprengte er auf den Altar.
EXO 24:7 Darauf nahm er das Buch des Bundes und las es vor den Ohren des 
Volkes. Und sie sprachen: Alles, was der HERR gesagt hat, das wollen wir 
tun und befolgen!
EXO 24:8 Da nahm Mose das Blut und sprengte es auf das Volk und sprach: 
Sehet, das ist das Blut des Bundes, den der HERR mit euch gemacht hat ber 
allen diesen Worten!
EXO 24:9 Da stiegen Mose und Aaron, Nadab und Abihu und siebzig von den 
ltesten Israels hinauf;
EXO 24:10 und sie sahen den Gott Israels; und unter seinen Fen war ein 
Boden wie von Saphirsteinen und so klar wie der Himmel selbst.
EXO 24:11 Und er legte seine Hand nicht an die Auserwhlten der Kinder 
Israel. Und als sie Gott gesehen hatten, aen und tranken sie.
EXO 24:12 Und der HERR sprach zu Mose: Steige zu mir herauf auf den Berg 
und bleibe daselbst, so will ich dir die steinernen Tafeln geben und das 
Gesetz und das Gebot, das ich geschrieben habe, um sie zu unterweisen!
EXO 24:13 Da machte sich Mose auf samt seinem Diener Josua und stieg auf 
den Berg hinauf zu Gott.
EXO 24:14 Zu den ltesten aber hatte er gesagt: Erwartet uns hier, bis wir 
wieder zu euch kommen; sehet, Aaron und Hur sind bei euch; wer eine 
Angelegenheit hat, der wende sich an sie!
EXO 24:15 Als nun Mose auf den Berg stieg, bedeckte eine Wolke den Berg.
EXO 24:16 Und die Herrlichkeit des HERRN wohnte auf dem Berg Sinai, und 
die Wolke bedeckte ihn sechs Tage lang; am siebenten Tage aber rief er 
Mose von der Wolke aus zu.
EXO 24:17 Und die Herrlichkeit des HERRN erschien den Kindern Israel wie 
ein verzehrendes Feuer oben auf dem Gipfel des Berges.
EXO 24:18 Mose aber ging mitten in die Wolke hinein, da er den Berg 
bestieg; und Mose blieb vierzig Tage und vierzig Nchte auf dem Berge.
EXO 25:1 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
EXO 25:2 Sage den Kindern Israel, da sie mir freiwillige Gaben bringen, 
und nehmet dieselben von jedermann, den sein Herz dazu treibt!
EXO 25:3 Das sind aber die Gaben, die ihr von ihnen nehmen sollt:
EXO 25:4 Gold, Silber, Erz, Stoffe von blauem und rotem Purpur und 
Karmesinfarbe, von feiner weier Baumwolle und Ziegenhaaren,
EXO 25:5 rtliche Widderfelle, Seehundsfelle und Akazienholz,
EXO 25:6 l zum Leuchter, Spezerei zum Salbl und zu gutem Rucherwerk,
EXO 25:7 Schohamsteine und eingefate Steine zum Brustkleid und zum 
Brustschildlein.
EXO 25:8 Und sie sollen mir ein Heiligtum machen, da ich mitten unter 
ihnen wohne!
EXO 25:9 Durchaus, wie ich dir ein Vorbild der Wohnung und aller ihrer 
Gerte zeigen werde, also sollt ihr es machen.
EXO 25:10 Macht eine Lade von Akazienholz, dreieinhalb Ellen soll ihre 
Lnge sein, anderthalb Ellen ihre Breite und anderthalb Ellen ihre Hhe.
EXO 25:11 Die sollst du mit reinem Gold berziehen, inwendig und 
auswendig; und mache ringsum einen goldenen Kranz.
EXO 25:12 Du sollst auch vier goldene Ringe dazu gieen und sie an ihre 
vier Ecken setzen; also, da zwei Ringe auf einer Seite und zwei Ringe auf 
der andern Seite seien;
EXO 25:13 und mache Stangen von Akazienholz und berziehe sie mit Gold
EXO 25:14 und stecke sie in die Ringe an der Seite der Lade, da man sie 
damit trage.
EXO 25:15 Aber die Stangen sollen in den Ringen der Lade bleiben und nicht 
daraus entfernt werden.
EXO 25:16 Und du sollst das Zeugnis, das ich dir geben werde, in die Lade 
legen.
EXO 25:17 Du sollst auch einen Shndeckel machen von reinem Gold; 
dreieinhalb Ellen soll seine Lnge und anderthalb Ellen seine Breite sein.
EXO 25:18 Und du sollst zwei Cherubim machen von Gold; von getriebener 
Arbeit sollst du sie machen, an beiden Enden des Shndeckels.
EXO 25:19 Also, da du den einen Cherub an dem einen Ende machest und den 
andern Cherub an dem andern Ende; die Cherubim sollt ihr machen an den 
beiden Enden des Shndeckels.
EXO 25:20 Und die Cherubim sollen ihre Flgel darber ausbreiten, da sie 
mit ihren Flgeln den Shndeckel schirmen und des einen Angesicht gegen 
das des andern gerichtet sei, und ihre Angesichter sollen auf den 
Shndeckel sehen.
EXO 25:21 Und du sollst den Shndeckel oben ber die Lade legen und das 
Zeugnis, das ich dir geben werde, in die Lade tun.
EXO 25:22 Daselbst will ich mit dir zusammenkommen und mit dir reden von 
dem Shndeckel herab, zwischen den beiden Cherubim auf der Lade des 
Zeugnisses, ber alles, was ich dir fr die Kinder Israel befehlen will.
EXO 25:23 Du sollst auch einen Tisch machen von Akazienholz; zwei Ellen 
soll seine Lnge und eine Elle seine Breite und anderthalb Ellen seine 
Hhe sein.
EXO 25:24 Und sollst ihn berziehen mit reinem Gold und ihn ringsum mit 
einem goldenen Kranz versehen.
EXO 25:25 Auch eine Leiste sollst du machen um ihn her und sie an den vier 
Ecken seiner Fe anbringen.
EXO 25:26 Und sollst vier goldene Ringe daran machen, welche du an den 
vier Ecken seiner vier Fe anbringen sollst.
EXO 25:27 Dicht unter der Leiste sollen die Ringe sein, da man die 
Stangen darein tue und den Tisch trage.
EXO 25:28 Du sollst aber die Stangen von Akazienholz machen und sie mit 
Gold berziehen, da der Tisch damit getragen werde.
EXO 25:29 Du sollst auch seine Schsseln machen, seine Schalen, seine 
Kannen und seine Becher, da man mit ihnen die Trankopfer ausgiee; aus 
reinem Golde sollst du sie machen.
EXO 25:30 Und du sollst allezeit Schaubrote auf den Tisch legen vor mein 
Angesicht.
EXO 25:31 Du sollst auch einen Leuchter von reinem Golde machen; in 
getriebener Arbeit soll dieser Leuchter gemacht werden; sein Fu, sein 
Schaft, seine Kelche, Knoten und Blumen sollen aus [einem Stck mit] ihm 
sein.
EXO 25:32 Sechs Arme sollen aus den Seiten des Leuchters herauskommen, 
drei Arme aus einer Seite des Leuchters und drei Arme aus der andern Seite 
des Leuchters.
EXO 25:33 Ein jeder Arm soll drei Kelche wie Mandelblten, Knoten und 
Blumen haben. Auf diese Weise sollen die sechs Arme aus dem Leuchter gehen.
EXO 25:34 Aber der Leuchter soll vier Kelche wie Mandelblten, dazu seine 
Knoten und Blumen haben;
EXO 25:35 nmlich einen Knoten unter zwei Armen, und wieder einen Knoten 
unter zwei Armen; so bei den sechs Armen, die aus dem Leuchter gehen.
EXO 25:36 Denn ihre Knoten und Arme sollen aus ihm herauskommen, und von 
getriebener Arbeit und aus reinem Gold sein.
EXO 25:37 Und du sollst ihm sieben Lampen machen, und man znde die Lampen 
an, da sie Licht geben nach vorn.
EXO 25:38 Und ihre Lichtscheren und Lschnpflein sollen aus reinem Golde 
sein.
EXO 25:39 Aus einem Zentner reinen Goldes soll man ihn machen mit allen 
diesen Gerten.
EXO 25:40 Und siehe zu, da du es machest nach dem Vorbilde, das dir auf 
dem Berge gezeigt worden ist!
EXO 26:1 Die Wohnung sollst du machen von zehn Teppichen, von gezwirnter 
weier Baumwolle, aus Stoffen von blauem und rotem Purpur und 
Karmesinfarbe. Cherubim sollst du knstlich darein wirken.
EXO 26:2 Die Lnge eines Teppichs soll achtundzwanzig Ellen sein und die 
Breite desselben vier Ellen; diese Teppiche alle sollen einerlei Ma haben.
EXO 26:3 Fnf Teppiche sollen zusammengefgt sein, einer an den andern, 
und wieder fnf Teppiche.
EXO 26:4 Und du sollst Schleifen machen von blauem Purpur an den Enden 
eines jeden Teppichs, da sie sollen zusammengefgt sein, da je zwei und 
zwei an ihren Enden zusammengeheftet werden.
EXO 26:5 Du sollst fnfzig Schleifen an dem [Ende des] einen Teppichs 
machen und fnfzig Schleifen an dem uersten Ende des andern Teppichs, wo 
sie zusammengefgt werden; von diesen Schleifen soll je eine der andern 
gegenberstehen.
EXO 26:6 Und sollst fnfzig goldene Haften machen und damit die Teppiche 
zusammenheften einen an den andern, da die Wohnung ein Ganzes werde.
EXO 26:7 Du sollst auch Teppiche machen aus Ziegenhaaren zum Zelte ber 
die Wohnung; elf solche Teppiche sollst du machen.
EXO 26:8 Die Lnge eines Teppichs soll dreiig Ellen sein, die Breite aber 
vier Ellen. Und alle elf sollen gleich sein.
EXO 26:9 Fnf solcher Teppiche sollst du aneinander fgen und sechs auch 
aneinander, und sollst den sechsten Teppich zweifltig legen, vorne an der 
Htte.
EXO 26:10 Und sollst fnfzig Schleifen machen am Ende des ersten Teppichs 
und fnfzig Schleifen am Ende des andern Teppichs, wo sie zusammengefgt 
sind.
EXO 26:11 Und sollst fnfzig eherne Haften machen und die Haften in die 
Schleifen tun, und die Htte zusammenfgen, also da sie ein Ganzes werde.
EXO 26:12 Aber von dem berschu der Teppiche der Htte sollst du die 
Hlfte berhngen lassen hinten an der Wohnung,
EXO 26:13 eine Elle auf dieser und eine Elle auf der anderen Seite von dem 
berschu an der Lnge der Teppiche der Htte; es soll etwas vorschieen 
auf beiden Seiten der Wohnung, um dieselbe auf beiden Seiten zu bedecken.
EXO 26:14 ber diese Decke sollst du fr die Htte eine Decke von 
rtlichen Widderfellen machen. Dazu eine Decke von Seehundsfellen oben 
darber.
EXO 26:15 Und du sollst die Bretter der Wohnung von Akazienholz machen, 
aufrechtstehend.
EXO 26:16 Zehn Ellen soll die Lnge eines jeden Brettes sein und 
anderthalb Ellen eines jeden Breite.
EXO 26:17 Zwei Zapfen soll ein Brett haben, einer dem andern 
gegenberstehend. Also sollst du alle Bretter zur Wohnung machen.
EXO 26:18 Und du sollst fr die Wohnung zwanzig Bretter machen auf der 
Seite gegen Mittag, sdwrts.
EXO 26:19 Und du sollst unter die zwanzig Bretter vierzig silberne Fe 
machen, je zwei Fe unter ein Brett fr seine beiden Zapfen; und wieder 
zwei Fe unter ein Brett fr seine zwei Zapfen.
EXO 26:20 Ebenso auf der andern Seite der Wohnung gegen Mitternacht sollen 
auch zwanzig Bretter stehen.
EXO 26:21 Und ihre vierzig silbernen Fe, je zwei Fe unter ein Brett.
EXO 26:22 Aber du sollst sechs Bretter machen an der Seite der Wohnung 
gegen Abend.
EXO 26:23 Dazu sollst du zwei Bretter machen hinten an die beiden Ecken 
der Wohnung.
EXO 26:24 Die sollen doppelt sein von unten auf und sich oben 
zusammenfgen mit einem Ring; also sollen beide sein; an beiden Ecken 
sollen sie stehen.
EXO 26:25 Da da im ganzen acht Bretter seien mit ihren silbernen Fen, 
sechzehn Fe, je zwei unter einem Brett.
EXO 26:26 Und du sollst Riegel machen von Akazienholz, fnf zu den 
Brettern auf einer Seite der Wohnung,
EXO 26:27 und fnf zu den Brettern auf der andern Seite der Wohnung, und 
fnf zu den Brettern auf der hintern Seite der Wohnung gegen Abend.
EXO 26:28 Und der mittlere Riegel soll inwendig durch die Bretter 
hindurchgehen von einem Ende zum andern.
EXO 26:29 Und sollst die Bretter mit Gold berziehen und ihre Ringe von 
Gold machen, da man die Riegel darein stecke; du sollst auch die Riegel 
mit Gold berziehen.
EXO 26:30 Also sollst du die Wohnung aufrichten nach der Weise, wie du auf 
dem Berge gesehen hast.
EXO 26:31 Du sollst auch einen Vorhang machen aus Stoffen von blauem und 
rotem Purpur und Karmesinfarbe und von gezwirnter weier Baumwolle, und 
sollst Cherubim knstlich darein wirken.
EXO 26:32 Und sollst ihn hngen an vier Sulen von Akazienholz, die mit 
Gold berzogen sind und goldene Haken und vier silberne Fe haben.
EXO 26:33 Und sollst den Vorhang unter die Haften hngen und die Lade des 
Zeugnisses innerhalb des Vorhangs setzen, da der Vorhang euch eine 
Scheidewand bilde zwischen dem Heiligen und dem Allerheiligsten.
EXO 26:34 Und sollst den Shndeckel auf die Lade des Zeugnisses in dem 
Allerheiligsten legen.
EXO 26:35 Den Tisch aber stelle auerhalb des Vorhanges auf und den 
Leuchter dem Tisch gegenber auf der Sdseite der Wohnung, da der Tisch 
gegen Mitternacht stehe.
EXO 26:36 Und du sollst einen Vorhang machen in die Tre der Htte aus 
Stoffen von blauem und rotem Purpur und Karmesinfarbe und von gezwirnter 
weier Baumwolle in Buntwirkerarbeit.
EXO 26:37 Und sollst fr den Vorhang fnf Sulen machen von Akazienholz, 
mit Gold berzogen, mit goldenen Haken. Und sollst ihnen fnf eherne Fe 
gieen.
EXO 27:1 Und du sollst einen Altar machen von Akazienholz, fnf Ellen lang 
und fnf Ellen breit, da er viereckig sei, und drei Ellen hoch.
EXO 27:2 Du sollst Hrner an seine vier Ecken machen; seine Hrner sollen 
aus ihm hervorgehen, und du sollst ihn mit Erz berziehen.
EXO 27:3 Mache Aschentpfe, Schaufeln, Sprengbecken, Gabeln und 
Kohlenpfannen. Alle seine Geschirre sollst du von Erz machen.
EXO 27:4 Du sollst ihm auch ein ehernes Gitter machen wie ein Netz, und 
sollst an das Gitter vier eherne Ringe an seinen vier Ecken machen.
EXO 27:5 Und sollst dasselbe unter die Einfassung des Altars setzen, 
unterhalb. Und das Gitter soll reichen bis zur halben Hhe des Altars.
EXO 27:6 Und sollst Stangen machen fr den Altar, von Akazienholz, mit Erz 
berzogen.
EXO 27:7 Und sollst die Stangen in die Ringe stecken, da die Stangen an 
beiden Seiten des Altars seien, damit man ihn tragen kann.
EXO 27:8 Von Tafeln sollst du ihn machen, inwendig hohl; wie dir auf dem 
Berge gezeigt worden ist, so soll man ihn machen.
EXO 27:9 Du sollst der Wohnung auch einen Vorhof machen: Auf der rechten 
Seite gegen Mittag Vorhnge von gezwirnter weier Baumwolle, hundert Ellen 
lang auf der einen Seite.
EXO 27:10 Und zwanzig Sulen auf zwanzig ehernen Fen und ihre Haken mit 
ihren Querstangen von Silber.
EXO 27:11 Also auch gegen Mitternacht sollen Vorhnge sein, hundert Ellen 
lang, und zwanzig Sulen auf zwanzig ehernen Fen und ihre Haken mit 
ihren Querstangen von Silber.
EXO 27:12 Aber gegen Abend soll die Breite der Vorhnge des Vorhofs 
fnfzig Ellen betragen; und es sollen zehn Sulen auf zehn Fen sein.
EXO 27:13 Gegen Morgen aber, gegen Aufgang, soll die Breite des Vorhofs 
fnfzig Ellen betragen;
EXO 27:14 und zwar sollen fnfzehn Ellen Vorhnge auf die eine Seite 
kommen, dazu drei Sulen auf drei Fen;
EXO 27:15 desgleichen fnfzehn Ellen auf die andere Seite, dazu drei 
Sulen auf drei Fen.
EXO 27:16 Aber in dem Tor des Vorhofs soll ein Vorhang sein, zwanzig Ellen 
breit, aus Stoffen von blauem und rotem Purpur und Karmesinfarbe und 
gezwirnter weier Baumwolle in Buntwirkerarbeit, dazu vier Sulen auf 
ihren Fen.
EXO 27:17 Alle Sulen um den Vorhof her sollen silberne Querstangen und 
silberne Haken und eherne Fe haben.
EXO 27:18 Und die Lnge des Vorhofs soll hundert Ellen sein, die Breite 
fnfzig Ellen, die Hhe fnf Ellen; [die Umhnge] von gezwirnter weier 
Baumwolle; und seine Fe sollen ehern sein.
EXO 27:19 Auch alle Gerte der Wohnung zu allerlei Dienst und alle ihre 
Ngel und alle Ngel des Vorhofs sollen ehern sein.
EXO 27:20 Gebiete auch den Kindern Israel, da sie zu dir bringen 
lauteres, gestoenes Olivenl fr den Leuchter, um bestndig Licht zu 
unterhalten.
EXO 27:21 In der Stiftshtte auerhalb des Vorhangs, der vor dem Zeugnis 
hngt, sollen Aaron und seine Shne es zurichten, vom Abend bis zum 
Morgen, vor dem HERRN. Das ist ein ewiger Gebrauch, der von den Kindern 
Israel jederzeit zu beobachten ist.
EXO 28:1 Und du sollst deinen Bruder Aaron und seine Shne mit ihm zu dir 
nahen lassen aus den Kindern Israel, da er mein Priester sei, nmlich 
Aaron und seine Shne, Nadab, Abihu, Eleasar und Itamar.
EXO 28:2 Und du sollst deinem Bruder Aaron heilige Kleider machen zur Ehre 
und zur Zierde.
EXO 28:3 Und sollst reden mit allen, die eines weisen Herzens sind, die 
ich mit dem Geist der Weisheit erfllt habe, da sie dem Aaron Kleider 
machen, ihn zu heiligen und mir zum Priester zu weihen.
EXO 28:4 Das sind aber die Kleider, welche sie machen sollen: Ein 
Brustschildlein, ein Ephod, einen Rock und einen Leibrock von gewrfeltem 
Stoff, Kopfbund und Grtel. Also sollen sie deinem Bruder Aaron und seinen 
Shnen heilige Kleider machen, da er mein Priester sei.
EXO 28:5 Dazu sollen sie Gold nehmen und Stoffe von blauem und rotem 
Purpur und Karmesinfarbe und von weier Baumwolle.
EXO 28:6 Das Ephod sollen sie machen von Gold und aus Stoff von blauem und 
rotem Purpur und Karmesinfarbe und gezwirnter weier Baumwolle, knstlich 
gezwirnt.
EXO 28:7 Zwei verbundene Schulterstcke soll es haben, an seinen beiden 
Enden verbunden.
EXO 28:8 Die knstliche Arbeit aber seines Grtels, welcher darauf liegt, 
soll von der gleichen Arbeit sein, von Gold, aus Stoff von blauem und 
rotem Purpur und Karmesinfarbe und von gezwirnter weier Baumwolle.
EXO 28:9 Und du sollst zwei Schohamsteine nehmen und die Namen der Kinder 
Israel darauf graben,
EXO 28:10 sechs Namen derselben auf den einen Stein und die sechs brigen 
Namen auf den andern Stein, nach ihren Geschlechtern.
EXO 28:11 Steinschneiderarbeit soll es sein, von Siegelstechern; die Namen 
der Kinder Israel sollst du auf die beiden Steine stechen und sie mit Gold 
einfassen lassen.
EXO 28:12 Und sollst sie auf die Schulterstcke des Ephod heften, da sie 
Steine des Gedchtnisses seien fr die Kinder Israel; da Aaron ihre Namen 
auf seinen beiden Schultern trage vor dem HERRN, zum Gedchtnis.
EXO 28:13 Und du sollst goldene Einfassungen machen,
EXO 28:14 und zwei gewundene Ketten von reinem Gold, und sollst die zwei 
gewundenen Ketten an der Einfassung befestigen.
EXO 28:15 Das Brustschildlein fr die Rechtspflege soll ein Kunstwerk sein 
wie das Ephod, von Gold, aus Stoffen von blauem und rotem Purpur und 
Karmesinfarbe und gezwirnter weier Baumwolle.
EXO 28:16 Viereckig soll es sein und zweifach, eine Spanne lang und eine 
Spanne breit.
EXO 28:17 Und du sollst es mit vier Reihen von Steinen besetzen. Die erste 
Reihe sei ein Rubin, ein Topas und ein Smaragd;
EXO 28:18 die zweite Reihe ein Granat, ein Saphir und ein Diamant;
EXO 28:19 die dritte Reihe ein Opal, ein Achat, ein Amethyst;
EXO 28:20 die vierte Reihe ein Chrysolith, ein Schoham und ein Jaspis. In 
Gold sollen sie gefat sein bei ihrer Einsetzung.
EXO 28:21 Und diese Steine sollen nach den zwlf Namen der Kinder Israel 
lauten und von Steinschneidern gestochen sein, ein Stein fr jeden Namen 
der zwlf Stmme.
EXO 28:22 Und du sollst fr das Brustschildlein gewundene Ketten machen 
von lauterem Golde,
EXO 28:23 und zwei goldene Ringe, also da du dieselben beiden Ringe an 
zwei Ecken des Brustschildes heftest
EXO 28:24 und die beiden goldenen, gewundenen Ketten in die zwei Ringe 
tuest, die an den beiden Enden des Brustschildleins sind.
EXO 28:25 Aber die beiden andern Enden der zwei gewundenen Ketten sollst 
du in die beiden Einfassungen tun und sie einander gegenber auf die 
Schulterstcke des Ephod heften.
EXO 28:26 Und du sollst zwei andere goldene Ringe machen und sie an die 
andern beiden Ecken des Brustschildleins heften, nmlich an seinen Saum, 
welcher inwendig dem Ephod zugekehrt ist.
EXO 28:27 Und sollst noch zwei goldene Ringe machen und sie auf die beiden 
Schulterstcke des Ephod heften, unterhalb, einander gegenber, dort wo 
das Ephod zusammengeht, oben an dem Grtel des Ephod.
EXO 28:28 Und man soll das Brustschildlein mit seinen Ringen mit einer 
Schnur von blauem Purpur an die Ringe des Ephod knpfen, da es an dem 
Grtel des Ephod hart anliege und das Brustschildlein sich nicht von dem 
Ephod losmache.
EXO 28:29 Also soll Aaron die Namen der Kinder Israel in dem 
Brustschildlein fr die Rechtspflege auf seinem Herzen tragen, wenn er in 
das Heilige geht, zum Gedchtnis vor dem HERRN, allezeit.
EXO 28:30 Und du sollst in das Brustschildlein fr die Rechtspflege das 
Licht und Recht legen, da sie auf dem Herzen Aarons seien, wenn er 
hineingeht vor dem HERRN; und also soll Aaron die Rechtspflege der Kinder 
Israel allezeit auf seinem Herzen tragen vor dem HERRN.
EXO 28:31 Du sollst auch den Rock zum Ephod ganz von blauem Purpur machen.
EXO 28:32 Und oben in der Mitte soll eine ffnung sein, und ein Saum um 
die ffnung her gewoben, wie der Saum eines Panzers, damit er nicht 
zerreie.
EXO 28:33 Und unten, an seinem Saum, sollst du Granatpfel machen aus 
Stoffen von blauem und rotem Purpur und Karmesinfarbe, ringsum, und 
goldene Schellen zwischen dieselben, auch ringsum,
EXO 28:34 da eine goldene Schelle sei, darnach ein Granatapfel, und 
wieder eine goldene Schelle, darnach ein Granatapfel, ringsum an dem Saum 
des Rocks.
EXO 28:35 Und Aaron soll ihn tragen, wenn er dient, da man seinen Klang 
hre, wenn er hineingeht in das Heiligtum vor dem HERRN und wenn er 
hinausgeht, auf da er nicht sterbe.
EXO 28:36 Du sollst auch ein Stirnblatt von reinem Golde machen und darein 
graben in Siegelschrift: Heilig dem HERRN!
EXO 28:37 und sollst dasselbe anheften mit einer Schnur von blauem Purpur, 
da es an dem Kopfbunde sei; vorn am Kopfbund soll es sein;
EXO 28:38 und es soll auf Aarons Stirne sein, damit Aaron die Verschuldung 
trage in betreff der heiligen Gaben, welche die Kinder Israel weihen, 
welcherlei heilige Opfergaben sie auch darbringen mgen. Und es soll 
allezeit auf seiner Stirne sein, um sie wohlgefllig zu machen vor dem 
HERRN.
EXO 28:39 Den Leibrock sollst du weben von weier Baumwolle und einen 
gestickten Grtel machen.
EXO 28:40 Gleicherweise sollst du den Shnen Aarons Leibrcke, Grtel und 
Kopfbnde machen zur Ehre und zur Zierde.
EXO 28:41 Und sollst sie deinem Bruder Aaron samt seinen Shnen anlegen, 
und sie salben und ihre Hnde fllen und sie weihen, da sie meine 
Priester seien.
EXO 28:42 Und sollst ihnen leinene Beinkleider machen, die Ble zu 
bedecken, von den Lenden bis an die Hften.
EXO 28:43 Und Aaron und seine Shne sollen sie tragen, wenn sie in die 
Stiftshtte gehen oder zum Altare treten, zum Dienst am Heiligtum, damit 
sie keine Schuld auf sich laden und nicht sterben mssen. Das sei eine 
ewige Ordnung fr ihn und seinen Samen nach ihm!
EXO 29:1 Das ist aber die Verordnung, welche du befolgen sollst, da sie 
mir zu Priestern geweiht werden. Nimm einen jungen Farren und zwei 
fehllose Widder
EXO 29:2 und ungesuertes Brot und ungesuerte Kuchen, mit l gemengt, und 
ungesuerte Fladen, mit l gesalbt; von Weizenmehl sollst du es alles 
machen;
EXO 29:3 und lege es in einen Korb und bringe es in dem Korbe herzu samt 
dem Farren und den beiden Widdern.
EXO 29:4 Alsdann sollst du Aaron und seine Shne vor die Tre der 
Stiftshtte fhren und sie mit Wasser waschen,
EXO 29:5 und die Kleider nehmen und dem Aaron den Leibrock anziehen, und 
den Rock zu dem Ephod, auch das Ephod und das Brustschildlein; und du 
sollst ihn grten mit dem Grtel des Ephod;
EXO 29:6 und den Kopfbund auf sein Haupt setzen, und das heilige Diadem an 
den Kopfbund heften.
EXO 29:7 Und du sollst das Salbl nehmen und auf sein Haupt gieen und ihn 
salben.
EXO 29:8 Und seine Shne sollst du auch herzubringen und ihnen die 
Leibrcke anlegen.
EXO 29:9 Und beide, Aaron und seine Shne, mit Grteln grten und ihnen 
die Kopfbnde aufbinden, da ihnen das Priesteramt zur ewigen Ordnung 
werde. Auch sollst du Aaron und seinen Shnen die Hnde fllen.
EXO 29:10 Darnach sollst du den Farren herzubringen vor die Stiftshtte. 
Und Aaron und seine Shne sollen ihre Hnde auf des Farren Kopf legen.
EXO 29:11 Und du sollst den Farren schchten vor dem HERRN, vor der Tr 
der Stiftshtte.
EXO 29:12 Und du sollst von des Farren Blut nehmen und mit deinem Finger 
auf die Hrner des Altars tun, alles brige Blut aber an den Fu des 
Altars schtten.
EXO 29:13 Und du sollst alles Fett nehmen, welches die Eingeweide bedeckt, 
und das Fett ber der Leber und die beiden Nieren mit dem Fett, das daran 
ist, und sollst es auf dem Altar anznden.
EXO 29:14 Aber des Farren Fleisch, Haut und Mist sollst du drauen vor dem 
Lager mit Feuer verbrennen; denn es ist ein Sndopfer.
EXO 29:15 Darnach sollst du den einen Widder nehmen und Aaron und seine 
Shne sollen ihre Hnde auf seinen Kopf legen.
EXO 29:16 Und du sollst ihn schchten und von seinem Blut nehmen und auf 
den Altar sprengen ringsumher.
EXO 29:17 Aber den Widder sollst du in Stcke zerlegen und seine 
Eingeweide und seine Schenkel waschen und sollst sie zu den Stcken und zu 
seinem Kopf legen,
EXO 29:18 und auf dem Altar den ganzen Widder anznden; denn es ist ein 
Brandopfer dem HERRN; eine ser Geruch, ein Feueropfer fr den HERRN.
EXO 29:19 Desgleichen sollst du den andern Widder nehmen, und wenn Aaron 
und seine Shne ihre Hnde auf seinen Kopf gelegt haben,
EXO 29:20 sollst du ihn schchten und von seinem Blute nehmen und davon 
dem Aaron und seinen Shnen auf das rechte Ohrlpplein tun und auf den 
Daumen ihrer rechten Hand und auf die groe Zehe ihres rechten Fues; das 
Blut aber sollst du ringsumher auf den Altar sprengen.
EXO 29:21 Und sollst von dem Blut auf dem Altar und vom Salbl nehmen und 
den Aaron und seine Kleider, seine Shne und ihre Kleider besprengen, so 
wird er und seine Kleider, seine Shne und ihre Kleider dadurch geheiligt 
sein.
EXO 29:22 Darnach sollst du das Fett von dem Widder nehmen und den 
Fettschwanz und das Fett, das die Eingeweide bedeckt, das Fett ber der 
Leber und die beiden Nieren mit dem Fett, das daran ist, und die rechte 
Schulter; denn es ist ein Widder der Einweihung.
EXO 29:23 Und nimm einen Laib Brot und einen lkuchen und einen Fladen aus 
dem Korb mit dem ungesuerten Brot, der vor dem HERRN steht,
EXO 29:24 und lege alles auf die Hnde Aarons und auf die Hnde seiner 
Shne und webe es zum Webopfer vor dem HERRN.
EXO 29:25 Darnach nimm es von ihren Hnden und znde es an auf dem Altar 
zum Brandopfer, zum sen Geruch vor dem HERRN; es ist ein Feueropfer des 
HERRN.
EXO 29:26 Du sollst ferner die Brust nehmen vom Widder der Einweihung 
Aarons und sollst sie vor dem HERRN weben zum Webopfer; das soll dein Teil 
sein.
EXO 29:27 Und sollst also heiligen die Webebrust und die Hebeschulter, die 
von dem Widder der Einweihung Aarons und seiner Shne gewebet und gehoben 
sind.
EXO 29:28 Und das soll Aarons und seiner Shne ewige Gebhr sein von den 
Kindern Israel; denn es ist ein Hebopfer, und soll erhoben werden von den 
Kindern Israel, von ihren Dankopfern, als ihr Hebopfer fr den HERRN.
EXO 29:29 Aber die heiligen Kleider Aarons sollen seine Shne nach ihm 
bekommen, da sie darin gesalbt und ihre Hnde darin gefllt werden.
EXO 29:30 Welcher unter seinen Shnen an seiner Statt Priester wird, da 
er in die Stiftshtte gehe, zu dienen im Heiligtum, der soll sie sieben 
Tage lang tragen.
EXO 29:31 Du sollst aber den Widder der Einweihung nehmen und sein Fleisch 
an einem heiligen Orte kochen.
EXO 29:32 Und Aaron mit seinen Shnen soll das Fleisch desselben Widders 
essen samt dem Brot im Korbe, vor der Tr der Stiftshtte.
EXO 29:33 Sie sollen das essen, womit die Shne fr sie bewirkt wurde, als 
man ihre Hnde fllte, sie zu weihen. Kein Fremder soll es essen, denn es 
ist heilig!
EXO 29:34 Wenn aber etwas von dem Fleisch der Einweihung und von dem Brot 
bis zum Morgen brigbleibt, sollst du das brige mit Feuer verbrennen und 
nicht essen lassen; denn es ist heilig.
EXO 29:35 Und sollst also mit Aaron und seinen Shnen alles tun, was ich 
dir geboten habe. Sieben Tage sollst du ihre Hnde fllen
EXO 29:36 und sollst tglich einen Farren zum Sndopfer schlachten um der 
Shnung willen; und sollst den Altar entsndigen, indem du ihn vershnst, 
und sollst ihn salben, da er geweiht werde.
EXO 29:37 Sieben Tage sollst du den Altar vershnen und ihn weihen, so 
wird der Altar hochheilig sein. Was mit dem Altar in Berhrung kommt, das 
wird heilig.
EXO 29:38 Das ist es aber, was du auf dem Altar herrichten sollst: Zwei 
einjhrige Lmmer sollst du bestndig, Tag fr Tag, darauf opfern;
EXO 29:39 ein Lamm am Morgen, das andere in den Abendstunden;
EXO 29:40 und zum ersten Lamm einen Zehntel Semmelmehl, gemengt mit einem 
Viertel Hin gestoenen ls und einem Viertel Hin Wein zum Trankopfer.
EXO 29:41 Das andere Lamm sollst du in den Abendstunden zurichten; und mit 
dem Speis und Trankopfer sollst du es halten wie am Morgen; zum lieblichen 
Geruch, zum Feueropfer des HERRN.
EXO 29:42 Das soll das bestndige Brandopfer eurer Geschlechter sein vor 
dem HERRN, vor der Tr der Stiftshtte, wo ich mit euch zusammenkommen 
will, um mit dir zu reden;
EXO 29:43 ja, ich will mich daselbst bei den Kindern Israel einstellen, 
und sie soll geheiligt werden durch meine Herrlichkeit.
EXO 29:44 Und ich will die Stiftshtte heiligen samt dem Altar und mir 
Aaron samt seinen Shnen heiligen zum Priesterdienst.
EXO 29:45 Und ich will mitten unter den Kindern Israel wohnen und ihr Gott 
sein.
EXO 29:46 Und sie sollen erfahren, da ich, der HERR, ihr Gott bin, der 
sie aus gypten gefhrt hat, damit ich unter ihnen wohne, ich, der HERR, 
ihr Gott.
EXO 30:1 Du sollst auch einen Rucheraltar machen zum Rucherwerk; von 
Akazienholz sollst du ihn machen.
EXO 30:2 Eine Elle lang und eine Elle breit soll er sein, viereckig und 
zwei Ellen hoch, und seine Hrner sollen aus ihm [heraus-]gehen.
EXO 30:3 Und du sollst ihn mit reinem Gold berziehen, seine Platte und 
seine Wnde ringsum und seine Hrner, und sollst ringsum einen Kranz von 
reinem Gold machen,
EXO 30:4 und je zwei goldene Ringe unter dem Kranz; neben seinen beiden 
Ecken sollst du sie machen zu seinen beiden Seiten, da man Stangen darein 
stecken und ihn damit tragen kann.
EXO 30:5 Die Stangen sollst du auch von Akazienholz machen und sie mit 
Gold berziehen.
EXO 30:6 Und du sollst ihn setzen vor den Vorhang, der vor der Lade des 
Zeugnisses hngt, und vor den Shndeckel, der auf dem Zeugnis ist, da ich 
mit dir zusammenkommen will.
EXO 30:7 Und Aaron soll alle Morgen wohlriechendes Rucherwerk darauf 
anznden; wenn er die Lampen zurichtet, soll er ruchern.
EXO 30:8 Desgleichen, wenn er in den Abendstunden die Lampen anzndet, 
soll er auch solches Rucherwerk anznden. Es soll ein bestndiges 
Rucherwerk sein vor dem HERRN in euren knftigen Geschlechtern.
EXO 30:9 Ihr sollt kein fremdes Rucherwerk darbringen darauf und auch 
kein Brandopfer, kein Speisopfer und kein Trankopfer darauf opfern.
EXO 30:10 Aber einmal im Jahr soll Aaron auf seinen Hrnern die Shne 
vollziehen; mit dem Blut des Vershnungsopfers soll er einmal jhrlich 
darauf Shne leisten fr eure Geschlechter; er ist dem HERRN hochheilig.
EXO 30:11 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
EXO 30:12 Wenn du die Zahl der Kinder Israel ermittelst, so soll ein jeder 
dem HERRN ein Lsegeld fr seine Seele geben, wenn man sie zhlt; damit 
ihnen nicht eine Plage widerfahre, wenn sie gezhlt werden;
EXO 30:13 und zwar soll jeder, der durch die Musterung geht, einen halben 
Schekel geben, nach dem Schekel des Heiligtums; ein Schekel gilt zwanzig 
Gera. Der halbe Schekel ist eine Abgabe an den HERRN.
EXO 30:14 Wer durch die Musterung geht im Alter von zwanzig Jahren und 
darber, der soll dem HERRN die Abgabe entrichten.
EXO 30:15 Der Reiche soll nicht mehr und der Arme nicht weniger als einen 
halben Schekel geben bei der Entrichtung der Abgabe an den HERRN zur 
Shnung eurer Seelen.
EXO 30:16 Und du sollst das Shnegeld von den Kindern Israel nehmen und es 
fr den Dienst der Stiftshtte geben, da es den Kindern Israel zum 
Gedchtnis diene vor dem HERRN, zur Shnung fr eure Seelen.
EXO 30:17 Weiter redete der HERR mit Mose und sprach:
EXO 30:18 Du sollst auch ein ehernes Becken machen mit einem ehernen Fu, 
zum Waschen, und sollst es aufstellen zwischen der Stiftshtte und dem 
Altar, und Wasser darein tun,
EXO 30:19 da Aaron und seine Shne ihre Hnde und Fe waschen.
EXO 30:20 Wenn sie in die Stiftshtte gehen wollen, so sollen sie sich mit 
Wasser waschen, damit sie nicht sterben; desgleichen wenn sie zum Altar 
nahen, um zu dienen und anzuznden die Feueropfer des HERRN.
EXO 30:21 Und zwar sollen sie ihre Hnde und ihre Fe waschen, damit sie 
nicht sterben. Das soll ihnen eine ewig gltige Ordnung sein, ihm und 
seinem Samen, fr ihr Geschlecht.
EXO 30:22 Der HERR redete weiter mit Mose und sprach:
EXO 30:23 Nimm dir wohlriechende, auserlesene Spezereien: fnfhundert 
Schekel selbstausgeflossene Myrrhen und halb so viel Zimmet, also 
zweihundertundfnfzig, und wohlriechenden Kalmus, auch 
zweihundertundfnfzig,
EXO 30:24 dazu fnfhundert Schekel Kassia, nach dem Schekel des 
Heiligtums, und ein Hin Olivenl; daraus mache ein heiliges Salbl,
EXO 30:25 nach der Kunst des Salbenbereiters gemengt; ein heiliges Salbl 
soll es sein.
EXO 30:26 Und du sollst damit die Stiftshtte und die Lade des Zeugnisses 
salben
EXO 30:27 und den Tisch mit allem seinem Gert, den Leuchter mit seinem 
Gert, den Rucheraltar,
EXO 30:28 den Brandopferaltar mit allem seinem Gert und das Becken mit 
seinem Fu.
EXO 30:29 Und sollst sie also weihen, da sie hochheilig seien; alles, was 
damit in Berhrung kommt, wird heilig.
EXO 30:30 Auch Aaron und seine Shne sollst du salben und sie mir zu 
Priestern weihen.
EXO 30:31 Und du sollst zu den Kindern Israel sagen: Das soll mir ein 
heiliges Salbl sein fr alle Zeiten!
EXO 30:32 Auf Menschenleiber soll es nicht gegossen werden; du sollst auch 
in der gleichen Zusammensetzung keines fr euch machen; denn es ist 
heilig, darum soll es euch heilig sein.
EXO 30:33 Wer es nachmacht oder einem Fremden davon gibt, der soll von 
seinem Volk ausgerottet werden.
EXO 30:34 Und der HERR sprach zu Mose: Nimm dir Spezereien: wohlriechendes 
Harz, Rucherklaue, Galbanum und reinen Weihrauch, zu gleichen Teilen,
EXO 30:35 und mache Rucherwerk daraus, nach der Kunst des Salbenbereiters 
gemengt, gesalzen, rein und heilig.
EXO 30:36 Und zerreibe etwas davon ganz fein und lege etwas davon vor das 
Zeugnis in der Stiftshtte, wo ich mit dir zusammenkommen will. Das soll 
euch hochheilig sein.
EXO 30:37 Und von dem Rucherwerk, das nach diesen Vorschriften gemacht 
wird, sollt ihr euch keines machen, sondern es soll dem HERRN heilig sein.
EXO 30:38 Wer es nachmacht, um daran zu riechen, der soll von seinem Volk 
ausgerottet werden!
EXO 31:1 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
EXO 31:2 Siehe, ich habe mit Namen berufen Bezaleel, den Sohn Uris, des 
Sohnes Hurs, vom Stamme Juda,
EXO 31:3 und habe ihn mit dem Geiste Gottes erfllt, mit Weisheit und 
Verstand und Erkenntnis und mit allerlei Fertigkeit,
EXO 31:4 Erfindungen zu machen und sie auszufhren in Gold, Silber und Erz,
EXO 31:5 und knstlich Steine zu schneiden und einzusetzen und knstlich 
zu zimmern am Holz, zu machen allerlei Werke.
EXO 31:6 Und siehe, ich habe ihm beigegeben Oholiab, den Sohn Ahisamachs, 
vom Stamme Dan, und habe allen Weisen die Weisheit ins Herz gegeben, da 
sie alles, was ich dir geboten habe, machen sollen:
EXO 31:7 Die Stiftshtte, die Lade des Zeugnisses, den Shndeckel darauf 
und alle Gerte der Htte,
EXO 31:8 den Tisch und seine Gerte, den reinen Leuchter und alle seine 
Gerte, den Rucheraltar,
EXO 31:9 den Brandopferaltar mit allen seinen Gerten, das Becken mit 
seinem Fu,
EXO 31:10 die Amtskleider und die heiligen Kleider des Priesters Aaron und 
die Kleider seiner Shne, priesterlich zu dienen,
EXO 31:11 und das Salbl und das Rucherwerk von Spezerei zum Heiligtum; 
ganz so, wie ich dir geboten habe, sollen sie es machen.
EXO 31:12 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
EXO 31:13 Sage den Kindern Israel und sprich: Beobachtet nur ja meine 
Sabbate! Denn sie sind das Zeichen zwischen mir und euch fr alle eure 
Geschlechter, damit man wisse, da ich der HERR bin, der euch heiligt.
EXO 31:14 Und zwar sollt ihr den Sabbat beobachten, weil er euch heilig 
sein soll. Wer ihn entheiligt, der soll des Todes sterben; wer an 
demselben eine Arbeit verrichtet, dessen Seele soll ausgerottet werden aus 
seinem Volk!
EXO 31:15 Sechs Tage soll man arbeiten; aber am siebenten Tage ist der 
Sabbat, die heilige Ruhe des HERRN. Wer am Sabbattag eine Arbeit 
verrichtet, der soll des Todes sterben!
EXO 31:16 Und zwar sollen die Kinder Israel den Sabbat halten, damit sie 
ihn fr alle ihre Geschlechter zum ewigen Bunde machen.
EXO 31:17 Er ist ein ewiges Zeichen zwischen mir und den Kindern Israel; 
denn in sechs Tagen machte der HERR Himmel und Erde; aber am siebenten 
Tage ruhte er und erquickte sich.
EXO 31:18 Als er mit Mose auf dem Berge Sinai zu Ende geredet hatte, gab 
er ihm die beiden Tafeln des Zeugnisses; die waren steinern und mit dem 
Finger Gottes beschrieben.
EXO 32:1 Als aber das Volk sah, da Mose vom Berg zu kommen verzog, 
sammelte es sich um Aaron und sprach zu ihm: Auf, mache uns Gtter, die 
uns vorangehen! Denn wir wissen nicht, was diesem Manne Mose widerfahren 
ist, der uns aus gypten gefhrt hat.
EXO 32:2 Aaron sprach zu ihnen: Reiet die goldenen Ohrringe ab, die an 
den Ohren eurer Weiber, eurer Shne und eurer Tchter sind, und bringet 
sie zu mir!
EXO 32:3 Da ri alles Volk seine goldenen Ohrringe ab, welche an ihren 
Ohren waren, und brachten sie zu Aaron.
EXO 32:4 Und er nahm sie von ihren Hnden und bildete es mit dem Meiel 
und machte ein gegossenes Kalb. Da sprachen sie: Das sind deine Gtter, 
Israel, die dich aus gypten gefhrt haben!
EXO 32:5 Als Aaron solches sah, baute er einen Altar vor demselben und 
lie ausrufen und sprach: Morgen ist ein Fest fr den HERRN!
EXO 32:6 Da standen sie am Morgen frh auf und opferten Brandopfer und 
brachten dazu Dankopfer; darnach setzte sich das Volk nieder, um zu essen 
und zu trinken, und sie standen auf, um zu spielen.
EXO 32:7 Da sprach der HERR zu Mose: Geh, steig hinab; denn dein Volk, das 
du aus gypten gefhrt hast, hat Verderben angerichtet!
EXO 32:8 Sie sind eilends von dem Wege abgewichen, den ich ihnen geboten 
habe; sie haben sich ein gegossenes Kalb gemacht und haben es angebetet 
und ihm geopfert und gesagt: Das sind deine Gtter, Israel, die dich aus 
gypten gefhrt haben!
EXO 32:9 Und der HERR sprach zu Mose: Ich habe dieses Volk beobachtet, und 
siehe, es ist ein halsstarriges Volk.
EXO 32:10 So la mich nun, da mein Zorn ber sie ergrimme und ich sie 
verzehre, so will ich dich zu einem groen Volk machen!
EXO 32:11 Mose aber besnftigte das Angesicht des HERRN, seines Gottes, 
und sprach: Ach HERR, warum will dein Zorn ber dein Volk ergrimmen, das 
du mit so groer Kraft und starker Hand aus gypten gefhrt hast?
EXO 32:12 Warum sollen die gypter sagen: Zum Unglck hat er sie 
ausgefhrt, da er sie im Gebirge erwrgte und von der Erde vertilgte? 
Kehre dich von dem Grimm deines Zorns und la dich des bels reuen, das du 
deinem Volk zugedacht hast!
EXO 32:13 Gedenke deiner Diener, Abraham, Isaak und Israel, denen du bei 
dir selbst geschworen und zu denen du gesagt hast: Ich will euren Samen 
mehren wie die Sterne am Himmel, und dieses ganze Land, das ich 
versprochen habe, will ich eurem Samen geben, und sie sollen es ewiglich 
besitzen!
EXO 32:14 Da reute den HERRN des bels, das er seinem Volke anzutun 
gedroht hatte.
EXO 32:15 Mose aber wandte sich und stieg vom Berg hinab und hatte die 
zwei Tafeln des Zeugnisses in seiner Hand; die waren auf beiden Seiten 
beschrieben.
EXO 32:16 Und die Tafeln waren Gottes Werk, und die Schrift war Gottes 
Schrift, darein gegraben.
EXO 32:17 Als nun Josua das Geschrei des Volkes hrte, das jauchzte, 
sprach er zu Mose: Es ist ein Kriegsgeschrei im Lager!
EXO 32:18 Er aber antwortete: Man singt da weder von Sieg noch Niederlage, 
sondern ich hre einen Wechselgesang!
EXO 32:19 Als er aber nahe zum Lager kam und das Kalb und den Reigen sah, 
entbrannte Moses Zorn, so da er die Tafeln wegwarf und sie unten am Berg 
zerschmetterte.
EXO 32:20 Und er nahm das Kalb, das sie gemacht hatten, und verbrannte es 
mit Feuer und zermalmte es zu Pulver und stubte es auf das Wasser und gab 
es den Kindern Israel zu trinken.
EXO 32:21 Zu Aaron aber sprach Mose: Was hat dir dieses Volk angetan, da 
du eine so groe Snde ber sie gebracht hast?
EXO 32:22 Mein Herr lasse seinen Zorn nicht ergrimmen; du weit, da 
dieses Volk bsartig ist.
EXO 32:23 Sie sprachen zu mir: Mache uns Gtter, die uns vorangehen, denn 
wir wissen nicht, was aus diesem Mann Mose geworden ist, der uns aus 
gypten gefhrt hat.
EXO 32:24 Da sprach ich zu ihnen: Wer Gold hat, der reie es ab! Da gaben 
sie mir's, und ich warf es ins Feuer; daraus ist das Kalb geworden!
EXO 32:25 Als nun Mose sah, da das Volk zgellos geworden war (denn Aaron 
hatte ihm die Zgel schieen lassen, seinen Widersachern zum Spott),
EXO 32:26 stellte er sich unter das Tor des Lagers und sprach: Her zu mir, 
wer dem HERRN angehrt! Da sammelten sich zu ihm alle Kinder Levis.
EXO 32:27 Und er sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: 
Grte jeder sein Schwert an seine Lenden und gehet hin und her, von einem 
Tor zum andern im Lager, und erwrge ein jeder seinen Bruder, seinen 
Freund und seinen Nchsten!
EXO 32:28 Die Kinder Levis taten, wie ihnen Mose gesagt hatte, so da an 
demselben Tage vom Volke bei dreitausend Mnner fielen.
EXO 32:29 Und Mose sprach: Fllet heute eure Hnde dem HERRN, ein jeder 
fr seinen Sohn und fr seinen Bruder, da heute der Segen ber euch 
gegeben werde!
EXO 32:30 Am Morgen sprach Mose zum Volk: Ihr habt eine groe Snde getan! 
Und nun will ich zu dem HERRN hinaufsteigen, vielleicht kann ich Vergebung 
erlangen fr eure Snde.
EXO 32:31 Als nun Mose wieder zum HERRN kam, sprach er: Ach, das Volk hat 
eine groe Snde getan, da sie sich goldene Gtter gemacht haben!
EXO 32:32 Und nun vergib ihnen doch ihre Snde; wo nicht, so tilge mich 
aus deinem Buch, das du geschrieben hast!
EXO 32:33 Der HERR sprach zu Mose: Ich will den aus meinem Buche tilgen, 
der an mir sndigt!
EXO 32:34 So gehe nun hin und fhre das Volk dahin, wovon ich dir gesagt 
habe. Siehe, mein Engel soll vor dir hergehen. Aber am Tage meiner 
Heimsuchung will ich ihre Snde an ihnen heimsuchen!
EXO 32:35 Also plagte der HERR das Volk wegen dessen, was sie mit dem Kalb 
getan, welches Aaron gemacht hatte.
EXO 33:1 Der HERR sprach zu Mose: Gehe hin, ziehe von dannen, du und das 
Volk, das du aus gypten gefhrt hast, in das Land, das ich Abraham, Isaak 
und Jakob geschworen und von dem ich gesagt habe: Deinem Samen will ich es 
geben!
EXO 33:2 Ich aber will einen Engel vor dir hersenden und die Kanaaniter, 
Amoriter, Hetiter, Pheresiter, Heviter und Jebusiter ausstoen
EXO 33:3 in das Land, das von Milch und Honig fliet; denn ich will nicht 
mit dir hinaufziehen, weil du ein halsstarriges Volk bist; ich wrde dich 
sonst unterwegs verzehren.
EXO 33:4 Als das Volk diese harte Rede hrte, trug es Leid, und niemand 
legte seinen Schmuck an.
EXO 33:5 Und der HERR sprach zu Mose: Sage den Kindern Israel: Ihr seid 
ein halsstarriges Volk! Wenn ich nur einen Augenblick in deiner Mitte 
hinaufzge, mte ich dich vertilgen. Und nun lege deinen Schmuck von dir, 
so will ich sehen, was ich dir tun will!
EXO 33:6 Da rissen die Kinder Israel ihren Schmuck von sich ab beim Berge 
Horeb.
EXO 33:7 Mose aber nahm die Htte und schlug sie drauen auf, ferne von 
dem Lager, und hie sie eine Htte der Zusammenkunft. Und wer den HERRN 
fragen wollte, mute vor das Lager hinaus zur Htte der Zusammenkunft 
gehen.
EXO 33:8 Und wenn Mose zu der Htte hinausging, so stand alles Volk auf, 
und jedermann blieb stehen unter der Tr seines Zeltes und sah Mose nach, 
bis er in die Htte hineinging.
EXO 33:9 Und wenn Mose in die Htte hineinging, so kam die Wolkensule 
herab und stand in der Tr der Htte, und [der HERR] redete mit Mose.
EXO 33:10 Und wenn alles Volk die Wolkensule in der Tr stehen sah, so 
standen sie alle auf und verneigten sich, ein jeder in der Tr seines 
Zeltes.
EXO 33:11 Der HERR aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie 
ein Mann mit seinem Freunde redet; und wenn er wieder ins Lager 
zurckkehrte, so wich sein Diener Josua, der Sohn Nuns, der Jngling, 
nicht aus der Htte.
EXO 33:12 Und Mose sprach zum HERRN: Siehe, du sprichst zu mir: Fhre das 
Volk hinauf; und du lssest mich nicht wissen, wen du mit mir senden 
willst, und doch hast du gesagt: Ich kenne dich mit Namen, und du hast 
Gnade vor meinen Augen gefunden.
EXO 33:13 Habe ich nun vor deinen Augen Gnade gefunden, so la mich doch 
deinen Weg wissen und dich erkennen, damit ich vor deinen Augen Gnade 
finde; und siehe doch das an, da dieses Volk dein Volk ist!
EXO 33:14 Er sprach: Soll ich selbst gehen und dich zur Ruhe fhren?
EXO 33:15 Er sprach zu ihm: Wenn du nicht selbst mitgehst, so fhre uns 
nicht von hier hinauf!
EXO 33:16 Denn woran soll doch erkannt werden, da ich und dein Volk vor 
deinen Augen Gnade gefunden haben, als daran, da du mit uns gehst, so da 
ich und dein Volk ausgezeichnet werden vor allem Volk, das auf dem 
Erdboden ist?
EXO 33:17 Der HERR sprach zu Mose: Was du jetzt gesagt hast, das will ich 
auch tun; denn du hast vor meinen Augen Gnade gefunden, und ich kenne dich 
mit Namen!
EXO 33:18 Er aber sprach: So la mich deine Herrlichkeit sehen!
EXO 33:19 Und er sprach: Ich will vor deinem Angesicht alle meine Gte 
vorberziehen lassen und will den Namen des HERRN vor dir ausrufen; und 
wem ich gndig bin, dem bin ich gndig, und wessen ich mich erbarme, 
dessen erbarme ich mich;
EXO 33:20 aber mein Angesicht (sprach er) kannst du nicht sehen, denn kein 
Mensch wird leben, der mich sieht!
EXO 33:21 Doch sprach der HERR: Siehe, es ist ein Ort bei mir, da sollst 
du auf dem Felsen stehen.
EXO 33:22 Wenn dann meine Herrlichkeit vorbergeht, so stelle ich dich in 
die Felsenkluft und will dich mit meiner Hand solange decken, bis ich 
vorbergegangen bin.
EXO 33:23 Wenn ich dann meine Hand zurckziehe, so magst du mir hinten 
nachsehen; aber mein Angesicht soll man nicht sehen!
EXO 34:1 Und der HERR sprach zu Mose: Haue dir zwei steinerne Tafeln, wie 
die ersten waren, da ich die Worte darauf schreibe, die auf den ersten 
Tafeln waren, welche du zerbrochen hast,
EXO 34:2 und sei morgen bereit, da du frh auf den Berg Sinai steigest 
und daselbst zu mir auf die Spitze des Berges tretest.
EXO 34:3 Und la niemand mit dir hinaufsteigen, da niemand um den ganzen 
Berg her gesehen werde; la auch keine Schafe noch Rinder gegen diesen 
Berg weiden!
EXO 34:4 Und Mose machte zwei steinerne Tafeln, wie die ersten waren, und 
stand am Morgen frh auf und stieg auf den Berg Sinai, wie ihm der HERR 
geboten hatte, und nahm die zwei steinernen Tafeln in seine Hand.
EXO 34:5 Da kam der HERR herab in einer Wolke und trat daselbst zu ihm und 
rief den Namen des HERRN aus.
EXO 34:6 Und als der HERR vor seinem Angesicht vorberging, rief er: Der 
HERR, der HERR, der starke Gott, der barmherzig und gndig ist, langsam 
zum Zorn und von groer Gnade und Treue;
EXO 34:7 welcher Tausenden Gnade bewahrt und Missetat, bertretung und 
Snde vergibt, aber keineswegs ungestraft lt, sondern heimsucht der 
Vter Missetat an den Kindern und Kindeskindern bis in das dritte und 
vierte Glied!
EXO 34:8 Da neigte sich Mose eilends zur Erde, betete an und sprach:
EXO 34:9 O Herr, habe ich vor deinen Augen Gnade gefunden, so ziehe mein 
Herr mitten unter uns, wiewohl es ein halsstarriges Volk ist; du aber 
wollest unserer Missetat und Snde gndig sein und uns zum Erbteil 
annehmen!
EXO 34:10 Da sprach er: Siehe, ich mache einen Bund: vor deinem ganzen 
Volk will ich Wunder tun, dergleichen nicht geschehen sind in allen 
Lndern und unter allen Vlkern; und das ganze Volk, darunter du bist, 
soll das Werk des HERRN sehen; denn wunderbar soll es sein, was ich mit 
dir tun will.
EXO 34:11 Hte dich vor dem, was ich dir heute verbiete! Siehe, ich will 
vor dir her ausstoen die Amoriter, Kanaaniter, Hetiter, Pheresiter, 
Heviter und Jebusiter.
EXO 34:12 Hte dich, mit den Einwohnern des Landes, in das du kommst, 
einen Bund zu machen, da sie dir zum Fallstrick werden in deiner Mitte;
EXO 34:13 sondern ihr sollt ihre Altre umstrzen und ihre Sulen 
zerbrechen und ihre Astartenbilder ausrotten.
EXO 34:14 Denn du sollst keinen andern Gott anbeten. Denn der HERR heit 
ein Eiferer und ist ein eiferschtiger Gott.
EXO 34:15 Da du nicht etwa mit den Einwohnern des Landes einen Bund 
machest, und wenn sie ihren Gttern nachbuhlen und ihren Gttern opfern, 
sie dich einladen und du von ihrem Opfer essest,
EXO 34:16 und nehmest deinen Shnen ihre Tchter zu Weibern und dieselben 
alsdann ihren Gttern nachbuhlen und machen, da deine Shne auch ihren 
Gttern nachbuhlen.
EXO 34:17 Du sollst dir keine gegossenen Gttern machen.
EXO 34:18 Das Fest der ungesuerten Brote sollst du halten. Sieben Tage 
lang sollst du ungesuertes Brot essen, wie ich dir geboten habe, um die 
bestimmte Zeit des Monats Abib; denn im Monat Abib bist du aus gypten 
gezogen.
EXO 34:19 Alle Erstgeburt ist mein, auch alle mnnliche Erstgeburt unter 
deinem Vieh, es sei ein Ochs oder ein Schaf.
EXO 34:20 Aber den Erstling des Esels sollst du mit einem Schafe lsen; 
wenn du ihn aber nicht lsest, so brich ihm das Genick. Alle Erstgeburt 
deiner Shne sollst du lsen. Man soll nicht leer erscheinen vor meinem 
Angesicht.
EXO 34:21 Sechs Tage sollst du arbeiten, aber am siebenten Tage sollst du 
ruhen; mit Pflgen und Ernten sollst du ruhen.
EXO 34:22 Das Fest der Wochen sollst du halten, mit den Erstlingen der 
Weizenernte und das Fest der Einsammlung, wenn das Jahr vergangen ist.
EXO 34:23 Alles, was mnnlich ist, soll dreimal im Jahr vor dem Herrscher, 
dem HERRN, dem Gott Israels, erscheinen.
EXO 34:24 Wenn ich die Heiden vor dir ausstoen und deine Landmarken 
erweitern werde, soll niemand deines Landes begehren, whrend du 
hinaufgehst, um dreimal im Jahr zu erscheinen vor dem HERRN, deinem Gott.
EXO 34:25 Du sollst das Blut meines Opfers nicht neben dem Sauerteig 
opfern. Und das Opfer des Passahfestes soll nicht ber Nacht bis zum 
Morgen bleiben.
EXO 34:26 Die Erstlinge von den ersten Frchten deines Ackers sollst du in 
das Haus des HERRN, deines Gottes, bringen. Du sollst das Bcklein nicht 
in der Milch seiner Mutter kochen.
EXO 34:27 Und der HERR sprach zu Mose: Schreibe diese Worte; denn nach 
diesen Worten habe ich mit dir und mit Israel einen Bund gemacht.
EXO 34:28 Und er war daselbst bei dem HERRN vierzig Tage und vierzig 
Nchte lang und a kein Brot und trank kein Wasser. Und er schrieb auf die 
Tafeln die Worte des Bundes, die zehn Worte.
EXO 34:29 Als nun Mose vom Berge Sinai hinabstieg und die beiden Tafeln 
des Zeugnisses in der Hand hielt, als er vom Berge herabstieg, da wute er 
nicht, da die Haut seines Angesichts strahlte davon, da er mit Ihm 
geredet hatte.
EXO 34:30 Und Aaron und alle Kinder Israel sahen Mose, und siehe, die Haut 
seines Angesichtes strahlte; da frchteten sie sich, ihm zu nahen.
EXO 34:31 Aber Mose rief sie; da wandten sie sich zu ihm, Aaron und alle 
Obersten der Gemeinde; und Mose redete mit ihnen.
EXO 34:32 Darnach traten alle Kinder Israel nher zu ihm. Und er befahl 
ihnen alles, was der HERR mit ihm auf dem Berge Sinai geredet hatte.
EXO 34:33 Als nun Mose aufhrte mit ihnen zu reden, legte er eine Decke 
auf sein Angesicht.
EXO 34:34 Und wenn Mose hineinging vor den HERRN, mit ihm zu reden, tat er 
die Decke ab, bis er wieder herausging. Und er ging heraus und redete mit 
den Kindern Israel, was ihm befohlen war.
EXO 34:35 Und die Kinder Israel sahen das Angesicht Moses, da die Haut 
desselben strahlte, und Mose tat die Decke wieder auf sein Angesicht, bis 
er wieder hineinging, mit Ihm zu reden.
EXO 35:1 Und Mose versammelte die ganze Gemeinde der Kinder Israel und 
sprach zu ihnen: Das sind die Worte, die der HERR geboten hat, da ihr sie 
tun sollt:
EXO 35:2 Sechs Tage soll gearbeitet werden, aber der siebente Tag soll 
euch heilig sein, zu feiern die Sabbatruhe des HERRN. Wer da Arbeit 
verrichtet, der soll sterben.
EXO 35:3 Am Sabbattag sollt ihr in allen euren Wohnungen kein Feuer 
anznden!
EXO 35:4 Mose redete weiter mit der ganzen Gemeinde der Kinder Israel und 
sprach: Das ist's, was der HERR geboten hat:
EXO 35:5 Bringt aus eurer Mitte Gaben fr den HERRN; jeder, den sein Herz 
dazu treibt, der soll sie bringen, die Gabe des HERRN, nmlich Gold, 
Silber und Erz,
EXO 35:6 Stoffe von blauem und rotem Purpur und Karmesinfarbe, feine weie 
Baumwolle und Ziegenhaare,
EXO 35:7 rtliche Widderfelle, Seehundsfelle und Akazienholz,
EXO 35:8 und l zum Leuchter und Spezerei zum Salbl und zu gutem 
Rucherwerk,
EXO 35:9 Schohamsteine und Steine zum Besatz fr das Ephod und das 
Brustschildlein.
EXO 35:10 Und wer unter euch weisen Herzens ist, der komme und mache, was 
der HERR geboten hat:
EXO 35:11 Die Wohnung mit ihrer Htte, ihre Decke, ihre Bretter, ihre 
Riegel, ihre Sulen und ihre Fe;
EXO 35:12 die Lade mit ihren Stangen, den Shndeckel und den Vorhang;
EXO 35:13 den Tisch mit seinen Stangen und allem seinem Gert und die 
Schaubrote;
EXO 35:14 den Leuchter zur Beleuchtung samt seinen Gerten und Lampen und 
das l des Leuchters;
EXO 35:15 den Rucheraltar mit seinen Stangen, das Salbl und die Spezerei 
zum Rucherwerk, den Vorhang der Tr beim Eingang der Wohnung;
EXO 35:16 den Brandopferaltar mit seinem ehernen Gitter, mit seinen 
Stangen und allem seinem Gert, das Becken mit seinem Fu;
EXO 35:17 die Vorhnge des Vorhofs mit seinen Sulen und Fen, und den 
Vorhang des Tors am Vorhof;
EXO 35:18 die Ngel der Wohnung und des Vorhofs mit ihren Seilen;
EXO 35:19 die Amtskleider zum Dienst im Heiligtum, die heiligen Kleider 
Aarons, des Priesters, und die Kleider seiner Shne zum Priestertum.
EXO 35:20 Da ging die ganze Gemeinde der Kinder Israel von Mose hinweg.
EXO 35:21 Und ein jeder, dessen Geist willig war, kam und brachte dem 
HERRN Gaben fr das Werk der Stiftshtte und all ihren Dienst und fr die 
heiligen Kleider.
EXO 35:22 Es kamen aber die Mnner samt den Frauen, alle die willigen 
Herzens waren, und brachten Nasenringe, Ohrringe, Fingerringe, Armbnder 
und allerlei goldene Gerte; alle, die dem HERRN Gold zum Webopfer 
brachten.
EXO 35:23 Und wer bei sich Stoffe fand von blauem und rotem Purpur und 
Karmesinfarbe, feine weie Baumwolle, Ziegenhaare, rtliche Widderfelle 
und Seehundsfelle, der brachte es.
EXO 35:24 Und wer Silber und Erz hatte, der brachte es dem HERRN zum 
Hebopfer. Und wer Akazienholz bei sich fand, der brachte es zu allerlei 
Werk des Dienstes.
EXO 35:25 Und alle Frauen, die weisen Herzens waren, spannen mit ihren 
Hnden und brachten das Gesponnene, Stoffe von blauem und rotem Purpur und 
Karmesinfarbe und von feiner weier Baumwolle.
EXO 35:26 Und die Frauen, die ihr Herz dazu trieb und welche verstndigen 
Sinnes waren, die spannen Ziegenhaare.
EXO 35:27 Die Frsten aber brachten Schohamsteine und eingefate Steine 
zum Brustschildlein,
EXO 35:28 und Spezerei und l fr den Leuchter und fr das Salbl und zu 
gutem Rucherwerk.
EXO 35:29 Also brachten die Kinder Israel (alle Mnner und Frauen, die 
willigen Herzens waren zu allerlei Werk beizutragen, das der HERR durch 
Mose zu machen befohlen hatte) dem HERRN freiwillige Gaben.
EXO 35:30 Da sprach Mose zu den Kindern Israel: Seht, der HERR hat mit 
Namen berufen Bezaleel, den Sohn Uris, des Sohnes Hurs, vom Stamme Juda.
EXO 35:31 Und der Geist Gottes hat ihn erfllt mit Weisheit, Verstand und 
Geschicklichkeit fr allerhand Arbeit;
EXO 35:32 auch da er kunstreiche Arbeit erfinden kann zur Ausfhrung in 
Gold, Silber und Erz;
EXO 35:33 im Schneiden und Einsetzen der Edelsteine, im Zimmern des 
Holzes, um allerlei kunstvolle Arbeit zu machen.
EXO 35:34 Auch hat er ihm ins Herz gegeben, da er unterweisen kann; er 
und Oholiab, der Sohn Ahisamachs, vom Stamme Dan.
EXO 35:35 Er hat sie mit weisen Herzen erfllt, zu machen allerlei Werk 
eines Knstlers und Erfinders und Buntwirkers in Stoffen von blauem und 
rotem Purpur und Karmesinfarbe und von feiner weier Baumwolle, und eines 
Webers, da sie allerlei Werke machen und sinnreiche Arbeit erfinden.
EXO 36:1 Da arbeiteten Bezaleel und Oholiab und alle Mnner, die weisen 
Herzens waren, denen der HERR Weisheit und Verstand gegeben hatte, zu 
wissen, wie sie allerlei Werke machen sollten zum Dienste des Heiligtums, 
nach allem dem, was der HERR geboten hatte.
EXO 36:2 Und Mose rief Bezaleel und Oholiab und alle Mnner, die weisen 
Herzens waren, denen der HERR Weisheit ins Herz gegeben hatte, auch alle, 
die ihr Herz dazu trieb, da sie hinzutraten, um an dem Werke zu arbeiten.
EXO 36:3 Und sie empfingen von Mose alle Gaben, welche die Kinder Israel 
brachten zu dem Werke des Dienstes am Heiligtum, da es gemacht werde; und 
sie brachten immer noch alle Morgen ihre freiwilligen Gaben.
EXO 36:4 Da kamen alle Weisen, die am Werke des Heiligtums arbeiteten, ein 
jeder von seiner Arbeit, die sie machten,
EXO 36:5 und redeten mit Mose und sprachen: Das Volk bringt zu viel, mehr 
als zum Werke dieses Dienstes notwendig ist, das der HERR zu machen 
geboten hat!
EXO 36:6 Da gebot Mose, da man durch das Lager ausrufen und sagen liee: 
Niemand, es sei Mann oder Weib, soll mehr etwas anfertigen zur Abgabe an 
das Heiligtum! Also ward dem Volke gewehrt zu bringen;
EXO 36:7 denn des Stoffes war genug und noch brig zu allerlei Werk, das 
zu machen war.
EXO 36:8 So machten nun alle Mnner, die weisen Herzens waren unter den 
Arbeitern am Werke, die Wohnung, zehn Teppiche von gezwirnter weier 
Baumwolle, aus Stoffen von blauem und rotem Purpur und Karmesinfarbe, mit 
Cherubim knstlich durchwirkt!
EXO 36:9 Die Lnge eines Teppichs war achtundzwanzig Ellen und seine 
Breite vier Ellen, und sie hatten alle einerlei Ma.
EXO 36:10 Und er heftete je fnf Teppiche zusammen, einen an den andern.
EXO 36:11 Und er machte Schleifen von blauem Purpur am Ende der beiden 
Teppiche, am Ende, da sie zusammengefgt wurden.
EXO 36:12 Fnfzig Schleifen machte er an jedem Teppich, damit eine die 
andere fate.
EXO 36:13 Und er machte fnfzig goldene Haften und fgte die Teppiche mit 
den Haften zusammen, einen an den andern, so da die Wohnung ein Ganzes 
wurde.
EXO 36:14 Und er machte elf Teppiche von Ziegenhaaren zum Zelte ber die 
Wohnung.
EXO 36:15 Dreiig Ellen lang und vier Ellen breit war jeder Teppich, alle 
elf nach einem Ma;
EXO 36:16 und er fgte fnf besonders zusammen und sechs besonders,
EXO 36:17 und machte je fnfzig Schleifen am Ende eines jeden Teppichs, 
damit sie zusammengeheftet wrden.
EXO 36:18 Dazu machte er fnfzig eherne Haften, damit die Decke zu einem 
Ganzen zusammengefgt wrde.
EXO 36:19 Und machte ber die Htte eine Decke von rtlichen Widderfellen 
und darber noch eine Decke von Seehundsfellen.
EXO 36:20 Er machte auch Bretter zu der Wohnung von Akazienholz, 
aufrechtstehend.
EXO 36:21 Zehn Ellen lang und anderthalb Ellen breit war ein jedes;
EXO 36:22 und an jedem zwei Zapfen, einer dem andern gegenberstehend; 
also tat er mit allen Brettern zu der Wohnung.
EXO 36:23 Er machte aber die Bretter zur Wohnung also, da zwanzig 
derselben auf der Seite gegen Mittag standen;
EXO 36:24 und machte vierzig silberne Fe unter die zwanzig Bretter, 
unter ein jedes Brett zwei Fe fr die beiden Zapfen.
EXO 36:25 Desgleichen zur andern Seite der Wohnung, gegen Mitternacht, 
machte er auch zwanzig Bretter
EXO 36:26 und vierzig silberne Fe, unter ein jedes Brett zwei Fe.
EXO 36:27 Aber hinten an der Wohnung, gegen Abend, machte er sechs Bretter,
EXO 36:28 und zwei andere hinten an den beiden Ecken der Wohnung.
EXO 36:29 Diese waren also doppelt von unten auf, und oben zusammengefgt 
mit einem Ringe: Also machte er sie beide, an beiden Ecken,
EXO 36:30 so da acht Bretter wurden und sechzehn silberne Fe, unter 
jedem Brett zwei Fe.
EXO 36:31 Und er machte Riegel von Akazienholz, fnf zu den Brettern auf 
einer Seite der Wohnung,
EXO 36:32 und fnf auf der andern Seite derselben, und fnf hinten, gegen 
Abend.
EXO 36:33 Und machte den Mittelriegel, da er inwendig durch die Bretter 
hindurchging von einem Ende zum andern,
EXO 36:34 und er berzog die Bretter mit Gold; auch die Ringe fr die 
Riegel machte er von Gold, und er berzog die Riegel mit Gold.
EXO 36:35 Und machte den Vorhang aus Stoffen von blauem und rotem Purpur 
und Karmesinfarbe und gezwirnter weier Baumwolle, und machte Cherubim 
daran, knstlich gewirkt.
EXO 36:36 Und machte zu denselben vier Sulen von Akazienholz und berzog 
sie mit Gold, und machte ihre Haken von Gold, und go dazu vier silberne 
Fe.
EXO 36:37 Und machte einen Vorhang fr die Tr der Htte aus Stoffen von 
blauem und rotem Purpur und Karmesinfarbe und von gezwirnter weier 
Baumwolle, in Buntwirkerarbeit,
EXO 36:38 und fnf Sulen dazu mit ihren Haken, und berzog ihre Kpfe und 
ihre Querstangen mit Gold, und machte fnf eherne Fe dazu.
EXO 37:1 Und Bezaleel machte die Lade von Akazienholz, dreieinhalb Ellen 
lang und anderthalb Ellen breit und anderthalb Ellen hoch,
EXO 37:2 und berzog sie mit reinem Gold inwendig und auswendig, und 
machte ihr einen goldenen Kranz ringsum.
EXO 37:3 Und go vier goldene Ringe an ihre vier Ecken, auf jeder Seite 
zwei.
EXO 37:4 Und machte Stangen von Akazienholz und berzog sie mit Gold
EXO 37:5 und tat sie in die Ringe an den Seiten der Lade, da man sie 
tragen konnte.
EXO 37:6 Und machte den Shndeckel von reinem Golde, dreieinhalb Ellen 
lang und anderthalb Ellen breit.
EXO 37:7 Und machte zwei Cherubim von getriebenem Gold an die beiden Enden 
des Shndeckels,
EXO 37:8 einen Cherub an diesem Ende und den andern an jenem Ende; zwei 
Cherubim machte er an beiden Enden des Shndeckels.
EXO 37:9 Und die Cherubim breiteten ihre Flgel aus von oben her und 
deckten damit den Shndeckel, und ihre Angesichter waren einander 
zugekehrt und sahen auf den Shndeckel.
EXO 37:10 Und er machte den Tisch von Akazienholz zwei Ellen lang, eine 
Elle breit und anderthalb Ellen hoch,
EXO 37:11 und berzog ihn mit reinem Gold und machte ihm einen goldenen 
Kranz ringsum,
EXO 37:12 und machte ihm eine Leiste ringsum, eine Handbreit hoch, und 
machte einen goldenen Kranz um die Leiste her,
EXO 37:13 und go dazu vier goldene Ringe und tat sie an die vier Ecken, 
an seine vier Fe,
EXO 37:14 dicht unter die Leiste, da man die Stangen darein tun und so 
den Tisch tragen konnte.
EXO 37:15 Und machte die Stangen von Akazienholz und berzog sie mit Gold, 
um den Tisch damit zu tragen.
EXO 37:16 Und machte auch von reinem Golde die Gerte auf dem Tisch, seine 
Schsseln, seine Schalen, seine Becher und seine Kannen, um mit ihnen 
Trankopfer zu spenden.
EXO 37:17 Und er machte den Leuchter von reinem getriebenem Gold, daran 
war der Schaft mit Armen, Kelchen, Knoten und Blumen.
EXO 37:18 Sechs Arme gingen von seinen Seiten aus, von jeder Seite drei 
Arme.
EXO 37:19 An jedem Arm waren drei Kelche wie Mandelblten, dazu ihre 
Knoten und Blumen; auf diese Weise gingen die sechs Arme aus dem Leuchter 
hervor.
EXO 37:20 An dem Schaft aber waren vier Kelche wie Mandelblten mit Knoten 
und Blumen,
EXO 37:21 unter je zwei Armen ein Knoten, bei allen sechs Armen, die aus 
dem Leuchter gingen.
EXO 37:22 Ihre Knoten und Arme gingen aus ihm hervor, und es war alles 
getriebenes reines Gold.
EXO 37:23 Er machte auch sieben Lampen mit ihren Lichtscheren und Pfannen 
von reinem Gold.
EXO 37:24 Aus einem Zentner reinen Goldes machte er ihn und alle seine 
Gerte.
EXO 37:25 Er machte auch den Rucheraltar von Akazienholz, eine Elle lang 
und eine Elle breit, viereckig, und zwei Ellen hoch mit seinen Hrnern, 
die aus ihm hervorgingen,
EXO 37:26 und berzog ihn mit reinem Golde, seine Platte und seine Wnde 
ringsum und seine Hrner und machte ihm einen Kranz ringsum von reinem 
Gold;
EXO 37:27 und zwei goldene Ringe unter dem Kranz zu beiden Seiten, da man 
Stangen darein tue, um ihn zu tragen.
EXO 37:28 Aber die Stangen machte er von Akazienholz und berzog sie mit 
Gold.
EXO 37:29 und er machte das heilige Salbl und Rucherwerk von reiner 
Spezerei, nach der Kunst des Salbenbereiters.
EXO 38:1 Darnach machte er auch den Brandopferaltar von Akazienholz, fnf 
Ellen lang und fnf Ellen breit, viereckig, und drei Ellen hoch.
EXO 38:2 Und machte vier Hrner, die aus ihm hervorgingen an seinen vier 
Ecken, und berzog ihn mit Erz.
EXO 38:3 Und machte alle Gerte zu dem Altar, Aschentpfe, Schaufeln, 
Becken, Gabeln und Kohlenpfannen: alles machte er von Erz.
EXO 38:4 Und machte am Altar ein Gitter, wie ein Netz, von Erz, unter 
seiner Einfassung, von unten auf bis zur halben Hhe des Altars,
EXO 38:5 und go vier Ringe an die vier Enden des ehernen Gitters zur 
Aufnahme der Stangen.
EXO 38:6 Dieselben machte er von Akazienholz und berzog sie mit Erz
EXO 38:7 und tat sie in die Ringe an den Seiten des Altars, da man ihn 
damit trage. Und er machte ihn hohl, von Brettern.
EXO 38:8 Und er machte das Becken von Erz und seinen Fu auch von Erz, aus 
den Spiegeln der dienenden Weiber, die vor der Tr der Stiftshtte 
Frondienst taten.
EXO 38:9 Und er machte einen Vorhof: Auf der rechten Seite, gegen Mittag, 
einen Vorhang dazu, hundert Ellen lang, von gezwirnter weier Baumwolle,
EXO 38:10 mit seinen zwanzig Sulen und zwanzig Fen von Erz; aber ihre 
Haken und Querstangen von Silber;
EXO 38:11 desgleichen gegen Mitternacht hundert Ellen mit zwanzig Sulen 
und zwanzig Fen von Erz; aber ihre Haken und Querstangen von Silber;
EXO 38:12 gegen Abend aber fnfzig Ellen mit zehn Sulen und zehn Fen; 
und ihre Haken und Querstangen von Silber;
EXO 38:13 gegen Morgen aber fnfzig Ellen,
EXO 38:14 fnfzehn Ellen auf der einen Seite mit ihren drei Sulen und 
drei Fen,
EXO 38:15 und fnfzehn Ellen auf der andern Seite, also da auf beiden 
Seiten des Tores am Vorhof gleichviele waren, drei Sulen und drei Fe.
EXO 38:16 Es waren aber alle Vorhnge des Vorhofs ringsum von gezwirnter 
weier Baumwolle,
EXO 38:17 und die Fe der Sulen von Erz und ihre Haken und Querstangen 
von Silber und ihre Kpfe mit Silber berzogen; die Querstangen waren 
silbern an allen Sulen des Vorhofs.
EXO 38:18 Und den Vorhang im Tore des Vorhofs machte er in 
Buntwirkerarbeit aus Stoffen von blauem und rotem Purpur und Karmesinfarbe 
und von gezwirnter weier Baumwolle, zwanzig Ellen lang und fnf Ellen 
hoch in der Breite, nach dem Mae der Vorhnge des Vorhofs;
EXO 38:19 dazu vier Sulen und vier Fe von Erz, und ihre Haken von 
Silber und ihre Kpfe berzogen und ihre Querstangen silbern;
EXO 38:20 und alle Ngel der Wohnung und des Vorhofs ringsum waren von Erz.
EXO 38:21 Dies ist die Berechnung der Kosten der Wohnung, der Wohnung des 
Zeugnisses, welche auf Befehl Moses gemacht wurde, mit Hilfe der Leviten 
durch die Hand Itamars, des Sohnes Aarons, des Priesters,
EXO 38:22 nachdem Bezaleel, der Sohn Uris, des Sohns Hurs, vom Stamme 
Juda, alles gemacht, wie der HERR Mose geboten hatte;
EXO 38:23 und mit ihm Oholiab, der Sohn Ahisamachs, vom Stamme Dan, ein 
Meister im Steinschneiden, in knstlicher Arbeit und im Buntwirken von 
Stoffen von blauem und rotem Purpur und Karmesinfarbe und in feiner weier 
Baumwolle.
EXO 38:24 Alles Gold, das verarbeitet wurde in diesem ganzen Werke des 
Heiligtums, das zum Webopfer gegeben ward, betrug neunundzwanzig Zentner 
und siebenhundertdreiig Schekel, nach dem Schekel des Heiligtums.
EXO 38:25 Das Silber aber von den Gezhlten der Gemeinde war hundert 
Zentner und 1775 Schekel, nach dem Schekel des Heiligtums.
EXO 38:26 So manches Haupt, so mancher halbe Schekel, nach dem Schekel des 
Heiligtums, von allen, die gezhlt wurden, von zwanzig Jahren an und 
darber, 603550 Mann.
EXO 38:27 Aus den hundert Zentnern Silber go man die Fe des Heiligtums 
und die Fe des Vorhangs, hundert Fe aus hundert Zentnern, je einen 
Zentner zu einem Fu.
EXO 38:28 Aber aus den 1775 Schekeln wurden die Haken der Sulen gemacht 
und ihre Kpfe berzogen und mit ihren Querstangen verbunden.
EXO 38:29 Das Webopfer aber des Erzes war siebzig Zentner und 
zweitausendvierhundert Schekel.
EXO 38:30 Daraus wurden die Fe der Tr der Htte des Zeugnisses gemacht, 
und der eherne Altar und das eherne Gitter daran und alle Gerte des 
Altars;
EXO 38:31 dazu die Fe des Vorhofs ringsumher, und die Fe des Tors am 
Vorhof, alle Ngel der Wohnung und alle Ngel des Vorhofs ringsumher.
EXO 39:1 Und aus den Stoffen von blauem und rotem Purpur und Karmesinfarbe 
machten sie die Amtstracht zum Dienst im Heiligtum und verfertigten die 
heiligen Kleider fr Aaron, wie der HERR Mose geboten hatte.
EXO 39:2 Und er machte das Ephod von Gold und aus Stoffen von blauem und 
rotem Purpur und Karmesinfarbe und von gezwirnter weier Baumwolle.
EXO 39:3 Das Gold aber schlugen sie dnn zu Blechen und schnitten es zu 
Fden, da man es knstlich wirken konnte in die Stoffe von blauem und 
rotem Purpur und Karmesinfarbe und von gezwirnter weier Baumwolle.
EXO 39:4 Sie machten auch Schulterstcke daran, um das Brustkleid an 
beiden Enden zu verbinden.
EXO 39:5 Das knstliche Werk seines Gurts aber, womit man es grtete, hing 
mit ihm zusammen und war von derselben Arbeit, von Gold, aus Stoffen von 
blauem und rotem Purpur und Karmesinfarbe und gezwirnter weier Baumwolle, 
wie der HERR Mose geboten hatte.
EXO 39:6 Und sie machten Schohamsteine, in Gold gefat, wie Siegel 
gestochen auf die Namen der Kinder Israel;
EXO 39:7 die hefteten sie auf die Schulterstcke des Brustkleides, da sie 
Steine des Gedchtnisses wren fr die Kinder Israel, wie der HERR Mose 
geboten hatte.
EXO 39:8 Sie machten auch das Brustschildlein, ein Kunstwerk, wie das 
Brustkleid von Gold, aus Stoffen von blauem und rotem Purpur und 
Karmesinfarbe und von gezwirnter weier Baumwolle.
EXO 39:9 Und machten dasselbe viereckig und doppelt gelegt, eine Spanne 
lang und eine Spanne breit.
EXO 39:10 Und fllten es mit vier Reihen von Steinen: Die erste Reihe war 
ein Rubin, ein Topas und ein Smaragd;
EXO 39:11 die zweite Reihe ein Granat, ein Saphir und ein Diamant;
EXO 39:12 die dritte Reihe ein Opal, ein Achat und ein Amethyst;
EXO 39:13 die vierte Reihe ein Chrysolit, ein Schoham und ein Jaspis, bei 
ihrer Einsetzung in Gold gefat.
EXO 39:14 Und die Steine lauteten nach den Namen der Kinder Israel; auf 
ihre zwlf Namen waren sie wie Siegel gestochen, ein jeder auf einen Namen 
der zwlf Stmme.
EXO 39:15 Und sie machten an das Brustschildlein gewundene Ketten von 
geflochtener Arbeit von reinem Gold,
EXO 39:16 auch zwei goldene Einfassungen und zwei goldene Ringe, und 
setzten die beiden Ringe an die beiden Ecken des Brustschildleins.
EXO 39:17 Und die beiden gewundenen goldenen Ketten taten sie in die 
beiden Ringe an den Ecken des Brustschildleins.
EXO 39:18 Die beiden andern Enden aber der gewundenen Ketten taten sie an 
die beiden Einfassungen und setzten sie auf die beiden Schulterstcke des 
Ephod, einander gegenber.
EXO 39:19 Und sie machten zwei andere goldene Ringe und setzten sie an die 
beiden andern Ecken des Brustschildleins, nmlich an seinem Rande, welcher 
inwendig dem Ephod zugekehrt war.
EXO 39:20 Noch zwei andere goldene Ringe machten sie, die taten sie auf 
die beiden Schulterstcke des Ephod, unterhalb, einander gegenber, wo das 
Ephod zusammengeheftet wird, oberhalb des Grtels des Ephod.
EXO 39:21 Und sie banden das Brustschildlein mit seinen Ringen an die 
Ringe des Ephod mit einer Schnur von blauem Purpur, da es auf dem Ephod 
hart anlag und sich nicht von dem Ephod losmachte; wie der HERR Mose 
geboten hatte.
EXO 39:22 Desgleichen machte er den Rock des Ephod, ganz von blauem Purpur 
gewoben;
EXO 39:23 und seine ffnung oben mitten darin, und einen Saum um die 
ffnung, wie den Saum eines Panzers, da sie nicht zerreie.
EXO 39:24 Und sie machten an seinem untern Saum Granatpfel, aus Stoffen 
von blauem und rotem Purpur und Karmesinfarbe gezwirnt.
EXO 39:25 Und machten Schellen von reinem Gold; die taten sie zwischen die 
Granatpfel ringsum an den Saum des Rockes,
EXO 39:26 je einen Granatapfel und eine Schelle, ringsum, um darin zu 
dienen, wie der HERR Mose geboten hatte.
EXO 39:27 Und sie machten auch die Leibrcke, von weier Baumwolle 
gezwirnt, fr Aaron und seine Shne,
EXO 39:28 und den Kopfbund von weier Baumwolle und die hohen Mtzen von 
weier Baumwolle und die Unterkleider von gezwirnter weier Baumwolle;
EXO 39:29 und den Grtel von gezwirnter weier Baumwolle und aus Stoffen 
von blauem und rotem Purpur und Karmesinfarbe, Arbeit des Buntwirkers, wie 
der HERR Mose geboten hatte.
EXO 39:30 Sie machten auch das Stirnblatt, das heilige Diadem, von reinem 
Gold und schrieben darauf in gestochener Siegelschrift: Heilig dem HERRN!
EXO 39:31 Und banden eine Schnur von blauem Purpur daran, um es oben am 
Hut zu befestigen, wie der HERR Mose geboten hatte.
EXO 39:32 Also ward das ganze Werk der Wohnung, der Stiftshtte, 
vollendet. Und die Kinder Israel machten alles, wie der HERR Mose geboten 
hatte; so machten sie es.
EXO 39:33 Und sie brachten die Wohnung zu Mose, die Htte und alle ihre 
Gerte, ihre Haften, Bretter, Riegel, Sulen, Fe;
EXO 39:34 die Decke von rtlichen Widderfellen, die Decke von 
Seehundsfellen und den Vorhang der Decke;
EXO 39:35 die Lade des Zeugnisses mit ihren Stangen, den Shndeckel;
EXO 39:36 den Tisch und alle seine Gerte und die Schaubrote;
EXO 39:37 den Leuchter von reinem Golde, seine Lampen, die geordneten 
Lampen und alle seine Gerte und das l des Leuchters;
EXO 39:38 den goldenen Altar, das Salbl, das gute Rucherwerk und den 
Vorhang zu der Tr der Htte;
EXO 39:39 den ehernen Altar und sein ehernes Gitter mit seinen Stangen und 
allen seinen Gerten, das Becken samt seinem Fu;
EXO 39:40 die Vorhnge des Vorhofs mit seinen Sulen und Fen, den 
Vorhang im Tor des Vorhofs mit seinen Seilen und Ngeln und allen Gerten 
zum Dienst der Wohnung, der Stiftshtte;
EXO 39:41 die Amtstracht zum Dienst im Heiligtum, die heiligen Kleider des 
Priesters Aaron und die Kleider seiner Shne, um das Priesteramt zu 
verwalten;
EXO 39:42 ganz, wie der HERR Mose geboten hatte, so hatten die Kinder 
Israel das Werk vollbracht.
EXO 39:43 Und Mose sah die ganze Arbeit an, und siehe, sie hatten dieselbe 
gemacht, wie der HERR geboten hatte; so hatten sie es gemacht. Und Mose 
segnete sie.
EXO 40:1 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
EXO 40:2 Du sollst die Wohnung, die Stiftshtte, aufrichten am ersten Tage 
des ersten Monats.
EXO 40:3 Und du sollst die Lade des Zeugnisses darein setzen und den 
Vorhang vor die Lade hngen.
EXO 40:4 Und du sollst den Tisch hineinbringen und darauf legen, was 
darauf gehrt, und den Leuchter hineinbringen und die Lampen darauf setzen.
EXO 40:5 Und du sollst den goldenen Rucheraltar vor die Lade des 
Zeugnisses setzen und den Vorhang in der Tr der Wohnung aufhngen.
EXO 40:6 Den Brandopferaltar aber sollst du vor die Tr der Wohnung, der 
Stiftshtte, setzen,
EXO 40:7 und das Becken zwischen die Stiftshtte und den Altar, und sollst 
Wasser hineintun.
EXO 40:8 Und du sollst den Vorhof ringsum aufrichten und den Vorhang in 
das Tor des Vorhofs hngen.
EXO 40:9 Und du sollst das Salbl nehmen und die Wohnung salben, samt 
allem, was darin ist, und du sollst sie weihen und alle ihre Gerte, da 
sie heilig sei.
EXO 40:10 Und du sollst den Brandopferaltar mit allen seinen Gerten 
salben und ihn weihen, da er hochheilig sei.
EXO 40:11 Du sollst auch das Becken salben samt seinem Fu und es weihen.
EXO 40:12 Und du sollst Aaron und seine Shne vor die Tr der Stiftshtte 
fhren und sie mit Wasser waschen,
EXO 40:13 und Aaron die heiligen Kleider anziehen und ihn salben und 
weihen, da er mein Priester sei.
EXO 40:14 Auch seine Shne sollst du herzufhren und ihnen die Leibrcke 
anziehen
EXO 40:15 und sie salben, wie du ihren Vater gesalbt hast, da sie meine 
Priester seien. Und diese Salbung soll ihnen ein ewiges Priestertum 
verschaffen auf alle ihre Geschlechter.
EXO 40:16 Und Mose tat alles, wie ihm der HERR geboten hatte; so machte 
er's.
EXO 40:17 Also ward die Wohnung aufgerichtet im zweiten Jahr, am ersten 
Tage des ersten Monats.
EXO 40:18 Und als Mose dieselbe aufgerichtet hatte, setzte er die Fe und 
die Bretter und Riegel, und richtete die Sulen auf.
EXO 40:19 Und breitete das Zelt aus ber die Wohnung und legte die Decke 
des Zeltes oben darauf, wie der HERR Mose geboten hatte.
EXO 40:20 Und er nahm das Zeugnis und legte es in die Lade, und tat die 
Stangen an die Lade;
EXO 40:21 und brachte die Lade in die Wohnung und hing den Vorhang vor die 
Lade des Zeugnisses, wie der HERR Mose geboten hatte.
EXO 40:22 Und er setzte den Tisch in die Stiftshtte, an die Seite der 
Wohnung gegen Mitternacht, auerhalb des Vorhangs,
EXO 40:23 und ordnete die Brote darauf vor dem HERRN, wie der HERR Mose 
geboten hatte.
EXO 40:24 Er stellte auch den Leuchter in die Stiftshtte, dem Tisch 
gegenber, an die Seite der Wohnung gegen Mittag,
EXO 40:25 und setzte Lampen darauf vor dem HERRN, wie der HERR Mose 
geboten hatte.
EXO 40:26 Und er stellte den goldenen Altar in die Stiftshtte, vor den 
Vorhang,
EXO 40:27 und rucherte darauf mit gutem Rucherwerk, wie der HERR Mose 
geboten hatte.
EXO 40:28 Und er hngte den Vorhang in die Tr der Wohnung.
EXO 40:29 Aber den Brandopferaltar setzte er vor die Tr der Wohnung, der 
Stiftshtte, und opferte darauf Brandopfer und Speisopfer, wie der HERR 
Mose geboten hatte.
EXO 40:30 Das Becken aber setzte er zwischen die Stiftshtte und den Altar 
und tat Wasser darein zum Waschen;
EXO 40:31 Und Mose, Aaron und seine Shne wuschen ihre Hnde und Fe 
damit.
EXO 40:32 Sie muten sich waschen, wenn sie in die Stiftshtte gingen und 
zum Altar traten, wie der HERR Mose geboten hatte.
EXO 40:33 Und er richtete den Vorhof auf um die Wohnung und um den Altar 
her und hngte den Vorhang in das Tor des Vorhofs. Also vollendete Mose 
das ganze Werk.
EXO 40:34 Da bedeckte die Wolke die Stiftshtte, und die Herrlichkeit des 
HERRN erfllte die Wohnung.
EXO 40:35 Und Mose konnte nicht in die Stiftshtte gehen, solange die 
Wolke darauf blieb und die Herrlichkeit des HERRN die Wohnung erfllte.
EXO 40:36 Wenn sich aber die Wolke von der Wohnung erhob, so brachen die 
Kinder Israel auf, whrend aller ihrer Reisen.
EXO 40:37 Wenn sich aber die Wolke nicht erhob, so brachen sie nicht auf 
bis zu dem Tag, da sie sich erhob.
EXO 40:38 Denn die Wolke des HERRN war bei Tag auf der Wohnung, und des 
Nachts war Feuer darauf vor den Augen des ganzen Hauses Israel, whrend 
aller ihrer Reisen.
LEV 1:1 Und er rief Mose, und der HERR redete zu ihm von der Stiftshtte 
aus und sprach:
LEV 1:2 Rede zu den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Will jemand von 
euch dem HERRN ein Opfer bringen, so soll euer Opfer, das ihr darbringet, 
vom Vieh, von Rindern oder Schafen genommen sein.
LEV 1:3 Ist seine Gabe ein Brandopfer von Rindern, so soll er ein 
tadelloses mnnliches Tier darbringen; zur Tr der Stiftshtte soll er es 
bringen, da es ihn angenehm mache vor dem HERRN;
LEV 1:4 und er soll seine Hand auf den Kopf des Brandopfers sttzen, so 
wird es ihm wohlgefllig aufgenommen und fr ihn Shne erwirken.
LEV 1:5 Dann soll er den jungen Ochsen schchten vor dem HERRN; die Shne 
Aarons aber, die Priester, sollen das Blut darbringen und es ringsum an 
den Altar sprengen, der vor der Tr der Stiftshtte steht.
LEV 1:6 Er aber soll dem Brandopfer die Haut abziehen und es in Stcke 
zerlegen;
LEV 1:7 und die Shne Aarons, des Priesters, sollen Feuer auf den Altar 
tun und Holz aufschichten ber dem Feuer;
LEV 1:8 auf das Holz aber ber dem Feuer sollen die Priester, die Shne 
Aarons, die Fleischstcke legen, dazu den Kopf und das Fett;
LEV 1:9 sein Eingeweide aber und seine Schenkel soll man mit Wasser 
waschen; und der Priester soll das Ganze auf dem Altar verbrennen als ein 
Brandopfer, ein wohlriechendes Feuer fr den HERRN.
LEV 1:10 Entnimmt er aber seine Opfergabe dem Kleinvieh, so bringe er zum 
Brandopfer ein tadelloses mnnliches Tier von den Lmmern oder Ziegen dar
LEV 1:11 und schchte es an der nrdlichen Seite des Altars vor dem HERRN, 
und die Shne Aarons, die Priester, sollen das Blut ringsum an den Altar 
sprengen;
LEV 1:12 er aber zerlege es in Stcke, und der Priester lege sie samt dem 
Kopf und dem Fett ordentlich auf das Holz ber dem Feuer auf dem Altar.
LEV 1:13 Aber das Eingeweide und die Schenkel soll man mit Wasser waschen; 
und der Priester soll das Ganze darbringen und verbrennen auf dem Altar; 
es ist ein Brandopfer, ein wohlriechendes Feuer fr den HERRN.
LEV 1:14 Soll aber seine Brandopfergabe fr den HERRN aus Geflgel 
bestehen, so bringe er von Turteltauben oder von jungen Tauben sein Opfer 
dar.
LEV 1:15 Dieses soll der Priester zum Altar bringen und ihm den Kopf 
abkneifen und ihn auf dem Altar verbrennen; sein Blut aber soll an der 
Wand des Altars ausgepret werden.
LEV 1:16 Den Kropf aber samt dem Unrat soll er entfernen und ihn auf den 
Aschenhaufen werfen, stlich vom Altar.
LEV 1:17 Sodann soll er den Vogel an den Flgeln einreien, sie aber nicht 
abtrennen, und der Priester soll ihn auf dem Altar verbrennen, auf dem 
Holz ber dem Feuer; es ist ein Brandopfer, ein wohlriechendes Feuer fr 
den HERRN.
LEV 2:1 Will aber eine Seele dem HERRN ein Speisopfer bringen, so soll 
ihre Opfergabe aus Semmelmehl sein, und man soll l darber gieen und 
Weihrauch darauf tun.
LEV 2:2 Also soll man sie zu den Shnen Aarons, zu den Priestern bringen, 
und er soll davon eine Handvoll nehmen, von dem Semmelmehl und dem l, 
samt allem Weihrauch, und der Priester soll dieses Gedchtnisopfer auf dem 
Altar verbrennen als ein wohlriechendes Feuer fr den HERRN.
LEV 2:3 Das brige aber vom Speisopfer gehrt Aaron und seinen Shnen, als 
ein hochheiliger Anteil an den Feueropfern des HERRN.
LEV 2:4 Willst du aber ein Speisopfer darbringen von dem, was im Ofen 
gebacken wird, so nimm ungesuerte Semmelkuchen, mit l gemengt, und 
ungesuerte Fladen, mit l gesalbt.
LEV 2:5 Ist aber dein Speisopfer in der Pfanne bereitet, so soll es von 
ungesuertem Semmelmehl sein, mit l gemengt;
LEV 2:6 du sollst es in Brocken zerbrechen und l darauf gieen, so ist es 
ein Speisopfer.
LEV 2:7 Willst du aber ein gekochtes Speisopfer darbringen, so bereite man 
es von Semmelmehl mit l;
LEV 2:8 und du sollst das Speisopfer, das von solchem bereitet ist, zum 
HERRN bringen und sollst es dem Priester bergeben, der trage es zum Altar;
LEV 2:9 und der Priester soll von dem Speisopfer abheben, was davon zum 
Gedchtnis bestimmt ist, und soll es auf dem Altar verbrennen zu einem 
wohlriechenden Feuer vor dem HERRN.
LEV 2:10 Das brige aber vom Speisopfer gehrt Aaron und seinen Shnen, 
als hochheiliger Anteil an den Feueropfern des HERRN.
LEV 2:11 Kein Speisopfer, das ihr dem HERRN darbringet, soll gesuert 
werden; denn ihr sollt dem HERRN weder Sauerteig noch Honig verbrennen.
LEV 2:12 Als eine Erstlingsgabe mgt ihr solches dem HERRN darbringen; 
aber auf den Altar soll es nicht kommen zum lieblichen Geruch.
LEV 2:13 Dagegen sollst du alle deine Speisopfergaben mit Salz wrzen und 
sollst das Bundessalz deines Gottes nicht fehlen lassen in deinem 
Speisopfer; sondern zu allen deinen Opfergaben sollst du Salz darbringen.
LEV 2:14 Willst du aber dem HERRN, deinem Gott, ein Erstlingsopfer 
darbringen, so sollst du am Feuer gerstete hren, geschrotete Krner als 
Erstlingsspeisopfer bringen;
LEV 2:15 und sollst l darauf tun und Weihrauch darauf legen, so ist es 
ein Speisopfer.
LEV 2:16 Und der Priester soll, was davon zum Gedchtnis bestimmt ist, 
verbrennen, von der Grtze und vom l, dazu allen Weihrauch, da es ein 
Feuer sei fr den HERRN.
LEV 3:1 Ist aber seine Gabe ein Dankopfer, und bringt er es von den 
Rindern dar, es sei ein Ochs oder eine Kuh, so soll er ein tadelloses Tier 
herbringen vor den HERRN.
LEV 3:2 Und er soll seine Hand sttzen auf seines Opfers Haupt und es 
schchten vor der Tr der Stiftshtte, und Aarons Shne, die Priester, 
sollen sein Blut ringsum an den Altar sprengen.
LEV 3:3 Dann soll er von dem Dankopfer zur Verbrennung fr den HERRN das 
Fett herzubringen, welches das Eingeweide bedeckt, auch alles Fett, das am 
Eingeweide hngt;
LEV 3:4 dazu die beiden Nieren samt dem Fett daran, das an den Lenden ist, 
und was ber die Leber hervorragt; oberhalb der Nieren soll er es 
wegnehmen.
LEV 3:5 Und Aarons Shne sollen es verbrennen auf dem Altar, ber dem 
Brandopfer, auf dem Holz, das ber dem Feuer liegt, als ein wohlriechendes 
Feuer fr den HERRN.
LEV 3:6 Besteht aber seine Gabe, die er dem HERRN zum Dankopfer darbringt, 
in Kleinvieh, es sei ein Mnnchen oder Weibchen, so soll es tadellos sein.
LEV 3:7 Bringt er ein Lamm zum Opfer dar, so bringe er es vor den HERRN
LEV 3:8 und sttze seine Hand auf des Opfers Haupt und schchte es vor der 
Stiftshtte; die Shne Aarons aber sollen das Blut ringsum an den Altar 
sprengen.
LEV 3:9 Darnach bringe er von dem Dankopfer das Fett dem HERRN zur 
Verbrennung dar, dazu das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, samt allem 
Fett an den Eingeweiden;
LEV 3:10 auch die beiden Nieren mit dem Fett daran, das an den Lenden ist, 
samt dem, was ber die Leber hervorragt; oberhalb der Nieren soll er es 
wegnehmen;
LEV 3:11 und der Priester soll es auf dem Altar verbrennen als Nahrung fr 
das Feuer des HERRN.
LEV 3:12 Besteht aber sein Opfer in einer Ziege, so bringe er sie vor den 
HERRN
LEV 3:13 und sttze seine Hand auf ihr Haupt und schchte sie vor der 
Stiftshtte; die Shne Aarons aber sollen das Blut ringsum an den Altar 
sprengen.
LEV 3:14 Darnach bringe er sein Opfer dar zur Verbrennung fr den HERRN, 
nmlich das Fett, welches das Eingeweide bedeckt, samt allem Fett, das am 
Eingeweide hngt;
LEV 3:15 dazu die beiden Nieren mit dem Fett daran, das an den Lenden ist, 
samt dem, was ber die Leber hervorragt; oberhalb der Nieren soll er es 
wegnehmen.
LEV 3:16 Das soll der Priester auf dem Altar verbrennen als Nahrung fr 
das Feuer, zum lieblichen Geruch. Alles Fett gehrt dem HERRN.
LEV 3:17 Das ist eine ewige Satzung fr eure Geschlechter an allen euren 
Wohnorten, da ihr weder Fett noch Blut essen sollt.
LEV 4:1 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
LEV 4:2 Sage zu den Kindern Israel und sprich: Wenn sich eine Seele aus 
Versehen versndigt gegen irgend eines der Gebote des HERRN, also da sie 
etwas von dem tut, was man nicht tun soll, [so gelte folgende Vorschrift]:
LEV 4:3 Wenn der gesalbte Priester sndigt, soda er sich am Volk 
verschuldet, so soll er fr seine Snde, die er begangen hat, einen 
jungen, tadellosen Farren dem HERRN zum Sndopfer darbringen;
LEV 4:4 und zwar soll er den Farren zur Tr der Stiftshtte bringen, vor 
den HERRN, und seine Hand sttzen auf des Farren Haupt und ihn schchten 
vor dem HERRN.
LEV 4:5 Und der gesalbte Priester soll von dem Blut des Farren nehmen und 
es in die Stiftshtte bringen;
LEV 4:6 und der Priester soll seinen Finger in das Blut tauchen und von 
dem Blut siebenmal an die Vorderseite des Vorhangs im Heiligtum sprengen, 
vor dem Angesicht des HERRN.
LEV 4:7 Auch soll der Priester von dem Blut auf die Hrner des 
wohlriechenden Rucheraltars tun, der in der Stitshtte ist vor dem HERRN; 
alles brige Blut des Farren aber soll er an den Fu des Brandopferaltars 
gieen, der vor der Tr der Stiftshtte ist.
LEV 4:8 Und alles Fett des Sndopferfarren soll er von ihm ablsen, das 
Fett, welches das Eingeweide bedeckt, und alles Fett, das am Eingeweide 
hngt;
LEV 4:9 dazu die beiden Nieren, samt dem Fett daran, das an den Lenden 
ist, auch das, was ber die Leber hervorragt; oberhalb der Nieren soll er 
es wegnehmen, gleich wie man es von dem Stier des Dankopfers abhebt;
LEV 4:10 und der Priester soll es auf dem Brandopferaltar verbrennen.
LEV 4:11 Aber das Fell des Farren und all sein Fleisch samt seinem Kopf, 
seinen Schenkeln, seinen Eingeweiden und seinem Mist,
LEV 4:12 kurz den ganzen Farren soll man hinaus vor das Lager fhren, an 
einen reinen Ort, wohin man die Asche zu schtten pflegt, und ihn bei 
einem Holzfeuer verbrennen; am Aschenplatz soll er verbrannt werden.
LEV 4:13 Wenn sich aber die ganze Gemeinde Israel vergeht, und es ist vor 
den Augen der Versammlung verborgen, da sie etwas getan, davon der HERR 
geboten hat, da man es nicht tun soll, soda sie sich verschuldet hat;
LEV 4:14 sie kommt aber zur Erkenntnis der Snde, die sie begangen hat 
wider dasselbe Gebot, so soll die Versammlung einen jungen Farren 
darbringen und ihn vor die Stiftshtte fhren.
LEV 4:15 Dann sollen die ltesten der Gemeinde ihre Hnde auf des Farren 
Haupt sttzen vor dem HERRN, und man soll den Farren schchten vor dem 
HERRN.
LEV 4:16 Der gesalbte Priester aber soll von dem Blut des Farren in die 
Stiftshtte bringen,
LEV 4:17 und der Priester soll seinen Finger in das Blut tauchen und davon 
siebenmal an die Vorderseite des Vorhangs sprengen vor dem HERRN;
LEV 4:18 und er soll von dem Blut auf die Hrner des Altars tun, der vor 
dem HERRN in der Stiftshtte steht; alles brige Blut aber soll er an den 
Fu des Brandopferaltars gieen, der vor der Tr der Stiftshtte steht.
LEV 4:19 Aber all sein Fett soll er von ihm ablsen und es auf dem Altar 
verbrennen.
LEV 4:20 Er soll diesen Farren behandeln, wie er den Farren des Sndopfers 
behandelt hat; ganz gleich soll auch dieser behandelt werden, und der 
Priester soll sie vershnen, und es soll ihr vergeben werden.
LEV 4:21 Und man soll den Farren hinaus vor das Lager schaffen und ihn 
verbrennen, wie man den ersten Farren verbrannt hat. Er ist ein Sndopfer 
der Gemeinde.
LEV 4:22 Kommt es aber vor, da ein Frst sndigt und aus Versehen irgend 
etwas tut, wovon der HERR, sein Gott, geboten, da man es nicht tun soll, 
und sich also verschuldet,
LEV 4:23 man hlt ihm aber seine Snde vor, die er daran begangen hat, so 
soll er einen tadellosen Ziegenbock zum Opfer bringen
LEV 4:24 und soll seine Hand auf des Bockes Haupt sttzen und ihn 
schchten an dem Ort, da man das Brandopfer zu schchten pflegt vor dem 
HERRN; es ist ein Sndopfer.
LEV 4:25 Und der Priester soll mit seinem Finger von dem Blut des 
Sndopfers nehmen und es auf die Hrner des Brandopferaltars tun; das 
brige Blut aber soll er an den Fu des Brandopferaltars gieen;
LEV 4:26 und all sein Fett soll er auf dem Altar verbrennen, gleich dem 
Fett des Dankopfers. Also soll der Priester ihm Shne erwirken fr seine 
Snde, und es wird ihm vergeben werden.
LEV 4:27 Wenn aber jemand vom Landvolk aus Versehen sndigt, indem er 
etwas tut, davon der HERR geboten hat, da man es nicht tun soll, und sich 
verschuldet,
LEV 4:28 man hlt ihm aber seine Snde vor, die er begangen hat, so soll 
er eine tadellose Ziege zum Opfer bringen fr seine Snde, die er begangen 
hat,
LEV 4:29 und er soll seine Hand auf des Sndopfers Haupt sttzen und das 
Sndopfer schchten an der Sttte des Brandopfers.
LEV 4:30 Der Priester aber soll mit seinem Finger von dem Blut der Ziege 
nehmen und es auf die Hrner des Brandopferaltars tun und alles brige 
Blut an den Fu des Brandopferaltars gieen.
LEV 4:31 Alles Fett aber soll er von ihr nehmen, wie das Fett von dem 
Dankopfer genommen wird, und der Priester soll es auf dem Altar verbrennen 
zum lieblichen Geruch dem HERRN. Also soll der Priester fr ihn Shne 
erwirken, und es wird ihm vergeben werden.
LEV 4:32 Will er aber ein Lamm darbringen zum Sndopfer, so soll es ein 
tadelloses Weibchen sein;
LEV 4:33 und er soll seine Hand sttzen auf des Sndopfers Haupt und es 
schchten als Sndopfer an dem Ort, wo man das Brandopfer zu schchten 
pflegt.
LEV 4:34 Und der Priester soll mit seinem Finger von dem Blut des 
Sndopfers nehmen und es auf die Hrner des Brandopferaltars tun, alles 
brige Blut aber an den Fu des Altars gieen.
LEV 4:35 Und er soll alles Fett davon nehmen, wie das Fett von dem Lamm 
des Dankopfers genommen wird, und der Priester soll es auf dem Altar 
verbrennen, ber den Feuerflammen des HERRN, und also soll er ihm Shne 
erwirken wegen seiner Snde, die er begangen hat, so wird ihm vergeben 
werden.
LEV 5:1 Wenn eine Seele dadurch sndigt, da sie etwas nicht anzeigt, 
wiewohl sie die Beschwrung vernommen hat und Zeuge ist, da sie es 
entweder gesehen oder erfahren hat, so da sie nun ihre Missetat trgt;
LEV 5:2 oder wenn eine Seele irgend etwas Unreines anrhrt, sei es das Aas 
eines unreinen Wildes oder das Aas eines unreinen Viehs oder das Aas eines 
unreinen Reptils, und es ist ihr verborgen gewesen, sie fhlt sich nun 
aber unrein und schuldig;
LEV 5:3 oder wenn jemand menschliche Unreinheit anrhrt, irgend etwas von 
alledem, womit man sich verunreinigen kann, und es ist ihm verborgen 
gewesen, er hat es aber nun erkannt und fhlt sich schuldig;
LEV 5:4 oder wenn eine Seele leichtfertig mit ihren Lippen schwrt, Gutes 
oder Bses tun zu wollen, irgend etwas von dem, was so ein Mensch 
leichtfertig schwren mag, und es war ihm verborgen, er erkennt es aber 
nun und fhlt sich einer dieser Sachen schuldig
LEV 5:5 ist er nun wirklich in einem dieser Punkte schuldig, so bekenne 
er, woran er sich versndigt hat,
LEV 5:6 und bringe dem HERRN als Schuldopfer fr seine Snde, die er 
begangen hat, ein Weibchen vom Kleinvieh, ein Lamm oder eine Ziege zum 
Sndopfer, und der Priester soll ihm [damit] Shne erwirken wegen seiner 
Snde.
LEV 5:7 Kann er aber nicht soviel zusammenbringen, da es zu einem 
Schflein langt, so bringe er dem HERRN zu seinem Schuldopfer, das er 
schuldig ist, zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, eine zum 
Schuldopfer, die andere zum Brandopfer.
LEV 5:8 Er soll sie zum Priester bringen; dieser aber soll zuerst die zum 
Sndopfer bestimmte darbringen und ihr unterhalb des Genicks den Kopf 
abkneifen, ihn aber nicht abtrennen.
LEV 5:9 Und vom Blut des Sndopfers sprenge er an die Wand des Altars, das 
brige Blut aber soll an den Fu des Altars ausgepret werden, weil es ein 
Sndopfer ist.
LEV 5:10 Aus der andern aber soll er ein Brandopfer machen, wie es 
verordnet ist. Also soll der Priester fr ihn Shne erwirken wegen seiner 
Snde, die er begangen hat, so wird ihm vergeben werden.
LEV 5:11 Vermag er aber auch die zwei Turteltauben oder die zwei jungen 
Tauben nicht, so bringe er zu seinem Opfer, das er schuldig ist, ein 
Zehntel Epha Semmelmehl als Sndopfer. Er soll aber weder l daran tun, 
noch Weihrauch darauf legen, weil es ein Sndopfer ist.
LEV 5:12 Er soll es zum Priester bringen, und der Priester nehme eine 
Handvoll davon, soviel als zum Gedchtnis bestimmt ist, und verbrenne es 
auf dem Altar ber dem Feuer des HERRN. Es ist ein Sndopfer.
LEV 5:13 Also soll ihm der Priester Shne erwirken wegen seiner Snde, die 
er begangen hat in einem jener Flle, so wird ihm vergeben werden. Das 
Opfer aber soll dem Priester gehren wie das Speisopfer.
LEV 5:14 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
LEV 5:15 Wenn sich eine Seele aus Versehen vergreift und versndigt an 
heiligen Dingen des HERRN, so soll sie dem HERRN ihr Schuldopfer bringen, 
nmlich einen tadellosen Widder von der Herde, nach deiner Schtzung im 
Wert von zwei Schekeln, nach dem Schekel des Heiligtums, zum Schuldopfer.
LEV 5:16 Den Schaden aber, den er dem Heiligtum zugefgt hat, soll er 
vergten und einen Fnftel dazufgen und es dem Priester geben; der soll 
fr ihn Shne erwirken mit dem Widder des Schuldopfers, so wird ihm 
vergeben werden.
LEV 5:17 Und wenn eine Seele sndigt und irgend etwas von alledem tut, was 
der HERR verboten hat und man nicht tun soll, hat es aber nicht gewut und 
fhlt sich nun schuldig und trgt ihre Missetat;
LEV 5:18 so soll der Betreffende dem Priester einen tadellosen Widder von 
seiner Herde nach deiner eigenen Schtzung zum Schuldopfer bringen, und 
der Priester soll ihm Shne erwirken wegen seines Versehens, das er 
unwissentlich begangen hat; so wird ihm vergeben werden.
LEV 5:19 Es ist ein Schuldopfer, das er dem HERRN schuldig ist.
LEV 6:1 (05-20) Und der HERR redete zu Mose und sprach:
LEV 6:2 (05-21) Wenn sich jemand dadurch versndigt und vergreift am 
HERRN, da er seinem Volksgenossen etwas Anvertrautes oder Hinterlegtes 
ableugnet oder gewaltttigerweise raubt;
LEV 6:3 (05-22) oder wenn er etwas Verlorenes gefunden hat und es 
ableugnet und schwrt einen falschen Eid wegen irgend etwas von alledem, 
womit sich ein Mensch versndigen mag;
LEV 6:4 (05-23) wenn er nun, nachdem er also gesndigt hat, sich schuldig 
fhlt, so soll er den Raub, den er genommen hat, oder das erprete Gut, 
das er sich gewaltttigerweise angeeignet hat, oder das anvertraute Gut, 
das ihm anvertraut worden, oder das Verlorene, das er gefunden hat, 
wiedergeben;
LEV 6:5 (05-24) auch alles, worber er einen falschen Eid geschworen hat, 
soll er nach seinem vollen Wert zurckerstatten und noch einen Fnftel 
dazulegen; und zwar soll er es dem geben, dem es gehrt, an dem Tage, da 
er sein Schuldopfer entrichtet.
LEV 6:6 (05-25) Sein Schuldopfer aber soll er dem HERRN bringen, einen 
tadellosen Widder von der Herde nach deiner Schtzung als Schuldopfer, zum 
Priester.
LEV 6:7 (05-26) Und der Priester soll ihm Shne erwirken vor dem HERRN, so 
wird ihm vergeben werden, was irgend er getan hat von alledem, womit man 
sich verschulden kann.
LEV 6:8 (06-1) Und der HERR redete zu Mose und sprach: Gebiete Aaron und 
seinen Shnen und sprich:
LEV 6:9 (06-2) Dies ist das Gesetz vom Brandopfer: Das Brandopfer soll auf 
seiner Glut auf dem Altar die ganze Nacht bis zum Morgen verbleiben, da 
das Feuer des Altars dadurch genhrt werde.
LEV 6:10 (06-3) Und der Priester soll ein leinenes Kleid anziehen und sein 
Fleisch in die leinenen Beinkleider hllen und soll die Asche abheben, 
nachdem das Feuer auf dem Altar das Brandopfer verzehrt hat, und sie neben 
den Altar tun.
LEV 6:11 (06-4) Dann lege er seine Kleider ab und ziehe andere Kleider an 
und schaffe die Asche hinaus vor das Lager an einen reinen Ort.
LEV 6:12 (06-5) Aber das Feuer auf dem Altar soll auf demselben brennend 
erhalten werden; es soll nicht erlschen; darum soll der Priester alle 
Morgen Holz darauf anznden und das Brandopfer darauf zurichten und das 
Fett der Dankopfer darauf verbrennen.
LEV 6:13 (06-6) Ein bestndiges Feuer soll auf dem Altar brennen; es soll 
nie erlschen!
LEV 6:14 (06-7) Und dies ist das Gesetz vom Speisopfer: Die Shne Aarons 
sollen es vor dem HERRN darbringen, vor dem Altar.
LEV 6:15 (06-8) Und dann hebe einer davon eine Handvoll ab, von dem 
Semmelmehl des Speisopfers und von seinem l, auch allen Weihrauch, der 
auf dem Speisopfer ist, und verbrenne also, was davon zum Gedchtnis 
bestimmt ist, auf dem Altar zum lieblichen Geruch dem HERRN.
LEV 6:16 (06-9) Das brige aber sollen Aaron und seine Shne essen; 
ungesuert soll es gegessen werden an einem heiligen Ort; im Vorhof der 
Stiftshtte sollen sie es essen.
LEV 6:17 (06-10) Es soll ungesuert gebacken werden. Ich habe es ihnen 
gegeben als ihren Anteil an meinen Feueropfern; es ist hochheilig wie das 
Sndopfer und wie das Schuldopfer.
LEV 6:18 (06-11) Alles, was mnnlich ist unter Aarons Nachkommen, darf 
davon essen; es ist ein auf ewig festgesetzter Anteil an den Feueropfern 
des HERRN fr alle eure Geschlechter. Jeder, der es anrhrt, soll heilig 
sein!
LEV 6:19 (06-12) Und der HERR redete zu Mose und sprach:
LEV 6:20 (06-13) Dies ist die Opfergabe Aarons und seiner Shne, welche 
sie dem HERRN darbringen sollen am Tage seiner Salbung. Ein Zehntel Epha 
Semmelmehl als bestndiges Speisopfer, die eine Hlfte am Morgen, die 
andere am Abend.
LEV 6:21 (06-14) Es soll in der Pfanne mit l angemacht werden, 
durcheinandergerhrt soll man es darbringen, in Kuchenform, in Bissen 
zerlegt soll man das Speisopfer darbringen zum lieblichen Geruch dem HERRN.
LEV 6:22 (06-15) Und zwar soll es der Priester, der an Aarons Statt aus 
seinen Shnen gesalbt wird, bereiten, dem HERRN zum ewigen Recht; es soll 
gnzlich verbrannt werden.
LEV 6:23 (06-16) Jedes Speisopfer eines Priesters soll ganz verbrannt 
werden; es darf nicht gegessen werden.
LEV 6:24 (06-17) Und der HERR redete zu Mose und sprach:
LEV 6:25 (06-18) Sage zu Aaron und zu seinen Shnen und sprich: Dies ist 
das Gesetz vom Sndopfer: Am gleichen Ort, da man das Brandopfer 
schchtet, soll auch das Sndopfer geschchtet werden vor dem HERRN, weil 
es hochheilig ist.
LEV 6:26 (06-19) Der Priester, der das Sndopfer darbringt, darf es essen; 
es soll aber an heiliger Sttte gegessen werden, im Vorhof der Stiftshtte.
LEV 6:27 (06-20) Jeder, der sein Fleisch anrhrt, soll heilig sein! Wenn 
aber etwas von seinem Blut auf ein Kleid spritzt, so sollst du das, was 
bespritzt worden ist, an heiliger Sttte waschen.
LEV 6:28 (06-21) Ist es in einem irdenen Geschirr gekocht worden, so soll 
man dasselbe zerbrechen, wenn aber in einem ehernen, so mu es gescheuert 
und mit Wasser gesplt werden.
LEV 6:29 (06-22) Alles, was mnnlich ist unter den Priestern, darf davon 
essen; es ist hochheilig.
LEV 6:30 (06-23) Dagegen soll man kein Sndopfer essen, von dessen Blut in 
die Stiftshtte hineingebracht wird, um Shne zu erwirken im Heiligtum; es 
soll mit Feuer verbrannt werden.
LEV 7:1 Und dies ist das Gesetz vom Schuldopfer, welches hochheilig ist:
LEV 7:2 Am gleichen Ort, wo man das Brandopfer schchtet, soll man auch 
das Schuldopfer schchten und sein Blut ringsum an den Altar sprengen.
LEV 7:3 Auch soll man von ihm all sein Fett darbringen, den Fettschwanz 
samt dem Fett, welches die Eingeweide bedeckt;
LEV 7:4 dazu die beiden Nieren mit dem Fett daran, das an den Lenden ist, 
samt dem, was ber die Leber hervorragt; ber den Nieren soll man es 
wegnehmen.
LEV 7:5 Und der Priester soll es auf dem Altar verbrennen, da solches 
Schuldopfer zu einem Feuer werde fr den HERRN.
LEV 7:6 Alles, was mnnlich ist unter den Priestern, darf es essen; es 
soll aber an heiliger Sttte gegessen werden, weil es hochheilig ist.
LEV 7:7 Wie das Sndopfer, so das Schuldopfer; fr beide gilt ein und 
dasselbe Gesetz: Es gehrt dem Priester, der die Shne damit vollzieht.
LEV 7:8 Dem Priester, der jemandes Brandopfer darbringt, gehrt auch das 
Fell des Brandopfers, welches er dargebracht hat.
LEV 7:9 Desgleichen alle Speisopfer, die im Ofen gebacken, im Topf gekocht 
oder auf der Pfanne bereitet werden, fallen dem Priester zu, der sie 
darbringt.
LEV 7:10 Alle Speisopfer, seien sie nun mit l vermengt oder trocken, 
gehren allen Shnen Aarons, einem wie dem andern.
LEV 7:11 Und dies ist das Gesetz des Dankopfers, das man dem HERRN 
darbringen soll:
LEV 7:12 Will er es zum Lobe opfern, so bringe er zu seinem Lob-
Schlachtopfer hinzu ungesuerte Kuchen dar, mit l gemengt, und 
ungesuerte Fladen, mit l bestrichen, und eingerhrtes Semmelmehl, mit l 
gemengte Kuchen.
LEV 7:13 Auf einem gesuerten Brotkuchen soll er seine Opfergabe 
darbringen, zum Schlachtopfer seines Lob und Dankopfers hinzu.
LEV 7:14 Von allen Opfergaben aber soll er dem HERRN je ein Stck als Hebe 
darbringen; das soll dem Priester gehren, der das Blut der Dankopfer 
sprengt.
LEV 7:15 Es soll aber das Fleisch des Lob und Dankopfers am Tage seiner 
Darbringung gegessen werden; man darf nichts davon briglassen bis zum 
Morgen.
LEV 7:16 Beruht aber das Opfer, das er darbringt, auf einem Gelbde, oder 
ist es freiwillig, so soll es am Tage seiner Darbringung gegessen werden 
und am folgenden Tag, so da, was davon brigbleibt, gegessen werden darf.
LEV 7:17 Was aber vom Opferfleisch bis zum dritten Tag brigbleibt, das 
soll man mit Feuer verbrennen.
LEV 7:18 Sollte aber trotzdem am dritten Tage von dem Fleisch seines 
Dankopfers gegessen werden, so wrde der, welcher es dargebracht hat, 
nicht angenehm sein; es wrde ihm nicht zugerechnet, sondern fr verdorben 
gelten, und die Seele, die davon e, mte ihre Schuld tragen.
LEV 7:19 Auch wenn das Fleisch mit irgend etwas Unreinem in Berhrung 
kommt, so darf man es nicht essen, sondern mu es mit Feuer verbrennen; 
sonst aber darf jedermann von diesem Fleisch essen, wenn er rein ist.
LEV 7:20 Eine Seele aber, die ihre Unreinigkeit an sich hat und doch von 
dem Fleisch des Dankopfers it, das dem HERRN gehrt, die soll ausgerottet 
werden aus ihrem Volk.
LEV 7:21 Auch wenn eine Seele irgend etwas Unreines anrhrt, es sei die 
Unreinigkeit eines Menschen oder ein unreines Vieh oder irgend ein 
unreines Reptil, und it doch von dem Fleisch des Dankopfers, das dem 
HERRN gehrt, so soll eine solche Seele ausgerottet werden von ihrem Volk.
LEV 7:22 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
LEV 7:23 Sage den Kindern Israel und sprich: Ihr sollt kein Fett essen von 
Ochsen, Lmmern und Ziegen!
LEV 7:24 Das Fett von Aas oder Zerrissenem darf zu allerlei Zwecken 
verwendet werden, aber essen sollt ihr es nicht.
LEV 7:25 Denn wer Fett it von dem Vieh, von welchem man dem HERRN 
Feueropfer darzubringen pflegt, der soll ausgerottet werden aus seinem 
Volk!
LEV 7:26 Ihr sollt auch kein Blut essen in allen euren Wohnungen, weder 
von Geflgel noch vom Vieh;
LEV 7:27 jede Seele, die irgendwelches Blut it, soll ausgerottet werden 
aus ihrem Volk!
LEV 7:28 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
LEV 7:29 Sage zu den Kindern Israel und sprich: Wer dem HERRN ein 
Dankopfer darbringen will, der lasse dem HERRN seine Gabe zukommen von 
seinem Dankopfer.
LEV 7:30 Eigenhndig soll er herzubringen, was dem HERRN verbrannt werden 
soll: Das Fett samt dem Kern [stck] der Brust soll er bringen, den 
Brustkern, um ihn als Webopfer vor dem HERRN zu weben.
LEV 7:31 Der Priester aber soll das Fett auf dem Altar verbrennen; und der 
Brustkern fllt Aaron und seinen Shnen zu.
LEV 7:32 Dazu sollt ihr die rechte Keule von euren Dankopfern dem Priester 
als Hebe geben;
LEV 7:33 und zwar soll derjenige von Aarons Shnen, der das Blut der 
Dankopfer und das Fett darbringt, die rechte Keule zum Anteil erhalten.
LEV 7:34 Denn ich habe die Webebrust und die Hebekeule von den Kindern 
Israel, von ihren Dankopfern genommen und habe sie dem Priester Aaron und 
seinen Shnen gegeben zum ewigen Anrecht, das sie zu beanspruchen haben 
von den Kindern Israel.
LEV 7:35 Das ist das Salbungsgeschenk, welches Aaron und seinen Shnen 
gemacht wurde von den Feueropfern des HERRN an dem Tage, da er sie 
herzunahen lie, dem HERRN Priesterdienst zu tun,
LEV 7:36 davon der HERR am Tage ihrer Salbung befahl, da es ihnen gegeben 
werde von den Kindern Israel als ewiges Recht in ihren Geschlechtern.
LEV 7:37 Dies ist das Gesetz vom Brandopfer, vom Speisopfer, vom 
Sndopfer, vom Schuldopfer, vom Einweihungsopfer und vom Dankopfer,
LEV 7:38 welches der HERR Mose auf dem Berge Sinai gegeben hat, des Tages, 
da er den Kindern Israel befahl, dem HERRN ihre Opfer darzubringen, in der 
Wste Sinai.
LEV 8:1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
LEV 8:2 Nimm Aaron und seine Shne mit ihm, dazu die Kleider und das 
Salbl und einen Farren zum Sndopfer, zwei Widder und einen Korb mit 
ungesuertem Brot,
LEV 8:3 und versammle die ganze Gemeinde vor der Tr der Stiftshtte.
LEV 8:4 Mose tat, wie ihm der HERR befahl, und versammelte die Gemeinde 
vor der Tr der Stiftshtte.
LEV 8:5 Und Mose sprach zu der Gemeinde: Das ist's, was der HERR zu tun 
geboten hat.
LEV 8:6 Und Mose brachte Aaron und seine Shne herzu und wusch sie mit 
Wasser.
LEV 8:7 Und er legte ihm den Leibrock an und grtete ihn mit dem Grtel 
des Ephod und befestigte es damit.
LEV 8:8 Darnach legte er ihm das Brustschildlein an und tat in das 
Brustschildlein das Licht und das Recht;
LEV 8:9 und er setzte ihm den Hut auf das Haupt und heftete an den Hut, 
vorn an seine Stirne, das goldene Stirnblatt, das heilige Diadem, wie der 
HERR Mose geboten hatte.
LEV 8:10 Und Mose nahm das Salbl und salbte die Wohnung und alles, was 
darin war, und weihte es.
LEV 8:11 Auch sprengte er davon siebenmal auf den Altar und salbte den 
Altar samt allen seinen Gerten, auch das Becken samt seinem Fu, um es zu 
weihen.
LEV 8:12 Und er go von dem Salbl auf das Haupt Aarons und salbte ihn, um 
ihn zu weihen.
LEV 8:13 Er brachte auch die Shne Aarons herzu und zog ihnen Leibrcke an 
und grtete sie mit dem Grtel und band ihnen hohe Mtzen auf, wie der 
HERR Mose geboten hatte.
LEV 8:14 Und lie einen Farren herzufhren zum Sndopfer; und Aaron und 
seine Shne sttzten ihre Hnde auf den Kopf des Farren, des Sndopfers.
LEV 8:15 Und Mose schchtete ihn und nahm das Blut und tat es mit seinem 
Finger auf die Hrner des Altars ringsum; also entsndigte er den Altar 
und go das brige Blut an den Grund des Altars und weihte ihn, indem er 
ihm Shne erwirkte.
LEV 8:16 Sodann nahm er alles Fett am Eingeweide und was ber die Leber 
hervorragt und die beiden Nieren mit dem Fett daran, und Mose verbrannte 
es auf dem Altar.
LEV 8:17 Aber den Farren samt seinem Fell und seinem Fleisch und Mist 
verbrannte er mit Feuer auerhalb des Lagers, wie der HERR Mose geboten 
hatte.
LEV 8:18 Er brachte auch den Widder herzu zum Brandopfer. Und Aaron und 
seine Shne sttzten ihre Hnde auf des Widders Kopf.
LEV 8:19 Und Mose schchtete ihn und sprengte das Blut ringsrum an den 
Altar
LEV 8:20 und zerlegte den Widder in seine Stcke, und Mose verbrannte den 
Kopf, die Stcke und das Fett,
LEV 8:21 und wusch die Eingeweide und die Schenkel mit Wasser; also 
verbrannte Mose den ganzen Widder auf dem Altar. Das war ein Brandopfer 
zum lieblichen Geruch, ein Feueropfer dem HERRN, wie der HERR Mose geboten 
hatte.
LEV 8:22 Er brachte auch den andern Widder herzu, den Widder des 
Einweihungsopfers. Und Aaron und seine Shne sttzten ihre Hnde auf des 
Widders Kopf.
LEV 8:23 Mose aber schchtete ihn und nahm von seinem Blut, und tat es 
Aaron auf sein rechtes Ohrlpplein und auf den Daumen seiner rechten Hand 
und auf die groe Zehe seines rechten Fues,
LEV 8:24 und er brachte auch Aarons Shne herzu und tat von dem Blut auf 
ihr rechtes Ohrlpplein und auf den Daumen ihrer rechten Hand und auf die 
groe Zehe ihres rechten Fues und sprengte das Blut ringsum an den Altar.
LEV 8:25 Und er nahm das Fett und den Fettschwanz und alles Fett am 
Eingeweide und was ber die Leber hervorragt und die beiden Nieren mit dem 
Fett daran und die rechte Keule;
LEV 8:26 dazu nahm er aus dem Korbe mit dem ungesuerten Brot vor dem 
HERRN einen ungesuerten Kuchen und einen Brotkuchen mit l und einen 
Fladen und legte es auf die Fettstcke und auf die rechte Keule,
LEV 8:27 und legte das alles auf die Hnde Aarons und auf die Hnde seiner 
Shne und webte es zum Webopfer vor dem HERRN.
LEV 8:28 Darnach nahm Mose das alles wieder von ihren Hnden und 
verbrannte es auf dem Altar ber dem Brandopfer. Das war das 
Einweihungsopfer zum lieblichen Geruch, ein Feueropfer dem HERRN.
LEV 8:29 Und Mose nahm die Brust und webte sie zum Webopfer vor dem HERRN; 
das war Moses Anteil von dem Widder des Einweihungsopfers, wie der HERR 
Mose geboten hatte.
LEV 8:30 Und Mose nahm von dem Salbl und von dem Blut auf dem Altar und 
sprengte es auf Aaron und seine Kleider, auf seine Shne und ihre Kleider 
und weihte also Aaron und seine Kleider und mit ihm seine Shne und seiner 
Shne Kleider.
LEV 8:31 Und Mose sprach zu Aaron und zu seinen Shnen: Kocht das Fleisch 
vor der Tr der Stiftshtte und esset es daselbst, wie ich geboten und 
gesagt habe: Aaron und seine Shne sollen es essen.
LEV 8:32 Was aber vom Fleisch und Brot brigbleibt, das sollt ihr mit 
Feuer verbrennen.
LEV 8:33 Und ihr sollt sieben Tage lang nicht hinausgehen vor die Tr der 
Stiftshtte, bis an den Tag, an welchem die Tage eures Weihopfers erfllt 
sind; denn sieben Tage lang soll man euch die Hnde fllen.
LEV 8:34 Was man heute getan hat, das hat der HERR zu tun befohlen, um fr 
euch Shne zu erwirken.
LEV 8:35 Sieben Tage lang sollt ihr Tag und Nacht an der Tr der 
Stiftshtte bleiben und die Anordnungen des HERRN befolgen, da ihr nicht 
sterbet; denn also ist es mir geboten worden.
LEV 8:36 Und Aaron und seine Shne taten alles, was der HERR durch Mose 
geboten hatte.
LEV 9:1 Und am achten Tage rief Mose den Aaron und seine Shne und die 
ltesten von Israel und sprach zu Aaron:
LEV 9:2 Nimm dir ein Stierkalb zum Sndopfer und einen Widder zum 
Brandopfer, beide tadellos, und bringe sie vor den HERRN
LEV 9:3 und sage zu den Kindern Israel und sprich: Nehmt einen Ziegenbock 
zum Sndopfer und ein Kalb und ein Schaf, beide ein Jahr alt und tadellos, 
zum Brandopfer,
LEV 9:4 ferner einen Ochsen und einen Widder zum Dankopfer, vor dem HERRN 
zu opfern, und ein mit l gemengtes Speisopfer; denn heute wird euch der 
HERR erscheinen.
LEV 9:5 Und sie brachten, was Mose geboten hatte, vor die Tr der 
Stiftshtte, und die ganze Gemeinde trat herzu und stand vor dem HERRN.
LEV 9:6 Da sprach Mose: Was der HERR geboten hat, das sollt ihr tun, so 
wird euch die Herrlichkeit des HERRN erscheinen!
LEV 9:7 Und Mose sprach zu Aaron: Tritt zum Altar und verrichte dein 
Sndopfer und dein Brandopfer und erwirke Shne fr dich und das Volk. 
Darnach bringe das Opfer des Volkes dar und erwirke Shnung fr sie, wie 
der HERR geboten hat!
LEV 9:8 Da trat Aaron zum Altar und schchtete das Kalb zum Sndopfer.
LEV 9:9 Und die Shne Aarons brachten das Blut zu ihm, und er tauchte 
seinen Finger in das Blut und tat es auf die Hrner des Altars und go das 
brige Blut an den Grund des Altars.
LEV 9:10 Aber das Fett und die Nieren und was von der Leber des Sndopfers 
hervorragt, verbrannte er auf dem Altar, wie der HERR Mose geboten hatte.
LEV 9:11 Und das Fleisch und das Fell verbrannte er mit Feuer auerhalb 
des Lagers.
LEV 9:12 Darnach schchtete er das Brandopfer, und die Shne Aarons 
brachten das Blut zu ihm, und er sprengte es ringsum an den Altar.
LEV 9:13 Und sie brachten das Brandopfer, in seine Stcke zerlegt, samt 
dem Kopf, zu ihm, und er verbrannte es auf dem Altar.
LEV 9:14 Und er wusch die Eingeweide und die Schenkel und verbrannte es 
ber dem Brandopfer auf dem Altar.
LEV 9:15 Darnach brachte er das Opfer des Volkes herzu und nahm den Bock, 
das Sndopfer des Volkes, und schchtete ihn und machte ein Sndopfer 
daraus, wie das vorige.
LEV 9:16 Darnach brachte er das Brandopfer herzu und verrichtete es nach 
Vorschrift.
LEV 9:17 Er brachte auch das Speisopfer herzu und nahm eine Handvoll davon 
und verbrannte es auf dem Altar, auer dem Brandopfer des Morgens.
LEV 9:18 Darnach schchtete er den Ochsen und den Widder zum Dankopfer des 
Volks. Und die Shne Aarons brachten ihm das Blut; das sprengte er ringsum 
an den Altar.
LEV 9:19 Aber die Fettstcke vom Ochsen und vom Widder, den Fettschwanz 
und das Fett, welches die Eingeweide bedeckt, und die Nieren und was ber 
die Leber hervorragt,
LEV 9:20 alle diese Fettstcke legten sie auf die Brust; und er verbrannte 
[die Fettstcke] auf dem Altar.
LEV 9:21 Aber die Brust und die rechte Schulter webte Aaron zum Webopfer 
vor dem HERRN, wie Mose geboten hatte.
LEV 9:22 Darnach streckte Aaron seine Hand aus gegen das Volk und segnete 
es und stieg herab, nachdem er das Sndopfer, das Brandopfer und das 
Dankopfer dargebracht hatte.
LEV 9:23 Und Mose und Aaron gingen in die Stiftshtte hinein. Und als sie 
wieder herauskamen, segneten sie das Volk. Da erschien die Herrlichkeit 
des HERRN allem Volk;
LEV 9:24 und es ging Feuer aus von dem HERRN und verzehrte das Brandopfer 
und die Fettstcke auf dem Altar. Als alles Volk solches sah, jubelten sie 
und fielen auf ihre Angesichter.
LEV 10:1 Aber die Shne Aarons, Nadab und Abihu, nahmen ein jeder seine 
Rucherpfanne und taten Feuer hinein und legten Rucherwerk darauf und 
brachten fremdes Feuer vor den HERRN, das er ihnen nicht geboten hatte.
LEV 10:2 Da ging Feuer aus von dem HERRN und verzehrte sie, da sie 
starben vor dem HERRN.
LEV 10:3 Da sprach Mose zu Aaron: Das hat der HERR gemeint, als er sprach: 
Ich will geheiligt werden durch die, welche zu mir nahen, und geehrt 
werden vor allem Volk! Und Aaron schwieg still.
LEV 10:4 Mose aber rief Misael und Elzaphan, die Shne Ussiels, des Oheims 
Aarons, und sprach zu ihnen: Tretet herzu und traget eure Brder vom 
Heiligtum hinweg, vor das Lager hinaus!
LEV 10:5 Und sie traten herzu und trugen sie in ihren Leibrcken vor das 
Lager hinaus, wie Mose befohlen hatte.
LEV 10:6 Da sprach Mose zu Aaron und seinen Shnen Eleasar und Itamar: Ihr 
sollt eure Hupter nicht entblen, noch eure Kleider zerreien, damit ihr 
nicht sterbet und der Zorn ber die ganze Gemeinde komme. Lasset eure 
Brder, das ganze Haus Israel, weinen ber diesen Brand, den der HERR 
angezndet hat.
LEV 10:7 Ihr aber sollt nicht vor die Tr der Stiftshtte hinausgehen, auf 
da ihr nicht sterbet; denn das Salbl des HERRN ist auf euch! Und sie 
taten, wie Mose sagte.
LEV 10:8 DER HERR aber redete mit Aaron und sprach:
LEV 10:9 Du und deine Shne mit dir sollen keinen Wein noch starkes 
Getrnk trinken, wenn ihr in die Stiftshtte geht, damit ihr nicht 
sterbet. Das sei eine ewige Ordnung fr eure Geschlechter,
LEV 10:10 damit ihr unterscheiden knnet zwischen heilig und gemein, 
zwischen unrein und rein,
LEV 10:11 und damit ihr die Kinder Israel alle Rechte lehret, die der HERR 
zu ihnen durch Mose geredet hat.
LEV 10:12 Und Mose redete mit Aaron und mit seinen brigen Shnen, Eleasar 
und Itamar: Nehmt das Speisopfer, das von den Feueropfern des HERRN 
brigbleibt, und esset es ungesuert beim Altar, denn es ist hochheilig.
LEV 10:13 Ihr sollt es essen an heiliger Sttte; denn es ist das, was dir 
und deinen Shnen bestimmt ist von den Feueropfern des HERRN; denn also 
ist es mir geboten worden.
LEV 10:14 Desgleichen die Webebrust und die Hebeschulter sollst du und 
deine Shne und deine Tchter mit dir an reiner Sttte essen. Denn solches 
ist dir und deinen Kindern bestimmt von den Dankopfern der Kinder Israel.
LEV 10:15 Die Hebekeule und die Webebrust soll man mit den Feueropfern der 
Fettstcke herzubringen, da man sie webe zum Webopfer vor dem HERRN. 
Solches soll dir und deinen Shnen mit dir als ein ewiges Recht zufallen, 
wie der HERR geboten hat.
LEV 10:16 Und Mose suchte den Bock des Sndopfers; und siehe, er war 
verbrannt. Da ward er zornig ber Eleasar und Itamar, die Shne Aarons, 
die noch brig waren, und sprach:
LEV 10:17 Warum habt ihr das Sndopfer nicht gegessen an heiliger Sttte? 
Denn es ist hochheilig, und er hat es euch gegeben, da ihr die Missetat 
der Gemeinde traget, um fr sie Shne zu erwirken vor dem HERRN!
LEV 10:18 Siehe, sein Blut ist nicht in das Innere des Heiligtums 
hineingekommen; ihr httet ihn im Heiligtum essen sollen, wie ich geboten 
habe.
LEV 10:19 Aaron aber sprach zu Mose: Siehe, heute haben sie ihr Sndopfer 
vor dem HERRN geopfert, und es ist mir solches widerfahren; sollte ich 
heute vom Sndopfer essen? Wre es auch wohl getan in den Augen des HERRN?
LEV 10:20 Als Mose solches hrte, war es wohlgefllig in seinen Augen.
LEV 11:1 Und der HERR redete zu Mose und Aaron und sprach zu ihnen:
LEV 11:2 Redet mit den Kindern Israel und sprechet: Das sind die Tiere, 
die ihr von allem Vieh auf Erden essen drft:
LEV 11:3 Alle Vielhufer, die ganz gespaltene Klauen haben und wiederkuen, 
drft ihr essen.
LEV 11:4 Aber von den Wiederkuern und Vielhufern sollt ihr die folgenden 
nicht essen: das Kamel; denn obschon es wiederkut, hat es doch keine 
gespaltenen Klauen; darum soll es euch unrein sein.
LEV 11:5 Desgleichen der Klippdachs; denn obschon er wiederkut, hat er 
doch keine gespaltenen Klauen; darum ist er euch unrein.
LEV 11:6 Auch der Hase, der zwar wiederkut, aber er hat keine gespaltenen 
Klauen; darum ist er euch unrein.
LEV 11:7 Ferner das Schwein; es ist zwar ein Vielhufer mit 
durchgespaltenen Klauen, aber kein Wiederkuer; darum ist es euch unrein.
LEV 11:8 Von ihrem Fleisch sollt ihr nicht essen, auch ihr Aas nicht 
anrhren, denn sie sind euch unrein.
LEV 11:9 Folgende [Tiere] drft ihr essen von allem, was in den Wassern 
ist: Alles, was Flossen und Schuppen hat im Wasser, im Meer und in Bchen, 
drft ihr essen.
LEV 11:10 Aber alles, was keine Flossen und Schuppen hat, im Meer und in 
Bchen, unter allem [Getier], das sich in den Wassern regt, und von allem, 
was im Wasser lebt, das soll euch ein Greuel sein.
LEV 11:11 Ein Greuel sollen sie euch sein; von ihrem Fleisch sollt ihr 
nicht essen und vor ihrem Aas euch scheuen.
LEV 11:12 Alle Wassertiere, die keine Flossen und Schuppen haben, sollen 
euch ein Greuel sein.
LEV 11:13 Von den Vgeln aber sollt ihr folgende verabscheuen; man soll 
sie nicht essen, weil sie ein Greuel sind: Den Adler, den Lmmergeier und 
den Seeadler,
LEV 11:14 die Weihe und das Falkengeschlecht,
LEV 11:15 die ganze Rabenfamilie,
LEV 11:16 den Strau, die Eule, die Mwe und die Habichtarten;
LEV 11:17 das Kuzchen, den Reiher, den Ibis,
LEV 11:18 das Purpurhuhn, den Pelikan, den Schwan,
LEV 11:19 den Storch, die verschiedenen Strandlufer, den Wiedehopf und 
die Fledermaus.
LEV 11:20 Jedes geflgelte Insekt, das auf vier Fen geht, soll euch ein 
Greuel sein.
LEV 11:21 Doch drft ihr von den geflgelten Insekten, welche auf vier 
Fen gehen, diejenigen essen, welche oberhalb ihrer Fe zwei Schenkel 
haben, vermittelst deren sie ber den Erdboden hpfen knnen.
LEV 11:22 Von diesen drft ihr essen die verschiedenen Arten der 
Wanderheuschrecke, der Feldheuschrecke, der Laubheuschrecke und der 
Fangheuschrecke.
LEV 11:23 Aber alle brigen geflgelten Insekten mit vier Fen sollen 
euch ein Greuel sein,
LEV 11:24 und ihr wrdet euch an ihnen verunreinigen; wer ihr Aas anrhrt, 
der soll unrein sein bis zum Abend;
LEV 11:25 wer aber eines ihrer Aase aufhebt, der soll seine Kleider 
waschen und bleibt unrein bis zum Abend.
LEV 11:26 Jeder Vielhufer, der nicht zugleich durchgespaltene Klauen hat 
und wiederkut, soll euch unrein sein; wer ihn anrhrt, wird unrein.
LEV 11:27 Auch alles, was auf seinen Tatzen geht unter den Vierflern, 
soll euch unrein sein; wer ihr Aas anrhrt, wird unrein sein bis zum Abend;
LEV 11:28 und wer ihr Aas aufhebt, der soll seine Keider waschen und 
bleibt unrein bis zum Abend; unrein sollen sie euch sein.
LEV 11:29 Auch diese sollen euch unrein sein von den [Tieren], die auf der 
Erde kriechen: Das Wiesel, die Maus, die verschiedenen Eidechsenarten;
LEV 11:30 der Mauergeko, der Dornschwanz, der Schleuderschwanz, der 
Salamander und das Chamleon.
LEV 11:31 Diese sollen euch unrein sein unter allem, was da kriecht; wer 
sie anrhrt, wenn sie tot sind, bleibt unrein bis zum Abend.
LEV 11:32 Auch wird alles unrein, worauf eins von diesen Tieren fllt, 
wenn es tot ist, sei es ein hlzernes Gef oder ein Kleid, ein Fell oder 
ein Sack; ein Gert aber, damit man Arbeit verrichtet, soll man ins Wasser 
legen, und es soll unrein bleiben bis zum Abend; dann wird es rein.
LEV 11:33 Fllt aber eines jener Tiere in ein irdenes Geschirr, so wird 
sein ganzer Inhalt unrein, und ihr mt es zerbrechen.
LEV 11:34 Kommt von dem Wasser an irgendeine Speise, die man essen will, 
so wird sie unrein, desgleichen jedes Getrnk, das man aus einem solchen 
Gef trinken wrde.
LEV 11:35 Alles wird unrein, worauf ein solches Aas fllt; wre es ein 
Backofen oder Kochherd, so mte er eingerissen werden; denn er wre 
unrein und mte euch fr unrein gelten.
LEV 11:36 Nur ein Wassersammler, der von einer Quelle oder von einem 
Brunnen gespeist wird, bleibt rein; wer aber ein Aas anrhrt, das 
hineinfllt, wird gleichwohl unrein.
LEV 11:37 Auch wenn von solchem Aas auf irgendwelche Smereien fllt, die 
man aussen will, so bleiben sie rein;
LEV 11:38 wre aber Wasser auf den Samen gegossen worden, und es fiele von 
solchem Aas darauf, so mte er euch fr unrein gelten.
LEV 11:39 Stirbt ein Stck Vieh, das man sonst zu essen pflegt, so wird, 
wer sein Aas anrhrt, unrein sein bis zum Abend;
LEV 11:40 wer aber von seinem Aase it, der soll seine Kleider waschen und 
bleibt unrein bis zum Abend; auch wer sein Aas aufhebt, mu seine Kleider 
waschen und bleibt unrein bis zum Abend.
LEV 11:41 Alles, was auf der Erde kriecht, soll euch ein Greuel sein und 
darf nicht gegessen werden.
LEV 11:42 Alles, was auf dem Bauche kriecht, samt allem, was auf vier und 
mehr Fen geht von dem, was auf der Erde kriecht, das sollt ihr nicht 
essen, sondern es soll euch ein Greuel sein.
LEV 11:43 Macht eure Seelen nicht verabscheuungswrdig durch irgendein 
kriechendes Tier und verunreinigt euch nicht an ihnen, da ihr durch sie 
verunreinigt werdet!
LEV 11:44 Denn ich, der HERR, bin euer Gott; darum sollt ihr euch heiligen 
und sollt heilig sein; denn ich bin heilig; und ihr sollt eure Seelen 
nicht verunreinigen mit allerlei Gewrm, das auf der Erde kriecht!
LEV 11:45 Denn ich, der HERR, bin es, der euch aus gyptenland 
heraufgefhrt hat, um euer Gott zu sein; darum sollt ihr heilig sein; denn 
ich bin heilig!
LEV 11:46 Dies ist das Gesetz von Vieh und Vgeln und allen lebendigen 
Wesen, die sich im Wasser regen und von allem Lebendigen, was auf Erden 
kriecht,
LEV 11:47 damit man unterscheide zwischen unrein und rein, zwischen dem, 
was man essen, und dem, was man nicht essen soll.
LEV 12:1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: Sage zu den Kindern 
Israel und sprich:
LEV 12:2 Wenn ein Weib fruchtbar wird und ein Knblein gebiert, so soll 
sie sieben Tage lang unrein sein, ebenso lange wie sie unrein ist, wenn 
sie unwohl wird, soll sie unrein sein.
LEV 12:3 Und am achten Tage soll man das Fleisch seiner Vorhaut 
beschneiden.
LEV 12:4 Und sie soll daheim bleiben dreiunddreiig Tage lang im Blut 
ihrer Reinigung; sie soll nichts Heiliges anrhren und nicht kommen zum 
Heiligtum, bis die Tage ihrer Reinigung erfllt sind.
LEV 12:5 Gebiert sie aber ein Mgdlein, so soll sie zwei Wochen lang 
unrein sein, wie bei ihrem Unwohlsein, und soll sechsundsechzig Tage lang 
daheim bleiben in dem Blut ihrer Reinigung.
LEV 12:6 Und wenn die Tage ihrer Reinigung erfllt sind fr den Sohn oder 
fr die Tochter, so soll sie dem Priester vor die Tr der Stiftshtte ein 
einjhriges Lamm zum Brandopfer und eine junge Taube oder eine Turteltaube 
zum Sndopfer bringen;
LEV 12:7 der soll es vor dem HERRN opfern und fr sie Shne erwirken, so 
wird sie rein von ihrem Blutflu. Das ist das Gesetz fr die, welche ein 
Knblein oder Mgdlein gebiert.
LEV 12:8 Vermag aber ihre Hand den Preis eines Schafes nicht, so nehme sie 
zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, eine zum Brandopfer und die 
andere zum Sndopfer, so soll der Priester fr sie Shne erwirken, da sie 
rein werde.
LEV 13:1 Und der HERR redete zu Mose und Aaron und sprach:
LEV 13:2 Wenn sich bei einem Menschen an der Haut seines Fleisches eine 
Geschwulst oder ein Schorf oder ein weier Fleck zeigt, als wollte sich 
ein Aussatz bilden an der Haut des Fleisches, so soll man ihn zum Priester 
Aaron oder zu einem seiner Shne unter den Priestern fhren.
LEV 13:3 Und wenn der Priester das Mal an der Haut seines Fleisches 
besieht und findet, da die Haare im Mal wei geworden sind, und da das 
Mal tieferliegend erscheint als die Haut seines Fleisches, so ist es der 
Aussatz; sobald der Priester das sieht, soll er ihn fr unrein erklren!
LEV 13:4 Wenn aber der Fleck auf der Haut seines Fleisches wei ist und 
nicht tieferliegend erscheint als die brige Haut des Fleisches und seine 
Haare nicht wei geworden sind, so soll der Priester das Mal sieben Tage 
lang einschlieen,
LEV 13:5 und am siebenten Tag soll er es besichtigen. Ist das Mal gleich 
geblieben wie zuvor und hat nicht weitergefressen an der Haut, so soll es 
der Priester abermal sieben Tage lang einschlieen.
LEV 13:6 Und wenn ihn der Priester am siebenten Tage nochmals besieht und 
findet, da das Mal blsser ist und nicht weitergefressen hat an der Haut, 
so soll ihn der Priester fr rein erklren, denn es ist ein Ausschlag; und 
er soll seine Kleider waschen, so ist er rein.
LEV 13:7 Wenn aber der Ausschlag weiter um sich greift an der Haut, 
nachdem er vom Priester besehen worden ist zu seiner Reinigung, so soll er 
sich dem Priester nochmals zeigen.
LEV 13:8 Wenn dann der Priester sieht, da der Ausschlag an der Haut 
weiter um sich gegriffen hat, so soll ihn der Priester fr unrein 
erklren; denn es ist ein Aussatz.
LEV 13:9 Zeigt sich ein Aussatzmal an einem Menschen, so soll man ihn zum 
Priester bringen;
LEV 13:10 sieht dieser an der Haut eine weie Geschwulst und da die Haare 
wei geworden sind und da rohes Fleisch in der Geschwulst ist,
LEV 13:11 so ist es ein alter Aussatz in der Haut seines Fleisches; darum 
soll ihn der Priester fr unrein erklren und nicht einschlieen; denn er 
ist schon unrein.
LEV 13:12 Wenn aber der Aussatz an der Haut ausbricht und die ganze Haut 
des Betroffenen vom Kopf bis zu den Fen bedeckt, soweit der Priester 
sehen kann,
LEV 13:13 und der Priester sieht, da der Aussatz das ganze Fleisch 
bedeckt, so soll er den Betroffenen fr rein erklren, weil er ganz wei 
geworden ist; dann ist er rein.
LEV 13:14 Sobald sich aber rohes Fleisch an ihm zeigt, so ist er unrein.
LEV 13:15 Und wenn der Priester das rohe Fleisch sieht, soll er ihn fr 
unrein erklren; denn das rohe Fleisch ist unrein; es ist der Aussatz.
LEV 13:16 Verwandelt sich aber das rohe Fleisch wieder und wird wei, so 
soll er zum Priester kommen.
LEV 13:17 Und wenn der Priester bei der Besichtigung findet, da das Mal 
wei geworden ist, so soll er den Betroffenen fr rein erklren, denn er 
ist rein.
LEV 13:18 Wenn in jemandes Fleisch an der Haut ein Geschwr entsteht und 
wieder heilt,
LEV 13:19 es bildet sich aber an der Stelle des Geschwrs eine weie 
Geschwulst oder ein wei-rtlicher Fleck, so soll er sich dem Priester 
zeigen.
LEV 13:20 Sieht aber der Priester, da es tieferliegend erscheint als die 
brige Haut und da das Haar wei geworden ist, so soll er ihn fr unrein 
erklren; denn es ist ein Aussatzmal in dem Geschwr ausgebrochen.
LEV 13:21 Sieht aber der Priester, da die Haare nicht wei sind, und da 
es nicht tieferliegend ist als die brige Haut, sondern blsser, so soll 
er ihn sieben Tage lang einschlieen.
LEV 13:22 Greift es weiter um sich an der Haut, so soll er ihn fr unrein 
erklren; denn es ist ein Aussatzmal.
LEV 13:23 Bleibt aber der weie Fleck stehen und frit nicht weiter, so 
ist es die Narbe des Geschwrs, und der Priester soll ihn fr rein 
erklren.
LEV 13:24 Wenn jemandes Fleisch an der Haut eine Brandwunde erhlt, und es 
bildet sich in der Brandwunde ein weirtlicher oder weier Fleck;
LEV 13:25 und wenn der Priester es besieht und findet, da das Haar wei 
geworden ist an dem Fleck und da er tieferliegend erscheint als die 
brige Haut, so ist ein Aussatz in der Brandwunde entstanden; darum soll 
ihn der Priester fr unrein erklren; denn es ist ein Aussatzmal.
LEV 13:26 Sieht aber der Priester, da die Haare an dem Fleck nicht wei 
geworden sind und da er nicht tieferliegend ist als die brige Haut, so 
soll er ihn sieben Tage lang einschlieen.
LEV 13:27 Und am siebenten Tage soll er ihn besichten; hat es 
weitergefressen an der Haut, so soll er ihn fr unrein erklren; denn es 
ist ein Aussatzmal.
LEV 13:28 Ist aber der Fleck stehengeblieben und hat nicht weitergefressen 
an der Haut, so ist es eine Geschwulst des Brandmals, und der Priester 
soll ihn fr rein erklren; denn es ist die Narbe des Brandmals.
LEV 13:29 Wenn ein Mann oder ein Weib auf dem Haupt oder am Bart ein Mal 
hat,
LEV 13:30 und der Priester das Mal besieht und findet, da es 
tieferliegend erscheint als die brige Haut, und das Haar daselbst 
goldgelb und dnn ist, so soll er ihn fr unrein erklren; denn es ist der 
Grind, ein Aussatz am Haupt oder am Bart.
LEV 13:31 Sieht aber der Priester, da der Grind nicht tieferliegend 
erscheint als die Haut, und da das Haar nicht goldgelb ist, so soll er 
den, der das Mal hat, sieben Tage lang einschlieen.
LEV 13:32 Und wenn er das Mal am siebenten Tage besieht und findet, da 
der Grind nicht weitergefressen hat, und kein goldgelbes Haar da ist, und 
der Grind nicht tieferliegend erscheint als die brige Haut,
LEV 13:33 so soll er sich scheren lassen, und der Priester soll den 
Grindigen abermal sieben Tage lang einschlieen.
LEV 13:34 Und wenn er ihn am siebenten Tage besieht und findet, da der 
Grind in der Haut nicht weitergefressen hat und nicht tieferliegend 
erscheint als die brige Haut, so soll ihn der Priester fr rein erklren, 
und er soll seine Kleider waschen; denn er ist rein.
LEV 13:35 Frit aber der Grind weiter an der Haut, nach seiner Reinigung,
LEV 13:36 und der Priester besieht ihn und findet, da der Grind an der 
Haut weitergefressen hat, so soll er nicht mehr darnach fragen, ob die 
Haare goldgelb seien; denn er ist unrein.
LEV 13:37 Ist aber das Aussehen des Grindes gleich geblieben und schwarzes 
Haar darin gewachsen, so ist der Grind geheilt, und er ist rein; darum 
soll ihn der Priester fr rein erklren.
LEV 13:38 Wenn sich bei einem Manne oder einem Weibe an der Haut ihres 
Fleisches weie Flecken zeigen,
LEV 13:39 und der Priester sieht nach und findet in der Haut ihres 
Fleisches blasse weie Flecken, so ist es ein Ausschlag, der an der Haut 
ausgebrochen ist, und der Betreffende ist rein.
LEV 13:40 Wenn einem Mann die Haupthaare ausfallen, da er hinten kahl 
wird, der ist rein.
LEV 13:41 Fallen sie ihm vorn am Haupt aus, da er vorn eine Glatze hat, 
so ist er rein.
LEV 13:42 Entsteht aber an der hintern oder vordern Glatze ein 
weirtliches Mal, so ist ihm ein Aussatz ausgebrochen an seiner hintern 
oder vordern Glatze.
LEV 13:43 Darum soll ihn der Priester besehen, und wenn er findet, da die 
Geschwulst des Males an seiner Hinter oder Vorderglatze weirtlich ist, 
und wie ein Aussatz an der Haut des Fleisches anzusehen ist,
LEV 13:44 so ist er ein ausstziger Mann und unrein, und der Priester soll 
ihn fr unrein erklren wegen des Mals auf seinem Kopf.
LEV 13:45 Es soll aber der Ausstzige, der ein Mal an sich hat, in 
zerrissenen Kleidern einhergehen, mit entbltem Haupt und verhllten 
Lippen, und er soll ausrufen: Unrein, unrein!
LEV 13:46 Solange das Mal an ihm ist, soll er unrein bleiben, denn er ist 
unrein; er soll abgesondert wohnen und auerhalb des Lagers seine Wohnung 
haben.
LEV 13:47 Wenn an einem Kleide ein Aussatzmal ist, es sei wollen oder 
leinen;
LEV 13:48 am Zettel oder am Eintrag, es sei leinen oder wollen, oder an 
einem Fell, oder an irgend etwas, das aus Fellen gemacht wird;
LEV 13:49 und wenn das Mal grnlich oder rtlich ist am Kleid oder am 
Fell, oder am Zettel oder am Eintrag, oder an irgend etwas, das von Fellen 
gemacht wird, so ist es gewi ein Aussatzmal. Darum soll es der Priester 
besehen.
LEV 13:50 Und wenn er das Mal besehen hat, soll er es sieben Tage lang 
einschlieen.
LEV 13:51 Und wenn er am siebenten Tage sieht, da das Mal weitergefressen 
hat am Kleid, am Zettel oder am Eintrag, am Fell oder an irgend etwas, das 
man aus Fellen macht, so ist es ein fressendes Aussatzmal und [der 
Gegenstand] ist unrein;
LEV 13:52 und er soll das Kleid verbrennen, oder den Zettel oder Eintrag, 
es sei wollen oder leinen, oder allerlei Fellwerk, darin ein solches Mal 
ist; denn es ist ein fressender Aussatz, und man soll es mit Feuer 
verbrennen.
LEV 13:53 Sieht aber der Priester, da das Mal nicht weitergefressen hat 
am Kleid oder am Zettel oder am Eintrag, oder an allerlei Fellwerk,
LEV 13:54 so soll er gebieten, da man den Gegenstand, an welchem das Mal 
ist, wasche, und er soll es weitere sieben Tage lang einschlieen.
LEV 13:55 Und wenn der Priester sieht, nachdem das Mal gewaschen ist, da 
das Mal seine Farbe nicht verndert und auch nicht weitergefressen hat, so 
ist es unrein; du sollst es mit Feuer verbrennen; es ist eine 
eingefressene Vertiefung an der hintern und vordern Seite.
LEV 13:56 Wenn aber der Priester sieht, da das Mal, nachdem es gewaschen 
worden, verblat ist, so soll er es abreien vom Kleid, vom Fell, vom 
Zettel oder vom Eintrag.
LEV 13:57 Wird es aber noch gesehen am Kleid, am Zettel, am Eintrag oder 
an allerlei Fellwerk, so ist es ein ausbrechender Aussatz; und du sollst 
den Gegenstand, an welchem ein solches Mal ist, mit Feuer verbrennen.
LEV 13:58 Das Kleid aber oder den Zettel oder den Eintrag oder allerlei 
Fellwerk, das gewaschen und wovon das Mal entfernt ist, soll man nochmals 
waschen, so ist es rein.
LEV 13:59 Das ist das Gesetz ber das Aussatzmal an Kleidern, sie seien 
wollen oder leinen, am Zettel und am Eintrag und an allerlei Fellwerk, 
wonach sie fr rein oder unrein zu erklren sind.
LEV 14:1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: Dieses Gesetz gilt fr 
den Ausstzigen am Tage seiner Reinigung:
LEV 14:2 Er soll zum Priester kommen.
LEV 14:3 Und der Priester soll hinaus vor das Lager gehen, und wenn er 
nachsieht und findet, da das Mal des Ausstzigen heil geworden ist,
LEV 14:4 so soll er gebieten, da man fr den, der sich reinigen lt, 
zwei lebendige Vgel bringe, welche rein sind, und Zedernholz, Karmesin 
und Ysop;
LEV 14:5 und der Priester soll gebieten, da man den einen Vogel schchte 
ber einem irdenen Geschirr, darin lebendiges Wasser ist.
LEV 14:6 Den lebendigen Vogel aber soll man nehmen samt dem Zedernholz, 
dem Karmesin und Ysop, und es samt dem lebendigen Vogel in des 
geschchteten Vogels Blut tauchen, das mit dem lebendigen Wasser vermischt 
worden ist;
LEV 14:7 und soll denjenigen siebenmal besprengen, der sich vom Aussatz 
reinigen lt; also reinige er ihn und lasse den lebendigen Vogel in das 
freie Feld fliegen.
LEV 14:8 Der zu Reinigende aber soll seine Kleider waschen und alle seine 
Haare abschneiden und sich mit Wasser baden; so ist er rein. Darnach gehe 
er in das Lager; doch soll er sieben Tage lang auerhalb seiner Htte 
bleiben.
LEV 14:9 Und am siebenten Tage soll er alle seine Haare abschneiden auf 
dem Haupte, am Bart und an den Augenbrauen, da alle Haare abgeschoren 
seien, und soll seine Kleider waschen und sein Fleisch im Wasser baden, so 
ist er rein.
LEV 14:10 Und am achten Tag soll er zwei tadellose Lmmer nehmen, und ein 
tadelloses jhriges Schaf, und drei Zehntel Semmelmehl zum Speisopfer, mit 
l gemengt, und ein Log l.
LEV 14:11 Da soll dann der Priester, der die Reinigung vollzogen hat, den 
zu Reinigenden und diese Dinge vor den HERRN stellen, vor die Tr der 
Stiftshtte;
LEV 14:12 und er soll das eine Lamm nehmen und es zum Schuldopfer 
darbringen samt dem Log l, und soll solches vor dem HERRN hin und her 
weben.
LEV 14:13 Darnach soll er das Lamm schchten an dem Ort, da man das 
Sndopfer und das Brandopfer schchtet, an heiliger Sttte. Denn wie das 
Sndopfer, also gehrt auch das Schuldopfer dem Priester: es ist 
hochheilig.
LEV 14:14 Und der Priester soll von dem Blut des Schuldopfers nehmen und 
dem, der gereinigt werden soll, auf das rechte Ohrlpplein tun und auf den 
Daumen seiner rechten Hand und auf die groe Zehe seines rechten Fues.
LEV 14:15 Darnach soll er von dem Log l nehmen und auf des Priesters 
linke Hand gieen,
LEV 14:16 und der Priester soll mit seinem rechten Finger in das l 
tunken, das in seiner linken Hand ist, und mit seinem Finger von dem l 
siebenmal vor dem HERRN sprengen.
LEV 14:17 Das brige l aber in seiner Hand soll er dem, der gereinigt 
werden soll, auf das rechte Ohrlpplein tun und auf den Daumen seiner 
rechten Hand und auf die groe Zehe seines rechten Fues, oben auf das 
Blut des Schuldopfers.
LEV 14:18 Das brige l aber in seiner Hand soll er auf des zu Reinigenden 
Haupt tun und ihn vor dem HERRN vershnen.
LEV 14:19 Und der Priester soll das Sndopfer zurichten und fr den zu 
Reinigenden Shne erwirken wegen seiner Unreinigkeit, und soll darnach das 
Brandopfer schchten.
LEV 14:20 Und er soll es auf dem Altar opfern samt dem Speisopfer und ihm 
Shne erwirken; so ist er rein.
LEV 14:21 Ist er aber arm und vermag nicht so viel, so nehme er ein Lamm 
zum Schuldopfer, zum Webopfer, um fr ihn Shne zu erwirken, und einen 
Zehntel Semmelmehl, mit l gemengt, zum Speisopfer, und ein Log l,
LEV 14:22 und zwei Turteltauben oder zwei junge Tauben, je nach seinem 
Vermgen, die eine zum Sndopfer, die andere zum Brandopfer,
LEV 14:23 und bringe sie am achten Tage seiner Reinigung zum Priester, vor 
die Tr der Stiftshtte, vor den HERRN.
LEV 14:24 Da soll der Priester das Lamm zum Schuldopfer nehmen, und das 
l, und soll beides vor dem HERRN zu einem Webopfer weben.
LEV 14:25 Und er soll das Lamm des Schuldopfers schchten und das Blut von 
demselben nehmen und dem, der gereinigt werden soll, auf sein rechtes 
Ohrlpplein tun und auf den Daumen seiner rechten Hand und auf die groe 
Zehe seines rechten Fues;
LEV 14:26 und von dem l soll der Priester in seine linke Hand gieen,
LEV 14:27 und mit seinem rechten Finger vom l, das in seiner linken Hand 
ist, siebenmal vor dem HERRN sprengen.
LEV 14:28 Darnach soll der Priester vom l in seiner Hand dem, der 
gereinigt werden soll, auf sein rechtes Ohrlpplein und auf den Daumen 
seiner rechten Hand und auf die groe Zehe seines rechten Fues tun, oben 
auf das Blut des Schuldopfers.
LEV 14:29 Das brige l in seiner Hand aber soll er dem zu Reinigenden auf 
das Haupt tun, um fr ihn Shne zu erwirken vor dem HERRN.
LEV 14:30 Darnach soll er eine der Turteltauben oder der jungen Tauben 
(was seine Hand aufzubringen vermochte)
LEV 14:31 zum Sndopfer zubereiten und die andere zum Brandopfer, samt dem 
Speisopfer; so soll der Priester fr den, der gereinigt werden soll, Shne 
erwirken vor dem HERRN.
LEV 14:32 Das ist das Gesetz fr den Ausstzigen, der mit seiner Hand 
nicht aufbringen kann, was zu seiner Reinigung gehrt.
LEV 14:33 Und der HERR redete zu Mose und Aaron:
LEV 14:34 Wenn ihr in das Land Kanaan kommt, das ich euch zur Besitzung 
gebe, und ich irgendein Haus des Landes eurer Besitzung mit einem Aussatz 
belege,
LEV 14:35 so soll der, dem das Haus gehrt, kommen und es dem Priester 
anzeigen und sprechen: Es dnkt mich, als sei ein Aussatzmal an meinem 
Hause.
LEV 14:36 Dann soll der Priester gebieten, da man das Haus ausrume, ehe 
der Priester hineingeht, das Mal zu besehen, damit nicht alles unrein 
werde, was im Hause ist; darnach soll der Priester hineingehen, das Haus 
zu besehen.
LEV 14:37 Wenn er nun das Mal besieht und findet, da an der Wand des 
Hauses grne oder rtliche Grblein sind, die tieferliegend erscheinen als 
die [brige] Wand,
LEV 14:38 so soll er zur Tr des Hauses hinausgehen und das Haus sieben 
Tage lang verschlieen.
LEV 14:39 Und wenn er am siebenten Tage wiederkommt und nachsieht und 
findet, da das Mal an der Wand des Hauses weitergefressen hat,
LEV 14:40 so soll der Priester befehlen, da man die Steine ausbreche, wo 
das Mal ist, und da man sie vor die Stadt hinaus an einen unreinen Ort 
werfe;
LEV 14:41 und er soll befehlen, das Haus inwendig ringsum abzuschaben, und 
man soll den Schutt, den man abgeschabt hat, vor die Stadt hinaus an einen 
unreinen Ort schtten
LEV 14:42 und andere Steine nehmen und an jene Stelle tun und andern 
Mrtel nehmen und das Haus bewerfen.
LEV 14:43 Wenn dann das Mal wieder kommt und am Hause ausbricht, nachdem 
man die Steine ausgebrochen und das Haus abgekratzt und neu beworfen hat,
LEV 14:44 so soll der Priester hineingehen; und wenn er sieht, da das Mal 
am Hause weitergefressen hat, so ist es ein fressender Aussatz am Hause, 
und es ist unrein.
LEV 14:45 Darum soll man das Haus abbrechen, seine Steine und sein Holz 
und allen Mrtel am Hause, und man soll es vor die Stadt hinaus an einen 
unreinen Ort fhren.
LEV 14:46 Und wer in das Haus geht, solang es verschlossen ist, der ist 
unrein bis zum Abend.
LEV 14:47 Und wer darin liegt, der soll seine Kleider waschen; auch wer 
darin it, der soll seine Kleider waschen.
LEV 14:48 Wenn aber der Priester beim Betreten des Hauses sieht, da das 
Mal nicht weitergefressen hat am Hause, nachdem das Haus [neu] beworfen 
ist, so soll er es fr rein erklren; denn das Mal ist heil geworden.
LEV 14:49 Und er soll fr das Haus zum Sndopfer zwei Vgel nehmen, 
Zedernholz, Karmesin und Ysop,
LEV 14:50 und soll den einen Vogel schchten ber einem irdenen Geschirr, 
darin lebendiges Wasser ist,
LEV 14:51 und soll das Zedernholz nehmen, den Ysop und das Karmesin und 
den lebendigen Vogel, und es in des geschchteten Vogels Blut tauchen und 
in das lebendige Wasser, und soll das Haus siebenmal besprengen.
LEV 14:52 Und soll also das Haus entsndigen mit dem Blut des Vogels, mit 
dem lebendigen Wasser, mit dem lebendigen Vogel, mit dem Zedernholz, dem 
Ysop und Karmesin,
LEV 14:53 und soll den lebendigen Vogel vor die Stadt hinaus in das freie 
Feld fliegen lassen und fr das Haus Shne erwirken; so ist es rein.
LEV 14:54 Dies ist das Gesetz ber allerlei Aussatzmale und ber den Grind,
LEV 14:55 auch ber den Aussatz der Kleider und der Huser
LEV 14:56 und ber die Geschwulst, den Ausschlag und die weien Flecken,
LEV 14:57 um Belehrung zu geben fr den Tag der Verunreinigung und der 
Reinigung. Es ist das Gesetz vom Aussatz.
LEV 15:1 Und der HERR redete zu Mose und Aaron und sprach:
LEV 15:2 Redet mit den Kindern Israel und sprecht zu ihnen: Wenn ein Mann 
einen Ausflu hat, der von seinem Fleische fliet, so ist er unrein.
LEV 15:3 Und zwar ist er unrein an diesem Flusse, wenn sein Fleisch den 
Ausflu frei flieen lt; auch wenn sein Fleisch verstopft wird von dem 
Ausflusse, so ist er unrein.
LEV 15:4 Jedes Lager, worauf der mit einem Ausflu Behaftete liegt, und 
alles, worauf er sitzt, wird unrein;
LEV 15:5 und wer sein Lager anrhrt, soll seine Kleider waschen und sich 
mit Wasser baden und unrein sein bis zum Abend;
LEV 15:6 und wer sich auf etwas setzt, worauf der mit einem Ausflu 
Behaftete gesessen hat, der soll seine Kleider waschen und sich mit Wasser 
baden und unrein sein bis zum Abend.
LEV 15:7 Wer sein Fleisch anrhrt, der soll seine Kleider waschen und sich 
mit Wasser baden und unrein sein bis zum Abend.
LEV 15:8 Wenn aber der mit einem Ausflu Behaftete seinen Speichel 
auswirft auf einen, der rein ist, so soll dieser seine Kleider waschen und 
sich mit Wasser baden und unrein sein bis zum Abend.
LEV 15:9 Auch der Sattel und alles, worauf der mit einem Ausflu Behaftete 
reitet, wird unrein;
LEV 15:10 und wer immer etwas anrhrt, das unter ihm gewesen ist, der wird 
unrein sein bis zum Abend. Und wer etwas solches trgt, der soll seine 
Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis zum Abend.
LEV 15:11 Und wen der mit einem Ausflu Behaftete anrhrt, ohne da er 
zuvor die Hnde mit Wasser gewaschen hat, der soll seine Kleider waschen 
und sich mit Wasser baden und unrein sein bis zum Abend.
LEV 15:12 Wenn er ein irdenes Geschirr anrhrt, so soll man es zerbrechen; 
aber jedes hlzerne Geschirr soll man mit Wasser waschen.
LEV 15:13 Und wenn er von seinem Ausflu rein wird, so soll er sieben Tage 
zhlen zu seiner Reinigung, und seine Kleider waschen und sein Fleisch mit 
lebendigem Wasser baden; so ist er rein.
LEV 15:14 Und am achten Tage soll er zwei Turteltauben oder zwei junge 
Tauben nehmen und vor den HERRN kommen, vor die Tr der Stiftshtte, und 
soll sie dem Priester geben.
LEV 15:15 Und der Priester soll die eine zum Sndopfer, die andere zum 
Brandopfer machen und fr ihn Shne erwirken vor dem HERRN, wegen seines 
Ausflusses.
LEV 15:16 Wenn einem Mann der Same entgeht, so soll er sein ganzes Fleisch 
mit Wasser baden und unrein sein bis zum Abend.
LEV 15:17 Und jedes Kleid und jedes Fell, das mit solchem Samen befleckt 
ist, soll man mit Wasser waschen, und es bleibt unrein bis zum Abend.
LEV 15:18 Und wenn ein Mann bei einem Weibe liegt, da ihm der Same 
entgeht, so sollen sie sich mit Wasser baden und unrein sein bis zum Abend.
LEV 15:19 Wenn ein Weib ihres Fleisches Blutflu hat, so soll sie sieben 
Tage lang in ihrer Unreinigkeit verbleiben. Wer sie anrhrt, der bleibt 
unrein bis zum Abend.
LEV 15:20 Und alles, worauf sie in ihrer Unreinigkeit liegt, wird unrein; 
auch alles, worauf sie sitzt.
LEV 15:21 Und wer ihr Lager anrhrt, der soll seine Kleider waschen und 
sich mit Wasser baden und bleibt unrein bis zum Abend.
LEV 15:22 Und wer immer etwas anrhrt, worauf sie gesessen hat, der soll 
seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis zum 
Abend.
LEV 15:23 Auch wer etwas anrhrt, das auf ihrem Bette war oder worauf sie 
gesessen hat, soll unrein sein bis zum Abend.
LEV 15:24 Und wenn ein Mann bei ihr liegt, und es kommt ihre Unreinigkeit 
an ihn, der wird sieben Tage lang unrein sein, und das Lager, worauf er 
gelegen hat, wird unrein sein.
LEV 15:25 Wenn aber ein Weib ihren Blutflu eine lange Zeit hat, nicht nur 
zur gewhnlichen Zeit, sondern auch ber die gewhnliche Zeit hinaus, so 
wird sie unrein sein whrend der ganzen Dauer ihres Flusses; wie in den 
Tagen ihrer Unreinigkeit soll sie auch dann unrein sein.
LEV 15:26 Alles, worauf sie liegt whrend der ganzen Zeit ihres Flusses, 
soll sein wie das Lager ihrer [monatlichen] Unreinigkeit; auch alles, 
worauf sie sitzt, wird unrein sein, gleich wie zur Zeit ihrer 
[monatlichen] Unreinigkeit.
LEV 15:27 Wer etwas davon anrhrt, der wird unrein und soll seine Kleider 
waschen und sich mit Wasser baden und unrein sein bis zum Abend.
LEV 15:28 Wird sie aber rein von ihrem Flusse, so soll sie sieben Tage 
zhlen, darnach soll sie rein sein.
LEV 15:29 Und am achten Tage soll sie zwei Turteltauben oder zwei junge 
Tauben nehmen und sie zum Priester bringen vor die Tr der Stiftshtte.
LEV 15:30 Und der Priester soll die eine zum Sndopfer, die andere zum 
Brandopfer machen und ihr wegen des Flusses ihrer Unreinigkeit Shne 
erwirken vor dem HERRN.
LEV 15:31 Also sollt ihr die Kinder Israel absondern um ihrer Unreinigkeit 
willen, damit sie in ihrer Unreinigkeit nicht sterben, wenn sie meine 
Wohnung verunreinigen, die unter ihnen ist.
LEV 15:32 Dies ist das Gesetz ber den, der einen Ausflu hat, und ber 
den, dem der Same entgeht, da er unrein wird,
LEV 15:33 und ber die, welche an ihrer Unreinigkeit leidet, und ber 
solche, die einen Flu haben, es sei ein Mann oder ein Weib, und ber 
einen Mann, der bei einer Unreinen liegt.
LEV 16:1 Und der Herr redete mit Mose nach dem Tod der beiden Shne 
Aarons, als sie vor den HERRN traten.
LEV 16:2 Und der HERR sprach zu Mose: Sage deinem Bruder Aaron, da er 
nicht zu allen Zeiten in das Heiligtum hineingehe hinter den Vorhang vor 
den Shndeckel, der auf der Lade ist, damit er nicht sterbe; denn ich will 
auf dem Shndeckel in einer Wolke erscheinen.
LEV 16:3 Damit soll Aaron hineingehen in das Heiligtum: mit einem jungen 
Farren zum Sndopfer und mit einem Widder zum Brandopfer;
LEV 16:4 und er soll den heiligen leinenen Leibrock anziehen und soll ein 
leinenes Unterkleid an seinem Leibe haben und sich mit einem leinenen 
Grtel grten und einen leinenen Kopfbund umbinden (denn das sind die 
heiligen Kleider) und soll seinen Leib mit Wasser baden und sie anziehen.
LEV 16:5 Dann soll er von der Gemeinde der Kinder Israel zwei Ziegenbcke 
nehmen zum Sndopfer und einen Widder zum Brandopfer.
LEV 16:6 Und Aaron soll den Farren zum Sndopfer fr sich selbst 
herzubringen und sich und seinem Haus Shne erwirken.
LEV 16:7 Darnach soll er die beiden Bcke nehmen und sie vor den HERRN 
stellen, vor die Tr der Stiftshtte,
LEV 16:8 und soll das Los werfen ber die beiden Bcke, ein Los fr den 
HERRN und ein Los fr den Asasel.
LEV 16:9 Und Aaron soll den Bock, auf welchen des HERRN Los fllt, zum 
Sndopfer machen.
LEV 16:10 Aber den Bock, auf welchen das Los Asasels fllt, soll er 
lebendig vor den HERRN stellen, da er ber ihm die Shne vollziehe und 
ihn zum Asasel in die Wste jage.
LEV 16:11 Und Aaron soll den Farren des Sndopfers, das fr ihn selbst 
bestimmt ist, herzubringen und sich und seinem Haus Shne erwirken und 
soll den Farren schchten zum Sndopfer fr sich selbst.
LEV 16:12 Darnach nehme er die Pfanne voll Glut vom Altar, der vor dem 
HERRN steht, und eine Handvoll wohlriechenden zerstoenen Rucherwerks und 
bringe es hinein hinter den Vorhang;
LEV 16:13 und er tue das Rucherwerk auf das Feuer vor dem HERRN, damit 
die Wolke vom Rucherwerk den Shndeckel, der auf dem Zeugnis ist, 
verhlle, damit er nicht sterbe.
LEV 16:14 Er soll auch von dem Blut des Farren nehmen und mit seinem 
Finger gegen den Shndeckel sprengen, gegen Aufgang. Siebenmal soll er 
also vor dem Shndeckel mit seinem Finger vom Blute sprengen.
LEV 16:15 Darnach soll er den Bock, das Sndopfer des Volkes schchten und 
von dessen Blut hinein hinter den Vorhang bringen, und soll mit dessen 
Blute tun, wie er mit des Farren Blut getan hat, und auch damit sprengen 
auf den Shndeckel und vor denselben.
LEV 16:16 Also soll er Shne erwirken fr das Heiligtum wegen der 
Unreinigkeiten der Kinder Israel und wegen ihrer bertretungen und aller 
ihrer Snden, und soll also tun mit der Stiftshtte, welche sich mitten 
unter ihren Unreinigkeiten befindet.
LEV 16:17 Kein Mensch soll in der Stiftshtte sein, wenn er hineingeht, um 
im Heiligtum die Shne zu vollziehen, bis er wieder hinausgeht und die 
Shne erwirkt hat fr sich und sein Haus und die ganze Gemeinde Israel.
LEV 16:18 Und wenn er zum Altar herauskommt, der vor dem HERRN steht, so 
soll er von dem Blut des Farren und von dem Blut des Bocks nehmen und auf 
die Hrner des Altars tun, ringsum,
LEV 16:19 und soll mit seinem Finger vom Blut siebenmal darauf sprengen 
und ihn reinigen und von der Unreinigkeit der Kinder Israel heiligen.
LEV 16:20 Und wenn er die Shne fr das Heiligtum und die Stiftshtte und 
den Altar erwirkt hat, so soll er den lebendigen Bock herzu bringen,
LEV 16:21 und Aaron soll seine beiden Hnde auf dieses lebendigen Bockes 
Kopf sttzen und auf ihn alle Missetaten der Kinder Israel und alle ihre 
bertretungen samt ihren Snden bekennen, und soll sie dem Bock auf den 
Kopf legen und ihn durch einen Mann, der bereitsteht, in die Wste jagen 
lassen;
LEV 16:22 da also der Bock alle ihre Missetaten auf sich in eine Wildnis 
trage; und er soll ihn in der Wste loslassen.
LEV 16:23 Und Aaron soll in die Stiftshtte gehen und die leinenen Kleider 
ausziehen, die er anzog, als er in das Heiligtum ging, und soll sie 
daselbst lassen,
LEV 16:24 und soll seinen Leib mit Wasser baden an heiliger Sttte und 
seine eigenen Kleider anziehen und hinausgehen und sein und des Volkes 
Brandopfer verrichten, und Shnung tun fr sich und das Volk.
LEV 16:25 Und das Fett des Sndopfers soll er auf dem Altar verbrennen.
LEV 16:26 Der aber, welcher den Bock zum Asasel gejagt hat, soll seine 
Kleider waschen und seinen Leib mit Wasser baden und darnach in das Lager 
kommen.
LEV 16:27 Den Farren des Sndopfers aber und den Bock des Sndopfers, 
deren Blut zur Shnung in das Heiligtum gebracht worden ist, soll man 
hinaus vor das Lager fhren und mit Feuer verbrennen, ihre Haut und ihr 
Fleisch und ihren Mist.
LEV 16:28 Und der sie verbrannt hat, soll seine Kleider waschen und seinen 
Leib mit Wasser baden und darnach in das Lager kommen.
LEV 16:29 Und das soll euch eine ewig gltige Ordnung sein: Am zehnten 
Tage des siebenten Monats sollt ihr eure Seelen demtigen und kein Werk 
tun, weder der Einheimische noch der Fremdling, der unter euch weilt.
LEV 16:30 Denn an diesem Tage wird fr euch Shne erwirkt, euch zu 
reinigen; von allen euren Snden sollt ihr vor dem HERRN gereinigt werden.
LEV 16:31 Darum soll es euch ein Ruhe-Sabbat sein, und ihr sollt eure 
Seelen demtigen. Das sei eine ewige Ordnung.
LEV 16:32 Diese Shne soll ein Priester vollziehen, den man gesalbt und 
dessen Hand man gefllt hat, da er an seines Vaters Statt Priester sei; 
und er soll die leinenen Kleider anziehen, die heiligen Kleider,
LEV 16:33 und soll fr das Heiligtum und die Stiftshtte und den Altar 
Shne erwirken; auch den Priestern und der ganzen Volksgemeinde soll er 
Shne schaffen.
LEV 16:34 Das soll euch zur ewigen Gewohnheit weden, da ihr fr die 
Kinder Israel Shne erwirkt wegen allen ihren Snden, einmal im Jahr. Und 
man tat, wie der HERR Mose geboten hatte.
LEV 17:1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
LEV 17:2 Sage Aaron und seinen Shnen und allen Kindern Israel und sprich 
zu ihnen: Das ist's, was der HERR geboten hat, indem er sprach:
LEV 17:3 Jedermann aus dem Hause Israel, der einen Ochsen, oder ein Lamm, 
oder eine Ziege im Lager oder auerhalb des Lagers schchtet,
LEV 17:4 und es nicht vor die Tr der Stiftshtte bringt, da es dem HERRN 
zum Opfer gebracht werde vor der Wohnung des HERRN, dem soll es fr eine 
Blutschuld gerechnet werden; er hat Blut vergossen, und es soll derselbe 
Mensch aus seinem Volk ausgerottet werden.
LEV 17:5 Darum sollen die Kinder Israel fortan ihre Opfer, die sie jetzt 
noch auf freiem Felde opfern, vor den HERRN bringen, vor die Tr der 
Stiftshtte, zum Priester, um sie daselbst dem HERRN als Dankopfer 
darzubringen.
LEV 17:6 Und der Priester soll das Blut auf den Altar des HERRN sprengen 
vor der Tr der Stiftshtte und das Fett verbrennen zum lieblichen Geruch 
dem HERRN.
LEV 17:7 Und sie sollen forthin ihre Opfer nicht mehr den Dmonen opfern, 
denen sie nachbuhlen. Das soll ihnen eine ewig gltige Ordnung sein auf 
alle ihre Geschlechter.
LEV 17:8 Und du sollst zu ihnen sagen: Welcher Mensch aus dem Hause Israel 
oder welcher Fremdling, der unter ihnen wohnt, ein Brandopfer oder sonst 
ein Schlachtopfer verrichten will
LEV 17:9 und es nicht vor die Tre der Stiftshtte bringt, da er es dem 
HERRN zurichte, der soll ausgerottet werden aus seinem Volk.
LEV 17:10 Und wenn ein Mensch vom Hause Israel oder ein Fremdling, der 
unter ihnen wohnt, irgend Blut it, wider einen solchen, der Blut it, 
will ich mein Angesicht richten und ihn ausrotten aus seinem Volk;
LEV 17:11 denn die Seele des Fleisches ist im Blut, und ich habe es euch 
auf den Altar gegeben, um Shne zu erwirken fr eure Seelen. Denn das Blut 
ist es, das Shne erwirkt durch die [in ihm wohnende] Seele.
LEV 17:12 Darum habe ich den Kindern Israel gesagt: Keine Seele unter euch 
soll Blut essen; auch kein Fremdling unter euch soll Blut essen.
LEV 17:13 Und wenn ein Mensch von den Kindern Israel oder ein Fremdling, 
der unter ihnen wohnt, auf der Jagd ein Wildpret oder Geflgel erwischt, 
das man essen darf, der soll desselben Blut ausgieen und mit Erde 
bedecken;
LEV 17:14 denn alles Fleisches Seele ist sein Blut; es ist mit seiner 
Seele verbunden. Darum habe ich den Kindern Israel gesagt: Ihr sollt 
keines Fleisches Blut essen; denn alles Fleisches Seele ist sein Blut. Wer 
es aber it, der soll ausgerottet werden.
LEV 17:15 Jeder aber, der ein Aas oder Zerrissenes geniet, er sei ein 
Einheimischer oder ein Fremdling, der soll seine Kleider waschen und sich 
mit Wasser baden und unrein bleiben bis zum Abend, dann wird er rein.
LEV 17:16 Wenn er aber sein Kleid nicht waschen und sein Fleisch nicht 
baden wird, so soll er seine Schuld tragen.
LEV 18:1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: Rede mit den Kindern 
Israel und sprich zu ihnen:
LEV 18:2 Ich, der HERR, bin euer Gott!
LEV 18:3 Ihr sollt nicht tun, wie man im Lande gypten tut, wo ihr gewohnt 
habt, und sollt auch nicht tun, wie man in Kanaan tut, dahin ich euch 
fhren will, und ihr sollt nicht nach ihren Satzungen wandeln;
LEV 18:4 sondern meine Rechte sollt ihr halten und meine Satzungen 
beobachten, da ihr darin wandelt; denn ich bin der HERR, euer Gott.
LEV 18:5 Und zwar sollt ihr meine Satzungen und meine Rechte beobachten, 
weil der Mensch, der sie tut, dadurch leben wird. Ich bin der HERR!
LEV 18:6 Niemand soll sich seiner Blutsverwandten nahen, ihre Scham zu 
entblen; ich bin der HERR!
LEV 18:7 Du sollst die Scham deines Vaters und deiner Mutter nicht 
entblen. Es ist deine Mutter, darum sollst du ihre Scham nicht entblen.
LEV 18:8 Du sollst die Scham des Weibes deines Vaters nicht entblen; 
denn es ist die Scham deines Vaters.
LEV 18:9 Du sollst die Scham deiner Schwester, die deines Vaters oder 
deiner Mutter Tochter ist, daheim oder drauen geboren, nicht entblen.
LEV 18:10 Die Scham der Tochter deines Sohns oder deiner Tochter Tochter, 
ihre Scham sollst du nicht entblen, denn es ist deine Scham.
LEV 18:11 Du sollst die Scham der Tochter deines Vaters Weibes, die deinem 
Vater geboren und deine Schwester ist, nicht entblen.
LEV 18:12 Du sollst die Scham der Schwester deines Vaters nicht entblen, 
denn sie ist deines Vaters nchste Blutsverwandte.
LEV 18:13 Du sollst die Scham der Schwester deiner Mutter nicht entblen; 
denn sie ist deiner Mutter nchste Blutsverwandte.
LEV 18:14 Du sollst die Scham des Bruders deines Vaters nicht entblen, 
du sollst nicht zu seinem Weibe gehen; denn sie ist deine Base.
LEV 18:15 Du sollst die Scham deiner Sohnsfrau nicht entblen; denn sie 
ist deines Sohnes Weib, darum sollst du ihre Scham nicht entblen.
LEV 18:16 Du sollst die Scham des Weibes deines Bruders nicht entblen, 
denn es ist deines Bruders Scham.
LEV 18:17 Du sollst nicht zugleich die Scham eines Weibes und ihrer 
Tochter entblen, noch ihres Sohnes Tochter oder ihrer Tochter Tochter 
nehmen, ihre Scham zu entblen; denn sie ist ihre nchste Blutsverwandte; 
es wre eine Schandtat.
LEV 18:18 Du sollst auch nicht ein Weib zu ihrer Schwester hinzunehmen, 
wodurch Eifersucht erregt wrde, wenn du ihre Scham entbltest, whrend 
jene noch lebt.
LEV 18:19 Du sollst nicht zum Weibe gehen whrend ihrer monatlichen 
Unreinigkeit, ihre Scham zu entblen.
LEV 18:20 Auch sollst du deines Nchsten Weib keinen Beischlaf gewhren, 
sie zu besamen, da du dich mit ihr verunreinigest.
LEV 18:21 Du sollst auch von deinen Kindern keines hergeben, da es dem 
Moloch geopfert werde, damit du den Namen deines Gottes nicht entweihest; 
ich bin der HERR!
LEV 18:22 Du sollst bei keiner Mannsperson liegen wie beim Weib; denn das 
ist ein Greuel.
LEV 18:23 Auch sollst du den Beischlaf mit keinem Vieh vollziehen, da du 
dich mit ihm verunreinigest. Und kein Weib soll sich zur Begattung vor ein 
Vieh stellen; das wre abscheulich!
LEV 18:24 Ihr sollt euch durch nichts derartiges verunreinigen. Denn durch 
das alles haben sich die Heiden verunreinigt, die ich vor euch her 
ausstoen will.
LEV 18:25 Und dadurch ist das Land verunreinigt worden. Darum will ich 
ihre Missetat an ihm heimsuchen, da das Land seine Einwohner ausspeie.
LEV 18:26 Ihr aber sollt meine Satzungen und Rechte beobachten und keinen 
dieser Greuel verben, weder der Einheimische noch der Fremdling, der 
unter euch wohnt;
LEV 18:27 denn alle diese Greuel haben die Leute dieses Landes getan, die 
vor euch waren, wodurch das Land verunreinigt worden ist.
LEV 18:28 Damit euch nun das Land nicht ausspeie, wenn ihr es 
verunreiniget, wie es die Heiden ausgespieen hat, die vor euch gewesen 
sind,
LEV 18:29 so soll jeder, der einen dieser Greuel tut, jede Seele, die 
dergleichen verbt, mitten aus ihrem Volk ausgerottet werden.
LEV 18:30 So beobachtet denn meine Verordnungen, da ihr keinen von den 
greulichen Gebruchen bet, die man vor euch gebt hat, und euch dadurch 
nicht verunreiniget. Ich, der HERR, bin euer Gott!
LEV 19:1 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
LEV 19:2 Rede mit der ganzen Gemeinde der Kinder Israel und sprich zu 
ihnen: Ihr sollt heilig sein, denn Ich bin heilig, der HERR, euer Gott!
LEV 19:3 Jedermann frchte seine Mutter und seinen Vater und beobachte 
meine Sabbate; denn Ich, der HERR, bin euer Gott.
LEV 19:4 Ihr sollt euch nicht an die Gtzen wenden und sollt euch keine 
gegossenen Gtter machen, denn ich, der HERR, bin euer Gott.
LEV 19:5 Und wenn ihr dem HERRN ein Dankopfer schlachten wollt, sollt 
ihr's so opfern, da es euch angenehm macht.
LEV 19:6 Es soll aber gegessen werden an dem Tage, da ihr es opfert, und 
am folgenden Tag; was aber bis zum dritten Tag brigbleibt, das soll man 
mit Feuer verbrennen.
LEV 19:7 Wird aber am dritten Tage davon gegessen, so ist es ein Greuel 
und wird nicht angenehm sein;
LEV 19:8 und wer davon it, wird seine Missetat tragen, weil er das 
Heiligtum des HERRN entheiligt hat, und eine solche Seele soll ausgerottet 
werden aus ihrem Volk.
LEV 19:9 Wenn ihr die Ernte eures Landes einbringt, sollst du den Rand 
deines Ackers nicht vollstndig abernten und keine Nachlese nach deiner 
Ernte halten.
LEV 19:10 Auch sollst du nicht Nachlese halten in deinem Weinberg, noch 
die abgefallenen Beeren deines Weinberges auflesen, sondern du sollst es 
den Armen und Fremdlingen lassen; denn ich, der HERR, bin euer Gott.
LEV 19:11 Ihr sollt einander nicht bestehlen, nicht belgen noch betrgen!
LEV 19:12 Ihr sollt nicht falsch schwren bei meinem Namen und nicht 
entheiligen den Namen deines Gottes! Denn Ich bin der HERR.
LEV 19:13 Du sollst deinen Nchsten weder bedrcken noch berauben. Des 
Taglhners Lohn soll nicht ber Nacht bei dir bleiben bis zum Morgen.
LEV 19:14 Du sollst dem Tauben nicht fluchen. Du sollst dem Blinden nichts 
in den Weg legen, sondern sollst dich frchten vor deinem Gott; denn Ich 
bin der HERR!
LEV 19:15 Ihr sollt keine Ungerechtigkeit begehen im Gericht; du sollst 
weder die Person des Geringen ansehen, noch die Person des Groen ehren; 
sondern du sollst deinen Nchsten recht richten.
LEV 19:16 Du sollst nicht als Verleumder umhergehen unter deinem Volk! Du 
sollst auch nicht auftreten wider deines Nchsten Blut!
LEV 19:17 Ich bin der HERR. Du sollst deinen Bruder nicht hassen in deinem 
Herzen; strafen sollst du deinen Nchsten, da du nicht seinethalben 
Schuld tragen mssest!
LEV 19:18 Du sollst nicht Rache ben, noch Groll behalten gegen die Kinder 
deines Volkes, sondern du sollst deinen Nchsten lieben wie dich selbst! 
Denn ich bin der HERR.
LEV 19:19 Meine Satzungen sollt ihr beobachten. Du sollst bei deinem Vieh 
nicht zweierlei Arten sich begatten lassen und dein Feld nicht besen mit 
vermischtem Samen, und es soll kein Kleid auf deinen Leib kommen, das von 
zweierlei Garn gewoben ist.
LEV 19:20 Wenn ein Mann bei einem Weibe liegt und sie beschlft, die eine 
Dienstmagd und einem andern versprochen, doch nicht losgekauft ist und die 
Freiheit nicht erlangt hat, die sollen gestraft werden, aber sie sollen 
nicht sterben; denn sie ist nicht frei gewesen.
LEV 19:21 Er soll aber fr seine Schuld dem HERRN vor die Tr der 
Stiftshtte einen Widder zum Schuldopfer bringen.
LEV 19:22 Und der Priester soll ihm Shne erwirken mit dem 
Schuldopferwidder vor dem HERRN wegen der Snde, die er begangen hat; so 
wird ihm seine Snde, die er getan hat, vergeben werden.
LEV 19:23 Wenn ihr in das Land kommt und allerlei Bume pflanzet, wovon 
man it, sollt ihr die [ersten] Frchte derselben als Vorhaut betrachten. 
Drei Jahre lang sollt ihr sie fr unbeschnitten achten und nicht davon 
essen.
LEV 19:24 Im vierten Jahr aber sollen alle ihre Frchte heilig sein zu 
einer Jubelfeier fr den HERRN.
LEV 19:25 Und im fnften Jahre sollt ihr die Frchte essen, da der Ertrag 
umso grer werde; ich, der HERR, bin euer Gott.
LEV 19:26 Ihr sollt nichts mit Blut essen, ihr sollt keine Wahrsagerei, 
keine Zeichendeuterei treiben.
LEV 19:27 Ihr sollt den Rand eures Haupthaares nicht rundum stutzen, auch 
sollst du den Rand deines Bartes nicht beschdigen.
LEV 19:28 Ihr sollt keine Einschnitte an eurem Leibe machen fr eine 
[abgeschiedene] Seele und sollt euch nicht ttowieren! Ich bin der HERR.
LEV 19:29 Du sollst deine Tochter nicht preisgeben, sie zur Unzucht 
anzuhalten, damit das Land nicht Unzucht treibe und voller Laster werde!
LEV 19:30 Beobachtet meine Sabbattage und verehret mein Heiligtum! Ich bin 
der HERR.
LEV 19:31 Ihr sollt euch nicht an die Totenbeschwrer wenden, noch an die 
Zeichendeuter; ihr sollt sie nicht fragen, auf da ihr durch sie nicht 
verunreinigt werdet; denn ich, der HERR, bin euer Gott.
LEV 19:32 Vor einem grauen Haupte sollst du aufstehen und alte Leute ehren 
und sollst dich frchten vor deinem Gott; ich bin der HERR.
LEV 19:33 Wenn ein Fremdling bei dir in eurem Lande wohnen wird, so sollt 
ihr ihn nicht beleidigen.
LEV 19:34 Ihr sollt euch gegen den Fremdling, der sich bei euch aufhlt, 
benehmen, als wre er bei euch geboren, und du sollst ihn lieben wie dich 
selbst; denn ihr seid auch Fremdlinge in gypten gewesen. Ich, der HERR, 
bin euer Gott.
LEV 19:35 Ihr sollt euch nicht vergreifen weder am Recht noch an der Elle, 
noch am Gewicht, noch am Ma.
LEV 19:36 Rechte Waage, gutes Gewicht, richtige Scheffel und rechte Eimer 
sollt ihr haben! Ich, der HERR, bin euer Gott, der ich euch aus gypten 
gefhrt habe;
LEV 19:37 darum sollt ihr alle meine Satzungen und alle meine Rechte 
beobachten und tun; ich bin der HERR.
LEV 20:1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: Sage den Kindern Israel:
LEV 20:2 Wer von den Kindern Israel oder den Fremdlingen, die in Israel 
wohnen, von seinem Samen dem Moloch gibt, der soll des Todes sterben; das 
Volk des Landes soll ihn steinigen!
LEV 20:3 Und ich will mein Angesicht wider einen solchen Menschen setzen 
und ihn mitten aus seinem Volk ausrotten, weil er dem Moloch von seinem 
Samen gegeben und mein Heiligtum verunreinigt und meinen heiligen Namen 
entheiligt hat.
LEV 20:4 Und wenn das Volk des Landes nachsichtig wre gegen einen solchen 
Menschen, der von seinem Samen dem Moloch gegeben hat, da es ihn nicht 
ttete,
LEV 20:5 so wrde ich mein Angesicht wider jenen Menschen und wider sein 
Geschlecht richten und ihn und alle, die mit ihm dem Moloch nachgebuhlt 
haben, aus der Mitte ihres Volkes ausrotten.
LEV 20:6 Auch wenn sich eine Seele zu den Totenbeschwrern und 
Zeichendeutern wendet und ihnen nachbuhlt, so will ich mein Angesicht 
wider diese Seele richten und sie aus der Mitte ihres Volkes ausrotten.
LEV 20:7 Darum heiligt euch und seid heilig; denn ich, der HERR, bin euer 
Gott!
LEV 20:8 Darum beobachtet meine Satzungen und tut sie; denn ich, der HERR, 
bin es, der euch heiligt.
LEV 20:9 Wer seinem Vater oder seiner Mutter flucht, der soll unbedingt 
sterben! Sein Blut sei auf ihm; er hat seinem Vater oder seiner Mutter 
geflucht.
LEV 20:10 Wenn einer die Ehe bricht mit einem Eheweib, so sollen beide 
unbedingt sterben, der Ehebrecher und die Ehebrecherin, weil er mit seines 
Nchsten Weib die Ehe gebrochen hat.
LEV 20:11 Wer bei seines Vaters Weibe schlft, der hat die Scham seines 
Vaters entblt; sie sollen beide unbedingt sterben; ihr Blut sei auf 
ihnen.
LEV 20:12 Wenn jemand bei seiner Sohnsfrau schlft, so sollen sie beide 
unbedingt sterben; sie haben einen Greuel begangen; ihr Blut sei auf ihnen!
LEV 20:13 Wenn ein Mann bei einer mnnlichen Person schlft, als wre es 
ein Weib, die haben beide einen Greuel getan, und sie sollen unbedingt 
sterben; ihr Blut sei auf ihnen!
LEV 20:14 Wenn jemand ein Weib nimmt und ihre Mutter dazu, so ist das eine 
Schandtat; man soll ihn samt den beiden Weibern mit Feuer verbrennen, 
damit keine solche Schandtat unter euch sei.
LEV 20:15 Wenn ein Mann seinen Samen an ein Vieh abgibt, so soll er 
unbedingt sterben, und das Vieh soll man erwrgen.
LEV 20:16 Kommt ein Weib einem Vieh zu nahe, um sich mit ihm zu 
vermischen, so sollst du sie tten und das Vieh auch; sie sollen unbedingt 
sterben; ihr Blut sei auf ihnen!
LEV 20:17 Wenn jemand seine Schwester nimmt, seines Vaters Tochter oder 
seiner Mutter Tochter, und ihre Scham beschaut und sie wieder seine Scham, 
so ist das eine Blutschande. Sie sollen ausgerottet werden vor den Augen 
ihres Volkes. Er hat seiner Schwester Scham entblt, so trage er seine 
Schuld.
LEV 20:18 Wenn ein Mann bei einer Frau liegt zur Zeit ihrer Krankheit und 
ihre Scham entblt und ihren Brunnen aufdeckt, und sie den Brunnen ihres 
Blutes entblt, so sollen beide aus ihrem Volk ausgerottet werden!
LEV 20:19 Die Scham deiner Mutter Schwester und die Scham deines Vaters 
Schwester sollst du nicht entblen; denn wer dies tut, hat seine 
Blutsverwandten entblt; sie sollen ihre Schuld tragen!
LEV 20:20 Wenn jemand bei der Frau des Bruders seines Vaters schlft, der 
hat die Scham seines Oheims entblt; sie sollen ihre Snde tragen, sie 
sollen kinderlos sterben!
LEV 20:21 Wenn jemand seines Bruders Weib nimmt, so ist das eine 
schndliche Tat; sie sollen kinderlos bleiben, weil er die Scham seines 
Bruders entblt hat.
LEV 20:22 So beobachtet nun alle meine Satzungen und meine Rechte und tut 
sie, damit euch nicht das Land ausspeie, wohin ich euch fhre, da ihr 
darinnen wohnet!
LEV 20:23 Und wandelt nicht nach den Satzungen der Heiden, die ich vor 
euch her ausstoen werde. Denn solches alles haben sie getan, da mir vor 
ihnen ekelte.
LEV 20:24 Euch aber habe ich gesagt: Ihr sollt ihr Land erblich besitzen; 
denn ich will euch dasselbe zum Erbe geben, ein Land, das von Milch und 
Honig fliet. Ich, der HERR, bin euer Gott, der ich euch von den Vlkern 
abgesondert habe.
LEV 20:25 So sollt nun auch ihr das reine Vieh vom unreinen absondern und 
die unreinen Vgel von den reinen, und sollt eure Seelen nicht 
verabscheuungswrdig machen durch Vieh, Vgel und alles, was auf Erden 
kriecht, was ich euch als unrein abgesondert habe;
LEV 20:26 sondern ihr sollt mir heilig sein, denn ich, der HERR, bin 
heilig, der ich euch von den Vlkern abgesondert habe, da ihr mir 
angehret!
LEV 20:27 Wenn in einem Mann oder einem Weib ein Totenbeschwrer oder 
Wahrsagergeist steckt, so sollen sie unbedingt sterben. Man soll sie 
steinigen, ihr Blut sei auf ihnen!
LEV 21:1 Und der HERR sprach zu Mose: Sage den Priestern, Aarons Shnen, 
und sprich zu ihnen: Ein Priester soll sich an keinem Toten seines Volkes 
verunreinigen,
LEV 21:2 auer an seinem nchsten Blutsverwandten, der ihm zugehrt; an 
seiner Mutter, an seinem Vater, an seinem Sohn, an seiner Tochter, an 
seinem Bruder,
LEV 21:3 und an seiner Schwester, die noch eine Jungfrau ist, die ihm 
nahesteht, weil sie noch keines Mannes Weib gewesen ist, an dieser mag er 
sich verunreinigen.
LEV 21:4 Es soll sich der Vorgesetzte an seinem Volk nicht verunreinigen, 
damit er sich nicht entweihe.
LEV 21:5 Sie sollen sich keine Glatze scheren auf ihrem Haupt, noch die 
Enden ihres Bartes stutzen, noch an ihrem Leibe Einschnitte machen.
LEV 21:6 Sie sollen ihrem Gott heilig sein und den Namen ihres Gottes 
nicht entheiligen; denn sie opfern des HERRN Feueropfer, das Brot ihres 
Gottes, darum sollen sie heilig sein.
LEV 21:7 Sie sollen keine Hure zum Weibe nehmen, auch keine Entehrte, noch 
eine, die von ihrem Mann verstoen ist; denn der Priester ist heilig 
seinem Gott.
LEV 21:8 Darum sollst du ihn fr heilig halten; denn er opfert das Brot 
deines Gottes. Er soll dir heilig sein; denn heilig bin ich, der HERR, der 
euch heiligt.
LEV 21:9 Wenn eines Priesters Tochter sich durch Unzucht entweiht, so hat 
sie ihren Vater entweiht; man soll sie mit Feuer verbrennen!
LEV 21:10 Wer aber Hoherpriester ist unter seinen Brdern, auf dessen 
Haupt das Salbl gegossen worden, und dem man die Hand gefllt hat bei der 
Einkleidung, der soll sein Haupt nicht entblen und seine Kleider nicht 
zerreien.
LEV 21:11 Er soll auch zu keinem Toten kommen und soll sich weder an 
seinem Vater noch an seiner Mutter verunreinigen.
LEV 21:12 Er soll das Heiligtum nicht verlassen, noch das Heiligtum seines 
Gottes entheiligen; denn die Weihe des Salbls seines Gottes ist auf ihm; 
ich bin der HERR.
LEV 21:13 Er soll eine Jungfrau zum Weibe nehmen.
LEV 21:14 Eine Witwe, oder eine Verstoene, oder eine Entehrte, oder eine 
Hure soll er nicht nehmen; sondern eine Jungfrau aus seinem Volk soll er 
zum Weibe nehmen,
LEV 21:15 da er seinen Samen nicht entweihe unter seinem Volk. Denn ich, 
der HERR, heilige ihn.
LEV 21:16 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
LEV 21:17 Rede mit Aaron und sprich: Sollte jemand von deinen Nachkommen 
in ihren knftigen Geschlechtern mit irgend einem Gebrechen behaftet sein, 
so darf er sich nicht herzunahen, das Brot seines Gottes darzubringen.
LEV 21:18 Nein, keiner, an dem ein Gebrechen ist, soll sich herzunahen, er 
sei blind oder lahm oder verstmmelt, oder habe ein zu langes Glied;
LEV 21:19 auch keiner, der einen gebrochenen Fu oder eine gebrochene Hand 
hat,
LEV 21:20 oder der bucklig oder schwindschtig ist, oder der einen Fleck 
auf seinem Auge hat, oder die Krtze oder Flechten oder einen Hodenbruch.
LEV 21:21 Wer nun von dem Samen Aarons, des Priesters, ein solches 
Gebrechen an sich hat, der soll sich nicht herzunahen, die Feueropfer des 
HERRN darzubringen; er hat ein Gebrechen; darum soll er das Brot seines 
Gottes nicht herzubringen, da er es opfere.
LEV 21:22 Doch darf er das Brot seines Gottes essen, vom Heiligen und vom 
Allerheiligsten.
LEV 21:23 Aber zum Vorhang soll er nicht kommen, noch sich dem Altar 
nahen, weil er ein Gebrechen hat, da er mein Heiligtum nicht entweihe; 
denn ich, der HERR, heilige sie.
LEV 21:24 Und Mose sagte es Aaron und seinen Shnen und allen Kindern 
Israel.
LEV 22:1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: Sage Aaron und seinen 
Shnen,
LEV 22:2 da sie sich enthalten sollen der heiligen Gaben der Kinder 
Israel, und meinen heiligen Namen nicht entweihen, in den Dingen, die sie 
mir geheiligt haben, mir, dem HERRN.
LEV 22:3 So sage ihnen nun: Wer von euren Nachkommen, der von eurem Samen 
ist, sich dem Heiligen naht, das die Kinder Israel dem HERRN geheiligt 
haben, whrend er eine Unreinigkeit an sich hat; eine solche Seele soll 
von meinem Angesicht ausgerottet werden; ich bin der HERR!
LEV 22:4 Ist irgend jemand vom Samen Aarons ausstzig oder mit einem 
Ausflu behaftet, so soll er von dem Heiligen nicht essen, bis er rein 
wird. Und wer etwas durch einen Entseelten Verunreinigtes anrhrt, oder 
wem der Same entgeht,
LEV 22:5 oder wer irgend ein Gewrm anrhrt, durch das man unrein wird, 
oder einen Menschen, an dem man sich verunreinigen kann wegen irgend 
etwas, was ihn unrein macht;
LEV 22:6 welche Seele solches anrhrt, die ist unrein bis zum Abend und 
soll nicht von dem Heiligen essen, sondern soll zuvor ihren Leib mit 
Wasser baden.
LEV 22:7 Und wenn die Sonne untergegangen und sie rein geworden ist, dann 
mag sie von dem Heiligen essen; denn es ist ihre Speise.
LEV 22:8 Kein Aas noch Zerrissenes soll er essen, da er nicht unrein 
davon werde; ich bin der HERR!
LEV 22:9 Sie sollen meine Anordnungen beobachten, damit sie nicht Snde 
auf sich laden und daran sterben, wenn sie dieselben entheiligen; denn 
ich, der HERR, heilige sie.
LEV 22:10 Kein Fremdling soll von dem Heiligen essen.
LEV 22:11 Wenn aber der Priester eine Seele um Geld erkauft, so mag 
dieselbe davon essen. Und wer ihm in seinem Hause geboren wird, der mag 
auch von seinem Brot essen.
LEV 22:12 Wenn aber des Priesters Tochter eines Fremdlings Weib wird, soll 
sie nicht von dem Hebopfer des Heiligen essen.
LEV 22:13 Wird aber des Priesters Tochter eine Witwe oder eine Verstoene 
und hat keine Kinder und kommt wieder in ihres Vaters Haus, wie in ihrer 
Jugend, so soll sie von ihres Vaters Brot essen. Aber kein Fremdling soll 
davon essen.
LEV 22:14 Wer sonst aber aus Versehen von dem Geheiligten it, der soll 
den fnften Teil dazutun und es dem Priester mit dem Geheiligten geben,
LEV 22:15 damit sie nicht die heiligen Gaben der Kinder Israel 
entheiligen, welche diese dem HERRN heben,
LEV 22:16 da sie sich nicht mit Missetat und Schuld beladen, wenn sie ihr 
Geheiligtes essen; denn ich, der HERR, heilige sie.
LEV 22:17 Weiter redete der HERR zu Mose und sprach:
LEV 22:18 Sage Aaron und seinen Shnen und allen Kindern Israel und sprich 
zu ihnen: Wer vom Hause Israel oder von den Fremdlingen in Israel sein 
Opfer bringen will (sei es, da sie es nach ihren Gelbden oder ganz 
freiwillig dem HERRN zum Brandopfer darbringen wollen),
LEV 22:19 der opfere, damit es euch angenehm mache, ein tadelloses 
Mnnlein, von den Rindern, Lmmern oder Ziegen.
LEV 22:20 Nichts Gebrechliches sollt ihr opfern; denn es wrde euch nicht 
angenehm machen.
LEV 22:21 Und wenn jemand dem HERRN ein Dankopfer bringen will, sei es zur 
Erfllung eines Gelbdes oder als freiwillige Gabe, von Rindern oder 
Schafen, so soll es tadellos sein, zum Wohlgefallen. Es soll keinen Mangel 
haben.
LEV 22:22 Ein Blindes oder Gebrochenes oder Verwundetes oder eines, das 
Geschwre oder die Krtze oder Flechten hat, sollt ihr dem HERRN nicht 
opfern und davon kein Feueropfer bringen auf den Altar des HERRN.
LEV 22:23 Einen Ochsen, oder ein Schaf, das zu lange oder zu kurze Glieder 
hat, magst du als freiwillige Gabe opfern, aber zur Erfllung eines 
Gelbdes wre es nicht angenehm.
LEV 22:24 Ihr sollt auch dem HERRN kein Tier darbringen, welches 
verschnittene oder zerdrckte oder abgerissene oder abgeschnittene Hoden 
hat, und sollt in eurem Lande solches gar nicht tun.
LEV 22:25 Auch von der Hand eines Fremdlings sollt ihr deren keines eurem 
Gott zur Speise darbringen; denn sie haben eine Verstmmelung, einen Makel 
an sich; sie werden euch nicht gndig aufgenommen.
LEV 22:26 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
LEV 22:27 Wenn ein Rind oder ein Lamm, oder eine Ziege geboren wird, so 
soll es sieben Tage lang bei seiner Mutter bleiben; erst vom achten Tag an 
ist es angenehm zum Feueropfer fr den HERRN.
LEV 22:28 Ihr sollt aber kein Rind noch Schaf zugleich mit seinem Jungen 
am gleichen Tag schchten.
LEV 22:29 Wenn ihr aber dem HERRN ein Lobopfer darbringen wollt, so opfert 
es zu eurer Begnadigung.
LEV 22:30 Ihr sollt es am gleichen Tag essen und nichts briglassen bis 
zum Morgen; ich bin der HERR.
LEV 22:31 Ihr aber sollt meine Gebote beobachten und sie tun; ich bin der 
HERR!
LEV 22:32 Und ihr sollt meinen heiligen Namen nicht entheiligen; sondern 
ich will geheiligt werden unter den Kindern Israel, ich, der HERR, der 
euch heiligt;
LEV 22:33 der ich euch aus dem Lande gypten gefhrt habe, um euer Gott zu 
sein, ich, der HERR.
LEV 23:1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: Sage den Kindern Israel 
und sprich zu ihnen:
LEV 23:2 Das sind die Feste des HERRN, da ihr heilige Festversammlungen 
einberufen sollt; das sind meine Feste:
LEV 23:3 Sechs Tage lang soll man arbeiten, aber am siebenten Tag ist die 
Sabbatfeier, eine heilige Versammlung; da sollt ihr kein Werk tun; denn es 
ist der Sabbat des HERRN, in allen euren Wohnorten.
LEV 23:4 Das sind aber die Feste des HERRN, die heiligen Versammlungen, 
die ihr zu festgesetzten Zeiten einberufen sollt:
LEV 23:5 Am vierzehnten Tag des ersten Monats, gegen Abend, ist das Passah 
des HERRN.
LEV 23:6 Und am fnfzehnten Tage desselben Monats ist das Fest der 
ungesuerten Brote des HERRN. Da sollt ihr sieben Tage lang ungesuertes 
Brot essen.
LEV 23:7 Am ersten Tag sollt ihr eine heilige Versammlung halten;
LEV 23:8 da sollt ihr keine Werktagsarbeit verrichten und ihr sollt dem 
HERRN sieben Tage lang Feueropfer darbringen. Am siebenten Tag ist heilige 
Versammlung, da sollt ihr keine Werktagsarbeit verrichten.
LEV 23:9 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
LEV 23:10 Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das 
Land kommt, das ich euch geben werde, und seine Ernte einheimset, so sollt 
ihr die Erstlingsgarbe von eurer Ernte zum Priester bringen.
LEV 23:11 Der soll die Garbe weben vor dem HERRN, zu eurer Begnadigung; am 
Tage nach dem Sabbat soll sie der Priester weben.
LEV 23:12 Ihr sollt aber an dem Tage, wenn eure Garbe gewebt wird, dem 
HERRN ein Brandopfer zurichten von einem tadellosen einjhrigen Lamm;
LEV 23:13 dazu sein Speisopfer, zwei Zehntel Semmelmehl, mit l gemengt, 
ein Feueropfer dem HERRN zum lieblichen Geruch; samt seinem Trankopfer, 
einem Viertel Hin Wein.
LEV 23:14 Ihr sollt aber weder Brot noch gerstetes Korn noch zerriebene 
Krner essen bis zu dem Tag, da ihr eurem Gott diese Gabe darbringt. Das 
ist eine ewig gltige Ordnung fr alle eure Geschlechter.
LEV 23:15 Darnach sollt ihr vom Tage nach dem Sabbat, von dem Tage, da ihr 
die Webegarbe darbringt, sieben volle Wochen abzhlen bis zum Tag,
LEV 23:16 der auf den siebenten Sabbat folgt, nmlich fnfzig Tage sollt 
ihr zhlen, und alsdann dem HERRN ein neues Speisopfer darbringen.
LEV 23:17 Ihr sollt nmlich aus euren Wohnsitzen zwei Webebrote bringen, 
von zwei Zehntel Semmelmehl zubereitet; die sollen gesuert und dem HERRN 
zu Erstlingen gebacken werden.
LEV 23:18 Zu dem Brot aber sollt ihr sieben einjhrige, tadellose Lmmer 
darbringen und einen jungen Farren und zwei Widder; das soll des HERRN 
Brandopfer sein; dazu ihr Speisopfer und ihr Trankopfer; ein Feueropfer, 
dem HERRN zum lieblichen Geruch.
LEV 23:19 Ihr sollt auch einen Ziegenbock zum Sndopfer und zwei 
einjhrige Lmmer zum Dankopfer zurichten;
LEV 23:20 und der Priester soll sie samt den Erstlingsbroten weben, nebst 
den beiden Lmmern, als Webopfer vor dem HERRN. Die sollen dem HERRN 
heilig sein und dem Priester [gehren].
LEV 23:21 Und ihr sollt an demselben Tag ausrufen lassen: Man soll eine 
heilige Versammlung abhalten und keine Werktagsarbeit verrichten! Das ist 
eine ewig gltige Satzung fr alle eure Wohnorte und Geschlechter.
LEV 23:22 Wenn ihr aber die Ernte eures Landes einbringt, so sollst du 
dein Feld nicht bis an den Rand abernten und nicht selbst Nachlese halten, 
sondern es dem Armen und Fremdling berlassen. Ich, der HERR, bin euer 
Gott.
LEV 23:23 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
LEV 23:24 Rede mit den Kindern Israel und sprich: Am ersten Tag des 
siebenten Monats sollt ihr einen Feiertag halten, einen Gedchtnistag 
unter Posaunenklang, eine heilige Versammlung.
LEV 23:25 Ihr sollt keine Werktagsarbeit verrichten, sondern dem HERRN 
Feueropfer darbringen.
LEV 23:26 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
LEV 23:27 Am zehnten Tag in diesem siebenten Monat ist der Vershnungstag, 
da sollt ihr eine heilige Versammlung halten und eure Seelen demtigen und 
dem HERRN Feueropfer darbringen;
LEV 23:28 und ihr sollt an diesem Tage keine Arbeit verrichten; denn es 
ist der Vershnungstag, zu eurer Vershnung vor dem HERRN, eurem Gott.
LEV 23:29 Welche Seele sich aber an diesem Tage nicht demtigt, die soll 
ausgerottet werden aus ihrem Volk;
LEV 23:30 und welche Seele an diesem Tag irgend eine Arbeit verrichtet, 
die will ich vertilgen mitten aus ihrem Volk.
LEV 23:31 Ihr sollt keine Arbeit verrichten. Das ist eine ewig gltige 
Ordnung fr eure Geschlechter an allen euren Wohnorten.
LEV 23:32 Ihr sollt Sabbatruhe halten und eure Seelen demtigen. Am 
neunten Tage des Monats, am Abend, sollt ihr die Feier beginnen, und sie 
soll whren von einem Abend bis zum andern.
LEV 23:33 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
LEV 23:34 Rede mit den Kindern Israel und sprich: Am fnfzehnten Tage des 
siebenten Monats soll dem HERRN das Laubhttenfest gefeiert werden, sieben 
Tage lang.
LEV 23:35 Am ersten Tage ist heilige Versammlung; da sollt ihr keine 
Arbeit verrichten.
LEV 23:36 Sieben Tage lang sollt ihr dem HERRN Feueropfer darbringen und 
am achten Tag eine heilige Versammlung halten und dem HERRN Feueropfer 
darbringen; es ist Festversammlung; da sollt ihr keine Arbeit verrichten.
LEV 23:37 Das sind die Feste des HERRN, da ihr heilige Versammlungen 
einberufen sollt, um dem HERRN Feueropfer, Brandopfer, Speisopfer, 
Schlachtopfer und Trankopfer darzubringen, ein jedes an seinem Tag
LEV 23:38 auer den Sabbaten des HERRN und auer euren Gaben, den gelobten 
und freiwilligen Gaben, die ihr dem HERRN gebet.
LEV 23:39 So sollt ihr nun am fnfzehnten Tage des siebenten Monats, wenn 
ihr den Ertrag des Landes eingebracht habt, das Fest des HERRN halten, 
sieben Tage lang; am ersten Tag ist Feiertag und am achten Tag ist auch 
Feiertag.
LEV 23:40 Ihr sollt aber am ersten Tag Frchte nehmen von schnen Bumen, 
Palmenzweige und Zweige von dichtbelaubten Bumen und Bachweiden, und 
sieben Tage lang frhlich sein vor dem HERRN, eurem Gott.
LEV 23:41 Und sollt also dem HERRN das Fest halten, sieben Tage lang im 
Jahr. Das soll eine ewige Ordnung sein fr eure Geschlechter, da ihr im 
siebenten Monat also feiert.
LEV 23:42 Sieben Tage lang sollt ihr in Laubhtten wohnen; alle 
Landeskinder in Israel sollen in Laubhtten wohnen,
LEV 23:43 damit eure Nachkommen wissen, wie ich die Kinder Israel in 
Htten wohnen lie, als ich sie aus gypten fhrte; ich, der Herr, euer 
Gott.
LEV 23:44 Und Mose erklrte den Kindern Israel die Feiertage des HERRN.
LEV 24:1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: Gebiete den Kindern 
Israel,
LEV 24:2 da sie zu dir bringen lauteres l aus zerstossenen Oliven fr 
den Leuchter, um bestndig Licht zu unterhalten!
LEV 24:3 Drauen vor dem Vorhang des Zeugnisses, in der Stiftshtte, soll 
es Aaron zurichten, da es stets brenne vor dem HERRN, vom Abend bis zum 
Morgen; eine ewige Ordnung fr eure Geschlechter.
LEV 24:4 Auf dem reinen Leuchter soll er die Lampen zurichten, vor dem 
HERRN, bestndig.
LEV 24:5 Und du sollst Semmelmehl nehmen und davon zwlf Kuchen backen; 
ein Kuchen soll aus zwei Zehnteln bestehen.
LEV 24:6 Du sollst sie in zwei Schichten von je sechs Stck auf den reinen 
Tisch legen vor den HERRN.
LEV 24:7 Du sollst auf jede Schicht reinen Weihrauch legen, damit dieser 
die Brote in Erinnerung bringe, wenn er verbrannt wird vor dem HERRN.
LEV 24:8 Jeden Sabbat soll er sie stets vor dem HERRN aufschichten als 
Gabe von den Kindern Israel, laut ewigem Bund.
LEV 24:9 Und sie sollen Aaron und seinen Shnen gehren; die sollen sie 
essen an heiliger Sttte; denn das ist ein hochheiliger, ewig 
festgesetzter Anteil fr ihn von den Feueropfern des HERRN.
LEV 24:10 Es ging aber der Sohn eines israelitischen Weibes, der einen 
gyptischen Vater hatte, unter den Kindern Israel aus und ein. Dieser Sohn 
des israelitischen Weibes und ein Israelite zankten im Lager miteinander.
LEV 24:11 Da lsterte der Sohn des israelitischen Weibes den Namen 
[Gottes] und fluchte. Darum brachte man ihn zu Mose. Seine Mutter aber 
hie Selomit und war die Tochter Dibris, vom Stamme Dan.
LEV 24:12 Und sie behielten ihn in Haft, bis ihnen Bescheid wrde durch 
den Mund des HERRN.
LEV 24:13 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
LEV 24:14 Fhre den Flucher vor das Lager hinaus und la alle, die es 
gehrt haben, ihre Hand auf sein Haupt sttzen, und die ganze Gemeinde 
soll ihn steinigen.
LEV 24:15 Und sage den Kindern Israel und sprich: Wer seinem Gott flucht, 
der soll seine Snde tragen;
LEV 24:16 und wer den Namen des HERRN lstert, der soll unbedingt sterben! 
Die ganze Gemeinde soll ihn steinigen, er sei ein Fremdling oder ein 
Einheimischer; wenn er den Namen lstert, so soll er sterben!
LEV 24:17 Auch wenn jemand einen Menschen erschlgt, so soll er unbedingt 
sterben.
LEV 24:18 Wer aber ein Vieh erschlgt, der soll es bezahlen; Seele um 
Seele!
LEV 24:19 Bringt aber einer seinem Nchsten eine Verletzung bei, so soll 
man ihm tun, wie er getan hat:
LEV 24:20 Bruch um Bruch, Auge um Auge, Zahn um Zahn; die Verletzung, die 
er dem andern zugefgt hat, soll man ihm auch zufgen;
LEV 24:21 also da, wer ein Vieh erschlgt, der soll es bezahlen; wer aber 
einen Menschen erschlgt, der soll sterben.
LEV 24:22 Ihr sollt ein einheitliches Recht haben fr Fremdlinge und 
Einheimische; denn ich, der HERR, bin euer Gott.
LEV 24:23 Mose aber sagte solches den Kindern Israel; die fhrten den 
Flucher vor das Lager hinaus und steinigten ihn. Also taten die Kinder 
Israel, wie der HERR Mose geboten hatte.
LEV 25:1 Und der HERR redete zu Mose auf dem Berge Sinai und sprach:
LEV 25:2 Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das 
Land kommt, das ich euch geben werde, so soll das Land dem HERRN einen 
Sabbat feiern.
LEV 25:3 Sechs Jahre lang sollst du dein Feld besen und sechs Jahre lang 
deine Reben beschneiden und ihre Frchte einsammeln.
LEV 25:4 Aber im siebenten Jahr soll das Land seinen Ruhesabbat haben, den 
Sabbat des HERRN, da du dein Feld nicht besen, noch deine Reben 
beschneiden sollst.
LEV 25:5 Auch was nach deiner Ernte von sich selber wchst, sollst du 
nicht ernten; und die Trauben deines unbeschnittenen Weinstocks sollst du 
nicht ablesen, weil es ein Sabbatjahr des Landes ist.
LEV 25:6 Und dieser Landessabbat soll euch Nahrung bringen, dir und deinen 
Knechten und deiner Magd, deinem Taglhner, deinen Beisaen und deinem 
Fremdling bei dir;
LEV 25:7 deinem Vieh und den Tieren in deinem Lande soll sein ganzer 
Ertrag zur Speise dienen.
LEV 25:8 Und du sollst dir sieben solche Sabbatjahre abzhlen, da 
siebenmal sieben Jahre gezhlt werden, und die Zeit der sieben Sabbatjahre 
betrgt neunundvierzig Jahre.
LEV 25:9 Da sollst du den Schall der Posaune ertnen lassen am zehnten 
Tage des siebenten Monats; am Tage der Vershnung sollt ihr den Schall 
durch euer ganzes Land ergehen lassen.
LEV 25:10 Und ihr sollt das fnfzigste Jahr heiligen und sollt ein 
Freijahr ausrufen im Lande allen, die darin wohnen, denn es ist das 
Jubeljahr. Da soll ein jeder bei euch wieder zu seiner Habe und zu seinem 
Geschlecht kommen.
LEV 25:11 Denn das fnfzigste ist das Jubeljahr. Ihr sollt nicht sen, 
auch nicht ernten, was von sich selber wchst, auch den unbeschnittenen 
Weinstock nicht ablesen.
LEV 25:12 Denn das Jubeljahr soll unter euch heilig sein; vom Feld weg 
drft ihr essen, was es trgt.
LEV 25:13 In diesem Jubeljahr soll jedermann wieder zu seinem Besitztum 
kommen.
LEV 25:14 Wenn du nun deinem Nchsten etwas verkaufst oder demselben etwas 
abkaufst, so soll keiner seinen Bruder bervorteilen;
LEV 25:15 sondern nach der Zahl der Jahre, nach dem Jubeljahr sollst du es 
von ihm kaufen; und nach der Zahl des jhrlichen Ertrages soll er es dir 
verkaufen.
LEV 25:16 Nach der Menge der Jahre sollst du den Kaufpreis steigern, und 
nach der geringen Anzahl der Jahre sollst du den Kaufpreis verringern; 
denn eine bestimmte Anzahl von Ernten verkauft er dir.
LEV 25:17 So bervorteile nun keiner seinen Nchsten; sondern frchte dich 
vor deinem Gott; denn ich, der HERR, bin euer Gott!
LEV 25:18 Darum haltet meine Satzungen und beobachtet meine Rechte, da 
ihr sie tut; so sollst du sicher wohnen im Lande,
LEV 25:19 und das Land soll euch seine Frchte geben, da ihr genug zu 
essen habt und sicher darin wohnt.
LEV 25:20 Und wenn ihr sagen wrdet: Was sollen wir im siebenten Jahre 
essen? Denn wir sen nicht und sammeln auch keine Frchte ein!
LEV 25:21 so will ich im sechsten Jahr meinem Segen gebieten, da es euch 
Frchte fr drei Jahre liefern soll;
LEV 25:22 da, wenn ihr im achten Jahre set, ihr [noch] von den alten 
Frchten esset bis in das neunte Jahr; da ihr von dem Alten esset bis 
wieder neue Frchte kommen.
LEV 25:23 Ihr sollt das Land nicht als unablslich verkaufen; denn das 
Land ist mein, und ihr seid Fremdlinge und Beisaen.
LEV 25:24 Und ihr sollt im ganzen Lande eurer Besitzung die 
Wiedereinlsung des Landes zulassen.
LEV 25:25 Wenn dein Bruder verarmt und dir etwas von seiner Habe verkauft, 
so soll derjenige als Lser fr ihn eintreten, der sein nchster 
Verwandter ist; derselbe soll lsen, was sein Bruder verkauft hat.
LEV 25:26 Wenn aber jemand keinen Lser hat, kann aber mit seiner Hand so 
viel zuwege bringen, als zur Wiedereinlsung ntig ist,
LEV 25:27 so soll er die Jahre, die seit dem Verkauf verflossen sind, 
abrechnen und fr den Rest den Kufer entschdigen, damit er selbst wieder 
zu seiner Habe komme.
LEV 25:28 Vermag er ihn aber nicht zu entschdigen, so soll das, was er 
verkauft hat, in der Hand des Kufers bleiben bis zum Jubeljahr; alsdann 
soll es frei ausgehen, und er soll wieder zu seiner Habe kommen.
LEV 25:29 Wer ein Wohnhaus verkauft innerhalb der Stadtmauern, der hat zur 
Wiedereinlsung Frist bis zur Vollendung des Verkaufsjahres. Ein Jahr lang 
besteht fr ihn das Rckkaufsrecht.
LEV 25:30 Wenn es aber nicht gelst wird bis zum Ablauf eines vollen 
Jahres, so sollen der Kufer und seine Nachkommen dasselbe Haus innerhalb 
der Stadtmauern als unablslich behalten; es soll im Jubeljahr nicht frei 
ausgehen.
LEV 25:31 Dagegen sind die Huser in den Drfern ohne Ringmauern dem 
Ackerland gleich zu rechnen; sie sind ablsbar und sollen im Jubeljahr 
frei ausgehen.
LEV 25:32 Was aber die Levitenstdte anbetrifft, die Huser in den Stdten 
ihres Besitztums, so haben die Leviten das ewige Einlsungsrecht.
LEV 25:33 Und wenn jemand etwas von den Leviten erwirbt, so geht das 
verkaufte Haus in der Stadt seines Besitztums im Jubeljahr frei aus; denn 
die Huser in den Stdten der Leviten sind ihr Besitztum unter den Kindern 
Israel;
LEV 25:34 und die Weidepltze bei ihren Stdten drfen nicht verkauft 
werden, denn sie sind ihr ewiges Eigentum.
LEV 25:35 Wenn dein Bruder verarmt neben dir und sich nicht mehr zu halten 
vermag, so sollst du ihm Hilfe leisten, er sei ein Fremdling oder Beisae, 
da er bei dir leben kann.
LEV 25:36 Du sollst keinen Zins noch Wucher von ihm nehmen, sondern sollst 
dich frchten vor deinem Gott, da dein Bruder neben dir leben knne.
LEV 25:37 Du sollst ihm dein Geld nicht auf Zins, noch deine Speise um 
Wucherpreise geben.
LEV 25:38 Ich, der HERR, bin euer Gott, der ich euch aus gyptenland 
gefhrt habe, da ich euch das Land Kanaan gebe und euer Gott sei.
LEV 25:39 Wenn dein Bruder neben dir verarmt und dir sich selbst verkauft, 
sollst du ihn im Dienst nicht als einen leibeigenen Knecht halten;
LEV 25:40 als Taglhner und Beisae soll er bei dir gelten und dir bis zum 
Jubeljahr dienen.
LEV 25:41 Alsdann soll er frei von dir ausgehen, und seine Kinder mit ihm, 
und soll wieder zu seinem Geschlecht und zu seiner Vter Habe kommen.
LEV 25:42 Denn auch sie sind meine Knechte, die ich aus gyptenland 
gefhrt habe. Darum soll man sie nicht wie Sklaven verkaufen!
LEV 25:43 Du sollst nicht mit Strenge ber ihn herrschen, sondern sollst 
dich frchten vor deinem Gott.
LEV 25:44 Willst du aber leibeigene Knechte und Mgde haben, so sollst du 
sie kaufen von den Heiden, die um euch her sind.
LEV 25:45 Ihr knnt sie auch kaufen von den Kindern der Beisaen, die sich 
bei euch aufhalten, und von ihren Geschlechtern bei euch, die in eurem 
Lande geboren sind; dieselben sollt ihr zu eigen haben,
LEV 25:46 und sollst sie vererben auf eure Kinder nach euch zum 
leibeigenen Besitz, da sie euch ewiglich dienen. Aber ber eure Brder, 
die Kinder Israel, sollt ihr nicht, einer ber den andern, mit Strenge 
herrschen!
LEV 25:47 Wenn die Hand eines Fremdlings oder Beisaen bei dir etwas 
erwirbt, und dein Bruder neben ihm verarmt und sich dem Fremdling, welcher 
ein Beisae bei dir ist, oder einem Abkmmling von seinem Stamm verkauft,
LEV 25:48 so soll er, nachdem er sich verkauft hat, das Loskaufsrecht 
behalten; einer von seinen Brdern soll ihn lsen;
LEV 25:49 oder sein Vetter oder seines Vetters Sohn mag ihn lsen, oder 
sonst sein nchster Blutsverwandter aus seinem Geschlecht kann ihn lsen; 
oder wenn seine Hand so viel erwirbt, so soll er sich selbst lsen.
LEV 25:50 Er soll aber mit seinem Kufer rechnen von dem Jahr an, da er 
sich ihm verkauft hat, bis zum Jubeljahr. Und der Preis seines Verkaufs 
soll nach der Zahl der Jahre berechnet werden, und er soll diese Zeit wie 
ein Taglhner bei ihm sein.
LEV 25:51 Sind noch viele Jahre brig, so soll er dementsprechend von dem 
Kaufpreis als Lsegeld zurckerstatten;
LEV 25:52 sind aber wenig Jahre brig bis zum Jubeljahr, so soll er darauf 
Rcksicht nehmen; nach der Zahl der Jahre soll er sein Lsegeld bezahlen.
LEV 25:53 Wie ein Taglhner soll er Jahr fr Jahr bei ihm sein; er aber 
soll nicht mit Strenge ber ihn herrschen vor deinen Augen.
LEV 25:54 Lst er sich aber nicht auf einem dieser Wege, so soll er im 
Jubeljahr frei ausgehen und seine Kinder mit ihm;
LEV 25:55 denn die Kinder Israel sind mir dienstbar; sie sind meine 
Knechte, die ich aus gypten gefhrt habe, ich, der HERR, euer Gott.
LEV 26:1 Ihr sollt keine Gtzen machen, keine gemeielten Bilder, und 
sollt euch keine Sulen aufrichten, auch keine Steinbilder setzen in eurem 
Lande, da ihr euch davor bcket; denn ich, der HERR, bin euer Gott.
LEV 26:2 Beobachtet meine Sabbate und verehret mein Heiligtum; ich bin der 
HERR!
LEV 26:3 Werdet ihr nun in meinen Satzungen wandeln und meine Gebote 
befolgen und sie tun,
LEV 26:4 so will ich euch Regen geben zu seiner Zeit, und das Land soll 
sein Gewchs geben und die Bume auf dem Felde ihre Frchte bringen.
LEV 26:5 Und die Dreschzeit wird reichen bis zur Weinlese, und die 
Weinlese bis zur Saatzeit, und ihr werdet euch von eurem Brot satt essen 
und sollt sicher wohnen in eurem Lande.
LEV 26:6 Denn ich will Frieden geben im Lande, da ihr schlafet und euch 
niemand erschrecke. Ich will die bsen Tiere aus eurem Lande vertreiben, 
und es soll kein Schwert ber euer Land kommen.
LEV 26:7 Ihr werdet eure Feinde jagen, da sie vor euch her durchs Schwert 
fallen.
LEV 26:8 Euer fnf werden hundert jagen, und euer hundert werden 
zehntausend jagen, und eure Feinde werden vor euch her durchs Schwert 
fallen.
LEV 26:9 Und ich will mich zu euch wenden und euch wachsen und zunehmen 
lassen und meinen Bund mit euch aufrechthalten.
LEV 26:10 Und ihr werdet von dem Vorjhrigen essen und das Vorjhrige 
wegen der Menge des Neuen hinwegtun.
LEV 26:11 Ich will meine Wohnung unter euch haben, und meine Seele soll 
euch nicht verwerfen:
LEV 26:12 und ich will unter euch wandeln und euer Gott sein, und ihr 
sollt mein Volk sein.
LEV 26:13 Ich, der HERR, bin euer Gott, der ich euch aus gypten gefhrt 
habe, da ihr nicht ihre Knechte sein solltet; und ich zerbrach die Stbe 
eures Joches und lie euch aufrecht gehen.
LEV 26:14 Werdet ihr mir aber nicht folgen und nicht alle diese Gebote 
erfllen,
LEV 26:15 und werdet ihr meine Satzungen verachten, und wird eure Seele 
gegen meine Rechte einen Widerwillen haben, da ihr nicht alle meine 
Gebote tut, sondern meinen Bund brechet,
LEV 26:16 so will auch ich euch solches tun: Ich will euch heimsuchen mit 
Schrecken, Schwindsucht und Fieberhitze, davon die Augen matt werden und 
die Seele verschmachtet. Ihr werdet eure Saat vergeblich bestellen; denn 
eure Feinde sollen sie essen.
LEV 26:17 Und ich will mein Angesicht gegen euch richten, da ihr vor 
euren Feinden geschlagen werdet; und die euch hassen, sollen ber euch 
herrschen, und ihr werdet fliehen, wenn euch niemand jagt.
LEV 26:18 Werdet ihr mir aber daraufhin noch nicht gehorchen, so will ich 
euch noch siebenmal rger strafen um eurer Snden willen,
LEV 26:19 da ich euren harten Stolz breche. Ich will euren Himmel machen 
wie Eisen und eure Erde wie Erz,
LEV 26:20 da eure Mhe und Arbeit vergeblich aufgewendet sei, und euer 
Land sein Gewchs nicht gebe und die Bume des Landes ihre Frchte nicht 
bringen.
LEV 26:21 Setzet ihr mir aber noch weitern Widerstand entgegen und wollt 
mir nicht gehorchen, so will ich euch noch siebenmal mehr schlagen, 
entsprechend euren Snden.
LEV 26:22 Und ich will wilde Tiere unter euch senden, die sollen euch euer 
Kinder berauben und euer Vieh verderben und euer weniger machen, und eure 
Straen sollen wste werden.
LEV 26:23 Werdet ihr euch aber dadurch noch nicht zchtigen lassen, 
sondern mir trotzig begegnen,
LEV 26:24 so will auch ich euch trotzig begegnen und euch siebenfltig 
schlagen um eurer Snden willen.
LEV 26:25 Und ich will ein Racheschwert ber euch kommen lassen, eine 
Bundesrache! Da werdet ihr euch in euren Stdten sammeln; ich aber will 
Pestilenz unter euch senden und euch in eurer Feinde Hand geben.
LEV 26:26 Und ich werde euch den Stab des Brotes zerbrechen, da zehn 
Weiber euer Brot in einem Ofen backen mgen, und man wird euch das Brot 
nach dem Gewicht zuteilen; und ihr werdet es essen, aber nicht satt werden.
LEV 26:27 Werdet ihr aber auch dadurch noch nicht zum Gehorsam gegen mich 
gebracht, sondern mir trotzig begegnen,
LEV 26:28 so will ich auch euch mit grimmigem Trotz begegnen und euch 
siebenfltig strafen um eurer Snden willen,
LEV 26:29 da ihr eurer Shne und Tchter Fleisch fressen mt!
LEV 26:30 Und ich will eure Hhen vertilgen und eure Sonnensulen abhauen 
und eure Leichname auf die Leichname eurer Gtzen werfen, und meine Seele 
wird euch verabscheuen.
LEV 26:31 Und ich will eure Stdte de machen und eure heiligen Stdte 
verwsten und euren lieblichen Geruch verabscheuen.
LEV 26:32 Also will ich das Land wste machen, da eure Feinde, die 
darinnen wohnen werden, sich davor entsetzen sollen.
LEV 26:33 Euch aber will ich unter die Heiden zerstreuen und das Schwert 
hinter euch her ausziehen, da euer Land zur Wste und eure Stdte zu 
Ruinen werden.
LEV 26:34 Alsdann wird das Land seine Sabbate genieen, solange es wste 
liegt, und ihr in eurer Feinde Land seid. Ja alsdann wird das Land feiern 
und seine Sabbate genieen drfen.
LEV 26:35 Solange es wste liegt, wird es feiern, weil es nicht feiern 
konnte an euren Sabbaten, als ihr darin wohntet.
LEV 26:36 Denen aber, die von euch brigbleiben, will ich das Herz verzagt 
machen in ihrer Feinde Land, da ein rauschendes Blatt sie jagen wird; und 
sie werden davonfliehen, als jage sie ein Schwert, und fallen, ohne da 
sie jemand verfolgt.
LEV 26:37 Und sie sollen bereinander fallen; wie vor dem Schwert, obschon 
sie niemand jagt; und ihr werdet euren Feinden nicht widerstehen knnen,
LEV 26:38 sondern werdet unter den Heiden umkommen, und eurer Feinde Land 
wird euch fressen.
LEV 26:39 Welche von euch aber brigbleiben, die sollen ob ihrer Missetat 
verschmachten, in eurer Feinde Land; und ob der Missetat ihrer Vter 
sollen sie verschmachten wie sie.
LEV 26:40 Werden sie aber ihre und ihrer Vter Missetat bekennen samt 
ihrer bertretung, womit sie sich an mir vergriffen haben und mir trotzig 
begegnet sind,
LEV 26:41 weswegen auch ich ihnen widerstand und sie in ihrer Feinde Land 
brachte; und wird sich alsdann ihr unbeschnittenes Herz demtigen, so da 
sie dann ihre Schuld ben,
LEV 26:42 so will ich gedenken an meinen Bund mit Jakob und an meinen Bund 
mit Isaak und an meinen Bund mit Abraham, und will des Landes gedenken.
LEV 26:43 Aber das Land wird von ihnen verlassen sein und seine Sabbate 
genieen, indem es um ihretwillen wste liegt, und sie werden ihre Schuld 
ben, darum und deswegen, weil sie meine Rechte verachtet und ihre Seele 
meine Satzungen verabscheut hat.
LEV 26:44 Jedoch, wenn sie gleich in der Feinde Land sein werden, so will 
ich sie nicht gar verwerfen und sie nicht also verabscheuen, da ich sie 
gar aufreibe oder meinen Bund mit ihnen breche; denn ich, der HERR, bin 
ihr Gott.
LEV 26:45 Und ich will fr sie an meinen ersten Bund gedenken, als ich sie 
aus gypten fhrte vor den Augen der Heiden, da ich ihr Gott wre, ich, 
der HERR.
LEV 26:46 Das sind die Satzungen, die Rechte und Gesetze, die der HERR auf 
dem Berge Sinai durch die Hand Moses gegeben hat, da sie zwischen ihm und 
den Kindern Israel bestehen sollten.
LEV 27:1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: Rede mit den Kindern 
Israel und sprich zu ihnen:
LEV 27:2 Wenn jemand dem HERRN ein besonderes Gelbde tut, wenn er nach 
deiner Schtzung Seelen gelobt,
LEV 27:3 so sollst du sie also schtzen: Einen Mann, vom zwanzigsten bis 
zum sechzigsten Jahr sollst du schtzen auf fnfzig Schekel Silber, nach 
dem Schekel des Heiligtums.
LEV 27:4 Ist es aber ein Weib, so sollst du sie auf dreiig Schekel 
schtzen.
LEV 27:5 Im Alter von fnf bis zwanzig Jahren sollst du ihn schtzen auf 
zwanzig Schekel, wenn es ein Knabe ist, aber auf zehn Schekel, wenn es ein 
Mdchen ist.
LEV 27:6 Im Alter von einem Monat bis zu fnf Jahren sollst du ihn 
schtzen auf fnf Schekel Silber, wenn es ein Knabe ist, aber auf drei 
Schekel Silber, wenn es ein Mdchen ist.
LEV 27:7 Im Alter von sechzig aber und darber sollst du ihn auf fnfzehn 
Schekel schtzen, wenn es ein Mann ist, auf zehn Schekel, wenn es ein Weib 
ist.
LEV 27:8 Vermag er aber nicht soviel zu bezahlen, wie du ihn schtzest, so 
soll er sich vor den Priester stellen, und der Priester soll ihn schtzen 
nach dem Vermgen dessen, der das Gelbde getan hat.
LEV 27:9 Ist es aber ein Vieh, von dem, was man dem HERRN opfern kann, so 
soll jedes Stck, das man von solchem [Vieh] dem HERRN gibt, heilig sein.
LEV 27:10 Man soll es nicht auswechseln noch vertauschen, ein gutes fr 
ein schlechtes oder ein schlechtes fr ein gutes; sollte es aber jemand 
auswechseln, ein Vieh fr das andere, so wrde es samt dem zur 
Auswechslung bestimmten Stck dem HERRN heilig sein.
LEV 27:11 Ist aber das Tier unrein, da man es dem HERRN nicht opfern 
darf, so soll man es vor den Priester stellen;
LEV 27:12 und der Priester soll es schtzen, je nachdem es gut oder 
schlecht ist; und bei der Schtzung des Priesters soll es bleiben.
LEV 27:13 Will es aber jemand lsen, so soll er den fnften Teil deiner 
Schtzung dazugeben.
LEV 27:14 Wenn jemand sein Haus dem HERRN zum Heiligtum weiht, so soll es 
der Priester schtzen, je nachdem es gut oder schlecht ist; und wie es der 
Priester schtzt, so soll es gelten.
LEV 27:15 Will es aber derjenige lsen, der es geheiligt hat, so soll er 
den fnften Teil dazulegen; dann gehrt es ihm.
LEV 27:16 Wenn jemand dem HERRN ein Stck Feld von seinem Erbgut weiht, so 
soll es von dir geschtzt werden nach dem Ma der Aussaat; der Raum fr 
[die Aussaat von] einem Homer Gerste soll fnfzig Schekel Silber gelten.
LEV 27:17 Weiht er sein Feld vor dem Jubeljahr, so soll es nach deiner 
Schatzung gelten.
LEV 27:18 Weiht er aber das Feld nach dem Jubeljahr, so soll der Priester 
den Betrag berechnen nach den brigen Jahren bis zum nchsten Jubeljahr 
und es je nachdem geringer schtzen.
LEV 27:19 Wenn aber der, welcher das Feld geweiht hat, es lsen will, so 
soll er den fnften Teil ber die Schatzungssumme dazulegen, dann bleibt 
es sein.
LEV 27:20 Will er es aber nicht lsen, sondern verkauft es einem andern, 
so kann es nicht mehr gelst werden;
LEV 27:21 sondern es soll dasselbige Feld, wenn es im Jubeljahr frei 
ausgeht, dem HERRN heilig sein, wie ein mit dem Bann belegtes Feld; es 
fllt dem Priester als Erbgut zu.
LEV 27:22 Wenn aber jemand dem HERRN ein Stck Feld weiht, das er gekauft 
hat und das nicht sein Erbgut ist,
LEV 27:23 so soll ihm der Priester den Betrag nach deiner Schatzung 
berechnen bis zum Jubeljahr, und er soll an demselben Tage den 
Schatzungswert geben, da es dem HERRN geweiht sei.
LEV 27:24 Aber im Jubeljahr soll das Feld wieder an den Verkufer 
zurckfallen, nmlich an den, welchem das Land als Erbteil gehrt.
LEV 27:25 Alle deine Schtzung aber soll nach dem Schekel des Heiligtums 
geschehen. Ein Schekel macht zwanzig Gera.
LEV 27:26 Doch soll niemand die Erstgeburt unter dem Vieh weihen, die dem 
HERRN schon als Erstgeburt gehrt, es sei ein Ochs oder Schaf; es ist des 
HERRN.
LEV 27:27 Ist es aber ein unreines Vieh, so soll man es lsen nach deiner 
Schtzung und den fnften Teil darber geben. Will man es nicht lsen, so 
soll es nach deiner Schtzung verkauft werden.
LEV 27:28 Nur soll man kein mit dem Bann Belegtes verkaufen oder lsen, 
nichts, das jemand dem HERRN gebannt, von allem, was sein ist, es seien 
Menschen, Vieh oder cker seines Besitztums; denn alles Gebannte ist dem 
HERRN hochheilig!
LEV 27:29 Man soll auch keinen mit dem Bann belegten Menschen lsen, 
sondern er soll unbedingt sterben!
LEV 27:30 Alle Zehnten des Landes, sowohl von der Saat des Landes als auch 
von den Frchten der Bume, gehren dem HERRN und sollen dem HERRN heilig 
sein.
LEV 27:31 Will aber jemand etwas von seinem Zehnten lsen, der soll den 
fnften Teil darbergeben.
LEV 27:32 Und alle Zehnten von Rindern und Schafen, von allem, was unter 
dem Hirtenstab hindurchgeht, soll jedes zehnte Stck dem HERRN heilig sein.
LEV 27:33 Man soll nicht untersuchen, ob es gut oder schlecht sei, man 
soll es auch nicht auswechseln; sollte es aber jemand auswechseln, so 
wrde es samt dem zur Auswechslung bestimmten Stck heilig sein und knnte 
nicht gelst werden.
LEV 27:34 Das sind die Gebote, die der HERR Mose befohlen hat an die 
Kinder Israel, auf dem Berge Sinai.
NUM 1:1 Und der HERR redete mit Mose in der Wste Sinai in der Stiftshtte 
am ersten Tag des zweiten Monats im zweiten Jahr, nachdem sie aus dem 
Lande gypten gezogen waren, und sprach:
NUM 1:2 Ermittelt die Zahl der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, nach 
ihren Geschlechtern und ihren Vaterhusern, nach der Zahl der Namen, 
alles, was mnnlich ist, Kopf fr Kopf;
NUM 1:3 von zwanzig Jahren an und darber, alle wehrpflichtigen Mnner in 
Israel; und zhlet sie nach ihren Heerhaufen, du und Aaron.
NUM 1:4 Und es soll von jedem Stamm das Oberhaupt der Vaterhuser seines 
Stammes bei euch sein.
NUM 1:5 Das sind aber die Namen der Mnner, die euch zur Seite stehen 
sollen: Von Ruben Elizur, der Sohn Sedeurs;
NUM 1:6 von Simeon Selumiel, der Sohn Zuri-Schaddais;
NUM 1:7 von Juda Nahasson, der Sohn Amminadabs;
NUM 1:8 von Issaschar Netaneel, der Sohn Zuars;
NUM 1:9 von Sebulon Eliab, der Sohn Helons;
NUM 1:10 von den Kindern Josephs, von Ephraim Elisama, der Sohn Ammihuds; 
von Manasse Gamliel, der Sohn Pedazurs;
NUM 1:11 von Benjamin Abidan, der Sohn Gideonis;
NUM 1:12 von Dan Ahieser, der Sohn Ammi-Schaddais;
NUM 1:13 von Asser Pagiel, der Sohn Ochrans;
NUM 1:14 von Gad Eliasaph, der Sohn Deguels;
NUM 1:15 von Naphtali Ahira, der Sohn Enans.
NUM 1:16 Das sind die Berufenen der Gemeinde, die Frsten unter den 
Stmmen ihrer Vter; die Hupter ber die Tausende Israels sind diese.
NUM 1:17 Und Mose und Aaron nahmen diese Mnner, die mit Namen bezeichnet 
sind,
NUM 1:18 und versammelten die ganze Gemeinde am ersten Tag des zweiten 
Monats, und sie lieen sich eintragen in die Geburtsregister, nach ihren 
Geschlechtern und ihren Vaterhusern, unter Aufzhlung der Namen, von 
zwanzig Jahren an und darber, nach der Kopfzahl.
NUM 1:19 Wie der HERR Mose geboten hatte, so zhlte er sie in der Wste 
Sinai.
NUM 1:20 Und es waren der Kinder Ruben, des erstgeborenen Sohnes Israels, 
nach ihrer Abstammung, ihren Geschlechtern und ihren Vaterhusern an Zahl 
der Namen, Haupt fr Haupt, alle diensttauglichen Mnner, von zwanzig 
Jahren und darber,
NUM 1:21 so viele ihrer gemustert wurden vom Stamm Ruben, 46500.
NUM 1:22 Der Kinder Simeon, nach ihrer Abstammung, ihren Geschlechtern und 
ihren Vaterhusern, an Zahl der Namen, Haupt fr Haupt, alle 
diensttauglichen Mnner, von zwanzig Jahren und darber,
NUM 1:23 so viele ihrer vom Stamme Simeon gemustert wurden, 59300.
NUM 1:24 Der Kinder Gad, nach ihrer Abstammung, ihren Geschlechtern und 
ihren Vaterhusern, an Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darber, was 
diensttauglich war,
NUM 1:25 so viele ihrer vom Stamme Gad gemustert wurden, 45650.
NUM 1:26 Der Kinder Juda, nach ihrer Abstammung, ihren Geschlechtern und 
ihren Vaterhusern, an Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darber, was 
diensttauglich war,
NUM 1:27 so viele ihrer vom Stamme Juda gemustert wurden, 74600.
NUM 1:28 Der Kinder Issaschar, nach ihrer Abstammung, ihren Geschlechtern 
und ihren Vaterhusern, an Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darber, 
was diensttauglich war,
NUM 1:29 so viele ihrer vom Stamme Issaschar gemustert wurden, 54400.
NUM 1:30 Der Kinder Sebulon, nach ihrer Abstammung, ihren Geschlechtern 
und ihren Vaterhusern, an der Zahl, von zwanzig Jahren und darber, was 
diensttauglich war;
NUM 1:31 so viele ihrer vom Stamme Sebulon gemustert wurden, 57400.
NUM 1:32 Der Kinder Joseph, nmlich von den Kindern Ephraim, nach ihrer 
Abstammung, ihren Geschlechtern und ihren Vaterhusern, an Zahl der Namen, 
von zwanzig Jahren und darber, was diensttauglich war,
NUM 1:33 so viele ihrer vom Stamme Ephraim gemustert wurden, 40500.
NUM 1:34 Der Kinder Manasse, nach ihrer Abstammung, ihren Geschlechtern 
und ihren Vaterhusern, an Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darber, 
was diensttauglich war;
NUM 1:35 so viele ihrer vom Stamme Manasse gemustert wurden, 32200.
NUM 1:36 Der Kinder Benjamin, nach ihrer Abstammung, ihren Geschlechtern 
und Vaterhusern, an Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darber, was 
diensttauglich war,
NUM 1:37 so viele ihrer vom Stamm Benjamin gemustert wurden, 35400.
NUM 1:38 Der Kinder Dan, nach ihrer Abstammung, ihren Geschlechtern und 
Vaterhusern, an Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darber, was 
diensttauglich war,
NUM 1:39 so viele ihrer vom Stamme Dan gemustert wurden, 62700.
NUM 1:40 Der Kinder Asser, nach ihrer Abstammung, ihren Geschlechtern und 
ihren Vaterhusern, an Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darber, was 
diensttauglich war,
NUM 1:41 so viele ihrer vom Stamme Asser gemustert wurden, 41500.
NUM 1:42 Der Kinder Naphtali, nach ihrer Abstammung, ihren Geschlechtern 
und ihren Vaterhusern, an Zahl der Namen, von zwanzig Jahren und darber, 
was diensttauglich war,
NUM 1:43 so viele ihrer vom Stamme Naphtali gemustert wurden, 53400.
NUM 1:44 Das sind die Gemusterten, welche Mose und Aaron musterten samt 
den zwlf Frsten Israels, deren je einer ber die Vaterhuser [seines 
Stammes] gesetzt war.
NUM 1:45 Alle Gemusterten aber der Kinder Israel, nach den Husern ihrer 
Vter, von zwanzig Jahren und darber, was unter Israel diensttauglich 
war, derer waren 603550.
NUM 1:46 Aber die Leviten mit ihrem vterlichen Stamm
NUM 1:47 waren in dieser Musterung nicht inbegriffen.
NUM 1:48 Denn der HERR redete zu Mose und sprach:
NUM 1:49 Nur den Stamm Levi sollst du nicht mustern und seine Zahl nicht 
rechnen unter die Kinder Israel;
NUM 1:50 sondern du sollst die Leviten ber die Wohnung des Zeugnisses 
setzen und ber alle ihre Gerte und ber alles, was dazu gehrt. Sie 
sollen die Wohnung tragen samt allen ihren Gerten und sollen sie bedienen 
und sich um die Wohnung her lagern.
NUM 1:51 Und wenn die Wohnung aufbricht, so sollen die Leviten sie 
abbrechen; wenn aber die Wohnung sich lagern soll, so sollen sie dieselbe 
aufschlagen; kommt ihr aber ein Fremder zu nahe, so mu er sterben.
NUM 1:52 Die Kinder Israel sollen sich lagern, ein jeder in seinem Lager 
und bei dem Panier seines Heers.
NUM 1:53 Aber die Leviten sollen sich um die Wohnung des Zeugnisses her 
lagern, da nicht ein Zorngericht ber die Gemeinde der Kinder Israel 
komme; darum sollen die Leviten der Wohnung des Zeugnisses warten.
NUM 1:54 Und die Kinder Israel taten so alles; was der HERR Mose geboten 
hatte, das taten sie.
NUM 2:1 Und der HERR redete zu Mose und Aaron und sprach: Die Kinder 
Israel sollen sich lagern,
NUM 2:2 ein jeder bei seinem Panier und bei den Abzeichen ihrer 
Vaterhuser; ringsum, der Stiftshtte gegenber, sollen sie sich lagern.
NUM 2:3 Gegen Morgen soll sich lagern das Panier des Lagers von Juda, nach 
seinen Heeren und der Frst der Kinder Juda, Nahasson, der Sohn Amminadabs;
NUM 2:4 samt seinem Heer und ihren Gemusterten, 74600.
NUM 2:5 Neben ihm soll sich lagern der Stamm Issaschar; ihr Frst Netaneel 
der Sohn Zuars,
NUM 2:6 samt seinem Heer und ihren Gemusterten, 54400.
NUM 2:7 Dazu der Stamm Sebulon; ihr Frst Eliab, der Sohn Helons,
NUM 2:8 samt seinem Heer und ihren Gemusterten, 57400.
NUM 2:9 Alle, die zum Lager Judas gezhlt werden, sind 186400, nach ihren 
Heerscharen geordnet; sie sollen voranziehen.
NUM 2:10 Gegen Mittag soll liegen das Panier Rubens mit seinem Heer; ihr 
Frst Elizur, der Sohn Sedeurs,
NUM 2:11 samt seinem Heer und seinen Gemusterten, 46500.
NUM 2:12 Neben ihm soll sich lagern der Stamm Simeon; ihr Frst Selumiel, 
der Sohn Zuri-Schaddais,
NUM 2:13 samt seinem Heer und seinen Gemusterten, 59300.
NUM 2:14 Dazu der Stamm Gad; ihr Frst Eliphas, der Sohn Reguels,
NUM 2:15 samt seinem Heer und seinen Gemusterten, 45650.
NUM 2:16 Alle, die zum Lager Rubens gezhlt werden, sind 151450, nach 
ihren Heerscharen geordnet. Diese sollen in zweiter Linie ziehen.
NUM 2:17 Darnach soll die Stiftshtte ziehen mit den Lagern der Leviten, 
mitten unter den Lagern; wie sie sich lagern, also sollen sie auch ziehen, 
ein jeglicher auf seiner Seite, bei seinem Panier.
NUM 2:18 Gegen Abend soll liegen das Panier Ephraims mit seinem Heer; ihr 
Frst Elischama, der Sohn Ammihuds,
NUM 2:19 samt seinem Heer und seinen Gemusterten, 40500.
NUM 2:20 Neben ihm soll sich lagern der Stamm Manasse; ihr Frst Gamliel, 
der Sohn Pedazurs;
NUM 2:21 samt seinem Heer und seinen Gemusterten, 32200.
NUM 2:22 Dazu der Stamm Benjamin; ihr Frst Abidan, der Sohn Gideonis,
NUM 2:23 samt seinem Heer und seinen Gemusterten, 35400.
NUM 2:24 Alle, die zum Lager Ephraims gezhlt werden, sind 108100, nach 
ihren Heerscharen geordnet. Diese sollen in dritter Linie ziehen.
NUM 2:25 Gegen Mitternacht soll liegen das Panier des Lagers von Dan mit 
seinem Heer; ihr Frst Ahieser, der Sohn Ammi-Schaddais,
NUM 2:26 samt seinem Heer und seinen Gemusterten, 62700.
NUM 2:27 Neben ihm soll sich lagern der Stamm Asser; ihr Frst Pagiel, der 
Sohn Ochrans,
NUM 2:28 samt seinem Heer und seinen Gemusterten, 41500.
NUM 2:29 Dazu der Stamm Naphtali, ihr Frst Ahira, der Sohn Enans,
NUM 2:30 samt seinem Heer und seinen Gemusterten, 53400.
NUM 2:31 Alle, die zum Lager Dans gezhlt werden, sind 157000. Sie sollen 
die letzten im Zuge sein mit ihren Panieren.
NUM 2:32 Das sind die Gemusterten der Kinder Israel, eingeteilt nach ihren 
Vaterhusern und ihren Heerlagern, 603550.
NUM 2:33 Aber die Leviten wurden nicht mit den Kindern Israel gemustert, 
wie der Herr Mose geboten hatte.
NUM 2:34 Und die Kinder Israel taten alles, wie der HERR Mose geboten 
hatte; sie lagerten sich nach ihren Panieren, und zogen aus, ein jeder in 
seinem Geschlecht, bei seinem Vaterhaus.
NUM 3:1 Dies ist das Geschlecht Aarons und Moses, an dem Tag, als der HERR 
mit Mose redete auf dem Berge Sinai.
NUM 3:2 Und dies sind die Namen der Shne Aarons: Der Erstgeborene Nadab, 
darnach Abihu, Eleasar und Itamar.
NUM 3:3 Das sind die Namen der Shne Aarons, der gesalbten Priester, denen 
man die Hnde fllte zum Priesterdienst.
NUM 3:4 Aber Nadab und Abihu starben vor dem HERRN, als sie fremdes Feuer 
vor den HERRN brachten, in der Wste Sinai, und sie hatten keine Shne. 
Eleasar aber und Itamar taten Priesterdienst vor den Augen ihres Vaters 
Aaron.
NUM 3:5 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
NUM 3:6 Bring den Stamm Levi herzu, und stelle sie vor Aaron, den 
Priester, da sie ihm dienen und besorgen,
NUM 3:7 was fr ihn und fr die ganze Gemeinde zu besorgen ist, vor der 
Stiftshtte, und so den Dienst an der Wohnung versehen,
NUM 3:8 da sie alle Gerte der Stiftshtte hten und der Hut der Kinder 
Israel warten, den Dienst an der Wohnung versehen.
NUM 3:9 Und du sollst die Leviten Aaron und seinen Shnen zum Geschenk 
machen; geschenkt sind sie ihm von seiten der Kinder Israel.
NUM 3:10 Aber Aaron und seine Shne sollst du beauftragen, ihres 
Priestertums zu warten. Wenn sich ein Fremder naht, so mu er sterben.
NUM 3:11 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
NUM 3:12 Siehe, ich habe die Leviten unter den Kindern Israel genommen an 
Stelle aller Erstgeborenen unter den Kindern Israel, also da die Leviten 
mein sind.
NUM 3:13 Denn alle Erstgeburt ist mein; an dem Tag, da ich alle Erstgeburt 
in gypten schlug, heiligte ich mir alle Erstgeburt in Israel, von den 
Menschen an bis auf das Vieh, da sie mein sein sollen, mir, dem HERRN.
NUM 3:14 Und der HERR redete zu Mose in der Wste Sinai und sprach:
NUM 3:15 Mustere die Kinder Levis nach ihren Vaterhusern und 
Geschlechtern, alles, was mnnlich ist, einen Monat alt und darber!
NUM 3:16 Also musterte sie Mose nach dem Wort des HERRN, wie er geboten 
hatte.
NUM 3:17 Und dies sind die Kinder Levis mit ihren Namen: Gerson, Kahat und 
Merari.
NUM 3:18 Die Namen aber der Kinder Gersons nach ihren Geschlechtern sind 
Libni und Simei.
NUM 3:19 Die Kinder Kahats nach ihren Geschlechtern sind Amram, Jizhar, 
Hebron und Ussiel.
NUM 3:20 Die Kinder Meraris nach ihren Geschlechtern sind Machli und 
Muschi. Das sind die Geschlechter Levis nach ihren Vaterhusern.
NUM 3:21 Von Gerson stammt das Geschlecht der Libniter und Simeiter. Das 
sind die Geschlechter der Gersoniter.
NUM 3:22 Die Zahl ihrer Gemusterten mnnlichen Geschlechts, von einem 
Monat und darber, betrug 7500.
NUM 3:23 Das Geschlecht der Gersoniter soll sich hinter der Wohnung gegen 
Abend lagern.
NUM 3:24 Und der Frst des Vaterhauses der Gersoniter sei Eliasaph, der 
Sohn Laels.
NUM 3:25 Was aber die Kinder Gerson an der Stiftshtte zu besorgen haben, 
das ist die Wohnung und das Zelt, seine Decke, und den Vorhang in der Tr 
der Stiftshtte,
NUM 3:26 und die Vorhnge am Vorhof, und den Vorhang in der Tr des 
Vorhofs, welcher rings um die Wohnung und um den Altar her ist, dazu die 
Zeltstricke und alles, was zu ihrem Dienst gehrt.
NUM 3:27 Von Kahat stammt das Geschlecht der Amramiter, der Jizhariter, 
der Hebroniter und Ussieliter. Das sind die Geschlechter der Kahaliter.
NUM 3:28 Was mnnlich war, einen Monat alt und darber, belief sich an der 
Zahl auf 8600, die das Heiligtum besorgten.
NUM 3:29 Die Geschlechter der Kinder Kahats sollen sich lagern an die 
Seite der Wohnung gegen Mittag.
NUM 3:30 Und der Frst des Stammhauses der Kahatiter sei Elizaphan, der 
Sohn Ussiels.
NUM 3:31 Und sie sollen warten der Lade, des Tisches, des Leuchters, der 
Altre und der Gerte des Heiligtums, mit welchen sie dienen, auch des 
Vorhangs, und was zu diesem Dienst gehrt.
NUM 3:32 Aber der oberste Frst der Leviten soll sein Eleasar, der Sohn 
Aarons, des Priesters, mit der Aufsicht ber die, welche des Heiligtums 
warten.
NUM 3:33 Von Merari stammt das Geschlecht der Machliter und Muschiter. Das 
sind die Geschlechter der Merariter.
NUM 3:34 Die Zahl ihrer Gemusterten von allem, was mnnlich war, einen 
Monat alt und darber, betrug 6200.
NUM 3:35 Und der Oberste des Stammhauses der Merariter sei Zuriel, der 
Sohn Abichails; und sie sollen sich lagern an der Seite der Wohnung gegen 
Mitternacht.
NUM 3:36 Und das Hteramt der Merariter soll sein, zu warten der Bretter 
und Riegel und Sulen und der Fe der Wohnung, und aller ihrer Gerte und 
ihres ganzen Dienstes,
NUM 3:37 dazu der Sulen um den Vorhof her, mit ihren Fen und Ngeln und 
Seilen.
NUM 3:38 Aber vor der Wohnung, vor der Stiftshtte, gegen Morgen, sollen 
sich lagern Mose und Aaron und seine Shne, die Besorgung des Heiligtums 
zu berwachen, zur Bewahrung der Kinder Israel. Wenn ein Fremder naht, so 
mu er sterben.
NUM 3:39 Alle gemusterten Leviten, welche Mose und Aaron musterten nach 
ihren Geschlechtern, nach dem Wort des Herrn, alles, was mnnlich war, 
einen Monat alt und darber, derer waren 22000.
NUM 3:40 Und der HERR sprach zu Mose: Mustere alle mnnliche Erstgeburt 
der Kinder Israel, von einem Monat an und darber und zhle ihre Namen!
NUM 3:41 Und du sollst die Leviten mir, dem HERRN, nehmen, an Stelle aller 
Erstgeburt unter den Kindern Israel, und der Leviten Vieh an Stelle aller 
Erstgeburt unter dem Vieh der Kinder Israel.
NUM 3:42 Und Mose musterte, wie der HERR ihm geboten hatte, alle 
Erstgeburt unter den Kindern Israel.
NUM 3:43 Da belief sich die Zahl der Namen aller mnnlichen Erstgeborenen 
von einem Monat an und darber, auf 22273.
NUM 3:44 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
NUM 3:45 Nimm die Leviten fr alle Erstgeburt unter den Kindern Israel, 
und das Vieh der Leviten fr ihr Vieh, da die Leviten mein seien, mir, 
dem HERRN.
NUM 3:46 Aber als Lsegeld fr die 273 berzhligen Erstgeborenen der 
Kinder Israel ber der Leviten Zahl,
NUM 3:47 sollst du je fnf Schekel erheben fr jeden Kopf, und zwar sollst 
du es erheben nach dem Schekel des Heiligtums (ein Schekel macht zwanzig 
Gera);
NUM 3:48 und du sollst dieses Geld als Lsegeld der berzhligen Aaron und 
seinen Shnen geben.
NUM 3:49 Da nahm Mose das Lsegeld von denen, die die Zahl der durch die 
Leviten Gelsten berstieg;
NUM 3:50 von den Erstgeborenen der Kinder Israel erhob er 1365 Schekel, 
nach dem Schekel des Heiligtums.
NUM 3:51 Und Mose gab das Geld Aaron und seinen Shnen, nach dem Wort des 
HERRN, wie der HERR Mose geboten hatte.
NUM 4:1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: Stelle die Gesamtzahl der 
Kinder Kahat unter den Leviten fest,
NUM 4:2 nach ihren Geschlechtern, nach ihren Vaterhusern,
NUM 4:3 von dreiig Jahren an und darber, bis in das fnfzigste Jahr, 
alle Diensttauglichen fr das Werk an der Stiftshtte.
NUM 4:4 Das soll aber der Dienst der Kinder Kahat an der Stiftshtte sein: 
das Allerheiligste.
NUM 4:5 Wenn das Heer aufbricht, so sollen Aaron und seine Shne 
hineingehen und den Vorhang abnehmen und die Lade des Zeugnisses damit 
bedecken,
NUM 4:6 und sollen eine Decke von Seehundsfellen darauf tun und oben 
darber ein Tuch von ganz blauem Purpur breiten und die Stangen einstecken.
NUM 4:7 Auch ber den Schaubrottisch sollen sie ein Tuch von blauem Purpur 
breiten und darauf setzen die Schsseln, die Kellen, die Opferschalen und 
die Trankopferkannen; auch soll das bestndige Brot darauf liegen.
NUM 4:8 Und sie sollen ein Tuch von Karmesinfarbe darber breiten und 
dasselbe mit einer Decke von Seehundsfellen bedecken und seine Stangen 
einstecken.
NUM 4:9 Sie sollen auch ein Tuch von blauem Purpur nehmen und damit den 
Licht spendenden Leuchter bedecken und seine Lampen, samt seinen 
Lichtscheren und Lschnpflein und allen lgeschirren, mit welchen er 
bedient wird.
NUM 4:10 Und sollen um alle diese Gerte eine Decke von Seehundsfellen tun 
und es auf ein Gestell legen.
NUM 4:11 Also sollen sie auch ber den goldenen Altar ein Tuch von blauem 
Purpur breiten, und ihn mit einer Decke von Seehundsfellen bedecken und 
seine Stangen einstecken.
NUM 4:12 Alle Gerte des Dienstes, womit man im Heiligtum dient, sollen 
sie nehmen und ein Tuch von blauem Purpur darber tun und sie mit einer 
Decke von Seehundsfellen decken und auf ein Gestell legen.
NUM 4:13 Sie sollen auch den Altar von der Asche reinigen, und ein Tuch 
von rotem Purpur darber breiten.
NUM 4:14 Alle seine Gerte, womit sie auf demselben dienen, sollen sie 
darauf legen, Kohlenpfannen, Gabeln, Schaufeln und Sprengbecken, samt 
allen Gerten des Altars, und sollen eine Decke von Seehundsfellen darber 
breiten und seine Stangen einstecken.
NUM 4:15 Wen nun Aaron und seine Shne solches ausgerichtet und das 
Heiligtum und alle seine Gerte bedeckt haben, und wenn das Heer 
aufbricht, dann sollen die Kinder Kahat hineingehen, um es zu tragen; und 
sie sollen das Heiligtum nicht anrhren, sonst wrden sie sterben. Das ist 
die Arbeit der Kinder Kahat an der Stiftshtte.
NUM 4:16 Eleasar aber, der Sohn Aarons, soll die Aufsicht haben ber das 
l fr den Leuchter, und ber die Spezerei zum Rucherwerk, und ber das 
bestndige Speisopfer und das Salbl, dazu die Aufsicht ber die ganze 
Wohnung und alles, was darin ist, ber das Heiligtum und seine Gerte.
NUM 4:17 Und der HERR redete zu Mose und Aaron und sprach:
NUM 4:18 Ihr sollt dafr sorgen, da der Stamm des Geschlechts der 
Kahatiter nicht ausgerottet werde unter den Leviten!
NUM 4:19 Darum sollt ihr solches mit ihnen tun, damit sie leben und nicht 
sterben, wenn sie sich dem Allerheiligsten nahen: Aaron und seine Shne 
sollen hineingehen und einem jeden seine Arbeit und seine Last anweisen.
NUM 4:20 Jene aber sollen nicht hineingehen, um auch nur einen Augenblick 
das Heiligtum anzusehen, sonst wrden sie sterben!
NUM 4:21 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
NUM 4:22 Stelle die Gesamtzahl der Kinder Gerson fest, nach ihren 
Vaterhusern, nach ihren Familien;
NUM 4:23 von dreiig Jahren an und darber, bis zum fnfzigsten Jahr 
sollst du sie zhlen, alle Diensttauglichen zur Arbeit an der Stiftshtte.
NUM 4:24 Das soll aber das Amt des Geschlechts der Gersoniter sein, wo sie 
dienen und was sie tragen sollen:
NUM 4:25 Sie sollen die Teppiche der Wohnung und die Stiftshtte tragen, 
ihre Decken und die Decke von Seehundsfellen, die oben darber ist und den 
Vorhang in der Tr der Stiftshtte;
NUM 4:26 auch die Vorhnge des Vorhofs und den Vorhang der Tr des Tors am 
Vorhof, rings um die Wohnung und den Altar her, auch ihre Seile und ihre 
Dienstgerte, samt allem, womit gearbeitet wird; das sollen sie besorgen.
NUM 4:27 Nach dem Befehl Aarons und seiner Shne soll der ganze Dienst der 
Gersoniter geschehen, alles, was sie zu tragen und was sie zu verrichten 
haben; ihr sollt ihnen alle ihre Aufgaben pnktlich anweisen.
NUM 4:28 Das ist der Dienst des Geschlechts der Gersoniter in der 
Stiftshtte und was sie unter der Hand Itamars, des Sohnes Aarons, des 
Priesters zu besorgen haben.
NUM 4:29 Auch die Kinder Merari sollst du mustern, nach ihrem Vaterhaus 
und ihren Familien.
NUM 4:30 Von dreiig Jahren an und darber, bis ins fnfzigste Jahr sollst 
du sie zhlen, alle Diensttauglichen zur Arbeit an der Stiftshtte.
NUM 4:31 Ihre Aufgabe im Dienste der Stiftshtte ist, die Bretter der 
Wohnung, ihre Riegel, Sulen und Fe zu tragen,
NUM 4:32 dazu die Sulen des Vorhofs und ihre Fe, die Ngel und Seile, 
samt allen ihren Gerten und aller Zubehrde; ihr sollt ihnen die Gerte, 
die sie zu tragen haben, mit Namen nennen.
NUM 4:33 Das ist der Dienst des Geschlechts der Kinder Merari, alles, was 
sie an der Stiftshtte zu besorgen haben unter der Hand Itamars, des 
Sohnes Aarons, des Priesters.
NUM 4:34 Und Mose und Aaron samt den Frsten der Gemeinde musterten die 
Kahatiter nach ihrem Vaterhaus und ihren Geschlechtern,
NUM 4:35 von dreiig Jahren an und darber, bis ins fnfzigste, alle 
Diensttauglichen zur Arbeit an der Stiftshtte.
NUM 4:36 Und ihre Musterung nach ihren Geschlechtern ergab 2750.
NUM 4:37 Das sind die Gemusterten des Geschlechts der Kahatiter, alle die, 
welche Dienst tun konnten an der Stiftshtte, welche Mose und Aaron 
musterten nach dem Wort des HERRN durch Mose.
NUM 4:38 Die Kinder Gerson wurden auch gemustert nach ihrem Vaterhaus und 
ihren Familien,
NUM 4:39 von dreiig Jahren an und darber, bis ins fnfzigste, alle 
Diensttauglichen fr die Arbeit an der Stiftshtte.
NUM 4:40 Und ihre Musterung nach ihrem Vaterhaus und Geschlecht ergab 2630.
NUM 4:41 Das sind die Gemusterten des Geschlechts der Kinder Gerson, 
welche tauglich waren fr den Dienst an der Stiftshtte, welche Mose und 
Aaron musterten nach dem Wort des HERRN.
NUM 4:42 Die Kinder Merari wurden auch gemustert nach ihrem Vaterhaus und 
ihren Geschlechtern,
NUM 4:43 von dreiig Jahren an und darber, bis in das fnfzigste, alle 
Diensttauglichen zur Arbeit an der Stiftshtte.
NUM 4:44 Und die Musterung nach ihren Geschlechtern ergab 3200.
NUM 4:45 Das sind die Gemusterten des Geschlechts der Kinder Merari, 
welche Mose und Aaron einstellten nach dem Wort des HERRN durch Mose.
NUM 4:46 Alle Gemusterten, welche eingestellt wurden, als Mose und Aaron 
samt den Frsten Israels die Leviten zhlten nach ihren Geschlechtern und 
Vaterhusern,
NUM 4:47 von dreiig Jahren an und darber, bis ins fnfzigste, alle, die 
da kamen zur Verrichtung irgend eines Dienstes oder um eine Last zu tragen 
an der Stiftshtte;
NUM 4:48 alle Gemusterten zhlten 8580.
NUM 4:49 Nach dem Worte des HERRN bestellte man sie durch Mose, einen 
jeden zu seinem Dienst und zu seiner Last und an sein Amt, wie der HERR 
Mose geboten hatte.
NUM 5:1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: Gebiete den Kindern Israel,
NUM 5:2 da sie aus dem Lager alle Ausstzigen wegschicken, und alle, die 
Eiterflsse haben, und die an einem Toten unrein geworden sind.
NUM 5:3 Mnner und Weiber sollt ihr vor das Lager hinausschicken, da sie 
ihr Lager nicht verunreinigen, weil ich unter ihnen wohne.
NUM 5:4 Und die Kinder Israel taten also und schickten sie vor das Lager 
hinaus; wie der HERR zu Mose gesagt hatte, also taten die Kinder Israel.
NUM 5:5 Und der HERR redete zu Mose und sprach: Sage den Kindern Israel:
NUM 5:6 Wenn ein Mann oder ein Weib irgend eine menschliche Snde tut und 
sich damit am HERRN vergeht und die betreffende Seele eine Schuld auf sich 
ldt;
NUM 5:7 so sollen sie ihre Snde bekennen, die sie getan haben, und sollen 
ihre Schuld in ihrem vollen Betrag wiedererstatten, und den fnften Teil 
dazufgen und es dem geben, dem sie es schuldig sind.
NUM 5:8 Ist aber kein nchster Blutsverwandter da, dem man die Schuld 
erstatten kann, so fllt die dem HERRN zu erstattende Schuld dem Priester 
zu, auer dem Widder der Vershnung, mit dem ihm Shne erwirkt wird.
NUM 5:9 Desgleichen soll alles Hebopfer von allem, was die Kinder Israel 
heiligen und dem Priester bringen, ihm gehren;
NUM 5:10 und was jemand heiligt, das soll ihm gehren; gibt jemand dem 
Priester etwas, so gehrt es ihm.
NUM 5:11 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
NUM 5:12 Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn jemandes Weib 
sich verginge und ihm untreu wrde, und jemand sie beschliefe,
NUM 5:13 und es bliebe vor den Augen ihres Mannes verborgen und versteckt, 
da sie unrein geworden, und es wre kein Zeuge vorhanden wider sie, sie 
wre auch nicht ertappt worden;
NUM 5:14 und es kme ber ihn ein Geist der Eifersucht, da er um sein 
Weib eiferte, weil sie unrein geworden ist (oder wenn der Eifersuchtsgeist 
ber ihn kme, da er um sein Weib eiferte, ob sie schon nicht unrein 
geworden ist)
NUM 5:15 so soll der Mann sein Weib zum Priester fhren und um ihretwillen 
ein Opfer fr sie bringen, ein Zehntel Epha Gerstenmehl; er soll aber kein 
l darauf gieen, noch Weihrauch darauf tun; denn es ist ein Eiferopfer 
und ein Gedchtnisopfer, das die Schuld ins Gedchtnis ruft.
NUM 5:16 Und der Priester soll sie herzufhren und vor den HERRN stellen.
NUM 5:17 Und der Priester soll heiliges Wasser nehmen in ein irdenes 
Geschirr und Staub vom Boden der Wohnung in das Wasser tun,
NUM 5:18 und soll das Weib vor den HERRN stellen und ihr Haar auflsen und 
das Gedchtnisopfer, das ein Eiferopfer ist, auf ihre Hnde legen. Und der 
Priester soll in seiner Hand das bittere, fluchbringende Wasser haben;
NUM 5:19 und er soll das Weib beschwren und zu ihr sagen: Hat dich kein 
Mann beschlafen und hast du dich nicht vergangen und neben deinem Mann 
verunreinigt, so sollst du von diesem bitteren fluchbringenden Wasser 
unbeschdigt bleiben;
NUM 5:20 bist du aber von deinem Mann abgewichen, und hast dich 
verunreinigt, indem dich jemand beschlafen hat auer deinem Mann;
NUM 5:21 so [soll der Priester in seinem Beschwrungsfluch zu dem Weibe 
sagen] setze dich der HERR zum Fluch und zum Schwur unter deinem Volk, da 
der HERR deine Hfte schwinden und deinen Bauch anschwellen lasse!
NUM 5:22 So gehe nun dieses fluchbringende Wasser in deinen Leib, da dein 
Bauch anschwelle und deine Hfte schwinde! Und das Weib soll sagen: Amen, 
Amen!
NUM 5:23 Dann soll der Priester diese Flche auf einen Zettel schreiben 
und mit dem bittern Wasser abwaschen.
NUM 5:24 Und er soll dem Weibe von dem bittern, fluchbringenden Wasser zu 
trinken geben, da das fluchbringende Wasser in sie eindringe und ihr 
bitter sei.
NUM 5:25 Darnach soll der Priester das Eiferopfer von ihrer Hand nehmen 
und zum Speisopfer weben vor dem HERRN und es zum Altar bringen.
NUM 5:26 Und er soll eine Handvoll von dem Speisopfer nehmen, zum 
Gedchtnis, und es auf dem Altar verbrennen und darnach dem Weibe das 
Wasser zu trinken geben.
NUM 5:27 Und wenn sie das Wasser getrunken hat, so wird, wenn sie unrein 
geworden ist und sich an ihrem Mann vergangen hat, das fluchbringende 
Wasser in sie eindringen und sie vergiften, so da ihr Bauch anschwellen 
und ihre Hfte schwinden wird, und das Weib wird unter ihrem Volk ein 
Fluch sein.
NUM 5:28 Ist aber das Weib nicht verunreinigt, sondern rein, so wird sie 
unbeschdigt bleiben, da sie Samen empfangen kann.
NUM 5:29 Das ist das Eifergesetz: Wenn ein Weib neben ihrem Manne 
ausschweift und unrein wird,
NUM 5:30 oder wenn der Geist der Eifersucht ber einen Mann kommt, da er 
um sein Weib eifert, so soll er sie vor den HERRN stellen, da der 
Priester gnzlich mit ihr verfahre nach diesem Gesetz.
NUM 5:31 Dann ist der Mann unschuldig; das Weib aber hat ihre Schuld zu 
tragen.
NUM 6:1 Und der HERR redete mit Mose und sprach: Sage den Kindern Israel 
und sprich zu ihnen:
NUM 6:2 Wenn ein Mann oder ein Weib das besondere Gelbde eines Nasirers 
tun will, um sich dem HERRN zu weihen,
NUM 6:3 so soll er sich des Weins und starken Getrnkes enthalten; Essig 
von Wein und starkem Getrnk soll er nicht trinken; er soll auch keinen 
Traubensaft trinken und darf weder grne noch getrocknete Trauben essen.
NUM 6:4 Solange seine Weihe whrt, soll er nichts essen, was vom Weinstock 
gewonnen wird, weder Kern noch Hlse. Solange das Gelbde seiner Weihe 
whrt, soll kein Schermesser auf sein Haupt kommen;
NUM 6:5 bis die Zeit, die er dem HERRN geweiht hat, vergangen ist, soll er 
heilig sein; er soll das Haar auf seinem Haupt frei wachsen lassen.
NUM 6:6 Whrend der ganzen Zeit, fr welche er sich dem HERRN geweiht hat, 
soll er zu keinem Toten gehen.
NUM 6:7 Er soll sich auch nicht verunreinigen an der Leiche seines Vaters, 
seiner Mutter, seines Bruders oder seiner Schwester; denn die Weihe seines 
Gottes ist auf seinem Haupt.
NUM 6:8 Whrend der ganzen Zeit seiner Weihe soll er dem HERRN heilig sein.
NUM 6:9 Und wenn jemand bei ihm unversehens und pltzlich stirbt und sein 
geweihtes Haupt verunreinigt wird, so soll er sein Haupt scheren am Tage 
seiner Reinigung; am siebenten Tage soll er es scheren.
NUM 6:10 Und am achten Tage soll er zwei Turteltauben oder zwei junge 
Tauben zum Priester, vor die Tr der Stiftshtte bringen.
NUM 6:11 Und der Priester soll die eine zum Sndopfer und die andere zum 
Brandopfer machen und ihm Shne erwirken, weil er sich an einem Entseelten 
versndigt hat, und soll also sein Haupt an demselben Tage heiligen,
NUM 6:12 da er dem HERRN die Tage seines Gelbdes halte, und er bringe 
ein einjhriges Lamm zum Schuldopfer. Aber die vorigen Tage fallen dahin, 
weil seine Weihe verunreinigt worden ist.
NUM 6:13 Und das ist das Gesetz des Nasirers: Wenn die Zeit seines 
Gelbdes erfllt ist, so soll man ihn vor die Tr der Stiftshtte fhren,
NUM 6:14 da soll er dem HERRN sein Opfer bringen, ein einjhriges, 
mnnliches, tadelloses Lamm zum Sndopfer, und einen tadellosen Widder zum 
Dankopfer,
NUM 6:15 und einen Korb mit ungesuerten Kuchen von Semmelmehl, mit l 
gemengt, und ungesuerte Fladen, mit l bestrichen, samt ihrem Speisopfer 
und ihren Trankopfern.
NUM 6:16 Und der Priester soll es vor den HERRN bringen und soll sein 
Sndopfer und sein Brandopfer zurichten.
NUM 6:17 Und er soll dem HERRN den Widder zum Dankopfer bereiten samt dem 
Korbe mit dem ungesuerten Brot; auch soll der Priester sein Speisopfer 
und sein Trankopfer zurichten.
NUM 6:18 Der Nasirer aber soll sein geweihtes Haupt scheren vor der Tr 
der Stiftshtte, und soll sein geweihtes Haupthaar nehmen und es in das 
Feuer werfen, das unter dem Dankopfer ist.
NUM 6:19 Und der Priester soll von dem Widder die gekochte Vorderkeule 
nehmen und einen ungesuerten Kuchen aus dem Korbe und einen ungesuerten 
Fladen und soll es dem Nasirer auf seine Hnde legen, nachdem er sein 
geweihtes Haar abgeschoren hat.
NUM 6:20 Und der Priester soll es vor dem HERRN weben. Das ist dem 
Priester heilig, samt der Webebrust und der Hebekeule. Darnach mag der 
Nasirer Wein trinken.
NUM 6:21 Das ist das Gesetz fr den Nasirer, der ein Gelbde tut, und das 
Opfer, das er dem HERRN fr seine Weihe darbringen soll, auer dem, das 
seine Hand sonst zu leisten vermag. Wie er gelobt hat, so soll er tun, 
nach seinem Weihegesetz.
NUM 6:22 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
NUM 6:23 Sage Aaron und seinen Shnen und sprich: Also sollt ihr zu den 
Kindern Israel sagen, wenn ihr sie segnen wollt:
NUM 6:24 Der HERR segne dich und behte dich!
NUM 6:25 Der HERR lasse dir sein Angesicht leuchten und sei dir gndig!
NUM 6:26 Der HERR erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden!
NUM 6:27 Also sollen sie meinen Namen auf die Kinder Israel legen, und ich 
will sie segnen.
NUM 7:1 Es begab sich aber des Tages, da Mose die Wohnung vllig 
aufgerichtet und sie samt allen ihren Gerten gesalbt und geheiligt hatte, 
als er auch den Altar samt allen seinen Gerten gesalbt und geheiligt 
hatte;
NUM 7:2 da opferten die Frsten Israels, die Hupter ihrer Vaterhuser, 
jene Stammesfrsten, welche der Musterung vorstanden.
NUM 7:3 Sie brachten aber als ihre Opfergabe vor den HERRN: sechs bedeckte 
Wagen und zwlf Rinder, je einen Wagen von zwei Frsten, und je ein Rind 
von jedem; die brachten sie vor der Wohnung dar.
NUM 7:4 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
NUM 7:5 Nimm es von ihnen an, da es verwendet werde zum Dienst an der 
Stiftshtte, und gib es den Leviten nach Bedrfnis ihres Dienstes.
NUM 7:6 Da nahm Mose die Wagen und Rinder und gab sie den Leviten.
NUM 7:7 Zwei Wagen und vier Rinder gab er den Kindern Gerson fr ihren 
Dienst;
NUM 7:8 und vier Wagen und acht Rinder gab er den Kindern Merari fr ihren 
Dienst unter der Hand Itamars, des Sohnes Aarons, des Priesters.
NUM 7:9 Aber den Kindern Kahat gab er nichts, weil sie den Dienst des 
Heiligtums auf sich hatten und auf ihren Schultern tragen muten.
NUM 7:10 Und die Frsten brachten das, was zur Einweihung des Altars 
dienen sollte am Tage, als er gesalbt ward; und sie brachten ihre Opfer 
herzu vor den Altar.
NUM 7:11 Der HERR aber sprach zu Mose: Jeder Frst soll an dem fr ihn 
bestimmten Tag seine Opfergabe zur Einweihung des Altars darbringen.
NUM 7:12 Da brachte am ersten Tag seine Opfergabe herzu Nahasson, der Sohn 
Amminadabs, vom Stamme Juda.
NUM 7:13 Seine Opfergabe aber war: eine silberne Schssel, 
hundertunddreiig Schekel schwer, ein silbernes Sprengbecken, siebzig 
Schekel schwer nach dem Schekel des Heiligtums; beide voll Semmelmehl, mit 
l gemengt, zum Speisopfer;
NUM 7:14 eine goldene Schale, zehn Schekel schwer, voll Rucherwerk;
NUM 7:15 ein junger Farre, ein Widder, ein einjhriges Lamm zum Brandopfer;
NUM 7:16 ein Ziegenbock zum Sndopfer;
NUM 7:17 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke, und fnf 
einjhrige Lmmer. Das war die Opfergabe Nahassons, des Sohnes Amminadabs.
NUM 7:18 Am zweiten Tage opferte Netaneel, der Sohn Zuars, der Frst der 
Kinder Issaschar.
NUM 7:19 Er brachte als seine Opfergabe herzu: eine silberne Schssel, 
hundertunddreiig Schekel schwer; ein silbernes Sprengbecken, siebzig 
Schekel schwer nach dem Schekel des Heiligtums; beide voll Semmelmehl, mit 
l gemengt, zum Speisopfer;
NUM 7:20 eine goldene Schale, zehn Schekel schwer, voll Rucherwerk;
NUM 7:21 und einen jungen Farren, einen Widder, ein einjhriges Lamm zum 
Brandopfer;
NUM 7:22 einen Ziegenbock zum Sndopfer;
NUM 7:23 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
einjhrige Lmmer. Das ist das Opfer Netaneels, des Sohnes Zuars.
NUM 7:24 Am dritten Tage opferte der Frst der Kinder Sebulon, Eliab, der 
Sohn Helons.
NUM 7:25 Seine Opfergabe war: eine silberne Schssel, hundertunddreiig 
Schekel schwer; ein silbernes Sprengbecken, siebzig Schekel schwer nach 
dem Schekel des Heiligtums; beide voll Semmelmehl, mit l gemengt, zum 
Speisopfer;
NUM 7:26 eine goldene Schale, zehn Schekel schwer, voll Rucherwerk;
NUM 7:27 ein junger Farre, ein Widder, ein einjhriges Lamm zum Brandopfer;
NUM 7:28 ein Ziegenbock zum Sndopfer;
NUM 7:29 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
einjhrige Lmmer. Das ist das Opfer Eliabs, des Sohnes Helons.
NUM 7:30 Am vierten Tage opferten der Frst der Kinder Ruben, Elizur, der 
Sohn Sedeurs.
NUM 7:31 Seine Opfergabe war: eine silberne Schssel, hundertunddreiig 
Schekel schwer; ein silbernes Sprengbecken, siebzig Schekel schwer nach 
dem Schekel des Heiligtums; beide voll Semmelmehl, mit l gemengt, zum 
Speisopfer;
NUM 7:32 eine goldene Schale, zehn Schekel schwer, voll Rucherwerk;
NUM 7:33 ein junger Farre, ein Widder, ein einjhriges Lamm zum Brandopfer;
NUM 7:34 ein Ziegenbock zum Sndopfer;
NUM 7:35 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
einjhrige Lmmer. Das ist das Opfer Elizurs, des Sohnes Sedeurs.
NUM 7:36 Am fnften Tage opferte der Frst der Kinder Simeon, Selumiel, 
der Sohn Zuri-Schaddais.
NUM 7:37 Seine Opfergabe war: eine silberne Schssel, hundertunddreiig 
Schekel schwer; ein silbernes Sprengbecken, siebzig Schekel schwer nach 
dem Schekel des Heiligtums; beide voll Semmelmehl, mit l gemengt, zum 
Speisopfer;
NUM 7:38 eine Schale, zehn Schekel Goldes schwer, voll Rucherwerk;
NUM 7:39 ein junger Farre, ein Widder, ein einjhriges Lamm zum Brandopfer;
NUM 7:40 ein Ziegenbock zum Sndopfer;
NUM 7:41 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
einjhrige Lmmer. Das ist das Opfer Selumiels, des Sohnes Zuri-Schaddais.
NUM 7:42 Am sechsten Tage opferte der Frst der Kinder Gad, Eliasaph, der 
Sohn Deguels.
NUM 7:43 Seine Opfergabe war: eine silberne Schssel, hundertunddreiig 
Schekel schwer; ein silbernes Sprengbecken, siebzig Schekel schwer nach 
dem Schekel des Heiligtums; beide voll Semmelmehl, mit l gemengt, zum 
Speisopfer;
NUM 7:44 eine goldene Schale, zehn Schekel schwer, voll Rucherwerk;
NUM 7:45 ein junger Farre, ein Widder, ein einjhriges Lamm zum Brandopfer;
NUM 7:46 ein Ziegenbock zum Sndopfer;
NUM 7:47 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
einjhrige Lmmer. Das ist das Opfer Eliasaphs, des Sohnes Deguels.
NUM 7:48 Am siebenten Tage opferte der Frst der Kinder Ephraim, Elisama, 
der Sohn Ammihuds.
NUM 7:49 Seine Opfergabe war: eine silberne Schssel, hundertunddreiig 
Schekel schwer; ein silbernes Sprengbecken, siebzig Schekel schwer nach 
dem Schekel des Heiligtums; beide voll Semmelmehl, mit l gemengt, zum 
Speisopfer;
NUM 7:50 eine goldene Schale, zehn Schekel schwer, voll Rucherwerk;
NUM 7:51 ein junger Farre, ein Widder, ein einjhriges Lamm zum Brandopfer;
NUM 7:52 ein Ziegenbock zum Sndopfer;
NUM 7:53 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
einjhrige Lmmer. Das ist das Opfer Elisamas, des Sohnes Ammihuds.
NUM 7:54 Am achten Tage opferte der Frst der Kinder Manasse, Gamliel, der 
Sohn Pedazurs.
NUM 7:55 Seine Opfergabe war: eine silberne Schssel, hundertunddreiig 
Schekel schwer; ein silbernes Sprengbecken, siebzig Schekel schwer nach 
dem Schekel des Heiligtums; beide voll Semmelmehl, mit l gemengt, zum 
Speisopfer;
NUM 7:56 eine goldene Schale, zehn Schekel schwer, voll Rucherwerk;
NUM 7:57 ein junger Farre, ein Widder, ein einjhriges Lamm zum Brandopfer;
NUM 7:58 ein Ziegenbock zum Sndopfer;
NUM 7:59 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
einjhrige Lmmer. Das ist das Opfer Gamliels, des Sohnes Pedazurs.
NUM 7:60 Am neunten Tage opferte der Frst der Kinder Benjamin, Abidan, 
der Sohn Gideonis.
NUM 7:61 Seine Opfergabe war: eine silberne Schssel, hundertunddreiig 
Schekel schwer; ein silbernes Sprengbecken, siebzig Schekel schwer nach 
dem Schekel des Heiligtums; beide voll Semmelmehl, mit l gemengt, zum 
Speisopfer;
NUM 7:62 eine goldene Schale, zehn Schekel schwer, voll Rucherwerk;
NUM 7:63 ein junger Farre, ein Widder, ein einjhriges Lamm zum Brandopfer;
NUM 7:64 ein Ziegenbock zum Sndopfer;
NUM 7:65 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
einjhrige Lmmer. Das ist das Opfer Abidans, des Sohnes Gideonis.
NUM 7:66 Am zehnten Tage opferte der Frst der Kinder Dan, Achieser, der 
Sohn Ammi-Schaddais.
NUM 7:67 Seine Opfergabe war: eine silberne Schssel, hundertunddreiig 
Schekel schwer; ein silbernes Sprengbecken, siebzig Schekel schwer nach 
dem Schekel des Heiligtums; beide voll Semmelmehl, mit l gemengt, zum 
Speisopfer;
NUM 7:68 eine goldene Schale, zehn Schekel schwer, voll Rucherwerk;
NUM 7:69 ein junger Farre, ein Widder, ein einjhriges Lamm zum Brandopfer;
NUM 7:70 ein Ziegenbock zum Sndopfer;
NUM 7:71 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
einjhrige Lmmer. Das ist das Opfer Achiesers, des Sohnes Ammi-Schaddais.
NUM 7:72 Am elften Tage opferte der Frst der Kinder Asser, Pagiel, der 
Sohn Ochrans.
NUM 7:73 Seine Opfergabe war: eine silberne Schssel, hundertunddreiig 
Schekel schwer; ein silbernes Sprengbecken, siebzig Schekel schwer nach 
dem Schekel des Heiligtums; beide voll Semmelmehl, mit l gemengt, zum 
Speisopfer;
NUM 7:74 eine goldene Schale, zehn Schekel schwer, voll Rucherwerk;
NUM 7:75 ein junger Farre, ein Widder, ein einjhriges Lamm zum Brandopfer;
NUM 7:76 ein Ziegenbock zum Sndopfer;
NUM 7:77 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
einjhrige Lmmer. Das ist das Opfer Pagiels, des Sohnes Ochrans.
NUM 7:78 Am zwlften Tage opferte der Frst der Kinder Naphtali, Ahira, 
der Sohn Enans.
NUM 7:79 Seine Opfergabe war: eine silberne Schssel, hundertunddreiig 
Schekel schwer; ein silbernes Sprengbecken, siebzig Schekel schwer nach 
dem Schekel des Heiligtums; beide voll Semmelmehl, mit l gemengt, zum 
Speisopfer;
NUM 7:80 eine goldene Schale, zehn Schekel schwer, voll Rucherwerk;
NUM 7:81 ein junger Farre, ein Widder, ein einjhriges Lamm zum Brandopfer;
NUM 7:82 ein Ziegenbock zum Sndopfer;
NUM 7:83 und zum Dankopfer zwei Rinder, fnf Widder, fnf Bcke und fnf 
einjhrige Lmmer. Das ist das Opfer Ahiras, des Sohnes Enans.
NUM 7:84 Das ist die Gabe fr die Einweihung des Altars am Tage, da er 
gesalbt ward, von seiten der Frsten Israels: Zwlf silberne Schsseln, 
zwlf silberne Sprengbecken, zwlf goldene Schalen;
NUM 7:85 also da jede Schssel hundertunddreiig Schekel Silber und jedes 
Sprengbecken siebzig Schekel wog und die Summe alles Silbers an Geschirren 
zweitausendvierhundert Schekel betrug, nach dem Schekel des Heiligtums.
NUM 7:86 Und von den zwlf goldenen Schalen voll Rucherwerk wog jede zehn 
Schekel nach dem Schekel des Heiligtums, also da die Summe des Goldes an 
den Schalen hundertundzwanzig Schekel betrug.
NUM 7:87 Die Summe der Rinder zum Brandopfer war zwlf Farren, dazu zwlf 
Widder, zwlf einjhrige Lmmer, samt ihrem Speisopfer, und zwlf 
Ziegenbcke zum Sndopfer.
NUM 7:88 Und die Summe der Rinder zum Dankopfer war vierundzwanzig Farren, 
dazu sechzig Widder, sechzig Bcke, sechzig einjhrige Lmmer. Das war die 
Einweihungsgabe des Altars, nachdem er gesalbt worden.
NUM 7:89 Und wenn Mose in die Stiftshtte ging, um mit Ihm zu reden, so 
hrte er die Stimme zu ihm reden vom Shndeckel herab, der auf der Lade 
des Zeugnisses ist, zwischen den beiden Cherubim; und Er redete zu ihm.
NUM 8:1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: Rede mit Aaron und sprich 
zu ihm:
NUM 8:2 Wenn du die Lampen aufsetzest, so sollen alle sieben Lampen ihr 
Licht nach der gegenberliegenden Seite werfen.
NUM 8:3 Und Aaron tat also. Vorn an dem Leuchter setzte er seine Lampen 
auf, wie der HERR Mose geboten hatte.
NUM 8:4 Der Leuchter aber war ein Werk von getriebenem Gold, sowohl sein 
Schaft als auch seine Blumen; nach dem Gesichte, welches der HERR Mose 
gezeigt, hatte man den Leuchter gemacht.
NUM 8:5 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
NUM 8:6 Nimm die Leviten aus den Kindern Israel und reinige sie!
NUM 8:7 Also aber sollst du mit ihnen verfahren, um sie zu reinigen: Du 
sollst Wasser der Entsndigung auf sie sprengen, und sie sollen ein 
Schermesser ber ihren ganzen Leib gehen lassen und ihre Kleider waschen; 
so sind sie rein.
NUM 8:8 Alsdann sollen sie einen jungen Farren nehmen samt seinem 
Speisopfer von Semmelmehl, mit l gemengt; und einen anderen jungen Farren 
sollst du zum Sndopfer nehmen.
NUM 8:9 Und sollst die Leviten vor die Stiftshtte bringen und die ganze 
Gemeinde der Kinder Israel versammeln.
NUM 8:10 Darnach sollst du die Leviten vor den HERRN treten lassen. Und 
die Kinder Israel sollen ihre Hnde auf die Leviten sttzen.
NUM 8:11 Und Aaron soll die Leviten vor dem HERRN weben zum Webopfer 
seitens der Kinder Israel, da sie den Dienst des HERRN versehen.
NUM 8:12 Und die Leviten sollen ihre Hnde auf die Hupter der Farren 
sttzen, dann soll einer zum Sndopfer, der andere dem HERRN zum 
Brandopfer gemacht werden, um den Leviten Shne zu erwirken.
NUM 8:13 Und du sollst die Leviten vor Aaron und seine Shne stellen und 
sie vor dem HERRN zum Webopfer weben.
NUM 8:14 Also sollst du die Leviten von den Kindern Israel scheiden, da 
sie mein seien.
NUM 8:15 Darnach sollen sie hineingehen, um in der Stiftshtte zu dienen, 
nachdem du sie gereinigt und zum Webopfer gemacht hast.
NUM 8:16 Denn sie sind mir zum Geschenk bergeben von den Kindern Israel; 
ich habe sie mir genommen an Stelle aller Erstgeburt von den Kindern 
Israel.
NUM 8:17 Denn alle Erstgeburt der Kinder Israel ist mein, von Menschen und 
Vieh; an dem Tage, als ich alle Erstgeburt in gypten schlug, habe ich sie 
mir geheiligt.
NUM 8:18 Und ich habe die Leviten genommen an Stelle aller Erstgeburt 
unter den Kindern Israel,
NUM 8:19 und habe sie Aaron und seinen Shnen aus den Kindern Israel zum 
Geschenke gegeben, da sie den Dienst der Kinder Israel in der Stiftshtte 
versehen und den Kindern Israel Shne erwirken, da die Kinder Israel 
keine Plage treffe, wenn sie selbst zum Heiligtum nahen wollten.
NUM 8:20 Und Mose samt Aaron und der ganzen Gemeinde der Kinder Israel 
taten solches mit den Leviten; ganz wie der HERR Mose geboten hatte 
betreffs der Leviten, also taten sie mit ihnen.
NUM 8:21 Und die Leviten entsndigten sich und wuschen ihre Kleider. Und 
Aaron webte sie zum Webopfer vor dem HERRN und erwirkte ihnen Shne, da 
sie rein wurden.
NUM 8:22 Darnach gingen sie hinein, da sie in der Stiftshtte ihr Amt 
verrichteten vor Aaron und seinen Shnen; wie der HERR Mose geboten hatte 
betreffs der Leviten, also taten sie mit ihnen.
NUM 8:23 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
NUM 8:24 Dazu sind die Leviten verpflichtet: von fnfundzwanzig Jahren an 
und darber soll einer Dienst tun bei der Stiftshtte.
NUM 8:25 Aber vom fnfzigsten Jahre an soll er vom Amt des Dienstes 
zurcktreten und nicht mehr dienen;
NUM 8:26 er mag seinen Brdern helfen in der Stiftshtte bei der 
Verrichtung ihres Amtes; aber Dienst soll er nicht mehr tun. Also sollst 
du es mit den Leviten halten, ihr Amt betreffend.
NUM 9:1 Und der HERR redete zu Mose in der Wste Sinai im zweiten Jahr, 
nachdem sie aus gypten gezogen waren, im ersten Monat, und sprach:
NUM 9:2 La die Kinder Israel das Passah zur bestimmten Zeit halten!
NUM 9:3 Am vierzehnten Tage dieses Monats, gegen Abend, sollt ihr es 
halten, zur bestimmten Zeit; nach allen seinen Satzungen und Rechten 
haltet es.
NUM 9:4 Und Mose redete mit den Kindern Israel, da sie das Passah hielten.
NUM 9:5 Und sie hielten das Passah am vierzehnten Tage des ersten Monats, 
gegen Abend, in der Wste Sinai. Ganz wie der HERR Mose geboten hatte, so 
taten die Kinder Israel.
NUM 9:6 Da waren etliche Mnner unrein von einem entseelten Menschen, so 
da sie das Passah an demselben Tage nicht halten konnten; sie traten vor 
Mose und Aaron an demselben Tag und sprachen:
NUM 9:7 Wir sind unrein von einem entseelten Menschen. Warum sollen wir zu 
kurz kommen, da wir des HERRN Opfergabe nicht herzubringen drfen unter 
den Kindern Israel zur bestimmten Zeit?
NUM 9:8 Mose sprach zu ihnen: Wartet, bis ich vernehme, was euch der HERR 
gebietet!
NUM 9:9 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
NUM 9:10 Sage den Kindern Israel und sprich: Wenn jemand von euch oder von 
euren Nachkommen durch einen Entseelten unrein wird oder fern auf der 
Reise ist, so soll er gleichwohl dem HERRN das Passah halten.
NUM 9:11 Im zweiten Monat, am vierzehnten Tage, gegen Abend, sollen sie es 
halten und sollen es mit ungesuertem Brot und bittern Krutern essen,
NUM 9:12 und sollen nichts davon briglassen bis zum Morgen, auch kein 
Bein daran zerbrechen; nach der ganzen Passahordnung sollen sie es halten.
NUM 9:13 Wer aber rein und nicht auf der Reise ist, und lt es anstehen, 
das Passah zu halten, eine solche Seele soll ausgerottet werden, weil sie 
des HERRN Opfergabe nicht zur bestimmten Zeit dargebracht hat; sie soll 
ihre Snde tragen!
NUM 9:14 Und wenn ein Fremdling bei euch wohnt und dem HERRN das Passah 
halten will, so soll er es nach der Satzung und dem Rechte des Passah 
halten. Einerlei Satzung soll fr euch gelten, fr den Fremdling wie fr 
die Landeskinder.
NUM 9:15 An dem Tage aber, als die Wohnung aufgerichtet ward, bedeckte die 
Wolke die Wohnung der Htte des Zeugnisses, und vom Abend bis zum Morgen 
war sie ber der Wohnung anzusehen wie Feuer.
NUM 9:16 So war es bestndig; die Wolke bedeckte sie, aber bei Nacht war 
sie anzusehen wie Feuer.
NUM 9:17 Sooft sich die Wolke von der Htte erhob, brachen die Kinder 
Israel auf; wo aber die Wolke blieb, da lagerten sich die Kinder Israel.
NUM 9:18 Nach dem Gebot des HERRN brachen die Kinder Israel auf, und nach 
dem Gebot des Herrn lagerten sie sich; solange die Wolke auf der Wohnung 
blieb, solange lagen sie still.
NUM 9:19 Und wenn die Wolke viele Tage lang auf der Wohnung verharrte, so 
beachteten die Kinder Israel den Wink des HERRN und zogen nicht.
NUM 9:20 Und wenn es vorkam, da die Wolke nur etliche Tage auf der 
Wohnung blieb, so lagerten sie sich doch nach dem Gebot des HERRN und 
zogen nach dem Gebot des HERRN.
NUM 9:21 Und wenn es auch vorkam, da die Wolke nur vom Abend bis zum 
Morgen blieb und sich alsdann erhob, so zogen sie; und wenn sie sich des 
Tages oder des Nachts erhob, so zogen sie auch.
NUM 9:22 Wenn sie aber zwei Tage oder einen Monat oder lngere Zeit auf 
der Wohnung verblieb, so lagerten sich die Kinder Israel und zogen nicht; 
erst wenn sie sich erhob, so zogen sie.
NUM 9:23 Nach dem Befehl des HERRN lagerten sie sich, und nach dem Befehl 
des HERRN zogen sie; sie achteten auf den Wink des HERRN, gem dem Befehl 
des HERRN, durch Mose.
NUM 10:1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: Mache dir zwei Trompeten;
NUM 10:2 von getriebenem Silber sollst du sie machen, da du sie 
brauchest, die Gemeinde zusammenzurufen und wenn das Heer aufbrechen soll.
NUM 10:3 Wenn man in beide stt, soll sich die ganze Gemeinde vor der Tr 
der Stiftshtte zu dir versammeln.
NUM 10:4 Wenn man nur in eine stt, so sollen sich die Frsten, die 
Hupter der Tausende Israels, zu dir versammeln.
NUM 10:5 Wenn ihr aber Lrm blaset, so sollen die Lager aufbrechen, die 
gegen Morgen liegen.
NUM 10:6 Und wenn ihr zum zweitenmal Lrm blaset, so sollen die Lager 
aufbrechen, die gegen Mittag liegen; denn wenn sie aufbrechen sollen, so 
soll man Lrm blasen.
NUM 10:7 Wenn aber die Gemeinde versammelt werden soll, sollt ihr in die 
Trompete stoen und nicht Lrm blasen.
NUM 10:8 Solches Blasen aber mit den Trompeten soll den Shnen Aarons, des 
Priesters, obliegen; und das soll euer Gebrauch sein bei euren Nachkommen 
ewiglich.
NUM 10:9 Wenn ihr in einen Streit ziehet in eurem Lande wider euren Feind, 
der euch befehdet, so sollt ihr Lrm blasen mit den Trompeten, da euer 
vor dem HERRN, eurem Gott, gedacht werde und ihr von euren Feinden 
errettet werdet.
NUM 10:10 Aber an euren Freudentagen, es sei an euren Festen oder an euren 
Neumonden, sollt ihr in die Trompeten stoen ber euren Brandopfern und 
euren Dankopfern, da euer vor eurem Gott gedacht werde; ich, der HERR, 
bin euer Gott.
NUM 10:11 Am zwanzigsten Tag, im zweiten Monat des zweiten Jahres, erhob 
sich die Wolke ber der Wohnung des Zeugnisses.
NUM 10:12 Und die Kinder Israel brachen auf aus der Wste Sinai, und die 
Wolke lie sich in der Wste Paran nieder.
NUM 10:13 Sie brachen aber zum erstenmal in der Reihenfolge auf, die ihnen 
der HERR durch Mose befohlen hatte.
NUM 10:14 Es zog nmlich das Panier des Lagers der Kinder Juda zuerst, 
Schar um Schar; und ber ihr Heer war Nahasson, der Sohn Amminadabs.
NUM 10:15 Und ber das Heer des Stammes der Kinder Issaschar war Netaneel, 
der Sohn Zuars.
NUM 10:16 Und ber das Heer des Stammes der Kinder Sebulon war Eliab, der 
Sohn Helons.
NUM 10:17 Darauf wurde die Wohnung abgebrochen; und es zogen die Kinder 
Gerson und Merari, als Trger der Wohnung.
NUM 10:18 Darnach zog das Panier des Lagers Ruben mit seinen Heerscharen; 
und ber ihr Heer war Elizur, der Sohn Sedeurs.
NUM 10:19 Und ber das Heer des Stammes der Kinder Simeon war Selumiel, 
der Sohn Zuri-Schaddais.
NUM 10:20 Und Eliasaph, der Sohn Deguels, war ber das Heer des Stammes 
der Kinder Gad.
NUM 10:21 Darauf zogen auch die Kahatiter und trugen das Heiligtum, damit 
jene die Wohnung aufrichten konnten, bis diese kamen.
NUM 10:22 Darnach zog das Panier des Lagers der Kinder Ephraim samt seinen 
Heerscharen; und ber ihr Heer war Elischama, der Sohn Ammihuds;
NUM 10:23 und Gamliel, der Sohn Pedazurs, war ber das Heer des Stammes 
der Kinder Manasse;
NUM 10:24 und Abidan, der Sohn Gideonis, ber das Heer des Stammes der 
Kinder Benjamin.
NUM 10:25 Darnach zog das Panier des Lagers der Kinder Dan samt seinen 
Heerscharen, und sie zogen als Nachhut aller Lager; und Ahieser, der Sohn 
Ammi-Schaddais, war ber ihr Heer;
NUM 10:26 und Pagiel, der Sohn Ochrans, ber das Heer des Stammes der 
Kinder Asser;
NUM 10:27 und Ahira, der Sohn Enans, ber das Heer des Stammes der Kinder 
Naphtali.
NUM 10:28 Das ist die Reihenfolge, in welcher die Heerscharen der Kinder 
Israel zogen.
NUM 10:29 Und Mose sprach zu Hobab, dem Sohne Reguels, des Midianiters, 
seinem Schwager: Wir ziehen an den Ort, davon der HERR gesagt hat: Ich 
will ihn euch geben! Komm mit uns, wir wollen dich gut behandeln; denn der 
HERR hat Israel Gutes zugesagt!
NUM 10:30 Er aber antwortete: Ich will nicht mit euch gehen, sondern in 
mein Land und zu meiner Verwandtschaft will ich ziehen.
NUM 10:31 Er sprach: Verla uns doch nicht; denn du weit, wo wir uns in 
der Wste lagern sollen, und du sollst unser Auge sein!
NUM 10:32 Und wenn du mit uns ziehst, so wollen wir auch an dir tun, was 
der HERR Gutes an uns tut!
NUM 10:33 Also zogen sie von dem Berge des Herrn drei Tagereisen weit, und 
die Lade des Bundes des HERRN zog vor ihnen her diese drei Tagereisen, um 
ihnen einen Ruheplatz zu erkunden.
NUM 10:34 Und die Wolke des HERRN war bei Tag ber ihnen, wenn sie aus dem 
Lager zogen.
NUM 10:35 Und wenn die Lade weiterzog, so sprach Mose: HERR, stehe auf, 
da deine Feinde zerstreut werden, und die dich hassen vor dir fliehen!
NUM 10:36 Und wenn sie ruhte, so sprach er: Kehre wieder, o HERR, zu den 
Myriaden der Tausende Israels!
NUM 11:1 Aber das Volk beklagte sich arg vor den Ohren des HERRN. Als der 
HERR das hrte, entbrannte sein Zorn, und das Feuer des HERRN brannte 
unter ihnen und verzehrte das Ende des Lagers.
NUM 11:2 Da schrie das Volk zu Mose. Und Mose bat den HERRN. Da erlosch 
das Feuer.
NUM 11:3 Und man hie den Ort Tabeera, weil das Feuer des HERRN unter 
ihnen gebrannt hatte.
NUM 11:4 Und das hergelaufene Gesindel in ihrer Mitte war sehr lstern 
geworden, und auch die Kinder Israel fingen wieder an zu weinen und 
sprachen: Wer will uns Fleisch zu essen geben?
NUM 11:5 Wir gedenken der Fische, die wir in gypten umsonst aen, und der 
Gurken und Melonen, des Lauchs, der Zwiebeln und des Knoblauchs;
NUM 11:6 nun aber ist unsre Seele matt, unsre Augen sehen nichts als das 
Manna!
NUM 11:7 Aber das Manna war wie Koriandersamen und anzusehen wie Bedellion.
NUM 11:8 Und das Volk lief hin und her und sammelte und zermalmte es in 
Mhlen, oder zerstie es in Mrsern, und kochte es im Topfe und machte 
Kuchen daraus; und es hatte einen Geschmack wie lkuchen.
NUM 11:9 Und wenn des Nachts der Tau ber das Lager fiel, so fiel das 
Manna zugleich darauf herab.
NUM 11:10 Als nun Mose das Volk weinen hrte, in jeder Familie einen jeden 
an der Tr seiner Htte, da entbrannte der Zorn des HERRN sehr, und es 
mifiel auch Mose.
NUM 11:11 Und Mose sprach zum HERRN: Warum tust du so bel an deinem 
Knecht? Und warum finde ich nicht Gnade vor deinen Augen, da du die Last 
dieses ganzen Volkes auf mich legst?
NUM 11:12 Habe ich denn dieses ganze Volk empfangen oder geboren, da du 
zu mir sagst: Trag es an deinem Busen, wie der Wrter einen Sugling 
trgt, in das Land, das du ihren Vtern geschworen hast?
NUM 11:13 Woher soll ich Fleisch nehmen, um es diesem ganzen Volk zu 
geben? Denn sie weinen vor mir und sprechen: Gib uns Fleisch, da wir 
essen!
NUM 11:14 Ich kann dieses ganze Volk nicht allein tragen; denn es ist mir 
zu schwer.
NUM 11:15 Und so du also mit mir tun willst, so tte mich lieber, habe ich 
anders Gnade vor deinen Augen gefunden, da ich mein Unglck nicht mehr 
ansehen mu!
NUM 11:16 Da sprach der HERR zu Mose: Sammle mir siebzig Mnner aus den 
ltesten Israels, von denen du weit, da sie lteste des Volkes und seine 
Vorsteher sind, und nimm sie vor die Stiftshtte, da sie daselbst bei dir 
stehen;
NUM 11:17 so will ich herabkommen und daselbst mit dir reden, und von dem 
Geiste, der auf dir ist, nehmen und auf sie legen, da sie samt dir die 
Last des Volkes tragen, da du dieselbe nicht allein tragest.
NUM 11:18 Und du sollst zum Volke sagen: Heiligt euch fr morgen, und ihr 
werdet Fleisch essen; denn euer Weinen ist vor die Ohren des HERRN 
gekommen, da ihr sprechet: Wer gibt uns Fleisch zu essen? denn es ging 
uns wohl in gypten. Darum wird euch der HERR Fleisch zu essen geben;
NUM 11:19 und ihr sollt nicht blo einen Tag lang essen, nicht zwei, nicht 
fnf, nicht zehn, nicht zwanzig Tage lang,
NUM 11:20 sondern einen ganzen Monat lang, bis es euch zur Nase herausgeht 
und euch zum Ekel wird, darum, da ihr den HERRN, der mitten unter euch 
ist, verworfen habt; weil ihr vor ihm geweint und gesagt habt: Warum sind 
wir aus gypten gezogen?
NUM 11:21 Und Mose sprach: Sechshunderttausend Mann Fuvolk sind es, 
darunter ich bin, und du sprichst: Ich will ihnen Fleisch geben, da sie 
einen Monat lang zu essen haben!
NUM 11:22 Soll man Schafe und Rinder schlachten, da es fr sie genug sei? 
Oder werden sich alle Fische des Meeres herzusammeln, da es fr sie genug 
sei?
NUM 11:23 Der HERR aber sprach zu Mose: Ist denn die Hand des HERRN 
verkrzt? Jetzt sollst du sehen, ob mein Wort eintreffen wird vor dir oder 
nicht!
NUM 11:24 Da ging Mose hin und sagte dem Volke das Wort des HERRN und 
versammelte siebzig Mnner aus den ltesten des Volkes und stellte sie um 
die Htte her.
NUM 11:25 Da kam der HERR herab in der Wolke und redete mit ihm, und nahm 
von dem Geiste, der auf ihm war, und legte ihn auf die siebzig ltesten; 
und als der Geist auf ihnen ruhte, weissagten sie, aber nicht fortgesetzt.
NUM 11:26 Und im Lager waren noch zwei Mnner geblieben; der eine hie 
Eldad, der andere Medad, und der Geist ruhte auch auf ihnen. Denn sie 
waren auch angeschrieben und doch nicht hinausgegangen zu der Htte; 
sondern sie weissagten im Lager.
NUM 11:27 Da lief ein Knabe hin und sagte es Mose und sprach: Eldad und 
Medad weissagen im Lager!
NUM 11:28 Da antwortete Josua, der Sohn Nuns, der Moses Diener war von 
seiner Jugend an, und sprach: Mein Herr Mose, wehre ihnen!
NUM 11:29 Aber Mose sprach zu ihm: Eiferst du fr mich? Ach, da doch 
alles Volk des HERRN weissagte, mchte der HERR seinen Geist ber sie 
geben!
NUM 11:30 Hierauf begab sich Mose ins Lager, er und die ltesten Israels.
NUM 11:31 Da fuhr ein Wind aus von dem HERRN und brachte Wachteln vom 
Meere her und streute sie ber das Lager, eine Tagereise weit hier und 
eine Tagereise weit dort, um das Lager her, bei zwei Ellen hoch ber der 
Erde.
NUM 11:32 Da machte sich das Volk auf denselben ganzen Tag und die ganze 
Nacht und den ganzen folgenden Tag; und wer am wenigsten sammelte, der 
sammelte zehn Homer, und sie breiteten sie weithin aus um das ganze Lager 
her.
NUM 11:33 Als aber das Fleisch noch unter ihren Zhnen und noch nicht 
verzehrt war, da entbrannte der Zorn des HERRN ber das Volk, und der HERR 
schlug sie mit einer groen Plage.
NUM 11:34 Daher hieen sie denselben Ort Lustgrber, weil man daselbst das 
lsterne Volk begrub.
NUM 11:35 Von den Lustgrbern aber zog das Volk aus und blieb zu Hazerot.
NUM 12:1 Mirjam aber und Aaron redeten wider Mose wegen des thiopischen 
Weibes, das er genommen hatte; denn er hatte eine thiopierin zum Weibe 
genommen.
NUM 12:2 Sie sprachen nmlich: Redet denn der HERR allein durch Mose? 
Redet er nicht auch durch uns?
NUM 12:3 Und der HERR hrte es. Aber Mose war ein sehr sanftmtiger Mann, 
sanftmtiger als alle Menschen auf Erden.
NUM 12:4 Da sprach der HERR pltzlich zu Mose und zu Aaron und zu Mirjam: 
Gehet ihr drei zur Stiftshtte hinaus! Da gingen alle drei hinaus.
NUM 12:5 Da kam der HERR in der Wolkensule herab und trat unter die Tr 
der Htte und rief Aaron und Mirjam.
NUM 12:6 Als sie nun beide hinausgingen, sprach er: Hret doch meine 
Worte: Ist jemand unter euch ein Prophet, dem will ich, der HERR, mich in 
einem Gesicht offenbaren, oder ich will in einem Traum mit ihm reden.
NUM 12:7 Aber nicht also mein Knecht Mose: er ist treu in meinem ganzen 
Hause.
NUM 12:8 Mndlich rede ich mit ihm und von Angesicht und nicht rtselhaft, 
und er schaut die Gestalt des HERRN. Warum habt ihr euch denn nicht 
gefrchtet, wider meinen Knecht Mose zu reden?
NUM 12:9 Und der Zorn des HERRN entbrannte ber sie, und er ging;
NUM 12:10 und die Wolke wich von der Htte. Und siehe, da war Mirjam 
ausstzig wie Schnee. Und Aaron wandte sich zu Mirjam, und siehe, sie war 
ausstzig.
NUM 12:11 Und Aaron sprach zu Mose: Ach, mein HERR, la die Snde nicht 
auf uns liegen, da wir tricht gehandelt und uns versndigt haben;
NUM 12:12 da doch diese nicht sei wie ein totes Kind, das von seiner 
Mutter Leibe kommt, und dessen Fleisch schon halb verwest ist!
NUM 12:13 Mose aber schrie zu dem HERRN und sprach: Ach Gott, heile sie! 
Der HERR sprach zu Mose:
NUM 12:14 Wenn ihr Vater ihr ins Angesicht gespieen htte, mte sie sich 
nicht sieben Tage lang schmen? La sie sich sieben Tage lang auerhalb 
des Lagers einschlieen, darnach mag sie wieder aufgenommen werden.
NUM 12:15 Also ward Mirjam sieben Tage lang aus dem Lager ausgeschlossen; 
und das Volk zog nicht weiter, bis Mirjam wieder aufgenommen ward.
NUM 12:16 Darnach brach das Volk auf von Hazerot und lagerte sich in der 
Wste Paran.
NUM 13:1 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
NUM 13:2 Sende Mnner aus, da sie das Land Kanaan auskundschaften, das 
ich den Kindern Israel geben will. Von jedem Stamm ihrer Vter sollt ihr 
einen Mann schicken, lauter Frsten aus ihrer Mitte.
NUM 13:3 Und Mose sandte sie aus der Wste Paran nach dem Befehl des 
HERRN, lauter Mnner, die Hupter waren unter den Kindern Israel.
NUM 13:4 Und das sind ihre Namen: Sammua, der Sohn Sackurs, vom Stamme 
Ruben.
NUM 13:5 Saphat, der Sohn Horis, vom Stamme Simeon.
NUM 13:6 Kaleb, der Sohn Jephunnes, vom Stamme Juda.
NUM 13:7 Jigeal, der Sohn Josephs, vom Stamme Issaschar.
NUM 13:8 Hosea, der Sohn Nuns, vom Stamme Ephraim.
NUM 13:9 Palti, der Sohn Raphus, vom Stamme Benjamin.
NUM 13:10 Gadiel, der Sohn Sodis, vom Stamme Sebulon.
NUM 13:11 Gaddi, der Sohn Susis, vom Stamme Josephs, von Manasse.
NUM 13:12 Ammiel, der Sohn Gemallis, vom Stamme Dan.
NUM 13:13 Sethur, der Sohn Michaels, vom Stamme Asser.
NUM 13:14 Nachbi, der Sohn Waphsis, vom Stamme Naphtali.
NUM 13:15 Geuel, der Sohn Machis, vom Stamme Gad.
NUM 13:16 Das sind die Namen der Mnner, die Mose aussandte, das Land 
auszukundschaften. Aber Hosea, den Sohn Nuns, nannte Mose Josua.
NUM 13:17 Als nun Mose sie sandte, das Land Kanaan auszukundschaften, 
sprach er zu ihnen: Ziehet hinauf in die Mittagsgegend und besteiget das 
Gebirge;
NUM 13:18 und besehet das Land, wie es sei; und das Volk, das darin wohnt, 
ob es stark oder schwach, gering oder zahlreich sei;
NUM 13:19 und was es fr ein Land sei, darin sie wohnen, ob es gut oder 
schlecht sei, und was fr Stdte es seien, darin sie wohnen, ob es offene 
Orte oder Festungen seien,
NUM 13:20 und was es fr ein Land sei, ob es fett oder mager sei, und ob 
Bume darin seien oder nicht. Seid getrost und nehmet von den Frchten des 
Landes! Es war aber eben die Zeit, da man frhzeitige Trauben fand.
NUM 13:21 Sie gingen hinauf und kundschafteten das Land aus von der Wste 
Zin bis gen Rechob, da man gen Hamat geht.
NUM 13:22 Sie gingen auch hinauf in die Mittagsgegend und kamen bis gen 
Hebron; daselbst waren Achiman, Sesai und Talmai, Kinder Enaks. Hebron 
aber war sieben Jahre vor Zoan in gypten erbaut worden.
NUM 13:23 Und sie kamen bis in das Tal Eskol und schnitten daselbst eine 
Weinrebe ab mit einer Weintraube und lieen sie zu zweien an einer Stange 
tragen, dazu auch Granatpfel und Feigen.
NUM 13:24 Den Ort hie man das Tal Eskol, um der Weintraube willen, welche 
die Kinder Israel daselbst abgeschnitten haben.
NUM 13:25 Und nachdem sie das Land ausgekundschaftet hatten vierzig Tage 
lang,
NUM 13:26 kehrten sie zurck und gingen hin und kamen zu Mose und Aaron 
und zu der ganzen Gemeinde der Kinder Israel, in die Wste Paran, gen 
Kadesch; und sie brachten ihnen und der ganzen Gemeinde Bericht und lieen 
sie die Frchte des Landes sehen und erzhlten ihm und sprachen:
NUM 13:27 Wir sind in das Land gekommen, dahin du uns sandtest, das 
wirklich von Milch und Honig fliet, und dieses ist seine Frucht.
NUM 13:28 Aber das Volk, welches im Lande wohnt, ist stark, und die Stdte 
sind sehr fest und gro. Und wir sahen auch Enakskinder daselbst.
NUM 13:29 Die Amalekiter wohnen im Sden; die Hetiter, Jebusiter und 
Amoriter aber wohnen auf dem Gebirge, und die Kanaaniter am Meer und um 
den Jordan.
NUM 13:30 Kaleb aber beschwichtigte das Volk gegen Mose und sprach: Lasset 
uns hinaufziehen und das Land einnehmen, denn wir knnen es berwltigen!
NUM 13:31 Aber die Mnner, die mit hinaufgezogen waren, sprachen: Wir 
knnen nicht hinaufziehen gegen das Volk, denn es ist uns zu stark!
NUM 13:32 Und sie brachten das Land, das sie erkundigt hatten, in Verruf 
bei den Kindern Israel und sprachen: Das Land, das wir durchzogen haben, 
um es auszukundschaften, frit seine Einwohner, und alles Volk, das wir 
darin sahen, sind Leute von hohem Wuchs.
NUM 13:33 Wir sahen auch Riesen daselbst, Enakskinder aus dem 
Riesengeschlecht, und wir waren in unsern Augen wie Heuschrecken, und also 
waren wir auch in ihren Augen!
NUM 14:1 Da erhob die ganze Gemeinde ihre Stimme und schrie, und das Volk 
weinte dieselbe Nacht.
NUM 14:2 Und alle Kinder Israel murrten wider Mose und Aaron; und die 
ganze Gemeinde sprach zu ihnen: Ach, da wir doch in gypten gestorben 
wren, oder noch in dieser Wste strben!
NUM 14:3 Warum fhrt uns der HERR in dieses Land, da wir durch das 
Schwert fallen, und da unsre Weiber und unsre Kinder zum Raube werden? 
Ist es nicht besser, wir ziehen wieder nach gypten?
NUM 14:4 Und sie sprachen zueinander: Wir wollen uns selbst einen Anfhrer 
geben und wieder nach gypten ziehen!
NUM 14:5 Mose aber und Aaron fielen auf ihr Angesicht vor der ganzen 
Versammlung der Gemeinde der Kinder Israel.
NUM 14:6 Und Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, die auch 
das Land erkundigt hatten, zerrissen ihre Kleider und sprachen zu der 
ganzen Gemeinde der Kinder Israel:
NUM 14:7 Das Land, das wir durchwandelt haben, um es auszukundschaften, 
ist ein sehr, sehr gutes Land!
NUM 14:8 Wenn der HERR Lust zu uns hat, so wird er uns in dieses Land 
bringen und es uns geben; ein Land, das von Milch und Honig fliet.
NUM 14:9 Seid nur nicht widerspenstig gegen den HERRN und frchtet euch 
nicht vor dem Volke dieses Landes; denn wir wollen sie verschlingen wie 
Brot. Ihr Schirm ist von ihnen gewichen, mit uns aber ist der HERR; 
frchtet euch nicht vor ihnen!
NUM 14:10 Da sprach die ganze Gemeinde, man sollte sie steinigen. Aber die 
Herrlichkeit des HERRN erschien bei der Stiftshtte allen Kindern Israel.
NUM 14:11 Und der HERR sprach zu Mose: Wie lange lstert mich dieses Volk? 
Und wie lange wollen sie nicht an mich glauben, trotz aller Zeichen, die 
ich unter ihnen getan habe?
NUM 14:12 Ich will sie mit Pestilenz schlagen und ausrotten und dich zu 
einem grern und mchtigeren Volk machen, als dieses ist!
NUM 14:13 Mose aber sprach zum HERRN: So werden es die gypter hren; da 
du doch dieses Volk durch deine Kraft aus ihrer Mitte gefhrt hast!
NUM 14:14 So wird man es auch den Einwohnern dieses Landes sagen, welche 
gehrt haben, da du, der HERR, unter diesem Volke seiest, und da du, der 
HERR, von Angesicht zu Angesicht gesehen werdest und deine Wolke ber 
ihnen stehe und du vor ihnen her bei Tag in der Wolkensule und des Nachts 
in der Feuersule gehest.
NUM 14:15 Wrdest du nun dieses Volk tten wie einen Mann, so wrden die 
Heiden sagen, die solches Gercht von dir hren:
NUM 14:16 Der HERR konnte dieses Volk nicht in das Land bringen, das er 
ihnen geschworen hatte, darum hat er sie in der Wste umgebracht!
NUM 14:17 So la nun die Kraft des HERRN gro werden, wie du gesagt und 
gesprochen hast:
NUM 14:18 Der HERR ist geduldig und von groer Barmherzigkeit; er vergibt 
Missetat und bertretungen, obgleich er keineswegs ungestraft lt, 
sondern heimsucht der Vter Missetat an den Kindern, bis in das dritte und 
vierte Glied.
NUM 14:19 So sei nun gndig der Missetat dieses Volkes nach deiner groen 
Barmherzigkeit, wie du auch diesem Volk aus gypten bis hierher vergeben 
hast!
NUM 14:20 Da sprach der HERR: Ich habe vergeben, wie du gesagt hast.
NUM 14:21 Aber so wahr ich lebe und die Herrlichkeit des HERRN die ganze 
Erde fllen soll:
NUM 14:22 keiner der Mnner, die meine Herrlichkeit und meine Zeichen 
gesehen haben, die ich in gypten und in der Wste getan, und die mich nun 
zehnmal versucht und meiner Stimme nicht gehorcht haben,
NUM 14:23 soll das Land sehen, das ich ihren Vtern geschworen habe; ja, 
keiner soll es sehen, der mich gelstert hat!
NUM 14:24 Aber meinen Knecht Kaleb, in dem ein anderer Geist ist, und der 
mir vlligen Gehorsam geleistet hat, den will ich in das Land bringen, in 
das er gegangen ist, und sein Same soll es erblich besitzen.
NUM 14:25 Aber die Amalekiter und Kanaaniter liegen im Tale; darum wendet 
euch morgen und ziehet in die Wste auf dem Wege zum Schilfmeer!
NUM 14:26 Und der HERR redete mit Mose und Aaron und sprach:
NUM 14:27 Wie lange soll ich diese bse Gemeinde dulden, die wider mich 
murrt? Ich habe das Murren der Kinder Israel gehrt, welches sie wider 
mich erheben.
NUM 14:28 Darum sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht der HERR, ich 
will euch tun, wie ihr vor meinen Ohren gesagt habt:
NUM 14:29 Eure Leichname sollen in dieser Wste zerfallen, und alle eure 
Gemusterten, die ganze Zahl, von zwanzig Jahren an und darber, die ihr 
wider mich gemurrt habt,
NUM 14:30 keiner von euch soll in das Land kommen, darber ich meine Hand 
aufgehoben habe, da ich euch darin wohnen liee, ausgenommen Kaleb, der 
Sohn Jephunnes, und Josua, der Sohn Nuns.
NUM 14:31 Eure Kinder aber, von denen ihr sagtet, da sie zum Raube sein 
wrden, die will ich hineinbringen, damit sie sehen, was das fr ein Land 
ist, das ihr verachtet habt.
NUM 14:32 Eure eigenen Leiber aber sollen in dieser Wste fallen.
NUM 14:33 Und eure Kinder sollen in der Wste vierzig Jahre lang Hirten 
sein und eure Unzucht tragen, bis eure Leiber in der Wste aufgerieben 
sind;
NUM 14:34 nach der Zahl der vierzig Tage, in denen ihr das Land erkundet 
habt (so da je ein Tag ein Jahr gilt) sollt ihr vierzig Jahre lang eure 
Missetat tragen, damit ihr erfahret, was es sei, wenn ich die Hand abziehe!
NUM 14:35 Ich, der HERR, habe es gesagt: Frwahr, ich werde solches dieser 
ganzen bsen Gemeinde tun, die sich wider mich versammelt hat; in dieser 
Wste sollen sie aufgerieben werden und daselbst sterben!
NUM 14:36 Die Mnner aber, welche Mose gesandt hatte, das Land zu 
erkunden, und die wiedergekommen waren und machten, da die ganze Gemeinde 
wider ihn murrte, indem sie das Land in Verruf brachten;
NUM 14:37 diese Mnner, welche das Land in Verruf brachten, starben an 
einer Plage vor dem HERRN.
NUM 14:38 Aber Josua, der Sohn Nuns, und Kaleb, der Sohn Jephunnes, 
blieben am Leben von den Mnnern, die gegangen waren, das Land 
auszukundschaften.
NUM 14:39 Als nun Mose diese Worte zu den Kindern Israel redete, da 
trauerte das Volk sehr.
NUM 14:40 Und sie machten sich am Morgen frh auf und zogen auf die Hhe 
des Gebirges und sprachen: Siehe, hier sind wir, und wir wollen 
hinaufziehen an den Ort, davon der HERR gesagt hat; denn wir haben 
gesndigt! Mose aber sprach:
NUM 14:41 Warum bertretet ihr also das Wort des HERRN? Es wird euch nicht 
gelingen.
NUM 14:42 Ziehet nicht hinauf, denn der HERR ist nicht unter euch; damit 
ihr nicht von euren Feinden geschlagen werdet!
NUM 14:43 Denn die Amalekiter und Kanaaniter sind daselbst vor euch, und 
ihr werdet durch das Schwert fallen; denn weil ihr euch von der Nachfolge 
des HERRN abgewendet habt, so wird der HERR nicht mit euch sein.
NUM 14:44 Aber sie waren vermessen und wollten auf die Hhe des Gebirges 
ziehen; doch weder die Lade des Bundes des HERRN noch Mose verlieen das 
Lager.
NUM 14:45 Da kamen die Amalekiter und Kanaaniter, die auf dem Gebirge 
lagen, und schlugen und zerstreuten sie bis gen Horma.
NUM 15:1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: Rede mit den Kindern 
Israel und sprich zu ihnen:
NUM 15:2 Wenn ihr in das Land kommt, das ich euch zum Wohnsitz geben will,
NUM 15:3 und dem HERRN ein Feueropfer bringen wollt, es sei ein Brandopfer 
oder Schlachtopfer, um ein besonderes Gelbde zu erfllen oder ein 
freiwilliges Opfer, oder eure Festopfer, die ihr dem HERRN zum lieblichen 
Geruch darbringt, von Rindern oder von Schafen,
NUM 15:4 so soll der, welcher dem HERRN sein Opfer darbringen will, 
zugleich als Speisopfer ein Zehntel Epha Semmelmehl, gemengt mit einem 
Viertel Hin l darbringen,
NUM 15:5 ferner Wein zum Trankopfer, auch ein Viertel Hin zum Brandopfer 
oder zum Schlachtopfer, wenn ein Lamm geopfert wird.
NUM 15:6 Wenn aber ein Widder geopfert wird, sollst du das Speisopfer 
machen mit zwei Zehnteln Semmelmehl, gemengt mit einem Drittel Hin l;
NUM 15:7 und Wein zum Trankopfer, auch ein Drittel Hin; das sollst du dem 
HERRN opfern zum lieblichen Geruch.
NUM 15:8 Willst du aber einen Farren zum Brandopfer oder zum Schlachtopfer 
darbringen, um ein Gelbde zu erfllen oder zum Dankopfer dem HERRN,
NUM 15:9 so sollst du zu dem Farren das Speisopfer tun, drei Zehntel 
Semmelmehl, gemengt mit einem halben Hin l;
NUM 15:10 und sollst Wein darbringen, als Trankopfer, auch ein halbes Hin. 
Das ist ein Feueropfer, dem HERRN zum lieblichen Geruch.
NUM 15:11 Also soll man verfahren mit einem Ochsen, mit einem Widder, mit 
einem Lamm, oder mit einer Ziege.
NUM 15:12 Entsprechend der Zahl dieser Opfer soll auch die Zahl der 
Speisopfer und Trankopfer sein.
NUM 15:13 Alle Landeskinder sollen also tun, wenn sie dem HERRN ein 
Feueropfer zum lieblichen Geruch darbringen.
NUM 15:14 Und wenn ein Fremdling bei euch wohnt, oder wer sonst unter euch 
sein wird bei euren Nachkommen, und dem HERRN ein Feueropfer darbringen 
will zum lieblichen Geruch, der soll so tun, wie ihr tut.
NUM 15:15 In der ganzen Gemeinde soll einerlei Satzung gelten, fr euch 
und fr den Fremdling; eine ewige Satzung soll das sein euren Nachkommen; 
wie ihr, so soll auch der Fremdling sein vor dem HERRN.
NUM 15:16 Ein Gesetz und ein Recht gilt fr euch und fr den Fremdling, 
der sich bei euch aufhlt.
NUM 15:17 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
NUM 15:18 Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr in das 
Land kommt, darein ich euch bringen werde,
NUM 15:19 und ihr vom Brot des Landes esset, sollt ihr fr den HERRN eine 
Abgabe erheben.
NUM 15:20 Vom Erstling eures Schrotmehls sollt ihr einen Kuchen als 
Hebopfer erheben; wie die Abgabe von der Tenne sollt ihr sie erheben.
NUM 15:21 Ihr sollt dem HERRN von den Erstlingen eures Schrotmehls ein 
Hebopfer geben von Geschlecht zu Geschlecht.
NUM 15:22 Und wenn ihr aus Versehen eines dieser Gebote nicht haltet, 
welche der HERR zu Mose geredet hat
NUM 15:23 von allem, was der HERR euch durch Mose geboten hat, von dem 
Tage an, als der HERR anfing zu gebieten, und weiterhin auf alle eure 
Geschlechter
NUM 15:24 wenn es ohne Vorwissen der Gemeinde geschehen ist, so soll die 
ganze Gemeinde einen jungen Farren zum Brandopfer darbringen, zum 
lieblichen Geruch dem HERRN, samt seinem Speisopfer und Trankopfer, wie es 
verordnet ist, und einen Ziegenbock zum Sndopfer.
NUM 15:25 Und der Priester soll also der ganzen Gemeinde der Kinder Israel 
Shne erwirken, so wird ihnen vergeben werden; denn es war ein Versehen. 
Darum haben sie ihre Gaben dargebracht zum Feueropfer dem HERRN, dazu ihr 
Sndopfer vor den HERRN, fr ihr Versehen.
NUM 15:26 So wird der ganzen Gemeinde der Kinder Israel vergeben werden, 
dazu auch dem Fremdling, der unter euch wohnt; denn das ganze Volk war im 
Irrtum.
NUM 15:27 Wenn aber eine einzelne Seele aus Versehen sndigen wird, die 
soll eine einjhrige Ziege zum Sndopfer bringen.
NUM 15:28 Und der Priester soll dieser Seele, welche unvorstzlich, aus 
Versehen gesndigt hat, vor dem HERRN Shne erwirken, so wird ihr vergeben 
werden.
NUM 15:29 Es soll einerlei Gesetz gelten, wenn jemand aus Versehen etwas 
tut, sowohl fr den Einheimischen unter den Kindern Israel als auch fr 
den Fremdling, der unter euch wohnt.
NUM 15:30 Wenn aber eine Seele aus Frevel etwas tut (es sei ein 
Einheimischer oder ein Fremdling) so lstert sie den HERRN; solche Seele 
soll ausgerottet werden mitten aus ihrem Volk;
NUM 15:31 denn sie hat des HERRN Wort verachtet und sein Gebot gebrochen; 
eine solche Seele soll unbedingt ausgerottet werden; ihre Schuld bleibe 
auf ihr!
NUM 15:32 Als die Kinder Israel in der Wste waren, fanden sie einen Mann, 
der am Sabbat Holz sammelte.
NUM 15:33 Da brachten ihn die, welche ihn beim Holzsammeln ertappt hatten, 
zu Mose und Aaron und vor die ganze Gemeinde.
NUM 15:34 Und sie taten ihn in Gewahrsam; denn es war nicht klar 
ausgedrckt, was man mit ihm tun sollte.
NUM 15:35 Der HERR aber sprach zu Mose: Der Mann mu unbedingt sterben; 
die ganze Gemeinde soll ihn auerhalb des Lagers steinigen!
NUM 15:36 Da fhrte ihn die ganze Gemeinde vor das Lager hinaus, und sie 
steinigten ihn, da er starb, wie der HERR Mose geboten hatte.
NUM 15:37 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
NUM 15:38 Rede mit den Kindern Israel und sage ihnen, da sie sich Quasten 
machen an die Zipfel ihrer Kleider, in all ihren Geschlechtern, und eine 
Schnur von blauem Purpur an die Quaste des Zipfels tun.
NUM 15:39 Und die Quaste soll euch dazu dienen, da ihr bei ihrem Anblick 
aller Gebote des HERRN gedenket und sie befolget, da ihr nicht den 
Trieben eures Herzens nachgehet und euren Augen nachbuhlet;
NUM 15:40 sondern, da ihr an alle meine Gebote gedenket und sie tut und 
ihr eurem Gott heilig seid.
NUM 15:41 Ich, der HERR, bin euer Gott, der ich euch aus gypten gefhrt 
habe, da ich euer Gott sei, ich, der HERR, euer Gott.
NUM 16:1 Und Korah, der Sohn Jizhars, des Sohnes Kahats, des Sohnes Levis, 
nahm Datan und Abiram, die Shne Eliabs, und On, den Sohn Pelets, die 
Shne Rubens;
NUM 16:2 und sie emprten sich wider Mose, samt zweihundertundfnfzig 
Mnnern aus den Kindern Israel, Hauptleuten der Gemeinde, Berufenen der 
Versammlung, angesehenen Mnnern.
NUM 16:3 Und sie versammelten sich wider Mose und Aaron und sprachen zu 
ihnen: Ihr beansprucht zu viel; denn die ganze Gemeinde ist berall 
heilig, und der HERR ist in ihrer Mitte! Warum erhebet ihr euch ber die 
Gemeinde des HERRN?
NUM 16:4 Als Mose solches hrte, warf er sich auf sein Angesicht und 
sprach zu Korah und zu seiner ganzen Rotte also:
NUM 16:5 Morgen wird der HERR kundtun, wer ihm angehrt, und wer heilig 
sei, da er ihn zu sich nahen lasse. Wen er erwhlt, den wird er zu sich 
nahen lassen.
NUM 16:6 Korah und seine ganze Rotte, tut das: Nehmet fr euch 
Rucherpfannen
NUM 16:7 und leget Feuer darein und tut Rucherwerk darauf vor dem HERRN, 
morgen;
NUM 16:8 wen der HERR erwhlt, der sei heilig. Ihr beansprucht zu viel, 
ihr Kinder Levis. Und Mose sprach zu Korah: Hret doch, ihr Kinder Levis!
NUM 16:9 Ist es euch zu wenig, da euch der Gott Israels von der Gemeinde 
Israels ausgesondert hat, da ihr euch zu ihm nahen sollt, da ihr den 
Dienst an der Wohnung des HERRN versehet und vor der Gemeinde stehet, ihr 
zu dienen?
NUM 16:10 Er hat dich und alle deine Brder, die Kinder Levis, samt dir zu 
ihm nahen lassen, und ihr begehret nun auch das Priestertum?
NUM 16:11 Frwahr, du und deine ganze Rotte, ihr verbndet euch wider den 
HERRN. Was ist Aaron, da ihr wider ihn murret?
NUM 16:12 Und Mose schickte hin und lie Datan und Abiram, die Shne 
Eliabs, rufen. Sie aber sprachen: Wir kommen nicht hinauf!
NUM 16:13 Ist es zu wenig, da du uns aus einem Lande gefhrt hast, das 
von Milch und Honig fliet, um uns in der Wste zu tten? Willst du auch 
noch ber uns herrschen?
NUM 16:14 Wie fein hast du uns in ein Land gebracht, das von Milch und 
Honig fliet, und hast uns cker und Weinberge zum Erbteil gegeben! Willst 
du diesen Leuten auch die Augen ausstechen? Wir kommen nicht hinauf!
NUM 16:15 Da ergrimmte Mose sehr und sprach zu dem HERRN: Wende dich nicht 
zu ihrem Speisopfer! Ich habe nicht einen Esel von ihnen genommen und habe 
keinem jemals ein Leid getan!
NUM 16:16 Und Mose sprach zu Korah: Du und deine ganze Rotte, kommmt 
morgen vor den HERRN, du und sie und Aaron.
NUM 16:17 Und ein jeder nehme seine Rucherpfanne und lege Rucherwerk 
darauf und trete herzu vor den HERRN, ein jeder mit seiner Rucherpfanne; 
das sind 250 Rucherpfannen, auch du und Aaron, nehmet ein jeder seine 
Rucherpfanne mit!
NUM 16:18 Da nahm jeder seine Rucherpfanne und legte Feuer darein und tat 
Rucherwerk darauf, und sie standen vor der Tr der Stiftshtte, auch Mose 
und Aaron.
NUM 16:19 Und Korah versammelte wider sie die ganze Gemeinde vor die Tr 
der Stiftshtte. Da erschien die Herrlichkeit des HERRN vor der ganzen 
Gemeinde.
NUM 16:20 Und der HERR redete zu Mose und Aaron und sprach:
NUM 16:21 Scheidet euch von dieser Gemeinde, da ich sie in einem 
Augenblick vertilge!
NUM 16:22 Sie fielen aber auf ihr Angesicht und sprachen: O Gott, du Gott 
der Geister alles Fleisches, ein Mann hat gesndigt, und du willst ber 
die ganze Gemeinde zrnen?
NUM 16:23 Da redete der HERR zu Mose und sprach:
NUM 16:24 Sage der Gemeinde und sprich: Entfernt euch ringsum von der 
Wohnung Korahs, Datans und Abirams!
NUM 16:25 Da stand Mose auf und ging zu Datan und Abiram, und die ltesten 
Israels folgten ihm.
NUM 16:26 Und er redete mit der Gemeinde und sprach: Weichet doch von den 
Htten dieser gottlosen Menschen und rhret nichts an von allem, was ihnen 
gehrt, damit ihr nicht weggerafft werdet um aller ihrer Snden willen!
NUM 16:27 Da entfernten sie sich ringsum von der Wohnung Korahs, Datans 
und Abirams. Datan aber und Abiram kamen heraus und traten an die Tr 
ihrer Htten mit ihren Weibern und Shnen und Kindern.
NUM 16:28 Und Mose sprach: Daran sollt ihr merken, da der HERR mich 
gesandt hat, alle diese Werke zu tun, und da sie nicht aus meinem Herzen 
kommen:
NUM 16:29 werden diese sterben, wie alle Menschen sterben und gestraft 
werden mit einer Strafe, wie sie alle Menschen trifft, so hat der HERR 
mich nicht gesandt;
NUM 16:30 wird aber der HERR etwas Neues schaffen, da die Erde ihren Mund 
auftut und sie verschlingt mit allem, was sie haben, da sie lebendig 
hinunterfahren ins Totenreich, so werdet ihr erkennen, da diese Leute den 
HERRN gelstert haben!
NUM 16:31 Und es geschah, als er alle diese Worte ausgeredet hatte, da 
zerri die Erde unter ihnen;
NUM 16:32 und die Erde tat ihren Mund auf und verschlang sie samt ihren 
Husern und samt allen Menschen, die bei Korah waren, und mit aller ihrer 
Habe.
NUM 16:33 Und sie fuhren lebendig hinunter ins Totenreich mit allem, was 
sie hatten. Und die Erde deckte sie zu. Also kamen sie um, mitten aus der 
Gemeinde.
NUM 16:34 Und ganz Israel, das rings um sie her war, floh bei ihrem 
Geschrei; denn sie sprachen: Da uns die Erde nicht auch verschlinge!
NUM 16:35 Dazu fuhr Feuer aus von dem HERRN und verzehrte die 
zweihundertundfnfzig Mnner, die das Rucherwerk opferten.
NUM 16:36 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
NUM 16:37 Sage zu Eleasar, dem Sohn Aarons, des Priesters, da er die 
Rucherpfannen aus dem Brande aufhebe und das Feuer fernhin streue;
NUM 16:38 denn sie sind geheiligt, nmlich die Rucherpfannen derer, die 
wider ihre Seele gesndigt haben. Man soll sie zu breiten Blechen schlagen 
und den Altar damit bedecken; denn sie haben sie vor den HERRN gebracht 
und [dadurch] geheiligt; sie sollen den Kindern Israel zum Zeichen sein.
NUM 16:39 Also nahmen Eleasar, der Priester, die ehernen Rucherpfannen, 
welche die Verbrannten herzugebracht hatten, und man schlug sie zu 
Blechen, um den Altar zu bedecken;
NUM 16:40 zum Gedchtnis den Kindern Israel, da kein Fremder, der nicht 
vom Samen Aarons ist, sich nahe, um vor dem HERRN Rucherwerk zu opfern, 
und es ihm nicht ergehe wie Korah und seiner Rotte; wie der HERR durch 
Mose gesagt hatte.
NUM 16:41 Am folgenden Morgen aber murrte die ganze Gemeinde der Kinder 
Israel wider Mose und Aaron und sprach: Ihr habt des HERRN Volk gettet!
NUM 16:42 Als sich nun die Gemeinde wider Mose und Aaron versammelt hatte, 
wandten sie sich nach der Stiftshtte, und siehe, da bedeckte sie die 
Wolke, und die Herrlichkeit des HERRN erschien.
NUM 16:43 Und Mose und Aaron gingen vor die Stiftshtte.
NUM 16:44 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
NUM 16:45 Entfernt euch von dieser Gemeinde, so will ich sie in einem 
Augenblick vertilgen!
NUM 16:46 Sie aber fielen auf ihr Angesicht. Und Mose sprach zu Aaron: 
Nimm die Rucherpfanne und tue Feuer darein vom Altar und lege Rucherwerk 
darauf und gehe eilends zu der Gemeinde und erwirke ihr Shne. Denn der 
grimmige Zorn ist vom HERRN ausgegangen, und die Plage hat begonnen!
NUM 16:47 Da nahm Aaron die Rucherpfanne, wie Mose gesagt hatte, und lief 
mitten unter die Gemeinde. Und siehe, die Plage hatte unter dem Volk 
angefangen; und er rucherte und erwirkte Shne fr das Volk;
NUM 16:48 und er stand zwischen den Toten und den Lebendigen: da ward der 
Plage gewehrt.
NUM 16:49 Es belief sich aber die Zahl der an der Plage Gestorbenen auf 
14700, ausgenommen die, welche wegen der Sache Korahs starben.
NUM 16:50 Und Aaron kam wieder zu Mose vor die Tr der Stiftshtte, 
nachdem der Plage gewehrt worden war.
NUM 17:1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: Rede mit den Kindern 
Israel und nimm von ihnen je einen Stab fr ein Vaterhaus,
NUM 17:2 von allen Frsten ihrer Stammhuser zwlf Stbe, und schreibe 
eines jeden Namen auf seinen Stab.
NUM 17:3 Aber Aarons Namen sollst du auf den Stab Levis schreiben. Denn 
fr jedes Oberhaupt ihrer Vaterhuser soll ein Stab sein.
NUM 17:4 Und lege sie in die Stiftshtte vor das Zeugnis, wo ich mit euch 
zusammenzukommen pflege.
NUM 17:5 Und der Mann, welchen ich erwhlen werde, dessen Stab wird 
grnen; so werde ich das Murren der Kinder Israel, womit sie wider euch 
gemurrt haben, vor mir zum Schweigen bringen.
NUM 17:6 Und Mose sagte solches den Kindern Israel; da gaben ihm alle ihre 
Frsten zwlf Stbe, jeder Frst einen Stab, nach ihren Vaterhusern; auch 
Aarons Stab war unter ihren Stben.
NUM 17:7 Und Mose legte die Stbe vor den HERRN, in die Htte des 
Zeugnisses.
NUM 17:8 Am Morgen aber, als Mose in die Htte des Zeugnisses trat, siehe, 
da grnte der Stab Aarons, des Hauses Levis; er hatte ausgeschlagen und 
Blten getrieben und trug reife Mandeln.
NUM 17:9 Und Mose trug alle Stbe heraus von dem HERRN zu allen Kindern 
Israel; und sie sahen sie, und ein jeder nahm seinen Stab.
NUM 17:10 Der HERR aber sprach zu Mose: Trage den Stab Aarons wieder vor 
das Zeugnis, da er verwahrt werde zum Zeichen fr die widerspenstigen 
Kinder, da ihr Murren vor mir aufhre, da sie nicht sterben!
NUM 17:11 Und Mose tat solches; wie der HERR ihm geboten hatte, so tat er.
NUM 17:12 Und die Kinder Israel sprachen zu Mose: Siehe, wir sterben 
dahin, wir kommen um, wir kommen alle um!
NUM 17:13 Wer sich der Wohnung des HERRN naht, der stirbt! Oder sind wir 
alle zum Sterben bestimmt?
NUM 18:1 Und der HERR sprach zu Aaron: Du und deine Shne und deines 
Vaters Haus mit dir sollen die Versndigung am Heiligtum tragen, und du 
und deine Shne mit dir sollen die Snde eures Priestertums tragen.
NUM 18:2 La auch deine Brder vom Stamme Levi, von deinem vterlichen 
Stamm, sich mit dir nahen, da sie sich dir anschlieen und dir dienen. Du 
aber und deine Shne mit dir sollen vor der Htte des Zeugnisses dienen 
und sollen deine Anordnungen und die Ordnungen der ganzen Htte besorgen;
NUM 18:3 doch zu den Gerten des Heiligtums und zum Altar sollen sie sich 
nicht nahen, da sie nicht sterben, sie und ihr dazu;
NUM 18:4 sondern sie sollen dir beigeordnet sein, da sie die Ordnung der 
Stiftshtte besorgen, den Dienst an der Htte; aber kein Fremder soll sich 
zu euch nahen.
NUM 18:5 So beobachtet denn die Ordnungen des Heiligtums und die Ordnung 
des Altars, da hinfort kein Zorngericht ber die Kinder Israel komme!
NUM 18:6 Und siehe, ich habe die Leviten, eure Brder, aus den Kindern 
Israel herausgenommen, euch zur Gabe, als dem HERRN Geweihte, da sie den 
Dienst der Stiftshtte besorgen.
NUM 18:7 Du aber und deine Shne mit dir, ihr sollt eures Priestertums 
warten, da ihr dienet in allen Geschften des Altars und inwendig hinter 
dem Vorhang; denn zum Geschenk gebe ich euch das Amt eures Priestertums. 
Wenn ein Fremder herzunaht, so mu er sterben.
NUM 18:8 Und der HERR sprach zu Aaron: Siehe, ich habe dir meine Hebopfer 
zu verwahren gegeben; von allem, was die Kinder Israel heiligen, habe ich 
sie dir zum Salbungsgeschenk und deinen Shnen zum ewigen Recht verliehen.
NUM 18:9 Das sollst du haben vom Hochheiligen, vom Feuer des Altars; alle 
ihre Opfer samt allen ihren Speisopfern und Sndopfern und Schuldopfern, 
die sie mir bringen, sollen dir und deinen Shnen hochheilig sein.
NUM 18:10 An einem hochheiligen Ort sollst du es essen; was mnnlich ist, 
mag davon essen; denn es soll dir heilig sein.
NUM 18:11 Du sollst auch das Hebopfer ihrer Gaben haben, alle Webopfer der 
Kinder Israel; Ich habe sie dir und deinen Shnen und deinen Tchtern 
neben dir zum ewigen Rechte gegeben. Wer in deinem Hause rein ist, der 
soll davon essen:
NUM 18:12 Alles Beste vom l und alles Beste vom Most und Korn, ihre 
Erstlinge, die sie dem HERRN geben, habe ich dir gegeben.
NUM 18:13 Die ersten Frchte alles dessen, was in ihrem Lande [wchst], 
die sie dem HERRN bringen, sollen dein sein. Wer in deinem Hause rein ist, 
soll davon essen.
NUM 18:14 Alles Gebannte in Israel soll dein sein.
NUM 18:15 Alle Erstgeburt unter allem Fleisch, die sie dem HERRN bringen, 
es sei ein Mensch oder ein Vieh, soll dein sein; doch sollst du die 
Erstgeburt von Menschen lsen lassen, auch die Erstgeburt eines unreinen 
Viehes sollst du lsen lassen.
NUM 18:16 Und was den Lsepreis betrifft, sollst du, wenn sie einen Monat 
alt sind, sie lsen nach deiner Schatzung um fnf Schekel Silber, nach dem 
Schekel des Heiligtums, welcher zwanzig Gera gilt.
NUM 18:17 Aber die Erstgeburt eines Ochsen, oder die Erstgeburt eines 
Lammes, oder die Erstgeburt einer Ziege sollst du nicht lsen lassen; denn 
sie sind heilig. Ihr Blut sollst du auf den Altar sprengen, und ihr Fett 
sollst du verbrennen zum Feueropfer, zum lieblichen Geruch dem HERRN.
NUM 18:18 Ihr Fleisch aber soll dein sein; wie die Webebrust und die 
rechte Keule soll es dir gehren.
NUM 18:19 Alle Hebopfer von den heiligen Gaben, welche die Kinder Israel 
dem HERRN erheben, habe ich dir und deinen Shnen und deinen Tchtern 
neben dir gegeben, als ewiges Recht. Das soll ein ewiger Salzbund sein vor 
dem HERRN, fr dich und deinen Samen mit dir.
NUM 18:20 Und der HERR sprach zu Aaron: Du sollst in ihrem Lande nichts 
erben, auch kein Teil unter ihnen haben; denn Ich bin dein Teil und dein 
Erbgut unter den Kindern Israel!
NUM 18:21 Aber siehe, den Kindern Levis habe ich alle Zehnten in Israel 
zum Erbteil gegeben fr ihren Dienst, den sie mir tun in der Arbeit an der 
Stiftshtte.
NUM 18:22 Darum sollen hinfort die Kinder Israel nicht zur Stiftshtte 
nahen, da sie nicht Snde auf sich laden und sterben;
NUM 18:23 sondern die Leviten sollen den Dienst an der Stiftshtte 
besorgen und sie sollen ihre Missetat tragen; das sei ein ewiges Recht bei 
euren Nachkommen; aber sie sollen unter den Kindern Israel kein Erbgut 
besitzen.
NUM 18:24 Denn den Zehnten der Kinder Israel, den sie dem HERRN als 
Hebopfer entrichten, habe ich den Leviten zum Erbteil gegeben. Darum habe 
ich zu ihnen gesagt, da sie unter den Kindern Israel kein Erbgut besitzen 
sollen.
NUM 18:25 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
NUM 18:26 Sage auch den Leviten und sprich zu ihnen: Wenn ihr von den 
Kindern Israel den Zehnten nehmet, den ich euch von ihnen zum Erbteil 
gegeben habe, so sollt ihr davon dem HERRN ein Hebopfer abheben, den 
Zehnten vom Zehnten.
NUM 18:27 Dieses euer Hebopfer soll euch angerechnet werden, als gbet ihr 
Korn von der Tenne und Most aus der Kelter.
NUM 18:28 Also sollt auch ihr dem HERRN das Hebopfer geben von allen euren 
Zehnten, die ihr von den Kindern Israel nehmet, und sollt dieses Hebopfer 
des HERRN dem Priester Aaron geben.
NUM 18:29 Von allem, was euch geschenkt wird, sollt ihr dem HERRN ein 
Hebopfer geben, von allem Besten den geheiligten Teil.
NUM 18:30 Und sprich zu ihnen: Wenn ihr also das Allerbeste davon abhebet, 
so soll es den Leviten angerechnet werden wie ein Ertrag der Tenne und wie 
ein Ertrag der Kelter.
NUM 18:31 Und ihr mget es essen an allen Orten, ihr und euer Haus; denn 
es ist euer Lohn fr euren Dienst an der Stiftshtte.
NUM 18:32 Und ihr werdet darob keine Snde auf euch laden, wenn ihr nur 
das Beste davon abhebet und das Geheiligte der Kinder Israel nicht 
entweihet, auf da ihr nicht sterbet.
NUM 19:1 Und der HERR redete zu Mose und Aaron und sprach:
NUM 19:2 Dies ist eine Gesetzesbestimmung, die der HERR geboten hat, indem 
er sprach: Sage den Kindern Israel, da sie zu dir bringen eine tadellose 
Kuh, an der kein Mangel und auf die noch kein Joch gekommen ist, und gebt 
sie dem Priester Eleasar,
NUM 19:3 der soll sie vor das Lager hinausfhren und daselbst vor seinen 
Augen schchten lassen.
NUM 19:4 Darnach soll Eleasar, der Priester, mit seinem Finger von ihrem 
Blute nehmen und von ihrem Blut siebenmal gegen die Stiftshtte sprengen,
NUM 19:5 und die Kuh soll er vor seinen Augen verbrennen lassen; ihre Haut 
und ihr Fleisch, dazu ihr Blut samt ihrem Mist soll er verbrennen lassen.
NUM 19:6 Und der Priester soll Zedernholz und Ysop und Karmesin nehmen und 
es auf die brennende Kuh werfen.
NUM 19:7 Und der Priester soll seine Kleider waschen und seinen Leib im 
Wasser baden und darnach ins Lager gehen; und der Priester soll unrein 
sein bis an den Abend.
NUM 19:8 Gleicherweise soll der, welcher sie verbrannt hat, seine Kleider 
mit Wasser waschen und seinen Leib mit Wasser baden und unrein sein bis an 
den Abend.
NUM 19:9 Und ein reiner Mann soll die Asche von der Kuh sammeln und 
auerhalb des Lagers an einen reinen Ort schtten, damit sie daselbst fr 
die Gemeinde der Kinder Israel aufbewahrt werde fr das Reinigungswasser; 
denn es ist ein Sndopfer.
NUM 19:10 Und der, welcher die Asche von der Kuh gesammelt hat, soll seine 
Kleider waschen und unrein sein bis an den Abend.
NUM 19:11 Es soll aber dies eine ewig gltige Satzung sein fr die Kinder 
Israel und fr die Fremdlinge, die unter ihnen wohnen: Wer einen Leichnam 
anrhrt von irgend einem Menschen, der bleibt unrein sieben Tage lang.
NUM 19:12 Ein solcher soll sich mit demselben [Wasser] am dritten und am 
siebenten Tag entsndigen, so wird er rein. Wenn er sich aber am dritten 
und am siebenten Tag nicht entsndigt, so wird er nicht rein.
NUM 19:13 Wenn aber jemand den Leichnam eines Menschen anrhrt und sich 
nicht entsndigen wollte, der verunreinigt die Wohnung des HERRN, eine 
solche Seele soll aus Israel ausgerottet werden, weil das Reinigungswasser 
nicht ber sie gesprengt worden ist; und sie bleibt unrein, ihre 
Unreinigkeit ist noch an ihr.
NUM 19:14 Das ist das Gesetz, wenn ein Mensch im Zelte stirbt: Wer in das 
Zelt geht, und alles, was im Zelte ist, soll sieben Tage lang unrein sein.
NUM 19:15 Und alle offenen Geschirre, worber kein Deckel gebunden ist, 
sind unrein.
NUM 19:16 Auch wer auf dem Felde einen mit dem Schwert Erschlagenen 
anrhrt oder sonst einen Toten oder eines Menschen Gebein oder ein Grab, 
der ist sieben Tage lang unrein.
NUM 19:17 So sollen sie nun fr den Unreinen von der Asche dieses 
verbrannten Sndopfers nehmen und lebendiges Wasser darber tun in ein 
Geschirr.
NUM 19:18 Und ein reiner Mann soll Ysop nehmen und ins Wasser tunken und 
das Zelt besprengen und alle Geschirre und alle Seelen, die darin sind; 
also auch den, der ein Totengebein oder einen Erschlagenen oder einen 
Toten oder ein Grab angerhrt hat.
NUM 19:19 Und der Reine soll den Unreinen besprengen am dritten Tag und am 
siebenten Tage; so wird er ihn am siebenten Tage entsndigen; und er soll 
seine Kleider waschen und sich mit Wasser baden, so wird er am Abend rein 
sein.
NUM 19:20 Ist aber jemand unrein und will sich nicht entsndigen lassen, 
dessen Seele soll aus der Gemeinde ausgerottet werden; denn er hat das 
Heiligtum des HERRN verunreinigt, er ist nicht mit Reinigungswasser 
besprengt, darum ist er unrein.
NUM 19:21 Und das soll ihnen eine ewig gltige Satzung sein. Derjenige 
aber, welcher mit dem Reinigungswasser besprengt hat, soll seine Kleider 
waschen. Und wer das Reinigungswasser anrhrt, der soll unrein sein bis an 
den Abend.
NUM 19:22 Auch alles, was der Unreine anrhrt, wird unrein werden; und 
welche Seele ihn anrhren wird, die soll unrein sein bis an den Abend.
NUM 20:1 Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel kam in die Wste Zin, im 
ersten Monat, und das Volk blieb zu Kadesch. Und Mirjam starb daselbst und 
ward daselbst begraben.
NUM 20:2 Und die Gemeinde hatte kein Wasser; darum versammelten sie sich 
wider Mose und wider Aaron.
NUM 20:3 Und das Volk haderte mit Mose und sprach: Ach, da wir umgekommen 
wren, als unsre Brder vor dem HERRN umkamen!
NUM 20:4 Und warum habt ihr die Gemeinde des HERRN in diese Wste 
gebracht, da wir hier sterben, wir und unser Vieh?
NUM 20:5 Warum habt ihr uns doch aus gypten an diesen bsen Ort gefhrt, 
da man nicht sen kann, da weder Feigenbume noch Weinstcke noch 
Granatpfel sind, auch kein Wasser zu trinken?
NUM 20:6 Und Mose und Aaron gingen von der Gemeinde weg zur Tr der 
Stiftshtte und fielen auf ihr Angesicht. Und die Herrlichkeit des HERRN 
erschien ihnen.
NUM 20:7 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
NUM 20:8 Nimm den Stab und versammle die Gemeinde, du und dein Bruder 
Aaron, und redet mit dem Felsen vor ihren Augen, der wird sein Wasser 
geben. So sollst du ihnen Wasser aus dem Felsen verschaffen und die 
Gemeinde und ihr Vieh trnken.
NUM 20:9 Da holte Mose den Stab vor dem HERRN, wie er ihm gesagt hatte.
NUM 20:10 Und Mose und Aaron versammelten die Gemeinde vor dem Felsen; und 
er sprach: Hret doch, ihr Widerspenstigen: Aus diesem Felsen sollen wir 
euch Wasser verschaffen?
NUM 20:11 Und Mose hob seine Hand auf und schlug den Felsen zweimal mit 
seinem Stab. Da flo viel Wasser heraus; und die Gemeinde und ihr Vieh 
tranken.
NUM 20:12 Der HERR aber sprach zu Mose und Aaron: Weil ihr nicht auf mich 
vertraut habt, um mich vor den Kindern Israel zu heiligen, sollt ihr diese 
Gemeinde nicht in das Land bringen, das ich ihnen geben werde!
NUM 20:13 Das ist das Wasser Meriba, wo die Kinder Israel mit dem HERRN 
haderten, und er sich an ihnen heilig erwies.
NUM 20:14 Darnach sandte Mose Botschaft aus Kadesch zu dem Knig der 
Edomiter: Also lt dir dein Bruder Israel sagen: Du weit alle Mhe, die 
uns begegnet ist;
NUM 20:15 da unsre Vter nach gypten hinabgezogen sind; da wir lange 
Zeit in gypten gewohnt und die gypter uns und unsre Vter mihandelt 
haben;
NUM 20:16 und wir schrieen zum HERRN, und er erhrte unsre Stimme und 
sandte einen Engel und fhrte uns aus gypten. Und siehe, wir sind zu 
Kadesch, einer Stadt zuuerst an deinem Gebiet.
NUM 20:17 So la uns nun durch dein Land ziehen. Wir wollen weder durch 
cker noch durch Weinberge gehen, auch kein Wasser aus den Brunnen 
trinken. Wir wollen auf der Knigsstrae ziehen und weder zur rechten noch 
zur linken Seite weichen, bis wir durch dein Gebiet gekommen sind.
NUM 20:18 Der Edomiter aber sprach zu ihnen: Du sollst nicht durch mein 
Land ziehen, sonst will ich dir mit dem Schwert entgegentreten!
NUM 20:19 Die Kinder Israel sprachen zu ihm: Wir wollen auf der gebahnten 
Strae ziehen, und wenn wir von deinem Wasser trinken, wir und unser Vieh, 
so wollen wir es bezahlen; wir wollen nur zu Fu hindurchziehen.
NUM 20:20 Er aber sprach: Du sollst nicht hindurchziehen! Und der Edomiter 
zog ihnen entgegen mit mchtigem Volk und mit starker Hand.
NUM 20:21 Also weigerte sich der Edomiter, Israel zu vergnnen, durch sein 
Gebiet zu ziehen. Und Israel wich von ihm.
NUM 20:22 Da brachen die Kinder Israel auf von Kadesch, und die ganze 
Gemeinde kam zu dem Berge Hor.
NUM 20:23 Und der HERR redete mit Mose und Aaron an dem Berge Hor, an den 
Landmarken der Edomiter und sprach:
NUM 20:24 La Aaron sich zu seinem Volk versammeln; denn er soll nicht in 
das Land kommen, das ich den Kindern Israel gegeben habe, weil ihr meinen 
Worten beim Haderwasser ungehorsam gewesen seid.
NUM 20:25 Nimm aber Aaron und seinen Sohn Eleasar und fhre sie auf den 
Berg Hor,
NUM 20:26 und zieh Aaron seine Kleider aus und lege sie seinem Sohn 
Eleasar an; und Aaron soll daselbst zu seinem Volk versammelt werden und 
sterben.
NUM 20:27 Da tat Mose, wie der HERR geboten hatte; und sie stiegen auf den 
Berg Hor vor den Augen der ganzen Gemeinde.
NUM 20:28 Und Mose zog Aaron seine Kleider aus und zog sie seinem Sohn 
Eleasar an. Und Aaron starb daselbst, oben auf dem Berge. Mose aber und 
Eleasar stiegen vom Berge hinab.
NUM 20:29 Und als die ganze Gemeinde sah, da Aaron gestorben war, 
beweinte ihn das ganze Haus Israel dreiig Tage lang.
NUM 21:1 Und als der Kanaaniter, der Knig von Arad, der gegen Mittag 
wohnte, hrte, da Israel auf dem Wege der Kundschafter heranziehe, stritt 
er wider Israel und machte Gefangene unter ihnen.
NUM 21:2 Da tat Israel dem HERRN ein Gelbde und sprach: Wenn du dieses 
Volk in meine Hand gibst, so will ich an ihren Stdten den Bann 
vollstrecken!
NUM 21:3 Und der HERR erhrte Israels Stimme und gab die Kanaaniter in 
ihre Hand, und Israel vollstreckte an ihnen und an ihren Stdten den Bann 
und hie den Ort Horma.
NUM 21:4 Da zogen sie vom Berge Hor weg auf dem Weg zum Schilfmeer, um der 
Edomiter Land zu umgehen. Aber das Volk ward ungeduldig auf dem Wege.
NUM 21:5 Und das Volk redete wider Gott und wider Mose: Warum habt ihr uns 
aus gypten gefhrt, da wir in der Wste sterben? Denn hier ist weder 
Brot noch Wasser, und unsre Seele hat einen Ekel an dieser schlechten 
Speise!
NUM 21:6 Da sandte der HERR feurige Schlangen unter das Volk, die bissen 
das Volk, so da viel Volk in Israel starb.
NUM 21:7 Da kamen sie zu Mose und sprachen: Wir haben gesndigt, da wir 
wider den HERRN und wider dich geredet haben. Bitte den HERRN, da er die 
Schlangen von uns wende!
NUM 21:8 Und Mose bat fr das Volk. Da sprach der HERR zu Mose: Mache dir 
eine feurige Schlange und befestige sie an ein Panier; und es soll 
geschehen, wer gebissen ist und sie ansieht, der soll am Leben bleiben!
NUM 21:9 Da machte Mose eine eherne Schlange und befestigte sie an das 
Panier; und es geschah, wenn eine Schlange jemanden bi und er die eherne 
Schlange anschaute, so blieb er am Leben.
NUM 21:10 Und die Kinder Israel zogen aus und lagerten sich in Obot.
NUM 21:11 Und von Obot zogen sie aus und lagerten sich bei den Ruinen von 
Abarim in der Wste, Moab gegenber, gegen Aufgang der Sonne.
NUM 21:12 Von dannen zogen sie weiter und lagerten sich an dem Bach Sared.
NUM 21:13 Von dannen zogen sie weiter und lagerten sich jenseits des 
Arnon, welcher in der Wste ist und aus dem Gebiete der Amoriter 
herausfliet; denn der Arnon bildet die Grenze Moabs, zwischen Moab und 
den Amoritern.
NUM 21:14 Daher heit es im Buche von den Kriegen des HERRN: Waheb hat er 
im Sturm eingenommen und die Tler des Arnon in Supha
NUM 21:15 und den Abhang der Tler, der sich bis zum Wohnsitz von Ar 
erstreckt und sich an die Grenze von Moab lehnt.
NUM 21:16 Von dannen zogen sie gen Beer. Das ist der Brunnen, davon der 
HERR zu Mose sagte: Versammle das Volk, so will ich ihnen Wasser geben.
NUM 21:17 Da sang Israel dieses Lied: Kommt zum Brunnen! Singt von ihm!
NUM 21:18 Brunnen, den die Frsten gruben, den die Edlen des Volkes 
ffneten mit dem Herrscherstab, mit ihren Stben! Und von dieser Wste 
zogen sie gen Mattana,
NUM 21:19 und von Mattana gen Nahaliel, und von Nahaliel gen Bamot, und 
von Bamot in das Tal,
NUM 21:20 das im Gefilde Moab liegt, dessen Gipfel der Pisga ist, der 
gegen die Wste schaut.
NUM 21:21 Und Israel sandte Boten zu Sihon, dem Knig der Amoriter, und 
lie ihm sagen:
NUM 21:22 La mich durch dein Land ziehen, wir wollen weder in die cker 
noch in die Weingrten treten, wollen auch von dem Brunnenwasser nicht 
trinken; wir wollen die Knigsstrae ziehen, bis wir durch dein Gebiet 
gekommen sind!
NUM 21:23 Aber Sihon gestattete Israel nicht, durch sein Gebiet zu ziehen, 
sondern versammelte sein ganzes Volk und zog aus, Israel entgegen in die 
Wste. Und als er gen Jahza kam, stritt er wider Israel.
NUM 21:24 Israel aber schlug ihn mit der Schrfe des Schwertes und nahm 
sein Land ein, vom Arnon an bis an den Jabbok und bis an die Kinder Ammon; 
denn die Landmarken der Kinder Ammon waren fest.
NUM 21:25 Also nahm Israel alle diese Stdte ein und wohnte in allen 
Stdten der Amoriter zu Hesbon und in allen ihren Drfern.
NUM 21:26 Denn Hesbon war die Stadt Sihons, des Knigs der Amoriter, der 
zuvor mit dem Knig der Moabiter gestritten und ihm sein ganzes Land bis 
zum Arnon abgewonnen hatte.
NUM 21:27 Daher sagen die Spruchdichter: Kommt gen Hesbon; die Stadt 
Sihons werde gebaut und aufgerichtet!
NUM 21:28 Denn aus Hesbon ist Feuer gefahren, eine Flamme von der Stadt 
Sihons, die hat Ar der Moabiter verzehrt, die Herren der Hhen am Arnon.
NUM 21:29 Wehe dir, Moab, Volk des Kamos, du bist verloren! Man hat seine 
Shne in die Flucht geschlagen und seine Tchter gefangen gefhrt zu 
Sihon, dem Knig der Amoriter;
NUM 21:30 und ihre Nachkommenschaft ist umgekommen von Hesbon bis Dibon, 
und ihre Weiber sind zu dem hinabgestiegen, der das Feuer angefacht hat, 
nach Medeba.
NUM 21:31 Also wohnte Israel im Lande der Amoriter.
NUM 21:32 Und Mose sandte Kundschafter aus gen Jaeser, und sie gewannen 
ihre Drfer und trieben die Amoriter aus, die darin wohnten.
NUM 21:33 Und sie wandten sich um und stiegen den Berg nach Basan hinauf. 
Da zog Og, der Knig zu Basan, aus, ihnen entgegen mit seinem ganzen 
Volke, zum Kampf bei Edrei.
NUM 21:34 Der HERR aber sprach zu Mose: Frchte dich nicht vor ihm, denn 
ich habe ihn mit Land und Leuten in deine Hand gegeben, und du sollst mit 
ihm tun, wie du mit Sihon, dem Knig der Amoriter, getan hast, der zu 
Hesbon wohnte!
NUM 21:35 Und sie schlugen ihn und seine Shne und sein ganzes Volk, da 
niemand brigblieb, und nahmen sein Land ein.
NUM 22:1 Darnach zogen die Kinder Israel weiter und lagerten sich in der 
Ebene Moabs, jenseits des Jordan, Jericho gegenber.
NUM 22:2 Als aber Balak, der Sohn Zippors, alles sah, was Israel den 
Amoritern getan hatte,
NUM 22:3 frchtete sich Moab sehr vor dem Volk, denn es war zahlreich; und 
es graute den Moabitern vor den Kindern Israel.
NUM 22:4 Da sprach Moab zu den ltesten der Midianiter: Nun wird dieser 
Haufe alles rings um uns her auffressen, wie das Vieh alles Grne auf dem 
Felde wegfrit. Balak aber, der Sohn Zippors, war zu derselben Zeit Knig 
der Moabiter.
NUM 22:5 Und er sandte Boten aus zu Bileam, dem Sohn Beors, gen Petor, 
welches an dem Flusse [Euphrat] im Lande der Kinder seines Volkes liegt, 
da sie ihn beriefen und zu ihm sagten: Siehe, es ist ein Volk aus gypten 
gezogen; siehe, es bedeckt das ganze Land und lagert sich gegen mich!
NUM 22:6 So komm nun und verfluche mir dieses Volk, denn es ist mir zu 
mchtig; vielleicht kann ich es dann schlagen und aus dem Lande treiben; 
denn ich wei: wen du segnest, der ist gesegnet, und wen du verfluchst, 
der ist verflucht.
NUM 22:7 Und die ltesten der Moabiter gingen hin mit den ltesten der 
Midianiter und hatten den Lohn des Wahrsagens in ihren Hnden und kamen zu 
Bileam und sagten ihm die Worte Balaks.
NUM 22:8 Und er sprach zu ihnen: Bleibet hier ber Nacht, so will ich euch 
antworten, wie mir der HERR sagen wird! Also blieben die Frsten der 
Moabiter bei Bileam.
NUM 22:9 Und Gott kam zu Bileam und sprach: Was sind das fr Leute bei dir?
NUM 22:10 Bileam sprach zu Gott: Balak, der Sohn Zippors, der Moabiter 
Knig, hat zu mir gesandt und mir sagen lassen:
NUM 22:11 Siehe, ein Volk ist aus gypten gezogen und bedeckt das ganze 
Land, so komm nun und verfluche es mir; vielleicht kann ich dann mit ihm 
streiten und es vertreiben!
NUM 22:12 Aber Gott sprach zu Bileam: Geh nicht mit ihnen, verfluche das 
Volk auch nicht; denn es ist gesegnet!
NUM 22:13 Da stand Bileam am Morgen auf und sprach zu den Frsten Balaks: 
Geht hin in euer Land, denn der HERR will es nicht gestatten, da ich mit 
euch ziehe!
NUM 22:14 Und die Frsten der Moabiter machten sich auf, kamen zu Balak 
und sprachen: Bileam weigert sich, mit uns zu ziehen!
NUM 22:15 Da sandte Balak noch mehrere und herrlichere Frsten, als jene 
waren.
NUM 22:16 Als diese zu Bileam kamen, sprachen sie zu ihm: Also lt dir 
Balak, der Sohn Zippors, sagen: Weigere dich doch nicht, zu mir zu ziehen;
NUM 22:17 denn ich will dich hoch ehren, und was du mir sagst, das will 
ich tun. So komm doch und verfluche mir dieses Volk!
NUM 22:18 Bileam antwortete und sprach zu Balaks Knechten: Wenn mir Balak 
sein Haus voll Silber und Gold gbe, so knnte ich doch das Wort des 
HERRN, meines Gottes, nicht bertreten, um Kleines oder Groes zu tun!
NUM 22:19 Doch bleibet noch hier diese Nacht, da ich erfahre, was der 
HERR weiter mit mir reden wird.
NUM 22:20 Da kam Gott des Nachts zu Bileam und sprach zu ihm: Sind die 
Mnner gekommen, dich zu rufen, so mache dich auf und ziehe mit ihnen, 
doch darfst du nur das tun, was ich dir sagen werde!
NUM 22:21 Da stand Bileam am Morgen auf und sattelte seine Eselin und zog 
mit den Frsten der Moabiter.
NUM 22:22 Aber der Zorn Gottes entbrannte darber, da er ging. Und ein 
Engel des HERRN trat ihm als Widersacher in den Weg. Er aber ritt auf 
seiner Eselin, und seine beiden Knaben waren bei ihm.
NUM 22:23 Als nun die Eselin den Engel des HERRN im Wege stehen sah und 
das gezckte Schwert in seiner Hand, bog die Eselin vom Wege ab und ging 
aufs Feld. Bileam aber schlug die Eselin, um sie auf den Weg zu lenken.
NUM 22:24 Da trat der Engel des HERRN in den Hohlweg bei den Weinbergen, 
da zu beiden Seiten Mauern waren.
NUM 22:25 Als nun die Eselin den Engel des HERRN sah, drngte sie sich an 
die Wand und klemmte Bileams Fu an die Wand. Da schlug er sie noch mehr.
NUM 22:26 Da ging der Engel des HERRN weiter und trat an einen engen Ort, 
wo kein Platz zum Ausweichen war, weder zur Rechten noch zur Linken.
NUM 22:27 Als nun die Eselin den Engel des HERRN sah, fiel sie unter 
Bileam auf ihre Knie. Da ergrimmte Bileams Zorn, und er schlug die Eselin 
mit dem Stecken.
NUM 22:28 Da ffnete der HERR der Eselin den Mund; und sie sprach zu 
Bileam: Was habe ich dir getan, da du mich nun dreimal geschlagen hast?
NUM 22:29 Bileam sprach zu der Eselin: Weil du Mutwillen mit mir getrieben 
hast! O da ich ein Schwert in der Hand htte, ich wollte dich jetzt 
umbringen!
NUM 22:30 Die Eselin sprach zu Bileam: Bin ich nicht deine Eselin, die du 
von jeher geritten hast bis auf diesen Tag? Habe ich auch je gepflegt, dir 
also zu tun?
NUM 22:31 Er sprach: Nein! Da enthllte der HERR dem Bileam die Augen, da 
er den Engel des HERRN im Wege stehen sah und das gezckte Schwert in 
seiner Hand; da verneigte er sich und warf sich auf sein Angesicht.
NUM 22:32 Und der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum hast du deine 
Eselin nun dreimal geschlagen? Siehe, ich bin ausgegangen, dir zu 
widerstehen; denn der Weg ist mir ganz entgegen.
NUM 22:33 Und die Eselin hat mich gesehen und ist mir dreimal ausgewichen. 
Und wenn sie mir nicht ausgewichen wre, so htte ich dich jetzt 
umgebracht und sie leben lassen!
NUM 22:34 Da sprach Bileam zum Engel des HERRN: Ich habe gesndigt, denn 
ich wute nicht, da du mir im Wege entgegenstandest! Und nun, wenn es dir 
nicht gefllt, so will ich wieder umkehren.
NUM 22:35 Und der Engel des HERRN sprach zu Bileam: Geh mit den Mnnern; 
aber du sollst nichts reden, auer was ich dir sagen werde! Also zog 
Bileam mit den Frsten Balaks.
NUM 22:36 Da nun Balak hrte, da Bileam kam, zog er ihm entgegen bis Ir-
Moab, welches am Grenzflu Arnon liegt, der die uerste Grenze bildet.
NUM 22:37 Und Balak sprach zu Bileam: Habe ich nicht zu dir gesandt und 
dich rufen lassen? Warum bist du denn nicht zu mir gekommen? Kann ich dich 
etwa nicht ehren?
NUM 22:38 Bileam antwortete dem Balak: Siehe, ich bin jetzt zu dir 
gekommen. Kann ich nun etwas reden? Das Wort, welches mir Gott in den Mund 
gibt, das will ich reden!
NUM 22:39 Also zog Bileam mit Balak, und sie kamen nach Kirjath-Chuzot.
NUM 22:40 Und Balak opferte Rinder und Schafe und schickte zu Bileam und 
den Frsten, die bei ihm waren.
NUM 22:41 Und am Morgen nahm Balak den Bileam und fhrte ihn hinauf auf 
die Hhen Baals, von wo aus er den uersten Teil des Volkes sehen konnte.
NUM 23:1 Und Bileam sprach zu Balak: Baue mir hier sieben Altre, und 
verschaffe mir hier sieben Farren und sieben Widder!
NUM 23:2 Balak tat, wie ihm Bileam sagte. Und beide, Balak und Bileam, 
opferten auf jedem Altar einen Farren und einen Widder.
NUM 23:3 Und Bileam sprach zu Balak: Tritt zu deinem Brandopfer! Ich will 
dorthin gehen. Vielleicht begegnet mir der HERR, da ich dir ansage, was 
er mir zeigen wird.
NUM 23:4 Und er ging auf einen Hgel. Und Gott begegnete dem Bileam. Er 
aber sprach zu ihm: Sieben Altre habe ich zugerichtet und auf jedem einen 
Farren und einen Widder geopfert.
NUM 23:5 Der HERR aber legte Bileam das Wort in den Mund und sprach: Geh 
wieder zu Balak und rede also!
NUM 23:6 So kam er wieder zu ihm, und siehe, da stand er bei seinem 
Brandopfer, er und alle Frsten der Moabiter.
NUM 23:7 Da hob er an seinen Spruch und sprach: Balak, der Moabiter Knig, 
hat mich aus Syrien von dem stlichen Gebirge holen lassen: Komm, 
verfluche mir Jakob, komm und verwnsche Israel!
NUM 23:8 Wie sollte ich dem fluchen, dem Gott nicht flucht? Wie sollte ich 
den verwnschen, den der HERR nicht verwnscht?
NUM 23:9 Denn von den Felsengipfeln sehe ich ihn, und von den Hgeln 
schaue ich ihn. Siehe, das Volk wohnt besonders und wird nicht unter die 
Heiden gerechnet.
NUM 23:10 Wer kann den Staub Jakobs zhlen und die Zahl des vierten Teils 
von Israel? Meine Seele mchte des Todes der Gerechten sterben, und mein 
Ende werde wie dieser Ende!
NUM 23:11 Da sprach Balak zu Bileam: Was hast du mir angestellt? Ich habe 
dich holen lassen, meinen Feinden zu fluchen, und siehe, gesegnet hast du 
sie!
NUM 23:12 Er antwortete und sprach: Mu ich nicht darauf achten zu reden, 
was mir der HERR in den Mund gelegt hat?
NUM 23:13 Balak sprach zu ihm: Komm doch mit mir an einen andern Ort, von 
wo aus du es sehen kannst. Nur seinen uersten Teil sollst du sehen und 
sollst es nicht ganz sehen; von da aus verfluche es mir!
NUM 23:14 Und er nahm ihn [mit sich] nach dem Spherfeld, auf die Hhe des 
Pisga, baute sieben Altre und opferte auf jedem Altar einen Farren und 
einen Widder.
NUM 23:15 Und Bileam sprach zu Balak: Tritt hier zu deinem Brandopfer; ich 
aber will dort eine Begegnung suchen.
NUM 23:16 Und der HERR begegnete dem Bileam und legte ihm das Wort in 
seinen Mund und sprach: Geh wieder zu Balak und rede also!
NUM 23:17 Und als er wieder zu ihm kam, siehe, da stand er bei seinem 
Brandopfer samt den Frsten der Moabiter. Und Balak sprach zu ihm: Was hat 
der HERR gesagt?
NUM 23:18 Da hob er an seinen Spruch und sprach: Steh auf, Balak, und 
hre! Fasse meine Zeugnisse zu Ohren, du Sohn Zippors!
NUM 23:19 Gott ist nicht ein Mensch, da er lge, noch ein Menschenkind, 
da ihn etwas gereue. Sollte er etwas sagen und nicht tun? Sollte er etwas 
reden und es nicht halten?
NUM 23:20 Siehe, zu segnen habe ich [den Auftrag] empfangen; denn er hat 
gesegnet, und ich kann es nicht abwenden!
NUM 23:21 Man schaut kein Unheil in Jakob und sieht kein Unglck in 
Israel. Der HERR, sein Gott, ist mit ihm, und man jauchzt dem Knig zu in 
seiner Mitte.
NUM 23:22 Gott hat sie aus gypten gefhrt; seine Kraft ist wie die eines 
Bffels.
NUM 23:23 So hilft denn keine Zauberei gegen Jakob und keine Wahrsagerei 
wider Israel. Zu seiner Zeit wird man von Jakob sagen: Was hat Gott getan!
NUM 23:24 Siehe, das Volk wird aufstehen wie eine Lwin und wird sich 
erheben wie ein Lwe. Es wird sich nicht legen, bis es den Raub verzehrt 
und das Blut der Erschlagenen getrunken hat!
NUM 23:25 Da sprach Balak zu Bileam: Du sollst ihm weder fluchen noch 
Segen wnschen!
NUM 23:26 Bileam antwortete und sprach zu Balak: Habe ich dir nicht gesagt 
und gesprochen: Alles, was der HERR sagen wird, das werde ich tun?
NUM 23:27 Balak sprach zu Bileam: Komm doch, ich will dich an einen andern 
Ort fhren; vielleicht gefllt es Gott, da du mir sie daselbst 
verfluchest!
NUM 23:28 Und Balak nahm Bileam [mit sich] auf die Hhe des Berges Peor, 
welcher auf die Wste herunterschaut.
NUM 23:29 Und Bileam sprach zu Balak: Baue mir hier sieben Altre und 
verschaffe mir sieben Farren und sieben Widder!
NUM 23:30 Und Balak tat, wie Bileam sagte, und opferte auf jedem Altar 
einen Farren und einen Widder.
NUM 24:1 Als nun Bileam sah, da es dem HERRN gefiel, Israel zu segnen, 
ging er nicht, wie zuvor, nach Wahrsagung aus, sondern richtete sein 
Angesicht gegen die Wste.
NUM 24:2 Und Bileam hob seine Augen auf und sah Israel, wie es nach seinen 
Stmmen lagerte. Und der Geist Gottes kam auf ihn.
NUM 24:3 Und er hob an seinen Spruch und sprach: Es sagt Bileam, der Sohn 
Beors, es sagt der Mann, dem das Auge erschlossen ist, es sagt der Hrer 
gttlicher Reden,
NUM 24:4 der des Allmchtigen Gesichte sieht, welcher niederfllt, und dem 
die Augen geffnet werden:
NUM 24:5 Wie schn sind deine Htten, o Jakob, und deine Wohnungen, o 
Israel!
NUM 24:6 Wie die Tler, die sich ausbreiten, wie die Grten am Strom, wie 
Aloe, die der HERR gepflanzt hat, wie die Zedern am Wasser.
NUM 24:7 Wasser wird aus seinen Eimern flieen, und sein Same wird sein in 
groen Wassern. Sein Knig wird hher werden als Agag, und sein Reich wird 
sich erheben.
NUM 24:8 Gott hat ihn aus gypten gefhrt, seine Kraft ist wie die eines 
Bffels. Er wird die Heiden, seine Widersacher, fressen und ihre Gebeine 
zermalmen und mit seinen Pfeilen niederstrecken.
NUM 24:9 Er ist niedergekniet, er hat sich niedergelegt wie ein Lwe und 
wie eine Lwin. Wer will ihn aufwecken? Gesegnet sei, wer dich segnet, und 
verflucht, wer dir flucht!
NUM 24:10 Da ergrimmte Balak im Zorn wider Bileam und schlug die Hnde 
ineinander; und Balak sprach zu Bileam: Ich habe dich gerufen, da du 
meinen Feinden fluchest, und siehe, du hast sie nun dreimal gesegnet!
NUM 24:11 Und nun mach dich fort an deinen Ort! Ich gedachte dich hoch zu 
ehren; aber siehe, der HERR hat dir die Ehre versagt!
NUM 24:12 Bileam antwortete dem Balak: Habe ich nicht auch zu deinen 
Boten, die du mir sandtest, gesagt und gesprochen:
NUM 24:13 Wenn mir Balak sein Haus voll Silber und Gold gbe, so knnte 
ich doch das Gebot des HERRN nicht bertreten, Bses oder Gutes zu tun 
nach meinem Herzen; sondern was der HERR reden werde, das werde ich auch 
reden?
NUM 24:14 Und nun siehe, da ich zu meinem Volk ziehe, so komm, ich will 
dir sagen, was dieses Volk deinem Volk in sptern Tagen tun wird!
NUM 24:15 Und er hob an seinen Spruch und sprach: Es sagt Bileam, der Sohn 
Beors, es sagt der Mann, dem das Auge erschlossen ist,
NUM 24:16 es sagt der Hrer gttlicher Reden, und der die Erkenntnis des 
Hchsten hat, der die Gesichte des Allmchtigen sieht und niederfllt, und 
dem die Augen geffnet werden:
NUM 24:17 Ich sehe ihn, aber jetzt noch nicht; ich schaue ihn, aber noch 
nicht in der Nhe. Ein Stern tritt aus Jakob hervor, und ein Zepter kommt 
aus Israel. Er schlgt Moab auf beide Seiten und alle Kinder Set aufs 
Haupt.
NUM 24:18 Edom wird seine Besitzung, und Seir zum Besitztum seiner Feinde; 
Israel aber wird tapfere Taten tun.
NUM 24:19 Von Jakob wird der ausgehen, der herrschen wird, und er wird 
umbringen, was von den Stdten brig ist.
NUM 24:20 Und als er Amalek sah, hob er an seinen Spruch und sprach: 
Amalek ist der Erstling der Heiden, und zuletzt wird er untergehen.
NUM 24:21 Und als er die Keniter sah, hob er an seinen Spruch und sprach: 
Deine Wohnung ist fest, und du hast dein Nest in einen Felsen gelegt;
NUM 24:22 aber du wirst, o Kain, verwstet werden! Wie lange geht es noch, 
bis dich Assur gefangen nimmt?
NUM 24:23 Und er hob abermal seinen Spruch an und sprach: Wehe! wer wird 
leben, wenn Gott solches erfllt?
NUM 24:24 Und Schiffe aus Kittim werden Assur bezwingen und werden auch 
den Heber bezwingen; und auch er wird untergehen!
NUM 24:25 Darnach machte sich Bileam auf und ging und kehrte an seinen Ort 
zurck; und Balak ging auch seines Weges.
NUM 25:1 Und Israel wohnte in Sittim und das Volk fing an Unzucht zu 
treiben mit den Tchtern der Moabiter,
NUM 25:2 welche das Volk zu den Opfern ihrer Gtter luden. Und das Volk a 
und betete ihre Gtter an.
NUM 25:3 Und Israel hngte sich an Baal-Peor. Da ergrimmte der Zorn des 
HERRN ber Israel.
NUM 25:4 Und der HERR sprach zu Mose: Nimm alle Obersten des Volks und 
hnge sie dem HERRN auf angesichts der Sonne, da der grimmige Zorn des 
HERRN von Israel abgewandt werde!
NUM 25:5 Und Mose sprach zu den Richtern Israels: Jedermann tte seine 
Leute, die sich an Baal-Peor gehngt haben!
NUM 25:6 Und siehe, ein Mann aus den Kindern Israel kam und brachte eine 
Midianitin zu seinen Brdern vor den Augen Moses und der ganzen Gemeinde 
der Kinder Israel, whrend sie weinten vor der Tr der Stiftshtte.
NUM 25:7 Als Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, 
solches sah, stand er auf inmitten der Gemeinde und nahm einen Speer in 
seine Hand
NUM 25:8 und ging dem israelitischen Mann nach, hinein in das Gemach, und 
durchstach sie beide, den israelitischen Mann und das Weib, durch den 
Bauch. Da hrte die Plage auf von den Kindern Israel.
NUM 25:9 Und derer, die an dieser Plage starben, waren 
vierundzwanzigtausend.
NUM 25:10 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
NUM 25:11 Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, des Priesters, 
hat dadurch, da er mit meinem Eifer unter ihnen eiferte, meinen Grimm von 
den Kindern Israel abgewandt, so da ich in meinem Eifer die Kinder Israel 
nicht aufgerieben habe.
NUM 25:12 Darum sprich zu ihm: Siehe, ich gebe ihm meinen Bund des 
Friedens,
NUM 25:13 und es soll ihm und seinem Samen nach ihm, der Bund eines ewigen 
Priestertums zufallen dafr, da er fr seinen Gott geeifert und fr die 
Kinder Israel Shne erwirkt hat.
NUM 25:14 Der erschlagene israelitische Mann aber, der samt der Midianitin 
erschlagen ward, hie Simri; ein Sohn Salus, ein Frst des Vaterhauses der 
Simeoniter.
NUM 25:15 Das erschlagene midianitische Weib aber hie Kosbi; eine Tochter 
Zurs, der das Stammesoberhaupt eines Vaterhauses unter den Midianitern war.
NUM 25:16 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
NUM 25:17 Befehdet die Midianiter und schlagt sie;
NUM 25:18 denn sie sind es, die euch befehdet haben mit ihrer Arglist, die 
sie wider euch erdacht haben in Sachen Peors und ihrer Schwester Kosbi, 
der midianitischen Frstentochter, die am Tage der Plage erschlagen wurde, 
welche um Peors willen entstand.
NUM 26:1 Und als die Plage ein Ende hatte, sprach der HERR zu Mose und 
Eleasar, dem Sohn Aarons, des Priesters, also:
NUM 26:2 Ermittle die Zahl der ganzen Gemeinde der Kinder Israel von 
zwanzig Jahren an und darber, nach ihren Vaterhusern, all derer in 
Israel, die tauglich sind, ins Heer zu ziehen.
NUM 26:3 Und Mose redete mit ihnen, samt Eleasar, dem Priester, in der 
Ebene Moab am Jordan, Jericho gegenber, und sprach:
NUM 26:4 Wer zwanzig Jahre alt ist und darber, soll gezhlt werden, wie 
der HERR Mose und den Kindern Israel, die aus gypten gezogen sind, 
geboten hat:
NUM 26:5 Ruben, der Erstgeborene Israels. Die Kinder Rubens waren: Hanoch, 
daher das Geschlecht der Hanochiter kommt; Pallu, daher das Geschlecht der 
Palluiter;
NUM 26:6 Hezron, daher das Geschlecht der Hezroniter; Karmi, daher das 
Geschlecht der Karmiter.
NUM 26:7 Das sind die Geschlechter der Rubeniter. Und die Zahl ihrer 
Gemusterten war 43730.
NUM 26:8 Aber die Kinder Pallus waren: Eliab.
NUM 26:9 Und die Kinder Eliabs waren: Nemuel und Datan und Abiram. Das 
sind Datan und Abiram, die Berufenen der Gemeinde, die wider Mose und 
wider Aaron haderten in der Rotte Korahs, als sie wider den HERRN haderten
NUM 26:10 und die Erde ihren Mund auftat und sie samt Korah verschlang, 
als die Rotte starb, als das Feuer zweihundertundfnfzig Mnner verzehrte 
und sie zum Zeichen wurden.
NUM 26:11 Aber die Kinder Korahs starben nicht.
NUM 26:12 Die Kinder Simeons in ihren Geschlechtern waren: Nemuel, daher 
das Geschlecht der Nemueliter; Jamin, daher das Geschlecht der Jaminiter; 
Jachin, daher das Geschlecht der Jachiniter.
NUM 26:13 Serah, daher das Geschlecht der Serahiter; Saul, daher das 
Geschlecht der Sauliter.
NUM 26:14 Das sind die Geschlechter der Simeoniter, 22200.
NUM 26:15 Die Kinder Gads in ihren Geschlechtern waren: Zephon, daher das 
Geschlecht der Zephoniter; Haggi, daher das Geschlecht der Haggiter; Suni, 
daher das Geschlecht der Suniter;
NUM 26:16 Osni, daher das Geschlecht der Osniter; Eri, daher das 
Geschlecht der Eriter;
NUM 26:17 Arod, daher das Geschlecht der Aroditer; Areli, daher das 
Geschlecht der Areliter.
NUM 26:18 Das sind die Geschlechter der Kinder Gads, und die Zahl ihrer 
Gemusterten 40500.
NUM 26:19 Die Kinder Judas waren: Er und Onan; sie waren aber im Lande 
Kanaan gestorben.
NUM 26:20 Aber die Kinder Judas in ihren Geschlechtern waren: Sela, daher 
das Geschlecht der Selaniter; Perez, daher das Geschlecht der Pereziter; 
Serah, daher das Geschlecht der Serahiter.
NUM 26:21 Aber die Kinder des Perez waren: Hezron, daher das Geschlecht 
der Hezroniter; Hamul, daher das Geschlecht der Hamuliter;
NUM 26:22 das sind die Geschlechter Judas, und die Zahl ihrer Gemusterten 
76500.
NUM 26:23 Die Kinder Issaschars in ihren Geschlechtern waren: Tola, daher 
das Geschlecht der Tolaiter; Puwa, daher das Geschlecht der Puniter;
NUM 26:24 Jasub, daher das Geschlecht der Jasubiter; Simron, daher das 
Geschlecht der Simroniter.
NUM 26:25 Das sind die Geschlechter Issaschars, und die Zahl ihrer 
Gemusterten 64300.
NUM 26:26 Die Kinder Sebulons in ihren Geschlechtern waren: Sered, daher 
das Geschlecht der Serediter; Elon, daher das Geschlecht der Eloniter; 
Jahleel, daher das Geschlecht der Jahleeliter.
NUM 26:27 Das sind die Geschlechter der Sebuloniter, die Zahl ihrer 
Gemusterten 60500.
NUM 26:28 Die Kinder Josephs in ihren Geschlechtern waren Manasse und 
Ephraim.
NUM 26:29 Die Kinder Manasses waren: Machir, daher das Geschlecht der 
Machiriter; und Machir zeugte den Gilead, daher das Geschlecht der 
Gileaditer.
NUM 26:30 Das sind aber die Kinder Gileads: Jeser, daher das Geschlecht 
der Jeseriter; Helek, daher das Geschlecht der Helekiter;
NUM 26:31 Asriel, daher das Geschlecht der Asrieliter; Sichem, daher das 
Geschlecht der Sichemiter;
NUM 26:32 Semida, daher das Geschlecht der Semidaiter; Hepher, daher das 
Geschlecht der Hepheriter;
NUM 26:33 Zelophchad aber, Hephers Sohn, hatte keine Shne, sondern 
Tchter, die hieen Machla, Noah, Hogla, Milka und Tirza.
NUM 26:34 Das sind die Geschlechter Manasses, die Zahl ihrer Gemusterten 
52700.
NUM 26:35 Die Kinder Ephraims in ihren Geschlechtern waren: Sutelah, daher 
das Geschlecht der Sutelahiter; Becher, daher das Geschlecht der 
Becheriter; Tahan, daher das Geschlecht der Tahaniter.
NUM 26:36 Die Kinder aber Sutelahs waren: Eran, daher das Geschlecht der 
Eraniter.
NUM 26:37 Das sind die Geschlechter der Kinder Ephraim, die Zahl ihrer 
Gemusterten 32500. (Das sind die Kinder Josephs in ihren Geschlechtern).
NUM 26:38 Die Kinder Benjamins in ihren Geschlechtern waren: Bela, daher 
das Geschlecht der Belaiter; Asbel, daher das Geschlecht der Asbeliter; 
Ahiram, daher das Geschlecht der Ahiramiter;
NUM 26:39 Sephupham, daher das Geschlecht der Suphamiter; Hupham, daher 
das Geschlecht der Huphamiter.
NUM 26:40 Die Kinder Belas aber waren: Ard und Naeman, daher das 
Geschlecht der Arditer und Naemaniter.
NUM 26:41 Das sind die Kinder Benjamins in ihren Geschlechtern, die Zahl 
ihrer Gemusterten 45600.
NUM 26:42 Die Kinder Dans in ihren Geschlechtern waren: Suham, daher das 
Geschlecht der Suhamiter. Das sind die Geschlechter Dans in ihren 
Geschlechtern.
NUM 26:43 Und alle Geschlechter der Suhamiter, so viele von ihnen 
gemustert wurden, beliefen sich auf 64400.
NUM 26:44 Die Kinder Assers in ihren Geschlechtern waren: Jimna, daher das 
Geschlecht der Jimnaiter; Jisvi, daher das Geschlecht der Jisviter; Beria, 
daher das Geschlecht der Beriiter.
NUM 26:45 Aber die Kinder Berias waren: Heber, daher das Geschlecht der 
Heberiter; Malchiel, daher das Geschlecht der Malchieliter.
NUM 26:46 Und die Tochter Assers hie Serah.
NUM 26:47 Das sind die Geschlechter der Kinder Assers, die Zahl ihrer 
Gemusterten 53400.
NUM 26:48 Die Kinder Naphtalis in ihren Geschlechtern waren: Jahzeel, 
daher das Geschlecht der Jahzeeliter; Guni, daher das Geschlecht der 
Guniter;
NUM 26:49 Jezer, daher das Geschlecht der Jezeriter; Sillem, daher das 
Geschlecht der Sillemiter.
NUM 26:50 Das sind die Geschlechter Naphtalis in ihren Geschlechtern, ihre 
Gemusterten 45400.
NUM 26:51 Das sind die Gemusterten der Kinder Israel, 601730.
NUM 26:52 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
NUM 26:53 Diesen soll das Land zum Erbe ausgeteilt werden nach der Anzahl 
der Namen.
NUM 26:54 Vielen sollst du viel zum Erbteil geben, und wenigen wenig; 
jedem [Stamm] soll man sein Erbteil geben nach der Zahl seiner Gemusterten.
NUM 26:55 Doch soll das Land durch das Los verteilt werden. Nach dem Namen 
der Stmme ihrer Vter sollen sie ihr Erbteil empfangen;
NUM 26:56 denn nach dem Los soll ihr Erbe ausgeteilt werden, unter die 
Vielen und Wenigen.
NUM 26:57 Und dies sind die Gemusterten Levis in ihren Geschlechtern: 
Gerson, daher das Geschlecht der Gersoniter; Kahat, daher das Geschlecht 
der Kahatiter; Merari, daher das Geschlecht der Merariter.
NUM 26:58 Das sind die Geschlechter Levis: das Geschlecht der Libniter, 
das Geschlecht der Hebroniter, das Geschlecht der Maheliter, das 
Geschlecht der Muschiter, das Geschlecht der Korahiter. Kahat aber hat den 
Amram gezeugt.
NUM 26:59 Und das Weib Amrams hie Jochebed, eine Tochter Levis, die ihm 
in gypten geboren war; und sie gebar dem Amram Aaron und Mose und ihre 
Schwester Mirjam.
NUM 26:60 Aaron aber wurden geboren Nadab, Abihu, Eleasar und Itamar.
NUM 26:61 Nadab aber und Abihu starben, als sie fremdes Feuer vor den 
HERRN brachten.
NUM 26:62 Und die Gesamtzahl ihrer Gemusterten war 23000, alle mnnlichen 
Geschlechts, die einen Monat alt waren und darber; denn sie wurden nicht 
unter die Kinder Israel gezhlt; denn man gab ihnen kein Erbe unter den 
Kindern Israel.
NUM 26:63 Das ist die Musterung der Kinder Israel, die Mose und Eleasar, 
der Priester, vornahmen in der Ebene Moab am Jordan, Jericho gegenber.
NUM 26:64 Unter diesen war keiner von denjenigen, welche Mose und Aaron, 
der Priester, musterten, als sie die Kinder Israel in der Wste Sinai 
zhlten.
NUM 26:65 Denn der HERR hatte ihnen gesagt, sie sollten in der Wste des 
Todes sterben. Und es blieb keiner brig, auer Kaleb, der Sohn Jephunnes, 
und Josua, der Sohn Nuns.
NUM 27:1 Und die Tchter Zelophchads, des Sohnes Hephers, des Sohnes 
Gileads, des Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses, unter den Geschlechtern 
Manasses, des Sohnes Josephs, mit Namen Machla, Noah, Hogla, Milka und 
Tirza,
NUM 27:2 kamen herzu und traten vor Mose und Eleasar, den Priester, und 
vor die Obersten und die ganze Gemeinde an die Tr der Stiftshtte und 
sprachen:
NUM 27:3 Unser Vater ist in der Wste gestorben und gehrte nicht zur 
Gemeinde, die sich in der Rotte Korahs wider den HERRN emprte; sondern er 
ist an seiner Snde gestorben und hat keine Shne gehabt.
NUM 27:4 Warum soll denn unsres Vaters Name unter seinen Geschlechtern 
untergehen, weil er keinen Sohn hat? Gib uns auch ein Erbteil unter den 
Brdern unsres Vaters!
NUM 27:5 Da brachte Mose ihre Rechtssache vor den HERRN.
NUM 27:6 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
NUM 27:7 Die Tchter Zelophchads haben recht geredet. Du sollst ihnen 
unter den Brdern ihres Vaters ein Erbteil geben und sollst ihnen das Erbe 
ihres Vaters zuwenden.
NUM 27:8 Und sage den Kindern Israel also: Wenn jemand stirbt und keinen 
Sohn hat, so soll er sein Erbe seiner Tochter zuwenden.
NUM 27:9 Hat er keine Tochter, so sollt ihr es seinen Brdern geben.
NUM 27:10 Hat er keine Brder, so sollt ihr es den Brdern seines Vaters 
geben.
NUM 27:11 Hat sein Vater aber keine Brder, so sollt ihr es den nchsten 
Blutsverwandten von seinem Geschlecht geben, da sie es einnehmen. Das 
soll den Kindern Israel ein Gesetz und ein Recht sein, wie der HERR Mose 
geboten hat.
NUM 27:12 Und der HERR sprach zu Mose: Steig auf dieses Gebirge Abarim und 
besiehe das Land, das ich den Kindern Israel gegeben habe.
NUM 27:13 Und wenn du es gesehen hast, sollst du auch zu deinem Volke 
versammelt werden, wie dein Bruder Aaron versammelt worden ist,
NUM 27:14 weil ihr in der Wste Zin meinem Gebot widerspenstig gewesen 
seid, beim Hadern der Gemeinde, als ihr mich vor ihnen durch das Wasser 
heiligen solltet. Das ist das Haderwasser zu Kades in der Wste Zin.
NUM 27:15 Und Mose redete mit dem HERRN und sprach:
NUM 27:16 Der HERR, der Gott der Geister alles Fleisches, wolle einen Mann 
ber die Gemeinde setzen,
NUM 27:17 der vor ihnen aus und eingehe und sie aus und einfhre, da die 
Gemeinde des HERRN nicht sei wie Schafe, die keinen Hirten haben!
NUM 27:18 Und der HERR sprach zu Mose: Nimm Josua, den Sohn Nuns, zu dir, 
einen Mann, in welchem der Geist ist,
NUM 27:19 und lege deine Hand auf ihn und stelle ihn vor Eleasar, den 
Priester, und vor die ganze Gemeinde und gib ihm Befehl vor ihren Augen.
NUM 27:20 Und lege von deiner Herrlichkeit auf ihn, da die ganze Gemeinde 
der Kinder Israel ihm gehorsam sei.
NUM 27:21 Und er soll vor Eleasar, den Priester, treten; der soll fr ihn 
um Rat fragen, durch den Gebrauch der Urim, vor dem HERRN. Nach seiner 
Weisung sollen sie aus und einziehen, er und alle Kinder Israel und die 
ganze Gemeinde mit ihm.
NUM 27:22 Und Mose tat, wie der HERR geboten hatte, und nahm Josua und 
stellte ihn vor Eleasar, den Priester,
NUM 27:23 und vor die ganze Gemeinde und legte seine Hnde auf ihn und 
befahl ihm; wie der HERR durch Mose geboten hatte.
NUM 28:1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: Gebiete den Kindern 
Israel und sprich zu ihnen:
NUM 28:2 Ihr sollt darauf achten, da ihr meine Opfergaben, meine Nahrung 
der Feueropfer lieblichen Geruchs, mir darbringet zu ihrer bestimmten Zeit.
NUM 28:3 Und sprich zu ihnen: Das ist das Feueropfer, welches ihr dem 
HERRN darbringen sollt: einjhrige, tadellose Lmmer; tglich zwei zum 
bestndigen Brandopfer.
NUM 28:4 Das eine Lamm sollst du am Morgen, das andere gegen Abend 
zursten;
NUM 28:5 dazu ein Zehntel Epha Semmelmehl zum Speisopfer, gemengt mit 
einem Viertel Hin gestoenen ls.
NUM 28:6 Das ist das bestndige Brandopfer, welches am Berg Sinai geopfert 
ward zum lieblichen Geruch, als Feueropfer fr den HERRN.
NUM 28:7 Dazu sein Trankopfer, zu jedem Lamm ein Viertel Hin. Im Heiligtum 
soll man dem HERRN das Trankopfer von starkem Getrnk ausgieen.
NUM 28:8 Das andere Lamm sollst du gegen Abend opfern, wie das Speisopfer 
am Morgen und wie sein Trankopfer, als wohlriechendes Feuer fr den HERRN.
NUM 28:9 Am Sabbattag aber zwei einjhrige, tadellose Lmmer und zwei 
Zehntel Semmelmehl zum Speisopfer, mit l gemengt, dazu sein Trankopfer.
NUM 28:10 Das ist das Brandopfer eines jeden Sabbats, auer dem 
bestndigen Brandopfer und seinem Trankopfer.
NUM 28:11 Aber am ersten Tag eurer Monate sollt ihr dem HERRN zum 
Brandopfer darbringen: zwei junge Farren, einen Widder, sieben einjhrige, 
tadellose Lmmer;
NUM 28:12 und drei Zehntel Semmelmehl zum Speisopfer, mit l gemengt, zu 
jedem Farren; zwei Zehntel Semmelmehl, mit l gemengt, zu dem Widder,
NUM 28:13 und ein Zehntel Semmelmehl zum Speisopfer, mit l gemengt, zu 
jedem Lamm. Das ist das Brandopfer des wohlriechenden Feuers fr den HERRN.
NUM 28:14 Und ihr Trankopfer soll sein ein halbes Hin Wein zu jedem 
Farren, ein Drittel Hin zu dem Widder, ein Viertel Hin zu jedem Lamm. Das 
ist das Brandopfer eines jeden Monats im Jahre.
NUM 28:15 Dazu soll man einen Ziegenbock zum Sndopfer dem HERRN 
darbringen, auer dem bestndigen Brandopfer und seinem Trankopfer.
NUM 28:16 Aber am vierzehnten Tage des ersten Monats ist das Passah des 
HERRN;
NUM 28:17 und am fnfzehnten Tage desselben Monats ist das Fest; sieben 
Tage soll man ungesuertes Brot essen.
NUM 28:18 Am ersten Tage soll heilige Versammlung sein; da sollt ihr keine 
Werktagsarbeit verrichten,
NUM 28:19 sondern sollt dem HERRN feurige Brandopfer darbringen, zwei 
junge Farren, einen Widder, sieben einjhrige Lmmer; tadellos sollen sie 
sein;
NUM 28:20 dazu ihre Speisopfer von Semmelmehl, mit l gemengt; drei 
Zehntel sollt ihr zu jedem Farren tun und zwei Zehntel zum Widder
NUM 28:21 und ein Zehntel zu jedem der sieben Lmmer;
NUM 28:22 dazu einen Sndopferbock, um Shnung fr euch zu erwirken.
NUM 28:23 Und solches sollt ihr tun auer dem Brandopfer vom Morgen, 
welches ein bestndiges Brandopfer ist.
NUM 28:24 Auf diese Weise sollt ihr tglich, sieben Tage lang, dem HERRN 
die Nahrung des wohlriechenden Feuers darbringen, neben dem bestndigen 
Brandopfer; dazu sein Trankopfer.
NUM 28:25 Und am siebenten Tage sollt ihr eine heilige Versammlung halten; 
da sollt ihr keine Werktagsarbeit verrichten.
NUM 28:26 Auch am Tage der Erstlinge, wenn ihr dem HERRN das neue 
Speisopfer an eurem Wochenfeste darbringet, sollt ihr eine heilige 
Versammlung halten; da sollt ihr keine Werktagsarbeit verrichten,
NUM 28:27 sondern ihr sollt dem HERRN zum Brandopfer lieblichen Geruchs 
darbringen zwei junge Farren, einen Widder,
NUM 28:28 sieben einjhrige Lmmer samt ihrem Speisopfer von Semmelmehl, 
mit l gemengt; drei Zehntel auf jeden Farren,
NUM 28:29 zwei Zehntel auf jeden Widder; und ein Zehntel auf jedes der 
sieben Lmmer,
NUM 28:30 und einen Ziegenbock, um Shnung fr euch zu erwirken.
NUM 28:31 Diese Opfer sollt ihr verrichten, auer dem bestndigen 
Brandopfer mit seinem Speisopfer (sie sollen tadellos sein) und ihre 
Trankopfer dazu.
NUM 29:1 Und am ersten Tage des siebenten Monats sollt ihr eine heilige 
Versammlung halten, da sollt ihr keine Werktagsarbeit verrichten, denn es 
ist euer Posaunentag.
NUM 29:2 Und ihr sollt dem HERRN Brandopfer darbringen zum lieblichen 
Geruche: einen jungen Farren, einen Widder, sieben einjhrige tadellose 
Lmmer;
NUM 29:3 dazu ihr Speisopfer von Semmelmehl, mit l gemengt, drei Zehntel 
zum Farren, zwei Zehntel zum Widder
NUM 29:4 und ein Zehntel zu jedem der sieben Lmmer;
NUM 29:5 auch einen Ziegenbock zum Sndopfer, um Shnung fr euch zu 
erwirken,
NUM 29:6 auer dem Brandopfer des Neumonds und seinem Speisopfer, und 
auer dem bestndigen Brandopfer mit seinem Speisopfer und mit ihren 
Trankopfern, wie es sich gebhrt, zum wohlriechenden Feuer fr den HERRN.
NUM 29:7 Am zehnten Tag dieses siebenten Monats sollt ihr auch eine 
heilige Versammlung halten und sollt eure Seelen demtigen; da sollt ihr 
keine Werktagsarbeit verrichten,
NUM 29:8 sondern dem HERRN ein Brandopfer darbringen, zum lieblichen 
Geruch: einen jungen Farren, einen Widder, sieben einjhrige, tadellose 
Lmmer,
NUM 29:9 samt ihrem Speisopfer von Semmelmehl, mit l gemengt, drei 
Zehntel zum Farren, zwei Zehntel zum Widder,
NUM 29:10 und ein Zehntel zu jedem der sieben Lmmer;
NUM 29:11 einen Ziegenbock zum Sndopfer, auer dem Sndopfer der 
Vershnung und dem tglichen Brandopfer mit seinem Speisopfer und ihren 
Trankopfern.
NUM 29:12 Gleicherweise sollt ihr am fnfzehnten Tage des siebenten Monats 
eine heilige Versammlung halten; da sollt ihr keine Werktagsarbeit 
verrichten, sondern ihr sollt dem HERRN sieben Tage lang ein Fest feiern.
NUM 29:13 Da sollt ihr Brandopfer darbringen, ein wohlriechendes Feuer fr 
den HERRN: dreizehn junge Farren, zwei Widder, vierzehn einjhrige, 
tadellose Lmmer,
NUM 29:14 samt ihrem Speisopfer von Semmelmehl, mit l gemengt, drei 
Zehntel zu jedem der dreizehn Farren,
NUM 29:15 zwei Zehntel zu jedem der beiden Widder und ein Zehntel zu jedem 
der vierzehn Lmmer;
NUM 29:16 dazu einen Ziegenbock zum Sndopfer, auer dem tglichen 
Brandopfer mit seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.
NUM 29:17 Und am zweiten Tage: zwlf junge Farren, zwei Widder, vierzehn 
einjhrige, tadellose Lmmer,
NUM 29:18 mit den zugehrigen Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, 
Widdern und Lmmern, wie sich's gebhrt, nach ihrer Zahl,
NUM 29:19 dazu einen Ziegenbock zum Sndopfer, auer dem tglichen 
Brandopfer samt seinem Speisopfer und den Trankopfern.
NUM 29:20 Und am dritten Tage: elf Farren, zwei Widder, vierzehn 
einjhrige, tadellose Lmmer,
NUM 29:21 samt den zugehrigen Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, 
Widdern und Lmmern, nach ihrer Zahl, wie sich's gebhrt;
NUM 29:22 dazu einen Ziegenbock zum Sndopfer, auer dem tglichen 
Brandopfer samt seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.
NUM 29:23 Und am vierten Tage: zehn Farren, zwei Widder,
NUM 29:24 vierzehn einjhrige, tadellose Lmmer, samt den zugehrigen 
Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, Widdern und Lmmern, nach ihrer 
Zahl, wie sich's gebhrt;
NUM 29:25 dazu einen Ziegenbock zum Sndopfer, auer dem tglichen 
Brandopfer samt seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.
NUM 29:26 Und am fnften Tage: neun Farren, zwei Widder, vierzehn 
einjhrige, tadellose Lmmer,
NUM 29:27 samt den zugehrigen Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, 
Widdern und Lmmern, nach ihrer Zahl, wie sich's gebhrt;
NUM 29:28 dazu einen Ziegenbock zum Sndopfer, auer dem tglichen 
Brandopfer samt seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.
NUM 29:29 Und am sechsten Tage: acht Farren, zwei Widder, vierzehn 
einjhrige, tadellose Lmmer,
NUM 29:30 samt den zugehrigen Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, 
Widdern und Lmmern, nach ihrer Zahl, wie sich's gebhrt;
NUM 29:31 dazu einen Bock zum Sndopfer, auer dem tglichen Brandopfer 
samt seinem Speisopfer und seinen Trankopfern.
NUM 29:32 Und am siebenten Tage: sieben Farren, zwei Widder, vierzehn 
einjhrige, tadellose Lmmer,
NUM 29:33 samt den zugehrigen Speisopfern und Trankopfern zu den Farren, 
Widdern und Lmmern, nach ihrer Zahl, wie sich's gebhrt;
NUM 29:34 dazu einen Ziegenbock zum Sndopfer, auer dem tglichen 
Brandopfer samt seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.
NUM 29:35 Am achten Tag sollt ihr eine Versammlung halten; da sollt ihr 
keine Werktagsarbeit verrichten,
NUM 29:36 sondern dem HERRN Brandopfer darbringen, ein Feueropfer 
lieblichen Geruchs: einen Farren, einen Widder, sieben einjhrige, 
tadellose Lmmer,
NUM 29:37 samt dem erforderlichen Speisopfer und den Trankopfern zu dem 
Farren, dem Widder und den Lmmern, nach ihrer Zahl, wie sich's gebhrt;
NUM 29:38 dazu einen Ziegenbock zum Sndopfer, auer dem tglichen 
Brandopfer samt seinem Speisopfer und seinem Trankopfer.
NUM 29:39 Solches sollt ihr dem HERRN an euren Festen darbringen, auer 
dem, was ihr gelobt und freiwillig gebt an Brandopfern, Speisopfern, 
Trankopfern und Dankopfern.
NUM 29:40 (029-39b) Und Mose sagte den Kindern Israel alles, was ihm der 
HERR geboten hatte.
NUM 30:1 Und Mose redete mit den Obersten der Stmme der Kinder Israel und 
sprach: (030-2) Das ist's, was der HERR geboten hat:
NUM 30:2 (030-3) Wenn ein Mann dem HERRN ein Gelbde tut oder einen Eid 
schwrt, womit er eine Verpflichtung auf seine Seele bindet, so soll er 
sein Wort nicht brechen; sondern gem allem, das aus seinem Munde 
gegangen ist, soll er tun.
NUM 30:3 (030-4) Wenn ein Weib dem HERRN ein Gelbde tut und sich 
verpflichtet, solange sie noch eine Jungfrau in ihres Vaters Hause ist,
NUM 30:4 (030-5) und ihr Gelbde und ihre Verpflichtung, die sie auf ihre 
Seele nahm, vor ihren Vater kommt, und er schweigt dazu, so gilt all ihr 
Gelbde und alle ihre Verpflichtung, die sie auf ihre Seele gebunden hat.
NUM 30:5 (030-6) Wenn aber ihr Vater an dem Tage, da er es hrt, ihr 
wehrt, so gilt kein Gelbde und keine Verpflichtung, die sie auf ihre 
Seele gebunden hat. Und der HERR wird es ihr vergeben, weil ihr Vater ihr 
gewehrt hat.
NUM 30:6 (030-7) Hat sie aber einen Mann und hat ein Gelbde auf sich oder 
ein unbedachtes Versprechen, das sie auf ihre Seele gebunden hat,
NUM 30:7 (030-8) und ihr Mann hrt es und schweigt still an dem Tage, da 
er davon hrt, so gilt ihr Gelbde und ihre Verpflichtung, welche sie auf 
ihre Seele gebunden hat.
NUM 30:8 (030-9) Wenn aber ihr Mann ihr wehrt an dem Tage, da er es hrt, 
so macht er damit ihr Gelbde kraftlos, das sie auf sich hat, und das 
unbedachte Versprechen, das sie auf ihre Seele gebunden hat; und der HERR 
wird es ihr vergeben.
NUM 30:9 (030-10) Das Gelbde einer Witwe oder einer Verstoenen, alles, 
was sie sich auf die Seele gebunden hat, soll fr sie gelten.
NUM 30:10 (030-11) Hat aber eine Frau im Hause ihres Mannes ein Gelbde 
getan oder sich mit einem Eid etwas auf die Seele gebunden,
NUM 30:11 (030-12) und ihr Mann hat es gehrt und dazu geschwiegen und ihr 
nicht gewehrt, so gelten alle ihre Gelbde und alles, was sie auf ihre 
Seele gebunden hat.
NUM 30:12 (030-13) Entkrftet es aber ihr Mann an dem Tage, da er es hrt, 
so gilt nichts von dem, was ber ihre Lippen gegangen ist, das Gelbde 
oder die Verpflichtung ihrer Seele; denn ihr Mann hat es entkrftet, und 
der HERR wird es ihr vergeben.
NUM 30:13 (030-14) Alle Gelbde und jeden Verpflichtungseid zur Demtigung 
der Seele kann ihr Mann besttigen oder entkrften.
NUM 30:14 (030-15) Wenn er aber von einem Tage bis zum andern schweigt, so 
bekrftigt er ihr ganzes Gelbde und die Verpflichtung, die sie auf sich 
hat, weil er an dem Tage, da er es gehrt, geschwiegen hat.
NUM 30:15 (030-16) Wollte er's aber erst spter entkrften, nachdem er es 
gehrt hat, so mte er ihre Schuld tragen.
NUM 30:16 (030-17) Das sind die Rechte, die der HERR Mose geboten hat, 
eines Mannes gegenber seinem Weibe und eines Vaters gegenber seiner 
Tochter, solange sie noch eine Jungfrau in ihres Vaters Hause ist.
NUM 31:1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: Nimm fr die Kinder 
Israel Rache an den Midianitern;
NUM 31:2 darnach sollst du zu deinem Volk versammelt werden.
NUM 31:3 Da redete Mose mit dem Volk und sprach: Rstet unter euch Leute 
zu einem Heereszug wider die Midianiter, da sie die Rache des HERRN an 
den Midianitern vollstrecken!
NUM 31:4 Aus allen Stmmen Israels sollt ihr je tausend Mann in den Streit 
schicken.
NUM 31:5 Da wurden aus den Tausenden Israels tausend von jedem Stamme 
ausgewhlt, zwlftausend zum Streit Gerstete.
NUM 31:6 Und Mose schickte sie, tausend aus jedem Stamm, in den Streit, 
sie und Pinehas, den Sohn Eleasars, des Priesters, zum Heereszug, mit den 
heiligen Gerten und den Lrmtrompeten in seiner Hand.
NUM 31:7 Und sie fhrten den Streit wider die Midianiter, wie der HERR 
Mose geboten hatte, und tteten alles, was mnnlich war.
NUM 31:8 Sie tteten auch die Knige der Midianiter zu den andern [von 
ihnen] Erschlagenen, nmlich Evi, Rekem, Zur, Chur und Reba, fnf Knige 
der Midianiter; auch Bileam, den Sohn Beors, brachten sie mit dem Schwerte 
um.
NUM 31:9 Und die Kinder Israel nahmen die Weiber der Midianiter und ihre 
Kinder gefangen; all ihr Vieh, alle ihre Habe und alle ihre Gter raubten 
sie;
NUM 31:10 und alle ihre Stdte, ihre Wohnungen und alle ihre Zeltlager 
verbrannten sie mit Feuer.
NUM 31:11 Und sie nahmen alle Beute und allen Raub an Menschen und Vieh
NUM 31:12 und brachten es zu Mose und Eleasar, dem Priester, und zu der 
Gemeinde der Kinder Israel, nmlich die Gefangenen und die Beute und das 
geraubte Gut, in das Lager auf der Moabiter Ebene, die am Jordan, Jericho 
gegenber, liegt.
NUM 31:13 Und Mose und Eleasar, der Priester, und alle Hauptleute der 
Gemeinde gingen ihnen entgegen vor das Lager hinaus.
NUM 31:14 Und Mose ward zornig ber die Vorgesetzten des Heeres, die 
Hauptleute ber Tausende und ber Hunderte, die vom Kriegszuge kamen.
NUM 31:15 Und Mose sprach zu ihnen: Warum habt ihr alle Weiber leben 
lassen?
NUM 31:16 Siehe, sie haben ja in der Sache des Peor durch Bileams Rat die 
Kinder Israel vom HERRN abgewandt, so da der Gemeinde des HERRN die Plage 
widerfuhr!
NUM 31:17 So erwrgt nun alles, was mnnlich ist unter den Kindern; und 
alle Weiber, welche einen Mann durch Beischlaf kennengelernt haben, die 
ttet;
NUM 31:18 aber alle weiblichen Kinder, die von mnnlichem Beischlaf nichts 
wissen, die lasset fr euch leben.
NUM 31:19 Und lagert euch auerhalb des Lagers sieben Tage lang, ihr alle, 
die ihr jemand erwrgt oder Erschlagene angerhrt habt, und entsndigt 
euch am dritten und siebenten Tage, samt denen, welche ihr gefangen 
genommen habt.
NUM 31:20 Und alle Kleider und alles Gerte von Fellen und alles, was von 
Ziegenhaar gemacht ist, und alles hlzerne Gert sollt ihr entsndigen.
NUM 31:21 Und Eleasar, der Priester, sprach zu den Kriegsleuten, die in 
den Streit gezogen waren: Siehe, das ist die Gesetzesbestimmung, welche 
der HERR Mose geboten hat:
NUM 31:22 Gold, Silber, Erz, Eisen, Zinn und Blei, und alles,
NUM 31:23 was das Feuer aushlt, sollt ihr durchs Feuer gehen lassen und 
reinigen; nur mu es mit dem Reinigungswasser entsndigt werden. Aber 
alles, was das Feuer nicht aushlt, sollt ihr durchs Wasser gehen lassen.
NUM 31:24 Auch eure Kleider sollt ihr am siebenten Tage waschen, so werdet 
ihr rein. Darnach sollt ihr ins Lager kommen.
NUM 31:25 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
NUM 31:26 Stelle fest die Summe des Raubes der Gefangenen an Menschen und 
Vieh, du und Eleasar, der Priester, und die obersten Vter der Gemeinde, 
und gib die eine Hlfte denen,
NUM 31:27 die den Krieg gefhrt haben und in den Streit gezogen sind, und 
die andere Hlfte der ganzen Gemeinde.
NUM 31:28 Du sollst aber dem HERRN eine Steuer erheben von den 
Kriegsleuten, die ins Feld gezogen sind, eine Seele von je fnfhundert, 
von Menschen, Rindern, Eseln und Schafen.
NUM 31:29 Von ihrer Hlfte sollst du es nehmen, und es Eleasar, dem 
Priester, geben, zum Hebopfer fr den HERRN.
NUM 31:30 Aber von der Hlfte der Kinder Israel sollst du von je fnfzig 
ein Stck nehmen, von Menschen, Rindern, Eseln und Schafen, von allem 
Vieh, und sollst es den Leviten geben, die der Wohnung des HERRN warten.
NUM 31:31 Und Mose und Eleasar, der Priester, taten, wie der HERR Mose 
geboten hatte.
NUM 31:32 Es betrug aber die Beute, welche das Kriegsvolk geraubt hatte: 
675000 Schafe, 270000 Rinder,
NUM 31:33 61000 Esel.
NUM 31:34 Und der weiblichen Personen,
NUM 31:35 die von keinem mnnlichen Beischlaf wuten, waren 32000.
NUM 31:36 Und die Hlfte, welche denen gehrte, die ins Feld gezogen 
waren, betrug 337500 Schafe,
NUM 31:37 davon wurden dem HERRN zuteil sechshundertsiebzig Schafe;
NUM 31:38 ferner 36000 Rinder; davon wurden dem HERRN zuteil 
zweiundsiebzig;
NUM 31:39 ferner 30500 Esel, davon wurden dem HERRN zuteil einundsechzig;
NUM 31:40 16000 Menschenseelen; davon wurden dem HERRN zuteil 
zweiunddreiig.
NUM 31:41 Und Mose gab diese Steuer, als Hebopfer fr den HERRN, Eleasar, 
dem Priester; wie der HERR Mose geboten hatte.
NUM 31:42 Aber die andere Hlfte, welche Mose von der Kriegsbeute den 
Kindern Israel zugeteilt hatte,
NUM 31:43 nmlich die der Gemeinde zufallende Hlfte, betrug 337500 Schafe,
NUM 31:44 36000 Rinder,
NUM 31:45 30500 Esel,
NUM 31:46 und 16000 Menschenseelen.
NUM 31:47 Und Mose nahm von dieser Hlfte der Kinder Israel je ein Stck 
von fnfzig, von Menschen und Vieh, und gab es den Leviten, welche der 
Wohnung des HERRN warteten; wie der HERR Mose geboten hatte.
NUM 31:48 Und die Obersten des Heeres, die Hauptleute ber tausend und 
ber hundert,
NUM 31:49 traten zu Mose und sprachen zu ihm: Deine Knechte haben die 
Summe der Kriegsleute festgestellt, welche unter unsern Hnden gewesen 
sind, und es fehlt nicht einer.
NUM 31:50 Darum bringen wir dem HERRN Geschenke, was ein jeder gefunden 
hat von goldenem Gerte, Fuketten, Armbnder, Fingerringe, Ohrringe und 
Spangen, um unsre Seelen zu shnen vor dem HERRN.
NUM 31:51 Und Mose und Eleasar, der Priester, nahmen von ihnen das Gold, 
allerlei knstliche Gerte.
NUM 31:52 Und alles Gold des Hebopfers, das sie dem HERRN darbrachten, 
betrug 16750 Schekel, vonseiten der Hauptleute ber tausend und der 
Hauptleute ber hundert.
NUM 31:53 Die Kriegsleute hatten ein jeder fr sich geraubt.
NUM 31:54 Und Mose und Eleasar, der Priester, nahmen das Gold von den 
Hauptleuten ber tausend und ber hundert und brachten es in die 
Stiftshtte zum Gedchtnis der Kinder Israel vor dem HERRN.
NUM 32:1 Die Kinder Ruben aber und die Kinder Gad hatten sehr viel Vieh 
und sahen das Land Jaeser und das Land Gilead, und siehe, es war ein 
geeignetes Land fr ihr Vieh.
NUM 32:2 Da kamen die Kinder Gad und die Kinder Ruben und redeten mit Mose 
und Eleasar, dem Priester, und mit den Hauptleuten der Gemeinde und 
sprachen:
NUM 32:3 Atarot, Dibon, Jaeser, Nimra, Hesbon, Eleale, Sebam,
NUM 32:4 Nebo und Beon, das Land, welches der HERR vor der Gemeinde Israel 
geschlagen hat, ist geeignet fr das Vieh; nun haben wir, deine Knechte, 
viel Vieh.
NUM 32:5 Und sie sprachen: Haben wir Gnade vor dir gefunden, so gib dieses 
Land deinen Knechten zu eigen und fhre uns nicht ber den Jordan.
NUM 32:6 Und Mose sprach zu den Kindern Gad und zu den Kindern Ruben: 
Sollen eure Brder in den Streit ziehen, und ihr wollt hier bleiben?
NUM 32:7 Warum macht ihr doch das Herz der Kinder Israel abwendig, da sie 
nicht hinberziehen in das Land, das ihnen der HERR geben will?
NUM 32:8 Also taten auch eure Vter, als ich sie von Kadesch-Barnea 
aussandte, das Land zu beschauen;
NUM 32:9 als sie bis zum Tal Eskol hinaufgekommen waren und das Land 
sahen, machten sie das Herz der Kinder Israel abwendig, da sie nicht in 
das Land ziehen wollten, das ihnen der HERR gegeben hatte.
NUM 32:10 Und der Zorn des HERRN entbrannte zu derselben Zeit, und er 
schwur und sprach:
NUM 32:11 Frwahr, die Mnner, die aus gypten gezogen sind, von zwanzig 
Jahren an und darber sollen das Land nicht sehen, das ich Abraham, Isaak 
und Jakob geschworen habe, weil sie mir nicht gnzlich nachgefolgt sind;
NUM 32:12 ausgenommen Kaleb, der Sohn Jephunnes, der Kenisiter, und Josua, 
der Sohn Nuns; denn sie sind dem HERRN gnzlich nachgefolgt.
NUM 32:13 Also entbrannte der Zorn des HERRN ber Israel, und er lie sie 
in der Wste hin und herziehen vierzig Jahre lang, bis das ganze 
Geschlecht, das vor dem HERRN bel gehandelt hatte, aufgerieben war.
NUM 32:14 Und siehe, ihr seid an eurer Vter Statt aufgekommen, eine Brut 
von Sndern, den Zorn und Grimm des HERRN wider Israel noch grer zu 
machen.
NUM 32:15 Denn wenn ihr euch von seiner Nachfolge abwendet, so wird er 
auch sie noch lnger in der Wste lassen, und ihr werdet dieses ganze Volk 
verderben!
NUM 32:16 Da traten sie zu ihm und sprachen: Wir wollen nur Schafhrden 
hier bauen fr unser Vieh und Stdte fr unsere Kinder.
NUM 32:17 Wir aber wollen uns rsten und eilends voranziehen vor den 
Kindern Israel, bis wir sie an ihren Ort bringen; unsre Kinder sollen in 
den verschlossenen Stdten bleiben um der Einwohner des Landes willen.
NUM 32:18 Wir wollen nicht heimkehren, bis die Kinder Israel [das Land] 
eingenommen haben, ein jeder sein Erbteil.
NUM 32:19 Denn wir wollen nicht mit ihnen erben jenseits des Jordan und 
weiterhin, sondern unser Erbe soll uns diesseits des Jordan, gegen Morgen 
zufallen.
NUM 32:20 Mose sprach zu ihnen: Wenn ihr das tun wollt, da ihr euch vor 
dem HERRN zum Streit rstet,
NUM 32:21 so zieht, wer unter euch gerstet ist, ber den Jordan vor dem 
HERRN, bis er seine Feinde vor seinem Angesicht austreibe.
NUM 32:22 Wenn dann das Land vor dem HERRN unterworfen ist, dann erst 
sollt ihr umkehren; so werdet ihr vor dem HERRN und vor Israel unschuldig 
sein, und dieses Land soll euer Besitztum werden vor dem HERRN.
NUM 32:23 Wenn ihr aber nicht also tut, siehe, so habt ihr euch an dem 
HERRN versndigt und werdet erfahren, was fr eine Strafe euch treffen 
wird!
NUM 32:24 So baut euch nun Stdte fr eure Kinder und Hrden fr eure 
Schafe, und tut, was ihr versprochen habt.
NUM 32:25 Die Kinder Gad und die Kinder Ruben sprachen zu Mose: Deine 
Knechte wollen tun, wie mein Herr geboten hat.
NUM 32:26 Unsre Kinder, unsre Weiber, unsre Habe und all unser Vieh sollen 
hier in den Stdten Gileads bleiben;
NUM 32:27 wir aber, deine Knechte, alle die zum Heereszug gerstet sind, 
wollen in den Streit ziehen vor dem HERRN, wie mein Herr geredet hat.
NUM 32:28 Da gebot Mose Eleasar, dem Priester, und Josua, dem Sohne Nuns, 
und den Familienhuptern der Stmme der Kinder Israel;
NUM 32:29 und Mose sprach zu ihnen: Wenn die Kinder Gad und die Kinder 
Ruben mit euch ber den Jordan ziehen, alle, die zum Streit gerstet sind 
vor dem HERRN, und das Land vor euch eingenommen ist, so gebt ihnen das 
Land Gilead zu eigen.
NUM 32:30 Ziehen sie aber nicht gerstet mit euch, so sollen sie unter 
euch im Lande Kanaan erben.
NUM 32:31 Da antworteten die Kinder Gad und die Kinder Ruben und sprachen: 
Wie der HERR zu deinen Knechten geredet hat, also wollen wir tun!
NUM 32:32 Wir wollen gerstet in das Land Kanaan ziehen vor dem HERRN und 
unser Erbe diesseits des Jordan besitzen.
NUM 32:33 Also gab Mose den Kindern Gad und den Kindern Ruben und dem 
halben Stamm Manasse, des Sohnes Josephs, das Knigreich Sihons, des 
Knigs der Amoriter, und das Knigreich Ogs, des Knigs von Basan, das 
Land samt den Stdten im ganzen Gebiet ringsum.
NUM 32:34 Und die Kinder Gad bauten Dibon,
NUM 32:35 Atarot und Aroer, und Atarot-Sophan, Jaeser und Jogbeha,
NUM 32:36 auch Beth-Nimra, und Beth-Haran, befestigte Stdte und 
Schafhrden.
NUM 32:37 Die Kinder Ruben aber bauten Hesbon,
NUM 32:38 Eleale und Kirjataim; desgleichen Nebo und Baal-Meon, deren 
Namen verndert wurden, und Sibma, und sie gaben den Stdten, die sie 
erbauten, andere Namen.
NUM 32:39 Und die Kinder Machirs, des Sohnes Manasses, zogen nach Gilead 
und gewannen es und vertrieben die Amoriter, die darin wohnten.
NUM 32:40 Da gab Mose dem Machir, dem Sohne Manasses, Gilead; und er 
wohnte darin.
NUM 32:41 Jair aber, der Sohn Manasses, ging hin und gewann ihre Drfer 
und hie sie Jairs-Drfer.
NUM 32:42 Nobach ging auch hin und gewann Kenat samt ihren Drfern und 
hie sie nach seinem Namen Nobach.
NUM 33:1 Dies sind die Reisen der Kinder Israel, die unter Mose und Aaron 
nach ihren Heerscharen aus gypten gezogen sind.
NUM 33:2 Und Mose beschrieb ihren Auszug und ihre Tagereisen auf Befehl 
des HERRN. Folgendes sind ihre Reisen nach ihrem Auszug:
NUM 33:3 Sie brachen auf von Raemses im ersten Monat, am fnfzehnten Tage 
des ersten Monats; am Tage nach dem Passah zogen die Kinder Israel aus 
durch hhere Hand, vor den Augen aller gypter,
NUM 33:4 whrend die gypter alle Erstgeburt begruben, welche der HERR 
unter ihnen geschlagen hatte; auch hatte der HERR an ihren Gttern 
Gerichte gebt.
NUM 33:5 Und die Kinder Israel brachen auf von Raemses und lagerten sich 
in Sukkot.
NUM 33:6 Und sie brachen auf von Sukkot und lagerten sich in Etam, welches 
am Rand der Wste liegt.
NUM 33:7 Von Etam brachen sie auf und wandten sich gegen Pi-Hahirot, 
welches vor Baal-Zephon liegt, und lagerten sich vor Migdol.
NUM 33:8 Von Pi-Hahirot brachen sie auf und gingen mitten durch das Meer 
in die Wste, und reisten drei Tagesreisen weit in die Wste Etam und 
lagerten sich bei Mara.
NUM 33:9 Von Mara brachen sie auf und kamen gen Elim, wo zwlf 
Wasserbrunnen und siebzig Palmen waren, und lagerten sich daselbst.
NUM 33:10 Von Elim brachen sie auf und lagerten sich an das Schilfmeer.
NUM 33:11 Vom Schilfmeer brachen sie auf und lagerten sich in der Wste 
Sin.
NUM 33:12 Von der Wste Sin brachen sie auf und lagerten sich in Dophka.
NUM 33:13 Von Dophka brachen sie auf und lagerten sich in Alus.
NUM 33:14 Von Alus brachen sie auf und lagerten sich in Raphidim; daselbst 
hatte das Volk kein Wasser zu trinken.
NUM 33:15 Von Raphidim brachen sie auf und lagerten sich in der Wste 
Sinai.
NUM 33:16 Von der Wste Sinai brachen sie auf und lagerten sich bei den 
Lustgrbern.
NUM 33:17 Von den Lustgrbern brachen sie auf und lagerten sich in Hazerot.
NUM 33:18 Von Hazerot brachen sie auf und lagerten sich in Ritma.
NUM 33:19 Von Ritma brachen sie auf und lagerten sich in Rimmon-Parez.
NUM 33:20 Von Rimmon-Parez brachen sie auf und lagerten sich in Libna.
NUM 33:21 Von Libna brachen sie auf und lagerten sich in Rissa.
NUM 33:22 Von Rissa brachen sie auf und lagerten sich in Kehelata.
NUM 33:23 Von Kehelata brachen sie auf und lagerten sich am Berge Sapher.
NUM 33:24 Vom Berge Sapher brachen sie auf und lagerten sich in Harada.
NUM 33:25 Von Harada brachen sie auf und lagerten sich in Makhelot.
NUM 33:26 Von Makhelot brachen sie auf und lagerten sich in Tahat.
NUM 33:27 Von Tahat brachen sie auf und lagerten sich in Tarach.
NUM 33:28 Von Tarach brachen sie auf und lagerten sich in Mitka.
NUM 33:29 Von Mitka brachen sie auf und lagerten sich in Hasmona.
NUM 33:30 Von Hasmona brachen sie auf und lagerten sich in Moserot.
NUM 33:31 Von Moserot brachen sie auf und lagerten sich in Bnejaakan.
NUM 33:32 Von Bnejaakan brachen sie auf und lagerten sich in Hor-Hagidgad.
NUM 33:33 Von Hor-Hagidgad brachen sie auf und lagerten sich in Jothbata.
NUM 33:34 Von Jothbata brachen sie auf und lagerten sich in Abrona.
NUM 33:35 Von Abrona brachen sie auf und lagerten sich in Ezjon-Geber.
NUM 33:36 Von Ezjon-Geber brachen sie auf und lagerten sich in der Wste 
Zin, das ist in Kadesch.
NUM 33:37 Von Kadesch brachen sie auf und lagerten sich am Berge Hor, an 
der Grenze des Landes Edom.
NUM 33:38 Da ging Aaron, der Priester, auf den Berg Hor, nach dem Befehl 
des HERRN, und starb daselbst im vierzigsten Jahre des Auszugs der Kinder 
Israel aus gyptenland, am ersten Tage des fnften Monats.
NUM 33:39 Und Aaron war hundertdreiundzwanzig Jahre alt, als er starb auf 
dem Berge Hor.
NUM 33:40 Da hrte der Kanaaniter, der Knig zu Arad, welcher gegen Mittag 
des Landes Kanaan wohnte, da die Kinder Israel kmen.
NUM 33:41 Und sie brachen auf von dem Berge Hor und lagerten sich in 
Zalmona.
NUM 33:42 Von Zalmona brachen sie auf und lagerten sich in Punon.
NUM 33:43 Von Punon brachen sie auf und lagerten sich in Obot.
NUM 33:44 Von Obot brachen sie auf und lagerten sich in Jje-Abarim, an der 
Grenze von Moab.
NUM 33:45 Von Jje-Abarim brachen sie auf und lagerten sich in Dibon-Gad.
NUM 33:46 Von Dibon-Gad brachen sie auf und lagerten sich in Almon-
Diblataim.
NUM 33:47 Von Almon-Diblataim brachen sie auf und lagerten sich am Gebirge 
Abarim, vor dem Nebo.
NUM 33:48 Vom Gebirge Abarim brachen sie auf und lagerten sich in der 
Ebene der Moabiter am Jordan, gegenber Jericho.
NUM 33:49 Sie lagerten sich aber am Jordan, von Beth-Jesimot bis nach Abel-
Sittim, in der Ebene der Moabiter.
NUM 33:50 Und der HERR redete zu Mose in der Ebene der Moabiter am Jordan, 
Jericho gegenber, und sprach:
NUM 33:51 Rede mit den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ber 
den Jordan in das Land Kanaan gegangen seid,
NUM 33:52 so sollt ihr alle Einwohner des Landes vor eurem Angesicht 
vertreiben und alle ihre Bildsulen zerstren; auch alle ihre gegossenen 
Bilder sollt ihr zerbrechen und alle ihre Hhen verwsten;
NUM 33:53 also sollt ihr das Land in Besitz nehmen und darin wohnen; denn 
euch habe ich das Land gegeben, da ihr es besitzet.
NUM 33:54 Und ihr sollt das Land durchs Los als Erbe unter eure 
Geschlechter teilen. Den Zahlreichen sollt ihr ein greres Erbteil geben, 
den Kleinen ein kleineres; wohin einem jeden das Los fllt, das soll er 
besitzen; nach den Stmmen eurer Vter sollt ihr erben.
NUM 33:55 Werdet ihr aber die Einwohner des Landes nicht vor eurem 
Angesicht vertreiben, so sollen euch die, welche ihr brigbleiben lasset, 
zu Dornen werden in euren Augen und zu Stacheln in euren Seiten, und sie 
sollen euch befehden in dem Lande, darin ihr wohnet.
NUM 33:56 So wird es dann geschehen, da ich euch tun werde, was ich ihnen 
zu tun gedachte.
NUM 34:1 Und der HERR redete zu Mose und sprach: Gebiete den Kindern 
Israel und sprich zu ihnen:
NUM 34:2 Wenn ihr in das Land Kanaan kommt, so ist dies das Land, das euch 
als Erbteil zufllt: das Land Kanaan samt seinem Gebiet.
NUM 34:3 Der sdliche Rand soll sich erstrecken von der Wste Zin, Edom 
entlang, so da eure sdliche Grenze am Ende des Salzmeers beginnt, das 
gegen Morgen liegt.
NUM 34:4 Dann soll die Grenze sich wenden von Mittag, hinauf gen Akrabbim, 
und gehen bis gen Zin und endigen sdlich von Kadesch-Barnea; von dort 
gehe sie nach Hazar-Addar und hinber nach Azmon;
NUM 34:5 von Azmon wende sie sich nach dem Bach gyptens, und ihr Ende sei 
an dem Meer.
NUM 34:6 Als westliche Grenze diene euch das groe Meer. Das sei eure 
Grenze gegen Abend.
NUM 34:7 Die nrdliche Grenze soll euch diese sein: Vom groen Meer sollt 
ihr die Grenze ziehen bis zum Berge Hor,
NUM 34:8 und vom Berge Hor sollt ihr die Grenze ziehen, bis man gen Hamat 
kommt, und der Ausgang der Grenze sei bei Zedad;
NUM 34:9 dann erstrecke sich die Grenze bis Siphron, und ihr Ausgang sei 
bei Hazar-Enan. Das sei eure Grenze gegen Mitternacht.
NUM 34:10 Als stliche Grenze aber sollt ihr euch festsetzen eine Linie 
von Hazar-Enan bis Sepham.
NUM 34:11 Und die Grenze gehe herab von Sepham gen Ribla, morgenwrts 
gegen Ain. Darnach gehe sie herab und ziehe sich auf die Seite des Sees 
Genezareth, gegen Morgen,
NUM 34:12 und komme herab an den Jordan, und ihr Ausgang sei bei dem 
Salzmeer. Das sei euer Land nach seinen Grenzen ringsum.
NUM 34:13 Und Mose gebot den Kindern Israel und sprach: Das ist das Land, 
das ihr durch das Los als Erbe erhalten sollt, das der HERR den neun 
Stmmen und dem halben Stamm zu geben befohlen hat.
NUM 34:14 Denn der Stamm der Kinder Ruben, nach ihren Vaterhusern, und 
der Stamm der Kinder Gad nach ihren Vaterhusern haben ihren Teil 
empfangen, auch der halbe Stamm Manasse hat seinen Teil bekommen.
NUM 34:15 Also haben die beiden Stmme und der halbe Stamm ihr Erbteil 
empfangen diesseits des Jordan, Jericho gegenber, gegen Morgen.
NUM 34:16 Und der HERR redete mit Mose und sprach:
NUM 34:17 Das sind die Namen der Mnner, die das Land unter euch zum Erbe 
austeilen sollen: Eleasar, der Priester, und Josua, der Sohn Nuns.
NUM 34:18 Dazu sollt ihr von jedem Stamme einen Frsten nehmen, um das 
Land zum Erbe auszuteilen.
NUM 34:19 Und das sind die Namen der Mnner: Kaleb, der Sohn Jephunnes, 
vom Stamme Juda;
NUM 34:20 Semuel, der Sohn Ammihuds, vom Stamme Simeon;
NUM 34:21 Elidad, der Sohn Kislons, vom Stamme Benjamin;
NUM 34:22 Buki, der Sohn Joglis, der Frst des Stammes der Kinder Dan.
NUM 34:23 Hanniel, der Sohn Ephods, von den Kindern Joseph, Frst des 
Stammes der Kinder Manasse;
NUM 34:24 und Kemuel, der Sohn Siphtans, Frst des Stammes der Kinder 
Ephraim;
NUM 34:25 Elizaphan, der Sohn Parnachs, Frst des Stammes der Kinder 
Sebulon;
NUM 34:26 Paltiel, der Sohn Assans, Frst des Stammes der Kinder Issaschar;
NUM 34:27 Ahihud, der Sohn Selomis, Frst des Stammes der Kinder Asser;
NUM 34:28 Pedahel, der Sohn Ammihuds, Frst des Stammes der Kinder 
Naphtali.
NUM 34:29 Das sind diejenigen, welchen der HERR geboten hat, den Kindern 
Israel das Erbe im Lande Kanaan auszuteilen.
NUM 35:1 Und der HERR redete zu Mose in der Ebene der Moabiter, am Jordan, 
Jericho gegenber, und sprach:
NUM 35:2 Gebiete den Kindern Israel, da sie von ihren Erbgtern den 
Leviten Stdte geben, wo sie wohnen mgen; dazu sollt ihr den Leviten auch 
die Weidepltze um die Stdte hergeben;
NUM 35:3 damit sie in den Stdten wohnen und in den Weidepltzen ihr Vieh, 
ihre Fahrhabe und allerlei Tiere haben knnen.
NUM 35:4 Die Weidepltze der Stdte aber, die sie den Leviten geben, 
sollen sich von der Stadtmauer nach auen hin eintausend Ellen weit 
ringsum erstrecken.
NUM 35:5 So sollt ihr nun messen auen vor der Stadt an der Seite gegen 
Morgen zweitausend Ellen und an der Seite gegen Mittag zweitausend Ellen 
und an der Seite gegen Abend zweitausend Ellen und an der Seite gegen 
Mitternacht zweitausend Ellen, so da die Stadt in der Mitte sei.
NUM 35:6 Das sollen ihre Weidepltze sein. Und unter den Stdten, die ihr 
den Leviten geben werdet, sollen die sechs Freistdte sein, die ihr ihnen 
zu geben habt, damit der Totschlger dorthin fliehe; dazu sollt ihr ihnen 
noch zweiundvierzig Stdte geben,
NUM 35:7 so da [die Zahl] aller Stdte, die ihr samt ihren Weidepltzen 
den Leviten gebet, achtundvierzig betrage.
NUM 35:8 Und betreffend die Stdte, die ihr vom Erbbesitz der Kinder 
Israel geben werdet, sollt ihr von einem groen [Stamm] viele nehmen, und 
von einem kleineren wenige; ein jeder soll gem dem ihm zugeteilten 
Erbteil den Leviten von seinen Stdten geben.
NUM 35:9 Und der HERR redete zu Mose und sprach:
NUM 35:10 Sage den Kindern Israel und sprich zu ihnen: Wenn ihr ber den 
Jordan in das Land Kanaan kommt, sollt ihr Stdte verordnen,
NUM 35:11 die euch als Freistdte dienen, da ein Totschlger, der eine 
Seele aus Versehen erschlgt, dorthin fliehe.
NUM 35:12 Und es sollen diese Stdte euch als Freistatt dienen vor dem 
Blutrcher, damit der Totschlger nicht sterben msse, bis er vor der 
Gemeinde vor Gericht gestanden hat.
NUM 35:13 Und unter den Stdten, die ihr geben werdet, sollen euch sechs 
als Freistdte dienen.
NUM 35:14 Drei Stdte sollt ihr diesseits des Jordans geben und drei sollt 
ihr im Lande Kanaan geben; das sollen Freistdte sein.
NUM 35:15 Diese sechs Stdte sollen sowohl den Kindern Israel als auch den 
Fremdlingen und Beisassen unter euch als Freistatt dienen, da dahin 
fliehe, wer eine Seele aus Versehen erschlagen hat.
NUM 35:16 Schlgt er ihn mit einem eisernen Werkzeug, so da er stirbt, so 
ist er ein Totschlger, und ein solcher Totschlger soll unbedingt sterben.
NUM 35:17 Wirft er nach ihm mit einem handlichen Stein, mit dem jemand 
gettet werden kann, so da er stirbt, so ist er ein Totschlger, und ein 
solcher Totschlger soll unbedingt sterben.
NUM 35:18 Schlgt er ihn mit einem hlzernen Werkzeug, womit man jemand 
totschlagen kann, so da er stirbt, so ist er ein Totschlger, und ein 
solcher Totschlger soll unbedingt sterben.
NUM 35:19 Der Blutrcher soll den Totschlger tten; wenn er ihn antrifft, 
so soll er ihn tten.
NUM 35:20 Stt einer den andern aus Ha, oder wirft er etwas auf ihn mit 
Vorsatz, so da er stirbt,
NUM 35:21 oder schlgt er ihn aus Feindschaft mit seiner Hand, so da er 
stirbt, so soll der, welcher ihn geschlagen hat, unbedingt sterben, denn 
er ist ein Totschlger. Der Blutrcher soll ihn tten, wenn er ihn 
antrifft.
NUM 35:22 Wenn er ihn aber von ungefhr, nicht aus Feindschaft stt oder 
irgend etwas ohne Vorsatz auf ihn wirft,
NUM 35:23 oder wenn er irgend einen Stein, davon man sterben kann, auf ihn 
wirft, so da er stirbt, und hat es nicht gesehen und ist nicht sein 
Feind, hat ihm auch nicht bel gewollt,
NUM 35:24 so soll die Gemeinde zwischen dem, der geschlagen hat, und dem 
Blutrcher nach diesen Rechten entscheiden.
NUM 35:25 Und die Gemeinde soll den Totschlger aus der Hand des 
Blutrchers erretten und ihn wieder zu seiner Freistatt fhren, dahin er 
geflohen war; und er soll daselbst bleiben, bis der Hohepriester, den man 
mit dem heiligen l gesalbt hat, stirbt.
NUM 35:26 Wrde aber der Totschlger aus dem Gebiet seiner Freistatt, 
dahin er geflohen ist,
NUM 35:27 hinausgehen, und der Blutrcher ihn auerhalb der Marke seiner 
Freistatt finden und ihn totschlagen, so wrde er des Blutes nicht 
schuldig sein;
NUM 35:28 denn jener sollte bis zum Tode des Hohenpriesters in seiner 
Freistatt geblieben sein und erst nach dem Tode des Hohenpriesters wieder 
zum Lande seines Erbteils kommen.
NUM 35:29 Diese Rechtssatzung gilt fr alle eure Geschlechter an allen 
euren Wohnorten.
NUM 35:30 Wer eine Seele erschlgt, den soll man tten, nach Aussage der 
Zeugen; ein einziger Zeuge aber gengt nicht zur Hinrichtung eines 
Menschen.
NUM 35:31 Und ihr sollt kein Lsegeld annehmen fr die Seele des 
Totschlgers, welcher des Todes schuldig ist, sondern er soll unbedingt 
sterben.
NUM 35:32 Ihr sollt auch kein Lsegeld von dem annehmen, der zu seiner 
Freistatt geflohen ist und zurckkehrt, um im Lande zu wohnen, bevor der 
Priester gestorben ist.
NUM 35:33 Entweihet das Land nicht, darin ihr wohnt! Denn das Blut 
entweiht das Land; und das Land kann von dem Blut, das darin vergossen 
worden ist, durch nichts [anderes] geshnt werden, als durch das Blut 
dessen, der es vergossen hat.
NUM 35:34 So verunreinigt nun das Land nicht, darin ihr wohnt, und darin 
Ich wohne! Denn Ich, der HERR, wohne unter den Kindern Israel.
NUM 36:1 Und die Familienhupter des Geschlechts der Kinder Gileads, des 
Sohnes Machirs, der ein Sohn Manasses war, vom Geschlecht der Kinder 
Joseph, traten herzu und redeten vor Mose und vor den Frsten, den 
Familienhuptern der Kinder Israel, und sprachen:
NUM 36:2 der HERR hat meinem Herrn geboten, da ihr den Kindern Israel das 
Land zum Erbteil durch das Los zuteilen sollt. Und mein Herr hat von dem 
HERRN ein Gebot empfangen, da man das Erbteil Zelophchads, unsres 
Bruders, seinen Tchtern geben soll.
NUM 36:3 Wenn sie nun einen von den Shnen der Stmme der Kinder Israel 
heiraten, so wird ihr Erbteil von dem Erbteil unsrer Vter abgezogen, und 
was sie haben, wird dem Erbteil des Stammes beigefgt, zu welchem sie 
kommen; so wird dann das Los unsres Erbteils verringert.
NUM 36:4 Wenn dann das Jubeljahr der Kinder Israel kommt, so wird ihr 
Erbteil dem Erbteil des Stammes beigefgt, darin sie sind; so wird dann 
von dem Erbteil des Stammes unsrer Vter ihr Erbteil abgezogen.
NUM 36:5 Mose gebot den Kindern Israel nach dem Befehl des HERRN und 
sprach: Der Stamm der Kinder Joseph hat recht geredet.
NUM 36:6 Das ist's, was der HERR den Tchtern Zelophchads gebietet, und 
spricht: Lat sie sich verheiraten unter dem Geschlecht ihres vterlichen 
Stammes,
NUM 36:7 damit nicht die Erbteile der Kinder Israel von einem Stamme an 
einen andern bergehen; sondern ein jeder unter den Kindern Israel soll 
bei dem Erbe des Stammes seiner Vter bleiben.
NUM 36:8 Und alle Tchter, die unter den Stmmen der Kinder Israel ein 
Erbteil besitzen, sollen sich mit einem [Manne] aus dem Geschlechte des 
Stammes ihres Vaters verheiraten, da ein jeder unter den Kindern Israel 
seines Vaters Erbteil behalte
NUM 36:9 und nicht ein Erbteil von einem Stamme dem andern zugewendet 
werde, sondern ein jeder unter den Stmmen der Kinder Israel bei seinem 
Erbteil bleibe.
NUM 36:10 Wie der HERR Mose geboten hatte, also taten die Tchter 
Zelophchads.
NUM 36:11 Diese Tchter Zelophchads, Machla, Tirza, Hogla, Milka und Noah, 
verheirateten sich mit ihren Vettern.
NUM 36:12 Sie verheirateten sich unter den Geschlechtern der Kinder 
Manasses, des Sohnes Josephs; und ihr Erbteil blieb bei dem Stamm des 
Geschlechts ihres Vaters.
NUM 36:13 Das sind die Gebote und Rechte, die der HERR durch Mose den 
Kindern Israel gebot auf der Ebene der Moabiter am Jordan, Jericho 
gegenber.
DEU 1:1 Dies sind die Worte, die Mose zu ganz Israel redete diesseits des 
Jordan in der Wste, auf der Ebene gegenber von Suph, zwischen Paran, 
Tophel, Laban, Hazerot und Disahab:
DEU 1:2 elf Tagereisen weit vom Horeb, am Wege vom Gebirge Seir nach 
Kadesch-Barnea.
DEU 1:3 Und es geschah im vierzigsten Jahre, am ersten Tage des elften 
Monats, da Mose mit den Kindern Israel redete, alles, wie ihm der HERR 
fr sie geboten hatte;
DEU 1:4 nachdem er Sihon, den Knig der Amoriter, der zu Hesbon wohnte, 
geschlagen hatte, dazu Og, den Knig zu Basan, der zu Astarot und zu Edrei 
wohnte.
DEU 1:5 Diesseits des Jordan, im Lande der Moabiter, fing Mose an, dieses 
Gesetz auszulegen, und er sprach:
DEU 1:6 Der HERR, unser Gott, redete zu uns am Berge Horeb und sprach: Ihr 
seid lange genug an diesem Berge gewesen!
DEU 1:7 Wendet euch nun und ziehet weiter, da ihr zu dem Gebirge der 
Amoriter kommet und zu allen ihren Nachbarn in der Ebene, auf den Bergen 
und in den Tlern, gegen Mittag und gegen das Gestade des Meeres, in das 
Land der Kanaaniter und zum Berge Libanon, bis an den groen Flu, den 
Flu Euphrat!
DEU 1:8 Siehe, ich habe euch das Land, das vor euch liegt, gegeben; geht 
hinein und nehmt das Land ein, von dem der HERR euren Vtern Abraham, 
Isaak und Jakob geschworen hat, da er es ihnen und ihrem Samen nach ihnen 
geben wolle.
DEU 1:9 Da sagte ich zu euch zu jener Zeit und sprach: Ich kann euch nicht 
allein tragen;
DEU 1:10 denn der HERR, euer Gott, hat euch gemehrt, und siehe, ihr seid 
heute wie die Sterne des Himmels an Menge.
DEU 1:11 Der HERR, eurer Vter Gott, mache euch noch viel tausendmal 
zahlreicher als ihr seid, und segne euch, wie er euch versprochen hat!
DEU 1:12 Wie kann ich aber allein eure Beschwerden, eure Klagen und eure 
Streitigkeiten tragen?
DEU 1:13 Schaffet euch weise, verstndige und erfahrene Mnner von euren 
Stmmen her, so will ich sie an eure Spitze stellen!
DEU 1:14 Da antwortetet ihr mir und sprachet: Das ist ein gutes Ding, 
davon du sagst, da du es tun wollest!
DEU 1:15 Da nahm ich Hupter eurer Stmme, weise und erfahrene Mnner, und 
setzte sie zu Oberhuptern ber euch, zu Obersten ber tausend, ber 
hundert, ber fnfzig, ber zehn, und zu Amtleuten fr eure Stmme.
DEU 1:16 Und ich gebot euren Richtern zu derselben Zeit und sprach: 
Verhret eure Brder und richtet recht zwischen den Brdern und 
Fremdlingen;
DEU 1:17 keine Person sollt ihr im Gericht ansehen, sondern ihr sollt den 
Kleinen hren wie den Groen und euch vor niemand scheuen; denn das 
Gericht ist Gottes. Wird euch aber eine Sache zu schwer sein, so lasset 
sie an mich gelangen, da ich sie hre!
DEU 1:18 So gebot ich euch zu jener Zeit alles, was ihr tun solltet.
DEU 1:19 Da zogen wir aus von Horeb und wanderten durch die groe und 
schreckliche Wste, die ihr auf dem Wege nach dem Hgelland der Amoriter 
gesehen habt, wie uns der HERR, unser Gott, geboten hatte, und kamen bis 
Kadesch-Barnea.
DEU 1:20 Da sprach ich zu euch: Ihr seid an das Gebirge der Amoriter 
gekommen, das uns der HERR, unser Gott, geben wird.
DEU 1:21 Siehe, der HERR, dein Gott, hat dir das Land, das vor dir liegt, 
gegeben; ziehe hinauf und nimm es ein, wie der HERR, deiner Vter Gott, 
dir versprochen hat; frchte dich nicht und erschrick nicht!
DEU 1:22 Da kamet ihr alle herbei zu mir und sprachet: Lat uns Mnner vor 
uns hersenden, die uns das Land erkundigen und uns Bericht bringen ber 
den Weg, den wir ziehen, und die Stdte, darein wir kommen sollen.
DEU 1:23 Das gefiel mir wohl, und ich nahm von euch zwlf Mnner, aus 
jedem Stamme einen.
DEU 1:24 Die wandten sich und bestiegen das Gebirge und kamen bis in das 
Tal Eskol und kundschafteten es aus
DEU 1:25 und nahmen von den Frchten des Landes mit sich und brachten sie 
herab zu uns und berichteten uns und sprachen: Das Land ist gut, das der 
HERR, unser Gott, uns gibt!
DEU 1:26 Aber ihr wolltet nicht hinaufziehen, sondern lehntet euch gegen 
das Wort des HERRN, eures Gottes, auf,
DEU 1:27 und ihr murrtet in euren Htten und spracht: Der HERR hat uns aus 
Ha aus gypten gefhrt, da er uns in die Hnde der Amoriter gebe, uns zu 
vertilgen.
DEU 1:28 Wohin sollen wir ziehen? Unsere Brder haben unser Herz verzagt 
gemacht, indem sie sagten: Das Volk ist grer und hher [gewachsen] als 
wir, die Stdte sind gro und bis an den Himmel befestigt; dazu haben wir 
Enakskinder daselbst gesehen!
DEU 1:29 Ich aber sprach zu euch: Entsetzet euch nicht und frchtet euch 
nicht vor ihnen;
DEU 1:30 denn der HERR, euer Gott, zieht vor euch her und wird fr euch 
streiten, wie er mit euch vor euren Augen in gypten getan hat
DEU 1:31 und in der Wste, wo du gesehen hast, wie dich der HERR, dein 
Gott, getragen hat, wie ein Mann seinen Sohn trgt, auf allen Wegen, die 
ihr zurckgelegt habt, bis ihr an diesen Ort gekommen seid.
DEU 1:32 Aber in dieser Sache wolltet ihr dem HERRN, eurem Gott, nicht 
vertrauen,
DEU 1:33 der doch vor euch herging auf dem Wege, euch die Lagersttten 
auszusuchen, bei Nacht im Feuer, da er euch den Weg zeigte, darauf ihr 
gehen solltet, bei Tag in einer Wolke.
DEU 1:34 Als aber der HERR die Stimme eurer Worte hrte, ward er zornig 
und schwur und sprach:
DEU 1:35 Keiner von den Mnnern dieses bsen Geschlechts soll das gute 
Land sehen, das ich ihren Vtern zu geben geschworen habe!
DEU 1:36 Nur Kaleb, der Sohn Jephunnes, soll es sehen; und ich will ihm 
und seinen Kindern das Land geben, das er betreten hat, weil er dem HERRN 
vllig nachgefolgt ist.
DEU 1:37 Auch ber mich ward der HERR zornig um euretwillen und sprach: Du 
sollst auch nicht hineinkommen!
DEU 1:38 Aber Josua, der Sohn Nuns, der vor dir steht, der soll 
hineinkommen; denselben strke, denn er soll Israel dieses Land zum Erbe 
austeilen.
DEU 1:39 Und eure Kinder, von denen ihr sagtet, da sie zum Raub werden 
mten, und eure Shne, die heute noch nicht wissen, was gut und bse ist, 
die sollen hineinkommen; denselben will ich es geben, und sie sollen es 
einnehmen.
DEU 1:40 Ihr aber, wendet euch und ziehet in die Wste auf dem Weg zum 
Schilfmeer!
DEU 1:41 Da antwortetet ihr und sprachet zu mir: Wir haben wider den HERRN 
gesndigt, wir wollen hinaufziehen und streiten, ganz wie uns der HERR, 
unser Gott, geboten hat! Und ihr alle grtetet eure Kriegswaffen um und 
hieltet es fr leicht, auf den Berg zu steigen.
DEU 1:42 Aber der HERR sprach zu mir: Sag ihnen: Ihr sollt nicht 
hinaufziehen und nicht streiten; denn ich bin nicht unter euch; da ihr 
nicht vor euren Feinden geschlagen werdet!
DEU 1:43 Das sagte ich euch; aber ihr gehorchtet nicht, sondern lehntet 
euch auf gegen das Gebot des HERRN und waret vermessen und zoget auf das 
Gebirge hinauf.
DEU 1:44 Da rckten die Amoriter aus, die auf demselben Gebirge wohnten, 
euch entgegen, und jagten euch, wie die Bienen tun, und schlugen euch zu 
Seir bis gen Horma.
DEU 1:45 Da kehrtet ihr wieder um und weintet vor dem HERRN; aber der HERR 
wollte eure Stimme nicht hren und neigte seine Ohren nicht zu euch.
DEU 1:46 Also bliebet ihr in Kadesch eine lange Zeit, so lange, wie ihr 
dort bleiben mutet!
DEU 2:1 Darnach wandten wir uns und brachen auf nach der Wste auf dem 
Wege zum Schilfmeer, wie der HERR zu mir gesagt hatte, und umzogen das 
Gebirge Seir eine lange Zeit.
DEU 2:2 Und der HERR sprach zu mir also:
DEU 2:3 Ihr habt nun lange genug dieses Gebirge umzogen; wendet euch gegen 
Mitternacht!
DEU 2:4 Und gebiete dem Volk und sprich: Ihr werdet durch das Gebiet eurer 
Brder, der Kinder Esau ziehen, welche in Seir wohnen, und sie werden sich 
vor euch frchten, aber nehmt euch wohl in acht,
DEU 2:5 da ihr sie nicht bekrieget; denn ich werde euch von ihrem Lande 
nicht einen Fubreit geben; denn ich habe das Gebirge Seir dem Esau 
erblich zu besitzen gegeben.
DEU 2:6 Ihr sollt die Speise, die ihr esset, um Geld von ihnen kaufen, und 
ihr sollt das Wasser, das ihr trinket, um Geld von ihnen kaufen;
DEU 2:7 denn der HERR, dein Gott, hat dich in allen Werken deiner Hnde 
gesegnet. Er hat achtgehabt auf deine Reisen durch diese groe Wste; und 
der HERR, dein Gott, ist diese vierzig Jahre bei dir gewesen, so da dir 
nichts gemangelt hat.
DEU 2:8 Als wir dann aber an unsern Brdern, den Kindern Esau, die in Seir 
wohnen, vorberzogen, auf dem Wege durch die Ebene von Elat und von Ezjon-
Geber, wandten wir uns und betraten den Weg nach der Steppe Moab.
DEU 2:9 Da sprach der HERR zu mir: Du sollst die Moabiter nicht befehden, 
noch zum Streite reizen; denn ich will dir ihr Land nicht zu besitzen 
geben; denn ich habe Ar den Kindern Lot zu besitzen gegeben.
DEU 2:10 (Die Emiter haben vor Zeiten darin gewohnt; das war ein groes, 
starkes und hochgewachsenes Volk wie die Enakiter;
DEU 2:11 sie wurden auch zu den Rephaitern gerechnet wie die Enakiter, und 
die Moabiter hieen sie Emiter.
DEU 2:12 In Seir aber wohnten vor Zeiten die Horiter; aber die Kinder Esau 
vertrieben und vertilgten sie vor sich her und wohnten an ihrer Statt, wie 
Israel dem Lande seiner Besitzung tat, das ihm der HERR gab.)
DEU 2:13 So macht euch nun auf und zieht ber den Bach Sared! Und wir 
zogen ber den Bach Sared.
DEU 2:14 Die Zeit unserer Wanderung, von Kadesch-Barnea an bis zur 
berschreitung des Baches Sared, betrug achtunddreiig Jahre, bis alle 
Kriegsleute aus dem Lager aufgerieben waren, wie der HERR ihnen geschworen 
hatte.
DEU 2:15 Die Hand des HERRN war auch wider sie gewesen; da sie im Lande 
umkamen, bis sie vllig aufgerieben waren.
DEU 2:16 Als nun alle diese Kriegsleute aufgerieben und gestorben waren 
inmitten des Volkes,
DEU 2:17 da redete der HERR zu mir und sprach:
DEU 2:18 Du kommst heute an der Grenze der Moabiter bei Ar vorber
DEU 2:19 und wirst nahe zu den Kindern Ammon kommen; die sollst du nicht 
befehden, noch bekriegen, denn ich will dir von dem Lande der Kinder Ammon 
nichts zu besitzen geben; denn ich habe es den Kindern Lot zu besitzen 
gegeben.
DEU 2:20 (Auch dieses gilt fr ein Land der Rephaiter, und es haben auch 
vor Zeiten Rephaiter darin gewohnt; und die Ammoniter hieen sie 
Samsummiter.
DEU 2:21 Das war ein groes, starkes und hochgewachsenes Volk wie die 
Enakiter. Und der HERR vertilgte sie vor ihnen, und lie die Ammoniter 
dieselben vertreiben, da sie daselbst an ihrer Statt wohnten,
DEU 2:22 wie er getan hat mit den Kindern Esau, die in Seir wohnen, als er 
die Horiter vor ihnen vertilgte und sie ihr Land einnehmen lie, da sie 
daselbst an ihrer Statt wohnen bis auf diesen Tag.
DEU 2:23 Und wie es den Avvitern erging, die in Drfern bis gen Gaza 
wohnten; die Kaphtoriter, welche von Kaphtor ausgezogen waren, vertilgten 
sie und wohnten daselbst an ihrer Statt.)
DEU 2:24 So macht euch nun auf, zieht aus und berschreitet den Bach 
Arnon! Siehe, ich habe Sihon, den Knig zu Hesbon, den Amoriter, samt 
seinem Land in deine Hand gegeben: hebe an einzunehmen und fange den Krieg 
gegen ihn an!
DEU 2:25 Von diesem heutigen Tage an will ich Furcht und Schrecken vor dir 
auf das Angesicht der Vlker unter dem ganzen Himmel legen, da, wenn sie 
von dir hren, sie erzittern und sich vor dir ngstigen sollen!
DEU 2:26 Da sandte ich Boten aus der stlichen Wste zu Sihon, dem Knig 
zu Hesbon, mit einer Friedensbotschaft und lie ihm sagen:
DEU 2:27 Ich will durch dein Land ziehen und will dabei der Strae folgen; 
ich will weder zur Rechten noch zur Linken abweichen.
DEU 2:28 Du sollst mir Speise um Geld verkaufen, da ich esse; und du 
sollst mir Wasser um Geld geben, da ich trinke. Ich will nur zu Fu 
hindurchziehen,
DEU 2:29 wie mir die Kinder Esau getan haben, die zu Seir wohnen, und die 
Moabiter, die zu Ar wohnen; bis ich ber den Jordan ins Land komme, das 
der HERR, unser Gott, uns geben wird.
DEU 2:30 Aber Sihon, der Knig zu Hesbon, wollte uns nicht durch sein Land 
ziehen lassen; denn der HERR, dein Gott, hatte seinen Geist hartnckig 
gemacht und sein Herz verbittert, da er ihn in deine Hand gebe, wie es 
heute der Fall ist.
DEU 2:31 Und der HERR sprach zu mir: Siehe, ich habe angefangen, Sihon 
samt seinem Lande vor dir hinzugeben; hebe an sein Land einzunehmen und es 
zu besitzen!
DEU 2:32 Und Sihon zog aus, uns entgegen, er und sein ganzes Volk, zum 
Streit bei Jahza.
DEU 2:33 Aber der HERR, unser Gott, gab ihn vor uns hin, da wir ihn samt 
seinem Sohne und seinem ganzen Volke schlugen.
DEU 2:34 Und wir gewannen zu der Zeit alle seine Stdte, Mnner, Weiber 
und Kinder, und lieen niemand brigbleiben.
DEU 2:35 Nur das Vieh raubten wir fr uns, und die Beute von den Stdten, 
die wir gewannen.
DEU 2:36 Von Aroer an, die am Ufer des Arnon liegt, und von der Stadt im 
Tale bis gen Gilead war uns keine Stadt zu fest; der HERR, unser Gott, gab 
alles vor uns hin.
DEU 2:37 Aber zu dem Lande der Kinder Ammon, zu allem, was am Jabbok 
liegt, kamst du nicht, auch nicht zu den Stdten auf dem Gebirge, noch zu 
irgend etwas von dem, was uns der HERR, unser Gott, verboten hatte.
DEU 3:1 Als wir uns aber wandten und den Weg nach Basan hinaufzogen, 
rckte Og, der Knig zu Basan, uns entgegen mit seinem ganzen Volk, um bei 
Edrei zu streiten.
DEU 3:2 Da sprach der HERR zu mir: Frchte dich nicht vor ihm, denn ich 
habe ihn und sein ganzes Volk samt seinem Lande in deine Hand gegeben, und 
du sollst mit ihm tun, wie du mit Sihon, dem Knig der Amoriter, getan 
hast, der zu Hesbon wohnte.
DEU 3:3 Also gab der HERR, unser Gott, auch den Knig Og zu Basan in 
unsere Hand, samt seinem ganzen Volk; so schlugen wir ihn, da keiner 
entrann und brigblieb.
DEU 3:4 Und wir gewannen zu jener Zeit alle seine Stdte, die ganze Gegend 
Argob, das Knigreich Ogs zu Basan.
DEU 3:5 Alle diese Stdte waren fest, mit hohen Mauern, Toren und Riegeln 
versehen; auerdem hatte es sehr viele andere Flecken ohne Mauern.
DEU 3:6 Und wir vollstreckten an ihnen den Bann, wie wir es mit Sihon, dem 
Knig zu Hesbon, gemacht hatten; an allen Stdten vollstreckten wir den 
Bann, dazu an allen Mnnern, Weibern und Kindern.
DEU 3:7 Aber alles Vieh und die Beute aller Stdte raubten wir fr uns.
DEU 3:8 Also nahmen wir zu der Zeit das Land aus der Hand der zwei Knige 
der Amoriter, diesseits des Jordan, vom Arnon bis an den Berg Hermon
DEU 3:9 (die Zidonier hieen den Hermon Sirjon, aber die Amoriter hieen 
ihn Senir),
DEU 3:10 alle Stdte auf Ebene und ganz Gilead und ganz Basan, bis gen 
Salcha und Edrei, die Stdte des Knigreichs Ogs zu Basan.
DEU 3:11 (Denn der Knig Og zu Basan war allein noch brig von den 
Rephaitern. Siehe, sein Bett, ein eisernes Bett, ist es nicht zu Rabbat 
der Kinder Ammon? Es ist neun Ellen lang und vier Ellen breit, nach der 
Elle eines Mannes.)
DEU 3:12 Dieses Land nahmen wir zu der Zeit ein von Aroer an, die am Arnon 
liegt. Und ich gab das halbe Gebirge Gilead samt seinen Stdten den 
Rubenitern und Gaditern.
DEU 3:13 Aber das brige Gilead und ganz Basan, das Knigreich Ogs, gab 
ich dem halben Stamm Manasse, die ganze Gegend Argob; das ganze Basan hie 
das Land der Rephaiter.
DEU 3:14 (Jair, der Sohn Manasses, nahm die ganze Gegend Argob ein, bis an 
die Marke der Gesuriter und der Maachatiter, und nannte Basan nach seinem 
Namen Jairs-Drfer, wie sie bis auf den heutigen Tag heien.)
DEU 3:15 Dem Machir aber gab ich Gilead.
DEU 3:16 Und den Rubenitern und Gaditern gab ich [das Land] von Gilead bis 
an den Bach Arnon, der mitten im Tal die Grenze bildet, und bis an den 
Jabbok, den Grenzflu der Kinder Ammon,
DEU 3:17 dazu die Ebene und den Jordan, welcher die Grenze bildet vom 
[See] Genezareth bis an das Meer der Ebene, nmlich das Salzmeer, 
unterhalb der Abhnge des Pisga, welcher stlich davon liegt.
DEU 3:18 Und ich gebot euch zu der Zeit und sprach: Der HERR, euer Gott, 
hat euch dieses Land zum Besitztum gegeben; so zieht nun gerstet vor 
euren Brdern, den Kindern Israel her, alle streitbaren Mnner.
DEU 3:19 Aber eure Weiber und Kinder und euer Vieh (denn ich wei, da ihr 
viel Vieh habt) lasset in den Stdten bleiben, die ich euch gegeben habe,
DEU 3:20 bis der HERR auch eure Brder zur Ruhe bringt, wie euch, bis auch 
sie das Land einnehmen, das ihnen der HERR, euer Gott, jenseits des Jordan 
gibt; und alsdann sollt ihr wiederkehren, ein jeder zu seinem Besitztum, 
das ich euch gegeben habe.
DEU 3:21 Und dem Josua gebot ich zu jener Zeit und sprach: Deine Augen 
haben alles gesehen, was der HERR, euer Gott, diesen beiden Knigen getan 
hat; also wird der HERR allen Knigreichen tun, wohin du hinberziehen 
wirst.
DEU 3:22 Frchtet euch nicht vor ihnen; denn der HERR, euer Gott, streitet 
fr euch!
DEU 3:23 Und ich flehte zum HERRN um Gnade zu jener Zeit und sprach:
DEU 3:24 Ach, HERR, HERR, du hast angefangen, deinem Knechte zu zeigen 
deine Majestt und deine starke Hand; denn wo ist ein Gott im Himmel und 
auf Erden, der es deinen Werken und deiner Macht gleichtun knnte?
DEU 3:25 La mich doch hinbergehen und das gute Land sehen jenseits des 
Jordan, dieses gute Gebirge und den Libanon!
DEU 3:26 Aber der HERR war zornig ber mich um euretwillen und erhrte 
mich nicht, sondern der HERR sprach zu mir: La es genug sein! Sage mir 
kein Wort mehr in dieser Sache!
DEU 3:27 Steig auf den Gipfel des Pisga und hebe deine Augen auf gegen 
Abend und gegen Mitternacht und gegen Mittag und gegen Morgen, und 
beschaue es mit deinen Augen; denn du wirst nicht ber diesen Jordan gehen.
DEU 3:28 Und gebiete dem Josua, strke ihn und schrfe ihm ein, da er 
hinberziehe vor dem Volk und ihnen das Land, das du sehen wirst, zum Erbe 
austeile.
DEU 3:29 Also blieben wir im Tal, Beth-Peor gegenber.
DEU 4:1 Und nun hre, Israel, die Satzungen und Rechte, die ich euch zu 
tun lehre, auf da ihr lebet und hineinkommet und das Land einnehmet, das 
euch der HERR, der Gott eurer Vter, gibt.
DEU 4:2 Ihr sollt nichts hinzutun zu dem Worte, das ich euch gebiete, und 
sollt auch nichts davontun, damit ihr die Gebote des HERRN, eures Gottes, 
haltet, die ich euch gebiete.
DEU 4:3 Eure Augen haben gesehen, was der HERR wegen des Baal-Peor getan 
hat. Denn alle, die Baal-Peor nachwandelten, hat der HERR, dein Gott, aus 
deiner Mitte vertilgt!
DEU 4:4 Aber ihr, die ihr dem HERRN, eurem Gott, anhinget, lebet alle 
heute noch.
DEU 4:5 Siehe, ich habe euch Satzungen und Rechte gelehrt, wie mir der 
HERR, mein Gott, geboten hat, da ihr also tun sollt im Lande, darein ihr 
kommen werdet, um es in Besitz zu nehmen.
DEU 4:6 So behaltet sie nun und tut sie; denn das ist eure Weisheit und 
euer Verstand vor allen Vlkern. Wenn sie alle diese Gebote hren, werden 
sie sagen: Wie ist doch dieses groe Volk ein so weises und verstndiges 
Volk!
DEU 4:7 Denn wo ist ein so groes Volk, zu dem sich die Gtter also nahen, 
wie der HERR, unser Gott, es tut, so oft wir ihn anrufen?
DEU 4:8 Und wo ist ein so groes Volk, das so gerechte Satzungen und 
Rechte habe, wie dieses ganze Gesetz ist, das ich euch heute vorlege?
DEU 4:9 Nur hte dich und bewahre deine Seele wohl, da du die Geschichten 
nicht vergessest, die deine Augen gesehen haben, und da sie nicht aus 
deinem Herzen kommen alle Tage deines Lebens; sondern du sollst sie deinen 
Kindern und Kindeskindern kundtun;
DEU 4:10 was geschah an dem Tage, als du vor dem HERRN, deinem Gott, 
standest am Berge Horeb, als der HERR zu mir sprach: Versammle mir das 
Volk, da ich sie meine Worte hren lasse, und damit sie mich frchten 
lernen alle Tage ihres Lebens auf Erden, und damit sie die Worte auch ihre 
Kinder lehren.
DEU 4:11 Und ihr tratet herzu und standet unten am Berg. Aber der Berg 
brannte im Feuer bis in den Himmel hinein, der voller Finsternis, Wolken 
und Dunkel war.
DEU 4:12 Und der HERR redete mit euch mitten aus dem Feuer. Die Stimme 
seiner Worte hrtet ihr, aber ihr sahet keine Gestalt, sondern vernahmet 
nur die Stimme.
DEU 4:13 Und er verkndigte euch seinen Bund, den er euch zu halten gebot, 
nmlich die zehn Worte, die er auf zwei steinerne Tafeln schrieb.
DEU 4:14 Und der HERR gebot mir zu jener Zeit, da ich euch die Satzungen 
und Rechte lehre, die ihr tun sollt in dem Lande, darein ihr ziehet, um es 
einzunehmen.
DEU 4:15 So bewahret nun eure Seelen wohl, weil ihr keine Gestalt gesehen 
habt an dem Tage, als der HERR aus dem Feuer heraus mit euch redete auf 
dem Berge Horeb;
DEU 4:16 da ihr nicht verderblich handelt und euch irgend ein gemeieltes 
Bild machet, irgend eine mnnliche oder weibliche Figur,
DEU 4:17 oder das Bild irgend eines Viehes, das auf Erden ist, oder eines 
Vogels, der am Himmel fliegt,
DEU 4:18 oder das Bild eines Reptils, das auf dem Erdboden kriecht, oder 
der Fische, die im Wasser unter der Erde sind;
DEU 4:19 da du deine Augen auch nicht gen Himmel hebest, und die Sonne 
und den Mond und die Sterne und das ganze Heer des Himmels beschauest und 
dich verfhren lassest, sie anzubeten und ihnen zu dienen, die doch der 
HERR, dein Gott, allen Vlkern unter dem ganzen Himmel zugeteilt hat.
DEU 4:20 Euch aber hat der HERR angenommen und aus dem eisernen Ofen, aus 
gypten, gefhrt, da ihr sein Erbvolk sein solltet, wie es heute der Fall 
ist.
DEU 4:21 Und der HERR war um euretwillen so zornig ber mich, da er 
schwur, ich sollte nicht ber den Jordan gehen, noch in das gute Land 
kommen, das der HERR, dein Gott, dir zum Erbe gibt;
DEU 4:22 sondern ich mu in diesem Lande sterben und darf nicht ber den 
Jordan gehen; ihr aber drft hinbergehen und jenes gute Land einnehmen.
DEU 4:23 So htet euch nun, da ihr des Bundes des HERRN, eures Gottes, 
den er mit euch gemacht hat, nicht vergesset und euch nicht Bilder machet 
von irgend einer Gestalt, was der HERR, dein Gott, dir verboten hat.
DEU 4:24 Denn der HERR, dein Gott, ist ein verzehrendes Feuer, ein 
eifriger Gott.
DEU 4:25 Wenn du nun Kinder und Kindeskinder zeugst und ihr alt werdet im 
Lande und verderblich handelt und euch Bilder machet von irgend einer 
Gestalt und vor dem HERRN, eurem Gott, bles tut, da ihr ihn erzrnet,
DEU 4:26 so rufe ich heute Himmel und Erde zu Zeugen wider euch an, da 
ihr gewi bald umkommen werdet in dem Lande, wohin ihr ber den Jordan 
ziehet, um es einzunehmen; ihr werdet nicht lange darin wohnen, sondern 
sicherlich vertilgt werden!
DEU 4:27 Und der HERR wird euch unter die Vlker zerstreuen, und es wird 
eine geringe Zahl von euch brigbleiben unter den Heiden, dahin euch der 
HERR fhren wird.
DEU 4:28 Daselbst werdet ihr den Gttern dienen, die der Menschen Hnde 
Werk sind, Holz und Stein, die weder sehen noch hren noch essen noch 
riechen.
DEU 4:29 Wenn du aber daselbst den HERRN, deinen Gott, suchen wirst, so 
wirst du ihn finden, ja wenn du ihn von ganzem Herzen und von ganzer Seele 
suchen wirst.
DEU 4:30 Wenn du in der Not bist und dich alle diese Dinge treffen, so 
wirst du in den letzten Tagen zu dem HERRN, deinem Gott, umkehren und 
seiner Stimme gehorsam sein;
DEU 4:31 denn der HERR, dein Gott, ist ein barmherziger Gott; Er wird dich 
nicht verlassen, noch verderben; Er wird auch des Bundes, den er deinen 
Vtern geschworen hat, nicht vergessen.
DEU 4:32 Denn frage doch nach den frheren Zeiten, die vor dir gewesen 
sind, von dem Tage an, als Gott den Menschen auf Erden erschuf, und von 
einem Ende des Himmels bis zum andern, ob je ein solch groes Ding 
geschehen oder je dergleichen gehrt worden sei:
DEU 4:33 Ob je ein Volk die Stimme Gottes gehrt habe aus dem Feuer reden, 
wie du sie gehrt hast, und dennoch lebe;
DEU 4:34 oder ob je ein Gott versucht habe, hinzugehen und sich ein Volk 
mitten aus einem andern Volk zu nehmen durch groe Prfungen, durch 
Zeichen, durch Wunder, durch Kampf und durch eine mchtige Hand und durch 
einen ausgestreckten Arm und durch schreckliche, groe Taten, wie das 
alles der HERR, euer Gott, mit euch in gypten vor deinen Augen getan hat?
DEU 4:35 Dir ist es gezeigt worden, auf da du wissest, da der HERR Gott 
ist, und keiner sonst als er allein.
DEU 4:36 Er hat dich vom Himmel her seine Stimme hren lassen, da er dich 
unterwiese; und auf Erden hat er dir sein groes Feuer gezeigt, und du 
hast seine Worte aus dem Feuer gehrt.
DEU 4:37 Und weil er deine Vter liebte, darum hat er ihren Samen nach 
ihnen erwhlt und dich in eigener Person durch seine groe Kraft aus 
gypten ausgefhrt,
DEU 4:38 da er vor dir her grere und strkere Vlker, als du bist, 
vertriebe, und dich in ihr Land fhrte und dasselbe dir zum Erbteil gbe, 
wie es heute der Fall ist.
DEU 4:39 So sollst du nun heute wissen und zu Herzen fassen, da der HERR 
der alleinige Gott ist oben im Himmel und unten auf Erden, und keiner 
sonst.
DEU 4:40 Darum beobachte seine Satzungen und seine Gebote, die ich dir 
heute gebiete, so wird es dir und deinen Kindern nach dir wohl gehen, und 
du wirst lange leben in dem Lande, das dir der HERR, dein Gott, gibt, fr 
alle Zeiten.
DEU 4:41 Damals sonderte Mose drei Stdte aus, diesseits des Jordan, gegen 
Aufgang der Sonne,
DEU 4:42 damit der Totschlger dorthin fliehen knne, der seinen Nchsten 
unversehens gettet hat, ohne ihm zuvor feind gewesen zu sein, (da er in 
eine dieser Stdte fliehe und am Leben bleibe)
DEU 4:43 nmlich Bezer in der Steppe, im ebenen Lande, fr die Rubeniter, 
Ramot in Gilead fr die Gaditer, und Golan in Basan fr die Manassiter.
DEU 4:44 Dies ist das Gesetz, das Mose den Kindern Israel vorlegte;
DEU 4:45 das sind die Zeugnisse, die Satzungen und Rechte, welche Mose den 
Kindern Israel sagte, als sie aus gypten gezogen waren,
DEU 4:46 diesseits des Jordan, im Tal, Beth-Peor gegenber, im Lande 
Sihons, des Knigs der Amoriter, der zu Hesbon wohnte, den Mose und die 
Kinder Israel schlugen, als sie aus gypten zogen, und dessen Land sie 
einnahmen,
DEU 4:47 samt dem Lande Ogs, des Knigs zu Basan, der beiden Knige der 
Amoriter, die diesseits des Jordan waren, gegen Aufgang der Sonne;
DEU 4:48 von Aroer an, welche am Ufer des Arnon liegt, bis an den Berg 
Sion, das ist der Hermon.
DEU 4:49 Und die ganze Ebene diesseits des Jordan, gegen Aufgang, bis an 
das Meer der Ebene unterhalb der Abhnge des Pisga.
DEU 5:1 Und Mose berief ganz Israel und sprach zu ihnen: Hre, Israel, die 
Satzungen und Rechte, die ich heute vor euren Ohren rede; lernet und 
behaltet sie, da ihr sie tuet!
DEU 5:2 Der HERR, unser Gott, hat auf dem Berge Horeb einen Bund mit uns 
gemacht.
DEU 5:3 Nicht mit unsern Vtern hat er diesen Bund gemacht, sondern mit 
uns, die wir heute hier sind und alle leben.
DEU 5:4 Von Angesicht zu Angesicht hat der HERR auf dem Berge aus dem 
Feuer heraus mit euch geredet.
DEU 5:5 Ich stand zu derselben Zeit zwischen dem HERRN und euch, um euch 
des HERRN Worte zu verkndigen; denn ihr frchtetet euch vor dem Feuer und 
ginget nicht auf den Berg. Und er sprach:
DEU 5:6 Ich bin der HERR, dein Gott, der ich dich aus gyptenland, aus dem 
Diensthause, gefhrt habe:
DEU 5:7 Du sollst keine andern Gtter neben mir haben.
DEU 5:8 Du sollst dir kein Bildnis noch irgend ein Gleichnis machen, weder 
dessen, das droben im Himmel, noch dessen, das unten auf Erden, noch 
dessen, das in den Wassern unter der Erde ist.
DEU 5:9 Bete sie nicht an und diene ihnen nicht; denn ich, der HERR, dein 
Gott, bin ein eifriger Gott, welcher heimsucht der Vter Missetat an den 
Kindern bis in das dritte und vierte Glied derer, die mich hassen,
DEU 5:10 und tue Barmherzigkeit an vielen Tausenden, die mich lieben und 
meine Gebote halten.
DEU 5:11 Du sollst den Namen des HERRN, deines Gottes, nicht mibrauchen; 
denn der HERR wird den nicht ungestraft lassen, der seinen Namen 
mibraucht.
DEU 5:12 Beobachte den Sabbattag, da du ihn heiligest, wie dir der HERR, 
dein Gott, geboten hat.
DEU 5:13 Sechs Tage sollst du arbeiten und alle deine Werke tun;
DEU 5:14 aber am siebenten Tag ist der Sabbat des HERRN, deines Gottes; da 
sollst du kein Werk tun, weder du, noch dein Sohn, noch deine Tochter, 
noch dein Knecht, noch deine Magd, noch dein Ochs, noch dein Esel, noch 
all dein Vieh, noch dein Fremdling, der innerhalb deiner Tore ist, damit 
dein Knecht und deine Magd ruhen wie du.
DEU 5:15 Denn du sollst bedenken, da du auch Knecht gewesen bist in 
gyptenland, und da der HERR, dein Gott, dich von dannen mit mchtiger 
Hand und ausgestrecktem Arm ausgefhrt hat. Darum hat dir der HERR, dein 
Gott, geboten, da du den Sabbattag halten sollst.
DEU 5:16 Du sollst deinen Vater und deine Mutter ehren, wie dir der HERR, 
dein Gott, geboten hat, auf da du lange lebest, und es dir wohl gehe in 
dem Lande, das der HERR, dein Gott, dir gibt.
DEU 5:17 Du sollst nicht tten.
DEU 5:18 Du sollst nicht ehebrechen.
DEU 5:19 Du sollst nicht stehlen.
DEU 5:20 Du sollst kein falsches Zeugnis geben wider deinen Nchsten.
DEU 5:21 La dich nicht gelsten deines Nchsten Weibes; la dich nicht 
gelsten deines Nchsten Hauses, noch seines Ackers, noch seines Knechtes, 
noch seiner Magd, noch seines Ochsen, noch seines Esels, noch alles 
dessen, was dein Nchster hat.
DEU 5:22 Das sind die Worte, die der HERR zu eurer ganzen Gemeinde redete 
auf dem Berge, mitten aus dem Feuer, den Wolken und der Dunkelheit, mit 
gewaltiger Stimme, und er tat nichts dazu. Und er schrieb sie auf zwei 
steinerne Tafeln und gab sie mir.
DEU 5:23 Als ihr aber die Stimme aus der Finsternis hrtet und der Berg im 
Feuer brannte, da tratet ihr zu mir, alle Obersten eurer Stmme und eure 
ltesten und sprachet:
DEU 5:24 Siehe, der HERR, unser Gott, hat uns seine Herrlichkeit und seine 
Majestt sehen lassen, und wir haben aus dem Feuer heraus seine Stimme 
gehrt; heute haben wir gesehen, da Gott mit den Menschen redet und sie 
am Leben bleiben.
DEU 5:25 Und nun, warum sollen wir sterben? denn dieses groe Feuer wird 
uns verzehren. Wenn wir die Stimme des HERRN, unsres Gottes, noch mehr 
hren, so mssen wir sterben.
DEU 5:26 Denn wer von allem Fleische knnte die Stimme des lebendigen 
Gottes aus dem Feuer heraus reden hren, wie wir, und am Leben bleiben?
DEU 5:27 Tritt du hinzu und hre alles, was der HERR, unser Gott, reden 
wird, und sage du es uns; alles, was der HERR, unser Gott, zu dir reden 
wird, das wollen wir hren und tun!
DEU 5:28 Als aber der HERR den Wortlaut eurer Rede hrte, die ihr mit mir 
redetet, sprach der HERR zu mir: Ich habe den Wortlaut der Rede dieses 
Volkes gehrt, die sie mit dir geredet haben. Es ist alles gut, was sie 
gesagt haben.
DEU 5:29 O wenn sie doch immer ein solches Herz htten, mich zu frchten 
und alle meine Gebote zu halten ihr Leben lang, da es ihnen wohl ginge 
und ihren Kindern ewiglich!
DEU 5:30 Gehe hin und sage ihnen: Kehret heim in eure Htten!
DEU 5:31 Du aber sollst vor mir stehen, da ich mit dir rede alle Gebote 
und Satzungen und Rechte, die du sie lehren sollst, da sie darnach tun im 
Lande, das ich ihnen zu besitzen gebe!
DEU 5:32 So gebt nun acht, da ihr tuet, wie der HERR, euer Gott, euch 
geboten hat, und weichet nicht, weder zur Rechten noch zur Linken,
DEU 5:33 sondern wandelt in allen Wegen, die euch der HERR, euer Gott, 
geboten hat, da ihr leben mget, und da es euch wohl gehe, und ihr lange 
lebet im Lande, das ihr einnehmen werdet!
DEU 6:1 Dies sind die Gebote, Satzungen und Rechte, die der HERR, euer 
Gott, euch zu lehren geboten hat, da ihr sie tun sollt im Lande, dahin 
ihr ziehet, um es einzunehmen;
DEU 6:2 da du den HERRN, deinen Gott, frchtest und beobachtest alle 
seine Satzungen und Gebote, die ich dir gebiete, du und deine Kinder und 
deine Kindeskinder alle Tage deines Lebens, auf da du lange lebest.
DEU 6:3 So hre nun, Israel, und siehe, da du sie tuest, da es dir wohl 
gehe und ihr sehr gemehret werdet im Lande, das von Milch und Honig 
fliet, wie der HERR, der Gott deiner Vter, versprochen hat.
DEU 6:4 Hre Israel, der HERR ist unser Gott, der HERR allein.
DEU 6:5 Und du sollst den HERRN, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen 
Herzen, mit deiner ganzen Seele und mit aller deiner Kraft!
DEU 6:6 Und diese Worte, die ich dir heute gebiete, sollst du auf dem 
Herzen tragen,
DEU 6:7 und du sollst sie deinen Kindern fleiig einschrfen und davon 
reden, wenn du in deinem Hause sitzest oder auf dem Wege gehest, wenn du 
dich niederlegst und wenn du aufstehst;
DEU 6:8 und du sollst sie zum Zeichen auf deine Hand binden, und sie 
sollen dir zum Schmuck zwischen deinen Augen sein;
DEU 6:9 und du sollst sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore 
schreiben.
DEU 6:10 Wenn dich nun der HERR, dein Gott, in das Land bringen wird, das 
er deinen Vtern Abraham, Isaak und Jakob geschworen hat, da er dir groe 
und gute Stdte gebe, die du nicht gebaut hast,
DEU 6:11 und Huser, alles Guten voll, die du nicht gebaut hast, und 
ausgehauene Brunnen, die du nicht ausgehauen hast, Weinberge und lbume, 
die du nicht gepflanzt hast, und wenn du davon essen und satt werden wirst,
DEU 6:12 so hte dich, des HERRN zu vergessen, der dich aus dem Lande 
gypten, aus dem Diensthause, gefhrt hat;
DEU 6:13 sondern du sollst den HERRN, deinen Gott, frchten und ihm dienen 
und bei seinem Namen schwren;
DEU 6:14 und ihr sollt nicht andern Gttern nachfolgen, den Gttern der 
Vlker, die um euch her sind.
DEU 6:15 Denn der HERR, dein Gott, der in deiner Mitte wohnt, ist ein 
eiferschtiger Gott; es knnte der Zorn des HERRN, deines Gottes, ber dir 
entbrennen und dich von der Erde vertilgen.
DEU 6:16 Ihr sollt den HERRN, euren Gott, nicht versuchen, wie ihr ihn zu 
Massa versucht habt!
DEU 6:17 Beobachtet genau die Gebote des HERRN, eures Gottes, und seine 
Zeugnisse und seine Satzungen, die er dir geboten hat,
DEU 6:18 da du tuest, was recht und gut ist vor den Augen des HERRN, 
damit es dir wohl gehe und du hineinkommest und das gute Land einnehmest, 
das der HERR deinen Vtern zugeschworen hat,
DEU 6:19 [und] alle deine Feinde vor dir her verjagest; wie der HERR 
geredet hat.
DEU 6:20 Wenn dich nun dein Sohn in Zukunft fragen und sagen wird: Was 
sind das fr Zeugnisse, Satzungen und Rechte, die euch der HERR, unser 
Gott, geboten hat?
DEU 6:21 So sollst du deinem Sohne sagen: Wir waren Knechte des Pharao in 
gypten, und der HERR fhrte uns mit mchtiger Hand aus gypten,
DEU 6:22 und der HERR tat vor unsern Augen groe und schlimme Zeichen und 
Wunder in gypten an dem Pharao und an seinem ganzen Hause
DEU 6:23 und fhrte uns von dannen aus, da er uns hierher brchte und uns 
das Land gbe, das er unsern Vtern geschworen hat.
DEU 6:24 Darum hat uns der Herr geboten, alle diese Satzungen zu halten, 
da wir den HERRN, unsern Gott, frchten und es uns wohl gehe alle Tage 
und wir am Leben erhalten werden, wie es heute der Fall ist.
DEU 6:25 Und es wird uns zur Gerechtigkeit dienen, wenn wir darauf achten, 
alle diese Gebote vor dem HERRN, unserm Gott, zu tun, wie er uns geboten 
hat.
DEU 7:1 Wenn der HERR, dein Gott, dich in das Land bringt, darein du 
kommen wirst, um es einzunehmen, und wenn er vor dir her viele Vlker 
vertilgt, die Hetiter, die Girgasiter, die Amoriter, die Kanaaniter, die 
Pheresiter, die Heviter und die Jebusiter, sieben Vlker, die grer und 
strker sind als du;
DEU 7:2 und wenn sie der HERR, dein Gott, vor dir hingibt, da du sie 
schlgst, so sollst du an ihnen den Bann vollstrecken; du sollst keinen 
Bund mit ihnen machen und ihnen keine Gnade erzeigen.
DEU 7:3 Und du sollst dich mit ihnen nicht verschwgern; du sollst deine 
Tchter nicht ihren Shnen geben, noch ihre Tchter fr deine Shne nehmen;
DEU 7:4 denn sie werden deine Shne von mir abwendig machen, da sie 
andern Gttern dienen; so wird dann der Zorn des HERRN ber euch ergrimmen 
und euch bald vertilgen.
DEU 7:5 Sondern also sollt ihr mit ihnen tun: Ihre Altre sollt ihr 
niederreien, ihre Bildsulen zerbrechen, ihre Astartenbilder zerschlagen 
und ihre Gtzen mit Feuer verbrennen.
DEU 7:6 Denn du bist ein dem HERRN, deinem Gott, heiliges Volk; dich hat 
der HERR, dein Gott, aus allen Vlkern, die auf Erden sind, zum Volk des 
Eigentums erwhlt.
DEU 7:7 Nicht darum, weil ihr zahlreicher wret als alle Vlker, hat der 
HERR Lust zu euch gehabt und euch erwhlt; denn ihr seid das geringste 
unter allen Vlkern;
DEU 7:8 sondern weil der HERR euch liebte und weil er den Eid halten 
wollte, den er euren Vtern geschworen, darum hat der HERR euch mit 
mchtiger Hand ausgefhrt und dich von dem Diensthause aus der Hand des 
Pharao, des Knigs von gypten, erlst.
DEU 7:9 So sollst du nun wissen, da der HERR, dein Gott, der wahre Gott 
ist, der treue Gott, welcher den Bund und die Gnade denen bewahrt, die ihn 
lieben und seine Gebote bewahren, auf tausend Geschlechter;
DEU 7:10 er vergilt aber auch einem jeden, der ihn hat, ins Angesicht und 
bringt ihn um; er versumt nicht, dem zu vergelten, der ihn hat, sondern 
bezahlt ihm ins Angesicht.
DEU 7:11 So sollst du nun die Gebote, Satzungen und Rechte bewahren, die 
ich dir heute gebiete, da du sie tuest!
DEU 7:12 Und es wird geschehen, wenn ihr diese Rechte hret, sie bewahret 
und tut, so wird der HERR, dein Gott, auch dir den Bund und die Gnade 
bewahren, die er deinen Vtern geschworen hat.
DEU 7:13 Und er wird dich lieben und dich segnen und mehren; er wird 
segnen die Frucht deines Leibes und die Frucht deines Landes, dein Korn, 
deinen Most und dein l, den Wurf deiner Khe und die Zucht deiner Schafe, 
in dem Lande, das er deinen Vtern geschworen hat, dir zu geben.
DEU 7:14 Du wirst vor allen Vlkern gesegnet werden. Es wird kein 
Unfruchtbarer und keine Unfruchtbare unter dir sein, auch nicht unter 
deinem Vieh.
DEU 7:15 Der HERR wird alle Krankheiten von dir tun und wird keine von den 
bsen Seuchen der gypter, die du gesehen hast, auf dich legen, sondern 
wird sie allen denen zufgen, die dich hassen.
DEU 7:16 Du wirst alle Vlker verschlingen, die der HERR, dein Gott, dir 
gibt. Dein Auge soll ihrer nicht schonen, und du sollst ihren Gttern 
nicht dienen; denn das wrde dir zur Schlinge werden.
DEU 7:17 Wirst du aber in deinem Herzen sagen: Diese Vlker sind 
zahlreicher als ich, wie kann ich sie vertreiben?
DEU 7:18 so frchte dich nicht vor ihnen! Gedenke doch an das, was der 
HERR, dein Gott, dem Pharao und allen gyptern getan hat;
DEU 7:19 an die gewaltigen Proben, die du mit Augen gesehen hast, an die 
Zeichen und Wunder und an die mchtige Hand und den ausgestreckten Arm, 
womit der HERR, dein Gott, dich ausfhrte. Also wird der HERR, dein Gott, 
allen Vlkern tun, vor denen du dich frchtest!
DEU 7:20 Dazu wird der HERR, dein Gott, Hornissen unter sie senden, um die 
briggebliebenen umzubringen, die sich vor dir verbergen.
DEU 7:21 La dir nicht grauen vor ihnen, denn der HERR, dein Gott, ist 
unter dir, ein groer und schrecklicher Gott.
DEU 7:22 Und zwar wird der HERR, dein Gott, diese Vlker nach und nach 
vertreiben; du kannst sie nicht rasch aufreiben, sonst wrden sich die 
Tiere des Feldes zu deinem Schaden vermehren.
DEU 7:23 Der HERR, dein Gott, wird sie vor dir hingeben und sie in groe 
Verwirrung bringen, bis sie vertilgt sind.
DEU 7:24 Und er wird ihre Knige in deine Hand geben, und du sollst ihre 
Namen unter dem Himmel austilgen. Niemand wird dir widerstehen, bis du sie 
vertilgt hast.
DEU 7:25 Die Bilder ihrer Gtter sollst du mit Feuer verbrennen; und du 
sollst nicht begehren des Silbers oder Goldes, das daran ist, und es nicht 
zu dir nehmen, da du nicht dadurch gefangen werdest; denn solches ist dem 
HERRN, deinem Gott, ein Greuel.
DEU 7:26 Darum sollst du den Greuel nicht in dein Haus bringen, da du 
nicht in den gleichen Bann kommest wie sie; sie sollen dir ein Abscheu und 
ein Greuel sein; denn sie sind dem Bann verfallen!
DEU 8:1 Alle Gebote, die ich dir heute gebiete, sollt ihr behalten, um sie 
zu tun, auf da ihr lebet und gemehret werdet und hineinkommet und das 
Land einnehmet, das der HERR euren Vtern geschworen hat.
DEU 8:2 Gedenke auch des ganzen Weges, durch den der HERR, dein Gott, dich 
geleitet hat diese vierzig Jahre lang in der Wste, da er dich demtigte 
und versuchte, auf da kundwrde, was in deinem Herzen ist, ob du seine 
Gebote halten wrdest oder nicht.
DEU 8:3 Er demtigte dich und lie dich hungern und speiste dich mit 
Manna, das weder du noch deine Vter gekannt hatten, um dir kundzutun, da 
der Mensch nicht vom Brot allein lebt, sondern da er von allem dem lebt, 
was aus dem Munde des HERRN geht.
DEU 8:4 Deine Kleider sind nicht zerlumpt an dir, und deine Fe sind 
nicht geschwollen diese vierzig Jahre lang.
DEU 8:5 So erkenne nun in deinem Herzen, da der HERR, dein Gott, dich 
gezchtigt hat, wie ein Mann seinen Sohn zchtigt.
DEU 8:6 Und beobachte die Gebote des HERRN, deines Gottes, da du in 
seinen Wegen wandelst und ihn frchtest;
DEU 8:7 denn der HERR, dein Gott, fhrt dich in ein gutes Land, in ein 
Land, darin Wasserbche, Quellen und Seen sind, die auf den Bergen und in 
den Tlern entspringen;
DEU 8:8 ein Land, darin Weizen, Gerste, Weinstcke, Feigenbume und 
Granatpfel sind, ein Land voller Olivenbume und Honig;
DEU 8:9 ein Land, davon du dich nicht kmmerlich nhren mut, worin es dir 
an nichts mangelt; ein Land, dessen Steine Eisen sind, wo du Erz aus den 
Bergen hauen wirst.
DEU 8:10 Darum, wenn du gegessen hast und satt geworden bist, sollst du 
den HERRN, deinen Gott, loben fr das gute Land, das er dir gegeben hat.
DEU 8:11 Hte dich, da du des HERRN, deines Gottes, nicht vergessest, so 
da du seine Gebote, seine Satzungen und Rechte, die ich dir heute 
gebiete, nicht beobachtest;
DEU 8:12 da, wenn du nun gegessen hast und satt geworden bist, und schne 
Huser erbauest und darin wohnest,
DEU 8:13 und deine Rinder und Schafe, Silber und Gold, und alles, was du 
hast, sich mehren,
DEU 8:14 dein Herz sich alsdann nicht erhebe und du vergessest des HERRN, 
deines Gottes, der dich aus gyptenland, aus dem Diensthause, gefhrt hat;
DEU 8:15 der dich durch diese groe und schreckliche Wste geleitet hat, 
da feurige Schlangen waren und Skorpione und Drre und kein Wasser; der 
dir auch Wasser aus dem harten Felsen entspringen lie;
DEU 8:16 der dich in der Wste mit Manna speiste, von welchem deine Vter 
nichts wuten, auf da er dich demtigte und auf die Probe stellte, um dir 
hernach wohlzutun;
DEU 8:17 und da du nicht sagest in deinem Herzen: Meine eigene Kraft und 
meine fleiigen Hnde haben mir diesen Reichtum verschafft.
DEU 8:18 Sondern du sollst des HERRN, deines Gottes, gedenken; denn er ist 
es, der dir Kraft gibt, solchen Reichtum zu erwerben; auf da er seinen 
Bund aufrechterhalte, den er deinen Vtern geschworen hat, wie es heute 
geschieht.
DEU 8:19 Wirst du aber des HERRN, deines Gottes, vergessen und andern 
Gttern nachfolgen und ihnen dienen und sie anbeten, so bezeuge ich heute 
ber euch, da ihr gewi umkommen werdet.
DEU 8:20 Wie die Heiden, die der Herr vor eurem Angesicht umbringt, also 
werdet auch ihr umkommen, weil ihr der Stimme des HERRN, eures Gottes, 
nicht gehorsam seid.
DEU 9:1 Hre, Israel: Du wirst heute ber den Jordan gehen, da du 
hineinkommest, Vlker zu berwltigen, die grer und strker sind als du, 
groe Stdte einzunehmen, die himmelhoch befestigt sind,
DEU 9:2 ein groes und hochgewachsenes Volk, die Kinder Enak, die du 
kennst, von denen du auch sagen gehrt hast: Wer kann den Kindern Enak 
widerstehen?
DEU 9:3 So sollst du heute wissen, da der HERR, dein Gott, vor dir 
hergeht, ein verzehrendes Feuer. Er wird sie vertilgen und sie vor dir her 
unterwerfen und sie vertreiben und eilends umbringen, wie dir der HERR 
verheien hat.
DEU 9:4 Wenn sie nun der HERR, dein Gott, vor dir her ausgestoen hat, so 
sprich nicht in deinem Herzen: Um meiner [eigenen] Gerechtigkeit willen 
hat der HERR mich hereingefhrt, dieses Land einzunehmen, so doch der HERR 
diese Heiden wegen ihres gottlosen Wesens vor dir her vertreibt.
DEU 9:5 Denn nicht um deiner Gerechtigkeit und um deines aufrichtigen 
Herzens willen kommst du hinein, ihr Land einzunehmen, sondern um ihres 
gottlosen Wesens willen vertreibt der HERR, dein Gott, diese Heiden, und 
damit er das Wort halte, das der HERR deinen Vtern Abraham, Isaak und 
Jakob geschworen hat.
DEU 9:6 So wisse nun, da nicht um deiner Gerechtigkeit willen der HERR, 
dein Gott, dir dieses gute Land einzunehmen gibt; denn du bist ein 
halsstarriges Volk!
DEU 9:7 Denke daran und vergi nicht, wie du den HERRN, deinen Gott, in 
der Wste erzrnt hast, und da ihr von dem Tage an, da du aus gyptenland 
zogest, bis zu eurer Ankunft an diesem Ort widerspenstig gewesen seid 
gegen den HERRN.
DEU 9:8 Denn am Horeb erzrntet ihr den HERRN so, da der HERR euch im 
Zorn vertilgen wollte;
DEU 9:9 als ich auf den Berg gegangen war, die steinernen Tafeln zu 
empfangen, die Tafeln des Bundes, den der HERR mit euch machte, da blieb 
ich vierzig Tage und vierzig Nchte lang auf dem Berge und a kein Brot 
und trank kein Wasser.
DEU 9:10 Da gab mir der HERR die zwei steinernen Tafeln, mit dem Finger 
Gottes beschrieben, und darauf alle Worte, die der HERR mit euch aus dem 
Feuer heraus auf dem Berge, am Tage der Versammlung, geredet hat.
DEU 9:11 Und nach vierzig Tagen und vierzig Nchten gab mir der HERR die 
zwei steinernen Tafeln, die Tafeln des Bundes.
DEU 9:12 Und der HERR sprach zu mir: Mache dich auf und geh eilends hinab 
von hier; denn dein Volk, das du aus gypten gefhrt hast, hat Verderben 
angerichtet. Sie sind von dem Wege, den Ich ihnen geboten habe, eilends 
abgetreten und haben sich ein gegossenes Bild gemacht.
DEU 9:13 Und der HERR sprach also zu mir: Ich habe dieses Volk gesehen, 
und siehe, es ist ein halsstarriges Volk!
DEU 9:14 La ab von mir, da ich sie vertilge und ihren Namen unter dem 
Himmel ausrotte! Ich will aus dir ein strkeres und greres Volk machen, 
als dieses ist.
DEU 9:15 Als ich mich nun wandte und von dem Berge ging, der im Feuer 
brannte, und die zwei Tafeln des Bundes in meinen beiden Hnden hatte,
DEU 9:16 da sah ich [es], und siehe, da hattet ihr euch an dem HERRN, 
eurem Gott, versndigt, indem ihr euch ein gegossenes Kalb gemacht und 
eilends von dem Wege abgetreten waret, den der HERR euch geboten hatte.
DEU 9:17 Da fate ich beide Tafeln und warf sie aus meinen beiden Hnden 
und zerbrach sie vor euren Augen;
DEU 9:18 und ich fiel vor dem HERRN nieder wie zuerst, vierzig Tage und 
vierzig Nchte lang, und a kein Brot und trank kein Wasser um aller eurer 
Snden willen, die ihr begangen hattet, da ihr solches bel tatet vor den 
Augen des HERRN, ihn zu erzrnen.
DEU 9:19 Denn ich frchtete mich vor dem Zorn und Grimm, womit der HERR 
ber euch so sehr erzrnt war, da er euch vertilgen wollte. Und der HERR 
erhrte mich auch diesmal.
DEU 9:20 Auch ber Aaron war der HERR sehr zornig, da er ihn vertilgen 
wollte; aber ich bat auch fr Aaron zu jener Zeit.
DEU 9:21 Doch eure Snde, das Kalb, das ihr gemacht hattet, nahm ich und 
verbrannte es mit Feuer und zerschlug es und zermalmte es, bis es Staub 
war, und warf den Staub in den Bach, der vom Berge fliet.
DEU 9:22 Auch zu Tabeera und zu Massa und bei den Lustgrbern erzrntet 
ihr den HERRN.
DEU 9:23 Und als der Herr euch aus Kadesch-Barnea sandte und sprach: Gehet 
hinauf und nehmet das Land ein, das ich euch gegeben habe, waret ihr dem 
Munde des HERRN, eures Gottes, widerspenstig und glaubtet ihm nicht und 
gehorchtet seiner Stimme nicht.
DEU 9:24 Denn ihr seid widerspenstig gewesen gegen den HERRN, solange ich 
euch kenne!
DEU 9:25 Als ich nun vor dem HERRN niederfiel jene vierzig Tage und 
vierzig Nchte lang (so lange lag ich da, weil der HERR gesagt hatte, er 
wolle euch vertilgen)
DEU 9:26 da bat ich den HERRN und sprach: Ach, Herr HERR, verdirb dein 
Volk und dein Erbteil nicht, das du durch deine groe Kraft erlst und mit 
mchtiger Hand aus gypten gefhrt hast!
DEU 9:27 Gedenke an deine Knechte Abraham, Isaak und Jakob! Kehre dich 
nicht an die Hartnckigkeit und an das gottlose Wesen und an die Snden 
dieses Volkes;
DEU 9:28 da nicht das Land, daraus du uns gefhrt hast, sage: Der HERR 
konnte sie nicht in das Land bringen, das er ihnen versprochen hat, und er 
hat sie darum ausgefhrt, weil er ihnen gram ward, damit er sie in der 
Wste tte.
DEU 9:29 Denn sie sind dein Volk und dein Erbteil, das du mit deiner 
groen Kraft und mit deinem ausgestreckten Arm ausgefhrt hast.
DEU 10:1 Zu derselben Zeit sprach der HERR zu mir: Haue dir zwei steinerne 
Tafeln, wie die ersten waren, und steige zu mir auf den Berg und mache dir 
eine hlzerne Lade,
DEU 10:2 so will ich auf die Tafeln die Worte schreiben, die auf den 
ersten Tafeln waren, die du zerbrochen hast, und du sollst sie in die Lade 
legen.
DEU 10:3 Also machte ich eine Lade von Akazienholz und hieb zwei steinerne 
Tafeln, wie die ersten waren, und stieg auf den Berg, und die zwei Tafeln 
waren in meinen Hnden.
DEU 10:4 Da schrieb er auf die Tafeln in gleicher Schrift, wie die erste 
war, die zehn Worte, die der HERR zu euch aus dem Feuer heraus auf dem 
Berge, am Tage der Versammlung gesprochen hatte. Und der HERR gab sie mir.
DEU 10:5 Und ich wandte mich und stieg vom Berge herab und legte die 
Tafeln in die Lade, die ich gemacht hatte; und sie blieben daselbst, wie 
der HERR mir geboten hatte.
DEU 10:6 (Aber die Kinder Israel zogen aus von Beerot-Bene-Jaakan gen 
Mosera; daselbst starb Aaron und ist daselbst begraben und sein Sohn 
Eleasar ward Priester an seiner Statt.
DEU 10:7 Von dannen zogen sie aus gen Gudgodah, und von Gudgodah gen 
Jothbatah, in ein Land, wo Wasserbche sind.)
DEU 10:8 Zu jener Zeit sonderte der HERR den Stamm Levi aus, um die Lade 
des Bundes des HERRN zu tragen, vor dem HERRN zu stehen, ihm zu dienen und 
in seinem Namen zu segnen, bis auf diesen Tag.
DEU 10:9 Darum haben die Leviten kein Teil noch Erbe mit ihren Brdern; 
denn der HERR ist ihr Erbteil, wie der HERR, dein Gott, ihnen versprochen 
hat.
DEU 10:10 Ich aber stand auf dem Berge wie zuvor, vierzig Tage und vierzig 
Nchte lang, und der HERR erhrte mich auch diesmal, und der HERR wollte 
dich nicht verderben.
DEU 10:11 Der HERR aber sprach zu mir: Mache dich auf und gehe hin, da du 
vor dem Volk herziehest, da sie hineinkommen und das Land einnehmen, von 
dem ich ihren Vtern geschworen habe, da ich es ihnen geben werde.
DEU 10:12 Und nun, Israel, was fordert der HERR, dein Gott, von dir, denn 
da du den HERRN, deinen Gott, frchtest, da du in allen seinen Wegen 
wandelst und ihn liebest und dem HERRN, deinem Gott, dienest mit deinem 
ganzen Herzen und deiner ganzen Seele,
DEU 10:13 da du die Gebote des HERRN beobachtest, und seine Satzungen, 
die ich dir heute gebiete, zum Besten fr dich selbst?
DEU 10:14 Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel und die Erde und 
alles, was darinnen ist, gehrt dem HERRN, deinem Gott;
DEU 10:15 dennoch hat der HERR allein zu deinen Vtern Lust gehabt, da er 
sie liebte; und er hat ihren Samen erwhlt nach ihnen, nmlich euch, aus 
allen Vlkern, wie es heute der Fall ist.
DEU 10:16 So beschneidet nun die Vorhaut eures Herzens und seid forthin 
nicht halsstarrig!
DEU 10:17 Denn der HERR, euer Gott, ist der Gott aller Gtter und der Herr 
aller Herren, der groe, mchtige und schreckliche Gott, der keiner Person 
achtet und keine Gaben nimmt.
DEU 10:18 Der da Recht schafft dem Waislein und der Witwe und die 
Fremdlinge lieb hat, da er ihnen Speise und Kleider gebe.
DEU 10:19 Und auch ihr sollt die Fremdlinge lieben, denn ihr seid auch 
Fremdlinge gewesen in gyptenland.
DEU 10:20 Du sollst den HERRN, deinen Gott, frchten; ihm sollst du 
dienen, ihm sollst du anhangen und bei seinem Namen schwren.
DEU 10:21 Er ist dein Lob, und Er ist dein Gott, der bei dir solch groe 
und schreckliche Dinge getan, welche deine Augen gesehen haben.
DEU 10:22 Deine Vter zogen nach gypten hinab mit siebzig Seelen, aber 
nun hat dich der HERR, dein Gott, so zahlreich gemacht wie die Sterne am 
Himmel!
DEU 11:1 So sollst du nun den HERRN, deinen Gott, lieben, und seine 
Ordnung, seine Satzungen, seine Rechte und Gebote beobachten dein Leben 
lang.
DEU 11:2 Und ihr sollt heute erkennen (was eure Kinder nicht wissen und 
nicht gesehen haben) die Zucht des HERRN, eures Gottes, und seine Majestt 
und seine mchtige Hand und seinen ausgereckten Arm
DEU 11:3 und seine Zeichen und Werke, die er getan hat unter den gyptern 
an dem Pharao, dem Knig in gypten, und an seinem ganzen Land;
DEU 11:4 und was er getan hat an der Heeresmacht der gypter, an ihren 
Rossen und Wagen, da er sie mit dem Wasser des Schilfmeers berschwemmte, 
als sie euch nachjagten, und wie sie der HERR vertilgte, bis auf diesen 
Tag;
DEU 11:5 und was er in der Wste an euch getan hat, bis ihr an diesen Ort 
gekommen seid;
DEU 11:6 auch was er Datan und Abiram tat, den Shnen Eliabs, des Sohnes 
Rubens, wie die Erde ihren Mund auftat und sie verschlang samt ihren 
Familien und Zelten und ihrem ganzen Anhang, inmitten von ganz Israel.
DEU 11:7 Ja, eure Augen haben die groen Werke des HERRN gesehen, die er 
getan hat.
DEU 11:8 Darum sollt ihr alle Gebote bewahren, die ich euch heute gebiete, 
da ihr erstarket und hineinkommet und das Land erblich besitzet, in das 
ihr hinberzieht, um es einzunehmen;
DEU 11:9 und da ihr lange lebet im Lande, von dem der HERR euren Vtern 
geschworen hat, da er es ihnen und ihrem Samen geben werde, ein Land, das 
von Milch und Honig fliet.
DEU 11:10 Denn das Land, da du hinkommst, um es einzunehmen, ist nicht wie 
das Land gypten, davon ihr ausgezogen seid, da du deinen Samen stest, 
und das du mit deinem Fu wssertest wie einen Gemsegarten;
DEU 11:11 sondern das Land, dahin ihr ziehet, um es einzunehmen, hat Berge 
und Tler, die Wasser vom Regen des Himmels trinken.
DEU 11:12 Es ist ein Land, zu welchem der HERR, dein Gott, Sorge trgt; 
auf welches die Augen des HERRN, deines Gottes, immerdar gerichtet sind, 
von Anfang bis Ende des Jahres.
DEU 11:13 Werdet ihr nun meinen Geboten fleiig gehorchen, die ich euch 
heute gebiete, da ihr den HERRN, euren Gott, liebet und ihm mit ganzem 
Herzen und mit ganzer Seele dienet,
DEU 11:14 so will ich eurem Lande Regen geben zu seiner Zeit, Frhregen 
und Sptregen, da du dein Korn, deinen Most und dein l einsammeln kannst.
DEU 11:15 Und ich will deinem Vieh auf deinem Felde Gras geben, da ihr 
esset und satt werdet.
DEU 11:16 Htet euch aber, da sich euer Herz nicht berreden lasse, da 
ihr abtretet und andern Gttern dienet und sie anbetet,
DEU 11:17 und da alsdann der Zorn des HERRN ber euch entbrenne und den 
Himmel zuschliee, da kein Regen komme, und die Erde ihr Gewchs nicht 
gebe, und ihr bald umkommet auf dem guten Land, das euch der HERR gegeben 
hat!
DEU 11:18 So fasset nun diese meine Worte zu Herzen und in eure Seele, und 
bindet sie zum Zeichen auf eure Hnde, da sie ein Schmuck seien zwischen 
euren Augen.
DEU 11:19 Lehret sie eure Kinder, indem ihr davon redet, wenn du in deinem 
Hause sitzest oder auf dem Wege gehest, wenn du dich niederlegst und wenn 
du aufstehst.
DEU 11:20 Und schreibe sie auf die Pfosten deines Hauses und an deine Tore,
DEU 11:21 auf da du und deine Kinder lange leben in dem Lande, von dem 
der HERR deinen Vtern geschworen hat, da er es ihnen geben werde, 
solange der Himmel ber der Erde steht.
DEU 11:22 Denn wenn ihr dieses ganze Gesetz, das ich euch gebe, getreulich 
erfllt und tut und den HERRN, euren Gott, liebet, wenn ihr in allen 
seinen Wegen wandelt und ihm anhanget,
DEU 11:23 so wird der HERR alle diese Vlker vor euch her vertreiben, so 
da ihr grere und strkere Vlker als ihr seid, aus ihrem Besitz 
verdrnget.
DEU 11:24 Alle Orte, darauf eure Fusohle tritt, sollen euer sein; von der 
Wste an, vom Libanon und dem Euphratstrom bis an das westliche Meer soll 
euer Gebiet reichen.
DEU 11:25 Niemand wird vor euch bestehen; der HERR, euer Gott, wird Furcht 
und Schrecken vor euch ber alle Lnder kommen lassen, die ihr betretet, 
wie er euch versprochen hat.
DEU 11:26 Siehe, ich lege euch heute vor den Segen und den Fluch:
DEU 11:27 den Segen, wenn ihr den Geboten des HERRN, eures Gottes, die ich 
euch heute gebiete, gehorsam seid:
DEU 11:28 den Fluch aber, wenn ihr den Geboten des HERRN, eures Gottes, 
nicht gehorsam sein werdet und von dem Wege, den ich euch heute gebiete, 
abtretet, so da ihr andern Gttern nachwandelt, die ihr nicht kennet.
DEU 11:29 Und wenn dich der HERR, dein Gott, in das Land bringt, darein du 
kommst, um es in Besitz zu nehmen, so sollst du den Segen auf dem Berge 
Garizim sprechen und den Fluch auf dem Berge Ebal.
DEU 11:30 Sind sie nicht jenseits des Jordan, dort, wo die Sonne 
untergeht, im Lande der Kanaaniter, die auf dem flachen Felde wohnen, 
Gilgal gegenber, bei dem Eichenwald More?
DEU 11:31 Denn ihr werdet ber den Jordan gehen, da ihr hineinkommt, das 
Land einzunehmen, das euch der HERR, euer Gott, gegeben hat; und ihr 
werdet es in Besitz nehmen und darin wohnen.
DEU 11:32 So achtet nun darauf, da ihr alle Satzungen und Rechte tut, die 
ich euch heute vorlege!
DEU 12:1 Dies sind die Satzungen und Rechte, die ihr beobachten sollt, um 
sie zu tun im Lande, das der HERR, deiner Vter Gott, dir zum Besitz 
gegeben hat, solange ihr auf Erden lebet.
DEU 12:2 Zerstret alle Orte, wo die Heiden, die ihr beerben werdet, ihren 
Gttern gedient haben, es sei auf hohen Bergen oder auf Hgeln oder unter 
allerlei grnen Bumen.
DEU 12:3 Und reiet ihre Altre um und zerbrechet ihre Bildsulen und 
verbrennet ihre Astartenbilder mit Feuer und zerschlaget die geschnitzten 
Bilder ihrer Gtter und tilget aus ihren Namen von demselben Ort.
DEU 12:4 Ihr sollt nicht also tun dem HERRN, eurem Gott;
DEU 12:5 sondern an dem Ort, den der HERR, euer Gott, aus allen euren 
Stmmen erwhlen wird, um seinen Namen daselbst wohnen zu lassen, sollt 
ihr ihn suchen, und dahin sollst du kommen.
DEU 12:6 Dahin bringt eure Brandopfer und eure Schlachtopfer, eure Zehnten 
und eurer Hnde Hebopfer, eure Gelbde und eure freiwilligen Opfer und die 
Erstgeburt von euren Rindern und Schafen.
DEU 12:7 Und daselbst sollt ihr vor dem HERRN, eurem Gott, essen und 
frhlich sein, ihr und eure Familien, ber allem, was ihr mit euren Hnden 
erarbeitet habt, womit der HERR, dein Gott, dich gesegnet hat.
DEU 12:8 Ihr sollt nicht also tun, wie wir heute hier tun, ein jeder, was 
ihn recht dnkt.
DEU 12:9 Denn ihr seid bisher noch nicht zur Ruhe gekommen, noch zu dem 
Erbteil, das der HERR, dein Gott, dir geben wird.
DEU 12:10 Ihr werdet aber ber den Jordan gehen und im Lande wohnen, das 
euch der HERR, euer Gott, zum Erbe geben wird, und er wird euch Ruhe 
schaffen vor allen euren Feinden ringsum, und ihr sollt sicher wohnen.
DEU 12:11 Wenn nun der HERR, euer Gott, einen Ort erwhlt, da sein Name 
daselbst wohne, so sollt ihr dorthin bringen alles, was ich euch gebiete: 
eure Brandopfer und eure Schlachtopfer, eure Zehnten, eurer Hnde Hebopfer 
und alle eure auserlesenen Gelbde, die ihr dem HERRN geloben werdet,
DEU 12:12 und ihr sollt frhlich sein vor dem HERRN, eurem Gott, ihr und 
eure Shne und eure Tchter, eure Knechte und Mgde, auch die Leviten, die 
in euren Toren sind; denn sie haben keinen Teil noch Erbe mit euch.
DEU 12:13 Hte dich, da du deine Brandopfer nicht an einem [beliebigen] 
Orte opferst, den du sehen wirst;
DEU 12:14 sondern an dem Ort, den der HERR in einem deiner Stmme erwhlt, 
da sollst du deine Brandopfer opfern, und daselbst sollst du alles tun, 
was ich dir gebiete.
DEU 12:15 Doch magst du schlachten und Fleisch essen in allen deinen 
Toren, nach aller Lust deiner Seele, nach dem Segen des HERRN, deines 
Gottes, den er dir gegeben hat; Unreine und Reine mgen davon essen, wie 
von der Gazelle oder dem Hirsch.
DEU 12:16 Nur das Blut sollst du nicht essen, sondern es auf die Erde 
gieen wie Wasser.
DEU 12:17 Du darfst aber nicht in deinen Toren essen von den Zehnten 
deines Korns, deines Mosts und deines ls, noch von der Erstgeburt deiner 
Rinder und deiner Schafe, noch von irgend einem deiner Gelbde, die du 
gelobt hast, noch von deinem freiwilligen Opfer, noch von dem Hebopfer 
deiner Hand;
DEU 12:18 sondern vor dem HERRN, deinem Gott, sollst du solches essen, an 
dem Ort, den der HERR, dein Gott, erwhlt hat, du und dein Sohn und deine 
Tochter und dein Knecht und deine Magd und der Levit, der in deinen Toren 
ist, und sollst frhlich sein vor dem HERRN, deinem Gott, ber alles, was 
du dir mit deiner Hand erarbeitet hast.
DEU 12:19 Und hte dich, den Leviten zu verlassen, solange du in deinem 
Lande lebst.
DEU 12:20 Wenn aber der HERR, dein Gott, deine Landmarken erweitern wird, 
wie er dir versprochen hat, und du sprichst: Ich will Fleisch essen! weil 
deine Seele gelstet, Fleisch zu essen, so i Fleisch nach aller Lust 
deiner Seele.
DEU 12:21 Ist aber der Ort, den der HERR, dein Gott, erwhlt hat, da er 
seinen Namen dorthin setze, zu ferne von dir, so schlachte von deinen 
Rindern oder von deinen Schafen, die der HERR dir gegeben hat (wie ich dir 
geboten habe) und i es in deinen Toren nach aller Lust deiner Seele.
DEU 12:22 Wie man die Gazelle oder den Hirsch it, magst du es essen; 
Reine und Unreine drfen es essen.
DEU 12:23 Nur daran halte fest, da du nicht das Blut essest; denn das 
Blut ist die Seele; und du sollst die Seele nicht mit dem Fleisch essen.
DEU 12:24 So sollst du es nun nicht essen; sondern auf die Erde sollst du 
es gieen wie Wasser.
DEU 12:25 Du sollst es nicht essen, auf da es dir und deinen Kindern nach 
dir wohl gehe, wenn du tun wirst, was in den Augen des HERRN recht ist.
DEU 12:26 Wenn du aber etwas heiligst oder gelobst, was dein ist, so 
sollst du es nehmen und an den Ort bringen, den der HERR erwhlt hat.
DEU 12:27 Und du sollst deine Brandopfer mit Fleisch und Blut auf dem 
Altar des HERRN, deines Gottes, darbringen. Das Blut deiner Schlachtopfer 
sollst du auf den Altar des HERRN, deines Gottes, gieen, das Fleisch aber 
sollst du essen.
DEU 12:28 Behalte und befolge alle diese Worte, die ich dir gebiete, damit 
es dir und deinen Kindern nach dir wohl gehe ewiglich, wenn du tun wirst, 
was vor den Augen des HERRN, deines Gottes, recht und gefllig ist.
DEU 12:29 Wenn der HERR, dein Gott, die Heiden vor dir her ausrottet, da, 
wo du hinkommst sie zu beerben, und wenn du sie beerbt hast und in ihrem 
Lande wohnst,
DEU 12:30 so hte dich davor, verstrickt zu werden dadurch, da du sie 
nachahmst, da sie doch vor dir her vertilgt worden sind, und ihren Gttern 
nachzufragen und zu sprechen: Wie dienten diese Heiden ihren Gttern? Ich 
will auch also tun!
DEU 12:31 Du sollst nicht also tun dem HERRN, deinem Gott, denn alles, was 
ein Greuel ist fr den HERRN und was er hat, haben sie ihren Gttern 
getan; ja, sogar ihre Shne und ihre Tchter haben sie ihren Gttern mit 
Feuer verbrannt!
DEU 12:32 Alles, was ich euch gebiete, das sollt ihr beobachten, es zu 
tun; ihr sollt nichts dazutun und nichts davontun.
DEU 13:1 Wenn unter euch ein Prophet oder Trumer aufstehen wird und dir 
ein Zeichen oder Wunder angibt,
DEU 13:2 und das Zeichen oder Wunder eintrifft, davon er dir gesagt hat, 
indem er sprach: Lasset uns andern Gttern nachwandeln, die ihr nicht 
kennt, und lat uns ihnen dienen!
DEU 13:3 so sollst du den Worten eines solchen Propheten oder Trumers 
nicht gehorchen; denn der HERR, euer Gott, versucht euch, damit er 
erfahre, ob ihr den HERRN, euren Gott, liebet von ganzem Herzen und von 
ganzer Seele.
DEU 13:4 Dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr nachwandeln und ihn frchten und 
seine Gebote halten und seiner Stimme gehorchen und ihm dienen und ihm 
anhangen.
DEU 13:5 Ein solcher Prophet aber oder ein solcher Trumer soll sterben, 
weil er Abfall gelehrt hat von dem HERRN, eurem Gott, der euch aus 
gyptenland gefhrt und dich von dem Diensthause erlst hat; er hat dich 
abbringen wollen von dem Wege, den der HERR, dein Gott, geboten hat, darin 
zu wandeln. Also sollst du das Bse aus deiner Mitte ausrotten!
DEU 13:6 Wenn dich dein Bruder, deiner Mutter Sohn, oder dein Sohn, oder 
deine Tochter oder das Weib an deinem Busen, oder dein Freund, der dir wie 
deine Seele ist, heimlich berreden und sagen wollte:
DEU 13:7 Lasset uns hingehen und andern Gttern dienen! [Gttern], die 
du nicht kennst, weder du noch deine Vter, Gttern der Heiden, die um 
euch her sind, sie seien nahe bei dir oder ferne von dir, von einem Ende 
der Erde bis zum andern
DEU 13:8 so sollst du nicht einwilligen und ihm nicht gehorchen; dein Auge 
soll seiner auch nicht schonen, und du sollst dich seiner nicht erbarmen, 
noch ihn verbergen,
DEU 13:9 sondern du sollst ihn unbedingt umbringen; deine Hand soll als 
erste an ihm sein, ihn zu tten, und darnach die Hand des ganzen Volks.
DEU 13:10 Man soll ihn zu Tode steinigen; denn er hat gesucht dich 
abzubringen von dem HERRN, deinem Gott, der dich aus gyptenland, aus dem 
Diensthause, gefhrt hat.
DEU 13:11 Und ganz Israel soll es hren und sich frchten, damit niemand 
mehr solch eine bse Tat in deiner Mitte tue!
DEU 13:12 Wenn du hrst von irgend einer deiner Stdte, die der HERR, dein 
Gott, dir geben wird, um darin zu wohnen, da man sagt:
DEU 13:13 Es sind etliche Mnner, Kinder Belials, aus deiner Mitte 
hervorgegangen und haben die Brger ihrer Stadt verfhrt und gesagt: 
Lasset uns gehen und andern Gttern dienen, die ihr nicht kennt!
DEU 13:14 so sollst du nachforschen und dich erkundigen und fleiig 
fragen. Und siehe, wenn es sich in Wahrheit findet, da es gewi also ist, 
da solcher Greuel in deiner Mitte geschehen ist,
DEU 13:15 so sollst du die Brger jener Stadt mit der Schrfe des 
Schwertes schlagen, an der Stadt samt allem, was darin ist, den Bann 
vollstrecken, auch an ihrem Vieh, mit der Schrfe des Schwertes;
DEU 13:16 und alle Beute, die darin gemacht wird, sollst du mitten auf 
ihrem Markt sammeln und die Stadt samt aller Beute dem HERRN, deinem Gott, 
gnzlich mit Feuer verbrennen, da sie ein Schutthaufen bleibe ewiglich; 
sie soll niemals wieder gebaut werden!
DEU 13:17 Und la nichts von dem, was unter dem Bann ist, an deiner Hand 
hngen, damit der HERR von dem Grimm seines Zornes lasse und dir 
Barmherzigkeit erzeige und sich deiner erbarme und dich vermehre, wie er 
deinen Vtern geschworen hat
DEU 13:18 insofern du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen 
wirst, [und] alle seine Gebote hltst, die ich dir heute gebiete, so da 
du tust, was recht ist vor den Augen des HERRN, deines Gottes.
DEU 14:1 Ihr seid Kinder des HERRN, eures Gottes. Darum sollt ihr euch 
keine Einschnitte machen, noch euch kahlscheren zwischen euren Augen wegen 
eines Toten;
DEU 14:2 denn du bist ein dem HERRN, deinem Gott, heiliges Volk, und dich 
hat der HERR erwhlt, da du ihm ein Volk des Eigentums seiest unter allen 
Vlkern, die auf Erden sind.
DEU 14:3 Du sollst keinen Greuel essen.
DEU 14:4 Das aber ist das Vieh, das ihr essen drft: Ochsen, Schafe und 
Ziegen,
DEU 14:5 den Hirsch, die Gazelle, den Damhirsch, den Steinbock, die 
Antilope, den Auerochs und den Springbock;
DEU 14:6 und alle, welche durchgespaltene, also zwei Klauen haben und auch 
wiederkuen, die sollt ihr essen.
DEU 14:7 Doch sollt ihr diese nicht essen von den Wiederkuern und von 
denen, die durchgespaltene Hufe haben: das Kamel, den Hasen und den 
Springhasen; denn wiewohl sie wiederkuen, haben sie doch nicht 
durchgespaltene Klauen; sie sollen euch unrein sein.
DEU 14:8 Das Schwein hat zwar durchgespaltene Klauen, ist aber kein 
Wiederkuer; es soll euch unrein sein. Von ihrem Fleisch sollt ihr nicht 
essen, und ihr Aas sollt ihr nicht anrhren.
DEU 14:9 Das ist's aber, was ihr essen drfet von allem, was in den 
Wassern ist: Alles, was Flossen und Schuppen hat, sollt ihr essen.
DEU 14:10 Was aber keine Flossen und Schuppen hat, sollt ihr nicht essen; 
es soll euch unrein sein.
DEU 14:11 Esset alle reinen Vgel.
DEU 14:12 Diese aber sind es, von denen ihr nicht essen sollt: der Adler, 
der Lmmergeier und der Seeadler;
DEU 14:13 die Weihe, der Bussard und die Falkenarten;
DEU 14:14 die ganze Rabenfamilie;
DEU 14:15 der Strau, die Eule, die Mwe und die Habichtarten;
DEU 14:16 das Kuzchen, der Ibis, das Purpurhuhn;
DEU 14:17 der Pelikan, der Schwan und der Reiher;
DEU 14:18 der Storch, die verschiedenen Strandlufer, der Wiedehopf und 
die Fledermaus.
DEU 14:19 Auch alle geflgelten Insekten sollen euch als unrein gelten, 
ihr sollt sie nicht essen.
DEU 14:20 Alles reine Geflgel drft ihr essen.
DEU 14:21 Ihr sollt kein Aas essen; dem Fremdling in deinen Toren magst du 
es geben, da er es esse, oder einem Auslnder kannst du es verkaufen; 
denn du bist ein dem HERRN, deinem Gott, heiliges Volk. Du sollst das 
Bcklein nicht in der Milch seiner Mutter kochen.
DEU 14:22 Du sollst allen Ertrag deiner Saat verzehnten, was von deinem 
Acker kommt, Jahr fr Jahr.
DEU 14:23 Und du sollst vor dem HERRN, deinem Gott, und an dem Orte, 
welchen er erwhlt, da sein Name daselbst wohne, essen den Zehnten deines 
Korns, deines Mosts, deines ls und die Erstgeburt von deinen Rindern und 
Schafen, damit du lernest den HERRN, deinen Gott, frchten dein Leben lang.
DEU 14:24 Wenn dir aber der Weg zu weit ist, und du es nicht hintragen 
kannst, weil der Ort, den der HERR, dein Gott, erwhlt hat, da er seinen 
Namen daselbst hinsetze, dir zu ferne ist (denn der HERR, dein Gott, wird 
dich segnen),
DEU 14:25 so setze es in Geld um und binde das Geld in deine Hand und geh 
an den Ort, den der HERR, dein Gott, erwhlt hat.
DEU 14:26 Und gib das Geld fr alles, was deine Seele gelstet, es sei fr 
Rinder, Schafe, Wein, starkes Getrnk, oder was sonst deine Seele wnscht, 
und i daselbst vor dem HERRN, deinem Gott, und sei frhlich, du und dein 
Haus.
DEU 14:27 Den Leviten aber, der in deinen Toren ist, sollst du nicht 
vergessen; denn er hat weder Teil noch Erbe mit dir.
DEU 14:28 Nach Verlauf von drei Jahren sollst du den ganzen Zehnten deines 
Ertrages von jenem Jahre aussondern und es in deinen Toren lassen.
DEU 14:29 Da soll dann der Levit kommen, weil er weder Teil noch Erbe mit 
dir hat, der Fremdling, das Waislein und die Witwe, die in deinen Toren 
sind, und sie sollen essen und sich sttigen, damit dich der HERR, dein 
Gott, segne in allen Werken deiner Hnde, die du tust.
DEU 15:1 Nach sieben Jahren sollst du einen Erla anordnen. Dies ist aber 
die Ordnung des Erlasses:
DEU 15:2 Kein Schuldherr, der seinem Nchsten etwas geliehen hat, soll es 
von seinem Nchsten oder von seinem Bruder fordern; denn man hat einen 
Erla des HERRN ausgerufen.
DEU 15:3 Von einem Fremden kannst du es fordern; aber was du bei deinem 
Bruder hast, das soll deine Hand freilassen.
DEU 15:4 Es sollte zwar unter euch gar kein Armer sein; denn der HERR wird 
dich reichlich segnen im Lande, das der HERR, dein Gott, dir zum Erbe 
geben wird, um es in Besitz zu nehmen;
DEU 15:5 vorausgesetzt, da du der Stimme des HERRN, deines Gottes, 
gehorchest und beobachtest alle diese Gebote, die ich dir heute gebiete, 
und darnach tuest.
DEU 15:6 Denn der HERR, dein Gott, wird dich segnen, wie er dir verheien 
hat. So wirst du vielen Vlkern leihen, du aber wirst nicht entlehnen; du 
wirst ber viele Vlker herrschen, sie aber werden nicht herrschen ber 
dich.
DEU 15:7 Wenn aber ein Armer bei dir ist, irgend einer deiner Brder in 
irgend einer Stadt in dem Land, das der HERR, dein Gott, dir geben wird, 
so sollst du dein Herz nicht verhrten noch deine Hand vor deinem armen 
Bruder verschlieen;
DEU 15:8 sondern du sollst ihm deine Hand auftun und ihm reichlich leihen, 
je nach dem er Mangel hat.
DEU 15:9 Hte dich, da kein Belialsrat in deinem Herzen sei und du nicht 
denkest: Das siebente Jahr, das Erlajahr, naht! und sehest deinen armen 
Bruder unfreundlich an und gebest ihm nichts; da wrde er deinetwegen zum 
HERRN schreien, und es wrde dir zur Snde sein;
DEU 15:10 sondern du sollst ihm willig geben und nicht mit verdrielichem 
Herzen; denn um deswillen wird der HERR, dein Gott, dich segnen in allen 
deinen Werken und in allen Geschften deiner Hand.
DEU 15:11 Denn es werden nicht aufhren Arme im Lande zu sein; darum 
gebiete und sage ich dir: Tue deine Hand auf fr deinen Bruder, der 
bedrngt und arm ist im Lande!
DEU 15:12 Wenn dein Bruder, ein Hebrer oder eine Hebrerin, sich dir 
verkauft hat, so soll er dir sechs Jahre lang dienen, und im siebenten 
Jahre sollst du ihn frei von dir lassen.
DEU 15:13 Und wenn du ihn frei von dir lssest, sollst du ihn nicht mit 
leeren Hnden ziehen lassen;
DEU 15:14 sondern du sollst ihm von deiner Herde und von deiner Tenne und 
von deiner Kelter aufladen und ihm geben von dem, womit der HERR, dein 
Gott, dich gesegnet hat.
DEU 15:15 Und gedenke, da du in gyptenland auch ein Knecht warst, und 
da der HERR, dein Gott, dich erlst hat; darum gebiete ich dir heute 
solches.
DEU 15:16 Sollte er aber zu dir sagen: Ich will nicht von dir wegziehen! 
weil er dich und dein Haus liebhat und es ihm wohl bei dir ist,
DEU 15:17 so nimm einen Pfriem und durchbohre ihm sein Ohr an der Tr, so 
ist er auf ewig dein Knecht. Mit deiner Magd sollst du auch also handeln.
DEU 15:18 Es soll dir nicht schwer fallen, ihn freizulassen; denn er hat 
dir doppelt so viel wie ein Taglhner, sechs Jahre lang, gedient; so wird 
der HERR, dein Gott, dich segnen in allem, was du tust.
DEU 15:19 Alle mnnliche Erstgeburt, die unter deinen Rindern und Schafen 
geboren wird, sollst du dem HERRN, deinem Gott, heiligen. Du sollst den 
Erstling deiner Ochsen nicht zur Arbeit brauchen und die Erstlinge deiner 
Schafe nicht scheren.
DEU 15:20 Du sollst sie vor dem HERRN, deinem Gott, essen, Jahr fr Jahr, 
an dem Ort, den der HERR erwhlt, du und dein Haus.
DEU 15:21 Wenn das Tier aber einen Mangel hat, wenn es hinkt oder blind 
ist oder sonst einen bsen Mangel hat, so sollst du es dem HERRN, deinem 
Gott, nicht opfern;
DEU 15:22 sondern du sollst es innerhalb deiner Tore essen, wie die 
Gazelle und den Hirsch, du seiest unrein oder rein.
DEU 15:23 Nur von seinem Blut sollst du nicht essen, auf die Erde sollst 
du es gieen wie Wasser.
DEU 16:1 Beobachte den Monat Abib, da du dem HERRN, deinem Gott, das 
Passah feierst; denn im Monat Abib hat dich der HERR, dein Gott, bei Nacht 
aus gypten gefhrt.
DEU 16:2 Und du sollst dem HERRN, deinem Gott, als Passah Rinder und 
Schafe opfern an dem Ort, den der HERR erwhlen wird, da sein Name 
daselbst wohne.
DEU 16:3 Du sollst kein gesuertes Brot an diesem Feste essen. Du sollst 
sieben Tage lang ungesuertes Brot des Elends essen, denn du bist in 
eiliger Flucht aus gyptenland gezogen; darum sollst du dein Leben lang an 
den Tag deines Auszugs aus gyptenland denken!
DEU 16:4 Und es soll sieben Tage lang kein Sauerteig in allen deinen 
Landmarken gesehen werden, und soll auch nichts von dem Fleische, das am 
Abend des ersten Tages geschlachtet worden ist, ber Nacht bleiben bis zum 
Morgen.
DEU 16:5 Du darfst das Passah nicht schlachten in irgend einem deiner 
Tore, die der HERR, dein Gott, dir gegeben hat;
DEU 16:6 sondern an dem Ort, den der HERR, dein Gott, erwhlen wird, da 
sein Name daselbst wohne, daselbst sollst du das Passah schlachten am 
Abend, wenn die Sonne untergeht, zu eben der Zeit, als du aus gypten 
zogest.
DEU 16:7 Und du sollst es braten und an dem Ort essen, den der HERR, dein 
Gott, erwhlt hat, und sollst am Morgen umkehren und wieder zu deiner 
Htte gehen.
DEU 16:8 Sechs Tage lang sollst du Ungesuertes essen; und am siebenten 
Tage ist der Versammlungstag des HERRN, deines Gottes; da sollst du kein 
Werk tun.
DEU 16:9 Sieben Wochen sollst du dir abzhlen; wenn man anfngt, die 
Sichel an die Saat zu legen, sollst du anheben, die sieben Wochen zu 
zhlen.
DEU 16:10 Darnach sollst du dem HERRN, deinem Gott, das Fest der Wochen 
halten und ein freiwilliges Opfer von deiner Hand geben, je nach dem der 
HERR, dein Gott, dich gesegnet hat.
DEU 16:11 Und du sollst frhlich sein vor dem HERRN, deinem Gott, du und 
dein Sohn und deine Tochter und dein Knecht und deine Magd und der Levit, 
der in deinen Toren ist, und der Fremdling und die Waise und die Witwe, 
die unter dir sind, an dem Ort, den der HERR, dein Gott, erwhlen wird, 
da sein Name daselbst wohne.
DEU 16:12 Und bedenke, da du in gypten ein Knecht gewesen bist, da du 
diese Satzungen beobachtest und tuest!
DEU 16:13 Das Fest der Laubhtten sollst du sieben Tage lang halten, wenn 
du [den Ertrag] deiner Tenne und deiner Kelter eingesammelt hast.
DEU 16:14 Und du sollst an deinem Feste frhlich sein, du und dein Sohn 
und deine Tochter und dein Knecht und deine Magd und der Levit und der 
Fremdling und die Waise und die Witwe, die in deinen Toren sind.
DEU 16:15 Sieben Tage lang sollst du dem HERRN, deinem Gott, das Fest 
halten an dem Ort, den der HERR erwhlt hat; denn der HERR, dein Gott, 
wird dich segnen im ganzen Ertrag [deiner Ernte] und in allen Werken 
deiner Hnde; darum sollst du frhlich sein.
DEU 16:16 Dreimal im Jahre sollen alle deine mnnlichen Personen vor dem 
HERRN, deinem Gott, erscheinen an dem Ort, den er erwhlen wird, nmlich 
am Fest der ungesuerten Brote und am Fest der Wochen und am Fest der 
Laubhtten. Aber niemand soll mit leeren Hnden vor dem HERRN erscheinen,
DEU 16:17 sondern ein jeder mit einer Gabe seiner Hand, je nach dem Segen, 
den der HERR, dein Gott, dir gegeben hat.
DEU 16:18 Du sollst dir Richter und Amtleute einsetzen in allen deinen 
Toren, die der HERR, dein Gott, dir unter deinen Stmmen geben wird, damit 
sie das Volk richten mit gerechtem Gericht.
DEU 16:19 Du sollst das Recht nicht beugen. Du sollst auch keine Person 
ansehen und keine Geschenke nehmen, denn die Geschenke verblenden die 
Augen der Weisen und verkehren die Worte der Gerechten.
DEU 16:20 Der Gerechtigkeit, ja der Gerechtigkeit jage nach, da du leben 
und das Land besitzen mgest, das der HERR, dein Gott, dir geben wird.
DEU 16:21 Du sollst dir kein Astartenbild von irgendwelchem Holz 
aufstellen bei dem Altar des HERRN, deines Gottes, den du dir machst,
DEU 16:22 und du sollst dir auch keine Sule aufrichten; solches hat der 
HERR, dein Gott.
DEU 17:1 Du sollst dem HERRN, deinem Gott, keinen Ochsen und kein Schaf 
opfern, das einen Mangel oder sonst etwas Bses an sich hat; denn das wre 
dem HERRN, deinem Gott, ein Greuel.
DEU 17:2 Wenn unter dir, in einem deiner Tore, die der HERR, dein Gott, 
dir geben wird, ein Mann oder ein Weib gefunden wird, welche tun, was vor 
den Augen des HERRN bse ist, so da sie seinen Bund bertreten,
DEU 17:3 und hingehen und andern Gttern dienen und sie anbeten, es sei 
die Sonne oder den Mond oder das gesamte Heer des Himmels, was ich nicht 
geboten habe;
DEU 17:4 und es wird dir gesagt und du hrst es, so sollst du fleiig 
nachforschen. Und wenn du findest, da es gewi wahr ist, da solcher 
Greuel in Israel geschehen ist,
DEU 17:5 so sollst du jenen Mann oder jenes Weib, die solches bel getan 
haben, zu deinen Toren hinausfhren, den Mann oder das Weib, und sollst 
sie zu Tode steinigen.
DEU 17:6 Wer des Todes schuldig ist, soll auf die Aussage von zwei oder 
drei Zeugen hin sterben. Aber auf die Aussage eines einzigen Zeugen hin 
soll er nicht sterben.
DEU 17:7 Die Hand der Zeugen soll zuerst auf ihm sein, um ihn zu tten, 
darnach die Hand des ganzen Volkes; so sollst du das Bse von dir 
ausrotten.
DEU 17:8 Wenn es dir zu schwer wird, ein Urteil zu fllen in Sachen eines 
Mordes oder eines Streites oder einer Prgelei, die innerhalb deiner Tore 
vorkommt, so sollst du dich aufmachen und hinaufgehen an den Ort, den der 
HERR, dein Gott, erwhlen wird.
DEU 17:9 Und du sollst zu den Priestern, den Leviten, und zu dem Richter 
kommen, der zu derselben Zeit [im Amte] sein wird, und fragen; die sollen 
dir das Urteil sprechen.
DEU 17:10 Und du sollst tun nach dem, was sie dir sagen, an dem Orte, den 
der HERR erwhlt hat, und sollst darauf achten, da du tuest nach allem, 
was sie dich lehren werden.
DEU 17:11 Nach dem Gesetze, das sie dich lehren, und nach dem Urteil, das 
sie dir fllen, sollst du handeln; du sollst von der Erkenntnis, die sie 
erffnen, weder zur Rechten noch zur Linken abweichen.
DEU 17:12 Und wenn jemand so vermessen wre, da er dem Priester, der 
daselbst dem HERRN, deinem Gott, dient, oder dem Richter nicht gehorchte, 
der soll sterben; also sollst du das Bse aus Israel ausrotten,
DEU 17:13 da alles Volk es hre und sich frchte und nicht mehr vermessen 
sei.
DEU 17:14 Wenn du in das Land kommst, das der HERR, dein Gott, dir geben 
wird, und es einnimmst und darin wohnst und alsdann sagst: Ich will einen 
Knig ber mich setzen, wie alle Vlker, die um mich her sind!
DEU 17:15 so sollst du den zum Knig ber dich setzen, den der HERR, dein 
Gott, erwhlen wird. Aus der Mitte deiner Brder sollst du einen Knig 
ber dich setzen; du kannst keinen Fremden, der nicht dein Bruder ist, 
ber dich setzen.
DEU 17:16 Nur soll er nicht viele Pferde halten und das Volk nicht wieder 
nach gypten fhren, um die Zahl seiner Pferde zu vermehren, da doch der 
HERR euch gesagt hat: Ihr sollt nicht mehr dorthin zurckkehren!
DEU 17:17 Er soll auch nicht viele Weiber nehmen, damit sein Herz nicht 
auf Abwege gerate; auch soll er sich nicht zu viel Silber und Gold sammeln.
DEU 17:18 Wenn er dann auf seinem kniglichen Thron sitzt, so soll er eine 
Abschrift dieses Gesetzes, das vor den levitischen Priestern liegt, in ein 
Buch schreiben,
DEU 17:19 und dieses soll bei ihm sein, und er soll darin lesen alle Tage 
seines Lebens, auf da er lerne den HERRN, seinen Gott, frchten, damit er 
alle Worte dieses Gesetzes und diese Satzungen beobachte und sie tue;
DEU 17:20 damit sich sein Herz nicht ber seine Brder erhebe und er nicht 
abweiche von dem Gebot, weder zur Rechten, noch zur Linken, auf da er 
lange lebe in seinem Knigreich, er und seine Kinder, unter Israel.
DEU 18:1 Die Priester, die Leviten, der ganze Stamm Levi sollen kein Teil 
noch Erbe haben mit Israel; sie sollen die Feueropfer des HERRN und sein 
Erbteil essen.
DEU 18:2 Darum sollen sie kein Erbe unter ihren Brdern haben, weil der 
HERR ihr Erbe ist, wie er ihnen versprochen hat.
DEU 18:3 Das soll aber das Recht der Priester sein, was ihnen vonseiten 
des Volkes zusteht, von seiten derer, welche opfern, es sei ein Ochs oder 
Schaf: man soll dem Priester den Bug, die Kinnladen und den Magen geben.
DEU 18:4 Die Erstlinge deines Korns, deines Mosts und deines ls, und die 
Erstlinge von der Schur deiner Schafe sollst du ihm geben.
DEU 18:5 Denn ihn hat der HERR, dein Gott, aus allen deinen Stmmen 
erwhlt, damit er stehe und im Namen des HERRN diene, er und seine Shne, 
ihr Leben lang.
DEU 18:6 Wenn nun ein Levit kommt aus irgend einem deiner Tore, aus ganz 
Israel, wo er wohnt, und nach aller Lust seiner Seele an den Ort kommt, 
den der HERR erwhlt hat,
DEU 18:7 so lasse man ihn dienen im Namen des HERRN, seines Gottes, wie 
alle seine Brder, die Leviten, die daselbst vor dem HERRN stehen;
DEU 18:8 sie sollen sich in die Speise teilen, abgesehen von dem Erls, 
den einer von seinem vterlichen Vermgen hat.
DEU 18:9 Wenn du in das Land kommst, das der HERR, dein Gott, dir geben 
wird, so sollst du nicht lernen tun nach den Greueln jener Heiden.
DEU 18:10 Es soll niemand unter dir gefunden werden, der seinen Sohn oder 
seine Tochter durchs Feuer gehen lasse, oder ein Wahrsager, oder ein 
Wolkendeuter oder ein Schlangenbeschwrer, oder ein Zauberer,
DEU 18:11 oder ein Bannsprecher oder ein Medium, oder einer, der einen 
Wahrsagergeist hat, oder jemand, der die Toten befragt.
DEU 18:12 Denn wer solches tut, ist dem HERRN ein Greuel, und um solcher 
Greuel willen treibt der HERR, dein Gott, sie vor dir aus.
DEU 18:13 Du aber sollst dich gnzlich halten an den HERRN, deinen Gott;
DEU 18:14 denn diese Vlker, die du austreiben sollst, gehorchen den 
Wolkendeutern und den Wahrsagern; dir aber hat es der HERR, dein Gott, 
nicht also bestimmt.
DEU 18:15 Einen Propheten wie mich wird dir der HERR, dein Gott, erwecken 
aus deiner Mitte, aus deinen Brdern; auf den sollst du hren!
DEU 18:16 Wie du denn von dem HERRN, deinem Gott, am Horeb, am Tage der 
Versammlung begehrt hast, indem du sprachest: Ich will fortan die Stimme 
des HERRN, meines Gottes, nicht mehr hren und das groe Feuer nicht mehr 
sehen, damit ich nicht sterbe!
DEU 18:17 Und der HERR sprach zu mir: Sie haben wohl geredet.
DEU 18:18 Ich will ihnen einen Propheten, wie du bist, aus ihren Brdern 
erwecken und meine Worte in seinen Mund geben; der soll zu ihnen reden 
alles, was ich ihm gebieten werde.
DEU 18:19 Und wer auf meine Worte nicht hren will, die er in meinem Namen 
reden wird, von demselben will ich es fordern!
DEU 18:20 Wenn aber ein Prophet vermessen ist, in meinem Namen zu reden, 
was ich ihm nicht zu reden geboten habe, und im Namen anderer Gtter 
redet, so soll dieser Prophet sterben!
DEU 18:21 Wenn du aber in deinem Herzen sagen wrdest: Wie knnen wir 
merken, welches Wort der HERR nicht geredet hat?
DEU 18:22 [dann wisse:] Wenn der Prophet im Namen des HERRN redet, und es 
wird nichts daraus und trifft nicht ein, so ist es ein Wort, das der HERR 
nicht geredet hat; der Prophet hat aus Vermessenheit geredet, darum 
erschrick nicht vor ihm!
DEU 19:1 Wenn der HERR, dein Gott, die Vlker ausrotten wird, deren Land 
der HERR, dein Gott, dir gibt, und du sie vertreibst und in ihren Stdten 
und Husern wohnst,
DEU 19:2 so sollst du dir drei Stdte aussondern mitten in deinem Lande, 
das der HERR, dein Gott, dir zu besitzen gibt.
DEU 19:3 Bereite dir den Weg [dahin] und teile das Gebiet deines Landes, 
das der HERR, dein Gott, dir zum Erbe gibt, in drei Teile, damit jeder 
Totschlger dahin fliehe.
DEU 19:4 Unter der Bedingung aber soll ein Totschlger dahin fliehen und 
lebendig bleiben: Wenn er seinen Nchsten unvorstzlich schlgt, ohne 
zuvor einen Ha auf ihn gehabt zu haben.
DEU 19:5 Wenn Zb. jemand mit seinem Nchsten in den Wald geht, um Holz zu 
hauen, und er ergreift mit seiner Hand die Axt, um das Holz abzuhauen, und 
das Eisen fhrt von dem Stiel und trifft seinen Nchsten, da er stirbt, 
so soll er in eine dieser Stdte fliehen, da er am Leben bleibe;
DEU 19:6 damit nicht der Blutrcher dem Totschlger nachjage, weil sein 
Herz erhitzt ist, und ihn ergreife, weil der Weg so weit ist, und ihn 
totschlage, obschon er des Todes nicht schuldig ist, weil er zuvor keinen 
Ha gegen ihn gehabt hat.
DEU 19:7 Darum gebiete ich dir also: Du sollst dir drei Stdte aussondern.
DEU 19:8 Und wenn der HERR, dein Gott, deine Landmarken erweitern wird, 
wie er deinen Vtern geschworen, und dir alles Land gibt, das er deinen 
Vtern zu geben verheien hat,
DEU 19:9 wenn du nmlich beobachten und tun wirst, was ich dir heute 
gebiete, da du den HERRN, deinen Gott, liebest und in seinen Wegen 
wandelst dein Leben lang, so sollst du dir noch drei andere Stdte zu 
diesen drei hinzufgen,
DEU 19:10 da nicht mitten in deinem Lande, das der HERR, dein Gott, dir 
zum Erbe gibt, unschuldiges Blut vergossen werde und Blut auf dich komme.
DEU 19:11 Wenn aber jemand seinen Nchsten hat und ihm auflauert und sich 
ber ihn hermacht und ihn totschlgt und in eine dieser Stdte flieht,
DEU 19:12 so sollen die ltesten seiner Stadt hinschicken und ihn von 
dannen holen lassen und ihn in die Hand des Blutrchers geben, da er 
sterbe.
DEU 19:13 Dein Auge soll seiner nicht schonen, sondern du sollst das 
unschuldige Blut von Israel tun; so wird es dir wohl gehen.
DEU 19:14 Du sollst deines Nchsten Markstein nicht verrcken, welchen die 
Vorfahren gesetzt haben in deinem Erbteil, das du erbest im Lande, das dir 
der HERR, dein Gott, zum Besitz gegeben hat.
DEU 19:15 Ein einzelner Zeuge soll nicht auftreten wider jemand, wegen 
irgend einer Missetat, oder wegen irgend einer Snde, womit man sich 
versndigen kann; sondern auf der Aussage von zwei oder drei Zeugen soll 
jede Sache beruhen.
DEU 19:16 Wenn aber ein falscher Zeuge wider jemand auftritt, um ihn einer 
bertretung zu zeihen,
DEU 19:17 so sollen die Mnner, die Streit miteinander haben, vor den 
HERRN, vor die Priester und Richter treten, die zu jener Zeit [im Amt] 
sein werden.
DEU 19:18 Und die Richter sollen es wohl erforschen. Stellt es sich 
heraus, da der Zeuge ein falscher Zeuge ist und wider seinen Bruder ein 
falsches Zeugnis abgelegt hat,
DEU 19:19 so sollt ihr ihm tun, wie er seinem Bruder zu tun gedachte. Also 
sollst du das Bse aus deiner Mitte ausrotten,
DEU 19:20 da es die brigen hren, sich frchten und nicht mehr solch 
bse Taten unter dir verben.
DEU 19:21 Dein Auge soll seiner nicht schonen: Seele um Seele, Auge um 
Auge, Zahn um Zahn, Hand um Hand, Fu um Fu!
DEU 20:1 Wenn du wider deinen Feind in den Krieg ziehst und Rosse und 
Wagen siehst, ein Volk, das grer ist als du, so frchte dich nicht vor 
ihnen; denn der HERR, dein Gott, der dich aus gypten heraufgefhrt hat, 
ist mit dir.
DEU 20:2 Wenn es nun zur Schlacht kommen soll, so trete der Priester herzu 
und rede mit dem Volk und sage zu ihm: Israel, hre zu:
DEU 20:3 Ihr zieht heute in den Kampf wider eure Feinde; euer Herz verzage 
nicht! Frchtet euch nicht und erschrecket nicht und lasset euch nicht vor 
ihnen grauen!
DEU 20:4 Denn der HERR, euer Gott, geht mit euch, da er fr euch mit 
euren Feinden streite, um euch zu helfen.
DEU 20:5 Auch die Amtleute sollen mit dem Volke reden und sagen: Wer ein 
neues Haus gebaut und es noch nicht eingeweiht hat, der gehe hin und kehre 
in sein Haus zurck, damit er nicht im Kriege umkomme und ein anderer es 
einweihe.
DEU 20:6 Wer einen Weinberg gepflanzt und ihn noch nie abgelesen hat, der 
gehe und kehre wieder in sein Haus zurck, da er nicht im Krieg umkomme 
und ein anderer die erste Lese halte!
DEU 20:7 Wer sich mit einem Weibe verlobt und sie noch nicht heimgefhrt 
hat, der gehe hin und kehre wieder in sein Haus zurck, da er nicht im 
Krieg umkomme und ein anderer sie heimfhre.
DEU 20:8 Und die Amtleute sollen weiter mit dem Volke reden und sagen: Wer 
sich frchtet und ein verzagtes Herz hat, der gehe hin und kehre wieder in 
sein Haus zurck, damit er nicht auch das Herz seiner Brder so verzagt 
mache, wie sein Herz ist!
DEU 20:9 Und wenn die Amtleute aufgehrt haben, zu dem Volke zu reden, so 
sollen sie Hauptleute an die Spitze des Volkes stellen.
DEU 20:10 Wenn du vor eine Stadt ziehst, sie zu bekriegen, so sollst du 
ihr Frieden anbieten.
DEU 20:11 Antwortet sie dir friedlich und tut sie dir auf, so soll alles 
Volk, das darin gefunden wird, dir fronpflichtig und dienstbar sein.
DEU 20:12 Will sie aber nicht friedlich mit dir unterhandeln, sondern mit 
dir Krieg fhren, so belagere sie.
DEU 20:13 Und wenn der HERR, dein Gott, sie dir in die Hand gibt, so 
sollst du alles, was darin mnnlich ist, mit der Schrfe des Schwertes 
schlagen;
DEU 20:14 aber die Weiber und Kinder und das Vieh und alles, was in der 
Stadt ist, und allen Raub sollst du dir zur Beute nehmen und sollst essen 
von der Beute deiner Feinde, die der HERR, dein Gott, dir gegeben hat.
DEU 20:15 Also sollst du allen Stdten tun, die sehr ferne von dir liegen, 
und nicht zu den Stdten dieser Vlker hier gehren.
DEU 20:16 Aber in den Stdten dieser Vlker, die der HERR, dein Gott, dir 
zum Erbe geben wird, sollst du nichts leben lassen, was Odem hat,
DEU 20:17 sondern du sollst an ihnen den Bann vollstrecken, nmlich an den 
Hetitern, Amoritern, Kanaanitern, Pheresitern, Hevitern und Jebusitern; 
wie der HERR, dein Gott, dir geboten hat,
DEU 20:18 da sie euch nicht lehren alle ihre Greuel zu verben, die sie 
mit ihren Gttern getan, und da ihr euch nicht an dem HERRN, eurem Gott, 
versndiget.
DEU 20:19 Wenn du lange Zeit vor einer Stadt liegen mut, wider die du 
streitest, um sie einzunehmen, so sollst du ihre Bume nicht verderben, 
indem du die Axt daran legst; denn du kannst davon essen, darum sollst du 
sie nicht abhauen. Ist denn ein solcher Baum des Feldes ein Mensch, da er 
von dir mit in die Belagerung einbezogen wird?
DEU 20:20 Was aber Bume sind, von denen du weit, da man nicht davon 
it, so magst du dieselben verderben und umhauen und Bollwerke daraus 
bauen wider die Stadt, die mit dir kriegt, bis du sie berwltigt hast.
DEU 21:1 Wenn man einen Erschlagenen findet im Lande, das dir der HERR, 
dein Gott, gibt, um es einzunehmen, und er im Felde liegt, und man nicht 
wei, wer ihn erschlagen hat,
DEU 21:2 so sollen deine ltesten und deine Richter hinausgehen und [die 
Entfernungen] messen von dem Erschlagenen bis zu den Stdten, die ringsum 
liegen.
DEU 21:3 Und welche Stadt zunchst bei dem Erschlagenen sein wird, 
derselben Stadt lteste sollen eine junge Kuh von den Rindern nehmen, mit 
der man noch nicht gearbeitet und die noch an keinem Joch gezogen hat.
DEU 21:4 Und die ltesten jener Stadt sollen die Kuh hinabfhren in das 
Tal eines immerflieenden Baches, wo man weder gearbeitet noch gest hat, 
und sollen daselbst der Kuh bei dem Bach das Genick brechen.
DEU 21:5 Dann sollen herzutreten die Priester, die Kinder Levi, denn der 
HERR, dein Gott, hat sie erwhlt, da sie ihm dienen und in dem Namen des 
HERRN segnen; und nach ihrem Munde sollen alle Hndel und Schlgereien 
geschlichtet werden
DEU 21:6 auch alle ltesten dieser Stadt, welche zunchst bei dem 
Erschlagenen liegt, und sie sollen ihre Hnde waschen ber der jungen Kuh, 
der bei dem Bache das Genick gebrochen worden ist,
DEU 21:7 und sollen anheben und sagen: Unsre Hnde haben dieses Blut nicht 
vergossen, auch haben es unsre Augen nicht gesehen.
DEU 21:8 Vergib deinem Volk Israel, welches du, o HERR, erlst hast, und 
lege kein unschuldiges Blut auf das Gewissen deines Volkes Israel! So wird 
das Blut fr sie geshnt sein.
DEU 21:9 Also sollst du dich reinigen von unschuldig [vergossenem] Blut; 
damit wirst du tun, was recht ist in den Augen des HERRN.
DEU 21:10 Wenn du wider deine Feinde in den Krieg ziehst, und der HERR, 
dein Gott, sie in deine Hand gibt, da du unter ihnen Gefangene machst,
DEU 21:11 und du unter den Gefangenen ein schnes Weib siehst und dich in 
sie verliebst und sie zum Weibe nimmst,
DEU 21:12 so fhre sie in dein Haus und la sie ihr Haupt scheren und sich 
die Ngel schneiden
DEU 21:13 und die Kleider ihrer Gefangenschaft ablegen, und la sie in 
deinem Hause wohnen und ihren Vater und ihre Mutter einen Monat lang 
beweinen; darnach komme zu ihr und nimm sie zur Ehe, da sie dein Weib sei.
DEU 21:14 Wenn du aber nicht Lust zu ihr hast, so sollst du sie 
freilassen, nach ihrem Belieben, und sie nicht um Geld verkaufen, sie auch 
nicht als Sklavin behandeln, da du sie geschwcht hast.
DEU 21:15 Wenn jemand zwei Frauen hat, eine, die er liebt, und eine, die 
er hat, und sie ihm Shne gebren, beide, die Geliebte und die Gehate, 
und wenn der Erstgeborene von der Gehaten ist, so kann er,
DEU 21:16 wenn nun die Zeit kommt, da er seinen Kindern seinen Besitz als 
Erbe austeilen soll, nicht den Sohn der Geliebten zum Erstgeborenen machen 
mit bergehung des erstgeborenen Sohnes der Gehaten;
DEU 21:17 sondern er soll den Sohn der Gehaten als den erstgeborenen Sohn 
anerkennen, da er ihm von allem, was vorhanden ist, zwei Teile gebe; denn 
dieser ist der Erstling seiner Kraft, und das Recht der Erstgeburt gehrt 
ihm.
DEU 21:18 Wenn jemand einen widerspenstigen und strrischen Sohn hat, 
welcher der Stimme seines Vaters und seiner Mutter nicht gehorcht und 
ihnen auch nicht folgen will, wenn sie ihn zchtigen,
DEU 21:19 so sollen sein Vater und seine Mutter ihn nehmen und zu den 
ltesten seiner Stadt fhren und zu dem Tor desselben Orts,
DEU 21:20 und sollen zu den ltesten der Stadt sagen: Dieser unser Sohn 
ist strrisch und widerspenstig und gehorcht unserer Stimme nicht, er ist 
ein Schlemmer und ein Sufer.
DEU 21:21 Dann sollen ihn alle Leute jener Stadt steinigen, da er sterbe. 
Also sollst du das Bse aus deiner Mitte wegschaffen, da ganz Israel es 
hre und sich frchte.
DEU 21:22 Hat jemand eine Snde an sich, die ein Todesurteil nach sich 
zieht, und er wird gettet und an ein Holz gehngt,
DEU 21:23 so soll sein Leichnam nicht ber Nacht an dem Holze bleiben, 
sondern du sollst ihn an demselben Tage begraben. Denn ein Gehngter ist 
von Gott verflucht, und du sollst dein Land nicht verunreinigen, das der 
HERR, dein Gott, dir zum Erbe gibt.
DEU 22:1 Du sollst nicht zusehen, wie deines Bruders Ochs oder Schaf 
irregeht; du sollst dich ihnen nicht entziehen, sondern sollst sie deinem 
Bruder zurckbringen.
DEU 22:2 Wenn aber dein Bruder nicht in deiner Nhe wohnt, oder wenn du 
den Eigentmer nicht kennst, so sollst du sie in dein Haus aufnehmen, da 
sie bei dir seien, bis dein Bruder sie sucht, und dann sollst du sie ihm 
zurckgeben.
DEU 22:3 Also sollst du auch tun mit seinem Esel, und also sollst du tun 
mit seinem Kleide, und also sollst du tun mit allem Verlorenen, was dein 
Bruder verliert, und was du findest; du kannst dich ihm nicht entziehen.
DEU 22:4 Du sollst nicht zusehen, wie der Esel deines Bruders oder sein 
Ochse auf dem Wege fallen; du sollst dich ihnen nicht entziehen, sondern 
du sollst ihnen aufhelfen.
DEU 22:5 Ein Weib soll keine Mnnertracht tragen, und ein Mann soll keine 
Weiberkleider anziehen; denn wer solches tut, ist dem HERRN, deinem Gott, 
ein Greuel.
DEU 22:6 Wenn du zufllig auf dem Wege ein Vogelnest antriffst, auf irgend 
einem Baume oder auf der Erde, mit Jungen oder mit Eiern, whrend die 
Mutter auf den Jungen oder auf den Eiern sitzt, so sollst du die Mutter 
nicht mit den Jungen nehmen;
DEU 22:7 sondern du sollst die Mutter fliegen lassen und die Jungen 
nehmen, auf da es dir wohl gehe und du lange lebest.
DEU 22:8 Wenn du ein neues Haus baust, so mache ein Gelnder um dein Dach 
herum, damit du nicht Blutschuld auf dein Haus ladest, wenn jemand 
hinunterfiele.
DEU 22:9 Du sollst deinen Weinberg nicht mit zweierlei [Gewchs] 
bepflanzen, damit nicht das Ganze dem Heiligtum verfalle, was du 
angepflanzt hast und der Ertrag des Weinbergs.
DEU 22:10 Du sollst nicht zugleich mit einem Ochsen und Esel ackern.
DEU 22:11 Du sollst kein gemischtes Gewebe anziehen, das aus Wolle und 
Leinen zusammengewoben ist.
DEU 22:12 Du sollst dir Quasten machen an die vier Zipfel deines 
berwurfs, womit du dich bedeckst.
DEU 22:13 Wenn jemand ein Weib nimmt und zu ihr kommt, hernach aber sie zu 
hassen beginnt
DEU 22:14 und gegen sie den Vorwurf der Unzucht erhebt und sie in einen 
schlechten Ruf bringt, indem er spricht: Ich habe dieses Weib genommen; 
als ich ihr aber nher kam, habe ich sie nicht als Jungfrau erfunden;
DEU 22:15 so sollen der Vater und die Mutter der Tochter sie nehmen und 
das Zeichen ihrer Jungfrauschaft vor die ltesten der Stadt an das Tor 
hinausbringen.
DEU 22:16 Und der Vater der Tochter soll zu den ltesten sagen: Ich habe 
diesem Mann meine Tochter zum Weibe gegeben.
DEU 22:17 Nun fngt er an sie zu hassen und erhebt den Vorwurf der Unzucht 
gegen sie und spricht: Ich habe deine Tochter nicht als Jungfrau erfunden, 
da doch dies das Zeichen der Jungfrauschaft meiner Tochter ist! Und sie 
sollen das Kleid vor den ltesten der Stadt ausbreiten.
DEU 22:18 Dann sollen die ltesten jener Stadt den Mann nehmen und ihn 
strafen,
DEU 22:19 und ihm eine Bue von hundert Schekel Silber auferlegen und 
dieselben dem Vater der Tochter geben, weil jener eine Jungfrau in Israel 
verleumdet hat; und er soll sie zum Weibe haben, er kann sie sein Leben 
lang nicht verstoen.
DEU 22:20 Ist es aber die Wahrheit, und kann die Jungfrauschaft der 
Tochter nicht erwiesen werden,
DEU 22:21 so soll man sie vor die Tr ihres vterlichen Hauses fhren, und 
die Leute ihrer Stadt sollen sie zu Tode steinigen, weil sie eine 
Schandtat in Israel begangen, indem sie Unzucht getrieben hat in ihres 
Vaters Haus. Also sollst du das Bse ausrotten aus deiner Mitte.
DEU 22:22 Wenn jemand ertappt wird, da er bei einer verheirateten Frau 
liegt, so sollen beide sterben, der Mann, der bei dem Weibe gelegen, und 
das Weib. Also sollst du das Bse von Israel ausrotten.
DEU 22:23 Wenn eine Jungfrau, die einem Mann verlobt ist, von einem andern 
Mann in der Stadt angetroffen wird, und dieser bei ihr liegt,
DEU 22:24 so sollt ihr sie beide zum Tor jener Stadt hinausfhren und 
sollt sie beide steinigen, da sie sterben: die Tochter darum, da sie 
nicht geschrieen hat, weil sie in der Stadt war; den Mann darum, da er 
seines Nchsten Weib geschwcht hat. Also sollst du das Bse von dir 
ausrotten.
DEU 22:25 Wenn aber der Mann die verlobte Tochter auf dem Felde antrifft 
und sie mit Gewalt ergreift und bei ihr liegt, so soll der Mann, der bei 
ihr gelegen, allein sterben.
DEU 22:26 Der Tochter aber sollst du nichts tun, weil sie keine Snde 
getan hat, die des Todes wrdig ist. Denn es ist gleich, wie wenn jemand 
sich wider seinen Nchsten aufmacht und ihn totschlgt; also verhlt es 
sich auch damit.
DEU 22:27 Denn er fand sie auf dem Felde, und die verlobte Tochter schrie; 
es war aber niemand, der ihr helfen konnte.
DEU 22:28 Wenn jemand eine Jungfrau antrifft, die noch nicht verlobt ist, 
und sie ergreift und bei ihr liegt und sie ertappt werden,
DEU 22:29 so soll der Mann, der bei der Tochter gelegen, ihrem Vater 
fnfzig Schekel geben, und er soll sie zum Weibe haben, weil er sie 
geschwcht hat; er kann sie nicht verstoen sein Leben lang.
DEU 22:30 Niemand soll seines Vaters Weib nehmen, damit er nicht seinen 
Vater entble.
DEU 23:1 Es soll kein Verstmmelter noch Verschnittener in die Gemeinde 
des HERRN kommen.
DEU 23:2 Es soll auch kein Bastard in die Gemeinde des HERRN kommen; auch 
nicht das zehnte Glied von ihm soll in die Gemeinde des HERRN kommen.
DEU 23:3 Kein Ammoniter oder Moabiter soll in die Gemeinde des HERRN 
kommen; auch nicht das zehnte Glied soll in die Gemeinde des HERRN kommen, 
ewiglich;
DEU 23:4 weil sie euch nicht mit Brot und Wasser entgegenkamen auf dem 
Wege, als ihr aus gypten zoget, und dazu Bileam, den Sohn Beors, von 
Petor in Mesopotamien wider euch dingten, da er dich verfluchte.
DEU 23:5 Aber der HERR, dein Gott, wollte nicht auf Bileam hren; sondern 
der HERR, dein Gott, verwandelte fr dich den Fluch in Segen, weil der 
HERR, dein Gott, dich liebt.
DEU 23:6 Du sollst ihren Frieden und ihr Bestes nicht suchen, dein Leben 
lang, ewiglich.
DEU 23:7 Den Edomiter sollst du nicht verabscheuen, denn er ist dein 
Bruder; den gypter sollst du auch nicht verabscheuen, denn du bist in 
seinem Lande ein Fremdling gewesen.
DEU 23:8 Die Kinder, die sie im dritten Glied zeugen, mgen in die 
Gemeinde des HERRN kommen.
DEU 23:9 Wenn du im Heerlager wider deine Feinde ausziehst, so hte dich 
vor allem Bsen.
DEU 23:10 Ist jemand unter dir infolge eines nchtlichen Zufalls nicht 
rein, so soll er vor das Lager hinausgehen und nicht wieder hineinkommen;
DEU 23:11 aber gegen Abend soll er sich mit Wasser baden, und wenn die 
Sonne untergeht, wieder in das Lager kommen.
DEU 23:12 Und du sollst drauen vor dem Lager einen Ort haben, dahin du 
zur Not hinausgehst.
DEU 23:13 Und du sollst eine Schaufel unter deinem Gerte haben, und wenn 
du dich drauen setzen willst, sollst du damit graben und wieder 
zuscharren, was von dir gegangen ist.
DEU 23:14 Denn der HERR, dein Gott, wandelt mitten in deinem Lager, da er 
dich errette und deine Feinde vor dir dahingebe. Darum soll dein Lager 
heilig sein, da er nichts Schndliches an dir sehe und sich nicht von dir 
abwende.
DEU 23:15 Du sollst den Knecht, der von seinem Herrn weg zu dir geflohen 
ist, seinem Herrn nicht ausliefern.
DEU 23:16 Er soll bei dir bleiben, in deiner Mitte, an dem Ort, den er 
erwhlt in einem deiner Tore, wo es ihm gefllt, und du sollst ihn nicht 
unterdrcken.
DEU 23:17 Unter den Tchtern Israels soll keine Hure und unter den Shnen 
Israels kein Hurer sein.
DEU 23:18 Du sollst keinen Hurenlohn noch Hundegeld in das Haus des HERRN, 
deines Gottes, bringen fr irgend ein Gelbde; denn beides ist dem HERRN, 
deinem Gott, ein Greuel.
DEU 23:19 Du sollst deinem Bruder keinen Zins auferlegen, weder fr Geld 
noch fr Speise, noch fr irgend etwas, womit man wuchern kann.
DEU 23:20 Dem Auslnder darfst du Zins auferlegen, deinem Bruder aber 
sollst du keinen Zins auferlegen, auf da dich der HERR, dein Gott, segne 
in allem, daran du die Hand legst in dem Lande, dahin du kommst, um es 
einzunehmen.
DEU 23:21 Wenn du dem HERRN, deinem Gott, ein Gelbde tust, so sollst du 
nicht sumen, es zu erfllen; denn der HERR, dein Gott, wird es gewi von 
dir fordern, und es wrde dir Snde sein.
DEU 23:22 Wenn du aber unterlssest, zu geloben, so ist es dir keine Snde.
DEU 23:23 Was aber ber deine Lippen gegangen ist, das sollst du halten, 
und sollst tun, wie du dem HERRN, deinem Gott, gelobt hast, gem dem 
Gelbde, das du mit deinem Munde freiwillig abgelegt hast.
DEU 23:24 Wenn du in deines Nchsten Weinberg gehst, so magst du Trauben 
essen, so viel du willst, bis du genug hast; aber du sollst nichts in dein 
Geschirr tun.
DEU 23:25 Wenn du durch deines Nchsten Saat gehst, so magst du mit der 
Hand hren abstreifen; aber die Sichel sollst du nicht schwingen ber die 
Saat deines Nchsten.
DEU 24:1 Wenn jemand ein Weib nimmt und sie ehelicht, und sie findet nicht 
Gnade vor seinen Augen, weil er etwas Schndliches an ihr gefunden hat, so 
soll er ihr einen Scheidebrief schreiben und ihr denselben in die Hand 
geben und sie aus seinem Hause entlassen.
DEU 24:2 Wenn sie dann sein Haus verlassen hat und hingegangen und eines 
andern Weib geworden ist,
DEU 24:3 und derselbe andere Mann ihr auch gram wird, da er einen 
Scheidebrief schreibt und ihr denselben in die Hand gibt und sie aus 
seinem Hause entlt; oder wenn der andere Mann stirbt, der sie sich zum 
Weibe genommen hat
DEU 24:4 so kann ihr erster Mann, der sie entlassen hat, sie nicht wieder 
nehmen, da sie alsdann sein Weib sei, nachdem sie verunreinigt worden 
ist; denn das wre ein Greuel vor dem HERRN; und du sollst das Land nicht 
mit Snde beflecken, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe gegeben hat.
DEU 24:5 Wenn jemand krzlich ein Weib genommen hat, so soll er nicht in 
den Krieg ziehen, und man soll ihm nichts auflegen; er soll in seinem 
Hause ein Jahr lang frei sein, da er sich seines Weibes erfreue, das er 
genommen hat.
DEU 24:6 Man soll niemals den untern oder den obern Mhlstein zum Pfand 
nehmen, denn damit nhme man das Leben zum Pfande.
DEU 24:7 Wird jemand ertappt, da er einen von seinen Brdern unter den 
Kindern Israel stiehlt und ihn zum Sklaven macht und verkauft, so soll ein 
solcher Dieb sterben, da du das Bse von dir ausrottest.
DEU 24:8 Hte dich vor der Plage des Aussatzes, da du mit Flei 
beobachtest und tuest alles, was dich die Priester, die Leviten, lehren. 
Wie ich ihnen geboten habe, so sollt ihr's pnktlich befolgen!
DEU 24:9 Denke daran, was der HERR, dein Gott, mit Mirjam tat auf dem 
Wege, als ihr aus gypten zoget!
DEU 24:10 Wenn du deinem Nchsten irgend ein Darlehen gewhrst, so sollst 
du nicht in sein Haus gehen, ihm ein Pfand zu nehmen.
DEU 24:11 Du sollst drauen stehen bleiben, und der, dem du borgst, soll 
das Pfand zu dir herausbringen.
DEU 24:12 Ist er aber arm, so sollst du dich mit seinem Pfand nicht 
schlafen legen;
DEU 24:13 sondern du sollst ihm sein Pfand wiedergeben, wenn die Sonne 
untergeht, damit er in seinem Kleide schlafe und dich segne; so wird dir 
das als Gerechtigkeit gelten vor dem HERRN, deinem Gott.
DEU 24:14 Du sollst einen armen und elenden Tagelhner nicht drcken, er 
sei einer deiner Brder oder deiner Fremdlinge, die in deinem Lande und in 
deinen Toren sind.
DEU 24:15 Am gleichen Tag sollst du ihm seinen Lohn geben, ehe die Sonne 
darber untergeht; denn er ist arm und sehnt sich darnach; riefe er aber 
deinetwegen den HERRN an, so wrde es dir fr Snde gelten.
DEU 24:16 Die Vter sollen nicht fr die Kinder und die Kinder nicht fr 
die Vter sterben, sondern ein jeder soll fr seine Snde sterben.
DEU 24:17 Du sollst das Recht des Fremdlings und des Waisleins nicht 
beugen und sollst das Kleid der Witwe nicht zum Pfande nehmen.
DEU 24:18 Denn du sollst bedenken, da du in gypten auch ein Knecht 
gewesen bist und da der HERR, dein Gott, dich von dannen erlst hat; 
darum gebiete ich dir, da du solches tuest.
DEU 24:19 Wenn du auf deinem Acker geerntet und eine Garbe auf dem Acker 
vergessen hast, so sollst du nicht umkehren, sie zu holen; sondern sie 
soll dem Fremdling, dem Waislein und der Witwe gehren, da dich der HERR, 
dein Gott, segne in allem Werk deiner Hnde.
DEU 24:20 Wenn du die Frchte deines lbaumes abgeschlagen hast, so sollst 
du hernach nicht Nachlese halten; es soll dem Fremdling, dem Waislein und 
der Witwe gehren.
DEU 24:21 Wenn du deinen Weinberg gelesen hast, so sollst du nicht 
Nachlese halten; es soll dem Fremdling, dem Waislein und der Witwe gehren.
DEU 24:22 Und du sollst bedenken, da du in gypten auch ein Knecht 
gewesen bist; darum gebiete ich dir, solches zu tun.
DEU 25:1 Wenn zwischen Mnnern ein Hader entsteht, so soll man sie vor 
Gericht bringen und sie richten, und den Gerechten fr gerecht erklren 
und den beltter verurteilen.
DEU 25:2 Und wenn der beltter Schlge verdient hat, soll der Richter ihn 
niederfallen lassen, und man soll ihm vor seinen Augen die bestimmte 
Tracht Prgel geben, je nach dem Ma seiner Missetat.
DEU 25:3 Wenn man ihm vierzig Streiche gegeben hat, soll man nicht weiter 
schlagen, damit er nicht zu viel geschlagen werde, wenn man ihm mehr 
Streiche gibt, und damit dein Bruder nicht verchtlich gemacht werde in 
deinen Augen.
DEU 25:4 Du sollst dem Ochsen, wenn er drischt, das Maul nicht verbinden.
DEU 25:5 Wenn Brder beieinander wohnen und einer von ihnen kinderlos 
stirbt, so soll das Weib des Verstorbenen nicht einen fremden Mann von 
auswrts nehmen, sondern ihr Schwager soll zu ihr kommen und sie zum Weibe 
nehmen und die Schwagerpflicht an ihr vollziehen.
DEU 25:6 Und der erste Sohn, den sie gebiert, soll auf den Namen seines 
verstorbenen Bruders erzogen werden, damit sein Name nicht aus Israel 
verschwinde.
DEU 25:7 Gefllt es aber dem Mann nicht, seines Bruders Weib zu nehmen, so 
soll seines Bruders Weib hinaufgehen unter das Tor zu den ltesten und 
sagen: Mein Schwager weigert sich, seinem Bruder einen Namen in Israel zu 
erwecken und will mir die Schwagerpflicht nicht leisten.
DEU 25:8 Dann sollen die ltesten der Stadt ihn rufen lassen und mit ihm 
reden. Wenn er dann dabei bleibt und spricht: Es gefllt mir nicht, sie zu 
nehmen!
DEU 25:9 so soll seines Bruders Weib vor den ltesten zu ihm treten und 
ihm seinen Schuh vom Fue ziehen und ihm ins Angesicht speien und soll 
anheben und sagen: So soll man jedem Manne tun, der seines Bruders Haus 
nicht bauen will!
DEU 25:10 Und man soll ihn in Israel das Haus des Barfers nennen.
DEU 25:11 Wenn zwei Mnner miteinander hadern, und des einen Weib luft 
hinzu, um ihren Mann von der Hand dessen, der ihn schlgt, zu erretten, 
und streckt ihre Hand aus und ergreift ihn bei seiner Scham,
DEU 25:12 so sollst du ihr die Hand abhauen; dein Auge soll ihrer nicht 
schonen.
DEU 25:13 Du sollst in deinem Beutel nicht zweierlei Gewichtsteine haben, 
groe und kleine!
DEU 25:14 In deinem Hause soll nicht zweierlei Hohlma sein, ein groes 
und ein kleines!
DEU 25:15 Du sollst volles und rechtes Gewicht und volles und rechtes 
Hohlma haben, auf da du lange lebest in dem Lande, das dir der HERR, 
dein Gott, gibt.
DEU 25:16 Denn wer solches Unrecht begeht, ist dem HERRN, deinem Gott, ein 
Greuel.
DEU 25:17 Gedenke, was dir Amalek antat auf dem Wege, als ihr aus gypten 
zoget;
DEU 25:18 wie er dir auf dem Wege begegnete und deine Nachzgler 
abschnitt, alle Schwachen, die zurckgeblieben waren, als du mde und matt 
warst, und wie er Gott nicht frchtete.
DEU 25:19 Wenn dir nun der HERR, dein Gott, Ruhe gegeben hat vor allen 
deinen Feinden ringsum im Lande, das der HERR, dein Gott, dir als Erbe 
einzunehmen gibt, so sollst du das Gedchtnis Amaleks unter dem Himmel 
vertilgen; vergi es nicht!
DEU 26:1 Wenn du in das Land kommst, das dir der HERR, dein Gott, zum Erbe 
gibt, und es einnimmst und darin wohnst,
DEU 26:2 so sollst du von den Erstlingen aller Frchte der Erde nehmen, 
die du von deinem Lande bekommst, die der HERR, dein Gott, dir gibt, und 
sollst sie in einen Korb legen und an den Ort hingehen, den der HERR, dein 
Gott, erwhlen wird, da sein Name daselbst wohne;
DEU 26:3 und du sollst zu dem Priester kommen, der zu der Zeit [im Amt] 
sein wird, und zu ihm sagen: Ich bezeuge heute vor dem HERRN, deinem Gott, 
da ich in das Land gekommen bin, von dem der HERR unsern Vtern 
geschworen hat, da er es uns gebe!
DEU 26:4 Und der Priester soll den Korb von deiner Hand nehmen und ihn vor 
dem Altar des HERRN, deines Gottes, niederlegen.
DEU 26:5 Da sollst du anheben und vor dem HERRN, deinem Gott, sagen: Mein 
Vater war ein heimatloser Syrer; der zog nach gypten hinab und hielt sich 
daselbst mit wenig Leuten auf, ward aber daselbst zu einem groen, starken 
und zahlreichen Volk.
DEU 26:6 Aber die gypter behandelten uns schlecht und bedrckten uns und 
gaben uns schwere Arbeit auf.
DEU 26:7 Da schrieen wir zum HERRN, dem Gott unsrer Vter. Und der HERR 
erhrte unsre Stimme und sah unser Elend,
DEU 26:8 unsre Mhsal und Unterdrckung; und der HERR fhrte uns aus 
gypten mit mchtiger Hand und mit ausgerecktem Arm und mit gewaltigen, 
furchtbaren Taten, durch Zeichen und Wunder,
DEU 26:9 und brachte uns an diesen Ort und gab uns dieses Land, das von 
Milch und Honig fliet.
DEU 26:10 Und nun siehe, da bringe ich die ersten Frchte des Landes, das 
du mir, o HERR, gegeben hast! Und du sollst sie vor dem HERRN, deinem 
Gott, niederlegen und vor dem HERRN, deinem Gott, anbeten,
DEU 26:11 und sollst frhlich sein ob all dem Guten, das der HERR, dein 
Gott, dir und deinem Hause gegeben hat, du und der Levit und der 
Fremdling, der bei dir ist.
DEU 26:12 Wenn du den ganzen Zehnten deines Ertrages zusammengebracht hast 
im dritten Jahr, welches das Zehntenjahr ist, so sollst du ihn dem 
Leviten, dem Fremdling, dem Waislein und der Witwe geben, da sie in 
deinen Toren essen und satt werden;
DEU 26:13 und du sollst vor dem HERRN, deinem Gott, sprechen: Was 
geheiligt ist, habe ich aus meinem Hause geschafft und es dem Leviten 
gegeben, dem Fremdling, dem Waislein und der Witwe, nach all deinem Gebot, 
das du mir geboten hast; ich habe deine Gebote nicht bergangen, noch 
vergessen.
DEU 26:14 Ich habe nicht davon gegessen in meinem Leid und habe nichts 
davon verbraucht zu einem unreinen Zweck; ich habe nichts davon gegeben 
fr einen Toten; ich bin der Stimme des HERRN, meines Gottes, gehorsam 
gewesen und habe alles getan, wie du mir geboten hast.
DEU 26:15 Siehe herab von deiner heiligen Wohnung, vom Himmel, und segne 
dein Volk Israel und das Land, das du uns gegeben hast, wie du unsern 
Vtern geschworen hast; das Land, das von Milch und Honig fliet.
DEU 26:16 An diesem heutigen Tag gebietet dir der HERR, dein Gott, da du 
alle diese Satzungen und Rechte haltest, da du sie beobachtest und tuest 
von ganzem Herzen und von ganzer Seele.
DEU 26:17 Du hast dem HERRN heute zugesagt, da er dein Gott sein soll, 
und da du alle seine Satzungen, Gebote und Rechte beobachten und seiner 
Stimme gehorchen wollest.
DEU 26:18 Und der HERR hat auch dir heute zusagen lassen, da du sein 
Eigentumsvolk sein sollst, wie er dir verheien hat, und da du alle seine 
Gebote haltest;
DEU 26:19 und da er dich setze zuhchst ber alle Vlker, die er gemacht 
hat, zu Lob, Ruhm und Preis, und da du ein dem HERRN, deinem Gott, 
heiliges Volk seiest, wie er geredet hat.
DEU 27:1 Und Mose, samt den ltesten Israels, gebot dem Volk und sprach: 
Behaltet alle Gebote, die ich euch gebiete!
DEU 27:2 Und es soll geschehen an dem Tage, da ihr ber den Jordan ziehet 
in das Land, das der HERR, dein Gott, dir gibt, sollst du dir groe Steine 
aufrichten und sie mit Kalk tnchen.
DEU 27:3 Und sobald du hinbergegangen bist, sollst du alle Worte dieses 
Gesetzes darauf schreiben, damit du in das Land hineinkommest, das der 
HERR, dein Gott, dir gibt, ein Land, das von Milch und Honig fliet, wie 
der HERR, der Gott deiner Vter, dir verheien hat.
DEU 27:4 Sobald ihr nun den Jordan berschritten habt, sollt ihr diese 
Steine, wie ich euch gebiete, auf dem Berge Ebal aufrichten und mit Kalk 
tnchen.
DEU 27:5 Und du sollst daselbst dem HERRN, deinem Gott, einen Altar bauen, 
einen Altar von Steinen; ber diese sollst du kein Eisen schwingen.
DEU 27:6 Einen Altar von unbehauenen Steinen sollst du dem HERRN, deinem 
Gott, bauen, und sollst darauf dem HERRN, deinem Gott, Brandopfer opfern.
DEU 27:7 Und du sollst Dankopfer darbringen und daselbst essen und 
frhlich sein vor dem HERRN, deinem Gott.
DEU 27:8 Und du sollst alle Worte dieses Gesetzes auf die Steine 
schreiben, wohl eingegraben.
DEU 27:9 Und Mose und die Priester und Leviten redeten mit ganz Israel und 
sprachen: Merke auf und hre zu, Israel! An diesem heutigen Tage bist du 
zum Volke des HERRN, deines Gottes, geworden.
DEU 27:10 Darum sollst du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchen 
und seine Gebote und Satzungen halten, die ich dir heute gebiete!
DEU 27:11 Und Mose gebot dem Volk an jenem Tage und sprach:
DEU 27:12 Diese sollen auf dem Berge Garizim stehen, um das Volk zu 
segnen, wenn ihr ber den Jordan gegangen seid: Simeon, Levi, Juda, 
Issaschar, Joseph und Benjamin.
DEU 27:13 Und diese sollen auf dem Berge Ebal stehen, um zu fluchen: 
Ruben, Gad, Asser, Sebulon, Dan und Naphtali.
DEU 27:14 Und die Leviten sollen anheben und zu allen Mnnern Israels mit 
lauter Stimme sagen:
DEU 27:15 Verflucht sei, wer ein geschnitztes oder gegossenes Bild macht, 
das dem HERRN ein Greuel ist, und es heimlich aufstellt! Und alles Volk 
soll antworten und sagen: Amen!
DEU 27:16 Verflucht sei, wer seinen Vater und seine Mutter verachtet! Und 
alles Volk soll sagen: Amen!
DEU 27:17 Verflucht sei, wer seines Nchsten Grenze verrckt! Und alles 
Volk soll sagen: Amen!
DEU 27:18 Verflucht sei, wer einen Blinden auf dem Wege irrefhrt! Und 
alles Volk soll sagen: Amen!
DEU 27:19 Verflucht sei, wer das Recht des Fremdlings, des Waisleins und 
der Witwe beugt! Und alles Volk soll sagen: Amen!
DEU 27:20 Verflucht sei, wer bei seines Vaters Weibe liegt; denn er hat 
seinen Vater entblt! Und alles Volk soll sagen: Amen!
DEU 27:21 Verflucht sei, wer bei irgend einem Vieh liegt! Und alles Volk 
soll sagen: Amen!
DEU 27:22 Verflucht sei, wer bei seiner Schwester liegt, die seines Vaters 
oder seiner Mutter Tochter ist! Und alles Volk soll sagen: Amen!
DEU 27:23 Verflucht sei, wer bei seiner Schwiegermutter liegt! Und alles 
Volk soll sagen: Amen!
DEU 27:24 Verflucht sei, wer seinen Nchsten heimlich erschlgt! Und alles 
Volk soll sagen: Amen!
DEU 27:25 Verflucht sei, wer Bestechung annimmt, so da er eine Seele 
erschlgt, unschuldiges Blut! Und alles Volk soll sagen: Amen!
DEU 27:26 Verflucht sei, wer die Worte dieses Gesetzes nicht ausfhrt und 
sie nicht tut! Und alles Volk soll sagen: Amen!
DEU 28:1 Es wird aber geschehen, wenn du der Stimme des HERRN, deines 
Gottes, wirklich gehorchst und darauf achtest zu tun alle seine Gebote, 
die ich dir heute gebiete, da dich dann der HERR, dein Gott, erhhen wird 
ber alle Vlker auf Erden.
DEU 28:2 Und alle diese Segnungen werden ber dich kommen und dich 
treffen, wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchst.
DEU 28:3 Gesegnet wirst du sein in der Stadt und gesegnet auf dem Lande.
DEU 28:4 Gesegnet wird sein die Frucht deines Leibes und die Frucht deines 
Landes, die Frucht deines Viehes, der Wurf deiner Rinder und die Zucht 
deiner Schafe.
DEU 28:5 Gesegnet wird sein dein Korb und dein Backtrog.
DEU 28:6 Gesegnet wirst du sein, wenn du eingehst, und gesegnet, wenn du 
ausgehst.
DEU 28:7 Der HERR wird deine Feinde, die sich wider dich auflehnen, vor 
dir schlagen lassen; auf einem Weg werden sie wider dich ausziehen und auf 
sieben Wegen vor dir fliehen.
DEU 28:8 Der HERR wird dem Segen gebieten, da er mit dir sei in deinen 
Scheunen und in allem Geschft deiner Hand, und er wird dich segnen in dem 
Lande, das dir der HERR, dein Gott, gibt.
DEU 28:9 Der HERR wird dich aufrechterhalten als sein heiliges Volk, wie 
er dir geschworen hat, wenn du die Gebote des HERRN, deines Gottes, 
beobachtest und in seinen Wegen wandeln wirst;
DEU 28:10 dann werden alle Vlker auf Erden sehen, da der Name des HERRN 
ber dir angerufen wird, und werden sich vor dir frchten.
DEU 28:11 Und der HERR wird dir berflu geben an Gtern, an der Frucht 
deines Leibes, an der Frucht deines Viehes und an der Frucht deines 
Ackers, auf dem Lande, von dem der HERR deinen Vtern geschworen hat, da 
er es dir gebe.
DEU 28:12 Der HERR wird dir den Himmel, seinen guten Schatz, auftun, da 
er deinem Lande Regen gebe zu seiner Zeit, und da er alle Werke deiner 
Hnde segne. Und du wirst vielen Vlkern leihen; du aber wirst nicht 
entlehnen.
DEU 28:13 Und der HERR wird dich zum Haupt machen und nicht zum Schwanz; 
und du wirst nur zuoberst und nicht zuunterst sein, wenn du gehorchst den 
Geboten des HERRN, deines Gottes, die ich dir heute gebiete, da du sie 
beobachtest und tust,
DEU 28:14 und wenn du nicht abweichen wirst von all den Worten, die ich 
euch gebiete, weder zur Rechten noch zur Linken, also da du nicht andern 
Gttern nachwandelst, ihnen zu dienen.
DEU 28:15 Es wird aber geschehen, wenn du der Stimme des HERRN, deines 
Gottes, nicht gehorchst, so da du nicht beobachtest und tust all seine 
Gebote und Satzungen, die ich dir heute gebiete, so werden all diese 
Flche ber dich kommen und dich treffen.
DEU 28:16 Verflucht wirst du sein in der Stadt und verflucht auf dem Lande.
DEU 28:17 Verflucht wird sein dein Korb und dein Backtrog.
DEU 28:18 Verflucht wird sein die Frucht deines Leibes, die Frucht deines 
Landes, der Wurf deiner Rinder und die Zucht deiner Schafe.
DEU 28:19 Verflucht wirst du sein, wenn du eingehst, und verflucht, wenn 
du ausgehst.
DEU 28:20 Der HERR wird gegen dich entsenden Fluch, Verwirrung und Unsegen 
in allen Geschften deiner Hand, die du tust, bis du vertilgt werdest und 
bald umkommest um deiner bsen Werke willen, weil du mich verlassen hast.
DEU 28:21 Der HERR wird dir die Pest anhngen, bis er dich vertilgt hat 
aus dem Lande, dahin du kommst, um es einzunehmen.
DEU 28:22 Der HERR wird dich schlagen mit Schwindsucht, mit Fieberhitze, 
Brand, Entzndung, Drre, mit Getreidebrand und Vergilben; die werden dich 
verfolgen, bis du umgekommen bist.
DEU 28:23 Dein Himmel ber deinem Haupt wird ehern und die Erde unter dir 
eisern sein.
DEU 28:24 Der HERR wird den Regen fr dein Land in Sand und Staub 
verwandeln; der wird vom Himmel auf dich herabfallen, bis du vertilgt bist.
DEU 28:25 Der HERR wird dich vor deinen Feinden schlagen lassen; auf einem 
Weg wirst du wider sie ausziehen, und auf sieben Wegen wirst du vor ihnen 
fliehen und mihandelt werden von allen Knigreichen auf Erden.
DEU 28:26 Deine Leichname werden allen Vgeln des Himmels und allen wilden 
Tieren zur Nahrung dienen, und niemand wird sie verscheuchen.
DEU 28:27 Der HERR wird dich schlagen mit dem gyptischen Geschwr; mit 
Beulen, Grind und Krtze, da du nicht heil werden kannst.
DEU 28:28 Der HERR wird dich schlagen mit Wahnsinn und mit Blindheit und 
mit Verwirrung der Sinne.
DEU 28:29 Und du wirst am Mittag tappen, wie ein Blinder im Dunkeln tappt, 
und wirst kein Glck haben auf deinen Wegen, sondern wirst gedrckt und 
beraubt sein dein Leben lang, und niemand wird dir helfen.
DEU 28:30 Du wirst dir ein Weib vermhlen, aber ein anderer wird sie 
beschlafen; du wirst ein Haus bauen, aber nicht darin wohnen; du wirst 
einen Weinberg pflanzen, aber nicht davon essen.
DEU 28:31 Dein Ochse wird vor deinen Augen geschlachtet werden, aber du 
wirst nicht davon essen; dein Esel wird mit Gewalt von deinem Angesicht 
weggenommen und dir nicht zurckgegeben werden; deine Schafe werden deinen 
Feinden gegeben werden, und niemand wird dir helfen.
DEU 28:32 Deine Shne und deine Tchter sollen einem andern Volke gegeben 
werden, da deine Augen zusehen und tglich nach ihnen schmachten werden, 
aber deine Hand wird machtlos sein.
DEU 28:33 Die Frucht deines Landes und alles, was du erarbeitet hast, wird 
ein Volk verzehren, von dem du nichts wutest; und du wirst nur 
unterdrckt und mihandelt werden dein Leben lang.
DEU 28:34 Und du wirst wahnsinnig werden von dem, was deine Augen sehen 
mssen.
DEU 28:35 Der HERR wird dich schlagen mit bsem Geschwr an Knien und 
Schenkeln, da du nicht geheilt werden kannst, von deiner Fusohle bis auf 
den Scheitel.
DEU 28:36 Der HERR wird dich und deinen Knig, den du ber dich setzen 
wirst, unter ein Volk fhren, das du nicht kennst, auch deine Vter nicht, 
und du wirst daselbst andern Gttern, Holz und Steinen dienen.
DEU 28:37 Und du wirst zum Entsetzen sein, zum Sprichwort und zum Gesptt 
unter allen Vlkern, dahin der HERR dich fhren wird.
DEU 28:38 Du wirst viel Samen auf das Feld hinausfhren und wenig 
einsammeln; denn die Heuschrecken werden es abfressen.
DEU 28:39 Du wirst Weinberge pflanzen und bauen, aber keinen Wein trinken 
und einkellern; denn die Wrmer werden es abfressen.
DEU 28:40 Du wirst lbume haben in allen deinen Grenzen; aber du wirst 
dich nicht mit l salben; denn deine Oliven werden abfallen.
DEU 28:41 Du wirst Shne und Tchter zeugen und doch keine haben; denn man 
wird sie gefangenfhren.
DEU 28:42 Das Ungeziefer wird alle deine Bume und die Frchte deines 
Landes fressen.
DEU 28:43 Der Fremdling, der bei dir ist, wird immer hher ber dich 
emporsteigen, du aber wirst immer tiefer herunterkommen.
DEU 28:44 Er wird dir leihen, du aber wirst ihm nicht leihen; er wird das 
Haupt sein, du aber wirst der Schwanz sein.
DEU 28:45 Und alle diese Flche werden ber dich kommen und dich verfolgen 
und treffen, bis du vertilgt sein wirst, weil du der Stimme des HERRN, 
deines Gottes, nicht gehorsam gewesen bist, seine Gebote und Satzungen zu 
beobachten, die er dir geboten hat.
DEU 28:46 Darum werden sie als Zeichen und Wunder an dir und an deinem 
Samen sein, ewiglich.
DEU 28:47 Dafr, da du dem HERRN, deinem Gott, nicht gedient hast mit 
frhlichem und gutwilligem Herzen, als du an allem berflu hattest,
DEU 28:48 mut du deinen Feinden, die dir der HERR zuschicken wird, dienen 
in Hunger und Durst, in Ble und allerlei Mangel, und er wird ein 
eisernes Joch auf deinen Hals legen, bis er dich vertilgt hat.
DEU 28:49 Der HERR wird gegen dich aufbieten ein Volk aus der Ferne, vom 
Ende der Erde, das wie ein Adler daherfliegt, ein Volk, dessen Sprache du 
nicht verstehen kannst;
DEU 28:50 ein Volk mit trotzigem Blick, das keine Rcksicht kennt gegen 
den Greis und mit den Knaben kein Erbarmen hat.
DEU 28:51 Es wird die Frucht deines Viehes und die Frucht deines Landes 
verzehren, bis du vertilgt sein wirst, und dir nichts briglassen von 
Korn, Most und l, vom Wurf deiner Rinder und von der Zucht deiner Schafe, 
bis da es dich zugrunde gerichtet hat. Und es wird dich in allen deinen 
Toren ngstigen, bis deine hohen und festen Mauern fallen,
DEU 28:52 darauf du dich in deinem ganzen Lande verlassen hast. Ja, es 
wird dich ngstigen in allen deinen Toren, in deinem ganzen Lande, das dir 
der HERR, dein Gott, gegeben hat.
DEU 28:53 Du wirst die Frucht deines Leibes essen, das Fleisch deiner 
Shne und deiner Tchter, die dir der HERR, dein Gott, gegeben hat; in der 
Belagerung und Not, womit dich dein Feind bedrngen wird.
DEU 28:54 Ein verzrtelter und arg verwhnter Mann unter deinem Volk wird 
es alsdann seinem Bruder und dem Weibe an seinem Busen und dem Sohn, der 
von seinen Shnen noch brig ist, mignnen,
DEU 28:55 also da er keinem von ihnen etwas gibt von dem Fleische seiner 
Shne, das er essen mu, weil ihm nichts briggeblieben ist in der 
Belagerung und Not, womit dich dein Feind in allen deinen Toren bedrngen 
wird.
DEU 28:56 Auch das verzrteltste und verwhnteste Weib unter euch, das so 
verzrtelt und verwhnt war, da sie nicht einmal versucht hat, ihre 
Fusohlen auf die Erde zu setzen, die wird dem Mann an ihrem Busen und 
ihrem Sohn und ihrer Tochter
DEU 28:57 mignnen die Nachgeburt, die zwischen ihren Beinen 
hervorgegangen ist, dazu ihre Kinder, die sie geboren hat; denn sie wird 
dieselben vor lauter Mangel heimlich essen in der Belagerung und Not, 
womit dich dein Feind in deinen Toren bedrngen wird.
DEU 28:58 Wenn du nicht darauf achten wirst, zu tun alle Worte dieses 
Gesetzes, die in diesem Buch geschrieben sind, und zu frchten diesen 
herrlichen und schrecklichen Namen, den HERRN, deinen Gott;
DEU 28:59 so wird der HERR dich und deinen Samen mit auerordentlichen 
Schlgen treffen, ja mit groen und bestndigen Schlgen und mit bsen und 
bestndigen Krankheiten;
DEU 28:60 und er wird ber dich alle Seuchen gyptens bringen, vor welchen 
du dich frchtest, und sie werden dir anhaften.
DEU 28:61 Dazu alle Krankheiten und Plagen, die nicht in dem Buch dieses 
Gesetzes geschrieben sind, wird der HERR ber dich kommen lassen, bis du 
vertilgt sein wirst.
DEU 28:62 Und es werden euer wenige brigbleiben, die ihr doch so 
zahlreich gewesen seid wie die Sterne des Himmels, weil du der Stimme des 
HERRN, deines Gottes, nicht gehorcht hast.
DEU 28:63 Und wie sich der HERR in bezug auf euch zuvor freute, euch 
wohlzutun und euch zu mehren, also wird der HERR sich in bezug auf euch 
freuen, euch umzubringen und euch zu vertilgen, und ihr werdet ausgerottet 
werden aus dem Lande, dahin du jetzt gehst, um es einzunehmen.
DEU 28:64 Denn der HERR wird dich unter alle Vlker zerstreuen von einem 
Ende der Erde bis zum andern; da wirst du andern Gttern dienen, die dir 
und deinen Vtern unbekannt waren, Holz und Steinen.
DEU 28:65 Dazu wirst du unter diesen Vlkern keine Ruhe haben und keine 
Rast finden fr deine Fusohlen; denn der HERR wird dir daselbst ein 
friedeloses Herz geben, da du dir die Augen ausweinen mchtest und da 
deine Seele verschmachten wird.
DEU 28:66 Dein Leben wird vor dir an einem Faden hngen; Tag und Nacht 
wirst du dich frchten und deines Lebens nicht sicher sein.
DEU 28:67 Am Morgen wirst du sagen: Ach, da es schon Abend wre! Und am 
Abend wirst du sagen: Ach, da es schon Morgen wre! infolge alles dessen, 
was dein Herz erschreckt und was deine Augen sehen mssen.
DEU 28:68 Und der HERR wird dich auf Schiffen wieder nach gypten fhren, 
auf dem Weg, davon ich dir gesagt habe, du sollest ihn nicht mehr sehen, 
und ihr werdet euch daselbst euren Feinden zu Knechten und Mgden 
verkaufen wollen, und es wird doch kein Kufer da sein.
DEU 29:1 Dies sind die Worte des Bundes, welchen der HERR dem Mose mit den 
Kindern Israel zu schlieen gebot, in der Moabiter Land; auer dem Bunde, 
den er mit ihnen am Horeb schlo.
DEU 29:2 Und Mose berief ganz Israel und sprach zu ihnen: Ihr habt alles 
gesehen, was der HERR in gyptenland vor euren Augen dem Pharao und allen 
seinen Knechten und seinem ganzen Lande getan hat,
DEU 29:3 die groen Beweise, welche deine Augen gesehen haben, diese 
Zeichen und groen Wunder.
DEU 29:4 Und der HERR hat euch bis auf den heutigen Tag noch kein 
verstndiges Herz gegeben, Augen, welche sehen, und Ohren, die da hren.
DEU 29:5 Ich habe euch vierzig Jahre lang in der Wste gefhrt. Eure 
Kleider sind an euch nicht zerlumpt und dein Schuh ist an deinem Fu nicht 
zerrissen.
DEU 29:6 Ihr habt kein Brot gegessen und weder Wein noch starkes Getrnk 
getrunken, auf da ihr erfahret, da ich der HERR, euer Gott, bin.
DEU 29:7 Und als ihr an diesen Ort kamet, zogen Sihon, der Knig zu 
Hesbon, und Og, der Knig zu Basan, uns entgegen, um mit uns zu streiten;
DEU 29:8 und wir schlugen sie und nahmen ihr Land ein und gaben es den 
Rubenitern und Gaditern und dem halben Stamme Manasse zum Erbteil.
DEU 29:9 So bewahret nun die Worte dieses Bundes und tut darnach, damit 
ihr alles weislich vollbringet, was ihr tut.
DEU 29:10 Ihr alle steht heute vor dem HERRN, eurem Gott, eure Hupter, 
eure Stmme, eure ltesten und eure Amtleute, alle Mnner Israels;
DEU 29:11 eure Kinder, eure Weiber und dein Fremdling, der in deinem Lager 
ist, deine Holzhauer sowohl als deine Wasserschpfer:
DEU 29:12 um einzutreten in den Bund des HERRN, deines Gottes, und in 
seinen Eid, den der HERR, dein Gott, heute mit dir macht,
DEU 29:13 auf da er dich heute einsetze als sein Volk, und da er dein 
Gott sei, wie er zu dir geredet, und wie er deinen Vtern Abraham, Isaak 
und Jakob, geschworen hat.
DEU 29:14 Denn ich schliee diesen Bund und diesen Eid nicht mit euch 
allein,
DEU 29:15 sondern sowohl mit euch, die ihr heute hier seid und mit uns 
stehet vor dem HERRN, unserm Gott, als auch mit denen, die heute nicht bei 
uns sind.
DEU 29:16 Denn ihr wisset, wie wir in gyptenland gewohnt haben und mitten 
durch die Vlker gezogen sind, wie ihr an ihnen vorberginget;
DEU 29:17 und ihr sahet ihre Greuel und ihre Gtzen von Holz und Stein, 
Silber und Gold, die bei ihnen sind.
DEU 29:18 Darum htet euch, da nicht etwa ein Mann oder ein Weib, ein 
Geschlecht oder ein Stamm unter euch sei, dessen Herz sich heute von dem 
HERRN, unserm Gott, abwende, und der hingehe, den Gttern dieser Vlker zu 
dienen; da nicht etwa eine Wurzel unter euch sei, die Gift und Wermut 
trage;
DEU 29:19 und da keiner, wenn er die Worte dieses Fluches hrt, sich 
dennoch in seinem Herzen glcklich preise und spreche: Ich werde Frieden 
haben, wenn ich schon wandle in der Verstocktheit meines Herzens!; so da 
alsdann weggerafft wrde das Getrnkte mit dem Durstigen.
DEU 29:20 Denn der HERR wird nicht geneigt sein, einem solchen zu 
vergeben, sondern alsdann wird der HERR seinen Zorn und seinen Eifer 
rauchen lassen ber einen solchen Mann, und es werden sich auf ihn alle 
Flche legen, die in diesem Buche geschrieben sind; und der HERR wird 
seinen Namen unter dem Himmel austilgen;
DEU 29:21 und der HERR wird ihn aus allen Stmmen Israels zum Unglck 
absondern, gem allen Flchen des Bundes, die in dem Buche dieses 
Gesetzes geschrieben sind;
DEU 29:22 so da die Nachkommen, eure Kinder, die nach euch aufkommen 
werden, und die Fremden, die aus fernen Lndern kommen, sagen werden; wenn 
sie die Plagen dieses Landes und die Krankheiten sehen, welche der HERR 
demselben auferlegt hat,
DEU 29:23 und wie er dieses ganze Land mit Schwefel und Salz verbrannt 
hat, da es nicht best werden kann und nichts hervorbringt, da nichts 
Grnes darauf wchst, gleichwie Sodom, Gomorra, Adama und Zeboim umgekehrt 
worden sind, welche der HERR in seinem Zorn und Grimm umgekehrt hat
DEU 29:24 ja, alle diese Vlker werden fragen: Warum hat der HERR diesem 
Lande also getan? Was bedeutet dieser gewaltige, grimmige Zorn?
DEU 29:25 Dann wird man antworten: Weil sie den Bund des HERRN, des Gottes 
ihrer Vter, verlassen haben, den er mit ihnen schlo, als er sie aus 
gyptenland fhrte;
DEU 29:26 und weil sie hingegangen sind und andern Gttern gedient und sie 
angebetet haben, Gttern, die sie nicht kannten, und die er ihnen nicht 
zugeteilt hat.
DEU 29:27 Darum entbrannte der Zorn des HERRN ber dieses Land, da er 
ber sie alle Flche kommen lie, die in diesem Buche geschrieben sind!
DEU 29:28 Und der HERR hat sie aus ihrem Lande verstoen mit Zorn, Grimm 
und groer Ungnade und hat sie in ein anderes Land geworfen, wie es heute 
der Fall ist!
DEU 29:29 Die Geheimnisse sind des HERRN, unseres Gottes, die 
geoffenbarten Dinge aber sind fr uns und unsere Kinder bestimmt ewiglich, 
damit wir alle Worte dieses Gesetzes tun.
DEU 30:1 Es wird aber geschehen, wenn das alles ber dich kommt, der Segen 
und der Fluch, die ich dir vorgelegt habe, und du es zu Herzen nimmst 
unter all den Vlkern, dahin dich der HERR, dein Gott, verstoen hat,
DEU 30:2 und wenn du umkehrst zu dem HERRN, deinem Gott, und seiner Stimme 
gehorchst, du und deine Kinder, von ganzem Herzen und von ganzer Seele, in 
allem, was ich dir heute gebiete;
DEU 30:3 so wird der HERR, dein Gott, dein Gefngnis wenden und sich 
deiner erbarmen und wird dich wieder sammeln aus allen Vlkern, dahin dich 
der HERR, dein Gott, zerstreut hat.
DEU 30:4 Und wenn du auch bis an das Ende des Himmels verstoen wrest, so 
wird dich doch der HERR, dein Gott, von dannen sammeln und dich von dannen 
holen.
DEU 30:5 Und der HERR, dein Gott, wird dich in das Land zurckbringen, das 
deine Vter besessen haben, und du wirst es einnehmen, und er wird dir 
wohltun und dich mehren, mehr als deine Vter.
DEU 30:6 Und der HERR, dein Gott, wird dein Herz und das Herz deines 
Samens beschneiden, da du den HERRN, deinen Gott, liebest von ganzem 
Herzen und von ganzer Seele, auf da du leben mgest.
DEU 30:7 Aber alle diese Flche wird der HERR, dein Gott, auf deine Feinde 
legen und auf die, welche dich hassen und verfolgen.
DEU 30:8 Du aber wirst umkehren und der Stimme des HERRN gehorchen, da du 
befolgest alle seine Gebote, die ich dir heute gebiete.
DEU 30:9 Und der HERR, dein Gott, wird dir berflu geben in allen Werken 
deiner Hnde, an der Frucht deines Leibes, an der Frucht deines Viehes, an 
der Frucht deines Landes zu deinem Besten; denn der HERR wird sich ber 
dich wiederum freuen, zu deinem Besten, wie er sich ber deine Vter 
gefreut hat,
DEU 30:10 wenn du der Stimme des HERRN, deines Gottes, gehorchest und 
seine Gebote und seine Satzungen befolgest, die in diesem Gesetzbuch 
geschrieben stehen, wenn du zu dem HERRN, deinem Gott, zurckkehrst von 
ganzem Herzen und von ganzer Seele.
DEU 30:11 Denn dieses Gebot, das ich dir heute gebiete, ist dir nicht zu 
wunderbar und nicht zu fern.
DEU 30:12 Es ist nicht im Himmel, da du sagen mtest: Wer will fr uns 
zum Himmel fahren und es uns holen und verkndigen, da wir es tun?
DEU 30:13 Es ist auch nicht jenseits des Meeres, da du sagen mtest: Wer 
will uns ber das Meer fahren und es uns holen und verkndigen, da wir es 
tun?
DEU 30:14 Sondern das Wort ist sehr nahe bei dir, in deinem Munde und in 
deinem Herzen, da du es tun kannst.
DEU 30:15 Siehe, ich habe dir heute vorgelegt das Leben und das Gute, den 
Tod und das Bse.
DEU 30:16 Was ich dir heute gebiete, ist, da du den HERRN, deinen Gott, 
liebest und in seinen Wegen wandelst und seine Gebote, seine Satzungen und 
seine Rechte haltest, auf da du leben mgest und gemehrt werdest; und der 
HERR, dein Gott, wird dich segnen im Lande, darein du ziehst, um es 
einzunehmen.
DEU 30:17 Wenn sich aber dein Herz abwendet und du nicht gehorchst, 
sondern dich bestimmen lssest, andere Gtter anzubeten und ihnen zu 
dienen,
DEU 30:18 so verkndige ich euch heute, da ihr gewi umkommen und nicht 
lange leben werdet in dem Lande, in das du ber den Jordan ziehst, um es 
einzunehmen.
DEU 30:19 Ich nehme heute Himmel und Erde wider euch zu Zeugen: Ich habe 
euch Leben und Tod, Segen und Fluch vorgelegt; so erwhle nun das Leben, 
auf da du lebest, du und dein Same,
DEU 30:20 indem du den HERRN, deinen Gott, liebst, seiner Stimme gehorchst 
und ihm anhangst; denn das ist dein Leben und bedeutet Verlngerung deiner 
Tage, die du zubringen darfst im Lande, das der HERR deinen Vtern, 
Abraham, Isaak und Jakob, zu geben geschworen hat.
DEU 31:1 Und Mose ging hin und redete diese Worte zu ganz Israel und 
sprach zu ihnen:
DEU 31:2 Ich bin heute hundertundzwanzig Jahre alt, ich kann nicht mehr 
aus und eingehen; auch hat der HERR zu mir gesagt: Du sollst diesen Jordan 
nicht berschreiten!
DEU 31:3 Der HERR, dein Gott, geht selbst vor dir hinber; Er selbst wird 
diese Vlker vor dir her vertilgen, da du sie berwindest; Josua geht vor 
dir hinber, wie der HERR gesagt hat.
DEU 31:4 Und der HERR wird an ihnen tun, wie er mit Sihon und Og, den 
Knigen der Amoriter, und ihrem Lande getan, welche er vertilgt hat.
DEU 31:5 Und wenn der HERR sie vor euch dahingegeben hat, so sollt ihr mit 
ihnen verfahren nach dem ganzen Gebot, das ich euch geboten habe.
DEU 31:6 Seid tapfer und stark, frchtet euch nicht und lasset euch nicht 
vor ihnen grauen; denn der HERR, dein Gott, geht selbst mit dir; er wird 
die Hnde nicht von dir abtun, noch dich verlassen!
DEU 31:7 Und Mose rief Josua und sprach zu ihm vor ganz Israel: Sei tapfer 
und stark; denn du wirst mit diesem Volk in das Land kommen, das der HERR 
ihren Vtern zugeschworen hat, und du wirst es als Erbe unter sie 
austeilen.
DEU 31:8 Der HERR aber, der selbst vor dir hergeht, wird mit dir sein und 
wird die Hand nicht von dir abziehen, noch dich verlassen; frchte dich 
nicht und erschrick nicht!
DEU 31:9 Und Mose schrieb dieses Gesetz und gab es den Priestern, den 
Kindern Levi, welche die Lade des Bundes des Herrn trugen, und allen 
ltesten Israels.
DEU 31:10 Und Mose gebot ihnen und sprach: Nach Verlauf von sieben Jahren, 
zur Zeit des Erlajahres, am Feste der Laubhtten,
DEU 31:11 wenn ganz Israel kommt, um vor dem HERRN, deinem Gott, zu 
erscheinen an dem Ort, den er erwhlen wird, sollst du dieses Gesetz vor 
ganz Israel lesen lassen, vor ihren Ohren.
DEU 31:12 Versammle das Volk, Mnner und Weiber und Kinder, auch den 
Fremdling, der in deinen Toren ist, damit sie hren und lernen, auf da 
sie den HERRN, euren Gott, frchten und achtgeben, alle Worte dieses 
Gesetzes zu befolgen;
DEU 31:13 und damit ihre Kinder, die es noch nicht wissen, es auch hren 
und lernen, auf da sie den HERRN, euren Gott, frchten alle Tage, die ihr 
in dem Lande lebet, in das ihr ber den Jordan ziehet, um es einzunehmen.
DEU 31:14 Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, deine Zeit ist nahe, da du 
sterben mut! Rufe Josua, und tretet in die Stiftshtte, damit ich ihn 
beauftrage! Mose ging hin mit Josua, und sie traten in die Stiftshtte.
DEU 31:15 Der HERR aber erschien in der Htte in der Wolkensule, und die 
Wolkensule stand ber der Tr der Htte.
DEU 31:16 Und der HERR sprach zu Mose: Siehe, wenn du bei deinen Vtern 
liegst, wird dieses Volk aufstehen und den fremden Gttern des Landes, 
darein sie kommen, nachbuhlen, und sie werden mich verlassen und meinen 
Bund brechen, den ich mit ihnen gemacht habe.
DEU 31:17 So wird zu jener Zeit mein Zorn ber sie ergrimmen, und ich 
werde sie verlassen und mein Angesicht vor ihnen verbergen, da sie 
verzehrt werden. Und wenn sie dann viel Unglck und Angst treffen wird, 
werden sie sagen: Hat mich nicht all dieses bel getroffen, weil mein 
Gott nicht mit mir ist?
DEU 31:18 Ich aber werde zu jener Zeit mein Angesicht gnzlich verbergen 
um all des Bsen willen, das sie getan haben, weil sie sich andern Gttern 
zugewandt haben.
DEU 31:19 So schreibet euch nun dieses Lied auf, und lehret es die Kinder 
Israel und leget es in ihren Mund, da mir dieses Lied ein Zeuge sei wider 
die Kinder Israel.
DEU 31:20 Wenn ich sie nun in das Land bringe, das ich ihren Vtern 
zugeschworen habe, das von Milch und Honig fliet, und sie essen und satt 
und fett werden, so werden sie sich andern Gttern zuwenden und ihnen 
dienen und mich verachten und meinen Bund brechen.
DEU 31:21 Und wenn sie dann viel Unglck und Angst getroffen hat, soll 
dieses Lied wider sie zeugen; denn es soll nicht vergessen werden im Munde 
ihres Samens; denn ich wei ihr Dichten, mit dem sie jetzt schon umgehen, 
ehe ich sie in das Land bringe, das ich [ihren Vtern] zugeschworen habe.
DEU 31:22 Also schrieb Mose damals dieses Lied und lehrte es die Kinder 
Israel.
DEU 31:23 Und er befahl Josua, dem Sohne Nuns, und sprach: Sei tapfer und 
stark, denn du sollst die Kinder Israel in das Land fhren, das ich ihnen 
zugeschworen habe, und ich will mit dir sein!
DEU 31:24 Als nun Mose die Worte dieses Gesetzes bis zu Ende in ein Buch 
geschrieben hatte,
DEU 31:25 gebot er den Leviten, welche die Lade des Bundes des HERRN 
trugen, und sprach:
DEU 31:26 Nehmet das Buch dieses Gesetzes und leget es an die Seite der 
Lade des Bundes des HERRN, eures Gottes, damit es daselbst ein Zeuge wider 
dich sei.
DEU 31:27 Denn ich kenne deinen Ungehorsam und deine Halsstarrigkeit. 
Siehe, whrend ich noch heute unter euch lebe, seid ihr ungehorsam wider 
den HERRN; wieviel mehr nach meinem Tode!
DEU 31:28 So versammelt nun vor mir alle ltesten eurer Stmme und eure 
Amtleute, damit ich diese Worte vor ihren Ohren rede und Himmel und Erde 
wider sie zu Zeugen nehme.
DEU 31:29 Denn ich wei, da ihr nach meinem Tode gewi verderblich 
handeln und von dem Wege abtreten werdet, den ich euch geboten habe; so 
wird euch in spteren Tagen dieses Unglck begegnen, weil ihr belgetan 
habt vor den Augen des HERRN, indem ihr ihn durch die Werke eurer Hnde 
erzrntet.
DEU 31:30 Also redete Mose die Worte dieses Liedes vor den Ohren der 
ganzen Gemeinde Israel, bis zu Ende:
DEU 32:1 Merket auf, ihr Himmel, denn ich will reden, und du Erde, vernimm 
die Rede meines Mundes!
DEU 32:2 Meine Lehre triefe wie der Regen, meine Rede fliee wie der Tau, 
wie die Regenschauer auf das Gras, und wie die Tropfen auf das Kraut.
DEU 32:3 Denn ich will den Namen des HERRN verkndigen: Gebt unserm Gott 
die Ehre!
DEU 32:4 Er ist ein Fels: Vollkommen ist sein Tun; ja alle seine Wege sind 
gerecht. Gott ist wahrhaftig ohne Falsch; gerecht und fromm ist er.
DEU 32:5 Mit Ihm haben es verderbt, die nicht seine Kinder sind, sondern 
Schandflecken, ein verkehrtes und verdrehtes Geschlecht.
DEU 32:6 Dankest du also dem HERRN, du trichtes und unweises Volk? Ist er 
nicht dein Vater, dem du gehrst, der dich gemacht und bereitet hat?
DEU 32:7 Denke an die vorigen Tage; merke auf die Jahre der vorigen 
Geschlechter! Frage deinen Vater, der wird dir's verkndigen; deine Alten, 
die werden dir's sagen:
DEU 32:8 Als der Allerhchste den Vlkern ihr Erbe austeilte und die 
Kinder der Menschen voneinander schied, da setzte er die Grenzen der 
Vlker fest nach der Zahl der Kinder Israel.
DEU 32:9 Denn des HERRN Teil ist sein Volk. Jakob ist das Los seines 
Erbteils.
DEU 32:10 Er hat ihn in der Wste gefunden, im einsamen, den Jammertal. 
Er beschtzte ihn, gab acht auf ihn und behtete ihn wie seinen Augapfel,
DEU 32:11 wie ein Adler seine Nestbrut aufstrt, ber seinen Jungen 
schwebt, seine Flgel ausbreitet, sie aufnimmt und auf seinen Schwingen 
trgt.
DEU 32:12 Der HERR allein leitete ihn, und kein fremder Gott war mit ihm.
DEU 32:13 Er fhrte ihn ber die Hhen der Erde und speiste ihn mit dem 
Ertrag der Felder, lie ihn Honig aus den Felsen saugen und l aus dem 
harten Gestein;
DEU 32:14 Butter von den Khen und Milch von den Schafen, samt dem Fette 
der Lmmer und Widder, der Stiere Basans und der Bcke, mit dem 
allerbesten Weizen; und du trankest lauter Traubenblut.
DEU 32:15 Da aber Jeschurun fett ward, schlug er aus. Du bist fett, dick 
und feist geworden! Und er lie fahren den Gott, der ihn gemacht, und 
verwarf den Fels seines Heils.
DEU 32:16 Sie erregten seine Eifersucht durch fremde Gtter; durch Greuel 
erzrnten sie ihn.
DEU 32:17 Sie opferten den Gtzen, die nicht Gott sind, Gttern, die sie 
nicht kannten; neuen Gttern, die aus der Nhe gekommen waren, die eure 
Vter nicht gefrchtet haben.
DEU 32:18 Den Fels, der dich gezeugt hat, lieest du auer acht; und du 
vergaest des Gottes, der dich gemacht hat.
DEU 32:19 Als der Herr es sah, verwarf er sie, weil ihn seine Shne und 
seine Tchter erzrnt haben.
DEU 32:20 Und er sprach: Ich will mein Angesicht vor ihnen verbergen; ich 
will sehen, wo es zuletzt mit ihnen hinaus will; denn sie sind ein 
verkehrtes Geschlecht, sie sind Kinder, bei denen keine Treue ist.
DEU 32:21 Sie haben mich zum Eifer gereizt mit dem, was kein Gott ist, 
durch ihre Gtzen haben sie mich erzrnt; und ich will sie auch reizen 
durch ein Volk, das kein Volk ist; durch ein trichtes Volk will ich sie 
zum Zorne reizen!
DEU 32:22 Denn ein Feuer ist durch meinen Zorn angezndet, das bis in die 
unterste Tiefe des Totenreichs hinab brennen und das Land samt seinem 
Gewchs verzehren und die Grundfesten der Berge in Flammen verwandeln wird.
DEU 32:23 Ich will Unglck wider sie hufen, ich will alle meine Pfeile 
gegen sie verschieen.
DEU 32:24 Vor Hunger sollen sie verschmachten; von brennender Seuche und 
giftiger Pest sollen sie verzehrt werden. Ich will die Zhne der Tiere 
samt dem Gift der Schlangen, die im Staube kriechen, unter sie senden.
DEU 32:25 Drauen soll das Schwert sie der Kinder berauben und in den 
Kammern drin der Schrecken: den Jngling und die Jungfrau, den Sugling 
und den grauen Mann.
DEU 32:26 Ich htte gesagt: Ich will sie wegblasen, will ihr Gedchtnis 
unter den Menschen ausrotten!
DEU 32:27 wenn ich nicht den Zorn des Feindes scheute; da ihre Feinde 
solches einem Fremden zuschreiben und sagen wrden: Unsre Hand war 
erhoben, nicht der HERR hat solches alles getan!
DEU 32:28 Denn es ist ein Volk, an dem aller Rat verloren ist, und das 
keinen Verstand besitzt.
DEU 32:29 Wenn sie weise wren, so wrden sie das beherzigen, sie wrden 
an ihre Zukunft denken!
DEU 32:30 Wie knnte einer ihrer Tausend jagen und zwei Zehntausend in die 
Flucht schlagen, wenn ihr Fels sie nicht verkauft und der HERR sie nicht 
preisgegeben htte?
DEU 32:31 Denn nicht wie unser Fels ist ihr Fels; das mssen unsre Feinde 
selbst zugeben.
DEU 32:32 Denn vom Weinstock zu Sodom und von den Gefilden Gomorras 
stammen ihre Reben; ihre Trauben sind giftige Trauben; sie haben bittere 
Beeren.
DEU 32:33 Ihr Wein ist Drachengeifer und wtendes Otterngift.
DEU 32:34 Ist solches nicht bei mir aufbewahrt und in meinen Archiven 
versiegelt?
DEU 32:35 Mein ist die Rache und die Vergeltung, zu der Zeit, da ihr Fu 
wanken wird; denn die Zeit ihres Verderbens ist nahe, und ihr Verhngnis 
eilt herzu.
DEU 32:36 Denn der HERR wird sein Volk richten und sich ber seine Knechte 
erbarmen, wenn er sieht, da jeder Halt entschwunden ist und Mndige samt 
den Unmndigen dahin sind.
DEU 32:37 Und er wird sagen: Wo sind ihre Gtter, der Fels, in dem sie 
sich bargen,
DEU 32:38 welche das Fett ihrer Opfer aen und den Wein ihres Trankopfers 
tranken? Lasset sie aufstehen und euch helfen und euch beschirmen!
DEU 32:39 Sehet nun, da Ich, Ich allein es bin und kein Gott neben mir 
ist. Ich kann tten und lebendig machen, ich kann zerschlagen und kann 
heilen, und niemand kann aus meiner Hand erretten!
DEU 32:40 Denn ich hebe meine Hand zum Himmel empor und sage: Ich lebe 
ewig!
DEU 32:41 Wenn ich mein blitzendes Schwert geschliffen habe und meine Hand 
zum Gerichte greift, so will ich Rache nehmen an meinen Feinden und meinen 
Hassern vergelten.
DEU 32:42 Ich will meine Pfeile mit Blut trnken, und mein Schwert soll 
Fleisch fressen; vom Blut der Erschlagenen und Gefangenen, vom Haupt der 
feindlichen Frsten.
DEU 32:43 Jubelt, ihr Heiden, seinem Volke zu! Denn er wird das Blut 
seiner Knechte rchen und seinen Feinden vergelten; aber sein Land und 
sein Volk wird er entsndigen!
DEU 32:44 Und Mose kam und trug dieses ganze Lied wrtlich vor den Ohren 
des Volkes vor, er und Josua, der Sohn Nuns.
DEU 32:45 Und als Mose solches alles zu ganz Israel geredet hatte, sprach 
er zu ihnen:
DEU 32:46 Nehmet zu Herzen alle Worte, die ich euch heute bezeuge, da ihr 
sie euren Kindern anbefehlet, damit sie darauf achten, alle Worte dieses 
Gesetzes zu befolgen.
DEU 32:47 Denn das ist kein leeres Wort fr euch, sondern es ist euer 
Leben, und durch dieses Wort werdet ihr euer Leben verlngern in dem 
Lande, dahin ihr ber den Jordan gehet, um es einzunehmen.
DEU 32:48 Und der HERR redete mit Mose an demselben Tage und sprach:
DEU 32:49 Steige auf dieses Gebirge Abarim, auf den Berg Nebo, welcher im 
Moabiterlande, Jericho gegenber liegt, und beschaue das Land Kanaan, das 
ich den Kindern Israel zum Eigentum geben werde;
DEU 32:50 und dann sollst du sterben auf dem Berge, auf welchen du steigen 
wirst, und zu deinem Volk versammelt werden, wie dein Bruder Aaron auf dem 
Berge Hor starb und zu seinem Volk versammelt wurde;
DEU 32:51 weil ihr euch an mir versndigt habt unter den Kindern Israel, 
beim Haderwasser zu Kadesch, in der Wste Zin, da ihr mich nicht geheiligt 
habt unter den Kindern Israel.
DEU 32:52 Denn du wirst das Land vor dir zwar sehen; aber du sollst nicht 
in das Land hineinkommen, das ich den Kindern Israel gebe.
DEU 33:1 Dies ist der Segen, mit welchem Mose, der Mann Gottes, die Kinder 
Israel vor seinem Tode gesegnet hat.
DEU 33:2 Er sprach: Der HERR kam vom Sinai, sein Licht ging ihnen auf von 
Seir her: er lie es leuchten vom Gebirge Paran und kam von heiligen 
Zehntausenden her, aus seiner Rechten [ging] ein feuriges Gesetz fr sie.
DEU 33:3 Ja, er hat die Vlker lieb; alle seine Heiligen waren in deiner 
Hand; und sie lagerten zu deinen Fen, ein jeder nahm von deinen Worten.
DEU 33:4 Mose hat uns das Gesetz anbefohlen, das Erbteil der Gemeinde 
Jakobs.
DEU 33:5 Und er ward Knig ber Jeschurun, als sich die Hupter des Volkes 
versammelten, sich vereinigten die Stmme Israels.
DEU 33:6 Ruben lebe und sterbe nicht; seine Leute sollen zu zhlen sein!
DEU 33:7 Und fr Juda sprach er: HERR, du wollest Judas Stimme hren und 
ihn bringen zu seinem Volk! Hat er mit seinen Hnden zu streiten, so hilf 
du ihm vor seinen Feinden!
DEU 33:8 Von Levi aber sagte er: Deine Rechte und deine Lichter gehren 
deinem heiligen Mann, den du versucht hast zu Massa, mit dem du gehadert 
hast am Haderwasser;
DEU 33:9 welcher von seinem Vater und von seiner Mutter sagt: Ich sehe 
sie nicht! und seine Brder nicht kennt und von seinen Shnen nichts 
wei; denn deine Worte beobachteten und deinen Bund bewahrten sie;
DEU 33:10 die werden Jakob deine Rechte lehren und Israel dein Gesetz; sie 
werden Rucherwerk vor deine Nase legen und ganze Opfer auf deinen Altar.
DEU 33:11 Segne, HERR, sein Vermgen, und la dir seiner Hnde Werk 
gefallen; zerschmettere die Lenden seiner Widersacher und seiner Hasser, 
damit sie nicht aufkommen!
DEU 33:12 Zu Benjamin sprach er: Des Herrn Liebling mge sicher wohnen; 
ihn schirme er, ja ihn, den ganzen Tag, und wohne zwischen seinen 
Schultern!
DEU 33:13 Von Joseph aber sagte er: Sein Land sei vom HERRN gesegnet mit 
himmlischen Gtern, mit Tau und mit der Flut, die drunten ruht;
DEU 33:14 mit der kstlichen Frucht, die in der Sonne reift, und mit den 
kstlichen Frchten, welche die Monde sprossen lassen;
DEU 33:15 mit dem Besten, was auf den uralten Bergen wchst, und mit den 
kstlichen Frchten, welche die ewigen Hgel tragen;
DEU 33:16 mit dem Besten, was auf der Erde wchst und sie erfllt; und das 
Wohlgefallen dessen, der im Busche wohnt, komme auf Josephs Haupt und auf 
den Scheitel des Geweihten unter seinen Brdern!
DEU 33:17 Prchtig ist er wie sein erstgeborener Stier, Hrner hat er wie 
ein Bffel; damit stt er die Vlker allzumal bis an die Enden der Erde. 
Das sind die Zehntausende von Ephraim und jenes die Tausende von Manasse!
DEU 33:18 Und zu Sebulon sprach er: Freue dich, Sebulon, deiner Reisen, 
und du, Issaschar, deiner Htten!
DEU 33:19 Sie werden Vlker auf den Berg einladen, um daselbst Opfer der 
Gerechtigkeit darzubringen; denn den Reichtum des Meeres werden sie saugen 
und die verborgenen Schtze des Sandes.
DEU 33:20 Und zu Gad sprach er: Gesegnet sei, der Gad Raum schafft! Wie 
eine Lwin legt er sich nieder und zerreit Arm und Scheitel.
DEU 33:21 Und er ersah sich das erste Stck; daselbst lag das Teil eines 
Anfhrers bereit; und er trat an die Spitze des Volkes, vollstreckte des 
HERRN Gerechtigkeit und seine Gerichte, vereint mit Israel.
DEU 33:22 Und zu Dan sprach er: Dan ist ein junger Leu, der aus Basan 
hervorschiet.
DEU 33:23 Und zu Naphtali sprach er: Naphtali werde gesttigt mit Gnade 
und voll vom Segen des HERRN; Meer und Mittag seien sein!
DEU 33:24 Und zu Asser sprach er: Asser sei der gesegnetste Sohn; er sei 
der Liebling seiner Brder und tauche seinen Fu in l!
DEU 33:25 Eisen und Erz seien deine Riegel; und wie deine Tage, so sei 
deine Kraft!
DEU 33:26 Niemand ist gleich dem Gott Jeschuruns, der dir zu Hilfe am 
Himmel einherfhrt und auf den Wolken in seiner Majestt.
DEU 33:27 Eine Zuflucht ist der alte Gott, und unter dir breitet er ewige 
Arme aus. Er hat die Feinde vor dir her gejagt und zu dir gesagt: Vertilge 
sie!
DEU 33:28 Und so kann Israel sicher wohnen; abgesondert der Quell Jakobs, 
in einem Lande voll Korn und Most; und sein Himmel trufelt Tau.
DEU 33:29 Wohl dir, Israel! Wer ist dir gleich, du Volk, das durch den 
HERRN gerettet ist? Er ist dein hilfreicher Schild und dein siegreiches 
Schwert. Deine Feinde werden dir schmeicheln, du aber sollst ber ihre 
Hhen wegschreiten.
DEU 34:1 Und Mose stieg von den Steppen Moabs auf den Berg Nebo, auf die 
Spitze des Pisga, Jericho gegenber. Da zeigte ihm der HERR das ganze Land:
DEU 34:2 Gilead bis nach Dan, das ganze Naphtali, das Land Ephraim und 
Manasse und das ganze Land Juda bis zum westlichen Meer;
DEU 34:3 auch den Sden und den Kreis der Ebene von Jericho, der 
Palmenstadt, bis nach Zoar.
DEU 34:4 Und der HERR sprach zu ihm: Dies ist das Land, welches ich 
Abraham, Isaak und Jakob zugeschworen habe, als ich sprach: Deinem Samen 
will ich es geben! Ich lasse es dich mit deinen Augen sehen, aber 
hinbergehen sollst du nicht.
DEU 34:5 Also starb Mose, der Knecht des HERRN, daselbst im Lande der 
Moabiter, nach dem Befehl des HERRN;
DEU 34:6 und er begrub ihn im Tal, im Lande Moab, Beth-Peor gegenber; 
aber niemand hat sein Grab erfahren bis auf den heutigen Tag.
DEU 34:7 Und Mose war hundertundzwanzig Jahre alt, da er starb: seine 
Augen waren nicht schwach geworden, und seine Kraft war nicht gewichen.
DEU 34:8 Die Kinder Israel aber beweinten Mose in den Steppen Moabs 
dreiig Tage lang; dann hrten sie auf zu weinen und zu trauern um Mose.
DEU 34:9 Josua aber, der Sohn Nuns, war mit dem Geist der Weisheit 
erfllt; denn Mose hatte seine Hnde auf ihn gelegt; und die Kinder Israel 
gehorchten ihm und taten, wie der HERR Mose geboten hatte.
DEU 34:10 Es stand aber in Israel kein Prophet mehr auf wie Mose, welchen 
der HERR kannte von Angesicht zu Angesicht,
DEU 34:11 in allen Zeichen und Wundern, zu welchen der HERR ihn beauftragt 
hatte, sie in gyptenland an dem Pharao und an allen seinen Knechten und 
an seinem ganzen Lande zu tun;
DEU 34:12 und in allen gewaltigen Handlungen und groen, 
bewunderungswrdigen Taten, welche Mose vor den Augen von ganz Israel 
verrichtete.
JOS 1:1 Und es begab sich nach dem Tode Moses, des Knechtes des HERRN, da 
der HERR zu Josua, dem Sohne Nuns, dem Diener Moses, sprach:
JOS 1:2 Mein Knecht Mose ist gestorben; so mache dich nun auf, ziehe ber 
diesen Jordan, du und dieses ganze Volk, in das Land, das ich ihnen 
gegeben habe, den Kindern Israel!
JOS 1:3 Jeden Ort, darauf eure Fusohlen treten, habe ich euch gegeben, 
wie ich Mose versprochen habe.
JOS 1:4 Von der Wste und diesem Libanon an bis zum groen Strom Euphrat, 
das ganze Land der Hetiter, und bis zu dem groen Meer, wo die Sonne 
untergeht, soll euer Gebiet sein.
JOS 1:5 Niemand soll vor dir bestehen dein Leben lang; wie ich mit Mose 
gewesen bin, also will ich auch mit dir sein; ich will dich nicht 
loslassen und gar nicht verlassen.
JOS 1:6 Sei stark und fest! Denn du sollst diesem Volk das Land zum Erbe 
austeilen, das zu geben ich ihren Vtern geschworen habe.
JOS 1:7 Sei du nur stark und sehr fest, da du darauf achtest, zu tun nach 
dem ganzen Gesetz, das dir mein Knecht Mose befohlen hat; weiche nicht 
davon, weder zur Rechten noch zur Linken, auf da du allenthalben weislich 
handeln mgest, wo du hingehst!
JOS 1:8 Dieses Gesetzbuch soll nicht von deinem Munde weichen, sondern 
forsche darin Tag und Nacht, auf da du achtgebest, zu tun nach allem, was 
darin geschrieben steht; denn alsdann wird dir dein Weg gelingen, und dann 
wirst du weislich handeln!
JOS 1:9 Habe ich dir nicht geboten, da du stark und fest sein sollst? Sei 
unerschrocken und unverzagt; denn der HERR, dein Gott, ist mit dir 
berall, wohin du gehst.
JOS 1:10 Da gebot Josua den Amtleuten des Volkes und sprach:
JOS 1:11 Gehet mitten durch das Lager, gebietet dem Volk und sprechet: 
Bereitet euch Speise auf die Reise, denn innert drei Tagen werdet ihr ber 
diesen Jordan gehen, da ihr hineinkommet und das Land einnehmet, das euch 
der Herr, euer Gott, einzunehmen gibt.
JOS 1:12 Und zu den Rubenitern, Gaditern und dem halben Stamm Manasse 
sprach Josua also:
JOS 1:13 Gedenket an das Wort, das euch Mose, der Knecht des HERRN, sagte, 
als er sprach: Der HERR, euer Gott, hat euch zur Ruhe gebracht und euch 
dieses Land gegeben.
JOS 1:14 Eure Weiber, eure Kinder und euer Vieh lasset bleiben im Lande, 
das euch Mose hier, diesseits des Jordan, gegeben hat; ihr aber sollt 
gerstet vor euren Brdern hinberziehen, ihr streitbaren Mnner, und 
ihnen helfen,
JOS 1:15 bis der HERR auch eure Brder zur Ruhe gebracht hat wie euch und 
sie das Land eingenommen haben, das der HERR, euer Gott, ihnen geben wird; 
alsdann sollt ihr wieder in euer eigenes Land zurckkehren und in Besitz 
nehmen, was euch Mose, der Knecht des HERRN, gegeben hat diesseits des 
Jordan, gegen Aufgang der Sonne.
JOS 1:16 Und sie antworteten Josua und sprachen: Alles, was du uns geboten 
hast, wollen wir tun; und wohin immer du uns sendest, dahin wollen wir 
gehen;
JOS 1:17 wie wir Mose gehorsam gewesen sind, so wollen wir auch dir in 
allem gehorsam sein; wenn nur der HERR, dein Gott, mit dir ist, wie er mit 
Mose war!
JOS 1:18 Wer deinem Munde widerspenstig ist und deinen Worten nicht 
gehorcht in allem, was du uns gebietest, der soll sterben; sei du nur 
stark und fest!
JOS 2:1 Da sandte Josua, der Sohn Nuns, von Sittim zwei Mnner heimlich 
als Kundschafter aus und sprach: Gehet hin, besehet das Land und Jericho! 
Diese gingen hin und kamen in das Haus einer Dirne namens Rahab und legten 
sich daselbst nieder.
JOS 2:2 Es ward aber dem Knig zu Jericho gesagt: Siehe, in dieser Nacht 
sind Mnner von den Kindern Israel hereingekommen, das Land 
auszukundschaften!
JOS 2:3 Da sandte der Knig von Jericho zu Rahab und lie ihr sagen: Gib 
die Mnner heraus, die zu dir in dein Haus gekommen sind; denn sie sind 
gekommen, das ganze Land auszukundschaften!
JOS 2:4 Das Weib hatte die beiden Mnner genommen und verborgen und sprach 
nun: Es sind freilich Mnner zu mir hereingekommen; aber ich wute nicht, 
von wannen sie waren;
JOS 2:5 und als man die Tore zuschlieen wollte, da es finster ward, 
gingen sie hinaus; ich wei nicht, wohin sie gegangen sind. Jaget ihnen 
eilends nach, denn ihr werdet sie einholen!
JOS 2:6 Sie aber lie dieselben auf das Dach steigen und verbarg sie unter 
die Flachsstengel, die sie auf dem Dache ausgebreitet hatte.
JOS 2:7 Und die Mnner jagten ihnen nach auf dem Wege zum Jordan bis an 
die Furt; und man schlo das Tor zu, als die hinauswaren, die ihnen 
nachjagten.
JOS 2:8 Ehe aber die Mnner sich schlafen legten, stieg sie zu ihnen auf 
das Dach hinauf
JOS 2:9 und sprach zu ihnen: Ich wei, da euch der HERR das Land geben 
wird; denn es hat uns Furcht vor euch berfallen, und alle Einwohner des 
Landes sind vor euch verzagt.
JOS 2:10 Denn wir haben gehrt, wie der HERR das Wasser des Schilfmeers 
vor euch ausgetrocknet hat, als ihr aus gypten zoget, und was ihr den 
beiden Knigen der Amoriter, Sihon und Og, jenseits des Jordan getan habt, 
an denen ihr den Bann vollstreckt habt.
JOS 2:11 Und da wir solches hrten, ist unser Herz verzagt geworden, und 
es ist kein rechter Mut mehr in irgend jemand vor euch; denn der HERR, 
euer Gott, ist Gott oben im Himmel und unten auf Erden.
JOS 2:12 Und nun schwret mir doch bei dem HERRN, da, wie ich an euch 
Barmherzigkeit getan, auch ihr an meines Vaters Haus Barmherzigkeit 
beweisen wollet, und gebet mir ein sicheres Zeichen,
JOS 2:13 da ihr meinen Vater, meine Mutter, meine Brder und meine 
Schwestern samt allen ihren Angehrigen am Leben lassen und unsre Seele 
vom Tode erretten wollt.
JOS 2:14 Die Mnner sprachen zu ihr: Unsere Seele soll an eurer Statt des 
Todes sein, sofern ihr diese unsere Sache nicht verratet! Und wenn der 
HERR uns dieses Land gibt, so wollen wir an dir Barmherzigkeit und Treue 
beweisen!
JOS 2:15 Da lie sie dieselben an einem Seil durch das Fenster hinunter; 
denn ihr Haus war an der Stadtmauer, und sie wohnte an der Mauer.
JOS 2:16 Und sie sprach zu ihnen: Gehet auf das Gebirge, da euch eure 
Verfolger nicht begegnen, und verberget euch daselbst drei Tage lang, bis 
eure Verfolger zurckgekehrt sind; darnach geht eures Weges!
JOS 2:17 Und die Mnner sprachen zu ihr: Wir wollen aber dieses deines 
Eides los sein, den du uns hast schwren lassen:
JOS 2:18 siehe, wenn wir in das Land kommen, so sollst du dieses 
karmesinrote Seil, womit du uns hinabgelassen hast, in das Fenster 
knpfen, und deinen Vater, deine Mutter, deine Brder und deines Vaters 
ganzes Haus zu dir in das Haus versammeln.
JOS 2:19 Und wer zur Tr deines Hauses hinaus auf die Strae geht, 
desselben Blut sei auf seinem Haupt, wir aber unschuldig; wenn aber an 
jemand von denen, die bei dir im Hause sind, Hand gelegt wird, so soll ihr 
Blut auf unserm Haupte sein.
JOS 2:20 Auch wenn du etwas von dieser unserer Sache aussagen wirst, so 
wollen wir deines Eides los sein, den du uns hast schwren lassen.
JOS 2:21 Sie sprach: Es sei, wir ihr saget! und lie sie gehen. Und sie 
gingen hin; sie aber knpfte das karmesinrote Seil ins Fenster.
JOS 2:22 Und jene gingen aufs Gebirge und blieben drei Tage lang daselbst, 
bis ihre Verfolger zurckgekehrt waren; diese hatten sie auf allen Straen 
gesucht und doch nicht gefunden.
JOS 2:23 Also stiegen die beiden Mnner wieder vom Gebirge hinunter, 
setzten ber und kamen zu Josua, dem Sohne Nuns, und erzhlten ihm alles, 
wie sie es gefunden hatten,
JOS 2:24 und sprachen zu Josua: Der HERR hat das ganze Land in unsre Hnde 
gegeben; auch sind alle Einwohner verzagt vor uns!
JOS 3:1 Da machte sich Josua frh auf, und sie zogen aus Sittim und kamen 
an den Jordan, er und alle Kinder Israel, und blieben daselbst, ehe sie 
hinberzogen.
JOS 3:2 Nach drei Tagen aber gingen die Amtleute durch das Lager
JOS 3:3 und geboten dem Volke und sprachen: Wenn ihr die Bundeslade des 
HERRN, eures Gottes, sehen werdet und die Priester, die Leviten, die sie 
tragen, so brechet auf von eurem Ort und folget ihr nach!
JOS 3:4 Doch soll zwischen euch und ihr etwa zweitausend Ellen Abstand 
sein. Ihr sollt ihr nicht zu nahe kommen, auf da ihr wisset, welchen Weg 
ihr gehen sollt; denn ihr seid den Weg zuvor nicht gegangen.
JOS 3:5 Und Josua sprach zum Volk: Heiliget euch, denn morgen wird der 
HERR unter euch Wunder tun!
JOS 3:6 Und zu den Priestern sprach Josua also: Traget die Lade des Bundes 
und geht vor dem Volke her! Da trugen sie die Lade des Bundes und gingen 
vor dem Volke her.
JOS 3:7 Und der HERR sprach zu Josua: Heute will ich anfangen, dich vor 
ganz Israel gro zu machen, damit sie wissen, da, wie ich mit Mose 
gewesen bin, ich auch mit dir sein werde.
JOS 3:8 Du aber gebiete den Priestern, welche die Lade des Bundes tragen, 
und sprich: Wenn ihr bis an das Wasser des Jordan kommt, so stehet still 
am Jordan!
JOS 3:9 Und Josua sprach zu den Kindern Israel: Kommt herzu und hrt die 
Worte des HERRN, eures Gottes!
JOS 3:10 Und er sprach: Daran sollt ihr merken, da der lebendige Gott 
unter euch ist, und da er vor euch die Kanaaniter, Hetiter, Heviter, 
Pheresiter, Girgasiter, Amoriter und Jebusiter gewi vertreiben wird:
JOS 3:11 Siehe, die Lade des Bundes des Herrn aller Lande wird vor euch 
her ber den Jordan gehen.
JOS 3:12 So nehmet nun aus den Stmmen Israels zwlf Mnner, aus jedem 
Stamm einen.
JOS 3:13 Wenn dann die Fusohlen der Priester, welche die Lade des HERRN, 
des Herrn aller Lande, tragen, ins Wasser des Jordan treten, so wird das 
Wasser des Jordan sich zerteilen, und das Wasser, das von oben 
herabfliet, wird stehen bleiben wie ein Damm.
JOS 3:14 Als nun das Volk auszog aus seinen Zelten, um ber den Jordan zu 
gehen, und die Priester die Lade des Bundes vor dem Volke her trugen,
JOS 3:15 und die, welche die Lade trugen, an den Jordan kamen, und die 
Priester, welche die Lade trugen, ihre Fe zuuerst in das Wasser 
tauchten (der Jordan aber war berflieend an allen seinen Gestaden, die 
ganze Zeit der Ernte),
JOS 3:16 da stand das Wasser, das von oben herabkam, aufgerichtet wie ein 
Damm, und schwellte an, sehr weit hinauf bei der Stadt Adam, die zur Seite 
von Zartan liegt; aber das Wasser, welches zum Meer der Ebene hinabflo, 
zum Salzmeer, nahm ab und zerflo. Also ging das Volk hinber vor Jericho.
JOS 3:17 Und die Priester, welche die Bundeslade des HERRN trugen, standen 
fest auf dem Trockenen, mitten im Jordan; und ganz Israel ging trockenen 
Fues hindurch, bis das ganze Volk den Jordan vllig berschritten hatte.
JOS 4:1 Es begab sich aber, nachdem das ganze Volk vollends ber den 
Jordan gekommen war, da der HERR zu Josua also sprach:
JOS 4:2 Nehmet euch aus dem Volke zwlf Mnner, aus jedem Stamme einen,
JOS 4:3 und gebietet ihnen und sprechet: Hebet mitten aus dem Jordan, von 
dem Orte, da die Fe der Priester gestanden haben, zwlf Steine auf und 
fhret sie mit euch hinber und lasset sie in dem Lager, wo ihr diese 
Nacht bleiben werdet!
JOS 4:4 Da rief Josua den zwlf Mnnern, die er aus den Kindern Israel 
bestellt hatte, aus jedem Stamme einen, und sprach zu ihnen:
JOS 4:5 Gehet hinber, vorn an die Lade des HERRN, eures Gottes, mitten in 
den Jordan, und hebet ein jeder einen Stein auf seine Achsel, nach der 
Zahl der Stmme der Kinder Israel,
JOS 4:6 damit sie ein Zeichen unter euch seien. Und wenn eure Kinder 
knftig ihre Vter fragen und sagen werden: Was haben diese Steine fr 
euch zu bedeuten?
JOS 4:7 so sollt ihr ihnen alsdann sagen, wie das Wasser des Jordan vor 
der Lade des Bundes des HERRN sich verteilt hat; als sie durch den Jordan 
gingen, haben sich die Wasser des Jordan zerteilt; darum sind diese Steine 
den Kindern Israel zum ewigen Gedchtnis gesetzt.
JOS 4:8 Da taten die Kinder Israel, wie ihnen Josua geboten hatte, und 
trugen zwlf Steine mitten aus dem Jordan, wie der HERR Josua geboten 
hatte, nach der Zahl der Stmme der Kinder Israel, und brachten sie mit 
sich in das Nachtlager und lieen sie daselbst.
JOS 4:9 Und Josua richtete auch zwlf Steine mitten im Jordan auf, wo die 
Fe der Priester gestanden hatten, welche die Lade des Bundes trugen; sie 
sind noch daselbst bis auf diesen Tag.
JOS 4:10 Die Priester aber, welche die Lade trugen, standen mitten im 
Jordan, bis alles ausgerichtet war, was der HERR Josua geboten hatte, dem 
Volke zu sagen, gem allem, was Mose dem Josua geboten hatte. Uns das 
Volk ging eilends hinber.
JOS 4:11 Als nun das ganze Volk vllig hinbergegangen war, zog die Lade 
des HERRN auch hinber, und die Priester vor dem Volke her.
JOS 4:12 Und die Rubeniter und Gaditer und der halbe Stamm Manasse gingen 
bewaffnet vor den Kindern Israel her, wie Mose zu ihnen geredet hatte.
JOS 4:13 Etwa vierzigtausend zum Krieg Gerstete zogen vor dem HERRN zum 
Streit in die Ebene von Jericho.
JOS 4:14 An demselben Tage machte der HERR den Josua gro vor den Augen 
von ganz Israel; und sie frchteten ihn, wie sie Mose gefrchtet hatten, 
sein ganzes Leben lang.
JOS 4:15 Und der HERR sprach zu Josua:
JOS 4:16 Gebiete den Priestern, welche die Lade des Zeugnisses tragen, da 
sie aus dem Jordan heraufsteigen!
JOS 4:17 Also gebot Josua den Priestern und sprach: Steiget herauf aus dem 
Jordan!
JOS 4:18 Und als die Priester, welche die Lade des Bundes des HERRN 
trugen, aus dem Jordan heraufstiegen und mit ihren Fusohlen auf das 
Trockene traten, kehrte das Wasser des Jordan wieder an seinen Ort zurck 
und trat wie zuvor ber alle seine Ufer.
JOS 4:19 Es war aber der zehnte Tag des ersten Monats, als das Volk aus 
dem Jordan heraufstieg; und sie lagerten sich in Gilgal, an der Ostgrenze 
der Stadt Jericho.
JOS 4:20 Und Josua richtete die zwlf Steine, die sie aus dem Jordan 
genommen hatten, zu Gilgal auf
JOS 4:21 und redete mit den Kindern Israel und sprach: Wenn in Zukunft 
eure Kinder ihre Vter fragen und sagen werden:
JOS 4:22 Was bedeuten diese Steine? so sollt ihr es ihnen erklren und 
sagen: Israel ging auf trockenem Boden durch diesen Jordan,
JOS 4:23 als der HERR, euer Gott, das Wasser des Jordan vor euch 
vertrocknen lie, bis ihr hinbergegangen waret, wie der HERR, euer Gott, 
getan hat am Schilfmeer, das er vor uns vertrocknen lie, bis wir 
hindurchgegangen waren;
JOS 4:24 auf da alle Vlker auf Erden erkennen, wie mchtig die Hand des 
HERRN ist, und da sie den HERRN, euren Gott, allezeit frchten.
JOS 5:1 Als nun alle Knige der Amoriter, die diesseits des Jordan gegen 
Westen wohnten, und alle Knige der Kanaaniter am Meere hrten, wie der 
HERR das Wasser des Jordan vor den Kindern Israel ausgetrocknet hatte, bis 
sie hinbergezogen waren, verzagte ihr Herz, und es blieb kein Mut mehr in 
ihnen vor den Kindern Israel.
JOS 5:2 Zu der Zeit sprach der HERR zu Josua: Mache dir scharfe Messer und 
beschneide die Kinder Israel wiederum, zum zweitenmal.
JOS 5:3 Da machte sich Josua scharfe Messer und beschnitt die Kinder 
Israel auf dem Hgel Aralot.
JOS 5:4 Und das ist die Ursache, warum Josua sie beschnitt: Alles Volk 
mnnlichen Geschlechts, alle Kriegsleute, waren in der Wste auf dem Wege 
gestorben, nachdem sie aus gypten gezogen waren.
JOS 5:5 Das ganze Volk, das auszog, war zwar beschnitten; aber alles Volk, 
das in der Wste auf dem Wege geboren war, nach dem Auszug aus gypten, 
war nicht beschnitten.
JOS 5:6 Denn die Kinder Israel wanderten vierzig Jahre lang in der Wste, 
bis das ganze Geschlecht, die Kriegsleute, die aus gypten gezogen, 
umgekommen waren, weil sie der Stimme des HERRN nicht gehorcht hatten; wie 
denn der HERR ihnen geschworen, da sie das Land nicht sehen sollten, 
welches uns zu geben der HERR ihren Vtern geschworen hatte, ein Land, das 
von Milch und Honig fliet.
JOS 5:7 Derselben Kinder nun, die der HERR an ihrer Statt erweckt hatte, 
beschnitt Josua; denn sie waren unbeschnitten, weil man sie auf dem Wege 
nicht beschnitten hatte.
JOS 5:8 Als nun das ganze Volk beschnitten war, blieben sie an ihrem Ort 
im Lager, bis sie heil wurden.
JOS 5:9 Und der HERR sprach zu Josua: Heute habe ich die Schande gyptens 
von euch abgewlzt. Darum wurde jener Ort Gilgal genannt bis auf diesen 
Tag.
JOS 5:10 Whrend nun die Kinder Israel sich in Gilgal lagerten, hielten 
sie das Passah am vierzehnten Tage des Monats am Abend auf der Ebene von 
Jericho.
JOS 5:11 Und sie aen von den Frchten des Landes am Tage nach dem Passah, 
nmlich ungesuertes Brot und gerstetes Korn, an eben diesem Tage.
JOS 5:12 Und das Manna hrte auf am folgenden Tage, da sie von der Frucht 
des Landes aen; und es gab fr die Kinder Israel kein Manna mehr, sondern 
in jenem Jahre aen sie von den Frchten des Landes Kanaan.
JOS 5:13 Es begab sich aber, als Josua bei Jericho war, da er seine Augen 
erhob und sich umsah; und siehe, ein Mann stand ihm gegenber, der hatte 
ein bloes Schwert in seiner Hand. Und Josua ging zu ihm und sprach zu 
ihm: Gehrst du uns an oder unsern Feinden?
JOS 5:14 Er sprach: Nein, sondern ich bin der Frst ber das Heer des 
HERRN; jetzt bin ich gekommen! Da fiel Josua auf sein Angesicht zur Erde 
und betete an und sprach zu ihm: Was sagt mein Herr seinem Knechte?
JOS 5:15 Und der Frst ber das Herr des HERRN sprach zu Josua: Ziehe 
deine Schuhe aus von deinen Fen; denn der Ort, darauf du stehst, ist 
heilig! Und Josua tat also.
JOS 6:1 Jericho aber war verschlossen und verriegelt vor den Kindern 
Israel; so da niemand heraus oder hineingehen konnte.
JOS 6:2 Und der HERR sprach zu Josua: Siehe da, ich habe Jericho samt 
seinem Knige und den streitbaren Mnnern in deine Hand gegeben.
JOS 6:3 Darum lasse alle eure Kriegsleute rings um die Stadt marschieren, 
so da sie die Stadt einmal umziehen, und tue sechs Tage also.
JOS 6:4 Und sieben Priester sollen sieben Jubeljahrsposaunen vor der Lade 
tragen; und am siebenten Tage sollt ihr siebenmal um die Stadt ziehen, und 
die Priester sollen die Posaunen blasen.
JOS 6:5 Und wenn man das Horn des Jubeljahres blst und ihr den Ton der 
Posaune hrt, so soll das ganze Volk ein groes Feldgeschrei erheben; so 
werden die Stadtmauern in sich zusammenstrzen, und das Volk soll sie 
ersteigen, ein jeder stracks vor sich hin!
JOS 6:6 Da rief Josua, der Sohn Nuns, den Priestern und sprach zu ihnen: 
Traget die Lade des Bundes und lasset sieben Priester die sieben 
Jubeljahrsposaunen vor der Lade des HERRN tragen!
JOS 6:7 Zum Volke aber sprach er: Machet euch auf und umzieht die Stadt, 
und die Gersteten sollen vor der Lade des HERRN hergehen!
JOS 6:8 Als Josua solches zum Volk gesagt hatte, zogen die sieben 
Priester, welche die sieben Jubeljahrsposaunen vor dem HERRN hertrugen, 
und bliesen die Posaunen, und die Lade des Bundes folgte ihnen nach.
JOS 6:9 Und die Gersteten schritten vor den Priestern her, welche die 
Posaunen bliesen, und die Nachhut folgte der Lade nach, und sie bliesen 
bestndig die Posaunen.
JOS 6:10 Josua aber gebot dem Volke und sprach: Ihr sollt kein 
Kriegsgeschrei erheben, noch eure Stimme hren lassen; auch soll kein Wort 
aus eurem Munde gehen bis zu dem Tag, da ich zu euch sagen werde: Erhebet 
ein Feldgeschrei!, alsdann erhebet ein Feldgeschrei!
JOS 6:11 Also ging die Lade des HERRN einmal rings um die Stadt, und sie 
kamen wieder in das Lager und blieben darin ber Nacht.
JOS 6:12 Da stand Josua am Morgen frh auf, und die Priester trugen die 
Lade des HERRN,
JOS 6:13 auch trugen die sieben Priester die sieben Jubeljahrsposaunen vor 
der Lade des HERRN her und bliesen im Gehen bestndig die Posaunen, und 
die Gersteten gingen vor ihnen her, aber die Nachhut folgte der Lade des 
HERRN, und sie bliesen bestndig die Posaunen.
JOS 6:14 Am zweiten Tage zogen sie auch einmal um die Stadt und kamen 
wieder ins Lager. Also taten sie sechs Tage lang.
JOS 6:15 Am siebenten Tage aber, als die Morgenrte anbrach, machten sie 
sich frh auf und zogen nach derselben Weise siebenmal um die Stadt; nur 
an diesem Tage gingen sie siebenmal um die Stadt.
JOS 6:16 Und beim siebenten Mal, als die Priester die Posaunen bliesen, 
sprach Josua zum Volk: Erhebet ein Feldgeschrei; denn der HERR hat euch 
die Stadt gegeben!
JOS 6:17 Aber diese Stadt und alles, was darin ist, soll dem Bann des 
HERRN verfallen sein; nur die Dirne Rahab soll lebendig bleiben, sie und 
alle, die bei ihr im Hause sind; denn sie hat die Boten verborgen, die wir 
aussandten.
JOS 6:18 Ihr aber htet euch vor dem Gebannten, damit ihr nicht, nachdem 
ihr es gebannt habt, doch von dem Gebannten etwas nehmet und ber das 
Lager Israels einen Bann bringet und es ins Unglck komme.
JOS 6:19 Aber alles Silber und Gold nebst den ehernen und eisernen Gerten 
soll dem HERRN geheiligt sein, da es zum Schatz des HERRN komme.
JOS 6:20 Da erhob das Volk ein Feldgeschrei, und die Priester bliesen die 
Posaunen. Als nun das Volk den Schall der Posaunen hrte und ein groes 
Feldgeschrei erhob, strzte die Mauer in sich zusammen, und das Volk 
erstieg die Stadt, ein jeder stracks vor sich hin. Also gewannen sie die 
Stadt.
JOS 6:21 Und sie vollstreckten den Bann an allem, was in der Stadt war, 
mit der Schrfe des Schwertes, an Mnnern und Weibern, Jungen und Alten, 
Ochsen, Schafen und Eseln.
JOS 6:22 Aber Josua sprach zu den beiden Mnnern, die das Land 
ausgekundschaftet hatten: Gehet in das Haus der Dirne und fhret das Weib 
von dannen heraus samt allem, was sie hat, wie ihr derselben geschworen 
habt!
JOS 6:23 Da gingen die Jnglinge, die Kundschafter, hinein und fhrten 
Rahab heraus; sie fhrten auch ihren Vater und ihre Mutter und ihre Brder 
und alles, was sie hatte, samt ihrem ganzen Geschlecht, hinaus und lieen 
sie drauen bleiben vor dem Lager Israels.
JOS 6:24 Aber die Stadt und alles, was darin war, verbrannten sie mit 
Feuer; nur das Silber und Gold und das eherne und eiserne Gerte taten sie 
zum Schatz in das Haus des HERRN.
JOS 6:25 Also lie Josua die Dirne Rahab leben samt dem Hause ihres Vaters 
und allen ihren Angehrigen; und sie wohnte in Israel bis auf diesen Tag, 
weil sie die Boten verborgen hatte, die Josua gesandt, um Jericho 
auszukundschaften.
JOS 6:26 Zu der Zeit schwur Josua und sprach: Verflucht sei der Mann vor 
dem HERRN, welcher sich aufmachen und diese Stadt Jericho bauen wird; wenn 
er ihren Grund legt, koste es ihn seinen erstgeborenen Sohn, und wenn er 
ihre Tore setzt, koste es ihn seinen jngsten Sohn!
JOS 6:27 Also war der HERR mit Josua, da man in allen Lndern von ihm 
sprach.
JOS 7:1 Aber die Kinder Israel vergriffen sich an dem Gebannten; denn 
Achan, der Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis, des Sohnes Serachs, vom Stamme 
Juda, nahm etwas von dem Gebannten. Da ergrimmte der Zorn des HERRN ber 
die Kinder Israel.
JOS 7:2 Als nun Josua Mnner aussandte von Jericho gen Ai, das bei Beth-
Aven, stlich von Bethel liegt, sprach er zu ihnen also: Gehet hinauf und 
kundschaftet das Land aus! Und sie gingen hinauf und kundschafteten Ai aus.
JOS 7:3 Und da sie wieder zu Josua kamen, sprachen sie zu ihm: Lasse nicht 
das ganze Volk hinaufziehen; etwa zwei oder dreitausend Mann mgen 
hinaufziehen und Ai schlagen, da nicht das ganze Volk sich dahin bemhe; 
denn ihrer sind wenige!
JOS 7:4 Also zogen vom Volke bei dreitausend Mann hinauf; sie flohen aber 
vor den Mnnern zu Ai.
JOS 7:5 Und die Mnner von Ai erschlugen ihrer bei sechsunddreiig Mann, 
und jagten ihnen nach vor dem Tor bis gen Sebarim und schlugen sie am 
Abhang. Da ward das Herz des Volkes verzagt und ward wie Wasser.
JOS 7:6 Josua aber zerri seine Kleider und fiel auf sein Angesicht zur 
Erde vor der Lade des HERRN, bis zum Abend, er und die ltesten Israels, 
und sie warfen Staub auf ihre Hupter.
JOS 7:7 Und Josua sprach: Ach, Herr, HERR, warum hast du doch dieses Volk 
ber den Jordan gefhrt, da du uns in die Hnde der Amoriter gebest, uns 
umzubringen? O da wir doch jenseits des Jordan geblieben wren!
JOS 7:8 Ach, Herr, was soll ich sagen, nachdem Israel seinen Feinden den 
Rcken gekehrt hat?
JOS 7:9 Wenn das die Kanaaniter und alle Einwohner des Landes hren, so 
werden sie uns umzingeln und unsern Namen von der Erde ausrotten! Was 
fgst du da deinem groen Namen zu?
JOS 7:10 Da sprach der HERR zu Josua: Steh auf, warum liegst du so auf 
deinem Angesicht?
JOS 7:11 Israel hat sich versndigt, sie haben auch meinen Bund 
bertreten, den ich ihnen geboten habe, indem sie von dem Gebannten 
genommen und davon gestohlen und es verheimlicht und unter ihre Gerte 
gelegt haben!
JOS 7:12 Darum knnen die Kinder Israel vor ihren Feinden nicht bestehen, 
sonder mssen ihren Feinden den Rcken kehren; denn sie sind unter dem 
Bann. Ich werde knftig nicht mit euch sein, wenn ihr nicht das Gebannte 
aus eurer Mitte vertilgt!
JOS 7:13 Steh auf, heilige das Volk und sprich: Heiliget euch auf morgen; 
denn also spricht der HERR, der Gott Israels: Es ist Gebanntes unter dir, 
Israel; du kannst vor deinen Feinden nicht bestehen, bis ihr das Gebannte 
von euch tut!
JOS 7:14 Und ihr sollt euch frh herzumachen, ein Stamm nach dem andern; 
und welchen Stamm der HERR treffen wird, der soll sich herzumachen, ein 
Haus nach dem andern. Und welches Haus der HERR treffen wird, das soll 
sich herzumachen, ein Mann nach dem andern.
JOS 7:15 Und wer im Besitze des Gebannten erfunden wird, den soll man mit 
Feuer verbrennen samt allem, was er hat, weil er den Bund des HERRN 
bertreten und eine Schandtat in Israel begangen hat!
JOS 7:16 Da machte sich Josua am Morgen frh auf und brachte Israel herzu, 
einen Stamm nach dem andern; und es ward getroffen der Stamm Juda.
JOS 7:17 Und als er die Geschlechter in Juda herzubrachte, ward getroffen 
das Geschlecht der Serachiter. Und als er das Geschlecht der Serachiter 
herzubrachte, einen Mann nach dem andern, ward getroffen Sabdi.
JOS 7:18 Und als er desselben Haus herzubrachte, einen Mann nach dem 
andern, ward getroffen Achan, der Sohn Karmis, des Sohnes Sabdis, des 
Sohnes Serachs, aus dem Stamme Juda.
JOS 7:19 Und Josua sprach zu Achan: Mein Sohn, gib doch dem HERRN, dem 
Gott Israels, die Ehre, und bekenne es vor ihm und sage mir: Was hast du 
getan? Verbirg es nicht vor mir!
JOS 7:20 Da antwortete Achan dem Josua und sprach: Wahrlich, ich habe mich 
an dem HERRN, dem Gott Israels, versndigt; so und so habe ich getan:
JOS 7:21 Ich sah unter dem Raub einen kstlichen babylonischen Mantel und 
zweihundert Schekel Silber und eine goldene Zunge, fnfzig Schekel schwer; 
dessen gelstete mich, und ich nahm es; und siehe, es ist mitten in meiner 
Htte in die Erde vergraben, und das Silber darunter.
JOS 7:22 Da sandte Josua Boten hin; die liefen zur Htte, und siehe, es 
war in seiner Htte verborgen, und das Silber darunter.
JOS 7:23 Und sie nahmen es aus der Htte und brachten es zu Josua und zu 
allen Kindern Israel und schtteten es aus vor dem HERRN.
JOS 7:24 Da nahm Josua Achan, den Sohn Serachs, samt dem Silber, dem 
Mantel und der goldenen Zunge, seine Shne und seine Tchter, auch seine 
Ochsen, seine Esel und Schafe, samt seiner Htte und allem, was er hatte; 
und ganz Israel war mit ihm, und sie fhrten sie in das Tal Achor hinauf.
JOS 7:25 Und Josua sprach: Wie du uns ins Unglck gebracht hast, so bringe 
dich der HERR ins Unglck an diesem Tag! Und ganz Israel steinigte ihn und 
verbrannte ihn mit Feuer, samt allem, was er hatte, und warf Steine auf 
ihn.
JOS 7:26 Und sie errichteten ber ihm einen groen Steinhaufen, [der] bis 
auf diesen Tag [dort geblieben ist]. Und der HERR lie ab von dem Grimm 
seines Zorns. Daher heit jener Ort Tal Achor bis auf diesen Tag.
JOS 8:1 Und der HERR sprach zu Josua: Frchte dich nicht und sei 
unverzagt. Nimm alles Kriegsvolk mit dir und mache dich auf und ziehe 
hinauf gen Ai! Siehe, ich habe den Knig zu Ai samt seinem Volk und seiner 
Stadt und seinem Land in deine Hand gegeben.
JOS 8:2 Und du sollst mit Ai und ihrem Knig tun, wie du mit Jericho getan 
hast, auer da ihr die Beute und ihr Vieh unter euch teilen sollt; aber 
lege dir einen Hinterhalt hinter der Stadt.
JOS 8:3 Da machte sich Josua auf und alles Kriegsvolk, um nach Ai 
hinaufzuziehen; und Josua erwhlte dreiigtausend streitbare Mnner; und 
er sandte sie aus bei Nacht
JOS 8:4 und gebot ihnen und sprach: Sehet zu, ihr sollt den Hinterhalt 
bilden hinter der Stadt; entfernt euch aber nicht gar zu weit von der 
Stadt, und seid alle bereit.
JOS 8:5 Ich aber und alles Volk, das mit mir ist, wollen uns zu der Stadt 
begeben. Und wenn sie, wie zuvor, herausziehen uns entgegen, so wollen wir 
vor ihnen fliehen,
JOS 8:6 da sie herauskommen hinter uns her, bis wir sie von der Stadt 
abgeschnitten haben. Dann werden sie sagen: Sie fliehen vor uns wie 
zuvor!
JOS 8:7 Und wenn wir vor ihnen fliehen, so sollt ihr euch aus dem 
Hinterhalt aufmachen und die Stadt einnehmen; denn der HERR, euer Gott, 
wird sie in eure Hand geben.
JOS 8:8 Wenn ihr aber die Stadt eingenommen habt, so steckt sie in Brand; 
tut nach dem Worte des HERRN! Sehet, ich habe es euch geboten.
JOS 8:9 Also sandte Josua hin, und sie gingen hin in den Hinterhalt und 
hielten zwischen Bethel und Ai, westlich der Stadt Ai. Josua aber blieb 
dieselbe Nacht unter dem Volke.
JOS 8:10 Und er machte sich am Morgen frh auf und musterte das Volk und 
zog mit den ltesten Israels vor dem Volke her hinauf gen Ai.
JOS 8:11 Auch alles Kriegsvolk, das bei ihm war, zog hinauf, und sie 
machten sich herzu und stellten sich auf gegen die Stadt und lagerten sich 
nrdlich von Ai, so da nur ein Tal zwischen ihnen und Ai war.
JOS 8:12 Er hatte aber bei fnftausend Mann genommen und in den Hinterhalt 
gestellt, zwischen Bethel und Ai, gegen den Westen der Stadt.
JOS 8:13 Und sie stellten das Volk des ganzen Lagers so auf, da es 
nrdlich von der Stadt war, der Hinterhalt aber westlich von der Stadt; 
und Josua ging in jener Nacht mitten in das Tal.
JOS 8:14 Als aber der Knig zu Ai solches sah, eilten die Mnner der Stadt 
und machten sich frh auf und zogen heraus, wider Israel zu streiten, der 
Knig und sein ganzes Volk, an den bestimmten Ort vor der Ebene; denn er 
wute nicht, da ein Hinterhalt gelegt war hinter der Stadt.
JOS 8:15 Josua aber und ganz Israel lieen sich vor ihnen schlagen und 
flohen auf dem Wege zur Wste.
JOS 8:16 Da wurde das ganze Volk, das in der Stadt war, zusammengerufen, 
da es ihnen nachjage, und sie jagten Josua nach und wurden von der Stadt 
abgeschnitten.
JOS 8:17 Und es blieb nicht ein einziger Mann brig in Ai und Bethel, der 
nicht ausgezogen wre, Israel nachzujagen; und sie lieen die Stadt offen 
stehen und jagten Israel nach.
JOS 8:18 Da sprach der HERR zu Josua: Strecke die Lanze, die du in der 
Hand hast, aus gegen Ai; denn ich will sie in deine Hand geben! Und Josua 
streckte die Lanze, die in seiner Hand war, aus gegen die Stadt.
JOS 8:19 Und der Hinterhalt brach eilends auf von seinem Ort, und sie 
liefen, als er seine Hand ausstreckte, und kamen in die Stadt und nahmen 
sie ein und steckten sie eilends in Brand.
JOS 8:20 Als sich nun die Mnner von Ai umwandten und zurckschauten, 
siehe, da ging der Rauch der Stadt gen Himmel auf; sie aber hatten nicht 
Raum zu fliehen, weder dahin noch dorthin. Und das Volk, das zur Wste 
floh, kehrte sich um gegen seine Verfolger.
JOS 8:21 Denn als Josua und ganz Israel sah, da der Hinterhalt die Stadt 
eingenommen hatte und da der Rauch der Stadt aufstieg, kehrten sie wieder 
um und schlugen die Mnner von Ai.
JOS 8:22 Und jene zogen heraus aus der Stadt, ihnen entgegen, also da sie 
zwischen die Israeliten kamen, [die sie] von beiden Seiten [angriffen]; 
und so wurden sie geschlagen, bis niemand unter ihnen brigblieb noch 
entrann.
JOS 8:23 Und man fing den Knig zu Ai lebendig und brachte ihn zu Josua.
JOS 8:24 Und als Israel alle Einwohner zu Ai, auf dem Felde und in der 
Wste, dahin sie ihnen nachgejagt, niedergemacht hatte und alle durch die 
Schrfe des Schwertes gefallen waren, bis sie aufgerieben worden, kehrte 
sich ganz Israel gegen Ai und schlug sie mit der Schrfe des Schwertes.
JOS 8:25 Und die Zahl all derer, die an jenem Tage fielen, Mnner und 
Weiber, betrug zwlftausend, alle Einwohner von Ai.
JOS 8:26 Josua aber zog seine Hand, womit er die Lanze ausstreckte, nicht 
zurck, bis alle Einwohner von Ai ausgerottet waren.
JOS 8:27 Doch das Vieh und die Beute dieser Stadt teilte Israel unter 
sich, nach dem Worte des HERRN, das er Josua geboten hatte.
JOS 8:28 Und Josua scherte Ai ein und machte einen ewigen Schutthgel 
daraus, eine Ruine, die noch heute dort ist.
JOS 8:29 Und er lie den Knig zu Ai an einen Baum hngen bis an den 
Abend. Als aber die Sonne untergegangen war, gebot Josua, da man seinen 
Leichnam vom Baume herabnehme; da warfen sie ihn unter das Tor der Stadt 
und errichteten ber ihm einen groen Steinhaufen, der noch daselbst ist 
bis auf diesen Tag.
JOS 8:30 Da baute Josua dem HERRN, dem Gott Israels, einen Altar auf dem 
Berg Ebal,
JOS 8:31 wie Mose, der Knecht des HERRN, den Kindern Israel geboten hatte, 
wie geschrieben steht im Gesetzbuche Moses, einen Altar von unbehauenen 
Steinen, darber man mit keinem Eisen gefahren war; und sie brachten dem 
HERRN darauf Brandopfer dar und opferten Dankopfer.
JOS 8:32 Und er schrieb daselbst auf die Steine eine Abschrift des 
Gesetzes Moses, welches er den Kindern Israel vorgeschrieben hatte.
JOS 8:33 Und ganz Israel samt seinen ltesten und Amtleuten und Richtern 
stand zu beiden Seiten der Lade, den Priestern und den Leviten gegenber, 
welche die Lade des Bundes des HERRN trugen, die Fremdlinge sowohl als die 
Einheimischen; die eine Hlfte neben dem Berge Garizim und die andere 
Hlfte neben dem Berge Ebal, wie Mose, der Knecht des HERRN, zuvor geboten 
hatte, das Volk Israel zu segnen.
JOS 8:34 Darnach las er alle Worte des Gesetzes, den Segen und den Fluch, 
alles, wie es im Gesetzbuch geschrieben steht.
JOS 8:35 Es war kein Wort, das Mose geboten hatte, welches Josua nicht 
gelesen htte vor der ganzen Gemeinde Israel, auch vor den Weibern und 
Kindern und den Fremdlingen, die unter ihnen wandelten.
JOS 9:1 Als nun solches alle Knige hrten, die diesseits des Jordan, auf 
den Gebirgen und in den Tlern und an allen Gestaden des groen Meeres 
wohnten, dem Libanon gegenber, die Hetiter, Amoriter, Kanaaniter, 
Pheresiter, Heviter und Jebusiter,
JOS 9:2 versammelten sie sich einmtig, um wider Josua und wider Israel zu 
streiten.
JOS 9:3 Als aber die Einwohner zu Gibeon hrten, was Josua mit Jericho und 
Ai getan hatte, brauchten sie eine List,
JOS 9:4 gingen hin und versahen sich mit Wegzehrung und nahmen alte Scke 
auf ihre Esel und alte, zerrissene und geflickte Weinschluche,
JOS 9:5 auch alte und geflickte Schuhe an ihre Fe und zogen alte Kleider 
an, und alles Brot ihres Speisevorrats war hart und schimmlig.
JOS 9:6 Und sie gingen zu Josua ins Lager gen Gilgal und sprachen zu ihm 
und zu den Mnnern Israels: Wir sind aus fernem Lande gekommen; so macht 
nun einen Bund mit uns!
JOS 9:7 Da sprachen die Mnner Israels zu den Hevitern: Vielleicht wohnst 
du in meiner Nhe; wie knnte ich da einen Bund mit dir machen?
JOS 9:8 Sie aber sprachen zu Josua: Wir sind deine Knechte! Josua sprach 
zu ihnen: Wer seid ihr, und woher kommt ihr?
JOS 9:9 Sie sprachen zu ihm: Deine Knechte sind aus sehr fernem Lande 
gekommen um des Namens des HERRN, deines Gottes, willen; denn wir haben 
seine Kunde vernommen und alles, was er in gypten getan,
JOS 9:10 auch alles, was er den beiden Knigen der Amoriter jenseits des 
Jordan getan, Sihon, dem Knig zu Hesbon, und Og, dem Knige zu Basan, der 
zu Astarot wohnte.
JOS 9:11 Darum sprachen unsere ltesten und alle Einwohner unseres Landes 
zu uns also: Nehmet Speise mit euch auf die Reise und gehet hin, ihnen 
entgegen, und sprechet zu ihnen: Wir sind eure Knechte, so macht nun einen 
Bund mit uns!
JOS 9:12 Dieses unser Brot, das wir zu unserm Speisevorrat aus unsern 
Husern nahmen, war noch warm, als wir auszogen, um zu euch zu gehen; nun 
aber, siehe, ist es hart und schimmlig.
JOS 9:13 Und diese Weinschluche waren neu, als wir sie fllten, und 
siehe, sie sind zerrissen. Und diese unsre Kleider und unsre Schuhe sind 
alt geworden von der sehr langen Reise.
JOS 9:14 Da nahmen die Mnner [Israels] von ihrer Speise, fragten aber den 
Mund des HERRN nicht.
JOS 9:15 Und Josua machte Frieden mit ihnen und richtete einen Bund mit 
ihnen auf, da sie am Leben bleiben sollten; und die Obersten der Gemeinde 
schwuren ihnen.
JOS 9:16 Aber nach drei Tagen, nachdem sie mit ihnen einen Bund gemacht 
hatten, hrten sie, da jene aus ihrer Nhe wren und unter ihnen wohnten.
JOS 9:17 Denn als die Kinder Israels fortzogen, kamen sie am dritten Tag 
zu ihren Stdten; die hieen Gibeon, Kaphira, Beerot und Kirjat-Jearim.
JOS 9:18 Und die Kinder Israel schlugen sie nicht, weil die Obersten der 
Gemeinde ihnen geschworen hatten bei dem HERRN, dem Gott Israels. Und die 
ganze Gemeinde murrte wider die Obersten.
JOS 9:19 Da sprachen alle Obersten zu der ganzen Gemeinde: Wir haben ihnen 
geschworen bei dem HERRN, dem Gott Israels, darum knnen wir sie nicht 
angreifen.
JOS 9:20 Aber das wollen wir ihnen tun: wir wollen sie leben lassen, damit 
nicht ein Zorn ber uns komme um des Eides willen, den wir ihnen 
geschworen haben.
JOS 9:21 Und die Obersten sprachen zu ihnen: Lasset sie leben, damit sie 
Holzhauer und Wasserschpfer der ganzen Gemeinde werden, wie ihnen die 
Obersten gesagt hatten!
JOS 9:22 Da rief ihnen Josua und redete mit ihnen und sprach: Warum habt 
ihr uns betrogen und gesagt: Wir sind sehr weit von euch weg, whrend 
ihr doch unter uns wohnt?
JOS 9:23 Darum sollt ihr verflucht sein und nicht aufhren, Knechte und 
Holzhauer und Wasserschpfer zu sein fr das Haus meines Gottes!
JOS 9:24 Sie antworteten Josua und sprachen: Es ist deinen Knechten als 
gewi angezeigt worden, da der HERR, dein Gott, Mose, seinem Knechte, 
geboten hat, euch das ganze Land zu geben und alle Einwohner des Landes 
vor euch her zu vertilgen; da frchteten wir uns unseres Lebens halber 
sehr vor euch und haben darum solches getan.
JOS 9:25 Nun aber siehe, wir sind in deiner Hand; was dich gut und recht 
dnkt, uns zu tun, das tue!
JOS 9:26 Und er tat ihnen also und errettete sie von der Hand der Kinder 
Israel, da sie dieselben nicht tteten.
JOS 9:27 Also machte sie Josua an jenem Tage zu Holzhauern und 
Wasserschpfern der Gemeinde und fr den Altar des HERRN, an dem Ort, den 
er erwhlen wrde; bis auf diesen Tag.
JOS 10:1 Als aber Adoni-Zedek, der Knig zu Jerusalem, hrte, da Josua Ai 
erobert und an ihm den Bann vollstreckt hatte, und Ai samt seinem Knig 
also getan, wie er Jericho und seinem Knig getan hatte, und da die 
Einwohner von Gibeon mit Israel Frieden gemacht hatten und sich unter 
ihnen aufhielten, frchteten sie sich sehr,
JOS 10:2 weil Gibeon eine groe Stadt war, wie eine der kniglichen 
Stdte, und weil sie grer war als Ai, und alle ihre Brger streitbar.
JOS 10:3 Darum sandte Adoni-Zedek, der Knig zu Jerusalem, [Boten] zu 
Hoham, dem Knig zu Hebron, und zu Piream, dem Knig von Jarmut, und zu 
Japhia, dem Knig von Lachis, und zu Debir, dem Knig zu Eglon, und lie 
ihnen sagen:
JOS 10:4 Kommet herauf zu mir und helfet mir, da wir Gibeon schlagen; 
denn es hat mit Josua und den Kindern Israel Frieden gemacht!
JOS 10:5 Da kamen zusammen und zogen hinauf die fnf Knige der Amoriter, 
der Knig zu Jerusalem, der Knig zu Hebron, der Knig zu Jarmut, der 
Knig zu Lachis und der Knig zu Eglon mit ihrem ganzen Heerlager, und sie 
belagerten Gibeon und stritten wider es.
JOS 10:6 Aber die Mnner zu Gibeon sandten [Boten] zu Josua ins Lager gen 
Gilgal und lieen ihm sagen: Ziehe deine Hand nicht ab von deinen 
Knechten; komm eilends zu uns herauf und errette uns und hilf uns; denn 
alle Knige der Amoriter, die auf dem Gebirge wohnen, haben sich wider uns 
versammelt!
JOS 10:7 Und Josua zog hinauf von Gilgal, er und alles Kriegsvolk mit ihm 
und alle streitbaren Mnner.
JOS 10:8 Und der HERR sprach zu Josua: Frchte dich nicht vor ihnen, denn 
ich habe sie in deine Hand gegeben! Niemand unter ihnen wird vor dir 
bestehen knnen.
JOS 10:9 Also kam Josua pltzlich ber sie; denn er zog die ganze Nacht 
hindurch von Gilgal herauf.
JOS 10:10 Und der HERR erschreckte sie vor Israel und schlug sie in einer 
groen Schlacht bei Gibeon: und sie jagten ihnen nach auf dem Wege nach 
den Anhhen von Beth-Horon und sie schlugen sie bis gen Aseka und bis gen 
Makeda.
JOS 10:11 Und als sie vor Israel flohen und am Abhange von Beth-Horon 
waren, lie der HERR groe Steine vom Himmel auf sie fallen bis gen Aseka, 
da sie starben; und von den Hagelsteinen starben ihrer viel mehr als 
derer, welche die Kinder Israel mit dem Schwert umbrachten.
JOS 10:12 Da redete Josua mit dem HERRN an dem Tage, als der HERR die 
Amoriter vor den Kindern Israel dahingab, und sprach in Gegenwart Israels: 
Sonne, stehe still zu Gibeon, und du, Mond, im Tale Ajalon!
JOS 10:13 Da stand die Sonne still, und der Mond stand still, bis sich das 
Volk an seinen Feinden gercht hatte. Ist dies nicht geschrieben im Buche 
der Frommen? Also stand die Sonne still mitten am Himmel und eilte nicht 
unterzugehen, beinahe einen ganzen Tag.
JOS 10:14 Und kein Tag war diesem gleich, weder zuvor noch hernach, da der 
HERR der Stimme eines Mannes gehorchte; denn der HERR stritt fr Israel.
JOS 10:15 Und Josua zog wieder ins Lager gen Gilgal, und ganz Israel mit 
ihm.
JOS 10:16 Aber jene fnf Knige waren geflohen und hatten sich versteckt 
in der Hhle zu Makeda.
JOS 10:17 Da ward dem Josua gesagt: Die fnf Knige sind gefunden worden, 
verborgen in der Hhle Makeda!
JOS 10:18 Josua sprach: So wlzet groe Steine vor den Eingang der Hhle 
und stellet Mnner davor, sie zu bewachen.
JOS 10:19 Ihr aber stehet nicht stille, sondern jaget euren Feinden nach 
und schlaget ihre Nachhut und lasset sie nicht in ihre Stdte kommen; denn 
der HERR, euer Gott, hat sie in eure Hand gegeben!
JOS 10:20 Als nun Josua und die Kinder Israel sie gnzlich geschlagen 
hatten in einer sehr groen Schlacht, bis sie aufgerieben waren, und das, 
was von ihnen brig blieb, in die festen Stdte entkommen war:
JOS 10:21 da zog alles Volk mit Frieden wieder in das Lager zu Josua gen 
Makeda; niemand streckte mehr seine Zunge aus gegen jemand von den Kindern 
Israel.
JOS 10:22 Josua aber sprach: ffnet den Eingang der Hhle und fhret diese 
fnf Knige aus der Hhle heraus zu mir!
JOS 10:23 Sie taten also und brachten diese fnf Knige aus der Hhle 
heraus zu ihm: den Knig von Jerusalem, den Knig von Hebron, den Knig 
von Jarmut, den Knig von Lachis und den Knig von Eglon.
JOS 10:24 Als sie aber diese Knige zu Josua herausgefhrt hatten, rief 
Josua allen Mnnern Israels und sprach zu den Obersten des Kriegsvolkes, 
die mit ihm gezogen waren: Kommt herzu und setzet euren Fu auf den Nacken 
dieser Knige! Und sie kamen herzu und setzten ihnen den Fu auf den 
Nacken.
JOS 10:25 Da sprach Josua zu ihnen: Frchtet euch nicht und lasset euch 
nicht grauen; seid stark; denn also wird der HERR allen euren Feinden tun, 
wider die ihr streitet!
JOS 10:26 Darnach schlug sie Josua und ttete sie und hngte sie an fnf 
Bume. Und sie hingen an den Bumen bis zum Abend.
JOS 10:27 Als aber die Sonne unterging, gebot Josua, da man sie von den 
Bumen nehme und sie in die Hhle werfe, darin sie sich verkrochen hatten; 
und sie legten groe Steine vor den Eingang der Hhle; die sind noch 
daselbst bis auf den heutigen Tag.
JOS 10:28 An demselben Tage gewann Josua auch Makeda und schlug es mit der 
Schrfe des Schwertes samt seinem Knig und vollstreckte an ihnen und an 
allen Seelen, die darin waren, den Bann, und lie niemand brigbleiben und 
tat dem Knig zu Makeda, wie er dem Knig zu Jericho getan hatte.
JOS 10:29 Da zog Josua und ganz Israel mit ihm von Makeda gen Libna und 
stritt wider Libna.
JOS 10:30 Und der HERR gab es samt seinem Knig auch in die Hand Israels; 
und er schlug es mit der Schrfe des Schwertes, und alle Seelen, die darin 
waren, und lie niemand darin brigbleiben und tat seinem Knig, wie er 
dem Knig zu Jericho getan hatte.
JOS 10:31 Darnach zog Josua und ganz Israel mit ihm von Libna gen Lachis 
und belagerte und bekmpfte es.
JOS 10:32 Und der HERR gab auch Lachis in die Hand Israels, so da sie es 
am zweiten Tage einnahmen und mit der Schrfe des Schwertes schlugen, samt 
allen Leuten, die darin waren; ganz wie er Libna getan hatte.
JOS 10:33 Zu derselben Zeit zog Horam, der Knig zu Geser, hinauf, um 
Lachis zu helfen. Aber Josua schlug ihn samt all seinem Volk, bis ihm 
nicht einer brigblieb.
JOS 10:34 Und Josua zog mit ganz Israel von Lachis gen Eglon und belagerte 
es und bekmpfte
JOS 10:35 und eroberte es an demselben Tag, und schlug es mit der Schrfe 
des Schwertes und vollstreckte den Bann an allen Seelen, die darin waren, 
an demselben Tag; ganz wie er Lachis getan hatte.
JOS 10:36 Darnach zog Josua mit ganz Israel von Eglon gen Hebron hinauf 
und bekmpfte es
JOS 10:37 und nahm es ein und schlug es mit der Schrfe des Schwertes, 
samt seinem Knig und allen seinen Stdten und allen Seelen, die darin 
waren, und lie nicht einen brigbleiben (genau so, wie er Eglon getan 
hatte) und er vollstreckte an ihnen und an allen Seelen, die darin waren, 
den Bann.
JOS 10:38 Da kehrte Josua wieder um, mit ganz Israel, gen Debir und 
bekmpfte es;
JOS 10:39 und er gewann es samt seinem Knig und allen seinen Stdten und 
schlug es mit der Schrfe des Schwertes und vollstreckte den Bann an allen 
Seelen, die darin waren; wie er Hebron und Libna samt ihrem Knig getan 
hatte, also tat er Debir und seinem Knig.
JOS 10:40 Also schlug Josua das ganze Land auf dem Gebirge und gegen den 
Sden und in den Tlern und an den Abhngen, samt allen ihren Knigen, und 
lie nicht einen brigbleiben und vollstreckte den Bann an allem, was Odem 
hatte, wie der HERR, der Gott Israels, geboten hatte.
JOS 10:41 Und Josua schlug sie von Kadesch-Barnea an bis Gaza, und das 
ganze Land Gosen bis Gibeon.
JOS 10:42 Und Josua nahm alle diese Knige samt ihrem Lande auf einmal; 
denn der HERR, der Gott Israels, stritt fr Israel.
JOS 10:43 Und Josua kehrte mit ganz Israel wieder in das Lager zurck gen 
Gilgal.
JOS 11:1 Als aber Jabin, der Knig zu Hazor, solches hrte, sandte er 
Botschaft zu Jobab, dem Knig zu Madon, und zum Knig von Simron und zum 
Knig zu Achsaph
JOS 11:2 und zu den Knigen, die gegen Mitternacht, auf dem Gebirge und in 
der Ebene sdlich von Genezaret und in den Tlern und in den Gegenden zu 
Dor am Meere wohnten,
JOS 11:3 und zu den Kanaanitern gegen Morgen und Abend, zu dem Amoriter, 
Hetiter, Pheresiter und Jebusiter auf dem Gebirge und zu dem Heviter unten 
am Berge Hermon im Lande Mizpa.
JOS 11:4 Und diese zogen aus mit ihrem ganzen Heer, ein groes Volk, so 
zahlreich wie der Sand des Meeres, mit sehr viel Rossen und Wagen.
JOS 11:5 Alle diese Knige versammelten sich und kamen und lagerten sich 
miteinander am Wasser Merom, um mit Israel zu streiten.
JOS 11:6 Und der HERR sprach zu Josua: Frchte dich nicht vor ihnen, denn 
morgen um diese Zeit gebe ich sie alle erschlagen vor den Kindern Israel 
hin; ihre Rosse sollst du lhmen und ihre Wagen mit Feuer verbrennen.
JOS 11:7 Und Josua und alles Kriegsvolk mit ihm kam pltzlich ber sie am 
Wasser Merom und fiel ber sie her;
JOS 11:8 und der HERR gab sie in die Hand Israels; und sie schlugen sie 
und jagten sie bis zu der groen [Stadt] Zidon und bis zu den warmen 
Quellen und bis zum Tal Mizpa, gegen Morgen; und sie schlugen sie, bis 
ihnen nicht einer brigblieb.
JOS 11:9 Da tat ihnen Josua, wie der HERR ihm gesagt hatte: ihre Rosse 
lhmte er, und ihre Wagen verbrannte er mit Feuer.
JOS 11:10 Und Josua kehrte um zu derselben Zeit und eroberte Hazor und 
schlug seinen Knig mit dem Schwert; denn Hazor war zuvor die Hauptstadt 
aller dieser Knigreiche;
JOS 11:11 und er schlug alle Leute, die darin waren, mit der Schrfe des 
Schwertes und vollstreckte den Bann an ihnen und lie nichts brigbleiben, 
was Odem hatte, und verbrannte Hazor mit Feuer.
JOS 11:12 Dazu gewann Josua alle Stdte dieser Knige samt allen ihren 
Knigen und schlug sie mit der Schrfe des Schwertes und vollstreckte den 
Bann an ihnen; wie Mose, der Knecht des HERRN, geboten hatte.
JOS 11:13 Aber keine der Stdte, die auf ihrem Hgel standen, verbrannte 
Israel; ausgenommen Hazor, das allein verbrannte Josua.
JOS 11:14 Und die Kinder Israel teilten unter sich alle Beute dieser 
Stdte und das Vieh; aber alle Menschen schlugen sie mit der Schrfe des 
Schwertes, bis sie dieselben vertilgt hatten, und lieen nichts 
brigbleiben, was Odem hatte.
JOS 11:15 Wie der HERR seinem Knecht Mose und wie Mose Josua geboten, also 
tat Josua, so da nichts fehlte an allem, was der HERR dem Mose geboten 
hatte.
JOS 11:16 Also nahm Josua dieses ganze Land ein: das Gebirge und alles, 
was gegen Mittag liegt, und das ganze Land Gosen und die Tler und die 
Ebene und das Gebirge Israel mit seinen Tlern;
JOS 11:17 von dem kahlen Gebirge an, welches gegen Seir aufsteigt, bis gen 
Baal-Gad im Tal des Libanon, unten am Berge Hermon. Und alle ihre Knige 
ergriff er und schlug sie und ttete sie.
JOS 11:18 Lange Zeit fhrte Josua Krieg mit allen diesen Knigen.
JOS 11:19 Und es war keine Stadt, die sich den Kindern Israel friedlich 
ergab, ausgenommen die Heviter, welche zu Gibeon wohnten; sie gewannen 
dieselben alle im Kampf.
JOS 11:20 Denn es geschah von dem HERRN, da ihr Herz verstockt wurde, mit 
den Kindern Israel zu streiten, auf da an ihnen der Bann vollstreckt 
wrde und ihnen keine Gnade widerfhre, sondern da sie vertilgt wrden; 
wie der HERR dem Mose geboten hatte.
JOS 11:21 Und Josua kam zu jener Zeit und rottete die Enakiter aus von dem 
Gebirge, von Hebron, von Debir, von Anab, von dem ganzen Gebirge Juda und 
dem ganzen Gebirge Israel, und er vollstreckte an ihnen samt ihren Stdten 
den Bann.
JOS 11:22 Und er lie keinen dieser Enakiter brigbleiben im Lande der 
Kinder Israel, auer zu Gaza, zu Gat und zu Asdod; daselbst blieb ein Rest 
brig.
JOS 11:23 Also nahm Josua das ganze Land ein, genau so, wie der HERR zu 
Mose geredet hatte, und gab es Israel zum Erbe, einem jeden Stamm seinen 
Teil; und das Land ruhte aus vom Kriege.
JOS 12:1 Dies sind die Knige des Landes, welche die Kinder Israel 
schlugen und deren Land sie einnahmen jenseits des Jordan, gegen Aufgang 
der Sonne, von dem Bache Arnon an bis zum Berg Hermon, und die ganze Ebene 
gegen Morgen:
JOS 12:2 Sihon, der Knig der Amoriter, der zu Hesbon wohnte und herrschte 
von Aroer an, das am Ufer des Baches Arnon liegt, und ber die Mitte des 
Tales und ber das halbe Gilead und bis an den Bach Jabbok, der die Grenze 
der Kinder Ammon ist,
JOS 12:3 und ber die Ebene bis an den See Genezaret gegen Morgen und bis 
an das Meer der Ebene, nmlich das Salzmeer gegen Morgen am Wege gen Beth-
Jesimot; und von Teman an unterhalb der Abhnge des Pisga.
JOS 12:4 Dann das Gebiet des Knigs Og zu Basan, der noch von den 
Rephaitern brig war und zu Astarot und Edrei wohnte,
JOS 12:5 welcher herrschte ber den Berg Hermon und ber Salcha und ber 
ganz Basan, bis an die Grenze der Gessuriter und Maachiter, und ber das 
halbe Gilead, bis zum Gebiet Sihons, des Knigs zu Hesbon.
JOS 12:6 Mose, der Knecht des HERRN, und die Kinder Israel schlugen sie. 
Und Mose, der Knecht des HERRN, gab sie den Rubenitern, Gaditern und dem 
halben Stamme Manasse zum Besitz.
JOS 12:7 Folgendes aber sind die Knige des Landes, die Josua und die 
Kinder Israel schlugen diesseits des Jordan, gegen Westen, von Baal-Gad an 
im Tale des Libanon bis an das kahle Gebirge, welches gegen Seir 
aufsteigt. Und Josua gab es den Stmmen Israels zum Besitz, einem jeden 
seinen Teil,
JOS 12:8 auf den Gebirgen, in den Tlern, in der Ebene, an den Abhngen, 
in den Wsten und gegen Mittag, die Hetiter, Amoriter, Kanaaniter, 
Pheresiter, Heviter und Jebusiter:
JOS 12:9 Der Knig von Jericho, der Knig von Ai, das zur Seite von Bethel 
liegt,
JOS 12:10 der Knig von Jerusalem, der Knig von Hebron,
JOS 12:11 der Knig von Jarmut, der Knig von Lachis,
JOS 12:12 der Knig von Eglon, der Knig von Geser,
JOS 12:13 der Knig von Debir, der Knig von Geder,
JOS 12:14 der Knig von Horma, der Knig von Arad,
JOS 12:15 der Knig von Libna,
JOS 12:16 der Knig von Adullam, der Knig von Makkeda,
JOS 12:17 der Knig von Bethel, der Knig von Tappuach, der Knig von 
Hepher,
JOS 12:18 der Knig von Aphek, der Knig von Lascharon,
JOS 12:19 der Knig von Madon,
JOS 12:20 der Knig von Hazor, der Knig von Simron-Meron, der Knig von 
Achsaph,
JOS 12:21 der Knig von Taanach, der Knig von Megiddo,
JOS 12:22 der Knig von Kedesch, der Knig von Jokneam am Karmel,
JOS 12:23 der Knig von Dor, auf der Hhe von Dor, der Knig der Heiden zu 
Gilgal, der Knig von Tirza.
JOS 12:24 Zusammen einunddreiig Knige.
JOS 13:1 Als nun Josua alt und wohlbetagt war, sprach der HERR zu ihm: Du 
bist alt und wohlbetagt geworden, aber es bleibt noch sehr viel Land 
einzunehmen.
JOS 13:2 Dies aber ist das Land, das noch einzunehmen bleibt: nmlich das 
ganze Gebiet der Philister und das ganze Gessuri:
JOS 13:3 vom Sihor an, der stlich von gypten fliet, bis an das Gebiet 
von Ekron, nach Norden zu, was zu den Kanaanitern gerechnet wird, die fnf 
Frsten der Philister, nmlich der Gaziter, der Asdoditer, der 
Askaloniter, der Gatiter, der Ekroniter; auch die Avviter gegen Mittag.
JOS 13:4 Das ganze Land der Kanaaniter, und Maara der Zidonier, bis gen 
Aphek, bis an die Grenze der Amoriter;
JOS 13:5 dazu das Land der Gibliter und der ganze Libanon, gegen Aufgang 
der Sonne, von Baal-Gad an, unten am Berge Hermon, bis man gen Hamat kommt:
JOS 13:6 alle, die auf dem Gebirge wohnen, vom Libanon an bis an die 
warmen Quellen, und alle Zidonier. Ich will sie vor den Kindern Israel 
vertreiben; verlose sie nur zum Erbteil unter Israel, wie ich dir geboten 
habe.
JOS 13:7 So teile nun dieses Land zum Erbe aus unter die neun Stmme und 
den halben Stamm Manasse!
JOS 13:8 Denn die Rubeniter und Gaditer und der andere halbe Stamm Manasse 
haben ihr Erbteil empfangen, welches ihnen Mose jenseits des Jordan gegen 
Aufgang gab; wie ihnen Mose, der Knecht des HERRN, gegeben:
JOS 13:9 von Aroer an, das am Ufer des Baches Arnon liegt, und der Stadt, 
die in der Mitte des Tales ist, und die ganze Ebene Medeba
JOS 13:10 bis gen Dibon und alle Stdte Sihons, des Knigs der Amoriter, 
der zu Hesbon regierte, bis an die Landmarke der Kinder Ammon;
JOS 13:11 dazu Gilead, das Gebiet der Gessuriter und Maachatiter und der 
ganze Berg Hermon und ganz Basan bis gen Salcha;
JOS 13:12 das ganze Reich Ogs in Basan, der zu Astarot und Edrei regierte, 
welcher noch von den Rephaitern, die Mose schlug und vertrieb, 
briggeblieben war.
JOS 13:13 Die Kinder Israel aber vertrieben die Gessuriter und Maachatiter 
nicht, sondern Gessur und Maachat wohnten unter den Kindern Israel bis auf 
diesen Tag.
JOS 13:14 Nur dem Stamme Levi gab er kein Erbteil; denn die Feueropfer des 
HERRN, des Gottes Israels, sind ihr Erbteil, wie er ihnen versprochen hat.
JOS 13:15 Mose gab dem Stamm der Kinder Ruben nach ihren Geschlechtern,
JOS 13:16 so da zu ihrem Gebiet gehrte: Aroer, das am Ufer des Baches 
Arnon liegt, samt der Stadt mitten im Tale und der ganzen Ebene bei Medeba;
JOS 13:17 Hesbon und alle seine Stdte, die in der Ebene liegen: Dibon, 
Bamot-Baal und Beth-Baal-Meon,
JOS 13:18 Jahza, Kedemot und Mephaat,
JOS 13:19 Kirjataim, Sibma, Zeret-Sahar, auf dem Berge des Tales,
JOS 13:20 Beth-Peor, die Abhnge des Pisga und Beth-Jesimot;
JOS 13:21 und alle Stdte auf der Ebene und das ganze Reich Sihons, des 
Knigs der Amoriter, der zu Hesbon regierte, welchen Mose schlug, samt den 
Frsten Midians: Evi, Rekem, Zur, Chur und Reba, den Gewaltigen des Knigs 
Sihon, die im Lande wohnten.
JOS 13:22 Auch Bileam, den Sohn Beors, den Wahrsager, tteten die Kinder 
Israel mit dem Schwert zu den [brigen] Erschlagenen hinzu.
JOS 13:23 Und die Grenze der Kinder Ruben bildete der Jordan und sein 
Gestade. Das ist das Erbteil der Kinder Ruben nach ihren Geschlechtern; 
die Stdte und ihre Drfer.
JOS 13:24 Dem Stamm der Kinder Gad nach ihren Geschlechtern gab Mose,
JOS 13:25 so da zu ihrem Gebiet gehrte: Jaeser und alle Stdte in Gilead 
und das halbe Land der Kinder Ammon bis gen Aroer, welches vor Rabba liegt.
JOS 13:26 Und es reichte von Hesbon bis gen Ramat-Mizpe und Betonim, und 
von Mahanaim bis an das Gebiet von Debir;
JOS 13:27 im Tal aber: Beth-Haram, Beth-Nimra, Sukkot und Zaphon, die noch 
brig waren von dem Reich Sihons, des Knigs zu Hesbon; und den Jordan zur 
Grenze bis an das Ende des Sees Genezaret, was jenseits des Jordan, gegen 
Aufgang liegt.
JOS 13:28 Das ist das Erbteil der Kinder Gad nach ihren Geschlechtern; die 
Stdte und ihre Drfer.
JOS 13:29 Und Mose gab dem halben Stamm Manasse; und es ward dem halben 
Stamme der Kinder Manasse nach ihren Geschlechtern zuteil,
JOS 13:30 so da ihr Gebiet reichte von Mahanaim an: ganz Basan, das ganze 
Reich Ogs, des Knigs zu Basan, und alle Flecken Jairs, die in Basan 
liegen, nmlich sechzig Stdte;
JOS 13:31 und das halbe Gilead, Astarot, Edrei, die Stdte des Knigreichs 
Ogs zu Basan, gab er den Kindern Machirs, des Sohnes Manasses, dem halben 
Teil der Kinder Machirs, nach ihren Geschlechtern.
JOS 13:32 So viel hatte Mose ausgeteilt auf der Ebene Moabs, jenseits des 
Jordan, stlich von Jericho.
JOS 13:33 Aber dem Stamm Levi gab Mose kein Erbteil; denn der HERR, der 
Gott Israels, ist ihr Erbteil, wie er ihnen versprochen hat.
JOS 14:1 Das ist es aber, was die Kinder Israel im Lande Kanaan geerbt 
haben, was Eleasar, der Priester, und Josua, der Sohn Nuns, und die 
obersten Vter der Stmme der Kinder Israel unter sie ausgeteilt haben,
JOS 14:2 als sie es durch das Los unter sie teilten, wie der HERR durch 
Mose geboten hatte, es den neunundeinhalb Stmmen zu geben.
JOS 14:3 Denn den zwei Stmmen und dem halben Stamm hatte Mose ihr Erbteil 
jenseits des Jordan gegeben; den Leviten aber hatte er kein Erbteil unter 
ihnen gegeben.
JOS 14:4 Denn die Kinder Joseph bildeten zwei Stmme, Manasse und Ephraim. 
Darum gaben sie den Leviten keinen Teil am Landbesitz, sondern nur Stdte, 
um darin zu wohnen, und ihre Weidepltze fr ihr Vieh und ihre Gter.
JOS 14:5 Wie der HERR dem Mose geboten hatte, also taten die Kinder Israel 
und teilten das Land.
JOS 14:6 Da traten die Kinder Juda zu Josua in Gilgal, und Kaleb, der Sohn 
Jephunnes, der Kenisiter, sprach zu ihm: Du weit, was der HERR zu Mose, 
dem Mann Gottes, meinet und deinetwegen zu Kadesch-Barnea gesagt hat.
JOS 14:7 Ich war vierzig Jahre alt, als mich Mose, der Knecht des HERRN, 
von Kadesch-Barnea aussandte, das Land auszukundschaften, und ich brachte 
ihm Bericht, so wie es mir ums Herz war.
JOS 14:8 Aber meine Brder, die mit mir hinaufgezogen waren, machten dem 
Volk das Herz verzagt; ich aber folgte dem HERRN, meinem Gott, gnzlich 
nach.
JOS 14:9 Da schwur mir Mose an demselben Tag und sprach: Das Land, darauf 
du mit deinem Fu getreten bist, soll dein und deiner Kinder Erbteil sein 
ewiglich, weil du dem HERRN, meinem Gott, gnzlich nachgefolgt bist!
JOS 14:10 Und nun siehe, der HERR hat mich leben lassen, wie er geredet 
hat. Und es sind nunmehr fnfundvierzig Jahre, seit der HERR solches zu 
Mose sagte, als Israel in der Wste wandelte. Und nun siehe, ich bin heute 
fnfundachtzig Jahre alt
JOS 14:11 und bin noch heute so stark, wie ich war an dem Tage, als mich 
Mose aussandte; wie meine Kraft damals war, also ist sie auch jetzt, zu 
streiten und aus und einzuziehen.
JOS 14:12 Und nun, so gib mir dieses Gebirge, davon der HERR geredet hat 
an jenem Tage; denn du hrtest an demselben Tage, da die Enakiter darauf 
wohnen und da es groe und feste Stdte hat; vielleicht wird der HERR mit 
mir sein, da ich sie vertreibe, wie der HERR geredet hat!
JOS 14:13 Da segnete ihn Josua und gab also Kaleb, dem Sohn Jephunnes, 
Hebron zum Erbteil.
JOS 14:14 Daher ward Hebron das Erbteil Kalebs, des Sohnes Jephunnes, des 
Kenisiters, bis auf diesen Tag, weil er dem HERRN, dem Gott Israels, 
gnzlich nachgefolgt war.
JOS 14:15 Aber Hebron hie vor Zeiten Kirjat-Arba. Der war der grte Mann 
unter den Enakitern. Und das Land ruhte aus vom Kriege.
JOS 15:1 Und das Los des Stammes der Kinder Juda nach ihren Geschlechtern 
lag an der Grenze von Zin gegen Mittag, am sdlichen Ende.
JOS 15:2 Und ihre sdliche Grenze beginnt am Ende des Salzmeeres, bei der 
Zunge, die mittagwrts reicht,
JOS 15:3 und zieht sich hinaus gegen Mittag zur Hhe von Akrabbim und 
hinber gen Zin und wieder von Mittag gen Kadesch-Barnea hinauf und nach 
Hezron hin und gen Adar hinauf und wendet sich gegen Karka;
JOS 15:4 dann geht sie hinber nach Azmon und hinaus an den Bach gyptens, 
so da das Meer das Ende der Grenze bildet. Das sei eure sdliche Grenze!
JOS 15:5 Aber die stliche Grenze ist das Salzmeer bis zur Mndung des 
Jordan. Die Grenze des nrdlichen Teils aber beginnt bei der Zunge des 
Meeres an der Mndung des Jordan
JOS 15:6 und geht hinauf gen Beth-Hogla und zieht sich von Mitternacht gen 
Beth-Araba und kommt herauf zum Stein Bohan,
JOS 15:7 des Sohnes Rubens, und geht von dem Tal Achor hinauf gen Debir 
und wendet sich nrdlich gegen Gilgal, welches der Anhhe Adummim 
gegenber liegt, das sdlich an dem Bache liegt. Darnach geht sie zu dem 
Wasser En-Semes und kommt hinaus zum Brunnen Rogel,
JOS 15:8 geht darnach hinauf zum Tal des Sohnes Hinnoms, an der Seite der 
Jebusiter gegen Mittag, das ist Jerusalem; und sie kommt herauf zur Spitze 
des Berges, der westlich vor dem Tal Hinnom liegt und nrdlich an das Ende 
des Tales Rephaim stt.
JOS 15:9 Darnach kommt sie von der Spitze desselben Berges zu der Quelle 
des Wassers Nephtoach und kommt heraus zu den Stdten des Gebirges Ephron 
und neigt sich gen Baala, das ist Kirjat-Jearim.
JOS 15:10 Und die Grenze wendet sich herum von Baala gegen Abend zum 
Gebirge Seir und geht hinber nach dem nrdlichen Bergrcken Jearim, das 
ist Kesalon, und kommt herab gen Beth-Semes und geht nach Timna;
JOS 15:11 sodann luft die Grenze weiter nrdlich bis zum Bergrcken von 
Ekron und zieht sich gen Sikron und geht ber den Berg Baala und kommt 
heraus gen Jabneel; also da das Meer das Ende dieser Grenze bildet.
JOS 15:12 Die Grenze aber gegen Abend ist das groe Meer und sein Gestade. 
Das ist die Grenze der Kinder Juda, nach ihren Geschlechtern, ringsum.
JOS 15:13 Aber Kaleb, dem Sohn Jephunnes, gab er sein Teil unter den 
Kindern Juda nach dem Befehl des HERRN an Josua, nmlich die Stadt Arba, 
des Vaters Enaks, das ist Hebron.
JOS 15:14 Und Kaleb vertrieb von dannen die drei Shne Enaks, Sesai, 
Achiman und Talmai, die Enakskinder,
JOS 15:15 und zog von dannen hinauf zu den Einwohnern von Debir. Debir 
aber hie vor Zeiten Kirjat-Sepher.
JOS 15:16 Und Kaleb sprach: Wer Kirjat-Sepher schlgt und erobert, dem 
will ich meine Tochter Achsa zum Eheweib geben!
JOS 15:17 Da gewann sie Otniel, der Sohn Kenas, des Bruders Kalebs; und er 
gab ihm seine Tochter Achsa zum Eheweib.
JOS 15:18 Und es begab sich, als sie einzog, trieb sie ihn an, von ihrem 
Vater einen Acker zu fordern. Und sie sprang vom Esel. Da sprach Kaleb zu 
ihr:
JOS 15:19 Was hast du? Sie sprach: Gib mir einen Segen, denn du hast mir 
ein drres Land gegeben; gib mir auch Wasserquellen! Da gab er ihr 
Wasserquellen, die obern und die untern.
JOS 15:20 Das ist das Erbteil des Stammes der Kinder Juda nach ihren 
Geschlechtern.
JOS 15:21 Und die uersten Stdte des Stammes der Kinder Juda, gegen die 
Grenze der Edomiter im Sden, waren diese: Kabzeel,
JOS 15:22 Eder, Jagur, Kina, Dimona, Adada,
JOS 15:23 Kedesch, Hazor, Jitnan, Siph, Telem,
JOS 15:24 Bealot, Hazor-Hadatta, Keriot-Hezron,
JOS 15:25 welches Hazor ist,
JOS 15:26 Amam, Sema, Molada,
JOS 15:27 Hazar-Gadda, Hesmon, Beth-Pelet,
JOS 15:28 Hazar-Schual, Beer-Seba, Bisjot-Ja,
JOS 15:29 Baala, Jjim, Ezem, Eltolad, Kesil,
JOS 15:30 Horma, Ziklag, Madmanna, Sansanna,
JOS 15:31 Lebaot, Silhim, Ain und Rimmon.
JOS 15:32 Das sind neunundzwanzig Stdte und ihre Drfer.
JOS 15:33 In den Tlern aber waren Estaol,
JOS 15:34 Zorea, Asna, Sanoach, En-Gannim,
JOS 15:35 Tappuach, Enam, Jarmut,
JOS 15:36 Adullam, Socho, Aseka, Saaraim, Aditaim, Gereda, Gederotaim;
JOS 15:37 das sind vierzehn Stdte und ihre Drfer.
JOS 15:38 Zenan, Hadasa, Migdal-Gad, Dilean,
JOS 15:39 Mizpe, Jokteel, Lachis, Bozkat, Eglon,
JOS 15:40 Kabbon, Lachmas, Kitlis, Gederot,
JOS 15:41 Beth-Dagon, Naama, Makkeda. Das sind sechzehn Stdte und ihre 
Drfer.
JOS 15:42 Libna, Eter, Asan, Jiphtach, Asna, Nezib,
JOS 15:43 Kegila, Achsib, Maresa.
JOS 15:44 Das sind neun Stdte und ihre Drfer.
JOS 15:45 Ekron, mit seinen Drfern und Hfen.
JOS 15:46 Von Ekron und bis an das Meer alles, was an Asdod grenzt und 
ihre Drfer:
JOS 15:47 Asdod mit seinen Drfern und Hfen, Gaza mit seinen Hfen und 
Drfern, bis an den Bach gyptens, und das groe Meer ist seine Grenze.
JOS 15:48 Auf dem Gebirge aber waren Samir, Jattir, Socho,
JOS 15:49 Danna, Kirjat-Sanna, welches Debir ist,
JOS 15:50 Anab, Estemo, Anim, Gosen, Holon, Gilo.
JOS 15:51 Das sind elf Stdte und ihre Drfer.
JOS 15:52 Arab, Duma, Esean,
JOS 15:53 Janum, Beth-Tappuach, Apheka, Humta,
JOS 15:54 Kirjat-Arba, das ist Hebron, Zior. Das sind neun Stdte und ihre 
Drfer.
JOS 15:55 Maon, Karmel, Siph, Juta, Jesreel,
JOS 15:56 Jokdeam, Sanoach, Kain, Gibea, Timna.
JOS 15:57 Das sind zehn Stdte und ihre Drfer.
JOS 15:58 Halhul, Beth-Zur, Gedor, Maarat, Beth-Anot und Eltekon.
JOS 15:59 Das sind sechs Stdte und ihre Drfer.
JOS 15:60 Kirjat-Baal, das ist Kirjat-Jearim, und Rabba. Das sind zwei 
Stdte und ihre Drfer.
JOS 15:61 In der Wste aber waren Beth-Araba, Middin,
JOS 15:62 Sechacha, Nibsan und die Salzstadt und Engedi. Das sind sechs 
Stdte und ihre Drfer.
JOS 15:63 Die Kinder Juda aber konnten die Jebusiter, welche zu Jerusalem 
wohnten, nicht vertreiben. Also wohnten die Jebusiter mit den Kindern Juda 
zu Jerusalem bis auf diesen Tag.
JOS 16:1 Dann fiel das Los fr die Kinder Joseph: vom Jordan bei Jericho 
an, von den Wassern von Jericho ostwrts; die Wste, die sich von Jericho 
hinaufzieht auf das Gebirge nach Bethel;
JOS 16:2 und [die Grenze geht] von Bethel heraus gen Lus und reicht bis an 
die Grenze der Architer, bis Atarot,
JOS 16:3 und zieht sich herab westlich zu der Grenze der Japhletiter, bis 
an die Grenze des untern Beth-Horon und bis gen Geser, und ihr Ende bildet 
das Meer.
JOS 16:4 Das haben die Kinder Josephs, Manasse und Ephraim, zum Erbteil 
empfangen.
JOS 16:5 Dies ist aber das Gebiet der Kinder Ephraim nach ihren 
Geschlechtern: Die stliche Grenze ihres Erbteils reicht von Atarot-Addar 
bis an das obere Beth-Horon
JOS 16:6 und luft hinaus bis zum Meer, indem sie Mikmetat nrdlich liegen 
lt. Darnach wendet sich die Grenze stlich nach Taanat-Silo und luft 
daran vorbei bis stlich von Janoach
JOS 16:7 und kommt herab von Janoach gen Atarot und Naarat und stt an 
Jericho und endet am Jordan.
JOS 16:8 Von Tappuach geht die Grenze westlich gegen Nahal-Kana und endigt 
am Meer. Das ist das Erbteil des Stammes der Kinder Ephraim nach ihren 
Geschlechtern;
JOS 16:9 dazu die Stdte, welche fr die Kinder Ephraim abgesondert sind 
mitten in dem Erbteil der Kinder Manasse, alle diese Stdte samt ihren 
Drfern.
JOS 16:10 Sie vertrieben aber die Kanaaniter nicht, die zu Geser wohnten. 
Also wohnten die Kanaaniter unter Ephraim bis auf diesen Tag und wurden 
fronpflichtig.
JOS 17:1 Auch dem Stamme Manasse fiel das Los (denn er ist der 
Erstgeborene Josephs), nmlich Machir, dem Erstgebornen Manasses, dem 
Vater Gileads; demselben ward Gilead und Basan zuteil, weil er ein 
Kriegsmann war.
JOS 17:2 Aber den brigen Kindern Manasse nach ihren Geschlechtern fiel 
das Los auch, nmlich den Kindern Abiesers, den Kindern Heleks, den 
Kindern Asriels, den Kindern Sichems, den Kindern Hephers und den Kindern 
Semidas. Das sind die mnnlichen Nachkommen Manasses, des Sohnes Josephs, 
nach ihren Geschlechtern.
JOS 17:3 Aber Zelophchad, der Sohn Hephers, des Sohnes Gileads, des Sohnes 
Machirs, des Sohnes Manasses, hatte keine Shne, sondern nur Tchter, und 
ihre Namen sind diese: Machla, Noah, Hogla, Milka und Tirza.
JOS 17:4 Diese traten vor den Priester Eleasar und vor Josua, den Sohn 
Nuns, und vor die Obersten und sprachen: Der HERR hat Mose geboten, da er 
uns unter unsern Brdern ein Erbteil geben solle. Und man gab ihnen ein 
Erbteil unter den Brdern ihres Vaters, nach dem Befehle des HERRN.
JOS 17:5 Und so fielen auf Manasse zehn Teile, auer dem Lande Gilead und 
Basan, das jenseits des Jordan liegt.
JOS 17:6 Denn die Tchter Manasses empfingen ein Erbteil unter seinen 
Shnen; aber das Land Gilead ward den brigen Manassitern zuteil.
JOS 17:7 Und Manasses Grenze lief von Asser an gen Mikmetat, das vor 
Sichem liegt, und geht zur Rechten bis zu den Einwohnern von En-Tappuach.
JOS 17:8 Denn das Land Tappuach ward Manasse zuteil; aber Tappuach, an der 
Grenze Manasses, ward den Kindern Ephraim zugeteilt.
JOS 17:9 Darnach kommt die Grenze herab gegen Nahal-Kana, sdlich vom 
Bache. (Diese Stdte gehren zu Ephraim mitten unter den Stdten 
Manasses). Aber die Grenze von Manasse ist nrdlich vom Bach und endigt am 
Meer.
JOS 17:10 Dem Ephraim wurde das Land gegen Mittag und dem Manasse 
dasjenige gegen Mitternacht zuteil. Und das Meer ist seine Grenze; an 
Asser stt es gegen Mitternacht und an Issaschar gegen Morgen.
JOS 17:11 Es gehrten aber zu Manasse in [dem Gebiete von] Issaschar und 
Asser: Beth-Sean und seine Drfer, Jibleam und seine Drfer, die Einwohner 
zu Dor und seine Drfer, die Einwohner zu En-Dor und seine Drfer, die 
Einwohner zu Taanach und seine Drfer, die Einwohner zu Megiddo und seine 
Drfer, die drei Anhhen.
JOS 17:12 Aber die Kinder Manasse konnten diese Stdte nicht einnehmen, 
sondern es gelang den Kanaanitern, in demselben Lande zu bleiben.
JOS 17:13 Als aber die Kinder Israel mchtig wurden, machten sie die 
Kanaaniter fronpflichtig; aber vertrieben haben sie dieselben nicht.
JOS 17:14 Es redeten aber die Kinder Joseph mit Josua und sprachen: Warum 
hast du mir nur ein Los und einen Anteil zum Erbbesitz gegeben, da ich 
doch ein groes Volk bin, wie mich denn der HERR bisher gesegnet hat?
JOS 17:15 Da sprach Josua zu ihnen: Wenn du doch ein groes Volk bist, so 
ziehe hinauf in den Wald und rode dir daselbst aus, in dem Lande der 
Pheresiter und Rephaiter, weil dir das Gebirge Ephraim zu eng ist!
JOS 17:16 Da sprachen die Kinder Joseph: Das Gebirge wird nicht hinreichen 
fr uns; es sind aber eiserne Wagen bei allen Kanaanitern, die in der 
Ebene wohnen, zu Beth-Sean und in seinen Drfern und in der Ebene Jesreel.
JOS 17:17 Da sprach Josua zum Hause Josephs, zu Ephraim und Manasse: Du 
bist ein groes Volk und hast eine groe Kraft, du sollst nicht nur ein 
Los haben;
JOS 17:18 sondern das Gebiet soll dein sein, wo der Wald ist; den rode dir 
aus, und es sollen die Ausgnge des Waldes dein sein; denn du sollst die 
Kanaaniter vertreiben, eben weil sie eiserne Wagen haben und mchtig sind!
JOS 18:1 Und die ganze Gemeinde der Kinder Israel versammelte sich zu Silo 
und schlug daselbst die Stiftshtte auf, und das Land war ihnen 
unterworfen.
JOS 18:2 Es waren aber noch sieben Stmme der Kinder Israel, denen sie ihr 
Erbe nicht ausgeteilt hatten.
JOS 18:3 Und Josua sprach zu Kindern Israel: Wie lange seid ihr so lssig 
und gehet nicht hin, das Land einzunehmen, das euch der HERR, eurer Vter 
Gott, gegeben hat?
JOS 18:4 Nehmt aus jedem Stamme drei Mnner, so will ich sie aussenden; 
und sie sollen sich aufmachen und das Land durchziehen und es nach 
Bedrfnis ihrer Erbteile aufzeichnen und alsdann wieder zu mir kommen.
JOS 18:5 Sie sollen das Land in sieben Teile zerlegen. Juda soll in seinem 
Gebiet bleiben gegen Mittag, und das Haus Joseph soll in seinem Gebiete 
bleiben gegen Mitternacht.
JOS 18:6 Ihr aber fertiget eine Aufzeichnung des Landes an in sieben 
Teilen und bringet sie zu mir hierher, so will ich euch das Los werfen 
hier vor dem HERRN, unserm Gott.
JOS 18:7 Denn die Leviten haben keinen Teil unter euch, sondern das 
Priestertum des HERRN ist ihr Erbteil. So haben Gad und Ruben und der 
halbe Stamm Manasse ihr Erbteil jenseits des Jordan, gegen Morgen, 
empfangen, welchen ihnen Mose, der Knecht des HERRN, gegeben hat.
JOS 18:8 Da machten sich die Mnner auf und gingen hin. Und Josua gebot 
ihnen, als sie hingingen, um das Land aufzuzeichnen, und sprach: Gehet hin 
und durchwandelt das Land und zeichnet es auf und kommt wieder zu mir, so 
will ich euch hier, zu Silo, das Los werfen vor dem HERRN!
JOS 18:9 Also gingen diese Mnner hin und durchzogen das Land und 
zeichneten es auf, nach den Stdten, in sieben Teilen, in einer Buchrolle 
und kamen zu Josua in das Lager gen Silo.
JOS 18:10 Da warf ihnen Josua das Los zu Silo, vor dem HERRN, und teilte 
daselbst das Land aus unter die Kinder Israel, einem jeden sein Teil.
JOS 18:11 Und das Los fiel fr den Stamm der Kinder Benjamin nach ihren 
Geschlechtern und das fr sie erloste Gebiet kam zwischen die Kinder Juda 
und die Kinder Joseph zu liegen.
JOS 18:12 Und ihre nrdliche Grenze begann am Jordan und zieht sich ber 
den Bergrcken nrdlich von Jericho und ber das Gebirge abendwrts und 
endigt gegen die Wste von Beth-Aven
JOS 18:13 und geht von dort hinber nach Lus, ber den Bergrcken sdlich 
von Lus, das ist Bethel; und kommt hinab gen Atarot-Addar an den Berg, der 
gegen Mittag liegt, an dem untern Beth-Horon.
JOS 18:14 Darnach zieht sie sich weiter und wendet sich um nach der 
Abendseite, sdlich von dem Berge, der mittagwrts vor Beth-Horon liegt, 
und endigt bei Kirjat-Baal, das ist Kirjat-Jearim, die Stadt der Kinder 
Juda. Das ist die westliche Seite.
JOS 18:15 Die Sdseite aber beginnt am Ende von Kirjat-Jearim; und die 
Grenze setzt sich fort gegen Abend bis zum Wasserbrunnen Nephtoach
JOS 18:16 und geht hinab bis an das Ende des Berges, der vor dem Tal des 
Sohnes Hinnom ist, welches im Tal Rephaim gegen Mitternacht liegt, und 
zieht sich durch das Tal Hinnom hinab an der Sdseite der Jebusiter und 
kommt hinab zum Brunnen Rogel;
JOS 18:17 und zieht sich gegen Mitternacht und luft gen En-Semes und 
weiter gen Gelilot, das der Anhhe Adummim gegenberliegt, und kommt herab 
zum Stein Bohans, des Sohnes Rubens,
JOS 18:18 und geht hinber zu dem Bergrcken gegenber der nrdlichen 
Ebene und kommt hinab auf die Ebene
JOS 18:19 und geht an die Seite von Beth-Hogla, das gegen Mitternacht 
liegt, und die Grenze endigt an der nrdlichen Zunge des Salzmeeres, am 
sdlichen Ende des Jordan; das ist die sdliche Grenze.
JOS 18:20 Aber der Jordan begrenzt es auf der Seite gegen Morgen. Das ist 
das Erbteil der Kinder Benjamin und seine Grenzen, wie sie ihre 
Geschlechter ringsum einschlieen.
JOS 18:21 Die Stdte aber des Stammes der Kinder Benjamin nach ihren 
Geschlechtern sind diese: Jericho,
JOS 18:22 Beth-Hogla, Emek-Keziz, Beth-Araba,
JOS 18:23 Zemaraim, Bethel, Avvim, Parah,
JOS 18:24 Ophra, Kephar-Ammoni, Ophni und Geba. Das sind zwlf Stdte und 
ihre Drfer.
JOS 18:25 Gibeon, Rama, Beerot, Mizpe,
JOS 18:26 Kephira, Moza, Reckem, Jirpeel, Thareala,
JOS 18:27 Zela, Eleph und Jebusi, das ist Jerusalem, Gibeat und Kirjat.
JOS 18:28 Das sind vierzehn Stdte und ihre Drfer. Das ist das Erbteil 
der Kinder Benjamin nach ihren Geschlechtern.
JOS 19:1 Darnach fiel das zweite Los auf Simeon, fr den Stamm der Kinder 
Simeon, nach ihren Geschlechtern, und ihr Erbteil befand sich inmitten des 
Erbteils der Kinder Juda.
JOS 19:2 Und ihnen ward als ihr Erbbesitz zuteil: Beer-Seba,
JOS 19:3 Molada, Hazar-Schual, Bala,
JOS 19:4 Ezem, El-Tolad, Betuel und Horma,
JOS 19:5 Ziklag, Beth-Hammarkabot, Hazar-Susa, Beth-Lebaot und Saruhen.
JOS 19:6 Das sind dreizehn Stdte und ihre Drfer. Ain, Rimmon, Eter und 
Asan.
JOS 19:7 Das sind vier Stdte und ihre Drfer.
JOS 19:8 Dazu alle Drfer, die um diese Stdte liegen bis gen Baalat-Beer-
Ramat, gegen Mittag. Das ist das Erbteil des Stammes der Kinder Simeon 
nach ihren Geschlechtern.
JOS 19:9 Denn das Erbteil der Kinder Simeon gehrte zum Anteil der Kinder 
Juda; weil das Erbteil der Kinder Juda fr sie zu gro war, darum erbten 
die Kinder Simeon inmitten ihres Erbteils.
JOS 19:10 Das dritte Los fiel auf die Kinder Sebulon nach ihren 
Geschlechtern. Und das Gebiet ihres Erbteils erstreckte sich bis gen Sarid.
JOS 19:11 Und seine Grenze geht hinauf abendwrts bis nach Marela, berhrt 
Dabbaset und stt an den Bach, der vor Jokneam fliet,
JOS 19:12 und wendet sich von Sarid, vorn gegen Aufgang der Sonne, gegen 
das Gebiet Kislot-Tabor und kommt hinaus gen Dabrat und geht hinauf gen 
Japhia.
JOS 19:13 Und von dannen geht sie morgenwrts gegen Aufgang der Sonne nach 
Gat-Hepher und nach Et-Kazin und kommt nach Rimmon-Metoar, gegen Neha hin.
JOS 19:14 Und die Grenze wendet sich herum nrdlich gegen Hannaton, und 
ihr Ausgang ist im Tal Jephta-El,
JOS 19:15 mit Kattat, Nahalal, Simron, Jideala und Bethlehem. Das sind 
zwlf Stdte und ihre Drfer.
JOS 19:16 Das ist das Erbteil der Kinder Sebulon in ihren Geschlechtern. 
Das sind ihre Stdte und Drfer.
JOS 19:17 Das vierte Los fiel auf Issaschar, auf die Kinder Issaschar nach 
ihren Geschlechtern.
JOS 19:18 Und ihr Gebiet umfate Jesreel,
JOS 19:19 Kessulot, Sunem, Hapharaim,
JOS 19:20 Schion, Anaharat, Rabbit, Kisjon,
JOS 19:21 Ebez, Remet, En-Gannim, En-Hadda, Beth-Pazez.
JOS 19:22 Und die Grenze berhrt Tabor, Sahazim, Beth-Semes; und ihren 
Ausgang bildet der Jordan. Das sind sechzehn Stdte und ihre Drfer.
JOS 19:23 Das ist das Erbteil des Stammes der Kinder Issaschar nach ihren 
Geschlechtern, ihre Stdte und Drfer.
JOS 19:24 Das fnfte Los fiel auf den Stamm der Kinder Asser nach ihren 
Geschlechtern,
JOS 19:25 und ihr Gebiet umfate Helkat,
JOS 19:26 Hali, Beten, Achsaph, Alammelech, Amead, Miseal und stt an den 
Karmel am Meer und an den Sihor von Libnat;
JOS 19:27 und [die Grenze] wendet sich gegen Aufgang der Sonne, nach Beth-
Dagon und stt an Sebulon und an das Tal Jephta-El, gegen Mitternacht, 
Beth-Emek und Nehiel, und kommt hinaus gen Kabul, zur Linken;
JOS 19:28 und Ebron, Rechob, Hammon und Kana, bis an die groe [Stadt] 
Zidon.
JOS 19:29 Und sie wendet sich gen Rama und bis zu der festen Stadt Tyrus, 
und biegt um gen Chosa und geht hinaus an das Meer, an den Landstrich 
Achsib;
JOS 19:30 und Umma, Aphek und Rechob. Das sind zweiundzwanzig Stdte und 
ihre Drfer.
JOS 19:31 Das ist das Erbteil des Stammes der Kinder Asser nach ihren 
Geschlechtern, diese Stdte und ihre Drfer.
JOS 19:32 Das sechste Los fiel auf Naphtali, nmlich auf die Kinder 
Naphtali nach ihren Geschlechtern.
JOS 19:33 Und ihre Grenze lief von Heleph, von der Eiche bei Zaanannim, 
und von Adami-Nekeb und Jabneel bis gen Lakkum und endet am Jordan;
JOS 19:34 und sie wendet sich gen Asnot-Tabor gegen Abend und geht von 
dort bis Hukkok und stt an Sebulon gegen Mittag und an Asser gegen Abend 
und an Juda am Jordan gegen Aufgang der Sonne.
JOS 19:35 Und feste Stdte waren: Ziddim,
JOS 19:36 Zer, Hammat, Rakkat, Kinneret, Adama,
JOS 19:37 Rama, Hazor, Kedesch, Edrei, En-Hazor,
JOS 19:38 Jireon, Migdal-El, Horem, Beth-Anat und Beth-Semes. Das sind 
neunzehn Stdte und ihre Drfer.
JOS 19:39 Das ist das Erbteil des Stammes der Kinder Naphtali nach ihren 
Geschlechtern, die Stdte und ihre Drfer.
JOS 19:40 Das siebente Los fiel auf den Stamm der Kinder Dan nach ihren 
Geschlechtern.
JOS 19:41 Und das Gebiet ihres Erbteils umfate:
JOS 19:42 Zorea, Estaol, Ir-Semes, Schaalabbin,
JOS 19:43 Ajalon, Jitla, Elon, Timnata, Ekron, Elteke,
JOS 19:44 Gibbeton, Baalat, Jehud, Benebarak,
JOS 19:45 Gat-Rimmon, Me-Jarkon, Rakkon,
JOS 19:46 samt dem Gebiet gegen Japho hin.
JOS 19:47 Und das Gebiet der Kinder Dan dehnte sich von dort noch weiter 
aus. Denn die Kinder Dan zogen hinauf und stritten wider Lesem und 
eroberten und schlugen es mit der Schrfe des Schwertes, und nahmen es ein 
und wohnten darin und nannten es Dan, nach dem Namen ihres Vaters Dan.
JOS 19:48 Das ist das Erbteil des Stammes der Kinder Dan nach ihren 
Geschlechtern; diese Stdte und ihre Drfer.
JOS 19:49 Als sie nun das Land nach seinen Grenzen ganz verteilt hatten, 
gaben die Kinder Israel Josua, dem Sohn Nuns, ein Erbteil in ihrer Mitte;
JOS 19:50 sie gaben ihm nach dem Befehl des HERRN die Stadt, die er 
forderte, nmlich Timnat-Serach auf dem Gebirge Ephraim; da baute er die 
Stadt und wohnte darin.
JOS 19:51 Das sind die Erbteile, die Eleasar, der Priester, und Josua, der 
Sohn Nuns, und die Familienhupter der Stmme der Kinder Israel durch das 
Los austeilten zu Silo vor dem HERRN, vor der Tr der Stiftshtte; und sie 
vollendeten also die Verteilung des Landes.
JOS 20:1 Und der HERR redete zu Josua und sprach:
JOS 20:2 (020-1b) Sage den Kindern Israel und sprich: Bestimmet euch die 
Freistdte, von denen ich euch durch Mose gesagt habe,
JOS 20:3 da dahin fliehen mge der Totschlger, der eine Seele 
unvorstzlich und unversehens schlgt, damit sie euch als Zuflucht vor dem 
Blutrcher dienen.
JOS 20:4 Und wer zu einer dieser Stdte flieht, der soll drauen vor dem 
Stadttor stehen und seine Sache vor die ltesten dieser Stadt bringen; 
dann sollen sie ihn zu sich in die Stadt nehmen und ihm Platz geben, da 
er bei ihnen wohnen kann.
JOS 20:5 Und wenn der Blutrcher ihm nachjagt, so sollen sie den 
Totschlger nicht in seine Hnde bergeben, weil er unabsichtlich seinen 
Nchsten erschlagen hat und ihm zuvor nicht feind gewesen ist;
JOS 20:6 so soll er in jener Stadt wohnen, bis er vor der Gemeinde vor 
Gericht gestanden hat, und bis der Hohepriester stirbt, der zu derselben 
Zeit [im Amte] sein wird. Alsdann soll der Totschlger wieder umkehren und 
in seine Stadt gehen und in sein Haus, in die Stadt, daraus er geflohen 
ist.
JOS 20:7 Da sonderten sie aus: Kedesch in Galila auf dem Gebirge 
Naphtali, und Sichem auf dem Gebirge Ephraim, und Kirjat-Arba, das ist 
Hebron, auf dem Gebirge Juda.
JOS 20:8 Und jenseits des Jordan, stlich von Jericho, bestimmten sie 
Bezer in der Wste, auf der Ebene, vom Stamme Ruben, und Ramot in Gilead 
vom Stamme Gad, und Golan in Basan vom Stamme Manasse.
JOS 20:9 Dies waren die bestimmten Stdte fr alle Kinder Israel, auch fr 
die Fremdlinge, die unter ihnen wohnten, damit dahin fliehen knne, wer 
eine Seele unvorstzlich erschlagen hatte, da er nicht sterbe durch die 
Hand des Blutrchers, ehe er vor der Gemeinde gestanden.
JOS 21:1 Da traten die obersten Vter unter den Leviten zu Eleasar, dem 
Priester, und zu Josua, dem Sohne Nuns, und zu den Familienhuptern der 
Stmme der Kinder Israel
JOS 21:2 und redeten mit ihnen zu Silo, im Lande Kanaan, und sprachen: Der 
HERR hat durch Mose geboten, da man uns Stdte geben soll, um darin zu 
wohnen, und die zugehrigen Weidepltze fr unser Vieh.
JOS 21:3 Da gaben die Kinder Israel den Leviten von ihrem Erbteil, nach 
dem Befehl des HERRN, diese Stdte samt ihren Weidepltzen.
JOS 21:4 Das Los aber fiel fr das Geschlecht der Kahatiter; und die 
Kinder Aarons, des Priesters, unter den Leviten erhielten durch das Los 
dreizehn Stdte vom Stamme Juda, vom Stamme Simeon und vom Stamme Benjamin.
JOS 21:5 Den brigen Kindern Kahats aber wurden durch das Los zehn Stdte 
[gegeben], von den Geschlechtern des Stammes Ephraim, vom Stamm Asser und 
vom Stamm Naphtali und vom halben Stamm Manasse zu Basan.
JOS 21:6 Aber den Kindern Gersons wurden durch das Los dreizehn Stdte 
[gegeben] von den Geschlechtern des Stammes Issaschar, vom Stamm Asser und 
vom Stamm Naphtali und vom halben Stamm Manasse zu Basan.
JOS 21:7 Den Kindern Merari nach ihren Geschlechtern wurden zwlf Stdte 
vom Stamme Ruben, vom Stamme Gad und vom Stamme Sebulon [gegeben].
JOS 21:8 Also gaben die Kinder Israel den Leviten durch das Los diese 
Stdte samt ihren Weidepltzen, wie der HERR durch Mose geboten hatte.
JOS 21:9 Vom Stamm der Kinder Juda und vom Stamm der Kinder Simeon traten 
sie folgende Stdte ab, die sie mit Namen nannten.
JOS 21:10 Und sie wurden den Kindern Aarons, vom Geschlecht der Kahatiter, 
aus den Kindern Levi [zuteil]; denn das erste Los fiel auf sie.
JOS 21:11 So gaben sie ihnen nun die Stadt Arbas, des Vaters Enaks, das 
ist Hebron, auf dem Gebirge Juda und ihre Weidepltze um sie her.
JOS 21:12 Aber den Acker und ihre Drfer gaben sie Kaleb, dem Sohn 
Jephunnes, zu seiner Besitzung.
JOS 21:13 Also gaben sie den Kindern des Priesters Aaron Hebron, die 
Freistadt der Totschlger, und seine Weidepltze, Libna und seine 
Weidepltze,
JOS 21:14 Jattir und seine Weidepltze, Estemoa und seine Weidepltze,
JOS 21:15 Holon und seine Weidepltze,
JOS 21:16 Debir und seine Weidepltze, Ain und seine Weidepltze, Jutta 
und seine Weidepltze, Beth-Semes und seine Weidepltze, neun Stdte von 
diesen zwei Stmmen.
JOS 21:17 Von dem Stamme Benjamin aber gaben sie Gibeon und seine 
Weidepltze, Geba und seine Weidepltze, Anatot und seine Weidepltze;
JOS 21:18 vier Stdte;
JOS 21:19 so da der Stdte der Kinder Aarons, der Priester, dreizehn 
waren, samt ihren Weidepltzen.
JOS 21:20 Den Geschlechtern aber der Kinder Kahats, den Leviten, welche 
von den Kindern Kahats noch brig waren, wurden die Stdte ihres Loses von 
dem Stamme Ephraim zuteil.
JOS 21:21 Und sie gaben ihnen Sichem, die Freistadt der Totschlger, und 
seine Weidepltze auf dem Gebirge Ephraim, ferner Geser und seine 
Weidepltze,
JOS 21:22 Kibzaim und seine Weidepltze, Beth-Horon und seine Weidepltze; 
vier Stdte.
JOS 21:23 Und von dem Stamme Dan: Elteke und seine Weidepltze, Gibbeton 
und seine Weidepltze;
JOS 21:24 Ajalon und seine Weidepltze, Gat-Rimmon und seine Weidepltze; 
vier Stdte.
JOS 21:25 Von dem halben Stamm Manasse aber zwei Stdte: Taanach und seine 
Weidepltze, Gat-Rimmon und seine Weidepltze.
JOS 21:26 Im ganzen zehn Stdte samt ihren Weidepltzen fr die brigen 
Kinder des Geschlechtes Kahats.
JOS 21:27 Den Kindern Gersons aber, aus den Geschlechtern der Leviten, 
wurden von dem halben Stamm Manasse zwei Stdte gegeben: Golan in Basan, 
die Freistadt fr die Totschlger, und seine Weidepltze, dazu Beestera 
und seine Weidepltze;
JOS 21:28 vom Stamm Issaschar aber Kisjon und seine Weidepltze, Daberat 
und seine Weidepltze,
JOS 21:29 Jarmut und seine Weidepltze, Engannim und seine Weidepltze; 
vier Stdte.
JOS 21:30 Und vom Stamm Asser: Miseal und seine Weidepltze, Abdon und 
seine Weidepltze,
JOS 21:31 Helkat und seine Weidepltze, Rechob und seine Weidepltze; vier 
Stdte.
JOS 21:32 Vom Stamm Naphtali aber Kedesch in Galila, die Freistadt der 
Totschlger, und seine Weidepltze, Hammot-Dor und seine Weidepltze, 
Kartan und seine Weidepltze; drei Stdte,
JOS 21:33 so da die Gesamtzahl der Stdte der Geschlechter der Gersoniter 
war: dreizehn Stdte samt ihren Weidepltzen.
JOS 21:34 Den Geschlechtern aber der Kinder Meraris, den brigen Leviten, 
wurden vom Stamme Sebulon gegeben: Jokneam und seine Weidepltze, Karta 
und seine Weidepltze,
JOS 21:35 Dimna und seine Weidepltze, Nahalal und seine Weidepltze; vier 
Stdte;
JOS 21:36 und vom Stamme Ruben: Bezer und seine Weidepltze, Jahza und 
seine Weidepltze,
JOS 21:37 Kedemot und seine Weidepltze, Mephaar und seine Weidepltze; 
vier Stdte;
JOS 21:38 vom Stamme Gad aber Ramot in Gilead, die Freistadt fr die 
Totschlger, und seine Weidepltze, Mahanaim und seine Weidepltze,
JOS 21:39 Hesbon und seine Weidepltze; Jaeser und seine Weidepltze; 
zusammen vier Stdte.
JOS 21:40 Alle Stdte der Kinder Meraris unter ihren Geschlechtern, die 
noch brig waren von den Geschlechtern der Leviten, nach ihrem Los: zwlf 
Stdte.
JOS 21:41 Also betrug die Gesamtzahl der Stdte der Leviten unter dem 
Erbteil der Kinder Israel achtundvierzig, samt ihren Weidepltzen.
JOS 21:42 Es war aber mit diesen Stdten so, da eine jede ihre 
Weidepltze um sich her hatte, eine wie die andere.
JOS 21:43 Also gab der HERR den Kindern Israel das ganze Land, von dem er 
geschworen hatte, es ihren Vtern zu geben, und sie nahmen es ein und 
wohnten darin.
JOS 21:44 Und der HERR verschaffte ihnen Ruhe ringsum, ganz so, wie er 
ihren Vtern geschworen hatte, und es bestand keiner ihrer Feinde vor 
ihnen, sondern der HERR gab alle ihre Feinde in ihre Hand.
JOS 21:45 Es fehlte nichts an all dem Guten, das der HERR dem Hause Israel 
versprochen hatte. Es kam alles.
JOS 22:1 Da berief Josua die Rubeniter und Gaditer und den halben Stamm 
Manasse und sprach zu ihnen:
JOS 22:2 Ihr habt alles gehalten, was euch Mose, der Knecht des HERRN, 
geboten hat, und habt meiner Stimme gehorcht in allem, was ich euch 
geboten habe.
JOS 22:3 Ihr habt eure Brder whrend dieser langen Zeit nicht verlassen 
bis auf diesen Tag, und habt treulich an dem Gebot des HERRN, eures 
Gottes, festgehalten.
JOS 22:4 Weil nun der HERR, euer Gott, eure Brder zur Ruhe gebracht, wie 
er ihnen versprochen hat, so kehret jetzt um und ziehet hin in eure 
Htten, in das Land eures Erbteils, das euch Mose, der Knecht des HERRN, 
jenseits des Jordan gegeben hat.
JOS 22:5 Nehmt euch nur sehr in acht, da ihr tut nach dem Gebot und 
Gesetz, das euch Mose, der Knecht des HERRN, geboten hat: da ihr den 
HERRN, euren Gott, liebet und auf allen seinen Wegen wandelt und seine 
Gebote befolget und ihm anhanget und ihm von ganzem Herzen und von ganzer 
Seele dienet!
JOS 22:6 Also segnete sie Josua und entlie sie; und sie gingen zu ihren 
Htten.
JOS 22:7 Aber dem halben Stamme Manasse hatte Mose ein Erbteil gegeben in 
Basan; der andern Hlfte gab Josua ein Erbteil unter ihren Brdern 
diesseits des Jordan, gegen den Westen.
JOS 22:8 Und als er sie zu ihren Htten gehen lie und sie segnete, sprach 
er zu ihnen: Mit groem Gut kehrt ihr nun zurck zu euren Htten, mit sehr 
viel Vieh, mit Silber, Gold, Erz, Eisen und mit Kleidern in groer Zahl; 
teilt den Raub eurer Feinde mit euren Brdern!
JOS 22:9 Also kehrten die Rubeniter, Gaditer und der halbe Stamm Manasse 
um und gingen von den Kindern Israel weg, von Silo, das im Lande Kanaan 
liegt, um ins Land Gilead zu ziehen, zum Lande ihres Erbteils, das sie 
daselbst besaen, nach dem Befehl des HERRN durch Mose.
JOS 22:10 Und da sie in die Gegend am Jordan kamen, die im Lande Kanaan 
liegt, bauten die Rubeniter, Gaditer und der halbe Stamm Manasse einen 
Altar daselbst am Jordan, einen Altar von groem Umfang.
JOS 22:11 Und die Kinder Israel hrten sagen: Siehe, die Kinder Ruben, die 
Kinder Gad und der halbe Stamm Manasse haben einen Altar gebaut gegenber 
dem Lande Kanaan, in der Gegend am Jordan, jenseits der Kinder Israel!
JOS 22:12 Da sie nun solches hrten, versammelte sich die ganze Gemeinde 
der Kinder Israel zu Silo, um wider sie ins Feld zu ziehen.
JOS 22:13 Und die Kinder Israel sandten zu den Rubenitern, den Gaditern 
und dem halben Stamm Manasse in das Land Gilead: Pinehas, den Sohn 
Eleasars, den Priester,
JOS 22:14 und mit ihm zehn Frsten, je einen von jedem Vaterhaus aller 
Stmme Israels; jeder war das Haupt seines Vaterhauses unter den Tausenden 
Israels.
JOS 22:15 Und diese kamen zu den Kindern Ruben, zu den Kindern Gad und zu 
dem halben Stamm Manasse in das Land Gilead, redeten mit ihnen und 
sprachen:
JOS 22:16 Also lt euch die ganze Gemeinde des HERRN sagen: Was ist das 
fr eine Untreue, die ihr an dem Gott Israels begangen habt, indem ihr 
euch heute von der Nachfolge des HERRN abkehret dadurch, da ihr euch 
einen Altar bauet und euch heute gegen den HERRN empret?
JOS 22:17 War uns zu wenig die Versndigung mit Peor, von welcher wir 
heute noch nicht gereinigt sind, und um derentwillen eine Plage ber die 
Gemeinde des HERRN kam?
JOS 22:18 Und ihr wendet euch heute von der Nachfolge des HERRN ab und 
empret euch gegen den HERRN, so da er morgen ber die ganze Gemeinde 
Israel zrnt?
JOS 22:19 Wenn das Land, das ihr besitzet, unrein ist, so kommet doch 
herber in das Land, das der HERR besitzt, da die Wohnung des HERRN steht, 
und nehmet Besitz unter uns und lehnet euch nicht auf gegen den HERRN und 
gegen uns, indem ihr euch einen Altar bauet auer dem Altar des HERRN, 
unsres Gottes.
JOS 22:20 Ist nicht, als Achan, der Sohn Serachs, etwas vom Gebannten 
veruntreute, der Zorn [Gottes] ber die ganze Gemeinde Israel gekommen? 
Und er ging nicht allein unter in seiner Missetat!
JOS 22:21 Da antworteten die Kinder Ruben und die Kinder Gad und der halbe 
Stamm Manasse und sagten zu den Obersten der Tausende Israels:
JOS 22:22 Der Gott der Gtter, der HERR, der Gott der Gtter, der HERR, er 
wei, und Israel soll es auch wissen: Ist es aus Emprung oder Untreue 
gegen den HERRN geschehen, so helfe er uns heute nicht!
JOS 22:23 Wenn wir uns den Altar gebaut haben, um uns von der Nachfolge 
des HERRN abzuwenden, um Brandopfer und Speisopfer darauf zu opfern, oder 
um Dankopfer darauf zu tun, so fordere es der HERR!
JOS 22:24 Vielmehr haben wir es aus Besorgnis und mit Absicht getan, indem 
wir sprachen: Morgen knnten eure Kinder zu unsern Kindern also sprechen: 
Was geht euch der HERR, der Gott Israels, an?
JOS 22:25 Denn der HERR hat eine Grenze gesetzt zwischen uns und euch, ihr 
Kinder Ruben und Kinder Gad, nmlich den Jordan; ihr habt keinen Anteil an 
dem HERRN! Damit wrden eure Kinder unsre Kinder von der Furcht des HERRN 
abwendig machen.
JOS 22:26 Darum sprachen wir: Wir wollen doch fr uns einen Altar machen, 
nicht fr Brandopfer oder Schlachtopfer,
JOS 22:27 sondern damit er Zeuge sei zwischen uns und euch und zwischen 
unsern Nachkommen, da wir den Dienst des HERRN ben wollen vor ihm mit 
unsern Brandopfern, Schlachtopfern und Dankopfern, und damit eure Kinder 
knftig nicht zu unsern Kindern sagen drfen: Ihr habt keinen Anteil an 
dem HERRN.
JOS 22:28 Und wir sprachen: Wenn sie aber knftig also zu uns und unsern 
Nachkommen reden sollten, so knnen wir sagen: Seht das Abbild des Altars 
des HERRN, das unsre Vter gemacht haben, nicht fr Brandopfer, noch fr 
Schlachtopfer, sondern damit er zwischen uns und euch Zeuge sei!
JOS 22:29 Das sei ferne von uns, da wir uns gegen den HERRN auflehnen, 
da wir uns heute von der Nachfolge des HERRN abwenden und einen Altar 
bauen fr Brandopfer, fr Speisopfer und fr Schlachtopfer, auer dem 
Altar des HERRN, unsres Gottes, der vor seiner Wohnung steht!
JOS 22:30 Als aber Pinehas, der Priester, und die Obersten der Gemeinde, 
die Hupter der Tausende Israels, die mit ihm waren, diese Worte hrten, 
welche die Kinder Ruben, die Kinder Gad und die Kinder Manasse sagten, 
gefielen sie ihnen wohl.
JOS 22:31 Und Pinehas, der Sohn Eleasars, der Priester, sprach zu den 
Kindern Manasse: Heute erkennen wir, da der HERR unter uns ist, da ihr 
mit dieser Tat keine Untreue an dem HERRN begangen habt! Nun habt ihr die 
Kinder Israel aus der Hand des HERRN errettet!
JOS 22:32 Da kehrten Pinehas, der Sohn Eleasars, der Priester, und die 
Obersten um [und zogen] von den Kindern Ruben und den Kindern Gad aus dem 
Lande Gilead in das Land Kanaan zu den Kindern Israel und brachten ihnen 
Bericht.
JOS 22:33 Da gefiel die Sache den Kindern Israel wohl. Und die Kinder 
Israel lobten Gott und sagten nicht mehr, da sie wider jene zum Streit 
ausziehen wollten, um das Land zu verderben, in dem die Kinder Ruben und 
die Kinder Gad wohnten.
JOS 22:34 Und die Kinder Ruben und die Kinder Gad nannten den Altar: Er 
ist ein Zeuge zwischen uns, da der HERR Gott ist!
JOS 23:1 Und nach langer Zeit, als der HERR Israel Ruhe verschafft hatte 
vor all seinen Feinden ringsum, und Josua alt und wohlbetagt war,
JOS 23:2 berief Josua ganz Israel, seine ltesten, Hupter, Richter und 
Amtleute und sprach zu ihnen: Ich bin nun alt und wohlbetagt;
JOS 23:3 ihr aber habt alles gesehen, was der HERR, euer Gott, getan hat 
an allen diesen Vlkern vor euch her; denn der HERR, euer Gott, hat selbst 
fr euch gestritten.
JOS 23:4 Seht, ich habe euch diese briggebliebenen Vlker durch das Los 
zugeteilt, einem jeden Stamm sein Erbteil, vom Jordan an, und alle Vlker, 
die ich ausgerottet habe bis an das groe Meer, wo die Sonne untergeht.
JOS 23:5 Und der HERR, euer Gott, wird sie vor euch her ausstoen und vor 
euch her vertreiben, da ihr derselben Land einnehmet, wie der HERR, euer 
Gott, euch versprochen hat.
JOS 23:6 So seid nun recht fest, zu beobachten und zu tun alles, was im 
Gesetzbuch Moses geschrieben steht, da ihr nicht davon abweichet, weder 
zur Rechten noch zur Linken,
JOS 23:7 damit ihr euch nicht mit diesen Vlkern vermischet, die noch bei 
euch briggeblieben sind, und nicht an die Namen ihrer Gtter denket, noch 
bei ihnen schwret, noch ihnen dienet, noch sie anbetet;
JOS 23:8 sondern dem HERRN, eurem Gott, sollt ihr anhangen, wie ihr bis 
auf diesen Tag getan habt.
JOS 23:9 Und der HERR hat groe und mchtige Vlker vor euch vertrieben, 
wie denn niemand bis auf diesen Tag vor euch bestehen konnte.
JOS 23:10 Ein einziger von euch jagt tausend; denn der HERR, euer Gott, 
streitet fr euch, wie er euch versprochen hat.
JOS 23:11 Darum behtet eure Seelen wohl, da ihr den HERRN, euren Gott, 
liebhabet!
JOS 23:12 Wenn ihr euch aber abwendet und dem berrest dieser Vlker 
anhanget, die unter euch briggeblieben sind, und euch mit ihnen 
verheiratet, da ihr euch untereinander vermischet, so wisset gewi,
JOS 23:13 da der HERR, euer Gott, diese Vlker nicht mehr vor euch 
vertreiben wird; sondern sie werden euch zum Fallstrick und zur Schlinge 
und zur Geiel an eurer Seite werden und zu Dornen in euren Augen, bis ihr 
vertilgt seid aus diesem guten Lande, das der HERR, euer Gott, euch 
gegeben hat.
JOS 23:14 Und siehe, ich gehe heute den Weg aller Welt, und ihr mt 
erkennen mit eurem ganzen Herzen und mit eurer ganzen Seele, da nicht ein 
Wort gefehlt hat von all dem Guten, das der HERR, euer Gott, euch 
versprochen hat; es ist euch alles widerfahren, und nichts ist 
ausgeblieben.
JOS 23:15 Wie nun alles Gute ber euch gekommen ist, das der HERR, euer 
Gott, euch versprochen hat, so wird der HERR auch alles Bse ber euch 
kommen lassen, bis er euch vertilgt hat aus diesem guten Lande, das euch 
der HERR, euer Gott, gegeben hat.
JOS 23:16 Wenn ihr den Bund des HERRN, eures Gottes, den er euch geboten 
hat, bertretet und hingehet und andern Gttern dienet und sie anbetet, so 
wird der Zorn des HERRN ber euch ergrimmen, und ihr werdet bald vertilgt 
sein aus dem guten Lande, das er euch gegeben hat!
JOS 24:1 Und Josua versammelte alle Stmme Israels zu Sichem und berief 
die ltesten von Israel, die Hupter, Richter und Amtleute. Und als sie 
vor Gott getreten waren,
JOS 24:2 sprach Josua zum ganzen Volk: So spricht der HERR, der Gott 
Israels: Eure Vter, Terach, Abrahams und Nahors Vater, wohnten vor Zeiten 
jenseits des [Euphrat] Stromes und dienten andern Gttern.
JOS 24:3 Da nahm ich euren Vater Abraham von jenseits des Stromes und lie 
ihn durch das ganze Land Kanaan wandern und mehrte seinen Samen und gab 
ihm Isaak.
JOS 24:4 Und dem Isaak gab ich Jakob und Esau; und dem Esau gab ich das 
Gebirge Seir zum Erbbesitz. Jakob aber und seine Kinder zogen hinab nach 
gypten.
JOS 24:5 Da sandte ich Mose und Aaron und plagte gypten, wie ich denn 
mitten unter ihnen getan habe.
JOS 24:6 Darnach fhrte ich euch heraus. Als ich aber eure Vter aus 
gypten fhrte und ihr an das Meer kamet und die gypter euren Vtern mit 
Wagen und Reitern bis an das Schilfmeer nachjagten, da schrieen sie zum 
HERRN;
JOS 24:7 der setzte eine Finsternis zwischen euch und die gypter und 
fhrte das Meer ber sie und bedeckte sie. Und eure Augen haben gesehen, 
was ich in gypten getan habe. Darnach habt ihr lange Zeit in der Wste 
gewohnt.
JOS 24:8 Dann brachte ich euch in das Land der Amoriter, die jenseits des 
Jordan wohnten; und als sie wider euch stritten, gab ich sie in eure Hand, 
so da ihr derselben Land einnahmet, und ich vertilgte sie vor euch her.
JOS 24:9 Da machte sich auf Balak, der Sohn Zippors, der Knig der 
Moabiter, und stritt wider Israel; und er sandte hin und lie Bileam 
rufen, den Sohn Beors, damit er euch verfluche.
JOS 24:10 Aber ich wollte Bileam nicht hren, sondern er mute euch 
bestndig segnen, und ich errettete euch aus seiner Hand.
JOS 24:11 Und als ihr ber den Jordan ginget und gen Jericho kamet, 
stritten die Brger von Jericho wider euch, ebenso die Amoriter, 
Pheresiter, Kanaaniter, Hetiter, Girgasiter, Heviter und Jebusiter; aber 
ich gab sie in eure Hand.
JOS 24:12 Und ich sandte Hornissen vor euch her, die trieben sie aus vor 
euch her, nmlich die beiden Knige der Amoriter, nicht durch dein Schwert 
und nicht durch deinen Bogen.
JOS 24:13 Und ich habe euch ein Land gegeben, welches ihr nicht bearbeitet 
habt, und Stdte, die ihr nicht gebaut habt, da ihr darin wohnet; und ihr 
esset von Weinbergen und Olivenbumen, die ihr nicht gepflanzt habt.
JOS 24:14 So frchtet nun den HERRN und dienet ihm aufrichtig und in der 
Wahrheit, und tut die Gtter von euch, denen eure Vter jenseits des 
Stromes und in gypten gedient haben, und dienet dem HERRN!
JOS 24:15 Gefllt es euch aber nicht, dem HERRN zu dienen, so erwhlet 
euch heute, welchem ihr dienen wollt: den Gttern, denen eure Vter 
jenseits des Stromes gedient haben, oder den Gttern der Amoriter, in 
deren Land ihr wohnt; ich aber und mein Haus, wir wollen dem HERRN dienen!
JOS 24:16 Da antwortete das Volk und sprach: Das sei ferne von uns, da 
wir den HERRN verlassen und andern Gttern dienen!
JOS 24:17 Denn der HERR, unser Gott, ist der, welcher uns und unsre Vter 
aus gyptenland, aus dem Diensthause, gefhrt und vor unsern Augen so 
groe Zeichen getan und uns behtet hat auf dem ganzen Wege, den wir 
gegangen sind, und unter allen Vlkern, an welchen wir vorbergezogen sind.
JOS 24:18 Und der HERR hat alle Vlker vor uns her ausgestoen, ja auch 
die Amoriter, die im Lande wohnten. Auch wir wollen dem HERRN dienen, denn 
er ist unser Gott!
JOS 24:19 Josua sprach zum Volk: Ihr knnt dem HERRN nicht dienen; denn er 
ist ein heiliger Gott, ein eifriger Gott, der eure bertretungen und 
Snden nicht dulden wird.
JOS 24:20 Wenn ihr den HERRN verlasset und fremden Gttern dienet, so wird 
er sich von euch abwenden und euch bles tun und euch aufreiben, nachdem 
er euch Gutes getan hat.
JOS 24:21 Da sprach das Volk zu Josua: Nein; denn wir wollen dem HERRN 
dienen!
JOS 24:22 Da sprach Josua zum Volk: Ihr seid Zeugen gegen euch, da ihr 
euch den HERRN erwhlt habt, um ihm zu dienen! Und sie sprachen: Ja, wir 
sind Zeugen!
JOS 24:23 So tut nun von euch [sprach er,] die fremden Gtter, die unter 
euch sind, und neiget euer Herz zu dem HERRN, dem Gott Israels!
JOS 24:24 Und das Volk sprach zu Josua: Wir wollen dem HERRN, unserm Gott, 
dienen und seiner Stimme gehorsam sein!
JOS 24:25 Also machte Josua an jenem Tag einen Bund mit dem Volk und legte 
ihnen Satzungen und Rechte vor zu Sichem.
JOS 24:26 Und Josua schrieb diese Worte in das Gesetzbuch Gottes, und er 
nahm einen groen Stein und richtete ihn daselbst auf unter der Eiche, die 
bei dem Heiligtum des HERRN war.
JOS 24:27 Und Josua sprach zum ganzen Volk: Siehe, dieser Stein soll Zeuge 
gegen uns sein; denn er hat alle Reden gehrt, welche der HERR mit uns 
geredet hat, und er soll Zeuge gegen euch sein, da ihr euren Gott nicht 
verleugnet!
JOS 24:28 Also entlie Josua das Volk, einen jeden in sein Erbteil.
JOS 24:29 Und es begab sich nach diesen Geschichten, da Josua, der Sohn 
Nuns, der Knecht des HERRN, starb, als er hundertundzehn Jahre alt war.
JOS 24:30 Und man begrub ihn im Gebiet seines Erbteils, zu Timnat-Serach, 
das auf dem Gebirge Ephraim liegt, nrdlich vom Berge Gaasch.
JOS 24:31 Und die Kinder Israel dienten dem HERRN, solange Josua lebte und 
die ltesten, welche Josua berlebten, die auch alle Werke des HERRN 
wuten, welche er an Israel getan hatte.
JOS 24:32 Und die Gebeine Josephs, welche die Kinder Israel aus gypten 
heraufgebracht hatten, begruben sie zu Sichem in dem Stck Land, welches 
Jakob von den Kindern Hemors, des Vaters Sichems, um hundert Kesita 
gekauft hatte und das zum Erbteil der Kinder Joseph gehrte.
JOS 24:33 Eleasar, der Sohn Aarons, starb auch, und sie begruben ihn zu 
Gibea, [der Stadt] seines Sohnes Pinehas, die ihm auf dem Gebirge Ephraim 
gegeben worden war.
JDG 1:1 Nach dem Tode Josuas fragten die Kinder Israel den HERRN und 
sprachen: Wer von uns soll zuerst ausziehen, den Krieg gegen die 
Kanaaniter zu beginnen?
JDG 1:2 Der HERR sprach: Juda soll ausziehen! Siehe, ich habe das Land in 
seine Hand gegeben.
JDG 1:3 Da sprach Juda zu seinem Bruder Simeon: Zieh mit mir hinauf in 
mein Los und la uns wider die Kanaaniter streiten, so will ich auch mit 
dir in dein Los ziehen! Also zog Simeon mit ihm.
JDG 1:4 Als nun Juda hinaufzog, gab der HERR die Kanaaniter und Pheresiter 
in ihre Hand, und sie schlugen dieselben bei Besek, zehntausend Mann.
JDG 1:5 Und als sie den Adoni-Besek zu Besek fanden, stritten sie wider 
ihn und schlugen die Kanaaniter und Pheresiter.
JDG 1:6 Und Adoni-Besek floh; aber sie jagten ihm nach und ergriffen ihn 
und hieben ihm die Daumen und die groen Zehen ab.
JDG 1:7 Da sprach Adoni-Besek: Siebzig Knige mit abgehauenen Daumen und 
groen Zehen lasen [ihr Brot] auf unter meinem Tisch. Wie ich getan habe, 
so hat mir Gott wieder vergolten! Und man brachte ihn gen Jerusalem; 
daselbst starb er.
JDG 1:8 Aber die Kinder Juda stritten wider Jerusalem und eroberten es und 
schlugen die Einwohner mit der Schrfe des Schwertes und steckten die 
Stadt in Brand.
JDG 1:9 Darnach zogen die Kinder Juda hinab, um wider die Kanaaniter zu 
streiten, die auf dem Gebirge und im Sden und in der Ebene wohnten.
JDG 1:10 Juda zog auch wider die Kanaaniter, die zu Hebron wohnten; Hebron 
aber hie vor Zeiten Kirjat-Arba; und sie schlugen Sesai und Achiman und 
Talmai.
JDG 1:11 Von dort zogen sie wider die Einwohner von Debir; Debir aber hie 
vor Zeiten Kirjat-Sepher.
JDG 1:12 Und Kaleb sprach: Wer Kirjat-Sepher schlgt und erobert, dem will 
ich meine Tochter Achsa zum Weibe geben!
JDG 1:13 Da gewann sie Otniel, der Sohn Kenas, Kalebs jngerer Bruder. Und 
er gab ihm seine Tochter zum Weibe.
JDG 1:14 Und es begab sich, als sie einzog, trieb sie ihn, von ihrem Vater 
ein Feld zu fordern. Und sie sprang vom Esel. Da sprach Kaleb zu ihr: Was 
willst du?
JDG 1:15 Sie sprach: Gib mir einen Segen! Denn du hast mir ein im Sden 
gelegenes Land gegeben; gib mir auch Wasserquellen! Da gab ihr Kaleb die 
obern und die untern Quellen.
JDG 1:16 Und die Kinder des Keniters, des Schwiegervaters Moses, waren mit 
den Kindern Juda aus der Palmenstadt in die Wste Juda hinaufgezogen, 
welche sdlich von Arad liegt; und so gingen sie hin und wohnten bei dem 
Volk.
JDG 1:17 Juda aber zog hin mit seinem Bruder Simeon; und sie schlugen die 
Kanaaniter, welche in Zephat wohnten, und vollstreckten an ihnen den Bann 
und nannten die Stadt Horma.
JDG 1:18 Dazu eroberte Juda Gaza samt seinem Gebiet, und Askalon samt 
seinem Gebiet, und Ekron samt seinem Gebiet.
JDG 1:19 Und der HERR war mit Juda, so da er das Gebirge eroberte; aber 
die Bewohner der Ebene vermochte er nicht zu vertreiben; denn sie hatten 
eiserne Wagen.
JDG 1:20 Und sie gaben dem Kaleb Hebron, wie Mose gesagt hatte; der 
vertrieb daraus die drei Shne Enaks.
JDG 1:21 Aber die Kinder Benjamin vertrieben die Jebusiter nicht, die zu 
Jerusalem wohnten; sondern die Jebusiter wohnten bei den Kindern Benjamin 
zu Jerusalem bis auf diesen Tag.
JDG 1:22 Auch das Haus Joseph zog hinauf, gen Bethel, und der HERR war mit 
ihnen.
JDG 1:23 Und das Haus Joseph lie Bethel auskundschaften; die Stadt hie 
frher Lus.
JDG 1:24 Und die Spher sahen einen Mann aus der Stadt herauskommen und 
sprachen zu ihm: Zeige uns doch, wo wir in die Stadt eindringen knnen, so 
wollen wir dir Gnade erweisen!
JDG 1:25 Da zeigte er ihnen, wo die Stadt zugnglich war, und sie schlugen 
die Stadt mit der Schrfe des Schwertes; den Mann aber und sein ganzes 
Geschlecht lieen sie gehen.
JDG 1:26 Da zog der Mann in das Land der Hetiter und baute eine Stadt und 
hie sie Lus; das ist ihr Name bis auf den heutigen Tag.
JDG 1:27 Manasse aber vertrieb die Einwohner von Beth-Sean und seinen 
Drfern nicht, auch weder diejenigen von Taenach und seinen Drfern, noch 
die Bewohner von Dor und seinen Drfern, noch die Bewohner von Jibleam und 
seinen Drfern, noch die Bewohner von Megiddo und seinen Drfern; sondern 
es gelang den Kanaanitern, in demselben Lande zu bleiben.
JDG 1:28 Als aber Israel erstarkte, machte es die Kanaaniter 
fronpflichtig; aber vertreiben konnte es sie nicht.
JDG 1:29 Auch Ephraim vertrieb die Kanaaniter nicht, die zu Geser wohnten; 
sondern die Kanaaniter blieben in Geser unter ihnen.
JDG 1:30 Sebulon vertrieb die Bewohner von Kitron nicht, auch nicht die 
Bewohner von Nahalol; daher wohnten die Kanaaniter unter ihnen und wurden 
fronpflichtig.
JDG 1:31 Asser vertrieb die Bewohner von Akko nicht, auch nicht die 
Bewohner von Zidon, Achelab, Achsib, Chelba, Aphik und Rechob;
JDG 1:32 sondern Asser wohnte unter den Kanaanitern, die im Lande blieben; 
denn man vertrieb sie nicht.
JDG 1:33 Naphtali vertrieb weder die Bewohner von Beth-Semes noch die 
Einwohner von Beth-Anat, sondern wohnte unter den Kanaanitern, die das 
Land bewohnten; aber die Bewohner zu Beth-Semes und Beth-Anat wurden ihnen 
fronpflichtig.
JDG 1:34 Und die Amoriter drngten die Kinder Dan auf das Gebirge zurck 
und lieen sie nicht in die Ebene herabkommen.
JDG 1:35 Und es gelang den Amoritern, in Har-Heres, in Ajalon und in 
Saalbim zu bleiben; aber die Hand des Hauses Joseph ward ihnen zu schwer, 
und sie wurden fronpflichtig.
JDG 1:36 Und das Gebiet der Amoriter zog sich vom Skorpionensteig von Sela 
an aufwrts.
JDG 2:1 Aber der Engel des HERRN kam von Gilgal herauf nach Bochim und 
sprach: Ich habe euch aus gypten heraufgefhrt und in das Land gebracht, 
das ich euren Vtern zugeschworen habe; und ich sagte, ich wolle meinen 
Bund mit euch nicht aufheben ewiglich;
JDG 2:2 ihr aber sollt mit den Einwohnern dieses Landes keinen Bund 
machen, sondern ihre Altre zerbrechen. Aber ihr habt meiner Stimme nicht 
gehorcht! Warum habt ihr es doch getan?
JDG 2:3 So habe ich nun auch gesagt: Ich will sie vor euch nicht 
vertreiben, damit sie euch zu Dornen und ihre Gtter euch zum Fallstrick 
werden!
JDG 2:4 Da nun der Engel des HERRN solche Worte zu allen Kindern Israel 
redete, erhob das Volk seine Stimme und weinte.
JDG 2:5 Daher hieen sie den Ort Bochim und opferten daselbst dem HERRN.
JDG 2:6 Als nmlich Josua das Volk entlassen hatte, zogen die Kinder 
Israel ein jeder in sein Erbteil, um das Land in Besitz zu nehmen.
JDG 2:7 Und das Volk diente dem HERRN, solange Josua lebte und solange die 
ltesten da waren, die Josua berlebten, welche alle die groen Werke des 
HERRN gesehen hatten, die er an Israel getan.
JDG 2:8 Als aber Josua, der Sohn Nuns, der Knecht des HERRN, im Alter von 
hundertundzehn Jahren gestorben war,
JDG 2:9 begruben sie ihn im Gebiet seines Erbteils, zu Timnat-Heres, auf 
dem Gebirge Ephraim, nrdlich vom Berge Gaasch.
JDG 2:10 Und als auch jenes ganze Geschlecht zu seinen Vtern versammelt 
war, kam ein anderes Geschlecht nach ihnen auf, welches den HERRN nicht 
kannte, noch die Werke, die er an Israel getan.
JDG 2:11 Da taten die Kinder Israel, was bel war vor dem HERRN, und 
dienten den Baalen
JDG 2:12 und verlieen den HERRN, den Gott ihrer Vter, der sie aus 
gyptenland gefhrt hatte, und folgten andern Gttern nach, den Gttern 
der Vlker, die um sie her wohnten, und beteten sie an und erzrnten den 
HERRN;
JDG 2:13 denn sie verlieen den HERRN und dienten dem Baal und den 
Astarten.
JDG 2:14 Da ergrimmte der Zorn des HERRN ber Israel, und er gab sie in 
die Hand von Rubern, die sie beraubten, und verkaufte sie in die Hand 
ihrer Feinde ringsum, so da sie ihren Feinden nicht mehr widerstehen 
konnten.
JDG 2:15 berall, wohin sie zogen, war die Hand des HERRN gegen sie zum 
Unglck, wie der HERR ihnen gesagt und wie der HERR ihnen geschworen 
hatte; so wurden sie hart bedrngt.
JDG 2:16 Doch erweckte der HERR Richter, die sie aus den Hnden ihrer 
Ruber erretteten;
JDG 2:17 aber auch ihren Richtern gehorchten sie nicht, sondern buhlten 
mit andern Gttern und beteten sie an und wichen bald von dem Wege, darauf 
ihre Vter im Gehorsam gegen die Gebote des HERRN gegangen waren; sie 
taten nicht ebenso.
JDG 2:18 Wenn aber der HERR ihnen Richter erweckte, so war der HERR mit 
dem Richter und errettete sie aus der Hand ihrer Feinde, solange der 
Richter lebte; denn der HERR erbarmte sich wegen ihrer Wehklage ber ihre 
Bedrnger und Unterdrcker.
JDG 2:19 Wenn aber der Richter starb, so handelten sie wiederum 
verderblicher als ihre Vter, indem sie andern Gttern nachfolgten, um 
ihnen zu dienen und sie anzubeten; sie lieen nicht ab von ihrem Vornehmen 
und ihrem halsstarrigen Wesen.
JDG 2:20 Darum entbrannte der Zorn des HERRN ber Israel, und er sprach: 
Weil dieses Volk meinen Bund bertreten hat, den ich ihren Vtern geboten 
habe, und sie meiner Stimme nicht folgen,
JDG 2:21 so will auch ich forthin niemand mehr von den Vlkern, die Josua 
bei seinem Tod briggelassen hat, vor ihnen vertreiben,
JDG 2:22 damit ich Israel durch sie prfe, ob sie auf dem Wege des HERRN 
verbleiben und darin wandeln werden, wie ihre Vter darauf verblieben 
sind, oder nicht.
JDG 2:23 Also lie der HERR diese Vlker verbleiben und vertrieb sie nicht 
eilends, wie er sie auch nicht in Josuas Hand gegeben hatte.
JDG 3:1 Das sind aber die Vlker, die der HERR brigbleiben lie, um durch 
sie alle diejenigen Israeliten zu prfen, welche alle die Kmpfe um Kanaan 
nicht erfahren hatten;
JDG 3:2 nur um den Geschlechtern der Kinder Israel davon Kenntnis zu geben 
und sie die Kriegfhrung zu lehren, weil sie zuvor nichts davon wuten:
JDG 3:3 die fnf Frsten der Philister und alle Kanaaniter und Zidonier 
und Heviter, die auf dem Gebirge Libanon wohnten, vom Berge Baal-Hermon an 
bis dorthin, wo man gen Hamat kommt.
JDG 3:4 [Dieselben verblieben,] damit Israel durch sie geprft werde, auf 
da kund wrde, ob sie den Geboten des HERRN folgen wrden, die er ihren 
Vtern durch Mose geboten hatte.
JDG 3:5 Als nun die Kinder Israel unter den Kanaanitern, Hetitern, 
Amoritern, Pheresitern, Hevitern und Jebusitern wohnten,
JDG 3:6 nahmen sie deren Tchter zu Weibern und gaben ihre Tchter den 
Shnen derselben und dienten ihren Gttern.
JDG 3:7 Und die Kinder Israel taten, was bel war vor dem HERRN und 
vergaen des HERRN, ihres Gottes, und dienten den Baalen und Astarten.
JDG 3:8 Da ergrimmte der Zorn des HERRN ber Israel; und er verkaufte sie 
unter die Hand Kuschan-Rischataims, des Knigs von Mesopotamien; und die 
Kinder Israel dienten dem Kuschan-Rischataim acht Jahre lang.
JDG 3:9 Da schrieen die Kinder Israel zum HERRN. Und der HERR erweckte 
ihnen einen Retter, der sie erlste: Otniel, den Sohn Kenas, Kalebs 
jngeren Bruder.
JDG 3:10 Und der Geist des HERRN kam ber ihn, und er richtete Israel und 
zog aus zum Streit. Und der HERR gab den Knig von Mesopotamien, Kuschan-
Rischataim, in seine Hand, so da seine Hand ber Kuschan-Rischataim zu 
stark wurde.
JDG 3:11 Da hatte das Land vierzig Jahre lang Ruhe. Als aber Otniel, der 
Sohn Kenas, starb,
JDG 3:12 da taten die Kinder Israel wieder, was vor dem HERRN bel war. Da 
strkte der HERR Eglon, den Knig der Moabiter, gegen die Kinder Israel, 
weil sie taten, was vor dem HERRN bel war.
JDG 3:13 Und er sammelte um sich die Kinder Ammon und die Amalekiter und 
zog hin und schlug Israel und nahm die Palmenstadt ein.
JDG 3:14 Und die Kinder Israel dienten Eglon, dem Knig der Moabiter, 
achtzehn Jahre lang.
JDG 3:15 Da schrieen sie zum HERRN. Und der HERR erweckte ihnen einen 
Retter, Ehud, den Sohn Geras, einen Benjaminiten; der war lahm an seiner 
rechten Hand. Und die Kinder Israel sandten durch ihn Geschenke an Eglon, 
den Knig der Moabiter.
JDG 3:16 Da machte Ehud ein zweischneidiges Schwert, eine Elle lang, und 
grtete es unter seinem Kleid an seine rechte Hfte;
JDG 3:17 und so brachte er Eglon, dem Knig der Moabiter, das Geschenk. 
Eglon aber war ein sehr fetter Mann.
JDG 3:18 Als er nun die berreichung des Geschenkes vollzogen hatte, lie 
er die Leute gehen, welche das Geschenk getragen hatten;
JDG 3:19 er selbst aber kehrte um bei den Gtzen zu Gilgal und sprach zum 
Knig: Ich habe dir, o Knig, etwas Geheimes zu sagen! Er aber sprach: 
Schweig! Und alle, die um ihn her standen, gingen von ihm hinaus. Da kam 
Ehud zu ihm hinein.
JDG 3:20 Er aber sa allein in seinem khlen Sller. Und Ehud sprach: Ein 
Wort Gottes habe ich an dich! Da stand er von seinem Thron auf.
JDG 3:21 Ehud aber reckte seine linke Hand aus und nahm das Schwert von 
seiner rechten Hfte uns stie es ihm in den Bauch,
JDG 3:22 so da auch der Griff der Klinge hineinfuhr und das Fett sich um 
die Klinge schlo; denn er zog das Schwert nicht aus seinem Bauch, so da 
es ihm hinten hinausging.
JDG 3:23 Darnach ging Ehud hinaus in den Vorsaal und schlo die Tre des 
Sllers hinter sich zu und verriegelte sie.
JDG 3:24 Als er nun hinausgegangen war, kamen die Diener; als sie aber 
sahen, da die Tre des Sllers verschlossen war, sprachen sie: Gewi 
deckt er seine Fe in dem khlen Gemach!
JDG 3:25 Und sie warteten so lange, bis sie sich dessen schmten; und 
siehe, niemand tat die Tre des Sllers auf; da nahmen sie den Schlssel 
und schlossen auf; und siehe, da lag ihr Herr tot auf der Erde!
JDG 3:26 Ehud aber war entronnen, whrend sie so zgerten, und ging an den 
Gtzen vorber und entrann nach Seira.
JDG 3:27 Und als er heimkam, blies er die Posaune auf dem Gebirge Ephraim, 
und die Kinder Israel zogen mit ihm vom Gebirge herab, und er vor ihnen 
her.
JDG 3:28 Und er sprach zu ihnen: Folget mir nach, denn der HERR hat die 
Moabiter, eure Feinde, in eure Hand gegeben! Und sie folgten ihm und 
gewannen die Furten des Jordan gegen Moab hin und lieen niemand hinber;
JDG 3:29 und sie schlugen die Moabiter zu jener Zeit, bei zehntausend 
Mann, alles wohlbeleibte und streitbare Mnner, da nicht einer entrann.
JDG 3:30 Also wurden zu jener Zeit die Moabiter unter die Hand der Kinder 
Israel gebracht; und das Land hatte Ruhe, achtzig Jahre lang.
JDG 3:31 Nach ihm trat Samgar, der Sohn Anats, auf; der schlug 
sechshundert Philister mit einem Ochsenstecken; und auch er errettete 
Israel.
JDG 4:1 Als aber Ehud gestorben war, taten die Kinder Israel wieder, was 
bse war vor dem HERRN.
JDG 4:2 Da verkaufte sie der HERR in die Hand Jabins, des Knigs der 
Kanaaniter, der zu Hazor regierte; und sein Feldhauptmann war Sisera, 
welcher in Charoset-der Heiden wohnte.
JDG 4:3 Da schrieen die Kinder Israel zum HERRN; denn er hatte neunhundert 
eiserne Wagen, und er zwang die Kinder Israel mit Gewalt zwanzig Jahre 
lang.
JDG 4:4 Debora, eine Prophetin, das Weib Lapidots, richtete Israel zu 
jener Zeit.
JDG 4:5 Und sie sa unter der Palme Debora zwischen Rama und Bethel, auf 
dem Gebirge Ephraim, und die Kinder Israel kamen zu ihr hinauf vor Gericht.
JDG 4:6 Dieselbe sandte hin und lie Barak rufen, den Sohn Abinoams, von 
Kedesch-Naphtali, und sprach zu ihm: Hat nicht der HERR, der Gott Israels, 
geboten: Gehe hin und ziehe auf den Berg Tabor; und nimm mit dir 
zehntausend Mann von den Kindern Naphtali und von den Kindern Sebulon!
JDG 4:7 Denn ich will Sisera, den Feldhauptmann Jabins, mit seinen Wagen 
und mit seinen Haufen zu dir an den Bach Kison ziehen lassen und ihn in 
deine Hand geben.
JDG 4:8 Barak sprach zu ihr: wenn du mit mir gehst, so will ich gehen; 
gehst du aber nicht mit mir, so gehe ich nicht!
JDG 4:9 Sie sprach: Ich will freilich mit dir gehen; aber der Ruhm des 
Weges, den du gehst, wird nicht dir zufallen; denn der HERR wird Sisera in 
die Hand eines Weibes bergeben. Also machte sich Debora auf und zog mit 
Barak gen Kedesch.
JDG 4:10 Da berief Barak Sebulon und Naphtali nach Kedesch und zog mit 
zehntausend Mann zu Fu hinauf; Debora zog auch mit ihm hinauf.
JDG 4:11 Heber aber, der Keniter, hatte sich von den Kenitern, den Shnen 
Hobabs, des Schwiegervaters Moses, getrennt und hatte seine Htte bei dem 
Eichenwalde Zaanaim neben Kedesch aufgeschlagen.
JDG 4:12 Da ward dem Sisera angezeigt, da Barak, der Sohn Abinoams, auf 
den Berg Tabor gezogen sei.
JDG 4:13 Und Sisera berief alle seine Wagen, neunhundert eiserne Wagen und 
alles Volk, das mit ihm war, von Charoset-der Heiden an den Bach Kison.
JDG 4:14 Debora aber sprach zu Barak: Mache dich auf! Denn das ist der 
Tag, da der HERR den Sisera in deine Hand gegeben hat; ist nicht der HERR 
vor dir ausgezogen? Da stieg Barak vom Berge Tabor hinunter und die 
zehntausend Mann hinter ihm her.
JDG 4:15 Und der HERR brachte Sisera samt allen seinen Wagen und seinem 
ganzen Heer durch die Schrfe des Schwertes vor Barak in Verwirrung, so 
da Sisera von seinem Wagen sprang und zu Fu floh.
JDG 4:16 Barak aber jagte den Wagen und dem Heere nach bis gen Charoset-
der Heiden; und das ganze Heer Siseras fiel durch die Schrfe des 
Schwertes, da nicht einer brigblieb.
JDG 4:17 Sisera aber floh zu Fu zum Zelte Jaels, des Weibes Hebers, des 
Keniters; denn Jabin, der Knig von Hazor, und das Haus Hebers, des 
Keniters, hatten Frieden miteinander.
JDG 4:18 Jael aber ging heraus, dem Sisera entgegen, und sprach zu ihm: 
Kehre ein, mein Herr, kehre ein zu mir und frchte dich nicht! Und er 
kehrte bei ihr ein ins Zelt, und sie deckte ihn mit einer Decke zu.
JDG 4:19 Er aber sprach zu ihr: Gib mir doch ein wenig Wasser zu trinken; 
denn mich drstet! Da ffnete sie den Milchschlauch und gab ihm zu trinken 
und deckte ihn [wieder] zu.
JDG 4:20 Und er sprach zu ihr: Stelle dich unter die Zelttr, und wenn 
jemand kommt und dich fragt und spricht: Ist jemand hier? so sage: Nein!
JDG 4:21 Da nahm Jael, das Weib Hebers, einen Zeltpflock und einen Hammer 
zur Hand und ging leise zu ihm hinein und schlug ihm den Pflock durch die 
Schlfe, so da er in die Erde drang. Er aber war vor Mdigkeit fest 
eingeschlafen; und er starb.
JDG 4:22 Siehe, da kam Barak, der den Sisera verfolgte; Jael aber ging 
hinaus, ihm entgegen, und sprach zu ihm: Komm her, ich will dir den Mann 
zeigen, den du suchst! Und als er zu ihr hineinkam, lag Sisera tot da, und 
der Pflock steckte in seiner Schlfe.
JDG 4:23 Also demtigte Gott zu jener Zeit Jabin, den Knig der 
Kanaaniter, vor den Kindern Israel.
JDG 4:24 Und die Hand der Kinder Israel lastete je lnger je schwerer ber 
Jabin, dem Knig der Kanaaniter, bis sie ihn ausrotteten.
JDG 5:1 Da sangen Debora und Barak, der Sohn des Abinoams, in jener Zeit 
und sprachen:
JDG 5:2 Lobet den HERRN, da Fhrer in Israel anfhrten, da willig sich 
zeigte das Volk!
JDG 5:3 Hret zu, ihr Knige, merket auf, ihr Frsten! Ich will, ja ich 
will dem HERRN singen! Dem HERRN, dem Gott Israels, will ich spielen.
JDG 5:4 O HERR, als du von Seir auszogest, als du einhergingst vom Gefilde 
Edom, da erzitterte die Erde und der Himmel troff, ja die Wolken troffen 
vom Wasser.
JDG 5:5 Die Berge zerflossen vor dem HERRN, der Sinai dort zerflo vor dem 
HERRN, dem Gott Israels.
JDG 5:6 Zu den Zeiten Samgars, des Sohnes Anats, zu den Zeiten Jaels waren 
die Wege verdet; und die auf Pfaden wandelten, gingen krumme Wege.
JDG 5:7 Es mangelten Fhrer in Israel, sie mangelten, bis ich, Debora, 
aufstand, bis ich aufstand, eine Mutter in Israel.
JDG 5:8 Israel erwhlte neue Gtter, da war Krieg in ihren Toren, und kaum 
ein Schild oder Speer zu sehen unter Vierzigtausend in Israel!
JDG 5:9 Mein Herz gehrt den Regenten Israels, den Freiwilligen unter dem 
Volke. Lobet den HERRN!
JDG 5:10 Die ihr auf schnen Eselinnen reitet, die ihr auf Decken sitzet, 
und die ihr auf dem Wege gehet, denket nach!
JDG 5:11 Trotz des Schreiens der Zerstrer soll man daselbst, an den 
Brunnen, preisen die gerechten Taten des HERRN, die gerechten Taten seines 
Fhrers in Israel. Dann soll zu den Toren hinabsteigen das Volk des HERRN.
JDG 5:12 Wohlauf, wohlauf, Debora; wohlauf, wohlauf, und singe ein Lied! 
Mache dich auf, Barak, und fhre deine Gefangenen ab, du Sohn Abinoams!
JDG 5:13 Da stieg hinunter der berrest der Edlen des Volkes, der HERR 
selbst fuhr herab unter den Helden.
JDG 5:14 Von Ephraim zogen herab, deren Wurzeln in Amalek waren; hinter 
dir her Benjamin inmitten deiner Volksstmme; von Machir kamen 
Befehlshaber, und von Sebulon, die den Zhlstab handhabten.
JDG 5:15 Auch meine Frsten von Issaschar hielten es mit Debora; und 
Issaschar ward wie Barak ins Tal gesandt, folgte ihm auf dem Fue nach. An 
den Bchen Rubens gab es schwere Herzensentschlsse.
JDG 5:16 Warum bist du zwischen den Hrden geblieben, um das Blken der 
Herde zu hren? An den Bchen Rubens gab es schwere Herzenserwgungen.
JDG 5:17 Gilead verblieb jenseits des Jordan, und warum hielt sich Dan bei 
den Schiffen auf? Asser sa am Gestade des Meeres und verblieb an seinen 
Buchten.
JDG 5:18 Sebulon aber ist das Volk, das sein Leben dem Tode preisgibt; 
auch Naphtali auf den Anhhen des Feldes.
JDG 5:19 Die Knige kamen und stritten; da stritten die Knige der 
Kanaaniter zu Taanach am Wasser Megiddo. Beute in Silber machten sie nicht.
JDG 5:20 Die Sterne am Himmel kmpften mit, sie verlieen ihre Bahnen und 
stritten wider Sisera.
JDG 5:21 Der Bach Kison ri sie fort, der feindliche Bach, der Bach Kison. 
Meine Seele, tritt krftig auf!
JDG 5:22 Da stampften die Hufe der Rosse von dem Jagen, dem Jagen seiner 
Edlen.
JDG 5:23 Verfluchet die Stadt Meros, sprach der Engel des HERRN; ja, 
fluchet sehr ihren Brgern! Weil sie dem HERRN nicht zu Hilfe gekommen 
sind, dem HERRN zu Hilfe mit den Helden!
JDG 5:24 Gepriesen sei Jael vor allen Weibern, das Weib Hebers, des 
Keniters; gepriesen sei sie vor allen Weibern im Zelte!
JDG 5:25 Milch gab sie, als er Wasser forderte, Butter brachte sie in 
prchtiger Schale.
JDG 5:26 Sie streckte ihre Hand aus nach dem Pflock, ihre Rechte nach dem 
schweren Hammer. Sie hmmerte den Sisera; sie durchschlug sein Haupt, 
zermalmte und durchbohrte seine Schlfe.
JDG 5:27 Er krmmte sich zu ihren Fen, fiel nieder und lag da; zu ihren 
Fen krmmte er sich und fiel; wo er niedergesunken war, da blieb er 
liegen.
JDG 5:28 Die Mutter Siseras sah durchs Fenster und schrie klagend durchs 
Gitter: Warum kommt sein Wagen so lange nicht? Warum versptet sich also 
sein Gespann?
JDG 5:29 Die Klugen unter ihren Frstinnen antworteten. Und auch sie 
beantwortet sich ihre Fragen so:
JDG 5:30 Sollten sie nicht Beute finden und verteilen? Ein oder zwei 
Weiber fr jeden Mann? Beute von bunten Kleidern fr Sisera? Beute von 
bunt gewirkten Kleidern, doppelt gewirktes buntes Zeug fr die Hlse der 
Geraubten?
JDG 5:31 Also mssen umkommen, o HERR, alle deine Feinde; die aber Ihn 
lieben, mssen sein wie die Sonne, wenn sie aufgeht in ihrer Macht! Und 
das Land hatte Ruhe, vierzig Jahre lang.
JDG 6:1 Die Kinder Israel taten, was bse war vor dem HERRN; da gab sie 
der HERR in die Hand der Midianiter, sieben Jahre lang.
JDG 6:2 Und als die Hand der Midianiter zu stark ward ber Israel, machten 
die Kinder Israel zum Schutz vor den Midianitern Schlupfwinkel in den 
Bergen, Hhlen und Burgen.
JDG 6:3 Und es geschah, wenn Israel etwas gest hatte, so kamen die 
Midianiter und Amalekiter und die Morgenlnder wider sie herauf
JDG 6:4 und lagerten sich wider sie und verderbten das Gewchs des Landes 
bis hin gen Gaza und lieen keine Lebensmittel brig in Israel, auch keine 
Schafe, Ochsen und Esel;
JDG 6:5 denn sie kamen samt ihrem Vieh und ihren Zelten herauf wie eine 
groe Menge Heuschrecken, so da weder sie noch ihre Kamele zu zhlen 
waren, und fielen ins Land ein, um es zu verheeren.
JDG 6:6 Also wurde Israel durch die Midianiter sehr geschwcht. Da 
schrieen die Kinder Israel zum HERRN.
JDG 6:7 Als aber die Kinder Israel um der Midianiter willen zum HERRN 
schrieen,
JDG 6:8 sandte der HERR einen Propheten zu den Kindern Israel, der sprach 
zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe euch aus gypten 
gefhrt und aus dem Diensthause gebracht
JDG 6:9 und habe euch errettet von der gypter Hand und von der Hand aller 
derer, die euch drngten, und ich habe dieselben vor euch her ausgestoen 
und euch ihr Land gegeben; und ich sprach zu euch:
JDG 6:10 Ich bin der HERR, euer Gott; verehret die Gtter der Amoriter 
nicht, in deren Lande ihr wohnt! Aber ihr habt meiner Stimme nicht 
gehorcht.
JDG 6:11 Und der Engel des HERRN kam und setzte sich unter eine Eiche zu 
Ophra, die gehrte Joas, dem Abiesriter, und sein Sohn Gideon drosch 
Weizen in der Kelter, um ihn vor den Midianitern in Sicherheit zu bringen.
JDG 6:12 Da erschien ihm der Engel des HERRN und sprach zu ihm: Der HERR 
ist mit dir, du streitbarer Held!
JDG 6:13 Gideon aber sprach zu ihm: Ach, mein Herr, wenn der HERR mit uns 
ist, warum ist uns denn solches alles widerfahren? Und wo sind alle seine 
Wunder, von denen uns unsre Vter erzhlten, indem sie sprachen: Hat der 
HERR uns nicht aus gypten gefhrt? Nun aber hat uns der HERR verlassen 
und in die Hand der Midianiter gegeben!
JDG 6:14 Der HERR aber wandte sich zu ihm und sprach: Gehe hin in dieser 
deiner Kraft, du sollst Israel erretten aus der Midianiter Hand! Habe Ich 
dich nicht gesandt?
JDG 6:15 Er aber sprach zu ihm: Ach, mein Herr, womit soll ich Israel 
erretten? Siehe, mein Geschlecht ist das geringste in Manasse, und ich bin 
der Kleinste in meines Vaters Hause!
JDG 6:16 Der HERR aber sprach zu ihm: Weil Ich mit dir sein will, wirst du 
die Midianiter schlagen wie einen einzigen Mann!
JDG 6:17 Er aber sprach zu ihm: Habe ich denn Gnade vor dir gefunden, so 
gib mir ein Zeichen, da du es bist, der mit mir redet.
JDG 6:18 Weiche doch nicht von hier, bis ich wieder zu dir komme und mein 
Speisopfer bringe und es dir vorsetze! Er sprach: Ich will bleiben, bis du 
wiederkommst!
JDG 6:19 Und Gideon ging hin und rstete ein Ziegenbcklein zu und 
ungesuertes Brot von einem Epha Mehl, legte das Fleisch in einen Korb und 
tat die Brhe in eine Topf und brachte es zu ihm heraus unter die Eiche 
und legte es ihm vor.
JDG 6:20 Aber der Engel Gottes sprach zu ihm: Nimm das Fleisch und das 
ungesuerte Brot und lege es auf den Felsen, der hier ist, und gie die 
Brhe darber! Und er tat also.
JDG 6:21 Da streckte der Engel des HERRN die Spitze des Stabes aus, den er 
in der Hand hatte, und berhrte damit das Fleisch und das ungesuerte 
Brot. Da ging Feuer auf von dem Fels und verzehrte das Fleisch und das 
Ungesuerte. Und der Engel des HERRN verschwand vor seinen Augen.
JDG 6:22 Als nun Gideon sah, da es der Engel des HERRN war, sprach er: 
Wehe, mein Herr, HERR! Habe ich also den Engel des HERRN von Angesicht zu 
Angesicht gesehen?
JDG 6:23 Aber der HERR sprach zu ihm: Friede sei mit dir! Frchte dich 
nicht, du wirst nicht sterben!
JDG 6:24 Da baute Gideon dem HERRN daselbst einen Altar und hie ihn: Der 
HERR ist Friede; der steht noch bis auf den heutigen Tag zu Ophra der 
Abiesriter.
JDG 6:25 Und in jener Nacht sprach der HERR zu ihm: Nimm den Farren, den 
Stier, der deinem Vater gehrt, und [zwar] den zweiten Farren, der 
siebenjhrig ist, und zerbrich den Altar Baals, der deinem Vater gehrt, 
und haue die Astarte um, die dabei ist,
JDG 6:26 und baue dem HERRN, deinem Gott, oben auf der Hhe dieses Felsens 
durch Aufschichtung einen Altar; und nimm den zweiten Farren und opfere 
ein Brandopfer mit dem Holz der Astarte, die du umhauen wirst.
JDG 6:27 Da nahm Gideon zehn Mnner aus seinen Knechten und tat, wie der 
HERR ihm gesagt hatte; weil er sich aber frchtete, solches bei Tag zu 
tun, vor seines Vaters Hause und vor den Leuten der Stadt, tat er es bei 
Nacht.
JDG 6:28 Als nun die Leute der Stadt am Morgen frh aufstanden, siehe, da 
war der Altar Baals zerbrochen und die Astarte dabei umgehauen, und der 
zweite Farre war ein Brandopfer auf dem neuerbauten Altar.
JDG 6:29 Da sprachen sie zueinander: Wer hat das getan? Und als sie 
forschten und nachfragten, ward gesagt: Gideon, der Sohn des Joas, hat es 
getan!
JDG 6:30 Da sprachen die Leute der Stadt zu Joas: Gib deinen Sohn heraus, 
er mu sterben, weil er den Altar Baals zerbrochen und die Astarte daneben 
umgehauen hat.
JDG 6:31 Joas aber sprach zu allen, die gegen ihn aufstanden: Wollt ihr 
fr Baal hadern? Wollt ihr in erretten? Wer fr ihn hadert, der soll bis 
morgen sterben! Ist er Gott, so rche er sich selbst, da sein Altar 
zerbrochen ist!
JDG 6:32 Von dem Tage an hie man ihn Jerub-Baal! indem man sprach: Es 
hadere Baal mit ihm, weil er seinen Altar zerbrochen hat!
JDG 6:33 Als nun die Midianiter und die Amalekiter und die Morgenlnder 
sich vereinigt hatten und herbergezogen waren und sich in der Ebene 
Jesreel lagerten,
JDG 6:34 da rstete der Geist des HERRN den Gideon aus; und er lie die 
Posaune blasen und rief dem Hause Abieser, da sie ihm nachfolgten;
JDG 6:35 und er sandte Botschaft in ganz Manasse, denen rief er auch, da 
sie ihm nachfolgen sollten; und er sandte Botschaft nach Asser und Sebulon 
und Naphtali; die zogen ihnen auch entgegen.
JDG 6:36 Und Gideon sprach zu Gott: Willst du Israel durch meine Hand 
retten, wie du gesagt hast,
JDG 6:37 siehe, so will ich ein Schaffell auf die Tenne legen; wird der 
Tau nur auf dem Fell sein, der ganze Boden ringsum aber trocken bleiben, 
so werde ich merken, da du Israel durch meine Hand erretten wirst, wie du 
gesagt hast.
JDG 6:38 Und es geschah also; denn als er am andren Morgen frh aufstand 
und das Fell ausdrckte, da konnte er Tau aus dem Fell pressen, eine ganze 
Schale voll.
JDG 6:39 Und Gideon sprach zu Gott: Dein Zorn entbrenne nicht wider mich, 
da ich noch einmal rede; ich will es nur noch einmal versuchen mit dem 
Fell: Das Fell allein mge trocken bleiben und Tau liegen auf dem ganzen 
brigen Boden!
JDG 6:40 Und Gott tat also in jener Nacht, allein das Fell blieb trocken, 
und Tau lag auf dem ganzen brigen Boden.
JDG 7:1 Da machte sich Jerub-Baal, das ist Gideon, frh auf mit allem 
Volk, das bei ihm war, und sie lagerten sich bei dem Brunnen Harod; das 
Lager der Midianiter aber befand sich nrdlich von ihm, beim Hgel More, 
in der Ebene.
JDG 7:2 Der HERR aber sprach zu Gideon: Des Volks ist zu viel, das bei dir 
ist, als da ich Midian in seine Hand geben knnte. Israel mchte sich 
sonst wider mich rhmen und sagen: Meine Hand hat mir geholfen!
JDG 7:3 So la nun vor den Ohren des Volkes ausrufen und sagen: Wer sich 
frchtet und wem graut, der kehre um und flchte eilends vom Gebirge 
Gilead! Da kehrten von dem Volk um bei zweiundzwanzigtausend, so da nur 
zehntausend brigblieben.
JDG 7:4 Und der HERR sprach zu Gideon: Des Volkes ist noch zu viel! Fhre 
sie hinab an das Wasser; daselbst will ich dir sie prfen; und von welchem 
ich dir sagen werde, da er mit dir ziehen soll, der soll mit dir ziehen, 
von welchem ich aber sagen werde, da er nicht mit dir ziehen soll, der 
soll nicht ziehen.
JDG 7:5 Und er fhrte das Volk an das Wasser hinab. Und der HERR sprach zu 
Gideon: Wer mit seiner Zunge von dem Wasser leckt, wie ein Hund leckt, den 
stelle besonders; desgleichen, wer auf seine Knie fllt, um zu trinken!
JDG 7:6 Da war die Zahl derer, die von der Hand in den Mund geleckt 
hatten, dreihundert Mann; alles brige Volk war auf die Knie gefallen, um 
Wasser zu trinken.
JDG 7:7 Und der HERR sprach zu Gideon: Durch die dreihundert, die geleckt 
haben, will ich euch erretten und die Midianiter in deine Hand geben; aber 
das ganze brige Volk soll nach Hause gehen.
JDG 7:8 Und sie nahmen die Zehrung des Volkes an sich und ihre Posaunen; 
aber die andern Israeliten lie er alle gehen, einen jeden in seine Htte; 
und er behielt bei sich die dreihundert Mann. Das Lager der Midianiter 
aber war unter ihm, in der Ebene.
JDG 7:9 Und der HERR sprach in derselben Nacht zu ihm: Steh auf und geh 
ins Lager hinab; denn ich habe es in deine Hand gegeben!
JDG 7:10 Frchtest du dich aber hinabzugehen, so la deinen Burschen Pura 
mit dir ins Lager hinuntersteigen,
JDG 7:11 damit du hrst, was sie reden. Dann werden deine Hnde erstarken, 
da du gegen das Lager hinabziehen wirst. Da stieg Gideon mit seinem 
Burschen Pura hinunter, bis zu den uersten Vorposten, die zum Lager 
gehrten.
JDG 7:12 Die Midianiter aber und die Amalekiter und alle Morgenlnder 
waren in die Ebene eingefallen wie eine Menge Heuschrecken; und ihre 
Kamele waren vor Menge nicht zu zhlen, wie der Sand am Gestade des Meeres.
JDG 7:13 Als nun Gideon kam, siehe, da erzhlte einer dem andern einen 
Traum und sprach: Siehe, ich habe einen Traum gehabt; und siehe, ein 
Gerstenbrotkuchen wlzte sich zum Lager der Midianiter; und als er an die 
Zelte kam, schlug er dieselben und warf sie nieder und kehrte sie um, das 
Oberste zuunterst, da die Zelte dalagen.
JDG 7:14 Da antwortete der andere: Das ist nichts anderes als das Schwert 
Gideons, des Sohnes des Joas, des Israeliten: Gott hat die Midianiter samt 
dem ganzen Lager in seine Hand gegeben!
JDG 7:15 Als nun Gideon die Erzhlung des Traumes und seine Auslegung 
hrte, betete er an und kehrte wieder in das Lager Israels zurck und 
sprach: Macht euch auf! denn der HERR hat das Lager der Midianiter in eure 
Hand gegeben.
JDG 7:16 Und er teilte die dreihundert Mann in drei Haufen und gab ihnen 
allen Posaunen in die Hand und leere Krge und brennende Fackeln darin
JDG 7:17 und sprach zu ihnen: Seht auf mich, und tut ebenso! Siehe, wenn 
ich an den Rand des Heerlagers komme, so tut auch ihr, wie ich tue.
JDG 7:18 Wenn ich und alle, die mit mir sind, in die Posaune stoen, so 
sollt auch ihr rings um das ganze Lager in die Posaune stoen und rufen: 
Fr den HERRN und Gideon!
JDG 7:19 Als nun Gideon und die hundert Mann, die bei ihm waren, an den 
Rand des Heerlagers kamen, zu Beginn der mittleren Nachtwache, da man eben 
die Wachen aufgestellt hatte, stieen sie in die Posaunen und zerschlugen 
die Krge in ihren Hnden.
JDG 7:20 Da stieen alle drei Haufen in die Posaunen und zerbrachen die 
Krge. Sie hielten aber mit ihrer linken Hand die Fackeln und in ihrer 
rechten Hand die Posaunen, und sie bliesen und riefen: Schwert fr den 
HERRN und Gideon!
JDG 7:21 Und es blieb ein jeder an seinem Platze stehen um das Lager her; 
aber das ganze Lager schrie und floh.
JDG 7:22 Denn whrend die dreihundert die Posaunen bliesen, richtete der 
HERR in dem ganzen Lager eines jeden Schwert wider den andern. Und das 
Heer floh bis Beth-Sitta, gegen Zererat, bis an das Ufer von Abel-Mechola, 
bei Tabbat.
JDG 7:23 Und die Mnner Israels von Naphtali und Asser und von ganz 
Manasse wurden aufgeboten und jagten den Midianitern nach.
JDG 7:24 Und Gideon hatte Boten auf das ganze Gebirge Ephraim gesandt und 
sagen lassen: Kommet herab, den Midianitern entgegen, und besetzet vor 
ihnen das Wasser bis gen Beth-Bara, nmlich den Jordan! Da wurden alle 
Mnner von Ephraim aufgeboten und gewannen vor ihnen das Wasser bis gen 
Beth-Bara und besetzten den Jordan.
JDG 7:25 Und sie fingen zwei Frsten der Midianiter, Oreb und Seb; und sie 
tteten Oreb auf dem Felsen Oreb, und Seb in der Kelter Seb, und 
verfolgten die Midianiter und brachten die Kpfe Orebs und Sebs zu Gideon 
ber den Jordan.
JDG 8:1 Aber die Mnner von Ephraim sprachen zu ihm: Warum hast du uns das 
angetan, da du uns nicht riefst, als du wider die Midianiter in den 
Streit zogest? Und sie zankten heftig mit ihm.
JDG 8:2 Er aber sprach zu ihnen: Was habe ich jetzt getan, das eurer Tat 
gleich wre? Ist nicht die Nachlese Ephraims besser als der ganze Herbst 
Abiesers?
JDG 8:3 Gott hat die Frsten der Midianiter, Oreb und Seb, in eure Hand 
gegeben; wie htte ich tun knnen, was ihr getan habt? Als er solches 
redete, lie ihr Zorn von ihm ab.
JDG 8:4 Als nun Gideon an den Jordan kam, ging er hinber mit den 
dreihundert Mann, die bei ihm waren; die waren mde und jagten gleichwohl 
nach.
JDG 8:5 Und er sprach zu den Leuten zu Sukkot: Gebt doch dem Volk, das bei 
mir ist, etliche Laibe Brot, denn sie sind mde, und ich jage den Knigen 
der Midianiter, Sebach und Zalmunna, nach.
JDG 8:6 Aber die Obersten zu Sukkot sprachen: Ist denn die Faust Sebachs 
und Zalmunnas schon in deiner Hand, da wir deinem Heer Brot geben sollen?
JDG 8:7 Gideon sprach: Wohlan, wenn der HERR den Sebach und Zalmunna in 
meine Hand gibt, so will ich euer Fleisch mit Dornen aus der Wste und mit 
Disteln dreschen!
JDG 8:8 Und er zog von dort nach Pnuel hinauf und redete mit ihnen in 
gleicher Weise. Und die Leute von Pnuel antworteten ihm wie die zu Sukkot.
JDG 8:9 Da sprach er auch zu den Leuten von Pnuel: Komme ich mit Frieden 
wieder, so will ich diesen Turm zerbrechen!
JDG 8:10 Aber Sebach und Zalmunna waren mit ihrem Heer in Karkor, etwa 
fnfzehntausend, der ganze Rest vom Heer der Morgenlnder; denn 
hundertundzwanzigtausend, die das Schwert ziehen konnten, waren gefallen.
JDG 8:11 Und Gideon zog hinauf auf der Strae derer, die in Zelten wohnen 
stlich von Nobach und Jogbeha, und schlug das Lager, denn das Heer war 
sorglos.
JDG 8:12 Und als Sebach und Zalmunna flohen, jagte er ihnen nach und fing 
die beiden Knige der Midianiter, Sebach und Zalmunna, und versprengte das 
ganze Heer.
JDG 8:13 Und Gideon, der Sohn des Joas, kehrte um von der Schlacht beim 
Aufstieg von Cheres.
JDG 8:14 Und er fing einen Knaben von den Leuten zu Sukkot auf und fragte 
ihn aus; der schrieb ihm die Obersten zu Sukkot und ihre ltesten auf, 
siebenundsiebzig Mann.
JDG 8:15 Und er kam zu den Leuten von Sukkot und sprach: Siehe, hier sind 
Sebach und Zalmunna, derenwegen ihr meiner gespottet und gesprochen habt: 
Ist denn die Faust Sebachs und Zalmunnas schon in deiner Hand, da wir 
deinen Leuten, die mde sind, Brot geben sollten?
JDG 8:16 Und er nahm die ltesten der Stadt und Dornen aus der Wste und 
Disteln und zchtigte die Leute zu Sukkot mit denselben.
JDG 8:17 Den Turm zu Pnuel aber zerbrach er und ttete die Leute der Stadt.
JDG 8:18 Und er sprach zu Sebach und Zalmunna: Wie waren die Mnner, die 
ihr zu Tabor ttetet? Sie sprachen: Sie waren wie du, ein jeder so schn 
wie Knigskinder,
JDG 8:19 Er aber sprach: Das sind meine Brder, meiner Mutter Shne 
gewesen; so wahr der HERR lebt, wenn ihr die httet leben lassen, so 
wollte ich euch nicht tten!
JDG 8:20 Und er sprach zu seinem erstgebornen Sohn Jeter: Stehe auf und 
schlage sie! Aber der Knabe zog sein Schwert nicht; denn er frchtete 
sich, weil er noch jung war.
JDG 8:21 Sebach aber und Zalmunna sprachen zu Gideon: Stehe du auf und 
schlage uns; denn wie der Mann, so seine Kraft! Da stand Gideon auf und 
ttete Sebach und Zalmunna und nahm die Mndchen, die an den Hlsen ihrer 
Kamele waren.
JDG 8:22 Da sprachen die Mnner Israels zu Gideon: herrsche ber uns, du 
und dein Sohn und deines Sohnes Sohn, weil du uns aus der Hand der 
Midianiter errettet hast!
JDG 8:23 Aber Gideon sprach zu ihnen: Ich will nicht ber euch herrschen; 
mein Sohn soll auch nicht ber euch herrschen, der HERR soll ber euch 
herrschen!
JDG 8:24 Aber Gideon sprach zu ihnen: Eins bitte ich von euch: Gebt mir 
ein jeder einen Nasenring, den er erbeutet hat! Denn weil sie Ismaeliter 
waren, hatten sie goldene Nasenringe.
JDG 8:25 Sie sprachen: Die wollen wir geben! Und sie breiteten ein Kleid 
aus, und ein jeder warf einen Nasenring von der Beute darauf.
JDG 8:26 Und die goldenen Nasenringe, die er forderte, betrugen an Gewicht 
tausendsiebenhundert Schekel Gold, ohne die Mndchen und Ohrengehnge und 
Purpurkleider, welche die Knige der Midianiter getragen hatten, und ohne 
die Halsbnder ihrer Kamele.
JDG 8:27 Und Gideon machte ein Ephod daraus und setzte es in seine Stadt 
zu Ophra. Und ganz Israel buhlte demselben nach daselbst. Und das geriet 
Gideon und seinem Hause zum Fallstrick.
JDG 8:28 Die Midianiter aber waren vor den Kindern Israel gedemtigt und 
hoben ihr Haupt nicht mehr empor; und das Land hatte vierzig Jahre lang 
Ruhe, solange Gideon lebte.
JDG 8:29 Und Jerub-Baal, der Sohn des Joas, ging hin und wohnte in seinem 
Hause.
JDG 8:30 Gideon aber hatte siebzig Shne, die aus seinen Lenden gekommen 
waren, denn er hatte viele Weiber.
JDG 8:31 Und sein Kebsweib, das er zu Sichem hatte, gebar ihm auch einen 
Sohn, dem gab er den Namen Abimelech.
JDG 8:32 Und Gideon, der Sohn des Joas, starb in gutem Alter und ward zu 
Ophra begraben, in dem Grabe seines Vaters Joas, des Abiesriters.
JDG 8:33 Als aber Gideon gestorben war, kehrten die Kinder Israel um und 
buhlten [wieder] den Baalen nach und machten Baal-Berit zu ihrem Gott.
JDG 8:34 Also gedachten die Kinder Israel nicht an den HERRN, ihren Gott, 
der sie von der Hand aller ihrer Feinde ringsum errettet hatte,
JDG 8:35 und taten nicht Barmherzigkeit an dem Hause Jerub-Baal Gideons, 
trotz allen Wohltaten, die er an Israel getan.
JDG 9:1 Abimelech aber, der Sohn Jerub-Baals, ging hin nach Sichem, zu den 
Brdern seiner Mutter, und redete mit ihnen und mit dem ganzen Geschlecht 
des Vaterhauses seiner Mutter und sprach:
JDG 9:2 Redet doch vor den Ohren aller Brger von Sichem: Was ist besser 
fr euch, da siebzig Mnner, alle Kinder Jerub-Baals, ber euch 
Herrschen, oder da ein Mann ber euch herrsche? Denket auch daran, da 
ich euer Gebein und Fleisch bin!
JDG 9:3 Da redeten die Brder seiner Mutter alle seine Worte vor den Ohren 
aller Brger von Sichem. Und ihr Herz neigte sich gegen Abimelech; denn 
sie sagten: Er ist unser Bruder!
JDG 9:4 Und sie gaben ihm siebzig Silberlinge aus dem Hause des Baal-
Berit. Und Abimelech dingte damit mige und leichtfertige Mnner, die ihm 
nachfolgten.
JDG 9:5 Und er kam in seines Vaters Haus nach Ophra und ttete seine 
Brder, die Shne Jerub-Baals, siebzig Mnner auf einem Stein. Jotam aber, 
der jngste Sohn Jerub-Baals, blieb brig; denn er hatte sich versteckt.
JDG 9:6 Und alle Brger von Sichem und das ganze Haus Millo versammelten 
sich und gingen hin und machten Abimelech zum Knig bei der Eiche des 
Denkmals, die zu Sichem steht.
JDG 9:7 Als solches Jotam angesagt ward, ging er hin und trat auf die Hhe 
des Berges Garizim und erhob seine Stimme, rief und sprach zu ihnen: Hrt 
mir zu, ihr Brger von Sichem, so wird Gott auch auf euch hren!
JDG 9:8 Die Bume gingen hin, um einen Knig ber sich zu salben, und 
sprachen zum lbaum: Sei unser Knig!
JDG 9:9 Aber der lbaum antwortete ihnen: Soll ich meine Fettigkeit 
lassen, die Gtter und Menschen an mir preisen, und hingehen, um ber den 
Bumen zu schweben?
JDG 9:10 Da sprachen die Bume zum Feigenbaum: Komm du und sei Knig ber 
uns!
JDG 9:11 Aber der Feigenbaum sprach zu ihnen: Soll ich meine Sigkeit und 
meine gute Frucht lassen und hingehen, um ber den Bumen zu schweben?
JDG 9:12 Da sprachen die Bume zum Weinstock: Komm du und sei unser Knig!
JDG 9:13 Aber der Weinstock sprach zu ihnen: Soll ich meinen Most lassen, 
der Gtter und Menschen erfreut, und hingehen, um ber den Bumen zu 
schweben?
JDG 9:14 Da sprachen alle Bume zum Dornbusch: Komm du und sei Knig ber 
uns!
JDG 9:15 Und der Dornbusch sprach zu den Bumen: Wollt ihr mich wirklich 
zum Knig ber euch salben, so kommt und nehmt Zuflucht unter meinem 
Schatten! Wo nicht, so gehe Feuer aus vom Dornbusch und verzehre die 
Zedern Libanons!
JDG 9:16 Habt ihr nun treu und redlich gehandelt damit, da ihr Abimelech 
zum Knig gemacht habt, und habt ihr wohl getan an Jerub-Baal und an 
seinem Hause, und habt ihr ihm getan, wie er es um euch verdient hat
JDG 9:17 er, mein Vater, der fr euch gestritten und seine Seele 
preisgegeben hat, da er euch von der Hand der Midianiter errettete;
JDG 9:18 whrend ihr euch heute wider meines Vaters Haus aufgelehnt und 
seine Kinder erwrgt habt, siebzig Mnner auf einem Stein, und den 
Abimelech, den Sohn seiner Magd, ber die Brger zu Sichem zum Knig 
gemacht habt, weil er euer Bruder ist;
JDG 9:19 habt ihr also an diesem Tage an Jerub-Baal und an seinem Hause 
treu und redlich gehandelt, so erlebet Freude an Abimelech, und er erlebe 
Freude an euch!
JDG 9:20 Wo aber nicht, so gehe Feuer aus von Abimelech und verzehre die 
Brger von Sichem und das Haus Millo; und es gehe auch Feuer aus von den 
Brgern von Sichem und vom Hause Millo und verzehre den Abimelech!
JDG 9:21 Darnach floh Jotam und entwich und ging nach Beer und wohnte 
daselbst, aus Furcht vor seinem Bruder Abimelech.
JDG 9:22 Als nun Abimelech drei Jahre lang ber Israel geherrscht hatte,
JDG 9:23 sandte Gott einen bsen Geist zwischen Abimelech und die Brger 
von Sichem; und die Mnner von Sichem fielen von Abimelech ab,
JDG 9:24 auf da der an den siebzig Shnen Jerub-Baals begangene Frevel 
und ihr Blut ber ihren Bruder Abimelech kme, der sie ermordet hatte, und 
auf ihn gelegt wrde, auch ber die Brger von Sichem, die seine Hnde 
gestrkt hatten, da er seine Brder erwrgte.
JDG 9:25 Und die Brger von Sichem bestellten Wegelagerer auf den Hhen 
der Berge, die beraubten alle, welche auf der Strae bei ihnen 
vorberwandelten. Und es ward dem Abimelech angesagt.
JDG 9:26 Gaal aber, der Sohn Ebeds, und seine Brder kamen und siedelten 
nach Sichem ber; und die Brger von Sichem verlieen sich auf ihn
JDG 9:27 und zogen hinaus aufs Feld und lasen ihre Weinberge ab und 
kelterten und feierten ein Erntefest und gingen in ihres Gottes Haus und 
aen und tranken und fluchten dem Abimelech.
JDG 9:28 Und Gaal, der Sohn Ebeds, sprach: Wer ist Abimelech? Und wer ist 
Sichem, da wir ihm dienen sollten? Ist er nicht der Sohn Jerub-Baals, und 
Sebul sein Vogt? Dienet den Mnnern Hemors, des Vaters Sichems! Denn warum 
sollten wir jenem dienen?
JDG 9:29 Wre doch dieses Volk unter meiner Hand, so wollte ich den 
Abimelech wegschaffen! Und es ward dem Abimelech gesagt: Rcke mit 
zahlreicher Mannschaft aus!
JDG 9:30 Als aber Sebul, der Oberste der Stadt, die Worte Gaals, des 
Sohnes Ebeds, hrte, entbrannte sein Zorn;
JDG 9:31 und er sandte insgeheim Botschaft zu Abimelech und lie ihm 
sagen: Siehe, Gaal, der Sohn Ebeds, und seine Brder sind nach Sichem 
gekommen, und siehe, sie wiegeln die Stadt gegen dich auf!
JDG 9:32 So mache dich nun auf bei Nacht, du und das Volk, das bei dir 
ist, und lege dich auf dem Felde in den Hinterhalt.
JDG 9:33 Und am Morgen, wenn die Sonne aufgeht, mache dich frh auf und 
berfalle die Stadt; wenn dann er und das Volk, das bei ihm ist, dir 
entgegenziehen, so tue mit ihm, wie es deine Hand vorfindet.
JDG 9:34 Da stand Abimelech bei Nacht auf, und alles Volk, das bei ihm 
war, und sie stellten einen Hinterhalt gegen Sichem in vier Abteilungen.
JDG 9:35 Da zog Gaal, der Sohn Ebeds, heraus, und trat an den Eingang des 
Stadttors. Aber Abimelech samt dem Volk, das mit ihm war, machte sich auf 
aus dem Hinterhalt.
JDG 9:36 Als nun Gaal das Volk sah, sprach er zu Sebul: Siehe, da kommen 
Leute von der Hhe des Gebirges herab! Sebul aber sprach zu ihm: Du siehst 
den Schatten der Berge fr Leute an!
JDG 9:37 Aber Gaal versicherte nochmals und sprach: Siehe, Leute kommen 
von der Hhe des Landes herab, und eine Abteilung kommt auf dem Weg von 
der Zaubereiche her!
JDG 9:38 Da sprach Sebul zu ihm: Wo ist nun dein Maul, damit du sagtest: 
Wer ist Abimelech, da wir ihm dienen sollten? Ist nicht dies das Volk, 
welches du verachtet hast? Zieh nun aus und streite mit ihm!
JDG 9:39 Gaal zog aus vor den Brgern zu Sichem und stritt mit Abimelech.
JDG 9:40 Aber Abimelech jagte ihn, so da er vor ihm floh, und es fiel 
eine Menge Erschlagener bis an den Eingang des Tores.
JDG 9:41 Und Abimelech verblieb zu Aruma; Sebul aber vertrieb den Gaal und 
seine Brder, so da sie nicht zu Sichem verbleiben konnten.
JDG 9:42 Am andern Morgen aber ging das Volk aufs Feld hinaus, und es ward 
dem Abimelech angesagt.
JDG 9:43 Da nahm er das Heer und machte drei Abteilungen und lauerte im 
Feld. Als er nun sah, da das Volk aus der Stadt ging, fiel er sie an und 
schlug sie.
JDG 9:44 Denn Abimelech und der Heeresteil, der bei ihm war, berfielen 
sie und traten an den Eingang des Stadttors; die zwei andern Abteilungen 
aber berfielen alle, die auf dem Felde waren, und schlugen sie.
JDG 9:45 Da stritt Abimelech wider die Stadt jenen ganzen Tag und eroberte 
sie und erwrgte das Volk, das darin war, und zerstrte die Stadt und 
streute Salz darauf.
JDG 9:46 Als solches die Insassen der Burg von Sichem hrten, gingen sie 
in das Gewlbe des Hauses ihres Gottes Berit.
JDG 9:47 Als aber Abimelech hrte, da sich alle Insassen der Burg von 
Sichem versammelt hatten,
JDG 9:48 ging er mit all seinem Volk, das bei ihm war, auf den Berg Zalmon 
und nahm eine Axt zur Hand und hieb einen Ast von den Bumen und hob ihn 
auf und legte ihn auf seine Achsel und sprach zu allem Volk, das mit ihm 
war: Was ihr mich habt tun sehen, das tut eilends auch!
JDG 9:49 Da hieb auch alles Volk ein jeder einen Ast ab, und sie folgten 
Abimelech nach und legten sie an das Gewlbe und steckten damit die Burg 
in Brand, so da alle Leute der Burg von Sichem starben, etwa tausend 
Mnner und Weiber.
JDG 9:50 Abimelech aber zog gen Tebez und belagerte Tebez und eroberte es.
JDG 9:51 Aber mitten in der Stadt war ein starker Turm; auf denselben 
flohen alle Mnner und Weiber und alle Brger der Stadt und schlossen 
hinter sich zu, und stiegen auf das Dach des Turmes.
JDG 9:52 Da kam Abimelech bis zum Turm und bestrmte ihn und nahte sich 
der Tr des Turms, um ihn in Brand zu stecken.
JDG 9:53 Aber ein Weib warf ein Stck von einem Mhlstein dem Abimelech 
auf den Kopf und zerschmetterte ihm den Schdel.
JDG 9:54 Da rief Abimelech eilends seinen Waffentrger und sprach zu ihm: 
Ziehe dein Schwert und tte mich, da man nicht von mir sage: Ein Weib hat 
ihn ermordet! Da durchstach ihn sein Diener, und er starb.
JDG 9:55 Als aber die Israeliten sahen, da Abimelech tot war, ging ein 
jeder an seinen Ort.
JDG 9:56 Also zahlte Gott dem Abimelech das bel heim, das er an seinem 
Vater getan hatte, als er seine siebzig Brder ermordete.
JDG 9:57 Desgleichen vergalt Gott alle Bosheit der Mnner von Sichem auf 
ihren Kopf; und der Fluch Jotams, des Sohnes Jerub-Baals, kam ber sie.
JDG 10:1 Nach Abimelech stand Tola, ein Sohn Puas, des Sohnes Dodos, ein 
Mann von Issaschar auf, um Israel zu helfen. Und er wohnte zu Samir auf 
dem Gebirge Ephraim.
JDG 10:2 Und er richtete Israel dreiundzwanzig Jahre lang. Darnach starb 
er und ward begraben zu Samir.
JDG 10:3 Nach ihm stand Jair, ein Gileaditer, auf und richtete Israel 
zweiundzwanzig Jahre lang.
JDG 10:4 Er hatte dreiig Shne, auf dreiig Eselsfllen reitend, und sie 
hatten dreiig Stdte, die hieen Jairs-Drfer bis auf diesen Tag und 
liegen im Lande Gilead.
JDG 10:5 Und Jair starb und ward begraben zu Kamon.
JDG 10:6 Aber die Kinder Israel taten ferner, was vor dem HERRN bse war, 
und dienten den Baalen und Astarten und den Gttern der Syrer und den 
Gttern der Zidonier und den Gttern der Moabiter und den Gttern der 
Philister und verlieen den HERRN und dienten ihm nicht.
JDG 10:7 Da ergrimmte der Zorn des HERRN ber Israel, und er verkaufte sie 
unter die Hand der Philister und Ammoniter.
JDG 10:8 Und sie zertraten und zerschlugen die Kinder Israel in jenem Jahr 
und hernach achtzehn Jahre lang, alle Kinder Israel jenseits des Jordan im 
Lande der Amoriter, in Gilead.
JDG 10:9 Dazu zogen die Kinder Ammon ber den Jordan und stritten wider 
Juda und wider Benjamin und wider das Haus Ehpraim, so da Israel sehr 
gengstigt war.
JDG 10:10 Da schrieen die Kinder Israel zum HERRN und sprachen: Wir haben 
an dir gesndigt, denn wir haben unsern Gott verlassen und den Baalen 
gedient!
JDG 10:11 Aber der HERR sprach zu den Kindern Israel: Haben euch nicht 
auch die gypter, die Amoriter, die Kinder Ammon, die Philister, die 
Zidonier,
JDG 10:12 die Amalekiter und die Maoniter bezwungen? Und habe ich euch 
nicht aus ihren Hnden errettet, als ihr zu mir schrieet?
JDG 10:13 Dennoch habt ihr mich verlassen und andern Gttern gedient; 
darum will ich euch nicht mehr helfen!
JDG 10:14 Gehet hin und schreit zu den Gttern, die ihr erwhlt habt; die 
sollen euch retten zur Zeit eurer Not!
JDG 10:15 Aber die Kinder Israel sprachen zum HERRN: Wir haben gesndigt; 
tue du uns, was dir gefllt; nur errette uns noch zu dieser Zeit!
JDG 10:16 Und sie taten die fremden Gtter von sich und dienten dem HERRN. 
Da ward er unwillig ber Israels Ungemach.
JDG 10:17 Und die Kinder Ammon wurden zusammengerufen und lagerten sich zu 
Mizpa.
JDG 10:18 Aber das Volk, die Obersten von Gilead, sprachen zueinander: Wer 
will den Kampf wider die Kinder Ammon beginnen? Der soll das Haupt sein 
ber alle Einwohner von Gilead!
JDG 11:1 Nun war Jephtah, der Gileaditer, ein streitbarer Held, aber der 
Sohn einer Dirne; und zwar hatte Gilead den Jephtah gezeugt.
JDG 11:2 Als aber das Weib Gileads ihm Shne gebar und die Shne dieses 
Weibes gro wurden, stieen sie den Jephtah aus und sprachen zu ihm: Du 
sollst nicht erben in unsres Vaters Haus; denn du bist der Sohn eines 
andern Weibes!
JDG 11:3 Da floh Jephtah vor seinen Brdern und wohnte im Lande Tob. Und 
es versammelten sich zu ihm mige Mnner und zogen mit ihm aus.
JDG 11:4 Und es geschah nach Jahren, da die Kinder Ammon mit Israel 
stritten.
JDG 11:5 Als nun die Kinder Ammon mit Israel stritten, gingen die ltesten 
von Gilead hin, um Jephtah aus dem Lande Tob zu holen.
JDG 11:6 Und sie sprachen zu Jephtah: Komm und sei unser Hauptmann, wir 
wollen die Kinder Ammon bekmpfen!
JDG 11:7 Aber Jephtah sprach zu den ltesten von Gilead: Habt ihr mich 
nicht einst gehat und aus meines Vaters Hause gestoen? Warum kommt ihr 
jetzt zu mir, da ihr in Not seid?
JDG 11:8 Die ltesten von Gilead sprachen zu Jephtah: Darum haben wir uns 
nun an dich gewandt, da du mit uns gehest und wider die Kinder Ammon 
streitest und unser Haupt seiest, ber alle, die in Gilead wohnen.
JDG 11:9 Jephtah sprach zu den ltesten von Gilead: Wenn ihr mich zum 
Kampfe wider die Kinder Ammon zurckverlanget und der HERR sie vor mir 
preisgibt, so will ich euer Haupt sein.
JDG 11:10 Die ltesten von Gilead sprachen zu Jephtah: Der HERR sei Zeuge 
zwischen uns, wenn wir nicht also tun, wie du gesagt hast!
JDG 11:11 Da ging Jephtah mit den ltesten von Gilead, und das Volk setzte 
ihn zum Haupt und Frsten ber sich. Und Jephtah redete solches alles vor 
dem HERRN zu Mizpa.
JDG 11:12 Da sandte Jephtah Botschaft zu dem Knig der Kinder Ammon und 
lie ihm sagen: Was hast du mit mir zu schaffen, da du zu mir kommst, 
wider mein Land zu streiten?
JDG 11:13 Der Knig der Kinder Ammon antwortete den Boten Jephtahs: Weil 
Israel mein Land genommen hat, als es aus gypten zog, vom Arnon bis an 
den Jabbok und bis an den Jordan. So gib es mir nun in Frieden wieder 
zurck!
JDG 11:14 Jephtah aber sandte nochmals Boten zu dem Knige der Kinder 
Ammon.
JDG 11:15 Die sprachen zu ihm: So spricht Jephtah: Israel hat kein Land 
genommen, weder den Moabitern, noch den Kindern Ammon.
JDG 11:16 Denn als sie aus gypten zogen, wandelte Israel durch die Wste 
bis an das Schilfmeer und kam gen Kadesch.
JDG 11:17 Da sandte Israel Boten zum Knig der Edomiter und sprach: La 
mich doch durch dein Land ziehen! Aber der Knig der Edomiter erhrte sie 
nicht. Auch zum Knig der Moabiter sandten sie; der wollte auch nicht.
JDG 11:18 Also verblieb Israel in Kadesch und wandelte in der Wste und 
umzog das Land der Edomiter und das Land der Moabiter und kam vom Aufgang 
der Sonne an das Land der Moabiter und lagerte sich jenseits des Arnon und 
kam nicht ins Gebiet der Moabiter; denn der Arnon ist die Grenze der 
Moabiter.
JDG 11:19 Und Israel sandte Boten zu Sihon, dem Knig der Amoriter, dem 
Knig zu Hesbon, und Israel lie ihm sagen: La uns doch durch dein Land 
bis zu meinem Ort ziehen!
JDG 11:20 Aber Sihon getraute sich nicht, Israel durch sein Gebiet ziehen 
zu lassen, sondern versammelte all sein Volk und lagerte sich zu Jahza und 
stritt mit Israel.
JDG 11:21 Der HERR aber, der Gott Israels, gab den Sihon mit allem seinem 
Volk in die Hand Israels, so da sie dieselben schlugen. Also nahm Israel 
das ganze Land der Amoriter ein, die in jenem Lande wohnten.
JDG 11:22 Und sie nahmen das ganze Gebiet der Amoriter ein, vom Arnon bis 
an den Jabbok, und von der Wste bis an den Jordan.
JDG 11:23 So hat nun der HERR, der Gott Israels, die Amoriter vor seinem 
Volk Israel vertrieben; und du willst es vertreiben?
JDG 11:24 Ist es nicht also: wenn dein Gott Kamos dir etwas einzunehmen 
gbe, du nhmest es ein? Was nun der HERR, unser Gott, uns gegeben hat, 
da wir es einnehmen, das werden wir behalten!
JDG 11:25 Oder bist du etwa besser als Balak, der Sohn Zippors, der Knig 
der Moabiter? Hat derselbe auch je mit Israel gerechtet oder gestritten?
JDG 11:26 Da nun Israel dreihundert Jahre lang in Hesbon und seinen 
Drfern, in Aroer und seinen Drfern und in allen Stdten, die am Arnon 
liegen, gewohnt hat, warum nahmet ihr sie ihnen nicht weg whrend dieser 
Zeit?
JDG 11:27 Ich habe nicht gegen dich gesndigt; und du tust so bel an mir, 
da du wider mich streitest? Mge der HERR, der Richter, heute ein Urteil 
fllen zwischen den Kindern Israel und den Kindern Ammon!
JDG 11:28 Aber der Knig der Kinder Ammon hrte nicht auf die Worte 
Jephtahs, die er ihm sagen lie.
JDG 11:29 Da kam der Geist des HERRN auf Jephtah; der zog durch Gilead und 
Manasse und durch Mizpa, das in Gilead liegt; und von Mizpa, das in Gilead 
liegt, zog er gegen die Kinder Ammon.
JDG 11:30 Und Jephtah tat dem HERRN ein Gelbde und sprach: Gibst du die 
Kinder Ammon in meine Hand,
JDG 11:31 so soll das, was zu meiner Haustr heraus mir entgegenkommt, 
wenn ich in Frieden von den Kindern Ammon wiederkehre, dem HERRN gehren, 
und ich will es zum Brandopfer darbringen.
JDG 11:32 Also zog Jephtah gegen die Kinder Ammon, um wider sie zu 
streiten. Und der HERR gab sie in seine Hand.
JDG 11:33 Und er schlug sie von Aroer an, bis man gen Minnit kommt, 
zwanzig Stdte, und bis gen Abel-Keramin, in einer sehr groen Schlacht. 
Also wurden die Kinder Ammon von den Kindern Israel gedemtigt.
JDG 11:34 Als nun Jephtah nach Mizpa zu seinem Hause kam, siehe, da trat 
seine Tochter heraus, ihm entgegen, mit Handpauken und Reigen; sie war 
aber sein einziges Kind, und er hatte sonst weder Sohn noch Tochter.
JDG 11:35 Und als er sie sah, zerri er seine Kleider und sprach: Ach, 
meine Tochter, wie tief beugst du mich nieder und betrbst du mich! Denn 
ich habe meinen Mund dem HERRN gegenber aufgetan und kann es nicht 
widerrufen!
JDG 11:36 Sie aber sprach zu ihm: Mein Vater, hast du deinen Mund dem 
HERRN gegenber aufgetan, so tue an mir, wie es aus deinem Munde gegangen 
ist, nachdem der HERR dich an deinen Feinden, den Kindern Ammon, gercht 
hat!
JDG 11:37 Und sie sprach zu ihrem Vater: Das werde mir gestattet, da du 
mich zwei Monate lang verschonest, damit ich auf die Berge steigen und 
ber meine Ehelosigkeit mit meinen Freundinnen weinen kann.
JDG 11:38 Er sprach: Gehe hin! Und er lie sie zwei Monate lang frei. Da 
ging sie hin mit ihren Gespielen und weinte auf den Bergen ber ihre 
Ehelosigkeit.
JDG 11:39 Und nach zwei Monaten kam sie wieder zu ihrem Vater. Und er tat 
ihr, wie er gelobt hatte. Und sie war noch mit keinem Mann bekannt gewesen.
JDG 11:40 Daher ward es Brauch in Israel, da die Tchter Israels jhrlich 
hingehen, um die Tochter Jephtahs, des Gileaditers, zu besingen, vier Tage 
im Jahre.
JDG 12:1 Aber die Mnner von Ephraim versammelten sich und zogen nach 
Zaphon und sprachen zu Jephtah: Warum bist du wider die Kinder Ammon in 
den Streit gezogen und hast uns nicht gerufen, da wir mit dir zgen? Wir 
wollen dein Haus samt dir mit Feuer verbrennen!
JDG 12:2 Jephtah sprach zu ihnen: Ich und mein Volk hatten einen schweren 
Streit mit den Kindern Ammon, und ich schrie zu euch, aber ihr halfet mir 
nicht aus ihrer Hand.
JDG 12:3 Als ich nun sah, da bei euch keine Hilfe war, setzte ich mein 
Leben daran und zog hin wider die Kinder Ammon, und der HERR gab sie in 
meine Hand. Warum kommt ihr heute zu mir herauf, um wider mich zu streiten?
JDG 12:4 Und Jephtah versammelte alle Mnner von Gilead und stritt wider 
Ephraim. Und die Mnner von Gilead schlugen Ephraim, weil sie gesagt 
hatten: Ihr seid ephraimitische Flchtlinge; Gilead liegt zwischen Ephraim 
und Manasse!
JDG 12:5 Und die Gileaditer besetzten die Furt des Jordan vor Ephraim. 
Wenn nun die flchtenden Ephraimiter sprachen: La mich hinbergehen! so 
sprachen die Mnner von Gilead: Bist du ein Ephraimiter? Wenn er dann 
antwortete: Nein!
JDG 12:6 so sprachen sie zu ihm: Sage doch: Schibbolet! Sprach er alsdann 
Sibbolet, weil er es nicht recht aussprechen konnte, so fingen sie ihn 
und tteten ihn an der Furt des Jordan, so da zu der Zeit von Ephraim 
zweiundvierzigtausend fielen.
JDG 12:7 Jephtah aber richtete Israel sechs Jahre lang. Dann starb 
Jephtah, der Gileaditer, und ward begraben in einer der Stdte Gileads.
JDG 12:8 Nach ihm richtete Ibzan von Bethlehem das Volk Israel.
JDG 12:9 Der hatte dreiig Shne und entlie dreiig Tchter aus seinem 
Haus und nahm seinen Shnen dreiig Tchter von auswrts und richtete 
Israel sieben Jahre lang.
JDG 12:10 Darnach starb Ibzan und ward zu Bethlehem begraben.
JDG 12:11 Nach ihm richtete Elon, ein Sebuloniter, das Volk Israel; der 
richtete Israel zehn Jahre lang.
JDG 12:12 Und Elon, der Sebuloniter, starb und ward begraben zu Ajalon im 
Lande Sebulon.
JDG 12:13 Nach ihm richtete Abdon, der Sohn Hillels, ein Piratoniter, das 
Volk Israel.
JDG 12:14 Der hatte vierzig Shne und dreiig Enkel, die auf siebzig 
Eselsfllen ritten; der richtete Israel acht Jahre lang.
JDG 12:15 Darnach starb Abdon, der Sohn Hillels, der Piratoniter, und ward 
begraben zu Piraton im Lande Ephraim auf dem Gebirge der Amalekiter.
JDG 13:1 Aber die Kinder Israel taten wieder, was bse war vor dem HERRN; 
da gab sie der HERR in die Hand der Philister, vierzig Jahre lang.
JDG 13:2 Es war aber ein Mann von Zorea, vom Geschlecht der Daniter, 
namens Manoach; und sein Weib war unfruchtbar und gebar nicht.
JDG 13:3 Und der Engel des HERRN erschien dem Weibe und sprach zu ihr: 
Siehe doch! Du bist unfruchtbar und gebierst nicht; aber du wirst 
empfangen und einen Sohn gebren!
JDG 13:4 Und nun hte dich doch, da du keinen Wein noch starkes Getrnk 
trinkest und nichts Unreines essest.
JDG 13:5 Denn siehe, du wirst empfangen und einen Sohn gebren; dem soll 
kein Schermesser auf das Haupt kommen; denn der Knabe wird ein Nasirer 
Gottes sein von Mutterleibe an, und er wird anfangen, Israel aus der 
Philister Hand zu erretten.
JDG 13:6 Da kam das Weib und sagte es ihrem Mann und sprach: Es kam ein 
Mann Gottes zu mir, und seine Gestalt war wie die Gestalt eines Engels 
Gottes, sehr schrecklich, so da ich ihn nicht fragte, woher er komme, und 
er sagte mir nicht, wie er heie.
JDG 13:7 Aber er sprach zu mir: Siehe, du wirst empfangen und einen Sohn 
gebren; so trink nun weder Wein noch starkes Getrnk und i nichts 
Unreines; denn der Knabe soll ein Nasirer Gottes sein von Mutterleibe an 
bis zum Tage seines Todes.
JDG 13:8 Da bat Manoach den HERRN und sprach: Ach, mein HERR! la doch den 
Mann Gottes, den du gesandt hast, wieder zu uns kommen, damit er uns 
lehre, was wir mit dem Knaben tun mssen, der geboren werden soll!
JDG 13:9 Und Gott erhrte die Stimme Manoachs, und der Engel Gottes kam 
wieder zum Weibe; sie sa aber auf dem Felde, und ihr Mann Manoach war 
nicht bei ihr.
JDG 13:10 Da lief das Weib eilends und sagte es ihrem Manne an und sprach 
zu ihm: Siehe, der Mann ist mir erschienen, welcher an jenem Tage zu mir 
kam!
JDG 13:11 Manoach machte sich auf und ging seinem Weibe nach und kam zu 
dem Mann und sprach zu ihm: Bist du der Mann, der mit dem Weibe geredet 
hat? Er sprach: Ja, ich bin's!
JDG 13:12 Und Manoach sprach: Wenn nun dein Wort eintrifft, was soll die 
Ordnung fr den Knaben und welches sein Werk sein?
JDG 13:13 Der Engel des HERRN sprach zu Manoach: Von allem, was ich dem 
Weibe gesagt habe, soll sie sich enthalten;
JDG 13:14 sie soll nichts essen, was vom Weinstock kommt, und soll weder 
Wein noch starkes Getrnk trinken und nichts Unreines essen; und alles, 
was ich ihr geboten habe, soll sie halten.
JDG 13:15 Manoach sprach zum Engel des HERRN: La dich doch von uns 
aufhalten, so wollen wir dir ein Ziegenbcklein zurichten!
JDG 13:16 Aber der Engel des HERRN antwortete Manoach: Wenn du mich gleich 
hier behieltest, so wrde ich doch nicht von deinem Brot essen. Willst du 
aber ein Brandopfer darbringen, so sollst du es dem HERRN opfern. Manoach 
wute nmlich nicht, da es der Engel des HERRN war.
JDG 13:17 Und Manoach sprach zum Engel des HERRN: Wie heiest du? Denn 
wenn dein Wort eintrifft, so wollen wir dich ehren!
JDG 13:18 Aber der Engel des HERRN sprach zu ihm: Warum fragst du nach 
meinem Namen? Er ist ja wunderbar!
JDG 13:19 Da nahm Manoach das Ziegenbcklein und das Speisopfer und 
opferte es dem HERRN auf dem Felsen, und er tat ein Wunder; Manoach aber 
und sein Weib sahen zu.
JDG 13:20 Denn als die Flamme vom Altar gen Himmel stieg, fuhr der Engel 
des HERRN in der Flamme des Altars hinauf. Als Manoach und sein Weib 
solches sahen, fielen sie auf ihr Angesicht zur Erde.
JDG 13:21 Und der Engel des HERRN erschien Manoach und seinem Weibe nicht 
mehr. Da erkannte Manoach, da es der Engel des HERRN war.
JDG 13:22 Und Manoach sprach zu seinem Weibe: Wir mssen sicherlich 
sterben, weil wir Gott gesehen haben!
JDG 13:23 Aber sein Weib antwortete ihm: Wenn der HERR Lust htte, uns zu 
tten, so htte er das Brandopfer und das Speisopfer nicht von unsern 
Hnden angenommen; er htte uns auch weder solches alles gezeigt, noch uns 
jetzt solches hren lassen!
JDG 13:24 Und das Weib gebar einen Sohn und hie ihn Simson. Und der Knabe 
nahm zu, und der HERR segnete ihn.
JDG 13:25 Und der Geist des HERRN fing an ihn zu treiben im Lager Dan, 
zwischen Zorea und Estaol.
JDG 14:1 Und Simson ging nach Timnat hinab und sah daselbst ein Weib unter 
den Tchtern der Philister.
JDG 14:2 Und als er wieder heraufkam, sagte er es seinem Vater und seiner 
Mutter und sprach: Ich habe ein Weib gesehen zu Timnat, unter den Tchtern 
der Philister; nehmt mir sie doch zum Weibe!
JDG 14:3 Sein Vater und seine Mutter sprachen zu ihm: Ist denn kein Weib 
unter den Tchtern deiner Brder oder unter meinem Volk, da du hingehst 
und ein Weib nimmst bei den Philistern, die unbeschnitten sind? Simson 
sprach zu seinem Vater: Nimm mir diese, denn sie ist recht in meinen Augen!
JDG 14:4 Aber sein Vater und seine Mutter wuten nicht, da es von dem 
HERRN kam, und da er gegenber den Philistern einen Anla suchte. Die 
Philister herrschten nmlich zu jener Zeit ber Israel.
JDG 14:5 Also ging Simson mit seinem Vater und mit seiner Mutter gen 
Timnat hinab. Und als sie an die Weinberge bei Timnat kamen, siehe, da 
begegnete ihm ein junger brllender Lwe!
JDG 14:6 Da kam der Geist des HERRN ber ihn, so da er den Lwen zerri, 
als ob er ein Bcklein zerrisse, und er hatte doch gar nichts in seiner 
Hand; er verriet aber seinem Vater und seiner Mutter nicht, was er getan 
hatte.
JDG 14:7 Als er nun hinabkam, redete er mit dem Weibe, und sie war in 
Simsons Augen recht.
JDG 14:8 Und nach etlichen Tagen kam er wieder, um sie zu nehmen, und trat 
aus dem Wege, um das Aas des Lwen zu besehen; und siehe, da war ein 
Bienenschwarm und Honig in dem Aas des Lwen.
JDG 14:9 Und er nahm davon in seine Hand und a davon unterwegs und ging 
zu seinem Vater und zu seiner Mutter und gab ihnen, und sie aen auch. Er 
verriet ihnen aber nicht, da er den Honig von dem Aas des Lwen genommen 
hatte.
JDG 14:10 Und als sein Vater zu dem Weibe hinabkam, machte Simson daselbst 
ein Hochzeitsmahl; denn also pflegten die Jnglinge zu tun.
JDG 14:11 Sobald sie ihn aber sahen, gaben sie ihm dreiig Gefhrten, die 
bei ihm sein sollten.
JDG 14:12 Zu diesen sagte Simson: Ich will euch doch ein Rtsel aufgeben; 
wenn ihr mir dasselbe erratet und lset innert der sieben Tage des 
Hochzeitsmahles, so will ich euch dreiig Hemden und dreiig Feierkleider 
geben.
JDG 14:13 Knnt ihr es aber nicht erraten, so sollt ihr mir dreiig Hemden 
und dreiig Feierkleider geben. Und sie sprachen: Gib dein Rtsel auf, wir 
wollen es hren!
JDG 14:14 Er sprach zu ihnen: Speise ging aus von dem Fresser, und 
Sigkeit ging aus von dem Starken. Und sie konnten in drei Tagen das 
Rtsel nicht erraten.
JDG 14:15 Am siebenten Tage sprachen sie zu Simsons Weib: berrede deinen 
Mann, da er uns dieses Rtsel verrate, sonst werden wir dich und deines 
Vaters Haus mit Feuer verbrennen! Habt ihr uns darum hierher geladen, um 
uns arm zu machen?
JDG 14:16 Da weinte Simsons Weib vor ihm und sprach: Du bist mir nur gram 
und hast mich nicht lieb! Du hast den Kindern meines Volkes dieses Rtsel 
aufgegeben und hast es mir nicht verraten! Er aber sprach zu ihr: Siehe, 
ich habe es meinem Vater und meiner Mutter nicht verraten; und sollte es 
dir verraten?
JDG 14:17 Sie weinte aber sieben Tage lang vor ihm, whrend sie das 
Hochzeitsmahl hielten; aber am siebenten Tage verriet er es ihr; denn sie 
ntigte ihn. Und sie verriet das Rtsel den Kindern ihres Volkes.
JDG 14:18 Da sprachen die Mnner der Stadt am siebenten Tage, ehe die 
Sonne unterging, zu ihm: Was ist ser als Honig? Und wer ist strker als 
der Lwe? Er aber sprach zu ihnen: Httet ihr nicht mit meinem Rinde 
gepflgt, so httet ihr mein Rtsel nicht erraten!
JDG 14:19 Und der Geist des HERRN kam ber ihn, und er ging hinab gen 
Askalon und erschlug dreiig Mnner unter ihnen und nahm ihre Kleider und 
gab denen die Feierkleider, welche das Rtsel erraten hatten. Und weil 
sein Zorn entbrannt war, ging er hinauf in seines Vaters Haus.
JDG 14:20 Aber das Weib Simsons ward einem seiner Gefhrten gegeben, der 
ihm beigesellt gewesen war.
JDG 15:1 Es begab sich aber nach einiger Zeit in den Tagen der 
Weizenernte, da Simson sein Weib mit einem Ziegenbcklein besuchte. Als 
er aber sagte: Ich will zu meinem Weibe in die Kammer gehen, wollte ihr 
Vater ihn nicht hineinlassen.
JDG 15:2 Denn ihr Vater sprach: Ich dachte, du wrest ihr gram geworden, 
da habe ich sie deinem Gefhrten gegeben! Ist nicht ihre jngere Schwester 
schner als sie? Die soll dein sein statt jener!
JDG 15:3 Da sprach Simson zu ihnen: Diesmal bin ich unschuldig, wenn ich 
den Philistern bles tue!
JDG 15:4 Und Simson ging hin und fing dreihundert Fchse und nahm Fackeln, 
kehrte je einen Schwanz gegen den andern und tat je eine Fackel zwischen 
zwei Schwnze,
JDG 15:5 zndete dieselben mit Feuer an und lie sie unter das Korn der 
Philister laufen und zndete also die Garben an samt dem stehenden Korn 
und den Olivengrten.
JDG 15:6 Da sprachen die Philister: Wer hat das getan? Da sagte man: 
Simson, der Tochtermann des Timniters, weil er ihm sein Weib genommen und 
sie seinem Gefhrten gegeben hat! Da zogen die Philister hinauf und 
verbrannten sie samt ihrem Vater mit Feuer.
JDG 15:7 Simson aber sprach zu ihnen: Wenn ihr solches tut, so will ich 
nicht eher aufhren, als bis ich an euch Rache genommen habe!
JDG 15:8 Und er zerschlug ihnen Schenkel und Hften mit gewaltigen 
Schlgen. Dann stieg er hinab und blieb in der Felsenkluft zu Etam.
JDG 15:9 Da zogen die Philister hinauf und lagerten sich in Juda und 
lieen sich nieder zu Lechi.
JDG 15:10 Aber die Mnner von Juda sprachen: Warum seid ihr wider uns 
heraufgezogen? Sie antworteten: Wir sind heraufgekommen, Simson zu binden, 
um ihm zu tun, wie er uns getan hat!
JDG 15:11 Da zogen dreitausend Mann von Juda hinab zur Felsenkluft von 
Etam und sprachen zu Simson: Weit du nicht, da die Philister ber uns 
Herrschen? Warum hast du uns denn das getan? Er sprach zu ihnen: Wie sie 
mir getan haben, so habe ich ihnen getan.
JDG 15:12 Sie sprachen zu ihm: Wir sind herabgekommen, um dich zu binden 
und in die Hand der Philister zu geben! Simson sprach zu ihnen: So schwrt 
mir, da ihr mich nicht tten wollt!
JDG 15:13 Sie antworteten ihm: Nein! wir wollen dich nur binden und in 
ihre Hand geben und wollen dich nicht tten! Und sie banden ihn mit zwei 
neuen Stricken und fhrten ihn von der Kluft herauf.
JDG 15:14 Als er nun nach Lechi kam, jauchzten ihm die Philister entgegen. 
Da kam der Geist des HERRN ber ihn; und die Stricke an seinen Armen 
wurden wie Fden, die das Feuer versengt hat, so da die Bande von seinen 
Hnden fielen.
JDG 15:15 Und er fand einen frischen Eselskinnbacken; da streckte er seine 
Hand aus und nahm ihn und erschlug damit tausend Mann.
JDG 15:16 Und Simson sprach: Mit dem Eselskinnbacken frbte ich sie rot, 
mit dem Eselskinnbacken schlug ich tausend Mann tot!
JDG 15:17 Und als er diesen Ausspruch getan, warf er den Kinnbacken aus 
seiner Hand und hie jenen Ort Ramat-Lechi.
JDG 15:18 Da ihn aber sehr drstete, rief er den HERRN an und sprach: Du 
hast durch die Hand deines Knechtes dieses groe Heil gegeben; soll ich 
nun aber vor Durst sterben und in die Hand der Unbeschnittenen fallen?
JDG 15:19 Da spaltete Gott die Hhlung, die bei Lechi ist, so da Wasser 
herausflo; und als er trank, kehrte sein Geist wieder, und er lebte auf. 
Darum heit man sie noch heute Quelle des Anrufers; sie ist bei Lechi.
JDG 15:20 Und er richtete Israel zur Zeit der Philister zwanzig Jahre lang.
JDG 16:1 Und Simson ging nach Gaza und sah daselbst eine Dirne und kam zu 
ihr.
JDG 16:2 Da ward den Gazitern gesagt: Simson ist hierhergekommen! Da 
machten sie die Runde und lauerten die ganze Nacht auf ihn. Sie verhielten 
sich die ganze Nacht ruhig und sprachen: Morgen, wenn es licht wird, 
wollen wir ihn erwrgen!
JDG 16:3 Simson aber lag bis Mitternacht. Zu Mitternacht aber stand er auf 
und ergriff beide Flgel des Stadttors samt den beiden Pfosten und hob sie 
aus den Riegeln und legte sie auf seine Schultern und trug sie hinauf auf 
die Hhe des Berges von Hebron.
JDG 16:4 Darnach aber gewann er ein Weib lieb am Bache Sorek, die hie 
Delila.
JDG 16:5 Da kamen die Frsten der Philister hinauf und sprachen zu ihr: 
berrede ihn und siehe, worin seine Kraft besteht und womit wir ihn 
berwinden knnen, damit wir ihn binden und bezwingen, so wollen wir dir 
ein jeder tausendeinhundert Silberlinge geben!
JDG 16:6 Da sprach Delila zu Simson: Verrate mir doch, worin deine groe 
Kraft besteht und womit man dich binden kann, um dich zu bezwingen!
JDG 16:7 Simson aber sprach zu ihr: Wenn man mich bnde mit sieben 
frischen Seilen, die noch nicht verdorrt sind, so wrde ich schwach und 
wie ein anderer Mensch!
JDG 16:8 Da brachten die Frsten der Philister sieben frische Seile, die 
noch nicht verdorrt waren, zu ihr hinauf. Und sie band ihn damit.
JDG 16:9 Man lauerte aber auf ihn, bei ihr in der Kammer. Und sie sprach 
zu ihm: Philister ber dir, Simson! Er aber zerri die Seile, wie man 
Bindfaden zerreit, wenn er Feuer gerochen hat. Also ward seine Kraft 
nicht kund.
JDG 16:10 Da sprach Delila zu Simson: Siehe, du hast mich betrogen und mir 
Lgen vorgeschwatzt! Nun verrate mir doch, womit man dich binden kann!
JDG 16:11 Da antwortete er ihr: Wenn man mich stark bnde mit neuen 
Stricken, womit nie eine Arbeit getan worden ist, so wrde ich schwach und 
wie ein anderer Mensch!
JDG 16:12 Da nahm Delila neue Stricke und band ihn damit und sprach zu 
ihm: Philister ber dir, Simson! Und man lauerte auf ihn in der Kammer; er 
aber ri sie von seinen Armen wie einen Faden.
JDG 16:13 Da sprach Delila zu ihm: Bisher hast du mich betrogen und mir 
Lgen vorgeschwatzt! Sage mir doch, womit man dich binden kann! Er 
antwortete ihr: Wenn du sieben Locken meines Hauptes mit Garnfden 
zusammenflchtest!
JDG 16:14 Da heftete sie dieselben an einen Zeltpflock und sprach zu ihm: 
Philister ber dir, Simson! Er aber wachte von seinem Schlaf auf und zog 
die geflochtenen Locken samt dem Zeltpflock und den Garnfden heraus.
JDG 16:15 Da sprach sie zu ihm: Wie kannst du sagen, du habest mich lieb, 
whrend dein Herz doch nicht mit mir ist? Dreimal hast du mich nun 
betrogen und mir nicht verraten, worin deine groe Kraft besteht!
JDG 16:16 Als sie ihn aber alle Tage mit ihren Worten reizte und in ihn 
drang, ward seine Seele zum Sterben matt.
JDG 16:17 Da verriet er ihr alles, was in seinem Herzen war, und sprach zu 
ihr: Es ist kein Schermesser auf mein Haupt gekommen; denn ich bin ein 
Geweihter Gottes von Mutterleib an. Wenn ich nun geschoren wrde, so wiche 
meine Kraft von mir, und ich wrde schwach und wie alle andern Menschen.
JDG 16:18 Als nun Delila sah, da er ihr sein ganzes Herz geoffenbart 
hatte, sandte sie hin und lie die Frsten der Philister rufen und ihnen 
sagen: Kommt noch einmal herauf; denn er hat mir sein ganzes Herz 
geoffenbart! Da kamen die Frsten der Philister wieder zu ihr hinauf mit 
dem Geld in ihrer Hand.
JDG 16:19 Und sie lie ihn auf ihrem Scho einschlafen und rief einen 
Mann, der schor ihm die sieben Locken seines Hauptes ab, und sie fing an, 
ihn zu bezwingen, und seine Kraft wich von ihm.
JDG 16:20 Da sprach sie zu ihm: Philister ber dir, Simson! Als er nun von 
seinem Schlaf erwachte, dachte er: Ich komme davon wie immer und brauche 
mich nur freizuschtteln! Er wute aber nicht, da der HERR von ihm 
gewichen war.
JDG 16:21 Aber die Philister nahmen ihn fest und stachen ihm die Augen aus 
und fhrten ihn gen Gaza hinab und banden ihn mit zwei ehernen Ketten; und 
er mute im Gefngnis mahlen.
JDG 16:22 Aber das Haar seines Hauptes fing wieder an zu wachsen, nachdem 
es geschoren worden war.
JDG 16:23 Als nun die Frsten der Philister sich versammelten, um ihrem 
Gott Dagon ein groes Opfer zu bringen und sich zu vergngen, sprachen 
sie: Unser Gott hat unsern Feind, den Simson, in unsre Hand gegeben.
JDG 16:24 Und als das Volk ihn sah, lobten sie ihre Gtter; denn sie 
sprachen: Unser Gott hat unsern Feind in unsre Hand gegeben, der unser 
Land verwstet und viele der Unsern erschlagen hat!
JDG 16:25 Als nun ihr Herz guter Dinge war, sprachen sie: Ruft den Simson, 
damit er vor uns spiele! Da riefen sie den Simson aus dem Gefngnis, und 
er spielte vor ihnen. Uns sie stellten ihn zwischen die Sulen.
JDG 16:26 Simson aber sprach zu dem Knaben, der ihn an der Hand hielt: La 
mich, damit ich die Sulen, auf welchen das Haus ruht, anrhren und mich 
daran lehnen kann!
JDG 16:27 Das Haus aber war voll von Mnnern und Weibern. Auch waren alle 
Frsten der Philister daselbst und auf dem Dache bei dreitausend Mnner 
und Weiber, die zusahen, wie Simson spielte.
JDG 16:28 Simson aber rief den HERRN an und sprach: Mein Herr, HERR, 
gedenke doch meiner und strke mich doch, o Gott, nur diesmal noch, damit 
ich mich an den Philistern mit einem Mal fr meine beiden Augen rchen 
kann!
JDG 16:29 Und Simson umfate die beiden Mittelsulen, auf welchen das Haus 
ruhte, die eine mit seiner rechten und die andere mit seiner linken Hand, 
und stemmte sich gegen sie.
JDG 16:30 Und Simson sprach: Meine Seele sterbe mit den Philistern! Dann 
neigte er sich mit seiner ganzen Kraft. Da fiel das Haus auf die Frsten 
und auf alles Volk, das darin war, also da der Toten, die er in seinem 
Sterben ttete, mehr waren als derer, die er whrend seines Lebens gettet 
hatte.
JDG 16:31 Da kamen seine Brder und seines Vaters ganzes Haus herab und 
hoben ihn auf und trugen ihn hinauf und begruben ihn zwischen Zorea und 
Estaol in dem Grabe seines Vaters Manoach. Er hatte aber Israel zwanzig 
Jahre lang gerichtet.
JDG 17:1 Es war ein Mann vom Gebirge Ephraim, namens Micha. Der sprach zu 
seiner Mutter:
JDG 17:2 Die elfhundert Silberlinge, die dir genommen worden sind und um 
derentwillen du einen Fluch ausgesprochen hast vor meinen Ohren; siehe, 
jenes Geld ist bei mir, ich habe es genommen! Da sprach seine Mutter: 
Gesegnet seist du, mein Sohn, von dem HERRN!
JDG 17:3 Also gab er seiner Mutter die elfhundert Silberlinge wieder. Und 
seine Mutter sprach: Ich habe mit meiner Hand das Geld gnzlich dem HERRN 
geheiligt fr dich, mein Sohn, da man ein geschnitztes und gegossenes 
Bild machen soll; darum gebe ich es dir wieder.
JDG 17:4 Er aber gab seiner Mutter das Geld zurck. Da nahm seine Mutter 
zweihundert Silberlinge und gab sie dem Goldschmied; der machte ihr daraus 
ein geschnitztes und gegossenes Bild; das kam in Michas Haus.
JDG 17:5 So hatte also Micha ein Gotteshaus, und er machte ein Ephod und 
Teraphim und fllte einem seiner Shne die Hand, da er Priester wurde.
JDG 17:6 Zu jener Zeit war kein Knig in Israel; und ein jeder tat, was 
ihn recht dnkte.
JDG 17:7 Es war aber ein Jngling von Bethlehem-Juda, vom Geschlecht 
Judas, der war ein Levit und hielt sich daselbst auf.
JDG 17:8 Er zog aber aus der Stadt Bethlehem-Juda, um sich niederzulassen, 
wo es sich trfe. Als er so seines Weges ging, kam er auf das Gebirge 
Ephraim zum Hause Michas.
JDG 17:9 Da fragte ihn Micha: Wo kommst du her? Er antwortete ihm: Ich bin 
ein Levit von Bethlehem-Juda und suche mich da aufzuhalten, wo ich kann.
JDG 17:10 Da sprach Micha zu ihm: Bleibe bei mir! Du sollst mir Vater und 
Priester sein; ich will dir jhrlich zehn Silberlinge und einen Anzug und 
deinen Unterhalt geben. Und der Levit ging hinein.
JDG 17:11 Und der Levit willigte ein, bei dem Manne zu bleiben; und dieser 
hielt den Jngling wie einen seiner Shne.
JDG 17:12 Und Micha fllte dem Leviten die Hand, da er sein Priester 
ward, und er blieb in Michas Haus.
JDG 17:13 Und Micha sprach: Nun wei ich, da der HERR mir wohltun wird, 
weil ich einen Leviten zum Priester habe!
JDG 18:1 Zu jener Zeit war kein Knig in Israel. Und zu jener Zeit suchte 
sich der Stamm der Daniter ein Erbteil, wo sie wohnen knnten; denn bis 
dahin war ihm unter den Stmmen Israels kein Erbe zugefallen.
JDG 18:2 Und die Kinder Dan sandten von ihrem Geschlecht fnf streitbare 
Mnner aus ihrer Gesamtheit von Zorea und Estaol, das Land zu erkundigen 
und zu erforschen, und sie sprachen zu ihnen: Geht hin und erforschet das 
Land! Und sie kamen auf das Gebirge Ephraim in Michas Haus und blieben 
daselbst ber Nacht.
JDG 18:3 Als sie nun daselbst bei dem Gesinde Michas waren, erkannten sie 
die Stimme des Jnglings, des Leviten, und gingen zu ihm und fragten ihn: 
Wer hat dich hierher gebracht? Was machst du hier? Und was hast du hier zu 
tun?
JDG 18:4 Er antwortete ihnen: So und so hat Micha an mir getan, und er hat 
mich gedungen, da ich sein Priester sei.
JDG 18:5 Sie sprachen zu ihm: Frage doch Gott, damit wir erfahren, ob 
unser Weg, den wir gehen, guten Erfolg haben wird.
JDG 18:6 Der Priester antwortete ihnen: Zieht hin in Frieden! Euer Weg, 
den ihr zieht, ist vor dem HERRN ganz recht!
JDG 18:7 Da gingen die fnf Mnner hin und kamen gen Lais; und sie sahen, 
da das Volk, das darin war, sicher wohnte nach der Weise der Zidonier, 
ruhig und sicher; und es war niemand im Lande, der ihnen etwas zuleide 
tat; sie besaen Reichtum und wohnten fern von den Zidoniern und hatten 
mit keinem Menschen etwas zu tun.
JDG 18:8 Als jene nun wieder zu ihren Brdern gen Zorea und Estaol kamen, 
sprachen ihre Brder zu ihnen: Was bringt ihr [fr Bericht]?
JDG 18:9 Da sprachen sie: Macht euch auf, lat uns gegen sie zu Felde 
ziehen! Denn wir haben das Land besehen, und siehe, es ist sehr gut; und 
ihr wollt unttig bleiben? Seid nicht faul, sondern zieht hin, um das Land 
einzunehmen!
JDG 18:10 Wenn ihr hingeht, werdet ihr zu einem sorglosen Volke kommen und 
in ein weites Land; denn Gott hat einen Ort in eure Hnde gegeben, wo kein 
Mangel herrscht an allem, was es auf Erden gibt!
JDG 18:11 Da brachen von dort, aus dem Geschlechte Dans, von Zorea und 
Estaol, sechshundert Mann auf, mit ihren Waffen zum Streit gerstet.
JDG 18:12 Und sie zogen hinauf und lagerten sich zu Kirjat-Jearim in Juda; 
daher nannte man diesen Ort das Lager Dans bis auf diesen Tag; es ist 
hinter Kirjat-Jearim.
JDG 18:13 Und von dort berschritten sie das Gebirge Ephraim und kamen zum 
Hause Michas.
JDG 18:14 Da hoben die fnf Mnner, die gegangen waren, das Land Lais 
auszukundschaften, an und sprachen zu ihren Brdern: Wisset ihr, da sich 
in diesen Husern ein Ephod und Teraphim befinden, auch ein geschnitztes 
und gegossenes Bild? Und nun berlegt, was ihr tun wollt!
JDG 18:15 Und sie kehrten daselbst ein und kamen in das Haus des 
Jnglings, des Leviten, in Michas Haus, und grten ihn.
JDG 18:16 Aber die sechshundert mit Kriegswaffen gersteten Mnner von den 
Kindern Dan standen vor dem Tor.
JDG 18:17 Und die fnf Mnner, die das Land zu erkundigen ausgezogen 
waren, gingen hinauf und kamen hinein und nahmen das geschnitzte Bild, das 
Ephod und die Theraphim und das gegossene Bild. Unterdessen stand der 
Priester vor dem Tor bei den sechshundert mit Kriegswaffen gersteten 
Mnnern.
JDG 18:18 Als nun jene in Michas Haus kamen und das geschnitzte Bild, das 
Ephod und die Teraphim und das gegossene Bild nahmen, sprach der Priester 
zu ihnen: Was macht ihr?
JDG 18:19 Sie antworteten ihm: Schweig! Lege deine Hand auf den Mund und 
zieh mit uns, da du uns Vater und Priester seiest! Was ist besser fr 
dich, Hauspriester eines einzelnen Mannes, oder Priester eines Stammes und 
Geschlechts in Israel zu sein?
JDG 18:20 Da ward dem Priester wohl ums Herz; und er nahm das Ephod und 
die Teraphim und das geschnitzte Bild und trat unter das Volk.
JDG 18:21 Und sie wandten sich und zogen ab und schickten die Kinder und 
das Vieh und das kostbare Gert vor sich her.
JDG 18:22 Sobald sie sich aber von Michas Hause entfernt hatten, wurden 
die Mnner, die in den Husern um Michas Haus herum wohnten, 
zusammenberufen und holten die Kinder Dan ein.
JDG 18:23 Und sie riefen den Kindern Dan nach. Diese aber wandten ihr 
Angesicht und sprachen zu Micha: Warum machst du ein solches Geschrei?
JDG 18:24 Er antwortete: Ihr habt meine Gtter, die ich gemacht habe, und 
den Priester genommen und macht euch davon! Was habe ich nun noch? Wie 
knnt ihr da noch zu mir sagen: Was hast du?
JDG 18:25 Aber die Kinder Dan sprachen zu ihm: Belstige uns nicht weiter 
mit deinem Geschrei, sonst bekommst du es mit erbitterten Leuten zu tun, 
die dich samt deinem Hause beseitigen wrden!
JDG 18:26 Also gingen die Kinder Dan ihren Weg; und weil Micha sah, da 
sie strker waren als er, wandte er sich und kehrte wieder zu seinem Hause 
zurck.
JDG 18:27 Jene aber nahmen, was Micha gemacht hatte, samt dem, der sein 
Priester gewesen, und berfielen Lais, ein stilles, sorgloses Volk, und 
schlugen es mit der Schrfe des Schwertes und verbrannten die Stadt mit 
Feuer.
JDG 18:28 Und es war niemand, der sie errettete; denn sie lag fern von 
Zidon, und sie hatten mit keinem Menschen Verkehr; die Stadt lag nmlich 
im Tal von Beth-Rechob. Jene aber bauten die Stadt wieder auf und wohnten 
darin
JDG 18:29 und nannten sie Dan, nach dem Namen ihres Vaters Dan, der dem 
Israel geboren war; zuvor aber hie die Stadt Lais.
JDG 18:30 Und die Kinder Dan richteten fr sich das geschnitzte Bild auf. 
Und Jonatan, der Sohn Gersons, des Sohnes Moses, und seine Shne waren 
Priester des Stammes Dan, bis zur Zeit, als das Land in die Gefangenschaft 
gefhrt wurde.
JDG 18:31 Und sie stellten fr sich das geschnitzte Bild auf, welches 
Micha gemacht hatte, solange das Haus Gottes in Silo war.
JDG 19:1 Zu jener Zeit, als kein Knig in Israel war, begab es sich auch, 
da ein levitischer Mann, der sich im hintern Teil des Gebirges Ephraim 
aufhielt, ein Kebsweib von Bethlehem-Juda nahm.
JDG 19:2 Dieses Kebsweib aber war treulos gegen ihn und lief von ihm fort 
in ihres Vaters Haus, nach Bethlehem-Juda, und blieb daselbst vier Monate 
lang.
JDG 19:3 Da machte sich ihr Mann auf und ging ihr nach, um zu ihrem Herzen 
zu reden und sie wieder zurckzubringen; und er hatte einen Knaben und ein 
Paar Esel bei sich. Und sie fhrte ihn in ihres Vaters Haus. Als ihn aber 
des Mdchens Vater sah, empfing er ihn mit Freuden.
JDG 19:4 Und sein Schwiegervater, des Mdchens Vater, hielt ihn fest, und 
er blieb drei Tage lang bei ihm, und sie aen und tranken und 
bernachteten daselbst.
JDG 19:5 Am vierten Tage aber standen sie frh auf und wollten gehen. Da 
sprach des Mdchens Vater zu seinem Tochtermann: Strke dein Herz mit 
einem Bissen Brot; darnach mgt ihr ziehen!
JDG 19:6 Und sie setzten sich und aen beide miteinander und tranken. Da 
sprach des Mdchens Vater zu dem Mann: La es dir doch gefallen und bleibe 
ber Nacht und la dein Herz guter Dinge sein.
JDG 19:7 Doch der Mann stand auf und wollte gehen. Aber sein 
Schwiegervater ntigte ihn, so da er umkehrte und daselbst ber Nacht 
blieb.
JDG 19:8 Am Morgen des fnften Tages machte er sich auf und wollte ziehen. 
Da sprach des Mdchens Vater: Strke doch dein Herz! Und sie verzogen, bis 
sich der Tag neigte, whrend sie beide miteinander aen.
JDG 19:9 Darnach machte sich der Mann auf und wollte mit seinem Kebsweibe 
und mit seinem Knaben ziehen; aber sein Schwiegervater, des Mdchens 
Vater, sprach abermal zu ihm: Siehe doch, der Tag nimmt ab, und es will 
Abend werden. Bleibt doch hier ber Nacht; siehe, der Tag neigt sich; 
bleibt hier ber Nacht, und la dein Herz guter Dinge sein! Dann macht 
euch morgen frh auf den Weg, da du zu deiner Htte kommst.
JDG 19:10 Aber der Mann wollte nicht ber Nacht bleiben, sondern machte 
sich auf und zog hin und kam bis vor Jebus, das ist Jerusalem; und seine 
beiden gesattelten Esel und sein Kebsweib waren bei ihm.
JDG 19:11 Als sie nun in die Nhe von Jebus kamen, war der Tag fast hin. 
Und der Knabe sprach zu seinem Herrn: Komm doch und la uns in diese Stadt 
der Jebusiter einkehren und darin bernachten!
JDG 19:12 Aber sein Herr sprach zu ihm: Wir wollen nicht in eine fremde 
Stadt einkehren, die nicht zu den Kindern Israel gehrt, sondern wollen 
nach Gibea hinbergehen.
JDG 19:13 Und er sprach zu seinem Knaben: Komm, wir wollen in einer dieser 
Ortschaften einkehren und ber Nacht bleiben, zu Gibea oder zu Rama!
JDG 19:14 Also zogen sie weiter, und die Sonne ging unter gerade bei 
Gibea, welches zu Benjamin gehrt.
JDG 19:15 So kehrten sie denn daselbst ein, um in Gibea zu bernachten. 
Als er aber hineinkam, setzte er sich auf dem Platze der Stadt; aber da 
war niemand, der sie zum bernachten in sein Haus aufgenommen htte.
JDG 19:16 Doch siehe, da kam ein alter Mann am Abend von seiner Arbeit vom 
Felde, der war auch vom Gebirge Ephraim und ein Fremdling zu Gibea; aber 
die Leute des Ortes waren Benjaminiten.
JDG 19:17 Als nun der alte Mann seine Augen erhob und den Wanderer auf dem 
Platze der Stadt sah, sprach er zu ihm: Wo willst du hin, und wo kommst du 
her?
JDG 19:18 Er aber antwortete ihm: Wir reisen von Bethlehem-Juda nach dem 
hintern Teil des Gebirges Ephraim, von wo ich her bin. Ich war nach 
Bethlehem-Juda gezogen und ziehe jetzt zum Hause des HERRN, und niemand 
will mich beherbergen.
JDG 19:19 Wir haben Stroh und Futter fr unsre Esel, und Brot und Wein fr 
mich und deine Magd und fr den Knaben, der mit deinen Dienern ist, so da 
uns nichts mangelt.
JDG 19:20 Der alte Mann sprach: Friede sei mit dir! Alles, was dir 
mangelt, findest du bei mir; bleibe nur nicht ber Nacht auf dem Platze!
JDG 19:21 Und er fhrte ihn in sein Haus und gab den Eseln Futter; und sie 
wuschen ihre Fe, aen und tranken.
JDG 19:22 Und als ihr Herz guter Dinge war, siehe, da umgaben Mnner der 
Stadt, Kinder Belials, das Haus und stieen an die Tr und sprachen zu dem 
alten Mann, dem Hauswirt: Bring den Mann heraus, der in dein Haus gekommen 
ist, da wir ihn erkennen!
JDG 19:23 Aber der Mann, der Hauswirt, ging zu ihnen hinaus und sprach zu 
ihnen: Nicht doch, meine Brder! Tut doch nicht so bel, nachdem dieser 
Mann in mein Haus gekommen ist. Begeht doch keine solche Schandtat!
JDG 19:24 Siehe, ich habe eine Tochter, die noch eine Jungfrau ist, und 
dieser hat ein Kebsweib; dieselben will ich euch herausbringen; die mgt 
ihr schwchen und mit ihnen tun, was euch gefllt; aber an diesem Manne 
begeht keine solche Schandtat!
JDG 19:25 Aber die Leute wollten ihm nicht gehorchen. Da fate der Mann 
sein Kebsweib und brachte sie zu ihnen hinaus; die erkannten sie und 
trieben Mutwillen mit ihr die ganze Nacht bis an den Morgen und lieen sie 
erst los, als die Morgenrte anbrach.
JDG 19:26 Da kam das Weib am Morgen frh und fiel nieder vor der Tr am 
Hause des Mannes, wo ihr Herr war, und lag daselbst, bis es hell ward.
JDG 19:27 Als nun ihr Herr am Morgen aufstand und die Tr am Hause auftat 
und hinausging, um seines Weges zu ziehen, siehe, da lag sein Kebsweib vor 
der Tr des Hauses mit den Hnden auf der Schwelle.
JDG 19:28 Er aber sprach zu ihr: Steh auf, wir wollen gehen! Aber da war 
keine Antwort. Da nahm er sie auf den Esel, machte sich auf und zog an 
seinen Ort.
JDG 19:29 Als er heimkam, nahm er ein Messer und fate sein Kebsweib und 
zerlegte sie in zwlf Stcke und sandte sie in alle Grenzen Israels.
JDG 19:30 Und alle, die es sahen, sprachen: Solches ist nicht geschehen 
noch gesehen worden, seit der Zeit, da die Kinder Israel aus gyptenland 
gezogen sind, bis auf diesen Tag! Nun denket darber nach, beratet und 
sprecht euch aus!
JDG 20:1 Da zogen alle Kinder Israel aus, und die ganze Gemeinde, von Dan 
bis Beer-Seba und vom ganzen Lande Gilead, ward versammelt wie ein Mann, 
vor dem HERRN zu Mizpa.
JDG 20:2 Und die Hupter des ganzen Volkes aus allen Stmmen Israels 
traten zusammen in der Versammlung des Volkes Gottes: vierhunderttausend 
Mann Fuvolk, die das Schwert zogen.
JDG 20:3 Aber die Kinder Benjamin hrten, da die Kinder Israel gen Mizpa 
hinaufgezogen seien. Und die Kinder Israel sprachen: Sagt, wie ist diese 
Bosheit geschehen?
JDG 20:4 Da antwortete der Levit, der Mann des Weibes, das gettet worden 
war, und sprach: Ich kam mit meinem Kebsweibe gen Gibea in Benjamin, um 
daselbst ber Nacht zu bleiben.
JDG 20:5 Da machten sich die Brger von Gibea wider mich auf und 
umzingelten meinetwegen bei Nacht das Haus; mich gedachten sie zu tten, 
und mein Kebsweib haben sie geschndet, da sie gestorben ist.
JDG 20:6 Da nahm ich mein Kebsweib und zerstckelte es und sandte die 
Stcke in das ganze Land des Erbes Israels, denn sie haben eine Schandtat 
und ein Verbrechen in Israel begangen.
JDG 20:7 Seht, ihr alle, Kinder Israel, sprecht euch aus und beratet hier!
JDG 20:8 Da stand alles Volk auf wie ein Mann und sprach: Niemand von uns 
soll in seine Htte gehen, noch in sein Haus heimkehren;
JDG 20:9 sondern das wollen wir jetzt wider Gibea tun: gegen sie 
[ausziehen] nach dem Los!
JDG 20:10 Wir wollen zehn Mnner von hundert, und hundert von tausend, und 
tausend von zehntausend aus allen Stmmen Israels nehmen; die sollen 
Zehrung holen fr das Volk, damit es komme und mit Gibea-Benjamin verfahre 
nach aller seiner Schandtat, die es in Israel verbt hat.
JDG 20:11 Also versammelten sich alle Mnner von Israel bei der Stadt, 
verbndet wie ein Mann.
JDG 20:12 Und die Stmme von Israel sandten Mnner zu allen Geschlechtern 
von Benjamin und lieen ihnen sagen: Was ist das fr eine Schandtat, die 
bei euch verbt worden ist?
JDG 20:13 So gebt nun die Mnner heraus, die Kinder Belials zu Gibea, da 
wir sie tten und das Bse aus Israel ausrotten! Aber die Kinder Benjamin 
wollten der Stimme ihrer Brder, der Kinder Israel, nicht gehorchen;
JDG 20:14 sondern sie versammelten sich aus den Stdten in Gibea, um zum 
Streit wider die Kinder Israel auszuziehen.
JDG 20:15 Und es wurden an jenem Tag die Kinder Benjamin aus den Stdten 
gemustert: 26000 Mann, die das Schwert zogen, ohne die Brger von Gibea; 
derer wurden 700 gezhlt, auserlesene Mnner.
JDG 20:16 Und unter all diesem Volk waren 700 auserlesene Mnner, die 
linkshndig waren; die schleuderten alle einen Stein haargenau, ohne zu 
fehlen.
JDG 20:17 Aber der Mnner von Israel, ausgenommen Benjamin, wurden 400000 
gezhlt, die das Schwert zogen, alles streitbare Mnner.
JDG 20:18 Und die Kinder Israel machten sich auf und zogen hinauf nach 
Bethel und fragten Gott und sprachen: Wer von uns soll zuerst hinaufziehen 
zum Streit mit den Kindern Benjamin? Der HERR sprach: Juda zuerst!
JDG 20:19 Also machten sich die Kinder Israel am Morgen auf und lagerten 
sich vor Gibea.
JDG 20:20 Und die Mnner von Israel zogen aus, mit Benjamin zu streiten, 
und stellten sich in Schlachtordnung auf zum Streit wider Gibea.
JDG 20:21 Da fielen die Kinder Benjamin aus Gibea heraus und streckten an 
jenem Tag unter Israel 22000 Mann zu Boden.
JDG 20:22 Aber das Volk, die Mnner von Israel, strkten sich und stellten 
sich wieder in Schlachtordnung auf, am gleichen Orte, wo sie sich am Tage 
zuvor gestellt hatten.
JDG 20:23 Und sie gingen hinauf und weinten vor dem HERRN und sprachen: 
Sollen wir wieder hinziehen, um mit unsern Brdern, den Kindern Benjamin, 
zu streiten? Der HERR sprach: Zieht hinauf gegen sie!
JDG 20:24 Als nun tags darauf die Kinder Israel sich an die Kinder 
Benjamin heranmachten,
JDG 20:25 fielen die Benjaminiten wieder aus Gibea heraus, ihnen entgegen, 
an demselben Tag, und streckten von den Kindern Israel weitere 18000 Mann 
zu Boden, die alle das Schwert gezogen.
JDG 20:26 Da zogen alle Kinder Israel und alles Volk hinauf und kamen gen 
Bethel und weinten und blieben daselbst vor dem HERRN und fasteten an 
jenem Tag bis zum Abend und opferten Brandopfer und Dankopfer vor dem 
HERRN.
JDG 20:27 Und die Kinder Israel fragten den HERRN; denn zu jener Zeit war 
daselbst die Bundeslade Gottes.
JDG 20:28 Und Pinehas, der Sohn Eleasars, des Sohnes Aarons, stand vor Ihm 
zu jener Zeit und fragte: Soll ich nochmals ausziehen, um mit unsern 
Brdern, den Kindern Benjamin, zu streiten, oder soll ich es lassen? Der 
HERR sprach: Zieht hinauf, denn morgen will ich sie in eure Hand geben!
JDG 20:29 Da legten die Kinder Israel einen Hinterhalt rings um Gibea her.
JDG 20:30 Darnach zogen die Kinder Israel am dritten Tage gegen die Kinder 
Benjamin hinauf und stellten sich in Schlachtordnung wider Gibea auf, wie 
zweimal zuvor.
JDG 20:31 Da zogen die Kinder Benjamin heraus, dem Volke entgegen, und 
nachdem sie von der Stadt abgeschnitten worden, fingen sie an, etliche vom 
Volk zu erschlagen und zu tten, etwa dreiig Mann von Israel, wie zweimal 
zuvor, auf den Landstraen, deren eine nach Bethel, die andere auf dem 
Felde nach Gibea fhrt.
JDG 20:32 Da sprachen die Kinder Benjamin: Sie sind vor uns geschlagen wie 
zuvor! Aber die Kinder Israel sprachen: Lat uns fliehen, damit wir sie 
von der Stadt abschneiden gegen die Landstraen hin!
JDG 20:33 Da machten sich alle Mnner Israels auf von ihrem Ort und 
stellten sich in Schlachtordnung auf bei Baal-Tamar; aber der Hinterhalt 
Israels brach von seinem Standort, aus der Hhle von Gibea, hervor.
JDG 20:34 Und zehntausend auserlesene Mnner aus ganz Israel kamen gegen 
Gibea, als der Streit hart war; die Kinder Benjamin aber merkten nicht, 
da ihnen das Unglck nahte.
JDG 20:35 Und der HERR schlug Benjamin vor den Kindern Israel, so da die 
Kinder Israel an jenem Tag 25100 Mann von Benjamin, die das Schwert zogen, 
zu Boden streckten.
JDG 20:36 Und die Kinder Benjamin sahen, da sie geschlagen waren. Die 
Mnner von Israel aber hatten Benjamin Raum gegeben; denn sie verlieen 
sich auf den Hinterhalt, den sie bei Gibea bestellt hatten.
JDG 20:37 Und der Hinterhalt eilte und berfiel Gibea und zog aus und 
schlug die ganze Stadt mit der Schrfe des Schwertes.
JDG 20:38 Aber die Mnner von Israel hatten mit dem Hinterhalt die Abrede 
getroffen, da dieser einen starken Rauch aus der Stadt solle aufsteigen 
lassen.
JDG 20:39 Darum wandten sich die Mnner von Israel im Streit, und Benjamin 
fing an zu schlagen und zu tten von Israel etwa dreiig Mann; denn sie 
dachten: Sie sind wieder vor uns geschlagen wie im vorigen Streit.
JDG 20:40 Als aber von der Stadt der Rauch wie eine Sule aufzusteigen 
begann, sah Benjamin hinter sich, und siehe, da flammte von der ganzen 
Stadt Feuer auf gen Himmel!
JDG 20:41 Nun wandten sich die Mnner von Israel um; die Mnner von 
Benjamin aber waren bestrzt; denn sie sahen, da das Unglck sie 
getroffen hatte.
JDG 20:42 Sie wandten sich zwar vor den Mnnern Israels auf den Weg zur 
Wste, aber der Streit folgte ihnen; und die, welche aus den Stdten 
kamen, nahmen sie in die Mitte und machten sie nieder.
JDG 20:43 Und sie umzingelten Benjamin, verfolgten sie bis Menucha und 
zertraten sie bis vor Gibea, gegen Sonnenaufgang.
JDG 20:44 Und von Benjamin fielen 18000 Mann, alles streitbare Mnner.
JDG 20:45 Da wandten sie sich und flohen gegen die Wste an den Felsen 
Rimmon. Aber jene schlugen auf den Straen 5000 Mann und setzten ihnen 
nach bis Gideom und schlugen von ihnen [noch] 2000 Mann.
JDG 20:46 Also fielen an jenem Tage von Benjamin im ganzen 25000 Mann, die 
das Schwert gezogen hatten, lauter streitbare Mnner.
JDG 20:47 Nur 600 Mann wandten sich und entflohen zur Wste, zum Felsen 
Rimmon, und verblieben auf dem Felsen Rimmon vier Monate lang.
JDG 20:48 Und die Mnner Israels kehrten zurck zu den Kindern Benjamin 
und schlugen mit der Schrfe des Schwertes alles, was in der Stadt war, 
vom Menschen bis zum Vieh, alles, was man fand; auch alle vorhandenen 
Stdte verbrannten sie mit Feuer.
JDG 21:1 Und alle Israeliten hatten zu Mizpa geschworen und gesagt: 
Niemand von uns soll seine Tochter einem Benjaminiten zum Weibe geben!
JDG 21:2 Und das Volk kam gen Bethel und verblieb daselbst bis zum Abend 
vor Gott; und sie erhoben ihre Stimme und weinten sehr
JDG 21:3 und sprachen: O HERR, Gott Israels, warum ist das in Israel 
geschehen, da heute ein Stamm von Israel fehlt?
JDG 21:4 Am andern Morgen aber machte sich das Volk frh auf; und sie 
bauten daselbst einen Altar und opferten Brandopfer und Dankopfer.
JDG 21:5 Und die Kinder Israel sprachen: Wer von allen Stmmen Israels ist 
nicht in die Gemeinde zum HERRN heraufgekommen? Denn der groe Schwur war 
ausgesprochen worden: Wer nicht zum HERRN gen Mizpa heraufkommt, der soll 
gewi sterben!
JDG 21:6 Und es reute die Kinder Israel um ihren Bruder Benjamin, und sie 
sprachen: Heute ist ein Stamm von Israel abgehauen worden!
JDG 21:7 Was wollen wir tun, da die briggebliebenen Frauen bekommen? 
Denn wir haben bei dem HERRN geschworen, da wir ihnen keine von unsern 
Tchtern zu Frauen geben wollen!
JDG 21:8 Darum fragten sie: Wer ist wohl von den Stmmen Israels nicht zum 
HERRN gen Mizpa heraufgekommen? Und siehe, da war niemand von Jabes in 
Gilead zu der Gemeinde in das Lager gekommen.
JDG 21:9 Denn als das Volk gezhlt ward, siehe, da war keiner der Brger 
von Jabes in Gilead da!
JDG 21:10 Da sandte die Gemeinde zwlftausend von den tapfersten Mnnern 
dorthin und gebot ihnen und sprach: Geht hin und schlagt mit der Schrfe 
des Schwertes die Brger von Jabes in Gilead, samt den Weibern und den 
Kindern!
JDG 21:11 Das aber ist der Befehl, den ihr ausfhren sollt: Alles, was 
mnnlich ist, und alle Weiber, denen schon ein Mann beigewohnt hat, sollt 
ihr tten!
JDG 21:12 Und sie fanden unter den Brgern von Jabes in Gilead vierhundert 
Tchter, die noch Jungfrauen waren und denen kein Mann beigewohnt hatte; 
die brachten sie ins Lager zu Silo, das im Lande Kanaan liegt.
JDG 21:13 Da sandte die ganze Gemeinde hin und lie mit den Kindern 
Benjamin, die auf dem Felsen Rimmon waren, reden und ihnen Frieden 
anbieten.
JDG 21:14 Also kehrten die Kinder Benjamin zu jener Zeit wieder zurck, 
und man gab ihnen die Frauen, welche man von den Frauen zu Jabes in Gilead 
am Leben gelassen hatte; doch reichten diese nicht fr sie aus.
JDG 21:15 Es reute aber das Volk um Benjamin, da der HERR in den Stmmen 
Israels einen Ri gemacht hatte.
JDG 21:16 Und die ltesten der Gemeinde sprachen: Was wollen wir tun, da 
auch die briggebliebenen Frauen bekommen? Denn die Frauen sind aus 
Benjamin vertilgt.
JDG 21:17 Und sie sprachen: Benjamin mu gerettet werden, und es soll kein 
Stamm aus Israel vertilgt werden!
JDG 21:18 Nun knnen wir ihnen aber unsere Tchter nicht zu Frauen geben; 
denn die Kinder Israel haben geschworen und gesagt: Verflucht sei, wer den 
Benjaminiten ein Weib gibt!
JDG 21:19 Darum sprachen sie: Siehe, es ist alljhrlich ein Fest des HERRN 
zu Silo, welches nrdlich von Bethel liegt, stlich der Strae, die von 
Bethel nach Sichem hinauffhrt und sdlich von Lebona.
JDG 21:20 Und sie geboten den Kindern Benjamin und sprachen: Geht hin und 
lauert in den Weinbergen!
JDG 21:21 Wenn ihr dann sehet, da die Tchter von Silo mit Reigen zum 
Tanze herausgehen, so kommt aus den Weinbergen hervor und nehmt euch ein 
jeder ein Weib von den Tchtern Silos und geht in das Land Benjamin!
JDG 21:22 Wenn aber ihre Vter oder ihre Brder kommen, um mit uns zu 
rechten, so wollen wir zu ihnen sagen: Schenket sie uns! Denn nicht jeder 
hat ein Weib gewonnen im Kriege; auch habt ihr sie ihnen nicht gegeben, 
sonst wret ihr heute schuldig!
JDG 21:23 Da taten die Kinder Benjamin also, da sie sich Frauen nahmen 
nach ihrer Zahl von den Reigentnzerinnen, die sie raubten, und sie gingen 
davon und kehrten wieder zu ihrem Erbteil zurck und bauten Stdte und 
wohnten darin.
JDG 21:24 Auch die Kinder Israel machten sich zu jener Zeit von dannen, 
ein jeder zu seinem Stamm und zu seinem Geschlecht, und begaben sich von 
dort aus ein jeder zu seinem Erbteil.
JDG 21:25 Zu jener Zeit war kein Knig in Israel; jedermann tat, was ihn 
recht dnkte. w
RUT 1:1 Zu der Zeit, als die Richter regierten, entstand eine Hungersnot 
im Lande. Damals zog ein Mann von Bethlehem-Juda fort, um sich im Gefilde 
Moab niederzulassen samt seinem Weib und seinen beiden Shnen.
RUT 1:2 Dieser Mann aber hie Elimelech und sein Weib Naemi, seine beiden 
Shne aber hieen Machlon und Kiljon, die waren Ephratiter von Bethlehem-
Juda; und sie gelangten ins Gefilde Moab und lebten dort.
RUT 1:3 Elimelech aber, Naemis Mann, starb, und sie blieb allein mit ihren 
beiden Shnen.
RUT 1:4 Diese nahmen sich moabitische Frauen, eine hie Orpa und die 
andere Ruth. Und sie wohnten daselbst etwa zehn Jahre.
RUT 1:5 Darnach starben auch sie beide, Machlon und Kiljon, also da das 
Weib nach [dem Tode ihrer] beiden Shne und ihres Mannes allein 
zurckblieb.
RUT 1:6 Da machte sie sich mit ihren beiden Schwiegertchtern auf und 
kehrte zurck aus dem Gefilde Moab; denn sie hatten daselbst vernommen, 
da der HERR sein Volk heimgesucht und ihm Brot gegeben habe.
RUT 1:7 Und sie verlie den Ort, da sie gewesen war, und ihre beiden 
Schwiegertchter mit ihr, und sie machten sich auf den Weg, um wieder ins 
Land Juda zurckzukehren.
RUT 1:8 Naemi aber sprach zu ihren beiden Schwiegertchtern: Gehet hin, 
kehret um, eine jede zu ihrer Mutter Haus! Der HERR tue euch Gutes, wie 
ihr es an den Verstorbenen und an mir getan habt!
RUT 1:9 Der HERR gebe euch, da ihr Ruhe findet, eine jede in ihres Mannes 
Haus! Und sie kte sie.
RUT 1:10 Da erhoben sie ihre Stimmen und weinten und sprachen zu ihr: Wir 
wollen mit dir zu deinem Volke gehen!
RUT 1:11 Aber Naemi sprach: Kehret um, meine Tchter! Warum wollt ihr mit 
mir gehen? Trage ich denn noch Kinder in meinem Scho, die eure Mnner 
werden knnten?
RUT 1:12 Kehret um, meine Tchter, und gehet hin! Denn ich bin zu alt, um 
noch eines Mannes Weib zu werden. Und wenn ich auch sprche: Es ist zu 
hoffen, da ich schon diese Nacht einen Mann bekomme und Shne gebre, 
wolltet ihr auf sie warten,
RUT 1:13 bis sie gro geworden? Wolltet ihr um ihretwillen verziehen, 
wieder zu heiraten? Nicht doch, meine Tchter! Denn ich bin noch viel 
trauriger daran als ihr, weil des HERRN Hand wider mich ausgestreckt ist!
RUT 1:14 Da erhoben sie ihre Stimmen und weinten noch mehr; und Orpa kte 
ihre Schwiegermutter. Ruth aber hing ihr an.
RUT 1:15 Sie aber sprach: Siehe, deine Schwgerin ist umgekehrt zu ihrem 
Volk und zu ihren Gttern; kehre du auch um, deiner Schwgerin nach!
RUT 1:16 Ruth antwortete: Dringe nicht in mich, da ich dich verlassen und 
von dir weg umkehren soll! Denn wo du hingehst, da will ich auch hingehen, 
und wo du bleibst, da bleibe ich auch; dein Volk ist mein Volk, und dein 
Gott ist mein Gott!
RUT 1:17 Wo du stirbst, da sterbe auch ich, daselbst will auch ich 
begraben sein; der HERR tue mir dies und das und noch mehr, wenn nicht der 
Tod allein uns scheiden soll! -RUT 1:18 Als sie nun sah, da sie sich fest 
vorgenommen hatte, mit ihr zu gehen, lie sie ab, ihr zuzureden.
RUT 1:19 Also gingen die beiden, bis sie nach Bethlehem kamen. Und als sie 
zu Bethlehem einzogen, geriet die ganze Stadt ihretwegen in Bewegung, und 
man fragte: Ist das die Naemi?
RUT 1:20 Sie aber sprach: Heiet mich nicht Naemi, sondern nennt mich 
Mara; denn der Allmchtige hat mich sehr betrbt!
RUT 1:21 Voll zog ich aus, aber leer hat mich der HERR wieder 
heimgebracht. Warum heiet ihr mich denn Naemi, da doch der HERR mich 
gedemtigt und der Allmchtige mich betrbt hat? -RUT 1:22 Es war aber am 
Anfang der Gerstenernte, da Naemi mit ihrer Schwiegertochter Ruth, der 
Moabiterin, aus dem Gefilde Moab nach Bethlehem zurckkehrte.
RUT 2:1 Nun hatte Naemi einen Verwandten ihres Mannes, der war ein sehr 
vermglicher Mann vom Geschlecht Elimelechs, namens Boas.
RUT 2:2 Ruth aber, die Moabiterin, sprach zu Naemi: Ich will doch aufs 
Feld hinausgehen und hren auflesen bei dem, vor welchem ich Gnade finde!
RUT 2:3 Sie ging hin, kam und las hren auf dem Felde hinter den 
Schnittern her. Es traf sich aber, da jenes Stck Feld dem Boas gehrte, 
der vom Geschlechte Elimelechs war.
RUT 2:4 Und siehe, Boas kam von Bethlehem her und sprach zu den 
Schnittern: Der HERR sei mit euch! Sie antworteten ihm: Der HERR segne 
dich!
RUT 2:5 Und Boas fragte seinen Knaben, der ber die Schnitter bestellt 
war: Wem gehrt diese Jungfrau?
RUT 2:6 Der Knabe, der ber die Schnitter bestellt war, antwortete und 
sprach: Das ist die moabitische Jungfrau, die mit Naemi aus dem Lande der 
Moabiter zurckgekommen ist.
RUT 2:7 Sie hat gesagt: La mich doch auflesen und sammeln zwischen den 
Garben hinter den Schnittern her! Und sie kam und blieb vom Morgen an bis 
jetzt; sie bleibt nicht lange zu Hause sitzen!
RUT 2:8 Da sprach Boas zu Ruth: Hrst du wohl, meine Tochter? Du sollst 
auf keinen andern Acker gehen, um aufzulesen; und begib dich auch nicht 
weg von hier, sondern halte dich da zu meinen Jungfrauen.
RUT 2:9 Dein Auge sei auf das Feld gerichtet, wo sie schneiden! Habe ich 
nicht meinen Knaben geboten, da dich niemand anrhre? Und wenn dich 
drstet, so geh hin zu den Gefen und trinke von dem, was meine Knaben 
schpfen!
RUT 2:10 Da fiel sie auf ihr Angesicht und neigte sich zur Erde und 
sprach: Warum habe ich vor deinen Augen Gnade gefunden, da du dich um 
mich kmmerst, die ich doch fremd bin?
RUT 2:11 Boas antwortete und sprach zu ihr: Es ist mir alles angezeigt 
worden, was du nach deines Mannes Tod an deiner Schwiegermutter getan 
hast, wie du deinen Vater und deine Mutter und dein Vaterland verlassen 
hast und zu einem Volke gezogen bist, das du zuvor nicht kanntest.
RUT 2:12 Der HERR vergelte dir deine Tat, und dein Lohn msse vollkommen 
sein von dem HERRN, dem Gott Israels, zu welchem du gekommen bist, um 
unter seinen Flgeln Zuflucht zu nehmen!
RUT 2:13 Sie sprach: Mein Herr, la mich Gnade finden vor deinen Augen; 
denn du hast mich getrstet und deiner Magd freundlich zugesprochen, da 
ich doch nicht wie eine deiner Mgde bin!
RUT 2:14 Und zur Essenszeit sprach Boas zu ihr: Komm her und i von dem 
Brot und tunke deinen Bissen in den Essig! Und sie setzte sich zur Seite 
der Schnitter. Er aber gab ihr gerstetes Korn, und sie a und ward satt 
und lie brig.
RUT 2:15 Und als sie wieder aufstand, um hren zu lesen, gebot Boas seinen 
Knaben und sprach: Lat sie auch zwischen den Garben auflesen und schmhet 
sie nicht!
RUT 2:16 Lat auch mit Flei etwas von den Garben fr sie fallen und lat 
es liegen, da sie es auflese, und niemand schelte sie deshalb!
RUT 2:17 Also las sie auf dem Felde bis zum Abend und klopfte aus, was sie 
aufgelesen hatte; und es war etwa ein Epha Gerste.
RUT 2:18 Und sie trug es in die Stadt und zeigte ihrer Schwiegermutter, 
was sie aufgelesen hatte; dazu zog sie hervor und gab ihr, was sie 
briggelassen hatte, nachdem sie satt geworden.
RUT 2:19 Da sprach ihre Schwiegermutter zu ihr: Wo hast du heute 
aufgelesen, und wo hast du gearbeitet? Gesegnet sei, der sich um dich 
gekmmert hat! Da sagte sie ihrer Schwiegermutter, bei wem sie gearbeitet 
hatte, und sprach: Der Mann, bei dem ich heute gearbeitet habe, heit 
Boas! Naemi sprach zu ihrer Sohnsfrau:
RUT 2:20 Gesegnet sei er vom HERRN, da er seine Gnade den Lebendigen und 
den Toten nicht entzogen hat! Weiter sprach Naemi zu ihr: Der Mann ist uns 
nah verwandt, er gehrt zu unsern Lsern. Ruth, die Moabiterin, sprach:
RUT 2:21 Er sagte auch das zu mir: Du sollst dich zu meinen Knaben halten, 
bis sie die ganze Ernte beendigt haben!
RUT 2:22 Naemi sprach zu ihrer Sohnsfrau Ruth: Es ist gut, meine Tochter, 
wenn du mit seinen Jungfrauen ausgehst und man dich nicht auf einem andern 
Acker antrifft!
RUT 2:23 Also hielt sie sich bei der hrenlese zu des Boas Jungfrauen, bis 
die Gersten-und Weizenernte vollendet war; darnach blieb sie bei ihrer 
Schwiegermutter.
RUT 3:1 Naemi aber, ihre Schwiegermutter, sprach zu ihr: Meine Tochter, 
sollte ich dir nicht eine Heimat verschaffen, da es dir wohlgehen wird?
RUT 3:2 Und nun, ist nicht Boas, bei dessen Jungfrauen du gewesen bist, 
unser Verwandter? Siehe, er worfelt diese Nacht auf seiner Gerstentenne.
RUT 3:3 So bade dich nun und lege deine Kleider an und geh zur Tenne 
hinab; aber gib dich dem Mann nicht zu erkennen, bis er genug gegessen und 
getrunken hat.
RUT 3:4 Wenn er sich alsdann schlafen legt, so merk dir den Ort, wo er 
sich niederlegt, und gehe hin und decke auf zu seinen Fen und lege dich, 
so wird er dir sagen, was du tun sollst.
RUT 3:5 Sie sprach zu ihr: Alles, was du mir sagst, das will ich tun!
RUT 3:6 Und sie ging zur Tenne hinab und machte es genau so, wie ihre 
Schwiegermutter befohlen hatte.
RUT 3:7 Als nun Boas gegessen und getrunken hatte und sein Herz guter 
Dinge war, kam er und legte sich hinter einen Garbenhaufen; da kam sie 
leise und deckte auf zu seinen Fen und legte sich.
RUT 3:8 Als es nun Mitternacht war, erschrak der Mann und wandte sich, und 
siehe, da lag ein Weib zu seinen Fen! Da fragte er: Wer bist du?
RUT 3:9 Sie aber antwortete: Ich bin Ruth, deine Magd! Breite deinen 
Flgel ber deine Magd; denn du bist der Lser!
RUT 3:10 Er aber sprach: Gesegnet seist du vom HERRN, meine Tochter! Du 
hast jetzt noch edler gehandelt als zuvor, da du nicht den Jnglingen 
nachgelaufen bist, weder den armen noch den reichen!
RUT 3:11 Nun, meine Tochter, frchte dich nicht! Alles, was du sagst, das 
will ich dir tun; denn jedermann im Tor meines Volkes wei, da du ein 
wackeres Weib bist.
RUT 3:12 Und nun, es ist wahr, da ich ein Lser bin; aber es ist noch ein 
anderer Lser vorhanden, der nher verwandt ist als ich.
RUT 3:13 Bleibe ber Nacht! Will er dich morgen lsen, wohlan, so lse er 
dich! Gelstet es ihn aber nicht, dich zu lsen, so will ich dich lsen, 
so wahr der HERR lebt!
RUT 3:14 Bleib bis zum Morgen liegen! So lag sie bis an den Morgen zu 
seinen Fen. Dann stand sie auf, ehe noch einer den andern erkennen 
konnte. Er aber gedachte: Wenn nur niemand erfhrt, da ein Weib in die 
Tenne gekommen ist.
RUT 3:15 Und er sprach: Gib den berwurf, den du anhast und halte ihn her! 
Und sie hielt ihn her. Da ma er sechs Ma Gerste und lud es ihr auf und 
ging in die Stadt.
RUT 3:16 Sie aber kam zu ihrer Schwiegermutter; die sprach: Wie steht's 
mit dir, meine Tochter? Da teilte sie ihr alles mit, was der Mann ihr 
getan hatte und sprach:
RUT 3:17 Diese sechs Ma Gerste gab er mir; denn er sprach: Du sollst 
nicht leer zu deiner Schwiegermutter kommen!
RUT 3:18 Sie aber sprach: Sei still, meine Tochter, bis du erfhrst, wie 
die Sache ausfllt! Denn der Mann wird nicht sumen, sondern die Sache 
noch heute erledigen.
RUT 4:1 Boas aber war zum Tor hinaufgegangen und hatte sich daselbst 
niedergesetzt; und siehe, da ging der Lser vorber, von welchem Boas 
geredet hatte. Da sprach er: Komm, setze dich her, du Soundso!
RUT 4:2 Und Boas nahm zehn Mnner von den ltesten der Stadt und sprach: 
Setzet euch hier! Und sie setzten sich.
RUT 4:3 Da sprach er zu dem Lser: Naemi, die aus dem Gefilde Moab 
zurckgekommen ist, bietet das Stck Feld feil, das unserm Bruder 
Elimelech gehrte.
RUT 4:4 Darum gedachte ich dir den Vorschlag zu machen: Willst du es 
lsen, so kaufe es vor den Brgern und vor den ltesten meines Volkes; 
willst du es aber nicht lsen, so sage mir's, da ich es wisse; denn es 
ist niemand, der es lsen kann, als du, und ich nach dir!
RUT 4:5 Er sprach: Ich will es lsen! Boas sprach: An welchem Tage du das 
Feld von der Hand Naemis kaufst, erwirbst du [es] auch von Ruth, der 
Moabiterin, dem Weibe des Verstorbenen, um den Namen des Verstorbenen auf 
seinem Erbteil wieder aufzurichten.
RUT 4:6 Da sprach der Lser: Ich kann es nicht lsen, ohne mein eigenes 
Erbteil zu verderben! Lse du fr dich, was ich lsen sollte; denn ich 
kann es nicht lsen!
RUT 4:7 Es war aber von alters her Sitte in Israel, bei der Lsung und 
beim Verkauf die ganze Sache also gltig zu machen: es zog einer seinen 
Schuh aus und gab ihn dem andern. Das war die Besttigung in Israel.
RUT 4:8 So sprach nun der Lser zu Boas: Kauf du es fr dich! und zog 
seinen Schuh aus.
RUT 4:9 Da sprach Boas zu den ltesten und zu allem Volk: Ihr seid heute 
Zeugen, da ich von Naemis Hand alles erkauft habe, was Elimelech, und 
alles, was Kiljon und Machlon gehrte.
RUT 4:10 Dazu nehme ich mir Ruth zum Weibe, die Moabiterin, Machlons Weib, 
um den Namen des Verstorbenen auf seinem Erbteil wieder aufzurichten, 
damit des Verstorbenen Name nicht verschwinde aus der Mitte seiner Brder 
und aus dem Tor seines Ortes. Dessen seid ihr heute Zeugen!
RUT 4:11 Da sprach alles Volk, das im Tore stand, und die ltesten: Wir 
sind Zeugen! Der HERR mache das Weib, das in dein Haus kommt, wie Rahel 
und Lea, die beide das Haus Israel gebaut haben! Erwirb Vermgen in 
Ephrata und mache dir einen Namen in Bethlehem!
RUT 4:12 Und dein Haus werde wie das Haus des Perez, den Tamar dem Juda 
gebar, durch den Samen, den dir der HERR von dieser jungen Frau geben wird!
RUT 4:13 Also nahm Boas die Ruth, und sie ward sein Weib, und er kam zu 
ihr. Der HERR aber verlieh ihr, da sie empfing und einen Sohn gebar.
RUT 4:14 Da sprachen die Weiber zu Naemi: Gelobt sei der HERR, der dir zu 
dieser Zeit einen Lser nicht versagt hat! Sein Name werde genannt in 
Israel!
RUT 4:15 Der wird nun deine Seele erquicken und dich in deinem Alter 
versorgen; denn deine Schwiegertochter, die dich liebt, hat ihn geboren, 
sie, die dir mehr wert ist als sieben Shne!
RUT 4:16 Und Naemi nahm das Kind und legte es an ihren Busen und ward 
seine Wrterin.
RUT 4:17 Und ihre Nachbarinnen gaben ihm einen Namen und sprachen: Der 
Naemi ist ein Sohn geboren! Und sie hieen ihn Obed. Der ist der Vater 
Isais, des Vaters Davids.
RUT 4:18 Und dies ist der Stammbaum des Perez:
RUT 4:19 Perez zeugte Hezron, Hezron zeugte Ram, Ram zeugte Amminadab,
RUT 4:20 Amminadab zeugte Nahasson, Nahasson zeugte Salmon,
RUT 4:21 Salmon zeugte Boas, Boas zeugte Obed, Obed zeugte Isai,
RUT 4:22 Isai zeugte David.
1SA 1:1 Es war ein Mann von Ramataim-Zophim, vom Gebirge Ephraim, der hie 
Elkana, ein Sohn Jerochams, des Sohnes Elihus, des Sohnes Tohus, des 
Sohnes Zuphs, eines Ephraimiten.
1SA 1:2 Der hatte zwei Frauen, die eine hie Hanna, die andere Peninna; 
Peninna aber hatte Kinder, und Hanna hatte keine Kinder.
1SA 1:3 Dieser Mann ging jhrlich hinauf aus seiner Stadt, um den HERRN 
der Heerscharen anzubeten und ihm zu opfern zu Silo. Daselbst aber waren 
Hophni und Pinehas, die beiden Shne Elis, Priester des HERRN.
1SA 1:4 An dem Tage nun, da Elkana opferte, gab er seinem Weibe Peninna 
und allen ihren Shnen und Tchtern Teile [vom Opfermahl].
1SA 1:5 Hanna aber gab er ein doppeltes Teil, denn er hatte Hanna lieb; 
aber der HERR hatte ihren Mutterleib verschlossen.
1SA 1:6 Und ihre Nebenbuhlerin reizte sie sehr mit krnkenden Reden, um 
sie darber zu erzrnen, da der HERR ihren Leib verschlossen hatte.
1SA 1:7 Und so ging es Jahr fr Jahr; so oft sie zu des HERRN Hause 
wallte, krnkte jene sie also, da sie weinte und nichts a.
1SA 1:8 Elkana aber, ihr Mann, sprach zu ihr: Hanna, warum weinst du? Und 
warum issest du nicht? Warum ist dein Herz so traurig? Bin ich dir nicht 
besser als zehn Shne?
1SA 1:9 Eines Tages aber stand Hanna auf, nachdem sie zu Silo gegessen und 
getrunken hatte. Eli, der Priester, sa eben auf seinem Stuhl beim 
Trpfosten des Tempels des HERRN.
1SA 1:10 Sie aber, betrbt, wie sie war, betete zum HERRN und weinte sehr.
1SA 1:11 Und sie tat ein Gelbde und sprach: HERR der Heerscharen, wirst 
du das Elend deiner Magd ansehen und an mich gedenken und deiner Magd 
nicht vergessen, und wirst du deiner Magd einen Sohn geben, so will ich 
ihn dem Herrn geben sein Leben lang, und kein Schermesser soll auf sein 
Haupt kommen!
1SA 1:12 Whrend sie nun lange vor dem HERRN betete, beobachtete Eli ihren 
Mund;
1SA 1:13 und Hanna redete in ihrem Herzen, nur ihre Lippen regten sich, 
doch so, da man ihre Stimme nicht hrte. Da meinte Eli, sie wre 
betrunken.
1SA 1:14 Und er sprach zu ihr: Wie lange willst du trunken sein? Gib 
deinen Wein von dir!
1SA 1:15 Hanna aber antwortete und sprach: Nein, mein Herr, ich bin ein 
Weib beschwerten Geistes; Wein und starkes Getrnk habe ich nicht 
getrunken, sondern ich habe mein Herz vor dem HERRN ausgeschttet.
1SA 1:16 Du wollest deine Magd nicht fr eine Tochter Belials halten, denn 
aus groem Kummer und Herzeleid habe ich bisher geredet!
1SA 1:17 Eli antwortete ihr und sprach: Gehe hin in Frieden! Der Gott 
Israels gewhre dir deine Bitte, die du vor ihm ausgesprochen hast!
1SA 1:18 Sie sprach: La deine Magd Gnade finden vor deinen Augen! Also 
ging das Weib ihren Weg und a und sah nicht mehr traurig aus.
1SA 1:19 Und am Morgen frh machten sie sich auf, und als sie vor dem 
HERRN angebetet hatten, kehrten sie wieder um und kamen heim nach Rama. 
Und Elkana erkannte sein Weib Hanna, und der HERR gedachte an sie.
1SA 1:20 Und so geschah es, als das Jahr um war, nachdem Hanna empfangen 
hatte, gebar sie einen Sohn; den hie sie Samuel, denn [sagte sie,] ich 
habe ihn von dem Herrn erbeten.
1SA 1:21 Und als der Mann Elkana mit seinem ganzen Hause hinaufzog, um dem 
HERRN das jhrliche Opfer und sein Gelbde darzubringen,
1SA 1:22 ging Hanna nicht mit, sondern sprach zu ihrem Mann: Wenn der 
Knabe entwhnt sein wird, alsdann will ich ihn bringen, da er vor dem 
HERRN erscheine und daselbst bleibe fr immer!
1SA 1:23 Elkana, ihr Mann, sprach zu ihr: Mach wie du's fr gut findest; 
bleibe, bis du ihn entwhnt hast; der HERR aber besttige, was er geredet 
hat! So blieb die Frau zurck und nhrte ihren Sohn, bis sie ihn entwhnte.
1SA 1:24 Und sobald sie ihn entwhnt hatte, nahm sie ihn mit hinauf, samt 
drei Farren, einem Epha Mehl und einem Schlauch Wein und brachte ihn in 
das Haus des HERRN nach Silo; aber der Knabe war noch sehr jung.
1SA 1:25 Und sie schlachteten den Farren und brachten den Knaben zu Eli.
1SA 1:26 Und sie sprach: Ach, mein Herr, so wahr deine Seele lebt; mein 
Herr, ich bin das Weib, das hier bei dir stand und den HERRN bat.
1SA 1:27 Ich habe um diesen Knaben gebeten, nun hat mir der HERR die Bitte 
gewhrt, die ich an ihn gerichtet hatte.
1SA 1:28 Darum leihe ich ihn auch dem HERRN; alle Tage seines Lebens sei 
er dem HERRN geliehen! Und er betete daselbst den HERRN an.
1SA 2:1 Und Hanna betete und sprach: Mein Herz freut sich am HERRN, mein 
Horn ist erhht durch den HERRN; mein Mund hat sich weit aufgetan ber 
meine Feinde; denn ich freue mich deines Heils!
1SA 2:2 Es ist niemand heilig wie der HERR, ja, es ist keiner, auer dir; 
und es ist kein Fels wie unser Gott!
1SA 2:3 Redet nicht viel von hohen Dingen; Vermessenes gehe nicht aus 
eurem Munde! Denn der HERR ist ein Gott, der alles wei, und von ihm 
werden die Taten gewogen.
1SA 2:4 Der Bogen der Starken ist zerbrochen, und die Schwachen haben sich 
mit Kraft umgrtet.
1SA 2:5 Die Satten haben sich um Brot verdingt, aber die Hungrigen hungern 
nicht mehr; ja, die Unfruchtbare hat sieben geboren, und die viele Kinder 
hatte, ist verwelkt!
1SA 2:6 Der HERR ttet und macht lebendig; er strzt ins Totenreich und 
fhrt herauf!
1SA 2:7 Der HERR macht arm und macht reich; er erniedrigt, aber er erhht 
auch.
1SA 2:8 Er erhebt den Geringen aus dem Staub und erhht den Armen aus dem 
Kot, da er sie setze unter die Frsten und sie den Thron der Ehren erben 
lasse; denn die Grundfesten der Erde sind des HERRN, und er hat den 
Weltkreis darauf gestellt.
1SA 2:9 Er wird die Fe seiner Frommen behten; aber die Gottlosen kommen 
um in der Finsternis; denn nicht durch Kraft kommt der Mensch empor.
1SA 2:10 Die Widersacher werden vor dem HERRN erschrecken; er wird ber 
sie donnern im Himmel. Der HERR wird die Enden der Erde richten und wird 
seinem Knig Strke verleihen und das Horn seines Gesalbten erhhen!
1SA 2:11 Und Elkana ging hin nach Rama in sein Haus; der Knabe aber diente 
dem HERRN unter den Augen Elis, des Priesters.
1SA 2:12 Aber die Shne Elis waren Shne Belials; sie erkannten den HERRN 
nicht, noch wie der Priester mit dem Volk verfahren soll.
1SA 2:13 Wenn jemand etwas opfern wollte, so kam des Priesters Diener, 
whrend das Fleisch kochte, und hatte eine Gabel mit drei Zinken in seiner 
Hand;
1SA 2:14 und er stie damit in den Topf der Kessel, in die Pfanne oder 
Schssel, und was er mit der Gabel hervorzog, das nahm der Priester fr 
sich. Also taten sie allen Israeliten, die dorthin nach Silo kamen.
1SA 2:15 Desgleichen, ehe man das Fett verbrannte, kam des Priesters 
Diener und sprach zu dem, der das Opfer brachte: Gib das Fleisch, damit 
man es dem Priester brate; denn er will nicht gekochtes, sondern rohes 
Fleisch von dir nehmen!
1SA 2:16 Sagte der Betreffende dann zu ihm: Man soll zuerst das Fett 
verbrennen, wie es sich gebhrt; hernach nimm, was dein Herz begehrt; So 
sprach er zu ihm: Du sollst es mir jetzt geben, wenn nicht, so will ich es 
mit Gewalt nehmen!
1SA 2:17 Darum war die Snde der Jnglinge sehr gro vor dem HERRN; denn 
die Leute verachteten das Speisopfer des HERRN.
1SA 2:18 Samuel aber diente vor dem HERRN; und der Knabe war mit einem 
leinenen Ephod umgrtet.
1SA 2:19 Dazu machte ihm seine Mutter ein kleines Oberkleid und brachte es 
ihm jhrlich mit, wenn sie mit ihrem Mann hinaufging, das jhrliche Opfer 
darzubringen.
1SA 2:20 Und Eli segnete Elkana und sein Weib und sprach: Der HERR gebe 
dir Samen von diesem Weibe an Stelle des Geliehenen, den sie dem HERRN 
geliehen hat! Und sie gingen an ihren Ort.
1SA 2:21 Der HERR aber segnete Hanna, da sie empfing und noch drei Shne 
und zwei Tchter gebar. Der Knabe Samuel aber wuchs heran bei dem HERRN.
1SA 2:22 Eli aber war sehr alt und erfuhr alles, was seine Shne an ganz 
Israel taten, und da sie sich mit den Weibern vergingen, die vor der Tr 
der Stiftshtte den Dienst verrichteten.
1SA 2:23 Und er sprach zu ihnen: Warum tut ihr solches? Denn ich vernehme 
von dem ganzen Volk euer bses Handeln!
1SA 2:24 Nicht doch, meine Shne! Denn das ist kein gutes Gercht, das ich 
hre; ihr macht das Volk des HERRN bertreten.
1SA 2:25 Wenn jemand wider einen Menschen sndigt, so wird Gott 
Schiedsrichter sein; wenn aber jemand wider den HERRN sndigt, wer will 
sich fr ihn ins Mittel legen? Aber sie folgten der Stimme ihres Vaters 
nicht; denn der HERR wollte sie tten.
1SA 2:26 Aber der Knabe Samuel wuchs immer mehr heran und war angenehm, 
sowohl bei dem HERRN als auch bei den Menschen.
1SA 2:27 Es kam aber ein Mann Gottes zu Eli und sprach zu ihm: So spricht 
der HERR: Habe ich mich nicht deines Vaters Hause offenbart, als sie noch 
beim Hause des Pharao in gypten waren?
1SA 2:28 Ja, ihn habe ich mir daselbst vor allen Stmmen Israels zum 
Priester erwhlt, da er auf meinem Altar opfere, Rucherwerk anznde und 
das Ephod vor mir trage; und ich habe dem Hause deines Vaters alle 
Feueropfer der Kinder Israels gegeben!
1SA 2:29 Warum tretet ihr denn aus lauter Bosheit meine Schlachtopfer und 
Speisopfer, die ich verordnet habe, mit Fen? Und du ehrst deine Shne 
mehr als mich, und ihr mstet euch von den Erstlingen aller Speisopfer 
meines Volkes Israel!
1SA 2:30 Darum spricht der Herr, der Gott Israels: Ich habe allerdings 
gesagt, dein Haus und deines Vaters Haus sollen ewiglich vor mir aus und 
eingehen; aber nun spricht der HERR: Das sei ferne von mir! Sondern wer 
mich ehrt, den will ich wieder ehren; wer mich aber verachtet, der soll 
auch verachtet werden!
1SA 2:31 Siehe, die Zeit wird kommen, da ich deinen Arm und den Arm des 
Hauses deines Vaters abhauen werde, so da in deinem Hause niemand alt 
werden soll.
1SA 2:32 Und du wirst nur Not sehen bei all dem Guten, das der HERR Israel 
erweisen wird; und es wird nie mehr ein Betagter in deinem Hause sein.
1SA 2:33 Ich will dir zwar nicht jedermann von meinem Altar wegtilgen, da 
deine Augen sonst verschmachten und deine Seele vor Sehnsucht vergehen 
mte; aber aller Nachwuchs deines Hauses soll sterben, wenn sie das 
Mannesalter erreicht haben.
1SA 2:34 Und das sei dir zum Zeichen, was ber deine beiden Shne Hophni 
und Pinehas kommen wird: an einem Tage werden sie beide sterben!
1SA 2:35 Ich aber will mir einen treuen Priester erwecken, der tun wird, 
was nach meinem Herzen und nach meiner Seele ist; und dem will ich ein 
bestndiges Haus bauen, da er immerdar vor meinem Gesalbten wandle.
1SA 2:36 Und wer von deinem Hause brig ist, der wird kommen und sich vor 
ihm niederwerfen um einen Groschen und ein Stck Brot und wird sagen: Lass 
mich doch zu einer priesterlichen Bedienung zu, da ich einen Bissen Brot 
zu essen habe.
1SA 3:1 Und der Knabe Samuel diente dem HERRN vor Eli. Zu jener Zeit war 
das Wort des HERRN teuer; es brach sich keine Offenbarung Bahn.
1SA 3:2 Und es begab sich eines Tages, da Eli an seinem Orte lag; seine 
Augen hatten angefangen dunkel zu werden, so da er nicht mehr sehen 
konnte.
1SA 3:3 Und die Lampe Gottes war noch nicht erloschen; Samuel aber schlief 
im Tempel des HERRN, wo die Lade Gottes war.
1SA 3:4 Und der Herr rief den Samuel. Er aber antwortete: Siehe, hier bin 
ich!
1SA 3:5 Und er lief zu Eli und sprach: Siehe, hier bin ich, denn du hast 
mich gerufen! Er aber sprach: Ich habe dich nicht gerufen; geh wieder hin 
und lege dich schlafen! Und er ging hin und legte sich schlafen.
1SA 3:6 Da rief der HERR abermal: Samuel! Und Samuel stand auf und ging zu 
Eli und sprach: Siehe, hier bin ich; denn du hast mich gerufen! Er aber 
sprach: Ich habe dich nicht gerufen, mein Sohn; geh wieder hin und lege 
dich schlafen!
1SA 3:7 Samuel aber kannte den HERRN noch nicht, und das Wort des HERRN 
war ihm noch nicht geoffenbart.
1SA 3:8 Da rief der HERR dem Samuel zum drittenmal. Und er stand auf und 
ging zu Eli und sprach: Siehe, hier bin ich, denn du hast mich gerufen! Da 
merkte Eli, da der HERR den Knaben rief,
1SA 3:9 und Eli sprach zu Samuel: Geh wieder hin und lege dich schlafen; 
und wenn er dich rufen wird, so sprich: Rede, HERR; denn dein Knecht hrt! 
Samuel ging hin und legte sich an seinen Ort.
1SA 3:10 Da kam der HERR und trat dahin und rief wie zuvor: Samuel! 
Samuel! Und Samuel sprach: Rede, denn dein Knecht hrt!
1SA 3:11 Und der HERR sprach zu Samuel: Siehe, ich tue eine Sache in 
Israel, da dem, der es hren wird, beide Ohren gellen werden.
1SA 3:12 An demselben Tage will ich an Eli in Erfllung gehen lassen 
alles, was ich wider sein Haus geredet habe; ich will es anfangen und 
vollenden.
1SA 3:13 Denn ich habe es ihm gesagt, da ich Richter sein wolle ber sein 
Haus ewiglich, um der Missetat willen, von der er wute, da seine Shne 
sich den Fluch zuzogen, und er hat ihnen nicht gewehrt.
1SA 3:14 Und darum habe ich dem Hause Eli geschworen, da die Missetat des 
Hauses Eli ewiglich nicht geshnt werden soll, weder durch Schlachtopfer 
noch durch Speisopfer!
1SA 3:15 Und Samuel lag bis zum Morgen und tat die Tren auf am Hause des 
HERRN. Samuel aber frchtete sich, Eli das Gesicht mitzuteilen.
1SA 3:16 Da rief ihm Eli und sprach: Samuel, mein Sohn! Er antwortet: 
Siehe, hier bin ich!
1SA 3:17 Er sprach: Wie lautet das Wort, das zu dir geredet worden ist? 
Verbirg es doch nicht vor mir! Gott tue dir dies und das, wenn du mir 
etwas verbirgst von allem, was er mit dir geredet hat!
1SA 3:18 Da sagte ihm Samuel alles und verbarg nichts vor ihm. Er aber 
sprach: Es ist der HERR; er tue, was ihm wohlgefllt!
1SA 3:19 Samuel aber wuchs heran, und der HERR war mit ihm und lie keines 
von allen seinen Worten auf die Erde fallen.
1SA 3:20 Und ganz Israel von Dan bis Beerseba erkannte, da Samuel 
beglaubigt war als ein Prophet des HERRN.
1SA 3:21 Und der HERR fuhr fort, zu Silo zu erscheinen; denn der HERR 
offenbarte sich dem Samuel zu Silo durch das Wort des HERRN.
1SA 4:1 Und Samuels Wort erging an ganz Israel. Da zog Israel aus, den 
Philistern entgegen, in den Streit und lagerte sich bei Eben-Eser; die 
Philister aber hatten sich zu Aphek gelagert.
1SA 4:2 Und die Philister stellten sich in Schlachtordnung auf gegen 
Israel. Und als der Streit sich ausbreitete, ward Israel von den 
Philistern geschlagen; die erschlugen aus den Schlachtreihen im Felde bei 
viertausend Mann.
1SA 4:3 Und als das Volk ins Lager kam, sprachen die ltesten Israels: 
Warum hat uns der HERR heute von den Philistern lassen geschlagen werden? 
Lat uns die Bundeslade des HERRN von Silo zu uns herholen, so wird er in 
unsre Mitte kommen und uns von der Hand unsrer Feinde retten!
1SA 4:4 Und das Volk sandte gen Silo und lie die Bundeslade des HERRN der 
Heerscharen, der ber den Cherubim thront, von dannen abholen. Und die 
beiden Shne Elis, Hophni und Pinehas, waren daselbst mit der Bundeslade 
Gottes.
1SA 4:5 Und als die Bundeslade des HERRN in das Lager kam, jauchzte ganz 
Israel mit groem Jauchzen, da die Erde erbebte.
1SA 4:6 Als aber die Philister das Geschrei dieses Jauchzens hrten, 
sprachen sie: Was bedeutet das Geschrei solch groen Jauchzens im Lager 
der Hebrer?
1SA 4:7 Und als sie erfuhren, da die Lade des HERRN in das Lager gekommen 
sei, frchteten sich die Philister, denn sie sprachen: Gott ist in das 
Lager gekommen! Und sie sprachen: Wehe uns! denn bis anhin verhielt es 
sich nicht also!
1SA 4:8 Wehe uns! Wer wird uns von der Hand dieser herrlichen Gtter 
erretten? Das sind die Gtter, welche die gypter in der Wste mit 
allerlei Plagen schlugen!
1SA 4:9 So seid nun tapfer und Mnner, ihr Philister, damit ihr den 
Hebrern nicht dienen msset, wie sie euch gedient haben. Seid Mnner und 
streitet!
1SA 4:10 Da stritten die Philister, und Israel ward geschlagen, ein jeder 
floh in seine Htte; und die Niederlage war sehr gro, da aus Israel 
dreiigtausend Mann Fuvolk fielen.
1SA 4:11 Und die Lade Gottes ward genommen, und die beiden Shne Elis, 
Hophni und Pinehas, kamen um.
1SA 4:12 Da lief ein Benjaminiter aus den Schlachtreihen weg und kam am 
selben Tage nach Silo und hatte sein Kleid zerrissen und Erde auf sein 
Haupt gestreut.
1SA 4:13 Und als er hineinkam, siehe, da sa Eli auf dem Stuhl und sphte 
auf den Weg; denn sein Herz war bekmmert wegen der Lade Gottes. Und als 
der Mann in die Stadt kam und Bericht brachte, schrie die ganze Stadt auf.
1SA 4:14 Und als Eli das laute Geschrei hrte, fragte er: Was ist das fr 
ein lautes Getmmel? Da kam der Mann eilends und berichtete es Eli.
1SA 4:15 Eli aber war achtundneunzig Jahre alt, und seine Augen waren 
dunkel, so da er nicht mehr sehen konnte.
1SA 4:16 Aber der Mann sprach zu Eli: Ich komme aus dem Heer, heute bin 
ich aus dem Heer geflohen! Er aber sprach: Wie steht die Sache, mein Sohn?
1SA 4:17 Da antwortete der Bote und sprach: Israel ist vor den Philistern 
geflohen, und das Volk hat eine groe Niederlage erlitten, und auch deine 
beiden Shne, Hophni und Pinehas, sind tot; dazu ist die Lade Gottes 
genommen!
1SA 4:18 Als er aber die Lade Gottes erwhnte, fiel Eli rcklings vom 
Stuhl neben dem Tor und brach das Genick und starb; denn er war alt und 
ein schwerer Mann. Er hatte aber Israel vierzig Jahre lang gerichtet.
1SA 4:19 Aber seine Sohnsfrau, das Weib des Pinehas, stand vor der Geburt. 
Als sie nun das Geschrei hrte, da die Lade Gottes genommen und ihr 
Schwiegervater und ihr Mann tot seien, sank sie nieder und gebar; denn es 
berfielen sie ihre Wehen.
1SA 4:20 Als es aber mit ihr zum Sterben ging, sprachen die Weiber, die 
neben ihr standen: Frchte dich nicht, du hast einen Sohn geboren! Aber 
sie antwortete nichts und beachtete es nicht,
1SA 4:21 sondern hie den Knaben Ikabod und sprach: Die Herrlichkeit ist 
fort von Israel! weil die Lade Gottes genommen war und wegen ihres 
Schwiegervaters und ihres Mannes.
1SA 4:22 Und sie sprach abermals: Die Herrlichkeit ist fort von Israel, 
denn die Lade Gottes ist genommen!
1SA 5:1 Die Philister aber hatten die Lade Gottes genommen und sie von 
Eben-Eser nach Asdod verbracht.
1SA 5:2 Und zwar nahmen die Philister die Lade Gottes und brachten sie in 
das Haus Dagons und stellten sie neben Dagon.
1SA 5:3 Als aber die Asdoditer am folgenden Morgen frh aufstanden, siehe, 
da fanden sie den Dagon auf seinem Angesicht auf der Erde liegen vor der 
Lade des HERRN. Da nahmen sie den Dagon und setzten ihn wieder an seinen 
Ort.
1SA 5:4 Als sie aber am folgenden Morgen frhe aufstanden, siehe, da 
fanden sie den Dagon abermals auf seinem Angesicht auf der Erde liegen vor 
der Lade des HERRN; aber sein Haupt und seine beiden Hnde lagen abgehauen 
auf der Schwelle, nur der Fischleib war von ihm briggeblieben.
1SA 5:5 Darum treten die Priester Dagons und alle, die in das Haus Dagons 
gehen, nicht auf die Schwelle Dagons in Asdod, bis auf diesen Tag.
1SA 5:6 Aber die Hand des HERRN legte sich schwer ber die Einwohner von 
Asdod und verderbte sie und schlug Asdod und ihr ganzes Gebiet mit Beulen.
1SA 5:7 Als aber die Leute von Asdod sahen, da es also zuging, sprachen 
sie: Lat die Lade des Gottes Israels nicht bei uns verbleiben; denn seine 
Hand ist zu hart ber uns und unserm Gott Dagon!
1SA 5:8 Und sie sandten hin und versammelten alle Frsten der Philister zu 
sich und sprachen: Was sollen wir mit der Lade des Gottes Israels machen? 
Da antworteten sie: Man lasse die Lade des Gottes Israels hintragen nach 
Gat! Und sie trugen die Lade des Gottes Israels hin.
1SA 5:9 Und es begab sich, als sie die Lade hingetragen hatten, ward durch 
die Hand des HERRN in der Stadt eine sehr groe Bestrzung; und er schlug 
die Leute in der Stadt, vom Kleinsten bis zum Grten, so da an ihnen 
Beulen ausbrachen.
1SA 5:10 Da sandten sie die Lade Gottes nach Ekron. Als aber die Lade 
Gottes gen Ekron kam, schrieen die von Ekron und sprachen: Sie haben die 
Lade des Gottes Israels zu mir gebracht, da sie mich und mein Volk tte!
1SA 5:11 Da sandten sie hin und versammelten alle Frsten der Philister 
und sprachen: Sendet die Lade des Gottes Israels wieder zurck an ihren 
Ort, da sie mich und mein Volk nicht tte! Denn es war eine tdliche 
Bestrzung in der ganzen Stadt, und die Hand Gottes lag sehr schwer auf 
ihr.
1SA 5:12 Und die Leute, welche nicht starben, wurden mit Beulen 
geschlagen, und das Geschrei der Stadt stieg zum Himmel empor.
1SA 6:1 Also war die Lade des HERRN sieben Monate lang im Lande der 
Philister.
1SA 6:2 Und die Philister riefen ihre Priester und Wahrsager und sprachen: 
Was sollen wir mit der Lade des HERRN machen? Zeiget uns, womit wir sie an 
ihren Ort senden sollen!
1SA 6:3 Sie sprachen: Wollt ihr die Lade des Gottes Israels [zurck-
]senden, so sendet sie nicht leer, sondern ein Schuldopfer sollt ihr ihm 
entrichten; dann werdet ihr genesen und wird es euch kund werden, warum 
seine Hand nicht von euch lt.
1SA 6:4 Sie aber sprachen: Welches ist das Schuldopfer, das wir ihm geben 
sollen? Sie antworteten: Fnf goldene Beulen und fnf goldene Muse, nach 
der Zahl der fnf Frsten der Philister; denn es ist einerlei Plage ber 
euch alle und ber eure Frsten gekommen.
1SA 6:5 So sollt ihr nun Nachbildungen eurer Beulen machen und 
Nachbildungen eurer Muse, die das Land verderbt haben, und sollt dem Gott 
Israels die Ehre geben; vielleicht wird seine Hand dann leichter werden 
ber euch und eurem Gott und eurem Land.
1SA 6:6 Und warum verhrtet ihr euer Herz, wie die gypter und der Pharao 
ihr Herz verhrteten? Ist dem nicht also: da er Macht an ihnen bewies, 
lieen sie jene ziehen, und so gingen sie hin?
1SA 6:7 So nehmet nun einen neuen Wagen und zwei sugende Khe, auf die 
niemals ein Joch gekommen ist, und spannet die Khe an den Wagen und 
treibet ihre Klber von ihnen weg nach Hause zurck;
1SA 6:8 und nehmet die Lade des HERRN und stellet sie auf den Wagen und 
tut die goldenen Kleinodien, welche ihr ihm zum Schuldopfer gebet, in ein 
Kstlein an ihre Seite und sendet sie hin und lat sie gehen.
1SA 6:9 Und sehet wohl zu: geht sie den Weg hinauf, der zu ihrem Gebiet 
fhrt, nach Beth-Semes, so hat Er uns all dies groe bel zugefgt; wenn 
nicht, so wissen wir dann, da nicht seine Hand uns geschlagen hat, 
sondern da es uns zufllig widerfahren ist.
1SA 6:10 Die Leute taten also und nahmen zwei sugende Khe und spannten 
sie an einen Wagen und behielten ihre Klber daheim
1SA 6:11 und hoben die Lade des HERRN auf den Wagen, dazu das Kstlein mit 
den goldenen Musen und mit den Abbildern ihrer Beulen.
1SA 6:12 Da gingen die Khe auf dem Wege stracks auf Beth-Semes zu; 
eintrchtig liefen sie und brllten und wichen nicht, weder zur Rechten 
noch zur Linken. Und die Frsten der Philister gingen ihnen nach bis an 
die Grenze von Beth-Semes.
1SA 6:13 Die Bethsemiten aber schnitten eben den Weizen im Tale. Als sie 
nun ihre Augen erhoben, sahen sie die Lade und freuten sich, dieselbe zu 
sehen.
1SA 6:14 Der Wagen aber kam auf den Acker Josuas, des Bethsemiten, und 
stand daselbst still. Und es war ein groer Stein daselbst; und sie 
spalteten das Holz vom Wagen und brachten die Khe dem HERRN zum 
Brandopfer dar.
1SA 6:15 Die Leviten aber hoben die Lade des HERRN herab und das Kstlein, 
das dabei war, worin sich die goldenen Kleinodien befanden, und setzten 
sie auf den groen Stein. An demselben Tag opferten die Leute zu Beth-
Semes dem HERRN Brandopfer und Schlachtopfer.
1SA 6:16 Als aber die fnf Frsten der Philister das gesehen hatten, 
kehrten sie am gleichen Tag wieder nach Ekron zurck.
1SA 6:17 Das sind aber die goldenen Beulen, welche die Philister dem HERRN 
zum Schuldopfer gaben: fr Asdod eine, fr Gaza eine, fr Askalon eine, 
fr Gat eine, fr Ekron eine.
1SA 6:18 Und goldene Muse nach der Zahl aller Stdte der Philister unter 
den fnf Frsten, sowohl der befestigten Stdte als auch der Drfer des 
flachen Landes. Und Zeuge ist der groe Stein, worauf sie die Lade des 
HERRN niederlieen; er ist auf dem Acker Josuas, des Bethsemiten, bis auf 
diesen Tag.
1SA 6:19 Und Er schlug die Bethsemiten, weil sie in die Lade des HERRN 
geschaut hatten; er schlug nmlich von dem Volk siebzig Mann, [und] 
fnfzigtausend Mann. Da trug das Volk Leid, weil der HERR das Volk mit 
einem so groen Schlag heimgesucht hatte.
1SA 6:20 Und die Leute zu Beth-Semes sprachen: Wer kann bestehen vor dem 
HERRN, diesem heiligen Gott? Und zu wem soll er von uns wegziehen?
1SA 6:21 Und sie sandten Boten zu den Brgern von Kirjat-Jearim und lieen 
ihnen sagen: Die Philister haben die Lade des HERRN wiedergebracht; kommt 
herab und holt sie zu euch hinauf!
1SA 7:1 Also kamen die Leute von Kirjat-Jearim und holten die Lade des 
HERRN hinauf und brachten sie in das Haus Abinadabs auf dem Hgel, und sie 
weihten seinen Sohn Eleasar, die Lade des HERRN zu hten.
1SA 7:2 Und von dem Tag an, da die Lade zu Kirjat-Jearim weilte, verging 
eine lange Zeit, bis zwanzig Jahre um waren; und das ganze Haus Israel 
jammerte dem HERRN nach.
1SA 7:3 Samuel aber redete mit ganz Israel und sprach: Wollt ihr von 
ganzem Herzen zu dem HERRN zurckkehren, so tut die fremden Gtter und 
Astarten aus eurer Mitte und richtet eure Herzen zu dem HERRN und dient 
ihm allein, so wird er euch aus der Hand der Philister erretten.
1SA 7:4 Da taten die Kinder Israel die Baale und die Astarten von sich und 
dienten dem HERRN allein.
1SA 7:5 Samuel aber sprach: Versammelt ganz Israel gen Mizpa, so will ich 
fr euch zum HERRN beten!
1SA 7:6 Da kamen sie zusammen gen Mizpa und schpften Wasser und gossen es 
aus vor dem HERRN und fasteten am selben Tag und sprachen daselbst: Wir 
haben gegen den HERRN gesndigt! Also richtete Samuel die Kinder Israel zu 
Mizpa.
1SA 7:7 Als aber die Philister hrten, da die Kinder Israel gen Mizpa 
zusammengekommen waren, zogen die Frsten der Philister hinauf wider 
Israel. Als die Kinder Israel solches hrten, frchteten sie sich vor den 
Philistern.
1SA 7:8 Und die Kinder Israel sprachen zu Samuel: La nicht ab, fr uns zu 
dem HERRN, unserm Gott, zu schreien, da er uns aus der Hand der Philister 
errette!
1SA 7:9 Und Samuel nahm ein Milchlamm und opferte es dem HERRN fr Israel, 
und der HERR erhrte ihn.
1SA 7:10 Und whrend Samuel das Brandopfer darbrachte, nherten sich die 
Philister zum Streit wider Israel; aber an demselben Tage donnerte der 
HERR mit gewaltiger Stimme wider die Philister und verwirrte sie, so da 
sie vor Israel geschlagen wurden.
1SA 7:11 Da zogen die Mnner Israels aus von Mizpa und jagten die 
Philister und schlugen sie bis unterhalb Beth-Kar.
1SA 7:12 Da nahm Samuel einen Stein und setzte ihn zwischen Mizpa und 
Schen und hie ihn Eben-Eser, und sprach: Bis hierher hat der HERR uns 
geholfen!
1SA 7:13 Also wurden die Philister gedemtigt und kamen hinfort nicht mehr 
in das Gebiet Israels. Und die Hand des HERRN war wider die Philister, 
solange Samuel lebte.
1SA 7:14 Also bekam Israel die Stdte wieder, welche die Philister den 
Israeliten genommen hatten, von Ekron an bis gen Gat, samt ihrem Gebiet; 
die errettete Israel aus der Hand der Philister. Es war aber Friede 
zwischen Israel und den Amoritern.
1SA 7:15 Und Samuel richtete Israel sein Leben lang;
1SA 7:16 und er zog alljhrlich umher und machte die Runde in Bethel, 
Gilgal und Mizpa und richtete Israel an allen diesen Orten.
1SA 7:17 Doch kehrte er immer wieder nach Rama zurck; denn daselbst war 
sein Haus; und er richtete Israel daselbst und baute daselbst dem HERRN 
einen Altar.
1SA 8:1 Als aber Samuel alt war, setzte er seine Shne zu Richtern ber 
Israel.
1SA 8:2 Sein erstgeborener Sohn hie Joel und der andere Abija; die waren 
Richter zu Beer-Seba.
1SA 8:3 Aber seine Shne wandelten nicht in seinem Wege, sondern neigten 
zum Gewinn und nahmen Geschenke und beugten das Recht.
1SA 8:4 Da versammelten sich alle ltesten Israels und kamen zu Samuel gen 
Rama
1SA 8:5 und sprachen zu ihm: Siehe, du bist alt geworden, und deine Shne 
wandeln nicht in deinen Wegen; so setze nun einen Knig ber uns, der uns 
richte, nach der Weise aller andern Vlker!
1SA 8:6 Dieses Wort aber mifiel Samuel, da sie sagten: Gib uns einen 
Knig, der uns richte! Und Samuel betete darber zu dem HERRN.
1SA 8:7 Da sprach der HERR zu Samuel: Gehorche der Stimme des Volkes in 
allem, was sie dir gesagt haben; denn sie haben nicht dich, sondern mich 
verworfen, da ich nicht Knig ber sie sein soll.
1SA 8:8 Sie tun auch mit dir, wie sie es immer getan haben, von dem Tage 
an, als ich sie aus gypten fhrte, bis auf diesen Tag, indem sie mich 
verlassen und andern Gttern gedient haben.
1SA 8:9 So gehorche nun ihrer Stimme; doch verwarne sie ausdrcklich und 
verkndige ihnen das Recht des Knigs, der ber sie herrschen wird.
1SA 8:10 Und Samuel sagte dem Volke, das einen Knig begehrte, alle Worte 
des HERRN
1SA 8:11 und sprach: Das wird das Recht des Knigs sein, der ber euch 
herrschen wird: Eure Shne wird er nehmen und sie seinen Kriegswagen und 
seiner Reiterei zuteilen und da sie vor seinem Wagen her laufen;
1SA 8:12 und da er sie mache zu Obersten ber Tausend und zu Obersten 
ber Fnfzig; und da sie seinen Acker pflgen und seine Ernte einbringen 
und da sie ihm seine Kriegswaffen und sein Pferdegeschirr anfertigen.
1SA 8:13 Eure Tchter aber wird er nehmen und sie zu Salbenmischerinnen, 
Kchinnen und Bckerinnen machen.
1SA 8:14 Auch eure besten cker, eure Weinberge und eure lbume wird er 
nehmen und seinen Knechten geben;
1SA 8:15 dazu wird er den Zehnten von eurer Saat und von euren Weinbergen 
nehmen und ihn seinen Kmmerern und Knechten geben.
1SA 8:16 Und er wird eure Knechte und eure Mgde und eure schnsten 
Jnglinge und eure Esel nehmen und sein Geschft damit ausrichten.
1SA 8:17 Er wird den Zehnten eurer Schafe nehmen, und ihr msset seine 
Knechte sein.
1SA 8:18 Wenn ihr dann zu jener Zeit ber euren Knig, den ihr euch 
erwhlt habt, schreien werdet, so wird euch der HERR alsdann nicht erhren.
1SA 8:19 Aber das Volk weigerte sich, die Stimme Samuels zu hren, und 
sprach: Das tut nichts, es soll dennoch ein Knig ber uns sein,
1SA 8:20 da auch wir seien wie alle Nationen; unser Knig soll uns 
richten und vor uns herziehen und unsre Kriege fhren!
1SA 8:21 Da nun Samuel alle Worte des Volkes gehrt hatte, redete er sie 
vor den Ohren des HERRN.
1SA 8:22 Der HERR aber sprach: Gehorche ihrer Stimme und mache ihnen einen 
Knig! Und Samuel sprach zu den Mnnern von Israel: Geht hin, ein jeder in 
seine Stadt!
1SA 9:1 Es war aber ein Mann von Benjamin, namens Kis, ein Sohn Abiels, 
des Sohnes Zerors, des Sohnes Bechorats, des Sohnes Aphiachs, des Sohnes 
eines Benjaminiten, ein wackerer Mann.
1SA 9:2 Der hatte einen Sohn, namens Saul, jung und schn, so da keiner 
schner war unter den Kindern Israel, eines Hauptes hher als alles Volk.
1SA 9:3 Aber Kis, der Vater Sauls, hatte seine Eselinnen verloren. Und Kis 
sprach zu seinem Sohne Saul: Nimm doch einen der Knaben mit dir und mache 
dich auf, gehe hin und suche die Eselinnen!
1SA 9:4 Und er durchwanderte das Gebirge Ephraim und ging durch die 
Landschaft Salisa; aber sie fanden sie nicht. Sie gingen auch durch die 
Landschaft Saalim, da waren sie auch nicht. Darauf durchzogen sie die 
Landschaft Jemini und fanden sie auch nicht.
1SA 9:5 Als sie aber in die Landschaft Zuph kamen, sprach Saul zu seinem 
Knaben, der bei ihm war: Komm, la uns wieder umkehren; mein Vater knnte 
von den Eselinnen lassen und sich um uns sorgen!
1SA 9:6 Er aber sprach zu ihm: Siehe doch, es ist ein Mann Gottes in 
dieser Stadt, und der ist ein ehrwrdiger Mann; alles, was er sagt, trifft 
sicher ein. So la uns nun dahin gehen; vielleicht sagt er uns unsern Weg, 
den wir gehen sollen.
1SA 9:7 Saul aber sprach zu seinem Knaben: Siehe, wenn wir hingehen, was 
bringen wir dem Mann? Denn das Brot ist ausgegangen in unserm Sack; auch 
haben wir sonst keine Gabe, die wir dem Manne Gottes bringen knnten; was 
haben wir?
1SA 9:8 Der Knabe antwortete dem Saul und sprach: Siehe, ich habe einen 
Viertel Silberschekel bei mir, den will ich dem Manne Gottes geben, da er 
uns unsern Weg zeige.
1SA 9:9 Vorzeiten sagte man in Israel, wenn man ging, Gott zu befragen: 
Kommt, lat uns zum Seher gehen! Denn die man jetzt Propheten heit, die 
hie man vorzeiten Seher.
1SA 9:10 Saul sprach zu seinem Knaben: Dein Vorschlag ist gut; komm, wir 
wollen gehen!
1SA 9:11 Als sie nun hingingen zu der Stadt, da der Mann Gottes war, und 
die Anhhe zur Stadt hinaufstiegen, trafen sie Jungfrauen, die 
herauskamen, um Wasser zu schpfen; zu denselben sprachen sie: Ist der 
Seher hier?
1SA 9:12 Sie antworteten ihnen und sprachen: Ja, siehe, er ist vor dir; 
eile nur, denn er ist heute in die Stadt gekommen, weil das Volk heute auf 
der Hhe zu opfern hat.
1SA 9:13 Wenn ihr in die Stadt kommt, so werdet ihr ihn gerade treffen, 
ehe er zur Hhe hinaufgeht zum Essen; denn das Volk it nicht, bis er 
kommt; denn er mu das Opfer segnen, darnach essen die Geladenen. Darum so 
gehet hinauf; denn eben jetzt werdet ihr ihn treffen!
1SA 9:14 Und als sie zur Stadt hinauf kamen und in die Stadt eintreten 
wollten, siehe, da kam Samuel heraus, ihnen entgegen, um zur Hhe zu gehen.
1SA 9:15 Aber der HERR hatte einen Tag zuvor, ehe Saul kam, Samuels Ohr 
geffnet und zu ihm gesagt:
1SA 9:16 Morgen um diese Zeit will ich einen Mann aus dem Lande Benjamin 
zu dir senden, den sollst du zum Frsten ber mein Volk Israel salben, da 
er mein Volk von der Philister Hand erlse; denn ich habe mein Volk 
angesehen, dieweil sein Geschrei vor mich gekommen ist.
1SA 9:17 Als nun Samuel den Saul ansah, antwortete ihm der HERR: Siehe, 
das ist der Mann, von dem ich dir gesagt habe, da er ber mein Volk 
herrschen soll!
1SA 9:18 Da trat Saul zu Samuel unter dem Tor und sprach: Sage mir doch, 
wo ist hier des Sehers Haus?
1SA 9:19 Samuel antwortete dem Saul und sprach: Ich bin der Seher! Geh vor 
mir her zur Hhe hinauf; denn ihr sollt heute mit mir essen, und morgen 
will ich dich ziehen lassen; und alles, was in deinem Herzen ist, will ich 
dir sagen!
1SA 9:20 Um die Eselinnen aber, die dir vor drei Tagen verlorengegangen 
sind, bekmmere dich nicht; denn sie sind gefunden! Und wem gehrt alles 
Wnschenswerte in Israel? Nicht dir und deines Vaters ganzem Haus?
1SA 9:21 Saul antwortete und sprach: Bin ich nicht ein Benjaminiter, von 
einem der kleinsten Stmme Israels, und ist mein Geschlecht nicht das 
geringste unter allen Geschlechtern der Stmme Benjamins? Warum sagst du 
mir denn solches?
1SA 9:22 Samuel aber nahm Saul samt seinem Knaben und fhrte sie in den 
Saal und setzte sie oben an unter die Geladenen; derer waren bei dreiig 
Mann.
1SA 9:23 Und Samuel sprach zu dem Koch: Gib das Stck her, das ich dir 
gab, und von dem ich befahl, du solltest es beiseite legen!
1SA 9:24 Da hob der Koch die Keule ab und brachte sie heraus und setzte 
sie Saul vor. Und Samuel sprach: Siehe, das ist aufbehalten worden; nimm 
es vor dich und i; denn es ist auf die bestimmte Zeit fr dich aufbewahrt 
worden, als ich sagte: Ich habe das Volk eingeladen! Also a Saul mit 
Samuel an jenem Tag.
1SA 9:25 Und als sie von der Hhe in die Stadt hinab gegangen waren, 
redete er mit Saul auf dem Dach.
1SA 9:26 Und sie standen am Morgen frh auf. Und als die Morgenrte 
aufging, rief Samuel dem Saul auf dem Dach und sprach: Steh auf! Ich will 
dich begleiten. Da machte sich Saul auf, und die beiden gingen miteinander 
hinaus, er und Samuel.
1SA 9:27 Und als sie am Ende der Stadt hinabstiegen, sprach Samuel zu 
Saul: Sage dem Knaben, da er vor uns hingehe (und er ging hin) du aber 
stehe jetzt still, da ich dir kundtue, was Gott gesagt hat!
1SA 10:1 Da nahm Samuel die lflasche und go sie auf sein Haupt und kte 
ihn und sprach: Hat dich nicht der HERR zum Frsten ber sein Erbteil 
gesalbt?
1SA 10:2 Wenn du jetzt von mir gehst, wirst du zwei Mnner finden bei dem 
Grabe Rahels, im Gebiet Benjamin, bei Zelzach; die werden zu dir sagen: 
Die Eselinnen sind gefunden, die du suchen gegangen bist; und siehe, dein 
Vater hat die Nachfrage nach den Eselinnen aufgegeben und sorgt sich nun 
um euch und spricht: Was soll ich fr meinen Sohn tun?
1SA 10:3 Und wenn du von dannen weiter gehst, wirst du zur Eiche Tabor 
kommen; daselbst werden dich drei Mnner antreffen, die zu Gott gen Bethel 
wallen; einer trgt drei Bcklein, der andere drei Laibe Brot, der dritte 
einen Schlauch mit Wein.
1SA 10:4 Und sie werden dich gren und dir zwei Brote geben, die sollst 
du von ihren Hnden nehmen.
1SA 10:5 Darnach wirst du auf den Hgel Gottes kommen, wo der 
Philisterposten steht; und wenn du daselbst in die Stadt kommst, wird dir 
eine Schar Propheten begegnen, die von der Hhe herabkommen, und vor ihnen 
her Psalter und Handpauken und Flten und Harfen, und sie werden weissagen.
1SA 10:6 Da wird der Geist des HERRN ber dich kommen, da du mit ihnen 
weissagst, und du wirst in einen andern Mann verwandelt werden.
1SA 10:7 Wenn dir dann diese Zeichen eingetroffen sind, so tue, was dir 
unter die Hnde kommt, denn Gott ist mit dir.
1SA 10:8 Du sollst aber vor mir nach Gilgal hinabgehen und siehe, daselbst 
will ich zu dir hinabkommen, um Brandopfer und Dankopfer darzubringen. 
Sieben Tage lang sollst du warten, bis ich zu dir komme und dir anzeige, 
was du tun sollst.
1SA 10:9 Als er nun seine Schultern wandte, um von Samuel wegzugehen, da 
verwandelte Gott sein Herz, und es trafen alle diese Zeichen am selben 
Tage ein.
1SA 10:10 Denn als sie dort an den Hgel kamen, siehe, da begegnete ihm 
eine Schar Propheten, und der Geist Gottes kam ber ihn, so da er in 
ihrer Mitte weissagte.
1SA 10:11 Als aber die, welche ihn zuvor gekannt hatten, sahen, da er mit 
den Propheten weissagte, sprachen sie alle untereinander: Was ist dem 
Sohne des Kis widerfahren? Ist Saul auch unter den Propheten?
1SA 10:12 Da antwortete ein Mann daselbst und sprach: Und wer ist ihr 
Vater? Daher kommt das Sprichwort: Ist Saul auch unter den Propheten?
1SA 10:13 Und als er aufgehrt hatte zu weissagen, kam er auf die Hhe.
1SA 10:14 Und Sauls Oheim sprach zu ihm und seinem Knaben: Wo seid ihr 
hingegangen? Sie antworteten: Die Eselinnen zu suchen; und als wir sahen, 
da sie nicht da waren, gingen wir zu Samuel.
1SA 10:15 Da sprach Sauls Oheim: Teile mir doch mit, was euch Samuel sagte!
1SA 10:16 Saul antwortete seinem Oheim: Er sagte uns fr gewi, da die 
Eselinnen gefunden seien! Was aber Samuel von dem Knigtum gesagt hatte, 
das verriet er ihm nicht.
1SA 10:17 Samuel aber berief das Volk zum HERRN gen Mizpa.
1SA 10:18 Und er sprach zu den Kindern Israel: So spricht der HERR, der 
Gott Israels: Ich habe Israel aus gypten gefhrt und euch aus der gypter 
Hand errettet und aus der Hand aller Knigreiche, die euch bedrngten.
1SA 10:19 Ihr aber habt heute euren Gott verworfen, der euch aus all eurem 
Elend und aus euren Nten errettet hat, und habt zu ihm gesagt: Setze 
einen Knig ber uns! Wohlan, so tretet nun vor den HERRN nach euren 
Stmmen und nach euren Tausendschaften!
1SA 10:20 Als nun Samuel alle Stmme Israels herzutreten lie, ward 
[durchs Los] getroffen der Stamm Benjamin.
1SA 10:21 Und als er den Stamm Benjamin nach seinen Geschlechtern 
herzutreten lie, ward getroffen das Geschlecht Matri, und als er das 
Geschlecht Matri herzutreten lie, Mann fr Mann, da ward getroffen Saul, 
der Sohn des Kis. Und sie suchten ihn, aber sie fanden ihn nicht.
1SA 10:22 Da fragten sie den HERRN weiter: Ist der Mann schon da? Der HERR 
antwortete: Siehe, er hat sich beim Gerte versteckt!
1SA 10:23 Da liefen sie hin und holten ihn von dort. Und als er unter das 
Volk trat, war er eines Hauptes hher als alles Volk.
1SA 10:24 Und Samuel sprach zu dem ganzen Volk: Da seht ihr den, welchen 
der HERR erwhlt hat, denn ihm ist keiner gleich unter dem ganzen Volk! Da 
jauchzte alles Volk und sprach: Es lebe der Knig!
1SA 10:25 Samuel aber verkndigte dem Volke das knigliche Recht und 
schrieb es in ein Buch und legte es vor den HERRN. Darnach entlie Samuel 
alles Volk, einen jeden in sein Haus.
1SA 10:26 Und Saul ging auch heim gen Gibea und mit ihm die Tapfern, deren 
Herz Gott gerhrt hatte.
1SA 10:27 Etliche Nichtswrdige aber sprachen: Was sollte uns dieser 
helfen? Und sie verachteten ihn und brachten ihm keine Geschenke. Doch er 
tat, als hrte er's nicht.
1SA 11:1 Aber Nahas, der Ammoniter, zog herauf und belagerte Jabes in 
Gilead. Da sprachen alle Mnner von Jabes zu Nahas: Mache einen Bund mit 
uns, so wollen wir dir dienen!
1SA 11:2 Aber Nahas, der Ammoniter, antwortete ihnen: So will ich mit euch 
einen Bund machen, da ich euch allen das rechte Auge aussteche und damit 
auf ganz Israel Schmach bringe.
1SA 11:3 Da sprachen die ltesten von Jabes zu ihm: Gib uns sieben Tage 
Frist, da wir Boten senden in das ganze Gebiet Israels. Ist dann niemand, 
der uns hilft, so wollen wir zu dir hinausgehen!
1SA 11:4 Da kamen die Boten nach Gibea zu Saul und redeten solches vor den 
Ohren des Volkes. Da erhob das ganze Volk seine Stimme und weinte.
1SA 11:5 Und siehe, da kam gerade Saul vom Felde hinter den Rindern her 
und sprach: Was hat das Volk, da es weint? Da erzhlten sie ihm die Worte 
der Mnner von Jabes.
1SA 11:6 Da kam der Geist Gottes ber Saul, als er diese Worte hrte, und 
sein Zorn ergrimmte sehr;
1SA 11:7 und er nahm ein Paar Rinder und zerstckelte sie und sandte davon 
durch Boten in alle Landmarken Israels und lie sagen: Wer nicht auszieht, 
Saul und Samuel nach, dessen Rindern wird man also tun! Da fiel die Furcht 
des HERRN auf das Volk, da sie auszogen wie ein Mann.
1SA 11:8 Und er musterte sie zu Besek; und der Kinder Israel waren 
dreihunderttausend Mann und der Mnner Juda dreiigtausend.
1SA 11:9 Und sie sprachen zu den Boten, die gekommen waren: Also sollt ihr 
zu den Mnnern von Jabes in Gilead sagen: Morgen soll euch Rettung zuteil 
werden, wenn die Sonne am heiesten scheint! Als die Boten kamen und 
solches den Mnnern zu Jabes verkndigten, wurden sie froh.
1SA 11:10 Und die Mnner von Jabes sprachen: Morgen wollen wir zu euch 
hinauskommen, dann knnt ihr mit uns tun, was euch gut dnkt!
1SA 11:11 Am andern Morgen stellte Saul das Volk in drei Heerhaufen auf, 
und sie drangen um die Morgenwache ins [feindliche] Lager und schlugen die 
Ammoniter, bis der Tag am heiesten war; die briggebliebenen aber wurden 
so versprengt, da ihrer nicht zwei beieinander blieben.
1SA 11:12 Da sprach das Volk zu Samuel: Wer sind die, welche sagten: 
Sollte Saul ber uns herrschen? Gebt diese Mnner her, da wir sie tten!
1SA 11:13 Saul aber sprach: Es soll an diesem Tag niemand sterben; denn 
der HERR hat heute Heil gegeben in Israel.
1SA 11:14 Samuel sprach zum Volk: Kommt, lat uns nach Gilgal gehen und 
das Knigtum daselbst erneuern!
1SA 11:15 Da ging alles Volk nach Gilgal und machte daselbst Saul zum 
Knig vor dem HERRN zu Gilgal und opferte daselbst Dankopfer vor dem 
HERRN. Und Saul und alle Mnner Israels freuten sich daselbst gar sehr.
1SA 12:1 Samuel aber sprach zu ganz Israel: Siehe, ich habe eurer Stimme 
gehorcht in allem, was ihr mir gesagt habt, und habe einen Knig ber euch 
gesetzt.
1SA 12:2 Und nun siehe, da geht euer Knig vor euch her; ich aber bin alt 
und grau geworden und siehe, meine Shne sind bei euch, und ich habe vor 
euch gewandelt von meiner Jugend an bis auf diesen Tag.
1SA 12:3 Siehe, hier bin ich! Zeuget wider mich vor dem HERRN und seinem 
Gesalbten: Wessen Ochsen oder Esel habe ich genommen? Wen habe ich 
unterdrckt? Wen habe ich mihandelt? Von wessen Hand habe ich Bestechung 
genommen, da ich ihm zuliebe ein Auge zudrckte? Ich will es euch 
wiedergeben.
1SA 12:4 Sie sprachen: Du hast uns nie mihandelt, noch uns unterdrckt, 
noch von jemandes Hand irgend etwas genommen!
1SA 12:5 Er sprach: Der HERR sei Zeuge wider euch; sein Gesalbter sei auch 
Zeuge am heutigen Tag, da ihr gar nichts in meiner Hand gefunden habt! 
Und das Volk sprach: Er sei Zeuge!
1SA 12:6 Und Samuel sprach zum Volk: Ja, der HERR, der Mose und Aaron 
gemacht und der eure Vter aus gyptenland gefhrt hat!
1SA 12:7 So tretet nun her, da ich mit euch rechte vor dem HERRN wegen 
aller Wohltaten des HERRN, die er an euch und an euren Vtern getan hat!
1SA 12:8 Als Jakob nach gypten gekommen war, schrieen eure Vter zum 
HERRN. Und der HERR sandte Mose und Aaron, da sie eure Vter aus gypten 
fhrten; und er lie sie wohnen an diesem Ort.
1SA 12:9 Als sie aber des HERRN, ihres Gottes, vergaen, verkaufte er sie 
unter die Hand Siseras, des Feldhauptmannes [des Knigs Jabir] zu Hazor 
und unter die Hand der Philister und unter die Hand des Knigs der 
Moabiter; die stritten wider sie.
1SA 12:10 Sie aber schrieen zum HERRN und sprachen: Wir haben gesndigt, 
da wir den HERRN verlassen und den Baalen und Astarten gedient haben; nun 
aber errette uns von der Hand unsrer Feinde, so wollen wir dir dienen!
1SA 12:11 Da sandte der HERR Jerub-Baal und Bedan, und Jephtah und Samuel 
und errettete euch aus den Hnden eurer Feinde ringsum und lie euch 
sicher wohnen.
1SA 12:12 Als ihr aber sahet, da Nahas, der Knig der Ammoniter, wider 
euch heranzog, sprachet ihr zu mir: Nein, sondern ein Knig soll ber uns 
herrschen! da doch der HERR, euer Gott, euer Knig war.
1SA 12:13 Und nun, seht, da ist euer Knig, den ihr erwhlt und begehrt 
habt; denn siehe, der HERR hat einen Knig ber euch gesetzt!
1SA 12:14 Werdet ihr nun den HERRN frchten und ihm dienen und seiner 
Stimme gehorchen und dem Munde des HERRN nicht widerspenstig sein, und 
werdet ihr beide, ihr und euer Knig, der ber euch herrscht, dem HERRN, 
eurem Gott, nachfolgen, [so wird der HERR mit euch sein!]
1SA 12:15 Werdet ihr aber der Stimme des HERRN nicht gehorchen, sondern 
dem Munde des HERRN widerspenstig sein, so wird die Hand des HERRN wider 
euch und eure Vter sein!
1SA 12:16 Sehet aber jetzt, whrend ihr hier stehet, was fr eine groe 
Sache der HERR vor euren Augen tun wird.
1SA 12:17 Ist nicht jetzt die Weizenernte? Ich aber will den HERRN 
anrufen, da er donnern und regnen lasse, damit ihr erfahret und sehet, 
da eure beltat gro ist, welche ihr vor den Augen des HERRN getan habt, 
indem ihr fr euch einen Knig begehrtet.
1SA 12:18 Da rief Samuel den HERRN an, und der HERR lie donnern und 
regnen an jenem Tage. Da frchtete das ganze Volk den HERRN und Samuel gar 
sehr.
1SA 12:19 Und das ganze Volk sprach zu Samuel: Bitte den HERRN, deinen 
Gott, fr deine Knechte, da wir nicht sterben; denn zu allen unsern 
Snden haben wir noch das bel hinzugefgt, da wir fr uns einen Knig 
begehrten!
1SA 12:20 Samuel aber sprach zum Volk: Frchtet euch nicht! Ihr habt zwar 
all dies bel getan; doch weichet nicht von dem HERRN ab, sondern dienet 
dem HERRN von ganzem Herzen!
1SA 12:21 Und weichet nicht ab zu den Nichtigen; sie ntzen euch nichts 
und knnen euch nicht erretten; denn sie sind nichtig.
1SA 12:22 Der HERR aber wird sein Volk nicht verstoen um seines groen 
Namens willen, weil es dem HERRN gefallen hat, euch zu seinem Volk zu 
machen.
1SA 12:23 Es sei aber auch ferne von mir, mich also an dem HERRN zu 
versndigen, da ich ablassen sollte, fr euch zu beten und euch zu lehren 
den guten und richtigen Weg!
1SA 12:24 So frchtet nun den HERRN und dienet ihm in Wahrheit, mit eurem 
ganzen Herzen; denn seht, wie mchtig er sich an euch bewiesen hat!
1SA 12:25 Solltet ihr aber trotzdem bel tun, so wrdet ihr samt eurem 
Knig weggerafft werden.
1SA 13:1 Saul war Jahre alt, als er Knig wurde, und regierte das zweite 
Jahr ber Israel.
1SA 13:2 Da erwhlte sich Saul dreitausend Mann aus Israel, davon waren 
zweitausend mit Saul zu Michmas, auf dem Gebirge von Bethel, und 
eintausend mit Jonatan zu Gibea-Benjamin, das brige Volk aber lie er 
gehen, einen jeden in seine Htte.
1SA 13:3 Jonatan aber schlug den Posten der Philister, der zu Geba war. 
Solches kam vor die Philister. Und Saul lie im ganzen Lande die Posaunen 
blasen und sagen: Die Hebrer sollen es hren!
1SA 13:4 Und ganz Israel hrte sagen: Saul hat den Philisterposten 
geschlagen; auch hat sich Israel bei den Philistern verhat gemacht! Und 
das Volk wurde zusammengerufen, Saul nach, gen Gilgal.
1SA 13:5 Da versammelten sich die Philister, wider Israel zu streiten: 
Wagenkmpfer, tausend Gespanne, sechstausend Reiter und Volk wie der Sand 
am Gestade des Meeres; die zogen herauf und lagerten sich zu Michmas, 
stlich von Beth-Aven.
1SA 13:6 Als nun die Mnner von Israel sahen, da sie in Nten waren (denn 
das Volk war sehr gengstigt), versteckten sie sich in den Hhlen und auf 
den Felsenkmmen, in den Felsklften und in Lchern und Brunnengruben.
1SA 13:7 Und es gingen auch Hebrer ber den Jordan in das Land Gad und 
Gilead. Saul aber war noch zu Gilgal; und das ganze Volk hinter ihm war 
zaghaft.
1SA 13:8 Und nachdem er sieben Tage lang gewartet hatte, bis zu der von 
Samuel bestimmten Zeit, Samuel aber nicht nach Gilgal kam, da zerstreute 
sich das Volk von ihm weg.
1SA 13:9 Da sprach Saul: Bringet die Brandopfer und Dankopfer zu mir! Und 
er brachte das Brandopfer dar.
1SA 13:10 Als er aber das Brandopfer vollendet hatte, siehe, da kam 
Samuel. Da ging Saul hinaus ihm entgegen, um ihn zu gren.
1SA 13:11 Samuel aber sprach: Was hast du gemacht? Saul antwortete: Als 
ich sah, da das Volk sich von mir zerstreute und da du nicht zur 
bestimmten Zeit kamst und da die Philister zu Michmas versammelt waren,
1SA 13:12 da sprach ich: Nun werden die Philister zu mir nach Gilgal 
herabkommen, und ich habe das Angesicht des HERRN noch nicht erbeten; da 
wagte ich's und opferte das Brandopfer.
1SA 13:13 Samuel aber sprach zu Saul: Du hast tricht gehandelt, da du 
das Gebot des HERRN, deines Gottes, das er dir geboten, nicht gehalten 
hast; denn sonst htte er dein Knigtum ber Israel auf ewig besttigt.
1SA 13:14 Nun aber wird dein Knigtum nicht bestehen. Der HERR hat sich 
einen Mann ausgesucht nach seinem Herzen; dem hat der HERR geboten, ber 
sein Volk Frst zu sein, weil du nicht gehalten hast, was dir der HERR 
gebot!
1SA 13:15 Da machte sich Samuel auf und ging von Gilgal hinauf nach Gibea-
Benjamin. Saul aber musterte das Volk, das [noch] bei ihm war, etwa 
sechshundert Mann.
1SA 13:16 Und Saul und sein Sohn Jonatan und das Volk, das noch bei ihm 
war, verblieben zu Gibea-Benjamin; die Philister aber hatten sich zu 
Michmas gelagert.
1SA 13:17 Und es zogen aus dem Lager der Philister drei Haufen, das Land 
zu verheeren; der eine Haufe nahm den Weg gen Ophra, nach der Landschaft 
Schual hin;
1SA 13:18 der andere aber nahm den Weg nach Beth-Horon, und der dritte den 
Weg nach dem Gebirge, welches ber das Tal Zeboim weg nach der Wste sieht.
1SA 13:19 Aber im ganzen Land Israel war kein Schmied zu finden; denn die 
Philister dachten, die Hebrer knnten sonst Schwerter und Spiee machen.
1SA 13:20 Darum mute ganz Israel zu den Philistern hinabziehen, wenn 
jemand seine Pflugschar, seine Haue, sein Beil oder seinen Spaten zu 
schrfen hatte,
1SA 13:21 wenn die Schneiden an den Spaten und Hauen und Gabeln und Beilen 
stumpf geworden waren, und um den Ochsenstachel zu schrfen.
1SA 13:22 Und so kam es, da am Tage der Schlacht weder Schwert noch Spie 
zu finden war in der Hand des ganzen Volkes, welches mit Saul und Jonatan 
war; fr Saul aber und seinen Sohn Jonatan war etwas vorhanden.
1SA 13:23 Und ein Vorposten der Philister rckte bis zum Engpa von 
Michmas vor.
1SA 14:1 Es begab sich aber eines Tages, da Jonatan, Sauls Sohn, zu 
seinem Knappen, seinem Waffentrger, sprach: Komm, la uns hinbergehen zu 
dem Vorposten der Philister, der dort drben ist! Seinem Vater aber sagte 
er es nicht.
1SA 14:2 Und Saul lag am Ende von Gibea unter einem Granatbaum, der zu 
Migron ist; und bei ihm waren etwa sechshundert Mann.
1SA 14:3 Und Achija, der Sohn Achitubs, Ikabods Bruder, Pinehas' Sohn, des 
Sohnes Elis, der Priester des HERRN zu Silo, trug das Ephod. Und das Volk 
wute nicht, da Jonatan weggegangen war.
1SA 14:4 Aber zwischen den Engpssen, wo Jonatan zum Vorposten der 
Philister hinberzugehen suchte, waren zwei spitze Felsen, der eine 
diesseits, der andere jenseits; der eine hie Bozez, der andere Sene.
1SA 14:5 Die eine Zacke erhebt sich nrdlich gegenber Michmas, die andere 
sdlich gegenber Geba.
1SA 14:6 Und Jonatan sprach zu dem Jngling, der seine Waffen trug: Komm, 
la uns zu dem Posten dieser Unbeschnittenen hinbergehen! Vielleicht wird 
der HERR durch uns wirken; denn es ist dem HERRN nicht schwer, durch viele 
oder durch wenige zu helfen!
1SA 14:7 Da antwortete ihm sein Waffentrger: Tue alles, was in deinem 
Herzen ist! Gehe hin, siehe, ich bin mit dir, wie dein Herz will!
1SA 14:8 Jonatan sprach: Siehe, wir werden zu den Leuten hinberkommen, 
und sie werden uns bemerken.
1SA 14:9 Wenn sie dann zu uns sagen: Steht stille, bis wir zu euch 
gelangen! so wollen wir an unserm Ort stehenbleiben und nicht zu ihnen 
hinaufsteigen.
1SA 14:10 Wenn sie aber sagen: Kommt zu uns herauf! so wollen wir zu 
ihnen hinaufsteigen, denn der HERR hat sie in unsre Hand gegeben, und das 
soll uns zum Zeichen sein.
1SA 14:11 Als sie nun beide von dem Posten der Philister bemerkt wurden, 
sprachen die Philister: Siehe, die Hebrer kommen aus den Lchern heraus, 
dahin sie sich verkrochen hatten!
1SA 14:12 Und die Leute, welche auf Posten standen, riefen Jonatan und 
seinem Waffentrger und sprachen: Kommt herauf zu uns, so wollen wir euch 
etwas lehren! Da sprach Jonatan zu seinem Waffentrger: Steige mir nach; 
denn der HERR hat sie in Israels Hand gegeben!
1SA 14:13 Und Jonatan kletterte auf Hnden und Fen hinauf und sein 
Waffentrger ihm nach. Und jene fielen vor Jonatan, und sein Waffentrger 
ttete sie hinter ihm her;
1SA 14:14 so da Jonatan und sein Waffentrger in diesem ersten Gefecht 
auf ungefhr einer halben Juchart Ackerland etwa zwanzig Mann erlegten.
1SA 14:15 Und es kam ein Schrecken in das Lager auf dem Felde und unter 
das ganze Volk; auch die, welche auf Posten standen und die streifenden 
Rotten erschraken, und das Land erbebte, und es wurde zu einem Schrecken 
Gottes.
1SA 14:16 Und die Spher Sauls zu Gibea-Benjamin schauten aus und siehe, 
die Menge wogte hin und her.
1SA 14:17 Da sprach Saul zu dem Volk, das bei ihm war: Zhlet doch und 
sehet, wer von uns weggegangen ist! Und als sie zhlten, siehe, da fehlten 
Jonatan und sein Waffentrger.
1SA 14:18 Da sprach Saul zu Achija: Bringe die Lade Gottes herzu! Denn die 
Lade Gottes war zu der Zeit bei den Kindern Israel.
1SA 14:19 Und whrend Saul noch mit dem Priester redete, wurde das 
Getmmel im Heerlager der Philister immer grer. Da sagte Saul zum 
Priester: Ziehe deine Hand zurck!
1SA 14:20 Und Saul und alles Volk, das mit ihm war, versammelten sich, und 
als sie zum Kampfe kamen, siehe, da ging eines jeden Schwert wider den 
andern; es herrschte die grte Verwirrung.
1SA 14:21 Auch die Hebrer, die zuvor bei den Philistern gewesen und mit 
ihnen von ringsumher ins Lager hinaufgezogen waren, wandten sich zu den 
Israeliten, welche mit Saul und Jonatan waren.
1SA 14:22 Und als alle Mnner von Israel, die sich auf dem Gebirge Ephraim 
verkrochen hatten, hrten, da die Philister flohen, schlossen sie sich 
jenen auch zum Kampfe an.
1SA 14:23 Also rettete der HERR an jenem Tage Israel; und der Streit zog 
sich hinber bis Beth-Aven.
1SA 14:24 Aber die Mnner Israels wurden an jenem Tage berangestrengt; 
denn Saul beschwor alles Volk und sprach: Verflucht sei der Mann, welcher 
Brot it bis zum Abend, bis ich mich an meinen Feinden gercht habe! Da 
kostete niemand im Volk eine Speise.
1SA 14:25 Und das ganze Land hatte sich mit Bienenzucht befat, und 
Bienenstcke befanden sich auf freiem Felde.
1SA 14:26 Als nun das Volk zu den Stcken kam, siehe, da flo der Honig; 
aber niemand tat von demselben mit der Hand zu seinem Munde; denn das Volk 
frchtete sich vor dem Schwur.
1SA 14:27 Jonatan aber hatte es nicht gehrt, als sein Vater das Volk 
beschwor; und er streckte die Spitze seines Stabes aus, den er in seiner 
Hand hatte, und tauchte ihn in einen Honigwaben und nahm eine Handvoll in 
den Mund; da wurden seine Augen munter.
1SA 14:28 Aber einer aus dem Volk hob an und sprach: Dein Vater hat das 
Volk hoch und teuer beschworen und gesagt: Verflucht sei der Mann, der 
heute etwas it! Das Volk aber war mde.
1SA 14:29 Da sprach Jonatan: Mein Vater hat das Land ins Unglck gebracht! 
Sehet doch, wie munter meine Augen geworden sind, weil ich ein wenig von 
diesem Honig gekostet habe!
1SA 14:30 Wieviel mehr, wenn das Volk heute von der Beute seiner Feinde, 
die es vorfand, gegessen htte! So aber ist die Niederlage der Philister 
nicht gro geworden.
1SA 14:31 Doch schlugen sie die Philister an jenem Tage von Michmas bis 
gen Ajalon, wiewohl das Volk sehr mde war.
1SA 14:32 Und das Volk machte sich ber die Beute her, und sie nahmen 
Schafe und Rinder und Klber und schlachteten sie auf der Erde, und das 
Volk a [das Fleisch] mit dem Blut.
1SA 14:33 Das zeigte man aber dem Saul an und sprach: Siehe, das Volk 
versndigt sich am HERRN, da es mitsamt dem Blute it! Er sprach: Ihr habt 
eine Untreue begangen! Wlzet einen groen Stein zu mir her!
1SA 14:34 Und Saul sprach weiter: Zerstreuet euch unter das Volk und saget 
ihnen, da jedermann seinen Ochsen und sein Schaf zu mir bringe, sie hier 
schlachte und dann esse, damit ihr euch mit Blutessen nicht an dem HERRN 
versndiget. Da brachte alles Volk, ein jeder, was er zur Hand hatte, bei 
Nacht herzu und schlachtete es daselbst.
1SA 14:35 Und Saul baute dem HERRN einen Altar; das war der erste Altar, 
den er dem HERRN baute.
1SA 14:36 Und Saul sprach: Lat uns bei Nacht hinabziehen, den Philistern 
nach, und sie berauben, bis es heller Morgen wird, und niemand von ihnen 
briglassen! Sie antworteten: Tue alles, was dir gefllt! Aber der 
Priester sprach: Lat uns hier zu Gott nahen!
1SA 14:37 Und Saul fragte Gott: Soll ich hinabziehen, den Philistern nach? 
Willst du sie in Israels Hand geben? Aber Er antwortete ihm an jenem Tage 
nicht.
1SA 14:38 Da sprach Saul: Es sollen alle Hupter des Volkes herzutreten 
und erforschen und sehen, an wem heute die Schuld liegt;
1SA 14:39 denn so wahr der HERR lebt, der Israel geholfen hat, wenn sie 
gleich an meinem Sohne Jonatan wre, so soll er gewi sterben! Da 
antwortete ihm niemand vom ganzen Volk.
1SA 14:40 Und er sprach zu ganz Israel: Ihr sollt auf jene Seite treten; 
ich und mein Sohn Jonatan wollen auf dieser Seite sein. Das Volk sprach zu 
Saul: Tue, was dir gefllt!
1SA 14:41 Und Saul sprach zu dem HERRN, dem Gott Israels: Tue die Wahrheit 
kund! Da wurden Jonatan und Saul getroffen; aber das Volk ging frei aus.
1SA 14:42 Saul sprach: Werfet das Los ber mich und meinen Sohn Jonatan! 
Da ward Jonatan getroffen.
1SA 14:43 Und Saul sprach zu Jonatan: Sage mir, was hast du getan?
1SA 14:44 Jonatan sagte es ihm und sprach: Ich habe nur ein wenig Honig 
gekostet mit der Spitze des Stabes, den ich in meiner Hand hatte, und 
siehe, ich soll sterben! Da sprach Saul: Gott tue mir dies und das; 
Jonatan, du mut unbedingt sterben!
1SA 14:45 Aber das Volk sprach zu Saul: Sollte Jonatan sterben, der Israel 
ein so groes Heil verschafft hat? Das sei ferne! So wahr der HERR lebt, 
es soll kein Haar von seinem Haupt auf die Erde fallen; denn er hat an 
diesem Tage mit Gott gewirkt! Also erlste das Volk den Jonatan, da er 
nicht sterben mute.
1SA 14:46 Da zog Saul von der Verfolgung der Philister herauf, und die 
Philister zogen an ihren Ort.
1SA 14:47 Als aber Saul die Herrschaft ber Israel bekommen hatte, stritt 
er wider alle seine Feinde ringsumher, wider die Moabiter, wider die 
Ammoniter, wider die Edomiter, wider die Knige von Zoba und wider die 
Philister; und wohin er sich wandte, da war er siegreich.
1SA 14:48 Und er bewies Tapferkeit und schlug die Amalekiter und errettete 
Israel von der Hand aller, die sie beraubten.
1SA 14:49 Saul aber hatte Shne: Jonatan, Jischwi und Malkischua. Und 
seine zwei Tchter hieen: die erstgeborene Merab und die jngere Michal.
1SA 14:50 Und das Weib Sauls hie Achinoam [und war] eine Tochter des 
Ahimaaz. Und sein Feldhauptmann hie Abner, ein Sohn Ners, Sauls Oheim.
1SA 14:51 Kis aber war Sauls Vater; Ner aber, Abners Vater, war ein Sohn 
Abiels.
1SA 14:52 Und solange Saul lebte, war ein harter Streit wider die 
Philister. Darum, wo Saul einen starken und tapfern Mann sah, da zog er 
ihn zu sich.
1SA 15:1 Samuel aber sprach zu Saul: Der HERR hat mich gesandt, dich zum 
Knig ber Israel zu salben; so hre nun die Stimme der Worte des HERRN.
1SA 15:2 So spricht der HERR der Heerscharen: Ich will strafen, was Amalek 
an Israel tat, indem er sich ihm in den Weg stellte, als es aus gypten 
zog.
1SA 15:3 So ziehe nun hin und schlage Amalek und vollstrecke den Bann an 
ihm samt allem, was er hat, und schone seiner nicht; sondern tte Mnner 
und Weiber, Kinder und Suglinge, Ochsen und Schafe, Kamele und Esel!
1SA 15:4 Da hob Saul das Volk aus und musterte es zu Telaim, bei 
zweihunderttausend Mann Fuvolk und zehntausend Mann aus Juda.
1SA 15:5 Und Saul kam zu der Stadt der Amalekiter und legte einen 
Hinterhalt im Tal.
1SA 15:6 Und Saul lie den Kenitern sagen: Gehet hin, weichet, ziehet 
herab von den Amalekitern, damit ich euch nicht mit ihnen aufreibe; denn 
ihr erwieset Barmherzigkeit an den Kindern Israel, als sie aus gypten 
zogen! Also wichen die Keniter von den Amalekitern.
1SA 15:7 Da schlug Saul die Amalekiter, von Hevila an bis gen Schur, das 
stlich von gypten liegt,
1SA 15:8 und fing Agag, den Knig der Amalekiter, lebendig; dagegen 
vollstreckte er den Bann an allem Volk mit der Schrfe des Schwertes.
1SA 15:9 Aber Saul und das Volk verschonten Agag und die besten Schafe und 
Rinder und das Vieh zweiter Gte und die Lmmer und alles, was gut war, 
und wollten den Bann an ihnen nicht vollstrecken; was aber abschtzig und 
untchtig war, das bannten sie.
1SA 15:10 Da erging das Wort des HERRN an Samuel und sprach:
1SA 15:11 Es reut mich, da ich Saul zum Knig gemacht habe; denn er hat 
sich von mir abgewandt und meine Worte nicht erfllt! Darob entbrannte 
Samuel, und er schrie zum HERRN die ganze Nacht.
1SA 15:12 Und Samuel machte sich frh auf, um Saul am Morgen zu begegnen. 
Und es ward dem Samuel angezeigt: Saul ist nach Karmel gekommen und siehe, 
er hat sich ein Denkmal aufgerichtet; darnach hat er eine Schwenkung 
gemacht, ist hinbergezogen und nach Gilgal hinabgestiegen.
1SA 15:13 Als nun Samuel zu Saul kam, sprach Saul zu ihm: Gesegnet seist 
du vom HERRN, ich habe des HERRN Wort erfllt!
1SA 15:14 Samuel antwortete: Was ist denn das fr ein Blken der Schafe in 
meinen Ohren und ein Brllen der Rinder, das ich hre?
1SA 15:15 Saul sprach: Sie haben sie von den Amalekitern hergebracht; denn 
das Volk verschonte die besten Schafe und Rinder, um sie dem HERRN, deinem 
Gott, zu opfern; das brige haben wir gebannt!
1SA 15:16 Samuel aber antwortete dem Saul: La dir sagen, was der HERR 
diese Nacht zu mir geredet hat! Er sprach zu ihm: Sage her!
1SA 15:17 Samuel sprach: Ist es nicht also, als du klein warest in deinen 
Augen, wurdest du das Haupt der Stmme Israels, und der HERR salbte dich 
zum Knig ber Israel?
1SA 15:18 Und der HERR sandte dich auf den Weg und sprach: Zieh hin und 
vollstrecke den Bann an den Sndern, den Amalekitern, und streite wider 
sie, bis sie ausgerottet sind!
1SA 15:19 Warum hast du denn der Stimme des HERRN nicht gehorcht, sondern 
dich auf die Beute gestrzt und bel gehandelt vor den Augen des HERRN?
1SA 15:20 Saul antwortete dem Samuel: Ich habe doch der Stimme des HERRN 
gehorcht und bin den Weg gezogen, den mich der HERR sandte, und habe Agag, 
den Knig der Amalekiter, hergebracht und an den Amalekitern den Bann 
vollstreckt!
1SA 15:21 Aber das Volk hat von der Beute genommen, Schafe und Rinder, das 
Beste des Gebannten, um es dem HERRN, deinem Gott, zu opfern in Gilgal!
1SA 15:22 Samuel aber sprach: Hat der HERR Wohlgefallen an Opfern und 
Brandopfern gleichwie am Gehorsam gegen die Stimme des HERRN? Siehe, 
Gehorsam ist besser denn Opfer und Aufmerken besser als das Fett von 
Widdern!
1SA 15:23 Denn Ungehorsam ist Zaubereisnde, und Widerspenstigkeit ist 
Frevel und Abgtterei. Weil du nun des HERRN Wort verworfen hast, so hat 
auch er dich verworfen, da du nicht Knig sein sollst!
1SA 15:24 Da sprach Saul zu Samuel: Ich habe gesndigt, da ich den Befehl 
des HERRN und deine Worte bertreten habe; denn ich frchtete das Volk und 
gehorchte seiner Stimme!
1SA 15:25 Nun aber vergib mir doch meine Snde und kehre mit mir um, da 
ich den HERRN anbete!
1SA 15:26 Samuel sprach zu Saul: Ich will nicht mit dir umkehren; denn du 
hast das Wort des HERRN verworfen, darum hat der HERR auch dich verworfen, 
da du nicht mehr Knig seiest ber Israel!
1SA 15:27 Und Samuel wandte sich und wollte gehen, aber Saul ergriff ihn 
beim Zipfel seines Rockes, da derselbe zerri.
1SA 15:28 Da sprach Samuel zu ihm: Der HERR hat heute das Knigreich 
Israel von dir gerissen und es deinem Nchsten gegeben, der besser ist als 
du!
1SA 15:29 Und zwar lgt der Vorsteher Israels nicht, er ndert auch nicht 
seinen Sinn; denn er ist kein Mensch, da es ihn reuen mte!
1SA 15:30 Er aber sprach: Ich habe jetzt gesndigt; aber ehre mich doch 
vor den ltesten meines Volkes und vor Israel und kehre mit mir um, da 
ich den HERRN, deinen Gott, anbete!
1SA 15:31 Da kehrte Samuel um, Saul nach, und Saul betete den HERRN an.
1SA 15:32 Samuel aber sprach: Bringet Agag, den Knig der Amalekiter, zu 
mir her! Und Agag kam gefesselt zu ihm. Und Agag sprach: Frwahr, 
widerwrtig ist des Todes Bitterkeit!
1SA 15:33 Samuel sprach: Wie dein Schwert Frauen ihrer Kinder beraubt hat, 
also soll auch deine Mutter vor allen Frauen ihrer Kinder beraubt werden! 
Und Samuel hieb Agag in Stcke vor dem HERRN zu Gilgal.
1SA 15:34 Und Samuel ging nach Rama; Saul aber zog in sein Haus hinauf, 
nach dem Gibea Sauls.
1SA 15:35 Und Samuel sah Saul nicht mehr bis an den Tag seines Todes; denn 
Samuel trug Leid um Saul; den HERRN aber reute es, da er Saul zum Knig 
ber Israel gemacht hatte.
1SA 16:1 Und der HERR sprach zu Samuel: Wie lange trgst du Leid um Saul, 
den ich doch verworfen habe, da er nicht mehr Knig sei ber Israel? 
Flle dein Horn mit l und gehe hin, ich will dich zu Isai, dem 
Bethlehemiten, senden; denn unter seinen Shnen habe ich mir einen Knig 
ersehen!
1SA 16:2 Samuel aber sprach: Wie soll ich hingehen? Wenn Saul es erfhrt, 
so wird er mich tten! Der HERR sprach: Nimm eine junge Kuh mit dir und 
sprich: Ich bin gekommen, dem HERRN zu opfern!
1SA 16:3 Und du sollst Isai zum Opfer laden, da will ich dir zeigen, was 
du tun sollst, so da du mir den salbest, welchen ich dir bezeichnen werde.
1SA 16:4 Samuel tat, wie ihm der HERR gesagt hatte, und begab sich nach 
Bethlehem. Da kamen die ltesten der Stadt ihm zitternd entgegen und 
sprachen: Bringst du Frieden?
1SA 16:5 Er sprach: Ja, Frieden! Ich bin gekommen, dem HERRN zu opfern. 
Heiliget euch und kommt mit mir zum Opfer! Und er heiligte Isai und seine 
Shne und lud sie zum Opfer.
1SA 16:6 Als sie nun hereinkamen, sah er Eliab an und dachte: Gewi ist 
[hier] vor dem HERRN sein Gesalbter!
1SA 16:7 Aber der HERR sprach zu Samuel: Schaue nicht auf sein Aussehen, 
noch auf die Hhe seines Wuchses, denn ich habe ihn verworfen; denn Gott 
sieht nicht auf das, worauf der Mensch sieht; der Mensch sieht auf das 
uere; der HERR sieht auf das Herz.
1SA 16:8 Da rief Isai den Abinadab und lie ihn vor Samuel vorbergehen. 
Und er sprach: Diesen hat der HERR auch nicht erwhlt!
1SA 16:9 Da lie Isai den Samma vorbergehen. Er aber sprach: Diesen hat 
der HERR auch nicht erwhlt!
1SA 16:10 Also lie Isai seine sieben Shne vor Samuel vorbergehen. Aber 
Samuel sprach zu Isai: Der HERR hat deren keinen erwhlt!
1SA 16:11 Und Samuel fragte den Isai: Sind das die Knaben alle? Er aber 
sprach: Der Kleinste ist noch brig und siehe, er htet die Schafe! Da 
sprach Samuel zu Isai: Sende hin und la ihn holen, denn wir werden uns 
nicht zu Tische setzen, bis er hierher kommt.
1SA 16:12 Da sandte er hin und lie ihn holen. Und er war brunlich, mit 
schnen Augen und von gutem Aussehen. Und der HERR sprach: Auf! salbe ihn, 
denn dieser ist's!
1SA 16:13 Da nahm Samuel das lhorn und salbte ihn mitten unter seinen 
Brdern. Und der Geist des HERRN geriet ber David, von dem Tage an und 
forthin. Samuel aber machte sich auf und ging nach Rama.
1SA 16:14 Aber der Geist des HERRN wich von Saul, und ein bser Geist von 
dem HERRN [gesandt] schreckte ihn.
1SA 16:15 Da sprachen Sauls Knechte zu ihm: Siehe doch, ein bser Geist 
von Gott schreckt dich!
1SA 16:16 Unser Herr sage doch deinen Knechten, die vor dir stehen, da 
sie einen Mann suchen, der gut auf der Harfe spielen kann, damit, wenn der 
bse Geist von Gott ber dich kommt, er mit seiner Hand spiele, damit dir 
wohler werde.
1SA 16:17 Da sprach Saul zu seinen Knechten: Seht euch um nach einem Mann, 
der gut auf Saiten spielen kann, und bringet ihn zu mir!
1SA 16:18 Da antwortete einer der Knaben und sprach: Siehe, ich habe einen 
Sohn Isais, des Bethlehemiten, gesehen, der das Saitenspiel versteht und 
auch ein tapferer Mann ist, streitbar, der Rede kundig und schn; und der 
HERR ist mit ihm.
1SA 16:19 Da sandte Saul Boten zu Isai und lie ihm sagen: Sende deinen 
Sohn David, der bei den Schafen ist, zu mir!
1SA 16:20 Da nahm Isai einen Esel mit Brot und einen Schlauch Wein und ein 
Ziegenbcklein und sandte es durch seinen Sohn David an Saul.
1SA 16:21 Also kam David zu Saul und trat vor ihn, und er gewann ihn sehr 
lieb, und er ward sein Waffentrger.
1SA 16:22 Und Saul sandte zu Isai und lie ihm sagen: La doch David vor 
mir bleiben, denn er hat Gnade gefunden vor meinen Augen!
1SA 16:23 Wenn nun der [bse] Geist von Gott ber Saul kam, so nahm David 
die Harfe und spielte mit seiner Hand; und Saul fand Erleichterung, und es 
ward ihm wohl, und der bse Geist wich von ihm.
1SA 17:1 Die Philister aber versammelten ihre Heere zum Streit und zogen 
zusammen bei Socho in Juda und lagerten sich zwischen Socho und Aseka, bei 
Ephes-Dammin.
1SA 17:2 Auch Saul und die Mnner von Israel sammelten sich und schlugen 
ihr Lager im Terebinthentale auf und rsteten sich zum Streit gegen die 
Philister.
1SA 17:3 Und die Philister standen am jenseitigen Berge, die Israeliten 
aber am diesseitigen Berge, so da das Tal zwischen ihnen lag.
1SA 17:4 Da trat aus dem Lager der Philister ein Zweikmpfer hervor, 
namens Goliath von Gat, sechs Ellen und eine Spanne hoch.
1SA 17:5 Der hatte einen ehernen Helm auf seinem Haupt und trug einen 
Schuppenpanzer, und das Gewicht seines Panzers betrug fnftausend Schekel 
Erz.
1SA 17:6 Und er hatte eherne Schienen an seinen Beinen und einen ehernen 
Wurfspie zwischen seinen Schultern,
1SA 17:7 und der Schaft seines Speeres war wie ein Weberbaum, und die 
Spitze seines Speers wog sechshundert Schekel Eisen; und sein Schildtrger 
ging vor ihm her.
1SA 17:8 Und er stellte sich hin und rief den Schlachtreihen Israels zu 
und sprach zu ihnen: Was seid ihr ausgezogen, euch fr den Streit zu 
rsten? Bin ich nicht ein Philister, und ihr seid Sauls Knechte? Erwhlt 
euch einen Mann, der zu mir herabkomme!
1SA 17:9 Siegt er im Kampf mit mir und erschlgt er mich, so wollen wir 
eure Knechte sein; siege ich aber im Kampf mit ihm und erschlage ihn, so 
sollt ihr unsre Knechte sein und uns dienen.
1SA 17:10 Und weiter sprach der Philister: Ich habe am heutigen Tag den 
Schlachtreihen Israels Hohn gesprochen; gebt mir einen Mann, und lat uns 
miteinander kmpfen!
1SA 17:11 Als Saul und ganz Israel diese Rede des Philisters hrten, 
entsetzten sie sich und frchteten sich sehr.
1SA 17:12 David aber war der Sohn jenes Ephratiters von Bethlehem-Juda, 
der Isai hie und acht Shne hatte und hohen Alters war unter den Mnnern 
zu Sauls Zeiten.
1SA 17:13 Und die drei ltesten Shne Isais waren mit Saul in den Krieg 
gezogen; und die drei Shne, die in den Krieg gezogen waren, hieen: 
Eliab, der erstgeborene, Abinadab, der zweite, und Samma, der dritte;
1SA 17:14 David aber war der jngste. Als aber die drei ltesten mit Saul 
[in den Krieg] gezogen waren,
1SA 17:15 ging David wieder von Saul weg, um in Bethlehem seines Vaters 
Schafe zu hten.
1SA 17:16 Der Philister aber machte sich morgens und abends herzu und 
stellte sich hin vierzig Tage lang.
1SA 17:17 Isai aber sprach zu seinem Sohne David: Nimm fr deine Brder 
dieses Epha gerstetes Korn und diese zehn Brote und laufe zu deinen 
Brdern ins Lager.
1SA 17:18 Und diese zehn Kse bringe dem Hauptmann ber ihre Tausendschaft 
und sieh nach deinen Brdern, ob es ihnen wohlgehe, und bring ein Zeichen 
von ihnen!
1SA 17:19 Saul aber und sie und alle Mnner von Israel waren im 
Terebinthental und stritten wider die Philister.
1SA 17:20 Da machte sich David am Morgen frh auf und berlie die Schafe 
dem Hter; und nachdem er die Geschenke zu sich genommen, ging er hin, wie 
Isai ihm geboten hatte, und kam zur Wagenburg. Und das Heer war ausgezogen 
und hatte sich in Schlachtordnung aufgestellt und ein groes 
Kriegsgeschrei erhoben.
1SA 17:21 So hatte Israel sich gerstet, und die Philister waren auch 
gerstet: eine Schlachtreihe gegen die andere.
1SA 17:22 Da lie David die Sachen, die er trug, unter der Hand des 
Gepckhters und lief zur Schlachtreihe und ging hinein und grte seine 
Brder.
1SA 17:23 Und whrend er noch mit ihnen redete, siehe, da trat der 
Zweikmpfer namens Goliath, der Philister von Gat, aus der Philister Heer 
hervor und redete wie zuvor; und David hrte es.
1SA 17:24 Aber alle Mnner von Israel flohen vor dem Mann, wenn sie ihn 
sahen, und frchteten sich sehr.
1SA 17:25 Und es sprach ein israelitischer Mann: Habt ihr diesen Mann 
gesehen, der da heraufkommt? Denn er ist aufgetreten, um Israel Hohn zu 
sprechen! Darum, wer ihn schlgt, den will der Knig reich machen und ihm 
seine Tochter geben und will seines Vaters Haus in Israel frei machen.
1SA 17:26 Da fragte David die Mnner, die bei ihm standen: Was wird man 
dem tun, der diesen Philister schlgt und die Schande von Israel abwendet? 
Denn wer ist der Philister, dieser Unbeschnittene, da er die 
Schlachtreihen des lebendigen Gottes hhnt?
1SA 17:27 Da sagte ihm das Volk wie zuvor und sprach: Also wird man dem 
tun, der ihn schlgt!
1SA 17:28 Aber Eliab, sein ltester Bruder, hrte ihn mit den Mnnern 
reden. Da entbrannte Eliabs Zorn wider David, und er sprach: Warum bist du 
herabgekommen? Und bei wem hast du dort in der Wste die wenigen Schafe 
gelassen? Ich kenne deine Vermessenheit und deines Herzens Bosheit wohl; 
denn du bist herabgekommen, um den Kampf zu sehen!
1SA 17:29 David antwortete: Was habe ich denn getan? Es war ja nur ein 
Wort!
1SA 17:30 Und er wandte sich von ihm zu einem andern und redete, wie er 
zuvor gesagt hatte. Da antwortete ihm das Volk wie zuvor.
1SA 17:31 Und als man die Worte hrte, die David sagte, verkndigte man 
sie vor Saul; und er lie ihn holen.
1SA 17:32 Und David sprach zu Saul: Es entfalle keinem Menschen das Herz 
um seinetwillen; dein Knecht wird hingehen und mit diesem Philister 
kmpfen!
1SA 17:33 Saul aber sprach zu David: Du kannst nicht hingehen wider diesen 
Philister, mit ihm zu kmpfen, denn du bist noch ein Knabe; dieser aber 
ist ein Kriegsmann von Jugend auf.
1SA 17:34 David aber sprach zu Saul: Dein Knecht htete die Schafe seines 
Vaters; da kam ein Lwe und [einmal] ein Br und trug ein Schaf hinweg von 
der Herde.
1SA 17:35 Da ging ich aus, ihm nach, und schlug ihn und rettete es aus 
seinem Rachen. Und als er sich wider mich erhob, ergriff ich ihn bei 
seinem Bart und schlug ihn und ttete ihn.
1SA 17:36 Also hat dein Knecht den Lwen und den Bren geschlagen. So soll 
nun dieser Philister, der Unbeschnittene, sein wie derselben einer; denn 
er hat die Schlachtreihen des lebendigen Gottes verhhnt!
1SA 17:37 Weiter sprach David: Der HERR, der mich von dem Lwen und Bren 
errettet hat, wird mich auch von diesem Philister erretten! Und Saul 
sprach zu David: Geh hin, der HERR sei mit dir!
1SA 17:38 Und Saul zog dem David seine Rstung an und setzte einen ehernen 
Helm auf sein Haupt und legte ihm einen Panzer um.
1SA 17:39 Darnach grtete David sein Schwert ber seine Kleider und 
bemhte sich zu gehen; denn er hatte es noch nicht versucht. Da sprach 
David zu Saul: Ich kann nicht darin gehen; denn ich bin es nicht gewohnt! 
Und David legte es von sich.
1SA 17:40 Und er nahm seinen Stab in die Hand und erwhlte sich fnf 
glatte Steine aus dem Bach und legte sie in die Hirtentasche, die er 
hatte, in den Beutel, und nahm seine Schleuder zur Hand und nherte sich 
dem Philister.
1SA 17:41 Und der Philister kam auch einher und nherte sich David, und 
sein Schildtrger ging vor ihm her.
1SA 17:42 Als nun der Philister den David sah und beschaute, verachtete er 
ihn; denn er war ein Knabe, brunlich und von schner Gestalt.
1SA 17:43 Und der Philister sprach zu David: Bin ich denn ein Hund, da du 
mit einem Stecken zu mir kommst?
1SA 17:44 Und der Philister fluchte David bei seinem Gott und sprach zu 
David: Komm her zu mir, ich will dein Fleisch den Vgeln des Himmels und 
den Tieren des Feldes geben!
1SA 17:45 David aber sprach zu dem Philister: Du kommst zu mir mit 
Schwert, Speer und Wurfspie; ich aber komme zu dir im Namen des HERRN der 
Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, die du verhhnt hast!
1SA 17:46 An diesem heutigen Tag wird dich der HERR in meine Hand liefern, 
da ich dich schlage und deinen Kopf von dir nehme und deinen Leichnam und 
die Leichname des Heeres der Philister den Vgeln unter dem Himmel und den 
wilden Tieren der Erde gebe, damit das ganze Land erfahre, da Israel 
einen Gott hat.
1SA 17:47 Und diese ganze Gemeinde soll erfahren, da der HERR nicht durch 
Schwert noch Spie hilft; denn der Kampf ist des HERRN Sache, und Er wird 
euch in unsre Hand geben!
1SA 17:48 Als sich nun der Philister aufmachte und daher kam und sich 
David nherte, eilte David und lief gegen die Schlachtreihe, auf den 
Philister zu.
1SA 17:49 Und David streckte seine Hand in die Tasche und nahm einen Stein 
daraus und schleuderte und traf den Philister an die Stirn, so da der 
Stein in seine Stirne fuhr und er auf sein Angesicht zur Erde fiel.
1SA 17:50 So berwand David den Philister mit der Schleuder und mit dem 
Stein und schlug ihn und ttete ihn.
1SA 17:51 Und weil David kein Schwert in der Hand hatte, lief er und trat 
auf den Philister und nahm dessen Schwert und zog es aus der Scheide und 
ttete ihn und hieb ihm den Kopf ab.
1SA 17:52 Als aber die Philister sahen, da ihr Strkster tot war, flohen 
sie. Und die Mnner von Israel und Juda machten sich auf und erhoben ein 
Kriegsgeschrei und jagten den Philistern nach, bis man in die Ebene kommt 
und bis zu den Toren Ekrons. Und die erschlagenen Philister lagen auf dem 
Wege von Saaraim bis gen Gat und bis gen Ekron.
1SA 17:53 Und die Kinder Israel kehrten von der Verfolgung der Philister 
zurck und plnderten ihr Lager.
1SA 17:54 David aber nahm des Philisters Kopf und brachte ihn nach 
Jerusalem; seine Waffen aber legte er in sein Zelt.
1SA 17:55 Als aber Saul sah, wie David wider den Philister auszog, sprach 
er zu Abner, seinem Feldhauptmann: Abner, wessen Sohn ist der Jngling? 
Abner aber sprach: So wahr deine Seele lebt, o Knig, ich wei es nicht!
1SA 17:56 Der Knig sprach: So erfrage doch, wessen Sohn dieser Jngling 
sei!
1SA 17:57 Als nun David nach der Erlegung des Philisters zurckkehrte, 
nahm ihn Abner und brachte ihn vor Saul, und er hatte des Philisters Haupt 
in seiner Hand.
1SA 17:58 Und Saul sprach zu ihm: Knabe, wessen Sohn bist du? David 
sprach: Ich bin ein Sohn deines Knechtes Isai, des Bethlehemiten.
1SA 18:1 Und als er aufgehrt hatte mit Saul zu reden, verband sich die 
Seele Jonatans mit der Seele Davids, und Jonatan gewann ihn lieb wie seine 
eigene Seele.
1SA 18:2 Und Saul nahm ihn an jenem Tage und lie ihn nicht wieder in 
seines Vaters Haus zurckkehren.
1SA 18:3 Jonatan aber und David machten einen Bund miteinander; denn er 
hatte ihn lieb wie seine eigene Seele.
1SA 18:4 Und Jonatan zog den Rock aus, den er anhatte, und gab ihn David, 
dazu seine Kleider, sein Schwert, seinen Bogen und seinen Grtel.
1SA 18:5 Und David zog aus; berall, wohin Saul ihn sandte, handelte er 
klug; also da Saul ihn ber die Kriegsleute setzte. Und er gefiel dem 
ganzen Volke wohl, auch den Knechten Sauls.
1SA 18:6 Es begab sich aber, als sie heimkamen, als David von der Schlacht 
der Philister zurckkehrte, da die Frauen aus allen Stdten Israels mit 
Gesang und Reigen, mit Handpauken, mit Freuden und mit Triangeln dem Knig 
Saul entgegengingen.
1SA 18:7 Und die Frauen sangen frhlich und sprachen: Saul hat seine 
Tausend geschlagen, David aber seine Zehntausend!
1SA 18:8 Da ergrimmte Saul sehr, und das Wort gefiel ihm bel, und er 
sprach: Sie haben dem David Zehntausend gegeben und mir Tausend; es fehlt 
ihm nur noch das Knigreich!
1SA 18:9 Und Saul beneidete David von jenem Tage an und forthin.
1SA 18:10 Am folgenden Tag kam der bse Geist von Gott ber Saul, so da 
er im Hause drinnen raste; David aber spielte mit seiner Hand auf den 
Saiten, wie er tglich zu tun pflegte. Saul aber hatte einen Speer in der 
Hand.
1SA 18:11 Und Saul scho den Speer und dachte: Ich will David an die Wand 
spieen! David aber wich ihm zweimal aus.
1SA 18:12 Und Saul frchtete sich vor David; denn der HERR war mit ihm, 
von Saul aber war er gewichen.
1SA 18:13 Darum tat ihn Saul von sich und setzte ihn zum Obersten ber 
Tausend; und er ging vor dem Volk aus und ein.
1SA 18:14 Und David handelte klug auf allen seinen Wegen, und der HERR war 
mit ihm.
1SA 18:15 Als nun Saul sah, da er so gar klug war, scheute er sich vor 
ihm.
1SA 18:16 Aber ganz Israel und Juda hatten David lieb; denn er zog aus und 
ein vor ihnen her.
1SA 18:17 Und Saul sprach zu David: Siehe, ich will dir meine ltere 
Tochter Merab zum Weibe geben; sei nur tapfer und fhre des HERRN Kriege! 
Denn Saul dachte: Meine Hand soll ihm nichts anhaben, sondern die Hand der 
Philister.
1SA 18:18 David aber antwortete Saul: Wer bin ich? Und was ist meine 
Herkunft, das Geschlecht meines Vaters in Israel, da ich des Knigs 
Tochtermann werden soll?
1SA 18:19 Als aber die Zeit kam, da Merab, die Tochter Sauls, dem David 
gegeben werden sollte, wurde sie Adriel, dem Mecholatiter, gegeben.
1SA 18:20 Aber Michal, die Tochter Sauls, hatte David lieb. Als solches 
Saul hinterbracht wurde, gefiel ihm die Sache wohl.
1SA 18:21 Und Saul sprach: Ich will sie ihm geben, damit sie ihm zum 
Fallstrick werde und der Philister Hand ber ihn komme. Und Saul sprach zu 
David: Mit der zweiten sollst du heute mein Tochtermann werden!
1SA 18:22 Und Saul gebot seinen Knechten: Redet heimlich mit David und 
sprechet: Siehe, der Knig hat Lust zu dir, und alle seine Knechte lieben 
dich; so sollst du nun des Knigs Tochtermann werden!
1SA 18:23 Und die Knechte Sauls redeten solche Worte vor den Ohren Davids. 
David aber sprach: Dnkt euch das ein Geringes, des Knigs Tochtermann zu 
werden? Ich bin doch ein armer und geringer Mann!
1SA 18:24 Und die Knechte Sauls sagten es ihm wieder und sprachen: Solche 
Worte hat David geredet.
1SA 18:25 Saul sprach: So saget zu David: Der Knig begehrt keine 
Morgengabe, sondern nur hundert Vorhute von Philistern, um sich an des 
Knigs Feinden zu rchen; aber Saul trachtete darnach, David durch der 
Philister Hand zu fllen.
1SA 18:26 Als nun seine Knechte dem David diese Worte sagten, dnkte es 
David gut, des Knigs Tochtermann zu werden.
1SA 18:27 Die Tage aber waren noch nicht vorbei, da machte sich David auf 
und zog mit seinen Mnnern hin und schlug zweihundert Mann unter den 
Philistern. Und David brachte ihre Vorhute und legte sie dem Knig 
vollzhlig vor, damit er des Knigs Tochtermann werde. Da gab ihm Saul 
seine Tochter Michal zum Weibe.
1SA 18:28 Und Saul sah und merkte, da der HERR mit David war; und Michal, 
Sauls Tochter, hatte ihn lieb.
1SA 18:29 Da frchtete sich Saul noch mehr vor David, und er wurde Davids 
Feind sein Leben lang.
1SA 18:30 Und so oft die Frsten der Philister zu Felde zogen, bewies 
David mehr Klugheit als alle Knechte Sauls, so da sein Name hoch geachtet 
ward.
1SA 19:1 Saul aber redete mit seinem Sohne Jonatan und mit allen seinen 
Knechten, da sie David tten sollten. Aber Jonatan, Sauls Sohn, hatte 
groes Wohlgefallen an David.
1SA 19:2 Darum verriet Jonatan dieses dem David und sprach: Mein Vater 
Saul trachtet darnach, dich zu tten. So nimm dich nun morgen in acht und 
bleibe verborgen und verstecke dich!
1SA 19:3 Ich aber will hinausgehen und neben meinem Vater auf dem Felde 
stehen, wo du bist; und ich will mit meinem Vater deinethalben reden, und 
was ich sehe, das will ich dir kundtun.
1SA 19:4 Und Jonatan redete zu Davids Gunsten bei seinem Vater Saul und 
sprach zu ihm: Der Knig versndige sich nicht an seinem Knechte David; 
denn er hat keine Snde wider dich getan, und sein Tun ist dir sehr 
ntzlich.
1SA 19:5 Denn er hat sein Leben aufs Spiel gesetzt und den Philister 
erschlagen, und der HERR hat ganz Israel ein groes Heil bereitet. Das 
hast du gesehen und dich dessen gefreut. Warum willst du dich denn an 
unschuldigem Blut versndigen, indem du David ohne Ursache ttest?
1SA 19:6 Da folgte Saul der Stimme Jonatans und schwur: So wahr der HERR 
lebt, er soll nicht sterben!
1SA 19:7 Da rief Jonatan den David und sagte ihm alle diese Worte. Und 
Jonatan brachte David zu Saul, und er war wieder vor ihm wie zuvor.
1SA 19:8 Es brach aber wieder ein Krieg aus, und David zog aus und stritt 
wider die Philister und brachte ihnen eine schwere Niederlage bei, so da 
sie vor ihm flohen.
1SA 19:9 Und der bse Geist vom HERRN kam ber Saul; und er sa in seinem 
Hause und hatte seinen Speer in der Hand; David aber spielte mit der Hand 
auf den Saiten.
1SA 19:10 Und Saul trachtete, David mit dem Speer an die Wand zu heften, 
er aber wich Saul aus; der traf mit dem Speer die Wand. Und David floh und 
entrann in jener Nacht.
1SA 19:11 Saul aber sandte Boten zum Hause Davids, um ihn zu bewachen und 
am Morgen zu tten. Das verkndigte dem David sein Weib Michal und sprach: 
Wirst du diese Nacht nicht deine Seele retten, so mut du morgen sterben!
1SA 19:12 Und Michal lie David durchs Fenster hinunter, und er ging hin, 
floh und entrann.
1SA 19:13 Und Michal nahm einen Teraphim und legte ihn auf das Bett und 
tat ein Geflecht von Ziegenhaaren zu seinen Hupten und deckte ihn mit 
Kleidern zu.
1SA 19:14 Da sandte Saul Boten, um David zu holen. Sie aber sprach: Er ist 
krank!
1SA 19:15 Saul aber sandte die Boten, nach David zu sehen, und sprach: 
Bringet ihn samt dem Bette zu mir herauf, da er gettet werde!
1SA 19:16 Als nun die Boten kamen, siehe, da lag der Teraphim im Bett und 
ein Geflecht von Ziegenhaaren zu seinen Hupten!
1SA 19:17 Da sprach Saul zu Michal: Warum hast du mich also betrogen und 
meinen Feind laufen lassen, da er entrann? Michal sagte zu Saul: Er 
sprach zu mir: La mich gehen oder ich tte dich!
1SA 19:18 David aber floh und entrann und kam zu Samuel gen Rama und 
teilte ihm alles mit, was Saul ihm angetan hatte. Und er ging hin mit 
Samuel, und sie blieben zu Najot.
1SA 19:19 Es ward aber dem Saul angezeigt: Siehe, David ist zu Najot in 
Rama!
1SA 19:20 Da sandte Saul Boten, David zu holen. Als sie nun die 
Versammlung der Propheten weissagen sahen und Samuel an ihrer Spitze, da 
kam der Geist Gottes auf die Boten Sauls, da auch sie weissagten.
1SA 19:21 Als solches Saul angezeigt ward, sandte er andere Boten: die 
weissagten auch. Da sandte er noch zum dritten Male Boten, und auch sie 
weissagten.
1SA 19:22 Nun ging er selbst nach Rama; und als er zum groen Brunnen kam, 
der zu Sechu ist, fragte er und sprach: Wo sind Samuel und David? Da ward 
ihm gesagt: Siehe, zu Najot in Rama!
1SA 19:23 Und er ging von dort nach Najot in Rama. Und der Geist Gottes 
kam auf ihn; und er ging einher und weissagte, bis er nach Najot in Rama 
kam.
1SA 19:24 Und auch er zog seine Oberkleider aus und weissagte vor Samuel 
und lag unbekleidet da jenen ganzen Tag und die ganze Nacht. Daher spricht 
man: Ist Saul auch unter den Propheten?
1SA 20:1 David aber floh von Najot bei Rama und kam und redete mit 
Jonatan: Was habe ich getan? Was ist meine Schuld? Und was habe ich vor 
deinem Vater gesndigt, da er mir nach dem Leben trachtet?
1SA 20:2 Er aber sprach zu ihm: Das sei ferne, du sollst nicht sterben! 
Siehe, mein Vater tut nichts, weder Groes noch Kleines, das er nicht 
meinen Ohren offenbare. Warum sollte denn mein Vater solches vor mir 
verbergen? Es ist nichts daran!
1SA 20:3 Da schwur David dazu und sprach: Dein Vater wei wohl, da ich 
Gnade vor deinen Augen gefunden habe; darum wird er denken: Jonatan soll 
solches nicht wissen, es knnte ihn bekmmern! Und wahrlich, so wahr der 
HERR lebt und so wahr deine Seele lebt, es ist nur ein Schritt zwischen 
mir und dem Tode!
1SA 20:4 Jonatan aber sprach zu David: Ich will an dir tun, was dein Herz 
begehrt!
1SA 20:5 David sprach zu Jonatan: Siehe, morgen ist Neumond, da sollte ich 
mit dem Knig zu Tische sitzen. La mich gehen, da ich mich auf dem Felde 
verberge, bis zum Abend des dritten Tages!
1SA 20:6 Sollte mich aber dein Vater vermissen, so sprich: David bat mich 
sehr, nach Bethlehem in seine Stadt eilen zu drfen, weil dort das 
jhrliche Opfer stattfindet fr das ganze Geschlecht.
1SA 20:7 Sagt er: Es ist gut! so bedeutet das Frieden fr deinen Knecht; 
ergrimmt er aber, so wisse, da Bses bei ihm beschlossen ist.
1SA 20:8 Dann aber erzeige dich gndig gegen deinen Knecht; denn du bist 
mit mir, deinem Knecht, in einen Bund im HERRN eingetreten. Darum, wenn 
eine Schuld an mir ist, so tte du mich; warum solltest du mich zu deinem 
Vater bringen?
1SA 20:9 Und Jonatan sprach: Das denke nur nicht, da, wenn ich merken 
sollte, es sei bei meinem Vater beschlossen, Bses ber dich zu bringen, 
ich es dir nicht anzeigen wrde!
1SA 20:10 David aber sprach zu Jonatan: Wenn mir's nur jemand anzeigen 
wrde, wenn dein Vater dir eine grobe Antwort gibt!
1SA 20:11 Jonatan sprach zu David: Komm, wir wollen aufs Feld hinausgehen! 
Da gingen die beiden aufs Feld hinaus.
1SA 20:12 Und Jonatan sprach zu David: Wenn ich morgen um diese Zeit und 
am dritten Tag erfahre, da mein Vater gegen David gut gesinnt ist, und 
ich alsdann nicht zu dir hinsende und es vor deinen Ohren offenbare,
1SA 20:13 so tue der HERR, der Gott Israels, dem Jonatan dies und das! 
Wenn aber meinem Vater Bses wider dich beliebt, so will ich es auch vor 
deinen Ohren offenbaren und dich wegschicken, da du in Frieden hinziehen 
kannst; und der HERR sei mit dir, wie er mit meinem Vater gewesen ist!
1SA 20:14 Und willst du nicht, whrend ich noch lebe, des HERRN Gnade an 
mir erzeigen, da ich nicht sterbe?
1SA 20:15 Entziehe aber auch niemals deine Gnade meinem Hause, auch dann 
nicht, wenn der HERR die Feinde Davids allesamt vom Erdboden vertilgen 
wird!
1SA 20:16 Also schlo Jonatan einen Bund mit dem Hause Davids [auf die 
Zeit], da der Herr Rache nehmen wrde an den Feinden Davids.
1SA 20:17 Dazu nahm Jonatan einen Eid von David bei der Liebe, die er zu 
ihm hatte; denn er liebte ihn wie seine eigene Seele.
1SA 20:18 Und Jonatan sprach zu ihm: Morgen ist Neumond; da wird man dich 
vermissen, denn dein Sitz bleibt leer.
1SA 20:19 Wenn du dann am dritten Tag frh herunterkommst, so begib dich 
an den Ort, wo du dich am Tage der Tat verborgen hieltest und bleibe nahe 
bei dem Stein Asel;
1SA 20:20 so will ich drei Pfeile daran vorbeischieen, als ob ich nach 
einem Ziele schsse.
1SA 20:21 Und siehe, dann werde ich den Knappen schicken und zu ihm sagen: 
Geh, suche die Pfeile! Rufe ich dann dem Knappen zu: Siehe, die Pfeile 
liegen diesseits von dir, hole sie! so komm; denn das bedeutet Frieden 
fr dich und keine Gefahr, so wahr der HERR lebt.
1SA 20:22 Sage ich aber zu dem Jungen: Siehe, die Pfeile liegen jenseits 
von dir! so geh; denn alsdann sendet dich der HERR.
1SA 20:23 Von dem aber, was wir miteinander geredet haben, siehe, davon 
ist der HERR Zeuge zwischen dir und mir ewiglich!
1SA 20:24 Also verbarg sich David auf dem Felde. Als aber der Neumond kam, 
setzte sich der Knig zum Mahl, um zu essen.
1SA 20:25 Und zwar sa der Knig an seinem gewohnten Platz an der Wand; 
Jonatan aber stand auf, und Abner setzte sich neben Saul; und Davids Platz 
blieb leer.
1SA 20:26 Saul aber sagte an diesem Tage nichts; denn er dachte: Es ist 
ein Zufall; er ist nicht rein; gewi ist er nicht rein!
1SA 20:27 Es begab sich aber am Tage nach dem Neumond, als Davids Platz 
wieder leer blieb, da Saul zu seinem Sohne Jonatan sprach: Warum ist der 
Sohn Isais weder gestern noch heute zum Essen gekommen?
1SA 20:28 Jonatan antwortete Saul: David hat mich dringend gebeten, nach 
Bethlehem gehen zu drfen;
1SA 20:29 er sagte: La mich doch hingehen; denn wir halten ein 
Familienopfer in der Stadt, und mein Bruder hat mich selbst dazu entboten; 
habe ich nun Gnade vor deinen Augen gefunden, so gib mir doch Urlaub, da 
ich meine Brder sehen kann! Darum ist er nicht zu des Knigs Tisch 
gekommen.
1SA 20:30 Da entbrannte Sauls Zorn wider Jonatan, und er sprach zu ihm: Du 
miratener, widerspenstiger Sohn! Meinst du, ich wisse nicht, da du den 
Sohn Isais auserkoren hast, dir und deiner Mutter zur Schande?
1SA 20:31 Denn solange der Sohn Isais auf Erden lebt, kannst weder du noch 
dein Knigtum bestehen! So sende nun hin und la ihn herbringen zu mir; 
denn er ist ein Kind des Todes!
1SA 20:32 Jonatan antwortete seinem Vater: Warum soll er sterben? Was hat 
er getan?
1SA 20:33 Da scho Saul den Speer nach ihm, um ihn zu durchbohren. Da 
merkte Jonatan, da es bei seinem Vater fest beschlossen war, David zu 
tten.
1SA 20:34 Und Jonatan stand vom Tische auf mit grimmigem Zorn und a an 
jenem zweiten Tage des Neumonds keine Speise; denn es tat ihm weh um 
Davids willen, da sein Vater ihn beschimpft hatte.
1SA 20:35 Am Morgen aber ging Jonatan aufs Feld hinaus, zu der mit David 
verabredeten Zeit, und ein kleiner Knabe war mit ihm.
1SA 20:36 Und er sprach zu seinem Knaben: Lauf und suche mir die Pfeile, 
die ich schiee! Als nun der Knabe lief, scho er einen Pfeil ber ihn weg.
1SA 20:37 Und als der Knabe nach der Stelle lief, dahin Jonatan den Pfeil 
geschossen hatte, rief ihm Jonatan nach und sprach: Liegt nicht der Pfeil 
jenseits von dir?
1SA 20:38 Und Jonatan rief dem Knaben und sprach: Schnell! Beeile dich! 
Steh nicht still! Jonatans Knabe las den Pfeil auf und brachte ihn zu 
seinem Herrn.
1SA 20:39 Doch wute der Knabe von nichts; nur Jonatan und David wuten um 
die Sache.
1SA 20:40 Da gab Jonatan dem Knaben, der bei ihm war, die Waffen und 
sprach zu ihm: Geh und trage sie in die Stadt.
1SA 20:41 Als nun der Knabe weg war, erhob sich David von der sdlichen 
Seite her und fiel auf sein Angesicht und verneigte sich dreimal; darnach 
kten sie einander und weinten zusammen, bis David sich meistern konnte.
1SA 20:42 Und Jonatan sprach zu David: Geh hin in Frieden! Wie wir beide 
im Namen des HERRN geschworen und gesagt haben, also sei der HERR zwischen 
mir und dir, zwischen meinem Samen und deinem Samen ewiglich! (020-43) Und 
David machte sich auf und ging; Jonatan aber kam in die Stadt.
1SA 21:1 Und David kam nach Nob, zum Priester Achimelech. Achimelech aber 
kam David bestrzt entgegen und sprach zu ihm: Warum kommst du allein und 
ist kein einziger Mann mit dir?
1SA 21:2 David sprach zum Priester Achimelech: Der Knig hat mir etwas 
befohlen und zu mir gesagt: La niemand wissen, warum ich dich gesandt und 
was ich dir befohlen habe! Die Leute aber habe ich da und dahin beschieden.
1SA 21:3 Und nun gib mir, was du zur Verfgung hast, etwa fnf Brote, oder 
was sonst vorhanden ist!
1SA 21:4 Der Priester antwortete David und sprach: Ich habe kein 
gewhnliches Brot zur Verfgung, sondern nur heiliges Brot; wenn die Leute 
sich nur der Weiber enthalten haben!
1SA 21:5 Da antwortete David dem Priester und sprach: Die Weiber waren uns 
schon gestern und vorgestern versagt, als ich auszog; auch war der Anzug 
der Leute heilig; und ist auch der Weg selbst gemein, so mge er doch 
heute wegen des Anzugs auch fr heilig gelten!
1SA 21:6 Da gab ihm der Priester heiliges Brot; denn es war kein anderes 
da auer den Schaubroten, die man von dem Angesicht des HERRN hinweggetan 
hatte, um warmes Brot aufzulegen des Tages, da man sie wegnahm.
1SA 21:7 Es war aber an jenem Tage daselbst vor dem HERRN eingeschlossen 
ein Mann aus den Knechten Sauls, der hie Doeg, der Edomiter, einer der 
mchtigsten Hirten Sauls.
1SA 21:8 Und David fragte Achimelech: Ist hier nicht irgend ein Speer oder 
ein Schwert unter deiner Hand? Denn ich habe nicht einmal mein Schwert und 
meine Waffen zur Hand genommen, weil die Sache des Knigs solche Eile 
hatte.
1SA 21:9 Der Priester antwortete: Das Schwert Goliaths, des Philisters, 
den du im Terebinthentale erschlugest, siehe, das liegt hinter dem Ephod 
in ein Gewand eingewickelt; wenn du das fr dich nehmen willst, so nimm's, 
denn es ist kein anderes hier auer diesem. David sprach: Es gibt nicht 
seinesgleichen; gib es mir!
1SA 21:10 Und David machte sich auf und floh an jenem Tage vor Saul und 
kam zu Achis, dem Knig von Gat.
1SA 21:11 Da sprachen Achis' Knechte zu ihm: Ist das nicht David, der 
Knig des Landes? Ist das nicht der, von welchem sie im Reigen sangen: 
Saul hat seine Tausend geschlagen, David aber seine Zehntausend!
1SA 21:12 Diese Worte nahm sich David zu Herzen und frchtete sich sehr 
vor Achis, dem Knig zu Gat.
1SA 21:13 Und er verstellte sich vor ihnen und raste unter ihren Hnden 
und kratzte an den Trflgeln, und lie den Speichel in seinen Bart 
flieen.
1SA 21:14 Da sprach Achis zu seinen Knechten: Ihr seht doch, da der Mann 
verrckt ist! Was bringt ihr ihn denn zu mir?
1SA 21:15 Fehlt es mir etwa an Verrckten, da ihr diesen Mann hergebracht 
habt, damit er gegen mich tobe? Sollte der in mein Haus kommen?
1SA 22:1 David ging von dannen und entrann in die Hhle Adullam. Als das 
seine Brder und das ganze Haus seines Vaters hrten, kamen sie dorthin zu 
ihm hinab.
1SA 22:2 Und es versammelten sich zu ihm allerlei Mnner, die in Not und 
Schulden und alle, die betrbten Herzens waren, und er wurde ihr Oberster, 
und sie hielten es mit ihm, etwa vierhundert Mann.
1SA 22:3 Und David ging von dannen gen Mizpe, in das Land der Moabiter, 
und sprach zum Knig der Moabiter: La doch meinen Vater und meine Mutter 
bei euch ein und ausgehen, bis ich erfahre, was Gott mit mir tun wird!
1SA 22:4 Und er fhrte sie vor den Knig der Moabiter, und sie blieben bei 
ihm, solange David auf der Bergfeste war.
1SA 22:5 Aber der Prophet Gad sprach zu David: Bleibe nicht auf der 
Bergfeste, sondern geh ins Land Juda! Und David kam in den Wald Haret.
1SA 22:6 Und es kam vor Saul, da David und die Mnner, die bei ihm waren, 
zum Vorschein gekommen seien. Saul aber sa zu Gibea unter der Tamariske 
auf der Anhhe, den Speer in der Hand, und alle seine Knechte standen vor 
ihm.
1SA 22:7 Da sprach Saul zu seinen Knechten, die vor ihm standen: Hrt 
doch, ihr Benjaminiten: Wird auch der Sohn Isais euch allen cker und 
Weinberge geben? Wird er euch alle zu Anfhrern ber Tausend und zu 
Anfhrern ber Hundert machen,
1SA 22:8 da ihr euch alle wider mich verbndet habt und niemand es meinen 
Ohren offenbarte, als mein Sohn einen Bund mit dem Sohn Isais gemacht hat? 
Und ist niemand unter euch, den es meinethalben krnkte, und der es meinen 
Ohren offenbarte, da mein eigener Sohn meinen Knecht wider mich 
aufgewiegelt hat und mir nachstellt, wie es jetzt am Tage ist!
1SA 22:9 Da antwortete Doeg, der Edomiter, der neben Sauls Knechten stand, 
und sprach: Ich sah den Sohn Isais, als er nach Nob zu Achimelech, dem 
Sohn Achitubs kam.
1SA 22:10 Der befragte den HERRN fr ihn und gab ihm Brot, und das Schwert 
Goliaths, des Philisters, gab er ihm auch.
1SA 22:11 Da sandte der Knig hin und lie rufen Achimelech, den Sohn 
Achitubs, den Priester, und seines Vaters ganzes Haus, die Priester, die 
zu Nob waren; und sie kamen alle zum Knig.
1SA 22:12 Und Saul sprach: Hre doch, du Sohn Achitubs! Er sprach: Siehe, 
hier bin ich, mein Herr!
1SA 22:13 Und Saul sprach zu ihm: Warum habt ihr einen Bund wider mich 
gemacht, du und der Sohn Isais, da du ihm Brot und ein Schwert gegeben 
und Gott fr ihn befragt hast, so da er sich wider mich auflehnt und mir 
nachstellt, wie es jetzt am Tage ist?
1SA 22:14 Achimelech antwortete dem Knig und sprach: Und wer ist unter 
allen deinen Knechten so treu wie David, dazu des Knigs Tochtermann und 
Oberster ber deine Leibwache und in deinem Hause so hoch gehalten?
1SA 22:15 Habe ich denn erst heute angefangen, Gott fr ihn zu befragen? 
Das sei ferne von mir! Der Knig lege solches weder seinem Knecht, noch 
dem ganzen Hause meines Vaters zur Last; denn dein Knecht hat von alledem 
nichts gewut, weder Kleines noch Groes!
1SA 22:16 Aber der Knig sprach: Achimelech, du mut des Todes sterben, du 
und deines Vaters ganzes Haus!
1SA 22:17 Und der Knig sprach zu seinen Trabanten, die vor ihm standen: 
Wendet euch und ttet die Priester des HERRN! Denn ihre Hand ist auch mit 
David; und obschon sie wuten, da er floh, haben sie es mir doch nicht 
erffnet. Aber die Knechte des Knigs wollten die Hand nicht an die 
Priester des HERRN legen, sie zu erschlagen.
1SA 22:18 Da sprach der Knig zu Doeg: Wende du dich und erschlage die 
Priester! Und Doeg, der Edomiter, wandte sich und fiel ber die Priester 
her und ttete an jenem Tage fnfundachtzig Mnner, die das leinene Ephod 
trugen.
1SA 22:19 Und Nob, die Stadt der Priester, schlug er mit der Schrfe des 
Schwertes, Mnner und Weiber, Kinder und Suglinge, auch Ochsen, Esel und 
Schafe, mit der Schrfe des Schwertes.
1SA 22:20 Es entrann aber ein Sohn Achimelechs, des Sohnes Achitubs, der 
hie Abjatar, und floh zu David.
1SA 22:21 Und Abjatar verkndigte David, da Saul die Priester des HERRN 
niedergemacht habe.
1SA 22:22 David aber sprach zu Abjatar: Ich wute wohl an jenem Tage, als 
Doeg, der Edomiter, dort war, da er es Saul gewi sagen werde. Ich bin 
schuldig an allen Seelen von deines Vaters Hause.
1SA 22:23 Bleibe bei mir und frchte dich nicht. Denn wer nach meinem 
Leben trachtet, der trachtet auch nach deinem Leben, und du sollst bei mir 
wohlbewahrt sein!
1SA 23:1 Es wurde aber dem David angezeigt: Siehe, die Philister streiten 
wider Kehila und plndern die Tennen!
1SA 23:2 Da fragte David den HERRN und sprach: Soll ich hingehen und diese 
Philister schlagen? Und der HERR sprach zu David: Geh hin, du wirst die 
Philister schlagen und Kehila erretten!
1SA 23:3 Aber die Mnner Davids sprachen zu ihm: Siehe, wir frchten uns 
schon hier in Juda, und nun sollen wir gar nach Kehila gegen das Heer der 
Philister ziehen?
1SA 23:4 Da fragte David den HERRN wieder. Und der HERR antwortete ihm und 
sprach: Wohlauf, ziehe hinab gen Kehila; denn ich will die Philister in 
deine Hand geben!
1SA 23:5 Also zog David samt seinen Mnnern gen Kehila und stritt wider 
die Philister und trieb ihr Vieh hinweg und fgte ihnen eine groe 
Niederlage zu. Also errettete David die Einwohner von Kehila.
1SA 23:6 Als aber Abjatar, der Sohn Achimelechs, zu David gen Kehila floh, 
trug er das Ephod mit sich hinab.
1SA 23:7 Da ward Saul gesagt, da David gen Kehila gekommen sei; und Saul 
sprach: Gott hat ihn in meine Hand bergeben; denn er hat sich selbst 
eingeschlossen, indem er in eine Stadt mit Toren und Riegeln gegangen ist.
1SA 23:8 Und Saul lie alles Volk zum Krieg zusammenrufen und gen Kehila 
hinabziehen, um David und seine Mnner zu belagern.
1SA 23:9 Weil aber David wute, da Saul Bses gegen ihn plante, sprach er 
zu dem Priester Abjatar: Bring das Ephod her!
1SA 23:10 Und David sprach: O HERR, Gott Israels, dein Knecht hat als 
gewi gehrt, da Saul darnach trachtet, nach Kehila zu kommen und die 
Stadt um meinetwillen zu verderben.
1SA 23:11 Werden die Brger von Kehila mich in seine Hand berantworten? 
Und wird Saul herabkommen, wie dein Knecht gehrt hat? Das tue doch, o 
HERR, Gott Israels, deinem Knechte kund. Da sprach der HERR: Er wird 
herabkommen!
1SA 23:12 David sprach: Werden die Brger von Kehila mich und meine Mnner 
in Sauls Hand berantworten? Der HERR sprach: Sie werden dich 
berantworten!
1SA 23:13 Da machte sich David auf, samt seinen Mnnern, deren etwa 
sechshundert waren; und sie zogen aus von Kehila und gingen, wohin sie 
gehen konnten. Als nun Saul angesagt wurde, da David von Kehila entronnen 
sei, da stand er ab von seinem Zuge.
1SA 23:14 David aber blieb in der Wste auf den Hhen und hielt sich auf 
dem Gebirge auf, in der Wste Siph. Und Saul suchte ihn sein Leben lang. 
Aber Gott gab ihn nicht in seine Hand.
1SA 23:15 Als nun David erfuhr, da Saul ausgezogen sei, ihm nach dem 
Leben zu trachten, befand er sich in der Wste Siph, in einem Walde.
1SA 23:16 Da machte sich Jonatan, Sauls Sohn, auf und ging hin zu David in 
den Wald und strkte dessen Hand in Gott
1SA 23:17 und sprach zu ihm: Frchte dich nicht; denn die Hand meines 
Vaters Saul wird dich nicht finden, sondern du wirst Knig werden ber 
Israel, und ich will der Nchste nach dir sein. Auch wei solches mein 
Vater Saul wohl.
1SA 23:18 Und sie machten beide einen Bund miteinander vor dem HERRN. Und 
David blieb in dem Walde; Jonatan aber ging wieder heim.
1SA 23:19 Und die Siphiter zogen hinauf zu Saul gen Gibea und sprachen: 
Ist nicht David bei uns verborgen auf den Hgeln im Walde, auf dem Hgel 
Hachila, der zur Rechten der Wste liegt?
1SA 23:20 So komme nun der Knig herab, wenn sein Herz darnach gelstet, 
so wollen wir ihn in des Knigs Hand berantworten.
1SA 23:21 Da sprach Saul: Gesegnet seid ihr von dem HERRN, da ihr euch 
meiner erbarmt habt!
1SA 23:22 So geht nun hin und vergewissert euch noch mehr, erkundet und 
seht, an welchem Ort er sich aufhlt und wer ihn daselbst gesehen hat; 
denn es ist mir gesagt worden, da er sehr listig sei.
1SA 23:23 Besehet und erkundiget auch alle Verstecke, wo er sich 
verkriecht, und kommt wieder zu mir, wenn ihr seiner gewi seid, so will 
ich mit euch ziehen. Ist er im Lande, so will ich ihn ausfindig machen 
unter allen Tausenden Judas!
1SA 23:24 Da machten sie sich auf und gingen vor Saul hin gen Siph. David 
aber und seine Mnner waren in der Wste Maon, in der Ebene, sdlich von 
der Wste.
1SA 23:25 Da nun Saul mit seinen Mnnern hinzog, ihn zu suchen, wurde es 
David angezeigt, und er machte sich zu dem Felsen hinab und verblieb in 
der Wste Maon. Als Saul solches hrte, jagte er David nach in die Wste 
Maon.
1SA 23:26 Und Saul ging auf einer Seite des Berges, David aber mit seinen 
Mnnern auf der andern Seite des Berges. Als aber David eilte, Saul zu 
entrinnen, umringte Saul samt seinen Mnnern den David und seine Mnner, 
um sie zu fangen.
1SA 23:27 Aber ein Bote kam zu Saul und sprach: Eile und komm, denn die 
Philister sind in das Land eingefallen!
1SA 23:28 Da lie Saul von der Verfolgung Davids ab und zog den Philistern 
entgegen. Daher heit man jenen Ort Sela-Hammachlekot.
1SA 23:29 (024-1) Aber David zog von dannen hinauf und blieb auf den 
Berghhen von Engedi.
1SA 24:1 (024-2) Als nun Saul von den Philistern zurckkehrte, wurde ihm 
angezeigt:
1SA 24:2 (024-3) Siehe, David ist in der Wste Engedi! Und Saul nahm 
dreitausend junge Mnner aus ganz Israel und zog hin, um David samt seinen 
Mnnern zu suchen, auf den Steinbockfelsen.
1SA 24:3 (024-4) Und als er zu den Schafhrden am Wege kam, war daselbst 
eine Hhle; und Saul ging hinein, seine Fe zu bedecken; David aber und 
seine Mnner saen hinten in der Hhle.
1SA 24:4 (024-5) Da sprachen die Mnner Davids zu ihm: Siehe, das ist der 
Tag, davon der HERR dir gesagt hat: Siehe, ich will deinen Feind in deine 
Hand geben, da du mit ihm machest, was dir gefllt! Und David stand auf 
und schnitt leise einen Zipfel von Sauls Rock.
1SA 24:5 (024-6) Aber darnach schlug ihm sein Herz, da er den Zipfel von 
Sauls Rock abgeschnitten hatte;
1SA 24:6 (024-7) und er sprach zu seinen Mnnern: Das lasse der HERR ferne 
von mir sein, da ich solches tue und meine Hand an meinen Herrn, den 
Gesalbten des HERRN, lege; denn er ist der Gesalbte des HERRN!
1SA 24:7 (024-8) Also hielt David seine Mnner mit Worten zurck und lie 
ihnen nicht zu, sich wider Saul zu erheben. Und Saul machte sich auf aus 
der Hhle und ging seines Weges.
1SA 24:8 (024-9) Darnach machte sich auch David auf und verlie die Hhle 
und rief Saul nach und sprach: Mein Herr [und] Knig! Da sah Saul hinter 
sich. Und David neigte sein Angesicht zur Erde und verbeugte sich.
1SA 24:9 (024-10) Und David sprach zu Saul: Warum folgst du den Worten der 
Leute, welche sagen: Siehe, David sucht dein Unglck?
1SA 24:10 (024-11) Siehe, an diesem Tage siehst du mit eigenen Augen, da 
dich der HERR heute in der Hhle in meine Hand gegeben hat; man gedachte 
dich umzubringen, aber ich schonte deiner, denn ich sprach: Ich will meine 
Hand nicht an meinen Herrn legen; denn er ist der Gesalbte des HERRN!
1SA 24:11 (024-12) Nun denn, mein Vater, siehe, siehe doch den Zipfel 
deines Rockes in meiner Hand! Da ich [nur] den Zipfel deines Rockes 
abschnitt und dich nicht umbrachte, so erkenne und siehe daraus, da 
nichts Bses in meiner Hand ist, auch keine bertretung; ich habe auch 
nicht an dir gesndigt; du aber stellst mir nach dem Leben, es wegzunehmen!
1SA 24:12 (024-13) Der HERR wird Richter sein zwischen mir und dir; und 
der HERR wird mich an dir rchen, aber meine Hand soll nicht ber dir sein.
1SA 24:13 (024-14) Wie man nach dem alten Sprichwort sagt: Von den 
Gottlosen kommt Gottlosigkeit! darum soll meine Hand nicht gegen dich sein!
1SA 24:14 (024-15) Wen verfolgst du, Knig von Israel? Wem jagst du nach? 
Einem toten Hund, einem Floh?
1SA 24:15 (024-16) Der HERR sei Richter und richte zwischen mir und dir, 
und er sehe darein und fhre meine Sache und spreche mich los von deiner 
Hand!
1SA 24:16 (024-17) Als nun David aufgehrt hatte, solche Worte zu Saul zu 
reden, sprach Saul: Ist das nicht deine Stimme, mein Sohn David? Und Saul 
erhob seine Stimme und weinte
1SA 24:17 (024-18) und sprach zu David: Du bist gerechter als ich; denn du 
hast mir mit Gutem vergolten, ich aber habe dir mit Bsem vergolten!
1SA 24:18 (024-19) Und du hast heute bewiesen, da du Gutes an mir getan 
hast, da der HERR mich in deine Hand gegeben und du mich doch nicht 
umgebracht hast.
1SA 24:19 (024-20) Und wie sollte jemand seinen Feind finden und ihn 
friedlich seines Weges ziehen lassen? Der HERR bezahle dir Gutes fr das 
Gute, das du heute an mir getan hast!
1SA 24:20 (024-21) Und nun siehe, ich wei, da du gewi Knig werden 
wirst, und da das Knigreich Israels in deiner Hand bestehen wird.
1SA 24:21 (024-22) So schwre mir nun bei dem HERRN, da du meinen Samen 
nach mir nicht ausrotten und meinen Namen aus meines Vaters Hause nicht 
vertilgen wirst!
1SA 24:22 (024-23) Und David schwur dem Saul. Da zog Saul heim; David aber 
und seine Mnner machten sich hinauf auf die Bergfeste.
1SA 25:1 Und Samuel starb, und ganz Israel versammelte sich, trug Leid um 
ihn und begrub ihn bei seinem Hause zu Rama; David aber machte sich auf 
und zog hinab in die Wste Paran.
1SA 25:2 Und es war ein Mann zu Maon, der hatte sein Gewerbe zu Karmel; 
und dieser Mann war von sehr groem Vermgen, und er hatte dreitausend 
Schafe und tausend Ziegen; und es begab sich, da er seine Schafe zu 
Karmel scheren lie.
1SA 25:3 Dieser Mann hie Nabal; sein Weib aber hie Abigail. Und sie war 
ein Weib von gesundem Verstand und von schner Gestalt; der Mann aber war 
hart und boshaft in seinem Tun und war einer von Kaleb.
1SA 25:4 Als nun David in der Wste hrte, da Nabal seine Schafe scheren 
lie,
1SA 25:5 sandte er zehn Jnglinge aus und sprach zu ihnen: Geht hinauf gen 
Karmel; und wenn ihr zu Nabal kommt, so gret ihn in meinem Namen 
freundlich
1SA 25:6 und sagt: Glck zu, Friede sei mit dir, und Friede mit deinem 
Hause, und Friede mit allem, was du hast!
1SA 25:7 Ich habe gehrt, da du Schafscherer hast. Nun, deine Hirten sind 
bei uns gewesen; wir haben ihnen nichts zuleide getan, und es hat ihnen 
nichts gefehlt an der Zahl, solange sie zu Karmel waren;
1SA 25:8 frage deine Jnglinge deswegen, die werden dir's sagen, und la 
meine Jnglinge vor deinen Augen Gnade finden; denn wir sind auf einen 
guten Tag gekommen; gib doch deinen Knechten und deinem Sohn David, was 
deine Hand findet.
1SA 25:9 Und als die Jnglinge Davids hinkamen und im Namen Davids nach 
allen diesen Worten mit Nabal geredet hatten, schwiegen sie stille!
1SA 25:10 Aber Nabal antwortete den Knechten Davids und sprach: Wer ist 
David? Und wer ist der Sohn Isais? Es werden jetzt der Knechte viel, die 
sich von ihren Herren losreien!
1SA 25:11 Sollte ich mein Brot und mein Wasser nehmen und mein Fleisch, 
das ich fr meine Scherer geschlachtet habe, und es Leuten geben, von 
denen ich nicht wei, woher sie sind?
1SA 25:12 Da kehrten die Jnglinge Davids wieder um auf ihren Weg. Und als 
sie heimkamen, sagten sie ihm solches alles.
1SA 25:13 Da sprach David zu seinen Mnnern: Grte ein jeder sein Schwert 
um! Und ein jeder grtete sein Schwert um. Und auch David grtete sein 
Schwert um; und es zogen etwa vierhundert Mann hinauf, zweihundert aber 
blieben bei dem Gepck.
1SA 25:14 Aber einer der Jnglinge sagte es Abigail, dem Weibe Nabals, und 
sprach: Siehe, David hat Boten aus der Wste gesandt, unsern Herrn zu 
segnen; er aber fuhr sie an;
1SA 25:15 und sie sind uns doch sehr ntzliche Leute gewesen und haben uns 
nicht beleidigt, und es hat uns nichts gefehlt an der Zahl, solange wir 
bei ihnen umhergezogen sind, als wir auf dem Felde waren;
1SA 25:16 sondern sie sind unsre Mauern gewesen bei Tag und bei Nacht, 
solange wir bei ihnen die Schafe gehtet haben.
1SA 25:17 So merke nun und siehe, was du tun kannst; denn es ist gewi ein 
Unglck beschlossen ber unsern Herrn und ber sein ganzes Haus! Und er 
ist so bsartig, da ihm niemand etwas sagen darf.
1SA 25:18 Da eilte Abigail und nahm zweihundert Brote und zwei Schluche 
Wein und fnf zubereitete Schafe und fnf Scheffel gedrrtes Korn und 
hundert Rosinenkuchen und zweihundert Feigenkuchen und lud sie auf Esel
1SA 25:19 und sprach zu ihren Jnglingen: Geht vor mir hin, siehe, ich 
will euch nachkommen! Sie sagte aber ihrem Manne Nabal nichts davon.
1SA 25:20 Und als sie auf dem Esel ritt und im Dunkel des Berges hinabzog, 
siehe, da kamen David und seine Mnner hinab, ihr entgegen; so begegnete 
sie ihnen.
1SA 25:21 David aber sprach: Wohlan, ich habe alles, was dieser in der 
Wste hat, umsonst behtet, so da da nichts gefehlt hat an allem, was 
sein ist; und er bezahlt mir Gutes mit Bsem!
1SA 25:22 Gott tue solches und noch mehr den Feinden Davids, wenn ich von 
allem, was dieser hat bis zum hellen Morgen auch nur einen briglasse, der 
an die Wand pit.
1SA 25:23 Als nun Abigail David sah, stieg sie eilends vom Esel und fiel 
vor David auf ihr Angesicht und neigte sich zur Erde,
1SA 25:24 fiel zu seinen Fen und sprach: Ach, mein Herr, mein sei diese 
Missetat, und la doch deine Magd vor deinen Ohren reden und hre die 
Worte deiner Magd!
1SA 25:25 Mein Herr, achte doch nicht auf diesen Mann Belials, den Nabal; 
denn er ist, wie sein Name heit; Narr bedeutet sein Name, und Narrheit 
ist bei ihm. Ich aber, deine Magd, habe die Jnglinge meines Herrn, die du 
gesandt hattest, nicht gesehen.
1SA 25:26 Nun aber, mein Herr, so wahr der HERR lebt, und so wahr deine 
Seele lebt, der HERR hat dich verhindert zu kommen, um Blut zu vergieen 
und dir mit eigener Hand zu helfen. So mgen nun deine Feinde und die, 
welche meinem Herrn belwollen, werden wie Nabal!
1SA 25:27 Hier ist nun die Gabe, die deine Magd meinem Herrn hergebracht 
hat; gib sie den Jnglingen, welche meinem Herrn auf dem Fue nachfolgen!
1SA 25:28 Vergib doch deiner Magd die bertretung; denn der HERR wird 
gewi meinem Herrn, weil er des HERRN Kriege fhrt, ein bestndiges Haus 
bauen; und kein Bses soll an dir gefunden werden dein Leben lang.
1SA 25:29 Und wenn sich ein Mensch erheben wird, dich zu verfolgen und 
deiner Seele nachzustellen, so werde die Seele meines Herrn ins Bndlein 
der Lebendigen eingebunden bei dem HERRN, deinem Gott; aber die Seele 
deiner Feinde schleudere er mitten aus der Schleuderpfanne!
1SA 25:30 Wenn der HERR meinem Herrn nach all dem Guten, das er dir 
versprochen hat, tun und dich bestellen wird zum Frsten ber Israel,
1SA 25:31 so wird es dir nicht zum Ansto sein, noch zum Herzensvorwurf 
fr meinen Herrn, da er ohne Ursache Blut vergossen und da mein Herr 
sich selbst geholfen hat. Wenn nun der HERR meinem Herrn wohltun wird, so 
mgest du an deine Magd gedenken.
1SA 25:32 Da sprach David zu Abigail: Gelobt sei der HERR, der Gott 
Israels, der dich auf den heutigen Tag mir entgegengesandt hat!
1SA 25:33 Und gesegnet sei dein Verstand, und gesegnet seist du, da du 
mich heute daran verhindert hast zu kommen, um Blut zu vergieen und mir 
mit eigener Hand zu helfen!
1SA 25:34 Denn wahrlich, so wahr der HERR, der Gott Israels lebt, der mich 
verhindert hat, dir bles zu tun: wrest du mir nicht eilends 
entgegengekommen, so wre dem Nabal bis zum hellen Morgen nicht einer 
briggeblieben, der an die Wand pit!
1SA 25:35 Also nahm David von ihrer Hand, was sie ihm gebracht hatte, und 
sprach zu ihr: Zieh wieder in Frieden in dein Haus hinauf! Siehe, ich habe 
deiner Stimme gehorcht und deine Person angesehen.
1SA 25:36 Als aber Abigail zu Nabal kam, siehe, da hatte er in seinem 
Hause ein Mahl zugerichtet, wie eines Knigs Mahl; und das Herz Nabals war 
guter Dinge, denn er war schwer betrunken. Sie aber sagte ihm nichts, 
weder Kleines noch Groes, bis an den hellen Morgen.
1SA 25:37 Als es aber Tag geworden und der Weinrausch von Nabal gewichen 
war, da berichtete ihm sein Weib diese Dinge. Da erstarb sein Herz in 
seinem Leibe, und er ward wie ein Stein.
1SA 25:38 Und nach zehn Tagen schlug ihn der HERR, da er starb.
1SA 25:39 Als nun David hrte, da Nabal tot war, sprach er: Gelobt sei 
der HERR, der meine Schmach an Nabal gercht und seinen Knecht vom Unrecht 
abgehalten hat! Und der HERR hat Nabals Unrecht auf seinen Kopf vergolten! 
Und David sandte hin und lie mit Abigail reden, um sie sich zum Weibe zu 
nehmen.
1SA 25:40 Und als die Knechte Davids zu Abigail gen Karmel kamen, redeten 
sie mit ihr und sprachen: David hat uns zu dir gesandt, um dich zu seinem 
Weibe zu nehmen.
1SA 25:41 Sie stand auf und verneigte sich mit ihrem Angesicht zur Erde 
und sprach: Siehe, hier ist deine Magd, da sie diene und den Knechten 
meines Herrn die Fe wasche!
1SA 25:42 Und Abigail eilte und machte sich auf und ritt auf einem Esel, 
und mit ihr fnf Mgde, die ihr auf dem Fue nachfolgten, und zog den 
Boten Davids nach und ward sein Weib.
1SA 25:43 David nahm auch Achinoam aus Jesreel. Also wurden die beiden 
seine Frauen.
1SA 25:44 Saul aber hatte Michal, seine Tochter, das Weib Davids, Phalti, 
dem Sohn des Lais aus Gallim, gegeben.
1SA 26:1 Aber die Siphiter kamen zu Saul gen Gibea und sprachen: Ist nicht 
David verborgen auf dem Hgel Hachila vor der Wste?
1SA 26:2 Da machte sich Saul auf und zog zur Wste Siph hinab und mit ihm 
dreitausend junge Mnner aus Israel, um David in der Wste Siph zu suchen.
1SA 26:3 Und Saul lagerte sich auf dem Hgel Hachila, der vor der Wste 
liegt, am Wege; David aber blieb in der Wste.
1SA 26:4 Und als er sah, da Saul ihm nachfolgte in die Wste, sandte er 
Kundschafter aus und erfuhr, da Saul gewi gekommen sei.
1SA 26:5 Und David machte sich auf und kam an den Ort, wo Saul sein Lager 
hatte; und David besah den Ort, wo Saul mit seinem Feldhauptmann Abner, 
dem Sohne Ners, lag; denn Saul lag in der Wagenburg, und das Volk lagerte 
um ihn her.
1SA 26:6 Da hob David an und sprach zu Achimelech, dem Hetiter, und zu 
Abisai, dem Sohn Zerujas, dem Bruder Joabs, also: Wer will mit mir zu Saul 
in das Lager hinabsteigen? Abisai sprach: Ich will mit dir hinabsteigen!
1SA 26:7 Also kamen David und Abisai zum Volke bei Nacht und siehe, Saul 
lag da und schlief in der Wagenburg, und sein Speer stak in der Erde bei 
seinem Haupt. Abner aber und das Volk lagen um ihn her.
1SA 26:8 Da sprach Abisai zu David: Gott hat deinen Feind heute in deine 
Hand berliefert! Und nun will ich ihn doch mit einem Speersto an die 
Erde heften, da ich es zum zweitenmal nicht ntig habe!
1SA 26:9 David aber sprach zu Abisai: Verdirb ihn nicht! Denn wer hat 
jemals seine Hand an den Gesalbten des HERRN gelegt und ist ungestraft 
geblieben?
1SA 26:10 Weiter sprach David: So wahr der HERR lebt, sicherlich wird der 
HERR ihn tten, oder seine Zeit wird kommen, da er sterbe oder da er in 
einen Streit ziehe und umkomme.
1SA 26:11 Der HERR aber lasse ferne von mir sein, da ich meine Hand an 
den Gesalbten des HERRN lege! So nimm nun den Speer zu seinen Hupten und 
den Wasserkrug und la uns gehen!
1SA 26:12 Also nahm David den Speer und den Wasserkrug zu den Hupten 
Sauls, und sie gingen hin; und es war niemand, der es sah noch merkte noch 
erwachte, sondern sie schliefen alle; denn ein tiefer Schlaf von dem HERRN 
war auf sie gefallen.
1SA 26:13 Als nun David auf die andere Seite hinbergegangen war, trat er 
von ferne auf die Spitze des Berges, so da ein weiter Raum zwischen ihnen 
war.
1SA 26:14 Und David schrie das Volk an und Abner, den Sohn Ners, und 
sprach: Hrst du nicht, Abner? Und Abner antwortete und sprach: Wer bist 
du, da du den Knig so anschreist?
1SA 26:15 Und David sprach zu Abner: Bist du nicht ein Mann? Und wer ist 
dir gleich in Israel? Warum hast du denn deinen Herrn, den Knig, nicht 
behtet? Denn es ist einer vom Volk hineingekommen, deinen Herrn, den 
Knig, umzubringen!
1SA 26:16 Es ist nicht fein, was du getan hast. So wahr der HERR lebt, ihr 
seid Kinder des Todes, da ihr euren Herrn, den Gesalbten des HERRN, nicht 
behtet habt! Und nun, siehe, wo ist der Speer des Knigs und der 
Wasserkrug, der zu seinen Hupten war?
1SA 26:17 Da erkannte Saul die Stimme Davids und sprach: Ist das nicht 
deine Stimme, mein Sohn David? David sprach: Es ist meine Stimme, mein 
Herr [und] Knig!
1SA 26:18 Und weiter sprach er: Warum verfolgt mein Herr also seinen 
Knecht? Denn was habe ich getan? Und was ist Bses in meiner Hand?
1SA 26:19 So hre doch nun, mein Herr, der Knig, die Worte seines 
Knechtes: Reizt der HERR dich wider mich, so lasse man ihn ein Speisopfer 
riechen; tun es aber Menschenkinder, so seien sie verflucht vor dem HERRN, 
da sie mich heute aus der Gemeinschaft an des HERRN Erbteil verstoen, 
indem sie sagen: Geh hin, diene andern Gttern!
1SA 26:20 So falle nun mein Blut nicht auf die Erde fern von dem Angesicht 
des HERRN; denn der Knig Israels ist ausgezogen, einen Floh zu suchen, 
wie man einem Rebhuhn nachjagt auf den Bergen!
1SA 26:21 Da sprach Saul: Ich habe gesndigt! Komm wieder, mein Sohn 
David, ich will dir forthin kein Leid antun, weil heutigen Tages meine 
Seele in deinen Augen teuer gewesen ist! Siehe, ich habe tricht und sehr 
unweise gehandelt!
1SA 26:22 David antwortete und sprach: Siehe, hier ist der Speer des 
Knigs; es komme einer der Jnglinge herber und hole ihn!
1SA 26:23 Der HERR aber wird einem jeden vergelten nach seiner 
Gerechtigkeit und seiner Treue; denn der HERR hat dich heute in meine Hand 
gegeben; ich aber wollte meine Hand nicht an den Gesalbten des HERRN legen.
1SA 26:24 Und siehe, wie heute deine Seele in meinen Augen gro geachtet 
gewesen, also wird meine Seele gro geachtet werden vor den Augen des 
HERRN, und er wird mich aus aller Trbsal erretten.
1SA 26:25 Saul sprach zu David: Gesegnet seist du, mein Sohn David! Du 
wirst es gewi tun und vollenden! David aber ging seines Weges, und Saul 
kehrte wieder an seinen Ort zurck.
1SA 27:1 David aber sprach zu seinem Herzen: Ich werde doch eines Tages 
Saul in die Hnde fallen! Es ist nichts besser fr mich, als da ich in 
der Philister Land entrinne, so wird Saul davon ablassen, mich forthin in 
allen Landmarken Israels zu suchen, [und] so werde ich seiner Hand 
entrinnen.
1SA 27:2 Also machte sich David auf mit den sechshundert Mnnern, die bei 
ihm waren, und ging hinber zu Achis, dem Sohne Maochs, dem Knig zu Gat.
1SA 27:3 Und David blieb bei Achis zu Gat samt seinen Mnnern, ein jeder 
mit seinem Haushalt, auch David mit seinen beiden Frauen, Achinoam, der 
Jesreelitin, und Abigail, Nabals Weib, der Karmeliterin.
1SA 27:4 Und als es Saul angesagt ward, da David gen Gat geflohen sei, 
suchte er ihn nicht mehr.
1SA 27:5 Und David sprach zu Achis: Wenn ich doch Gnade vor deinen Augen 
gefunden habe, so la mir einen Platz in einer der Stdte auf dem Lande 
geben, da ich darin wohne; denn warum sollte dein Knecht bei dir in der 
kniglichen Stadt wohnen?
1SA 27:6 Da gab ihm Achis an jenem Tage Ziklag. Daher gehrt Ziklag den 
Knigen Judas bis auf diesen Tag.
1SA 27:7 Die Zeit aber, da David in der Philister Lande wohnte, betrug ein 
Jahr und vier Monate.
1SA 27:8 David aber und seine Mnner zogen hinauf und machten einen 
Einfall in das Land der Gesuriter und Girsiter und Amalekiter; denn diese 
waren von alters her die Bewohner des Landes bis nach Schur hin und bis 
nach gypten.
1SA 27:9 Als aber David das Land schlug, lie er weder Mnner noch Weiber 
leben und nahm Schafe, Rinder, Esel, Kamele und Kleider und kehrte wieder 
um und kam zu Achis.
1SA 27:10 Wenn dann Achis sprach: Wo seid ihr heute eingefallen? so sprach 
David: Ins Mittagsland von Juda und ins Mittagsland der Jerachmeeliter und 
ins Mittagsland der Keniter!
1SA 27:11 David aber lie weder Mnner noch Weiber lebendig nach Gat 
kommen; denn er sprach: sie knnten wider uns reden und sagen: So und so 
hat David getan! Und das war seine Weise, solange er in der Philister 
Lande wohnte.
1SA 27:12 Darum glaubte Achis dem David und gedachte: Er hat sich bei 
seinem Volke Israel sehr verhat gemacht, darum wird er fr immer mein 
Knecht bleiben.
1SA 28:1 Und es begab sich zu derselben Zeit, da die Philister ihre Heere 
zum Kriege versammelten, um wider Israel zu streiten. Und Achis sprach zu 
David: Wisse bestimmt, da du mit mir ins Kriegslager ausziehen sollst, du 
und deine Mnner.
1SA 28:2 David sprach zu Achis: Wohlan, du sollst erfahren, was dein 
Knecht zu tun vermag! Achis sprach zu David: Darum will ich dich zum Hter 
meines Hauptes setzen fr die ganze Zeit.
1SA 28:3 Samuel aber war gestorben, und ganz Israel hatte um ihn Leid 
getragen und ihn in seiner Stadt Rama begraben. Saul aber hatte die 
Wahrsager und Zeichendeuter aus dem Lande vertrieben.
1SA 28:4 Als sich nun die Philister versammelten und kamen und sich zu 
Sunem lagerten, versammelte auch Saul ganz Israel; und sie lagerten sich 
auf Gilboa.
1SA 28:5 Als aber Saul der Philister Heer sah, frchtete er sich, und sein 
Herz verzagte sehr.
1SA 28:6 Und Saul fragte den HERRN; aber der HERR antwortete ihm nicht, 
weder durch Trume noch durch die Lichter noch durch die Propheten.
1SA 28:7 Da sprach Saul zu seinen Knechten: Suchet mir ein Weib, das Tote 
beschwren kann, da ich zu ihr gehe und sie befrage! Seine Knechte 
sprachen zu ihm: Siehe, zu Endor ist ein Weib, das Tote beschwren kann!
1SA 28:8 Und Saul verstellte sich und legte andere Kleider an und ging hin 
und zwei Mnner mit ihm; und sie kamen bei Nacht zu dem Weibe. Und er 
sprach: Wahrsage mir doch durch Totenbeschwrung und bring mir den herauf, 
welchen ich dir sage!
1SA 28:9 Das Weib sprach zu ihm: Siehe, du weit doch, was Saul getan, wie 
er die Totenbeschwrer und Wahrsager aus dem Lande ausgerottet hat; warum 
willst du denn meiner Seele eine Schlinge legen, da ich gettet werde?
1SA 28:10 Saul aber schwur ihr bei dem HERRN und sprach: So wahr der HERR 
lebt, es soll dich deshalb keine Schuld treffen!
1SA 28:11 Da sprach das Weib: Wen soll ich denn heraufbringen? Er sprach: 
Bring mir Samuel herauf!
1SA 28:12 Als nun das Weib Samuel sah, schrie sie laut und sprach zu Saul: 
Warum hast du mich betrogen: Du bist ja Saul!
1SA 28:13 Und der Knig sprach zu ihr: Frchte dich nicht! Was siehst du? 
Das Weib sprach zu Saul: Ich sehe einen Gott aus der Erde heraufsteigen!
1SA 28:14 Er sprach: Wie ist er gestaltet? Sie sprach: Es kommt ein alter 
Mann herauf und ist mit einem weiten Rock bekleidet! Da merkte Saul, da 
es Samuel sei, und neigte sich mit seinem Angesicht zur Erde und bckte 
sich.
1SA 28:15 Samuel aber sprach zu Saul: Warum strst du mich, indem du mich 
heraufbringen lssest? Saul sprach: Ich bin hart bedrngt; denn die 
Philister streiten wider mich, und Gott ist von mir gewichen und antwortet 
mir nicht, weder durch die Propheten, noch durch Trume; darum habe ich 
dich rufen lassen, damit du mir zeigest, was ich tun soll.
1SA 28:16 Samuel sprach: Warum willst du denn mich fragen, da doch der 
HERR von dir gewichen und dein Feind geworden ist?
1SA 28:17 Der HERR hat getan, wie er durch mich geredet hat, und der HERR 
hat das Reich deiner Hand entrissen und es David, deinem Nchsten, gegeben.
1SA 28:18 Weil du der Stimme des HERRN nicht gehorcht und den Grimm seines 
Zorns wider Amalek nicht vollstreckt hast, darum hat dir der HERR jetzt 
solches getan.
1SA 28:19 Dazu wird der HERR auch Israel und dich in die Hand der 
Philister geben; und morgen wirst du samt deinen Shnen bei mir sein. Auch 
das Heer Israels wird der HERR in die Hand der Philister geben!
1SA 28:20 Da fiel Saul pltzlich zu Boden, so lang und gro er war, denn 
er erschrak sehr ob den Worten Samuels, so da keine Kraft mehr in ihm 
blieb; denn er hatte den ganzen Tag und die ganze Nacht nichts gegessen.
1SA 28:21 Und das Weib ging zu Saul hin und sah, da er sehr erschrocken 
war, und sprach zu ihm: Siehe, deine Magd hat deiner Stimme gehorcht, und 
ich habe mein Leben aufs Spiel gesetzt, da ich deinen Worten gehorcht 
habe, die du zu mir sagtest.
1SA 28:22 So gehorche auch du der Stimme deiner Magd: Ich will dir einen 
Bissen Brot vorlegen, da du essest, damit du zu Krften kommest und deine 
Strae ziehest.
1SA 28:23 Er aber weigerte sich und sprach: Ich will nicht essen! Da 
ntigten ihn seine Knechte und auch das Weib, und er gehorchte ihrer 
Stimme. Und er stand auf von der Erde und setzte sich auf das Bett.
1SA 28:24 Das Weib aber hatte daheim ein gemstetes Kalb; da eilte sie und 
schlachtete es und nahm Mehl und knetete es und machte daraus ungesuerte 
Kuchen.
1SA 28:25 Die brachte sie herzu vor Saul und vor seine Knechte. Und als 
sie gegessen hatten, standen sie auf und gingen hin noch in derselben 
Nacht.
1SA 29:1 Und die Philister versammelten ihr ganzes Heer zu Aphek; Israel 
aber lagerte sich an der Quelle in Jesreel.
1SA 29:2 Und die Frsten der Philister zogen einher mit Hunderten und mit 
Tausenden; David aber und seine Mnner bildeten die Nachhut mit Achis.
1SA 29:3 Da sprachen die Frsten der Philister: Was sollen diese Hebrer? 
Achis sprach zu ihnen: Ist nicht dieser David der Knecht Sauls, des Knig 
Israels, der nun schon Jahr und Tag bei mir gewesen ist und an dem ich 
nichts gefunden habe seit der Zeit, da er [von Saul] abgefallen ist, bis 
auf diesen Tag?
1SA 29:4 Aber die Frsten der Philister wurden zornig auf ihn und sprachen 
zu ihm: La den Mann umkehren, da er wieder an seinen Ort komme, dahin du 
ihn bestellt hast, da er nicht mit uns zum Streit hinabziehe und im 
Streit unser Widersacher werde; denn womit knnte er seinem Herrn einen 
greren Gefallen tun, als mit den Kpfen dieser Mnner?
1SA 29:5 Ist er nicht derselbe David, von dem sie beim Reigen sangen und 
sprachen: Saul hat seine Tausend erschlagen, David aber seine Zehntausend!
1SA 29:6 Da rief Achis David und sprach zu ihm: So wahr der HERR lebt, ich 
halte dich fr aufrichtig, und dein Ausgang und Eingang mit mir im Heere 
gefllt mir wohl; denn ich habe nichts Arges an dir gefunden seit der 
Zeit, da du zu mir gekommen bist, bis auf diesen Tag; aber du gefllst den 
Frsten nicht!
1SA 29:7 So kehre nun um und gehe hin in Frieden, da du nichts bles 
tuest in den Augen der Philister!
1SA 29:8 David aber sprach: Was habe ich denn getan, und was hast du an 
deinem Knechte gefunden seit der Zeit, da ich vor dir gewesen bin, bis auf 
diesen Tag, da ich nicht kommen und wider die Feinde meines Herrn, des 
Knigs, streiten soll?
1SA 29:9 Achis antwortete und sprach zu David: Ich wei wohl, da du 
meinen Augen gefllst wie ein Engel Gottes; aber der Philister Frsten 
haben gesagt: La ihn nicht mit uns in den Streit hinaufziehen!
1SA 29:10 So mache dich nun am Morgen frh auf samt den Knechten deines 
Herrn, die mit dir gekommen sind. Und wenn ihr euch am Morgen frh 
aufgemacht habt, so ziehet hin, sobald es hell ist!
1SA 29:11 Also machten sich David und seine Mnner frh auf, um am Morgen 
wegzugehen und wieder in der Philister Land zurckzukehren. Die Philister 
aber zogen hinauf gen Jesreel.
1SA 30:1 Als nun David samt seinen Mnnern am dritten Tag gen Ziklag kam, 
waren die Amalekiter in das Mittagsland und in Ziklag eingefallen und 
hatten Ziklag geschlagen und mit Feuer verbrannt
1SA 30:2 und hatten die Weiber und alles, was dort war, hinweggefhrt, 
klein und gro. Sie hatten aber niemand gettet, sondern sie 
hinweggetrieben und waren ihres Weges gezogen.
1SA 30:3 Als nun David samt seinen Mnnern zur Stadt kam und sah, da sie 
mit Feuer verbrannt und ihre Weiber, ihre Shne und Tchter gefangen waren,
1SA 30:4 erhoben David und das Volk, das bei ihm war, ihre Stimme und 
weinten, bis sie nicht mehr weinen konnten.
1SA 30:5 Und die beiden Weiber Davids, Achinoam, die Jesreelitin, und 
Abigail, das Weib Nabals, des Karmeliters, waren auch gefangen weggefhrt 
worden.
1SA 30:6 Und David war sehr bedrngt, denn das Volk wollte ihn steinigen; 
denn die Seele des ganzen Volks war betrbt, ein jeder wegen seiner Shne 
und wegen seiner Tchter.
1SA 30:7 David aber hielt sich fest an dem HERRN, seinem Gott. Und David 
sprach zu Abjatar, dem Priester, dem Sohne Achimelechs: Bring mir doch das 
Ephod her! Und als Abjatar das Ephod zu David gebracht hatte,
1SA 30:8 fragte David den HERRN und sprach: Soll ich dieser Horde 
nachjagen? Werde ich sie einholen? Er sprach zu ihm: Jage ihnen nach; denn 
du wirst sie gewi einholen und wirst gewi Rettung schaffen!
1SA 30:9 Da zog David hin samt den sechshundert Mnnern, die bei ihm 
waren. Und als sie an den Bach Besor kamen, blieb eine Anzahl stehen.
1SA 30:10 David aber und vierhundert Mann jagten nach; die zweihundert 
Mann aber, die stehenblieben, waren zu mde, um ber den Bach Besor zu 
gehen.
1SA 30:11 Und sie fanden einen gyptischen Mann auf dem Felde, den fhrten 
sie zu David und gaben ihm Brot zu essen und trnkten ihn mit Wasser
1SA 30:12 und gaben ihm ein Stck Feigenkuchen und zwei Rosinenkuchen. Und 
als er gegessen hatte, kam er wieder zu sich selbst; denn er hatte whrend 
drei Tagen und drei Nchten nichts gegessen und kein Wasser getrunken.
1SA 30:13 David sprach zu ihm: Wem gehrst du? Und woher bist du? Er 
sprach: Ich bin ein gyptischer Jngling, eines Amalekiters Knecht, und 
mein Herr hat mich verlassen, denn ich wurde krank vor drei Tagen.
1SA 30:14 Wir sind eingefallen in das Mittagsland der Kreter und in Juda 
und in das Mittagsland von Kaleb und haben Ziklag mit Feuer verbrannt.
1SA 30:15 David sprach zu ihm: Willst du mich zu dieser Horde hinabfhren? 
Er antwortete: Schwre mir bei Gott, da du mich nicht tten, noch in die 
Hand meines Herrn ausliefern wirst, so will ich dich zu dieser Horde 
hinabfhren!
1SA 30:16 Also fhrte er ihn hinab und siehe, sie lagen ber das ganze 
Land zerstreut, aen und tranken und hielten Feste ob all der groen 
Beute, die sie aus dem Lande der Philister und aus dem Land Juda geraubt 
hatten.
1SA 30:17 Und David schlug sie von der Morgendmmerung an bis zum Abend 
des folgenden Tages, so da keiner von ihnen entrann, auer vierhundert 
Jnglingen, welche auf Kamele stiegen und entflohen.
1SA 30:18 Also errettete David alles, was die Amalekiter genommen hatten; 
und seine beiden Weiber errettete David auch.
1SA 30:19 Und es mangelte nichts, weder Kleines noch Groes, weder Shne 
noch Tchter noch von der Beute irgend etwas, das sie ihnen genommen 
hatten. David brachte alles wieder.
1SA 30:20 Und David nahm alle Schafe und Rinder, und sie trieben sie vor 
ihm her, und sie sprachen: Das ist Davids Beute!
1SA 30:21 Und als David zu den zweihundert Mnnern kam, die so matt 
gewesen, da sie David nicht nachfolgen konnten und am Bach Besor 
verblieben waren, zogen sie David und dem Volk, das mit ihm war, entgegen. 
Und David trat zum Volk und grte sie.
1SA 30:22 Da antworteten alle bsen und nichtswrdigen Leute unter denen, 
die mit David gezogen waren, und sprachen: Weil sie nicht mit uns gezogen 
sind, soll man ihnen nichts geben von der Beute, die wir gerettet haben, 
auer einem jeden sein Weib und seine Kinder; die sollen sie nehmen und 
gehen!
1SA 30:23 Da sprach David: Ihr sollt nicht also tun, meine Brder, mit 
dem, was uns der HERR gegeben hat, der uns behtet und diese Horde, die 
wider uns gekommen war, in unsre Hand gegeben hat.
1SA 30:24 Wer knnte eurem Vorschlag gehorchen? Sondern wie das Teil derer 
ist, die in den Streit hinabgezogen sind, also soll auch das Teil derer 
sein, die bei dem Gepck geblieben sind; es soll gleich geteilt werden!
1SA 30:25 Das ist seit der Zeit und forthin in Israel zum Brauch und Recht 
geworden bis auf diesen Tag.
1SA 30:26 Als aber David gen Ziklag kam, sandte er von der Beute den 
ltesten in Juda, seinen Freunden, und sprach: Sehet, da habt ihr ein 
Geschenk von der Beute der Feinde des HERRN!
1SA 30:27 Nmlich denen zu Bethel, und denen zu Ramot im Mittagsland, und 
denen zu Jattir,
1SA 30:28 und denen zu Aroer, und denen zu Siphmot, und denen zu Estemoa,
1SA 30:29 und denen zu Rachal, und denen in den Stdten der 
Jerachmeeliter, und denen in den Stdten der Keniter;
1SA 30:30 und denen zu Horma, und denen zu Koreschan, und denen zu Atach,
1SA 30:31 und denen zu Hebron, und an allen Orten, wohin David mit seinen 
Mnnern gekommen war.
1SA 31:1 Die Philister aber stritten wider Israel, und die Mnner von 
Israel flohen vor den Philistern und fielen erschlagen auf dem Gebirge 
Gilboa.
1SA 31:2 Und die Philister drangen ein auf Saul und seine Shne und 
erschlugen Jonatan und Abinadab und Malchischua, die Shne Sauls.
1SA 31:3 Und der Streit ward hart wider Saul; und es trafen ihn die 
Schtzen, die mit Bogen bewaffnet waren, und er ward von den Schtzen 
schwer verwundet.
1SA 31:4 Da sprach Saul zu seinem Waffentrger: Zieh dein Schwert aus und 
erstich mich damit, damit nicht diese Unbeschnittenen kommen und mich 
erstechen und Mutwillen an mir verben! Aber sein Waffentrger wollte 
nicht; denn er frchtete sich sehr. Da nahm Saul das Schwert und strzte 
sich darein.
1SA 31:5 Als nun sein Waffentrger sah, da Saul tot war, strzte auch er 
sich in sein Schwert und starb mit ihm.
1SA 31:6 Also starb Saul samt seinen drei Shnen und seinem Waffentrger 
und allen seinen Mnnern an jenem Tag.
1SA 31:7 Als aber die Mnner von Israel, die diesseits der Ebene und 
diesseits des Jordans waren, sahen, da die Mnner Israels geflohen und 
da Saul und seine Shne tot waren, verlieen sie die Stdte und flohen 
auch. Da kamen die Philister und wohnten darin.
1SA 31:8 Am folgenden Tag kamen die Philister, um die Erschlagenen 
auszuziehen, und fanden Saul und seine drei Shne auf dem Gebirge Gilboa 
liegen.
1SA 31:9 Da hieben sie ihm den Kopf ab und zogen ihm seine Waffenrstung 
aus und sandten [Boten] in das Land der Philister ringsumher, diese frohe 
Botschaft im Hause ihrer Gtzen und unter dem Volke zu verkndigen.
1SA 31:10 Und sie legten seine Waffen in das Haus der Astarte, aber seinen 
Leichnam hngten sie an die Mauer zu Bethsan.
1SA 31:11 Als aber die Einwohner von Jabes in Gilead hrten, was die 
Philister Saul getan hatten,
1SA 31:12 machten sich alle streitbaren Mnner auf und gingen die ganze 
Nacht hindurch und nahmen den Leichnam Sauls und die Leichname seiner 
Shne von der Mauer zu Bethsan und brachten sie gen Jabes und verbrannten 
sie daselbst
1SA 31:13 und nahmen ihre Gebeine und begruben sie unter der Tamariske zu 
Jabes und fasteten sieben Tage lang.
2SA 1:1 Nach dem Tode Sauls, als David von der Schlacht der Amalekiter 
zurckgekommen und zwei Tage lang in Ziklag geblieben war,
2SA 1:2 siehe, da kam am dritten Tage einer aus dem Heere Sauls, mit 
zerrissenen Kleidern und Erde auf dem Haupt. Und als er zu David kam, warf 
er sich zur Erde und verbeugte sich.
2SA 1:3 David aber sprach: Wo kommst du her? Er sprach zu ihm: Ich bin aus 
dem Heere Israels entronnen.
2SA 1:4 David sprach zu ihm: Sage mir doch, wie ist es zugegangen? Er 
sprach: Das Volk ist aus der Schlacht geflohen, auch ist viel Volks 
gefallen und umgekommen; auch Saul und sein Sohn Jonatan sind tot!
2SA 1:5 David sprach zu dem Jngling, der ihm solches sagte: Woher weit 
du, da Saul und sein Sohn Jonatan tot sind?
2SA 1:6 Der Jngling, der ihm solches sagte, sprach: Ich kam von ungefhr 
auf das Gebirge Gilboa und siehe, Saul lehnte sich auf seinen Speer und 
siehe, Wagen und Reiter jagten hinter ihm her.
2SA 1:7 Und er wandte sich um und sah mich und rief mich.
2SA 1:8 Und ich sprach: Hier bin ich! Und er sprach zu mir: Wer bist du? 
Ich sprach zu ihm: Ich bin ein Amalekiter!
2SA 1:9 Da sprach er zu mir: Tritt doch her zu mir und tte mich; denn 
Todesangst hat mich ergriffen, whrend ich noch bei vollem Bewutsein bin!
2SA 1:10 Da trat ich auf ihn zu und ttete ihn; denn ich wute wohl, da 
er seinen Fall nicht berleben werde. Und ich nahm die Krone von seinem 
Haupt und die Spangen von seinem Arm und siehe, ich habe sie hergebracht 
zu dir, meinem Herrn!
2SA 1:11 Da fate David seine Kleider und zerri sie, und ebenso alle 
Mnner, die bei ihm waren;
2SA 1:12 und sie trugen Leid und weinten und fasteten bis zum Abend um 
Saul und um seinen Sohn Jonatan und um das Volk des Herrn und um das Haus 
Israel, weil sie durch das Schwert gefallen waren.
2SA 1:13 Und David sprach zu dem Jngling, der ihm solches angezeigt 
hatte: Wo bist du her? Er sprach: Ich bin der Sohn eines Fremdlings, eines 
Amalekiters.
2SA 1:14 David sprach zu ihm: Wie? du hast dich nicht gefrchtet, deine 
Hand an den Gesalbten des HERRN zu legen, ihn zu verderben?
2SA 1:15 Und David rief einen seiner Jnglinge und sprach: Tritt her und 
erschlage ihn! Und er schlug ihn, da er starb.
2SA 1:16 Da sprach David zu ihm: Dein Blut sei auf deinem Haupt! Denn dein 
Mund hat wider dich selbst gezeugt und gesprochen: Ich habe den Gesalbten 
des HERRN gettet!
2SA 1:17 Und David sang dieses Trauerlied ber Saul und seinen Sohn Jonatan
2SA 1:18 und befahl, man solle die Kinder Juda [das Lied von] dem Bogen 
lehren. Siehe, es steht geschrieben im Buche der Rechtschaffenen:
2SA 1:19 Die Edelsten in Israel sind auf deinen Hhen erschlagen. Wie 
sind die Helden gefallen!
2SA 1:20 Sagt es nicht an zu Gat, verkndigt es nicht auf den Gassen 
Askalons, da sich nicht freuen die Tchter der Philister, da die Tchter 
der Unbeschnittenen nicht frohlocken!
2SA 1:21 Ihr Berge von Gilboa, es msse weder Tau noch Regen auf euch 
fallen, noch mgen da cker sein, von denen Hebopfer kommen; denn daselbst 
ist der Schild der Helden schmhlich hingeworfen worden, der Schild Sauls, 
als wre er nicht mit l gesalbt!
2SA 1:22 Vom Blut der Erschlagenen, vom Fett der Helden ist Jonatans Bogen 
nie zurckgewichen, und das Schwert Sauls ist nie leer wiedergekommen.
2SA 1:23 Saul und Jonatan, lieblich und holdselig in ihrem Leben, sind 
auch im Tode nicht getrennt; sie waren schneller als Adler, strker als 
Lwen!
2SA 1:24 Ihr Tchter Israels, weint ber Saul, der euch reizend in Purpur 
kleidete, der eure Gewnder mit goldenen Kleinodien schmckte!
2SA 1:25 Wie sind doch die Helden mitten im Streit gefallen! Jonatan ist 
auf deinen Hhen erschlagen!
2SA 1:26 Es ist mir leid um dich, mein Bruder Jonatan; du bist mir sehr 
lieb gewesen! Deine Liebe war mir viel angenehmer als Frauenliebe!
2SA 1:27 Wie sind die Helden gefallen und verloren die Waffen des Krieges!
2SA 2:1 Nach dieser Geschichte befragte David den HERRN und sprach: Soll 
ich in eine der Stdte Judas hinaufziehen? Und der HERR sprach zu ihm: 
Zieh hinauf! David sprach: Wohin soll ich ziehen? Er sprach: Gen Hebron!
2SA 2:2 Also zog David dort hinauf mit seinen beiden Frauen, Achinoam, der 
Jesreelitin, und Abigail, Nabals, des Karmeliters, Weib,
2SA 2:3 dazu fhrte David die Mnner, die bei ihm waren, hinauf, einen 
jeden mit seinem Haushalt, und sie wohnten in den Stdten Hebrons.
2SA 2:4 Und die Mnner von Juda kamen und salbten David daselbst zum Knig 
ber das Haus Juda.
2SA 2:5 Und als David angesagt ward, da die Mnner von Jabes in Gilead 
Saul begraben htten, sandte David Boten zu den Mnnern von Jabes in 
Gilead und lie ihnen sagen: Gesegnet seid ihr vom HERRN, da ihr solche 
Barmherzigkeit an Saul, eurem Herrn, getan und ihn begraben habt.
2SA 2:6 So erweise nun der HERR Barmherzigkeit und Treue auch an euch, und 
auch ich will euch Gutes tun, weil ihr solches getan habt.
2SA 2:7 So lasset nun eure Hnde erstarken und seid tapfer; denn Saul, 
euer Herr, ist tot, und das Haus Juda hat mich zum Knig ber sich gesalbt!
2SA 2:8 Abner aber, der Sohn Ners, welcher Sauls Feldhauptmann war, nahm 
Ischboset, den Sohn Sauls, und fhrte ihn gen Mahanaim
2SA 2:9 und machte ihn zum Knig ber Gilead und ber die von Aser, ber 
Jesreel, Ephraim, Benjamin und ber ganz Israel.
2SA 2:10 Ischboset aber, Sauls Sohn, war vierzig Jahre alt, als er Knig 
wurde ber Israel, und regierte zwei Jahre lang. Nur das Haus Juda hielt 
es mit David.
2SA 2:11 Die Zeit aber, da David zu Hebron ber das Haus Juda regierte, 
betrug sieben Jahre und sechs Monate.
2SA 2:12 Und Abner, der Sohn Ners, zog aus samt den Knechten Ischbosets, 
des Sohnes Sauls, von Mahanaim gen Gibeon.
2SA 2:13 Und Joab, der Sohn Zerujas, zog auch aus, samt den Knechten 
Davids, und sie stieen aufeinander am Teiche zu Gibeon, und die einen 
setzten sich diesseits, die andern jenseits des Teiches fest.
2SA 2:14 Und Abner sprach zu Joab: Die Knappen sollen sich aufmachen und 
vor uns ein Kampfspiel auffhren! Joab sprach: Nun wohlan, so sollen sie 
sich aufmachen!
2SA 2:15 Da machten sie sich auf und gingen abgezhlt hin: zwlf aus 
Benjamin, von den Leuten Ischbosets, des Sohnes Sauls, und zwlf von den 
Knechten Davids.
2SA 2:16 Und einer griff den andern beim Kopf und stie ihm sein Schwert 
in die Seite; und sie fielen miteinander. Daher wird der Ort Helkat-
Hazurim genannt; er ist bei Gibeon.
2SA 2:17 Und es entspann sich ein sehr harter Streit an jenem Tag. Abner 
aber und die Mnner von Israel wurden von den Knechten Davids geschlagen.
2SA 2:18 Es waren aber drei Shne Zerujas daselbst: Joab, Abisai und 
Asahel. Asahel aber war leichtfig wie eine Gazelle auf dem Felde.
2SA 2:19 Und Asahel jagte dem Abner nach und wich nicht von Abner, weder 
zur Rechten noch zur Linken.
2SA 2:20 Da wandte sich Abner um und sprach: Bist du Asahel? Er 
antwortete: Ja!
2SA 2:21 Abner sprach zu ihm: Wende dich entweder zur Rechten oder zur 
Linken und greife einen der Knappen an und nimm dir seine Rstung! Aber 
Asahel wollte nicht von ihm ablassen.
2SA 2:22 Da sprach Abner abermal zu Asahel: La ab von mir! Warum willst 
du, da ich dich zu Boden schlage? Wie drfte ich dann noch deinem Bruder 
Joab unter die Augen treten?
2SA 2:23 Da er aber nicht von ihm ablassen wollte, stach ihn Abner mit dem 
Speer rckwrts in den Bauch, so da der Speer hinten herausdrang. Und er 
fiel daselbst und starb auf der Stelle; und wer zu dem Ort kam, wo Asahel 
tot dalag, der stand stille.
2SA 2:24 Aber Joab und Abisai jagten dem Abner nach, bis die Sonne 
unterging; und als sie zu dem Hgel Amma kamen, der vor Giach liegt, auf 
dem Wege zur Wste Gibeon,
2SA 2:25 da versammelten sich die Kinder Benjamin hinter Abner her und 
bildeten einen Haufen und traten auf die Hhe des Hgels.
2SA 2:26 Da rief Abner Joab zu und sprach: Soll denn das Schwert 
unaufhrlich fressen? Weit du nicht, da zuletzt eine Erbitterung 
entstehen wird? Und wie lange willst du nicht dem Volke sagen, da es von 
seinen Brdern ablasse?
2SA 2:27 Joab sprach: So wahr Gott lebt, httest du nicht gesprochen, so 
htte sich das Volk nicht vor dem Morgen zurckgezogen und wre ein jeder 
von der Verfolgung seines Bruders abgestanden!
2SA 2:28 Und Joab blies die Posaune, und alles Volk stand still und jagte 
Israel nicht mehr nach, und sie stritten auch nicht mehr.
2SA 2:29 Abner aber und seine Mnner marschierten die ganze Nacht nach der 
Jordanebene und berschritten den Jordan und durchzogen die ganze Schlucht 
und kamen gen Mahanaim.
2SA 2:30 Joab aber wandte sich von Abner und versammelte das ganze Volk. 
Und es fehlten von den Knechten Davids neunzehn Mann und Asahel.
2SA 2:31 Aber die Knechte Davids hatten aus Benjamin und unter den Mnnern 
Abners dreihundertundsechzig Mann, die gefallen waren, erschlagen.
2SA 2:32 Und sie hoben Asahel auf und begruben ihn in seines Vaters Grab 
zu Bethlehem. Joab aber samt seinen Mnnern marschierte die ganze Nacht, 
so da sie mit Tagesanbruch nach Hebron kamen.
2SA 3:1 Und es war ein langer Krieg zwischen dem Hause Sauls und dem Hause 
Davids. Und David wurde immerfort strker, das Haus Sauls aber ward 
immerfort schwcher.
2SA 3:2 Und David wurden in Hebron Shne geboren. Sein Erstgeborener war 
Amnon von Achinoam, der Jesreelitin;
2SA 3:3 der zweite Gileab, von Abigail, dem Weibe Nabals, des Karmeliters; 
der dritte Absalom, der Sohn der Maacha, der Tochter Talmais, des Knigs 
zu Gesur.
2SA 3:4 Der vierte Adonia, der Sohn der Haggit; der fnfte Sephatja, der 
Sohn der Abital.
2SA 3:5 Der sechste Jitream von Egla, dem Weibe Davids. Diese wurden David 
in Hebron geboren.
2SA 3:6 Solange nun der Krieg zwischen dem Hause Sauls und dem Hause 
Davids dauerte, hielt Abner fest am Hause Sauls.
2SA 3:7 Nun hatte Saul ein Kebsweib gehabt, die hie Rizpa, eine Tochter 
Ajas. Und Ischboset sprach zu Abner: Warum bist du zu meines Vaters 
Kebsweibe gegangen?
2SA 3:8 Da ward Abner sehr zornig ber diese Worte Ischbosets und sprach: 
Bin ich denn ein Hundskopf, der ich heute, Juda zuleide, Barmherzigkeit 
erweise an dem Hause deines Vaters Saul und an seinen Brdern und an 
seinen Freunden und dich nicht in die Hand Davids geraten lie? Und du 
wirfst mir heute ein Vergehen mit diesem Weibe vor?
2SA 3:9 Gott tue dem Abner dies und das, wenn ich nicht tue, wie der HERR 
dem David geschworen hat,
2SA 3:10 da das Knigreich vom Hause Sauls genommen und der Thron Davids 
aufgerichtet werde ber Israel und ber Juda, von Dan bis gen Beerseba!
2SA 3:11 Da konnte er Abner kein Wort mehr antworten, so frchtete er sich 
vor ihm.
2SA 3:12 Und Abner sandte auf der Stelle Boten zu David und lie ihm 
sagen: Wem gehrt das Land? Mache einen Bund mit mir! Siehe, meine Hand 
soll mit dir sein, da ich ganz Israel zu dir kehre!
2SA 3:13 Er sprach: Wohlan! ich will einen Bund mit dir machen; aber eines 
erbitte ich von dir, da du mein Angesicht nicht sehest, du bringest denn 
zu mir Michal, die Tochter Sauls, wenn du kommst, mein Angesicht zu sehen!
2SA 3:14 David sandte auch Boten zu Ischboset, dem Sohne Sauls, und lie 
ihm sagen: Gib mir mein Weib Michal, die ich mir um hundert Vorhute der 
Philister zum Weibe erkauft habe!
2SA 3:15 Ischboset sandte hin und lie sie von ihrem Mann Phaltiel, dem 
Sohne des Lais, nehmen.
2SA 3:16 Und ihr Mann ging mit ihr und weinte stets hinter ihr her bis gen 
Bachurim. Abner aber sprach zu ihm: Geh und kehre um! Da kehrte er um.
2SA 3:17 Und Abner hielt eine Rede an die ltesten von Israel und sprach: 
Ihr habt je und je darnach getrachtet, da David euer Knig werde. So 
fhrt es nun aus!
2SA 3:18 Denn der HERR hat von David gesagt: Ich will mein Volk Israel 
durch die Hand meines Knechtes David erretten aus der Hand der Philister 
und aus der Hand aller ihrer Feinde!
2SA 3:19 Gleiches redete Abner vor den Ohren der Benjaminiter. Darnach 
ging Abner auch hin, vor den Ohren Davids in Hebron zu reden alles, was 
Israel und dem ganzen Hause Benjamin wohlgefiel.
2SA 3:20 Als nun Abner mit zwanzig Mnnern zu David nach Hebron kam, 
bereitete David Abner und den Mnnern, die bei ihm waren, ein Mahl.
2SA 3:21 Und Abner sprach zu David: Ich will mich aufmachen und hingehen 
und ganz Israel zu meinem Herrn, dem Knig, versammeln, da sie einen Bund 
mit dir machen und du Knig seiest, nach deines Herzens Lust. Also entlie 
David Abner, und er ging in Frieden hin.
2SA 3:22 Und siehe, die Knechte Davids und Joab kamen von einem Streifzug 
und brachten viel Beute mit sich. Aber Abner war nicht mehr bei David zu 
Hebron, sondern er hatte ihn entlassen, so da er in Frieden weggezogen 
war.
2SA 3:23 Als nun Joab mit dem ganzen Heere kam, teilte man Joab mit: 
Abner, der Sohn Ners, ist zum Knig gekommen, und er hat ihn entlassen, so 
da er in Frieden fortgegangen ist!
2SA 3:24 Da ging Joab zum Knig hinein und sprach: Was hast du getan? 
Siehe, Abner ist zu dir gekommen! Warum hast du ihn ziehen lassen, da er 
gehen kann, wohin er will?
2SA 3:25 Du kennst doch Abner, den Sohn Ners; der ist gekommen, dich zu 
berlisten und deinen Ausgang und deinen Eingang zu erkennen und alles zu 
erkunden, was du tust!
2SA 3:26 Und als Joab von David hinausging, sandte er Abner Boten nach, um 
ihn vom Brunnen Sira zurckzuholen. Aber David wute nichts davon.
2SA 3:27 Als nun Abner wieder gen Hebron kam, fhrte ihn Joab mitten unter 
das Tor, um in der Stille mit ihm zu reden; und er stach ihn daselbst in 
den Bauch, da er starb; um des Blutes willen seines Bruders Asahel.
2SA 3:28 Als David hernach solches erfuhr, sprach er: Ich und mein 
Knigreich sind ewiglich unschuldig vor dem HERRN an dem Blut Abners, des 
Sohnes Ners;
2SA 3:29 es falle aber auf den Kopf Joabs und auf das ganze Haus seines 
Vaters, und es mge im Hause Joabs nie an solchen fehlen, die einen 
Eiterflu und Aussatz haben und die am Stecken gehen und durch das Schwert 
fallen und an Brot Mangel leiden!
2SA 3:30 Also brachten Joab und sein Bruder Abisai den Abner um, weil er 
ihren Bruder Asahel im Kampfe zu Gibeon gettet hatte.
2SA 3:31 David aber sprach zu Joab und zu allem Volk, das mit ihm war: 
Zerreiet eure Kleider und grtet Scke um euch und traget Leid um Abner! 
Und der Knig David ging hinter der Bahre her.
2SA 3:32 Und als sie Abner zu Hebron begruben, erhob der Knig seine 
Stimme und weinte bei Abners Grab; auch alles Volk weinte.
2SA 3:33 Und der Knig stimmte ein Klagelied um Abner an und sprach: 
Sollte denn Abner sterben, wie ein Tor stirbt?
2SA 3:34 Deine Hnde waren nicht gebunden, noch deine Fe in Ketten 
geschlossen; du bist gefallen, wie man vor bsen Buben fllt! Da beweinte 
ihn alles Volk noch mehr.
2SA 3:35 Als nun das ganze Volk herzutrat, um mit David das Leichenmahl zu 
halten, whrend es noch Tag war, schwur David und sprach: Gott tue mir 
dies und das, wenn ich Brot oder irgend etwas geniee, ehe die Sonne 
untergegangen ist!
2SA 3:36 Das begriffen die Leute, und es gefiel ihnen wohl; alles, was der 
Knig tat, war gut in den Augen des ganzen Volkes.
2SA 3:37 Und alles Volk und ganz Israel merkte an jenem Tage, da es nicht 
vom Knig ausgegangen war, da Abner, der Sohn Ners, gettet wurde.
2SA 3:38 Und der Knig sprach zu seinen Knechten: Wisset ihr nicht, da 
heute ein Frst und ein Groer in Israel gefallen ist?
2SA 3:39 Ich aber bin noch schwach und erst zum Knig gesalbt. Aber diese 
Mnner, die Shne Zerujas, sind mir zu stark. Der HERR vergelte dem, der 
Bses tut, nach seiner Bosheit!
2SA 4:1 Als aber der Sohn Sauls hrte, da Abner zu Hebron tot war, lie 
er seine Hnde sinken, und ganz Israel ward bestrzt.
2SA 4:2 Es waren aber zwei Mnner, Rottenfhrer des Sohnes Sauls (der eine 
hie Baana, der andere hie Rechab) Shne Rimmons, des Beerotiters, aus 
den Kindern Benjamin; denn Beerot wurde auch zu Benjamin gerechnet.
2SA 4:3 Und die Beerotiter waren nach Gittaim geflohen, und sie haben sich 
daselbst aufgehalten bis zum heutigen Tag.
2SA 4:4 Jonatan aber, der Sohn Sauls, hatte einen Sohn mit lahmen Fen. 
Der war fnf Jahre alt, als die Kunde von Saul und Jonatan aus Jesreel 
kam. Da hob ihn seine Amme auf und floh. Da sie aber eilends floh, kam er 
zu Fall und ward lahm; und er hie Mephiboset.
2SA 4:5 So gingen nun die Shne Rimmons, des Beerotiters, Rechab und 
Baana, hin und kamen zum Hause Ischbosets, als der Tag am heiesten war; 
er aber machte seinen Mittagsschlaf.
2SA 4:6 Als nun Rechab und sein Bruder Baana in das Haus kamen, Weizen zu 
holen, da stachen sie ihn in den Bauch und entrannen.
2SA 4:7 Denn als sie in das Haus kamen, lag er in seiner Schlafkammer auf 
seinem Bette; und sie stachen ihn tot und hieben ihm den Kopf ab und 
nahmen sein Haupt und liefen die ganze Nacht hindurch das Jordantal hinab.
2SA 4:8 Und sie brachten das Haupt zu David gen Hebron und sprachen zum 
Knig: Siehe, da ist das Haupt Ischbosets, des Sohnes Sauls, deines 
Feindes, der dir nach dem Leben trachtete! Der HERR hat heute meinem 
Herrn, dem Knig, Rache gewhrt an Saul und seinem Samen.
2SA 4:9 Aber David antwortete Rechab und seinem Bruder Baana, den Shnen 
Rimmons, des Beerotiters, und sprach zu ihnen: So wahr der HERR lebt, der 
meine Seele aus aller Not erlst hat:
2SA 4:10 ich ergriff den, der mir Kunde brachte und sprach: Siehe, Saul 
ist tot! und dabei meinte, ein guter Bote zu sein, und ich ttete ihn zu 
Ziklag, um ihm den Botenlohn zu geben.
2SA 4:11 Wieviel mehr, da diese gottlosen Leute einen gerechten Mann in 
seinem Hause auf seinem Lager ermordet haben! Und nun sollte ich nicht 
sein Blut von euren Hnden fordern und euch aus dem Lande ausrotten?
2SA 4:12 Und David gebot den Knappen; die brachten sie um und hieben ihnen 
Hnde und Fe ab und hngten sie auf am Teiche zu Hebron. Aber das Haupt 
Ischbosets nahmen sie und begruben es in Abners Grab zu Hebron.
2SA 5:1 Und alle Stmme Israels kamen zu David gen Hebron und sprachen: 
Siehe, wir sind dein Gebein und dein Fleisch.
2SA 5:2 Schon je und je, als Saul noch Knig ber uns war, fhrtest du 
Israel aus und ein. Dazu hat der HERR dir gesagt: Du sollst mein Volk 
Israel weiden, und du sollst Frst sein ber Israel!
2SA 5:3 Und alle ltesten Israels kamen zum Knig gen Hebron. Und der 
Knig David machte mit ihnen einen Bund zu Hebron vor dem HERRN. Und sie 
salbten David zum Knig ber Israel.
2SA 5:4 David war dreiig Jahre alt, als er Knig ward, und regierte 
vierzig Jahre lang.
2SA 5:5 Zu Hebron regierte er ber Juda sieben Jahre und sechs Monate; 
aber zu Jerusalem regierte er ber ganz Israel und Juda dreiunddreiig 
Jahre.
2SA 5:6 Und der Knig zog mit seinen Mnnern nach Jerusalem gegen die 
Jebusiter, die im Lande wohnten; die sprachen zu David: Du wirst hier 
nicht hereinkommen, sondern die Blinden und die Lahmen werden dich 
vertreiben! Das sollte heien: David wird nicht hineinkommen!
2SA 5:7 Aber David nahm die Burg Zion ein; das ist die Stadt Davids.
2SA 5:8 Denn David sprach an jenem Tage: Wer die Jebusiter schlgt und die 
Wasserleitung erreicht und die Lahmen und Blinden, welchen die Seele 
Davids feind ist [der soll ein Haupt und Oberster sein]. Daher spricht 
man: Es wird kein Blinder noch Lahmer ins Haus kommen!
2SA 5:9 Und David lie sich nieder auf der Burg und nannte sie Stadt 
Davids. Und David baute ringsum vom Millo an einwrts.
2SA 5:10 Und David ward immer mchtiger, und der HERR, der Gott der 
Heerscharen, war mit ihm.
2SA 5:11 Und Hiram, der Knig zu Tyrus, sandte Boten zu David und 
Zedernstmme und Zimmerleute und Steinmetzen, und sie bauten David ein 
Haus.
2SA 5:12 Da erkannte David, da der HERR ihn zum Knig ber Israel 
besttigt und sein Knigreich zu Ansehen gebracht habe um seines Volkes 
Israel willen.
2SA 5:13 Und David nahm sich noch mehr Kebsweiber und Frauen in Jerusalem, 
nachdem er von Hebron gekommen war, und es wurden ihm noch mehr Shne und 
Tchter geboren.
2SA 5:14 Und dies sind die Namen derer, die ihm zu Jerusalem geboren sind: 
Sammua, Sobab, Natan und Salomo;
2SA 5:15 Jibchar, Elischua, Nepheg und Japhia;
2SA 5:16 Elischama, Eljada und Eliphelet.
2SA 5:17 Als aber die Philister hrten, da man David zum Knig ber 
Israel gesalbt hatte, zogen sie alle herauf, um David herauszufordern. Als 
David solches erfuhr, zog er zur Bergfeste hinab.
2SA 5:18 Aber die Philister kamen und lieen sich im Tal Rephaim nieder.
2SA 5:19 Und David befragte den HERRN und sprach: Soll ich wider die 
Philister hinaufziehen? Und willst du sie in meine Hand geben? Der HERR 
sprach zu David: Ziehe hinauf, denn ich will die Philister gewi in deine 
Hand geben!
2SA 5:20 Und David kam gen Baal-Perazim und schlug sie daselbst und 
sprach: Der HERR hat meine Feinde vor mir zerrissen, wie das Wasser einen 
Damm zerreit! Daher hie man jenen Ort Baal-Perazim.
2SA 5:21 Und sie lieen ihre Gtzen daselbst; David aber und seine Mnner 
nahmen sie weg.
2SA 5:22 Aber die Philister zogen nochmals herauf und lieen sich im Tal 
Rephaim nieder.
2SA 5:23 Und David befragte den HERRN. Da sprach er: Du sollst nicht 
hinaufziehen; sondern umgehe sie und falle ihnen in den Rcken, da du an 
sie herankommest von den Balsamstauden her.
2SA 5:24 Und wenn du in den Wipfeln der Balsamstauden das Gerusch eines 
Einherschreitens hren wirst, alsdann beeile dich; denn der HERR ist 
alsdann vor dir hergezogen, das Heer der Philister zu schlagen.
2SA 5:25 Und David tat also, wie ihm der HERR geboten hatte, und schlug 
die Philister von Geba an, bis man gen Geser kommt.
2SA 6:1 Und David versammelte abermals alle auserlesene Mannschaft in 
Israel, dreiigtausend.
2SA 6:2 Und David machte sich auf mit allem Volk, das bei ihm war, und 
ging hin gen Baale-Juda, um von dort die Lade Gottes heraufzuholen, bei 
welcher der Name angerufen wird, der Name des HERRN der Heerscharen, der 
ber den Cherubim thront.
2SA 6:3 Und sie setzten die Lade auf einen neuen Wagen und holten sie aus 
dem Hause Abinadabs, das auf dem Hgel war. Ussa aber und Achio, die Shne 
Abinadabs, lenkten den neuen Wagen.
2SA 6:4 Und als sie ihn mit der Lade Gottes aus dem Hause Abinadabs 
wegfhrten, das auf dem Hgel war, ging Achio vor der Lade her.
2SA 6:5 Und David und das ganze Haus Israel spielten vor dem HERRN mit 
aller Macht zum Gesang mit Harfen, mit Lauten, mit Handpauken, mit 
Schellen und mit Zimbeln.
2SA 6:6 Und als sie zur Tenne Nachons kamen, griff Ussa nach der Lade 
Gottes und hielt sie; denn die Rinder waren ausgeglitten.
2SA 6:7 Da entbrannte der Zorn des HERRN ber Ussa; und Gott schlug ihn 
daselbst um des Frevels willen; so starb er daselbst bei der Lade Gottes.
2SA 6:8 Aber auch David ergrimmte, da der HERR mit Ussa einen solchen Ri 
gemacht hatte; darum hie man diesen Ort Perez-Ussa bis auf diesen Tag.
2SA 6:9 Und David frchtete sich vor dem HERRN an jenem Tag und sprach: 
Wie soll die Lade des HERRN zu mir kommen?
2SA 6:10 Und David wollte die Lade des HERRN nicht zu sich in die Stadt 
Davids hinaufbringen lassen, sondern lie sie beiseite fhren in das Haus 
Obed-Edoms, des Gatiters.
2SA 6:11 Und die Lade des HERRN verblieb drei Monate lang im Hause Obed-
Edoms, des Gatiters, und der HERR segnete Obed-Edom und sein ganzes Haus.
2SA 6:12 Als nun dem Knig David angezeigt ward, da der HERR das Haus 
Obed-Edoms und alles, was er hatte, segnete um der Lade Gottes willen, da 
ging David hin und holte die Lade Gottes mit Freuden aus dem Hause Obed-
Edoms herauf in die Stadt Davids.
2SA 6:13 Und wenn die, welche die Lade des HERRN trugen, sechs Schritte 
gegangen waren, opferte man einen Ochsen und ein fettes Schaf.
2SA 6:14 Und David tanzte mit aller Macht vor dem HERRN her und war mit 
einem leinenen Ephod umgrtet.
2SA 6:15 Also fhrten David und das ganze Haus Israel die Lade des HERRN 
mit Jubelgeschrei und Posaunenschall herauf.
2SA 6:16 Und als die Lade des HERRN in die Stadt Davids kam, schaute 
Michal, die Tochter Sauls, durchs Fenster und sah den Knig David hpfen 
und vor dem HERRN tanzen, und sie verachtete ihn in ihrem Herzen.
2SA 6:17 Als sie aber die Lade des HERRN hineinbrachten, stellten sie 
dieselbe an ihren Ort, in das Zelt, das David fr sie aufgeschlagen hatte. 
Darnach opferte David Brandopfer und Dankopfer vor dem HERRN.
2SA 6:18 Und als David die Brandopfer und Dankopfer vollendet hatte, 
segnete er das Volk im Namen des HERRN der Heerscharen
2SA 6:19 und lie allem Volk und der ganzen Menge Israels, Mnnern und 
Weibern, einem jeden einen Brotkuchen, einen Traubenkuchen und einen 
Rosinenkuchen austeilen. Dann ging das ganze Volk hin, ein jeder in sein 
Haus.
2SA 6:20 Als aber David umkehrte, sein Haus zu segnen, ging Michal, die 
Tochter Sauls, ihm entgegen und sprach: Welche Ehre hat sich heute der 
Knig Israels erworben, da er sich heute vor den Mgden seiner Knechte 
entblte, wie leichtfertige Leute sich entblen!
2SA 6:21 David aber sprach zu Michal: Vor dem HERRN, der mich vor deinem 
Vater und vor seinem ganzen Hause erwhlt und mir befohlen hat, Frst ber 
das Volk des HERRN, ber Israel zu sein,
2SA 6:22 vor dem HERRN habe ich getanzt. Und ich will noch geringer werden 
als diesmal und niedrig sein in meinen Augen; und bei den Mgden, von 
welchen du gesprochen hast, will ich mir Ehre erwerben!
2SA 6:23 Aber Michal, die Tochter Sauls, hatte kein Kind bis an den Tag 
ihres Todes.
2SA 7:1 Als nun der Knig in seinem Hause sa und der HERR ihm Ruhe 
gegeben hatte vor allen seinen Feinden ringsumher,
2SA 7:2 sprach der Knig zum Propheten Natan: Siehe doch, ich wohne in 
einem Zedernhause, und die Lade Gottes wohnt unter Teppichen!
2SA 7:3 Natan sprach zum Knig: Gehe hin und tue alles, was in deinem 
Herzen ist, denn der HERR ist mit dir!
2SA 7:4 Aber in derselben Nacht kam das Wort des HERRN zu Natan und sprach:
2SA 7:5 Gehe hin und sage zu meinem Knechte David: So spricht der HERR: 
Solltest du mir ein Haus bauen, da ich darin wohne?
2SA 7:6 Habe ich doch in keinem Hause gewohnt von dem Tage an, als ich die 
Kinder Israel aus gypten fhrte, bis auf diesen Tag, sondern ich bin 
stets in einem Zelt und in der Wohnung umhergezogen.
2SA 7:7 Wohin ich immer wandelte mit allen Kindern Israel, habe ich auch 
jemals ein Wort geredet zu einem der Stmme Israels, dem ich mein Volk 
Israel zu weiden befahl, und gesagt: Warum bauet ihr mir kein Haus von 
Zedern?
2SA 7:8 So sollst du nun zu meinem Knechte David also reden: So spricht 
der HERR der Heerscharen: Ich habe dich von der Weide hinter den Schafen 
weggenommen, da du Frst werdest ber mein Volk Israel;
2SA 7:9 und ich bin mit dir gewesen, wohin du gegangen bist, und habe alle 
deine Feinde vor dir her ausgerottet, und ich habe dir einen groen Namen 
gemacht, wie der Name der Gewaltigen auf Erden;
2SA 7:10 und ich habe meinem Volk Israel einen Ort bereitet und es 
eingepflanzt, da es daselbst verbleibe, da es nicht mehr beunruhigt 
werde und die Kinder der Bosheit es nicht mehr drngen wie zuvor und zur 
Zeit, da ich Richter ber mein Volk Israel verordnete.
2SA 7:11 Und ich habe dir vor allen deinen Feinden Ruhe gegeben; und der 
HERR tut dir kund, da Er dir ein Haus bauen will.
2SA 7:12 Wenn deine Tage erfllt sind und du bei deinen Vtern liegst, so 
will ich deinen Samen nach dir erwecken, der aus deinem Leibe kommen wird, 
und will sein Knigtum befestigen;
2SA 7:13 der soll meinem Namen ein Haus bauen, und ich will den Thron 
seines Knigreichs auf ewig befestigen.
2SA 7:14 Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein. Wenn er 
eine Missetat begeht, will ich ihn mit Menschenruten zchtigen und mit 
Schlgen der Menschenkinder strafen.
2SA 7:15 Aber meine Gnade soll nicht von ihm weichen, wie ich sie von Saul 
abwandte, den ich vor dir beseitigt habe;
2SA 7:16 sondern dein Haus und dein Knigreich sollen ewig vor dir 
bestndig sein; dein Thron soll auf ewig bestehen.
2SA 7:17 Natan teilte alle diese Worte und dieses ganze Gesicht dem David 
mit.
2SA 7:18 Da kam der Knig David und setzte sich vor dem HERRN nieder und 
sprach: Wer bin ich, mein Herr, HERR, und was ist mein Haus, da du mich 
bis hierher gebracht hast?
2SA 7:19 Und das ist noch zu wenig gewesen in deinen Augen, Herr, HERR; 
denn du hast ber das Haus deines Knechtes noch von ferner Zukunft 
geredet, und zwar, Herr, HERR, von des Menschen hchstem Ziel!
2SA 7:20 Was kann da David weiter zu dir sagen? Du kennst ja deinen 
Knecht, Herr, HERR!
2SA 7:21 Um deines Wortes willen und nach deinem Herzen hast du so Groes 
getan, um es deinem Knechte kundzutun!
2SA 7:22 Darum bist du, HERR, mein Gott, auch so hoch erhaben; denn dir 
ist niemand gleich, und es ist kein Gott auer dir nach allem, was wir mit 
unsern Ohren gehrt haben!
2SA 7:23 Und wo ist ein Volk wie dein Volk, wie Israel, das einzige auf 
Erden, um deswillen Gott hingegangen ist, es sich zum Volke zu erlsen und 
sich einen Namen zu machen und so groartige und furchtbare Taten fr dein 
Land zu tun vor dem Angesichte deines Volkes, welches du dir aus gypten, 
von den Heiden und ihren Gttern erlst hast?
2SA 7:24 Und du hast dir dein Volk Israel auf ewig zum Volke zubereitet, 
und du, HERR, bist sein Gott geworden!
2SA 7:25 So erflle nun, HERR, mein Gott, auf ewig das Wort, das du ber 
deinen Knecht und ber sein Haus geredet hast, und tue, wie du gesagt hast,
2SA 7:26 damit man ewiglich deinen Namen erhebe und sage: Der HERR der 
Heerscharen ist Gott ber Israel! Und mge das Haus deines Knechtes David 
vor dir bestehen!
2SA 7:27 Denn du, HERR der Heerscharen, du Gott Israels, hast dem Ohr 
deines Knechts geoffenbart und gesagt: Ich will dir ein Haus bauen! Darum 
hat dein Knecht den Mut gefunden, dieses Gebet zu dir zu beten.
2SA 7:28 Und nun, mein Herr, HERR, du bist Gott, und deine Worte sind 
Wahrheit, und du hast deinem Knecht so viel Gutes zugesagt.
2SA 7:29 So wollest du nun das Haus deines Knechtes segnen, da es 
ewiglich vor dir sei; denn du selbst, Herr, HERR, hast es gesagt. So mge 
denn das Haus deines Knechtes mit deinem Segen bedacht werden ewiglich!
2SA 8:1 Darnach begab es sich, da David die Philister schlug und sie 
demtigte. Und David nahm die Zgel der Regierung aus der Hand der 
Philister.
2SA 8:2 Er schlug auch die Moabiter und ma sie mit der Meschnur; er 
legte sie auf die Erde und ma zwei volle Schnurlngen ab, um sie zu 
tten, und eine volle Schnurlnge, um sie am Leben zu lassen. Also wurden 
die Moabiter David untertan und tributpflichtig gemacht.
2SA 8:3 David schlug auch Hadad-Eser, den Sohn Rechobs, den Knig zu Zoba, 
als er ging, seine Macht am [Euphrat-]Strom wiederherzustellen.
2SA 8:4 Und David nahm von ihnen tausendsiebenhundert Reiter und 
zwanzigtausend Mann Fuvolk gefangen und lhmte alle Wagenpferde; aber 
hundert Wagenpferde behielt er brig.
2SA 8:5 Aber die Syrer von Damaskus kamen Hadad-Eser, dem Knig von Zoba 
zu Hilfe. Und David erschlug von den Syrern zweiundzwanzigtausend Mann
2SA 8:6 und legte Besatzungen in das damascenische Syrien. Also ward 
Syrien David untertan und tributpflichtig gemacht; denn der HERR half 
David berall, wo er hinzog.
2SA 8:7 Und David nahm die goldenen Schilde, welche den Knechten Hadad-
Esers gehrten, und brachte sie gen Jerusalem.
2SA 8:8 Und von Betach und Berotai, den Stdten Hadad-Esers, nahm der 
Knig David sehr viel Erz.
2SA 8:9 Als aber Tohi, der Knig von Hamat, hrte, da David die ganze 
Macht Hadad-Esers geschlagen hatte,
2SA 8:10 sandte Tohi seinen Sohn Joram zum Knig David, um ihm den Frieden 
anzubieten und ihn zu beglckwnschen, da er wider Hadad-Eser gestritten 
und ihn geschlagen hatte; denn Hadad-Eser hatte einen Streit mit Tohi. Und 
er hatte silberne, goldene und eherne Gerte bei sich,
2SA 8:11 welche der Knig David auch dem HERRN heiligte, samt dem Silber 
und Gold, das er dem HERRN heiligte von allen Vlkern, die er sich 
unterworfen hatte:
2SA 8:12 von Syrien, von Moab, von den Kindern Ammon, von den Philistern, 
von Amalek und von der Beute Hadad-Esers, des Sohnes Rechobs, des Knigs 
von Zoba.
2SA 8:13 Und David machte sich einen Namen, als er zurckkam, indem er die 
Edomiter im Salztal schlug, achtzehntausend Mann.
2SA 8:14 Und er legte Besatzungen in Edom; in ganz Edom legte er 
Besatzungen und ganz Edom ward David unterworfen; denn der HERR half David 
berall, wo er hinzog.
2SA 8:15 Und David regierte ber ganz Israel und verschaffte all seinem 
Volk Recht und Gerechtigkeit.
2SA 8:16 Joab aber, der Sohn der Zeruja, befehligte das Heer, und 
Josaphat, der Sohn Achiluds, war Kanzler;
2SA 8:17 und Zadok, der Sohn Achitubs, und Achimelech, der Sohn Abjatars, 
waren Priester; und Seraja war Schreiber;
2SA 8:18 und Benaja, der Sohn Jojadas, war ber die Kreter und Pleter 
gesetzt; die Shne Davids aber waren Priester.
2SA 9:1 Und David sprach: Ist noch jemand briggeblieben vom Hause Sauls, 
da ich Barmherzigkeit an ihm erweise um Jonatans willen?
2SA 9:2 Es war aber ein Knecht vom Hause Sauls, der hie Ziba; den 
beriefen sie zu David; und der Knig sprach zu ihm: Bist du Ziba? Er 
sprach: Ja, dein Knecht!
2SA 9:3 Der Knig sprach: Ist noch jemand da vom Hause Sauls, da ich 
Gottes Barmherzigkeit an ihm erweise? Ziba sprach zum Knig: Es ist noch 
ein Sohn Jonatans vorhanden, der lahm an den Fen ist.
2SA 9:4 Der Knig sprach zu ihm: Wo ist er? Ziba sprach zum Knig: Siehe, 
er ist zu Lodebar, im Hause Machirs, des Sohnes Ammiels!
2SA 9:5 Da sandte der Knig David hin und lie ihn holen von Lodebar aus 
dem Hause Machirs, des Sohnes Ammiels.
2SA 9:6 Als nun Mephiboset, der Sohn Jonatans, des Sohnes Sauls, zu David 
kam, fiel er auf sein Angesicht und verneigte sich. David aber sprach: 
Mephiboset! Er sprach: Siehe, hier bin ich, dein Knecht!
2SA 9:7 David sprach zu ihm: Frchte dich nicht; denn ich will gewi 
Barmherzigkeit an dir erzeigen um Jonatans, deines Vaters willen und will 
dir alle cker deines Vaters Saul wiedergeben; du aber sollst tglich an 
meinem Tisch das Brot essen!
2SA 9:8 Da verneigte er sich und sprach: Wer bin ich, dein Knecht, da du 
dich wendest zu einem toten Hunde, wie ich einer bin?
2SA 9:9 Und der Knig rief Ziba, den Knecht Sauls, und sprach zu ihm: 
Alles, was Saul und seinem ganzen Hause gehrt hat, habe ich dem Sohne 
deines Herrn gegeben.
2SA 9:10 So bestelle ihm nun sein Land, du und deine Shne und deine 
Knechte, und bring [die Ernte] ein, damit der Sohn deines Herrn Brot zu 
essen habe; Mephiboset aber, der Sohn deines Herrn, soll tglich an meinem 
Tisch essen. Ziba aber hatte fnfzehn Shne und zwanzig Knechte.
2SA 9:11 Und Ziba sprach zum Knig: Ganz so, wie mein Herr, der Knig, 
seinem Knechte gebietet, wird dein Knecht tun! Also a Mephiboset an 
seinem Tisch, wie einer der Shne des Knigs.
2SA 9:12 Und Mephiboset hatte einen kleinen Sohn, der hie Micha. Und 
alles, was im Hause Zibas wohnte, diente Mephiboset.
2SA 9:13 Mephiboset aber wohnte zu Jerusalem, denn er a tglich an des 
Knigs Tisch. Er war aber lahm an beiden Fen.
2SA 10:1 Und es begab sich darnach, da der Knig der Kinder Ammon starb, 
und sein Sohn Chanun ward Knig an seiner Statt.
2SA 10:2 Da sprach David: Ich will Barmherzigkeit erweisen an Chanun, dem 
Sohne Nahas, wie sein Vater an mir Barmherzigkeit erwiesen hat. Da sandte 
David hin und lie ihn durch seine Knechte trsten wegen seines Vaters. 
Als nun die Knechte Davids in das Land der Kinder Ammon kamen,
2SA 10:3 sprachen die Vornehmsten unter den Kindern Ammon zu ihrem Herrn, 
Chanun: Meinst du, David wolle deinen Vater vor deinen Augen ehren, da er 
Trster zu dir gesandt hat? Hat er nicht vielmehr seine Knechte darum zu 
dir gesandt, da er die Stadt erforsche und erkunde und zerstre?
2SA 10:4 Da nahm Chanun die Knechte Davids und schor ihnen den Bart halb 
ab und schnitt ihnen die Kleider halb ab, bis an den Grtel, und lie sie 
gehen.
2SA 10:5 Als solches David angezeigt ward, sandte er ihnen entgegen; denn 
die Mnner waren schwer beschimpft. Und der Knig lie ihnen sagen: 
Bleibet zu Jericho, bis euer Bart wieder gewachsen ist; alsdann kommt 
wieder heim!
2SA 10:6 Als aber die Kinder Ammon sahen, da sie sich bei David verhat 
gemacht hatten, sandten sie hin und dingten die Syrer von Beth-Rechob und 
die Syrer von Zoba, zwanzigtausend Mann Fuvolk, und von dem Knig von 
Maacha tausend Mann, dazu zwlftausend Mann von Tob.
2SA 10:7 Als David solches hrte, sandte er Joab mit dem ganzen Heer, den 
Helden.
2SA 10:8 Und die Kinder Ammon zogen aus und rsteten sich zum Kampf vor 
dem Tor. Die Syrer von Rechob aber und die Mnner von Tob und von Maacha 
standen gesondert im Felde.
2SA 10:9 Als nun Joab sah, da ihm von vorn und hinten ein Angriff drohte, 
traf er eine Auswahl unter aller Jungmannschaft in Israel und rstete sich 
wider die Syrer.
2SA 10:10 Das brige Volk aber tat er unter die Hand seines Bruders 
Abisai, damit er sich gegen die Kinder Ammon stellte,
2SA 10:11 und er sprach: Werden die Syrer mir berlegen sein, so komm mir 
zu Hilfe; werden aber die Kinder Ammon dir berlegen sein, so will ich dir 
zu Hilfe kommen!
2SA 10:12 Sei stark und wehre dich fr unser Volk und fr die Stdte 
unseres Gottes. Der HERR aber tue, was ihm gefllt!
2SA 10:13 Und Joab machte sich herzu mit dem Volk, das bei ihm war, zum 
Kampf wider die Syrer, und die Syrer flohen vor ihm.
2SA 10:14 Und als die Kinder Ammon sahen, da die Syrer flohen, flohen 
auch sie vor Abisai und zogen in die Stadt. Also kehrte Joab um von den 
Kindern Ammon und kam nach Jerusalem.
2SA 10:15 Als aber die Syrer sahen, da sie von Israel geschlagen worden 
waren, kamen sie zusammen.
2SA 10:16 Und Hadad-Eser sandte hin und lie die Syrer von jenseits des 
Stromes ausziehen, und sie kamen gen Helam; und Sobach, der Feldhauptmann 
Hadad-Esers, zog vor ihnen her.
2SA 10:17 Als solches David angezeigt ward, versammelte er ganz Israel und 
zog ber den Jordan und kam gen Helan, und die Syrer stellten sich gegen 
David und stritten mit ihm.
2SA 10:18 Aber die Syrer flohen vor Israel. Und David erlegte von den 
Syrern siebenhundert Wagenkmpfer und vierzigtausend Reiter; dazu schlug 
er Sobach, den Feldhauptmann, da er daselbst starb.
2SA 10:19 Als aber alle Knige, die Hadad-Eser untertan waren, sahen, da 
sie von Israel geschlagen worden waren, machten sie Frieden mit Israel und 
wurden ihnen untertan. Und die Syrer frchteten sich, den Kindern Ammon 
weiterhin zu helfen.
2SA 11:1 Und nach Verlauf eines Jahres, zur Zeit, da die Knige 
auszuziehen pflegten, sandte David Joab und seine Knechte mit ihm und ganz 
Israel; und sie schlugen die Kinder Ammon nieder und belagerten Rabba. 
David aber blieb zu Jerusalem.
2SA 11:2 Und es begab sich, als David um den Abend von seinem Lager 
aufstand und auf dem Dache des kniglichen Hauses umherwandelte, sah er 
vom Dache aus ein Weib sich baden, und das Weib war von sehr schner 
Gestalt.
2SA 11:3 Und David sandte hin und erkundigte sich nach dem Weibe, und man 
sprach: Ist das nicht Batseba, die Tochter Eliams, das Weib Urijas, des 
Hetiters?
2SA 11:4 Und David sandte Boten hin und lie sie holen. Und sie kam zu 
ihm, und er schlief bei ihr. Sie aber reinigte sich von ihrer Unreinigkeit 
und kehrte wieder in ihr Haus zurck.
2SA 11:5 Und das Weib ward schwanger und sandte hin und lie es David 
anzeigen und sagen: Ich bin schwanger geworden!
2SA 11:6 Da sandte David zu Joab und lie ihm sagen: Sende mir Urija, den 
Hetiter! Und Joab sandte Urija zu David.
2SA 11:7 Und als Urija zu ihm kam, fragte David, ob es mit Joab und mit 
dem Volk und mit dem Krieg gut stehe.
2SA 11:8 Und David sprach zu Urija: Geh in dein Haus hinab und wasche 
deine Fe! Und als Urija das Haus des Knigs verlie, folgte ihm ein 
Geschenk des Knigs.
2SA 11:9 Aber Urija legte sich vor der Tr des kniglichen Hauses bei 
allen Knechten seines Herrn schlafen und ging nicht in sein Haus hinab.
2SA 11:10 Als man nun David sagte: Urija ist nicht in sein Haus 
hinabgegangen, sprach David zu ihm: Bist du nicht von der Reise gekommen? 
Warum bist du nicht in dein Haus hinabgegangen?
2SA 11:11 Urija aber sprach zu David: Die Lade und Israel und Juda halten 
sich in Zelten auf, und mein Herr Joab und die Knechte meines Herrn lagern 
auf freiem Felde, und ich sollte in mein Haus gehen, essen und trinken und 
bei meinem Weibe liegen? So wahr du lebst und deine Seele lebt, ich tue 
solches nicht!
2SA 11:12 Und David sprach zu Urija: So bleibe heute auch hier, morgen 
will ich dir einen Auftrag geben! Also blieb Urija an jenem und am 
folgenden Tage zu Jerusalem.
2SA 11:13 Und David lud ihn ein, bei ihm zu essen und zu trinken und 
machte ihn trunken; er ging aber am Abend gleichwohl aus, um sich auf 
einem Lager bei seines Herrn Knechten schlafen zu legen, und ging nicht in 
sein Haus hinab.
2SA 11:14 Am Morgen schrieb David einen Brief an Joab und sandte ihn durch 
Urija.
2SA 11:15 Er schrieb aber also in dem Brief: Stellet Urija gerade dorthin, 
wo am heftigsten gekmpft wird, und wendet euch hinter ihm ab, da er 
erschlagen werde und sterbe!
2SA 11:16 Als nun Joab die Stadt einschlo, stellte er Urija an den Ort, 
von dem er wute, da tapfere Mnner daselbst waren.
2SA 11:17 Und als die Mnner der Stadt einen Ausfall machten und wider 
Joab stritten, fielen etliche von dem Volk, von den Knechten Davids; dabei 
kam auch Urija, der Hetiter, um.
2SA 11:18 Hierauf lie Joab dem David den ganzen Verlauf des Streites 
melden;
2SA 11:19 und er gebot dem Boten und sprach: Wenn du dem Knig den ganzen 
Verlauf des Streites erzhlt hast
2SA 11:20 und siehst, da der Knig zornig wird und zu dir spricht: Warum 
seid ihr zum Kampf so nahe an die Stadt herangekommen? Wisset ihr nicht, 
da man von der Mauer herab zu schieen pflegt?
2SA 11:21 Wer schlug Abimelech, den Sohn Jerub-Besets? Warf nicht ein Weib 
ein Stck von einem Mhlstein von der Mauer, so da er zu Tebez starb? 
Warum seid ihr so nahe an die Mauer herangekommen? So sollst du sagen: 
Dein Knecht Urija, der Hetiter, ist auch tot!
2SA 11:22 Der Bote ging hin und kam und sagte David alles, was ihm Joab 
aufgetragen hatte.
2SA 11:23 Und der Bote sprach zu David: Die Leute waren strker als wir 
und machten einen Ausfall gegen uns auf das Feld; wir aber drngten sie 
zurck bis vor das Tor.
2SA 11:24 Und die Schtzen schossen von der Mauer auf deine Knechte, so 
da etliche von den Knechten des Knigs umkamen; dazu ist dein Knecht 
Urija auch tot.
2SA 11:25 David sprach zum Boten: Sage zu Joab: La dich das nicht 
anfechten; denn das Schwert ttet bald diesen, bald jenen. Verstrke 
deinen Kampf gegen die Stadt und zerstre sie! Also sollst du ihn 
ermutigen.
2SA 11:26 Als aber das Weib Urijas hrte, da ihr Mann Urija tot war, trug 
sie Leid um ihren Herrn.
2SA 11:27 Doch die Trauer ging vorber, und David sandte hin und lie sie 
in sein Haus holen, und sie ward sein Weib und gebar ihm einen Sohn. Aber 
die Tat, welche David verbt hatte, mifiel dem HERRN.
2SA 12:1 Und der HERR sandte den Propheten Natan zu David. Als dieser zu 
ihm kam, sprach er zu ihm: Es waren zwei Mnner in einer Stadt, der eine 
reich, der andere arm.
2SA 12:2 Der Reiche hatte sehr viele Schafe und Rinder;
2SA 12:3 aber der Arme hatte nichts als ein einziges Lmmlein, das er 
gekauft hatte; und er nhrte es, so da es bei ihm und mit seinen Kindern 
aufwuchs. Es a von seinem Brot und trank aus seinem Becher und schlief an 
seinem Busen, und er hielt es wie eine Tochter.
2SA 12:4 Als aber ein Gast zu dem reichen Manne kam, reute es ihn, von 
seinen eigenen Schafen und von seinen eigenen Rindern zu nehmen, um dem 
Gast, der zu ihm gekommen war, etwas zuzurichten; er nahm das Lamm des 
armen Mannes und richtete es dem Manne zu, der zu ihm gekommen war.
2SA 12:5 Da ward David sehr zornig ber den Mann und sprach zu Natan: So 
wahr der HERR lebt; der Mann, der solches getan hat, ist ein Kind des 
Todes!
2SA 12:6 Dazu soll er das Schaf vierfltig bezahlen, weil er solches getan 
und kein Erbarmen gebt hat!
2SA 12:7 Da sprach Natan zu David: Du bist der Mann! So spricht der HERR, 
der Gott Israels: Ich habe dich zum Knig ber Israel gesalbt und habe 
dich aus der Hand Sauls errettet;
2SA 12:8 ja, ich habe dir das Haus deines Herrn gegeben, dazu die Weiber 
deines Herrn an deinen Busen, und habe dir das Haus Israel und Juda 
gegeben; und wre das zu wenig, so htte ich noch dies und das hinzugefgt.
2SA 12:9 Warum hast du denn das Wort des HERRN verachtet, indem du tatest, 
was vor seinen Augen bse ist? Urija, den Hetiter, hast du mit dem Schwert 
erschlagen, und sein Weib hast du dir zum Weibe genommen; ihn aber hast du 
durch das Schwert der Kinder Ammon umgebracht!
2SA 12:10 Nun soll auch von deinem Hause das Schwert nicht weichen 
ewiglich, weil du mich verachtet und das Weib Urijas, des Hetiters, 
genommen hast, da sie dein Weib sei!
2SA 12:11 So spricht der HERR: Siehe, ich will aus deinem eigenen Hause 
Unglck ber dich erwecken und will deine Weiber vor deinen Augen nehmen 
und sie deinem Nchsten geben, da er an der hellen Sonne bei deinen 
Weibern schlafe!
2SA 12:12 Denn du hast es heimlich getan, ich aber will solches vor ganz 
Israel und vor der Sonne tun!
2SA 12:13 Da sprach David zu Natan: Ich habe mich gegen den HERRN 
versndigt! Natan sprach zu David: So hat auch der HERR deine Snde 
hinweggenommen; du sollst nicht sterben!
2SA 12:14 Doch weil du den Feinden des HERRN durch diese Geschichte Anla 
zur Lsterung gegeben hast, so wird auch der Sohn, der dir geboren ist, 
gewilich sterben!
2SA 12:15 Und Natan ging heim. Aber der HERR schlug das Kind, welches das 
Weib Urijas dem David geboren hatte, so da es todkrank ward.
2SA 12:16 Und David flehte zu Gott wegen des Knbleins und fastete und 
ging und lag ber Nacht auf der Erde.
2SA 12:17 Da machten sich die ltesten seines Hauses zu ihm auf und 
wollten ihn von der Erde aufrichten; er aber wollte nicht und a auch kein 
Brot mit ihnen.
2SA 12:18 Am siebenten Tag aber starb das Kind. Und die Knechte Davids 
frchteten sich, ihm zu sagen, da das Kind tot sei, denn sie dachten: 
Siehe, als das Kind lebendig war, redeten wir mit ihm, und er folgte 
unsrer Stimme nicht; wieviel mehr wird es ihm wehe tun, wenn wir sagen: 
Das Kind ist tot!
2SA 12:19 David aber sah, da seine Knechte leise miteinander redeten, und 
merkte, da das Kind tot sei, und fragte seine Knechte: Ist das Kind tot? 
Sie sprachen: Es ist tot!
2SA 12:20 Da erhob sich David von der Erde, wusch und salbte sich und zog 
andere Kleider an und ging in das Haus des HERRN und betete an. Und als er 
wieder heimkam, hie er Brot auftragen und a.
2SA 12:21 Da sprachen seine Knechte zu ihm: Was ist das fr ein Verfahren, 
das du befolgst? Als das Kind lebte, fastetest und weintest du; nun aber, 
da es gestorben ist, stehst du auf und issest Brot?
2SA 12:22 Er sprach: Als das Kind noch lebte, fastete und weinte ich, weil 
ich dachte: Wer wei, ob der HERR mir nicht gndig sein wird, so da das 
Kind am Leben bleibt?
2SA 12:23 Nun aber, da es tot ist, was soll ich fasten? Kann ich es 
zurckholen? Ich werde wohl zu ihm fahren, es kommt aber nicht wieder zu 
mir!
2SA 12:24 Und als David sein Weib Batseba getrstet hatte, ging er zu ihr 
hinein und schlief bei ihr. Und sie gebar einen Sohn, den hie er Salomo.
2SA 12:25 Und der HERR liebte ihn und gab ihm durch den Propheten Natan 
den Namen Jedidja, um des HERRN willen.
2SA 12:26 Joab aber stritt wider Rabba der Kinder Ammon und gewann die 
knigliche Stadt.
2SA 12:27 Und Joab sandte Boten zu David und lie ihm sagen: Ich habe 
wider Rabba gestritten und auch die Wasserstadt genommen.
2SA 12:28 So sammle nun das brige Volk und belagere die Stadt und erobere 
du sie, da nicht ich sie erobere und sie nach meinem Namen genannt werde!
2SA 12:29 Also sammelte David alles Volk und zog hin gen Rabba und stritt 
wider sie und nahm sie ein.
2SA 12:30 Und er nahm die Krone ihres Knigs von dessen Haupt, die ein 
Talent Goldes wog und mit Edelsteinen besetzt war; die kam auf Davids 
Haupt; er fhrte auch sehr viel Beute aus der Stadt.
2SA 12:31 Auch das Volk darin fhrte er weg; und stellte sie an die Sgen 
und in die Eisengruben und an die eisernen xte und lie sie an den 
Ziegelfen arbeiten. Also tat er allen Stdten der Kinder Ammon. Dann 
kehrten David und alles Volk wieder nach Jerusalem zurck.
2SA 13:1 Absalom aber, der Sohn Davids, hatte eine schne Schwester, die 
hie Tamar; und es begab sich, dass Amnon, Davids Sohn, sie liebgewann.
2SA 13:2 Und Amnon grmte sich also, da er krank ward um seiner Schwester 
willen; denn sie war eine Jungfrau, und es schien Amnon unmglich, ihr 
etwas anzutun.
2SA 13:3 Amnon aber hatte einen Freund, der hie Jonadab, ein Sohn Simeas, 
des Bruders Davids; und Jonadab war ein sehr listiger Mann.
2SA 13:4 Der sprach zu ihm: Warum bist du jeden Morgen so 
niedergeschlagen, du Knigssohn, willst du es mir nicht sagen? Da sprach 
Amnon zu ihm: Ich habe Tamar lieb, die Schwester meines Bruders Absalom!
2SA 13:5 Da sprach Jonadab zu ihm: Lege dich auf dein Bett und stelle dich 
krank. Wenn dann dein Vater kommt, dich zu besuchen, so sprich zu ihm: La 
doch meine Schwester Tamar kommen, da sie mich speise und ein Essen vor 
mir mache, so da ich zusehen knne, so wrde ich von ihrer Hand essen!
2SA 13:6 Also legte sich Amnon nieder und stellte sich krank. Als nun der 
Knig kam, ihn zu besuchen, sprach Amnon zum Knig: La doch meine 
Schwester Tamar kommen, da sie zwei Kuchen vor mir mache und ich von 
ihrer Hand esse!
2SA 13:7 Da sandte David zu Tamar ins Haus und lie ihr sagen: Geh doch 
hin in das Haus deines Bruders Amnon und bereite ihm eine Speise!
2SA 13:8 Tamar ging hin in das Haus ihres Bruders Amnon. Er aber lag zu 
Bette. Und sie nahm einen Teig und knetete und bereitete ihn vor seinen 
Augen und buk die Kuchen.
2SA 13:9 Und sie nahm die Pfanne und schttete sie vor ihm aus; aber er 
weigerte sich zu essen. Und Amnon sprach: Lasset jedermann von mir 
hinausgehen. Da ging jedermann hinaus.
2SA 13:10 Da sprach Amnon zu Tamar: Bring mir das Essen in die Kammer, da 
ich von deiner Hand esse! Da nahm Tamar das Gebackene, das sie gemacht 
hatte, und brachte es ihrem Bruder Amnon in die Kammer.
2SA 13:11 Und als sie es zu ihm brachte, da er e, ergriff er sie und 
sprach zu ihr: Komm her, meine Schwester, schlafe bei mir!
2SA 13:12 Sie aber sprach zu ihm: Nicht doch, mein Bruder! Entehre mich 
nicht; denn also tut man nicht in Israel! Begehe nicht eine solche 
Schandtat!
2SA 13:13 Wo wollte ich mit meiner Schande hin? Und du wrdest sein wie 
einer der Schndlichen in Israel. Nun aber, rede doch mit dem Knig; denn 
er wird mich dir nicht versagen!
2SA 13:14 Aber er wollte ihrer Stimme nicht gehorchen, sondern 
berwltigte und vergewaltigte sie und schlief bei ihr.
2SA 13:15 Darnach ward Amnon ihr beraus gram, so da der Ha grer ward, 
als zuvor die Liebe; und Amnon sprach zu ihr: Mache dich auf und davon!
2SA 13:16 Sie aber sprach zu ihm: Dieses Unrecht, da du mich ausstoest, 
ist gewi noch grer, als das andere, welches du mir angetan hast! Aber 
er wollte nicht auf sie hren,
2SA 13:17 sondern rief seinen Knappen, der sein Diener war, und sprach: 
Treibe doch diese von mir hinaus und schlie die Tr hinter ihr zu!
2SA 13:18 Sie trug aber einen langen bunten Rock; denn also waren die 
ledigen Knigstchter gekleidet mit Oberkleidern.
2SA 13:19 Als nun sein Diener sie hinausgetrieben und die Tre hinter ihr 
zugeschlossen hatte, warf Tamar Asche auf ihr Haupt und zerri den langen 
bunten Rock, welchen sie trug, und legte die Hand auf ihr Haupt und lief 
schreiend davon.
2SA 13:20 Und ihr Bruder Absalom sprach zu ihr: Ist dein Bruder Amnon bei 
dir gewesen? Nun dann, meine Schwester, schweig still! Er ist dein Bruder; 
nimm diese Sache nicht zu Herzen! Tamar aber blieb verstrt im Hause ihres 
Bruders Absalom.
2SA 13:21 Und als der Knig das alles hrte, ward er sehr zornig.
2SA 13:22 Aber Absalom redete nicht mit Amnon, weder Bses noch Gutes; 
denn Absalom war dem Amnon gram, weil er seine Schwester Tamar 
vergewaltigt hatte.
2SA 13:23 Und nach zwei Jahren, als Absalom Schafschur hielt zu Baal-
Hazor, das in Ephraim liegt, lud Absalom alle Shne des Knigs ein.
2SA 13:24 Und Absalom kam zum Knig und sprach: Siehe doch! Dein Knecht 
hlt Schafschur; der Knig wolle samt seinen Knechten mit deinem Knechte 
hingehen!
2SA 13:25 Der Knig aber sprach zu Absalom: Nicht doch, mein Sohn! La uns 
jetzt nicht alle gehen, da wir dir nicht beschwerlich seien. Und als er 
in ihn drang, wollte er doch nicht gehen, sondern segnete ihn.
2SA 13:26 Absalom sprach: Darf mein Bruder Amnon nicht mit uns gehen? Da 
fragte der Knig: Warum soll er mit dir gehen?
2SA 13:27 Absalom aber drang in ihn; da lie er Amnon und alle Shne des 
Knigs mit ihm gehen.
2SA 13:28 Und Absalom gebot seinen Knappen und sprach: Gebt acht, wenn 
Amnon von dem Wein guter Dinge sein wird und ich zu euch sage: Schlaget 
Amnon und ttet ihn! so frchtet euch nicht, denn ich habe es euch 
befohlen; ermannt euch und seid tapfer!
2SA 13:29 Also taten die Knappen Absaloms dem Amnon, wie Absalom ihnen 
geboten hatte. Da standen alle Shne des Knigs auf und bestiegen ein 
jeder sein Maultier und flohen.
2SA 13:30 Und als sie noch auf dem Wege waren, kam das Gercht vor David: 
Absalom hat alle Shne des Knigs erschlagen, so da nicht einer von ihnen 
briggeblieben ist!
2SA 13:31 Da stand der Knig auf und zerri seine Kleider und legte sich 
auf die Erde, und alle seine Knechte standen um ihn her mit zerrissenen 
Kleidern.
2SA 13:32 Da hob Jonadab, der Sohn Simeas, des Bruders Davids, an und 
sprach: Mein Herr denke nicht, da alle Jnglinge, die Shne des Knigs, 
tot seien; sondern Amnon allein ist tot; denn auf Absaloms Lippen lag ein 
Vorsatz seit dem Tage, da jener seine Schwester vergewaltigt hatte.
2SA 13:33 So mge nun mein Herr, der Knig, nicht glauben, da alle Shne 
des Knigs tot seien, sondern Amnon allein ist tot!
2SA 13:34 Absalom aber floh. Und der Knappe auf der Warte erhob seine 
Augen, sah sich um und siehe, da kam viel Volk auf dem Wege hinter ihm, an 
der Seite des Berges.
2SA 13:35 Da sprach Jonadab zum Knig: Siehe, die Shne des Knigs kommen! 
Wie dein Knecht gesagt hat, also ist es ergangen.
2SA 13:36 Und als er ausgeredet hatte, siehe, da kamen die Shne des 
Knigs und erhoben ihre Stimme und weinten; auch der Knig und alle seine 
Knechte weinten sehr.
2SA 13:37 Absalom aber war entflohen und ging zu Talmai, dem Sohn 
Ammischurs, dem Knig zu Geschur; David aber trug die ganze Zeit hindurch 
Leid um seinen Sohn.
2SA 13:38 Nachdem aber Absalom geflohen und gen Geschur gezogen war, blieb 
er daselbst drei Jahre.
2SA 13:39 Und der Knig David unterlie es, Absalom zu verfolgen; denn er 
hatte sich ber den Tod Amnons getrstet.
2SA 14:1 Als aber Joab, der Sohn der Zeruja, merkte, da des Knigs Herz 
sich zu Absalom neigte,
2SA 14:2 sandte er hin gen Tekoa und lie ein kluges Weib von dort holen 
und sprach zu ihr: Stelle dich doch trauernd und ziehe Trauerkleider an 
und salbe dich nicht mit l, sondern stelle dich wie ein Weib, das lange 
Zeit um einen Toten Leid getragen hat.
2SA 14:3 Dann sollst du zum Knig hineingehen und mit ihm reden so und so. 
Und Joab legte die Worte in ihren Mund.
2SA 14:4 Als nun das Weib von Tekoa mit dem Knig reden wollte, fiel sie 
auf ihr Angesicht zur Erde, verneigte sich und sprach: Hilf mir, o Knig!
2SA 14:5 Der Knig aber sprach zu ihr: Was fehlt dir? Sie sprach: 
Wahrlich, ich bin eine Witwe, denn mein Mann ist gestorben!
2SA 14:6 Und deine Magd hat zwei Shne, die zankten miteinander auf dem 
Felde, und als ihnen niemand wehrte, schlug einer den andern und ttete 
ihn.
2SA 14:7 Und siehe, nun ist die ganze Verwandtschaft wider deine Magd und 
sagt: Gib den her, der seinen Bruder erschlagen hat, da wir ihn tten fr 
die Seele seines Bruders, den er umgebracht hat, und da wir auch den 
Erben vertilgen! Sie wollen also den Funken auslschen, der mir noch 
briggeblieben ist, da meinem Mann kein Name und keine Nachkommenschaft 
auf Erden bleibe.
2SA 14:8 Da sprach der Knig zum Weibe: Gehe heim, ich will deinetwegen 
Befehle geben!
2SA 14:9 Da sprach das Weib von Tekoa zum Knig: Auf mir sei die Schuld 
und auf meines Vaters Haus; der Knig aber und sein Thron seien unschuldig!
2SA 14:10 Der Knig sprach: Wer wider dich redet, den bringe zu mir, so 
soll er dich nicht mehr angreifen!
2SA 14:11 Sie sprach: Der Knig gedenke doch an den HERRN, deinen Gott, 
da der Blutrcher nicht noch mehr Unheil anrichte und da man meinen Sohn 
nicht verderbe! Er sprach: So wahr der HERR lebt, es soll kein Haar von 
deinem Sohn auf die Erde fallen!
2SA 14:12 Und das Weib sprach: La doch deine Magd meinem Herrn, dem 
Knig, etwas sagen. Er aber sprach: Sag her!
2SA 14:13 Das Weib sprach: Warum hast du denn solches wider das Volk 
Gottes im Sinn? Und mit dem, was der Knig geredet, hat er sich selbst 
schuldig gesprochen, weil der Knig seinen Verstoenen nicht zurckholen 
lt.
2SA 14:14 Denn wir mssen zwar gewi sterben und sind wie das Wasser, das 
in die Erde versiegt und welches man nicht wieder auffangen kann. Aber 
Gott will das Leben nicht hinwegnehmen, sondern sinnt darauf, da der 
Verstoene nicht von ihm verstoen bleibe.
2SA 14:15 Da ich nun gekommen bin, mit meinem Herrn, dem Knig, solches 
zu reden, geschah deshalb, weil das Volk mir Angst machte; deine Magd aber 
dachte: Ich will doch mit dem Knig reden; vielleicht wird der Knig tun, 
was seine Magd sagt;
2SA 14:16 denn der Knig wird seine Magd erhren, da er mich errette aus 
der Hand des Mannes, der mich samt meinem Sohn aus dem Erbe Gottes 
vertilgen will.
2SA 14:17 Und deine Magd dachte: Meines Herrn, des Knigs Wort wird mir 
ein Trost sein; denn mein Herr, der Knig, ist wie ein Engel Gottes, um 
Gutes und Bses anzuhren, darum sei der HERR, dein Gott, mit dir!
2SA 14:18 Der Knig antwortete und sprach zu dem Weibe: Verhehle mir doch 
nicht, was ich dich frage! Das Weib sprach: Mein Herr, der Knig, sage an!
2SA 14:19 Der Knig sprach: Ist nicht Joabs Hand mit dir bei alledem? Das 
Weib antwortete und sprach: So wahr deine Seele lebt, mein Herr und Knig, 
es ist nicht mglich, weder zur Rechten noch zur Linken auszuweichen bei 
allem, was mein Herr, der Knig, sagt. Ja, dein Knecht Joab hat es mir 
befohlen, und er selbst hat alle diese Worte deiner Magd in den Mund 
gelegt.
2SA 14:20 Um der Sache ein anderes Aussehen zu geben, hat dein Knecht Joab 
so gehandelt; mein Herr ist so weise wie ein Engel Gottes, da er alles 
auf Erden wei!
2SA 14:21 Da sprach der Knig zu Joab: Siehe, ich habe diese Worte 
ausgesprochen; so gehe nun hin und hole den Jngling Absalom zurck!
2SA 14:22 Da fiel Joab auf sein Angesicht und verneigte sich und segnete 
den Knig und sprach: Heute merkt dein Knecht, da ich vor deinen Augen 
Gnade gefunden habe, mein Herr und Knig, da der Knig tut, was sein 
Knecht sagt!
2SA 14:23 Also machte sich Joab auf und zog nach Geschur und brachte 
Absalom nach Jerusalem.
2SA 14:24 Aber der Knig sprach: La ihn wieder in sein Haus gehen, und 
mein Angesicht soll er nicht sehen! Also ging Absalom wieder in sein Haus 
und sah das Angesicht des Knigs nicht.
2SA 14:25 Aber in ganz Israel war kein Mann so schn und so berhmt wie 
Absalom. Von der Fusohle bis zum Scheitel war kein Makel an ihm.
2SA 14:26 Und wenn er sein Haupt scheren lie (dies geschah nmlich zu 
Ende eines jeden Jahres, denn es war ihm zu schwer, also da man es 
abscheren mute), so wog sein Haupthaar zweihundert Schekel nach 
kniglichem Gewicht.
2SA 14:27 Und dem Absalom wurden drei Shne geboren und eine Tochter, die 
hie Tamar; die war ein Weib von schner Gestalt.
2SA 14:28 Und Absalom blieb zwei Jahre lang zu Jerusalem, ohne da er das 
Angesicht des Knigs sah.
2SA 14:29 Dann aber sandte Absalom nach Joab, um ihn zum Knig zu 
schicken; aber er wollte nicht zu ihm kommen. Er aber sandte noch einmal; 
dennoch wollte jener nicht kommen.
2SA 14:30 Da sprach er zu seinen Knechten: Habt ihr den Acker Joabs 
gesehen, der neben dem meinigen liegt und darauf er Gerste hat? Geht hin 
und zndet sie an! Da steckten die Knechte Absaloms das Stck Acker in 
Brand.
2SA 14:31 Da machte sich Joab auf und kam zu Absalom ins Haus und sprach 
zu ihm: Warum haben deine Knechte mein Stck Acker in Brand gesteckt?
2SA 14:32 Absalom sprach zu Joab: Siehe, ich sandte nach dir und lie dir 
sagen: Komm her, da ich dich zum Knig sende und sagen lasse: Warum bin 
ich von Geschur gekommen? Es wre mir besser, da ich noch daselbst wre! 
So verschaffe nun, da ich das Angesicht des Knigs sehen darf!
2SA 14:33 Da ging Joab zum Knig hinein und sagte es ihm. Und er rief 
Absalom; und er kam zum Knig und verneigte sich vor dem Knig mit dem 
Angesicht zur Erde; und der Knig kte Absalom.
2SA 15:1 Darnach aber begab es sich, da Absalom sich Wagen und Pferde 
verschaffte und fnfzig Trabanten, die vor ihm herliefen.
2SA 15:2 Und Absalom machte sich am Morgen frh auf und stellte sich neben 
dem Torweg auf; und wenn jemand einen Handel hatte, da er zum Knig vor 
Gericht kommen sollte, rief ihn Absalom zu sich und fragte ihn: Aus 
welcher Stadt bist du? Antwortete er dann: Dein Knecht ist aus einem der 
Stmme Israels,
2SA 15:3 so sprach Absalom zu ihm: Siehe, deine Sache ist gut und recht, 
aber beim Knig ist niemand, der dir Gehr schenkt!
2SA 15:4 Und Absalom sprach: O da man doch mich zum Richter im Lande 
setzte, da jedermann zu mir kme, der einen Rechtsstreit hat; ich wrde 
ihm zu seinem Rechte verhelfen!
2SA 15:5 Und wenn jemand kam, um sich vor ihm niederzuwerfen, so reichte 
er ihm die Hand, fate ihn und kte ihn.
2SA 15:6 Also tat Absalom allen Israeliten, die zum Knig vor Gericht 
kamen, und erstahl sich die Herzen der Mnner Israels.
2SA 15:7 Als er nun das vierzigste Jahr zurckgelegt hatte, sprach Absalom 
zum Knig: Ich mchte doch hingehen nach Hebron und mein Gelbde erfllen, 
das ich dem HERRN gelobt habe.
2SA 15:8 Dein Knecht hat nmlich ein Gelbde getan, als ich zu Geschur in 
Syrien wohnte, das lautete also: Wenn mich der HERR wieder nach Jerusalem 
zurckbringt, so will ich dem HERRN dienen!
2SA 15:9 Der Knig sprach zu ihm: Gehe hin in Frieden! Da machte er sich 
auf und ging nach Hebron.
2SA 15:10 Und Absalom sandte Kundschafter in alle Stmme Israels und lie 
sagen: Wenn ihr den Schall der Posaunen hrt, so sprecht: Absalom ist 
Knig geworden zu Hebron!
2SA 15:11 Und es gingen mit Absalom zweihundert Mnner aus Jerusalem, die 
geladen waren und arglos hingingen, ohne von irgend etwas zu wissen.
2SA 15:12 Absalom schickte auch nach Ahitophel, dem Giloniter, dem 
Ratgeber Davids, und lie ihn aus seiner Stadt Gilo holen, whrend er die 
Opfer schlachtete. Und die Verschwrung wurde stark, und das Volk nahm 
bestndig zu bei Absalom.
2SA 15:13 Da kam ein Bote und zeigte es David an und sprach: Das Herz der 
Mnner Israels hat sich Absalom zugewandt!
2SA 15:14 David aber sprach zu allen seinen Knechten, die bei ihm zu 
Jerusalem waren: Auf, lasset uns fliehen; denn hier wird kein Entrinnen 
sein vor Absalom! Machet euch eilends davon, da er uns nicht ereile und 
einhole und Unglck ber uns bringe und die Stadt mit der Schrfe des 
Schwertes schlage!
2SA 15:15 Da sprachen die Knechte des Knigs zu ihm: Ganz wie unser Herr, 
der Knig, will; siehe, hier sind deine Knechte!
2SA 15:16 Und der Knig zog aus und sein ganzes Haus hinter ihm her; doch 
lie der Knig zehn Kebsweiber zurck, das Haus zu hten.
2SA 15:17 Und der Knig zog hinaus und alles Volk ihm auf dem Fue nach, 
und sie stellten sich beim uersten Hause auf.
2SA 15:18 Und alle Knechte zogen an ihm vorber; dazu alle Kreter und 
Pleter, und alle Gatiter, sechshundert Mann, die ihm von Gat gefolgt 
waren, zogen an dem Knig vorber.
2SA 15:19 Aber der Knig sprach zu Ittai, dem Gatiter: Warum willst auch 
du mit uns ziehen? Kehre um und bleibe bei dem Knig! Denn du bist ein 
Fremder; auch kannst du an deinen Ort auswandern.
2SA 15:20 Gestern bist du gekommen, und heute sollte ich dich schon mit 
uns umherirren lassen, da ich hingehen mu, wohin ich kann? Kehre um und 
fhre deine Brder zurck; dir widerfahre Barmherzigkeit und Treue!
2SA 15:21 Ittai aber antwortete dem Knig und sprach: So wahr der HERR 
lebt, und so wahr mein Herr, der Knig, lebt: an welchem Ort mein Herr und 
Knig sein wird (es gehe zum Tode oder zum Leben), daselbst soll auch dein 
Diener sein!
2SA 15:22 Da sprach David zu Ittai: Geh und zieh vorber! Also zog Ittai, 
der Gatiter, vorber und alle seine Mnner und sein ganzer Tro mit ihm.
2SA 15:23 Und das ganze Land weinte mit lauter Stimme, whrend alles Volk 
vorberzog. Darnach berschritt auch der Knig den Bach Kidron, und alles 
Volk schlug den Weg ein, der zur Wste fhrt.
2SA 15:24 Und siehe, Zadok und alle Leviten mit ihm trugen die Bundeslade 
Gottes und stellten sie dort hin; Abjatar aber stieg hinauf, bis alles 
Volk aus der Stadt vollends vorbergezogen war.
2SA 15:25 Aber der Knig sprach zu Zadok: Bringe die Lade Gottes wieder in 
die Stadt zurck! Finde ich Gnade vor dem HERRN, so wird er mich 
zurckbringen, da ich ihn und seine Wohnung wiedersehen darf;
2SA 15:26 spricht er aber also zu mir: Ich habe keine Lust zu dir! siehe, 
hier bin ich; er tue mit mir, wie es ihm gefllt!
2SA 15:27 Und der Knig sprach zum Priester Zadok: Du bist der Seher; 
kehre in Frieden wieder in die Stadt zurck und mit dir dein Sohn Ahimaaz 
und Jonatan, der Sohn Abjatars, eure beiden Shne, mit euch!
2SA 15:28 Siehe, ich will bei den Furten in der Wste verziehen, bis 
Botschaft von euch kommt, um mich zu benachrichtigen.
2SA 15:29 Also brachten Zadok und Abjatar die Lade Gottes wieder nach 
Jerusalem zurck und verblieben daselbst.
2SA 15:30 David aber stieg den lberg hinan, barfu und mit verhlltem 
Haupt; und er weinte, whrend er hinaufging; auch alles Volk, das bei ihm 
war, ein jeder hatte das Haupt verhllt, und sie weinten im Gehen.
2SA 15:31 Und als man David anzeigte, da Ahitophel mit Absalom 
verschworen sei, sprach David: HERR, mache doch den Rat Ahitophels zur 
Torheit!
2SA 15:32 Als aber David auf die Hhe kam, wo man Gott anzubeten pflegte, 
siehe, da begegnete ihm Husai, der Architer, mit zerrissenem Rock und Erde 
auf seinem Haupt.
2SA 15:33 Und David sprach zu ihm: Wenn du mit mir gehst, wirst du mir 
eine Last sein;
2SA 15:34 wenn du aber in die Stadt zurckkehrst und zu Absalom sprichst: 
Ich will dein Knecht sein, o Knig; wie ich bisher deines Vaters Knecht 
war, so will ich nun dein Knecht sein so kannst du mir den Rat Ahitophels 
vereiteln!
2SA 15:35 Sind nicht die Priester Zadok und Abjatar bei dir, also da du 
alles, was du aus des Knigs Hause vernimmst, den Priestern Zadok und 
Abjatar anzeigen kannst?
2SA 15:36 Siehe, ihre beiden Shne sind dort bei ihnen: Ahimaaz, Zadoks, 
und Jonatan, Abjatars Sohn; durch dieselben knnt ihr mir alles berichten, 
was ihr vernehmt.
2SA 15:37 So begab sich denn Davids Freund Husai in die Stadt; Absalom 
aber kam auch nach Jerusalem.
2SA 16:1 Und als David kaum die Hhe berschritten hatte, siehe, da kam 
ihm Ziba, der Knecht Mephibosets, entgegen mit einem Paar gesattelter 
Esel; darauf waren zweihundert Brote, hundert getrocknete Trauben, hundert 
Frchte und ein Schlauch Wein.
2SA 16:2 Da fragte der Knig: Was willst du damit? Ziba sprach: Die Esel 
sind fr die knigliche Familie zum Reiten und die Brote und das Obst zur 
Speise fr die Jnglinge, der Wein aber zum Trinken fr die, welche in der 
Wste mde werden!
2SA 16:3 Der Knig fragte: Wo ist denn der Sohn deines Herrn? Ziba sprach 
zum Knig: Siehe, er blieb zu Jerusalem; denn er sprach: Heute wird das 
Haus Israel mir das Reich meines Vaters zurckgeben.
2SA 16:4 Da sprach der Knig zu Ziba: Siehe, alles was Mephiboset hat, 
soll dein sein! Ziba antwortete: Ich verbeuge mich! La mich Gnade finden 
vor deinen Augen, mein Herr und Knig!
2SA 16:5 Als aber der Knig David nach Bachurim kam, siehe, da trat von 
dort ein Mann vom Geschlechte des Hauses Sauls heraus, der hie Simei, ein 
Sohn Geras;
2SA 16:6 der kam heraus und fluchte und warf mit Steinen nach David und 
allen Knechten des Knigs David; denn alles Volk und alle Helden waren zu 
seiner Rechten und zu seiner Linken.
2SA 16:7 Also aber sprach Simei, indem er fluchte: Geh, geh, du 
Blutmensch, du Nichtswrdiger!
2SA 16:8 Der HERR hat dir vergolten alles Blut des Hauses Sauls, an dessen 
Statt du Knig geworden bist! Nun hat der HERR das Reich in die Hand 
deines Sohnes Absalom gegeben und siehe, nun steckst du in deinem Unglck; 
denn du bist ein Blutmensch!
2SA 16:9 Aber Abisai, der Sohn der Zeruja, sprach zum Knig: Warum soll 
dieser tote Hund meinem Herrn, dem Knig fluchen? Ich will doch hingehen 
und ihm den Kopf abhauen!
2SA 16:10 Aber der Knig sprach: Ihr Shne der Zeruja, was habe ich mit 
euch zu schaffen? Wenn er flucht, und wenn der HERR zu ihm gesagt hat: 
Fluche dem David! wer will dann sagen: Warum tust du also?
2SA 16:11 Und David sprach zu Abisai und zu allen seinen Knechten: Siehe, 
mein Sohn, der von meinem Leibe gekommen ist, stellt mir nach dem Leben; 
warum nicht auch dieser Benjaminiter? Lat ihn fluchen; denn der HERR hat 
ihn geheien!
2SA 16:12 Vielleicht wird der HERR mein Elend ansehen und mir sein 
heutiges Fluchen mit Gutem vergelten!
2SA 16:13 Also ging David seines Weges mit seinen Leuten; Simei aber ging 
an der Seite des Berges neben ihm her und fluchte immer und warf mit 
Steinen nach ihm und besprengte ihn mit Staub.
2SA 16:14 Als aber der Knig samt allem Volk, das bei ihm war, mde ankam, 
erquickte er sich daselbst.
2SA 16:15 Absalom aber und alles Volk, die Mnner von Israel, waren nach 
Jerusalem gekommen und Ahitophel mit ihm.
2SA 16:16 Und als Husai, der Architer, Davids Freund, zu Absalom 
hineinkam, sprach er zu Absalom: Es lebe der Knig! Es lebe der Knig!
2SA 16:17 Absalom aber sprach zu Husai: Ist das deine Liebe zu deinem 
Freund? Warum bist du nicht mit deinem Freund gezogen?
2SA 16:18 Husai sprach zu Absalom: Keineswegs! Sondern wen der HERR und 
dieses Volk und alle Mnner Israels erwhlen, dessen will ich sein und bei 
dem bleibe ich!
2SA 16:19 Und zum andern: Wem sollte ich dienen? Nicht seinem Sohne? Wie 
ich vor deinem Vater gedient habe, also will ich es auch vor dir tun.
2SA 16:20 Und Absalom sprach zu Ahitophel: Rate, was wir tun sollen!
2SA 16:21 Ahitophel sprach: Gehe zu den Kebsweibern deines Vaters, die er 
hinterlassen hat, das Haus zu hten, so wird ganz Israel vernehmen, da du 
dich bei deinem Vater verhat gemacht hast, und es werden die Hnde aller 
deiner Anhnger gestrkt.
2SA 16:22 Da schlug man Absalom ein Zelt auf dem Dache auf, und Absalom 
ging vor den Augen von ganz Israel zu den Kebsweibern seines Vaters.
2SA 16:23 Ahitophels Rat galt nmlich in jenen Tagen soviel, als htte man 
das Wort Gottes befragt; so galten alle Ratschlge Ahitophels bei David 
und bei Absalom.
2SA 17:1 Und Ahitophel sprach zu Absalom: Ich will doch zwlftausend Mann 
auslesen, mich aufmachen und David noch in dieser Nacht nachjagen.
2SA 17:2 Wenn ich dann ber ihn komme, whrend er mde und matt ist, so 
kann ich ihn so erschrecken, da alles Volk, das bei ihm ist, flieht, und 
dann kann ich den Knig allein schlagen.
2SA 17:3 So werde ich alles Volk dir zuwenden, wenn sich alle von dem 
Manne abwenden, dem du nachstellst; dann wird das ganze Volk Frieden haben.
2SA 17:4 Das schien dem Absalom gut und allen ltesten Israels.
2SA 17:5 Aber Absalom sprach: Rufe doch noch Husai, den Architer, da wir 
auch hren, was er zu sagen hat!
2SA 17:6 Als nun Husai zu Absalom kam, sprach Absalom zu ihm: So und so 
hat Ahitophel geraten! Sollen wir seinen Rat ausfhren oder nicht? Was 
sagst du?
2SA 17:7 Da sprach Husai zu Absalom: Es ist kein guter Rat, den Ahitophel 
diesmal gegeben hat!
2SA 17:8 Und Husai sprach: Du kennst deinen Vater wohl und seine Leute 
[und weit], da sie Helden sind und grimmigen Mutes, wie eine Brin auf 
freiem Felde, welche ihrer Jungen beraubt ist; dazu ist dein Vater ein 
Kriegsmann; er wird nicht bei dem Volke bernachten.
2SA 17:9 Siehe, er hat sich wohl schon jetzt in irgend einer Schlucht 
verborgen oder an einem andern Orte. Wenn es dann geschhe, da etliche 
von ihnen gleich im Anfang fielen und man es hren wrde, so sprche man: 
Das Volk, das zu Absalom hlt, hat eine Niederlage erlitten!
2SA 17:10 So wrde jedermann ganz verzagt werden, wer auch sonst tapfer 
ist und ein Herz hat wie ein Lwe; denn ganz Israel wei, da dein Vater 
stark ist und da tapfere Leute bei ihm sind.
2SA 17:11 Darum rate ich, da du ganz Israel, von Dan bis Beerseba, zu dir 
versammelst so zahlreich wie der Sand am Meer, und da du selbst mit ihnen 
in den Krieg ziehest.
2SA 17:12 So wollen wir ihn berfallen, an welchem Orte wir ihn finden, 
und wir wollen ber ihn kommen, wie der Tau auf die Erde fllt, da wir 
von ihm und all seinen Leuten, die bei ihm sind, nicht einen einzigen 
briglassen.
2SA 17:13 Zieht er sich aber in eine Stadt zurck, so soll ganz Israel 
Stricke an jene Stadt legen und sie in den Bach hinunterschleifen, also 
da auch nicht ein Steinchen mehr davon gefunden wird!
2SA 17:14 Da sprachen Absalom und alle Mnner Israels: Der Rat Husais, des 
Architers, ist besser als der Rat Ahitophels! Aber der HERR fgte es so, 
da der gute Rat Ahitophels vereitelt wurde, damit der HERR das Unglck 
ber Absalom brchte.
2SA 17:15 Aber Husai sprach zu Zadok und Abjatar, den Priestern: So und so 
hat Ahitophel dem Absalom und den ltesten Israels geraten; ich aber habe 
so und so geraten.
2SA 17:16 So sendet nun eilends hin und lasset David sagen: Bleibe nicht 
ber Nacht bei den Furten in der Wste, sondern mache dich eilends 
hinber, damit nicht der Knig und alles Volk, das bei ihm ist, 
verschlungen werde!
2SA 17:17 Jonatan aber und Ahimaaz standen beim Brunnen Rogel; und eine 
Magd ging hin und berichtete es ihnen, und sie gingen hin und zeigten es 
dem Knig David an; denn sie durften sich nicht sehen lassen und in die 
Stadt kommen.
2SA 17:18 Aber ein Knabe sah sie und hinterbrachte es Absalom. Da liefen 
die beiden eilends und gingen in das Haus eines Mannes zu Bachurim. Der 
hatte eine Zisterne in seinem Hofe; daselbst stiegen sie hinunter.
2SA 17:19 Und das Weib nahm eine Decke und breitete sie ber die ffnung 
der Zisterne und streute Grtze darber, so da man nichts merkte.
2SA 17:20 Als nun Absaloms Knechte zu dem Weibe in das Haus kamen, fragten 
sie: Wo sind Ahimaaz und Jonatan? Das Weib antwortete: Sie sind ber den 
Bach gegangen. Da suchten sie dieselben, konnten sie aber nicht finden und 
kehrten wieder nach Jerusalem zurck.
2SA 17:21 Als aber diese weg waren, stiegen jene aus dem Brunnen herauf 
und gingen hin und zeigten es dem Knig David an und sprachen zu ihm: 
Macht euch auf und geht eilends ber das Wasser; denn so und so hat 
Ahitophel wider euch geraten!
2SA 17:22 Da machte sich David auf und alles Volk, das bei ihm war, und 
setzten ber den Jordan; und als es lichter Morgen ward, fehlte keiner, 
der nicht ber den Jordan gegangen wre.
2SA 17:23 Als aber Ahitophel sah, da sein Rat nicht ausgefhrt wurde, 
sattelte er seinen Esel, machte sich auf, ging heim in seine Stadt, 
bestellte sein Haus und erhngte sich, starb und ward in seines Vaters 
Grab gelegt.
2SA 17:24 David aber war nach Mahanaim gekommen, als Absalom ber den 
Jordan zog, er und alle Mnner Israels mit ihm.
2SA 17:25 Und Absalom setzte Amasa an Joabs Statt ber das Heer. Dieser 
Amasa war der Sohn eines Mannes, namens Jitra, eines Ismaeliten, welcher 
zu Abigail gegangen war, der Tochter Nachaschs, der Schwester der Zeruja, 
der Mutter Joabs.
2SA 17:26 Und Israel und Absalom lagerten sich im Lande Gilead.
2SA 17:27 Als nun David nach Mahanaim gekommen war, brachten Schobi, der 
Sohn des Nahas, von Rabba der Kinder Ammon, und Machir, der Sohn Ammiels 
von Lodebar, und Barsillai, der Gileaditer von Roglim,
2SA 17:28 Betten, Becken, irdene Geschirre, Weizen, Gerste, Mehl, 
gerstetes Korn, Bohnen, Linsen,
2SA 17:29 Honig und Butter, Schafe und getrocknetes Rindfleisch zur Speise 
fr David und das Volk, das bei ihm war; denn sie sprachen: Das Volk wird 
hungrig, mde und durstig sein in der Wste.
2SA 18:1 David aber musterte das Volk und setzte Hauptleute ber je 
Tausend und ber je Hundert.
2SA 18:2 Und David lie das Volk ausrcken, ein Drittel unter Joab, ein 
Drittel unter Abisai, dem Sohne der Zeruja, Joabs Bruder, und ein Drittel 
unter Ittai, dem Gatiter. Und der Knig sprach zum Volke: Ich will auch 
mit euch ziehen!
2SA 18:3 Aber das Volk sprach: Du sollst nicht in den Krieg ziehen! Denn 
wenn wir fliehen, so wird man sich nicht um uns kmmern, ob auch die 
Hlfte von uns umkme; du aber bist [so viel wert] wie zehntausend von 
uns. So ist es nun besser, da du uns von der Stadt aus zu Hilfe kommst.
2SA 18:4 Der Knig sprach zu ihnen: Was euch gut dnkt, das will ich tun! 
Und der Knig stand zur Seite des Tores, whrend alles Volk auszog zu 
Hunderten und zu Tausenden.
2SA 18:5 Und der Knig gebot dem Joab, dem Abisai und Ittai und sprach: 
Verfahret mir gelinde mit dem Jngling Absalom! Und alles Volk hrte es, 
wie der Knig allen Hauptleuten wegen Absalom Befehl gab.
2SA 18:6 So zogen denn die Leute ins Feld, Israel entgegen; und der Kampf 
entspann sich im Walde Ephraim.
2SA 18:7 Und das Volk Israel ward daselbst von den Knechten Davids 
geschlagen, und es fand an jenem Tage dort ein groes Gemetzel statt von 
zwanzigtausend Mann;
2SA 18:8 und der Kampf breitete sich daselbst ber das ganze Land aus, und 
der Wald fra an jenem Tage viel mehr Volk, als das Schwert es getan hatte.
2SA 18:9 Absalom aber geriet von ungefhr unter die Augen der Knechte 
Davids. Absalom ritt nmlich auf dem Maultier. Als nun das Maultier unter 
die dichten Zweige einer groen Eiche kam, da blieb er mit dem Kopf in der 
Eiche hngen, so da er zwischen Himmel und Erde schwebte, denn das 
Maultier lief unter ihm weg.
2SA 18:10 Das sah ein Mann; der zeigte es Joab an und sprach: Siehe, ich 
sah Absalom an der Eiche hngen!
2SA 18:11 Da sprach Joab zu dem Manne, der ihm solches anzeigte: Siehe 
doch, wenn du das sahest, warum schlugst du ihn nicht auf der Stelle zu 
Boden? So knnte ich dir jetzt zehn Silberlinge und einen Grtel geben!
2SA 18:12 Der Mann aber sprach zu Joab: Und wenn du tausend Silberlinge in 
meine Hand gewogen httest, so wollte ich dennoch meine Hand nicht an des 
Knigs Sohn gelegt haben; denn der Knig hat dir und Abisai und Ittai vor 
unsern Ohren geboten und gesagt: Gebt acht, wer es auch sei, auf den 
Jngling Absalom!
2SA 18:13 Htte ich aber etwas gegen sein Leben getan, so bliebe doch 
keine Lge und gar nichts dem Knig verborgen; und du selbst wrdest mir 
nicht beigestanden sein.
2SA 18:14 Joab sprach: ich kann nicht so lange bei dir verziehen! Und er 
nahm drei Spiee in seine Hand und stie sie Absalom ins Herz, da er noch 
lebend an der Eiche hing.
2SA 18:15 Darnach umringten ihn zehn Knappen, Joabs Waffentrger, und 
schlugen Absalom noch vollends tot.
2SA 18:16 Da stie Joab in die Posaune und rief das Volk von der 
Verfolgung Israels zurck; denn Joab wollte das Volk schonen.
2SA 18:17 Sie nahmen aber Absalom und warfen ihn im Walde in die groe 
Grube und errichteten einen sehr groen Steinhaufen ber ihm. Ganz Israel 
aber war entflohen, ein jeder zu seiner Htte.
2SA 18:18 Absalom aber hatte, als er noch lebte, eine Sule genommen und 
fr sich im Knigstale aufgerichtet, denn er sprach: Ich habe keinen Sohn, 
der fr meines Namens Gedchtnis sorgen knnte; und so nannte er die Sule 
nach seinem Namen; und sie heit auch Absaloms Hand bis auf diesen Tag.
2SA 18:19 Ahimaaz aber, der Sohn Zadoks, sprach: Ich will doch hinlaufen 
und dem Knig verkndigen, da der HERR ihm Recht verschafft hat von der 
Hand seiner Feinde!
2SA 18:20 Joab aber sprach zu ihm: Du bist heute kein Mann guter 
Botschaft! An einem andern Tage magst du gute Botschaft bringen, heute 
aber httest du keine gute Botschaft zu bringen; denn des Knigs Sohn ist 
tot!
2SA 18:21 Aber zu dem Kuschiten sprach Joab: Gehe hin, melde dem Knig, 
was du gesehen hast! Da verneigte sich der Kuschite vor Joab und lief 
davon.
2SA 18:22 Ahimaaz aber, der Sohn Zadoks, sprach abermal zu Joab: Wie wre 
es, wenn ich doch dem Kuschiten nachliefe? Joab sprach: Was willst du 
laufen, mein Sohn? Dir wird kein Botenlohn zuteil!
2SA 18:23 Mag sein; ich will doch laufen! Da sprach er zu ihm: So lauf! 
Also lief Ahimaaz den Weg der Jordanaue und kam dem Kuschiten zuvor.
2SA 18:24 David aber sa zwischen den zwei Toren. Und der Wchter ging auf 
das Dach des Tors auf der Mauer, erhob seine Augen und sah sich um. Siehe, 
da lief ein Mann allein.
2SA 18:25 Da rief der Wchter und kndigte es dem Knig an. Der Knig aber 
sprach: Ist er allein, so ist gute Botschaft in seinem Munde!
2SA 18:26 Whrend nun dieser immer nher kam, sah der Wchter einen andern 
Mann laufen und rief dem Torhter zu und sprach: Siehe, ein Mann luft 
allein! Der Knig aber sprach: Der ist auch ein guter Bote!
2SA 18:27 Der Wchter sprach: Mir scheint, der erste Lufer sei Ahimaaz, 
der Sohn Zadoks! Da sprach der Knig: Er ist ein guter Mann und bringt 
gute Botschaft!
2SA 18:28 Ahimaaz aber rief und sprach zum Knig: Friede! Dann warf er 
sich vor dem Knig auf sein Angesicht zur Erde nieder und sprach: Gelobt 
sei der HERR, dein Gott, der die Leute, die ihre Hand wider meinen Herrn, 
den Knig, aufgehoben, dahingegeben hat!
2SA 18:29 Der Knig aber fragte: Geht es auch dem Jngling Absalom wohl? 
Ahimaaz sprach: Ich sah ein groes Getmmel, als Joab den Knecht des 
Knigs und mich, deinen Knecht, sandte, wei aber nicht, was es war.
2SA 18:30 Der Knig sprach: Tritt zur Seite und stelle dich hierher! Da 
trat er zur Seite und blieb stehen.
2SA 18:31 Siehe, da kam der Kuschite und sprach: Ich bringe eine gute 
Botschaft, mein Herr und Knig! Denn der HERR hat dir heute Recht 
verschafft von der Hand aller, die sich wider dich auflehnten!
2SA 18:32 Der Knig aber fragte den Kuschiten: Geht es auch dem Jngling 
Absalom wohl? Der Kuschite sprach: Wie dem Jngling mge es allen Feinden 
meines Herrn, des Knigs, und allen ergehen, die sich wider dich 
auflehnen, Bses zu tun!
2SA 18:33 Da ward der Knig sehr bewegt und ging hinauf ins Obergemach im 
Tor und weinte; und im Gehen sprach er: Mein Sohn Absalom, mein Sohn, 
mein Sohn Absalom! Ach, da ich doch statt deiner gestorben wre! O 
Absalom, mein Sohn, mein Sohn!
2SA 19:1 Und es ward Joab angezeigt: Siehe, der Knig weint und trgt Leid 
um Absalom!
2SA 19:2 So wurde an jenem Tage dem ganzen Volke der Sieg zum Leid; denn 
an jenem Tage hrte das Volk sagen: Der Knig trauert um seinen Sohn!
2SA 19:3 Und das Volk stahl sich an jenem Tage in die Stadt hinein, wie 
ein Volk sich wegstiehlt, das sich schmen mu, weil es im Kampfe geflohen 
ist.
2SA 19:4 Der Knig aber hatte sein Angesicht verhllt und schrie laut: 
Mein Sohn Absalom! Absalom, mein Sohn, mein Sohn!
2SA 19:5 Da kam Joab zum Knig ins Haus und sprach: Du hast heute alle 
deine Knechte schamrot gemacht, die heute dir und deinen Shnen, deinen 
Tchtern, deinen Weibern und Kebsweibern das Leben gerettet haben;
2SA 19:6 indem du die liebst, die dich hassen, und hassest, die dich 
lieben; denn du lssest heute merken, da dir nichts gelegen ist an den 
Hauptleuten und Knechten! Denn ich merke heute wohl: wenn nur Absalom 
lebte und wir alle heute tot wren, das dnkte dich, recht zu sein!
2SA 19:7 So mache dich nun auf und gehe hinaus und rede mit deinen 
Knechten freundlich! Denn ich schwre dir bei dem HERRN: Wenn du nicht 
hinausgehst, so wird kein Mann diese Nacht bei dir bleiben, und das wird 
rger sein fr dich als alles Unglck, das ber dich gekommen ist, von 
deiner Jugend an bis hierher!
2SA 19:8 Da machte sich der Knig auf und setzte sich ins Tor. Das tat man 
allem Volke kund und sprach: Siehe, der Knig sitzt im Tor! Da kam alles 
Volk vor den Knig; Israel aber war geflohen, ein jeder in seine Htte.
2SA 19:9 Und alles Volk in allen Stmmen Israels zankte sich und sprach: 
Der Knig hat uns errettet von der Hand unsrer Feinde, und er hat uns aus 
der Philister Hand erlst; dennoch mute er jetzt vor Absalom aus dem 
Lande fliehen!
2SA 19:10 Nun aber ist Absalom, den wir ber uns gesalbt hatten, im Kampfe 
umgekommen. Warum sagt ihr denn nun nichts davon, da ihr den Knig 
zurckholen wollt?
2SA 19:11 Und der Knig David sandte zu Zadok und Abjatar, den Priestern, 
und lie ihnen sagen: Redet mit den ltesten Judas und sagt zu ihnen: 
Warum wollt ihr die Letzten sein, den Knig wieder in sein Haus zu holen? 
Denn was von ganz Israel geredet wurde, war vor den Knig in sein Haus 
gekommen.
2SA 19:12 Ihr seid meine Brder, mein Gebein und mein Fleisch; warum wollt 
ihr denn die Letzten sein, den Knig wieder zu holen?
2SA 19:13 Und zu Amasa sprecht: Bist du nicht mein Gebein und Fleisch? 
Gott tue mir dies und das, wenn du nicht Feldhauptmann sein wirst vor mir 
dein Leben lang an Joabs Statt!
2SA 19:14 Und er neigte das Herz aller Mnner von Juda wie dasjenige eines 
Mannes, so da sie zum Knig sandten und ihm sagen lieen: Komm wieder, du 
und alle deine Knechte!
2SA 19:15 Also kam der Knig wieder. Und da er an den Jordan kam, waren 
[die Mnner von] Juda gen Gilgal gekommen, um dem Knig entgegenzugehen 
und ihn ber den Jordan zu fhren.
2SA 19:16 Auch Simei, der Sohn Geras, des Benjaminiters, der zu Bachurim 
wohnte, eilte mit den Mnnern Judas hinab, dem Knig entgegen,
2SA 19:17 und mit ihm tausend Mann von Benjamin; dazu Ziba, der Knecht des 
Hauses Sauls, samt seinen fnfzehn Shnen und zwanzig Knechten; die 
bereiteten den Weg ber den Jordan, vor dem Knig her.
2SA 19:18 Es ging nmlich eine Fhre hinber, um die knigliche Familie 
berzusetzen und also dem Knig einen Gefallen zu erweisen. Da fiel Simei, 
der Sohn Geras, vor dem Knig nieder, als dieser ber den Jordan fahren 
wollte,
2SA 19:19 und er sprach zum Knig: Mein Herr, rechne mir die Missetat 
nicht zu und gedenke nicht an das Bse, was dein Knecht getan hat des 
Tages, als mein Herr, der Knig, Jerusalem verlie;
2SA 19:20 denn dein Knecht erkennt, da ich gesndigt habe; und siehe, ich 
bin heute zuerst gekommen, vor dem ganzen Hause Joseph, um meinem Herrn, 
dem Knig, zu begegnen!
2SA 19:21 Aber Abisai, der Sohn der Zeruja, antwortete und sprach: Sollte 
Simei darum nicht sterben, da er dem Gesalbten des HERRN geflucht hat?
2SA 19:22 David aber sprach: Was habe ich mit euch zu schaffen, ihr Shne 
der Zeruja, die ihr mir heute zum Satan werden wollt? Sollte heute jemand 
in Israel gettet werden? Wei ich denn nicht, da ich heute Knig ber 
Israel geworden bin?
2SA 19:23 Und der Knig sprach zu Simei: Du sollst nicht sterben! Und der 
Knig schwur ihm.
2SA 19:24 Mephiboset aber, Sauls Sohn, kam auch herab, dem Knig entgegen. 
Und er hatte weder seine Fe noch seinen Bart gepflegt, noch seine 
Kleider gewaschen, seit dem Tage, da der Knig hinweggegangen war, bis zu 
dem Tage, da er in Frieden wiederkehrte.
2SA 19:25 Als er nun von Jerusalem dem Knig entgegenkam, sprach der Knig 
zu ihm: Mephiboset, warum bist du nicht mit mir gezogen?
2SA 19:26 Er sprach: Mein Herr und Knig, mein Knecht hat mich betrogen! 
Denn dein Knecht sprach: Ich will mir einen Esel satteln, damit ich darauf 
reiten und zum Knig ziehen kann, denn dein Knecht ist lahm.
2SA 19:27 Dazu hat er deinen Knecht verleumdet vor meinem Herrn, dem 
Knig. Aber mein Herr, der Knig, ist wie ein Engel Gottes! So tue nur, 
was dich gut dnkt!
2SA 19:28 Denn als das ganze Haus meines Vaters nichts anderes war als 
Leute des Todes vor meinem Herrn, dem Knig, hast du deinen Knecht unter 
die gesetzt, welche an deinem Tische essen; was habe ich noch weiter zu 
beanspruchen oder zum Knig zu schreien?
2SA 19:29 Der Knig sprach zu ihm: Was machst du noch weiter Worte? Ich 
habe es gesagt: Du und Ziba sollt den Landbesitz unter euch teilen!
2SA 19:30 Mephiboset sprach zum Knig: Er soll nur alles nehmen, nachdem 
mein Herr, der Knig, in Frieden heimgekommen ist!
2SA 19:31 Und Barsillai, der Gileaditer, war von Roglim herabgekommen, um 
den Knig ber den Jordan zu geleiten.
2SA 19:32 Barsillai war aber sehr alt, achtzigjhrig, und er hatte den 
Knig whrend seines Aufenthaltes zu Mahanaim mit Speise versorgt; denn er 
war ein sehr reicher Mann.
2SA 19:33 Nun sprach der Knig zu Barsillai: Du sollst mit mir 
hinberziehen, und ich will dich zu Jerusalem bei mir versorgen!
2SA 19:34 Aber Barsillai sprach zum Knig: Wie lange habe ich noch zu 
leben, da ich mit dem Knig nach Jerusalem hinaufziehen sollte?
2SA 19:35 Ich bin heute achtzig Jahre alt, wie knnte ich noch 
unterscheiden, was gut oder schlecht ist? Knnte dein Knecht auch 
schmecken, was ich e und trnke? Knnte ich noch hren, was die Snger 
und Sngerinnen singen? Warum sollte also dein Knecht dem Knig zur Last 
fallen?
2SA 19:36 Dein Knecht mchte nur ein wenig mit dem Knig ber den Jordan 
gehen; aber warum wollte mir der Knig eine solche Vergeltung erweisen?
2SA 19:37 La doch deinen Knecht umkehren, da ich in meiner Stadt, beim 
Grabe meines Vaters und meiner Mutter, sterben kann! Aber siehe, hier ist 
dein Knecht Kimham, der mge mit meinem Herrn, dem Knig, hinberziehen; 
demselben tue, was dich gut dnkt!
2SA 19:38 Der Knig sprach: Kimham soll mit mir hinberziehen, so will ich 
ihm tun, was dir gefllt; auch alles, was du von mir forderst, will ich 
fr dich tun.
2SA 19:39 Und als alles Volk den Jordan berschritten hatte, ging der 
Knig auch hinber; und der Knig kte den Barsillai und segnete ihn. 
Darauf kehrte dieser wieder an seinen Ort zurck.
2SA 19:40 Der Knig aber zog nach Gilgal hinber und Kimham mit ihm; und 
das ganze Volk von Juda hatte den Knig hinbergefhrt und auch das halbe 
Volk Israel.
2SA 19:41 Und siehe, da kamen alle Mnner von Israel zum Knig und 
sprachen zu ihm: Warum haben dich unsre Brder, die Mnner von Juda, 
weggestohlen und haben den Knig und sein Haus ber den Jordan gefhrt und 
alle Mnner Davids mit ihm?
2SA 19:42 Da antworteten alle Mnner von Juda denen von Israel: Weil der 
Knig uns nher zugehrt! Und was zrnt ihr darum? Haben wir den Knig 
gefressen oder ihn fr uns in Beschlag genommen?
2SA 19:43 Aber die Mnner Israels antworteten denen von Juda und sprachen: 
Wir haben zehn Anteile am Knig und gelten auch bei David mehr als ihr! 
Warum habt ihr uns denn so gering geachtet? Haben wir nicht zuerst gesagt, 
wir wollten unsern Knig wieder holen? Aber die von Juda redeten noch 
hrter als die von Israel.
2SA 20:1 Nun war daselbst von ungefhr ein nichtswrdiger Mensch, namens 
Seba, ein Sohn Bichris, eines Mannes von Benjamin, der stie in die 
Posaune und sprach: Wir haben keinen Teil an David, noch Erbe am Sohne 
Isais; ein jeder begebe sich zu seinen Zelten, ihr Israeliten!
2SA 20:2 Da fielen alle Israeliten von David ab und folgten Seba, dem 
Sohne Bichris. Aber die Mnner von Juda hingen an ihrem Knig, vom Jordan 
an bis gen Jerusalem.
2SA 20:3 Als aber der Knig David zu seinem Hause kam in Jerusalem, nahm 
er die zehn Kebsweiber, die er zurckgelassen hatte, das Haus zu hten, 
und tat sie in Verwahrung und versorgte sie; er ging aber nicht mehr zu 
ihnen; und sie blieben eingeschlossen bis an den Tag ihres Todes und 
lebten als Witwen.
2SA 20:4 Und der Knig sprach zu Amasa: Berufe mir alle Mnner von Juda 
auf den dritten Tag, und darnach stelle dich hier wieder ein!
2SA 20:5 Und Amasa ging hin, Juda einzuberufen; aber er verzog, auf die 
bestimmte Zeit zu kommen.
2SA 20:6 Da sprach David zu Abisai: Nun wird uns Seba, der Sohn Bichris, 
mehr Schaden tun als Absalom! Nimm du die Knechte deines Herrn und jage 
ihm nach, da er nicht etwa feste Stdte fr sich gewinne und so unsern 
Augen entrinne!
2SA 20:7 Da zogen aus, ihm nach, die Mnner Joabs und die Kreter und 
Pleter und alle Helden; sie zogen aus von Jerusalem, um Seba, dem Sohne 
Bichris, nachzujagen.
2SA 20:8 Als sie aber bei dem groen Steine zu Gibeon waren, kam ihnen 
Amasa entgegen; Joab aber war mit seinem Waffenrock bekleidet und hatte 
darber ein Schwert gegrtet; das hing an seiner Hfte in der Scheide und 
glitt hervor und fiel heraus.
2SA 20:9 Und Joab sprach zu Amasa: Geht es dir wohl, mein Bruder? Und Joab 
fate mit seiner rechten Hand Amasa beim Bart, um ihn zu kssen.
2SA 20:10 Amasa aber achtete nicht auf das Schwert in Joabs Hand; und der 
stach ihn damit in den Bauch, da sich seine Eingeweide auf die Erde 
ergossen; und er starb, ohne da jener ihm noch einen Stich gab. Joab aber 
und sein Bruder Abisai jagten Seba, dem Sohne Bichris, nach.
2SA 20:11 Es trat aber einer von den Burschen Joabs neben Amasa und 
sprach: Wer Joab liebt und es mit David hlt, der folge Joab nach!
2SA 20:12 Amasa aber wlzte sich in seinem Blute mitten auf der Strae. 
Als aber der Mann sah, da alles Volk daselbst stehenblieb, schob er Amasa 
von der Strae auf den Acker und warf Kleider auf ihn, weil er sah, da 
alle Vorbergehenden stehen blieben.
2SA 20:13 Als er nun von der Strae weggeschafft war, folgte jedermann 
Joab nach, um Seba, dem Sohne Bichris, nachzujagen.
2SA 20:14 Der zog durch alle Stmme Israels bis nach Abel-Beth-Maacha; und 
alle Beriter versammelten sich und folgten ihm auch nach.
2SA 20:15 Jene aber kamen und belagerten ihn zu Abel-Beth-Maacha, und sie 
warfen einen Wall um die Stadt bis an die Mauern hin. Und alles Volk, das 
mit Joab war, strmte und wollte die Mauer niederwerfen.
2SA 20:16 Da rief eine weise Frau aus der Stadt: Hret, hret! Saget doch 
zu Joab: Komm hierher, ich will mit dir reden!
2SA 20:17 Als er sich ihr nun nherte, sprach die Frau: Bist du Joab? Er 
sprach: Ich bin's! Sie sprach zu ihm: Hre die Rede deiner Magd! Er 
sprach: Ich hre!
2SA 20:18 Sie sprach: Vor Zeiten pflegte man zu sagen: Man frage doch in 
Abel! Und so fhrte man es auch aus.
2SA 20:19 Ich bin eine von den friedsamen, getreuen [Stdten] in Israel, 
und du willst eine Stadt und Mutter Israels umbringen? Warum willst du das 
Erbteil des HERRN verderben?
2SA 20:20 Joab antwortete und sprach: Das sei ferne, das sei ferne von 
mir, da ich sie vernichten und verderben sollte!
2SA 20:21 Die Sache verhlt sich nicht so; sondern ein Mann vom Gebirge 
Ephraim, namens Seba, der Sohn Bichris, hat sich wider den Knig David 
emprt. Gebet denselben allein heraus, so will ich von der Stadt abziehen! 
Die Frau sprach zu Joab: Siehe, sein Haupt soll zu dir ber die Mauer 
hinausgeworfen werden!
2SA 20:22 Und die Frau ging hinein zu allem Volk in ihrer Weisheit. Da 
hieben sie Seba, dem Sohne Bichris, den Kopf ab und warfen ihn Joab zu. 
Der stie in die Posaune; und sie zerstreuten sich von der Stadt, ein 
jeder zu seinem Zelte. Joab aber kehrte wieder nach Jerusalem zum Knig 
zurck.
2SA 20:23 Und Joab war ber das ganze Heer Israels gesetzt und Benaja, der 
Sohn Jojadas, ber die Kreter und Pleter.
2SA 20:24 Adoram aber war ber die Fron gesetzt; und Josaphat, der Sohn 
Achiluds, war Kanzler.
2SA 20:25 Aber Seja war Schreiber, und Zadok und Abjatar waren Priester.
2SA 20:26 Auch Ira, der Iairiter, war ein Priester Davids.
2SA 21:1 Es war aber zu Davids Zeiten eine Hungersnot drei Jahre lang, 
Jahr fr Jahr. Und David suchte das Angesicht des HERRN. Und der HERR 
sprach: Es ist wegen Saul und wegen des Hauses der Blutschuld, weil er die 
Gibeoniter gettet hat!
2SA 21:2 Da lie der Knig die Gibeoniter rufen und redete mit ihnen. Die 
Gibeoniter aber gehrten nicht zu den Kindern Israel, sondern waren von 
den Amoritern briggeblieben; die Kinder Israel hatten ihnen geschworen; 
dennoch suchte Saul sie zu schlagen in seinem Eifer fr die Kinder Israel 
und Juda.
2SA 21:3 So sprach nun David zu den Gibeonitern: Was soll ich euch tun? 
Und womit soll ich Shne leisten, damit ihr das Erbteil des HERRN segnet?
2SA 21:4 Die Gibeoniter sprachen zu ihm: Wir verlangen weder Gold noch 
Silber von Saul und seinem Hause, auch ist uns nicht darum zu tun, jemand 
in Israel zu tten. Er sprach: Was wollt ihr denn, da ich euch tun soll?
2SA 21:5 Sie sprachen zum Knig: Von dem Manne, der uns verderbte und uns 
zu vertilgen trachtete, da wir in ganz Israel keinen Bestand mehr haben 
sollten,
2SA 21:6 von dessen Shnen sollen uns sieben Mnner gegeben werden, da 
wir sie aufhngen vor dem HERRN zu Gibea Sauls, des Erwhlten des HERRN. 
Der Knig sprach: Ich will sie geben!
2SA 21:7 Aber der Knig verschonte Mephiboset, den Sohn Jonatans, des 
Sohnes Sauls, wegen des Eides bei dem HERRN, der zwischen ihnen war, 
nmlich zwischen David und Jonatan, dem Sohne Sauls.
2SA 21:8 Aber die beiden Shne, welche Rizpa, Ajas' Tochter, Saul geboren 
hatte, Armoni und Mephiboset, dazu die fnf Shne, welche Merab, die 
Tochter Sauls, Adriel, dem Sohne Barsillais, dem Mecholatiter, geboren 
hatte, nahm der Knig
2SA 21:9 und gab sie in die Hand der Gibeoniter; die hngten sie auf dem 
Berge vor dem HERRN auf. Also fielen diese sieben auf einmal und wurden 
gettet in den ersten Tagen der Gerstenernte.
2SA 21:10 Da nahm Rizpa, die Tochter Ajas, das Trauergewand und breitete 
es fr sich auf dem Felsen aus, vom Anfang der Ernte an, bis das Wasser 
vom Himmel ber sie troff; und sie lie weder des Tages die Vgel des 
Himmels auf ihnen ruhen, noch des Nachts die Tiere des Feldes.
2SA 21:11 Als nun dem David angezeigt wurde, was Rizpa, die Tochter Ajas, 
Sauls Kebsweib, getan hatte,
2SA 21:12 ging David hin und nahm die Gebeine Sauls und die Gebeine 
Jonatans, seines Sohnes, von den Brgern zu Jabes in Gilead, die sie von 
dem Platze zu Bethsan gestohlen hatten, wo die Philister sie aufgehngt 
hatten des Tages, als die Philister den Saul auf dem Gebirge Gilboa 
schlugen.
2SA 21:13 Und er brachte die Gebeine Sauls und die Gebeine seines Sohnes 
Jonatan von dort herauf; und man sammelte zu denselben die Gebeine der 
Gehngten;
2SA 21:14 und man begrub die Gebeine Sauls und seines Sohnes Jonatan zu 
Zela, im Lande Benjamin, im Grabe seines Vaters Kis; man tat alles, wie 
der Knig geboten hatte. Darnach lie sich Gott fr das Land erbitten.
2SA 21:15 Es erhob sich aber wieder ein Krieg der Philister wider Israel. 
Und David zog hinab und seine Knechte mit ihm, und sie stritten wider die 
Philister; David aber ward mde und setzte sich nieder. Da gedachte Ischbi-
Benob,
2SA 21:16 einer der Kinder Raphas, der eine Lanze im Gewicht von 
dreihundert Schekel Erz hatte und mit einem neuen Schwert umgrtet war, er 
wolle David erschlagen.
2SA 21:17 Aber Abisai, der Sohn der Zeruja, half ihm und schlug den 
Philister tot. Da schwuren ihm die Mnner Davids und sprachen: Du sollst 
nicht mehr mit uns in den Streit ausziehen, da du die Leuchte Israels 
nicht auslschest!
2SA 21:18 Darnach kam es nochmals zum Kriege mit den Philistern zu Gob. Da 
erschlug Sibechai, der Chuschatiter, den Soph, welcher auch einer von den 
Kindern Raphas war.
2SA 21:19 Und es erhob sich noch ein Kampf mit den Philistern zu Gob. Da 
erschlug Elchanan, der Sohn des Jaare-Orgim, ein Bethlehemiter, Goliat, 
den Gatiter, welcher einen Speer hatte, dessen Schaft wie ein Weberbaum 
war.
2SA 21:20 Und wieder kam es zum Kampfe bei Gat; daselbst war ein Mann von 
groer Lnge, der hatte je sechs Finger an seinen Hnden und je sechs 
Zehen an seinen Fen, vierundzwanzig an der Zahl; der stammte auch von 
Rapha.
2SA 21:21 Als er nun Israel Hohn sprach, erschlug ihn Jonatan, der Sohn 
Simeis, des Bruders Davids.
2SA 21:22 Diese vier waren dem Rapha zu Gat geboren worden, und sie fielen 
durch die Hand Davids und seiner Knechte.
2SA 22:1 Und David redete zu dem HERRN die Worte dieses Liedes, am Tage, 
als der HERR ihn aus der Hand aller seiner Feinde und aus der Hand Sauls 
errettet hatte.
2SA 22:2 Er sprach: Der HERR ist meine Felsenkluft, meine Burg und meine 
Zuflucht;
2SA 22:3 mein Gott ist mein Fels, darin ich mich berge, mein Schild und 
das Horn meines Heils, meine Festung und meine Zuflucht, mein Erretter, 
der mich von Gewalttat befreit.
2SA 22:4 Den HERRN, den Hochgelobten, rief ich an und wurde von meinen 
Feinden errettet.
2SA 22:5 Todeswehen umfingen mich, Bche Belials schreckten mich;
2SA 22:6 Stricke der Unterwelt umschlangen mich, Todesschlingen kamen mir 
entgegen.
2SA 22:7 In meiner Angst rief ich den HERRN an und schrie zu meinem Gott; 
er hrte in seinem Tempel meine Stimme, mein Schreien kam vor ihn zu 
seinen Ohren.
2SA 22:8 Die Erde bebte und erzitterte, die Grundfesten des Himmels wurden 
erschttert und bebten, weil er zornig war.
2SA 22:9 Rauch stieg auf von seiner Nase und verzehrendes Feuer aus seinem 
Mund, Feuerglut brannte daraus hervor.
2SA 22:10 Er neigte den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war unter seinen 
Fen;
2SA 22:11 er fuhr auf dem Cherub und flog daher, er schwebte auf den 
Fittichen des Windes.
2SA 22:12 Er machte Finsternis um sich her zu seinem Gezelt, dunkle 
Wasser, dichte Wolken.
2SA 22:13 Vom Glanz vor ihm brannte Feuerglut;
2SA 22:14 und der HERR donnerte vom Himmel, der Hchste lie seine Stimme 
erschallen;
2SA 22:15 er scho seine Pfeile und zerstreute sie, [schleuderte] Blitze 
und schreckte sie.
2SA 22:16 Da sah man die Betten des Meeres, und die Grnde des Erdbodens 
wurden aufgedeckt von des HERRN Schelten, von dem Schnauben seines 
grimmigen Zorns!
2SA 22:17 Er langte herab aus der Hhe und ergriff mich, er zog mich aus 
groen Wassern;
2SA 22:18 er rettete mich von meinem mchtigen Feind und von meinen 
Hassern; denn sie waren mir zu stark;
2SA 22:19 sie hatten mich berfallen zur Zeit meines Unglcks; aber der 
HERR ward mir zur Sttze
2SA 22:20 und fhrte mich heraus in die Weite, er befreite mich; denn er 
hatte Wohlgefallen an mir.
2SA 22:21 Der HERR vergalt mir nach meiner Gerechtigkeit, nach der 
Reinheit meiner Hnde lohnte er mir;
2SA 22:22 denn ich habe die Wege des HERRN bewahrt und bin nicht 
abgefallen von meinem Gott,
2SA 22:23 sondern ich hatte alle seine Rechte vor mir und stie seine 
Satzungen nicht von mir,
2SA 22:24 und ich hielt es ganz mit ihm und htete mich vor meiner Snde.
2SA 22:25 Darum vergalt mir der HERR nach meiner Gerechtigkeit, nach der 
Reinheit meiner Hnde vor seinen Augen.
2SA 22:26 Gegen den Frommen erzeigst du dich fromm, gegen den Redlichen 
redlich,
2SA 22:27 gegen den Reinen erzeigst du dich rein, aber den Hinterlistigen 
berlistest du.
2SA 22:28 Denn du rettest alles elende Volk, aber du erniedrigst die Augen 
aller Stolzen.
2SA 22:29 Denn du, HERR, bist meine Leuchte; der HERR macht meine 
Finsternis licht;
2SA 22:30 denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschmeien und mit meinem 
Gott ber die Mauern springen.
2SA 22:31 Dieser Gott! Sein Weg ist vollkommen, die Rede des HERRN ist 
gelutert; er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.
2SA 22:32 Denn wer ist Gott, auer dem HERRN, und wer ist ein Fels, auer 
unserm Gott?
2SA 22:33 Gott umgrtet mich mit Kraft und macht meinen Weg unstrflich,
2SA 22:34 er macht meine Fe den Hirschen gleich und stellt mich auf 
meine Hhen;
2SA 22:35 er lehrt meine Hnde streiten und meine Arme den ehernen Bogen 
spannen;
2SA 22:36 du gabst mir den Schild deines Heils, und deine Herablassung 
machte mich gro;
2SA 22:37 du machtest mir Raum zum Gehen, da meine Knchel nicht wankten.
2SA 22:38 Ich jagte meinen Feinden nach und vertilgte sie und kehrte nicht 
um, bis sie aufgerieben waren;
2SA 22:39 ich rieb sie auf und zerschmetterte sie, da sie nicht mehr 
aufstehen konnten; sie fielen unter meine Fe.
2SA 22:40 Du hast mich gegrtet mit Kraft zum Streit, du hast unter mich 
gebeugt, die sich wider mich setzten.
2SA 22:41 Du wandtest mir den Rcken meiner Feinde zu, und meine Hasser 
habe ich vertilgt.
2SA 22:42 Sie schrieen, aber da war kein Retter; zu dem HERRN, aber er 
antwortete ihnen nicht.
2SA 22:43 Und ich zerrieb sie wie Erdenstaub, zertrat sie wie Straenkot 
und warf sie hinaus.
2SA 22:44 Du rettetest mich aus den Znkereien des Volkes und bewahrtest 
mich auf zum Haupt der Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dient mir;
2SA 22:45 die Kinder der Fremden schmeicheln mir, sie folgen mir aufs Wort;
2SA 22:46 die Kinder der Fremden verzagen und kommen zitternd hervor aus 
ihren Schlssern.
2SA 22:47 Es lebt der HERR, und gepriesen sei mein Fels, und erhoben werde 
der Gott meines Heils!
2SA 22:48 Der Gott, der mir Rache verlieh und mir die Vlker unterwarf;
2SA 22:49 der mich meinen Feinden entrinnen lie und mich trotz meiner 
Widersacher erhhte, mich errettete von dem gewaltttigen Mann!
2SA 22:50 Darum will ich dich, o HERR, loben unter den Heiden und deinem 
Namen singen,
2SA 22:51 der seinem Knige groe Siege verliehen hat und seinem Gesalbten 
Gnade erweist, David und seinem Samen bis in Ewigkeit!
2SA 23:1 Dies sind die letzten Worte Davids: Es sprach David, der Sohn 
Isais, es sprach der Mann, der hocherhaben ist, der Gesalbte des Gottes 
Jakobs, der liebliche Psalmdichter in Israel:
2SA 23:2 Der Geist des HERRN hat durch mich geredet, und seine Rede war 
auf meiner Zunge.
2SA 23:3 Der Gott Israels hat geredet, der Fels Israels hat zu mir 
gesprochen: Ein gerechter Herrscher ber die Menschen, ein Herrscher in 
der Furcht Gottes,
2SA 23:4 ist wie das Licht am Morgen, wenn die Sonne am Morgen ohne Wolken 
aufgeht, wenn durch deren Glanz das junge Grn nach dem Regen aus der Erde 
sprot.
2SA 23:5 Steht mein Haus nicht fest bei Gott? Denn er hat einen ewigen 
Bund mit mir gemacht, in allem wohl geordnet und verwahrt; wird er nicht 
alles gedeihen lassen, was mir zum Heil und zur Freude dient?
2SA 23:6 Aber die Nichtswrdigen sind alle wie weggeworfene Dornen, welche 
man nicht in die Hand nimmt;
2SA 23:7 wer sie aber anrhren mu, wappnet sich mit Eisen oder 
Speerschaft; und sie werden gnzlich verbrannt an ihrem Ort.
2SA 23:8 Dies sind die Namen der Helden Davids: Joscheb-Baschebet, der 
Tachkemoniter, das Haupt der Wagenkmpfer; der schwang seinen Speer ber 
achthundert, die auf einmal erschlagen wurden.
2SA 23:9 Und nach ihm Eleasar, der Sohn Dodos, des Achochiters; er war 
unter den drei Helden mit David, als sie die Philister verhhnten; diese 
sammelten sich dort zum Streit, aber die Mnner von Israel zogen hinauf;
2SA 23:10 er jedoch erhob sich und erschlug unter den Philistern, bis 
seine Hand mde wurde und am Schwerte klebte. So verlieh der HERR an jenem 
Tage einen groen Sieg; das Volk kehrte um hinter ihm her, doch nur um zu 
plndern.
2SA 23:11 Und nach ihm Schamma, der Sohn Ages, des Harariters. Als sich 
die Philister zu Lechi zusammenscharten, war daselbst ein Ackerstck voll 
Linsen; als das Volk vor den Philistern die Flucht ergriff,
2SA 23:12 trat er mitten auf das Ackerstck und verteidigte es und schlug 
die Philister, und der HERR verlieh einen groen Sieg.
2SA 23:13 Und drei unter den dreiig Obersten zogen hinab und kamen zur 
Erntezeit zu David in die Hhle Adullam, whrend eine Schar von Philistern 
im Talgrunde Rephaim lag;
2SA 23:14 David war damals in der Bergfeste, und eine Besatzung der 
Philister befand sich zu Bethlehem.
2SA 23:15 Und David hatte ein Gelste und sprach: Wer wird mir Wasser zu 
trinken geben aus dem Brunnen von Bethlehem unter dem Tor?
2SA 23:16 Da brachen die drei Helden durch das Lager der Philister 
hindurch und schpften Wasser aus dem Brunnen von Bethlehem unter dem Tor, 
trugen es her und brachten es zu David; er aber wollte nicht trinken, 
sondern go es aus vor dem HERRN
2SA 23:17 und sprach: Es sei ferne von mir, o HERR, da ich solches tue! 
Ist es nicht das Blut der Mnner, die ihr Leben gewagt haben und 
hingegangen sind? Darum wollte er nicht trinken. Solches taten die drei 
Helden.
2SA 23:18 Und Abisai, der Bruder Joabs, Sohn der Zeruja, war das Haupt der 
Drei; er zckte seinen Speer gegen dreihundert und ttete sie und machte 
sich einen Namen unter den Dreien.
2SA 23:19 War er nicht der geehrteste von den Dreien und wurde ihr 
Oberster? Aber an jene Drei reichte er nicht.
2SA 23:20 Auch Benaja, der Sohn Jojadas, eines tapfern Mannes Sohn, gro 
an Taten, aus Kabzeel, erschlug die beiden Gotteslwen Moabs; er stieg 
auch hinab und ttete einen Lwen in einer Zisterne zur Schneezeit.
2SA 23:21 Er erschlug auch einen ansehnlichen gyptischen Mann, der einen 
Speer in der Hand trug; er aber ging zu ihm hinab mit einem Stecken, und 
er ri dem gypter den Speer aus der Hand und ttete ihn mit seinem Speer.
2SA 23:22 Solches tat Benaja, Jojadas Sohn, und war berhmt unter den drei 
Helden.
2SA 23:23 Er war der berhmteste der Dreiig, aber an jene Drei reichte er 
nicht. Und David setzte ihn ber seine Leibwache.
2SA 23:24 Unter den Dreiig waren: Asahel, der Bruder Joabs; Elchanan, der 
Sohn Dodos, von Bethlehem;
2SA 23:25 Samma, der Haroditer; Elika, der Haroditer;
2SA 23:26 Chelez, der Paltiter; Ira, der Sohn des Jikes, des Tekoiters;
2SA 23:27 Abieser, der Anatotiter; Mebunnai, der Chuschatiter;
2SA 23:28 Zalmon, der Achotiter; Mahari, der Netophatiter;
2SA 23:29 Cheleb, der Sohn Baanas, der Netophatiter; Itai, der Sohn 
Ribais, von Gibea der Kinder Benjamin;
2SA 23:30 Benaja, der Piratoniter; Hiddai von Nachale-Gaas;
2SA 23:31 Abialbon, der Arbatiter; Asmavet, der Barhumiter;
2SA 23:32 Eljachba, der Saalboniter; von den Kindern Jasens: Jonatan;
2SA 23:33 Schamma, der Harariter; Achiam, der Sohn Sarars, des Harariters;
2SA 23:34 Eliphelet, der Sohn Achasbais, des Sohnes Maachatis; Eliam, der 
Sohn Ahitophels, des Giloniters;
2SA 23:35 Chezrai, der Karmeliter; Paarai, der Arbiter;
2SA 23:36 Jigeal, der Sohn Natans, von Zoba; Bani, der Gaditer;
2SA 23:37 Zelek, der Ammoniter; Naharai, der Beerotiter, Waffentrger 
Joabs, des Sohnes der Zeruja;
2SA 23:38 Ira, der Jitriter; Gareb, der Jitriter;
2SA 23:39 Urija, der Hetiter. Insgesamt siebenunddreiig.
2SA 24:1 Und der Zorn des HERRN ergrimmte abermals wider Israel, und er 
reizte David wider sie, indem er sprach: Gehe hin, zhle Israel und Juda!
2SA 24:2 Und der Knig sprach zu Joab, seinem Feldhauptmann, der bei ihm 
war: Durchziehe doch alle Stmme Israels, von Dan bis Beerseba, und 
mustere das Volk, damit ich ihre Zahl erfahre!
2SA 24:3 Joab sprach zum Knig: Der HERR, dein Gott, fge zu diesem Volke, 
wie es jetzt ist, noch hundertmal mehr hinzu, da mein Herr und Knig es 
mit seinen eigenen Augen sehe; aber warum verlangt mein Herr und Knig so 
etwas?
2SA 24:4 Doch des Knigs Wort blieb fest wider Joab und die Heerfhrer; so 
zogen Joab und die Heerfhrer von dem Knige aus, um das Volk Israel zu 
zhlen.
2SA 24:5 Und sie gingen ber den Jordan und lagerten sich zu Aroer, zur 
Rechten der Stadt, die mitten im Tale von Gad liegt und gegen Jaeser.
2SA 24:6 Und sie kamen gen Gilead und in die Gegend von Tahtim-Hodsi, und 
als sie gen Dan-Jaan kamen, wandten sie sich nach Zidon.
2SA 24:7 Und sie kamen zu der Festung Tyrus und allen Stdten der Heviter 
und Kanaaniter und zogen alsdann ins Mittagsland von Juda, gen Beerseba.
2SA 24:8 Also durchzogen sie das ganze Land und kamen nach neun Monaten 
und zwanzig Tagen gen Jerusalem.
2SA 24:9 Und Joab gab dem Knig die Zahl des gemusterten Volkes an. Und es 
waren in Israel achthunderttausend Kriegsleute, die das Schwert zogen, und 
in Juda fnfhunderttausend Mann.
2SA 24:10 Aber nachdem David das Volk hatte zhlen lassen, schlug ihm das 
Herz. Und David sprach zum HERRN: Ich habe mich schwer versndigt mit dem, 
was ich getan! Nun aber, o HERR, vergib doch die Missetat deines Knechtes; 
denn ich habe sehr tricht gehandelt!
2SA 24:11 Und als David am Morgen aufstand, erging das Wort des HERRN an 
den Propheten Gad, den Seher Davids, also:
2SA 24:12 Gehe hin und sage zu David: So spricht der HERR: Dreierlei lege 
ich dir vor; erwhle dir deren eines, da ich es dir antue!
2SA 24:13 Gad kam zu David, zeigte es ihm an und sprach: Willst du, da 
sieben Jahre Hungersnot in dein Land komme, oder da du drei Monate lang 
vor deinen Widersachern fliehen mssest und sie dich verfolgen, oder da 
drei Tage lang Pestilenz in deinem Lande sei? So besinne dich nun und 
siehe, was ich dem antworten soll, der mich gesandt hat!
2SA 24:14 David sprach zu Gad: Mir ist sehr angst! Doch la uns in die 
Hand des HERRN fallen, denn seine Barmherzigkeit ist gro; aber in der 
Menschen Hand will ich nicht fallen!
2SA 24:15 Da lie der HERR Pestilenz in Israel kommen vom Morgen an bis 
zur bestimmten Zeit, da von dem Volk, von Dan bis Beerseba, 
siebzigtausend Mann starben.
2SA 24:16 Als aber der Engel seine Hand ber Jerusalem ausstreckte, um sie 
zu verderben, lie sich der HERR des bels gereuen, und er sprach zu dem 
Engel, dem Verderber unter dem Volke: Es ist genug! La nun deine Hand ab! 
Der Engel des HERRN aber war bei der Tenne Aravnas, des Jebusiters.
2SA 24:17 Als David den Engel sah, der das Volk schlug, sprach er zum 
HERRN: Siehe, ich habe gesndigt, ich habe die Missetat begangen! Was 
haben aber diese Schafe getan? La doch deine Hand wider mich und wider 
meines Vaters Haus gerichtet sein!
2SA 24:18 Und Gad kam zu David an jenem Tage und sprach zu ihm: Gehe 
hinauf und errichte dem HERRN einen Altar in der Tenne Aravnas, des 
Jebusiters!
2SA 24:19 Also ging David hinauf, wie Gad gesagt und der HERR geboten 
hatte.
2SA 24:20 Und als Aravna aufblickte, sah er den Knig mit seinen Knechten 
zu ihm herberkommen. Da ging Aravna hinaus und verneigte sich vor dem 
Knig mit dem Angesicht zur Erde;
2SA 24:21 und Aravna sprach: Warum kommt mein Herr und Knig zu seinem 
Knechte? David sprach: Die Tenne von dir zu kaufen, um dem HERRN einen 
Altar zu bauen, damit die Plage vom Volke abgewandt werde!
2SA 24:22 Aber Aravna sprach zu David: Mein Herr und Knig nehme sie und 
opfere, was ihn gut dnkt! Siehe, da ist ein Rind zum Brandopfer, die 
Dreschwagen aber und das Geschirr des Ochsen mgen als Brennholz dienen!
2SA 24:23 Alles dieses schenkt Aravna, o Knig, dem Knige! Und Aravna 
sprach zum Knig: Der HERR, dein Gott, sei dir gndig!
2SA 24:24 Aber der Knig sprach zu Aravna: Nicht also, sondern ich will es 
dir abkaufen gem seinem Werte; denn ich will dem HERRN, meinem Gott, 
kein Brandopfer darbringen, das mich nichts kostet. Also kaufte David die 
Tenne und die Rinder um fnfzig Schekel Silber.
2SA 24:25 Und David baute dem HERRN daselbst einen Altar und opferte 
Brandopfer und Dankopfer. Und der HERR lie sich fr das Land erbitten, 
und die Plage wurde von Israel abgewehrt.
1KI 1:1 Als aber der Knig David alt und hochbetagt war, konnte er nicht 
warm werden, obgleich man ihn mit Kleidern bedeckte.
1KI 1:2 Da sprachen seine Knechte zu ihm: Man sollte unserm Herrn, dem 
Knig, ein Mdchen, eine Jungfrau suchen, da sie vor dem Knig stehe und 
seiner pflege und an seinem Busen schlafe und unsern Herrn, den Knig, 
wrme.
1KI 1:3 Und sie suchten ein schnes Mdchen in allen Landmarken Israels 
und fanden Abisag von Sunem, die brachten sie dem Knig.
1KI 1:4 Sie war aber ein sehr schnes Mdchen und pflegte den Knig und 
diente ihm. Aber der Knig erkannte sie nicht.
1KI 1:5 Adonia aber, der Sohn der Haggit, erhob sich und sprach: Ich will 
Knig werden! Und er verschaffte sich Wagen und Reiter und fnfzig Mann, 
die vor ihm herliefen.
1KI 1:6 Aber sein Vater hatte ihn nie betrbt Zeit seines Lebens, so da 
er gesagt htte: Warum tust du also? Auch war er sehr schn von Gestalt; 
und seine Mutter hatte ihn nach Absalom geboren.
1KI 1:7 Und er hatte eine Unterredung mit Joab, dem Sohne der Zeruja, und 
mit Abjatar, dem Priester; die halfen dem Adonia.
1KI 1:8 Aber der Priester Zadok und Benaja, Jojadas Sohn, und der Prophet 
Natan und Simei und Rei und die Helden Davids hielten es nicht mit Adonia.
1KI 1:9 Und als Adonia Schafe und Rinder und Mastvieh opferte bei dem 
Stein Sochelet, der neben dem Brunnen Rogel liegt, lud er alle seine 
Brder, des Knigs Shne, und alle Mnner Judas, des Knigs Knechte, ein.
1KI 1:10 Aber den Propheten Natan und Benaja und die Helden und seinen 
Bruder Salomo lud er nicht ein.
1KI 1:11 Da sprach Natan zu Batseba, der Mutter Salomos: Hast du nicht 
gehrt, da Adonia, der Sohn der Haggit, Knig geworden ist ohne Wissen 
Davids, unseres Herrn?
1KI 1:12 Komm nun, ich will dir doch einen Rat geben, da du dein Leben 
und das Leben deines Sohnes Salomo errettest.
1KI 1:13 Komm und gehe hinein zum Knig David und sprich zu ihm: Hast du 
nicht, mein Herr und Knig, deiner Magd geschworen und gesagt: Dein Sohn 
Salomo soll Knig sein nach mir, und er soll auf meinem Throne sitzen? 
Warum ist denn Adonia Knig geworden?
1KI 1:14 Siehe, whrend du noch dort bist und mit dem Knig redest, will 
ich nach dir hineinkommen und deine Worte besttigen.
1KI 1:15 Da ging Batseba zum Knig in die Kammer hinein. Der Knig aber 
war sehr alt, und Abisag von Sunem diente dem Knig.
1KI 1:16 Und Batseba neigte und verbeugte sich vor dem Knig. Der Knig 
aber sprach: Was willst du?
1KI 1:17 Sie sprach zu ihm: Mein Herr, du hast deiner Magd bei dem HERRN, 
deinem Gott, geschworen: Dein Sohn Salomo soll Knig sein nach mir, und er 
soll auf meinem Throne sitzen!
1KI 1:18 Nun aber, siehe, ist Adonia Knig geworden; und mein Herr und 
Knig wei nichts darum.
1KI 1:19 Er hat Ochsen und Mastvieh und viele Schafe geopfert und hat alle 
Shne des Knigs eingeladen, dazu Abjatar, den Priester, und Joab, den 
Feldhauptmann. Aber deinen Knecht Salomo hat er nicht eingeladen.
1KI 1:20 Du bist es aber, mein Herr und Knig, auf den die Augen von ganz 
Israel sehen, da du anzeigest, wer nach meinem Herrn und Knig auf seinem 
Throne sitzen soll.
1KI 1:21 Wenn aber mein Herr und Knig bei seinen Vtern liegt, so werden 
ich und mein Sohn Salomo es ben mssen!
1KI 1:22 Whrend sie noch also mit dem Knig redete, siehe, da kam der 
Prophet Natan.
1KI 1:23 Da meldete man dem Knig und sprach: Siehe, der Prophet Natan ist 
da! Und als er vor den Knig hineinkam, bckte er sich vor dem Knig mit 
dem Angesicht zur Erde.
1KI 1:24 Und Natan sprach: Mein Herr und Knig, hast du gesagt: Adonia 
soll nach mir Knig sein und soll auf meinem Throne sitzen?
1KI 1:25 Denn er ist heute hinabgegangen und hat Ochsen und Mastvieh und 
viele Schafe geopfert und hat alle Shne des Knigs eingeladen und die 
Hauptleute, dazu den Priester Abjatar. Und siehe, sie essen und trinken 
vor ihm und sagen: Es lebe der Knig Adonia!
1KI 1:26 Aber mich, deinen Knecht, und Zadok, den Priester, und Benaja, 
den Sohn Jojadas, und deinen Knecht Salomo hat er nicht eingeladen.
1KI 1:27 Ist das alles von meinem Herrn, dem Knig, befohlen worden, und 
hast du deinen Knecht nicht wissen lassen, wer auf dem Throne meines 
Herrn, des Knigs, nach ihm sitzen soll?
1KI 1:28 Der Knig David antwortete und sprach: Rufe mir Batseba! Und sie 
kam hinein vor den Knig.
1KI 1:29 Und als sie vor dem Knig stand, schwur der Knig und sprach: So 
wahr der HERR lebt, der meine Seele aus aller Not erlst hat,
1KI 1:30 ich will heute also tun, wie ich dir bei dem HERRN, dem Gott 
Israels, geschworen und gesagt habe: Salomo, dein Sohn, soll Knig nach 
mir sein, und er soll fr mich auf meinem Throne sitzen!
1KI 1:31 Da verneigte sich Batseba mit ihrem Angesicht zur Erde und dankte 
dem Knig und sprach: Mein Herr, der Knig David, lebe ewiglich!
1KI 1:32 Und der Knig David sprach: Ruft mir den Priester Zadok und den 
Propheten Natan und Benaja, den Sohn Jojadas! Und als sie vor den Knig 
hineinkamen,
1KI 1:33 sprach der Knig zu ihnen: Nehmt die Knechte eures Herrn mit euch 
und setzet meinen Sohn Salomo auf mein Maultier und fhret ihn hinab gen 
Gihon.
1KI 1:34 Und der Priester Zadok und der Prophet Natan sollen ihn daselbst 
salben zum Knig ber Israel; und stoet in die Posaune und sprechet: Es 
lebe der Knig Salomo!
1KI 1:35 Und ziehet hinter ihm herauf, und er soll kommen und auf meinem 
Throne sitzen und fr mich Knig sein; denn ich habe verordnet, da er 
Frst ber Israel und Juda sei.
1KI 1:36 Da antwortete Benaja, der Sohn Jojadas, dem Knig und sprach: 
Amen! Der HERR, der Gott meines Herrn, des Knigs, sage auch also!
1KI 1:37 Wie der HERR mit meinem Herrn, dem Knig, gewesen ist, so sei er 
auch mit Salomo, und er mache seinen Thron noch grer als den Thron 
meines Herrn, des Knigs David!
1KI 1:38 Da gingen der Priester Zadok und der Prophet Natan und Benaja, 
der Sohn Jojadas, und die Kreter und Pleter hinab und setzten Salomo auf 
das Maultier des Knigs David und fhrten ihn gen Gihon.
1KI 1:39 Und der Priester Zadok nahm das lhorn aus dem Zelte und salbte 
Salomo, und sie stieen in die Posaune, und alles Volk sprach: Es lebe der 
Knig Salomo!
1KI 1:40 Und alles Volk zog hinter ihm herauf, und das Volk blies auf 
Flten und war sehr frhlich, so da die Erde von ihrem Geschrei 
erzitterte.
1KI 1:41 Adonia aber hrte es samt allen Gsten, die bei ihm waren, da sie 
eben das Mahl beendigt hatten. Als aber Joab den Schall der Posaune hrte, 
sprach er: Was soll das Geschrei in der Stadt?
1KI 1:42 Als er aber noch redete, siehe, da kam Jonatan, der Sohn des 
Priesters Abjatar. Und Adonia sprach: Komm herein; denn du bist ein 
wackerer Mann und bringst eine gute Botschaft!
1KI 1:43 Jonatan aber antwortete und sprach zu Adonia: Frwahr, unser 
Herr, der Knig David, hat Salomo zum Knig gemacht!
1KI 1:44 Und der Knig hat mit ihm gesandt den Priester Zadok und den 
Propheten Natan und Benaja, den Sohn Jojadas, und die Kreter und Pleter, 
und sie haben ihn auf des Knigs Maultier gesetzt.
1KI 1:45 Und der Priester Zadok und der Prophet Natan haben ihn zum Knig 
gesalbt zu Gihon, und sie sind mit Freuden von dannen heraufgezogen, so 
da die ganze Stadt in Bewegung ist. Das ist das Geschrei, das ihr gehrt 
habt.
1KI 1:46 Dazu sitzt Salomo auf dem kniglichen Throne.
1KI 1:47 Und auch die Knechte des Knigs sind hineingegangen, unserm 
Herrn, dem Knig David, Glck zu wnschen, und sie haben gesagt: Dein 
Gott mache den Namen Salomos noch herrlicher als deinen Namen und mache 
seinen Thron noch grer als deinen Thron!. Und der Knig hat sich auf 
seinem Lager verneigt!
1KI 1:48 Zudem hat der Knig also gesagt: Gelobet sei der HERR, der Gott 
Israels, der mir heute einen Thronerben bestellt hat vor meinen Augen!
1KI 1:49 Da erschraken die Gste, die bei Adonia waren, und machten sich 
auf und gingen ein jeder seines Weges.
1KI 1:50 Adonia aber frchtete sich vor Salomo und machte sich auf, ging 
hin und ergriff die Hrner des Altars.
1KI 1:51 Das meldete man Salomo und sprach: Siehe, Adonia frchtet den 
Knig Salomo; und siehe, er hlt sich an den Hrnern des Altars und 
spricht: Der Knig Salomo schwre mir heute, da er seinen Knecht nicht 
mit dem Schwerte tten wolle!
1KI 1:52 Salomo sprach: Wird er sich wacker halten, so soll kein Haar von 
ihm auf die Erde fallen; wird aber Bses an ihm gefunden, so mu er 
sterben!
1KI 1:53 Und der Knig Salomo sandte hin und lie ihn vom Altar 
herabholen. Und als er kam, fiel er vor dem Knig Salomo nieder. Salomo 
aber sprach zu ihm: Gehe hin in dein Haus!
1KI 2:1 Als nun die Zeit kam, da David sterben sollte, gebot er seinem 
Sohne Salomo und sprach:
1KI 2:2 Ich gehe hin den Weg aller Welt. So sei nun stark und sei ein Mann
1KI 2:3 und beobachte die Verordnungen des HERRN, deines Gottes, da du in 
seinen Wegen wandelst, seine Satzungen, seine Gebote, seine Rechte und 
seine Zeugnisse haltest, wie im Gesetze Moses geschrieben steht, auf da 
du weislich vollbringest alles, was du tust und wohin du dich wendest;
1KI 2:4 da der HERR sein Wort besttige, das er ber mich geredet hat, 
indem er sagte: Werden deine Kinder auf ihre Wege achten, da sie in 
Wahrheit vor mir wandeln, mit ihrem ganzen Herzen und mit ihrer ganzen 
Seele, so soll es dir nimmer (sprach er) an einem Manne fehlen auf dem 
Throne Israels!
1KI 2:5 Du weit aber auch, was mir Joab, der Sohn der Zeruja, getan hat, 
wie er an den beiden Heerfhrern Israels, an Abner, dem Sohne Ners, und an 
Amasa, dem Sohne Jeters, gehandelt hat, wie er sie umgebracht und also 
Kriegsblut [mitten] im Frieden vergossen und Kriegsblut an seinen Grtel 
getan hat, der um seine Lenden war, und an die Schuhe, die an seinen Fen 
waren.
1KI 2:6 So handle nun nach deiner Weisheit, da du seine grauen Haare 
nicht in Frieden ins Totenreich fahren lssest!
1KI 2:7 Aber den Kindern Barsillais, des Gileaditers, sollst du 
Barmherzigkeit erweisen, da sie unter denen seien, die an deinem Tische 
essen, denn ebenso hielten sie sich zu mir, als ich vor deinem Bruder 
Absalom floh.
1KI 2:8 Und siehe, du hast bei dir Simei, den Sohn Geras, den 
Benjaminiter, von Bachurim, der mir bitter und schndlich fluchte zu der 
Zeit, als ich nach Mahanaim ging. Als er aber dann an den Jordan herab mir 
entgegenkam, da schwur ich ihm bei dem HERRN und sprach: Ich will dich 
nicht mit dem Schwerte tten!
1KI 2:9 Nun aber la du ihn nicht ungestraft; denn du bist ein weiser Mann 
und wirst wohl wissen, was du ihm tun sollst, da du seine grauen Haare 
mit Blut ins Totenreich hinunter bringest.
1KI 2:10 Und David entschlief mit seinen Vtern und ward begraben in der 
Stadt Davids.
1KI 2:11 Die Zeit aber, die David ber Israel regierte, betrug vierzig 
Jahre. Sieben Jahre lang war er Knig zu Hebron und dreiunddreiig Jahre 
lang zu Jerusalem.
1KI 2:12 Und Salomo sa auf dem Throne seines Vaters David, und sein 
Knigtum ward fest gegrndet.
1KI 2:13 Adonia aber, der Sohn der Haggit, kam hinein zu Batseba, der 
Mutter Salomos. Und sie sprach: Kommst du auch in Frieden? Er sprach: Ja, 
in Frieden!
1KI 2:14 Und er sprach: Ich habe mit dir zu reden.
1KI 2:15 Sie sprach: Sage her! Er sprach: Du weit, da das Knigtum mein 
war und da ganz Israel sein Angesicht auf mich gerichtet hatte, da ich 
Knig sein sollte; nun aber ist mir das Knigtum entgangen und meinem 
Bruder zugefallen; denn es war ihm vom HERRN bestimmt.
1KI 2:16 Nun habe ich eine Bitte an dich; die wollest du mir nicht 
abschlagen. Sie sprach zu ihm:
1KI 2:17 Sage her! Er sprach: Rede doch mit dem Knig Salomo (denn dich 
wird er nicht abweisen), da er mir Abisag von Sunem zum Weibe gebe.
1KI 2:18 Batseba sprach: Gut, ich will deinetwegen mit dem Knig reden!
1KI 2:19 Also kam Batseba hinein zum Knig Salomo, mit ihm zu reden wegen 
Adonia. Und der Knig stand auf und ging ihr entgegen und verneigte sich 
vor ihr und setzte sich auf seinen Thron. Und auch der Mutter des Knigs 
ward ein Thron hingestellt, da sie sich zu seiner Rechten setzte.
1KI 2:20 Und sie sprach: Ich habe eine kleine Bitte an dich, die wollest 
du mir nicht abschlagen! Der Knig sprach zu ihr: Bitte, meine Mutter; 
denn dich werde ich nicht abweisen!
1KI 2:21 Sie sprach: Man gebe Abisag von Sunem deinem Bruder Adonia zum 
Weibe!
1KI 2:22 Da antwortete der Knig Salomo und sprach zu seiner Mutter: Und 
warum bittest du fr Adonia um Abisag von Sunem? Verlange fr ihn auch das 
Knigreich; denn er ist mein lterer Bruder und hat Abjatar, den Priester, 
und Joab, den Sohn der Zeruja, auf seiner Seite!
1KI 2:23 Und der Knig Salomo schwur bei dem HERRN und sprach: Gott tue 
mir dies und das! Adonia soll das wider sein Leben geredet haben!
1KI 2:24 Und nun, so wahr der HERR lebt, der mich besttigt und mich auf 
den Thron meines Vaters David gesetzt und mir ein Haus gemacht, wie er 
gesagt hat: Heute soll Adonia sterben!
1KI 2:25 Und der Knig Salomo sandte Benaja, den Sohn Jojadas; der schlug 
ihn, da er starb.
1KI 2:26 Und zu dem Priester Abjatar sprach der Knig: Gehe hin nach 
Anatot, auf deinen Acker; denn du bist ein Mann des Todes; aber ich will 
dich heute nicht tten, denn du hast die Lade Gottes, des HERRN, getragen 
vor meinem Vater David und hast mitgelitten alles, was mein Vater gelitten 
hat.
1KI 2:27 Also verstie Salomo den Abjatar, da er nicht mehr Priester des 
HERRN sein durfte, wodurch das Wort des HERRN erfllt wurde, das er zu 
Silo ber das Haus Elis geredet hatte.
1KI 2:28 Und das Gercht davon kam vor Joab; denn Joab hing an Adonia, 
whrend er sich nicht zu Absalom gehalten hatte. Da floh Joab in das Zelt 
des HERRN und fate die Hrner des Altars.
1KI 2:29 Und es ward dem Knig Salomo gesagt: Joab ist zum Zelte des HERRN 
geflohen und siehe, er steht am Altar! Da sandte Salomo Benaja, den Sohn 
Jojadas, und sprach: Geh, erschlage ihn!
1KI 2:30 Als nun Benaja zum Zelte des HERRN kam, sprach er zu ihm: So 
spricht der Knig: Gehe heraus! Er sprach: Nein, sondern hier will ich 
sterben! Und Benaja sagte solches dem Knig wieder und sprach: Also hat 
Joab gesprochen, und also hat er mir geantwortet!
1KI 2:31 Der Knig sprach zu ihm: Tue, wie er gesagt hat; erschlage ihn 
und begrabe ihn, da du das Blut, das Joab ohne Grund vergossen hat, von 
mir und meines Vaters Hause wendest
1KI 2:32 und da der HERR sein Blut auf seinen eigenen Kopf kommen lasse, 
weil er zwei Mnner erschlagen hat, die gerechter und besser waren als er, 
und sie mit dem Schwert umgebracht hat, da mein Vater David nichts darum 
wute: nmlich Abner, den Sohn Ners, den Feldhauptmann Israels, und Amasa, 
den Sohn Jeters, den Feldhauptmann Judas.
1KI 2:33 Ihr Blut komme auf Joabs Kopf und auf den Kopf seines Samens 
ewiglich; David aber und sein Same, sein Haus und sein Thron, habe 
ewiglich Frieden von dem HERRN!
1KI 2:34 Da ging Benaja, der Sohn Jojadas, hinauf und schlug ihn und 
ttete ihn; und er ward in seinem Hause begraben in der Wste.
1KI 2:35 Da setzte der Knig Benaja, den Sohn Jojadas, an seine Statt ber 
das Heer; den Priester Zadok aber setzte der Knig an Abjatars Statt.
1KI 2:36 Und der Knig sandte hin und lie Simei rufen und sprach zu ihm: 
Baue dir ein Haus zu Jerusalem und wohne daselbst und gehe nicht von 
dannen heraus, weder hierhin noch dorthin!
1KI 2:37 An welchem Tage du hinausgehen und den Bach Kidron berschreiten 
wirst, sollst du wissen, da du gewi sterben mut; dein Blut sei auf 
deinem Kopf!
1KI 2:38 Simei sprach zum Knig: Das Wort ist gut; wie mein Herr, der 
Knig, gesagt hat, so wird dein Knecht tun! Also wohnte Simei zu Jerusalem 
lange Zeit.
1KI 2:39 Es begab sich aber nach drei Jahren, da dem Simei zwei Knechte 
entliefen zu Achis, dem Sohne Maachas, dem Knig zu Gat. Und es ward dem 
Simei angezeigt: Siehe, deine Knechte sind zu Gat!
1KI 2:40 Da machte sich Simei auf und sattelte seinen Esel und ritt nach 
Gat zu Achis, um seine Knechte zu suchen. Und Simei kam wieder und brachte 
seine Knechte von Gat zurck.
1KI 2:41 Da ward dem Salomo angezeigt, da Simei von Jerusalem nach Gat 
gegangen und wiedergekommen sei.
1KI 2:42 Da sandte der Knig hin und lie Simei rufen und sprach zu ihm: 
Habe ich von dir nicht einen Eid genommen bei dem HERRN und dir bezeugt 
und gesagt: An welchem Tage du ausziehen und hierhin oder dorthin gehen 
wirst, mut du gewi sterben? Und du sprachst zu mir: Das Wort ist gut; 
ich habe es gehrt!
1KI 2:43 Warum hast du dich denn nicht gehalten an den Eid bei dem HERRN 
und an das Gebot, das ich dir gegeben habe?
1KI 2:44 Und der Knig sprach zu Simei: Du weit alle Bosheit, deren dein 
Herz bewut ist, die du meinem Vater David zugefgt hast. So mge nun der 
HERR deine Bosheit auf deinen eigenen Kopf kommen lassen!
1KI 2:45 Aber der Knig Salomo sei gesegnet, und der Thron Davids stehe 
fest vor dem HERRN ewiglich!
1KI 2:46 Und der Knig gebot Benaja, dem Sohne Jojadas; der ging hinaus 
und schlug ihn, da er starb.
1KI 3:1 Als nun die Knigsherrschaft in Salomos Hand befestigt war, 
verschwgerte sich Salomo mit dem Pharao, dem Knig von gypten, und nahm 
die Tochter des Pharao und brachte sie in die Stadt Davids, bis er sein 
Haus und das Haus des HERRN und die Mauern um Jerusalem her fertiggebaut 
hatte.
1KI 3:2 Nur opferte das Volk noch auf den Hhen; denn dem Namen des HERRN 
war noch kein Haus gebaut bis auf jene Zeit.
1KI 3:3 Salomo aber liebte den HERRN, so da er in den Satzungen seines 
Vaters David wandelte; nur opferte und rucherte er auf den Hhen.
1KI 3:4 Und der Knig ging nach Gibeon, um daselbst zu opfern; denn das 
war die bedeutendste Hhe. Und Salomo opferte tausend Brandopfer auf jenem 
Altar.
1KI 3:5 Zu Gibeon erschien der HERR dem Salomo des Nachts im Traume. Und 
Gott sprach: Bitte, was ich dir geben soll!
1KI 3:6 Salomo sprach: Du hast deinem Knechte, meinem Vater David, groe 
Gnade erwiesen, wie er denn vor dir gewandelt ist in Wahrheit und 
Gerechtigkeit und mit aufrichtigem Herzen gegen dich, und du hast ihm 
diese groe Gnade bewahrt und ihm einen Sohn gegeben, der heute auf seinem 
Throne sitzt.
1KI 3:7 Weil nun du, o HERR, mein Gott, deinen Knecht an meines Vaters 
David Statt zum Knig gemacht hast, ich aber ein junger Knabe bin, der 
weder ein noch auszugehen wei;
1KI 3:8 und weil dein Knecht mitten unter deinem Volke ist, das du erwhlt 
hast, welches so gro ist, da es niemand zhlen noch vor Menge berechnen 
kann;
1KI 3:9 so wollest du deinem Knecht ein verstndiges Herz geben, da er 
dein Volk zu richten wisse und unterscheiden knne, was gut und bse ist. 
Denn wer vermag dieses dein ansehnliches Volk zu richten?
1KI 3:10 Das gefiel dem HERRN wohl, da Salomo um solches bat.
1KI 3:11 Und Gott sprach zu ihm: Weil du um solches bittest, und bittest 
nicht um Reichtum und bittest nicht um das Leben deiner Feinde, sondern 
bittest um Verstand zur Rechtspflege,
1KI 3:12 siehe, so habe ich nach deinen Worten getan. Siehe, ich habe dir 
ein weises und verstndiges Herz gegeben, da deinesgleichen vor dir nicht 
gewesen ist und auch nach dir nicht aufkommen wird;
1KI 3:13 dazu habe ich dir auch gegeben, was du nicht gebeten hast, 
Reichtum und Ehre, da deinesgleichen nicht sein soll unter den Knigen 
dein ganzes Leben lang.
1KI 3:14 Und so du in meinen Wegen wandeln wirst, da du meine Satzungen 
und Gebote beobachtest, wie dein Vater David gewandelt ist, so will ich 
dir ein langes Leben geben!
1KI 3:15 Und als Salomo erwachte, siehe, da war es ein Traum. Als er nun 
nach Jerusalem kam, trat er vor die Bundeslade des HERRN und opferte 
Brandopfer und Dankopfer und machte allen seinen Knechten ein Mahl.
1KI 3:16 Zu der Zeit kamen zwei Dirnen zum Knig und traten vor ihn.
1KI 3:17 Und das eine Weib sprach: Ach, mein Herr, ich und dieses Weib 
wohnten in einem Hause, und ich gebar bei ihr im Hause;
1KI 3:18 und drei Tage, nachdem ich geboren hatte, gebar sie auch. Und wir 
waren beieinander, und kein Fremder war mit uns im Hause, nur wir beide 
waren im Hause.
1KI 3:19 Und der Sohn dieses Weibes starb in der Nacht; denn sie hatte ihn 
im Schlafe erdrckt.
1KI 3:20 Und sie stand mitten in der Nacht auf und nahm meinen Sohn von 
meiner Seite, als deine Magd schlief, und legte ihn an ihren Busen, und 
ihren toten Sohn legte sie an meinen Busen.
1KI 3:21 Und als ich am Morgen aufstand, meinen Sohn zu sugen, siehe, da 
war er tot! Aber am Morgen sah ich ihn genau an und siehe, es war nicht 
mein Sohn, den ich geboren hatte.
1KI 3:22 Das andere Weib sprach: Nicht also, sondern mein Sohn lebt, und 
dein Sohn ist tot! Jene aber sprach: Nicht also, dein Sohn ist tot und 
mein Sohn lebt! Also redeten sie vor dem Knig.
1KI 3:23 Und der Knig sprach: Diese spricht: Der Sohn, der lebt, ist mein 
Sohn, und dein Sohn ist tot! Jene spricht: Nicht also, dein Sohn ist tot, 
und mein Sohn lebt!
1KI 3:24 Da sprach der Knig: Bringet mir ein Schwert! Und als das Schwert 
vor den Knig gebracht ward,
1KI 3:25 sprach der Knig: Zerschneide das lebendige Kind in zwei Teile 
und gebt dieser die eine Hlfte und jener die andere Hlfte!
1KI 3:26 Da sprach die Frau, welchem der lebendige Sohn gehrte, zum Knig 
(denn ihr Erbarmen ber ihren Sohn regte sich in ihr) und sagte: Bitte, 
mein Herr, gebt ihr das lebendige Kind und ttet es nicht! Jene aber 
sprach: Es sei weder mein noch dein; teilet es!
1KI 3:27 Da antwortete der Knig und sprach: Gebt dieser das lebendige 
Kind und ttet es nicht! Sie ist seine Mutter!
1KI 3:28 Als nun ganz Israel vernahm, was fr ein Urteil der Knig gefllt 
hatte, frchteten sie sich vor dem Knig; denn sie sahen, da die Weisheit 
Gottes in seinem Herzen war, um Recht zu schaffen.
1KI 4:1 Und der Knig Salomo regierte ber ganz Israel. Und dies waren 
seine obersten Beamten:
1KI 4:2 Asarja, der Sohn Zadoks, war Priester.
1KI 4:3 Elihoreph und Achija, die beiden Shne Sisas, waren Schreiber; 
Josaphat, der Sohn Achiluds, war Kanzler,
1KI 4:4 und Benaja, der Sohn Jojadas, war Feldhauptmann; Zadok aber und 
Abjatar waren Priester;
1KI 4:5 Asarja, der Sohn Natans, war ber die Beamten; Sabud, der Sohn 
Natans, war Priester, des Knigs Freund.
1KI 4:6 Achisar war ber das Haus gesetzt, und Adoniram, der Sohn Abdas, 
war Fronmeister.
1KI 4:7 Und Salomo hatte zwlf Vgte ber ganz Israel, die den Knig und 
sein Haus mit Speise versorgten; je einen Monat im Jahre lag jedem die 
Versorgung ob.
1KI 4:8 Und sie hieen also: Der Sohn Churs auf dem Gebirge Ephraim;
1KI 4:9 der Sohn Dekers zu Makaz und zu Saalbim und zu Beth-Semes und zu 
Elon bis Beth-Chanan;
1KI 4:10 der Sohn Heseds zu Arubbot, ber Socho und das ganze Land Hepher;
1KI 4:11 der Sohn Abinadabs ber ganz Naphet-Dor. Dieser hatte Taphat, 
Salomos Tochter, zum Weibe.
1KI 4:12 Baana, der Sohn Achiluds, zu Taanach und Megiddo und ber das 
ganze Beth-Sean, welches neben Zartan unterhalb Jesreel liegt, von Beth-
Sean bis nach Abel-Mechola, bis jenseits Jokmeam.
1KI 4:13 Der Sohn Gebers zu Ramot in Gilead, der hatte die Drfer Jairs, 
des Sohnes Manasses, in Gilead und die Gegend Argob, die in Basan liegt; 
sechzig groe Stdte, mit Mauern und ehernen Riegeln verwahrt.
1KI 4:14 Achinadab, der Sohn Iddos, zu Mahanaim; Achimaaz in Naphtali;
1KI 4:15 auch er hatte eine Tochter Salomos, Basmat, zum Weibe.
1KI 4:16 Baana, der Sohn Husais, in Asser und Bealot.
1KI 4:17 Josaphat, der Sohn Paruahas, in Issaschar.
1KI 4:18 Simei, der Sohn Elas, in Benjamin.
1KI 4:19 Geber, der Sohn Uris, im Lande Gilead, im Lande Sihons, des 
Knigs der Amoriter, und Ogs, des Knigs von Basan. Nur ein Vogt war in 
diesem Lande.
1KI 4:20 Aber Juda und Israel waren zahlreich wie der Sand am Meer. Sie 
aen und tranken und waren frhlich.
1KI 4:21 Also war Salomo Herrscher ber alle Knigreiche, vom [Euphrat-
]Strome bis zum Philisterlande und bis an die Grenze gyptens; sie 
brachten ihm Gaben und dienten ihm sein Leben lang.
1KI 4:22 Salomo aber bedurfte zum Unterhalt tglich dreiig Kor Semmelmehl 
und dreiig Kor anderes Mehl;
1KI 4:23 zehn gemstete Rinder und zwanzig Weiderinder und hundert Schafe, 
ausgenommen die Hirsche und Gazellen und Damhirsche und das gemstete 
Geflgel.
1KI 4:24 Denn er herrschte im ganzen Lande diesseits des [Euphrat-]Stromes 
von Tiphsach bis nach Gaza, ber alle Knige diesseits des Stromes und 
hatte Frieden auf allen Seiten ringsum;
1KI 4:25 so da Juda und Israel sicher wohnten, ein jeder unter seinem 
Weinstock und unter seinem Feigenbaum, von Dan bis Beerseba, solange 
Salomo lebte.
1KI 4:26 Und Salomo hatte vierzigtausend Gespann Rosse fr seine Wagen und 
zwlftausend Reitpferde.
1KI 4:27 Und jene Vgte versorgten den Knig Salomo mit Speise; und alles, 
was zum Tische des Knigs Salomo gehrte, brachte ein jeder in seinem 
Monat; sie lieen es an nichts mangeln.
1KI 4:28 Auch die Gerste und das Stroh fr die Rosse und Wagenpferde 
brachten sie an den Ort, da er war, ein jeder nach seiner Ordnung.
1KI 4:29 Und Gott gab Salomo Weisheit und sehr viel Verstand und Weite des 
Herzens, wie der Sand, der am Meeresufer liegt.
1KI 4:30 Und die Weisheit Salomos war grer als die Weisheit aller Shne 
des Morgenlandes und als alle Weisheit der gypter.
1KI 4:31 Ja, er war weiser als alle Menschen, auch weiser als Etan, der 
Esrachiter, und Heman und Kalkol und Dardan, die Shne Machols; und er 
ward berhmt unter allen Nationen ringsum.
1KI 4:32 Und er redete dreitausend Sprche; und seiner Lieder waren 
tausendundfnf.
1KI 4:33 Er redete auch von den Bumen, von der Zeder auf dem Libanon bis 
zum Ysop, der aus der Mauer wchst. Auch redete er vom Vieh, von den 
Vgeln, von den Reptilien und von den Fischen.
1KI 4:34 Und es kamen aus allen Vlkern, Salomos Weisheit zu hren, von 
allen Knigen auf Erden, die von seiner Weisheit gehrt hatten.
1KI 5:1 Und Hiram, der Knig zu Tyrus, sandte seine Knechte zu Salomo; 
denn er hatte gehrt, da man ihn an seines Vaters Statt zum Knig gesalbt 
hatte; denn Hiram liebte David sein Leben lang.
1KI 5:2 Und Salomo sandte zu Hiram und lie ihm sagen:
1KI 5:3 Du weit, da mein Vater David dem Namen des HERRN, seines Gottes, 
kein Haus bauen konnte wegen der Kriege, in die seine Nachbarn ihn 
verwickelten, bis der HERR sie unter seine Fusohlen legte.
1KI 5:4 Nun aber hat mir der HERR, mein Gott, ringsum Ruhe gegeben, so da 
weder ein Widersacher noch ein boshafter Angriff zu erwarten ist.
1KI 5:5 Siehe, nun habe ich gedacht, dem Namen des HERRN, meines Gottes, 
ein Haus zu bauen, wie der HERR zu meinem Vater David gesagt hat, indem er 
sprach: Dein Sohn, den ich an deiner Statt auf den Thron setzen werde, der 
soll meinem Namen ein Haus bauen!
1KI 5:6 So gebiete nun, da man mir Zedern vom Libanon haue; und meine 
Knechte sollen mit deinen Knechten sein, und den Lohn deiner Knechte will 
ich dir geben, soviel du verlangst; denn dir ist bekannt, da niemand 
unter uns ist, der Holz zu hauen wei wie die Zidonier.
1KI 5:7 Als nun Hiram die Worte Salomos hrte, freute er sich hoch und 
sprach: Der HERR sei heute gelobt, der David einen weisen Sohn gegeben hat 
ber dieses groe Volk!
1KI 5:8 Und Hiram sandte zu Salomo und lie ihm sagen: Ich habe [die 
Botschaft] gehrt, die du mir gesandt hast; ich will tun nach all deinem 
Begehren betreffs des Zedern und Zypressenholzes.
1KI 5:9 Meine Knechte sollen die Stmme vom Libanon an das Meer 
hinabbringen; darauf will ich sie zu Flen machen auf dem Meere bis an 
den Ort, den du mir wirst sagen lassen, und ich will sie selbst wieder 
zerlegen, und du sollst sie holen lassen. Aber du sollst auch mein 
Begehren erfllen und meinem Gesinde Speise geben!
1KI 5:10 Also gab Hiram dem Salomo Zedern und Zypressenholz nach all 
seinem Begehren.
1KI 5:11 Salomo aber gab dem Hiram zwanzigtausend Kor Weizen zur Speise 
fr sein Gesinde und zwanzig Kor gestoenes l. Solches gab Salomo dem 
Hiram alljhrlich.
1KI 5:12 Und der HERR gab Salomo Weisheit, wie er ihm verheien hatte; und 
es war Friede zwischen Hiram und Salomo; und die beiden machten einen Bund 
miteinander.
1KI 5:13 Der Knig Salomo hob auch aus ganz Israel Fronarbeiter aus, und 
es waren ihrer dreiigtausend Mann.
1KI 5:14 Und er sandte sie abwechselnd auf den Libanon, jeden Monat 
zehntausend Mann, so da sie einen Monat auf dem Libanon waren und zwei 
Monate daheim. Und Adoniram war ber die Fronarbeiter gesetzt.
1KI 5:15 Und Salomo hatte siebzigtausend Lasttrger und achtzigtausend 
Steinmetzen im Gebirge,
1KI 5:16 ohne die Oberaufseher Salomos, die ber das Werk gesetzt waren, 
nmlich dreitausenddreihundert, welche ber das Volk, das am Werk 
arbeitete, zu gebieten hatten.
1KI 5:17 Und der Knig gebot, und sie brachen groe Steine aus, kostbare 
Steine, nmlich Quadersteine zum Grunde des Hauses.
1KI 5:18 Und die Bauleute Salomos und die Bauleute Hirams und die Gibliter 
behieben sie und richteten das Holz und die Steine zum Bau des Hauses.
1KI 6:1 Im 480. Jahr nach dem Auszug der Kinder Israel aus gypten, im 
vierten Jahre der Regierung Salomos ber Israel, im Monat Siv, das ist der 
zweite Monat, baute er dem HERRN das Haus.
1KI 6:2 Das Haus aber, das der Knig Salomo dem HERRN baute, war sechzig 
Ellen lang, zwanzig Ellen breit und dreiig Ellen hoch.
1KI 6:3 Und er baute eine Halle vor dem Tempelhaus, zwanzig Ellen lang, 
gem der Breite des Hauses, und zehn Ellen breit, vor dem Hause her.
1KI 6:4 Und er machte an das Haus Fenster mit festeingefgtem Gitterwerk.
1KI 6:5 Und er baute an die Wand des Hauses einen Anbau ringsum gegen die 
Wand des Hauses, sowohl des Tempels, als auch des Chors, und machte 
Seitengemcher ringsum.
1KI 6:6 Das unterste Stockwerk war fnf Ellen breit, das mittlere sechs 
Ellen und das dritte sieben Ellen breit; denn er machte Abstze an der 
Auenseite des Hauses ringsum, so da sie nicht in die Wnde des Hauses 
eingriffen.
1KI 6:7 Und als das Haus gebaut ward, wurde es aus Steinen, die fertig 
behauen aus dem Bruch kamen, gebaut, so da man weder Hammer noch Meiel 
noch sonst ein eisernes Werkzeug im Hause hrte, whrend es gebaut wurde.
1KI 6:8 Der Eingang zum untersten Stockwerk befand sich an der rechten 
Seite des Hauses, und man stieg auf Wendeltreppen hinauf zum mittleren und 
vom mittleren zum dritten Stockwerk.
1KI 6:9 Also baute er das Haus und vollendete es und deckte das Haus mit 
Brettern und Balkenreihen von Zedernholz.
1KI 6:10 Er baute auch die Stockwerke am ganzen Haus, [jedes] fnf Ellen 
hoch, und verband sie mit dem Haus durch Zedernbalken.
1KI 6:11 Und es erging ein Wort des HERRN an Salomo, das lautete also:
1KI 6:12 Dieses Haus betreffend, das du gebaut hast: Wirst du in meinen 
Satzungen wandeln und alle meine Gebote halten und beobachten, so da du 
darin wandelst, so will ich mein Wort an dir erfllen, das ich deinem 
Vater David verheien habe;
1KI 6:13 und ich will mitten unter den Kindern Israel wohnen und will mein 
Volk Israel nicht verlassen!
1KI 6:14 Also baute Salomo das Haus und vollendete es.
1KI 6:15 Und er bekleidete die Wnde des Hauses inwendig mit Brettern von 
Zedern, von des Hauses Boden an bis an die Balken der Decke, und tfelte 
es mit Holz inwendig und belegte den Boden des Hauses mit Brettern von 
Zypressenholz.
1KI 6:16 Und er baute in einem Abstand von zwanzig Ellen von der hintern 
Seite des Hauses eine zederne Wand, vom Boden bis zum Geblk, und baute es 
inwendig aus zum Chor, zum Allerheiligsten.
1KI 6:17 Aber das Tempelhaus vor dem Chor war vierzig Ellen lang.
1KI 6:18 Und das Zedernholz inwendig am Hause war Schnitzwerk von 
Koloquinten und aufgebrochenen Blumen. Alles war von Zedernholz, so da 
man keinen Stein sah.
1KI 6:19 Aber den Chor richtete er im Innern des Hauses her, um die 
Bundeslade des HERRN dorthin zu stellen.
1KI 6:20 Und vor dem Chor; welcher zwanzig Ellen lang und zwanzig Ellen 
breit und zwanzig Ellen hoch und mit feinem Gold berzogen war; tfelte er 
den Altar mit Zedernholz.
1KI 6:21 Und Salomo berzog das Haus inwendig mit feinem Gold, und er zog 
goldene Ketten vor dem Chore her, den er mit Gold berzogen hatte,
1KI 6:22 also da das ganze Haus vllig mit Gold berzogen war. Auch den 
Altar, der vor dem Chor stand, berzog er mit Gold.
1KI 6:23 Er machte im Chor auch zwei Cherubim von lbaumholz, zehn Ellen 
hoch.
1KI 6:24 Fnf Ellen ma der eine Flgel des Cherubs und fnf Ellen der 
andere Flgel des Cherubs; zehn Ellen waren vom Ende des einen Flgels bis 
zum Ende des andern Flgels.
1KI 6:25 Auch der andere Cherub hatte zehn Ellen [Flgelweite]. Beide 
Cherubim hatten gleiches Ma und gleiche Form.
1KI 6:26 Die Hhe des einen Cherubs betrug zehn Ellen, ebenso die Hhe des 
andern Cherubs.
1KI 6:27 Und er tat die Cherubim mitten ins innerste Haus. Und die 
Cherubim breiteten ihre Flgel aus, so da der Flgel des einen Cherubs 
die eine Wand und der Flgel des andern Cherubs die andere Wand berhrte. 
Aber in der Mitte des Hauses berhrte ein Flgel den andern.
1KI 6:28 Und er berzog die Cherubim mit Gold.
1KI 6:29 Und an allen Wnden des Hauses lie er Schnitzwerk anbringen von 
Cherubim, Palmen und aufgebrochenen Blumen, innerhalb und auerhalb.
1KI 6:30 Auch den Boden des Hauses berzog er mit Gold, innerhalb und 
auerhalb.
1KI 6:31 Den Eingang zum Chor machte er mit Tren von lbaumholz, Gesimse 
und Pfosten im Fnfeck.
1KI 6:32 Und er machte zwei Trflgel von lbaumholz und lie darauf 
Schnitzwerk von Cherubim, Palmen und aufgebrochenen Blumen anbringen und 
berzog sie mit Gold; auch die Cherubim und die Palmen berzog er mit Gold.
1KI 6:33 Ebenso machte er auch am Eingang des Tempels viereckige Pfosten 
von lbaumholz
1KI 6:34 und zwei Trflgel aus Zypressenholz; aus zwei drehbaren Blttern 
bestand der eine Flgel, und aus zwei drehbaren Blttern der andere Flgel.
1KI 6:35 Und er machte darauf Schnitzwerk von Cherubim, Palmen und 
aufgebrochenen Blumen und berzog sie mit Gold, das dem Schnitzwerk 
angepat war.
1KI 6:36 Auch baute er den innern Vorhof mit drei Lagen Quadersteinen und 
einer Lage Zedernbalken.
1KI 6:37 Im vierten Jahre, im Monat Siv, war der Grund zum Hause des HERRN 
gelegt worden.
1KI 6:38 Und im elften Jahre, im Monat Bul, das ist im achten Monat, ward 
das Haus vollendet nach allen seinen Plnen und Vorschriften, so da er 
sieben Jahre lang daran gebaut hatte.
1KI 7:1 Aber an seinem Hause baute Salomo dreizehn Jahre lang, bis er es 
vollendet hatte.
1KI 7:2 Er baute nmlich das Haus des Libanon-Waldes; hundert Ellen lang, 
fnfzig Ellen breit und dreiig Ellen hoch; auf vier Reihen von zedernen 
Sulen, auf denen zederne Balken lagen;
1KI 7:3 und ein Dach von Zedernholz oben ber den Gemchern, die ber den 
Sulen lagen, deren fnfundvierzig waren, je fnfzehn auf einer Reihe.
1KI 7:4 Und es waren drei Reihen Balken, und die Fenster lagen einander 
gegenber, dreimal.
1KI 7:5 Und alle Tren und Pfosten waren viereckig, aus Geblk, und ein 
Fenster dem andern gegenber, dreimal.
1KI 7:6 Und er machte eine Sulenhalle, fnfzig Ellen lang und dreiig 
Ellen breit, und noch eine Vorhalle mit Sulen und einer Schwelle davor.
1KI 7:7 Dazu machte er eine Thronhalle, um dort zu richten, nmlich die 
Gerichtshalle, und er tfelte sie mit Zedernholz vom Fuboden bis zu den 
Balken der Decke.
1KI 7:8 Und sein Haus, da er wohnte, im andern Hof, einwrts von der 
Halle, war von der gleichen Bauart. Salomo baute auch fr die Tochter des 
Pharao, die er zur Gemahlin genommen hatte, ein Haus gleich dieser Halle.
1KI 7:9 Solches alles ward gemacht aus kostbaren Steinen, nach der Schnur 
behauen, mit der Sge geschnitten auf der Innen und Auenseite, vom Grunde 
an bis zum Dach, und drauen bis zum groen Hof.
1KI 7:10 Die Grundfesten aber bestanden aus kostbaren, groen Steinen, aus 
Steinen von zehn Ellen und Steinen von acht Ellen [Lnge],
1KI 7:11 und darber lagen kostbare Steine, nach dem Ma behauen, und 
Zedernbalken.
1KI 7:12 Aber der groe Hof, ringsumher, hatte [eine Mauer von] drei Lagen 
behauener Steine und einer Lage Zedernbalken; ebenso der innere Hof des 
Hauses des HERRN und die Halle des Hauses.
1KI 7:13 Und der Knig Salomo sandte hin und lie Hiram von Tyrus holen;
1KI 7:14 der war Sohn einer Witwe aus dem Stamme Naphtali, sein Vater war 
ein Mann von Tyrus, ein Erzschmied. Der war voll Weisheit, Verstand und 
Kunstsinn, um allerlei Arbeiten in Erz auszufhren. Er kam zum Knig 
Salomo und fhrte alle Arbeiten fr ihn aus.
1KI 7:15 Er go die beiden ehernen Sulen; achtzehn Ellen hoch war jede 
Sule, ein Faden von zwlf Ellen vermochte sie zu umspannen.
1KI 7:16 Und er machte zwei Knufe, aus Erz gegossen, um sie oben auf die 
Sulen zu setzen, und jeder Knauf war fnf Ellen hoch.
1KI 7:17 Krnze, als wren sie geflochten, und Schnre wie Ketten, waren 
an den Knufen oben auf den Sulen, sieben an dem einen Knauf und sieben 
an dem andern Knauf.
1KI 7:18 Und so machte er die Sulen; und zwei Reihen von Granatpfeln 
gingen rings um das eine Flechtwerk, um die Knufe zu bedecken, die oben 
auf den Sulen waren, und ebenso machte er es an dem andern Knauf.
1KI 7:19 Und die Knufe oben auf den Sulen waren gemacht wie Lilien, vier 
Ellen [hoch].
1KI 7:20 Und die Knufe auf den beiden Sulen hatten auch oberhalb, nahe 
bei der Ausbauchung, welche ber dem Flechtwerk war, zweihundert 
Granatpfel, ringsum in Reihen geordnet.
1KI 7:21 Und er richtete die Sulen auf bei der Halle des Tempels und 
nannte die, welche er zur Rechten setzte, Jachin, und die zur Linken hie 
er Boas.
1KI 7:22 Und oben auf die Sulen kam das Lilienwerk. Damit war die Arbeit 
an den Sulen vollendet.
1KI 7:23 Er machte auch das gegossene Meer, zehn Ellen weit von einem 
Rande bis zum andern, es war ringsherum rund und fnf Ellen hoch. Und eine 
dreiig Ellen lange Schnur vermochte es zu umspannen.
1KI 7:24 Unterhalb seines Randes umgaben es Koloquinten, je zehn auf die 
Elle. Der Koloquinten aber waren zwei Reihen, gegossen aus einem Gu mit 
dem Meer.
1KI 7:25 Es stand auf zwlf Rindern, deren drei gegen Mitternacht, drei 
gegen Abend, drei gegen Mittag und drei gegen Morgen sahen; und das Meer 
ruhte oben auf ihnen, und das Hinterteil von allen war einwrts gekehrt.
1KI 7:26 Seine Dicke aber betrug eine Handbreite, und sein Rand war wie 
der Rand eines Bechers, wie die Blte einer Lilie, und es fate 
zweitausend Bat.
1KI 7:27 Er machte auch zehn eherne Stnder. Jeder Stnder war vier Ellen 
lang und vier Ellen breit und drei Ellen hoch.
1KI 7:28 Diese Stnder aber waren so eingerichtet, da sie Felder zwischen 
den Eckleisten hatten.
1KI 7:29 Und auf den Feldern zwischen den Eckleisten waren Lwen, Rinder 
und Cherubim; und auf den Eckleisten war es oben ebenso, und unterhalb der 
Lwen und Rinder waren herabhngende Krnze.
1KI 7:30 Und jeder Stnder hatte vier eherne Rder mit ehernen Achsen; an 
seinen vier Ecken waren Schulterstcke; unter dem Becken waren die 
Schulterstcke angegossen, gegenber den Krnzen.
1KI 7:31 Und seine ffnung, innerhalb des Kopfstckes und darber, ma 
eine Elle, und seine ffnung war rund, nach Art eines Sulenfues, 
anderthalb Ellen; auch an seiner ffnung war Bildwerk; ihre Felder waren 
viereckig, nicht rund.
1KI 7:32 Die vier Rder aber standen unterhalb der Leisten, und die Achsen 
der Rder waren an dem Stnder. Jedes Rad war anderthalb Ellen hoch.
1KI 7:33 Und es waren Rder wie Wagenrder. Und ihre Achsen, Naben, 
Speichen und Felgen waren alle gegossen.
1KI 7:34 Es waren auch vier Schulterstcke an den vier Ecken eines jeden 
Stnders, die waren aus einem Gu mit dem Stnder.
1KI 7:35 Oben an dem Stnder lief eine Art von Gestell von der Hhe einer 
halben Elle ringsherum, und oben am Stnder waren seine Halter; diese und 
die Felder aus einem Gu mit ihm.
1KI 7:36 Und er grub auf die Tafeln seiner Seiten und auf seine Leisten 
Cherubim, Lwen und Palmbume ein, je nachdem Raum vorhanden war, und 
Krnze ringsum.
1KI 7:37 So machte er die zehn Stnder alle aus einem Gu, nach einerlei 
Ma und Form.
1KI 7:38 Und er machte zehn eherne Kessel, vierzig Bat gingen in einen 
Kessel; ein jeder war vier Ellen weit, und auf jedem der zehn Stnder war 
ein Kessel.
1KI 7:39 Er setzte aber fnf Stnder an die rechte Seite und die andern 
fnf an die linke Seite des Hauses. Aber das Meer stellte er auf die 
rechte Seite des Hauses, nach Sdosten hin.
1KI 7:40 Und Hiram machte die Tpfe, Schaufeln und Becken; so vollendete 
er das ganze Werk, welches er dem Knig Salomo fr das Haus des HERRN zu 
machen hatte:
1KI 7:41 die beiden Sulen und die Kugeln der Knufe oben auf den beiden 
Sulen, und die beiden Krnze, um die Kugeln der Knufe auf den Sulen zu 
decken.
1KI 7:42 Auch die vierhundert Granatpfel an den beiden Krnzen, je zwei 
Reihen Granatpfel an einem Kranz, um die zwei Kugeln der Knufe auf den 
Sulen zu bedecken.
1KI 7:43 Dazu die zehn Stnder und die zehn Kessel oben auf den Stndern.
1KI 7:44 Und das eine Meer und die zwlf Rinder unter dem Meer.
1KI 7:45 Und die Tpfe, Schaufeln und Becken. Und alle diese Gerte, die 
Hiram dem Knig Salomo machte fr das Haus des HERRN, waren von glnzendem 
Erz.
1KI 7:46 In der Gegend am Jordan lie sie der Knig gieen in lehmiger 
Erde, zwischen Sukkot und Zartan.
1KI 7:47 Und Salomo lie alle diese Gerte ungewogen wegen der sehr groen 
Menge des Erzes; denn das Gewicht des Erzes konnte man nicht ermitteln.
1KI 7:48 Salomo machte auch alle Gerte, die zum Hause des HERRN gehrten: 
den goldenen Altar, den goldenen Tisch, worauf die Schaubrote lagen;
1KI 7:49 fnf Leuchter zur Rechten und fnf Leuchter zur Linken, vor dem 
Chor, von feinem Gold, mit goldenen Blumen, Lampen und Lichtscheren.
1KI 7:50 Dazu Schalen, Messer, Becken, Pfannen und Rauchnpfe von feinem 
Gold. Auch die Angeln an den Tren des innern Hauses, des Allerheiligsten, 
und an den Tren des Tempelhauses waren von Gold.
1KI 7:51 Als nun das ganze Werk vollendet war, welches der Knig Salomo am 
Hause des HERRN machte, brachte Salomo hinein, was sein Vater David 
geheiligt hatte: das Silber und das Gold und die Gerte legte er in den 
Schatz des Hauses des HERRN.
1KI 8:1 Darnach versammelte Salomo die ltesten Israels und alle Hupter 
der Stmme, die Frsten der israelitischen Geschlechter bei sich in 
Jerusalem, um die Bundeslade des HERRN hinaufzubringen aus der Stadt 
Davids, das ist Zion.
1KI 8:2 Und es versammelten sich alle Mnner Israels beim Knig Salomo zum 
Fest im Monat Etanim, das ist der siebente Monat.
1KI 8:3 Als nun alle ltesten Israels kamen, trugen die Priester die Lade 
des HERRN
1KI 8:4 und brachten die Lade des HERRN hinauf, dazu die Stiftshtte und 
alle Gerte des Heiligtums, die in der Stiftshtte waren. Das trugen die 
Priester und Leviten hinauf.
1KI 8:5 Und der Knig Salomo und die ganze Gemeinde Israel, die sich zu 
ihm versammelt hatte, standen vor der Lade und opferten Schafe und Rinder, 
so viele, da man sie vor Menge nicht zhlen noch berechnen konnte.
1KI 8:6 Also brachten die Priester die Bundeslade an ihren Ort, in den 
Chor des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flgel der Cherubim.
1KI 8:7 Denn die Cherubim breiteten die Flgel aus ber den Ort, wo die 
Lade stand, und bedeckten die Lade und ihre Stangen von oben her.
1KI 8:8 Die Stangen aber waren so lang, da ihre Spitzen im Heiligtum vor 
dem Chor gesehen wurden; aber drauen wurden sie nicht gesehen, und sie 
blieben daselbst bis auf diesen Tag.
1KI 8:9 Es war nichts in der Lade als nur die zwei steinernen Tafeln, 
welche Mose am Horeb hineingelegt hatte, als der HERR mit den Kindern 
Israel einen Bund machte, als sie aus dem Lande gypten gezogen waren.
1KI 8:10 Als aber die Priester aus dem Heiligtum traten, erfllte die 
Wolke das Haus des HERRN,
1KI 8:11 also da die Priester wegen der Wolke nicht hintreten konnten, um 
ihren Dienst zu verrichten; denn die Herrlichkeit des HERRN erfllte das 
Haus des HERRN.
1KI 8:12 Damals sprach Salomo: Der HERR hat gesagt, er wolle im Dunkeln 
wohnen.
1KI 8:13 So habe ich nun ein Haus gebaut, dir zur Wohnung; einen Sitz, da 
du da ewiglich bleiben mgest!
1KI 8:14 Und der Knig wandte sein Angesicht und segnete die ganze 
Gemeinde Israel; und die ganze Gemeinde Israel stand.
1KI 8:15 Und er sprach: Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, der 
meinem Vater David durch seinen Mund verheien und es auch durch seine 
Hand erfllt hat, da er sagte:
1KI 8:16 Seit dem Tage, da ich mein Volk Israel aus gypten fhrte, habe 
ich unter allen Stmmen Israels niemals eine Stadt erwhlt, da mir [dort] 
ein Haus gebaut wrde, damit mein Name daselbst wre; aber ich habe David 
erwhlt, da er ber mein Volk Israel herrsche.
1KI 8:17 Nun hatte zwar mein Vater David im Sinn, dem Namen des HERRN, des 
Gottes Israels, ein Haus zu bauen.
1KI 8:18 Aber der HERR sprach zu meinem Vater David: Da du dir vornahmst, 
meinem Namen ein Haus zu bauen, da hast du wohlgetan, dir solches 
vorzunehmen;
1KI 8:19 doch sollst nicht du das Haus bauen, sondern dein Sohn, der aus 
deinen Lenden hervorgehen wird, der soll meinem Namen ein Haus bauen.
1KI 8:20 Und der HERR hat sein Wort erfllt, das er geredet hat; denn ich 
bin an meines Vaters David Statt getreten und sitze auf dem Thron Israels, 
wie der HERR geredet hat, und ich habe dem Namen des HERRN, des Gottes 
Israels,
1KI 8:21 ein Haus gebaut und daselbst einen Ort zugerichtet fr die Lade, 
darin [das Gesetz] des Bundes des HERRN ist, den er mit unsern Vtern 
gemacht hat, als er sie aus dem Lande gypten fhrte.
1KI 8:22 Darnach trat Salomo vor den Altar des HERRN, angesichts der 
ganzen Gemeinde Israel und breitete seine Hnde aus gen Himmel und sprach:
1KI 8:23 O HERR, Gott Israels! Dir, o Gott, ist niemand gleich, weder oben 
im Himmel noch unten auf Erden, der du den Bund und die Gnade bewahrst 
deinen Knechten, die vor dir wandeln;
1KI 8:24 der du deinem Knechte, meinem Vater David, gehalten, was du ihm 
versprochen hast; ja, was du mit deinem Munde geredet hattest, das hast du 
mit deiner Hand erfllt, wie es heute der Fall ist.
1KI 8:25 Und nun, HERR, Gott Israels, halte deinem Knecht, meinem Vater 
David, was du ihm versprochen hast, als du sagtest: Es soll dir nicht 
mangeln an einem Mann vor mir, welcher auf dem Thron Israels sitze, 
insofern deine Kinder ihren Weg bewahren, da sie vor mir wandeln, wie du 
vor mir gewandelt bist!
1KI 8:26 Und nun, o Gott Israels, la doch dein Wort wahr werden, welches 
du zu deinem Knecht, meinem Vater David, geredet hast!
1KI 8:27 Aber wohnt Gott wirklich auf Erden? Siehe, die Himmel und aller 
Himmel Himmel mgen dich nicht fassen; wie sollte es denn dieses Haus tun, 
das ich gebaut habe?
1KI 8:28 Wende dich aber zum Gebet deines Knechtes und zu seinem Flehen, o 
HERR, mein Gott, da du hrest das Flehen und das Gebet, welches dein 
Knecht heute vor dir tut,
1KI 8:29 da deine Augen Tag und Nacht offen stehen ber diesem Haus, ber 
dem Ort, davon du gesagt hast: Mein Name soll daselbst sein. So wollest du 
denn hren das Gebet, welches dein Knecht an dieser Sttte tut,
1KI 8:30 und wollest erhren das Flehen deines Knechtes und deines Volkes 
Israel, das sie an diesem Ort tun; ja, du wollest es hren am Ort deiner 
Wohnung im Himmel, und wenn du es hrst, so vergib!
1KI 8:31 Wenn jemand wider seinen Nchsten sndigt, und man ihm einen Eid 
auferlegt, den er schwren soll, und er kommt und schwrt vor deinem Altar 
in diesem Hause,
1KI 8:32 so wollest du hren im Himmel und verschaffen, da deinen 
Knechten Recht gesprochen wird, indem du den Schuldigen verurteilst, sein 
Tun auf sein Haupt zurckfallen lssest, den Gerechten aber rechtfertigst, 
ihm nach seiner Gerechtigkeit vergiltst.
1KI 8:33 Wenn dein Volk Israel vor dem Feind geschlagen wird, weil sie an 
dir gesndigt haben, und sie kehren wieder zu dir zurck und bekennen 
deinen Namen, beten und flehen zu dir in diesem Hause,
1KI 8:34 so wollest du hren im Himmel und die Snde deines Volkes 
vergeben und sie wieder in das Land bringen, das du ihren Vtern gegeben 
hast.
1KI 8:35 Wenn der Himmel verschlossen ist und es nicht regnet, weil sie an 
dir gesndigt haben, und sie dann an diesem Orte beten und deinen Namen 
bekennen und sich von ihren Snden abwenden, weil du sie demtigst,
1KI 8:36 so wollest du es hren im Himmel und die Snde deiner Knechte und 
deines Volkes Israel vergeben, indem du sie den guten Weg lehrest, auf dem 
sie wandeln sollen, und wollest regnen lassen auf dein Land, welches du 
deinem Volk zum Erbe gegeben hast.
1KI 8:37 Wenn Hungersnot im Lande sein wird, wenn eine Pestilenz 
ausbricht, wenn Kornbrand, Vergilben [des Getreides], Heuschrecken und 
Fresser sein werden, wenn sein Feind es belagert im Lande seiner Tore, 
wenn irgend eine Plage, irgend eine Krankheit auftritt,
1KI 8:38 was immer alsdann irgend ein Mensch von deinem ganzen Volke 
Israel bittet und fleht, wenn sie spren, wie ihnen das Gewissen schlgt, 
und sie ihre Hnde ausbreiten nach diesem Hause,
1KI 8:39 so mgest du es hren in deiner Wohnung im Himmel und vergeben 
und eingreifen und einem jeden geben, wie er gewandelt hat, wie du sein 
Herz kennst (denn du allein kennst das Herz aller Menschenkinder)
1KI 8:40 auf da sie dich frchten allezeit, solange sie leben im Lande, 
das du ihren Vtern gegeben hast!
1KI 8:41 Aber auch wenn ein Fremdling, der nicht zu deinem Volke Israel 
gehrt, aus fernem Lande kommt um deines Namens willen
1KI 8:42 denn sie werden hren von deinem groen Namen und von deiner 
mchtigen Hand und von deinem ausgestreckten Arm, wenn er kommt, um in 
diesem Hause zu beten,
1KI 8:43 so wollest du es hren in deiner Wohnung im Himmel und alles tun, 
um was der Fremdling dich anrufen wird, auf da alle Vlker auf Erden 
deinen Namen erkennen und dich frchten wie dein Volk Israel und erfahren, 
da dieses Haus, welches ich gebaut habe, nach deinem Namen genannt ist.
1KI 8:44 Wenn dein Volk in den Krieg zieht wider seine Feinde, auf dem 
Weg, den du sie senden wirst, und sie zum HERRN beten nach der Stadt 
gewandt, die du erwhlt hast, und nach dem Hause, das ich deinem Namen 
erbaut habe,
1KI 8:45 so wollest du im Himmel ihr Gebet und ihr Flehen hren und ihnen 
Recht verschaffen!
1KI 8:46 Wenn sie wider dich sndigen (denn es ist kein Mensch, der nicht 
sndigt) und du wider sie zrnst und sie ihren Feinden bergibst, so da 
diese sie gefangen abfhren in das Land ihrer Feinde, es sei fern oder nah,
1KI 8:47 und sie in dem Lande, wo sie gefangen sind, in sich gehen und 
umkehren und im Lande ihrer Gefangenschaft zu dir flehen und sprechen: Wir 
haben gesndigt und Unrecht getan und sind gottlos gewesen!
1KI 8:48 Wenn sie sich also zu dir kehren mit ihrem ganzen Herzen und mit 
ihrer ganzen Seele im Lande ihrer Feinde, die sie weggefhrt haben, und zu 
dir beten, nach ihrem Lande gewandt, das du ihren Vtern gegeben hast, und 
nach der Stadt, welche du erwhlt hast, und nach dem Hause, das ich deinem 
Namen gebaut habe,
1KI 8:49 so wollest du in deiner Wohnung im Himmel ihr Gebet und ihr 
Flehen hren und ihnen Recht schaffen, und wollest deinem Volke vergeben, 
was es an dir gesndigt hat,
1KI 8:50 und alle bertretungen, die es wider dich begangen hat, und du 
wollest sie Barmherzigkeit finden lassen bei denen, die sie gefangen 
halten, so da sie sich ihrer erbarmen;
1KI 8:51 denn sie sind dein Volk und dein Erbe, das du aus gypten, mitten 
aus dem eisernen Ofen, gefhrt hast!
1KI 8:52 So wollest du denn deine Augen offen halten fr das Flehen deines 
Knechtes und fr das Flehen deines Volkes Israel, da du sie erhrest in 
allem, um was sie dich anrufen!
1KI 8:53 Denn du hast sie ausgesondert aus allen Vlkern auf Erden dir zum 
Erbe, wie du durch deinen Knecht Mose geredet hast, als du unsre Vter aus 
gypten fhrtest, o Herr, HERR!
1KI 8:54 Als nun Salomo dieses ganze Gebet und Flehen vor dem HERRN 
vollendet hatte, stand er auf von [seinem Platz] vor dem Altar des HERRN, 
wo er gekniet hatte, seine Hnde gen Himmel gebreitet,
1KI 8:55 und er trat hin und segnete die ganze Gemeinde Israel mit lauter 
Stimme und sprach:
1KI 8:56 Gelobet sei der HERR, der seinem Volk Israel Ruhe gegeben hat, 
ganz wie er versprochen hat! Von allen seinen guten Worten, welche er 
durch seinen Knecht Mose geredet hat, ist nicht eines dahingefallen.
1KI 8:57 Der HERR, unser Gott, sei mit uns, wie er mit unsern Vtern 
gewesen ist! Er verlasse uns nicht und ziehe die Hand nicht von uns ab,
1KI 8:58 unser Herz zu ihm zu neigen, da wir in allen seinen Wegen 
wandeln und seine Gebote, seine Satzungen und seine Rechte halten, welche 
er unsern Vtern geboten hat!
1KI 8:59 Und mgen diese meine Worte, die ich vor dem HERRN gefleht habe, 
gegenwrtig sein vor dem HERRN, unserm Gott, bei Tag und bei Nacht, da er 
Recht schaffe seinem Knecht und Recht seinem Volke Israel, Tag fr Tag,
1KI 8:60 auf da alle Vlker auf Erden erkennen, da er, der HERR, Gott 
ist, und keiner sonst!
1KI 8:61 Euer Herz aber sei ungeteilt mit dem HERRN, unserm Gott, da ihr 
in seinen Satzungen wandelt und seine Gebote bewahrt, wie an diesem Tage!
1KI 8:62 Und der Knig und ganz Israel mit ihm brachten Opfer dar vor dem 
HERRN.
1KI 8:63 Und zwar brachte Salomo zum Dankopfer, das er dem HERRN opferte, 
22000 Ochsen und 120000 Schafe. Also weihten der Knig und alle Kinder 
Israel das Haus des HERRN ein.
1KI 8:64 An jenem Tage weihte der Knig den innern Vorhof, der vor dem 
Hause des HERRN war, damit, da er Brandopfer, Speisopfer und das Fett der 
Dankopfer daselbst zurichtete; denn der eherne Altar, der vor dem HERRN 
stand, war zu klein fr die Brandopfer, Speisopfer und fr das Fett der 
Dankopfer.
1KI 8:65 So feierte Salomo zu jener Zeit ein Fest (und ganz Israel mit 
ihm, eine groe Versammlung des Volkes von den Grenzen Chamats bis an den 
Bach gyptens) vor dem HERRN, unserm Gott, sieben Tage und nochmals sieben 
Tage lang; das waren vierzehn Tage.
1KI 8:66 Am achten Tage entlie er das Volk. Und sie segneten den Knig 
und gingen hin zu ihren Htten, frhlich und guten Mutes, wegen all des 
Guten, das der HERR an seinem Knechte David und an seinem Volke Israel 
getan hatte.
1KI 9:1 Und als Salomo das Haus des HERRN und das Haus des Knigs 
vollendet hatte und alles, was er zu machen begehrte und wozu er Lust 
hatte,
1KI 9:2 da erschien ihm der HERR zum zweiten Mal, wie er ihm zu Gibeon 
erschienen war.
1KI 9:3 Und der HERR sprach zu ihm: Ich habe dein Gebet und dein Flehen 
erhrt, das du vor mir gebetet hast. Ich habe dieses Haus geheiligt, 
welches du gebaut hast, da ich meinen Namen daselbst wohnen lasse 
ewiglich, und meine Augen und mein Herz sollen daselbst sein allezeit.
1KI 9:4 Und was dich betrifft, wenn du vor mir wandelst, wie dein Vater 
David gewandelt ist, mit rechtschaffenem Herzen und aufrichtig, so da du 
alles tust, was ich dir geboten habe, und meine Satzungen und meine Rechte 
beobachtest,
1KI 9:5 so will ich den Thron deines Knigtums ber Israel auf ewig 
befestigen, wie ich deinem Vater David versprochen habe, indem ich sagte: 
Es soll dir nicht mangeln an einem Mann auf dem Throne Israels!
1KI 9:6 Werdet ihr euch aber von mir abwenden, ihr und eure Kinder, und 
meine Gebote und meine Satzungen, die ich euch vorgelegt habe, nicht 
beobachten, sondern hingehen und anderen Gttern dienen und sie anbeten,
1KI 9:7 so werde ich Israel ausrotten aus dem Lande, das ich ihnen gegeben 
habe, und das Haus, das ich meinem Namen geheiligt habe, von meinem 
Angesicht verwerfen, und Israel soll zum Sprichwort und zum Spott werden 
unter allen Vlkern.
1KI 9:8 Und ber dieses Haus, so hoch es gewesen ist, wird jeder, der da 
vorbergeht, sich entsetzen und spotten und sagen: Warum hat der HERR 
diesem Lande und diesem Hause also getan?
1KI 9:9 Alsdann wird man antworten: Weil sie den HERRN, ihren Gott, der 
ihre Vter aus gyptenland gefhrt hat, verlassen und sich an andere 
Gtter gehalten und sie angebetet und ihnen gedient haben. Darum hat der 
HERR all dies Unglck ber sie gebracht!
1KI 9:10 Als nun die zwanzig Jahre verflossen waren, in welchen Salomo die 
beiden Huser, das Haus des HERRN und das Haus des Knigs gebaut hatte,
1KI 9:11 wozu Hiram, der Knig von Tyrus, Salomo mit Zedern und 
Zypressenholz und Gold nach all seinem Begehr versorgt hatte, da gab der 
Knig Salomo dem Hiram zwanzig Stdte im Lande Galila.
1KI 9:12 Und Hiram zog aus von Tyrus, die Stdte zu besehen, die ihm 
Salomo gegeben hatte; aber sie gefielen ihm nicht.
1KI 9:13 Und er sprach: Was sind das fr Stdte, mein Bruder, die du mir 
gegeben hast? Und er hie sie Land Kabul bis auf diesen Tag.
1KI 9:14 Denn Hiram hatte dem Knig hundertundzwanzig Talente Gold gesandt.
1KI 9:15 Und so verhielt es sich mit den Fronarbeitern, welche der Knig 
Salomo aushob, um das Haus des HERRN und sein Haus und den Millo und die 
Mauern Jerusalems und Hazor und Megiddo und Geser zu bauen.
1KI 9:16 Denn Pharao, der Knig von gypten, war heraufgekommen und hatte 
Geser eingenommen und mit Feuer verbrannt und die Kanaaniter, die in der 
Stadt wohnten, gettet und hatte sie seiner Tochter, der Gemahlin Salomos, 
zur Mitgift gegeben.
1KI 9:17 Also baute Salomo Geser und das untere Beth-Horon;
1KI 9:18 auch Bahalat und Tadmor in der Wste, im Lande, und alle 
Vorratsstdte,
1KI 9:19 die Salomo hatte, und die Wagenstdte und die Reiterstdte und 
wozu Salomo Lust hatte zu bauen zu Jerusalem und im Libanon und im ganzen 
Land seiner Herrschaft.
1KI 9:20 Alles Volk, das von den Amoritern, Hetitern, Pheresitern, 
Hevitern und Jebusitern briggeblieben war und nicht zu den Kindern Israel 
gehrte,
1KI 9:21 ihre Shne, die im Lande nach ihnen briggeblieben waren, welche 
die Kinder Israel nicht ausrotten konnten, die hob Salomo zum Frondienst 
aus bis auf diesen Tag.
1KI 9:22 Aber von den Kindern Israel machte er keine zu Leibeigenen, 
sondern sie waren Kriegsleute und seine Diener und seine Frsten und seine 
Wagenkmpfer und Oberste ber seine Wagen und ber seine Reiter.
1KI 9:23 Die Zahl der Oberaufseher, die Salomo ber das Werk gesetzt 
hatte, war 550; sie herrschten ber das Volk, welches an dem Werk 
arbeitete.
1KI 9:24 Sobald die Tochter des Pharao heraufgezogen war von der Stadt 
Davids in ihr Haus, das er fr sie gebaut hatte, da baute er auch den 
Millo.
1KI 9:25 Und Salomo opferte dreimal im Jahre Brandopfer und Dankopfer auf 
dem Altar, den er dem HERRN gebaut hatte, und lie zugleich ruchern auf 
demjenigen, welcher vor dem HERRN stand.
1KI 9:26 Und als er das Haus vollendet hatte, baute der Knig Salomo 
Schiffe zu Ezjon-Geber, welches bei Elot liegt, am Ufer des Schilfmeers im 
Lande der Edomiter.
1KI 9:27 Und Hiram sandte seine Knechte, die sich auf die Schiffe 
verstanden und auf dem Meere erfahren waren, mit den Knechten Salomos auf 
die Fahrt;
1KI 9:28 und sie gelangten bis nach Ophir und holten dort 
vierhundertundzwanzig Talente Gold und brachten es dem Knig Salomo.
1KI 10:1 Als aber die Knigin von Saba den Ruhm Salomos wegen des Namens 
des HERRN vernahm, kam sie, ihn mit Rtseln zu erproben.
1KI 10:2 Sie kam aber nach Jerusalem mit sehr groem Reichtum, mit 
Kamelen, die Spezereien und sehr viel Gold und Edelsteine trugen. Und als 
sie zu Salomo kam, sagte sie ihm alles, was sie auf dem Herzen hatte.
1KI 10:3 Und Salomo erklrte ihr alles; es war dem Knig nichts verborgen, 
da er es ihr nicht erklrt htte.
1KI 10:4 Als aber die Knigin von Saba alle Weisheit Salomos sah und das 
Haus, das er gebaut hatte,
1KI 10:5 und die Speise fr seinen Tisch und die Wohnung seiner Knechte 
und das Auftreten seiner Dienerschaft und ihre Kleidung, auch sein 
Geschirr und die Brandopfer, die er im Hause des HERRN darbrachte, da 
geriet sie auer sich [vor Erstaunen] und sprach zum Knig:
1KI 10:6 Das Wort ist wahr, welches ich in meinem Lande ber deine Sachen 
und ber deine Weisheit gehrt habe!
1KI 10:7 Und ich habe den Worten nicht geglaubt, bis ich gekommen bin und 
es mit eigenen Augen gesehen habe. Und siehe, es ist mir nicht die Hlfte 
gesagt worden; du hast mehr Weisheit und Gut, als das Gercht sagt, das 
ich vernommen habe.
1KI 10:8 Selig sind deine Leute, selig diese deine Knechte, die allezeit 
vor dir stehen und deine Weisheit hren!
1KI 10:9 Gepriesen sei der HERR, dein Gott, der Gefallen an dir gehabt 
hat, so da er dich auf den Thron Israels setzte! Weil der HERR Israel 
lieb hat ewiglich, darum hat er dich zum Knig eingesetzt, da du Recht 
und Gerechtigkeit best!
1KI 10:10 Und sie gab dem Knig hundertundzwanzig Talente Gold und sehr 
viel Gewrz und Edelsteine; nie wieder kam so viel Gewrz, wie die Knigin 
von Saba dem Knig Salomo gab.
1KI 10:11 Dazu brachten die Schiffe Hirams, welche Gold aus Ophir fhrten, 
sehr viel Sandelholz und Edelsteine von Ophir.
1KI 10:12 Und der Knig lie aus Sandelholz Treppen machen fr das Haus 
des HERRN und fr das Haus des Knigs und Harfen und Psalter fr die 
Snger; soviel Sandelholz ist nie mehr [ins Land] gekommen noch gesehen 
worden bis auf diesen Tag.
1KI 10:13 Und der Knig Salomo gab der Knigin von Saba alles, was sie 
wnschte und erbat, auer dem, womit Salomo sie kniglich beschenkte. Da 
kehrte sie um und zog in ihr Land samt ihren Knechten.
1KI 10:14 Das Gewicht des Goldes aber, das bei Salomo in einem Jahr 
einging, betrug 666 Talente,
1KI 10:15 auer dem, was die Karawanen und der Handel der Kaufleute und 
alle Knige Arabiens und die Statthalter des Landes brachten.
1KI 10:16 Und der Knig Salomo lie zweihundert Schilde von gehmmertem 
Golde machen; sechshundert Schekel Gold verwendete er fr jeden Schild;
1KI 10:17 und dreihundert Tartschen von gehmmertem Gold; je drei Minen 
Gold verwendete er fr eine Tartsche. Und der Knig tat sie in das Haus 
des Libanonwaldes.
1KI 10:18 Ferner machte der Knig einen groen Thron von Elfenbein und 
berzog ihn mit dem edelsten Golde.
1KI 10:19 Dieser Thron hatte sechs Stufen, und das Kopfstck des Thrones 
war hinten rund, und auf beiden Seiten um den Sitz waren Lehnen, und zwei 
Lwen standen an den Lehnen.
1KI 10:20 Und zwlf Lwen standen auf den sechs Stufen zu beiden Seiten. 
Dergleichen ist niemals in irgend einem Knigreiche gemacht worden.
1KI 10:21 Auch alle Trinkgeschirre des Knigs Salomo waren golden, und 
alles Geschirr im Hause des Libanonwaldes war von feinem Gold; denn zu den 
Zeiten Salomos achtete man das Silber gar nicht.
1KI 10:22 Denn des Knigs Tarsisschiffe fuhren auf dem Meer mit den 
Schiffen Hirams. Diese Tarsisschiffe kamen in drei Jahren einmal und 
brachten Gold, Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen.
1KI 10:23 Also ward der Knig Salomo grer an Reichtum und Weisheit als 
alle Knige auf Erden.
1KI 10:24 Und alle Welt begehrte Salomo zu sehen, um seine Weisheit zu 
hren, die ihm Gott ins Herz gegeben hatte.
1KI 10:25 Und sie brachten ihm ein jeder sein Geschenk: silberne und 
goldene Geschirre, Kleider, Rstungen, Gewrz, Pferde und Maultiere, Jahr 
fr Jahr.
1KI 10:26 Salomo brachte auch Wagen und Reiter zusammen, so da er 
tausendvierhundert Wagen und zwlftausend Reiter hatte, die er in den 
Wagenstdten und bei dem Knig zu Jerusalem unterbrachte.
1KI 10:27 Und der Knig machte, da zu Jerusalem so viel Silber war wie 
Steine und so viel Zedernholz wie wilde Feigenbume in den Grnden.
1KI 10:28 Und man brachte dem Salomo Pferde aus gypten und ein Zug von 
Kaufleuten des Knigs holte sie scharenweise um den Kaufpreis.
1KI 10:29 Und ein Wagen aus gypten kam auf sechshundert Silberlinge zu 
stehen, und ein Pferd auf hundertundfnfzig; ebenso brachte man sie durch 
ihre Vermittlung auch allen Knigen der Hetiter und den Knigen von Syrien.
1KI 11:1 Aber der Knig Salomo liebte viele auslndische Frauen neben der 
Tochter des Pharao: moabitische, ammonitische, edomitische, zidonische und 
hetitische,
1KI 11:2 aus den Vlkern, von denen der HERR den Kindern Israel gesagt 
hatte: Geht nicht zu ihnen und lasset sie nicht zu euch kommen, denn sie 
werden gewi eure Herzen zu ihren Gttern neigen! An diesen hing Salomo 
mit Liebe.
1KI 11:3 Und er hatte siebenhundert frstliche Frauen und dreihundert 
Nebenfrauen; und seine Frauen neigten sein Herz.
1KI 11:4 Denn als Salomo alt war, neigten seine Frauen sein Herz fremden 
Gttern zu, da sein Herz nicht mehr so vollkommen mit dem HERRN, seinem 
Gott, war wie das Herz seines Vaters David.
1KI 11:5 Also lief Salomo der Astarte nach, der Gottheit der Zidonier, und 
Milkom, dem Greuel der Ammoniter.
1KI 11:6 Und Salomo tat, was bse war in den Augen des HERRN, und folgte 
dem Herrn nicht gnzlich nach, wie sein Vater David.
1KI 11:7 Auch baute Salomo eine Hhe dem Kamos, dem Greuel der Moabiter, 
auf dem Berge, der vor Jerusalem liegt, und dem Moloch, dem Greuel der 
Kinder Ammon.
1KI 11:8 Und ebenso tat er fr alle seine auslndischen Frauen, die ihren 
Gttern rucherten und opferten.
1KI 11:9 Aber der HERR ward zornig ber Salomo, weil sein Herz sich 
abgewandt hatte von dem HERRN, dem Gott Israels, der ihm zweimal 
erschienen war,
1KI 11:10 ja, der ihm gerade darber Befehl gegeben hatte, da er nicht 
andern Gttern nachwandeln solle; aber er beachtete nicht, was ihm der 
HERR geboten hatte.
1KI 11:11 Darum sprach der HERR zu Salomo: Weil solches von dir geschehen 
ist und du meinen Bund nicht bewahrt hast, noch meine Satzungen, die ich 
dir geboten habe, so will ich dir gewi das Knigreich entreien und es 
deinem Knechte geben.
1KI 11:12 Doch zu deiner Zeit will ich es nicht tun, um deines Vaters 
David willen; der Hand deines Sohnes will ich es entreien.
1KI 11:13 Nur will ich ihm nicht das ganze Reich entreien; einen Stamm 
will ich deinem Sohne geben, um meines Knechtes David und um Jerusalems 
willen, die ich erwhlt habe.
1KI 11:14 Und der HERR erweckte dem Salomo einen Widersacher, Hadad, den 
Edomiter, er war vom kniglichen Samen in Edom.
1KI 11:15 Denn als David in Edom war, und als Joab, der Feldhauptmann, 
hinaufzog, um die Erschlagenen zu begraben, erschlug er, was mnnlich war 
in Edom.
1KI 11:16 Denn Joab blieb sechs Monate lang daselbst mit ganz Israel, bis 
er alles ausgerottet hatte, was in Edom mnnlich war.
1KI 11:17 Da floh Hadad und mit ihm etliche Edomiter von den Knechten 
seines Vaters, um nach gypten zu gehen; Hadad aber war noch ein kleiner 
Knabe.
1KI 11:18 Und sie machten sich auf von Midian und kamen gen Paran, nahmen 
Leute mit sich aus Paran und kamen nach gypten zum Pharao, dem Knig von 
gypten; der gab ihm ein Haus, versprach ihm Nahrung und gab ihm Land.
1KI 11:19 Und Hadad fand groe Gnade beim Pharao, so da er ihm auch 
seiner Gemahlin Schwester, die Schwester der Gebieterin Tachpenes, zum 
Weibe gab.
1KI 11:20 Und die Schwester der Tachpenes gebar ihm Genubat, seinen Sohn, 
und Tachpenes zog ihn auf im Hause des Pharao, so da Genubat im Hause des 
Pharao unter den Kindern des Pharao war.
1KI 11:21 Als nun Hadad in gypten hrte, da David sich zu seinen Vtern 
gelegt habe, und da Joab, der Feldhauptmann, tot sei, sprach Hadad zum 
Pharao: La mich in mein Land ziehen!
1KI 11:22 Der Pharao sprach zu ihm: Was mangelt dir bei mir, da du in 
dein Land ziehen willst? Er sprach: Nichts; aber la mich gehen!
1KI 11:23 Und Gott erweckte ihm noch einen Widersacher, Reson, den Sohn 
Eljadas, der von seinem Herrn Hadad-Eser, dem Knig zu Zoba, geflohen war.
1KI 11:24 Der sammelte Mnner um sich und war Rottenfhrer, als David sie 
schlug; und sie zogen nach Damaskus und wohnten daselbst und regierten zu 
Damaskus.
1KI 11:25 Und er war Israels Widersacher, solange Salomo lebte, auer dem 
bel, das Hadad tat; und er hatte einen Widerwillen gegen Israel und wurde 
Knig ber Syrien.
1KI 11:26 Auch Jerobeam, der Sohn Nebats, ein Ephraimiter von Zareda, 
Salomos Knecht, dessen Mutter, eine Witwe, Zeruha hie, erhob die Hand 
wider den Knig.
1KI 11:27 Und dies ist der Anla, bei welchem er die Hand wider den Knig 
erhob: Salomo baute Millo und schlo [damit] eine Lcke an der Stadt 
Davids, seines Vaters.
1KI 11:28 Nun war Jerobeam ein tchtiger Mann; als aber Salomo sah, da 
der Jngling arbeitsam war, setzte er ihn ber alle Lasttrger des Hauses 
Josephs.
1KI 11:29 Es begab sich aber zu jener Zeit, als Jerobeam aus Jerusalem 
wegging, fand ihn der Prophet Achija von Silo auf dem Wege; der hatte 
einen neuen Mantel an, und sie waren beide allein auf dem Felde.
1KI 11:30 Und Achija fate den neuen Mantel, den er anhatte, und zerri 
ihn in zwlf Stcke
1KI 11:31 und sprach zu Jerobeam: Nimm die zehn Stcke! Denn also spricht 
der HERR, der Gott Israels: Siehe, ich will das Knigreich der Hand 
Salomos entreien und dir zehn Stmme geben.
1KI 11:32 Einen Stamm soll er haben, um meines Knechtes David und um der 
Stadt Jerusalem willen, die ich aus allen Stmmen Israels erwhlt habe;
1KI 11:33 darum, weil sie mich verlassen und Astarte, die Gottheit der 
Zidonier, Kamos, den Gott der Moabiter, und Milkom, den Gott der 
Ammoniter, angebetet haben und nicht in meinen Wegen gewandelt sind, um zu 
tun, was in meinen Augen recht ist, nach meinen Satzungen und Rechten, wie 
sein Vater David getan hat.
1KI 11:34 Doch will ich nicht das ganze Reich aus seiner Hand nehmen, 
sondern ich will ihn als Frst belassen sein Leben lang, um meines 
Knechtes David willen, den ich erwhlt habe, der meine Gebote und 
Satzungen beobachtet hat.
1KI 11:35 Aber ich will das Knigreich aus der Hand seines Sohnes nehmen 
und dir zehn Stmme geben;
1KI 11:36 und will seinem Sohn einen Stamm geben, da mein Knecht David 
immerdar vor mir eine Leuchte habe in der Stadt Jerusalem, die ich mir 
erwhlt habe, um meinen Namen dahin zu setzen.
1KI 11:37 So will ich nun dich nehmen, und du sollst regieren ber alles, 
was dein Herz begehrt und Knig sein ber Israel.
1KI 11:38 Wirst du nun allem gehorchen, was ich dir gebieten werde, und in 
meinen Wegen wandeln und tun, was in meinen Augen recht ist, da du meine 
Satzungen und meine Gebote beobachtest, wie mein Knecht David getan hat, 
so will ich mit dir sein und dir ein bestndiges Haus bauen, wie ich es 
David gebaut habe, und will dir Israel geben.
1KI 11:39 Und ich will den Samen Davids um deswillen demtigen, doch nicht 
immerdar!
1KI 11:40 Salomo aber trachtete, Jerobeam zu tten; da machte sich 
Jerobeam auf und floh nach gypten zu Sisak, dem Knig von gypten, und 
verblieb in gypten, bis Salomo starb.
1KI 11:41 Was aber mehr von Salomo zu sagen ist, und alles, was er getan 
hat, und seine Weisheit, ist das nicht geschrieben im Buche der Geschichte 
Salomos?
1KI 11:42 Die Zeit aber, whrend welcher Salomo ber ganz Israel zu 
Jerusalem regierte, betrgt vierzig Jahre.
1KI 11:43 Und Salomo entschlief mit seinen Vtern und ward begraben in der 
Stadt Davids, seines Vaters; und Rehabeam, sein Sohn, ward Knig an seiner 
Statt.
1KI 12:1 Und Rehabeam zog gen Sichem; denn ganz Israel war gen Sichem 
gekommen, um ihn zum Knig zu machen.
1KI 12:2 Als aber Jerobeam, der Sohn Nebats, solches hrte, da er noch in 
gypten war (denn dahin war er vor dem Knig Salomo geflohen), kehrte er 
aus gypten zurck.
1KI 12:3 Und man sandte hin und lie ihn rufen. Da kamen Jerobeam und die 
ganze Gemeinde Israel und redeten mit Rehabeam und sprachen:
1KI 12:4 Dein Vater hat unser Joch zu hart gemacht; so mache du nun den 
harten Dienst deines Vaters und das schwere Joch, welches er uns aufgelegt 
hat, leichter, so wollen wir dir untertnig sein!
1KI 12:5 Er aber sprach zu ihnen: Geht hin fr drei Tage, alsdann kommt 
wieder zu mir! Und das Volk ging hin.
1KI 12:6 Da hielt der Knig Rehabeam einen Rat mit den ltesten, die vor 
seinem Vater Salomo gestanden, als er noch lebte, und sprach: Wie ratet 
ihr, da wir diesem Volk antworten sollen?
1KI 12:7 Sie sprachen zu ihm: Wirst du heute diesem Volk einen Gefallen 
tun und ihm zu Willen sein und sie erhren und ihm gute Worte geben, so 
werden sie dir dienen dein Leben lang!
1KI 12:8 Aber er verlie den Rat der ltesten, den sie ihm gegeben hatten, 
und hielt Rat mit den Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren, die vor ihm 
standen.
1KI 12:9 Und er sprach zu ihnen: Was ratet ihr, da wir diesem Volk 
antworten, welches zu mir gesagt und gesprochen hat: Mache das Joch 
leichter, welches dein Vater auf uns gelegt hat?
1KI 12:10 Da sprachen zu ihm die Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren: 
Du sollst dem Volk, das zu dir gesagt hat: Dein Vater hat unser Joch zu 
schwer gemacht, du aber mache es uns leichter, dem sollst du so antworten: 
Mein kleiner Finger ist dicker als meines Vaters Lenden!
1KI 12:11 Und nun, hat mein Vater ein schweres Joch auf euch geladen, so 
will ich euch noch mehr aufladen! Hat mein Vater euch mit Geieln 
gezchtigt, so will ich euch mit Skorpionen zchtigen!
1KI 12:12 Als nun Jerobeam samt dem ganzen Volk am dritten Tage zu 
Rehabeam kam, wie der Knig gesagt hatte: Kommt am dritten Tag zu mir!
1KI 12:13 da gab der Knig dem Volk eine harte Antwort und verlie den 
Rat, welchen ihm die ltesten gegeben hatten,
1KI 12:14 und redete mit ihnen nach dem Rat der Jungen und sprach: Mein 
Vater hat euch mit Geieln gezchtigt, ich aber will euch mit Skorpionen 
zchtigen!
1KI 12:15 Also willfahrte der Knig dem Volke nicht; denn es ward so vom 
HERRN gefgt, auf da er sein Wort erflle, welches der HERR durch Achija 
von Silo zu Jerobeam, dem Sohne Nebats, geredet hatte.
1KI 12:16 Als nun ganz Israel sah, da der Knig ihnen kein Gehr 
schenkte, antwortete das Volk dem Knig und sprach: Was haben wir fr 
Anteil an David? Wir haben nichts zu erben von dem Sohne Isais! Israel, 
[auf] zu deinen Htten! Und du, David, sieh zu deinem Haus!
1KI 12:17 Also ging Israel in seine Htten, und Rehabeam regierte nur ber 
die Kinder Israel, die in den Stdten Judas wohnten.
1KI 12:18 Als aber der Knig Rehabeam den Fronmeister Adoram hinsandte, 
bewarf ihn ganz Israel mit Steinen; der Knig Rehabeam aber sputete sich 
und stieg auf seinen Wagen, um nach Jerusalem zu fliehen.
1KI 12:19 Also fiel Israel ab vom Hause Davids bis auf diesen Tag.
1KI 12:20 Als nun ganz Israel hrte, da Jerobeam wiedergekommen sei, 
sandten sie hin und beriefen ihn in die Volksversammlung und machten ihn 
zum Knig ber ganz Israel, und niemand folgte dem Hause Davids als allein 
der Stamm Juda.
1KI 12:21 Als aber Rehabeam nach Jerusalem kam, versammelte er das ganze 
Haus Juda und den Stamm Benjamin, etwa 180000 junge Mnner, um wider das 
Haus Israel zu streiten und das Knigtum wieder an Rehabeam, den Sohn 
Salomos, zu bringen.
1KI 12:22 Aber das Wort Gottes erging an Semaja, den Mann Gottes, also:
1KI 12:23 Sage zu Rehabeam, dem Sohne Salomos, dem Knig Judas, und zum 
Hause Juda und zu Benjamin und dem brigen Volk und sprich:
1KI 12:24 So spricht der HERR: Ihr sollt nicht hinaufziehen, um wider eure 
Brder, die Kinder Israel, zu streiten! Jedermann gehe wieder heim; denn 
solches ist von mir geschehen! Und sie folgten dem Worte des HERRN und 
kehrten um, wie der HERR gesagt hatte.
1KI 12:25 Jerobeam aber baute Sichem auf dem Gebirge Ephraim und wohnte 
darin und zog aus von dort und baute Pnuel.
1KI 12:26 Jerobeam aber gedachte in seinem Herzen: Das Knigreich wird nun 
wieder dem Hause Davids zufallen!
1KI 12:27 Wenn dieses Volk hinaufgehen soll, um im Hause des HERRN zu 
Jerusalem zu opfern, so wird sich das Herz dieses Volkes zu ihrem Herrn, 
zu Rehabeam, dem Knig von Juda, wenden, und sie werden mich tten und 
sich wieder Rehabeam, dem Knig von Juda, zuwenden!
1KI 12:28 Darum hielt der Knig einen Rat und machte zwei goldene Klber 
und sprach zum Volk: Es ist zu viel fr euch, nach Jerusalem 
hinaufzugehen! Siehe, das sind deine Gtter, Israel, die dich aus 
gyptenland gefhrt haben!
1KI 12:29 Und er stellte das eine zu Bethel auf und tat das andere nach 
Dan.
1KI 12:30 Aber diese Tat ward [Israel] zur Snde; und das Volk lief zu dem 
einen [Kalbe] bis gen Dan.
1KI 12:31 Er machte auch ein Hhenheiligtum und bestellte aus dem ganzen 
Volk Leute zu Priestern, die nicht von den Kindern Levi waren.
1KI 12:32 Ferner setzte Jerobeam ein Fest an, am fnfzehnten Tag des 
achten Monats, wie das Fest in Juda, und opferte auf dem Altar. Also tat 
er in Bethel, indem er den Klbern opferte, die er gemacht hatte, und er 
bestellte zu Bethel die Priester der Hhen, die er gemacht hatte.
1KI 12:33 Und er opferte auf dem Altar, den er in Bethel gemacht hatte, am 
fnfzehnten Tage des achten Monats, des Monats, welchen er aus eigenem 
Herzen erdacht hatte; und er veranstaltete den Kindern Israel ein Fest und 
opferte auf dem Altar und rucherte.
1KI 13:1 Aber siehe, ein Mann Gottes kam von Juda durch das Wort des HERRN 
gen Bethel, als Jerobeam eben bei dem Altar stand, um zu ruchern.
1KI 13:2 Und er rief wider den Altar durch das Wort des HERRN und sprach: 
Altar! Altar! So spricht der HERR: Siehe, es wird dem Hause Davids ein 
Sohn geboren werden namens Josia, der wird auf dir die Priester der Hhen 
opfern, die auf dir ruchern, und man wird Menschengebeine auf dir 
verbrennen!
1KI 13:3 Und am gleichen Tage gab er ein Zeichen, und sprach: Das ist das 
Zeichen, da der HERR solches geredet hat: Siehe, der Altar wird bersten 
und die Asche, die darauf ist, verschttet werden!
1KI 13:4 Als aber der Knig das Wort des Mannes Gottes hrte, der wider 
den Altar zu Bethel rief, streckte Jerobeam seine Hand aus bei dem Altar 
und sprach: Greifet ihn! Aber seine Hand, die er wider ihn ausgestreckt 
hatte, ward steif, so da er sie nicht wieder zu sich ziehen konnte.
1KI 13:5 Und der Altar barst, und die Asche ward vom Altar verschttet, 
gem dem Zeichen, das der Mann Gottes durch das Wort des HERRN 
angekndigt hatte.
1KI 13:6 Da hob der Knig an und sprach zu dem Manne Gottes: Besnftige 
doch das Angesicht des HERRN, deines Gottes, und bitte fr mich, da meine 
Hand mir wieder gegeben werde! Da besnftigte der Mann Gottes das 
Angesicht des HERRN. Und der Knig konnte die Hand wieder an sich ziehen, 
und sie ward wieder wie zuvor.
1KI 13:7 Da sprach der Knig zu dem Manne Gottes: Komm mit mir heim und 
erlabe dich! Ich will dir auch ein Geschenk geben.
1KI 13:8 Aber der Mann Gottes sprach zum Knig: Wenn du mir auch dein 
halbes Haus gbest, so kme ich nicht mit dir; denn ich wrde an diesem 
Ort kein Brot essen und kein Wasser trinken.
1KI 13:9 Denn also wurde mir durch das Wort des HERRN geboten und gesagt: 
Du sollst daselbst kein Brot essen und kein Wasser trinken und nicht 
wieder auf dem Wege zurckkehren, den du gegangen bist!
1KI 13:10 Und er ging einen andern Weg und kehrte nicht wieder auf dem 
gleichen Wege zurck, auf welchem er nach Bethel gekommen war.
1KI 13:11 Aber in Bethel wohnte ein alter Prophet. Zu dem kamen seine 
Shne und erzhlten ihm alles, was der Mann Gottes an jenem Tage in Bethel 
getan hatte; auch die Worte, die er zum Knige geredet hatte, erzhlten 
sie ihrem Vater.
1KI 13:12 Da sprach ihr Vater zu ihnen: Welchen Weg ist er gegangen? Da 
zeigten ihm seine Shne den Weg, den der Mann Gottes, der von Juda 
gekommen, eingeschlagen hatte.
1KI 13:13 Er aber sprach zu seinen Shnen: Sattelt mir den Esel! Und als 
sie ihm den Esel gesattelt hatten,
1KI 13:14 setze er sich darauf und ritt dem Manne Gottes nach und fand ihn 
unter einer Eiche sitzen und sprach zu ihm: Bist du der Mann Gottes, der 
von Juda gekommen ist? Er sprach: Ja!
1KI 13:15 Da sprach er zu ihm: Komm mit mir heim und i etwas!
1KI 13:16 Er aber sprach: Ich kann nicht umkehren und mit dir kommen; ich 
will auch mit dir weder Brot essen noch Wasser trinken an diesem Ort;
1KI 13:17 denn durch das Wort des HERRN ist zu mir gesagt worden: Du 
sollst daselbst weder Brot essen noch Wasser trinken; du sollst nicht auf 
dem gleichen Wege zurckkehren, auf dem du hingegangen bist!
1KI 13:18 Aber jener sprach zu ihm: Ich bin auch ein Prophet wie du, und 
ein Engel hat durch das Wort des HERRN folgendermaen mit mir geredet: 
Fhre ihn zurck in dein Haus, damit er Brot esse und Wasser trinke!
1KI 13:19 Er log es ihm aber vor. Da kehrte er mit ihm um, da er in 
seinem Hause Brot esse und Wasser trinke.
1KI 13:20 Als sie aber zu Tische saen, kam das Wort des HERRN zum 
Propheten, der ihn zurckgefhrt hatte,
1KI 13:21 und er rief dem Manne Gottes zu, der von Juda gekommen war, und 
sprach: So spricht der HERR: Weil du dem Munde des HERRN ungehorsam 
gewesen bist und das Gebot nicht gehalten hast, das dir der HERR, dein 
Gott, geboten hat,
1KI 13:22 sondern umgekehrt bist und Brot gegessen und Wasser getrunken 
hast an diesem Ort, davon er dir sagte, du solltest weder Brot essen noch 
Wasser trinken, so soll dein Leichnam nicht in deiner Vter Grab kommen!
1KI 13:23 Und nachdem er Brot gegessen und getrunken hatte, sattelte man 
dem Propheten, den jener zurckgefhrt hatte, den Esel.
1KI 13:24 Als er nun ging, traf ihn auf dem Wege ein Lwe; der ttete ihn, 
und sein Leichnam lag hingestreckt auf dem Wege. Und der Esel stand neben 
ihm, und der Lwe stand neben dem Leichnam.
1KI 13:25 Und siehe, als Leute vorbeigingen, sahen sie den Leichnam auf 
dem Wege liegen und den Lwen bei dem Leichnam stehen, und sie kamen und 
sagten es in der Stadt, wo der alte Prophet wohnte.
1KI 13:26 Als nun der Prophet, der ihn vom Wege zurckgeholt hatte, das 
hrte, sprach er: Es ist der Mann Gottes, der dem Munde des HERRN 
ungehorsam gewesen ist; darum hat ihn der HERR dem Lwen bergeben, der 
hat ihn zerrissen und gettet nach dem Wort, das ihm der HERR gesagt hat!
1KI 13:27 Und er redete mit seinen Shnen und sprach: Sattelt mir den 
Esel! Und als sie ihn gesattelt hatten,
1KI 13:28 ging er hin und fand seinen Leichnam auf dem Wege liegen und den 
Esel und den Lwen neben dem Leichnam stehen. Der Lwe hatte den Leichnam 
nicht gefressen und den Esel nicht zerrissen.
1KI 13:29 Da hob der Prophet den Leichnam des Mannes Gottes auf und legte 
ihn auf den Esel und fhrte ihn zurck, und sie kamen in die Stadt des 
alten Propheten, um ihn zu beklagen und zu begraben.
1KI 13:30 Und er legte dessen Leichnam in sein eigenes Grab, und sie 
klagten um ihn: Ach, mein Bruder!
1KI 13:31 Und als er ihn begraben hatte, sprach er zu seinen Shnen: Wenn 
ich sterbe, so begrabt mich in dem Grabe, darin der Mann Gottes begraben 
worden ist, und legt meine Gebeine neben seine Gebeine;
1KI 13:32 denn es wird gewi geschehen, was er durch das Wort des HERRN 
ausgerufen hat wider den Altar zu Bethel und wider alle Hhenheiligtmer, 
die in den Stdten Samarias sind.
1KI 13:33 Aber nach dieser Geschichte kehrte sich Jerobeam nicht von 
seinem bsen Wege, sondern bestellte wieder Hhenpriester aus dem gesamten 
Volk; zu wem er Lust hatte, dessen Hand fllte er, und der ward 
Hhenpriester.
1KI 13:34 Und dies wurde dem Hause Jerobeams zur Snde, so da er 
vernichtet und aus dem Lande vertilgt werden mute.
1KI 14:1 Zu jener Zeit ward Abija, der Sohn Jerobeams, krank.
1KI 14:2 Und Jerobeam sprach zu seinem Weibe: Mache dich auf und verstelle 
dich, da niemand merke, da du Jerobeams Weib bist, und gehe nach Silo; 
siehe, daselbst ist der Prophet Achija, der von mir geredet hat, da ich 
Knig ber dieses Volk sein sollte;
1KI 14:3 und nimm mit dir zehn Brote und Kuchen und einen Krug Honig und 
gehe zu ihm, da er dir kundtue, wie es dem Knaben gehen wird!
1KI 14:4 Und das Weib Jerobeams tat so und machte sich auf und ging hin 
nach Silo und kam in das Haus Achijas. Achija aber konnte nicht sehen, 
denn seine Augen waren starr geworden vor Alter.
1KI 14:5 Aber der HERR hatte zu Achija gesprochen: Siehe, das Weib 
Jerobeams kommt, um von dir ein Wort zu erlangen betreffs ihres Sohnes; 
denn er ist krank. So rede nun mit ihr so und so! Als sie nun hineinkam, 
stellte sie sich fremd.
1KI 14:6 Als aber Achija das Gerusch ihrer Fe hrte, wie sie zur Tr 
hereinkam, sprach er: Komm herein, du Weib Jerobeams! Warum stellst du 
dich so fremd? Ich bin mit einer harten Botschaft an dich beauftragt!
1KI 14:7 Gehe hin, sage Jerobeam: So spricht der HERR, der Gott Israels: 
Weil ich dich aus dem Volk erhht und zum Frsten ber mein Volk Israel 
gesetzt habe,
1KI 14:8 also da ich das Knigreich dem Hause Davids entrissen und es dir 
gegeben habe, du aber nicht gewesen bist wie mein Knecht David, der meine 
Gebote beobachtete und mir nachwandelte von ganzem Herzen, so da er nur 
tat, was in meinen Augen recht ist;
1KI 14:9 weil du aber mehr Bses getan hast als alle, die vor dir gewesen 
sind; weil du hingegangen bist und dir andere Gtter und gegossene Bilder 
gemacht hast, so da du mich zum Zorne reiztest, und mich hinter deinen 
Rcken geworfen hast;
1KI 14:10 darum siehe, bringe ich Unglck ber das Haus Jerobeams, und ich 
will ausrotten von Jerobeam, was mnnlich ist, Mndige und Unmndige in 
Israel, und ich will die Nachkommen des Hauses Jerobeams ausfegen, wie man 
Kot ausfegt, bis es ganz aus sei mit ihm.
1KI 14:11 Wer von Jerobeam in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde 
fressen; wer aber auf dem Felde stirbt, den sollen die Vgel des Himmels 
fressen; denn der HERR hat es gesagt!
1KI 14:12 So mache dich nun auf und gehe heim, und wenn dein Fu die Stadt 
betritt, wird der Knabe sterben.
1KI 14:13 Und ganz Israel wird ihn beklagen, und sie werden ihn begraben; 
denn von Jerobeam wird dieser allein in ein Grab kommen, weil an ihm vor 
dem HERRN, dem Gott Israels, etwas Gutes gefunden worden ist im Hause 
Jerobeams.
1KI 14:14 Der HERR aber wird einen Knig ber Israel erwecken, der das 
Haus Jerobeams ausrotten soll an jenem Tag. Und wie steht es schon jetzt!
1KI 14:15 Und der HERR wird Israel schlagen, da es schwankt wie ein Rohr 
im Wasser; und er wird Israel ausrotten aus diesem guten Land, welches er 
ihren Vtern gegeben hat, und wird sie zerstreuen jenseits des Stromes 
[Euphrat], weil sie ihre Ascheren gemacht haben, den HERRN zu erzrnen.
1KI 14:16 Und er wird Israel dahingeben um der Snde Jerobeams willen, die 
er begangen und zu welcher er Israel verfhrt hat.
1KI 14:17 Da machte sich das Weib Jerobeams auf, ging hin und kam gen 
Tirza. Und als sie die Schwelle des Hauses betrat, starb der Knabe.
1KI 14:18 Und sie begruben ihn, und ganz Israel beklagte ihn nach dem Wort 
des HERRN, das er durch seinen Knecht, den Propheten Achija, geredet hatte.
1KI 14:19 Was aber mehr von Jerobeam zu sagen ist, wie er gestritten und 
wie er regiert hat, siehe, das ist geschrieben im Buch der Chronik der 
Knige von Israel.
1KI 14:20 Die Zeit aber, whrend der Jerobeam regiert hat, betrug 
zweiundzwanzig Jahre. Und er legte sich zu seinen Vtern. Und sein Sohn 
Nadab ward Knig an seiner Statt.
1KI 14:21 Rehabeam aber, der Sohn Salomos, regierte in Juda. Einundvierzig 
Jahre alt war Rehabeam, als er Knig ward, und regierte siebzehn Jahre 
lang zu Jerusalem, in der Stadt, die der HERR aus allen Stmmen Israels 
erwhlt hatte, um seinen Namen daselbst wohnen zu lassen. Und seine Mutter 
hie Naama, eine Ammoniterin.
1KI 14:22 Und Juda tat, was dem HERRN bel gefiel, und sie reizten ihn zum 
Eifer durch ihre Snden, welche sie taten, mehr als alles, was ihre Vter 
getan hatten.
1KI 14:23 Denn sie bauten auch Hhen und Sulen und Ascheren auf allen 
hohen Hgeln und unter allen grnen Bumen.
1KI 14:24 Und es waren auch Schandbuben im Lande; die taten nach allen 
Greueln der Heiden, die der HERR vor den Kindern Israel vertrieben hatte.
1KI 14:25 Es begab sich aber im fnften Jahre des Knigs Rehabeam, da 
Sisak, der Knig von gypten, wider Jerusalem heraufzog;
1KI 14:26 der nahm die Schtze des Hauses des HERRN und die Schtze des 
Palastes des Knigs, alles nahm er, auch alle goldenen Schilde, die Salomo 
hatte machen lassen.
1KI 14:27 An deren Statt lie der Knig Rehabeam eherne Schilde machen und 
versah damit die obersten Trabanten, welche die Tr am Hause des Knigs 
hteten.
1KI 14:28 Und sooft der Knig in das Haus des HERRN ging, trugen sie die 
Trabanten und brachten sie darnach wieder in die Kammern der Trabanten.
1KI 14:29 Was aber mehr von Rehabeam zu sagen ist, und alles, was er getan 
hat, ist das nicht geschrieben im Buch der Chronik der Knige von Juda?
1KI 14:30 Es war aber Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam, ihr Leben lang.
1KI 14:31 Und Rehabeam legte sich zu seinen Vtern und ward begraben mit 
seinen Vtern in der Stadt Davids; seine Mutter aber hie Naama, eine 
Ammoniterin. Und sein Sohn Abijam ward Knig an seiner Statt.
1KI 15:1 Im achtzehnten [Regierungs-]Jahre des Knigs Jerobeam, des Sohnes 
Nebats, ward Abija Knig ber Juda.
1KI 15:2 Er regierte drei Jahre lang zu Jerusalem. Seine Mutter hie 
Maacha, eine Tochter Abisaloms.
1KI 15:3 Und er wandelte in allen Snden seines Vaters, die er vor ihm 
getan hatte, und sein Herz war nicht vllig mit dem HERRN, seinem Gott, 
wie das Herz seines Vaters David.
1KI 15:4 Doch um Davids willen gab der HERR, sein Gott, ihm eine Leuchte 
zu Jerusalem, indem er seinen Sohn ihm nachfolgen und Jerusalem bestehen 
lie,
1KI 15:5 weil David getan hatte, was in den Augen des HERRN recht war, und 
nicht gewichen war von allem, was er ihm gebot, sein Leben lang, auer in 
der Sache Urijas, des Hetiters.
1KI 15:6 Es war aber Krieg zwischen Rehabeam und Jerobeam, ihr Leben lang.
1KI 15:7 Was aber mehr von Abija zu sagen ist, und was er getan hat, ist 
das nicht geschrieben in der Chronik der Knige von Juda? Es war aber 
Krieg zwischen Abija und Jerobeam.
1KI 15:8 Und Abija legte sich zu seinen Vtern, und sie begruben ihn in 
der Stadt Davids. Und Asa, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
1KI 15:9 Im zwanzigsten Jahre Jerobeams, des Knigs von Israel, ward Asa 
Knig ber Juda;
1KI 15:10 er regierte einundvierzig Jahre lang zu Jerusalem. Seine Mutter 
hie Maacha, eine Tochter Abisaloms.
1KI 15:11 Und Asa tat, was dem HERRN wohlgefiel, wie sein Vater David.
1KI 15:12 Denn er schaffte die Schandbuben aus dem Lande und entfernte 
alle schndlichen Gtzen, die seine Vter gemacht hatten.
1KI 15:13 Dazu setzte er auch seine Mutter Maacha ab, da sie nicht mehr 
Gebieterin war, weil sie ein Gtzenbild der Aschera gemacht hatte. Und Asa 
rottete ihr Gtzenbild aus und verbrannte es am Bach Kidron. Aber die 
Hhen tat er nicht ab.
1KI 15:14 Doch war das Herz Asas vllig mit dem HERRN sein Leben lang.
1KI 15:15 Und das Silber und Gold und die Gerte, was sein Vater geweiht 
hatte und was er selbst weihte, das brachte er in das Haus des HERRN.
1KI 15:16 Es war aber Krieg zwischen Asa und Baesa, dem Knige von Israel, 
ihr Leben lang.
1KI 15:17 Denn Baesa, der Knig von Israel, zog herauf wider Juda und 
baute Rama, um dem Knig von Juda keinen Ausgang und Eingang mehr zu 
lassen.
1KI 15:18 Da nahm Asa alles Silber und Gold, das im Schatze des Hauses des 
HERRN und im Schatze des Knigshauses brig war, und gab es in die Hand 
seiner Knechte; und der Knig Asa sandte sie zu Benhadad, dem Sohne 
Tabrimmons, des Sohnes Hesions, dem Knig von Syrien, der zu Damaskus 
wohnte, und lie ihm sagen:
1KI 15:19 Es besteht ein Bund zwischen mir und dir, zwischen meinem Vater 
und deinem Vater, siehe, ich sende dir ein Geschenk von Silber und Gold; 
gehe hin, lse das Bndnis auf, das du mit Baesa, dem Knig von Israel, 
hast, da er von mir abziehe!
1KI 15:20 Und Benhadad willfahrte dem Knig Asa und sandte seine 
Hauptleute wider die Stdte Israels und schlug Jjon und Dan und Abel-Bet-
Maacha und ganz Genezareth, samt dem ganzen Lande Naphtali.
1KI 15:21 Als Baesa solches hrte, lie er ab, Rama zu bauen, und blieb zu 
Tirza.
1KI 15:22 Der Knig Asa aber erlie ein Aufgebot im ganzen Juda, so da 
keiner frei blieb; Und sie nahmen von Rama die Steine und das Holz weg, 
womit Baesa gebaut hatte. Und der Knig Asa baute damit Geba in Benjamin, 
und Mizpa.
1KI 15:23 Was aber mehr von Asa zu sagen ist, und alle seine Macht und 
alles, was er getan hat, ist das nicht geschrieben in der Chronik der 
Knige von Juda? Doch ward er in seinem Alter krank an den Fen.
1KI 15:24 Und Asa legte sich zu seinen Vtern und ward begraben mit seinen 
Vtern in der Stadt Davids, seines Vaters. Und Josaphat, sein Sohn, ward 
Knig an seiner Statt.
1KI 15:25 Nadab aber, der Sohn Jerobeams, ward Knig ber Israel im 
zweiten Jahre [der Regierung] Asas, des Knigs von Juda, und regierte zwei 
Jahre lang ber Israel
1KI 15:26 und tat, was dem HERRN bel gefiel, und wandelte in dem Wege 
seines Vaters und in seiner Snde, wodurch er Israel zur Snde verfhrt 
hatte.
1KI 15:27 Aber Baesa, der Sohn Achijas, aus dem Hause Issaschar, machte 
eine Verschwrung wider ihn, und Baesa erschlug ihn zu Gibbeton, das den 
Philistern gehrte; denn Nadab und ganz Israel belagerten Gibbeton.
1KI 15:28 Also ttete ihn Baesa im dritten Jahre Asas, des Knigs von 
Juda, und ward Knig an seiner Statt.
1KI 15:29 Als er nun Knig geworden war, erschlug er das ganze Haus 
Jerobeams und lie Jerobeam keine Seele brig, bis er ihn vertilgt hatte 
nach dem Worte des HERRN, das er durch seinen Knecht Achija von Silo 
geredet hatte, um der Snden Jerobeams willen,
1KI 15:30 die er tat, und zu denen er Israel verfhrt hatte, wegen seines 
Reizens, womit er den HERRN, den Gott Israels, zum Zorne reizte.
1KI 15:31 Was aber mehr von Nadab zu sagen ist, und alles, was er getan 
hat, ist das nicht geschrieben in der Chronik der Knige von Israel?
1KI 15:32 Und es war Krieg zwischen Asa und Baesa, dem Knig von Israel, 
ihr Leben lang.
1KI 15:33 Im dritten Jahr Asas, des Knigs von Juda, ward Baesa, der Sohn 
Achijas, Knig ber ganz Israel zu Tirza, [und er regierte] vierundzwanzig 
Jahre lang.
1KI 15:34 Und er tat, was dem HERRN bel gefiel, und wandelte in dem Wege 
Jerobeams und in seiner Snde, wodurch er Israel zur Snde verfhrt hatte.
1KI 16:1 Aber das Wort des HERRN erging an Jehu, den Sohn Hananis, wider 
Baesa, also:
1KI 16:2 Weil ich dich aus dem Staube erhoben und dich zum Frsten ber 
mein Volk Israel gemacht habe und du in dem Wege Jerobeams wandelst und 
mein Volk Israel zur Snde verfhrst, so da du mich durch ihre Snden 
erzrnst,
1KI 16:3 siehe, so will ich die Nachkommen Baesas und die Nachkommen 
seines Hauses ausrotten und mit deinem Haus verfahren wie mit dem Hause 
Jerobeams, des Sohnes Nebats.
1KI 16:4 Wer von Baesa in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen, 
und wer von ihm auf dem Felde stirbt, den sollen die Vgel des Himmels 
fressen!
1KI 16:5 Was aber mehr von Baesa zu sagen ist, und was er getan hat und 
seine Macht, ist das nicht geschrieben in der Chronik der Knige von 
Israel?
1KI 16:6 Und Baesa legte sich zu seinen Vtern und ward begraben zu Tirza, 
und sein Sohn Ela ward Knig an seiner Statt.
1KI 16:7 Auch erging das Wort des HERRN durch den Propheten Jehu, den Sohn 
Hananis, wider Baesa und wider sein Haus, um all des Bsen willen, das er 
vor dem HERRN tat, indem er ihn durch die Werke seiner Hnde erzrnte, so 
da es wurde wie das Haus Jerobeams, und weil er dasselbe erschlagen hatte.
1KI 16:8 Im sechsundzwanzigsten Jahre Asas, des Knigs von Juda, ward Ela, 
der Sohn Baesas, Knig ber Israel zu Tirza [und regierte] zwei Jahre lang.
1KI 16:9 Und sein Knecht Simri, der Oberste ber die Hlfte der 
Streitwagen, machte eine Verschwrung wider ihn. Er aber war zu Tirza, 
trank und ward trunken im Hause Arzas, welcher ber das Haus gesetzt war 
zu Tirza.
1KI 16:10 Und Simri kam hinein und schlug ihn tot im siebenundzwanzigsten 
Jahr Asas, des Knigs von Juda, und er ward Knig an seiner Statt.
1KI 16:11 Als er nun Knig war und auf seinem Throne sa, erschlug er das 
ganze Haus Baesas und lie nichts von ihm brig, was mnnlich war, auch 
dessen Blutrcher und Freunde nicht.
1KI 16:12 Also vertilgte Simri das ganze Haus Baesas nach dem Worte des 
HERRN, das er durch den Propheten Jehu ber Baesa geredet hatte:
1KI 16:13 um aller Snden Baesas und um der Snden seines Sohnes Ela 
willen, die sie taten und wodurch sie Israel zur Snde verfhrten und den 
HERRN, den Gott Israels, durch ihre Gtzen erzrnten.
1KI 16:14 Was aber mehr von Ela zu sagen ist, und alles, was er getan hat, 
ist das nicht geschrieben in der Chronik der Knige von Israel?
1KI 16:15 Im siebenundzwanzigsten Jahre Asas, des Knigs von Juda, ward 
Simri Knig zu Tirza sieben Tage lang, und das Volk lag vor Gibbeton der 
Philister.
1KI 16:16 Als aber das Volk im Lager sagen hrte: Simri hat eine 
Verschwrung gemacht und hat auch den Knig erschlagen, da machte am 
selben Tage das ganze Israel im Lager Omri, den Feldhauptmann, zum Knig 
ber Israel.
1KI 16:17 Und Omri und ganz Israel mit ihm zog von Gibbeton hinauf, und 
sie belagerten Tirza.
1KI 16:18 Als aber Simri sah, da die Stadt eingenommen war, ging er in 
die Burg des Knigshauses und verbrannte sich samt dem Hause des Knigs
1KI 16:19 und starb um seiner Snden willen, die er getan hatte, indem er 
tat, was dem HERRN bel gefiel, und indem er wandelte in dem Wege 
Jerobeams und in seiner Snde, die er tat, wodurch er Israel zur Snde 
verfhrt hatte.
1KI 16:20 Was aber mehr von Simri zu sagen ist, und seine Verschwrung, 
die er gemacht hat, ist das nicht geschrieben in der Chronik der Knige 
von Israel?
1KI 16:21 Damals teilte sich das Volk Israel in zwei Parteien: die eine 
Hlfte des Volkes hing an Tibni, dem Sohne Ginats, um ihn zum Knig zu 
machen, die andere Hlfte aber an Omri.
1KI 16:22 Aber das Volk, das an Omri hing, war strker als das Volk, das 
an Tibni, dem Sohne Ginats, hing. Und Tibni starb und Omri ward Knig.
1KI 16:23 Im einunddreiigsten Jahre Asas, des Knigs von Juda, ward Omri 
Knig ber Israel [und regierte] zwlf Jahre lang.
1KI 16:24 Er kaufte aber den Berg Samaria von Semer um zwei Talente Silber 
und baute auf dem Berge und hie die Stadt, die er baute, Samaria nach dem 
Namen Semers, des Herrn des Berges.
1KI 16:25 Und Omri tat, was dem HERRN bel gefiel, und war rger als alle, 
die vor ihm gewesen.
1KI 16:26 Und er wandelte in allen Wegen Jerobeams, des Sohnes Nebats, und 
in seinen Snden, wodurch er Israel zur Snde verfhrte, so da sie den 
HERRN, den Gott Israels, durch ihre Gtzen erzrnten.
1KI 16:27 Was aber mehr von Omri zu sagen ist, was er getan, und seine 
Tapferkeit, die er bewiesen hat, ist das nicht geschrieben in der Chronik 
der Knige von Israel?
1KI 16:28 Und Omri legte sich zu seinen Vtern und ward begraben zu 
Samaria, und Ahab, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
1KI 16:29 Im achtunddreiigsten Jahre Asas, des Knigs von Juda, ward 
Ahab, der Sohn Omris, Knig ber Israel und regierte zu Samaria 
zweiundzwanzig Jahre lang ber Israel.
1KI 16:30 Und Ahab, der Sohn Omris, tat, was dem HERRN bel gefiel, mehr 
als alle, die vor ihm gewesen waren.
1KI 16:31 Denn das war noch das Geringste, da er in den Snden Jerobeams, 
des Sohnes Nebats, wandelte; er nahm sogar Isebel, die Tochter Et-Baals, 
des Knigs der Zidonier, zum Weibe und ging hin und diente dem Baal und 
betete ihn an.
1KI 16:32 Und er richtete dem Baal einen Altar auf im Hause Baals, welches 
er zu Samaria baute.
1KI 16:33 Ahab machte auch eine Aschera, also da Ahab mehr tat, was den 
HERRN, den Gott Israels, erzrnte, als alle Knige von Israel, die vor ihm 
gewesen waren.
1KI 16:34 Zu derselben Zeit baute Hiel von Bethel Jericho [wieder auf]. Es 
kostete ihn seinen erstgeborenen Sohn Abiram, als er ihren Grund legte, 
und seinen jngsten Sohn Segub, als er ihre Tore setzte, nach dem Worte 
des HERRN, welches er durch Josua, den Sohn Nuns, geredet hatte.
1KI 17:1 Und Elia, der Tisbiter, aus Tisbe-Gilead, sprach zu Ahab: So wahr 
der HERR, der Gott Israels, lebt, vor dessen Angesicht ich stehe, es soll 
diese Jahre weder Tau noch Regen fallen, es sei denn, da ich es sage!
1KI 17:2 Und das Wort des HERRN erging an ihn also:
1KI 17:3 Gehe fort von hier und wende dich gegen Morgen und verbirg dich 
am Bache Krit, der gegen den Jordan fliet!
1KI 17:4 Und du sollst aus dem Bache trinken, und ich habe den Raben 
geboten, da sie dich daselbst versorgen.
1KI 17:5 Da ging er hin und tat nach dem Worte des HERRN; er ging und 
setzte sich an den Bach Krit, der gegen den Jordan fliet.
1KI 17:6 Und die Raben brachten ihm Brot und Fleisch am Morgen und am 
Abend, und er trank aus dem Bache.
1KI 17:7 Es begab sich aber nach einiger Zeit, da der Bach vertrocknete; 
denn es war kein Regen im Lande.
1KI 17:8 Da erging das Wort des HERRN an ihn also:
1KI 17:9 Mache dich auf und gehe nach Zarpat, das bei Zidon liegt, und 
bleibe daselbst; siehe, ich habe daselbst einer Witwe geboten, da sie 
dich mit Nahrung versorge!
1KI 17:10 Und er machte sich auf und ging nach Zarpat. Und als er an das 
Stadttor kam, siehe, da war eine Witwe, die Holz auflas. Und er rief sie 
an und sprach: Hole mir doch ein wenig Wasser im Geschirr, da ich trinke!
1KI 17:11 Als sie nun hinging zu holen, rief er ihr nach und sprach: Ich 
bitte dich, bringe mir auch einen Bissen Brot mit!
1KI 17:12 Sie sprach: So wahr der HERR, dein Gott, lebt, ich habe nichts 
Gebackenes, sondern nur eine Handvoll Mehl im Fa und ein wenig l im 
Krug! Und siehe, ich habe ein paar Hlzer aufgelesen und gehe hin und will 
mir und meinem Sohn etwas zurichten, da wir es essen und darnach sterben.
1KI 17:13 Elia sprach zu ihr: Frchte dich nicht! Gehe hin und mache es, 
wie du gesagt hast; doch mache mir davon zuerst ein kleines Gebackenes und 
bringe es mir heraus; dir aber und deinem Sohne sollst du hernach etwas 
machen.
1KI 17:14 Denn also spricht der HERR, der Gott Israels: Das Mehlfa soll 
nicht leer werden und das l im Kruge nicht mangeln bis auf den Tag, da 
der HERR auf Erden regnen lassen wird!
1KI 17:15 Sie ging hin und tat, wie Elia gesagt hatte. Und er a und sie 
auch und ihr Haus eine Zeitlang.
1KI 17:16 Das Mehlfa ward nicht leer, und das l im Kruge mangelte nicht, 
nach dem Worte des HERRN, das er durch Elia geredet hatte.
1KI 17:17 Aber nach diesen Geschichten ward der Sohn des Weibes, der 
Hauswirtin, krank, und seine Krankheit ward so schwer, da kein Atem mehr 
in ihm blieb.
1KI 17:18 Und sie sprach zu Elia: Du Mann Gottes, was habe ich mit dir zu 
schaffen? Du bist zu mir hergekommen, da meiner Missetat gedacht werde 
und mein Sohn sterbe!
1KI 17:19 Er sprach zu ihr: Gib mir deinen Sohn her! Und er nahm ihn von 
ihrem Scho und trug ihn hinauf in das Obergemach, wo er wohnte, und legte 
ihn auf sein Bett;
1KI 17:20 und er rief den HERRN an und sprach: HERR, mein Gott, hast du 
auch der Witwe, bei der ich zu Gaste bin, so bel getan, da du ihren Sohn 
sterben lssest?
1KI 17:21 Und er streckte sich dreimal ber das Kind aus und rief den 
HERRN an und sprach: HERR, mein Gott, la doch die Seele dieses Kindes 
wieder in dasselbe zurckkehren!
1KI 17:22 Und der HERR erhrte die Stimme des Elia. Und die Seele des 
Kindes kam wieder in dasselbe, und es ward lebendig.
1KI 17:23 Und Elia nahm das Kind und brachte es von dem Obergemach ins 
Haus hinab und gab es seiner Mutter und sprach: Siehe da, dein Sohn lebt!
1KI 17:24 Da sprach das Weib zu Elia: Nun erkenne ich, da du ein Mann 
Gottes bist und da das Wort des HERRN in deinem Munde Wahrheit ist!
1KI 18:1 Und nach langer Zeit, im dritten Jahre, erging das Wort des HERRN 
an Elia also: Gehe hin, zeige dich Ahab, damit ich regen lasse auf den 
Erdboden.
1KI 18:2 Und Elia ging hin, um sich Ahab zu zeigen. Es war aber eine groe 
Hungersnot zu Samaria.
1KI 18:3 Und Ahab rief Obadja, seinen Hofmeister. Obadja aber frchtete 
den HERRN sehr.
1KI 18:4 Denn als Isebel die Propheten des HERRN ausrottete, nahm Obadja 
hundert Propheten und verbarg sie in den Hhlen, hier fnfzig und dort 
fnfzig, und versorgte sie mit Brot und Wasser.
1KI 18:5 So sprach nun Ahab zu Obadja: Ziehe durch das Land, zu allen 
Wasserbrunnen und zu allen Bchen; vielleicht finden wir Gras, um die 
Pferde und Maultiere am Leben zu erhalten, da nicht alles Vieh umkomme!
1KI 18:6 Und sie teilten das Land unter sich, um es zu durchziehen. Ahab 
zog allein auf einem Wege und Obadja auch allein auf einem andern Weg.
1KI 18:7 Als nun Obadja auf dem Wege war, siehe, da begegnete ihm Elia. 
Und als er ihn erkannte, fiel er auf sein Angesicht und sprach: Bist du 
nicht mein Herr Elia?
1KI 18:8 Er sprach zu ihm: Doch! Gehe hin und sage deinem Herrn: Siehe, 
Elia ist hier!
1KI 18:9 Er aber sprach: Was habe ich gesndigt, da du deinen Knecht in 
die Hand Ahabs geben willst, da er mich tte?
1KI 18:10 So wahr der HERR, dein Gott, lebt, es gibt kein Volk noch 
Knigreich, dahin mein Herr nicht gesandt htte, dich zu suchen. Und wenn 
sie sprachen: Er ist nicht hier, nahm er einen Eid von jenem Knigreich 
und von jenem Volk, da man dich nicht gefunden habe.
1KI 18:11 Und du sprichst nun: Gehe hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia 
ist hier!
1KI 18:12 Wenn ich nun von dir ginge, so wrde dich der Geist des HERRN 
hinwegnehmen, ich wei nicht wohin; und wenn ich dann kme und es Ahab 
sagte, und er fnde dich nicht, so wrde er mich tten; und doch frchtet 
dein Knecht den HERRN von Jugend auf!
1KI 18:13 Ist meinem HERRN nicht gesagt worden, was ich getan habe, als 
Isebel die Propheten des HERRN ttete, da ich von den Propheten des HERRN 
hundert verbarg, hier fnfzig und dort fnfzig, in Hhlen, und sie mit 
Brot und Wasser versorgte?
1KI 18:14 Und du sprichst nun: Gehe hin, sage deinem Herrn: Siehe, Elia 
ist hier! Er wrde mich ja tten!
1KI 18:15 Elia sprach: So wahr der HERR der Heerscharen lebt, vor dem ich 
stehe, ich will mich ihm heute zeigen!
1KI 18:16 Da ging Obadja hin, Ahab entgegen, und sagte es ihm; Ahab aber 
kam Elia entgegen.
1KI 18:17 Und als Ahab den Elia sah, sprach Ahab zu ihm: Bist du da, der 
Israel ins Unglck bringt?
1KI 18:18 Er aber sprach: Nicht ich bringe Israel ins Unglck, sondern du 
und deines Vaters Haus, weil ihr die Gebote des HERRN verlassen habt und 
den Baalen nachwandelt!
1KI 18:19 Wohlan, so sende nun hin und versammle zu mir ganz Israel auf 
den Berg Karmel, dazu die 450 Propheten des Baal und die 400 Propheten der 
Aschera, die am Tische der Isebel essen!
1KI 18:20 Also sandte Ahab hin unter alle Kinder Israel und versammelte 
die Propheten auf dem Karmel.
1KI 18:21 Da trat Elia zu allem Volk und sprach: Wie lange hinket ihr nach 
beiden Seiten? Ist der HERR Gott, so folget ihm nach, ist es aber Baal, so 
folget ihm! Und das Volk antwortete ihm nichts.
1KI 18:22 Da sprach Elia zum Volk: Ich bin allein briggeblieben als 
Prophet des HERRN, der Propheten Baals aber sind 450 Mann.
1KI 18:23 So gebt uns nun zwei Farren und lasset sie den einen Farren 
erwhlen und ihn zerstcken und auf das Holz legen und kein Feuer daran 
legen; so will ich den andern Farren zurichten und auf das Holz legen und 
auch kein Feuer daran legen.
1KI 18:24 Dann rufet ihr den Namen eures Gottes an, und ich will den Namen 
des HERRN anrufen. Welcher Gott mit Feuer antworten wird, der sei Gott! Da 
antwortete das ganze Volk und sprach: Das Wort ist gut!
1KI 18:25 Und Elia sprach zu den Propheten Baals: Erwhlet euch den einen 
Farren und bereitet ihn zuerst zu, denn euer sind viele, und rufet den 
Namen eures Gottes an und leget kein Feuer daran!
1KI 18:26 Und sie nahmen den Farren, den er ihnen gab, und richteten ihn 
zu und riefen den Namen Baals an vom Morgen bis zum Mittag und sprachen: O 
Baal, erhre uns! Aber da war keine Stimme noch Antwort. Und sie hpften 
um den Altar, den man gemacht hatte.
1KI 18:27 Als es nun Mittag war, spottete Elia ihrer und sprach: Rufet 
laut! denn er ist ja ein Gott; vielleicht denkt er nach oder hat zu 
schaffen oder ist auf Reisen oder schlft vielleicht und wird aufwachen!
1KI 18:28 Und sie riefen laut und machten Einschnitte nach ihrer Weise mit 
Schwertern und Spieen, bis das Blut ber sie flo.
1KI 18:29 Als aber der Mittag vergangen war, weissagten sie, bis es Zeit 
war, das Speisopfer darzubringen; aber da war keine Stimme noch Antwort 
noch Aufmerken.
1KI 18:30 Da sprach Elia zu allem Volk: Tretet heran zu mir! Als nun alles 
Volk zu ihm trat, stellte er den Altar des HERRN, der zerbrochen war, 
wieder her.
1KI 18:31 Und Elia nahm zwlf Steine, nach der Zahl der Stmme der Kinder 
Jakobs, an welchen das Wort des HERRN also ergangen war: Du sollst Israel 
heien!
1KI 18:32 Und er baute von den Steinen einen Altar im Namen des HERRN und 
machte um den Altar her einen Graben von der Tiefe eines 
Getreidedoppelmaes;
1KI 18:33 und er richtete das Holz zu und zerstckte den Farren und legte 
ihn auf das Holz und sprach:
1KI 18:34 Fllet vier Krge mit Wasser und gieet es auf das Brandopfer 
und auf das Holz! Und er sprach: Tut es noch einmal! Und sie taten es noch 
einmal. Und er sprach: Tut es zum drittenmal! Und sie taten es zum 
drittenmal.
1KI 18:35 Und das Wasser lief um den Altar her, und der Graben ward auch 
voll Wasser.
1KI 18:36 Und um die Zeit, da man das Speisopfer darbringt, trat der 
Prophet Elia herzu und sprach: O HERR, Gott Abrahams, Isaaks und Israels, 
la heute kund werden, da du Gott in Israel bist und ich dein Knecht und 
da ich solches alles nach deinem Wort getan habe!
1KI 18:37 Erhre mich, o HERR, erhre mich, da dieses Volk erkenne, da 
du, HERR, Gott bist, und da du ihr Herz herumgewendet hast!
1KI 18:38 Da fiel das Feuer des HERRN herab und fra das Brandopfer und 
das Holz und die Steine und die Erde; und es leckte das Wasser auf in dem 
Graben.
1KI 18:39 Als alles Volk solches sah, fielen sie auf ihr Angesicht und 
sprachen: Der HERR ist Gott! der HERR ist Gott!
1KI 18:40 Elia aber sprach zu ihnen: Fanget die Propheten Baals, da ihrer 
keiner entrinne! Und sie fingen sie. Und Elia fhrte sie hinab an den Bach 
Kison und schlachtete sie daselbst.
1KI 18:41 Und Elia sprach zu Ahab: Ziehe hinauf, i und trink, denn es 
rauscht, als wolle es reichlich regnen!
1KI 18:42 Und als Ahab hinaufzog, um zu essen und zu trinken, ging Elia 
auf die Spitze des Karmel und beugte sich zur Erde und tat sein Angesicht 
zwischen seine Knie
1KI 18:43 und sprach zu seinem Knaben: Gehe doch hinauf und siehe nach dem 
Meere hin! Da ging er hinauf und schaute hin und sprach: Es ist nichts da! 
Er sprach: Gehe wieder hin, siebenmal!
1KI 18:44 Und beim siebenten Mal sprach er: Siehe, es steigt eine kleine 
Wolke aus dem Meere auf, wie eines Mannes Hand. Er sprach: Gehe hin und 
sage zu Ahab: Spanne an und fahre hinab, da dich der Regen nicht 
zurckhalte!
1KI 18:45 Und ehe man zusah, ward der Himmel schwarz von Wolken und Wind, 
und es kam ein gewaltiger Regen. Ahab aber stieg auf und fuhr nach Jesreel.
1KI 18:46 Und die Hand des HERRN kam ber Elia; und er grtete seine 
Lenden und lief vor Ahab her bis gen Jesreel.
1KI 19:1 Und Ahab sagte der Isebel alles, was Elia getan und wie er alle 
Propheten Baals mit dem Schwerte umgebracht hatte.
1KI 19:2 Da sandte Isebel einen Boten zu Elia und lie ihm sagen: Die 
Gtter sollen mir dies und das tun, wenn ich morgen um diese Zeit mit 
deinem Leben nicht also verfahre wie du mit jener Leben!
1KI 19:3 Als er solches vernahm, machte er sich auf und ging fort um 
seines Lebens willen und kam nach Beerseba in Juda und lie seinen Knaben 
daselbst.
1KI 19:4 Er aber ging hin in die Wste, eine Tagereise weit, kam und 
setzte sich unter einen Ginsterstrauch und erbat sich den Tod und sprach: 
Es ist genug! So nimm nun, HERR, meine Seele; denn ich bin nicht besser 
als meine Vter!
1KI 19:5 Und er legte sich und schlief ein unter dem Ginsterstrauch. Und 
siehe, ein Engel rhrte ihn an und sprach zu ihm: Stehe auf und i!
1KI 19:6 Und als er sich umsah, siehe, da war zu seinen Hupten ein auf 
heien Steinen gebackener Brotkuchen und ein Krug Wasser. Und als er 
gegessen und getrunken hatte, legte er sich wieder schlafen.
1KI 19:7 Und der Engel des HERRN kam zum zweitenmal und rhrte ihn an und 
sprach: Stehe auf und i; denn du hast einen weiten Weg vor dir!
1KI 19:8 Und er stand auf, a und trank und ging kraft dieser Speise 
vierzig Tage und vierzig Nchte lang, bis an den Berg Gottes Horeb.
1KI 19:9 Und er ging daselbst in eine Hhle hinein und blieb dort ber 
Nacht. Und siehe, das Wort des HERRN kam zu ihm und sprach: Was willst du 
hier, Elia?
1KI 19:10 Er sprach: Ich habe heftig fr den HERRN, den Gott der 
Heerscharen, geeifert; denn die Kinder Israel haben deinen Bund verlassen 
und deine Altre zerbrochen und deine Propheten mit dem Schwert 
umgebracht, und ich bin allein briggeblieben, und sie trachten darnach, 
mir das Leben zu nehmen!
1KI 19:11 Er aber sprach: Komm heraus und tritt auf den Berg vor den 
HERRN! Und siehe, der HERR ging vorber; und ein groer, starker Wind, der 
die Berge zerri und die Felsen zerbrach, ging vor dem HERRN her; der HERR 
aber war nicht im Winde. Nach dem Winde aber kam ein Erdbeben; aber der 
Herr war nicht im Erdbeben.
1KI 19:12 Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HERR war nicht im 
Feuer. Und nach dem Feuer kam die Stimme eines sanften Suselns.
1KI 19:13 Als Elia dieses hrte, verhllte er sein Angesicht mit seinem 
Mantel und ging hinaus und trat an den Eingang der Hhle. Und siehe, da 
kam eine Stimme zu ihm, die sprach: Was willst du hier, Elia?
1KI 19:14 Er sprach: Ich habe heftig fr den HERRN, den Gott der 
Heerscharen, geeifert; denn die Kinder Israel haben deinen Bund verlassen, 
deine Altre zerbrochen und deine Propheten mit dem Schwerte umgebracht, 
und ich bin allein briggeblieben, und sie trachten darnach, mir das Leben 
zu nehmen!
1KI 19:15 Aber der HERR sprach zu ihm: Kehre wieder auf deinen Weg zurck 
nach der Wste und wandere gen Damaskus und gehe hinein und salbe Hasael 
zum Knig ber Syrien.
1KI 19:16 Auch sollst du Jehu, den Sohn Nimsis, zum Knig ber Israel 
salben und sollst Elisa, den Sohn Saphats, von Abel-Mechola, zum Propheten 
salben an deiner Statt.
1KI 19:17 Und es soll geschehen, wer dem Schwerte Hasaels entrinnt, den 
soll Jehu tten; und wer dem Schwerte Jehus entrinnt, den soll Elisa tten.
1KI 19:18 Ich aber will in Israel siebentausend briglassen, nmlich alle, 
die ihre Knie nicht gebeugt haben vor Baal und deren Mund ihn nicht gekt 
hat.
1KI 19:19 Und er ging von dannen und fand Elisa, den Sohn Saphats; der 
pflgte mit zwlf Joch Rindern vor sich her, und er selbst war beim 
zwlften. Und Elia ging zu ihm und warf seinen Mantel ber ihn.
1KI 19:20 Er aber verlie die Rinder und lief Elia nach und sprach: La 
mich noch meinen Vater und meine Mutter kssen, dann will ich dir 
nachfolgen! Er aber sprach zu ihm: Gehe hin und komm wieder!
1KI 19:21 Denn was habe ich dir getan? Da wandte er sich von ihm und nahm 
ein Joch Rinder und opferte sie und kochte das Fleisch mit dem Geschirr 
der Rinder und gab es dem Volk, da sie aen; dann machte er sich auf und 
folgte Elia nach und diente ihm.
1KI 20:1 Benhadad aber, der Knig von Syrien, versammelte seine ganze 
Macht, und zweiunddreiig Knige waren mit ihm und Pferde und Wagen; und 
er zog herauf und belagerte Samaria und bestrmte es.
1KI 20:2 Und er sandte Boten in die Stadt zu Ahab, dem Knig von Israel, 
und lie ihm sagen:
1KI 20:3 So spricht Benhadad: Dein Silber und dein Gold ist mein, und 
deine schnen Frauen und Kinder sind auch mein!
1KI 20:4 Der Knig von Israel antwortete und sprach: Mein Herr und Knig, 
wie du gesagt hast: ich bin dein und alles, was ich habe!
1KI 20:5 Und die Boten kamen wieder und sprachen: So spricht Benhadad: 
Weil ich zu dir gesandt und dir habe sagen lassen: Du sollst mir dein 
Silber und dein Gold und deine Weiber und deine Shne geben,
1KI 20:6 so will ich morgen um diese Zeit meine Knechte zu dir senden, da 
sie dein Haus und deiner Knechte Huser durchsuchen; und was in deinen 
Augen lieblich ist, sollen sie zuhanden nehmen und forttragen.
1KI 20:7 Da berief der Knig von Israel alle ltesten des Landes und 
sprach: Merket doch und sehet, da dieser Bses vorhat! Denn er hat zu mir 
gesandt, um meine Weiber und meine Shne, mein Silber und mein Gold [zu 
fordern], und ich habe ihm dieses nicht verweigert.
1KI 20:8 Da sprachen alle ltesten und alles Volk zu ihm: Du sollst nicht 
darauf hren und nicht einwilligen!
1KI 20:9 Und er sprach zu den Boten Benhadads: Saget meinem Herrn, dem 
Knig: Alles, was du deinem Knecht zuerst entboten hast, habe ich tun 
wollen, aber dieses kann ich nicht tun! Und die Boten gingen hin und 
meldeten solches.
1KI 20:10 Da sandte Benhadad zu ihm und lie ihm sagen: Die Gtter sollen 
mir dies und das tun, wenn der Staub Samarias hinreicht, da jeder vom 
Volk, das ich anfhre, nur eine Handvoll davon nehme!
1KI 20:11 Aber der Knig von Israel antwortete und sprach: Saget: Wer das 
Schwert umgrtet, soll sich nicht rhmen wie der, der es abgrtet!
1KI 20:12 Als Benhadad solches hrte und er gerade mit den Knigen in den 
Zelten trank, sprach er zu seinen Knechten: Stellet euch zum Angriff! Da 
stellen sie sich zum Angriff gegen die Stadt.
1KI 20:13 Aber siehe, ein Prophet trat zu Ahab, dem Knig von Israel, und 
sprach: So spricht der HERR: Hast du diesen ganzen groen Haufen gesehen? 
Siehe, ich will ihn heute in deine Hand geben, da du erfahren sollst, da 
ich der HERR bin!
1KI 20:14 Ahab sprach: Durch wen? Er sprach: So spricht der HERR: Durch 
die Knappen der Bezirkshauptleute! Er sprach: Wer soll den Kampf beginnen? 
Er sprach: Du!
1KI 20:15 Da musterte er die Knappen der Bezirkshauptleute, und es waren 
ihrer 232; und nach ihnen musterte er das ganze Volk, alle Kinder Israel, 
7000 Mann.
1KI 20:16 Und sie zogen aus am Mittag. Benhadad aber zechte und betrank 
sich in den Zelten samt den zweiunddreiig Knigen, die ihm zu Hilfe 
gekommen waren.
1KI 20:17 Aber die Knappen der Bezirkshauptleute zogen zuerst aus. Und 
Benhadads Kundschafter meldeten ihm: Es kommen Mnner aus Samaria!
1KI 20:18 Er sprach: Fanget sie lebendig, sie seien zum Frieden oder zum 
Streit ausgezogen!
1KI 20:19 Jene aber zogen zur Stadt hinaus, nmlich die Knappen der 
Bezirkshauptleute und das Heer hinter ihnen her,
1KI 20:20 und ein jeder schlug seinen Mann, so da die Syrer flohen und 
Israel ihnen nachjagte. Benhadad aber, der Knig von Syrien, entrann auf 
einem Pferd mit den Reitern.
1KI 20:21 Und der Knig von Israel zog aus und schlug Pferde und Wagen und 
brachte den Syrern eine groe Niederlage bei.
1KI 20:22 Da trat der Prophet zum Knig von Israel und sprach zu ihm: Gehe 
hin, strke dich und merke und siehe zu, was du zu tun hast; denn der 
Knig von Syrien wird wider dich heraufziehen, wenn das Jahr vorbei ist!
1KI 20:23 Aber die Knechte des Knigs von Syrien sprachen zu ihm: Ihre 
Gtter sind Berggtter, darum haben sie uns berwunden. O da wir mit 
ihnen auf der Ebene streiten knnten; gewi wrden wir sie berwinden!
1KI 20:24 Darum tue also: Setze die Knige ab von ihren Posten, und 
ernenne Statthalter an ihrer Stelle!
1KI 20:25 Du aber verschaffe dir ein Heer wie das Heer, das du verloren 
hast, und Pferde und Wagen, wie jene waren, und la uns in der Ebene wider 
sie streiten, so werden wir sie gewi berwinden! Und er gehorchte ihrer 
Stimme und tat also.
1KI 20:26 Als nun das Jahr vorbei war, musterte Benhadad die Syrer und zog 
herauf gen Aphek, um wider Israel zu streiten.
1KI 20:27 Und die Kinder Israel wurden auch gemustert und mit 
Lebensmitteln versehen und zogen ihnen entgegen; und die Kinder Israel 
lagerten sich ihnen gegenber wie zwei kleine Herden Ziegen; von den 
Syrern aber war das Land voll.
1KI 20:28 Und der Mann Gottes trat herzu und sprach zum Knig von Israel: 
So spricht der HERR: Weil die Syrer gesagt haben, der HERR sei ein Gott 
der Berge und nicht ein Gott der Talgrnde, so habe ich diese ganze groe 
Menge in deine Hand gegeben, damit ihr erfahret, da ich der HERR bin!
1KI 20:29 Und sie lagerten sieben Tage lang einander gegenber. Aber am 
siebenten Tag kam es zur Schlacht, und die Kinder Israel erschlugen von 
den Syrern an einem Tage 100000 Mann Fuvolk.
1KI 20:30 Und die briggebliebenen flohen gen Aphek in die Stadt, und die 
Mauer fiel auf die brigen 27000 Mann. Und Benhadad floh auch und kam in 
die Stadt, von einem Gemach in das andere.
1KI 20:31 Da sprachen seine Knechte zu ihm: Siehe doch, wir haben gehrt, 
da die Knige des Hauses Israel barmherzige Knige seien; so lat uns nun 
Scke um unsre Lenden tun und Stricke um unser Haupt und zum Knig von 
Israel hinausgehen; vielleicht lt er deine Seele leben!
1KI 20:32 Und sie grteten Scke um ihre Lenden und legten Stricke um ihre 
Hupter und kamen zum Knig von Israel und sprachen: Benhadad, dein 
Knecht, lt dir sagen: La doch meine Seele leben! Er aber sprach: Lebt 
er noch? Er ist mein Bruder!
1KI 20:33 Und die Mnner hielten das fr gnstig und griffen es eilends 
von ihm auf und sprachen: Benhadad ist dein Bruder! Er sprach: kommt und 
bringt ihn! Da ging Benhadad zu ihm hinaus, und er lie ihn auf den Wagen 
steigen.
1KI 20:34 Und Benhadad sprach: Die Stdte, die mein Vater deinem Vater 
genommen hat, will ich dir wiedergeben; und mache dir Freipltze zu 
Damaskus, wie mein Vater zu Samaria getan hat! Ich aber [,antwortete 
Ahab,] lasse dich unter diesen Bedingungen frei! Und er machte einen Bund 
mit ihm und lie ihn frei.
1KI 20:35 Da sprach ein Mann unter den Prophetenshnen zu seinem Nchsten 
durch das Wort des HERRN: Schlage mich doch! Der Mann aber weigerte sich, 
ihn zu schlagen.
1KI 20:36 Da sprach er zu ihm: Weil du der Stimme des HERRN nicht gehorcht 
hast, siehe, so wird dich ein Lwe tten, wenn du von mir gehst! Und als 
er von ihm ging, fand ihn ein Lwe und ttete ihn.
1KI 20:37 Und er fand einen andern Mann und sprach: Schlage mich doch! Und 
der Mann schlug ihn wund.
1KI 20:38 Da ging der Prophet hin und trat zum Knig an den Weg und machte 
sich unkenntlich durch eine Binde ber seinen Augen.
1KI 20:39 Und als der Knig vorbeiging, rief er den Knig an und sprach: 
Dein Knecht war in den Streit gezogen und siehe, ein fremder Mann trat 
herzu und brachte einen Mann zu mir und sprach: Bewache diesen Mann! Wird 
man ihn vermissen, so soll dein Leben fr sein Leben haften, oder du 
sollst ein Talent Silber darwgen!
1KI 20:40 Und whrend dein Knecht hier und dort zu tun hatte, da war er 
verschwunden! Der Knig von Israel sprach zu ihm: Also ist dein Urteil, du 
hast es selbst gefllt.
1KI 20:41 Da tat er eilends die Binde weg von seinen Augen. Und der Knig 
von Israel erkannte, da er einer von den Propheten war.
1KI 20:42 Er aber sprach zu ihm: So spricht der HERR: Weil du den von mir 
mit dem Bann belegten Mann deiner Hand entrinnen lieest, soll dein Leben 
fr sein Leben und dein Volk fr sein Volk haften!
1KI 20:43 Also ging der Knig von Israel mimutig und zornig nach Hause 
und kam nach Samaria.
1KI 21:1 Nach diesen Geschichten begab sich folgendes: Nabot, der 
Jesreelit, hatte einen Weinberg zu Jesreel beim Palast Ahabs, des Knigs 
von Samaria.
1KI 21:2 Und Ahab redete mit Nabot und sprach: Gib mir deinen Weinberg, 
ich will einen Gemsegarten daraus machen, weil er so nahe an meinem Hause 
liegt, und ich will dir einen bessern Weinberg dafr geben; oder, wenn es 
dir gefllt, will ich dir Geld dafr geben, so viel er gilt.
1KI 21:3 Aber Nabot sprach zu Ahab: Das lasse der HERR ferne von mir sein, 
da ich dir das Erbe meiner Vter geben sollte!
1KI 21:4 Da kam Ahab heim, mimutig und zornig, um des Wortes willen, das 
Nabot, der Jesreelit, zu ihm gesprochen hatte: Ich will dir das Erbe 
meiner Vter nicht geben! Und er legte sich auf sein Bett, wandte sein 
Angesicht ab und a nichts.
1KI 21:5 Da kam sein Weib Isebel zu ihm hinein und redete mit ihm: Warum 
bist du so mimutig und issest nichts?
1KI 21:6 Er sprach zu ihr: Ich habe mit Nabot, dem Jesreeliten, geredet 
und zu ihm gesagt: Gib mir deinen Weinberg um Geld, oder, wenn es dir 
lieber ist, will ich dir einen andern dafr geben. Er aber sprach: Ich 
will dir meinen Weinberg nicht geben!
1KI 21:7 Da sprach sein Weib Isebel zu ihm: Erzeige dich jetzt als Knig 
ber Israel! Stehe auf und i etwas und sei guten Muts! Ich will dir den 
Weinberg Nabots, des Jesreeliten, verschaffen!
1KI 21:8 Und sie schrieb Briefe in Ahabs Namen und versiegelte sie mit 
seinem Siegel und sandte sie an die ltesten und Obersten, die mit Nabot 
zusammen in der Stadt wohnten;
1KI 21:9 und sie schrieb in den Briefen also: Ruft ein Fasten aus und 
setzet Nabot oben an unter dem Volk;
1KI 21:10 und stellt ihm gegenber zwei Mnner auf, nichtswrdige Leute, 
welche wider ihn zeugen und sagen sollen: Du hast Gott und dem Knig 
geflucht! Und fhrt ihm hinaus und steinigt ihn, da er sterbe!
1KI 21:11 Und die Mnner seiner Stadt, die ltesten und Vornehmsten, die 
in seiner Stadt wohnten, taten, wie Isebel ihnen aufgetragen hatte, wie in 
den Briefen geschrieben stand, die sie ihnen zugesandt.
1KI 21:12 Sie lieen ein Fasten ausrufen und setzten Nabot obenan unter 
dem Volk.
1KI 21:13 Da kamen die beiden Mnner, die nichtswrdigen Leute, und traten 
gegen ihn auf und zeugten wider Nabot vor dem Volk und sprachen: Nabot hat 
Gott und dem Knig geflucht! Da fhrten sie ihn vor die Stadt hinaus und 
steinigten ihn, da er starb.
1KI 21:14 Und sie sandten zu Isebel und lieen ihr sagen: Nabot ist 
gesteinigt worden und ist tot!
1KI 21:15 Als aber Isebel hrte, da Nabot gesteinigt worden und tot sei, 
sprach Isebel zu Ahab: Stehe auf und nimm den Weinberg Nabots, des 
Jesreeliten, in Besitz, welchen er dir nicht um Geld geben wollte; denn 
Nabot lebt nicht mehr, er ist tot!
1KI 21:16 Als nun Ahab hrte, da Nabot tot sei, stand er auf, um zum 
Weinberg Nabots, des Jesreeliten, hinabzugehen und ihn in Besitz zu nehmen.
1KI 21:17 Aber das Wort des HERRN erging an Elia, den Tisbiter, also:
1KI 21:18 Mache dich auf und gehe hinab, Ahab, dem Knig von Israel, der 
zu Samaria ist, entgegen! Siehe, er ist im Weinberg Nabots, dahin er 
gegangen, um ihn in Besitz zu nehmen.
1KI 21:19 Du sollst aber zu ihm sagen: So spricht der HERR: Hast du 
gemordet und geraubt? Und du sollst ferner mit ihm reden und sagen: So 
spricht der HERR: An der Stelle, wo die Hunde das Blut Nabots geleckt 
haben, sollen die Hunde auch dein Blut lecken, ja, das deinige!
1KI 21:20 Und Ahab sprach zu Elia: Hast du mich gefunden, du mein Feind? 
Er aber sprach: Ja, ich habe dich gefunden, weil du dich verkauft hast, 
das zu tun, was bse ist vor dem HERRN!
1KI 21:21 Siehe, ich will Unglck ber dich bringen und deine Nachkommen 
wegfegen und von Ahab ausrotten, was mnnlich ist, Mndige und Unmndige 
in Israel;
1KI 21:22 und will dein Haus machen wie das Haus Jerobeams, des Sohnes 
Nebats, und wie das Haus Baesas, des Sohnes Achijas, um der 
Herausforderung willen, womit du mich zum Zorn gereizt und Israel zur 
Snde verfhrt hast!
1KI 21:23 Und auch ber Isebel redete der HERR und sprach: Die Hunde 
sollen Isebel fressen auf dem Acker von Jesreel!
1KI 21:24 Wer von Ahab in der Stadt stirbt, den sollen die Hunde fressen, 
und wer auf dem Felde stirbt, den sollen die Vgel des Himmels fressen!
1KI 21:25 Gar niemand war wie Ahab, der sich verkauft hatte, bles zu tun 
vor dem HERRN, wozu sein Weib Isebel ihn berredete.
1KI 21:26 Und er verbte sehr viele Greuel, indem er den Gtzen 
nachwandelte, ganz wie die Amoriter getan, die der HERR vor den Kindern 
Israel vertrieben hatte.
1KI 21:27 Als aber Ahab diese Worte hrte, zerri er seine Kleider und 
legte einen Sack um seinen Leib und fastete und schlief im Sack und ging 
langsam einher.
1KI 21:28 Da erging das Wort des HERRN an Elia, den Tisbiter, und sprach:
1KI 21:29 Hast du nicht gesehen, wie sich Ahab vor mir demtigt? Weil er 
sich nun vor mir demtigt, will ich das Unglck nicht zu seinen Lebzeiten 
hereinbrechen lassen; erst bei seines Sohnes Lebzeiten will ich das 
Unglck ber sein Haus bringen.
1KI 22:1 Und sie blieben drei Jahre lang ruhig, und es war kein Krieg 
zwischen den Syrern und Israel.
1KI 22:2 Im dritten Jahre aber zog Josaphat, der Knig von Juda, zum Knig 
von Israel hinab.
1KI 22:3 Und der Knig von Israel sprach zu seinen Knechten: Wisset ihr 
nicht, da Ramot in Gilead uns gehrt? Und wir sitzen still und entreien 
es nicht der Hand des Knigs von Syrien?
1KI 22:4 Und er sprach zu Josaphat: Willst du mit mir gen Ramot in Gilead 
in den Krieg ziehen? Josaphat sprach zum Knig von Israel: Ich will sein 
wie du, mein Volk wie dein Volk, meine Pferde wie deine Pferde!
1KI 22:5 Josaphat sprach weiter zum Knig von Israel: Befrage doch heute 
das Wort des HERRN!
1KI 22:6 Da versammelte der Knig von Israel die Propheten, etwa 
vierhundert Mann, und sprach zu ihnen: Soll ich gen Ramot in Gilead in den 
Streit ziehen, oder soll ich es lassen? Sie sprachen: Ziehe hinauf, und 
der HERR wird sie in des Knigs Hand geben!
1KI 22:7 Josaphat aber sprach: Ist sonst kein Prophet des HERRN hier, den 
wir fragen knnten?
1KI 22:8 Der Knig von Israel sprach zu Josaphat: Es ist noch ein Mann, 
durch den man den HERRN befragen kann; aber ich bin ihm gram; denn er 
weissagt mir nichts Gutes, sondern eitel Bses: Michajah, der Sohn Jimlas! 
Josaphat sprach: Der Knig rede nicht also!
1KI 22:9 Da rief der Knig von Israel einen Kmmerer und sprach: Bringe 
Michajah, den Sohn Jimlas, eilends her!
1KI 22:10 Der Knig von Israel aber und Josaphat, der Knig von Juda, 
saen ein jeder auf seinem Thron, angetan mit kniglichen Kleidern, auf 
dem Platze vor der Tr, am Tor Samarias, und alle Propheten weissagten vor 
ihnen.
1KI 22:11 Und Zedekia, der Sohn Kenaanas, hatte sich eiserne Hrner 
gemacht und sprach: So spricht der HERR: Hiermit wirst du die Syrer 
stoen, bis du sie aufgerieben hast!
1KI 22:12 Und alle Propheten weissagten ebenso und sprachen: Ziehe hinauf 
gen Ramot in Gilead, und du wirst Gelingen haben, und der HERR wird es in 
des Knigs Hand geben!
1KI 22:13 Und der Bote, der hingegangen war, Michajah zu rufen, sprach zu 
ihm also: Siehe doch, die Reden der Propheten sind einstimmig gut fr den 
Knig; so la nun dein Wort auch sein wie das Wort eines jeden von ihnen 
und rede Gutes!
1KI 22:14 Michajah sprach: So wahr der HERR lebt, ich will reden, was mir 
der HERR sagen wird!
1KI 22:15 Und als er zum Knig kam, sprach der Knig zu ihm: Michajah, 
sollen wir gen Ramot in Gilead in den Krieg ziehen, oder sollen wir es 
lassen? Er sprach: Ziehe hinauf! Es soll dir gelingen, und der HERR wird 
es in des Knigs Hand geben!
1KI 22:16 Der Knig sprach abermal zu ihm: Wie oft mu ich dich 
beschwren, da du mir nichts anderes als die Wahrheit sagest im Namen des 
HERRN?
1KI 22:17 Er sprach: Ich sah ganz Israel auf den Bergen zerstreut wie 
Schafe, die keinen Hirten haben; und der HERR sprach: Diese haben keinen 
Herrn! Ein jeder kehre wieder heim in Frieden!
1KI 22:18 Da sprach der Knig von Israel zu Josaphat: Habe ich dir nicht 
gesagt, da er mir nichts Gutes weissagt, sondern eitel Bses?
1KI 22:19 Er sprach: Darum hre das Wort des HERRN! Ich sah den HERRN auf 
seinem Throne sitzen und das ganze himmlische Heer neben ihm zu seiner 
Rechten und zu seiner Linken stehen.
1KI 22:20 Und der HERR sprach: Wer will Ahab berreden, da er hinaufziehe 
und zu Ramot in Gilead falle? Und einer sagte dies, der andere das.
1KI 22:21 Da ging ein Geist aus und trat vor den HERRN und sprach: Ich 
will ihn berreden! Der HERR sprach zu ihm: Womit?
1KI 22:22 Er sprach: Ich will ausgehen und ein Lgengeist sein im Munde 
aller seiner Propheten! Er sprach: Du sollst ihn berreden, und du wirst 
es auch vermgen! Gehe aus und tue also!
1KI 22:23 Und nun siehe, der HERR hat in den Mund aller dieser deiner 
Propheten einen Lgengeist gelegt, und der HERR hat Unglck ber dich 
beschlossen!
1KI 22:24 Da trat Zedekia, der Sohn Kenaanas, herzu und schlug Michajah 
auf den Backen und sprach: Ist etwa der Geist des HERRN von mir gewichen, 
um mit dir zu reden?
1KI 22:25 Michajah sprach: Siehe, du wirst es sehen an dem Tage, da du von 
einer Kammer in die andere gehen wirst, um dich zu verbergen!
1KI 22:26 Der Knig sprach: Nimm Michajah und fhre ihn wieder zu Amon, 
dem Obersten der Stadt, und zu Joas, dem Sohne des Knigs, und sprich:
1KI 22:27 So spricht der Knig: Leget diesen in den Kerker und speiset ihn 
mit Brot der Trbsal, bis ich in Frieden wiederkomme!
1KI 22:28 Michajah sprach: Kommst du in Frieden wieder, so hat der HERR 
nicht durch mich geredet! Und er sprach: Hrt es, ihr Vlker alle!
1KI 22:29 Da zogen der Knig von Israel und Josaphat, der Knig von Juda, 
hinauf gen Ramot in Gilead.
1KI 22:30 Und der Knig von Israel sprach zu Josaphat: Ich will verkleidet 
in den Streit ziehen; du aber ziehe deine Kleider an! Also verkleidete 
sich der Knig von Israel und zog in den Streit.
1KI 22:31 Aber der Knig von Syrien hatte den Obersten ber seine Wagen, 
deren zweiunddreiig waren, geboten und gesagt: Ihr sollt nicht streiten 
wider Kleine noch Groe, sondern nur wider den Knig von Israel!
1KI 22:32 Als nun die Obersten der Wagen Josaphat sahen, sprachen sie: 
Gewi ist dieser der Knig von Israel! Und sie wandten sich zum Kampf 
gegen ihn; und Josaphat schrie.
1KI 22:33 Als aber die Obersten der Wagen sahen, da er nicht der Knig 
von Israel sei, lieen sie von ihm ab.
1KI 22:34 Ein Mann aber spannte den Bogen von ungefhr und traf den Knig 
von Israel zwischen den Fugen des Panzers. Da sprach er zu seinem 
Wagenlenker: Wende um und fhre mich aus dem Heer; denn ich bin verwundet!
1KI 22:35 Da aber gerade um diese Zeit der Streit zunahm, mute der Knig 
auf dem Wagen stehen bleiben, den Syrern gegenber, und er starb am Abend, 
und das Blut flo von der Wunde mitten in den Wagen.
1KI 22:36 Und als die Sonne unterging, erscholl die Klage durch das Lager: 
Jedermann gehe in seine Stadt und in sein Land; denn der Knig ist tot!
1KI 22:37 Als sie nun nach Samaria kamen, begruben sie den Knig zu 
Samaria.
1KI 22:38 Und als man den Wagen beim Teiche Samarias wusch, leckten die 
Hunde sein Blut, und die Dirnen wuschen sich damit, nach dem Worte des 
HERRN, das er geredet hatte.
1KI 22:39 Was aber mehr von Ahab zu sagen ist, und alles, was er getan 
hat, und das elfenbeinerne Haus, das er gebaut, und alle Stdte, die er 
gebaut hat, steht das nicht geschrieben in der Chronik der Knige von 
Israel?
1KI 22:40 Also legte sich Ahab zu seinen Vtern; und Ahasia, sein Sohn, 
ward Knig an seiner Statt.
1KI 22:41 Josaphat aber, der Sohn Asas, war Knig ber Juda geworden im 
vierten Jahre Ahabs, des Knigs von Israel.
1KI 22:42 Und Josaphat war fnfunddreiig Jahre alt, als er Knig ward, 
und regierte fnfundzwanzig Jahre lang zu Jerusalem. Und seine Mutter hie 
Asuba, eine Tochter Silhis.
1KI 22:43 Und er wandelte durchaus in den Wegen seines Vaters Asa und wich 
nicht davon, indem er tat, was dem HERRN wohlgefiel. (022-44) Doch kamen 
die Hhen nicht weg; denn das Volk opferte und rucherte noch auf den 
Hhen.
1KI 22:44 (022-45) Und Josaphat hatte Frieden mit dem Knig von Israel.
1KI 22:45 (022-46) Was aber mehr von Josaphat zu sagen ist, und seine 
Tapferkeit, die er bewiesen, und wie er gestritten hat, ist das nicht 
aufgezeichnet in der Chronik der Knige von Juda?
1KI 22:46 (022-47) Er rottete auch aus dem Lande die noch brigen 
Schandbuben aus, die zur Zeit seines Vaters Asa briggeblieben waren.
1KI 22:47 (022-48) Und es war [damals] kein Knig in Edom; ein Statthalter 
regierte.
1KI 22:48 (022-49) Und Josaphat hatte Tarsis-Schiffe machen lassen, die 
nach Ophir fahren sollten, um Gold zu holen; aber sie fuhren nicht, denn 
sie scheiterten zu Ezjon-Geber.
1KI 22:49 (022-50) Damals sprach Ahasia, der Sohn Ahabs, zu Josaphat: La 
meine Knechte mit deinen Knechten auf den Schiffen fahren! Josaphat aber 
wollte nicht.
1KI 22:50 (022-51) Und Josaphat legte sich zu seinen Vtern und ward 
begraben bei seinen Vtern in der Stadt Davids, seines Vaters, und Joram, 
sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
1KI 22:51 (022-52) Ahasia, der Sohn Ahabs, ward Knig ber Israel zu 
Samaria, im siebzehnten Jahre Josaphats, des Knigs von Juda, und regierte 
zwei Jahre lang ber Israel.
1KI 22:52 (022-53) Er tat, was dem HERRN bel gefiel, und wandelte auf dem 
Wege seines Vaters und seiner Mutter und auf dem Wege Jerobeams, des 
Sohnes Nebats, der Israel zur Snde verfhrt hatte.
1KI 22:53 (022-54) Und er diente dem Baal und betete ihn an und erzrnte 
den HERRN, den Gott Israels, ganz wie sein Vater getan hatte.
2KI 1:1 Als aber Ahab tot war, wurden die Moabiter von Israel abtrnnig. 
Und Ahasia fiel in seinem Obergemach zu Samaria durch das Gitter und ward 
krank;
2KI 1:2 und er sandte Boten und sprach zu ihnen: Geht hin und befraget 
Baal-Sebub, den Gott zu Ekron, ob ich von dieser Krankheit genesen werde!
2KI 1:3 Aber der Engel des HERRN sprach zu Elia, dem Tisbiter: Mache dich 
auf und geh den Boten des Knigs von Samaria entgegen und sprich zu ihnen: 
Ist denn kein Gott in Israel, da ihr hingehet, Baal-Sebub, den Gott zu 
Ekron, zu befragen?
2KI 1:4 Und darum spricht der HERR also: Du sollst von dem Bette, darauf 
du dich gelegt hast, nicht herunterkommen, sondern gewi sterben!
2KI 1:5 Und Elia ging. Die Boten aber kehrten wieder zum Knig zurck. Da 
fragte er sie:
2KI 1:6 Warum kommt ihr wieder? Sie sprachen zu ihm: Ein Mann kam herauf, 
uns entgegen, der sprach zu uns: Kehret wieder zurck zu dem Knig, der 
euch gesandt hat, und saget zu ihm: So spricht der HERR: Ist denn kein 
Gott in Israel, da du hinsendest, Baal-Sebub, den Gott zu Ekron, zu 
befragen? Darum sollst du von dem Bette, darauf du dich gelegt hast, nicht 
herunterkommen, sondern gewi sterben!
2KI 1:7 Er sprach zu ihnen: Wie sah der Mann aus, der euch begegnete und 
solches zu euch sagte?
2KI 1:8 Sie sprachen zu ihm: Der Mann trug einen hrenen Mantel und einen 
ledernen Grtel um seine Lenden. Er aber sprach: Es ist Elia, der Tisbiter!
2KI 1:9 Und er sandte einen Hauptmann ber fnfzig zu ihm, mit seinen 
fnfzig Leuten. Als der zu ihm hinaufkam, siehe, da sa er oben auf dem 
Berge. Er aber sprach zu ihm: Du Mann Gottes,
2KI 1:10 der Knig sagt, du sollst herabkommen! Aber Elia antwortete dem 
Hauptmann ber fnfzig und sprach zu ihm: Bin ich ein Mann Gottes, so 
falle Feuer vom Himmel und verzehre dich und deine Fnfzig! Da fiel Feuer 
vom Himmel und verzehrte ihn und seine Fnfzig.
2KI 1:11 Und er sandte wieder einen andern Hauptmann ber fnfzig zu ihm 
mit seinen Fnfzigen, der antwortete und sprach zu ihm: Du Mann Gottes, so 
spricht der Knig: Komm eilends herab!
2KI 1:12 Elia antwortete und sprach zu ihm: Bin ich ein Mann Gottes, so 
falle Feuer vom Himmel und verzehre dich und deine Fnfzig! Da fiel das 
Feuer Gottes vom Himmel und verzehrte ihn und seine Fnfzig.
2KI 1:13 Da sandte er noch einen dritten Hauptmann ber fnfzig mit seinen 
Fnfzigen. Als nun dieser dritte Hauptmann ber fnfzig zu ihm hinaufkam, 
beugte er seine Knie gegen Elia und bat ihn und sprach zu ihm: Du Mann 
Gottes, la doch mein Leben und das Leben deiner Knechte, dieser Fnfzig, 
etwas vor dir gelten!
2KI 1:14 Siehe, das Feuer ist vom Himmel gefallen und hat die ersten zwei 
Hauptleute ber fnfzig samt ihren Fnfzigen vertilgt. Nun aber la mein 
Leben etwas vor dir gelten!
2KI 1:15 Da sprach der Engel des HERRN zu Elia: Gehe mit ihm hinab und 
frchte dich nicht vor ihm! Und er machte sich auf und ging mit ihm hinab 
zum Knig.
2KI 1:16 Und er sprach zu ihm: So spricht der HERR: Weil du Boten 
hingesandt hast, Baal-Sebub, den Gott zu Ekron, befragen zu lassen, als 
wre kein Gott in Israel, dessen Wort man befragen knnte, sollst du von 
dem Bette, darauf du dich gelegt hast, nicht herunterkommen, sondern gewi 
sterben!
2KI 1:17 Also starb er, nach dem Worte des HERRN, das Elia geredet hatte. 
Und Joram ward Knig an seiner Statt im zweiten Jahr Jorams, des Sohnes 
Josaphats, des Knigs von Juda; denn er hatte keinen Sohn.
2KI 1:18 Was aber mehr von Ahasia zu sagen ist, das er getan hat, ist das 
nicht beschrieben in der Chronik der Knige von Israel?
2KI 2:1 Als aber der HERR den Elia im Wetter gen Himmel holen wollte, ging 
Elia mit Elisa von Gilgal hinweg.
2KI 2:2 Und Elia sprach zu Elisa: Bleibe doch hier; der HERR hat mich gen 
Bethel gesandt! Elisa aber sprach: So wahr der HERR lebt, und so wahr 
deine Seele lebt, ich verlasse dich nicht! Also kamen sie hinab gen Bethel.
2KI 2:3 Da gingen die Prophetenshne, die zu Bethel waren, heraus zu Elisa 
und sprachen zu ihm: Weit du auch, da der HERR deinen Herrn heute ber 
deinem Haupte hinwegnehmen wird? Er aber sprach: Ich wei es auch; 
schweigt nur still!
2KI 2:4 Und Elia sprach zu ihm: Elisa, bleibe doch hier; denn der HERR hat 
mich gen Jericho gesandt! Er aber sprach: So wahr der HERR lebt, und so 
wahr deine Seele lebt, ich verlasse dich nicht! Also kamen sie gen Jericho.
2KI 2:5 Da traten die Prophetenshne, die zu Jericho waren, zu Elisa und 
sprachen: Weit du auch, da der HERR deinen Herrn heute ber deinem 
Haupte hinwegnehmen wird? Er aber sprach: Ich wei es auch; schweigt nur 
still!
2KI 2:6 Und Elia sprach zu ihm: Bleibe doch hier, denn der HERR hat mich 
an den Jordan gesandt! Er aber sprach: So wahr der HERR lebt, und so wahr 
deine Seele lebt, ich verlasse dich nicht! Und sie gingen beide 
miteinander.
2KI 2:7 Und fnfzig Mann von den Prophetenshnen gingen hin und stellten 
sich abseits in einiger Entfernung auf, whrend diese beiden am Jordan 
standen.
2KI 2:8 Da nahm Elia seinen Mantel und wickelte ihn zusammen und schlug 
damit das Wasser; das teilte sich nach beiden Seiten, so da sie beide 
trocken hindurchgingen.
2KI 2:9 Whrend sie aber hinbergingen, sprach Elia zu Elisa: Erbitte, was 
ich dir tun soll, ehe ich von dir genommen werde! Elisa sprach: Mchte mir 
doch ein zweifacher Anteil an deinem Geiste beschert werden!
2KI 2:10 Er sprach: Du hast eine schwer zu erfllende Bitte getan: wirst 
du mich sehen, wenn ich von dir genommen werde, so wird es geschehen, wo 
aber nicht, so wird es nicht sein!
2KI 2:11 Und whrend sie noch miteinander gingen und redeten, siehe, da 
kam ein feuriger Wagen mit feurigen Pferden und trennte beide voneinander. 
Und Elia fuhr also im Wetter gen Himmel.
2KI 2:12 Elisa aber sah ihn und schrie: Mein Vater! mein Vater! Wagen 
Israels und seine Reiter! Und da er ihn nicht mehr sah,
2KI 2:13 fate er seine Kleider und zerri sie in zwei Stcke und hob den 
Mantel auf, der Elia entfallen war, und kehrte um und trat an das Gestade 
des Jordan.
2KI 2:14 Darnach nahm er den Mantel, der Elia entfallen war, und schlug 
damit das Wasser und sprach: Wo ist der HERR, der Gott des Elia? Und als 
er so das Wasser schlug, teilte es sich nach beiden Seiten, und Elisa ging 
hindurch.
2KI 2:15 Als aber die Prophetenshne, die bei Jericho ihm gegenber 
standen, das sahen, sprachen sie: Der Geist des Elia ruht auf Elisa! Und 
sie gingen ihm entgegen,
2KI 2:16 bckten sich vor ihm zur Erde und sprachen zu ihm: Siehe doch, es 
sind unter deinen Knechten fnfzig Mnner, wackere Leute, la dieselben 
gehen und deinen Herrn suchen! Vielleicht hat ihn der Geist des HERRN 
genommen und auf irgend einen Berg oder in irgend ein Tal geworfen? Er 
aber sprach: Schicket sie nicht!
2KI 2:17 Aber sie drangen in ihn, bis er ganz verlegen ward und sprach: So 
lat sie gehen! Da sandten sie fnfzig Mnner, die suchten ihn drei Tage 
lang, aber sie fanden ihn nicht.
2KI 2:18 Und als sie wieder zu ihm zurckkehrten, da er noch zu Jericho 
war, sprach er zu ihnen: Habe ich euch nicht gesagt, ihr solltet nicht 
hingehen?
2KI 2:19 Und die Mnner der Stadt sprachen zu Elisa: Siehe doch, in dieser 
Stadt ist gut wohnen, wie mein Herr sieht; aber das Wasser ist schlecht, 
und das Land macht kinderlos!
2KI 2:20 Er sprach: Bringt mir eine neue Schale und tut Salz darein! Und 
sie brachten es ihm.
2KI 2:21 Da ging er hinaus zu der Wasserquelle und warf das Salz hinein 
und sprach: So spricht der HERR: Ich habe dieses Wasser gesund gemacht, es 
soll fortan weder Tod noch Kinderlosigkeit daher kommen!
2KI 2:22 Also ward das Wasser gesund bis auf diesen Tag nach dem Worte 
Elisas, das er geredet hatte.
2KI 2:23 Und er ging von dannen hinauf nach Bethel. Als er nun den Weg 
hinaufging, kamen kleine Knaben zur Stadt hinaus; die verspotteten ihn und 
sprachen zu ihm: Kahlkopf, komm herauf! Kahlkopf, komm herauf!
2KI 2:24 Da wandte er sich um, und da er sie sah, fluchte er ihnen im 
Namen des HERRN. Da kamen zwei Bren aus dem Walde und zerrissen 
zweiundvierzig Kinder.
2KI 2:25 Von dort ging er auf den Berg Karmel und kehrte von da wieder 
nach Samaria zurck.
2KI 3:1 Und Joram, der Sohn Ahabs, ward Knig ber Israel zu Samaria, im 
achtzehnten Jahre Josaphats, des Knigs von Juda, und regierte zwlf Jahre 
lang.
2KI 3:2 Und er tat, was dem HERRN bel gefiel, doch nicht wie sein Vater 
und seine Mutter; denn er beseitigte die Sule Baals, welche sein Vater 
gemacht hatte.
2KI 3:3 Aber er hielt fest an den Snden, zu denen Jerobeam, der Sohn 
Nebats, Israel verfhrt hatte, und lie nicht davon.
2KI 3:4 Mesa aber, der Knig der Moabiter, hatte viel Vieh und zinsete dem 
Knig von Israel hunderttausend Lmmer und hunderttausend Widder samt der 
Wolle.
2KI 3:5 Als aber Ahab tot war, fiel der Knig der Moabiter von dem Knig 
von Israel ab.
2KI 3:6 Zu jener Zeit zog der Knig Joram von Samaria aus und musterte 
ganz Israel;
2KI 3:7 und er sandte zu Josaphat, dem Knig von Juda, und lie ihm sagen: 
Der Knig der Moabiter ist von mir abgefallen! Willst du mit mir kommen, 
wider die Moabiter zu streiten? Er sprach: Ich will hinaufkommen! Ich bin 
wie du, mein Volk ist wie dein Volk, und meine Pferde wie deine Pferde!
2KI 3:8 Und er sprach: Auf welchem Wege wollen wir hinaufziehen? Er 
sprach: Auf dem Wege durch die Wste Edom!
2KI 3:9 Da zogen aus der Knig von Israel, der Knig von Juda und der 
Knig von Edom. Als sie aber einen Weg von sieben Tagen zurckgelegt 
hatten, hatte das Heer und das Vieh, das ihnen folgte, kein Wasser mehr.
2KI 3:10 Da sprach der Knig von Israel: Wehe! der HERR hat diese drei 
Knige gerufen, um sie in die Hand der Moabiter zu geben!
2KI 3:11 Josaphat aber sprach: Ist kein Prophet des HERRN hier, da wir 
durch ihn den HERRN um Rat fragen knnten? Da antwortete einer von den 
Knechten des Knigs von Israel und sprach: Hier ist Elisa, der Sohn 
Saphats, der dem Elia Wasser auf die Hnde go!
2KI 3:12 Josaphat sprach: Das Wort des HERRN ist bei ihm! Also zogen der 
Knig von Israel und Josaphat und der Knig von Edom zu ihm hinab.
2KI 3:13 Elisa aber sprach zum Knig von Israel: Was habe ich mit dir zu 
schaffen? Gehe hin zu den Propheten deines Vaters und zu den Propheten 
deiner Mutter! Der Knig von Israel sprach zu ihm: Nein! Hat der HERR 
nicht diese drei Knige gerufen, um sie in die Hand der Moabiter zu geben?
2KI 3:14 Elisa sprach: So wahr der HERR der Heerscharen lebt, vor dessen 
Angesicht ich stehe, wenn ich nicht auf Josaphat, den Knig von Juda, 
Rcksicht nhme, ich wollte dich nicht ansehen noch beachten!
2KI 3:15 So bringt mir nun einen Saitenspieler! Und als der Saitenspieler 
die Saiten schlug, kam die Hand des HERRN ber ihn.
2KI 3:16 Und er sprach: So spricht der HERR: Machet im Tale Grube an Grube!
2KI 3:17 Denn also spricht der HERR: Ihr werdet keinen Wind noch Regen 
sehen; dennoch soll dieses Tal voll Wasser werden, so da ihr zu trinken 
habt,
2KI 3:18 auch euer kleines und groes Vieh. Und zwar ist das ein Geringes 
vor dem HERRN; er wird auch die Moabiter in eure Hand geben,
2KI 3:19 so da ihr alle festen Stdte und alle auserlesenen Stdte 
schlagen werdet; und ihr werdet alle guten Bume fllen und alle 
Wasserbrunnen verstopfen und alle guten cker mit Steinen verderben.
2KI 3:20 Am Morgen nun, zur Zeit des Speisopfers, siehe, da kam ein 
Gewsser den Weg von Edom her, und das Land wurde voll Wasser.
2KI 3:21 Als aber ganz Moab hrte, da die Knige heraufzogen, wider sie 
zu streiten, wurden alle, die das Schwert umgrten konnten, aufgeboten; 
und sie besetzten die Grenze.
2KI 3:22 Und als sie sich am Morgen frh aufmachten und die Sonne ber dem 
Wasser aufging, erschien den Moabitern das Wasser drben rot wie Blut.
2KI 3:23 Und sie sprachen: Es ist Blut! Die Knige haben sich gewi mit 
dem Schwerte bekmpft, und einer wird den andern erschlagen haben! Und 
nun, Moab, mache dich auf zur Plnderung!
2KI 3:24 Als sie aber zum Lager Israels kamen, machten sich die Israeliten 
auf und schlugen die Moabiter, da sie vor ihnen flohen.
2KI 3:25 Jene aber drangen ins Land ein und schlugen Moab und rissen die 
Stdte nieder und warfen ein jeder seinen Stein auf alle guten cker, bis 
sie voll waren, und verstopften alle Wasserbrunnen und fllten alle guten 
Bume, bis in Kir-Hareset nur noch dessen Steinmauern brigblieben. Und 
die Schleuderer umzingelten und beschossen es.
2KI 3:26 Als aber der Knig der Moabiter sah, da ihm der Streit zu stark 
ward, nahm er siebenhundert Mann mit sich, die das Schwert zogen, um gegen 
den Knig von Edom durchzubrechen; aber sie konnten nicht.
2KI 3:27 Da nahm er seinen erstgeborenen Sohn, der an seiner Statt Knig 
werden sollte, und opferte ihn zum Brandopfer auf der Mauer. Und es 
entstand groer Unwille wider Israel, so da sie von ihm abzogen und 
wieder in ihr Land zurckkehrten.
2KI 4:1 Und eine Frau unter den Frauen der Prophetenshne schrie zu Elisa 
und sprach: Dein Knecht, mein Mann, ist gestorben; aber du weit, da er, 
dein Knecht, den HERRN frchtete. Nun kommt der Glubiger und will sich 
meine beiden Shne zu Knechten nehmen!
2KI 4:2 Elisa sprach zu ihr: Was soll ich fr dich tun? Sage mir, was hast 
du im Hause? Sie sprach: Deine Magd hat nichts im Hause als einen Krug mit 
l!
2KI 4:3 Er sprach: Gehe hin und erbitte dir drauen Gefe von allen 
deinen Nachbarinnen, leere Gefe, und derselben nicht wenige;
2KI 4:4 und gehe hinein und schliee die Tr hinter dir und deinen Shnen 
zu und giee in alle diese Gefe; und was voll ist, trage weg!
2KI 4:5 Sie ging von ihm und schlo die Tr hinter sich und ihren Shnen 
zu; die brachten ihr die Gefe, und sie go ein.
2KI 4:6 Und als die Gefe voll waren, sprach sie zu ihrem Sohn: Reiche 
mir noch ein Gef her! Er sprach zu ihr: Es ist kein Gef mehr hier! Da 
stockte das l.
2KI 4:7 Und sie ging hin und sagte es dem Manne Gottes. Er sprach: Gehe 
hin, verkaufe das l und bezahle deine Schuld; du aber und deine Shne 
mget von dem brigen leben!
2KI 4:8 Und es begab sich eines Tages, da Elisa nach Sunem ging. Dort 
wohnte eine vornehme Frau, die ntigte ihn, bei ihr zu essen. Sooft er nun 
daselbst durchzog, kehrte er dort ein, um zu essen.
2KI 4:9 Und sie sprach zu ihrem Mann: Siehe doch, ich merke, da dies ein 
heiliger Mann Gottes ist, der stets bei uns vorbeikommt.
2KI 4:10 La uns doch eine kleine Dachstube herrichten und Bett, Tisch, 
Stuhl und Leuchter hineinstellen, damit, wenn er zu uns kommt, er sich 
dahin verfge!
2KI 4:11 Es begab sich nun eines Tages, da er hineinkam und sich in die 
Dachstube verfgte und darin schlief.
2KI 4:12 Dann sprach er zu seinem Burschen Gehasi: Rufe diese Sunamitin! 
Da rief er sie, und sie trat vor ihn hin.
2KI 4:13 Und er sprach zu ihm: Sage ihr doch: Siehe, du hast unsertwegen 
so viel Sorge gehabt; was kann ich fr dich tun? Hast du etwas, weswegen 
ich mit dem Knig oder mit dem Feldhauptmann fr dich reden sollte? Sie 
sprach: Ich wohne ja mitten unter meinem Volk!
2KI 4:14 Er sprach: Was knnte man fr sie tun? Gehasi sprach: Ach, sie 
hat keinen Sohn, und ihr Mann ist alt!
2KI 4:15 Da sagte er: Rufe sie! Und als er sie rief, trat sie unter die 
Tr.
2KI 4:16 Und er sprach: Um diese bestimmte Zeit bers Jahr wirst du einen 
Sohn herzen! Sie sprach: Ach nein, mein Herr, du Mann Gottes, spotte 
deiner Magd nicht!
2KI 4:17 Aber das Weib empfing und gebar einen Sohn um dieselbe Zeit, im 
nchsten Jahre, wie Elisa ihr verheien hatte.
2KI 4:18 Als aber der Knabe heranwuchs, begab es sich eines Tages, da er 
zu seinem Vater, zu den Schnittern hinausging.
2KI 4:19 Da sprach er zu seinem Vater: O mein Kopf, mein Kopf! Jener 
befahl einem Knecht: Fhre ihn zu seiner Mutter!
2KI 4:20 Der nahm ihn und brachte ihn zu seiner Mutter. Und er sa auf 
ihrem Schoe bis zum Mittag, dann starb er.
2KI 4:21 Da ging sie hinauf und legte ihn auf das Bett des Mannes Gottes, 
schlo hinter ihm zu und ging hinaus,
2KI 4:22 rief ihren Mann und sprach: Sende mir doch einen von den Knechten 
und eine Eselin, ich will eilends zu dem Manne Gottes gehen, aber bald 
wiederkommen!
2KI 4:23 Er sprach: Warum gehst du heute zu ihm? Es ist doch weder Neumond 
noch Sabbat! Sie sprach: Lebe wohl!
2KI 4:24 Und sie sattelte die Eselin und sprach zu ihrem Knechte: Treibe 
das Tier bestndig an und mache keinen Aufenthalt, es sei denn, da ich es 
sage!
2KI 4:25 So ging sie denn und kam zu dem Manne Gottes auf den Berg Karmel. 
Als aber der Mann Gottes sie aus einiger Entfernung sah, sprach er zu 
seinem Diener Gehasi: Sieh dort die Sunamitin!
2KI 4:26 Nun laufe ihr doch entgegen und sprich zu ihr: Geht es dir wohl? 
Geht es deinem Manne wohl? Sie sprach: Jawohl!
2KI 4:27 Als sie aber zu dem Manne Gottes kam, umfate sie seine Fe; da 
machte sich Gehasi herzu, um sie wegzustoen. Aber der Mann Gottes sprach: 
La sie, denn ihre Seele ist betrbt, und der HERR hat es mir verborgen 
und nicht kundgetan!
2KI 4:28 Sie sprach: Habe ich denn von meinem Herrn einen Sohn erbeten? 
Sagte ich nicht, du solltest meiner nicht spotten?
2KI 4:29 Er sprach zu Gehasi: Grte deine Lenden und nimm einen Stab in 
deine Hand und gehe hin! Wenn dir jemand begegnet, so gre ihn nicht, und 
grt dich jemand, so antworte ihm nicht, und lege meinen Stab auf des 
Knaben Angesicht!
2KI 4:30 Aber die Mutter des Knaben sprach: So wahr der HERR lebt, und so 
wahr deine Seele lebt, ich lasse nicht von dir! Da machte er sich auf und 
folgte ihr.
2KI 4:31 Gehasi aber ging vor ihnen hin und legte dem Knaben den Stab auf 
das Angesicht; aber da war keine Stimme noch Aufmerken. Und er kehrte um, 
ihm entgegen, und zeigte es ihm an und sprach: Der Knabe ist nicht 
aufgewacht!
2KI 4:32 Als nun Elisa in das Haus kam, siehe, da lag der Knabe tot auf 
seinem Bett.
2KI 4:33 Und er ging hinein und schlo die Tr hinter ihnen beiden zu und 
betete zu dem HERRN.
2KI 4:34 Dann stieg er hinauf und legte sich auf das Kind und legte seinen 
Mund auf des Kindes Mund und seine Augen auf desselben Augen und seine 
Hnde auf desselben Hnde und breitete sich also ber dasselbe, da des 
Kindes Leib warm wurde.
2KI 4:35 Darnach stand er auf und ging im Hause einmal hierhin, einmal 
dorthin, stieg dann wieder hinauf und breitete sich ber ihn. Da nieste 
der Knabe siebenmal; darnach tat der Knabe die Augen auf.
2KI 4:36 Und er rief Gehasi und sprach: Rufe die Sunamitin! Da rief er 
sie, und als sie zu ihm hereinkam, sprach er: Da nimm deinen Sohn!
2KI 4:37 Da kam sie und fiel zu seinen Fen und bckte sich zur Erde und 
nahm ihren Sohn und ging hinaus.
2KI 4:38 Elisa aber kam wieder nach Gilgal. Und es war eine Hungersnot im 
Lande. Und die Prophetenshne saen vor ihm, und er sprach zu seinem 
Burschen: Setze den groen Topf auf und koche ein Gemse fr die 
Prophetenshne!
2KI 4:39 Da ging einer aufs Feld hinaus, um Kruter zu suchen, und er fand 
wilde Gurken und las davon sein Kleid voll wilde Gurken; und als er 
heimkam, zerschnitt er sie in den Gemsetopf; denn sie kannten sie nicht.
2KI 4:40 Als man es aber zum Essen vor die Mnner ausschttete und sie von 
dem Gemse aen, schrieen sie und sprachen: Der Tod ist im Topf, Mann 
Gottes! Und sie konnten es nicht essen.
2KI 4:41 Er aber sprach: Gebt Mehl! Und er warf es in den Topf und sprach: 
Schtte es aus fr die Leute, da sie essen! Da war nichts Bses [mehr] im 
Topf.
2KI 4:42 Aber ein Mann von Baal-Schalischa kam und brachte dem Manne 
Gottes Erstlingsbrote, zwanzig Gerstenbrote und zerriebene Krner in 
seinem Sack. Er aber sprach: Gib es dem Volk, da sie essen!
2KI 4:43 Sein Diener sprach: Wie kann ich das hundert Mnnern vorsetzen? 
Er aber sprach: Gib es dem Volk, da sie essen! Denn also spricht der 
HERR: Man wird essen, und es wird brigbleiben!
2KI 4:44 Und er legte es ihnen vor, und sie aen; und es blieb noch brig, 
nach dem Worte des HERRN.
2KI 5:1 Naeman, der Feldhauptmann des Knigs von Syrien, war ein 
geschtzter Mann vor seinem Herrn und hochangesehen; denn durch ihn gab 
der HERR den Syrern Heil. Aber dieser gewaltige, tapfere Mann war 
ausstzig.
2KI 5:2 Und die Syrer waren in Streifscharen ausgezogen und hatten ein 
kleines Mgdlein aus dem Lande Israel entfhrt, das nun im Dienste von 
Naemans Frau war.
2KI 5:3 Und es sprach zu seiner Herrin: Ach, da mein Herr bei dem 
Propheten zu Samaria wre; der wrde ihn von seinem Aussatz befreien!
2KI 5:4 Da ging Naeman hinein zu seinem Herrn und sagte es ihm und sprach: 
So und so hat das Mgdlein aus dem Lande Israel geredet!
2KI 5:5 Da sprach der Knig von Syrien: Gehe hin, ich will dem Knig von 
Israel einen Brief schicken! Da ging er und nahm zehn Talente Silber und 
sechstausend Goldstcke und zehn Feierkleider mit sich.
2KI 5:6 Und er brachte dem Knig von Israel den Brief; darin stand: Und 
nun, wenn dieser Brief zu dir kommt, so siehe: ich habe meinen Knecht 
Naeman zu dir gesandt, damit du ihn von seinem Aussatz befreiest!
2KI 5:7 Als nun der Knig von Israel den Brief gelesen hatte, zerri er 
seine Kleider und sprach: Bin ich denn Gott, da ich tten und lebendig 
machen kann, da man von mir verlangt, ich solle einen Mann von seinem 
Aussatz befreien? Da seht doch, da der einen Anla zum Streit mit mir 
sucht!
2KI 5:8 Als aber Elisa, der Mann Gottes, hrte, da der Knig seine 
Kleider zerrissen habe, sandte er zum Knig und lie ihm sagen: Warum hast 
du deine Kleider zerrissen? Er soll zu mir kommen, so wird er innewerden, 
da ein Prophet in Israel ist!
2KI 5:9 Also kam Naeman mit seinen Pferden und mit seinen Wagen und hielt 
vor der Tr des Hauses Elisas.
2KI 5:10 Da sandte Elisa einen Boten zu ihm und lie ihm sagen: Gehe hin 
und wasche dich siebenmal im Jordan, so wird dir dein Fleisch wieder 
erstattet, und du wirst rein werden!
2KI 5:11 Da ward Naeman zornig, ging weg und sprach: Siehe, ich dachte, er 
werde zu mir herauskommen und herzutreten und den Namen des HERRN, seines 
Gottes, anrufen und mit seiner Hand ber die Stelle fahren und den Aussatz 
wegnehmen!
2KI 5:12 Sind nicht die Flsse Abama und Pharphar zu Damaskus besser als 
alle Wasser in Israel? Kann ich mich nicht darin waschen und rein werden? 
Und er wandte sich und ging zornig davon.
2KI 5:13 Da traten seine Knechte zu ihm, redeten mit ihm und sprachen: 
Mein Vater, wenn dir der Prophet etwas Groes befohlen htte, wrdest du 
es nicht tun? Wieviel mehr denn, da er zu dir sagt: Wasche dich, so wirst 
du rein!
2KI 5:14 Da stieg er hinab und tauchte sich im Jordan siebenmal unter, wie 
der Mann Gottes gesagt hatte; und sein Fleisch ward wieder wie das Fleisch 
eines jungen Knaben, und er ward rein.
2KI 5:15 Und er kehrte wieder zu dem Manne Gottes zurck, er und sein 
ganzes Gefolge. Und er ging hinein, trat vor ihn und sprach: Siehe, nun 
wei ich, da kein Gott auf der ganzen Erde ist, auer in Israel! Und nun 
nimm doch ein Geschenk an von deinem Knechte!
2KI 5:16 Er aber sprach: So wahr der HERR lebt, vor dessen Angesicht ich 
stehe, ich nehme nichts! Da ntigte er ihn, es zu nehmen, aber er wollte 
nicht.
2KI 5:17 Da sprach Naeman: Knnte deinem Knechte nicht eine doppelte 
Maultierlast Erde gegeben werden? Denn dein Knecht will nicht mehr andern 
Gttern Brandopfer und Schlachtopfer bringen, sondern nur dem HERRN.
2KI 5:18 Nur darin wolle der HERR deinem Knechte gndig sein: Wenn mein 
Herr in das Haus Rimmons geht, daselbst anzubeten, und er sich auf meinen 
Arm sttzt und ich in dem Hause Rimmons niederfalle, wenn er dort 
niederfllt, so wolle der HERR deinem Knecht aus diesem Grunde vergeben!
2KI 5:19 Er sprach zu ihm: Gehe hin in Frieden!
2KI 5:20 Als er nun eine Strecke Weges von ihm entfernt war, dachte 
Gehasi, der Diener Elisas, des Mannes Gottes: Siehe, mein Herr hat Naeman, 
diesen Syrer, geschont, indem er nichts von ihm genommen, was er gebracht 
hat; so wahr der HERR lebt, ich will ihm nachlaufen und etwas von ihm 
annehmen!
2KI 5:21 Also jagte Gehasi dem Naeman nach. Und als Naeman sah, da er ihm 
nachlief, sprang er vom Wagen, ihm entgegen, und sprach:
2KI 5:22 Bringst du gute Botschaft? Er sprach: Ja! Mein Herr hat mich 
gesandt, dir zu sagen: Siehe, eben jetzt sind zwei Jnglinge von den 
Prophetenshnen vom Gebirge Ephraim zu mir gekommen. Gib ihnen doch ein 
Talent Silber und zwei Feierkleider!
2KI 5:23 Naeman sprach: Tu mir den Gefallen und nimm zwei Talente! Und er 
ntigte ihn und band zwei Talente Silber in zwei Beutel und zwei 
Feierkleider und gab es seinen beiden Knappen, die trugen es vor ihm her.
2KI 5:24 Und als er auf den Hgel kam, nahm er es von ihrer Hand und legte 
es in das Haus und lie die Mnner gehen.
2KI 5:25 Und sie gingen. Er aber kam und trat vor seinen Herrn. Da sprach 
Elisa zu ihm: Woher, Gehasi? Er sprach: Dein Knecht ist weder hierhin noch 
dorthin gegangen!
2KI 5:26 Er aber sprach zu ihm: Wandelte nicht mein Herz mit dir, als der 
Mann von seinem Wagen umkehrte, dir entgegen? War es auch an der Zeit, 
Silber zu nehmen und Kleider, oder lbume, Weinberge, Schafe, Rinder, 
Knechte und Mgde?
2KI 5:27 So soll nun der Aussatz Naemans dir und deinem Samen ewiglich 
anhangen! Da ging er von ihm hinaus, ausstzig wie Schnee.
2KI 6:1 Und die Shne der Propheten sprachen zu Elisa: Siehe doch, der 
Ort, wo wir vor dir wohnen, ist uns zu eng!
2KI 6:2 Wir wollen doch an den Jordan gehen und daselbst ein jeder einen 
Balken holen, damit wir uns dort eine Niederlassung bauen.
2KI 6:3 Er sprach: Geht hin! Es sprach aber einer: Tu uns doch den 
Gefallen und komm mit deinen Knechten!
2KI 6:4 Er sprach: Ich will mitkommen! Und er ging mit ihnen. Als sie nun 
an den Jordan kamen, schnitten sie Holz.
2KI 6:5 Und als einer einen Stamm fllte, fiel das Eisen ins Wasser. Da 
schrie er und sprach: O weh, mein Herr! Dazu ist es entlehnt!
2KI 6:6 Aber der Mann Gottes sprach: Wohin ist es gefallen? Und als er ihm 
den Ort zeigte, schnitt er ein Holz ab und warf es dort hinein. Da schwamm 
das Eisen empor.
2KI 6:7 Und er sprach: Hebe es auf! Da streckte er seine Hand aus und nahm 
es.
2KI 6:8 Und der Knig von Syrien fhrte Krieg wider Israel und 
beratschlagte sich mit seinen Knechten und sprach: Da und da soll mein 
Lager sein!
2KI 6:9 Aber der Mann Gottes sandte zum Knig von Israel und lie ihm 
sagen: Hte dich, an jenem Orte vorbeizugehen; denn die Syrer begeben sich 
dorthin!
2KI 6:10 Und der Knig von Israel sandte hin an den Ort, den ihm der Mann 
Gottes genannt und vor welchem er ihn gewarnt hatte, und er nahm sich 
daselbst in acht, nicht blo einmal oder zweimal.
2KI 6:11 Da ward das Herz des Knigs von Syrien unruhig darber, und er 
berief seine Knechte und sprach zu ihnen: Wollt ihr mir denn nicht sagen, 
wer von uns es mit dem Knig von Israel hlt?
2KI 6:12 Da sprach einer seiner Knechte: Nicht also, mein Herr und Knig; 
sondern Elisa, der Prophet in Israel, verrt dem Knig von Israel alles, 
was du in deiner Schlafkammer redest!
2KI 6:13 Er sprach: So geht hin und seht, wo er ist, da ich ihn greifen 
lasse. Und sie zeigten es ihm an und sprachen: Siehe, er ist in Dotan!
2KI 6:14 Da sandte er Pferde und Wagen und eine groe Macht dorthin. Und 
sie kamen bei Nacht und umzingelten die Stadt.
2KI 6:15 Als nun der Diener des Mannes Gottes am Morgen frh aufstand und 
hinausging, siehe, da lag um die Stadt ein Heer mit Pferden und Wagen. Da 
sprach sein Knecht zu ihm: O weh, mein Herr! was wollen wir nun tun?
2KI 6:16 Er sprach: Frchte dich nicht! Denn derer, die bei uns sind, sind 
mehr, als derer, die bei ihnen sind!
2KI 6:17 Und Elisa betete und sprach: HERR, ffne ihm doch die Augen, da 
er sehe! Da ffnete der HERR dem Knecht die Augen, da er sah. Und siehe, 
da war der Berg voll feuriger Rosse und Wagen rings um Elisa her.
2KI 6:18 Und als sie zu ihm hinkamen, bat Elisa den HERRN und sprach: 
Schlage doch diese Heiden mit Blindheit! Da schlug er sie mit Blindheit 
nach dem Worte Elisas.
2KI 6:19 Und Elisa sprach zu ihnen: Das ist nicht der Weg noch die Stadt; 
folget mir nach, so will ich euch zu dem Manne fhren, den ihr suchet! Und 
er fhrte sie gen Samaria.
2KI 6:20 Und als sie nach Samaria kamen, sprach Elisa: HERR, ffne diesen 
die Augen, da sie sehen! Und der HERR ffnete ihnen die Augen, da sie 
sahen. Und siehe, da waren sie mitten in Samaria.
2KI 6:21 Und als der Knig von Israel sie sah, sprach er zu Elisa: Mein 
Vater, soll ich sie schlagen? Soll ich sie schlagen?
2KI 6:22 Er sprach: Du sollst sie nicht schlagen! Wrdest du die, welche 
du mit deinem Schwert und mit deinem Bogen gefangen nimmst, schlagen? 
Setze ihnen Brot und Wasser vor, da sie essen und trinken und zu ihrem 
Herrn ziehen!
2KI 6:23 Da ward ein groes Mal zugerichtet. Und als sie gegessen und 
getrunken hatten, lie er sie gehen, und sie zogen zu ihrem Herrn. Von da 
an kamen die Streifscharen der Syrer nicht mehr in das Land Israel.
2KI 6:24 Darnach begab es sich, da Benhadad, der Knig von Syrien, sein 
ganzes Heer versammelte und heraufzog und Samaria belagerte.
2KI 6:25 Da entstand in Samaria eine groe Hungersnot; und siehe, sie 
belagerten die Stadt so lange, bis ein Eselskopf achtzig Silberlinge und 
ein Viertel Kab Taubenmist fnf Silberlinge galt.
2KI 6:26 Und als der Knig von Israel auf der Mauer einherging, flehte ihn 
ein Weib an und sprach: Hilf mir, mein Herr und Knig!
2KI 6:27 Er aber sprach: Hilft dir der HERR nicht, von woher soll ich dir 
Hilfe bringen?
2KI 6:28 Von der Tenne oder von der Kelter? Und der Knig fragte sie: Was 
willst du? Sie sprach: Dieses Weib sprach zu mir: Gib deinen Sohn her, da 
wir ihn heute essen; morgen wollen wir dann meinen Sohn essen!
2KI 6:29 So haben wir meinen Sohn gekocht und ihn gegessen; und am andern 
Tage sprach ich zu ihr: Gib deinen Sohn her, da wir ihn essen! Aber sie 
hat ihren Sohn verborgen.
2KI 6:30 Als der Knig die Worte des Weibes hrte, zerri er seine 
Kleider, whrend er auf der Mauer einherging. Da sah das Volk, da er 
darunter auf seinem Leibe einen Sack trug.
2KI 6:31 Und er sprach: Gott tue mir dies und das, wenn das Haupt Elisas, 
des Sohnes Saphats, heute auf ihm bleibt!
2KI 6:32 Elisa aber sa in seinem Hause, und die ltesten saen bei ihm. 
Und der Knig sandte einen Mann vor sich her; aber ehe der Bote zu ihm 
kam, sprach er zu den ltesten: Sehet ihr nicht, wie dieser Mrdersohn 
hersendet, um mir den Kopf abzuhauen? Sehet zu, wenn der Bote kommt, 
verschlieet die Tr und drngt ihn mit der Tr hinweg! Hre ich nicht die 
Futritte seines Herrn hinter ihm her?
2KI 6:33 Whrend er noch mit ihnen redete, siehe, da kam der Bote zu ihm 
hinab, und er sprach: Siehe, solches bel kommt vom HERRN, was soll ich 
noch auf den HERRN warten?
2KI 7:1 Da sprach Elisa: Hret das Wort des HERRN! So spricht der HERR: 
Morgen um diese Zeit wird im Tore zu Samaria ein Ma Semmelmehl einen 
Silberling gelten und zwei Ma Gerste einen Silberling!
2KI 7:2 Da antwortete der Ritter, auf dessen Arm sich der Knig sttzte, 
dem Manne Gottes und sprach: Siehe, und wenn der HERR Fenster am Himmel 
machte, wie knnte solches geschehen? Er aber sprach: Siehe, du wirst es 
mit eigenen Augen sehen, aber nicht davon essen!
2KI 7:3 Es waren aber vier ausstzige Mnner am Eingang des Tores, und 
einer sprach zum anderen: Was wollen wir hier bleiben, bis wir sterben? 
Wenn wir sprchen: Wir wollen in die Stadt gehen, wo doch Hungersnot in 
der Stadt herrscht, so mten wir dort sterben; bleiben wir aber hier, so 
mssen wir auch sterben!
2KI 7:4 So kommt nun, wir wollen zum Heere der Syrer bergehen! Lassen sie 
uns leben, so leben wir, tten sie uns, so sind wir tot!
2KI 7:5 Und sie machten sich in der Dmmerung auf, um in das Lager der 
Syrer zu gehen. Als sie nun an den Rand des Lagers der Syrer kamen, siehe, 
da war kein Mensch zugegen!
2KI 7:6 Denn der HERR hatte das Heer der Syrer ein Getse von Wagen, auch 
ein Getmmel von Pferden und ein Geschrei einer groen Heeresmacht hren 
lassen, so da sie untereinander sprachen: Siehe, der Knig von Israel hat 
die Knige der Hetiter und die Knige der gypter wider uns gedungen, da 
sie uns berfallen sollen!
2KI 7:7 Und sie machten sich auf und flohen in der Dmmerung und lieen 
ihre Zelte und ihre Pferde und ihre Esel, das Lager, wie es stand, und 
flohen, um ihr Leben zu retten.
2KI 7:8 Als nun jene Ausstzigen an den Rand des Lagers kamen, gingen sie 
in ein Zelt, aen und tranken und nahmen Silber, Gold und Kleider daraus 
mit und gingen hin und verbargen es, und gingen in ein anderes Zelt und 
nahmen daraus, gingen fort und verbargen es.
2KI 7:9 Aber einer sprach zum andern: Wir handeln nicht recht. Dieser Tag 
ist ein Tag guter Botschaft; wenn wir schweigen und warten, bis es heller 
Morgen wird, so wird uns Strafe treffen. So kommt nun, wir wollen gehen 
und es dem Hause des Knigs melden.
2KI 7:10 Und sie kamen und riefen dem Torhter der Stadt und verkndigten 
ihnen und sprachen: Wir sind zum Lager der Syrer gekommen, und siehe, es 
ist niemand da, und man hrt auch keinen Menschen, sondern nur Pferde und 
Esel; die sind angebunden, und die Zelte, wie sie waren.
2KI 7:11 Da riefen es die Torhter, und man berichtete es drinnen im Hause 
des Knigs.
2KI 7:12 Und der Knig stand in der Nacht auf und sprach zu seinen 
Knechten: Ich will euch doch sagen, was die Syrer mit uns vorhaben: Sie 
wissen, da wir Hunger leiden, und sind aus dem Lager gegangen, um sich im 
Felde zu verbergen, und denken: Wenn die aus der Stadt gehen, wollen wir 
sie lebendig fangen und in die Stadt eindringen.
2KI 7:13 Da antwortete einer seiner Knechte und sprach: Man nehme doch 
fnf von den briggebliebenen Pferden, die noch da sind (siehe, es geht 
ihnen doch wie der ganzen Menge Israels, die darin briggeblieben ist; 
siehe, es geht ihnen wie der ganzen Menge Israels, welche aufgerieben 
ist), die lasset uns senden und dann schauen!
2KI 7:14 Da nahmen sie zwei Gespanne Pferde, und der Knig sandte sie dem 
Heere der Syrer nach und sprach: Gehet hin und sehet nach!
2KI 7:15 Als sie ihnen nun bis an den Jordan nachzogen, siehe, da lagen 
alle Wege voll Kleider und Waffen, welche die Syrer auf ihrer eiligen 
Flucht von sich geworfen hatten. Und die Boten kamen wieder und sagten es 
dem Knig.
2KI 7:16 Da ging das Volk hinaus und plnderte das Lager der Syrer, so da 
ein Ma Semmelmehl einen Silberling galt und zwei Ma Gerste auch einen 
Silberling, nach dem Worte des HERRN.
2KI 7:17 Und der Knig bestellte den Ritter, auf dessen Arm er sich 
sttzte, [zur Aufsicht] ber das Tor; und das Volk zertrat ihn im Tor, so 
da er starb, wie der Mann Gottes gesagt hatte, als der Knig zu ihm 
hinabkam.
2KI 7:18 Denn es geschah, wie der Mann Gottes dem Knig gesagt hatte, als 
er sprach: Morgen um diese Zeit werden im Tore zu Samaria zwei Ma Gerste 
einen Silberling gelten und ein Ma Semmelmehl einen Silberling;
2KI 7:19 worauf der Ritter dem Manne Gottes geantwortet hatte: Ja, siehe, 
und wenn der HERR Fenster am Himmel machte, wie knnte solches geschehen? 
Er aber hatte gesagt: Siehe, du wirst es mit deinen Augen sehen, aber 
nicht davon essen!
2KI 7:20 Also erging es ihm jetzt; denn das Volk zertrat ihn im Tore, so 
da er starb.
2KI 8:1 Und Elisa redete mit dem Weibe, deren Sohn er lebendig gemacht 
hatte, und sprach: Mache dich auf und gehe hin mit deinem Haushalt und 
halte dich in der Fremde auf, wo du kannst! Denn der HERR hat eine 
Hungersnot herbeigerufen. Und sie kommt auch in das Land, sieben Jahre 
lang.
2KI 8:2 Das Weib machte sich auf und tat, wie der Mann Gottes sagte, und 
zog hin mit ihren Hausgenossen und hielt sich im Lande der Philister auf, 
sieben Jahre lang.
2KI 8:3 Als aber die sieben Jahre vorbei waren, kam das Weib wieder aus 
dem Lande der Philister, und sie ging hin, um den Knig wegen ihres Hauses 
und wegen ihres Ackers anzurufen.
2KI 8:4 Der Knig aber redete eben mit Gehasi, dem Knechte des Mannes 
Gottes, und sprach: Erzhle mir doch alle die groen Taten, welche Elisa 
getan hat!
2KI 8:5 Whrend er aber dem Knige erzhlte, wie jener einen Toten 
lebendig gemacht hatte, siehe, da kam eben das Weib, deren Sohn er 
lebendig gemacht hatte, dazu und rief den Knig an wegen ihres Hauses und 
wegen ihres Ackers. Da sprach Gehasi: Mein Herr und Knig, hier ist das 
Weib, und dies ist ihr Sohn, den Elisa lebendig gemacht hat!
2KI 8:6 Da fragte der Knig das Weib, und sie erzhlte es ihm. Da gab ihr 
der Knig einen Kmmerer und sprach: Verschaffe ihr alles wieder, was ihr 
gehrt; dazu allen Ertrag des Ackers seit der Zeit, da sie das Land 
verlassen hat, bis jetzt.
2KI 8:7 Und Elisa kam nach Damaskus. Da lag Benhadad, der Knig von 
Syrien, krank. Und man sagte es ihm und sprach: Der Mann Gottes ist 
hierher gekommen!
2KI 8:8 Da sprach der Knig zu Hasael: Nimm Geschenke mit dir und gehe dem 
Manne Gottes entgegen und befrage den HERRN durch ihn und sprich: Werde 
ich von dieser Krankheit genesen knnen?
2KI 8:9 Hasael ging ihm entgegen und nahm Geschenke mit sich und allerlei 
Gter von Damaskus, eine Last fr vierzig Kamele. Und als er kam, trat er 
vor ihn hin und sprach: Dein Sohn Benhadad, der Knig von Syrien, hat mich 
zu dir gesandt und lt dir sagen: Kann ich auch von dieser Krankheit 
genesen?
2KI 8:10 Elisa sprach zu ihm: Gehe hin und sage ihm: Du wirst genesen! 
Aber der HERR hat mir gezeigt, da er gewi sterben wird.
2KI 8:11 Und der Mann Gottes richtete sein Angesicht auf ihn und starrte 
ihn unverwandt an, bis er sich schmte; dann weinte er.
2KI 8:12 Da sprach Hasael: Warum weint mein Herr? Er sprach: Weil ich 
wei, was fr Unheil du den Kindern Israel antun wirst! Du wirst ihre 
festen Stdte mit Feuer verbrennen und ihre junge Mannschaft mit dem 
Schwert tten und ihre Kindlein zerschmettern und die Frauen aufschlitzen, 
die guter Hoffnung sind.
2KI 8:13 Hasael sprach: Was ist dein Knecht, der Hund, da er solch groe 
Dinge tun sollte? Elisa sprach: Der HERR hat mir gezeigt, da du Knig 
ber Syrien wirst!
2KI 8:14 Und er ging von Elisa weg und kam zu seinem Herrn; der sprach zu 
ihm: Was sagte dir Elisa? Er sprach: Er sagte mir, du werdest gewi 
genesen!
2KI 8:15 Am folgenden Tage aber nahm er die Decke und tauchte sie ins 
Wasser und breitete sie ber sein Angesicht, so da er starb. Und Hasael 
ward Knig an seiner Statt.
2KI 8:16 Im fnften Jahre Jorams, des Sohnes Ahabs, des Knigs von Israel, 
ward Jehoram, der Sohn Josaphats, Knig in Juda.
2KI 8:17 Zweiunddreiig Jahre alt war er, als er Knig ward, und regierte 
acht Jahre lang zu Jerusalem.
2KI 8:18 Und er wandelte auf dem Wege der Knige von Israel, wie das Haus 
Ahabs tat; denn die Tochter Ahabs war sein Weib, und er tat, was dem HERRN 
bel gefiel.
2KI 8:19 Aber der HERR wollte Juda nicht verderben, um seines Knechtes 
David willen, wie er ihm verheien hatte, ihm unter seinen Shnen eine 
Leuchte zu geben immerdar.
2KI 8:20 Zu seiner Zeit fielen die Edomiter von Juda ab und machten einen 
Knig ber sich.
2KI 8:21 Da zog Jehoram gen Zair und alle Wagen mit ihm; und er machte 
sich auf bei Nacht und schlug die Edomiter, die ihn und die Obersten ber 
die Wagen umzingelt hatten, so da das Volk in seine Htten floh.
2KI 8:22 Dennoch fielen die Edomiter von Juda ab bis auf diesen Tag. Auch 
Libna fiel zu jener Zeit ab.
2KI 8:23 Was aber mehr von Jehoram zu sagen ist, und alles, was er getan 
hat, ist das nicht geschrieben in der Chronik der Knige von Juda?
2KI 8:24 Und Jehoram legte sich zu seinen Vtern in der Stadt Davids; und 
Ahasia, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
2KI 8:25 Im elften Jahre Jorams, des Sohnes Ahabs, des Knigs von Israel, 
wurde Ahasia, der Sohn Jehorams, Knig in Juda.
2KI 8:26 Zweiundzwanzig Jahre alt war Ahasia, als er Knig ward, und 
regierte ein Jahr lang zu Jerusalem. Und seine Mutter hie Atalia, eine 
Tochter Omris, des Knigs von Israel.
2KI 8:27 Und er wandelte auf dem Wege des Hauses Ahabs und tat, was bse 
war in den Augen des HERRN, wie das Haus Ahabs; denn er war Tochtermann im 
Hause Ahabs.
2KI 8:28 Und er zog mit Joram, dem Sohne Ahabs, in den Krieg wider Hasael, 
den Knig von Syrien, nach Ramot in Gilead; aber die Syrer verwundeten 
Joram.
2KI 8:29 Da kehrte der Knig Joram zurck, um sich zu Jesreel heilen zu 
lassen von den Wunden, welche ihm die Syrer in Ramot geschlagen hatten, 
als er mit Hasael, dem Knig von Syrien, stritt. Und Ahasia, der Sohn 
Jehorams, der Knig in Juda, kam hinab, um Joram, den Sohn Ahabs, in 
Jesreel zu besuchen; denn er lag krank.
2KI 9:1 Elisa aber, der Prophet, rief einen der Prophetenshne und sprach 
zu ihm: Grte deine Lenden und nimm diese lflasche mit dir und gehe hin 
nach Ramot in Gilead.
2KI 9:2 Und wenn du dahin kommst, so schau, wo Jehu, der Sohn Josaphats, 
des Sohnes Nimsis, ist, und gehe hinein und heie ihn aufstehen aus der 
Mitte seiner Brder und fhre ihn in die innerste Kammer;
2KI 9:3 und nimm die lflasche und giee sie auf sein Haupt aus und 
sprich: So spricht der HERR: Ich habe dich zum Knig ber Israel gesalbt! 
Und du sollst die Tr ffnen und fliehen und nicht verweilen!
2KI 9:4 Also ging der Jngling, der Diener des Propheten, hin gen Ramot in 
Gilead.
2KI 9:5 Und als er hineinkam, siehe, da saen die Hauptleute des Heeres 
beisammen, und er sprach: Ein Wort habe ich an dich, o Hauptmann! Jehu 
sprach: An welchen von uns allen? Er sprach: An dich, o Hauptmann!
2KI 9:6 Da stand er auf und ging in das Haus hinein. Er aber go das l 
auf sein Haupt und sprach zu ihm: So spricht der HERR, der Gott Israels: 
Ich habe dich zum Knig gesalbt ber das Volk des HERRN, ber Israel!
2KI 9:7 Und du sollst das Haus Ahabs, deines Herrn, erschlagen; so will 
ich das Blut der Propheten, meiner Knechte, und das Blut aller Knechte des 
HERRN an Isebel rchen.
2KI 9:8 Ja, das ganze Haus Ahabs soll umkommen; und ich will von Ahab 
alles ausrotten, was mnnlich ist, Mndige und Unmndige in Israel.
2KI 9:9 Und ich will das Haus Ahabs machen wie das Haus Jerobeams, des 
Sohnes Nebats, und wie das Haus Baesas, des Sohnes Achijas.
2KI 9:10 Und die Hunde sollen Isebel fressen auf dem Acker zu Jesreel, und 
niemand soll sie begraben! Und er ffnete die Tr und floh.
2KI 9:11 Als nun Jehu zu den Knechten seines Herrn herausging, sprach man 
zu ihm: Bedeutet es Friede? Warum ist dieser Unsinnige zu dir gekommen? Er 
sprach zu ihnen: Ihr kennt doch den Mann und seine Rede?
2KI 9:12 Sie sprachen: Das ist nicht wahr; sage es uns doch! Er sprach: So 
und so hat er mit mir geredet und gesagt: So spricht der HERR: Ich habe 
dich zum Knig ber Israel gesalbt!
2KI 9:13 Da eilten sie und nahmen ein jeder sein Kleid und legten sie 
unter ihn auf die bloen Stufen; und sie stieen in die Posaune und 
riefen: Jehu ist Knig geworden!
2KI 9:14 Also machte Jehu, der Sohn Josaphats, des Sohnes Nimsis, eine 
Verschwrung wider Joram. Joram aber hatte mit ganz Israel zu Ramot in 
Gilead wider Hasael, den Knig von Syrien, Wache gehalten.
2KI 9:15 Aber der Knig Joram war wieder umgekehrt, um sich zu Jesreel 
heilen zu lassen von den Wunden, welche ihm die Syrer geschlagen hatten, 
als er mit Hasael, dem Knig von Syrien, stritt. Und Jehu sprach: Wenn es 
euch recht ist, so soll niemand aus der Stadt entfliehen, um hinzugehen 
und es in Jesreel zu berichten!
2KI 9:16 Und Jehu ritt nach Jesreel; denn Joram lag daselbst; auch war 
Ahasia, der Knig von Juda, herabgekommen, Joram zu besuchen.
2KI 9:17 Der Wchter aber, der auf dem Turm zu Jesreel stand, sah Jehus 
Schar kommen und sprach: Ich sehe eine Schar! Da sprach Joram: Nimm einen 
Reiter und sende ihnen den entgegen und frage: Bedeutet es Friede?
2KI 9:18 Und der Reiter ritt ihm entgegen und sprach: So spricht der 
Knig: Bedeutet es Friede? Jehu sprach: Was geht dich der Friede an? Wende 
dich, folge mir! Der Wchter verkndigte es und sprach: Der Bote ist zu 
ihnen gekommen und kehrt nicht zurck!
2KI 9:19 Da sandte er einen andern Reiter. Als der zu ihm kam, sprach er: 
So spricht der Knig: Bedeutet es Friede? Jehu sprach: Was geht dich der 
Friede an? Wende dich, folge mir!
2KI 9:20 Das verkndigte der Wchter und sprach: Der ist auch zu ihnen 
gekommen und kehrt nicht zurck; und es ist ein Jagen wie das Jagen Jehus, 
des Sohnes Nimsis, denn er jagt, als wre er rasend!
2KI 9:21 Da sprach Joram: Spanne an! Und man spannte seinen Wagen an, und 
sie zogen aus, Joram, der Knig von Israel, und Ahasia, der Knig von 
Juda, jeder auf seinem Wagen; sie fuhren Jehu entgegen, und sie trafen ihn 
auf dem Acker Nabots, des Jesreeliten.
2KI 9:22 Als nun Joram den Jehu sah, sprach er: Jehu, bedeutet das Friede? 
Er aber sprach: Was Friede, bei all der Buhlerei und Zauberei deiner 
Mutter Isebel?
2KI 9:23 Da wandte sich Joram zur Flucht und sprach zu Ahasia: Verrat, 
Ahasia!
2KI 9:24 Aber Jehu nahm den Bogen zur Hand und scho Joram zwischen die 
Schultern, so da der Pfeil durch sein Herz fuhr und er in seinen Wagen 
sank.
2KI 9:25 Und Jehu sprach zu Bidekar, seinem Wagenkmpfer: Nimm ihn und 
wirf ihn auf das Ackerfeld Nabots, des Jesreeliten; denn gedenke, wie wir, 
ich und du, nebeneinander hinter seinem Vater Ahab herritten, als der HERR 
diesen Ausspruch ber ihn tat:
2KI 9:26 Frwahr, das Blut Nabots und das Blut seiner Shne habe ich 
gestern gesehen, spricht der HERR; und ich werde es dir auf diesem Acker 
vergelten, spricht der HERR! So nimm ihn und wirf ihn auf den Acker, nach 
dem Worte des HERRN!
2KI 9:27 Als aber Ahasia, der Knig von Juda, solches sah, floh er dem 
Gartenhause zu. Jehu aber jagte ihm nach und sprach: Erschiet ihn auch! 
Da schossen sie ihn nieder auf seinem Wagen, beim Aufstieg nach Gur, das 
bei Jibleam liegt; und er floh gen Megiddo und starb daselbst.
2KI 9:28 Und seine Knechte lieen ihn nach Jerusalem fhren und begruben 
ihn in seinem Grabe mit seinen Vtern in der Stadt Davids.
2KI 9:29 Ahasia aber war Knig geworden ber Juda im elften Jahre Jorams, 
des Sohnes Ahabs.
2KI 9:30 Als nun Jehu nach Jesreel kam und Isebel solches hrte, schminkte 
sie ihr Angesicht und schmckte ihr Haupt und schaute zum Fenster hinaus.
2KI 9:31 Und als Jehu in das Tor kam, sprach sie: Ist es Simri wohl 
ergangen, der seinen Herrn ermordete?
2KI 9:32 Da schaute er zum Fenster empor und sprach: Wer hlt es mit mir? 
Wer? Da sahen zwei oder drei Kmmerer zu ihm hinab.
2KI 9:33 Er sprach: Strzet sie herab! Und sie strzten sie hinunter, da 
die Wnde und die Pferde mit ihrem Blut bespritzt wurden; und sie 
zertraten sie.
2KI 9:34 Und als er hineinkam und gegessen und getrunken hatte, sprach er: 
Sehet doch nach dieser Verfluchten und begrabet sie, denn sie ist eines 
Knigs Tochter!
2KI 9:35 Als sie aber hingingen, sie zu begraben, fanden sie nichts mehr 
von ihr als den Schdel, die Fe und die Handflchen;
2KI 9:36 und sie kamen wieder und sagten es ihm. Er aber sprach: Es 
erfllt sich, was der HERR durch seinen Knecht Elia, den Tisbiter, gesagt 
hat, als er sprach: Auf dem Acker Jesreels sollen die Hunde das Fleisch 
der Isebel fressen!
2KI 9:37 So wird der Leichnam Isebels sein wie Dnger auf dem Felde im 
Acker Jesreels, da man nicht sagen kann: Dies ist Isebel!
2KI 10:1 Ahab aber hatte siebzig Shne zu Samaria. Und Jehu schrieb Briefe 
und sandte sie nach Samaria an die Obersten von Israel, an die ltesten 
und Hofmeister Ahabs, die lauteten also:
2KI 10:2 Sobald dieser Brief zu euch kommt, die ihr ber eures Herrn 
Shne, Wagen, Pferde und ber feste Stdte und Rstungen verfgt, so sehet,
2KI 10:3 welcher der beste und rechtschaffenste unter den Shnen eures 
Herrn sei, und setzet ihn auf seines Vaters Thron und kmpfet fr das Haus 
eures Herrn!
2KI 10:4 Sie aber frchteten sich sehr und sprachen: Siehe, die zwei 
Knige konnten nicht vor ihm bestehen, wie wollen denn wir bestehen?
2KI 10:5 Und sie, die Vorgesetzten des Hauses und der Stadt, und die 
ltesten und Hofmeister sandten hin zu Jehu und lieen ihm sagen: Wir sind 
deine Knechte und wollen alles tun, was du uns sagst! Wir wollen niemand 
zum Knig machen; tue was dir gefllt!
2KI 10:6 Da schrieb er einen andern Brief an sie, der lautete also: Wollt 
ihr es mit mir halten und meiner Stimme gehorchen, so nehmet die Kpfe der 
Mnner, der Shne eures Herrn, und bringet sie morgen um diese Zeit zu mir 
gen Jesreel! Aber die Knigsshne, siebzig Mann, waren bei den Vornehmsten 
der Stadt, die sie auferzogen.
2KI 10:7 Als nun der Brief zu ihnen kam, nahmen sie die Knigsshne und 
tteten sie, siebzig Mann, und legten ihre Kpfe in Krbe und sandten sie 
zu ihm nach Jesreel.
2KI 10:8 Und als der Bote kam und es ihm berichtete und sprach: Sie haben 
die Kpfe der Knigsshne gebracht! da sprach er: Leget sie in zwei Haufen 
drauen vor das Tor bis zum Morgen!
2KI 10:9 Und am Morgen, als er hinausging, trat er hin und sprach zu allem 
Volk: Ihr seid gerecht! Siehe, ich habe wider meinen Herrn eine 
Verschwrung gemacht und ihn umgebracht. Wer aber hat diese alle 
erschlagen?
2KI 10:10 So erkennet nun, da kein Wort des HERRN auf die Erde gefallen 
ist, das der HERR wider das Haus Ahabs geredet hat, sondern der HERR hat 
getan, wie er durch seinen Knecht Elia geredet hat.
2KI 10:11 Also erschlug Jehu zu Jesreel alle brigen vom Hause Ahabs und 
seine Gewaltigen, seine Bekannten und seine vertrauten Rte, da ihm nicht 
einer brigblieb.
2KI 10:12 Darnach machte er sich auf und zog nach Samaria. Unterwegs aber 
war ein Hirtenhaus.
2KI 10:13 Da traf Jehu die Brder Ahasias, des Knigs von Juda, an und 
sprach: Wer seid ihr? Sie sprachen: Wir sind die Brder Ahasias und ziehen 
hinab, um die Shne des Knigs und die Shne der Gebieterin zu begren.
2KI 10:14 Er aber sprach: Greift sie lebendig! Und sie griffen sie 
lebendig und erstachen sie bei dem Brunnen am Hirtenhause, zweiundvierzig 
Mann; und er lie nicht einen von ihnen brig.
2KI 10:15 Und als er von dannen zog, fand er Jonadab, den Sohn Rechabs, 
der ihm entgegenkam; und er grte ihn und sprach zu ihm: Ist dein Herz 
aufrichtig, wie mein Herz mit deinem Herzen? Jonadab sprach: Ja! Wenn es 
so ist, so gib mir deine Hand! Und er gab ihm seine Hand.
2KI 10:16 Da lie er ihn zu sich auf den Wagen sitzen und sprach: Komm mit 
mir und siehe meinen Eifer fr den HERRN! Und er fhrte ihn auf seinem 
Wagen.
2KI 10:17 Und als er nach Samaria kam, erschlug er alles, was von Ahab in 
Samaria noch brig war, bis er ihn vertilgt hatte, gem dem Worte des 
HERRN, das er zu Elia geredet hatte.
2KI 10:18 Und Jehu versammelte alles Volk und sprach zu ihnen: Ahab hat 
dem Baal wenig gedient, Jehu will ihm besser dienen!
2KI 10:19 So beruft nun alle Propheten Baals, alle seine Knechte und alle 
seine Priester zu mir, da niemand fehle; denn ich habe dem Baal ein 
groes Opfer zu bringen. Wen man vermissen wird, der soll nicht leben! 
Aber Jehu tat es aus List, um die Diener Baals auszurotten.
2KI 10:20 Und Jehu sprach: Heiligt dem Baal ein Fest! Und sie lieen ein 
solches ausrufen.
2KI 10:21 Jehu sandte auch [Boten] in ganz Israel und lie alle Diener 
Baals kommen, also da niemand brigblieb, der nicht gekommen wre. Und 
sie kamen in das Haus Baals, so da das Haus Baals voll ward, von einem 
Ende bis zum andern.
2KI 10:22 Da sprach er zu dem, der ber das Kleiderhaus verordnet war: 
Bringe die Kleider aller Diener Baals heraus! Und er brachte ihre Kleider 
heraus.
2KI 10:23 Und Jehu ging mit Jonadab, dem Sohne Rechabs, in das Haus Baals 
und sprach zu den Dienern Baals: Forschet nach und sehet zu, da hier 
unter euch nicht jemand von den Dienern des HERRN sei, sondern 
ausschlielich Diener des Baal!
2KI 10:24 Und als sie hineinkamen, Opfer und Brandopfer darzubringen, 
bestellte Jehu drauen achtzig Mann und sprach: Wenn jemand einen von den 
Mnnern entrinnen lt, die ich in eure Hand gebe, so soll sein Leben fr 
dessen Leben haften!
2KI 10:25 Als man nun die Brandopfer vollendet hatte, sprach Jehu zu den 
Trabanten und Rittern: Geht hinein und erschlaget sie, da niemand 
davonkomme! Und sie erschlugen sie mit der Schrfe des Schwertes. Und die 
Trabanten und Ritter warfen sie weg und gingen in den Hinterraum des 
Baalstempels
2KI 10:26 und brachten die Bildsulen des Baalstempels heraus und 
verbrannten sie und rissen die Bildsule des Baal nieder.
2KI 10:27 Sie zerstrten auch den Baalstempel und machten Kloaken daraus, 
[die sind dort] bis auf diesen Tag.
2KI 10:28 Also vertilgte Jehu den Baal aus Israel.
2KI 10:29 Aber von den Snden Jerobeams, des Sohnes Nebats, wodurch er 
Israel zur Snde verfhrt hatte, lie Jehu nicht, nmlich von den goldenen 
Klbern zu Bethel und zu Dan.
2KI 10:30 Doch sprach der HERR zu Jehu: Weil du dich wohl gehalten und 
getan hast, was recht ist in meinen Augen, weil du am Hause Ahabs getan 
hast nach allem, was in meinem Herzen war, so sollen Nachkommen von dir 
bis in das vierte Glied auf dem Throne Israels sitzen!
2KI 10:31 Aber Jehu achtete nicht darauf, von ganzem Herzen nach dem 
Gesetze des HERRN, des Gottes Israels, zu wandeln; denn er wich nicht von 
den Snden Jerobeams, wodurch er Israel zur Snde verfhrt hatte.
2KI 10:32 Zu jener Zeit fing der HERR an, Israel zu schmlern; denn Hasael 
schlug sie an allen Grenzen Israels: stlich vom Jordan,
2KI 10:33 das ganze Land Gilead, die Gaditer, Rubeniter und Manassiter, 
von Aroer an, das am Bache Arnon liegt, Gilead und Basan.
2KI 10:34 Was aber mehr von Jehu zu sagen ist, und alles, was er getan 
hat, und alle seine Macht, ist das nicht geschrieben in der Chronik der 
Knige von Israel?
2KI 10:35 Und Jehu legte sich zu seinen Vtern; und sie begruben ihn zu 
Samaria. Und Joahas, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
2KI 10:36 Die Zeit aber, die Jehu ber Israel zu Samaria regiert hat, 
betrgt achtundzwanzig Jahre.
2KI 11:1 Als aber Atalia, die Mutter Ahasias, sah, da ihr Sohn tot war, 
machte sie sich auf und brachte allen kniglichen Samen um.
2KI 11:2 Joscheba aber, die Tochter des Knigs Joram, Ahasias Schwester, 
nahm Joas, den Sohn Ahasias, und stahl in weg aus der Mitte der 
Knigsshne, die gettet wurden, und tat ihn samt seiner Amme in eine 
Schlafkammer; und sie verbargen ihn vor Atalia, da er nicht gettet wurde.
2KI 11:3 Und er war mit ihr sechs Jahre lang verborgen im Hause des HERRN. 
Atalia aber war Knigin im Lande.
2KI 11:4 Aber im siebenten Jahre lie Jojada die Obersten ber die 
Hundertschaften der Karier und der Trabanten holen und zu sich in das Haus 
des HERRN kommen; und er machte mit ihnen einen Bund und nahm einen Eid 
von ihnen im Hause des HERRN
2KI 11:5 und zeigte ihnen den Sohn des Knigs und gebot ihnen und sprach: 
Das ist es, was ihr tun sollt: Der dritte Teil von euch, die ihr am Sabbat 
antretet, soll Wache halten im Hause des Knigs;
2KI 11:6 und ein Drittel am Tore Sur und ein Drittel am Tore hinter den 
Trabanten; und ihr sollt Wache halten beim Hause.
2KI 11:7 Und die zwei [andern] Teile von euch, alle, die am Sabbat 
abtreten, sollen im Hause des HERRN um den Knig Wache halten.
2KI 11:8 Und ihr sollt euch rings um den Knig scharen, ein jeglicher mit 
seinen Waffen in der Hand; wer aber in die Reihen eindringt, der soll 
gettet werden; und ihr sollt bei dem Knig sein, wenn er aus und eingeht.
2KI 11:9 Und die Obersten ber Hundert taten alles, wie ihnen der Priester 
Jojada geboten hatte; und sie nahmen zu sich ihre Mnner, die am Sabbat 
antraten, samt denen, die am Sabbat abtraten, und kamen zu Jojada, dem 
Priester.
2KI 11:10 Und der Priester gab den Obersten ber Hundert Speere und 
Schilde, welche dem Knig David gehrt hatten, und die im Hause des HERRN 
waren.
2KI 11:11 Und die Trabanten standen um den Knig her, ein jeglicher mit 
seinen Waffen in der Hand, von der rechten Seite des Hauses bis zur linken 
Seite des Hauses, bei dem Altar und bei dem Hause.
2KI 11:12 Und er fhrte den Sohn des Knigs heraus und setzte ihm die 
Krone auf und gab ihm das Zeugnis; und sie machten ihn zum Knig und 
salbten ihn und klatschten in die Hnde und sprachen: Es lebe der Knig!
2KI 11:13 Als aber Atalia das Geschrei der Trabanten und des Volkes hrte, 
kam sie zum Volk in das Haus des HERRN.
2KI 11:14 Und sie sah zu, und siehe, da stand der Knig an der Sule, wie 
es Sitte war, und die Obersten und Trabanten bei dem Knig; und alles Volk 
des Landes war frhlich und stie in die Trompeten. Atalia aber zerri 
ihre Kleider und schrie: Verschwrung! Verschwrung!
2KI 11:15 Aber Jojada, der Priester, gebot den Obersten ber Hundert, die 
ber das Heer gesetzt waren, und sprach: Fhrt sie hinaus, zwischen den 
Reihen hindurch, und wer ihr folgt, der soll durch das Schwert sterben! 
Denn der Priester sprach: Sie soll nicht im Hause des HERRN gettet werden!
2KI 11:16 Da legte man Hand an sie. Und sie ging durch den Eingang fr die 
Pferde zum Hause des Knigs und ward daselbst gettet.
2KI 11:17 Da machte Jojada einen Bund zwischen dem HERRN und dem Knig und 
dem Volk, da sie das Volk des HERRN sein sollten; ebenso zwischen dem 
Knig und dem Volk.
2KI 11:18 Da ging alles Volk des Landes in den Baalstempel und zerstrte 
ihn, seine Altre und Bilder zerbrachen sie in Stcke; und Mattan, den 
Baalspriester, tteten sie vor den Altren.
2KI 11:19 Der Priester aber bestellte Wachen ber das Haus des HERRN. Und 
er nahm die Obersten ber Hundert, und die Leibwache und die Trabanten und 
alles Volk des Landes, und sie fhrten den Knig hinab vom Hause des HERRN 
und kamen durch das Tor der Trabanten zum Hause des Knigs; und er setzte 
sich auf den Thron der Knige.
2KI 11:20 Und alles Volk im Lande ward frhlich, und die Stadt blieb 
stille. Atalia aber hatten sie mit dem Schwerte gettet beim Hause des 
Knigs.
2KI 11:21 (011-20b) Joas war sieben Jahre alt, als er Knig ward.
2KI 12:1 Im siebenten Jahre Jehus ward Joas Knig und regierte vierzig 
Jahre lang zu Jerusalem. Seine Mutter hie Zibia, von Beerseba.
2KI 12:2 Und Joas tat, was recht war in den Augen des HERRN, solange ihn 
der Priester Jojada unterwies.
2KI 12:3 Doch kamen die Hhen nicht weg; denn das Volk opferte und 
rucherte noch auf den Hhen.
2KI 12:4 Und Joas sprach zu den Priestern: Alles geheiligte Geld, welches 
in das Haus des HERRN gebracht wird, das Geld, welches gelegentlich 
eingeht, wie das, was jeder nach seiner Schatzung gibt, auch alles Geld, 
das jemand freiwillig ins Haus des HERRN bringt,
2KI 12:5 das sollen die Priester zu sich nehmen, ein jeder von seinem 
Bekannten; davon sollen sie ausbessern, was am Hause baufllig ist; alles, 
was baufllig erfunden wird, sollen sie ausbessern.
2KI 12:6 Als aber die Priester im dreiundzwanzigsten Jahre des Knigs Joas 
nicht ausgebessert hatten, was am Hause baufllig war,
2KI 12:7 berief der Knig den Priester Jojada und die brigen Priester und 
sprach zu ihnen: Warum bessert ihr nicht aus, was am Hause baufllig ist? 
So sollt ihr nun das Geld nicht mehr nehmen von euren Bekannten, sondern 
sollt es fr die Ausbesserung des Hauses geben!
2KI 12:8 Und die Priester waren damit einverstanden, von dem Volk kein 
Geld mehr zu nehmen und auch fr die Ausbesserung des Hauses nicht mehr zu 
sorgen.
2KI 12:9 Da nahm Jojada, der Priester, eine Lade und bohrte ein Loch in 
deren Deckel und stellte sie zur rechten Hand neben den Altar, da man in 
das Haus des HERRN geht. Und die Priester, welche die Schwelle hteten, 
taten alles Geld, das zum Hause des HERRN gebracht ward, dahinein.
2KI 12:10 Wenn sie dann sahen, da viel Geld in der Lade war, kamen des 
Knigs Schreiber und der Hohepriester herauf und banden das Geld zusammen 
und zhlten, was im Hause des HERRN gefunden ward.
2KI 12:11 Und man gab das abgewogene Geld denen, die die Arbeit 
verrichteten, die ber das Haus des HERRN bestellt waren; die zahlten es 
an die Zimmerleute und Bauleute, welche am Hause des HERRN arbeiteten,
2KI 12:12 an die Maurer und Steinmetzen, und um Holz und behauene Steine 
zu kaufen, damit auszubessern, was am Hause des HERRN baufllig war, und 
fr alle brigen Ausgaben zur Ausbesserung des Hauses.
2KI 12:13 Doch lie man fr das Haus des HERRN keine silbernen Schalen, 
Messer, Becken, Trompeten, noch irgend ein goldenes oder silbernes Gert 
von dem Gelde machen, welches in das Haus des HERRN gebracht worden war,
2KI 12:14 sondern man gab es den Arbeitern, da sie damit die Schden am 
Hause des HERRN ausbesserten.
2KI 12:15 Sie rechneten auch nicht ab mit den Mnnern, denen man das Geld 
einhndigte, um es den Arbeitern zu geben, sondern sie handelten mit 
Redlichkeit.
2KI 12:16 Das Geld von Schuldopfern aber und das Geld von Sndopfern wurde 
nicht in das Haus des HERRN gebracht, denn es gehrte den Priestern.
2KI 12:17 Zu der Zeit zog Hasael, der Knig von Syrien, hinauf und stritt 
wider Gat und eroberte es. Und als Hasael Miene machte, wider Jerusalem 
hinaufzuziehen,
2KI 12:18 nahm Joas, der Knig von Juda, alles, was geheiligt war, was 
seine Vter Josaphat, Joram und Ahasia, die Knige von Juda, geheiligt 
hatten, und was er selbst geheiligt hatte, dazu alles Gold, das man in den 
Schtzen im Hause des HERRN vorfand, und sandte es Hasael, dem Knig von 
Syrien. Da zog er ab von Jerusalem.
2KI 12:19 Was aber mehr von Joas zu sagen ist, und alles, was er getan 
hat, ist das nicht geschrieben in der Chronik der Knige von Juda?
2KI 12:20 Und seine Knechte erhoben sich und machten eine Verschwrung und 
erschlugen Joas im Hause Millo, da man gegen Silla hinabgeht.
2KI 12:21 Denn Josachar, der Sohn Simeas, und Josabad, der Sohn Somers, 
seine Knechte, erschlugen ihn, und er starb; und man begrub ihn mit seinen 
Vtern in der Stadt Davids; und Amazia, sein Sohn, ward Knig an seiner 
Statt.
2KI 13:1 Im dreiundzwanzigsten Jahre des Joas, des Sohnes Ahasias, des 
Knigs von Juda, ward Joahas, der Sohn Jehus, Knig ber Israel zu 
Samaria, [und regierte] siebzehn Jahre lang.
2KI 13:2 Er tat, was bse war in den Augen des HERRN, und wandelte in den 
Snden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Snde verfhrt hatte, 
und lie nicht davon.
2KI 13:3 Deswegen ergrimmte der Zorn des HERRN ber Israel, und er gab sie 
in die Hand Hasaels, des Knigs von Syrien, und in die Hand Benhadads, des 
Sohnes Hasaels, ihr Leben lang.
2KI 13:4 Aber Joahas besnftigte das Angesicht des HERRN, und der HERR 
erhrte ihn; denn er sah die Bedrngnis Israels, wie der Knig von Syrien 
sie bedrngte.
2KI 13:5 Und der HERR gab Israel einen Helfer, und sie kamen aus der 
Gewalt der Syrer, und die Kinder Israel wohnten in ihren Htten wie zuvor.
2KI 13:6 Doch lieen sie nicht von den Snden, zu denen das Haus Jerobeams 
Israel verfhrt hatte, sondern wandelten darin. Auch blieb die Aschera in 
Samaria stehen.
2KI 13:7 Von dem Kriegsvolke lie [der HERR] dem Joahas nicht mehr brig 
als fnfzig Reiter, zehn Wagen und zehntausend Mann Fuvolk; denn der 
Knig von Syrien hatte sie vertilgt und sie gemacht wie Staub beim 
Dreschen.
2KI 13:8 Was aber mehr von Joahas zu sagen ist, und alles, was er getan 
hat, und seine Macht, ist das nicht geschrieben in der Chronik der Knige 
von Israel?
2KI 13:9 Und Joahas entschlief mit seinen Vtern, und man begrub ihn zu 
Samaria, und Joas, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
2KI 13:10 Im siebenunddreiigsten Jahre des Knigs Joas von Juda ward 
Joas, der Sohn des Joahas, Knig ber Israel zu Samaria, [und regierte] 
sechzehn Jahre lang.
2KI 13:11 Und er tat, was bse war in den Augen des HERRN, und lie nicht 
ab von allen Snden, zu denen Jerobeam, der Sohn Nebats, Israel verfhrt 
hatte, sondern wandelte darin.
2KI 13:12 Was aber mehr von Joas zu sagen ist und was er getan hat, und 
seine Macht, wie er mit Amazia, dem Knig von Juda, gestritten, ist das 
nicht geschrieben in der Chronik der Knige von Israel?
2KI 13:13 Und Joas legte sich zu seinen Vtern, und Jerobeam setzte sich 
auf seinen Thron. Und Joas ward zu Samaria bei den Knigen von Israel 
begraben.
2KI 13:14 Elisa aber ward von der Krankheit befallen, an der er sterben 
sollte. Und Joas, der Knig von Israel, kam zu ihm hinab, weinte vor ihm 
und sprach: O mein Vater, mein Vater! Wagen Israels und seine Reiter!
2KI 13:15 Elisa aber sprach zu ihm: Nimm den Bogen und die Pfeile! Und als 
er den Bogen und die Pfeile nahm,
2KI 13:16 sprach Elisa zum Knig von Israel: Spanne mit deiner Hand den 
Bogen! Und er spannte ihn mit seiner Hand. Und Elisa legte seine Hnde auf 
die Hnde des Knigs und sprach:
2KI 13:17 Tue das Fenster auf gegen Morgen! Und er tat es auf. Und Elisa 
sprach: Schiee! Und er scho. Er aber sprach: Ein Pfeil des Heils vom 
HERRN, ein Pfeil des Heils wider die Syrer! Du wirst die Syrer schlagen zu 
Aphek, bis sie aufgerieben sind!
2KI 13:18 Und er sprach: Nimm die Pfeile! Und als er sie nahm, sprach er 
zum Knig von Israel: Schlage auf die Erde! Da schlug er dreimal und hielt 
inne.
2KI 13:19 Da ward der Mann Gottes zornig ber ihn und sprach: Httest du 
fnf oder sechsmal geschlagen, so wrdest du die Syrer bis zur Vernichtung 
geschlagen haben; nun aber wirst du die Syrer nur dreimal schlagen!
2KI 13:20 Und Elisa starb und ward begraben. Im folgenden Jahre fielen die 
Streifscharen der Moabiter ins Land.
2KI 13:21 Und es begab sich, als man einen Mann begrub, sahen sie 
pltzlich die Streifschar [kommen]; da warfen sie den Mann in Elisas Grab. 
Und sobald der Mann die Gebeine Elisas berhrte, ward er lebendig und 
stand auf seine Fe.
2KI 13:22 Hasael aber, der Knig von Syrien, bedrngte Israel, solange 
Joahas lebte.
2KI 13:23 Aber der HERR war ihnen gndig und erbarmte sich ihrer und 
wandte sich zu ihnen um seines Bundes willen mit Abraham, Isaak und Jakob; 
er wollte sie nicht verderben und hatte sie bis dahin noch nicht von 
seinem Angesichte verworfen.
2KI 13:24 Und Hasael, der Knig von Syrien, starb, und sein Sohn Benhadad 
ward Knig an seiner Statt.
2KI 13:25 Joas aber, der Sohn des Joahas, entri der Hand Benhadads, des 
Sohnes Hasaels, die Stdte wieder, die dieser im Krieg aus der Hand seines 
Vaters Joahas genommen hatte; dreimal schlug ihn Joas und eroberte die 
Stdte Israels zurck.
2KI 14:1 Im zweiten Jahre des Joas, des Sohnes Joahas, des Knigs von 
Israel, ward Amazia Knig, der Sohn des Knigs Joas von Juda.
2KI 14:2 Mit fnfundzwanzig Jahren ward er Knig und regierte 
neunundzwanzig Jahre lang zu Jerusalem.
2KI 14:3 Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, doch nicht wie sein Vater 
David, sondern ganz so, wie sein Vater Joas getan hatte.
2KI 14:4 Nur die Hhen kamen nicht weg, sondern das Volk opferte und 
rucherte noch auf den Hhen.
2KI 14:5 Sobald er nun die Herrschaft fest in Hnden hatte, erschlug er 
seine Knechte, die seinen kniglichen Vater erschlagen hatten.
2KI 14:6 Aber die Shne der Mrder ttete er nicht, wie denn im Gesetzbuch 
Moses geschrieben steht, wo der HERR geboten und gesagt hat: Die Vter 
sollen nicht um der Shne willen sterben, und die Shne sollen nicht um 
der Vter willen gettet werden; sondern ein jeder soll um seiner Snde 
willen sterben.
2KI 14:7 Er schlug auch die Edomiter im Salztal, zehntausend [Mann] und 
gewann Sela im Kampfe und hie die [Stadt] Jokteel, wie sie heute noch 
heit.
2KI 14:8 Darnach sandte Amazia Boten zu dem Knig Joas von Israel, dem 
Sohne des Joahas, des Sohnes Jehus, und lie ihm sagen: Komm her, wir 
wollen uns ins Angesicht sehen!
2KI 14:9 Aber Joas, der Knig von Israel, sandte zu Amazia, dem Knig von 
Juda, und lie ihm sagen: Der Dornstrauch am Libanon sandte zur Zeder am 
Libanon und lie ihr sagen: Gib deine Tochter meinem Sohn zum Weibe! Aber 
das Wild auf dem Libanon lief ber den Dornstrauch und zertrat ihn.
2KI 14:10 Du hast die Edomiter gnzlich geschlagen; dessen erhebt sich 
dein Herz. Trage Sorge zu deinem Ruhm und bleibe daheim! Warum willst du 
dich ins Unglck strzen, da du fallest und Juda mit dir?
2KI 14:11 Aber Amazia wollte nicht hren. Da zog Joas, der Knig von 
Israel, herauf, und sie schauten sich ins Angesicht, er und Amazia, der 
Knig von Juda, zu Beth-Semes, das in Juda liegt.
2KI 14:12 Aber Juda ward vor Israel geschlagen, so da ein jeder in seine 
Htte floh.
2KI 14:13 Und Joas, der Knig von Israel, nahm Amazia, den Knig von Juda, 
den Sohn des Joas, des Sohnes Ahasias, zu Beth-Semes gefangen und kam gen 
Jerusalem und ri die Stadtmauern ein, vom Tor Ephraim an bis an das 
Ecktor, vierhundert Ellen [Lnge].
2KI 14:14 Und er nahm alles Gold und Silber und alle Gerte, welche im 
Hause des HERRN und in den Schtzen des kniglichen Hauses gefunden 
wurden, dazu Geiseln und kehrte wieder nach Samaria zurck.
2KI 14:15 Was aber mehr von Joas zu sagen ist, was er getan, und seine 
Macht, und wie er mit Amazia, dem Knig von Juda, gestritten hat, ist das 
nicht geschrieben in der Chronik der Knige von Israel?
2KI 14:16 Und Joas legte sich zu seinen Vtern und ward zu Samaria bei den 
Knigen von Israel begraben. Und Jerobeam, sein Sohn, ward Knig an seiner 
Statt.
2KI 14:17 Amazia aber, der Sohn des Joas, der Knig von Juda, lebte nach 
dem Tode des Knigs Joas von Israel, des Sohnes des Joahas, noch fnfzehn 
Jahre lang.
2KI 14:18 Was aber Amazias weitere Geschichte betrifft, ist die nicht 
geschrieben in der Chronik der Knige von Juda?
2KI 14:19 Und sie machten eine Verschwrung wider ihn zu Jerusalem. Er 
aber floh gen Lachis. Da sandten sie ihm nach gen Lachis und tteten ihn 
daselbst
2KI 14:20 und brachten ihn auf Pferden, und er ward begraben in Jerusalem 
bei seinen Vtern in der Stadt Davids.
2KI 14:21 Und das ganze Volk Juda nahm Asaria in seinem sechzehnten 
Lebensjahre und machten ihn zum Knig an Stelle seines Vaters Amazia.
2KI 14:22 Er baute Elat und brachte es wieder an Juda, nachdem der Knig 
sich zu seinen Vtern gelegt hatte.
2KI 14:23 Im fnfzehnten Jahre Amazias, des Sohnes des Joas, des Knigs 
von Juda, ward Jerobeam, der Sohn des Joas, Knig ber Israel zu Samaria, 
[und regierte] einundvierzig Jahre lang.
2KI 14:24 Er tat aber, was dem HERRN bel gefiel, und lie nicht ab von 
allen Snden Jerobeams, des Sohnes Nebats, der Israel zur Snde verfhrt 
hatte.
2KI 14:25 Dieser eroberte das Gebiet Israels zurck, von Chamat an bis an 
das Meer der Ebene, nach dem Worte des HERRN, des Gottes Israels, das er 
geredet hatte durch seinen Knecht Jona, den Sohn Amitais, den Propheten 
von Gat-Hepher.
2KI 14:26 Denn der HERR sah das so bittere Elend Israels, da Mndige und 
Unmndige dahin waren und es keinen Helfer fr Israel gab.
2KI 14:27 Und der HERR hatte nicht gesagt, da er den Namen Israels unter 
dem Himmel austilgen wolle; deswegen half er ihnen durch Jerobeam, den 
Sohn des Joas.
2KI 14:28 Was aber mehr von Jerobeam zu sagen ist, und alles, was er 
getan, und seine Macht, wie er gestritten und wie er Damaskus und Chamat, 
die zu Juda gehrt hatten, an Israel zurckgebracht hat, ist das nicht 
geschrieben in der Chronik der Knige von Israel?
2KI 14:29 Und Jerobeam legte sich zu seinen Vtern, den Knigen von 
Israel. Und Sacharia, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
2KI 15:1 Im siebenundzwanzigsten Jahre Jerobeams, des Knigs von Israel, 
ward Asaria Knig, der Sohn Amazias, des Knigs in Juda.
2KI 15:2 Mit sechzehn Jahren ward er Knig und regierte zweiundfnfzig 
Jahre lang zu Jerusalem.
2KI 15:3 Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, ganz wie sein Vater Amazia 
getan hatte;
2KI 15:4 nur da die Hhen nicht wegkamen; denn das Volk opferte und 
rucherte noch auf den Hhen.
2KI 15:5 Der HERR aber plagte den Knig, so da er ausstzig ward bis an 
den Tag seines Todes, und er wohnte in einem abgesonderten Hause. Jotam 
aber, der Sohn des Knigs, regierte den Palast und richtete das Volk des 
Landes.
2KI 15:6 Was aber mehr von Asaria zu sagen ist, und alles, was er getan 
hat, ist das nicht geschrieben in der Chronik der Knige von Juda?
2KI 15:7 Und Asaria legte sich zu seinen Vtern, und man begrub ihn bei 
seinen Vtern in der Stadt Davids, und Jotam, sein Sohn, ward Knig an 
seiner Statt.
2KI 15:8 Im achtunddreiigsten Jahre Asarias, des Knigs von Juda, ward 
Sacharia, der Sohn Jerobeams, Knig ber Israel zu Samaria, [und regierte] 
sechs Monate lang.
2KI 15:9 Der tat, was dem HERRN bel gefiel, wie seine Vter getan hatten; 
er lie nicht ab von den Snden, zu denen Jerobeam, der Sohn Nebats, 
Israel verfhrt hatte.
2KI 15:10 Und Sallum, der Sohn des Jabes, machte eine Verschwrung wider 
ihn und schlug ihn vor dem Volk und ttete ihn und ward Knig an seiner 
Statt.
2KI 15:11 Was aber mehr von Sacharia zu sagen ist, siehe, das ist 
geschrieben in der Chronik der Knige von Israel.
2KI 15:12 So erfllte sich das Wort, das der HERR zu Jehu gesagt hatte, 
als er sprach: Es sollen Nachkommen von dir bis in das vierte Glied auf 
dem Throne Israels sitzen! Es geschah also.
2KI 15:13 Sallum aber, der Sohn des Jabes, ward Knig im 
neununddreiigsten Jahre Ussijas, des Knigs von Juda, und regierte einen 
Monat lang zu Samaria.
2KI 15:14 Da zog Menachem, der Sohn Gadis, von Tirza herauf und kam nach 
Samaria und schlug Sallum, den Sohn des Jabes, zu Samaria und ttete ihn; 
und er ward Knig an seiner Statt.
2KI 15:15 Was aber mehr von Sallum zu sagen ist und von seiner 
Verschwrung, die er gemacht hat, siehe, das ist geschrieben in der 
Chronik der Knige von Israel.
2KI 15:16 Dazumal schlug Menachem [die Stadt] Tiphsach und alle, die darin 
waren, und ihr Gebiet von Tirza an; weil sie ihn nicht einlassen wollten, 
darum schlug er sie und lie alle aufschneiden, die guter Hoffnung waren.
2KI 15:17 Im neununddreiigsten Jahre Asarias, des Knigs von Juda, ward 
Menachem, der Sohn Gadis, Knig ber Israel zu Samaria, [und regierte] 
zehn Jahre lang.
2KI 15:18 Und er tat, was bse war in den Augen des HERRN; er lie sein 
Leben lang nicht von den Snden, zu denen Jerobeam, der Sohn Nebats, 
Israel verfhrt hatte.
2KI 15:19 Und Phul, der Knig von Assyrien, kam in das Land. Und Menachem 
gab Phul tausend Talente Silber, damit er zu ihm halte und ihm das 
Knigreich besttige.
2KI 15:20 Und Menachem erhob das Geld von Israel, von allen begterten 
Leuten, fnfzig Schekel Silber von jedem Mann, um es dem Knig von 
Assyrien zu geben. Also zog der Knig von Assyrien wieder heim und blieb 
nicht dort im Lande.
2KI 15:21 Was aber mehr von Menachem zu sagen ist, und alles, was er getan 
hat, ist das nicht geschrieben in der Chronik der Knige von Israel?
2KI 15:22 Und Menachem legte sich zu seinen Vtern. Und Pekachja, sein 
Sohn, ward Knig an seiner Statt.
2KI 15:23 Im fnfzigsten Jahre Asarias, des Knigs von Juda, ward 
Pekachja, der Sohn Menachems, Knig ber Israel zu Samaria, [und regierte] 
zwei Jahre lang.
2KI 15:24 Und er tat, was dem HERRN bel gefiel; er lie nicht ab von den 
Snden, zu denen Jerobeam, der Sohn Nebats, Israel verfhrt hatte.
2KI 15:25 Pekach aber, der Sohn Remaljas, sein Hauptmann, machte eine 
Verschwrung wider ihn und erschlug ihn zu Samaria, in der Burg des 
kniglichen Hauses, ebenso Argob und Arje. Mit ihm aber waren fnfzig Mann 
von den Shnen der Gileaditer. Und er ttete ihn und ward Knig an seiner 
Statt.
2KI 15:26 Was aber mehr von Pekachja zu sagen ist, und alles, was er getan 
hat, siehe, das ist aufgezeichnet in der Chronik der Knige von Israel.
2KI 15:27 Im zweiundfnfzigsten Jahre Asarias, des Knigs von Juda, ward 
Pekach, der Sohn Remaljas, Knig ber Israel zu Samaria, [und regierte] 
zwanzig Jahre lang.
2KI 15:28 Und er tat, was dem HERRN bel gefiel. Er lie nicht ab von den 
Snden, zu denen Jerobeam, der Sohn Nebats, Israel verfhrt hatte.
2KI 15:29 Zu den Zeiten Pekachs, des Knigs von Israel, kam Tiglat-
Pileser, der Knig von Assyrien, und nahm Ijon, Abel-Beth-Maacha, Janoach, 
Kedesch, Hazor, Gilead, Galila und das ganze Land Naphtali ein und fhrte 
die Bewohner gefangen nach Assyrien.
2KI 15:30 Und Hosea, der Sohn Elas, machte eine Verschwrung wider Pekach, 
den Sohn Remaljas, schlug ihn tot und ward Knig an seiner Statt im 
zwanzigsten Jahre Jotams, des Sohnes Ussijas.
2KI 15:31 Was aber mehr von Pekach zu sagen ist, und alles, was er getan 
hat, siehe, das ist geschrieben in der Chronik der Knige von Israel.
2KI 15:32 Im zweiten Jahre Pekachs, des Sohnes Remaljas, des Knigs von 
Israel, ward Jotam Knig, der Sohn Ussijas, des Knigs von Juda.
2KI 15:33 Fnfundzwanzig Jahre alt war er, als er Knig ward, und regierte 
sechzehn Jahre lang zu Jerusalem. Seine Mutter hie Jerusa, eine Tochter 
Zadoks.
2KI 15:34 Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN; ganz wie sein 
Vater Ussija getan hatte, so tat auch er.
2KI 15:35 Nur da die Hhen nicht wegkamen; denn das Volk opferte und 
rucherte noch auf den Hhen. Er baute das obere Tor am Hause des HERRN.
2KI 15:36 Was aber mehr von Jotam zu sagen ist, und alles, was er getan 
hat, ist das nicht geschrieben in der Chronik der Knige von Juda?
2KI 15:37 Zu derselben Zeit fing der HERR an, Rezin, den Knig von Syrien, 
und Pekach, den Sohn Remaljas, wider Juda zu senden.
2KI 15:38 Und Jotam legte sich zu seinen Vtern und ward begraben bei 
seinen Vtern in der Stadt seines Vaters David. (015-39) Und Ahas, sein 
Sohn, ward Knig an seiner Statt.
2KI 16:1 Im siebzehnten Jahre Pekachs, des Sohnes Remaljas, ward Ahas 
Knig, der Sohn Jotams, des Knigs in Juda.
2KI 16:2 Zwanzig Jahre alt war Ahas, als er Knig ward, und regierte 
sechzehn Jahre lang zu Jerusalem und tat nicht, was dem HERRN, seinem 
Gott, wohlgefiel, wie sein Vater David.
2KI 16:3 Denn er wandelte auf dem Wege der Knige von Israel; dazu lie er 
seinen Sohn durchs Feuer gehen nach den Greueln der Heiden, die der HERR 
vor den Kindern Israel vertrieben hatte.
2KI 16:4 Und er opferte und rucherte auf den Hhen und auf den Hgeln und 
unter allen grnen Bumen.
2KI 16:5 Da zogen Rezin, der Knig von Syrien, und Pekach, der Sohn 
Remaljas, der Knig von Israel, zum Kampfe herauf wider Jerusalem und 
belagerten Ahas, konnten [die Stadt] aber nicht erstrmen.
2KI 16:6 Zu jener Zeit brachte Rezin, der Knig von Syrien, Elat wieder an 
Edom; denn er vertrieb die Juden aus Elat; und Syrer kamen gen Elat und 
wohnten darin bis auf diesen Tag.
2KI 16:7 Ahas aber sandte Boten zu Tiglat-Pileser, dem Knig von Assyrien, 
und lie ihm sagen: Ich bin dein Knecht und dein Sohn; komm herauf und 
errette mich aus der Hand des Knigs von Syrien und aus der Hand des 
Knigs von Israel, die sich wider mich aufgemacht haben!
2KI 16:8 Und Ahas nahm das Silber und das Gold, das sich im Hause des 
HERRN und in den Schtzen des kniglichen Hauses vorfand, und sandte es 
dem Knig von Assyrien zum Geschenk.
2KI 16:9 Und der Knig von Assyrien willfahrte ihm. Und der Knig von 
Assyrien zog herauf gen Damaskus und nahm es ein und fhrte die Leute 
gefangen nach Kir und ttete Rezin.
2KI 16:10 Da zog der Knig Ahas Tiglat-Pileser, dem Knig von Assyrien, 
entgegen nach Damaskus. Und als er den Altar sah, der zu Damaskus war, 
sandte der Knig Ahas das Modell des Altars und eine genaue Abbildung, wie 
er gemacht war, dem Priester Urija.
2KI 16:11 Und der Priester Urija baute den Altar genau so, wie der Knig 
Ahas von Damaskus aus befohlen hatte; so verfertigte ihn der Priester 
Urija, ehe der Knig Ahas von Damaskus kam.
2KI 16:12 Und als der Knig von Damaskus kam und den Altar sah, trat er 
zum Altar und opferte darauf
2KI 16:13 und zndete darauf sein Brandopfer und sein Speisopfer an und 
go sein Trankopfer darauf und lie das Blut der Dankopfer, die er 
darbrachte, auf den Altar sprengen.
2KI 16:14 Aber den ehernen Altar, der vor dem HERRN stand, rckte er von 
der Vorderseite des Hauses weg aus dem Zwischenraum zwischen dem [neuen] 
Altar und dem Hause des HERRN und stellte ihn nrdlich vom Altar auf.
2KI 16:15 Und der Knig Ahas gebot dem Priester Urija und sprach: Auf dem 
groen Altar sollst du das Brandopfer anznden am Morgen und das 
Speisopfer am Abend und das Brandopfer des Knigs und sein Speisopfer, 
auch das Brandopfer aller Leute im Lande samt ihrem Speisopfer und ihren 
Trankopfern; und alles Blut des Brandopfers und alles andere Opferblut 
sollst du daraufsprengen; wegen des ehernen Altars aber will ich mich noch 
bedenken.
2KI 16:16 Und der Priester Urija machte alles genau, wie ihm der Knig 
Ahas befahl.
2KI 16:17 Der Knig Ahas lie auch die Seitenfelder an den Stndern 
herausbrechen und den Kessel oben hinwegtun; und das Meer nahm er von den 
ehernen Rindern, die darunter waren, herab und setzte es auf ein 
steinernes Pflaster.
2KI 16:18 Auch die Sabbathalle, die man am Hause gebaut hatte, und den 
uern Eingang des Knigs verlegte er am Hause des HERRN wegen des Knigs 
von Assyrien.
2KI 16:19 Was aber mehr von Ahas zu sagen ist, was er getan hat, ist das 
nicht geschrieben in der Chronik der Knige von Juda?
2KI 16:20 Und Ahas legte sich zu seinen Vtern und ward begraben bei 
seinen Vtern in der Stadt Davids. Und Hiskia, sein Sohn, ward Knig an 
seiner Statt.
2KI 17:1 Im zwlften Jahre Ahas, des Knigs von Juda, ward Hosea, der Sohn 
Elas, Knig ber Israel zu Samaria, [und regierte] neun Jahre lang;
2KI 17:2 und er tat, was dem HERRN bel gefiel, doch nicht wie die Knige 
von Israel, die vor ihm gewesen.
2KI 17:3 Wider denselben zog Salmanassar, der Knig von Assyrien, herauf; 
und Hosea ward ihm untertan und zahlte ihm Tribut.
2KI 17:4 Als aber der Knig von Assyrien erfuhr, da Hosea eine 
Verschwrung gemacht und Boten zu So, dem Knig von gypten, gesandt und 
dem Knig von Assyrien nicht wie alle Jahre Tribut gezahlt hatte, 
verhaftete er ihn und legte ihn gebunden ins Gefngnis.
2KI 17:5 Und der Knig von Assyrien durchzog das ganze Land und kam vor 
Samaria und belagerte es drei Jahre lang.
2KI 17:6 Im neunten Jahre Hoseas eroberte der Knig von Assyrien Samaria 
und fhrte Israel gefangen nach Assyrien und siedelte sie in Chalach und 
Chabor, am Flusse Gosan, und in den Stdten der Meder an.
2KI 17:7 Solches geschah darum, weil die Kinder Israel gesndigt hatten 
wider den HERRN, ihren Gott, der sie aus gyptenland, aus der Hand des 
Pharao, des Knigs von gypten, gefhrt hatte, und weil sie andere Gtter 
frchteten
2KI 17:8 und nach den Satzungen der Heiden wandelten, welche der HERR vor 
den Kindern Israel vertrieben hatte, und nach [den Satzungen] der Knige 
von Israel, welche diese gemacht hatten.
2KI 17:9 So hatten die Kinder Israel wider den HERRN, ihren Gott, heimlich 
Dinge getrieben, die nicht recht waren: sie bauten sich Hhen an allen 
ihren Wohnorten, von den Wachttrmen bis zu den festen Stdten,
2KI 17:10 errichteten sich Sulen und Ascheren auf allen hohen Hgeln und 
unter allen grnen Bumen,
2KI 17:11 rucherten auf allen Hhen wie die Heiden, welche der HERR vor 
ihnen vertrieben hatte, und trieben bse Dinge und erzrnten damit den 
HERRN,
2KI 17:12 und sie dienten den Gtzen, wovon der HERR ihnen gesagt hatte: 
Ihr sollt solches nicht tun!
2KI 17:13 Ja, wenn der HERR gegen Israel und Juda durch alle Propheten und 
alle Seher zeugte, indem er ihnen sagen lie: Wendet euch ab von euren 
bsen Wegen und haltet meine Gebote und meine Satzungen nach all dem 
Gesetz, das ich euren Vtern geboten habe und das ich durch meine Knechte, 
die Propheten, zu euch gesandt habe,
2KI 17:14 so gehorchten sie nicht, sondern machten ihren Nacken hart, 
gleich dem Nacken ihrer Vter, die nicht an den HERRN, ihren Gott, 
geglaubt hatten.
2KI 17:15 Dazu verachteten sie seine Satzungen und seinen Bund, den er mit 
ihren Vtern geschlossen, und seine Zeugnisse, die er wider sie abgelegt 
hatte; und wandelten der Eitelkeit nach und wurden eitel; und folgten den 
Heiden nach, die um sie her wohnten, betreffs derer der HERR ihnen geboten 
hatte, sie sollten nicht tun wie diese.
2KI 17:16 Aber sie verlieen alle Gebote des HERRN, ihres Gottes, und 
machten sich zwei gegossene Klber und machten Ascheren und beteten das 
ganze Heer des Himmels an und dienten dem Baal;
2KI 17:17 und lieen ihre Shne und ihre Tchter durchs Feuer gehen und 
gaben sich ab mit Wahrsagen und Zeichendeuterei und verkauften sich, zu 
tun, was bse war in den Augen des HERRN, um ihn zu erzrnen.
2KI 17:18 Da ward der HERR zornig ber Israel und tat sie von seinem 
Angesicht weg, so da nur der Stamm Juda brigblieb.
2KI 17:19 Aber auch Juda beobachtete die Gebote des HERRN, seines Gottes, 
nicht, sondern wandelte nach den Gebruchen Israels, die sie getan hatten.
2KI 17:20 Darum verwarf der HERR den ganzen Samen Israels und demtigte 
sie und gab sie in die Hnde der Ruber, bis er sie von seinem Angesicht 
verstie.
2KI 17:21 Denn Israel hatte sich vom Hause Davids losgerissen und hatte 
Jerobeam, den Sohn Nebats, zum Knig gemacht; und Jerobeam wandte Israel 
ab von der Nachfolge des HERRN und verfhrte es zu schwerer Snde;
2KI 17:22 und die Kinder Israel wandelten in allen Snden Jerobeams, die 
er getan hatte, und lieen nicht davon,
2KI 17:23 bis der HERR Israel von seinem Angesicht verwarf, wie er durch 
alle seine Knechte, die Propheten, gesagt hatte. Also ward Israel aus 
seinem Lande nach Assyrien weggefhrt, bis auf diesen Tag.
2KI 17:24 Aber der Knig von Assyrien lie Leute von Babel, Kuta, Awa, 
Chamat und Sepharwaim kommen und siedelte sie an Stelle der Kinder Israel 
in den Stdten Samarias an. Und sie nahmen Samaria ein und wohnten in 
dessen Stdten.
2KI 17:25 Als sie aber anfingen daselbst zu wohnen und den HERRN nicht 
frchteten, sandte der HERR Lwen unter sie; die richteten Verheerung 
unter ihnen an.
2KI 17:26 Darum lieen sie dem Knig von Assyrien sagen: Die Vlker, 
welche du hergebracht und in den Stdten Samarias angesiedelt hast, kennen 
das Recht des Landesgottes nicht, darum hat er Lwen unter sie gesandt; 
und siehe, diese tten sie, weil sie das Recht des Landesgottes nicht 
kennen!
2KI 17:27 Da befahl der Knig von Assyrien und sprach: Bringet einen der 
Priester dahin, die ihr von dort weggefhrt habt; der soll hinziehen und 
daselbst wohnen; und er soll sie das Recht des Landesgottes lehren!
2KI 17:28 Da kam einer von den Priestern, die sie von Samaria weggefhrt 
hatten, und lie sich zu Bethel nieder und lehrte sie, wie sie den HERRN 
frchten sollten.
2KI 17:29 Aber ein jedes Volk machte seine eigenen Gtter und tat sie in 
die Hhenhuser, welche die Samariter gemacht hatten.
2KI 17:30 Die Leute von Babel machten Sukkot-Benot, und die Leute von Kut 
machten Nergal, und die Leute von Charmat machten Aschima;
2KI 17:31 und die von Awa machten Nibchas und Tartak; aber die von 
Sepharwaim verbrannten ihre Shne mit Feuer dem Adrammelech und dem 
Anammelech, den Gttern von Sepharwaim.
2KI 17:32 Doch verehrten sie auch den HERRN und bestellten sich 
Hhenpriester aus dem gesamten Volk, die fr sie in den Hhenhusern 
opferten.
2KI 17:33 Also verehrten sie den HERRN und dienten auch ihren Gttern nach 
der Gewohnheit eines jeden Volkes, von welchem sie hergebracht waren.
2KI 17:34 Und bis auf diesen Tag tun sie nach der frheren Weise; sie 
frchten den HERRN nicht; sie tun auch nicht nach ihren Satzungen und 
Ordnungen, noch nach dem Gesetz und Gebot, welches der HERR den Kindern 
Jakobs geboten hat, dem er den Namen Israel gab.
2KI 17:35 Und doch hat der HERR mit ihnen einen Bund gemacht und ihnen 
geboten und gesagt: Frchtet keine anderen Gtter, betet sie nicht an, 
dienet ihnen nicht und opfert ihnen nicht,
2KI 17:36 sondern den HERRN, der euch mit groer Kraft und ausgestrecktem 
Arm aus gyptenland gefhrt hat, den sollt ihr frchten, ihn betet an, ihm 
sollt ihr opfern!
2KI 17:37 Die Satzungen, Rechte, Gesetze und Gebote, die er euch 
vorgeschrieben hat, sollt ihr beobachten, da ihr darnach tuet immerdar; 
und frchtet nicht andere Gtter!
2KI 17:38 Und den Bund, den ich mit euch geschlossen habe, vergesset nicht 
und frchtet nicht andere Gtter,
2KI 17:39 sondern frchtet den HERRN, euren Gott, der wird euch von der 
Hand aller eurer Feinde erretten!
2KI 17:40 Aber sie gehorchten nicht, sondern tun nach ihrer frheren Weise.
2KI 17:41 So kam es, da diese Vlker den HERRN verehrten und zugleich 
ihren Gtzen dienten; auch ihre Kinder und ihre Kindeskinder tun so, wie 
ihre Vter getan haben, bis auf diesen Tag.
2KI 18:1 Im dritten Jahre Hoseas, des Sohnes Elas, des Knigs von Israel, 
ward Hiskia Knig, der Sohn des Ahas, des Knigs von Juda.
2KI 18:2 Mit fnfundzwanzig Jahren ward er Knig und regierte 
neunundzwanzig Jahre lang zu Jerusalem. Seine Mutter hie Abia, eine 
Tochter Sacharias.
2KI 18:3 Und er tat, was dem HERRN wohlgefiel, ganz wie sein Vater David 
getan hatte.
2KI 18:4 Er tat die Hhen ab und zerbrach die Sulen und hieb die Ascheren 
um und zerstie die eherne Schlange, welche Mose gemacht hatte; denn bis 
zu dieser Zeit hatten die Kinder Israel ihr geruchert, und man hie sie 
Nechuschtan.
2KI 18:5 Er vertraute dem HERRN, dem Gott Israels, so da unter allen 
Knigen von Juda keiner seinesgleichen war, weder nach ihm noch vor ihm.
2KI 18:6 Er hing dem HERRN an, wich nicht von ihm ab und beobachtete die 
Gebote, welche der HERR dem Mose geboten hatte.
2KI 18:7 Und der HERR war mit ihm; und wo er hinzog, handelte er weislich. 
Er fiel auch ab von dem assyrischen Knig und diente ihm nicht.
2KI 18:8 Und er schlug die Philister bis hin nach Gaza und dessen Gebiet, 
vom Wachtturm bis an die festen Stdte.
2KI 18:9 Es geschah aber im vierten Jahr des Knigs Hiskia (das war das 
siebente Jahr Hoseas, des Sohnes Elas, des Knigs von Israel), da zog 
Salmanassar, der Knig von Assyrien, wider Samaria herauf und belagerte es.
2KI 18:10 Und sie eroberten es nach drei Jahren; im sechsten Jahre Hiskias 
(das ist das neunte Jahr Hoseas, des Knigs von Israel) ward Samaria 
genommen.
2KI 18:11 Und der Knig von Assyrien fhrte Israel nach Assyrien hinweg 
und siedelte sie in Chalach und Chabor, am Flusse Gosan, und in den 
Stdten der Meder an,
2KI 18:12 weil sie der Stimme des HERRN, ihres Gottes, nicht gehorcht und 
seinen Bund gebrochen hatten, alles, was Mose, der Knecht des HERRN, 
geboten; sie hatten nicht darauf gehrt und es nicht getan.
2KI 18:13 Aber im vierzehnten Jahre des Knigs Hiskia zog Sanherib, der 
Knig von Assyrien, herauf wider alle festen Stdte Judas und nahm sie ein.
2KI 18:14 Da sandte Hiskia, der Knig von Juda, [Boten] zum Knig von 
Assyrien nach Lachis und lie ihm sagen: Ich habe mich versndigt! Ziehe 
ab von mir; was du mir auferlegst, will ich tragen! Da legte der Knig von 
Assyrien Hiskia, dem Knig von Juda, dreihundert Talente Silber und 
dreiig Talente Gold auf.
2KI 18:15 Und Hiskia gab ihm alles Silber, das sich im Hause des HERRN und 
in den Schtzen des kniglichen Hauses vorfand.
2KI 18:16 Zu jener Zeit lie Hiskia, der Knig von Juda, das Gold 
abschneiden von den Tren am Tempel des HERRN und von den Pfosten, die er 
selbst hatte berziehen lassen, und gab es dem Knig von Assyrien.
2KI 18:17 Und der Knig von Assyrien sandte den Tartan und den Rabsaris 
und den Rabschake mit groer Macht von Lachis aus zum Knig Hiskia gen 
Jerusalem. Und sie zogen herauf, und als sie vor Jerusalem anlangten, 
hielten sie an der Wasserleitung des obern Teiches, die an der Strae des 
Walkerfeldes liegt; und sie riefen den Knig.
2KI 18:18 Da gingen zu ihnen hinaus Eljakim, der Sohn Hilkias, der ber 
das Haus gesetzt war, und Sebna, der Schreiber, und Joah, der Sohn Asaphs, 
der Kanzler.
2KI 18:19 Und Rabschake sprach zu ihnen: Saget doch dem Hiskia: So spricht 
der groe Knig, der Knig von Assyrien: Was ist das fr ein Trost, darauf 
du dich vertrstest?
2KI 18:20 Wenn du sagst: Es ist Rat und Macht zum Krieg vorhanden, so 
ist das leeres Geschwtz! Auf wen vertraust du denn, da du von mir 
abtrnnig geworden bist?
2KI 18:21 Siehe, du vertraust jetzt auf jenen zerbrochenen Rohrstab, auf 
gypten, welcher jedem, der sich darauf lehnt, in die Hand fhrt und sie 
durchbohrt! Also ist der Pharao, der Knig von gypten, allen denen, die 
auf ihn vertrauen!
2KI 18:22 Wenn ihr mir aber sagen wolltet: Wir vertrauen auf den HERRN, 
unsern Gott! ist das nicht der, dessen Hhen und Altre Hiskia abgetan 
hat, whrend er zu Juda und zu Jerusalem sprach: Vor diesem Altar sollt 
ihr anbeten zu Jerusalem?
2KI 18:23 Wette doch jetzt einmal mit meinem Herrn, dem Knig von 
Assyrien: ich will dir zweitausend Pferde geben, wenn du die Reiter dazu 
stellen kannst!
2KI 18:24 Wie wolltest du auch nur einem der geringsten Frsten von meines 
Herrn Knechten begegnen? Doch du vertraust ja auf gypten, wegen der Wagen 
und Reiter!
2KI 18:25 Bin ich nun aber etwa ohne den HERRN gegen diesen Ort 
heraufgezogen, ihn zu verderben? Der HERR hat zu mir gesagt: Ziehe wider 
dieses Land hinauf und verderbe es!
2KI 18:26 Da sprachen Eljakim, der Sohn Hilkias, und Sebna und Joah zu 
Rabschake: Rede doch mit deinen Knechten aramisch; denn wir verstehen es, 
und rede nicht judisch mit uns vor den Ohren des Volkes, das auf der 
Mauer ist!
2KI 18:27 Rabschake aber sprach zu ihnen: Hat mich denn mein Herr zu 
deinem Herrn oder zu dir gesandt, solche Worte zu reden, und nicht 
vielmehr zu den Mnnern, die auf der Mauer sitzen, um mit euch ihren Kot 
zu essen und ihren Harn zu trinken?
2KI 18:28 Und Rabschake trat vor und rief mit lauter Stimme auf judisch, 
redete und sprach: Hrt das Wort des groen Knigs, des Knigs von 
Assyrien!
2KI 18:29 So spricht der Knig: Lat euch von Hiskia nicht verfhren; denn 
er kann euch nicht aus meiner Hand erretten!
2KI 18:30 Lat euch auch von Hiskia nicht auf den HERRN vertrsten, wenn 
er sagt: Der HERR wird uns gewi erretten, und diese Stadt wird nicht in 
die Hand des Knigs von Assyrien gegeben werden!
2KI 18:31 Hret nicht auf Hiskia; denn also spricht der Knig von 
Assyrien: Macht Frieden mit mir und kommt zu mir heraus; so soll ein jeder 
von seinem Weinstock und von seinem Feigenbaum essen und das Wasser seines 
Brunnens trinken,
2KI 18:32 bis da ich komme und euch in das Land hole, das eurem Lande 
gleich ist; ein Land von Korn und Most, ein Land von Brot und Weinbergen, 
ein Land von lbumen und Honig; so werdet ihr am Leben bleiben und nicht 
sterben. Hrt nicht auf Hiskia; denn er verfhrt euch, wenn er sagt: Der 
HERR wird uns erretten!
2KI 18:33 Haben auch die Gtter der Vlker ein jeder sein Land aus der 
Hand des Knigs von Assyrien errettet?
2KI 18:34 Wo sind die Gtter zu Chamat und Arpad? Wo sind die Gtter zu 
Sepharwaim, Hena und Iwa? Haben sie etwa Samaria von meiner Hand errettet?
2KI 18:35 Wo ist einer unter allen Gttern der Lnder, der sein Land aus 
meiner Hand errettet htte, da der HERR Jerusalem aus meiner Hand 
erretten sollte!
2KI 18:36 Das Volk aber schwieg still und antwortete ihm nichts; denn der 
Knig hatte geboten und gesagt: Antwortet ihm nichts!
2KI 18:37 Da kamen Eljakim, der Sohn Hilkias, der ber das Haus gesetzt 
war, und Sebna, der Schreiber, und Joah, der Sohn Asaphs, der Kanzler, zu 
Hiskia, mit zerrissenen Kleidern und meldeten ihm die Worte Rabschakes.
2KI 19:1 Als aber der Knig Hiskia solches hrte, zerri er seine Kleider, 
legte einen Sack an und ging in das Haus des HERRN.
2KI 19:2 Und er sandte Eljakim, der ber das Haus gesetzt war, und Sebna, 
den Schreiber, und die ltesten Priester, mit Scken angetan, zum 
Propheten Jesaja, dem Sohne des Amoz.
2KI 19:3 Und sie sprachen zu ihm: So spricht Hiskia: Das ist ein Tag der 
Not und der Vorwrfe und ein Tag der Schmach; denn die Kinder sind bis zum 
Durchbruch gekommen, aber da ist keine Kraft zur Geburt!
2KI 19:4 Vielleicht wird der HERR, dein Gott, hren alle Worte Rabschakes, 
den sein Herr, der Knig von Assyrien, gesandt hat, den lebendigen Gott zu 
hhnen, und wird die Reden strafen, welche der HERR, dein Gott, gehrt 
hat. So wollest du denn Frbitte einlegen fr den Rest, der noch vorhanden 
ist!
2KI 19:5 Und als die Knechte des Knigs Hiskia zu Jesaja kamen,
2KI 19:6 sprach Jesaja zu ihnen: Also sollt ihr eurem Herrn sagen: So 
spricht der HERR: Frchte dich nicht vor den Worten, die du gehrt hast, 
womit die Knaben des Knigs von Assyrien mich gelstert haben!
2KI 19:7 Siehe, ich will ihm einen Geist eingeben, da er ein Gercht 
hren und wieder in sein Land ziehen wird, und ich will ihn in seinem 
Lande durch das Schwert fllen!
2KI 19:8 Und als Rabschake zurckkehrte, fand er den Knig von Assyrien im 
Kampfe wider Libna; denn er hatte gehrt, da er von Lachis abgezogen war.
2KI 19:9 Da hrte [Sanherib] in betreff Tirhakas, des Knigs von 
thiopien, sagen: Siehe, er ist ausgezogen, mit dir zu streiten! Da sandte 
er nochmals Boten zu Hiskia und sprach:
2KI 19:10 Redet mit Hiskia, dem Knig von Juda, und saget ihm: La dich 
von deinem Gott, auf den du dich verlssest, nicht verfhren, indem du 
sprichst: Jerusalem wird nicht in die Hand des Knigs von Assyrien gegeben 
werden!
2KI 19:11 Siehe, du hast gehrt, was die Knige von Assyrien allen Lndern 
getan, wie sie den Bann an ihnen vollstreckt haben; und du solltest 
errettet werden?
2KI 19:12 Haben die Gtter der Heiden auch die errettet, welche meine 
Vter vernichtet haben, nmlich Gosan, Haran, Rezeph und die Kinder von 
Eden zu Telassar?
2KI 19:13 Wo ist der Knig zu Chamat und der Knig zu Arpad und der Knig 
der Stadt Sepharwaim, Hena und Iwa?
2KI 19:14 Als nun Hiskia den Brief aus der Hand der Boten empfangen und 
gelesen hatte, ging er zum Hause des HERRN hinauf, und Hiskia breitete ihn 
aus vor dem HERRN.
2KI 19:15 Darnach betete Hiskia vor dem HERRN und sprach: O HERR, Gott 
Israels, der du ber den Cherubim thronst, du bist allein der Gott ber 
alle Knigreiche auf Erden! Du hast den Himmel und die Erde gemacht.
2KI 19:16 HERR, neige dein Ohr und hre! Tue deine Augen auf, o HERR, und 
siehe! Vernimm die Worte Sanheribs, der hierher gesandt hat, den 
lebendigen Gott zu schmhen!
2KI 19:17 Es ist wahr, HERR, die Knige von Assyrien haben die Vlker und 
ihre Lnder verwstet
2KI 19:18 und haben ihre Gtter ins Feuer geworfen; denn sie waren nicht 
Gtter, sondern Werke von Menschenhand, Holz und Stein; darum haben sie 
sie verderbt.
2KI 19:19 Nun aber, HERR, unser Gott, hilf uns doch aus seiner Hand, damit 
alle Knigreiche auf Erden erkennen, da du, HERR, allein Gott bist!
2KI 19:20 Da sandte Jesaja, der Sohn des Amoz, zu Hiskia und lie ihm 
sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels: Was du wegen Sanheribs, des 
Knigs von Assyrien, zu mir gebetet hast, das habe ich gehrt.
2KI 19:21 Dies ist das Wort, welches der HERR wider ihn geredet hat: Die 
Jungfrau, die Tochter Zion, verachtet dich und spottet dein! Die Tochter 
Jerusalem schttelt das Haupt ber dich!
2KI 19:22 Wen hast du geschmht und gelstert? Und gegen wen hast du deine 
Stimme erhoben und deine Augen stolz emporgeschlagen? Gegen den Heiligen 
Israels!
2KI 19:23 Du hast durch deine Boten den HERRN geschmht und gesagt: Ich 
bin mit der Menge meiner Wagen auf die Hhen der Berge gestiegen, an die 
Seiten des Libanon. Und ich will seine hohen Zedern und seine auserlesenen 
Zypressen abhauen und in seine uerste Herberge, zum Walde seines 
Lustgartens kommen.
2KI 19:24 Ich habe fremde Wasser gegraben und ausgetrunken und trockne mit 
meinen Fusohlen alle Strme gyptens!
2KI 19:25 Hast du es aber nicht gehrt, da ich solches lngst vorbereitet 
und von Anfang bestimmt habe? Nun aber habe ich es kommen lassen, da du 
feste Stdte zerstrtest zu wsten Steinhaufen.
2KI 19:26 Und die darin wohnten, deren Hand zu schwach war, erschraken und 
wurden zuschanden; sie wurden wie das Gras auf dem Felde und wie grnes 
Kraut und Gras auf den Dchern und verwelktes Getreide, ehe es Halme 
gewinnt.
2KI 19:27 Ich wei dein Wohnen und dein Aus und Einziehen und da du wider 
mich tobst.
2KI 19:28 Weil du denn wider mich tobst und dein bermut vor meine Ohren 
heraufgekommen ist, so will ich dir meinen Ring in die Nase legen und mein 
Gebi ins Maul und will dich den Weg zurckfhren, den du gekommen bist!
2KI 19:29 Und das soll dir[, Hiskia,] zum Zeichen sein: In diesem Jahre 
werdet ihr Brachwuchs essen, und im zweiten Jahre, was von selbst wachsen 
wird; im dritten Jahre aber sollt ihr sen und ernten und Weinberge 
pflanzen und deren Frchte essen!
2KI 19:30 Und was vom Hause Juda entronnen und briggeblieben ist, wird 
forthin unter sich Wurzel schlagen und ber sich Frchte tragen;
2KI 19:31 denn von Jerusalem wird ein berrest ausgehen und Entronnene vom 
Berge Zion. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird solches tun!
2KI 19:32 Darum spricht der HERR von dem assyrischen Knig also: Er soll 
nicht in diese Stadt hineinkommen und keinen Pfeil darein schieen und mit 
keinem Schilde gegen sie anrcken und keinen Wall gegen sie aufwerfen.
2KI 19:33 Auf dem Wege, den er gekommen ist, soll er wieder zurckkehren 
und in diese Stadt nicht eindringen; der HERR sagt es!
2KI 19:34 Und ich will diese Stadt beschirmen, da ich ihr helfe um 
meinetwillen und um meines Knechtes David willen.
2KI 19:35 Und es begab sich in derselben Nacht, da ging der Engel des 
HERRN aus und erschlug im Lager der Assyrer 185000 Mann. Und als man sich 
am Morgen frh aufmachte, siehe, da waren sie alle tot, lauter Leichen.
2KI 19:36 Da brach Sanherib, der Knig von Assyrien, auf und ging weg und 
kehrte zurck und blieb zu Ninive.
2KI 19:37 Und als er im Hause seines Gottes Nisroch anbetete, erschlugen 
ihn seine Shne Adrammalech und Sarezer mit dem Schwerte, und sie 
entrannen ins Land Ararat. Und sein Sohn Esarhaddon ward Knig an seiner 
Statt.
2KI 20:1 Zu der Zeit ward Hiskia todkrank. Und der Prophet Jesaja, der 
Sohn des Amoz, kam und sprach zu ihm: So spricht der HERR: Bestelle dein 
Haus; denn du wirst sterben und nicht lebendig bleiben!
2KI 20:2 Er aber wandte sein Angesicht gegen die Wand, betete zum HERRN 
und sprach:
2KI 20:3 Ach, HERR, gedenke doch, da ich in Wahrheit und von ganzem 
Herzen vor dir gewandelt und getan habe, was gut ist in deinen Augen!
2KI 20:4 Und Hiskia weinte sehr. Als aber Jesaja noch nicht zur mittleren 
Stadt hinausgegangen war, erging das Wort des HERRN an ihn und sprach:
2KI 20:5 Kehre um und sage zu Hiskia, dem Frsten meines Volks: So spricht 
der HERR, der Gott deines Vaters David: Ich habe dein Gebet erhrt und 
deine Trnen gesehen. Siehe, ich will dich gesund machen; am dritten Tage 
wirst du in das Haus des HERRN hinaufgehen;
2KI 20:6 und ich will fnfzehn Jahre zu deinem Leben hinzutun und dich und 
diese Stadt von der Hand des Knigs von Assyrien erretten und diese Stadt 
beschirmen, um meinetwillen und um meines Knechtes David willen.
2KI 20:7 Und Jesaja sprach: Bringt eine getrocknete Feigenmasse her! Und 
als sie eine solche brachten, legten sie dieselbe auf das Geschwr; und er 
ward gesund.
2KI 20:8 Hiskia aber sprach zu Jesaja: Welches ist das Zeichen, da mich 
der HERR gesund machen wird und da ich am dritten Tage in das Haus des 
HERRN hinaufgehen werde?
2KI 20:9 Jesaja sprach: Dies sei dir das Zeichen vom HERRN, da der HERR 
tun wird, was er gesagt hat: Soll der Schatten zehn Stufen vorwrtsgehen, 
oder zehn Stufen zurckkehren?
2KI 20:10 Hiskia sprach: Es ist ein Leichtes, da der Schatten zehn Stufen 
abwrtsgehe; nicht also, sondern der Schatten soll zehn Stufen zurckgehen!
2KI 20:11 Da rief der Prophet Jesaja den HERRN an; und er lie an dem 
Sonnenzeiger des Ahas den Schatten, welcher abwrts gegangen war, um zehn 
Stufen zurckgehen.
2KI 20:12 Zu der Zeit sandte Berodach-Baladan, der Sohn Baladans, Knig zu 
Babel, Briefe und Geschenke zu Hiskia; denn er hatte gehrt, da Hiskia 
krank gewesen.
2KI 20:13 Hiskia aber schenkte ihnen Gehr und zeigte ihnen sein ganzes 
Schatzhaus, das Silber und das Gold und die Spezereien und das beste l 
und das Zeughaus und alles, was in seinen Schatzhusern vorhanden war. Es 
war nichts in seinem Hause und in seiner ganzen Herrschaft, das Hiskia 
ihnen nicht zeigte.
2KI 20:14 Da kam der Prophet Jesaja zum Knig Hiskia und sprach zu ihm: 
Was haben diese Leute gesagt? Und woher sind sie zu dir gekommen? Hiskia 
sprach: Sie sind aus fernem Lande zu mir gekommen, von Babel.
2KI 20:15 Er sprach: Was haben sie in deinem Hause gesehen? Hiskia sprach: 
Sie haben alles gesehen, was in meinem Hause ist, und es ist nichts in 
meinen Schatzhusern, was ich ihnen nicht gezeigt habe.
2KI 20:16 Da sprach Jesaja zu Hiskia:
2KI 20:17 Hre das Wort des HERRN! Siehe, es kommt die Zeit, da alles, 
was in deinem Hause ist und was deine Vter bis auf diesen Tag gesammelt 
haben, gen Babel hinweggetragen werden wird; es wird nichts briggelassen 
werden, spricht der HERR!
2KI 20:18 Auch von deinen Shnen, die von dir abstammen werden, die du 
zeugen wirst, wird man nehmen, da sie Kmmerer seien im Palast des Knigs 
zu Babel!
2KI 20:19 Hiskia aber sprach zu Jesaja: Das Wort des HERRN, welches du 
geredet hast, ist gut. Und er sprach: Es wird ja doch Friede und 
Sicherheit sein zu meinen Lebzeiten!
2KI 20:20 Was aber mehr von Hiskia zu sagen ist, und alle seine Macht, und 
wie er den Teich und die Wasserleitung gemacht, womit er Wasser in die 
Stadt geleitet hat, ist das nicht beschrieben in der Chronik der Knige 
von Juda?
2KI 20:21 Und Hiskia legte sich zu seinen Vtern; und sein Sohn Manasse 
ward Knig an seiner Statt.
2KI 21:1 Manasse war zwlf Jahre alt, als er Knig ward, und regierte 
fnfundfnfzig Jahre lang zu Jerusalem. Seine Mutter hie Chephziba.
2KI 21:2 Und er tat, was bse war in den Augen des HERRN, nach den Greueln 
der Heiden, die der HERR vor den Kindern Israel vertrieben hatte.
2KI 21:3 Er baute die Hhen wieder auf, die sein Vater Hiskia abgetan 
hatte, und richtete dem Baal Altre auf und machte eine Aschera, wie Ahab, 
der Knig von Israel, getan hatte, und betete das ganze Heer des Himmels 
an und diente ihnen.
2KI 21:4 Und er baute Altre im Hause des HERRN, von welchem der HERR 
gesagt hatte: Mein Name soll in Jerusalem wohnen!
2KI 21:5 Er baute auch dem ganzen Heer des Himmels Altre in beiden 
Vorhfen am Hause des HERRN
2KI 21:6 und lie seinen Sohn durchs Feuer gehen und trieb Wolkendeuterei 
und Schlangenbeschwrung und hielt Totenbeschwrer und Wahrsager; er tat 
viel von dem, was bse ist in den Augen des HERRN, wodurch er ihn erzrnte.
2KI 21:7 Er setzte auch das Bild der Aschera, das er gemacht hatte, in das 
Haus, von welchem der HERR zu David und zu seinem Sohne Salomo gesagt 
hatte: In diesem Hause und in Jerusalem, das ich aus allen Stmmen Israels 
erwhlt habe, will ich meinen Namen wohnen lassen ewiglich,
2KI 21:8 und ich will den Fu Israels nicht mehr aus dem Lande wandern 
lassen, da ich ihren Vtern gegeben habe; wenn sie nur darauf achten, zu 
tun nach allem, was ich ihnen geboten habe, und nach dem ganzen Gesetz, 
das mein Knecht Mose ihnen befohlen hat.
2KI 21:9 Aber sie gehorchten nicht, sondern Manasse verfhrte sie, da sie 
Schlimmeres taten als die Heiden, die der HERR vor den Kindern Israel 
vertilgt hatte.
2KI 21:10 Da redete der HERR durch seine Knechte, die Propheten, und 
sprach:
2KI 21:11 Weil Manasse, der Knig von Juda, diese Greuel verbt hat, die 
rger sind, als alle Greuel, welche die Amoriter getan haben, die vor ihm 
gewesen sind, und weil er auch Juda mit seinen Gtzen zur Snde verfhrt 
hat,
2KI 21:12 darum spricht der HERR, der Gott Israels, also: Siehe, ich will 
Unglck ber Jerusalem und ber Juda bringen, da allen, die es hren 
werden, beide Ohren gellen sollen;
2KI 21:13 und ich will ber Jerusalem die Meschnur Samarias ausspannen 
und das Senkblei des Hauses Ahabs, und ich will Jerusalem auswischen, wie 
man eine Schssel auswischt und sie umkehrt.
2KI 21:14 Und das briggebliebene meines Erbteils will ich verwerfen und 
sie in die Hand ihrer Feinde geben, und sie sollen allen ihren Feinden zum 
Raub und zur Beute werden;
2KI 21:15 weil sie getan, was bse ist in meinen Augen, und mich erzrnt 
haben, von dem Tage an, da ihre Vter aus gypten gezogen sind, bis auf 
diesen Tag!
2KI 21:16 Auch vergo Manasse sehr viel unschuldiges Blut, so da er 
Jerusalem damit erfllte, von einem Ende bis zum andern, abgesehen von 
seiner Snde, zu der er Juda verfhrt hatte, so da sie taten, was bse 
war in den Augen des HERRN.
2KI 21:17 Was aber mehr von Manasse zu sagen ist, und alles, was er getan 
hat, und seine Snde, die er tat, ist das nicht beschrieben in der Chronik 
der Knige von Juda?
2KI 21:18 Und Manasse legte sich zu seinen Vtern und ward begraben im 
Garten seines Hauses, im Garten Ussas. Und sein Sohn Amon ward Knig an 
seiner Statt.
2KI 21:19 Zweiundzwanzig Jahre alt war Amon, als er Knig ward, und 
regierte zwei Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Messulemet, eine 
Tochter des Charuz von Jothba.
2KI 21:20 Und er tat, was bse war in den Augen des HERRN, wie sein Vater 
Manasse getan hatte.
2KI 21:21 Und er wandelte ganz auf dem Wege, den sein Vater gewandelt war, 
und diente den Gtzen, welchen sein Vater gedient hatte, und betete sie an;
2KI 21:22 und verlie den HERRN, den Gott seiner Vter, und wandelte nicht 
im Wege des HERRN.
2KI 21:23 Und die Knechte Amons machten eine Verschwrung wider ihn und 
tteten ihn in seinem Hause.
2KI 21:24 Aber das Landvolk erschlug alle, welche die Verschwrung wider 
den Knig Amon gemacht hatten. Und das Landvolk machte Josia, seinen Sohn, 
zum Knig an seiner Statt.
2KI 21:25 Was aber Amon mehr getan hat, ist das nicht beschrieben in der 
Chronik der Knige von Juda?
2KI 21:26 Und er wurde begraben in seiner Grabsttte im Garten Ussas, und 
sein Sohn Josia ward Knig an seiner Statt.
2KI 22:1 Josia war acht Jahre alt, als er Knig ward, und regierte 
einunddreiig Jahre lang zu Jerusalem. Seine Mutter hie Jedida, eine 
Tochter Adajas von Bozkat.
2KI 22:2 Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, und wandelte in 
allen Wegen Davids, seines Vaters, und wich nicht davon, weder zur Rechten 
noch zur Linken.
2KI 22:3 Und im achtzehnten Jahre des Knigs Josia sandte der Knig 
Saphan, den Sohn Azaljas, des Sohnes Mesullams, den Schreiber, in das Haus 
des HERRN und sprach:
2KI 22:4 Gehe hinauf zu Hilkia, dem Hohenpriester, er soll das Geld 
auszahlen, das zum Hause des HERRN gebracht worden ist, welches die 
Schwellenhter vom Volk gesammelt haben,
2KI 22:5 damit man es den Aufsehern ber die Arbeiter im Hause des HERRN 
gebe; diese sollen es den Arbeitern am Hause des HERRN geben, da sie 
ausbessern, was am Hause baufllig ist;
2KI 22:6 nmlich den Zimmerleuten und Bauleuten und den Maurern, um Holz 
und behauene Steine fr die Ausbesserung des Hauses zu kaufen;
2KI 22:7 doch soll man nicht abrechnen mit ihnen betreffs des Geldes, das 
ihnen eingehndigt wird, denn sie handeln auf Treu und Glauben!
2KI 22:8 Da sprach Hilkia, der Hohepriester, zu Saphan, dem Schreiber: Ich 
habe das Gesetzbuch im Hause des HERRN gefunden! Und Hilkia bergab Saphan 
das Buch, und er las es.
2KI 22:9 Und Saphan, der Schreiber, kam zum Knig und brachte dem Knig 
Bericht und sprach: Deine Knechte haben das Geld ausgeschttet, das im 
Hause vorhanden war, und haben es den Aufsehern ber die Arbeiter im Hause 
des HERRN gegeben.
2KI 22:10 Auch sagte Saphan, der Schreiber, dem Knig und sprach: Hilkia, 
der Priester, gab mir ein Buch. Und Saphan las es vor dem Knig.
2KI 22:11 Als aber der Knig die Worte des Gesetzbuches hrte, zerri er 
seine Kleider.
2KI 22:12 Und der Knig gebot dem Priester Hilkia und Achikam, dem Sohne 
Saphans, und Achbor, dem Sohne Michajas, und dem Schreiber Saphan und 
Asaja, dem Knechte des Knigs, und sprach:
2KI 22:13 Gehet hin und befraget den HERRN fr mich und das Volk und fr 
ganz Juda wegen der Worte dieses Buches, das gefunden worden ist; denn 
gro ist der Zorn des HERRN, der wider uns entbrannt ist, weil unsre Vter 
nicht auf die Worte dieses Buches gehrt haben, da sie getan htten 
alles, was uns darin vorgeschrieben ist!
2KI 22:14 Da gingen der Priester Hilkia, Achikam, Achbor, Saphan und Asaja 
zu der Prophetin Hulda, dem Weibe Sallums, des Sohnes, Tikwas, des Sohnes 
Harhas, des Hters der Kleider. Sie wohnte aber zu Jerusalem, im andern 
Stadtteil. Und sie redeten mit ihr.
2KI 22:15 Sie aber sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: 
Sagt dem Manne, der euch zu mir gesandt hat:
2KI 22:16 So spricht der HERR: Siehe, ich will Unglck bringen ber diesen 
Ort und ber seine Bewohner, nmlich alle Worte des Buches, welches der 
Knig von Juda gelesen hat,
2KI 22:17 weil sie mich verlassen und andern Gttern geruchert haben, so 
da sie mich erzrnten mit allen Werken ihrer Hnde; darum wird mein Grimm 
wider diesen Ort entbrennen und nicht ausgelscht werden.
2KI 22:18 Aber dem Knig von Juda, der euch gesandt hat, den HERRN zu 
befragen, sollt ihr also sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels, 
betreffs der Worte, welche du gehrt hast:
2KI 22:19 Weil dein Herz weich geworden ist und du dich vor dem HERRN 
gedemtigt hast, als du hrtest, was ich wider diesen Ort und seine 
Bewohner geredet habe, da sie zum Entsetzen und zum Fluch werden sollen; 
und weil du deine Kleider zerrissen und vor mir geweint hast, so habe auch 
ich darauf gehrt, spricht der HERR;
2KI 22:20 und darum, siehe, will ich dich zu deinen Vtern versammeln, da 
du in Frieden in dein Grab gebracht werdest, und deine Augen sollen alles 
Unglck, das ich ber diesen Ort bringen will, nicht sehen. Und sie 
brachten dem Knig diese Antwort.
2KI 23:1 Da sandte der Knig hin und lie alle ltesten von Juda und 
Jerusalem zu sich versammeln.
2KI 23:2 Und der Knig ging hinauf in das Haus des HERRN, und alle Mnner 
von Juda und alle Einwohner von Jerusalem mit ihm, auch die Priester und 
Propheten und alles Volk, klein und gro, und man las vor ihren Ohren alle 
Worte des Bundesbuches, das man im Hause des HERRN gefunden hatte.
2KI 23:3 Der Knig aber trat an die Sule und machte einen Bund vor dem 
HERRN, dem HERRN nachzuwandeln und seine Gebote und Zeugnisse und 
Satzungen von ganzem Herzen und von ganzer Seele zu beobachten, die Worte 
dieses Bundes, welche in diesem Buche geschrieben standen, auszufhren. 
Und das ganze Volk trat in den Bund.
2KI 23:4 Und der Knig gebot dem Hohenpriester Hilkia und den Priestern 
der zweiten Ordnung und den Htern der Schwelle, da sie aus dem Tempel 
des HERRN alle Gerte entfernen sollten, die man dem Baal und der Aschera 
und dem ganzen Heer des Himmels gemacht hatte; und er verbrannte sie 
drauen vor Jerusalem, auf den Feldern des Kidron, und trug ihren Staub 
nach Bethel.
2KI 23:5 Und er setzte die Gtzenpriester ab, welche die Knige von Juda 
eingesetzt hatten und die auf den Hhen in den Stdten Judas und um 
Jerusalem her rucherten; auch die, welche dem Baal, der Sonne und dem 
Mond und den Gestirnen und dem ganzen Heer des Himmels rucherten.
2KI 23:6 Er lie auch die Aschera aus dem Hause des HERRN hinausfhren vor 
Jerusalem, an den Bach Kidron, und verbrannte sie beim Bach Kidron und 
machte sie zu Staub und warf ihren Staub auf die Grber der gemeinen Leute.
2KI 23:7 Und er brach die Huser der Buhler ab, die am Hause des HERRN 
waren, darin die Weiber fr die Aschera Zelte wirkten.
2KI 23:8 Auch lie er alle Priester aus den Stdten kommen und 
verunreinigte die Hhen, wo die Priester geruchert hatten, von Geba an 
bis gen Beerseba; und er brach die Hhen der Tore ab, die am Eingang des 
Tores Josuas, des Stadtobersten, waren, zur Linken, wenn man zum Stadttor 
kommt.
2KI 23:9 Doch durften die Hhenpriester nicht auf dem Altar des HERRN zu 
Jerusalem opfern, dagegen aen sie von dem ungesuerten Brot unter ihren 
Brdern.
2KI 23:10 Er verunreinigte auch das Tophet im Tale der Shne Hinnom, damit 
niemand mehr seinen Sohn oder seine Tochter dem Moloch durchs Feuer gehen 
lasse.
2KI 23:11 Und er schaffte die Rosse ab, welche die Knige von Juda der 
Sonne geweiht hatten, beim Eingang des Hauses des HERRN, gegen die Kammer 
Netan-Melechs, des Kmmerers, die im Anbau war; und die Wagen der Sonne 
verbrannte er mit Feuer.
2KI 23:12 Der Knig brach auch die Altre ab auf dem Dache, dem Sller des 
Ahas, welche die Knige von Juda gemacht hatten; desgleichen die Altre, 
welche Manasse in den beiden Vorhfen des Hauses des HERRN gemacht hatte, 
er zerstrte sie und schaffte sie fort und warf ihren Staub in den Bach 
Kidron.
2KI 23:13 Auch die Hhen, die gegenber von Jerusalem, zur Rechten am 
Berge des Verderbens waren, welche Salomo, der Knig von Israel, der 
Astarte, dem Greuel der Zidonier, und Kamos, dem Greuel der Moabiter, und 
Milkom, dem Greuel der Kinder Ammon, gebaut hatte, verunreinigte der Knig.
2KI 23:14 Er zerbrach die Sulen und hieb die Ascheren um und fllte ihren 
Platz mit Menschengebeinen.
2KI 23:15 Desgleichen auch den Altar zu Bethel und die Hhe, die Jerobeam, 
der Sohn Nebats, der Israel zur Snde verfhrte, erbaut hatte: auch diesen 
Altar und die Hhe brach er ab und verbrannte die Hhe und machte sie zu 
Staub und verbrannte die Aschera.
2KI 23:16 Und Josia sah sich um und erblickte die Grber, welche dort auf 
dem Berge waren, und sandte hin und lie die Gebeine aus den Grbern 
nehmen und verbrannte sie auf dem Altar und verunreinigte ihn, nach dem 
Worte des HERRN, welches der Mann Gottes verkndigt hatte, als er solches 
ausrief.
2KI 23:17 Und er sprach: Was ist das fr ein Grabmal, das ich hier sehe? 
Da sprachen die Leute der Stadt zu ihm: Es ist das Grab des Mannes Gottes, 
der von Juda kam, und diese Dinge, die du getan hast, wider den Altar zu 
Bethel ankndigte.
2KI 23:18 Da sprach er: So lat ihn liegen; niemand rhre seine Gebeine 
an! Also blieben seine Gebeine erhalten, samt den Gebeinen des Propheten, 
der von Samaria gekommen war.
2KI 23:19 Josia beseitigte auch alle Hhenhuser in den Stdten Samarias, 
welche die Knige von Israel gemacht hatten, den HERRN zu erzrnen, und 
verfuhr mit ihnen ganz so, wie er zu Bethel getan hatte.
2KI 23:20 Und er opferte alle Hhenpriester, die daselbst waren, auf den 
Altren; und verbrannte also Menschengebeine darauf und kehrte dann nach 
Jerusalem zurck.
2KI 23:21 Dann gebot der Knig allem Volk und sprach: Feiert dem HERRN, 
eurem Gott, das Passah, wie es in diesem Bundesbuch geschrieben steht!
2KI 23:22 Denn es war kein solches Passah gehalten worden, seit der Zeit 
der Richter, die Israel gerichtet hatten, und whrend der ganzen Zeit der 
Knige von Israel und der Knige von Juda;
2KI 23:23 erst im achtzehnten Jahre des Knigs Josia ist dieses Passah dem 
HERRN zu Jerusalem gefeiert worden.
2KI 23:24 Auch die Totenbeschwrer und Zeichendeuter, die Teraphim und 
Gtzen und alle Greuel, die im Lande Juda und zu Jerusalem gesehen wurden, 
rottete Josia aus, um die Worte des Gesetzes zu vollstrecken, die 
geschrieben standen in dem Buche, welches der Priester Hilkia im Hause des 
HERRN gefunden hatte.
2KI 23:25 Und seinesgleichen ist vor ihm kein Knig gewesen, der sich also 
von ganzem Herzen und von ganzer Seele und mit allen seinen Krften dem 
HERRN zuwandte, ganz nach dem Gesetze Moses; auch nach ihm ist keiner 
seinesgleichen aufgestanden.
2KI 23:26 Doch kehrte sich der HERR nicht von dem Grimm seines groen 
Zornes, womit er ber Juda erzrnt war, um aller rgernisse willen, womit 
Manasse ihn gereizt hatte.
2KI 23:27 Denn der HERR sprach: Ich will auch Juda von meinem Angesicht 
hinwegtun, wie ich Israel hinweggetan habe, und ich will diese Stadt 
Jerusalem, die ich erwhlt hatte, verwerfen, und das Haus, von dem ich 
gesagt habe: Mein Name soll daselbst sein!
2KI 23:28 Was aber mehr von Josia zu sagen ist, und alles, was er getan 
hat, ist das nicht geschrieben in der Chronik der Knige von Juda?
2KI 23:29 Zu seiner Zeit zog der Pharao Necho, der Knig von gypten, 
herauf wider den Knig von Assyrien an den Euphratstrom; dem zog der Knig 
Josia entgegen; aber der Pharao ttete ihn zu Megiddo, sowie er ihn 
gesehen hatte.
2KI 23:30 Und seine Knechte fhrten ihn tot von Megiddo weg und brachten 
ihn nach Jerusalem und begruben ihn in seinem Grabe. Da nahm das Volk des 
Landes Joahas, den Sohn Josias, und sie salbten ihn und machten ihn zum 
Knig an seines Vaters Statt.
2KI 23:31 Dreiundzwanzig Jahre alt war Joahas, als er Knig ward, und 
regierte drei Monate lang zu Jerusalem. Seine Mutter hie Hamutal, die 
Tochter Jeremias von Libna.
2KI 23:32 Er tat, was dem HERRN bel gefiel, ganz wie seine Vter getan 
hatten.
2KI 23:33 Aber der Pharao Necho nahm ihn gefangen zu Ribla, im Lande 
Chamat, so da er nicht mehr Knig war zu Jerusalem; und legte eine 
Geldbue auf das Land, hundert Talente Silber und ein Talent Gold.
2KI 23:34 Und der Pharao Necho machte Eljakim, den Sohn Josias, zum Knig 
an Stelle seines Vaters Josia und vernderte seinen Namen in Jehojakim. 
Aber den Joahas nahm er und brachte ihn nach gypten, wo er starb.
2KI 23:35 Und Jehojakim gab das Silber und das Gold dem Pharao; doch 
schtzte er das Land ein, um das Silber nach dem Befehl des Pharao geben 
zu knnen; er zwang das Volk des Landes, da ein jeder nach seiner 
Schtzung Silber und Gold dem Pharao Necho gbe.
2KI 23:36 Fnfundzwanzig Jahre alt war Jehojakim, als er Knig ward, und 
regierte elf Jahre lang zu Jerusalem. Seine Mutter hie Sebudda, die 
Tochter Pedajas von Ruma.
2KI 23:37 Und er tat, was dem HERRN bel gefiel, ganz wie seine Vter 
getan hatten.
2KI 24:1 Zu seiner Zeit zog Nebukadnezar, der Knig von Babel, herauf, und 
Jehojakim ward ihm untertan drei Jahre lang. Darnach fiel er wieder von 
ihm ab.
2KI 24:2 Da sandte der HERR Truppen wider ihn aus Chalda, aus Syrien, aus 
Moab und von den Kindern Ammon; die sandte er gegen Juda, um es zugrunde 
zu richten, nach dem Worte des HERRN, das er durch seine Knechte, die 
Propheten, geredet hatte.
2KI 24:3 Frwahr, nach dem Worte des HERRN kam das ber Juda, da er sie 
von seinem Angesicht tte, um der Snden Manasses willen, fr all das, was 
er getan hatte;
2KI 24:4 und auch um des unschuldigen Blutes willen, das er vergossen, da 
er Jerusalem mit unschuldigem Blute erfllt hatte; darum wollte der HERR 
nicht vergeben.
2KI 24:5 Was aber mehr von Jehojakim zu sagen ist, und alles, was er getan 
hat, ist das nicht geschrieben in der Chronik der Knige von Juda?
2KI 24:6 Und Jehojakim legte sich zu seinen Vtern. Und Jehojachin, sein 
Sohn, ward Knig an seiner Statt.
2KI 24:7 Aber der Knig von gypten zog nicht mehr aus seinem Lande; denn 
der Knig von Babel hatte alles eingenommen, was dem Knig von gypten 
gehrte, vom Bache gyptens bis an den Euphratstrom.
2KI 24:8 Achtzehn Jahre alt war Jehojachin, als er Knig ward, und 
regierte drei Monate lang zu Jerusalem. Seine Mutter hie Nehusta, die 
Tochter Elnatans von Jerusalem.
2KI 24:9 Er tat aber, was dem HERRN mifiel, ganz wie sein Vater getan 
hatte.
2KI 24:10 Zu jener Zeit zogen die Knechte Nebukadnezars, des Knigs von 
Babel, gen Jerusalem herauf, und die Stadt ward belagert.
2KI 24:11 Und Nebukadnezar, der Knig von Babel, kam zur Stadt, und seine 
Knechte belagerten sie.
2KI 24:12 Aber Jehojachin, der Knig von Juda, ging zum Knig von Babel 
hinaus, er samt seiner Mutter, seinen Knechten, seinen Obersten und seinen 
Kmmerern; und der Knig von Babel nahm ihn gefangen im achten Jahre 
seiner Regierung.
2KI 24:13 Und er brachte von dannen heraus alle Schtze im Hause des HERRN 
und die Schtze im Hause des Knigs und zerschlug alle goldenen Gerte, 
welche Salomo, der Knig von Israel, im Tempel des HERRN gemacht; wie der 
HERR gesagt hatte.
2KI 24:14 Und er fhrte ganz Jerusalem gefangen hinweg, nmlich alle 
Obersten und alle kriegstchtigen Mnner, zehntausend Gefangene, auch alle 
Schlosser und alle Schmiede, und lie nichts brig als geringes Landvolk.
2KI 24:15 Also fhrte er Jehojachin nach Babel hinweg, auch die Mutter des 
Knigs und die Frauen des Knigs und seine Kmmerer. Dazu fhrte er die 
Mchtigen des Landes von Jerusalem gefangen nach Babel,
2KI 24:16 auch alle Kriegsleute, siebentausend, dazu die Schlosser und die 
Schmiede, im ganzen tausend, alles kriegstchtige Mnner; und der Knig 
von Babel brachte sie gefangen nach Babel.
2KI 24:17 Und der Knig von Babel machte Matanja, Jehojachins Oheim, zum 
Knig an seiner Statt, und nderte seinen Namen in Zedekia.
2KI 24:18 Einundzwanzig Jahre alt war Zedekia, als er Knig ward, und 
regierte elf Jahre zu Jerusalem. Seine Mutter hie Hamutal, die Tochter 
Jeremias von Libna.
2KI 24:19 Und er tat, was dem HERRN mifiel, ganz wie Jehojachin getan 
hatte.
2KI 24:20 Denn wegen des Zornes des HERRN kam es so weit mit Jerusalem und 
Juda, da er sie von seinem Angesicht verwarf. Und Zedekia fiel ab von dem 
Knig zu Babel.
2KI 25:1 Und es begab sich im neunten Jahre seines Knigreichs, am zehnten 
Tage des zehnten Monats, da kam Nebukadnezar, der Knig von Babel, mit 
aller seiner Macht wider Jerusalem und belagerte die Stadt; und sie bauten 
Belagerungstrme um sie her.
2KI 25:2 Und die Stadt wurde belagert bis ins elfte Jahr des Knigs 
Zedekia.
2KI 25:3 Am neunten Tage des [vierten] Monats aber ward die Hungersnot in 
der Stadt so stark, da das Landvolk nichts zu essen hatte.
2KI 25:4 Da brach [der Feind] in die Stadt ein, und alle Kriegsleute 
flohen bei Nacht durch das Tor zwischen den beiden Mauern, beim Garten des 
Knigs; und da die Chalder rings um die Stadt her lagen, zog man den Weg 
nach der Ebene.
2KI 25:5 Aber das Heer der Chalder jagte dem Knig nach und holte ihn ein 
auf den Ebenen von Jericho, nachdem sein ganzes Heer sich von ihm 
zerstreut hatte.
2KI 25:6 Sie aber fingen den Knig und fhrten ihn hinauf zum Knig von 
Babel nach Ribla und sprachen das Urteil ber ihn.
2KI 25:7 Und sie metzelten Zedekias Shne vor dessen Augen nieder; darnach 
blendeten sie Zedekia und banden ihn mit zwei ehernen Ketten und fhrten 
ihn nach Babel.
2KI 25:8 Am siebenten Tage des fnften Monats (das ist das neunzehnte Jahr 
Nebukadnezars, des Knigs von Babel), kam Nebusaradan, der Oberste der 
Leibwache, der Diener des Knigs von Babel,
2KI 25:9 nach Jerusalem und verbrannte das Haus des HERRN und das Haus des 
Knigs und alle Huser zu Jerusalem, und alle groen Huser verbrannte er 
mit Feuer.
2KI 25:10 Und das ganze Heer der Chalder, das bei dem Obersten der 
Leibwache war, ri die Mauern der Stadt Jerusalem ringsum nieder.
2KI 25:11 Den Rest des Volkes aber, der in der Stadt noch briggeblieben 
war, und die berlufer, welche zum Knig von Babel bergegangen waren, 
und den Rest der Menge fhrte Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, 
hinweg.
2KI 25:12 Doch von den Geringsten im Lande lie der Oberste der Leibwache 
Weingrtner und Ackerleute zurck.
2KI 25:13 Aber die ehernen Sulen am Hause des HERRN und die Stnder und 
das eherne Meer, das im Hause des HERRN war, zerbrachen die Chalder und 
fhrten das Erz nach Babel.
2KI 25:14 Auch die Tpfe, Schaufeln, Messer, Schalen und alle ehernen 
Gerte, womit man diente, nahmen sie weg.
2KI 25:15 Dazu nahm der Oberste der Leibwache die Rucherpfannen und 
Sprengschalen, alles, was von Gold, und alles, was von Silber war.
2KI 25:16 Die beiden Sulen, das eine Meer und die Stnder, welche Salomo 
zum Hause des HERRN gemacht hatte, das Erz aller dieser Gerte war nicht 
zu wgen.
2KI 25:17 Achtzehn Ellen hoch war eine Sule, und es war auf ihr ein Knauf 
von Erz, drei Ellen hoch, und um den Knauf ein Netzwerk und Granatpfel, 
ganz von Erz. Ebensolche [Granatpfel] hatte auch die andere Sule um das 
Netzwerk.
2KI 25:18 Und der Oberste der Leibwache nahm Seraja, den Hauptpriester, 
und Zephanja, den zweiten Priester, und die drei Schwellenhter;
2KI 25:19 er nahm auch einen Kmmerer aus der Stadt, der ber die 
Kriegsleute gesetzt war, und fnf Mnner, die stets vor dem Knig waren, 
die in der Stadt gefunden wurden, und den Schreiber, den Feldhauptmann, 
der das Volk des Landes zum Heere aushob, und sechzig Mnner von dem 
Landvolk, die in der Stadt gefunden wurden;
2KI 25:20 diese nahm Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, und brachte 
sie zum Knig von Babel, nach Ribla.
2KI 25:21 Und der Knig von Babel schlug sie tot zu Ribla im Lande Chamat. 
Also ward Juda aus seinem Lande gefangen hinweggefhrt.
2KI 25:22 ber das Volk aber, das im Lande Juda blieb, das Nebukadnezar, 
der Knig von Babel, briggelassen hatte, setzte er Gedalja, den Sohn 
Ahikams, des Sohnes Saphans.
2KI 25:23 Als nun alle Obersten des Heeres und ihre Leute hrten, da der 
Knig von Babel den Gedalja eingesetzt hatte, kamen sie zu Gedalja gen 
Mizpa; nmlich Ismael, der Sohn Netanjas, und Johanan, der Sohn Kareachs, 
und Seraja, der Sohn Tanchumets, des Netophatiters, und Jaasanja, der Sohn 
des Maachatiters, samt ihren Mnnern.
2KI 25:24 Und Gedalja schwur ihnen und ihren Mnnern und sprach zu ihnen: 
Frchtet euch nicht vor den Knechten der Chalder; bleibet im Lande und 
seid dem Knig von Babel untertan, so wird es euch wohlgehen!
2KI 25:25 Aber im siebenten Monat kam Ismael, der Sohn Netanjas, des 
Sohnes Elisamas, von kniglichem Geschlecht, und zehn Mnner mit ihm und 
schlugen Gedalja tot; dazu die Juden und die Chalder, die zu Mizpa bei 
ihm waren.
2KI 25:26 Da machte sich alles Volk, klein und gro, und die Obersten des 
Heeres auf und zogen nach gypten; denn sie frchteten sich vor den 
Chaldern.
2KI 25:27 Aber im siebenunddreiigsten Jahre, nachdem Jehojachin, der 
Knig von Juda, gefangen hinweggefhrt worden, am siebenundzwanzigsten 
Tage des zwlften Monats, erhob Evil-Merodach, der Knig von Babel, im 
ersten Jahre seiner Regierung das Haupt Jehojachins, des Knigs von Juda, 
[und entlie ihn] aus dem Kerker;
2KI 25:28 und redete freundlich mit ihm und setzte seinen Thron ber die 
Throne der Knige, die bei ihm zu Babel waren;
2KI 25:29 und er lie ihn seine Gefngniskleider ablegen; und er durfte 
stets vor ihm essen, sein ganzes Leben lang.
2KI 25:30 Und sein Unterhalt, der bestndige Unterhalt, ward ihm vom Knig 
gegeben, fr jeden Tag sein bestimmtes Teil, sein ganzes Leben lang.
1CH 1:1 Adam, Seth, Enosch,
1CH 1:2 Kenan, Mahalaleel, Jared,
1CH 1:3 Henoch, Metusalah, Lamech,
1CH 1:4 Noah, Sem, Ham und Japhet.
1CH 1:5 Die Shne Japhets: Gomer, Magog, Madai, Javan, Tubal, Meschech und 
Tiras.
1CH 1:6 Und die Shne Gomers: Aschkenas, Diphat und Togarma.
1CH 1:7 Und die Shne Javans: Elischa und Tarschisch, die Kittim und die 
Rodanim.
1CH 1:8 Die Shne Hams: Kusch und Mizraim, Put und Kanaan.
1CH 1:9 Und die Shne Kuschs: Seba, Chavila, Sabta, Rama und Sabtecha. Und 
die Shne Ramas: Scheba und Dedan.
1CH 1:10 Und Kusch zeugte Nimrod; der war der erste Gewalthaber auf Erden.
1CH 1:11 Und Mizraim zeugte die Luditer, die Anamiter, die Lehabiter, die 
Naphtuchiter, die Patrusiter, die Kasluchiter
1CH 1:12 (von welchen ausgegangen sind die Philister) und die Kaphtoriter.
1CH 1:13 Und Kanaan zeugte Zidon, seinen Erstgeborenen,
1CH 1:14 und Het und den Jebusiter, den Amoriter und den Girgasiter
1CH 1:15 und den Heviter, den Arkiter und den Siniter und den Arvaditer,
1CH 1:16 den Zemariter und den Chamatiter.
1CH 1:17 Die Shne Sems: Elam, Assur, Arpakschad, Lud, Aram, Uz, Chul, 
Geter und Meschech.
1CH 1:18 Und Arpakschad zeugte Schelach, und Schelach zeugte Eber.
1CH 1:19 Und Eber wurden zwei Shne geboren; der Name des einen war Peleg, 
weil in seinen Tagen die Erde geteilt ward, und der Name seines Bruders 
war Joktan.
1CH 1:20 Und Joktan zeugte Almodad, Scheleph, Chazarmavet und Jerach,
1CH 1:21 Hadoram, Usal und Dikla,
1CH 1:22 Ebal, Abimael und Scheba, Ophir, Chavila und Jobab.
1CH 1:23 Alle diese sind Shne Joktans.
1CH 1:24 Sem, Arpakschad, Schelach.
1CH 1:25 Eber, Peleg, Regu, Serug, Nahor,
1CH 1:26 Terach,
1CH 1:27 Abram, das ist Abraham.
1CH 1:28 Die Shne Abrahams: Isaak und Ismael.
1CH 1:29 Das ist ihr Geschlecht: der Erstgeborene Ismaels: Nebajot; und 
Kedar und Adbeel und Mibsam,
1CH 1:30 Mischma und Duma, Massa, Chadad und Tema,
1CH 1:31 Jetur, Naphisch und Kedema. Das sind die Shne Ismaels.
1CH 1:32 Und die Shne der Ketura, der Nebenfrau Abrahams: sie gebar 
Simran, Jokschan, Medan, Midian, Jischbak und Schuach. Und die Shne 
Jokschans: Scheba und Dedan.
1CH 1:33 Und die Shne Midians: Epha, Epher, Hanoch, Abida, Eldaa. Alle 
diese sind Shne der Ketura.
1CH 1:34 Und Abraham zeugte Isaak. Die Shne Isaaks: Esau und Israel.
1CH 1:35 Die Shne Esaus: Eliphas, Reguel, Jehusch, Jalam und Korah.
1CH 1:36 Die Shne Eliphas: Teman und Omar, Zephi und Gatam, Kenas und 
Timna und Amalek.
1CH 1:37 Die Shne Reguels: Nachat, Serach, Schamma und Missa.
1CH 1:38 Und die Shne Seirs: Lotan, Schobal, Zibeon, Ana, Dischon, Ezer 
und Dischan.
1CH 1:39 Und die Shne Lotans: Chori und Homam und die Schwester Lotans, 
Timna.
1CH 1:40 Die Shne Schobals: Aljan, Manachat und Ebal, Schephi und Onam. 
Und die Shne Zibeons:
1CH 1:41 Aija und Ana. Die Shne Anas: Dischon. Und die Shne Dischons: 
Chamran, Eschban, Jitran und Keran.
1CH 1:42 Und die Shne Ezers: Bilhan, Saawan und Jaakan. Die Shne 
Dischans: Uz und Aran.
1CH 1:43 Und das sind die Knige, welche im Lande Edom regiert haben, 
bevor ein Knig ber die Kinder Israel regierte: Bela, der Sohn Beors, und 
der Name seiner Stadt war Dinhaba.
1CH 1:44 Und Bela starb, und es ward Knig an seiner Statt Jobab, der Sohn 
Serachs, aus Bozra.
1CH 1:45 Und Jobab starb, und es ward Knig an seiner Statt Chuscham, aus 
dem Lande der Temaniter.
1CH 1:46 Und Chuscham starb, und es ward Knig an seiner Statt Hadad, der 
Sohn Bedads, der die Midianiter schlug auf dem Gefilde von Moab; und der 
Name seiner Stadt war Awit.
1CH 1:47 Und Hadad starb, und es ward Knig an seiner Statt Samla von 
Masreka.
1CH 1:48 Und Samla starb, und es ward Knig an seiner Statt Saul von 
Rechobot am Strome.
1CH 1:49 Und Saul starb, und es ward Knig an seiner Statt Baal-Chanan, 
der Sohn Achbors.
1CH 1:50 Und Baal-Chanan starb, und es ward Knig an seiner Statt Hadad, 
und der Name seiner Stadt war Pagi, und der Name seines Weibes Mehetabeel, 
die Tochter Matreds, der Tochter Me-Sahabs. Und Hadad starb.
1CH 1:51 Und [dies] waren die Frsten von Edom: der Frst von Timna, der 
Frst von Alva,
1CH 1:52 der Frst von Jetet, der Frst von Oholibama, der Frst von Ela, 
der Frst von Pinon,
1CH 1:53 der Frst von Kenas, der Frst von Teman,
1CH 1:54 der Frst von Mibzar, der Frst von Magdiel, der Frst von Iram. 
Das sind die Frsten von Edom.
1CH 2:1 Das sind die Shne Israels: Ruben, Simeon, Levi und Juda, 
Issaschar und Sebulon,
1CH 2:2 Dan, Joseph und Benjamin, Naphtali, Gad und Asser.
1CH 2:3 Die Shne Judas: Ger, Onan und Schela; die drei wurden ihm geboren 
von der Tochter Schuas, der Kanaaniterin. Und Ger, der Erstgeborene, war 
bse in den Augen des HERRN, darum ttete er ihn.
1CH 2:4 Und Tamar, seine Schwiegertochter, gebar ihm Perez und Serach, so 
da Juda im ganzen fnf Shne hatte.
1CH 2:5 Die Shne des Perez: Chezron und Chamul.
1CH 2:6 Und die Shne Serachs: Simri und Etan und Heman und Kalkol und 
Dara, zusammen fnf.
1CH 2:7 Und die Shne Karmis: Achar, welcher Israel ins Unglck brachte, 
weil er sich vergriff an dem, was dem Banne verfallen war.
1CH 2:8 Und die Shne Etans: Asarja.
1CH 2:9 (02-8) Und die Shne Chezrons, die ihm geboren wurden: Jerachmeel, 
Ram und Kelubai.
1CH 2:10 Und Ram zeugte Amminadab, und Amminadab zeugte Nachschon, den 
Frsten der Kinder Judas.
1CH 2:11 Und Nachschon zeugte Salma, Salma zeugte Boas.
1CH 2:12 Boas zeugte Obed, Obed zeugte Isai,
1CH 2:13 Isai zeugte seinen Erstgeborenen Eliab und Abinadab, den zweiten 
[Sohn], und Schimea, den dritten,
1CH 2:14 Netaneel, den vierten, Raddai, den fnften,
1CH 2:15 Ozem, den sechsten, David, den siebenten.
1CH 2:16 Und ihre Schwestern waren: Zeruja und Abigail. Und die Shne der 
Zeruja: Abisai und Joab und Asahel, ihrer drei.
1CH 2:17 Und Abigail gebar Amasa, und der Vater Amasas war Jeter, der 
Ismaeliter.
1CH 2:18 Und Kaleb, der Sohn Chezrons, zeugte mit Asuba, seinem Weibe, und 
mit Jeriot; und das sind ihre Shne: Jescher und Schobab und Ardon.
1CH 2:19 Und Asuba starb, und Kaleb nahm sich Ephrat, und sie gebar ihm 
Chur.
1CH 2:20 Und Chur zeugte Uri, und Uri zeugte Bezaleel.
1CH 2:21 Und danach ging Chezron ein zu der Tochter Machirs, des Vaters 
Gileads, und heiratete sie, als er sechzig Jahre alt war; und sie gebar 
ihm Segub.
1CH 2:22 Und Segub zeugte Jair; der hatte dreiundzwanzig Stdte im Lande 
Gilead;
1CH 2:23 aber die Geschuriter und Aramer nahmen ihnen die Drfer Jairs 
weg, Kenat und seine Nebenorte, sechzig Stdte. Alle diese sind Shne 
Machirs, des Vaters Gileads.
1CH 2:24 Und nachdem Chezron gestorben war zu Kaleb-Ephrata, gebar ihm 
Abija, das Weib Chezrons, Aschchur, den Vater Tekoas.
1CH 2:25 Und die Shne Jerachmeels, des Erstgeborenen Chezrons, waren: der 
Erstgeborene Ram, sodann Buna und Oren und Ozem von Achija.
1CH 2:26 Und Jerachmeel hatte ein anderes Weib, ihr Name war Atara; diese 
ist die Mutter Onams.
1CH 2:27 Und die Shne Rams, des Erstgeborenen Jerachmeels, waren: Maaz 
und Jamin und Eker.
1CH 2:28 Und die Shne Onams: Schammai und Jada. Und die Shne Schammais: 
Nadab und Abischur.
1CH 2:29 Und der Name des Weibes Abischurs war Abichail, und sie gebar ihm 
Achban und Molid.
1CH 2:30 Und die Shne Nadabs: Seled und Appaim. Seled aber starb ohne 
Shne.
1CH 2:31 Und die Shne Appaims waren: Jischi. Und die Shne Jischis: 
Scheschan. Und die Shne Scheschans: Achlai.
1CH 2:32 Und die Shne Jadas, des Bruders Schammais: Jeter und Jonatan.
1CH 2:33 Und Jeter starb ohne Shne. Und die Shne Jonatans: Pelet und 
Sasa. Das waren die Shne Jerachmeels.
1CH 2:34 Und Scheschan hatte keine Shne, sondern nur Tchter.
1CH 2:35 Scheschan hatte einen gyptischen Knecht, namens Jarcha. Und 
Scheschan gab Jarcha, seinem Knechte, seine Tochter zum Weibe, und sie 
gebar ihm Attai.
1CH 2:36 Und Attai zeugte Natan, und Natan zeugte Sabad,
1CH 2:37 und Sabad zeugte Ephlal, und Ephlal zeugte Obed,
1CH 2:38 und Obed zeugte Jehu,
1CH 2:39 und Jehu zeuge Asarja, und Asarja zeuge Chelez, Chelez zeugte 
Elasa, Elasa zeugte Sismai,
1CH 2:40 Sismai zeuge Schallum,
1CH 2:41 Schallum zeugte Jekamia, Jekamia zeugte Elischama.
1CH 2:42 Und die Shne Kalebs, des Bruders Jerachmeels, waren: Mescha, 
sein Erstgeborener, der ist der Vater Siphs; und die Shne Mareschas, des 
Vaters Hebrons.
1CH 2:43 Und die Shne Hebrons: Korah und Thappuach und Rekem und Schema.
1CH 2:44 Und Schema zeugte Racham, den Vater Jorkeams, und Rekem zeugte 
Schammai.
1CH 2:45 und der Sohn Schammais war Maon, und Maon war der Vater Betzurs.
1CH 2:46 Und Epha, die Nebenfrau Kalebs, gebar Charan und Moza und Gases. 
Und Charan zeugte Gases.
1CH 2:47 Und die Shne Jahdais: Regem, Jotam, Gescham, Pelet, Epha und 
Schaaph.
1CH 2:48 Die Nebenfrau Kalebs, Maacha, gebar Scheber und Thirchana;
1CH 2:49 und sie gebar Schaaph, den Vater Madmannas, Schewa, den Vater 
Machbenas und den Vater Gibeas. Und die Tochter Kalebs war Achsa.
1CH 2:50 Das waren die Shne Kalebs: die Shne Churs, des Erstgeborenen 
von Ephrata, waren Schobal, der Vater von Kirjat-Jearim,
1CH 2:51 Salma, der Vater von Bethlehem, Chareph, der Vater von Beth-Gader.
1CH 2:52 Und die Shne Schobals, des Vaters von Kirjat-Jearim, waren: 
Haroe, Chazi, Menuchot.
1CH 2:53 Und die Geschlechter von Kirjat-Jearim sind: die Jitriter und die 
Putiter und die Schumatiter und die Mischraiter; von diesen sind 
ausgegangen die Zoratiter und die Eschtauliter.
1CH 2:54 Die Shne Salmas: Bethlehem und die Netophatiter, Aterot-Beth-
Joab und die Hlfte der Manachtiter, die Zoriter;
1CH 2:55 und die Geschlechter der Schreiber, der Bewohner von Jabez: die 
Tiratiter, die Schimatiter, die Suchatiter. Das sind die Keniter, die von 
Chammat, dem Vater des Hauses Rechab, abstammen.
1CH 3:1 Und das waren die Shne Davids, die ihm zu Hebron geboren wurden: 
der Erstgeborene Amnon, von Achinoam, der Jesreelitin; der zweite Daniel, 
von Abigail, der Karmeliterin;
1CH 3:2 der dritte Absalom, der Sohn der Maacha, der Tochter Talmais, des 
Knigs von Geschur; der vierte Adonija, der Sohn der Chaggit;
1CH 3:3 der fnfte Schephatja, von Abital; der sechste Jitream, von seinem 
Weibe Egla.
1CH 3:4 Diese sechs wurden ihm zu Hebron geboren; und er regierte daselbst 
sieben Jahre und sechs Monate, und dreiunddreiig Jahre regierte er zu 
Jerusalem.
1CH 3:5 Und diese wurden ihm zu Jerusalem geboren: Schimea und Schobab und 
Natan und Salomo, vier von Bat-Schua, der Tochter Ammiels,
1CH 3:6 ferner: Jibchar, Elischama und Eliphelet,
1CH 3:7 Noga, Nepheg und Japhia,
1CH 3:8 Elischama, Eljada und Eliphelet, neun;
1CH 3:9 alle Shne Davids, auer den Shnen der Nebenfrauen. Und Tamar war 
ihre Schwester.
1CH 3:10 Und der Sohn Salomos war Rehabeam, dessen Sohn war Abija, dessen 
Sohn Asa, dessen Sohn Josaphat,
1CH 3:11 dessen Sohn Joram, dessen Sohn Ahasja, dessen Sohn Joas,
1CH 3:12 dessen Sohn Amazja, dessen Sohn Asarja, dessen Sohn Jotam,
1CH 3:13 dessen Sohn Ahas, dessen Sohn Hiskia, dessen Sohn Manasse,
1CH 3:14 dessen Sohn Amon, dessen Sohn Josia.
1CH 3:15 Und die Shne Josias: der Erstgeborene Jochanan, der zweite 
Jojakim, der dritte Zedekia, der vierte Schallum.
1CH 3:16 Und die Shne Jojakims: dessen Sohn Jechonja, dessen Sohn Zedekia.
1CH 3:17 Und die Shne Jechonjas, des Gefangenen: sein Sohn Schealtiel
1CH 3:18 und Malkiram und Pedaja und Schenazzar, Jekamja, Hoschama und 
Nedabja.
1CH 3:19 Und die Shne Pedajas: Serubbabel und Schimei. Und die Shne 
Serubbabels: Meschullam und Chananja, und Schelomit, ihre Schwester,
1CH 3:20 und Chaschuba, Ohel, Berechja, Chasadja und Juschab-Chesed, fnf.
1CH 3:21 Und die Shne Chananjas: Pelatja und Jesaja, die Shne Rephajas, 
die Shne Arnans, die Shne Obadjas, die Shne Schechanjas.
1CH 3:22 Und die Shne Schechanjas: Schemaja. Und die Shne Schemajas: 
Chattusch und Jigeal und Bariach und Nearja und Schaphat, sechs.
1CH 3:23 Und die Shne Nearjas: Eljoenai und Hiskia und Asrikam, drei.
1CH 3:24 Und die Shne Eljoenais: Hodaja und Eljaschib und Pelaja und 
Akkub und Jochanan und Delaja und Anani, sieben.
1CH 4:1 Die Shne Judas: Perez, Chezron, Karmi, Chur und Schobal.
1CH 4:2 Und Reaja, der Sohn Schobals, zeugte Jachat, und Jachat zeugte 
Achumai und Lehad. Das sind die Geschlechter der Zoratiter.
1CH 4:3 Und diese sind von Abi-Etam: Jesreel, Jischma, Jidbasch, und der 
Name ihrer Schwester Hazlelponi;
1CH 4:4 sodann Penuel, der Vater Gedors, und Eser, der Vater Chuschas. Das 
sind die Shne Churs, des Erstgeborenen Ephratas, des Vaters von Bethlehem.
1CH 4:5 Und Aschchur, der Vater von Tekoa, hatte zwei Frauen, Chela und 
Naara.
1CH 4:6 Und Naara gebar ihm Achussam und Chepher und Temni und Achasthari. 
Das sind die Shne der Naara.
1CH 4:7 Und die Shne der Chela: Zeret, Jizchar und Etnan.
1CH 4:8 Und Koz zeugte Anub und Zobeba und die Geschlechter Acharchels, 
des Sohnes Harums.
1CH 4:9 Und Jabez ward geehrter als seine Brder; und seine Mutter gab ihm 
den Namen Jabez, denn sie sprach: Ich habe ihn mit Schmerzen geboren.
1CH 4:10 Und Jabez rief zum Gott Israels und sprach: O da du mich segnen 
und meine Grenze erweitern wolltest und deine Hand mit mir wre und du 
mich vom bel befreitest, da ich keinen Schmerz mehr htte! Und Gott lie 
kommen, was er bat.
1CH 4:11 Und Kelub, der Bruder Schuhas, zeugte Mechir; der ist der Vater 
Eschtons.
1CH 4:12 Und Eschton zeugte das Haus Rapha und Paseach und Techinna, den 
Vater der Stadt Nachasch. Das sind die Mnner von Recha.
1CH 4:13 Und die Shne des Kenas: Otniel und Seraja. Und die Shne 
Otniels: Chatat.
1CH 4:14 Menotai zeugte Ophra, und Seraja zeugte Joab, den Vater des Tales 
der Schmiede, denn sie waren Schmiede.
1CH 4:15 Und die Shne Kalebs, des Sohnes Jephunnes: Iru, Ela und Naam. 
Die Shne Elas: Kenas.
1CH 4:16 Und die Shne Jehallelels: Siph und Sipha, Tirja und Asarel.
1CH 4:17 Und die Shne Esras: Jeter und Mered und Epher und Jalon. Und das 
sind die Shne der Bitja, der Tochter des Pharao, welche Mered nahm: sie 
empfing und gebar Mirjam und Schammai und Jischbach, den Vater von 
Eschtemoa.
1CH 4:18 Und sein Weib, die Jdin, gebar Jered, den Vater Gedors, und 
Heber, den Vater Sochos, und Jekutiel, den Vater Sanoachs.
1CH 4:19 Und die Shne des Weibes Hodijas, der Schwester Nachams: der 
Vater von Kehila, der Garmite, und Eschtemoa, der Maachatiter.
1CH 4:20 Und die Shne Schimons: Amnon und Rinna, Benchanan und Tilon. Und 
die Shne Jischis: Sochet und Bensochet.
1CH 4:21 Die Shne Schelas, des Sohnes Judas, sind: Er, der Vater Lechas, 
und Lada, der Vater Mareschas, und die Geschlechter des Hauses der 
Baumwollweber vom Hause Aschbeas
1CH 4:22 und Jokim und die Mnner von Koseba und Joasch und Saraph, die 
ber Moab herrschten und Lechem bewohnten.
1CH 4:23 Und die alte Geschichte erzhlt: Sie waren Tpfer und bewohnten 
Netaim und Gedera; bei dem Knig, in seinem Dienste, wohnten sie daselbst.
1CH 4:24 Die Shne Simeons: Nemuel und Jamin, Jarib, Serach, Saul;
1CH 4:25 dessen Sohn war Schallum, dessen Sohn Mibsam, dessen Sohn Mischma.
1CH 4:26 Und die Shne Mischmas: sein Sohn Chamuel, dessen Sohn Sakkur, 
dessen Sohn Simei.
1CH 4:27 Und Simei hatte sechzehn Shne und sechs Tchter, und seine 
Brder hatten nicht viele Shne, und keines ihrer Geschlechter mehrte sich 
wie die Shne Judas.
1CH 4:28 Und sie wohnten in Beerseba, Molada und Chazar-Schual,
1CH 4:29 in Bilha, Ezem und Tolad,
1CH 4:30 in Betuel, Chorma und Ziklag,
1CH 4:31 in Beth-Markabot, Chazar-Susim, Beth-Biri und Schaaraim. Das 
waren ihre Stdte bis zur Regierung Davids und ihre Drfer:
1CH 4:32 Etam, Ain, Rimmon, Tochen und Aschan, fnf Stdte
1CH 4:33 und alle ihre Drfer, welche rings um diese Stdte waren bis nach 
Baal. Das waren ihre Wohnpltze, und sie hatten ihre Geschlechtsregister.
1CH 4:34 Und Meschobab und Jamlek und Joscha, der Sohn Amazjas,
1CH 4:35 und Joel und Jehu, der Sohn Joschibjas, des Sohnes Serajas, des 
Sohnes Asiels,
1CH 4:36 und Eljoenai und Jaakoba und Jeschochaja und Asaja und Adiel und 
Jeschimiel und Benaja,
1CH 4:37 und Sisa, der Sohn Schiphis, des Sohnes Allons, des Sohnes 
Jedajas, des Sohnes Schimris, des Sohnes Schemajas:
1CH 4:38 diese mit Namen Angefhrten waren Frsten in ihren Geschlechtern, 
und ihre Stammhuser breiteten sich stark aus.
1CH 4:39 Und sie zogen bis nach Gedor hin, bis an die Morgenseite des 
Tales, um Weide fr ihre Schafe zu suchen.
1CH 4:40 Und sie fanden fette und gute Weide und ein Land, weit nach 
beiden Seiten, ruhig und still; denn die vorzeiten daselbst wohnten, waren 
von Ham.
1CH 4:41 Und so kamen die mit Namen Aufgeschriebenen zur Zeit Hiskias, des 
Knigs von Juda, und vernichteten deren Zelte und die Meuniter, welche 
daselbst gefunden wurden, und vollstreckten den Bann an ihnen bis auf 
diesen Tag und wohnten an ihrer Statt.
1CH 4:42 Und ein Teil von ihnen, den Kindern Simeons, 500 Mann, zogen nach 
dem Gebirge Seir, an ihrer Spitze Pelatja und Nearja und Rephaja und 
Ussiel, die Shne Jischis.
1CH 4:43 Und sie schlugen den Rest der Entronnenen von Amalek und wohnten 
daselbst bis auf diesen Tag.
1CH 5:1 Und die Shne Rubens, des Erstgeborenen Israels; denn er war der 
Erstgeborene, aber weil er das Lager seines Vaters entweihte, ward sein 
Erstgeburtsrecht den Shnen Josephs, des Sohnes Israels, gegeben, doch 
ohne da dieser im Geschlechtsregister als Erstgeborener verzeichnet wurde.
1CH 5:2 Denn Juda war mchtig unter seinen Brdern, so da von ihm der 
Frst kommen sollte; aber das Erstgeburtsrecht fiel Joseph zu.
1CH 5:3 Die Shne Rubens, des Erstgeborenen Israels: Chanoch, Pallu, 
Chezron und Karmi.
1CH 5:4 Die Shne Joels: sein Sohn Schemaja, dessen Sohn Gog, dessen Sohn 
Simei,
1CH 5:5 dessen Sohn Micha, dessen Sohn Reaja, dessen Sohn Baal,
1CH 5:6 dessen Sohn Beera, welchen Thiglat-Pilneser, der Knig von Assur, 
gefangen wegfhrte, er war Frst der Rubeniter.
1CH 5:7 Und seine Brder nach ihren Geschlechtern, in der Verzeichnung 
nach ihrer Geburtsfolge: das Oberhaupt, Jehiel;
1CH 5:8 und Secharja und Bela, der Sohn Asas, des Sohnes Schemas, des 
Sohnes Joels; dieser wohnte zu Aroer und bis nach Nebo und Baal-Meon,
1CH 5:9 und gegen Aufgang wohnte er bis gegen die Wste hin, [die sich] 
vom Euphratstrome [her erstreckt]; denn ihre Herden waren zahlreich im 
Lande Gilead.
1CH 5:10 Und in den Tagen Sauls fhrten sie Krieg mit den Hagaritern, und 
diese fielen durch ihre Hand, und so wohnten sie in deren Zelten auf der 
ganzen Morgenseite von Gilead.
1CH 5:11 Und die Kinder Gads wohnten ihnen gegenber im Lande Basan bis 
nach Salcha:
1CH 5:12 Joel, das Oberhaupt, und Schaphan, der zweite, und Janai und 
Schaphat in Basan.
1CH 5:13 Und ihre Brder nach ihren Stammhusern: Michael, Meschullam, 
Seba, Jorai, Jakan, Sia und Eber, ihrer sieben.
1CH 5:14 Dies sind die Shne Abichails, des Sohnes Churis, des Sohnes 
Jaroachs, des Sohnes Gileads, des Sohnes Michaels, des Sohnes 
Jeschischais, des Sohnes Jachdos, des Sohnes des Bus.
1CH 5:15 Achi, der Sohn Abdiels, des Sohnes Gunis, war das Oberhaupt ihres 
Stammhauses.
1CH 5:16 Und sie wohnten in Gilead, in Basan und in deren Drfern und in 
allen Weidepltzen Sarons bis an ihre Ausgnge.
1CH 5:17 Sie alle wurden nach ihren Geschlechtern aufgezeichnet zur Zeit 
Jotams, des Knigs von Juda, und Jerobeams, des Knigs von Israel.
1CH 5:18 Die Kinder Rubens und die Gaditer und der halbe Stamm Manasse, 
was tapfere Leute waren, Mnner, die Schild und Schwert fhrten und den 
Bogen spannten und des Krieges kundig waren, 44760 zum Heeresdienst 
ausgezogene [Mnner],
1CH 5:19 die fhrten Krieg mit den Hagaritern und mit Jetur und Naphisch 
und Nodab.
1CH 5:20 Und es ward ihnen geholfen wider sie, und die Hagariter und alle, 
die mit ihnen waren, wurden in ihre Hand gegeben; denn sie riefen im 
Streite zu Gott, und er lie sich von ihnen erbitten, weil sie auf ihn 
vertrauten.
1CH 5:21 Und sie fhrten ihr Vieh hinweg, 50000 Kamele, 250000 Schafe, 
2000 Esel, dazu 100000 Menschenseelen.
1CH 5:22 Denn es fielen viele Erschlagene, denn der Krieg war von Gott. 
Und sie wohnten an ihrer Statt bis zur Wegfhrung.
1CH 5:23 Und die Kinder des halben Stammes Manasse wohnten im Lande von 
Basan bis gen Baal-Hermon und bis zum Senir und dem Berge Hermon; sie 
waren zahlreich.
1CH 5:24 Und das waren die Oberhupter ihrer Stammhuser: Epher, Jischi, 
Eliel, Asriel, Jeremia, Hodawja und Jachdiel, Kriegshelden, Mnner von 
Namen, Hupter ihrer Stammhuser.
1CH 5:25 Aber sie fielen von dem Gott ihrer Vter ab und buhlten den 
Gttern der Vlker des Landes nach, welche Gott vor ihnen vertilgt hatte.
1CH 5:26 Da erweckte der Gott Israels den Geist Phuls, des Knigs von 
Assur, und den Geist Tiglat-Pilnesers, des Knigs von Assur, und fhrte 
die Rubeniter und die Gaditer und den halben Stamm Manasse gefangen hinweg 
und brachte sie nach Chalach und Chabor und nach Hara und dem Flusse 
Gosan, [und dort wohnen sie] bis auf diesen Tag.
1CH 6:1 Die Shne Levis: Gerson, Kahat und Merari. Und die Shne Kahats:
1CH 6:2 Amram, Jizhar, Hebron und Ussiel. Und die Shne Amrams:
1CH 6:3 Aaron, Mose; und Mirjam. Und die Shne Aarons: Nadab und Abihu, 
Eleasar und Itamar.
1CH 6:4 Eleasar zeugte Pinehas, Pinehas zeugte Abischua,
1CH 6:5 und Abischua zeugte Bukki, und Bukki zeugte Ussi,
1CH 6:6 und Ussi zeugte Serachja, Serachja zeugte Merajot,
1CH 6:7 Merajot zeugte Amarja, Amarja zeugte Achitub,
1CH 6:8 Achitub zeugte Zadok, Zadok zeugte Achimaaz,
1CH 6:9 Achimaaz zeugte Asarja, Asarja zeugte Jochanan,
1CH 6:10 Jochanan zeugte Asarja (das ist der, welcher Priester war im 
Hause, welches Salomo zu Jerusalem baute).
1CH 6:11 Und Asarja zeugte Amarja, und Amarja zeugte Achitub, Achitub 
zeugte Zadok,
1CH 6:12 Zadok zeugte Schallum,
1CH 6:13 Schallum zeugte Hilkija, Hilkija zeugte Asarja,
1CH 6:14 Asarja zeugte Seraja, Seraja zeugte Jozadak,
1CH 6:15 Jozadak aber zog weg, da der HERR Juda und Jerusalem durch 
Nebukadnezar wegfhrte.
1CH 6:16 Die Shne Levis: Gersom, Kahat und Merari.
1CH 6:17 Und das sind die Namen der Shne Gersoms: Libni und Simei.
1CH 6:18 Und die Shne Kahats: Amram und Jizhar und Hebron und Ussiel.
1CH 6:19 Die Shne Meraris: Machli und Muschi. Und das sind die 
Geschlechter der Leviten nach ihren Vtern: von Gersom:
1CH 6:20 sein Sohn Libni, dessen Sohn Jachat, dessen Sohn Simma,
1CH 6:21 dessen Sohn Joach, dessen Sohn Iddo, dessen Sohn Serach, dessen 
Sohn Jeatrai.
1CH 6:22 Die Shne Kahats: sein Sohn Amminadab, dessen Sohn Korah, dessen 
Sohn Assir,
1CH 6:23 dessen Sohn Elkana, dessen Sohn Ebjasaph,
1CH 6:24 dessen Sohn Assir, dessen Sohn Tachat, dessen Sohn Uriel, dessen 
Sohn Ussija, dessen Sohn Saul.
1CH 6:25 Und die Shne Elkanas: Amasai und Achimot,
1CH 6:26 dessen Sohn Elkana, dessen Sohn Elkana-Zophai,
1CH 6:27 dessen Sohn Nachat, dessen Sohn Eliab, dessen Sohn Jerocham, 
dessen Sohn Elkana.
1CH 6:28 Und die Shne Samuels: der Erstgeborene [Joel] und der zweite 
Abija.
1CH 6:29 Die Shne Meraris: Machli, dessen Sohn Libni, dessen Sohn Simei,
1CH 6:30 dessen Sohn Ussa, dessen Sohn Simea, dessen Sohn Chaggija, dessen 
Sohn Asaja.
1CH 6:31 Und diese sind es, welche David zum Gesang im Hause des HERRN 
bestellte, seitdem die Lade einen Ruheplatz hatte.
1CH 6:32 Und sie dienten mit Singen vor der Wohnung der Stiftshtte, bis 
Salomo das Haus des HERRN zu Jerusalem gebaut hatte, und standen nach 
ihrer Ordnung ihrem Dienste vor.
1CH 6:33 Und diese sind es und ihre Shne, die vorstanden: von den Shnen 
der Kahatiter: Heman, der Snger, der Sohn Joels, des Sohnes Samuels,
1CH 6:34 des Sohnes Elkanas, des Sohnes Jerochams, des Sohnes Eliels, des 
Sohnes Toachs,
1CH 6:35 des Sohnes Zuphs, des Sohnes Elkanas, des Sohnes Machats, des 
Sohnes Amasais,
1CH 6:36 des Sohnes Elkanas, des Sohnes Joels, des Sohnes Asarjas, des 
Sohnes Zephanjas,
1CH 6:37 des Sohnes Tachats, des Sohnes Assirs, des Sohnes Ebjasaphs, des 
Sohnes Korahs,
1CH 6:38 des Sohnes Jizhars, des Sohnes Kahats, des Sohnes Levis, des 
Sohnes Israels.
1CH 6:39 Und sein Bruder Asaph, der zu seiner Rechten stand: Asaph, der 
Sohn Berechjas, des Sohnes Schimeas,
1CH 6:40 des Sohnes Michaels, des Sohnes Baasejas,
1CH 6:41 des Sohnes Malkijas, des Sohnes Etnis, des Sohnes Serachs, des 
Sohnes Adajas,
1CH 6:42 des Sohnes Etans, des Sohnes Simmas, des Sohnes Simeis,
1CH 6:43 des Sohnes Jachats, des Sohnes Gersoms, des Sohnes Levis.
1CH 6:44 Und die Shne Meraris, ihre Brder, standen zur Linken: Etan, der 
Sohn Kischis, des Sohnes Abdis, des Sohnes Malluchs,
1CH 6:45 des Sohnes Chaschabjas, des Sohnes Amazjas, des Sohnes Hilkijas, 
des Sohnes Amzis,
1CH 6:46 des Sohnes Banis, des Sohnes Schemers,
1CH 6:47 des Sohnes Machlis, des Sohnes Muschis, des Sohnes Meraris, des 
Sohnes Levis.
1CH 6:48 Und ihre Brder, die Leviten, waren fr den gesamten Dienst der 
Wohnung des Hauses Gottes gegeben worden.
1CH 6:49 Und Aaron und seine Shne opferten auf dem Brandopferaltar und 
auf dem Rucheraltar, gem allem Dienst des Allerheiligsten, und fr 
Israel Shne zu erwirken, ganz so, wie Mose, der Knecht Gottes, geboten 
hatte.
1CH 6:50 Und das sind die Shne Aarons: sein Sohn Eleasar, dessen Sohn 
Pinehas, dessen Sohn Abischua,
1CH 6:51 dessen Sohn Bukki, dessen Sohn Ussi, dessen Sohn Serachja,
1CH 6:52 dessen Sohn Merajot, dessen Sohn Amarja, dessen Sohn Achitub,
1CH 6:53 dessen Sohn Zadok, dessen Sohn Achimaaz.
1CH 6:54 Und das sind ihre Wohnorte, nach ihren Gehften, in ihrem 
Gebiete: der Shne Aarons vom Geschlechte der Kahatiter (denn auf sie fiel 
das erste Los),
1CH 6:55 und man gab ihnen Hebron im Lande Juda und seine Weidepltze 
ringsum;
1CH 6:56 aber das Feld der Stadt und ihre Drfer gab man Kaleb, dem Sohne 
Jephunnes.
1CH 6:57 Und den Shnen Aarons gab man die Freistdte Hebron und Libna und 
deren Weidepltze, und Jatir und Eschtemoa und deren Weidepltze, und 
Chilen und seine Weidepltze
1CH 6:58 und Debir und seine Weidepltze,
1CH 6:59 und Aschan und seine Weidepltze und Beth-Semes und seine 
Weidepltze.
1CH 6:60 Sodann vom Stamme Benjamin: Geba und seine Weidepltze und 
Allemet und seine Weidepltze und Anatot und seine Weidepltze. Aller 
ihrer Stdte waren dreizehn, nach ihren Geschlechtern.
1CH 6:61 Und den brigen Nachkommen Kahats gab man von den Geschlechtern 
des Stammes Ephraim und vom Stamme Dan und vom halben Stamme Manasse 
durchs Los zehn Stdte;
1CH 6:62 und den Kindern Gersom nach ihren Geschlechtern [gab man] vom 
Stamme Issaschar und vom Stamme Asser und vom Stamme Naphtali und vom 
Stamme Manasse in Basan dreizehn Stdte.
1CH 6:63 Den Kindern Merari nach ihren Geschlechtern [gab man] vom Stamme 
Ruben und vom Stamme Gad und vom Stamme Sebulon durchs Los zwlf Stdte.
1CH 6:64 Und so gaben die Kinder Israel den Leviten die Stdte und ihre 
Weidepltze.
1CH 6:65 Und sie gaben durchs Los vom Stamme der Kinder Juda und vom 
Stamme der Kinder Simeon und vom Stamme der Kinder Benjamin diese Stdte, 
die sie mit Namen nannten.
1CH 6:66 Den brigen Geschlechtern der Nachkommen Kahats fielen die 
Ortschaften ihres Loses im Stamme Ephraim zu.
1CH 6:67 Und man gab ihnen die Freistdte: Sichem und seine Weidepltze 
auf dem Gebirge Ephraim, und Geser und seine Weidepltze,
1CH 6:68 Jokmeam und seine Weidepltze, und Beth-Horon und seine 
Weidepltze,
1CH 6:69 und Ajalon und seine Weidepltze, und Gat-Rimmon und seine 
Weidepltze,
1CH 6:70 und vom halben Stamm Manasse Aner und seine Weidepltze, und 
Bileam und seine Weidepltze (dem Geschlechte der brigen Nachkommen 
Kahats).
1CH 6:71 Den Kindern Gersoms: vom Geschlechte des halben Stammes Manasse: 
Golan in Basan und seine Weidepltze, und Aschtarot und seine Weidepltze;
1CH 6:72 und vom Stamme Issaschar: Kedesch und seine Weidepltze, und 
Dabrat und seine Weidepltze,
1CH 6:73 und Ramot und seine Weidepltze, und Anem und seine Weidepltze;
1CH 6:74 und vom Stamme Asser: Maschall und seine Weidepltze, und Abdon 
und seine Weidepltze,
1CH 6:75 und Chukok und seine Weidepltze, und Rechob und seine 
Weidepltze,
1CH 6:76 und vom Stamme Naphtali: Kedesch in Galila und seine Weidepltze 
und Chammon und seine Weidepltze und Kirjataim und seine Weidepltze.
1CH 6:77 Den Kindern Meraris, den noch brigen Leviten, gab man vom Stamme 
Sebulon: Rimmono und seine Weidepltze, und Tabor und seine Weidepltze;
1CH 6:78 und jenseits des Jordan, bei Jericho, stlich vom Jordan, vom 
Stamme Ruben: Bezer in der Wste und seine Weidepltze, und Jahza und 
seine Weidepltze,
1CH 6:79 und Kedemot und seine Weidepltze, und Mephaat und seine 
Weidepltze;
1CH 6:80 und vom Stamme Gad: Ramot in Gilead und seine Weidepltze, und 
Machanaim und seine Weidepltze.
1CH 6:81 und Hesbon und seine Weidepltze, und Jaeser und seine 
Weidepltze.
1CH 7:1 Und die Shne Issaschars waren: Tola und Pua, Jaschub und 
Schimron, ihrer vier.
1CH 7:2 Und die Shne Tolas: Ussi, Rephaja, Jeriel, Jachmai, Jibsam und 
Samuel, Hupter ihrer Stammhuser, von Tola, tapfere Mnner nach ihren 
Geschlechtern; ihre Zahl war zur Zeit Davids 22600.
1CH 7:3 und die Shne Ussis: Jisrachja. Und die Shne Jisrachjas: Michael 
und Obadja und Joel, Jischia, ihrer fnf, lauter Hupter.
1CH 7:4 Und bei ihnen waren nach ihren Geschlechtern, nach ihren 
Stammhusern, an Kriegstruppen 36000 Mann; denn sie hatten viele Frauen 
und Shne.
1CH 7:5 Und ihre Brder in allen Geschlechtern Issaschars waren tapfere 
Mnner; 87000 waren insgesamt eingetragen.
1CH 7:6 Benjamin: Bela und Becher und Jediael, ihrer drei.
1CH 7:7 Und die Shne Belas: Ezbon, Ussi, Ussiel, Jerimot und Iri, ihrer 
fnf, Hupter ihrer Stammhuser, tapfere Mnner: 22034 waren eingetragen.
1CH 7:8 Und die Shne Bechers: Semira, Joas, Elieser, Eljoenai, Omri, 
Jeremot, Abija, Anatot und Alemet: alle diese waren Shne Bechers,
1CH 7:9 und das Verzeichnis nach ihren Geschlechtern, den Huptern ihrer 
Stammhuser, ergab an tapferen Mnnern 20200. Und die Shne Jediaels: 
Bilhan.
1CH 7:10 Und die Shne Bilhans: Jeusch, Benjamin, Ehud, Kenaana, Setan, 
Tarschisch und Achischachar.
1CH 7:11 Alle diese waren Shne Jediaels, nach den Stammhuptern, tapfere 
Mnner, 17200, bereit, zum Kriege auszuziehen.
1CH 7:12 Und Schuppim und Chuppim waren die Shne Irs; Chuschim die Shne 
Achers.
1CH 7:13 Die Shne Naphtalis: Jachziel, Guni, Jezer und Schallum, die 
Shne der Bilha.
1CH 7:14 Die Shne Manasses: Asriel, welchen seine aramische Nebenfrau 
gebar; sie gebar Machir, den Vater Gileads.
1CH 7:15 Und Machir nahm ein Weib von Chuppim und Schuppim, und der Name 
seiner Schwester war Maacha, und der Name des zweiten Sohnes war 
Zelophchad, und Zelophchad hatte Tchter.
1CH 7:16 Und Maacha, das Weib Machirs, gebar einen Sohn und nannte ihn 
Peresch; und der Name seines Bruders war Scheresch, und seine Shne waren 
Ulam und Rekem.
1CH 7:17 Und die Shne Ulams: Bedan. Das sind die Shne Gileads, des 
Sohnes Machirs, des Sohnes Manasses.
1CH 7:18 Und seine Schwester Hammolechet gebar Ischhod und Abieser und 
Machla.
1CH 7:19 Und die Shne Semidas waren: Achjan und Sichem und Likchi und 
Aniam.
1CH 7:20 Und die Shne Ephraims: Schutelach; und dessen Sohn Bered und 
dessen Sohn Tachat, und dessen Sohn Elada,
1CH 7:21 und dessen Sohn Tachat, und dessen Sohn Sabad und dessen Sohn 
Schutelach; ferner Eser und Elad. Und es ermordeten sie die Mnner von 
Gat, die Eingeborenen des Landes; denn sie waren hinabgezogen, ihre Herden 
wegzunehmen.
1CH 7:22 Und Ephraim, ihr Vater, trauerte lange Zeit, und es kamen seine 
Brder, ihn zu trsten.
1CH 7:23 Und er ging ein zu seinem Weibe, und sie empfing und gebar einen 
Sohn, und er nannte seinen Namen Beria, weil Unglck sein Haus getroffen 
hatte.
1CH 7:24 Und seine Tochter war Scheera, die baute Betchoron, das untere 
und das obere, und Ussen-Scheera.
1CH 7:25 Und Rephach war sein Sohn; dessen Sohn Rescheph und Telach, und 
dessen Sohn Tachan,
1CH 7:26 dessen Sohn Ladan, dessen Sohn Ammichud, dessen Sohn Elischama,
1CH 7:27 dessen Sohn Non, dessen Sohn Josua.
1CH 7:28 Und ihr Eigentum und ihre Wohnungen waren Bethel und seine 
Drfer, gegen Aufgang Naaran, gegen Untergang Geser und seine Drfer, 
Sichem und seine Drfer, bis nach Gassa und seinen Drfern;
1CH 7:29 und nach der Seite der Shne Manasses waren Beth-Schean und seine 
Drfer, Taanach und seine Drfer, Megiddo und seine Drfer, Dor und seine 
Drfer. Darin wohnten die Kinder Josephs, des Sohnes Israels.
1CH 7:30 Die Shne Assers: Jimna und Jischwa und Jischwi und Beria; und 
Serach, ihre Schwester.
1CH 7:31 Und die Shne Berias: Cheber und Malkiel, das ist der Vater 
Birsajits.
1CH 7:32 Und Cheber zeugte Japhlet und Schomer und Chotam und Schua, ihre 
Schwester.
1CH 7:33 Und die Shne Japhlets: Pasach und Bimhal und Aschwat. Das sind 
die Shne Japhlets.
1CH 7:34 Und die Shne Schemers: Achi und Rohga und Chubba und Aram.
1CH 7:35 Und der Sohn Helems, seines Bruders: Zophach und Jimna und 
Schelesch und Amal.
1CH 7:36 Die Shne Zophachs: Suach und Charnepher und Schual und Beri und 
Jimra,
1CH 7:37 Bezer und Hod und Schamma und Schilscha und Jitran und Beera.
1CH 7:38 Und die Shne Jeters: Jephunne und Pispa und Ara.
1CH 7:39 Und die Shne Ullas: Arach und Channiel und Rizja.
1CH 7:40 Alle diese waren Shne Assers, Hupter der Stammhuser, 
auserlesene, tapfere Mnner, Hupter der Frsten. Und von ihnen waren 
eingetragen fr den Kriegsdienst 26000 Mann.
1CH 8:1 Und Benjamin zeugte Bela, seinen Erstgeborenen, Aschbel, den 
zweiten [Sohn],
1CH 8:2 Achrach, den dritten, Noha, den vierten, und Rapha, den fnften.
1CH 8:3 Und Bela hatte Shne: Addar, Gera, Abichud,
1CH 8:4 Abischua, Naaman, Achoach,
1CH 8:5 Gera, Schephuphan und Churam.
1CH 8:6 Und das sind die Shne Echuds; diese waren Stammhupter der 
Einwohner von Geba, und man fhrte sie weg nach Manachat:
1CH 8:7 nmlich Naaman und Achija und Gera, dieser fhrte sie weg: und er 
zeugte Ussa und Achichud.
1CH 8:8 Und Schacharaim zeugte im Gefilde Moab, seit er sie, seine Frauen 
Chuschim und Baara, entlassen hatte,
1CH 8:9 und er zeugte mit Chodesch, seinem Weibe, Jobab, Zibja, Mescha, 
Malkam,
1CH 8:10 Jeuz, Sachja und Mirma. Das sind seine Shne, Stammhupter.
1CH 8:11 Und mit Chuschim zeugte er Abitub und Elpaal.
1CH 8:12 Und die Shne Elpaals: Eber und Mischam und Schemer; dieser baute 
Ono und Lod und ihre Drfer.
1CH 8:13 Und Beria und Schema waren die Stammhupter der Einwohner von 
Ajalon, sie jagten die Einwohner von Gat in die Flucht.
1CH 8:14 Und Achjo, Schaschak, Jeremot,
1CH 8:15 Sebadja, Arad, Eder,
1CH 8:16 Michael, Jischpa und Jocha sind die Shne Berias.
1CH 8:17 Und Sebadja, Meschullam, Chiski, Cheber,
1CH 8:18 Jischmerai, Jislia und Jobab sind die Shne Elpaals.
1CH 8:19 Und Jakim, Sichri, Sabdi,
1CH 8:20 Elienai, Zilletai und Eliel,
1CH 8:21 Adaja, Beraja und Schimrat sind die Shne Simeis.
1CH 8:22 Und Jischpan, Eber und Eliel,
1CH 8:23 Abdon, Sichri und Chanan,
1CH 8:24 Chananja, Elam und Antotija,
1CH 8:25 Jiphdeja und Penuel sind die Shne Schaschaks.
1CH 8:26 Und Schamscherai und Schecharja, Atalja,
1CH 8:27 Jaareschia, Elija und Sichri sind die Shne Jerochams.
1CH 8:28 Diese sind Stammhupter nach ihren Geschlechtern, Oberhupter; 
diese wohnten zu Jerusalem.
1CH 8:29 Und zu Gibeon wohnte der Vater Gibeons, und der Name seines 
Weibes war Maacha.
1CH 8:30 Und sein erstgeborener Sohn war Abdon, und die brigen Zur und 
Kis, Baal, Nadab,
1CH 8:31 Gedor, Achjo und Secher.
1CH 8:32 Und Miklot zeugte Schimea, und auch sie wohnten ihren Brdern 
gegenber zu Jerusalem, bei ihren Brdern.
1CH 8:33 Und Ner zeugte Kis, und Kis zeugte Saul, Saul zeugte Jonatan und 
Malkischua und Abinadab und Eschbaal.
1CH 8:34 Und der Sohn Jonatans war Meribbaal und Meribbaal zeugte Micha.
1CH 8:35 Und die Shne Michas sind: Piton und Melech und Tarea und Achas.
1CH 8:36 Und Achas zeugte Joadda, und Joadda zeugte Alemet, Asmavet und 
Simri; Simri zeugte Moza,
1CH 8:37 Moza zeugte Binea, dessen Sohn Rapha, dessen Sohn Elasa, dessen 
Sohn Azel.
1CH 8:38 Und Azel hatte sechs Shne, und das sind ihre Namen: Asrikam, 
Bochru, Jismael, Schearja, Obadja und Chanan. Alle diese waren Shne Azels.
1CH 8:39 Und die Shne Escheks, seines Bruders: Ulam, sein Erstgeborener, 
Jeusch, der zweite, und Eliphelet, der dritte.
1CH 8:40 Und die Shne Ulams waren tapfere Mnner, Bogenschtzen, und 
hatten viele Shne und Enkel, 150. Alle diese sind von den Kindern 
Benjamin.
1CH 9:1 Ganz Israel aber wurde nach seinen Geschlechtern verzeichnet, und 
siehe, sie sind eingeschrieben im Buche der Knige von Israel. Und Juda 
ward nach Babel weggefhrt um seiner Untreue willen.
1CH 9:2 Und die frheren Einwohner, die in ihrem Eigentum, in ihren 
Stdten wohnten, waren Israeliten, die Priester, die Leviten und die 
Tempeldiener.
1CH 9:3 Und zu Jerusalem wohnten von den Kindern Juda und von den Kindern 
Benjamin und von den Kindern Ephraim und Manasse:
1CH 9:4 Utai, der Sohn Ammihuds, des Sohnes Omris, des Sohnes Imris, des 
Sohnes Banis, von den Shnen des Perez, des Sohnes Judas.
1CH 9:5 Und von den Schilonitern: Asaja, der Erstgeborene, und seine Shne.
1CH 9:6 Und von den Shnen Serahs: Jeuel und seine Brder, 690.
1CH 9:7 Und von den Kindern Benjamin: Sallu, der Sohn Meschullams, des 
Sohnes Hodawjas, des Sohnes Hassenuas;
1CH 9:8 und Jibneja, der Sohn Jerochams, und Ela, der Sohn Ussis, des 
Sohnes Michris, und Meschullam, der Sohn Sephatjas, des Sohnes Reguels, 
des Sohnes Jibnijas;
1CH 9:9 und ihre Brder nach ihren Geschlechtern, 956. Alle diese Mnner 
waren Stammhupter ihrer Stammhuser.
1CH 9:10 Und von den Priestern: Jedaja und Jojarib und Jachin, und Asarja,
1CH 9:11 der Sohn Hilkijas, des Sohnes Meschullams, des Sohnes Zadoks, des 
Sohnes Merajots, des Sohnes Achitubs, Vorsteher des Hauses Gottes;
1CH 9:12 und Adaja, der Sohn Jerochams, des Sohnes Paschhurs, des Sohnes 
Malkijas, und Maasai, der Sohn Adiels, des Sohnes Jachseras, des Sohnes 
Meschullams, des Sohnes Meschillemits, des Sohnes Immers;
1CH 9:13 und ihre Brder, Hupter ihrer Stammhuser: 1760, wackere Mnner 
im Geschft des Dienstes des Hauses Gottes.
1CH 9:14 Und von den Leviten: Schemaja, der Sohn Chaschubs, des Sohnes 
Asrikams, des Sohnes Chaschabjas, von den Shnen Meraris;
1CH 9:15 und Bakbakar, Cheresch, Galal und Mattanja, der Sohn Michas, des 
Sohnes Sichris, des Sohnes Asaphs;
1CH 9:16 und Obadja, der Sohn Schemajas, des Sohnes Galals, des Sohnes 
Jedutuns; und Berechja, der Sohn Asas, des Sohnes Elkanas, der da wohnte 
in den Drfern der Netophatiter.
1CH 9:17 Und die Torhter: Schallum und Akkub und Talmon und Achiman und 
ihre Brder; Schallum war das Haupt;
1CH 9:18 und bis jetzt sind sie am Knigstore gegen Aufgang, sie, die 
Torhter des Lagers der Kinder Levi.
1CH 9:19 Und Schallum, der Sohn Kores, des Sohnes Ebjasaphs, des Sohnes 
Korahs, und seine Brder vom Hause seines Vaters, die Korahiter, waren bei 
der Besorgung des Dienstes Schwellenhter des Zeltes, und ihre Vter waren 
im Lager des HERRN Hter des Eingangs gewesen.
1CH 9:20 Und Pinehas, der Sohn Eleasars, war vor Zeiten Frst ber sie; 
der HERR sei mit ihm!
1CH 9:21 Secharja, der Sohn Meschelemjas, war Torhter an der Tr der 
Stiftshtte.
1CH 9:22 Die Gesamtzahl derer, die auserlesen waren zu Torhtern an den 
Schwellen, betrug 212. Sie wurden in ihren Drfern eingetragen; David und 
Samuel, der Seher, hatten sie eingesetzt in ihre Vertrauensstellung.
1CH 9:23 Und sie und ihre Shne hielten an den Toren des Hauses des HERRN, 
an der Zeltwohnung, Wache.
1CH 9:24 Nach den vier Winden sollten die Torhter stehen, gegen Aufgang, 
gegen Abend, gegen Mitternacht und gegen Mittag.
1CH 9:25 Und ihre Brder in ihren Drfern hatten je fr sieben Tage, von 
Termin zu Termin, zu ihnen zu kommen.
1CH 9:26 Denn sie hatten einen Vertrauensposten, die vier Vorsteher der 
Trhter; sie waren Leviten; sie waren auch ber die Zellen und ber die 
Schtze des Hauses Gottes gesetzt.
1CH 9:27 Und sie bernachteten in der Umgebung des Hauses Gottes; denn 
ihnen lag die Wache ob, und sie hatten jeden Morgen aufzuschlieen.
1CH 9:28 Und etliche von ihnen waren [bestellt] ber die Gerte des 
[Gottes-]Dienstes; denn abgezhlt brachten sie sie hinein, und nach der 
Zahl taten sie sie heraus.
1CH 9:29 Und etliche von ihnen waren ber die Gerte gesetzt, ber alle 
heiligen Gerte und ber das Feinmehl und den Wein und das l und den 
Weihrauch und die Spezereien.
1CH 9:30 Und etliche von den Shnen der Priester mischten Salbl fr die 
Spezereien.
1CH 9:31 Und dem Mattitja aus den Leviten (er war der Erstgeborene 
Schallums, des Korahiters), war das Pfannen-Backwerk anvertraut.
1CH 9:32 Und etliche von den Kindern der Kahatiter, von ihren Brdern, 
waren ber die Schaubrote gesetzt, sie zuzurichten, Sabbat fr Sabbat.
1CH 9:33 Und jene, die Snger, Stammhupter der Leviten, wohnten frei in 
den Zellen; denn Tag und Nacht liegt ihnen der Dienst ob.
1CH 9:34 Das sind die Stammhupter der Leviten, nach ihren Geschlechtern, 
Oberhupter; diese wohnten zu Jerusalem.
1CH 9:35 Und zu Gibeon wohnten: der Vater Gibeons, Jeiel; sein Weib hie 
Maacha.
1CH 9:36 Und sein Sohn, der Erstgeborene, war Abdon, und Zur und Kis und 
Baal und Ner und Nadab
1CH 9:37 und Gedor und Achjo und Sacharja und Miklot.
1CH 9:38 Und Miklot zeugte Schimeam, und auch diese wohnten ihren Brdern 
gegenber zu Jerusalem, bei ihren Brdern.
1CH 9:39 Und Ner zeugte Kis und Kis zeugte Saul, und Saul zeugte Jonatan 
und Malkischua und Abinadab und Eschbaal.
1CH 9:40 Und der Sohn Jonatans war Meribbaal, und Meribbaal zeugte Micha.
1CH 9:41 Und die Shne Michas: Piton und Melech und Tachrea, [und Achas].
1CH 9:42 Und Achas zeugte Jara, und Jara zeugte Alemet und Asmavet und 
Simri, und Simri zeugte Moza.
1CH 9:43 Moza zeugte Binea, und dessen Sohn war Rephaja, dessen Sohn 
Elasa, dessen Sohn Azel.
1CH 9:44 Und Azel hatte sechs Shne, und das sind ihre Namen: Asrikam, 
Bochru, Jismael, Schearja, Obadja und Chanan. Das waren die Shne Azels.
1CH 10:1 Die Philister stritten wider Israel, und die Mnner Israels 
flohen vor den Philistern und fielen erschlagen auf dem Berge Gilboa.
1CH 10:2 Aber die Philister setzten Saul und seinen Shnen nach; und die 
Philister schlugen Jonatan und Abinadab und Malchischua, die Shne Sauls.
1CH 10:3 Und der Streit ward so hart wider Saul, da die Bogenschtzen ihn 
trafen und er von den Schtzen verwundet ward.
1CH 10:4 Da sprach Saul zu seinem Waffentrger: Ziehe dein Schwert aus und 
erstich mich damit, da diese Unbeschnittenen nicht kommen und Gesptt mit 
mir treiben! Aber sein Waffentrger wollte nicht, denn er frchtete sich 
sehr. Da nahm Saul das Schwert und strzte sich darein.
1CH 10:5 Als aber sein Waffentrger sah, da Saul tot war, strzte auch er 
sich in sein Schwert und starb.
1CH 10:6 Also starben Saul und seine drei Shne und sein ganzes Haus 
miteinander.
1CH 10:7 Als aber alle Mnner Israels, die im Tale waren, sahen, da sie 
geflohen und Saul und seine Shne tot waren, verlieen sie ihre Stdte und 
flohen; da kamen die Philister und wohnten darin.
1CH 10:8 Am folgenden Tage kamen die Philister, um die Erschlagenen 
auszuziehen, und fanden Saul und seine Shne auf dem Berge Gilboa liegen.
1CH 10:9 Und sie zogen ihn aus und nahmen sein Haupt und seine Waffen und 
lieen ringsum im Land der Philister diese frohe Botschaft ihren Gtzen 
und dem Volke verkndigen.
1CH 10:10 Und sie legten seine Waffen in das Haus ihres Gottes, und seinen 
Schdel hefteten sie an das Haus Dagons.
1CH 10:11 Als aber alle Einwohner zu Jabes in Gilead hrten, was die 
Philister dem Saul alles getan hatten,
1CH 10:12 machten sich smtliche streitbaren Mnner auf und nahmen den 
Leichnam Sauls und die Leichname seiner Shne und brachten sie nach Jabes 
und begruben ihre Gebeine unter der Tamariske zu Jabes und fasteten sieben 
Tage lang.
1CH 10:13 Also starb Saul in seiner Missetat, die er wider den HERRN 
begangen hatte, wegen des Wortes des HERRN, das er nicht hielt; und weil 
er die Totenbeschwrerin befragt,
1CH 10:14 den HERRN aber nicht befragt hatte, darum ttete er ihn und 
wandte das Knigreich David, dem Sohn Isais, zu.
1CH 11:1 Und ganz Israel versammelte sich zu David gen Hebron und sprach: 
Siehe, wir sind dein Gebein und dein Fleisch!
1CH 11:2 Auch zuvor, als Saul Knig war, fhrtest du Israel aus und ein. 
Und der HERR, dein Gott, hat zu dir gesagt: Du sollst mein Volk Israel 
weiden, und du sollst Frst sein ber mein Volk Israel!
1CH 11:3 Auch alle ltesten Israels kamen zum Knig gen Hebron. Und David 
machte einen Bund mit ihnen zu Hebron vor dem HERRN. Und sie salbten David 
zum Knig ber Israel, nach dem Worte des HERRN durch Samuel.
1CH 11:4 Und David und ganz Israel zogen nach Jerusalem, das ist Jebus; 
denn die Jebusiter wohnten daselbst im Lande.
1CH 11:5 Und die Brger zu Jebus sprachen zu David: Du sollst nicht 
hereinkommen! David aber eroberte die Burg Zion, das ist Davids Stadt.
1CH 11:6 Denn David sprach: Wer die Jebusiter zuerst schlgt, der soll 
Haupt und Oberster sein! Da erstieg sie zuerst Joab, der Sohn der Zeruja, 
und ward Hauptmann.
1CH 11:7 David aber wohnte auf der Burg; daher heit man sie Davids Stadt.
1CH 11:8 Und er baute die Stadt, vom Millo an ringsum, whrend Joab die 
brige Stadt wieder herstellte.
1CH 11:9 Und David nahm immer mehr zu und ward gro, und der HERR der 
Heerscharen war mit ihm.
1CH 11:10 Und dies sind die Obersten von Davids Helden, die mit ganz 
Israel ihm krftig beistanden bei seiner Erhebung zur Knigswrde, da man 
ihn zum Knig machte nach dem Worte des HERRN ber Israel.
1CH 11:11 Dies ist die Zahl der Helden Davids: Jasobeam, der Sohn 
Hachmonis, Haupt der Wagenkmpfer. Dieser hob seinen Speer auf wider 
dreihundert, die auf einmal erschlagen wurden.
1CH 11:12 Nach ihm war Eleasar, der Sohn Dodos, der Achochiter; der war 
unter den drei Helden.
1CH 11:13 Er war auch mit David zu Pas-Dammim, als die Philister sich dort 
zum Streite versammelt hatten. Nun war daselbst ein Stck Acker voll 
Gerste. Und das Volk floh vor den Philistern.
1CH 11:14 Da traten sie mitten auf das Stck und erretteten es und 
schlugen die Philister. Und der HERR gab groes Heil.
1CH 11:15 berdies zogen drei aus den dreiig Vornehmsten zum Felsen 
hinab, zu David in die Hhle Adullam, als das Lager der Philister im 
Grunde Rephaim lag.
1CH 11:16 David aber war damals auf der Berghhe; und die Besatzung der 
Philister war damals zu Bethlehem.
1CH 11:17 Und David hatte ein Gelste und sprach: Wer will mir Wasser zu 
trinken geben aus dem Brunnen unter dem Tor zu Bethlehem?
1CH 11:18 Da brachen die drei durch das Lager der Philister und schpften 
von dem Wasser aus dem Brunnen unter dem Tor zu Bethlehem und brachten es 
David. David aber wollte es nicht trinken, sondern opferte es dem HERRN 
und sprach:
1CH 11:19 Das lasse mein Gott ferne von mir sein, da ich solches tue! 
Sollte ich das Blut dieser Mnner trinken, [die] auf Gefahr ihres Lebens 
[hingegangen sind]? Denn mit Gefahr ihres Lebens haben sie es hergebracht! 
Darum wollte er's nicht trinken. Das taten diese drei Helden.
1CH 11:20 Abisai, der Bruder Joabs, war der Vornehmste unter den Dreien. 
Der hob auch seinen Speer auf und erschlug dreihundert. Und er war unter 
den Dreien berhmt.
1CH 11:21 Unter diesen Dreien der zweiten Ordnung war er der Herrlichste 
und war ihr Oberster. Aber an jene [ersten] Drei reichte er nicht.
1CH 11:22 Benaja, der Sohn Jojadas, eines tapfern Mannes Sohn, gro von 
Taten, von Kabzeel; derselbe erschlug die zwei Gotteslwen von Moab und 
ging hinab und erschlug einen Lwen mitten in einer Grube zur Schneezeit.
1CH 11:23 Er erschlug auch einen gyptischen Mann, der war fnf Ellen lang 
und hatte einen Speer in der Hand, wie ein Weberbaum; und er ging mit 
einem Stecken zu ihm hinab und ri ihm den Speer aus der Hand und ttete 
ihn mit seinem eigenen Speer.
1CH 11:24 Das tat Benaja, der Sohn Jojadas, und war berhmt unter den drei 
Helden.
1CH 11:25 Siehe, er war der Herrlichste unter den Dreiig; aber an die 
[ersten] Drei reichte er nicht. Und David setzte ihn ber seine Leibwache.
1CH 11:26 Die streitbaren Kriegshelden aber sind diese: Asahel, der Bruder 
Joabs; Elchanan, der Sohn Dodos, von Bethlehem;
1CH 11:27 Sammot, der Haroriter; Chelez, der Peloniter;
1CH 11:28 Ira, der Sohn Ikkeschs, der Tekoiter; Abieser, der Anatotiter,
1CH 11:29 Sibbechai, der Chusatiter; Ilai, der Achochiter;
1CH 11:30 Macherai, der Netophatiter; Cheled, der Sohn Baanas, der 
Netophatiter;
1CH 11:31 Itai, der Sohn Ribais, von Gibea der Kinder Benjamin; Benaja, 
der Piratoniter;
1CH 11:32 Churai, von den Tlern Gaschs; Abiel, der Arabatiter;
1CH 11:33 Asmavet, der Baharumiter; Eljachba, der Saalboniter.
1CH 11:34 Die Shne Hasems, des Gisoniters; Jonatan, der Sohn Sages, der 
Harariter;
1CH 11:35 Achiam, der Sohn Sachars, der Harariter; Eliphal, der Sohn Urs.
1CH 11:36 Hepher, der Mecheratiter. Achia, der Peloniter.
1CH 11:37 Hezro, der Karmeliter. Naarai, der Sohn Esbais;
1CH 11:38 Joel, der Bruder Natans; Mibhar, der Sohn Hagris.
1CH 11:39 Zelek, der Ammoniter. Naherai, der Berotiter, der Waffentrger 
Joabs, des Sohnes der Zeruja.
1CH 11:40 Ira, der Jitriter. Gareb, der Jitriter.
1CH 11:41 Uria, der Hetiter. Sabad, der Sohn Achalais.
1CH 11:42 Adina, der Sohn Sisas, der Rubeniter, ein Hauptmann der 
Rubeniter, und mit ihm waren dreiig.
1CH 11:43 Chanan, der Sohn Maachas. Josaphat, der Mitniter.
1CH 11:44 Ussia, der Astrotiter, Sama und Jehiel, die Shne Hotams, des 
Aroeriters.
1CH 11:45 Jediael, der Sohn Simris, und Joha, sein Bruder, der Tiziter.
1CH 11:46 Eliel, der Mahaviter, Jeribai und Josawja, die Shne Elnaams, 
Jitma, der Moabiter.
1CH 11:47 Eliel, Obed, Jaasiel von Mezobaja.
1CH 12:1 Und das sind die, welche zu David gen Ziklag kamen, als er sich 
noch vor Saul, dem Sohne des Kis, verbergen mute; sie waren auch unter 
den Helden, die im Kriege halfen.
1CH 12:2 Sie waren bewaffnet mit Bogen und gebt, mit der Rechten und mit 
der Linken Steine zu werfen, auch mit dem Bogen Pfeile zu schieen; sie 
waren von den Brdern Sauls, aus Benjamin.
1CH 12:3 Das Haupt war Achieser, und Joas, Shne Semahas, des Gibeatiters; 
Jesiel und Pelet, die Shne Asmavets; Beracha und Jehu, der Anatotiter.
1CH 12:4 Jismaja, der Gibeoniter, ein Gewaltiger unter den Dreiig, ja, 
ber die Dreiig. Jeremia, Jahasiel, Johanan, Josabad, der Gederatiter.
1CH 12:5 Elusai, Jerimot, Bealja, Semarja, Sephatja, der Hariphiter.
1CH 12:6 Elkana, Jischija, Asareel, Joeser, Jasobeam, die Korhiter.
1CH 12:7 Joela und Sebadja, die Shne Jerohams, von Gedor.
1CH 12:8 Auch von den Gaditern sonderten sich etliche aus zu David auf die 
Berghhe in der Wste, starke Helden und Kriegsleute, die Schilde und 
Speere fhrten; deren Angesichter waren wie die Angesichter der Lwen, und 
sie waren so schnell wie die Gazellen auf den Bergen.
1CH 12:9 Der erste hie Geser, der zweite Obadja, der dritte Eliab;
1CH 12:10 der vierte Mismanna, der fnfte Jeremia;
1CH 12:11 der sechste Atai; der siebente Eliel;
1CH 12:12 der achte Johanan; der neunte Elsabad;
1CH 12:13 der zehnte Jeremia; der elfte Machbannai.
1CH 12:14 Diese waren von den Kindern Gad, Hupter im Heer; der kleinste 
unter ihnen nahm es mit hundert, der grte mit tausend auf.
1CH 12:15 Diese sind es, die im ersten Monat ber den Jordan gingen, als 
er alle seine Ufer berflutet hatte, und verjagten alle, die in den Tlern 
gegen Morgen und Abend wohnten.
1CH 12:16 Es kamen auch von den Kindern Benjamin und Juda auf die 
Bergfeste zu David.
1CH 12:17 Und David ging zu ihnen hinaus und sprach: Seid ihr in 
friedlicher Absicht zu mir gekommen, um mir zu helfen, so soll mein Herz 
mit euch einig sein; wenn aber, um mich meinen Feinden zu verraten, da 
doch kein Frevel in meinen Hnden ist, so sehe der Gott unsrer Vter 
darein und strafe es!
1CH 12:18 Da kam der Geist ber Amasai, das Haupt der Dreiig; der sagte: 
Dein sind wir, David, und mit dir halten wir's, du Sohn Isais: Friede, 
Friede sei mit dir und Friede mit deinen Helfern; denn dein Gott hilft 
dir! Also nahm sie David an und setzte sie zu Huptern ber die 
Kriegsleute.
1CH 12:19 Und von Manasse gingen zu David ber, als er mit den Philistern 
wider Saul in den Streit zog und ihnen doch nicht helfen durfte; denn die 
Frsten der Philister schickten ihn nach gehaltenem Rat fort, indem sie 
sprachen: Es knnte uns den Kopf kosten, wenn er zu Saul, seinem Herrn, 
berliefe!
1CH 12:20 Als er dann nach Ziklag zog, schlossen sich ihm von Manasse an: 
Adna, Josabad, Jediael, Michael, Josabad, Elihu und Ziletai, Hupter ber 
Tausendschaften in Manasse.
1CH 12:21 Und sie halfen David wider die Streifschar; denn sie waren alle 
tapfere Helden und wurden Oberste ber das Heer.
1CH 12:22 Auch kamen alle Tage etliche zu David, ihm zu helfen, bis es ein 
groes Heer ward, wie ein Heer Gottes.
1CH 12:23 Und dies ist die Zahl der Hauptleute ber die zum Heeresdienst 
Gersteten, die zu David gen Hebron kamen, um ihm das Knigreich Sauls 
zuzuwenden, nach dem Worte des HERRN:
1CH 12:24 von den Kindern Juda, die Schild und Speer trugen: 6800 zum 
Krieg Gerstete;
1CH 12:25 von den Kindern Simeon an tapferen Helden fr den Krieg: 7100;
1CH 12:26 von den Kindern Levi: 4600;
1CH 12:27 dazu Jojada, der Frst [der Nachkommen] von Aaron mit 3700 Mann;
1CH 12:28 Zadok, ein junger Mann, ein tapferer Held, mit seines Vaters 
Haus, zweiundzwanzig Oberste.
1CH 12:29 Von den Kindern Benjamin, den Brdern Sauls: 3000; denn bis auf 
diese Zeit hielten ihrer viele es noch mit dem Hause Sauls;
1CH 12:30 von den Kindern Ephraim: 20800 tapfere Helden und berhmte 
Mnner im Hause ihrer Vter;
1CH 12:31 von dem halben Stamme Manasse: 18000, die mit Namen genannt 
wurden, da sie kmen, um David zum Knig zu machen;
1CH 12:32 von den Kindern Issaschar, die sich auf die Zeiten verstanden, 
um zu wissen, was Israel tun sollte: zweihundert Hauptleute; und alle ihre 
Brder folgten ihrem Wort;
1CH 12:33 von Sebulon, von denen, die in das Heer zogen, mit allerlei 
Kriegswaffen zum Kampf gerstet: 50000, bereit, ohne Doppelherzigkeit sich 
einzureihen;
1CH 12:34 von Naphtali: tausend Oberste und mit ihnen, die Schild und 
Speer fhrten, 37000;
1CH 12:35 von den Danitern: 28000, zum Streit gerstet;
1CH 12:36 von Asser: 40000, die in das Heer zogen, zum Streit gerstet;
1CH 12:37 von denen jenseits des Jordan, von den Rubenitern, Gaditern und 
dem halben Stamm Manasse mit allerlei Kriegswaffen: 120000.
1CH 12:38 Alle diese Kriegsleute, zur Schlachtordung gerstet, kamen von 
ganzem Herzen gen Hebron, um David zum Knig zu machen ber ganz Israel. 
Auch das ganze brige Israel war einmtig dafr, da man David zum Knig 
machte.
1CH 12:39 Und sie waren daselbst bei David drei Tage lang, aen und 
tranken; denn ihre Brder hatten fr sie zubereitet.
1CH 12:40 Auch brachten die, welche zunchst bei ihnen wohnten, bis nach 
Issaschar, Sebulon und Naphtali hin, Brot auf Eseln, Kamelen, Maultieren 
und Rindern, Mehlspeise, Feigen [kuchen] und Rosinenkuchen, Wein, l, 
Rinder, Schafe in Menge; denn es war Freude in Israel.
1CH 13:1 Und David hielt Rat mit den Obersten ber tausend und ber 
hundert, mit allen Frsten.
1CH 13:2 Und David sprach zu der ganzen Gemeinde Israel: Gefllt es euch, 
und ist es von dem HERRN, unserm Gott [beschlossen], so lat uns 
[Botschaft] senden zu unsern brigen Brdern in allen Landschaften 
Israels, sowie zu den Priestern und Leviten in ihren Bezirksstdten, da 
sie sich zu uns versammeln;
1CH 13:3 und lat uns die Lade unsres Gottes wieder zu uns holen; denn zu 
den Zeiten Sauls fragten wir nicht nach ihr.
1CH 13:4 Da sprach die ganze Gemeinde, man solle also tun; denn solches 
gefiel allem Volke wohl.
1CH 13:5 Also versammelte David ganz Israel vom Flusse Sihor in gypten 
an, bis dahin, wo man gen Chamat geht, um die Lade Gottes von Kirjat-
Jearim zu holen.
1CH 13:6 Und David zog mit ganz Israel hinauf gen Baala, das ist Kirjat-
Jearim, welches in Juda liegt, um die Lade Gottes, des HERRN, der ber den 
Cherubim thront, wo sein Name angerufen wird, von dannen heraufzuholen.
1CH 13:7 Und sie lieen die Lade Gottes auf einem neuen Wagen aus dem 
Hause Abi-Nadabs fhren; und Ussa und Achio fhrten den Wagen.
1CH 13:8 David aber und ganz Israel spielten vor Gott her mit aller Macht, 
mit Liedern und Harfen, mit Psaltern und Handpauken, mit Zimbeln und 
Trompeten.
1CH 13:9 Als sie aber zur Tenne Kidon kamen, streckte Ussa seine Hand aus, 
die Lade zu halten; denn die Rinder waren ausgeglitten.
1CH 13:10 Da entbrannte der Zorn des HERRN ber Ussa, und er schlug ihn, 
weil er seine Hand an die Lade gelegt hatte; so starb er daselbst vor Gott.
1CH 13:11 Da ward David unmutig, da der HERR einen solchen Ri gemacht 
hatte mit Ussa, und hie jenen Ort Perez-Ussa bis auf diesen Tag.
1CH 13:12 Und David frchtete sich vor Gott an jenem Tage und sprach: Wie 
soll ich die Lade Gottes zu mir bringen?
1CH 13:13 Darum lie David die Lade Gottes nicht zu sich in die Stadt 
Davids bringen, sondern lie sie beiseite fhren in das Haus Obed-Edoms, 
des Gatiters.
1CH 13:14 So blieb die Lade Gottes bei Obed-Edom, in seinem Hause, drei 
Monate lang. Aber der HERR segnete das Haus Obed-Edoms und alles, was er 
hatte.
1CH 14:1 Und Hiram, der Knig von Tyrus, sandte Boten zu David, und 
Zedernholz und Maurer und Zimmerleute, damit sie ihm ein Haus bauten.
1CH 14:2 Da erkannte David, da der HERR ihn zum Knig ber Israel 
besttigt hatte; denn sein Knigreich ward hoch erhaben um seines Volkes 
Israel willen.
1CH 14:3 Und David nahm noch mehr Frauen zu Jerusalem und zeugte noch mehr 
Shne und Tchter.
1CH 14:4 Und dies sind die Namen derer, die ihm zu Jerusalem geboren 
wurden: Sammua, Sobab, Natan, Salomo,
1CH 14:5 Jibchar, Elischua, Eliphelet,
1CH 14:6 Noga, Nepheg, Japhia,
1CH 14:7 Elischama, Beeljada und Eliphelet.
1CH 14:8 Als aber die Philister hrten, da David zum Knig ber ganz 
Israel gesalbt worden war, zogen alle Philister hinauf, um David zu 
suchen. Als David solches hrte, zog er ihnen entgegen.
1CH 14:9 Und die Philister kamen und lieen sich nieder im Tal Rephaim.
1CH 14:10 David aber befragte Gott und sprach: Soll ich wider die 
Philister hinaufziehen, und willst du sie in meine Hand geben? Der HERR 
sprach zu ihm: Ziehe hinauf, ich habe sie in deine Hand gegeben!
1CH 14:11 Und als sie gen Baal-Perazim hinaufzogen, schlug sie David 
daselbst. Und David sprach: Gott hat durch meine Hand meine Feinde 
zerrissen, wie die Wasser [Dmme] zerreien. Daher hieen sie jenen Ort 
Baal-Perazim.
1CH 14:12 Und sie lieen ihre Gtter daselbst zurck; da lie sie David 
mit Feuer verbrennen.
1CH 14:13 Aber die Philister breiteten sich nochmals im Tale aus.
1CH 14:14 Und David befragte Gott abermals. Und Gott sprach zu ihm: Du 
sollst nicht hinter ihnen her hinaufziehen, sondern wende dich von ihnen 
ab, da du von den Balsamstauden her an sie herankommest!
1CH 14:15 Wenn du alsdann in den Wipfeln der Balsamstauden das Gerusch 
eines Einherschreitens hren wirst, so ziehe aus zum Streit; denn Gott ist 
daselbst vor dir ausgezogen, das Heer der Philister zu schlagen.
1CH 14:16 Und David tat, wie Gott ihm geboten hatte. Und sie schlugen das 
Heer der Philister von Gibeon an bis gen Geser.
1CH 14:17 Und Davids Ruhm ging aus in alle Lande, und der HERR lie Furcht 
vor ihm ber alle Heiden kommen.
1CH 15:1 Und David baute sich Huser in der Stadt Davids und bereitete fr 
die Lade Gottes einen Ort und schlug ein Zelt fr sie auf.
1CH 15:2 Damals sprach David: Niemand soll die Lade Gottes tragen als 
allein die Leviten; denn diese hat der HERR erwhlt, die Lade Gottes zu 
tragen und ihm zu dienen ewiglich!
1CH 15:3 Darum versammelte David ganz Israel zu Jerusalem, da sie die 
Lade des HERRN an den fr sie bereiteten Ort hinaufbrchten.
1CH 15:4 David versammelte auch die Shne Aarons und die Leviten;
1CH 15:5 aus den Shnen Kahats: Uriel, den Obersten, samt seinen Brdern, 
hundertundzwanzig;
1CH 15:6 aus den Shnen Meraris: Asaja, den Obersten, samt seinen Brdern, 
zweihundertundzwanzig;
1CH 15:7 aus den Shnen Gersoms: Joel, den Obersten, samt seinen Brdern, 
hundertunddreiig;
1CH 15:8 aus den Shnen Elizaphans: Semaja, den Obersten, samt seinen 
Brdern, zweihundert;
1CH 15:9 aus den Shnen Hebrons: Eliel, den Obersten, samt seinen Brdern, 
achtzig;
1CH 15:10 aus den Shnen Ussiels: Amminadab, den Obersten, samt seinen 
Brdern, hundertundzwlf.
1CH 15:11 So rief nun David die Priester Zadok und Abjatar und die Leviten 
Uriel, Asaja, Joel, Semaja, Eliel und Amminadab und sprach zu ihnen:
1CH 15:12 Ihr seid die Familienhupter unter den Leviten; so heiliget euch 
nun, ihr und eure Brder, da ihr die Lade des HERRN, des Gottes Israels, 
heraufbringet an den Ort, welchen ich fr sie zubereitet habe!
1CH 15:13 Denn das vorige Mal, als ihr nicht da waret, machte der HERR, 
unser Gott, einen Ri unter uns, weil wir ihn nicht suchten, wie es sich 
gebhrte.
1CH 15:14 Also heiligten sich die Priester und Leviten, da sie die Lade 
des HERRN, des Gottes Israels, hinaufbrchten.
1CH 15:15 Und die Kinder Levi trugen die Lade Gottes auf ihren Schultern, 
[indem sie] die Stangen auf sich [legten], wie Mose geboten hatte, nach 
dem Wort des HERRN.
1CH 15:16 Und David sprach zu den Obersten der Leviten, da sie ihre 
Brder zu Sngern bestellen sollten mit Musikinstrumenten, Psaltern, 
Harfen und Zimbeln, damit sie sich hren lieen und die Stimme mit Freuden 
erhben.
1CH 15:17 Da bestellten die Leviten Heman, den Sohn Joels; und aus seinen 
Brdern Asaph, den Sohn Berechjas; und aus den Shnen Meraris, ihren 
Brdern, Etan, den Sohn Kusajas,
1CH 15:18 und mit ihnen ihre Brder von der zweiten Ordnung, nmlich 
Sacharja, Ben-Jaasiel, Semiramot, Jehiel, Unni, Eliab, Benaja, Maaseja, 
Matitja, Eliphelehu, Mikneja, Obed-Edom, Jehiel, die Torhter.
1CH 15:19 Und zwar die Snger Heman, Asaph und Etan mit ehernen Zimbeln, 
um laut zu spielen.
1CH 15:20 Sacharja aber, Asiel, Semiramot, Jehiel, Unni, Eliab, Maaseja 
und Benaja mit Psaltern nach der Jungfrauenweise.
1CH 15:21 Mattitja aber, Eliphelehu, Mikneja, Obed-Edom, Jechiel und 
Asasja mit Harfen, nach der Oktave, als Vorsnger.
1CH 15:22 Kenanja aber, der Oberste der Leviten im Tragen, der unterwies 
im Tragen, denn er verstand es.
1CH 15:23 Und Berechja und Elkana waren Torhter bei der Lade.
1CH 15:24 Aber Sebanja, Josaphat, Netaneel, Amasai, Sacharja, Benaja und 
Elieser, die Priester, bliesen mit Trompeten vor der Lade Gottes. Und Obed-
Edom und Jechija waren Torhter bei der Lade.
1CH 15:25 Also gingen David und die ltesten Israels und die Obersten der 
Tausendschaften hin, die Bundeslade des HERRN mit Freuden aus dem Hause 
Obed-Edoms heraufzuholen.
1CH 15:26 Und als Gott den Leviten half, welche die Bundeslade des HERRN 
trugen, opferte man sieben Farren und sieben Widder.
1CH 15:27 Und David war mit einem Oberkleide von feiner Baumwolle 
umgrtet, ebenso alle Leviten, welche die Lade trugen, und die Snger und 
Kenanja, der Oberste ber das Tragen. David trug auch ein leinenes Ephod.
1CH 15:28 Also brachte ganz Israel die Bundeslade des HERRN hinauf mit 
Jauchzen, Posaunen, Trompeten und Zimbeln; sie spielten laut mit Psaltern 
und Harfen.
1CH 15:29 Als nun die Bundeslade des HERRN in die Stadt Davids kam, sah 
Michal, die Tochter Sauls, zum Fenster hinaus; und als sie den Knig David 
hpfen und tanzen sah, verachtete sie ihn in ihrem Herzen.
1CH 16:1 Und als sie die Lade Gottes hineinbrachten, setzten sie dieselbe 
mitten in das Zelt, welches David fr sie aufgerichtet hatte; und sie 
opferten Brandopfer und Dankopfer vor Gott.
1CH 16:2 Und nachdem David die Brandopfer und Dankopfer vollbracht hatte, 
segnete er das Volk im Namen des HERRN
1CH 16:3 und teilte aus an jedermann in Israel, an Mnner und Weiber, je 
einen Laib Brot, einen Trauben [kuchen] und einen Rosinenkuchen.
1CH 16:4 Und er bestellte etliche Leviten zu Dienern vor der Lade des 
HERRN und da sie preiseten, dankten und den HERRN, den Gott Israels, 
lobten:
1CH 16:5 nmlich Asaph als ersten, Sacharja als zweiten; nach ihm Jehiel, 
Semiramot, Jechiel, Mattitja, Eliab, Benaja, Obed-Edom und Jehiel, mit 
Psaltern und Harfen; Asaph aber, um mit Zimbeln laut zu spielen,
1CH 16:6 die Priester Benaja und Jehasiel aber mit Trompeten allezeit vor 
der Lade des Bundes Gottes.
1CH 16:7 Zu derselben Zeit lie David vor allem dem HERRN danken durch 
Asaph und seine Brder:
1CH 16:8 Danket dem HERRN, ruft seinen Namen an, tut seine Taten kund 
unter den Vlkern!
1CH 16:9 Singet ihm, lobsinget ihm, redet von allen seinen Wundern!
1CH 16:10 Rhmet euch seines heiligen Namens! Es freue sich das Herz 
derer, die den HERRN suchen.
1CH 16:11 Fraget nach dem HERRN und nach seiner Macht, suchet sein 
Angesicht allezeit.
1CH 16:12 Gedenket seiner Wunderwerke, die er getan hat, seiner 
Wunderzeichen und der Urteilssprche seines Mundes!
1CH 16:13 Ihr, der Same Israels, seines Dieners, ihr Kinder Jakobs, seine 
Auserwhlten!
1CH 16:14 Er, der HERR, ist unser Gott; seine Rechte gelten im ganzen Land.
1CH 16:15 Gedenket ewig an seinen Bund, an das Wort, welches er geboten 
hat auf tausend Geschlechter hin;
1CH 16:16 an den Bund, den er gemacht hat mit Abraham, und an seinen Eid 
mit Isaak.
1CH 16:17 Und er stellte ihn Jakob zur Satzung, Israel zum ewigen Bund und 
sprach:
1CH 16:18 Ich will dir das Land Kanaan geben, das Los eures Erbteils,
1CH 16:19 da ihr noch zu zhlen waret, gar wenige und Fremdlinge darin.
1CH 16:20 Und sie zogen von einer Nation zur andern und von einem 
Knigreich zum andern Volk.
1CH 16:21 Er erlaubte keinem Menschen, sie zu beleidigen, und strafte 
Knige um ihretwillen:
1CH 16:22 Tastet meine Gesalbten nicht an und tut meinen Propheten kein 
Leid!
1CH 16:23 Singet dem HERRN, alle Lande; verkndigt Tag fr Tag sein Heil!
1CH 16:24 Erzhlet seine Herrlichkeit unter den Heiden und seine 
Wunderwerke unter allen Vlkern!
1CH 16:25 Denn gro ist der HERR und hochgelobt, furchtbar ist er ber 
alle Gtter!
1CH 16:26 Denn alle Gtter der Vlker sind Gtzen; aber der HERR hat den 
Himmel gemacht.
1CH 16:27 Glanz und Pracht sind vor ihm, Macht und Freude ist an seinem 
Ort.
1CH 16:28 Gebet dem HERRN, ihr Geschlechter der Vlker, gebet dem HERRN 
Ehre und Macht!
1CH 16:29 Gebet dem HERRN die Ehre seines Namens, bringet Gaben und kommt 
vor ihn! Betet an den HERRN in heiligem Schmuck!
1CH 16:30 Erzittert vor ihm, alle Lande! Hat er doch den Erdkreis 
gefestigt, da er nicht wankt!
1CH 16:31 Es freuen sich die Himmel, und die Erde juble, und unter den 
Nationen soll man sagen: der HERR herrscht!
1CH 16:32 Es brause das Meer und was es erfllt! Es frohlocke das Feld und 
alles, was darauf ist!
1CH 16:33 Alsdann sollen alle Bume des Waldes jauchzen vor dem Angesichte 
des HERRN, wenn er kommt, die Erde zu richten!
1CH 16:34 Danket dem HERRN; denn er ist freundlich, denn seine Gnade 
whret ewiglich!
1CH 16:35 Und sprechet: Hilf uns, o Gott unsres Heils, und sammle uns und 
errette uns von den Heiden, da wir deinem heiligen Namen danken und 
deines Lobes uns rhmen!
1CH 16:36 Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit zu Ewigkeit! 
Und alles Volk sagte: Amen! Und: Lob sei dem HERRN!
1CH 16:37 Also lie er Asaph und seine Brder daselbst vor der Lade des 
Bundes des HERRN, um allezeit vor der Lade zu dienen, Tag fr Tag;
1CH 16:38 und Obed-Edom und seine achtundsechzig Brder, Obed-Edom, den 
Sohn Jedutuns, und Chosa, als Torhter;
1CH 16:39 aber den Priester Zadok und seine Brder, die Priester, lie er 
vor der Wohnung des HERRN auf der Hhe zu Gibeon,
1CH 16:40 damit sie dem HERRN tglich Brandopfer darbrchten auf dem 
Brandopferaltar, morgens und abends, und zwar nach allem, was geschrieben 
steht im Gesetz des HERRN, was er Israel geboten hat;
1CH 16:41 und mit ihnen Heman und Jedutun und die brigen Auserlesenen, 
welche mit Namen bezeichnet wurden, dem HERRN zu danken, da seine Gte 
ewig whrt.
1CH 16:42 Und mit ihnen, [mit] Heman und Jedutun, Trompeten und Zimbeln 
fr die, welche laut spielten, und Instrumente fr die Lieder Gottes; aber 
die Shne Jedutuns waren fr das Tor [bestimmt].
1CH 16:43 Da ging alles Volk hin, ein jeder in sein Haus; und auch David 
wandte sich, sein Haus zu segnen.
1CH 17:1 Es begab sich aber, als David in seinem Hause wohnte, sprach er 
zum Propheten Natan: Siehe, ich wohne in einem zedernen Hause, aber die 
Bundeslade des HERRN ist unter Teppichen! Natan sprach zu David:
1CH 17:2 Alles, was in deinem Herzen ist, das tue, denn Gott ist mit dir!
1CH 17:3 Aber in derselben Nacht erging das Wort Gottes an Natan und 
sprach:
1CH 17:4 Gehe hin und sage zu meinem Knechte David: So spricht der HERR: 
Du sollst mir kein Haus bauen!
1CH 17:5 Denn ich habe in keinem Hause gewohnt von dem Tage an, als ich 
die Kinder Israel herauffhrte, bis auf diesen Tag, sondern ich zog von 
Zelt zu Zelt und von Wohnung zu [Wohnung].
1CH 17:6 Solange ich mit ganz Israel gewandelt bin, habe ich auch zu einem 
der Richter in Israel, denen ich mein Volk zu weiden befahl, jemals 
gesagt: Warum baut ihr mir kein zedernes Haus?
1CH 17:7 So sprich nun also zu meinem Knecht David: So spricht der HERR 
der Heerscharen: Ich habe dich von der Weide hinter den Schafen 
weggenommen, da du Frst werdest ber mein Volk Israel;
1CH 17:8 und ich bin mit dir gewesen, wo du hingegangen bist, und habe 
alle deine Feinde vor dir ausgerottet und dir einen Namen gemacht, wie die 
Gewaltigen auf Erden Namen haben.
1CH 17:9 Und ich habe meinem Volk Israel einen Ort bereitet und es 
eingepflanzt, da es daselbst wohnen und nicht mehr beunruhigt werden 
soll; und die Kinder der Bosheit sollen es nicht mehr verderben wie zuvor 
und seit der Zeit, als ich Richter ber mein Volk verordnete,
1CH 17:10 sondern ich habe alle deine Feinde gedemtigt, und ich 
verkndige dir, da der HERR dir ein Haus bauen wird.
1CH 17:11 Wenn aber deine Tage vollendet sind, da du zu deinen Vtern 
hingehst, so will ich deinen Samen nach dir erwecken, der von deinen 
Shnen sein wird; sein Knigtum will ich besttigen.
1CH 17:12 Der soll mir ein Haus bauen, und ich will seinen Thron 
befestigen ewiglich.
1CH 17:13 Ich will sein Vater sein, und er soll mein Sohn sein. Und ich 
will meine Barmherzigkeit nicht von ihm wenden, wie ich sie von dem 
gewendet habe, der vor dir war;
1CH 17:14 sondern ich will ihn auf ewig ber mein Haus und mein Knigreich 
bestellen, und sein Thron soll auf ewig besttigt sein.
1CH 17:15 Und als Natan nach allen diesen Worten und nach diesem ganzen 
Gesicht mit David geredet hatte,
1CH 17:16 kam der Knig David und setzte sich vor dem HERRN nieder und 
sprach: Wer bin ich, HERR, [mein] Gott, und was ist mein Haus, da du mich 
bis hierher gebracht hast?
1CH 17:17 Und das war noch zu wenig in deinen Augen, o Gott, sondern du 
hast ber das Haus deines Knechtes noch von ferner Zukunft geredet und 
hast mich sehen lassen des Menschen hchstes Ziel, HERR, [mein] Gott!
1CH 17:18 Was kann David noch dazutun, zu dieser Ehre, die du deinem 
Knecht erweisest, und da du deinen Knecht also erkannt hast?
1CH 17:19 HERR, um deines Knechtes willen und nach deinem Herzen hast du 
all das Groe getan und alle diese groen Dinge bekannt gemacht!
1CH 17:20 HERR, es ist deinesgleichen nicht und kein Gott auer dir, nach 
allem, was wir mit unsern Ohren gehrt haben!
1CH 17:21 Und wo ist eine einzige Nation auf Erden wie dein Volk Israel, 
welches zu erlsen Gott selbst hingegangen ist, womit du dir einen groen 
und furchtbaren Namen machtest, damit da du die Heiden vor deinem Volk 
her, welches du aus gypten erlst, ausgestoen hast!
1CH 17:22 Und du hast dir dein Volk Israel auf ewig zum Volk gemacht; und 
du bist ihr Gott geworden.
1CH 17:23 Und nun, HERR, das Wort, das du ber deinen Knecht und ber sein 
Haus geredet hast, bleibe ewig wahr; tue, wie du geredet hast!
1CH 17:24 Ja, es mge sich bewahrheiten! Und so soll dein Name erhoben 
werden ewiglich, da man sage: Der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, 
ist Gott fr Israel! Und das Haus deines Knechtes David mge vor dir 
Bestand haben!
1CH 17:25 Denn du, mein Gott, hast deinem Knechte erffnet, da du ihm ein 
Haus bauen willst. Darum hat dein Knecht [den Mut] gefunden, vor dir zu 
beten.
1CH 17:26 Und nun, HERR, du bist Gott und hast ber deinen Knecht so viel 
Gutes geredet.
1CH 17:27 So wollest du denn das Haus deines Knechtes segnen, da es vor 
dir sei ewiglich; denn was du, HERR, segnest, das ist gesegnet ewiglich!
1CH 18:1 Darnach schlug David die Philister und demtigte sie und entri 
Gat und seine Drfer der Hand der Philister.
1CH 18:2 Auch schlug er die Moabiter, so da die Moabiter David untertan 
wurden und ihm Gaben brachten.
1CH 18:3 Und David schlug auch Hadar-Eser, den Knig von Zoba, gegen 
Chamat hin, als er hinzog, seine Macht am Strome Euphrat aufzurichten.
1CH 18:4 Und David nahm von ihm tausend Wagen und siebentausend Reiter und 
zwanzigtausend Mann Fuvolk. Und David lhmte alle Wagenpferde; aber 
hundert Wagenpferde behielt er brig.
1CH 18:5 Und die Syrer von Damaskus kamen, um Hadar-Eser, dem Knig von 
Zoba, zu helfen. Aber David erschlug von den Syrern 22000 Mann.
1CH 18:6 Und David legte Besatzungen in das damaszenische Syrien, so da 
die Syrer David untertan wurden und ihm Gaben brachten; denn der HERR half 
David berall, wo er hinzog.
1CH 18:7 Und David nahm die goldenen Schilde, welche die Knechte Hadar-
Esers getragen hatten, und brachte sie nach Jerusalem.
1CH 18:8 Auch nahm David aus Tibchat und Kun, den Stdten Hadar-Esers, 
sehr viel Erz, woraus Salomo das eherne Meer und die Sulen und die 
ehernen Gerte machte.
1CH 18:9 Als aber Tohu, der Knig von Chamat, hrte, da David die ganze 
Macht Hadar-Esers, des Knigs von Zoba, geschlagen hatte,
1CH 18:10 sandte er seinen Sohn Hadoram zum Knig David, um ihn zu 
begren und ihn zu beglckwnschen, da er mit Hadar-Eser gestritten und 
ihn geschlagen hatte (denn Tohu war im Kriegszustand mit Hadar-Eser), und 
er hatte bei sich allerlei goldene, silberne und eherne Gerte.
1CH 18:11 Auch diese heiligte der Knig David dem HERRN, samt dem Silber 
und Gold, das er von allen Nationen genommen hatte, nmlich von den 
Edomitern, Moabitern, den Kindern Ammon, den Philistern und Amalekitern.
1CH 18:12 Und Abisai, der Sohn der Zeruja, erschlug von den Edomitern im 
Salztal achtzehntausend [Mann]
1CH 18:13 und legte Besatzungen in Edom, so da alle Edomiter David 
untertan wurden. Denn der HERR half dem David berall, wo er hinzog.
1CH 18:14 Also regierte David ber ganz Israel und verschaffte all seinem 
Volk Recht und Gerechtigkeit.
1CH 18:15 Joab aber, der Sohn der Zeruja, war ber das Heer gesetzt, und 
Josaphat, der Sohn Achiluds, war Kanzler,
1CH 18:16 Zadok, der Sohn Achitubs, und Abimelech, der Sohn Abjatars, 
waren Priester, Schawscha war Staatsschreiber,
1CH 18:17 Benaja, der Sohn Jojadas, war ber die Kreter und Pleter; und 
die Shne Davids waren die Ersten zur Hand des Knigs.
1CH 19:1 Darauf starb Nahas, der Knig der Kinder Ammon, und sein Sohn 
ward Knig an seiner Statt.
1CH 19:2 Da gedachte David: Ich will Barmherzigkeit erweisen an Chanun, 
dem Sohne des Nahas; denn sein Vater hat an mir Barmherzigkeit getan! Und 
David sandte Boten hin, ihn wegen seines Vaters zu trsten. Als aber die 
Knechte Davids in das Land der Kinder Ammon zu Chanun kamen, ihn zu 
trsten,
1CH 19:3 sprachen die Frsten der Kinder Ammon zu Chanun: Meinst du, David 
wolle deinen Vater vor deinen Augen ehren, da er Trster zu dir gesandt 
hat? Nein, seine Knechte sind zu dir gekommen, um das Land auszuforschen 
und zu durchstbern und auszukundschaften!
1CH 19:4 Da nahm Chanun die Knechte Davids und beschor sie und schnitt 
ihre Kleider halb ab bis an die Hften und schickte sie fort.
1CH 19:5 Als man nun hinging und David von diesen Mnnern berichtete, 
sandte er ihnen entgegen; denn die Mnner waren sehr beschimpft; und der 
Knig lie ihnen sagen: Bleibet zu Jericho, bis euer Bart wieder gewachsen 
ist, alsdann kommt wieder!
1CH 19:6 Als aber die Kinder Ammon sahen, da sie sich bei David verhat 
gemacht hatten, sandten Chanun und die Kinder Ammon tausend Talente 
Silber, um Wagen und Reiter aus Mesopotamien, von den Syrern zu Maacha und 
aus Zoba zu dingen;
1CH 19:7 und sie dingten 32000 Wagen und den Knig von Maacha mit seinem 
Volk; die kamen und lagerten sich vor Medeba. Und die Kinder Ammon 
sammelten sich aus ihren Stdten und kamen zum Streit.
1CH 19:8 Als David solches hrte, sandte er Joab mit dem ganzen Heere der 
Helden.
1CH 19:9 Die Kinder Ammon aber waren ausgezogen und rsteten sich zum 
Streit vor dem Tor der Stadt. Die Knige aber, welche gekommen waren, 
standen gesondert im Felde.
1CH 19:10 Als nun Joab sah, da ihm von vorn und hinten ein Angriff 
drohte, traf er eine Auswahl aus aller Jungmannschaft in Israel und 
stellte sich gegen die Syrer.
1CH 19:11 Das brige Volk aber tat er unter die Hand seines Bruders 
Abisai, damit sie sich gegen die Kinder Ammon rsteten;
1CH 19:12 und er sprach: Wenn mir die Syrer zu stark werden, so komme mir 
zu Hilfe; wenn aber die Kinder Ammon dir zu stark werden, so will ich dir 
helfen.
1CH 19:13 Sei tapfer; wir wollen uns fr unser Volk und fr die Stdte 
unsres Gottes wehren; der HERR aber tue, was ihm gefllt!
1CH 19:14 Und Joab machte sich mit dem Volk, das bei ihm war, herzu, wider 
die Syrer zu streiten; und sie flohen vor ihm.
1CH 19:15 Als aber die Kinder Ammon sahen, da die Syrer flohen, flohen 
auch sie vor seinem Bruder Abisai und zogen in die Stadt. Und Joab kam 
nach Jerusalem.
1CH 19:16 Als aber die Syrer sahen, da sie von Israel geschlagen waren, 
sandten sie Boten hin und lieen die Syrer von jenseits des Stromes 
ausziehen. Und Sophach, der Feldhauptmann Hadar-Esers, zog vor ihnen her.
1CH 19:17 Als David solches angezeigt ward, versammelte er ganz Israel und 
zog ber den Jordan. Und als er zu ihnen kam, stellte er sich in 
Schlachtordnung wider sie auf. Und David stellte sich gegen die Syrer zum 
Kampf, und sie stritten mit ihm.
1CH 19:18 Aber die Syrer flohen vor Israel. Und David erlegte von den 
Syrern siebenhundert Wagenkmpfer und vierzigtausend Mann Fuvolk. Dazu 
ttete er Sophach, den Feldhauptmann.
1CH 19:19 Und als die Knechte Hadar-Esers sahen, da sie vor Israel 
geschlagen waren, machten sie Frieden mit David und wurden ihm dienstbar. 
Und die Syrer wollten den Kindern Ammon nicht mehr helfen.
1CH 20:1 Und nach Verflu eines Jahres, zur Zeit, da die Knige ausziehen, 
fhrte Joab die Kriegsmacht aus und verheerte das Land der Kinder Ammon; 
und er kam und belagerte Rabba, whrend David in Jerusalem blieb, und Joab 
eroberte Rabba und zerstrte es.
1CH 20:2 Und David nahm die Krone ihres Knigs von dessen Haupte, und er 
fand, da sie ein Talent Gold wog und mit Edelsteinen besetzt war; und sie 
wurde David auf das Haupt gesetzt. Auch fhrte er viel Raub aus der Stadt;
1CH 20:3 aber das Volk darin fhrte er heraus und stellte sie an die Sgen 
und in die Eisengruben und an die Eisenhmmer. Also tat David allen 
Stdten der Kinder Ammon. Darnach zog David samt dem ganzen Volk wieder 
nach Jerusalem.
1CH 20:4 Darnach kam es bei Geser zum Streite mit den Philistern. Damals 
erschlug Sibechai, der Chuschatiter, den Sippai, einen von den Kindern 
Raphas; und sie wurden gedemtigt.
1CH 20:5 Und es kam nochmals zum Streite mit den Philistern. Da erschlug 
Elchanan, der Sohn Jairs, Lachmi, den Bruder Goliats, den Gatiter, dessen 
Speerschaft wie ein Weberbaum war.
1CH 20:6 Und abermal kam es zum Kriege bei Gat; da war ein sehr groer 
Mann, der hatte je sechs Finger und je sechs Zehen, im ganzen 
vierundzwanzig. Auch er stammte von Rapha.
1CH 20:7 Als er nun Israel Hohn sprach, erschlug ihn Jonatan, der Sohn 
Simeas, des Bruders Davids.
1CH 20:8 Diese waren dem Rapha zu Gat geboren, und sie fielen durch die 
Hand Davids und durch die Hand seiner Knechte.
1CH 21:1 Und Satan stand auf wider Israel und reizte David, Israel zhlen 
zu lassen.
1CH 21:2 Und David sprach zu Joab und zu den Obersten des Volkes: Gehet 
hin, zhlet Israel von Beerseba an bis gen Dan, und bringet mir Bericht, 
da ich ihre Anzahl wisse!
1CH 21:3 Joab sprach: Der HERR tue zu seinem Volk, wie zahlreich es jetzt 
ist, noch hundertmal mehr hinzu! Aber sind sie nicht, mein Herr und Knig, 
alle meines Herrn Knechte? Warum soll eine Schuld auf Israel kommen?
1CH 21:4 Aber des Knigs Wort blieb fest wider Joab. Und Joab zog aus und 
durchwanderte ganz Israel und kam wieder nach Jerusalem.
1CH 21:5 Und Joab gab David die Zahl des gemusterten Volkes an. Das ganze 
Israel zhlte elfhunderttausend Mnner, die das Schwert zogen, und Juda 
vierhundertsiebzigtausend Mnner, die das Schwert zogen.
1CH 21:6 Levi aber und Benjamin hatte er nicht mit ihnen gemustert; denn 
des Knigs Wort war Joab ein Greuel.
1CH 21:7 Und solches mifiel Gott; darum schlug er Israel.
1CH 21:8 Und David sprach zu Gott: Ich habe schwer gesndigt, da ich 
diese Sache getan habe. Nun aber nimm doch die Missetat deines Knechtes 
hinweg, denn ich habe sehr tricht gehandelt!
1CH 21:9 Und der HERR redete zu Gad, dem Seher Davids, und sprach:
1CH 21:10 Gehe hin, sage zu David und sprich: So spricht der HERR: 
Dreierlei lege ich dir vor, erwhle dir eins davon, das ich dir tun soll!
1CH 21:11 Und als Gad zu David kam, sprach er zu ihm: So spricht der HERR: 
Whle dir:
1CH 21:12 entweder drei Jahre Hungersnot oder drei Monate lang Flucht vor 
deinen Widersachern, so da dich das Schwert deiner Feinde ereilt, oder 
drei Tage lang das Schwert des HERRN und die Pestilenz im Lande, und den 
Engel des HERRN, den Verderber, im ganzen Gebiete Israels. So siehe nun 
zu, was ich dem antworten soll, der mich gesandt hat!
1CH 21:13 David sprach zu Gad: Mir ist sehr angst! Ich will in die Hand 
des HERRN fallen; denn seine Barmherzigkeit ist sehr gro; aber in der 
Menschen Hnde will ich nicht fallen!
1CH 21:14 Da lie der HERR Pestilenz ber Israel kommen, also da 
siebzigtausend Mann aus Israel fielen.
1CH 21:15 Und Gott sandte den Engel gen Jerusalem, es zu verderben. Und 
als er verderbte, sah der HERR darein und lie sich das bel gereuen und 
sprach zum Engel, dem Verderber: Genug! Ziehe nun deine Hand ab! Der Engel 
des HERRN aber stand bei der Tenne Ornans, des Jebusiters.
1CH 21:16 Und David erhob seine Augen und sah den Engel des HERRN zwischen 
Erde und Himmel stehen, und in seiner Hand ein bloes Schwert, ber 
Jerusalem ausgestreckt. Da fielen David und die ltesten, in Scke 
gehllt, auf ihr Angesicht.
1CH 21:17 Und David sprach zu Gott: Habe nicht ich gesagt, da man das 
Volk zhlen solle? Ich bin es, der gesndigt und das groe bel getan hat. 
Was haben aber diese Schafe getan? HERR, mein Gott, la doch deine Hand 
wider mich und meines Vaters Haus sein, und nicht wider dein Volk zur 
Plage!
1CH 21:18 Und der Engel des HERRN befahl Gad, David zu sagen, da er 
hinaufgehen solle, dem HERRN einen Altar aufzurichten in der Tenne Ornans, 
des Jebusiters.
1CH 21:19 Also ging David hinauf nach dem Worte Gads, das dieser im Namen 
des HERRN geredet hatte.
1CH 21:20 Und Ornan wandte sich um und sah den Engel, und seine vier Shne 
versteckten sich mit ihm; Ornan drosch gerade Weizen.
1CH 21:21 Und David kam zu Ornan; und Ornan blickte um sich und ward 
Davids gewahr und ging aus der Tenne heraus und bckte sich vor David mit 
dem Angesicht zur Erde.
1CH 21:22 Und David sprach zu Ornan: Gib mir den Platz der Tenne, da ich 
dem HERRN einen Altar darauf baue (um den vollen Geldwert sollst du mir 
ihn geben), damit die Plage von dem Volk abgewandt werde!
1CH 21:23 Ornan aber sprach zu David: Nimm ihn hin, mein Herr und Knig 
tue damit, was ihm gefllt! Siehe, ich gebe die Rinder zu Brandopfern und 
die Dreschschlitten als Brennholz und den Weizen zum Speisopfer; alles 
schenke ich!
1CH 21:24 Aber der Knig David sprach zu Ornan: Nicht also, sondern ich 
will es um den vollen Geldwert kaufen! Denn ich will nicht fr den HERRN 
nehmen, was dir gehrt, und umsonst Brandopfer bringen!
1CH 21:25 Also gab David dem Ornan fr den Platz sechshundert gewogene 
Goldschekel.
1CH 21:26 Und David baute dem HERRN daselbst einen Altar und opferte 
Brandopfer und Dankopfer. Und als er den HERRN anrief, antwortete er ihm 
mit Feuer vom Himmel, [das er] auf den Brandopferaltar [fallen lie].
1CH 21:27 Und der HERR gebot dem Engel, sein Schwert wieder in die Scheide 
zu stecken.
1CH 21:28 Zu jener Zeit, als David sah, da der HERR ihn in der Tenne 
Ornans, des Jebusiters, erhrt hatte, pflegte er daselbst zu opfern.
1CH 21:29 Die Wohnung des HERRN aber, die Mose in der Wste gemacht hatte, 
und der Brandopferaltar waren zu jener Zeit auf der Hhe zu Gibeon.
1CH 21:30 David aber konnte nicht vor denselben treten, um Gott zu suchen; 
so sehr war er erschrocken vor dem Schwerte des Engels des HERRN.
1CH 22:1 Und David sprach: Hier soll das Haus Gottes des HERRN sein und 
dies der Altar zum Brandopfer fr Israel!
1CH 22:2 Und David gebot, die Fremdlinge, die im Lande Israel waren, zu 
versammeln, und bestellte Steinmetzen, um Quadersteine zu hauen, fr den 
Bau des Hauses Gottes.
1CH 22:3 Und David schaffte viel Eisen an fr die Ngel an den Torflgeln 
und fr die Klammern, und so viel Erz, da es nicht zu wgen war;
1CH 22:4 auch Zedernholz ohne Zahl. Denn die von Zidon und Tyrus brachten 
David viel Zedernholz.
1CH 22:5 Denn David sprach: Mein Sohn Salomo ist jung und zart; das Haus 
aber, das dem HERRN zu bauen ist, soll gro sein, auf da sein Name und 
Ruhm in allen Landen erhoben werde; darum will ich ihm Vorrat verschaffen. 
Also verschaffte David vor seinem Tode Vorrat in Menge.
1CH 22:6 Und er rief seinen Sohn Salomo und gebot ihm, das Haus des HERRN, 
des Gottes Israel, zu bauen.
1CH 22:7 David aber sprach zu Salomo: Mein Sohn, ich hatte im Sinne, dem 
Namen des HERRN, meines Gottes, ein Haus zu bauen;
1CH 22:8 aber das Wort des HERRN erging an mich und sprach: Du hast viel 
Blut vergossen und groe Kriege gefhrt; du sollst meinem Namen kein Haus 
bauen, weil du so viel Blut vor mir auf die Erde vergossen hast!
1CH 22:9 Siehe, ein Sohn, der dir geboren werden soll, wird ein Mann der 
Ruhe sein; denn ich will ihm Ruhe geben vor allen seinen Feinden 
ringsumher, darum soll er Salomo heien; denn ich will Israel Frieden und 
Ruhe geben sein Leben lang.
1CH 22:10 Der soll meinem Namen ein Haus bauen. Und er soll mein Sohn 
sein, und ich will sein Vater sein und seinen kniglichen Thron ber 
Israel befestigen ewiglich!
1CH 22:11 So sei nun der HERR mit dir, mein Sohn, da es dir gelinge, dem 
HERRN, deinem Gott, ein Haus zu bauen, wie er von dir gesagt hat!
1CH 22:12 Der HERR wolle dir nur Weisheit und Verstand geben und mge dich 
zum Herrscher ber Israel bestellen und dir verleihen, da du das Gesetz 
des HERRN, deines Gottes, beobachtest.
1CH 22:13 Dann wird es dir gelingen, wenn du darauf achtest, die Satzungen 
und Rechte zu befolgen, die der HERR dem Mose fr Israel geboten hat. Sei 
stark und tapfer! Frchte dich nicht und verzage nicht!
1CH 22:14 Und siehe, in meiner Mhsal habe ich fr das Haus des HERRN 
hunderttausend Talente Gold bereitgestellt und tausendmal tausend Talente 
Silber; dazu Erz und Eisen, das nicht zu wgen ist; denn es ist dessen 
sehr viel. Auch habe ich Holz und Steine angeschafft, und du kannst noch 
mehr dazutun.
1CH 22:15 Und es sind bei dir Steinmetzen, Handwerker, Maurer und 
Zimmerleute und allerlei weise Meister fr allerlei Werk.
1CH 22:16 Des Goldes, Silbers, auch des Erzes und Eisens ist keine Zahl. 
Mache dich auf und tue es, und der HERR sei mit dir!
1CH 22:17 Und David gebot allen Obersten Israels, seinem Sohne zu helfen, 
und sprach:
1CH 22:18 Ist nicht der HERR, euer Gott, mit euch und hat euch Ruhe 
gegeben ringsumher? Denn er hat die Einwohner des Landes in meine Hand 
gegeben, und das Land ist dem HERRN und seinem Volk unterworfen.
1CH 22:19 So richtet nun euer Herz und eure Seele darauf, den HERRN, euren 
Gott, zu suchen! Und macht euch auf und bauet Gott, dem HERRN, ein 
Heiligtum, da man die Lade des Bundes des HERRN und die heiligen Gerte 
Gottes in das Haus bringe, das dem Namen des HERRN gebaut werden soll!
1CH 23:1 Also machte David, als er alt und lebenssatt geworden war, seinen 
Sohn Salomo zum Knig ber Israel.
1CH 23:2 Und er versammelte alle Obersten in Israel und die Priester und 
Leviten.
1CH 23:3 Die Leviten aber wurden gezhlt, von dreiig Jahren an und 
darber. Und ihre Zahl, Haupt fr Haupt, betrug 38000 Mann.
1CH 23:4 Von diesen [sagte David,] sollen sein: 24000 Mann, die das Werk 
am Hause des HERRN treiben, und 6000 Amtleute und Richter,
1CH 23:5 und 4000 Torhter und 4000, die den HERRN preisen mit 
Instrumenten, die ich fr den Gesang gemacht habe.
1CH 23:6 David teilte sie in Abteilungen, nach den Shnen Levis: Gerson, 
Kahat und Merari.
1CH 23:7 Die Gersoniter waren: Laedan und Simei.
1CH 23:8 Die Shne Laedans: Jechiel, das Oberhaupt, Setam und Joel, ihrer 
drei.
1CH 23:9 Die Shne Simeis aber waren: Selomit, Hasiel und Haran, ihrer 
drei. Das waren die Familienhupter von Laedan.
1CH 23:10 Auch diese waren Shne Simeis: Jahat, Sina, Jeusch und Berija; 
diese vier waren Shne Simeis.
1CH 23:11 Jahat war der erste, Sina der zweite. Aber Jeusch und Berija 
hatten nicht viele Kinder, darum wurden sie fr ein einziges Stammhaus 
gerechnet.
1CH 23:12 Die Kinder Kahats waren: Amram, Jizhar, Hebron und Ussiel, ihrer 
vier.
1CH 23:13 Die Kinder Amrams waren: Aaron und Mose. Aaron aber ward 
ausgesondert, da er das Allerheiligste heilige, er und seine Shne, 
ewiglich, da sie vor dem HERRN ruchern, ihm dienen und in seinem Namen 
segnen ewiglich.
1CH 23:14 Und die Shne Moses, des Mannes Gottes, wurden zum Stamme Levi 
gerechnet.
1CH 23:15 Die Shne Moses aber waren: Gerson und Elieser.
1CH 23:16 Die Shne Gersons: Sebuel, das Oberhaupt.
1CH 23:17 Die Shne Eliesers: Rechabja, das Oberhaupt. Und Elieser hatte 
keine andern Shne. Aber der Shne Rechabjas waren sehr viele.
1CH 23:18 Die Shne Jizhars waren: Selomit, das Oberhaupt.
1CH 23:19 Die Shne Hebrons waren: Jerija, das Oberhaupt; Amarja, der 
zweite; Jahasiel, der dritte; und Jekameam, der vierte.
1CH 23:20 Die Shne Ussiels waren: Micha, das Oberhaupt, und Jischija, der 
zweite.
1CH 23:21 Die Shne Meraris waren: Machli und Muschi. Die Shne Machlis 
waren: Eleasar und Kis.
1CH 23:22 Eleasar aber starb und hatte keine Shne, sondern nur Tchter; 
und die Shne des Kis, ihre Vettern, nahmen sie.
1CH 23:23 Die Shne Muschis waren: Machli, Eder und Jeremot, ihrer drei.
1CH 23:24 Das sind die Shne Levis nach den Husern ihrer Vter, die 
Familienhupter, so wie sie gemustert wurden nach der Zahl der Namen, nach 
der Kopfzahl, von zwanzig Jahren an und darber, so viele ihrer das Werk 
des Dienstes am Hause des HERRN verrichteten.
1CH 23:25 Denn David sprach: Der HERR, der Gott Israels, hat seinem Volk 
Ruhe gegeben und wird zu Jerusalem wohnen ewiglich.
1CH 23:26 So haben nun die Leviten die Wohnung mit allen Gerten, die zu 
ihrem Dienste gehren, nicht mehr zu tragen
1CH 23:27 denn nach den letzten Anordnungen Davids waren die Shne Levis 
von zwanzig Jahren und darber gezhlt worden,
1CH 23:28 sondern sie sollen den Shnen Aarons an die Hand gehen im 
Dienste am Hause des HERRN: zur Aufsicht ber die Vorhfe und ber die 
Kammern und zur Reinigung des ganzen Heiligtums und zur Verrichtung des 
Dienstes im Hause Gottes;
1CH 23:29 auch sollen sie zum Schaubrot, zum Semmelmehl, zum Speisopfer, 
zu den ungesuerten Fladen, zu dem in der Pfanne Gebackenen, zum 
Gersteten und zu allem Gewicht und Ma sehen;
1CH 23:30 und sie sollen alle Morgen antreten, dem HERRN zu danken und ihn 
zu loben, desgleichen auch am Abend;
1CH 23:31 auch haben sie dem HERRN alle Brandopfer zu opfern, an den 
Sabbaten, Neumonden und Festen in der vorgeschriebenen Zahl vor dem HERRN 
immerdar.
1CH 23:32 So sollen sie besorgen, was es an der Stiftshtte und am 
Heiligtum zu besorgen gibt, und die Auftrge der Shne Aarons, ihrer 
Brder, im Dienste am Hause des HERRN.
1CH 24:1 Folgendes sind die Abteilungen der Shne Aarons: Die Shne Aarons 
waren: Nadab und Abihu, Eleasar und Itamar.
1CH 24:2 Aber Nadab und Abihu starben vor dem Angesicht ihres Vaters und 
hatten keine Kinder; und Eleasar und Itamar wurden Priester.
1CH 24:3 Und David teilte sie, zusammen mit Zadok, aus den Shnen 
Eleasars, und mit Achimelech, aus den Shnen Itamars, in ihre 
Dienstklassen ein.
1CH 24:4 Es fand sich aber, da die Shne Eleasars an Familienhuptern 
zahlreicher waren als die Shne Itamars. Daher teilte man sie so ein, da 
sechzehn Familienhupter auf die Shne Eleasars, und acht auf die Shne 
Itamars kamen.
1CH 24:5 Und zwar teilte man sie durchs Los ein, die einen wie die andern, 
denn es gab sowohl unter den Shnen Eleasars als auch unter den Shnen 
Itamars Frsten des Heiligtums und Frsten Gottes.
1CH 24:6 Und Semaja, der Schreiber, der Sohn Nataneels, aus den Leviten, 
schrieb sie auf vor dem Knig und vor den Obersten und vor Zadok, dem 
Priester, und vor Achimelech, dem Sohn Abjatars, und vor den 
Familienhuptern unter den Priestern und Leviten; je ein Vaterhaus ward 
ausgelost von Eleasar und je eines ward ausgelost von Itamar.
1CH 24:7 Und das erste Los fiel auf Jojarib, das zweite auf Jedaja,
1CH 24:8 das dritte auf Harim, das vierte auf Seorim,
1CH 24:9 das fnfte auf Malchija, das sechste auf Mijamin,
1CH 24:10 das siebente auf Hakkoz, das achte auf Abija,
1CH 24:11 das neunte auf Jesua, das zehnte auf Sechanja,
1CH 24:12 das elfte auf Eljaschib, das zwlfte auf Jakim,
1CH 24:13 das dreizehnte auf Huppa, das vierzehnte auf Jeschebab,
1CH 24:14 das fnfzehnte auf Bilga, das sechzehnte auf Immer,
1CH 24:15 das siebzehnte auf Hesir, das achtzehnte auf Happizaz.
1CH 24:16 Das neunzehnte auf Petachja, das zwanzigste auf Jecheskel,
1CH 24:17 das einundzwanzigste auf Jachin, das zweiundzwanzigste auf Gamul,
1CH 24:18 das dreiundzwanzigste auf Delaja, das vierundzwanzigste auf 
Maasja.
1CH 24:19 Das ist die Reihenfolge ihres Dienstes, nach welcher sie in das 
Haus des HERRN zu gehen haben nach ihrer Ordnung, [gegeben] durch ihren 
Vater Aaron, wie ihm der HERR, der Gott Israels, geboten hatte.
1CH 24:20 Aber betreffs der brigen Shne Levis war unter den Shnen 
Amrams Schubael. Unter den Shnen Schubaels war Jechdeja.
1CH 24:21 Von Rechabja: Unter den Shnen Rechabjas war Jischia das 
Oberhaupt.
1CH 24:22 Unter den Jizharitern war Selomot. Unter den Shnen Selomots war 
Jachat.
1CH 24:23 Die Shne [Hebrons] waren: Jeria, das Oberhaupt; Amarja, der 
zweite; Jahasiel, der dritte; Jekameam, der vierte.
1CH 24:24 Die Shne Ussiels waren: Micha. Unter den Shnen Michas war 
Samir.
1CH 24:25 Der Bruder Michas war Jischia. Unter den Shnen Jischias war 
Sacharja.
1CH 24:26 Die Shne Meraris waren: Machli und Muschi.
1CH 24:27 Die Shne Jaasias: Beno, die Shne Meraris von Jaasia waren: 
Beno, Soham, Sakkur und Ibri.
1CH 24:28 Von Machli aber war Eleasar; und dieser hatte keine Shne;
1CH 24:29 von Kis: unter den Shnen des Kis war Jerachmeel.
1CH 24:30 Die Shne Muschis waren: Machli, Eder und Jerimot. Das sind die 
Shne der Leviten nach ihren Vaterhusern.
1CH 24:31 Und auch sie warfen Lose gleich wie ihre Brder, die Shne 
Aarons, vor dem Knig David und vor Zadok und Achimelech und vor den 
Familienhuptern der Priester und Leviten, und zwar die Familienhupter 
ganz gleich wie ihre jngeren Brder.
1CH 25:1 Und David samt den Heerfhrern sonderte von den Shnen Asaphs, 
Hemans und Jedutuns solche zum Dienste aus, welche weissagten zum Harfen, 
Psalter und Zimbelspiel. Die Zahl der Mnner, die diesen Dienst 
verrichteten, war:
1CH 25:2 von den Shnen Asaphs: Sakkur, Joseph, Netanja, Asarela, unter 
der Leitung Asaphs, welcher nach Anweisung des Knigs weissagte.
1CH 25:3 Von Jedutun: die Shne Jedutuns waren: Gedalja, Zeri, Jesaja, 
Chaschabja, Mattitja und Simei, ihrer sechs, unter der Leitung ihres 
Vaters Jedutun, welcher mit der Harfe weissagend dankte und den HERRN 
lobte.
1CH 25:4 Von Heman: die Shne Hemans waren: Buckija, Mattanja, Ussiel, 
Schebuel, Jerimot, Chananja, Chanani, Eliata, Giddalti, Romamti-Eser, 
Joschbekascha, Malloti, Hotir und Machasiot.
1CH 25:5 Alle diese waren Shne Hemans, des Sehers des Knigs; nach den 
Worten Gottes von der Erhhung des Horns, gab Gott dem Heman vierzehn 
Shne und drei Tchter.
1CH 25:6 Alle diese waren unter der Leitung ihrer Vter Asaph, Jedutun und 
Heman beim Gesang im Hause des HERRN, mit Zimbeln, Psaltern und Harfen zum 
Dienst im Hause Gottes nach der Anweisung des Knigs ttig.
1CH 25:7 Und ihre Zahl samt ihren Brdern, aller, die im Gesang 
unterrichtet waren und verstanden, dem HERRN zu singen, betrug 
zweihundertachtundachtzig.
1CH 25:8 Sie warfen aber das Los ber ihr Amt, der Kleinste wie der 
Grte, der Lehrer wie der Schler.
1CH 25:9 Und das erste Los fr Asaph fiel auf Joseph. Das zweite fiel auf 
Gedalja samt seinen Brdern und Shnen, ihrer zwlf;
1CH 25:10 das dritte auf Sakkur samt seinen Shnen und Brdern, ihrer 
zwlf;
1CH 25:11 das vierte auf Jizri samt seinen Shnen und Brdern, ihrer zwlf;
1CH 25:12 das fnfte auf Netanja samt seinen Shnen und Brdern, ihrer 
zwlf.
1CH 25:13 Das sechste auf Buckija samt seinen Shnen und Brdern, ihrer 
zwlf.
1CH 25:14 Das siebente auf Jescharela samt seinen Shnen und Brdern, 
ihrer zwlf.
1CH 25:15 Das achte auf Jesaja samt seinen Shnen und Brdern, ihrer zwlf.
1CH 25:16 Das neunte auf Mattanja samt seinen Shnen und Brdern, ihrer 
zwlf.
1CH 25:17 Das zehnte auf Simei samt seinen Shnen und Brdern, ihrer zwlf.
1CH 25:18 Das elfte auf Asareel samt seinen Shnen und Brdern, ihrer 
zwlf.
1CH 25:19 Das zwlfte auf Chaschabja samt seinen Shnen und Brdern, ihrer 
zwlf.
1CH 25:20 Das dreizehnte auf Schubael samt seinen Shnen und Brdern, 
ihrer zwlf.
1CH 25:21 Das vierzehnte auf Mattitja samt seinen Shnen und Brdern, 
ihrer zwlf.
1CH 25:22 Das fnfzehnte auf Jeremot samt seinen Shnen und Brdern, ihrer 
zwlf.
1CH 25:23 Das sechzehnte auf Chananja samt seinen Shnen und Brdern, 
ihrer zwlf.
1CH 25:24 Das siebzehnte auf Joschbekascha samt seinen Shnen und Brdern, 
ihrer zwlf.
1CH 25:25 Das achtzehnte auf Chanani samt seinen Shnen und Brdern, ihrer 
zwlf.
1CH 25:26 Das neunzehnte auf Malloti samt seinen Shnen und Brdern, ihrer 
zwlf.
1CH 25:27 Das zwanzigste auf Eliata samt seinen Shnen und Brdern, ihrer 
zwlf.
1CH 25:28 Das einundzwanzigste auf Hotir samt seinen Shnen und Brdern, 
ihrer zwlf.
1CH 25:29 Das zweiundzwanzigste auf Gidalti samt seinen Shnen und 
Brdern, ihrer zwlf.
1CH 25:30 Das dreiundzwanzigste auf Machasiot samt seinen Shnen und 
Brdern, ihrer zwlf.
1CH 25:31 Das vierundzwanzigste auf Romamti-Eser samt seinen Shnen und 
Brdern, ihrer zwlf.
1CH 26:1 Von den Abteilungen der Torhter: Unter den Korahitern war 
Meschelemja, der Sohn Kores, aus den Shnen Asaphs.
1CH 26:2 Die Shne Meschelemjas aber waren diese: Der Erstgeborene 
Sacharja, der zweite Jediael, der dritte Sebadja, der vierte Jatniel,
1CH 26:3 der fnfte Elam, der sechste Johanan, der siebente Eljoenai.
1CH 26:4 Die Shne Obed-Edoms aber waren diese: Der Erstgeborene Semaja, 
der zweite Josabad, der dritte Joach, der vierte Sakar, der fnfte 
Netaneel,
1CH 26:5 der sechste Ammiel, der siebente Issaschar, der achte Peulletai: 
denn Gott hatte ihn gesegnet.
1CH 26:6 Und seinem Sohn Semaja wurden auch Shne geboren, die Hupter 
ihrer Familien wurden; denn sie waren tchtige Leute.
1CH 26:7 So waren nun die Shne Semajas: Otni, Rephael, Obed und Elsabad, 
dessen Brder wackere Leute waren, Elihu und Semachja.
1CH 26:8 Alle diese waren aus den Shnen Obed-Edoms, sie und ihre Shne 
und Brder, wackere Leute, tauglich zu mtern, zusammen zweiundsechzig von 
Obed-Edom.
1CH 26:9 Und Meschelemja hatte Shne und Brder, wackere Leute, achtzehn.
1CH 26:10 Chosa aber, aus den Shnen Meraris, hatte Shne; Simri war das 
Oberhaupt; wiewohl er nicht der Erstgeborene war, so setzte ihn doch sein 
Vater zum Haupt;
1CH 26:11 der zweite Hilkja, der dritte Tebalja, der vierte Sacharja. 
Aller Shne und Brder Chosas waren dreizehn.
1CH 26:12 Diesen Abteilungen der Torhter, und zwar den 
Mannschaftshuptern, fielen gleich wie ihren Brdern mter zu, die sie im 
Hause des HERRN zu versehen hatten.
1CH 26:13 Und sie warfen das Los nach ihren Vaterhusern, den kleinen 
sowohl als den groen, fr jedes Tor.
1CH 26:14 Das Los fr das Tor gegen Osten fiel auf Selemja; und fr seinen 
Sohn Sacharja, der ein kluger Ratgeber war, warf man das Los, das fiel fr 
ihn gegen Norden.
1CH 26:15 Fr Obed-Edom aber gegen Sden, und fr seine Shne bei dem 
Vorratshause;
1CH 26:16 fr Schuppim und Chosa gegen Westen, beim Tor Schalleket, an der 
oberen Strae; eine Wache neben der andern.
1CH 26:17 Gegen Osten waren sechs Leviten; gegen Norden tglich vier, 
gegen Sden tglich vier und bei dem Vorratshause je zwei;
1CH 26:18 am Parbar, gegen Westen, vier an der Strae und zwei am Parbar.
1CH 26:19 Dies ist die Verteilung der Tore unter die Shne der Korahiter 
und die Shne Meraris.
1CH 26:20 Und die Leviten, ihre Brder, waren ber die Schtze des Hauses 
Gottes und ber die Schtze der geweihten Dinge.
1CH 26:21 Die Shne Laedans, die Shne des Gersoniters, die 
Familienhupter Laedans, des Gersoniters, waren die Jechieliter.
1CH 26:22 Die Shne Jechiels, Setam und dessen Bruder Joel, waren ber die 
Schtze des Hauses des HERRN.
1CH 26:23 Von den Amramitern, Jizharitern, Hebronitern und Ussielitern war 
Schebuel,
1CH 26:24 der Sohn Gersoms, des Sohnes Moses, Frst ber die Schtze.
1CH 26:25 Und seine Brder von Elieser: dessen Sohn war Rechabja, dessen 
Sohn war Jesaja, dessen Sohn war Joran, dessen Sohn war Sichri, dessen 
Sohn war Schelomit.
1CH 26:26 Dieser Schelomit und seine Brder waren ber alle Schtze der 
geweihten Gegenstnde, welche der Knig David und die Familienhupter und 
die Obersten der Tausendschaften und Hundertschaften und die Heerfhrer 
geweiht hatten
1CH 26:27 von den Kriegen und von der Beute hatten sie sie geweiht, um das 
Haus des HERRN zu untersttzen,
1CH 26:28 auch ber alles, was Samuel, der Seher, und Saul, der Sohn des 
Kis, und Abner, der Sohn Ners, und Joab, der Sohn der Zeruja, geweiht 
hatten; alles Geweihte war unter der Aufsicht Schelomits und seiner Brder.
1CH 26:29 Von den Jizharitern waren Kenanja und seine Shne als Amtleute 
und Richter ber Israel bestellt fr das auswrtige Geschft.
1CH 26:30 Von den Hebronitern aber standen Chasabja und seine Brder, 1700 
wackere Mnner, der Verwaltung Israels vor, diesseits des Jordan, gegen 
Westen, fr alle Angelegenheiten des HERRN und zum Dienste des Knigs.
1CH 26:31 Von den Hebronitern war Jerija das Oberhaupt der Hebroniter, 
ihrer Geschlechter und Familien. Im vierzigsten Jahre des Knigreichs 
Davids wurde nach ihnen gesucht, und man fand unter ihnen wackere Mnner 
zu Jaeser in Gilead,
1CH 26:32 und seine Brder, wackere Leute, 2700 Familienhupter; die 
setzte der Knig David ber die Rubeniter, Gaditer und den halben Stamm 
Manasse, fr alle Angelegenheiten Gottes und des Knigs.
1CH 27:1 Und dies sind die Kinder Israel nach ihrer Zahl, die 
Familienhupter, die Obersten der Tausendschaften und Hundertschaften und 
ihre Amtleute, die dem Knig dienten nach der Ordnung der Abteilungen, wie 
sie Monat fr Monat kamen und gingen, alle Monate des Jahres; jede 
Abteilung zhlte 24000.
1CH 27:2 ber die erste Abteilung fr den ersten Monat war Jaschobam, der 
Sohn Sabdiels, gesetzt, und zu seiner Abteilung gehrten 24000.
1CH 27:3 Aus den Kindern des Perez war er das Oberhaupt aller Heerfhrer 
des ersten Monats.
1CH 27:4 ber die Abteilung fr den zweiten Monat war Dodai, der 
Achochiter, [gesetzt,] und Miklot war Frst, und zu seiner Abteilung 
gehrten 24000.
1CH 27:5 Der dritte Heerfhrer fr den dritten Monat war Benaja, der Sohn 
Jojadas, des Priesters, das Oberhaupt; und zu seiner Abteilung gehrten 
24000.
1CH 27:6 Dieser Benaja war einer der dreiig Helden und ber die Dreiig. 
Und sein Abteilungschef war sein Sohn Ammi-Sabad.
1CH 27:7 Der vierte fr den vierten Monat war Asahel, der Bruder Joabs, 
und nach ihm Sebadja, sein Sohn; und zu seiner Abteilung gehrten 24000.
1CH 27:8 Der fnfte fr den fnften Monat war der Frst Samchut, der 
Jisrachiter; und zu seiner Abteilung gehrten 24000.
1CH 27:9 Der sechste fr den sechsten Monat war Ira, der Sohn des Ikkes, 
des Tekoiters; und zu seiner Abteilung gehrten 24000.
1CH 27:10 Der siebente fr den siebenten Monat war Chelez, der Peloniter, 
aus den Kindern Ephraims; und zu seiner Abteilung gehrten 24000.
1CH 27:11 Der achte fr den achten Monat war Sibbekai, der Chusatiter, aus 
den Sarchitern; und zu seiner Abteilung gehrten 24000.
1CH 27:12 Der neunte fr den neunten Monat war Abieser, der Anatotiter, 
von den Benjaminitern, und zu seiner Abteilung gehrten 24000.
1CH 27:13 Der zehnte fr den zehnten Monat war Macharai, der Netophatiter, 
aus den Sarchitern, und zu seiner Abteilung gehrten 24000.
1CH 27:14 Der elfte fr den elften Monat war Benaja, der Piratoniter, aus 
den Kindern Ephraims; und zu seiner Abteilung gehrten 24000.
1CH 27:15 Der zwlfte fr den zwlften Monat war Cheldai, der 
Netophatiter, von Otniel; und zu seiner Abteilung gehrten 24000.
1CH 27:16 Aber ber die Stmme Israels waren gesetzt: ber die Rubeniter 
war Frst Elieser, der Sohn Sichris; ber die Simeoniter Schephathja, der 
Sohn Maachas.
1CH 27:17 ber die Leviten Chaschabja, der Sohn Kemuels; ber die 
Aaroniter war Zadok.
1CH 27:18 ber Juda war Elihu, aus den Brdern Davids; ber Issaschar 
Omri, der Sohn Michaels.
1CH 27:19 ber Sebulon war Jischmaja, der Sohn Obadjas; ber Naphtali 
Jerimot, der Sohn Asriels.
1CH 27:20 ber die Kinder Ephraims war Hosea, der Sohn Asasjas; ber den 
halben Stamm Manasse Joel, der Sohn Pedajas.
1CH 27:21 ber den andern halben Stamm Manasse, in Gilead, war Jiddo, der 
Sohn Sacharjas; ber Benjamin war Jaasiel, der Sohn Abners.
1CH 27:22 ber Dan war Asareel, der Sohn Jerobeams. Das sind die Frsten 
der Stmme Israels.
1CH 27:23 Aber David nahm die Zahl derer, die unter zwanzig Jahren waren, 
nicht auf; denn der HERR hatte verheien, Israel zu mehren wie die Sterne 
des Himmels.
1CH 27:24 Joab, der Sohn der Zeruja, hatte zwar angefangen zu zhlen, 
allein er vollendete es nicht, denn es kam deswegen ein Zorn [gericht] 
ber Israel. Daher wurde die Zahl nicht in die Chronik des Knigs David 
aufgenommen.
1CH 27:25 ber die Vorrte des Knigs war Asmavet, der Sohn Adiels, 
gesetzt. Und ber die Vorrte auf dem Lande, in den Stdten, Drfern und 
Festungen war Jonatan, der Sohn Ussias;
1CH 27:26 ber die Ackerleute, welche das Land bebauten, war Esri, der 
Sohn Kelubs;
1CH 27:27 ber die Weinberge Simei, der Ramatiter; aber ber die Vorrte 
an Wein in den Weinbergen war Sabdi, der Siphmiter;
1CH 27:28 ber die lbume und die Maulbeerfeigenbume in den Tlern Baal-
Chanan, der Gederiter; ber die Vorrte an l Joas;
1CH 27:29 ber die Rinder, die in Saron weideten, war Sitral, der 
Saroniter; ber die Rinder in den Tlern Saphat, der Sohn Adlais;
1CH 27:30 ber die Kamele war Obil, der Ismaeliter; ber die Eselinnen 
Jechdeja, der Meronotiter;
1CH 27:31 ber die Schafe Jaser, der Hagariter. Alle diese waren Verwalter 
der Gter des Knigs David.
1CH 27:32 Jonatan aber, Davids Oheim, war Rat, ein verstndiger Mann, ein 
Schriftgelehrter. Und Jechiel, der Sohn Hakmonis, war bei den Shnen des 
Knigs.
1CH 27:33 Ahitophel war auch des Knigs Rat und Husai, der Arkiter, des 
Knigs Freund.
1CH 27:34 Nach Ahitophel waren Jojada, der Sohn Benajas, und Abjatar. Joab 
aber war des Knigs Feldhauptmann.
1CH 28:1 Und David versammelte alle Obersten Israels nach Jerusalem, 
nmlich die Obersten der Stmme, die Obersten der Abteilungen, die dem 
Knig dienten, die Obersten der Tausendschaften, die Obersten der 
Hundertschaften und die Obersten ber alle Gter und alles Vieh des Knigs 
und seiner Shne, samt den Kmmerern, Helden und allen tapfern Mannen.
1CH 28:2 Und der Knig David erhob sich und sprach: Hret mir zu, meine 
Brder und mein Volk! Ich hatte mir vorgenommen, eine Ruhesttte zu bauen 
fr die Lade des Bundes des HERRN und als Schemel der Fe unseres Gottes, 
und ich hatte mich fr den Bau gerstet.
1CH 28:3 Aber Gott sprach zu mir: Du sollst meinem Namen kein Haus bauen; 
denn du bist ein Kriegsmannn und hast Blut vergossen!
1CH 28:4 Nun hatte der HERR, der Gott Israels, aus dem ganzen Hause meines 
Vaters mich erwhlt, da ich Knig ber Israel sein sollte ewiglich; denn 
er hat Juda zum Frsten erwhlt, und im Stamme Juda meines Vaters Haus, 
und unter den Shnen meines Vaters hatte er Wohlgefallen an mir, so da er 
mich zum Knig ber ganz Israel machte.
1CH 28:5 Auch unter allen meinen Shnen (denn der HERR hat mir viele Shne 
gegeben) hat er meinen Sohn Salomo erwhlt, da er auf dem Throne des 
Knigreichs des HERRN ber Israel sitze.
1CH 28:6 Und er hat zu mir gesagt: Dein Sohn Salomo soll mein Haus und 
meine Vorhfe bauen; denn ihn habe ich mir zum Sohn erwhlt, und ich will 
sein Vater sein.
1CH 28:7 Ich will sein Knigreich auf ewig grnden, wenn er fest dabei 
bleibt, meine Gebote und Rechte zu halten, wie es heute geschieht.
1CH 28:8 Nun denn, vor dem ganzen Israel, der Gemeinde des HERRN, und vor 
den Ohren unsres Gottes ermahne ich euch: Beobachtet und bercksichtigt 
alle Gebote des HERRN, eures Gottes, auf da ihr im Besitze des guten 
Landes bleibet und es euren Kindern nach euch erblich hinterlasset 
ewiglich!
1CH 28:9 Und du, mein Sohn Salomo, erkenne den Gott deines Vaters und 
diene ihm von ganzem Herzen und mit williger Seele! Denn der HERR 
erforscht alle Herzen und versteht alles Dichten der Gedanken. Wirst du 
ihn suchen, so wirst du ihn finden; wirst du ihn aber verlassen, so wird 
er dich verwerfen ewiglich!
1CH 28:10 So siehe nun zu; denn der HERR hat dich erwhlt, ein Haus als 
Heiligtum zu bauen. Bleibe fest und tue es!
1CH 28:11 Und David gab seinem Sohne Salomo den Plan der Halle und seiner 
Rume, seiner Schatzkammern, seiner Sller, seiner Gemcher und des Raumes 
fr [die Bundeslade und] den Shndeckel;
1CH 28:12 auch ein Vorbild alles dessen, was bei ihm in seinem Geiste war: 
nmlich der Vorhfe des Hauses des HERRN und aller Zellen ringsum fr die 
Schtze des Hauses Gottes und fr die Schtze der geweihten Gegenstnde;
1CH 28:13 und [die Anordnungen] fr die Abteilungen der Priester und 
Leviten und fr alle Dienstverrichtungen im Hause des HERRN, auch fr alle 
Gerte zum Dienste im Hause des HERRN.
1CH 28:14 Er gab ihm auch Gold nach Bedarf, fr allerlei Gerte eines 
jeden Amtes, und [Silber] nach Bedarf fr allerlei silberne Gerte, fr 
allerlei Gerte eines jeden Amtes.
1CH 28:15 Und den Bedarf fr die goldenen Leuchter und ihre goldenen 
Lampen, was fr einen jeglichen Leuchter und seine Lampen erforderlich 
war. Also gab er auch den Bedarf fr die silbernen Leuchter, fr den 
Leuchter und seine Lampen, was zu einem jeden Leuchter erforderlich war.
1CH 28:16 Auch gab er das Gold fr die Schaubrottische, fr jeden Tisch 
sein Gewicht; desgleichen auch das Silber fr die silbernen Tische.
1CH 28:17 Auch gab er ihm reines Gold fr die Gabeln, Becken und Schalen 
und goldenen Becher, fr einen jeglichen Becher sein Gewicht; auch fr die 
silbernen Becher, fr einen jeglichen sein Gewicht.
1CH 28:18 Und fr den Rucheraltar das allerlauterste Gold, nach Bedarf. 
Er gab ihm auch ein Modell des Wagens, der goldenen Cherubim, die [ihre 
Flgel] ausbreiten und die Lade des Bundes des HERRN bedecken sollten.
1CH 28:19 Alles nach der Vorschrift des HERRN, er hat mich das Vorbild zu 
machen gelehrt.
1CH 28:20 Und David sprach zu seinem Sohne Salomo: Sei stark und fest und 
fhre es aus! Frchte dich nicht und erschrick nicht! Denn der HERR, Gott, 
mein Gott, ist mit dir und wird dich nicht loslassen noch dich verlassen, 
bis du alle Werke fr den Dienst am Hause des HERRN vollendet hast.
1CH 28:21 Und siehe, da sind die Abteilungen der Priester und Leviten fr 
allen Dienst im Hause Gottes; und fr jedes Werk werden Freiwillige mit 
dir sein, die mit Weisheit ausgerstet sind fr jeden Dienst; auch die 
Obersten und alles Volk stehen dir ganz zu Befehl.
1CH 29:1 Und der Knig David sprach zu der ganzen Gemeinde: Mein Sohn 
Salomo, der einzige, welchen Gott erwhlt hat, ist noch jung und zart; das 
Werk aber ist gro, denn es ist nicht eines Menschen Palast, sondern 
Gottes, des HERRN.
1CH 29:2 Ich aber habe mit all meiner Kraft fr das Haus meines Gottes 
beschafft: Gold zu goldenen, Silber zu silbernen, Erz zu ehernen, Eisen zu 
eisernen, Holz zu hlzernen Gerten, Schohamsteine und Steine zu 
Einfassungen, Steine zur Verzierung und farbige Steine und allerlei 
Edelsteine und weie Marmorsteine in Menge.
1CH 29:3 berdies, weil ich am Hause meines Gottes Wohlgefallen habe, gebe 
ich, was ich als eigenes Gut an Gold und Silber besitze, fr das Haus 
meines Gottes, zu dem hinzu, was ich fr das heilige Haus herbeigeschafft 
habe:
1CH 29:4 nmlich dreitausend Talente Gold, Gold aus Ophir, und 
siebentausend Talente gelutertes Silber, um die Wnde des Hauses zu 
berziehen;
1CH 29:5 damit golden werde, was golden, und silbern, was silbern sein 
soll; und zu allerlei Werk durch die Hand der Knstler. Und wer ist nun 
willig, heute seine Hand fr den HERRN zu fllen?
1CH 29:6 Da erzeigten sich die obersten Vter, die Obersten der Stmme 
Israels, die Obersten der Tausendschaften und der Hundertschaften und die 
Obersten ber die Geschfte des Knigs willig
1CH 29:7 und gaben zum Dienste des Hauses Gottes fnftausend Talente Gold 
und zehntausend Dareiken, und zehntausend Talente Silber, achtzehntausend 
Talente Erz, und hunderttausend Talente Eisen.
1CH 29:8 Und alle, welche Edelsteine besaen, gaben sie in den Schatz des 
Hauses des HERRN unter die Hand Jechiels, des Gersoniters.
1CH 29:9 Und das Volk war frhlich ber ihr freiwilliges Geben; denn sie 
gaben es dem HERRN von ganzem Herzen, freiwillig. Und auch der Knig David 
war hocherfreut.
1CH 29:10 Und David lobte den HERRN vor der ganzen Gemeinde und sprach: 
Gelobt seist du, HERR, Gott unsres Vaters Israel, von Ewigkeit zu Ewigkeit!
1CH 29:11 Dein, o HERR, ist die Majestt, die Gewalt, die Herrlichkeit, 
der Glanz und der Ruhm! Denn alles, was im Himmel und auf Erden ist, das 
ist dein. Dein, HERR, ist das Reich, und du bist als Haupt ber alles 
erhaben!
1CH 29:12 Reichtum und Ehre sind vor deinem Angesichte! Du herrschest ber 
alles; in deiner Hand stehen Kraft und Macht; in deiner Hand steht es, 
jedermann gro und stark zu machen!
1CH 29:13 Und nun, unser Gott, wir danken dir und rhmen den Namen deiner 
Herrlichkeit.
1CH 29:14 Denn was bin ich, und was ist mein Volk, da wir Kraft haben 
sollten, in solcher Weise freiwillig zu geben? Denn von dir kommt alles, 
und aus deiner eigenen Hand haben wir dir gegeben.
1CH 29:15 Denn wir sind Gste und Fremdlinge vor dir, wie alle unsre 
Vter. Unser Leben auf Erden ist wie ein Schatten und unzuverlssig.
1CH 29:16 HERR, unser Gott, dieser ganze Reichtum, den wir bereitgestellt 
haben, dir ein Haus zu bauen fr deinen heiligen Namen, kommt von deiner 
Hand, und dein ist alles.
1CH 29:17 Ich wei, mein Gott, da du das Herz prfst, und Aufrichtigkeit 
ist dir angenehm; darum habe ich dieses alles aus Aufrichtigkeit meines 
Herzens freiwillig gegeben und habe jetzt mit Freuden gesehen, wie dein 
Volk, welches sich hier befindet, sich willig gegen dich erzeigt hat.
1CH 29:18 HERR, Gott unsrer Vter Abraham, Isaak und Israel, bewahre 
ewiglich solchen Sinn und Gedanken im Herzen deines Volkes und richte ihr 
Herz fest auf dich!
1CH 29:19 Und gib meinem Sohn Salomo ein ungeteiltes Herz, da er deine 
Gebote, deine Zeugnisse und deine Satzungen bewahre und alles ausfhre, 
und da er diesen Palast baue, den ich vorbereitet habe!
1CH 29:20 Und David sprach zu der ganzen Gemeinde: Nun lobet den HERRN, 
euren Gott! Und die ganze Gemeinde lobte den HERRN, den Gott ihrer Vter, 
und sie neigten sich und warfen sich nieder vor dem HERRN und vor dem 
Knig.
1CH 29:21 Und sie opferten dem HERRN Schlachtopfer; und am folgenden 
Morgen opferten sie dem HERRN Brandopfer, tausend Farren, tausend Widder, 
tausend Lmmer, samt ihren Trankopfern, dazu Schlachtopfer in Menge fr 
ganz Israel.
1CH 29:22 Und an jenem Tage aen und tranken sie vor dem HERRN mit groer 
Freude; und machten Salomo, den Sohn Davids, zum zweitenmal zum Knig und 
salbten ihn dem HERRN zum Frsten und Zadok zum Priester.
1CH 29:23 Also sa Salomo auf dem Throne des HERRN als Knig an seines 
Vaters David Statt. Und er hatte Glck; und ganz Israel war ihm gehorsam.
1CH 29:24 Und alle Obersten und Gewaltigen, auch alle Shne des Knigs 
David unterwarfen sich dem Knig Salomo.
1CH 29:25 Und der HERR machte Salomo hoch und gro vor ganz Israel und gab 
ihm ein herrliches Knigreich, desgleichen vor ihm kein Knig ber Israel 
gehabt hat.
1CH 29:26 So ist nun David, der Sohn Isais, ber ganz Israel Knig gewesen.
1CH 29:27 Die Zeit aber, die er ber Israel regierte, betrug vierzig 
Jahre; zu Hebron regierte er sieben Jahre, und zu Jerusalem regierte er 
dreiunddreiig Jahre lang.
1CH 29:28 Und er starb in gutem Alter, satt an Leben, Reichtum und Ehre. 
Und sein Sohn Salomo ward Knig an seiner Statt.
1CH 29:29 Die Geschichten aber des Knigs David, die ersten und die 
letzten, sind aufgezeichnet unter den Geschichten Samuels, des Sehers, und 
unter den Geschichten Natans, des Propheten, und unter den Geschichten 
Gads, des Sehers,
1CH 29:30 samt seiner ganzen Regierung und seiner Gewalt und den 
Ereignissen, die unter ihm vorgekommen sind in Israel und unter allen 
Knigreichen der Lnder.
2CH 1:1 Und Salomo, der Sohn Davids, erlangte Macht ber sein Reich; und 
der HERR, sein Gott, war mit ihm und machte ihn sehr gro.
2CH 1:2 Und Salomo redete mit ganz Israel, mit den Obersten der 
Tausendschaften und der Hundertschaften, mit den Richtern und mit allen 
Frsten in ganz Israel, mit den Familienhuptern,
2CH 1:3 und sie gingen, Salomo und die ganze Gemeinde mit ihm, hin zu der 
Hhe, die zu Gibeon war; denn daselbst war die Stiftshtte Gottes, welche 
Mose, der Knecht des HERRN, in der Wste gemacht hatte.
2CH 1:4 Die Lade Gottes aber hatte David von Kirjat-Jearim heraufgebracht 
an den Ort, welchen David ihr bereitet hatte; denn er hatte fr sie in 
Jerusalem ein Zelt aufgeschlagen.
2CH 1:5 Aber der eherne Altar, welchen Bezaleel, der Sohn Uris, des Sohnes 
Churs, gemacht hatte, war daselbst vor der Htte des HERRN, und Salomo und 
die Gemeinde pflegten ihn zu benutzen.
2CH 1:6 Und Salomo opferte daselbst vor dem HERRN auf dem ehernen Altar, 
der vor der Stiftshtte stand, tausend Brandopfer.
2CH 1:7 In derselben Nacht erschien Gott dem Salomo und sprach zu ihm: 
Bitte, was ich dir geben soll!
2CH 1:8 Und Salomo sprach zu Gott: Du hast an meinem Vater David groe 
Barmherzigkeit erzeigt, und du hast mich an seiner Statt zum Knige 
gemacht.
2CH 1:9 So la nun, o Gott, HERR, deine Zusage an meinen Vater David wahr 
werden! Denn du hast mich zum Knige gemacht ber ein Volk, das so 
zahlreich ist wie der Staub auf Erden.
2CH 1:10 So gib mir nun Weisheit und Erkenntnis, da ich vor diesem Volk 
aus und einzugehen wei; denn wer kann dieses dein groes Volk richten?
2CH 1:11 Da sprach Gott zu Salomo: Weil du das im Sinne hast und nicht um 
Schtze, Reichtum, Ehre, noch um den Tod deiner Feinde, noch um langes 
Leben gebeten hast, sondern um Weisheit und Erkenntnis, mein Volk zu 
richten, ber das ich dich zum Knig gemacht habe,
2CH 1:12 so sei dir nun Weisheit und Erkenntnis gegeben! Dazu will ich dir 
Reichtum, Schtze und Ehre geben, dergleichen kein Knig vor dir gehabt 
hat, noch nach dir haben soll!
2CH 1:13 Also kam Salomo von der Hhe, die zu Gibeon war, von der 
Stiftshtte her, nach Jerusalem und regierte ber Israel.
2CH 1:14 Und Salomo sammelte Wagen und Reiter, also da er 
tausendvierhundert Wagen und zwlftausend Reiter hatte; die tat er in die 
Wagenstdte und zu dem Knig nach Jerusalem.
2CH 1:15 Und der Knig machte, da in Jerusalem Silber und Gold war so 
viel wie Steine, und Zedernholz so viel wie wilde Feigenbume in den 
Grnden.
2CH 1:16 Und man brachte dem Salomo Pferde aus gypten. Und je ein Zug von 
Kaufleuten des Knigs holte sie scharenweise um den Kaufpreis.
2CH 1:17 Und sie brachten Wagen aus gypten herauf, die kamen auf je 
sechshundert Schekel Silber zu stehen, und ein Pferd auf hundertfnfzig. 
Ebenso brachten sie durch ihre Vermittlung allen Knigen der Hetiter und 
den Knigen in Syrien.
2CH 2:1 Und Salomo gedachte, dem Namen des HERRN ein Haus zu bauen und ein 
Haus zu seiner Residenz.
2CH 2:2 Und Salomo zhlte 70000 Lasttrger ab und 80000 Holzhauer im 
Gebirge und 3600 Aufseher ber sie.
2CH 2:3 Und Salomo sandte zu Huram, dem Knig zu Tyrus, und lie ihm 
sagen: Wie damals, als du meinem Vater David Zedern sandtest, da er sich 
ein Haus baute, um darin zu wohnen [,so tue auch an mir].
2CH 2:4 Siehe, ich will dem Namen des HERRN, meines Gottes, ein Haus 
bauen, um es ihm zu weihen, um wohlriechendes Rucherwerk vor ihm zu 
ruchern und allezeit Schaubrote zuzursten und Brandopfer zu opfern, am 
Morgen und am Abend, an den Sabbaten und Neumonden und an den Festen des 
HERRN, unseres Gottes, was um Israels willen stets geschehen soll.
2CH 2:5 Das Haus aber, das ich bauen will, soll gro sein; denn unser Gott 
ist grer als alle Gtter.
2CH 2:6 Aber wer vermag es, ihm ein Haus zu bauen? Denn der Himmel und 
aller Himmel Himmel mgen ihn nicht fassen; und wer bin ich, da ich ihm 
ein Haus baue, es sei denn, um vor ihm zu ruchern?
2CH 2:7 So sende mir nun einen weisen Mann, der zu arbeiten versteht in 
Gold, Silber, Erz, Eisen, Purpur, in Stoffen von Karmesinfarbe und von 
blauem Purpur, und der sich auf die Bildhauerei versteht, Damit er arbeite 
mit den Weisen, die bei mir sind, in Juda und Jerusalem, fr welche mein 
Vater David gesorgt hat.
2CH 2:8 Und sende mir Zedern, Zypressen und Sandelholz vom Libanon; denn 
ich wei, da deine Knechte es verstehen, die Bume auf dem Libanon zu 
fllen. Und siehe, meine Knechte sollen mit deinen Knechten sein,
2CH 2:9 damit man mir viel Holz zurichte; denn das Haus, das ich bauen 
will, soll gro und wunderbar sein.
2CH 2:10 Und siehe, ich will den Zimmerleuten, deinen Knechten, die das 
Holz hauen, zwanzigtausend Kor gestoenen Weizen, zwanzigtausend Kor 
Gerste, zwanzigtausend Bat Wein und zwanzigtausend Bat l geben.
2CH 2:11 Da antwortete Huram, der Knig von Tyrus, schriftlich und lie 
Salomo sagen: Weil der HERR sein Volk liebt, hat er dich zum Knig ber 
sie gemacht.
2CH 2:12 Und Huram sprach weiter: Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, 
der Himmel und Erde gemacht hat, welcher dem Knig David einen weisen Sohn 
gegeben hat, der so klug und verstndig ist, da er dem HERRN ein Haus 
bauen kann und fr sich selbst ein Haus zur Residenz!
2CH 2:13 So sende ich nun einen weisen Mann, den Knstler Huram-Abi.
2CH 2:14 Derselbe ist der Sohn eines Weibes aus den Tchtern Dans, sein 
Vater ist ein Tyrer gewesen. Der wei in Gold, Silber, Erz, Eisen, Stein 
und Holz, in rotem und blauem Purpur, in feiner Baumwolle und in Stoffen 
von Karmesinfarbe zu arbeiten und versteht alle Arten von Bildhauerei und 
wei jedes Kunstwerk, das ihm aufgegeben wird, auszufhren mit Hilfe 
deiner Knstler und der Knstler meines Herrn David, deines Vaters.
2CH 2:15 So wolle nun mein HERR seinen Knechten den Weizen, die Gerste, 
das l und den Wein senden, wie er versprochen hat;
2CH 2:16 und wir werden das Holz auf dem Libanon hauen, soviel du 
bedarfst, und es als Fle auf dem Meer nach Japho bringen, von wo du es 
nach Jerusalem hinaufholen kannst.
2CH 2:17 Und Salomo zhlte alle Fremdlinge im Lande Israel, nach der 
[frheren] Zhlung, die sein Vater David angeordnet hatte, und es wurden 
153600 gefunden.
2CH 2:18 Von diesen machte er 70000 zu Lasttrgern und 80000 zu 
Steinhauern im Gebirge und 3600 zu Aufsehern, die das Volk zur Arbeit 
anzuhalten hatten.
2CH 3:1 Und Salomo fing an, das Haus des HERRN zu bauen zu Jerusalem, auf 
dem Berge Morija, wo er seinem Vater David erschienen war, an dem Orte, 
welchen David bestimmt hatte, auf der Tenne Ornans, des Jebusiters.
2CH 3:2 Er fing aber an zu bauen im zweiten Monat, am zweiten Tage, im 
vierten Jahre seiner Regierung.
2CH 3:3 Und also legte Salomo den Grund, das Haus Gottes zu bauen: die 
Lnge betrug nach altem Ma sechzig Ellen und die Breite zwanzig Ellen.
2CH 3:4 Die Halle aber, welche der ganzen Breite des Hauses entlang ging, 
war zwanzig Ellen lang und hundertzwanzig hoch. Er berzog sie inwendig 
mit lauterm Gold.
2CH 3:5 Das groe Haus aber tfelte er mit Zypressenholz und berzog es 
mit gutem Gold und machte darauf Palmen und Kettenwerk
2CH 3:6 und berzog das Haus mit kostbaren Steinen zur Zierde; das Gold 
aber war Parvaimgold.
2CH 3:7 Und er berzog das Haus, die Balken, die Schwellen, seine Wnde 
und seine Tren mit Gold und lie Cherubim an den Wnden einschnitzen.
2CH 3:8 Er machte auch den Raum des Allerheiligsten: seine Lnge war 
zwanzig Ellen, nach der Breite des Hauses; und seine Breite war auch 
zwanzig Ellen. Und er berzog es mit gutem Gold, [im Betrage von] 
sechshundert Talenten.
2CH 3:9 Und das Gewicht der Ngel betrug fnfzig Schekel Gold; er berzog 
auch die Sller mit Gold.
2CH 3:10 Er machte im Raume des Allerheiligsten auch zwei Cherubim von 
Bildhauerarbeit und berzog sie mit Gold.
2CH 3:11 Und die Lnge der Flgel der Cherubim betrug [insgesamt] zwanzig 
Ellen; ein Flgel [des einen Cherubs], fnf Ellen lang, berhrte die Wand 
des Raumes, und der andere Flgel, auch fnf Ellen lang, berhrte den 
Flgel des anderen Cherubs.
2CH 3:12 Ebenso ma ein Flgel des zweiten Cherubs fnf Ellen und berhrte 
die Wand des Raumes, und der andere Flgel, fnf Ellen lang, berhrte den 
Flgel des anderen Cherubs,
2CH 3:13 so da sich die Flgel dieser Cherubim zwanzig Ellen weit 
ausbreiteten. Und sie standen auf ihren Fen, und ihre Angesichter waren 
einwrts gewandt.
2CH 3:14 Er machte auch einen Vorhang von blauem und rotem Purpur und 
Stoffen von Karmesinfarbe und feiner Baumwolle und brachte Cherubim darauf 
an.
2CH 3:15 Und er machte vor dem Hause zwei Sulen, fnfunddreiig Ellen 
hoch, und oben darauf einen Knauf, fnf Ellen hoch.
2CH 3:16 Und er machte Kettenwerk und tat solches oben auf die Sulen und 
machte hundert Granatpfel und tat sie an das Kettenwerk.
2CH 3:17 Und er richtete die Sulen vor dem Tempel auf, eine zur Rechten, 
die andere zur Linken; und er hie die zur Rechten Jachin und die zur 
Linken Boas.
2CH 4:1 Er machte auch einen ehernen Altar, zwanzig Ellen lang und zwanzig 
Ellen breit und zehn Ellen hoch.
2CH 4:2 Und er machte das gegossene Meer, zehn Ellen weit von einem Rand 
bis zum anderen, gerundet ringsum, und fnf Ellen hoch; und eine Meschnur 
von dreiig Ellen konnte es umfassen.
2CH 4:3 Und es waren Gebilde von Rindern unter ihm ringsum, die es 
umgaben, zehn auf die Elle, rings um das Meer herum; zwei Reihen Rinder 
waren es, gegossen aus einem Gu mit dem Meer.
2CH 4:4 Es stand auf zwlf Rindern, deren drei gegen Mitternacht, drei 
gegen Abend, drei gegen Mittag und drei gegen Morgen gewendet waren; und 
das Meer ruhte oben auf ihnen, und das Hinterteil von ihnen allen war 
einwrts gekehrt.
2CH 4:5 Seine Dicke betrug eine Handbreite, und sein Rand war wie der 
eines Bechers, wie die Blte einer Lilie; und es fate dreitausend Bat.
2CH 4:6 Und er machte zehn Kessel und setzte fnf zur Rechten und fnf zur 
Linken, um darin zu waschen; was zum Brandopfer gehrte, splte man darin 
ab; das Meer aber war fr die Waschungen der Priester bestimmt.
2CH 4:7 Er machte auch zehn goldene Leuchter, wie sie sein sollten, und 
setzte sie in den Tempel; fnf zur Rechten und fnf zur Linken.
2CH 4:8 Und er machte zehn Tische und tat sie in den Tempel; fnf zur 
Rechten und fnf zur Linken. Auch machte er hundert goldene Becken.
2CH 4:9 Er machte auch einen Vorhof fr die Priester und den groen 
Vorhof; und Tren fr den Vorhof, und er berzog die Tren mit Erz.
2CH 4:10 Und er setzte das Meer auf die rechte Seite gegen Morgen, 
sdwrts.
2CH 4:11 Und Huram machte Tpfe, Schaufeln und Becken. Also vollendete 
Huram die Arbeit, die er fr den Knig Salomo am Hause Gottes machte,
2CH 4:12 nmlich die zwei Sulen und die Kugeln der Knufe oben an den 
Sulen und die beiden Geflechte, um die zwei Kugeln der Knufe zu 
bedecken, die oben auf beiden Sulen waren.
2CH 4:13 Und die vierhundert Granatpfel an beiden Geflechten, zwei Reihen 
Granatpfel an einem jeden Geflecht, um die zwei Kugeln der Knufe oben 
auf den Sulen zu bedecken.
2CH 4:14 Auch machte er die Stnder und die Kessel auf den Stndern;
2CH 4:15 und das eine Meer und die zwlf Rinder darunter.
2CH 4:16 Und die Tpfe, Schaufeln, Gabeln und alle ihre Gerte machte 
Vater Huram dem Knig Salomo fr das Haus des HERRN aus glnzendem Erz.
2CH 4:17 In der Gegend des Jordan lie sie der Knig gieen in dicker 
Erde, zwischen Sukkot und Zareda.
2CH 4:18 Und Salomo machte alle diese Gerte in sehr groer Menge, also 
da das Gewicht des Erzes nicht zu ermitteln war.
2CH 4:19 Und Salomo machte alle Gerte zum Hause Gottes; nmlich den 
goldenen Altar, die Tische, auf denen die Schaubrote liegen;
2CH 4:20 und die Leuchter mit ihren Lampen von lauterm Gold, um sie vor 
dem Allerheiligsten anzuznden, wie es sich gebhrt;
2CH 4:21 und das Blumenwerk und die Lampen und die Lichtscheren von Gold. 
Das alles war von feinstem Gold;
2CH 4:22 dazu die Messer, Becken, Pfannen und Ruchernpfe von feinem 
Gold; auch der Eingang des Hauses, seine innern Tren zum Allerheiligsten 
und die Tren am Hause des Tempels waren vergoldet.
2CH 5:1 Also ward alle Arbeit vollendet, die Salomo am Hause des HERRN 
machte. Und Salomo brachte hinein, was sein Vater David geheiligt hatte, 
dazu das Silber und das Gold und alle Gerte und legte es in die 
Schatzkammern des Hauses Gottes.
2CH 5:2 Da versammelte Salomo die ltesten in Israel und alle Hupter der 
Stmme, die Frsten der Vaterhuser der Kinder Israel, in Jerusalem, um 
die Lade des Bundes des HERRN heraufzubringen aus der Stadt Davids; das 
ist Zion.
2CH 5:3 Und alle Mnner Israels versammelten sich beim Knig zum Fest, das 
heit im siebenten Monat.
2CH 5:4 Und alle ltesten Israels kamen; und die Leviten nahmen die Lade
2CH 5:5 und brachten die Lade hinauf, samt der Stiftshtte und allen 
heiligen Gerten, die in dem Zelte waren. Die Priester und die Leviten 
brachten sie hinauf.
2CH 5:6 Der Knig Salomo aber und die ganze Gemeinde Israel, die vor der 
Lade bei ihm versammelt war, opferten Schafe und Rinder, so viel, da ihre 
Menge weder zu zhlen noch zu berechnen war.
2CH 5:7 Also brachten die Priester die Bundeslade des HERRN an ihren Ort 
in den Chor des Hauses, in das Allerheiligste, unter die Flgel der 
Cherubim.
2CH 5:8 Denn die Cherubim breiteten beide Flgel aus ber den Ort der 
Lade; und die Cherubim bedeckten die Lade und deren Stangen von oben her.
2CH 5:9 Die Stangen aber waren so lang, da man die Enden der Stangen von 
der Lade aus, vor dem Chor sehen konnte, aber von auen sah man sie nicht. 
Und sie blieb daselbst bis auf diesen Tag.
2CH 5:10 Es war nichts in der Lade, als die beiden Tafeln, die Mose am 
Horeb darein getan hatte, als der HERR mit den Kindern Israel einen Bund 
machte, da sie aus gypten zogen.
2CH 5:11 Und als die Priester aus dem Heiligtum herausgingen (denn alle 
Priester, die vorhanden waren, hatten sich geheiligt, ohne Rcksicht auf 
die Abteilungen),
2CH 5:12 und als auch die Leviten, alle Snger, Asaph, Heman, Jedutun und 
ihre Shne und ihre Brder, in weie Baumwolle gekleidet, dastanden mit 
Zimbeln, Psaltern und Harfen stlich vom Altar, und bei ihnen 
hundertundzwanzig Priester, die auf Trompeten bliesen,
2CH 5:13 da war es, wie wenn die, welche die Trompeten bliesen und sangen, 
nur eine Stimme hren lieen, zu loben und zu danken dem HERRN. Und als 
sie die Stimme erhoben mit Trompeten, Zimbeln und Saitenspiel und mit dem 
Lobe des HERRN, da er freundlich ist und seine Gte ewig whrt, da ward 
das Haus des HERRN mit einer Wolke erfllt,
2CH 5:14 so da die Priester wegen der Wolke nicht zum Dienste antreten 
konnten, denn die Herrlichkeit des HERRN erfllte das Haus Gottes.
2CH 6:1 Damals sprach Salomo: Der HERR hat gesagt, er wolle im Dunkeln 
wohnen.
2CH 6:2 Ich aber habe ein Haus gebaut, dir zur Wohnung, und einen Sitz, da 
du ewiglich wohnen mgest.
2CH 6:3 Und der Knig wandte sein Angesicht und segnete die ganze Gemeinde 
Israel; denn die ganze Gemeinde Israel stand da.
2CH 6:4 Und er sprach: Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, der durch 
seinen Mund meinem Vater David verheien und es auch mit seiner Hand 
erfllt hat, da er sagte:
2CH 6:5 Seit der Zeit, als ich mein Volk aus gyptenland fhrte, habe ich 
in allen Stmmen Israels keine Stadt erwhlt, um ein Haus zu bauen, da 
mein Name daselbst sei, und habe auch keinen Mann erwhlt, da er ber 
mein Volk Israel Frst sei.
2CH 6:6 Aber Jerusalem habe ich erwhlt, da mein Name daselbst sei; und 
David habe ich erwhlt, da er ber mein Volk Israel Knig sei.
2CH 6:7 Und mein Vater David hatte im Sinne, dem Namen des HERRN, des 
Gottes Israels, ein Haus zu bauen.
2CH 6:8 Aber der HERR sprach zu meinem Vater David: Da du im Sinne gehabt 
hast, meinem Namen ein Haus zu bauen, daran hast du wohlgetan, da du das 
im Sinne gehabt hast.
2CH 6:9 Doch sollst nicht du das Haus bauen, sondern dein Sohn, der aus 
deinen Lenden hervorgehen wird, der soll meinem Namen das Haus bauen.
2CH 6:10 Und nun hat der HERR sein Wort erfllt, das er geredet hat; denn 
ich bin an meines Vaters Statt getreten und sitze auf dem Throne Israels, 
wie der HERR versprochen hat, und ich habe dem Namen des HERRN, des Gottes 
Israels, ein Haus gebaut
2CH 6:11 und dorthinein die Lade gestellt, worin der Bund des HERRN ist, 
den er mit den Kindern Israel gemacht hat.
2CH 6:12 Und er trat vor den Altar des HERRN, angesichts der ganzen 
Gemeinde Israel, und breitete seine Hnde aus.
2CH 6:13 Denn Salomo hatte eine eherne Kanzel gemacht und mitten in den 
Hof gestellt, fnf Ellen lang und fnf Ellen breit und drei Ellen hoch; 
darauf trat er und fiel auf seine Knie nieder, angesichts der ganzen 
Gemeinde Israel, und breitete seine Hnde aus gen Himmel
2CH 6:14 und sprach: O HERR, Gott Israels! Kein Gott ist dir gleich, weder 
im Himmel noch auf Erden, der du den Bund und die Barmherzigkeit 
beobachtest deinen Knechten, die von ganzem Herzen vor dir wandeln!
2CH 6:15 Der du deinem Knecht David, meinem Vater, gehalten, was du ihm 
verheien hast. Mit deinem Munde hattest du es geredet, und mit deiner 
Hand hast du es erfllet, wie es heute der Fall ist.
2CH 6:16 So halte nun, o HERR, Gott Israels, deinem Knechte David, meinem 
Vater, was du zu ihm gesagt hast, als du sprachest: Es soll dir nicht 
mangeln an einem Mann vor mir, der auf dem Throne Israels sitze, wenn nur 
deine Kinder auf ihren Weg achthaben, da sie in meinem Gesetze wandeln, 
wie du vor mir gewandelt bist!
2CH 6:17 Und nun, HERR, Gott Israels, la dein Wort wahr werden, welches 
du zu deinem Knecht David gesprochen hast!
2CH 6:18 Sollte aber Gott wahrhaftig bei den Menschen auf Erden wohnen? 
Siehe, der Himmel und aller Himmel Himmel knnen dich nicht fassen; wie 
sollte es denn dieses Haus tun, das ich gebaut habe?
2CH 6:19 Wende dich aber, o HERR, mein Gott, zum Gebet deines Knechtes und 
zu seinem Flehen, da du erhrest das Lob und die Bitte, die dein Knecht 
vor dir tut,
2CH 6:20 also da deine Augen Tag und Nacht offenstehen ber dem Ort, 
davon du gesagt hast, da du deinen Namen dahin setzen wollest; da du 
erhrest das Gebet, das dein Knecht fr diesen Ort tun will.
2CH 6:21 So hre nun das Flehen deines Knechtes und deines Volkes Israel, 
was sie an dieser Sttte bitten werden! Hre du es an dem Ort deiner 
Wohnung, im Himmel, und wenn du es hrst, so vergib!
2CH 6:22 Wenn jemand wider seinen Nchsten sndigt, und man legt ihm einen 
Eid auf, den er schwren soll, und der Eid kommt in diesem Hause vor 
deinen Altar,
2CH 6:23 so wollest du hren im Himmel und verschaffen, da deinen 
Knechten Recht gesprochen wird, indem du dem Gottlosen vergiltst und 
seinen Weg auf seinen Kopf fallen lssest und den Gerechten rechtfertigst 
und ihm gibst nach seiner Gerechtigkeit.
2CH 6:24 Und wenn dein Volk Israel vor seinen Feinden geschlagen wird, 
weil sie an dir gesndigt haben, und sie kehren um und bekennen deinen 
Namen und beten und flehen in diesem Hause vor dir,
2CH 6:25 so wollest du hren im Himmel und die Snden deines Volkes Israel 
vergeben und sie wieder in das Land bringen, das du ihnen und ihren Vtern 
gegeben hast!
2CH 6:26 Wenn sich der Himmel verschliet, da es nicht regnet, weil sie 
an dir gesndigt haben, und sie an diesem Ort beten und deinen Namen 
bekennen, weil du sie gedemtigt hast,
2CH 6:27 so wollest du hren im Himmel und die Snden deiner Knechte und 
deines Volkes Israel vergeben, da du sie den rechten Weg lehrest, darin 
sie wandeln sollen, und regnen lssest auf dein Land, das du deinem Volk 
zu besitzen gegeben hast.
2CH 6:28 Wenn Hungersnot im Lande herrscht; wenn Pestilenz, Getreidebrand, 
Vergilben, wenn Heuschrecken und Fresser sein werden; wenn sein Feind im 
Lande seine Tore belagert, oder sonst eine Plage und Krankheit herrschen 
wird;
2CH 6:29 was man alsdann bittet und fleht, es geschehe von Menschen, wer 
sie seien, oder von deinem ganzen Volk Israel, wenn sie innewerden, ein 
jeder seine Plage und seinen Schmerz, und sie ihre Hnde zu diesem Hause 
ausbreiten,
2CH 6:30 so wollest du hren im Himmel, am Sitze deiner Wohnung, und 
vergeben und jedermann geben nach all seinem Weg, wie du sein Herz 
erkennst; denn du allein erkennst das Herz der Menschenkinder,
2CH 6:31 auf da sie dich frchten, um in deinen Wegen zu wandeln alle 
Tage, solange sie in dem Lande leben, das du unsern Vtern gegeben hast.
2CH 6:32 Und wenn auch ein Fremdling, der nicht von deinem Volk Israel 
ist, aus fernen Landen kommt, um deines groen Namens und deiner mchtigen 
Hand und deines ausgestreckten Arms willen, und kommt und in diesem Hause 
betet,
2CH 6:33 so wollest du im Himmel, am Sitze deiner Wohnung, hren und alles 
tun, um was dieser Fremdling dich anruft, auf da alle Vlker auf Erden 
deinen Namen erkennen und dich frchten, wie dein Volk Israel, und 
erfahren, da dieses Haus, das ich gebaut habe, nach deinem Namen genannt 
sei.
2CH 6:34 Wenn dein Volk wider seine Feinde in den Krieg zieht, auf dem 
Wege, den du sie senden wirst, und sie zu dir beten, nach dieser Stadt 
[gewandt], die du erwhlt hast, und dem Hause, das ich deinem Namen gebaut 
habe,
2CH 6:35 so wollest du ihr Gebet und ihr Flehen im Himmel hren und ihnen 
zu ihrem Recht verhelfen!
2CH 6:36 Wenn sie an dir sndigen werden (da kein Mensch ist, der nicht 
sndigt), und du ber sie zrnst und sie vor ihren Feinden dahingibst, so 
da dieselben sie in ein fernes oder nahes Land gefangen hinwegfhren,
2CH 6:37 und sie in ihrem Herzen umkehren, im Lande ihrer Gefangenschaft, 
und sprechen: Wir haben gesndigt, bse gehandelt und sind gottlos 
gewesen,
2CH 6:38 und sie also von ganzem Herzen und von ganzer Seele zu dir 
zurckkehren im Lande ihrer Gefangenschaft, da man sie gefangen hlt, und 
sie beten, gegen ihr Land [gewandt], das du ihren Vtern gegeben hast, und 
nach der Stadt hin, die du erwhlt hast, und nach dem Hause hin, das ich 
deinem Namen gebaut habe,
2CH 6:39 so wollest du ihr Gebet und ihr Flehen hren im Himmel, am Sitze 
deiner Wohnung, und ihnen zu ihrem Recht verhelfen und deinem Volk 
vergeben, das an dir gesndigt hat!
2CH 6:40 So la nun doch, mein Gott, deine Augen offen sein und deine 
Ohren aufmerken auf das Gebet an diesem Ort!
2CH 6:41 Und mache dich nun auf, o Gott, HERR, zu deiner Ruhe, du und die 
Lade deiner Macht! La deine Priester, o Gott, HERR, mit Heil angetan 
werden und deine Frommen sich freuen ber das Gute!
2CH 6:42 O Gott, HERR, weise nicht ab das Angesicht deines Gesalbten! 
Gedenke der Gnaden, die du deinem Knechte David verheien hast!
2CH 7:1 Als nun Salomo sein Gebet vollendet hatte, fiel das Feuer vom 
Himmel und verzehrte das Brandopfer und die Schlachtopfer. Und die 
Herrlichkeit des HERRN erfllte das Haus;
2CH 7:2 also da die Priester nicht in das Haus des HERRN hineingehen 
konnten, weil die Herrlichkeit des HERRN das Haus des HERRN erfllte.
2CH 7:3 Als aber alle Kinder Israel das Feuer herabfallen sahen und die 
Herrlichkeit des HERRN ber dem Hause, fielen sie auf ihre Knie, mit dem 
Angesicht zur Erde, auf das Pflaster, und beteten an und dankten dem 
HERRN, da er freundlich ist und seine Gte ewiglich whrt.
2CH 7:4 Und der Knig und alles Volk opferten Schlachtopfer vor dem HERRN.
2CH 7:5 Der Knig Salomo opferte als Schlachtopfer 22000 Rinder und 120000 
Schafe. Also weihten der Knig und das ganze Volk das Haus Gottes ein.
2CH 7:6 Die Priester aber standen auf ihren Posten und die Leviten mit den 
Musikinstrumenten des HERRN, welche der Knig David hatte machen lassen, 
um dem HERRN zu danken, da seine Gte ewig whrt, wenn David durch sie 
den Lobpreis darbrachte. Und die Priester bliesen die Trompeten, ihnen 
gegenber, und ganz Israel stand dabei.
2CH 7:7 Und Salomo heiligte den innern Vorhof, der vor dem Hause des HERRN 
war; denn er brachte daselbst Brandopfer dar und die Fettstcke der 
Dankopfer; denn der eherne Altar, welchen Salomo hatte machen lassen, 
konnte die Brandopfer und Speisopfer und die Fettstcke nicht fassen.
2CH 7:8 Und zu jener Zeit hielt Salomo ein Fest, sieben Tage lang, und 
ganz Israel mit ihm, eine sehr groe Gemeinde, von Chamat an bis an den 
Bach gyptens;
2CH 7:9 und sie hielten am achten Tage eine Festversammlung. Denn die 
Einweihung des Altars hatten sie sieben Tage lang gefeiert und das Fest 
auch sieben Tage lang.
2CH 7:10 Aber am dreiundzwanzigsten Tage des siebenten Monats lie er das 
Volk in ihre Htten ziehen, frhlich und guten Muts, wegen all des Guten, 
das der HERR an David, Salomo und seinem Volk Israel getan.
2CH 7:11 Als nun Salomo das Haus des HERRN und das Haus des Knigs 
vollendet hatte und alles glcklich ausgefhrt war, was in Salomos Herz 
gekommen war, es im Hause des HERRN und in seinem Hause zu machen,
2CH 7:12 da erschien der HERR dem Salomo in der Nacht und sprach zu ihm: 
Ich habe dein Gebet erhrt und mir diesen Ort zur Opfersttte erwhlt.
2CH 7:13 Siehe, wenn ich den Himmel zuschliee, da es nicht regnet, oder 
den Heuschrecken gebiete, das Land abzufressen, oder wenn ich eine 
Pestilenz unter mein Volk sende,
2CH 7:14 und sich mein Volk, das nach meinem Namen genannt ist, demtigt, 
und sie beten und suchen mein Angesicht und wenden sich ab von ihren bsen 
Wegen, so will ich im Himmel hren und ihre Snden vergeben und ihr Land 
heilen.
2CH 7:15 So sollen nun meine Augen offen stehen und meine Ohren aufmerken 
auf das Gebet an diesem Ort.
2CH 7:16 Ich habe nun dieses Haus erwhlt und geheiligt, da mein Name 
daselbst sein soll ewiglich; und meine Augen und mein Herz sollen da sein 
tglich.
2CH 7:17 Du aber, wenn du vor mir wandeln wirst, wie dein Vater David 
gewandelt ist, und du alles tust, was ich dich heie, und meine Satzungen 
und Rechte bewahrst,
2CH 7:18 so will ich den Thron deines Knigreichs befestigen, gem dem 
Bund, den ich mit deinem Vater David gemacht habe, indem ich sagte: Es 
soll dir nicht mangeln an einem Mann, der ber Israel herrsche.
2CH 7:19 Werdet ihr euch aber abwenden und meine Satzungen und Gebote, die 
ich euch vorgelegt habe, verlassen und hingehen und anderen Gttern dienen 
und sie anbeten,
2CH 7:20 so werde ich sie aus meinem Lande ausrotten, das ich ihnen 
gegeben habe; und dieses Haus, welches ich meinem Namen geheiligt habe, 
werde ich von meinem Angesicht verwerfen und es zum Sprichwort setzen und 
zum Spott unter allen Vlkern,
2CH 7:21 da jedermann, der an diesem Hause, welches das hchste gewesen 
ist, vorbergeht, sich entsetzen und sagen wird: Warum ist der HERR mit 
diesem Lande und diesem Hause also verfahren?
2CH 7:22 So wird man sagen: Weil sie den HERRN, den Gott ihrer Vter, der 
sie aus gyptenland gefhrt hat, verlassen und sich an andere Gtter 
gehngt und sie angebetet und ihnen gedient haben, darum hat er all dieses 
Unglck ber sie gebracht!
2CH 8:1 Und nach zwanzig Jahren, in welchen Salomo das Haus des HERRN und 
sein eigenes Haus gebaut hatte,
2CH 8:2 baute Salomo auch die Stdte aus, die Huram dem Salomo gegeben, 
und lie die Kinder Israel darin wohnen.
2CH 8:3 Und Salomo zog gen Chamat-Zoba und berwltigte es,
2CH 8:4 und baute Tadmor in der Wste und alle Vorratsstdte, die er baute 
in Chamat.
2CH 8:5 Er baute auch das obere Beth-Horon und das untere Beth-Horon, 
feste Stdte mit Mauern, Toren und Riegeln.
2CH 8:6 Auch Baalat und alle Vorratsstdte, die Salomo gehrten, und alle 
Wagenstdte und Reiterstdte und alles, wozu Salomo zu bauen Lust hatte in 
Jerusalem und auf dem Libanon und im ganzen Lande seiner Herrschaft.
2CH 8:7 Und alles Volk, das von den Hetitern, Amoritern, Pheresitern, 
Hevitern und Jebusitern noch brig war, die nicht zu den Kindern Israel 
gehrten,
2CH 8:8 ihre Nachkommen, die sie im Lande gelassen, welche die Kinder 
Israel nicht vertilgt hatten, machte Salomo fronpflichtig, bis auf diesen 
Tag.
2CH 8:9 Aber von den Kindern Israel machte er keine zu Leibeigenen fr 
seine Arbeit, sondern sie waren seine Kriegsleute und Oberste seiner 
Wagenkmpfer und seine Reiter.
2CH 8:10 Und die Zahl dieser obersten Amtleute des Knigs Salomo betrug 
zweihundertfnfzig, die hatten die Aufsicht ber das Volk.
2CH 8:11 Und Salomo brachte die Tochter des Pharao aus der Stadt Davids 
herauf in das Haus, das er fr sie gebaut hatte. Denn er sprach: Mein Weib 
soll nicht im Hause Davids, des Knigs Israels, wohnen; denn heilig ist 
die Sttte, weil die Lade des HERRN hineingekommen ist!
2CH 8:12 Von da an opferte Salomo dem HERRN Brandopfer auf dem Altar des 
HERRN, den er vor der Halle gebaut hatte,
2CH 8:13 was an jedem Tag zu opfern war nach dem Gesetze Moses, an den 
Sabbaten und Neumonden und an den Festzeiten, dreimal im Jahre, nmlich am 
Fest der ungesuerten Brote, am Fest der Wochen und am Laubhttenfest.
2CH 8:14 Und er bestellte die Abteilungen der Priester, wie sein Vater 
David sie geordnet hatte, zu ihrem Amt, und die Leviten zu ihren Posten, 
um zu loben und zu dienen vor den Priestern, wie es ein jeder Tag 
erforderte; und die Torhter nach ihren Abteilungen zu einem jeden Tor; 
denn also hatte es David, der Mann Gottes, befohlen.
2CH 8:15 Und sie wichen nicht vom Gebot des Knigs betreffs der Priester 
und Leviten, in keinem Wort, auch hinsichtlich der Schtze nicht.
2CH 8:16 Also kam das ganze Werk Salomos zustande, von dem Tage an, als 
das Haus des HERRN gegrndet ward, bis zu seiner Vollendung; er machte das 
Haus des HERRN fertig.
2CH 8:17 Damals ging Salomo nach Ezjon-Geber und Elot, das am Gestade des 
Meeres liegt, im Lande Edom.
2CH 8:18 Und Huram sandte ihm Schiffe durch seine Knechte, die des Meeres 
kundig waren; die fuhren mit den Knechten Salomos nach Ophir und holten 
von dort 450 Talente Gold und brachten es dem Knig Salomo.
2CH 9:1 Und als die Knigin von Saba das Gercht von Salomo hrte, kam 
sie, um Salomo mit Rtseln zu erproben, nach Jerusalem mit einem sehr 
groen Gefolge und mit Kamelen, die Gewrz und Gold in Menge und 
Edelsteine trugen. Und als sie zu Salomo kam, redete sie mit ihm alles, 
was sie in ihrem Herzen hatte.
2CH 9:2 Und Salomo gab ihr ber alles Aufschlu; es war dem Salomo nichts 
verborgen, da er ihr darber nicht Aufschlu gegeben htte.
2CH 9:3 Als nun die Knigin von Saba die Weisheit Salomos sah und das 
Haus, das er gebaut hatte,
2CH 9:4 und die Speise auf seinem Tisch, die Wohnung seiner Knechte und 
das Auftreten seiner Diener und ihre Kleider, seine Mundschenken und ihre 
Kleider und seine Brandopfer, die er im Haus des HERRN darbrachte, kam sie 
auer sich vor Erstaunen
2CH 9:5 und sprach zum Knig: Es ist wahr, was ich in meinem Lande von 
deinen Sachen und von deiner Weisheit gehrt habe!
2CH 9:6 Ich aber wollte ihren Worten nicht glauben, bis ich gekommen bin 
und es mit eigenen Augen gesehen habe. Und siehe, es ist mir nicht die 
Hlfte von deiner Weisheit gesagt worden; du hast das Gercht bertroffen, 
das ich vernommen habe.
2CH 9:7 Selig sind deine Leute, ja, selig diese deine Knechte, die 
allezeit vor dir stehen und deine Weisheit hren!
2CH 9:8 Der HERR, dein Gott, sei gelobt, der Lust zu dir hatte, da er 
dich auf seinen Thron setzte als Knig vor dem HERRN, deinem Gott! Darum, 
weil dein Gott Israel liebt und es ewiglich erhalten will, hat er dich zum 
Knig gesetzt, da du Recht und Gerechtigkeit best!
2CH 9:9 Und sie gab dem Knig hundertzwanzig Talente Gold und sehr viel 
Gewrz und Edelsteine; es gab sonst kein solches Gewrz wie das, welches 
die Knigin von Saba dem Knig Salomo schenkte.
2CH 9:10 (Dazu brachten die Knechte Hurams und die Knechte Salomos, welche 
Gold aus Ophir holten, auch Sandelholz und Edelsteine.
2CH 9:11 Und der Knig lie aus dem Sandelholz Gelnder machen im Hause 
des HERRN und im Hause des Knigs, und Harfen und Psalter fr die Snger: 
dergleichen war zuvor im Lande Juda niemals gesehen worden.)
2CH 9:12 Und der Knig Salomo gab der Knigin von Saba alles, was sie 
begehrte und bat, viel mehr als das, was sie selbst dem Knig gebracht 
hatte. Dann kehrte sie in ihr Land zurck samt ihren Knechten.
2CH 9:13 Das Gewicht des Goldes aber, das dem Salomo in einem Jahre 
einging, betrug 666 Talente Gold,
2CH 9:14 auer dem, was die Handelsleute und die Kaufleute brachten. Es 
brachten auch alle Knige der Araber und die Gewaltigen des Landes Gold 
und Silber zu Salomo.
2CH 9:15 Und der Knig Salomo machte zweihundert Schilde von geschlagenem 
Gold, wobei sechshundert Schekel geschlagenen Goldes auf einen Schild 
kamen.
2CH 9:16 Und dreihundert Tartschen von geschlagenem Gold, wobei 
dreihundert Schekel geschlagenen Goldes auf eine Tartsche kamen; und der 
Knig tat sie ins Haus vom Libanonwalde.
2CH 9:17 Und der Knig machte einen groen Thron von Elfenbein und berzog 
ihn mit reinem Gold.
2CH 9:18 Und der Thron hatte sechs Stufen und einen goldenen Fuschemel, 
an dem Thron befestigt, und es befanden sich Lehnen zu beiden Seiten des 
Sitzes, und zwei Lwen standen an den Lehnen.
2CH 9:19 Ferner standen zwlf Lwen daselbst auf den sechs Stufen zu 
beiden Seiten. Solches ist in keinem Knigreich jemals gemacht worden.
2CH 9:20 Und alle Trinkgeschirre des Knigs Salomo waren golden, und alle 
Geschirre im Hause vom Libanonwald feines Gold; denn zu Salomos Zeit wurde 
das Silber fr nichts gerechnet.
2CH 9:21 Denn die Schiffe des Knigs fuhren gen Tarsis mit den Knechten 
Hurams; einmal in drei Jahren kamen die Tarsis-Schiffe und brachten Gold, 
Silber, Elfenbein, Affen und Pfauen.
2CH 9:22 Also war der Knig Salomo an Reichtum und Weisheit grer als 
alle Knige auf Erden.
2CH 9:23 Und alle Knige auf Erden begehrten das Angesicht Salomos zu 
sehen und seine Weisheit zu hren, die ihm Gott in sein Herz gegeben hatte.
2CH 9:24 Und sie brachten ihm jhrlich ein jeder sein Geschenk, silberne 
und goldene Gerte, Kleider, Waffen und Gewrze, Pferde und Maultiere.
2CH 9:25 Und Salomo hatte viertausend Pferdestnde und Wagen und 
zwlftausend Reiter; die lie man in den Wagenstdten und bei dem Knig zu 
Jerusalem.
2CH 9:26 Und er war Herrscher ber alle Knige, vom Euphratstrom an bis an 
das Land der Philister und bis an die Grenzen gyptens.
2CH 9:27 Und der Knig machte, da es zu Jerusalem so viel Silber gab wie 
Steine und so viel Zedern wie wilde Feigenbume in den Tlern.
2CH 9:28 Und man brachte Salomo Pferde aus gypten und aus allen Lndern.
2CH 9:29 Die weitern Geschichten Salomos aber, die ersten und die letzten, 
sind die nicht aufgezeichnet in den Schriften des Propheten Natan und in 
der Weissagung Achijas von Silo und in den Gesichten Iddos, des Sehers, 
wider Jerobeam, den Sohn Nebats?
2CH 9:30 Und Salomo regierte zu Jerusalem ber ganz Israel vierzig Jahre 
lang.
2CH 9:31 Und Salomo legte sich zu seinen Vtern, und man begrub ihn in der 
Stadt seines Vaters David; und Rehabeam, sein Sohn, ward Knig an seiner 
Statt.
2CH 10:1 Und Rehabeam zog nach Sichem; denn ganz Israel war nach Sichem 
gekommen, ihn zum Knig zu machen.
2CH 10:2 Als aber Jerobeam, der Sohn Nebats, der in gypten war, wohin er 
sich vor dem Knig Salomo geflchtet hatte, solches vernahm, kehrte er aus 
gypten zurck.
2CH 10:3 Da sandten sie hin und lieen ihn rufen. Und Jerobeam kam mit 
ganz Israel, und sie redeten mit Rehabeam und sprachen:
2CH 10:4 Dein Vater hat unser Joch zu hart gemacht; erleichtere nun du den 
harten Dienst deines Vaters und das schwere Joch, das er uns auferlegt 
hat, so wollen wir dir untertan sein!
2CH 10:5 Er sprach zu ihnen: Kommt in drei Tagen wieder zu mir! Und das 
Volk ging hin.
2CH 10:6 Da beriet sich der Knig Rehabeam mit den ltesten, die vor 
seinem Vater Salomo zu dessen Lebzeiten gestanden hatten, und sprach: Wie 
ratet ihr, da man diesem Volk antworten soll?
2CH 10:7 Sie sagten zu ihm und sprachen: Wirst du gegen dieses Volk 
freundlich und ihm gefllig sein und ihnen gute Worte geben, so werden sie 
dir allezeit dienen!
2CH 10:8 Aber er verlie den Rat der ltesten, den sie ihm gegeben hatten, 
und beriet sich mit den Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren und vor ihm 
standen.
2CH 10:9 Und er sprach zu ihnen: Was ratet ihr, da wir diesem Volk 
antworten, das zu mir gesagt hat: Erleichtere das Joch, das dein Vater uns 
auferlegt hat?
2CH 10:10 Da sprachen die Jungen, die mit ihm aufgewachsen waren: Dem 
Volk, das zu dir gesagt hat: Dein Vater hat unser Joch zu schwer gemacht; 
mache du unser Joch leichter, dem antworte du: Mein kleiner Finger soll 
dicker sein, als meines Vaters Lenden!
2CH 10:11 Hat euch mein Vater ein schweres Joch aufgeladen, so will ich 
euch noch mehr aufladen! Hat mein Vater euch mit Geieln gezchtigt, so 
will ich euch mit Skorpionen zchtigen!
2CH 10:12 Als nun am dritten Tage Jerobeam und alles Volk zu Rehabeam 
kamen, wie der Knig gesagt hatte: Kommt wieder zu mir am dritten Tag,
2CH 10:13 da antwortete ihnen der Knig hart. Denn der Knig Rehabeam 
verlie den Rat der ltesten
2CH 10:14 und redete mit ihnen nach dem Rat der Jungen und sprach: Hat 
mein Vater euer Joch schwer gemacht, so will ich es noch schwerer machen! 
Hat mein Vater euch mit Geieln gezchtigt, so will ich euch mit 
Skorpionen zchtigen!
2CH 10:15 Also willfahrte der Knig dem Volke nicht; denn es ward also von 
Gott gefgt, damit der HERR sein Wort bekrftige, das er durch Achija von 
Silo zu Jerobeam, dem Sohn Nebats, geredet hatte.
2CH 10:16 Als aber ganz Israel sah, da der Knig ihnen nicht willfahrte, 
antwortete das Volk dem Knig und sprach: Was haben wir fr Anteil an 
David? Wir haben nichts zu erben vom Sohne Isais! In seine eigene Htte 
gehe, wer zu Israel gehrt! Du, David, magst selbst zu deinem Hause sehen! 
Und ganz Israel ging in seine Htten;
2CH 10:17 so da Rehabeam nur ber die Kinder Israel regierte, die in den 
Stdten Judas wohnten.
2CH 10:18 Und als der Knig Rehabeam den Fronmeister Hadoram hinsandte, 
warfen ihn die Kinder Israel mit Steinen zu Tode. Der Knig Rehabeam aber 
sprang eilends auf seinen Wagen, um nach Jerusalem zu entfliehen.
2CH 10:19 Also fiel Israel ab vom Hause Davids bis auf diesen Tag.
2CH 11:1 Als aber Rehabeam nach Jerusalem kam, versammelte er das Haus 
Juda und Benjamin, 180000 streitbare junge Mnner, um wider Israel zu 
streiten und das Knigreich wieder an Rehabeam zu bringen.
2CH 11:2 Aber das Wort des HERRN kam zu Semaja, dem Manne Gottes, also:
2CH 11:3 Sage zu Rehabeam, dem Sohne Salomos, dem Knig von Juda, und zu 
ganz Israel, das unter Juda und Benjamin ist, und sprich:
2CH 11:4 So spricht der HERR: Ihr sollt nicht hinaufziehen, noch wider 
eure Brder streiten! Jedermann kehre wieder heim! Denn solches ist von 
mir so gefgt worden. Sie folgten den Worten des HERRN und kehrten um und 
zogen nicht wider Jerobeam.
2CH 11:5 Und Rehabeam blieb zu Jerusalem und baute Stdte in Juda zu 
Festungen um,
2CH 11:6 und zwar baute er Bethlehem, Etam, Tekoa,
2CH 11:7 Beth-Zur, Socho, Adullam,
2CH 11:8 Gat, Marescha, Siph,
2CH 11:9 Adoraim, Lachis, Aseka,
2CH 11:10 Zorea, Ajalon und Hebron, welche in Juda und Benjamin waren, zu 
Festungen um.
2CH 11:11 Und er verstrkte die Festungen und tat Befehlshaber hinein und 
Vorrte an Nahrung, l und Wein,
2CH 11:12 und tat in alle Stdte Schilde und Speere und machte sie sehr 
fest. So gehrten Juda und Benjamin ihm.
2CH 11:13 Auch die Priester und Leviten aus ganz Israel und aus allen 
ihren Gebieten stellten sich zu ihm.
2CH 11:14 Denn die Leviten verlieen ihre Bezirke und ihr Besitztum und 
kamen nach Juda und Jerusalem. Denn Jerobeam und seine Shne hatten sie 
verstoen, also da sie des Priesteramts nicht pflegen konnten vor dem 
HERRN;
2CH 11:15 er bestellte aber fr sich selbst Priester, fr die Hhen und 
fr die Bcke und Klber, welche er machen lie.
2CH 11:16 Jenen [Leviten] aber folgten aus allen Stmmen Israels die, 
welche ihr Herz darauf richteten, den HERRN, den Gott Israels, zu suchen; 
diese kamen nach Jerusalem, dem HERRN, dem Gott ihrer Vter, zu opfern.
2CH 11:17 Diese strkten das Knigreich Juda und ermutigten Rehabeam, den 
Sohn Salomos, drei Jahre lang; denn sie wandelten auf dem Wege Davids und 
Salomos drei Jahre lang.
2CH 11:18 Und Rehabeam nahm Machalat, die Tochter Jerimots, des Sohnes 
Davids, zur Frau, und Abichail, die Tochter Eliabs, des Sohnes Isais.
2CH 11:19 Die gebar ihm Shne: Jeusch, Semarja und Sacham.
2CH 11:20 Nach dieser nahm er Maacha, die Tochter Absaloms, die gebar ihm 
Abija, Attai, Sisa und Selomit.
2CH 11:21 Aber Rehabeam hatte Maacha, die Tochter Absaloms, lieber als 
alle seine andern Frauen und Nebenfrauen und zeugte achtundzwanzig Shne 
und sechzig Tchter.
2CH 11:22 Und Rehabeam setze Abija, den Sohn der Maacha, zum Haupt und zum 
Frsten unter seinen Brdern; denn er gedachte ihn zum Knig zu machen.
2CH 11:23 Und er war verstndig und verteilte alle seine Shne in alle 
Landschaften von Juda und Benjamin, in alle festen Stdte. Und er gab 
ihnen reichlichen Unterhalt und verlangte viele Frauen fr sie.
2CH 12:1 Als aber Rehabeams Herrschaft befestigt und er stark geworden 
war, verlie er das Gesetz des HERRN, und ganz Israel mit ihm.
2CH 12:2 Da geschah es, da im fnften Jahre des Knigs Rehabeam Sisak, 
der Knig von gypten, wider Jerusalem heraufzog (denn sie hatten sich am 
HERRN versndigt)
2CH 12:3 mit 1200 Wagen und 60000 Reitern; und das Volk war nicht zu 
zhlen, das mit ihm aus gypten kam: Lybier, Suchiter und Mohren.
2CH 12:4 Und er eroberte die festen Stdte, die in Juda waren, und 
gelangte bis nach Jerusalem.
2CH 12:5 Da kam Semaja, der Prophet, zu Rehabeam und zu den Obersten 
Judas, die sich um Sisaks willen zu Jerusalem versammelt hatten, und 
sprach zu ihnen: So spricht der HERR: Ihr habt mich verlassen; darum habe 
auch Ich euch verlassen und in Sisaks Hand gegeben!
2CH 12:6 Da demtigten sich die Obersten Israels mit dem Knig und 
sprachen: Der HERR ist gerecht!
2CH 12:7 Als aber der HERR sah, da sie sich demtigten, erging das Wort 
des HERRN an Semaja also: Sie haben sich gedemtigt, darum will ich sie 
nicht verderben, sondern ich will ihnen ein wenig Rettung verschaffen, da 
mein Grimm durch die Hand Sisaks nicht auf Jerusalem ausgegossen werde.
2CH 12:8 Doch sollen sie ihm untertan sein, damit sie erfahren, was es 
sei, mir zu dienen, oder den Knigreichen der Lnder zu dienen.
2CH 12:9 Also zog Sisak, der Knig von gypten, nach Jerusalem hinauf und 
nahm die Schtze im Hause des HERRN und die Schtze im Hause des Knigs 
und nahm alles hinweg, auch die goldenen Schilde, welche Salomo hatte 
machen lassen.
2CH 12:10 An deren Statt lie der Knig Rehabeam eherne Schilde machen und 
bergab sie dem Obersten der Trabanten, die an der Tr des Hauses des 
Knigs hteten.
2CH 12:11 Und sooft der Knig in das Haus des HERRN ging, kamen die 
Trabanten und trugen sie und brachten sie wieder in der Trabanten Kammer.
2CH 12:12 Weil er sich nun demtigte, wandte sich der Zorn des HERRN von 
ihm, so da nicht alles verderbt wurde; denn es war in Juda noch etwas 
Gutes.
2CH 12:13 Also erholte sich der Knig Rehabeam in Jerusalem und regierte. 
Denn einundvierzig Jahre alt war Rehabeam, als er Knig ward, und regierte 
siebzehn Jahre lang zu Jerusalem, in der Stadt, die der HERR aus allen 
Stmmen Israels erwhlt hatte, da er seinen Namen daselbst wohnen lasse. 
Seine Mutter aber hie Naama, eine Ammoniterin.
2CH 12:14 Und er tat das Bse; denn er hatte sein Herz nicht darauf 
gerichtet, den HERRN zu suchen.
2CH 12:15 Die Geschichten aber Rehabeams, die frheren und die spteren, 
sind sie nicht geschrieben in den Geschichten Semajas, des Propheten, und 
Iddos, des Sehers, da die Geschlechter aufgezeichnet sind; dazu die Kriege 
Rehabeams und Jerobeams, ihr Leben lang?
2CH 12:16 Und Rehabeam legte sich zu seinen Vtern und ward begraben in 
der Stadt Davids; und Abija, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt.
2CH 13:1 Im achtzehnten Jahre des Knigs Jerobeam ward Abija Knig in Juda
2CH 13:2 und regierte drei Jahre lang zu Jerusalem. Seine Mutter hie 
Maacha, eine Tochter Uriels von Gibea. Und es war Krieg zwischen Abija und 
Jerobeam.
2CH 13:3 Und Abija rstete sich zum Krieg mit einem Heere von 400000 
Kriegsleuten, auserlesener Mannschaft. Jerobeam aber rstete sich, mit ihm 
zu streiten, mit 800000 Mann, auserlesenen, tapferen Leuten.
2CH 13:4 Und Abija stellte sich oben auf den Berg Zemaraim, welcher zu dem 
Gebirge Ephraim gehrt, und rief: Hret mir zu, Jerobeam und du ganz 
Israel!
2CH 13:5 Wisset ihr nicht, da der HERR, der Gott Israels, das Knigtum 
ber Israel David gegeben hat auf ewige Zeiten, ihm und seinen Shnen, 
durch einen Salzbund?
2CH 13:6 Aber Jerobeam, der Sohn Nebats, der Knecht Salomos, des Sohnes 
Davids, erhob sich und ward von seinem Herrn abtrnnig.
2CH 13:7 Und es haben sich lose Leute, Kinder Belials, zu ihm geschlagen, 
die widersetzten sich Rehabeam, dem Sohne Salomos; denn Rehabeam war noch 
jung und zu furchtsam, um ihnen zu widerstehen.
2CH 13:8 Und nun, glaubt ihr, dem Reiche des HERRN widerstehen zu knnen, 
welches in der Hand der Shne Davids ist, weil ihr ein groer Haufe seid 
und ihr bei euch die goldenen Klber habt, welche euch Jerobeam zu Gttern 
gemacht hat?
2CH 13:9 Habt ihr nicht die Priester des HERRN, die Kinder Aarons, und die 
Leviten ausgestoen und habt euch eigene Priester gemacht, wie die Vlker 
der Lnder? Wer irgend kommt, seine Hand zu fllen mit einem jungen Farren 
und sieben Widdern, der wird Priester derer, die doch nicht Gtter sind!
2CH 13:10 Unser Gott aber ist der HERR, und wir haben ihn nicht verlassen; 
und die Priester, die dem HERRN dienen, sind Shne Aarons, und die Leviten 
stehen in ihrem Amt
2CH 13:11 und znden dem HERRN alle Morgen und alle Abend Brandopfer an, 
dazu das gute Rucherwerk, und besorgen die Zubereitung des Brotes auf dem 
reinen Tisch und den goldenen Leuchter mit seinen Lampen, da sie alle 
Abend angezndet werden. Denn wir beobachten die Vorschriften des HERRN, 
unsres Gottes; ihr aber habt ihn verlassen!
2CH 13:12 Und siehe, mit uns an unserer Spitze ist Gott und seine Priester 
und die Lrmtrompeten, da man wider euch Lrm blase. Ihr Kinder Israel, 
streitet nicht wider den HERRN, den Gott eurer Vter, denn es wird euch 
nicht gelingen!
2CH 13:13 Aber Jerobeam hatte den Hinterhalt ausgesandt, sie zu umgehen, 
so da er vor Juda stand, der Hinterhalt aber in ihrem Rcken.
2CH 13:14 Als sich nun Juda umwandte, siehe, da war Kampf vorne und 
hinten! Da schrieen sie zum HERRN, und die Priester bliesen in die 
Trompeten.
2CH 13:15 Und die Mnner Judas erhoben ein Feldgeschrei. Und als die 
Mnner Judas ein Feldgeschrei erhoben, schlug Gott den Jerobeam und ganz 
Israel vor Abija und Juda.
2CH 13:16 Und die Kinder Israel flohen vor Juda; denn Gott gab sie in ihre 
Hand,
2CH 13:17 also da Abija mit seinem Volk ihnen eine groe Niederlage 
zufgte, und aus Israel fielen der Erschlagenen 500000 auserlesene 
Mannschaft.
2CH 13:18 Also wurden die Kinder Israel zu jener Zeit gedemtigt, aber die 
Kinder Juda wurden gestrkt; denn sie verlieen sich auf den HERRN, den 
Gott ihrer Vter.
2CH 13:19 Und Abija jagte Jerobeam nach und gewann ihm Stdte ab, nmlich 
Bethel mit seinen Drfern und Jeschana mit seinen Drfern und Ephron mit 
seinen Drfern;
2CH 13:20 so da Jerobeam forthin nicht mehr zu Krften kam, solange Abija 
lebte. Und der HERR schlug ihn, da er starb.
2CH 13:21 Als nun Abija erstarkte, nahm er vierzehn Frauen und zeugte 
zweiundzwanzig Shne und sechzehn Tchter.
2CH 13:22 Was aber mehr von Abija zu sagen ist, und seine Wege und seine 
Reden, das ist geschrieben in der Schrift des Propheten Iddo.
2CH 14:1 (013-23) Und Abija legte sich zu seinen Vtern, und sie begruben 
ihn in der Stadt Davids; und Asa, sein Sohn, ward Knig an seiner Statt. 
Zu dessen Zeiten war das Land stille, zehn Jahre lang.
2CH 14:2 (014-1) Und Asa tat, was gut und recht war vor dem HERRN, seinem 
Gott.
2CH 14:3 (014-2) Denn er entfernte die fremden Altre und die Hhen und 
zerbrach die Sulen und hieb die Ascheren um;
2CH 14:4 (014-3) und gebot Juda, den HERRN, den Gott ihrer Vter, zu 
suchen und zu tun nach dem Gesetz und Gebot.
2CH 14:5 (014-4) Er entfernte auch aus allen Stdten Judas die Hhen und 
die Sonnensulen. Und das Knigreich hatte Ruhe unter ihm.
2CH 14:6 (014-5) Und er baute feste Stdte in Juda, weil in jenen Jahren 
das Land Ruhe hatte und kein Krieg wider ihn gefhrt wurde; denn der HERR 
gab ihm Ruhe.
2CH 14:7 (014-6) Und er sprach zu Juda: Lasset uns diese Stdte bauen und 
sie mit Mauern umgeben und mit Trmen, Toren und Riegeln, weil das Land 
noch vor uns liegt! Denn wir haben den HERRN, unsern Gott, gesucht; wir 
haben ihn gesucht, und er hat uns Ruhe gegeben ringsumher. Also bauten 
sie, und es gelang ihnen.
2CH 14:8 (014-7) Und Asa hatte ein Heer, das Schild und Speer trug, aus 
Juda 300000 und aus Benjamin 280000, welche die Tartsche trugen und mit 
Bogen schossen. Diese waren alle starke Helden.
2CH 14:9 (014-8) Aber Serach, der Mohr, zog aus wider sie mit einem Heer 
von tausendmal tausend, dazu dreihundert Wagen, und er kam bis Marescha.
2CH 14:10 (014-9) Und Asa zog aus, ihm entgegen. Und sie rsteten sich zum 
Kampf im Tal Zephata bei Marescha.
2CH 14:11 (014-10) Und Asa rief den HERRN, seinen Gott, an und sprach: 
HERR, bei dir ist kein Unterschied, zu helfen, wo viel oder wo keine Kraft 
ist. Hilf uns, HERR, unser Gott, denn wir verlassen uns auf dich; und in 
deinem Namen sind wir gekommen wider diesen Haufen! Du, HERR, bist unser 
Gott! Vor dir behlt der Sterbliche keine Kraft!
2CH 14:12 (014-11) Da schlug der HERR die Mohren vor Asa und vor Juda, da 
die Mohren flohen.
2CH 14:13 (014-12) Und Asa samt dem Volk, das bei ihm war, jagte ihnen 
nach bis gen Gerar. Und von den Mohren fielen so viele, da sie sich nicht 
erholen konnten, sondern sie wurden geschlagen vor dem HERRN und vor 
seiner Heerschar; und sie trugen sehr viel Raub davon.
2CH 14:14 (014-13) Und sie schlugen alle Stdte um Gerar her; denn die 
Furcht des HERRN kam ber sie. Und sie plnderten alle Stdte; denn es war 
viel Beute darin.
2CH 14:15 (014-14) Auch die Hirtenzelte schlugen sie und fhrten viele 
Schafe und Kamele hinweg und kehrten wieder nach Jerusalem zurck.
2CH 15:1 Und der Geist Gottes kam auf Asaria, den Sohn Odeds;
2CH 15:2 der ging hinaus, Asa entgegen, und sprach zu ihm: Hret mir zu, 
Asa, und du, ganz Juda und Benjamin! Der HERR ist mit euch, wenn ihr mit 
ihm seid; und wenn ihr ihn suchet, so wird er sich von euch finden lassen; 
werdet ihr aber ihn verlassen, so wird er euch auch verlassen!
2CH 15:3 Israel war lange Zeit ohne den wahren Gott und ohne einen 
Priester, welcher lehrt, und ohne Gesetz.
2CH 15:4 Als es sich aber in seiner Not zu dem HERRN, dem Gott Israels, 
kehrte und ihn suchte, da lie er sich von ihnen finden.
2CH 15:5 Aber zu jenen Zeiten hatten die, welche aus und eingingen, keinen 
Frieden, sondern es kamen groe Schrecken ber alle Landesbewohner.
2CH 15:6 Und es schlug sich ein Volk mit dem andern und eine Stadt mit der 
andern; denn Gott erschreckte sie durch allerlei Not.
2CH 15:7 Ihr aber, ermannet euch und lat eure Hnde nicht sinken; denn 
euer Werk hat seinen Lohn!
2CH 15:8 Als nun Asa diese Worte und die Weissagung des Propheten Oded 
hrte, ermannte er sich und schaffte die Greuel hinweg aus dem ganzen 
Lande Juda und Benjamin und aus den Stdten, die er auf dem Gebirge 
Ephraim erobert hatte, und erneuerte den Altar des HERRN, der vor der 
Halle des HERRN stand.
2CH 15:9 Und er versammelte ganz Juda und Benjamin und die Fremdlinge bei 
ihnen aus Ephraim, Manasse und Simeon; denn es fielen ihm sehr viele 
[Leute] aus Israel zu, als sie sahen, da der HERR, sein Gott, mit ihm war.
2CH 15:10 Und sie versammelten sich zu Jerusalem im dritten Monat, im 
fnfzehnten Jahre der Regierung Asas.
2CH 15:11 Und sie opferten dem HERRN an jenem Tage von der Beute, die sie 
gebracht hatten, siebenhundert Rinder und siebentausend Schafe.
2CH 15:12 Und sie gingen den Bund ein, da sie den HERRN, den Gott ihrer 
Vter, suchen wollten mit ihrem ganzen Herzen und ihrer ganzen Seele;
2CH 15:13 wer aber den HERRN, den Gott Israels, nicht suchen wrde, der 
sollte sterben, ob klein oder gro, ob Mann oder Weib.
2CH 15:14 Und sie schwuren dem HERRN mit lauter Stimme, mit Jauchzen, 
Trompeten und Posaunen.
2CH 15:15 Und ganz Juda war frhlich ber den Eid; denn sie hatten mit 
ihrem ganzen Herzen geschworen; und sie suchten ihn mit ihrem ganzen 
Willen; und er lie sich von ihnen finden. Und der HERR gab ihnen Ruhe 
ringsumher.
2CH 15:16 Auch setzte der Knig Asa seine Mutter Maacha ab, da sie nicht 
mehr Gebieterin wre, weil sie der Aschera ein Gtzenbild gemacht hatte. 
Und Asa hieb das Gtzenbild um und zermalmte es und verbrannte es am Bach 
Kidron.
2CH 15:17 Aber die Hhen kamen nicht weg aus Israel; doch war das Herz 
Asas ungeteilt sein Leben lang.
2CH 15:18 Und er brachte das, was sein Vater geheiligt und was er selbst 
geheiligt hatte, in das Haus Gottes, nmlich Silber, Gold und Gerte.
2CH 15:19 Und es war kein Krieg bis zum fnfunddreiigsten Jahre der 
Regierung Asas.
2CH 16:1 Im sechsunddreiigsten Jahre der Regierung Asas zog Baesa, der 
Knig Israels, herauf wider Juda und baute Rama, um Asa, dem Knig von 
Juda, weder Ausgang noch Eingang zu lassen.
2CH 16:2 Aber Asa nahm aus dem Schatz im Hause des HERRN und im Hause des 
Knigs Silber und Gold und sandte zu Benhadad, dem Knig von Syrien, der 
zu Damaskus wohnte, und lie ihm sagen:
2CH 16:3 Es ist ein Bund zwischen mir und dir und zwischen meinem und 
deinem Vater; siehe, darum habe ich dir Silber und Gold gesandt. Gehe hin, 
lse das Bndnis mit Baesa, dem Knig von Israel, da er von mir abziehe!
2CH 16:4 Und Benhadad gehorchte dem Knig Asa und sandte seine Heerfhrer 
wider die Stdte Israels; die schlugen Ijon, Dan, Abel-Maim und alle 
Vorratsstdte in Naphtali.
2CH 16:5 Als Baesa solches hrte, lie er ab, Rama zu bauen, und stellte 
seine Arbeit ein.
2CH 16:6 Da nahm der Knig Asa ganz Juda und lie sie die Steine und das 
Holz, womit Baesa baute, von Rama wegtragen, und er baute damit Geba und 
Mizpa.
2CH 16:7 Und zu jener Zeit kam Hanani, der Seher, zu Asa, dem Knig von 
Juda, und sprach zu ihm: Weil du dich auf den Knig von Syrien verlassen 
und dich nicht auf den HERRN, deinen Gott, verlassen hast, darum ist das 
Heer des Knigs von Syrien deiner Hand entronnen!
2CH 16:8 Waren nicht die Mohren und Lybier ein gewaltiges Heer mit sehr 
vielen Wagen und Reitern? Dennoch gab sie der HERR in deine Hand, als du 
dich auf ihn verlieest.
2CH 16:9 Denn die Augen des HERRN durchstreifen die ganze Erde, um sich 
mchtig zu erzeigen an denen, die von ganzem Herzen ihm ergeben sind. Du 
hast hierin tricht gehandelt; darum wirst du von nun an Krieg haben!
2CH 16:10 Aber Asa ward zornig ber den Seher und legte ihn ins Gefngnis; 
denn er zrnte ihm deswegen. Asa unterdrckte auch etliche von dem Volk zu 
jener Zeit.
2CH 16:11 Und siehe, die Geschichten Asas, die ersten und die letzten, 
sind geschrieben im Buch der Knige von Juda und Israel.
2CH 16:12 Und Asa ward krank an seinen Fen im neununddreiigsten Jahr 
seines Knigreichs, und seine Krankheit nahm sehr zu; doch suchte er auch 
in seiner Krankheit nicht den HERRN, sondern die rzte.
2CH 16:13 Also legte sich Asa zu seinen Vtern und starb im 
einundvierzigsten Jahre seines Knigreichs.
2CH 16:14 Und man begrub ihn in seinem Grabe, das er sich in der Stadt 
Davids hatte aushauen lassen. Und sie legten ihn auf ein Lager, welches 
man angefllt hatte mit gutem Rucherwerk und allerlei Spezereien, nach 
der Kunst des Salbenbereiters gemacht, und sie zndeten ihm ein sehr 
groes Feuer an.
2CH 17:1 Und sein Sohn Josaphat ward Knig an seiner Statt und ward 
mchtig wider Israel.
2CH 17:2 Denn er legte Kriegsvolk in alle festen Stdte Judas und legte 
Besatzungen in das Land Juda und in die Stdte Ephraims, die sein Vater 
Asa erobert hatte.
2CH 17:3 Und der HERR war mit Josaphat; denn er wandelte in den frheren 
Wegen seines Vaters David und suchte nicht die Baale auf,
2CH 17:4 sondern den Gott seines Vaters suchte er und wandelte in seinen 
Geboten und tat nicht wie Israel.
2CH 17:5 Darum besttigte ihm der HERR das Knigtum. Und ganz Juda gab 
Josaphat Geschenke, so da er viel Reichtum und Ehre hatte.
2CH 17:6 Und da sein Herz in den Wegen des HERRN mutig ward, tat er die 
brigen Hhen und die Ascheren aus Juda hinweg.
2CH 17:7 Und im dritten Jahre seiner Regierung sandte er seine Frsten 
Benchail, Obadja, Sacharja, Netaneel und Michaja, da sie in den Stdten 
Judas lehren sollten;
2CH 17:8 und mit ihnen die Leviten Semaja, Netanja, Sebadja, Asahel, 
Semiramot, Jonatan, Adonia, Tobia und Tob-Adonia, die Leviten; und mit 
ihnen Elisama und Joram, die Priester.
2CH 17:9 Und sie lehrten in Juda und hatten das Gesetzbuch des HERRN bei 
sich; sie zogen in allen Stdten Judas umher und lehrten das Volk.
2CH 17:10 Und die Furcht des HERRN kam ber alle Knigreiche der Lnder, 
die rings um Juda lagen, so da sie nicht wider Josaphat stritten.
2CH 17:11 Und man brachte Josaphat Geschenke von den Philistern und Silber 
als Tribut. Und die Araber brachten ihm Kleinvieh, 7700 Widder und 7700 
Bcke.
2CH 17:12 Also nahm Josaphat zu und ward immer grer. Und er baute Burgen 
und Vorratsstdte in Juda.
2CH 17:13 Und er hatte viel Vorrat in den Stdten Judas und zu Jerusalem 
streitbare Mnner, tapfere Helden.
2CH 17:14 Und dies ist das Ergebnis ihrer Musterung nach ihren 
Vaterhusern: In Juda waren Befehlshaber ber Tausende: Odna, ein 
Oberster, und mit ihm 300000 tapfere Helden.
2CH 17:15 Und neben ihm war Johanan, der Oberste; und mit ihm 280000.
2CH 17:16 Und neben ihm Amasja, der Sohn Sichris, der Freiwillige des 
HERRN; und mit ihm 200000 tapfere Helden.
2CH 17:17 Von Benjamin war Eljada, ein tapferer Mann; und mit ihm 200000 
[Mann], die mit Bogen und Schild bewaffnet waren.
2CH 17:18 Und neben ihm Josabad; und mit ihm 180000 zum Heer Gerstete.
2CH 17:19 Diese standen alle im Dienste des Knigs, auer denen, welche 
der Knig in die festen Stdte in ganz Juda gelegt hatte.
2CH 18:1 Als nun Josaphat groen Reichtum und Ehre erlangt hatte, 
verschwgerte er sich mit Ahab.
2CH 18:2 Und nach etlichen Jahren zog er zu Ahab hinab, nach Samaria. Und 
Ahab lie fr ihn und das Volk, das bei ihm war, viele Schafe und Rinder 
schlachten und beredete ihn, gen Ramot in Gilead hinaufzuziehen.
2CH 18:3 Denn Ahab, der Knig von Israel, sprach zu Josaphat, dem Knig 
von Juda: Willst du mit mir nach Ramot in Gilead hinaufziehen? Er sprach 
zu ihm: Ich will sein wie du, und mein Volk wie dein Volk, und ich will 
mit dir in den Krieg.
2CH 18:4 Aber Josaphat sprach zum Knig von Israel: Befrage doch heute das 
Wort des HERRN!
2CH 18:5 Da versammelte der Knig von Israel die Propheten, vierhundert 
Mann, und sprach zu ihnen: Sollen wir gen Ramot in Gilead in den Krieg 
ziehen, oder soll ich es unterlassen? Sie sprachen: Ziehe hinauf, denn 
Gott wird sie in die Hand des Knigs geben!
2CH 18:6 Josaphat aber sprach: Ist hier kein Prophet des HERRN mehr, da 
wir durch ihn fragen knnten?
2CH 18:7 Der Knig von Israel sprach zu Josaphat: Es ist noch ein Mann, 
durch den man den HERRN fragen kann; aber ich bin ihm gram, denn er 
weissagt mir nichts Gutes, sondern immer nur Bses; das ist Michaja, der 
Sohn Jimlas. Josaphat sprach: Der Knig rede nicht also!
2CH 18:8 Da rief der Knig von Israel einen seiner Kmmerer und sprach: 
Bringe eilends her Michaja, den Sohn Jimlas!
2CH 18:9 Und der Knig von Israel und Josaphat, der Knig von Juda, saen 
ein jeder auf seinem Throne, mit kniglichen Kleidern angetan. Sie saen 
aber auf dem Platze vor dem Tor zu Samaria, und alle Propheten weissagten 
vor ihnen.
2CH 18:10 Und Zedekia, der Sohn Kenaanas, machte sich eiserne Hrner und 
sprach: So spricht der HERR: Hiermit wirst du die Syrer stoen, bis sie 
aufgerieben sind!
2CH 18:11 Und alle Propheten weissagten auch also und sprachen: Ziehe 
hinauf gen Ramot in Gilead, und es wird dir wohlgehen! Der HERR wird es in 
die Hand des Knigs geben!
2CH 18:12 Und der Bote, der hingegangen war, Michaja zu rufen, redete mit 
ihm und sprach: Siehe, die Reden der Propheten sind einstimmig gut fr den 
Knig. So la nun dein Wort auch sein wie das ihre und rede Gutes!
2CH 18:13 Michaja aber sprach: So wahr der HERR lebt: was mein Gott sagen 
wird, das will ich reden!
2CH 18:14 Und als er zum Knig kam, sprach der Knig zu ihm: Micha, sollen 
wir gen Ramot in Gilead in den Krieg ziehen, oder soll ich es unterlassen? 
Er sprach: Ziehet hinauf und fahret wohl; sie sollen in eure Hnde gegeben 
werden!
2CH 18:15 Aber der Knig sprach zu ihm: Wie oft mu ich dich beschwren, 
da du mir nichts als die Wahrheit sagest im Namen des HERRN?
2CH 18:16 Da sprach er: Ich sah ganz Israel auf den Bergen zerstreut, wie 
Schafe, die keinen Hirten haben. Und der HERR sprach: Diese haben keinen 
Herrn; ein jeder kehre wieder heim in Frieden!
2CH 18:17 Da sprach der Knig von Israel zu Josaphat: Sagte ich dir nicht, 
er weissage mir nichts Gutes, sondern nur Bses?
2CH 18:18 Er aber sprach: Darum hret das Wort des HERRN: Ich sah den 
HERRN auf seinem Throne sitzen, und das ganze Heer des Himmels stand zu 
seiner Rechten und zu seiner Linken.
2CH 18:19 Und der HERR sprach: Wer will Ahab, den Knig von Israel, 
betren, da er hinaufziehe und falle zu Ramot in Gilead?
2CH 18:20 Und nachdem der eine dies, der andere das gesagt hatte, kam ein 
Geist hervor und trat vor den HERRN und sprach: Ich will ihn betren! Der 
HERR aber sprach zu ihm: Womit?
2CH 18:21 Er sprach: Ich will ausgehen und ein Geist der Lge sein im 
Munde aller seiner Propheten! Da sprach er: Du sollst ihn betren, und du 
wirst es auch vermgen! Gehe aus und tue also!
2CH 18:22 Und nun siehe, der HERR hat einen Geist der Lge in den Mund 
dieser deiner Propheten gelegt; und der HERR hat Unglck ber dich 
beschlossen.
2CH 18:23 Da trat Zedekia, der Sohn Kenaanas, herzu und schlug Michaja auf 
den Backen und sprach: Auf welchem Weg ist der Geist des HERRN von mir 
gewichen, um mit dir zu reden?
2CH 18:24 Michaja sprach: Siehe, du wirst es sehen an dem Tage, wenn du 
von einem Gemach in das andere laufen wirst, um dich zu verbergen!
2CH 18:25 Da sprach der Knig von Israel: Nehmt Michaja und bringet ihn 
wiederum zu Amon, dem Obersten der Stadt, und zu Joas, dem Sohn des Knigs,
2CH 18:26 und saget: So spricht der Knig: Legt diesen ins Gefngnis und 
speiset ihn mit Brot der Trbsal und mit Wasser der Trbsal, bis ich in 
Frieden wiederkomme!
2CH 18:27 Michaja sprach: Kommst du in Frieden wieder, so hat der HERR 
nicht durch mich geredet! Und er sprach noch: Hret zu, ihr Vlker alle!
2CH 18:28 Also zogen der Knig von Israel und Josaphat, der Knig von 
Juda, hinauf gen Ramot in Gilead.
2CH 18:29 Und der Knig von Israel sprach zu Josaphat: Ich will verkleidet 
in den Kampf ziehen; du aber bekleide dich mit deinen Kleidern! Und der 
Knig von Israel verkleidete sich, und sie zogen in den Kampf.
2CH 18:30 Aber der Knig von Syrien hatte den Obersten ber seine Wagen 
ausdrcklich geboten: Ihr sollt weder gegen Kleine noch Groe streiten, 
sondern allein gegen den Knig von Israel!
2CH 18:31 Als nun die Obersten der Wagen Josaphat sahen, dachten sie: Das 
ist der Knig von Israel! und gingen auf ihn los zum Kampf. Aber Josaphat 
schrie, und der HERR half ihm; und Gott lockte sie von ihm weg.
2CH 18:32 Als nun die Obersten der Wagen sahen, da er nicht der Knig von 
Israel sei, wandten sie sich von ihm ab.
2CH 18:33 Aber ein Mann spannte seinen Bogen von ungefhr und traf den 
Knig von Israel zwischen den Fugen des Panzers. Da sprach er zu seinem 
Wagenlenker: Wende um und fhre mich aus dem Heer; denn ich bin verwundet!
2CH 18:34 Aber der Kampf ward heftiger an jenem Tag. Und der Knig von 
Israel stand auf seinem Wagen den Syrern gegenber, bis zum Abend, und er 
starb zur Zeit des Sonnenuntergangs.
2CH 19:1 Aber Josaphat, der Knig von Juda, kehrte in Frieden heim nach 
Jerusalem.
2CH 19:2 Und Jehu, der Sohn Hananis, der Seher, ging hinaus, ihm entgegen, 
und sprach zum Knig Josaphat: Solltest du also dem Gottlosen helfen und 
die lieben, welche den HERRN hassen? Deswegen ist der Zorn des HERRN wider 
dich entbrannt!
2CH 19:3 Aber doch ist etwas Gutes an dir gefunden worden, weil du die 
Ascheren aus dem Lande ausgerottet und dein Herz darauf gerichtet hast, 
Gott zu suchen.
2CH 19:4 Darnach verblieb Josaphat zu Jerusalem; dann ging er wieder aus 
unter das Volk, von Beerseba bis zum Gebirge Ephraim, und fhrte sie zu 
dem HERRN, dem Gott ihrer Vter, zurck.
2CH 19:5 Und er bestellte Richter im Lande, in allen festen Stdten Judas, 
in einer jeden Stadt besonders.
2CH 19:6 Und er sprach zu den Richtern: Sehet zu, was ihr tut! Denn ihr 
haltet das Gericht nicht fr Menschen, sondern fr den HERRN, und er ist 
mit euch beim Urteilsspruch.
2CH 19:7 Darum sei die Furcht des HERRN ber euch; nehmt euch wohl in 
acht, was ihr tut! Denn bei dem HERRN, unserm Gott, gibt es weder Unrecht 
noch Ansehen der Person noch Bestechlichkeit!
2CH 19:8 Auch in Jerusalem bestellte Josaphat etliche von den Leviten und 
Priestern und Familienhuptern Israels fr das Gericht des HERRN und fr 
die Rechtshndel derer, die wieder nach Jerusalem gekommen waren.
2CH 19:9 Und er gebot ihnen und sprach: Also sollt ihr handeln in der 
Furcht des HERRN, in Wahrheit und mit unverletztem Gewissen.
2CH 19:10 In jedem Rechtsstreit, der vor euch gebracht wird von seiten 
eurer Brder, die in ihren Stdten wohnen, betreffe es Blutrache oder 
Gesetz und Gebot, Satzungen und Rechte, sollt ihr sie unterrichten, damit 
sie sich nicht an dem HERRN versndigen und sein Zorn nicht ber euch und 
eure Brder komme. Tut also und versndigt euch nicht!
2CH 19:11 Und siehe, Amarja, der oberste Priester, ist ber euch gesetzt 
fr alle gttlichen Angelegenheiten; Sebadja aber, der Sohn Ismaels, ist 
Frst im Hause Juda fr alle kniglichen Geschfte, und als Amtleute 
stehen euch die Leviten vor. Gehet mutig ans Werk! Der HERR aber sei mit 
dem Guten!
2CH 20:1 Darnach kamen die Moabiter und die Ammoniter und mit ihnen 
etliche von den Meunitern, um Josaphat zu bekriegen.
2CH 20:2 Und man kam und verkndigte Josaphat und sprach: Es kommt eine 
groe Menge wider dich von jenseits des [Toten] Meeres, aus Syrien; und 
siehe, sie sind zu Hazezon-Tamar, das ist Engedi!
2CH 20:3 Da frchtete sich Josaphat und befleiigte sich, den HERRN zu 
suchen, und lie in ganz Juda ein Fasten ausrufen.
2CH 20:4 Und Juda kam zusammen, den HERRN zu suchen; auch aus allen 
Stdten Judas kamen sie, den HERRN zu suchen.
2CH 20:5 Josaphat trat unter die Gemeinde von Juda und Jerusalem im Hause 
des HERRN, vor dem neuen Vorhofe,
2CH 20:6 und sprach: O HERR, Gott unsrer Vter, bist du nicht Gott im 
Himmel und Herrscher ber alle Knigreiche der Heiden? In deiner Hand ist 
Kraft und Macht, und niemand vermag vor dir zu bestehen!
2CH 20:7 Hast nicht du, unser Gott, die Einwohner dieses Landes vor deinem 
Volk Israel vertrieben und hast es dem Samen Abrahams, deines Freundes, 
gegeben, auf ewige Zeiten?
2CH 20:8 Sie haben sich darin niedergelassen und dir darin ein Heiligtum 
fr deinen Namen gebaut und gesagt:
2CH 20:9 Wenn Unglck, Schwert des Gerichts, Pestilenz oder Hungersnot 
ber uns kommt und wir vor diesem Hause und vor dir stehen (da dein Name 
in diesem Hause wohnt), und wir in unsrer Not zu dir schreien, so wollest 
du hren und helfen!
2CH 20:10 Und nun siehe, die Ammoniter und Moabiter und die vom Gebirge 
Seir, durch [deren Land] zu ziehen du den Kindern Israel nicht erlaubtest, 
als sie aus gyptenland zogen, sondern von denen sie sich ferne hielten 
und die sie nicht vertilgen durften,
2CH 20:11 siehe, diese lassen uns das entgelten und kommen, um uns aus 
deinem Erbe, welches du uns verliehen hast, zu vertreiben.
2CH 20:12 Unser Gott, willst du sie nicht richten? Denn in uns ist keine 
Kraft gegen diesen groen Haufen, der wider uns kommt; und wir wissen 
nicht, was wir tun sollen, sondern unsre Augen sehen auf dich!
2CH 20:13 Und ganz Juda stand vor dem HERRN, samt ihren Kindern, Frauen 
und Shnen.
2CH 20:14 Da kam auf Jehasiel, den Sohn Sacharias, des Sohnes Benajas, des 
Sohnes Jehiels, des Sohnes Mattanjas, den Leviten aus den Kindern Asaphs, 
der Geist des HERRN mitten in der Gemeinde, und er sprach:
2CH 20:15 Merket auf, ganz Juda und ihr Einwohner von Jerusalem und du, 
Knig Josaphat: So spricht der HERR zu euch: Ihr sollt euch nicht 
frchten, noch vor diesem groen Haufen verzagen; denn der Kampf ist nicht 
eure Sache, sondern Gottes!
2CH 20:16 Morgen sollt ihr gegen sie hinabziehen. Siehe, sie kommen auf 
der Steige Ziz herauf, und ihr werdet sie antreffen am Ende des Tales, vor 
der Wste Jeruel.
2CH 20:17 Aber es ist nicht an euch, daselbst zu streiten. Tretet nur hin 
und bleibet stehen und sehet das Heil des HERRN, mit welchem er euch 
hilft! O Juda und Jerusalem, frchtet euch nicht und verzaget nicht! 
Morgen ziehet aus wider sie, der HERR ist mit euch!
2CH 20:18 Da beugte sich Josaphat mit seinem Angesicht zur Erde, und ganz 
Juda und die Einwohner von Jerusalem fielen vor dem HERRN nieder und 
beteten den HERRN an.
2CH 20:19 Und die Leviten von den Shnen der Kahatiter und von den Shnen 
der Korahiter machten sich auf, den HERRN, den Gott Israels, hoch zu loben 
mit lauter Stimme.
2CH 20:20 Und sie machten sich am Morgen frh auf und zogen nach der Wste 
Tekoa. Und als sie auszogen, trat Josaphat hin und sprach: Hret mir zu, 
Juda und ihr Einwohner von Jerusalem: Vertrauet auf den HERRN, euren Gott, 
so knnt ihr getrost sein, und glaubet seinen Propheten, so werdet ihr 
Glck haben!
2CH 20:21 Und er beriet sich mit dem Volk und stellte die, welche in 
heiligem Schmuck dem HERRN singen und ihn preisen sollten, im Zug vor die 
Gersteten hin, um zu singen: Danket dem HERRN, denn seine Gte whret 
ewiglich!
2CH 20:22 Und als sie anfingen mit Jauchzen und Loben, lie der HERR einen 
Hinterhalt kommen ber die Ammoniter, Moabiter und die vom Gebirge Seir, 
die wider Juda gekommen waren, und sie wurden geschlagen.
2CH 20:23 Und die Ammoniter und Moabiter stellten sich denen vom Gebirge 
Seir entgegen, sie zu vernichten und zu vertilgen. Und als sie die vom 
Gebirge Seir aufgerieben hatten, halfen sie selbst einander zur Vertilgung.
2CH 20:24 Als aber Juda zu der Warte gegen die Wste kam und sich gegen 
den Haufen wenden wollte, siehe, da lagen die Leichen auf dem Boden; es 
war niemand entronnen.
2CH 20:25 Und Josaphat kam mit seinem Volk, um unter ihnen Beute zu 
machen, und sie fanden dort eine Menge Fahrhabe und Kleider und kostbare 
Gerte, und sie raubten so viel, da sie es nicht tragen konnten. Und sie 
plnderten drei Tage lang, weil so viel vorhanden war.
2CH 20:26 Aber am vierten Tage kamen sie zusammen im Lobetal; denn 
daselbst lobten sie den HERRN. Daher heit jener Ort Lobetal bis auf 
diesen Tag.
2CH 20:27 Darnach kehrte die ganze Mannschaft von Juda und Jerusalem 
wieder um, und Josaphat an ihrer Spitze, um mit Freuden gen Jerusalem zu 
ziehen; denn der HERR hatte sie durch ihre Feinde erfreut.
2CH 20:28 Und sie zogen zu Jerusalem ein unter Psalter und Harfen und mit 
Trompetenklang, zum Haus des HERRN.
2CH 20:29 Und der Schrecken Gottes kam ber alle Knigreiche der Lnder, 
als sie hrten, da der HERR wider die Feinde Israels gestritten hatte.
2CH 20:30 So blieb denn Josaphats Regierung ungestrt, und sein Gott gab 
ihm Ruhe ringsum.
2CH 20:31 Und Josaphat regierte ber Juda. Mit fnfunddreiig Jahren war 
er Knig geworden, und er regierte fnfundzwanzig Jahre zu Jerusalem. 
Seine Mutter hie Asuba, eine Tochter Silhis.
2CH 20:32 Und er wandelte in dem Wege seines Vaters Asa und wich nicht 
davon, sondern tat, was dem HERRN wohlgefiel.
2CH 20:33 Nur die Hhen wurden nicht abgetan, denn das Volk hatte sein 
Herz noch nicht dem Gott ihrer Vter zugewandt.
2CH 20:34 Die brigen Geschichten Josaphats aber, die frheren und die 
spteren, siehe, die sind aufgezeichnet in den Geschichten Jehus, des 
Sohnes Hananis, die er in das Buch der Knige von Israel geschrieben hat.
2CH 20:35 Darnach verbndete sich Josaphat, der Knig von Juda, mit 
Ahasia, dem Knig von Israel, welcher in seinem Tun gottlos war.
2CH 20:36 Und zwar verband er sich mit ihm, um Schiffe zu bauen, die nach 
Tarsis fahren sollten; und sie machten die Schiffe zu Ezjon-Geber.
2CH 20:37 Aber Elieser, der Sohn Dodavahus von Marescha, weissagte wider 
Josaphat und sprach: Weil du dich mit Ahasia verbunden hast, so hat der 
HERR deine Werke zerrissen! Und die Schiffe scheiterten wirklich und 
konnten nicht nach Tarsis fahren.
2CH 21:1 Und Josaphat legte sich zu seinen Vtern und ward begraben bei 
seinen Vtern in der Stadt Davids, und Jehoram, sein Sohn, ward Knig an 
seiner Statt.
2CH 21:2 Und er hatte Brder, Shne Josaphats, nmlich Asarja, Jechiel und 
Sacharjahu, Asarjahu, Michael und Sephatjahu. Diese alle waren Shne 
Josaphats, des Knigs von Juda.
2CH 21:3 Und ihr Vater machte ihnen reiche Geschenke von Silber, Gold und 
Kleinodien und gab ihnen feste Stdte in Juda. Aber das Knigreich gab er 
Jehoram, denn er war der Erstgeborene.
2CH 21:4 Als aber Jehoram das Knigreich seines Vaters bernommen hatte 
und mchtig geworden war, ttete er alle seine Brder mit dem Schwert; 
dazu auch etliche von den Frsten Israels.
2CH 21:5 Zweiunddreiig Jahre alt war Jehoram, als er Knig ward, und 
regierte acht Jahre lang zu Jerusalem;
2CH 21:6 und er wandelte in dem Wege der Knige von Israel, wie das Haus 
Ahabs getan hatte; denn er hatte die Tochter Ahabs zur Frau. Und er tat, 
was bse war in den Augen des HERRN.
2CH 21:7 Aber der HERR wollte das Haus Davids nicht verderben, um des 
Bundes willen, welchen er mit David gemacht, und weil er ihm verheien 
hatte, da er ihm und seinen Kindern eine Leuchte geben werde immerdar.
2CH 21:8 Zu seiner Zeit fielen die Edomiter von Juda ab und setzten einen 
Knig ber sich.
2CH 21:9 Da zog Jehoram hinber mit seinen Obersten und allen Wagen; und 
er machte sich auf bei Nacht und schlug die Edomiter, die ihn und die 
Obersten der Wagen umzingelten.
2CH 21:10 Aber die Edomiter fielen von Juda ab bis auf diesen Tag. Zu 
jener Zeit fiel auch Libna von ihm ab; denn er verlie den HERRN, den Gott 
seiner Vter.
2CH 21:11 Auch machte er Hhen auf den Bergen Judas und verfhrte die 
Bewohner Jerusalems zur Abgtterei und brachte Juda auf Abwege.
2CH 21:12 Es kam aber ein Schreiben zu ihm von dem Propheten Elia; das 
lautete also: So spricht der HERR, der Gott deines Vaters David: Weil du 
nicht gewandelt bist in den Wegen deines Vaters Josaphat, noch in den 
Wegen Asas, des Knigs von Juda,
2CH 21:13 sondern in dem Wege der Knige von Israel, und verfhrst Juda 
und die Bewohner Jerusalems zu Abgtterei, gleichwie das Haus Ahabs 
Abgtterei einfhrte, und hast dazu deine Brder aus deines Vaters Haus 
erwrgt, die besser waren als du;
2CH 21:14 siehe, darum wird der HERR eine schwere Plage ber dein Volk 
verhngen, auch ber deine Kinder, deine Frauen und alle deine Habe.
2CH 21:15 Du aber wirst viel zu leiden haben an einer Krankheit in deinen 
Eingeweiden, bis deine Eingeweide infolge dieser Krankheit nach und nach 
heraustreten werden.
2CH 21:16 Also erweckte der HERR wider Jehoram den Geist der Philister und 
Araber, welche zur Seite der Mohren wohnen;
2CH 21:17 die zogen herauf gegen Juda und brachen ein und fhrten alle 
Habe hinweg, die im Hause des Knigs vorhanden war; dazu seine Shne und 
seine Frauen, so da ihm kein Sohn brigblieb, auer Joahas, sein jngster 
Sohn.
2CH 21:18 Und nach alledem schlug ihn der HERR in seinen Eingeweiden mit 
einer unheilbaren Krankheit.
2CH 21:19 Und solches whrte zwei Jahre. Als aber nach zwei Jahren seine 
Eingeweide austraten infolge seiner Krankheit, starb er unter argen 
Schmerzen. Und sein Volk machte ihm zu Ehren kein Feuer, wie man seinen 
Vtern getan hatte.
2CH 21:20 Mit zweiunddreiig Jahren war er Knig geworden, und er regierte 
acht Jahre lang zu Jerusalem und ging unbeliebt dahin, und man begrub ihn 
in der Stadt Davids, aber nicht in den Grbern der Knige.
2CH 22:1 Und die Einwohner von Jerusalem machten Ahasia, seinen jngsten 
Sohn, zum Knig an seiner Statt; denn die Truppe, welche mit den Arabern 
in das Lager gekommen war, hatte alle lteren gettet. Also ward Ahasia 
Knig, der Sohn Jehorams, des Knigs von Juda.
2CH 22:2 Zweiundzwanzig Jahre alt war Ahasia, als er Knig ward, und 
regierte ein Jahr lang zu Jerusalem. Seine Mutter hie Atalia, eine 
Tochter Omris.
2CH 22:3 Und er wandelte auch in den Wegen des Hauses Ahabs; denn seine 
Mutter beriet ihn so, da er Bses tat.
2CH 22:4 Und so tat er, was bse war in den Augen des HERRN, wie das Haus 
Ahabs; denn nach seines Vaters Tod waren sie seine Ratgeber, zu seinem 
Verderben.
2CH 22:5 Und er wandelte nach ihrem Rat und zog mit Joram, dem Sohn Ahabs, 
dem Knig von Israel, in den Krieg wider Hasael, den Knig von Syrien, gen 
Ramot in Gilead.
2CH 22:6 Aber die Syrer trafen den Joram, so da er umkehrte, um sich zu 
Jesreel heilen zu lassen; denn er hatte Wunden, die ihm zu Rama geschlagen 
worden, als er mit Hasael, dem Knig von Syrien stritt. Und Asaria, der 
Sohn Jehorams, der Knig von Juda, zog hinab, um Joram, den Sohn Ahabs, in 
Jesreel zu besuchen, weil er krank lag.
2CH 22:7 Und das war von Gott, zu Ahasias Untergang, da er zu Joram ging; 
denn als er kam, zog er mit Joram aus wider Jehu, den Sohn Nimsis, welchen 
der HERR gesalbt hatte, das Haus Ahabs auszurotten.
2CH 22:8 Da nun Jehu am Hause Ahabs Strafe bte, traf er die Frsten Judas 
und die Neffen Ahasias, welche Ahasia dienten, und brachte sie um.
2CH 22:9 Er suchte auch Ahasia; und man fing ihn zu Samaria, wo er sich 
verborgen hatte, und brachte ihn zu Jehu; der ttete ihn. Und man begrub 
ihn, denn sie sprachen: Er ist Josaphats Sohn, der von ganzem Herzen den 
HERRN gesucht hat! Und es war niemand mehr aus dem Hause Ahasias, der 
stark genug gewesen wre zum Regieren.
2CH 22:10 Als aber Atalia, die Mutter Ahasias, sah, da ihr Sohn tot war, 
machte sie sich auf und brachte allen kniglichen Samen im Hause Judas um.
2CH 22:11 Aber Joschabat, die Tochter des Knigs, nahm Joas, den Sohn 
Ahasias, und stahl ihn weg mitten aus den Shnen des Knigs, die gettet 
wurden, und tat ihn samt seiner Amme in eine Schlafkammer. Also verbarg 
ihn Joschabat, die Tochter des Knigs Jehoram, das Weib des Priesters 
Jojada (denn sie war Ahasias Schwester], vor Atalia, so da er nicht 
gettet wurde.
2CH 22:12 Und er war mit ihnen im Hause Gottes sechs Jahre lang verborgen, 
solange Atalia ber das Land regierte.
2CH 23:1 Aber im siebenten Jahre ermannte sich Jojada und nahm die 
Obersten der Hundertschaften, nmlich Asarja, den Sohn Jerohams, Ismael, 
den Sohn Johanans, Asarja, den Sohn Obeds, Maaseja, den Sohn Adajas, und 
Elischaphat, den Sohn Sichris, zu Verbndeten.
2CH 23:2 Die zogen umher und brachten die Leviten zusammen aus allen 
Stdten Judas und die Familienhupter von Israel, und sie kamen nach 
Jerusalem.
2CH 23:3 Und diese ganze Gemeinde machte im Hause Gottes einen Bund mit 
dem Knig; und er sprach zu ihnen: Siehe, des Knigs Sohn soll Knig sein, 
wie der HERR betreffs der Shne Davids gesagt hat!
2CH 23:4 So sollt ihr nun also tun: Ein Drittel von euch Priestern und 
Leviten, die ihr am Sabbat antretet, sollt als Trhter an der Schwelle 
dienen;
2CH 23:5 und ein Drittel im Hause des Knigs und ein Drittel am Grundtor, 
whrend alles Volk in den Vorhfen am Hause des HERRN ist
2CH 23:6 es soll aber niemand in das Haus des HERRN gehen, nur die 
Priester und die Leviten drfen hineingehen, denn sie sind heilig; aber 
alles Volk soll die Vorschriften des HERRN befolgen;
2CH 23:7 und die Leviten sollen den Knig umringen, ein jeder mit den 
Waffen in der Hand; und wer ins Haus eindringt, soll gettet werden; sie 
aber sollen den Knig umgeben, wenn er aus und eingeht.
2CH 23:8 Und die Leviten und ganz Juda handelten genau nach dem Befehl des 
Priesters Jojada; und ein jeder nahm seine Leute, die am Sabbat antraten, 
samt denen, die am Sabbat abtraten. Denn der Priester Jojada entlie die 
Abteilungen nicht.
2CH 23:9 Und der Priester Jojada gab den Obersten der Hundertschaften 
Speere und Schilde und die Tartschen des Knigs David, die im Hause Gottes 
waren,
2CH 23:10 und stellte alles Volk, einen jeden mit der Waffe in der Hand, 
von der rechten Seite des Hauses bis zur linken Seite beim Altar und beim 
Hause um den Knig her auf.
2CH 23:11 Da brachten sie den Sohn des Knigs hervor und setzten ihm die 
Krone auf und gaben ihm das Zeugnis und machten ihn zum Knig. Und Jojada 
samt seinen Shnen salbten ihn und sprachen: Es lebe der Knig!
2CH 23:12 Als aber Atalia das Geschrei des Volkes hrte, das zulief und 
den Knig lobte, kam sie zu dem Volk im Hause des HERRN.
2CH 23:13 Und sie schaute, und siehe, der Knig stand an seiner Sule im 
Eingang, und die Obersten und Trompeter bei dem Knig, und alles Volk des 
Landes war frhlich und stie in die Trompeten, und die Snger sangen zu 
den Saiteninstrumenten und verkndigten sein Lob. Da zerri Atalia ihre 
Kleider und rief: Aufruhr, Aufruhr!
2CH 23:14 Aber Jojada, der Priester, lie die Obersten ber die 
Hundertschaften, welche ber das Heer gesetzt waren, hinausgehen und 
sprach zu ihnen: Fhret sie hinaus, auerhalb der Reihen, und wer ihr 
nachfolgt, den soll man mit dem Schwerte tten! (denn der Priester sprach: 
Ihr sollt sie nicht tten im Hause des HERRN!).
2CH 23:15 Und sie legten Hand an sie. Und als sie zum Eingang des Rotors 
am Hause des Knigs kam, ttete man sie daselbst.
2CH 23:16 Und Jojada machte einen Bund mit dem ganzen Volk und mit dem 
Knig, da sie des HERRN Volk sein wollten.
2CH 23:17 Da ging alles Volk zum Hause Baals und zerstrte es, und sie 
zerbrachen seine Altre, seine Bilder, und erwrgten Mattan, den Priester 
Baals, vor den Altren.
2CH 23:18 Und Jojada legte die mter im Hause des HERRN in die Hand der 
Priester und Leviten, die David ber das Haus des HERRN verteilt hatte, um 
dem HERRN Brandopfer darzubringen, wie im Gesetze Moses geschrieben steht, 
mit Freuden und Gesang, nach der Verordnung Davids.
2CH 23:19 Und er stellte Torhter an die Tore des Hauses des HERRN, damit 
niemand hineinkme, der irgendwie unrein wre.
2CH 23:20 Und er nahm die Obersten ber die Hundertschaften und die 
Vornehmen und Herrscher ber das Volk, auch alles Volk des Landes, und 
fhrte den Knig vom Hause des HERRN hinab, und sie kamen durch das obere 
Tor zum Hause des Knigs und setzten den Knig auf den kniglichen Thron.
2CH 23:21 Und alles Volk des Landes war frhlich, und die Stadt ward 
stille. Atalia aber hatten sie mit dem Schwerte gettet.
2CH 24:1 Joas war sieben Jahre alt, als er Knig ward, und regierte 
vierzig Jahre lang zu Jerusalem. Seine Mutter hie Zibja, von Beerseba.
2CH 24:2 Und Joas tat, was recht war in den Augen des HERRN, solange der 
Priester Jojada lebte.
2CH 24:3 Und Jojada gab ihm zwei Frauen, und er zeugte Shne und Tchter.
2CH 24:4 Darnach nahm sich Joas vor, das Haus des HERRN zu erneuern.
2CH 24:5 Und er versammelte die Priester und Leviten und sprach zu ihnen: 
Ziehet aus zu den Stdten Judas und sammelt Geld aus ganz Israel, um das 
Haus eures Gottes jhrlich auszubessern, und beeilet euch damit! Aber die 
Leviten beeilten sich nicht.
2CH 24:6 Da rief der Knig den Jojada, den Oberpriester, und sprach zu 
ihm: Warum verlangst du nicht von den Leviten, da sie von Juda und 
Jerusalem die Steuer einbringen, welche Mose, der Knecht des HERRN, 
auferlegte und welche die Gemeinde Israel zur Htte des Zeugnisses brachte?
2CH 24:7 Denn die gottlose Atalia und ihre Shne haben das Haus des HERRN 
aufgebrochen und alle Heiligtmer, welche zum Hause des HERRN gehren, den 
Baalen zugeeignet.
2CH 24:8 Da befahl der Knig, da man eine Lade mache und sie auerhalb 
des Tores am Hause des HERRN aufstelle.
2CH 24:9 Und man lie in Juda und Jerusalem ausrufen, da man dem HERRN 
die Steuer bringe, welche Mose, der Knecht Gottes, in der Wste Israel 
auferlegt hatte.
2CH 24:10 Da freuten sich alle Obersten und das ganze Volk und brachten 
sie und warfen sie in die Lade, bis sie es alle getan hatten.
2CH 24:11 Und wenn es Zeit war, die Lade durch die Leviten zu der 
kniglichen Behrde zu bringen, und wenn man sah, da viel Geld darin war, 
so kamen der Schreiber des Knigs und der Verordnete des Oberpriesters und 
leerten die Lade und trugen sie wieder an ihren Ort. Also taten sie von 
Zeit zu Zeit, so da sie viel Geld zusammenbrachten.
2CH 24:12 Und der Knig und Jojada gaben es denen, welche das Werk des 
Dienstes am Hause des HERRN betrieben; die dingten Steinmetzen und 
Zimmerleute, das Haus des HERRN zu erneuern, auch Meister in Eisen und 
Erz, das Haus des HERRN auszubessern.
2CH 24:13 Und die Handwerker arbeiteten, so da die Verbesserung des 
Werkes unter ihrer Hand zunahm, und sie stellten das Haus Gottes wieder in 
seinen rechten Stand und machten es fest.
2CH 24:14 Und als sie es vollendet hatten, brachten sie das brige Geld 
vor den Knig und vor Jojada; davon machte man Gerte fr das Haus des 
HERRN, Gerte fr den Dienst und fr die Opfer, Schalen und goldene und 
silberne Gerte. Und sie opferten Brandopfer im Hause des HERRN immerdar, 
solange Jojada lebte.
2CH 24:15 Jojada aber ward alt und lebenssatt und starb; er war bei seinem 
Tod hundertdreiig Jahre alt.
2CH 24:16 Und sie begruben ihn in der Stadt Davids, bei den Knigen, weil 
er an Israel wohlgetan hatte, auch an Gott und an seinem Hause.
2CH 24:17 Aber nach Jojadas Tod kamen die Obersten in Juda und huldigten 
dem Knig; da hrte der Knig auf sie.
2CH 24:18 Und sie verlieen das Haus des HERRN, des Gottes ihrer Vter, 
und dienten den Ascheren und Gtzenbildern. Da kam der Zorn Gottes ber 
Juda und Jerusalem um dieser ihrer Schuld willen.
2CH 24:19 Er sandte aber Propheten zu ihnen, um sie zum HERRN 
zurckzubringen; und diese vermahnten sie ernstlich, aber sie hrten nicht 
darauf.
2CH 24:20 Da kam der Geist Gottes ber Sacharja, den Sohn Jojadas, des 
Priesters, so da er wider das Volk auftrat und zu ihnen sprach: So 
spricht Gott: Warum bertretet ihr die Gebote des HERRN? Das bringt euch 
kein Glck, denn weil ihr den HERRN verlassen habt, wird er euch auch 
verlassen!
2CH 24:21 Aber sie machten eine Verschwrung wider ihn und steinigten ihn 
auf Befehl des Knigs im Vorhofe am Hause des HERRN.
2CH 24:22 Und der Knig Joas gedachte nicht an die Liebe, die sein Vater 
Jojada ihm erwiesen, sondern brachte dessen Sohn um. Als der aber starb, 
sprach er: Der HERR wird es sehen und richten!
2CH 24:23 Und um die Jahreswende zog das Heer der Syrer wider ihn herauf, 
und sie kamen nach Juda und Jerusalem und vertilgten alle Obersten des 
Volkes aus dem Volk und sandten alle ihre Habe zu dem Knig von Damaskus.
2CH 24:24 Denn obwohl das Heer der Syrer nur aus wenig Leuten bestand, gab 
doch der HERR ein sehr groes Heer in ihre Hand, weil jene den HERRN, den 
Gott ihrer Vter, verlassen hatten. Also vollzogen sie das Strafgericht an 
Joas.
2CH 24:25 Und als sie von ihm abzogen, wobei sie ihn schwer verwundet 
zurcklieen, machten seine Knechte eine Verschwrung wider ihn, wegen der 
Blutschuld an den Shnen des Priesters Jojada, und tteten ihn auf seinem 
Bette; und er starb, und man begrub ihn in der Stadt Davids, aber nicht in 
den Grbern der Knige.
2CH 24:26 Die sich aber gegen ihn verschworen hatten, waren diese: Sabad, 
der Sohn der Ammoniterin Simeat, und Josabad, der Sohn der Moabiterin 
Simrit.
2CH 24:27 Aber seine Shne und die Summe, die ihm auferlegt wurde, und die 
Wiederherstellung des Hauses Gottes, siehe, das ist beschrieben in der 
Erklrung des Buches der Knige. Und Amazia, sein Sohn, ward Knig an 
seiner Statt.
2CH 25:1 Fnfundzwanzig Jahre alt war Amazia, als er Knig ward, und 
regierte neunundzwanzig Jahre lang zu Jerusalem. Seine Mutter hie 
Joaddan, von Jerusalem.
2CH 25:2 Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, doch nicht von 
ganzem Herzen.
2CH 25:3 Als ihm nun das Knigreich gesichert war, ttete er seine 
Knechte, welche seinen kniglichen Vater erschlagen hatten.
2CH 25:4 Aber ihre Shne ttete er nicht, sondern tat, wie geschrieben 
steht im Gesetzbuche Moses, da der HERR gebietet und spricht: Die Vter 
sollen nicht fr die Shne und die Shne nicht fr die Vter sterben, 
sondern ein jeder soll um seiner eigenen Snde willen sterben!
2CH 25:5 Und Amazia brachte Juda zusammen und stellte sie auf nach den 
Vaterhusern, nach den Obersten ber die Tausendschaften und ber die 
Hundertschaften, von ganz Juda und Benjamin, und musterte sie, von zwanzig 
Jahren an und darber, und fand ihrer 300000 Auserlesene, die in den Krieg 
ziehen und Speer und Schild handhaben konnten.
2CH 25:6 Dazu dingte er aus Israel 100000 starke Kriegsleute um hundert 
Talente Silber.
2CH 25:7 Aber ein Mann Gottes kam zu ihm und sprach: O Knig, la das Heer 
Israels nicht mit dir kommen; denn der HERR ist nicht mit Israel, er ist 
nicht mit den Kindern Ephraim;
2CH 25:8 sondern gehe du hin und mache, da du selbst stark genug bist zum 
Kampf! Gott mchte dich sonst zu Fall bringen vor dem Feind; denn bei Gott 
steht die Kraft, zu helfen und zu strzen.
2CH 25:9 Amazia sprach zu dem Manne Gottes: Was wird dann aber aus den 
hundert Talenten, die ich den israelitischen Truppen gegeben habe? Der 
Mann Gottes sprach: Der HERR hat dir noch mehr zu geben als nur das!
2CH 25:10 Da sonderte Amazia seine Leute ab von den Truppen, die aus 
Ephraim zu ihm gekommen waren, und lie sie an ihren Ort hingehen. Da 
ergrimmte ihr Zorn sehr wider Juda, und sie kehrten in glhendem Zorn 
wieder heim.
2CH 25:11 Amazia aber ermannte sich und fhrte sein Volk aus und zog in 
das Salztal und schlug von den Kindern Seir zehntausend [Mann].
2CH 25:12 Und die Kinder Juda fingen ihrer zehntausend lebendig, fhrten 
sie auf eine Felsenspitze und strzten sie von der Felsenspitze hinunter, 
da sie alle zerschmettert wurden.
2CH 25:13 Aber die Kriegsleute, welche Amazia zurckgeschickt hatte, da 
sie nicht mit ihm in den Krieg zgen, fielen in die Stdte Judas ein, von 
Samaria bis gen Beth-Horon, erschlugen daselbst dreitausend [Mann] und 
machten groe Beute.
2CH 25:14 Als aber Amazia von der Schlacht der Edomiter heimkehrte, 
brachte er die Gtter der Kinder von Seir mit und stellte sie fr sich als 
Gtter auf und betete vor ihnen an und rucherte ihnen.
2CH 25:15 Da entbrannte der Zorn des HERRN ber Amazia; und er sandte 
einen Propheten zu ihm, der sprach zu ihm: Warum suchst du die Gtter des 
Volkes, die ihr Volk nicht von deiner Hand errettet haben?
2CH 25:16 Als dieser aber [so] zu ihm redete, sprach [Amazia] zu ihm: Hat 
man dich zum Ratgeber des Knigs gemacht? Halt inne; warum willst du 
geschlagen sein? Da hielt der Prophet inne und sprach: Ich merke wohl, da 
Gott beschlossen hat, dich zu verderben, weil du solches getan und meinem 
Rat nicht gehorcht hast!
2CH 25:17 Und Amazia, der Knig von Juda, beriet sich und sandte hin zu 
Joas, dem Sohn des Joahas, des Sohnes Jehus, dem Knig von Israel, und 
lie ihm sagen: Wir wollen einander ins Angesicht sehen!
2CH 25:18 Aber Joas, der Knig von Israel, sandte zu Amazia, dem Knig von 
Juda, und lie ihm sagen: Der Dornstrauch am Libanon sandte zur Zeder am 
Libanon und lie ihr sagen: Gib deine Tochter meinem Sohn zum Weibe! Aber 
das Wild am Libanon lief ber den Dornstrauch und zertrat ihn.
2CH 25:19 Du aber denkst, du habest die Edomiter geschlagen, und dein Herz 
verfhrt dich zum Stolz. Bleibe du jetzt daheim! Warum willst du das 
Schicksal herausfordern, da du zu Fall kommst und Juda mit dir?
2CH 25:20 Aber Amazia gehorchte nicht; denn es war von Gott [so gefgt], 
um sie in die Hand [der Feinde] zu geben, weil sie die Gtter der Edomiter 
gesucht hatten.
2CH 25:21 Da zog Joas, der Knig von Israel, herauf, und sie sahen sich 
ins Angesicht, er und Amazia, der Knig von Juda, zu Beth-Semes, das zu 
Juda gehrt.
2CH 25:22 Aber Juda ward vor Israel geschlagen, und sie flohen, ein jeder 
in seine Htte.
2CH 25:23 Amazia aber, den Knig von Juda, den Sohn des Joas, des Sohnes 
des Joahas, fing Joas, der Knig von Israel, zu Beth-Semes und brachte ihn 
gen Jerusalem; und er ri die Mauer von Jerusalem ein, vom Tor Ephraim bis 
zum Ecktor, auf vierhundert Ellen Lnge.
2CH 25:24 Und er nahm alles Gold und Silber und alle Gerte, die im Hause 
Gottes bei Obed-Edom vorhanden waren, auch die Schtze im Hause des 
Knigs, dazu Geiseln; dann kehrte er nach Samaria zurck.
2CH 25:25 Aber Amazia, der Sohn des Joas, der Knig von Juda, lebte nach 
dem Tode Joas', des Sohnes Joahas', des Knigs von Israel, noch fnfzehn 
Jahre lang.
2CH 25:26 Die brigen Geschichten Amazias aber, die frheren und die 
spteren, siehe, sind die nicht aufgezeichnet im Buch der Knige von Juda 
und Israel?
2CH 25:27 Und seit der Zeit, da Amazia von dem HERRN abwich, bestand zu 
Jerusalem eine Verschwrung gegen ihn. Er aber floh nach Lachis; da 
sandten sie ihm nach gen Lachis und tteten ihn daselbst.
2CH 25:28 Man brachte ihn aber auf Pferden und begrub ihn bei seinen 
Vtern in der Hauptstadt Judas.
2CH 26:1 Da nahm das ganze Volk Juda den Ussia, der sechzehn Jahre alt 
war, und machte ihn zum Knig an Stelle seines Vaters Amazia.
2CH 26:2 Derselbe baute Elot und brachte es wieder an Juda, nachdem der 
Knig sich zu seinen Vtern gelegt hatte.
2CH 26:3 Sechzehn Jahre alt war Ussia, als er Knig ward, und regierte 
zweiundfnfzig Jahre lang zu Jerusalem. Und seine Mutter hie Jechalia, 
von Jerusalem.
2CH 26:4 Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, ganz wie sein 
Vater Amazia getan hatte.
2CH 26:5 Und er suchte Gott, solange Sacharja lebte, der ihn in der Furcht 
Gottes unterwies. Und solange er den HERRN suchte, lie Gott es ihm 
gelingen.
2CH 26:6 Denn er zog aus und stritt wider die Philister und ri die Mauern 
von Gat und die Mauern von Jabne und die Mauern von Asdod nieder und baute 
Stdte bei Asdod und unter den Philistern.
2CH 26:7 Denn Gott half ihm wider die Philister, wider die Araber, die zu 
Gur-Baal wohnten, und wider die Meuniter.
2CH 26:8 Und die Ammoniter zahlten dem Ussia Tribut; und sein Ruhm 
verbreitete sich bis nach gypten hin; denn er ward sehr stark.
2CH 26:9 Und Ussia baute Trme zu Jerusalem, ber das Ecktor und ber das 
Taltor und ber den Winkel und befestigte sie.
2CH 26:10 Er baute auch Trme in der Wste und grub viele Brunnen; denn er 
hatte viel Vieh in der Niederung und in der Ebene, auch Ackerleute und 
Weingrtner auf den Bergen und in Karmel; denn er liebte den Ackerbau.
2CH 26:11 Ussia hatte auch ein kriegstchtiges Heer, welches truppenweise 
zu Felde zog, in der Anzahl, wie sie gemustert worden durch Jehiel, den 
Schreiber, und Maaseja, den Amtmann, unter der Leitung Hananjas, eines 
kniglichen Obersten.
2CH 26:12 Die Gesamtzahl der Familienhupter der kriegstchtigen 
Mannschaft betrug 2600.
2CH 26:13 Und unter ihrer Hand war das Kriegsheer, 307500 kriegstchtige 
Leute, stark genug, um dem Knig wider die Feinde zu helfen.
2CH 26:14 Und Ussia versah das ganze Heer mit Schilden, Speeren, Helmen, 
Panzern, Bogen und Schleudersteinen.
2CH 26:15 Er machte in Jerusalem auch Maschinen, von Knstlern erfunden, 
die auf Trmen und Zinnen aufgestellt wurden, um mit Pfeilen und groen 
Steinen zu schieen. Also verbreitete sich sein Ruhm weithin, weil er sich 
so vorzglich zu helfen wute, bis da er mchtig ward.
2CH 26:16 Als er sich aber mchtig fhlte, berhob sich sein Herz zu 
seinem Verderben, und er vergriff sich an dem HERRN, seinem Gott, indem er 
in den Tempel des HERRN ging, um auf dem Rucheraltar zu ruchern.
2CH 26:17 Aber der Priester Asaria ging ihm nach, und achtzig Priester des 
HERRN mit ihm, wackere Leute;
2CH 26:18 die traten dem Knig Ussia entgegen und sprachen zu ihm: Ussia, 
es steht nicht dir zu, dem HERRN zu ruchern, sondern den Priestern, den 
Shnen Aarons, die zum Ruchern geheiligt sind! Verla das Heiligtum, denn 
du hast dich vergangen, und das bringt dir vor Gott, dem HERRN, keine Ehre!
2CH 26:19 Da ward Ussia zornig, whrend er die Rucherpfanne in seiner 
Hand hielt, um zu ruchern. Als er aber seinen Zorn wider die Priester 
auslie, brach der Aussatz an seiner Stirn aus, vor den Priestern im Hause 
des HERRN beim Rucheraltar.
2CH 26:20 Denn als sich der Oberpriester Asarja und alle Priester zu ihm 
hinwandten, siehe, da war er ausstzig an seiner Stirn! Da jagten sie ihn 
eilends hinaus; und auch er selbst machte sich schnell davon, weil der 
HERR ihn geschlagen hatte.
2CH 26:21 Also war der Knig Ussia ausstzig bis an den Tag seines Todes 
und wohnte als Ausstziger in einem abgesonderten Hause; denn er war vom 
Hause des HERRN ausgeschlossen, und sein Sohn Jotam stand dem Hause des 
Knigs vor und richtete das Volk des Landes.
2CH 26:22 Aber die brigen Geschichten Ussias, die frheren und die 
spteren, hat der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, aufgezeichnet.
2CH 26:23 Und Ussia entschlief mit seinen Vtern, und sie begruben ihn bei 
seinen Vtern auf dem Begrbnisacker der Knige; denn sie sprachen: Er ist 
ausstzig! Und sein Sohn Jotam ward Knig an seiner Statt.
2CH 27:1 Jotam war fnfundzwanzig Jahre alt, als er Knig ward, und 
regierte sechzehn Jahre lang zu Jerusalem. Und seine Mutter hie Jerusa, 
eine Tochter Zadoks.
2CH 27:2 Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, ganz wie sein 
Vater Ussia getan hatte, nur da er nicht in den Tempel des HERRN ging. 
Aber das Volk handelte noch verderblich.
2CH 27:3 Er baute das obere Tor am Hause des HERRN; auch an der Mauer des 
Ophel baute er viel.
2CH 27:4 Er baute auch Stdte auf dem Gebirge Juda; und in den Wldern 
baute er Burgen und Trme.
2CH 27:5 Und er stritt mit dem Knig der Kinder Ammon und berwltigte 
sie, also da ihm die Kinder Ammon in jenem Jahr hundert Talente Silber 
und zehntausend Kor Weizen und zehntausend Kor Gerste gaben. Solches 
entrichteten ihm die Kinder Ammon auch im zweiten und dritten Jahr.
2CH 27:6 Also erstarkte Jotam; denn er wandelte richtig vor dem HERRN, 
seinem Gott.
2CH 27:7 Was aber mehr von Jotam zu sagen ist, und alle seine Wege und 
Kriege, siehe, das ist aufgezeichnet im Buch der Knige von Israel und 
Juda.
2CH 27:8 Mit fnfundzwanzig Jahren war er Knig geworden und regierte 
sechzehn Jahre lang zu Jerusalem.
2CH 27:9 Und Jotam entschlief mit seinen Vtern; und sie begruben ihn in 
der Stadt Davids; und sein Sohn Ahas ward Knig an seiner Statt.
2CH 28:1 Ahas war zwanzig Jahre alt, als er Knig ward, und regierte 
sechzehn Jahre lang zu Jerusalem; aber er tat nicht, was recht war in den 
Augen des HERRN, wie sein Vater David,
2CH 28:2 sondern wandelte in den Wegen der Knige von Israel, und machte 
sogar gegossene Bilder fr die Baale.
2CH 28:3 Und er rucherte im Tale des Sohnes Hinnoms und verbrannte seine 
Shne mit Feuer, nach den Greueln der Heiden, welche der HERR vor den 
Kindern Israel vertrieben hatte.
2CH 28:4 Und er opferte und rucherte auf den Hhen und auf den Hgeln und 
unter allen grnen Bumen.
2CH 28:5 Darum gab ihn der HERR, sein Gott, in die Hand des Knigs der 
Syrer, die ihn schlugen und von den Seinigen eine groe Menge 
hinwegfhrten und gen Damaskus brachten. Auch ward er in die Hand des 
Knigs von Israel gegeben, der brachte ihm eine groe Niederlage bei.
2CH 28:6 Denn Pekach, der Sohn Remaljas, machte in Juda an einem Tage 
120000 [Mann] nieder, lauter tapfere Leute, weil sie den HERRN, den Gott 
ihrer Vter, verlassen hatten.
2CH 28:7 Zudem erschlug Sichri, ein ephraimitischer Held, Maaseja, den 
Sohn des Knigs, und Asrikan, den Haushofmeister, und Elkana, den Nchsten 
nach dem Knig.
2CH 28:8 Und die Kinder Israel fhrten von ihren Brdern 200000 Frauen, 
Shne und Tchter gefangen hinweg und machten dazu groe Beute und 
brachten die Beute nach Samaria.
2CH 28:9 Es war aber daselbst ein Prophet des HERRN, der hie Oded; der 
ging hinaus, dem Heer entgegen, das gen Samaria kam, und sprach zu ihm: 
Siehe, weil der HERR, der Gott eurer Vter, ber Juda zornig ist, hat er 
sie in eure Hand gegeben; und ihr habt sie mit einer Wut, die zum Himmel 
schreit, niedergemetzelt.
2CH 28:10 Und nun gedenket ihr die Kinder Judas und Jerusalems so 
niederzutreten, da sie eure Knechte und Mgde werden sollen? Was habt ihr 
denn anders als Schulden bei dem HERRN, eurem Gott?
2CH 28:11 So gehorchet mir nun und schicket die Gefangenen wieder zurck, 
die ihr von euren Brdern weggefhrt habt; denn der grimmige Zorn des 
HERRN lastet auf euch!
2CH 28:12 Da standen einige Mnner von den Huptern der Kinder Ephraim 
auf, nmlich Asaja, der Sohn Johanans, Berechja, der Sohn Messilemots, 
Jehiskia, der Sohn Sallums, und Amasa, der Sohn Hadlais, denen entgegen, 
welche vom Feldzug zurckkehrten,
2CH 28:13 und sprachen zu ihnen: Ihr sollt die Gefangenen nicht hierher 
bringen, denn das wrde uns zur Schuld vor dem HERRN gereichen! Ihr 
gedenket unsre Snde und Schuld zu vermehren; und doch ist unsre Schuld 
schon gro genug und der grimmige Zorn ber Israel!
2CH 28:14 Da lieen die Krieger die Gefangenen und die Beute vor den 
Obersten und der ganzen Gemeinde frei.
2CH 28:15 Die Mnner aber, die mit Namen genannt sind, machten sich auf 
und nahmen sich der Gefangenen an und bekleideten alle, die unter ihnen 
nackt waren, mit Kleidern von der Beute, zogen ihnen Schuhe an und gaben 
ihnen zu essen und zu trinken und salbten sie und fhrten alle, die zu 
schwach waren, auf Eseln und brachten sie gen Jericho, zur Palmenstadt, in 
die Nhe ihrer Brder, und kehrten dann wieder nach Samaria zurck.
2CH 28:16 Zu jener Zeit sandte der Knig Ahas Botschaft zu den Knigen von 
Assyrien, da sie ihm helfen sollten.
2CH 28:17 Auch die Edomiter waren wieder gekommen und hatten Juda 
geschlagen und Gefangene gemacht.
2CH 28:18 Dazu fielen die Philister in die Stdte der Ebene und in den 
Sden von Juda ein und eroberten Beth-Semes, Ajalon, Gederot und Socho mit 
seinen Drfern, Timna mit seinen Drfern und Gimso mit seinen Drfern und 
wohnten darin.
2CH 28:19 Denn der HERR demtigte Juda, um Ahas willen, des Knigs von 
Israel, weil er keine Zucht bte in Juda und sich an dem HERRN schwer 
verging.
2CH 28:20 Es kam nun zwar Tiglat-Pilneser, der Knig von Assyrien, zu ihm; 
aber er bedrngte ihn und strkte ihn nicht.
2CH 28:21 Denn Ahas beraubte das Haus des HERRN und das Haus des Knigs 
und die Frsten und gab alles dem Knig von Assyrien; aber es half ihm 
nichts.
2CH 28:22 Ja, zu der Zeit, als er bedrngt ward, versndigte er sich an 
dem HERRN, er, der Knig Ahas!
2CH 28:23 Er opferte nmlich den Gttern von Damaskus, die ihn geschlagen 
hatten, indem er sprach: Weil die Gtter der Knige von Syrien ihnen 
helfen, so will ich ihnen opfern, damit sie mir auch helfen! Aber sie 
gereichten ihm und ganz Israel zum Fall.
2CH 28:24 Und Ahas nahm die Gerte des Hauses Gottes weg und zerbrach die 
Gerte des Hauses Gottes und verschlo die Tren am Hause des HERRN und 
machte sich Altre an allen Ecken zu Jerusalem.
2CH 28:25 Und in jeder einzelnen Stadt Judas machte er Hhen, um andern 
Gttern zu ruchern, und reizte den HERRN, den Gott seiner Vter, zum Zorn.
2CH 28:26 Seine brigen Geschichten aber und alle seine Wege, die frheren 
und die spteren, die sind aufgezeichnet im Buch der Knige von Juda und 
Israel.
2CH 28:27 Und Ahas legte sich zu seinen Vtern, und man begrub ihn in der 
Stadt, zu Jerusalem; denn man bestattete ihn nicht in den Grbern der 
Knige Israels. Und sein Sohn Hiskia ward Knig an seiner Statt.
2CH 29:1 Hiskia war fnfundzwanzig Jahre alt, als er Knig ward, und 
regierte neunundzwanzig Jahre lang zu Jerusalem. Und seine Mutter hie 
Abija, eine Tochter Sacharjas.
2CH 29:2 Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, ganz wie sein 
Vater David getan hatte.
2CH 29:3 Im ersten Monat des ersten Jahres seiner Regierung ffnete er die 
Tren am Hause des HERRN und besserte sie aus.
2CH 29:4 Und er lie die Priester und Leviten kommen und versammelte sie 
auf dem Platz gegen Aufgang und sprach zu ihnen:
2CH 29:5 Hret mir zu, ihr Leviten! Nunmehr heiliget euch und heiliget das 
Haus des HERRN, des Gottes eurer Vter, und schaffet den Unflat aus dem 
Heiligtum heraus!
2CH 29:6 Denn unsre Vter haben sich versndigt und getan, was in den 
Augen des HERRN, unsres Gottes, bse ist, und haben ihn verlassen; denn 
sie haben ihr Angesicht von der Wohnung des HERRN abgewandt und ihr den 
Rcken gekehrt.
2CH 29:7 Auch haben sie die Tren der Halle zugeschlossen und die Lampen 
ausgelscht und kein Rucherwerk angezndet und dem Gott Israels im 
Heiligtum kein Brandopfer dargebracht.
2CH 29:8 Daher ist der Zorn des HERRN ber Juda und Jerusalem gekommen, 
und er hat sie der Mihandlung und Verwstung preisgegeben, da man sie 
auszischt, wie ihr mit euren Augen sehet.
2CH 29:9 Denn siehe, um deswillen sind unsre Vter durch das Schwert 
gefallen und unsre Shne, unsre Tchter und unsre Weiber gefangen 
weggefhrt worden.
2CH 29:10 Nun habe ich im Sinn, einen Bund zu machen mit dem HERRN, dem 
Gott Israels, damit sein grimmiger Zorn sich von uns wende.
2CH 29:11 Nun, meine Shne, seid nicht nachlssig; denn euch hat der HERR 
erwhlt, damit ihr vor ihm stehet und ihm dienet und damit ihr seine 
Diener und Rucherer seid!
2CH 29:12 Da machten sich die Leviten auf: Machat, der Sohn Amasais, und 
Joel, der Sohn Asarjas, von den Shnen der Kahatiter; und von den Shnen 
Meraris: Kis, der Sohn Abdis, und Asarja, der Sohn Jehallelels; und von 
den Shnen der Gersoniter: Joach, der Sohn Simmas, und Eden, der Sohn 
Joachs;
2CH 29:13 und von den Shnen Elizaphans: Simri und Jehiel, und von den 
Shnen Asaphs: Sacharja und Mattanja;
2CH 29:14 und von den Shnen Hemans; Jechiel und Simei; und von den Shnen 
Jedutuns: Semaja und Ussiel.
2CH 29:15 Und sie versammelten ihre Brder und heiligten sich und gingen 
hinein nach dem Gebot des Knigs und nach den Worten des HERRN, um das 
Haus des HERRN zu reinigen.
2CH 29:16 Also gingen die Priester hinein in das Innere des Hauses des 
HERRN, um es zu reinigen, und schafften alles Unreine, das im Tempel des 
HERRN gefunden ward, hinaus in den Vorhof am Hause des HERRN; und die 
Leviten nahmen es und trugen es hinaus in den Bach Kidron.
2CH 29:17 Und zwar begannen sie mit der Heiligung am ersten Tage des 
ersten Monats; und am achten Tage desselben Monats kamen sie in die Halle 
des HERRN, und sie heiligten das Haus des HERRN acht Tage lang; und am 
sechzehnten Tag des ersten Monats wurden sie fertig.
2CH 29:18 Da gingen sie hinein zum Knig Hiskia und sprachen: Wir haben 
das ganze Haus des HERRN gereinigt, den Brandopferaltar und alle seine 
Gerte; auch den Schaubrottisch und alle seine Gerte;
2CH 29:19 auch alle Gerte, welche der Knig Ahas whrend seiner Regierung 
entweiht hat, als er sich versndigte, haben wir zurechtgemacht und 
geheiligt; und siehe, sie sind vor dem Altar des HERRN!
2CH 29:20 Da machte sich der Knig Hiskia frh auf und versammelte die 
Obersten der Stadt und ging hinauf zum Hause des HERRN.
2CH 29:21 Und sie brachten sieben Farren, sieben Widder, sieben Lmmer und 
sieben Ziegenbcke herbei zum Sndopfer fr das Knigreich, fr das 
Heiligtum und fr Juda. Und er befahl den Shnen Aarons, den Priestern, 
[sie] auf dem Altar des HERRN zu opfern.
2CH 29:22 Da schchteten sie die Rinder, und die Priester nahmen das Blut 
und sprengten es an den Altar; und sie schchteten die Widder und 
sprengten das Blut an den Altar; und sie schchteten die Lmmer und 
sprengten das Blut an den Altar.
2CH 29:23 Und sie brachten die Bcke zum Sndopfer fr den Knig und die 
Gemeinde und sttzten ihre Hnde auf sie.
2CH 29:24 Und die Priester schchteten sie und brachten ihr Blut zur 
Entsndigung auf den Altar, um fr ganz Israel Shne zu erwirken; denn fr 
ganz Israel hatte der Knig Brandopfer und Sndopfer befohlen.
2CH 29:25 Er lie auch die Leviten sich im Hause des HERRN aufstellen mit 
Zimbeln, Psaltern und Harfen, wie David und Gad, der Seher des Knigs, und 
der Prophet Natan befohlen hatten; denn es war des HERRN Gebot durch seine 
Propheten.
2CH 29:26 Und die Leviten stellten sich auf mit den Musikinstrumenten 
Davids und die Priester mit den Trompeten.
2CH 29:27 Und Hiskia befahl, das Brandopfer auf dem Altar zu opfern. Und 
als das Brandopfer begann, fing auch der Gesang zu Ehren des HERRN an und 
das Spiel der Trompeten, unter der Fhrung der Musikinstrumente Davids, 
des Knigs von Israel.
2CH 29:28 Und die ganze Gemeinde betete an; und die Snger sangen, und die 
Trompeter schmetterten so lange, bis das Brandopfer vollendet war.
2CH 29:29 Als nun das Brandopfer vollendet war, kniete der Knig nieder 
samt allen, die sich bei ihm befanden, und sie beteten an.
2CH 29:30 Und der Knig Hiskia und die Obersten geboten den Leviten, den 
HERRN zu loben mit den Worten Davids und Asaphs, des Sehers. Und sie 
lobten mit Freuden und verneigten sich und beteten an.
2CH 29:31 Und Hiskia hob an und sprach: Nun habt ihr eure Hnde dem HERRN 
gefllt. Tretet herzu und bringet die Schlachtopfer und Lobopfer zum Hause 
des HERRN! Da brachte die Gemeinde Schlachtopfer und Lobopfer, und alle, 
die willigen Herzens waren, brachten Brandopfer.
2CH 29:32 Und die Zahl der Brandopfer, welche die Gemeinde herzubrachte, 
betrug siebzig Rinder, hundert Widder und zweihundert Lmmer; solches 
alles dem HERRN zum Brandopfer.
2CH 29:33 Zudem heiligten sie sechshundert Rinder und dreitausend Schafe.
2CH 29:34 Nur waren der Priester zu wenige, so da sie nicht allen 
Brandopfern die Haut abziehen konnten; darum halfen ihnen ihre Brder, die 
Leviten, bis das Werk vollendet war, und bis sich die Priester geheiligt 
hatten; denn die Leviten waren ernstlicher darauf bedacht, sich zu 
heiligen, als die Priester.
2CH 29:35 Es waren aber auch Brandopfer in Menge darzubringen, samt dem 
Fett der Dankopfer und den Trankopfern zu den Brandopfern. So ward der 
Dienst im Hause des HERRN wiederhergestellt.
2CH 29:36 Und Hiskia freute sich samt dem ganzen Volke ber das, was Gott 
dem Volk zubereitet hatte; denn die Sache war sehr rasch vor sich gegangen.
2CH 30:1 Und Hiskia sandte [Boten] an ganz Israel und Juda und schrieb 
auch Briefe an Ephraim und Manasse, da sie zum Hause des HERRN nach 
Jerusalem kommen sollten, um dem HERRN, dem Gott Israels, Passah zu feiern.
2CH 30:2 Denn der Knig beschlo mit seinen Obersten und der ganzen 
Gemeinde zu Jerusalem, das Passah im zweiten Monat zu feiern;
2CH 30:3 denn sie konnten es nicht zur bestimmten Zeit feiern, weil sich 
die Priester nicht in gengender Zahl geheiligt hatten und das Volk noch 
nicht in Jerusalem versammelt war.
2CH 30:4 Und der Beschlu gefiel dem Knig und der ganzen Gemeinde wohl.
2CH 30:5 Und sie verfaten einen Aufruf, der in ganz Israel, von Beerseba 
bis Dan, verkndigt werden sollte, da sie kmen, um dem HERRN, dem Gott 
Israels, zu Jerusalem Passah zu halten; denn sie hatten es nicht in Menge 
gefeiert, wie es vorgeschrieben ist.
2CH 30:6 Und die Lufer gingen mit den Briefen von der Hand des Knigs und 
seiner Obersten durch ganz Israel und Juda und sprachen nach dem Befehl 
des Knigs: Ihr Kinder Israel, kehret zurck zum HERRN, dem Gott Abrahams, 
Isaaks und Israels, so wird er sich zu den Entronnenen kehren, die euch 
aus der Hand der assyrischen Knige noch briggeblieben sind,
2CH 30:7 und seid nicht wie eure Vter und eure Brder, die sich an dem 
HERRN, dem Gott ihrer Vter, versndigt haben, da er sie der Verwstung 
preisgab, wie ihr sehet!
2CH 30:8 So seid nun nicht halsstarrig wie eure Vter, sondern reichet dem 
HERRN die Hand und kommt zu seinem Heiligtum, welches er auf ewig 
geheiligt hat, und dienet dem HERRN, eurem Gott, so wird sich die Glut 
seines Zorns von euch wenden.
2CH 30:9 Denn wenn ihr zum HERRN zurckkehret, so werden eure Brder und 
eure Shne Barmherzigkeit finden vor denen, die sie gefangen halten, da 
sie wieder in dieses Land zurckkehren. Denn der HERR, euer Gott, ist 
gndig und barmherzig, und er wird das Angesicht nicht von euch wenden, 
wenn ihr euch zu ihm kehret!
2CH 30:10 Und die Lufer gingen von einer Stadt zur andern im Lande 
Ephraim und Manasse und bis nach Sebulon; aber jene verlachten sie und 
spotteten ihrer.
2CH 30:11 Doch etliche von Asser und Manasse und Sebulon demtigten sich 
und kamen nach Jerusalem.
2CH 30:12 Auch in Juda wirkte die Hand Gottes, da er ihnen ein einmtiges 
Herz gab, des Knigs und der Obersten Gebot zu erfllen nach dem Wort des 
HERRN.
2CH 30:13 So versammelte sich denn zu Jerusalem eine groe Volksmenge, um 
das Fest der ungesuerten Brote zu feiern im zweiten Monat, eine sehr 
groe Gemeinde.
2CH 30:14 Und sie machten sich auf und schafften die Altre weg, die zu 
Jerusalem waren, auch alle Rucheraltre beseitigten sie und warfen sie in 
den Bach Kidron.
2CH 30:15 Dann schchteten sie das Passah am vierzehnten Tag des zweiten 
Monats. Und die Priester und Leviten schmten sich und heiligten sich und 
brachten Brandopfer zum Hause des HERRN;
2CH 30:16 und sie standen auf ihren Posten, wie es sich gebhrt, nach dem 
Gesetze Moses, des Mannes Gottes. Und die Priester sprengten das Blut, 
[das sie empfingen], aus der Hand der Leviten.
2CH 30:17 Denn es waren viele in der Gemeinde, die sich nicht geheiligt 
hatten; darum schchteten die Leviten die Passahlmmer fr alle, die nicht 
rein waren, um sie dem HERRN zu heiligen.
2CH 30:18 Auch waren viele vom Volk, von Ephraim, Manasse, Issaschar und 
Sebulon, die sich nicht gereinigt hatten, so da sie das Passah nicht 
aen, wie es vorgeschrieben ist;
2CH 30:19 aber Hiskia betete fr sie und sprach: Der HERR, der gtig ist, 
wolle allen denen vergeben, die ihr Herz darauf gerichtet haben, Gott zu 
suchen, den HERRN, den Gott ihrer Vter, auch wenn sie nicht die fr das 
Heiligtum erforderliche Reinheit besitzen!
2CH 30:20 Und der HERR erhrte Hiskia und heilte das Volk.
2CH 30:21 Also feierten die Kinder Israel, die sich zu Jerusalem befanden, 
das Fest der ungesuerten Brote sieben Tage lang mit groer Freude. Und 
die Leviten und Priester lobten den HERRN alle Tage mit Instrumenten zum 
Preise des HERRN.
2CH 30:22 Und Hiskia sprach allen Mut zu, welche sich verstndig erwiesen 
in der Erkenntnis des HERRN; und sie aen das [fr das] Fest [Bestimmte], 
sieben Tage lang, und opferten Dankopfer und bekannten sich zum HERRN, dem 
Gott ihrer Vter.
2CH 30:23 Und die ganze Gemeinde beschlo, noch weitere sieben Tage das 
Fest zu feiern, und so feierten sie noch sieben Tage lang ein Freudenfest;
2CH 30:24 denn Hiskia, der Knig von Juda, spendete fr die Gemeinde 
tausend Farren und zehntausend Schafe. Und es heiligten sich viele 
Priester.
2CH 30:25 Und die ganze Gemeinde von Juda freute sich und die Priester und 
Leviten und die ganze Gemeinde, die aus Israel gekommen war, auch die 
Fremdlinge, die aus dem Lande Israel gekommen waren, und die in Juda 
wohnten.
2CH 30:26 Und es war groe Freude zu Jerusalem; denn seit der Zeit 
Salomos, des Sohnes Davids, des Knigs von Israel, war dergleichen nicht 
gewesen.
2CH 30:27 Und die Priester, die Leviten, standen auf und segneten das 
Volk, und ihr Rufen ward erhrt, und ihr Gebet kam zu Seiner heiligen 
Wohnung, in den Himmel.
2CH 31:1 Und nach Beendigung aller dieser Festlichkeiten zogen alle 
Israeliten, die sich eingefunden hatten, hinaus zu den Stdten Judas, 
zerbrachen die Sulen und hieben die Ascheren um und zerstrten die Hhen 
und die Altre in ganz Juda und Benjamin, Ephraim und Manasse, bis sie 
dieselben gnzlich ausgetilgt hatten. Darnach kehrten alle Kinder Israel 
wieder zu ihrer Besitzung, in ihre Stdte zurck.
2CH 31:2 Hiskia aber stellte die Abteilungen der Priester und der Leviten 
wieder her, da jeder seinen Dienst hatte, sowohl die Priester als auch 
die Leviten, Brandopfer und Dankopfer darzubringen, zu dienen, zu danken 
und zu loben in den Toren des Lagers des HERRN.
2CH 31:3 Auch gab der Knig einen Teil seiner Habe fr die Brandopfer, fr 
die Brandopfer am Morgen und am Abend, und fr die Brandopfer an den 
Sabbaten und Neumonden und Festen, wie im Gesetze des HERRN geschrieben 
steht.
2CH 31:4 Und er gebot dem Volk, das zu Jerusalem wohnte, den Priestern und 
Leviten ihre Gebhr zu geben, damit sie am Gesetz des HERRN festhalten 
knnten.
2CH 31:5 Als nun dieser Befehl bekannt ward, gaben die Kinder Israel viele 
Erstlingsgaben von Korn, Most, l, Honig und allem Ertrag des Feldes und 
brachten die Zehnten von allem in Menge herbei.
2CH 31:6 Und auch die Kinder Israel und Juda, die in den Stdten Judas 
wohnten, brachten den Zehnten von Rindern und Schafen und den Zehnten von 
den geheiligten Dingen, die dem HERRN, ihrem Gott, geheiligt worden waren, 
und legten es haufenweise hin.
2CH 31:7 Im dritten Monat fingen sie an, die Haufen aufzuschtten, und im 
siebenten Monat waren sie damit fertig.
2CH 31:8 Als nun Hiskia und die Obersten hineingingen und die Haufen 
sahen, lobten sie den HERRN und sein Volk Israel.
2CH 31:9 Und Hiskia befragte die Priester und Leviten wegen dieser Haufen.
2CH 31:10 Da antwortete ihm Asarja, der Oberpriester vom Hause Zadok, und 
sprach: Seitdem man angefangen hat, das Hebopfer in das Haus des HERRN zu 
bringen, hat man gegessen und ist satt geworden und hat noch viel 
briggelassen; denn der HERR hat sein Volk gesegnet; daher ist eine so 
groe Menge briggeblieben.
2CH 31:11 Da befahl Hiskia, da man Vorratskammern herrichte im Hause des 
HERRN; und sie richteten dieselben her
2CH 31:12 und taten treulich hinein das Hebopfer, die Zehnten und das 
Geheiligte. Und als Oberaufseher ber dieselben wurden bestellt: Kananja, 
der Levit, und Simei, sein Bruder, als zweiter;
2CH 31:13 dazu Jechiel, Asasja, Nahat, Asahel, Jerimot, Josabad, Eliel, 
Jismachja, Mahat und Benaja, als Aufseher unter der Leitung Kananjas und 
Simeis, seines Bruders, nach dem Befehl des Knigs Hiskia und Asarjas, des 
Obersten im Hause Gottes.
2CH 31:14 Und Kore, der Sohn Jimmas, der Levit, der Torhter gegen 
Aufgang, war ber die freiwilligen Gaben Gottes gesetzt, um das Hebopfer 
des HERRN und die hochheiligen Dinge herauszugeben.
2CH 31:15 Und unter seiner Leitung waren Eden, Minjamin, Jesua, Semaja, 
Amarja und Sechanja, um in den Stdten der Priester ihren Brdern 
abteilungsweise getreulich [ihren Anteil] zu geben, den Kleinen wie den 
Groen.
2CH 31:16 berdies wurden sie in Geschlechtsregister eingetragen, alles, 
was mnnlich war, von drei Jahren an und darber, alle, die in das Haus 
des HERRN gehen sollten nach der tglichen Ordnung an ihren Dienst auf 
ihren Posten, nach ihren Abteilungen.
2CH 31:17 Und zwar erfolgte die Eintragung der Priester nach ihren 
Vaterhusern, und die der Leviten von zwanzig Jahren an und darber mit 
Rcksicht auf ihre mter, die sie abteilungsweise zu versehen hatten.
2CH 31:18 Und sie hatten sich einzutragen samt ihren Kindern, ihren 
Weibern, ihren Shnen und Tchtern, als ganze Gemeinde; denn gewissenhaft 
heiligten sie sich fr das Heiligtum.
2CH 31:19 Und fr die Shne Aarons, die Priester, [die] in den zu ihren 
Stdten gehrenden Lndereien [wohnten], hatte es in jeder Stadt mit Namen 
bezeichnete Leute, welche die Austeilung an die mnnlichen Glieder der 
Priesterfamilien und an alle, die in die levitischen Geschlechtsregister 
eingetragen waren, zu besorgen hatten.
2CH 31:20 Also handelte Hiskia in ganz Juda und tat, was gut, recht und 
getreu war vor dem HERRN, seinem Gott.
2CH 31:21 Und in all seinem Werk, das er im Dienste des Hauses Gottes und 
nach dem Gesetze und Gebot unternahm, um seinen Gott zu suchen, handelte 
er von ganzem Herzen, und so gelang es ihm auch.
2CH 32:1 Nach diesen Geschichten und dieser bewiesenen Treue kam Sanherib, 
der Knig von Assyrien, und rckte in Juda ein und belagerte die festen 
Stdte und gedachte sie zu erobern.
2CH 32:2 Als aber Hiskia sah, da Sanherib gekommen war und die Absicht 
hatte, wider Jerusalem zu streiten,
2CH 32:3 beschlo er mit seinen Obersten und seinen Gewaltigen, die 
Wasserquellen drauen vor der Stadt zu verstopfen; und sie halfen ihm.
2CH 32:4 Und die Leute versammelten sich in groer Zahl und verstopften 
alle Brunnen und den Bach, der mitten durch das Land luft, und sprachen: 
Warum sollten die Knige von Assyrien viel Wasser finden, wenn sie kommen?
2CH 32:5 Und er fate Mut und baute die Mauer allenthalben, wo sie 
zerrissen war, und erhhte die Trme und baute drauen noch eine andere 
Mauer und befestigte das Millo an der Stadt Davids. Auch machte er viele 
Wurfgeschosse und Schilde
2CH 32:6 und setzte kriegstchtige Hauptleute ber das Volk und 
versammelte sie zu sich auf den Platz am Tore der Stadt, sprach ihnen Mut 
zu und sagte:
2CH 32:7 Seid stark und fest! Frchtet euch nicht und erschrecket nicht 
vor dem Knig von Assyrien noch vor dem ganzen Haufen, der bei ihm ist; 
denn mit uns ist ein Grerer als mit ihm;
2CH 32:8 mit ihm ist ein fleischlicher Arm, mit uns aber ist der HERR, 
unser Gott, um uns zu helfen und fr uns Krieg zu fhren! Und das Volk 
verlie sich auf die Worte Hiskias, des Knigs von Juda.
2CH 32:9 Darnach sandte Sanherib, der Knig von Assyrien, seine Knechte 
gen Jerusalem (denn er lag vor Lachis mit seinem ganzen Heer) zu Hiskia, 
dem Knig von Juda, und zu ganz Juda, das zu Jerusalem war, und lie ihm 
sagen:
2CH 32:10 So spricht Sanherib, der Knig von Assyrien: Worauf verlasset 
ihr euch, die ihr in dem belagerten Jerusalem sitzet?
2CH 32:11 Verfhrt euch nicht Hiskia, vor Hunger und Durst zu sterben, 
indem er sagt: Der HERR, unser Gott, wird uns aus der Hand des Knigs von 
Assyrien erretten?
2CH 32:12 Hat aber nicht derselbe Hiskia seine Hhen und Altre 
weggeschafft und Juda und Jerusalem befohlen: Vor einem einzigen Altar 
sollt ihr anbeten und ruchern?
2CH 32:13 Wisset ihr nicht, was ich und meine Vter allen Vlkern der 
Lnder getan haben? Haben auch die Gtter der Nationen in den Lndern 
jemals ihre Lnder aus meiner Hand zu erretten vermocht?
2CH 32:14 Wer ist unter allen Gttern dieser Nationen, die meine Vter 
ganz und gar vernichtet haben, der sein Volk aus meiner Hand zu erretten 
vermochte, da euer Gott euch aus meiner Hand erretten knnte?
2CH 32:15 So lasset euch nun durch Hiskia nicht verfhren und lasset euch 
nicht also von ihm bereden und glaubet ihm nicht! Denn da kein Gott irgend 
einer Nation oder eines Knigreiches sein Volk aus meiner Hand und aus der 
Hand meiner Vter zu erretten vermochte, so wird auch euer Gott euch nicht 
aus meiner Hand zu erretten vermgen!
2CH 32:16 Und noch mehr redeten seine Knechte wider Gott, den HERRN, und 
wider seinen Knecht Hiskia.
2CH 32:17 Er schrieb auch Briefe, um den HERRN, den Gott Israels, zu 
schmhen, und redete wider ihn und sprach: Wie die Gtter der Nationen in 
den Lndern ihr Volk nicht aus meiner Hand errettet haben, so wird auch 
der Gott Hiskias sein Volk nicht aus meiner Hand erretten!
2CH 32:18 Und sie riefen mit lauter Stimme, auf jdisch, zum Volk von 
Jerusalem, das auf den Mauern war, um es furchtsam zu machen und zu 
erschrecken und so die Stadt gewinnen zu knnen;
2CH 32:19 und sie redeten vom Gott Jerusalems wie von den Gttern der 
Heidenvlker, die ein Werk von Menschenhnden sind.
2CH 32:20 Aber der Knig Hiskia und der Prophet Jesaja, der Sohn des Amoz, 
beteten deshalb und schrieen zum Himmel.
2CH 32:21 Und der HERR sandte einen Engel, der vertilgte alle Gewaltigen 
des Heeres und die Frsten und die Obersten im Lager des Knigs von 
Assyrien, da er mit Schanden in sein Land zurckkehrte. Und als er in das 
Haus seines Gottes ging, fllten ihn daselbst durchs Schwert einige seiner 
leiblichen Shne.
2CH 32:22 Also rettete der HERR den Hiskia und die Einwohner von Jerusalem 
aus der Hand Sanheribs, des Knigs von Assyrien, und aus der Hand aller 
andern und verschaffte ihnen Ruhe auf allen Seiten;
2CH 32:23 so da viele dem HERRN Geschenke brachten nach Jerusalem und 
Hiskia, dem Knig von Juda, Kostbarkeiten; und er stieg darnach in der 
Achtung aller Nationen.
2CH 32:24 Zu jener Zeit ward Hiskia todkrank. Da betete er zum HERRN; der 
redete mit ihm und gab ihm ein Wunderzeichen.
2CH 32:25 Aber Hiskia vergalt die Wohltat nicht, die ihm widerfahren war, 
sondern sein Herz erhob sich. Da kam der Zorn ber ihn und ber Juda und 
Jerusalem.
2CH 32:26 Als aber Hiskia sich darber demtigte, da sein Herz sich 
erhoben hatte, er und die Einwohner von Jerusalem, kam der Zorn des HERRN 
nicht ber sie, solange Hiskia lebte.
2CH 32:27 Und Hiskia hatte sehr groen Reichtum und Ehre und sammelte sich 
Schtze von Silber, Gold, Edelsteinen, Gewrz, Schilden und allerlei 
kostbaren Gerten.
2CH 32:28 Er hatte auch Vorratshuser fr den Ertrag des Korns, Mosts und 
ls; und Stlle fr allerlei Vieh und Hrden fr die Schafe.
2CH 32:29 Und er baute Stdte und hatte sehr viel Vieh, Schafe und Rinder; 
denn Gott gab ihm sehr viele Gter.
2CH 32:30 Er, Hiskia, war es auch, der den obern Ausflu des Wassers Gihon 
verstopfte und es westlich abwrts, zur Stadt Davids leitete; und Hiskia 
hatte Glck in allem, was er unternahm.
2CH 32:31 Als aber die Gesandten der Frsten von Babel zu ihm geschickt 
wurden, sich nach dem Wunder zu erkundigen, das im Lande geschehen war, 
verlie ihn Gott, um ihn auf die Probe zu stellen, damit kund wrde alles, 
was in seinem Herzen sei.
2CH 32:32 Das brige aber von Hiskias Geschichte und von seiner 
Frmmigkeit, siehe, das ist aufgezeichnet in der Offenbarung des Propheten 
Jesaja, des Sohnes des Amoz, und im Buche der Knige von Juda und Israel.
2CH 32:33 Und Hiskia entschlief mit seinen Vtern, und man begrub ihn bei 
der Treppe, die zu den Grbern der Shne Davids fhrt. Und ganz Juda und 
die Einwohner von Jerusalem erwiesen ihm Ehre bei seinem Tode; und sein 
Sohn Manasse ward Knig an seiner Statt.
2CH 33:1 Manasse war zwlf Jahre alt, als er Knig ward, und regierte 
fnfundfnfzig Jahre lang zu Jerusalem.
2CH 33:2 Und er tat, was bse war in den Augen des HERRN, nach den Greueln 
der Heiden, welche der HERR vor den Kindern Israel vertrieben hatte.
2CH 33:3 Er baute die Hhen wieder auf, die sein Vater Hiskia abgebrochen 
hatte, und errichtete den Baalen Altre und machte Ascheren und betete das 
ganze Heer des Himmels an und diente ihnen.
2CH 33:4 Er baute auch Altre im Hause des HERRN, davon der HERR gesagt 
hatte: Zu Jerusalem soll mein Name sein ewiglich!
2CH 33:5 Und er baute dem ganzen Heere des Himmels Altre, in beiden 
Vorhfen am Hause des HERRN.
2CH 33:6 Er fhrte auch seine Shne durchs Feuer im Tal des Sohnes Hinnoms 
und trieb Wolkendeuterei, Schlangenbeschwrung und Zauberei und hielt 
Geisterbanner und Wahrsager und tat vielerlei Bses vor dem HERRN, um ihn 
zu krnken.
2CH 33:7 Er setzte auch das Gtzenbild, das er machen lie, in das Haus 
Gottes, davon Gott zu David und seinem Sohn Salomo gesagt hatte: In dieses 
Haus und nach Jerusalem, das ich aus allen Stmmen Israels erwhlt habe, 
will ich meinen Namen setzen ewiglich;
2CH 33:8 und ich will Israels Fu nicht mehr aus dem Lande vertreiben, das 
ich ihren Vtern bestimmt habe, sofern sie darauf achten, alles zu tun, 
was ich ihnen geboten habe im ganzen Gesetz, in den Satzungen und Rechten, 
durch Mose!
2CH 33:9 Aber Manasse verfhrte das Volk Juda und die Einwohner von 
Jerusalem, so da sie rgeres taten als die Heiden, die der HERR vor den 
Kindern Israel vertilgt hatte.
2CH 33:10 Und der HERR redete zu Manasse und zu seinem Volk, aber sie 
merkten nicht darauf.
2CH 33:11 Da lie der HERR die Heerfhrer des Knigs von Assyrien ber sie 
kommen, die fingen Manasse mit Haken, banden ihn mit zwei ehernen Ketten 
und verbrachten ihn nach Babel.
2CH 33:12 Als er nun in der Not war, flehte er den HERRN, seinen Gott, an 
und demtigte sich sehr vor dem Gott seiner Vter.
2CH 33:13 Und da er zu ihm betete, lie sich Gott von ihm erbitten, also 
da er sein Flehen erhrte und ihn wieder gen Jerusalem zu seinem 
Knigreich brachte. Da erkannte Manasse, da der HERR Gott ist.
2CH 33:14 Darnach baute er eine uere Mauer an der Stadt Davids, westlich 
vom Bach Gihon und bis zum Eingang durch das Fischtor und rings um den 
Ophel, machte sie sehr hoch und legte Hauptleute in alle festen Stdte 
Judas.
2CH 33:15 Er tat auch die fremden Gtter weg und entfernte das Gtzenbild 
aus dem Hause des HERRN und alle Altre, die er auf dem Berge des Hauses 
des HERRN und zu Jerusalem gebaut hatte, und warf sie vor die Stadt hinaus.
2CH 33:16 Und er baute den Altar des HERRN und opferte darauf Dankopfer 
und Lobopfer und befahl Juda, da sie dem HERRN, dem Gott Israels, dienen 
sollten.
2CH 33:17 Zwar opferte das Volk noch auf den Hhen, aber nur dem HERRN, 
seinem Gott.
2CH 33:18 Die weitere Geschichte Manasses und sein Gebet zu seinem Gott 
und die Reden der Seher, die im Namen des HERRN, des Gottes Israels, zu 
ihm redeten, siehe, das steht in den Geschichten der Knige von Israel.
2CH 33:19 Sein Gebet, und wie sich Gott von ihm hat erbitten lassen, und 
alle seine Snde und seine Missetat und die Orte, darauf er die Hhen 
baute und Ascheren und Gtzenbilder aufstellte, ehe er gedemtigt ward, 
siehe, das ist beschrieben in den Geschichten der Seher.
2CH 33:20 Und Manasse legte sich zu seinen Vtern, und man begrub ihn in 
seinem Hause; und sein Sohn Amon ward Knig an seiner Statt.
2CH 33:21 Zweiundzwanzig Jahre alt war Amon, als er Knig ward, und 
regierte zwei Jahre lang zu Jerusalem;
2CH 33:22 und er tat, was bse war in den Augen des HERRN, wie sein Vater 
Manasse getan hatte. Und Amon opferte allen Gtzen, die sein Vater Manasse 
gemacht hatte, und diente ihnen.
2CH 33:23 Aber er demtigte sich nicht vor dem HERRN, wie sich sein Vater 
Manasse gedemtigt hatte, sondern er, Amon, lud groe Schuld auf sich.
2CH 33:24 Und seine Knechte machten eine Verschwrung gegen ihn und 
tteten ihn in seinem Hause.
2CH 33:25 Da erschlug die Landbevlkerung alle, welche die Verschwrung 
wider den Knig Amon gemacht hatten; und die Landbevlkerung machte seinen 
Sohn Josia zum Knig an seiner Statt.
2CH 34:1 Acht Jahre alt war Josia, als er Knig ward, und regierte 
einunddreiig Jahre lang zu Jerusalem.
2CH 34:2 Und er tat, was recht war in den Augen des HERRN, und wandelte in 
den Wegen seines Vaters David und wich weder zur Rechten noch zur Linken.
2CH 34:3 Denn im achten Jahr seines Knigreichs, als er noch ein Knabe 
war, fing er an, den Gott seines Vaters David zu suchen; und im zwlften 
Jahr fing er an, Juda und Jerusalem von den Hhen und den Ascheren und den 
geschnitzten und gegossenen Bildern zu reinigen.
2CH 34:4 Und man brach in seiner Gegenwart die Altre der Baale ab; und er 
hieb die Sonnensulen, die auf denselben standen, um; und die Ascheren und 
die geschnitzten und gegossenen Bilder zerbrach er und machte sie zu Staub 
und streute sie auf die Grber derer, die ihnen geopfert hatten;
2CH 34:5 er verbrannte auch die Gebeine der Priester auf ihren Altren, 
und so reinigte er Juda und Jerusalem.
2CH 34:6 Ebenso [tat er] in den Stdten von Manasse, Ephraim und Simeon 
und bis gen Naphtali, in ihren Ruinen ringsum.
2CH 34:7 Und als er die Altre und die Ascheren abgebrochen und die 
geschnitzten Bilder zu Staub zermalmt und alle Sonnensulen im ganzen 
Lande Israel abgehauen hatte, kehrte er wieder nach Jerusalem zurck.
2CH 34:8 Im achtzehnten Jahr seines Knigreichs, als er das Land und das 
Haus [Gottes] gereinigt hatte, sandte er Saphan, den Sohn Azaljas, und 
Maaseja, den Obersten der Stadt, und Joach, den Sohn des Joahas, den 
Kanzler, um das Haus des HERRN, seines Gottes, auszubessern.
2CH 34:9 Und sie kamen zu dem Hohenpriester Hilkia und bergaben das Geld, 
das zum Hause des HERRN gebracht ward, welches die Leviten, die an der 
Schwelle hteten, von Manasse, Ephraim und von allen briggebliebenen in 
Israel und von ganz Juda und Benjamin und von den Einwohnern Jerusalems 
gesammelt hatten.
2CH 34:10 Sie gaben es aber in die Hand derer, die dazu bestellt waren, 
das Werk am Hause des HERRN ausfhren zu lassen, und diese gaben es den 
Werkleuten, welche am Hause des HERRN arbeiteten, um das Haus wieder 
herzustellen und auszubessern;
2CH 34:11 und zwar gaben sie es den Zimmerleuten und Bauleuten, um 
gehauene Steine zu kaufen und Holz fr die Bindebalken und fr die Balken 
der Huser, welche die Knige Judas verderbt hatten.
2CH 34:12 Und die Leute arbeiteten auf Treu und Glauben an dem Werk. Und 
es waren ber sie verordnet Jahat und Obadja, die Leviten von den Kindern 
Merari, Sacharja und Mesullam von den Kindern der Kahatiter, und alle 
diese Leviten verstanden sich auf Musikinstrumente.
2CH 34:13 Auch ber die Lasttrger und alle Arbeitsleute der verschiedenen 
Gewerbe waren Aufseher, und einige von den Leviten waren Schreiber, 
Amtleute und Torhter.
2CH 34:14 Als sie aber das Geld herausnahmen, das zum Hause des HERRN 
gebracht worden war, fand der Priester Hilkia das Gesetzbuch des HERRN, 
durch Mose gegeben.
2CH 34:15 Da hob Hilkia an und sprach zu Saphan, dem Schreiber: Ich habe 
das Gesetzbuch im Hause des HERRN gefunden! Und Hilkia gab das Buch dem 
Saphan.
2CH 34:16 Saphan aber brachte das Buch zum Knig und meldete dem Knig und 
sprach: Deine Knechte besorgen alles, was ihnen in die Hnde gelegt worden 
ist.
2CH 34:17 Sie haben das Geld ausgeschttet, das im Hause des HERRN 
vorgefunden worden ist, und haben es den Aufsehern und den Arbeitern 
gegeben.
2CH 34:18 Dann berichtete der Schreiber Saphan dem Knig und sprach: Der 
Priester Hilkia hat mir ein Buch gegeben! Und Saphan las daraus dem Knig 
vor.
2CH 34:19 Als nun der Knig die Worte des Gesetzes hrte, zerri er seine 
Kleider.
2CH 34:20 Und der Knig gebot Hilkia und Achikam, dem Sohne Saphans, und 
Abdon, dem Sohn Michas, und Saphan, dem Schreiber, und Asaja, dem Knecht 
des Knigs, und sprach:
2CH 34:21 Gehet hin, fraget den HERRN fr mich und fr die 
briggebliebenen in Israel und Juda wegen der Worte des Buches, das 
gefunden worden ist; denn gro ist der Grimm des HERRN, der ber uns 
ausgegossen ist, weil unsre Vter das Wort des HERRN nicht beobachtet 
haben, zu tun nach allem, was in diesem Buche geschrieben steht!
2CH 34:22 Da ging Hilkia mit den andern, die vom Knig gesandt waren, zu 
der Prophetin Hulda, dem Weibe Sallums, des Sohnes Tokhats, des Sohnes 
Hasras, des Kleiderhters, die zu Jerusalem wohnte im andern Stadtteil, 
und sie redeten demgem mit ihr.
2CH 34:23 Und sie sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels: 
Saget dem Mann, der euch zu mir gesandt hat:
2CH 34:24 So spricht der HERR: Siehe, ich will Unglck bringen ber diesen 
Ort und ber seine Einwohner, nmlich alle die Flche, welche geschrieben 
stehen in dem Buche, das man vor dem Knig von Juda gelesen hat,
2CH 34:25 weil sie mich verlassen und andern Gttern geruchert haben, 
mich zu reizen mit allen Werken ihrer Hnde; darum soll mein Grimm sich 
ber diesen Ort ergieen und nicht ausgelscht werden!
2CH 34:26 Zum Knig von Juda aber, der euch gesandt hat, den HERRN zu 
befragen, sollt ihr also sagen: So spricht der HERR, der Gott Israels, 
betreffs der Worte, die du gehrt hast:
2CH 34:27 Weil dein Herz weich geworden ist und du dich vor Gott 
gedemtigt hast, als du seine Worte wider diesen Ort und wider seine 
Einwohner hrtest, ja, weil du dich vor mir gedemtigt und deine Kleider 
zerrissen und vor mir geweint hast, so habe auch ich dich erhrt, spricht 
der HERR.
2CH 34:28 Siehe, ich will dich zu deinen Vtern versammeln, da du in 
Frieden in dein Grab gebracht wirst und deine Augen all das Unglck nicht 
sehen mssen, das ich ber diesen Ort und seine Einwohner bringen will.
2CH 34:29 Als sie nun dem Knig diese Antwort brachten, sandte der Knig 
hin und lie alle ltesten in Juda und Jerusalem zusammenkommen.
2CH 34:30 Und der Knig ging hinauf in das Haus des HERRN und [mit ihm] 
alle Mnner von Juda und die Einwohner von Jerusalem, die Priester, die 
Leviten und alles Volk, gro und klein, und man las vor ihren Ohren alle 
Worte des Bundesbuches, das im Hause des HERRN gefunden worden war.
2CH 34:31 Und der Knig trat an seinen Standort und machte einen Bund vor 
dem HERRN, da er dem HERRN nachwandeln wolle, seine Gebote, seine 
Zeugnisse und seine Satzungen zu halten von ganzem Herzen und von ganzer 
Seele, zu tun nach den Worten des Bundes, die in diesem Buch geschrieben 
sind.
2CH 34:32 Und er lie alle dazu Stellung nehmen, die zu Jerusalem und in 
Benjamin anwesend waren. Und die Einwohner von Jerusalem taten nach dem 
Bunde Gottes, des Gottes ihrer Vter.
2CH 34:33 Und Josia schaffte alle Greuel weg aus allen Lndern der Kinder 
Israel und verpflichtete alle, die sich in Israel befanden, zum Dienste 
des HERRN, ihres Gottes. Solange Josia lebte, wichen sie nicht von dem 
HERRN, dem Gott ihrer Vter.
2CH 35:1 Und Josia hielt dem HERRN ein Passah zu Jerusalem, und sie 
schlachteten das Passah am vierzehnten Tage des ersten Monats.
2CH 35:2 Und er stellte die Priester auf ihre Posten und strkte sie zu 
ihrem Dienst im Hause des HERRN.
2CH 35:3 Er sprach auch zu den Leviten, welche ganz Israel lehrten und die 
dem HERRN geheiligt waren: Tut die heilige Lade in das Haus, das Salomo, 
der Sohn Davids, der Knig Israels, gebaut hat! Ihr habt sie nicht mehr 
auf den Schultern zu tragen; so dienet nun dem HERRN, eurem Gott, und 
seinem Volk Israel!
2CH 35:4 Und seid bereit nach euren Vaterhusern, in euren Abteilungen, 
wie sie David, der Knig von Israel, und sein Sohn Salomo vorgeschrieben 
haben,
2CH 35:5 und stellet euch im Heiligtum auf, entsprechend den Abteilungen 
der Stammhuser eurer Brder, der Volksgenossen, auch nach der Einteilung 
der Stammhuser der Leviten,
2CH 35:6 und schlachtet das Passah! Heiliget euch und bereitet zu fr eure 
Brder, da sie tun nach dem Wort des HERRN durch Mose!
2CH 35:7 Und Josia stiftete fr die Volksgenossen Schafe, Lmmer und 
Ziegen, alles zu Passahopfern, fr alle, die anwesend waren, 30000 an der 
Zahl; dazu 3000 Rinder, und solches von der Habe des Knigs.
2CH 35:8 Auch seine Frsten stifteten freiwillige Gaben fr das Volk, fr 
die Priester und fr die Leviten; Hilkia, Sacharja und Jechiel, die 
Vorsteher des Hauses Gottes, gaben den Priestern 2600 Passahlmmer, dazu 
300 Rinder.
2CH 35:9 Und Kananja, Semaja und Nataneel, seine Brder, und Chaschabja, 
Jechiel und Josabad, die Obersten der Leviten, stifteten fr die Leviten 
5000 Lmmer und 500 Rinder.
2CH 35:10 Nach diesen Vorbereitungen zum Gottesdienst traten die Priester 
an ihren Platz und die Leviten in ihre Abteilungen nach dem Gebot des 
Knigs.
2CH 35:11 Und sie schchteten das Passah; die Priester nahmen das Blut von 
ihren Hnden und sprengten es, und die Leviten zogen [den Lmmern] die 
Haut ab.
2CH 35:12 Und sie taten das Brandopfer beiseite, um es den Abteilungen der 
Stammhuser der Volksgenossen zu geben, damit sie es dem HERRN 
darbrchten, wie im Buche Moses geschrieben steht. Ebenso [machten sie es] 
mit den Rindern.
2CH 35:13 Und sie brieten das Passah am Feuer, wie es sich gebhrt. Was 
aber geheiligt war, kochten sie in Tpfen, Kesseln und Schalen; und sie 
teilten es eilends unter alles Volk.
2CH 35:14 Darnach aber bereiteten sie auch fr sich und fr die Priester 
zu. Denn die Priester, die Shne Aarons, waren mit der Darbringung des 
Brandopfers und der Fettstcke bis in die Nacht beschftigt. Darum muten 
die Leviten fr sich und fr die Priester, die Shne Aarons, zubereiten.
2CH 35:15 Und die Snger, die Shne Asaphs, standen an ihrem Platz nach 
dem Gebot Davids und Asaphs und Hemans und Jedutuns, des Sehers des 
Knigs; und die Torhter waren an allen Toren. Sie brauchten ihren Dienst 
nicht zu verlassen; denn ihre Brder, die Leviten, bereiteten fr sie zu.
2CH 35:16 Also vollzog sich an jenem Tag der ganze Dienst des HERRN in 
Ordnung, die Passahfeier und der Brandopferdienst auf dem Altar des HERRN, 
nach dem Gebot des Knigs Josia.
2CH 35:17 Also feierten die Kinder Israel, die anwesend waren, zu jener 
Zeit das Passah und das Fest der ungesuerten Brote, sieben Tage lang.
2CH 35:18 Es war aber kein derartiges Passah in Israel gefeiert worden, 
seit der Zeit des Propheten Samuel; und keiner der Knige von Israel hatte 
ein solches Passah veranstaltet, wie Josia es hielt mit den Priestern und 
Leviten und mit ganz Juda und mit allen, die von Israel anwesend waren, 
auch mit den Einwohnern von Jerusalem.
2CH 35:19 Im achtzehnten Jahre der Regierung Josias wurde dieses Passah 
gefeiert.
2CH 35:20 Nach alledem, als Josia das Haus [des HERRN] wieder hergestellt 
hatte, zog Necho, der Knig von gypten, herauf, um bei Karkemisch am 
Euphrat eine Schlacht zu liefern. Und Josia zog aus, ihm entgegen.
2CH 35:21 Jener aber sandte Boten zu ihm und lie ihm sagen: Was habe ich 
mit dir zu schaffen, Knig von Juda? Nicht wider dich [komme ich] heute, 
sondern wider ein Haus, das mit mir im Streite liegt, und Gott hat gesagt, 
ich solle eilen. La ab von [deinem Widerstand gegen] Gott, der mit mir 
ist, damit er dich nicht verderbe.
2CH 35:22 Aber Josia wandte sein Angesicht nicht von ihm ab, sondern 
verkleidete sich, um mit ihm zu kmpfen, und gehorchte nicht den Worten 
Nechos, [die] aus dem Munde Gottes [kamen], sondern kam, mit ihm zu 
streiten auf der Ebene bei Megiddo.
2CH 35:23 Aber die Schtzen trafen den Knig Josia. Und der Knig sprach 
zu seinen Knechten: Traget mich hinber, denn ich bin schwer verwundet!
2CH 35:24 Da hoben ihn seine Knechte von dem Kriegswagen auf seinen andern 
Wagen hinber, den er [bei sich] hatte, und brachten ihn nach Jerusalem. 
Und er starb und ward begraben in den Grbern seiner Vter. Und ganz Juda 
und Jerusalem trug Leid um Josia.
2CH 35:25 Und Jeremia dichtete ein Klagelied auf Josia, und alle Snger 
und Sngerinnen haben [seitdem] in ihren Klageliedern von Josia geredet, 
bis auf diesen Tag; und man machte sie zum Brauch in Israel. Und siehe, 
sie sind aufgezeichnet in den Klageliedern.
2CH 35:26 Was aber mehr von Josia zu sagen ist und seine Frmmigkeit nach 
der Vorschrift des Gesetzes des HERRN
2CH 35:27 (035-26b) und seine Geschichten, die frheren und die spteren, 
siehe, die sind aufgezeichnet im Buche der Knige von Israel und Juda.
2CH 36:1 Und die Landbevlkerung nahm Joahas, den Sohn Josias, und machte 
ihn in Jerusalem zum Knig an seines Vaters Statt.
2CH 36:2 Dreiundzwanzig Jahre alt war Joahas, als er Knig ward, und 
regierte drei Monate lang zu Jerusalem.
2CH 36:3 Und der Knig von gypten setzte ihn ab zu Jerusalem und legte 
dem Land eine Bue auf von hundert Talenten Silber und einem Talent Gold.
2CH 36:4 Und der Knig von gypten machte Eljakim, seinen Bruder, zum 
Knig ber Juda und Jerusalem, und nderte seinen Namen in Jehojakim. 
Necho aber nahm seinen Bruder Joahas und brachte ihn nach gypten.
2CH 36:5 Fnfundzwanzig Jahre alt war Jehojakim, als er Knig ward, und 
regierte elf Jahre lang zu Jerusalem und tat, was bse war in den Augen 
des HERRN, seines Gottes.
2CH 36:6 Da zog Nebukadnezar, der Knig von Babel, wider ihn herauf und 
band ihn mit zwei ehernen Ketten, um ihn nach Babel zu bringen.
2CH 36:7 Auch schleppte Nebukadnezar etliche Gerte des Hauses des HERRN 
nach Babel und tat sie in seinen Tempel zu Babel.
2CH 36:8 Was aber mehr von Jehojakim zu sagen ist und seine Greuel, die er 
tat, und was an ihm erfunden worden, das ist aufgezeichnet im Buch der 
Knige von Israel und Juda. Und Jehojachin, sein Sohn, ward Knig an 
seiner Statt.
2CH 36:9 Achtzehn Jahre alt war Jehojachin, als er Knig ward, und 
regierte drei Monate und zehn Tage lang zu Jerusalem und tat, was bse war 
in den Augen des HERRN.
2CH 36:10 Aber um die Jahreswende sandte Nebukadnezar hin und lie ihn 
nach Babel holen samt den kostbaren Gerten des Hauses des HERRN, und 
machte Zedekia, seinen Bruder, zum Knig ber Juda und Jerusalem.
2CH 36:11 Einundzwanzig Jahre alt war Zedekia, als er Knig ward, und 
regierte elf Jahre lang zu Jerusalem.
2CH 36:12 Und er tat, was in den Augen des HERRN, seines Gottes, bse war, 
und demtigte sich nicht vor dem Propheten Jeremia, [der] aus dem Munde 
des HERRN [zu ihm redete].
2CH 36:13 Dazu ward er abtrnnig von dem Knig Nebukadnezar, der einen Eid 
bei Gott von ihm genommen hatte, und ward halsstarrig und verstockte sein 
Herz, so da er nicht zu dem HERRN, dem Gott Israels, umkehren wollte.
2CH 36:14 Auch alle Obersten der Priester samt dem Volk vergingen sich 
schwer nach allen Greueln der Heiden und verunreinigten das Haus des 
HERRN, das er geheiligt hatte zu Jerusalem.
2CH 36:15 Und gleichwohl mahnte sie der HERR, der Gott ihrer Vter, 
unermdlich durch seine Boten; denn er hatte Mitleid mit seinem Volk und 
seiner Wohnung.
2CH 36:16 Aber sie verspotteten die Boten Gottes und verachteten seine 
Worte und verlachten seine Propheten, bis der Zorn des HERRN ber sein 
Volk so hoch stieg, da keine Heilung mehr mglich war.
2CH 36:17 Da lie er den Knig der Chalder wider sie heraufkommen, der 
ttete ihre Jungmannschaft mit dem Schwert im Hause ihres Heiligtums und 
verschonte weder Jnglinge noch Jungfrauen, weder Alte noch Hochbetagte, 
alle gab er in seine Hand.
2CH 36:18 Und alle Gerte des Hauses Gottes, die groen und die kleinen, 
und die Schtze des Hauses des HERRN und die Schtze des Knigs und seiner 
Frsten, alles lie er nach Babel fhren.
2CH 36:19 Und sie verbrannten das Haus Gottes und rissen die Mauer von 
Jerusalem nieder und verbrannten alle ihre Palste mit Feuer, so da alle 
ihre kostbaren Gerte zugrunde gingen.
2CH 36:20 Was aber vom Schwert briggeblieben war, fhrte er nach Babel 
hinweg, und sie wurden seine und seiner Shne Knechte, bis das Knigreich 
der Perser zur Herrschaft kam.
2CH 36:21 Also wurde das Wort des HERRN durch den Mund Jeremias erfllt: 
Bis das Land seine Sabbate gefeiert hat, soll es ruhen, solange die 
Verwstung whrt, bis siebzig Jahre vollendet sind!
2CH 36:22 Aber im ersten Jahr Kores, des Knigs von Persien, (damit das 
durch den Mund Jeremias geredete Wort des HERRN erfllt wrde), erweckte 
der HERR den Geist des Kores, des Knigs von Persien, so da er durch sein 
ganzes Knigreich, auch schriftlich, kundmachen und sagen lie:
2CH 36:23 So spricht Kores, der Knig von Persien: Der HERR, der Gott des 
Himmels, hat mir alle Knigreiche der Erde gegeben, und er selbst hat mir 
befohlen, ihm ein Haus zu bauen zu Jerusalem, das in Juda ist. Wer irgend 
unter euch zu seinem Volk gehrt, mit dem sei der HERR, sein Gott, und er 
ziehe hinauf!
EZR 1:1 Im ersten Jahre Kores`, des Knigs von Persien, (damit erfllt 
wrde das durch den Mund Jeremias geredete Wort des HERRN), erweckte der 
HERR den Geist des Kores, des Knigs von Persien, so da er durch sein 
ganzes Knigreich ausrufen und auch schriftlich [bekanntmachen] lie:
EZR 1:2 So spricht Kores, der Knig von Persien: Der HERR, der Gott des 
Himmels, hat mir alle Knigreiche der Erde gegeben, und er selbst hat mir 
befohlen, ihm ein Haus zu bauen zu Jerusalem, das in Juda ist.
EZR 1:3 Wer irgend unter euch zu seinem Volk gehrt, mit dem sei sein 
Gott, und er ziehe hinauf gen Jerusalem, das in Juda ist, und baue das 
Haus des HERRN, des Gottes Israels. Er ist der Gott zu Jerusalem.
EZR 1:4 Und wer noch brig ist an allen Orten, wo er als Fremdling weilt, 
dem sollen die Leute seines Ortes helfen mit Silber und Gold und Fahrnis 
und Vieh nebst freiwilligen Gaben fr das Haus Gottes zu Jerusalem.
EZR 1:5 Da machten sich die Familienhupter von Juda und Benjamin auf und 
die Priester und Leviten, alle, deren Geist Gott erweckte, um 
hinaufzuziehen, das Haus des HERRN, welches zu Jerusalem ist, zu bauen.
EZR 1:6 Und alle ihre Nachbarn strkten ihnen die Hnde mit silbernen und 
goldenen Gerten, mit Fahrnis und Vieh und Kleinodien, auer dem, was sie 
freiwillig gaben.
EZR 1:7 Und der Knig Kores gab die Gerte des Hauses des HERRN heraus, 
die Nebukadnezar aus Jerusalem genommen und in das Haus seines Gottes 
getan hatte.
EZR 1:8 Kores, der Knig von Persien, gab sie heraus durch Mitredat, den 
Schatzmeister, und zhlte sie Sesbazzar, dem Frsten von Juda, dar.
EZR 1:9 Und dies ist ihre Zahl: dreiig goldene Becken, tausend silberne 
Becken, neunundzwanzig Schalen.
EZR 1:10 Dreiig goldene Becher, und der silbernen Becher von zweiter 
Gattung vierhundertzehn, und tausend andere Gerte.
EZR 1:11 Aller Gerte, der goldenen und silbernen, waren 5400. Diese alle 
brachte Sesbazzar hinauf mit denen, die aus der Gefangenschaft gen 
Jerusalem hinaufzogen.
EZR 2:1 Und folgendes sind die Landeskinder, die aus der Gefangenschaft 
heraufzogen, welche Nebukadnezar, der Knig von Babel, nach Babel gefhrt 
hatte, und die wieder nach Jerusalem und Juda kamen, ein jeder in seine 
Stadt,
EZR 2:2 welche mit Serubbabel, Jesua, Nehemia, Seraja, Reelaja, Mordechai, 
Bilsan, Mispar, Bigvai, Rehum und Baana kamen. Dies ist die Anzahl der 
isrealitischen Mnner:
EZR 2:3 Die Shne Paroschs: 2172;
EZR 2:4 die Shne Sephatjas: 372;
EZR 2:5 die Shne Arahs; 775.
EZR 2:6 Die Shne Pachat-Moabs von den Shnen Jesua-Joabs: 2812;
EZR 2:7 die Shne Elams: 1254;
EZR 2:8 die Shne Satthus: 945;
EZR 2:9 die Shne Sakkais: 760;
EZR 2:10 die Shne Banis: 642;
EZR 2:11 die Shne Bebais: 623;
EZR 2:12 die Shne Asgads: 1222;
EZR 2:13 die Shne Adonikams: 666;
EZR 2:14 die Shne Bigvais: 2056;
EZR 2:15 die Shne Adins: 454;
EZR 2:16 die Shne Aters von Hiskia: 98;
EZR 2:17 die Shne Bezais: 323;
EZR 2:18 die Shne Jorahs: 112;
EZR 2:19 die Shne Hasmus: 223;
EZR 2:20 die Shne Gibbars: 95;
EZR 2:21 die Shne Bethlehems: 123;
EZR 2:22 die Mnner Netophas: 56;
EZR 2:23 die Mnner Anatots: 128;
EZR 2:24 die Shne Asmavets: 42;
EZR 2:25 die Leute von Kirjat-Arim, [Kirjat] -Kephira und [Kirjat] -
Beerot: 743;
EZR 2:26 die Leute von Rama und Geba: 621;
EZR 2:27 die Mnner von Michmas: 122;
EZR 2:28 die Mnner von Bethel und Ai: 223;
EZR 2:29 die Shne Nebos: 52;
EZR 2:30 die Shne Magbis: 156;
EZR 2:31 die Shne Elams, des zweiten: 1254;
EZR 2:32 die Shne Harims: 320;
EZR 2:33 die Shne Lods, Hadids und Onos: 725;
EZR 2:34 die Leute von Jericho: 345;
EZR 2:35 die Shne Senaas: 3630.
EZR 2:36 Die Priester: Die Shne Jedajas, vom Hause Jesuas: 973;
EZR 2:37 die Shne Immers: 1052;
EZR 2:38 die Shne Pashurs: 1247;
EZR 2:39 die Shne Harims: 1017.
EZR 2:40 Die Leviten: Die Shne Jesuas und Kadmiels, von den Shnen 
Hodavias: 74.
EZR 2:41 Die Snger: Die Shne Asaphs: 128.
EZR 2:42 Die Shne der Torhter: die Shne Sallums, die Shne Aters, die 
Shne Talmons, die Shne Akkubs, die Shne Hatitas und die Shne Sobais, 
zusammen: 139.
EZR 2:43 Die Tempeldiener: die Shne Zihas, die Shne Hasuphas, die Shne 
Tabbaots.
EZR 2:44 Die Shne Keros, die Shne Siahas, die Shne Padons,
EZR 2:45 die Shne Lebanas, die Shne Hagabas, die Shne Akkubs;
EZR 2:46 die Shne Hagabs, die Shne Samlais, die Shne Hanans;
EZR 2:47 die Shne Giddels, die Shne Gahars; die Shne Reajas;
EZR 2:48 die Shne Rezins, die Shne Nekodas, die Shne Gassams;
EZR 2:49 die Shne Ussas, die Shne Paseachs, die Shne Besais;
EZR 2:50 die Shne Asnas, die Shne Mehunims, die Shne Nephusiams;
EZR 2:51 die Shne Bakbuks, die Shne Hakuphas, die Shne Harhurs;
EZR 2:52 die Shne Bazluts, die Shne Mehidas, die Shne Harsas,
EZR 2:53 die Shne Barkos, die Shne Siseras, die Shne Temachs;
EZR 2:54 die Shne Neziachs, die Shne Hatiphas;
EZR 2:55 die Shne der Knechte Salomos: Die Shne Sotais, die Shne 
Sopherets, die Shne Perudas;
EZR 2:56 die Shne Jaalas, die Shne Darkons, die Shne Giddels;
EZR 2:57 die Shne Sephatjas, die Shne Hattils, die Shne Pocherets von 
Zebajim, die Shne Amis.
EZR 2:58 Aller Tempeldiener und Shne der Knechte Salomos waren 392.
EZR 2:59 Und folgende zogen auch mit herauf aus Tel-Melach und Tel-Harsa, 
Kerub, Addan und Immer, konnten aber das Vaterhaus und ihre Abstammung 
nicht nachweisen, ob sie aus Israel wren:
EZR 2:60 Die Shne Delajas, die Shne Tobias, die Shne Nekodas: 652.
EZR 2:61 Und von den Shnen der Priester: Die Shne Habajas, die Shne 
Hakkoz, die Shne Barsillais, der von den Tchtern Barsillais, des 
Gileaditers, ein Weib genommen und nach dessen Namen genannt worden war.
EZR 2:62 Diese suchten ihre Geschlechtsregister und fanden keine; darum 
wurden sie als unrein vom Priestertum ausgeschlossen.
EZR 2:63 Und der Landpfleger sagte ihnen, sie sollten nicht vom 
Allerheiligsten essen, bis ein Priester mit dem Licht und Recht aufstnde.
EZR 2:64 Die ganze Gemeinde zhlte insgesamt 42360 Seelen,
EZR 2:65 ausgenommen ihre Knechte und ihre Mgde; derer waren 7337; und 
dazu 200 Snger und Sngerinnen.
EZR 2:66 Sie hatten 736 Pferde und 245 Maultiere,
EZR 2:67 an Kamelen 435, und 6720 Esel.
EZR 2:68 Und von etlichen Familienhuptern wurden, als sie zum Hause des 
HERRN nach Jerusalem kamen, freiwillige Gaben fr das Haus Gottes zu 
seinem Wiederaufbau geschenkt;
EZR 2:69 und zwar gaben sie nach ihrem Vermgen an den Bauschatz 61000 
Dareiken und 5000 Silberminen und 100 Priesterrcke.
EZR 2:70 Also lieen sich die Priester und die Leviten und die von dem 
Volk und die Snger und die Torhter und die Tempeldiener in ihren Stdten 
nieder und ganz Israel in seinen Stdten.
EZR 3:1 Als aber der siebente Monat nahte und die Kinder Israel nun in 
ihren Stdten waren, kam das Volk zusammen wie ein Mann in Jerusalem.
EZR 3:2 Und Jesua, der Sohn Jozadaks, und seine Brder, die Priester, und 
Serubbabel, der Sohn Sealtiels, und seine Brder, machten sich auf und 
bauten den Altar des Gottes Israels, um Brandopfer darauf darzubringen, 
wie im Gesetze Moses, des Mannes Gottes, geschrieben steht.
EZR 3:3 Und sie richteten den Altar her auf seiner Grundfeste, wiewohl 
Furcht vor den Vlkern der Lnder auf ihnen lastete, und opferten dem 
HERRN Brandopfer darauf, Brandopfer am Morgen und am Abend.
EZR 3:4 Und sie feierten das Laubhttenfest nach Vorschrift und opferten 
Brandopfer Tag fr Tag in der verordneten Zahl, was fr jeden Tag bestimmt 
war.
EZR 3:5 Darnach auch die bestndigen Brandopfer und was an den Neumonden 
und an allen Festtagen des HERRN geheiligt werden soll, dazu was jedermann 
dem HERRN freiwillig opferte.
EZR 3:6 Am ersten Tage des siebenten Monats fingen sie an, dem HERRN 
Brandopfer darzubringen, obschon der Grund zum Tempel des HERRN noch nicht 
gelegt war.
EZR 3:7 Sie gaben aber den Steinmetzen und Zimmerleuten Geld und denen zu 
Zidon und Tyrus Speise, Trank und l, da sie Zedernholz vom Libanon auf 
dem Meere gen Japho brchten, wie es ihnen Kores, der Knig von Persien, 
erlaubt hatte.
EZR 3:8 Und im zweiten Jahre nach ihrer Ankunft beim Hause Gottes zu 
Jerusalem, im zweiten Monat, begannen Serubbabel, der Sohn Sealtiels, und 
Jesua, der Sohn Jozadaks, und ihre brigen Brder, die Priester und 
Leviten und alle, die aus der Gefangenschaft nach Jerusalem gekommen 
waren, und sie bestellten die Leviten von zwanzig Jahren an und darber, 
dem Werke am Hause des HERRN vorzustehen.
EZR 3:9 Und Jesua samt seinen Shnen und Brdern und Kadmiel samt seinen 
Shnen, die Shne Hodavjas, traten an wie ein Mann, um den Arbeitern am 
Hause Gottes vorzustehen, [auch] die Shne Henadads samt ihren Shnen und 
Brdern, die Leviten.
EZR 3:10 Und als die Bauleute den Grund legten, stellten sich die Priester 
in ihren Gewndern auf, mit Trompeten, und die Leviten, die Shne Asaphs, 
mit Zimbeln, den HERRN zu loben nach der Anordnung Davids, des Knigs von 
Israel.
EZR 3:11 Und sie sangen und dankten dem HERRN und lobten ihn, da er so 
freundlich ist und da seine Gte ewiglich whrt ber Israel; auch alles 
Volk lobte den HERRN mit groem Freudengeschrei darber, da nun der Grund 
zum Hause des HERRN gelegt war.
EZR 3:12 Aber viele der alten Priester und Leviten und Familienhupter, 
die den frheren Tempel gesehen hatten, weinten laut, als der Grund zu 
diesem Hause vor ihren Augen gelegt wurde, whrend viele ihre Stimme zu 
einem Freudengeschrei erhoben,
EZR 3:13 also da das Volk das Freudengeschrei nicht unterscheiden konnte 
von dem lauten Weinen im Volk; denn das Volk erhob ein groes 
Jubelgeschrei, da man den Schall weithin hrte.
EZR 4:1 Als aber die Widersacher Judas und Benjamins hrten, da die 
Kinder der Gefangenschaft dem HERRN, dem Gott Israels, den Tempel bauten,
EZR 4:2 kamen sie zu Serubbabel und zu den Familienhuptern und sprachen 
zu ihnen: Wir wollen mit euch bauen; denn wir wollen euren Gott suchen, 
gleich wie ihr; opfern wir ihm nicht seit der Zeit Asar-Hadons, des Knigs 
von Assyrien, der uns hierher gebracht hat?
EZR 4:3 Aber Serubbabel und Jesua und die brigen Familienhupter Israels 
antworteten ihnen: Es geziemt sich nicht, da ihr und wir das Haus Gottes 
[gemeinsam] bauen, sondern wir allein wollen dem HERRN, dem Gott Israels, 
bauen, wie uns Kores, der Knig von Persien, geboten hat!
EZR 4:4 Da geschah es, da das Volk im Lande die Hnde des Volkes Juda 
lssig machte und sie vom Bauen abschreckte.
EZR 4:5 Und sie dingten Ratgeber wider sie und verhinderten ihr Vorhaben, 
solange Kores, der Knig von Persien, lebte, bis Darius, der Knig von 
Persien, zur Regierung kam.
EZR 4:6 Als aber Ahasveros Knig ward, schrieben sie im Anfang seiner 
Regierung eine Anklage wider die Einwohner von Juda und Jerusalem.
EZR 4:7 Und zu den Zeiten Artasastas schrieben Bislam, Mitredat, Tabeel 
und ihre brigen Genossen an Artasasta, den Knig von Persien. Der Brief 
aber war in aramischer [Schrift] geschrieben und ins Aramische bersetzt 
[und lautete]:
EZR 4:8 Rehum, der Statthalter, und Simsai, der Schreiber, schrieben 
einen Brief wider Jerusalem an den Knig Artasasta, der also lautet:
EZR 4:9 Wir, Rehum, der Statthalter, und Simsai, der Schreiber, und ihre 
brigen Genossen, die Diner, die Apharsater, die Tarpler, die 
Apharser, die Arkver, die Susaniter, die Dehaviter, die Elamiter, die 
Babylonier und die brigen Vlker,
EZR 4:10 welche der groe und berhmte Asnappar herbergebracht und in die 
Stdte Samarias gesetzt hat, und die brigen diesseits des [Euphrat-
]Stromes und so weiter.
EZR 4:11 Dieses ist die Abschrift des Briefes, den sie zum Knig Artasasta 
sandten: Deine Knechte, die Mnner diesseits des Stromes, und so weiter.
EZR 4:12 Es sei dem Knig kund, da die Juden, die von dir zu uns 
heraufgezogen, nach Jerusalem, in die aufrhrerische und bse Stadt 
gekommen sind, um dieselbe zu bauen, und da sie die Mauern vollenden und 
die Grundfesten ausbessern wollen.
EZR 4:13 So sei nun dem Knig kund, da, wenn die Stadt wieder gebaut wird 
und die Mauern vollendet werden, sie keine Steuern, weder Zoll noch 
Weggeld mehr geben und so das knigliche Einkommen schmlern werden.
EZR 4:14 Da wir nun das Salz des Palastes essen und den Schaden des Knigs 
nicht lnger ansehen wollen, so senden wir zum Knig und tun es ihm kund,
EZR 4:15 damit man im Buche der Denkwrdigkeiten deiner Vter nachforsche; 
dann wirst du in dem Buch der Denkwrdigkeiten finden und erfahren, da 
diese Stadt aufrhrerisch und den Knigen und Statthaltern schdlich 
gewesen ist, und da Gewaltttigkeiten darin begangen worden sind von 
alters her, weshalb die Stadt auch zerstrt worden ist.
EZR 4:16 Wir machen also den Knig darauf aufmerksam, da, wenn diese 
Stadt gebaut wird und ihre Mauern vollendet werden, dir kein Teil 
diesseits des Stromes mehr bleiben wird.
EZR 4:17 Da sandte der Knig eine Antwort an Rehum, den Statthalter, und 
Simsai, den Schreiber, und an ihre brigen Genossen, die zu Samaria 
wohnten, und an die brigen diesseits des Stromes: Frieden! und so weiter.
EZR 4:18 Der Brief, den ihr uns zugeschickt habt, ist mir deutlich 
vorgelesen worden,
EZR 4:19 und es wurde von mir befohlen, da man nachforsche; und man hat 
gefunden, da diese Stadt sich von alters her wider die Knige emprt hat, 
und da Aufruhr und Gewaltttigkeiten darin begangen worden sind.
EZR 4:20 Auch sind mchtige Knige ber Jerusalem gewesen, die ber alles, 
was jenseits des Stromes ist, geherrscht haben und denen Steuer, Zoll und 
Weggeld zu entrichten war.
EZR 4:21 So gebet nun Befehl, da man diesen Mnnern wehre, damit diese 
Stadt nicht gebaut werde, bis von mir Befehl gegeben wird.
EZR 4:22 Und seid hiermit gewarnt, da ihr in dieser Sache keine 
Nachlssigkeit begehet! Denn warum sollte der Schaden gro werden, zum 
Nachteil der Knige?
EZR 4:23 Als nun der Brief des Knigs Artasasta vor Rehum, dem 
Statthalter, und Simsai, dem Schreiber, und ihren Genossen verlesen worden 
war, eilten sie nach Jerusalem zu den Juden und wehrten ihnen mit aller 
Macht.
EZR 4:24 Damals hrte das Werk am Hause Gottes zu Jerusalem auf und stand 
stille bis in das zweite Jahr der Regierung des Knigs Darius von Persien.
EZR 5:1 Haggai aber, der Prophet, und Sacharja, der Sohn Iddos, die 
Propheten, weissagten den Juden, die in Juda und zu Jerusalem waren; im 
Namen des Gottes Israels weissagten sie ihnen.
EZR 5:2 Da machten sich auf Serubbabel, der Sohn Sealtiels, und Jesua, der 
Sohn Jozadaks, und fingen an, das Haus Gottes zu Jerusalem zu bauen, und 
mit ihnen die Propheten Gottes, die sie strkten.
EZR 5:3 Zu jener Zeit kamen zu ihnen Tatnai, der Landpfleger diesseits des 
Stromes, und Setar-Bosnai und ihre Genossen und sprachen also zu ihnen: 
Wer hat euch befohlen, dieses Haus zu bauen und seine Mauern auszubessern?
EZR 5:4 Darauf sagten wir ihnen die Namen der Mnner, die diesen Bau 
fhrten.
EZR 5:5 Aber das Auge ihres Gottes war auf die ltesten der Juden 
gerichtet, so da ihnen nicht gewehrt wurde, bis die Sache Darius 
vorgelegt und ein Brief mit seiner Antwort zurckgekommen wre.
EZR 5:6 Folgendes aber ist die Abschrift des Briefes, den Tatnai, der 
Landpfleger diesseits des Stromes, und Setar-Bosnai und ihre Genossen von 
Apharsach, die diesseits des Stromes waren, an den Knig Darius geschickt 
haben.
EZR 5:7 Sie sandten ihm einen Bericht, darin war folgendes geschrieben: 
Dem Knig Darius allen Frieden!
EZR 5:8 Dem Knig sei kund, da wir in das jdische Land zu dem Hause des 
groen Gottes gekommen sind; es wird mit schn gehauenen Steinen gebaut, 
und man legt Balken in die Wnde; und dieses Werk geht schnell und 
glcklich unter ihrer Hand vonstatten.
EZR 5:9 Da fragten wir diese ltesten und sagten zu ihnen also: Wer hat 
euch befohlen, dieses Haus zu bauen und seine Mauern wieder aufzufhren?
EZR 5:10 Wir fragten sie auch nach ihren Namen, um sie dir mitzuteilen, 
und wir haben die Namen der Mnner, die ihre Obersten sind, aufgezeichnet.
EZR 5:11 Sie aber gaben uns folgendes zur Antwort: Wir sind Knechte des 
Gottes des Himmels und der Erde und bauen das Haus, das vor vielen Jahren 
gebaut war, welches ein groer Knig von Israel gebaut und aufgefhrt hat.
EZR 5:12 Aber als unsere Vter den Gott des Himmels erzrnten, gab er sie 
in die Hand Nebukadnezars, des Knigs von Babel, des Chalders; der 
zerstrte dieses Haus und fhrte das Volk hinweg gen Babel.
EZR 5:13 Aber im ersten Regierungsjahre Kores`, des Knigs von Babel, 
befahl Knig Kores, dieses Haus Gottes zu bauen.
EZR 5:14 Und auch die goldenen und silbernen Gerte des Hauses Gottes, die 
Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem genommen und in den Tempel zu 
Babel verbracht hatte, nahm der Knig Kores aus dem Tempel zu Babel und 
gab sie einem [Manne], namens Sesbazzar, den er zum Landpfleger einsetzte,
EZR 5:15 und sprach zu ihm: Nimm diese Gerte, ziehe hin und bringe sie in 
den Tempel, der zu Jerusalem ist, und la das Haus Gottes an seiner Sttte 
aufgebaut werden.
EZR 5:16 Da kam dieser Sesbazzar und legte den Grund zum Hause Gottes in 
Jerusalem. Und seit jener Zeit und bis jetzt baut man daran, und es ist 
noch nicht vollendet.
EZR 5:17 Siehe, gefllt es nun dem Knig, so lasse er in dem Schatzhause 
des Knigs, welches zu Babel ist, nachforschen, ob wirklich vom Knig 
Kores befohlen worden sei, dieses Haus Gottes zu Jerusalem aufzubauen; und 
der Knig sende uns seine Entscheidung darber!
EZR 6:1 Da befahl der Knig Darius, da man im Urkundenhause, wo die 
Schtze zu Babel aufbewahrt wurden, suchen solle.
EZR 6:2 Da fand man zu Achmeta, im Schlo, das in der Provinz Medien 
liegt, eine Rolle, darin war folgende Denkwrdigkeit niedergeschrieben:
EZR 6:3 Im ersten Jahre des Knigs Kores befahl der Knig Kores betreffs 
des Hauses Gottes zu Jerusalem: Das Haus soll gebaut werden zu einer 
Sttte, wo man Opfer darbringt. Sein Grund soll tragfhig sein, seine Hhe 
sechzig Ellen und seine Breite auch sechzig Ellen;
EZR 6:4 drei Reihen Quadersteine und eine Reihe Balken; und die Kosten 
sollen von des Knigs Haus bestritten werden.
EZR 6:5 Dazu soll man die goldenen und silbernen Gerte des Hauses Gottes, 
welche Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem zu genommen und gen Babel 
gebracht hat, zurckgeben, damit sie wieder in den Tempel zu Jerusalem an 
ihren Ort gebracht werden und im Hause Gottes verbleiben.
EZR 6:6 So haltet euch nun ferne von ihnen, du, Tatnai, Landpfleger 
jenseits des Stromes, und du, Setar-Bosnai, und eure Genossen von 
Apharsach, die ihr jenseits des Stromes seid!
EZR 6:7 Lasset sie arbeiten an diesem Hause Gottes; der Landpfleger von 
Juda und die ltesten der Juden sollen das Haus Gottes an seiner Sttte 
bauen!
EZR 6:8 Auch ist von mir befohlen worden, wie ihr diesen ltesten Judas 
behilflich sein sollt, damit sie dieses Haus Gottes bauen knnen: man soll 
aus des Knigs Gtern von den Steuern jenseits des Stromes diesen Leuten 
die Kosten genau erstatten und ihnen kein Hindernis in den Weg legen.
EZR 6:9 Und wenn sie junge Stiere oder Widder oder Lmmer bedrfen zu 
Brandopfern fr den Gott des Himmels, oder Weizen, Salz, Wein und l nach 
Angabe der Priester zu Jerusalem, so soll man ihnen tglich die Gebhr 
geben, ohne Verzug;
EZR 6:10 damit sie dem Gott des Himmels Opfer lieblichen Geruchs 
darbringen und fr das Leben des Knigs und seiner Kinder beten.
EZR 6:11 Es ist auch von mir Befehl gegeben worden, da, wenn irgend ein 
Mensch dieses Gebot bertritt, man von seinem Hause einen Balken nehmen 
und aufrichten und ihn daran hngen soll; und sein Haus soll deswegen zu 
einem Misthaufen gemacht werden.
EZR 6:12 Der Gott aber, dessen Name alldort wohnt, strze alle Knige und 
Vlker, welche ihre Hand ausstrecken, dieses Haus Gottes in Jerusalem zu 
ndern oder zu zerstren! Ich, Darius, habe solches befohlen; es soll 
genau ausgefhrt werden.
EZR 6:13 Da befolgten Tatnai, der Landpfleger jenseits des Stromes, und 
Setar-Bosnai und ihre Genossen genau [den Befehl], welchen der Knig 
Darius gesandt hatte.
EZR 6:14 Und die ltesten der Juden bauten weiter, und es gelang ihnen 
durch die Weissagung der Propheten Haggai und Sacharja, des Sohnes Iddos. 
Also bauten sie und vollendeten es nach dem Befehl des Gottes Israels und 
nach dem Befehl des Kores und Darius und Artasastas, der Knige von 
Persien.
EZR 6:15 Sie vollendeten aber das Haus am dritten Tage des Monats Adar, 
das war im sechsten Jahre der Regierung des Knigs Darius.
EZR 6:16 Und die Kinder Israel, die Priester, die Leviten und der Rest der 
Kinder der Gefangenschaft feierten die Einweihung des Hauses Gottes mit 
Freuden
EZR 6:17 und brachten zur Einweihung dieses Hauses Gottes hundert Stiere 
dar, zweihundert Widder, vierhundert Lmmer, und zum Sndopfer fr ganz 
Israel zwlf Ziegenbcke, nach der Zahl der Stmme Israels.
EZR 6:18 Und sie bestellten die Priester nach ihren Abteilungen und die 
Leviten nach ihren Ordnungen, zum Dienste Gottes, der zu Jerusalem ist, 
wie im Buche Moses geschrieben steht.
EZR 6:19 Und die Kinder der Gefangenschaft hielten das Passah am 
vierzehnten Tage des ersten Monats.
EZR 6:20 Denn die Priester und die Leviten hatten sich gereinigt wie ein 
Mann, so da sie alle rein waren, und sie schchteten das Passah fr alle 
Kinder der Gefangenschaft und fr ihre Brder, die Priester, und fr sich 
selbst.
EZR 6:21 Und die Kinder Israel, die aus der Gefangenschaft zurckgekommen 
waren, und alle, die sich von der Unreinigkeit der Heiden im Lande 
abgesondert und sich ihnen angeschlossen hatten, um den HERRN, den Gott 
Israels, zu suchen, aen es
EZR 6:22 und hielten das Fest der ungesuerten Brote sieben Tage lang mit 
Freuden; denn der HERR hatte sie frhlich gemacht und das Herz des Knigs 
von Assyrien ihnen zugewandt, so da ihre Hnde gestrkt wurden im Werke 
am Hause Gottes, des Gottes Israels.
EZR 7:1 Nach diesen Geschichten begab es sich unter der Regierung 
Artasastas, des Knigs von Persien, da Esra, der Sohn Serajas, des Sohnes 
Asarjas, des Sohnes Hilkias,
EZR 7:2 des Sohnes Sallums, des Sohnes Zadoks, des Sohnes Achitubs,
EZR 7:3 des Sohnes Amarjas, des Sohnes Asarjas, des Sohnes Merajots,
EZR 7:4 des Sohnes Serahjas, des Sohnes Ussis, des Sohnes Buckis,
EZR 7:5 des Sohnes Abisuas, des Sohnes Pinehas, des Sohnes Eleasars, des 
Sohnes Aarons, des obersten Priesters,
EZR 7:6 da dieser Esra von Babel hinaufzog. Der war ein Schriftgelehrter, 
wohl bewandert im Gesetze Moses, welches der HERR, der Gott Israels, 
gegeben hatte. Und der Knig gab ihm alles, was er forderte, weil die Hand 
des HERRN, seines Gottes, ber ihm war.
EZR 7:7 Und etliche von den Kindern Israel und von den Priestern und 
Leviten, von den Sngern und Torhtern und Tempeldienern zogen gen 
Jerusalem hinauf, im siebenten Jahre des Knigs Artasasta.
EZR 7:8 Und er kam im fnften Monat nach Jerusalem, im siebenten Jahre des 
Knigs.
EZR 7:9 Denn am ersten Tage des ersten Monats fand der Aufbruch von Babel 
statt: und am ersten Tage des fnften Monats kam er in Jerusalem an, weil 
die gute Hand seines Gottes ber ihm war.
EZR 7:10 Denn Esra hatte sein Herz darauf gerichtet, das Gesetz des HERRN 
zu erforschen und zu tun und in Israel Gesetz und Recht zu lehren.
EZR 7:11 Und dies ist die Abschrift des Briefes, den der Knig Artasasta 
dem Priester Esra, dem Schriftgelehrten, gab, der gelehrt war in den 
Worten der Gebote des HERRN und seiner Satzungen fr Israel:
EZR 7:12 Artasasta, der Knig der Knige, an Esra, den Priester, den 
Schriftgelehrten im Gesetze des Gottes des Himmels, ausgefertigt und so 
weiter.
EZR 7:13 Es ist von mir befohlen worden, da, wer in meinem Reiche vom 
Volk Israel und seinen Priestern und Leviten willens ist, nach Jerusalem 
zu ziehen, mit dir ziehen solle.
EZR 7:14 Weil du von dem Knig und seinen sieben Rten gesandt bist, eine 
Untersuchung ber Juda und Jerusalem anzustellen, nach dem Gesetze deines 
Gottes, das in deiner Hand ist;
EZR 7:15 und damit du das Silber und Gold hinbringest, welches der Knig 
und seine Rte freiwillig dem Gott Israels, dessen Wohnung zu Jerusalem 
ist, gespendet haben,
EZR 7:16 dazu alles Silber und Gold, das du finden kannst in der ganzen 
Landschaft zu Babel, samt dem, was das Volk und die Priester freiwillig 
geben fr das Haus ihres Gottes zu Jerusalem.
EZR 7:17 Derhalben kaufe gewissenhaft aus diesem Gelde Stiere, Widder, 
Lmmer, samt den dazu gehrigen Speisopfern und Trankopfern, und opfere 
sie auf dem Altar bei dem Hause eures Gottes zu Jerusalem.
EZR 7:18 Und was dir und deinen Brdern mit dem brigen Silber und Gold zu 
tun gefllt, das tut nach dem Willen eures Gottes!
EZR 7:19 Und die Gerte, die dir bergeben werden fr den Dienst im Hause 
deines Gottes, liefere sie vollstndig ab vor Gott zu Jerusalem.
EZR 7:20 Und was sonst noch zum Hause deines Gottes notwendig sein wird, 
was auszugeben dir zufllt, sollst du [dir] aus der Schatzkammer des 
Knigs geben [lassen].
EZR 7:21 Und ich, Knig Artasasta, habe allen Schatzmeistern jenseits des 
Stromes befohlen, da, was Esra, der Priester und Schriftgelehrte im 
Gesetze des Gottes des Himmels, von euch fordern wird, pnktlich gegeben 
werden soll,
EZR 7:22 bis auf hundert Talente Silber und bis auf hundert Kor Weizen und 
bis auf hundert Bat Wein und bis auf hundert Bat l und Salz in 
unbestimmter Menge.
EZR 7:23 Alles, was nach dem Befehl des Gottes des Himmels ist, das werde 
fr das Haus des Gottes des Himmels mit groer Sorgfalt verrichtet, damit 
nicht ein Zorn ber das Knigreich des Knigs und seine Kinder komme.
EZR 7:24 Ferner sei euch kund, da ihr nicht berechtigt seid, Steuern, 
Zoll und Weggeld irgend einem Priester, Leviten, Snger, Torhter, 
Tempeldiener und Diener im Hause dieses Gottes aufzuerlegen.
EZR 7:25 Du aber, Esra, nach der Weisheit deines Gottes, die in deiner 
Hand ist, bestelle Richter und Rechtspfleger, die alles Volk richten, das 
jenseits des Stromes ist, alle, die deines Gottes Gesetze kennen; und wer 
sie nicht kennt, den sollt ihr unterrichten.
EZR 7:26 Und ein jeder, der nicht mit Flei das Gesetz deines Gottes und 
das Gesetz des Knigs tun wird, ber den soll gewissenhaft Gericht 
gehalten werden, es sei zum Tode oder zur Verbannung, zur Geldbue oder 
zum Gefngnis.
EZR 7:27 Gelobt sei der HERR, unsrer Vter Gott, der solches dem Knig ins 
Herz gegeben hat, das Haus des HERRN in Jerusalem zu zieren,
EZR 7:28 und der mir Gnade zugewandt hat vor dem Knige und seinen Rten 
und vor allen gewaltigen Frsten des Knigs! Und so fate ich Mut, weil 
die Hand des HERRN, meines Gottes, ber mir war, und versammelte die 
Hupter von Israel, da sie mit mir hinaufzgen.
EZR 8:1 Folgendes sind die Familienhupter und ihre Geschlechtsregister, 
die mit mir von Babel heraufzogen zu der Zeit, als der Knig Artasasta 
regierte.
EZR 8:2 Von den Kindern Pinehas: Gersom. Von den Kindern Itamars: Daniel. 
Von den Kindern Davids: Hattus, aus den Kindern Sechanjas.
EZR 8:3 Von den Kindern Parhosch: Sacharja und mit ihm die 
Eingeschriebenen mnnlichen Geschlechts, 150.
EZR 8:4 Von den Kindern Pachat-Moabs: Eljehoenai, der Sohn Serajas, und 
mit ihm 200 mnnlichen Geschlechts.
EZR 8:5 Von den Kindern Sattus: Sechanja, der Sohn Jehasiels, und mit ihm 
300 mnnlichen Geschlechts.
EZR 8:6 Von den Kindern Adins: Ebed, der Sohn Jonatans, und mit ihm 50 
mnnlichen Geschlechts.
EZR 8:7 Von den Kindern Elams: Jesaja, der Sohn Ataljas, und mit ihm 70 
mnnlichen Geschlechts.
EZR 8:8 Von den Kindern Sephatjas: Sebadja, der Sohn Michaels, und mit ihm 
80 mnnlichen Geschlechts.
EZR 8:9 Von den Kindern Joabs: Obadja, der Sohn Jehiels, und mit ihm 218 
mnnlichen Geschlechts.
EZR 8:10 Von den Kindern Banis: Selomit, der Sohn Josiphjas, und mit ihm 
160 mnnlichen Geschlechts.
EZR 8:11 Von den Kindern Bebais: Sacharja, der Sohn Bebais, und mit ihm 28 
mnnlichen Geschlechts.
EZR 8:12 Von den Kindern Asgads: Johanan, der Sohn Hakkatans, und mit ihm 
110 mnnlichen Geschlechts.
EZR 8:13 Von den letzten Kindern Adonikams, welche also hieen: Eliphelet, 
Jechiel und Semaja, und mit ihnen 60 mnnlichen Geschlechts.
EZR 8:14 Von den Kindern Bigvais: Utai und Sabbud und mit ihnen 70 
mnnlichen Geschlechts.
EZR 8:15 Und ich versammelte sie an dem Flu, der gen Ahava fliet; und 
wir bleiben drei Tage lang daselbst. Und als ich auf das Volk und die 
Priester acht hatte, fand ich keinen Leviten daselbst.
EZR 8:16 Da lie ich die Obersten Elieser, Uriel, Semaja, Elnatan, Jarib, 
Elnatan, Natan, Sacharja und Mesullam rufen und die Lehrer Jojarib und 
Elnatan.
EZR 8:17 Denen gab ich Befehl an Iddo, den Obersten in dem Ort Kasiphja, 
und legte die Worte in ihren Mund, die sie mit Iddo und seinen Brdern und 
den Tempeldienern in der Ortschaft Kasiphja reden sollten, damit sie uns 
Diener fr das Haus unsres Gottes herbrchten.
EZR 8:18 Die brachten uns, dank der guten Hand unsres Gottes ber uns, 
einen klugen Mann aus den Kindern Machlis, des Sohnes Levis, des Sohnes 
Israels, nmlich Serebja, samt seinen Shnen und seinen Brdern, 18 [Mann];
EZR 8:19 und Hasabja und mit ihm Jesaja, von den Kindern Meraris, samt 
seinen Brdern und ihren Shnen, 20 [Mann]:
EZR 8:20 und von den Tempeldienern, welche David und die Frsten zum 
Dienste der Leviten bestimmt hatten, 220 Tempeldiener, alle mit Namen 
genannt.
EZR 8:21 Und ich lie dort an dem Flu Ahava ein Fasten ausrufen, da wir 
uns demtigten vor unsrem Gott, um von ihm eine glckliche Reise fr uns 
und unsre Kinder und alle unsre Habe zu erflehen.
EZR 8:22 Denn ich schmte mich, vom Knig ein Heer und Reiter anzufordern, 
die uns wider die Feinde auf dem Wege helfen knnten; denn wir hatten dem 
Knig gesagt: Die Hand unsres Gottes ist ber allen, die ihn suchen, zu 
ihrem Besten; seine Strke aber und sein Zorn sind gegen alle, die ihn 
verlassen!
EZR 8:23 Also fasteten wir und erflehten solches von unserem Gott; und er 
erhrte uns.
EZR 8:24 Und ich sonderte von den obersten Priestern zwlf aus, nmlich 
Serebja und Hasabja und mit ihnen zehn aus ihren Brdern,
EZR 8:25 und wog ihnen das Silber, das Gold und die Gerte dar, das 
Hebopfer fr das Haus unsres Gottes, welches der Knig und seine Rte und 
Frsten und ganz Israel, das zugegen war, zum Hebopfer gegeben hatten.
EZR 8:26 Ich wog ihnen aber dar in ihre Hand: an Silber 
sechshundertfnfzig Talente, und an silbernen Gerten hundert Talente, und 
an Gold hundert Talente.
EZR 8:27 Auch zwanzig goldene Becher, die waren tausend Dareiken wert, und 
zwei Gerte von goldglnzendem, gutem Erz, kostbar wie Gold.
EZR 8:28 Und ich sprach zu ihnen: Ihr seid dem HERRN heilig; und die 
Gerte sind auch heilig, und das Silber und Gold ist dem HERRN, dem Gott 
eurer Vter, freiwillig gegeben.
EZR 8:29 So verwahret es sorgfltig, bis ihr es darwgen werdet vor den 
obersten Priestern und Leviten und den obersten Vtern von Israel zu 
Jerusalem, in den Kammern des Hauses des HERRN!
EZR 8:30 Da nahmen die Priester und Leviten das dargewogene Silber und 
Gold und die Gerte, um sie gen Jerusalem zum Hause unseres Gottes zu 
bringen.
EZR 8:31 Also brachen wir von dem Flusse Ahava auf, am zwlften Tage des 
ersten Monats, um gen Jerusalem zu ziehen; und die Hand unsres Gottes war 
ber uns und errettete uns von der Hand der Feinde und Wegelagerer.
EZR 8:32 Und wir kamen nach Jerusalem und ruhten daselbst drei Tage lang 
aus.
EZR 8:33 Aber am vierten Tage wurden das Silber und das Gold und die 
Gerte in dem Hause unsres Gottes dargewogen in die Hand Meremots, des 
Sohnes Urijas, des Priesters (mit ihm war auch Eleasar, der Sohn Pinehas, 
und mit ihnen Josabad, der Sohn Jesuas, und Noadja, der Sohn Binnuis, die 
Leviten),
EZR 8:34 alles nach Anzahl und Gewicht; und das ganze Gewicht ward damals 
aufgeschrieben.
EZR 8:35 Und die Kinder der Gefangenschaft, die aus der Gefangenschaft 
gekommen waren, opferten dem Gott Israels Brandopfer, zwlf Farren fr 
ganz Israel, sechsundneunzig Widder, siebenundsiebzig Lmmer, zwlf Bcke 
zum Sndopfer; alles als Brandopfer dem HERRN.
EZR 8:36 Und sie bergaben des Knigs Befehl den Statthaltern des Knigs 
und den Landpflegern diesseits des Stromes. Da halfen diese dem Volk und 
dem Hause Gottes.
EZR 9:1 Als nun solches alles ausgerichtet war, traten die Obersten zu mir 
und sprachen: Das Volk Israel und die Priester und Leviten hielten sich 
nicht abgesondert von den Vlkern der Lnder, trotz ihrer Greuel, nmlich 
von den Kanaanitern, Hetitern, Pheresitern, Jebusitern, Ammonitern, 
Moabitern, gyptern und Amoritern.
EZR 9:2 Denn sie haben deren Tchter genommen fr sich und ihre Shne und 
haben den heiligen Samen mit den Vlkern der Lnder vermischt; und die 
Hand der Obersten und Vornehmsten ist in dieser Missetat die erste gewesen.
EZR 9:3 Als ich nun solches hrte, zerri ich mein Kleid und meinen Rock 
und raufte mir das Haar und den Bart aus und sa bestrzt da.
EZR 9:4 Und alle, die das Wort des Gottes Israels frchteten wegen der 
bertretung derer, die aus der Gefangenschaft gekommen waren, versammelten 
sich zu mir. Und ich sa bestrzt da bis zum Abendopfer.
EZR 9:5 Und um das Abendopfer stand ich auf von meinem Fasten, wobei ich 
mein Kleid und meinen Rock zerrissen hatte, fiel auf meine Knie und 
breitete meine Hnde aus zu dem HERRN, meinem Gott.
EZR 9:6 Und ich sprach: Mein Gott, ich schme und scheue mich, mein 
Angesicht aufzuheben zu dir, mein Gott; denn unsere Snden sind ber unser 
Haupt gewachsen, und unsre Schuld reicht bis an den Himmel!
EZR 9:7 Seit den Tagen unsrer Vter bis auf diesen Tag sind wir in groer 
Schuld, und um unserer Missetaten willen sind wir, unsere Knige und 
unsere Priester, in die Hand der Knige der Lnder, in das Schwert, in die 
Gefangenschaft, zum Raub und in sichtbare Schmach hingegeben worden, wie 
es heute der Fall ist.
EZR 9:8 Nun aber ist uns fr einen kleinen Augenblick Gnade von dem HERRN, 
unserm Gott, widerfahren, indem er uns einen Rest von Entronnenen 
briglie und uns an seiner heiligen Sttte einen Halt gab, womit unser 
Gott unsere Augen erleuchtete und uns ein wenig aufleben lie in unsrer 
Knechtschaft.
EZR 9:9 Denn Knechte sind wir; doch hat uns unser Gott in unsrer 
Knechtschaft nicht verlassen, sondern hat uns die Gunst der Knige von 
Persien zugewandt, da sie uns ein Aufleben schenkten, um das Haus unsres 
Gottes aufzubauen und seine Trmmer herzustellen, und da sie uns eine 
Mauer gaben in Juda und Jerusalem.
EZR 9:10 Und nun, unser Gott, was sollen wir sagen nach alledem? Wir haben 
deine Gebote verlassen,
EZR 9:11 die du durch deine Knechte, die Propheten, befohlen hast, indem 
du sprachest: Das Land, in das ihr kommt, es einzunehmen, ist ein unreines 
Land, wegen der Unreinigkeit der Erdenvlker, wegen ihrer Greuel und ihrer 
Unreinigkeit, womit sie es von einem Ende bis zum andern erfllt haben.
EZR 9:12 So sollt ihr nun eure Tchter nicht ihren Shnen geben und ihre 
Tchter nicht fr eure Shne nehmen, und suchet ewiglich nicht ihren 
Frieden und ihr Wohlergehn, damit ihr erstarket und das Gut des Landes 
esset und es auf eure Kinder vererbet, auf ewige Zeiten!
EZR 9:13 Und nach alledem, was ber uns gekommen ist, um unsrer bsen 
Taten und um unsrer groen Schuld willen (und doch hast du, weil du unser 
Gott bist, uns mehr verschont, als unsere Missetaten verdient haben, und 
hast uns so viele Entronnene geschenkt!).
EZR 9:14 sollten wir da wiederum deine Gebote brechen und uns mit den 
Vlkern dieser Greuel verschwgern? Wrdest du nicht ber uns zrnen, bis 
es gar aus wre, also da niemand mehr brigbliebe noch entrinnen knnte?
EZR 9:15 O HERR, Gott Israels, du bist gerecht; denn [nur] wir sind 
briggeblieben und entronnen, wie es heute der Fall ist. Siehe, wir sind 
vor deinem Angesicht in unsern Schulden, denn darum vermgen wir vor dir 
nicht zu bestehen!
EZR 10:1 Whrend nun Esra also betete und sein Bekenntnis ablegte, weinte 
und vor dem Hause Gottes lag, versammelte sich zu ihm aus Israel eine sehr 
groe Gemeinde von Mnnern, Frauen und Kindern; denn das Volk weinte sehr.
EZR 10:2 Und Sechanja, der Sohn Jechiels, aus den Kindern Elams, 
antwortete und sprach zu Esra: Wir haben uns an unserm Gott versndigt, 
da wir fremde Frauen aus den Vlkern des Landes heimgefhrt haben. Nun 
aber ist noch Hoffnung fr Israel!
EZR 10:3 Lasset uns nun einen Bund mit unserm Gott machen, da wir alle 
Frauen und die von ihnen geboren sind, hinaustun nach dem Rat meines Herrn 
und derer, welche das Gebot unsres Gottes frchten, da man tue nach dem 
Gesetz.
EZR 10:4 Mache dich auf; dir liegt die Sache ob, wir wollen dir beistehen; 
fhre es mutig aus!
EZR 10:5 Da stand Esra auf und nahm einen Eid von den obersten Priestern, 
von den Leviten und von ganz Israel, da sie nach diesem Wort tun wollten. 
Und sie schwuren.
EZR 10:6 Und Esra stand auf vor dem Hause und ging in die Kammer Johanans, 
des Sohnes Eljaschibs. Er ging dort hinein und a kein Brot und trank kein 
Wasser; denn er trug Leid wegen der bertretung derer, die gefangen 
gewesen.
EZR 10:7 Und man lie in Juda und Jerusalem ausrufen, da alle, die 
gefangen gewesen, sich nach Jerusalem versammeln sollten,
EZR 10:8 und wer innert drei Tagen gem dem Rat der Obersten und ltesten 
nicht kommen wrde, dessen ganze Habe solle mit dem Bann belegt und er 
selbst aus der Gemeinde der aus der Gefangenschaft [Zurckgekehrten] 
ausgeschlossen werden.
EZR 10:9 Da versammelten sich alle Mnner von Juda und Benjamin in 
Jerusalem auf den dritten Tag, das war der zwanzigste Tag des neunten 
Monats. Und alles Volk sa auf dem Platze vor dem Hause Gottes, zitternd 
um der Sache willen und wegen des Regens.
EZR 10:10 Und Esra, der Priester, stand auf und sprach zu ihnen: Ihr habt 
euch versndigt und habt fremde Frauen heimgefhrt, womit ihr die Schuld 
Israels noch grer machtet.
EZR 10:11 So leget nun dem HERRN, dem Gott eurer Vter, ein Bekenntnis ab 
und tut, was ihm wohlgefllig ist, und scheidet euch von den Vlkern des 
Landes und von den fremden Frauen!
EZR 10:12 Da antwortete die ganze Gemeinde und sprach mit lauter Stimme: 
Es soll geschehen, wie du uns gesagt hast!
EZR 10:13 Aber des Volkes ist viel, und es ist Regenwetter, und man kann 
nicht hier drauen stehen; und es ist auch nicht ein Werk von einem oder 
zwei Tagen, denn wir haben der bertretung zu viel gemacht.
EZR 10:14 Lat doch unsere Obersten fr die ganze Gemeinde einstehen; und 
alle, die in unsern Stdten fremde Frauen heimgefhrt haben, sollen zu 
bestimmten Zeiten kommen, und mit ihnen die ltesten einer jeden Stadt und 
deren Richter, bis der Zorn unsres Gottes um dieser Sache willen von uns 
abgewandt wird.
EZR 10:15 Nur Jonatan, der Sohn Asahels, und Jehasia, der Sohn Tikwas, 
standen dagegen auf, und Mesullam und Sabbetai, der Levit, untersttzten 
sie.
EZR 10:16 Und die Kinder der Gefangenschaft taten also: der Priester Esra 
sonderte sich Mnner aus, die Familienhupter ihrer Stammhuser, und diese 
alle mit Namen bezeichnet, die setzten sich am ersten Tage des zehnten 
Monats zur Untersuchung der Angelegenheit.
EZR 10:17 Und sie erledigten die ganze Angelegenheit der Mnner, die 
fremde Frauen heimgefhrt hatten, bis zum ersten Tag des ersten Monats.
EZR 10:18 Und es wurden unter den Shnen der Priester, die fremde Frauen 
heimgefhrt hatten, gefunden: von den Shnen Jesuas, des Sohnes Jozadaks, 
und seinen Brdern: Maaseja, Elieser, Jarib und Gedalja;
EZR 10:19 die gaben ihre Hand darauf, da sie ihre Frauen ausstoen 
wollten, und sie bekannten die Schuld und [opferten] einen Schafbock fr 
ihre Schuld.
EZR 10:20 Von den Shnen Immers: Hanani und Sebadja.
EZR 10:21 Von den Shnen Harims: Maaseja, Elia, Semaja, Jehiel und Usija.
EZR 10:22 von den Shnen Pashurs: Eljeonai, Maaseja, Ismael, Netaneel, 
Josabad und Eleasar.
EZR 10:23 Von den Leviten: Josabad, Simei, Kelajah, Petachia, Juda und 
Elieser.
EZR 10:24 Von den Sngern: Eliaschib. Von den Torhtern: Sallum, Telem und 
Uri.
EZR 10:25 Und von Israel: Von den Shnen Parhos: Ramja, Jischja, Malchija, 
Mijamin, Eleaser, Malchija und Benaja.
EZR 10:26 Von den Shnen Elams: Mattanja, Sacharja, Jechiel, Abdi, Jeremot 
und Elia.
EZR 10:27 Von den Shnen Sattus: Eljoenai, Eljaschib, Mattanja, Jeremot, 
Sabad und Asisa.
EZR 10:28 Von den Shnen Bebais: Johanan, Hananja, Sabbai, Atlai.
EZR 10:29 Von den Shnen Banis: Mesullam, Mallach, Adaja, Jaschub, Scheal 
und Jeramot.
EZR 10:30 Von den Shnen Pachat-Moabs: Adna, Kelal, Benaja, Maaseja, 
Mattanja, Bezaleel, Binnui und Manasse.
EZR 10:31 Von den Shnen Harims: Elieser, Jischja, Malchija, Semaja, 
Simeon,
EZR 10:32 Benjamin, Mallach, Semarja.
EZR 10:33 Von den Shnen Hasums: Mattenai, Mattatta, Sabad, Eliphelet, 
Jeremai, Manasse, Simei.
EZR 10:34 Von den Shnen Banis: Mahadai, Amram und Uel,
EZR 10:35 Benaja, Bedja, Keluhu,
EZR 10:36 Vanja, Meremot, Eljaschib.
EZR 10:37 Mattanja, Mattenai, Jahasai,
EZR 10:38 Bani, Binnui, Simei,
EZR 10:39 Selemja, Natan, Adaja,
EZR 10:40 Machnadbai, Sasai, Sarai,
EZR 10:41 Asareel, Selemja, Semarja,
EZR 10:42 Sallum, Amarja, Joseph.
EZR 10:43 Von den Shnen Nebos: Jechiel, Mattitja, Sabad, Sebina, Jaddai, 
Joel, Benaja.
EZR 10:44 Diese alle hatten fremde Frauen genommen; und unter diesen 
Frauen waren etliche, welche Kinder geboren hatten.
NEH 1:1 Dies sind die Geschichten Nehemias, des Sohnes Hachaljas: Es 
geschah im Monat Kislew, im zwanzigsten Jahre, da ich zu Susan auf dem 
Schlosse war.
NEH 1:2 Da kam Hanani, einer meiner Brder, mit etlichen Mnnern aus Juda, 
und ich erkundigte mich bei ihm ber die Juden, die Entronnenen, die nach 
der Gefangenschaft briggeblieben waren, und ber Jerusalem.
NEH 1:3 Und sie sprachen zu mir: Die briggebliebenen, welche nach der 
Gefangenschaft briggeblieben sind, befinden sich dort im Lande in groem 
Unglck und in Schmach; und die Mauern der Stadt Jerusalem sind zerbrochen 
und ihre Tore mit Feuer verbrannt.
NEH 1:4 Als ich diese Worte hrte, setzte ich mich hin und weinte und trug 
Leid etliche Tage lang und fastete und betete vor dem Gott des Himmels und 
sprach:
NEH 1:5 Ach, HERR, du Gott des Himmels, du groer und schrecklicher Gott, 
der den Bund und die Barmherzigkeit denen bewahrt, die ihn lieben und 
seine Gebote halten!
NEH 1:6 La doch deine Ohren aufmerken und deine Augen offen sein, da du 
hrest das Gebet deines Knechtes, das ich nun vor dir bete Tag und Nacht 
fr die Kinder Israel, deine Knechte, und womit ich die Snde der Kinder 
Israel, die wir an dir begangen haben, bekenne. Ich und meines Vaters Haus 
haben auch gesndigt.
NEH 1:7 Wir haben gar verwerflich gegen dich gehandelt, da wir die 
Gebote, die Satzungen und Rechte nicht befolgt haben, die du deinem 
Knechte Mose gegeben hast!
NEH 1:8 Gedenke aber doch des Wortes, das du deinem Knechte Mose verheien 
hast, indem du sprachst: Wenn ihr euch versndigt, so will ich euch unter 
die Vlker zerstreuen;
NEH 1:9 wenn ihr aber zu mir umkehret und meine Gebote befolget und sie 
tut: wenn ihr dann schon verstoen wret bis an der Himmel Ende, so wrde 
ich euch doch von dannen sammeln und euch an den Ort bringen, den ich 
erwhlt habe, da mein Name daselbst wohne.
NEH 1:10 Sie sind ja doch deine Knechte und dein Volk, die du durch deine 
groe Kraft und durch deine mchtige Hand erlst hast.
NEH 1:11 Ach, HERR, la doch deine Ohren aufmerken auf das Gebet deines 
Knechtes und auf das Gebet deiner Knechte, welche begehren, deinen Namen 
zu frchten, und la es doch deinem Knechte heute gelingen und gib ihm 
Barmherzigkeit vor diesem Mann! Ich war nmlich des Knigs Mundschenk.
NEH 2:1 Es geschah aber im Monat Nisan, im zwanzigsten Jahre des Knigs 
Artasasta, als Wein vor ihm stand, nahm ich den Wein und gab ihn dem 
Knige. Ich war aber zuvor nie traurig vor ihm gewesen.
NEH 2:2 Da sprach der Knig zu mir: Warum siehst du so bel aus? Du bist 
doch nicht krank? Es ist nichts anderes als ein betrbtes Herz!
NEH 2:3 Da frchtete ich mich sehr und sprach: Der Knig lebe ewig! Warum 
sollte ich nicht traurig aussehen, da doch die Stadt, wo der 
Begrbnisplatz meiner Vter ist, wste liegt und ihre Tore vom Feuer 
verzehrt sind?
NEH 2:4 Da sprach der Knig zu mir: Was forderst du denn?
NEH 2:5 Da flehte ich zu dem Gott des Himmels und sagte dann zum Knig: 
Gefllt es dem Knig und gefllt dir dein Knecht, so sende mich nach Juda, 
zu der Stadt, wo meine Vter begraben liegen, da ich sie wieder aufbaue.
NEH 2:6 Da sprach der Knig zu mir, whrend die Knigin neben ihm sa: Wie 
lange wird die Reise whren, und wann wirst du zurckkommen? Und es gefiel 
dem Knig, mich hinzusenden, nachdem ich ihm eine bestimmte Zeit angegeben 
hatte.
NEH 2:7 Und ich sprach zum Knig: Gefllt es dem Knig, so gebe man mir 
Briefe an die Landpfleger jenseits des Stromes, da sie mich durchziehen 
lassen, bis ich nach Juda komme;
NEH 2:8 auch einen Brief an Asaph, den Forstmeister des Knigs, da er mir 
Holz gebe fr die Balken der Tore der Burg, die zum Hause [Gottes] gehrt, 
und fr die Stadtmauer und fr das Haus, darein ich ziehen soll. Und der 
Knig gab sie mir, dank der guten Hand meines Gottes ber mir.
NEH 2:9 Als ich nun zu den Landpflegern jenseits des Stromes kam, gab ich 
ihnen des Knigs Brief. Und der Knig hatte Oberste des Heeres und Reiter 
mit mir gesandt.
NEH 2:10 Als aber Sanballat, der Horoniter, und Tobija, der ammonitische 
Knecht, solches hrten, verdro es sie sehr, da ein Mensch gekommen war, 
das Wohl der Kinder Israel zu suchen.
NEH 2:11 Ich aber kam nach Jerusalem. Und als ich drei Tage lang daselbst 
gewesen,
NEH 2:12 machte ich mich bei Nacht auf mit wenigen Mnnern; denn ich sagte 
keinem Menschen, was mir mein Gott ins Herz gegeben hatte, fr Jerusalem 
zu tun; und es war kein Tier bei mir als das Tier, worauf ich ritt.
NEH 2:13 Und ich ritt bei Nacht zum Taltor hinaus gegen den Drachenbrunnen 
und an das Misttor und untersuchte die Mauern Jerusalems, die zerrissen 
und deren Tore mit Feuer verbrannt waren.
NEH 2:14 Und ich ging hinber zum Brunnentor und zum Knigsteich, aber da 
war fr das Tier, das unter mir war, kein Raum zum Durchkommen.
NEH 2:15 So stieg ich des Nachts das Tal hinauf und untersuchte die Mauern 
und kehrte dann um und kam durchs Taltor wieder heim.
NEH 2:16 Die Vorsteher aber wuten nicht, wo ich hingegangen war und was 
ich gemacht hatte; denn ich hatte bis dahin den Juden und den Priestern, 
auch den Vornehmsten und den Vorstehern und den andern, die am Werke 
arbeiteten, nichts gesagt.
NEH 2:17 Da sprach ich zu ihnen: Ihr seht das Unglck, in dem wir uns 
befinden; wie Jerusalem wste liegt und ihre Tore mit Feuer verbrannt 
sind. Kommt, lat uns die Mauern Jerusalems wieder aufbauen, da wir nicht 
lnger in der Schmach seien.
NEH 2:18 Und ich teilte ihnen mit, wie gtig die Hand meines Gottes ber 
mir sei; dazu die Worte des Knigs, die er mit mir gesprochen hatte. Da 
sprachen sie: Wir wollen uns aufmachen und bauen! Und sie strkten ihre 
Hnde zum guten Werk.
NEH 2:19 Als aber Sanballat, der Horoniter, und Tobija, der ammonitische 
Knecht, und Geschem, der Araber, solches hrten, spotteten sie ber uns 
und verachteten uns und sprachen: Was hat das zu bedeuten, was ihr 
vornehmet? Wollt ihr euch gegen den Knig auflehnen?
NEH 2:20 Da antwortete ich ihnen und sprach: Der Gott des Himmels wird es 
uns gelingen lassen; darum wollen wir, seine Knechte, uns aufmachen und 
bauen; ihr aber habt weder Anteil noch Recht noch Andenken in Jerusalem!
NEH 3:1 Und Eljaschib, der Hohepriester, machte sich auf, samt seinen 
Brdern, den Priestern, und baute das Schaftor; das heiligten sie und 
setzten seine Tren ein; und [sie bauten] weiter bis zum Turm Mea, den 
heiligten sie, [und] bis zum Turm Hananeel.
NEH 3:2 Neben ihm bauten die Mnner von Jericho; auch Sakkur, der Sohn 
Imris, baute neben ihm.
NEH 3:3 Und das Fischtor bauten die Shne Senaas; sie deckten es mit 
Balken und setzten seine Tren ein, seine Schlsser und seine Riegel.
NEH 3:4 Neben ihnen baute Meremot, der Sohn Urijas, des Sohnes des Hakkoz. 
Neben ihnen baute Mesullam, der Sohn Berechjas, des Sohnes Meschesabels; 
und neben ihnen baute Zadok, der Sohn Baanas.
NEH 3:5 Neben ihnen bauten die Tekoiter; aber die Vornehmen unter ihnen 
beugten ihre Nacken nicht zum Dienst ihres HERRN.
NEH 3:6 Das alte Tor bauten Jojada, der Sohn Paseachs, und Mesullam, der 
Sohn Besodjas; sie deckten es mit Balken und setzten seine Tren ein, 
seine Schlsser und seine Riegel.
NEH 3:7 Neben ihnen baute Melatja, der Gibeoniter, und Jadon, der 
Meronotiter, samt den Mnnern von Gibeon und von Mizpa, die der 
Gerichtsbarkeit des Landpflegers jenseits des Stromes unterstanden.
NEH 3:8 Neben ihm baute Ussiel, der Sohn Harhajas, einer der Goldschmiede. 
Neben ihm baute Hananja, ein Sohn der Salbenmischer, die Jerusalem 
verlassen hatten, bis an die breite Mauer.
NEH 3:9 Neben ihnen baute Rephaja, der Sohn Churs, der Oberste des halben 
Bezirks von Jerusalem.
NEH 3:10 Neben ihnen baute Jedaja, der Sohn Harumaphs, gegenber seinem 
Haus. Neben ihm baute Hattus, der Sohn Hasabnias.
NEH 3:11 Aber Malchija, der Sohn Harims, und Hassub, der Sohn Pachat-
Moabs, bauten ein zweites Stck und den Ofenturm.
NEH 3:12 Neben ihm baute Sallum, der Sohn Hallohes, der Oberste des andern 
halben Bezirkes von Jerusalem, er und seine Tchter.
NEH 3:13 Das Taltor bauten Chanun und die Brger von Sanoach. Sie bauten 
es und setzten seine Tren ein, seine Schlsser und seine Riegel, dazu 
tausend Ellen an der Mauer, bis an das Misttor.
NEH 3:14 Das Misttor aber baute Malchija, der Sohn Rechabs, der Oberste 
ber den Bezirk Beth-Kerem. Er baute es und setzte seine Tren ein, seine 
Schlsser und seine Riegel.
NEH 3:15 Aber das Brunnentor baute Sallum, der Sohn Kol-Choses, der 
Oberste des Bezirks Mizpa. Er baute es und deckte es mit Balken und setzte 
seine Tren ein, seine Schlsser und seine Riegel, dazu [baute er] die 
Mauern am Teiche Siloah beim Garten des Knigs, bis an die Stufen, die von 
der Stadt Davids herabfhren.
NEH 3:16 Nach ihm baute Nehemia, der Sohn Asbuks, der Oberste ber die 
Hlfte des Bezirks Beth-Zur, bis gegenber den Grbern Davids und bis an 
den knstlichen Teich und bis an das Haus der Helden.
NEH 3:17 Nach ihm bauten die Leviten, Rehum, der Sohn Banis. Neben ihm 
baute Hasabja, der Oberste ber die Hlfte des Bezirks Kehila fr seinen 
Bezirk.
NEH 3:18 Nach ihm bauten ihre Brder, Bavai, der Sohn Henadads, der 
Oberste ber die andere Hlfte des Bezirks Kehila.
NEH 3:19 Neben ihm baute Eser, der Sohn Jesuas, der Oberste zu Mizpa, ein 
zweites Stck gegenber dem Aufstieg zum Zeughaus am Winkel.
NEH 3:20 Nach ihm baute Baruch, der Sohn Sabbais, bergwrts ein weiteres 
Stck vom Winkel bis an die Haustre Eljaschibs, des Hohenpriesters.
NEH 3:21 Nach ihm baute Meremot, der Sohn Urijas, des Sohnes des Hakkoz, 
ein weiteres Stck von der Haustre Eljaschibs bis an das Ende des Hauses 
Eljaschibs.
NEH 3:22 Nach ihm bauten die Priester, die Mnner der Umgebung.
NEH 3:23 Nach ihnen bauten Benjamin und Hassub ihrem Hause gegenber. Nach 
ihnen baute Asarja, der Sohn Maasejas, des Sohnes Ananjas, bei seinem 
Hause.
NEH 3:24 Nach ihm baute Binnui, der Sohn Henadads, ein zweites Stck, von 
dem Hause Asarjas bis zum Winkel und bis an die Ecke.
NEH 3:25 Palal, der Sohn Usais, baute gegenber dem Winkel und dem obern 
Turm, der am Hause des Knigs vorspringt, bei dem Kerkerhof. Nach ihm 
Pedaja, der Sohn Parhos.
NEH 3:26 Die Tempeldiener aber wohnten auf dem Ophel bis gegenber dem 
Wassertor im Osten und dem vorspringenden Turm.
NEH 3:27 Nach ihm bauten die von Tekoa ein zweites Stck, gegenber dem 
groen vorspringenden Turm und bis an die Ophelmauer.
NEH 3:28 Von dem Rotor an bauten die Priester, ein jeder seinem Hause 
gegenber.
NEH 3:29 Nach ihnen baute Zadok, der Sohn Immers, seinem Hause gegenber. 
Nach ihm baute Semaja, der Sohn Sechanjas, der Hter des stlichen Tores.
NEH 3:30 Nach ihm bauten Hananja, der Sohn Selemjas, und Chanun, der 
sechste Sohn Zalaphs, ein zweites Stck. Nach ihm baute Mesullam, der Sohn 
Berechjas, gegenber seiner Kammer.
NEH 3:31 Nach ihm baute Malchija, der Sohn des Goldschmieds, bis an das 
Haus der Tempeldiener und der Krmer, dem Wachttor gegenber, bis zum 
Ecksller.
NEH 3:32 Und zwischen dem Ecksller und dem Schaftore bauten die 
Goldschmiede und die Krmer.
NEH 4:1 Als aber Sanballat hrte, da wir die Mauern bauten, ward er 
zornig und sehr entrstet und spottete ber die Juden
NEH 4:2 und sprach vor seinen Brdern und den Mchtigen zu Samaria also: 
Was machen die ohnmchtigen Juden? Soll man sie machen lassen? Werden sie 
opfern? Werden sie es eines Tages vollenden? Werden sie die Steine aus den 
Schutthaufen wieder beleben, da sie doch verbrannt sind?
NEH 4:3 Aber Tobija, der Ammoniter, war bei ihm und sprach: Sie mgen 
bauen, was sie wollen; wenn ein Fuchs hinaufginge, wrde er ihre 
steinernen Mauern zerreien!
NEH 4:4 Hre, unser Gott, wie verachtet wir sind, und la ihre Schmhungen 
auf ihren Kopf fallen und gib sie der Plnderung preis im Lande der 
Gefangenschaft;
NEH 4:5 und decke ihre Schuld nicht zu und la ihre Snde vor dir nicht 
ausgetilgt werden; denn sie haben die Bauleute gergert!
NEH 4:6 Wir aber bauten die Mauer; und die ganze Mauer schlo sich bis zur 
halben Hhe. Und das Volk gewann Mut zur Arbeit.
NEH 4:7 Als aber Sanballat und Tobija und die Ammoniter und die Asdoditer 
hrten, da die Wiederherstellung der Mauer zu Jerusalem fortschritt und 
da die Lcken sich zu schlieen begannen,
NEH 4:8 wurden sie sehr zornig und verschworen sich alle miteinander, da 
sie kommen und wider Jerusalem streiten und Verwirrung anrichten wollten.
NEH 4:9 Wir aber beteten zu unserm Gott und bestellten Wachen wider sie, 
Tag und Nacht, aus Furcht vor ihnen.
NEH 4:10 Und Juda sprach: Die Kraft der Trger wankt, und des Schuttes ist 
viel; wir knnen nicht an der Mauer bauen!
NEH 4:11 Unsere Widersacher aber sprachen: Die sollen es nicht wissen noch 
sehen, bis wir mitten unter sie kommen und sie erwrgen und dem Werk ein 
Ende machen!
NEH 4:12 Als aber die Juden, die in ihrer Nhe wohnten, kamen und es uns 
wohl zehnmal sagten, aus allen Orten, woher sie zu uns kamen,
NEH 4:13 da stellte ich das Volk nach ihren Geschlechtern an die tieferen 
Stellen hinter den Mauern, in die Grben, und stellte sie auf mit ihren 
Schwertern, Speeren und Bogen.
NEH 4:14 Und ich besah es und machte mich auf und sprach zu den 
Vornehmsten und zu den Vorstehern und zu dem brigen Volk: Frchtet euch 
nicht vor ihnen: Gedenket an den groen furchtbaren HERRN und streitet fr 
eure Brder, eure Shne und eure Tchter, eure Frauen und eure Huser!
NEH 4:15 Als aber unsre Feinde hrten, da es uns kundgeworden und Gott 
ihren Rat vereitelt hatte, kehrten wir alle wieder zur Mauer zurck, ein 
jeder an seine Arbeit.
NEH 4:16 Und forthin geschah es, da die Hlfte meiner Leute arbeitete, 
whrend die andere Hlfte mit Speeren, Schilden, Bogen und Panzern 
bewaffnet war; und die Obersten standen hinter dem ganzen Hause Juda, das 
an der Mauer baute. Und die Lasttrger, welche aufluden,
NEH 4:17 verrichteten mit der einen Hand die Arbeit, whrend sie mit der 
andern die Waffe hielten.
NEH 4:18 Und von den Bauleuten hatte jeder sein Schwert an die Seite 
gegrtet und baute also. Und der Trompeter stand neben mir.
NEH 4:19 Und ich sprach zu den Vornehmen und Vorstehern und zum brigen 
Volk: Das Werk ist gro und weit, und wir sind auf der Mauer zerstreut und 
weit voneinander entfernt:
NEH 4:20 Von welchem Ort her ihr nun den Schall der Posaune hren werdet, 
dort sammelt euch um uns. Unser Gott wird fr uns streiten!
NEH 4:21 So arbeiteten wir an dem Werk, whrend die eine Hlfte die Speere 
hielt, vom Aufgang der Morgenrte bis zum Hervorkommen der Sterne.
NEH 4:22 Auch sprach ich zu jener Zeit zum Volk: Ein jeder bleibe mit 
seinem Burschen ber Nacht zu Jerusalem, da sie bei Nacht Wache halten 
und bei Tag die Arbeit verrichten.
NEH 4:23 Und weder ich noch meine Brder noch meine Leute noch die Mnner 
der Wache in meinem Gefolge zogen unsre Kleider aus; ein jeder hatte seine 
Waffe zur Hand.
NEH 5:1 Es erhob sich aber ein groes Geschrei des Volks und ihrer Frauen 
gegen ihre Brder, die Juden.
NEH 5:2 Etliche sprachen: Unsrer Shne und unsrer Tchter und unser sind 
viele; lasset uns Getreide herschaffen, da wir zu essen haben und leben!
NEH 5:3 Andere sprachen: Wir mssen unsere cker und unsere Weinberge 
verpfnden, damit wir Getreide bekommen fr den Hunger!
NEH 5:4 Etliche aber sprachen: Wir haben Geld entlehnt auf unsere cker 
und unsere Weinberge, da wir dem Knig die Steuern zahlen knnen.
NEH 5:5 Nun ist ja das Fleisch unsrer Brder wie unser Fleisch, und unsre 
Kinder sind wie ihre Kinder. Und siehe, wir mssen unsere Shne und unsere 
Tchter verpfnden, und von unsern Tchtern sind schon etliche dienstbar 
geworden, und wir knnen es nicht verhindern, da ja unsre cker und 
Weinberge bereits andern gehren!
NEH 5:6 Als ich aber ihr Geschrei und diese Worte hrte, ward ich sehr 
zornig.
NEH 5:7 Und mein Herz berlegte in mir, und ich schalt die Vornehmsten und 
Vorsteher und sprach zu ihnen: Treibet ihr Wucher an euren Brdern? Und 
ich brachte eine groe Gemeinde wider sie zusammen und sprach zu ihnen:
NEH 5:8 Wir haben nach unserm Vermgen unsere Brder, die Juden, welche an 
die Heiden verkauft waren, losgekauft; ihr aber wollt sogar eure Brder 
verkaufen, so da sie sich an uns verkaufen mssen? Da schwiegen sie und 
fanden keine Antwort.
NEH 5:9 Und ich sprach: Was ihr da tut, ist nicht gut. Solltet ihr nicht 
in der Furcht unsres Gottes wandeln wegen der Schmhungen der Heiden, 
unsrer Feinde?
NEH 5:10 Ich und meine Brder und meine Leute haben ihnen auch Geld und 
Korn geliehen. Wir wollen ihnen doch diese Schuld erlassen!
NEH 5:11 Gebet ihnen heute noch ihre cker, ihre Weinberge, ihre lbume 
und ihre Huser zurck, dazu den Hundertsten vom Geld, vom Korn, vom Most 
und vom l, den ihr ihnen auferlegt habt!
NEH 5:12 Da sprachen sie: Wir wollen es zurckgeben und nichts von ihnen 
fordern, sondern tun, wie du gesagt hast. Und ich rief die Priester herbei 
und nahm einen Eid von ihnen, da sie also tun wollten.
NEH 5:13 Auch schttelte ich den Bausch meines Gewandes aus und sprach: 
Also schttle Gott jedermann von seinem Hause und von seinem Besitztum ab, 
der solches versprochen hat und nicht ausfhrt; ja, so werde er 
ausgeschttelt und leer! Und die ganze Gemeinde sprach: Amen! Und sie 
lobten den HERRN. Und das Volk tat also.
NEH 5:14 Auch habe ich von der Zeit an, da mir befohlen ward, im Lande 
Juda ihr Landpfleger zu sein, nmlich vom zwanzigsten Jahre bis zum 
zweiunddreiigsten Jahre des Knigs Artasasta, das sind zwlf Jahre, fr 
mich und meine Brder nicht den Unterhalt eines Landpflegers beansprucht.
NEH 5:15 Denn die frhern Landpfleger, die vor mir gewesen, hatten das 
Volk bedrckt und von ihnen Brot und Wein genommen, dazu vierzig Schekel 
Silber; auch ihre Leute herrschten mit Gewalt ber das Volk; ich aber tat 
nicht also, um der Furcht Gottes willen.
NEH 5:16 Auch habe ich am Wiederaufbau der Mauer gearbeitet, ohne da wir 
Grundbesitz erwarben; und alle meine Leute muten daselbst zur Arbeit 
zusammenkommen.
NEH 5:17 Dazu aen die Juden und die Vorsteher, hundertfnfzig Mann, und 
die, welche von den Heiden aus der Umgebung zu uns kamen, an meinem Tisch.
NEH 5:18 Und man richtete mir tglich einen Ochsen zu, sechs auserlesene 
Schafe, Geflgel und alle zehn Tage allerlei Wein in Menge; gleichwohl 
forderte ich damit nicht die Landpflegerkost; denn der Dienst lastete 
schwer auf diesem Volk.
NEH 5:19 Gedenke, mein Gott, mir zum Besten, alles dessen, was ich fr 
dieses Volk getan habe!
NEH 6:1 Und als Sanballat, Tobija und Geschem, der Araber, und andere von 
unsern Feinden erfuhren, da ich die Mauern gebaut habe und da keine 
Lcke mehr daran sei, wiewohl ich zu jener Zeit die Trflgel noch nicht 
in die Tore eingehngt hatte,
NEH 6:2 sandten Sanballat und Geschem zu mir und lieen mir sagen: Komm 
und la uns in den Drfern, in der Ebene Ono zusammenkommen! Sie gedachten 
aber, mir Bses zu tun.
NEH 6:3 Da sandte ich Boten zu ihnen und lie ihnen sagen: Ich habe ein 
groes Werk zu verrichten, darum kann ich nicht hinabkommen. Warum sollte 
das Werk stillestehen, indem ich es ruhen liee und zu euch hinabkme?
NEH 6:4 Sie lieen mir aber viermal das Gleiche sagen, und ich gab ihnen 
die gleiche Antwort.
NEH 6:5 Da lie mir Sanballat zum fnftenmal das Gleiche durch seinen 
Knappen sagen; der kam mit einem offenen Brief in der Hand, darin war 
geschrieben:
NEH 6:6 Unter den Nationen verlautet und Gasmu sagt, da du und die Juden 
abzufallen gedenken; darum bauest du die Mauern, und du wollest ihr Knig 
sein, so sagt man.
NEH 6:7 Und du habest dir auch Propheten bestellt, die von dir zu 
Jerusalem ausrufen und sagen sollen: Er ist Knig von Juda! Nun wird der 
Knig solches vernehmen; darum komm, wir wollen miteinander beraten!
NEH 6:8 Ich aber sandte zu ihm und lie ihm sagen: Nichts von dem, was du 
sagst, ist geschehen; aus deinem eigenen Herzen hast du es erdacht!
NEH 6:9 Denn sie alle wollten uns furchtsam machen und dachten: Ihre Hnde 
werden schon ablassen von dem Werk, und es wird nicht vollendet werden! 
Nun aber strke du meine Hnde!
NEH 6:10 Und ich kam in das Haus Semajas, des Sohnes Delajas, des Sohnes 
Mehetabeels. Der hatte sich eingeschlossen und sprach: Wir wollen 
zusammenkommen im Hause Gottes, mitten im Tempel, und die Tren des 
Tempels schlieen; denn sie werden kommen, dich umzubringen, und zwar 
werden sie des Nachts kommen, um dich umzubringen!
NEH 6:11 Ich aber sprach: Sollte ein Mann wie ich fliehen? Und sollte ein 
Mann wie ich in den Tempel gehen, um am Leben zu bleiben? Ich gehe nicht!
NEH 6:12 Denn siehe, ich merkte wohl: nicht Gott hatte ihn gesandt, mir zu 
weissagen, sondern Tobija und Sanballat hatten ihn gedungen;
NEH 6:13 und zwar zu dem Zweck, da ich in Furcht geraten und also tun und 
mich versndigen sollte, damit sie mir einen bsen Namen machen und mich 
verlstern knnten.
NEH 6:14 Gedenke, mein Gott, des Tobija und Sanballat nach diesen ihren 
Werken, auch der Prophetin Noadja und der andern Propheten, die mir Furcht 
einjagen wollten!
NEH 6:15 Und die Mauer ward fertig am fnfundzwanzigsten Tag des Monats 
Elul, in zweiundfnfzig Tagen.
NEH 6:16 Als nun alle unsre Feinde solches hrten und alle Heiden um uns 
her solches sahen, entfiel ihnen aller Mut; denn sie merkten, da dieses 
Werk von Gott getan worden war.
NEH 6:17 Auch lieen zu jener Zeit die Vornehmsten in Juda viele Briefe an 
Tobija abgehen, und auch von Tobija gelangten solche zu ihnen.
NEH 6:18 Denn es waren viele in Juda, die mit ihm verschworen waren, weil 
er Sechanjas, des Sohnes Arachs, Tochtermann war und sein Sohn die Tochter 
Mesullams, des Sohnes Berechjas hatte.
NEH 6:19 Sie redeten auch zu seinen Gunsten vor mir und hinterbrachten ihm 
meine Worte; und Tobija sandte Briefe, um mir Furcht einzujagen.
NEH 7:1 Als nun die Mauern gebaut waren, setzte ich die Trflgel ein; und 
es wurden die Torhter, Snger und Leviten bestellt.
NEH 7:2 Und ich gab meinem Bruder Hanani und Hananja, dem Obersten der 
Burg, den Oberbefehl ber Jerusalem; denn er war ein zuverlssiger Mann 
und gottesfrchtig vor vielen [andern].
NEH 7:3 Und ich sprach zu ihnen: Man soll die Tore Jerusalems nicht 
ffnen, ehe die Sonne hei scheint; und whrend sie noch [Wache] stehen, 
soll man die Tren schlieen und verriegeln! Und bestellet Wachen aus den 
Brgern Jerusalems, einen jeden auf seinen Posten, und zwar jeden 
gegenber seinem Hause!
NEH 7:4 Nun war die Stadt weit und gro, das Volk darin aber sprlich, und 
die Huser waren noch nicht aufgebaut.
NEH 7:5 Da gab mir mein Gott ins Herz, die Vornehmsten und die Vorsteher 
und das Volk zu versammeln, um sie nach ihren Geschlechtern aufzuzeichnen; 
und ich fand ein Geschlechtsregister derer, die zuerst heraufgezogen 
waren, und fand darin geschrieben:
NEH 7:6 Folgendes sind die Landeskinder, die aus der Gefangenschaft 
heraufgekommen sind, welche Nebukadnezar, der Knig von Babel, 
hinweggefhrt hatte, und die wieder nach Jerusalem und Juda gekommen sind, 
ein jeder in seine Stadt;
NEH 7:7 die gekommen sind mit Serubbabel, Jesua, Nehemia, Asarja, Raamja, 
Nahemani, Mordechai, Bilsan, Misperet, Bigvai, Nehum und Baana. Dies ist 
die Zahl der Mnner vom Volke Israel:
NEH 7:8 Der Kinder Parhos waren 2172;
NEH 7:9 der Kinder Sephatjas: 372; (der Kinder Arachs: 652);
NEH 7:10 der Kinder Pachat-Moabs,
NEH 7:11 von den Kindern Jesuas und Joabs: 2818;
NEH 7:12 der Kinder Elams: 1254;
NEH 7:13 der Kinder Sattus: 854;
NEH 7:14 der Kinder Sakkais: 760;
NEH 7:15 der Kinder Binnuis: 648;
NEH 7:16 der Kinder Bebais: 628;
NEH 7:17 der Kinder Asgads: 2322;
NEH 7:18 der Kinder Adonikams: 667;
NEH 7:19 der Kinder Bigvais: 2067;
NEH 7:20 der Kinder Adins: 655; (der Kinder Aters, von Hiskia: 98);
NEH 7:21 der Kinder Hasums: 328;
NEH 7:22 der Kinder Bezais: 324;
NEH 7:23 der Kinder Hariphs: 112;
NEH 7:24 der Kinder Gibeons: 95;
NEH 7:25 der Mnner von Bethlehem und Netopha: 188;
NEH 7:26 der Mnner von Anatot: 128;
NEH 7:27 der Mnner von Beth-Asmavet: 42;
NEH 7:28 der Mnner von Kirjat-Jearim,
NEH 7:29 Kephira und Beerot: 743;
NEH 7:30 der Mnner von Rama und Gaba: 621;
NEH 7:31 der Mnner von Michmas: 122;
NEH 7:32 der Mnner von Bethel und Ai: 123;
NEH 7:33 der Mnner des andern Nebo: 52;
NEH 7:34 der Kinder des andern Elam: 1254;
NEH 7:35 der Kinder Harims: 320;
NEH 7:36 der Kinder Jerichos: 345;
NEH 7:37 der Kinder Lods, Hadids und Onos: 721;
NEH 7:38 der Kinder Senaas: 3930.
NEH 7:39 Von den Priestern: der Kinder Jedajas, vom Hause Jesuas, waren 
973;
NEH 7:40 der Kinder Immers: 1052;
NEH 7:41 der Kinder Pashurs: 1247;
NEH 7:42 der Kinder Harims: 1017.
NEH 7:43 Von den Leviten: der Kinder Jesuas von Kadmiel unter den Kindern 
Hodevas waren 74;
NEH 7:44 von den Sngern: der Kinder Asaphs waren 148.
NEH 7:45 Von den Torhtern: der Kinder Sallums, der Kinder Athers, der 
Kinder Talmons, der Kinder Akkubs, der Kinder Hatitas, der Kinder Sobais 
waren 138.
NEH 7:46 Von den Tempeldienern: der Kinder Zihas, der Kinder Hasuphas, der 
Kinder Tabbaots,
NEH 7:47 der Kinder Keros, der Kinder Sias, der Kinder Padons,
NEH 7:48 der Kinder Lebanas, der Kinder Hagabas, der Kinder Salmais,
NEH 7:49 der Kinder Hanans, der Kinder Giddels,
NEH 7:50 der Kinder Gahars, der Kinder Reajas, der Kinder Rezins, der 
Kinder Nekodas,
NEH 7:51 der Kinder Gasams, der Kinder der Ussas,
NEH 7:52 der Kinder Paseachs, der Kinder Besais, der Kinder Meunim, der 
Kinder Nephisesim,
NEH 7:53 der Kinder Bakbuks, der Kinder Hakuphas, der Kinder Harhurs,
NEH 7:54 der Kinder Bazlits, der Kinder Mehidas,
NEH 7:55 der Kinder Harsas, der Kinder Barkos, der Kinder Siseras, der 
Kinder Temas,
NEH 7:56 der Kinder Neziachs, der Kinder Hatiphas;
NEH 7:57 von den Kindern der Knechte Salomos: der Kinder Sotais, der 
Kinder Sopherets,
NEH 7:58 der Kinder Peridas, der Kinder Jaalas, der Kinder Darkons, der 
Kinder Giddels,
NEH 7:59 der Kinder Sephatjas, der Kinder Hattils, der Kinder Pocherets, 
von Zebajim, der Kinder Ammon,
NEH 7:60 aller Tempeldiener und Kinder der Knechte Salomos waren 392.
NEH 7:61 Und diese zogen auch mit herauf aus Tel-Melach, Tel-Harsa, Kerub, 
Addon und Ammer, konnten aber das Haus ihrer Vter und ihre Abstammung 
nicht nachweisen, ob sie aus Israel seien:
NEH 7:62 Die Kinder Delajas, die Kinder Tobijas, die Kinder Nekodas; derer 
waren 642.
NEH 7:63 Und von den Priestern: die Kinder Hobajas, die Kinder Hakkoz`, 
die Kinder der Barsillais, der von den Tchtern Barsillais, des 
Gileaditers, ein Weib genommen hatte und nach deren Namen genannt ward.
NEH 7:64 Diese suchten ihr Geburtsregister, und als sie es nicht fanden, 
wurden sie von dem Priestertum ausgestoen.
NEH 7:65 Und der Landpfleger sagte ihnen, da sie nicht vom 
Allerheiligsten essen drften, bis ein Priester mit dem Licht und Recht 
aufstnde.
NEH 7:66 Die ganze Gemeinde zhlte insgesamt 42360 Seelen,
NEH 7:67 ausgenommen ihre Knechte und Mgde; derer waren 7337;
NEH 7:68 und sie hatten 245 Snger und Sngerinnen
NEH 7:69 und 736 Pferde und 245 Maultiere und 435 Kamele und 6720 Esel.
NEH 7:70 Und smtliche Familienhupter gaben Beitrge zum Werk. Der 
Landpfleger gab fr den Schatz 1000 Dareiken, 50 Sprengschalen, 530 
Priesterrcke,
NEH 7:71 und von den Familien ward beigesteuert an den Schatz fr das Werk 
an Gold 20000 Dareiken, und an Silber 2000 Minen.
NEH 7:72 Und das brige Volk gab an Gold 20000 Dareiken und an Silber 2000 
Minen und 67 Priesterrcke.
NEH 7:73 Und die Priester und Leviten, die Torhter, Snger und ein Teil 
des Volkes und die Tempeldiener und alle Israeliten lieen sich in ihren 
Stdten nieder. Und als der siebente Monat nahte, waren die Kinder Israel 
in ihren Stdten.
NEH 8:1 Und es versammelte sich das ganze Volk wie ein Mann auf dem Platz 
vor dem Wassertor, und sie sprachen zu Esra, dem Schriftgelehrten, da er 
das Gesetzbuch Moses hole, welches der HERR Israel anbefohlen hatte.
NEH 8:2 Und Esra, der Priester, brachte das Gesetz vor die Gemeinde, vor 
die Mnner und Frauen und alle, die es verstehen konnten, am ersten Tage 
des siebenten Monats.
NEH 8:3 Und er las darin auf dem Platz, der vor dem Wassertor ist, vom 
hellen Morgen bis zum Mittag, vor den Mnnern und Frauen und allen, die es 
verstehen konnten, und die Ohren des ganzen Volkes waren auf das 
Gesetzbuch gerichtet.
NEH 8:4 Esra aber, der Schriftgelehrte, stand auf einer hlzernen Kanzel, 
die man zu diesem Zweck gemacht hatte, und neben ihm standen Mattitja, 
Schema, Anaja, Urija, Hilkija und Hasbaddana, Sacharja und Mesullam und 
Maaseja zu seiner Rechten; zu seiner Linken aber Pedaja, Misael, Malkija, 
Chaschum.
NEH 8:5 Und Esra ffnete das Buch vor den Augen des ganzen Volkes; denn er 
stand hher als alles Volk. Und als er es ffnete, stand alles Volk auf.
NEH 8:6 Und Esra lobte den HERRN, den groen Gott; und alles Volk 
antwortete mit aufgehobenen Hnden: Amen! Amen! Und sie verneigten sich 
und beteten den HERRN an, das Angesicht zur Erde gewandt.
NEH 8:7 Und Jesua, Bani, Serebja, Jamin, Akkub, Sabetai, Hodija, Maaseja, 
Kelita, Asarja, Josabad, Hanan, Pelaja, die Leviten, erklrten dem Volk 
das Gesetz, whrend das Volk an seinem Platze blieb.
NEH 8:8 Und sie lasen im Gesetzbuche Gottes deutlich und gaben den Sinn 
an, so da man das Gelesene verstand.
NEH 8:9 Und Nehemia, der Landpfleger, und Esra, der Priester, der 
Schriftgelehrte, und die Leviten, welche das Volk lehrten, sprachen zu 
allem Volk: Dieser Tag ist dem HERRN, eurem Gott, heilig! Darum seid nicht 
traurig und weinet nicht! Denn das ganze Volk weinte, als es die Worte des 
Gesetzes hrte.
NEH 8:10 Darum sprach er zu ihnen: Gehet hin, esset Fettes und trinket 
Ses und sendet Teile davon auch denen, die nichts fr sich zubereitet 
haben; denn dieser Tag ist unserm HERRN heilig; darum bekmmert euch 
nicht, denn die Freude am HERRN ist eure Strke!
NEH 8:11 Und die Leviten beruhigten alles Volk und sprachen: Seid stille, 
denn der Tag ist heilig; bekmmert euch nicht!
NEH 8:12 Und alles Volk ging hin, um zu essen und zu trinken und Teile 
davon zu senden und ein groes Freudenfest zu machen; denn sie hatten die 
Worte verstanden, die man ihnen verkndigte.
NEH 8:13 Und am zweiten Tage versammelten sich die Familienhupter des 
ganzen Volkes, die Priester und Leviten zu Esra, dem Schriftgelehrten, da 
er sie in den Worten des Gesetzes unterrichte.
NEH 8:14 Und sie fanden im Gesetz, welches der HERR durch Mose anbefohlen 
hatte, geschrieben, da die Kinder Israel am Fest im siebenten Monat in 
Laubhtten wohnen sollten.
NEH 8:15 Und sie lieen es verkndigen und in allen ihren Stdten und zu 
Jerusalem ausrufen und sagen: Gehet hinaus auf die Berge und holet 
lzweige, Zweige vom wilden lbaum, Myrtenzweige, Palmzweige und Zweige 
von dichtbelaubten Bumen, da man Laubhtten mache, wie geschrieben steht!
NEH 8:16 Und das Volk ging hinaus, und sie holten [die Zweige] und machten 
sich Laubhtten, ein jeder auf seinem Dache und in ihren Hfen und in den 
Hfen am Hause Gottes und auf dem Platze am Wassertore und auf dem Platze 
am Tore Ephraim.
NEH 8:17 Und die ganze Gemeinde derer, die aus der Gefangenschaft 
zurckgekehrt waren, machte Laubhtten und wohnte darin. Denn die Kinder 
Israel hatten seit der Zeit Josuas, des Sohnes Nuns, bis auf diesen Tag 
nicht also getan. Und sie hatten sehr groe Freude.
NEH 8:18 Und es wurde im Gesetzbuche Gottes gelesen Tag fr Tag, vom 
ersten Tage bis zum letzten. Und sie hielten das Fest sieben Tage lang und 
am achten Tage die Festversammlung, laut Verordnung.
NEH 9:1 Aber am vierundzwanzigsten Tage dieses Monats kamen die Kinder 
Israel zusammen unter Fasten, in Sacktuch [gekleidet] und mit Erde auf 
ihnen.
NEH 9:2 Und es sonderten sich die Nachkommen Israels von allen Kindern der 
Fremden ab und traten hin und bekannten ihre Snden und die Missetaten 
ihrer Vter.
NEH 9:3 Und sie standen auf an ihrem Platze, und man las im Gesetzbuche 
des HERRN, ihres Gottes, whrend eines Viertels des Tages: und sie 
bekannten [ihre Snde] und beteten zu dem HERRN, ihrem Gott, whrend eines 
andern Viertels des Tages.
NEH 9:4 Und auf der Erhhung der Leviten standen Jesua, Banai, Kadmiel, 
Sebanja, Buni, Serebja, Bani und Kenani und schrieen laut zu dem HERRN, 
ihrem Gott.
NEH 9:5 Und die Leviten Jesua, Kadmiel, Bani, Hasabneja, Serebja, Hodija, 
Sebanja und Petachja sprachen: Stehet auf, lobet den HERRN, euren Gott, 
von Ewigkeit zu Ewigkeit! Und man lobe den Namen deiner Herrlichkeit, der 
ber alle Danksagung und alles Lob erhaben ist!
NEH 9:6 Du, HERR, bist der Einzige! Du hast den Himmel, aller Himmel 
Himmel samt ihrem ganzen Heere gemacht, die Erde und alles, was darauf 
ist, das Meer und alles, was darin ist! Du machst alles lebendig, und das 
himmlische Heer verehrt dich.
NEH 9:7 Du, HERR, bist der Gott, der Abram erwhlt und aus Ur in Chalda 
gefhrt und mit dem Namen Abraham benannt hat.
NEH 9:8 Und du hast sein Herz treu vor dir befunden und einen Bund mit ihm 
gemacht, seinem Samen das Land der Kanaaniter, Hetiter, Amoriter, 
Pheresiter, Jebusiter und Girgasiter zu geben; und du hast dein Wort 
gehalten, denn du bist gerecht.
NEH 9:9 Du hast das Elend unsrer Vter in gypten angesehen und ihr 
Schreien am Schilfmeer erhrt;
NEH 9:10 und hast Zeichen und Wunder getan am Pharao und allen seinen 
Knechten und an allem Volke seines Landes; denn du wutest wohl, da sie 
bermut mit ihnen trieben, und du hast dir einen Namen gemacht, wie es 
heute der Fall ist.
NEH 9:11 Du hast das Meer vor ihnen zerteilt, und sie gingen mitten durchs 
Meer auf dem Trockenen, aber ihre Verfolger hast du in die Tiefe 
geschleudert, wie einen Stein in mchtige Wasser.
NEH 9:12 Du hast sie bei Tage mit einer Wolkensule und bei Nacht mit 
einer Feuersule geleitet, um ihnen den Weg zu erleuchten, auf dem sie 
ziehen sollten.
NEH 9:13 Du bist auf den Berg Sinai herabgefahren und hast mit ihnen vom 
Himmel her geredet und ihnen richtige Ordnungen und wahrhaftige Gesetze 
und gute Gebote und Satzungen gegeben.
NEH 9:14 Du hast ihnen deinen heiligen Sabbat kundgetan und ihnen Gebote, 
Satzungen und Gesetze geboten durch deinen Knecht Mose.
NEH 9:15 Brot vom Himmel hast du ihnen gegeben, als sie hungerten, und 
Wasser aus dem Felsen hast du fr sie hervorgebracht, als sie drsteten, 
und du hast ihnen befohlen, hineinzugehen und das Land einzunehmen, 
darber du deine Hand erhoben hattest, es ihnen zu geben.
NEH 9:16 Aber sie und unsere Vter wurden bermtig und halsstarrig, so 
da sie deinen Geboten nicht folgten;
NEH 9:17 und sie weigerten sich zu hren, und gedachten nicht an deine 
Wunder, die du an ihnen getan hattest, sondern wurden halsstarrig und 
warfen ein Haupt auf, um in ihrer Widerspenstigkeit in die Knechtschaft 
zurckzukehren. Aber du, o Gott der Vergebung, warst gndig, barmherzig, 
langmtig und von groer Barmherzigkeit und verlieest sie nicht.
NEH 9:18 Ob sie gleich ein gegossenes Kalb machten und sprachen: Das ist 
dein Gott, der dich aus gypten gefhrt hat! und arge Lsterungen verbten,
NEH 9:19 verlieest du sie nach deiner groen Barmherzigkeit doch nicht in 
der Wste; die Wolkensule wich nicht von ihnen des Tages, um sie auf dem 
Wege zu fhren, noch die Feuersule des Nachts, um ihnen den Weg zu 
erleuchten, den sie ziehen sollten.
NEH 9:20 Und du gabst ihnen deinen guten Geist, sie zu unterweisen; und 
dein Manna nahmst du nicht von ihrem Munde, und als sie drsteten, gabst 
du ihnen Wasser.
NEH 9:21 Vierzig Jahre lang versorgtest du sie in der Wste, da ihnen 
nichts mangelte; ihre Kleider veralteten nicht und ihre Fe schwollen 
nicht an.
NEH 9:22 Du gabst ihnen Knigreiche und Vlker und teiltest ihnen das 
ganze Gebiet aus, da sie das Land Sihons einnahmen, das Land des Knigs 
zu Hesbon und das Land Ogs, des Knigs zu Basan.
NEH 9:23 Du machtest ihre Kinder zahlreich wie die Sterne am Himmel und 
brachtest sie in das Land, von dem du ihren Vtern verheien hattest, da 
sie hineinziehen und es einnehmen wrden.
NEH 9:24 Die Kinder zogen hinein und nahmen das Land ein. Und du 
demtigtest vor ihnen die Einwohner des Landes, die Kanaaniter, und gabst 
sie in ihre Hand, ebenso ihre Knige und die Vlker im Lande, da sie mit 
ihnen nach Belieben handelten.
NEH 9:25 Und sie eroberten feste Stdte und ein fettes Land und nahmen 
Huser in Besitz, mit allerlei Gut gefllt, ausgehauene Brunnen, 
Weinberge, lbume und Obstbume in Menge; und sie aen und wurden satt 
und fett und lieen sich's wohl sein in deiner groen Gte.
NEH 9:26 Aber sie wurden ungehorsam und widerstrebten dir und warfen deine 
Gebote hinter ihren Rcken und erwrgten die Propheten, die wider sie 
zeugten, um sie zu dir zurckzufhren, und verbten arge Lsterungen.
NEH 9:27 Darum gabst du sie in die Hand ihrer Feinde, die sie ngstigten. 
Doch zur Zeit ihrer Angst schrieen sie zu dir, und du erhrtest sie vom 
Himmel her und gabst ihnen nach deiner groen Barmherzigkeit Retter, die 
sie aus ihrer Feinde Hand erretteten.
NEH 9:28 Wenn sie aber zur Ruhe kamen, taten sie wiederum Bses vor dir; 
alsdann berlieest du sie der Hand ihrer Feinde; die herrschten ber sie. 
Wenn sie dann wieder zu dir schrieen, erhrtest du sie vom Himmel her und 
errettetest sie oftmals nach deiner groen Barmherzigkeit.
NEH 9:29 Und du lieest ihnen bezeugen, da sie zu deinem Gesetze 
zurckkehren sollten; aber sie waren bermtig und folgten deinen Geboten 
nicht, sondern sndigten gegen deine Rechte, durch die der Mensch, wenn er 
sie befolgt, leben wird, und kehrten dir widerspenstig den Nacken zu und 
folgten nicht.
NEH 9:30 Du aber hattest viele Jahre lang Geduld mit ihnen und lieest 
gegen sie Zeugnis ablegen durch deinen Geist, vermittelst deiner 
Propheten; aber sie wollten nicht hren. Darum hast du sie in die Hand der 
Erdenvlker gegeben.
NEH 9:31 Aber nach deiner groen Barmherzigkeit hast du sie nicht gnzlich 
vertilgt und sie nicht verlassen. Denn du bist ein gndiger und 
barmherziger Gott!
NEH 9:32 Nun, unser Gott, du groer Gott, mchtig und furchtbar, der du 
den Bund und die Barmherzigkeit hltst, achte nicht gering all das 
Ungemach, das uns getroffen hat, uns, unsere Knige, unsere Frsten, 
unsere Priester, unsere Propheten, unsere Vter und dein ganzes Volk, seit 
der Zeit der Knige von Assyrien bis auf diesen Tag.
NEH 9:33 Du bist gerecht in allem, was ber uns gekommen ist; denn du hast 
Treue bewiesen; wir aber sind gottlos gewesen.
NEH 9:34 Und unsere Knige, unsere Frsten, unsere Priester und unsere 
Vter haben nicht nach deinem Gesetze gehandelt und haben nicht geachtet 
auf deine Gebote und auf deine Zeugnisse, die du ihnen hast bezeugen 
lassen.
NEH 9:35 Sie haben dir nicht gedient in ihrem Knigreich, trotz deiner 
groen Wohltat, die du ihnen erwiesen, und trotz dem weiten, fetten Lande, 
welches du ihnen gegeben hast, und sie haben sich von ihrem bsen Wesen 
nicht abgekehrt.
NEH 9:36 Siehe, wir sind heute Knechte; ja, in dem Lande, welches du 
unsern Vtern gegeben hast, um seine Frchte und Gter zu genieen, siehe, 
in dem sind wir Knechte;
NEH 9:37 und sein Ertrag mehrt sich fr die Knige, die du ber uns 
gesetzt hast um unsrer Snden willen, und sie herrschen ber unsre Leiber 
und ber unser Vieh nach ihrem Wohlgefallen, und wir sind in groer Not!
NEH 9:38 Auf Grund alles dessen machen wir einen festen Bund und schreiben 
ihn nieder und lassen ihn durch unsre Frsten, Leviten und Priester 
versiegeln!
NEH 10:1 Zu der Versiegelung aber waren verordnet: Nehemia, der 
Landpfleger,
NEH 10:2 der Sohn Hachaljas, und Zedekia, Seraja,
NEH 10:3 Asarja, Jeremia, Paschchur, Amarja,
NEH 10:4 Malchija, Hattus, Sebanja, Malluch,
NEH 10:5 Harim, Meremot, Obadja, Daniel,
NEH 10:6 Ginneton, Baruch, Mesullam,
NEH 10:7 Abija, Mijamin, Maasja, Bilgai und Semaja;
NEH 10:8 dies waren die Priester.
NEH 10:9 Ferner die Leviten: Jesua, der Sohn Asanjas, Binnui, aus den 
Kindern Henadads, und Kadmiel.
NEH 10:10 Und ihre Brder: Sebanja, Hodija, Kelita,
NEH 10:11 Pelaja, Hanan, Micha,
NEH 10:12 Rechob, Hasabja, Sakkur,
NEH 10:13 Serebja, Sebanja, Hodija, Bani, Beninu.
NEH 10:14 Die Hupter des Volkes: Parhos, Pachat-Moab,
NEH 10:15 Elam, Sattu, Bani;
NEH 10:16 Bunni, Asgad, Bebai,
NEH 10:17 Adonia, Bigvai, Adin,
NEH 10:18 Ather, Hiskia, Assur, Hodija,
NEH 10:19 Hasum, Bezai, Hariph,
NEH 10:20 Anatot, Nebai, Magpias,
NEH 10:21 Messulam, Hesir, Mesesabeel,
NEH 10:22 Zadok, Jaddua, Pelatja,
NEH 10:23 Hanan, Anaja, Hosea, Hananja,
NEH 10:24 Hassub, Hallohes, Pilha, Sobek, Rehum,
NEH 10:25 Hasabna, Maaseja,
NEH 10:26 Achija, Hanan,
NEH 10:27 Anan, Malluch, Harim und Baana.
NEH 10:28 Und das brige Volk, die Priester, die Leviten, die Torhter, 
die Snger, die Tempeldiener und alle, die sich von den Vlkern der Lnder 
abgesondert hatten zum Gesetze Gottes, samt ihren Frauen, ihren Shnen und 
Tchtern, alle, die es wissen und verstehen konnten,
NEH 10:29 die schlossen sich ihren Brdern, den Vornehmen unter ihnen, an. 
Sie kamen, um zu schwren und sich eidlich zu verpflichten, im Gesetze 
Gottes, welches durch Mose, den Knecht Gottes, gegeben worden ist, zu 
wandeln und alle Gebote, Rechte und Satzungen des HERRN, unsres Gottes, zu 
beobachten und zu tun.
NEH 10:30 Und da wir unsere Tchter nicht den Vlkern des Landes geben, 
noch ihre Tchter fr unsere Shne nehmen wollten.
NEH 10:31 Und da, wenn die Vlker des Landes am Sabbattag Waren und 
allerlei Speisen zum Verkauf brchten, wir sie ihnen am Sabbat und an 
heiligen Tagen nicht abnehmen, und da wir im siebenten Jahre auf [die 
Bestellung der Felder] und auf jede Schuldforderung verzichten wollten.
NEH 10:32 Und wir legten uns die Verpflichtung auf, jhrlich das Drittel 
eines Schekels fr den Dienst im Hause unsres Gottes zu geben: fr die 
Schaubrote,
NEH 10:33 fr das tgliche Speisopfer und das tgliche Brandopfer, [fr 
die Opfer] an den Sabbaten, Neumonden und Festtagen, und fr das 
Geheiligte und fr die Sndopfer, um fr Israel Shne zu erwirken, und fr 
den ganzen Dienst im Hause unsres Gottes.
NEH 10:34 Wir warfen auch das Los, wir, die Priester, Leviten und das 
Volk, wegen der Spenden an Holz, da wir dieses Jahr fr Jahr, zu 
bestimmten Zeiten, familienweise zum Hause unsres Gottes bringen wollten, 
damit es auf dem Altar des HERRN, unsres Gottes, verbrannt werde, wie im 
Gesetze geschrieben steht;
NEH 10:35 auch da wir jhrlich die Erstlinge unsres Landes und die 
Erstlinge aller Frchte von allen Bumen, Jahr fr Jahr, zum Hause des 
HERRN bringen wollten;
NEH 10:36 ebenso die Erstgeburt unsrer Shne und unsres Viehes (wie im 
Gesetze geschrieben steht) und die Erstlinge unsrer Rinder und unsrer 
Schafe; da wir das alles zum Hause Gottes bringen wollten, zu den 
Priestern, die im Hause unsres Gottes dienen.
NEH 10:37 Auch da wir den Priestern die Erstlinge unsres Mehls und unsrer 
Hebopfer und die Frchte von allen Bumen, von Most und l in die Kammern 
am Hause unsres Gottes bringen wollten, ebenso den Leviten den Zehnten 
unsres Bodens; da die Leviten den Zehnten erheben sollten in allen 
Stdten, wo wir Ackerbau treiben.
NEH 10:38 Und der Priester, der Sohn Aarons, soll bei den Leviten sein, 
wenn sie den Zehnten erheben, und die Leviten sollen den Zehnten von ihrem 
Zehnten zum Hause unsres Gottes, in die Kammern des Schatzhauses 
heraufbringen.
NEH 10:39 Denn in die Kammern sollen die Kinder Israel und die Kinder Levi 
das Hebopfer vom Korn, Most und l bringen, weil dort die Gerte des 
Heiligtums sind und die Priester, welche dienen, und die Torhter und 
Snger. Und so wollen wir das Haus unsres Gottes nicht verlassen.
NEH 11:1 Und die Obersten des Volkes wohnten zu Jerusalem; das brige Volk 
aber warf das Los, wonach jeder zehnte Mann in der heiligen Stadt wohnen 
sollte, die brigen neun Zehntel aber in den [brigen] Stdten des Landes.
NEH 11:2 Und das Volk segnete alle Mnner, die freiwillig zu Jerusalem 
wohnen wollten.
NEH 11:3 Folgendes sind die Bezirksvorsteher, die zu Jerusalem und in den 
Stdten Judas wohnten, ein jeder in seiner Besitzung, in ihren Stdten, 
nmlich Israel, die Priester, die Leviten, die Tempeldiener und die Shne 
der Knechte Salomos.
NEH 11:4 Es wohnten aber zu Jerusalem Kinder von Juda und Kinder von 
Benjamin. Von den Kindern Juda: Ataja, der Sohn Ussias, des Sohnes 
Secharjas, des Sohnes Amarjas, des Sohnes Sephatjas, des Sohnes 
Mahalaleels, von den Kindern des Perez.
NEH 11:5 Und Maaseja, der Sohn Baruchs, des Sohnes Kolchoses, des Sohnes 
Hassajas, des Sohnes Adajas, des Sohnes Jojaribs, des Sohnes Secharjas, 
des Sohnes Silonis.
NEH 11:6 Die Gesamtzahl der Kinder des Perez, die zu Jerusalem wohnten, 
war 468, tapfere Mnner.
NEH 11:7 Und dies sind die Kinder Benjamin: Sallu, der Sohn Mesullams, des 
Sohnes Joeds, des Sohnes Pedajas, des Sohnes Kolajas, des Sohnes Maasejas, 
des Sohnes Itiels, des Sohnes Jesajas;
NEH 11:8 und nach ihm Gabbai, Sallai, [zusammen] 928.
NEH 11:9 Und Joel, der Sohn Sichris, war ihr Vorgesetzter; und Juda, der 
Sohn Hassenuas, der zweite ber die Stadt.
NEH 11:10 Von den Priestern: Jedaja, der Sohn Jojaribs, und Jachin.
NEH 11:11 Seraja, der Sohn Hilkijas, des Sohnes Mesullams, des Sohnes 
Zadoks, des Sohnes Merajots, des Sohnes Achitubs, der war der Frst im 
Hause Gottes.
NEH 11:12 Und ihrer Brder, die den Tempeldienst besorgten, waren 822. Und 
Adaja, der Sohn Jerohams, des Sohnes Pelaljas, des Sohnes Amzis, des 
Sohnes Secharjas, des Sohnes Paschchurs, des Sohnes Malchijas.
NEH 11:13 Und seine Brder, die Familienhupter, waren 242. Und Amassai, 
der Sohn Asareels, des Sohnes Achsais, des Sohnes Mesillemots, des Sohnes 
Immers;
NEH 11:14 und ihre Brder, tapfere Mnner, zusammen 128. Und ihr 
Vorgesetzter war Sabdiel, der Sohn Hagedolims.
NEH 11:15 Von den Leviten: Semaja, der Sohn Hassubs, des Sohnes Asrikams, 
des Sohnes Hasabjas, des Sohnes Bunnis.
NEH 11:16 Und Sabbetai und Josabad, von den Huptern der Leviten, waren 
ber die uern Geschfte des Hauses Gottes [gesetzt].
NEH 11:17 Und Mattanja, der Sohn Michas, des Sohnes Sabdis, des Sohnes 
Asaphs, der Leiter des Lobgesangs, der die Danksagung im Gebet anzuheben 
hatte; und Bakbukja, der zweite unter seinen Brdern, und Abda, der Sohn 
Sammuas, des Sohnes Galals, des Sohnes Jedutuns.
NEH 11:18 Die Gesamtzahl aller Leviten in der heiligen Stadt betrug 284.
NEH 11:19 Und die Torhter Akkub, Talmon und ihre Brder, die bei den 
Toren hteten, beliefen sich auf 172.
NEH 11:20 Der Rest von Israel, die Priester und die Leviten, wohnten in 
allen Stdten Judas, ein jeder in seinem Erbteil.
NEH 11:21 Und die Tempeldiener wohnten auf dem Hgel Ophel; und Ziha und 
Gispa waren ber die Tempeldiener verordnet.
NEH 11:22 Der Vorgesetzte ber die Leviten zu Jerusalem aber war Ussi, der 
Sohn Banis, des Sohnes Hasabjas, des Sohnes Mattanjas, des Sohnes Michas, 
von den Shnen Asaphs, welche den Dienst im Hause Gottes mit Gesang 
begleiteten.
NEH 11:23 Denn es bestand eine knigliche Verordnung ber sie, und es war 
eine bestimmte Gebhr fr die Snger festgesetzt, fr jeden Tag.
NEH 11:24 Und Petachja, der Sohn Mesesabeels, aus den Shnen Serachs, des 
Sohnes Judas war des Knigs Bevollmchtigter in allem, was das Volk betraf.
NEH 11:25 Was aber die Gehfte auf dem Lande betrifft, so wohnten etliche 
von den Kindern Juda in Kirjat-Arba und seinen Nebenorten, in Dibon und in 
seinen Nebenorten, in Jekabzeel und seinen Hfen;
NEH 11:26 in Jesua, in Molada, in Beth-Palet,
NEH 11:27 in Hazar-Schual, in Beerseba und seinen Drfern;
NEH 11:28 in Ziklag, in Mechona und seinen Drfern;
NEH 11:29 in En-Rimmon, in Zorea,
NEH 11:30 in Jarmut, in Sanoach, in Adullam und seinen Hfen; in Lachis 
und seinem Gebiet; in Aseka und seinen Drfern. Und sie lieen sich nieder 
von Beer-Seba bis zum Tal Hinnom;
NEH 11:31 die Kinder Benjamin aber von Geba an, sie wohnten in Michmas, 
Aja, Bethel und seinen Drfern;
NEH 11:32 zu Anatot, Nob, Ananja,
NEH 11:33 Hazor, Rama, Gittaim,
NEH 11:34 Hadid, Zeboim,
NEH 11:35 Neballat, Lod und Ono, im Tal der Zimmerleute.
NEH 11:36 Und von den Leviten kamen Abteilungen von Juda zu Benjamin.
NEH 12:1 Folgendes sind die Priester und Leviten, die mit Serubbabel, dem 
Sohne Sealtiels, und mit Jesua heraufgezogen waren: Seraja, Jeremja, Esra,
NEH 12:2 Amarja, Malluch, Hattus, Sechanja,
NEH 12:3 Rehum, Meremot, Iddo,
NEH 12:4 Gintoi, Abija, Mijamin, Maadja, Bilga,
NEH 12:5 Semaja, Jojarib,
NEH 12:6 Jedaja, Sallu, Amok, Hilkija und Jedaja.
NEH 12:7 Diese waren die Hupter der Priester und ihrer Brder, zu den 
Zeiten Jesuas.
NEH 12:8 Die Leviten: Jesua, Binnui, Kadmiel, Serebja, Juda und Mattanja, 
der samt seinen Brdern den Dankchren vorstand.
NEH 12:9 Bakbukja und Unni, ihre Brder, standen gem ihren 
Dienstabteilungen jenen gegenber.
NEH 12:10 Jesua aber zeugte Jojakim, Jojakim zeugte Eljaschip, Eljaschip 
zeugte Jojada.
NEH 12:11 Jojada zeugte Jonatan, Jonatan zeugte Jaddua.
NEH 12:12 Und zu den Zeiten Jojakims waren folgende Priester 
Familienhupter: Von Seraja: Meraja, von Jeremia: Hananja;
NEH 12:13 von Esra: Mesullam, von Amarja: Johanan;
NEH 12:14 von Melichu: Jonatan, von Sebanja: Joseph;
NEH 12:15 von Harim: Adna, von Merajot: Helkai;
NEH 12:16 von Iddo: Secharja, von Ginton: Mesullam;
NEH 12:17 von Abija: Sichri, von [Minjamin] Moadja: Piltai;
NEH 12:18 von Bilga: Sammua, von Semaja: Jonatan;
NEH 12:19 von Jojarib: Mattnai, von Jedaja: Ussi;
NEH 12:20 von Sallai: Kellai, von Amok: Heber;
NEH 12:21 von Hilkija: Hasabja, von Jedaja: Netaneel.
NEH 12:22 Und zu den Zeiten Eljaschibs, Jojadas, Johanans und Jadduas 
wurden die Familienhupter der Leviten und die Priester aufgeschrieben bis 
zur Regierung des Persers Darius.
NEH 12:23 Die Kinder Levi, die Familienhupter, wurden aufgeschrieben in 
dem Buch der Chronik, bis zur Zeit Johanans, des Sohnes Eljaschibs.
NEH 12:24 Und folgende waren die Obersten unter den Leviten: Hasabja, 
Serebja und Jesua, der Sohn Kadmiels, und ihre Brder, [die] ihnen 
gegenber [standen], zu loben und zu danken, wie David, der Mann Gottes, 
befohlen hatte, eine Abteilung mit der andern abwechselnd.
NEH 12:25 Mattanja, Bakbukja, Obadja, Mesullam, Talmon und Akkub waren 
Torhter, die bei den Toren der Vorratskammern Wache hielten.
NEH 12:26 Diese waren zu den Zeiten Jojakims, des Sohnes Jesuas, des 
Sohnes Jozadaks, und zu den Zeiten Nehemias, des Landpflegers, und Esras, 
des Priesters, des Schriftgelehrten.
NEH 12:27 Bei der Einweihung der Mauer Jerusalems aber suchte man die 
Leviten an allen ihren Orten und brachte sie nach Jerusalem, um die 
Einweihung mit Freuden zu begehen, mit Lobliedern und Gesngen, mit 
Zimbeln, Psaltern und Harfen.
NEH 12:28 Und die Sngerchre versammelten sich aus der ganzen Umgebung 
von Jerusalem und von den Hfen der Netophatiter;
NEH 12:29 auch von Beth-Gilgal und von den Landgtern zu Geba und Asmavet; 
denn die Snger hatten sich Gehfte gebaut um Jerusalem her.
NEH 12:30 Und die Priester und Leviten reinigten sich; sie reinigten auch 
das Volk und die Tore und die Mauern.
NEH 12:31 Und ich lie die Frsten von Juda auf die Mauer steigen und 
bestellte zwei groe Dankchre und veranstaltete einen Umzug; der eine 
Dankchor zog nach rechts ber die Mauer gegen das Misttor hin.
NEH 12:32 Und hinter ihnen her ging Hosaja mit der einen Hlfte der 
Frsten von Juda,
NEH 12:33 dazu Asarja, Esra,
NEH 12:34 Mesullam, Juda, Benjamin,
NEH 12:35 Semaja und Jeremia und etliche Priestershne mit Trompeten, 
nmlich Secharja, der Sohn Jonatans, des Sohnes Semajas, des Sohnes 
Mattanjas, des Sohnes Michajas, des Sohnes Sakkurs, des Sohnes Asaphs;
NEH 12:36 und seine Brder Semaja, Asareel, Milalai, Gilalai, Maai, 
Netaneel, Juda und Hanani, mit den Musikinstrumenten Davids, des Mannes 
Gottes, und Esra, der Schriftgelehrte, vor ihnen her.
NEH 12:37 Und sie zogen nach dem Brunnentor und dann geradeaus auf der 
Treppe der Stadt Davids, den Aufgang der Mauer hinauf, oberhalb des Hauses 
Davids, bis zum Wassertor gegen Morgen.
NEH 12:38 Der zweite Dankchor zog nach links, und ich folgte ihm mit der 
andern Hlfte des Volkes oben auf der Mauer oberhalb des Ofenturms, bis an 
die breite Mauer;
NEH 12:39 dann ber das Tor Ephraim und ber das alte Tor und ber das 
Fischtor und den Turm Hananeel und den Turm Mea, bis zum Schaftor; und sie 
blieben stehen beim Kerkertor.
NEH 12:40 Dann stellten sich die beiden Dankchre beim Hause Gottes auf, 
ebenso ich und die Hlfte der Vorsteher mit mir;
NEH 12:41 und die Priester Eljakim, Maaseja, Minjamin, Michaja, Eljoenai, 
Sacharja und Hananja mit Trompeten;
NEH 12:42 desgleichen Maaseja, Semaja, Eleasar, Ussi, Johanan, Malchija, 
Elam und Eser. Und die Snger lieen sich hren unter der Leitung 
Jisrachjas.
NEH 12:43 Und an jenem Tage brachte man groe Opfer dar und war frhlich; 
denn Gott hatte ihnen eine groe Freude bereitet, so da sich auch die 
Frauen und Kinder freuten. Und man hrte die Freude Jerusalems weithin.
NEH 12:44 Zu jener Zeit wurden Mnner verordnet ber die Vorratskammern, 
die zur Aufbewahrung der Schtze, der Hebopfer, der Erstlinge und der 
Zehnten dienten, damit sie darin von den ckern der Stdte die 
gesetzlichen Abgaben fr die Priester und Leviten sammeln sollten; denn 
Juda hatte Freude an den Priestern und an den Leviten,
NEH 12:45 die im Dienste standen und die Auftrge ihres Gottes und die 
Reinigungsvorschriften ausfhrten. Auch die Snger und die Torhter 
[standen] nach dem Gebot Davids und seines Sohnes Salomo [im Dienst].
NEH 12:46 Denn vor alters, zu den Zeiten Davids und Asaphs, gab es schon 
einen Sngerchor und Lobgesnge und Danklieder fr Gott.
NEH 12:47 Und ganz Israel gab zu den Zeiten Serubbabels und zu den Zeiten 
Nehemias den Sngern und Torhtern Geschenke, jeden Tag die bestimmte 
Gebhr; und sie weihten es den Leviten, die Leviten aber weihten es den 
Shnen Aarons.
NEH 13:1 Zu jener Zeit wurde vor den Ohren des Volkes im Buche Moses 
gelesen und darin geschrieben gefunden, da die Ammoniter und Moabiter 
nimmermehr in die Gemeinde Gottes kommen sollten,
NEH 13:2 weil sie den Kindern Israel nicht mit Brot und Wasser 
entgegenkamen, sondern den Bileam wider sie dingten, damit er sie 
verfluche; aber unser Gott verwandelte den Fluch in Segen.
NEH 13:3 Als sie nun das Gesetz hrten, geschah es, da sie alles fremde 
Volk von Israel absonderten.
NEH 13:4 Vorher aber hatte Eljaschib, der Priester, der ber die Kammern 
des Hauses Gottes gesetzt war, ein Verwandter Tobijas,
NEH 13:5 diesem eine groe Kammer eingerumt, wohin man zuvor die 
Speisopfer, den Weihrauch und die Gerte gelegt hatte, dazu die Zehnten 
vom Korn, Most und l, die Gebhr der Leviten, der Snger und der 
Torhter, dazu das Hebopfer der Priester.
NEH 13:6 Whrend aber solches geschah, war ich nicht zu Jerusalem. Denn im 
zweiunddreiigsten Jahre Artasastas, des Knigs von Babel, war ich zum 
Knig gegangen; aber nach einiger Zeit begehrte ich wieder Urlaub vom 
Knig.
NEH 13:7 Und als ich nach Jerusalem kam, erfuhr ich das bel, das 
Eljaschib dem Tobija zuliebe getan hatte, indem er ihm eine Kammer in den 
Vorhfen des Hauses Gottes eingerumt hatte.
NEH 13:8 Solches mifiel mir sehr; und ich warf alle Gerte des Hauses 
Tobijas vor die Kammer hinaus
NEH 13:9 und befahl, die Kammer zu reinigen; dann brachte ich die Gerte 
des Hauses Gottes, das Speisopfer und den Weihrauch wieder dorthin.
NEH 13:10 Ich erfuhr auch, da man den Leviten ihre Anteile nicht gegeben 
hatte, so da die Leviten und Snger, die sonst den Dienst verrichteten, 
geflohen waren, ein jeder zu seinem Acker.
NEH 13:11 Da schalt ich die Vorsteher und sprach: Warum ist das Haus 
Gottes verlassen worden? Und ich versammelte jene [wieder] und stellte sie 
an ihre Posten.
NEH 13:12 Da brachte ganz Juda die Zehnten vom Korn, Most und l in die 
Vorratskammern.
NEH 13:13 Und ich bestellte zu Verwaltern ber die Vorrte Selemja, den 
Priester, und Zadok, den Schriftgelehrten, und Pedaja aus den Leviten und 
ordnete ihnen Hanan bei, den Sohn Sakkurs, des Sohnes Mattanjas; denn sie 
wurden fr treu erachtet, und ihnen lag es ob, ihren Brdern auszuteilen.
NEH 13:14 Gedenke mir dessen, mein Gott, und tilge nicht [aus deinem 
Gedchtnis] die Wohltaten, die ich dem Hause meines Gottes und seinen 
Htern erwiesen habe!
NEH 13:15 Zu jener Zeit sah ich, da etliche in Juda am Sabbat die Keltern 
traten und Garben einbrachten und Esel beluden, auch Wein, Trauben, Feigen 
und allerlei Lasten aufluden und solches am Sabbat nach Jerusalem 
brachten. Da warnte ich sie, an dem Tage Lebensmittel zu verkaufen.
NEH 13:16 Es wohnten auch Tyrer dort, die brachten Fische und allerlei 
Ware und verkauften sie am Sabbat den Kindern Juda und in Jerusalem.
NEH 13:17 Da schalt ich die Obersten von Juda und sprach zu ihnen: Was ist 
das fr eine schlimme Gewohnheit, die ihr habt, den Sabbat zu entheiligen?
NEH 13:18 Taten nicht eure Vter also, und brachte unser Gott [nicht 
darum] all dies Unglck ber uns und ber diese Stadt? Und ihr macht des 
Zornes noch mehr, indem ihr den Sabbat entheiligt?
NEH 13:19 Und sobald es dunkel wurde in den Toren Jerusalems vor dem 
Sabbat, lie ich die Tore schlieen; und ich befahl, man solle sie nicht 
ffnen bis nach dem Sabbat; und ich bestellte einige meiner Knappen an die 
Tore, damit man am Sabbattag keine Last hereinbringe.
NEH 13:20 Nun blieben die Krmer und Verkufer von allerlei Ware ber 
Nacht drauen vor Jerusalem, ein oder zweimal.
NEH 13:21 Da verwarnte ich sie und sprach: Warum bleibet ihr ber Nacht 
vor der Mauer? Wenn ihr es noch einmal tut, werde ich Hand an euch legen! 
Von der Zeit an kamen sie am Sabbat nicht mehr.
NEH 13:22 Und ich befahl den Leviten, sich zu reinigen und zu kommen und 
die Tore zu hten, damit der Sabbattag geheiligt werde. Mein Gott, gedenke 
mir dessen auch, und schone meiner nach deiner groen Barmherzigkeit!
NEH 13:23 Auch sah ich zu jener Zeit Juden, welche Frauen von Asdod, Ammon 
und Moab heimgefhrt hatten.
NEH 13:24 Darum redeten auch ihre Kinder halb asdoditisch und konnten 
nicht jdisch reden, sondern die Sprache dieses oder jenes Volkes.
NEH 13:25 Und ich schalt sie und fluchte ihnen und schlug etliche Mnner 
von ihnen und raufte ihnen das Haar und beschwor sie bei Gott und sprach: 
Ihr sollt eure Tchter nicht ihren Shnen geben, noch von ihren Tchtern 
fr eure Shne oder fr euch selbst nehmen!
NEH 13:26 Hat sich nicht Salomo, der Knig von Israel, damit versndigt? 
Ihm war doch unter vielen Vlkern kein Knig gleich, und er war seinem 
Gott lieb, und Gott setzte ihn zum Knig ber ganz Israel; gleichwohl 
verfhrten ihn die auslndischen Frauen zur Snde!
NEH 13:27 Und nun mu man von euch vernehmen, da ihr dieses ganz groe 
bel tut und euch so an unserm Gott versndigt, da ihr auslndische 
Frauen nehmet?
NEH 13:28 Und einer von den Shnen Jojadas, des Sohnes Eljaschibs, des 
Hohenpriesters, hatte sich mit Sanballat, dem Horoniter, verschwgert; den 
jagte ich von mir.
NEH 13:29 Gedenke an die, mein Gott, welche das Priestertum und den Bund 
des Priestertums und der Leviten befleckt haben!
NEH 13:30 Also reinigte ich sie von allem Fremden und bestellte die mter 
der Priester und Leviten und wies jedem seine Arbeit an
NEH 13:31 und sorgte fr die rechtzeitige Lieferung des Holzes und der 
Erstlinge. Gedenke mir das, mein Gott, zum Besten!
EST 1:1 Und es begab sich in den Tagen des Ahasveros (des Ahasveros, 
welcher von Indien bis thiopien ber hundertsiebenundzwanzig Provinzen 
regierte),
EST 1:2 in jenen Tagen, als der Knig Ahasveros im Schlosse Susan auf 
seinem kniglichen Throne sa,
EST 1:3 im dritten Jahre seiner Regierung, da er allen seinen Frsten und 
Knechten ein Mahl machte. Die Gewaltigen von Persien und Medien, die 
Edelsten und Obersten seiner Provinzen waren vor ihm,
EST 1:4 als er den Reichtum der Herrlichkeit seines Knigreichs und die 
kostbare Pracht seiner Majestt sehen lie viele Tage, nmlich 
hundertachtzig Tage lang.
EST 1:5 Und als diese Tage vollendet waren, machte der Knig ein Mahl 
allem Volk, das im Schlosse Susan zugegen war, den Groen und den Kleinen, 
sieben Tage lang, im Hofe des Gartens beim kniglichen Palaste.
EST 1:6 Da waren feine Tcher von weier Baumwolle und blauem Purpur mit 
Schnren von feiner weier Baumwolle und rotem Purpur an silbernen Ringen 
und Sulen von weiem Marmor aufgehngt. Goldene und silberne Ruhebetten 
standen auf einem Steinpflaster von Alabaster, weiem Marmor, Perlmutter 
und dunklem Marmor.
EST 1:7 Und man gab zu trinken aus goldenen Gefen, und die Gefe waren 
voneinander verschieden; kniglicher Wein war in Menge vorhanden, nach 
kniglicher Freigebigkeit.
EST 1:8 Und das Trinken war der Verordnung gem ohne Zwang; denn also 
hatte der Knig allen seinen Hofmeistern befohlen, da man jedermann 
machen liee, wie es ihm gefiele.
EST 1:9 Auch die Knigin Vasti veranstaltete ein Mahl fr die Frauen des 
kniglichen Palastes, welcher dem Knig Ahasveros gehrte.
EST 1:10 Und am siebenten Tage, als des Knigs Herz vom Wein frhlich war, 
befahl er Mehuman, Bista, Charbona, Bigta, Abagta, Setar und Karkas, den 
sieben Kmmerern, die vor dem Knig Ahasveros dienten,
EST 1:11 die Knigin Vasti mit der kniglichen Krone vor den Knig zu 
bringen, damit er den Vlkern und Frsten ihre Schnheit zeigte, denn sie 
war von schner Gestalt.
EST 1:12 Aber die Knigin Vasti wollte nicht kommen auf den Befehl des 
Knigs, den er durch seine Kmmerer gegeben hatte. Da ward der Knig sehr 
zornig, und sein Grimm entbrannte in ihm.
EST 1:13 Und der Knig sprach zu den Weisen, die sich auf die Zeiten 
verstanden (denn des Knigs Wort erging in Gegenwart aller Gesetzes und 
Rechtskundigen;
EST 1:14 und ihm zunchst saen Karschena, Setar, Admata, Tarsis, Meres, 
Marsena und Memuchan, die sieben Frsten der Perser und Meder, die das 
Angesicht des Knigs sahen und die ersten Stellen im Knigreich 
innehatten):
EST 1:15 Nach welchem Gesetz soll man die Knigin Vasti behandeln, dafr 
da sie nicht gehandelt hat nach dem Befehl des Knigs Ahasveros, der ihr 
durch die Kmmerer bermittelt wurde?
EST 1:16 Da sprach Memuchan vor dem Knig und den Frsten: Die Knigin 
Vasti hat sich nicht nur an dem Knig vergangen, sondern auch an allen 
Frsten und an allen Vlkern, die in allen Provinzen des Knigs Ahasveros 
sind.
EST 1:17 Denn das Verhalten der Knigin wird allen Frauen bekannt werden, 
so da ihre Mnner in ihren Augen verchtlich werden, da es heien wird: 
Der Knig Ahasveros hie die Knigin Vasti vor sich kommen, aber sie kam 
nicht!
EST 1:18 Das werden die Frstinnen der Perser und Meder heute schon allen 
Frsten des Knigs erzhlen, wenn sie das Verhalten der Knigin hren, 
woraus Verachtung und Verdru genug entstehen wird.
EST 1:19 Gefllt es dem Knig, so gehe ein kniglicher Befehl von ihm aus 
und werde aufgezeichnet unter die Gesetze der Perser und Meder, damit er 
nicht blo vorbergehend gelte: da Vasti nicht mehr vor dem Knig 
Ahasveros erscheinen drfe, und da der Knig ihre knigliche Wrde einer 
andern gebe, die besser ist als sie.
EST 1:20 Wird dann dieser Befehl des Knigs, den er geben wird, in seinem 
ganzen Knigreich, welches gro ist, bekannt gemacht, so werden alle 
Frauen ihre Mnner in Ehren halten, vornehme und geringe.
EST 1:21 Diese Rede gefiel dem Knig und den Frsten; und der Knig tat 
nach den Worten Memuchans
EST 1:22 und sandte Briefe in alle Provinzen des Knigs, in jede Provinz 
nach ihrer Schrift und zu jedem Volk nach seiner Sprache; da jeder Mann 
Herr sein solle in seinem Hause. Das lie er bekanntmachen in der Sprache 
seines Volkes.
EST 2:1 Nach diesen Begebenheiten, als sich der Grimm des Knigs Ahasveros 
gelegt hatte, dachte er an Vasti und daran, was sie getan hatte und was 
ber sie beschlossen worden war.
EST 2:2 Da sprachen die Knappen des Knigs, die ihm dienten: Man suche fr 
den Knig Mdchen, Jungfrauen von schner Gestalt;
EST 2:3 und der Knig bestellte Beamte in allen Provinzen seines 
Knigreichs, damit sie alle Mdchen, Jungfrauen von schner Gestalt, in 
das Schlo Susan zusammenbringen, in das Frauenhaus, unter die Obhut 
Hegais, des kniglichen Kmmerers, des Hters der Frauen; und man lasse 
ihnen ihre Reinigungssalben geben;
EST 2:4 und welche Jungfrau dem Knig gefllt, die werde Knigin an Vastis 
Statt! Dieser Vorschlag gefiel dem Knig, und er tat also.
EST 2:5 Es war aber ein jdischer Mann im Schlo Susan, der hie 
Mardochai, ein Sohn Jairs, des Sohnes Simeis, des Sohnes des Kis,
EST 2:6 ein Benjaminiter, der von Jerusalem weggefhrt worden war mit den 
Gefangenen, die mit Jechonja, dem Knig von Juda, hinweggefhrt worden 
waren, welche Nebukadnezar, der Knig von Babel, gefangen weggefhrt hatte.
EST 2:7 Und dieser war Pflegevater der Hadassa (das ist Esther), der 
Tochter seines Oheims; denn sie hatte weder Vater noch Mutter. Diese 
Jungfrau aber war von schner Gestalt und lieblichem Aussehen. Und als ihr 
Vater und ihre Mutter gestorben waren, hatte Mardochai sie als seine 
Tochter angenommen.
EST 2:8 Als nun das Gebot des Knigs und das Gesetz bekanntgemacht war und 
viele Jungfrauen in das Schlo Susan unter die Obhut Hegais 
zusammengebracht wurden, da ward auch Esther in des Knigs Haus geholt, 
unter die Obhut Hegais, des Hters der Frauen.
EST 2:9 Und die Jungfrau gefiel ihm, und sie fand Gunst bei ihm. Und er 
sorgte dafr, da sie ihre Reinigungssalben und ihre Gerichte bald 
erhielt; auch gab er ihr sieben auserlesene Mgde aus des Knigs Hause. 
Und er wies ihr samt ihren Mgden den besten Ort im Frauenhause an.
EST 2:10 Esther aber zeigte ihr Volk und ihre Herkunft nicht an; denn 
Mardochai hatte ihr geboten, es nicht zu sagen.
EST 2:11 Und Mardochai ging alle Tage vor dem Hof am Frauenhause auf und 
ab, um zu erfahren, ob es Esther wohlgehe und was mit ihr geschehe.
EST 2:12 Wenn die Reihe an eine jede Jungfrau kam, zum Knig Ahasveros zu 
kommen, nachdem sie zwlf Monate lang gem der Verordnung fr die Frauen, 
behandelt worden war (denn damit wurden die Tage ihrer Reinigung 
ausgefllt: sechs Monate wurden sie mit Myrrhenl und sechs Monate mit 
Balsam und mit den Reinigungssalben der Frauen behandelt);
EST 2:13 alsdann kam die Jungfrau zum Knig; dann gab man ihr alles, was 
sie begehrte, um damit von dem Frauenhause zu des Knigs Hause zu gehen.
EST 2:14 Am Abend ging sie hinein, und am Morgen kam sie zurck, in das 
andere Frauenhaus, unter die Obhut Schaaschgas, des Kmmerers des Knigs, 
des Hters der Nebenfrauen; sie kam nicht wieder zum Knig, auer wenn der 
Knig nach ihr verlangte; alsdann wurde sie mit Namen gerufen.
EST 2:15 Als nun Esther, die Tochter Abichails, des Oheims Mardochais, die 
er als Tochter angenommen hatte, an die Reihe kam, zum Knig zu kommen, 
begehrte sie nichts, als was Hegai, der Kmmerer des Knigs, der Hter der 
Frauen, ihr riet. Und Esther fand Gnade vor allen, die sie sahen.
EST 2:16 Und Esther ward zum Knig Ahasveros, in sein knigliches Haus 
genommen, im zehnten Monat, das ist der Monat Thebet, im siebenten Jahre 
seiner Regierung.
EST 2:17 Und der Knig gewann Esther lieber als alle andern Frauen. Sie 
fand Gnade und Gunst vor ihm, mehr als alle Jungfrauen; und er setzte die 
knigliche Krone auf ihr Haupt und machte sie zur Knigin an Vastis Statt.
EST 2:18 Und der Knig machte allen seinen Frsten ein groes Mahl, das 
Mahl der Esther. Und er veranstaltete eine Feier in den Provinzen und 
teilte Gaben aus mit kniglicher Hand.
EST 2:19 Und als man zum zweitenmal Jungfrauen zusammenbrachte, sa 
Mardochai im Tore des Knigs.
EST 2:20 Esther aber hatte weder ihre Herkunft noch ihr Volk angezeigt, 
wie ihr Mardochai geboten hatte. Denn Esther tat nach der Weisung 
Mardochais, wie zu der Zeit, als sie von ihm erzogen wurde.
EST 2:21 In jenen Tagen, als Mardochai im Tore des Knigs sa, waren zwei 
Kmmerer des Knigs, Bigtan und Teres, welche die Schwelle hteten, 
unzufrieden und trachteten, Hand an den Knig Ahasveros zu legen.
EST 2:22 Das ward dem Mardochai bekannt, und er sagte es der Knigin 
Esther; Esther aber sagte es dem Knig in Mardochais Namen.
EST 2:23 Da wurde die Sache untersucht und richtig befunden, und die 
beiden wurden an das Holz gehngt; und solches ward vor dem Knig in das 
Buch der Chronik geschrieben.
EST 3:1 Nach diesen Begebenheiten erhob der Knig Ahasveros Haman, den 
Sohn Hamedatas, den Agagiter, zu hherer Macht und Wrde und setzte seinen 
Stuhl ber alle Frsten, die bei ihm waren.
EST 3:2 Und alle Knechte des Knigs, die im Knigstore waren, beugten die 
Knie und fielen vor Haman nieder; denn der Knig hatte es also geboten. 
Aber Mardochai beugte die Knie nicht und fiel nicht nieder.
EST 3:3 Da sprachen die Knechte des Knigs, die im Knigstore waren, zu 
Mardochai: Warum bertrittst du des Knigs Gebot?
EST 3:4 Und als sie solches tglich zu ihm sagten und er ihnen nicht 
gehorchte, sagten sie es Haman, um zu sehen, ob Mardochai auf seiner 
Weigerung bestehen wrde; denn er hatte ihnen gesagt, da er ein Jude sei.
EST 3:5 Als nun Haman sah, da Mardochai die Knie nicht vor ihm beugte und 
ihm nicht huldigte, ward er voll Grimm.
EST 3:6 Doch war ihm das zu gering, an Mardochai allein Hand zu legen; 
sondern weil man ihm das Volk Mardochais genannt hatte, trachtete Haman 
darnach, alle Juden im ganzen Knigreich des Ahasveros, die Volksgenossen 
Mardochais, zu vertilgen.
EST 3:7 Im ersten Monat, das ist der Monat Nisan, im zwlften Jahre des 
Knigs Ahasveros, ward das Pur, das ist das Los, vor Haman geworfen ber 
die Tage und Monate, und es fiel auf den [dreizehnten Tag im] zwlften 
Monat, das ist der Monat Adar.
EST 3:8 Und Haman sprach zum Knig Ahasveros: Es gibt ein Volk, das lebt 
zerstreut und abgesondert unter allen Vlkern in allen Provinzen deines 
Knigreichs, und ihr Gesetz ist anders als dasjenige aller Vlker, und sie 
tun nicht nach des Knigs Gesetzen; also da es dem Knig nicht geziemt, 
sie in Ruhe zu lassen!
EST 3:9 Gefllt es dem Knig, so schreibe er, da man sie umbringe; dann 
will ich zehntausend Talente Silber darwgen in die Hnde der Schaffner, 
damit man es in des Knigs Schatzkammern bringe!
EST 3:10 Da zog der Knig seinen Siegelring von der Hand und gab ihn 
Haman, dem Sohne Hamedatas, dem Agagiter, dem Feinde der Juden.
EST 3:11 Und der Knig sprach zu Haman: Das Silber sei dir geschenkt, dazu 
das Volk, damit du mit ihm tuest, was dir gefllt!
EST 3:12 Da berief man die Schreiber des Knigs am dreizehnten Tage des 
ersten Monats, und es ward geschrieben, ganz wie Haman befahl, an die 
Frsten des Knigs und an die Landpfleger in allen Provinzen und an die 
Hauptleute eines jeden Volkes, in der Schrift einer jeden Provinz und in 
der Sprache eines jeden Volkes; im Namen des Knigs Ahasveros ward es 
geschrieben und mit des Knigs Ring versiegelt.
EST 3:13 Und die Briefe wurden durch die Lufer in alle Provinzen des 
Knigs gesandt, da man alle Juden vertilgen, erwrgen und umbringen 
solle, Junge und Alte, Kinder und Frauen, an einem Tage, nmlich am 
dreizehnten des zwlften Monats, das ist der Monat Adar, und da man 
zugleich ihr Gut rauben drfe.
EST 3:14 Die Schrift aber lautete also, es sei ein Befehl zu erlassen und 
in allen Provinzen zu erffnen, da sie sich auf diesen Tag rsten sollten.
EST 3:15 Und die Lufer gingen eilends mit des Knigs Gebot, sobald es im 
Schlosse Susan erlassen war. Der Knig aber und Haman setzten sich, um zu 
trinken, whrend die Stadt Susan in Bestrzung geriet.
EST 4:1 Als nun Mardochai alles erfuhr, was geschehen war, zerri 
Mardochai seine Kleider und kleidete sich in Sack und Asche und ging in 
die Stadt hinein und klagte laut und bitterlich.
EST 4:2 Und er kam bis vor das Knigstor; denn es durfte niemand zum 
Knigstor eingehen, der einen Sack anhatte.
EST 4:3 Da war auch in allen Provinzen, wo immer des Knigs Wort und Gebot 
hinkam, unter den Juden groe Klage und Fasten und Weinen und Leidtragen, 
und viele lagen in Scken und in der Asche.
EST 4:4 Da kamen die Mgde der Esther und ihre Kmmerer und sagten es ihr; 
und dieses bekmmerte die Knigin sehr. Und sie sandte Kleider, damit 
Mardochai sie anzge und den Sack von sich legte. Aber er nahm sie nicht 
an.
EST 4:5 Da rief Esther den Hatach, einen Kmmerer des Knigs, den er fr 
sie bestellt hatte, und gab ihm Befehl, bei Mardochai in Erfahrung zu 
bringen, was das bedeute und warum es geschehe.
EST 4:6 Da ging Hatach zu Mardochai hinaus auf den Platz der Stadt, vor 
das Knigstor.
EST 4:7 Und Mardochai tat ihm alles kund, was ihm begegnet war, auch die 
genaue Summe Silbers, die Haman versprochen hatte, in der Schatzkammer des 
Knigs darzuwgen als Entgelt fr die Vertilgung der Juden.
EST 4:8 Und er gab ihm die Abschrift des Gebots, das betreffs der 
Vertilgung zu Susan erlassen worden war, damit er es Esther zeige und ihr 
kundtue und ihr gebiete, zum Knig hineinzugehen, um seine Gnade zu 
erflehen und vor seinem Angesicht fr ihr Volk zu bitten.
EST 4:9 Da ging Hatach hinein und tat Esther die Worte Mardochais kund.
EST 4:10 Da sprach Esther zu Hatach und befahl ihm, Mardochai zu sagen:
EST 4:11 Alle Knechte des Knigs und die Leute in den kniglichen 
Provinzen wissen, da, wer irgend in den innern Hof zum Knig hineingeht, 
es sei Mann oder Weib, ohne gerufen zu sein, nach dem gleichen Gesetz 
sterben mu, es sei denn, da der Knig das goldene Zepter gegen ihn 
ausstreckt, damit er am Leben bleibe. Ich aber bin nun seit dreiig Tagen 
nicht gerufen worden, zum Knig hineinzugehen.
EST 4:12 Als nun Esthers Worte dem Mardochai mitgeteilt wurden,
EST 4:13 lie Mardochai der Esther antworten: Bilde dir ja nicht ein, da 
du vor allen Juden entrinnen werdest, weil du in des Knigs Hause bist!
EST 4:14 Denn wenn du unter diesen Umstnden schweigst, so wird den Juden 
von einer andern Seite her Trost und Rettung erstehen, du aber und deines 
Vaters Haus werden umkommen. Und wer wei, ob du nicht um dieser Umstnde 
willen zum Knigtum gekommen bist?
EST 4:15 Da lie Esther dem Mardochai antworten:
EST 4:16 So gehe hin, versammle alle Juden, die zu Susan anwesend sind, 
und fastet fr mich, drei Tage lang bei Tag und Nacht, esset und trinket 
nicht. Auch ich will mit meinen Mgden also fasten, und alsdann will ich 
zum Knig hineingehen, wiewohl es nicht nach dem Gesetze ist. Komme ich 
um, so komme ich um!
EST 4:17 Mardochai ging hin und tat alles ganz so, wie Esther ihm befohlen 
hatte.
EST 5:1 Und am dritten Tage legte Esther ihre knigliche Kleidung an und 
stellte sich in den innern Hof am Hause des Knigs, dem Hause des Knigs 
gegenber, whrend der Knig auf seinem kniglichen Throne im kniglichen 
Hause sa, gegenber dem Eingang zum Hause.
EST 5:2 Als nun der Knig die Knigin Esther im Hofe stehen sah, fand sie 
Gnade vor seinen Augen; denn der Knig streckte das goldene Zepter in 
seiner Hand Esther entgegen. Da trat Esther herzu und rhrte die Spitze 
des Zepters an.
EST 5:3 Da sprach der Knig zu ihr: Was hast du, Knigin Esther, und was 
forderst du? Es soll dir gewhrt werden, und wre es auch die Hlfte des 
Knigreichs!
EST 5:4 Esther sprach: Gefllt es dem Knig, so komme der Knig heute mit 
Haman zu dem Mahl, das ich ihm zubereitet habe!
EST 5:5 Der Knig sprach: Sorget dafr, da Haman eilends tue, was Esther 
gesagt hat! Als nun der Knig und Haman zu dem Mahl kamen, welches Esther 
zugerichtet hatte,
EST 5:6 sprach der Knig zu Esther beim Weingelage: Was bittest du, 
Esther? Es soll dir gegeben werden! Und was forderst du? Wre es auch die 
Hlfte des Knigreichs, es soll geschehen!
EST 5:7 Da antwortete Esther und sprach: Meine Bitte und mein Begehren ist:
EST 5:8 Habe ich Gnade gefunden vor dem Knig, und gefllt es dem Knig, 
mir meine Bitte zu gewhren und meinen Wunsch zu erfllen, so komme der 
Knig mit Haman zu dem Mahl, das ich fr sie zurichten will; dann will ich 
morgen tun, was der Knig gesagt hat!
EST 5:9 Da ging Haman an jenem Tage frhlich und guten Mutes hinaus. Aber 
als Haman den Mardochai im Knigstore sah, wie er nicht aufstand, noch 
sich vor ihm verbeugte, ward er voll Zorn ber Mardochai.
EST 5:10 Doch Haman berwand sich; als er aber heimkam, sandte er hin und 
lie seine Freunde und sein Weib Seres holen.
EST 5:11 Und Haman zhlte ihnen die Herrlichkeit seines Reichtums auf und 
die Menge seiner Shne und wie ihn der Knig so gar gro gemacht und ihn 
ber die Frsten und Knechte erhoben habe.
EST 5:12 Auch sprach Haman: Und die Knigin Esther hat niemand mit dem 
Knig zum Mahle kommen lassen, das sie zugerichtet hat, als mich, und ich 
bin auch morgen mit dem Knig zu ihr geladen!
EST 5:13 Aber das alles befriedigt mich nicht, solange ich Mardochai, den 
Juden, im Knigstor sitzen sehe.
EST 5:14 Da sprachen sein Weib Seres und alle seine Freunde zu ihm: Man 
soll einen Galgen machen, fnfzig Ellen hoch; dann sage du morgen dem 
Knig, da man Mardochai daran hngen soll, so kannst du frhlich mit dem 
Knig zum Mahl gehen. Das gefiel Haman wohl, und er lie den Galgen 
zurichten.
EST 6:1 In derselben Nacht konnte der Knig nicht schlafen, und er lie 
das Buch der Denkwrdigkeiten, die Chronik, herbringen; daraus wurde dem 
Knige vorgelesen.
EST 6:2 Da fand sich, da darin geschrieben war, wie Mardochai angezeigt 
habe, da Bigtana und Teres, die beiden Kmmerer des Knigs, die an der 
Schwelle hteten, darnach getrachtet hatten, Hand an den Knig Ahasveros 
zu legen.
EST 6:3 Und der Knig sprach: Was fr Ehre und Wrde haben wir dafr 
Mardochai zuteilwerden lassen? Da sprachen die Knappen des Knigs, die ihm 
dienten: Man hat ihm gar nichts gegeben!
EST 6:4 Und der Knig fragte: Wer ist im Hofe? Nun war Haman gerade in den 
uern Hof des kniglichen Hauses gekommen, um dem Knig zu sagen, er 
solle Mardochai an den Galgen hngen lassen, den er fr ihn bereitet hatte.
EST 6:5 Da sprachen des Knigs Knappen zu ihm: Siehe, Haman steht im Hof! 
Der Knig sprach: Er soll hereinkommen!
EST 6:6 Als nun Haman hereinkam, sprach der Knig zu ihm: Was soll man dem 
Manne tun, den der Knig gern ehren wollte? Haman aber dachte in seinem 
Herzen: Wem anders sollte der Knig Ehre erweisen wollen als mir?
EST 6:7 Und Haman sprach zum Knig: Fr den Mann, welchen der Knig gern 
ehren wollte,
EST 6:8 soll man ein knigliches Kleid, welches der Knig selbst getragen 
hat, herbringen und ein Pferd, darauf der Knig reitet und auf dessen Kopf 
eine knigliche Krone gesetzt worden ist.
EST 6:9 Und man soll das Kleid und das Pferd den Hnden eines der 
vornehmsten Frsten des Knigs bergeben, damit man den Mann bekleide, 
welchen der Knig gern ehren wollte, und ihn auf dem Pferde in den Gassen 
der Stadt umherfhren und vor ihm her ausrufen lassen: So tut man dem 
Manne, den der Knig gern ehren will!
EST 6:10 Da sprach der Knig zu Haman: Eile, nimm das Kleid und das Pferd, 
wie du gesagt hast, und tue also mit Mardochai, dem Juden, der vor dem 
Knigstor sitzt; es soll nichts fehlen von allem, was du gesagt hast!
EST 6:11 Da nahm Haman das Kleid und das Pferd und bekleidete Mardochai 
und fhrte ihn auf die Gassen der Stadt und rief vor ihm her: So tut man 
dem Manne, den der Knig gern ehren will!
EST 6:12 Darauf kehrte Mardochai zum Knigstor zurck; Haman aber eilte 
traurig und mit verhlltem Haupte nach Hause.
EST 6:13 Und Haman erzhlte seinem Weibe Seres und allen seinen Freunden 
alles, was ihm begegnet war. Da sprachen seine Weisen und sein Weib Seres 
zu ihm: Wenn Mardochai, vor dem du zu fallen angefangen hast, von dem 
Samen der Juden ist, so vermagst du nichts wider ihn, sondern du wirst 
gnzlich vor ihm fallen!
EST 6:14 Whrend sie aber noch mit ihm redeten, kamen die Kmmerer des 
Knigs und beeilten sich, Haman zu dem Mahle zu bringen, welches Esther 
zugerichtet hatte.
EST 7:1 So kam nun der Knig mit Haman zum Trinkgelage bei der Knigin 
Esther.
EST 7:2 Da sprach der Knig zu Esther auch am zweiten Tage beim 
Weintrinken: Was bittest du, Knigin Esther? Es soll dir gegeben werden! 
Und was forderst du? Wre es auch die Hlfte des Knigreichs, es soll 
geschehen!
EST 7:3 Da antwortete die Knigin Esther und sprach: Habe ich Gnade vor 
dir gefunden, o Knig, und gefllt es dem Knig, so schenke mir das Leben 
um meiner Bitte willen, und mein Volk um meines Begehrens willen!
EST 7:4 Denn wir sind verkauft, ich und mein Volk, um vertilgt, erwrgt 
und umgebracht zu werden. Wenn wir nur zu Knechten und Mgden verkauft 
wrden, so wollte ich schweigen; aber der Feind wre nicht imstande, den 
Schaden des Knigs zu ersetzen!
EST 7:5 Da sprach der Knig Ahasveros zu der Knigin Esther: Wer ist der, 
und wo ist der, welcher sich vorgenommen hat, solches zu tun?
EST 7:6 Esther sprach: Der Widersacher und Feind ist dieser bse Haman! Da 
erschrak Haman vor dem Knig und der Knigin.
EST 7:7 Der Knig aber stand in seinem Grimm auf vom Weintrinken und ging 
in den Garten am Hause. Haman aber stand auf und bat die Knigin Esther um 
sein Leben; denn er sah, da sein Verderben beim Knig beschlossen war.
EST 7:8 Und als der Knig aus dem Garten am Hause wieder in das Haus kam, 
wo man den Wein getrunken hatte, lag Haman an dem Polster, auf welchem 
Esther sa. Da sprach der Knig: Will er sogar der Knigin Gewalt antun in 
meinem Hause? Das Wort war kaum aus des Knigs Munde gegangen, so 
verhllten sie dem Haman das Angesicht.
EST 7:9 Und Harbona, einer der Kmmerer vor dem Knig, sprach: Siehe, der 
Galgen, welchen Haman fr Mardochai gemacht hat, der Gutes fr den Knig 
geredet hat, steht schon bei Hamans Hause, fnfzig Ellen hoch! Der Knig 
sprach: Hngt ihn daran!
EST 7:10 Also hngte man Haman an den Galgen, welchen er fr Mardochai 
gemacht hatte. Da legte sich der Zorn des Knigs.
EST 8:1 An demselben Tage gab der Knig Ahasveros der Knigin Esther das 
Haus Hamans, des Feindes der Juden. Mardochai aber bekam Zutritt beim 
Knig; denn Esther hatte gesagt, wie er ihr zugehrte.
EST 8:2 Und der Knig tat seinen Siegelring ab, den er Haman abgenommen 
hatte, und gab ihn Mardochai. Und Esther setzte Mardochai ber das Haus 
Hamans.
EST 8:3 Und Esther redete weiter vor dem Knig und fiel ihm zu Fen, 
weinte und flehte ihn an, da er die Bosheit Hamans, des Agagiters, 
nmlich seinen Anschlag, den er wider die Juden erdacht hatte, abwenden 
mchte.
EST 8:4 Und der Knig streckte Esther das goldene Zepter entgegen. Da 
stand Esther auf und trat vor den Knig und sprach:
EST 8:5 Gefllt es dem Knig, und habe ich Gnade vor ihm gefunden, und 
dnkt es den Knig gut, und gefalle ich ihm, so schreibe man, da die 
Briefe mit dem Anschlag Hamans, des Sohnes Hammedatas, des Agagiters, 
widerrufen werden, welche er geschrieben hat, um die Juden in allen 
Provinzen des Knigs umzubringen.
EST 8:6 Denn wie knnte ich dem Unglck zusehen, das mein Volk treffen 
wrde? Und wie knnte ich zusehen, wie mein Geschlecht umkommt?
EST 8:7 Da sprach der Knig Ahasveros zur Knigin Esther und zu Mardochai, 
dem Juden: Seht, ich habe Esther das Haus Hamans gegeben, und man hat ihn 
an den Galgen gehngt, weil er seine Hand gegen die Juden ausgestreckt hat.
EST 8:8 So schreibt nun betreffs der Juden, wie es euch gut dnkt, in des 
Knigs Namen, und versiegelt es mit des Knigs Ring; denn die Schrift, die 
in des Knigs Namen geschrieben und mit des Knigs Ring versiegelt worden 
ist, kann nicht widerrufen werden.
EST 8:9 Da wurden des Knigs Schreiber zu jener Zeit berufen, im dritten 
Monat, das ist der Monat Sivan, am dreiundzwanzigsten Tage desselben. Und 
es ward geschrieben, ganz wie Mardochai gebot, an die Juden und an die 
Frsten und Landpfleger und Hauptleute der Provinzen von Indien bis 
thiopien, nmlich 127 Provinzen, einer jeden Provinz in ihrer Schrift, 
und einem jeden Volk in seiner Sprache, auch an die Juden in ihrer Schrift 
und in ihrer Sprache.
EST 8:10 Und es ward geschrieben im Namen des Knigs Ahasveros und 
versiegelt mit dem Ring des Knigs. Und er sandte Briefe durch reitende 
Eilboten, die auf schnellen Rossen aus den [kniglichen] Gestten ritten;
EST 8:11 darin gestattete der Knig den Juden, sich in allen Stdten zu 
versammeln und fr ihr Leben einzustehen und zu vertilgen, zu erwrgen und 
umzubringen alle Volks und Bezirkstruppen, die sie befehden sollten, 
mitsamt den Kindern und Frauen, und die ihr Gut rauben wollten;
EST 8:12 und zwar an einem Tage in allen Provinzen des Knigs Ahasveros, 
nmlich am dreizehnten Tage des zwlften Monats, das ist der Monat Adar.
EST 8:13 Der Inhalt der Schrift aber war, es sei in allen Provinzen ein 
Gebot zu erlassen und allen Vlkern zu erffnen, da die Juden auf jenen 
Tag bereit sein sollten, sich an ihren Feinden zu rchen.
EST 8:14 Und Eilboten, die auf schnellen Rossen aus den [kniglichen] 
Gestten ritten, gingen auf Befehl des Knigs schleunigst und eilend aus, 
sobald das Gesetz im Schlo Susan erlassen war.
EST 8:15 Mardochai aber verlie den Knig in kniglichen Kleidern, in 
blauem Purpur und feiner weier Baumwolle und mit einer groen goldenen 
Krone und einem Mantel von weier Baumwolle und rotem Purpur; und die 
Stadt Susan jauchzte und war frhlich.
EST 8:16 Fr die Juden aber war Licht und Freude, Wonne und Ehre 
entstanden.
EST 8:17 Und in allen Provinzen und in allen Stdten, wohin des Knigs 
Wort und Gebot gelangte, da war Freude und Wonne unter den Juden, Gastmahl 
und Festtag, so da viele von der Bevlkerung des Landes Juden wurden; 
denn die Furcht vor den Juden war auf sie gefallen.
EST 9:1 Im zwlften Monat nun, das ist der Monat Adar, am dreizehnten 
Tage, an welchem des Knigs Wort und Gebot in Erfllung gehen sollte, an 
eben dem Tage, an welchem die Feinde der Juden hofften, sie zu 
berwltigen, wandte es sich so, da die Juden ihre Hasser berwltigen 
durften.
EST 9:2 Da versammelten sich die Juden in ihren Stdten, in smtlichen 
Provinzen des Knigs Ahasveros, um Hand an die zu legen, die ihnen bel 
wollten, und niemand konnte ihnen widerstehen; denn die Furcht vor ihnen 
war auf alle Vlker gefallen.
EST 9:3 Auch alle Vorsteher der Provinzen und die Satrapen und Landpfleger 
und die Amtleute des Knigs untersttzten die Juden; denn die Furcht vor 
Mardochai war auf sie gefallen.
EST 9:4 Denn Mardochai galt viel am Hofe des Knigs, und sein Ruf erscholl 
in alle Provinzen; denn der Mann Mardochai ward immer grer.
EST 9:5 Also schlugen die Juden alle ihre Feinde mit dem Schwerte und 
erwrgten und brachten sie um und verfuhren mit ihren Hassern nach ihrem 
Belieben.
EST 9:6 Auch in der Burg Susan erwrgten die Juden und brachten 500 Mann 
um.
EST 9:7 Dazu erschlugen sie Parsandata,
EST 9:8 Dalphon, Aspata, Porata,
EST 9:9 Adalja, Aridata, Parmasta, Arisai, Aridai und Vajesata,
EST 9:10 die zehn Shne Hamans, des Sohnes Hammedatas, des Feindes der 
Juden; aber an ihre Gter legten sie die Hand nicht.
EST 9:11 An jenem Tage erfuhr der Knig die Zahl der in der Burg Susan 
Getteten.
EST 9:12 Und der Knig sprach zu der Knigin Esther: Die Juden haben in 
der Burg Susan 500 Mann erschlagen und umgebracht, dazu die zehn Shne 
Hamans. Was haben sie getan in den andern Provinzen des Knigs? Was 
bittest du nun? Es soll dir gegeben werden. Und was forderst du mehr? Es 
soll geschehen!
EST 9:13 Esther sprach: Gefllt es dem Knig, so lasse er auch morgen die 
Juden zu Susan handeln nach der heutigen Verordnung; die zehn Shne Hamans 
aber soll man an den Galgen hngen!
EST 9:14 Da befahl der Knig, solches zu tun, und das Gebot ward zu Susan 
erlassen, und die zehn Shne Hamans wurden gehngt.
EST 9:15 Und die Juden versammelten sich zu Susan am vierzehnten Tage des 
Monats Adar und erwrgten zu Susan 300 Mann; aber an ihre Gter legten sie 
die Hand nicht.
EST 9:16 Auch die brigen Juden, die in den Lndern des Knigs waren, 
kamen zusammen und standen fr ihr Leben ein und verschafften sich Ruhe 
vor ihren Feinden, und sie tteten von ihren Feinden 75000; aber an ihre 
Gter legten sie die Hand nicht.
EST 9:17 Das geschah am dreizehnten Tage des Monats Adar, und sie ruhten 
am vierzehnten Tage desselben Monats und machten ihn zu einem Tage des 
Gastmahls und der Freuden.
EST 9:18 Aber die Juden zu Susan waren am dreizehnten und vierzehnten Tage 
dieses Monats zusammengekommen und ruhten am fnfzehnten Tage; und sie 
machten diesen Tag zu einem Tage des Gastmahls und der Freuden.
EST 9:19 Darum machen die Juden auf dem Lande, welche in den offenen 
Stdten wohnen, den vierzehnten Tag des Monats Adar zu einem Tage der 
Freude, des Gastmahls und zum Festtag und senden einander Geschenke.
EST 9:20 Und Mardochai schrieb diese Begebenheiten auf und sandte Briefe 
an alle Juden, die in allen Provinzen des Knigs Ahasveros wohnten, in der 
Nhe und in der Ferne,
EST 9:21 indem er ihnen verordnete, da sie den vierzehnten und 
fnfzehnten Tag des Monats Adar alle Jahre feiern sollten als Tage,
EST 9:22 an denen die Juden vor ihren Feinden zur Ruhe gekommen waren, und 
als Monat, in welchem ihr Kummer in Freude und ihr Leid in gute Tage 
verwandelt worden war; da sie die feiern sollten als Tage des Gastmahls 
und der Freuden, an denen sie einander Geschenke machen und die Armen 
beschenken sollten.
EST 9:23 Und die Juden machten sich das, was sie zu tun angefangen hatten 
und was ihnen Mardochai vorgeschrieben hatte, zur Gewohnheit.
EST 9:24 Weil Haman, der Sohn Hammedatas, der Agagiter, aller Juden Feind, 
den Plan gefat hatte, alle Juden umzubringen, und weil er das Pur, das 
ist das Los, hatte werfen lassen, um sie aufzureiben und umzubringen;
EST 9:25 whrend [Esther] dadurch, da [sie] vor den Knig kam, bewirkte, 
da er durch Briefe befahl, Hamans bsen Anschlag, den er wider die Juden 
erdacht hatte, auf seinen eigenen Kopf zu lenken, so da man ihn und seine 
Shne an den Galgen hngte.
EST 9:26 Darum werden diese Tage Purim genannt, nach dem Worte Pur. Um 
deswillen und wegen alles dessen, was in dem Schriftstcke stand, was sie 
selbst gesehen und erfahren hatten,
EST 9:27 setzten die Juden solches fest und nahmen es an fr sich und ihre 
Nachkommen und alle, die sich ihnen anschlieen wrden, da sie nicht 
davon abgehen wollten, jhrlich diese zwei Tage zu halten, wie sie 
vorgeschrieben und bestimmt worden waren.
EST 9:28 Und so sollen diese Tage im Gedchtnis bleiben und gefeiert 
werden von Geschlecht zu Geschlecht, in allen Provinzen und Stdten; so 
da diese Purimtage nie verschwinden sollen aus der Mitte der Juden und 
ihr Gedchtnis bei ihren Nachkommen nicht aufhren soll.
EST 9:29 Und die Knigin Esther, die Tochter Abichails, und Mardochai, der 
Jude, schrieben mit allem Nachdruck, um diesen zweiten Brief betreffend 
die Purim zu besttigen.
EST 9:30 Und er sandte Briefe an alle Juden in den 127 Provinzen des 
Knigreichs Ahasveros`, Worte des Friedens und der Wahrheit,
EST 9:31 um diese Purimtage zu ihren bestimmten Zeiten festzusetzen, wie 
Mardochai, der Jude, und die Knigin Ester ihnen verordnet und wie sie sie 
auch fr sich selbst und fr ihre Nachkommen festgesetzt hatten, nmlich 
die Geschichten der Fasten und ihrer Wehklage.
EST 9:32 Und der Befehl Esthers besttigte diese Purimgeschichte, und er 
wurde in einem Buche aufgezeichnet.
EST 10:1 Und der Knig Ahasveros legte dem Festland und den Inseln des 
Meeres einen Tribut auf.
EST 10:2 Aber alle Werke seiner Gewalt und seiner Macht und die 
Beschreibung der Gre Mardochais, zu welcher ihn der Knig erhob, ist das 
nicht aufgezeichnet in der Chronik der Knige von Medien und Persien?
EST 10:3 Denn der Jude Mardochai war der Nchste nach dem Knig Ahasveros 
und gro unter den Juden und beliebt bei der Menge seiner Brder, weil er 
das Beste seines Volkes suchte und mit all seinem Geschlecht freundlich 
redete!
JOB 1:1 Es war ein Mann im Lande Uz, der hie Hiob. Der war ein ganzer und 
gerader Mann, der Gott frchtete und vom Bsen wich.
JOB 1:2 Es wurden ihm sieben Shne und drei Tchter geboren.
JOB 1:3 Er besa an Herden 7000 Schafe, 3000 Kamele, 500 Joch Rinder und 
500 Eselinnen; und seine Dienerschaft war sehr gro, also da der Mann 
grer war, als alle, die im Morgenlande wohnten.
JOB 1:4 Seine Shne aber gingen und machten Gastmhler, ein jeder in 
seinem Hause und an seinem Tage, und sie sandten hin und luden auch ihre 
drei Schwestern ein, um mit ihnen zu essen und zu trinken.
JOB 1:5 Wenn dann die Tage des Gastmahls zu Ende waren, lie Hiob sie 
holen und heiligte sie; er stand des Morgens frh auf und brachte Opfer 
nach ihrer aller Zahl; denn Hiob sprach: Vielleicht mchten meine Shne 
gesndigt und in ihren Herzen Gott den Abschied gegeben haben. Also tat 
Hiob allezeit.
JOB 1:6 Es begab sich aber eines Tages, da die Shne Gottes vor den HERRN 
zu treten pflegten, da auch der Satan unter ihnen kam.
JOB 1:7 Da sprach der HERR zum Satan: Wo kommst du her? Satan antwortete 
dem HERRN und sprach: Ich habe das Land durchstreift und bin darin 
umhergegangen.
JOB 1:8 Da sprach der HERR zum Satan: Hast du meinen Knecht Hiob beachtet? 
Denn seinesgleichen ist nicht auf Erden, ein so ganzer und gerader Mann, 
der Gott frchtet und vom Bsen weicht.
JOB 1:9 Satan antwortete dem HERRN und sprach: Ist Hiob umsonst 
gottesfrchtig?
JOB 1:10 Hast du nicht ihn und sein Haus und alles, was er hat, ringsum 
eingehegt? Das Werk seiner Hnde hast du gesegnet und seine Herden breiten 
sich im Lande aus.
JOB 1:11 Aber strecke deine Hand aus und taste alles an, was er hat; la 
sehen, ob er dir dann nicht ins Angesicht den Abschied geben wird!
JOB 1:12 Da sprach der HERR zum Satan: Siehe, alles, was er hat, sei in 
deiner Hand; nur nach ihm selbst strecke deine Hand nicht aus! Also ging 
der Satan aus von dem Angesicht des HERRN.
JOB 1:13 Und es begab sich eines Tages, da seine Shne und Tchter im 
Hause ihres erstgeborenen Bruders aen und Wein tranken,
JOB 1:14 da kam ein Bote zu Hiob und sprach: Die Rinder pflgten und die 
Eselinnen weideten neben ihnen;
JOB 1:15 da fielen die Saber ein und nahmen sie weg und erschlugen die 
Knaben mit der Schrfe des Schwertes; ich aber bin entronnen, nur ich 
allein, um es dir anzuzeigen.
JOB 1:16 Der redete noch, als ein anderer kam und sagte: Gottes Feuer ist 
vom Himmel gefallen und hat Schafe und Knaben angezndet und verzehrt; ich 
aber bin entronnen, nur ich allein, da ich es dir anzeige!
JOB 1:17 Der redete noch, als ein anderer kam und sagte: Die Chalder 
haben drei Haufen aufgestellt und sind ber die Kamele hergefallen und 
haben sie weggenommen und haben die Knaben mit der Schrfe des Schwertes 
erschlagen; ich aber bin entronnen, nur ich allein, um es dir anzuzeigen.
JOB 1:18 Whrend dieser noch redete, kam ein anderer und sprach: Deine 
Shne und Tchter aen und tranken Wein im Hause ihres erstgeborenen 
Bruders;
JOB 1:19 und siehe, da kam ein heftiger Wind drben von der Wste her und 
stie an die vier Ecken des Hauses, so da es auf die jungen Leute strzte 
und sie starben; ich aber bin davongekommen, nur ich allein, da ich es 
dir anzeige!
JOB 1:20 Da stand Hiob auf und zerri sein Kleid und schor sein Haupt und 
fiel zur Erde nieder und betete an.
JOB 1:21 Und er sprach: Nackt bin ich von meiner Mutter Leibe gekommen, 
nackt werde ich wieder dahingehen; der HERR hat gegeben, der HERR hat 
genommen, der Name des HERRN sei gelobt!
JOB 1:22 Bei alledem sndigte Hiob nicht und benahm sich nicht 
ungebhrlich gegen Gott.
JOB 2:1 Es kam aber ein Tag, da die Shne Gottes sich vor dem HERRN zu 
stellen pflegten; da erschien unter ihnen auch der Satan, um sich vor dem 
HERRN zu stellen.
JOB 2:2 Da sprach der HERR zum Satan: Wo kommst du her? Satan antwortete 
dem HERRN und sprach: Vom Durchstreifen der Erde und vom Umherwandeln 
darauf.
JOB 2:3 Da sprach der HERR zum Satan: Hast du meinen Knecht Hiob beachtet? 
Denn seinesgleichen ist auf Erden nicht, ein so ganzer und gerader Mann, 
der Gott frchtet und vom Bsen weicht; und noch hlt er fest an seiner 
Vollkommenheit, obschon du mich gereizt hast, ihn ohne Ursache zu 
verderben.
JOB 2:4 Satan antwortete dem HERRN und sprach: Haut fr Haut; und alles, 
was der Mensch hat, gibt er fr sein Leben.
JOB 2:5 Aber strecke doch deine Hand aus und taste ihn selbst an und sein 
Fleisch, so wird er dir sicher ins Angesicht den Abschied geben!
JOB 2:6 Da sprach der HERR zum Satan: Siehe, er ist in deiner Hand; nur 
schone seines Lebens!
JOB 2:7 Da ging der Satan aus von dem Angesicht des HERRN und plagte Hiob 
mit bsen Geschwren von der Fusohle bis zum Scheitel,
JOB 2:8 also da Hiob eine Scherbe nahm, um sich damit zu kratzen, und 
sich in den Aschenhaufen setzte.
JOB 2:9 Da sprach sein Weib zu ihm: Hltst du noch fest an deiner 
Vollkommenheit? Sage dich los von Gott und stirb!
JOB 2:10 Er aber sprach zu ihr: Du redest, wie ein trichtes Weib redet. 
Haben wir Gutes empfangen von Gott, sollten wir das Bse nicht auch 
annehmen? Bei alledem versndigte sich Hiob nicht mit seinen Lippen.
JOB 2:11 Als aber die drei Freunde Hiobs all das Unglck vernahmen, das 
ber ihn gekommen war, kamen sie, ein jeder von seinem Ort, nmlich 
Eliphas, der Temaniter, und Bildad, der Schuchiter, und Zophar, der 
Naamatiter; diese kamen berein, miteinander hinzugehen, ihn zu beklagen 
und zu trsten.
JOB 2:12 Und als sie von ferne ihre Augen erhoben, erkannten sie ihn nicht 
mehr. Da erhoben sie ihre Stimme und weinten; und sie zerrissen ein jeder 
sein Kleid und sprengten Staub ber ihre Hupter gen Himmel.
JOB 2:13 Dann setzten sie sich zu ihm auf den Erdboden sieben Tage und 
sieben Nchte lang, und keiner redete ein Wort zu ihm; denn sie sahen, da 
der Schmerz sehr gro war.
JOB 3:1 Darnach tat Hiob seinen Mund auf und verfluchte den Tag seiner 
Geburt.
JOB 3:2 Hiob hob an und sprach:
JOB 3:3 Verloren gehe der Tag, da ich geboren bin, die Nacht, da es hie: 
Ein Knabe ist gezeugt!
JOB 3:4 Verfinstert werde dieser Tag; Gott in der Hhe frage nicht nach 
ihm, und niemals falle ein Lichtstrahl darauf!
JOB 3:5 Finsternis und Todesschatten nehme ihn ein, Gewlk umhlle ihn und 
berfalle diesen trben Tag!
JOB 3:6 Und jene Nacht; Das Dunkel raffe sie weg, sie freue sich in des 
Jahres Tagen nie und komme nicht in die Zahl der Monde.
JOB 3:7 Ja, jene Nacht sei unfruchtbar, kein Jubel ertne in ihr!
JOB 3:8 Die, so den Tagen Bses losen und imstande sind, den Drachen 
aufzuwecken, sollen sie verfluchen.
JOB 3:9 Verfinstert mssen ihrer Dmmerung Sterne sein, sie warte auf 
Licht und es bleibe aus; sie schaue auch die Wimpern der Morgenrte nicht!
JOB 3:10 Weil sie den Mutterleib mir nicht verschlo und den Jammer nicht 
vor meinen Augen verbarg.
JOB 3:11 Warum starb ich nicht gleich bei der Geburt und kam nicht um, 
sobald ich aus Mutterschoe ging?
JOB 3:12 Warum kamen mir Knie entgegen und wozu Brste, da ich sog?
JOB 3:13 Denn jetzt lge ich da und wre stille; wre ich entschlafen, so 
htte ich nun Ruhe
JOB 3:14 mit Knigen und Landesrten, die sich Steinhaufen erbaut haben,
JOB 3:15 oder mit Frsten, reich an Gold, die in ihren Husern Silber 
huften.
JOB 3:16 Oder wre ich gar niemals dagewesen, wie eine verborgene 
Fehlgeburt, den Kindlein gleich, die nie das Licht gesehen haben!
JOB 3:17 Dort hrt der Frevler Toben auf, dort finden die Erschpften Ruh;
JOB 3:18 alle Gefangenen sind dort in Frieden, sie hren die Stimme des 
Treibers nicht mehr;
JOB 3:19 Kleine und Groe sind daselbst, und der Knecht ist frei von 
seinem Herrn!
JOB 3:20 Warum lt er Lebensmde noch die Sonne sehen und zwingt er 
betrbte Seelen noch zu leben?
JOB 3:21 die auf den Tod harren, und er kommt nicht, die nach ihm graben, 
mehr als nach Schtzen;
JOB 3:22 die sich freuen wrden und jubelten, die frohlockten, wenn sie 
ein Grab fnden.
JOB 3:23 [Was soll das Leben] dem Manne, dem sein Weg verborgen ist, den 
Gott rings umzunt hat?
JOB 3:24 Denn statt zu essen, seufze ich, und meine Klage ergiet sich wie 
ein Wasserstrom.
JOB 3:25 Denn was ich gefrchtet habe, das ist ber mich gekommen, und 
wovor mir graute, das hat mich getroffen.
JOB 3:26 Ich kann nicht ruhen und nicht rasten, und kaum habe ich mich 
erholt, so kommt ein neuer Sturm ber mich.
JOB 4:1 Da hob Eliphas, der Temaniter, an und sprach:
JOB 4:2 Vielleicht verdriet es dich, wenn man versucht, ein Wort mit dir 
zu reden; wer hlt aber die Rede zurck?
JOB 4:3 Siehe, du hast viele zurechtgewiesen und mde Hnde gestrkt.
JOB 4:4 Deine Reden haben Strauchelnde aufgerichtet, und wankende Knie 
hast du gekrftigt.
JOB 4:5 Da es nun an dich kommt, erliegst du, und weil es dich trifft, 
bist du so bestrzt.
JOB 4:6 Ist nicht deine Gottesfurcht dein Trost und die Vollkommenheit 
deines Weges deine Hoffnung?
JOB 4:7 Bedenke aber: ist je ein Unschuldiger umgekommen, oder wurden je 
Rechtschaffene vertilgt?
JOB 4:8 Soviel ich gesehen habe: die Unrecht pflgen und Unheil sen, 
ernten es auch.
JOB 4:9 Durch Gottes Odem kommen sie um; durch den Hauch seines Zornes 
werden sie verzehrt.
JOB 4:10 Das Brllen des Lwen und die Stimme des Leuen verstummt, und die 
Zhne der jungen Lwen werden ausgebrochen.
JOB 4:11 Der Lwe verdirbt aus Mangel an Raub, und die Jungen der Lwin 
zerstreuen sich.
JOB 4:12 Zu mir aber stahl sich ein Wort, mein Ohr vernahm ein leises 
Flstern;
JOB 4:13 beim Nachdenken ber Nachtgesichte, als tiefer Schlaf auf die 
Menschen gefallen war,
JOB 4:14 da kam Furcht ber mich und ein Zittern und durchschauerte alle 
meine Gebeine;
JOB 4:15 denn ein Geist ging an mir vorber, die Haare meines Leibes 
standen mir darob zu Berge.
JOB 4:16 Er stand da, und ich erkannte sein Aussehen nicht, eine Gestalt 
war vor meinen Augen, ich hrte eine flsternde Stimme:
JOB 4:17 Ist der Sterbliche gerecht vor Gott oder ein Mann vor seinem 
Schpfer rein?
JOB 4:18 Siehe, seinen Dienern traut er nicht, bei seinen Engeln nimmt er 
Irrtum wahr;
JOB 4:19 wieviel mehr bei denen, die in Lehmhtten wohnen, deren Fundament 
im Staube liegt und die gleich Motten zerstrt werden!
JOB 4:20 Zwischen Morgen und Abend gehen sie zugrunde; ehe man sich's 
versieht, sind sie fr immer dahin.
JOB 4:21 Wird nicht ihr Zeltstrick abgerissen? Sie sterben; und zwar nicht 
an Weisheit!
JOB 5:1 Rufe doch! Ist einer, der dir antwortet? Und an welchen von den 
Heiligen willst du dich wenden?
JOB 5:2 Denn den Toren erwrgt der Zorn, und den Einfltigen ttet der 
Eifer.
JOB 5:3 Ich selbst habe einen Toren gesehen, der Wurzel schlug; sobald ich 
aber sein Gehft verfluchte,
JOB 5:4 waren seine Shne vom Glck verlassen und wurden unterdrckt im 
Tore, und niemand rettete sie;
JOB 5:5 seine Ernte fra der Hungrige und nahm sie ihm aus den Dornen 
heraus, und sein Vermgen schnappten die Habgierigen weg.
JOB 5:6 Denn Unglck wchst nicht aus dem Staub hervor, und Unheil sprot 
nicht aus der Erde;
JOB 5:7 sondern der Mensch ist zum Unglck geboren, wie die Funken 
aufwrts fliegen.
JOB 5:8 Aber doch wrde ich Gott suchen und meine Rede an ihn richten,
JOB 5:9 der groe, unerforschliche Dinge tut, Wunder ohne Zahl:
JOB 5:10 Er giet Regen auf die Erde und sendet Wasser ber die Fluren;
JOB 5:11 er erhht die Niedrigen und die Leidtragenden erlangen das Heil;
JOB 5:12 er vereitelt die Anschlge der Listigen, da ihre Hand nicht 
helfen kann;
JOB 5:13 er fngt die Weisen in ihrer Klugheit, und der Verschmitzten Rat 
berstrzt sich selbst;
JOB 5:14 bei Tage stoen sie an wie im Dunkel und tappen zu Mittag wie in 
der Nacht.
JOB 5:15 Aber den Armen errettet er vom Schwert und aus ihrem Maul und den 
Bedrftigen aus der Hand des Starken,
JOB 5:16 da der Geringe Hoffnung fat und die Frechheit ihr Maul 
verschliet.
JOB 5:17 Siehe, wohl dem Menschen, den Gott straft! Darum verwirf die 
Zchtigung des Allmchtigen nicht!
JOB 5:18 Denn er verwundet und verbindet, er zerschlgt und seine Hand 
heilt.
JOB 5:19 In sechs Trbsalen wird er dich erretten, und in sieben wird dich 
kein Leid berhren:
JOB 5:20 In Hungersnot wird er dich vom Tode erlsen und im Kriege von dem 
Schwert;
JOB 5:21 vor der Geiel der Zunge wirst du geborgen sein und wirst 
Gewaltttigkeit nicht frchten, wenn sie kommt;
JOB 5:22 der Verwstung und Drre wirst du lachen und vor den wilden 
Tieren nicht erschrecken;
JOB 5:23 denn mit den Steinen des Feldes stehst du im Bunde, und die Tiere 
des Feldes halten Frieden mit dir.
JOB 5:24 Du wirst erfahren, da dein Zelt sicher ist, und untersuchst du 
deine Wohnung, so fehlt dir nichts.
JOB 5:25 Du wirst erfahren, da dein Same zahlreich wird und deine 
Sprlinge wie das Gras auf Erden.
JOB 5:26 Du wirst in gutem Alter begraben werden, wie man Garben einbringt 
zu ihrer Zeit.
JOB 5:27 Siehe, das haben wir erforscht, so ist es; vernimm es und merke 
es dir wohl!
JOB 6:1 Da antwortete Hiob und sprach:
JOB 6:2 O da mein Unmut und mein Unglck gegeneinander abgewogen und 
zugleich auf eine Waage gelegt wrden!
JOB 6:3 Denn nun ist es schwerer als Meeressand; darum sind meine Reden so 
verwirrt.
JOB 6:4 Denn die Pfeile des Allmchtigen stecken in mir, mein Geist saugt 
ihr Gift; die Schrecken Gottes bestrmen mich.
JOB 6:5 Schreit auch ein Wildesel beim Gras, brllt auch ein Ochse, wenn 
er Futter hat?
JOB 6:6 Kann man auch Fades essen ohne Salz, findet man am Eiwei 
irgendwelchen Geschmack?
JOB 6:7 Was meine Seele zu berhren verschmhte, das ist jetzt mein 
tglich Brot!
JOB 6:8 O da doch kme, was ich wnsche, und Gott meine Hoffnung erfllte:
JOB 6:9 da es doch Gott gefiele, mich zu zermalmen, seine Hand 
auszustrecken und mich abzuschneiden!
JOB 6:10 So bliebe mir noch der Trost (worber ich frohlocken wrde im 
schonungslosen Schmerz), da ich von den Worten des Heiligen nicht 
abgefallen bin!
JOB 6:11 Wie gro ist denn meine Kraft, da ich noch ausharren, und wann 
kommt mein Ende, da meine Seele sich gedulden soll?
JOB 6:12 Ist mir denn der Steine Kraft gegeben, ist dies mein Fleisch etwa 
von Erz?
JOB 6:13 Bin ich denn nicht hilflos und des Heils beraubt?
JOB 6:14 Dem Verzagten soll sein Freund Mitleid erzeigen, selbst wenn er 
von der Furcht des Allmchtigen lassen sollte.
JOB 6:15 Meine Brder trgen wie ein Wildbach, wie das Bett der Wildbche, 
die berlaufen,
JOB 6:16 welche trbe werden vom Eis, wenn der Schnee sich darin birgt,
JOB 6:17 die aber versiegen zur Zeit der Sommerglut und von ihrem Ort 
verschwinden, wenn es hei wird.
JOB 6:18 Es biegen ab von ihrem Wege die Karawanen, ziehen in die Wste 
und verirren sich;
JOB 6:19 es schauen sie die Karawanen Themas, die Reisegesellschaften 
Sebas hoffen auf sie.
JOB 6:20 Aber sie werden in ihrer Hoffnung zuschanden; wenn sie dorthin 
kommen, sind sie enttuscht.
JOB 6:21 So seid auch ihr mir jetzt geworden; ihr schauet Schreckliches 
und frchtet euch davor!
JOB 6:22 Habe ich gesagt: Gebet mir etwas! oder Bringt mir etwas von 
eurem Vermgen her;
JOB 6:23 rettet mich aus der Hand des Feindes und erlset mich von des 
Tyrannen Hand?
JOB 6:24 Belehret mich, so will ich schweigen,
JOB 6:25 weiset mir nach, wo ich gefehlt! O wie eindringlich sind die 
Reden der Wahrheit! Aber was bringen eure Zurechtweisungen zu-recht?
JOB 6:26 Gedenket ihr Worte zu bekritteln und haltet die Reden eines 
Verzweifelten fr Wind?
JOB 6:27 Ja, ihr werfet das Los ber eine Waise und verhandelt euren 
Freund!
JOB 6:28 Und nun seid doch so gefllig und schaut mich an, ob ich euch ins 
Angesicht lgen werde!
JOB 6:29 Kehret um, tut nicht Unrecht! Ja, kehret um! noch bin ich im 
Recht!
JOB 6:30 Ist denn Unrecht auf meiner Zunge, oder unterscheidet mein Gaumen 
nicht, was verderblich ist?
JOB 7:1 Hat der Mensch nicht Kriegsdienst auf Erden, sind seine Tage nicht 
wie die eines Sldners?
JOB 7:2 Ein Knecht sehnt sich nach dem Schatten, und ein Sldner verlangt 
nach seinem Lohn;
JOB 7:3 mir aber wurden Monate voll Enttuschung beschert und Nchte 
voller Qual zugezhlt.
JOB 7:4 Wenn ich mich niederlege, so spreche ich: Wann werde ich 
aufstehen? Aber der Abend dehnt sich lang, und vom Umherwlzen werde ich 
gar satt bis zur Morgendmmerung.
JOB 7:5 Mein Leib ist bekleidet mit Wrmern und einer Kruste von Erde, 
meine Haut zieht sich zusammen und eitert.
JOB 7:6 Meine Tage gleiten schneller dahin als ein Weberschifflein, sie 
schwinden hoffnungslos dahin.
JOB 7:7 Bedenke, da mein Leben ein Hauch ist, da mein Auge nichts Gutes 
mehr sehen wird;
JOB 7:8 das Auge, das mich schaut, wird mich nicht mehr sehen; wenn du 
nach mir siehst, so bin ich nicht mehr!
JOB 7:9 Wie die Wolke vergeht und verschwindet, so kommt, wer zum 
Totenreiche fhrt, nicht mehr herauf;
JOB 7:10 er kehrt nicht mehr in sein Haus zurck, und seine Sttte kennt 
ihn nicht mehr.
JOB 7:11 Darum will auch ich meinen Mund nicht halten; ich will reden in 
der Angst meines Geistes, in der Betrbnis meiner Seele will ich klagen:
JOB 7:12 Bin ich denn ein Meer oder ein Ungeheuer, da du eine Wache wider 
mich aufstellst?
JOB 7:13 Wenn ich denke: Mein Bett wird mich trsten, mein Lager wird 
meine Klage erleichtern!
JOB 7:14 so erschreckst du mich mit Trumen und ngstigst mich durch 
Gesichte,
JOB 7:15 so da meine Seele Erwrgung vorzge und ich lieber tot wre, als 
ein Gerippe zu sein.
JOB 7:16 Es ist mir verleidet! Ich will nicht ewig leben; la ab von mir; 
meine Tage sind ein Hauch!
JOB 7:17 Was ist der Mensch, da du ihn so hochhltst und auf ihn achtest?
JOB 7:18 Du suchst ihn alle Morgen heim, und alle Augenblicke prfst du 
ihn.
JOB 7:19 Warum schaust du nicht von mir weg und lssest mir nicht soviel 
Ruhe, da ich meinen Speichel schlucke?
JOB 7:20 Habe ich gesndigt, was kann ich dir antun, du Menschenhter? 
Warum hast du mich dir zur Zielscheibe gesetzt, da ich mir selbst zur 
Brde bin?
JOB 7:21 Warum vergibst du meine bertretung nicht und erlssest mir nicht 
meine Schuld? Denn jetzt werde ich mich in den Staub legen, und wenn du 
mich morgen frh suchst, so bin ich nicht mehr!
JOB 8:1 Da antwortete Bildad, der Schuchiter, und sprach:
JOB 8:2 Wie lange willst du solches reden und sollen die Reden deines 
Mundes sein wie heftiger Wind?
JOB 8:3 Beugt denn Gott das Recht, und verkehrt der Allmchtige die 
Gerechtigkeit?
JOB 8:4 Wenn deine Kinder gegen ihn gesndigt haben, so hat er sie 
dahingegeben in die Gewalt ihrer Missetat.
JOB 8:5 Wirst du nun Gott ernstlich suchen und zum Allmchtigen um Gnade 
flehen,
JOB 8:6 wirst du lauter und aufrichtig sein, so wird er fr dich eifern 
und die Zierde deiner Gerechtigkeit wieder herstellen.
JOB 8:7 Da wird dein frheres Glck im Vergleich zu deinem sptern klein 
sein.
JOB 8:8 Denn frage doch das frhere Geschlecht und beherzige die 
Erfahrungen der Vter!
JOB 8:9 Denn von gestern sind wir und wissen nichts, ein Schatten nur sind 
unsere Tage auf Erden.
JOB 8:10 Frwahr, sie werden dich belehren, sie knnen dir's sagen und 
Sprche hervorholen aus ihrem Herzen:
JOB 8:11 Schiet der Papyrus ohne Sumpf empor, gedeiht, wo Wasser fehlt, 
des Schilfes Rohr,
JOB 8:12 das doch, wenn es noch in vollem Triebe steht, ehe es geschnitten 
wird, zugrunde geht?
JOB 8:13 Das ist der Weg, den alle Gottvergessenen ziehn: Auch ihre 
Hoffnung welkt wie Gras dahin!
JOB 8:14 Ein Spinngewebe ist des Frevlers Haus, mit seinem Trotzen ist es 
pltzlich aus;
JOB 8:15 vergeblich sttzt er sich und trotzt darauf; er fllt dahin und 
steht nicht wieder auf.
JOB 8:16 Und jener dort, er grnt im Sonnenglanz, die Ranken berziehn den 
Garten ganz;
JOB 8:17 die Wurzeln flechten ins Gemuer sich ein, hoch schlingt er sich 
empor am Haus von Stein.
JOB 8:18 Doch tilgt ihn Gott von seiner Sttte, so spricht sie: Mir ist 
nicht bewut, da ich dich je gesehen htte!
JOB 8:19 Siehe, das ist seines Weges Lust, das Ende von des Snders 
Lebenslauf: Es stehen aus seinem Staube andre auf.
JOB 8:20 Siehe, Gott verwirft den Unschuldigen nicht; er reicht aber auch 
keinem beltter die Hand,
JOB 8:21 auf da er deinen Mund mit Lachen flle und deine Lippen mit 
Freudengeschrei,
JOB 8:22 da deine Hasser mit Schande bekleidet werden und das Zelt der 
Gottlosen nicht mehr sei!
JOB 9:1 Da antwortete Hiob und sprach:
JOB 9:2 Wahrhaftig, ich wei, da dem so ist; und wie kann der schwache 
Mensch rechten mit dem starken Gott!
JOB 9:3 Wollte er mit Ihm rechten, so knnte er Ihm auf tausend nicht eins 
beantworten.
JOB 9:4 Er ist weisen Herzens und von ungebrochener Kraft; wer hat ihm je 
getrotzt und es durchgesetzt?
JOB 9:5 Er verrckt Berge, und man merkt es nicht, da er sie in seinem 
Zorn umgekehrt hat.
JOB 9:6 Er bewegt die Erde von ihrem Ort, da ihre Sulen zittern.
JOB 9:7 Er gebietet der Sonne, so geht sie nicht auf; er legt die Sterne 
unter Siegel.
JOB 9:8 Er allein spannt den Himmel aus und tritt auf Meereswogen daher.
JOB 9:9 Er macht den Bren, den Orion und das Siebengestirn, samt den 
Kammern des Sdens.
JOB 9:10 Er tut groe Dinge, die unerforschlich sind, Wunder ohne Zahl.
JOB 9:11 Siehe, er geht an mir vorber, und ich sehe ihn nicht; er fhrt 
vorbei, und ich gewahre ihn nicht.
JOB 9:12 Er rafft dahin, wer hindert ihn? Wer ruft ihm zu: Was machst du 
da?
JOB 9:13 Gott unterdrckt nicht seinen Zorn; Rahabs Helfer beugen sich 
unter ihn.
JOB 9:14 Wie sollte ich ihm denn antworten und Worte finden, um mit ihm zu 
reden?
JOB 9:15 Auch wenn ich im Recht wre, drfte ich ihm nicht entgegnen; ich 
mte meinen Richter um Gnade anflehen.
JOB 9:16 Wenn ich rufe, wird er mir antworten? Ich glaube nicht, da er 
meine Stimme hrt;
JOB 9:17 denn im Sturm hat er mich zerschlagen und mir ohne Ursache viele 
Wunden zugefgt.
JOB 9:18 Er lt mich nicht einmal Atem holen, sondern sttigt mich mit 
Bitterkeit.
JOB 9:19 Kommt's auf die Kraft an, siehe, so ist er stark; wenn aber aufs 
Recht, wer ladet mich dann vor?
JOB 9:20 Wenn ich schon im Recht bin, so wird mich doch mein Mund 
verdammen, und bin ich auch unschuldig, so kommt es doch verkehrt heraus.
JOB 9:21 Ich bin unschuldig, bin unbesorgt um meine Seele; ich verachte 
das Leben!
JOB 9:22 Darum sage ich: Es ist einerlei; Fromme und Gottlose bringt er 
gleicherweise um!
JOB 9:23 Wenn die Geiel pltzlich ttet, so lacht er der Prfung der 
Unschuldigen.
JOB 9:24 Die Erde ist in die Gewalt des Frevlers gegeben; das Angesicht 
ihrer Richter verhllt er; wenn nicht er, wer tut es denn?
JOB 9:25 Meine Tage eilen schneller dahin als ein Lufer; sie sind 
entflohen und haben nichts Gutes gesehen;
JOB 9:26 sie sind vorbeigefahren wie Rohrschiffe, wie ein Adler, der sich 
auf Beute strzt.
JOB 9:27 Wenn ich denke: Ich will meiner Klage vergessen, meine Miene 
ndern und heiter dreinschauen,
JOB 9:28 so mu ich meine vielen Schmerzen frchten; denn ich wei, da du 
mich nicht lossprechen wirst!
JOB 9:29 Soll ich denn schuldig sein, was mhe ich mich vergeblich ab?
JOB 9:30 Wsche ich mich auch mit Schnee und reinigte meine Hnde mit 
Lauge,
JOB 9:31 so wrdest du mich doch in die Grube tauchen, da ich meine 
Kleider nicht mehr anziehen drfte!
JOB 9:32 Denn er ist nicht ein Mann wie ich, da ich ihm antworten knnte, 
da wir miteinander vor Gericht gingen;
JOB 9:33 es ist auch kein Schiedsrichter zwischen uns, der seine Hand auf 
uns beide legen knnte.
JOB 9:34 Er nehme aber seine Rute von mir, und sein Schrecken berfalle 
mich nicht,
JOB 9:35 so will ich reden und ihn nicht frchten; denn nicht also steht 
es in mir selbst.
JOB 10:1 Meiner Seele ekelt vor dem Leben; ich will mich meiner Klage 
berlassen, will reden in der Betrbnis meiner Seele.
JOB 10:2 Ich spreche zu Gott: Verdamme mich nicht! Tue mir kund, weshalb 
du mich befehdest.
JOB 10:3 Dnkt es dich gut, das Werk deiner Hnde zu unterdrcken und zu 
verwerfen, whrend du ber den Rat der Gottlosen dein Licht leuchten 
lssest?
JOB 10:4 Hast du Fleischesaugen, oder siehst du, wie ein Sterblicher sieht?
JOB 10:5 Sind denn deine Tage wie Menschentage, deine Jahre den Jahren 
eines Mannes gleich,
JOB 10:6 da du nach meiner Schuld forschest und nach meiner Snde fragst,
JOB 10:7 da du doch weit, da ich unschuldig bin und mich niemand aus 
deiner Hand erretten kann?
JOB 10:8 Deine Hnde haben mich gebildet und gemacht ganz und gar, und du 
wolltest mich nun vernichten?
JOB 10:9 Gedenke doch, da du mich wie Ton gebildet hast; willst du mich 
wieder in Staub verwandeln?
JOB 10:10 Hast du mich nicht wie Milch hingegossen und wie Kse mich 
gerinnen lassen?
JOB 10:11 Mit Haut und Fleisch hast du mich bekleidet, mit Gebeinen und 
Sehnen mich durchwoben.
JOB 10:12 Leben und Gnade hast du mir geschenkt, und deine Obhut bewahrte 
meinen Geist.
JOB 10:13 Und doch hegst du solches in deinem Herzen; ich wei, da es bei 
dir so beschlossen ist, da,
JOB 10:14 wenn ich sndigte, du darauf achten und mich nicht lossprechen 
wrdest von meiner Missetat!
JOB 10:15 Habe ich bles getan, dann wehe mir! Und bin ich im Recht, so 
darf ich mein schmachbedecktes Haupt doch nicht erheben, sondern mu mich 
satt sehen an meinem Elend!
JOB 10:16 Wagt es aber, sich zu erheben, so verfolgst du mich wie ein Lwe 
und handelst noch unbegreiflicher mit mir;
JOB 10:17 du stellst neue Zeugen wider mich auf, mehrst deinen Zorn gegen 
mich, bietest stets frische Scharen, ja ein Heer wider mich auf!
JOB 10:18 Warum hast du mich aus dem Mutterleibe hervorgebracht? Wre ich 
doch umgekommen, ohne da mich ein Auge gesehen htte!
JOB 10:19 So wrde ich sein, als wre ich niemals gewesen, vom Mutterleibe 
weg ins Grab gelegt.
JOB 10:20 Ist meine Lebenszeit nicht kurz genug? Er stehe doch ab, lasse 
ab von mir, da ich mich ein wenig erhole,
JOB 10:21 ehe ich dahinfahre auf Nimmerwiederkehren ins Land der 
Finsternis und des Todesschattens,
JOB 10:22 an den dunkeln Ort, wo Finsternis und keine Ordnung herrscht, 
und wo der Tag nicht heller ist als die Nacht!
JOB 11:1 Da antwortete Zophar, der Naamatiter, und sprach:
JOB 11:2 Soll die Menge der Worte unbeantwortet bleiben und der beredte 
Mann recht behalten?
JOB 11:3 Darfst du mit deinem Geschwtz andern das Maul stopfen und 
spotten, ohne da man es dir verweist?
JOB 11:4 Und darfst du sagen: Meine Lehre ist lauter, und ich bin vor 
Deinen Augen rein?
JOB 11:5 O da doch Gott reden mchte und seinen Mund auftte gegen dich!
JOB 11:6 Und da er dir kundtte die verborgene Weisheit (denn es gibt 
noch doppelt soviel, als du weit), so wrdest du sehen, da Gott dir noch 
nachlt von deiner Schuld.
JOB 11:7 Kannst du das Geheimnis Gottes ergrnden oder zur Vollkommenheit 
des Allmchtigen gelangen?
JOB 11:8 Sie ist himmelhoch, (was willst du tun? tiefer als der Scheol), 
was kannst du wissen?
JOB 11:9 Ihre Ausdehnung ist grer als die Erde und breiter als das Meer.
JOB 11:10 Wenn er einherfhrt, verhaftet und vor Gericht stellt, wer will 
es ihm wehren?
JOB 11:11 Denn er kennt die eitlen Menschen und sieht auch die Schuld, 
deren man sich nicht bewut ist;
JOB 11:12 ein Hohlkopf bekommt Verstand, so da selbst ein junger Wildesel 
zum Menschen umgeboren wird.
JOB 11:13 Wenn du nun dein Herz bereitest und deine Hnde ausstreckst nach 
Ihm,
JOB 11:14 wenn du das Unrecht entfernst, das an deinen Hnden klebt, und 
in deinen Zelten nichts Bses duldest;
JOB 11:15 dann darfst du ohne Scheu dein Angesicht erheben und fest 
auftreten ohne Furcht;
JOB 11:16 dann wirst du deiner Mhsal vergessen wie des Wassers, das 
vorbergeflossen ist;
JOB 11:17 heller als der Mittag wird die Zukunft dir erstehn, das Dunkel 
wird wie der Morgen sein;
JOB 11:18 dann wirst du getrost sein, weil du Hoffnung hast, und wirst 
sehen, da du berall ruhig schlafen kannst.
JOB 11:19 Du legst dich nieder, und niemand schreckt dich auf, nein, viele 
schmeicheln dir alsdann.
JOB 11:20 Aber die Augen der Gottlosen verschmachten, ihre Zuflucht geht 
ihnen verloren, und ihre Hoffnung ist das Aushauchen der Seele.
JOB 12:1 Und Hiob antwortete und sprach:
JOB 12:2 Wahrlich, ihr seit Leute, und mit euch wird die Weisheit 
aussterben!
JOB 12:3 Auch ich habe Verstand wie ihr und bin nicht weniger als ihr, und 
wer wte solches nicht!
JOB 12:4 Zum Gesptt bin ich meinem Freunde, der ich zu Gott rief und von 
ihm erhrt wurde; der unschuldige Gerechte wird zum Gesptt.
JOB 12:5 Dem Unglck Verachtung! das ist die Ansicht des Sicheren; sie ist 
bereit fr die, deren Fu ins Wanken kommt.
JOB 12:6 Den Rubern werden die Zelte in Ruhe gelassen; sie reizen Gott, 
und es geht ihnen wohl; sie fhren ihren Gott in ihrer Faust.
JOB 12:7 Aber frage doch das Vieh, es wird dich belehren, und die Vgel 
des Himmels tun dir's kund.
JOB 12:8 Das Kraut des Feldes lehrt dich, und die Fische im Meer erzhlen 
es.
JOB 12:9 Wer unter allen diesen wte nicht, da die Hand des HERRN 
solches gemacht hat,
JOB 12:10 da in seiner Hand die Seele alles Lebendigen und der Geist 
jedes menschlichen Fleisches ist?
JOB 12:11 Prft nicht das Ohr die Rede, wie der Gaumen die Speise schmeckt?
JOB 12:12 Wohnt bei den Greisen die Weisheit und bei den Betagten der 
Verstand?
JOB 12:13 Bei Ihm ist Weisheit und Strke, Sein ist Rat und Verstand!
JOB 12:14 Siehe, was er niederreit, wird nicht aufgebaut; wen er 
einsperrt, der wird nicht frei.
JOB 12:15 Stellt er die Gewsser ab, so vertrocknen sie; lt er sie los, 
so verwsten sie das Land.
JOB 12:16 Bei ihm ist Macht und Verstand; sein ist, der irrt und der 
irrefhrt.
JOB 12:17 Er fhrt die Rte beraubt hinweg und macht die Richter zu Narren.
JOB 12:18 Die Herrschaft der Knige lst er auf und schlingt eine Fessel 
um ihre Lenden.
JOB 12:19 Er fhrt die Priester beraubt hinweg und strzt die 
Festgegrndeten um.
JOB 12:20 Er nimmt den Wohlbewhrten die Sprache weg und raubt den Alten 
den Verstand.
JOB 12:21 Er schttet Verachtung ber die Edeln und lst den Grtel der 
Starken auf.
JOB 12:22 Er enthllt, was im Finstern verborgen liegt, und zieht den 
Todesschatten ans Licht.
JOB 12:23 Er vermehrt Vlker, und er vernichtet sie; er breitet sie aus, 
und er fhrt sie weg.
JOB 12:24 Den Huptern des Volkes im Lande nimmt er den Verstand und lt 
sie irren in pfadloser Wste;
JOB 12:25 sie tappen in Finsternis ohne Licht, er macht sie schwanken wie 
Trunkene.
JOB 13:1 Siehe, dies alles hat mein Auge gesehen, mein Ohr gehrt und sich 
gemerkt;
JOB 13:2 was ihr wisset, wei ich auch; ich stehe nicht hinter euch zurck.
JOB 13:3 Doch will ich nun zum Allmchtigen reden; mit Gott zu rechten, 
gelstet mich.
JOB 13:4 Ihr streicht ja doch nur Lgenpflaster und seid nichts als 
Quacksalber.
JOB 13:5 O da ihr doch schweigen knntet, das wrde euch als Weisheit 
angerechnet!
JOB 13:6 So hret nun meine Rechtfertigung und achtet auf die Verteidigung 
meiner Lippen!
JOB 13:7 Wollt ihr Gott zuliebe Unrechtes reden und zu seinen Gunsten 
lgen?
JOB 13:8 Wollt ihr seine Person ansehen oder Gottes Sachwalter spielen?
JOB 13:9 Wrde es gut sein, wenn er euch erforschte? Knnt ihr ihn 
tuschen, wie man Menschen tuscht?
JOB 13:10 Nein, strafen wird er euch, wenn ihr im Geheimen die Person 
ansehet!
JOB 13:11 Wird nicht seine Majestt euch schrecken und seine Furcht euch 
berfallen?
JOB 13:12 Eure Denksprche sind Aschensprche, und eure Schutzwehren sind 
von Lehm.
JOB 13:13 Schweiget vor mir und lat mich reden; es gehe ber mich, was da 
wolle!
JOB 13:14 Warum sollte ich mein Fleisch in meine Zhne nehmen und mein 
Leben in meine Hand legen?
JOB 13:15 Siehe, er soll mich tten; ich habe keine Hoffnung; nur will ich 
meine Wege ihm ins Angesicht verteidigen.
JOB 13:16 Auch das schon wird mir zur Rettung dienen; denn kein Gottloser 
kommt vor ihn.
JOB 13:17 Hret, hret meine Rede, und meine Erklrung dringe in eure 
Ohren!
JOB 13:18 Gebt acht, ich habe die Verteidigung gerstet, ich wei, da ich 
Recht bekommen werde.
JOB 13:19 Wer will noch mit mir rechten? Denn dann wollte ich verstummen 
und verscheiden.
JOB 13:20 Nur zweierlei tue nicht an mir, dann will ich mich vor deinem 
Angesicht nicht verbergen:
JOB 13:21 Tue deine Hand von mir und erschrecke mich nicht mit deiner 
Furcht!
JOB 13:22 Dann rufe Du, und ich will antworten, oder ich will reden, und 
Du erwidere mir!
JOB 13:23 Wie gro ist meine Sndenschuld? Tue mir meine bertretungen und 
Missetaten kund!
JOB 13:24 Warum verbirgst du dein Angesicht und hltst mich fr deinen 
Feind?
JOB 13:25 Verscheuchst du ein verwehtes Blatt und verfolgst einen drren 
Halm?
JOB 13:26 Denn du verschreibst mir Bitteres und lssest mich erben die 
Snden meiner Jugend;
JOB 13:27 du legst meine Fe in den Stock und lauerst auf alle meine 
Schritte und zeichnest dir meine Fuspuren auf,
JOB 13:28 da ich doch wie Moder vergehe, wie ein Kleid, das die Motten 
fressen!
JOB 14:1 Der Mensch, vom Weibe geboren, lebt kurze Zeit und ist voll 
Unruhe.
JOB 14:2 Wie eine Blume blht er und verwelkt; gleich einem Schatten 
flieht er und hat keinen Bestand.
JOB 14:3 Und ber einem solchen tust du deine Augen auf und gehst mit mir 
ins Gericht?
JOB 14:4 Gibt es einen Reinen unter den Unreinen? Keinen einzigen!
JOB 14:5 Wenn doch seine Tage und die Zahl seiner Monde bei dir bestimmt 
sind und du ihm ein Ziel gesetzt hast, das er nicht berschreiten kann,
JOB 14:6 so schaue doch weg von ihm und la ihn in Ruhe, bis er seines 
Tages froh werde wie ein Tagelhner!
JOB 14:7 Denn fr einen Baum ist Hoffnung vorhanden: wird er abgehauen, so 
sprot er wieder, und sein Schling bleibt nicht aus.
JOB 14:8 Wenn seine Wurzel in der Erde auch alt wird und sein Stumpf im 
Staub erstirbt,
JOB 14:9 so grnt er doch wieder vom Duft des Wassers und treibt Schosse 
hervor, als wre er neu gepflanzt.
JOB 14:10 Der Mann aber stirbt und ist dahin, der Mensch vergeht, und wo 
ist er?
JOB 14:11 Wie Wasser zerrinnen aus dem See und ein Strom vertrocknet und 
versiegt,
JOB 14:12 also legt sich auch der Mensch nieder und steht nicht wieder 
auf; bis keine Himmel mehr sind, regen sie sich nicht und wachen nicht auf 
aus ihrem Schlaf.
JOB 14:13 O da du mich doch im Scheol verstecktest, da du mich 
verbrgest, bis dein Zorn sich wendet; da du mir eine Frist setztest und 
dann meiner wieder gedchtest!
JOB 14:14 Wenn der Mensch stirbt, wird er wieder leben? Die ganze Zeit 
meines Kriegsdienstes wrde ich harren, bis meine Ablsung kme.
JOB 14:15 Dann wrdest du rufen, und ich wrde dir antworten; nach dem 
Werk deiner Hnde wrdest du dich sehnen.
JOB 14:16 Nun aber zhlst du meine Schritte. Achtest du nicht auf meine 
Snde?
JOB 14:17 Versiegelt ist meine bertretung in einem Bndlein, und du hast 
zugeklebt meine Schuld.
JOB 14:18 Doch strzen ja auch Berge ein und sinken dahin, und Felsen 
weichen von ihrem Ort, das Wasser hhlt Steine aus,
JOB 14:19 und die Flut schwemmt das Erdreich fort; also machst du auch die 
Hoffnung des Sterblichen zunichte;
JOB 14:20 du berfllst ihn unaufhrlich, und er fhrt dahin, du 
entstellst sein Angesicht und jagst ihn fort.
JOB 14:21 Ob seine Kinder zu Ehren kommen, wei er nicht, und kommen sie 
herunter, so wird er dessen nicht gewahr.
JOB 14:22 Sein Fleisch empfindet nur seine eigenen Schmerzen, und seine 
Seele trauert nur ber sich selbst!
JOB 15:1 Da antwortete Eliphas, der Temaniter, und sprach:
JOB 15:2 Soll ein Weiser mit windigem Wissen antworten und seinen Leib mit 
Ostwind fllen?
JOB 15:3 Zurechtweisung mit Worten ntzt nichts, und mit Reden richtet man 
nichts aus.
JOB 15:4 Doch du hebst die Gottesfurcht auf und schwchst die Andacht vor 
Gott.
JOB 15:5 Denn deine Missetat lehrt deinen Mund, und du whlst die Sprache 
der Schlauen.
JOB 15:6 Dein eigener Mund soll dich verurteilen und nicht ich, deine 
Lippen sollen zeugen wider dich!
JOB 15:7 Bist du der Erstgeborene der Menschen, und warest du vor den 
Hgeln da?
JOB 15:8 Hast du Gottes Rat belauscht und alle Weisheit aufgesogen?
JOB 15:9 Was weit du, das wir nicht wten? Verstehst du mehr als wir?
JOB 15:10 Ergraute Hupter sind auch unter uns, Greise, die lter sind als 
dein Vater!
JOB 15:11 Sind dir zu gering die Trstungen Gottes, der so sanft mit dir 
geredet hat?
JOB 15:12 Was hat dir die Besinnung geraubt, und wie bermtig wirst du,
JOB 15:13 da du deinen Zorn gegen Gott auslssest und solche Worte 
ausstt aus deinem Mund?
JOB 15:14 Wie kann der Sterbliche denn rein, der vom Weibe Geborene 
gerecht sein?
JOB 15:15 Siehe, seinen Heiligen traut er nicht, die Himmel sind nicht 
rein vor ihm.
JOB 15:16 Wie sollte es denn der Abscheuliche, der Verdorbene, der Mensch 
sein, der Unrecht wie Wasser suft?
JOB 15:17 Ich will dich unterweisen, hre mir zu, und was ich gesehen 
habe, will ich dir erzhlen;
JOB 15:18 was Weise verkndigten und nicht verhehlt haben von ihren Vtern 
her,
JOB 15:19 als noch ihnen allein das Land gehrte und noch kein Fremder zu 
ihnen herbergekommen war:
JOB 15:20 Der Gottlose qult sich sein Leben lang, all die Jahre, die dem 
Tyrannen bestimmt sind;
JOB 15:21 ein Schreckensgetn ist in seinen Ohren, und der Verderber 
berfllt ihn in seinem Glck.
JOB 15:22 Er soll nicht glauben, da er aus der Finsternis wiederkehren 
wird; ausersehen ist er fr das Schwert!
JOB 15:23 Er irrt umher nach Brot: wo [findet er es]? Er wei, da ein 
finsterer Tag ihm nahe bevorsteht.
JOB 15:24 Not und Bedrngnis berfallen ihn, sie berwltigen ihn, wie ein 
Knig, der zum Streit gerstet ist.
JOB 15:25 Denn er hat seine Hand gegen Gott ausgestreckt und sich gegen 
den Allmchtigen aufgelehnt;
JOB 15:26 er ist gegen ihn angelaufen mit erhobenem Haupt, unter dem 
dicken Buckel seiner Schilde;
JOB 15:27 sein Angesicht bedeckte sich mit Fett, und Schmer umhllte seine 
Lenden;
JOB 15:28 er schlug seine Wohnung in zerstrten Stdten auf, in Husern, 
die unbewohnt bleiben sollten, zu Trmmerhaufen bestimmt.
JOB 15:29 Er wird nicht reich, sein Vermgen hat keinen Bestand, und sein 
Besitz breitet sich nicht aus im Land.
JOB 15:30 Der Finsternis entgeht er nicht, die Flamme versengt seine 
Sprlinge, vor dem Hauch Seines Mundes flieht er dahin.
JOB 15:31 Er verlasse sich nicht auf Lgen, er ist betrogen; und Betrug 
wird seine Vergeltung sein.
JOB 15:32 Ehe sein Tag kommt, ist sie reif; sein Zweig grnt nicht mehr.
JOB 15:33 Wie ein Weinstock, der seine Herlinge abstt, und wie ein 
lbaum [ist er], der seine Blten abwirft.
JOB 15:34 Denn die Rotte der Ruchlosen ist unfruchtbar, und Feuer frit 
die Zelte der Bestechung.
JOB 15:35 Mit Mhsal schwanger, gebren sie Eitles, und ihr Scho bereitet 
Enttuschung.
JOB 16:1 Und Hiob antwortete und sprach:
JOB 16:2 Dergleichen habe ich oft gehrt; ihr seid allzumal leidige 
Trster.
JOB 16:3 Haben die geistreichen Worte ein Ende? Oder was reizt dich zu 
antworten?
JOB 16:4 Auch ich knnte reden wie ihr, befnde sich nur eure Seele an 
meiner Statt; da wollte ich Reden halten gegen euch und den Kopf schtteln 
ber euch!
JOB 16:5 Ich wollte euch strken mit meinem Munde und mit dem Trost meiner 
Lippen lindern euren Schmerz!
JOB 16:6 Wenn ich rede, so wird mein Schmerz nicht gelindert, unterlasse 
ich es aber, was geht mir dann ab?
JOB 16:7 Doch jetzt hat Er mich erschpft. Du hast all meinen Hausstand 
verwstet
JOB 16:8 und hast mich zusammenschrumpfen lassen; zum Zeugen ist das 
geworden, und meine Magerkeit antwortet gegen mich.
JOB 16:9 Sein Zorn hat mich zerrissen und verfolgt; er knirscht mit den 
Zhnen ber mich, mein Feind blickt mich mit scharfem Auge an.
JOB 16:10 Sie haben ihr Maul gegen mich aufgesperrt, unter Schimpfreden 
schlagen sie mich auf meine Backen, sie rsten sich allesamt wider mich.
JOB 16:11 Gott hat mich den Buben preisgegeben und den Hnden der 
Gottlosen berliefert.
JOB 16:12 Sorglos war ich; da hat er mich berfallen, er hat mich beim 
Nacken ergriffen und zerschmettert und mich zu seiner Zielscheibe 
aufgestellt.
JOB 16:13 Seine Schtzen haben mich umringt, er hat meine Nieren 
durchbohrt ohne Erbarmen und meine Galle auf die Erde ausgeschttet.
JOB 16:14 Er hat mir eine Wunde um die andere zugefgt, ist gegen mich 
angelaufen wie ein Held.
JOB 16:15 Ich habe einen Sack um meine Haut genht und mein Horn in den 
Staub gesenkt.
JOB 16:16 Mein Angesicht ist gertet vom Weinen, und auf meinen 
Augenlidern liegt Todesschatten
JOB 16:17 dafr, da kein Unrecht an meinen Hnden klebt und mein Gebet 
lauter ist!
JOB 16:18 O Erde, decke mein Blut nicht zu, und mein Geschrei komme nicht 
zur Ruhe!
JOB 16:19 Aber auch jetzt noch, siehe, ist mein Zeuge im Himmel und mein 
Verteidiger in der Hhe!
JOB 16:20 Meine Freunde spotten meiner; aber mein Auge trnt zu Gott,
JOB 16:21 da er dem Manne Recht schaffe vor Gott und entscheide zwischen 
dem Menschen und seinem Nchsten.
JOB 16:22 Denn meine Jahre sind gezhlt, und auf dem Pfad, den ich nun 
wandle, komme ich nicht mehr zurck.
JOB 17:1 Mein Geist ist verstrt, meine Tage laufen ab, Grber warten 
meiner.
JOB 17:2 Treibt man nicht Gesptt mit mir und mu nicht mein Auge auf 
ihren bittren Mienen weilen?
JOB 17:3 Setze doch einen ein, verbrge dich selbst fr mich! Wer sollte 
sonst mir in die Hand geloben?
JOB 17:4 Du hast ihre Herzen der Einsicht verschlossen, darum wirst du sie 
nicht obsiegen lassen.
JOB 17:5 Wer Freunde der Plnderung preisgibt, dessen Kinder werden sich 
schmen mssen.
JOB 17:6 Man stellt mich den Leuten zum Sprichwort hin, und ich mu sein 
wie einer, dem man ins Angesicht speit.
JOB 17:7 Mein Augenlicht erlischt vor Gram, und alle meine Glieder sind 
wie ein Schatten.
JOB 17:8 Die Gerechten entsetzen sich darber, und der Unschuldige ist 
ber den Ruchlosen aufgebracht.
JOB 17:9 Aber der Gerechte hlt fest an seinem Wege, und wer reine Hnde 
hat, dessen Kraft nimmt zu.
JOB 17:10 Ihr dagegen, kehrt nur alle wieder um und gehet [heim], ich 
finde doch keinen Weisen unter euch.
JOB 17:11 Meine Tage sind dahin; meine Plne, die mein Herz besessen hat, 
sind abgeschnitten.
JOB 17:12 Die Nacht machen sie zum Tag; das Licht sei nahe, nicht die 
Finsternis!
JOB 17:13 da ich doch erwarte, da der Scheol meine Wohnung wird und ich 
mein Lager in der Finsternis aufschlagen mu;
JOB 17:14 da ich zur Grube sagen mu: Du bist mein Vater! und zu den 
Wrmern: Ihr seid meine Mutter und meine Schwestern!
JOB 17:15 Wo ist da noch Hoffnung fr mich, und wer wird meine Hoffnung 
[verwirklicht] sehen?
JOB 17:16 Zu des Scheols Pforten fhrt sie hinab, wenn einmal alles 
miteinander im Staube ruht!
JOB 18:1 Da antwortete Bildad, der Schuchiter, und sprach:
JOB 18:2 Wie lange wollt ihr doch Jagd auf Worte machen? Besinnet euch 
zuerst, redet dann!
JOB 18:3 Warum werden wir dem Vieh gleichgeachtet und sind so dumm in 
euren Augen?
JOB 18:4 Du, der sich in seinem Zorne selbst zerfleischt, soll um 
deinetwillen die Erde verlassen werden und der Fels von seinem Orte 
wegrcken?
JOB 18:5 Ja, des Gottlosen Licht erlischt, und die Flamme seines Feuers 
leuchtet nicht.
JOB 18:6 Das Licht verfinstert sich in seinem Zelte, und seine Leuchte 
erlischt ber ihm.
JOB 18:7 Seine Schritte treiben ihn in die Enge, und sein eigener 
Ratschlag wird ihn strzen.
JOB 18:8 Denn er wird mit seinem Fu im Netz verstrickt und wandelt auf 
Fallgruben dahin.
JOB 18:9 Eine Schlinge wird seine Ferse ergreifen, und ein Fallstrick hlt 
ihn fest.
JOB 18:10 Ein Garn ist fr ihn auf dem Boden versteckt und eine Falle auf 
seinem Pfad.
JOB 18:11 Von allen Seiten berfallen ihn Schrecknisse und verfolgen ihn 
auf Schritt und Tritt.
JOB 18:12 Es hungert nach ihm sein Verderben, und sein Unglck steht neben 
ihm bereit.
JOB 18:13 Es frit die Glieder seines Leibes; der Erstgeborene des Todes 
zehrt seine Glieder auf.
JOB 18:14 Er wird vertrieben aus seinem Zelte, seinem Zufluchtsort, und 
man fhrt ihn zum Knige der Schrecken.
JOB 18:15 Sein Zelt wird von einem bewohnt, der ihm nicht zugehrt, auf 
seine Wohnung wird Schwefel gestreut.
JOB 18:16 Unter ihm werden seine Wurzeln verdorren und ber ihm seine 
Zweige verwelken.
JOB 18:17 Sein Gedchtnis wird verschwinden von der Erde, und sein Name 
wird auf den Straen nicht genannt werden.
JOB 18:18 Man stt ihn aus dem Licht in die Finsternis, er wird aus der 
Welt gejagt.
JOB 18:19 Kein Spro noch Scho bleibt ihm unter seinem Volk, und kein 
Entronnener wohnt in seinen Zelten.
JOB 18:20 ber seinen Tag entsetzen sich die Abendlnder, und die 
Morgenlnder ergreift Schrecken darob.
JOB 18:21 So geht es der Wohnung des Ungerechten und so der Sttte dessen, 
der Gott nicht kennt!
JOB 19:1 Und Hiob antwortete und sprach:
JOB 19:2 Wie lange wollt ihr doch meine Seele betrben und mich mit euren 
Reden niederdrcken?
JOB 19:3 Ihr habt mich nun zehnmal geschmht; schmt ihr euch nicht, mich 
so zu mihandeln?
JOB 19:4 Habe ich aber gefehlt, so trifft doch wahrlich mein Vergehen mich 
selbst!
JOB 19:5 Wollt ihr aber wirklich grotun gegen mich und mir meine Schmach 
vorwerfen,
JOB 19:6 so erkennet doch, da Gott mich gebeugt und sein Netz ber mich 
geworfen hat.
JOB 19:7 Klage ich ber Gewaltttigkeit, so erhalte ich keine Antwort, und 
schreie ich um Hilfe, so finde ich kein Recht.
JOB 19:8 Undurchdringlich hat er mir den Weg verzunt und ber meine Pfade 
Finsternis gebreitet.
JOB 19:9 Er hat mich meiner Herrlichkeit entkleidet und mir die Krone vom 
Haupte weggenommen.
JOB 19:10 Er hat mich gnzlich niedergerissen, so da ich vergehe, und hat 
meine Hoffnung entwurzelt wie einen Baum.
JOB 19:11 Sein Zorn ist wider mich entbrannt, und er sieht mich an als 
seinen Feind.
JOB 19:12 Seine Scharen rcken allzumal aus und bahnen sich einen Weg 
gegen mich und lagern sich um meine Htte her.
JOB 19:13 Meine Brder hat er von mir verscheucht, und die mich kennen, 
tun fremd gegen mich.
JOB 19:14 Meine Verwandten bleiben aus, und meine Bekannten verlassen mich.
JOB 19:15 Meine Hausgenossen und meine Mgde halten mich fr einen 
Fremden, sie sehen mich als einen Unbekannten an.
JOB 19:16 Rufe ich meinen Knecht, so antwortet er mir nicht, ich mu ihn 
mit meinem Munde anflehen.
JOB 19:17 Mein Atem ist meinem Weibe zuwider und mein Gestank den Shnen 
meiner Mutter.
JOB 19:18 Sogar Buben verachten mich; stehe ich auf, so reden sie wider 
mich.
JOB 19:19 Alle meine Vertrauten verabscheuen mich, und die ich liebte, 
haben sich gegen mich gewandt.
JOB 19:20 An meiner Haut und meinem Fleisch klebt mein Gebein, und ich 
habe kaum noch Haut, um meine Zhne zu behalten.
JOB 19:21 Erbarmt, erbarmt euch meiner, ihr, meine Freunde, denn die Hand 
Gottes hat mich getroffen!
JOB 19:22 Warum verfolgt ihr mich wie Gott und werdet nicht satt, mich zu 
zerfleischen?
JOB 19:23 O da doch meine Worte aufgezeichnet und da sie in ein Buch 
eingetragen,
JOB 19:24 da sie mit eisernem Griffel in Blei oder auf ewig in einen 
Felsen gegraben wrden:
JOB 19:25 Ich wei, da mein Erlser lebt, und er wird zuletzt ber dem 
Staube stehen.
JOB 19:26 Und nachdem diese meine Hlle zerbrochen ist, alsdann werde ich, 
von meinem Fleische los, Gott schauen.
JOB 19:27 Den werde ich mir ansehen, meine Augen werden ihn schauen, ohne 
[Ihm] fremd zu sein. Es schmachten meine Nieren in mir!
JOB 19:28 Denn ihr sprechet: Wie wollen wir ihn verfolgen! und die 
Wurzel der Sache sei in mir zu finden!
JOB 19:29 Nehmet euch in acht vor dem Schwert! denn das Schwert wird die 
Snden rchen, damit ihr wisset, da ein Gericht ist.
JOB 20:1 Da antwortete Zophar, der Naamatiter, und sprach:
JOB 20:2 Darum veranlassen mich meine Gedanken zu einer Antwort, und 
deswegen drngt es mich [zu reden].
JOB 20:3 Einen Verweis, mir zur Schande, mu ich vernehmen; aber mein 
Geist treibt mich zu antworten um meiner Einsicht willen.
JOB 20:4 Weit du nicht, da von alters her, seit Menschen auf Erden sind,
JOB 20:5 der Gottlosen Frohlocken kurz ist und die Freude der Frevler nur 
einen Augenblick whrt?
JOB 20:6 Wenn er schon bis zum Himmel erhoben wrde und sein Haupt bis an 
die Wolken reichte,
JOB 20:7 so geht er doch, gleich seinem Kot, auf ewig unter, und die ihn 
gesehen, werden sagen: Wo ist er?
JOB 20:8 Wie ein Traum wird er verschwinden, man wird ihn nimmer finden, 
er vergeht wie ein Nachtgesicht.
JOB 20:9 Das Auge, das ihn gesehen, sieht ihn nimmer wieder, und seine 
Sttte kennt ihn nicht mehr.
JOB 20:10 Seine Shne mssen die Armen entschdigen und ihre Hnde sein 
Vermgen wieder herausgeben.
JOB 20:11 Seine Gebeine waren voller Jugendkraft: die liegt nun mit ihm im 
Staub.
JOB 20:12 Ist das Bse noch so s in seinem Munde, da er es unter seiner 
Zunge birgt,
JOB 20:13 da er es hegt und nicht lassen kann und an seinem Gaumen 
festhlt:
JOB 20:14 so verwandelt sich doch seine Speise in seinem Eingeweide und 
wird in seinem Innern zu Schlangengift.
JOB 20:15 Das verschlungene Gut mu er wieder von sich geben, Gott treibt 
es ihm aus dem Leibe heraus.
JOB 20:16 Schlangengift hat er gesaugt: darum wird ihn die Zunge der Otter 
tten.
JOB 20:17 Er wird seine Lust nicht sehen an den Bchen, den Strmen von 
Honig und von Milch.
JOB 20:18 Das Erworbene mu er zurckgeben, und er kann es nicht 
verschlingen; seines eingetauschten Gutes wird er nicht froh;
JOB 20:19 denn er hat Arme unterdrckt und sie liegen lassen, ein Haus 
beraubt, anstatt gebaut.
JOB 20:20 Sein Bauch wute nichts von Gengsamkeit; vor seiner 
Begehrlichkeit blieb nichts verschont.
JOB 20:21 Nichts entging seiner Fregier, darum wird auch sein Gut nicht 
bestndig sein.
JOB 20:22 Mitten in seinem berflu wird ihm angst, alle Hnde der 
Unglcklichen kommen ber ihn.
JOB 20:23 Es wird geschehen, whrend er seinen Bauch noch fllt, wird Er 
ber ihn senden die Glut seines Zornes und wird auf ihn regnen lassen, in 
seine Speise hinein.
JOB 20:24 Flieht er vor der eisernen Rstung, so wird ihn der eherne Bogen 
durchbohren.
JOB 20:25 Er zieht [daran], und der Pfeil geht aus seinem Leibe hervor, 
blitzend fhrt er aus seiner Galle, und Todesschrecken kommen ber ihn.
JOB 20:26 Alle Finsternis ist aufgespart fr seine Schtze, ihn wird ein 
Feuer verzehren, das nicht ausgeblasen wird; es frit weg, was in seinem 
Zelte briggeblieben ist.
JOB 20:27 Der Himmel wird seine Schuld offenbaren und die Erde sich wider 
ihn empren.
JOB 20:28 Der Reichtum seines Hauses fhrt dahin, mu zerrinnen am Tage 
seines Zornes.
JOB 20:29 Das ist des gottlosen Menschen Teil von Gott, das Erbe, das Gott 
ihm zugesprochen hat.
JOB 21:1 Darauf antwortete Hiob und sprach:
JOB 21:2 Hrt, hrt, was ich zu sagen habe; das soll der Trost sein, den 
ihr mir gewhrt!
JOB 21:3 Erlaubet mir, da ich rede; und wenn ich gesprochen habe, mgt 
ihr spotten!
JOB 21:4 Richte ich meine Klage an einen Menschen? Und warum sollte ich 
nicht ungeduldig sein?
JOB 21:5 Wendet euch zu mir und erstaunet und leget die Hand auf den Mund!
JOB 21:6 Ja, wenn ich daran denke, so erschrecke ich, und Zittern erfat 
meinen Leib.
JOB 21:7 Warum leben denn die Gottlosen, werden alt, gro und stark?
JOB 21:8 Ihr Same ist bestndig vor ihnen, und ihre Sprlinge wachsen vor 
ihren Augen um sie her.
JOB 21:9 Ihre Huser sind in Frieden, ohne Furcht; die Rute Gottes schlgt 
sie nicht.
JOB 21:10 Ihr Ochse bespringt, und nicht umsonst; ihre Khe kalben und 
sind nicht unfruchtbar.
JOB 21:11 Ihre Buben lassen sie ausziehen wie eine Schafherde, und ihre 
Kinder hpfen herum.
JOB 21:12 Sie singen laut zur Pauke und Harfe und sind frhlich beim Klang 
der Schalmei.
JOB 21:13 Sie verbringen in Wohlfahrt ihre Tage und fahren in einem 
Augenblick ins Totenreich hinab.
JOB 21:14 Und doch sprechen sie zu Gott: Hebe dich weg von uns; der 
Erkenntnis deiner Wege fragen wir nichts nach!
JOB 21:15 Was sollten wir dem Allmchtigen dienen, und was ntzt es uns, 
ihn anzurufen?
JOB 21:16 Und doch steht ihr Glck nicht in ihrer Hand; darum sei der Rat 
der Gottlosen fern von mir!
JOB 21:17 Wie oft erlischt die Leuchte der Gottlosen und ereilt sie ihr 
Schicksal? Teilt Er ihnen Schmerzen zu in seinem Zorn?
JOB 21:18 Werden sie wie Stroh vor dem Wind und wie Spreu, die der Sturm 
entfhrt?
JOB 21:19 Spart Gott sein Unglck fr seine Kinder auf? Ihm selbst sollte 
er vergelten, so da er es wei!
JOB 21:20 Seine eigenen Augen sollen sein Verderben sehen, und den Zorn 
des Allmchtigen soll er selbst trinken!
JOB 21:21 Denn was fr Freude wird er an seiner Nachkommenschaft haben, 
wenn die Zahl seiner Monde abgeschnitten ist?
JOB 21:22 Kann man Gott Erkenntnis lehren, da er doch die Himmlischen 
richtet?
JOB 21:23 Der eine stirbt im Vollbesitz seines Glcks, vollkommen ruhig 
und sorglos;
JOB 21:24 seine Trge flieen ber von Milch, und das Mark seiner Gebeine 
wird getrnkt.
JOB 21:25 Der andere aber stirbt mit betrbter Seele und hat nie Gutes 
geschmeckt:
JOB 21:26 Gemeinsam liegen sie im Staube, und Gewrm bedeckt sie beide.
JOB 21:27 Seht, ich kenne eure Gedanken und die Anschlge, mit denen ihr 
mir Unrecht tut.
JOB 21:28 Denn ihr denkt: Wo ist das Haus des Tyrannen hingekommen? Und wo 
ist das Zelt, darin die Gottlosen wohnten?
JOB 21:29 Habt ihr euch nicht bei denen erkundigt, die des Weges zogen? 
Und knnt ihr ihre Zeichen nicht anerkennen,
JOB 21:30 da der Bse am Tage des Unglcks verschont bleibt und dem Tage 
des Zorns entgeht?
JOB 21:31 Wer kann ihm ins Gesicht seinen Wandel vorhalten, und sein Tun, 
wer vergilt es ihm?
JOB 21:32 Doch er wird zu Grabe getragen, und ber seinem Grabhgel hlt 
man Wache.
JOB 21:33 S sind ihm des Grabes Schollen; hinter ihm her zieht 
jedermann, und vor ihm her eine unzhlbare Schar.
JOB 21:34 Was trstet ihr mich denn so vergeblich? Eure Antworten sind 
nichts als Treulosigkeit!
JOB 22:1 Darauf antwortete Eliphas, der Temaniter, und sprach:
JOB 22:2 Mag auch ein Mann Gott etwas ntzen? Es ntzt ja der Verstndige 
nur sich selbst.
JOB 22:3 Hat der Allmchtige Freude, wenn du gerecht bist? Ist's ihm ein 
Gewinn, wenn du in Unschuld wandelst?
JOB 22:4 Straft er dich wegen deiner Gottesfurcht, und geht er darum mit 
dir ins Gericht?
JOB 22:5 Sind nicht deine Missetaten gro und deine Schulden ohne Ende?
JOB 22:6 Du hast wohl deine Brder gepfndet und den Entblten die 
Kleider ausgezogen;
JOB 22:7 vielleicht hast du dem Mden kein Wasser zu trinken gegeben oder 
dem Hungrigen das Brot versagt.
JOB 22:8 Der Mchtige hat das Land bekommen, und der Angesehene wohnte 
darin.
JOB 22:9 Du hast Witwen leer fortgeschickt und die Arme der Waisen 
zusammenbrechen lassen.
JOB 22:10 Darum liegst du in Banden und hat Furcht dich pltzlich 
berfallen.
JOB 22:11 Oder siehst du die Finsternis nicht und die Wasserflut, die dich 
bedeckt?
JOB 22:12 Ist Gott nicht himmelhoch? Siehe doch die hchsten Sterne, wie 
hoch sie stehen!
JOB 22:13 Und du denkst: Was wei Gott! Sollte er hinter dem Dunkel 
richten?
JOB 22:14 Die Wolken hllen ihn ein, da er nicht sehen kann, und er 
wandelt auf dem Himmelsgewlbe umher!
JOB 22:15 Willst du den alten Weg befolgen, den die Bsewichte gegangen 
sind,
JOB 22:16 die weggerafft wurden von der Flut, deren Fundament der Strom 
wegri,
JOB 22:17 die zu Gott sprachen: Hebe dich weg von uns! und was knnte 
der Allmchtige einem tun?
JOB 22:18 Und er hatte doch ihre Huser mit Gtern erfllt! Doch der 
Gottlosen Rat sei fern von mir!
JOB 22:19 Die Gerechten werden es sehen und sich freuen, und der 
Unschuldige wird ihrer spotten:
JOB 22:20 Frwahr, unsere Widersacher werden vertilgt, und das Feuer hat 
ihren berrest verzehrt.
JOB 22:21 Befreunde dich doch mit Ihm und mache Frieden! Dadurch wird 
Gutes ber dich kommen.
JOB 22:22 Nimm doch Belehrung an aus seinem Mund und lege seine Worte in 
dein Herz!
JOB 22:23 Wenn du dich zu dem Allmchtigen kehrst, so wirst du 
aufgerichtet werden, wenn du die Ungerechtigkeit aus deiner Htte 
entfernst.
JOB 22:24 Wirf das Gold in den Staub und das Ophirgold zu den Steinen der 
Bche,
JOB 22:25 so wird der Allmchtige dein Gold und dein glnzendes Silber 
sein!
JOB 22:26 Dann wirst du dich an dem Allmchtigen ergtzen und dein 
Angesicht zu Gott erheben;
JOB 22:27 du wirst zu ihm flehen, und er wird dich erhren, und du wirst 
deine Gelbde bezahlen.
JOB 22:28 Was du vornimmst, das wird dir gelingen, und ein Licht wird auf 
deinen Wegen leuchten.
JOB 22:29 Fhren sie abwrts, so wirst du sagen: Es geht empor! Und wer 
die Augen niederschlgt, den wird er retten.
JOB 22:30 Er wird [selbst] den freilassen, der nicht unschuldig ist: durch 
die Reinheit deiner Hnde wird er entrinnen.
JOB 23:1 Da antwortete Hiob und sprach:
JOB 23:2 Auch heute noch ist meine Klage bitter; seine Hand pret mir 
schwere Seufzer aus!
JOB 23:3 O da ich wte, wo ich Ihn fnde! Ich wrde zu seinem Throne 
gehen.
JOB 23:4 Ich wrde ihm die Streitfrage vorlegen und meinen Mund mit 
Beweisen fllen;
JOB 23:5 ich mchte wissen, was er mir antworten, und gerne sehen, was er 
zu mir sagen wrde.
JOB 23:6 Wrde er heftig mit mir streiten? Nein, er wrde mich gewi 
anhren.
JOB 23:7 Da wrde der Redliche bei ihm Recht finden, und ich wrde auf 
ewig frei ausgehen von meinem Richter.
JOB 23:8 Wenn ich aber schon nach Osten gehe, so ist er nirgends; wende 
ich mich nach Westen, so werde ich seiner nicht gewahr;
JOB 23:9 begibt er sich nach Norden, so ersphe ich ihn nicht, verbirgt er 
sich im Sden, so kann ich ihn nicht sehen.
JOB 23:10 Er aber kennt meinen Weg; er prfe mich, so werde ich wie Gold 
hervorgehen!
JOB 23:11 Mein Fu hat seinen Pfad innegehalten; seinen Weg habe ich 
bewahrt, ich bog nicht davon ab;
JOB 23:12 vom Gebote seiner Lippen wich ich nicht; in meinem Busen 
bewahrte ich die Reden seiner Lippen.
JOB 23:13 Doch Er bleibt sich gleich, und wer will ihn davon abbringen? 
Was er will, das tut er.
JOB 23:14 Er vollfhrt, was mir bestimmt ist, und dergleichen hat er viel 
im Sinn.
JOB 23:15 Darum schrecke ich zurck vor ihm, und wenn ich daran denke, so 
frchte ich mich davor.
JOB 23:16 Ja, Gott hat mein Herz verzagt gemacht, und der Allmchtige hat 
mich erschreckt.
JOB 23:17 Da ich [aber] nicht vergehe vor dem Anblick der Finsternis, hat 
er vor meinem Angesicht das Dunkel verdeckt.
JOB 24:1 Warum sind vom Allmchtigen nicht Zeiten bestimmt und sehen die, 
so ihn kennen, seine Tage nicht?
JOB 24:2 Man verrckt Marksteine, raubt Herden und weidet sie.
JOB 24:3 Den Esel der Waislein treibt man fort und pfndet der Witwe Kuh.
JOB 24:4 Man jagt die Armen aus dem Wege, und die Elenden im Lande mssen 
sich allesamt verbergen.
JOB 24:5 Siehe, wie Wildesel in der Wste gehen sie frh an ihr Werk, nach 
Nahrung suchend; die Wildnis mu ihre Kinder nhren.
JOB 24:6 Auf dem Felde ernten sie sein Futter und halten Nachlese im 
Weinberge des Gottlosen.
JOB 24:7 Nackend bringen sie die Nchte zu; sie haben kein Gewand und wenn 
es kalt wird, keine Decke.
JOB 24:8 Vor dem Regen bergen sie sich im Gebirge, und weil sie keine 
Zuflucht haben, klammern sie sich an die Felsen.
JOB 24:9 Man reit das Waislein von der Brust und pfndet den Armen aus.
JOB 24:10 Nackt, ohne Kleid, lt man sie laufen; sie mssen Garben tragen 
und hungern dabei.
JOB 24:11 Zwischen ihren Mauern pressen sie l, treten die Kelter und 
mssen drsten.
JOB 24:12 Aus den Stdten ertnt das Geschrei der Sterbenden, und die 
Seele der Erschlagenen schreit; aber Gott achtet nicht des Unrechts.
JOB 24:13 Jene hassen das Licht, sie wollen seine Wege nicht kennen und 
bleiben nicht auf seinen Pfaden.
JOB 24:14 Mit Tagesanbruch steht der Mrder auf, den Elenden und Armen 
umzubringen; in der Nacht aber ist er wie ein Dieb.
JOB 24:15 Das Auge des Ehebrechers wartet auf die Dmmerung; er spricht: 
Kein Auge sieht mich! Und verhllt sein Angesicht.
JOB 24:16 In der Finsternis bricht man in die Huser ein; bei Tage 
verschlieen sie sich; sie scheuen das Licht.
JOB 24:17 Denn ihnen ist die dichteste Finsternis gleich wie der Morgen; 
sie sind sogar mit dem Todesdunkel vertraut.
JOB 24:18 Schnell fhrt er auf dem Wasser dahin. Verflucht ist sein Teil 
auf Erden; sein Weg fhrt nicht durch Weingrten.
JOB 24:19 Wie Hitze und Sonnenglut die Schneewasser wegraffen, so das 
Totenreich die, welche sndigen.
JOB 24:20 Der Mutterscho wird seiner vergessen, Wrmer laben sich an ihm, 
seiner wird nicht mehr gedacht, und wie ein Baum wird der bermut dessen 
gebrochen,
JOB 24:21 der die Unfruchtbare beraubte, die nicht gebar, und der Witwe 
nichts Gutes tat.
JOB 24:22 Und doch erhlt Er die Mchtigen lange durch seine Kraft; 
mancher steht noch aufrecht, der seines Lebens nicht mehr sicher war.
JOB 24:23 Er gibt ihm Sicherheit, und jener verlt sich darauf;
JOB 24:24 Seine Augen sehen auf ihre Wege. Sie kommen hoch; aber wenig 
braucht's, so sind sie dahin; sie sinken hin und werden zusammengerafft, 
wie alle andern auch, und verwelken wie die reifen hren.
JOB 24:25 Oder ist's nicht so? Wer will mich Lgen strafen und meine Rede 
zunichte machen?
JOB 25:1 Da antwortete Bildad, der Schuchiter, und sprach:
JOB 25:2 Herrschaft und Schrecken sind bei Ihm; Frieden schafft Er in 
seinen Hhen.
JOB 25:3 Sind seine Scharen zu zhlen? Und ber wem erhebt sich nicht sein 
Licht?
JOB 25:4 Wie kann aber der Sterbliche gerecht sein vor Gott, und wie will 
der rein sein, der vom Weibe geboren ist?
JOB 25:5 Siehe, sogar der Mond leuchtet nicht helle, und die Sterne sind 
nicht rein vor ihm,
JOB 25:6 wie viel weniger der Sterbliche, der Wurm, und das Menschenkind, 
das nur ein Wrmlein ist?
JOB 26:1 Und Hiob antwortete und sprach:
JOB 26:2 Wie hast du doch den Ohnmchtigen untersttzt und dem machtlosen 
Arm geholfen!
JOB 26:3 Wie hast du den Unweisen beraten und Weisheit in Flle kundgetan!
JOB 26:4 Wen hast du mit deiner Rede getroffen und wessen Odem ging aus 
deinem Munde hervor?
JOB 26:5 Die Schatten werden von Zittern erfat unter den Wassern und 
ihren Bewohnern.
JOB 26:6 Das Totenreich ist enthllt vor Ihm, und der Abgrund hat keine 
Decke.
JOB 26:7 Er spannt den Norden aus ber der Leere und hngt die Erde ber 
dem Nichts auf.
JOB 26:8 Er bindet die Wasser in seinen Wolken zusammen, und das Gewlk 
zerbricht nicht unter ihrem Gewicht.
JOB 26:9 Er verschliet den Anblick seines Thrones, er breitet seine 
Wolken darber.
JOB 26:10 Er hat einen Kreis abgesteckt auf der Oberflche der Wasser, zur 
Grenze des Lichts und der Finsternis.
JOB 26:11 Des Himmels Sulen erbeben und zittern vor seinem Schelten.
JOB 26:12 Durch seine Kraft erregt er das Meer, und mit seinem Verstand 
zerschlgt er das Ungeheuer.
JOB 26:13 Durch seinen Hauch wird der Himmel klar, mit seiner Hand 
durchbohrt er die flchtige Schlange.
JOB 26:14 Siehe, das sind die Umrisse seiner Wege; wie leise ist das Wort, 
das wir davon vernehmen! Wer will aber den Donner seiner Macht verstehen?
JOB 27:1 Und Hiob setzte seine Rede fort und sprach:
JOB 27:2 So wahr Gott lebt, der mir mein Recht entzogen, und der 
Allmchtige, der meine Seele betrbt hat:
JOB 27:3 Solange noch mein Odem in mir ist und der Hauch Gottes in meiner 
Nase,
JOB 27:4 sollen meine Lippen nichts Verkehrtes reden und meine Zunge keine 
Lge aussprechen.
JOB 27:5 Ferne sei es von mir, da ich euch Recht gebe, ich werde mir 
meine Unschuld nicht nehmen lassen bis an mein Ende!
JOB 27:6 Ich habe an meiner Gerechtigkeit festgehalten und werde sie nicht 
loslassen, mein Gewissen straft mich ber keinen meiner Tage;
JOB 27:7 mein Feind aber msse verurteilt werden und meine Widersacher 
Unrecht haben.
JOB 27:8 Denn was fr eine Hoffnung hat der Frevler, wenn Gott [ihn] 
abschneidet, wenn er ihm seine Seele entzieht?
JOB 27:9 Wird Gott sein Geschrei erhren, wenn Not ber ihn kommt?
JOB 27:10 Htte er seine Lust an dem Allmchtigen, so wrde er Gott 
allezeit anrufen.
JOB 27:11 Ich will euch ber Gottes Hand belehren und, was es mit dem 
Allmchtigen fr eine Bewandtnis hat, euch nicht verhehlen.
JOB 27:12 Siehe, ihr alle habt es ja gesehen (warum redet ihr so unntze 
Worte)?
JOB 27:13 Das ist das Teil, das der gottlose Mensch von Gott, und dies das 
Erbe, das die Tyrannen vom Allmchtigen erhalten:
JOB 27:14 Wenn seine Kinder sich mehren, so ist's fr das Schwert, und 
seine Nachkommenschaft hat nicht Brot genug.
JOB 27:15 Seine Entronnenen sinken durch die Pest ins Grab, und ihre 
Witwen beweinen sie nicht.
JOB 27:16 Wenn er schon Geld zusammenscharrt wie Staub und Kleider 
zusammenhuft wie Kot,
JOB 27:17 so bringt er sie zwar zusammen, aber der Gerechte wird sie 
anziehen, und in das Geld werden sich die Unschuldigen teilen.
JOB 27:18 Er baut sein Haus wie die Motte und wie ein Httlein, das der 
Hter macht.
JOB 27:19 Reich legt er sich hin und tut es nicht wieder; in einem 
Augenblick ist er dahin:
JOB 27:20 Schrecken ergreift ihn wie eine Wasserflut, der Sturmwind fhrt 
ihn ber Nacht davon.
JOB 27:21 Ein Ostwind ergreift ihn, und er fhrt dahin, er rafft ihn von 
seiner Sttte hinweg.
JOB 27:22 Schonungslos schleudert Er Geschosse nach ihm, eiligst mu er 
fliehen vor seiner Hand.
JOB 27:23 Man klatscht mit den Hnden ber ihn und zischt ihn aus an 
seinem Ort.
JOB 28:1 Denn das Silber hat seinen Fundort und das Gold seinen Ort, wo 
man es lutert.
JOB 28:2 Eisen wird aus der Erde gegraben und Kupfer schmelzt man aus 
Gestein.
JOB 28:3 Man macht der Finsternis ein Ende und forscht alles vollkommen 
aus, die Steine, die in Finsternis und Todesschatten liegen.
JOB 28:4 Einen Schacht bricht man auf, wo kein Wandersmann durchgeht; auf 
unbetretenen Pfaden lassen sie sich hinab und schweben ferne von den 
Menschen.
JOB 28:5 Aus der Erde wchst Brot hervor, und unter ihr ist's wie vom 
Feuer durchwhlt.
JOB 28:6 In ihren Steinen wird Saphir gefunden und Gold in ihren Schollen.
JOB 28:7 Ein Pfad [ist's], den kein Raubvogel kennt, und den auch des 
Habichts Auge nicht erspht,
JOB 28:8 den auch kein Raubtier betritt, darauf der Lwe nicht schreitet.
JOB 28:9 Der Mensch legt seine Hand an den harten Felsen und durchwhlt 
die Grnde der Berge.
JOB 28:10 Er treibt Stollen durch die Felsen, und sein Auge ersieht alles, 
was kstlich ist.
JOB 28:11 Damit sie nicht trnen, verstopft er die Wasserrinnen; das 
Verborgene bringt er ans Licht.
JOB 28:12 Aber wo wird die Weisheit gefunden, und welches ist der Ort des 
Verstandes?
JOB 28:13 Der Mensch kennt den Weg zu ihr nicht, im Lande der Lebendigen 
wird sie nicht gefunden.
JOB 28:14 Die Tiefe spricht: Sie ist nicht in mir, und das Meer: Sie 
ist nicht bei mir.
JOB 28:15 Sie wird mit keinem Geld bezahlt und nicht mit Silber aufgewogen.
JOB 28:16 Um Gold von Ophir ist sie nicht zu haben, auch nicht um 
kstlichen Schohamstein und Saphir.
JOB 28:17 Gold und Glas kommt ihr nicht gleich, noch wird sie um goldenes 
Gert eingetauscht.
JOB 28:18 Korallen und Kristall sind nichts gegen sie, und der Besitz der 
Weisheit geht ber Perlen.
JOB 28:19 Der Topas aus thiopien ist ihr nicht zu vergleichen, mit reinem 
Golde wird sie nicht aufgewogen.
JOB 28:20 Woher kommt denn die Weisheit, und welches ist der Ort des 
Verstandes?
JOB 28:21 Sie ist verborgen vor den Augen aller Lebendigen und vor den 
Vgeln des Himmels versteckt.
JOB 28:22 Der Abgrund und der Tod sprechen: Wir haben mit unsern Ohren von 
ihr gehrt.
JOB 28:23 Gott wei ihren Weg, und er kennt ihren Ort.
JOB 28:24 Denn er schaut bis zu den Enden der Erde und sieht alles, was 
unter dem Himmel ist.
JOB 28:25 Als er dem Winde sein Gewicht gab und den Wassern ihr Ma,
JOB 28:26 als er dem Regen sein Ziel setzte und dem Wetterstrahl seinen 
Weg:
JOB 28:27 da hat er sie gesehen und durchmustert, sie bereitet und 
erforscht
JOB 28:28 und hat zum Menschen gesagt: Siehe, die Furcht des Herrn, das 
ist Weisheit, und vom Bsen weichen, das ist Verstand!
JOB 29:1 Und Hiob fuhr in dem Vortrag seiner Sprche fort und sprach:
JOB 29:2 Wer gibt mir die vorigen Monate zurck und die Tage, in welchen 
Gott mich behtete?
JOB 29:3 als seine Leuchte ber meinem Haupte schien und ich in seinem 
Lichte durch das Dunkel ging;
JOB 29:4 wie ich in den Tagen meines Herbstes vertrauten Umgang mit Gott 
bei meinem Zelte pflog;
JOB 29:5 als der Allmchtige noch mit mir war und meine Knaben um mich her;
JOB 29:6 da ich meine Tritte in Milch badete und der Fels neben mir l in 
Strmen go;
JOB 29:7 als ich noch zum Tore ging, zur Stadt hinauf, und meinen Sitz auf 
dem Markt aufstellte.
JOB 29:8 Wenn mich die Knaben sahen, so verbargen sie sich, die Greise 
standen auf und blieben stehen.
JOB 29:9 Die Frsten hrten auf zu reden und legten die Hand auf den Mund.
JOB 29:10 Die Stimme der Vornehmen stockte, und ihre Zunge klebte am 
Gaumen.
JOB 29:11 Wessen Ohr mich hrte, der pries mich glcklich, und wessen Auge 
mich sah, der stimmte mir zu.
JOB 29:12 Denn ich rettete den Elenden, der da schrie, und das Waislein, 
das keinen Helfer hatte.
JOB 29:13 Der Segen des Verlorenen kam ber mich, und ich machte das Herz 
der Witwe jauchzen.
JOB 29:14 Gerechtigkeit zog ich an, und sie bekleidete mich, mein Talar 
und Turban war das Recht.
JOB 29:15 Ich war des Blinden Auge und des Lahmen Fu.
JOB 29:16 Ich war des Armen Vater; und die Streitsache, die ich nicht 
kannte, untersuchte ich.
JOB 29:17 Ich zerbrach die Stockzhne des Ungerechten und ri ihm den Raub 
aus den Zhnen.
JOB 29:18 Und so dachte ich, ich wrde mit meinem Neste sterben und wie 
der Phnix viele Tage erleben.
JOB 29:19 Meine Wurzel war an Wassern ausgebreitet, und der Tau 
bernachtete auf meinem Zweig.
JOB 29:20 Meine Herrlichkeit erneuerte sich bei mir, und mein Bogen 
verjngte sich in meiner Hand.
JOB 29:21 Auf mich hrte und wartete man und lauschte stillschweigend auf 
meinen Rat.
JOB 29:22 Auf meine Rede folgte kein Widerspruch, und meine Worte 
trufelten auf sie.
JOB 29:23 Sie harrten auf mich, wie das Erdreich auf einen Regen, und 
sperrten ihren Mund auf, wie nach einem Sptregen.
JOB 29:24 Lchelte ich sie an, so konnten sie es kaum glauben, und das 
Licht meines Angesichts konnten sie nicht verdunkeln.
JOB 29:25 Ich prfte ihren Weg und sa oben an und wohnte wie ein Knig 
unter dem Volke, wie einer, der die Traurigen trstet.
JOB 30:1 Jetzt aber lachen ber mich, die an Jahren jnger sind als ich, 
deren Vter ich verschmht htte, sie neben die Hunde meiner Herde zu 
setzen.
JOB 30:2 Wozu konnte die Arbeit ihrer Hnde mir dienen, da es ihnen an 
ungebrochener Kraft gebrach?
JOB 30:3 Durch Mangel und Hunger abgezehrt, benagten sie das drre Land, 
welches lngst wste und verdet war.
JOB 30:4 Sie pflckten die Melde ab beim Gestruch, und die Ginsterwurzel 
war ihr Brot.
JOB 30:5 Aus der Gemeinde wurden sie gejagt, man schrie ber sie wie ber 
Diebe.
JOB 30:6 In grausigen Schluchten mssen sie wohnen, in Erdlchern und 
Felsenhhlen.
JOB 30:7 Im Gebsche kreischen sie und liegen unter Nesseln hingestreckt.
JOB 30:8 Kinder von Narren, Kinder Ehrloser, sind sie aus ihrem Lande 
verstoen.
JOB 30:9 Und deren Spottlied bin ich nun geworden und diene ihnen zum 
Geschwtz.
JOB 30:10 Sie verabscheuen und fliehen mich, und vor meinem Angesicht 
sparen sie den Speichel nicht.
JOB 30:11 Denn meine Sehne hat Er aufgelst und mich gebeugt, darum lassen 
sie den Zgel schieen vor mir.
JOB 30:12 Zu meiner Rechten erhebt sich die Brut. Sie lassen meinen Fen 
keine Ruhe und bahnen ihre Unheilswege gegen mich.
JOB 30:13 Meinen Pfad haben sie zerstrt, zu meinem Falle helfen sie, die 
keinen Helfer haben.
JOB 30:14 Wie durch eine weite Bresche fallen sie ber mich her, unter 
Kriegsgeschrei wlzen sie sich daher.
JOB 30:15 Es ist Schrecken ber mich gekommen; meine Ehre ist wie der Wind 
verflogen; und wie eine Wolke ist mein Heil vorbergegangen.
JOB 30:16 Und nun ergiet sich meine Seele in mir, denn die Tage meines 
Elends haben mich ergriffen.
JOB 30:17 Die Nacht durchbohrt mein Gebein, und meine nagenden Schmerzen 
schlafen nicht;
JOB 30:18 durch ihre groe Heftigkeit verndert sich mein Kleid, wie ein 
Hemd umschliet es mich.
JOB 30:19 Er hat mich in den Kot geworfen, und ich bin wie Staub und Asche 
geworden.
JOB 30:20 Ich schreie zu dir, und du antwortest mir nicht, ich stehe da, 
und du beobachtest mich.
JOB 30:21 Du hast dich mir in einen unbarmherzigen Feind verwandelt, mit 
deiner gewaltigen Hand widerstehst du mir.
JOB 30:22 Du setzest mich dem Wind aus und lssest mich dahinfahren, da 
mir jeder Halt entschwindet.
JOB 30:23 Denn ich wei, da du mich zum Tode fhren wirst, ins Haus, wo 
alle Lebendigen zusammenkommen.
JOB 30:24 Wahrlich, kein Bittender hat seine Hand ausgestreckt, wenn er in 
seinem Unglck schrie,
JOB 30:25 da ich nicht mit ihm geweint htte in bser Zeit und meine 
Seele sich nicht um den Armen bekmmert htte!
JOB 30:26 Aber ich habe auf Gutes gehofft, und es kam bel, ich habe auf 
das Licht gewartet, und es ist Finsternis gekommen.
JOB 30:27 Meine Eingeweide wallen und wollen nicht stille werden; die Tage 
meines Jammers sind mir begegnet.
JOB 30:28 Traurig gehe ich einher, ohne Sonne; ich bin in der Gemeinde 
aufgestanden und habe um Hilfe geschrieen.
JOB 30:29 Ich bin ein Bruder geworden der Schakale und ein Gefhrte der 
jungen Straue.
JOB 30:30 Meine Haut ist schwarz geworden an mir, und meine Gebeine sind 
vor Hitze verdorrt.
JOB 30:31 Meine Harfe ist zu einem Trauerlied geworden und mein 
Fltenspiel zu lautem Weinen.
JOB 31:1 Einen Bund hatte ich geschlossen mit meinen Augen, und wie htte 
ich mein Auge auf eine Jungfrau werfen drfen!
JOB 31:2 Denn was wrde mir Gott vom Himmel dafr zuteilen, und welchen 
Lohn erhielte ich vom Allmchtigen aus der Hhe?
JOB 31:3 Ist denn das Unglck nicht fr den Ungerechten und das 
Migeschick fr die beltter?
JOB 31:4 Sieht Er nicht meine Wege und zhlt alle meine Schritte,
JOB 31:5 so da er wissen kann, ob ich mit Lgen umgegangen oder auf 
Betrug ausgegangen bin?
JOB 31:6 Er wge mich auf gerechter Waage, so wird Gott meine Unschuld 
erkennen!
JOB 31:7 Ist mein Schritt vom Wege abgewichen oder mein Herz den Augen 
nachgewandelt und klebt meinen Hnden ein Makel an,
JOB 31:8 so will ich sen, und ein anderer soll es essen, und meine 
Pflanzungen sollen entwurzelt werden!
JOB 31:9 Hat sich mein Herz hinreien lassen zu einem Weibe, oder habe ich 
gelauert an der Tr meines Nchsten,
JOB 31:10 so soll mein Weib fr einen andern mahlen, und andere mgen sich 
ber sie beugen!
JOB 31:11 Denn das wre eine Schandtat und ein strafwrdiges Vergehen,
JOB 31:12 ja ein Feuer wr's, das bis in die Hlle hinein brennen und alle 
meine Habe verzehren mte mit Stumpf und Stiel.
JOB 31:13 Habe ich das Recht verweigert meinem Knecht oder meiner Magd, 
wenn sie eine Sache wider mich hatten,
JOB 31:14 was wollte ich tun, wenn Gott wider mich auftrte, und wenn er 
mich zur Rede stellte, was wollte ich ihm antworten?
JOB 31:15 Hat nicht der, der mich im Mutterschoe bereitete, auch sie 
gemacht, hat nicht ein und derselbe uns aus dem Mutterleibe hervorgebracht?
JOB 31:16 Habe ich den Armen versagt, was sie begehrten, und die Augen der 
Witwe verschmachten lassen?
JOB 31:17 Habe ich meinen Bissen allein verzehrt, und hat das Waislein 
nichts davon gekriegt?
JOB 31:18 Wahrlich, von meiner Jugend auf hat es mich hochgehalten wie 
einen Vater, und von Mutterleib an habe ich sie gefhrt!
JOB 31:19 Habe ich einen umherirren sehen ohne Kleider und dem Armen keine 
Decke gegeben?
JOB 31:20 Nein, wahrlich, es haben mich seine Lenden gesegnet, wenn sie 
von der Wolle meiner Lmmer warm geworden sind!
JOB 31:21 Habe ich meine Hand gegen die Waise erhoben, weil ich sah, da 
man mir helfen wrde im Tor,
JOB 31:22 so soll mir die Schulter vom Nacken fallen und mein Arm aus 
seiner Rhre brechen!
JOB 31:23 Aber ich htte mich vor Gottes Strafe gefrchtet, und aus 
Ehrfurcht vor ihm htte ich es gar nicht gekonnt.
JOB 31:24 Habe ich mein Vertrauen auf Gold gesetzt und zu dem feinen Gold 
gesagt:
JOB 31:25 Sei du meine Zuversicht!, habe ich mich gefreut, weil ich 
reich geworden bin und meine Hand viel erworben hat;
JOB 31:26 habe ich die Sonne angesehen, weil sie leuchtete, und den Mond, 
weil er so prchtig dahinzog,
JOB 31:27 und habe ich mein Herz im Geheimen betren lassen, da ich ihnen 
Ksse zuwarf mit der Hand,
JOB 31:28 so wre auch das ein strafwrdiges Vergehen gewesen; denn ich 
htte den Gott verleugnet, der hher ist.
JOB 31:29 Habe ich mich gefreut ber den Sturz meines Feindes und mich 
ergtzt daran, wenn ihn ein Unglck traf?
JOB 31:30 Nein, ich habe meine Zunge nicht hergegeben zum Sndigen, da 
ich mit einem Fluche sein Leben gefordert htte.
JOB 31:31 Haben meine Hausgenossen nicht oft gesagt: Wer htte sich nicht 
von seinem Fleische gesttigt?
JOB 31:32 Kein Fremdling brauchte drauen zu bernachten; ich ffnete 
meine Tr dem Wandersmann.
JOB 31:33 Habe ich, wie Adam, meine bertretung bedeckt, so da ich meine 
Schuld in meinem Busen verbarg,
JOB 31:34 weil ich die groe Menge frchtete und die Verachtung der 
Geschlechter mich erschreckte, so da ich schweigen mute und nicht zur 
Tr hinausgehen durfte?...
JOB 31:35 O da ich einen htte, der mir Gehr schenkte! Siehe, da ist 
meine Unterschrift; der Allmchtige antworte mir, und mein Gegner schreibe 
eine Klageschrift wider mich!
JOB 31:36 Wahrlich, ich wrde sie auf meine Schulter legen und sie mir wie 
eine Krone umbinden!
JOB 31:37 Meine Schritte drfte ich ihm getrost aufzhlen und ihm nahen 
wie ein Frst!
JOB 31:38 Wenn mein Acker wider mich schreit und seine Furchen miteinander 
weinen,
JOB 31:39 weil ich, ohne ihn zu bezahlen, seinen Ertrag genossen und 
seinen Besitzer ums Leben gebracht habe,
JOB 31:40 so soll er statt Weizen Dornen tragen und Unkraut anstatt der 
Gerste! Zu Ende sind die Reden Hiobs.
JOB 32:1 Da hrten jene drei Mnner auf, Hiob zu antworten, weil er in 
seinen Augen gerecht war.
JOB 32:2 Es entbrannte aber der Zorn Elihus, des Sohnes Barachels, des 
Busiters, vom Geschlechte Ram; ber Hiob entbrannte sein Zorn, weil er 
sich selbst fr gerechter hielt als Gott;
JOB 32:3 ber seine drei Freunde aber entbrannte sein Zorn, weil sie keine 
Antwort fanden und Hiob doch verurteilten.
JOB 32:4 Elihu aber hatte mit seiner Rede an Hiob gewartet; denn jene 
waren lter als er.
JOB 32:5 Als aber Elihu sah, da im Munde jener drei Mnner keine Antwort 
mehr war, entbrannte sein Zorn.
JOB 32:6 Und Elihu, der Sohn Barachels, der Busiter, hob an und sprach: 
Jung bin ich an Jahren, ihr aber seid grau; darum habe ich mich 
gefrchtet, euch meinen Befund zu verknden.
JOB 32:7 Ich dachte: Die Betagten sollen reden und die Bejahrten ihre 
Weisheit kundtun.
JOB 32:8 Aber der Geist ist es im Menschen und der Odem des Allmchtigen, 
der sie verstndig macht.
JOB 32:9 Nicht alle Lehrer sind weise, und nicht alle Greise verstehen 
sich aufs Recht.
JOB 32:10 Darum sage ich: Hret auf mich, so will ich mein Urteil 
verknden, ja, auch ich.
JOB 32:11 Siehe, ich habe eure Reden abgewartet, habe zugehrt bis zu 
eurem Entscheid, bis ihr die rechten Worte gefunden httet;
JOB 32:12 und ich habe auf euch gewartet, bis ihr fertig waret; aber 
siehe, da ist keiner unter euch, der Hiob widerlegt, der seine Rede 
beantwortet htte.
JOB 32:13 Saget nur ja nicht: Wir haben die Weisheit gefunden: Gott wird 
ihn schlagen, nicht ein Mensch.
JOB 32:14 Er hat seine Worte nicht an mich gerichtet, so will ich ihm auch 
nicht antworten wie ihr.
JOB 32:15 Sie sind geschlagen, sie geben keine Antwort mehr, die Worte 
sind ihnen ausgegangen!
JOB 32:16 Ich habe gewartet; weil sie aber nichts sagen, weil sie dastehen 
und nicht mehr antworten,
JOB 32:17 so will auch ich nun meinen Teil erwidern und mein Urteil 
abgeben, ja, auch ich;
JOB 32:18 denn ich bin voll von Worten, und der Geist, der in mir ist, 
drngt mich dazu.
JOB 32:19 Siehe, mein Leib ist wie ein Weinschlauch, der keine ffnung 
hat; wie Schluche voll Most will er bersten.
JOB 32:20 Darum will ich reden, so wird es mir leichter, ich will meine 
Lippen auftun und antworten.
JOB 32:21 Ich will aber keine Person ansehen und keinem Menschen 
schmeicheln;
JOB 32:22 denn ich kann nicht schmeicheln, leicht mchte mein Schpfer 
mich sonst wegraffen!
JOB 33:1 Doch hre nun, Hiob, meine Rede, und fasse alle meine Worte!
JOB 33:2 Siehe doch, ich ffne meinen Mund, es redet die Zunge an meinem 
Gaumen;
JOB 33:3 Meine Reden kommen aus aufrichtigem Herzen, und meine Lippen 
sprechen lautere Wahrheit aus.
JOB 33:4 Der Geist Gottes hat mich gemacht, und der Odem des Allmchtigen 
belebt mich.
JOB 33:5 Kannst du es, so widerlege mich; rste dich, tritt vor mich hin!
JOB 33:6 Siehe, ich stehe zu Gott, gleich wie du; auch ich bin vom Lehm 
genommen.
JOB 33:7 Siehe, Furcht vor mir soll dich nicht schrecken, und ich will dir 
nicht lstig sein.
JOB 33:8 Nun hast du vor meinen Ohren gesagt, und ich habe deine eigenen 
Worte gehrt:
JOB 33:9 Rein bin ich, ohne Vergehen, unbefleckt und ohne Schuld!
JOB 33:10 Siehe, er erfindet Beschuldigungen gegen mich, er hlt mich fr 
seinen Feind;
JOB 33:11 er legt meine Fe in den Stock und lauert auf alle meine 
Schritte.
JOB 33:12 Siehe, das sagst du nicht mit Recht, darauf mu ich dir 
antworten; denn Gott ist grer als der Mensch.
JOB 33:13 Warum haderst du denn mit ihm, da er doch keine seiner Taten zu 
verantworten hat?
JOB 33:14 Sondern Gott redet einmal und zum zweitenmal, aber man beachtet 
es nicht.
JOB 33:15 Im Traum, im Nachtgesicht, wenn tiefer Schlaf die Menschen 
befllt und sie in ihren Betten schlafen,
JOB 33:16 da ffnet er das Ohr der Menschen und besiegelt seine Warnung an 
sie,
JOB 33:17 damit der Mensch von seinem Tun abstehe und er den Mann vor 
bermut beschtze,
JOB 33:18 da er seine Seele von der Grube zurckhalte, und sein Leben, 
da er nicht renne ins Gescho.
JOB 33:19 Er zchtigt ihn mit Schmerzen auf seinem Lager, ein hartes 
Gericht geht ber seinen Leib,
JOB 33:20 da ihm das Brot zum Ekel wird, seiner Seele die Lieblingsspeise;
JOB 33:21 sein Fleisch schwindet dahin, man sieht es nicht mehr, und seine 
Gebeine, die man sonst nicht sah, werden blo;
JOB 33:22 seine Seele naht sich der Grube und sein Leben den Todesmchten.
JOB 33:23 Wenn es dann fr ihn einen Engel gibt, einen Mittler, einen aus 
Tausenden, der dem Menschen verkndigt seine Gerechtigkeit;
JOB 33:24 wenn er sich ber ihn erbarmt und spricht: Erlse ihn, da er 
nicht zur Grube hinabfahre; ich habe ein Lsegeld gefunden!
JOB 33:25 Alsdann wird sein Fleisch wieder grnen von Jugendfrische, er 
wird wiederkehren zu den Tagen seiner Jugend;
JOB 33:26 er wird zu Gott bitten, der wird ihm gndig sein, ihn sein 
Angesicht mit Jauchzen sehen lassen und dem Menschen seine Gerechtigkeit 
wiedergeben.
JOB 33:27 Er wird singen vor den Menschen und sagen: Ich hatte gesndigt 
und das Recht verkehrt; aber er hat mir nicht vergolten nach Verdienst;
JOB 33:28 er hat meine Seele erlst, da sie nicht in die Grube gefahren 
ist, so da mein Leben das Licht wieder sieht!
JOB 33:29 Siehe, dies alles tut Gott zwei oder dreimal mit dem Menschen,
JOB 33:30 da er seine Seele vom Verderben herumhole und ihn erleuchte mit 
dem Lichte der Lebendigen.
JOB 33:31 Merke auf, Hiob, hre mir zu, schweige, und ich will reden!
JOB 33:32 Hast du aber Worte, so antworte mir, sage her, denn ich wnsche 
deine Rechtfertigung;
JOB 33:33 wo aber nicht, so hre mir zu, schweige, und ich will dich 
Weisheit lehren!
JOB 34:1 Und Elihu hob wieder an und sprach:
JOB 34:2 Hret, ihr Weisen, meine Worte, und ihr Verstndigen, merket auf 
mich!
JOB 34:3 Denn das Ohr prft die Rede, wie der Gaumen die Speise schmeckt.
JOB 34:4 Das Rechte wollen wir uns erwhlen und untereinander ausmachen, 
was gut ist.
JOB 34:5 Denn Hiob behauptet: Ich bin gerecht, aber Gott hat mir mein 
Recht entzogen.
JOB 34:6 Bei all meinem Recht werde ich zum Lgner gestempelt, tdlich 
verwundet bin ich vom Pfeil, ohne Schuld!
JOB 34:7 Wo ist ein Mann wie Hiob, der Lsterung trinkt wie Wasser,
JOB 34:8 der so wie er in Gesellschaft der beltter wandelt und mit 
gottlosen Leuten umgeht?
JOB 34:9 Denn er hat gesagt: Es ntzt dem Menschen nichts, wenn er mit 
Gott Freundschaft pflegt!
JOB 34:10 Darum, ihr verstndigen Mnner, hrt mir zu: Fern sei es von 
Gott, sich Gewaltttigkeiten zu erlauben, und von dem Allmchtigen, 
Unrecht zu tun;
JOB 34:11 sondern er bezahlt dem Menschen, wie er es verdient, und lt 
einem jeden widerfahren nach seinem Wandel.
JOB 34:12 Ja wahrlich, Gott tut kein Unrecht, und der Allmchtige beugt 
das Recht nicht!
JOB 34:13 Wessen Obhut ist die Erde unterstellt, und wer gibt acht auf die 
ganze Welt?
JOB 34:14 Wenn er nur noch auf sich selbst achtete und seinen Geist und 
Odem wieder zu sich nhme,
JOB 34:15 so wrde alles Fleisch miteinander vergehen und der Mensch 
wieder zum Staube kehren.
JOB 34:16 Hast du nun Verstand, so hre dies und merke auf die Stimme 
meiner Worte!
JOB 34:17 Knnte auch einer, der das Recht hat, herrschen, oder willst du 
den Gerechten, den Mchtigen, verdammen?
JOB 34:18 Darf man zum Knig sagen: Du Nichtsnutz! und zu den Edlen: Ihr 
seid ungerecht?
JOB 34:19 wieviel weniger zu dem, der die Person der Frsten nicht ansieht 
und den Reichen nicht mehr achtet als den Armen; denn sie sind alle seiner 
Hnde Werk.
JOB 34:20 Pltzlich sterben sie, mitten in der Nacht; Vlker wanken und 
gehen dahin, und er beseitigt Tyrannen ohne Menschenhand.
JOB 34:21 Denn Gottes Augen sind auf die Wege eines jeden gerichtet, und 
er sieht jeden Schritt, den einer macht.
JOB 34:22 Es gibt keine Finsternis und keinen Todesschatten, wo die 
beltter sich verbergen knnten.
JOB 34:23 Ja, er braucht den Menschen, der vor Gott zu Gerichte geht, 
nicht erst noch zu untersuchen.
JOB 34:24 Er zerschmettert Gewaltige ohne Untersuchung und setzt andere an 
deren Statt.
JOB 34:25 Weil er ihre Werke kennt, darum kehrt er sie um ber Nacht, und 
sie werden zermalmt.
JOB 34:26 Als Gottlose zchtigt er sie vor aller Augen darum,
JOB 34:27 da sie von ihm abgefallen sind und keinen seiner Wege beachtet 
haben,
JOB 34:28 und weil des Armen Geschrei zu ihm gelangt ist und er das 
Schreien der Unterdrckten erhrt hat.
JOB 34:29 Wenn er Frieden gibt, wer will verdammen? Wenn er aber sein 
Angesicht verbirgt, wer kann ihn schauen? [So handelt er] sowohl ber 
einem Volk, als auch ber dem einzelnen Menschen,
JOB 34:30 damit nicht gottlose Menschen regieren und das Volk in 
Fallstricke gert.
JOB 34:31 Darf man zu Gott sagen: Ich mu [Strafe] tragen und habe doch 
nichts verbrochen?
JOB 34:32 [Nein, sondern:] Was ich nicht sehe, lehre du mich, und habe ich 
Unrecht getan, so will ich's nicht mehr tun!
JOB 34:33 Soll Er nach deinem Sinn Vergeltung ben, weil du verwirfst? 
Denn du mut whlen, und nicht ich; was du weit, das sage an!
JOB 34:34 Verstndige Mnner werden mir zustimmen und jeder weise Mann, 
der mir zuhrt:
JOB 34:35 Hiob redet wie ein Unwissender, und seine Worte zeugen nicht von 
Verstand.
JOB 34:36 Mchte Hiob fort und fort geprft werden, weil er sich zu den 
gottlosen Leuten geschlagen hat!
JOB 34:37 Denn zu seiner Snde fgt er Abfall hinzu, er verhhnt uns und 
redet viel wider Gott!
JOB 35:1 Und Elihu hob wieder an und sprach:
JOB 35:2 Hast du recht, wenn du sprichst: Meine Gerechtigkeit kommt von 
Gott,
JOB 35:3 und wenn du sagst: Was macht es dir, und was schadet es mir, 
wenn ich sndige?
JOB 35:4 Ich will dir eine Antwort geben und deinen Gefhrten mit dir!
JOB 35:5 Siehe zum Himmel empor und betrachte ihn und schau die Wolken an, 
die hher sind als du!
JOB 35:6 Wenn du sndigst, was tust du ihm zuleide? Und sind deiner 
Missetaten viele, was schadest du ihm?
JOB 35:7 Bist du aber gerecht, was gibst du ihm, und was empfngt er von 
deiner Hand?
JOB 35:8 Aber ein Mensch wie du leidet unter deiner Snde, und den 
Menschenkindern ntzt deine Gerechtigkeit.
JOB 35:9 Sie seufzen unter den vielen Bedrckungen, sie schreien vor dem 
Arm des Gewaltigen.
JOB 35:10 Aber man denkt nicht: Wo ist Gott, mein Schpfer, der Loblieder 
gibt in der Nacht,
JOB 35:11 der uns mehr Belehrung zuteil werden lie als den Tieren des 
Feldes und uns mehr Verstand gegeben hat als den Vgeln unter dem Himmel?
JOB 35:12 Jene schreien, und er sollte nicht hren trotz des bermutes der 
Bsen?
JOB 35:13 Sollte es umsonst sein, sollte Gott nicht hren und der 
Allmchtige es nicht sehen?
JOB 35:14 Auch wenn du sagst, du sehest ihn nicht, so liegt die Sache doch 
vor ihm; warte du nur auf ihn!
JOB 35:15 Und nun, weil sein Zorn noch nicht gestraft hat, sollte er 
deshalb das Verbrechen nicht sehr wohl wissen?
JOB 35:16 So hat also Hiob seinen Mund umsonst aufgesperrt und aus lauter 
Unverstand so freche Reden gefhrt!
JOB 36:1 Und Elihu fuhr fort und sprach:
JOB 36:2 Gedulde dich noch ein wenig, so will ich dich lehren, ich habe 
noch mehr zu reden fr Gott.
JOB 36:3 Ich will mein Wissen weither holen und meinem Schpfer 
Gerechtigkeit widerfahren lassen!
JOB 36:4 Denn wahrlich, meine Reden sind keine Lgen, du hast es mit einem 
ganz Verstndigen zu tun!
JOB 36:5 Siehe, Gott ist mchtig, doch verachtet er niemand; gro ist die 
Kraft seines Herzens.
JOB 36:6 Den Gottlosen lt er nicht leben, aber den Elenden schafft er 
Recht.
JOB 36:7 Er wendet seine Augen nicht ab von den Gerechten und setzt sie 
auf ewig mit Knigen auf den Thron, damit sie herrschen.
JOB 36:8 Sind sie aber in Fesseln gebunden, in Banden des Elends gefangen,
JOB 36:9 so hlt er ihnen ihre Taten und ihre bertretungen vor; denn sie 
haben sich berhoben;
JOB 36:10 er ffnet ihr Ohr der Bestrafung und befiehlt ihnen, sich von 
der Bosheit abzukehren.
JOB 36:11 Wenn sie dann gehorchen und sich unterwerfen, so werden sie ihre 
Tage in Glck und ihre Jahre in Wohlfahrt beendigen.
JOB 36:12 Gehorchen sie aber nicht, so kommen sie um durchs Schwert und 
sterben dahin in ihrem Unverstand.
JOB 36:13 Denn die, welche ruchlosen Herzens sind, widersetzen sich; sie 
flehen nicht, wenn er sie gefesselt hat.
JOB 36:14 Ihre Seele stirbt in der Jugend und ihr Leben unter den Hurern.
JOB 36:15 Den Gedemtigten aber rettet er durch die Demtigung und ffnet 
durch die Trbsal sein Ohr.
JOB 36:16 Und auch dich lockt er aus der Enge in die Weite, da keine Not 
mehr sein wird, und an einen reichbesetzten Tisch.
JOB 36:17 Bist du aber vom Urteil des Gottlosen erfllt, so werden Urteil 
und Gericht dich treffen.
JOB 36:18 Der Zorn verleite dich ja nicht zur Lsterung, und die Menge des 
Lsegeldes besteche dich nicht.
JOB 36:19 Wird er deinen Reichtum schtzen? Er achtet nicht auf Gold, noch 
auf alle Anstrengungen der Kraft.
JOB 36:20 Sehne dich nicht nach der Nacht, da Vlker untergehen werden.
JOB 36:21 Hte dich, wende dich nicht zum Bsen, denn dieses ziehst du dem 
Leiden vor.
JOB 36:22 Siehe, Gott ist erhaben in seiner Kraft, wo ist ein Lehrer wie 
er?
JOB 36:23 Wer will ihn zur Rede stellen ber seinen Weg, und wer will zu 
ihm sagen: Du hast Unrecht getan?
JOB 36:24 Gedenke daran, sein Tun zu erheben; die Menschen sollen es 
besingen.
JOB 36:25 Alle Menschen sehen es ja, der Sterbliche schaut es von ferne.
JOB 36:26 Siehe, wie erhaben ist Gott! Wir aber verstehen ihn nicht; die 
Zahl seiner Jahre hat niemand erforscht.
JOB 36:27 Denn er zieht Wassertropfen herauf; sie trufeln als Regen aus 
seinem Dunst, den die Wolken rieseln lassen,
JOB 36:28 sie triefen auf viele Menschen herab.
JOB 36:29 Versteht man auch das Ausspannen der Wolken und das Krachen 
seines Gezelts?
JOB 36:30 Siehe, er breitet sein Licht um sich her aus und bedeckt die 
Grnde des Meeres;
JOB 36:31 denn damit richtet er die Vlker und gibt Speise die Flle.
JOB 36:32 Seine Hnde bedeckt er mit Licht und gebietet ihm, zu treffen.
JOB 36:33 Sein Donnern kndigt ihn an, die Herde sein Heraufsteigen [im 
Gewitter].
JOB 37:1 Ja, darber erzittert mein Herz und fhrt auf von seiner Stelle.
JOB 37:2 Hret auf das Donnern seiner Stimme und auf den Ton, der aus 
seinem Munde geht!
JOB 37:3 Er lt ihn dahinfahren unter dem ganzen Himmel und sein Licht 
bis zu den Enden der Erde.
JOB 37:4 Hinter ihm her brllt der Donner, er donnert mit seiner 
majesttischen Stimme, und er spart damit nicht, damit seine Stimme gehrt 
werde.
JOB 37:5 Gott donnert mit seiner Stimme wunderbar; er tut groe Dinge, die 
wir nicht verstehen.
JOB 37:6 Er gebeut dem Schnee: Falle auf die Erde! und lt Regen flieen, 
heftige Regengsse.
JOB 37:7 Aller Menschen Hand versiegelt er, damit alle Leute sein Werk 
erkennen mgen.
JOB 37:8 Die Tiere suchen ihre Schlupfwinkel auf und bleiben in ihren 
Hhlen.
JOB 37:9 Aus der Kammer [des Sdens] kommt der Sturm und vom Norden her 
die Klte.
JOB 37:10 Vom Hauche Gottes gibt es Eis, und die weiten Wasser frieren zu.
JOB 37:11 Mit Wasserflle belastet er die Wolken, er zerstreut das 
Lichtgewlk.
JOB 37:12 Und dieses wendet sich berall hin, wohin er es lenkt, 
auszurichten alles, was er ihm befiehlt, auf dem ganzen Erdenrund,
JOB 37:13 bald zur Rute, bald zur Wohltat fr sein Land.
JOB 37:14 Merke dir das, Hiob, stehe stille und erwge Gottes Wunder!
JOB 37:15 Weit du, wie Gott ihnen Befehl gibt, wie er das Licht seiner 
Wolken leuchten lt?
JOB 37:16 Verstehst du das Schweben der Wolken, die Wunder dessen, der an 
Verstand vollkommen ist?
JOB 37:17 Du, dem die Kleider zu warm werden, wenn es auf der Erde schwl 
wird vom Mittagswind,
JOB 37:18 wlbst du mit Ihm das Firmament, da es feststeht wie ein 
gegossener Spiegel?
JOB 37:19 Lehre uns, was wir ihm sagen sollen; wir knnen nichts 
vorbringen vor Finsternis.
JOB 37:20 Soll ihm gemeldet werden, da ich rede? Oder sollte der Mensch 
wnschen, vertilgt zu werden?
JOB 37:21 Jetzt zwar sehen wir das Licht nicht, das doch leuchtend hinter 
den Wolken steht; aber der Wind wird sich erheben und sie wegfegen.
JOB 37:22 Von Mitternacht her kommt Goldglanz; Gott ist von wunderbarer 
Pracht umgeben.
JOB 37:23 Den Allmchtigen finden wir nicht; er ist von unbegreiflicher 
Kraft, voll Recht und Gerechtigkeit; er beugt sie nicht.
JOB 37:24 Darum frchten ihn die Menschen; er aber sieht nicht an, die 
sich weise dnken.
JOB 38:1 Da antwortete der HERR dem Hiob aus dem Gewittersturm und sprach:
JOB 38:2 Wer verfinstert da Gottes Rat mit seinen unverstndigen Reden?
JOB 38:3 Grte doch deine Lenden wie ein Mann! Ich will dich fragen, lehre 
mich!
JOB 38:4 Wo warst du, als ich den Grund der Erde legte? Sage an, wenn du 
es weit!
JOB 38:5 Wer hat ihre Mae bestimmt? Weit du das? Oder wer hat die 
Meschnur ber sie ausgespannt?
JOB 38:6 Worauf wurden ihre Grundpfeiler gestellt, oder wer hat ihren 
Eckstein gelegt,
JOB 38:7 als die Morgensterne miteinander jauchzten und alle Shne Gottes 
jubelten?
JOB 38:8 Wer hat das Meer mit Dmmen umgeben, als es hervorbrach wie aus 
Mutterleib,
JOB 38:9 da ich es in Wolken kleidete und es in dicke Nebel, wie in 
Windeln band;
JOB 38:10 da ich ihm seine Grenze zog und ihm Damm und Riegel gab und zu 
ihm sprach:
JOB 38:11 Bis hierher sollst du kommen und nicht weiter, hier soll sich 
legen deiner Wellen Stolz!?
JOB 38:12 Hast du zu deiner Zeit den Sonnenaufgang angeordnet und dem 
Morgenrot seinen Platz angewiesen,
JOB 38:13 da es die Enden der Erde ergreife, damit die Frevler von ihr 
abgeschttelt werden?
JOB 38:14 Sie wandelt sich wie Ton unter dem Siegel und alles steht da wie 
ein [Pracht-]Gewand;
JOB 38:15 den Gottlosen wird ihr Licht entzogen und der Frevler Arm 
zerbricht.
JOB 38:16 Bist du auch bis zu den Meeresquellen gekommen, oder hast du die 
Meerestiefe ausgeforscht?
JOB 38:17 Sind dir die Tore des Todes geffnet worden, oder hast du die 
Tore des Todesschattens gesehen?
JOB 38:18 Hast du die Breiten der Erde berschaut? Weit du das alles, so 
sage es mir!
JOB 38:19 Welches ist der Weg zu den Wohnungen des Lichts, und wo hat die 
Finsternis ihren Ort,
JOB 38:20 da du bis zu ihrer Grenze gelangen und den Pfad zu ihrem Hause 
finden knntest?
JOB 38:21 Du weit es, denn zu der Zeit warst du geboren, und die Zahl 
deiner Tage ist gro!
JOB 38:22 Bist du auch bis zu den Vorratskammern des Schnees gekommen, und 
hast du die Speicher des Hagels gesehen,
JOB 38:23 die ich aufbehalten habe fr die Zeit der Not, fr den Tag des 
Krieges und des Streits?
JOB 38:24 Auf welche Weise verteilt sich das Licht, und wie verbreitet 
sich der Ostwind ber die Erde?
JOB 38:25 Wer hat dem Regenstrom sein Bett gegraben und dem Donnerstrahl 
einen Weg gebahnt,
JOB 38:26 damit es regne auf unbewohntes Land, auf die Wste, wo kein 
Mensch ist,
JOB 38:27 um zu sttigen die Einde und Wildnis, damit das junge Grn 
gedeihen kann?
JOB 38:28 Hat der Regen auch einen Vater, und wer hat die Tropfen des 
Taues erzeugt?
JOB 38:29 Aus wessen Leibe ist das Eis hervorgegangen, und wer hat des 
Himmels Reif geboren?
JOB 38:30 Wie zu Stein erstarren die Gewsser, und der Wasserspiegel 
schliet sich fest zusammen.
JOB 38:31 Hast du die Bande des Siebengestirns geknpft, oder kannst du 
die Fesseln des Orion lsen?
JOB 38:32 Kannst du die Zeichen des Tierkreises zu ihrer Zeit 
herausfhren, und leitest du den Groen Bren samt seinen Jungen?
JOB 38:33 Kennst du die Gesetze des Himmels, oder bestimmst du seine 
Herrschaft ber die Erde?
JOB 38:34 Kannst du deine Stimme zu den Wolken erheben [und befehlen], da 
dich Regengsse bedecken?
JOB 38:35 Kannst du Blitze entsenden, da sie hinfahren und zu dir sagen: 
Siehe, hier sind wir?
JOB 38:36 Wer hat Weisheit in die Nieren gelegt, oder wer hat dem Herzen 
Verstand verliehen?
JOB 38:37 Wer zhlt die Wolken mit Weisheit, und wer schttet die 
Schluche des Himmels aus,
JOB 38:38 da der Staub zu Klumpen wird und die Schollen aneinander kleben?
JOB 38:39 Jagst du der Lwin ihre Beute und stillst die Begierde der 
jungen Lwen,
JOB 38:40 wenn sie in ihren Hhlen kauern, im Dickicht auf der Lauer 
liegen?
JOB 38:41 Wer bereitet den Raben ihre Speise, wenn ihre Jungen zu Gott 
schreien und aus Mangel an Nahrung herumflattern?
JOB 39:1 Kennst du die Zeit, da die Steinbcke gebren, oder hast du 
beobachtet, wann die Hindinnen werfen?
JOB 39:2 Zhlst du die Monde, die sie erfllen sollen, und weit du die 
Zeit ihres Gebrens?
JOB 39:3 Sie legen sich nieder, werfen ihre Jungen und sind ihrer Wehen 
los.
JOB 39:4 Ihre Jungen erstarken, wachsen im Freien auf, verlassen sie und 
kommen nicht mehr zurck.
JOB 39:5 Wer hat den Wildesel frei laufen lassen, und wer hat die Bande 
des Wildlings aufgelst,
JOB 39:6 dem ich die Steppe zur Wohnung angewiesen habe, das salzige Land 
zum Aufenthalt?
JOB 39:7 Er lacht der lrmenden Stadt, und das Geschrei des Treibers hrt 
er nicht;
JOB 39:8 er ersieht die Berge zu seiner Weide und luft allen grnen 
Krutern nach.
JOB 39:9 Wird der Bffel willig sein, dir zu dienen? Bleibt er an deiner 
Krippe ber Nacht?
JOB 39:10 Kannst du den Bffel mit einem Stricke binden, da er dir 
Furchen mache oder hinter dir her den Talgrund egge?
JOB 39:11 Vertraust du ihm wegen seiner groen Kraft und berlssest du 
ihm deine Arbeit?
JOB 39:12 Rechnest du auf ihn, da er dir deine Ernte einbringe oder deine 
Tenne flle?
JOB 39:13 Die Strauin schwingt frhlich ihre Flgel; sind es aber fromme 
Schwingen und Federn?
JOB 39:14 Nein, sie berlt ihre Eier der Erde und lt sie im Sande 
ausbrten.
JOB 39:15 Sie vergit, da ein Fu sie zertreten und ein wildes Tier sie 
verderben kann.
JOB 39:16 Sie ist hart gegen ihre Jungen, als gehrten sie ihr nicht; es 
macht ihr keinen Kummer, wenn sie sich umsonst abgemht hat;
JOB 39:17 denn Gott hat ihr die Weisheit versagt und ihr keinen Verstand 
zugeteilt.
JOB 39:18 Zur Zeit, da sie ihre Flgel in die Hhe schlgt, verlacht sie 
Ro und Reiter.
JOB 39:19 Hast du dem Ro Strke verliehen und seinen Hals mit der 
flatternden Mhne umhllt?
JOB 39:20 Lehrst du es springen wie eine Heuschrecke, da sein stolzes 
Schnauben furchtbar klingt?
JOB 39:21 Es scharrt den Boden, freut sich seiner Strke und luft den 
Waffen entgegen;
JOB 39:22 es lacht der Furcht, ist unverzagt und weicht vor dem Schwerte 
nicht zurck;
JOB 39:23 ber ihm klirrt der Kcher, blitzen Speer und Wurfspie.
JOB 39:24 Es scharrt den Boden mit Ungestm und bleibt nicht stehen, wenn 
die Posaune ertnt;
JOB 39:25 sobald die Posaune erklingt, spricht es: Hui! Von ferne wittert 
es die Schlacht, die Donnerstimme der Fhrer und das Feldgeschrei.
JOB 39:26 Macht es dein Verstand, da der Habicht fliegt und seine Flgel 
gen Sden ausbreitet?
JOB 39:27 Schwingt sich auf dein Gehei der Adler empor und legt sein Nest 
in der Hhe an?
JOB 39:28 Er wohnt in Felsspalten und horstet auf Klippen und 
Bergesspitzen.
JOB 39:29 Von dort aus erspht er sich Beute, seine Augen schweifen weit 
umher;
JOB 39:30 seine Jungen schlrfen Blut, und wo ein Aas ist, da ist er.
JOB 40:1 Also antwortete der HERR dem Hiob und sprach:
JOB 40:2 Will der Tadler mit dem Allmchtigen hadern? Wer Gott 
zurechtweisen will, antworte nun!
JOB 40:3 Da antwortete Hiob dem HERRN und sprach:
JOB 40:4 Siehe, ich bin zu gering; was soll ich Dir antworten? Ich will 
meine Hand auf meinen Mund legen!
JOB 40:5 Ich habe einmal geredet und kann es nicht verantworten, und zum 
zweitenmal will ich es nicht mehr tun!
JOB 40:6 Und der HERR antwortete dem Hiob aus dem Wetter und sprach:
JOB 40:7 Grte doch deine Lenden wie ein Mann; ich will dich fragen; sage 
her!
JOB 40:8 Willst du mir mein Recht absprechen, mir Ungerechtigkeit 
nachweisen, damit du gerecht seiest?
JOB 40:9 Ist denn dein Arm dem Arme Gottes gleich, oder sprichst du mit 
Donnerstimme wie er?
JOB 40:10 Bekleide dich doch mit Macht und Majestt und umgib dich mit 
Herrlichkeit und Glanz!
JOB 40:11 Ergiee deines Zornes Fluten, siehe an jeden Stolzen und 
demtige ihn!
JOB 40:12 Siehe an jeden Stolzen, erniedrige ihn und rei die Gottlosen 
herunter!
JOB 40:13 Begrabe sie miteinander im Staub, umhlle ihre Angesichter mit 
Finsternis!
JOB 40:14 Dann will auch ich dich preisen, da deine Rechte dir geholfen 
hat.
JOB 40:15 Siehe doch das Flupferd, das ich gemacht habe wie dich: Gras 
frit es wie ein Ochs!
JOB 40:16 Siehe doch, welche Kraft in seinen Lenden liegt und welche 
Strke in den Sehnen seines Bauches!
JOB 40:17 Es biegt seinen Schweif wie eine Zeder; die Sehnen seiner Lenden 
sind fest verschlungen.
JOB 40:18 Seine Knochen sind wie eiserne Rhren, seine Schenkel wie 
geschmiedete Stbe.
JOB 40:19 Es ist der Erstling der Wege Gottes; der es gemacht hat, reichte 
ihm sein Schwert.
JOB 40:20 Denn Futter tragen ihm die Berge, wo alle Tiere des Feldes 
spielen.
JOB 40:21 Unter Lotosgebschen liegt es, versteckt im Rohr und Sumpf.
JOB 40:22 Lotosgebsche decken es mit ihrem Schatten, die Weiden des 
Baches umgeben es.
JOB 40:23 Siehe, der Strom tritt ber seine Ufer! Es frchtet sich nicht; 
es bleibe wohl ruhig, wenn ein Jordan sich in seinen Mund erge!
JOB 40:24 Fngt man es wohl vor seinen Augen? Kann man mit Stricken seine 
Nase durchbohren?
JOB 41:1 (040-25) Ziehst du das Krokodil mit der Angel heraus, legst du 
ihm einen Zaum ins Maul?
JOB 41:2 (040-26) Kannst du einen Ring an seine Nase legen und einen Haken 
durch seine Kinnbacken stoen?
JOB 41:3 (040-27) Wird es dich lange bitten oder dir Zrtlichkeiten sagen?
JOB 41:4 (040-28) Wird es einen Bund mit dir schlieen, da du es zum 
ewigen Knechte machest?
JOB 41:5 (040-29) Kannst du mit ihm spielen wie mit einem Vgelein, oder 
es anbinden fr deine Mdchen?
JOB 41:6 (040-30) Verkaufen es die Genossen untereinander, oder teilen es 
die Hndler unter sich?
JOB 41:7 (040-31) Kannst du seine Haut mit Pfeilen spicken und mit 
Fischerhaken seinen Kopf?
JOB 41:8 (040-32) Lege deine Hand daran. Du wirst des Kampfes nicht 
vergessen, wirst es nicht zum zweitenmal tun!
JOB 41:9 (041-1) Siehe, die Hoffnung auf dasselbe wird getuscht; fllt 
man nicht schon bei seinem Anblick dahin?
JOB 41:10 (041-2) Niemand ist so khn, da er es reizen mchte; wer kann 
aber vor Mir bestehen?
JOB 41:11 (041-3) Wer ist mir zuvorgekommen, da ich es ihm vergelte? 
Unter dem ganzen Himmel ist alles mein!
JOB 41:12 (041-4) Ich will von seinen Gliedern nicht schweigen, sondern 
reden von seiner groen und schnen Gestalt.
JOB 41:13 (041-5) Wer entblt es von seinem Schuppenpanzer und greift ihm 
in sein doppeltes Gebi?
JOB 41:14 (041-6) Wer ffnet die Tren seines Rachens? Seine Zhne 
verbreiten Schrecken.
JOB 41:15 (041-7) Prchtig sind seine starken Schilder, fest 
zusammengeschlossen und versiegelt;
JOB 41:16 (041-8) einer fgt sich an den andern, da kein Luftzug 
dazwischen kommt;
JOB 41:17 (041-9) sie hngen fest zusammen, sind geschlossen und trennen 
sich nicht.
JOB 41:18 (041-10) Sein Niesen strahlt wie Licht, und seine Augen sind wie 
die Wimpern der Morgenrte.
JOB 41:19 (041-11) Aus seinem Rachen schieen Fackeln, Feuerfunken 
entsprhen ihm.
JOB 41:20 (041-12) Dampf geht auf von seinen Nstern, und der Sumpf wird 
wie ein siedender Topf.
JOB 41:21 (041-13) Sein Atem facht Kohlen an, eine Flamme schiet aus 
seinem Munde.
JOB 41:22 (041-14) Strke wohnt auf seinem Nacken und Schrecken zieht vor 
ihm her.
JOB 41:23 (041-15) Die Wampen seines Fleisches sitzen fest wie angegossen 
und bewegen sich nicht.
JOB 41:24 (041-16) Sein Herz ist hart wie Stein und so fest wie der untere 
Mhlstein.
JOB 41:25 (041-17) Die Helden erbeben, wenn es auffhrt; vor Zittern geht 
ihr Bogen fehl.
JOB 41:26 (041-18) Greift man es mit dem Schwerte an, so haftet dieses 
nicht, kein Speer, kein Wurfspie und kein Pfeil.
JOB 41:27 (041-19) Es achtet Eisen fr einen Strohhalm, und Erz fr faules 
Holz.
JOB 41:28 (041-20) Kein Pfeil vermag es in die Flucht zu schlagen, und 
Schleudersteine fallen wie Spreu von ihm ab.
JOB 41:29 (041-21) Es achtet die Keule fr einen Halm und verlacht das 
Sausen der Spiee.
JOB 41:30 (041-22) Unter ihm sind spitze Scherben, es zieht wie ein 
Dreschschlitten ber den Schlamm dahin.
JOB 41:31 (041-23) Es macht die Tiefe sieden wie einen Kessel, macht das 
Meer zu einem Salbentopf.
JOB 41:32 (041-24) Hinter ihm her leuchtet der Pfad, es macht die Flut den 
Silberhaaren gleich.
JOB 41:33 (041-25) Auf Erden ist nicht seinesgleichen; es ist gemacht, um 
ohne Furcht zu sein.
JOB 41:34 (041-26) Es schaut alle Hohen [furchtlos] an, es ist ein Knig 
ber alle Stolzen.
JOB 42:1 Da antwortete Hiob dem HERRN und sprach:
JOB 42:2 Ich erkenne, da du alles kannst und kein Plan dir unausfhrbar 
ist.
JOB 42:3 Wer ist's, der den Ratschlu [Gottes] verdunkelt mit seinem 
Unverstand? Frwahr, ich habe geredet, was ich nicht verstehe, was mir zu 
wunderbar ist und ich nicht begreifen kann!
JOB 42:4 Hre nun, ich will reden; ich will dich fragen, lehre mich!
JOB 42:5 Vom Hrensagen hatte ich von dir gehrt, aber nun sehe ich dich 
mit meinen Augen;
JOB 42:6 darum widerrufe ich und will im Staube und in der Asche Bue tun.
JOB 42:7 Als nun der HERR diese Reden an Hiob vollendet hatte, sprach der 
HERR zu Eliphas, dem Temaniter: Mein Zorn ist entbrannt ber dich und 
deine beiden Freunde, denn ihr habt nicht recht von mir geredet, wie mein 
Knecht Hiob.
JOB 42:8 So nehmt nun sieben Farren und sieben Widder und geht zu meinem 
Knecht Hiob und bringt sie als Brandopfer dar fr euch selbst; mein Knecht 
Hiob aber soll fr euch bitten; denn nur seine Person will ich ansehen, 
da ich gegen euch nicht nach eurer Torheit handle; denn ihr habt nicht 
recht von mir geredet wie mein Knecht Hiob.
JOB 42:9 Da gingen Eliphas, der Temaniter, und Bildad, der Schuchiter, und 
Zophar, der Naamatiter, und taten, wie der HERR ihnen befohlen hatte. Und 
der HERR sah Hiob an.
JOB 42:10 Und der HERR wandte Hiobs Gefangenschaft, als er fr seine 
Freunde bat; und der HERR erstattete Hiob alles doppelt wieder, was er 
gehabt.
JOB 42:11 Es kamen auch zu Hiob alle seine Brder und alle seine 
Schwestern und alle seine frhern Bekannten und aen mit ihm in seinem 
Hause und bezeugten ihm Teilnahme und trsteten ihn ob all dem Unglck, 
das der HERR ber ihn gebracht hatte, und schenkten ihm ein jeder eine 
Mnze und einen goldenen Ring.
JOB 42:12 Und der HERR segnete das sptere Leben Hiobs mehr als sein 
frheres; er bekam 14000 Schafe, 6000 Kamele, 1000 Joch Rinder und 1000 
Eselinnen.
JOB 42:13 Er bekam auch sieben Shne und drei Tchter.
JOB 42:14 Die erste hie er Jemima, die zweite Kezia und die dritte Keren-
Happuch.
JOB 42:15 Und es wurden im ganzen Lande keine so schnen Weiber gefunden 
wie Hiobs Tchter; und ihr Vater gab ihnen ein Erbteil unter ihren Brdern.
JOB 42:16 Hiob aber lebte darnach noch 140 Jahre und sah seine Kinder und 
Kindeskinder bis in das vierte Geschlecht.
JOB 42:17 Und Hiob starb alt und lebenssatt.
PSA 1:1 Wohl dem, der nicht wandelt nach dem Rate der Gottlosen, noch 
tritt auf den Weg der Snder, noch sitzt, da die Sptter sitzen;
PSA 1:2 sondern seine Lust hat am Gesetz des HERRN und in seinem Gesetze 
forscht Tag und Nacht.
PSA 1:3 Der ist wie ein Baum, gepflanzt an Wasserbchen, der seine Frucht 
bringt zu seiner Zeit und dessen Bltter nicht verwelken, und alles, was 
er macht, gert wohl.
PSA 1:4 Nicht so die Gottlosen; sondern sie sind wie Spreu, die der Wind 
zerstreut.
PSA 1:5 Darum werden die Gottlosen nicht bestehen im Gericht, noch die 
Snder in der Gemeinde der Gerechten;
PSA 1:6 denn der HERR kennt den Weg der Gerechten; aber der Gottlosen Weg 
fhrt ins Verderben.
PSA 2:1 Warum toben die Heiden und reden die Vlker vergeblich?
PSA 2:2 Die Knige der Erde stehen zusammen, und die Frsten verabreden 
sich wider den HERRN und wider seinen Gesalbten:
PSA 2:3 Wir wollen ihre Bande zerreien und ihre Fesseln von uns werfen!
PSA 2:4 Der im Himmel thront, lacht, der HERR spottet ihrer.
PSA 2:5 Dann wird er zu ihnen reden in seinem Zorn und sie schrecken mit 
seinem Grimm:
PSA 2:6 Ich habe meinen Knig eingesetzt auf Zion, meinem heiligen Berge!
PSA 2:7 Ich will erzhlen vom Ratschlu des HERRN; er hat zu mir gesagt: 
Du bist mein Sohn, heute habe ich dich gezeugt
PSA 2:8 Heische von mir, so will ich dir die Nationen zum Erbe geben und 
die Enden der Erde zu deinem Eigentum.
PSA 2:9 Du sollst sie mit eisernem Zepter zerschmettern, wie 
Tpfergeschirr sie zerschmeien!
PSA 2:10 So nehmet nun Verstand an, ihr Knige, und lasset euch warnen, 
ihr Richter der Erde!
PSA 2:11 Dienet dem HERRN mit Furcht und frohlocket mit Zittern.
PSA 2:12 Ksset den Sohn, da er nicht zrne und ihr nicht umkommet auf 
dem Wege; denn wie leicht kann sein Zorn entbrennen! Wohl allen, die sich 
bergen bei ihm!
PSA 3:1 Ein Psalm Davids, als er vor seinem Sohne Absalom floh. (03-2) 
Ach, HERR, wie zahlreich sind meine Feinde! Viele stehen wider mich auf;
PSA 3:2 (03-3) viele sagen von meiner Seele: Sie hat keine Hilfe bei 
Gott. (Pause.)
PSA 3:3 (03-4) Aber du, HERR, bist ein Schild um mich, meine Ehre und der 
mein Haupt emporhebt.
PSA 3:4 (03-5) Ich rufe mit meiner Stimme zum HERRN, und er erhrt mich 
von seinem heiligen Berge. (Pause.)
PSA 3:5 (03-6) Ich habe mich niedergelegt, bin eingeschlafen und wieder 
erwacht; denn der HERR sttzte mich.
PSA 3:6 (03-7) Ich frchte mich nicht vor Zehntausenden von Kriegsvolk, 
welche sich ringsum wider mich gelagert haben.
PSA 3:7 (03-8) Stehe auf, o HERR, hilf mir, mein Gott! Denn du hast alle 
meine Feinde auf den Kinnbacken geschlagen, zerbrochen die Zhne der 
Gottlosen.
PSA 3:8 (03-9) Der Sieg ist des HERRN. Dein Segen sei ber deinem Volk! 
(Pause.)
PSA 4:1 Dem Vorsnger. Mit Saitenspiel. Ein Psalm Davids. (04-2) Antworte 
mir auf mein Schreien, mein gerechter Gott! In der Bedrngnis hast du mir 
Raum gemacht! Sei mir gndig und erhre mein Gebet!
PSA 4:2 (04-3) Ihr Mnner, wie lange wird meine Ehre zur Schmach? Wie habt 
ihr das Eitle so lieb und die Lgen so gern! (Pause.)
PSA 4:3 (04-4) Erkennet doch, da der HERR seinen Getreuen ausgezeichnet 
hat! Der HERR wird hren, wenn ich zu ihm rufe.
PSA 4:4 (04-5) Erzittert und sndiget nicht! (Redet in eurem Herzen auf 
eurem Lager und seid stille)! (Pause.)
PSA 4:5 (04-6) Bringet Opfer der Gerechtigkeit und vertrauet auf den HERRN!
PSA 4:6 (04-7) Viele sagen: Wer wird uns Gutes sehen lassen? O HERR, 
erhebe ber uns das Licht deines Angesichts!
PSA 4:7 (04-8) Du hast mir Freude in mein Herz gegeben, mehr denn sie 
haben, wenn ihres Kornes und ihres Mostes viel geworden ist.
PSA 4:8 (04-9) Ich werde mich ganz in Frieden niederlegen und schlafen; 
denn du, HERR, lssest mich, auch wenn ich allein bin, sicher wohnen.
PSA 5:1 Dem Vorsnger. Mit Fltenspiel. Ein Psalm Davids. (05-2) Vernimm, 
o HERR, mein Reden, merke auf mein Seufzen!
PSA 5:2 (05-3) Achte auf die Stimme meines Schreiens, mein Knig und mein 
Gott; denn zu dir will ich beten!
PSA 5:3 (05-4) HERR, frhe wollest du meine Stimme hren; frhe will ich 
dir zu Befehl sein und ausschauen;
PSA 5:4 (05-5) denn du bist nicht ein Gott, dem lockeres Wesen gefllt; 
wer bse ist, bleibt nicht bei dir.
PSA 5:5 (05-6) Die Prahler bestehen vor deinen Augen nicht; du hassest 
alle beltter.
PSA 5:6 (05-7) Du bringst die Lgner um; den Blutgierigen und Falschen 
verabscheut der HERR.
PSA 5:7 (05-8) Ich aber darf durch deine groe Gnade in dein Haus 
eingehen; ich will anbeten, zu deinem heiligen Tempel gewendet, in deiner 
Furcht.
PSA 5:8 (05-9) HERR, leite mich in deiner Gerechtigkeit um meiner Feinde 
willen, ebne deinen Weg vor mir her!
PSA 5:9 (05-10) Denn in ihrem Munde ist nichts Zuverlssiges; ihr Herz ist 
ein Abgrund, ihr Rachen ein offenes Grab, glatte Zungen haben sie.
PSA 5:10 (05-11) Sprich sie schuldig, o Gott, la sie fallen ob ihren 
Ratschlgen, verstoe sie um ihrer vielen bertretungen willen; denn sie 
haben sich emprt wider dich.
PSA 5:11 (05-12) Aber la sich freuen alle, die auf dich vertrauen, 
ewiglich la sie jubeln und beschirme sie; und frhlich sollen sein in 
dir, die deinen Namen lieben!
PSA 5:12 (05-13) Denn du, HERR, segnest den Gerechten; du umgibst ihn mit 
Gnade wie mit einem Schilde.
PSA 6:1 Dem Vorsnger. Mit Saitenspiel; auf der achtsaitigen Harfe. Ein 
Psalm Davids. (06-2) HERR, strafe mich nicht in deinem Zorn, zchtige mich 
nicht in deinem Grimm!
PSA 6:2 (06-3) Sei mir gndig, o HERR, denn ich verschmachte; heile mich, 
o HERR, denn meine Gebeine sind erschrocken,
PSA 6:3 (06-4) und meine Seele ist sehr erschrocken; und du, HERR, wie 
lange?
PSA 6:4 (06-5) Kehre wieder, HERR, rette meine Seele; hilf mir um deiner 
Gnade willen!
PSA 6:5 (06-6) Denn im Tode gedenkt man deiner nicht; wer wird dir im 
Totenreiche lobsingen?
PSA 6:6 (06-7) Ich bin mde vom Seufzen; ich schwemme mein Bett die ganze 
Nacht, benetze mein Lager mit meinen Trnen.
PSA 6:7 (06-8) Mein Auge ist vertrocknet vor Kummer, gealtert ob all 
meinen Feinden.
PSA 6:8 (06-9) Weichet von mir, ihr beltter alle; denn der HERR hat die 
Stimme meines Weinens gehrt!
PSA 6:9 (06-10) Der HERR hat mein Flehen gehrt, der HERR nimmt mein Gebet 
an!
PSA 6:10 (06-11) Alle meine Feinde mssen zuschanden werden und sehr 
erschrecken; sie sollen pltzlich mit Schanden umkehren.
PSA 7:1 Ein Klagelied Davids, das er dem HERRN sang wegen der Sache 
Kuschs, des Benjaminiters. (07-2) HERR, mein Gott, bei dir suche ich 
Zuflucht; hilf mir von allen meinen Verfolgern und errette mich!
PSA 7:2 (07-3) Da er nicht wie ein Lwe meine Seele erraffe und sie 
zerreie, weil kein Erretter da ist.
PSA 7:3 (07-4) O HERR, habe ich solches getan, ist Unrecht an meinen 
Hnden,
PSA 7:4 (07-5) habe ich meinem Wohltter mit Bsem vergolten und nicht 
vielmehr den errettet, der mich nun ohne Ursache bedrngt,
PSA 7:5 (07-6) so verfolge der Feind meine Seele und ergreife sie und 
trete mein Leben zu Boden und lege meine Ehre in den Staub! (Pause.)
PSA 7:6 (07-7) Stehe auf, o HERR, in deinem Zorn, erhebe dich gegen den 
bermut meiner Feinde; wache auf fr mich zum Gericht, das du verheien 
hast!
PSA 7:7 (07-8) Die Versammlung der Vlker umgebe dich, und ber ihr kehre 
zur Hhe zurck!
PSA 7:8 (07-9) Der HERR wird die Vlker richten; flle du, o HERR, das 
Urteil ber mich nach meiner Gerechtigkeit und nach meiner Unschuld!
PSA 7:9 (07-10) La doch der Gottlosen Bosheit ein Ende nehmen und strke 
den Gerechten, denn du prfst die Herzen und Nieren, gerechter Gott!
PSA 7:10 (07-11) Mein Schild ist bei Gott, der aufrichtigen Herzen hilft.
PSA 7:11 (07-12) Gott ist ein gerechter Richter und ein Gott, der tglich 
zrnt.
PSA 7:12 (07-13) Wenn man nicht umkehrt, so wetzt er sein Schwert, hlt 
seinen Bogen gespannt und zielt
PSA 7:13 (07-14) und richtet auf jenen tdliche Geschosse; seine Pfeile 
steckt er in Brand!
PSA 7:14 (07-15) Siehe, da hat einer Bses im Sinn; er brtet Unheil aus, 
wird aber Trug gebren!
PSA 7:15 (07-16) Er hat eine Grube gegraben und ausgehhlt und ist in die 
Grube gefallen, die er gemacht.
PSA 7:16 (07-17) Das Unheil, das er angerichtet hat, kehrt auf sein 
eigenes Haupt zurck, und die Untat, die er begangen, fllt auf seinen 
Scheitel.
PSA 7:17 (07-18) Ich will dem HERRN danken fr seine Gerechtigkeit; und 
dem Namen des HERRN, des Hchsten, will ich singen.
PSA 8:1 Dem Vorsnger. Auf der Gittit. Ein Psalm Davids. (08-2) HERR, 
unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der ganzen Erde, da dein 
Lob bis zum Himmel reicht!
PSA 8:2 (08-3) Aus dem Munde von Kindern und Suglingen hast du eine Macht 
zugerichtet, um deiner Feinde willen, um den Feind und den Rachgierigen 
zum Schweigen zu bringen.
PSA 8:3 (08-4) Wenn ich deinen Himmel betrachte, das Werk deiner Finger, 
den Mond und die Sterne, die du gemacht hast:
PSA 8:4 (08-5) Was ist der Mensch, da du seiner gedenkst, und des 
Menschen Sohn, da du auf ihn achtest?
PSA 8:5 (08-6) Du hast ihn ein wenig Gottes entbehren lassen; aber mit 
Ehre und Schmuck hast du ihn gekrnt;
PSA 8:6 (08-7) Du lssest ihn herrschen ber die Werke deiner Hnde; alles 
hast du unter seine Fe gelegt:
PSA 8:7 (08-8) Schafe und Ochsen allzumal, dazu auch die wilden Tiere;
PSA 8:8 (08-9) die Vgel des Himmels und die Fische im Meer, was die Pfade 
der Meere durchzieht.
PSA 8:9 (08-10) HERR, unser Herrscher, wie herrlich ist dein Name auf der 
ganzen Erde!
PSA 9:1 Dem Vorsnger. Auf Muth-Labben. Ein Psalm Davids. (09-2) Ich will 
den HERRN von ganzem Herzen loben, ich will alle deine Wunder erzhlen.
PSA 9:2 (09-3) Ich will mich freuen und in dir frohlocken, ich will deinen 
Namen besingen, du Hchster,
PSA 9:3 (09-4) darob, da meine Feinde zurckweichen, da sie fallen und 
umkommen vor deinem Angesicht.
PSA 9:4 (09-5) Denn du hast mein Recht und meine Sache gefhrt, du sitzest 
als ein gerechter Richter auf dem Thron!
PSA 9:5 (09-6) Du hast die Heiden gescholten, den Gottlosen umgebracht, 
ihren Namen ausgetilgt auf immer und ewig.
PSA 9:6 (09-7) Der Feind! er ist vllig und auf immer zertrmmert, und die 
Stdte hast du zerstrt, ihr Andenken ist dahin.
PSA 9:7 (09-8) Aber der HERR bleibt ewig, er hat seinen Thron aufgestellt 
zum Gericht.
PSA 9:8 (09-9) Und er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und den 
Vlkern das Urteil sprechen, wie es billig ist.
PSA 9:9 (09-10) Und der HERR wird eine Zuflucht sein dem Unterdrckten, 
eine Zuflucht jederzeit in der Not.
PSA 9:10 (09-11) Darum vertrauen auf dich, die deinen Namen kennen; denn 
du hast nicht verlassen, die dich, HERR, suchten!
PSA 9:11 (09-12) Singet dem HERRN, der zu Zion wohnt, verkndiget unter 
den Vlkern seine Taten!
PSA 9:12 (09-13) Denn er forscht nach den Blutschulden und denkt daran; er 
vergit des Schreiens der Elenden nicht.
PSA 9:13 (09-14) HERR, sei mir gndig, siehe, wie ich unterdrckt werde 
von denen, die mich hassen; erhebe du mich aus den Pforten des Todes,
PSA 9:14 (09-15) auf da ich all deinen Ruhm erzhle in den Toren der 
Tochter Zion, da ich jauchze ob deinem Heil!
PSA 9:15 (09-16) Die Heiden sind versunken in der Grube, die sie gemacht; 
ihr Fu hat sich gefangen in dem Netz, das sie heimlich gestellt.
PSA 9:16 (09-17) Der HERR hat sich kundgegeben, hat Gericht gehalten; der 
Gottlose ist in dem Werk seiner Hnde verstrickt! (Harfenspiel Pause.)
PSA 9:17 (09-18) Die Gottlosen mssen ins Totenreich kehren, alle 
Nationen, die Gottes vergessen.
PSA 9:18 (09-19) Denn des Armen wird nicht fr immer vergessen, die 
Hoffnung der Unterdrckten wird nicht stets vergeblich sein.
PSA 9:19 (09-20) Stehe auf, o HERR, da der Sterbliche nicht zu mchtig 
wird, da die Heiden gerichtet werden vor deinem Angesicht!
PSA 9:20 (09-21) O HERR, jage ihnen Schrecken ein, da die Heiden 
erkennen, da sie sterblich sind! (Pause.)
PSA 10:1 HERR, warum trittst du so ferne, verbirgst dich in Zeiten der Not?
PSA 10:2 Vom bermut des Gottlosen wird dem Elenden bang; mchten doch von 
den Rnken diejenigen betroffen werden, welche sie ausgeheckt haben!
PSA 10:3 Denn der Gottlose rhmt sich der Gelste seines Herzens, und der 
Habschtige verwnscht, verlstert den HERRN.
PSA 10:4 Der Gottlose in seinem Hochmut fragt nicht nach [Gott]; alle 
seine Plne sind ohne Gott.
PSA 10:5 Seine Unternehmungen gelingen immer; deine Gerichte sind fern von 
ihm; er schnaubt alle seine Feinde an.
PSA 10:6 Er spricht in seinem Herzen: Ich werde niemals wanken; das geht 
stets so fort, da mich kein Unglck trifft!
PSA 10:7 Sein Mund ist voll Fluchens, Trug und Trotz; unter seiner Zunge 
ist Jammer und Not.
PSA 10:8 Er liegt auf der Lauer hinter der Mauer, im Verborgenen den 
Unschuldigen zu ermorden; seine Augen sphen den Wehrlosen aus.
PSA 10:9 Er lauert im Verborgenen wie ein Lwe im dichten Gebsch; er 
lauert, da er den Schwachen fange; er fngt den Schwachen und schleppt 
ihn fort in seinem Netz.
PSA 10:10 Er duckt sich, kauert nieder, und durch seine starken Pranken 
fallen die Wehrlosen.
PSA 10:11 Er spricht in seinem Herzen: Gott hat es vergessen, er hat sein 
Angesicht verborgen, er sieht es nie!
PSA 10:12 HERR, stehe auf! Erhebe, o Gott, deine Hand! Vergi der Elenden 
nicht!
PSA 10:13 Warum soll der Frevler Gott lstern und in seinem Herzen 
sprechen, du fragst nicht darnach?
PSA 10:14 Du hast es wohl gesehen! Denn du gibst auf Beleidigung und 
Krnkung acht, um es in deine Hand zu nehmen; der Wehrlose berlt es 
dir, der du der Waisen Helfer bist!
PSA 10:15 Zerbrich den Arm des Gottlosen! Und wenn du nach der Schuld des 
Bsewichts forschest, solltest du sie nicht herausfinden?
PSA 10:16 Der HERR ist Knig immer und ewig; die Heiden sind verschwunden 
aus seinem Land!
PSA 10:17 Das Verlangen der Elenden hast du, o HERR, gehrt; du achtest 
auf ihr Herz, leihst ihnen dein Ohr,
PSA 10:18 da du der Waise und dem Unterdrckten Recht schaffest, da kein 
Mensch von der Erde fortan Schrecken verbreite.
PSA 11:1 Dem Vorsnger. Von David. Beim HERRN habe ich Zuflucht gefunden! 
Wie sagt ihr denn zu meiner Seele: Fliehe wie ein Vogel auf eure Berge?
PSA 11:2 Denn siehe, die Gottlosen spannen ihren Bogen und haben ihre 
Pfeile auf die Sehne gelegt, um im Verborgenen auf die zu schieen, welche 
aufrichtigen Herzens sind.
PSA 11:3 Wenn die Grundfesten eingerissen werden, was hat der Gerechte 
getan?
PSA 11:4 Der HERR ist in seinem heiligen Tempel. Des HERRN Thron ist im 
Himmel; seine Augen sphen, seine Wimpern prfen die Menschenkinder.
PSA 11:5 Der HERR prft den Gerechten und den Gottlosen, und den, der 
Frevel liebt, hat seine Seele.
PSA 11:6 Er lt regnen ber die Gottlosen; Schlingen, Feuer, Schwefel und 
Glutwind teilt er ihnen zu.
PSA 11:7 Denn gerecht ist der HERR, er liebt Gerechtigkeit; die Redlichen 
werden sein Antlitz schauen.
PSA 12:1 Dem Vorsnger. Auf der achtsaitigen Harfe. Ein Psalm Davids. (012-
2) Hilf, HERR; denn die Frommen sind dahin, die Treuen sind verschwunden 
unter den Menschenkindern!
PSA 12:2 (012-3) Falsch reden sie einer mit dem andern; sie geben glatte 
Worte, mit doppeltem Herzen reden sie.
PSA 12:3 (012-4) Der HERR wolle ausrotten alle glatten Lippen, die Zunge, 
welche grotuerisch redet;
PSA 12:4 (012-5) die da sagen: Wir wollen mit unsern Zungen herrschen, 
unsere Lippen stehen uns bei! Wer wird uns meistern?
PSA 12:5 (012-6) Weil denn die Elenden unterdrckt werden und die Armen 
seufzen, so will ich mich nun aufmachen, spricht der HERR; ich will ins 
Heil versetzen den, der sich darnach sehnt.
PSA 12:6 (012-7) Die Reden des HERRN sind reine Reden, in irdenem Tigel 
gelutertes Silber, siebenmal bewhrt.
PSA 12:7 (012-8) Du, HERR, wollest sie bewahren, sie behten vor diesem 
Geschlecht ewiglich!
PSA 12:8 (012-9) Es laufen berall Gottlose herum, wenn die 
Niedertrchtigkeit sich der Menschenkinder bemchtigt.
PSA 13:1 Dem Vorsnger. Ein Psalm Davids. (013-2) Wie lange, o HERR, 
willst du mich ganz vergessen? Wie lange verbirgst du dein Angesicht vor 
mir?
PSA 13:2 (013-3) Wie lange soll ich Sorgen hegen in meiner Seele, Kummer 
in meinem Herzen tragen Tag fr Tag? Wie lange soll mein Feind sich ber 
mich erheben?
PSA 13:3 (013-4) Schau her und erhre mich, o HERR, mein Gott; erleuchte 
meine Augen, da ich nicht in den Todesschlaf versinke,
PSA 13:4 (013-5) da mein Feind nicht sagen kann, er habe mich 
berwltigt, und meine Widersacher nicht frohlocken, weil ich wanke.
PSA 13:5 (013-6) Ich aber habe mein Vertrauen auf deine Gnade gesetzt. 
Mein Herz soll frohlocken in deinem Heil;
PSA 13:6 (013-6b) ich will dem HERRN singen, da er mir wohlgetan!
PSA 14:1 Dem Vorsnger. Von David. Der Tor spricht in seinem Herzen: Es 
ist kein Gott! Sie begehen verderbliche und greuliche Handlungen; keiner 
ist, der Gutes tut.
PSA 14:2 Der HERR schaut vom Himmel auf die Menschenkinder, da er sehe, 
ob jemand so verstndig sei und nach Gott frage;
PSA 14:3 aber sie sind alle abgewichen und allesamt verdorben; keiner ist, 
der Gutes tut, auch nicht einer!
PSA 14:4 Werden nicht alle beltter erfahren, die mein Volk fressen, als 
en sie Brot, aber den HERRN nicht anrufen;
PSA 14:5 werden sie es nicht dann mit Schrecken erfahren, da Gott beim 
Geschlecht der Gerechten ist?
PSA 14:6 Wollt ihr den Rat des Elenden zuschanden machen, da doch der HERR 
seine Zuflucht ist?
PSA 14:7 Ach, da das Heil Israels aus Zion kme! Wenn der HERR das 
Gefngnis seines Volkes wendet, so wird Jakob frohlocken und Israel sich 
freuen!
PSA 15:1 Ein Psalm Davids. HERR, wer wird wohnen in deiner Htte? Wer wird 
bleiben auf deinem heiligen Berge?
PSA 15:2 Wer in Unschuld wandelt und Gerechtigkeit bt und die Wahrheit 
redet von Herzen;
PSA 15:3 wer keine Verleumdungen herumtrgt auf seiner Zunge, seinem 
Nchsten nichts Bses tut und seinen Nachbar nicht schmht;
PSA 15:4 wer den Verwerflichen verachtet, aber die ehrt, welche den HERRN 
frchten; wer, auch wenn er sich selbst zum Schaden geschworen hat, es 
dennoch hlt;
PSA 15:5 wer sein Geld nicht um Wucherzinsen gibt und keine Bestechung 
annimmt gegen den Unschuldigen. Wer solches tut, wird ewiglich nicht 
wanken!
PSA 16:1 Eine Denkschrift von David. Bewahre mich, o Gott; denn ich traue 
auf dich!
PSA 16:2 Ich spreche zum HERRN: Du bist mein Herr; kein Gut geht mir ber 
dich!
PSA 16:3 Die Heiligen, die im Lande sind, sie sind die Edlen, an denen ich 
all mein Wohlgefallen habe.
PSA 16:4 Jene aber mehren ihre Gtzenbilder und eilen einem andern nach; 
an ihren blutigen Spenden will ich mich nicht beteiligen, noch ihre Namen 
auf meine Lippen nehmen.
PSA 16:5 Der HERR ist mein Erb und Becherteil; du sicherst mir mein Los!
PSA 16:6 Die Meschnur ist mir in einer lieblichen Gegend gefallen, ja, es 
ward mir ein glnzendes Erbe zuteil.
PSA 16:7 Ich lobe den HERRN, der mir geraten hat; auch des Nachts mahnen 
mich meine Nieren.
PSA 16:8 Ich habe den HERRN allezeit vor Augen; weil er mir zur Rechten 
ist, wanke ich nicht.
PSA 16:9 Darum freut sich mein Herz, und meine Seele frohlockt; auch mein 
Fleisch wird sicher ruhen;
PSA 16:10 denn du wirst meine Seele nicht dem Totenreich berlassen und 
wirst nicht zugeben, da dein Heiliger die Verwesung sehe.
PSA 16:11 Du wirst mir den Weg des Lebens zeigen; Flle von Freuden ist 
vor deinem Angesicht, liebliches Wesen zu deiner Rechten ewiglich!
PSA 17:1 Ein Gebet Davids. Hre, o HERR, die gerechte Sache, vernimm meine 
Klage, merke auf mein Gebet, das nicht von falschen Lippen kommt!
PSA 17:2 Von dir gehe das Urteil ber mich aus; deine Augen werden auf die 
Redlichkeit schauen!
PSA 17:3 Du hast mein Herz geprft, mich des Nachts besucht, du hast mich 
durchforscht, nichts gefunden, da ich mich mit meinen Gedanken oder mit 
meinem Munde vergangen htte.
PSA 17:4 In der Behandlung der Menschen habe ich nach dem Wort deiner 
Lippen mich gehtet vor den Wegen des Tyrannen.
PSA 17:5 Senke meine Tritte ein in deine Fustapfen, da mein Gang nicht 
wankend sei!
PSA 17:6 Ich rufe zu dir; denn du, Gott, wirst mich erhren; neige dein 
Ohr zu mir, hre meine Rede!
PSA 17:7 Erzeige deine wunderbare Gnade, du Retter derer, die vor den 
Widersachern Zuflucht suchen bei deiner Rechten!
PSA 17:8 Behte mich wie den Augapfel im Auge, beschirme mich unter dem 
Schatten deiner Flgel
PSA 17:9 vor den Gottlosen, die mich verderben, vor meinen Todfeinden, die 
mich umringen!
PSA 17:10 Ihr fettes [Herz] verschlieen sie; mit ihrem Munde reden sie 
bermtig.
PSA 17:11 Wo wir gehen, umringen sie uns! Ihre Augen haben sie fest auf 
die Erde gerichtet.
PSA 17:12 Sie gleichen dem Lwen, der zu zerreien begehrt, und dem jungen 
Leu, der in der Hhle lauert.
PSA 17:13 Stehe auf, o HERR, komm ihm zuvor, demtige ihn, errette meine 
Seele von dem Gottlosen durch dein Schwert,
PSA 17:14 von den Leuten durch deine Hand, o HERR, von den Leuten dieser 
Welt, deren Teil im Leben ist, und deren Bauch du fllst mit deinem 
Schatze; sie haben Shne genug und lassen ihr briges ihren Kindern.
PSA 17:15 Ich aber werde schauen dein Antlitz in Gerechtigkeit, an deinem 
Anblick mich sttigen, wenn ich erwache.
PSA 18:1 Fr den Vorsnger. Von dem Knecht des HERRN, von David, welcher 
dem HERRN die Worte dieses Liedes sang, an dem Tage, da der HERR ihn aus 
der Hand aller seiner Feinde errettet hatte, auch aus der Hand Sauls. Er 
sprach: (018-2) Ich will dich von Herzen lieben, HERR, meine Strke!
PSA 18:2 (018-3) Der HERR ist meine Felsenkluft, meine Burg und meine 
Zuflucht; mein Gott ist ein Fels, darin ich mich berge, mein Schild und 
das Horn meines Heils, meine Festung.
PSA 18:3 (018-4) Den HERRN, den Hochgelobten, rief ich an und wurde von 
meinen Feinden errettet!
PSA 18:4 (018-5) Todeswehen umfingen mich, Bche Belials schreckten mich;
PSA 18:5 (018-6) Stricke der Unterwelt umschlangen mich, es kamen mir 
Todesschlingen entgegen.
PSA 18:6 (018-7) Da mir angst ward, rief ich den HERRN an und schrie zu 
meinem Gott; er hrte in seinem Tempel meine Stimme, mein Schreien vor ihm 
drang zu seinen Ohren.
PSA 18:7 (018-8) Die Erde bebte und erzitterte, die Grundfesten der Berge 
wurden erschttert und bebten, weil er zornig war.
PSA 18:8 (018-9) Rauch stieg auf von seiner Nase und verzehrendes Feuer 
aus seinem Munde, Feuerglut brannte daraus hervor.
PSA 18:9 (018-10) Er neigte den Himmel und fuhr herab, und Dunkel war 
unter seinen Fen;
PSA 18:10 (018-11) er fuhr auf dem Cherub und flog daher, er schwebte auf 
den Fittichen des Windes.
PSA 18:11 (018-12) Er machte Finsternis zu seinem Gezelt, dunkle Wasser, 
dichte Wolken zur Htte um sich her.
PSA 18:12 (018-13) Aus dem Glanze vor ihm gingen seine Wolken ber von 
Hagel und Feuerglut;
PSA 18:13 (018-14) und der HERR donnerte im Himmel, der Hchste lie seine 
Stimme erschallen, Hagel und Feuerglut.
PSA 18:14 (018-15) Und er scho seine Pfeile und zerstreute sie, 
schleuderte Blitze und schreckte sie.
PSA 18:15 (018-16) Da sah man Wasserbche, und die Grnde des Erdbodens 
wurden aufgedeckt von deinem Schelten, o HERR, von dem Schnauben deines 
grimmigen Zorns!
PSA 18:16 (018-17) Er streckte [seine Hand] aus von der Hhe und ergriff 
mich, er zog mich aus groen Wassern;
PSA 18:17 (018-18) er rettete mich von meinem mchtigen Feind und von 
meinen Hassern; denn sie waren mir zu stark;
PSA 18:18 (018-19) sie hatten mich berfallen zur Zeit meines Unglcks; 
aber der HERR ward mir zur Sttze
PSA 18:19 (018-20) und fhrte mich heraus in die Weite, er befreite mich; 
denn er hatte Wohlgefallen an mir.
PSA 18:20 (018-21) Der HERR vergalt mir nach meiner Gerechtigkeit, nach 
der Reinheit meiner Hnde lohnte er mir;
PSA 18:21 (018-22) denn ich habe die Wege des HERRN bewahrt und bin nicht 
abgefallen von meinem Gott,
PSA 18:22 (018-23) sondern alle seine Verordnungen hatte ich vor Augen und 
stie seine Satzungen nicht von mir,
PSA 18:23 (018-24) und ich hielt es ganz mit ihm und htete mich vor 
meiner Snde.
PSA 18:24 (018-25) Darum vergalt mir der HERR nach meiner Gerechtigkeit, 
nach der Reinheit meiner Hnde vor seinen Augen.
PSA 18:25 (018-26) Gegen den Gtigen erzeigst du dich gtig, gegen den 
Rechtschaffenen rechtschaffen,
PSA 18:26 (018-27) gegen den Reinen erzeigst du dich rein, aber den 
Hinterlistigen berlistest du!
PSA 18:27 (018-28) Denn du rettest das elende Volk und erniedrigst die 
hohen Augen.
PSA 18:28 (018-29) Ja, du zndest meine Leuchte an; der HERR, mein Gott, 
macht meine Finsternis licht;
PSA 18:29 (018-30) denn mit dir kann ich Kriegsvolk zerschmeien und mit 
meinem Gott ber die Mauer springen.
PSA 18:30 (018-31) Dieser Gott! Sein Weg ist vollkommen, die Rede des 
HERRN ist gelutert; er ist ein Schild allen, die ihm vertrauen.
PSA 18:31 (018-32) Denn wer ist Gott auer dem HERRN, und wer ist ein Fels 
auer unserm Gott?
PSA 18:32 (018-33) Der Gott, der mich mit Kraft umgrtete und meinen Weg 
unstrflich machte;
PSA 18:33 (018-34) er machte meine Fe den Hirschen gleich und stellte 
mich auf meine Hhen;
PSA 18:34 (018-35) er lehrte meine Hnde streiten und meine Arme den 
ehernen Bogen spannen;
PSA 18:35 (018-36) du gabst mir den Schild deines Heils, und deine Rechte 
sttzte mich, und deine Herablassung machte mich gro;
PSA 18:36 (018-37) du machtest mir Raum zum Gehen, da meine Knchel nicht 
wankten.
PSA 18:37 (018-38) Ich jagte meinen Feinden nach und holte sie ein und 
kehrte nicht um, bis sie aufgerieben waren;
PSA 18:38 (018-39) ich zerschmetterte sie, da sie nicht mehr aufstehen 
konnten; sie fielen unter meine Fe.
PSA 18:39 (018-40) Du hast mich gegrtet mit Kraft zum Streit, du hast 
unter mich gebeugt, die sich wider mich setzten.
PSA 18:40 (018-41) Du wandtest mir den Rcken meiner Feinde zu, und meine 
Hasser habe ich vertilgt.
PSA 18:41 (018-42) Sie schrieen, aber da war kein Retter; zum HERRN, aber 
er antwortete ihnen nicht.
PSA 18:42 (018-43) Und ich zerrieb sie zu Staub vor dem Winde, warf sie 
wie Kot hinaus.
PSA 18:43 (018-44) Du rettetest mich aus den Znkereien des Volkes und 
setztest mich zum Haupt der Heiden; ein Volk, das ich nicht kannte, dient 
mir;
PSA 18:44 (018-45) sobald sie hren, folgen sie mir, die Kinder der Fremde 
schmeicheln mir;
PSA 18:45 (018-46) die Kinder der Fremde verzagen und kommen zitternd aus 
ihren Schlssern.
PSA 18:46 (018-47) Es lebe der HERR, und gepriesen sei mein Fels, und 
erhoben werde der Gott meines Heils!
PSA 18:47 (018-48) Der Gott, der mir Rache verlieh und die Vlker unter 
mich zwang;
PSA 18:48 (018-49) der mich meinen Feinden entrinnen lie und mich trotz 
meiner Widersacher erhhte, mich errettete von dem gewaltttigen Mann!
PSA 18:49 (018-50) Darum will ich dich, o HERR, loben unter den Nationen 
und deinem Namen singen,
PSA 18:50 (018-51) der seinem Knige groe Siege verliehen hat und seinem 
Gesalbten Gnade erweist, David und seinem Samen bis in Ewigkeit.
PSA 19:1 Dem Vorsnger. Ein Psalm Davids. (019-2) Die Himmel erzhlen die 
Ehre Gottes, und die Feste verkndigt seiner Hnde Werk.
PSA 19:2 (019-3) Ein Tag sagt es dem andern, und eine Nacht tut es der 
andern kund,
PSA 19:3 (019-4) ohne Sprache und ohne Worte, und ihre Stimme wird nicht 
gehrt.
PSA 19:4 (019-5) Ihre Stimme geht aus ins ganze Land und ihre Rede bis ans 
Ende der Welt. Dort hat er der Sonne ein Zelt gemacht.
PSA 19:5 (019-6) Und sie geht hervor wie ein Brutigam aus seiner Kammer 
und freut sich, wie ein Held zu laufen die Bahn.
PSA 19:6 (019-7) Sie geht an einem Ende des Himmels auf und luft um bis 
ans andere Ende, und nichts bleibt vor ihrer Glut verborgen.
PSA 19:7 (019-8) Das Gesetz des HERRN ist vollkommen und erquickt die 
Seele; das Zeugnis des HERRN ist zuverlssig und macht die Einfltigen 
weise.
PSA 19:8 (019-9) Die Befehle des HERRN sind richtig und erfreuen das Herz, 
das Gebot des HERRN ist lauter und erleuchtet die Augen;
PSA 19:9 (019-10) die Furcht des HERRN ist rein und bleibt ewig, die 
Verordnungen des HERRN sind wahrhaft, allesamt gerecht.
PSA 19:10 (019-11) Sie sind begehrenswerter als Gold und viel Feingold, 
ser als Honig und Honigseim.
PSA 19:11 (019-12) Auch dein Knecht wird durch sie erleuchtet, und wer sie 
beobachtet, dem wird reicher Lohn.
PSA 19:12 (019-13) Verfehlungen! Wer erkennt sie? Sprich mich los von den 
verborgenen!
PSA 19:13 (019-14) Auch vor den bermtigen bewahre deinen Knecht, da sie 
nicht ber mich herrschen; dann werde ich unschuldig sein und frei bleiben 
von groer Missetat!
PSA 19:14 (019-15) La dir wohlgefallen die Rede meines Mundes und das 
Gesprch meines Herzens vor dir, HERR, mein Fels und mein Erlser!
PSA 20:1 Dem Vorsnger. Ein Psalm Davids. (020-2) Der HERR antworte dir am 
Tage der Not, der Name des Gottes Jakobs schtze dich!
PSA 20:2 (020-3) Er sende dir Hilfe vom Heiligtum und strke dich aus Zion;
PSA 20:3 (020-4) er gedenke aller deiner Speisopfer, und dein Brandopfer 
achte er fr fett. (Pause.)
PSA 20:4 (020-5) Er gebe dir, was dein Herz begehrt, und erflle alle 
deine Ratschlge!
PSA 20:5 (020-6) Wir wollen jauchzen ob deinem Heil und im Namen unsres 
Gottes die Fahne entfalten! Der HERR erflle alle deine Bitten!
PSA 20:6 (020-7) Nun habe ich erfahren, da der HERR seinem Gesalbten 
hilft, da er ihm antwortet von seinem himmlischen Heiligtum mit den 
hilfreichen Taten seiner Rechten.
PSA 20:7 (020-8) Jene rhmen sich der Wagen und diese der Rosse; wir aber 
des Namens des HERRN, unsres Gottes.
PSA 20:8 (020-9) Sie sind niedergesunken und gefallen; wir aber erhoben 
uns und blieben stehen.
PSA 20:9 (020-10) O HERR, hilf dem Knig! Antworte uns am Tage, da wir 
rufen!
PSA 21:1 Dem Vorsnger. Ein Psalm Davids. (021-2) O HERR, es freut sich 
der Knig in deiner Kraft, und wie frohlockt er so sehr ob deinem Heil!
PSA 21:2 (021-3) Du hast ihm gegeben, was sein Herz wnschte, und ihm 
nicht verweigert, was seine Lippen begehrten. (Pause.)
PSA 21:3 (021-4) Denn du begegnetest ihm mit kstlichen Segnungen, du 
setztest eine goldene Krone auf sein Haupt.
PSA 21:4 (021-5) Er bat dich um Leben, da gabst du es ihm, Verlngerung 
der Tage immer und ewiglich.
PSA 21:5 (021-6) Er hat groe Ehre durch dein Heil; du legst Hoheit und 
Pracht auf ihn;
PSA 21:6 (021-7) denn du setzest ihn zum Segen fr immer, erquickst ihn 
mit Freude durch dein Angesicht.
PSA 21:7 (021-8) Denn der Knig vertraut auf den HERRN, und durch die 
Gnade des Hchsten wird er nicht wanken.
PSA 21:8 (021-9) Deine Hand wird alle deine Feinde finden, deine Rechte 
wird finden deine Hasser.
PSA 21:9 (021-10) Du wirst sie machen wie einen feurigen Ofen zur Zeit 
deines Erscheinens, der HERR wird sie in seinem Zorn verschlingen, das 
Feuer wird sie fressen.
PSA 21:10 (021-11) Ihre Frucht wirst du vom Erdboden vertilgen und ihren 
Samen unter den Menschenkindern.
PSA 21:11 (021-12) Denn sie hegen Arges wider dich, sie schmieden Plne, 
die sie nicht ausfhren knnen.
PSA 21:12 (021-13) Denn du machst, da sie den Rcken zeigen; mit deiner 
Bogensehne zielst du gegen ihr Angesicht.
PSA 21:13 (021-14) Erhebe dich, HERR, in deiner Kraft, so wollen wir 
singen und preisen deine Strke!
PSA 22:1 Dem Vorsnger. Auf Hindin der Morgenrte. Ein Psalm Davids. 
(022-2) Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen? Du bist weit 
entfernt davon, mir zu helfen, zu hren auf die Worte meiner Klage!
PSA 22:2 (022-3) Mein Gott, ich rufe bei Tage, und du antwortest nicht, 
und auch des Nachts habe ich keine Ruhe.
PSA 22:3 (022-4) Aber du, der Heilige, bleibst Israels Lobgesang!
PSA 22:4 (022-5) Auf dich haben unsre Vter vertraut, sie vertrauten auf 
dich, und du errettetest sie.
PSA 22:5 (022-6) Zu dir riefen sie und entkamen, auf dich vertrauten sie 
und wurden nicht zuschanden.
PSA 22:6 (022-7) Ich aber bin ein Wurm und kein Mensch, ein Spott der 
Leute und verachtet vom Volk.
PSA 22:7 (022-8) Alle, die mich sehen, spotten meiner; sie sperren das 
Maul auf und schtteln den Kopf:
PSA 22:8 (022-9) Er klage es dem HERRN, der mge ihn befreien; der soll 
ihn retten, er gefllt ihm ja!
PSA 22:9 (022-10) Ja, du warst meine Sttze von Mutterleib an, meine 
Zuversicht schon an meiner Mutter Brust.
PSA 22:10 (022-11) Auf dich war ich geworfen von Mutterscho an, vom Leibe 
meiner Mutter her bist du mein Gott gewesen.
PSA 22:11 (022-12) Sei nicht fern von mir! Denn Not ist nahe, und kein 
Retter ist da.
PSA 22:12 (022-13) Es umringen mich groe Stiere, mchtige Ochsen von 
Basan umzingeln mich;
PSA 22:13 (022-14) sie sperren ihr Maul gegen mich auf, wie ein reiender 
und brllender Lwe.
PSA 22:14 (022-15) Ich bin ausgeschttet wie Wasser, und alle meine 
Glieder sind ausgerenkt. Mein Herz ist geworden wie Wachs, zerschmolzen in 
meinem Innern.
PSA 22:15 (022-16) Meine Kraft ist vertrocknet wie eine Scherbe, und meine 
Zunge klebt an meinem Gaumen, und du legst mich in des Todes Staub.
PSA 22:16 (022-17) Denn Hunde umringen mich, eine Rotte von belttern 
schliet mich ein; sie haben meine Hnde und Fe durchgraben.
PSA 22:17 (022-18) Ich kann alle meine Gebeine zhlen; sie schauen her und 
sehen mich schadenfroh an.
PSA 22:18 (022-19) Sie teilen meine Kleider unter sich und werfen das Los 
um mein Gewand!
PSA 22:19 (022-20) Du aber, o HERR, sei nicht fern; o meine Strke, eile 
mir zu Hilfe!
PSA 22:20 (022-21) Errette meine Seele von dem Schwert, mich Einsamen von 
der Gewalt der Hunde!
PSA 22:21 (022-22) Errette mich aus dem Rachen des Lwen! Ja, von den 
Hrnern der Bffel hast du mich erhrt!
PSA 22:22 (022-23) So will ich deinen Ruhm erzhlen meinen Brdern, 
inmitten der Gemeinde will ich dich preisen!
PSA 22:23 (022-24) Die ihr den HERRN frchtet, lobet ihn! Ihr alle vom 
Samen Jakobs, ehret ihn; und scheue dich vor ihm, du ganzer Same Israels!
PSA 22:24 (022-25) Denn er hat nicht verachtet noch verabscheut das Elend 
des Armen und hat sein Angesicht nicht vor ihm verborgen, und da er zu ihm 
schrie, erhrte er ihn.
PSA 22:25 (022-26) Von dir handle mein Loblied in der groen Gemeinde; ich 
will meine Gelbde bezahlen vor denen, die ihn frchten!
PSA 22:26 (022-27) Die Elenden sollen essen und satt werden; die den HERRN 
suchen, werden ihn preisen; euer Herz soll ewiglich leben!
PSA 22:27 (022-28) Es werden daran gedenken und sich zum HERRN bekehren 
alle Enden der Erde, und vor dir werden anbeten alle Geschlechter der 
Heiden.
PSA 22:28 (022-29) Denn das Knigreich gehrt dem HERRN, und er ist 
Herrscher ber die Nationen.
PSA 22:29 (022-30) Es werden essen und anbeten alle Groen der Erde; vor 
ihm werden ihre Knie beugen alle, die in den Staub hinabfahren, und wer 
seine Seele nicht lebendig erhalten kann.
PSA 22:30 (022-31) Ein Same wird ihm dienen, wird dem HERRN als Geschlecht 
zugezhlt werden.
PSA 22:31 (022-32) Sie werden kommen und seine Gerechtigkeit predigen dem 
Volk, das geboren wird, da er es vollbracht hat.
PSA 23:1 Ein Psalm Davids. Der HERR ist mein Hirte; mir wird nichts 
mangeln.
PSA 23:2 Er weidet mich auf grnen Auen und fhrt mich zu stillen Wassern.
PSA 23:3 Er erquickt meine Seele, er fhrt mich auf rechter Strae um 
seines Namens willen.
PSA 23:4 Und ob ich schon wanderte im finstern Todestal, frchte ich kein 
Unglck; denn du bist bei mir, dein Stecken und dein Stab, die trsten 
mich!
PSA 23:5 Du bereitest vor mir einen Tisch angesichts meiner Feinde; du 
hast mein Haupt mit l gesalbt, mein Becher fliet ber.
PSA 23:6 Nur Gte und Gnade werden mir folgen mein Leben lang, und ich 
werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.
PSA 24:1 Ein Psalm Davids. Dem HERRN gehrt die Erde und was sie erfllt, 
der Erdboden und die darauf wohnen;
PSA 24:2 denn er hat ihn ber Meeren gegrndet und ber Strmen befestigt.
PSA 24:3 Wer wird auf den Berg des HERRN steigen? Und wer wird stehen an 
seiner heiligen Sttte?
PSA 24:4 Wer unschuldige Hnde hat und reines Herzens ist, wer seine Seele 
nicht auf Trug richtet und nicht falsch schwrt.
PSA 24:5 Dem wird Segen zugesprochen von dem HERRN und Gerechtigkeit von 
dem Gott seines Heils.
PSA 24:6 Dies ist das Geschlecht derer, die nach ihm fragen, die dein 
Angesicht suchen, du Gott Jakobs! (Pause.)
PSA 24:7 Hebet eure Hupter empor, ihr Tore, und erweitert euch, ihr 
ewigen Pforten, da der Knig der Ehren einziehe!
PSA 24:8 Wer ist dieser Knig der Ehren? Es ist der HERR, der Starke und 
Mchtige, der HERR, der Held im Streit!
PSA 24:9 Hebet eure Hupter empor, ihr Tore, ja, erhebet euch, ihr ewigen 
Pforten, da der Knig der Ehren einziehe!
PSA 24:10 Wer ist denn dieser Knig der Ehren? Es ist der HERR der 
Heerscharen; er ist der Knig der Ehren! (Pause.)
PSA 25:1 Von David. Zu dir, o HERR, erhebe ich meine Seele;
PSA 25:2 mein Gott, ich traue auf dich; la mich nicht zuschanden werden, 
da meine Feinde nicht frohlocken ber mich.
PSA 25:3 Gar keiner wird zuschanden, der deiner harrt; zuschanden werden, 
die ohne Ursache treulos handeln!
PSA 25:4 HERR, zeige mir deine Wege und lehre mich deine Pfade;
PSA 25:5 leite mich durch deine Wahrheit und lehre mich; denn du bist der 
Gott meines Heils; auf dich harre ich allezeit.
PSA 25:6 Gedenke, o HERR, deiner Barmherzigkeit und deiner Gnade, die von 
Ewigkeit her sind!
PSA 25:7 Gedenke nicht der Snden meiner Jugend und meiner bertretungen; 
gedenke aber mein nach deiner Gnade, um deiner Gte willen, o HERR.
PSA 25:8 Der HERR ist gut und gerecht, darum weist er die Snder auf den 
Weg;
PSA 25:9 er leitet die Elenden auf den rechten Pfad und lehrt die Elenden 
seinen Weg.
PSA 25:10 Alle Pfade des HERRN sind Gnade und Wahrheit denen, die seinen 
Bund und seine Zeugnisse bewahren.
PSA 25:11 Um deines Namens willen, o HERR, vergib meine Schuld; denn sie 
ist gro!
PSA 25:12 Wer ist der Mann, der den HERRN frchtet? Er lehrt ihn den Weg, 
den er erwhlen soll.
PSA 25:13 Seine Seele wird im Guten wohnen, und sein Same wird das Land 
besitzen.
PSA 25:14 Freundschaft hlt der HERR mit denen, die ihn frchten, und 
seinen Bund tut er ihnen kund.
PSA 25:15 Meine Augen sind stets auf den HERRN gerichtet, da er meinen 
Fu aus dem Netze ziehe.
PSA 25:16 Wende dich zu mir und sei mir gndig; denn ich bin einsam und 
elend!
PSA 25:17 Erleichtere die Angst meines Herzens und fhre mich heraus aus 
meinen Nten!
PSA 25:18 Siehe an mein Elend und meine Plage und vergib mir alle meine 
Snden!
PSA 25:19 Siehe an meine Feinde, denn ihrer sind viele, und sie hassen 
mich grimmig.
PSA 25:20 Bewahre meine Seele und rette mich; la mich nicht zuschanden 
werden; denn ich traue auf dich!
PSA 25:21 Unschuld und Redlichkeit mgen mich behten; denn ich harre 
deiner.
PSA 25:22 O Gott, erlse Israel aus allen seinen Nten!
PSA 26:1 Von David. Richte du mich, o HERR; denn ich bin in meiner 
Unschuld gewandelt und habe mein Vertrauen auf den HERRN gesetzt; ich 
werde nicht wanken.
PSA 26:2 Prfe mich, HERR, und erprobe mich; lutere meine Nieren und mein 
Herz!
PSA 26:3 Denn deine Gnade war mir vor Augen, und ich wandelte in deiner 
Wahrheit.
PSA 26:4 Ich blieb nie bei falschen Leuten und gehe nicht zu 
Hinterlistigen.
PSA 26:5 Ich hasse die Versammlung der Boshaften und sitze nicht bei den 
Gottlosen.
PSA 26:6 Ich wasche meine Hnde in Unschuld und halte mich, HERR, zu 
deinem Altar,
PSA 26:7 um Lobgesang erschallen zu lassen und alle deine Wunder zu 
erzhlen.
PSA 26:8 HERR, ich habe lieb die Sttte deines Hauses und den Ort, da 
deine Herrlichkeit wohnt!
PSA 26:9 Raffe meine Seele nicht hin mit den Sndern, noch mein Leben mit 
den Blutgierigen,
PSA 26:10 an deren Hnden Laster klebt und deren Rechte voll Bestechung 
ist.
PSA 26:11 Ich aber wandle in meiner Unschuld; erlse mich und sei mir 
gndig!
PSA 26:12 Mein Fu steht auf ebenem Boden; ich will den HERRN loben in den 
Versammlungen.
PSA 27:1 Von David. Der HERR ist mein Licht und mein Heil; vor wem sollte 
ich mich frchten? Der HERR ist meines Lebens Kraft, vor wem sollte mir 
grauen?
PSA 27:2 Wenn beltter mir nahen, mein Fleisch zu fressen, meine 
Widersacher und Feinde, so mssen sie straucheln und fallen.
PSA 27:3 Wenn sich schon ein Heer wider mich legt, so frchtet sich mein 
Herz dennoch nicht; wenn sich Krieg wider mich erhebt, so bleibe ich auch 
dabei getrost.
PSA 27:4 Eins bitte ich vom HERRN, das htte ich gern, da ich bleiben 
drfe im Hause des HERRN mein Leben lang, zu schauen die Lieblichkeit des 
HERRN und seinen Tempel zu betrachten.
PSA 27:5 Denn er deckt mich in seiner Htte zur bsen Zeit, er verbirgt 
mich im Schirm seines Zeltes und erhht mich auf einen Felsen.
PSA 27:6 Nun ragt mein Haupt hoch ber meine Feinde, die um mich her sind, 
und ich will in seinem Zelte Jubelopfer bringen, ich will singen und 
spielen dem HERRN.
PSA 27:7 O HERR, hre meine Stimme; sei mir gndig und antworte mir, wenn 
ich rufe!
PSA 27:8 Von dir sagt mein Herz, [da du sprichst]: Suchet mein 
Angesicht! Dein Angesicht, o HERR, will ich suchen.
PSA 27:9 Verbirg dein Angesicht nicht vor mir, weise deinen Knecht nicht 
ab in deinem Zorn; meine Hilfe bist du geworden; verwirf mich nicht und 
verla mich nicht, Gott meines Heils!
PSA 27:10 Denn mein Vater und meine Mutter verlassen mich; aber der HERR 
nimmt mich auf.
PSA 27:11 Zeige mir, HERR, deinen Weg und leite mich auf richtiger Bahn um 
meiner Feinde willen.
PSA 27:12 Gib mich nicht in den Willen meiner Feinde; denn falsche Zeugen 
sind wider mich aufgestanden und stoen Drohungen aus.
PSA 27:13 Dennoch glaube ich zuversichtlich, da ich die Gte des HERRN 
sehen werde im Lande der Lebendigen.
PSA 27:14 Harre des HERRN, sei getrost und unverzagt und harre des HERRN!
PSA 28:1 Von David. Zu dir, HERR, mein Fels, rufe ich; schweige mir nicht, 
auf da nicht, wo du mir schweigst, ich denen gleich werde, die in die 
Grube hinabfahren!
PSA 28:2 Hre die Stimme meines Flehens, wenn ich zu dir rufe, wenn ich 
meine Hnde aufhebe zum Sprachort deines Heiligtums.
PSA 28:3 La mich nicht weggerafft werden mit den Gottlosen und mit den 
belttern, die mit ihren Nchsten friedlich reden und doch Bses im Sinne 
haben!
PSA 28:4 Gib ihnen nach ihrem Tun und nach der Schlechtigkeit ihrer 
Handlungen; gib ihnen nach den Werken ihrer Hnde, vergilt ihnen, wie sie 
es verdient haben.
PSA 28:5 Denn sie achten nicht auf das Tun des HERRN, noch auf das Werk 
seiner Hnde; er wolle sie zerstren und nicht bauen!
PSA 28:6 Gelobt sei der HERR, denn er hat die Stimme meines Flehens erhrt!
PSA 28:7 Der HERR ist meine Strke und mein Schild; auf ihn hat mein Herz 
vertraut und mir wurde geholfen. Darum frohlockt mein Herz, und mit meinem 
Liede will ich ihm danken.
PSA 28:8 Der HERR ist seines Volkes Kraft und die rettende Zuflucht seines 
Gesalbten.
PSA 28:9 Rette dein Volk und segne dein Erbe und weide und trage sie bis 
in Ewigkeit!
PSA 29:1 Ein Psalm Davids. Gebt dem HERRN, ihr Gottesshne, gebt dem HERRN 
Ehre und Macht!
PSA 29:2 Gebt dem HERRN seines Namens Ehre, betet den HERRN an in heiligem 
Schmuck!
PSA 29:3 Die Stimme des HERRN schallt ber den Wassern, der Gott der Ehren 
donnert, der HERR ber groen Wassern.
PSA 29:4 Die Stimme des HERRN ist stark, die Stimme des HERRN ist herrlich.
PSA 29:5 Die Stimme des HERRN zerbricht die Zedern, der HERR zerbricht die 
Zedern des Libanon
PSA 29:6 und macht sie hpfen wie ein Klbchen, den Libanon und den Sirjon 
wie einen jungen Bffel.
PSA 29:7 Die Stimme des HERRN sprht Feuerflammen,
PSA 29:8 die Stimme des HERRN erschttert die Wste, der HERR erschttert 
die Wste Kadesch.
PSA 29:9 Die Stimme des HERRN macht Hindinnen gebren und entblttert 
Wlder, und in seinem Tempel ruft ihm jedermann Ehre zu.
PSA 29:10 Der HERR regierte zur Zeit der Sndflut, und der HERR herrscht 
als Knig in Ewigkeit.
PSA 29:11 Der HERR wird seinem Volke Kraft verleihen, der HERR wird sein 
Volk segnen mit Frieden!
PSA 30:1 Ein Psalm; ein Lied zur Einweihung des Hauses. Von David. (030-2) 
Ich will dich erheben, o HERR, denn du hast mich herausgezogen, da meine 
Feinde sich nicht freuen durften ber mich.
PSA 30:2 (030-3) HERR, mein Gott, zu dir schrie ich, und du heiltest mich.
PSA 30:3 (030-4) HERR, du hast meine Seele aus dem Totenreich 
heraufgebracht; du hast mich am Leben erhalten, da ich nicht zur Grube 
hinabfuhr.
PSA 30:4 (030-5) Singet dem HERRN, ihr seine Frommen, und preiset zum 
Gedchtnis seiner Heiligkeit!
PSA 30:5 (030-6) Denn sein Zorn whrt einen Augenblick, seine Gnade aber 
lebenslang; am Abend kehrt das Weinen ein und am Morgen der Jubel!
PSA 30:6 (030-7) Und ich sprach, da es mir wohl ging: Ich werde 
nimmermehr wanken!
PSA 30:7 (030-8) Denn du, HERR, hattest durch deine Huld meinen Berg fest 
hingestellt; als du aber dein Angesicht verbargst, ward ich bestrzt.
PSA 30:8 (030-9) Zu dir, HERR, rief ich; zu meinem HERRN flehte ich um 
Gnade:
PSA 30:9 (030-10) Wozu ist mein Blut gut, wenn ich in die Grube fahre? 
Wird dir der Staub danken und deine Treue verkndigen?
PSA 30:10 (030-11) Hre, HERR, und sei mir gndig; HERR, sei du meine 
Hilfe!
PSA 30:11 (030-12) Du hast mir meine Klage in einen Reigen verwandelt, du 
hast mein Trauergewand gelst und mich mit Freude umgrtet;
PSA 30:12 (030-13) auf da man dir zu Ehren singe und nicht schweige; o 
HERR, mein Gott, ich will dich ewiglich preisen!
PSA 31:1 Dem Vorsnger. Ein Psalm Davids. (031-2) Bei dir, o HERR, habe 
ich Zuflucht gefunden; la mich nimmermehr zuschanden werden; errette mich 
durch deine Gerechtigkeit!
PSA 31:2 (031-3) Neige dein Ohr zu mir, rette mich eilends; sei mir ein 
starker Fels, eine feste Burg zu meinem Heil!
PSA 31:3 (031-4) Denn du bist meine Felsenkluft und meine Burg, und um 
deines Namens willen wollest du mich fhren und leiten.
PSA 31:4 (031-5) La mich dem Netz entgehen, das sie mir gestellt haben; 
denn du bist meine Strke.
PSA 31:5 (031-6) In deine Hand befehle ich meinen Geist; du hast mich 
erlst, HERR, du treuer Gott!
PSA 31:6 (031-7) Ich hasse die, welche sich an eitle Gtzen halten, und 
ich vertraue auf den HERRN.
PSA 31:7 (031-8) Ich frohlocke und freue mich an deiner Gnade, da du mein 
Elend angesehen und auf die Not meiner Seele geachtet hast;
PSA 31:8 (031-9) und du hast mich nicht in die Hand des Feindes 
ausgeliefert, sondern meine Fe auf weiten Raum gestellt.
PSA 31:9 (031-10) Sei mir gndig, o HERR, denn mir ist angst; zerfallen 
ist vor Gram mein Auge, meine Seele und mein Leib;
PSA 31:10 (031-11) denn meine Lebenstage sind in Kummer dahingeschwunden 
und meine Jahre mit Seufzen; meine Kraft ist gebrochen durch meine Schuld, 
und meine Gebeine sind verdorrt.
PSA 31:11 (031-12) Ob allen meinen Feinden bin ich ein Schimpf geworden, 
meinen Nachbarn allermeist, und ein Schrecken meinen Bekannten; die mich 
auf der Gasse sehen, fliehen vor mir.
PSA 31:12 (031-13) Ich bin in Vergessenheit geraten, aus dem Sinn gekommen 
wie ein Toter; ich bin wie ein unbrauchbares Gef.
PSA 31:13 (031-14) Denn ich habe die Lsterung vieler gehrt, (Schrecken 
ringsum!) da sie miteinander wider mich ratschlagten, darauf sannen, mir 
das Leben zu nehmen.
PSA 31:14 (031-15) Aber ich vertraue auf dich, o HERR; ich habe gesagt: Du 
bist mein Gott!
PSA 31:15 (031-16) In deiner Hand sind meine Zeiten; rette mich aus der 
Hand meiner Feinde und von meinen Verfolgern!
PSA 31:16 (031-17) La dein Angesicht leuchten ber deinen Knecht; rette 
mich durch deine Gnade!
PSA 31:17 (031-18) HERR, la mich nicht zuschanden werden, denn ich rufe 
dich an; zuschanden mgen die Gottlosen werden, verstummen im Totenreich!
PSA 31:18 (031-19) Die Lgenmuler sollen verstopft werden, die da frech 
reden wider den Gerechten, mit Stolz und Verachtung!
PSA 31:19 (031-20) Wie gro ist deine Gte, welche du denen bewahrst, die 
dich frchten, und die du an denen erzeigst, die auf dich hoffen, 
angesichts der Menschenkinder.
PSA 31:20 (031-21) Du verbirgst sie im Schirme deines Angesichts vor 
ganzen Rotten von Mnnern, du schtzest sie in deiner Htte vor znkischen 
Zungen.
PSA 31:21 (031-22) Gelobt sei der HERR; denn er hat mir seine Gnade 
wunderbar bewiesen in einer festen Stadt!
PSA 31:22 (031-23) Ich aber hatte in meiner Bestrzung gesagt: Ich bin 
von deinen Augen verstoen! Dennoch hast du die Stimme meines Flehens 
gehrt, als ich zu dir schrie.
PSA 31:23 (031-24) Liebet den HERRN, alle seine Frommen! Der HERR bewahrt 
die Treuen und vergilt reichlich dem, der Hochmut bt.
PSA 31:24 (031-25) Seid getrost und unverzagt, alle, die ihr des HERRN 
harrt!
PSA 32:1 Eine Unterweisung. Von David. Wohl dem, dessen Missetat vergeben, 
dessen Snde bedeckt ist!
PSA 32:2 Wohl dem Menschen, dem der HERR keine Schuld anrechnet und in 
dessen Geist keine Falschheit ist!
PSA 32:3 Als ich es verschweigen wollte, verschmachteten meine Gebeine 
durch mein tglich Heulen.
PSA 32:4 Denn deine Hand lag Tag und Nacht schwer auf mir, da mein Saft 
vertrocknete, wie es im Sommer drre wird. (Pause.)
PSA 32:5 Da bekannte ich dir meine Snde und verhehlte meine Missetat 
nicht; ich sprach: Ich will dem HERRN meine bertretung bekennen! Da 
vergabst du mir meine Sndenschuld! (Pause.)
PSA 32:6 Darum mge jeder Fromme dich bitten zur Zeit, da es zu erlangen 
ist; denn bei groer Wasserflut gelangt man nicht mehr dazu.
PSA 32:7 Du bist mein Schirm, du wollest mich vor Gefahr behten, mit 
Rettungsjubel mich umgeben! (Pause.)
PSA 32:8 Ich will dich unterweisen und dir den Weg zeigen, den du wandeln 
sollst; ich will dich beraten, mein Auge auf dich [richtend].
PSA 32:9 Seid nicht wie Rosse und Maultiere, ohne Verstand, welchen man 
Zaum und Gebi anlegen mu, da sie sonst nicht zu dir nahen!
PSA 32:10 Der Gottlose hat viele Plagen; wer aber dem HERRN vertraut, den 
wird die Gte umfangen.
PSA 32:11 Freuet euch des HERRN und seid frhlich, ihr Gerechten, und 
jubelt alle, die ihr aufrichtigen Herzens seid!
PSA 33:1 Jauchzet dem HERRN, ihr Gerechten! Den Redlichen ziemt Lobgesang.
PSA 33:2 Preiset den HERRN mit der Harfe, spielet ihm auf dem zehnsaitigen 
Psalter;
PSA 33:3 singet ihm ein neues Lied, spielet gut, mit Posaunenschall!
PSA 33:4 Denn das Wort des HERRN ist richtig, und all sein Werk ist Treue.
PSA 33:5 Er liebt Gerechtigkeit und Gericht; die Erde ist voll der Gnade 
des HERRN.
PSA 33:6 Die Himmel sind durch das Wort des HERRN gemacht und ihr ganzes 
Heer durch den Geist seines Mundes.
PSA 33:7 Er trmt die Meereswellen auf und sammelt Wasservorrte an.
PSA 33:8 Alle Welt frchte den HERRN, und vor ihm scheue sich alles, was 
auf dem Erdboden wohnt.
PSA 33:9 Denn er sprach, und es geschah; er gebot, und es stand da!
PSA 33:10 Der HERR vereitelt den Rat der Heiden, er verhindert die 
Anschlge der Vlker.
PSA 33:11 Der Rat des HERRN besteht ewiglich, seines Herzens Gedanken fr 
und fr.
PSA 33:12 Wohl dem Volk, dessen Gott der HERR ist, dem Volk, das er sich 
zum Erbe erwhlt hat!
PSA 33:13 Vom Himmel schaut der HERR herab, er betrachtet alle 
Menschenkinder;
PSA 33:14 von seinem festen Thron sieht er alle, die auf Erden wohnen;
PSA 33:15 er, der ihrer aller Herz gebildet hat, bemerkt auch alle ihre 
Werke.
PSA 33:16 Einem Knig ist nicht geholfen mit viel Heeresmacht, ein Held 
wird nicht errettet durch groe Kraft;
PSA 33:17 das Ro ist unzuverlssig zur Rettung, und trotz seiner groen 
Strke kann man nicht entrinnen.
PSA 33:18 Siehe, der HERR hat ein Auge auf die, so ihn frchten, die auf 
seine Gnade hoffen,
PSA 33:19 da er ihre Seele vom Tode errette und sie in der Teuerung am 
Leben erhalte.
PSA 33:20 Unsre Seele harrt auf den HERRN; er ist unsre Hilfe und unser 
Schild.
PSA 33:21 Ja, an ihm soll unser Herz sich freuen; denn auf seinen heiligen 
Namen haben wir unser Vertrauen gesetzt.
PSA 33:22 Deine Gnade, o HERR, sei ber uns, wie wir es von dir erhoffen!
PSA 34:1 Von David. Als er seine Gebrde verstellte vor Abimelech und 
dieser ihn von sich trieb und er hinwegging. (034-2) Ich will den HERRN 
allezeit preisen, sein Lob soll immerdar in meinem Munde sein.
PSA 34:2 (034-3) Meine Seele rhme sich des HERRN; die Elenden sollen es 
hren und sich freuen.
PSA 34:3 (034-4) Preiset mit mir den HERRN, und lasset uns miteinander 
seinen Namen erhhen!
PSA 34:4 (034-5) Da ich den HERRN suchte, antwortete er mir und errettete 
mich aus aller meiner Furcht.
PSA 34:5 (034-6) Die auf ihn blicken, werden strahlen, und ihr Angesicht 
wird nicht errten.
PSA 34:6 (034-7) Da dieser Elende rief, hrte der HERR und half ihm aus 
allen seinen Nten.
PSA 34:7 (034-8) Der Engel des HERRN lagert sich um die her, so ihn 
frchten, und errettet sie.
PSA 34:8 (034-9) Schmecket und sehet, wie freundlich der HERR ist; wohl 
dem, der auf ihn traut!
PSA 34:9 (034-10) Frchtet den HERRN, ihr seine Heiligen; denn die ihn 
frchten, haben keinen Mangel.
PSA 34:10 (034-11) Junge Lwen leiden Not und Hunger; aber die den HERRN 
suchen, mssen nichts Gutes entbehren.
PSA 34:11 (034-12) Kommt her, ihr Kinder, hrt mir zu; ich will euch die 
Furcht des HERRN lehren!
PSA 34:12 (034-13) Wer hat Lust zum Leben und mchte gern gute Tage sehen?
PSA 34:13 (034-14) Behte deine Zunge vor Bsem und deine Lippen, da sie 
nicht trgen;
PSA 34:14 (034-15) weiche vom Bsen und tue Gutes, suche Frieden und jage 
ihm nach!
PSA 34:15 (034-16) Die Augen des HERRN achten auf die Gerechten und seine 
Ohren auf ihr Schreien;
PSA 34:16 (034-17) das Antlitz des HERRN steht wider die, so Bses tun, 
da er ihr Gedchtnis von der Erde vertilge.
PSA 34:17 (034-18) Als jene schrieen, hrte der HERR und rettete sie aus 
aller ihrer Not.
PSA 34:18 (034-19) Der HERR ist nahe denen, die zerbrochenen Herzens sind, 
und hilft denen, deren Geist zerschlagen ist.
PSA 34:19 (034-20) Der Gerechte mu viel leiden; aber der HERR rettet ihn 
aus dem allem.
PSA 34:20 (034-21) Er bewahrt ihm alle seine Gebeine, da nicht eines 
derselben zerbrochen wird.
PSA 34:21 (034-22) Den Gottlosen wird die Bosheit tten, und die den 
Gerechten hassen, mssen es ben.
PSA 34:22 (034-23) Der HERR erlst die Seele seiner Knechte, und alle, die 
auf ihn vertrauen, werden es nicht zu ben haben.
PSA 35:1 Von David. HERR, hadere mit meinen Haderern, streite mit denen, 
die wider mich streiten!
PSA 35:2 Ergreife Schild und Tartsche und erhebe dich, mir zu helfen!
PSA 35:3 Zcke den Speer und tritt meinen Verfolgern entgegen; sprich zu 
meiner Seele: Dein Heil bin ich!
PSA 35:4 Es mssen beschmt und zuschanden werden, die mir nach dem Leben 
trachten, es sollen zurckweichen und schamrot werden, die mein Unglck 
wollen.
PSA 35:5 Sie mssen werden wie Spreu vor dem Winde, und der Engel des 
HERRN vertreibe sie!
PSA 35:6 Ihr Weg sei finster und glatt, und der Engel des HERRN verfolge 
sie!
PSA 35:7 Denn sie haben mir ohne Ursache ihr Netz gestellt, ohne allen 
Grund meiner Seele eine Grube gegraben.
PSA 35:8 Mge ihn unversehens Unglck berfallen und das Netz, das er 
gestellt hat, ihn selber fangen, so da er ins Verderben hineinfllt.
PSA 35:9 Aber meine Seele soll sich freuen am HERRN und sich ergtzen an 
seinem Heil!
PSA 35:10 Alle meine Gebeine sollen sagen: HERR, wer ist dir gleich, der 
du den Elenden errettest von dem, der ihm zu stark ist, und die Elenden 
und Armen von dem, der ihn beraubt?
PSA 35:11 Es treten freche Zeugen auf, die mich ber Dinge zur Rede 
stellen, wovon ich nichts wei.
PSA 35:12 Sie vergelten Gutes mit Bsem, bringen Vereinsamung ber mich!
PSA 35:13 Ich aber bekleidete mich, als sie krank waren, mit einem Sack; 
ich beugte meine Seele mit Fasten und betete gesenkten Hauptes fr sie;
PSA 35:14 ich benahm mich, als wre es mein Freund, mein Bruder, und ging 
trauernd gebeugt einher, wie einer, der um seine Mutter leidtrgt.
PSA 35:15 Dennoch freuen sie sich ber meinen Fall und rotten sich 
zusammen; Lstermuler sammeln sich wider mich, ich wei nicht warum; sie 
lstern und schweigen nicht.
PSA 35:16 Mit gottlosen Schmarotzern fletschen sie die Zhne ber mich.
PSA 35:17 O Herr, wie lange willst du zusehen? Befreie meine Seele von 
ihrem Gebrll, meine einsame von den Lwen!
PSA 35:18 Ich will dir danken in der groen Gemeinde, unter zahlreichem 
Volk will ich dich rhmen.
PSA 35:19 Es sollen sich nicht ber mich freuen, die mir unter falschem 
Vorwand feind sind; meine Hasser sollen vergeblich mit den Augen zwinkern;
PSA 35:20 denn sie reden nicht zum Frieden, sondern ersinnen Verleumdungen 
gegen die Stillen im Lande.
PSA 35:21 Sie sperren ihr Maul weit ber mich auf und rufen: Ha, ha, 
unser Auge hat's gesehen!
PSA 35:22 Du hast es auch gesehen, o HERR; schweige nicht! Mein Herr, sei 
nicht ferne von mir!
PSA 35:23 Wache auf und wehre dich fr mein Recht, mein Gott, fr meine 
Sache, o mein Herr!
PSA 35:24 Richte mich nach deiner Gerechtigkeit, HERR, mein Gott, da sie 
sich nicht freuen drfen ber mich,
PSA 35:25 da sie nicht sagen knnen in ihren Herzen: Ei, es geht ja ganz 
nach Wunsch; wir haben ihn vertilgt!
PSA 35:26 Es mssen sich schmen und errten alle, die sich meines 
Unglcks freuen; in Scham und Schande mssen sich kleiden, die wider mich 
grotun.
PSA 35:27 Aber jauchzen und frhlich sein sollen alle, die meine 
Rechtfertigung wnschen; sie sollen immerdar sagen: Der HERR sei 
hochgelobt, der das Heil seines Knechtes will!
PSA 35:28 Und meine Zunge soll dichten von deiner Gerechtigkeit, allezeit 
von deinem Ruhm!
PSA 36:1 Dem Vorsnger. Von David, dem Knecht des HERRN. (036-2) Ein 
Urteil ber die Snde des Gottlosen kommt aus der Tiefe meines Herzens: 
Die Gottesfurcht gilt nichts vor seinen Augen!
PSA 36:2 (036-3) Sondern er hat sich das gewhlt zu seinem Teil, da er 
seinem Laster frnen, da er hassen kann.
PSA 36:3 (036-4) Die Worte seines Mundes sind Lug und Trug; er hat 
aufgehrt, verstndig und gut zu sein.
PSA 36:4 (036-5) Auf seinem Lager brtet er Bosheit aus, er stellt sich 
auf keinen guten Weg und scheut kein Arges.
PSA 36:5 (036-6) HERR, deine Gnade reicht bis zum Himmel, deine Treue bis 
zu den Wolken!
PSA 36:6 (036-7) Deine Gerechtigkeit ist wie die Berge Gottes, deine 
Gerichte sind wie die groe Flut; du, HERR, hilfst Menschen und Tieren.
PSA 36:7 (036-8) Wie kstlich ist deine Gnade, o Gott, da Menschenkinder 
unter dem Schatten deiner Flgel Zuflucht finden!
PSA 36:8 (036-9) Sie werden trunken von den reichen Gtern deines Hauses, 
mit dem Strom deiner Wonne trnkst du sie;
PSA 36:9 (036-10) denn bei dir ist die Quelle des Lebens, in deinem Lichte 
schauen wir Licht!
PSA 36:10 (036-11) Erweise deine Gnade auch weiterhin denen, die dich 
kennen, und deine Gerechtigkeit denen, die aufrichtigen Herzens sind!
PSA 36:11 (036-12) Der Fu der Stolzen erreiche mich nicht, und die Hand 
der Gottlosen vertreibe mich nicht!
PSA 36:12 (036-13) Dort sind die beltter gefallen; sie wurden 
niedergestoen und vermochten nicht mehr aufzustehn.
PSA 37:1 Von David. Erzrne dich nicht ber die Bsen, und sei nicht 
neidisch auf die beltter!
PSA 37:2 Denn sie werden schnell verdorren wie das Gras und verwelken wie 
das grne Kraut.
PSA 37:3 Vertraue auf den HERRN und tue Gutes, wohne im Lande und be 
Treue;
PSA 37:4 und habe deine Lust an dem HERRN, so wird er dir geben, was dein 
Herz begehrt!
PSA 37:5 Befiehl dem HERRN deinen Weg und vertraue auf ihn, so wird er 
handeln
PSA 37:6 und wird deine Gerechtigkeit an den Tag bringen wie das Licht und 
dein Recht wie den Mittag.
PSA 37:7 Halte still dem HERRN und warte auf ihn; erzrne dich nicht ber 
den, welchem sein Weg gelingt, ber den Mann, der Rnke bt!
PSA 37:8 Stehe ab vom Zorn und la den Grimm; erzrne dich nicht! Es 
entsteht nur Bses daraus.
PSA 37:9 Denn die beltter werden ausgerottet; die aber auf den HERRN 
warten, werden das Land ererben.
PSA 37:10 Nur noch ein Weilchen, so wird der Gottlose nicht mehr sein, und 
wenn du dich nach seiner Wohnung erkundigst, so ist er nicht mehr da!
PSA 37:11 Aber die Sanftmtigen werden das Land ererben und sich groen 
Friedens erfreuen.
PSA 37:12 Der Gottlose macht Anschlge wider den Gerechten und knirscht 
mit den Zhnen ber ihn;
PSA 37:13 aber mein Herr lacht seiner; denn er hat dafr gesorgt, da sein 
Tag kommt!
PSA 37:14 Die Gottlosen haben das Schwert gezckt und ihren Bogen 
gespannt, um den Elenden und Armen zu fllen und die umzubringen, deren 
Weg richtig ist.
PSA 37:15 Ihr Schwert wird in ihr eigenes Herz dringen, und ihr Bogen wird 
zerbrochen werden!
PSA 37:16 Das Wenige, das ein Gerechter hat, ist besser als der berflu 
vieler Gottlosen.
PSA 37:17 Denn die Arme der Gottlosen werden zerbrochen; aber die 
Gerechten untersttzt der HERR.
PSA 37:18 Der HERR kennt die Tage der Frommen, und ihr Erbe wird ewiglich 
bestehen.
PSA 37:19 Sie sollen nicht zuschanden werden zur bsen Zeit, sondern genug 
haben auch in den Tagen der Hungersnot;
PSA 37:20 aber die Gottlosen werden umkommen und die Feinde des HERRN 
dahinschwinden wie die Pracht der Auen; wie Rauch verschwinden sie.
PSA 37:21 Der Gottlose borgt und zahlt nicht zurck; der Gerechte aber ist 
barmherzig und gibt.
PSA 37:22 Denn die [vom HERRN] Gesegneten werden das Land ererben, aber 
seine Verfluchten sollen ausgerottet werden.
PSA 37:23 Vom HERRN werden die Schritte des Mannes besttigt, wenn ihm 
sein Weg gefllt.
PSA 37:24 Fllt er, so wird er nicht weggeworfen; denn der HERR sttzt 
seine Hand.
PSA 37:25 Ich bin jung gewesen und alt geworden und habe nie den Gerechten 
verlassen gesehen, oder seinen Samen um Brot betteln.
PSA 37:26 Er ist allezeit barmherzig und leiht gern, und sein Same wird 
zum Segen.
PSA 37:27 Weiche vom Bsen und tue Gutes, so wirst du ewiglich bleiben!
PSA 37:28 Denn der HERR hat das Recht lieb und verlt seine Frommen 
nicht; sie werden ewiglich bewahrt, aber der Same der Gottlosen wird 
ausgerottet.
PSA 37:29 Die Gerechten werden das Land ererben und fr immer darin wohnen.
PSA 37:30 Des Gerechten Mund tut Weisheit kund, und seine Zunge redet 
recht.
PSA 37:31 Das Gesetz seines Gottes ist in seinem Herzen, und seine 
Schritte wanken nicht.
PSA 37:32 Der Gottlose lauert auf den Gerechten und sucht ihn zu tten.
PSA 37:33 Aber der HERR wird ihn nicht seiner Hand berlassen und lt ihn 
nicht verdammen, wenn er gerichtet wird.
PSA 37:34 Harre des HERRN und bewahre seinen Weg, so wird er dich erhhen, 
da du das Land ererbest und die Ausrottung der Gottlosen sehest!
PSA 37:35 Ich sah einen Gottlosen, der war trotzig und breitete sich aus 
wie ein grnender, wilder Baum.
PSA 37:36 Aber als man wieder vorbeiging, da war er nicht mehr; ich suchte 
ihn, aber man fand ihn nicht.
PSA 37:37 Achte auf den Unschuldigen und siehe auf den Redlichen; dem Mann 
des Friedens wird eine Zukunft zuteil!
PSA 37:38 Aber die bertreter werden allesamt vertilgt, und der Nachwuchs 
der Gottlosen wird ausgerottet.
PSA 37:39 Aber das Heil der Gerechten kommt vom HERRN; er ist ihre 
Zuflucht zur Zeit der Not.
PSA 37:40 Der HERR wird ihnen beistehen und sie erretten, er wird sie 
erretten von den Gottlosen und ihnen Heil verschaffen; denn sie bergen 
sich bei ihm.
PSA 38:1 Ein Psalm Davids. Zum Gedchtnis. (038-2) HERR, strafe mich nicht 
in deinem Zorn, zchtige mich nicht in deinem Grimm;
PSA 38:2 (038-3) denn deine Pfeile haben mich getroffen, und deine Hand 
liegt schwer auf mir.
PSA 38:3 (038-4) Es ist nichts Unversehrtes an meinem Fleisch vor deinem 
Zorn, kein Friede in meinen Gebeinen wegen meiner Snde.
PSA 38:4 (038-5) Denn meine Schulden gehen ber mein Haupt; wie eine 
schwere Last sind sie mir zu schwer geworden.
PSA 38:5 (038-6) Meine Wunden stinken und eitern von meiner Torheit.
PSA 38:6 (038-7) Ich bin tief gebeugt und niedergedrckt; ich gehe traurig 
einher den ganzen Tag;
PSA 38:7 (038-8) denn meine Lenden sind ganz entzndet, und es ist nichts 
Gesundes an meinem Fleisch.
PSA 38:8 (038-9) Ich bin ganz kraftlos und zermalmt; ich heule vor Unruhe 
meines Herzens.
PSA 38:9 (038-10) O Herr, mein ganzes Verlangen sei dir vorgelegt, und 
mein Seufzen sei dir nicht verborgen!
PSA 38:10 (038-11) Mein Herz pocht heftig, meine Kraft hat mich verlassen, 
und das Licht meiner Augen ist nicht bei mir.
PSA 38:11 (038-12) Meine Lieben und Freunde treten beiseite wegen meiner 
Plage, und meine Nchsten stehen von ferne;
PSA 38:12 (038-13) die aber, welche mir nach dem Leben trachten, legen mir 
Schlingen, und die mein Unglck suchen, besprechen meinen Untergang und 
ersinnen Lgen den ganzen Tag.
PSA 38:13 (038-14) Ich aber bin wie ein Tauber und hre nichts, und wie 
ein Stummer, der seinen Mund nicht auftut.
PSA 38:14 (038-15) Und ich bin wie einer, der nichts hrt, und in dessen 
Mund kein Widerspruch ist.
PSA 38:15 (038-16) Denn auf dich, HERR, hoffe ich; du wirst antworten, 
Herr, mein Gott!
PSA 38:16 (038-17) Denn wenn ich redete, wie wrden sie sich ber mich 
freuen! Wenn mein Fu ins Wanken geriete, wie wrden sie frohlocken ber 
mich!
PSA 38:17 (038-18) Denn ich bin nahe daran zu fallen, und mein Schmerz ist 
immerdar vor mir.
PSA 38:18 (038-19) Denn ich bekenne meine Schuld und bin bekmmert wegen 
meiner Snde.
PSA 38:19 (038-20) Aber die mich grundlos befeinden, sind mchtig, und 
derer, die mich unter falschem Vorwand hassen, sind viele.
PSA 38:20 (038-21) Die mir Gutes mit Bsem vergelten, sind mir feind, weil 
ich dem Guten nachjage.
PSA 38:21 (038-22) Verla mich nicht, o HERR! Mein Gott, sei nicht fern 
von mir!
PSA 38:22 (038-23) Eile mir zu helfen, o Herr, mein Heil!
PSA 39:1 Dem Vorsnger, dem Jeduthun. Ein Psalm Davids. (039-2) Ich habe 
gesagt: Ich will achten auf meine Wege, da ich nicht sndige mit meiner 
Zunge; ich will meinem Mund einen Zaum anlegen, solange der Gottlose vor 
mir ist.
PSA 39:2 (039-3) Ich war gnzlich verstummt, schwieg auch vom Guten, aber 
mein Schmerz machte mich unglcklich.
PSA 39:3 (039-4) Mein Herz entbrannte in mir, durch mein Nachsinnen ward 
ein Feuer entzndet, ich mute reden mit meiner Zunge.
PSA 39:4 (039-5) Tue mir kund, o HERR, mein Ende und welches das Ma 
meiner Tage sei, damit ich wei, wie vergnglich ich bin!
PSA 39:5 (039-6) Siehe, nur Handbreiten lang hast du meine Tage gemacht, 
und meine Lebenszeit ist wie nichts vor dir; wahrlich, jeder Mensch, wie 
fest er steht, ist nur ein Hauch! (Pause.)
PSA 39:6 (039-7) Ja, nur ein wandelnder Schatten ist jedermann; wahrlich, 
sie machen sich viel vergebliche Unruhe; sie sammeln und wissen nicht, wer 
es kriegen wird.
PSA 39:7 (039-8) Und nun, Herr, worauf habe ich gewartet? Meine Hoffnung 
steht zu dir!
PSA 39:8 (039-9) Errette mich von allen meinen bertretungen, mache mich 
nicht den Narren zum Gesptt!
PSA 39:9 (039-10) Ich schweige und tue meinen Mund nicht auf; denn du hast 
es getan.
PSA 39:10 (039-11) Wende deine Plage von mir; denn ich bin verschmachtet 
von der Strafe deiner Hand.
PSA 39:11 (039-12) Wenn du jemand zchtigst um der Snde willen, so 
lssest du gleich der Motte seine Schnheit vergehen; jeder Mensch ist nur 
ein Hauch! (Pause.)
PSA 39:12 (039-13) HERR, hre mein Gebet und vernimm mein Schreien; 
schweige nicht zu meinen Trnen; denn ich bin ein Gast bei dir, ein 
Pilgrim wie alle meine Vter.
PSA 39:13 (039-14) Blicke weg von mir, da ich mich erheitere, ehe ich 
dahinfahre und nicht mehr sei!
PSA 40:1 Dem Vorsnger. Ein Psalm Davids. (040-2) Beharrlich habe ich auf 
den HERRN geharrt, da neigte er sein Ohr zu mir und erhrte mein Schreien
PSA 40:2 (040-3) und zog mich aus der Grube des Verderbens, aus dem 
schmutzigen Schlamm, und stellte meine Fe auf einen Fels, machte meine 
Schritte gewi
PSA 40:3 (040-4) und gab mir ein neues Lied in meinen Mund, ein Lob fr 
unsern Gott; das werden viele sehen und den HERRN frchten und ihm 
vertrauen.
PSA 40:4 (040-5) Wohl dem Manne, der sein Vertrauen auf den HERRN setzt 
und sich nicht wendet zu denen, die aufgeblasen sind und gern tuschen.
PSA 40:5 (040-6) HERR, mein Gott, gro sind die Wunder, die du getan, und 
die Plne, die du fr uns gemacht; dir ist nichts gleich! Ich wollte sie 
verkndigen und davon sagen; Aber sie sind nicht zu zhlen.
PSA 40:6 (040-7) Opfer und Gaben begehrst du nicht; die Ohren hast du mir 
aufgetan; Brandopfer und Sndopfer hast du nicht verlangt.
PSA 40:7 (040-8) Da sprach ich: Siehe, ich bin gekommen, in der Buchrolle 
steht von mir geschrieben;
PSA 40:8 (040-9) deinen Willen zu tun, mein Gott, begehre ich, und dein 
Gesetz ist in meinem Herzen.
PSA 40:9 (040-10) Ich habe Gerechtigkeit als Frohbotschaft verkndigt in 
der groen Gemeinde; siehe, ich will meine Lippen nicht verschlieen, 
HERR, das weit du!
PSA 40:10 (040-11) Deine Gerechtigkeit verbarg ich nicht in meinem Herzen; 
von deiner Wahrheit und von deinem Heil redete ich; ich verhehlte deine 
Gnade und Wahrheit der groen Gemeinde nicht.
PSA 40:11 (040-12) Du, HERR, wollest dein Herz nicht vor mir verschlieen; 
deine Gnade und Wahrheit mgen mich allezeit behten!
PSA 40:12 (040-13) Denn es haben mich umringt bel ohne Zahl, meine Snden 
haben mich ergriffen, da ich nicht sehen kann; sie sind zahlreicher als 
die Haare meines Hauptes, und mein Mut hat mich verlassen.
PSA 40:13 (040-14) HERR, la dir's gefallen, mich zu retten; HERR, eile 
mir zu Hilfe!
PSA 40:14 (040-15) Es sollen sich schmen und schamrot werden allzumal, 
die mir nach dem Leben trachten; es sollen zurckweichen und zuschanden 
werden, die mein Unglck suchen!
PSA 40:15 (040-16) Erstaunen sollen ob ihrer eigenen Schmach, die zu mir 
sagten: Ha, ha!
PSA 40:16 (040-17) Es sollen frhlich sein und sich freuen an dir alle, 
die dich suchen; die dein Heil lieben, sollen immerdar sagen: Der HERR ist 
gro!
PSA 40:17 (040-18) Bin ich auch elend und arm, fr mich sorgt der Herr. Du 
bist meine Hilfe und mein Erretter; mein Gott, verziehe nicht!
PSA 41:1 Dem Vorsnger. Ein Psalm Davids. (041-2) Wohl dem, der auf den 
Drftigen achthat; ihn wird der HERR erretten zur bsen Zeit;
PSA 41:2 (041-3) der HERR wird ihn bewahren und am Leben erhalten; es wird 
ihm auf Erden wohl ergehen, und du wirst ihn nicht in den Willen seiner 
Feinde geben.
PSA 41:3 (041-4) Der HERR wird ihn auf seinem Siechbett erquicken; du 
machst, da sein Zustand sich wendet, wenn er krank ist.
PSA 41:4 (041-5) Ich sprach: HERR, sei mir gndig, heile meine Seele; denn 
ich habe an dir gesndigt.
PSA 41:5 (041-6) Meine Feinde wnschen mir Unglck: Wann wird er sterben, 
da sein Name untergeht?
PSA 41:6 (041-7) Und wenn einer kommt, mich zu besuchen, so redet er 
Lgen, sein Herz sammelt sich Bosheit; er geht hinaus und spricht davon!
PSA 41:7 (041-8) Alle, die mich hassen, flstern miteinander ber mich; 
sie haben mir Bses zugedacht:
PSA 41:8 (041-9) Ein Belialsspruch haftet ihm an; wer einmal liegt, steht 
nicht wieder auf!
PSA 41:9 (041-10) Auch mein Freund, dem ich vertraute, der mein Brot a, 
hat die Ferse wider mich erhoben.
PSA 41:10 (041-11) Du aber, HERR, sei mir gndig und richte mich auf, so 
will ich es ihnen vergelten.
PSA 41:11 (041-12) Daran erkenne ich, da du Gefallen an mir hast, wenn 
mein Feind nicht ber mich triumphieren darf.
PSA 41:12 (041-13) Mich aber hast du in meiner Unschuld erhalten und 
lssest mich auf ewig vor deinem Angesicht stehen.
PSA 41:13 (041-14) Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit zu 
Ewigkeit! Amen, Amen!
PSA 42:1 Dem Vorsnger. Eine Unterweisung von den Kindern Korahs. (042-2) 
Wie ein Hirsch nach Wasserbchen lechzt, so lechzt meine Seele, o Gott, 
nach dir!
PSA 42:2 (042-3) Meine Seele drstet nach Gott, nach dem lebendigen Gott: 
Wann darf ich kommen und erscheinen vor Gottes Angesicht?
PSA 42:3 (042-4) Meine Trnen sind meine Speise Tag und Nacht, weil man 
tglich zu mir sagt: Wo ist dein Gott?
PSA 42:4 (042-5) Daran will ich denken, und meine Seele in mir 
ausschtten, wie ich dahinzog im Gedrnge, sie fhrte zum Gotteshaus unter 
lautem Lobgesang, eine feiernde Menge.
PSA 42:5 (042-6) Was betrbst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in 
mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, da er meines 
Angesichts Heil und mein Gott ist!
PSA 42:6 (042-7) Meine Seele ist betrbt; darum gedenke ich deiner im 
Lande des Jordan und der Hermonkuppen, am Berge Mizar.
PSA 42:7 (042-8) Eine Flut ruft der andern beim Rauschen deiner 
Wassergsse; alle deine Wellen und Wogen sind ber mich gegangen.
PSA 42:8 (042-9) Des Tages wolle der HERR seine Gnade verordnen, und des 
Nachts wird sein Lied bei mir sein, ein Gebet zu dem Gott meines Lebens.
PSA 42:9 (042-10) Ich will sagen zu Gott, meinem Fels: Warum hast du 
meiner vergessen, warum mu ich traurig einhergehen, weil mein Feind mich 
drngt?
PSA 42:10 (042-11) Wie Zermalmung meiner Gebeine ist der Hohn meiner 
Bedrnger, da sie tglich zu mir sagen: Wo ist dein Gott?
PSA 42:11 (042-12) Was betrbst du dich, meine Seele, und bist so unruhig 
in mir? Harre auf Gott, denn ich werde ihm noch danken, da er meines 
Angesichts Heil und mein Gott ist!
PSA 43:1 Schaffe mir Recht, o Gott, und fhre meine Sache wider ein 
liebloses Volk, errette mich von dem falschen und bsen Mann!
PSA 43:2 Denn du bist der Gott, der mich schtzt; warum verwirfst du mich? 
Warum mu ich traurig einhergehen, da mein Feind mich drngt?
PSA 43:3 Sende dein Licht und deine Wahrheit, da sie mich leiten, mich 
bringen zu deinem heiligen Berg und zu deinen Wohnungen,
PSA 43:4 da ich hineingehe zum Altare Gottes, zu dem Gott, der meine 
Freude und Wonne ist, und dich preise auf der Harfe, o Gott, mein Gott!
PSA 43:5 Was betrbst du dich, meine Seele, und bist so unruhig in mir? 
Harre auf Gott! Denn ich werde ihm noch danken, da er meines Angesichts 
Heil und mein Gott ist.
PSA 44:1 Dem Vorsnger. Eine Unterweisung von den Kindern Korahs. (044-2) 
O Gott, mit unsern eigenen Ohren haben wir es gehrt, unsre Vter haben es 
uns erzhlt, was du fr Taten getan hast zu ihrer Zeit, in den Tagen der 
Vorzeit!
PSA 44:2 (044-3) Du hast mit deiner Hand die Heiden vertrieben, sie aber 
gepflanzt; du hast Vlker zerschmettert, sie aber ausgebreitet.
PSA 44:3 (044-4) Denn nicht mit ihrem Schwert haben sie das Land gewonnen; 
und ihr Arm hat ihnen nicht geholfen, sondern deine rechte Hand und dein 
Arm und das Licht deines Angesichts; denn du hattest Wohlgefallen an ihnen.
PSA 44:4 (044-5) Du bist derselbe, mein Knig, o Gott; verordne Jakobs 
Heil!
PSA 44:5 (044-6) Durch dich wollen wir unsre Feinde niederstoen; in 
deinem Namen wollen wir unsre Widersacher zertreten.
PSA 44:6 (044-7) Denn ich verlasse mich nicht auf meinen Bogen, und mein 
Schwert kann mir nicht helfen;
PSA 44:7 (044-8) sondern du hast uns geholfen vor unsern Feinden und hast 
zuschanden gemacht, die uns hassen.
PSA 44:8 (044-9) Gottes rhmen wir uns alle Tage, und deinen Namen loben 
wir ewig. (Pause.)
PSA 44:9 (044-10) Und doch hast du uns verworfen und zuschanden werden 
lassen und bist nicht ausgezogen mit unsern Heerscharen.
PSA 44:10 (044-11) Du lieest uns zurckweichen vor dem Feind; und die uns 
hassen, haben sich Beute gemacht.
PSA 44:11 (044-12) Du gibst uns hin wie Schafe zum Frae und zerstreust 
uns unter die Heiden.
PSA 44:12 (044-13) Du verkaufst dein Volk um ein Spottgeld und verlangst 
nicht viel dafr!
PSA 44:13 (044-14) Du setzest uns der Beschimpfung unserer Nachbarn aus, 
dem Hohn und Spott derer, die uns umgeben.
PSA 44:14 (044-15) Du machst uns zum Sprichwort unter den Heiden, da die 
Vlker den Kopf ber uns schtteln.
PSA 44:15 (044-16) Alle Tage ist meine Schmach vor mir, und Scham bedeckt 
mein Angesicht
PSA 44:16 (044-17) wegen der Stimme des Sptters und Lsterers, wegen des 
Feindes, des Rachgierigen.
PSA 44:17 (044-18) Dieses alles ist ber uns gekommen; und doch haben wir 
deiner nicht vergessen, noch deinen Bund gebrochen.
PSA 44:18 (044-19) Unser Herz hat sich nicht zurckgewandt, noch sind 
unsre Schritte abgewichen von deinem Pfad,
PSA 44:19 (044-20) da du uns zermalmtest am Orte der Schakale und uns mit 
Todesschatten bedecktest!
PSA 44:20 (044-21) Wenn wir des Namens unsres Gottes vergessen und unsre 
Hnde zu einem fremden Gott ausgestreckt htten,
PSA 44:21 (044-22) wrde Gott das nicht erforschen? Er kennt ja die 
Geheimnisse des Herzens.
PSA 44:22 (044-23) So aber werden wir um deinetwillen alle Tage erwrgt 
und sind geachtet wie Schlachtschafe.
PSA 44:23 (044-24) Herr, erhebe dich! Warum schlfst du? Wache auf und 
verstoe uns nicht fr immer!
PSA 44:24 (044-25) Warum verbirgst du dein Angesicht und vergissest unsres 
Elendes und unsrer Bedrngnis?
PSA 44:25 (044-26) Denn unsre Seele ist bis zum Staub gebeugt, und unser 
Leib klebt am Erdboden.
PSA 44:26 (044-27) Mache dich auf, uns zu helfen, und erlse uns um deiner 
Gnade willen!
PSA 45:1 Dem Vorsnger. Nach [der Singweise] Lilien. Von den Kindern 
Korahs. Eine Unterweisung; ein Lied der Liebe. (045-2) Mein Herz dichtet 
ein feines Lied; was ich sage, ist fr den Knig bestimmt, meine Zunge ist 
der Griffel eines fertigen Schreibers.
PSA 45:2 (045-3) Du bist schner als die Menschenkinder, Anmut ist ber 
deine Lippen ausgegossen, weil Gott dich auf ewig gesegnet hat!
PSA 45:3 (045-4) Grte dein Schwert an die Seite, du Held, deine Ehre und 
deine Pracht!
PSA 45:4 (045-5) Fahre siegreich einher fr die Sache der Wahrheit, der 
Milde und Gerechtigkeit, und deine Rechte lehre dich wunderbare Dinge!
PSA 45:5 (045-6) Deine Pfeile sind scharf, sie unterwerfen dir die Vlker; 
sie dringen ins Herz der Feinde des Knigs.
PSA 45:6 (045-7) Dein Thron, o Gott, bleibt immer und ewig, das Zepter 
deines Reiches ist ein gerades Zepter!
PSA 45:7 (045-8) Du liebst die Gerechtigkeit und hassest das gottlose 
Wesen, darum hat dich, o Gott, dein Gott gesalbt mit dem l der Freuden 
mehr als deine Genossen.
PSA 45:8 (045-9) Nach Myrrhen, Aloe und Kassia riechen deine Kleider; aus 
elfenbeinernen Palsten erfreut dich Saitenspiel.
PSA 45:9 (045-10) Knigstchter sind unter deinen Geliebten; die Gemahlin 
steht zu deiner Rechten in Gold von Ophir.
PSA 45:10 (045-11) Hre, Tochter, blicke her und neige dein Ohr, vergi 
dein Volk und deines Vaters Haus!
PSA 45:11 (045-12) Und wird der Knig Lust haben an deiner Schnheit (denn 
er ist dein Herr), so huldige ihm.
PSA 45:12 (045-13) Und die Tochter von Tyrus wird mit Geschenken kommen, 
die Reichsten des Volkes deine Gunst suchen.
PSA 45:13 (045-14) Ganz herrlich ist die Knigstochter drinnen, von 
gewirktem Gold ist ihr Gewand.
PSA 45:14 (045-15) In gestickten Kleidern wird sie dem Knig zugefhrt; 
die Jungfrauen, die sie begleiten, ihre Gespielinnen, werden zu dir 
gebracht.
PSA 45:15 (045-16) Man fhrt sie mit Freuden und Frohlocken, und sie gehen 
ein in des Knigs Palast.
PSA 45:16 (045-17) An deiner Vter Statt werden deine Shne treten, du 
wirst sie zu Frsten setzen im ganzen Land.
PSA 45:17 (045-18) Ich will deinen Namen erwhnen fr und fr; darum 
werden dich die Vlker preisen immer und ewiglich.
PSA 46:1 Dem Vorsnger. Von den Kindern Korahs. Auf Alamoth. Ein Lied. 
(046-2) Gott ist unsre Zuversicht und Strke; eine Hilfe, in Nten krftig 
erfunden.
PSA 46:2 (046-3) Darum frchten wir uns nicht, wenn auch die Erde weicht 
und die Berge mitten ins Meer sinken,
PSA 46:3 (046-4) wenn gleich seine Wasser wten und toben und vor seinem 
bermut die Berge zittern. (Pause.)
PSA 46:4 (046-5) Ein Strom mit seinen Bchen erfreut die Stadt Gottes, die 
heiligen Wohnungen des Hchsten.
PSA 46:5 (046-6) Gott ist in ihrer Mitte, sie wird nicht wanken; Gott wird 
ihr helfen, wenn der Morgen anbricht.
PSA 46:6 (046-7) Die Vlker tobten, die Knigreiche wankten, als er seine 
Stimme hren lie; und die Erde verging.
PSA 46:7 (046-8) Mit uns aber ist der HERR der Heerscharen; der Gott 
Jakobs ist fr uns eine feste Burg! (Pause.)
PSA 46:8 (046-9) Kommt her, schauet die Werke des HERRN, der auf Erden 
Verheerungen angerichtet hat,
PSA 46:9 (046-10) der den Kriegen ein Ende macht, der den Bogen zerbricht, 
den Speer zerschlgt und die Wagen mit Feuer verbrennt!
PSA 46:10 (046-11) Seid stille und erkennet, da ich Gott bin; ich will 
erhaben sein unter den Vlkern, ich will erhaben sein auf Erden.
PSA 46:11 (046-12) Der HERR der Heerscharen ist mit uns, der Gott Jakobs 
ist unsre feste Burg! (Pause.)
PSA 47:1 Dem Vorsnger. Von den Kindern Korahs. Ein Psalm. (047-2) 
Klatscht in die Hnde, ihr Vlker alle! Jauchzet Gott mit frhlichem 
Schall!
PSA 47:2 (047-3) Denn der HERR, der Hchste, ist zu frchten, ein groer 
Knig ber die ganze Erde.
PSA 47:3 (047-4) Er wird die Vlker unter uns zwingen und die Nationen 
unter unsre Fe.
PSA 47:4 (047-5) Er wird uns unser Erbteil erwhlen, den Stolz Jakobs, den 
er geliebt. (Pause.)
PSA 47:5 (047-6) Gott ist aufgefahren mit Jauchzen, der HERR mit dem 
Schall der Posaune.
PSA 47:6 (047-7) Lobsinget, lobsinget Gott! Lobsinget, lobsinget unserm 
Knig!
PSA 47:7 (047-8) Denn Gott ist Knig der ganzen Erde; lobsinget andchtig!
PSA 47:8 (047-9) Gott herrscht ber die Vlker, Gott sitzt auf seinem 
heiligen Thron.
PSA 47:9 (047-10) Die Edlen der Vlker haben sich versammelt zum Volk des 
Gottes Abrahams; denn Gott gehren die Schilde der Erde; er ist sehr 
erhaben.
PSA 48:1 Ein Lied; ein Psalm. Von den Kindern Korahs. (048-2) Gro ist der 
HERR und hoch gelobt in der Stadt unsres Gottes, auf seinem heiligen Berge.
PSA 48:2 (048-3) Schn erhebt sich der Berg Zion, die Freude des ganzen 
Landes; auf der Seite gegen Mitternacht ist die Stadt des groen Knigs.
PSA 48:3 (048-4) Gott ist in ihren Palsten bekannt als eine feste Burg.
PSA 48:4 (048-5) Denn siehe, Knige haben sich verbndet und sind 
miteinander vorbergezogen.
PSA 48:5 (048-6) Sie haben sich verwundert, als sie solches sahen; sie 
erschraken und flohen davon.
PSA 48:6 (048-7) Zittern ergriff sie daselbst, Angst wie eine Gebrende.
PSA 48:7 (048-8) Durch den Ostwind zerbrichst du Tarsisschiffe.
PSA 48:8 (048-9) Wie wir's gehrt, so haben wir's gesehen in der Stadt des 
HERRN der Heerscharen, in der Stadt unsres Gottes. Gott wird sie erhalten 
bis in Ewigkeit. (Pause.)
PSA 48:9 (048-10) Wir gedenken, o Gott, deiner Gnade inmitten deines 
Tempels.
PSA 48:10 (048-11) O Gott, wie dein Name, also reicht auch dein Ruhm bis 
an die Enden der Erde; deine Rechte ist voller Gerechtigkeit.
PSA 48:11 (048-12) Der Berg Zion freut sich, die Tchter Judas frohlocken 
um deiner Gerichte willen.
PSA 48:12 (048-13) Geht rings um Zion, umwandelt sie, zhlt ihre Trme!
PSA 48:13 (048-14) Beachtet ihre Bollwerke, durchgehet ihre Palste, auf 
da ihr es den Nachkommen erzhlet,
PSA 48:14 (048-15) da dieser Gott unser Gott ist immer und ewig; er fhrt 
uns ber den Tod hinweg!
PSA 49:1 Dem Vorsnger. Von den Kindern Korahs. Ein Psalm. (049-2) Hret 
dies, ihr Vlker alle, merket doch auf, alle Bewohner der Welt,
PSA 49:2 (049-3) ihr Kinder des Volkes und Herrenshne, alle miteinander, 
reich und arm!
PSA 49:3 (049-4) Mein Mund soll Weisheit reden und das Dichten meines 
Herzens verstndig sein.
PSA 49:4 (049-5) Ich will einem Spruche lauschen und beim Harfenspiel mein 
Rtsel lsen.
PSA 49:5 (049-6) Warum sollte ich mich frchten zur bsen Zeit, wenn mich 
die Missetat meiner Verfolger umringt?
PSA 49:6 (049-7) Sie verlassen sich auf ihr Vermgen und prahlen mit ihrem 
groen Reichtum.
PSA 49:7 (049-8) Und doch kann kein Bruder den andern erlsen; er vermag 
Gott das Lsegeld nicht zu geben!
PSA 49:8 (049-9) Zu teuer ist die Erlsung ihrer Seelen, so da er auf 
ewig davon abstehen mu!
PSA 49:9 (049-10) Oder sollte er immerdar leben und die Grube nicht sehen?
PSA 49:10 (049-11) Doch, er wird sie sehen! Die Weisen mssen sterben, die 
Toren und Narren kommen miteinander um und mssen ihr Vermgen andern 
berlassen.
PSA 49:11 (049-12) Das Grab ist ihr ewiges Haus, ihre Wohnung fr und fr, 
wenn sie auch nach ihren Namen Lnder benannt haben.
PSA 49:12 (049-13) Aber der Mensch bleibt nicht lange in seinem Glanz; er 
gleicht dem Vieh, das umgebracht wird.
PSA 49:13 (049-14) Dieser ihr Weg ist ihre Torheit, und doch haben ihre 
Nachkommen Wohlgefallen an ihren Worten. (Pause.)
PSA 49:14 (049-15) Herdenweise sinken sie ins Totenreich hinab, der Tod 
weidet sie, und die Redlichen werden am Morgen ber sie herrschen. Ihre 
Gestalt ist zum Vergehen bestimmt, das Totenreich zu ihrer Wohnung.
PSA 49:15 (049-16) Aber Gott wird meine Seele aus der Gewalt des 
Totenreiches erlsen; denn er wird mich annehmen! (Pause.)
PSA 49:16 (049-17) Frchte dich nicht, wenn einer reich wird, wenn die 
Ehre seines Hauses gro wird;
PSA 49:17 (049-18) denn bei seinem Tod nimmt er das alles nicht mit, seine 
Ehre fhrt ihm nicht nach!
PSA 49:18 (049-19) Denn man preist ihn glcklich, solange er lebt (und man 
lobt dich, wenn es dir gut geht),
PSA 49:19 (049-20) bis auch er eingehen wird zum Geschlecht seiner Vter, 
die in Ewigkeit das Licht nicht sehen.
PSA 49:20 (049-21) Der Mensch im Glanz, doch ohne Verstand, ist gleich dem 
Vieh, das umgebracht wird!
PSA 50:1 Ein Psalm Asaphs: Der HERR, der starke Gott, hat geredet und ruft 
der Welt zu vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang.
PSA 50:2 Aus Zion, der Schnheit Vollendung, bricht Gottes Glanz hervor.
PSA 50:3 Unser Gott kommt und schweigt nicht; verzehrendes Feuer ist vor 
ihm, und es strmt gewaltig um ihn her.
PSA 50:4 Er ruft den Himmel droben und die Erde zum Gericht seines Volkes 
herbei.
PSA 50:5 Versammelt mir meine Frommen, die einen Bund mit mir gemacht 
haben ber dem Opfer.
PSA 50:6 Da verkndigten die Himmel seine Gerechtigkeit, da Gott selbst 
Richter ist. (Pause.)
PSA 50:7 Hre, mein Volk, so will ich reden; Israel, ich lege gegen dich 
Zeugnis ab: Ich, Gott, bin dein Gott.
PSA 50:8 Deiner Opfer halben will ich dich nicht strafen, sind doch deine 
Brandopfer stets vor mir.
PSA 50:9 Ich will keinen Farren aus deinem Hause nehmen, noch Bcke aus 
deinen Stllen!
PSA 50:10 Denn mein sind alle Tiere des Waldes, das Vieh auf den Bergen zu 
Tausenden.
PSA 50:11 Ich kenne alle Vgel auf den Bergen, und was sich auf dem Felde 
regt, ist mir bekannt.
PSA 50:12 Wenn mich hungerte, so wrde ich es dir nicht sagen; denn mein 
ist der Erdkreis und was ihn erfllt.
PSA 50:13 Soll ich Ochsenfleisch essen oder Bocksblut trinken?
PSA 50:14 Opfere Gott Dank und bezahle dem Hchsten deine Gelbde;
PSA 50:15 und rufe mich an am Tage der Not, so will ich dich erretten, und 
du sollst mich ehren!
PSA 50:16 Aber zum Gottlosen spricht Gott: Was zhlst du meine Satzungen 
her und nimmst meinen Bund in deinen Mund,
PSA 50:17 so du doch Zucht hassest und wirfst meine Worte hinter dich?
PSA 50:18 Wenn du einen Dieb siehst, so befreundest du dich mit ihm und 
hast Gemeinschaft mit Ehebrechern;
PSA 50:19 deinen Mund lssest du Bses reden, und deine Zunge flicht 
Betrug;
PSA 50:20 du sitzest und redest wider deinen Bruder, deiner Mutter Sohn 
verleumdest du!
PSA 50:21 Das hast du getan, und ich habe geschwiegen; da meintest du, ich 
sei gleich wie du; aber ich will dich strafen und es dir vor Augen stellen!
PSA 50:22 Merket doch das, die ihr Gottes vergesset, da ich nicht 
hinwegraffe und kein Erretter da sei!
PSA 50:23 Wer Dank opfert, der ehrt mich, und wer den Weg bahnt, dem zeige 
ich Gottes Heil!
PSA 51:1 Dem Vorsnger. Ein Psalm Davids. (051-2) Als der Prophet Nathan 
zu ihm kam, weil er zu Batseba eingegangen war: (051-3) O Gott, sei mir 
gndig nach deiner Gte, tilge meine bertretungen nach deiner groen 
Barmherzigkeit!
PSA 51:2 (051-4) Wasche mich grndlich von meiner Schuld und reinige mich 
von meiner Snde;
PSA 51:3 (051-5) denn ich erkenne meine bertretungen, und meine Snde ist 
immerdar vor mir.
PSA 51:4 (051-6) An dir allein habe ich gesndigt und getan, was in deinen 
Augen bse ist, auf da du Recht behaltest mit deinem Spruch und dein 
Urteil unangefochten bleibe.
PSA 51:5 (051-7) Siehe, ich bin in Schuld geboren, und meine Mutter hat 
mich in Snden empfangen;
PSA 51:6 (051-8) siehe, du verlangst Wahrheit im Innersten: so tue mir im 
Verborgenen Weisheit kund!
PSA 51:7 (051-9) Entsndige mich mit Ysop, so werde ich rein; wasche mich, 
so werde ich weier als Schnee!
PSA 51:8 (051-10) La mich hren Freude und Wonne, da die Gebeine 
frohlocken, die du zerschlagen hast.
PSA 51:9 (051-11) Verbirg dein Antlitz vor meinen Snden und tilge alle 
meine Missetat!
PSA 51:10 (051-12) Schaffe mir, o Gott, ein reines Herz und gib mir von 
neuem einen gewissen Geist!
PSA 51:11 (051-13) Verwirf mich nicht von deinem Angesicht und nimm deinen 
heiligen Geist nicht von mir.
PSA 51:12 (051-14) Gib mir wieder die Freude an deinem Heil, und ein 
williger Geist untersttze mich!
PSA 51:13 (051-15) Ich will die Abtrnnigen deine Wege lehren, da sich 
die Snder zu dir bekehren.
PSA 51:14 (051-16) Errette mich von den Blutschulden, o Gott, du Gott 
meines Heils, so wird meine Zunge deine Gerechtigkeit rhmen.
PSA 51:15 (051-17) Herr, tue meine Lippen auf, da mein Mund dein Lob 
verkndige!
PSA 51:16 (051-18) Denn du begehrst kein Opfer, sonst wollte ich es dir 
geben; Brandopfer gefallen dir nicht.
PSA 51:17 (051-19) Die Gott wohlgeflligen Opfer sind ein zerbrochener 
Geist; ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du, o Gott, nicht 
verachten.
PSA 51:18 (051-20) Tue wohl an Zion nach deiner Gnade, baue die Mauern 
Jerusalems!
PSA 51:19 (051-21) Dann werden dir gefallen die Opfer der Gerechtigkeit, 
die Brandopfer und Ganzopfer; dann kommen Farren auf deinen Altar!
PSA 52:1 Dem Vorsnger. Eine Unterweisung von David. (052-2) Als Doeg, der 
Edomiter, kam und Saul anzeigte: David ist in das Haus Achimelechs 
gegangen! (052-3) Was rhmst du dich der Gnade Gottes den ganzen Tag, der 
du in der Bosheit stark bist?
PSA 52:2 (052-4) Deine Zunge trachtet nach Schaden; wie ein scharfes 
Schermesser, so heimtckisch ist sie.
PSA 52:3 (052-5) Du ziehst das Bse dem Guten vor, sprichst lieber 
schlecht als recht! (Pause.)
PSA 52:4 (052-6) Du redest gerne so, als wolltest du alles verschlingen, 
du Lgenmaul!
PSA 52:5 (052-7) Gott wird dich auch noch strzen, und zwar fr immer, er 
wird dich wegraffen, herausreien aus dem Zelte und dich ausrotten aus dem 
Lande der Lebendigen! (Pause.)
PSA 52:6 (052-8) Das werden die Gerechten sehen mit Entsetzen und ber ihn 
lachen:
PSA 52:7 (052-9) Seht, das ist der Mann, der Gott nicht zu seiner Zuflucht 
machte, sondern sich auf seinen groen Reichtum verlie und durch seine 
Habgier mchtig ward!
PSA 52:8 (052-10) Ich aber bin wie ein grner lbaum im Hause Gottes; ich 
vertraue auf Gottes Gnade immer und ewiglich.
PSA 52:9 (052-11) Ich preise dich ewiglich fr das, was du getan, und 
hoffe auf deinen Namen, weil er so gut ist, angesichts deiner Frommen.
PSA 53:1 Dem Vorsnger. Auf der Machalat. Eine Unterweisung von David. 
(053-2) Die Narren sprechen in ihrem Herzen: Es gibt keinen Gott! Sie 
handeln verderblich und greulich verkehrt; keiner ist, der Gutes tut.
PSA 53:2 (053-3) Gott schaut vom Himmel auf die Menschenkinder herab, zu 
sehen, ob jemand so klug sei, da er nach Gott frage.
PSA 53:3 (053-4) [Doch] alle sind abgewichen, allesamt verdorben, keiner 
ist, der Gutes tut, kein einziger!
PSA 53:4 (053-5) Haben das die beltter nicht erfahren, die mein Volk 
verschlingen, als en sie Brot? Gott aber riefen sie nicht an.
PSA 53:5 (053-6) Dort aber frchteten sie sich, wo nichts zu frchten war; 
denn Gott zerstreute die Gebeine deiner Belagerer; du machtest sie 
zuschanden; denn Gott verwarf sie.
PSA 53:6 (053-7) Ach, da aus Zion die Rettung fr Israel kme! Wenn Gott 
die Gefangenschaft seines Volkes wendet, wird Jakob sich freuen und Israel 
frhlich sein.
PSA 54:1 Dem Vorsnger. Mit Saitenspiel. Eine Unterweisung von David. (054-
2) Als die Siphiter kamen und zu Saul sprachen: Hlt sich nicht David bei 
uns verborgen? (054-3) O Gott, durch deinen Namen rette mich und durch 
deine Macht schaffe mir Recht!
PSA 54:2 (054-4) O Gott, hre mein Gebet und nimm zu Ohren die Reden 
meines Mundes!
PSA 54:3 (054-5) Denn es haben sich Fremde wider mich erhoben, und 
Tyrannen trachten mir nach dem Leben; sie haben Gott nicht vor Augen. 
(Pause.)
PSA 54:4 (054-6) Siehe, Gott ist mein Helfer, der Herr hlt es mit denen, 
die mein Leben erhalten.
PSA 54:5 (054-7) Mge meinen Feinden ihre Bosheit vergolten werden; nach 
deiner Treue vertilge sie!
PSA 54:6 (054-8) Ich will dir opfern aus freiem Trieb, deinen Namen, o 
HERR, will ich loben, denn er ist gut!
PSA 54:7 (054-9) Denn er hat mich errettet aus aller Not, und mein Auge 
sieht seine Lust an meinen Feinden.
PSA 55:1 Dem Vorsnger. Mit Saitenspiel. Eine Unterweisung von David. (055-
2) Vernimm, o Gott, mein Gebet, und verbirg dich nicht vor meinem Flehen:
PSA 55:2 (055-3) merke auf mich und erhre mich, obwohl ich umherirre in 
meiner Klage und unruhig bin,
PSA 55:3 (055-4) vor dem Brllen des Feindes, vor der Bedrckung des 
Gottlosen; denn sie berhufen mich mit Beschuldigungen und befeinden mich 
grimmig!
PSA 55:4 (055-5) Mein Herz bebt in mir, und des Todes Schrecken ist auf 
mich gefallen;
PSA 55:5 (055-6) Furcht und Zittern kommt mich an, und Todesblsse bedeckt 
mich.
PSA 55:6 (055-7) Und ich sprach: O htte ich doch Taubenflgel, da ich 
davonfliegen und irgendwo bleiben knnte!
PSA 55:7 (055-8) Siehe, ich wollte weit weg fliehen, in der Wste 
Aufenthalt nehmen;
PSA 55:8 (055-9) ich wollte zu meinem Zufluchtsort eilen vor dem sausenden 
Wind und Sturm. (Pause.)
PSA 55:9 (055-10) Verwirre sie, HERR, mach uneins ihre Zungen, denn ich 
sehe in der Stadt Gewaltttigkeit und Streit!
PSA 55:10 (055-11) Solches geht Tag und Nacht um auf ihren Mauern, und in 
ihrem Innern ist Unheil und Mhsal.
PSA 55:11 (055-12) Habgier herrscht in ihrer Mitte, und von ihrem Markt 
weichen nicht Erpressung und Betrug.
PSA 55:12 (055-13) Denn es ist nicht mein Feind, der mich schmht (das 
knnte ich ertragen); nicht mein Hasser erhebt sich wider mich vor dem 
wollte ich mich verbergen;
PSA 55:13 (055-14) aber du bist es, ein Mensch meinesgleichen, mein Freund 
und mein Vertrauter!
PSA 55:14 (055-15) Wir haben einst zusammen sen Umgang gepflogen, sind 
ins Gotteshaus gegangen unter der Menge.
PSA 55:15 (055-16) Der Tod berfalle sie! Mgen sie lebendig zur Unterwelt 
fahren! Denn Bosheit ist in ihren Wohnungen, in ihren Herzen.
PSA 55:16 (055-17) Ich aber rufe zu Gott, und der HERR wird mir helfen;
PSA 55:17 (055-18) abends, morgens und mittags will ich beten und ringen, 
so wird er meine Stimme hren.
PSA 55:18 (055-19) Er hat meine Seele erlst und ihr Frieden verschafft 
vor denen, die mich bekriegten; denn ihrer viele sind gegen mich gewesen.
PSA 55:19 (055-20) Gott wird hren und ihnen antworten, er, der von alters 
her thront (Pause). Denn sie ndern sich nicht, und sie frchten Gott 
nicht.
PSA 55:20 (055-21) Er hat seine Hand ausgestreckt gegen die, welche in 
Frieden mit ihm lebten; seinen Bund hat er entweiht.
PSA 55:21 (055-22) Seine Reden sind s, aber Krieg hat er im Sinn. Seine 
Worte sind sanfter als l, aber doch gezckte Schwerter.
PSA 55:22 (055-23) Wirf dein Anliegen auf den HERRN, der wird dich 
versorgen und wird den Gerechten nicht ewiglich in Unruhe lassen!
PSA 55:23 (055-24) Du aber, o Gott, wirst sie in die tiefste Grube 
hinunterstoen; die Blutgierigen und Falschen werden es nicht bis zur 
Hlfte ihrer Tage bringen. Ich aber vertraue auf dich!
PSA 56:1 Dem Vorsnger. Von der stummen Taube unter den Fremden. Eine 
Denkschrift Davids; als ihn die Philister ergriffen zu Gat. (056-2) O 
Gott, sei mir gndig; denn es schnaubt ein Mensch wider mich, immerfort 
bekriegt und bedrngt er mich!
PSA 56:2 (056-3) Meine Widersacher schnauben den ganzen Tag, ja viele Hohe 
streiten wider mich.
PSA 56:3 (056-4) Wenn mir angst ist, vertraue ich auf dich!
PSA 56:4 (056-5) In Gott will ich rhmen sein Wort; auf Gott vertraue ich 
und habe keine Furcht; was kann Fleisch mir antun?
PSA 56:5 (056-6) Tglich lauern sie auf meine Worte, auf mein Unglck 
gehen alle ihre Gedanken;
PSA 56:6 (056-7) sie rotten sich zusammen, lauschen im Verborgenen, 
beobachten meine Tritte und lauern auf mein Leben.
PSA 56:7 (056-8) Sollten sie bei ihrer Bosheit entrinnen? O Gott, strze 
die Vlker im Zorn!
PSA 56:8 (056-9) Du zhlst, wie oft ich fliehen mu; sammle meine Trnen 
in deinen Schlauch! Stehen sie nicht in deinem Buch?
PSA 56:9 (056-10) Am Tage, da ich rufe, weichen meine Feinde zurck; das 
wei ich, da Gott fr mich ist.
PSA 56:10 (056-11) In Gott will ich rhmen das Wort, im HERRN will ich 
rhmen das Wort;
PSA 56:11 (056-12) auf Gott vertraue ich und habe keine Furcht; was kann 
ein Mensch mir antun?
PSA 56:12 (056-13) Die Gelbde, die ich dir, o Gott, gelobt, liegen auf 
mir; ich will dir Dankopfer bezahlen!
PSA 56:13 (056-14) Denn hast du nicht meine Seele vom Tode errettet, meine 
Fe vom Gleiten, damit ich vor Gottes Angesicht wandle im Lichte des 
Lebens?
PSA 57:1 Dem Vorsnger. Verdirb nicht. Eine Denkschrift Davids; als er 
vor Saul in die Hhle floh. (057-2) Sei mir gndig, o Gott, sei mir 
gndig; denn bei dir birgt sich meine Seele, und unter dem Schatten deiner 
Flgel nehme ich Zuflucht, bis das Unglck vorber ist.
PSA 57:2 (057-3) Ich rufe zu Gott, dem Allerhchsten, zu Gott, der wohltut 
an mir.
PSA 57:3 (057-4) Er wird mir vom Himmel Rettung senden, zum Hohn machen 
den, der wider mich schnaubt. (Pause.) Gott wird seine Gnade und Wahrheit 
senden.
PSA 57:4 (057-5) Meine Seele ist mitten unter Lwen, ich liege zwischen 
Feuerbrnden, wohne unter Menschenkindern, deren Zhne Speere und Pfeile 
und deren Zungen scharfe Schwerter sind.
PSA 57:5 (057-6) Erhebe dich, o Gott, ber den Himmel, ber die ganze Erde 
deine Herrlichkeit!
PSA 57:6 (057-7) Sie haben meinen Fen ein Netz gestellt, meine Seele 
niedergebeugt; sie hhlten eine Grube aus, fielen aber selbst hinein! 
(Pause.)
PSA 57:7 (057-8) Mein Herz ist bereit, o Gott, mein Herz ist bereit, ich 
will singen und spielen.
PSA 57:8 (057-9) Wache auf, meine Ehre, Psalter und Harfe, wacht auf! Ich 
will mit dem Morgenrot erwachen.
PSA 57:9 (057-10) Herr, ich will dich preisen unter den Vlkern, ich will 
dir lobsingen unter den Leuten;
PSA 57:10 (057-11) denn deine Gnade ist gro; sie reicht bis zum Himmel, 
und deine Wahrheit bis zu den Wolken!
PSA 57:11 (057-12) Erhebe dich, o Gott, ber den Himmel, ber die ganze 
Erde deine Herrlichkeit!
PSA 58:1 Dem Vorsnger. Verdirb nicht. Eine Denkschrift von David. (058-
2) Seid ihr denn wirklich stumm, wo ihr Recht sprechen, wo ihr ein 
richtiges Urteil fllen solltet, ihr Menschenkinder?
PSA 58:2 (058-3) Statt dessen schmiedet ihr Unrecht im Herzen, im Lande 
teilen eure Hnde Mihandlungen aus.
PSA 58:3 (058-4) Die Gottlosen sind von Mutterleib an auf falscher Bahn, 
die Lgner gehn von Geburt an auf dem Irrweg.
PSA 58:4 (058-5) Sie haben Gift wie Schlangengift, wie eine taube Otter, 
die ihr Ohr verstopft,
PSA 58:5 (058-6) die nicht hren will auf die Stimme des 
Schlangenbeschwrers, des Zauberers, der den Bann sprechen kann.
PSA 58:6 (058-7) O Gott, reie ihnen die Zhne aus dem Maul; HERR, 
zerschmettere den jungen Lwen das Gebi!
PSA 58:7 (058-8) La sie zerrinnen wie Wasser, das sich verluft! Legt er 
seinen Pfeil an, so seien sie wie abgeschnitten!
PSA 58:8 (058-9) Sie sollen sein wie eine Schnecke, die dahingeht und 
vergeht, wie eine Fehlgeburt, welche niemals die Sonne sah!
PSA 58:9 (058-10) Ehe noch eure Hecken die Dornen bemerken, erfasse sie, 
wenn sie noch frisch sind, die Feuerglut!
PSA 58:10 (058-11) Der Gerechte wird sich freuen, wenn er solche Rache 
sieht, und wird seine Fe baden in des Gottlosen Blut.
PSA 58:11 (058-12) Und die Leute werden sagen: Es gibt doch einen Lohn fr 
den Gerechten; es gibt doch einen Gott, der richtet auf Erden!
PSA 59:1 Dem Vorsnger. Verdirb nicht. Eine Denkschrift von David; als 
Saul das Haus bewachen lie, um ihn zu tten. (059-2) Mein Gott, errette 
mich von meinen Feinden, befreie mich von meinen Widersachern!
PSA 59:2 (059-3) Errette mich von den belttern und hilf mir von den 
Blutgierigen!
PSA 59:3 (059-4) Denn siehe, sie lauern auf mein Leben, Starke sammeln 
sich wider mich, o HERR, ohne mein Verschulden und ohne da ich gefehlt.
PSA 59:4 (059-5) Gegen einen Unschuldigen laufen und rsten sie sich; 
mache dich auf, komm mir entgegen und siehe darein!
PSA 59:5 (059-6) Ja, du, HERR, Gott der Heerscharen, Gott Israels, mache 
dich auf, alle Heiden heimzusuchen, schone keinen der ruchlosen Verrter! 
(Pause.)
PSA 59:6 (059-7) Sie kommen jeden Abend, heulen wie die Hunde und laufen 
in der Stadt herum.
PSA 59:7 (059-8) Siehe, ihr Mund sprudelt [Bses], Schwerter sind auf 
ihren Lippen; denn [sie denken:] Wer hrt es?
PSA 59:8 (059-9) Aber du, HERR, lachst ihrer, du spottest aller Heiden.
PSA 59:9 (059-10) Meine Strke, auf dich gebe ich acht; denn Gott ist 
meine hohe Burg.
PSA 59:10 (059-11) Mein Gott wird mir entgegenkommen mit seiner Gnade; 
Gott wird mich meine Lust sehen lassen an meinen Feinden.
PSA 59:11 (059-12) Tte sie nicht, sonst hat es mein Volk bald wieder 
vergessen; vertreibe sie durch deine Macht und strze sie, Herr, unser 
Schild!
PSA 59:12 (059-13) Das Wort ihres Mundes ist nichts als Snde, sie 
verstricken sich in ihrem bermut, in den Flchen, die sie ausstoen, und 
in den Lgen, die sie erzhlen.
PSA 59:13 (059-14) Vertilge sie im Zorn, vertilge sie gnzlich, damit man 
innewerde, da Gott in Jakob herrscht bis an die Enden der Erde! (Pause.)
PSA 59:14 (059-15) Dann sollen sie am Abend wiederkommen, heulen wie die 
Hunde und umherlaufen in der Stadt;
PSA 59:15 (059-16) sie sollen umherirren nach Speise, wenn sie keine 
Nahrung und kein Obdach finden!
PSA 59:16 (059-17) Ich aber will deine Macht besingen und alle Morgen 
deine Gnade rhmen, da du mir zur Zuflucht geworden bist, zum Schutz am 
Tage der Not.
PSA 59:17 (059-18) Ich will dir singen, meine Strke; denn du bist meine 
Zuflucht, mein gndiger Gott!
PSA 60:1 Dem Vorsnger. Auf Schuschan Edut. Eine Denkschrift von David; 
zum Lehren. (060-2) Als er gestritten hatte mit den Syrern von 
Mesopotamien und mit den Syrern von Zoba, und Joab zurckkehrte und die 
Edomiter im Salztal schlug, zwlftausend Mann. (060-3) O Gott, der du uns 
verstoen und in deinem Zorn zerrissen hast, stelle uns wieder her!
PSA 60:2 (060-4) Der du die Erde erschttert und zerspalten hast, heile 
ihre Brche; denn sie wankt.
PSA 60:3 (060-5) Du hast dein Volk Schweres sehen lassen, du trnktest uns 
mit Taumelwein.
PSA 60:4 (060-6) Du hast denen, die dich frchten, ein Panier gegeben, da 
sie sich erheben angesichts [deiner] Treue. (Pause.)
PSA 60:5 (060-7) Auf da deine Geliebten errettet werden, la siegen deine 
Rechte und erhre uns!
PSA 60:6 (060-8) Gott hat gesprochen in seinem Heiligtum: Ich will 
frohlocken! Ich will Sichem teilen und das Tal Suchot vermessen;
PSA 60:7 (060-9) Gilead ist mein, und Manasse ist mein, Ephraim ist meines 
Hauptes Wehr, Juda mein Herrscherstab;
PSA 60:8 (060-10) Moab ist mein Waschbecken, ber Edom werfe ich meinen 
Schuh, jauchze mir zu, Philisterland!
PSA 60:9 (060-11) Wer fhrt mich in eine feste Stadt, wer geleitet mich 
nach Edom?
PSA 60:10 (060-12) Wirst du es nicht tun, o Gott, der du uns verstoen 
hast? Oder solltest du, o Gott, nicht ausziehen mit unserm Heer?
PSA 60:11 (060-13) Schaffe uns Hilfe in der Not, denn eitel ist 
Menschenhilfe!
PSA 60:12 (060-14) Mit Gott wollen wir Taten tun; er wird unsre Feinde 
untertreten.
PSA 61:1 Dem Vorsnger. Mit Saitenspiel. Von David. (061-2) Hre, o Gott, 
mein Schreien, merke auf mein Gebet!
PSA 61:2 (061-3) Vom Ende der Erde rufe ich zu dir in der Angst meines 
Herzens: Fhre du mich auf den Felsen, der mir zu hoch ist!
PSA 61:3 (061-4) Denn du bist meine Zuflucht geworden, ein starker Turm 
vor dem Feind. (Pause.)
PSA 61:4 (061-5) La mich ewiglich wohnen in deinem Zelte, mich bergen im 
Schatten deiner Flgel!
PSA 61:5 (061-6) Denn du, o Gott, hast auf meine Gelbde gehrt, du hast 
mir das Erbteil derer gegeben, die deinen Namen frchten.
PSA 61:6 (061-7) Verleihe dem Knige langes Leben, da seine Jahre 
Geschlechter berdauern;
PSA 61:7 (061-8) mge er ewiglich vor Gottes Angesicht bleiben; gib, da 
Gnade und Treue ihn behten!
PSA 61:8 (061-9) Also will ich deinen Namen immerdar preisen, um meine 
Gelbde zu bezahlen Tag fr Tag.
PSA 62:1 Dem Vorsnger. Nach Jedutun. Ein Psalm Davids. (062-2) Nur auf 
Gott wartet still meine Seele, von ihm kommt mein Heil.
PSA 62:2 (062-3) Nur er ist mein Fels und mein Heil, meine hohe Burg; ich 
werde nicht allzusehr wanken.
PSA 62:3 (062-4) Wie lange laufet ihr alle Sturm gegen einen Mann und 
wollt ihn zertrmmern wie eine hangende Wand, eine sinkende Mauer?
PSA 62:4 (062-5) Nur von seiner Hhe planen sie ihn herabzustoen; sie 
haben Wohlgefallen an Lge; mit ihrem Munde segnen sie, aber im Herzen 
fluchen sie. (Pause.)
PSA 62:5 (062-6) Nur auf Gott wartet still meine Seele; denn von ihm 
kommt, was ich hoffe;
PSA 62:6 (062-7) nur er ist mein Fels und mein Heil, meine hohe Burg; ich 
werde nicht wanken.
PSA 62:7 (062-8) Auf Gott ruht mein Heil und meine Ehre; der Fels meiner 
Strke, meine Zuflucht ist in Gott.
PSA 62:8 (062-9) Vertraue auf ihn allezeit, o Volk, schtte dein Herz vor 
ihm aus! Gott ist unsre Zuflucht.
PSA 62:9 (062-10) Nur ein Hauch sind die Menschenkinder, groe Herren 
trgen auch, auf der Waage steigen sie empor, sind alle leichter als ein 
Hauch!
PSA 62:10 (062-11) Verlasset euch nicht auf erpretes Gut und auf 
geraubtes seid nicht stolz; nimmt das Vermgen zu, so setzet euer 
Vertrauen nicht darauf!
PSA 62:11 (062-12) Einmal hat Gott geredet, zweimal habe ich das gehrt, 
da die Macht Gottes sei.
PSA 62:12 (062-13) Dein, o Herr, ist aber auch die Gnade; denn du bezahlst 
einem jeden nach seinem Tun!
PSA 63:1 Ein Psalm Davids, als er in der Wste Juda war. (063-2) O Gott, 
du bist mein Gott; frhe suche ich dich; es drstet meine Seele nach dir, 
mein Fleisch schmachtet nach dir in einem drren, mden Land, wo kein 
Wasser ist!
PSA 63:2 (063-3) Wie gern she ich deine Macht und Herrlichkeit so, wie 
ich dich im Heiligtum sah;
PSA 63:3 (063-4) denn deine Gnade ist besser als Leben; meine Lippen 
sollen dich preisen.
PSA 63:4 (063-5) So will ich dich loben mein Leben lang, in deinem Namen 
meine Hnde aufheben.
PSA 63:5 (063-6) Meine Seele wird satt wie von Fett und Mark, und mit 
jauchzenden Lippen lobt dich mein Mund,
PSA 63:6 (063-7) wenn ich deiner gedenke auf meinem Lager, in den 
Nachtwachen ber dich sinne;
PSA 63:7 (063-8) denn du bist meine Hilfe geworden, und unter dem Schatten 
deiner Flgel juble ich.
PSA 63:8 (063-9) Meine Seele hngt dir an, deine Rechte hlt mich fest.
PSA 63:9 (063-10) Jene aber, die meine Seele zu verderben trachten, mssen 
hinabfahren in die untersten rter der Erde!
PSA 63:10 (063-11) Man wird sie dem Schwerte preisgeben, eine Beute der 
Schakale werden sie sein!
PSA 63:11 (063-12) Der Knig aber soll sich freuen in Gott; wer bei ihm 
schwrt, wird sich glcklich preisen; aber jedes Lgenmaul wird verstopft!
PSA 64:1 Dem Vorsnger. Ein Psalm Davids. (064-2) O Gott, hre meine 
Stimme, wenn ich seufze; behte meine Seele, wenn der Feind mich schreckt!
PSA 64:2 (064-3) Verbirg mich vor den geheimen Plnen der Bsewichter, vor 
der Rotte der beltter,
PSA 64:3 (064-4) deren Zungen so scharf sind wie Schwerter und die ihren 
Pfeil anlegen, ein bitteres Wort,
PSA 64:4 (064-5) um damit heimlich den Unschuldigen zu treffen, pltzlich 
auf ihn zu schieen ohne Scheu.
PSA 64:5 (064-6) Sie nehmen sich bse Sachen vor, verabreden sich, 
Schlingen zu legen, sagen: Wer wird sie sehen?
PSA 64:6 (064-7) Sie ersinnen Tcken: Wir sind fertig, halten unsern Plan 
geheim! Eines jeden Inneres und sein Herz sind unerforschlich!
PSA 64:7 (064-8) Aber Gott hat sie schon getroffen mit dem Pfeil; 
urpltzlich fhlten sie sich verwundet.
PSA 64:8 (064-9) Und zwar hat ihre eigene Zunge sie zu Fall gebracht, so 
da sich jedermann entsetzt, der sie sieht.
PSA 64:9 (064-10) Da frchten sich alle Leute und bekennen: Das hat Gott 
getan! und erkennen, da es sein Werk ist.
PSA 64:10 (064-11) Der Gerechte freut sich im HERRN und nimmt seine 
Zuflucht zu ihm, und alle aufrichtigen Herzen preisen sich glcklich.
PSA 65:1 Dem Vorsnger. Ein Psalm Davids; ein Lied. (065-2) Du bist es, o 
Gott, dem Lobgesang gebhrt zu Zion, und dem man Gelbde bezahlen soll!
PSA 65:2 (065-3) Du erhrst Gebet, darum kommt alles Fleisch zu dir!
PSA 65:3 (065-4) Die Summe der Missetaten ist mir zu schwer geworden; du 
shnst unsre bertretungen.
PSA 65:4 (065-5) Wohl dem, den du erwhlst und zu dir nahen lssest, da 
er wohne in deinen Vorhfen! La uns satt werden von den Gtern deines 
Hauses, deines heiligen Tempels!
PSA 65:5 (065-6) Du antwortest uns wunderbar in Gerechtigkeit, du Gott 
unsres Heils, du Zuversicht aller Enden der Erde und der fernsten Meere;
PSA 65:6 (065-7) der die Berge grndet in seiner Kraft, der mit Macht 
umgrtet ist;
PSA 65:7 (065-8) welcher stillt das Brausen des Meeres, das Brausen seiner 
Wellen und das Toben der Vlker,
PSA 65:8 (065-9) da die, welche an den Enden wohnen, vor deinen Zeichen 
sich frchten; die uersten Lnder gegen Morgen und Abend machst du 
jubeln.
PSA 65:9 (065-10) Du suchst das Land heim und wsserst es und machst es 
sehr reich; Gottes Brunnen hat Wassers die Flle. Du bereitest ihr Korn, 
denn also bereitest du [das Land] zu;
PSA 65:10 (065-11) du trnkst seine Furchen, feuchtest seine Schollen; mit 
Regenschauern machst du es weich und segnest sein Gewchs.
PSA 65:11 (065-12) Du krnst das Jahr mit deinem Gut, und deine Fustapfen 
triefen von Fett.
PSA 65:12 (065-13) Es triefen die Oasen der Wste, und mit Jubel grten 
sich die Hgel.
PSA 65:13 (065-14) Wie sich die Weiden mit Schafen kleiden, so bedecken 
sich die Tler mit Korn, da man jauchzt und singt.
PSA 66:1 Dem Vorsnger. Ein Psalmlied. Jauchzet Gott, alle Welt!
PSA 66:2 Singet Ehre seinem Namen, machet herrlich sein Lob!
PSA 66:3 Sprechet zu Gott: Wie wunderbar sind deine Werke! Ob der Gre 
deiner Macht schmeicheln dir deine Feinde.
PSA 66:4 Alle Welt bete dich an und lobsinge dir, lobsinge deinem Namen! 
(Pause.)
PSA 66:5 Kommt her und schauet die Werke Gottes, dessen Tun an den 
Menschenkindern so wunderbar ist!
PSA 66:6 Er verwandelte das Meer in trockenes Land, durch den Strom gingen 
sie zu Fu; daselbst freuten wir uns seiner.
PSA 66:7 Er herrscht durch seine Kraft ewiglich; seine Augen beobachten 
die Vlker; die Widerspenstigen werden nicht aufkommen gegen ihn. (Pause.)
PSA 66:8 Preiset, ihr Nationen, unsern Gott, Lasset laut sein Lob 
erschallen,
PSA 66:9 der unsre Seelen ins Leben rief und unsre Fe nicht wanken lie!
PSA 66:10 Denn du hast uns geprft, o Gott, und uns gelutert, wie man 
Silber lutert;
PSA 66:11 du hast uns ins Gefngnis wandern lassen, hast unsern Lenden 
eine schwere Last auferlegt;
PSA 66:12 du hast Menschen ber unser Haupt fahren lassen; wir sind in 
Feuer und Wasser gekommen; aber du hast uns herausgefhrt in die Freiheit.
PSA 66:13 Darum will ich mit Brandopfern in dein Haus kommen und dir meine 
Gelbde bezahlen,
PSA 66:14 welche sich meinen Lippen entrungen haben und die mein Mund 
geredet hat, als mir bange war.
PSA 66:15 Fette Brandopfer will ich dir darbringen samt dem Rauch von 
Widdern; Rinder samt Bcken will ich zurichten. (Pause.)
PSA 66:16 Kommt her, hret zu, alle, die ihr Gott frchtet; ich will 
erzhlen, was er an meiner Seele getan hat!
PSA 66:17 Zu ihm rief ich mit meinem Munde, und Lobpreis war auf meiner 
Zunge.
PSA 66:18 Htte ich Unrecht vorgehabt in meinem Herzen, so htte der Herr 
nicht erhrt;
PSA 66:19 aber wahrlich, Gott hat erhrt, er hat auf die Stimme meines 
Flehens geachtet.
PSA 66:20 Gelobt sei Gott, der mein Gebet nicht abgewiesen und seine Gnade 
nicht von mir gewendet hat!
PSA 67:1 Dem Vorsnger. Mit Saitenspiel. Ein Psalmlied. (067-2) Gott sei 
uns gndig und segne uns, er lasse sein Antlitz bei uns leuchten, (Pause.)
PSA 67:2 (067-3) da man auf Erden deinen Weg erkenne, unter allen 
Nationen dein Heil.
PSA 67:3 (067-4) Es sollen dir danken die Vlker, o Gott, dir danken alle 
Vlker. (Pause.)
PSA 67:4 (067-5) Die Nationen sollen sich freuen und jauchzen, weil du die 
Vlker recht richtest und die Nationen auf Erden fhrst! (Pause.)
PSA 67:5 (067-6) Es sollen dir danken die Vlker, o Gott, dir danken alle 
Vlker!
PSA 67:6 (067-7) Das Land gibt sein Gewchs; es segne uns Gott, unser Gott;
PSA 67:7 (067-8) es segne uns Gott, und alle Welt frchte ihn!
PSA 68:1 Dem Vorsnger. Von David. Ein Psalmlied. (068-2) Es stehe Gott 
auf, da seine Feinde zerstreut werden, und die ihn hassen, vor ihm 
fliehen!
PSA 68:2 (068-3) Wie Rauch vertrieben wird, mge er sie vertreiben; wie 
Wachs vor dem Feuer zerschmilzt, so mssen die Gottlosen vergehen vor 
Gottes Angesicht!
PSA 68:3 (068-4) Die Gerechten aber sollen sich freuen und frhlich sein 
vor Gottes Angesicht und mit Freuden frohlocken!
PSA 68:4 (068-5) Singet Gott, lobsinget seinem Namen! Machet Bahn dem, der 
durch die Steppen fhrt! HERR ist sein Name: frohlockt vor ihm!
PSA 68:5 (068-6) Er ist ein Vater der Waisen, ein Anwalt der Witwen, Gott, 
der in seinem Heiligtum wohnt;
PSA 68:6 (068-7) ein Gott, der Vereinsamten ein Heim gibt, Gefangene in 
Sicherheit bringt; nur Widerspenstige bewohnen drres Land.
PSA 68:7 (068-8) O Gott, da du auszogst vor deinem Volke her, als du durch 
die Wste schrittest, (Pause)
PSA 68:8 (068-9) da erbebte die Erde, auch die Himmel troffen vor Gottes 
Angesicht, jener Sinai vor Gott, dem Gott Israels.
PSA 68:9 (068-10) Du schttetest, o Gott, einen reichlichen Regen herab; 
dein Erbe, welches matt geworden, erquicktest du,
PSA 68:10 (068-11) da die, welche du am Leben erhalten, darin wohnen 
konnten; durch deine Gte, o Gott, bereitetest du es fr die Elenden zu!
PSA 68:11 (068-12) Der Herr lasse Siegesgesang erschallen! Der 
Siegesbotinnen ist ein groes Heer!
PSA 68:12 (068-13) Die Knige der Heerscharen mssen fliehen, fliehen 
mssen sie; und die im Hause wohnt, teilt Beute aus!
PSA 68:13 (068-14) Wollt ihr zwischen den Hrden liegen? Die Flgel der 
Taube sind mit Silber berzogen und ihr Gefieder mit schimmerndem Gold!
PSA 68:14 (068-15) Als der Allmchtige die Knige daselbst zerstreute, da 
schneite es auf dem Zalmon.
PSA 68:15 (068-16) Das Gebirge Basan ist ein Gottesberg, das Gebirge Basan 
ist ein gipfelreicher Berg.
PSA 68:16 (068-17) Warum beneidet ihr gipfelreichen Berge den Berg, 
welchen Gott zu seiner Wohnung begehrt hat, welchen der HERR auch ewiglich 
bewohnen wird?
PSA 68:17 (068-18) Der Wagen Gottes sind tausendmaltausend und 
abertausend; der Herr kam vom Sinai ins Heiligtum.
PSA 68:18 (068-19) Du bist zur Hhe emporgestiegen, hast Gefangene 
mitgefhrt; du hast Gaben empfangen unter den Menschen, auch den 
Widerspenstigen, auf da der HERR Gott bleiben soll.
PSA 68:19 (068-20) Gepriesen sei der Herr! Tag fr Tag trgt er unsere 
Last, der Gott unsres Heils! (Pause.)
PSA 68:20 (068-21) Gott ist fr uns ein Gott rettender Taten, und der 
HERR, unser Gott, hat Auswege aus dem Tod.
PSA 68:21 (068-22) Gewi wird Gott das Haupt seiner Feinde zerschmettern, 
den Haarscheitel dessen, der in seinen Snden einhergeht.
PSA 68:22 (068-23) Der Herr hat gesagt: Ich will [sie] von Basan 
zurckbringen, ich will zurckbringen aus den Tiefen des Meeres,
PSA 68:23 (068-24) auf da du deinen Fu im Blute badest, da die Zunge 
deiner Hunde von den Feinden ihr Teil bekomme!
PSA 68:24 (068-25) Man sieht, o Gott, deinen Einzug, den Einzug meines 
Gottes, meines Knigs, ins Heiligtum:
PSA 68:25 (068-26) Die Snger gehen voran, darnach die Saitenspieler, 
inmitten der Jungfrauen, welche die Handpauken schlagen.
PSA 68:26 (068-27) In den Versammlungen preiset Gott, den Herrn, ihr aus 
Israels Quell!
PSA 68:27 (068-28) Da ist Benjamin, der kleine, der sie beherrscht, die 
Frsten von Juda [und] ihr Haufe, die Frsten von Sebulon, die Frsten von 
Naphtali!
PSA 68:28 (068-29) Dein Gott hat geboten, da du stark seiest; strke, o 
Gott, was du uns erwirkt hast!
PSA 68:29 (068-30) Fr deinen Tempel zu Jerusalem werden dir Knige Gaben 
bringen.
PSA 68:30 (068-31) Schilt das Tier im Schilf, die Rotte der starken Ochsen 
unter den Klbern von Vlkern, die sich um Silberstcke streiten! 
Zerstreue die Vlker, welche gerne kriegen!
PSA 68:31 (068-32) Vornehme aus gypten werden kommen, Mohrenland wird 
eilends seine Hnde nach Gott ausstrecken.
PSA 68:32 (068-33) Ihr Knigreiche der Erde, singet, lobsinget dem Herrn, 
(Pause)
PSA 68:33 (068-34) dem, der einherfhrt am Himmel, am uralten Himmel! 
Siehe, er lt seine Stimme erschallen, seine gewaltige Stimme!
PSA 68:34 (068-35) Gebt Gott die Macht! ber Israel ist er hoch erhaben 
und mchtig in den Wolken.
PSA 68:35 (068-36) Verehrungswrdig bist du, o Gott, in deinem Heiligtum! 
Der Gott Israels verleiht seinem Volk Macht und Strke. Gepriesen sei Gott!
PSA 69:1 Dem Vorsnger. Nach [der Singweise] Lilien. Von David. (069-2) 
O Gott, hilf mir; denn das Wasser geht mir bis an die Seele!
PSA 69:2 (069-3) Ich versinke in tiefem Schlamm und habe keinen Stand, ich 
bin in tiefes Wasser geraten, und die Flut will mich berstrmen;
PSA 69:3 (069-4) ich bin mde von meinem Schreien, meine Kehle ist 
vertrocknet, ich habe mir die Augen ausgeweint im Harren auf meinen Gott.
PSA 69:4 (069-5) Derer, die mich ohne Ursache hassen, sind mehr als Haare 
auf meinem Haupt; meine Feinde, die mich mit Lgen vernichten wollen, sind 
stark; was ich nicht geraubt habe, das soll ich erstatten!
PSA 69:5 (069-6) O Gott, du kennst meine Torheit, und meine Schulden sind 
dir nicht verborgen.
PSA 69:6 (069-7) La nicht zuschanden werden an mir, die deiner harren, o 
Gott; HERR der Heerscharen; la nicht meinethalben beschmt werden, die 
dich suchen, Gott Israels!
PSA 69:7 (069-8) Denn um deinetwillen trage ich Schmach und bedeckt 
Schande mein Angesicht.
PSA 69:8 (069-9) Ich bin fremd geworden meinen Brdern und unbekannt den 
Shnen meiner Mutter;
PSA 69:9 (069-10) denn der Eifer um dein Haus hat mich gefressen, und die 
Schmhungen derer, die dich schmhen, sind auf mich gefallen.
PSA 69:10 (069-11) Als meine Seele fastete und weinte, wurde ich deshalb 
beschimpft;
PSA 69:11 (069-12) und als ich mich mit einem Sack kleidete, haben sie 
mich zum Sprichwort gemacht.
PSA 69:12 (069-13) Die im Tor herumsitzen, schwatzen von mir, und die 
Zecher pfeifen mich aus.
PSA 69:13 (069-14) Ich aber bete, HERR, zu dir zur angenehmen Zeit; 
antworte mir, o Gott, nach deiner groen Gnade mit deinem wahren Heil!
PSA 69:14 (069-15) Reie mich aus dem Schlamm, da ich nicht versinke; 
mchte ich doch errettet werden von meinen Hassern und aus den tiefen 
Wassern,
PSA 69:15 (069-16) da mich die Wasserflut nicht berstrme und mich die 
Tiefe nicht verschlinge, noch die Zisterne sich ber mir schliee.
PSA 69:16 (069-17) Erhre mich, HERR; denn deine Gnade ist freundlich; 
wende dich zu mir nach deiner groen Barmherzigkeit
PSA 69:17 (069-18) und verbirg dein Angesicht nicht vor deinem Knecht; 
denn mir ist angst, erhre mich bald!
PSA 69:18 (069-19) Nahe dich meiner Seele, erlse sie; um meiner Feinde 
willen befreie mich!
PSA 69:19 (069-20) Du weit, was fr Schimpf, fr Schande und Schmach mir 
angetan wird; meine Widersacher sind alle vor dir.
PSA 69:20 (069-21) Die Schmach hat mir das Herz gebrochen, da ich krank 
geworden bin; ich wartete auf Mitleid, aber da war keines, und auf 
Trster, aber ich fand sie nicht.
PSA 69:21 (069-22) Und sie taten Galle in meine Speise und trnkten mich 
mit Essig in meinem Durst.
PSA 69:22 (069-23) Ihr Tisch vor ihnen msse zur Schlinge werden und den 
Sorglosen zum Fallstrick!
PSA 69:23 (069-24) Ihre Augen sollen so finster werden, da sie nicht mehr 
sehen, und ihre Lenden sollen allezeit wanken.
PSA 69:24 (069-25) Giee deinen Grimm ber sie aus, und die Glut deines 
Zorns erfasse sie;
PSA 69:25 (069-26) ihre Wohnsttte msse verwstet werden, und in ihren 
Zelten wohne niemand mehr!
PSA 69:26 (069-27) Denn sie verfolgen den, welchen du geschlagen hast, und 
vermehren die Schmerzen deiner Verwundeten.
PSA 69:27 (069-28) Rechne ihnen um so mehr Schulden zu und la sie nicht 
kommen zu deiner Gerechtigkeit!
PSA 69:28 (069-29) Tilge sie aus dem Buche der Lebendigen; sie sollen 
nicht mit den Gerechten eingeschrieben werden!
PSA 69:29 (069-30) Ich aber bin elend und krank; dein Heil, o Gott, richte 
mich auf!
PSA 69:30 (069-31) Ich will den Namen Gottes rhmen mit einem Lied und ihn 
erheben mit Lobgesang.
PSA 69:31 (069-32) Das wird dem HERRN angenehmer sein als ein Stier, als 
ein Farre, der Hrner und Klauen hat!
PSA 69:32 (069-33) Wenn das die Elenden sehen, werden sie sich freuen. 
Ihr, die ihr Gott suchet, euer Herz soll aufleben!
PSA 69:33 (069-34) Denn der HERR hrt auf die Armen und verachtet seine 
Gebundenen nicht.
PSA 69:34 (069-35) Himmel und Erde sollen ihn rhmen, das Meer und alles, 
was sich darin regt!
PSA 69:35 (069-36) Denn Gott wird Zion retten und die Stdte Judas bauen, 
und man wird daselbst wohnen und sie besitzen;
PSA 69:36 (069-37) und der Same seiner Knechte wird sie ererben, und die 
seinen Namen lieben, werden darin wohnen.
PSA 70:1 Dem Vorsnger. Von David. Zum Gedchtnis. (070-2) Eile, o Gott, 
mich zu erretten, HERR, mir zu helfen!
PSA 70:2 (070-3) Es mssen sich schmen und zuschanden werden, die mir 
nach dem Leben trachten; es mssen zurckweichen und schamrot werden, die 
mein Unglck suchen!
PSA 70:3 (070-4) Es sollen sich zurckziehen, wegen ihrer eigenen Schande, 
die da sagen: Ha, ha!
PSA 70:4 (070-5) Es mssen frhlich sein und sich freuen an dir alle, die 
dich suchen; und die dein Heil lieben, mssen immerdar sagen: Gott ist 
gro!
PSA 70:5 (070-6) Ich aber bin elend und arm; o Gott, eile zu mir! Meine 
Hilfe und mein Retter bist du; o HERR, sume nicht!
PSA 71:1 Bei dir, HERR, suche ich Zuflucht; la mich nicht zuschanden 
werden ewiglich!
PSA 71:2 Errette mich durch deine Gerechtigkeit und befreie mich; neige 
dein Ohr zu mir und hilf mir;
PSA 71:3 sei mir ein stets zugnglicher Felsenhorst, der du verheien 
hast, mir zu helfen; denn du bist meine Felsenkluft und meine Burg.
PSA 71:4 Mein Gott, la mich entrinnen der Hand des Gottlosen, der Faust 
des Ungerechten und Peinigers!
PSA 71:5 Denn du bist meine Hoffnung, Herr, HERR, mein Gott, meine 
Zuversicht von meiner Jugend an.
PSA 71:6 Auf dich habe ich mich verlassen vom Mutterleib her, du hast fr 
mich gesorgt vom Mutterscho an, mein Ruhm gilt immer dir.
PSA 71:7 Ich komme vielen wie ein Wunder vor, und du bist meine starke 
Zuflucht.
PSA 71:8 Mein Mund sei deines Ruhmes voll, allezeit deiner Verherrlichung!
PSA 71:9 Verwirf mich nicht in den Tagen des Alters, verla mich nicht, 
wenn meine Kraft abnimmt!
PSA 71:10 Denn meine Feinde reden von mir, und die meiner Seele auflauern, 
ratschlagen miteinander
PSA 71:11 und sagen: Gott hat ihn verlassen; jaget ihm nach und ergreift 
ihn; denn da ist kein Erretter!
PSA 71:12 O Gott, sei nicht fern von mir, mein Gott, eile mir zu Hilfe!
PSA 71:13 Es mssen sich schmen und vertilgt werden, die meine Seele 
anfechten, mit Schimpf und Schande mssen bedeckt werden, die mein Unglck 
suchen!
PSA 71:14 Ich aber will immerdar harren und noch mehr hinzufgen zu all 
deinem Ruhm.
PSA 71:15 Mein Mund soll erzhlen von deiner Gerechtigkeit, tglich von 
deinen Hilfserweisen, die ich nicht zu zhlen wei.
PSA 71:16 Ich komme in der Kraft des Herrn; HERR, ich erwhne deine 
Gerechtigkeit, sie allein!
PSA 71:17 O Gott, du hast mich von Jugend auf gelehrt, und bis hierher 
verkndige ich deine Wunder.
PSA 71:18 Verla mich, o Gott, auch bis ins Greisenalter nicht, bis ich 
deinen Arm verkndige dem knftigen Geschlecht, deine Kraft allen, die 
noch kommen sollen.
PSA 71:19 Und deine Gerechtigkeit, o Gott, ist die allerhchste; denn du 
hast Groes getan; o Gott, wer ist dir gleich?
PSA 71:20 Der du uns viel Not und Unglck hast sehen lassen, du machst uns 
wieder lebendig und holst uns wieder aus den Tiefen der Erde herauf;
PSA 71:21 du machst mich um so grer und trstest mich wiederum.
PSA 71:22 Darum will auch ich dir danken mit Saitenspiel, will deine 
Treue, o mein Gott, besingen, dir auf der Harfe spielen, du Heiliger 
Israels!
PSA 71:23 Meine Lippen sollen jubeln, wenn ich dir singe, und meine Seele, 
die du erlst hast.
PSA 71:24 Auch meine Zunge soll tglich dichten von deiner Gerechtigkeit; 
denn beschmt und schamrot wurden, die mein Unglck suchen.
PSA 72:1 Von Salomo. O Gott, gib dein Gericht dem Knig und deine 
Gerechtigkeit dem Knigssohn,
PSA 72:2 da er dein Volk richte mit Gerechtigkeit und deine Elenden nach 
dem Recht.
PSA 72:3 Die Berge mgen dem Volke Frieden spenden und die Hgel, durch 
Gerechtigkeit.
PSA 72:4 Er schaffe den Elenden des Volkes Recht und helfe den Kindern der 
Armen und unterdrcke den Gewaltttigen.
PSA 72:5 So wird man dich frchten, solange die Sonne und der Mond 
scheint, von Geschlecht zu Geschlecht.
PSA 72:6 Er wird herabkommen wie Regen auf die kahle Flur, wie 
Regenschauer, die das Land erweichen.
PSA 72:7 In seinen Tagen wird der Gerechte blhen, und Flle von Frieden 
wird sein, bis kein Mond mehr ist.
PSA 72:8 Und er wird herrschen von Meer zu Meer und vom Strom bis an die 
Enden der Erde.
PSA 72:9 Vor ihm werden sich die Wstenvlker beugen, und seine Feinde 
werden Staub lecken.
PSA 72:10 Die Knige von Tarsis und den Inseln werden Gaben bringen, die 
Knige von Saba und Seba werden Geschenke senden.
PSA 72:11 Alle Knige werden ihn anbeten, alle Heiden werden ihm dienen.
PSA 72:12 Denn er wird den Armen erretten, wenn er schreit, und den 
Elenden, der keinen Helfer hat.
PSA 72:13 Des Geringen und Armen wird er sich erbarmen und die Seelen der 
Armen erretten.
PSA 72:14 Er wird ihre Seele von Bedrckungen und Mihandlung erlsen, und 
ihr Blut wird in seinen Augen teuer sein.
PSA 72:15 Und er wird leben, und man wird ihm vom Gold aus Saba geben; und 
man wird immerdar fr ihn beten, tglich wird man ihn segnen.
PSA 72:16 Es wird im Lande berflu an Getreide sein; auf den Bergeshhen 
werden seine Fruchtbume rauschen wie der Libanon und werden blhen im 
Frhling wie das Kraut auf dem Land.
PSA 72:17 Sein Name bleibt ewiglich, sein Ruhm wachse an der Sonne; alle 
Vlker sollen sich segnen in seinem Namen und sollen ihn glcklich preisen!
PSA 72:18 Gepriesen sei der HERR, der Gott Israels, der allein Wunder tut!
PSA 72:19 Und gepriesen sei ewiglich der Name seiner Majestt, und die 
ganze Erde soll voll werden seiner Herrlichkeit! Amen, Amen!
PSA 72:20 Zu Ende sind die Gebete Davids, des Sohnes Isais.
PSA 73:1 Ein Psalm Asaphs. Nur gut ist Gott gegen Israel, gegen die, 
welche reinen Herzens sind.
PSA 73:2 Ich aber htte schier gestrauchelt mit meinen Fen, wie leicht 
htte ich einen Mitritt getan!
PSA 73:3 Denn ich beneidete die bermtigen, als ich den Frieden der 
Gottlosen sah.
PSA 73:4 Denn sie leiden keine Qual bis zu ihrem Tod, und ihr Leib ist 
wohlgenhrt.
PSA 73:5 Sie werden nicht bemht wie andere Leute und nicht geschlagen wie 
andere Menschen.
PSA 73:6 Darum schmcken sie sich stolz und kleiden sich frech.
PSA 73:7 Ihr Gesicht strotzt von Fett, sie bilden sich sehr viel ein.
PSA 73:8 Sie reden hhnisch und boshaft, drohen mit hherer Gewalt.
PSA 73:9 Sie reden, als kme es vom Himmel; ihre Worte haben Geltung auf 
Erden.
PSA 73:10 Darum wendet sich auch das Volk ihnen zu, und es wird von ihnen 
viel Wasser aufgesogen.
PSA 73:11 Und sie sagen: Was merkt Gott? Wei der Hchste berhaupt 
etwas?
PSA 73:12 Siehe, das sind die Gottlosen; denen geht es immer gut, und sie 
werden reich!
PSA 73:13 Ganz umsonst habe ich mein Herz rein erhalten und meine Hnde in 
Unschuld gewaschen;
PSA 73:14 denn ich bin doch tglich geschlagen worden, und meine Strafe 
ist alle Morgen da!
PSA 73:15 Wollte ich auch so rechnen, siehe, so wrde ich das Geschlecht 
deiner Kinder verraten.
PSA 73:16 So sann ich denn nach, um dies zu verstehen; aber es schien mir 
vergebliche Mhe zu sein,
PSA 73:17 bis ich in das Heiligtum Gottes ging und auf ihr Ende merkte.
PSA 73:18 Nur auf schlpfrigen Boden setzest du sie; du lssest sie 
fallen, da sie in Trmmer sinken.
PSA 73:19 Wie geschah das so pltzlich und entsetzlich! Sie gingen unter 
und nahmen ein Ende mit Schrecken.
PSA 73:20 Wie einen Traum nach dem Erwachen, so wirst du, o Herr, wenn du 
dich aufmachst, ihr Bild verchtlich machen.
PSA 73:21 Als mein Herz verbittert war und es mir in den Nieren wehe tat,
PSA 73:22 da war ich dumm und verstand nichts; ich benahm mich wie ein 
Vieh gegen dich.
PSA 73:23 Und doch bleibe ich stets bei dir; du hltst mich bei meiner 
rechten Hand.
PSA 73:24 Leite mich auch ferner nach deinem Rat und nimm mich hernach mit 
Ehren auf!
PSA 73:25 Wen habe ich im Himmel? Und dir ziehe ich gar nichts auf Erden 
vor!
PSA 73:26 Schwinden auch mein Fleisch und mein Herz dahin, so bleibt doch 
Gott ewiglich meines Herzens Fels und mein Teil.
PSA 73:27 Denn siehe, die fern von dir sind, kommen um; du vertilgst alle, 
die dir untreu werden.
PSA 73:28 Mir aber ist die Nhe Gottes kstlich; ich habe Gott, den HERRN, 
zu meiner Zuflucht gemacht, um zu erzhlen alle deine Werke.
PSA 74:1 Eine Unterweisung. Von Asaph. O Gott, warum hast du uns fr immer 
verworfen und raucht dein Zorn wider die Schafe deiner Weide?
PSA 74:2 Gedenke deiner Gemeinde, die du vor alters erworben, an den Stamm 
deines Erbteils, den du erlst hast, an den Berg Zion, darauf du Wohnung 
genommen!
PSA 74:3 Betritt den Ort, der bestndig in Trmmern liegt! Alles hat der 
Feind im Heiligtum verderbt!
PSA 74:4 Deine Widersacher brllen in deiner Versammlungssttte; sie haben 
ihre Zeichen zum Panier aufgestellt.
PSA 74:5 Es sieht aus, als schwnge man oben im Dickicht des Waldes die 
Axt;
PSA 74:6 und jetzt zerschlagen sie sein Schnitzwerk allzumal mit Beilen 
und Hmmern.
PSA 74:7 Sie stecken dein Heiligtum in Brand, sie entweihen die Wohnung 
deines Namens und machen sie dem Erdboden gleich!
PSA 74:8 Sie sprechen in ihren Herzen: Lat uns sie allesamt 
unterdrcken! Sie verbrennen alle Versammlungssttten Gottes im Lande.
PSA 74:9 Unsere eigenen Zeichen sehen wir nicht; es ist kein Prophet mehr 
da, und niemand bei uns wei, wie lange das dauern soll.
PSA 74:10 O Gott, wie lange darf der Widersacher schmhen? Soll der Feind 
deinen Namen immerfort lstern?
PSA 74:11 Warum ziehst du deine Hand zurck, deine Rechte? [Ziehe sie] 
hervor aus deinem Busen, vertilge!
PSA 74:12 Und doch ist Gott mein Knig, der von alters her Sieg gab in 
diesem Land.
PSA 74:13 Du teiltest das Meer durch deine Kraft, zerschlugst die Kpfe 
der Krokodile am Wasser;
PSA 74:14 du zerbrachst die Kpfe des Leviatans, du gabst ihn dem Volk der 
Wstenbewohner zur Speise.
PSA 74:15 Du lieest Quellen und Bche entspringen, legtest Strme 
trocken, die sonst bestndig flieen.
PSA 74:16 Dein ist der Tag, dein ist auch die Nacht, du hast das Licht und 
die Sonne bereitet.
PSA 74:17 Du hast alle Grenzen des Landes festgesetzt, Sommer und Winter 
hast du gemacht.
PSA 74:18 HERR, gedenke daran: Der Feind schmht dich, und ein trichtes 
Volk lstert deinen Namen!
PSA 74:19 Gib die Seele deiner Turteltaube nicht dem Raubtier preis und 
vergi deiner elenden Tiere nicht immerdar!
PSA 74:20 Blicke auf den Bund! Denn die Schlupfwinkel des Landes sind voll 
Ruberhhlen.
PSA 74:21 Weise den Unterdrckten nicht beschmt zurck, sondern la die 
Elenden und Armen deinen Namen preisen!
PSA 74:22 Stehe auf, o Gott, fhre deine Sache! Gedenke der Schmach, die 
dir tglich von den Gottlosen widerfhrt!
PSA 74:23 Vergi das Geschrei deiner Widersacher nicht, den Lrm deiner 
Feinde, der bestndig emporsteigt!
PSA 75:1 Dem Vorsnger. Verdirb nicht. Ein Psalmlied, von Asaph. (075-2) 
Wir danken dir, o Gott, wir danken dir, und die mit deinem Namen vertraut 
sind, erzhlen deine Wunder!
PSA 75:2 (075-3) Wenn ich finde, da die Zeit dafr da ist, so werde ich 
recht richten.
PSA 75:3 (075-4) Mag die Erde zittern und alle ihre Bewohner: Ich habe 
ihre Sulen festgestellt. (Pause.)
PSA 75:4 (075-5) Ich sprach zu den bermtigen: Seid nicht bermtig! und 
zu den Gottlosen: Erhebet nicht das Horn!
PSA 75:5 (075-6) Erhebet nicht gar so hoch euer Horn, redet nicht mit 
frech emporgerecktem Hals!
PSA 75:6 (075-7) Denn weder vom Aufgang noch vom Niedergang, noch von der 
Wste her kommt Erhhung;
PSA 75:7 (075-8) sondern Gott ist Richter, der den einen erniedrigt, den 
andern erhht.
PSA 75:8 (075-9) Denn der HERR hat einen Becher in der Hand, der ist mit 
schumendem Wrzwein gefllt; davon schenkt er ein; sogar die Hefen davon 
mssen schlrfen und trinken alle Gottlosen auf Erden.
PSA 75:9 (075-10) Ich aber will allezeit frei bekennen; dem Gott Jakobs 
will ich lobsingen;
PSA 75:10 (075-11) und alle Hrner der Gottlosen will ich abhauen; aber 
die Hrner des Gerechten sollen erhoben werden!
PSA 76:1 Dem Vorsnger. Mit Saitenspiel. Ein Psalmlied, von Asaph. (076-2) 
Gott ist in Juda bekannt, in Israel ist sein Name gro;
PSA 76:2 (076-3) in Salem ist sein Gezelt und seine Wohnung in Zion.
PSA 76:3 (076-4) Daselbst hat er die Blitze des Bogens zerbrochen, Schild, 
Schwert und Kriegsgert. (Pause.)
PSA 76:4 (076-5) Glanzvoll bist du, Mchtiger, wegen der Berge von Beute 
[die du gemacht]!
PSA 76:5 (076-6) Die Tapfern muten sich ausplndern lassen; sie sanken in 
Schlaf, und den Kriegsleuten versagten die Hnde.
PSA 76:6 (076-7) Von deinem Schelten, o Gott Jakobs, wurden Ro und Reiter 
betubt!
PSA 76:7 (076-8) Du bist zu frchten, und wer kann vor deinem Angesicht 
bestehen, wenn dein Zorn entbrennt?
PSA 76:8 (076-9) Als du das Urteil vom Himmel erschallen lieest, da 
erschrak die Erde und hielt sich still,
PSA 76:9 (076-10) als sich Gott zum Gericht erhob, zu retten alle Elenden 
im Lande. (Pause.)
PSA 76:10 (076-11) Denn der Zorn des Menschen wird dir zum Lobpreis, da 
du dich zuletzt mit Zornesflammen grtest.
PSA 76:11 (076-12) Tut Gelbde und bezahlt sie dem HERRN, eurem Gott; von 
allen Seiten soll man dem Furchtbaren Geschenke bringen!
PSA 76:12 (076-13) Er beschneidet den Mut der Frsten und ist furchtbar 
den Knigen auf Erden.
PSA 77:1 Dem Vorsnger. Nach Jedutun. Ein Psalm Asaphs. (077-2) Ich rufe 
zu Gott und will schreien, zu Gott rufe ich, und er wolle auf mich hren!
PSA 77:2 (077-3) Zur Zeit meiner Not suchte ich den Herrn; meine Hand war 
des Nachts unablssig ausgestreckt, meine Seele wollte sich nicht trsten 
lassen.
PSA 77:3 (077-4) Dachte ich an Gott, so mute ich seufzen, sann ich nach, 
so ward mein Geist bekmmert. (Pause.)
PSA 77:4 (077-5) Du hieltest meine Augenlider offen; ich warf mich hin und 
her und konnte nicht reden.
PSA 77:5 (077-6) Da gedachte ich der alten Zeit, der vorigen Jahre;
PSA 77:6 (077-7) ich erinnerte mich wieder an mein Saitenspiel, betete in 
meinem Herzen, und mein Geist fing an zu forschen:
PSA 77:7 (077-8) Wird denn der Herr auf ewig verstoen und fortan nicht 
mehr gndig sein?
PSA 77:8 (077-9) Ist's denn ganz und gar aus mit seiner Gnade, und hat 
sein Reden fr immer aufgehrt?
PSA 77:9 (077-10) Hat denn Gott vergessen, gndig zu sein, und im Zorn 
seine Barmherzigkeit verschlossen? (Pause.)
PSA 77:10 (077-11) Und ich sprach: Ich will das leiden, die nderungen, 
welche die rechte Hand des Hchsten getroffen hat.
PSA 77:11 (077-12) Ich will rhmen die Taten des HERRN; denn ich gedenke 
deiner vorigen Wunder
PSA 77:12 (077-13) und besinne mich aller deiner Werke und ziehe deine 
groen Taten in Betracht:
PSA 77:13 (077-14) O Gott, dein Weg ist heilig! Wer ist ein so groer Gott 
wie du?
PSA 77:14 (077-15) Du bist der Gott, der Wunder tut; du hast deine Macht 
bewiesen an den Vlkern!
PSA 77:15 (077-16) Du hast dein Volk erlst mit deinem Arm, die Kinder 
Jakobs und Josephs. (Pause.)
PSA 77:16 (077-17) Als dich, o Gott, die Wasser sahen, als dich die Wasser 
sahen, da brausten sie und das Meer ward aufgeregt;
PSA 77:17 (077-18) die Wolken gossen Wasser, es donnerte in den Lften, 
und deine Pfeile fuhren daher;
PSA 77:18 (077-19) deine Donnerstimme erschallte im Wirbelwind, die Blitze 
beleuchteten den Erdkreis, da die Erde in Zittern und Beben geriet;
PSA 77:19 (077-20) dein Weg war im Meer und deine Bahn in groen Wassern, 
und deine Fustapfen waren nicht zu erkennen;
PSA 77:20 (077-21) du fhrtest dein Volk wie eine Herde durch Mose und 
Aaron.
PSA 78:1 Eine Unterweisung; von Asaph. Hre, mein Volk, meine Lehre, 
neiget eure Ohren zu den Reden meines Mundes!
PSA 78:2 Ich will meinen Mund zu einem Spruche ffnen, will Rtsel 
vortragen aus alter Zeit,
PSA 78:3 was wir gehrt und gelernt und was unsre Vter uns erzhlt haben.
PSA 78:4 Es wurde ihren Shnen nicht vorenthalten, sondern sie haben dem 
sptern Geschlecht den Ruhm des HERRN erzhlt, seine Macht und seine 
Wunder, die er getan,
PSA 78:5 nmlich, da er ein Zeugnis aufstellte in Jakob und ein Gesetz 
gab in Israel, von welchem er unsern Vtern befahl, es ihren Kindern 
kundzutun,
PSA 78:6 damit das sptere Geschlecht es wisse, die Kinder, die noch 
sollten geboren werden, und damit auch sie, wenn sie aufgewachsen wren, 
es ihren Kindern erzhlten;
PSA 78:7 da diese auf Gott ihr Vertrauen setzten und nicht vergen die 
Taten Gottes und seine Gebote befolgten
PSA 78:8 und nicht wrden wie ihre Vter, ein abtrnniges und 
widerspenstiges Geschlecht, ein Geschlecht, das kein festes Herz hatte, 
und dessen Geist nicht treu war gegen Gott.
PSA 78:9 Die Kinder Ephraims, gebte Bogenschtzen, wandten um am Tage der 
Schlacht.
PSA 78:10 Sie bewahrten den Bund Gottes nicht und wollten nicht nach 
seinem Gesetze wandeln.
PSA 78:11 Und sie vergaen seine Taten und seine Wunder, die er ihnen 
erzeigt.
PSA 78:12 Vor ihren Vtern hatte er Wunder getan im Lande gypten, im 
Gefilde Zoan.
PSA 78:13 Er spaltete das Meer und fhrte sie hindurch und trmte die 
Wasser auf wie einen Damm,
PSA 78:14 und leitete sie bei Tag mit einer Wolke und whrend der ganzen 
Nacht mit einem hellen Feuer.
PSA 78:15 Er spaltete Felsen in der Wste und trnkte sie wie mit groen 
Fluten,
PSA 78:16 und lie Bche aus dem Felsen hervorspringen und Wasser 
herabflieen in Strmen.
PSA 78:17 Dennoch fuhren sie fort, wider ihn zu sndigen und den Hchsten 
zu erzrnen in der Wste.
PSA 78:18 Und sie versuchten Gott in ihrem Herzen, indem sie Speise 
forderten nach ihrem Gelste.
PSA 78:19 Und sie redeten wider Gott und sprachen: Kann Gott einen Tisch 
bereiten in der Wste?
PSA 78:20 Siehe, er hat den Felsen geschlagen, da Wasser flossen und 
Bche sich ergossen. Kann er aber auch Brot geben? Wird er seinem Volke 
Fleisch verschaffen?
PSA 78:21 Darum, als der HERR das hrte, ward er entrstet, und Feuer 
entbrannte wider Jakob, ja, Zorn stieg auf ber Israel,
PSA 78:22 weil sie Gott nicht glaubten und nicht auf seine Hilfe 
vertrauten.
PSA 78:23 Und er gebot den Wolken droben und ffnete die Tren des Himmels;
PSA 78:24 und er lie Manna auf sie regnen zum Essen und gab ihnen 
Himmelskorn.
PSA 78:25 Der Mensch a Engelsbrot; er sandte ihnen Speise genug.
PSA 78:26 Er erregte den Ostwind am Himmel und fhrte durch seine Kraft 
den Sdwind herbei,
PSA 78:27 lie Fleisch auf sie regnen wie Staub und beschwingte Vgel wie 
Sand am Meer,
PSA 78:28 und lie sie fallen mitten in ihr Lager, rings um ihre Wohnung 
her.
PSA 78:29 Da aen sie und wurden allzu satt; was sie gewnscht hatten, 
gewhrte er ihnen.
PSA 78:30 Sie hatten sich ihres Gelstes noch nicht entschlagen, und ihre 
Speise war noch in ihrem Munde,
PSA 78:31 als der Zorn Gottes sich wider sie erhob und die Fetten unter 
ihnen erwrgte und die Jungmannschaft Israels darniederstrzte.
PSA 78:32 Trotz alledem sndigten sie weiter und glaubten nicht an seine 
Wunder.
PSA 78:33 Darum lie er ihre Tage wie einen Hauch vergehen und ihre Jahre 
durch pltzlichen Untergang.
PSA 78:34 Wenn er sie ttete, so suchten sie ihn und kehrten sich wieder 
zu Gott
PSA 78:35 und dachten daran, da Gott ihr Fels sei, und Gott, der Hchste, 
ihr Erlser.
PSA 78:36 Aber sie heuchelten ihm mit ihrem Munde und logen mit ihren 
Zungen;
PSA 78:37 denn ihr Herz war nicht aufrichtig gegen ihn, und sie hielten 
nicht treu an seinem Bund.
PSA 78:38 Er aber war barmherzig und vergab die Schuld und vertilgte sie 
nicht und hat oftmals seinen Zorn abgewandt und nicht allen seinen Grimm 
erweckt;
PSA 78:39 denn er dachte daran, da sie Fleisch seien, ein Wind, der 
hinfhrt und nicht wiederkehrt.
PSA 78:40 Wie oft emprten sie sich wider ihn in der Wste und betrbten 
ihn in der Einde!
PSA 78:41 Und sie versuchten Gott immer wieder und krnkten den Heiligen 
Israels.
PSA 78:42 Sie sind seiner Hand nicht eingedenk gewesen, des Tages, da er 
sie vom Feinde erlste;
PSA 78:43 da er seine Zeichen tat in gypten und seine Wunder im Gefilde 
Zoan;
PSA 78:44 als er ihre Strme in Blut verwandelte und ihre Bche, so da 
man nicht trinken konnte;
PSA 78:45 da er Ungeziefer unter sie sandte, das sie fra, und Frsche, 
die sie verderbten;
PSA 78:46 da er den Fressern ihre Frchte gab und den Heuschrecken ihre 
Erzeugnisse;
PSA 78:47 da er ihre Weinstcke mit Hagel schlug und ihre Maulbeerbume 
mit Schlossen
PSA 78:48 und ihr Vieh dem Hagel preisgab und ihre Herden den 
Wetterstrahlen;
PSA 78:49 da er gegen sie die Glut seines Zornes entsandte, Grimm und 
Ungnade und Drangsal, Scharen von Unglcksengeln;
PSA 78:50 da er seinem Zorn den Lauf lie, ihre Seele nicht vor dem Tod 
bewahrte, sondern ihr Leben der Pest preisgab;
PSA 78:51 da er alle Erstgeburt in gypten schlug, die Erstlinge ihrer 
Kraft in den Htten Hams.
PSA 78:52 Und er lie sein Volk ausziehen wie Schafe und leitete sie wie 
eine Herde in der Wste
PSA 78:53 und fhrte sie sicher, da sie sich nicht frchteten; ihre 
Feinde aber bedeckte das Meer.
PSA 78:54 Und er brachte sie in die Grenzen seines Heiligtums; zu diesem 
Berg, den seine Rechte erworben.
PSA 78:55 Und er vertrieb vor ihnen her die Heiden und teilte ihnen das 
Erbe aus mit der Meschnur und lie in ihren Zelten die Stmme Israels 
wohnen.
PSA 78:56 Aber sie versuchten und erzrnten den hchsten Gott und hielten 
seine Zeugnisse nicht,
PSA 78:57 sondern wichen zurck und fielen ab wie ihre Vter; sie gingen 
fehl wie ein trgerischer Bogen.
PSA 78:58 Und sie reizten ihn zum Zorn durch ihre Hhen und zur Eifersucht 
durch ihre Gtzen.
PSA 78:59 Gott hrte es und entrstete sich und verabscheute Israel sehr.
PSA 78:60 Und er verlie seine Wohnung zu Silo, das Zelt, wo er unter den 
Menschen wohnte,
PSA 78:61 und gab seine Macht in Gefangenschaft und seine Herrlichkeit in 
Feindeshand,
PSA 78:62 und berlieferte sein Volk dem Schwert und war entrstet ber 
sein Erbe.
PSA 78:63 Seine Jnglinge hat das Feuer verzehrt, und seine Jungfrauen 
muten ohne Brautlied bleiben.
PSA 78:64 Seine Priester sind durchs Schwert gefallen, und seine Witwen 
konnten nicht weinen.
PSA 78:65 Da erwachte der Herr wie ein Schlafender, wie ein Starker, der 
sich Mut zugetrunken.
PSA 78:66 Und er schlug seine Feinde zurck, ewige Schande fgte er ihnen 
zu.
PSA 78:67 Und er verwarf das Zelt Josephs und erwhlte nicht den Stamm 
Ephraim,
PSA 78:68 sondern erwhlte den Stamm Juda, den Berg Zion, welchen er liebt.
PSA 78:69 Und er baute sein Heiligtum wie Himmelshhen, gleich der Erde, 
die er auf ewig gegrndet hat.
PSA 78:70 Und er erwhlte seinen Knecht David und nahm ihn von den 
Schafhrden weg.
PSA 78:71 Da er den tragenden Schafen nachging, holte er ihn, da er 
weiden sollte Jakob, sein Volk, und Israel, sein Erbe.
PSA 78:72 Und er weidete sie mit aller Treue seines Herzens und leitete 
sie mit geschickter Hand.
PSA 79:1 Ein Psalm Asaphs. O Gott, es sind Heiden in dein Erbe 
eingedrungen; die haben deinen heiligen Tempel verunreinigt und Jerusalem 
zu Steinhaufen gemacht!
PSA 79:2 Sie haben die Leichname deiner Knechte den Vgeln des Himmels zur 
Speise gegeben, das Fleisch deiner Frommen den wilden Tieren;
PSA 79:3 sie haben deren Blut vergossen wie Wasser, rings um Jerusalem 
her, und niemand begrbt sie.
PSA 79:4 Wir sind ein Hohn fr unsre Nachbarn und vor unsrer Umgebung zu 
Spott und Schanden geworden!
PSA 79:5 Wie lange soll das noch whren, o HERR? Willst du ewiglich 
zrnen? Soll dein Eifer wie Feuer brennen?
PSA 79:6 Giee deinen Grimm ber die Heiden aus, die dich nicht kennen, 
und ber die Knigreiche, die deinen Namen nicht anrufen!
PSA 79:7 Denn sie haben Jakob gefressen und seine Wohnung verwstet.
PSA 79:8 Rechne uns nicht die Verschuldungen unsrer Vorfahren an; dein 
Erbarmen komme uns bald entgegen; denn wir sind sehr geschwcht!
PSA 79:9 Hilf uns, du Gott unsres Heils, um der Ehre deines Namens willen, 
und rette uns und vergib uns unsre Snden um deines Namens willen!
PSA 79:10 Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist nun ihr Gott? La unter 
den Heiden kundwerden vor unsern Augen die Rache fr das vergossene Blut 
deiner Knechte!
PSA 79:11 La vor dich kommen das Seufzen der Gefangenen; bewahre durch 
deinen gewaltigen Arm die dem Tode Geweihten,
PSA 79:12 und vergilt unsern Nachbarn siebenfltig in ihren Busen die 
Lsterungen, womit sie dich, Herr, gelstert haben!
PSA 79:13 Wir aber, dein Volk und die Schafe deiner Weide, wollen dir 
ewiglich danken und deinen Ruhm erzhlen von Geschlecht zu Geschlecht.
PSA 80:1 Dem Vorsnger. Auf Lilien des Zeugnisses. Von Asaph. Ein Psalm. 
(080-2) Du Hirte Israels, hre, der du Joseph fhrst wie Schafe; 
erscheine, der du thronst ber Cherubim!
PSA 80:2 (080-3) Erwecke deine Macht vor Ephraim, Benjamin und Manasse und 
komme uns zu Hilfe!
PSA 80:3 (080-4) O Gott, stelle uns wieder her, und la dein Antlitz 
leuchten, so wird uns geholfen.
PSA 80:4 (080-5) O HERR, Gott der Heerscharen, wie lange willst du deinen 
Zorn rauchen lassen beim Gebet deines Volkes?
PSA 80:5 (080-6) Du speisest sie mit Trnenbrot und trnkst sie mit einem 
Becher voller Trnen;
PSA 80:6 (080-7) du machst uns unsern Nachbarn zum Zankapfel, und unsre 
Feinde spotten ber uns.
PSA 80:7 (080-8) O Gott der Heerscharen, stelle uns wieder her; und la 
dein Antlitz leuchten, so wird uns geholfen!
PSA 80:8 (080-9) Einen Weinstock hast du aus gypten gebracht; du hast die 
Heiden vertrieben und ihn gepflanzt;
PSA 80:9 (080-10) du machtest vor ihm Raum, da er Wurzeln schlug und das 
Land erfllte;
PSA 80:10 (080-11) sein Schatten bedeckte die Berge und seine Ranken die 
Zedern Gottes;
PSA 80:11 (080-12) er streckte seine Zweige aus bis ans Meer und seine 
Schosse bis zum Strom.
PSA 80:12 (080-13) Warum hast du nun seine Mauer eingerissen, da alle, 
die des Weges ziehen, ihn zerpflcken?
PSA 80:13 (080-14) Der Eber aus dem Walde zerwhlt ihn, und die wilden 
Tiere des Feldes weiden ihn ab.
PSA 80:14 (080-15) O Gott der Heerscharen, kehre doch wieder, blicke vom 
Himmel herab und schaue darein und nimm dich dieses Weinstocks an!
PSA 80:15 (080-16) Und schtze, was deine Rechte gepflanzt, den Sohn, den 
du dir grogezogen hast!
PSA 80:16 (080-17) Die ihn abgeschnitten und mit Feuer verbrannt haben, 
mgen sie umkommen vor dem Schelten deines Angesichts!
PSA 80:17 (080-18) Deine Hand sei ber dem Mann deiner Rechten, ber dem 
Menschensohn, den du dir grogezogen hast,
PSA 80:18 (080-19) so wollen wir nicht von dir weichen. Erhalte uns am 
Leben, so wollen wir deinen Namen anrufen!
PSA 80:19 (080-20) O HERR, Gott der Heerscharen, stelle uns wieder her! 
La dein Antlitz leuchten, so wird uns geholfen!
PSA 81:1 Dem Vorsnger. Auf der Gittit. Von Asaph. (081-2) Jubelt Gott, 
der unsre Strke ist, jauchzet dem Gott Jakobs!
PSA 81:2 (081-3) Stimmt ein Lied an und nehmt die Pauke zur Hand, die 
liebliche Harfe mit dem Psalter!
PSA 81:3 (081-4) Blaset am Neumond die Posaune, am Vollmond, unserm 
festlichen Tag!
PSA 81:4 (081-5) Denn das ist Israels Pflicht; der Gott Jakobs hat ein 
Anrecht darauf.
PSA 81:5 (081-6) Er verordnete es zum Zeugnis in Joseph, als er auszog 
wider gypten.
PSA 81:6 (081-7) Eine Sprache, die ich nicht kannte, hrte ich: Ich habe 
die Last von seiner Schulter genommen, seine Hnde sind des Tragkorbes los 
geworden.
PSA 81:7 (081-8) Da du mich anriefst in der Not, errettete ich dich; ich 
antwortete dir mit geheimnisvoller Donnerstimme und prfte dich am 
Haderwasser. (Pause.)
PSA 81:8 (081-9) Hre, mein Volk, ich will dich ermahnen; Israel, wenn du 
mir doch Gehr schenken wolltest!
PSA 81:9 (081-10) Kein fremder Gott soll unter dir sein, und einen 
unbekannten Gott bete nicht an!
PSA 81:10 (081-11) Ich bin der HERR, dein Gott, der dich aus gyptenland 
heraufgefhrt hat. Tue deinen Mund weit auf, so will ich ihn fllen!
PSA 81:11 (081-12) Aber mein Volk hat meiner Stimme nicht gehorcht, und 
Israel wollte nichts von mir.
PSA 81:12 (081-13) Da berlie ich sie der Verstocktheit ihres Herzens, 
da sie wandelten nach ihrem eigenen Rat.
PSA 81:13 (081-14) Wollte mein Volk mir gehorchen und Israel in meinen 
Wegen wandeln,
PSA 81:14 (081-15) wie leicht knnte ich ihre Feinde demtigen und meine 
Hand gegen ihre Widersacher wenden!
PSA 81:15 (081-16) Die den HERRN hassen, mten ihm schmeicheln; ihre Zeit 
aber wrde ewiglich whren!
PSA 81:16 (081-17) Und er wrde sie mit dem besten Weizen speisen und mit 
Honig aus dem Felsen sttigen!
PSA 82:1 Ein Psalm Asaphs. Gott steht in der Gottesversammlung, inmitten 
der Gtter richtet er:
PSA 82:2 Wie lange wollt ihr ungerecht richten und die Person des 
Schuldigen ansehen? (Pause.)
PSA 82:3 Schafft dem Geringen und Verwaisten Recht, rechtfertigt den 
Elenden und Armen!
PSA 82:4 Lasset den Geringen und Drftigen frei, errettet ihn aus der Hand 
der Gottlosen!
PSA 82:5 Aber sie wollen nichts merken und nichts verstehen, sondern 
wandeln in der Finsternis; es wanken alle Sttzen des Landes!
PSA 82:6 Ich habe gesagt: Ihr seid Gtter und allzumal Kinder des 
Hchsten;
PSA 82:7 dennoch sollt ihr sterben wie Menschen und fallen wie einer der 
Frsten!
PSA 82:8 Mache dich auf, o Gott, richte die Erde; denn du bist Erbherr 
ber alle Nationen!
PSA 83:1 Ein Psalmlied; von Asaph. (083-2) Bleibe nicht stille, o Gott, 
schweige nicht und halte nicht inne!
PSA 83:2 (083-3) Denn siehe, deine Feinde toben, und die dich hassen, 
erheben das Haupt.
PSA 83:3 (083-4) Sie machen listige Anschlge wider dein Volk, verabreden 
sich wider deine Schutzbefohlenen.
PSA 83:4 (083-5) Sie sprechen: Kommt, wir wollen sie vertilgen, da sie 
kein Volk mehr seien, da des Namens Israel nicht mehr gedacht werde!
PSA 83:5 (083-6) Ja, sie fassen einen einmtigen Beschlu, sie schlieen 
einen Bund wider dich;
PSA 83:6 (083-7) die Zelte Edoms und die Ismaeliter, Moab und die 
Hagariter;
PSA 83:7 (083-8) Gebal, Ammon und Amalek, die Philister samt denen zu 
Tyrus.
PSA 83:8 (083-9) Auch Assur hat sich mit ihnen befreundet und leiht den 
Kindern Lots seinen Arm. (Pause.)
PSA 83:9 (083-10) Tue ihnen wie Midian, wie Sisera, wie Jabin am Bach 
Kison,
PSA 83:10 (083-11) die vertilgt wurden zu Endor, zu Dnger wurden frs 
Ackerfeld.
PSA 83:11 (083-12) Mache ihre Edlen wie Oreb und Seb, wie Sebach und 
Zalmuna alle ihre Frsten,
PSA 83:12 (083-13) die da sagen: Wir wollen die Wohnsttten Gottes fr 
uns erobern!
PSA 83:13 (083-14) O Gott, setze sie dem Wirbelsturm aus, mache sie wie 
Stoppeln vor dem Wind;
PSA 83:14 (083-15) wie ein Feuer, das den Wald verbrennt, und wie eine 
Flamme, welche die Berge versengt;
PSA 83:15 (083-16) also verfolge sie mit deinem Wetter und schrecke sie 
mit deinem Sturm!
PSA 83:16 (083-17) Mache ihr Angesicht voll Schande, da sie deinen Namen 
suchen, o HERR!
PSA 83:17 (083-18) La sie beschmt und abgeschreckt werden fr immer, la 
sie schamrot werden und umkommen,
PSA 83:18 (083-19) so da sie erfahren mssen, da du, der du HERR 
heiest, allein der Hchste bist ber die ganze Erde!
PSA 84:1 Dem Vorsnger. Auf der Gittit. Von den Kindern Korahs. Ein Psalm. 
(084-2) Wie lieblich sind deine Wohnungen, HERR der Heerscharen!
PSA 84:2 (084-3) Meine Seele verlangte und sehnte sich nach den Vorhfen 
des HERRN; nun jubelt mein Herz und mein Fleisch dem lebendigen Gott zu!
PSA 84:3 (084-4) Hat doch der Vogel ein Haus gefunden und die Schwalbe ein 
Nest fr sich, da sie ihre Jungen hinlegen kann: deine Altre, HERR der 
Heerscharen, mein Knig und mein Gott!
PSA 84:4 (084-5) Wohl denen, die in deinem Hause wohnen, die werden dich 
noch preisen! (Pause.)
PSA 84:5 (084-6) Wohl den Menschen, deren Strke in dir liegt, in deren 
Herzen gebahnte Wege sind.
PSA 84:6 (084-7) Wenn solche durch das Jammertal gehen, machen sie es zu 
lauter Brunnen, und der Frhregen bedeckt es mit Segen.
PSA 84:7 (084-8) Sie schreiten von Kraft zu Kraft, erscheinen vor Gott in 
Zion.
PSA 84:8 (084-9) HERR, Gott der Heerscharen, hre mein Gebet; du Gott 
Jakobs, merke auf! (Pause.)
PSA 84:9 (084-10) O Gott, unser Schild, schaue doch; siehe auf das Antlitz 
deines Gesalbten!
PSA 84:10 (084-11) Denn ein Tag in deinen Vorhfen ist besser als sonst 
tausend; ich will lieber an der Schwelle stehen in meines Gottes Haus, als 
wohnen in der Gottlosen Htten!
PSA 84:11 (084-12) Denn Gott, der HERR, ist Sonne und Schild, der HERR 
gibt Gnade und Herrlichkeit; wer in Unschuld wandelt, dem versagt er 
nichts Gutes.
PSA 84:12 (084-13) O HERR der Heerscharen, wohl dem Menschen, der auf dich 
vertraut!
PSA 85:1 Dem Vorsnger. Von den Kindern Korahs. Ein Psalm. (085-2) HERR, 
du warst einst gndig deinem Land, hast das Gefngnis Jakobs gewendet,
PSA 85:2 (085-3) vergabst deines Volkes Schuld, decktest alle ihre Snden 
zu, (Pause)
PSA 85:3 (085-4) du lieest ab von deinem Grimm, wandtest dich von deines 
Zornes Glut:
PSA 85:4 (085-5) Stelle uns wieder her, o Gott unsres Heils, la ab von 
deinem Grimm gegen uns!
PSA 85:5 (085-6) Oder willst du ewig mit uns zrnen, deinen Zorn whren 
lassen von Geschlecht zu Geschlecht?
PSA 85:6 (085-7) Willst du uns nicht wieder neu beleben, da dein Volk 
sich deiner freuen kann?
PSA 85:7 (085-8) HERR, la uns deine Gnade schauen und schenke uns dein 
Heil!
PSA 85:8 (085-9) Ich will hren, was Gott, der HERR, reden wird; denn er 
wird Frieden zusagen seinem Volk und seinen Frommen. Nur da sie sich 
nicht wieder zur Torheit wenden!
PSA 85:9 (085-10) Gewi ist sein Heil denen nahe, die ihn frchten, da 
Herrlichkeit in unserm Lande wohne,
PSA 85:10 (085-11) da Gnade und Wahrheit einander begegnen, Gerechtigkeit 
und Friede sich kssen,
PSA 85:11 (085-12) da Treue aus der Erde spriee und Gerechtigkeit vom 
Himmel schaue.
PSA 85:12 (085-13) Der HERR wird uns auch Gutes geben, und unser Land wird 
seinen Ertrag abwerfen;
PSA 85:13 (085-14) Gerechtigkeit wird vor ihm hergehen und ihre Fe 
setzen auf den Pfad.
PSA 86:1 Ein Gebet Davids. Neige dein Ohr, o HERR, und erhre mich; denn 
ich bin elend und arm;
PSA 86:2 bewahre meine Seele, denn ich bin dir zugetan; rette du, mein 
Gott, deinen Knecht, der sich auf dich verlt!
PSA 86:3 Sei mir gndig, o Herr; denn zu dir rufe ich allezeit!
PSA 86:4 Erfreue die Seele deines Knechtes; denn zu dir, Herr, erhebe ich 
meine Seele!
PSA 86:5 Denn du, Herr, bist gut und vergibst gern und bist reich an Gnade 
gegen alle, die dich anrufen.
PSA 86:6 Vernimm, o HERR, mein Gebet, und merke auf die Stimme meines 
Flehens!
PSA 86:7 Am Tage meiner Not rufe ich dich an; denn du erhrst mich.
PSA 86:8 Dir, Herr, ist keiner gleich unter den Gttern, und nichts 
gleicht deinen Werken!
PSA 86:9 Alle Nationen, die du gemacht, werden kommen und vor dir anbeten, 
o Herr, und deinem Namen Ehre geben;
PSA 86:10 denn du bist gro und tust Wunder, du Gott allein!
PSA 86:11 HERR, zeige mir deinen Weg, da ich wandle in deiner Wahrheit; 
richte mein Herz auf das Eine, da ich deinen Namen frchte!
PSA 86:12 Ich will dich, Herr, mein Gott, von ganzem Herzen preisen und 
deinem Namen ewig Ehre erweisen.
PSA 86:13 Denn deine Gnade ist gro gegen mich, und du hast meine Seele 
aus der Tiefe des Totenreiches errettet.
PSA 86:14 O Gott, es sind Stolze wider mich aufgestanden, und eine Rotte 
von Frevlern trachtet mir nach dem Leben und haben dich nicht vor Augen;
PSA 86:15 du aber, Herr, bist ein barmherziger und gndiger Gott, langsam 
zum Zorn und von groer Gnade und Treue.
PSA 86:16 Wende dich zu mir und sei mir gndig, verleihe deinem Knechte 
deine Strke und hilf dem Sohn deiner Magd!
PSA 86:17 Tue ein Zeichen an mir zum Guten, so werden meine Hasser zu 
ihrer Beschmung sehen, da du, HERR, mir geholfen und mich getrstet hast.
PSA 87:1 Von den Kindern Korahs. Ein Psalmlied. Er hat sie fest gegrndet 
auf heiligen Bergen;
PSA 87:2 der HERR liebt die Tore Zions mehr als alle Wohnungen Jakobs.
PSA 87:3 Herrliche Dinge sind von dir zu melden, du Stadt Gottes! (Pause.)
PSA 87:4 Ich nenne Rahab und Babel denen, die mich kennen; siehe, 
Philista und Tyrus und das Mohrenland: Dieser ist dort geboren!
PSA 87:5 Aber von Zion wird man sagen: Mann fr Mann ist in ihr geboren, 
und der Hchste selbst wird sie befestigen!
PSA 87:6 Der HERR wird zhlen, wenn er die Vlker verzeichnet: Dieser ist 
dort geboren. (Pause.)
PSA 87:7 Und man singt und spielt: Alle meine Quellen sind in dir!
PSA 88:1 Ein Psalmlied. Von den Kindern Korahs. Dem Vorsnger. Auf der 
Machalat-Leannot. Eine Unterweisung Hemans, des Esrachiten. (088-2) o 
HERR, Gott meines Heils, ich schreie Tag und Nacht vor dir!
PSA 88:2 (088-3) La mein Gebet vor dich kommen, neige dein Ohr zu meinem 
Flehen;
PSA 88:3 (088-4) denn meine Seele ist der Leiden satt, und mein Lebenslauf 
neigt sich dem Totenreiche zu.
PSA 88:4 (088-5) Ich werde schon zu denen gerechnet, die ins Grab sinken, 
bin geworden wie ein kraftloser Mann.
PSA 88:5 (088-6) Ich liege unter den Toten, bin den Erschlagenen gleich, 
die im Grabe ruhen, deren du nicht mehr gedenkst und die von deiner Hand 
abgeschnitten sind.
PSA 88:6 (088-7) Du hast mich in die unterste Grube gelegt, in die 
Finsternis, in die Tiefe.
PSA 88:7 (088-8) Auf mir lastet dein Grimm, und du bedrngst mich mit 
allen deinen Wogen. (Pause.)
PSA 88:8 (088-9) Du hast alle meine Bekannten von mir entfernt, hast mich 
ihnen zum Abscheu gemacht; ich bin eingeschlossen und kann nicht heraus.
PSA 88:9 (088-10) Mein Auge ist verschmachtet vor Elend; ich habe dich, 
HERR, tglich angerufen, meine Hnde nach dir ausgestreckt.
PSA 88:10 (088-11) Wirst du an den Toten Wunder tun, oder werden die 
Schatten auferstehen und dich preisen? (Pause.)
PSA 88:11 (088-12) Wird man im Grabe deine Gnade verkndigen, deine 
Wahrheit im Abgrund?
PSA 88:12 (088-13) Werden deine Wunder in der Finsternis bekanntgemacht, 
deine Gerechtigkeit im Lande der Vergessenheit?
PSA 88:13 (088-14) Und doch habe ich zu dir, HERR, geschrieen, und am 
Morgen kommt dir mein Gebet entgegen.
PSA 88:14 (088-15) Warum, HERR, verwirfst du denn meine Seele und 
verbirgst dein Angesicht vor mir?
PSA 88:15 (088-16) Von Jugend auf bin ich elend und siech, trage deine 
Schrecken und wei mir keinen Rat.
PSA 88:16 (088-17) Deine Zorngerichte sind ber mich ergangen, deine 
Schrecknisse haben mich gnzlich vernichtet.
PSA 88:17 (088-18) Sie umgaben mich wie Wasser den ganzen Tag, sie 
umringten mich allzumal.
PSA 88:18 (088-19) Du hast Freunde und Gefhrten von mir getan; meine 
Bekannten sind Finsternis.
PSA 89:1 Eine Unterweisung. Von Etan, dem Esrachiten: (089-2) Die 
Gnadenerweisungen des HERRN will ich ewiglich besingen und seine Wahrheit 
mit meinem Munde verkndigen von Geschlecht zu Geschlecht.
PSA 89:2 (089-3) Und zwar sage ich: Auf ewig wird die Gnade gebaut, in den 
Himmeln besttigst du deine Treue:
PSA 89:3 (089-4) Ich habe mit meinem Auserwhlten einen Bund geschlossen, 
habe meinem Knecht David geschworen:
PSA 89:4 (089-5) Auf ewig will ich deinen Samen besttigen und fr alle 
Geschlechter bauen deinen Thron! (Pause.)
PSA 89:5 (089-6) Und die Himmel werden deine Wundertat preisen, o HERR, 
ja, deine Treue in der Gemeinde der Heiligen!
PSA 89:6 (089-7) Denn wer in den Wolken ist dem HERRN zu vergleichen, wer 
ist dem HERRN hnlich unter den Gttershnen?
PSA 89:7 (089-8) Gott ist sehr schrecklich im Kreise der Heiligen und 
furchtbar ber alle um ihn her.
PSA 89:8 (089-9) HERR, Gott der Heerscharen, wer ist mchtig wie du? Und 
deine Treue ist um dich her!
PSA 89:9 (089-10) Du herrschest ber das stolze Meer; wenn sich seine 
Wellen erheben, so glttest du sie.
PSA 89:10 (089-11) Du hast Rahab wie einen Erschlagenen zermalmt, mit 
deinem starken Arm zerstreutest du deine Feinde.
PSA 89:11 (089-12) Dein ist der Himmel, dir gehrt auch die Erde, der 
Weltkreis und was ihn erfllt; du hast es alles gegrndet.
PSA 89:12 (089-13) Norden und Sden hast du erschaffen, Tabor und Hermon 
jauchzen ob deines Namens.
PSA 89:13 (089-14) Du hast einen Arm voll Kraft, stark ist deine Hand, 
hoch erhoben deine Rechte.
PSA 89:14 (089-15) Recht und Gerechtigkeit sind deines Thrones Feste, 
Gnade und Treue gehen vor deinem Angesicht her.
PSA 89:15 (089-16) Wohl dem Volk, das den Jubelschall kennt! O HERR, im 
Lichte deines Angesichts werden sie wandeln.
PSA 89:16 (089-17) Ob deines Namens frohlocken sie allezeit und sind 
erhoben durch deine Gerechtigkeit;
PSA 89:17 (089-18) denn du bist ihr mchtiger Ruhm und durch deine Huld 
wird unser Horn erhht.
PSA 89:18 (089-19) Denn vom HERRN kommt unser Schild und vom Heiligen 
Israels unser Knig.
PSA 89:19 (089-20) Damals redetest du durch ein Gesicht mit deinen Frommen 
und sprachst: Ich habe die Hilfe einem Helden bertragen, einen 
Auserwhlten aus dem Volk erhht;
PSA 89:20 (089-21) ich habe meinen Knecht David gefunden und ihn mit 
meinem heiligen l gesalbt;
PSA 89:21 (089-22) meine Hand soll bestndig mit ihm sein, und mein Arm 
soll ihn strken.
PSA 89:22 (089-23) Kein Feind soll ihn berlisten und kein Ruchloser ihn 
unterdrcken;
PSA 89:23 (089-24) sondern ich will seine Widersacher vor ihm zermalmen 
und seine Hasser schlagen;
PSA 89:24 (089-25) aber meine Treue und Gnade sollen mit ihm sein, und in 
meinem Namen soll sein Horn sich erheben.
PSA 89:25 (089-26) Und ich will seine Hand ins Meer tauchen und seine 
Rechte in die Strme.
PSA 89:26 (089-27) Er wird zu mir rufen: Du bist mein Vater, mein Gott und 
der Fels meines Heils.
PSA 89:27 (089-28) Und ich will ihn zum Erstgeborenen machen, zum Hchsten 
der Knige auf Erden.
PSA 89:28 (089-29) Auf ewig bewahre ich ihm meine Gnade, und mein Bund 
soll ihm festbleiben.
PSA 89:29 (089-30) Und ich setze seinen Samen auf ewig ein und mache 
seinen Thron wie die Tage des Himmels.
PSA 89:30 (089-31) Wenn seine Shne mein Gesetz verlassen und nicht in 
meinen Verordnungen wandeln,
PSA 89:31 (089-32) wenn sie meine Satzungen entheiligen und meine Gebote 
nicht beachten,
PSA 89:32 (089-33) so will ich ihre Snden mit der Rute heimsuchen und 
ihre Missetat mit Schlgen;
PSA 89:33 (089-34) aber meine Gnade will ich ihm nicht entziehen und meine 
Treue nicht verleugnen;
PSA 89:34 (089-35) meinen Bund will ich nicht ungltig machen und nicht 
ndern, was ber meine Lippen gekommen ist.
PSA 89:35 (089-36) Einmal habe ich bei meiner Heiligkeit geschworen; 
sollte ich David belgen?
PSA 89:36 (089-37) Sein Same soll ewig bleiben und sein Thron wie die 
Sonne vor mir;
PSA 89:37 (089-38) wie der Mond soll er ewig bestehen und wie der Zeuge in 
den Wolken zuverlssig sein! (Pause.)
PSA 89:38 (089-39) Und doch hast du verstoen und verworfen und bist 
zornig geworden ber deinen Gesalbten!
PSA 89:39 (089-40) Du verachtest den Bund deines Knechtes und trittst 
seine Krone zu Boden;
PSA 89:40 (089-41) du hast alle seine Mauern zerrissen und seine Festungen 
in Trmmer gelegt;
PSA 89:41 (089-42) es berauben ihn alle, die vorberziehen, er ist seinen 
Nachbarn zum Gesptt;
PSA 89:42 (089-43) du hast die rechte Hand seiner Widersacher erhht, hast 
allen seinen Feinden Freude gemacht;
PSA 89:43 (089-44) du lieest zurckweichen sein scharfes Schwert und 
schenktest ihm keinen Sieg im Krieg;
PSA 89:44 (089-45) du hast seinem Glanz ein Ende gemacht und seinen Thron 
zu Boden gestrzt;
PSA 89:45 (089-46) du hast die Tage seiner Jugend verkrzt und ihn mit 
Schande bedeckt. (Pause.)
PSA 89:46 (089-47) Wie lange, o HERR, willst du dich so verbergen? Soll 
dein Zorn stets wie Feuer brennen?
PSA 89:47 (089-48) Gedenke mein! Was ist das Leben? Warum willst du alle 
Menschenkinder vergeblich erschaffen haben?
PSA 89:48 (089-49) Wo ist einer, der den Tod nicht she und seine Seele 
erretten knnte von des Totenreichs Gewalt? (Pause.)
PSA 89:49 (089-50) Wo sind, o Herr, deine frhern Gnadenerweise, die du 
dem David in deiner Treue zugeschworen hast?
PSA 89:50 (089-51) Gedenke, o Herr, der Schmach, die deinen Knechten 
angetan wird, da ich in meinem Busen den Hohn der vielen Vlker trage,
PSA 89:51 (089-52) womit deine Feinde dich, HERR, schmhen, womit sie 
schmhen die Fustapfen deines Gesalbten!
PSA 89:52 (089-53) Gepriesen sei der HERR ewiglich! Amen, Amen!
PSA 90:1 Ein Gebet Moses, des Mannes Gottes. Herr, du bist unsre Zuflucht 
von Geschlecht zu Geschlecht!
PSA 90:2 Ehe denn die Berge wurden und die Erde und die Welt geschaffen 
worden, bist du Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit!
PSA 90:3 Du wandelst den Sterblichen in Staub und sprichst: Kehret zurck, 
ihr Menschenkinder!
PSA 90:4 Denn tausend Jahre sind vor dir wie der gestrige Tag, der 
vergangen ist, und wie eine Nachtwache;
PSA 90:5 du lssest sie dahinfahren wie einen Strom, sie sind wie ein 
Schlaf am Morgen, wie das Gras, das aufspriet,
PSA 90:6 das am Morgen blht und grnt, am Abend welkt und verdorrt.
PSA 90:7 Denn wir werden aufgerieben durch deinen Zorn und schnell 
dahingerafft durch deinen Grimm.
PSA 90:8 Du hast unsre Missetaten vor dich hingestellt, unsre verborgenen 
Snden in das Licht deines Angesichts.
PSA 90:9 Denn alle unsre Tage sind dahingeschwunden durch deinen Zorn, wir 
haben unsre Jahre zugebracht wie ein Geschwtz.
PSA 90:10 Unser Leben whrt siebzig Jahre, und wenn es hoch kommt, so 
sind's achtzig Jahre, und worauf man stolz ist, das war Mhsal und 
Nichtigkeit; denn es fhrt schnell dahin, als flgen wir davon.
PSA 90:11 Wer erkennt aber die Strke deines Zorns, deinen Grimm so, wie 
er zu frchten ist?
PSA 90:12 Lehre uns unsre Tage richtig zhlen, da wir ein weises Herz 
erlangen!
PSA 90:13 Kehre wieder, o HERR, (wie lange verziehst du?) und habe Mitleid 
mit deinen Knechten!
PSA 90:14 Sttige uns frhe mit deiner Gnade, so wollen wir jubeln und 
frhlich sein unser Leben lang.
PSA 90:15 Erfreue uns so viele Tage, wie du uns beugtest, so viele Jahre, 
als wir Unglck sahen.
PSA 90:16 Zeige deinen Knechten dein Werk und deine Herrlichkeit ihren 
Kindern!
PSA 90:17 Und die Freundlichkeit des Herrn, unsres Gottes, sei ber uns, 
und das Werk unsrer Hnde ordne du fr uns, ja, das Werk unsrer Hnde 
ordne du!
PSA 91:1 Wer unter dem Schirm des Hchsten sitzt und unter dem Schatten 
des Allmchtigen wohnt,
PSA 91:2 der spricht zum HERRN: Meine Zuflucht und meine Burg, mein Gott, 
auf den ich traue!
PSA 91:3 Ja, er wird dich erretten von der Schlinge des Voglers und von 
der verderblichen Pest;
PSA 91:4 er wird dich mit seinem Fittich decken, und unter seinen Flgeln 
wirst du dich bergen; seine Treue ist Schirm und Schild.
PSA 91:5 Du brauchst dich nicht zu frchten vor den Schrecken der Nacht, 
vor den Pfeilen, die bei Tage fliegen;
PSA 91:6 vor der Pestilenz, die im Finstern schleicht, vor der Seuche, die 
am Mittag verderbt.
PSA 91:7 Ob tausend fallen zu deiner Seite und zehntausend zu deiner 
Rechten, dir naht sie nicht;
PSA 91:8 nur mit deinen Augen wirst du zusehen und schauen, wie den 
Gottlosen vergolten wird.
PSA 91:9 Denn du [sprichst]: Der HERR ist meine Zuflucht! Den Hchsten 
hast du zu deiner Schutzwehr gemacht;
PSA 91:10 es wird dir kein Unglck zustoen und keine Plage zu deinem 
Zelte sich nahen;
PSA 91:11 denn er hat seine Engel fr dich aufgeboten, da sie dich 
behten auf allen deinen Wegen,
PSA 91:12 da sie dich auf den Hnden tragen und du deinen Fu nicht an 
einen Stein stoest.
PSA 91:13 Auf Lwen und Ottern wirst du treten, wirst zertreten junge 
Lwen und Drachen.
PSA 91:14 Denn er klammert sich an mich an, darum will ich ihn erretten; 
ich will ihn sicherstellen, weil er meinen Namen kennt.
PSA 91:15 Ruft er mich an, so will ich ihn erhren; ich bin bei ihm in der 
Not, ich will ihn herausreien und zu Ehren bringen;
PSA 91:16 ich will ihn sttigen mit langem Leben und ihn seine Lust 
schauen lassen an meinem Heil!
PSA 92:1 Ein Psalmlied. Fr den Sabbattag. (092-2) Gut ist's, dem HERRN zu 
danken und zu singen deinem Namen, du Hchster;
PSA 92:2 (092-3) des Morgens deine Gnade und des Nachts deine Treue zu 
verknden,
PSA 92:3 (092-4) auf der zehnsaitigen Laute und dem Psalter, zum 
Harfenspiel.
PSA 92:4 (092-5) Denn du hast mich erfreut, o HERR, durch dein Tun, und 
ich rhme die Werke deiner Hnde:
PSA 92:5 (092-6) HERR, wie sind deine Werke so gro, deine Gedanken sind 
sehr tief!
PSA 92:6 (092-7) Ein unvernnftiger Mensch erkennt das nicht, und ein Tor 
beachtet es nicht.
PSA 92:7 (092-8) Wenn die Gottlosen grnen wie das Gras und alle beltter 
blhen, so ist's nur, damit sie fr immer vertilgt werden.
PSA 92:8 (092-9) Du aber, HERR, bist auf ewig erhaben!
PSA 92:9 (092-10) Denn siehe, HERR, deine Feinde, ja, deine Feinde kommen 
um, alle beltter werden zerstreut werden!
PSA 92:10 (092-11) Aber mein Horn erhhst du wie das eines Bffels; ich 
werde bergossen mit frischem l;
PSA 92:11 (092-12) und mein Auge wird seine Lust sehen an denen, die mir 
auflauern; und mein Ohr wird seine Lust hren an den Bsen, die sich wider 
mich erheben.
PSA 92:12 (092-13) Der Gerechte wird grnen wie ein Palmbaum, er wird 
wachsen wie eine Zeder auf dem Libanon.
PSA 92:13 (092-14) Die gepflanzt sind im Hause des HERRN, werden in den 
Vorhfen unsres Gottes grnen;
PSA 92:14 (092-15) noch im Alter tragen sie Frucht, sind saftig und frisch,
PSA 92:15 (092-16) zu verknden, da der HERR gerecht ist, mein Fels, und 
da nichts Verkehrtes an ihm ist.
PSA 93:1 Der HERR ist Knig, mit Majestt bekleidet; der HERR ist angetan, 
ist umgrtet mit Macht; auch der Weltkreis steht fest und wird nicht 
wanken.
PSA 93:2 Dein Thron steht von jeher fest; du bist von Ewigkeit her!
PSA 93:3 Die Wasserstrme brausen, o HERR, die Wasserstrme brausen stark, 
die Wasserstrme schwellen mchtig an;
PSA 93:4 aber mchtiger als das Brausen groer Wasser, mchtiger als die 
Meereswellen ist der HERR in der Hhe!
PSA 93:5 Deine Zeugnisse sind sehr zuverlssig; Heiligkeit ist die Zierde 
deines Hauses, o HERR, fr alle Zeiten.
PSA 94:1 Gott der Rache, o HERR, du Gott der Rache, brich hervor!
PSA 94:2 Erhebe dich, du Richter der Erde, gib den Stolzen ihren Lohn!
PSA 94:3 Wie lange sollen die Gottlosen, o HERR, wie lange sollen die 
Gottlosen frohlocken?
PSA 94:4 Sie halten viele und freche Reden; stolz berheben sich alle 
beltter.
PSA 94:5 Sie knebeln dein Volk, o HERR, und unterdrcken dein Erbteil.
PSA 94:6 Sie erwrgen Witwen und Fremdlinge und ermorden Waisen;
PSA 94:7 und dann sagen sie: Der HERR sieht es nicht, und der Gott Jakobs 
achtet es nicht!
PSA 94:8 Nehmt doch Verstand an, ihr Unvernnftigen unter dem Volk, ihr 
Toren, wann wollt ihr klug werden?
PSA 94:9 Der das Ohr gepflanzt hat, sollte der nicht hren? Der das Auge 
gebildet hat, sollte der nicht sehen?
PSA 94:10 Der die Nationen zchtigt, sollte der nicht strafen, er, der die 
Menschen Erkenntnis lehrt?
PSA 94:11 Der HERR kennt die Anschlge der Menschen, [wei,] da sie 
vergeblich sind.
PSA 94:12 Wohl dem Mann, den du, HERR, zchtigst und den du aus deinem 
Gesetze belehrst,
PSA 94:13 ihm Ruhe zu geben vor den Tagen des Unglcks, bis dem Gottlosen 
die Grube gegraben wird.
PSA 94:14 Denn der HERR wird sein Volk nicht verstoen und sein Erbteil 
nicht verlassen;
PSA 94:15 denn zur Gerechtigkeit kehrt das Gericht zurck, und alle 
aufrichtigen Herzen werden ihm folgen!
PSA 94:16 Wer steht mir bei wider die Bsen, wer tritt fr mich ein wider 
die beltter?
PSA 94:17 Wre der HERR nicht meine Hilfe, wie bald wrde meine Seele in 
der Totenstille wohnen!
PSA 94:18 Sooft ich aber auch sprach: Mein Fu ist wankend geworden, hat 
deine Gnade, o HERR, mich gesttzt.
PSA 94:19 Bei den vielen Sorgen in meinem Herzen erquickten deine 
Trstungen meine Seele.
PSA 94:20 Sollte mit dir Gemeinschaft haben der Thron des Verderbens, der 
Unheil schafft; durch Gesetz?
PSA 94:21 Sie greifen die Seele des Gerechten an und verdammen 
unschuldiges Blut.
PSA 94:22 Aber der HERR ward mir zur festen Burg, zum Felsen, wo ich 
Zuflucht fand.
PSA 94:23 Und er lie ihr Unrecht auf sie selber fallen, und er wird sie 
durch ihre eigene Bosheit vertilgen; der HERR, unser Gott, wird sie 
vertilgen.
PSA 95:1 Kommt, lat uns dem HERRN lobsingen und jauchzen dem Felsen 
unsres Heils!
PSA 95:2 Lat uns ihm mit Lobgesang begegnen und mit Psalmen jauchzen!
PSA 95:3 Denn der HERR ist ein groer Gott und ein groer Knig ber alle 
Gtter;
PSA 95:4 in seiner Hand sind die Tiefen der Erde, und die Spitzen der 
Berge gehren ihm;
PSA 95:5 sein ist das Meer, denn er hat es gemacht, und seine Hnde haben 
das Trockene bereitet.
PSA 95:6 Geht ein, lasset uns anbeten und niederknieen, lasset uns 
lobpreisen vor dem HERRN, unserm Schpfer!
PSA 95:7 Denn er ist unser Gott, und wir sind das Volk seiner Weide und 
die Schafe seiner Hand.
PSA 95:8 Wenn ihr heute seine Stimme hret, so verstocket eure Herzen 
nicht, wie zu Meriba, am Tage der Versuchung in der Wste,
PSA 95:9 da mich eure Vter versuchten; sie prften mich; und sahen doch 
meine Werke!
PSA 95:10 Vierzig Jahre empfand ich Ekel vor diesem Geschlecht; und ich 
sprach: Sie sind ein Volk, dessen Herz den Irrweg geht, und sie verstanden 
meine Wege nicht!
PSA 95:11 So da ich schwur in meinem Zorn: Sie sollen nicht eingehen zu 
meiner Ruhe!
PSA 96:1 Singet dem HERRN ein neues Lied, singet dem HERRN, alle Welt!
PSA 96:2 Singet dem HERRN, preiset seinen Namen, prediget Tag fr Tag sein 
Heil!
PSA 96:3 Erzhlet unter den Heiden seine Herrlichkeit, unter allen Vlkern 
seine Wunder!
PSA 96:4 Denn gro ist der HERR und hoch zu loben; er ist 
verehrungswrdiger als alle Gtter.
PSA 96:5 Denn alle Gtter der Vlker sind Gtzen; aber der HERR hat den 
Himmel gemacht.
PSA 96:6 Pracht und Majestt sind vor seinem Angesicht, Macht und 
Herrlichkeit in seinem Heiligtum.
PSA 96:7 Bringet dem HERRN, ihr Vlkerstmme, bringet dem HERRN Ehre und 
Macht!
PSA 96:8 Bringet dem HERRN die Ehre seines Namens, bringet Gaben und gehet 
ein zu seinen Vorhfen!
PSA 96:9 Betet den HERRN an in heiligem Schmuck; erbebet vor ihm, alle 
Welt!
PSA 96:10 Saget unter den Heiden: der HERR regiert! Darum steht auch der 
Erdkreis fest und wankt nicht. Er wird die Vlker richten mit 
Gerechtigkeit.
PSA 96:11 Es freue sich der Himmel, und die Erde frohlocke, es brause das 
Meer und was es erfllt!
PSA 96:12 Es jauchze das Feld und alles, was darauf ist! Alle Bume im 
Wald sollen alsdann jubeln
PSA 96:13 vor dem HERRN; weil er kommt, weil er kommt, die Erde zu 
richten. Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Vlker in 
seiner Treue.
PSA 97:1 Der HERR regiert; die Erde frohlocke, die vielen Inseln seien 
frhlich!
PSA 97:2 Wolken und Dunkel sind um ihn her, Gerechtigkeit und Recht sind 
seines Thrones Feste.
PSA 97:3 Feuer geht vor ihm her und versengt ringsum seine Feinde.
PSA 97:4 Seine Blitze erleuchten den Erdkreis; die Erde sieht es und 
erschrickt.
PSA 97:5 Berge zerschmelzen wie Wachs vor dem HERRN, vor dem Herrscher der 
ganzen Erde.
PSA 97:6 Die Himmel verknden seine Gerechtigkeit, und alle Vlker sehen 
seine Herrlichkeit.
PSA 97:7 Schmen mssen sich alle, die den Bildern dienen und sich der 
Gtzen rhmen; vor ihm beugen sich alle Gtter.
PSA 97:8 Zion hrt es und ist froh; und die Tchter Judas frohlocken, 
HERR, um deiner Gerichte willen.
PSA 97:9 Denn du, HERR, bist der Hchste ber die ganze Erde; du bist hoch 
erhaben ber alle Gtter.
PSA 97:10 Die ihr den HERRN liebt, hasset das Arge! Er bewahrt die Seelen 
seiner Frommen und errettet sie von der Hand der Gottlosen.
PSA 97:11 Licht wird dem Gerechten gespendet und Freude den aufrichtigen 
Herzen.
PSA 97:12 Freuet euch des HERRN, ihr Gerechten, und lobpreiset zum 
Gedchtnis seiner Heiligkeit!
PSA 98:1 Ein Psalm. Singet dem HERRN ein neues Lied! Denn er hat Wunder 
getan; es half ihm seine Rechte und sein heiliger Arm.
PSA 98:2 Der HERR hat sein Heil kundgetan; vor den Augen der Heiden hat er 
seine Gerechtigkeit offenbart.
PSA 98:3 Er hat sich seiner Gnade und Treue gegenber dem Hause Israel 
erinnert; aller Welt Enden sehen das Heil unsres Gottes.
PSA 98:4 Jauchzet dem HERRN, alle Welt; brecht in Jubel aus und singet!
PSA 98:5 Singet dem HERRN mit der Harfe, mit der Harfe und mit klangvoller 
Stimme;
PSA 98:6 mit Trompeten und Posaunenschall spielet vor dem Knig, dem HERRN!
PSA 98:7 Es brause das Meer und was darinnen ist, der Erdkreis und die 
darauf wohnen;
PSA 98:8 die Strme sollen in die Hnde klatschen, alle Berge jubeln vor 
dem HERRN, weil er kommt, die Erde zu richten!
PSA 98:9 Er wird den Erdkreis richten mit Gerechtigkeit und die Vlker in 
Geradheit.
PSA 99:1 Der HERR regiert; die Vlker erzittern; er thront ber Cherubim, 
die Erde wankt!
PSA 99:2 Der HERR ist gro in Zion und hoch erhaben ber alle Vlker.
PSA 99:3 Sie sollen loben deinen groen und furchtbaren Namen (heilig ist 
er)
PSA 99:4 und die Strke des Knigs, der das Recht liebt; du hast die 
Redlichkeit fest gegrndet; Recht und Gerechtigkeit hast du in Jakob gebt.
PSA 99:5 Erhebet den HERRN, unsern Gott, und fallet nieder vor dem Schemel 
seiner Fe! Heilig ist er!
PSA 99:6 Mose und Aaron unter seinen Priestern und Samuel unter denen, die 
seinen Namen anriefen, sie riefen den HERRN an, und er erhrte sie.
PSA 99:7 In der Wolkensule redete er zu ihnen; sie bewahrten seine 
Zeugnisse und die Satzung, die er ihnen gab.
PSA 99:8 HERR, unser Gott, du erhrtest sie; du warst ihnen ein 
vergebender Gott, doch ein Rcher ihrer Missetat.
PSA 99:9 Erhebet den HERRN, unsern Gott, und fallet nieder vor seinem 
heiligen Berg! Denn heilig ist der HERR, unser Gott!
PSA 100:1 Ein Lobgesang. Jauchzet dem HERRN, alle Welt!
PSA 100:2 Dienet dem HERRN mit Freuden, kommt vor sein Angesicht mit Jubel!
PSA 100:3 Erkennet, da der HERR Gott ist; er hat uns gemacht, nicht wir 
uns selbst, zu seinem Volk und zu Schafen seiner Weide.
PSA 100:4 Gehet zu seinen Toren ein mit Danken, zu seinen Vorhfen mit 
Loben; danket ihm, preiset seinen Namen!
PSA 100:5 Denn der HERR ist gut; seine Gnade whrt ewiglich und seine 
Treue von Geschlecht zu Geschlecht.
PSA 101:1 Ein Psalm Davids. Von Gnade und Recht will ich singen; dir, 
HERR, soll es klingen!
PSA 101:2 Ich mchte den unstrflichen Weg kennen lernen! Wann kommst du 
zu mir? Ich will wandeln in Einfalt meines Herzens inmitten meines Hauses.
PSA 101:3 Ich will nichts Schlechtes vor meine Augen stellen; bertretung 
zu ben hasse ich, es soll mir nicht ankleben.
PSA 101:4 Ein verkehrtes Herz soll von mir weichen; den Bsen will ich 
nicht kennen lernen!
PSA 101:5 Wer seinen Nchsten heimlich verleumdet, den vertilge ich; wer 
stolze Augen und ein hochmtiges Herz hat, den mag ich nicht.
PSA 101:6 Ich sehe auf die Treuen im Lande, da sie bei mir wohnen; wer 
auf unstrflichem Wege wandelt, der soll mir dienen.
PSA 101:7 In meinem Hause soll keiner wohnen, der sich Betrgereien 
erlaubt; wer Lgen redet, soll nicht bestehen vor meinen Augen.
PSA 101:8 Jeden Morgen will ich alle Gottlosen im Lande vertilgen, um alle 
beltter auszurotten aus der Stadt des HERRN.
PSA 102:1 Ein Gebet des Elenden, wenn er schmachtet und seine Klage vor 
dem HERRN ausschttet. (0102-2) O HERR, hre mein Gebet, und mein Schreien 
komme vor dich!
PSA 102:2 (0102-3) Verbirg dein Angesicht nicht vor mir am Tage meiner 
Not; neige dein Ohr zu mir; am Tage, da ich dich anrufe, erhre mich 
eilends!
PSA 102:3 (0102-4) Denn meine Tage sind in Rauch aufgegangen, und meine 
Gebeine glhen wie ein Ofen.
PSA 102:4 (0102-5) Mein Herz ist geschlagen und verdorrt wie Gras; denn 
ich habe vergessen, mein Brot zu essen.
PSA 102:5 (0102-6) Vor lauter Seufzen kleben meine Knochen an meinem 
Fleisch.
PSA 102:6 (0102-7) Ich gleiche einer Rohrdommel in der Wste, bin wie ein 
Kuzlein in den Ruinen;
PSA 102:7 (0102-8) ich wache und bin wie ein einsamer Vogel auf dem Dach.
PSA 102:8 (0102-9) Tglich schmhen mich meine Feinde, und die wider mich 
toben, schwren bei mir;
PSA 102:9 (0102-10) denn ich esse Asche wie Brot und mische meinen Trank 
mit Trnen
PSA 102:10 (0102-11) wegen deines Grimms und deines Zorns, da du mich 
aufgehoben und hingeschleudert hast.
PSA 102:11 (0102-12) Meine Tage sind wie ein langgestreckter Schatten, und 
ich verdorre wie Gras.
PSA 102:12 (0102-13) Aber du, o HERR, bleibst ewig und dein Gedchtnis von 
einem Geschlecht zum andern.
PSA 102:13 (0102-14) Du wollest dich aufmachen und dich ber Zion 
erbarmen; denn es ist Zeit, da du ihr gndig seiest, die Stunde ist 
gekommen!
PSA 102:14 (0102-15) Denn deine Knechte lieben Zions Steine und trauern 
ber ihren Schutt.
PSA 102:15 (0102-16) Dann werden die Heiden den Namen des HERRN frchten 
und alle Knige auf Erden deine Herrlichkeit,
PSA 102:16 (0102-17) wenn der HERR Zion gebaut hat und erschienen ist in 
seiner Herrlichkeit,
PSA 102:17 (0102-18) wenn er sich zum Gebet der Heimatlosen gewendet und 
ihr Gebet nicht verachtet hat.
PSA 102:18 (0102-19) Das wird man aufschreiben fr das sptere Geschlecht, 
und das Volk, das geschaffen werden soll, wird den HERRN loben,
PSA 102:19 (0102-20) da er herabgeschaut hat von der Hhe seines 
Heiligtums, da der HERR vom Himmel zur Erde geblickt hat,
PSA 102:20 (0102-21) zu hren das Seufzen der Gefangenen und loszumachen 
die Kinder des Todes;
PSA 102:21 (0102-22) auf da sie den Namen des HERRN preisen zu Zion und 
sein Lob in Jerusalem,
PSA 102:22 (0102-23) wenn die Vlker sich versammeln allzumal und die 
Knigreiche, dem HERRN zu dienen.
PSA 102:23 (0102-24) Er hat auf dem Wege meine Kraft gebeugt, meine Tage 
verkrzt.
PSA 102:24 (0102-25) Ich spreche: Mein Gott, nimm mich nicht weg in der 
Hlfte meiner Tage! Deine Jahre whren fr und fr.
PSA 102:25 (0102-26) Du hast vormals die Erde gegrndet, und die Himmel 
sind deiner Hnde Werk.
PSA 102:26 (0102-27) Sie werden vergehen, du aber bleibst; sie alle werden 
wie ein Kleid veralten, wie ein Gewand wirst du sie wechseln, und sie 
werden verschwinden.
PSA 102:27 (0102-28) Du aber bleibst, der du bist, und deine Jahre nehmen 
kein Ende!
PSA 102:28 (0102-29) Die Kinder deiner Knechte werden bleiben, und ihr 
Same wird vor dir bestehen.
PSA 103:1 Von David. Lobe den HERRN, meine Seele, und alles, was in mir 
ist, seinen heiligen Namen!
PSA 103:2 Lobe den HERRN, meine Seele, und vergi nicht, was er dir Gutes 
getan!
PSA 103:3 Der dir alle deine Snden vergibt und alle deine Gebrechen heilt;
PSA 103:4 der dein Leben vom Verderben erlst, der dich krnt mit Gnade 
und Barmherzigkeit;
PSA 103:5 der dein Alter mit Gutem sttigt, da du wieder jung wirst wie 
ein Adler.
PSA 103:6 Der HERR bt Gerechtigkeit und schafft allen Unterdrckten Recht.
PSA 103:7 Er hat seine Wege Mose kundgetan, den Kindern Israel seine Taten.
PSA 103:8 Barmherzig und gndig ist der HERR, geduldig und von groer Gte.
PSA 103:9 Er wird nicht immerdar hadern und nicht ewiglich zrnen.
PSA 103:10 Er hat nicht mit uns gehandelt nach unsern Snden und uns nicht 
vergolten nach unsrer Missetat;
PSA 103:11 denn so hoch der Himmel ber der Erde ist, so gro ist seine 
Gnade ber die, so ihn frchten;
PSA 103:12 so fern der Morgen ist vom Abend, hat er unsre bertretung von 
uns entfernt.
PSA 103:13 Wie sich ein Vater ber Kinder erbarmt, so erbarmt sich der 
HERR ber die, so ihn frchten;
PSA 103:14 denn er wei, was fr ein Gemchte wir sind; er denkt daran, 
da wir Staub sind.
PSA 103:15 Eines Menschen Tage sind wie Gras; er blht wie eine Blume auf 
dem Felde;
PSA 103:16 wenn ein Wind darber geht, so ist sie nimmer da, und ihre 
Sttte kennt sie nicht mehr;
PSA 103:17 aber die Gnade des HERRN whrt von Ewigkeit zu Ewigkeit ber 
die, so ihn frchten, und seine Gerechtigkeit auf Kindeskind;
PSA 103:18 bei denen, die seinen Bund bewahren und an seine Gebote 
gedenken, sie zu tun.
PSA 103:19 Der HERR hat seinen Thron im Himmel gegrndet, und seine 
Herrschaft erstreckt sich ber alles.
PSA 103:20 Lobet den HERRN, ihr seine Engel, ihr starken Helden, die ihr 
seinen Befehl ausrichtet, gehorsam der Stimme seines Worts!
PSA 103:21 Lobet den HERRN, alle seine Heerscharen, seine Diener, die ihr 
seinen Willen tut!
PSA 103:22 Lobet den HERRN, alle seine Werke, an allen Orten seiner 
Herrschaft! Lobe den HERRN, meine Seele!
PSA 104:1 Lobe den HERRN, meine Seele! HERR, mein Gott, du bist sehr gro; 
mit Pracht und Majestt bist du angetan,
PSA 104:2 du, der in Licht sich hllt wie in ein Gewand, der den Himmel 
ausspannt wie ein Zelt,
PSA 104:3 der sich seinen Sller zimmert aus Wasser, Wolken zu seinem 
Wagen macht und auf den Fittichen des Windes einherfhrt,
PSA 104:4 der Winde zu seinen Boten macht, Feuerflammen zu seinen Dienern.
PSA 104:5 Er hat die Erde auf ihre Grundfesten gesttzt, da sie 
nimmermehr wanken wird.
PSA 104:6 Mit der Flut decktest du sie wie mit einem Kleid; die Wasser 
standen ber den Bergen;
PSA 104:7 aber vor deinem Schelten flohen sie, von deiner Donnerstimme 
wurden sie verscheucht.
PSA 104:8 Berge stiegen empor, Tler senkten sich zu dem Ort, welchen du 
ihnen gesetzt hast.
PSA 104:9 Du hast den Wassern eine Grenze gesetzt, die sie nicht 
berschreiten sollen; sie drfen die Erde nicht wiederum bedecken.
PSA 104:10 Du lssest Quellen entspringen in den Tlern; sie flieen 
zwischen den Bergen hin;
PSA 104:11 sie trnken alle Tiere des Feldes; die Wildesel lschen ihren 
Durst.
PSA 104:12 ber ihnen wohnen die Vgel des Himmels; die lassen aus dem 
Dickicht ihre Stimme erschallen.
PSA 104:13 Du trnkst die Berge von deinem Sller herab; von der Frucht 
deiner Werke wird die Erde satt.
PSA 104:14 Du lssest Gras wachsen fr das Vieh und Pflanzen, die der 
Mensch bearbeiten soll, um Nahrung aus der Erde zu ziehen;
PSA 104:15 und damit der Wein des Menschen Herz erfreue und seine Gestalt 
schn werde vom l und das Brot das Herz des Menschen strke.
PSA 104:16 Die Bume des HERRN trinken sich satt, die Zedern Libanons, die 
er gepflanzt hat,
PSA 104:17 woselbst die Vgel nisten und der Storch, der die Zypressen 
bewohnt.
PSA 104:18 Die hohen Berge sind fr die Steinbcke, die Felsenklfte sind 
der Klippdachsen Zuflucht.
PSA 104:19 Er hat den Mond fr bestimmte Zeiten gemacht; die Sonne wei 
ihren Untergang.
PSA 104:20 Schaffst du Finsternis, und wird es Nacht, so regen sich alle 
Tiere des Waldes.
PSA 104:21 Die jungen Lwen brllen nach Raub und verlangen ihre Nahrung 
von Gott.
PSA 104:22 Geht die Sonne auf, so ziehen sie sich zurck und legen sich in 
ihre Hhlen;
PSA 104:23 der Mensch aber geht aus an sein Tagewerk, an seine Arbeit bis 
zum Abend.
PSA 104:24 HERR, wie sind deiner Werke so viel! Du hast sie alle weislich 
geordnet, und die Erde ist voll deiner Geschpfe.
PSA 104:25 Da ist das Meer, so gro und weit ausgedehnt; darin wimmelt es 
ohne Zahl, kleine Tiere samt groen;
PSA 104:26 da fahren die Schiffe; der Leviatan, den du gemacht hast, um 
darin zu spielen.
PSA 104:27 Sie alle warten auf dich, da du ihnen ihre Speise gebest zu 
seiner Zeit;
PSA 104:28 wenn du ihnen gibst, so sammeln sie; wenn du deine Hand 
auftust, so werden sie mit Gut gesttigt;
PSA 104:29 verbirgst du dein Antlitz, so erschrecken sie; nimmst du ihren 
Odem weg, so vergehen sie und werden wieder zu Staub;
PSA 104:30 sendest du deinen Odem aus, so werden sie erschaffen, und du 
erneuerst die Gestalt der Erde.
PSA 104:31 Die Herrlichkeit des HERRN whre ewig! Mge der HERR Freude 
erleben an seinen Werken!
PSA 104:32 Blickt er die Erde an, so zittert sie; rhrt er die Berge an, 
so rauchen sie.
PSA 104:33 Ich will dem HERRN singen mein Leben lang, meinen Gott 
lobpreisen, solange ich noch bin.
PSA 104:34 Mge mein Gedicht ihm wohlgefallen! Ich freue mich am HERRN.
PSA 104:35 Mchten die Snder von der Erde vertilgt werden und die 
Gottlosen nicht mehr sein! Lobe den HERRN, meine Seele! Hallelujah!
PSA 105:1 Danket dem HERRN, ruft seinen Namen an, macht unter den Vlkern 
seine Taten bekannt!
PSA 105:2 Singet vor ihm, spielet vor ihm, redet von allen seinen Wundern!
PSA 105:3 Rhmet euch seines heiligen Namens! Es freue sich das Herz 
derer, die den HERRN suchen!
PSA 105:4 Fragt nach dem HERRN und nach seiner Macht, suchet sein 
Angesicht allezeit!
PSA 105:5 Gedenket seiner Wunder, die er getan, seiner Zeichen und der 
Urteile seines Mundes!
PSA 105:6 O Same Abrahams, seines Knechtes, o ihr Shne Jakobs, seine 
Auserkorenen!
PSA 105:7 Er, der HERR, ist unser Gott; auf der ganzen Erde gilt sein 
Recht.
PSA 105:8 Er gedenkt auf ewig an seinen Bund, an das Wort, das er tausend 
Geschlechtern befohlen hat;
PSA 105:9 [des Bundes,] den er mit Abraham geschlossen, seines Eides, den 
er Isaak geschworen hat.
PSA 105:10 Er stellte ihn auf fr Jakob als Satzung, fr Israel als ewigen 
Bund,
PSA 105:11 da er sprach: Dir gebe ich das Land Kanaan als euer Erbteil,
PSA 105:12 da sie noch leicht zu zhlen waren, gar wenige und Fremdlinge 
darin,
PSA 105:13 und wandern muten von einem Volk zum andern und von einem 
Knigreich zum andern.
PSA 105:14 Er lie sie von keinem Menschen bedrcken und zchtigte Knige 
um ihretwillen:
PSA 105:15 Tastet meine Gesalbten nicht an und tut meinen Propheten kein 
Leid!
PSA 105:16 Und er rief eine Hungersnot herbei ber das Land und zerschlug 
jegliche Sttze an Brot.
PSA 105:17 Er sandte einen Mann vor ihnen her, Joseph ward zum Sklaven 
verkauft!
PSA 105:18 Sie zwangen seinen Fu in einen Stock; seine Seele geriet in 
Fesseln;
PSA 105:19 bis zur Zeit, da sein Wort eintraf und der Ausspruch des HERRN 
ihn gelutert hatte.
PSA 105:20 Der Knig sandte hin und befreite ihn; der die Vlker 
beherrschte, lie ihn los.
PSA 105:21 Er setzte ihn zum Herrn ber sein Haus und zum Herrscher ber 
alle seine Gter,
PSA 105:22 da er seine Frsten nach Belieben binde und seine ltesten 
unterweise.
PSA 105:23 Da zog Israel nach gypten, und Jakob wurde ein Fremdling im 
Lande Hams.
PSA 105:24 Und er machte sein Volk sehr fruchtbar und lie es zahlreicher 
werden als seine Drnger.
PSA 105:25 Er wandte ihr Herz, sein Volk zu hassen, arglistig zu handeln 
an seinen Knechten.
PSA 105:26 Er sandte Mose, seinen Knecht, Aaron, den er erwhlt hatte.
PSA 105:27 Die verrichteten seine Zeichen unter ihnen und taten Wunder im 
Lande Hams.
PSA 105:28 Er sandte Finsternis, und es ward Nacht, damit sie seinen 
Worten nicht widerstreben mchten.
PSA 105:29 Er verwandelte ihre Gewsser in Blut und ttete ihre Fische;
PSA 105:30 ihr Land wimmelte von Frschen bis in die Gemcher ihrer Knige.
PSA 105:31 Er sprach; und es kamen Fliegenschwrme, Mcken in alle ihre 
Grenzen.
PSA 105:32 Er gab ihnen Hagel statt Regen, Feuerflammen auf ihr Land;
PSA 105:33 und er schlug ihre Weinstcke und Feigenbume und zerbrach die 
Bume in ihrem Land.
PSA 105:34 Er sprach; da kamen Heuschrecken und Kfer ohne Zahl,
PSA 105:35 die fraen alles Kraut im Lande und verzehrten ihre Feldfrchte.
PSA 105:36 Und er schlug alle Erstgeburt in ihrem Lande, alle Erstlinge 
ihrer Kraft.
PSA 105:37 Aber sie lie er ausziehen mit Silber und Gold, und es war kein 
Strauchelnder unter ihren Stmmen.
PSA 105:38 gypten war froh, da sie gingen; denn der Schrecken vor ihnen 
war auf sie gefallen.
PSA 105:39 Er breitete vor ihnen eine Wolke aus zur Decke und Feuer, um 
die Nacht zu erleuchten.
PSA 105:40 Sie forderten; da lie er Wachteln kommen und sttigte sie mit 
Himmelsbrot.
PSA 105:41 Er ffnete den Felsen; da flo Wasser heraus; es flo ein Bach 
in der Wste.
PSA 105:42 Denn er gedachte an sein heiliges Wort, an Abraham, seinen 
Knecht.
PSA 105:43 Er lie sein Volk ausziehen mit Freuden, mit Jubel seine 
Auserwhlten.
PSA 105:44 Und er gab ihnen die Lnder der Heiden; und woran die Vlker 
sich abgemht hatten, das nahmen sie in Besitz;
PSA 105:45 auf da sie seine Satzungen halten und seine Lehren bewahren 
mchten. Hallelujah!
PSA 106:1 Hallelujah! Danket dem HERRN, denn er ist gtig, seine Gnade 
whrt ewiglich!
PSA 106:2 Wer kann die Machttaten des HERRN beschreiben und allen seinen 
Ruhm verknden?
PSA 106:3 Wohl denen, die das Recht beachten, die Gerechtigkeit ben 
allezeit!
PSA 106:4 Gedenke meiner, o HERR, aus Gnaden gegen dein Volk, suche mich 
heim mit deinem Heil,
PSA 106:5 da ich einen Einblick bekomme in das Wohlergehen deiner 
Auserwhlten, mich freue an der Freude deines Volkes und mich deines 
Erbteils rhme.
PSA 106:6 Wir haben gesndigt samt unsern Vtern, wir haben verkehrt 
gehandelt, wir haben gefrevelt.
PSA 106:7 Unsre Vter in gypten hatten nicht acht auf deine Wunder, sie 
gedachten nicht an die Gre deiner Gte und waren widerspenstig am Meer, 
am Schilfmeer.
PSA 106:8 Aber er half ihnen um seines Namens willen, um seine Strke 
kundzutun.
PSA 106:9 Und er bedrohte das Schilfmeer, da es vertrocknete, und lie 
sie durch die Tiefen gehen wie auf einer Steppe.
PSA 106:10 Und er rettete sie von der Hand des Hassers und erlste sie aus 
der Hand des Feindes.
PSA 106:11 Und das Wasser bedeckte ihre Bedrnger, nicht einer von ihnen 
blieb brig.
PSA 106:12 Da glaubten sie seinen Worten und sangen sein Lob.
PSA 106:13 Aber sie vergaen seine Werke bald, sie warteten nicht auf 
seinen Rat,
PSA 106:14 sondern lieen sich gelsten in der Wste und versuchten Gott 
in der Einde.
PSA 106:15 Und er gab ihnen, was sie forderten, sandte aber eine Seuche 
unter sie.
PSA 106:16 Und sie wurden eiferschtig auf Mose im Lager, auf Aaron, den 
Heiligen des HERRN.
PSA 106:17 Da tat sich die Erde auf und verschlang Datan und bedeckte die 
Rotte Abirams;
PSA 106:18 und Feuer verzehrte ihre Rotte, die Flamme versengte die 
Gottlosen.
PSA 106:19 Sie machten ein Kalb am Horeb und warfen sich nieder vor dem 
gegossenen Bild.
PSA 106:20 Sie vertauschten ihre Herrlichkeit gegen das Abbild eines 
Stiers, der Gras frit.
PSA 106:21 Sie vergaen Gottes, ihres Retters, der groe Dinge in gypten 
getan,
PSA 106:22 Wunder im Lande Hams, Furchtbares am Schilfmeer.
PSA 106:23 Und er gedachte sie zu vertilgen, wenn nicht Mose, sein 
Auserwhlter, in den Ri getreten wre vor seinem Angesicht, um seinen 
Grimm abzuwenden, da er sie nicht vertilgte.
PSA 106:24 Sie verachteten das liebliche Land, sie glaubten seinem Worte 
nicht.
PSA 106:25 Und sie murrten in ihren Zelten, sie gehorchten nicht der 
Stimme des HERRN.
PSA 106:26 Da erhob er seine Hand [und schwur], sie niederzustrecken in 
der Wste
PSA 106:27 und ihren Samen unter die Nationen zu werfen und sie zu 
zerstreuen in die Lnder.
PSA 106:28 Und sie hngten sich an den Baal-Peor und aen Opfer der toten 
[Gtzen],
PSA 106:29 und sie erzrnten ihn mit ihrem Tun; da brach die Plage unter 
ihnen aus.
PSA 106:30 Aber Pinehas trat auf und bte Gericht, so da die Plage 
aufgehalten ward.
PSA 106:31 Das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet auf alle 
Geschlechter, in Ewigkeit.
PSA 106:32 Und sie erzrnten ihn am Haderwasser, und es erging Mose bel 
um ihretwillen.
PSA 106:33 Denn sie betrbten seinen Geist, und er redete unbedacht mit 
seinen Lippen.
PSA 106:34 Sie vertilgten die Vlker nicht, von denen der HERR ihnen 
gesagt hatte;
PSA 106:35 sondern lieen sich ein mit den Heiden und lernten ihre Weise.
PSA 106:36 Und sie dienten ihren Gtzen, und diese wurden ihnen zum 
Fallstrick.
PSA 106:37 Und sie opferten ihre Shne und ihre Tchter den bsen Geistern.
PSA 106:38 Und sie vergossen unschuldiges Blut, das Blut ihrer Shne und 
ihrer Tchter, welche sie den Gtzen Kanaans opferten, und so wurde das 
Land durch Blutschulden entweiht.
PSA 106:39 Und sie befleckten sich mit ihren Werken und hurten mit ihrem 
Tun.
PSA 106:40 Da entbrannte der Zorn des HERRN wider sein Volk, und er fate 
einen Abscheu gegen sein Erbe.
PSA 106:41 Und er gab sie in die Hand der Nationen, da ihre Hasser ber 
sie herrschten.
PSA 106:42 Und ihre Feinde bedrckten sie, und sie wurden gedemtigt unter 
ihre Hand.
PSA 106:43 Er errettete sie oftmals; aber sie widerstrebten ihm mit ihren 
Anschlgen und kamen herunter durch eigene Schuld.
PSA 106:44 Aber er sah ihre Not an, als er ihr Schreien hrte,
PSA 106:45 und gedachte seines Bundes mit ihnen und empfand Mitleid nach 
seiner groen Huld
PSA 106:46 und lie sie Erbarmen finden bei denen, die sie gefangen 
hielten.
PSA 106:47 Hilf uns, HERR, unser Gott, sammle uns aus den Heiden, da wir 
deinem heiligen Namen danken und uns glcklich preisen, zu deinem Ruhm!
PSA 106:48 Gelobt sei der HERR, der Gott Israels, von Ewigkeit zu 
Ewigkeit, und alles Volk soll sagen: Amen! Hallelujah!
PSA 107:1 Danket dem Herrn, denn er ist gtig, denn seine Gnade whrt 
ewig!
PSA 107:2 So sollen sagen die Erlsten des HERRN, die er aus der Hand des 
Feindes erlst
PSA 107:3 und die er aus den Lndern zusammengebracht hat, vom Aufgang und 
vom Niedergang, von Mitternacht und vom Meer,
PSA 107:4 die irregingen in der Wste, auf ungebahntem Weg und keine Stadt 
fanden, wo sie wohnen konnten,
PSA 107:5 hungrig und durstig, da ihre Seele in ihnen verschmachtete.
PSA 107:6 Da schrieen sie zum HERRN in ihrer Not, und er rettete sie aus 
ihren ngsten
PSA 107:7 und fhrte sie auf den rechten Weg, da sie zu einer bewohnten 
Stadt gelangten,
PSA 107:8 die sollen dem HERRN danken fr seine Gnade und fr seine Wunder 
an den Menschenkindern,
PSA 107:9 da er die durstige Seele getrnkt und die hungernde Seele mit 
Gutem gesttigt hat!
PSA 107:10 Die in Finsternis und Todesschatten saen, gebunden in Elend 
und Eisen,
PSA 107:11 weil sie den Geboten Gottes widerstrebt und den Rat des 
Hchsten verachtet hatten,
PSA 107:12 so da er ihr Herz durch Strafe beugte, da sie dalagen und 
ihnen niemand half.
PSA 107:13 Da schrieen sie zum HERRN in ihrer Not, und er rettete sie aus 
ihren ngsten,
PSA 107:14 und fhrte sie aus Finsternis und Todesschatten heraus und 
zerri ihre Bande,
PSA 107:15 die sollen dem HERRN danken fr seine Gnade und fr seine 
Wunder an den Menschenkindern,
PSA 107:16 da er eherne Tren zerbricht und eiserne Riegel zerschlgt!
PSA 107:17 Die Toren, die wegen ihrer bertretung und um ihrer Missetaten 
willen geplagt wurden,
PSA 107:18 da ihrer Seele vor aller Nahrung ekelte und sie nahe waren den 
Pforten des Todes.
PSA 107:19 Da schrieen sie zum HERRN in ihrer Not, und er rettete sie aus 
ihren ngsten.
PSA 107:20 Er sandte sein Wort und machte sie gesund und lie sie ihren 
Grbern entrinnen,
PSA 107:21 die sollen dem HERRN danken fr seine Gnade und fr seine 
Wunder an den Menschenkindern,
PSA 107:22 sollen ihm Dankopfer bringen und seine Taten jubelnd erzhlen!
PSA 107:23 Die in Schiffen sich aufs Meer begaben und Handel trieben auf 
groen Wassern,
PSA 107:24 die des HERRN Werke sahen und seine Wunder auf hoher See,
PSA 107:25 wenn er sprach und einen Sturmwind erregte, der die Wellen in 
die Hhe warf,
PSA 107:26 da sie emporfuhren gen Himmel und hinabfuhren zur Tiefe und 
ihre Seele vor Angst verging;
PSA 107:27 da sie wirbelten und schwankten wie Trunkene, und alle ihre 
Weisheit dahin war.
PSA 107:28 Da schrieen sie zum HERRN in ihrer Not, und er fhrte sie 
heraus aus ihren ngsten;
PSA 107:29 er stillte den Sturm, da er schwieg und die Wellen sich 
beruhigten;
PSA 107:30 und jene wurden froh, da sie sich legten; und er fhrte sie an 
das erwnschte Gestade,
PSA 107:31 die sollen dem HERRN danken fr seine Gnade und fr seine 
Wunder an den Menschenkindern
PSA 107:32 und sollen ihn erheben in der Versammlung des Volkes und im 
Kreise der ltesten ihn rhmen!
PSA 107:33 Er machte Strme zur Wste und lie Wasserquellen vertrocknen;
PSA 107:34 fruchtbares Land wurde zur Salzwste wegen der Bosheit derer, 
die es bewohnten.
PSA 107:35 Er machte aber auch die Wste zum Wasserteich und drres Land 
zu Wasserquellen.
PSA 107:36 Und er lie Hungrige daselbst wohnen, und sie grndeten eine 
bewohnte Stadt;
PSA 107:37 und sie sten cker an und pflanzten Weinberge und hatten von 
den Frchten einen schnen Ertrag;
PSA 107:38 und er segnete sie, da sie sich stark mehrten, und auch ihres 
Viehs machte er nicht wenig,
PSA 107:39 nachdem sie vermindert worden waren und gedemtigt durch den 
Druck des Unglcks und Kummers,
PSA 107:40 als er Verachtung auf die Frsten go und sie irregehen lie in 
unwegsamer Wildnis;
PSA 107:41 aber er erhob den Armen aus dem Elend und machte die 
Geschlechter wie Schafherden.
PSA 107:42 Die Redlichen sollen es sehen und sich freuen, und alle Bosheit 
soll ihr Maul verschlieen!
PSA 107:43 Wer weise ist, der beobachte solches und merke sich die 
Gnadenerweisungen des HERRN!
PSA 108:1 Ein Psalmlied. Von David. (0108-2) O Gott, mein Herz ist bereit: 
ich will singen und spielen; wach auf, meine Seele!
PSA 108:2 (0108-3) Psalter und Harfe, wacht auf! Ich will die Morgenrte 
wecken.
PSA 108:3 (0108-4) HERR, ich will dir danken unter den Vlkern und dir 
singen unter den Nationen;
PSA 108:4 (0108-5) denn gro bis ber den Himmel ist deine Gnade, und bis 
an die Wolken reicht deine Treue.
PSA 108:5 (0108-6) Erhebe dich ber die Himmel, o Gott, und ber die ganze 
Erde deine Herrlichkeit!
PSA 108:6 (0108-7) Auf da deine Geliebten errettet werden, la siegen 
deine Rechte und erhre uns!
PSA 108:7 (0108-8) Gott hat gesprochen in seinem Heiligtum: Ich will 
frohlocken! Ich will Sichem verteilen und das Tal Suchot ausmessen.
PSA 108:8 (0108-9) Gilead ist mein, Manasse ist mein, Ephraim ist meines 
Hauptes Wehr, Juda mein Herrscherstab;
PSA 108:9 (0108-10) Moab ist mein Waschbecken, ber Edom werfe ich meinen 
Schuh, ber Philista jauchze ich!
PSA 108:10 (0108-11) Wer fhrt mich in eine feste Stadt, wer geleitet mich 
bis nach Edom?
PSA 108:11 (0108-12) Hast du, o Gott, uns nicht verstoen und willst nicht 
ausziehen, o Gott, mit unserm Heer?
PSA 108:12 (0108-13) Schaffe uns Hilfe in der Not, denn eitel ist 
Menschenhilfe!
PSA 108:13 (0108-14) Mit Gott wollen wir Taten tun; er wird unsre Feinde 
untertreten.
PSA 109:1 Dem Vorsnger. Ein Psalm Davids. Gott, den ich rhme, schweige 
nicht!
PSA 109:2 Denn sie haben ihr gottloses und falsches Maul wider mich 
aufgetan; sie sagen mir Lgen ins Gesicht,
PSA 109:3 sie bieten gehssige Worte ber mich herum und bekmpfen mich 
ohne Grund.
PSA 109:4 Dafr, da ich sie liebe, sind sie mir feind; ich aber bete.
PSA 109:5 Sie beweisen mir Bses fr Gutes und Ha fr Liebe.
PSA 109:6 Bestelle einen Gesetzlosen ber ihn, und ein Anklger stehe zu 
seiner Rechten!
PSA 109:7 Wenn er gerichtet wird, so mge er schuldig gesprochen werden, 
und sein Gebet werde ihm zur Snde!
PSA 109:8 Seiner Tage seien wenige, und sein Amt empfange ein anderer!
PSA 109:9 Seine Kinder sollen Waisen werden und sein Weib eine Witwe!
PSA 109:10 Seine Kinder mssen umherwanken und betteln, hilfesuchend aus 
ihren Ruinen hervorkommen!
PSA 109:11 Der Glubiger nehme ihm alles weg, und Fremde sollen plndern, 
was er sich erworben.
PSA 109:12 Niemand gebe ihm Gnadenfrist, und keiner erbarme sich seiner 
Waisen!
PSA 109:13 Seine Nachkommenschaft falle der Ausrottung anheim, ihr Name 
erlsche im zweiten Geschlecht!
PSA 109:14 Seiner Vter Missetat msse gedacht werden vor dem HERRN, und 
seiner Mutter Snde werde nicht ausgetilgt!
PSA 109:15 Der HERR habe sie bestndig vor Augen, da ihr Gedchtnis von 
der Erde vertilgt werde,
PSA 109:16 weil er nicht daran dachte, Barmherzigkeit zu ben, sondern den 
Elenden und Armen verfolgte und den Niedergeschlagenen, um ihn in den Tod 
zu treiben.
PSA 109:17 Da er den Fluch liebte, so komme er ber ihn; und da er den 
Segen nicht begehrte, so sei er fern von ihm!
PSA 109:18 Er zog den Fluch an wie sein Gewand; so dringe er in sein 
Inneres wie Wasser und wie l in seine Gebeine;
PSA 109:19 er sei ihm wie das Kleid, das er anzieht, und wie der Gurt, 
damit er sich stndig umgrtet!
PSA 109:20 Das sei der Lohn meiner Anklger vonseiten des HERRN, derer, 
welche Arges wider meine Seele reden!
PSA 109:21 Du aber, o HERR, mein Herr, handle mit mir um deines Namens 
willen; denn deine Gnade ist gut; darum errette mich!
PSA 109:22 Denn ich bin elend und arm, und mein Herz ist verwundet in 
meiner Brust.
PSA 109:23 Wie ein Schatten, wenn er sich neigt, schleiche ich dahin; ich 
werde verscheucht wie eine Heuschrecke.
PSA 109:24 Meine Knie wanken vom Fasten, mein Fleisch magert gnzlich ab;
PSA 109:25 und ich bin ihnen zum Gesptt geworden; wer mich sieht, 
schttelt den Kopf.
PSA 109:26 Hilf mir, o HERR, mein Gott! Rette mich nach deiner Gnade,
PSA 109:27 so wird man erkennen, da dies deine Hand ist, da du, HERR, 
solches getan hast.
PSA 109:28 Fluchen sie, so segne du; setzen sie sich wider mich, so mssen 
sie zuschanden werden; aber dein Knecht msse sich freuen.
PSA 109:29 Meine Anklger mssen Schmach anziehen und in ihre Schande sich 
hllen wie in einen Mantel.
PSA 109:30 Ich will den HERRN laut preisen mit meinem Munde und inmitten 
vieler ihn rhmen,
PSA 109:31 weil er dem Armen zur Seite steht, ihn zu retten von denen, die 
ihn verurteilen.
PSA 110:1 Ein Psalm Davids. Der HERR sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu 
meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Fe!
PSA 110:2 Der HERR wird das Zepter deiner Macht ausstrecken von Zion: 
Herrsche inmitten deiner Feinde!
PSA 110:3 Dein Volk kommt freiwillig am Tage deines Kriegszuges; in 
heiligem Schmuck, aus dem Scho der Morgenrte, tritt der Tau deiner 
Jungmannschaft hervor.
PSA 110:4 Der HERR hat geschworen und wird es nicht bereuen: Du bist 
Priester in Ewigkeit nach der Weise Melchisedeks!
PSA 110:5 Der Herr, zu deiner Rechten, hat Knige zerschmettert am Tage 
seines Zorns.
PSA 110:6 Er wird richten unter den Nationen, es wird viele Leichname 
geben, er zerschmettert das Haupt ber ein groes Land.
PSA 110:7 Er wird trinken vom Bach am Wege; darum wird er das Haupt 
erheben.
PSA 111:1 Hallelujah! Ich will den HERRN loben von ganzem Herzen im Kreise 
der Redlichen und in der Gemeinde.
PSA 111:2 Gro sind die Werke des HERRN, erforscht von allen, die sie 
lieben.
PSA 111:3 Glnzend und prchtig ist sein Tun, und seine Gerechtigkeit 
besteht ewiglich.
PSA 111:4 Er hat ein Gedchtnis seiner Wunder gestiftet; gndig und 
barmherzig ist der HERR.
PSA 111:5 Er hat Speise gegeben denen, die ihn frchten, seines Bundes 
wird er ewiglich gedenken.
PSA 111:6 Er hat seinem Volk seine kraftvollen Taten kundgetan, da er 
ihnen das Erbe der Heiden gab.
PSA 111:7 Die Werke seiner Hnde sind treu und gerecht, alle seine 
Verordnungen unwandelbar,
PSA 111:8 besttigt fr immer und ewig, ausgefhrt in Treue und 
Redlichkeit.
PSA 111:9 Er hat seinem Volk Erlsung gesandt, auf ewig verordnet seinen 
Bund; heilig und furchtbar ist sein Name.
PSA 111:10 Die Furcht des HERRN ist der Weisheit Anfang; sie macht alle 
klug, die sie ben. Sein Ruhm besteht ewiglich.
PSA 112:1 Hallelujah! Wohl dem, der den HERRN frchtet, der groe Lust hat 
an seinen Geboten!
PSA 112:2 Des Same wird gewaltig sein auf Erden; das Geschlecht der 
Redlichen wird gesegnet sein.
PSA 112:3 Reichtum und Flle ist in seinem Hause, und seine Gerechtigkeit 
besteht ewiglich.
PSA 112:4 Den Redlichen geht ein Licht auf in der Finsternis, gndig, 
barmherzig und gerecht.
PSA 112:5 Wohl dem Manne, der barmherzig ist und leiht; er wird sein Recht 
behaupten im Gericht;
PSA 112:6 denn er wird ewiglich nicht wanken; des Gerechten wird ewiglich 
gedacht.
PSA 112:7 Vor bsem Gercht frchtet er sich nicht; sein Herz vertraut 
fest auf den HERRN.
PSA 112:8 Sein Herz ist getrost, er frchtet sich nicht, bis er seine Lust 
an seinen Feinden sieht.
PSA 112:9 Er hat ausgestreut, er hat den Armen gegeben; seine 
Gerechtigkeit besteht ewiglich, sein Horn wird emporragen in Ehren.
PSA 112:10 Der Gottlose wird es sehen und sich rgern; er wird mit den 
Zhnen knirschen und vergehen; der Gottlosen Wunsch bleibt unerfllt.
PSA 113:1 Hallelujah! Lobet, ihr Knechte des HERRN, lobet den Namen des 
HERRN!
PSA 113:2 Gepriesen sei der Name des HERRN von nun an bis in Ewigkeit!
PSA 113:3 Vom Aufgang der Sonne bis zum Niedergang sei gelobt der Name des 
HERRN!
PSA 113:4 Der HERR ist erhaben ber alle Heiden, seine Herrlichkeit ist 
hher als der Himmel.
PSA 113:5 Wer ist wie der HERR, unser Gott, der in solcher Hhe thront?
PSA 113:6 Der so tief heruntersieht, auf den Himmel und auf die Erde;
PSA 113:7 der den Geringen aufrichtet aus dem Staub und den Armen erhht 
aus dem Kot,
PSA 113:8 da er ihn setze neben Frsten, neben die Frsten seines Volks;
PSA 113:9 der die Unfruchtbare im Hause wohnen macht, da sie eine 
frhliche Mutter von Kindern wird. Hallelujah!
PSA 114:1 Da Israel aus gypten zog, das Haus Jakob aus dem Volke fremder 
Sprache,
PSA 114:2 da ward Juda sein Heiligtum, Israel sein Herrschaftsgebiet.
PSA 114:3 Das Meer sah es und floh, der Jordan wandte sich zurck;
PSA 114:4 die Berge hpften wie Widder, die Hgel wie junge Schafe.
PSA 114:5 Was kam dich an, o Meer, da du flohest, du Jordan, da du dich 
zurckwandtest,
PSA 114:6 ihr Berge, da ihr hpftet wie Widder, ihr Hgel wie junge 
Schafe?
PSA 114:7 Ja, Erde, bebe nur vor dem Angesicht des Herrschers, vor dem 
Angesicht des Gottes Jakobs,
PSA 114:8 der den Fels in einen Wasserteich verwandelte, den Kieselstein 
in einen Wasserquell!
PSA 115:1 Nicht uns, HERR, nicht uns, sondern deinem Namen gib Ehre, um 
deiner Gnade und Treue willen!
PSA 115:2 Warum sollen die Heiden sagen: Wo ist denn ihr Gott?
PSA 115:3 Aber unser Gott ist ja im Himmel; er tut alles, was er will.
PSA 115:4 Ihre Gtzen sind Silber und Gold, von Menschenhnden gemacht.
PSA 115:5 Sie haben einen Mund und reden nicht, sie haben Augen und sehen 
nicht;
PSA 115:6 Ohren haben sie und hren nicht, eine Nase haben sie und riechen 
nicht;
PSA 115:7 Hnde haben sie und greifen nicht, Fe haben sie und gehen 
nicht; mit ihrer Kehle geben sie keinen Laut.
PSA 115:8 Ihnen sind gleich, die sie machen, alle, die auf sie vertrauen.
PSA 115:9 Israel, vertraue auf den HERRN! Er ist ihre Hilfe und ihr Schild.
PSA 115:10 Haus Aaron, vertraue auf den HERRN! Er ist ihre Hilfe und ihr 
Schild.
PSA 115:11 Die ihr den HERRN frchtet, vertrauet auf den HERRN! Er ist 
ihre Hilfe und ihr Schild.
PSA 115:12 Der HERR wolle unser gedenken; er wolle segnen! Er segne das 
Haus Israel, er segne das Haus Aaron!
PSA 115:13 Er segne, die den HERRN frchten, die Kleinen samt den Groen!
PSA 115:14 Der HERR wolle euch mehren, euch und eure Kinder!
PSA 115:15 Gesegnet seid ihr vom HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat.
PSA 115:16 Der Himmel gehrt dem HERRN; aber die Erde hat er den 
Menschenkindern gegeben.
PSA 115:17 Die Toten rhmen den HERRN nicht und keiner, der zur Stille 
hinabfhrt.
PSA 115:18 Wir aber wollen den HERRN preisen von nun an bis in Ewigkeit. 
Hallelujah!
PSA 116:1 Das ist mir lieb, da der HERR meine Stimme und mein Flehen hrt;
PSA 116:2 da er sein Ohr zu mir geneigt; darum will ich mein Leben lang 
ihn anrufen.
PSA 116:3 Als mich des Todes Bande umfingen, und ngste der Unterwelt mich 
trafen und ich nur Not und Jammer fand,
PSA 116:4 da rief ich an den Namen des HERRN: O HERR, errette meine 
Seele!
PSA 116:5 Der HERR ist gndig und gerecht, und unser Gott ist voll 
Erbarmen.
PSA 116:6 Der HERR behtet die Einfltigen; ich war ganz elend, aber er 
half mir.
PSA 116:7 Kehre wieder, meine Seele, zu deiner Ruhe; denn der HERR hat dir 
wohlgetan!
PSA 116:8 Denn du hast meine Seele vom Tode errettet, mein Auge von den 
Trnen, meinen Fu vom Fall.
PSA 116:9 Ich werde wandeln vor dem HERRN im Lande der Lebendigen.
PSA 116:10 Ich glaubte, was ich sagte; ich war sehr gebeugt.
PSA 116:11 Ich sprach in meinem Zagen: Alle Menschen sind Lgner!
PSA 116:12 Wie soll ich dem HERRN vergelten alle seine Wohltaten an mir?
PSA 116:13 Den Kelch des Heils will ich nehmen und den Namen des HERRN 
anrufen;
PSA 116:14 meine Gelbde will ich dem HERRN bezahlen vor all seinem Volk.
PSA 116:15 Teuer ist in den Augen des HERRN der Tod seiner Frommen.
PSA 116:16 Wohlan HERR, weil ich dein Knecht bin, deiner Magd Sohn, und du 
meine Bande gelst hast,
PSA 116:17 so will ich dir Dankopfer darbringen und den Namen des HERRN 
anrufen;
PSA 116:18 meine Gelbde will ich dem HERRN bezahlen vor all seinem Volk,
PSA 116:19 in den Vorhfen des Hauses des HERRN, in dir, Jerusalem, 
Hallelujah!
PSA 117:1 Lobet den HERRN, alle Heiden! Preiset ihn, alle Vlker!
PSA 117:2 Denn seine Gnade ist mchtig, und die Treue des HERRN ber uns 
whrt ewiglich. Hallelujah!
PSA 118:1 Danket dem HERRN, denn er ist gtig, denn seine Gnade whrt ewig!
PSA 118:2 Es sage doch Israel, da seine Gnade ewig whrt!
PSA 118:3 Es sage doch das Haus Aaron, da seine Gnade ewig whrt!
PSA 118:4 Es sagen doch, die den HERRN frchten, da seine Gnade ewig 
whrt!
PSA 118:5 Ich rief zum HERRN in meiner Not, und der HERR antwortete mir 
durch Befreiung.
PSA 118:6 Der HERR steht mir bei, ich frchte nichts; was kann ein Mensch 
mir antun?
PSA 118:7 Der HERR steht mir bei unter meinen Helfern, und ich werde meine 
Lust sehen an denen, die mich hassen.
PSA 118:8 Besser ist's, beim HERRN Schutz zu suchen, als sich auf Menschen 
zu verlassen;
PSA 118:9 besser ist's, beim HERRN Schutz zu suchen, als sich auf Frsten 
zu verlassen!
PSA 118:10 Alle Nationen haben mich umringt; im Namen des HERRN zerhaue 
ich sie;
PSA 118:11 sie haben mich umringt, ja, sie haben mich umringt, im Namen 
des HERRN zerhaue ich sie;
PSA 118:12 sie haben mich umringt wie Bienen; sie sind erloschen wie ein 
Dornenfeuer; im Namen des HERRN zerhaue ich sie.
PSA 118:13 Du hast mich hart gestoen, da ich fallen sollte; aber der 
HERR half mir.
PSA 118:14 Der HERR ist meine Strke und mein Lied, und er ward mir zum 
Heil.
PSA 118:15 Stimmen des Jubels und des Heils ertnen in den Htten der 
Gerechten: Die Rechte des HERRN hat den Sieg errungen!
PSA 118:16 Die Rechte des HERRN ist erhht, die Rechte des HERRN errang 
den Sieg!
PSA 118:17 Ich werde nicht sterben, sondern leben und des HERRN Taten 
erzhlen.
PSA 118:18 Der HERR zchtigt mich wohl; aber dem Tod gab er mich nicht.
PSA 118:19 Tut mir auf die Tore der Gerechtigkeit, da ich durch sie 
einziehe und den HERRN preise!
PSA 118:20 Dies ist das Tor zum HERRN! Die Gerechten sollen dahinein gehen!
PSA 118:21 Ich danke dir, da du mich erhrt hast und wurdest mein Heil!
PSA 118:22 Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein 
geworden;
PSA 118:23 vom HERRN ist das geschehen; es ist ein Wunder in unsern Augen!
PSA 118:24 Dies ist der Tag, den der HERR gemacht; wir wollen froh sein 
und uns freuen an ihm!
PSA 118:25 Ach, HERR, hilf! Ach, HERR, la wohl gelingen!
PSA 118:26 Gesegnet sei, der da kommt im Namen des HERRN! Wir segnen euch 
vom Hause des HERRN.
PSA 118:27 Der HERR ist Gott und hat uns erleuchtet. Bindet das Festopfer 
mit Stricken bis an die Hrner des Altars!
PSA 118:28 Du bist mein Gott; ich will dich preisen! Mein Gott, ich will 
dich erheben!
PSA 118:29 Danket dem HERRN, denn er ist gtig, denn seine Gnade whrt 
ewig!
PSA 119:1 Wohl denen, deren Weg unstrflich ist, die da wandeln nach dem 
Gesetze des HERRN!
PSA 119:2 Wohl denen, die seine Zeugnisse beobachten, die ihn von ganzem 
Herzen suchen,
PSA 119:3 die auch kein Unrecht getan haben, die auf seinen Wegen gegangen 
sind!
PSA 119:4 Du hast deine Befehle gegeben, da man sie fleiig beobachte.
PSA 119:5 O da meine Wege dahin zielten, deine Satzungen zu befolgen!
PSA 119:6 Dann werde ich nicht zuschanden, wenn ich auf alle deine Gebote 
sehe.
PSA 119:7 Ich werde dir mit aufrichtigem Herzen danken, wenn ich die 
Verordnungen deiner Gerechtigkeit lerne.
PSA 119:8 Deine Satzungen will ich befolgen; verla mich nicht ganz und 
gar!
PSA 119:9 Wie wird ein Jngling seinen Weg unstrflich gehen? Wenn er sich 
hlt nach deinem Wort!
PSA 119:10 Ich habe dich von ganzem Herzen gesucht; la mich nicht abirren 
von deinen Geboten!
PSA 119:11 Ich habe dein Wort in meinem Herzen geborgen, auf da ich nicht 
an dir sndige.
PSA 119:12 Gelobt seist du, o HERR! Lehre mich deine Satzungen.
PSA 119:13 Mit meinen Lippen zhle ich alle Verordnungen deines Mundes auf.
PSA 119:14 Ich freue mich des Weges deiner Zeugnisse, wie ber lauter 
Reichtmer.
PSA 119:15 Ich will ber deine Wege nachsinnen und auf deine Pfade achten.
PSA 119:16 Ich habe meine Lust an deinen Satzungen und vergesse deines 
Wortes nicht.
PSA 119:17 Gewhre deinem Knecht, da ich lebe und dein Wort befolge!
PSA 119:18 ffne meine Augen, da ich erblicke die Wunder in deinem Gesetz!
PSA 119:19 Ich bin ein Gast auf Erden; verbirg deine Gebote nicht vor mir!
PSA 119:20 Meine Seele ist zermalmt vor Sehnsucht nach deinen Verordnungen 
allezeit.
PSA 119:21 Du hast die bermtigen gescholten, die Verfluchten, welche von 
deinen Geboten abirren.
PSA 119:22 Wlze Schimpf und Schande von mir ab; denn ich habe deine 
Zeugnisse bewahrt!
PSA 119:23 Sogar Frsten sitzen und bereden sich wider mich; aber dein 
Knecht sinnt ber deine Satzungen.
PSA 119:24 Ja, deine Zeugnisse sind meine Freude; sie sind meine Ratgeber.
PSA 119:25 Meine Seele klebt am Staube; belebe mich nach deiner Verheiung!
PSA 119:26 Ich habe meine Wege erzhlt, und du hast mir geantwortet; lehre 
mich deine Satzungen!
PSA 119:27 La mich den Weg deiner Befehle verstehen und deine Wunder 
betrachten!
PSA 119:28 Meine Seele weint vor Kummer; richte mich auf nach deinem Wort!
PSA 119:29 Entferne von mir den falschen Weg und begnadige mich mit deinem 
Gesetz!
PSA 119:30 Ich habe den Weg der Wahrheit erwhlt und deine Verordnungen 
vor mich hingestellt.
PSA 119:31 HERR, ich hange an deinen Zeugnissen; la mich nicht zuschanden 
werden!
PSA 119:32 Ich laufe den Weg deiner Gebote; denn du machst meinem Herzen 
Raum.
PSA 119:33 Zeige mir, HERR, den Weg deiner Satzungen, da ich ihn bewahre 
bis ans Ende.
PSA 119:34 Unterweise mich, so will ich dein Gesetz bewahren und es von 
ganzem Herzen befolgen.
PSA 119:35 La mich wandeln auf dem Pfad deiner Gebote; denn ich habe Lust 
daran.
PSA 119:36 Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen und nicht zur Habsucht!
PSA 119:37 Wende meine Augen ab, da sie nicht nach Eitlem sehen; erquicke 
mich auf deinen Wegen!
PSA 119:38 Erflle an deinem Knechte deine Verheiung, die denen gilt, die 
dich frchten.
PSA 119:39 Wende die Beschimpfung von mir ab, die ich frchte; denn deine 
Verordnungen sind gut!
PSA 119:40 Siehe, ich sehne mich nach deinen Befehlen; erquicke mich durch 
deine Gerechtigkeit!
PSA 119:41 Deine Gnade, o HERR, komme ber mich, dein Heil nach deinem 
Wort!
PSA 119:42 Damit ich dem antworten kann, der mich schmht; denn ich 
verlasse mich auf dein Wort.
PSA 119:43 Und entziehe nicht allzusehr meinem Munde das Wort der 
Wahrheit; denn ich harre auf deine Verordnungen!
PSA 119:44 Und ich will dein Gesetz stets bewahren, immer und ewiglich.
PSA 119:45 Und ich mchte auf weitem Raum wandeln; denn ich habe deine 
Befehle erforscht.
PSA 119:46 Und ich will von deinen Zeugnissen reden vor Knigen und mich 
nicht schmen.
PSA 119:47 Und ich will mich an deinen Befehlen vergngen; denn ich liebe 
sie.
PSA 119:48 Und ich will meine Hnde nach deinen Befehlen ausstrecken, weil 
ich sie liebe, und will nachdenken ber deine Satzungen.
PSA 119:49 Gedenke des Wortes an deinen Knecht, auf welches du mich hoffen 
lieest!
PSA 119:50 Das ist mein Trost in meinem Elend, da dein Wort mich erquickt.
PSA 119:51 Die bermtigen haben mich arg verspottet; dennoch bin ich von 
deinem Gesetz nicht abgewichen.
PSA 119:52 Ich gedachte deiner Verordnungen, HERR, die von Ewigkeit her 
sind, und das trstete mich.
PSA 119:53 Zornglut hat mich ergriffen wegen der Gottlosen, die dein 
Gesetz verlassen.
PSA 119:54 Deine Satzungen sind meine Lieder geworden im Hause meiner 
Wallfahrt.
PSA 119:55 HERR, des Nachts habe ich an deinen Namen gedacht und dein 
Gesetz bewahrt.
PSA 119:56 Das ist mir zuteil geworden, da ich deine Befehle befolgen 
darf.
PSA 119:57 Ich sage: Das ist mein Teil, o HERR, die Beobachtung deiner 
Worte!
PSA 119:58 Ich flehe von ganzem Herzen um deine Gunst: Sei mir gndig, wie 
du verheien hast!
PSA 119:59 Als ich meine Wege berlegte, wandte ich meine Fe zu deinen 
Zeugnissen.
PSA 119:60 Ich habe mich beeilt und nicht gesumt, deine Gebote zu 
befolgen.
PSA 119:61 Als die Schlingen der Gottlosen mich umgaben, verga ich deines 
Gesetzes nicht.
PSA 119:62 Mitten in der Nacht stehe ich auf, dir zu danken fr die 
Verordnungen deiner Gerechtigkeit.
PSA 119:63 Ich bin verbunden mit allen, die dich frchten, und die deine 
Befehle befolgen.
PSA 119:64 HERR, die Erde ist voll deiner Gnade; lehre mich deine 
Satzungen!
PSA 119:65 Du hast deinem Knechte wohlgetan, o HERR, nach deinem Wort.
PSA 119:66 Lehre mich rechte Einsicht und Verstndnis; denn ich vertraue 
deinen Befehlen.
PSA 119:67 Ehe ich gedemtigt ward, irrte ich, nun aber befolge ich dein 
Wort.
PSA 119:68 Du bist gut und wohlttig; lehre mich deine Satzungen!
PSA 119:69 Die Stolzen haben mich mit Lgen besudelt; ich beobachte von 
ganzem Herzen deine Befehle.
PSA 119:70 Ihr Herz ist stumpf wie von Fett; ich aber vergnge mich an 
deinem Gesetz.
PSA 119:71 Es war gut fr mich, da ich gedemtigt wurde, auf da ich 
deine Satzungen lernte.
PSA 119:72 Das Gesetz deines Mundes ist besser fr mich als Tausende von 
Gold und Silberstcken.
PSA 119:73 Deine Hnde haben mich gemacht und bereitet; gib mir Verstand, 
da ich deine Befehle lerne!
PSA 119:74 Die dich frchten, werden mich sehen und sich freuen, da ich 
auf dein Wort gewartet habe.
PSA 119:75 HERR, ich wei, da deine Verordnungen gerecht sind und da du 
mich in Treue gedemtigt hast.
PSA 119:76 La doch deine Gnade mir zum Trost gereichen, wie du deinem 
Knechte zugesagt hast!
PSA 119:77 La mir deine Barmherzigkeit widerfahren, da ich lebe! Denn 
dein Gesetz ist meine Lust.
PSA 119:78 La die Stolzen zuschanden werden, weil sie mir mit Lgen 
Unrecht getan; ich aber denke ber deine Befehle nach.
PSA 119:79 Mir wird zufallen, wer dich frchtet und deine Zeugnisse 
anerkennt.
PSA 119:80 Mein Herz soll sich gnzlich an deine Satzungen halten, damit 
ich nicht zuschanden werde.
PSA 119:81 Meine Seele schmachtet nach deinem Heil; ich harre auf dein 
Wort.
PSA 119:82 Meine Augen schmachten nach deinem Wort und fragen: Wann wirst 
du mich trsten?
PSA 119:83 Bin ich auch geworden wie ein Schlauch im Rauch, so habe ich 
doch deiner Satzungen nicht vergessen.
PSA 119:84 Wieviel sind noch der Tage deines Knechtes? Wann willst du an 
meinen Verfolgern das Urteil vollziehen?
PSA 119:85 Die bermtigen haben mir Gruben gegraben, sie, die sich nicht 
nach deinem Gesetze richten.
PSA 119:86 Alle deine Gebote sind Wahrheit; sie aber verfolgen mich mit 
Lgen; hilf mir!
PSA 119:87 Sie htten mich fast umgebracht auf Erden; dennoch verlie ich 
deine Befehle nicht.
PSA 119:88 Erhalte mich am Leben nach deiner Gnade, so will ich die 
Zeugnisse deines Mundes bewahren.
PSA 119:89 Auf ewig, o HERR, steht dein Wort im Himmel fest;
PSA 119:90 von einem Geschlecht zum andern whrt deine Treue! Du hast die 
Erde gegrndet, und sie steht;
PSA 119:91 nach deinen Ordnungen stehen sie noch heute; denn es mu dir 
alles dienen!
PSA 119:92 Wre dein Gesetz nicht meine Lust gewesen, so wre ich 
vergangen in meinem Elend.
PSA 119:93 Ich will deine Befehle auf ewig nicht vergessen; denn durch sie 
hast du mich belebt.
PSA 119:94 Ich bin dein; rette mich, denn ich habe deine Befehle gesucht!
PSA 119:95 Die Gottlosen lauern mir auf, um mich zu verderben; aber ich 
merke auf deine Zeugnisse.
PSA 119:96 Von aller Vollkommenheit habe ich ein Ende gesehen; aber dein 
Gebot ist unbeschrnkt.
PSA 119:97 Wie habe ich dein Gesetz so lieb! Ich denke darber nach den 
ganzen Tag.
PSA 119:98 Dein Gebot macht mich weiser als meine Feinde; denn es bleibt 
ewiglich bei mir.
PSA 119:99 Ich bin verstndiger geworden als alle meine Lehrer, denn deine 
Zeugnisse sind mein Sinnen.
PSA 119:100 Ich bin einsichtiger als die Alten; denn ich achte auf deine 
Befehle.
PSA 119:101 Von allen schlechten Wegen habe ich meine Fe abgehalten, um 
dein Wort zu befolgen.
PSA 119:102 Von deinen Verordnungen bin ich nicht abgewichen; denn du hast 
mich gelehrt.
PSA 119:103 Wie s ist deine Rede meinem Gaumen, mehr denn Honig meinem 
Mund!
PSA 119:104 Von deinen Befehlen werde ich verstndig; darum hasse ich 
jeden Lgenpfad.
PSA 119:105 Dein Wort ist meines Fues Leuchte und ein Licht fr meinen 
Pfad.
PSA 119:106 Ich habe geschworen und werde es halten, da ich die 
Verordnungen deiner Gerechtigkeit bewahren will.
PSA 119:107 Ich bin tief gebeugt; HERR, erquicke mich nach deinem Wort!
PSA 119:108 HERR, la dir wohlgefallen die freiwilligen Opfer meines 
Mundes und lehre mich deine Verordnungen!
PSA 119:109 Meine Seele ist bestndig in meiner Hand, und ich vergesse 
deines Gesetzes nicht.
PSA 119:110 Die Gottlosen haben mir eine Schlinge gelegt; aber ich bin von 
deinen Befehlen nicht abgeirrt.
PSA 119:111 Deine Zeugnisse sind mein ewiges Erbe; denn sie sind meines 
Herzens Wonne.
PSA 119:112 Ich habe mein Herz geneigt, deine Satzungen auf ewig zu 
erfllen.
PSA 119:113 Ich hasse die Unentschiedenen; aber dein Gesetz habe ich lieb.
PSA 119:114 Du bist mein Schirm und mein Schild; ich harre auf dein Wort.
PSA 119:115 Weichet von mir, ihr beltter, da ich die Gebote meines 
Gottes befolge!
PSA 119:116 Untersttze mich nach deiner Verheiung, da ich lebe und 
nicht zuschanden werde mit meiner Hoffnung!
PSA 119:117 Strke du mich, so ist mir geholfen und ich werde mich an 
deinen Satzungen stets ergtzen!
PSA 119:118 Du wirst alle zu leicht erfinden, die von deinen Satzungen 
abweichen; denn eitel Betrug ist ihre Tuschung.
PSA 119:119 Wie Schlacken rumst du alle Gottlosen von der Erde fort; 
darum liebe ich deine Zeugnisse.
PSA 119:120 Mein Fleisch schaudert aus Furcht vor dir, und ich habe 
Ehrfurcht vor deinen Verordnungen!
PSA 119:121 Ich habe Recht und Gerechtigkeit gebt; berla mich nicht 
meinen Unterdrckern!
PSA 119:122 Stehe ein zum Besten deines Knechtes, da mich die bermtigen 
nicht unterdrcken!
PSA 119:123 Meine Augen schmachten nach deinem Heil und nach dem Wort 
deiner Gerechtigkeit.
PSA 119:124 Handle mit deinem Knecht nach deiner Gnade und lehre mich 
deine Satzungen!
PSA 119:125 Ich bin dein Knecht; unterweise mich, da ich deine Zeugnisse 
verstehe!
PSA 119:126 Es ist Zeit, da der HERR handle; sie haben dein Gesetz 
gebrochen!
PSA 119:127 Darum liebe ich deine Befehle mehr als Gold und als feines 
Gold;
PSA 119:128 darum lobe ich mir alle deine Gebote und hasse jeden 
trgerischen Pfad.
PSA 119:129 Wunderbar sind deine Zeugnisse; darum bewahrt sie meine Seele.
PSA 119:130 Die Erschlieung deiner Worte erleuchtet und macht die 
Einfltigen verstndig.
PSA 119:131 Begierig ffne ich meinen Mund; denn mich verlangt nach deinen 
Befehlen.
PSA 119:132 Wende dich zu mir und sei mir gndig nach dem Rechte derer, 
die deinen Namen lieben.
PSA 119:133 Mache meine Schritte fest durch dein Wort und la kein Unrecht 
ber mich herrschen!
PSA 119:134 Erlse mich von der Bedrckung durch Menschen, so will ich 
deine Befehle befolgen!
PSA 119:135 La dein Angesicht leuchten ber deinen Knecht und lehre mich 
deine Satzungen!
PSA 119:136 Trnenstrme flieen aus meinen Augen, weil man dein Gesetz 
nicht befolgt.
PSA 119:137 HERR, du bist gerecht, und deine Verordnungen sind richtig!
PSA 119:138 Du hast deine Zeugnisse gerecht und sehr treu abgefat.
PSA 119:139 Mein Eifer hat mich verzehrt, weil meine Feinde deine Worte 
vergessen haben.
PSA 119:140 Deine Rede ist wohlgelutert, und dein Knecht hat sie lieb.
PSA 119:141 Ich bin gering und verachtet; deine Befehle habe ich nicht 
vergessen.
PSA 119:142 Deine Gerechtigkeit ist auf ewig gerecht, und dein Gesetz ist 
Wahrheit.
PSA 119:143 Angst und Not haben mich betroffen; aber deine Befehle sind 
meine Lust.
PSA 119:144 Deine Zeugnisse sind auf ewig gerecht; unterweise mich, so 
werde ich leben!
PSA 119:145 Ich rufe von ganzem Herzen: HERR, erhre mich; deine Satzungen 
will ich befolgen!
PSA 119:146 Ich rufe zu dir; errette mich, so will ich deine Zeugnisse 
bewahren!
PSA 119:147 Vor der Morgendmmerung komme ich und schreie; ich harre auf 
dein Wort.
PSA 119:148 Meine Augen kommen den Nachtwachen zuvor, da ich ber deine 
Reden nachdenke.
PSA 119:149 Hre meine Stimme nach deiner Gnade, o HERR, erquicke mich 
nach deinem Recht!
PSA 119:150 Die dem Laster nachjagen, sind nah; von deinem Gesetz sind sie 
fern.
PSA 119:151 Du bist nahe, o HERR, und alle deine Gebote sind wahr.
PSA 119:152 Lngst wei ich aus deinen Zeugnissen, da du sie auf ewig 
gegrndet hast.
PSA 119:153 Siehe mein Elend an und errette mich; denn ich habe deines 
Gesetzes nicht vergessen!
PSA 119:154 Fhre meine Sache und erlse mich; erquicke mich durch dein 
Wort!
PSA 119:155 Das Heil ist fern von den Gottlosen; denn sie fragen nicht 
nach deinen Satzungen.
PSA 119:156 Deine Barmherzigkeit ist gro, o HERR; erquicke mich nach 
deinen Verordnungen!
PSA 119:157 Meiner Verfolger und Widersacher sind viele; dennoch habe ich 
mich nicht von deinen Zeugnissen abgewandt.
PSA 119:158 Wenn ich die Abtrnnigen ansehe, so ekelt mir, weil sie dein 
Wort nicht beachten.
PSA 119:159 Siehe, ich liebe deine Befehle; o HERR, erquicke mich nach 
deiner Gnade!
PSA 119:160 Die Summe deines Wortes ist Wahrheit, und alle Verordnungen 
deiner Gerechtigkeit bleiben ewig.
PSA 119:161 Frsten verfolgen mich ohne Ursache; aber vor deinem Wort 
frchtet sich mein Herz.
PSA 119:162 Ich freue mich ber dein Wort wie einer, der groe Beute 
findet.
PSA 119:163 Ich hasse Lgen und habe Greuel daran; aber dein Gesetz habe 
ich lieb.
PSA 119:164 Ich lobe dich des Tages siebenmal wegen der Ordnungen deiner 
Gerechtigkeit.
PSA 119:165 Groen Frieden haben, die dein Gesetz lieben, und nichts 
bringt sie zu Fall.
PSA 119:166 Ich warte auf dein Heil, o HERR, und erflle deine Befehle.
PSA 119:167 Meine Seele bewahrt deine Zeugnisse und liebt sie sehr.
PSA 119:168 Ich habe deine Befehle und deine Zeugnisse bewahrt; denn alle 
meine Wege sind vor dir.
PSA 119:169 HERR, la mein Schreien vor dich kommen; unterweise mich nach 
deinem Wort!
PSA 119:170 La mein Flehen vor dich kommen; errette mich nach deiner 
Verheiung!
PSA 119:171 Meine Lippen sollen berflieen von Lob, wenn du mich deine 
Satzungen lehrst.
PSA 119:172 Meine Zunge soll deine Rede singen; denn alle deine Gebote 
sind gerecht.
PSA 119:173 Deine Hand komme mir zu Hilfe; denn ich habe deine Befehle 
erwhlt.
PSA 119:174 Ich habe Verlangen nach deinem Heil, o HERR, und dein Gesetz 
ist meine Lust.
PSA 119:175 Meine Seele soll leben und dich loben, und deine Verordnungen 
seien meine Hilfe!
PSA 119:176 Ich bin verirrt wie ein verlorenes Schaf; suche deinen Knecht! 
Denn deine Gebote habe ich nicht vergessen!
PSA 120:1 Ein Wallfahrtslied. Ich rief zum HERRN in meiner Not, und er 
erhrte mich.
PSA 120:2 HERR, rette meine Seele von den Lgenmulern, von den falschen 
Zungen!
PSA 120:3 Was kann dir anhaben und was noch weiter tun die falsche Zunge?
PSA 120:4 Sie ist wie scharfe Pfeile eines Starken aus glhendem 
Ginsterholz.
PSA 120:5 Wehe mir, da ich in der Fremde zu Mesech weilen, da ich bei 
den Zelten Kedars wohnen mu!
PSA 120:6 Lange genug hat meine Seele bei denen gewohnt, die den Frieden 
hassen!
PSA 120:7 Ich bin fr den Frieden; doch wenn ich rede, so sind sie fr den 
Krieg.
PSA 121:1 Ein Wallfahrtslied. Ich hebe meine Augen auf zu den Bergen: 
Woher kommt mir Hilfe?
PSA 121:2 Meine Hilfe kommt von dem HERRN, der Himmel und Erde gemacht hat!
PSA 121:3 Er wird deinen Fu nicht wanken lassen, und der dich behtet, 
schlft nicht.
PSA 121:4 Siehe, der Hter Israels schlft noch schlummert nicht.
PSA 121:5 Der HERR behtet dich; der HERR ist dein Schatten ber deiner 
rechten Hand,
PSA 121:6 da dich am Tage die Sonne nicht steche, noch der Mond des 
Nachts.
PSA 121:7 Der HERR behte dich vor allem bel, er behte deine Seele;
PSA 121:8 der HERR behte deinen Ausgang und Eingang von nun an bis in 
Ewigkeit!
PSA 122:1 Ein Wallfahrtslied. Von David. Ich freue mich an denen, die zu 
mir sagen: Lasset uns zum Hause des HERRN gehen!
PSA 122:2 Unsre Fe stehen in deinen Toren, Jerusalem!
PSA 122:3 Jerusalem, du bist gebaut als eine Stadt, die fest in sich 
geschlossen ist,
PSA 122:4 wohin die Stmme hinaufziehen, die Stmme des HERRN (ein Zeugnis 
fr Israel), zu preisen den Namen des HERRN!
PSA 122:5 Denn dort sind Sthle gesetzt zum Gericht, die Sthle des Hauses 
David.
PSA 122:6 Bittet fr den Frieden Jerusalems! Es gehe wohl denen, die dich 
lieben!
PSA 122:7 Friede sei in deinen Mauern und Glck in deinen Palsten!
PSA 122:8 Um meiner Brder und Freunde willen sage ich: Friede sei in dir!
PSA 122:9 Um des Hauses des HERRN, unsres Gottes, willen will ich dein 
Bestes suchen!
PSA 123:1 Ein Wallfahrtslied. Zu dir erhebe ich meine Augen, der du im 
Himmel thronst.
PSA 123:2 Siehe, wie die Augen der Knechte auf die Hand ihres Herrn, wie 
die Augen der Magd auf die Hand ihrer Gebieterin, so sind unsre Augen auf 
den HERRN, unsern Gott, gerichtet, bis er sich unser erbarmt.
PSA 123:3 Erbarme dich unser, o HERR! Erbarme dich unser; denn wir sind 
der Verachtung grndlich satt!
PSA 123:4 Grndlich satt ist unsre Seele des Spottes der bermtigen, der 
Verachtung der Stolzen!
PSA 124:1 Ein Wallfahrtslied. Von David. Wenn der HERR nicht fr uns 
gewesen wre (so sage Israel),
PSA 124:2 wenn der HERR nicht fr uns gewesen wre, als die Menschen wider 
uns auftraten,
PSA 124:3 so htten sie uns lebendig verschlungen, als ihr Zorn gegen uns 
entbrannte;
PSA 124:4 dann htten die Wasser uns berschwemmt, ein Strom wre ber 
unsre Seele gegangen;
PSA 124:5 dann htten die stolzen Wasser unsre Seele berflutet!
PSA 124:6 Gepriesen sei der HERR, der uns ihren Zhnen nicht zur Beute gab!
PSA 124:7 Unsre Seele ist entronnen wie ein Vgelein der Schlinge des 
Vogelstellers; die Schlinge ist zerrissen, und wir sind entronnen!
PSA 124:8 Unsre Hilfe steht im Namen des HERRN, der Himmel und Erde 
gemacht hat.
PSA 125:1 Ein Wallfahrtslied. Die auf den HERRN vertrauen, sind wie der 
Berg Zion, der nicht wankt, sondern ewiglich bleibt.
PSA 125:2 Um Jerusalem her sind Berge, und der HERR ist um sein Volk her 
von nun an bis in Ewigkeit.
PSA 125:3 Denn das Zepter der Ungerechtigkeit wird nicht auf dem Erbteil 
der Gerechten bleiben, auf da die Gerechten ihre Hnde nicht ausstrecken 
zur Ungerechtigkeit.
PSA 125:4 HERR, tue wohl den Guten und denen, die redlichen Herzens sind!
PSA 125:5 Die aber abweichen auf ihre krummen Wege, lasse der HERR 
abfhren mit den belttern! Friede ber Israel!
PSA 126:1 Ein Wallfahrtslied. Als der HERR die Gefangenen Zions 
zurckbrachte, da waren wir wie Trumende.
PSA 126:2 Da war unser Mund voll Lachens und unsre Zunge voll Jubel; da 
sagte man unter den Heiden: Der HERR hat Groes an ihnen getan!
PSA 126:3 Der HERR hat Groes an uns getan, wir sind frhlich geworden.
PSA 126:4 HERR, bringe unsre Gefangenen zurck wie Bche im Mittagsland!
PSA 126:5 Die mit Trnen sen, werden mit Freuden ernten.
PSA 126:6 Wer weinend dahingeht und den auszustreuenden Samen trgt, wird 
mit Freuden kommen und seine Garben bringen.
PSA 127:1 Ein Wallfahrtslied. Von Salomo. Wo der HERR nicht das Haus baut, 
da arbeiten umsonst, die daran bauen; wo der HERR nicht die Stadt behtet, 
da wacht der Wchter umsonst.
PSA 127:2 Es ist umsonst, da ihr frh aufsteht und euch spt niederlegt 
und sauer erworbenes Brot esset; sicherlich gnnt er seinen Geliebten den 
Schlaf!
PSA 127:3 Siehe, Kinder sind ein Erbteil vom HERRN, Leibesfrucht ist ein 
Lohn:
PSA 127:4 wie Pfeile in der Hand eines Starken, so sind die jungen Shne.
PSA 127:5 Wohl dem Mann, der seinen Kcher mit ihnen gefllt hat! Die 
werden nicht zuschanden, wenn sie mit den Feinden reden im Tor.
PSA 128:1 Ein Wallfahrtslied. Wohl jedem, der den HERRN frchtet und in 
seinen Wegen wandelt!
PSA 128:2 Du wirst dich nhren von deiner Hnde Arbeit; wohl dir, du hast 
es gut!
PSA 128:3 Dein Weib ist wie ein fruchtbarer Weinstock im Innern deines 
Hauses, deine Kinder wie junge lbume rings um deinen Tisch.
PSA 128:4 Siehe, so wird der Mann gesegnet, der den HERRN frchtet!
PSA 128:5 Der HERR segne dich aus Zion, da du das Glck Jerusalems sehest 
alle Tage deines Lebens
PSA 128:6 und sehest die Kinder deiner Kinder! Friede ber Israel!
PSA 129:1 Ein Wallfahrtslied. Sie haben mich oft bedrngt von meiner 
Jugend auf (so sage Israel),
PSA 129:2 sie haben mich oft bedrngt von meiner Jugend auf und haben mich 
doch nicht bermocht;
PSA 129:3 auf meinem Rcken haben Pflger gepflgt und ihre Furchen lang 
gezogen.
PSA 129:4 Der HERR, der Gerechte, hat die Stricke der Gottlosen 
zerschnitten.
PSA 129:5 Es mssen zuschanden werden und zurckweichen alle, die Zion 
hassen;
PSA 129:6 sie mssen werden wie das Gras auf den Dchern, welches verdorrt 
ist, bevor man es ausrauft,
PSA 129:7 mit welchem kein Schnitter seine Hand fllt und kein 
Garbenbinder seinen Scho;
PSA 129:8 von denen auch die Vorbergehenden nicht sagen: Der Segen des 
HERRN sei mit euch! Wir segnen euch im Namen des HERRN!
PSA 130:1 Ein Wallfahrtslied. Aus der Tiefe rufe ich, HERR, zu dir:
PSA 130:2 Herr, hre meine Stimme! Mchten deine Ohren aufmerksam sein auf 
die Stimme meines Flehens!
PSA 130:3 Wenn du Snden behltst, HERR, wer kann bestehen?
PSA 130:4 Aber bei dir ist die Vergebung, auf da man dich frchte.
PSA 130:5 Ich harre des HERRN, meine Seele harrt, und ich hoffe auf sein 
Wort.
PSA 130:6 Meine Seele harrt des Herrn, mehr als die Wchter auf den 
Morgen, als die Wchter auf den Morgen.
PSA 130:7 Israel, hoffe auf den HERRN! Denn bei dem HERRN ist die Gnade, 
und viel Erlsung ist bei ihm.
PSA 130:8 Und er wird Israel erlsen von allen seinen Snden.
PSA 131:1 Ein Wallfahrtslied. Von David. O HERR, mein Herz ist nicht 
hoffrtig, und meine Blicke sind nicht stolz, und ich gehe nicht mit 
Dingen um, die mir zu gro und zu wunderbar sind.
PSA 131:2 Nein! Ich habe meine Seele beruhigt und gestillt. Wie ein 
entwhntes Kind bei seiner Mutter, wie ein entwhntes Kind ist meine Seele 
stille in mir.
PSA 131:3 Israel, hoffe auf den HERRN von nun an bis in Ewigkeit!
PSA 132:1 Ein Wallfahrtslied. Gedenke, o HERR, dem David alle seine Mhen,
PSA 132:2 da er dem HERRN schwur und dem Mchtigen Jakobs gelobte:
PSA 132:3 Ich will nicht in das Zelt meines Hauses gehen, noch auf das 
Lager meines Bettes steigen,
PSA 132:4 ich will meinen Augen keinen Schlaf und meinen Augenlidern 
keinen Schlummer gnnen,
PSA 132:5 bis ich eine Sttte gefunden habe fr den HERRN, eine Wohnung 
fr den Mchtigen Jakobs!
PSA 132:6 Siehe, wir hrten, sie sei zu Ephrata; wir haben sie gefunden im 
Gefilde von Jear!
PSA 132:7 Wir wollen kommen zu seiner Wohnung, wir wollen anbeten beim 
Schemel seiner Fe!
PSA 132:8 HERR, mache dich auf zu deiner Ruhestatt, du und die Lade deiner 
Macht!
PSA 132:9 Deine Priester sollen sich in Gerechtigkeit kleiden, und deine 
Frommen sollen jubeln.
PSA 132:10 Um Davids, deines Knechtes willen weise nicht ab das Angesicht 
deines Gesalbten!
PSA 132:11 Der HERR hat David in Wahrheit geschworen, davon wird er nicht 
abgehen: Von der Frucht deines Leibes will ich setzen auf deinen Thron!
PSA 132:12 Werden deine Shne meinen Bund bewahren und meine Zeugnisse, 
die ich sie lehren will, so sollen auch ihre Shne fr immer sitzen auf 
deinem Thron!
PSA 132:13 Denn der HERR hat Zion erwhlt und sie zu seiner Wohnung 
begehrt:
PSA 132:14 Dies ist fr immer meine Ruhestatt, hier will ich wohnen; denn 
so habe ich es begehrt.
PSA 132:15 Ihre Nahrung will ich reichlich segnen, ihre Armen sttigen mit 
Brot.
PSA 132:16 Ihre Priester will ich mit Heil bekleiden, und ihre Frommen 
sollen jubeln.
PSA 132:17 Dort will ich dem David ein Horn hervorsprossen lassen, eine 
Leuchte zurichten meinem Gesalbten.
PSA 132:18 Seine Feinde will ich mit Schande bekleiden; aber auf ihm soll 
seine Krone glnzen!
PSA 133:1 Ein Wallfahrtslied. Von David. Siehe, wie fein und lieblich 
ist's, wenn Brder eintrchtig beisammen wohnen!
PSA 133:2 Wie das feine l auf dem Haupt, das herabfliet in den Bart, den 
Bart Aarons, das herabfliet bis zum Saum seiner Kleider;
PSA 133:3 wie der Tau des Hermon, der herabfllt auf die Berge Zions; denn 
daselbst hat der HERR den Segen verheien, Leben bis in Ewigkeit.
PSA 134:1 Ein Wallfahrtslied. Wohlan, lobet den HERRN, all ihr Knechte des 
HERRN, die ihr des Nachts stehet im Hause des HERRN!
PSA 134:2 Erhebet eure Hnde in Heiligkeit und preiset den HERRN!
PSA 134:3 Der HERR segne dich aus Zion, der Himmel und Erde gemacht hat!
PSA 135:1 Hallelujah! Lobet den Namen des HERRN! Lobet ihn, ihr Knechte 
des HERRN,
PSA 135:2 die ihr stehet im Hause des HERRN, in den Vorhfen des Hauses 
unsres Gottes!
PSA 135:3 Lobet den HERRN, denn gtig ist der HERR; singet seinem Namen, 
denn er ist lieblich!
PSA 135:4 Denn der HERR hat sich Jakob erwhlt, Israel zu seinem 
besonderen Eigentum.
PSA 135:5 Denn ich wei, da der HERR gro ist; ja, unser Herr ist grer 
als alle Gtter.
PSA 135:6 Alles, was er will, das tut der HERR im Himmel und auf Erden, im 
Meer und in allen Tiefen:
PSA 135:7 Er fhrt Wolken herauf vom Ende der Erde, macht Blitze zum Regen 
und holt den Wind aus seinen Speichern hervor.
PSA 135:8 Er schlug gyptens Erstgeburten, vom Menschen bis zum Vieh;
PSA 135:9 er sandte Zeichen und Wunder in deine Mitte, o gyptenland, 
gegen den Pharao und alle seine Knechte;
PSA 135:10 er schlug groe Nationen und ttete mchtige Knige;
PSA 135:11 Sihon, den Knig der Amoriter, und Og, den Knig zu Basan, und 
alle Knige Kanaans
PSA 135:12 und gab ihr Land als Erbe, als Erbe seinem Volke Israel.
PSA 135:13 O HERR, dein Name whrt ewig; HERR, dein Gedchtnis bleibt fr 
und fr!
PSA 135:14 Denn der HERR wird seinem Volke Recht schaffen und mit seinen 
Knechten Mitleid haben.
PSA 135:15 Die Gtzen der Heiden sind Silber und Gold, von Menschenhand 
gemacht.
PSA 135:16 Sie haben einen Mund und reden nicht, Augen haben sie und sehen 
nicht;
PSA 135:17 Ohren haben sie und hren nicht, auch ist kein Odem in ihrem 
Mund!
PSA 135:18 Ihnen sind gleich, die sie machen, ein jeder, der auf sie 
vertraut.
PSA 135:19 Haus Israel, lobe den HERRN! Haus Aaron, lobe den HERRN!
PSA 135:20 Haus Levi, lobe den HERRN! Die ihr den HERRN frchtet, lobet 
den HERRN!
PSA 135:21 Gelobt sei der HERR von Zion aus, er, der zu Jerusalem wohnt! 
Hallelujah!
PSA 136:1 Danket dem HERRN; denn er ist gtig; denn seine Gnade whrt 
ewiglich!
PSA 136:2 Danket dem Gott der Gtter; denn seine Gnade whrt ewiglich!
PSA 136:3 Danket dem Herrn der Herren; denn seine Gnade whrt ewiglich!
PSA 136:4 Ihm, der allein groe Wunder tut; denn seine Gnade whrt 
ewiglich!
PSA 136:5 der den Himmel mit Verstand erschuf; denn seine Gnade whrt 
ewiglich!
PSA 136:6 der die Erde ber den Wassern ausbreitete; denn seine Gnade 
whrt ewiglich!
PSA 136:7 der groe Lichter machte; denn seine Gnade whrt ewiglich!
PSA 136:8 die Sonne zur Beherrschung des Tages; denn seine Gnade whrt 
ewiglich!
PSA 136:9 den Mond und die Sterne zur Beherrschung der Nacht; denn seine 
Gnade whrt ewiglich!
PSA 136:10 der die gypter an ihren Erstgeburten schlug; denn seine Gnade 
whrt ewiglich!
PSA 136:11 und Israel aus ihrer Mitte fhrte; denn seine Gnade whrt 
ewiglich!
PSA 136:12 mit starker Hand und mit ausgestrecktem Arm; denn seine Gnade 
whrt ewiglich!
PSA 136:13 der das Schilfmeer in zwei Teile schnitt; denn seine Gnade 
whrt ewiglich!
PSA 136:14 und Israel mitten hindurchfhrte; denn seine Gnade whrt 
ewiglich!
PSA 136:15 und den Pharao samt seinem Heer ins Schilfmeer schttelte; denn 
seine Gnade whrt ewiglich!
PSA 136:16 der sein Volk durch die Wste fhrte; denn seine Gnade whrt 
ewiglich!
PSA 136:17 der groe Knige schlug; denn seine Gnade whrt ewiglich!
PSA 136:18 und mchtige Knige ttete; denn seine Gnade whrt ewiglich!
PSA 136:19 Sihon, den Knig der Amoriter; denn seine Gnade whrt ewiglich!
PSA 136:20 Og, den Knig von Basan; denn seine Gnade whrt ewiglich!
PSA 136:21 und ihr Land als Erbe gab; denn seine Gnade whrt ewiglich!
PSA 136:22 als Erbe seinem Knechte Israel; denn seine Gnade whrt ewiglich!
PSA 136:23 der in unsrer Niedrigkeit unser gedachte; denn seine Gnade 
whrt ewiglich!
PSA 136:24 und uns unsern Feinden entri; denn seine Gnade whrt ewiglich!
PSA 136:25 der allem Fleisch Speise gibt; denn seine Gnade whrt ewiglich!
PSA 136:26 Danket dem Gott des Himmels; denn seine Gnade whrt ewiglich!
PSA 137:1 An den Strmen Babels saen wir und weinten, wenn wir Zions 
gedachten.
PSA 137:2 An den Weiden, die dort sind, hngten wir unsre Harfen auf.
PSA 137:3 Denn die uns daselbst gefangen hielten, forderten Lieder von 
uns, und unsre Peiniger, da wir frhlich seien: Singet uns eines von den 
Zionsliedern!
PSA 137:4 Wie sollten wir des HERRN Lied singen auf fremdem Boden?
PSA 137:5 Vergesse ich deiner, Jerusalem, so verdorre meine Rechte!
PSA 137:6 Meine Zunge msse an meinem Gaumen kleben, wenn ich deiner nicht 
gedenke, wenn ich Jerusalem nicht ber meine hchste Freude setze!
PSA 137:7 Gedenke, HERR, den Kindern Edoms den Tag Jerusalems, wie sie 
sprachen: Zerstret, zerstret sie bis auf den Grund!
PSA 137:8 Tochter Babel, du Verwsterin! Wohl dem, der dir vergilt, was du 
uns angetan!
PSA 137:9 Wohl dem, der deine Kindlein nimmt und sie zerschmettert am 
Felsgestein!
PSA 138:1 Von David. Dir will ich danken von ganzem Herzen, vor den 
Gttern will ich dir lobsingen!
PSA 138:2 Ich will anbeten, zu deinem heiligen Tempel gewandt, und deinem 
Namen danken um deiner Gnade und Treue willen, denn du hast ber alles 
gro gemacht deinen Namen, dein Wort!
PSA 138:3 Am Tage, da ich rief, antwortetest du mir; du hast mich gestrkt 
und meine Seele ermutigt.
PSA 138:4 Alle Knige der Erde werden dir, HERR, danken, wenn sie die 
Worte deines Mundes hren;
PSA 138:5 und sie werden singen von den Wegen des HERRN; denn gro ist die 
Herrlichkeit des HERRN!
PSA 138:6 Denn der HERR ist erhaben und sieht auf das Niedrige und erkennt 
den Stolzen von ferne.
PSA 138:7 Wenn ich die grte Gefahr laufe, so wirst du mich am Leben 
erhalten; gegen den Zorn meiner Feinde wirst du deine Hand ausstrecken, 
und deine Rechte wird mich retten.
PSA 138:8 Der HERR wird es fr mich vollfhren! HERR, deine Gnade whrt 
ewiglich; das Werk deiner Hnde wirst du nicht lassen!
PSA 139:1 Dem Vorsnger. Ein Psalm Davids. HERR, du hast mich erforscht 
und kennst mich!
PSA 139:2 Ich sitze oder stehe, so weit du es; du merkst meine Gedanken 
von ferne.
PSA 139:3 Du beobachtest mich, ob ich gehe oder liege, und bist vertraut 
mit allen meinen Wegen;
PSA 139:4 ja es ist kein Wort auf meiner Zunge, das du, HERR, nicht vllig 
wtest!
PSA 139:5 Von hinten und von vorn hast du mich eingeschlossen und deine 
Hand auf mich gelegt.
PSA 139:6 Diese Erkenntnis ist mir zu wunderbar, zu hoch, als da ich sie 
fassen knnte!
PSA 139:7 Wo soll ich hingehen vor deinem Geist, wo soll ich hinfliehen 
vor deinem Angesicht?
PSA 139:8 Fhre ich zum Himmel, so bist du da; bettete ich mir im 
Totenreich, siehe, so bist du auch da!
PSA 139:9 Nhme ich Flgel der Morgenrte und bliebe am uersten Meer,
PSA 139:10 so wrde auch daselbst deine Hand mich fhren und deine Rechte 
mich halten!
PSA 139:11 Sprche ich: Finsternis mge mich berfallen und das Licht zur 
Nacht werden um mich her!,
PSA 139:12 so ist auch die Finsternis nicht finster fr dich, und die 
Nacht leuchtet wie der Tag; Finsternis ist wie das Licht.
PSA 139:13 Denn du hast meine Nieren geschaffen, du wobest mich in meiner 
Mutter Scho.
PSA 139:14 Ich danke dir, da du mich wunderbar gemacht hast; wunderbar 
sind deine Werke, und meine Seele erkennt das wohl!
PSA 139:15 Mein Gebein war dir nicht verhohlen, da ich im Verborgenen 
gemacht ward, gewirkt tief unten auf Erden.
PSA 139:16 Deine Augen sahen mich, als ich noch unentwickelt war, und es 
waren alle Tage in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten, als 
derselben noch keiner war.
PSA 139:17 Und wie teuer sind mir, o Gott, deine Gedanken! Wie gro ist 
ihre Summe!
PSA 139:18 Wollte ich sie zhlen, so wrde ihrer mehr sein als der Sand. 
Wenn ich erwache, so bin ich noch bei dir!
PSA 139:19 Ach Gott, da du den Gottlosen ttetest und die Blutgierigen 
von mir weichen mten!
PSA 139:20 Denn sie empren sich arglistig wider dich; deine Feinde 
erheben [ihre Hand] zur Lge.
PSA 139:21 Sollte ich nicht hassen, die dich, HERR, hassen, und keinen 
Abscheu empfinden vor deinen Widersachern?
PSA 139:22 Ich hasse sie mit vollkommenem Ha, sie sind mir zu Feinden 
geworden.
PSA 139:23 Erforsche mich, o Gott, und erkenne mein Herz; prfe mich und 
erkenne, wie ich es meine;
PSA 139:24 und siehe, ob ich auf bsem Wege bin, und leite mich auf ewigem 
Wege!
PSA 140:1 Dem Vorsnger. Ein Psalm Davids. (0140-2) Errette mich, HERR, 
von den bsen Menschen; vor den Gewaltttigen bewahre mich!
PSA 140:2 (0140-3) Denn sie haben Bses im Sinn und erregen tglich Streit.
PSA 140:3 (0140-4) Sie spitzen ihre Zunge wie eine Schlange, Otterngift 
ist unter ihren Lippen. (Pause.)
PSA 140:4 (0140-5) Bewahre mich, HERR, vor den Hnden des Gottlosen, 
behte mich vor dem gewaltttigen Menschen, der mich zu Fall bringen will!
PSA 140:5 (0140-6) Die Stolzen legen mir Fallen und Schlingen, sie spannen 
ein Netz aus neben dem Weg; sie haben mir Fallstricke gelegt. (Pause.)
PSA 140:6 (0140-7) Ich aber sage zum HERRN: Du bist mein Gott; HERR, 
vernimm die Stimme meines Flehens!
PSA 140:7 (0140-8) O HERR, mein Gott, du bist meine mchtige Hilfe; du 
schtzest mein Haupt am Tage der Schlacht!
PSA 140:8 (0140-9) HERR, gib dem Gottlosen nicht, was er will; la seinen 
Anschlag nicht gelingen! (Pause.)
PSA 140:9 (0140-10) Erheben sie das Haupt rings um mich her, so komme das 
Unheil ihrer Lippen ber sie selbst!
PSA 140:10 (0140-11) Feuerglut falle auf sie! Ins Feuer strze er sie, in 
Wassertiefen, da sie nicht mehr aufstehn!
PSA 140:11 (0140-12) Der Verleumder wird nicht bestehen im Lande; den 
frechen Menschen wird das Unglck verfolgen bis zu seinem Untergang!
PSA 140:12 (0140-13) Ich wei, da der HERR des Elenden Sache fhren und 
dem Armen Recht schaffen wird.
PSA 140:13 (0140-14) Ja, die Gerechten werden deinen Namen preisen und die 
Redlichen vor deinem Angesicht wohnen!
PSA 141:1 Ein Psalm Davids. HERR, ich rufe zu dir, eile zu mir; vernimm 
meine Stimme, wenn ich dich anrufe!
PSA 141:2 Mein Gebet steige vor dir auf wie Rucherwerk, meiner Hnde 
Aufheben sei wie das Abendopfer.
PSA 141:3 HERR, stelle eine Wache an meinen Mund, bewahre die Tr meiner 
Lippen!
PSA 141:4 La mein Herz sich nicht zu einer bsen Sache neigen, da ich 
gottlose Taten vollbringe mit den belttern; und von ihren Leckerbissen 
la mich nicht genieen!
PSA 141:5 Der Gerechte schlage mich, das ist Gnade; und er zchtige mich, 
das ist l fr mein Haupt, dessen sich mein Haupt nicht weigern soll, wenn 
es auch wiederholt geschieht; ich bete nur gegen ihre Bosheiten.
PSA 141:6 Sind ihre Richter in die Felsspalte gestrzt, so wird man hren, 
da meine Reden lieblich sind.
PSA 141:7 Wie man Samen in die aufgebrochene Erde streut, so unsre Gebeine 
in den Rachen des Totenreichs.
PSA 141:8 Darum sind meine Augen auf dich gerichtet, o HERR, mein Gott; 
bei dir suche ich Zuflucht; schtte mein Leben nicht aus!
PSA 141:9 Bewahre mich vor der Schlinge, die sie mir gelegt haben, vor den 
Fallstricken der beltter!
PSA 141:10 Die Gottlosen sollen allesamt in ihre eigenen Netze fallen, 
whrend ich daran vorbergehe!
PSA 142:1 Eine Unterweisung von David, als er in der Hhle war. Ein Gebet. 
(0142-2) Ich schreie mit meiner Stimme zum HERRN, ich flehe mit meiner 
Stimme zum HERRN.
PSA 142:2 (0142-3) Ich schtte meine Klage vor ihm aus und tue ihm kund 
meine Not.
PSA 142:3 (0142-4) Wenn mein Geist in mir bekmmert ist, kennst du meinen 
Pfad; auf dem Wege, den ich wandeln soll, haben sie mir eine Schlinge 
gelegt.
PSA 142:4 (0142-5) Schaue ich zur Rechten, siehe, so will mich niemand 
kennen; jede Zuflucht ist mir abgeschnitten, niemand fragt nach meiner 
Seele!
PSA 142:5 (0142-6) Darum schreie ich, o HERR, zu dir und sage: Du bist 
meine Zuflucht, mein Teil im Lande der Lebendigen!
PSA 142:6 (0142-7) Merke auf mein Wehklagen; denn ich bin sehr schwach; 
errette mich von meinen Verfolgern; denn sie sind mir zu mchtig geworden!
PSA 142:7 (0142-8) Fhre meine Seele aus dem Kerker, da ich deinen Namen 
preise! Die Gerechten werden sich zu mir sammeln, wenn du mir wohlgetan.
PSA 143:1 Ein Psalm Davids. HERR, hre mein Gebet, merke auf mein Flehen! 
Antworte mir in deiner Treue, in deiner Gerechtigkeit!
PSA 143:2 Und gehe nicht ins Gericht mit deinem Knecht; denn vor dir ist 
kein Lebendiger gerecht!
PSA 143:3 Denn der Feind verfolgt meine Seele; er hat mein Leben zu Boden 
getreten und zwingt mich, im Dunkeln zu sitzen wie die lngst Verstorbenen.
PSA 143:4 Und mein Geist ist tief betrbt, mein Herz will erstarren in mir.
PSA 143:5 Ich gedenke der lngst vergangenen Tage, rufe mir alle deine 
Taten in Erinnerung und sinne ber die Werke deiner Hnde.
PSA 143:6 Ich strecke meine Hnde aus nach dir, meine Seele schmachtet 
nach dir wie ein drres Land. (Pause.)
PSA 143:7 Erhre mich eilends, o HERR! Mein Geist nimmt ab; verbirg dein 
Angesicht nicht vor mir, da ich nicht denen gleich werde, die in die 
Grube hinabfahren.
PSA 143:8 La mich frhe deine Gnade hren; denn auf dich vertraue ich! 
Tue mir kund den Weg, darauf ich gehen soll; denn zu dir erhebe ich meine 
Seele.
PSA 143:9 Errette mich, HERR, von meinen Feinden; denn bei dir suche ich 
Schutz!
PSA 143:10 Lehre mich tun nach deinem Wohlgefallen; denn du bist mein 
Gott, dein guter Geist fhre mich auf richtiger Bahn!
PSA 143:11 Um deines Namens willen, HERR, erhalte mich am Leben; durch 
deine Gerechtigkeit fhre meine Seele aus der Not!
PSA 143:12 Und in deiner Gnade vertilge meine Feinde und bringe alle 
Widersacher meiner Seele um! Denn ich bin dein Knecht.
PSA 144:1 Von David. Gelobt sei der HERR, mein Fels, der meine Hnde 
geschickt macht zum Streit, meine Finger zum Krieg;
PSA 144:2 meine gndige und sichere Zuflucht, meine Burg und mein 
Erretter, mein Schild, der mich schtzt, der mir auch mein Volk unterwirft!
PSA 144:3 HERR, was ist der Mensch, da du ihn bercksichtigst, des 
Menschen Sohn, da du auf ihn achtest?
PSA 144:4 Der Mensch gleicht einem Hauch, seine Tage sind wie ein 
Schatten, der vorberhuscht!
PSA 144:5 HERR, neige deinen Himmel und fahre herab! Rhre die Berge an, 
da sie rauchen!
PSA 144:6 La blitzen und zerstreue sie, schiee deine Pfeile ab und 
schrecke sie!
PSA 144:7 Strecke deine Hand aus von der Hhe; rette mich und reie mich 
heraus aus groen Wassern, aus der Hand der Shne des fremden Landes,
PSA 144:8 deren Mund Lgen redet und deren Rechte eine betrgliche Rechte 
ist.
PSA 144:9 O Gott, ein neues Lied will ich dir singen, auf der zehnsaitigen 
Harfe will ich dir spielen,
PSA 144:10 der du den Knigen Sieg gibst und deinen Knecht David errettest 
von dem gefhrlichen Schwert!
PSA 144:11 Errette mich und reie mich heraus aus der Hand der Shne des 
fremden Landes, deren Mund Lgen redet und deren Rechte eine betrgliche 
Rechte ist,
PSA 144:12 da unsre Shne wie Pflanzen aufwachsen in ihrer Jugend, unsre 
Tchter wie Ecksulen seien, gemeielt nach Bauart eines Palastes;
PSA 144:13 unsre Speicher gefllt, Vorrte darzureichen aller Art; da 
unsrer Schafe tausend und abertausend werden auf unsern Weiden;
PSA 144:14 da unsre Rinder trchtig seien, ohne Unfall noch Verlust, da 
man nicht zu klagen habe auf unsern Straen!
PSA 144:15 Wohl dem Volk, dem es also geht; wohl dem Volk, dessen Gott der 
HERR ist!
PSA 145:1 Ein Loblied, von David. Ich will dich erheben, mein Gott und 
Knig, und deinen Namen loben immer und ewiglich!
PSA 145:2 Tglich will ich dich preisen und deinen Namen rhmen immer und 
ewiglich!
PSA 145:3 Gro ist der HERR und hoch zu loben, und seine Gre ist 
unerforschlich.
PSA 145:4 Ein Geschlecht rhme dem andern deine Werke und tue deine 
mchtigen Taten kund!
PSA 145:5 Vom herrlichen Glanz deiner Majestt sollen sie berichten, und 
deine Wunder will ich verknden.
PSA 145:6 Von deiner erstaunlichen Gewalt soll man reden, und deine groen 
Taten will ich erzhlen.
PSA 145:7 Das Lob deiner groen Gte lasse man reichlich flieen, und 
deine Gerechtigkeit soll man rhmen!
PSA 145:8 Gndig und barmherzig ist der HERR, geduldig und von groer Gte!
PSA 145:9 Der HERR ist gegen alle gtig, und seine Barmherzigkeit 
erstreckt sich ber alle seine Werke.
PSA 145:10 Alle deine Werke sollen dir danken, o HERR, und deine Frommen 
dich loben.
PSA 145:11 Von der Herrlichkeit deines Knigreichs sollen sie reden und 
von deiner Gewalt sprechen,
PSA 145:12 da sie den Menschenkindern seine Gewalt kundmachen und die 
prachtvolle Herrlichkeit seines Knigreiches.
PSA 145:13 Dein Reich ist ein Reich fr alle Ewigkeiten, und deine 
Herrschaft erstreckt sich auf alle Geschlechter.
PSA 145:14 Der HERR sttzt alle, die da fallen, und richtet alle Gebeugten 
auf.
PSA 145:15 Aller Augen warten auf dich, und du gibst ihnen ihre Speise zu 
seiner Zeit;
PSA 145:16 du tust deine Hand auf und sttigst alles, was da lebt, mit 
Wohlgefallen.
PSA 145:17 Der HERR ist gerecht in allen seinen Wegen und gndig in allen 
seinen Werken.
PSA 145:18 Der HERR ist nahe allen, die ihn anrufen, allen, die ihn in 
Wahrheit anrufen;
PSA 145:19 er tut, was die Gottesfrchtigen begehren, und hrt ihr 
Schreien und hilft ihnen.
PSA 145:20 Der HERR behtet alle, die ihn lieben, und wird alle Gottlosen 
vertilgen!
PSA 145:21 Mein Mund soll des HERRN Ruhm verkndigen; und alles Fleisch 
lobe seinen heiligen Namen immer und ewiglich!
PSA 146:1 Hallelujah! Lobe den HERRN, meine Seele!
PSA 146:2 Ich will den HERRN loben, solange ich lebe, und meinen Gott 
besingen, weil ich noch bin!
PSA 146:3 Verlasset euch nicht auf Frsten, auf ein Menschenkind, bei dem 
keine Rettung ist!
PSA 146:4 Sein Geist fhrt aus, er wird wieder zu Erde; an dem Tage sind 
alle seine Vorhaben vernichtet!
PSA 146:5 Wohl dem, des Hilfe der Gott Jakobs ist, des Hoffnung steht auf 
dem HERRN, seinem Gott!
PSA 146:6 Dieser hat Himmel und Erde gemacht, das Meer und alles, was 
drinnen ist; er ist's auch, der ewiglich Treue bewahrt.
PSA 146:7 Er schafft den Unterdrckten Recht und gibt den Hungrigen Brot; 
der HERR lst Gebundene.
PSA 146:8 Der HERR macht Blinde sehend; der HERR richtet Gebeugte auf; der 
HERR liebt die Gerechten.
PSA 146:9 Der HERR behtet den Fremdling; er erhlt Waisen und Witwen; 
aber den Gottlosen lt er verkehrte Wege wandeln.
PSA 146:10 Der HERR wird ewiglich herrschen, dein Gott, o Zion, fr und 
fr! Hallelujah!
PSA 147:1 Lobet den HERRN! Denn es ist gut, unserm Gott zu singen: es ist 
lieblich, es ziemt sich der Lobgesang.
PSA 147:2 Der HERR baut Jerusalem, die Verjagten Israels wird er sammeln.
PSA 147:3 Er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und lindert ihre 
Schmerzen;
PSA 147:4 er zhlt die Zahl der Sterne und nennt sie alle mit Namen.
PSA 147:5 Gro ist unser Herr und reich an Macht; sein Verstand ist 
unermelich.
PSA 147:6 Der HERR richtet die Gedemtigten wieder auf, er erniedrigt die 
Gottlosen bis zur Erde.
PSA 147:7 Stimmt dem HERRN ein Danklied an, spielt unserm Gott auf der 
Harfe,
PSA 147:8 der den Himmel mit Wolken bedeckt, der Regen bereitet fr die 
Erde und auf den Bergen Gras wachsen lt;
PSA 147:9 der dem Vieh sein Futter gibt, den jungen Raben, die ihn anrufen!
PSA 147:10 Er hat nicht Lust an der Strke des Rosses, noch Gefallen an 
den Schenkeln des Mannes;
PSA 147:11 der HERR hat Gefallen an denen, die ihn frchten, die auf seine 
Gnade hoffen.
PSA 147:12 Preise, Jerusalem, den HERRN; lobe, Zion, deinen Gott!
PSA 147:13 Denn er hat die Riegel deiner Tore befestigt, deine Kinder 
gesegnet in deiner Mitte;
PSA 147:14 er gibt deinen Grenzen Frieden und sttigt dich mit dem besten 
Weizen.
PSA 147:15 Er sendet seine Rede auf Erden; gar schnell luft sein Wort;
PSA 147:16 er gibt Schnee wie Wolle, er streut Reif wie Asche;
PSA 147:17 er wirft sein Eis wie Brocken; wer kann bestehen vor seinem 
Frost?
PSA 147:18 Er sendet sein Wort, so zerschmelzen sie; er lt seinen Wind 
wehen, so tauen sie auf.
PSA 147:19 Er lt Jakob sein Wort verkndigen, Israel seine Satzungen und 
Rechte.
PSA 147:20 So hat er keinem Volk getan, noch lt er sie wissen seine 
Rechte. Hallelujah!
PSA 148:1 Hallelujah! Lobet den HERRN vom Himmel her, lobet ihn in der 
Hhe!
PSA 148:2 Lobet ihn, alle seine Engel; lobet ihn, alle seine Heerscharen!
PSA 148:3 Lobet ihn, Sonne und Mond; lobet ihn, alle leuchtenden Sterne!
PSA 148:4 Lobet ihn, ihr Himmelshhen und ihr Wasser oben am Himmel!
PSA 148:5 Sie sollen loben den Namen des HERRN; denn sie entstanden auf 
sein Gehei,
PSA 148:6 und er verlieh ihnen ewigen Bestand; er gab ein Gesetz, das 
nicht berschritten wird.
PSA 148:7 Lobet den HERRN von der Erde her, ihr Walfische und alle 
Meeresfluten!
PSA 148:8 Feuer und Hagel, Schnee und Dunst, Sturmwind, der sein Wort 
ausfhrt;
PSA 148:9 Berge und alle Hgel, Obstbume und alle Zedern;
PSA 148:10 wilde Tiere und alles Vieh, alles, was kriecht und fliegt;
PSA 148:11 die Knige der Erde und alle Nationen, die Frsten und alle 
Richter auf Erden;
PSA 148:12 Jnglinge und auch Jungfrauen, Greise mitsamt den Knaben;
PSA 148:13 sie sollen loben den Namen des HERRN! Denn sein Name allein ist 
erhaben, sein Glanz berstrahlt Erde und Himmel.
PSA 148:14 Und er hat das Horn seines Volkes erhht, allen seinen Frommen 
zum Ruhm, den Kindern Israel, dem Volk, das ihm nahe ist. Hallelujah!
PSA 149:1 Hallelujah! Singet dem HERRN ein neues Lied, sein Lob in der 
Gemeinde der Frommen!
PSA 149:2 Israel freue sich seines Schpfers, die Kinder Zions sollen 
jubeln ber ihren Knig!
PSA 149:3 Sie sollen seinen Namen loben im Reigen, mit Pauken und Harfen 
ihm spielen!
PSA 149:4 Denn der HERR hat Wohlgefallen an seinem Volk; er schmckt die 
Gedemtigten mit Heil.
PSA 149:5 Die Frommen sollen frohlocken vor Herrlichkeit, sie sollen 
jauchzen auf ihren Lagern;
PSA 149:6 das Lob Gottes sei in ihrem Mund und ein zweischneidiges Schwert 
in ihrer Hand,
PSA 149:7 um Rache zu ben an den Vlkern, Strafe an den Nationen,
PSA 149:8 um ihre Knige mit Ketten zu binden und ihre Edlen mit eisernen 
Fesseln,
PSA 149:9 um an ihnen zu vollstrecken das geschriebene Urteil; das ist 
eine Ehre fr alle seine Frommen. Hallelujah!
PSA 150:1 Hallelujah! Lobet Gott in seinem Heiligtum, lobet ihn in der 
Feste seiner Macht!
PSA 150:2 Lobet ihn wegen seiner mchtigen Taten, lobet ihn ob seiner 
groen Majestt!
PSA 150:3 Lobet ihn mit Posaunenschall, lobet ihn mit Psalter und Harfe!
PSA 150:4 Lobet ihn mit Pauken und Reigen, lobet ihn mit Saitenspiel und 
Flte!
PSA 150:5 Lobet ihn mit hellen Zimbeln, lobet ihn mit lauten Zimbeln!
PSA 150:6 Alles, was Odem hat, lobe den HERRN! Hallelujah!
PRO 1:1 Sprche Salomos, des Sohnes Davids, des Knigs von Israel,
PRO 1:2 da man Weisheit und Zucht erlerne und verstndige Reden verstehe,
PRO 1:3 da man Gedankenzucht erlange, Rechtssinn, Urteilskraft und 
Aufrichtigkeit;
PRO 1:4 damit den Einfltigen Klugheit, den Jnglingen Erkenntnis und 
Besonnenheit verliehen werde.
PRO 1:5 Wer weise ist, hrt darauf und vermehrt seine Kenntnisse, und wer 
verstndig ist, eignet sich Fertigkeiten an,
PRO 1:6 damit er Sprichwrter und bildliche Rede verstehe, die Worte der 
Weisen und ihre Rtsel.
PRO 1:7 Die Furcht des HERRN ist der Anfang der Erkenntnis; nur Toren 
verachten Weisheit und Zucht!
PRO 1:8 Hre, mein Sohn, die Unterweisung deines Vaters und verwirf nicht 
die Lehre deiner Mutter!
PRO 1:9 Denn sie sind ein schner Kranz fr dein Haupt und ein Geschmeide 
um deinen Hals.
PRO 1:10 Mein Sohn, wenn dich Snder berreden wollen, so willige nicht 
ein,
PRO 1:11 wenn sie sagen: Komm mit uns, wir wollen auf Blut lauern, wir 
wollen dem Unschuldigen ohne Ursache nachstellen;
PRO 1:12 wir wollen sie verschlingen wie der Scheol die Lebendigen, als 
snken sie unversehens ins Grab!
PRO 1:13 Wir wollen allerlei kostbares Gut gewinnen und unsre Huser 
fllen mit Raub;
PRO 1:14 schliee dich uns auf gut Glck an, wir wollen gemeinsame Kasse 
fhren!
PRO 1:15 Mein Sohn, geh nicht mit ihnen auf dem Wege, halte deinen Fu 
zurck von ihrem Pfad!
PRO 1:16 Denn ihre Fe laufen zum Bsen und eilen Blut zu vergieen.
PRO 1:17 Denn vergeblich wird das Netz ausgespannt vor den Augen aller 
Vgel;
PRO 1:18 sie aber lauern auf ihr eigenes Blut und stellen ihrem eigenen 
Leben nach.
PRO 1:19 Dies ist das Schicksal aller, die nach [ungerechtem] Gewinn 
trachten: er kostet seinen Besitzern die Seele!
PRO 1:20 Die Weisheit ruft drauen laut, ffentlich lt sie ihre Stimme 
hren;
PRO 1:21 im rgsten Straenlrm schreit sie, an den Pforten der Stadttore 
hlt sie ihre Reden:
PRO 1:22 Wie lange wollt ihr Einfltigen die Einfalt lieben und ihr 
Sptter Lust am Spotten haben und ihr Toren Erkenntnis hassen?
PRO 1:23 Kehret um zu meiner Zurechtweisung! Siehe, ich will euch meinen 
Geist sprudeln lassen, euch meine Worte kundtun!
PRO 1:24 Darum, weil ich rufe und ihr mich abweiset, weil ich meine Hand 
ausstrecke und niemand darauf achtet,
PRO 1:25 weil ihr vielmehr allen meinen Rat verwerfet und meine 
Zurechtweisung nicht begehret,
PRO 1:26 so werde auch ich eures Unglcks lachen und euer spotten,
PRO 1:27 wenn das, was ihr frchtet, wie ein Wetter ber euch kommt und 
euer Schicksal euch wie ein Wirbelsturm berraschen wird, wenn euch Angst 
und Not berfllt.
PRO 1:28 Dann werden sie mich anrufen, aber ich werde nicht antworten; sie 
werden mich eifrig suchen und nicht finden,
PRO 1:29 darum, da sie die Erkenntnis gehat und die Furcht des HERRN 
nicht erwhlt haben,
PRO 1:30 da sie meinen Rat nicht begehrt und alle meine Zurechtweisung 
verschmht haben.
PRO 1:31 Darum sollen sie von der Frucht ihres eigenen Weges essen und von 
ihren eigenen Ratschlgen genug bekommen!
PRO 1:32 Denn ihre Verirrung bringt die Einfltigen um, und ihre 
Sorglosigkeit strzt die Toren ins Verderben.
PRO 1:33 Wer aber mir gehorcht, wird sicher wohnen und kein Unheil 
frchten mssen.
PRO 2:1 Mein Sohn, wenn du meine Worte annimmst und meine Gebote bei dir 
bewahrst,
PRO 2:2 so da du der Weisheit dein Ohr leihst und dein Herz zur Klugheit 
neigst;
PRO 2:3 wenn du um Verstand betest und um Einsicht flehst,
PRO 2:4 wenn du sie suchst wie Silber und nach ihr forschest wie nach 
Schtzen,
PRO 2:5 so wirst du die Furcht des HERRN verstehen und die Erkenntnis 
Gottes erlangen.
PRO 2:6 Denn der HERR gibt Weisheit, aus seinem Munde kommen Erkenntnis 
und Verstand.
PRO 2:7 Er sichert den Aufrichtigen das Gelingen und beschirmt, die 
unschuldig wandeln,
PRO 2:8 da sie die Pfade des Rechts bewahren; und er behtet den Weg 
seiner Frommen.
PRO 2:9 Dann wirst du Tugend und Recht zu ben wissen und geradeaus 
wandeln, nur auf guter Bahn.
PRO 2:10 Wenn die Weisheit in dein Herz kommen und die Erkenntnis deiner 
Seele gefallen wird,
PRO 2:11 dann wird die Vorsicht dich beschirmen, der Verstand wird dich 
behten,
PRO 2:12 um dich zu erretten von dem bsen Weg, von dem Menschen, der 
Verkehrtes spricht;
PRO 2:13 von denen, welche die richtigen Pfade verlassen, um auf den Wegen 
der Finsternis zu wandeln;
PRO 2:14 die sich freuen, Bses zu tun, und ber boshafte Verdrehungen 
frohlocken;
PRO 2:15 deren Pfade krumm und deren Bahnen verkehrt sind;
PRO 2:16 da du auch errettet werdest von dem fremden Weibe, von der 
Buhlerin, die glatte Worte gibt;
PRO 2:17 welche den Freund ihrer Jugend verlt und den Bund ihres Gottes 
vergit;
PRO 2:18 denn ihr Haus fhrt hinab zum Tode und ihre Bahn zu den Schatten;
PRO 2:19 alle, die zu ihr eingehen, kehren nimmer wieder, sie erreichen 
die Pfade des Lebens nicht mehr.
PRO 2:20 Darum wandle du auf dem Wege der Guten und bewahre die Pfade der 
Gerechten!
PRO 2:21 Denn die Redlichen werden das Land bewohnen und die Unschuldigen 
darin brigbleiben;
PRO 2:22 aber die Gottlosen werden aus dem Lande ausgerottet und die 
Treulosen daraus vertrieben werden.
PRO 3:1 Mein Sohn, vergi meine Lehre nicht, und dein Herz bewahre meine 
Gebote!
PRO 3:2 Denn sie werden dir Verlngerung der Tage und Jahre des Lebens und 
viel Frieden bringen.
PRO 3:3 Gnade und Wahrheit werden dich nicht verlassen! Binde sie um 
deinen Hals, schreibe sie auf die Tafel deines Herzens,
PRO 3:4 so wirst du Gunst und Wohlgefallen erlangen in den Augen Gottes 
und der Menschen.
PRO 3:5 Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verla dich nicht auf 
deinen Verstand;
PRO 3:6 erkenne ihn auf allen deinen Wegen, so wird er deine Pfade ebnen.
PRO 3:7 Halte dich nicht selbst fr weise; frchte den HERRN und weiche 
vom Bsen!
PRO 3:8 Das wird deinem Leib gesund sein und deine Gebeine erquicken!
PRO 3:9 Ehre den HERRN mit deinem Gut und mit den Erstlingen all deines 
Einkommens,
PRO 3:10 so werden sich deine Scheunen mit berflu fllen und deine 
Keltern von Most berlaufen.
PRO 3:11 Mein Sohn, verwnsche nicht die Zchtigung des HERRN und la dich 
seine Strafe nicht verdrieen;
PRO 3:12 denn welchen der HERR lieb hat, den zchtigt er, wie ein Vater 
den Sohn, dem er wohlwill.
PRO 3:13 Wohl dem Menschen, der Weisheit findet, dem Menschen, der 
Verstand bekommt!
PRO 3:14 Denn ihr Erwerb ist besser als Gelderwerb, und ihr Gewinn geht 
ber feines Gold.
PRO 3:15 Sie ist kostbarer als Perlen, und alle deine Schtze sind ihr 
nicht zu vergleichen.
PRO 3:16 In ihrer Rechten ist langes Leben, in ihrer Linken Reichtum und 
Ehre.
PRO 3:17 Ihre Wege sind liebliche Wege und alle ihre Pfade Frieden.
PRO 3:18 Sie ist ein Baum des Lebens denen, die sie ergreifen; und wer sie 
festhlt, ist glcklich zu preisen.
PRO 3:19 Der HERR hat die Erde mit Weisheit gegrndet und die Himmel mit 
Verstand befestigt.
PRO 3:20 Durch seine Erkenntnis brachen die Fluten hervor und trufelten 
die Wolken Tau.
PRO 3:21 Solches, mein Sohn, la niemals aus den Augen; bewahre berlegung 
und Besonnenheit!
PRO 3:22 Sie werden deiner Seele zum Leben dienen und zum Schmuck deinem 
Hals.
PRO 3:23 Dann wirst du sicher deines Weges gehen, und dein Fu stt nicht 
an.
PRO 3:24 Ohne Furcht wirst du dich niederlegen, und liegst du, so wird 
dein Schlaf s sein.
PRO 3:25 Du brauchst keinen pltzlichen Schrecken zu frchten, auch nicht 
den Untergang der Gottlosen, wenn er kommt.
PRO 3:26 Denn der HERR wird in deinem Herzen sein und deinen Fu bewahren 
vor dem Fallstrick.
PRO 3:27 Verweigere keinem Bedrftigen eine Wohltat, wenn es in deiner 
Hnde Macht steht, sie zu erweisen!
PRO 3:28 Sprich nicht zu deinem Nchsten: Gehe hin und komme wieder; 
morgen will ich dir geben! whrend du es doch hast.
PRO 3:29 Ersinne nichts Bses wider deinen Nchsten, der arglos bei dir 
wohnt.
PRO 3:30 Hadere mit keinem Menschen ohne Ursache, wenn er dir nichts Bses 
zugefgt hat.
PRO 3:31 Sei nicht neidisch auf den Gewaltttigen und erwhle dir keinen 
seiner Wege!
PRO 3:32 Denn der Verkehrte ist dem HERRN ein Greuel, aber mit 
Aufrichtigen ist er vertraut.
PRO 3:33 Der Fluch des HERRN ist im Hause des Gottlosen, aber die Wohnung 
der Gerechten segnet er.
PRO 3:34 Wenn er der Sptter spottet, so gibt er den Demtigen Gnade.
PRO 3:35 Die Weisen ererben Ehre, die Toren aber macht die Schande berhmt.
PRO 4:1 Gehorchet, ihr Shne, der vterlichen Zucht und merket auf, damit 
ihr zu unterscheiden wisset!
PRO 4:2 Denn ich habe euch eine gute Lehre gegeben; verlasset meine Gebote 
nicht!
PRO 4:3 Denn da ich noch als Sohn bei meinem Vater war, als zartes und 
einziges Kind unter den Augen meiner Mutter,
PRO 4:4 da lehrte er mich und sprach zu mir: Dein Herz halte meine Worte 
fest; bewahre meine Gebote, so wirst du leben!
PRO 4:5 Erwirb Weisheit, erwirb Verstand; vergi die Reden meines Mundes 
nicht und weiche nicht davon ab!
PRO 4:6 Verla du sie nicht, so wird sie dich bewahren; liebe du sie, so 
wird sie dich behten!
PRO 4:7 Der Weisheit Anfang ist: Erwirb Weisheit und um allen deinen 
Erwerb erwirb Verstand!
PRO 4:8 Halte sie hoch, so wird sie dich erhhen; sie wird dich ehren, 
wenn du sie liebst.
PRO 4:9 Sie wird deinem Haupt einen lieblichen Kranz verleihen, eine 
prchtige Krone wird sie dir reichen.
PRO 4:10 Hre, mein Sohn, nimm meine Lehren an, sie werden dir das Leben 
verlngern!
PRO 4:11 Ich will dich den Weg der Weisheit lehren, dich leiten auf 
gerader Bahn.
PRO 4:12 Gehst du, so wird dein Schritt nicht gehemmt, und wenn du lufst, 
so wirst du nicht straucheln.
PRO 4:13 Halte unablssig fest an der Zucht, bewahre sie; denn sie ist 
dein Leben.
PRO 4:14 Begib dich nicht auf den Pfad der Gottlosen und tue keinen 
Schritt auf dem Wege der Bsen!
PRO 4:15 Meide ihn, berschreite ihn nicht einmal, weiche davon und gehe 
vorber!
PRO 4:16 Denn sie schlafen nicht, sie haben denn Bses getan; der 
Schlummer flieht sie, wenn sie niemand zu Fall gebracht haben.
PRO 4:17 Denn sie essen erfreveltes Brot und trinken erpreten Wein.
PRO 4:18 Aber des Gerechten Pfad ist wie des Lichtes Glanz, das immer 
heller leuchtet bis zum vollen Tag.
PRO 4:19 Der Gottlosen Weg ist dichte Finsternis; sie wissen nicht, 
worber sie straucheln.
PRO 4:20 Mein Sohn, merke auf meine Worte, neige dein Ohr zu meinen Reden!
PRO 4:21 La sie nie von deinen Augen weichen, bewahre sie im innersten 
Herzen!
PRO 4:22 Denn sie sind das Leben denen, die sie finden, und heilsam ihrem 
ganzen Leib.
PRO 4:23 Mehr als alles andere behte dein Herz; denn von ihm geht das 
Leben aus.
PRO 4:24 Enthalte dich falscher Worte, und verdrehte Reden seien fern von 
dir!
PRO 4:25 La deine Augen geradeaus schauen und deine Augenlider stracks 
vor dich blicken.
PRO 4:26 Erwge wohl deine Schritte, und alle deine Wege seien bestimmt;
PRO 4:27 weiche weder zur Rechten noch zur Linken, halte deinen Fu vom 
Bsen fern!
PRO 5:1 Mein Sohn, merke auf meine Weisheit und neige dein Ohr meiner 
Belehrung zu;
PRO 5:2 da du Vorsicht best und deine Lippen Erkenntnis bewahren.
PRO 5:3 Denn von Honig triefen die Lippen der Fremden, und gltter als l 
ist ihr Gaumen;
PRO 5:4 aber zuletzt ist sie bitter wie Wermut, scharf wie ein 
zweischneidig Schwert;
PRO 5:5 ihre Fe laufen zum Tod, ihre Schritte streben dem Totenreich zu;
PRO 5:6 den Pfad des Lebens erwgt sie nicht einmal; sie geht eine 
unsichere Bahn, die sie selbst nicht kennt.
PRO 5:7 Und nun, ihr Shne, hret mir zu und weichet nicht von den Reden 
meines Mundes!
PRO 5:8 Bleibe fern von dem Weg, der zu ihr fhrt, und nhere dich nicht 
der Tr ihres Hauses!
PRO 5:9 Da du nicht Fremden deine Ehre opferst und deine Jahre dem 
Grausamen;
PRO 5:10 da sich nicht Fremde von deinem Vermgen sttigen und du dich 
nicht abmhen mssest fr eines andern Haus,
PRO 5:11 also da, wenn dir dann Leib und Fleisch hinschwindet, du zuletzt 
seufzen und sagen mssest:
PRO 5:12 Warum habe ich doch die Zucht gehat, warum hat mein Herz die 
Zurechtweisung verachtet?
PRO 5:13 Ich habe nicht gehrt auf die Stimme meiner Lehrer und meinen 
Lehrmeistern kein Gehr geschenkt!
PRO 5:14 Fast wre ich gnzlich ins Unglck geraten, inmitten der 
Versammlung und der Gemeinde!
PRO 5:15 Trinke Wasser aus deinem Born und Strme aus deinem Brunnen!
PRO 5:16 Sollen deine Quellen sich auf die Strae ergieen, deine 
Wasserbche auf die Pltze?
PRO 5:17 Sie sollen dir allein gehren und keinem Fremden neben dir!
PRO 5:18 Dein Born sei gesegnet, und freue dich des Weibes deiner Jugend!
PRO 5:19 Die liebliche Hindin, die anmutige Gemse, mge dich ihr Busen 
allezeit ergtzen, mgest du dich an ihrer Liebe stets berauschen!
PRO 5:20 Warum aber, mein Sohn, wolltest du dich an einer andern vergehen 
und den Busen einer Fremden umarmen?
PRO 5:21 Denn eines jeglichen Wege liegen klar vor den Augen des HERRN, 
und er achtet auf alle seine Pfade!
PRO 5:22 Den Gottlosen nehmen seine eigenen Missetaten gefangen, und von 
den Stricken seiner Snde wird er festgehalten.
PRO 5:23 Er stirbt an Zuchtlosigkeit, und infolge seiner groen Torheit 
taumelt er dahin.
PRO 6:1 Mein Sohn, hast du dich fr deinen Nchsten verbrgt, fr einen 
Fremden dich durch Handschlag verpflichtet;
PRO 6:2 bist du durch ein mndliches Versprechen gebunden, gefangen durch 
die Reden deines Mundes,
PRO 6:3 so tue doch das, mein Sohn: Rette dich; denn du bist in die Hand 
deines Nchsten geraten! Darum gehe hin, wirf dich vor ihm nieder und 
bestrme deinen Nchsten.
PRO 6:4 Gnne deinen Augen keinen Schlaf und deinen Augenlidern keinen 
Schlummer!
PRO 6:5 Rette dich aus seiner Hand wie eine Gazelle und wie ein Vogel aus 
der Hand des Vogelstellers!
PRO 6:6 Gehe hin zur Ameise, du Fauler, siehe ihre Weise an und lerne:
PRO 6:7 obwohl sie keinen Frsten, noch Hauptmann, noch Herrscher hat,
PRO 6:8 bereitet sie dennoch im Sommer ihr Brot und sammelt in der 
Erntezeit ihre Speise.
PRO 6:9 Wie lange willst du liegen bleiben, du Fauler? Wann willst du 
aufstehen von deinem Schlaf?
PRO 6:10 Ein wenig schlafen, ein wenig schlummern, ein wenig die Hnde in 
den Scho legen, um zu ruhen:
PRO 6:11 so holt dich die Armut ein wie ein Schnellufer, und der Mangel 
wie ein Leichtbewaffneter!
PRO 6:12 Ein Taugenichts, ein nichtswrdiger Mensch ist, wer falsche Reden 
fhrt
PRO 6:13 und dabei mit seinen Augen blinzelt, Kratzfe macht und die 
Hnde reibt.
PRO 6:14 Verkehrtheit ist in seinem Herzen; er schmiedet allezeit Bses, 
richtet Znkereien an.
PRO 6:15 Darum wird sein Schicksal pltzlich ber ihn kommen, 
augenblicklich wird er zusammenbrechen, unrettbar.
PRO 6:16 Diese sechs [Stcke] hat der HERR, und sieben sind seiner Seele 
ein Greuel:
PRO 6:17 stolze Augen, falsche Zunge, Hnde, die unschuldiges Blut 
vergieen,
PRO 6:18 ein Herz, das bse Plne schmiedet, Fe, die schnell zum Bsen 
laufen,
PRO 6:19 ein falscher Zeuge, der Lgen ausspricht, und wer Zwietracht 
zwischen Brder wirft.
PRO 6:20 Bewahre, mein Sohn, das Gebot deines Vaters, und verwirf nicht 
die Lehre deiner Mutter!
PRO 6:21 Binde sie bestndig auf dein Herz, hnge sie um deinen Hals;
PRO 6:22 auf deinen Gngen sollen sie dich geleiten, auf deinem Lager dich 
behten und wenn du aufstehst, dir in den Sinn kommen!
PRO 6:23 Denn das Gebot ist eine Leuchte, und die Lehre ist ein Licht, 
Zucht und Vermahnung sind ein Weg des Lebens.
PRO 6:24 Sie sollen dich bewahren vor dem schlechten Weib, vor der glatten 
Zunge der Fremden;
PRO 6:25 da du in deinem Herzen nicht nach ihrer Schnheit begehrest und 
sie dich nicht fange mit ihren Augenwimpern.
PRO 6:26 Denn um einer Hure willen kommt man an den Bettelstab, und eines 
andern Weib gefhrdet die teure Seele!
PRO 6:27 Kann jemand Feuer in seinem Busen tragen, ohne da seine Kleider 
in Brand geraten?
PRO 6:28 Oder kann einer auf glhenden Kohlen laufen, ohne die Fe zu 
verbrennen?
PRO 6:29 Also geht auch keiner ungestraft zu seines Nchsten Eheweib und 
rhrt sie an!
PRO 6:30 Man verachtet den Dieb nicht, wenn er stiehlt, um sein Leben zu 
fristen, wenn er Hunger hat;
PRO 6:31 wird er ertappt, so mu er siebenfach bezahlen und alles 
hergeben, was er im Hause hat;
PRO 6:32 wer aber ein Weib zum Ehebruch verfhrt, der ist ein herzloser 
Mensch; er ruiniert seine eigene Seele, indem er solches tut.
PRO 6:33 Schlge und Schmach werden ihn treffen, und seine Schande ist 
nicht auszutilgen;
PRO 6:34 denn der Zorn des Mannes glht, und am Tage der Rache wird er 
nicht schonen;
PRO 6:35 er sieht kein Lsegeld an und lt sich durch das grte Geschenk 
nicht besnftigen.
PRO 7:1 Mein Sohn, bewahre meine Rede und birg meine Gebote in dir!
PRO 7:2 Beobachte meine Gebote, so wirst du leben, und bewahre meine Lehre 
wie einen Augapfel!
PRO 7:3 Binde sie an deine Finger, schreibe sie auf die Tafel deines 
Herzens!
PRO 7:4 Sprich zur Weisheit: Du bist meine Schwester! und sage zum 
Verstand: Du bist mein Vertrauter!
PRO 7:5 da du bewahrt bleibest vor dem fremden Weibe, vor der Buhlerin, 
die glatte Worte gibt!
PRO 7:6 Denn als ich am Fenster meines Hauses durch das Gitter guckte
PRO 7:7 und die Einfltigen beobachtete, bemerkte ich unter den Shnen 
einen unverstndigen Jngling.
PRO 7:8 Der strich auf der Gasse herum, nicht weit von ihrem Winkel, und 
betrat den Weg zu ihrem Haus
PRO 7:9 in der Dmmerung, beim Einbruch der Nacht, da es dunkelte.
PRO 7:10 Siehe, da lief ihm ein Weib entgegen im Hurenschmuck und 
verschmitzten Herzens,
PRO 7:11 frech und zgellos. Ihre Fe knnen nicht zu Hause bleiben;
PRO 7:12 bald auf der Strae, bald auf den Pltzen, an allen Ecken lauert 
sie.
PRO 7:13 Die ergriff und kte ihn, und mit unverschmter Miene sprach sie 
zu ihm:
PRO 7:14 Ich war ein Dankopfer schuldig, heute habe ich meine Gelbde 
bezahlt;
PRO 7:15 darum bin ich ausgegangen dir entgegen, um eifrig dein Angesicht 
zu suchen, und ich fand dich auch!
PRO 7:16 Ich habe mein Lager mit Teppichen gepolstert, mit bunten Decken 
von gyptischem Garn;
PRO 7:17 ich habe mein Bett besprengt mit Myrrhe, Aloe und Zimt.
PRO 7:18 Komm, wir wollen der Liebe genieen bis zum Morgen, uns an 
Liebkosungen ergtzen!
PRO 7:19 Denn der Mann ist nicht zu Hause, er hat eine weite Reise 
angetreten,
PRO 7:20 er hat den Geldbeutel mitgenommen und kommt erst am Tage des 
Vollmonds wieder heim.
PRO 7:21 Durch ihr eifriges Zureden machte sie ihn geneigt und bewog ihn 
mit ihren glatten Worten,
PRO 7:22 so da er ihr pltzlich nachlief, wie ein Ochse zur Schlachtbank 
geht und wie ein Gefesselter zum Narrenhaus
PRO 7:23 (bis ihm der Pfeil die Leber spaltet), wie ein Vogel ins Netz 
hinein fliegt und nicht wei, da es ihn sein Leben kostet!
PRO 7:24 So schenkt mir nun Gehr, ihr Shne, und merkt auf die Reden 
meines Mundes!
PRO 7:25 Dein Herz neige sich nicht ihren Wegen zu, und verirre dich nicht 
auf ihre Pfade;
PRO 7:26 denn sie hat viele verwundet und zu Fall gebracht, und gewaltig 
ist die Zahl ihrer Opfer.
PRO 7:27 Wege zur Unterwelt sind ihr Haus, fhren hinab zu den Kammern des 
Todes!
PRO 8:1 Ruft nicht die Weisheit laut, und lt nicht die Klugheit ihre 
Stimme vernehmen?
PRO 8:2 Oben auf den Hhen, drauen auf dem Wege, mitten auf den Straen 
hat sie sich aufgestellt;
PRO 8:3 zur Seite der Tore, am Ausgang der Stadt, beim Eingang der Pforten 
ruft sie laut:
PRO 8:4 An euch, ihr Mnner, ergeht mein Ruf, und meine Stimme an die 
Menschenkinder!
PRO 8:5 Ihr Einfltigen, werdet klug, und ihr Toren, brauchet den Verstand!
PRO 8:6 Hret, denn ich habe Vortreffliches zu sagen, und meine Lippen 
ffnen sich fr das, was gerade ist.
PRO 8:7 Denn mein Gaumen redet Wahrheit, aber meine Lippen verabscheuen 
loses Geschwtz.
PRO 8:8 Alle Reden meines Mundes sind gerecht, es ist nichts Verkehrtes 
noch Verdrehtes darin.
PRO 8:9 Den Verstndigen sind sie ganz recht, und wer Erkenntnis sucht, 
findet sie richtig.
PRO 8:10 Nehmet meine Zucht an und nicht Silber, und Erkenntnis lieber als 
feines Gold.
PRO 8:11 Ja, Weisheit ist besser als Perlen, und keine Kleinodien sind ihr 
zu vergleichen.
PRO 8:12 Ich, die Weisheit, wohne bei dem Scharfsinn und gewinne die 
Erkenntnis wohldurchdachter Plne.
PRO 8:13 Die Furcht des HERRN ist ein Hassen des Bsen; Stolz und bermut, 
schlechten Wandel und ein verdrehtes Maul hasse ich.
PRO 8:14 Von mir kommt Rat und Tchtigkeit; ich bin verstndig, mein ist 
die Kraft.
PRO 8:15 Durch mich herrschen die Knige und erlassen die Frsten gerechte 
Verordnungen.
PRO 8:16 Durch mich regieren die Herrscher und die Edeln, alle Richter auf 
Erden.
PRO 8:17 Ich liebe, die mich lieben, und die mich frhe suchen, finden 
mich.
PRO 8:18 Reichtum und Ehre kommen mit mir, bedeutendes Vermgen und 
Gerechtigkeit.
PRO 8:19 Meine Frucht ist besser als Gold, ja als feines Gold, und was ich 
einbringe, bertrifft auserlesenes Silber.
PRO 8:20 Ich wandle auf dem Pfade der Gerechtigkeit, mitten auf der Bahn 
des Rechts,
PRO 8:21 auf da ich meinen Liebhabern ein wirkliches Erbteil verschaffe 
und ihre Schatzkammern flle.
PRO 8:22 Der HERR besa mich am Anfang seiner Wege, ehe er etwas machte, 
vor aller Zeit.
PRO 8:23 Ich war eingesetzt von Ewigkeit her, vor dem Anfang, vor dem 
Ursprung der Erde.
PRO 8:24 Als noch keine Fluten waren, ward ich geboren, als die 
wasserreichen Quellen noch nicht flossen.
PRO 8:25 Ehe die Berge eingesenkt wurden, vor den Hgeln ward ich geboren.
PRO 8:26 Als er die Erde noch nicht gemacht hatte und was auerhalb 
[derselben liegt], die ganze Summe des Weltenstaubs,
PRO 8:27 als er den Himmel abzirkelte, war ich dabei; als er auf dem 
Meeresspiegel den Horizont abgrenzte,
PRO 8:28 als er die Wolken droben befestigte und die Brunnen der Tiefe 
mauerte;
PRO 8:29 als er dem Meer seine Schranke setzte, damit die Wasser seinen 
Befehl nicht berschritten, als er den Grund der Erde legte,
PRO 8:30 da stand ich ihm als Werkmeister zur Seite und zu seinem 
Entzcken Tag fr Tag und spielte vor seinem Angesicht allezeit;
PRO 8:31 ich spielte auf seinem Erdkreis und hatte mein Ergtzen an den 
Menschenkindern.
PRO 8:32 Und nun, ihr Shne, gehorchet mir! Wohl denen, die meine Wege 
bewahren!
PRO 8:33 Gehorchet der Zucht und werdet weise und seid nicht zgellos!
PRO 8:34 Wohl dem Menschen, der mir also gehorcht, da er tglich an 
meiner Pforte wacht und die Pfosten meiner Tr htet;
PRO 8:35 denn wer mich findet, der findet das Leben und erlangt Gnade von 
dem HERRN;
PRO 8:36 wer mich aber verfehlt, schadet seiner eigenen Seele; alle, die 
mich hassen, lieben den Tod!
PRO 9:1 Die Weisheit baute ihr Haus, sie hieb ihre sieben Sulen aus.
PRO 9:2 Sie schlachtete ihr Vieh, mischte ihren Wein und deckte ihre Tafel 
fein.
PRO 9:3 Sie sandte ihre Mgde aus und lie auf den hchsten Punkten der 
Stadt ausrufen:
PRO 9:4 Wer einfltig ist, der mache sich herzu!
PRO 9:5 Zu den Unweisen spricht sie: Kommt her, esset von meinem Brot und 
trinkt von dem Wein, den ich gemischt habe!
PRO 9:6 Verlasset die Torheit, auf da ihr lebet, und geht einher auf dem 
Wege des Verstandes!
PRO 9:7 Wer einen Sptter zchtigt, holt sich Beschimpfung, und wer einen 
Gottlosen bestraft, kriegt sein Teil.
PRO 9:8 Bestrafe den Sptter nicht! Er hat dich; bestrafe den Weisen, der 
wird dich lieben!
PRO 9:9 Gib dem Weisen, so wird er noch weiser werden; belehre den 
Gerechten, so wird er noch mehr lernen!
PRO 9:10 Der Weisheit Anfang ist die Furcht des HERRN, und die Erkenntnis 
des Heiligen ist Verstand.
PRO 9:11 Denn durch mich werden deine Tage sich mehren und werden Jahre zu 
deinem Leben hinzugefgt.
PRO 9:12 Bist du weise, so kommt es dir selbst zugute; bist du aber ein 
Sptter, so hast du's allein zu tragen.
PRO 9:13 Frau Torheit ist frech, dabei ein einfltiges Ding, das gar 
nichts wei;
PRO 9:14 und doch sitzt sie bei der Tr ihres Hauses, auf einem Sessel auf 
den Hhen der Stadt,
PRO 9:15 da sie denen, die des Weges gehen, die auf richtigem Pfade 
wandeln, zurufe:
PRO 9:16 Wer einfltig ist, der kehre hier ein! Und zum Unverstndigen 
spricht sie:
PRO 9:17 Gestohlenes Wasser ist s und heimliches Brot ist angenehm!
PRO 9:18 Er wei aber nicht, da die Schatten daselbst hausen und ihre 
Gste in den Tiefen des Scheols.
PRO 10:1 Sprche Salomos: Ein weiser Sohn macht seinem Vater Freude, aber 
ein trichter Sohn ist seiner Mutter Grmen.
PRO 10:2 Unrecht Gut hilft nicht; aber Gerechtigkeit errettet vom Tode.
PRO 10:3 Das Verlangen der Gerechten lt der HERR nicht ungestillt; aber 
das Begehren der Gottlosen weist er ab.
PRO 10:4 Nachlssigkeit macht arm; aber eine fleiige Hand macht reich.
PRO 10:5 Wer im Sommer sammelt, ist ein kluger Sohn, wer aber in der Ernte 
schlft, ist ein Sohn, der Schande macht.
PRO 10:6 Segnungen sind auf dem Haupte des Gerechten; aber der Mund der 
Gottlosen birgt Frevel.
PRO 10:7 Das Gedchtnis des Gerechten bleibt im Segen; aber der Gottlosen 
Name wird verwesen.
PRO 10:8 Wer weisen Herzens ist, nimmt Befehle an; aber ein Narrenmund 
richtet sich selbst zugrunde.
PRO 10:9 Wer ein gutes Gewissen hat, wandelt sicher; wer aber krumme Wege 
geht, verrt sich selbst.
PRO 10:10 Wer mit den Augen zwinkert, verursacht Leid, und ein Narrenmund 
richtet sich selbst zugrunde.
PRO 10:11 Der Mund des Gerechten ist eine Quelle des Lebens; aber der 
Gottlosen Mund birgt Gewalttat.
PRO 10:12 Ha erregt Hader; aber die Liebe deckt alle bertretungen zu.
PRO 10:13 Auf den Lippen des Verstndigen wird Weisheit gefunden; aber auf 
den Rcken des Narren gehrt eine Rute.
PRO 10:14 Die Weisen sammeln ihr Wissen, die Lippen der Narren aber 
schnelles Verderben.
PRO 10:15 Das Gut des Reichen ist seine feste Burg; das Unglck der 
Drftigen aber ist ihre Armut.
PRO 10:16 Der Gerechte braucht seinen Erwerb zum Leben, der Gottlose sein 
Einkommen zur Snde.
PRO 10:17 Wer auf die Zucht achtet, geht den Weg zum Leben; wer aber aus 
der Schule luft, gert auf Irrwege.
PRO 10:18 Wer Ha verbirgt, hat Lgenlippen, und wer Verleumdungen 
austrgt, ist ein Tor.
PRO 10:19 Wo viele Worte sind, da geht es ohne Snde nicht ab; wer aber 
seine Lippen im Zaum hlt, der ist klug.
PRO 10:20 Des Gerechten Zunge ist auserlesenes Silber; das Herz der 
Gottlosen ist wenig wert.
PRO 10:21 Die Lippen des Gerechten erquicken viele; aber die Toren sterben 
am Unverstand.
PRO 10:22 Der Segen des HERRN macht reich, und [eigene] Mhe fgt ihm 
nichts bei.
PRO 10:23 Dem Dummen macht es Vergngen, Schandtaten zu verben, dem 
Weisen aber, etwas Gescheites zu tun.
PRO 10:24 Was der Gottlose frchtet, das wird ihm begegnen; der Gerechten 
Wunsch aber wird erfllt.
PRO 10:25 Wenn ein Sturm vorberfhrt, so ist der Gottlose nicht mehr da; 
der Gerechte aber ist fr die Ewigkeit gegrndet.
PRO 10:26 Wie der Essig fr die Zhne und der Rauch fr die Augen, so ist 
der Faule fr die, welche ihn senden.
PRO 10:27 Die Furcht des HERRN verlngert das Leben; aber die Jahre der 
Gottlosen werden verkrzt.
PRO 10:28 Das Warten der Gerechten wird Freude werden; aber die Hoffnung 
der Gottlosen wird verloren sein.
PRO 10:29 Der Weg des HERRN ist eine Schutzwehr fr den Unschuldigen; den 
belttern aber bringt er den Untergang.
PRO 10:30 Der Gerechte wird ewiglich nicht wanken; aber die Gottlosen 
bleiben nicht im Lande.
PRO 10:31 Der Mund des Gerechten fliet ber von Weisheit; aber die 
verdrehte Zunge wird ausgerottet.
PRO 10:32 Die Lippen des Gerechten verknden Gnade; aber der Gottlosen 
Mund macht Verkehrtheiten kund.
PRO 11:1 Falsche Waage ist dem HERRN ein Greuel; aber volles Gewicht 
gefllt ihm wohl.
PRO 11:2 Auf bermut folgt Schande; bei den Demtigen aber ist Weisheit.
PRO 11:3 Die Redlichen leitet ihre Unschuld; aber ihre Verkehrtheit 
richtet die Abtrnnigen zugrunde.
PRO 11:4 Reichtum hilft nicht am Tage des Zorns; aber Gerechtigkeit 
errettet vom Tod.
PRO 11:5 Die Gerechtigkeit des Frommen ebnet seinen Weg; den Gottlosen 
aber bringt seine eigene Schuld zu Fall.
PRO 11:6 Die Gerechtigkeit der Redlichen rettet sie; aber die 
Hinterlistigen fangen sich durch ihre eigene Gier.
PRO 11:7 Wenn der gottlose Mensch stirbt, so ist seine Hoffnung verloren, 
und die Erwartung der Gewaltttigen wird zunichte.
PRO 11:8 Der Gerechte wird aus der Not befreit, und der Gottlose tritt an 
seine Statt.
PRO 11:9 Mit seinem Munde richtet ein gewissenloser Mensch seinen Nchsten 
zugrunde, aber durch Erkenntnis werden die Gerechten befreit.
PRO 11:10 Wenn es den Gerechten wohlgeht, so freut sich die ganze Stadt; 
und wenn die Gottlosen umkommen, so jubelt man.
PRO 11:11 Durch den Segen der Redlichen kommt eine Stadt empor; aber durch 
den Mund der Gottlosen wird sie heruntergerissen.
PRO 11:12 Wer seinen Nchsten verchtlich behandelt, ist ein herzloser 
Mensch; aber ein verstndiger Mann nimmt es schweigend an.
PRO 11:13 Ein umhergehender Verleumder plaudert Geheimnisse aus; aber eine 
treue Seele hlt geheim, was man ihr sagt.
PRO 11:14 Aus Mangel an Fhrung kommt ein Volk zu Fall; Heil aber ist in 
der Menge der Ratgeber.
PRO 11:15 Wer fr einen Fremden brgt, dem geht es gar bel; wer sich aber 
vor Geloben htet, der ist sicher.
PRO 11:16 Ein anmutiges Weib erlangt Ehre, und Gewaltttige erwerben 
Reichtum.
PRO 11:17 Ein barmherziger Mensch tut seiner eigenen Seele wohl; ein 
Grausamer aber schdigt sein eigenes Fleisch.
PRO 11:18 Der Gottlose erwirbt betrgerischen Gewinn; wer aber 
Gerechtigkeit st, wird wahrhaftig belohnt.
PRO 11:19 So gewi die Gerechtigkeit zum Leben fhrt, so sicher die Jagd 
nach dem Bsen zum Tod.
PRO 11:20 Die verkehrten Herzen sind dem HERRN ein Greuel; die aber 
unstrflich wandeln, gefallen ihm wohl.
PRO 11:21 Die Hand darauf! Der Bse bleibt nicht unbestraft; aber der Same 
der Gerechten wird errettet.
PRO 11:22 Einer Sau mit einem goldenen Nasenring gleicht ein schnes Weib 
ohne Anstand.
PRO 11:23 Das Verlangen der Gerechten ist immer gut; die Hoffnung der 
Gottlosen lauter bermut!
PRO 11:24 Einer teilt aus und wird doch reicher, ein anderer spart mehr, 
als recht ist, und wird nur rmer.
PRO 11:25 Eine segnende Seele wird gesttigt, und wer andere trnkt, wird 
selbst erquickt.
PRO 11:26 Wer Korn zurckhlt, dem fluchen die Leute; aber Segen kommt 
ber das Haupt dessen, der Getreide verkauft.
PRO 11:27 Wer eifrig das Gute sucht, ist auf sein Glck bedacht; wer aber 
nach Bsem trachtet, dem wird es begegnen.
PRO 11:28 Wer auf seinen Reichtum vertraut, der wird fallen; die Gerechten 
aber werden grnen wie das Laub.
PRO 11:29 Wer seine eigene Familie verstrt, wird Wind zum Erbe bekommen, 
und der Dumme sei des Weisen Knecht!
PRO 11:30 Die Frucht des Gerechten ist ein Baum des Lebens, und wer Seelen 
gewinnt, der ist weise.
PRO 11:31 Siehe, dem Gerechten wird auf Erden vergolten; wie viel mehr dem 
Gottlosen und Snder!
PRO 12:1 Wer Zucht liebt, liebt Erkenntnis; wer aber Zurechtweisung hat, 
ist dumm.
PRO 12:2 Ein gtiger Mensch erlangt Gunst von dem HERRN; aber einen 
tckischen verurteilt er.
PRO 12:3 Kein Mensch kann bestehen durch Gottlosigkeit; die Wurzel der 
Gerechten aber wird nicht wanken.
PRO 12:4 Ein tchtiges Weib ist ihres Mannes Krone; aber eine Schndliche 
ist wie ein Fra in seinen Gebeinen.
PRO 12:5 Die Plne der Gerechten sind richtig; aber die Ratschlge der 
Gottlosen sind trgerisch.
PRO 12:6 Die Worte der Gottlosen stiften Blutvergieen an; aber der Mund 
der Gerechten rettet sie.
PRO 12:7 Umgestrzt werden die Gottlosen und sind nicht mehr; aber das 
Haus der Gerechten bleibt stehen!
PRO 12:8 Nach dem Mae seiner Klugheit wird ein Mann gelobt; wer aber 
verkehrten Herzens ist, fllt der Verachtung anheim.
PRO 12:9 Besser gering sein und sein eigener Knecht, als grotun und 
nichts zu essen haben!
PRO 12:10 Der Gerechte erbarmt sich seines Viehs; das Herz des Gottlosen 
aber ist unbarmherzig.
PRO 12:11 Wer seinen Acker bebaut, wird genug zu essen haben; wer aber 
unntige Sachen treibt, ist unverstndig.
PRO 12:12 Den Gottlosen gelstet nach der Beute der Bsewichte; aber die 
Wurzel der Gerechten trgt [Frucht].
PRO 12:13 In treulosen Lippen steckt ein bser Fallstrick; ein Gerechter 
aber entgeht der Gefahr.
PRO 12:14 Von der Frucht seines Mundes hat einer viel Gutes zu genieen, 
und was ein Mensch tut, das wird ihm vergolten.
PRO 12:15 Der Weg des Narren ist richtig in seinen Augen; aber ein Weiser 
horcht auf guten Rat.
PRO 12:16 Ein Narr lt seinen rger sofort merken; der Kluge aber steckt 
die Beleidigung ein.
PRO 12:17 Wer die ganze Wahrheit sagt, legt ein rechtes Zeugnis ab; ein 
falscher Zeuge aber lgt.
PRO 12:18 Wer unbedacht schwatzt, der verletzt wie ein durchbohrendes 
Schwert; die Zunge der Weisen aber ist heilsam.
PRO 12:19 Der Mund der Wahrheit besteht ewiglich, die Lgenzunge nur einen 
Augenblick.
PRO 12:20 Falschheit wohnt im Herzen derer, welche Bses schmieden; die 
aber zum Frieden raten, haben Freude.
PRO 12:21 Dem Gerechten kommt kein bel von ungefhr; aber die Gottlosen 
sind voll Unglck.
PRO 12:22 Falsche Lippen sind dem HERRN ein Greuel; wer aber die Wahrheit 
bt, gefllt ihm wohl.
PRO 12:23 Ein kluger Mensch verbirgt sein Wissen; aber das Herz des Narren 
schreit die Narrheit aus.
PRO 12:24 Fleiige Hand wird herrschen, eine lssige aber mu Zwangsarbeit 
verrichten.
PRO 12:25 Kummer drckt das Herz eines Mannes nieder; aber ein 
freundliches Wort erfreut es.
PRO 12:26 Der Gerechte zeigt seinem Freund den rechten Weg; aber der 
Gottlosen Weg fhrt sie irre.
PRO 12:27 Der Saumselige erjagt kein Wildbret, ein fleiiger Mensch aber 
wird reich.
PRO 12:28 Auf dem Pfade der Gerechtigkeit ist Leben; der Weg des Frevels 
aber fhrt zum Tode.
PRO 13:1 Ein weiser Sohn hrt auf des Vaters Zucht, ein Sptter nicht 
einmal aufs Schelten.
PRO 13:2 Von der Frucht seines Mundes it einer Gutes, falsche Seelen aber 
[werden gesttigt mit] Frevel.
PRO 13:3 Wer auf seinen Mund achtgibt, behtet seine Seele; wer aber immer 
das Maul aufsperrt, tut's zu seinem Unglck.
PRO 13:4 Der Faule wnscht sich viel und hat doch nichts; die Seele der 
Fleiigen aber wird fett.
PRO 13:5 Der Gerechte hat die Verleumdungen; aber der Gottlose verursacht 
Schande und Spott.
PRO 13:6 Die Gerechtigkeit bewahrt den Unschuldigen; die Gottlosigkeit 
aber strzt den Snder ins Verderben.
PRO 13:7 Einer stellt sich reich und hat doch gar nichts, ein anderer 
stellt sich arm und besitzt doch viel.
PRO 13:8 Mit seinem Reichtum kann jemand sich das Leben retten; ein Armer 
aber bekommt keine Drohungen zu hren.
PRO 13:9 Das Licht der Gerechten wird hell brennen; die Leuchte der 
Gottlosen aber wird erlschen.
PRO 13:10 Durch bermut entsteht nur Zank, wo man sich aber raten lt, da 
wohnt Weisheit.
PRO 13:11 Was man mhelos gewinnt, das zerrinnt; was man aber mit der Hand 
sammelt, das mehrt sich.
PRO 13:12 Langes Harren macht das Herz krank; ein erfllter Wunsch aber 
ist ein Baum des Lebens.
PRO 13:13 Wer die Mahnung verachtet, wird von ihr gepfndet; wer aber das 
Gebot frchtet, wird belohnt.
PRO 13:14 Die Lehre des Weisen ist eine Quelle des Lebens, da man meide 
die Stricke des Todes.
PRO 13:15 Guter Verstand erwirbt Gunst; aber der Weg der Heuchler ist 
schwierig.
PRO 13:16 Der Kluge tut alles mit Vernunft; aber der Tor verbreitet 
Dummheiten.
PRO 13:17 Ein gottloser Bote strzt ins Unglck, aber ein treuer Zeuge 
bringt Heilung.
PRO 13:18 Wer aus der Schule luft, gert in Armut und Schande; wer aber 
auf Zurechtweisungen achtet, kommt zu Ehren.
PRO 13:19 Die Befriedigung eines Verlangens tut der Seele wohl; aber vom 
Bsen zu weichen, ist den Toren ein Greuel.
PRO 13:20 Der Umgang mit den Weisen macht dich weise; wer aber an den 
Narren Wohlgefallen hat, wird in Snde fallen.
PRO 13:21 Das Unglck verfolgt die Snder, den Gerechten aber wird Gutes 
vergolten.
PRO 13:22 Was ein guter Mensch hinterlt, geht ber auf Kindeskinder; das 
Vermgen des Snders aber wird fr den Gerechten aufgespart.
PRO 13:23 Oft wre viel Speise in den Furchen der Armen; aber man nimmt 
sie ihnen weg gegen alles Recht!
PRO 13:24 Wer seine Rute spart, der hat seinen Sohn; wer ihn aber 
liebhat, der zchtigt ihn beizeiten.
PRO 13:25 Der Gerechte it, bis er satt ist; der Gottlosen Bauch aber hat 
nie genug.
PRO 14:1 Der Frauen Weisheit baut ihr Haus, die Torheit reit es ein mit 
eigenen Hnden.
PRO 14:2 Wer in seiner Redlichkeit wandelt, frchtet den HERRN; wer aber 
verkehrte Wege geht, verachtet ihn.
PRO 14:3 Im Munde des Narren ist eine Rute fr [seinen] Hochmut, aber die 
Weisen behten ihre Lippen.
PRO 14:4 Wo keine Rinder sind, da bleibt die Krippe rein; die Kraft des 
Ochsen aber verschafft groen Gewinn.
PRO 14:5 Ein treuer Zeuge lgt nicht; aber ein falscher Zeuge lgt, so 
viel er kann.
PRO 14:6 Sucht ein Sptter Weisheit, so findet er keine; der Verstndige 
aber begreift leicht.
PRO 14:7 Gehe weg von dem dummen Menschen! Du hrst doch nichts Gescheites 
von ihm.
PRO 14:8 Die Weisheit lt den Klugen merken, welchen Weg er gehen soll; 
aber die Torheit der Narren betrgt sie selbst.
PRO 14:9 Der Toren spottet das Schuldopfer; unter den Redlichen aber 
herrscht gutes Einvernehmen.
PRO 14:10 Das Herz kennt seinen eigenen Kummer, und in seine Freude soll 
sich kein Fremder mischen!
PRO 14:11 Das Haus der Gottlosen wird zerstrt; aber die Htte der 
Redlichen wird aufblhen.
PRO 14:12 Es gibt einen Weg, der dem Menschen richtig scheint; aber sein 
Ende ist der Weg zum Tod.
PRO 14:13 Auch beim Lachen kann das Herz Kummer empfinden, und die Freude 
kann enden in Traurigkeit.
PRO 14:14 Ein abtrnniges Herz bekommt genug von seinen eigenen Wegen und 
ebenso ein guter Mensch von seinem Tun.
PRO 14:15 Der Einfltige glaubt jedem Geschwtz; aber der Kluge gibt auf 
seine Schritte acht.
PRO 14:16 Der Weise ist vorsichtig und weicht vom Bsen; aber der Tor ist 
bermtig und sorglos.
PRO 14:17 Ein Ungeduldiger macht Dummheiten, und ein boshafter Mensch 
macht sich verhat.
PRO 14:18 Dummheit ist das Erbteil der Einfltigen, Erfahrung die Krone 
der Klugen.
PRO 14:19 Die Bsen mssen sich bcken vor den Guten und die Gottlosen bei 
den Toren der Gerechten.
PRO 14:20 Ein Armer wird sogar von seinem Nchsten gehat; ein Reicher 
aber hat viele Liebhaber.
PRO 14:21 Seinen Nchsten verachten ist Snde, aber wohl dem, der sich des 
Elenden erbarmt!
PRO 14:22 Werden nicht irre gehen, die Bses schmieden? Gnade aber und 
Wahrheit widerfahre dem, der gute Absichten hat!
PRO 14:23 Wo man sich alle Mhe gibt, da ist berflu; aber wo man nur 
Worte macht, da herrscht Mangel.
PRO 14:24 Reichtum ist der Weisen Krone; aber die Narren haben nichts als 
Dummheit.
PRO 14:25 Ein treuer Zeuge rettet Seelen; ein Lgner aber ist ein Betrger.
PRO 14:26 In der Furcht des HERRN liegt starkes Vertrauen; Er wird auch 
den Kindern eine Zuflucht sein.
PRO 14:27 Die Furcht des HERRN ist eine Quelle des Lebens; man meidet 
durch sie die Stricke des Todes.
PRO 14:28 In der Menge des Volkes besteht des Knigs Schmuck; aber das 
Schwinden der Bevlkerung ist des Frsten Untergang.
PRO 14:29 Der Langmtige hat viel Verstand, der Jhzornige aber begeht 
groe Torheiten.
PRO 14:30 Ein gelassenes Herz ist des Leibes Leben; aber Eifersucht ist 
Knochenfra.
PRO 14:31 Wer den Schwachen unterdrckt, beschimpft seinen Schpfer; wer 
Ihn aber ehren will, erbarmt sich des Armen.
PRO 14:32 Der Gottlose wird durch seine Bosheit gestrzt; der Gerechte 
aber ist auch im Tode getrost.
PRO 14:33 Die Weisheit wohnt im Herzen des Verstndigen, sie bezeugt sich 
auch am Gewissen der Toren.
PRO 14:34 Gerechtigkeit erhht ein Volk; die Snde aber ist der Vlker 
Schande.
PRO 14:35 Ein Knig hat Wohlgefallen an einem verstndigen Knechte; sein 
Zorn aber trifft einen Schndlichen.
PRO 15:1 Eine sanfte Antwort dmpft den Grimm; ein verletzendes Wort aber 
reizt zum Zorn.
PRO 15:2 Die Zunge der Weisen gibt gute Lehren; aber der Toren Mund 
schwatzt viel dummes Zeug.
PRO 15:3 Die Augen des HERRN sind berall; sie ersphen die Bsen und die 
Guten.
PRO 15:4 Eine heilsame Zunge ist ein Baum des Lebens; aber Verkehrtheit in 
ihr verwundet den Geist.
PRO 15:5 Ein dummer [Junge] verschmht die vterliche Zucht; wer aber auf 
die Zurechtweisung achtet, der wird klug.
PRO 15:6 Im Hause des Gerechten ist viel Vermgen; im Einkommen des 
Gottlosen aber ist Zerrttung.
PRO 15:7 Die Lippen der Weisen sen Erkenntnis; das Herz der Narren aber 
ist unaufrichtig.
PRO 15:8 Der Gottlosen Opfer ist dem HERRN ein Greuel; das Gebet der 
Aufrichtigen aber ist ihm angenehm.
PRO 15:9 Der Gottlosen Weg ist dem HERRN ein Greuel; wer aber der 
Gerechtigkeit nachjagt, den hat er lieb.
PRO 15:10 Wer den Pfad verlt, wird schwer bestraft; wer die Zucht hat, 
der mu sterben.
PRO 15:11 Totenreich und Abgrund sind dem HERRN bekannt; wie viel mehr die 
Herzen der Menschen!
PRO 15:12 Der Sptter liebt die Zurechtweisung nicht; darum geht er nicht 
zu den Weisen.
PRO 15:13 Ein frhliches Herz macht das Angesicht heiter; aber durch 
Betrbnis wird der Geist niedergeschlagen.
PRO 15:14 Das Herz der Verstndigen trachtet nach Erkenntnis; aber der 
Mund der Narren weidet sich an der Dummheit.
PRO 15:15 Ein Unglcklicher hat lauter bse Tage, aber ein frohmtiger hat 
immerdar Festmahl.
PRO 15:16 Besser wenig mit der Furcht des HERRN, als groer Reichtum und 
ein unruhiges Gewissen dabei!
PRO 15:17 Besser ein Gericht Kraut mit Liebe, als ein gemsteter Ochse mit 
Ha!
PRO 15:18 Ein zorniger Mann erregt Hader; aber ein Langmtiger stillt den 
Zank.
PRO 15:19 Der Weg des Faulen ist wie mit Dornen verzunt; aber der Pfad 
der Redlichen ist gebahnt.
PRO 15:20 Ein weiser Sohn macht seinem Vater Freude; ein dummer Mensch 
aber verachtet seine Mutter.
PRO 15:21 Torheit ist dem Unvernnftigen eine Wonne; ein verstndiger Mann 
aber wandelt geradeaus.
PRO 15:22 Durch Mangel an Besprechung werden Plne vereitelt; wo aber 
viele Ratgeber sind, da kommen sie zustande.
PRO 15:23 Es freut einen Mann, wenn man ihm antwortet; und wie gut ist ein 
Wort, geredet zur rechten Zeit!
PRO 15:24 Der Weg des Lebens geht aufwrts fr den Klugen, um den Scheol 
zu vermeiden, welcher drunten liegt.
PRO 15:25 Der HERR reit das Haus der Stolzen nieder; aber die Grenze der 
Witwe setzt er fest.
PRO 15:26 Bse Anschlge sind dem HERRN ein Greuel, aber freundliche Reden 
sind [ihm] rein.
PRO 15:27 Wer unrecht Gut begehrt, verstrt sein Haus; wer aber Geschenke 
hat, der wird leben.
PRO 15:28 Das Herz des Gerechten berlegt die Antwort; aber ein gottloses 
Maul stt bse Worte aus.
PRO 15:29 Der HERR ist fern von den Gottlosen, aber das Gebet der 
Gerechten erhrt er.
PRO 15:30 Ein freundlicher Blick erfreut das Herz, eine gute Botschaft 
strkt das Gebein.
PRO 15:31 Ein Ohr, das gern den Lebenserfahrungen lauscht, hlt sich 
inmitten der Weisen auf.
PRO 15:32 Wer der Zucht entluft, verachtet seine Seele; wer aber auf 
Zurechtweisung hrt, erwirbt Verstand.
PRO 15:33 Die Furcht des HERRN ist die Schule der Weisheit, und der Ehre 
geht Demut voraus.
PRO 16:1 Die Entwrfe des Herzens sind des Menschen Sache; aber die Rede 
des Mundes kommt vom HERRN.
PRO 16:2 Alle Wege des Menschen sind rein in seinen Augen; aber der HERR 
prft die Geister.
PRO 16:3 Befiehl dem HERRN deine Werke, so kommen deine Plne zustande.
PRO 16:4 Alles hat der HERR zu seinem bestimmten Zweck gemacht, sogar den 
Gottlosen fr den bsen Tag.
PRO 16:5 Alle stolzen Herzen sind dem HERRN ein Greuel; die Hand darauf! 
sie bleiben nicht ungestraft.
PRO 16:6 Durch Gnade und Wahrheit wird Schuld geshnt, und durch die 
Furcht des HERRN weicht man vom Bsen.
PRO 16:7 Wenn jemandes Wege dem HERRN wohlgefallen, so macht er auch seine 
Feinde mit ihm zufrieden.
PRO 16:8 Besser wenig mit Gerechtigkeit, als ein groes Einkommen mit 
Unrecht.
PRO 16:9 Des Menschen Herz denkt sich einen Weg aus; aber der HERR lenkt 
seine Schritte.
PRO 16:10 Weissagung ist auf den Lippen des Knigs; beim Rechtsprechen 
verfehlt sich sein Mund nicht.
PRO 16:11 Gesetzliches Ma und Gewicht kommen vom HERRN; alle 
Gewichtsteine im Beutel sind sein Werk.
PRO 16:12 Freveltaten sind den Knigen ein Greuel; denn durch 
Gerechtigkeit wird ein Thron befestigt.
PRO 16:13 Gerechte Lippen gefallen den Knigen wohl, und wer aufrichtig 
redet, macht sich beliebt.
PRO 16:14 Des Knigs Zorn ist ein Todesengel; aber ein weiser Mann 
vershnt ihn.
PRO 16:15 Im Leuchten des kniglichen Angesichts ist Leben, und seine 
Gunst ist wie eine Wolke des Sptregens.
PRO 16:16 Wieviel besser ist's, Weisheit zu erwerben als Gold, und 
Verstand zu erwerben ist begehrenswerter als Silber!
PRO 16:17 Die Bahn der Redlichen bleibt vom Bsen fern; denn wer seine 
Seele htet, gibt acht auf seinen Weg.
PRO 16:18 Vor dem Zusammenbruch wird man stolz, und Hochmut kommt vor dem 
Fall.
PRO 16:19 Besser demtig sein mit dem Geringen, als Beute teilen mit den 
Stolzen.
PRO 16:20 Wer auf das Wort achtet, findet Glck; und wohl dem, der auf den 
HERRN vertraut!
PRO 16:21 Wer weisen Herzens ist, wird verstndig genannt; und Sigkeit 
der Lippen verstrkt die Belehrung.
PRO 16:22 Wer Klugheit besitzt, hat eine Quelle des Lebens; aber mit ihrer 
Dummheit strafen sich die Narren selbst.
PRO 16:23 Wer weisen Herzens ist, spricht vernnftig und mehrt auf seinen 
Lippen die Belehrung.
PRO 16:24 Freundliche Reden sind wie Honigseim, s der Seele und heilsam 
dem Gebein.
PRO 16:25 Ein Weg mag dem Menschen richtig erscheinen, und schlielich ist 
es doch der Weg zum Tod.
PRO 16:26 Die Seele des Arbeiters lt es sich sauer werden; denn sein 
Hunger treibt ihn an.
PRO 16:27 Ein Nichtsnutz grbt Unglcksgruben, und auf seinen Lippen 
brennt es wie Feuer.
PRO 16:28 Ein verdrehter Mann richtet Hader an, und ein Ohrenblser trennt 
vertraute Freunde.
PRO 16:29 Ein frecher Mensch berredet seinen Nchsten und fhrt ihn einen 
Weg, der nicht gut ist.
PRO 16:30 Wer die Augen verschliet, denkt verkehrt; wer die Lippen 
zukneift, hat Bses vollbracht.
PRO 16:31 Graue Haare sind eine Krone der Ehren; sie wird gefunden auf dem 
Wege der Gerechtigkeit.
PRO 16:32 Besser ein Langmtiger als ein Starker, und wer sich selbst 
beherrscht, als wer Stdte gewinnt.
PRO 16:33 Im Busen [des Gewandes] wird das Los geworfen; aber vom HERRN 
kommt jeder Entscheid.
PRO 17:1 Besser ein trockener Bissen mit Ruhe, als ein Haus voll 
Opferfleisch mit Zank!
PRO 17:2 Ein kluger Knecht wird herrschen ber einen schndlichen Sohn und 
wird sich mit den Brdern in das Erbe teilen.
PRO 17:3 Der Tiegel prft das Silber und der Ofen das Gold; der HERR aber 
prft die Herzen.
PRO 17:4 Ein Boshafter horcht auf falsche Muler, ein Lgner leiht 
verderblichen Zungen sein Ohr.
PRO 17:5 Wer des Armen spottet, schmht seinen Schpfer; wer schadenfroh 
ist, bleibt nicht ungestraft.
PRO 17:6 Kindeskinder sind eine Krone der Alten, und der Kinder Ehre sind 
ihre Vter.
PRO 17:7 Zum Narren pat keine anmaende Rede, so wenig als zu einem 
Frsten Lgenreden.
PRO 17:8 Geschenke sind wie Edelsteine; wer solche geben kann, hat berall 
Glck.
PRO 17:9 Wer Liebe sucht, deckt Fehler zu; wer aber Worte hinterbringt, 
trennt vertraute Freunde.
PRO 17:10 Schelten macht mehr Eindruck auf den Verstndigen als hundert 
Schlge auf den Narren.
PRO 17:11 Ein Boshafter sucht nur Emprung; aber ein unbarmherziger Bote 
wird gegen ihn ausgesandt werden.
PRO 17:12 Besser, es treffe jemand eine Brin an, die ihrer Jungen beraubt 
ist, als einen Narren in seiner Torheit!
PRO 17:13 Wer Gutes mit Bsem vergilt, von dessen Haus wird das Bse nicht 
weichen.
PRO 17:14 Tropfenweise geht der Hader an; darum la vom Zanken, ehe er 
losbricht!
PRO 17:15 Wer den Gottlosen gerechtspricht und den Gerechten verdammt, die 
sind alle beide dem HERRN ein Greuel.
PRO 17:16 Was ntzt das Geld in der Hand des Narren, Weisheit zu kaufen in 
seinem Unverstand?
PRO 17:17 Ein Freund liebt jederzeit, und in der Not wird er als Bruder 
geboren.
PRO 17:18 Ein unvernnftiger Mensch ist, wer in die Hand gelobt und in 
Gegenwart seines Nchsten Brgschaft leistet.
PRO 17:19 Wer Zank liebt, der liebt Entzweiung, und wer sein Tor zu hoch 
baut, luft Gefahr, da es zusammenbricht.
PRO 17:20 Wer verschrobenen Herzens ist, findet nichts Gutes, und wer eine 
arglistige Zunge hat, fllt in Unglck.
PRO 17:21 Wer einen Toren zeugt, der hat Kummer, und der Vater eines 
Narren kann sich nicht freuen.
PRO 17:22 Ein frhliches Herz frdert die Genesung; aber ein 
niedergeschlagener Geist drrt das Gebein aus.
PRO 17:23 Der Gottlose nimmt ein Geschenk aus dem Busen, um zu beugen die 
Pfade des Rechts.
PRO 17:24 Dem Verstndigen liegt die Weisheit vor Augen; der Tor aber 
sucht sie am Ende der Erde.
PRO 17:25 Ein trichter Sohn macht seinem Vater Verdru und bereitet 
seiner Mutter Herzeleid.
PRO 17:26 Einen Gerechten zu ben, ist nicht gut; Edle zu schlagen, ist 
nicht recht.
PRO 17:27 Wer Erfahrungen gemacht hat, spart seine Worte, und wer khlen 
Geistes ist, der ist ein weiser Mann.
PRO 17:28 Selbst ein Narr wird fr weise gehalten, wenn er schweigt, fr 
verstndig, wenn er seine Lippen verschliet.
PRO 18:1 Wer sich absondert, pflegt seine Liebhaberei und wehrt sich gegen 
alles, was heilsam ist.
PRO 18:2 Einem Toren ist es nicht ums Lernen zu tun, sondern um 
kundzumachen, was er wei.
PRO 18:3 Wo der Gottlose hinkommt, da stellt sich auch Verachtung ein und 
mit der Schande die Schmach.
PRO 18:4 Die Worte eines Mannes sind tiefe Wasser, ein sprudelnder Bach, 
eine Quelle der Weisheit.
PRO 18:5 Es ist nicht gut, wenn man die Person des Gottlosen ansieht und 
den Gerechten im Gericht unterdrckt.
PRO 18:6 Die Reden des Toren stiften Streit, und er schimpft, bis er 
Schlge kriegt.
PRO 18:7 Des Toren Mund wird ihm zum Verderben, und seine Lippen sind der 
Fallstrick seiner Seele.
PRO 18:8 Die Worte des Verleumders sind wie Leckerbissen; man verschlingt 
sie mit groem Appetit.
PRO 18:9 Wer nachlssig ist in seinem Geschft, der ist ein Bruder des 
Zerstrers.
PRO 18:10 Der Name des HERRN ist ein festes Schlo; der Gerechte luft 
dahin und wird beschirmt.
PRO 18:11 Das Gut des Reichen ist seine feste Burg und wie eine hohe Mauer 
in seiner Einbildung.
PRO 18:12 Vor dem Zusammenbruch erhebt sich des Menschen Herz; aber der 
Ehre geht Demut voraus.
PRO 18:13 Wer antwortet, bevor er gehrt hat, dem ist es Torheit und 
Schande.
PRO 18:14 Ein mnnlicher Mut ertrgt sein Leiden; wer aber kann einen 
niedergeschlagenen Geist aufrichten?
PRO 18:15 Ein verstndiges Herz erwirbt Kenntnisse, und das Ohr der Weisen 
lauscht dem Wissen.
PRO 18:16 Das Geschenk macht dem Menschen Raum und geleitet ihn vor die 
Groen.
PRO 18:17 Wer sich in seinem Proze zuerst verteidigen darf, hat Recht; 
dann kommt der andere und forscht ihn aus.
PRO 18:18 Das Los schlichtet den Hader und entscheidet zwischen den 
Starken.
PRO 18:19 Ein Bruder, mit dem man sich entzweit hat, ist schwerer zu 
gewinnen als eine Burg, und Zwistigkeiten sind wie der Riegel an einem 
Schlo.
PRO 18:20 An der Frucht seines Mundes sttigt sich der Mensch, am Ertrag 
seiner Lippen it er sich satt.
PRO 18:21 Tod und Leben steht in der Zunge Gewalt; wer sie liebt, it ihre 
Frucht.
PRO 18:22 Wer eine Frau gefunden, der hat etwas Gutes gefunden und Gunst 
von dem HERRN erlangt.
PRO 18:23 Der Arme redet bittend; aber der Reiche antwortet grob.
PRO 18:24 Wer viele Gefhrten hat, gefhrdet sich selbst; aber es gibt 
einen Freund, der anhnglicher ist als ein Bruder.
PRO 19:1 Ein Armer, der in seiner Unschuld wandelt, ist besser als ein 
verkehrtes, dummes Maul.
PRO 19:2 Schon Mangel an Erkenntnis ist nicht gut fr die Seele, und wer 
zu schnell geht, geht leicht fehl.
PRO 19:3 Des Menschen Dummheit verdirbt seinen Weg, und alsdann murrt sein 
Herz wider den HERRN.
PRO 19:4 Reichtum macht viele Freunde; der Arme aber wird von seinem 
Freunde verlassen.
PRO 19:5 Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft, und wer Lgen 
ausspricht, wird nicht entrinnen.
PRO 19:6 Viele schmeicheln dem Vornehmen, und jeder will ein Freund dessen 
sein, der Geschenke gibt.
PRO 19:7 Den Armen hassen alle seine Brder; sollten sich nicht auch seine 
Freunde von ihm entfernen? Geht er auf ihre Worte, so sind sie nichts!
PRO 19:8 Wer Verstand erwirbt, liebt seine Seele; wer Vernunft bewahrt, 
findet Gutes.
PRO 19:9 Ein falscher Zeuge bleibt nicht ungestraft, und wer Lgen 
ausspricht, geht zugrunde.
PRO 19:10 Einem Toren ziemt Wohlleben nicht, geschweige denn einem Knecht, 
ber Frsten zu herrschen.
PRO 19:11 Klugheit macht einen Menschen geduldig, und es ist ihm eine 
Ehre, Vergehungen zu bersehen.
PRO 19:12 Wie das Brllen des Lwen ist des Knigs Zorn, seine Gunst wie 
der Tau auf grnem Grase.
PRO 19:13 Ein trichter Sohn ist seines Vaters Unglck, und ein znkisches 
Weib ist eine bestndige Dachtraufe.
PRO 19:14 Haus und Hof erbt man von den Vtern; aber vom HERRN kommt ein 
verstndiges Weib.
PRO 19:15 Faulheit versenkt in tiefen Schlaf, und eine lssige Seele mu 
hungern.
PRO 19:16 Wer das Gebot bewahrt, der bewahrt seine Seele; wer aber seiner 
Wege nicht achtet, mu sterben.
PRO 19:17 Wer sich des Armen erbarmt, der leiht dem HERRN; und Er wird ihm 
seine Wohltat vergelten.
PRO 19:18 Zchtige deinen Sohn, weil noch Hoffnung vorhanden ist; aber la 
dir nicht in den Sinn kommen, ihn zu tten!
PRO 19:19 Wer jhzornig ist, mu Bue zahlen; denn wenn du ihn davon 
befreist, so machst du nur, da er's wieder tut.
PRO 19:20 Gehorche dem Rat und nimm die Zchtigung an, damit du endlich 
weise wirst!
PRO 19:21 Ein Mensch macht vielerlei Plne in seinem Herzen; aber der Rat 
des HERRN besteht.
PRO 19:22 Des Menschen Zierde ist seine Gte, und ein Armer ist besser als 
ein Lgner.
PRO 19:23 Die Furcht des HERRN dient zum Leben; wer daran reich ist, der 
wird ber Nacht von keinem Unglck heimgesucht.
PRO 19:24 Der Faule steckt seine Hand in den Topf und mag sie nicht wieder 
zum Munde bringen.
PRO 19:25 Schlage den Sptter, so wird der Einfltige klug; weise den 
Verstndigen zurecht, er lt sich's zur Lehre dienen!
PRO 19:26 Wer den Vater mihandelt und die Mutter verjagt, ist ein Sohn, 
der Schande und Schmach bereitet.
PRO 19:27 La ab, mein Sohn, die Unterweisung zu hren, wenn du von den 
vernnftigen Lehren doch abweichen willst!
PRO 19:28 Ein nichtsnutziger Zeuge verhhnt das Gericht, und der Mund der 
Gottlosen verschlingt Lgen.
PRO 19:29 Fr die Sptter sind Strafgerichte bereit und Schlge fr den 
Rcken der Toren.
PRO 20:1 Der Wein, das starke Getrnk, macht bermtig und wild, und 
keiner, der sich damit berauscht, wird weise.
PRO 20:2 Der Knig ist zu frchten wie ein brllender Lwe; wer sich 
seinen Zorn zuzieht, verwirkt sein Leben.
PRO 20:3 Abzulassen vom Zank ist fr den Mann eine Ehre; jeder Narr aber 
kann die Zhne zeigen.
PRO 20:4 Im Herbst will der Faule nicht pflgen; begehrt er dann in der 
Ernte, so ist nichts da!
PRO 20:5 Tiefes Wasser ist der Rat im Herzen eines Mannes; ein 
verstndiger Mann aber schpft es aus.
PRO 20:6 Viele Menschen werden gndige Herren genannt; wer findet aber 
einen treuen Mann?
PRO 20:7 Ein Gerechter, der in seiner Unstrflichkeit wandelt, wohlgehe es 
seinen Kindern nach ihm!
PRO 20:8 Ein Knig, der auf dem Richterstuhl sitzt, findet mit seinen 
Augen jeden Bsen heraus.
PRO 20:9 Wer kann sagen: Ich habe mein Herz gelutert, ich bin rein 
geworden von meiner Snde?
PRO 20:10 Zweierlei Gewicht und zweierlei Ma, die sind beide dem HERRN 
ein Greuel!
PRO 20:11 Schon ein Knabe gibt durch seine Handlungen zu erkennen, ob er 
lauter und redlich werden will.
PRO 20:12 Ein hrendes Ohr und ein sehendes Auge, die hat beide der HERR 
gemacht.
PRO 20:13 Liebe den Schlaf nicht, sonst wirst du arm; tue deine Augen auf, 
so hast du zu essen genug!
PRO 20:14 Es ist schlecht, es ist schlecht! spricht der, welcher etwas 
kaufen will; nimmt er's aber doch, so rhmt er sich hernach.
PRO 20:15 Es gibt Gold und viele Perlen; aber ein kostbares Geschmeide 
sind verstndige Lippen.
PRO 20:16 Nimm ihm sein Kleid; denn er hat sich fr einen Fremden 
verbrgt; und statt der Unbekannten pfnde ihn aus!
PRO 20:17 Erschwindeltes Brot schmeckt dem Manne s; aber hernach wird 
sein Mund voll Kies.
PRO 20:18 Plne kommen durch Beratung zustande, und mit berlegung fhre 
Krieg!
PRO 20:19 Ein umhergehender Verleumder plaudert Geheimnisse aus; darum, 
weil er das Maul nicht halten kann, la dich gar nicht mit ihm ein!
PRO 20:20 Wer seinem Vater und seiner Mutter flucht, dessen Leuchte wird 
erlschen in der dichtesten Finsternis.
PRO 20:21 Ein Erbe, das man zuerst kaum erwarten mag, wird schlielich 
nicht gesegnet sein.
PRO 20:22 Du sollst nicht sagen: Ich will Bses vergelten! Harre des 
HERRN, der wird dir helfen!
PRO 20:23 Zweierlei Gewicht ist dem HERRN ein Greuel, und falsche Waage 
ist nicht gut.
PRO 20:24 Vom HERRN hangen die Schritte des Mannes ab; was versteht der 
Mensch von seinem Weg?
PRO 20:25 Es ist dem Menschen ein Fallstrick, berstrzt zu rufen: 
Geweiht! und erst nach dem Gelbde zu berlegen.
PRO 20:26 Ein weiser Knig worfelt die Gottlosen und zerdrischt sie mit 
dem Rad.
PRO 20:27 Der Geist des Menschen ist eine Leuchte des HERRN; sie 
durchforscht alle Kammern des Leibes.
PRO 20:28 Gnade und Wahrheit werden den Knig behten; durch Gnade 
befestigt er seinen Thron.
PRO 20:29 Der Jnglinge Zier ist ihre Kraft, und der Greise Schmuck ist 
ihr graues Haar.
PRO 20:30 Blutige Striemen reinigen vom Bsen, und Schlge treffen die 
Kammern des Leibes.
PRO 21:1 Gleich Wasserbchen ist des Knigs Herz in der Hand des HERRN; er 
leitet es, wohin er will.
PRO 21:2 In eines jeglichen Augen ist sein Weg recht; aber der HERR wgt 
die Herzen.
PRO 21:3 Recht und Gerechtigkeit ben ist dem HERRN lieber als Opfer.
PRO 21:4 Hohe Augen und ein aufgeblasenes Herz, das Ackern der Gottlosen 
ist Snde.
PRO 21:5 Die berlegungen des Fleiigen sind nur zum Vorteil, aber wer 
allzusehr eilt, hat nur Schaden davon.
PRO 21:6 Wer mit lgenhafter Zunge Schtze erwirbt, der jagt nach Wind und 
sucht den Tod.
PRO 21:7 Die Gewaltttigkeit der Gottlosen rafft sie weg; denn sie weigern 
sich, das Rechte zu tun.
PRO 21:8 Wer schuldbeladen ist, mu krumme Wege gehen; wer aber lauter 
ist, der handelt redlich.
PRO 21:9 Es ist besser, in einem Winkel auf dem Dach zu wohnen, als mit 
einem znkischen Weib in einem gemeinsamen Haus.
PRO 21:10 Die Seele des Gottlosen begehrt nach Bsem, sein Nchster findet 
keine Gnade vor ihm.
PRO 21:11 Durch Bestrafung des Sptters wird der Alberne gewitzigt, und 
wer auf den Weisen achtet, wird belehrt.
PRO 21:12 Der Gerechte [Gott] achtet auf des Gottlosen Haus, er strzt die 
Gottlosen ins Unglck.
PRO 21:13 Wer sein Ohr vor dem Geschrei des Armen verstopft, der wird auch 
keine Antwort kriegen, wenn er ruft.
PRO 21:14 Eine heimliche Gabe besnftigt den Zorn, und ein Geschenk im 
Busen den heftigsten Grimm.
PRO 21:15 Es ist eine Freude fr die Gerechten, wenn Recht geschafft wird; 
aber fr die beltter ist es ein Schrecken.
PRO 21:16 Ein Mensch, der vom Wege des Verstandes abirrt, wird ruhen in 
der Versammlung der Schatten.
PRO 21:17 Wer Vergngen liebt, mu Mangel leiden; wer Wein und l liebt, 
wird nicht reich.
PRO 21:18 Der Gottlose wird den Gerechten ablsen, und der Betrger kommt 
an des Redlichen Statt.
PRO 21:19 Besser ist's in der Wste zu wohnen, als bei einem znkischen 
und rgerlichen Weib.
PRO 21:20 Ein wertvoller Schatz und l ist in der Wohnung des Weisen; aber 
ein trichter Mensch vergeudet es.
PRO 21:21 Wer darnach trachtet, gerecht und gndig zu sein, der findet 
Leben, Gerechtigkeit und Ehre.
PRO 21:22 Ein Weiser erobert die Stadt der Starken und strzt die Macht, 
darauf sie sich verlie.
PRO 21:23 Wer seinen Mund htet und seine Zunge bewahrt, der erspart 
seiner Seele manche Not.
PRO 21:24 Ein bermtiger und vermessener Mensch (Sptter wird er genannt) 
handelt in frevelhaftem bermut.
PRO 21:25 Der Faule mu Hungers sterben, da er mit seinen Hnden nicht 
arbeiten will.
PRO 21:26 Es kommen tglich neue Begehren; aber der Gerechte gibt und hlt 
nicht zurck.
PRO 21:27 Das Opfer der Gottlosen ist [dem HERRN] ein Greuel, zumal wenn 
man es mit Bosheit darbringt.
PRO 21:28 Ein Lgenzeuge geht zugrunde; aber ein Ohrenzeuge darf immer 
wieder reden.
PRO 21:29 Der Gottlose macht ein freches Gesicht; aber der Gerechte hat 
einen sichern Gang.
PRO 21:30 Es hilft keine Weisheit, kein Verstand und kein Rat wider den 
HERRN.
PRO 21:31 Das Ro wird gerstet auf den Tag der Schlacht; aber der Sieg 
ist des HERRN.
PRO 22:1 Ein guter Name ist wertvoller als groer Reichtum, und Anmut ist 
besser als Silber und Gold.
PRO 22:2 Reiche und Arme begegnen einander; der HERR hat sie alle gemacht.
PRO 22:3 Der Kluge sieht das Unglck und verbirgt sich; aber die 
Einfltigen tappen hinein und mssen es ben.
PRO 22:4 Der Lohn der Demut und der Furcht des HERRN ist Reichtum, Ehre 
und Leben.
PRO 22:5 Dornen und Schlingen sind auf dem Wege des Verkehrten; wer seine 
Seele bewahren will, bleibe fern davon!
PRO 22:6 Gewhnt man einen Knaben an den Weg, den er gehen soll, so lt 
er nicht davon, wenn er alt wird!
PRO 22:7 Der Reiche herrscht ber die Armen, und wer borgt, ist des 
Glubigers Knecht.
PRO 22:8 Wer Unrecht st, wird Unheil ernten, und die Rute seines bermuts 
liegt bereit.
PRO 22:9 Gesegnet wird der Mitleidige; denn er gibt dem Armen von seinem 
Brot.
PRO 22:10 Vertreibe den Sptter, so nimmt der Streit ein Ende, und das 
Zanken und Schmhen hrt auf.
PRO 22:11 Wer Herzensreinheit liebt und anmutige Lippen hat, dessen Freund 
ist der Knig.
PRO 22:12 Die Augen des HERRN behten die Erkenntnis, aber er verwirrt die 
Reden des Betrgers.
PRO 22:13 Der Faule spricht: Es ist ein Lwe drauen; der knnte mich auf 
offener Strae zerreien!
PRO 22:14 Ein Hurenmaul ist eine tiefe Grube; wen der HERR strafen will, 
der fllt hinein.
PRO 22:15 Torheit steckt dem Knaben im Herzen; aber die Rute der Zucht 
wird sie ihm austreiben.
PRO 22:16 Wer einen Armen drckt, bereichert ihn; wer einem Reichen gibt, 
schadet ihm nur.
PRO 22:17 Neige dein Ohr und hre die Worte der Weisen, und dein Herz 
merke auf meine Lehre!
PRO 22:18 Denn das ist lieblich, wenn du sie in deinem Innern bewahrst, 
wenn sie allzumal bereitstehen auf deinen Lippen.
PRO 22:19 Damit du dein Vertrauen auf den HERRN setzest, lehre ich dich 
heute, ja, dich!
PRO 22:20 Habe ich dir nicht Vortreffliches geschrieben mit Ratschlgen 
und Lehren,
PRO 22:21 da ich dir kundtte die zuverlssigen Worte der Wahrheit, damit 
du wahrheitsgetreuen Bescheid gebest denen, die dich senden?
PRO 22:22 Beraube den Schwachen nicht, weil er schwach ist, und 
unterdrcke den Elenden nicht im Tor!
PRO 22:23 Denn der HERR wird ihre Sache fhren und wird denen, die sie 
berauben, das Leben rauben.
PRO 22:24 Geselle dich nicht zu einem Zornmtigen und begib dich zu keinem 
Hitzkopf,
PRO 22:25 damit du dir nicht seinen Wandel angewhnest und er dir nicht 
zum Fallstrick deiner Seele werde.
PRO 22:26 Sei nicht unter denen, welche in die Hand geloben, die sich fr 
Schulden verbrgen;
PRO 22:27 denn wenn du nicht bezahlen kannst, warum soll man dir dein Bett 
wegnehmen?
PRO 22:28 Verrcke die ewige Grenze nicht, welche deine Vter gemacht 
haben.
PRO 22:29 Siehst du jemand emsig in seinem Geschft, der darf sich vor 
Knige stellen; er wird nicht bei unbedeutenden Leuten dienen.
PRO 23:1 Wenn du zu Tische sitzest mit einem Herrscher, so bedenke, wen du 
vor dir hast!
PRO 23:2 Setze ein Messer an deine Kehle, wenn du allzu gierig bist!
PRO 23:3 La dich nicht gelsten nach seinen Leckerbissen; denn das ist 
ein trgerisches Brot!
PRO 23:4 Bemhe dich nicht, reich zu werden; aus eigener Einsicht la 
davon!
PRO 23:5 Kaum hast du dein Auge darauf geworfen, so ist er nicht mehr da; 
denn sicherlich schafft er sich Flgel wie ein Adler, der gen Himmel 
fliegt.
PRO 23:6 I kein Brot bei einem Mignstigen und sei nicht begierig nach 
seinen Leckerbissen!
PRO 23:7 Denn so sehr es ihm auch in der Seele zuwider ist, so spricht er 
doch zu dir: I und trink! aber er gnnt es dir nicht.
PRO 23:8 Den Bissen, den du gegessen hast, mut du wieder ausspeien, und 
deine freundlichen Worte hast du verschwendet.
PRO 23:9 Sprich keinem Toren zu; denn er wird deine weisen Reden nur 
verachten!
PRO 23:10 Verrcke die Grenze der Witwe nicht und betritt nicht das Feld 
der Waisen!
PRO 23:11 Denn ihr Erlser ist stark; der wird ihre Sache wider dich 
fhren.
PRO 23:12 Ergib dein Herz der Zucht und neige deine Ohren zu den Lehren 
der Erfahrung.
PRO 23:13 Erspare dem Knaben die Zchtigung nicht; wenn du ihn mit der 
Rute schlgst, stirbt er nicht.
PRO 23:14 Indem du ihn mit der Rute schlgst, rettest du seine Seele vom 
Tode.
PRO 23:15 Mein Sohn, wenn dein Herz weise wird, so ist das auch fr mein 
Herz eine Freude!
PRO 23:16 Und meine Nieren frohlocken, wenn deine Lippen reden, was 
richtig ist.
PRO 23:17 Dein Herz ereifere sich nicht fr die Snder, sondern fr die 
Furcht des HERRN den ganzen Tag!
PRO 23:18 Denn sicherlich gibt es eine Zukunft, und deine Hoffnung soll 
nicht vernichtet werden.
PRO 23:19 Hre, mein Sohn, sei weise, und dein Herz wandle den richtigen 
Weg!
PRO 23:20 Geselle dich nicht zu den Weinsufern und zu denen, die sich 
bermigem Fleischgenu ergeben;
PRO 23:21 denn Sufer und Schlemmer verarmen, und Schlfrigkeit kleidet in 
Lumpen.
PRO 23:22 Gehorche deinem Vater, der dich gezeugt hat, und verachte deine 
Mutter nicht, wenn sie alt wird.
PRO 23:23 Kaufe Wahrheit und verkaufe sie nicht, Weisheit und Zucht und 
Vernunft!
PRO 23:24 Ein Vater frohlockt ber einen rechtschaffenen Sohn, und wer 
einen Weisen gezeugt hat, freut sich ber ihn.
PRO 23:25 So mgen sich denn Vater und Mutter deiner freuen und 
frohlocken, die dich geboren hat!
PRO 23:26 Gib mir, mein Sohn, dein Herz, und la deinen Augen meine Wege 
wohlgefallen!
PRO 23:27 Denn die Hure ist eine tiefe Grube, und die Fremde ist ein 
gefhrliches Loch.
PRO 23:28 Dazu lauert sie wie ein Ruber und vermehrt die Abtrnnigen 
unter den Menschen.
PRO 23:29 Wo ist Ach? Wo ist Weh? Wo sind Streitigkeiten? Wo ist Klage? Wo 
sind Wunden ohne Ursache? Wo sind trbe Augen?
PRO 23:30 Bei denen, die sich beim Wein verspten, die kommen, um Getrnke 
zu versuchen!
PRO 23:31 Siehe nicht darauf, wie der Wein rtlich schillert, wie er im 
Becher perlt!
PRO 23:32 Er gleitet leicht hinunter; aber hernach beit er wie eine 
Schlange und sticht wie eine Otter!
PRO 23:33 Deine Augen werden seltsame Dinge sehen, und dein Herz wird 
verworrenes Zeug reden;
PRO 23:34 du wirst sein wie einer, der auf dem Meere schlft und wie 
einer, der im Mastkorb oben liegt.
PRO 23:35 Man schlug mich, aber es tat mir nicht weh; man prgelte mich, 
aber ich merkte es nicht! Wenn ich ausgeschlafen habe, so will ich ihn 
wieder aufsuchen!
PRO 24:1 Beneide bse Menschen nicht und begehre nicht, es mit ihnen zu 
halten;
PRO 24:2 denn ihr Herz trachtet nach Schaden, und ihre Lippen reden Unheil!
PRO 24:3 Durch Weisheit wird ein Haus gebaut, und durch Verstand wird es 
sich behaupten;
PRO 24:4 auch werden durch Einsicht seine Kammern mit allerlei kstlichem 
und lieblichem Gut gefllt.
PRO 24:5 Ein weiser Mann ist stark, und ein verstndiger Mensch sthlt 
seine Kraft.
PRO 24:6 Denn durch kluge Maregeln gewinnst du die Schlacht und durch die 
Menge der Ratgeber den Sieg.
PRO 24:7 Die Weisheit ist dem Narren zu hoch; er tut seinen Mund nicht auf 
im Tor!
PRO 24:8 Wer vorstzlich Bses tut, den nenne man einen Bsewicht!
PRO 24:9 Dummheiten ersinnen ist Snde, und ein Sptter ist ein 
abscheulicher Mensch!
PRO 24:10 Zeigst du dich schwach am Tage der Not, so ist deine Kraft 
beschrnkt!
PRO 24:11 Errette, die zum Tode geschleppt werden, und die zur 
Schlachtbank wanken, halte zurck!
PRO 24:12 Wenn du sagen wolltest: Siehe, wir haben das nicht gewut! 
wird nicht der, welcher die Herzen prft, es merken, und der deine Seele 
beobachtet, es wahrnehmen und dem Menschen vergelten nach seinem Tun?
PRO 24:13 I Honig, mein Sohn, denn er ist gut, und Honigseim ist s fr 
deinen Gaumen!
PRO 24:14 So erkenne auch, da die Weisheit gut ist fr deine Seele; wenn 
du sie gefunden hast, so hast du eine Zukunft, und deine Hoffnung wird 
nicht vernichtet werden.
PRO 24:15 Du Gottloser, laure nicht auf die Wohnung des Gerechten und 
stre seine Ruhe nicht!
PRO 24:16 Denn der Gerechte fllt siebenmal und steht wieder auf; aber die 
Gottlosen strzen nieder im Unglck.
PRO 24:17 Freue dich nicht ber den Fall deines Feindes, und wenn er 
strauchelt, so frohlocke nicht!
PRO 24:18 da nicht der HERR es sehe und es ihm mifalle und er seinen 
Zorn abwende von ihm.
PRO 24:19 Erzrne dich nicht ber die Bsen, sei nicht neidisch auf die 
beltter!
PRO 24:20 Denn der Bse hat keine Zukunft, und die Leuchte der Gottlosen 
wird erlschen.
PRO 24:21 Frchte den HERRN, mein Sohn, und den Knig, und la dich nicht 
mit Neuerungsschtigen ein!
PRO 24:22 Denn ihr Unglck wird pltzlich kommen und ihrer beider 
Verderben; wer kennt es?
PRO 24:23 Auch diese Sprche kommen von den Weisen: die Person ansehen im 
Gericht, ist nicht gut.
PRO 24:24 Wer zum Gottlosen spricht: Du bist gerecht! dem fluchen die 
Vlker, und die Leute verwnschen ihn;
PRO 24:25 aber an denen, die recht richten, hat man Wohlgefallen, und ber 
sie kommt der Segen des Guten.
PRO 24:26 Eine rechte Antwort ist wie ein Ku auf die Lippen.
PRO 24:27 Verrichte zuerst drauen dein Geschft und besorge deine 
Feldarbeit, darnach baue dein Haus.
PRO 24:28 Tritt nicht ohne Ursache als Zeuge auf wider deinen Nchsten! 
Was willst du irrefhren mit deinen Lippen?
PRO 24:29 Sage nicht: Wie er mir getan, so will ich ihm tun; ich will dem 
Mann vergelten nach seinem Werk!
PRO 24:30 Ich ging vorber an dem Acker des Faulen und an dem Weinberge 
des Unverstndigen
PRO 24:31 und siehe, er ging ganz in Disteln auf, und Nesseln 
berwucherten ihn, und seine Mauer war eingestrzt.
PRO 24:32 Das sah ich und nahm es zu Herzen; ich betrachtete es und zog 
eine Lehre daraus:
PRO 24:33 Ein wenig schlafen, ein wenig schlummern, die Hnde ein wenig 
ineinanderlegen, um zu ruhen;
PRO 24:34 so kommt deine Armut wie ein Landstreicher dahergeschritten und 
dein Mangel wie ein gewappneter Mann!
PRO 25:1 Auch das sind Sprche Salomos, welche hinzugesetzt haben die 
Mnner Hiskias, des Knigs von Juda:
PRO 25:2 Es ist Gottes Ehre, eine Sache zu verbergen, aber der Knige 
Ehre, eine Sache zu erforschen.
PRO 25:3 Die Hhe des Himmels und die Tiefe der Erde und der Knige Herz 
ist unergrndlich.
PRO 25:4 Man entferne die Schlacken vom Silber, so macht der Goldschmied 
ein Gef daraus!
PRO 25:5 Man entferne auch die Gottlosen vom Knig, so wird sein Thron 
durch Gerechtigkeit feststehen!
PRO 25:6 Rhme dich nicht vor dem Knig und tritt nicht an den Platz der 
Groen;
PRO 25:7 denn es ist besser, man sage zu dir: Komm hier herauf! als da 
man dich vor einem Frsten erniedrige, den deine Augen gesehen haben.
PRO 25:8 Gehe nicht rasch gerichtlich vor; denn was willst du hernach tun, 
wenn dein Nchster dich zuschanden macht?
PRO 25:9 Erledige deine Streitsache mit deinem Nchsten; aber das 
Geheimnis eines andern offenbare nicht!
PRO 25:10 Er mchte dich sonst beschimpfen, wenn er es vernimmt, und du 
knntest deine Verleumdung nicht verantworten.
PRO 25:11 Wie goldene pfel in silbernen Schalen, so ist ein Wort, 
gesprochen zur rechten Zeit.
PRO 25:12 Wie ein goldener Ring und ein kstliches Geschmeide, so pat 
eine weise Mahnung zu einem aufmerksamen Ohr.
PRO 25:13 Wie die Khle des Schnees in der Sommerhitze, so erfrischt ein 
treuer Bote den, der ihn gesandt hat: er erquickt die Seele seines Herrn.
PRO 25:14 Wie Wolken und Wind ohne Regen, so ist ein Mensch, der 
lgenhafte Versprechungen macht.
PRO 25:15 Durch Geduld wird ein Richter berredet, und die weiche Zunge 
zerbricht Knochen.
PRO 25:16 Hast du Honig gefunden, so i dein Teil; doch da du davon nicht 
bersatt werdest und ihn ausspeien mut!
PRO 25:17 Betritt nur selten das Haus deines Freundes, damit er deiner 
nicht berdrssig werde und dich hasse!
PRO 25:18 Ein Hammer, ein Schwert, ein spitzer Pfeil: so ist ein Mensch, 
der gegen seinen Nchsten falsches Zeugnis ablegt.
PRO 25:19 Auf einen treulosen Menschen ist am Tage der Not ebensoviel 
Verla wie auf einen bsen Zahn und auf einen wankenden Fu.
PRO 25:20 Wie einer, der an einem kalten Tage das Kleid auszieht oder 
Essig auf Natron giet, so ist, wer einem mimutigen Herzen Lieder singt.
PRO 25:21 Hungert deinen Feind, so speise ihn mit Brot; drstet ihn, so 
trnke ihn mit Wasser!
PRO 25:22 Denn damit sammelst du feurige Kohlen auf sein Haupt, und der 
HERR wird dir's vergelten.
PRO 25:23 Nordwind erzeugt Regen und Ohrenblserei verdrieliche Gesichter.
PRO 25:24 Besser in einem Winkel auf dem Dache wohnen, als mit einem 
znkischen Weibe in einem gemeinsamen Hause!
PRO 25:25 Wie khles Wasser eine drstende Seele, so erquickt eine gute 
Botschaft aus fernem Lande.
PRO 25:26 Ein getrbter Brunnen und ein verdorbener Quell: so ist ein 
Gerechter, der vor einem Gottlosen wankt.
PRO 25:27 Viel Honig essen ist nicht gut; aber etwas Schweres erforschen 
ist eine Ehre.
PRO 25:28 Wie eine Stadt mit geschleiften Mauern, so ist ein Mann, dessen 
Geist sich nicht beherrschen kann.
PRO 26:1 Wie der Schnee zum Sommer und der Regen zur Ernte, so wenig pat 
Ehre fr den Narren.
PRO 26:2 Wie ein Sperling davonflattert und eine Schwalbe wegfliegt, so 
ein unverdienter Fluch: er trifft nicht ein.
PRO 26:3 Dem Pferd eine Geiel, dem Esel ein Zaum und dem Narren eine Rute 
auf den Rcken!
PRO 26:4 Antworte dem Narren nicht nach seiner Narrheit, damit du ihm 
nicht gleichest;
PRO 26:5 antworte aber dem Narren nach seiner Narrheit, damit er sich 
nicht weise dnke.
PRO 26:6 Es haut sich die Fe ab und mu rger schlucken, wer seine 
Sachen durch einen Narren besorgen lt.
PRO 26:7 Schwach wie die Beine des Lahmen, so ist ein [weiser] Spruch im 
Munde des Toren.
PRO 26:8 Wie wenn man einen Stein in der Schleuder festbindet, so ist's, 
wenn man einem Toren Ehre erweist.
PRO 26:9 Ein Dorn geriet in die Hand eines Trunkenen und ein Spruch in den 
Mund der Toren!
PRO 26:10 Ein Hndelschtiger verletzt alle und nimmt Toren und 
Landstreicher in seinen Sold.
PRO 26:11 Wie ein Hund, der zu seinem Gespei zurckkehrt, so ist ein Narr, 
der seine Dummheit wiederholt.
PRO 26:12 Siehst du einen Mann, der sich selbst weise dnkt, so kannst du 
fr einen Toren mehr Hoffnung haben als fr ihn!
PRO 26:13 Der Faule spricht: Es ist ein Lwe drauen, ein Leu ist mitten 
auf der Strae!
PRO 26:14 Die Tr dreht sich in der Angel und der Faule in seinem Bett.
PRO 26:15 Der Faule steckt seine Hand in die Schssel; er bringt sie kaum 
mehr zum Mund zurck!
PRO 26:16 Ein Fauler dnkt sich weiser als sieben, die verstndige 
Antworten geben.
PRO 26:17 Es packt einen vorberlaufenden Hund bei den Ohren, wer sich in 
einen Streit mischt, der ihn nichts angeht.
PRO 26:18 Wie ein Wahnsinniger, der feurige und todbringende Pfeile 
abschiet,
PRO 26:19 so ist ein Mensch, der seinen Nchsten betrgt und dann spricht: 
Ich habe nur gescherzt!
PRO 26:20 Wo kein Holz mehr ist, erlischt das Feuer; und wenn der 
Verleumder fort ist, so hrt der Hader auf.
PRO 26:21 Zur Glut braucht es Kohlen und zum Feuer Holz, und um Streit 
anzufangen, einen znkischen Mann.
PRO 26:22 Die Worte des Verleumders sind wie Leckerbissen; sie dringen ins 
Innerste des Leibes.
PRO 26:23 Silberschaum ber Scherben gezogen, also sind feurige Lippen und 
ein bses Herz.
PRO 26:24 Mit seinen Lippen verstellt sich der Hasser, und in seinem 
Herzen nimmt er sich Betrgereien vor.
PRO 26:25 Wenn er schne Worte macht, so traue ihm nicht; denn es sind 
sieben Greuel in seinem Herzen.
PRO 26:26 Hllt sich der Ha in Tuschung, so wird seine Bosheit doch 
offenbar in der Gemeinde.
PRO 26:27 Wer [andern] eine Grube grbt, fllt selbst hinein; und wer 
einen Stein wlzt, zu dem kehrt er zurck.
PRO 26:28 Eine Lgenzunge hat die von ihr Zermalmten, und ein glattes 
Maul richtet Verderben an.
PRO 27:1 Rhme dich nicht des morgenden Tages; denn du weit nicht, was 
ein einziger Tag bringen mag!
PRO 27:2 Ein anderer soll dich rhmen, nicht dein eigener Mund; ein 
Fremder und nicht deine eigenen Lippen!
PRO 27:3 Ein Stein ist schwer und der Sand eine Last; aber der rger, den 
ein Tor verursacht, ist schwerer als beides.
PRO 27:4 Grausam ist der Zorn und berwallend der Grimm; aber wer kann vor 
der Eifersucht bestehen?
PRO 27:5 Offenbarende Zurechtweisung ist besser als verheimlichende Liebe.
PRO 27:6 Treugemeint sind die Schlge des Freundes, aber reichlich die 
Ksse des Hassers.
PRO 27:7 Eine bersttigte Seele zertritt Honigseim; einer hungrigen Seele 
aber ist alles Bittere s.
PRO 27:8 Wie ein Vogel, der aus seinem Neste flieht, so ist ein Mann, der 
aus seiner Heimat entflieht.
PRO 27:9 l und Rucherwerk erfreuen das Herz; so s ist die Rede des 
Freundes, der Rat seiner Seele.
PRO 27:10 Verla deinen Freund und den Freund deines Vaters nicht; aber in 
das Haus deines Bruders begib dich nicht am Tage deiner Not; ein Nachbar 
in der Nhe ist besser als ein Bruder in der Ferne.
PRO 27:11 Sei weise, mein Sohn, und erfreue mein Herz; so darf ich dem 
antworten, der mich schmht.
PRO 27:12 Ein Kluger sieht das Unglck und verbirgt sich; die Einfltigen 
aber tappen hinein und mssen es ben.
PRO 27:13 Nimm sein Kleid; denn er hat sich fr einen Fremden verbrgt, 
und statt einer Unbekannten pfnde ihn aus!
PRO 27:14 Wenn einer seinen Nchsten am frhen Morgen mit lauter Stimme 
segnet, so wird ihm das als ein Fluch angerechnet.
PRO 27:15 Eine rinnende Dachtraufe an einem Regentag und ein znkisches 
Weib sind gleich;
PRO 27:16 wer sie aufhalten will, der hlt Wind auf und will l 
zurckdrngen mit seiner Rechten.
PRO 27:17 Eisen schrft Eisen, ebenso schrft ein Mann den andern.
PRO 27:18 Wer des Feigenbaums wartet, geniet dessen Frucht, und wer 
seinem Herrn aufmerksam dient, wird geehrt.
PRO 27:19 Wie das Wasser das Angesicht, so spiegelt ein Menschenherz das 
andere wieder.
PRO 27:20 Totenreich und Abgrund kriegen nie genug; so sind auch die Augen 
der Menschen unersttlich.
PRO 27:21 Der Tiegel ist fr das Silber und der Ofen fr das Gold; und der 
Mensch [wird geprft] durch des Lobredners Mund.
PRO 27:22 Wenn du den Narren im Mrser mit der Keule zu Grtze 
zerstieest, so wiche doch seine Narrheit nicht von ihm.
PRO 27:23 Habe acht auf das Aussehen deiner Schafe und nimm dich deiner 
Herde an!
PRO 27:24 Denn kein Reichtum whrt ewig; oder bleibt eine Krone von 
Geschlecht zu Geschlecht?
PRO 27:25 Das Heu wird weggefhrt, dann erscheint junges Grn, und man 
sammelt die Kruter auf den Bergen.
PRO 27:26 Die Lmmer kleiden dich, und die Bcke zahlen dir den Acker.
PRO 27:27 Du hast genug Ziegenmilch zu deiner Nahrung, zur Ernhrung 
deines Hauses und zum Unterhalt fr deine Mgde.
PRO 28:1 Der Gottlose flieht, auch wenn niemand ihn jagt: aber der 
Gerechte ist getrost wie ein junger Lwe.
PRO 28:2 Ein treuloses Land erlebt hufigen Frstenwechsel; wo aber 
verstndige Leute sind, die wissen, was sich gehrt, kann einer lange 
regieren.
PRO 28:3 Ein armer Mann, der die Geringen bedrckt, ist wie ein 
Wolkenbruch, der die Ernte wegschwemmt.
PRO 28:4 Die das Gesetz verlassen, loben den Gottlosen; aber gegen die, 
welche das Gesetz beobachten, sind sie aufgebracht.
PRO 28:5 Bse Menschen verstehen das Recht nicht; die aber den HERRN 
suchen, verstehen alles.
PRO 28:6 Ein Armer, der in seiner Unschuld wandelt, ist besser als ein 
Reicher, der krumme Wege geht.
PRO 28:7 Wer das Gesetz beobachtet, ist ein verstndiger Sohn; wer aber 
mit Schlemmern umgeht, macht seinem Vater Schande.
PRO 28:8 Wer sein Vermgen durch Wucherzinsen vermehrt, der sammelt es fr 
einen, der sich des Armen erbarmt.
PRO 28:9 Wer sein Ohr abwendet vom Hren aufs Gesetz, dessen Gebet sogar 
ist ein Greuel.
PRO 28:10 Wer Redliche auf einen schlimmen Weg fhrt, der wird selbst in 
seine Grube fallen; aber die Unschuldigen werden Gutes ererben.
PRO 28:11 Ein Reicher kommt sich selbst weise vor; aber ein Armer, der 
verstndig ist, durchschaut ihn.
PRO 28:12 Wenn die Gerechten triumphieren, so ist die Herrlichkeit gro; 
wenn aber die Gottlosen obenauf kommen, so verbirgt man sich.
PRO 28:13 Wer seine Missetaten verheimlicht, dem wird es nicht gelingen; 
wer sie aber bekennt und lt, der wird Barmherzigkeit erlangen.
PRO 28:14 Wohl dem Menschen, der sich immer frchtet; wer aber trotzigen 
Herzens ist, wird in Snde fallen.
PRO 28:15 Wie ein brllender Lwe und ein gieriger Br ist ein gottloser 
Herrscher gegen das geringe Volk.
PRO 28:16 Ein unverstndiger Frst erlaubt sich viele Erpressungen; wer 
aber ungerechten Gewinn hat, wird lange regieren.
PRO 28:17 Ein Mensch, der das Blut einer Seele auf dem Gewissen hat, mu 
bis zum Grabe flchtig sein; man halte ihn nicht auf!
PRO 28:18 Wer unstrflich wandelt, wird gerettet; wer aber verkehrt auf 
zwei Wegen wandelt, wird auf einem fallen.
PRO 28:19 Wer seinen Acker bebaut, hat reichlich Brot; wer aber unntzen 
Sachen nachluft, der hat reichlich Not.
PRO 28:20 Ein ehrlicher Mann hat viel Segen; wer aber schnell reich werden 
will, bleibt nicht unschuldig.
PRO 28:21 Die Person ansehen ist nicht gut; und sollte ein Mann wegen 
einem Bissen Brot Unrecht tun?
PRO 28:22 Wer nach Reichtum hastet, wird eiferschtig und wei nicht, da 
Mangel ber ihn kommen wird.
PRO 28:23 Wer einen andern zurechtweist, wird hernach mehr Gunst finden 
als ein Schmeichler.
PRO 28:24 Wer Vater und Mutter bestiehlt und behauptet, das sei keine 
Snde, der ist des Verbrechers Geselle.
PRO 28:25 Aufgeblasenheit verursacht Streit; wer aber auf den HERRN 
vertraut, wird reichlich gesttigt.
PRO 28:26 Wer sich auf sein Herz verlt, ist ein Narr; wer aber in der 
Weisheit wandelt, der wird entrinnen.
PRO 28:27 Wer dem Armen gibt, hat keinen Mangel; wer aber seine Augen 
verhllt, wird viel verflucht.
PRO 28:28 Wenn die Gottlosen obenaufkommen, so verbergen sich die Leute; 
wenn sie aber umkommen, so mehren sich die Gerechten.
PRO 29:1 Ein Mann, der allen Warnungen trotzt, geht pltzlich unheilbar 
zugrunde.
PRO 29:2 Wenn die Gerechten sich mehren, freut sich das Volk; wenn aber 
die Gottlosen herrschen, seufzt es.
PRO 29:3 Wer Weisheit liebt, macht seinem Vater Freude; wer aber mit Huren 
geht, bringt sein Vermgen durch.
PRO 29:4 Durch Recht bringt ein Knig das Land in guten Stand; ein 
Erpresser aber richtet es zugrunde.
PRO 29:5 Wer seinem Nchsten schmeichelt, stellt seinen Fen ein Netz.
PRO 29:6 In der bertretung des Bsewichts ist ein Fallstrick; aber der 
Gerechte wird jauchzen und frohlocken.
PRO 29:7 Der Gerechte bercksichtigt das Recht der Armen; der Gottlose 
aber ist rcksichtslos.
PRO 29:8 Leichtsinnige Leute stecken die Stadt in Brand; die Weisen aber 
dmpfen den Zorn.
PRO 29:9 Wenn ein Weiser mit einem Toren rechtet, so zrnt oder lacht 
dieser und es gibt keine Ruhe.
PRO 29:10 Die Blutgierigen hassen den Unschuldigen und trachten den 
Redlichen nach dem Leben.
PRO 29:11 Ein Tor lt all seinem Unmut den Lauf; aber ein Weiser hlt ihn 
zurck.
PRO 29:12 Wenn ein Frst auf Lgenworte achtet, so werden alle seine 
Diener gottlos.
PRO 29:13 Der Arme und der Wucherer treffen einander; der HERR gibt ihnen 
beiden das Augenlicht.
PRO 29:14 Ein Knig, der die Geringen treulich richtet, dessen Thron wird 
bestndig sein.
PRO 29:15 Rute und Zucht gibt Weisheit; aber ein sich selbst berlassener 
Knabe bereitet seiner Mutter Schande.
PRO 29:16 Wo viele Gottlose sind, da mehren sich die Snden; aber die 
Gerechten werden ihrem Fall zusehen.
PRO 29:17 Zchtige deinen Sohn, so wird er dir Ruhe verschaffen und deiner 
Seele Wonne bereiten.
PRO 29:18 Wo keine Weissagung ist, wird das Volk zgellos; aber wohl ihm, 
wenn es das Gesetz bewahrt!
PRO 29:19 Mit bloen Worten erzieht man sich keinen Knecht; denn wenn er 
sie auch versteht, so beugt er sich doch nicht darunter.
PRO 29:20 Siehst du einen Mann, der bereilte Worte spricht, so kannst du 
fr einen Toren mehr Hoffnung haben als fr ihn.
PRO 29:21 Verzrtelt man seinen Knecht von Jugend auf, so will er 
schlielich ein Junker sein.
PRO 29:22 Ein zorniger Mann richtet Hader an und ein hitziger viel Snde.
PRO 29:23 Der Hochmut des Menschen erniedrigt ihn; aber ein Demtiger 
bekommt Ehre.
PRO 29:24 Wer mit Dieben teilt, hat seine Seele; er hrt den Fluch und 
zeigt es nicht an.
PRO 29:25 Menschenfurcht ist ein Fallstrick; wer aber auf den HERRN 
vertraut, hat nichts zu frchten.
PRO 29:26 Viele suchen das Angesicht eines Frsten; aber von dem HERRN 
kommt das Recht eines jeden.
PRO 29:27 Ein verkehrter Mensch ist den Gerechten ein Greuel; wer aber 
richtig wandelt, den verabscheuen die Gottlosen.
PRO 30:1 Worte Agurs, des Sohnes Jakes, der Ausspruch, das Manneswort an 
Itiel, an Itiel und Ukal, nmlich:
PRO 30:2 Ich bin unvernnftiger als irgend ein Mann und habe keinen 
Menschenverstand.
PRO 30:3 Ich habe keine Weisheit gelernt, da ich die Erkenntnis des 
Heiligen bese.
PRO 30:4 Wer stieg zum Himmel empor und fuhr herab? Wer fate den Wind in 
seine Fuste? Wer band die Wasser in ein Kleid? Wer bestimmte alle Enden 
der Erde? Wie heit er und wie heit sein Sohn? Weit du das?
PRO 30:5 Alle Reden Gottes sind gelutert; er ist ein Schild denen, die 
ihm vertrauen.
PRO 30:6 Tue nichts zu seinen Worten hinzu, da er dich nicht strafe und 
du als Lgner erfunden werdest!
PRO 30:7 Zweierlei erbitte ich mir von dir; das wollest du mir nicht 
versagen, ehe denn ich sterbe:
PRO 30:8 Falschheit und Lgenwort entferne von mir; Armut und Reichtum gib 
mir nicht, nhre mich mit dem mir beschiedenen Brot,
PRO 30:9 damit ich nicht aus bersttigung dich verleugne und sage: Wer 
ist der HERR? da ich aber auch nicht aus lauter Armut stehle und mich am 
Namen meines Gottes vergreife.
PRO 30:10 Verleumde keinen Knecht bei seinem Herrn, damit er dir nicht 
fluche und du dich versndigest!
PRO 30:11 Es gibt ein Geschlecht, das seinen Vater verflucht und seine 
Mutter nicht segnet;
PRO 30:12 ein Geschlecht, das rein ist in seinen eigenen Augen und doch 
von seinem Kot nicht gewaschen ist;
PRO 30:13 ein Geschlecht mit was fr hohen Augen und erhabenen 
Augenwimpern!
PRO 30:14 ein Geschlecht, dessen Zhne Schwerter und dessen Gebisse Messer 
sind, um die Elenden aus dem Lande wegzufressen und die Armen aus der 
Mitte der Menschen.
PRO 30:15 Der Blutegel hat zwei Tchter: Gib her, gib her! Drei Dinge 
werden nimmer satt, vier sagen nie: Es ist genug!:
PRO 30:16 das Totenreich, der verschlossene Mutterleib, die Erde, die des 
Wassers nicht satt wird, und das Feuer, das nie spricht: Es ist genug!
PRO 30:17 Ein Auge, das den Vater verspottet, und verachtet, der Mutter zu 
gehorchen, das mssen die Raben am Bache aushacken und die jungen Adler 
fressen!
PRO 30:18 Drei Dinge sind mir zu wunderbar, ja vier begreife ich nicht:
PRO 30:19 des Adlers Weg am Himmel, der Schlange Weg auf einem Felsen, des 
Schiffes Weg mitten im Meer und des Mannes Weg bei einem Mdchen.
PRO 30:20 Ebenso unbegreiflich ist mir der Weg einer Ehebrecherin; sie it 
und wischt ihr Maul und spricht: Ich habe nichts Bses getan!
PRO 30:21 Unter drei Dingen zittert ein Land und unter vieren ist es ihm 
unertrglich:
PRO 30:22 unter einem Knecht, wenn er zur Herrschaft kommt; unter einem 
Nichtswrdigen, wenn er genug zu essen kriegt;
PRO 30:23 unter einer Verhaten, wenn sie zur Frau genommen wird; und 
unter einer Magd, wenn sie ihre Herrin beerbt.
PRO 30:24 Diese vier sind die Kleinsten im Lande und doch klger denn die 
Weisen:
PRO 30:25 die Ameisen, kein starkes Volk, aber sie sammeln im Sommer ihre 
Speise;
PRO 30:26 die Klippdachsen, kein mchtiges Volk, aber sie legen in 
Felsspalten ihre Wohnung an;
PRO 30:27 die Heuschrecken haben keinen Knig und ziehen doch ganz 
geordnet aus;
PRO 30:28 die Eidechse kannst du mit den Hnden fangen, und sie findet 
sich doch in den Palsten der Knige.
PRO 30:29 Diese drei haben einen schnen Gang, und vier schreiten 
stattlich einher:
PRO 30:30 Der Lwe, der strkste unter den Tieren, kehrt vor niemand um;
PRO 30:31 das lendengegrtete [Ro], der Bock, und ein Knig, der mit 
seinem Heerbann zieht.
PRO 30:32 Bist du nrrisch gewesen und stolz und hast Plne gemacht, so 
lege die Hand auf den Mund!
PRO 30:33 Denn drckt man die Milch, so gibt es Butter, und drckt man die 
Nase, so gibt es Blut, und drckt man auf den Zorn, so gibt es Streit.
PRO 31:1 Worte des Knigs Lemuel; die Lehre, die seine Mutter ihm gab:
PRO 31:2 Was soll ich dir raten, mein Sohn, du Sohn meines Leibes, du Sohn 
meiner Gelbde?
PRO 31:3 Opfere nicht den Weibern deine Kraft, noch deine Zeit denen, 
welche die Knige entnerven!
PRO 31:4 Es ziemt sich fr Knige nicht, Lemuel, es ziemt sich fr Knige 
nicht, Wein zu trinken, noch fr Frsten der Hang zu berauschendem Getrnk!
PRO 31:5 Sie knnten ber dem Trinken das Gesetz vergessen und ein 
falsches Urteil fllen all dem unglcklichen Volk.
PRO 31:6 Gebt starkes Getrnk denen, die untergehen, und Wein den 
betrbten Seelen!
PRO 31:7 So knnen sie ber dem Trinken ihre Armut vergessen und brauchen 
nicht mehr an ihr Leid zu denken.
PRO 31:8 Tue deinen Mund auf fr den Stummen, fr das Recht aller 
Verlassenen!
PRO 31:9 Tue deinen Mund auf, richte recht und verteidige den Elenden und 
Armen!
PRO 31:10 Ein wackeres Weib (wer findet es?) ist weit mehr wert als 
kstliche Perlen!
PRO 31:11 Auf sie verlt sich ihres Mannes Herz, und an Gewinn mangelt es 
ihm nicht.
PRO 31:12 Sie erweist ihm Gutes und nichts Bses ihr ganzes Leben lang.
PRO 31:13 Sie zieht Wolle und Flachs und verarbeitet es mit willigen 
Hnden.
PRO 31:14 Wie die Handelsschiffe bringt sie ihr Brot aus der Ferne herbei.
PRO 31:15 Bevor der Morgen graut, ist sie schon auf und gibt Speise heraus 
fr ihr Haus und befiehlt ihren Mgden.
PRO 31:16 Sie trachtet nach einem Acker und erwirbt ihn auch; mit dem 
Ertrag ihrer Hnde pflanzt sie einen Weinberg an.
PRO 31:17 Sie grtet ihre Lenden mit Kraft und sthlt ihre Arme.
PRO 31:18 Sie sieht, da ihre Arbeit gedeiht; ihr Licht geht auch des 
Nachts nicht aus.
PRO 31:19 Sie greift nach dem Spinnrocken, und ihre Hnde fassen die 
Spindel.
PRO 31:20 Sie tut ihre Hand dem Unglcklichen auf und reicht ihre Hnde 
dem Armen.
PRO 31:21 Vor dem Schnee ist ihr nicht bange fr ihr Haus, denn ihr ganzes 
Haus ist in Scharlach gekleidet.
PRO 31:22 Sie macht sich selbst Decken; Linnen und Purpur ist ihr Gewand.
PRO 31:23 Ihr Mann ist wohlbekannt in den Toren, wenn er unter den 
ltesten des Landes sitzt.
PRO 31:24 Sie macht Hemden und verkauft sie und liefert dem Hndler Grtel.
PRO 31:25 Kraft und Wrde ist ihr Gewand, und sie lacht des knftigen 
Tages.
PRO 31:26 Ihren Mund ffnet sie mit Weisheit, und freundliche Unterweisung 
ist auf ihrer Zunge.
PRO 31:27 Sie behlt ihre Haushaltung im Auge und it nie das Brot der 
Faulheit.
PRO 31:28 Ihre Shne wachsen heran und preisen sie glcklich; ihr Mann 
rhmt sie ebenfalls:
PRO 31:29 Viele Tchter sind wackere Frauen geworden; aber du bertriffst 
sie alle!
PRO 31:30 Anmut besticht und Schnheit vergeht; ein Weib, das den HERRN 
frchtet, soll man loben.
PRO 31:31 Gebt ihr von den Frchten ihres Wirkens, und ihre Werke werden 
sie loben in den Toren!
ECC 1:1 Die Reden des Predigers, des Sohnes Davids, des Knigs zu 
Jerusalem:
ECC 1:2 O Eitelkeit der Eitelkeiten! spricht der Prediger; o Eitelkeit der 
Eitelkeiten! Alles ist eitel!
ECC 1:3 Was bleibt dem Menschen von all seiner Mhe, womit er sich abmht 
unter der Sonne?
ECC 1:4 Ein Geschlecht geht, das andere kommt; die Erde aber bleibt 
ewiglich!
ECC 1:5 Die Sonne geht auf, und die Sonne geht unter und eilt an ihren 
Ort, wo sie wieder aufgehen soll.
ECC 1:6 Der Wind weht gegen Sden und wendet sich nach Norden; es weht und 
wendet sich der Wind, und weil er sich wendet, so kehrt der Wind wieder 
zurck.
ECC 1:7 Alle Flsse laufen ins Meer, und das Meer wird doch nicht voll; an 
den Ort, wohin die Flsse einmal laufen, laufen sie immer wieder.
ECC 1:8 Alle Worte sind unzulnglich; der Mensch kann nicht genug reden, 
das Auge sieht sich nicht satt, und das Ohr hrt nie genug.
ECC 1:9 Was ist gewesen? Das, was sein wird! Und was hat man gemacht? Das, 
was man machen wird! Und es gibt nichts Neues unter der Sonne.
ECC 1:10 Kann man von irgend etwas sagen: Siehe, das ist neu? Lngst 
schon war es in unbekannten Zeiten, die vor uns gewesen sind!
ECC 1:11 Man gedenkt eben des Frhern nicht mehr, und auch des Sptern, 
das noch kommen soll, wird man nicht mehr gedenken bei denen, die noch 
spter sein werden!
ECC 1:12 Ich, der Prediger, war Knig ber Israel zu Jerusalem.
ECC 1:13 Ich ergab mein Herz, die Weisheit zu befragen und mich bei ihr zu 
erkundigen ber alles, was unter dem Himmel getan wird. Das ist eine 
leidige Mhe, die Gott den Menschenkindern gegeben hat, da sie sich damit 
plagen sollen.
ECC 1:14 Ich betrachtete alle Werke, die unter der Sonne gemacht werden, 
und siehe, es war alles eitel und ein Haschen nach Wind!
ECC 1:15 Krumme Sachen kann man nicht gerade machen, und die, welche 
mangeln, kann man nicht zhlen.
ECC 1:16 Da redete ich mit meinem Herzen und sprach: Siehe, nun habe ich 
mehr und grere Weisheit als alle, die vor mir ber Jerusalem waren, und 
mein Herz hat viel Weisheit und Wissenschaft gesehen;
ECC 1:17 und ich habe mein Herz ergeben, die Weisheit kennen zu lernen, 
desgleichen bermut und Unverstand; aber ich habe auch das als ein Haschen 
nach Wind erkannt;
ECC 1:18 denn wo viel Weisheit ist, da ist auch viel rger, und wer sein 
Wissen mehrt, der mehrt seinen Schmerz.
ECC 2:1 Ich sprach zu meinem Herzen: Komm, wir wollen es mit der Freude 
versuchen, und du sollst es gut haben! Aber siehe, auch das war vergeblich!
ECC 2:2 Zum Lachen sprach ich: Du bist toll! Und zur Freude: Was tut diese 
da?
ECC 2:3 Ich gedachte in meinem Herzen, mein Fleisch an den Wein zu 
gewhnen, doch so, da mein Herz in Weisheit die Leitung behielte, und so 
die Torheit zu ergreifen, bis da ich she, ob das gut sei, was die 
Menschenkinder ihr ganzes Leben lang unter dem Himmel tun.
ECC 2:4 Ich unternahm groe Werke, baute mir Huser, pflanzte mir 
Weinberge.
ECC 2:5 Ich legte mir Grten und Prke an und pflanzte darin allerlei 
Fruchtbume.
ECC 2:6 Ich machte mir Wasserteiche, um daraus den sprossenden Baumwald zu 
trnken.
ECC 2:7 Ich kaufte Knechte und Mgde und hatte auch solche, die in meinem 
eigenen Hause geboren waren; so hatte ich auch grere Rinder und 
Schafherden als alle, die vor mir zu Jerusalem gewesen waren.
ECC 2:8 Ich sammelte mir Silber und Gold, Schtze der Knige und Lnder; 
ich verschaffte mir Snger und Sngerinnen und, was die Menschenkinder 
ergtzt, eine Gattin und Gattinnen.
ECC 2:9 Und ich ward grer und reicher als alle, die vor mir zu Jerusalem 
gewesen waren; auch blieb meine Weisheit bei mir.
ECC 2:10 Und ich versagte meinen Augen nichts von allem, was sie 
wnschten; ich hielt mein Herz von keiner Freude zurck; denn mein Herz 
hatte Freude von all meiner Mhe, und das war mein Teil von aller meiner 
Mhe.
ECC 2:11 Als ich mich aber umsah nach all meinen Werken, die meine Hnde 
gemacht hatten, und nach der Mhe, die ich mir gegeben hatte, um sie zu 
vollbringen, siehe, da war alles eitel und ein Haschen nach Wind und 
nichts Bleibendes unter der Sonne!
ECC 2:12 Und ich wandte mich zur Betrachtung der Weisheit, des bermuts 
und der Torheit; denn was wird der Mensch tun, der nach dem Knig kommt? 
Das, was man lngst getan hat!
ECC 2:13 Und ich habe eingesehen, da die Weisheit einen so groen Vorzug 
hat vor der Torheit wie das Licht vor der Finsternis.
ECC 2:14 Der Weise hat seine Augen im Kopf; der Tor aber wandelt in der 
Finsternis. Zugleich erkannte ich jedoch, da ihnen allen das gleiche 
Schicksal begegnet.
ECC 2:15 Da sprach ich in meinem Herzen: Wenn mir doch das gleiche 
Schicksal begegnet wie dem Toren, warum bin ich denn so beraus weise 
geworden? Und ich sprach in meinem Herzen: Auch das ist eitel!
ECC 2:16 Denn des Weisen wird ebenso wenig ewiglich gedacht wie des Toren, 
weil in den knftigen Tagen lngst alles vergessen sein wird; und wie 
stirbt doch der Weise samt dem Toren dahin!
ECC 2:17 Da hate ich das Leben; denn mir mifiel das Tun, das unter der 
Sonne geschieht; denn es ist alles eitel und ein Haschen nach Wind.
ECC 2:18 Ich hate auch alle meine Arbeit, womit ich mich abgemht hatte 
unter der Sonne, weil ich sie dem Menschen berlassen soll, der nach mir 
kommt.
ECC 2:19 Und wer wei, ob derselbe weise sein wird oder ein Tor? Und doch 
wird er ber all das Macht bekommen, was ich mit Mhe und Weisheit 
erarbeitet habe unter der Sonne. Auch das ist eitel!
ECC 2:20 Da wandte ich mich, mein Herz verzweifeln zu lassen an all der 
Mhe, womit ich mich abgemht hatte unter der Sonne.
ECC 2:21 Denn das Vermgen, das einer sich erworben hat mit Weisheit, 
Verstand und Geschick, das mu er einem andern zum Erbteil geben, der sich 
nicht darum bemht hat; das ist auch eitel und ein groes Unglck!
ECC 2:22 Denn was hat der Mensch von all seiner Mhe und dem Dichten 
seines Herzens, womit er sich abmht unter der Sonne?
ECC 2:23 Denn er plagt sich tglich mit Kummer und Verdru, sogar in der 
Nacht hat sein Herz keine Ruhe; auch das ist eitel!
ECC 2:24 Es gibt nichts Besseres fr den Menschen, als da er esse und 
trinke und seine Seele Gutes genieen lasse in seiner Mhsal! Doch habe 
ich gesehen, da auch das von der Hand Gottes kommt.
ECC 2:25 Denn wer kann essen und wer kann genieen ohne Ihn?
ECC 2:26 Denn dem Menschen, der Ihm wohlgefllt, gibt Er Weisheit und 
Erkenntnis und Freude; aber dem Snder gibt er Plage, da er sammle und 
zusammenscharre, um es dem zu geben, welcher Gott gefllt. Auch das ist 
eitel und ein Haschen nach Wind.
ECC 3:1 Alles hat seine Zeit und jegliches Vornehmen unter dem Himmel 
seine Stunde.
ECC 3:2 Geborenwerden hat seine Zeit, und Sterben hat seine Zeit; Pflanzen 
hat seine Zeit, und Gepflanztes ausreuten hat seine Zeit;
ECC 3:3 Tten hat seine Zeit, und Heilen hat seine Zeit; Zerstren hat 
seine Zeit, und Bauen hat seine Zeit;
ECC 3:4 Weinen hat seine Zeit, und Lachen hat seine Zeit; Klagen hat seine 
Zeit, und Tanzen hat seine Zeit;
ECC 3:5 Steine schleudern hat seine Zeit, und Steine sammeln hat seine 
Zeit; Umarmen hat seine Zeit, und sich der Umarmung enthalten hat auch 
seine Zeit;
ECC 3:6 Suchen hat seine Zeit, und Verlieren hat seine Zeit; Aufbewahren 
hat seine Zeit, und Wegwerfen hat seine Zeit;
ECC 3:7 Zerreien hat seine Zeit, und Flicken hat seine Zeit; Schweigen 
hat seine Zeit, und Reden hat seine Zeit;
ECC 3:8 Lieben hat seine Zeit, und Hassen hat seine Zeit; Krieg hat seine 
Zeit, und Friede hat seine Zeit.
ECC 3:9 Was hat nun der, welcher solches tut, fr einen Gewinn bei dem, 
womit er sich abmht?
ECC 3:10 Ich habe die Plage gesehen, welche Gott den Menschenkindern 
gegeben hat, sich damit abzuplagen.
ECC 3:11 Er hat alles schn gemacht zu seiner Zeit, auch die Ewigkeit hat 
er in ihr Herz gelegt, da sonst der Mensch das Werk, welches Gott getan 
hat, nicht von Anfang bis zu Ende herausfinden knnte.
ECC 3:12 Ich habe erkannt, da es nichts Besseres gibt unter ihnen, als 
sich zu freuen und Gutes zu tun in seinem Leben;
ECC 3:13 und wenn irgend ein Mensch it und trinkt und Gutes geniet bei 
all seiner Mhe, so ist das auch eine Gabe Gottes.
ECC 3:14 Ich habe erkannt, da alles, was Gott tut, fr ewig ist; es ist 
nichts hinzuzufgen und nichts davon wegzunehmen; und Gott hat es so 
gemacht, da man sich vor ihm frchte.
ECC 3:15 Was ist geschehen? Was lngst schon war! Und was geschehen soll, 
das ist lngst gewesen; und Gott sucht das Vergangene wieder hervor.
ECC 3:16 Und weiter sah ich unter der Sonne eine Sttte des Gerichts, da 
herrschte Ungerechtigkeit, und eine Sttte des Rechts, da herrschte 
Bosheit.
ECC 3:17 Da sprach ich in meinem Herzen: Gott wird den Gerechten wie den 
Gottlosen richten; denn er hat fr jegliches Vorhaben und fr jegliches 
Werk eine Zeit festgesetzt!
ECC 3:18 Ich sprach in meinem Herzen: Es ist wegen der Menschenkinder, da 
Gott sie prft und damit sie einsehen, da sie in sich selbst [dem] Vieh 
[gleichen].
ECC 3:19 Denn das Schicksal der Menschenkinder und das Schicksal des Viehs 
ist ein und dasselbe: die einen sterben so gut wie die andern, und sie 
haben alle einerlei Odem, und der Mensch hat nichts vor dem Vieh voraus; 
denn es ist alles eitel.
ECC 3:20 Alle gehen an einen Ort: alles ist aus dem Staube geworden, und 
alles kehrt auch wieder zum Staub zurck.
ECC 3:21 Wer wei, ob der Geist des Menschen aufwrts steigt, der Geist 
des Tieres aber abwrts zur Erde fhrt?
ECC 3:22 So sah ich denn, da es nichts Besseres gibt, als da der Mensch 
sich freue an seinen Werken; denn das ist sein Teil! Denn wer will ihn 
dahin bringen, da er auf das sehe, was nach ihm sein wird?
ECC 4:1 Und wiederum sah ich alle Bedrckungen, die verbt werden unter 
der Sonne; und siehe, da flossen Trnen von Unterdrckten, die keinen 
Trster hatten; und weil die Hand ihrer Unterdrcker so stark war, konnte 
sie niemand trsten.
ECC 4:2 Da pries ich die Toten, die lngst gestorben sind, glcklicher als 
die Lebenden, die jetzt noch am Leben sind.
ECC 4:3 Aber besser als beide ist der daran, welcher noch gar nicht 
geboren ist, weil er das leidige Tun, das unter der Sonne geschieht, gar 
nicht gesehen hat.
ECC 4:4 Ich sah auch, da alle Mhe und alles Gelingen im Geschft nur den 
Neid des einen gegen den andern weckt; und auch das ist eitel und ein 
Haschen nach Wind!
ECC 4:5 Der Tor faltet seine Hnde und verzehrt sein eigenes Fleisch.
ECC 4:6 Besser eine Handvoll Ruhe, als beide Fuste voll Mhsal und 
Haschen nach Wind!
ECC 4:7 Und wiederum sah ich Eitelkeit unter der Sonne:
ECC 4:8 Da steht einer ganz allein, hat weder Sohn noch Bruder, und doch 
ist seines Arbeitens kein Ende, und er sieht nie Reichtum genug und denkt 
nicht: Fr wen mhe ich mich doch ab und enthalte meiner Seele das Beste 
vor? Auch das ist nichtig und eine leidige Plage.
ECC 4:9 Es ist besser, man sei zu zweien, als allein; denn der Arbeitslohn 
fllt um so besser aus.
ECC 4:10 Denn wenn sie fallen, so hilft der eine dem andern auf; wehe aber 
dem, der allein ist, wenn er fllt und kein zweiter da ist, um ihn 
aufzurichten!
ECC 4:11 Auch wenn zwei beieinander liegen, so wrmen sie sich 
gegenseitig; aber wie soll einer warm werden, wenn er allein ist?
ECC 4:12 Und wenn man den einen angreift, so knnen die beiden Widerstand 
leisten; und eine dreifache Schnur wird nicht so bald zerrissen.
ECC 4:13 Ein armer, aber gescheiter Jngling ist besser, als ein alter, 
nrrischer Knig, der sich nicht mehr beraten lt.
ECC 4:14 Denn aus dem Gefngnis ist er hervorgegangen, um zu herrschen, 
obschon er im Knigreiche jenes arm geboren ward.
ECC 4:15 Ich sah, da alle Lebendigen, die unter der Sonne wandeln, mit 
dem Jngling gehen, dem zweiten, der an jenes Stelle treten sollte.
ECC 4:16 Des Volkes war kein Ende, vor welchem er herging; werden nicht 
auch die Nachkommen sich seiner freuen? Oder ist auch das eitel und ein 
Haschen nach Wind?
ECC 5:1 (04-17) Bewahre deinen Fu, wenn du zum Hause Gottes gehst! Sich 
herzunahen, um zu hren, ist besser, als wenn die Toren Opfer bringen; 
denn sie haben keine Erkenntnis des Bsen, das sie tun.
ECC 5:2 (05-1) bereile dich nicht mit deinem Mund, und la dein Herz 
keine unbesonnenen Worte vor Gott aussprechen; denn Gott ist im Himmel, 
und du bist auf der Erde; darum sollst du nicht viele Worte machen!
ECC 5:3 (05-2) Denn der Traum kommt von Vielgeschftigkeit her und dummes 
Geschwtz vom vielen Reden.
ECC 5:4 (05-3) Wenn du Gott ein Gelbde tust, so versume nicht, es zu 
bezahlen; denn er hat kein Wohlgefallen an den Toren; darum halte deine 
Gelbde!
ECC 5:5 (05-4) Es ist besser, du gelobest nichts, als da du gelobest und 
es nicht haltest.
ECC 5:6 (05-5) La dich durch deinen Mund nicht in Schuld strzen und sage 
nicht vor dem Boten: Es war ein Versehen! Warum soll Gott zrnen ob 
deiner Worte und das Werk deiner Hnde bannen?
ECC 5:7 (05-6) Denn wo man viel trumt, da werden auch viel unntze Worte 
gemacht. Du aber frchte Gott!
ECC 5:8 (05-7) Wenn du Unterdrckung des Armen und Beraubung im Namen von 
Recht und Gerechtigkeit in deinem Bezirke siehst, so werde darob nicht 
irre! Denn es wacht noch ein Hherer ber dem Hohen und ber ihnen allen 
der Hchste;
ECC 5:9 (05-8) und ein Vorteil fr ein Land ist bei alledem ein Knig, der 
dem Ackerbau ergeben ist.
ECC 5:10 (05-9) Wer Geld liebt, wird des Geldes nimmer satt, und wer 
Reichtum liebt, bekommt nie genug. Auch das ist eitel!
ECC 5:11 (05-10) Wo viele Gter sind, da sind auch viele, die davon 
zehren, und was hat ihr Besitzer mehr davon als eine Augenweide?
ECC 5:12 (05-11) S ist der Schlaf des Arbeiters, er esse wenig oder 
viel; aber den Reichen lt seine bersttigung nicht schlafen.
ECC 5:13 (05-12) Es gibt ein bses bel, das ich gesehen habe unter der 
Sonne: Reichtum, der von seinem Besitzer zu seinem Schaden verwahrt wird.
ECC 5:14 (05-13) Geht solcher Reichtum durch einen Unglcksfall verloren 
und hat der Betreffende einen Sohn, so bleibt diesem gar nichts in der 
Hand.
ECC 5:15 (05-14) So nackt, wie er von seiner Mutter Leibe gekommen ist, 
geht er wieder dahin und kann gar nichts fr seine Mhe mitnehmen, das er 
in seiner Hand davontragen knnte.
ECC 5:16 (05-15) Das ist auch ein bses bel, da er gerade so, wie er 
gekommen ist, wieder gehen mu; und was ntzt es ihm, da er sich um Wind 
abgemht hat?
ECC 5:17 (05-16) Dazu mu er sein Leben lang mit Kummer essen und hat viel 
rger, Verdru und Zorn.
ECC 5:18 (05-17) Siehe, was ich fr gut und fr schn ansehe, ist das, da 
einer esse und trinke und Gutes geniee bei all seiner Arbeit, womit er 
sich abmht unter der Sonne alle Tage seines Lebens, welche Gott ihm gibt; 
denn das ist sein Teil.
ECC 5:19 (05-18) Auch wenn Gott irgend einem Menschen Reichtum und Schtze 
gibt und ihm gestattet, davon zu genieen und sein Teil zu nehmen, da er 
sich freue in seiner Mhe, so ist das eine Gabe Gottes.
ECC 5:20 (05-19) Denn er soll nicht viel denken an seine Lebenstage; denn 
Gott stimmt der Freude seines Herzens zu.
ECC 6:1 Es gibt ein bel. das ich gesehen habe unter der Sonne, und das 
hufig vorkommt bei den Menschen:
ECC 6:2 Wenn Gott einem Menschen Reichtum, Schtze und Ehre gibt, also da 
ihm gar nichts fehlt, wonach seine Seele gelstet; wenn ihm Gott aber 
nicht gestattet, davon zu genieen, sondern ein Fremder bekommt es zu 
genieen, so ist das eitel und ein schweres Leid!
ECC 6:3 Wenn ein Mann hundert Kinder zeugte und viele Jahre lebte; so gro 
auch die Zahl seiner Lebenstage wrde, seine Seele wrde aber nicht 
befriedigt von dem Guten, und es wrde ihm kein Begrbnis zuteil, so sage 
ich: Eine Fehlgeburt ist glcklicher als er!
ECC 6:4 Denn sie kam in Nichtigkeit und ging im Dunklen dahin, und ihr 
Name ist im Dunklen geblieben;
ECC 6:5 auch hat sie die Sonne nie gesehen noch gemerkt; ihr ist wohler 
als jenem!
ECC 6:6 Und wenn er auch zweitausend Jahre lebte und kein Gutes she, geht 
denn nicht alles an einen Ort?
ECC 6:7 Alle Arbeit des Menschen ist fr seinen Mund; und die Seele wird 
nicht gesttigt!
ECC 6:8 Denn was hat der Weise vor dem Toren voraus, was der Kranke, der 
wei, wie man wandeln soll, vor den Gesunden?
ECC 6:9 Besser mit den Augen anschauen, als mit der Begierde 
herumschweifen! Auch das ist eitel und Haschen nach Wind.
ECC 6:10 Was immer entstanden ist, lngst ward es mit Namen genannt! Und 
es ist bekannt, was ein Mensch ist: er kann nicht rechten mit dem, der 
mchtiger ist als er;
ECC 6:11 denn wenn er auch viele Worte macht, so sind sie doch ganz 
vergeblich; was hat der Mensch davon?
ECC 6:12 Denn wer wei, was dem Menschen gut ist im Leben, die Zahl der 
Tage seines eitlen Lebens, welche er wie ein Schatten verbringt? Wer will 
dem Menschen kundtun, was nach ihm sein wird unter der Sonne?
ECC 7:1 Ein guter Name ist besser als Wohlgeruch, und der Tag des Todes 
ist besser als der Tag der Geburt.
ECC 7:2 Besser, man gehe ins Trauerhaus als ins Trinkhaus; denn dort ist 
das Ende aller Menschen, und der Lebendige nimmt es zu Herzen.
ECC 7:3 Verdru ist besser als Lachen; denn wenn das Angesicht traurig 
ist, so wird das Herz gebessert.
ECC 7:4 Das Herz der Weisen ist im Trauerhaus; aber das Herz der Narren im 
Haus der Freude.
ECC 7:5 Es ist besser, man hre auf das Schelten des Weisen, als da man 
lausche dem Gesang der Narren!
ECC 7:6 Denn das Lachen des Narren ist wie das Knistern der Dornen unter 
dem Topf; es ist ebenso eitel!
ECC 7:7 Denn Gewaltttigkeit betrt den Weisen, und Bestechung verderbt 
das Herz.
ECC 7:8 Besser ist der Ausgang einer Sache als ihr Anfang, besser ein 
Langmtiger als ein Hochmtiger.
ECC 7:9 La dich nicht schnell zum Zorn und rger reizen; denn der rger 
wohnt im Busen der Toren.
ECC 7:10 Sprich nicht: Wie kommt es, da die frhern Tage besser waren als 
diese? Denn nicht aus Weisheit fragst du so!
ECC 7:11 Weisheit ist so gut wie ein Erbe und ein Vorteil fr die, welche 
die Sonne sehen.
ECC 7:12 Denn die Weisheit gewhrt Schutz, und auch das Geld gewhrt 
Schutz; aber der Vorzug der Erkenntnis ist der, da die Weisheit ihrem 
Besitzer das Leben erhlt.
ECC 7:13 Betrachte das Werk Gottes! Wer kann gerade machen, was er krmmt?
ECC 7:14 Am guten Tage sei guter Dinge, und am bsen Tage bedenke: auch 
diesen hat Gott gemacht gleich wie jenen, wie ja der Mensch auch gar nicht 
erraten kann, was nach demselben kommt.
ECC 7:15 Allerlei habe ich gesehen in den Tagen meiner Eitelkeit: Da ist 
ein Gerechter, welcher umkommt in seiner Gerechtigkeit, und dort ist ein 
Gottloser, welcher lange lebt in seiner Bosheit.
ECC 7:16 Sei nicht allzu gerecht und erzeige dich nicht bermig weise! 
Warum willst du dich selbst verderben?
ECC 7:17 Werde aber auch nicht allzu verwegen und sei kein Narr! Warum 
willst du vor der Zeit sterben?
ECC 7:18 Es ist am besten, du hltst das eine fest und lssest auch das 
andere nicht aus der Hand; denn wer Gott frchtet, der entgeht dem allem.
ECC 7:19 Die Weisheit macht den Weisen strker als zehn Gewaltige, die in 
der Stadt sind.
ECC 7:20 Weil kein Mensch auf Erden so gerecht ist, da er Gutes tut, ohne 
zu sndigen,
ECC 7:21 so hre auch nicht auf alle Worte, die man dir hinterbringt, und 
nimm sie nicht zu Herzen, damit du nicht deinen eigenen Knecht dir fluchen 
hrest!
ECC 7:22 Denn wie oftmals (das wei dein Herz) hast auch du andern 
geflucht!
ECC 7:23 Dies alles habe ich der Weisheit zur Prfung vorgelegt. Ich 
sprach: Ich will weise werden! Aber sie blieb fern von mir.
ECC 7:24 Wie weit entfernt ist das, was geschehen ist, und tief, ja, tief 
verborgen! Wer will es ausfindig machen?
ECC 7:25 Ich ging herum, und mein Herz war dabei, zu erkennen und zu 
erforschen und zu fragen nach Weisheit und dem Endergebnis, aber auch 
kennen zu lernen, wie dumm die Gottlosigkeit und wie toll die Narrheit ist;
ECC 7:26 und nun finde ich, bitterer als der Tod ist das Weib, deren Herz 
ein Fangnetz ist und deren Hnde Fesseln sind; wer Gott gefllt, wird ihr 
entrinnen, wer aber sndigt, wird von ihr gefangen.
ECC 7:27 Siehe, das habe ich gefunden, sprach der Prediger, indem ich eins 
ums andere prfte, um zum Endergebnis zu kommen.
ECC 7:28 Was aber meine Seele noch immer sucht, habe ich nicht gefunden; 
einen Mann habe ich unter Tausenden gefunden; aber ein Weib habe ich unter 
diesen allen nicht gefunden!
ECC 7:29 Nur allein, siehe, das habe ich gefunden, da Gott den Menschen 
aufrichtig gemacht hat; sie aber suchen viele Knste.
ECC 8:1 Wer ist wie der Weise, und wer versteht die Deutung der Worte? Die 
Weisheit eines Menschen erleuchtet sein Angesicht, und die Kraft seiner 
Augen wird verdoppelt.
ECC 8:2 Bewahre mein knigliches Wort wie einen gttlichen Schwur!
ECC 8:3 La dich nicht von des Knigs Angesicht verscheuchen und vertritt 
keine schlechte Sache; denn er tut alles, was er will.
ECC 8:4 Denn des Knigs Wort ist mchtig, und wer darf zu ihm sagen: Was 
machst du?
ECC 8:5 Wer das Gebot bewahrt, bercksichtigt keine bse Sache; aber das 
Herz des Weisen nimmt Rcksicht auf Zeit und Gericht.
ECC 8:6 Denn fr jegliches Vornehmen gibt es eine Zeit und ein Gericht; 
denn das Bse des Menschen lastet schwer auf ihm.
ECC 8:7 Denn er wei nicht, was geschehen wird; und wer zeigt ihm an, wie 
es geschehen wird?
ECC 8:8 Kein Mensch hat Macht ber den Wind, da er den Wind zurckhalten 
knnte; so gebietet auch keiner ber den Tag des Todes, und im Kriege gibt 
es keine Entlassung, und der Frevel rettet den nicht, welcher ihn verbt.
ECC 8:9 Dies alles habe ich gesehen und mein Herz all dem Treiben 
gewidmet, das unter der Sonne geschieht, in einer Zeit, da ein Mensch ber 
den andern herrscht zu seinem Schaden.
ECC 8:10 Ich sah auch, wie Gottlose begraben wurden und [zur Ruhe] 
eingingen, whrend solche, die ordentlich gelebt hatten, den heiligen Ort 
verlassen muten und vergessen wurden in der Stadt; auch das ist eitel!
ECC 8:11 Weil der Richterspruch nicht eilends vollzogen wird, darum ist 
das Herz der Menschenkinder voll, Bses zu tun.
ECC 8:12 Wenn auch ein Snder hundertmal Bses tut und lange lebt, so wei 
ich doch, da es denen gut gehen wird, die Gott frchten, die sich scheuen 
vor ihm.
ECC 8:13 Aber dem Gottlosen wird es nicht wohl ergehen, und er wird seine 
Tage nicht wie ein Schatten verlngern, da er sich vor Gott nicht frchtet!
ECC 8:14 Es ist eine Eitelkeit, die auf Erden geschieht, da es Gerechte 
gibt, welche gleichsam das Schicksal der Gottlosen trifft, und Gottlose, 
denen es ergeht nach dem Werk der Gerechten. Ich habe gesagt, da auch das 
eitel sei.
ECC 8:15 Darum habe ich die Freude gepriesen, da es nichts Besseres gibt 
fr den Menschen unter der Sonne, als zu essen und zu trinken und frhlich 
zu sein, da ihn das begleiten soll bei seiner Mhe alle Tage seines 
Lebens, welche Gott ihm gibt unter der Sonne.
ECC 8:16 Als ich mein Herz darauf richtete, die Weisheit zu erkennen und 
die Mhe zu betrachten, die man sich auf Erden gibt, da man auch Tag und 
Nacht keinen Schlaf in ihren Augen sieht,
ECC 8:17 da sah ich bezglich des ganzen Werkes Gottes, da der Mensch das 
Werk nicht ergrnden kann, welches unter der Sonne getan wird. Wiewohl der 
Mensch sich Mhe gibt, es zu erforschen, so kann er es nicht ergrnden; 
und wenn auch der Weise behauptet, er verstehe es, so kann er es nicht 
finden.
ECC 9:1 Dies alles habe ich mir zu Herzen genommen, und dies habe ich zu 
erkennen gesucht, da die Gerechten und die Weisen und ihre Werke in der 
Hand Gottes sind. Der Mensch merkt weder Liebe noch Ha; es steht ihnen 
alles bevor, den einen wie den andern.
ECC 9:2 Es kann dem Gerechten dasselbe begegnen wie dem Gottlosen, dem 
Guten und Reinen wie dem Unreinen, dem, der opfert, wie dem, der nicht 
opfert; dem Guten wie dem Snder, dem, welcher schwrt, wie dem, welcher 
sich vor dem Eide frchtet.
ECC 9:3 Das ist das Schlimme bei allem, was unter der Sonne geschieht, da 
allen dasselbe begegnet; daher wird auch das Herz der Menschen voll 
Bosheit, und bermut ist in ihren Herzen ihr Leben lang, und darnach 
mssen sie sterben!
ECC 9:4 Denn fr jeden Lebendigen, wer er auch sei, ist noch Hoffnung 
(denn ein lebendiger Hund ist besser als ein toter Lwe);
ECC 9:5 denn die Lebendigen wissen, da sie sterben mssen; aber die Toten 
wissen gar nichts, und es wird ihnen auch keine Belohnung mehr zuteil; 
denn man denkt nicht mehr an sie.
ECC 9:6 Ihre Liebe und ihr Ha wie auch ihr Eifer sind lngst vergangen, 
und sie haben auf ewig keinen Anteil mehr an allem, was unter der Sonne 
geschieht.
ECC 9:7 So gehe nun hin, i mit Freuden dein Brot und trinke deinen Wein 
mit gutem Gewissen; denn Gott hat dein Tun lngst gebilligt!
ECC 9:8 Deine Kleider seien jederzeit wei, und la auf deinem Haupte das 
l nie fehlen.
ECC 9:9 Geniee das Leben mit dem Weibe, das du liebst, alle Tage des 
eitlen Lebens, welches er dir unter der Sonne gibt in dieser vergnglichen 
Zeit; denn das ist dein Teil am Leben und an der Mhe, womit du dich 
abmhst unter der Sonne.
ECC 9:10 Alles, was deine Hand zu tun vorfindet, das tue mit deiner ganzen 
Kraft; denn im Totenreich, dahin du gehst, ist kein Wirken mehr und kein 
Planen, keine Wissenschaft und keine Weisheit!
ECC 9:11 Und wiederum sah ich unter der Sonne, da nicht die Schnellen den 
Wettlauf gewinnen, noch die Starken die Schlacht, da nicht die Weisen das 
Brot, auch nicht die Verstndigen den Reichtum, noch die Erfahrenen Gunst 
erlangen, sondern da alles auf Zeit und Umstnde ankommt.
ECC 9:12 Denn auch seine Zeit kennt der Mensch nicht, so wenig wie die 
Fische, welche mit dem bsen Netze gefangen werden, und wie die Vgel, 
welche man mit der Schlinge fngt; gleich diesen werden auch die 
Menschenkinder gefangen zur Zeit des Unglcks, wenn es pltzlich ber sie 
kommt.
ECC 9:13 Auch das habe ich als Weisheit angesehen unter der Sonne, und sie 
schien mir gro:
ECC 9:14 Gegen eine kleine Stadt, in welcher wenig Mnner waren, kam ein 
groer Knig und belagerte sie und baute groe Belagerungstrme wider sie.
ECC 9:15 Da fand sich in derselben Stadt ein armer, aber weiser Mann, der 
rettete die Stadt durch seine Weisheit, und kein Mensch hatte an diesen 
armen Mann gedacht.
ECC 9:16 Da sprach ich: Weisheit ist besser als Strke! Aber die Weisheit 
des Armen ist verachtet, und man hrt nicht auf ihn.
ECC 9:17 Die Worte der Weisen, die man in der Stille vernimmt, sind besser 
als das Schreien eines Herrschers unter den Narren.
ECC 9:18 Weisheit ist besser als Kriegsgert; aber ein einziger Snder 
verdirbt viel Gutes.
ECC 10:1 Giftige Fliegen machen das l des Salbenbereiters stinkend und 
faulend; ein wenig Torheit kommt teurer zu stehen als Weisheit und Ehre!
ECC 10:2 Der Weise trgt sein Herz auf dem rechten Fleck, der Narr hat es 
am unrechten Ort;
ECC 10:3 auf welchem Wege der Narr auch gehen mag, es fehlt ihm berall an 
Verstand, und er sagt jedermann, da er ein Tor sei.
ECC 10:4 Wenn der Zorn des Herrschers gegen dich entbrennt, so verlae 
deinen Posten nicht; denn Gelassenheit verhtet groe Snden.
ECC 10:5 Es gibt ein bel, das ich unter der Sonne sah, wie ein Migriff, 
von einem Machthaber getan:
ECC 10:6 Die Torheit ward auf groe Hhen gestellt, und Reiche muten 
unten bleiben;
ECC 10:7 ich sah Knechte auf Pferden, und Frsten gingen wie Knechte zu 
Fu.
ECC 10:8 Wer eine Grube grbt, fllt hinein; und wer eine Mauer einreit, 
den wird eine Schlange beien.
ECC 10:9 Wer Steine bricht, verwundet sich daran, und wer Holz spaltet, 
bringt sich in Gefahr.
ECC 10:10 Wenn ein Eisen stumpf ist und ungeschliffen bleibt, so mu man 
um so mehr Kraft anwenden; aber durch Weisheit kommt man zum Gelingen.
ECC 10:11 Wenn die Schlange beit, weil man sie nicht beschworen hat, so 
hat der Beschwrer keinen Nutzen von seiner Kunst.
ECC 10:12 Die Reden eines Weisen sind anmutig; aber die Lippen des Toren 
verschlingen ihn selbst.
ECC 10:13 Der Anfang seiner Worte ist Dummheit und das Ende seiner Rede 
die schlimmste Tollheit.
ECC 10:14 Auch macht der Tor viele Worte, obgleich kein Mensch wei, was 
geschehen ist; und was nach ihm sein wird, wer kann es ihm sagen?
ECC 10:15 Die Mhe, die der Tor sich gibt, der den Weg zur Stadt nicht 
kennt, ermdet ihn.
ECC 10:16 Wehe dir, Land, dessen Knig ein Knabe ist und dessen Frsten 
schon am Morgen schmausen!
ECC 10:17 Heil dir, du Land, dessen Knig ein Sohn der Edlen ist und 
dessen Frsten zu rechter Zeit essen, zur Strkung, und nicht aus 
Genusucht.
ECC 10:18 Durch Faulheit verfault das Geblk, und wegen Nachlssigkeit der 
Hnde rinnt das Dach.
ECC 10:19 Zum Vergngen backt man Brot, und der Wein erfreut die 
Lebendigen, und das Geld gewhrt alles.
ECC 10:20 Fluche dem Knig nicht einmal in deinen Gedanken, und verwnsche 
den Reichen auch in deiner Schlafkammer nicht; denn die Vgel des Himmels 
tragen den Laut davon, und ein geflgelter Bote verkndigt das Wort.
ECC 11:1 Sende dein Brot bers Wasser, so wirst du es nach langer Zeit 
wieder finden!
ECC 11:2 Verteile an sieben und an acht; denn du weit nicht, was 
Schlimmes auf Erden geschehen mag!
ECC 11:3 Wenn die Wolken voll sind, so gieen sie Regen auf die Erde. Ob 
der Baum nach Sden fllt oder nach Norden, nach welchem Ort der Baum 
fllt, da bleibt er liegen.
ECC 11:4 Wer auf den Wind achtet, st nicht, und wer auf die Wolken sieht, 
erntet nicht.
ECC 11:5 Gleichwie du nicht weit, welches der Weg des Windes ist, noch 
wie die Gebeine im Mutterleib bereitet werden, also kennst du auch das 
Werk Gottes nicht, der alles wirkt.
ECC 11:6 Frhe se deinen Samen, und des Abends la deine Hand nicht 
ruhen; denn du weit nicht, ob dieses oder jenes geraten, oder ob beides 
zugleich gut wird.
ECC 11:7 S ist das Licht, und gut ist's fr die Augen, die Sonne zu 
sehen!
ECC 11:8 Denn wenn der Mensch auch viele Jahre lebt, so soll er sich in 
ihnen allen freuen und soll bedenken, da der Tage der Finsternis viele 
sein werden. Alles, was kommt, ist eitel!
ECC 11:9 Freue dich, Jngling, in deiner Jugend, und dein Herz sei guter 
Dinge in den Tagen deines Jnglingsalters; wandle die Wege, die dein Herz 
erwhlt und die deinen Augen gefallen; aber wisse, da dich Gott fr dies 
alles vor Gericht ziehen wird!
ECC 11:10 Entferne alle Verdrielichkeit von deinem Herzen und halte dir 
das bel vom Leibe fern! Denn Jugend und Morgenrot sind vergnglich!
ECC 12:1 Und gedenke an deinen Schpfer in den Tagen deiner Jugend, ehe 
die bsen Tage kommen und die Jahre herzutreten, da du wirst sagen: Sie 
gefallen mir nicht;
ECC 12:2 ehe die Sonne und das Licht, der Mond und die Sterne sich 
verfinstern und die Wolken wiederkehren nach dem Regen;
ECC 12:3 zur Zeit, wo die Hter des Hauses zittern und die Starken sich 
krmmen und die Mllerinnen feiern, weil ihrer zu wenige geworden sind, 
und finster dreinsehen, die durch die Fenster schauen;
ECC 12:4 wenn die Tren nach der Strae geschlossen werden und das 
Klappern der Mhle leiser wird, wenn man erwacht vom Vogelsang und 
gedmpft werden die Tchter des Gesangs;
ECC 12:5 wenn man sich auch vor jeder Anhhe frchtet und Schrecknisse auf 
dem Wege sieht; wenn der Mandelbaum blht und die Heuschrecke sich mhsam 
fortschleppt und die Kaper versagt (denn der Mensch geht in sein ewiges 
Haus, und die Trauernden gehen auf der Gasse umher);
ECC 12:6 ehe denn der silberne Strick zerreit und die goldene Schale 
zerspringt und der Krug am Born zerbricht und das Rad zerbrochen in den 
Brunnen strzt
ECC 12:7 und der Staub wieder zur Erde wird, wie er gewesen ist, und der 
Geist zu Gott zurckkehrt, der ihn gegeben hat.
ECC 12:8 O Eitelkeit der Eitelkeiten! spricht der Prediger; alles ist 
eitel!
ECC 12:9 Und auerdem, da der Prediger weise war, lehrte er das Volk 
Erkenntnis und erwog und erforschte und stellte viele Sprichwrter auf.
ECC 12:10 Der Prediger suchte gefllige Worte zu finden und die Worte der 
Wahrheit richtig aufzuzeichnen.
ECC 12:11 Die Worte der Weisen sind wie Treibstacheln und wie 
eingeschlagene Ngel die gesammelten Sprche, von einem einzigen Hirten 
gegeben.
ECC 12:12 Und auerdem la dich warnen, mein Sohn! Des vielen 
Bchermachens ist kein Ende, und viel Studieren ermdet den Leib.
ECC 12:13 Lat uns die Summe aller Lehre hren: Frchte Gott und halte 
seine Gebote; denn das soll jeder Mensch!
ECC 12:14 Denn Gott wird jedes Werk ins Gericht bringen, samt allem 
Verborgenen, es sei gut oder bse.
SOL 1:1 Das Lied der Lieder, von Salomo.
SOL 1:2 Er ksse mich mit seines Mundes Kssen! Denn deine Liebkosungen 
sind besser als Wein.
SOL 1:3 Lieblich duften deine Salben; dein Name ist wie ausgegossenes l: 
darum haben dich Jungfrauen lieb!
SOL 1:4 Ziehe mich dir nach, so laufen wir! Der Knig hat mich in seine 
Gemcher gebracht; wir wollen jauchzen und uns deiner freuen, deine 
Liebkosungen preisen, mehr als Wein; mit Recht haben sie dich lieb!
SOL 1:5 Schwarz bin ich, aber lieblich, ihr Tchter Jerusalems, wie die 
Zelte Kedars, wie die Vorhnge Salomos.
SOL 1:6 Seht mich nicht an, weil ich so schwrzlich bin, weil die Sonne 
mich verbrannt hat! Meiner Mutter Shne zrnten mir, sie setzten mich zur 
Hterin der Weinberge; meinen eigenen Weinberg htete ich nicht!
SOL 1:7 Tue mir doch kund, o du, den meine Seele liebt: Wo gehst du zur 
Weide? Wo hltst du Mittagsrast? Warum soll ich wie eine Vermummte bei den 
Herden deiner Genossen sein?
SOL 1:8 Ist es dir nicht bekannt, du Schnste unter den Weibern, so gehe 
nur hinaus, den Spuren der Schafe nach, und weide deine Zicklein bei den 
Wohnungen der Hirten!
SOL 1:9 Meiner Stute an den Wagen des Pharao vergleiche ich dich, meine 
Freundin!
SOL 1:10 Deine Wangen sind lieblich in den Ketten, dein Hals in den 
Perlenschnren!
SOL 1:11 Wir wollen dir goldene Ketten machen mit silbernen Punkten!
SOL 1:12 Solange der Knig an seiner Tafel war, gab meine Narde ihren 
Geruch.
SOL 1:13 Mein Freund ist mir ein Myrrhenbschel, das zwischen meinen 
Brsten ruht.
SOL 1:14 Mein Freund ist mir eine Cypertraube aus den Weinbergen von 
Engedi!
SOL 1:15 Siehe, du bist schn, meine Freundin, siehe, du bist schn, deine 
Augen sind Tauben!
SOL 1:16 Siehe, du bist schn, mein Freund, so gar lieblich!
SOL 1:17 Ja, unser Lager ist grn. Zedern sind unsres Hauses Balken, 
Zypressen unser Getfel.
SOL 2:1 Ich bin eine Narzisse von Saron, eine Lilie der Tler.
SOL 2:2 Wie eine Lilie unter den Dornen, so ist meine Freundin unter den 
Tchtern!
SOL 2:3 Wie ein Apfelbaum unter den Bumen des Waldes, so ist mein Freund 
unter den Shnen! In seinem Schatten sa ich so gern, und seine Frucht war 
meinem Gaumen s.
SOL 2:4 Er fhrte mich ins Weinhaus, und die Liebe ist sein Panier ber 
mir.
SOL 2:5 Strket mich mit Rosinenkuchen, erquicket mich mit pfeln; denn 
ich bin krank vor Liebe!
SOL 2:6 Er lege seine Linke unter mein Haupt und umarme mich mit seiner 
Rechten!
SOL 2:7 Ich beschwre euch, ihr Tchter Jerusalems, bei den Gazellen oder 
den Hindinnen der Flur: Erreget und erwecket die Liebe nicht, bis es ihr 
selbst gefllt!
SOL 2:8 Da ist die Stimme meines Freundes! Siehe, er kommt! Er hpft ber 
die Berge, er springt ber die Hgel!
SOL 2:9 Mein Freund gleicht einem Reh oder dem jungen Hirsch. Siehe, da 
steht er hinter unsrer Mauer, schaut zum Fenster hinein, blickt durchs 
Gitter.
SOL 2:10 Mein Freund hebt an und spricht zu mir: Mache dich auf, meine 
Freundin, komm her, meine Schne!
SOL 2:11 Denn siehe, der Winter ist vorber, der Regen hat sich auf und 
davon gemacht;
SOL 2:12 die Blumen zeigen sich auf dem Lande, die Zeit des Gesangs ist 
da, und die Stimme der Turteltauben lt sich hren in unserm Lande;
SOL 2:13 am Feigenbaum rten sich die Knoten, und die Reben verbreiten 
Bltenduft; komm, mach dich auf, meine Freundin, meine Schne, komme doch!
SOL 2:14 Meine Taube in den Felsenklften, im Versteck der Felsenwand, la 
mich sehen deine Gestalt, la mich deine Stimme hren! Denn deine Stimme 
ist s und lieblich deine Gestalt.
SOL 2:15 Fanget uns die Fchse, die kleinen Fchse, welche die Weinberge 
verwsten; und unsere Weinberge stehen in Blte!
SOL 2:16 Mein Freund ist mein, und ich bin sein, der unter den Lilien 
weidet, bis der Tag khl wird und die Schatten fliehen.
SOL 2:17 Kehre um, mein Freund, sei gleich dem Reh oder dem jungen Hirsch 
auf den zerklfteten Bergen!
SOL 3:1 Auf meinem Lager in den Nchten suchte ich, den meine Seele liebt; 
ich suchte ihn, aber ich fand ihn nicht!
SOL 3:2 So stand ich denn auf und lief in der Stadt umher, auf den Straen 
und Pltzen, und suchte, den meine Seele liebt; ich suchte ihn, aber ich 
fand ihn nicht!
SOL 3:3 Mich fanden die Wchter, welche die Runde machten in der Stadt. 
Habt ihr den gesehen, den meine Seele liebt?
SOL 3:4 Kaum war ich an ihnen vorbergegangen, da fand ich, den meine 
Seele liebt. Ich hielt ihn fest und wollte ihn nicht mehr loslassen, bis 
ich ihn gebracht htte in meiner Mutter Haus, ins Gemach derer, die mich 
empfangen hat.
SOL 3:5 Ich beschwre euch, ihr Tchter Jerusalems, bei den Gazellen oder 
bei den Hindinnen der Flur, da ihr die Liebe nicht erreget noch erwecket, 
bis es ihr selbst gefllt!
SOL 3:6 Wer kommt da von der Wste herauf? Es sieht aus wie Rauchsulen 
von brennendem Weihrauch und Myrrhen, von allerlei Gewrzpulver der Krmer.
SOL 3:7 Siehe, es ist seine Snfte, die des Salomo, sechzig Helden sind 
ringsum, von den Strksten Israels,
SOL 3:8 alle mit Schwertern bewaffnet, im Fechten gebt, jeder sein 
Schwert an der Seite, damit nichts zu frchten sei whrend der Nacht.
SOL 3:9 Eine Snfte hat sich der Knig Salomo gemacht aus Libanonholz.
SOL 3:10 Ihre Sulen machte er von Silber, ihre Lehne von Gold, ihren Sitz 
von Purpur, das Innere mit Liebe gestickt von den Tchtern Jerusalems.
SOL 3:11 Kommt heraus, ihr Tchter Zions, und beschauet den Knig Salomo 
in dem Kranz, mit welchem seine Mutter ihn bekrnzt hat an seinem 
Hochzeitstag, am Tage der Freude seines Herzens!
SOL 4:1 Siehe, du bist schn, meine Freundin, siehe, du bist schn; deine 
Augen sind wie Tauben hinter deinem Schleier; dein Haar gleicht der 
Ziegenherde, die sich am Berge Gilead lagert.
SOL 4:2 Deine Zhne gleichen einer Herde frischgeschorener Schafe, die von 
der Schwemme kommen, die allzumal Zwillinge tragen und deren keines 
unfruchtbar ist.
SOL 4:3 Deine Lippen sind wie eine Purpurschnur, und dein Mund ist 
lieblich; wie Granatpfelhlften sind deine Wangen hinter deinem Schleier.
SOL 4:4 Dein Hals gleicht dem Davidsturm, zum Arsenal erbaut, mit tausend 
Schildern behngt, allen Tartschen der Helden.
SOL 4:5 Deine beiden Brste gleichen zwei Rehklbchen, Gazellenzwillingen, 
die zwischen den Lilien weiden.
SOL 4:6 Bis der Tag khl wird und die Schatten fliehen, will ich auf den 
Myrrhenberg gehen und auf den Weihrauchhgel!
SOL 4:7 Ganz schn bist du, meine Freundin, und kein Makel ist an dir!
SOL 4:8 Komm mit mir vom Libanon, Braut, komm mit mir vom Libanon! Steig 
herab vom Gipfel des Amana, vom Gipfel des Schenir und des Hermon, von den 
Wohnungen der Lwen, von den Bergen der Leoparden!
SOL 4:9 Du hast mir das Herz genommen, meine Schwester, [meine] Braut, mit 
einem einzigen deiner Blicke, mit einem einzigen Kettchen von deinem Hals!
SOL 4:10 Wie schn sind deine Liebkosungen, meine Schwester, [meine] 
Braut; wie viel besser sind deine Liebkosungen als Wein, und der Duft 
deiner Salben als alle Wohlgerche!
SOL 4:11 Honigseim trufeln deine Lippen, o Braut, Honig und Milch sind 
unter deiner Zunge, und der Geruch deiner Kleider ist wie der Geruch des 
Libanon!
SOL 4:12 Ein verschlossener Garten ist meine Schwester, [meine] Braut; ein 
verschlossener Born, ein versiegelter Quell.
SOL 4:13 Deine Schlinge sind ein Granatenpark mit herrlicher Frucht, 
Cyperblumen mit Narden;
SOL 4:14 Narden und Krokus, Kalmus und Zimt, samt allerlei 
Weihrauchbumen, Myrrhen und Aloe und den vornehmsten Balsamstauden;
SOL 4:15 ein Gartenquell, ein Brunnen lebendigen Wassers, wie es vom 
Libanon rinnt!
SOL 4:16 Erwache, Nordwind; Sdwind, komm, durchwehe meinen Garten, da 
sein Balsam trufle! Mein Freund komme in seinen Garten und esse seine 
herrliche Frucht!
SOL 5:1 Ich komme zu meinem Garten, meine Schwester, [meine] Braut; ich 
pflcke meine Myrrhe samt meinem Balsam; ich esse meine Wabe samt meinem 
Honig, ich trinke meinen Wein samt meiner Milch. Esset, meine Freunde, 
trinkt und werdet trunken, ihr Geliebten!
SOL 5:2 Ich schlafe, aber mein Herz wacht. Da ist die Stimme meines 
Freundes, der anklopft! Tue mir auf, meine Schwester, meine Freundin, 
meine Taube, meine Makellose; denn mein Haupt ist voll Tau, meine Locken 
voll nchtlicher Tropfen!
SOL 5:3 Ich habe mein Kleid ausgezogen, wie soll ich es anziehen? Ich 
habe meine Fe gewaschen, wie soll ich sie besudeln?
SOL 5:4 Aber mein Freund streckte seine Hand durch die Luke; da geriet 
mein Herz in Wallung seinetwegen.
SOL 5:5 Ich stand auf, meinem Freunde zu ffnen, whrend meine Hnde von 
Myrrhen troffen und meine Finger von feinster Myrrhe auf die Griffe des 
Riegels.
SOL 5:6 Ich tat meinem Freunde auf; aber mein Freund war verschwunden, 
vorbeigegangen. Meine Seele ging hinaus, auf sein Wort; ich suchte ihn, 
aber ich fand ihn nicht; ich rief ihm, aber er antwortete mir nicht.
SOL 5:7 Es fanden mich die Wchter, welche die Runde machen in der Stadt; 
die schlugen mich wund, nahmen mir den Schleier weg, die Wchter auf der 
Mauer.
SOL 5:8 Ich beschwre euch, ihr Tchter Jerusalems, wenn ihr meinen Freund 
findet, was wollt ihr ihm melden? Da ich krank bin vor Liebe!
SOL 5:9 Was ist dein Freund vor andern Freunden, o du Schnste unter den 
Weibern? Was ist dein Freund vor andern Freunden, da du uns also 
beschwrst?
SOL 5:10 Mein Freund ist wei und rot, hervorragend unter Zehntausenden!
SOL 5:11 Sein Haupt ist reines Gold, seine Locken sind wallend, 
rabenschwarz.
SOL 5:12 Seine Augen sind wie Tauben an Wasserbchen, sich badend in 
Milch, sitzend in einem vollen Gesicht.
SOL 5:13 Seine Wangen sind wie Balsambeete, in denen wrzige Pflanzen 
wachsen; seine Lippen wie Lilien, aus denen feinste Myrrhe fliet.
SOL 5:14 Seine Arme sind goldene Walzen, mit Tarsisstein besetzt; sein 
Leib ein Kunstwerk von Elfenbein, mit Saphiren berst.
SOL 5:15 Seine Schenkel sind Marmorsulen, gegrndet auf goldene Sockel; 
seine Gestalt wie der Libanon, auserlesen wie Zedern.
SOL 5:16 Sein Gaumen ist s, und er selbst lauter Lieblichkeit. So ist 
mein Geliebter, und so ist mein Freund, ihr Tchter Jerusalems!
SOL 6:1 Wohin ist dein Freund gegangen, du Schnste unter den Weibern? 
Wohin hat sich dein Freund gewandt? Wir wollen ihn mit dir suchen!
SOL 6:2 Mein Freund ist in seinen Garten hinabgegangen, zu den 
Balsambeeten, um in den Grten zu weiden und Lilien zu pflcken!
SOL 6:3 Ich bin meines Freundes, und mein Freund ist mein, der unter den 
Lilien weidet.
SOL 6:4 Du bist schn, meine Freundin, wie Tirza, lieblich wie Jerusalem, 
furchtbar wie die Bannertrger!
SOL 6:5 Wende deine Augen ab von mir; denn sie machen mich ungestm! Dein 
Haar ist wie eine Herde Ziegen, die sich am Berge Gilead lagern.
SOL 6:6 Deine Zhne sind wie eine Herde Mutterschafe, die aus der Schwemme 
kommen und smtlich Zwillinge tragen, so da kein unfruchtbares darunter 
ist.
SOL 6:7 Wie ein halber Granatapfel nimmt sich deine Wange hinter deinem 
Schleier aus.
SOL 6:8 Ihrer sechzig sind Kniginnen und ihrer achtzig Nebenfrauen, dazu 
Jungfrauen ohne Zahl;
SOL 6:9 diese Eine ist meine Taube, meine Makellose; sie ist die Einzige 
ihrer Mutter, die Reinste von allen, die sie geboren hat. Die Tchter 
sahen sie und priesen sie glcklich, die Kniginnen und Nebenfrauen 
rhmten sie:
SOL 6:10 Wer ist die, welche herabschaut wie Morgenrot, schn wie der 
Mond, klar wie die Sonne, furchtbar wie die Bannertrger?
SOL 6:11 Zum Nugarten war ich hinabgegangen, um die grnen Pltze des 
Tales zu betrachten, zu sehen, ob der Weinstock ausgeschlagen, ob die 
Granaten Blten getrieben htten,
SOL 6:12 wovon ich nichts gewut hatte, darauf ward meine Seele 
aufmerksam, auf die Wagen meines edlen Volkes.
SOL 6:13 (07-1) Kehre wieder, kehre wieder, o Sulamit, kehre wieder, kehre 
wieder, da wir dich betrachten! Was wollt ihr Sulamit betrachten wie den 
Reigen von Mahanaim?
SOL 7:1 (07-2) Wie schn sind deine Schritte in den Schuhen, du 
Edelfrulein! Die Wlbungen deiner Hften sind wie Halsgeschmeide, von 
Knstlerhand gemacht.
SOL 7:2 (07-3) Dein Scho ist ein rundes Becken, welchem der gemischte 
Wein nicht fehlen darf; dein Leib ein Weizenhaufen, mit Lilien eingefat;
SOL 7:3 (07-4) deine beiden Brste wie zwei Rehklbchen, Gazellenzwillinge;
SOL 7:4 (07-5) dein Hals wie der elfenbeinerne Turm, deine Augen wie die 
Teiche zu Hesbon am Tore Batrabbim, deine Nase wie der Libanonturm, der 
gen Damaskus schaut.
SOL 7:5 (07-6) Dein Haupt auf dir gleicht dem Karmel, und dein Haupthaar 
dem kniglichen Purpur, in Falten gebunden.
SOL 7:6 (07-7) Wie schn bist du und wie lieblich, o Liebe, unter den 
Wonnen!
SOL 7:7 (07-8) Dieser dein Wuchs ist der Palme gleich, und deine Brste 
den Trauben.
SOL 7:8 (07-9) Ich denke, ich will die Palme besteigen und ihre Zweige 
erfassen, so werden deine Brste den Weintrauben gleichen und der Duft 
deiner Nase den pfeln
SOL 7:9 (07-10) und dein Gaumen dem besten Wein, der meinem Geliebten 
glatt eingeht, ber die Lippen Einschlafender gleitet.
SOL 7:10 (07-11) Ich gehre meinem Geliebten, und sein Verlangen steht 
nach mir!
SOL 7:11 (07-12) Komm, mein Lieber, wir wollen aufs Feld hinausgehen, in 
den Drfern bernachten,
SOL 7:12 (07-13) frh nach den Weinbergen aufbrechen, nachsehen, ob der 
Weinstock ausgeschlagen, ob die Bltezeit begonnen habe, ob die Granaten 
blhen; dort will ich dir meine Liebe schenken!
SOL 7:13 (07-14) Die Liebespfel verbreiten Duft, und ber unsern Tren 
sind allerlei edle Frchte; neue und alte habe ich dir, mein Lieber, 
aufbewahrt!
SOL 8:1 Ach, da du mir wrest wie ein Bruder, der meiner Mutter Brste 
sog! Dann drfte ich dich doch kssen, wenn ich dich drauen trfe, ohne 
da man mich deshalb verachtete.
SOL 8:2 Ich wollte dich fhren, dich bringen zu meiner Mutter Haus; sie 
wrde mich lehren, dich mit Wrzwein zu trnken, mit meinem 
Granatpfelmost.
SOL 8:3 Seine Linke sei unter meinem Haupt, und seine Rechte umfange mich!
SOL 8:4 Ich beschwre euch, ihr Tchter Jerusalems, was wollt ihr die 
Liebe erwecken, und was wollt ihr sie erregen, bevor es ihr selbst gefllt?
SOL 8:5 Wer ist, die da heraufkommt von der Wste, gesttzt auf ihren 
Freund? Unter dem Apfelbaum weckte ich dich auf; dort litt deine Mutter 
Wehen fr dich, dort litt Wehen sie, die dich gebar.
SOL 8:6 Trage mich wie einen Siegelstein auf deinem Herzen, wie einen 
Siegelring an deinem Arm! Denn Liebe ist stark wie der Tod, und Eifersucht 
hart wie das Totenreich; ihre Glut ist Feuerglut, eine Flamme des HERRN.
SOL 8:7 Viele Wasser vermgen die Liebe nicht auszulschen, und Strme 
ertrnken sie nicht. Wenn ein Mensch allen Reichtum seines Hauses um die 
Liebe gbe, so wrde man ihn nur verachten.
SOL 8:8 Wir haben eine kleine Schwester, die noch keine Brste hat. Was 
fangen wir mit unserer Schwester an am Tage, da man um sie freit?
SOL 8:9 Ist sie eine Mauer, so bauen wir einen silbernen Kranz darauf; ist 
sie aber eine Tr, so verschlieen wir sie mit einem Zedernbrett!
SOL 8:10 Ich bin eine Mauer, und meine Brste sind wie Trme; da ward ich 
in seinen Augen wie eine, die Frieden gefunden hat.
SOL 8:11 Salomo hatte einen Weinberg zu Baal-Hamon; er bergab den 
Weinberg den Htern, jeder sollte fr seine Frucht tausend Silberlinge 
bringen.
SOL 8:12 Der Weinberg, der mir anvertraut ward, ist vor mir; die tausend 
dir, o Salomo, und zweihundert den Htern seiner Frucht!
SOL 8:13 Die du in den Grten wohnst, die Gefhrten lauschen deiner 
Stimme; la mich sie hren!
SOL 8:14 Fliehe, mein Lieber, und sei der Gazelle gleich oder dem jungen 
Hirsch auf den Balsambergen!
ISA 1:1 Gesicht Jesajas, des Sohnes des Amoz, das er geschaut hat ber 
Juda und Jerusalem in den Tagen Ussijas, Jotams, Ahas' und Hiskias, der 
Knige von Juda:
ISA 1:2 Hret, ihr Himmel, nimm zu Ohren, o Erde; denn der HERR hat 
gesprochen: Ich habe Kinder grogezogen und erhht, und sie sind von mir 
abgefallen.
ISA 1:3 Ein Ochs kennt seinen Besitzer, ein Esel die Krippe seines Herrn; 
Israel kennt ihn nicht, mein Volk unterscheidet nicht.
ISA 1:4 Wehe dem sndigen Volk, dem schuldbeladenen Geschlecht! Same der 
beltter, Kinder des Verderbens! Sie verlassen den HERRN, lstern den 
Heiligen Israels, weichen zurck.
ISA 1:5 Was soll man euch noch weiter schlagen, da ihr fortfahret, 
abtrnnig zu sein? Das ganze Haupt ist krank, das ganze Herz ist verderbt.
ISA 1:6 Von der Fusohle bis zum Scheitel ist nichts Unversehrtes an ihm, 
sondern klaffende Wunden und Striemen und frische Beulen, die nicht 
ausgedrckt, noch verbunden, noch mit l gelindert sind.
ISA 1:7 Euer Land ist verwstet, eure Stdte sind mit Feuer verbrannt, 
Fremde fressen euer Land vor euren Augen, und es ist verwstet, wie von 
Fremden verheert.
ISA 1:8 Und die Tochter Zion ist briggeblieben wie eine Htte im 
Weinberg, wie ein Wachthuschen im Gurkenfeld, wie eine belagerte Stadt.
ISA 1:9 Htte uns der HERR der Heerscharen nicht einen Rest briggelassen, 
so wren wir bald wie Sodom und gleich wie Gomorra geworden!
ISA 1:10 Hret das Wort des HERRN, ihr Frsten von Sodom! Nimm zu Ohren 
das Gesetz unsres Gottes, du Volk von Gomorra!
ISA 1:11 Was soll mir die Menge eurer Opfer? spricht der HERR. Ich bin 
satt der Brandopfer von Widdern und des Fettes der Mastklber! Blut der 
Farren, Lmmer und Bcke begehre ich nicht!
ISA 1:12 Wenn ihr kommt, um vor meinem Angesicht zu erscheinen, wer 
fordert solches von euren Hnden, da ihr meine Vorhfe zertretet?
ISA 1:13 Bringet nicht mehr vergebliches Speisopfer! Rucherwerk ist mir 
ein Greuel! Neumond und Sabbat, Versammlung halten, Frevel und 
Festgedrnge mag ich nicht!
ISA 1:14 Eure Neumonde und Festzeiten hat meine Seele, sie sind mir zur 
Last geworden; ich kann sie nicht mehr ertragen.
ISA 1:15 Und wenn ihr eure Hnde ausbreitet, verhlle ich meine Augen vor 
euch, und wenn ihr auch noch so viel betet, hre ich doch nicht; denn eure 
Hnde sind voll Blut!
ISA 1:16 Waschet, reiniget euch! Tut das Bse, das ihr getan habt, von 
meinen Augen hinweg, hret auf, belzutun!
ISA 1:17 Lernet Gutes tun, erforschet das Recht, bestrafet den 
Gewaltttigen, schaffet den Waislein Recht, fhret die Sache der Witwe!
ISA 1:18 Kommt doch, wir wollen miteinander rechten, spricht der HERR: 
Wenn eure Snden wie Scharlach sind, sollen sie wei werden wie der 
Schnee; wenn sie rot sind wie Purpur, sollen sie wie Wolle werden.
ISA 1:19 Seid ihr willig und gehorsam, so sollt ihr das Gut des Landes 
essen;
ISA 1:20 weigert ihr euch aber und seid widerspenstig, so sollt ihr vom 
Schwerte gefressen werden! Ja, der Mund des HERRN hat es gesprochen.
ISA 1:21 Wie ist die fromme Stadt zur Dirne geworden? Sie war voll Recht; 
Gerechtigkeit wohnte in ihr, nun aber Mrder!
ISA 1:22 Dein Silber ist zu Schlacken geworden und dein edler Wein mit 
Wasser verflscht.
ISA 1:23 Deine Vorgesetzten sind Widerspenstige und Diebsgesellen; sie 
nehmen alle gern Geschenke und jagen nach Belohnung; der Waise schaffen 
sie nicht Recht, und der Witwen Sache kommt nicht vor sie.
ISA 1:24 Darum spricht der Herrscher, der HERR der Heerscharen, der 
Mchtige Israels, also: Wehe, ich will mir Genugtuung verschaffen von 
meinen Feinden und mich rchen an meinen Widersachern;
ISA 1:25 und ich will meine Hand an dich legen und mit Laugensalz dich von 
deinen Schlacken lutern und all dein Blei wegschaffen;
ISA 1:26 und ich werde deine Richter wieder machen, wie sie ursprnglich 
waren, und deine Ratsherren wie am Anfang; darnach wirst du genannt werden 
die gerechte Stadt, die fromme Stadt.
ISA 1:27 Zion wird durch Recht erlst werden und ihre Wiederkehrenden 
durch Gerechtigkeit;
ISA 1:28 aber der Zusammenbruch der bertreter und Snder kommt zumal, und 
die den HERRN verlassen, kommen um.
ISA 1:29 Denn sie werden zuschanden an den Eichen, an denen ihr Lust 
hattet, und ihr sollt schamrot werden wegen der Grten, die ihr erwhlt 
habt;
ISA 1:30 denn ihr werdet sein wie eine Eiche, deren Laub verwelkt, und wie 
ein Garten, der ohne Wasser ist;
ISA 1:31 und der Starke wird zum Werg und sein Tun zum Funken, und beide 
werden miteinander brennen, da niemand lschen wird.
ISA 2:1 Das Wort, welches Jesaja, der Sohn des Amoz, ber Juda und 
Jerusalem sah:
ISA 2:2 Es wird in sptern Zeiten geschehen, da der Berg des Hauses des 
HERRN festgegrndet an der Spitze der Berge stehen und ber alle Hhen 
erhaben sein wird, und es werden ihm alle Heiden zustrmen;
ISA 2:3 und viele Vlker werden hingehen und sagen: Kommt, lat uns wallen 
zum Berge des HERRN, zum Hause des Gottes Jakobs, da er uns belehre ber 
seine Wege und wir wandeln auf seinen Pfaden! Denn von Zion wird die Lehre 
ausgehen und des HERRN Wort von Jerusalem.
ISA 2:4 Und er wird Schiedsrichter sein zwischen den Nationen und 
zurechtweisen groe Vlker, also da sie ihre Schwerter zu Pflugscharen 
und ihre Spiee zu Rebmessern verschmieden werden; kein Volk wird wider 
das andere ein Schwert erheben, und sie werden den Krieg nicht mehr 
erlernen.
ISA 2:5 Komm, o Haus Jakobs, wir wollen wandeln im Lichte des HERRN!
ISA 2:6 Denn du hast dein Volk, das Haus Jakobs, verstoen; denn sie sind 
voll morgenlndischen Wesens und sind Wolkendeuter wie die Philister und 
haben sich mit den Kindern der Fremden verbndet.
ISA 2:7 Ihr Land ist voll Silber und Gold und ihrer Schtze kein Ende; ihr 
Land ist voll Rosse, und ihrer Wagen ist kein Ende;
ISA 2:8 auch ist ihr Land voll Gtzen, das Werk ihrer Hnde beten sie an 
und das, was ihre Finger gemacht haben.
ISA 2:9 Da beugt sich der Mensch, da demtigt sich der Mann; aber du wirst 
es ihnen nicht vergeben!
ISA 2:10 Gehe hinein in den Fels und verbirg dich im Staube aus Furcht vor 
dem HERRN und vor seiner majesttischen Pracht!
ISA 2:11 Die stolzen Augen der Menschen werden erniedrigt, und der Mnner 
Hochmut wird gebeugt werden; der HERR aber wird allein erhaben sein an 
jenem Tage.
ISA 2:12 Denn es kommt ein Tag vom HERRN der Heerscharen ber alles Stolze 
und Hohe und ber alles Erhabene, da es erniedrigt werde;
ISA 2:13 ber alle hohen und erhabenen Zedern Libanons und ber alle 
Eichen Basans;
ISA 2:14 ber alle hohen Berge und ber alle erhabenen Hhen;
ISA 2:15 ber alle hohen Trme und ber alle festen Mauern;
ISA 2:16 ber alle Tarsisschiffe und ber alle kstlichen Kleinodien;
ISA 2:17 und der menschliche Hochmut wird gebeugt und der Mnnerstolz 
gedemtigt werden, der HERR allein aber wird erhaben sein an jenem Tage.
ISA 2:18 Und die Gtzen werden gnzlich verschwinden.
ISA 2:19 Und man wird sich in Felshhlen und Erdlcher verkriechen aus 
Furcht vor dem HERRN und vor seiner majesttischen Pracht, wenn er sich 
aufmachen wird, die Erde zu schrecken.
ISA 2:20 An jenem Tage wird der Mensch seine silbernen und goldenen 
Gtzen, die er sich gemacht hatte, um sie zu verehren, den Maulwrfen und 
Fledermusen hinwerfen,
ISA 2:21 um hineinzukriechen in die Felsspalten und Steinklfte aus Furcht 
vor dem HERRN und seiner prachtvollen Majestt, wenn er sich aufmachen 
wird, die Erde zu schrecken.
ISA 2:22 So lasset nun ab von dem Menschen, der nur Hauch in seiner Nase 
hat, denn wofr ist er zu achten?
ISA 3:1 Denn siehe, der HERR, der HERR der Heerscharen, wird von Jerusalem 
und Juda wegnehmen Stab und Sttze, jede Sttze an Brot und jede Sttze an 
Wasser,
ISA 3:2 den Helden und den Kriegsmann, den Richter und den Propheten, den 
Wahrsager und den ltesten,
ISA 3:3 den Hauptmann ber fnfzig und den Hochangesehenen, den Ratsherrn 
samt dem geschickten Handwerker und den Zauberkundigen.
ISA 3:4 Und ich werde ihnen Knaben zu Frsten geben, und Buben sollen sie 
beherrschen.
ISA 3:5 Und die Leute werden sich gegenseitig drngen, einer den andern; 
der Junge wird sich empren gegen den Alten und der Verachtete wider den 
Vornehmen.
ISA 3:6 Wenn einer alsdann seinen Bruder im Hause seines Vaters festhalten 
und zu ihm sagen wird: Du hast ein Kleid, sei unser Frst, und diese 
Trmmer seien unter deiner Hand!
ISA 3:7 so wird er schwren und sagen: Ich kann nicht Wundarzt sein, und 
in meinem Hause ist weder Brot noch Kleid: macht mich nicht zum Frsten 
des Volkes!
ISA 3:8 Denn Jerusalem strauchelt und Juda fllt, weil ihre Zungen und 
ihre Taten wider den HERRN gerichtet sind, den Augen seiner Majestt zu 
widerstreben.
ISA 3:9 Der Ausdruck ihres Angesichts zeugt wider sie, und ihre Snden 
knden sie aus wie die Sodomiter und verbergen sie nicht. Wehe ihren 
Seelen, denn sie fgen sich selbst Schaden zu.
ISA 3:10 Saget den Gerechten, da es ihnen wohl gehen wird; denn sie 
werden die Frucht ihrer Taten genieen.
ISA 3:11 Wehe dem Gottlosen! Ihm geht es schlecht; denn er wird den Lohn 
seiner Tat bekommen!
ISA 3:12 Mein Volk wird von Kindern bedrckt, und Weiber beherrschen es. 
Mein Volk, deine Fhrer verfhren dich und haben den Weg verwstet, den du 
wandeln sollst.
ISA 3:13 Der HERR tritt auf, um zu rechten, und steht da, um die Vlker zu 
richten.
ISA 3:14 Der HERR geht ins Gericht mit den ltesten des Volkes und mit 
seinen Frsten: Ihr habt den Weinberg verderbt! Der Raub des Armen ist in 
euren Husern!
ISA 3:15 Warum zertretet ihr mein Volk und unterdrckt die Person der 
Elenden? spricht der Herr, der HERR der Heerscharen.
ISA 3:16 Und der HERR sprach: Weil die Tchter Zions stolz geworden sind 
und mit emporgerecktem Hals einhergehen und herausfordernde Blicke werfen; 
weil sie trippelnd einhergehen und mit ihren Fuspangen klirren,
ISA 3:17 so wird der Herr den Scheitel der Tchter Zions kahl machen, und 
der HERR wird ihre Scham entblen.
ISA 3:18 An jenem Tage wird der Herr die Zierde der Fuspangen, der 
Stirnbnder und Mndchen wegnehmen,
ISA 3:19 die Ohrgehnge, die Armspangen, die Schleier, die Turbane,
ISA 3:20 die Schrittfesseln und die Grtel, die Riechflschchen und die 
Amulette,
ISA 3:21 die Fingerringe und die Nasenringe,
ISA 3:22 die Feierkleider und die Mntel, die berwrfe und die Tschchen;
ISA 3:23 die Spiegel und Hemden, die Hte und die Schleier;
ISA 3:24 und statt des Wohlgeruches gibt es Moder, statt des Grtels einen 
Strick, statt der gekruselten Haare eine Glatze, statt des Prunkgewandes 
einen engen Sack, und ein Brandmal statt der Schnheit.
ISA 3:25 Deine Mnner werden durchs Schwert fallen und deine Helden im 
Krieg.
ISA 3:26 Ihre Tore werden seufzen und trauern, und sie wird ausgeplndert 
auf der Erde sitzen.
ISA 4:1 Alsdann werden sieben Frauen einen Mann ergreifen und sagen: Wir 
wollen unser eigenes Brot essen und uns selbst bekleiden; la uns nur 
deinen Namen tragen, nimm unsre Schmach hinweg!
ISA 4:2 An jenem Tage wird der Spro des HERRN zur Zierde und Ehre dienen 
und die Frucht des Landes zum Ruhm und Preis den Geretteten Israels.
ISA 4:3 Und es wird geschehen: jeder briggebliebene in Zion und jeder 
briggelassene in Jerusalem wird heilig heien, jeder, der unter die 
Lebendigen eingeschrieben ist in Jerusalem.
ISA 4:4 Ja, wenn der Herr den Unflat der Tchter Zions abgewaschen und die 
Blutschulden Jerusalems aus seiner Mitte hinweggetan hat durch den Geist 
des Gerichts und den Geist der Vertilgung,
ISA 4:5 dann wird der HERR ber der ganzen Wohnung des Berges Zion und 
ber ihren Versammlungen bei Tag eine Wolke und Rauch schaffen und den 
Glanz einer Feuerflamme bei Nacht;
ISA 4:6 denn ber der ganzen Herrlichkeit wird eine Decke sein und eine 
Htte zum Schatten tagsber vor der Hitze und zur Zuflucht und zum Schirm 
vor Ungewitter und Regen.
ISA 5:1 Ich will doch singen von meinem Geliebten, ein Lied meines 
Freundes von seinem Weinberg! Mein Geliebter hatte einen Weinberg auf dem 
Auslufer eines lbergs.
ISA 5:2 Den grub er um und suberte ihn von Steinen und bepflanzte ihn mit 
edlen Reben. Mitten darin baute er einen Turm und hieb auch eine Kelter 
darin aus; und er hoffte, da er Trauben brchte; aber er trug Herlinge.
ISA 5:3 Nun, ihr Brger zu Jerusalem und ihr Mnner von Juda, sprecht 
Recht zwischen mir und meinem Weinberg!
ISA 5:4 Was konnte man an meinem Weinberg noch weiter tun, das ich nicht 
getan habe? Warum hat er denn Herlinge getragen? Und ich habe doch Trauben 
von ihm erwartet!
ISA 5:5 Nun will ich euch aber anzeigen, was ich mit meinem Weinberg tun 
will: Ich will die Hecke wegschaffen, da er abgeweidet, und die Mauer 
einreien, da er zertreten werde!
ISA 5:6 Ich will ihm den Garaus machen, da er weder beschnitten noch 
gehackt werden soll, und es sollen Dornen und Disteln darauf wachsen. Ich 
will auch den Wolken verbieten, auf ihn zu regnen.
ISA 5:7 Das Haus Israel nmlich ist der Weinberg des HERRN der 
Heerscharen, und die Mnner von Juda sind seine Lieblingspflanzung. Er 
wartete auf Gerechtigkeit, und siehe da, (Schlechtigkeit; auf Gte und 
Erbarmen, und siehe da), Geschrei der Armen!
ISA 5:8 Wehe euch, die ihr ein Haus ans andere reihet, einen Acker zum 
andern schlaget, bis kein Platz mehr bleibt und ihr allein im Lande wohnet!
ISA 5:9 Vor meinen Ohren spricht der HERR der Heerscharen: Frwahr, viele 
Huser sollen de werden, groe und schne unbewohnt!
ISA 5:10 Denn zehn Juchart Reben werden nur ein Bat geben und ein Chomer 
Samen nur ein Epha erzielen.
ISA 5:11 Wehe denen, die des Morgens schon berauschenden Getrnken 
nachgehen und des Abends lange aufbleiben, da sie der Wein erhitzt.
ISA 5:12 An Harfe und Leier, Pauke, Flte und Wein ergtzen sie sich, aber 
das Tun des HERRN betrachten sie nicht, und das Werk seiner Hnde sehen 
sie nicht!
ISA 5:13 Darum wandert mein Volk unversehens in die Gefangenschaft; seine 
Edlen sterben vor Hunger, und seine Volksmenge verschmachtet vor Durst.
ISA 5:14 Darum verlangt auch das Totenreich groe Opfer und hat seinen 
Rachen ber die Maen weit aufgesperrt, und es fhrt hinunter ihr Adel und 
ihre Menge samt all ihrem Getmmel und wer in ihr frohlockt!
ISA 5:15 Also wird der Mensch gebeugt und der Mann gedemtigt, und die 
Augen der Hochmtigen sollen erniedrigt werden;
ISA 5:16 aber der HERR der Heerscharen wird erhaben werden durch das 
Gericht, und der heilige Gott wird sich als heilig erweisen durch 
Gerechtigkeit.
ISA 5:17 Und es werden Lmmer auf ihrer Trift weiden und Fremde die 
Trmmer der Reichen verzehren.
ISA 5:18 Wehe denen, welche ihre Schuld an Lgenstricken hinter sich 
herschleppen und Snde an Wagenseilen!
ISA 5:19 Die da sagen: Er beschleunige doch und befrdere sein Tun, da 
wir es sehen; es komme doch und trete ein, was der Heilige Israels 
beschlossen hat, da wir es merken!
ISA 5:20 Wehe denen, die Bses gut und Gutes bse nennen; die Finsternis 
fr Licht und Licht fr Finsternis erklren; die Bitteres s und Ses 
bitter nennen!
ISA 5:21 Wehe denen, die in ihren eigenen Augen weise sind und sich selbst 
verstndig dnken!
ISA 5:22 Wehe denen, die Helden sind im Weintrinken und tapfer im 
Einschenken von berauschendem Getrnk;
ISA 5:23 die dem Schuldigen Recht geben um eines Geschenkes willen, aber 
dem Gerechten seine Gerechtigkeit absprechen!
ISA 5:24 Darum, wie die Feuerzunge Stoppeln frit und drres Gras in der 
Flamme zusammensinkt, also wird ihre Wurzel sein wie Moder und ihre Blte 
wie Staub auffliegen; denn sie haben das Gesetz des HERRN der Heerscharen 
verschmht und die Rede des Heiligen Israels verachtet.
ISA 5:25 Darum ist auch der Zorn des HERRN wider sein Volk entbrannt, und 
er hat seine Hand gegen sie gewandt und hat sie geschlagen, da die Berge 
erbebten und ihre Leichname wie Kot auf der Gasse lagen. Bei alledem hat 
sich sein Zorn nicht gewandt, seine Hand ist noch ausgestreckt.
ISA 5:26 Und er wird den Heiden in der Ferne ein Panier aufstecken und sie 
vom Ende der Erde herbeizischen; und siehe, sie werden schnell und eilends 
kommen;
ISA 5:27 unter ihnen ist kein Mder und kein Strauchelnder, keiner 
schlummert und keiner schlft; keinem geht der Gurt seiner Lenden auf, 
keinem zerreit ein Riemen seiner Schuhe.
ISA 5:28 Ihre Pfeile sind geschrft und alle ihre Bogen gespannt. Die Hufe 
ihrer Rosse sind wie Kiesel zu achten und ihre Wagenrder wie ein 
Sturmwind.
ISA 5:29 Sie geben ein Brllen von sich wie Lwen und brllen wie junge 
Lwen; sie knurren und erhaschen den Raub und bergen ihn also, da ihn 
niemand erretten kann.
ISA 5:30 Sie werden an jenem Tage gegen sie brausen wie Meeresbrausen; 
schaut man aber zur Erde, siehe, so ist da dichte Finsternis, auch das 
Licht wird durch ihr Gewlk verdunkelt.
ISA 6:1 Im Todesjahre des Knigs Ussija sah ich den Herrn sitzen auf einem 
hohen und erhabenen Throne, und seine Sume fllten den Tempel.
ISA 6:2 Seraphim standen oben ber ihm, ein jeder von ihnen hatte sechs 
Flgel; mit zweien deckten sie ihre Angesichter, mit zweien deckten sie 
ihre Fe und mit zweien flogen sie.
ISA 6:3 Und einer rief dem andern zu und sprach: Heilig, heilig, heilig 
ist der HERR der Heerscharen; die ganze Erde ist voll seiner Herrlichkeit.
ISA 6:4 Da erbebten die Pfosten der Schwellen von der Stimme ihres Rufens, 
und das Haus ward mit Rauch erfllt.
ISA 6:5 Da sprach ich: Wehe mir, ich vergehe! Denn ich bin ein Mann von 
unreinen Lippen und wohne unter einem Volk, das auch unreine Lippen hat; 
denn meine Augen haben den Knig, den HERRN der Heerscharen, gesehen!
ISA 6:6 Da flog einer der Seraphim zu mir, der hatte eine glhende Kohle 
in seiner Hand, die er mit der Zange vom Altar genommen;
ISA 6:7 und er berhrte meinen Mund und sprach: Siehe, das hat deine 
Lippen berhrt; deine Schuld ist weg und deine Missetat geshnt!
ISA 6:8 Und ich hrte die Stimme des Herrn fragen: Wen soll ich senden, 
und wer wird fr uns gehen? Da sprach ich: Hier bin ich, sende mich!
ISA 6:9 Und er sprach: Gehe und sprich zu diesem Volk: Hret immerfort und 
verstehet nicht, sehet immerzu und erkennet nicht!
ISA 6:10 Verstocke das Herz dieses Volkes, verstopfe ihre Ohren und 
verblende ihre Augen, da sie mit ihren Augen nicht sehen, mit ihren Ohren 
nicht hren, und da ihr Herz nicht zur Einsicht komme und sich bekehre 
und Linderung erfahre.
ISA 6:11 Und ich fragte: Wie lange, Herr? Er antwortete: Bis die Stdte 
wste liegen, weil niemand darin wohnt, und die Huser menschenleer sein 
werden und das Land in eine Wste verwandelt ist.
ISA 6:12 Denn der HERR wird die Menschen entfernen, und gro wird sein die 
Verlassenheit inmitten des Landes.
ISA 6:13 Und bleibt noch ein Zehntel darin, so fllt auch dieser wiederum 
der Vertilgung anheim. Aber wie die Terebinthe und die Eiche beim Fllen 
doch noch ihren Wurzelstock behalten, so bleibt ein heiliger Same als 
Wurzelstock.
ISA 7:1 Und es begab sich zur Zeit Ahas', des Sohnes Jotams, des Sohnes 
Ussias, des Knigs von Juda, da Rezin, der Knig von Syrien, mit Pekach, 
dem Sohne Remaljas, dem Knig von Israel, hinaufzog zum Krieg wider 
Jerusalem; er konnte es aber nicht belagern.
ISA 7:2 Als nun dem Hause Davids angezeigt ward: Der Syrer verlt sich 
auf Ephraim! da bebte sein Herz und das Herz seines Volkes wie die Bume 
im Walde vor dem Wind.
ISA 7:3 Der HERR aber sprach zu Jesaja: Gehe doch hinaus, Ahas entgegen, 
du und dein Sohn Schearjaschub, an das Ende der Wasserleitung des obern 
Teiches, nach der Strae des Walkerfeldes,
ISA 7:4 und sprich zu ihm: Hte dich und sei ruhig, frchte dich nicht, 
und dein Herz verzage nicht vor diesen zwei rauchenden Feuerbrandstummeln, 
der Zornglut Rezins von Syrien und des Sohnes Remaljas!
ISA 7:5 Wegen dessen, was der Syrer Bses wider dich geplant hat, Ephraim 
und der Sohn Remaljas,
ISA 7:6 welche sagen: Wir wollen nach Juda hinaufziehen und es ngstigen 
und es fr uns erobern und den Sohn Tabeels zum Knig unter ihnen 
einsetzen!
ISA 7:7 spricht der HERR also: Es soll nicht zustande kommen und nicht 
geschehen!
ISA 7:8 Denn Damaskus ist die Hauptstadt von Syrien, und Rezin ist das 
Haupt von Damaskus; und binnen fnfundsechzig Jahren wird Ephraim 
zertrmmert und kein Volk mehr sein.
ISA 7:9 Und die Hauptstadt Ephraims ist Samaria, und das Haupt Samarias 
ist der Sohn Remaljas. Glaubet ihr nicht, so bleibet ihr nicht!
ISA 7:10 Weiter redete der HERR zu Ahas und sprach:
ISA 7:11 Fordere ein Zeichen von dem HERRN, deinem Gott, in der Tiefe 
unten oder droben in der Hhe! Da antwortete Ahas:
ISA 7:12 Ich will nichts fordern, damit ich den HERRN nicht versuche.
ISA 7:13 Darauf sprach Jesaja: Hre doch, Haus Davids, ist es euch nicht 
genug, da ihr Menschen ermdet, mt ihr auch meinen Gott ermden?
ISA 7:14 Darum wird euch der Herr selbst ein Zeichen geben: Siehe, die 
Jungfrau hat empfangen und wird Mutter eines Sohnes, den sie Immanuel 
nennen wird.
ISA 7:15 Butter und Honig wird er essen, wenn er das Schlechte zu 
verschmhen und das Gute zu erwhlen wei.
ISA 7:16 Denn ehe der Knabe das Schlechte zu verschmhen und das Gute zu 
erwhlen wei, wird das Land, vor dessen beiden Knigen dir graut, verdet 
sein;
ISA 7:17 der HERR aber wird ber dich, ber dein Volk und ber das Haus 
deines Vaters Tage bringen, wie sie niemals gekommen sind, seitdem Ephraim 
von Juda abgefallen ist, nmlich den Knig von Assur.
ISA 7:18 Denn zu jener Zeit wird der HERR herbeizischen die Fliege, die an 
der Mndung der Strme gyptens ist, und die Biene im Lande Assur;
ISA 7:19 die werden herbeikommen und sich alle niederlassen in den 
Schluchten und Felsspalten und auf allen Dornhecken und Triften.
ISA 7:20 Zu jener Zeit wird der Herr durch das gemietete Schermesser von 
jenseits des [Euphrat] Stromes, nmlich durch den Knig von Assur, das 
Haupt und das Haar an den Fen, ja auch den Bart abrasieren.
ISA 7:21 Wenn zu jener Zeit ein Mann nur eine Kuh und zwei Schafe halten 
kann,
ISA 7:22 so werden sie so viel Milch geben, da er Butter essen wird; denn 
Butter und Honig wird alsdann jeder briggebliebene im Lande essen.
ISA 7:23 Zu jener Zeit wird jeder Ort, wo tausend Weinstcke im Wert von 
tausend Silberlingen standen, zu Hecken und Dornen werden;
ISA 7:24 man wird mit Pfeil und Bogen dahin gehen; denn das ganze Land 
wird zu Hecken und Dornen werden;
ISA 7:25 und keinen der Berge, die man jetzt mit Hacken behackt, wirst du 
mehr betreten aus Furcht vor den Hecken und Dornen; man wird das Rindvieh 
dorthin treiben und sie zertreten lassen.
ISA 8:1 Und der HERR sprach zu mir: Nimm dir eine groe Tafel und schreibe 
darauf mit Menschengriffel: Bald kommt Plnderung, eilends Raub!
ISA 8:2 Und ich verschaffte mir glaubwrdige Zeugen, Uria, den Priester, 
und Sacharia, den Sohn Jeberechias.
ISA 8:3 Und ich nahte mich der Prophetin, die empfing und gebar einen 
Sohn. Da sprach der HERR zu mir: Nenne ihn: Bald kommt Plnderung, 
eilends Raub.
ISA 8:4 Denn ehe der Knabe wird sagen knnen Mein Vater und Meine 
Mutter, wird der Reichtum von Damaskus und die Beute Samariens vor dem 
assyrischen Knig einhergetragen werden.
ISA 8:5 Und der HERR fuhr fort zu mir zu reden und sprach:
ISA 8:6 Weil dieses Volk das stillrinnende Wasser Siloahs verachtet, 
dagegen den Rezin hochachtet und den Sohn Remaljas,
ISA 8:7 siehe, so wird der Herr die starken und groen Wasser des Stromes 
ber sie bringen, den assyrischen Knig mit seiner ganzen Macht. Der wird 
sich ber sein Bett ergieen und ber alle seine Ufer treten;
ISA 8:8 und wird daherfahren ber Juda, es berschwemmen und berfluten 
bis an den Hals; und die Ausdehnung seiner Heeresflgel wird die Breite 
deines Landes fllen, o Immanuel!
ISA 8:9 Seid unruhig, ihr Vlker, und erzittert! Merket auf, ihr alle in 
fernen Landen; rstet euch (und erzittert doch, ja, rstet euch) und 
erzittert!
ISA 8:10 Beschlieet einen Rat, (es wird doch nichts daraus! Verabredet 
etwas), es wird doch nicht ausgefhrt; denn mit uns ist Gott!
ISA 8:11 Denn also hat der HERR zu mir gesprochen, und er fate mich fest 
bei der Hand und warnte mich, da ich nicht wandeln solle den Weg dieses 
Volkes:
ISA 8:12 Nennet nicht alles Verschwrung, was dieses Volk Verschwrung 
nennt, und vor dem, was es frchtet, frchtet euch nicht und erschrecket 
nicht davor!
ISA 8:13 Heiliget aber den HERRN der Heerscharen; der fle euch Furcht 
und Schrecken ein!
ISA 8:14 So wird er zum Heiligtum werden; aber zum Stein des Anstoes und 
zum Fels des Strauchelns den beiden Husern Israels, zum Fallstrick und 
zur Schlinge den Bewohnern Jerusalems,
ISA 8:15 so da viele unter ihnen straucheln und fallen, zerbrochen, 
verstrickt und gefangen werden.
ISA 8:16 [Ich] binde das Zeugnis zusammen, versiegle die Lehre in meinen 
Jngern
ISA 8:17 und warte auf den HERRN, der sein Antlitz vor dem Hause Jakobs 
verborgen hat, und hoffe auf ihn.
ISA 8:18 Siehe, ich und die Kinder, die mir der HERR gegeben hat, wir sind 
Zeichen und Warnungen fr Israel von dem HERRN der Heerscharen, der auf 
dem Berge Zion wohnt.
ISA 8:19 Wenn sie euch aber sagen werden: Befraget die Totenbeschwrer und 
Wahrsager, welche flstern und murmeln, [so antwortet ihnen]: Soll nicht 
ein Volk seinen Gott befragen, oder soll man die Toten fr die Lebendigen 
befragen? Zum Gesetz und zum Zeugnis!
ISA 8:20 wenn sie nicht also sprechen, gibt es fr sie kein Morgenrot.
ISA 8:21 Und sie schleichen gedrckt und hungrig im Finstern umher, und 
wenn sie Hunger leiden, werden sie zornig und schmhen ihren Knig und 
ihren Gott.
ISA 8:22 Wenden sie sich dann nach oben, oder sehen sie auf die Erde, 
siehe, so ist da Not und Finsternis, bengstigendes Dunkel, und in die 
Nacht sieht man sich verstoen.
ISA 9:1 (08-23) Doch bleibt nicht im Dunkel das Land, das bedrngt ist. 
Wie er in der ersten Zeit das Land Sebulon und das Land Naphtali gering 
machte, so wird er in der Folgezeit zu Ehren bringen den Weg am Meere, 
jenseits des Jordan, das Galila der Heiden.
ISA 9:2 (09-1) Das Volk, das in der Finsternis wandelt, sieht ein groes 
Licht, ber den Bewohnern des Landes der Todesschatten geht eine Leuchte 
auf.
ISA 9:3 (09-2) Du machst des Jubels viel, du machst seine Freude gro; sie 
werden sich vor dir freuen, wie man sich in der Ernte freut, wie die 
Sieger jubeln, wenn sie Beute teilen.
ISA 9:4 (09-3) Denn du hast das Joch, das auf ihm lastete, den Stecken, 
der seinen Rcken geschlagen hat, und die Rute seines Treibers zerbrochen 
wie am Tage Midians.
ISA 9:5 (09-4) Denn jeder Stiefel derer, die gestiefelt einhertreten im 
Schlachtgetmmel, und jedes blutbefleckte Kleid wird verbrannt und vom 
Feuer verzehrt.
ISA 9:6 (09-5) Denn uns ist ein Kind geboren, ein Sohn ist uns gegeben; 
und die Herrschaft kommt auf seine Schulter; und man nennt ihn: Wunderbar, 
Rat, starker Gott, Ewigvater, Friedefrst.
ISA 9:7 (09-6) Der Mehrung der Herrschaft und des Friedens wird kein Ende 
sein auf dem Throne Davids und in seinem Knigreich, da er es grnde und 
mit Recht und Gerechtigkeit befestige von nun an bis in Ewigkeit. Der 
Eifer des HERRN der Heerscharen wird solches tun!
ISA 9:8 (09-7) Ein Wort hat der Herr gegen Jakob gesandt, und es soll in 
Israel niederfallen.
ISA 9:9 (09-8) Erfahren soll es das ganze Volk, Ephraim und die zu Samaria 
wohnen; die im Stolz und bermut des Herzens sagen:
ISA 9:10 (09-9) Ziegelsteine sind gefallen, wir aber wollen mit Quadern 
bauen; Maulbeerbume wurden abgehauen, wir aber wollen Zedern dafr setzen!
ISA 9:11 (09-10) Doch der HERR hat die Feinde Rezins ber ihn erhht und 
seine Gegner aufgestachelt;
ISA 9:12 (09-11) die Syrer von vorn und die Philister von hinten fraen 
Israel mit vollem Maul. Bei alledem hat sich sein Zorn nicht gewandt, 
seine Hand bleibt ausgestreckt.
ISA 9:13 (09-12) Denn auch das Volk hat sich nicht zu dem gewandt, der es 
schlgt, und es suchte den HERRN der Heerscharen nicht.
ISA 9:14 (09-13) Da hieb der HERR von Israel ab Kopf und Schwanz, 
Palmzweig und Binse an einem Tage.
ISA 9:15 (09-14) Der lteste und Angesehene ist der Kopf, und der Prophet, 
welcher Lgen lehrt, der Schwanz.
ISA 9:16 (09-15) Die Fhrer dieses Volkes sind seine Verfhrer geworden, 
und die von ihnen Gefhrten sind verloren.
ISA 9:17 (09-16) Darum freut sich auch der Herr nicht ber ihre junge 
Mannschaft und hat kein Erbarmen mit ihren Waisen und Witwen; denn sie 
sind alle Frevler und Bsewichter, und jeder Mund redet Torheit! Bei 
alledem hat sich sein Zorn nicht gewandt, seine Hand bleibt ausgestreckt.
ISA 9:18 (09-17) Denn das gottlose Wesen brannte wie ein Feuer, das Hecken 
und Dornen fra und die dichten Wlder anzndete, da Rauchsulen 
emporwirbelten.
ISA 9:19 (09-18) Durch den Zorn des HERRN ist das Land wie ausgebrannt und 
das Volk wie vom Feuer verzehrt; keiner schont des andern.
ISA 9:20 (09-19) Man verschlingt zur Rechten und bleibt hungrig, man frit 
zur Linken und wird nicht satt; schlielich frit noch jeder das Fleisch 
seines eigenen Arms,
ISA 9:21 (09-20) Manasse den Ephraim und Ephraim den Manasse und diese 
beiden den Juda! Bei alledem hat sich sein Zorn nicht abgewandt; seine 
Hand bleibt ausgestreckt!
ISA 10:1 Wehe den Gesetzgebern, die liederliche Gesetze erlassen, und den 
Schreibern, welche Plackereien schreiben,
ISA 10:2 womit sie die Armen vom Rechtswege verdrngen und die 
Unterdrckten meines Volkes ihres Rechtes berauben; damit die Witwen ihre 
Beute seien und sie die Waisen plndern knnen.
ISA 10:3 Was wollt ihr tun am Tage der Rechenschaft und wenn das Wetter 
hereinbricht, das von ferne kommt? Zu wem wollt ihr fliehen um Hilfe, und 
wo wollt ihr euren Reichtum lassen?
ISA 10:4 Wer sich nicht unter die Fesseln beugt, wird unter den 
Erschlagenen fallen. Bei alledem hat sich sein Zorn nicht gewandt, seine 
Hand bleibt ausgestreckt.
ISA 10:5 Wehe Assur, der Rute meines Zorns, der in seiner Hand den Stecken 
meines Grimms trgt!
ISA 10:6 Gegen ein ruchloses Volk werde ich ihn senden, und wider ein 
Volk, dem ich zrne, will ich ihn aufbieten, um Beute zu machen und Raub 
zu holen und es zu zertreten wie Kot auf der Gasse!
ISA 10:7 Aber er meint es nicht so, und sein Herz denkt nicht also, 
sondern er nimmt sich vor, Vlker umzubringen und zu verderben, und derer 
nicht wenige.
ISA 10:8 Denn er spricht: Sind nicht alle meine Feldherren Knige?
ISA 10:9 Ist nicht Kalno wie Karkemisch, Chamat wie Arpad, Samarien wie 
Damaskus?
ISA 10:10 Wie meine Hand sich der Knigreiche der Gtzen bemchtigt hat, 
deren Bilder doch mchtiger waren als die zu Jerusalem und Samaria,
ISA 10:11 und wie ich Samaria und ihren Gtzen getan habe, sollte ich 
nicht auch Jerusalem und ihren Gttern also tun?
ISA 10:12 Wenn einst der HERR sein ganzes Werk am Berge Zion und an 
Jerusalem vollendet haben wird, so will ich, [spricht der Herr], an der 
Frucht des Hochmuts des assyrischen Knigs und an dem Trotz seiner 
hochfahrenden Augen Vergeltung ben!
ISA 10:13 Denn er sprach: Durch meine eigene Kraft habe ich's vollbracht 
und durch meine Weisheit; denn ich bin klug; ich habe die Grenzen der 
Vlker verrckt und ihre Vorrte geplndert und sie in meiner Macht von 
ihren Sitzen gestrzt.
ISA 10:14 Meine Hand hat nach dem Reichtum der Vlker gegriffen wie nach 
einem Vogelnest, und wie man verlassene Eier wegnimmt, also habe ich alle 
Lnder weggenommen, und keiner war, der die Flgel regte, den Schnabel 
aufsperrte und piepte!
ISA 10:15 Rhmt sich auch die Axt gegen den, der damit haut? Oder brstet 
sich die Sge wider den, der sie fhrt? Als ob der Stock den schwnge, der 
ihn aufhebt, als ob die Rute den erhbe, der kein Holz ist!
ISA 10:16 Darum wird der Herrscher, der HERR der Heerscharen, unter die 
Fetten Assurs die Schwindsucht senden und unter seinen Edlen einen Brand 
anznden wie Feuersglut.
ISA 10:17 Und das Licht Israels wird zum Feuer werden und sein Heiliger 
zur Flamme; die wird jene Dornen und Hecken an einem einzigen Tage 
verbrennen und verzehren
ISA 10:18 und die Herrlichkeit seines Waldes und Feldes mit Stumpf und 
Stiel vertilgen, da es sein wird wie ein Aussterben;
ISA 10:19 die brigen Bume seines Waldes werden zu zhlen sein, so da 
ein Knabe sie aufschreiben kann.
ISA 10:20 An jenem Tage werden die berbliebenen Israels und die 
Geretteten vom Hause Jakobs sich nicht mehr sttzen auf den, der sie 
geschlagen hat, sondern sie werden sich in Wahrheit verlassen auf den 
HERRN, den Heiligen Israels.
ISA 10:21 Der berrest wird sich bekehren, der berrest Jakobs zu dem 
starken Gott.
ISA 10:22 Denn wenn dein Volk, o Israel, wre wie der Sand am Meer, so 
wird doch nur der berrest sich bekehren; denn Vertilgung ist beschlossen, 
berstrmend von Gerechtigkeit.
ISA 10:23 Denn ein Vertilgen, und zwar ein festbeschlossenes, wird der 
Herr, der HERR der Heerscharen, inmitten des ganzen Landes ausfhren.
ISA 10:24 Deshalb spricht der Herr, der HERR der Heerscharen, also: Du 
mein Volk, das zu Zion wohnt, frchte dich nicht vor Assur, das dich mit 
der Rute schlgt und seinen Stecken gegen dich erhebt nach der Weise 
gyptens;
ISA 10:25 denn nur noch eine kleine Weile, so ist der Grimm vorber, und 
mein Zorn kehrt sich zu ihrer Vernichtung;
ISA 10:26 und der HERR der Heerscharen wird eine Geiel ber ihn 
schwingen, wie er Midian schlug am Felsen Oreb; und er wird seinen Stab 
ber das Meer erheben, wie einst gegen gypten.
ISA 10:27 Alsdann wird seine Last von deinen Schultern weichen und sein 
Joch von deinem Hals; ja, das Joch wird vom Fett zersprengt werden.
ISA 10:28 Er kommt ber Ajat, zieht durch Migron, bei Michmas legt er 
seine Gerte nieder;
ISA 10:29 sie ziehen durch den Engpa: Geba sei unser Nachtquartier! Rama 
erzittert, Sauls Gibea flieht.
ISA 10:30 Schreie laut, du Tochter Gallim! Horche auf, Laischa! Antworte 
ihr, Anatot!
ISA 10:31 Madmena irrt herum, die Bewohner Gebims suchen Zuflucht.
ISA 10:32 Noch heute wird er sich in Nob aufstellen; er wird seine Hand 
ausstrecken gegen den Berg der Tochter Zion, die Hhe von Jerusalem!
ISA 10:33 Siehe, da haut der Herrscher, der HERR der Heerscharen, die ste 
mit furchtbarer Gewalt herunter; die Hochgewachsenen werden abgehauen und 
die Erhabenen erniedrigt!
ISA 10:34 Der dichte Wald wird mit dem Eisen niedergemacht, und der 
Libanon fllt durch den Starken.
ISA 11:1 Und es wird ein Spro aus dem Stumpfe Isais hervorgehen und ein 
Scho aus seinen Wurzeln hervorbrechen;
ISA 11:2 auf demselben wird ruhen der Geist des HERRN, der Geist der 
Weisheit und des Verstandes, der Geist des Rats und der Strke, der Geist 
der Erkenntnis und der Furcht des HERRN.
ISA 11:3 Und sein Wohlgefallen wird er haben an der Furcht des HERRN; er 
wird nicht nach dem Augenschein richten, noch nach dem Hrensagen strafen,
ISA 11:4 sondern er wird die Armen mit Gerechtigkeit richten und den 
Elenden im Lande ein unparteiisches Urteil sprechen; er wird die Welt mit 
dem Stabe seines Mundes schlagen und den Gottlosen mit dem Odem seiner 
Lippen tten.
ISA 11:5 Gerechtigkeit wird der Gurt seiner Lenden und Wahrheit der Gurt 
seiner Hften sein.
ISA 11:6 Da wird der Wolf bei dem Lmmlein wohnen, der Leopard bei dem 
Bcklein niederliegen. Das Kalb, der junge Lwe und das Mastvieh werden 
beieinander sein, also da ein kleiner Knabe sie treiben wird.
ISA 11:7 Die Kuh und die Brin werden miteinander weiden und ihre Jungen 
zusammen lagern. Der Lwe wird Stroh fressen wie das Rindvieh.
ISA 11:8 Der Sugling wird spielen am Loch der Otter und der Entwhnte 
seine Hand nach der Hhle des Basilisken ausstrecken.
ISA 11:9 Sie werden nicht schaden und nicht verderben auf dem ganzen Berge 
meines Heiligtums; denn die Erde wird erfllt mit Erkenntnis des HERRN, 
wie die Wasser [den Grund] bedecken.
ISA 11:10 Zu der Zeit wird es geschehen, da die Heiden fragen werden nach 
dem Wurzelspro Isais, der als Panier fr die Vlker dasteht; und seine 
Residenz wird herrlich sein.
ISA 11:11 Zu jener Zeit wird der Herr zum zweitenmal seine Hand 
ausstrecken, um den Rest seines Volkes loszukaufen, der briggeblieben ist 
in Assyrien, gypten, Patros, thiopien, Elam, Sinear, in Chamat und den 
Inseln des Meeres.
ISA 11:12 Und er wird den Nationen ein Panier aufstecken und die Verjagten 
Israels sammeln und die Zerstreuten Judas von den vier Enden der Erde 
zusammenbringen.
ISA 11:13 Die Eifersucht Ephraims wird beseitigt und die Widersacher Judas 
sollen ausgerottet werden; Ephraim wird Juda nicht mehr beneiden, und Juda 
wird Ephraim nicht mehr bedrngen;
ISA 11:14 sondern sie werden, nach dem Meere zu, den Philistern auf die 
Schulter fliegen und gemeinsam die Morgenlnder plndern. Nach Edom und 
Moab greift ihre Hand, und die Kinder Ammon gehorchen ihnen.
ISA 11:15 Auch wird der HERR die Zunge des gyptischen Meeres mit dem Bann 
belegen und seine Hand ber den Strom schwingen in der Glut seines Zorns 
und ihn zu sieben Bchen schlagen, da man mit Schuhen hindurchgehen kann.
ISA 11:16 Und es wird eine Bahn vorhanden sein fr den berrest seines 
Volkes, der in Assur brigbleiben wird, wie die Israeliten eine hatten am 
Tage, als sie aus gypten zogen.
ISA 12:1 Und du wirst an jenem Tage sagen: Ich lobe dich, HERR; denn du 
zrntest mir; dein Zorn hat sich gewendet, und du trstest mich!
ISA 12:2 Siehe, Gott ist mein Heil; ich will vertrauen und lasse mir nicht 
grauen; denn der HERR, der HERR, ist meine Kraft und mein Lied, und er 
ward mir zum Heil!
ISA 12:3 Und ihr werdet mit Freuden Wasser schpfen aus den Brunnen des 
Heils
ISA 12:4 und werdet sagen zu jener Zeit: Danket dem HERRN, ruft seinen 
Namen an, verkndiget unter den Vlkern seine Wunder, erinnert daran, wie 
erhaben sein Name ist!
ISA 12:5 Singet dem HERRN; denn er hat Groes getan; solches werde in 
allen Landen bekannt!
ISA 12:6 Jauchze und rhme, die du zu Zion wohnst; denn gro in deiner 
Mitte ist der Heilige Israels!
ISA 13:1 Weissagung wider Babel, welche Jesaja, der Sohn des Amoz, 
vernommen hat:
ISA 13:2 Errichtet ein Panier auf kahlen Hhen, rufet ihnen laut zu, 
winket mit der Hand, da sie zu den Toren der Frsten einziehen!
ISA 13:3 Ich habe meinen Geheiligten Befehl erteilt, meine Helden berufen 
zum Zorngericht, meine stolz Frohlockenden.
ISA 13:4 Man hrt einen Lrm in den Bergen wie von einem groen Volk! Das 
ist das Kriegsgeschrei der versammelten heidnischen Knigreiche, der HERR 
der Heerscharen mustert das Kriegsheer!
ISA 13:5 Sie kommen aus einem fernen Lande, vom Ende des Himmels, der HERR 
und die Werkzeuge seines Zorns, um das ganze Land zu verderben.
ISA 13:6 Heulet! Denn der Tag des HERRN ist nahe; er kommt wie eine 
Verwstung von dem Allmchtigen!
ISA 13:7 Darob werden alle Hnde schlaff und die Herzen aller Sterblichen 
verzagt.
ISA 13:8 Sie sind bestrzt; Krmpfe und Wehen ergreifen sie, sie winden 
sich wie eine Gebrende; einer starrt den andern an, ihre Angesichter sind 
feuerrot.
ISA 13:9 Siehe, der Tag des HERRN kommt, unbarmherziger, berflieender 
und glhender Zorn, das Land zur Wste zu machen und die Snder daraus zu 
vertilgen.
ISA 13:10 Ja, die Sterne des Himmels und seine Sternbilder werden nicht 
mehr glnzen; die Sonne wird sich bei ihrem Aufgang verfinstern und der 
Mond sein Licht nicht leuchten lassen.
ISA 13:11 Und ich werde heimsuchen an der Welt ihre Bosheit und an den 
Gottlosen ihr Unrecht und will die Prahlerei der bermtigen zum Schweigen 
bringen und den Hochmut der Gefrchteten erniedrigen.
ISA 13:12 Einen Mann will ich seltener machen als Gold und einen Menschen 
teurer als Schtze vom Ophir.
ISA 13:13 Darum will ich den Himmel erschttern, und die Erde soll von 
ihrer Stelle rcken vor dem Zorn des HERRN der Heerscharen und am Tage der 
Glut seines Zorns.
ISA 13:14 Und sie werden wie verscheuchte Gazellen und wie Schafe, die 
niemand sammelt, sich wenden, ein jeder zu seinem Volk, und fliehen, ein 
jeglicher in sein Land.
ISA 13:15 Welchen man aber erwischt, der wird erstochen, und wer ergriffen 
wird, fllt durchs Schwert.
ISA 13:16 Ihre Kinder werden vor ihren Augen zerschmettert, ihre Huser 
geplndert und ihre Weiber geschndet werden.
ISA 13:17 Siehe, ich erwecke die Meder wider sie, die des Silbers nicht 
achten und am Golde kein Gefallen haben.
ISA 13:18 Ihre Bogen werden Jnglinge zu Boden strecken; sie werden sich 
der Neugeborenen nicht erbarmen, und ihr Auge wird die Kinder nicht 
schonen.
ISA 13:19 Also wird Babel, die Zierde der Knigreiche, der Ruhm, der Stolz 
der Chalder, umgekehrt von Gott wie Sodom und Gomorra.
ISA 13:20 Sie wird nicht mehr bewohnt werden ewiglich und nicht mehr zur 
Behausung dienen fr und fr. Kein Araber wird daselbst zelten, und keine 
Hirten werden ihre Herden dort lagern lassen;
ISA 13:21 sondern Steppentiere werden daselbst liegen, und ihre Huser 
werden voll Uhus sein, und Straue werden dort hausen und Gespenster 
herumhuschen.
ISA 13:22 Und es werden Wlfe heulen in ihren verdeten Palsten und 
Schakale in den Lustschlssern. Ihre Zeit ist nahe herbeigekommen, und 
ihre Tage sollen nicht verlngert werden!
ISA 14:1 Denn der HERR wird sich Jakobs erbarmen und Israel wieder 
erwhlen und sie in ihrem Land zur Ruhe bringen; und die Fremdlinge werden 
sich ihnen anschlieen und sich dem Hause Jakobs beigesellen.
ISA 14:2 Und es werden sich Vlker ihrer annehmen und sie an ihren Ort 
bringen; dieselben wird sich das Haus Israel im Lande des HERRN zum 
Erbteil nehmen, so da sie ihm als Knechte und Mgde dienen; also werden 
sie die gefangen nehmen, deren Gefangene sie gewesen sind, und diejenigen 
beherrschen, welche sie einst drngten.
ISA 14:3 Wenn dir nun der HERR Ruhe verschafft hat von deiner Qual und 
Unruhe und von dem harten Dienst, der dir auferlegt war,
ISA 14:4 dann wirst du dieses Spottlied auf den Knig von Babel anstimmen: 
Wie hat nun der Treiber ein Ende genommen, hat aufgehrt die Erpressung!
ISA 14:5 Der HERR hat den Stab der Gottlosen zerbrochen, das Zepter des 
Tyrannen,
ISA 14:6 der die Vlker in seinem bermute schlug mit unaufhrlichen 
Schlgen, der im Grimm Nationen mit schonungsloser Verfolgung niedertrat.
ISA 14:7 Jetzt ruht und ist stille das ganze Land; man bricht in Jubel aus.
ISA 14:8 Selbst die Zypressen und die Zedern Libanons freuen sich 
deinethalben und sagen: Seitdem du darniederliegst, kommt niemand herauf, 
um uns abzuhauen!
ISA 14:9 Das Totenreich drunten gert in Aufregung vor dir in Erwartung 
deines Kommens; es weckt die Schatten auf deinethalben; alle Frsten der 
Erde lt er von ihren Thronen aufstehen, alle Knige der Heiden.
ISA 14:10 Sie alle heben an und sprechen zu dir: Auch du bist schwach 
geworden wie wir, bist uns gleich geworden!
ISA 14:11 Deine Pracht und das Rauschen deiner Harfen ist auch ins 
Totenreich gefahren; Maden werden dein Lager und Wrmer deine Decke sein!
ISA 14:12 Wie bist du vom Himmel herabgefallen, du Morgenstern, wie bist 
du zu Boden geschmettert, der du die Vlker niederstrecktest!
ISA 14:13 Und doch hattest du dir in deinem Herzen vorgenommen: Ich will 
zum Himmel emporsteigen und meinen Thron ber die Sterne Gottes erhhen 
und mich niederlassen auf dem Gtterberg im uersten Norden;
ISA 14:14 ich will ber die in Wolken gehllten Hhen emporsteigen, dem 
Allerhchsten gleich sein!
ISA 14:15 Ja, zum Totenreich fhrst du hinab, in die tiefste Grube!
ISA 14:16 Die dich sehen, werden dich verwundert anschauen, dich 
betrachten und sagen: Ist das der Mann, der die Erde erzittern und die 
Knigreiche erbeben machte;
ISA 14:17 welcher den Erdkreis verwstete und die Stdte niederri; der 
seine Gefangenen nicht nach Hause entlie?
ISA 14:18 Alle Knige der Vlker ruhen mit Ehren, ein jeder in seinem 
Hause;
ISA 14:19 du aber bist hingeworfen fern von deinem Grabmal, wie ein 
verachteter Sprling, bedeckt mit Erschlagenen, vom Schwert Durchbohrten, 
die man in eine Grube warf und mit Steinen bedeckte, wie ein zertretenes 
Aas.
ISA 14:20 Du wirst nicht mit jenen vereinigt werden im Grab, denn dein 
Land hast du verderbt, dein Volk erwrgt; von dem Samen der beltter wird 
man gar nicht mehr sprechen!
ISA 14:21 Richtet eine Schlachtbank her fr seine Shne, um ihrer Vter 
Missetat willen, da sie nicht wieder aufkommen und das Land erobern und 
den Erdkreis voller Stdte machen!
ISA 14:22 Ich will wider sie aufstehen, spricht der HERR der Heerscharen, 
und von Babel ausrotten Namen und Nachkommen, Scho und Spro, spricht der 
HERR.
ISA 14:23 Und ich will es zum Besitztum der Igel und zu Wassersmpfen 
machen und will es wegfegen mit dem Besen des Verderbens, spricht der HERR 
der Heerscharen.
ISA 14:24 Der HERR der Heerscharen hat also geschworen: Frwahr, es soll 
gehen, wie ich es mir vorgenommen, und soll bestehen, wie ich beschlossen 
habe:
ISA 14:25 Assur soll in meinem Lande zusammenbrechen, und ich will ihn auf 
meinen Bergen zertreten; also wird sein Joch von ihnen genommen und seine 
Last von ihren Schultern fallen.
ISA 14:26 Das ist der Ratschlu, beschlossen ber die ganze Welt, und dies 
die Hand, ber alle Vlker ausgestreckt!
ISA 14:27 Denn der HERR der Heerscharen hat es beschlossen, wer will es 
vereiteln? Seine Hand ist ausgestreckt; wer will sie abwenden?
ISA 14:28 Im Todesjahre des Knigs Ahas ist diese Drohung ergangen:
ISA 14:29 Freue dich nicht, du Philisterland, da die Rute zerbrochen ist, 
die dich schlug! Denn aus der Wurzel der Schlange wird eine Natter 
wachsen, und deren Frucht wird ein fliegender Drache sein.
ISA 14:30 Und die Erstgeborenen der Armen werden weiden und die Geringen 
sicher wohnen; aber deine Wurzel will ich durch Hunger tten, und deinen 
berrest wird man umbringen.
ISA 14:31 Heule Pforte! Schreie, Stadt! Verzage, ganz Philisterland! Denn 
von Mitternacht kommt ein Rauch, eine lckenlose Schar!
ISA 14:32 Was wird man den Boten der Heiden antworten? Da der HERR Zion 
gegrndet hat; und daselbst werden die Elenden seines Volkes Zuflucht 
finden.
ISA 15:1 Weissagung wider Moab: ber Nacht wird Ar-Moab verwstet; es ist 
vertilgt! ber Nacht wird Kir-Moab verwstet; es ist vertilgt!
ISA 15:2 Bait und Dibon steigen zu ihren Hhen hinauf, um zu weinen; Moab 
heult auf dem Nebo und zu Medeba; auf allen Huptern sind Glatzen, und 
alle Brte sind abgeschnitten.
ISA 15:3 Auf ihren Gassen sind sie mit dem Sack umgrtet; auf ihren 
Dchern und Pltzen heult alles und geht weinend einher.
ISA 15:4 Hesbon und Eleale schreien, da man ihre Stimme bis gen Jahaz 
hrt. Darob werden Moabs Bewaffnete laut schreien, der Mut wird ihnen 
entsinken.
ISA 15:5 Von Herzen jammere ich um Moab; sie fliehen bis nach Zoar, der 
dreijhrigen Kuh, sie steigen weinend hinauf nach Luchit; auf dem Wege 
nach Horonaim erheben sie ein erschtterndes Geschrei.
ISA 15:6 Denn die Quellen von Nimrim sind verschttet, das Gras ist 
verdorrt, alles Kraut abgefressen, kein grnes Hlmchen ist mehr da!
ISA 15:7 Darum tragen sie den Rest ihrer Habe, was sie noch retten 
konnten, ber den Weidenbach.
ISA 15:8 Denn das Geschrei geht im ganzen Land Moab um; ihr Wehklagen 
reicht bis nach Eglaim, bis zum Brunnen Elim ihr Geheul.
ISA 15:9 Denn die Wasser Dimons sind voll Blut; ja, ich verhnge noch mehr 
ber Dimon: ber die entronnenen Moabiter kommt ein Lwe, auch ber den 
Rest, der noch im Lande ist.
ISA 16:1 Schickt ein Lamm dem Beherrscher des Landes von der Felsenburg 
aus durch die Wste nach dem Berge der Tochter Zion!
ISA 16:2 Und wie ein aus dem Neste verscheuchter, umherirrender Vogel 
sollen die Tchter Moabs an den Furten des Arnon sein.
ISA 16:3 Gib Rat, lege Frbitte ein, mach deinen Schatten gleich der 
dunklen Nacht am hellen Mittag, verbirg die Verjagten, verrate die 
Flchtlinge nicht!
ISA 16:4 La die Flchtlinge Moabs bei dir einkehren, sei ihnen ein Schirm 
vor dem Verderber! Denn dem Bedrcker ist ein Ziel gesetzt, das Zerstren 
wird aufhren, die Gewaltttigen werden von der Erde weggefegt.
ISA 16:5 Und ein Thron wird in Gnaden errichtet; und wird auf ihm sitzen 
in Wahrheit, in der Htte Davids, ein Richter, welcher das Recht erforscht 
und die Gerechtigkeit frdert.
ISA 16:6 Wir haben gehrt von Moabs Hochmut, der sehr gro ist, von seiner 
Hoffart, seinem Stolz und bermut; sein Prahlen entspricht nicht der 
Wahrheit.
ISA 16:7 Darum werden die Moabiter um Moab heulen, alles wird heulen; um 
die Traubenkuchen von Kir-Hareset werdet ihr seufzen: Ach, sie sind dahin!
ISA 16:8 Denn die Felder zu Hesbon sind verwstet, der Weinstock zu Sibma, 
dessen edles Gewchs den Adel der Heiden bezwang; sie reichten bis Jaeser, 
verirrten sich bis in die Wste, breiteten ihre Schosse aus, berschritten 
das Meer.
ISA 16:9 Darum weine ich mit den Weinenden von Jaeser um den Weinstock von 
Sibma, ich benetze dich, Hesbon und Eleale, mit meinen Trnen; denn ber 
deinen Herbst und in deine Weinlese ist ein Jauchzen [der Feinde] gefallen!
ISA 16:10 Freude und Frohlocken sind aus dem Baumgarten verschwunden, und 
in den Weinbergen jubelt und jauchzt man nicht; niemand tritt Wein in den 
Keltern, das Kelterlied habe ich zum Schweigen gebracht.
ISA 16:11 Darum klagt mein Innerstes um Moab, gleich einer Laute, und mein 
Herz um Kir-Heres.
ISA 16:12 Und es wird geschehen, wenn Moab erscheint, wenn es sich auf die 
Hhe bemht und in sein Heiligtum geht, um zu beten, so wird es nichts 
ausrichten!
ISA 16:13 Das ist das Wort, welches der HERR ehemals ber Moab gesprochen 
hat;
ISA 16:14 jetzt aber spricht der HERR: In drei Jahren, wie sie der 
Tagelhner zhlt, wird die groe Menge, deren Moab sich rhmt, gering 
werden, und es bleibt nur ein kleiner Rest brig, ohne alle Macht.
ISA 17:1 Weissagung wider Damaskus: Siehe, Damaskus wird keine Stadt mehr 
sein, sondern eine verfallene Ruine werden.
ISA 17:2 Verlassen sind die Stdte Aroer, den Herden werden sie zuteil, 
die lagern sich daselbst ungestrt.
ISA 17:3 Aus ist's mit der Wehrhaftigkeit Ephraims, und die 
Damascenerherrschaft ist zu Ende; was aber noch brigbleibt von Syrien, 
wird der Herrlichkeit der Kinder Israels gleich sein, spricht der HERR der 
Heerscharen.
ISA 17:4 Zu jener Zeit wird die Herrlichkeit Jakobs gering sein und das 
Fett seines Fleisches hinschwinden.
ISA 17:5 Es wird gehen, wie wenn der Schnitter Halme fat und sein Arm 
hren abmht, ja, wie wenn einer im Tale Rephaim hren liest.
ISA 17:6 Es wird nur eine Nachlese von ihnen brigbleiben, wie beim 
Abschlagen der Oliven: zwei oder drei Beeren im Wipfel des Baumes bleiben 
hngen, hchstens vier oder fnf in den Zweigen des Fruchtbaums, spricht 
der HERR, der Gott Israels.
ISA 17:7 Alsdann wird der Mensch nach seinem Schpfer schauen und seine 
Augen auf den Heiligen Israels richten.
ISA 17:8 Und er wird nicht mehr nach den Altren sehen, welche ein Werk 
seiner Hnde sind, und wird nicht mehr nach dem blicken, was seine Finger 
gemacht haben, nach den Ascheren und Sonnensulen.
ISA 17:9 Zu jener Zeit werden ihre festen Stdte sein wie die verlassenen 
Waldeshhen und Berggipfel, welche man einst vor den Kindern Israel 
verlie; zu Ruinen sollen sie werden!
ISA 17:10 Denn du hast vergessen des Gottes deines Heils und nicht gedacht 
an den Felsen deiner Strke; darum hast du dir liebliche Pflanzungen 
angelegt und sie mit fremden Reben besetzt.
ISA 17:11 Am Tage, da du sie pflanztest, hast du sie eingezunt, und frhe 
wirst du deine Saat sprieen sehen; die Ernte aber wird dahin sein am Tage 
der Krankheit und des unheilbaren Schmerzes.
ISA 17:12 Wehe, ein Toben vieler Vlker, welche toben wie das Meer, und 
ein Rauschen von Vlkern, welche wie mchtige Wasser rauschen!
ISA 17:13 Die Vlker rauschen gleich den groen Wassern; wenn er sie aber 
schilt, so fliehen sie weit davon und werden dahingejagt wie Spreu auf den 
Bergen vor dem Wind und wie wirbelnder Staub vor dem Sturm.
ISA 17:14 Siehe, zur Abendzeit ist Schrecken da; ehe es aber Morgen wird, 
sind sie nicht mehr vorhanden! Das ist das Teil derer, die uns berauben, 
und das Los derer, die uns plndern.
ISA 18:1 Wehe dir, du Land des Flgelgeschwirrs, das jenseits der Strme 
thiopiens liegt, das seine Boten aufs Meer entsendet und in 
Papyrusschiffen ber den Wasserspiegel!
ISA 18:2 Gehet hin, ihr Boten, zu dem hochgewachsenen und glatten Volk, zu 
dem Volk, das weit und breit gefrchtet ist, zu dem gebieterischen und 
zerstrungslustigen Volk, dessen Land Strme durchschneiden!
ISA 18:3 Ihr Weltbewohner alle und die ihr auf Erden wohnt: wenn das 
Panier auf den Bergen aufgeworfen wird, so sehet hin, und wenn man ins 
Horn blst, so merket auf!
ISA 18:4 Denn also hat der HERR zu mir gesprochen: Ich werde ruhig warten 
und von meinem Orte aus zuschauen wie heitere Wrme bei Sonnenschein, wie 
Taugewlk in der Ernteglut.
ISA 18:5 Denn vor der Ernte, wenn die Blte abfllt und die Knospe zur 
reifenden Traube wird, alsdann schneidet er die Ranken mit einem Rebmesser 
ab, ja, er schneidet auch die Schlinge ab und zerknickt sie.
ISA 18:6 Und sie werden also den Vgeln der Berge und den Tieren des 
Feldes berlassen, da die Raubvgel darauf den Sommer verbringen und alle 
Tiere des Feldes darauf berwintern.
ISA 18:7 Alsdann wird dem HERRN der Heerscharen zum Geschenk dargebracht 
werden das hochgewachsene und glatte Volk, und von dem weit und breit 
gefrchteten Volk, dem gebieterischen und zerstrungslustigen, dessen Land 
Strme durchschneiden, an den Ort des Namens des HERRN der Heerscharen, 
zum Berge Zion.
ISA 19:1 Weissagung wider gypten: Siehe, der HERR fhrt auf einer 
schnellen Wolke und kommt nach gypten! Da werden die gyptischen Gtzen 
vor ihm beben, und das Herz wird den gyptern im Leibe vergehen.
ISA 19:2 Und ich will die gypter gegeneinander aufstacheln, da ein 
Bruder gegen den andern, ein Freund gegen den andern, eine Stadt wider die 
andere und ein Knigreich wider das andere streiten wird.
ISA 19:3 Und der Geist wird den gyptern ausgehen in ihrem Innern, und ich 
will ihren Rat zunichte machen; alsdann werden sie die Gtzen, die 
Zauberer, die Totenbeschwrer und die Wahrsager befragen.
ISA 19:4 Und ich will gypten in die Hnde eines strengen Herrn 
berliefern, und ein harter Knig soll ber sie herrschen, spricht der 
Herr, der HERR der Heerscharen.
ISA 19:5 Und der Wasserspiegel des Sees wird sich senken, und der Strom 
wird versiegen und vertrocknen.
ISA 19:6 Und stinkend werden die Strme, seicht und trocken die Flsse 
Untergyptens; Rohr und Schilf verwelken.
ISA 19:7 Die Auen am Nil, an der Mndung des Nils, und alle Saat des 
Niltals wird verdorren und verwehen, da sie nirgends mehr zu finden ist.
ISA 19:8 Die Fischer werden klagen, und trauern werden alle, die die Angel 
in den Nil werfen; und die das Garn auf dem Wasserspiegel ausbreiten, 
werden trostlos sein.
ISA 19:9 Es werden zuschanden die Leinenweber, die Hechlerinnen und die 
Baumwollspinner.
ISA 19:10 Ihre Herren sind niedergedrckt und alle Lohnarbeiter 
bekmmerten Herzens.
ISA 19:11 Nur Toren sind die Frsten von Zoan, die weisen Rte des Pharao; 
ihr Ratschlag hat sich als unvernnftig erwiesen. Wie drft ihr denn zum 
Pharao sagen: Ich bin ein Sohn der Weisen, ein Sohn der uralten Knige?
ISA 19:12 Wo sind denn deine Weisen? Sie sollen dir doch anzeigen und 
kundtun, was der HERR der Heerscharen ber gypten beschlossen hat!
ISA 19:13 Die Frsten von Zoan sind zu Narren geworden, getuscht sind die 
Frsten zu Noph; es haben gypten irregefhrt die Ecksteine seiner Stmme.
ISA 19:14 Der HERR hat einen Schwindelgeist unter sie ausgegossen, also 
da sie gypten in all seinem Tun irrefhren, wie ein Trunkener 
herumtaumelt, wenn es ihm bel wird.
ISA 19:15 Und gypten wird niemand haben, der etwas vollbringen kann, 
weder Haupt noch Schwanz, weder Palmzweig noch Binse.
ISA 19:16 Alsdann werden die gypter wie Weiber sein; sie werden zittern 
und erschrecken vor dem Erheben der Hand des HERRN der Heerscharen, die er 
gegen sie erheben wird.
ISA 19:17 Es wird auch das Land Juda fr die gypter ein Schrecken sein; 
jede Erwhnung desselben wird sie in Furcht versetzen vor dem Ratschlusse 
des HERRN der Heerscharen, den er gegen sie beschlossen hat.
ISA 19:18 Zu jener Zeit werden fnf gyptische Stdte die Sprache Kanaans 
reden und bei dem HERRN der Heerscharen schwren; eine derselben wird 
Irheres heien.
ISA 19:19 Zu derselben Zeit wird fr den HERRN mitten im Lande gypten ein 
Altar, und hart an seiner Grenze fr den HERRN eine Denksule stehen;
ISA 19:20 die wird fr den HERRN der Heerscharen im Lande gypten ein 
Zeichen und ein Zeugnis sein; denn sie werden zum HERRN schreien wegen 
ihrer Bedrcker, und er wird ihnen einen Retter und Streiter senden, der 
sie erlse.
ISA 19:21 Und der HERR wird sich den gyptern zu erkennen geben, und die 
gypter werden den HERRN erkennen; sie werden Schlachtopfer und Speisopfer 
darbringen, sie werden dem HERRN Gelbde tun und sie auch bezahlen.
ISA 19:22 Also wird der HERR gypten schlagen und heilen, und sie werden 
sich zum HERRN wenden, und er wird sich von ihnen erflehen lassen und sie 
heilen.
ISA 19:23 Alsdann wird von gypten eine gebahnte Strae nach Assyrien 
gehen; der Assyrer wird nach gypten und der gypter nach Assyrien kommen, 
und die gypter werden mit den Assyrern dienen.
ISA 19:24 Zu jener Zeit wird sich Israel als drittes zu gypten und Assur 
gesellen und inmitten der Lnder ein Segen sein,
ISA 19:25 wozu der HERR der Heerscharen es setzt, indem er sagen wird: 
Gesegnet bist du, gypten, mein Volk, und du, Assur, meiner Hnde Werk, 
und du, Israel, mein Erbteil!
ISA 20:1 In dem Jahre, als der Tartan nach Asdod kam, da ihn Sargon, der 
assyrische Knig, sandte und er Asdod belagerte und einnahm,
ISA 20:2 zu jener Zeit hatte der HERR durch Jesaja, den Sohn des Amoz, 
also gesprochen: Gehe, lege den Sack ab von deinen Lenden und ziehe die 
Schuhe aus von deinen Fen! Und er tat also, ging unbekleidet und barfu.
ISA 20:3 Da sprach der HERR: Gleichwie mein Knecht Jesaja unbekleidet und 
barfu einhergegangen ist drei Jahre lang, als Zeichen und Warnung fr 
gypten und thiopien,
ISA 20:4 also wird der assyrische Knig die gefangenen gypter und die zur 
Verbannung bestimmten thiopier, Knaben und Greise, unbekleidet und barfu 
wegfhren, zur Schande gyptens.
ISA 20:5 Da werden dann verzagen und zuschanden werden, die sich auf 
thiopien verlieen und sich mit gypten brsteten.
ISA 20:6 Und die Bewohner dieser Kste werden zu jener Zeit sagen: Siehe, 
also steht es mit unserer Zuflucht, zu der wir geflohen sind um Hilfe und 
Rettung vor dem assyrischen Knig! Wie wollen wir nun entrinnen?
ISA 21:1 Weissagung ber die Meereswste: Wie ein Sturm im Mittagslande 
braust es daher aus der Wste, aus dem schrecklichen Land!
ISA 21:2 Mir ist eine inhaltsschwere Offenbarung kundgetan worden: Der 
Ruber raubt, der Zerstrer zerstrt. Brecht auf, ihr Perser, hebt die 
Belagerung an, ihr Meder! Denn alles von ihr verursachte Seufzen will ich 
stillen.
ISA 21:3 Darum sind meine Lenden voll Schmerz; Wehen haben mich ergriffen, 
gleich den Wehen einer Mutter; ich krmme mich vor dem, was ich hren mu, 
bin erschrocken von dem, was ich sehen mu.
ISA 21:4 Mein Herz klopft; Beben hat mich berfallen; die Dmmerung, die 
mir lieb ist, hat er mir in Schrecken verwandelt.
ISA 21:5 Man deckt den Tisch, stellt die Wache aus, it und trinkt: Auf 
ihr Frsten, salbet den Schild!
ISA 21:6 Denn also hat mir der Herr befohlen: Gehe, bestelle den Wchter; 
er soll anzeigen, was er sieht!
ISA 21:7 Da sah er Reiter, Doppelgespanne, Reiter auf Eseln und Reiter auf 
Kamelen; und er beobachtete scharf, mit grter Aufmerksamkeit.
ISA 21:8 Und er schrie wie ein Lwe: Herr, ich stehe tglich immer auf 
meiner Warte und bin alle Nchte auf meinem Posten gestanden!
ISA 21:9 Siehe, da kam ein Reiter, ein Mann mit einem Doppelgespann, der 
hob an und sprach: Gefallen, gefallen ist Babel, und alle ihre 
Gtzenbilder hat er zu Boden geschmettert!
ISA 21:10 O mein zerdroschenes [Volk], mein Tennensohn! Was ich von dem 
HERRN der Heerscharen, dem Gott Israels, gehrt habe, das verkndige ich 
euch!
ISA 21:11 Weissagung ber Duma: Aus Seir ruft man mir zu: Wchter, ist die 
Nacht bald hin? Wchter, ist die Nacht bald hin?
ISA 21:12 Der Wchter spricht: Der Morgen ist angebrochen, und doch ist es 
noch Nacht! Wenn ihr fragen wollt, so fragt; kommt bald wieder!
ISA 21:13 Weissagung ber Arabien: In der Wildnis von Arabien mt ihr 
bernachten, ihr Karawanen der Dedaniter!
ISA 21:14 Bringet dem Durstigen Wasser entgegen, ihr Bewohner des Landes 
Tema! Bietet den Flchtlingen Brot an!
ISA 21:15 Denn vor den Schwertern sind sie geflohen, vor dem gezckten 
Schwerte, vor dem gespannten Bogen und vor dem harten Kriege.
ISA 21:16 Denn also hat der Herr zu mir gesprochen: Noch ein Jahr, wie die 
Jahre eines Tagelhners, so ist alle Herrlichkeit Kedars dahin;
ISA 21:17 und der briggebliebenen tapfern Bogenschtzen Kedars werden 
sehr wenige sein. Der HERR, der Gott Israels, hat es geredet.
ISA 22:1 Weissagung ber das Tal der Gesichte: Was ist dir denn, da du 
insgesamt auf die Dcher steigst,
ISA 22:2 du vom Getmmel erfllte, lrmende Stadt, du jauchzende Burg? 
Deine Erschlagenen sind weder vom Schwert durchbohrt, noch im Kampf 
gefallen!
ISA 22:3 Sondern alle deine Hauptleute sind vor dem Bogen geflohen; dein 
ganzes Aufgebot ist miteinander in Gefangenschaft geraten; schon von ferne 
sind sie geflohen!
ISA 22:4 Deshalb sage ich: Schaut weg von mir, denn ich mu bitterlich 
weinen; gebt euch keine Mhe, mich zu trsten ber den Untergang der 
Tochter meines Volkes!
ISA 22:5 Denn es ist ein Tag des Getmmels, der Zertretung und Verwirrung 
vom Herrn, dem HERRN der Heerscharen, im Tal der Gesichte; die Mauer wird 
bestrmt, und Geschrei hallt gegen den Berg.
ISA 22:6 Elam trgt den Kcher, neben bemannten Wagen kommen Reiter daher, 
Kir entblt den Schild.
ISA 22:7 Deine schnen Tler werden voller Wagen, und die Reiter nehmen 
Stellung ein gegen das Tor.
ISA 22:8 Und er nimmt die Decke Judas weg, also da du an jenem Tage die 
Waffenrstung im Zedernhause betrachten kannst.
ISA 22:9 Und die Risse in der Mauer der Stadt Davids habt ihr schon 
gesehen (denn ihrer sind viele), und die Wasser des untern Teiches habt 
ihr zu sammeln begonnen.
ISA 22:10 Auch habt ihr die Huser Jerusalems schon gezhlt und Huser 
abgebrochen, um die Mauer zu befestigen.
ISA 22:11 Und ihr habt ein Sammelbecken angelegt zwischen den beiden 
Mauern fr die Wasser des alten Teiches; aber ihr habt noch keinen Blick 
auf den gerichtet, der solches schafft, und nicht nach dem gesehen, der es 
lngst vorherbestimmte!
ISA 22:12 Und doch hat der Herr, der HERR der Heerscharen, schon damals 
zum Weinen und Klagen, zum Bescheren des Hauptes und zur Umgrtung des 
Sackes ermahnt;
ISA 22:13 aber siehe, da ist eitel Jubel und Vergngen, Ochsen schlachten 
und Schafe schchten, Fleisch essen und Wein trinken: Lasset uns essen 
und trinken, denn morgen sind wir tot!
ISA 22:14 Doch der HERR der Heerscharen hat mir ins Ohr gesagt: Wahrlich, 
diese Missetat soll euch nicht vergeben werden, bis ihr sterbet, spricht 
der Herr, der HERR der Heerscharen.
ISA 22:15 Also hat der Herr, der HERR der Heerscharen, gesprochen: Gehe 
hinein zu diesem Verwalter, zu Sebna, der ber den Palast gesetzt ist [und 
sprich zu ihm]:
ISA 22:16 Was hast du hier, und wen hast du hier, da du dir hier ein Grab 
aushauen lieest? Der lt sich hoch oben sein Grab aushauen, meielt sich 
eine Wohnung in den Felsen hinein!
ISA 22:17 Siehe, der HERR wird dich weit wegschleudern, wie ein Starker 
schleudert, und wird dich fest anpacken.
ISA 22:18 Er wickelt dich fest wie einen Turban und schleudert dich wie 
einen Ball in ein weites und breites Land! Daselbst wirst du sterben, und 
dorthin kommen deine prchtigen Wagen.
ISA 22:19 Ich will dich aus deinem Amte herunterstoen, und man wird dich 
von deinem Standort herabstrzen.
ISA 22:20 An jenem Tage werde ich meinen Knecht Eljakim, den Sohn 
Hilkijas, berufen
ISA 22:21 und ihn mit deinem Rock bekleiden und mit deinem Grtel umgrten 
und deine Gewalt in seine Hand legen. Er wird ein Vater sein den Brgern 
zu Jerusalem und dem Hause Juda.
ISA 22:22 Ich will ihm auch den Schlssel des Hauses Davids auf die 
Schultern legen, da wenn er auftut, niemand zuschliee, und wenn er 
zuschliet, niemand auftue.
ISA 22:23 Und ich will ihn als Nagel einschlagen an einem zuverlssigen 
Ort, und er soll ein Ehrenthron fr das Haus seines Vaters werden,
ISA 22:24 so da die ganze Herrlichkeit seines Vaterhauses sich an ihn 
hngen wird, die Sprlinge und die Abkmmlinge, alle kleinen Gerte, 
sowohl die Becken als auch die Schluche.
ISA 22:25 Zu jener Zeit, spricht der HERR der Heerscharen, wird der Nagel, 
der an dem zuverlssigen Orte eingeschlagen war, nachgeben; ja, er wird 
abgehauen werden und fallen, und die Last, welche daran hngt, wird 
zugrunde gehen; denn der HERR hat es gesagt.
ISA 23:1 Weissagung wider Tyrus: Heulet, ihr Tarsisschiffe! Denn sie ist 
zerstrt, ohne Huser und ohne Einfahrt. Aus dem Lande Chittim 
[zurckgekehrt] ist es ihnen kundgeworden.
ISA 23:2 Schweigt, ihr Bewohner der Kste! Die zidonischen Kaufleute, die 
das Meer befahren, haben dich erfllt,
ISA 23:3 und auf dem groen Wasser ward die Saat des Sihor, die Ernte des 
Niltales, ihr zugefhrt, und sie war der Markt der Nationen.
ISA 23:4 Schme dich, Zidon; denn das Meer, die Meeresfeste spricht: Ich 
habe keine Wehen gehabt, noch geboren, noch Jnglinge grogezogen, noch 
Jungfrauen ausgebildet!
ISA 23:5 Wie ob der Kunde von gypten, so werden sie sich winden ob der 
Kunde von Tyrus.
ISA 23:6 Fahret hinber nach Tarsis, heulet, ihr Bewohner der Kste!
ISA 23:7 Ist es so ergangen eurer freudenreichen Stadt, deren Ursprung in 
altersgrauer Vorzeit liegt, deren Fe sie in ferne Lnder trugen, sich 
daselbst anzusiedeln?
ISA 23:8 Wer hat solches ber Tyrus beschlossen, die Kronenspenderin, 
deren Kaufleute Frsten und deren Hndler die Vornehmsten der Welt waren?
ISA 23:9 Der HERR der Heerscharen hat es beschlossen, um den Stolz wegen 
all ihrer Pracht tdlich zu verwunden und alle Vornehmen der Welt zu 
erniedrigen.
ISA 23:10 Fahre hinber in dein Land, du Tochter Tarsis! Es ist kein 
einziger Grtel mehr zu haben!
ISA 23:11 Er hat seine Hand ber das Meer ausgestreckt, er hat Knigreiche 
erschttert; der HERR hat ber Kanaan Befehl gegeben, da seine Festungen 
zerstrt werden sollen.
ISA 23:12 Und er hat gesagt: Du sollst dich hinfort nicht mehr freuen, du 
vergewaltigte Jungfrau, Tochter Zidon! Fliehe zu den Chittern hinber! 
Auch dort wird man dir keine Ruhe lassen!
ISA 23:13 Siehe, das Land der Chalder, dieses Volk, das nicht war (Assur 
hat es fr die Wstenbewohner gegrndet), sie haben ihre Belagerungstrme 
errichtet, die Palste zerstrt, sie zu Trmmerhaufen gemacht.
ISA 23:14 Heulet, ihr Tarsisschiffe, denn eure Feste ist zerstrt!
ISA 23:15 An jenem Tage wird Tyrus fr siebzig Jahre in Vergessenheit 
geraten, solange ein Knig regieren mag. Nach siebzig Jahren aber wird es 
Tyrus ergehen, wie es im Liede von der Dirne heit:
ISA 23:16 Nimm die Harfe, ziehe in der Stadt herum, du vergessene Dirne! 
Spiele gut, singe viel, da man deiner wieder gedenke!
ISA 23:17 Also wird es nach Verlauf der siebzig Jahre gehen; der HERR wird 
Tyrus heimsuchen, und sie wird wieder zu ihrem Verdienste kommen und wird 
buhlen mit allen Knigreichen der Welt auf dem ganzen Erdboden.
ISA 23:18 Aber ihr Erwerb und Verdienst wird dem HERRN geweiht werden; er 
wird nicht angesammelt noch aufgespeichert werden, sondern ihr Erwerb wird 
denen, so vor dem Angesichte des HERRN wohnen, zur Nahrung und zur 
Sttigung und zu stattlicher Bekleidung dienen.
ISA 24:1 Siehe, der HERR wird die Erde entvlkern und verwsten, er wird 
ihr Angesicht entstellen und ihre Bewohner zerstreuen.
ISA 24:2 Alsdann wird der Priester wie das Volk, der Herr wie sein Knecht, 
die Frau wie ihre Magd, der Verkufer wie der Kufer, der Leiher wie der 
Entlehner, der Glubiger wie der Schuldner sein.
ISA 24:3 Die Erde wird gnzlich entvlkert und ausgeplndert werden; ja, 
der HERR hat dieses Wort gesprochen!
ISA 24:4 Es trauert und welkt die Erde; der Erdboden verschmachtet und 
verwelkt; es verschmachten die Hhen der Erde.
ISA 24:5 Denn die Erde ist unter ihren Bewohnern entweiht worden; sie 
haben die Gesetze bertreten, die Satzung abgendert, den ewigen Bund 
gebrochen!
ISA 24:6 Darum hat der Fluch die Erde gefressen, und die darinnen wohnten, 
muten es ben; darum sind die Bewohner der Erde von der Glut verzehrt 
und nur wenig Menschen briggeblieben.
ISA 24:7 Der Most steht traurig, der Weinstock verschmachtet, es seufzen 
alle, die sich von Herzen gefreut hatten.
ISA 24:8 Das Jubeln der Paukenschlger ist vorbei; das Geschrei der 
Frhlichen ist verstummt, und die Freude der Harfenspieler hat ein Ende.
ISA 24:9 Man singt nicht mehr beim Weintrinken; wer noch starkes Getrnk 
zu sich nimmt, den dnkt es bitter.
ISA 24:10 Die leere Stadt ist zerstrt, alle Huser sind unzugnglich.
ISA 24:11 Man klagt um den Wein auf den Gassen; alle Freude ist 
untergegangen, alle Wonne der Erde dahin.
ISA 24:12 Nur Verwstung bleibt in der Stadt zurck, und die Tore werden 
in Trmmer geschlagen.
ISA 24:13 Ja, es wird auf der Erde und unter den Vlkern also gehen, wie 
wenn man Oliven abklopft, oder wie bei der Nachlese, wenn der Herbst 
beendigt ist.
ISA 24:14 Jene aber werden ihre Stimme erheben und frohlocken, ob der 
Majestt des HERRN wird man auf dem Meere jubeln.
ISA 24:15 Darum lobet den HERRN im Lande des Aufgangs, auf den Inseln des 
Meeres den Namen des HERRN, des Gottes Israels!
ISA 24:16 Wir haben vom Ende der Erde Lobgesnge vernommen zu Ehren dem 
Gerechten. Ich aber sprach: Schwindsucht habe ich! Wehe mir, Ruber 
rauben, ja, ruberisch rauben die Ruber!
ISA 24:17 Grauen, Grube und Garn kommen ber dich, Bewohner der Erde!
ISA 24:18 Und es wird geschehen, wer vor der grauenerregenden Stimme 
flieht, der wird in die Grube fallen, wer aber aus der Grube heraufsteigt, 
wird im Garn gefangen werden; denn die Schleusen der Hhe werden sich 
ffnen und die Grundfesten der Erde erbeben.
ISA 24:19 Die Erde wird laut krachen, die Erde wird reien und bersten, 
die Erde wird bedenklich wanken.
ISA 24:20 Die Erde wird schwanken wie ein Betrunkener und schaukeln wie 
eine Hngematte; ihre Missetat liegt schwer auf ihr; sie fllt und steht 
nicht wieder auf!
ISA 24:21 An dem Tage wird der HERR bestrafen das Heer der Hhe in der 
Hhe und die Knige der Erde auf Erden;
ISA 24:22 die werden gesammelt und wie Gefangene zusammen in die Grube 
gesteckt und im Kerker verschlossen und mit vielen Jahren bestraft werden;
ISA 24:23 und der Mond wird errten und die Sonne schamrot werden; denn 
der HERR der Heerscharen wird alsdann auf dem Berge Zion regieren und vor 
seinen ltesten zu Jerusalem, in Herrlichkeit.
ISA 25:1 O HERR, du bist mein Gott; dich will ich erheben! Ich lobe deinen 
Namen; denn du hast Wunder getan; die Ratschlsse von alters her sind wahr 
und bestndig!
ISA 25:2 Denn du hast die Stadt zum Steinhaufen gemacht, die feste Burg 
zum Trmmerhaufen, den Palast der Fremden zu einer gewesenen Stadt; 
ewiglich werden sie nicht mehr aufgebaut werden.
ISA 25:3 Darum ehrt dich auch ein mchtiges Volk, die Stdte gewaltttiger 
Nationen frchten dich;
ISA 25:4 denn du bist dem Schwachen eine Feste geworden, eine Zuflucht dem 
Armen in seiner Not, ein Schirm vor dem Platzregen, ein Schatten vor der 
Hitze, als der Zornhauch der Tyrannen war wie ein Unwetter gegen eine Wand.
ISA 25:5 Wie Sonnenbrand in trockenem Land, so dmpfst du der Fremden 
Toben, wie Sonnenbrand durch der Wolke Schatten, so legt sich der Jubel 
der Tyrannen.
ISA 25:6 Und es wird der HERR der Heerscharen auf diesem Berge allen 
Vlkern ein Mahl bereiten, ein fettes Mahl, ein Mahl von alten Weinen, von 
fetten, markigen Speisen, von alten geluterten Weinen.
ISA 25:7 Auch wird er auf diesem Berge die Schleierhlle wegnehmen, die 
alle Vlker verhllt, und die Decke, womit alle Nationen bedeckt sind.
ISA 25:8 Er wird den Tod auf ewig verschlingen. Gott der HERR wird die 
Trnen von allen Angesichtern abwischen und die Schmach seines Volkes von 
der ganzen Erde hinwegnehmen! Ja, der HERR hat es verheien.
ISA 25:9 Zu jener Zeit wird man sagen: Seht, das ist unser Gott, auf den 
wir gehofft haben, da er uns Heil verschaffe; das ist der HERR, auf den 
wir warteten; nun lasset uns frohlocken und frhlich sein in seinem Heil!
ISA 25:10 Denn die Hand des HERRN ruht auf diesem Berge; Moab aber wird 
unter ihm zertreten werden, wie Stroh in der Mistlache zertreten wird.
ISA 25:11 Und sollte es auch seine Hnde ausbreiten, wie ein Schwimmer sie 
ausbreitet, um zu schwimmen, so wird er seinen Hochmut erniedrigen trotz 
der Kunstgriffe seiner Hnde.
ISA 25:12 Deine festen, hohen Mauern wird er erniedrigen, beugen und zu 
Boden werfen bis in den Staub.
ISA 26:1 Zu jener Zeit wird man dieses Lied im Lande Juda singen: Wir 
haben eine feste Stadt; Heil setzt er zu Mauern und zur Schutzwehr.
ISA 26:2 Tut die Tore auf, da hineingehe ein gerechtes Volk, welches 
Treue bewahrt!
ISA 26:3 Einem festen Herzen bewahrst du den Frieden, den Frieden, weil es 
auf dich vertraut.
ISA 26:4 Vertrauet auf den HERRN immerdar; ja, auf Gott, den HERRN, den 
Fels der Ewigkeiten!
ISA 26:5 Denn er hat erniedrigt die Bewohner der Hhe und wirft nieder die 
hochragende Stadt; er wirft sie zu Boden, strzt sie in den Staub,
ISA 26:6 da sie mit Fen zertreten wird, mit den Fen der Elenden, mit 
den Tritten der Schwachen.
ISA 26:7 Der Pfad des Gerechten ist richtig; geradeaus bahnst du die Bahn 
des Gerechten.
ISA 26:8 Sogar auf dem Wege deiner Gerichte, HERR, harrten wir dein; auf 
deinen Namen und dein Gedchtnis war das Verlangen der Seele gerichtet.
ISA 26:9 Meine Seele begehrte deiner in der Nacht, und mein Geist in mir 
sehnte sich nach dir; denn sobald deine Gerichte die Erde treffen, lernen 
die Bewohner des Erdkreises Gerechtigkeit.
ISA 26:10 Wird der Gottlose begnadigt, so lernt er doch nicht 
Gerechtigkeit; in einem Lande, wo beste Ordnung herrscht, handelt er 
verkehrt und sieht nicht die Majestt des HERRN.
ISA 26:11 HERR, deine Hand ist erhoben; sie sehen es nicht! Sie werden es 
aber sehen und sich schmen mssen. Der Eifer fr das Volk, das 
Zornesfeuer wird deine Feinde verzehren.
ISA 26:12 Uns aber, HERR, wirst du Frieden schaffen; denn auch alle unsre 
Werke hast du fr uns vollbracht.
ISA 26:13 O HERR, unser Gott, andere Herren als du herrschten ber uns; 
aber fortan gedenken wir allein deiner, deines Namens!
ISA 26:14 Sie, die nun tot sind, werden nicht wieder lebendig; Schatten 
stehen nicht wieder auf; darum hast du sie gerichtet und ausgerottet und 
jede Erinnerung an sie vernichtet.
ISA 26:15 Du hast, o HERR, zum Volk hinzugetan, du hast das Volk vermehrt; 
du hast dich herrlich erwiesen, du hast erweitert alle Grenzen des Landes.
ISA 26:16 HERR, in der Trbsal suchten sie dich, sie ergossen sich in 
leisem Flehen, als deine Zchtigung sie traf.
ISA 26:17 Wie ein Weib, das schwanger und dem Gebren nahe ist, sich 
windet und vor Schmerzen schreit, so waren auch wir, HERR, vor deinem 
Angesicht:
ISA 26:18 Wir waren schwanger, wanden uns in Schmerzen und gebaren 
gleichsam Wind; wir konnten dem Lande nicht Heil verschaffen, und es 
wurden keine Erdenbrger geboren.
ISA 26:19 Aber deine Toten werden leben, und mein Leichnam wird 
auferstehen! Wachet auf und jubelt, ihr Bewohner des Staubes! Denn dein 
Tau ist ein Morgentau, und die Erde wird die Toten wiedergeben.
ISA 26:20 So gehe nun, mein Volk, in deine Kammern und schliee die Tr 
hinter dir zu und verbirg dich einen kleinen Augenblick, bis der Zorn 
vorbergegangen ist!
ISA 26:21 Denn siehe, der HERR wird von seinem Orte ausgehen, die Bosheit 
der Erdenbewohner an ihnen heimzusuchen; und die Erde wird das auf ihr 
vergossene Blut offenbaren und die auf ihr Erschlagenen nicht lnger 
verbergen.
ISA 27:1 An jenem Tage wird der HERR mit seinem harten, groen und starken 
Schwerte heimsuchen den Leviatan, die flchtige Schlange, und den 
Leviatan, die gewundene Schlange, und wird das Krokodil am Meere tten.
ISA 27:2 An jenem Tage singet vom edelsten Weinberg:
ISA 27:3 Ich, der HERR, hte ihn und bewssere ihn zu jeder Zeit; ich 
bewache ihn Tag und Nacht, da sich niemand an ihm vergreife.
ISA 27:4 Zorn habe ich keinen. Wenn ich aber Dorngestrpp fnde, so wrde 
ich im Kampfe darauf losgehen und es allzumal verbrennen;
ISA 27:5 es sei denn, da man bei mir Schutz suchte, da man Frieden mit 
mir machte, ja, Frieden mit mir machte.
ISA 27:6 In zuknftigen Zeiten wird Jakob Wurzel schlagen, Israel wird 
blhen und grnen, und sie werden mit ihrer Frucht die ganze Erde erfllen.
ISA 27:7 Hat Er es auch geschlagen, wie er die schlug, welche ihm Schlge 
versetzten? Oder wurde es hingemordet, wie seine Mrder ermordet worden 
sind?
ISA 27:8 Mit Maen, durch Verbannung, straftest du es; er hat es durch 
seinen heftigen Sturm gerichtet, am Tage des Ostwinds.
ISA 27:9 Darum wird Jakobs Schuld dadurch geshnt, und das wird die volle 
Frucht der Hinwegnahme seiner Snde sein, da er alle Altarsteine gleich 
zerschlagenen Kalksteinen macht und keine Ascheren und Sonnensulen mehr 
aufrichtet.
ISA 27:10 Denn die feste Stadt ist einsam geworden, eine verworfene und 
verlassene Wohnung, wie die Wste. Klber weiden und lagern sich daselbst 
und fressen ihre Bsche ab.
ISA 27:11 Wenn deren Zweige verdorren, werden sie abgebrochen. Weiber 
kommen und znden sie an. Denn es ist ein unverstndiges Volk; darum 
erbarmt sich sein Schpfer seiner nicht, und der es gebildet hat, wird es 
nicht begnadigen.
ISA 27:12 Und es wird geschehen an jenem Tage, da der HERR ein Dreschen 
anstellen wird von den Fluten des [Euphrat] Flusses an bis zum Bache 
gyptens, und ihr sollt gesammelt werden, ihr Kinder Israel, eins ums 
andere.
ISA 27:13 Und es wird an jenem Tage die groe Posaune geblasen werden; da 
werden heimkommen die Verlorenen aus dem Lande Assur und die Verstoenen 
aus dem Lande gypten; und sie werden den HERRN anbeten auf dem heiligen 
Berge zu Jerusalem!
ISA 28:1 Wehe der stolzen Krone der Trunkenbolde Ephraims, der welken 
Blume seines herrlichen Schmucks oben ber dem fetten Tal der vom Wein 
berwltigten!
ISA 28:2 Siehe, ein Starker und Gewaltiger vom Herrn [kommt] wie ein 
Hagelwetter, wie ein verderblicher Sturm, wie ein Wolkenbruch mit 
mchtiger Wasserflut; er wirft sie zu Boden mit Macht.
ISA 28:3 Mit Fen wird zertreten die stolze Krone der Trunkenbolde 
Ephraims.
ISA 28:4 Der welken Blume seines herrlichen Schmucks oben ber einem 
fetten Tale wird es ergehen wie einer Frhfeige vor der Ernte, die, wer 
sie sieht, alsbald verschlingt, wenn er sie kaum in die Hand genommen hat.
ISA 28:5 Zu jener Zeit wird der HERR der Heerscharen eine zierliche Krone 
und ein herrlicher Kranz sein dem berrest seines Volkes,
ISA 28:6 denen, welche zu Gerichte sitzen, ein Geist des Rechts, und 
denen, welche den Angriff vom Tore abschlagen, eine Strke.
ISA 28:7 Aber auch diese taumeln vom Wein und schwanken von starkem 
Getrnk; Priester und Prophet sind von starkem Getrnk berauscht, vom Wein 
benebelt, verleitet durch berauschende Getrnke; sie sehen nicht mehr 
klar, urteilen unsicher.
ISA 28:8 Ja, alle Tische sind besudelt mit unfltigem Gespei, so da kein 
Platz mehr ist.
ISA 28:9 Wem soll man Erkenntnis beibringen, wem die Botschaft erlutern? 
Denen, die von der Milch entwhnt, von den Brsten abgesetzt sind?
ISA 28:10 Weil sie sagen: Vorschrift auf Vorschrift, Vorschrift auf 
Vorschrift; Satzung auf Satzung, Satzung auf Satzung, hier ein wenig, da 
ein wenig,
ISA 28:11 so wird auch er zu diesem Volk mit stammelnden Lippen und in 
fremder Sprache reden,
ISA 28:12 er, der zu ihnen gesagt hatte: Das ist die Ruhe! Erquicket den 
Mden! Und das ist die Erholung, aber sie haben es nicht hren wollen.
ISA 28:13 Und so soll auch ihnen das Wort des HERRN werden: Vorschrift 
auf Vorschrift, Vorschrift auf Vorschrift; Satzung auf Satzung, Satzung 
auf Satzung, hier ein wenig, da ein wenig, damit sie hingehen, rcklings 
fallen, zerbrochen, verstrickt und gefangen werden.
ISA 28:14 Darum hret das Wort des HERRN, ihr Sptter, die ihr ber dieses 
Volk herrscht, das zu Jerusalem ist.
ISA 28:15 Weil ihr sprecht: Wir haben mit dem Tode einen Bund und mit dem 
Totenreich einen Vertrag gemacht; wenn eine berschwemmende Flut 
daherkommt, wird sie nicht zu uns gelangen; denn wir haben Lge zu unserer 
Zuflucht gemacht und in Betrug uns geborgen;
ISA 28:16 darum spricht Gott, der HERR, also: Siehe, ich lege in Zion 
einen Stein, einen bewhrten Stein, einen kstlichen Eckstein, der 
wohlgegrndet ist; wer traut, der flieht nicht!
ISA 28:17 Und ich will das Recht zur Richtschnur und die Gerechtigkeit zur 
Waage machen; der Hagel wird eure Lgenzuflucht wegreien, und die Wasser 
sollen euren Bergungsort wegschwemmen;
ISA 28:18 da euer Bund mit dem Tode abgetan werde und euer Vertrag mit 
dem Totenreich nicht bestehe. Wenn die berschwemmende Flut daherfhrt, so 
wird sie ber euch weggehen,
ISA 28:19 so oft sie einherfhrt, wird sie euch packen; ja, sie wird alle 
Morgen daherkommen, bei Tag und bei Nacht; und es wird eitel Schrecken 
sein, ihre Kunde zu vernehmen!
ISA 28:20 Denn das Bett wird so eng sein, da man sich nicht darauf 
ausstrecken kann, und die Decke so schmal, da man sich nicht darein 
wickeln kann.
ISA 28:21 Denn der HERR wird aufstehen wie auf dem Berge Perazim und wird 
zrnen wie im Tal zu Gibeon, um sein Geschft, ja sein fremdartiges 
Geschft zu verrichten, und sein Werk, ja sein unerhrtes Werk zu 
vollbringen.
ISA 28:22 Und nun treibt keinen Spott, da eure Bande nicht fester werden; 
denn ich habe von dem Herrn, dem HERRN der Heerscharen, gehrt, da 
Vertilgung und Strafgericht ber das ganze Land beschlossen sei.
ISA 28:23 Vernehmt und hret meine Stimme! Merket auf und hret meine Rede!
ISA 28:24 Pflgt der Ackersmann allezeit zur Saat? Furcht und eggt er 
seinen Acker immerdar?
ISA 28:25 Ist's nicht also: Wenn er ihn geebnet hat, so streut er Dill aus 
und st Kmmel, wirft Weizen in Reihen und Gerste auf das abgesteckte Feld 
und Spelt an seinen Rand?
ISA 28:26 Und diese Ordnung lehrte ihn sein Gott, er zeigte ihm,
ISA 28:27 da man den Dill nicht mit dem Dreschwagen drischt und das 
Wagenrad nicht ber den Kmmel fhrt; sondern Dill wird mit einem Stabe 
ausgeklopft und Kmmel mit einer Rute.
ISA 28:28 Getreide wird ausgetreten; doch nicht immerdar drischt man es 
aus, indem man das Wagenrad und seine Pferde darber jagt; man zermalmt es 
nicht.
ISA 28:29 Auch vom HERRN der Heerscharen geht dergleichen aus; sein Rat 
ist wunderbar, groartig die Ausfhrung!
ISA 29:1 Wehe dir, Ariel, Ariel, du Stadt, wo David lagerte! Zhlet noch 
ein Jahr zu diesem hinzu, die Feste mgen ihren Kreislauf vollenden:
ISA 29:2 alsdann will ich den Ariel bedrngen, da Traurigkeit und Klage 
entstehen und er mir zum richtigen Gottesaltar wird.
ISA 29:3 Denn ich will dich ringsum belagern und dich mit Schildwachen 
einschlieen und Bollwerke wider dich aufrichten.
ISA 29:4 Alsdann wirst du auf der Erde liegend reden und in den Staub 
gebeugt eine bescheidene Sprache fhren. Deine Stimme wird wie die eines 
Gespenstes aus der Erde hervorkommen und deine Rede aus dem Staube heraus 
flstern.
ISA 29:5 Aber die Menge deiner Feinde wird sein wie dnner Staub und die 
Menge der Tyrannen wie zerstiebende Spreu, und das pltzlich, in einem 
Augenblick.
ISA 29:6 Vom HERRN der Heerscharen wird Strafe gebt werden mit Donner und 
Erdbeben und mit groem Krachen, Sturmwind und Ungewitter und mit 
verzehrenden Feuerflammen.
ISA 29:7 Also wird die Menge aller Vlker, die wider Ariel ausziehen, und 
aller, die wider ihn und seine Bollwerke Krieg fhren und ihn ngstigen, 
wie ein Traumgesicht sein, das in der Nacht erscheint.
ISA 29:8 Es wird sein, wie wenn einem Hungrigen trumt, er esse, und wenn 
er erwacht, ist seine Seele leer; oder wie wenn einem Durstigen trumt, er 
trinke, und wenn er erwacht, so ist er matt und seine Seele lechzt; also 
wird es der Menge der Nationen ergehen, welche Krieg fhren wider den Berg 
Zion!
ISA 29:9 Stutzet und staunet, lasset euch verblenden und erblindet! Sie 
sind trunken, aber nicht vom Wein; sie schwanken, aber nicht von starkem 
Getrnk,
ISA 29:10 sondern weil der HERR ber euch einen Geist tiefen Schlafes 
ausgegossen und eure Augen, die Propheten, verschlossen, und eure Hupter, 
die Seher, verhllt hat.
ISA 29:11 Darum ist alle Offenbarung fr euch geworden wie die Worte eines 
versiegelten Buches. Wenn man dieses einem gibt, der lesen kann, und zu 
ihm sagt: Lies das! so antwortet er: Ich kann nicht, weil es versiegelt 
ist!
ISA 29:12 Wenn man aber das Buch einem gibt, der nicht lesen kann, und zu 
ihm sagt: Lies das! so spricht er: Ich kann nicht lesen!
ISA 29:13 Weiter spricht der HERR: Weil sich dieses Volk mit seinem Munde 
mir naht und mich mit seinen Lippen ehrt, whrend doch ihr Herz ferne von 
mir ist und ihre Furcht vor mir nur angelernte Menschensatzung;
ISA 29:14 siehe, so will auch ich forthin mit diesem Volk wunderlich, ja 
sehr wunderlich und seltsam umgehen; die Weisheit ihrer Weisen soll sich 
verirren und der Verstand ihrer Verstndigen nicht zu finden sein.
ISA 29:15 Wehe denen, die sich in ein tiefes Versteck verkriechen, ihren 
Rat vor dem HERRN zu verbergen; die ihre Werke im Finstern vollbringen, 
die da sprechen: Wer sieht uns, oder wer kennt uns?
ISA 29:16 O ihr verkehrten Leute! Soll der Tpfer fr Ton geachtet werden 
oder das Werk von seinem Meister sagen: Er hat mich nicht gemacht? Oder 
soll das Geschpf von seinem Schpfer sagen: Er hat keinen Verstand?
ISA 29:17 Geht es doch nur noch eine kleine Weile, so wird der Libanon in 
einen Baumgarten verwandelt und der Baumgarten fr einen Wald gerechnet 
werden!
ISA 29:18 Alsdann werden die Tauben die Worte des Buches hren, und die 
Augen der Blinden werden aus Dunkel und Finsternis heraus sehen.
ISA 29:19 Und die Elenden werden sich fortan an dem HERRN freuen und die 
Armen unter den Menschen ob dem Heiligen Israels frohlocken.
ISA 29:20 Denn der Tyrann nimmt ein Ende, und der Sptter verschwindet, 
und alle sollen ausgerottet werden, die auf Unrecht lauern,
ISA 29:21 die einen Menschen auf bloe Anklage hin verurteilen und 
demjenigen Schlingen legen, der sie im Tore zurechtweist, und den 
Gerechten ohne Ursache verdrngen.
ISA 29:22 Darum spricht der HERR also zum Hause Jakobs, er, der Abraham 
erlst hat: Nunmehr soll Jakob nicht zuschanden werden, und nunmehr soll 
sein Angesicht nicht erbleichen.
ISA 29:23 Denn wenn er, wenn seine Kinder sehen werden das Werk meiner 
Hnde in ihrer Mitte, so werden sie meinen Namen heiligen; sie werden den 
Heiligen Jakobs heiligen und den Gott Israels frchten;
ISA 29:24 die irrenden Geister werden Unterscheidungsgabe bekommen und die 
Murrenden Belehrung annehmen.
ISA 30:1 Wehe den abtrnnigen Kindern, spricht der HERR, die Plne 
ausfhren, die nicht von mir stammen, und Bndnisse abschlieen ohne 
meinen Geist und also eine Snde zur andern hinzufgen!
ISA 30:2 Sie ziehen nach gypten hinab und fragen mich nicht um Rat und 
flchten sich unter den Schutz des Pharao und suchen Zuflucht im Schatten 
der gypter.
ISA 30:3 Aber der Schutz des Pharao wird euch zur Schande und die Zuflucht 
unter dem Schatten der gypter zur Schmach dienen!
ISA 30:4 Denn ihre Obern sind zu Zoan gewesen und ihre Boten bis gen Hanes 
gekommen.
ISA 30:5 Aber sie mssen doch alle zuschanden werden ob einem Volke, das 
ihnen nichts ntzt, das ihnen weder zur Hilfe noch zum Vorteil gereicht, 
sondern zur Schande und zum Schimpf!
ISA 30:6 Weissagung ber das Nilpferd des Sdens: Durch ein bedrngtes und 
gengstigtes Land, woher die Lwin kommt und der Lwe, die Otter und der 
fliegende Drache, schleppen sie auf dem Rcken der Esel ihre Reichtmer 
und auf dem Hcker der Kamele ihre Schtze zu einem Volke, das nichts 
ntzt!
ISA 30:7 Denn gypten ist Dunst und hilft gar nichts. Darum habe ich es 
genannt: Das stillsitzende Ungetm.
ISA 30:8 Gehe du nun hin und schreibe ihnen das auf eine Tafel und 
verzeichne es in ein Buch, da es bleibe bis auf den letzten Tag, zum 
Zeugnis bis in Ewigkeit,
ISA 30:9 nmlich: Es ist ein widerspenstiges Volk, lgenhafte Kinder, 
Kinder, die das Gesetz des HERRN nicht hren wollen;
ISA 30:10 die zu den Sehern sagen: Ihr sollt nicht sehen! und zu den 
Propheten: Weissaget uns nicht das Richtige, sondern saget uns angenehme 
Dinge und weissaget Tuschungen!
ISA 30:11 Verlasset den Weg, weichet ab von dem Pfade, lasset uns mit dem 
Heiligen Israels in Ruhe!
ISA 30:12 Deswegen spricht der Heilige Israels also: Weil ihr dieses Wort 
verwerft und euch auf Gewaltttigkeit und Verdrehung verlasset und euch 
darauf sttzt,
ISA 30:13 darum wird euch diese Snde sein wie ein Bruchstck, das 
herunterfallen will, das drohend vorspringt an einer hohen Mauer, das 
pltzlich, unversehens abbricht;
ISA 30:14 und es wird zerbrechen, wie ein Tpfergeschirr zerbricht, das 
schonungslos in Stcke geschlagen wird, so da man unter seinen Stcken 
nicht eine Scherbe findet, mit der man Glut aus dem Feuerherde holen oder 
Wasser aus dem Brunnen schpfen knnte.
ISA 30:15 Denn also spricht Gott, der HERR, der Heilige Israels: Durch 
Umkehr und Ruhe knnt ihr gerettet werden, im Stillesein und im Vertrauen 
liegt eure Strke.
ISA 30:16 Aber ihr wollt nicht, sondern ihr sprechet: Nein, wir wollen 
auf Rossen dahinfliegen! Darum msset ihr auch fliehen. Wir wollen 
schnell davonreiten! Darum werden eure Verfolger noch schneller sein!
ISA 30:17 Euer Tausend werden fliehen vor eines Einzigen Schelten; ja, 
wenn euch Fnfe bedrohen, so werdet ihr alle fliehen, bis euer berrest 
geworden ist wie ein Mastbaum oben auf einem Berge und wie eine 
Fahnenstange auf einem Hgel.
ISA 30:18 Darum wartet der HERR, damit er euch begnadigen kann, und darum 
ist er hoch erhaben, damit er sich ber euch erbarmen kann, denn der HERR 
ist ein Gott des Gerichts; wohl allen, die auf ihn harren!
ISA 30:19 Denn du Volk, das zu Zion wohnen wird, in Jerusalem, du sollst 
nicht weinen; er wird sich ber dich erbarmen, sobald du schreist; sobald 
er's hrt, antwortet er dir!
ISA 30:20 Der Herr hat euch zwar Kerkerbrot zu essen und Wasser der 
Gefangenschaft zu trinken gegeben; aber dein Lehrer wird sich nicht lnger 
verborgen halten, sondern deine Augen werden deinen Lehrer sehen;
ISA 30:21 deine Ohren werden hren das Wort, das hinter dir her also 
spricht: Dies ist der Weg, denselben geht, wenn ihr zur Rechten oder zur 
Linken abbiegen wollt.
ISA 30:22 Und ihr werdet eure mit Silber berzogenen Gtzen und die 
goldene Bekleidung eurer gegossenen Bilder entweihen; du wirst sie 
wegwerfen wie etwas Unfltiges und zu ihnen sagen: Hinaus!
ISA 30:23 Und er wird deiner Saat, mit der du den Acker bestellst, Regen 
spenden, da das Getreide, der Ertrag deines Ackers, saftig und nahrhaft 
wird; dein Vieh wird zu jener Zeit auf weiter Aue weiden.
ISA 30:24 Die Ochsen und Esel, welche das Feld bearbeiten, werden 
gesalzenes Mengfutter fressen, welches mit der Worfschaufel und Wanne 
geworfelt ist.
ISA 30:25 Auf allen hohen Bergen und auf allen erhabenen Hgeln werden 
Bche, Wasserstrme entspringen am Tag der groen Schlacht, wenn die Trme 
fallen werden.
ISA 30:26 Und das Licht des Mondes wird dem Licht der Sonne gleichen, das 
Licht der Sonne aber wird siebenmal strker sein, wie das Licht von sieben 
Tagen, zu der Zeit, da der HERR den Schaden seines Volkes verbinden und 
die ihm geschlagenen Wunden heilen wird.
ISA 30:27 Siehe, der Name des HERRN kommt von ferne! Sein Zorn brennt, 
mchtiger Rauch steigt auf; seine Lippen sind voll Grimm und seine Zunge 
wie ein verzehrendes Feuer,
ISA 30:28 sein Odem wie ein berflieender Wasserstrom, der bis an den 
Hals reicht, da er die Hohlheit der Heiden durch das Sieb erweise und an 
die Kinnbacken der Vlker den irrefhrenden Zaum lege.
ISA 30:29 Ihr aber werdet singen wie in der Nacht, da man sich auf ein 
Fest heiligt, ihr werdet von Herzen frhlich sein, wie die Wallfahrer, die 
unter Fltenspiel auf den Berg des HERRN, zum Felsen Israels ziehen.
ISA 30:30 Der HERR wird seine majesttische Stimme hren lassen und seinen 
drohenden Arm sehen lassen mit Zornesbrausen und verzehrenden 
Feuerflammen, Wolkenbruch, Platzregen und Hagelsteinen.
ISA 30:31 Da wird der Assyrer sich frchten vor der Stimme des HERRN, 
welcher ihn mit der Rute schlagen wird.
ISA 30:32 Und jeder Streich der verordneten Schlge, die der HERR auf ihn 
herabsausen lt, wird unter Pauken und Harfenspiel erfolgen, und in 
Kmpfen mit geschwungenem Arm wird er gegen ihn kmpfen.
ISA 30:33 Denn das Tophet ist lngst bereit, auch fr den Knig ist es 
hergerichtet; man hat den Scheiterhaufen tief und weit gemacht; Feuer und 
Holz ist genug vorhanden; wie ein Schwefelstrom wird der Odem des HERRN 
ihn anznden.
ISA 31:1 Wehe denen, die nach gypten hinabziehen um Hilfe und sich auf 
Pferde verlassen und auf Wagen vertrauen, weil ihrer viele sind, und auf 
Reiter, weil sie sehr stark sind, aber auf den Heiligen Israels nicht 
sehen und den HERRN nicht suchen!
ISA 31:2 Aber auch er ist weise und fhrt Unglck herbei und nimmt seine 
Worte nicht zurck; sondern er steht auf wider das Haus der Bsewichter 
und wider die Hilfe der beltter.
ISA 31:3 Denn die gypter sind Menschen und nicht Gott, und ihre Pferde 
sind Fleisch und nicht Geist; der HERR braucht nur seine Hand 
auszustrecken, so wird der Helfer straucheln, und der, welchem geholfen 
werden sollte, wird fallen, da sie alle miteinander umkommen.
ISA 31:4 Denn also hat der HERR zu mir gesprochen: Wie der Lwe und der 
junge Lwe ber seiner Beute knurrt, wenn man gegen ihn die ganze Menge 
der Hirten zusammenruft, und vor ihrem Geschrei nicht erschrickt, noch vor 
ihrer Menge sich duckt, also wird auch der HERR der Heerscharen zur 
Verteidigung auf den Berg Zion und auf dessen Hhe herabkommen.
ISA 31:5 Gleich flatternden Vgeln, so wird der HERR der Heerscharen 
Jerusalem beschtzen, erretten, verschonen und befreien.
ISA 31:6 Kehret wieder, ihr Kinder Israel, zu dem zurck, von welchem ihr 
so weit abgewichen seid!
ISA 31:7 Denn an jenem Tage wird jedermann seine silbernen und goldenen 
Gtzen wegwerfen, die eure Hnde euch zur Verschuldung gemacht haben.
ISA 31:8 Und Assur wird fallen durchs Schwert, doch nicht eines Mannes; 
ein Schwert wird ihn fressen, aber nicht eines Menschen; und er wird vor 
dem Schwerte fliehen, und seine Reisigen sollen zu Fronarbeitern werden.
ISA 31:9 Sein Fels wird vor Furcht vergehen, und seine Frsten werden vor 
dem Panier erschrecken, spricht der HERR, der zu Zion sein Feuer und zu 
Jerusalem seinen Feuerherd hat.
ISA 32:1 Siehe, ein Knig wird in Gerechtigkeit regieren, und Frsten 
werden nach dem Rechte herrschen;
ISA 32:2 da jeder sein wird wie ein Bergungsort vor dem Wind und wie ein 
Schirm wider das Ungewitter, wie Wasserbche am drren Ort, wie der 
Schatten eines mchtigen Felsens in einem ermdenden Lande.
ISA 32:3 Die Augen der Sehenden werden nicht mehr geblendet sein, und die 
Ohren der Hrenden werden aufmerken;
ISA 32:4 das Herz der Unbesonnenen wird Klugheit lernen, und die Zunge der 
Stotternden wird gelufig und verstndlich reden.
ISA 32:5 Ein gemeiner Mensch wird alsdann nicht mehr edel und ein Betrger 
nicht mehr gromtig genannt werden.
ISA 32:6 Denn ein gemeiner Mensch redet Gemeinheit, und sein Herz bereitet 
Bses vor, da er ruchlos handle und Irrlehren ausspreche ber den HERRN, 
da er die hungrige Seele aushungere und den Durstigen das Trinken wehre.
ISA 32:7 Und der Betrger wendet schlimme Mittel an; er gibt schndlichen 
Rat, da er die Elenden vernichte mit erlogenen Reden, auch wenn der Arme 
sein Recht beweist.
ISA 32:8 Aber der Edle gibt edlen Rat, und er steht auch zu dem, was edel 
ist.
ISA 32:9 Kommt, ihr sichern Weiber, hret meine Stimme! Ihr sorglosen 
Tchter, vernehmet meine Rede!
ISA 32:10 ber Jahr und Tag werdet ihr erschrecken, o ihr Sorglosen! Denn 
aus ist's mit der Weinlese, und die Obsternte wird nicht kommen.
ISA 32:11 Erschrecket, o ihr Sichern, und erzittert, o ihr Sorglosen! 
Entblung, Nacktheit und Umgrtung der Lenden warten euer!
ISA 32:12 Sie werden sich an die Brust schlagen wegen des lieblichen 
Feldes, wegen der fruchtbaren Weingrten;
ISA 32:13 wegen der cker meines Volkes, da sie in Dornen und Disteln 
aufgehen, ja, wegen all der wonnigen Huser in der frhlichen Stadt!
ISA 32:14 Denn der Palast wird verlassen und die lrmende Stadt unbewohnt 
sein, Hgel und Wartturm sollen zu Hhlen werden fr immer, eine Lust des 
Wildes, eine Weide der Herden;
ISA 32:15 solange, bis der Geist aus der Hhe ber uns ausgegossen wird. 
Alsdann wird die Wste zum Baumgarten und der Baumgarten fr einen Wald 
gerechnet werden.
ISA 32:16 Und es wird das Recht in der Wste und die Gerechtigkeit im 
Baumgarten wohnen;
ISA 32:17 und der Gerechtigkeit Wirkung wird Friede sein und der 
Gerechtigkeit Nutzen Ruhe und Sicherheit ewiglich.
ISA 32:18 Und mein Volk wird in Husern des Friedens wohnen, in sichern 
Wohnungen und in stolzer Ruhe.
ISA 32:19 Aber hageln mu es zuvor, da der Wald zusammenbricht und die 
Stadt tief erniedrigt wird.
ISA 32:20 Wohl euch, die ihr an allen Wassern set und den Fu eurer 
Ochsen und Esel frei umherschweifen lasset!
ISA 33:1 Wehe dir, du Verwster, der doch selbst nicht verwstet worden 
ist, du Ruber, den man doch nicht beraubt hat! Wenn du dein Verwsten 
vollendet haben wirst, sollst auch du verwstet werden; wenn du deinen 
Raub erlangt hast, wird man dich berauben!
ISA 33:2 HERR, erbarme dich unser! Wir harren auf dich! Sei du alle Morgen 
unser Arm, ja, sei du unser Heil zur Zeit der Not!
ISA 33:3 Die Vlker werden vor deiner Donnerstimme fliehen und die Heiden, 
wenn du dich erhebst, zerstreut werden.
ISA 33:4 Da wird man eure Beute sammeln, wie die Heuschrecken 
zusammenraffen; wie die Kfer rennen, so luft man darauf los.
ISA 33:5 Der HERR ist erhaben; er wohnt in der Hhe; er hat Zion mit Recht 
und Gerechtigkeit erfllt.
ISA 33:6 Und deine Zeiten werden gesichert sein, eine Flle von Heil, 
Weisheit und Erkenntnis; die Furcht des HERRN ist ihr Schatz.
ISA 33:7 Siehe, ihre Helden schreien drauen, die Friedensboten weinen 
bitterlich.
ISA 33:8 Die Straen sind verdet, der Wandersmann feiert. Sie haben den 
Bund gebrochen, die Stdte mihandelt, achten die Menschen fr nichts!
ISA 33:9 Es trauert und welkt das Land, der Libanon schmt sich, er stirbt 
ab; Saron ist einer Wste gleich, Basan und Karmel sind entblttert.
ISA 33:10 Nun will ich mich aufmachen, spricht der HERR, jetzt will ich 
mich erheben, jetzt will ich mich aufrichten!
ISA 33:11 Ihr werdet Stoppeln empfangen und Stroh gebren; ihr blaset ein 
Feuer an, das euch selbst verzehrt!
ISA 33:12 Die Vlker sollen zu Kalk verbrannt und wie abgehauene Dornen 
vom Feuer angezndet werden.
ISA 33:13 Hret ihr, die ihr ferne seid, was ich tue, und die ihr nahe 
seid, erkennet meine Strke.
ISA 33:14 Die Snder zu Zion sind erschrocken, Zittern hat die Heuchler 
ergriffen: Wer von uns kann bei einem verzehrenden Feuer wohnen, wer von 
uns kann bei der ewigen Glut bleiben?
ISA 33:15 Wer in Gerechtigkeit wandelt und aufrichtig redet; wer 
verschmht, durch Bedrckung Gewinn zu machen; wer seine Hnde abzieht, 
da er keine Bestechung nehme; wer seine Ohren verstopft, da er nicht von 
Blutvergieen hre; wer seine Augen zuschliet, da er Bses nicht ansehe;
ISA 33:16 der wird in der Hhe wohnen, eine Felsenfeste ist seine Burg, 
sein Brot wird ihm gegeben, sein Wasser versiegt nie.
ISA 33:17 Deine Augen werden den Knig sehen in seiner Schnheit, du wirst 
das Land erweitert sehen.
ISA 33:18 Dein Herz wird in Gedanken an die Schreckenszeit sagen: Wo ist 
nun, der das Gold zhlte? wo, der es abwog? wo, der die Trme zhlte?
ISA 33:19 Da wirst du das freche Volk nicht mehr sehen, das Volk mit der 
tiefen, unverstndlichen Rede und mit der stotternden Sprache, die man 
nicht verstehen kann.
ISA 33:20 Schaue Zion an, die Stadt unsrer Zusammenkunft! Deine Augen 
werden Jerusalem sehen als eine sichere Wohnung, als ein Zelt, das nicht 
mehr wandert, dessen Pfhle nimmermehr ausgezogen werden und von dessen 
Seilen keines je losgerissen wird.
ISA 33:21 Denn dort wird der HERR in seiner Herrlichkeit bei uns sein, 
statt der Flsse, der breiten Strme; gegen ihn wird kein Kriegsschiff 
kommen und kein mchtiges Ruderboot sich herberwagen.
ISA 33:22 Denn der HERR ist unser Richter, der HERR ist unser Gesetzgeber, 
der HERR ist unser Knig; er wird uns retten!
ISA 33:23 Deine Seile sind locker geworden, da sie weder ihren Mastbaum 
festhalten noch die Flagge ausbreiten knnen! Alsdann wird Raub in Menge 
ausgeteilt werden, so da auch die Lahmen Beute machen.
ISA 33:24 Und kein Einwohner wird sagen: Ich bin schwach! Dem Volk, das 
darin wohnt, ist die Snde vergeben.
ISA 34:1 Kommt herzu, ihr Heiden, um zu hren, und ihr Vlker, merket auf! 
Es hre die Erde und was sie erfllt, der Weltkreis und alles, was ihm 
entsprot.
ISA 34:2 Denn der HERR ist zornig ber alle Vlker und ergrimmt ber ihr 
ganzes Heer. Er hat sie mit dem Bann belegt und zur Schlachtung 
berliefert.
ISA 34:3 Ihre Erschlagenen sollen hingeworfen werden und der Gestank ihrer 
Leichname aufsteigen, und die Berge werden von ihrem Blute zerflieen.
ISA 34:4 Das gesamte Heer des Himmels wird vergehen, und die Himmel werden 
zusammengewickelt wie ein Buch, und all ihr Heer wird verwelken, wie das 
Laub am Weinstock verwelkt und wie die Bltter am Feigenbaum verdorren.
ISA 34:5 Denn mein Schwert ist trunken geworden im Himmel; siehe, es wird 
herabfahren auf Edom, ber das von mir zum Gericht verdammte Volk.
ISA 34:6 Das Schwert des HERRN ist voll Blut; es ist gelt mit dem Fett, 
mit dem Blut der Lmmer und Bcke, mit dem Nierenfett der Widder; denn der 
HERR hlt ein Opfern zu Bozra und ein groes Schlachten im Lande Edom.
ISA 34:7 Da werden die Bffel mit ihnen fallen und die Farren mit den 
starken Ochsen; ihr Land wird mit Blut getrnkt und ihr Boden mit Fett 
gedngt.
ISA 34:8 Denn das ist der Tag der Rache des HERRN, das Jahr der 
Vergeltung, zur Rache fr Zion.
ISA 34:9 Da sollen ihre Bche in Pech verwandelt werden und ihr Staub in 
Schwefel; ja, ihr Land wird zu brennendem Pech.
ISA 34:10 Tag und Nacht wird es brennen, ewig wird sein Rauch aufsteigen; 
es wird wste liegen von Geschlecht zu Geschlecht, und niemand wird mehr 
hindurch wandeln ewiglich;
ISA 34:11 sondern der Pelikan und der Igel werden es einnehmen, und die 
Eule und der Rabe werden darin wohnen; die Meschnur der Verdung wird Er 
darber spannen und das Richtblei der Verwstung.
ISA 34:12 Von ihrem alten Adel wird keiner mehr da sein, den man zum 
Knigtum berufen knnte; und alle ihre Frsten sind dahin.
ISA 34:13 In ihren Palsten werden Dornen wachsen, Nesseln und Disteln in 
ihren Burgen; sie werden den Schakalen zur Wohnung dienen, zum Gehege den 
jungen Strauen.
ISA 34:14 Wlfe und Marder werden einander begegnen und ein Dmon dem 
andern rufen; ja, dort wird das Nachtgespenst sich niederlassen und eine 
Ruhesttte fr sich finden.
ISA 34:15 Daselbst wird die Pfeilschlange nisten und Eier legen, sie 
ausbrten und ihre Jungen sammeln unter ihrem Schatten, daselbst werden 
auch die Geier zusammenkommen, ein jeder zu seinem Gesellen.
ISA 34:16 Erforschet das Buch des HERRN und leset! Nicht eines von alledem 
wird fehlen; zu keinem Wort wird man die Erfllung vermissen; denn sein 
Mund ist's, der es verheien, und sein Geist ist's, der sie gesammelt hat.
ISA 34:17 Und er selbst hat ihnen das Los geworfen, und seine Hand hat es 
ihnen mit der Meschnur zugeteilt. Sie werden das Erbe ewig besitzen und 
darin wohnen fr und fr.
ISA 35:1 Die Wste und Einde wird sich freuen, und die Steppe wird 
frohlocken und blhen wie ein Narzissenfeld.
ISA 35:2 Sie wird lieblich blhen und frohlocken, ja, Frohlocken und Jubel 
wird sein; denn die Herrlichkeit Libanons wird ihr gegeben, die Pracht des 
Karmel und der Ebene Saron. Sie werden die Herrlichkeit des HERRN sehen, 
die Pracht unsres Gottes.
ISA 35:3 Strket die schlaffen Hnde und festiget die strauchelnden Knie;
ISA 35:4 saget den verzagten Herzen: Seid tapfer und frchtet euch nicht! 
Sehet, da ist euer Gott! Die Rache kommt, die Vergeltung Gottes; Er selbst 
kommt und wird euch retten!
ISA 35:5 Alsdann werden der Blinden Augen aufgetan und der Tauben Ohren 
geffnet werden;
ISA 35:6 alsdann wird der Lahme hpfen wie ein Hirsch und der Stummen 
Zunge lobsingen; denn es werden Wasser in der Wste entspringen und Strme 
in der Einde.
ISA 35:7 Die trgerische Wasserspiegelung wird zum Teich und das drre 
Land zu Wasserquellen. Wo zuvor die Schakale wohnten und lagerten, wird 
ein Gehege fr Rohr und Schilf sein.
ISA 35:8 Und eine Bahn wird daselbst sein und ein Weg; man wird ihn den 
heiligen Weg nennen; kein Unreiner wird darber gehen, sondern er ist fr 
sie; wer auf dem Wege wandelt, selbst Toren werden sich nicht verirren.
ISA 35:9 Daselbst wird kein Lwe sein, und kein reiendes Tier wird darauf 
kommen oder daselbst angetroffen werden, sondern die Losgekauften werden 
darauf gehen.
ISA 35:10 Und die Erlsten des HERRN werden wiederkehren und gen Zion 
kommen mit Jauchzen. Ewige Freude wird ber ihrem Haupte sein, Wonne und 
Freude werden sie erlangen; aber Kummer und Seufzen werden entfliehen!
ISA 36:1 Im vierzehnten Jahre des Knigs Hiskia zog Sanherib, der Knig 
von Assyrien, wider alle festen Stdte Judas herauf und nahm sie ein.
ISA 36:2 Da sandte der assyrische Knig den Rabschake von Lachis gen 
Jerusalem wider den Knig Hiskia mit groer Heeresmacht; der stellte sich 
bei der Wasserleitung des obern Teiches an der Strae des Walkerfeldes auf.
ISA 36:3 Da gingen zu ihm hinaus Eljakim, der Sohn Hilkias, der ber den 
Palast gesetzt war, und Sebna, der Schreiber, und Joah, der Sohn Asaphs, 
der Kanzler.
ISA 36:4 Und Rabschake sprach zu ihnen: Saget doch dem Hiskia: So spricht 
der groe Knig, der Knig von Assur: Was ist das fr eine Sttze, darauf 
du dich verlssest?
ISA 36:5 Ich erklre es fr leeres Geschwtz, wenn du sagst, du habest Rat 
und Macht zum Kriege! Auf wen verlssest du dich nun, da du von mir 
abtrnnig geworden bist?
ISA 36:6 Siehe, du verlssest dich auf jenen zerbrochenen Rohrstab, auf 
gypten, der einem jeden, der sich darauf lehnt, in die Hand fhrt und sie 
durchbohrt! So ist der Pharao, der Knig von gypten, allen denen, die 
sich auf ihn verlassen.
ISA 36:7 Wenn du aber zu mir sagen wolltest: Wir verlassen uns auf den 
HERRN, unsern Gott ist das nicht der, dessen Hhen und Altre Hiskia 
abgetan und der zu Juda und Jerusalem gesagt hat: Vor diesem Altar sollt 
ihr anbeten?
ISA 36:8 Nun wohlan, wette einmal mit meinem Herrn, dem assyrischen Knig: 
ich will dir zweitausend Pferde geben; la sehen, ob du Reiter dazu 
stellen kannst.
ISA 36:9 Wie wolltest du denn einem der geringsten Frsten von meines 
Herrn Knechten widerstehen? Und du verlssest dich auf gypten um der 
Wagen und Reiter willen!
ISA 36:10 Zudem, meinst du, da ich ohne Befehl des HERRN heraufgezogen 
bin, um dieses Land zu verderben? Der HERR selbst hat zu mir gesprochen: 
Ziehe hinauf in dieses Land, da du es verderbest!
ISA 36:11 Da sprachen Eljakim, Sebna und Joah zu Rabschake: Rede doch mit 
deinen Knechten in aramischer Sprache; denn wir verstehen sie wohl, und 
rede nicht judisch mit uns vor den Ohren des Volks, das auf der Mauer 
liegt.
ISA 36:12 Da antwortete Rabschake: Hat mich denn mein HERR zu deinem Herrn 
oder zu dir gesandt, da ich solche Worte rede? Hat er mich nicht zu den 
Mnnern gesandt, die auf der Mauer liegen und mit euch ihren Kot essen und 
ihren Harn trinken?
ISA 36:13 Also trat Rabschake hervor und schrie mit lauter Stimme auf 
judisch und sprach: Hret die Worte des groen Knigs, des Knigs von 
Assyrien!
ISA 36:14 So spricht der Knig: Lasset euch von Hiskia nicht verfhren; 
denn er wird euch nicht erretten knnen.
ISA 36:15 Lasset euch von Hiskia auch nicht auf den HERRN vertrsten, 
indem er spricht: Der HERR wird uns gewi erretten, und diese Stadt wird 
nicht in die Hand des Knigs von Assyrien gegeben werden.
ISA 36:16 Folget dem Hiskia nicht! Denn also spricht der Knig von 
Assyrien: Machet Frieden mit mir und kommt zu mir heraus, so soll 
jedermann von seinem Weinstock und von seinem Feigenbaum essen und das 
Wasser seines Brunnens trinken,
ISA 36:17 bis ich komme und euch in ein Land fhre, das eurem Lande gleich 
ist, ein Land, darin Korn und Most ist, ein Land, darin Brot und Weinberge 
sind.
ISA 36:18 Lasset euch von Hiskia nicht verfhren, wenn er spricht: Der 
HERR wird uns erretten! Haben etwa die Gtter der Heiden ein jeder sein 
Land aus der Hand des assyrischen Knigs erretten knnen?
ISA 36:19 Wo sind die Gtter zu Chamat und Arpad? Wo sind die Gtter zu 
Sepharvaim? Haben sie auch Samaria von meiner Hand errettet?
ISA 36:20 Wer ist unter allen Gttern dieser Lnder, der sein Land von 
meiner Hand errettet habe, da der HERR Jerusalem von meiner Hand erretten 
sollte?
ISA 36:21 Sie schwiegen aber still und antworteten ihm nicht ein Wort; 
denn der Knig hatte geboten und gesagt: Antwortet ihm nichts!
ISA 36:22 Also kamen Eljakim, der Sohn Hilkias, der ber den Palast 
gesetzt war, und Sebna, der Schreiber, und Joah, der Sohn Asaphs, der 
Kanzler, zu Hiskia mit zerrissenen Kleidern und berichteten ihm die Worte 
Rabschakes.
ISA 37:1 Als nun der Knig Hiskia solches hrte, zerri er seine Kleider 
und hllte sich in den Sack und ging in das Haus des HERRN.
ISA 37:2 Und er sandte Eljakim, der ber den Palast gesetzt war, und 
Sebna, den Schreiber, samt den ltesten Priestern, mit Scken angetan, zu 
dem Propheten Jesaja, dem Sohn des Amoz.
ISA 37:3 Und sie sprachen zu ihm: Also lt dir Hiskia sagen: Das ist ein 
Tag der Not und der Zchtigung und ein Tag der Schmach, wie wenn Kinder 
bis zur Geburt gekommen sind und keine Kraft da ist zum Gebren.
ISA 37:4 Vielleicht wird der HERR, dein Gott, die Worte Rabschakes hren, 
welchen sein HERR, der Knig von Assyrien, gesandt hat, den lebendigen 
Gott zu hhnen, und wird die Reden ahnden, welche der HERR, dein Gott, 
gehrt hat. Erhebe also dein Gebet fr den Rest, der noch vorhanden ist.
ISA 37:5 Als nun die Knechte des Knigs Hiskia zu Jesaja kamen,
ISA 37:6 sprach Jesaja zu ihnen: Saget eurem Herrn also: So spricht der 
HERR: Frchte dich nicht vor den Worten, welche du gehrt hast, mit denen 
mich die Knechte des Knigs von Assyrien gelstert haben.
ISA 37:7 Siehe, ich will ihm einen Geist eingeben, da er eine Kunde 
vernehmen und wieder in sein Land ziehen wird; und ich will ihn in seinem 
eigenen Lande durch das Schwert fllen.
ISA 37:8 Als nun Rabschake zurckkehrte, fand er den Knig von Assyrien 
bei der Belagerung von Libna; denn er hatte gehrt, da er von Lachis 
abgezogen war.
ISA 37:9 Und Sanherib hrte von Tirhaka, dem Knig von thiopien, sagen: 
Er ist ausgezogen, mit dir zu streiten. Als er aber solches hrte, sandte 
er Boten zu Hiskia und trug diesen auf:
ISA 37:10 So sollt ihr zu Hiskia, dem Knig von Juda, sagen: La dich von 
deinem Gott, auf den du dich verlssest, nicht tuschen, indem du 
sprichst: Jerusalem wird nicht in die Hand des assyrischen Knigs 
bergeben werden.
ISA 37:11 Siehe, du hast gehrt, was die Knige von Assyrien allen Lndern 
getan und wie sie dieselben mit dem Bann belegt haben; und du solltest 
errettet werden?
ISA 37:12 Haben etwa die Gtter der Heiden die errettet, welche meine 
Vter vernichtet haben, nmlich Gosan, Haran, Rezeph und die Kinder von 
Eden, die zu Telassar waren?
ISA 37:13 Wo ist der Knig von Chamat und der Knig von Arpad und der 
Knig der Stadt Sepharvaim, von Hena und Iva?
ISA 37:14 Als nun Hiskia den Brief von den Boten empfangen und gelesen 
hatte, ging er hinauf in das Haus des HERRN und breitete ihn aus vor dem 
HERRN.
ISA 37:15 Und Hiskia betete vor dem HERRN und sprach:
ISA 37:16 O HERR der Heerscharen, du Gott Israels, der du ber den 
Cherubim thronst, du allein bist der Gott ber alle Knigreiche der Erde! 
Du hast Himmel und Erde gemacht!
ISA 37:17 HERR, neige dein Ohr und hre! Tue deine Augen auf, o HERR, und 
siehe, und hre alle Worte Sanheribs, der hergesandt hat, den lebendigen 
Gott zu schmhen.
ISA 37:18 Es ist wahr, HERR, die Knige von Assyrien haben alle Vlker und 
ihr Land verwstet
ISA 37:19 und ihre Gtter ins Feuer geworfen; denn sie waren nicht Gtter, 
sondern Werke von Menschenhand, Holz und Stein. Darum haben sie dieselben 
vernichtet.
ISA 37:20 Und nun, o HERR, unser Gott, errette uns von seiner Hand, damit 
alle Knigreiche der Erde erkennen, da du der HERR bist, du allein!
ISA 37:21 Da sandte Jesaja, der Sohn des Amoz, zu Hiskia und lie ihm 
sagen: Also spricht der HERR, der Gott Israels: Auf das, was du wegen 
Sanheribs, des Knigs von Assyrien, zu mir gebetet hast, lautet die 
Antwort des HERRN gegen ihn also:
ISA 37:22 Die Jungfrau, die Tochter Zion, verachtet dich und spottet 
deiner; die Tochter Jerusalems schttelt das Haupt ber dich.
ISA 37:23 Wen hast du geschmht und gelstert? Und gegen wen hast du deine 
Stimme erhoben und deine Augen emporgeworfen? Gegen den Heiligen Israels!
ISA 37:24 Du hast durch deine Knechte den Herrn geschmht und hast gesagt: 
Durch die Menge meiner Wagen bin ich auf die Berge gestiegen, die Enden 
des Libanon, um seine hohen Zedernbume und seine auserlesenen Zypressen 
abzuhauen und auf seine uerste Hhe, zum Walde seines Lustgartens zu 
kommen.
ISA 37:25 Ich habe Wasser gegraben und ausgetrunken und trockne mit meinen 
Fusohlen alle Strme gyptens aus.
ISA 37:26 Hast du aber nicht gehrt, da ich solches lngst vorbereitet 
und seit den Tagen der Vorzeit beschlossen habe? Nun aber habe ich es 
kommen lassen, da du feste Stdte zerstren mutest zu wsten Steinhaufen.
ISA 37:27 Und ihre Einwohner, deren Hand zu kurz war, erschraken und 
wurden zuschanden; sie wurden wie das Gras auf dem Felde und wie zartes 
Gewchs und wie Gras auf den Dchern und wie Brandkorn, ehe es 
aufgeschossen ist.
ISA 37:28 Ich wei um dein Wohnen, dein Aus und Einziehen, und da du 
wider mich tobst.
ISA 37:29 Weil du denn wider mich tobst und dein Stolz mir zu Ohren 
gekommen ist, so will ich dir meinen Ring in die Nase und meinen Zaum in 
das Maul legen und dich den Weg wieder zurckfhren, welchen du gekommen 
bist.
ISA 37:30 Und das sei dir zum Zeichen: Heuer it man Nachwuchs und bers 
Jahr, was wild wchst; im dritten Jahre aber werdet ihr sen und ernten 
und Weinberge pflanzen und ihre Frchte essen.
ISA 37:31 Und was von dem Hause Juda entronnen und briggeblieben ist, 
wird forthin unter sich wurzeln und ber sich Frucht tragen.
ISA 37:32 Denn von Jerusalem wird ein berrest ausgehen und Entronnene vom 
Berge Zion. Der Eifer des HERRN der Heerscharen wird solches tun.
ISA 37:33 Darum spricht der HERR von dem assyrischen Knig also: Er soll 
nicht zu dieser Stadt kommen und keinen Pfeil hinein schieen und mit 
keinem Schild davor kommen und keinen Wall dagegen aufwerfen.
ISA 37:34 Auf dem Weg, auf welchem er gekommen ist, soll er wieder 
zurckkehren; aber in diese Stadt soll er nicht eindringen, spricht der 
HERR.
ISA 37:35 Denn ich will diese Stadt beschirmen, um sie zu erretten, um 
meinetwillen und um meines Knechtes David willen!
ISA 37:36 Und der Engel des HERRN ging aus und erschlug in dem Lager der 
Assyrer 185, 000 Mann. Und als sie am Morgen frh aufstanden, siehe, da 
waren diese alle Leichen!
ISA 37:37 Da brach Sanherib, der assyrische Knig, auf und zog hinweg und 
kehrte um und blieb zu Ninive.
ISA 37:38 Darnach geschah es, als er in dem Hause seines Gottes Nisroch 
anbetete, da ihn Adrammelech und Sarezer, seine Shne, mit dem Schwert 
erschlugen; und sie entrannen in das Land Ararat. Und sein Sohn Asarhaddon 
ward Knig an seiner Statt.
ISA 38:1 In jenen Tagen ward Hiskia todkrank. Da kam Jesaja, der Sohn des 
Amoz, der Prophet, zu ihm und sprach: So spricht der HERR: Gib deinem 
Hause Befehl; denn du wirst sterben und nicht mehr genesen!
ISA 38:2 Da wandte Hiskia sein Angesicht gegen die Wand, betete zum HERRN 
und sprach:
ISA 38:3 Ach, HERR, gedenke doch, da ich vor deinem Angesicht gewandelt 
bin in Wahrheit und mit ganzem Herzen und auch getan habe, was dir 
gefllt! Und Hiskia weinte sehr.
ISA 38:4 Da erging des HERRN Wort an Jesaja also:
ISA 38:5 Gehe und sprich zu Hiskia: So lt dir der HERR, der Gott deines 
Vaters David, sagen: Ich habe dein Gebet erhrt und deine Trnen 
angesehen. Siehe, ich fge zu deinen Lebenstagen noch fnfzehn Jahre hinzu!
ISA 38:6 Dazu will ich dich und diese Stadt aus der Hand des assyrischen 
Knigs erretten; denn ich will diese Stadt beschirmen.
ISA 38:7 Und das sei dir zum Zeichen von dem HERRN, da der HERR dieses 
Wort, das er gesprochen hat, erfllen wird:
ISA 38:8 Siehe, ich will am Sonnenzeiger des Ahas den Schatten um so viele 
Stufen, als er bereits heruntergegangen ist, zurckkehren lassen, nmlich 
um zehn Stufen. Also kehrte am Sonnenzeiger die Sonne um zehn Stufen 
zurck, die sie abwrts gegangen war.
ISA 38:9 Eine Schrift Hiskias, des Knigs von Juda, als er krank gewesen 
und von seiner Krankheit wieder genesen war.
ISA 38:10 Ich sprach: In meinen besten Jahren mu ich zu den Toren des 
Totenreichs eingehen! Mit dem Verluste des Restes meiner Jahre werde ich 
bestraft.
ISA 38:11 Ich sprach: Ich werde den HERRN nicht mehr sehen, den HERRN im 
Lande der Lebendigen; dort, wo die Abgeschiedenen wohnen, werde ich keinen 
Menschen mehr erblicken.
ISA 38:12 Meine Wohnung wird abgebrochen und wie ein Hirtenzelt von mir 
weggefhrt. Ich habe mein Leben ausgewoben wie ein Weber; er wird mich vom 
Trumm abschneiden. Ehe der Tag zur Nacht wird, machst du ein Ende mit mir!
ISA 38:13 Ich schrie bis zum Morgen, einem Lwen gleich, so hatte er mir 
alle meine Gebeine zermalmt. Ehe der Tag zur Nacht wird, machst du ein 
Ende mit mir!
ISA 38:14 Ich zwitscherte wie eine Schwalbe, winselte wie ein Kranich und 
seufzte wie eine Taube. Meine Augen blickten schmachtend zur Hhe: Ach, 
Herr, ich bin bedrngt; brge fr mich!
ISA 38:15 Was [anderes] sollte ich sagen? Er aber redete zu mir und fhrte 
es auch aus! Ich will nun mein Leben lang vorsichtig wandeln ob solcher 
Bekmmernis meiner Seele.
ISA 38:16 Herr, davon lebt man, und darin besteht das Leben meines 
Geistes, da du mich gesund und lebendig machst.
ISA 38:17 Siehe, um Frieden war ich bitterlich bekmmert; aber du hast 
meine Seele liebevoll umfangen und sie aus der Grube des Verderbens 
herausgezogen; denn du hast alle meine Snden hinter deinen Rcken 
geworfen!
ISA 38:18 Denn das Totenreich kann dich nicht loben, noch der Tod dich 
preisen; und die in die Grube fahren, knnen nicht auf deine Treue warten;
ISA 38:19 sondern der Lebendige, ja, der Lebendige lobt dich, wie ich es 
heute tue. Der Vater macht den Kindern deine Treue kund.
ISA 38:20 HERR! Dafr, da du mich gerettet hast, wollen wir alle Tage 
unsres Lebens im Hause des HERRN unser Saitenspiel erklingen lassen!
ISA 38:21 Und Jesaja sprach: Man bringe eine Feigenmasse und lege sie ihm 
als Pflaster auf das Geschwr, so wird er leben!
ISA 38:22 Da fragte Hiskia: Wie steht es mit dem Zeichen? Ich mchte 
hinaufgehen ins Haus des HERRN!
ISA 39:1 Zu jener Zeit sandte Merodach Baladan, der Sohn Baladans, der 
Knig zu Babel, einen Brief und Geschenke an Hiskia, denn er hatte gehrt, 
da er krank gewesen und wieder zu Krften gekommen sei.
ISA 39:2 Und Hiskia freute sich sehr ber sie und zeigte ihnen sein 
Schatzhaus, das Silber und das Gold und die Spezereien und das kostbare 
l, und sein ganzes Zeughaus, samt allem, was sich in seinen Schatzkammern 
vorfand; es war nichts in seinem Hause und im Bereiche seiner Herrschaft, 
das Hiskia sie nicht htte sehen lassen.
ISA 39:3 Da kam der Prophet Jesaja zum Knig Hiskia und fragte ihn: Was 
haben diese Mnner gesprochen, und woher sind sie zu dir gekommen? Hiskia 
antwortete: Sie sind aus einem fernen Lande, von Babel, zu mir gekommen!
ISA 39:4 Er aber sprach: Was haben sie in deinem Hause gesehen? Hiskia 
antwortete: Sie haben alles gesehen, was in meinem Hause ist; es ist 
nichts in meinen Schatzkammern, was ich ihnen nicht gezeigt htte.
ISA 39:5 Da sprach Jesaja zu Hiskia: Hre das Wort des HERRN der 
Heerscharen:
ISA 39:6 Siehe, es kommt die Zeit, da alles, was in deinem Hause ist, und 
alles, was deine Vter bis auf diesen Tag gesammelt haben, nach Babel 
gefhrt werden wird; es wird nichts brigbleiben, spricht der HERR.
ISA 39:7 Und von deinen Shnen, die von dir abstammen, die du zeugen 
wirst, wird man nehmen, da sie Kmmerer seien im Palast des Knigs zu 
Babel!
ISA 39:8 Da sprach Hiskia zu Jesaja: Das Wort des HERRN, welches du 
geredet hast, ist gut! Denn, sprach er, es wird doch Friede und Sicherheit 
in meinen Tagen sein.
ISA 40:1 Trstet, trstet mein Volk, spricht euer Gott; redet freundlich 
mit Jerusalem und rufet ihr zu,
ISA 40:2 da ihr Frondienst vollendet, da ihre Schuld geshnt ist; denn 
sie hat von der Hand des HERRN Zwiefltiges empfangen fr alle ihre Snden.
ISA 40:3 Eine Stimme ruft: In der Wste bereitet den Weg des HERRN, ebnet 
auf dem Gefilde eine Bahn unserm Gott!
ISA 40:4 Jedes Tal soll erhht, jeder Berg und Hgel erniedrigt werden, 
und was krumm ist, soll gerade, und was hckericht ist, zur Ebene werden;
ISA 40:5 und die Herrlichkeit des HERRN wird sich offenbaren und alles 
Fleisch zumal wird sie sehen; denn der Mund des HERRN hat es gesagt.
ISA 40:6 Es spricht eine Stimme: Predige! Und er sprach: Was soll ich 
predigen? Alles Fleisch ist Gras und alle seine Anmut wie die Blume des 
Feldes!
ISA 40:7 Das Gras wird drr, die Blume welkt; denn der Hauch des HERRN 
weht darein. Wahrhaftig, das Volk ist Gras!
ISA 40:8 Das Gras verdorrt, die Blume verwelkt; aber das Wort unsres 
Gottes bleibt in Ewigkeit.
ISA 40:9 Steige auf einen hohen Berg, o Zion, die du gute Botschaft 
bringst! Erhebe deine Stimme mit Kraft, o Jerusalem, die du gute Botschaft 
bringst; erhebe sie ohne Furcht; sage den Stdten Judas: Seht, da ist euer 
Gott!
ISA 40:10 Siehe, Gott, der HERR, kommt als ein Starker, und sein Arm wird 
fr ihn herrschen; siehe, sein Lohn ist bei ihm, und was er erworben, geht 
vor ihm her.
ISA 40:11 Er wird seine Herde weiden wie ein Hirte; in seinen Arm wird er 
die Lmmer nehmen und sie an seinem Busen tragen; die Schafmtter wird er 
sorgsam fhren.
ISA 40:12 Wer ma die Wasser mit der hohlen Hand? Wer grenzte den Himmel 
mit der Spanne ab und fate den Staub der Erde in einen Dreiling? Wer wog 
die Berge mit der Waage ab und die Hgel mit Waagschalen?
ISA 40:13 Wer unterrichtete den Geist des HERRN, und welcher Ratgeber hat 
ihn unterwiesen?
ISA 40:14 Wen hat er um Rat gefragt, da er ihn verstndig mache und ihm 
den Weg des Rechts weise, da er ihn Erkenntnis lehre und ihm den Weg des 
Verstandes zeige?
ISA 40:15 Siehe, die Vlker sind wie ein Tropfen am Eimer; wie ein 
Stublein in den Waagschalen sind sie geachtet; siehe, er hebt die Inseln 
auf wie ein Sandkrnlein!
ISA 40:16 Der Libanon reicht nicht hin zum Feuer, und seine Tiere gengen 
nicht zum Brandopfer.
ISA 40:17 Alle Vlker sind wie nichts vor ihm; fr eitel und gar nichtig 
gelten sie ihm!
ISA 40:18 Wem wollt ihr denn Gott vergleichen? Oder was fr ein Ebenbild 
wollt ihr ihm an die Seite stellen?
ISA 40:19 Das Gtzenbild? Das hat der Knstler gegossen, und der 
Goldschmied berzieht es mit Gold und giet silberne Ketten daran.
ISA 40:20 Wer aber arm ist, whlt zu seinem Weihgeschenk ein Holz, das 
nicht fault, und sucht sich einen Schnitzer, der ein Gtzenbild herstellen 
kann, das nicht wackelt.
ISA 40:21 Wisset ihr es nicht? Hrt ihr es nicht? Ist es euch nicht von 
Anfang an verkndigt worden? Habt ihr die Grndung der Erde nicht 
begriffen?
ISA 40:22 Der ich ber dem Kreise der Erde sitze und vor dem ihre Bewohner 
wie Heuschrecken sind; der ich den Himmel ausbreite wie einen Flor und ihn 
ausspanne wie ein Zelt, da man darunter wohne;
ISA 40:23 der ich Frsten zunichte und Richter der Erde machtlos mache
ISA 40:24 kaum sind sie gepflanzt, kaum sind sie gesetzt, kaum wurzelt ihr 
Stamm in der Erde, so hauche ich sie an, da sie verdorren und dahinfahren 
wie Stoppeln vor dem Sturmwind;
ISA 40:25 wem wollt ihr mich vergleichen, dem ich gleich sein soll? 
spricht der Heilige.
ISA 40:26 Hebet eure Augen zur Hhe und seht: Wer hat diese erschaffen? 
Er, der ihr Heer nach der Zahl herausfhrt, der sie alle mit Namen ruft. 
So gro ist sein Vermgen und so stark ist er, da es nicht an einem 
fehlen kann.
ISA 40:27 Warum sprichst du denn, Jakob, und sagst du, Israel: Mein Weg 
ist vor dem HERRN verborgen, und mein Recht entgeht meinem Gott?
ISA 40:28 Weit du denn nicht, hast du denn nicht gehrt? Der ewige Gott, 
der HERR, der die Enden der Erde geschaffen hat, wird nicht mde noch 
matt; sein Verstand ist unerschpflich!
ISA 40:29 Er gibt dem Mden Kraft und Strke genug dem Unvermgenden.
ISA 40:30 Knaben werden mde und matt, und Jnglinge fallen;
ISA 40:31 die aber auf den HERRN harren, kriegen neue Kraft, da sie 
auffahren mit Flgeln wie Adler, da sie laufen und nicht matt werden, da 
sie wandeln und nicht mde werden.
ISA 41:1 Hret mir schweigend zu, ihr Inseln, und die Vlker mgen neue 
Kraft gewinnen! Sie sollen herzukommen, alsdann mgen sie reden; wir 
wollen zusammenkommen, um miteinander zu rechten!
ISA 41:2 Wer hat vom Aufgang her den erweckt, welchem Gerechtigkeit 
begegnet auf Schritt und Tritt? Wer gibt Vlker vor ihm hin und unterwirft 
ihm Knige? Wer macht sie vor seinem Schwert wie Staub und vor seinem 
Bogen wie verwehte Stoppeln?
ISA 41:3 Er verfolgt sie, zieht hin in Frieden einen Pfad, den er mit 
seinen Fen nie zuvor betrat.
ISA 41:4 Wer hat es bewirkt und ausgefhrt? Er, der die Geschlechter von 
Anbeginn gerufen: Ich, der HERR, der ich der Erste und auch bei den 
Letzten noch derselbe bin!
ISA 41:5 Die Inseln schauen und schaudern, die Enden der Welt erschrecken: 
sie nhern sich und kommen herzu.
ISA 41:6 Einer hilft dem andern und spricht zu seinem Bruder: Sei getrost!
ISA 41:7 Der Schmied ermutigt den Gieer, der mit dem Hammer Glttende 
den, der auf den Ambos schlgt, indem er von der Ltung sagt: Sie ist gut! 
Und er heftet es mit Ngeln, damit es nicht wackle.
ISA 41:8 Du aber, Israel, mein Knecht, Jakob, mein Auserwhlter, du Same 
Abrahams, meines Freundes;
ISA 41:9 welchen ich von den Enden der Erde genommen und aus ihren Winkeln 
berufen und zu dem ich gesprochen habe: Du bist mein Knecht, ich habe dich 
auserwhlt und verwerfe dich nicht;
ISA 41:10 frchte dich nicht; denn ich bin mit dir; sei nicht ngstlich, 
denn ich bin dein Gott; ich strke dich, ich helfe dir auch, ich erhalte 
dich durch die rechte Hand meiner Gerechtigkeit.
ISA 41:11 Siehe, zuschanden und zu Spott werden alle, die wider dich 
zrnten; es werden zunichte und kommen um die Mnner, die mit dir zankten.
ISA 41:12 Du wirst sie suchen, aber nicht finden, die Leute, welche mit 
dir haderten; wie nichts und gar nichts werden die Mnner, die wider dich 
stritten.
ISA 41:13 Denn ich, der HERR, dein Gott, ergreife deine rechte Hand und 
sage dir: Frchte dich nicht; ich helfe dir!
ISA 41:14 Erschrick nicht, du Wrmlein Jakob, du Huflein Israel; denn ich 
helfe dir, spricht der HERR, und dein Erlser ist der Heilige Israels.
ISA 41:15 Siehe, ich mache dich zu einem neuen, scharfschneidenden 
Dreschwagen: du wirst Berge zerdreschen und zermalmen und Hgel der Spreu 
gleichmachen;
ISA 41:16 du wirst sie worfeln, und der Wind wird sie davontragen, und der 
Sturmwind wird sie zerstreuen; du aber wirst an dem HERRN Freude haben und 
dich des Heiligen Israels rhmen.
ISA 41:17 Die Elenden und Armen suchen Wasser und finden keines; ihre 
Zunge verdorrt vor Durst. Ich, der HERR, will sie erhren; ich, der Gott 
Israels, will sie nicht verlassen.
ISA 41:18 Ich ffne Bche auf kahlen Hhen und Brunnen inmitten der Tler; 
ich mache die Wste zum Wasserteich und drres Erdreich zu Wasserquellen.
ISA 41:19 Ich setze Zedern, Akazien, Myrten und lbume in der Wste; ich 
pflanze Zypressen, Platanen und Buchsbume zumal in der Steppe;
ISA 41:20 da alle miteinander sehen und merken, zu Herzen fassen und 
ermessen, da die Hand des HERRN solches gemacht, der Heilige Israels es 
geschaffen hat.
ISA 41:21 Bringt eure Streitsache her, spricht der HERR, suchet eure 
strksten Grnde hervor, spricht der Knig Jakobs.
ISA 41:22 Sie mgen hervortreten und uns anzeigen, was begegnen wird! Wie 
fngt es an? Saget an, so wollen wir achtgeben, um seinen Ausgang zu 
erkennen; oder lasset uns hren, was kommen wird!
ISA 41:23 Saget uns was hernach geschehen wird, so werden wir erkennen, 
da ihr Gtter seid; tut doch etwas Gutes oder Bses, so wollen wir uns 
verwundern und frchten zumal!
ISA 41:24 Siehe, ihr seid gar nichts, und euer Tun ist ganz umsonst; 
verabscheuungswrdig ist, wer euch erwhlt!
ISA 41:25 Ich habe von Norden her einen erweckt, und er ist gekommen, von 
Sonnenaufgang her, ihn, der meinen Namen anruft. Er wird ber Frsten 
kommen wie ber Lehm und wird sie zertreten, wie ein Tpfer den Ton.
ISA 41:26 Wer hat das von Anbeginn verkndigt, da wir es wuten, und wer 
zum voraus, da wir sagten: Er hat recht? Aber da ist keiner, der es 
kundtte, keiner, der es hren liee, niemand, der Worte von euch vernhme!
ISA 41:27 Ich, als Erster, sage zu Zion: Siehe, da sind sie! und gebe 
Jerusalem einen Freudenboten.
ISA 41:28 Denn ich sehe mich um, aber da ist niemand, und unter diesen ist 
kein Ratgeber, den ich fragen knnte und der mir Antwort gbe.
ISA 41:29 Siehe, sie alle sind nutzlos, ihr Tun ist vergeblich, ihre 
gegossenen Bilder sind ein leerer Wahn!
ISA 42:1 Siehe, das ist mein Knecht, auf den ich mich verlassen kann, mein 
Auserwhlter, an welchem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich habe meinen 
Geist auf ihn gelegt; er wird das Recht zu den Vlkern hinaustragen.
ISA 42:2 Er wird nicht schreien und kein Aufhebens machen, noch seine 
Stimme auf den Gassen hren lassen.
ISA 42:3 Das geknickte Rohr wird er nicht zerbrechen, und den glimmenden 
Docht wird er nicht auslschen; wahrheitsgetreu wird er das Recht 
auseinandersetzen.
ISA 42:4 Er wird nicht ermatten und nicht zusammenbrechen, bis er auf 
Erden das Recht gegrndet hat; und die Inseln werden auf seine Lehre 
warten.
ISA 42:5 So spricht Gott der HERR, der die Himmel geschaffen und 
ausgespannt und die Erde samt ihrem Gewchs ausgebreitet hat, der dem Volk 
auf ihr Odem gibt und Geist denen, die darauf wandeln:
ISA 42:6 Ich, der HERR, habe dich in Gerechtigkeit berufen und ergreife 
dich bei deiner Hand und will dich behten und dich dem Volk zum Bund 
geben, den Heiden zum Licht;
ISA 42:7 da du die Augen der Blinden ffnest, die Gebundenen aus dem 
Gefngnis fhrest und aus dem Kerker die, so in der Finsternis sitzen.
ISA 42:8 Ich bin der HERR, das ist mein Name; und ich will meine Ehre 
keinem andern geben, noch meinen Ruhm den Gtzen!
ISA 42:9 Siehe, das Frhere ist eingetroffen, und Neues verkndige ich 
euch; ehe es eintritt, lasse ich es euch hren.
ISA 42:10 Singet dem HERRN ein neues Lied und traget seinen Ruhm bis ans 
Ende der Erde! Was auf dem Meere fhrt und was darinnen ist, die Inseln 
und ihre Bewohner!
ISA 42:11 Die Wste mit ihren Stdten soll ihre Stimme erheben, die 
Drfer, in welchen Kedar wohnt; die Bewohner der Felsen sollen frohlocken 
und von den hohen Bergen herab jauchzen!
ISA 42:12 Sie sollen dem HERRN die Ehre geben und seinen Ruhm auf den 
Inseln verkndigen!
ISA 42:13 Der HERR wird ausziehen wie ein Held, wie ein Kriegsmann den 
Eifer anfachen; er wird jauchzen und ein Kriegsgeschrei erheben, er wird 
sich gegen seine Feinde als Held erweisen.
ISA 42:14 Ich habe lange geschwiegen, bin stille gewesen und habe mich 
enthalten; aber jetzt will ich schreien wie eine Gebrende und schnauben 
und schnappen zumal.
ISA 42:15 Ich will Berge und Hgel verwsten und all ihr Gras verdorren 
lassen; ich will Wasserflsse in Inseln verwandeln und Seen austrocknen.
ISA 42:16 Ich will die Blinden auf einer Strae fhren, welche sie nicht 
kennen, und auf Pfaden leiten, die ihnen unbekannt sind; ich werde die 
Finsternis vor ihnen zum Licht und das Hckrichte zur Ebene machen. Diese 
Worte werde ich erfllen und nicht davon lassen.
ISA 42:17 Es sollen zurckweichen und tief beschmt werden, die auf Gtzen 
vertrauen und zu gegossenen Bildern sagen: Ihr seid unsre Gtter!
ISA 42:18 Ihr Tauben, hret, und ihr Blinden, schauet her, um zu sehen!
ISA 42:19 Wer ist blind, wenn nicht mein Knecht, oder so taub wie mein 
Bote, den ich gesandt habe? Wer ist so blind wie der Vertraute und so 
blind wie der Knecht des HERRN?
ISA 42:20 Du hast viel gesehen und es doch nicht beachtet, die Ohren 
aufgetan und doch nicht gehrt!
ISA 42:21 Es gefiel dem HERRN um seiner Gerechtigkeit willen, das Gesetz 
gro und berhmt zu machen.
ISA 42:22 Und doch ist es ein beraubtes und ausgeplndertes Volk; sie sind 
alle in Lchern verstrickt und in Gefngnissen versteckt; sie wurden zum 
Raub, und niemand rettet; sie wurden zur Beute, und niemand sagt: Gib 
zurck!
ISA 42:23 Wer ist aber unter euch, der solches zu Ohren fasse, der 
aufmerke und es knftig beachte?
ISA 42:24 Wer bergab Jakob zum Raub und Israel den Plnderern? Ist's 
nicht der HERR, wider den wir gesndigt haben, und auf dessen Wegen sie 
nicht wandeln wollten und dessen Gesetzen sie nicht gehorsam gewesen sind?
ISA 42:25 Darum hat er ber ihn den Grimm seines Zorns und die Schrecken 
des Krieges ausgegossen; und er hat ihn allenthalben angezndet, aber man 
merkt es nicht, und er hat ihn in Brand gesteckt, aber man nimmt es nicht 
zu Herzen.
ISA 43:1 Und nun spricht der HERR, der dich geschaffen hat, Jakob, und der 
dich gemacht hat, Israel: Frchte dich nicht, denn ich habe dich erlst. 
Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!
ISA 43:2 Wenn du durchs Wasser gehst, so will ich bei dir sein, und wenn 
durch Strme, so sollen sie dich nicht ersufen. Wenn du durchs Feuer 
wandelst, sollst du nicht verbrennen, und die Flamme soll dich nicht 
anznden.
ISA 43:3 Denn ich bin der HERR, dein Gott, der Heilige Israels, dein 
Erretter! Ich habe gypten, thiopien und Saba hingegeben zum Lsegeld fr 
dich.
ISA 43:4 Darum, weil du teuer bist in meinen Augen, wertgeachtet und ich 
dich lieb habe, so gebe ich Menschen fr dich hin und Vlker fr deine 
Seele.
ISA 43:5 So frchte dich nun nicht, denn ich bin bei dir. Ich will deinen 
Samen vom Aufgang herfhren und dich vom Niedergang sammeln.
ISA 43:6 Ich will zur Mitternacht sagen: Gib her! und zum Mittag: Halte 
nicht zurck! Bringe mir meine Shne aus der Ferne herbei und meine 
Tchter von den Enden der Welt,
ISA 43:7 alle, die mit meinem Namen genannt sind und die ich zu meiner 
Ehre geschaffen habe, die ich gebildet und gemacht habe.
ISA 43:8 Bringe hervor das blinde Volk, wiewohl es Augen hat, und die 
Tauben, die doch Ohren haben!
ISA 43:9 Alle Heiden mgen zusammenkommen allzumal und die Vlker sich 
versammeln! Wer unter ihnen wird solches verkndigen und uns Neues hren 
lassen? La sie ihre Zeugen stellen und sich rechtfertigen; alsdann wird 
man es hren und sagen: Es ist wahr!
ISA 43:10 Ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, und mein Knecht, den 
ich erwhlt habe, damit ihr erkennet und mir glaubet und einsehet, da ich 
es bin; vor mir ist kein Gott gemacht worden und nach mir wird keiner 
vorhanden sein.
ISA 43:11 Ich, ich bin der HERR, und auer mir ist kein Erretter.
ISA 43:12 Ich habe verkndigt, geholfen und von mir hren lassen und bin 
nicht fremd unter euch; und ihr seid meine Zeugen, spricht der HERR, da 
ich Gott bin.
ISA 43:13 Auch fernerhin bin ich derselbe, und niemand kann aus meiner 
Hand erretten. Ich wirke, wer will es abwenden?
ISA 43:14 So spricht der HERR, der Heilige Israels, euer Erlser: Um 
euretwillen habe ich gen Babel geschickt und habe als Flchtlinge 
hinuntergejagt sie alle und die Chalder in den Schiffen ihrer Lust;
ISA 43:15 ich, der HERR, euer Heiliger, der ich Israel geschaffen habe, 
euer Knig.
ISA 43:16 So spricht der HERR, welcher einen Weg im Meer bahnte und einen 
Pfad in mchtigen Wassern,
ISA 43:17 der Wagen und Rosse ausziehen lie, Heer und Macht (da liegen 
sie allzumal, stehen nicht mehr auf, sind erloschen, wie ein Docht 
verglommen).
ISA 43:18 Gedenket nicht mehr an das Frhere und achtet des Vergangenen 
nicht!
ISA 43:19 Siehe, ich will etwas Neues tun, jetzt wird es hervorsprossen; 
solltet ihr es nicht wissen? Ich will einen Weg in der Wste machen und 
Strme in der Einde.
ISA 43:20 Die Tiere des Feldes werden mich preisen, die Schakale und 
Straue, weil ich Wasser gegeben habe in der Wste und Strme in der 
Einde, um damit zu trnken mein Volk, mein auserwhltes,
ISA 43:21 das Volk, das ich mir gebildet habe, damit es meinen Ruhm 
verkndige!
ISA 43:22 Und doch hast du, Jakob, nicht mich angerufen, noch hast du dich 
um mich bemht, Israel!
ISA 43:23 Du hast deine Brandopferschafe nicht mir dargebracht und mit 
deinen Opfern nicht mich geehrt. Ich habe dir nicht zu schaffen gemacht 
mit Speisopfern, ich habe dich mit Weihrauchspenden nicht ermdet.
ISA 43:24 Du hast mir nicht Gewrzrohr um Geld gekauft und mit dem Fett 
deiner Schlachtopfer mich nicht getrnkt; aber du hast mir zu schaffen 
gemacht mit deinen Snden und mich ermdet mit deinen Missetaten!
ISA 43:25 Ich, ich tilge deine bertretung um meinetwillen und gedenke 
deiner Snden nimmermehr!
ISA 43:26 Erinnere mich, wir wollen miteinander rechten; sage an, womit du 
dich rechtfertigen willst!
ISA 43:27 Dein erster Vater hat gesndigt und deine Vertreter haben mir 
die Treue gebrochen;
ISA 43:28 darum habe ich die Vorsteher des Heiligtums entweiht und Jakob 
in die Verbannung geschickt und Israel den Schmhungen preisgegeben.
ISA 44:1 So hre nun, mein Knecht Jakob, und Israel, den ich erwhlt habe!
ISA 44:2 So spricht der HERR, der dich gemacht und gebildet und dir von 
Mutterleib an geholfen hat: Frchte dich nicht, mein Knecht Jakob, und du 
Jeschurun, den ich erwhlt habe!
ISA 44:3 Denn ich werde Wasser auf das Durstige gieen und Strme auf das 
Drre; ich werde meinen Geist auf deinen Samen gieen und meinen Segen auf 
deine Sprlinge;
ISA 44:4 da sie hervorsprossen so schnell wie das Gras, wie die Weiden an 
den Wasserbchen.
ISA 44:5 Dieser wird sagen: Ich bin des HERRN! und jener wird mit dem 
Namen Jakob benannt werden; ein anderer wird sich mit seiner Hand dem 
HERRN verschreiben und mit dem Namen Israel geehrt werden.
ISA 44:6 So spricht der HERR, der Knig Israels, und sein Erlser, der 
HERR der Heerscharen: Ich bin der Erste, und ich bin der Letzte, und auer 
mir ist kein Gott.
ISA 44:7 Und wer ruft wie ich und verkndigt und tut es mir gleich, der 
ich ein ewiges Volk eingesetzt habe? Und was bevorsteht und was kommen 
wird, das mgen sie anzeigen!
ISA 44:8 Frchtet euch nicht und erschrecket nicht! Habe ich es dir nicht 
vorlngst verkndigt und dir angezeigt? Ihr seid meine Zeugen! Ist auch 
ein Gott auer mir? Nein, es gibt sonst keinen Fels, ich wei keinen!
ISA 44:9 Alle Gtzenmacher sind nichtig, und ihre Lieblinge ntzen nichts; 
ihre eigenen Zeugen sehen nichts und wissen nichts, so da sie zuschanden 
werden.
ISA 44:10 Wer hat je einen Gott gemacht und ein Gtzenbild gegossen, ohne 
einen Nutzen davon zu erwarten?
ISA 44:11 Siehe, alle seine Genossen werden zuschanden, und seine 
Werkmeister sind auch nur Menschen; mgen sie alle sich vereinigen und 
zusammenstehen, so mssen sie doch erschrecken und miteinander zuschanden 
werden.
ISA 44:12 Der Schmied hat einen Meiel und arbeitet in der Glut und bildet 
es mit Hmmern und fertigt es mit der Kraft seines Armes; er leidet 
Hunger, bis er kraftlos wird, und trinkt kein Wasser, bis er ermattet ist.
ISA 44:13 Der Schnitzer spannt die Richtschnur aus, er zeichnet es mit dem 
Stift, bearbeitet es mit Schnitzmessern und zeichnet es vor mit dem 
Zirkel; und er macht es einem Mannsbild gleich, wie die Schnheit eines 
Menschen, da es in einem Hause wohne.
ISA 44:14 Er fllt sich Zedern und nimmt eine Steineiche oder eine Eiche 
und whlt sie aus unter den Bumen des Waldes. Er pflanzt eine Esche, und 
der Regen macht sie gro.
ISA 44:15 Die dienen dem Menschen als Brennstoff; und er nimmt davon und 
wrmt sich damit; er heizt ein, um damit Brot zu backen; davon macht er 
auch einen Gott und verehrt ihn; er verfertigt sich ein Bild und kniet 
davor!
ISA 44:16 Den einen Teil verbrennt er im Feuer, bei dem andern it er 
Fleisch, brt einen Braten und sttigt sich; er wrmt sich und spricht: 
Ha, ha, ich habe mich erwrmt, ich spre das Feuer!
ISA 44:17 Aus dem Rest aber macht er einen Gott, sein Gtzenbild. Er kniet 
vor demselben, verehrt es und fleht zu ihm und spricht: Errette mich, 
denn du bist mein Gott!
ISA 44:18 Sie erkennen und verstehen es nicht, denn ihre Augen sind 
verklebt, da sie nicht sehen, auch ihr Herz, da sie nichts merken.
ISA 44:19 Keiner ist, der es zu Herzen fasse; da ist weder Einsicht noch 
Verstand, da man bei sich gedchte: Ich habe den einen Teil mit Feuer 
verbrannt und ber seiner Glut Brot gebacken, Fleisch gebraten und 
gegessen; und aus dem brigen sollte ich nun einen Greuel machen? Sollte 
ich vor einem Klotz niederfallen?
ISA 44:20 Er weidet sich an Asche, das betrogene Herz verfhrt ihn; er 
rettet seine Seele nicht und denkt nicht: Es ist ja Betrug in meiner 
Rechten!
ISA 44:21 Bedenke solches, Jakob, und du, Israel; denn du bist mein 
Knecht! Ich habe dich geschaffen, da du mein Knecht seiest. O Israel, 
vergi meiner nicht!
ISA 44:22 Ich vertilge deine bertretungen wie eine Wolke und deine Snden 
wie den Nebel. Kehre dich zu mir, denn ich habe dich erlst!
ISA 44:23 Frohlocket, ihr Himmel; denn der HERR hat es getan! Jauchzet, 
ihr Tiefen der Erde! Brechet in Jubel aus, ihr Berge und Wlder samt allen 
Bumen, die darin sind! Denn der HERR hat Jakob erlst, und an Israel 
verherrlicht er sich.
ISA 44:24 So spricht der HERR, dein Erlser, der dich von Mutterleib an 
gebildet hat: Ich bin der HERR, der alles tut. Ich habe die Himmel 
ausgespannt, Ich allein, und die Erde ausgebreitet. Wer war bei mir?
ISA 44:25 Der die Zeichen der Schwtzer vereitelt und die Wahrsager als 
Schwindler entlarvt; der die Weisen zum Widerruf zwingt und ihr Wissen zur 
Torheit macht;
ISA 44:26 der aber das Wort seines Knechtes besttigt und den Rat seiner 
Boten vollfhrt; der zu Jerusalem spricht: Werde wieder bewohnt! und zu 
den Stdten Judas: Werdet wieder gebaut! Und ihre Trmmer richte ich 
wieder auf.
ISA 44:27 Der zu der Tiefe spricht: Versiege! Und deine Strme werde ich 
trockenlegen!
ISA 44:28 Der von Kores spricht: Er ist mein Hirt, und er wird all meinen 
Willen vollfhren und zu Jerusalem sagen: Werde gebaut! und zum Tempel: 
Werde gegrndet!
ISA 45:1 Also spricht der HERR zu Kores, seinem Gesalbten, dessen rechte 
Hand ich ergriffen habe, um Vlker vor ihm niederzuwerfen und die Lenden 
der Knige zu entgrten, um die Tren vor seinem Angesicht aufzutun und 
die Tore, damit sie nicht geschlossen bleiben:
ISA 45:2 Ich will vor dir herziehen und das Erhabene erniedrigen; ich will 
eherne Tren zerbrechen und eiserne Riegel zerschlagen
ISA 45:3 und will dir verborgene Schtze geben und versteckte Reichtmer, 
damit du erkennest, da Ich, der HERR, es bin, der dich bei deinem Namen 
gerufen hat, der Gott Israels.
ISA 45:4 Um Jakobs, meines Knechtes, und Israels, meines Auserwhlten 
willen habe ich dich bei deinem Namen gerufen; und ich habe dir einen 
Ehrennamen gegeben, ehe du mich kanntest.
ISA 45:5 Ich bin der HERR und sonst ist keiner; denn auer mir ist kein 
Gott. Ich habe dich gegrtet, ehe du mich gekannt hast,
ISA 45:6 damit vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang erkannt 
werde, da gar keiner sei auer mir; Ich bin der HERR, und sonst ist 
keiner,
ISA 45:7 der ich das Licht mache und die Finsternis schaffe; der ich 
Frieden gebe und Unglck schaffe. Ich, der HERR, tue solches alles.
ISA 45:8 Trufelt, ihr Himmel, von oben herab, und ihr Wolken, regnet 
Gerechtigkeit! Die Erde tue sich auf und bringe Heil hervor, und 
Gerechtigkeit wachse zugleich! Ich, der HERR, habe es geschaffen.
ISA 45:9 Wehe dem, der mit seinem Schpfer hadert, eine Scherbe unter 
irdenen Scherben! Spricht auch der Ton zu seinem Tpfer: Was machst du? 
oder dein Werk: Er hat keine Hnde?
ISA 45:10 Wehe dem, der zum Vater spricht: Warum zeugst du? und zum 
Weibe: Warum gebierst du?
ISA 45:11 So spricht der HERR, der Heilige Israels und sein Schpfer: 
Wegen der Zukunft befraget mich! Meine Kinder und das Werk meiner Hnde 
lasset mir anbefohlen sein!
ISA 45:12 Ich habe die Erde gemacht und den Menschen darauf erschaffen; 
ich habe mit meinen Hnden die Himmel ausgespannt und gebiete all ihrem 
Heer.
ISA 45:13 Ich habe ihn erweckt in Gerechtigkeit und will alle seine Wege 
ebnen. Er wird meine Stadt bauen und meine Gefangenen loslassen; und zwar 
weder um Geld noch um Gaben, spricht der HERR der Heerscharen.
ISA 45:14 So hat der HERR gesprochen: Der Erwerb gyptens und der Gewinn 
thiopiens und die Saber, Leute hohen Wuchses, werden zu dir 
hinberkommen und dein eigen sein; dir werden sie nachfolgen und in 
Fubanden gehen; vor dir werden sie niederfallen und zu dir flehen: Nur 
bei dir ist Gott, und sonst gibt es keinen anderen Gott.
ISA 45:15 Frwahr, du bist ein Gott, der sich verborgen hlt, du Gott 
Israels, ein Erretter!
ISA 45:16 Es sollen sich schmen und zuschanden werden, es sollen sich 
insgesamt beschmt davonmachen alle Gtzenverfertiger!
ISA 45:17 Israel aber wird durch den HERRN errettet mit einer ewigen 
Errettung. Ihr sollt nicht zuschanden werden, noch in Schmach geraten 
ewiglich!
ISA 45:18 Denn also spricht der HERR, der Schpfer des Himmels, der Gott, 
der die Erde gebildet und bereitet hat; er hat sie nicht erschaffen, da 
sie leer sein soll, sondern um bewohnt zu sein hat er sie gebildet: Ich 
bin der HERR und sonst ist keiner!
ISA 45:19 Ich habe nicht im Verborgenen geredet, in einem dunklen Winkel 
der Erde; ich habe zu dem Samen Jakobs nicht gesagt: Vergeblich suchet 
mich! Ich, der HERR, rede, was recht ist, und verkndige, was richtig ist.
ISA 45:20 Versammelt euch, kommt, tretet allzumal herzu, ihr Entronnenen 
unter den Heiden! Sie haben keinen Verstand, die das Holz ihrer Gtzen 
tragen und zu einem Gott beten, der ihnen nicht helfen kann.
ISA 45:21 Saget an und bringet vor; ja, sie mgen sich miteinander 
beraten! Wer hat solches vorlngst zu wissen gegeben? Oder wer hat es von 
Anfang her verkndigt? War Ich es nicht, der HERR, auer dem kein anderer 
Gott ist, der gerechte Gott und Erretter? Auer mir ist keiner.
ISA 45:22 Wendet euch zu mir, so werdet ihr gerettet, aller Welt Enden; 
denn ich bin Gott und keiner sonst!
ISA 45:23 Ich schwre bei mir selbst, Gerechtigkeit geht aus meinem Munde, 
ein Wort, das nicht zurckgenommen wird: Mir soll sich beugen jedes Knie 
und schwren jede Zunge.
ISA 45:24 Nur im HERRN (so wird man sagen) habe ich Gerechtigkeit und 
Strke. Zu ihm werden kommen und sich schmen mssen alle, die ihm 
widerstrebt haben.
ISA 45:25 Im HERRN wird gerechtfertigt werden und seiner sich rhmen der 
ganze Same Israels.
ISA 46:1 Bel ist niedergesunken; Nebo zusammengebrochen; ihre Bilder sind 
den Tieren und dem Vieh aufgelegt; eure Tragbilder sind ihnen zur schweren 
Last geworden und machen sie mde.
ISA 46:2 Sie sind miteinander zusammengebrochen und niedergesunken und 
vermochten die Last nicht zu retten; sie selbst muten in die 
Gefangenschaft gehen.
ISA 46:3 Hret mir zu, o du Haus Jakobs, und ihr alle, die ihr von dem 
Hause Israels noch brig seid; ihr, die ihr mtterlich von mir getragen 
und von Geburt an von mir gepflegt worden seid:
ISA 46:4 Bis zum Greisenalter bin ich derselbe, und bis zum Ergrauen will 
ich euch tragen. Ich habe es getan, und ich will auch fernerhin heben, 
tragen und erretten.
ISA 46:5 Wem wolltet ihr mich nachbilden und an die Seite stellen, wem 
mich vergleichen, da wir uns glichen?
ISA 46:6 Die Gold aus dem Beutel schtteln und Silber mit der Waage 
darwgen, sie dingen einen Goldschmied, da er ihnen daraus einen Gott 
mache, vor dem sie niederfallen, ja den sie anbeten;
ISA 46:7 sie nehmen ihn auf die Achseln, tragen ihn und stellen ihn an 
seinen Ort; da steht er und bewegt sich nicht von der Stelle; schreit 
jemand zu ihm, so antwortet er nicht; er hilft ihm auch nicht aus seiner 
Not.
ISA 46:8 Bedenket das und ermannet euch und nehmet es euch zu Herzen, ihr 
bertreter!
ISA 46:9 Gedenket der Anfnge von Ewigkeit her, da Ich Gott bin und 
keiner sonst, ein Gott, dem keiner zu vergleichen ist.
ISA 46:10 Ich verkndige von Anfang an den Ausgang und von alters her, was 
noch nicht geschehen ist. Ich sage: Mein Ratschlu soll zustande kommen, 
und alles, was mir gefllt, will ich tun.
ISA 46:11 Ich berufe vom Aufgang her einen Adler und aus fernen Lndern 
den Mann meines Ratschlusses. Ja, ich habe es gesagt, ich fhre es auch 
herbei; ich habe es entworfen, und ich tue es auch.
ISA 46:12 Hret mir zu, die ihr ein stolzes Herz habt und fern von der 
Gerechtigkeit seid!
ISA 46:13 Ich habe meine Gerechtigkeit nahe gebracht; sie ist nicht fern, 
und mein Heil wird nicht sumen. Ich will in Zion Heil geben und fr 
Israel meine Herrlichkeit.
ISA 47:1 Steige herab und setze dich in den Staub, o Jungfrau, du Tochter 
Babel! Setze dich auf die Erde, ohne Thron, du Tochter der Chalder! Denn 
man wird dich nicht mehr die Weichliche und Verzrtelte nennen!
ISA 47:2 Nimm die Mhle hervor und mahle Mehl; nimm deinen Schleier ab und 
hebe die Schleppe auf; entble die Schenkel, wate durch die Flsse.
ISA 47:3 Deine Ble soll enthllt und deine Schande gesehen werden; Rache 
will ich nehmen und keines Menschen schonen.
ISA 47:4 Unser Erlser heit HERR der Heerscharen, der Heilige Israels.
ISA 47:5 Setze dich schweigend hin und gehe in die Finsternis, du Tochter 
der Chalder! Denn man wird dich nicht mehr Beherrscherin der Knigreiche 
nennen.
ISA 47:6 Ich war ber mein Volk so erzrnt, da ich mein Erbteil entweihte 
und in deine Gewalt gab; du aber hast ihnen keine Barmherzigkeit bewiesen, 
sondern auch auf den Greis ein schweres Joch gelegt,
ISA 47:7 und du hast gedacht: Ich werde ewiglich Gebieterin sein, und 
hast dabei solches nicht zu Herzen genommen und nicht gedacht, wie es 
hernach gehen wrde.
ISA 47:8 Nun aber hre, du ppige, die da sorglos sitzt, die in ihrem 
Herzen also spricht: Ich bin's und sonst niemand! Ich werde nicht als 
Witwe dasitzen, noch die Beraubung meiner Kinder erfahren!
ISA 47:9 Dennoch wird dir beides begegnen auf einen Tag, unversehens, da 
du deiner Kinder beraubt und Witwe werden wirst; mit groer Macht werden 
sie dich berfallen trotz der Menge deiner Zaubereien und der groen 
Anzahl deiner Beschwrungen.
ISA 47:10 Denn du hast dich sicher geglaubt in deiner Bosheit und 
gesprochen: Es sieht mich niemand! Deine Weisheit und deine Wissenschaft 
haben dich verfhrt, da du bei dir selbst gedacht hast: Ich bin's und 
sonst niemand!
ISA 47:11 Darum wird Unglck ber dich kommen, das du nicht wegzaubern 
kannst; und Verderben wird dich berfallen, welches du nicht abzuwenden 
vermagst; pltzlich wird eine Verwstung ber dich kommen, deren du dich 
nicht versiehst.
ISA 47:12 Tritt doch hin mit deinen Beschwrungen und mit der Menge deiner 
Zaubereien, womit du dich von Jugend auf abgemht hast! Vielleicht 
vermagst du zu helfen; vielleicht flest du Schrecken ein.
ISA 47:13 Du bist mde geworden von der Menge deiner Beratungen. So la 
nun herzutreten und dich retten, die den Himmel einteilen, die Sternseher, 
die alle Neumonde kundtun, was ber dich kommen soll!
ISA 47:14 Siehe, sie sind geworden wie Stoppeln, welche das Feuer 
verbrannt hat; sie werden ihre Seele nicht vor der Gewalt der Flammen 
erretten; wird es doch keine Kohlenglut sein, dabei man sich wrmen, und 
kein Ofen, dabei man sitzen knnte.
ISA 47:15 So ist es dir mit denen ergangen, um welche du dich gemht, mit 
denen du Handel getrieben hast von Jugend auf: ein jeder irrt auf seinem 
eigenen Weg davon, und keiner hilft dir!
ISA 48:1 Hre dieses, du Haus Jakob, die ihr mit dem Namen Israel benannt 
werdet und aus den Wassern Judas entsprungen seid; die ihr bei dem Namen 
des HERRN schwret und euch zu dem Gott Israels bekennet, aber nicht in 
Wahrheit noch in Gerechtigkeit!
ISA 48:2 Denn sie nennen sich nach der heiligen Stadt und verlassen sich 
auf den Gott Israels, dessen Name HERR der Heerscharen ist.
ISA 48:3 Das Frhere habe ich vorlngst verkndigt; aus meinem Munde ist 
es hervorgegangen, und ich habe es kundgetan. Pltzlich habe ich es 
ausgefhrt, und es ist eingetroffen.
ISA 48:4 Weil ich wute, da du hart bist und dein Nacken eine eiserne 
Sehne und deine Stirne ehern ist,
ISA 48:5 so habe ich es dir damals angekndigt; ehe es geschah, habe ich 
es dir zu wissen getan, da du nicht sagen knntest: Mein Gtze hat es 
gemacht, und mein geschnitztes oder gegossenes Bild hat es befohlen.
ISA 48:6 Du hast alles gehrt, was du nun siehst. Wollt ihr es nun nicht 
eingestehen? Von nun an lasse ich dich Neues hren und Verborgenes, was du 
nicht wutest.
ISA 48:7 Jetzt erst ist es geschaffen worden und nicht vorlngst; und vor 
dem heutigen Tag hast du nichts davon gehrt, damit du nicht sagen 
knntest: Siehe, ich habe es gewut!
ISA 48:8 Du hast es weder gehrt noch gewut, noch war damals dein Ohr 
geffnet; denn ich wute, da du gar treulos bist und von Mutterleib an 
ein bertreter genannt wurdest.
ISA 48:9 Um meines Namens willen bin ich langmtig, und um meiner Ehre 
willen halte ich an mich dir zugute, um dich nicht auszurotten.
ISA 48:10 Siehe, ich habe dich gelutert, aber nicht als Silber. Ich habe 
dich geprft im Ofen des Elends.
ISA 48:11 Um meinetwillen, um meinetwillen tue ich's! Denn wie wrde sonst 
gelstert! Und ich will meine Ehre keinem andern geben.
ISA 48:12 Hre auf mich, Jakob, und du Israel, mein Berufener! Ich bin 
derselbe! Ich bin der Erste, und ich bin auch der Letzte!
ISA 48:13 Ja, meine Hand hat die Erde gegrndet und meine Rechte die 
Himmel ausgespannt. Sobald ich ihnen rief, standen sie allzumal da.
ISA 48:14 Versammelt euch, ihr alle, und hret! Welcher unter ihnen hat 
solches verkndigt: Er, den der HERR liebhat, der wird seinen Willen an 
Babel vollstrecken und die Chalder seinen Arm fhlen lassen?
ISA 48:15 Ich, ich habe es gesagt, ich habe ihn auch berufen und ihn 
hergebracht, und sein Weg wird gelingen.
ISA 48:16 Nahet zu mir und hret solches! Nicht im Verborgenen habe ich 
von Anfang an geredet. Seitdem es geschehen ist, bin ich da; und nun hat 
mich Gott, der HERR, und sein Geist gesandt.
ISA 48:17 So spricht der HERR, dein Erlser, der Heilige Israels: Ich bin 
der HERR, dein Gott, der dich lehrt, was ntzlich ist, und dich den Weg 
leitet, den du wandeln sollst.
ISA 48:18 O da du auf meine Gebote merktest! So wrde dein Friede sein 
wie ein Wasserstrom und deine Gerechtigkeit wie Meereswellen.
ISA 48:19 Dein Same wrde sein wie der Sand und die Sprlinge deines 
Leibes wie seine Krnlein. Sein Name wrde vor meinem Angesicht weder 
ausgerottet noch vertilgt.
ISA 48:20 Gehet aus von Babel, fliehet von den Chaldern! Verkndiget es 
mit jubelnder Stimme! Lasset solches hren! Breitet es aus bis an der Welt 
Ende und saget: Der HERR hat seinen Knecht Jakob erlst!
ISA 48:21 Sie litten keinen Durst, als er sie durch die Wsten fhrte, 
Wasser lie er ihnen aus den Felsen rinnen; er spaltete den Fels, da flo 
Wasser heraus!
ISA 48:22 Keinen Frieden, spricht der HERR, gibt es fr die Gottlosen!
ISA 49:1 Hret mir zu, ihr Inseln, und merket auf, ihr Vlker in der 
Ferne! Der HERR hat mich von Mutterleib an berufen und meines Namens 
gedacht von Mutterscho an.
ISA 49:2 Er hat meinen Mund gemacht wie ein scharfes Schwert; er hat mich 
im Schatten seiner Hand geborgen und mich zu einem auserlesenen Pfeil 
gemacht; er hat mich in seinem Kcher versteckt
ISA 49:3 und zu mir gesagt: Israel, du bist mein Knecht, durch den ich 
mich verherrliche.
ISA 49:4 Ich aber hatte gedacht: Ich habe mich vergeblich abgemht und 
meine Kraft umsonst und nutzlos verbraucht! Und doch steht mein Recht bei 
dem HERRN und mein Lohn bei meinem Gott.
ISA 49:5 Und nun spricht der HERR, der mich von Mutterleib an zu seinem 
Knechte gebildet hat, um Jakob zu ihm zurckzubringen, da Israel zu ihm 
gesammelt werde (und ich bin geehrt in den Augen des HERRN, und mein Gott 
ist meine Strke),
ISA 49:6 ja, er spricht: Es ist zu gering, da du mein Knecht bist, um die 
Stmme Jakobs aufzurichten und die Geretteten Israels wiederzubringen; 
darum will ich dich zum Lichte der Heiden machen, da du mein Heil seiest 
bis ans Ende der Erde.
ISA 49:7 So spricht der HERR, der Erlser Israels, sein Heiliger, zu dem 
von jedermann Verachteten, zu dem Abscheu des Volkes, zu dem Knecht der 
Herrscher: Knige werden ehrfurchtsvoll aufstehen und Frsten anbetend 
niederfallen um des HERRN willen, der getreu ist, um des Heiligen Israels 
willen, der dich auserwhlt hat.
ISA 49:8 Weiter spricht der HERR: Zur angenehmen Zeit habe ich dich erhrt 
und am Tage des Heils dir geholfen; und ich will dich behten und dich dem 
Volk zum Bundesmittler geben, da du dem Lande wieder aufhelfest und die 
verwsteten Erbteile wieder in ihren Besitz bringest;
ISA 49:9 da du zu den Gefangenen sagest: Gehet heraus! und zu denen in 
der Finsternis: Kommet hervor! Sie werden an den Straen weiden und auf 
allen kahlen Hgeln ihre Weide haben.
ISA 49:10 Sie werden weder hungern noch drsten; keine trgerische 
Wasserspiegelung noch Sonne wird sie blenden; denn ihr Erbarmer wird sie 
fhren und zu den Wasserquellen leiten.
ISA 49:11 Ich werde alle meine Berge wegsam machen, und meine Fupfade 
sollen erhht werden.
ISA 49:12 Siehe, diese werden von ferne kommen und jene dort von 
Mitternacht und vom Niedergang, etliche aber von dem Lande Sinim.
ISA 49:13 Frohlocket, ihr Himmel, und lobsinge, du Erde! Brechet in Jubel 
aus, ihr Berge, denn der HERR hat sein Volk getrstet und erbarmt sich 
seiner Bekmmerten!
ISA 49:14 Zion sprach: Der HERR hat mich verlassen, und der Herr hat 
meiner vergessen.
ISA 49:15 Kann auch ein Weib ihres Kindleins vergessen, da sie sich nicht 
erbarme ber ihren leiblichen Sohn? Und wenn sie desselben verge, so 
will ich doch deiner nicht vergessen;
ISA 49:16 siehe, in meine beiden Hnde habe ich dich eingezeichnet; deine 
Mauern sind immerdar vor mir!
ISA 49:17 Deine Shne eilen herbei; aber die dich zerstrt und verwstet 
haben, sollen sich davonmachen!
ISA 49:18 Erhebe deine Augen ringsumher und siehe, alle diese werden 
versammelt, kommen zu dir. So wahr ich lebe, spricht der HERR, du wirst 
sie alle wie eine Zierde anlegen und dich mit ihnen grten wie eine Braut.
ISA 49:19 Denn dein Land, welches de, verwstet und verderbt liegt, wird 
nun den Einwohnern zu eng werden, und die dich verschlingen wollten, 
werden sich entfernen.
ISA 49:20 Und die Shne, welche aus der Zeit deiner Kinderlosigkeit 
stammen, werden vor deinen Ohren sagen: Dieser Ort ist mir zu eng, gib mir 
Raum, da ich wohnen kann!
ISA 49:21 Alsdann wirst du bei dir selbst denken: Wer hat mir denn diese 
geboren, mir, der Kinderlosen und Unfruchtbaren, der Gefangenen und 
Verstoenen? Und wer hat mir diese erzogen? Siehe, ich war allein 
gelassen, wo waren denn diese?
ISA 49:22 Darum spricht Gott der HERR also: Siehe, ich will mit meiner 
Hand den Heiden winken und den Vlkern mein Panier aufrichten; dieselben 
werden dir deine Shne in den Armen herbringen und deine Tchter auf den 
Achseln herzutragen;
ISA 49:23 und Knige sollen deine Wrter und ihre Frstinnen deine Ammen 
sein. Sie werden vor dir niederfallen, das Angesicht zur Erde gewandt, und 
werden den Staub deiner Fe lecken, auf da du erfahrest, da ich der 
HERR bin, an welchem nicht zuschanden werden, die auf mich harren.
ISA 49:24 Kann auch einem Riesen sein Raub genommen werden? Und knnen 
rechtmig Gefangene entrinnen?
ISA 49:25 Ja, so spricht der HERR: Die Gefangenen sollen dem Riesen 
genommen werden, und der Raub des Tyrannen soll entrinnen; denn ich will 
hadern mit dem, der mit dir hadert, und deine Kinder will ich erretten.
ISA 49:26 Ich will deine Bedrcker mit ihrem eigenen Fleische speisen und 
sie mit ihrem eigenen Blute wie mit Most berauschen; und alles Fleisch 
soll erkennen, da ich, der HERR, dein Erretter bin und dein Erlser, der 
Starke Jakobs.
ISA 50:1 So spricht der HERR: Wo ist der Scheidebrief eurer Mutter, mit 
dem ich sie verstoen htte? Oder welchem von meinen Glubigern habe ich 
euch verkauft? Siehe, ihr seid um eurer Missetat willen verkauft, und um 
eurer bertretung willen ist eure Mutter verstoen worden.
ISA 50:2 Warum war niemand da, als ich kam, antwortete niemand, als ich 
rief? Ist etwa meine Hand zu kurz zum Erlsen, oder ist bei mir keine 
Kraft zum Retten? Siehe, mit meinem Schelten trockne ich das Meer aus; ich 
mache Strme zur Wste, da ihre Fische vor Wassermangel faulen und vor 
Durst sterben!
ISA 50:3 Ich kleide den Himmel in Schwarz und bedecke ihn mit einem Sack.
ISA 50:4 Gott, der HERR, hat mir eine gebte Zunge gegeben, damit ich den 
Mden mit Worten zu erquicken wisse. Er weckt, ja, Morgen fr Morgen weckt 
er mir das Ohr, da ich hre wie ein Jnger.
ISA 50:5 Gott, der HERR, hat mir das Ohr aufgetan; und ich habe mich nicht 
widersetzt und bin nicht zurckgewichen.
ISA 50:6 Meinen Rcken bot ich denen dar, die mich schlugen, und meine 
Wangen denen, die mich rauften; mein Angesicht verbarg ich nicht vor 
Schmach und Speichel.
ISA 50:7 Aber Gott, der HERR, wird mir helfen; darum lie ich mich nicht 
einschchtern; darum machte ich mein Angesicht wie einen Kieselstein; denn 
ich wute, da ich nicht zuschanden wrde.
ISA 50:8 Der mich rechtfertigt, ist nahe; wer will mit mir hadern? Lasset 
uns miteinander hintreten! Wer will mit mir rechten? Er trete her zu mir!
ISA 50:9 Siehe, Gott, der HERR, steht mir bei, wer will mich denn 
verurteilen? Siehe, sie werden alle veralten wie ein Kleid; Motten werden 
sie fressen.
ISA 50:10 Wer unter euch frchtet den HERRN, ist gehorsam der Stimme 
seines Knechtes? Wenn er im Finstern wandelt und ihm kein Licht scheint, 
so vertraue er auf den Namen des HERRN und halte sich an seinen Gott!
ISA 50:11 Sehet aber zu, ihr alle, die ihr ein Feuer anzndet und euch mit 
feurigen Pfeilen wappnet, gehet hin in die Flamme eures eigenen Feuers und 
in die feurigen Pfeile, die ihr angezndet habt! Solches widerfhrt euch 
von meiner Hand, da ihr in Schmerzen liegen mt.
ISA 51:1 Hret mir zu, ihr, die ihr der Gerechtigkeit nachjagt, ihr, die 
ihr den HERRN suchet. Sehet auf den Felsen, aus dem ihr gehauen, und auf 
die Brunnenhhle, daraus ihr gegraben seid!
ISA 51:2 Sehet auf Abraham, euren Vater, und auf Sarah, welche euch 
geboren hat; denn als Einzelnen habe ich ihn berufen und ihn gesegnet und 
gemehrt.
ISA 51:3 Denn der HERR trstet Zion; er trstet alle ihre Trmmer und 
macht ihre Wsten wie Eden und ihre Einde zu einem Garten des HERRN. 
Freude und Wonne, Danksagung und Lobgesang wird darin gefunden.
ISA 51:4 So merke nun auf mich, mein Volk, und ihr, meine Leute, leihet 
mir eure Ohren; denn eine Lehre wird von mir ausgehen, und mein Recht will 
ich zum Licht der Vlker aufrichten.
ISA 51:5 Meine Gerechtigkeit ist nahe, mein Heil zieht aus, und meine Arme 
werden die Vlker richten. Auf mich werden die Inseln harren und auf 
meinen Arm warten.
ISA 51:6 Erhebet eure Augen gen Himmel und schauet auf die Erde drunten; 
denn die Himmel werden vergehen wie ein Rauch, und die Erde wird wie ein 
Kleid veralten, und ihre Einwohner werden wie Mcken sterben; aber mein 
Heil wird ewig bleiben und meine Gerechtigkeit nicht zerbrochen werden.
ISA 51:7 Hret mir zu, ihr, die ihr die Gerechtigkeit kennet, du Volk, das 
mein Gesetz im Herzen trgt! Erschrecket nicht vor dem Schmhen der 
Menschen und entsetzet euch nicht vor ihrem Lstern.
ISA 51:8 Denn die Schaben werden sie fressen wie ein Kleid; und die Motten 
werden sie fressen wie Wolle; aber meine Gerechtigkeit wird ewig bleiben 
und mein Heil von Geschlecht zu Geschlecht.
ISA 51:9 Erwache, erwache, und ziehe Macht an, du Arm des HERRN! Erwache, 
wie in den Tagen der Vorzeit und bei den Geschlechtern der Urzeit! Bist du 
nicht der, welcher Rahab zerschmettert und den Drachen durchbohrt hat?
ISA 51:10 Bist du nicht der, welcher das Meer, die Wasser der groen Flut, 
trockengelegt und die Tiefen des Meers zu einem Weg gemacht hat, da die 
Erlsten hindurchzogen?
ISA 51:11 Also werden die Erlsten des HERRN wiederkehren und gen Zion 
kommen mit Jauchzen, und ewige Freude wird ber ihrem Haupte sein; Freude 
und Wonne werden sie erfassen, aber Kummer und Seufzen wird entfliehen.
ISA 51:12 Ich, ich bin es, der euch trstet. Wer bist aber du, da du den 
sterblichen Menschen frchtest, das Menschenkind, welches wie Gras vergeht,
ISA 51:13 und da du den HERRN vergissest, der dich gemacht hat, der den 
Himmel ausgespannt und die Erde gegrndet hat? Und allezeit, den ganzen 
Tag, frchtest du dich vor dem Grimm des Bedrckers, wenn er sich rstet, 
zu verderben. Wo bleibt nun aber der Grimm des Bedrckers?
ISA 51:14 Eilends wird der in Ketten Gekrmmte entfesselt, damit er nicht 
umkomme in der Grube, noch an Brot Mangel leide.
ISA 51:15 Ich bin ja der HERR, dein Gott, der das Meer aufwhlt, da seine 
Wellen brausen: HERR der Heerscharen ist sein Name.
ISA 51:16 Ich habe meine Worte in deinen Mund gelegt und dich mit dem 
Schatten meiner Hand bedeckt, um den Himmel auszuspannen und die Erde zu 
grnden und zu Zion zu sagen: Du bist mein Volk!
ISA 51:17 Erwache! erwache! stehe auf, Jerusalem, die du von der Hand des 
Herrn den Becher seines Zorns getrunken hast, die du den Taumelkelch 
getrunken und ausgeschlrft hast!
ISA 51:18 Denn da war niemand, der sie leitete, von allen Kindern, die sie 
geboren hat, und niemand, der sie an der Hand fhrte, von allen Kindern, 
welche sie erzogen hat.
ISA 51:19 Diese beiden Dinge sind dir begegnet (aber wer bezeugt dir 
Teilnahme?) Raub und Zerstrung, Hunger und Schwert; wie soll ich dich 
trsten?
ISA 51:20 Deine Kinder waren verschmachtet, sie lagen an den Ecken aller 
Gassen, wie eine Antilope im Netz, und waren voll des grimmigen Zorns des 
HERRN und des Scheltens deines Gottes.
ISA 51:21 Darum, du Elende und Trunkene, aber nicht vom Wein, hre doch 
das:
ISA 51:22 So spricht dein Herr, der HERR, und dein Gott, welcher seines 
Volkes Sache fhrt: Siehe, ich will den Taumelbecher aus deiner Hand 
nehmen, den Kelch meines Grimmes, da du hinfort nimmermehr daraus trinken 
mut,
ISA 51:23 sondern ich will ihn deinen Bedrckern in die Hand geben, die zu 
deiner Seele gesprochen haben: Bcke dich, da wir ber dich wegschreiten 
knnen; mache deinen Rcken der Erde gleich und wie eine Gasse fr die, so 
darber gehen!
ISA 52:1 Wache auf, wache auf! Zion, ziehe deine Strke an! Lege deine 
Ehrenkleider an, Jerusalem, du heilige Stadt! Denn hinfort wird kein 
Unbeschnittener noch Unreiner mehr in dich hineinkommen.
ISA 52:2 Schttle den Staub von dir ab, stehe auf und setze dich, 
Jerusalem! Mache dich los von den Fesseln deines Halses, du gefangene 
Tochter Zion!
ISA 52:3 Denn also spricht der HERR: Umsonst seid ihr verkauft worden, so 
sollt ihr auch ohne Geld erlst werden.
ISA 52:4 Denn so spricht Gott der HERR: Mein Volk ist vor Zeiten nach 
gypten hinabgezogen, um daselbst in der Fremde zu weilen; aber der 
Assyrer hat sie ohne Ursache bedrckt.
ISA 52:5 Nun aber, was habe ich hier zu tun, spricht der HERR, da mein 
Volk ohne Entschdigung geraubt wird? Seine Beherrscher jauchzen, spricht 
der HERR, und mein Name wird bestndig, den ganzen Tag, geschmht.
ISA 52:6 Darum soll mein Volk meinen Namen kennen lernen, ja, darum wird 
es an jenem Tage erkennen, da ich der bin, welcher spricht: Siehe, hier 
bin ich!
ISA 52:7 Wie lieblich sind auf den Bergen die Fe des Freudenboten, der 
Frieden verkndigt, der gute Botschaft bringt, der das Heil predigt, der 
zu Zion sagt:
ISA 52:8 Dein Gott ist Knig! Da ist die Stimme deiner Wchter! Sie werden 
ihre Stimme erheben und miteinander jauchzen; denn Auge in Auge werden sie 
es sehen, wenn der HERR wieder nach Zion kommt.
ISA 52:9 Ihr Trmmer Jerusalems, freuet euch und frohlocket miteinander! 
Denn der HERR hat sein Volk getrstet, Jerusalem erlst!
ISA 52:10 Der HERR hat seinen heiligen Arm vor den Augen aller Heiden 
entblt; und alle Enden der Erde werden das Heil unsres Gottes sehen!
ISA 52:11 Weichet! weichet! ziehet aus von dannen! rhret nichts Unreines 
an! Ziehet weg aus ihrer Mitte! Reiniget euch, die ihr des HERRN Gerte 
traget!
ISA 52:12 Ihr werdet aber nicht ngstlich davoneilen, noch wie Flchtlinge 
gehen; denn der HERR wird vor euch herziehen, und der Gott Israels wird 
eure Nachhut sein.
ISA 52:13 Siehe, mein Knecht wird weislich handeln, er wird emporkommen, 
erhht werden und sehr erhaben sein.
ISA 52:14 Gleichwie sich viele ber dich entsetzten (so sehr war sein 
Angesicht entstellt, nicht mehr wie das eines Menschen, und seine Gestalt, 
nicht mehr wie die der Menschenkinder),
ISA 52:15 also wird er viele Heiden in Erstaunen setzen und Knige werden 
vor ihm den Mund schlieen. Denn was ihnen nie erzhlt worden war, das 
werden sie sehen, und was sie nie gehrt hatten, werden sie wahrnehmen.
ISA 53:1 Wer hat dem geglaubt, was uns verkndigt ward, und der Arm des 
HERRN, wem ward er geoffenbart?
ISA 53:2 Er wuchs auf vor ihm wie ein Scho, wie ein Wurzelspro aus 
drrem Erdreich. Er hatte keine Gestalt und keine Pracht; wir sahen ihn, 
aber sein Anblick gefiel uns nicht.
ISA 53:3 Verachtet war er und verlassen von den Menschen, ein Mann der 
Schmerzen und mit Krankheit vertraut; wie einer, vor dem man das Angesicht 
verbirgt, so verachtet war er, und wir achteten seiner nicht.
ISA 53:4 Doch wahrlich, unsere Krankheit trug er, und unsere Schmerzen lud 
er auf sich; wir aber hielten ihn fr bestraft, von Gott geschlagen und 
geplagt;
ISA 53:5 aber er wurde durchbohrt um unserer bertretung willen, 
zerschlagen wegen unserer Missetat; die Strafe, uns zum Frieden, lag auf 
ihm, und durch seine Wunden sind wir geheilt.
ISA 53:6 Wir gingen alle in der Irre wie Schafe, ein jeder wandte sich auf 
seinen Weg; aber der HERR warf unser aller Schuld auf ihn.
ISA 53:7 Da er mihandelt ward, beugte er sich und tat seinen Mund nicht 
auf, wie ein Lamm, das zur Schlachtbank gefhrt wird, und wie ein Schaf, 
das vor seinem Scherer verstummt und seinen Mund nicht auftut.
ISA 53:8 Infolge von Drangsal und Gericht wurde er weggenommen; wer 
bedachte aber zu seiner Zeit, da er aus dem Lande der Lebendigen 
weggerissen, wegen der bertretung meines Volkes geschlagen ward?
ISA 53:9 Und man gab ihm bei Gottlosen sein Grab und bei einem Reichen 
seine Gruft, obwohl er kein Unrecht getan hatte und kein Betrug in seinem 
Munde gewesen war.
ISA 53:10 Aber dem HERRN gefiel es, ihn zu zerschlagen, er lie ihn 
leiden. Wenn er seine Seele zum Schuldopfer gegeben hat, so wird er 
Nachkommen sehen und lange leben; und des HERRN Vorhaben wird in seiner 
Hand gelingen.
ISA 53:11 An der Arbeit seiner Seele wird er sich satt sehen; durch seine 
Erkenntnis wird er, mein Knecht, der Gerechte, viele gerecht machen, und 
ihre Schulden wird er auf sich nehmen.
ISA 53:12 Darum will ich ihm unter den Groen seinen Anteil geben, und er 
soll Starke zum Raube erhalten, dafr, da er seine Seele dem Tode 
preisgegeben hat und sich unter die beltter zhlen lie und die Snden 
vieler getragen und fr die beltter gebetet hat!
ISA 54:1 Frohlocke, du Unfruchtbare, die nicht gebar! Brich in Jubel aus 
und jauchze, die nicht in Wehen lag! Denn die Verlassene wird mehr Kinder 
haben als die Vermhlte, spricht der HERR.
ISA 54:2 Erweitere den Raum deines Zeltes und dehne die Teppiche deiner 
Wohnungen aus; spare nicht, spanne deine Seile weit aus und befestige 
deine Pfhle;
ISA 54:3 denn zur Rechten und zur Linken wirst du ausbrechen, und dein 
Same wird die Nationen besitzen, und sie werden verlassene Stdte 
bevlkern.
ISA 54:4 Frchte dich nicht, denn du wirst nicht zuschanden werden. Schme 
dich nicht, denn du sollst nicht beschimpft werden; denn du wirst der 
Schande deiner Jugend vergessen, und der Schmach deiner Witwenschaft wirst 
du nimmermehr eingedenk sein.
ISA 54:5 Denn dein Eheherr ist dein Schpfer, HERR der Heerscharen ist 
sein Name; und dein Erlser, der Heilige in Israel, wird Gott der ganzen 
Erde genannt.
ISA 54:6 Denn wie ein verlassenes und im Geiste bekmmertes Weib wird der 
HERR dich rufen, wie ein junges Weib, das verstoen ist, spricht dein Gott.
ISA 54:7 Einen kleinen Augenblick habe ich dich verlassen; aber mit groer 
Barmherzigkeit werde ich dich sammeln.
ISA 54:8 In berwallendem Zorn habe ich einen Augenblick mein Angesicht 
vor dir verborgen; aber mit ewiger Gnade will ich mich ber dich erbarmen, 
spricht der HERR, dein Erlser.
ISA 54:9 Und das soll mir sein wie die Wasser Noahs: denn wie ich 
geschworen habe, da die Wasser Noahs nimmermehr die Erde berfluten 
sollen, also habe ich geschworen, da ich nimmermehr ber dich zrnen noch 
dich schelten wolle.
ISA 54:10 Denn die Berge mgen weichen und die Hgel wanken, aber meine 
Gnade wird nicht von dir weichen und mein Friedensbund nicht wanken, 
spricht der HERR, dein Erbarmer.
ISA 54:11 Du Elende, Sturmbewegte, Ungetrstete! Siehe, ich will deine 
Steine in Bleiglanz legen und dich grnden mit Saphiren.
ISA 54:12 Ich will deine Zinnen von Rubinen machen und deine Pforten von 
Karfunkeln und alle deine Grenzen von kstlichen Steinen.
ISA 54:13 Und alle deine Kinder werden vom HERRN gelehrt und gro wird der 
Friede deiner Kinder sein.
ISA 54:14 In Gerechtigkeit wirst du erbaut werden, fern von Bedrckung, 
da du dich nicht zu frchten brauchst, und ohne Gefahr, denn sie wird 
nicht zu dir nahen.
ISA 54:15 Siehe, sie mgen sich wohl zusammenrotten; aber es kommt nicht 
von mir. Wer sich aber wider dich rottet, der wird an dir zu Fall kommen.
ISA 54:16 Siehe, ich habe den Schmied gemacht, der das Kohlenfeuer anblst 
und eine Waffe hervorbringt nach seinem Handwerk; aber ich habe auch den 
Zerstrer gemacht, der sie vernichten wird;
ISA 54:17 keiner Waffe, die wider dich geschmiedet ist, wird es gelingen; 
und alle Zungen, die sich wider dich vor Gericht erheben, wirst du Lgen 
strafen. Das ist das Erbteil der Knechte des HERRN und ihre Gerechtigkeit, 
die ihnen von mir zuteil wird, spricht der HERR.
ISA 55:1 Wohlan, ihr Durstigen alle, kommt her zum Wasser; und die ihr 
kein Geld habt, kommt her, kaufet Getreide, kommt her und kaufet ohne Geld 
und umsonst Wein und Milch!
ISA 55:2 Warum wget ihr Geld dar fr das, was kein Brot ist, und euren 
Arbeitslohn fr das, was nicht sttigt? Hret doch auf mich und esset 
Gutes, und eure Seele ergtze sich am Fett!
ISA 55:3 Neiget eure Ohren und kommet her zu mir, hret, so wird eure 
Seele leben! Denn ich will euch einen ewigen Bund gewhren: die 
Gnadengter Davids, die bestndig sind.
ISA 55:4 Siehe, ich habe ihn zum Zeugen fr Vlkerschaften bestellt, zum 
Frsten und Gebieter von Vlkern.
ISA 55:5 Siehe, du wirst eine unbekannte Nation berufen, und Nationen, die 
dich nicht kennen, werden dir zulaufen, wegen des HERRN, deines Gottes, 
und um des Heiligen Israels willen, weil er dich herrlich gemacht hat.
ISA 55:6 Suchet den HERRN, solange er zu finden ist, rufet ihn an, whrend 
er nahe ist!
ISA 55:7 Der Gottlose verlasse seinen Weg und der beltter seine Gedanken 
und kehre um zum HERRN, so wird er sich seiner erbarmen, und zu unserm 
Gott; denn er vergibt viel.
ISA 55:8 Denn also spricht der HERR: Meine Gedanken sind nicht eure 
Gedanken, und eure Wege sind nicht meine Wege;
ISA 55:9 sondern so hoch der Himmel ber der Erde ist, so viel hher sind 
meine Wege als eure Wege und meine Gedanken als eure Gedanken.
ISA 55:10 Denn gleichwie der Regen und der Schnee vom Himmel fllt und 
nicht wieder dahin zurckkehrt, er habe denn die Erde getrnkt und 
befruchtet und zum Grnen gebracht, da sie dem Smann Samen und dem 
Hungrigen Brot gibt;
ISA 55:11 also soll das Wort, das aus meinem Munde geht, auch sein: es 
soll nicht leer zu mir zurckkehren, sondern ausrichten, was mir gefllt, 
und durchfhren, wozu ich es sende!
ISA 55:12 Denn ihr sollt mit Freuden ausziehen und in Frieden geleitet 
werden; Berge und Hgel sollen vor euch in Jubel ausbrechen und alle Bume 
des Feldes in die Hnde klatschen.
ISA 55:13 Anstatt der Dornen werden Zypressen wachsen und anstatt der 
Hecken Myrten; und das wird dem HERRN zum Ruhm gereichen, zu einem ewigen 
Denkzeichen, das nicht ausgerottet wird.
ISA 56:1 So spricht der HERR: Beobachtet das Recht und bet Gerechtigkeit; 
denn mein Heil ist nahe, um herbeizukommen, und meine Gerechtigkeit, um 
offenbart zu werden.
ISA 56:2 Wohl dem Menschenkinde, das solches tut, und dem Menschen, der 
solches festhlt: der den Sabbat beobachtet, um ihn nicht zu entweihen, 
und auf seine Handlungen achtgibt, um nichts Bses zu tun!
ISA 56:3 Es soll der Fremdling, der sich dem HERRN angeschlossen hat, 
nicht sagen: Der HERR wird mich gewi von seinem Volke ausschlieen! Und 
der Verschnittene soll nicht sagen: Siehe, ich bin ein drrer Baum!
ISA 56:4 Denn also spricht der HERR zu den Verschnittenen, die meine 
Sabbate halten und erwhlen, was mir gefllt, und an meinem Bund 
festhalten:
ISA 56:5 denen will ich in meinem Hause und in meinen Mauern einen Raum 
und einen Namen geben, der besser ist als Shne und Tchter; ich will 
ihnen einen ewigen Namen geben, der nicht ausgerottet werden soll.
ISA 56:6 Und die Fremdlinge, die sich dem HERRN anschlieen, um ihm zu 
dienen und des HERRN Namen zu lieben, und alle, die darauf achten, den 
Sabbat nicht zu entheiligen, und die an meinem Bund festhalten;
ISA 56:7 die will ich zu meinem heiligen Berge fhren und sie in meinem 
Bethaus erfreuen; ihre Brandopfer und Schlachtopfer sollen angenehm sein 
auf meinem Altar; denn mein Haus soll ein Bethaus heien fr alle Vlker.
ISA 56:8 So spricht Gott, der HERR, der die Verstoenen Israels sammelt: 
Ich will noch mehr zu ihm sammeln, zu seinen Gesammelten!
ISA 56:9 Kommet alle her, ihr Tiere auf dem Felde, um zu fressen, ihr 
Tiere im Walde!
ISA 56:10 Alle seine Wchter sind blind; sie wissen alle nichts; stumme 
Hunde sind sie, die nicht bellen knnen, sie liegen trumend da, schlafen 
gern;
ISA 56:11 doch sind sie gierige Hunde, die nicht wissen, wann sie genug 
haben; und sie, die Hirten, verstehen nicht aufzupassen; sie suchen alle 
das Ihre, ein jeder sieht auf seinen Gewinn, ohne Ausnahme.
ISA 56:12 Kommt her, sagen sie, ich will Wein holen, da wollen wir uns 
mit starkem Getrnk berauschen, und morgen soll es gehen wie heute, ja 
noch viel groartiger!
ISA 57:1 Der Gerechte kommt um, und kein Mensch nimmt es zu Herzen; und 
begnadigte Mnner werden hinweggerafft, ohne da jemand bemerkt, da der 
Gerechte vor dem Unglck weggerafft wird.
ISA 57:2 Er geht zum Frieden ein; sie ruhen auf ihren Lagern, ein jeder, 
der gerade Wege ging.
ISA 57:3 Ihr aber, kommt hierher, ihr Kinder der Zauberin, Same des 
Ehebrechers und der, die Unzucht getrieben hat!
ISA 57:4 ber wen wollt ihr euch lustig machen? Gegen wen wollt ihr das 
Maul aufsperren und die Zunge herausstrecken? Seid ihr nicht Kinder der 
bertretung, ein falscher Same?
ISA 57:5 Ihr erglht fr die Gtzen unter jedem grnen Baum, ihr opfert 
die Kindlein an den Bchen unter Felsenklften.
ISA 57:6 Bei den glatten Bachsteinen ist dein Teil; sie sind dein Los; 
ihnen hast du auch Trankopfer ausgegossen und Speisopfer dargebracht; 
sollte ich mich darber trsten?
ISA 57:7 Du hast dein Lager auf einen hohen und erhabenen Berg gestellt; 
auch dort bist du hinaufgestiegen und hast Opfer gebracht;
ISA 57:8 und hinter Tr und Pfosten hast du dein Andenken gesetzt; denn du 
hast dich von mir abgewandt, du bist hinaufgestiegen und hast dein Bett 
weit gemacht und dir von ihnen [den Buhlerlohn] ausbedungen; du liebtest 
ihren Umgang, beachtetest ihren Wink.
ISA 57:9 Du bist zum Knige gezogen, in l gebadet, und hast dich fleiig 
gesalbt; du hast deine Boten in die weiteste Ferne geschickt und dich 
erniedrigt bis zum Totenreich.
ISA 57:10 Du bist mde geworden von der Menge deiner Wege, hast aber nicht 
gesagt: Es ist vergeblich! Du hast noch Lebensunterhalt gefunden, darum 
wurdest du nicht matt.
ISA 57:11 Vor wem hast du dich so gescheut und gefrchtet, da du mich 
verleugnet und meiner nicht mehr gedacht hast und ich dir gnzlich aus dem 
Sinn gekommen bin? Habe ich nicht dazu geschwiegen, und das seit langer 
Zeit? Aber du willst mich doch nicht frchten!
ISA 57:12 Darum will ich jetzt deine Gerechtigkeit und deine Taten 
bekanntmachen; sie werden dir nichts ntzen!
ISA 57:13 Wenn du dann schreist, so mgen dich die erretten, die du 
gesammelt hast; aber ein einziger Windsto wird sie alle davontragen, ein 
Hauch wird sie wegnehmen. Wer aber auf mich vertraut, der wird das Land 
ererben und meinen heiligen Berg besitzen.
ISA 57:14 Und er wird sagen: Machet Bahn, machet Bahn! Ebnet den Weg! 
Hebet jeden Ansto aus dem Wege meines Volkes!
ISA 57:15 Denn also spricht der Hohe und Erhabene, der ewig wohnt und 
dessen Name heilig ist: In der Hhe und im Heiligtum wohne ich und bei 
dem, welcher eines zerschlagenen und gedemtigten Geistes ist, auf da ich 
belebe den Geist der Gedemtigten und das Herz der Zerschlagenen erquicke.
ISA 57:16 Denn ich hadere nicht ewig und zrne nicht ohne Ende; denn ihr 
Geist wrde vor mir verschmachten und die Seelen, die ich gemacht habe.
ISA 57:17 ber seine sndhafte Habgier ward ich zornig, und ich schlug 
ihn, verbarg mich und zrnte; da wandte er sich noch weiter ab auf seinen 
selbsterwhlten Wegen.
ISA 57:18 Seine Wege habe ich gesehen; dennoch will ich ihn heilen und ihn 
leiten und ihm und seinen Trauernden mit Trstungen vergelten,
ISA 57:19 indem ich Frucht der Lippen schaffe: Friede, Friede den Fernen 
und den Nahen, spricht der HERR; ja, ihn will ich heilen!
ISA 57:20 Aber die Gottlosen sind wie das aufgeregte Meer, welches nicht 
ruhig sein kann, dessen Wellen Kot und Unrat auswerfen.
ISA 57:21 Keinen Frieden, spricht mein Gott, gibt es fr die Gottlosen!
ISA 58:1 Rufe laut, schone nicht! Erhebe deine Stimme wie eine Posaune und 
verkndige meinem Volk sein bertreten und dem Hause Jakob seine Snde!
ISA 58:2 Sie suchen mich zwar Tag fr Tag und erheben den Anspruch, meine 
Wege zu kennen als ein Volk, das Gerechtigkeit gebt und das Recht seines 
Gottes nicht verlassen htte; sie verlangen von mir wohlverdiente Rechte, 
begehren die Nhe Gottes:
ISA 58:3 Warum fasten wir, und du siehst es nicht; warum demtigen wir 
unsere Seelen, und du beachtest es nicht? Seht, an eurem Fastentag sucht 
ihr euer Vergngen und drngt alle eure Arbeiter!
ISA 58:4 Siehe, ihr fastet, um zu zanken und zu hadern und dreinzuschlagen 
mit gottloser Faust; ihr fastet gegenwrtig nicht so, da euer Schreien in 
der Hhe Erhrung finden knnte.
ISA 58:5 Meinet ihr, da mir ein solches Fasten gefalle, da der Mensch 
sich selbst einen Tag lang qult und seinen Kopf hngen lt wie ein 
Schilf und sich in Sack und Asche bettet? Willst du das ein Fasten nennen 
und einen dem HERRN angenehmen Tag?
ISA 58:6 Ist nicht das ein Fasten, wie ich es liebe: da ihr ungerechte 
Fesseln ffnet, da ihr die Knoten des Joches lset, da ihr die 
Bedrngten freilasset und jegliches Joch wegreiet,
ISA 58:7 da du dem Hungrigen dein Brot brichst und arme Verfolgte in dein 
Haus fhrst, da, wenn du einen Nackten siehst, du ihn bekleidest und 
deinem Fleische dich nicht entziehst?
ISA 58:8 Alsdann wird dein Licht hervorbrechen wie die Morgenrte, und 
deine Heilung wird rasche Fortschritte machen; deine Gerechtigkeit wird 
vor dir hergehen, und die Herrlichkeit des HERRN wird deine Nachhut sein!
ISA 58:9 Dann wirst du rufen, und der HERR wird antworten; du wirst 
schreien, und er wird sagen: Hier bin ich! Wenn du das Joch aus deiner 
Mitte hinweg tust, das Fingerzeigen und das unheilvolle Reden lssest;
ISA 58:10 wenn du dem Hungrigen dein Brot darreichst und die 
verschmachtende Seele sttigst; alsdann wird dein Licht in der Finsternis 
aufgehen, und dein Dunkel wird sein wie der Mittag!
ISA 58:11 Der HERR wird dich ohne Unterla leiten und deine Seele in der 
Drre sttigen und deine Gebeine strken; du wirst sein wie ein 
wohlbewsserter Garten und wie eine Wasserquelle, deren Wasser niemals 
versiegen.
ISA 58:12 Und man wird auf deinen Antrieb die Trmmer der Vorzeit wieder 
bauen, du wirst die Grndungen frherer Geschlechter wieder aufrichten; 
und man wird dich nennen Breschenvermaurer, Wiederhersteller bewohnbarer 
Straen.
ISA 58:13 Wenn du am Sabbat deinen Fu zurckhltst, da du nicht tust, 
was dich gelstet an meinem heiligen Tage; wenn du den Sabbat deine Lust 
nennst und den heiligen [Tag] des HERRN ehrenwert; wenn du ihn ehrst, also 
da du nicht deine Wege gehst und nicht dein Vergngen suchst, noch eitle 
Worte redest;
ISA 58:14 alsdann wirst du an dem HERRN deine Lust haben; und ich will 
dich ber die Hhen des Landes fhren und dich speisen mit dem Erbe deines 
Vaters Jakob! Ja, der Mund des HERRN hat es verheien.
ISA 59:1 Siehe, die Hand des HERRN ist nicht zu kurz zum Retten und sein 
Ohr nicht zu hart zum Hren;
ISA 59:2 sondern eure Schulden sind zu Scheidewnden geworden zwischen 
euch und eurem Gott, und eure Snden verbergen sein Angesicht vor euch, 
da er euch nicht erhrt!
ISA 59:3 Denn eure Hnde sind mit Blut befleckt und eure Finger mit 
Unrecht; eure Lippen reden Lgen, und eure Zunge dichtet Verdrehungen.
ISA 59:4 Keiner erhebt Klage mit Recht, und keiner fhrt eine Rechtssache 
gem der Wahrheit; man vertraut auf Eitles und redet unntze Worte; man 
geht mit Unheil schwanger und gebiert Frevel.
ISA 59:5 Sie brten Schlangeneier aus und weben Spinngewebe. Wer von ihren 
Eier it, mu sterben, zertritt sie aber jemand, so fhrt eine Otter 
heraus.
ISA 59:6 Ihr Gewebe gibt keine Kleider, und mit ihrem Gewirke kann man 
sich nicht bedecken; denn ihre Werke sind beltaten, und Gewalttat ist in 
ihren Hnden.
ISA 59:7 Ihre Fe laufen zum Bsen und eilen, unschuldiges Blut zu 
vergieen; sie hegen schlimme Absichten; Verwstung und Zerstrung 
bezeichnen ihre Bahn.
ISA 59:8 Den Weg des Friedens kennen sie nicht; es ist kein Recht in ihren 
Geleisen; sie machen sich krumme Pfade; keiner, der darauf geht, kennt den 
Frieden.
ISA 59:9 Darum bleibt das Recht fern von uns, und die Gerechtigkeit 
erreicht uns nicht. Wir warten auf das Licht, und siehe da, Finsternis, 
auf den hellen Tag, und wir wandeln in der Dunkelheit!
ISA 59:10 Wir tappen an der Wand wie die Blinden; wir tappen, wie wenn wir 
keine Augen htten; wir straucheln am hellen Mittag wie in der Dmmerung; 
unter Gesunden sind wir wie die Toten.
ISA 59:11 Wir brummen alle wie die Bren und seufzen ohne Unterla wie die 
Tauben; wir warten auf das Recht, aber es ist nirgends, und auf das Heil, 
aber es bleibt fern von uns.
ISA 59:12 Denn unsere bertretungen sind zahlreich vor dir, und unsere 
Snden zeugen wider uns; denn unsere bertretungen sind vor uns, und wir 
kennen unsere Verschuldungen;
ISA 59:13 nmlich, da wir treulos und heuchlerisch waren wider den HERRN 
und von unserm Gott abgewichen sind, da wir gewaltttig und widerspenstig 
geredet haben, Lgenworte ersonnen und ausgesprochen haben in unsern 
Herzen.
ISA 59:14 Also wurde das Recht verdrngt, und die Gerechtigkeit zog sich 
zurck; denn die Wahrheit strauchelte auf dem Markt, und die Redlichkeit 
fand keinen Eingang.
ISA 59:15 Und die Treue wurde vermit, und wer vom Bsen wich, mute sich 
ausplndern lassen. Als der HERR solches sah, mifiel es ihm, da kein 
Recht da war;
ISA 59:16 er sah auch, da kein Mann vorhanden war, und verwunderte sich, 
da niemand sich ins Mittel legte. Da half ihm sein eigener Arm, und seine 
eigene Gerechtigkeit, die sttzte ihn.
ISA 59:17 Er legte Gerechtigkeit an wie einen Panzer und setzte den Helm 
des Heils auf sein Haupt. Er zog die Kleider der Rache an und hllte sich 
in Eifer, wie in einen Mantel.
ISA 59:18 Den Taten entsprechend, so wird er bezahlen: Zorn seinen 
Widersachern, Vergeltung seinen Feinden, ja, den Inseln wird er den 
verdienten Lohn bezahlen!
ISA 59:19 Dann wird man im Westen den Namen des HERRN frchten und im 
Osten seine Herrlichkeit; denn er wird kommen wie ein eingedmmter 
Wasserstrom, welchen der Wind des HERRN treibt.
ISA 59:20 Und es wird fr Zion ein Erlser kommen und fr die in Jakob, 
die sich von der bertretung bekehren, spricht der HERR.
ISA 59:21 Und meinerseits ist dies mein Bund mit ihnen, spricht der HERR: 
Mein Geist, der auf dir ruht, und meine Worte, die ich in deinen Mund 
gelegt habe, sollen von deinem Munde nicht mehr weichen, noch von dem 
Munde deiner Kinder und Kindeskinder, von nun an bis in Ewigkeit, spricht 
der HERR!
ISA 60:1 Mache dich auf, werde Licht! Denn dein Licht kommt, und die 
Herrlichkeit des HERRN erglnzt ber dir!
ISA 60:2 Denn siehe, Finsternis bedeckt das Erdreich und tiefes Dunkel die 
Vlker; aber ber dir geht auf der HERR, und seine Herrlichkeit erscheint 
ber dir.
ISA 60:3 Und Nationen werden zu deinem Lichte wallen und Knige zu dem 
Glanz, der ber dir erstrahlt.
ISA 60:4 Hebe deine Augen auf und siehe um dich: Diese alle kommen 
versammelt zu dir! Deine Shne werden von ferne kommen und deine Tchter 
auf dem Arm herbeigetragen werden.
ISA 60:5 Wenn du solches siehst, wirst du vor Freude strahlen, und dein 
Herz wird klopfen und weit werden; denn der Reichtum des Meeres wird dir 
zugewandt, die Gter der Heiden werden zu dir kommen.
ISA 60:6 Die Menge der Kamele wird dich bedecken, die Dromedare von Midian 
und Epha; sie alle werden von Saba kommen, Gold und Weihrauch bringen und 
mit Freuden das Lob des HERRN verkndigen.
ISA 60:7 Alle Schafe von Kedar werden sich zu dir versammeln, die Widder 
Nebajots werden dir dienen; sie werden als angenehmes Opfer auf meinen 
Altar kommen; und ich will das Haus meiner Herrlichkeit noch herrlicher 
machen.
ISA 60:8 Wer sind die, welche gleich einer Wolke daherfliegen und wie 
Tauben zu ihren Schlgen?
ISA 60:9 Ja, auf mich warten die Inseln und zuallererst die 
Tharsisschiffe, um deine Shne von ferne herzubringen, samt ihrem Silber 
und Gold, um dem HERRN, deinem Gott, einen Namen zu machen, und dem 
Heiligen Israels, weil er dich herrlich gemacht hat.
ISA 60:10 Fremdlinge werden deine Mauern bauen und ihre Knige dich 
bedienen; denn in meinem Zorn habe ich dich geschlagen, und in meiner 
Gnade erbarme ich mich ber dich.
ISA 60:11 Deine Tore sollen stets offen stehen und Tag und Nacht nicht 
zugeschlossen werden, damit der Reichtum der Heiden herzugebracht und ihre 
Knige herbeigefhrt werden knnen.
ISA 60:12 Denn das Volk und das Knigreich, welches dir nicht dienen will, 
wird umkommen, und die Heiden sollen gnzlich vertilgt werden.
ISA 60:13 Die Herrlichkeit des Libanon wird zu dir kommen, Zypressen, 
Platanen und Buchsbume zumal, um den Ort meines Heiligtums zu zieren; 
denn den Schemel meiner Fe will ich herrlich machen.
ISA 60:14 Es werden auch tief gebckt die Shne deiner Unterdrcker zu dir 
kommen, und alle, die dich geschmht haben, werden sich zu deinen 
Fusohlen niederwerfen und dich Stadt des HERRN nennen, Zion des 
Heiligen Israels.
ISA 60:15 Statt da du verlassen und verhat gewesen bist, also da 
niemand dich besuchte, will ich dich zum ewigen Ruhm machen, da man sich 
deiner fr und fr freuen soll.
ISA 60:16 Du wirst die Milch der Heiden saugen und dich an kniglichen 
Brsten nhren; also wirst du erfahren, da ich, der HERR, dein Erretter 
bin und dein Erlser, der Mchtige Jakobs.
ISA 60:17 Anstatt des Erzes will ich Gold herbeibringen, und anstatt des 
Eisens Silber; statt des Holzes aber Erz, und statt der Steine Eisen. Ich 
will den Frieden zu deiner Obrigkeit machen und die Gerechtigkeit zu 
deinen Vgten.
ISA 60:18 Man wird in deinem Lande von keiner Gewalttat mehr hren, noch 
von Schaden und Verwstung innerhalb deiner Grenzen, sondern deine Mauern 
sollen Heil und deine Tore Lob genannt werden.
ISA 60:19 Nicht mehr die Sonne wird dir am Tage zum Lichte dienen, noch 
bei Nacht der Glanz des Mondes zur Leuchte, sondern der HERR wird dir zum 
ewigen Lichte werden, und deines Gottes wirst du dich rhmen.
ISA 60:20 Deine Sonne wird nicht mehr untergehen und dein Mond nicht mehr 
verschwinden; denn der HERR wird dir zum ewigen Lichte werden, und die 
Tage deiner Trauer sollen ein Ende haben.
ISA 60:21 Und dein Volk wird aus lauter Gerechten bestehen und das Land 
ewig besitzen, als eine von mir angelegte Pflanzung, ein Werk meiner 
Hnde, mir zum Ruhm.
ISA 60:22 Der Kleinste wird zu Tausend werden, der Geringste zu einem 
starken Volk; ich, der HERR, werde das zu seiner Zeit eilends ausrichten.
ISA 61:1 Der Geist Gottes, des HERRN, ist auf mir, weil der HERR mich 
gesalbt hat, um den Elenden gute Botschaft zu verkndigen; er hat mich 
gesandt, zerbrochene Herzen zu verbinden, den Gefangenen Befreiung zu 
predigen, den Gebundenen ffnung [der Kerkertren];
ISA 61:2 zu predigen ein Gnadenjahr des HERRN und einen Tag der Rache 
unsres Gottes, zu trsten alle Traurigen;
ISA 61:3 zu achten auf die Traurigen in Zion, da ich ihnen Schmuck fr 
Asche, Freudenl statt Traurigkeit und Feierkleider statt eines betrbten 
Geistes gebe, da sie genannt werden Eichen der Gerechtigkeit, eine 
Pflanzung des HERRN zu seinem Ruhm.
ISA 61:4 Sie werden die alten Trmmer aufbauen und was vor Zeiten zerstrt 
worden ist wieder aufrichten; sie werden die zerstrten Stdte erneuern, 
die von Geschlecht zu Geschlecht wste gelegen haben.
ISA 61:5 Fremde werden einstehen und euer Vieh weiden, und Auslnder 
werden eure Ackerleute und Weingrtner sein;
ISA 61:6 ihr aber werdet Priester des HERRN heien, und man wird euch 
Diener unsres Gottes nennen. Ihr werdet die Gter der Nationen genieen 
und in ihre Machtstellung eintreten.
ISA 61:7 Die erlittene Schmach wird euch zwiefach vergolten, und anstatt 
der Schande werden sie frohlocken ber ihr Teil; denn sie werden in ihrem 
Lande ein doppeltes Erbteil erlangen, und ewige Freude wird ihnen zuteil 
werden.
ISA 61:8 Denn ich, der HERR, liebe das Recht und hasse frevelhaften Raub; 
ich werde ihnen ihren Lohn getreulich geben und einen ewigen Bund mit 
ihnen schlieen.
ISA 61:9 Und man wird ihren Samen unter den Heiden kennen und ihre 
Sprlinge inmitten der Vlker; alle, die sie sehen, werden anerkennen, 
da sie ein Same sind, den der HERR gesegnet hat.
ISA 61:10 Ich freue mich hoch am HERRN, und meine Seele frohlockt ber 
meinen Gott; denn er hat mir Kleider des Heils angezogen, mit dem Rock der 
Gerechtigkeit mich bekleidet, wie ein Brutigam sich mit priesterlichem 
Kopfputz schmckt und wie eine Braut ihren Schmuck anlegt.
ISA 61:11 Denn gleichwie das Erdreich sein Gewchs hervorbringt und ein 
Garten seinen Samen sprossen lt, also wird Gott der HERR Gerechtigkeit 
und Ruhm vor allen Heiden hervorsprossen lassen.
ISA 62:1 Um Zions willen schweige ich nicht, und um Jerusalems willen 
lasse ich nicht ab, bis ihre Gerechtigkeit hervorbricht wie Sonnenglanz 
und ihr Heil entbrennt wie eine Fackel;
ISA 62:2 bis die Heiden deine Gerechtigkeit sehen und alle Knige deine 
Herrlichkeit und du mit einem neuen Namen genannt wirst, welchen des HERRN 
Mund bestimmen wird;
ISA 62:3 bis du eine Ehrenkrone in der Hand des HERRN und ein kniglicher 
Kopfbund in der Hand deines Gottes sein wirst;
ISA 62:4 bis du nicht mehr Verlassene heiest und dein Land nicht mehr 
Wste genannt wird, sondern man dich Meine Lust an ihr und dein Land 
Vermhlte nennen wird; denn der HERR hat Lust zu dir und dein Land wird 
wieder vermhlt sein.
ISA 62:5 Denn wie ein Jngling sich mit einer Jungfrau vermhlt, so werden 
sich deine Kinder dir vermhlen; und wie sich ein Brutigam seiner Braut 
freut, so wird sich dein Gott ber dich freuen.
ISA 62:6 O Jerusalem, ich habe Wchter auf deine Mauern bestellt, die den 
ganzen Tag und die ganze Nacht nimmer stille schweigen sollen! Die ihr den 
HERRN erinnern sollt, gnnt euch keine Ruhe!
ISA 62:7 Und lat ihm keine Ruhe, bis er Jerusalem herstellt und bis er es 
zu einem Ruhm auf Erden setzt!
ISA 62:8 Der HERR hat bei seiner Rechten und bei seinem starken Arm 
geschworen: Ich will dein Korn in Zukunft nicht mehr deinen Feinden zur 
Speise geben, und die Fremdlinge sollen nicht mehr deinen Most trinken, 
den du erarbeitet hast;
ISA 62:9 sondern die es einernten, die sollen es essen und den HERRN 
preisen; und die ihn einbringen, die sollen ihn trinken in den Vorhfen 
meines Heiligtums.
ISA 62:10 Gehet hin, gehet hin durch die Tore! Bereitet dem Volk den Weg, 
machet Bahn, machet Bahn! Rumet die Steine weg! Hebt das Panier hoch 
empor ber die Vlker!
ISA 62:11 Siehe, der HERR lt verkndigen bis ans Ende der Erde: Saget 
der Tochter Zion: Siehe, dein Heil kommt! Siehe, sein Lohn ist bei ihm und 
seine Vergeltung vor ihm!
ISA 62:12 Und man wird sie nennen das heilige Volk, Erlste des HERRN; 
und dich wird man nennen die aufgesuchte und nichtverlassene Stadt.
ISA 63:1 Wer kommt dort von Edom her, mit gerteten Kleidern von Bozra? 
Prchtig sieht er aus in seinem Gewand, stolz tritt er auf in der Flle 
seiner Kraft! Ich bin es, der ich von Gerechtigkeit rede und mchtig bin 
zum Retten!
ISA 63:2 Warum ist denn dein Gewand so rot und sehen deine Kleider aus wie 
die eines Keltertreters?
ISA 63:3 Ich habe die Kelter allein getreten, und von den Vlkern stand 
mir niemand bei; und so habe ich sie in meinem Zorn getreten und in meinem 
Grimm zerstampft, da ihr Saft an meine Kleider spritzte und ich alle 
meine Gewnder besudelte.
ISA 63:4 Denn ich hatte mir einen Tag der Rache vorgenommen, das Jahr 
meiner Erlsten war gekommen.
ISA 63:5 Und ich sah mich um, aber da war kein Helfer; ich ward stutzig, 
aber niemand untersttzte mich; da half mir mein eigener Arm, und mein 
Grimm, der untersttzte mich!
ISA 63:6 Also habe ich die Vlker in meinem Zorn zertreten und sie trunken 
gemacht mit meinem Grimm und ihren Saft auf die Erde geschttet!
ISA 63:7 Ich will der Gnadenerweisungen des HERRN gedenken und dem HERRN 
Loblieder singen fr alles, was der HERR an uns getan, und fr das viele 
Gute, das er nach seiner Barmherzigkeit und groen Gte dem Hause Israel 
erwiesen hat,
ISA 63:8 da er sprach: Sie sind ja mein Volk, Kinder, die nicht untreu 
sein werden!
ISA 63:9 Und so ward er ihr Retter. Bei aller ihrer Angst war ihm auch 
angst, und der Engel seines Angesichts rettete sie; aus Liebe und Mitleid 
hat er sie erlst, er nahm sie auf und trug sie alle Tage der Vorzeit.
ISA 63:10 Sie aber widerstrebten und betrbten seinen heiligen Geist; da 
ward er ihnen feind und stritt selbst wider sie.
ISA 63:11 Da gedachte sein Volk an die alte Zeit, an Mose: Wo ist der, 
welcher sie aus dem Meere fhrte mit dem Hirten seiner Herde? Wo ist er, 
der seinen heiligen Geist in sein Herz gab,
ISA 63:12 der seinen majesttischen Arm zur Rechten Moses einherziehen 
lie, der vor ihnen das Wasser zerteilte, um sich einen ewigen Namen zu 
machen,
ISA 63:13 der sie durch die Fluten fhrte wie ein Ro auf der Ebene, ohne 
da sie strauchelten?
ISA 63:14 Wie das Vieh, das ins Tal hinabsteigt, so brachte der Geist des 
HERRN sie zur Ruhe; so hast du dein Volk gefhrt, um dir einen ruhmvollen 
Namen zu machen!
ISA 63:15 Blicke vom Himmel hernieder und siehe herab von dem Ort, da 
deine Heiligkeit und Ehre wohnt! Wo ist nun dein Eifer und deine Macht? 
Das Wallen deiner Liebe und deiner Barmherzigkeit hlt sich gegen mich 
zurck!
ISA 63:16 Und doch bist du unser Vater; denn Abraham wei nichts von uns, 
und Israel wrde uns nicht wiedererkennen; du aber, o HERR, bist unser 
Vater und heiest unser Erlser von Ewigkeit her!
ISA 63:17 Warum willst du uns, HERR, abirren lassen von deinen Wegen und 
unser Herz verstocken, da wir dich nicht frchten? Kehre wieder, um 
deiner Knechte willen, wegen der Stmme deines Erbteils!
ISA 63:18 Nur kurze Zeit hat dein heiliges Volk es besessen, unsere Feinde 
haben dein Heiligtum zertreten;
ISA 63:19 wir sind geworden wie die, ber welche du lngst nicht 
geherrscht hast, ber die dein heiliger Name nicht angerufen worden ist.
ISA 64:1 Ach, da du den Himmel zerrissest und herabfhrest, da die Berge 
vor dir zerschmlzen (wie Feuer Reisig entzndet und Wasser siedend macht),
ISA 64:2 (064-1b) um deinen Namen deinen Feinden kundzutun, da die Heiden 
vor dir erzittern mten;
ISA 64:3 (064-2) indem du furchtbar eingriffest, unerwartet herabfhrest, 
da vor deinem Angesicht die Berge zerschmlzen!
ISA 64:4 (064-3) Denn von Ewigkeit her hat man nie gehrt, nie vernommen, 
hat kein Auge es gesehen, da ein Gott ttig war fr die, welche auf ihn 
warten, auer dir allein!
ISA 64:5 (064-4) Als du denen entgegenkamst, die sich an der Gerechtigkeit 
freuten und sie bten, gedachten sie an dich auf deinen Wegen. Siehe, du 
wurdest zornig, und wir sndigten; sollen wir ewig darin bleiben, oder 
kann uns geholfen werden?
ISA 64:6 (064-5) Wir sind allesamt geworden wie Unreine und alle unsere 
Tugenden wie ein beflecktes Kleid. Wir sind alle verwelkt wie die Bltter, 
und unsere Snden fhren uns dahin wie der Wind.
ISA 64:7 (064-6) Niemand ruft deinen Namen an oder macht sich auf, dich zu 
ergreifen; denn du hast dein Angesicht verborgen und uns dahingegeben in 
die Gewalt unserer Missetaten!
ISA 64:8 (064-7) Nun aber bist du, HERR, unser Vater; wir sind der Ton, 
und du bist unser Tpfer, wir sind allzumal deiner Hnde Werk.
ISA 64:9 (064-8) Zrne nicht allzusehr, o HERR, und gedenke nicht ewiglich 
der Snden! Ziehe doch das in Betracht, da wir alle dein Volk sind!
ISA 64:10 (064-9) Deine heiligen Stdte sind zur Wste geworden; Zion ist 
verwstet, Jerusalem zerstrt!
ISA 64:11 (064-10) Unser heiliges und herrliches Haus, darin unsre Vter 
dich gelobt haben, ist in Flammen aufgegangen, und alles, was uns teuer 
war, ist verwstet!
ISA 64:12 (064-11) Willst du, HERR, trotz alledem dich zurckhalten, 
schweigen und uns ganz und gar beugen?
ISA 65:1 Ich wre zu erfragen gewesen fr die, so nicht nach mir fragten; 
ich wre zu finden gewesen fr die, so mich nicht suchten; ich habe 
gesagt: Siehe, hier bin ich, siehe, hier bin ich! zu einem Volk, das 
meinen Namen nicht anrief.
ISA 65:2 Ich habe meine Hnde den ganzen Tag ausgestreckt nach einem 
widerspenstigen Volk, das seinen eigenen Gedanken nachgeht auf einem Wege, 
der nicht gut ist!
ISA 65:3 Es ist ein Volk, das mich bestndig ins Angesicht beleidigt, 
indem es in den Grten opfert und auf Ziegelsteinen ruchert,
ISA 65:4 in Grbern wohnt und in Hhlen bernachtet, Schweinefleisch it 
und unreine Bissen in seinen Schsseln hat.
ISA 65:5 Dabei knnen sie noch sagen: Bleibe fr dich, rhre mich nicht 
an; denn ich bin heiliger als du! Solche sind ein Rauch in meiner Nase, 
ein Feuer, das den ganzen Tag brennt!
ISA 65:6 Siehe, vor mir steht geschrieben: Ich will nicht schweigen, 
sondern vergelten!
ISA 65:7 Und ich werde in ihren Busen vergelten eure Schulden und die 
Schulden eurer Vter zugleich, spricht der HERR, weil sie auf den Bergen 
geruchert und auf den Hhen mich gelstert haben; darum will ich ihnen 
zuerst ihren verdienten Lohn zumessen in ihren Busen.
ISA 65:8 So spricht der HERR: Wie wenn sich noch Saft in einer Traube 
findet, und man dann sagt: Verdirb es nicht; es ist ein Segen drin! so 
will auch ich tun um meiner Knechte willen, da ich nicht das Ganze 
verderbe.
ISA 65:9 Ich will aus Jakob einen Samen hervorgehen lassen und aus Juda 
einen Erben meiner Berge; meine Auserwhlten sollen es [das Land] 
besitzen, und meine Knechte werden daselbst wohnen.
ISA 65:10 Saron soll zu einer Schafhrde und das Tal Achor zu einer 
Lagersttte fr das Vieh werden, fr mein Volk, das mich gesucht hat.
ISA 65:11 Ihr aber, die ihr den HERRN verlasset, die ihr meines heiligen 
Berges vergesset, die ihr dem Glck einen Tisch zurstet und dem 
Verhngnis zu Ehren einen Trank einschenket;
ISA 65:12 ber euch will ich das Schwert verhngen, da ihr alle zur 
Schlachtung hinknien mt! Denn als ich rief, antwortetet ihr nicht; als 
ich redete, wolltet ihr nicht hren; sondern ihr tatet, was in meinen 
Augen bse ist, und erwhltet, was mir nicht gefiel.
ISA 65:13 Darum spricht Gott, der HERR, also: Siehe, meine Knechte sollen 
essen, ihr aber sollt hungern; siehe, meine Knechte sollen trinken, ihr 
aber sollt drsten; siehe, meine Knechte sollen vor gutem Mut jauchzen, 
ihr aber sollt euch schmen;
ISA 65:14 siehe, meine Knechte sollen vor Freude des Herzens frohlocken, 
ihr aber sollt vor Herzeleid schreien und vor gebrochenem Mut heulen;
ISA 65:15 und ihr mt euren Namen meinen Auserwhlten zum Fluchwort 
hinterlassen; denn Gott, der HERR, wird dich tten; seine Knechte aber 
wird er mit einem andern Namen benennen,
ISA 65:16 so da, wer sich im Lande segnen will, sich bei dem wahrhaftigen 
Gott segnen, und wer im Lande schwren will, bei dem wahrhaftigen Gott 
schwren wird; denn man wird der frheren Nte vergessen, und sie werden 
vor meinen Augen verborgen sein.
ISA 65:17 Denn siehe, ich schaffe einen neuen Himmel und eine neue Erde, 
also da man der frhern nicht mehr gedenkt und sie niemand mehr in den 
Sinn kommen werden;
ISA 65:18 sondern ihr sollt euch freuen und frohlocken bis in Ewigkeit 
ber dem, was ich erschaffe; denn siehe, ich verwandle Jerusalem in lauter 
Jubel und ihr Volk in Freude.
ISA 65:19 Und ich selbst werde ber Jerusalem frohlocken und mich ber 
mein Volk freuen, und es soll fortan kein Klagelaut und kein Wehgeschrei 
mehr darin vernommen werden.
ISA 65:20 Es soll dann nicht mehr Kinder geben, die nur ein paar Tage 
leben, noch Alte, die ihre Jahre nicht erfllen; sondern wer hundertjhrig 
stirbt, wird noch als Jngling gelten, und der Snder wird als 
Hundertjhriger verflucht werden.
ISA 65:21 Sie werden Huser bauen und dieselben bewohnen, Weinberge 
pflanzen und deren Frchte genieen.
ISA 65:22 Sie werden nicht bauen, da es ein anderer bewohne, und nicht 
pflanzen, da es ein anderer esse; denn gleich dem Alter der Bume wird 
das Alter meines Volkes sein, und was ihre Hnde erarbeitet haben, werden 
meine Auserwhlten auch verbrauchen.
ISA 65:23 Sie werden nicht umsonst arbeiten, noch ihre Kinder durch ein 
Unglck verlieren; denn sie sind ein gesegneter Same des HERRN und ihre 
Sprlinge mit ihnen.
ISA 65:24 Und es soll geschehen, ehe sie rufen, will ich antworten, wenn 
sie noch reden, will ich sie erhren!
ISA 65:25 Wolf und Lamm werden eintrchtig weiden, der Lwe wird Stroh 
fressen wie das Rind, und die Schlange wird sich mit Staub begngen. Sie 
werden nicht schaden noch verderben auf meinem ganzen heiligen Berge, 
spricht der HERR.
ISA 66:1 So spricht der HERR: Der Himmel ist mein Thron und die Erde 
meiner Fe Schemel! Was fr ein Haus wollt ihr mir denn bauen? Oder wo 
ist der Ort, da ich ruhen soll?
ISA 66:2 Hat doch meine Hand das alles gemacht, und so ist dies alles 
geworden, spricht der HERR. Ich will aber den ansehen, der gebeugten und 
niedergeschlagenen Geistes ist und der zittert ob meinem Wort.
ISA 66:3 Wer einen Ochsen schchtet [ist wie einer], der einen Menschen 
erschlgt; wer ein Schaf opfert [ist wie einer], der einen Hund erwrgt; 
wer Speisopfer darbringt [ist wie einer], der Schweineblut [opfert]; wer 
Weihrauch anzndet [ist wie einer], der einen Gtzen verehrt, sie alle 
erwhlen ihre eigenen Wege, und ihre Seele hat Wohlgefallen an ihren 
Greueln.
ISA 66:4 Darum will auch ich erwhlen, was sie verabscheuen, und ber sie 
bringen, was sie frchten; denn als ich rief, gab mir niemand Antwort; als 
ich redete, wollten sie nicht hren, sondern taten, was in meinen Augen 
bse ist, und erwhlten, was mir nicht gefiel!
ISA 66:5 Hret das Wort des HERRN, ihr, die ihr vor seinem Wort erzittert: 
Es hhnen eure Brder, die euch hassen und euch verstoen um meines Namens 
willen: Wird der HERR bald zu Ehren kommen, da wir eure Freude sehen? 
Aber sie werden sich schmen mssen!
ISA 66:6 Eine Stimme des Getmmels erschallt von der Stadt her, eine 
Stimme vom Tempel! Das ist die Stimme des HERRN, der seinen Feinden 
bezahlt, was sie verdienen!
ISA 66:7 Ehe sie Wehen empfand, hat sie geboren; bevor die Kindesnot sie 
ankam, ist sie eines Knaben genesen!
ISA 66:8 Wer hat je so etwas gehrt? Wer hat dergleichen gesehen? Ward je 
ein Land an einem Tage zur Welt gebracht? Ist je ein Volk auf einmal 
geboren worden, wie Zion in Wehen gekommen ist und zugleich ihre Kinder 
geboren hat?
ISA 66:9 Sollte ich bis zur Geburt bringen und doch nicht gebren lassen? 
spricht der HERR; sollte ich, der ich gebren lasse, die Geburt 
verhindern? spricht dein Gott.
ISA 66:10 Freuet euch mit Jerusalem und frohlocket ber sie, ihr alle, die 
ihr sie liebet; teilet nun auch ihre Freude mit ihr, ihr alle, die ihr 
euch um sie betrbt habt,
ISA 66:11 indem ihr euch satt trinket an ihrer trstenden Brust, indem ihr 
euch in vollen Zgen erlabet an der Flle ihrer Herrlichkeit!
ISA 66:12 Denn also spricht der HERR: Siehe, ich will den Frieden zu ihr 
hinleiten wie einen Strom und die Herrlichkeit der Heiden wie einen 
berflieenden Bach; und ihr sollt gestillt werden. Man wird euch auf den 
Armen tragen und auf den Knien liebkosen.
ISA 66:13 Wie nur eine Mutter trsten kann, so will ich euch trsten; ja, 
ihr sollt in Jerusalem getrstet werden!
ISA 66:14 Und wenn ihr solches sehet, wird euer Herz sich freuen, und eure 
Gebeine werden sprossen wie grnes Gras. Also wird die Hand des HERRN 
erkannt werden an seinen Knechten, sein Zorn aber an seinen Feinden.
ISA 66:15 Denn siehe, der HERR wird im Feuer kommen und seine Wagen wie 
der Sturmwind, da er seinen Zorn in Glut verwandle und seine Drohungen in 
Feuerflammen.
ISA 66:16 Denn mit Feuer wird der HERR richten und mit seinem Schwert 
alles Fleisch; und der vom HERRN Erschlagenen wird eine groe Menge sein.
ISA 66:17 Die sich heiligen und reinigen fr die Grten, hinter einem 
andern her, inmitten derer, welche Schweinefleisch, Muse und andere 
Greuel essen, allzumal sollen sie weggerafft werden, spricht der HERR.
ISA 66:18 Wenn aber ihre Werke und Plne zustande gekommen sind und ich 
alle Nationen und Zungen zusammenbringen werde, so sollen sie kommen und 
meine Herrlichkeit sehen.
ISA 66:19 Und ich will ein Zeichen an ihnen tun und aus ihrer Mitte 
Gerettete entsenden zu den Heiden nach Tarsis, Phul und Lud, zu den 
Bogenschtzen gen Tubal und Javan, nach den fernen Inseln, die noch keine 
Kunde von mir erhalten und meine Herrlichkeit nicht gesehen haben; sie 
sollen meine Herrlichkeit unter den Heiden verkndigen.
ISA 66:20 Und sie werden alle eure Brder aus allen Nationen dem HERRN zur 
Gabe herbeibringen auf Pferden und auf Wagen und in Snften, auf 
Maultieren und Dromedaren, zu meinem heiligen Berg, gen Jerusalem, spricht 
der HERR, gleichwie die Kinder Israel das Speisopfer in reinem Gef zum 
Hause des HERRN bringen.
ISA 66:21 Und ich werde auch von ihnen welche zu Priestern und Leviten 
nehmen, spricht der HERR.
ISA 66:22 Denn gleichwie der neue Himmel und die neue Erde, die ich mache, 
vor meinem Angesicht bleiben werden, spricht der HERR, so soll auch euer 
Same und euer Name bestehen bleiben.
ISA 66:23 Und es wird dahin kommen, da an jedem Neumond und an jedem 
Sabbat alles Fleisch sich einfinden wird, um vor mir anzubeten, spricht 
der HERR.
ISA 66:24 Und man wird hinausgehen und die Leichname der Leute anschauen, 
die von mir abgefallen sind; denn ihr Wurm wird nicht sterben und ihr 
Feuer nicht erlschen; und sie werden ein Abscheu sein fr alles Fleisch.
JER 1:1 Reden Jeremias, des Sohnes Hilkias, aus den Priestern zu Anatot im 
Lande Benjamin,
JER 1:2 an welchen das Wort des HERRN erging in den Tagen Josias, des 
Sohnes Amons, des Knigs von Juda, im dreizehnten Jahre seiner Regierung,
JER 1:3 und auch in den Tagen Jojakims, des Sohnes Josias, des Knigs von 
Juda, bis zum Ende des elften Jahres Zedekias, des Knigs von Juda, bis 
zur Gefangenfhrung Jerusalems im fnften Monat.
JER 1:4 Und das Wort des HERRN erging an mich und sprach:
JER 1:5 Ehe denn ich dich im Mutterleibe bildete, kannte ich dich, und 
bevor du aus dem Mutterschoe hervorgingst, habe ich dich geheiligt und 
dich den Vlkern zum Propheten gegeben!
JER 1:6 Da sprach ich: Ach, Herr, HERR, ich kann nicht reden; denn ich bin 
noch zu jung!
JER 1:7 Aber der HERR sprach zu mir: Sage nicht: Ich bin zu jung! Sondern 
du sollst berall hingehen, wohin ich dich sende, und alles reden, was ich 
dich heie!
JER 1:8 Frchte dich nicht vor ihnen; denn ich bin mit dir, um dich zu 
erretten, spricht der HERR.
JER 1:9 Und der HERR streckte seine Hand aus und rhrte meinen Mund an; 
und der HERR sprach zu mir: Siehe, ich habe meine Worte in deinen Mund 
gelegt!
JER 1:10 Siehe, ich habe dich am heutigen Tage ber Vlker und Knigreiche 
bestellt, da du ausrottest und zerstrest, verderbest und niederreiest, 
bauest und pflanzest.
JER 1:11 Und das Wort des HERRN erging an mich und sprach: Was siehst du, 
Jeremia? Da sprach ich: Ich sehe einen Wacholder.
JER 1:12 Da sprach der HERR zu mir: Du hast recht gesehen; denn ich will 
ber meinem Worte wachen, es auszufhren!
JER 1:13 Und des HERRN Wort erging zum zweitenmal an mich und sprach: Was 
siehst du? Da antwortete ich: Ich sehe einen siedenden Topf, der kommt von 
Norden her!
JER 1:14 Und der HERR sprach zu mir: Von Norden her wird das Unglck 
einbrechen ber alle Bewohner des Landes,
JER 1:15 denn siehe, ich rufe alle Geschlechter der nrdlichen 
Knigreiche, spricht der HERR, da sie kommen und ein jeder seinen Thron 
stelle vor die Tore Jerusalems und wider alle ihre Ringmauern und wider 
alle Stdte Judas;
JER 1:16 und ich will mein Urteil ber sie fllen wegen all ihrer Bosheit, 
da sie mich verlassen und andern Gttern geruchert und die Werke ihrer 
Hnde angebetet haben.
JER 1:17 Du aber, grte deine Lenden, mache dich auf und rede zu ihnen 
alles, was ich dir gebieten werde! Sei unverzagt vor ihnen, damit ich dich 
nicht vor ihnen verzagt mache!
JER 1:18 Siehe, ich mache dich heute zu einer festen Stadt und zu einer 
eisernen Sule und zu einer ehernen Mauer wider das ganze Land, wider die 
Knige von Juda, wider ihre Frsten, wider ihre Priester und wider das 
Volk des Landes;
JER 1:19 sie werden zwar wider dich streiten, aber nichts wider dich 
vermgen; denn ich bin mit dir, spricht der HERR, um dich zu erretten.
JER 2:1 Und das Wort des HERRN erging an mich und sprach: Gehe hin und 
predige in die Ohren Jerusalems und sprich:
JER 2:2 So spricht der HERR: Ich denke noch an deine jugendliche 
Zuneigung, an die Liebe deiner Brautzeit, da du mir nachzogest in der 
Wste, in einem unbebauten Lande.
JER 2:3 Israel war damals dem HERRN geheiligt, der Erstling seines 
Ertrages; alle, die es fressen wollten, muten es ben; es kam Unglck 
ber sie, spricht der HERR.
JER 2:4 Hret das Wort des HERRN, Haus Jakob und alle Geschlechter des 
Hauses Israel!
JER 2:5 So spricht der HERR: Was haben eure Vter Unrechtes an mir 
gefunden, da sie sich von mir entfernt haben und dem Eitlen nachgegangen 
und nichtig geworden sind?
JER 2:6 Und sie haben nicht gefragt: Wo ist der HERR, der uns aus 
gyptenland heraufgefhrt und uns durch die Wste geleitet hat, durch ein 
wildes und zerklftetes Land, durch ein drres und totes Land, durch ein 
Land, wo niemand wandert und das kein Mensch bewohnt?
JER 2:7 Und ich brachte euch in das fruchtbare Land, damit ihr dessen 
Frchte und Gter genieet; da seid ihr hingegangen und habt mein Land 
verunreinigt und mein Erbteil zum Greuel gemacht.
JER 2:8 Die Priester fragten nicht: Wo ist der HERR? Und die mit dem 
Gesetz umgingen, kannten mich nicht; die Hirten fielen von mir ab und die 
Propheten weissagten durch Baal und liefen denen nach, die nicht helfen 
knnen.
JER 2:9 Darum will ich weiter mit euch rechten, spricht der HERR, und will 
mit euren Kindeskindern rechten.
JER 2:10 Fahret doch hinber nach den Inseln der Kitter und sehet, und 
sendet nach Kedar und erkundiget euch genau und sehet, ob es dort so 
gegangen sei!
JER 2:11 Hat auch ein Heidenvolk seine Gtter vertauscht, die nicht einmal 
Gtter sind? Aber mein Volk hat seine Herrlichkeit vertauscht gegen das, 
was nicht hilft!
JER 2:12 Staunet ob solchem, ihr Himmel, und schaudert, entsetzt euch 
sehr, spricht der HERR.
JER 2:13 Denn mein Volk hat eine zwiefache Snde begangen: Mich, die 
Quelle des lebendigen Wassers haben sie verlassen, um sich Zisternen zu 
graben, lcherige Zisternen, die kein Wasser halten!
JER 2:14 Ist denn Israel ein Knecht oder ein Leibeigener? Warum ist es zur 
Beute geworden?
JER 2:15 Junge Lwen brllen es an mit lauter Stimme und machen sein Land 
zur Wste, seine Stdte zu Brandsttten, die niemand bewohnt.
JER 2:16 Auch weiden dir die Shne von Noph und Tachpanches den Scheitel 
ab.
JER 2:17 Hast du dir solches nicht selbst bewirkt, dadurch, da du den 
HERRN, deinen Gott, verlassen hast zur Zeit, da er dich auf dem Wege 
fhrte?
JER 2:18 Und nun, was soll dir die Reise nach gypten helfen, um die 
Wasser des Nil zu trinken? Oder was soll dir die Reise nach Assur helfen, 
um von dem Wasser des Euphrat zu trinken?
JER 2:19 Du strafst dich selbst mit deiner Bosheit und zchtigst dich 
selbst mit deinem Abfall und sollst erfahren und einsehen, wie bse und 
bitter es ist, den HERRN, deinen Gott, zu verlassen und mich nicht zu 
frchten, spricht der Herr, der HERR der Heerscharen.
JER 2:20 Denn von alters her hast du dein Joch zerbrochen und deine Bande 
zerrissen und gesagt: Ich will nicht dienen! Sondern auf allen hohen 
Hgeln und unter allen grnen Bumen hast du dich hingestreckt als 
Buhlerin!
JER 2:21 Und doch hatte ich dich gepflanzt als eine Edelrebe von ganz 
echtem Samen; wie hast du dich mir denn verwandeln knnen in wilde Ranken 
eines fremden Weinstocks?
JER 2:22 Denn wenn du dich auch mit Lauge wschest und viel Seife dazu 
nhmest, so wrde deine Schuld vor meinem Angesicht doch schmutzig 
bleiben, spricht Gott, der HERR.
JER 2:23 Wie darfst du sagen: Ich habe mich nicht verunreinigt und bin 
den Baalen nicht nachgelaufen? Schau doch deinen Weg an im Tale, erkenne, 
was du getan hast, du leichtfige Kamelin, die kreuz und quer luft!
JER 2:24 Die der Wste gewohnte Eselin, die in der Begierde ihrer Lust 
nach Luft schnappt, wer vermag sie aufzuhalten in ihrer Brunst? Wer sie 
sucht, braucht sich nicht abzumhen; in ihrem Monat findet er sie.
JER 2:25 Halte doch deinen Fu zurck, da er nicht blo wird, und deine 
Kehle, damit sie nicht drstet! Aber du sprichst: Nein, da wird nichts 
daraus! Denn ich liebe die Fremden, und ihnen will ich nachlaufen!
JER 2:26 Wie ein Dieb sich schmen mu, wenn er ertappt wird, so wird das 
Haus Israel zuschanden werden, sie, ihre Knige, ihre Frsten, ihre 
Priester und ihre Propheten,
JER 2:27 die zum Holz sagen: Du bist mein Vater! und zum Stein: Du hast 
mich geboren! Denn sie haben mir den Rcken zugewandt und nicht das 
Angesicht; zur Zeit ihres Unglcks aber werden sie sagen: Mache dich auf 
und rette uns!
JER 2:28 Wo sind denn deine Gtter, die du dir gemacht hast? Sie sollen 
sich aufmachen, wenn sie dir zur bsen Zeit helfen knnen! Denn so viele 
Stdte du hast, Juda, so viele Gtter hast du auch!
JER 2:29 Warum wollt ihr denn mit mir hadern? Ihr seid ja alle von mir 
abgefallen, spricht der HERR.
JER 2:30 Vergeblich habe ich eure Kinder geschlagen; sie haben die 
Zchtigung nicht angenommen; euer Schwert hat eure Propheten gefressen wie 
ein reiender Lwe.
JER 2:31 O du [bses] Geschlecht, beachte doch das Wort des HERRN! Bin ich 
denn fr Israel eine Wste gewesen oder ein Land der Finsternis? Warum 
spricht denn mein Volk: Wir sind frei! Wir kommen nicht mehr zu dir!
JER 2:32 Vergit auch eine Jungfrau ihren Schmuck, oder eine Braut ihren 
Grtel? Aber mein Volk hat meiner vergessen seit unzhligen Tagen.
JER 2:33 Wie gut weit du es einzurichten, um Liebe zu erlangen. Darum 
hast du dich auch an Verbrechen gewhnt auf deinen Wegen.
JER 2:34 Sogar an deinen Sumen findet man das Blut armer, unschuldiger 
Seelen, die du nicht etwa beim Einbruch ertappt hast!
JER 2:35 Und dennoch sagst du bei alledem: Ich bin unschuldig! Sein Zorn 
wende sich nur von mir ab! Siehe, ich will mit dir rechten, weil du 
sagst: Ich habe nicht gesndigt!
JER 2:36 Warum nderst du deinen Weg so fleiig? Du wirst an gypten 
ebenso zuschanden werden, wie du an Assyrien zuschanden geworden bist!
JER 2:37 Auch von dort wirst du abziehen mssen, die Hnde auf dem Kopf; 
denn der HERR hat die verworfen, auf welche du dein Vertrauen setzest, und 
es wird dir mit ihnen nicht glcken.
JER 3:1 Und er sprach: Wenn ein Mann sein Weib verstt und sie ihn 
verlt und eines andern Mannes wird, darf er wieder zu ihr zurckkehren? 
Wrde nicht ein solches Land dadurch entweiht? Du aber hast mit vielen 
Freunden gebuhlt; und du solltest wieder zu mir zurckkehren? spricht der 
HERR.
JER 3:2 Erhebe deine Augen zu den Hhen und schau: Wo bist du nicht 
geschndet worden? An den Wegen sitzend, hast du auf sie gewartet wie ein 
Araber in der Wste und hast das Land durch deine Unzucht und deine 
Bosheit entweiht!
JER 3:3 Und ob auch die Regenschauer ausblieben und kein Sptregen fiel, 
so behieltest du doch deine Hurenstirn bei und wolltest dich nicht schmen.
JER 3:4 Hast du nicht eben jetzt angefangen mir zuzurufen: Mein Vater, 
der Freund meiner Jugend bist du!
JER 3:5 Sollte er ewiglich grollen, immerdar zrnen? Siehe, so hast du 
gesprochen und dabei Bses getan und es durchgesetzt!
JER 3:6 Und der HERR sprach zu mir in den Tagen des Knigs Josia: Hast du 
gesehen, was die Abtrnnige, Israel, getan hat? Sie ist auf alle hohen 
Berge und unter alle grnen Bume gelaufen und hat daselbst Unzucht 
getrieben.
JER 3:7 Und nachdem sie das alles getan hatte, dachte ich: Wird sie zu mir 
zurckkehren? Aber sie kehrte nicht zurck. Solches sah ihre treulose 
Schwester Juda;
JER 3:8 und obschon sie sah, da ich die Abtrnnige, Israel, um all ihrer 
Ehebrecherei willen verstoen und ihr den Scheidebrief gegeben hatte, so 
frchtete sich dennoch ihre treulose Schwester Juda nicht, sondern ging 
hin und trieb auch Unzucht.
JER 3:9 Und so kam es, da sie durch ihre leichtfertige Unzucht das Land 
entweihte; und sie trieb Ehebruch mit Holz und Stein.
JER 3:10 Trotzdem ist ihre treulose Schwester Juda nicht von ganzem Herzen 
zu mir zurckgekehrt, sondern nur zum Schein! spricht der HERR.
JER 3:11 Und der HERR sprach zu mir: Die Abtrnnige, Israel, steht 
gerechter da als die treulose Juda.
JER 3:12 Gehe hin, predige diese Worte gegen den Norden hin und sprich: 
Kehre wieder, du Abtrnnige, Israel! spricht der HERR, ich will mein 
Angesicht nicht vor euch verdstern; denn ich bin gndig (spricht der 
HERR) und zrne nicht ewig!
JER 3:13 Nur erkenne deine Missetat, da du dem HERRN, deinem Gott, die 
Treue gebrochen und hierhin und dorthin zu den Fremden gelaufen bist unter 
alle grnen Bume; aber auf meine Stimme habt ihr nicht gehrt, spricht 
der HERR.
JER 3:14 Kehret wieder, ihr abtrnnigen Kinder, spricht der HERR; denn Ich 
bin euer Herr! Und ich will euch nehmen, einen aus jeder Stadt und zwei 
aus jedem Geschlecht, und euch nach Zion bringen;
JER 3:15 ich will euch Hirten nach meinem Herzen geben, die sollen euch 
weiden mit Kenntnis und Verstand.
JER 3:16 Und es wird geschehen, wenn ihr euch dann mehrt und fruchtbar 
werdet im Lande, in jenen Tagen (spricht der HERR), so wird man nicht mehr 
sagen: die Bundeslade des HERRN; und sie wird niemandem mehr in den Sinn 
kommen, man wird ihrer nicht mehr gedenken und sie nicht mehr vermissen; 
es wird auch keine mehr gemacht werden.
JER 3:17 Zu jener Zeit wird man Jerusalem Thron des HERRN nennen, und es 
werden sich alle Heiden dorthin versammeln, zum Namen des HERRN, nach 
Jerusalem, und sie werden hinfort nicht mehr dem Starrsinn ihres bsen 
Herzens folgen.
JER 3:18 In jenen Tagen wird das Haus Juda zum Hause Israel gehen, und sie 
werden miteinander aus dem Lande des Nordens in das Land kommen, das ich 
ihren Vtern zum Erbteil gegeben habe.
JER 3:19 Ich hatte auch gesagt: Was fr eine Stellung will ich dir geben 
unter den Shnen! Ich will dir das erwnschte Land schenken, das 
allerschnste Erbteil der Vlker! Und ich hatte auch gesagt, du drftest 
mich Vater nennen und solltest dich nicht mehr von mir abwenden.
JER 3:20 Aber wie ein Weib ihrem Geliebten untreu wird, so seid ihr mir 
untreu geworden, Haus Israel! spricht der HERR.
JER 3:21 Eine Stimme wird auf den kahlen Hhen vernommen: es ist das 
flehentliche Weinen der Kinder Israel, weil sie ihren Weg verkehrt und des 
HERRN, ihres Gottes, vergessen haben.
JER 3:22 Kehret um, ihr abtrnnigen Kinder! Ich will eure Abweichungen 
heilen! Siehe, wir kommen zu dir, denn du bist der HERR, unser Gott.
JER 3:23 Wahrlich, wir sind betrogen worden durch die Hhen, die lrmende 
Menge auf den Bergen; wahrlich, beim HERRN, unserm Gott, steht das Heil 
Israels!
JER 3:24 Aber die Schande hat den Erwerb unserer Vter verzehrt von 
unserer Jugend an, ihre Schafe und ihre Rinder, ihre Shne und ihre 
Tchter;
JER 3:25 wir mssen uns niederlegen in unserer Schande, und unsere Schmach 
will uns zudecken; denn wir haben am HERRN, unserm Gott, gesndigt, wir 
und unsere Vter, von unserer Jugend an bis auf diesen Tag, und haben 
nicht gehrt auf die Stimme des HERRN, unsers Gottes.
JER 4:1 Wenn du, Israel, umkehrst (spricht der HERR), zu mir umkehrst, und 
wenn du die Greuel von mir entfernst, so wirst du nicht umherirren;
JER 4:2 und wenn du in Wahrheit, Recht und Gerechtigkeit schwrst: So 
wahr der HERR lebt!, so werden sich die Heiden in Ihm segnen und Seiner 
sich rhmen!
JER 4:3 Denn also spricht der HERR zu den Mnnern von Juda und Jerusalem: 
Pflget einen Neubruch und set nicht unter die Dornen!
JER 4:4 Beschneidet euch dem HERRN und beseitigt die Vorhaut eurer Herzen, 
ihr Mnner von Juda und ihr Einwohner von Jerusalem, damit mein Zorn nicht 
ausbreche wie ein Feuer, das niemand lschen kann, um eurer schlechten 
Handlungen willen!
JER 4:5 Verkndigt es in Juda und lasset es hren zu Jerusalem und saget: 
Stoet in die Posaune im Lande, rufet mit lauter Stimme und sprechet: 
Versammelt euch und lat uns in die festen Stdte ziehen!
JER 4:6 Richtet ein Panier auf, nach Zion hin, fliehet und stehet nicht 
stille! Denn ich bringe Unglck und eine groe Zerstrung von Norden her:
JER 4:7 Der Lwe ist aus seinem Dickicht hervorgekommen, und der Verderber 
der Heiden ist aufgebrochen, ausgegangen von seinem Ort, um dein Land zur 
Wste zu machen, da deine Stdte zerstrt werden und niemand mehr darin 
wohne.
JER 4:8 Darum grtet euch Scke um, klaget und heulet; denn der Zorn des 
HERRN hat sich nicht von uns abgewandt!
JER 4:9 An jenem Tage, spricht der HERR, werden der Knig und die Frsten 
den Mut verlieren, und die Priester werden starr sein vor Schrecken und 
die Propheten verwirrt.
JER 4:10 Da sprach ich: Ach, Herr, HERR, du hast wahrlich dieses Volk und 
Jerusalem arg getuscht, indem du sprachst: Ihr sollt Frieden haben! und 
nun reicht das Schwert bis an die Seele!
JER 4:11 Zu jener Zeit wird man zu dem Volk und zu Jerusalem sagen: Ein 
heier Wind kommt von den kahlen Hhen der Wste zu der Tochter meines 
Volkes, nicht zum Worfeln und nicht zum Subern;
JER 4:12 ein Wind, zu heftig fr solches, kommt zu mir. Nun will auch ich 
ihnen mein Urteil sprechen!
JER 4:13 Siehe, gleich Wolken zieht er herauf und wie ein Sturmwind seine 
Wagen; schneller als Adler sind seine Rosse! Wehe uns, wir werden 
verwstet!
JER 4:14 Wasche dein Herz von deiner Bosheit, o Jerusalem, auf da du 
gerettet werdest! Wie lange sollen deine heillosen Plne in deinem Herzen 
bleiben?
JER 4:15 Denn eine Stimme verkndet von Dan her und meldet Unglck vom 
Gebirge Ephraim:
JER 4:16 Lat es die Vlker wissen, verkndet es ber Jerusalem: Belagerer 
sind aus fernem Lande gekommen und lassen gegen die Stdte Judas ihre 
Stimme erschallen;
JER 4:17 wie Feldhter lagern sie sich rings um sie her; denn sie hat sich 
wider mich emprt, spricht der HERR.
JER 4:18 Dein Handel und Wandel hat dir das eingetragen; es ist deiner 
Bosheit Schuld, da es so bitter ist, da es dir bis ans Herz reicht!
JER 4:19 Mein Leib, mein Leib, wie tut er mir so weh! O ihr Wnde meines 
Herzens! Mein Herz tobt in mir; ich kann nicht schweigen! Denn der Posaune 
Ton habe ich vernommen, meine Seele Kriegsgeschrei.
JER 4:20 Eine Zerstrung um die andere wird gemeldet; denn das ganze Land 
ist verheert; pltzlich sind meine Htten verwstet, in einem Augenblick 
meine Zelte!
JER 4:21 Wie lange mu ich noch das Panier sehen und den Schall der 
Posaune hren?
JER 4:22 Wahrlich, mein Volk ist tricht; mich kennen sie nicht; nrrische 
Kinder sind sie und ohne Verstand; weise sind sie, Bses zu tun, aber 
Gutes zu tun verstehen sie nicht.
JER 4:23 Ich blickte zur Erde: und siehe, sie war wste und leer! und zum 
Himmel: aber er war ohne Licht!
JER 4:24 Ich sah die Berge an: und siehe, sie erbebten und alle Hgel 
schwankten!
JER 4:25 Ich schaute hin: und siehe, da war kein Mensch mehr, und alle 
Vgel des Himmels waren verschwunden!
JER 4:26 Ich schaute: und siehe, das Fruchtgefilde war zur Wste geworden 
und alle seine Stdte zerstrt vor dem HERRN, vor der Glut seines Zorns.
JER 4:27 Denn also spricht der HERR: Das ganze Land soll verwstet werden; 
doch den Garaus will ich ihm nicht machen.
JER 4:28 Darob wird die Erde trauern und der Himmel droben sich in Dunkel 
kleiden, weil ich gesonnen bin, zu tun, was ich gesagt habe, und weil ich 
es mich nicht gereuen lasse und ich nicht davon abgehen will.
JER 4:29 Vor dem Geschrei der Reiter und der Bogenschtzen flieht die 
ganze Stadt; sie verstecken sich im Gebsch und steigen auf die Felsen; 
die ganze Stadt ist verlassen; kein Mensch wohnt mehr darin.
JER 4:30 Und nun, du Verwstete, was willst du machen? Wenn du dich schon 
mit Scharlach kleidest, wenn du schon Goldschmuck umhngst, wenn du schon 
deine Augen mit Schminke herausstreichst, so machst du dich vergeblich 
schn; deine Liebhaber verschmhen dich und trachten dir nach dem Leben!
JER 4:31 Denn ich hre ein Geschrei wie von einer, die in Wehen liegt, ein 
Angstruf wie von einer, die zum erstenmal Mutter wird: die Stimme der 
Tochter Zion welche sthnt und ihre Hnde ausbreitet: O wehe mir, denn 
meine Seele erliegt den Mrdern!
JER 5:1 Streifet durch die Gassen Jerusalems und sehet doch nach und 
erkundigt euch und forschet nach auf ihren Pltzen, ob ihr einen Mann 
findet, ob einer da sei, der Recht bt und sich der Wahrhaftigkeit 
befleiigt; so will ich ihr vergeben! Aber wenn sie auch sagen:
JER 5:2 So wahr der HERR lebt! so schwren sie dennoch falsch.
JER 5:3 HERR, sehen deine Augen nicht auf Wahrhaftigkeit? Du hast sie 
geschlagen, aber es tat ihnen nicht weh; du hast sie fast aufgerieben, 
aber sie wollten keine Zucht annehmen; sie machten ihr Angesicht hrter 
als Fels, sie wollten nicht umkehren!
JER 5:4 Ich aber dachte: Nur die Geringen sind so; sie benehmen sich so 
tricht, weil sie den Weg des HERRN, das Recht ihres Gottes nicht kennen.
JER 5:5 Ich will doch zu den Groen gehen und mit ihnen reden; denn sie 
kennen den Weg des HERRN, das Recht ihres Gottes! Aber sie hatten allesamt 
das Joch zerbrochen, die Bande zerrissen.
JER 5:6 Darum schlgt sie der Lwe aus dem Wald, berfllt sie der 
Steppenwolf; der Pardel lauert an ihren Stdten, so da, wer sie verlt, 
zerrissen wird; denn ihrer bertretungen sind viele, und gro sind ihre 
Abweichungen!
JER 5:7 Wie wollte ich dir solches vergeben? Deine Kinder haben mich 
verlassen und bei Nichtgttern geschworen; und nachdem ich sie gesttigt 
hatte, brachen sie die Ehe und drngten sich scharenweise ins Hurenhaus!
JER 5:8 Wie brnstige Hengste schweifen sie umher; jeder wiehert nach 
seines nchsten Eheweib.
JER 5:9 Sollte ich solches ungestraft lassen, spricht der HERR, und sollte 
sich meine Seele an einem solchen Volke nicht rchen?
JER 5:10 Besteiget ihre Mauern und verderbet, aber den Garaus machet 
nicht! Schneidet ihre Schosse ab; denn dem HERRN gehren sie nicht!
JER 5:11 Denn gar treulos haben das Haus Israel und das Haus Juda an mir 
gehandelt, spricht der HERR.
JER 5:12 Sie haben den HERRN verleugnet und gesagt: Nicht Er ist's! Kein 
Unglck wird ber uns kommen; weder Schwert noch Hungersnot werden wir zu 
sehen bekommen!
JER 5:13 Und die Propheten sind nur Windbeutel, und niemand redet durch 
sie; ihnen selbst ergehe es so!
JER 5:14 Darum spricht der HERR, der Gott der Heerscharen: Weil ihr das 
gesagt habt, siehe, so will ich meine Worte in deinem Munde zu einem Feuer 
und dieses Volk zu Holz machen, da es sie verzehren soll.
JER 5:15 Siehe, ich bringe ber euch, du Haus Israel, ein Volk von ferne 
her (spricht der HERR), ein zhes Volk, ein uraltes Volk, ein Volk, dessen 
Sprache du nicht kennst und dessen Rede du nicht verstehst.
JER 5:16 Sein Kcher ist wie ein offenes Grab; und aus lauter Helden 
besteht es.
JER 5:17 Es wird deine Ernte und dein Brot verzehren, deine Shne und 
deine Tchter, deine Schafe und deine Rinder fressen; es wird deinen 
Weinstock und deinen Feigenbaum abfressen; und deine festen Stdte, darauf 
du dich verlssest, wird es mit dem Schwerte erobern.
JER 5:18 Aber auch in jenen Tagen, spricht der HERR, will ich euch nicht 
den Garaus machen.
JER 5:19 Und wenn es dann geschieht, da ihr fragt: Weshalb hat der HERR, 
unser Gott, uns das alles angetan? so sollst du ihnen antworten: 
Gleichwie ihr mich verlassen und in eurem Lande fremden Gttern gedient 
habt, so mt ihr auch jetzt Fremden dienen in einem Lande, das nicht euch 
gehrt!
JER 5:20 Verkndiget solches im Hause Jakob und lat es hren in Juda und 
sprechet:
JER 5:21 Hre doch dies, du trichtes, unverstndiges Volk, die ihr Augen 
habt und doch nicht seht, die ihr Ohren habt und doch nicht hrt!
JER 5:22 Mich wollt ihr nicht frchten, spricht der HERR, vor mir nicht 
erzittern, der ich dem Meere den Sand zur Grenze gesetzt habe, zur ewigen 
Schranke, die es nicht berschreiten darf? Wenn sich seine Wogen auch 
dagegen auflehnen, so sind sie doch machtlos; wenn auch seine Wellen 
toben, knnen sie dieselben nicht berschreiten.
JER 5:23 Aber dieses Volk hat ein halsstarriges, aufrhrerisches Herz; sie 
haben sich abgewandt und sind davongelaufen
JER 5:24 und haben in ihrem Herzen nicht gedacht: Wir wollen doch den 
HERRN, unsern Gott, frchten, der den Regen gibt, Frh und Sptregen zu 
seiner Zeit, der die bestimmten Wochen der Ernte fr uns einhlt.
JER 5:25 Eure Missetaten haben diese Dinge abgelenkt, und eure Snden 
haben den Segen von euch zurckgehalten.
JER 5:26 Denn unter meinem Volke finden sich Gottlose; sie liegen auf der 
Lauer, ducken sich wie Vogelsteller; sie stellen Fallen, um Menschen zu 
fangen.
JER 5:27 Wie ein Kfig voller Vgel geworden ist, so haben sich ihre 
Huser mit Betrug gefllt; auf solche Weise sind sie gro und reich 
geworden!
JER 5:28 Sie glnzen vor Fett; auch flieen sie ber von bsen Reden. Fr 
das Recht sorgen sie nicht, fr das Recht der Waisen, um ihnen zum Siege 
zu verhelfen, und die Rechtssache der Armen fhren sie nicht.
JER 5:29 Sollte ich solches ungestraft lassen? spricht der HERR. Sollte 
sich meine Seele an einem solchen Volke nicht rchen?
JER 5:30 Entsetzliches und Abscheuliches geschieht im Lande:
JER 5:31 Die Propheten weissagen falsch, und die Priester herrschen mit 
ihrer Untersttzung; und mein Volk liebt es so! Was wollt ihr aber tun, 
wenn das Ende davon kommt?
JER 6:1 Fliehet, ihr Kinder Benjamin, aus Jerusalems Mitte, und in Thekoa 
blaset die Posaune, und ber Beth-Kerem richtet ein Zeichen auf; denn ein 
Unglck droht von Norden her und ein groes Verderben.
JER 6:2 Die Liebliche und Verzrtelte, die Tochter Zion will ich zerstren.
JER 6:3 Hirten mit ihren Herden werden zu ihr kommen; ihre Zelte werden 
sie aufschlagen rings um sie her, und ein jeder wird sein Teil abweiden.
JER 6:4 Heiliget einen Krieg gegen sie! Auf, lat uns am Mittag 
hinaufziehen! Wehe uns, der Tag neigt sich, und die Abendschatten dehnen 
sich!
JER 6:5 Auf, lat uns bei Nacht hinaufziehen und ihre Palste zerstren!
JER 6:6 Denn also hat der HERR der Heerscharen befohlen: Fllet Bume und 
schttet einen Wall auf gegen Jerusalem! Das ist die Stadt, welche 
gestraft werden soll; denn lauter Gewalttat ist in ihrer Mitte.
JER 6:7 Wie ein Brunnen sein Wasser quellen lt, also lt sie ihre 
Bosheit quellen; von Gewalttat und Bedrckung hrt man in ihr; Leid und 
Mihandlung mu ich bestndig mitansehen.
JER 6:8 La dich warnen, Jerusalem, damit sich meine Seele nicht ganz von 
dir entfremde, da ich dich nicht zur Wste mache, zu einem unbewohnten 
Lande!
JER 6:9 Also spricht der HERR der Heerscharen: Am berrest Israels wird 
man Nachlese halten wie am Weinstock. Strecke nochmals wie ein Weinleser 
deine Hand aus ber die Ranken!
JER 6:10 Zu wem soll ich reden, wem Zeugnis ablegen, da sie es hren? 
Siehe, ihre Ohren sind unbeschnitten, sie knnen nicht aufmerken. Siehe, 
das Wort des HERRN ist ihnen zum Hohn geworden; sie haben keine Lust daran.
JER 6:11 Und ich bin des Grimmes des HERRN so voll, da ich ihn kaum 
zurckhalten kann. Giee ihn aus ber die Kinder auf der Gasse und ber 
den Kreis der Jnglinge allzumal! Ja, Mann und Weib sollen gefangen 
werden, Alte und Wohlbetagte.
JER 6:12 Ihre Huser sollen andern zugewandt werden, cker und Weiber 
allzumal; denn ich will meine Hand ausstrecken wider die Bewohner dieses 
Landes, spricht der HERR.
JER 6:13 Denn vom Kleinsten bis zum Grten trachten sie alle nach Gewinn, 
und vom Propheten bis zum Priester gehen sie alle mit Lgen um.
JER 6:14 Und sie heilen den Schaden der Tochter meines Volkes leichthin, 
indem sie sprechen: Friede, Friede! wo doch kein Friede ist.
JER 6:15 Schmen sollten sie sich, weil sie Greuel verbt haben; aber sie 
wissen nicht mehr, was sich schmen heit, und empfinden keine Scham. 
Darum werden sie fallen unter den Fallenden; zur Zeit, da ich sie 
heimsuche, werden sie strzen, spricht der HERR.
JER 6:16 Also spricht der HERR: Tretet hin an die Wege und schauet und 
fraget nach den Pfaden der Vorzeit, welches der gute Weg sei, und wandelt 
darauf, so werdet ihr Ruhe finden fr eure Seelen! Sie aber sprechen: Wir 
wollen ihn nicht gehen!
JER 6:17 Und ich habe Wchter ber euch bestellt: Merkt doch auf den 
Schall der Posaune! Sie aber sprechen: Wir wollen nicht aufmerken!
JER 6:18 So hret nun, ihr Vlker, und du, Gemeinde, erkenne, was unter 
ihnen geschieht! Hre es, Erde!
JER 6:19 Siehe, ich will Unheil ber dieses Volk kommen lassen, die Frucht 
ihrer Anschlge; denn auf meine Worte achteten sie nicht, und mein Gesetz 
verwarfen sie.
JER 6:20 Was soll mir der Weihrauch von Saba und das kstliche Gewrzrohr 
aus fernem Lande? Eure Brandopfer mifallen mir, und eure Schlachtopfer 
sind mir nicht angenehm.
JER 6:21 Darum spricht der HERR also: Siehe, ich will diesem Volke Steine 
des Anstoes in den Weg legen, damit Vter und Kinder zugleich daran zu 
Fall kommen; ein Nachbar mit dem andern wird umkommen.
JER 6:22 So spricht der HERR: Siehe, es kommt ein Volk von Norden her, und 
eine groe Nation erhebt sich von den uersten Enden der Erde.
JER 6:23 Mit Bogen und Wurfspie sind sie bewaffnet; grausam sind sie und 
ohne Erbarmen. Ihr Lrmen ist wie das Brausen des Meeres, und auf Pferden 
reiten sie, gerstet wie ein Mann zum Kampf wider dich, o Tochter Zion!
JER 6:24 Als wir von ihnen hrten, wurden unsere Hnde schlaff, Angst 
ergriff uns, Wehen wie eine Gebrende.
JER 6:25 Gehe ja nicht aufs Feld hinaus und betritt die Strae nicht! Denn 
des Feindes Schwert verbreitet Schrecken ringsum.
JER 6:26 Grte einen Sack um dich, o Tochter meines Volkes, und wlze dich 
in der Asche; traure wie um einen einzigen Sohn, halte bittere Klage! Denn 
pltzlich wird der Verwster ber uns kommen.
JER 6:27 Ich habe dich zum Prfer ber mein Volk bestellt, zum Goldprfer, 
da du erkennest und prfest ihren Weg.
JER 6:28 Sie sind alle widerspenstige Emprer, gehen mit Verleumdungen um; 
Erz und Eisen sind sie, allesamt Verderber.
JER 6:29 Der Blasebalg schnaubt; aber aus dem Feuer kommt nur Blei, die 
Bsen werden doch nicht ausgeschieden!
JER 6:30 Darum wird man sie verworfenes Silber nennen, weil der HERR sie 
verworfen hat.
JER 7:1 Dies ist das Wort, welches vom HERRN an Jeremia erging:
JER 7:2 Tritt unter das Tor am Hause des HERRN und predige dort dieses 
Wort und sprich: Hret das Wort des HERRN, ihr alle aus Juda, die ihr zu 
diesen Toren eingehet, um den HERRN anzubeten!
JER 7:3 So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Bessert 
euren Wandel und eure Taten, so will ich euch an diesem Orte wohnen lassen!
JER 7:4 Verlat euch nicht auf trgerische Worte wie diese: Der Tempel 
des HERRN, der Tempel des HERRN, der Tempel des HERRN ist dies!
JER 7:5 Denn nur wenn ihr euren Wandel und eure Taten ernstlich bessert, 
wenn ihr wirklich Recht schafft untereinander,
JER 7:6 wenn ihr die Fremdlinge, die Waisen und Witwen nicht bedrckt und 
an dieser Sttte kein unschuldiges Blut vergiet und nicht andern Gttern 
nachwandelt zu eurem eigenen Schaden,
JER 7:7 dann will ich euch an diesem Orte wohnen lassen, in dem Lande, das 
ich euren Vtern gegeben habe, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
JER 7:8 Seht, ihr verlat euch auf trgerische Reden, die keinen Nutzen 
bringen!
JER 7:9 Nachdem ihr gestohlen, gemordet, die Ehe gebrochen, falsch 
geschworen, dem Baal geruchert habt und andern Gttern, die ihr nicht 
kennet, nachgelaufen seid,
JER 7:10 so kommt ihr hernach und tretet vor mein Angesicht in diesem 
Hause, das nach meinem Namen genannt ist, und sprecht: Wir sind 
geborgen! damit ihr alle diese Greuel verben knnt.
JER 7:11 Ist denn dieses Haus, das nach meinem Namen genannt ist, in euren 
Augen zu einer Ruberhhle geworden? Ja wahrlich, auch ich sehe es so an, 
spricht der HERR.
JER 7:12 Denn geht doch hin zu meiner Sttte in Silo, wo ich zuerst meinen 
Namen wohnen lie, und seht, wie ich mit ihr verfahren bin wegen der 
Bosheit meines Volkes Israel!
JER 7:13 Und nun, weil ihr alle diese Freveltaten verbt habt, spricht der 
HERR, und ich frhe und fleiig zu euch geredet habe, ihr aber nicht hren 
wolltet, weil ich euch gerufen, ihr aber nicht geantwortet habt,
JER 7:14 so will ich auch mit dem Hause, das nach meinem Namen genannt ist 
und darauf ihr euch verlasset, mit dem Orte, den ich euch und euren Vtern 
gegeben habe, so verfahren, wie ich mit Silo verfahren bin;
JER 7:15 und ich will auch euch von meinem Angesicht verwerfen, gleichwie 
ich alle eure Brder, die ganze Nachkommenschaft Ephraims, verworfen habe!
JER 7:16 Du aber sollst fr dieses Volk keine Frbitte einlegen, nicht 
flehen und fr sie beten und nicht in mich dringen; denn ich werde dich 
keineswegs erhren!
JER 7:17 Siehst du denn nicht, was sie in den Stdten Judas und auf den 
Gassen von Jerusalem tun?
JER 7:18 Die Kinder lesen Holz zusammen, und die Vter znden das Feuer 
an, die Frauen aber kneten Teig, um der Himmelsknigin Kuchen zu backen; 
und fremden Gttern gieen sie Trankopfer aus, um mich zu rgern.
JER 7:19 Indes, sollten sie mich damit rgern? spricht der HERR; nicht 
vielmehr sich selbst, auf da sie zuschanden werden?
JER 7:20 Darum spricht Gott, der HERR, also: Siehe, mein Zorn und mein 
Grimm wird sich ber diesen Ort ergieen, ber die Menschen und ber das 
Vieh, ber die Bume des Feldes und ber die Frchte der Erde, und er wird 
unauslschlich brennen!
JER 7:21 So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Fget nur 
eure Brandopfer zu den Schlachtopfern hinzu und esset Fleisch!
JER 7:22 Denn ich habe zu euren Vtern nichts gesagt und ihnen nichts 
befohlen in bezug auf Brandopfer und Schlachtopfer am Tage, als ich sie 
aus gyptenland fhrte,
JER 7:23 sondern dieses habe ich ihnen befohlen: Gehorchet meiner Stimme, 
so will ich euer Gott sein, und ihr sollt mein Volk sein; und wandelt in 
allen Wegen, die ich euch gebieten werde, damit es euch wohlergehe!
JER 7:24 Aber sie gehorchten nicht und neigten mir ihre Ohren nicht zu, 
sondern wandelten nach den Ratschlgen, nach dem Starrsinn ihres bsen 
Herzens, und sie wandten mir den Rcken zu und nicht das Angesicht.
JER 7:25 Von dem Tage an, da eure Vter aus gyptenland zogen, bis auf 
diesen Tag habe ich euch alle meine Knechte, die Propheten, gesandt, 
tglich, frhe und fleiig;
JER 7:26 aber sie haben mir nicht gehorcht und mir kein Gehr geschenkt, 
sondern erzeigten sich noch halsstarriger und bser als ihre Vter.
JER 7:27 Und wenn du auch alle diese Worte zu ihnen redest, so werden sie 
doch nicht auf dich hren; und wenn du ihnen zurufst, werden sie dir nicht 
antworten.
JER 7:28 Darum sollst du zu ihnen sagen: Dies ist das Volk, welches auf 
die Stimme des HERRN, seines Gottes, nicht hren und keine Zchtigung 
annehmen will; dahin ist die Wahrhaftigkeit, weggetilgt aus ihrem Munde!
JER 7:29 So schere nun deinen Haarschmuck ab und wirf ihn weg und stimme 
auf kahlen Hhen ein Klagelied an! Denn verworfen und verstoen hat der 
HERR das Geschlecht, ber das er zornig ist.
JER 7:30 Denn die Kinder Juda haben getan, was in meinen Augen bse ist, 
spricht der HERR; sie haben ihre Greuel in das Haus gesetzt, das nach 
meinem Namen genannt ist, und es dadurch verunreinigt.
JER 7:31 Sie haben auch die Hhen des Tophet im Tal Ben-Hinnom gebaut, um 
ihre Shne und Tchter mit Feuer zu verbrennen, was ich ihnen nie befohlen 
habe und was mir nie in den Sinn gekommen ist.
JER 7:32 Darum siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da man nicht mehr 
vom Tophet oder vom Tal Ben-Hinnom reden wird, sondern vom Wrgetal; 
und man wird im Tophet begraben mssen, weil sonst kein Raum mehr ist;
JER 7:33 und die Leichname dieses Volkes werden den Vgeln des Himmels und 
den wilden Tieren zur Speise dienen, und niemand wird sie verscheuchen.
JER 7:34 Also will ich in den Stdten Judas und auf den Gassen Jerusalems 
das Jubel und Freudengeschrei, die Stimme des Brutigams und der Braut zum 
Verstummen bringen; denn das Land soll verwstet werden!
JER 8:1 Zu jener Zeit, spricht der HERR, wird man die Gebeine der Knige 
von Juda, die Gebeine seiner Frsten, die Gebeine der Priester, die 
Gebeine der Propheten und die Gebeine der Bewohner Jerusalems aus ihren 
Grbern hervorziehen
JER 8:2 und sie ausbreiten vor der Sonne und dem Mond und vor dem ganzen 
Heer des Himmels, welche sie liebgehabt, denen sie gedient haben und 
nachgelaufen sind, die sie gesucht und angebetet haben; man wird sie weder 
zusammenlesen noch begraben, sondern zu Dnger auf dem Felde sollen sie 
werden.
JER 8:3 Und alle, welche von diesem bsen Geschlecht brigbleiben, werden 
lieber sterben als leben wollen an allen Orten, wohin ich die 
Uebriggebliebenen verstoen habe, spricht der HERR der Heerscharen.
JER 8:4 So sollst du zu ihnen sagen: So spricht der HERR: Wer fllt und 
steht nicht wieder auf? Wer weicht ab und kehrt nicht wieder um?
JER 8:5 Warum hat sich denn dieses Volk zu Jerusalem so beharrlich 
abgewandt und den Betrug so festgehalten, da sie nicht mehr umkehren 
wollen?
JER 8:6 Denn ich merkte auf und horchte: sie reden nicht, was recht ist; 
keiner ist, den seine Bosheit gereue, der da sprche: Was habe ich getan! 
Sondern ein jeder wendet sich ab in seinem Lauf wie ein Ro, das sich in 
den Kampf strzt.
JER 8:7 Selbst der Storch am Himmel wei seine bestimmten Zeiten; 
Turteltaube, Schwalbe und Kranich halten die Zeit ihrer Wiederkehr ein; 
aber mein Volk kennt die Rechtsordnung des HERRN nicht!
JER 8:8 Wie drft ihr denn sagen: Wir sind weise, und das Gesetz des 
HERRN ist bei uns! Wahrlich ja, zur Lge gemacht hat es der Lgengriffel 
der Schriftgelehrten!
JER 8:9 Zuschanden geworden sind die Weisen; sie sind erschrocken und 
haben sich selbst gefangen; denn siehe, sie haben das Wort des HERRN 
verworfen, was fr eine Weisheit bleibt ihnen da noch brig?
JER 8:10 Darum will ich ihre Frauen den Fremden geben und ihre Felder 
neuen Besitzern; denn sie trachten alle nach Gewinn, vom Kleinsten bis zum 
Grten; und vom Propheten bis zum Priester gehen sie alle mit Lgen um;
JER 8:11 und den Schaden der Tochter meines Volkes heilen sie leichthin, 
indem sie sprechen: Friede, Friede! wo doch kein Friede ist.
JER 8:12 Schmen sollten sie sich, weil sie solche Greuel verben! Aber 
sie wissen nicht mehr, was sich schmen heit, und empfinden keine Scham. 
Darum werden sie fallen unter den Fallenden, zur Zeit ihrer Heimsuchung 
werden sie strzen, spricht der HERR.
JER 8:13 Ein Ende, ein Ende will ich ihnen machen, spricht der HERR. Keine 
Trauben sollen mehr am Weinstock sein und keine Feigen am Feigenbaum, und 
die Bltter sollen verwelken, und ich will sie denen geben, die an ihnen 
vorberziehen!
JER 8:14 Was sumen wir? Versammelt euch, und lat uns in die festen 
Stdte ziehen, da wir daselbst zugrunde gehen! Denn der HERR, unser Gott, 
richtet uns zugrunde und trnkt uns mit Giftwasser, weil wir wider den 
HERRN gesndigt haben.
JER 8:15 Wir warten auf Frieden (aber es wird nicht besser! auf eine Zeit 
der Heilung) aber siehe da, Schrecken!
JER 8:16 Von Dan hrt man das Schnauben seiner Rosse; vom Wiehern seiner 
starken Pferde bebt das ganze Land; ja, sie kommen und fressen das Land 
auf und was darin ist, die Stadt und ihre Bewohner.
JER 8:17 Denn siehe, ich will Schlangen unter euch senden, Nattern, die 
sich nicht beschwren lassen, und sie werden euch beien! spricht der HERR.
JER 8:18 Wrde mir doch Erquickung zu teil in meinem Kummer! Aber mein 
Herz ist krank in mir.
JER 8:19 Horch! die Stimme des Geschreis der Tochter meines Volkes aus 
fernem Lande: Ist denn der HERR nicht in Zion, ist ihr Knig nicht bei 
ihr? Warum haben sie Mich mit ihren Gtzenbildern, mit fremden Gtzen 
erzrnt?
JER 8:20 Die Ernte ist vorber, der Sommer ist zu Ende, und wir sind 
nicht gerettet!
JER 8:21 Wegen des Zusammenbruchs der Tochter meines Volkes bin ich ganz 
zerbrochen; ich trage Leid, und Entsetzen hat mich ergriffen.
JER 8:22 Ist denn kein Balsam in Gilead? Ist kein Arzt da? Warum hat die 
Heilung der Tochter meines Volkes keine Fortschritte gemacht?
JER 9:1 (08-23) O da mein Haupt zu Wasser wrde und mein Auge zum 
Trnenquell, so wrde ich Tag und Nacht die Erschlagenen der Tochter 
meines Volkes beweinen!
JER 9:2 (09-1) O da ich in der Wste eine Wandererherberge htte, da ich 
mein Volk verlassen und von ihm wegziehen knnte! Denn sie sind alle 
Ehebrecher und ein treuloser Haufe.
JER 9:3 (09-2) Sie haben ihre Zunge wie einen Bogen gespannt; mit Lgen 
und nicht durch Wahrheit sind sie mchtig geworden auf Erden; denn von 
einer Bosheit gehen sie zur andern ber, mich aber kennen sie nicht! 
spricht der HERR.
JER 9:4 (09-3) Ein jeder hte sich vor seinem Nchsten, und keiner traue 
seinem Bruder! Denn jeder Bruder bt Hinterlist, und jeder Nachbar geht 
als Verleumder umher.
JER 9:5 (09-4) Einer betrgt den andern, und die Wahrheit reden sie nicht; 
sie haben ihre Zungen ans Lgen gewhnt; sie ermden sich mit Unrechttun.
JER 9:6 (09-5) Deine Wohnung ist mitten in Arglist; aus Arglist wollen sie 
mich nicht kennen, spricht der HERR.
JER 9:7 (09-6) Darum spricht der HERR der Heerscharen also: Siehe, ich 
will sie schmelzen und lutern; denn wie sollte ich anders handeln wegen 
der Bosheit der Tochter meines Volkes?
JER 9:8 (09-7) Ihre Zunge ist ein tdlicher Pfeil, Lgen redet sie: mit 
dem Munde redet man freundlich mit seinem Nchsten, aber im Herzen legt 
man ihm einen Hinterhalt.
JER 9:9 (09-8) Sollte ich sie um dergleichen Dinge willen nicht strafen? 
spricht der HERR. Und sollte sich meine Seele an einem solchen Volke nicht 
rchen?
JER 9:10 (09-9) Auf den Bergen will ich ein Weinen und Klagen anheben und 
auf den Auen der Wste ein Trauerlied anstimmen, weil sie so gar verbrannt 
sind, da niemand mehr sie durchwandert; man hrt das Blken der Herde 
nicht mehr; die Vgel des Himmels und das Vieh sind entflohen, 
hinweggezogen.
JER 9:11 (09-10) Ich will Jerusalem zu einem Steinhaufen machen, zu einer 
Wohnung fr Schakale, und die Stdte Judas will ich so wste machen, da 
niemand mehr darin wohnt.
JER 9:12 (09-11) Wer ist so weise, da er dies erkenne? Und zu wem hat der 
Mund des HERRN geredet, da er es kundtue, weshalb das Land zugrunde geht 
und warum es verbrannt ist gleich einer Wste, die niemand durchwandert?
JER 9:13 (09-12) Und der HERR spricht: Darum, weil sie mein Gesetz 
verlassen, das ich ihnen gegeben, und meiner Stimme nicht gehorcht haben 
und nicht darnach lebten,
JER 9:14 (09-13) sondern dem Starrsinn ihres Herzens und den Baalen 
nachgelaufen sind, wie ihre Vter sie gelehrt haben.
JER 9:15 (09-14) Darum spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, 
also: Siehe, ich will dieses Volk mit Wermut speisen und sie mit 
Giftwasser trnken;
JER 9:16 (09-15) und ich will sie unter die Vlker zerstreuen, welche 
weder sie noch ihre Vter gekannt haben, und will ein Schwert hinter ihnen 
herschicken, bis ich sie aufgerieben habe.
JER 9:17 (09-16) So spricht der HERR der Heerscharen: Merkt auf und ruft 
die Klageweiber herbei und lat sie kommen und schickt nach weisen Frauen,
JER 9:18 (09-17) da sie herkommen und eilends ber uns ein Trauerlied 
singen, da Trnen aus unsern Augen rinnen und Wasser aus unsern Wimpern 
fliee.
JER 9:19 (09-18) Denn man hrt ein klgliches Geschrei von Zion: Wie sind 
wir so verwstet! Wie sind wir so jmmerlich geschndet! Denn wir muten 
unser Land verlassen; denn sie haben unsere Wohnungen niedergerissen!
JER 9:20 (09-19) So hrt nun, ihr Frauen, das Wort des HERRN, und fasset 
zu Ohren das Wort seines Mundes, und lehrt eure Tchter Klagelieder und 
eine jede ihre Nachbarin den Trauergesang.
JER 9:21 (09-20) Denn der Tod ist durch unsere Fenster hereingestiegen; er 
ist in unsere Palste gekommen, um die Kinder von der Strae und die 
jungen Mnner von den Pltzen wegzuraffen.
JER 9:22 (09-21) Sage: So spricht der HERR: Die Leichname der Menschen 
werden fallen wie Dnger auf dem Felde und wie Garben hinter dem 
Schnitter, die niemand sammelt.
JER 9:23 (09-22) So spricht der HERR: Der Weise rhme sich nicht seiner 
Weisheit, der Starke rhme sich nicht seiner Strke, der Reiche rhme sich 
nicht seines Reichtums;
JER 9:24 (09-23) sondern wer sich rhmen will, der rhme sich dessen, da 
er Einsicht habe und mich erkenne, da ich der HERR bin, der 
Barmherzigkeit, Recht und Gerechtigkeit bt auf Erden! Denn an solchem 
habe ich Wohlgefallen, spricht der HERR.
JER 9:25 (09-24) Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich 
heimsuchen werde alle, die, obgleich beschnitten, doch unbeschnitten sind:
JER 9:26 (09-25) die gypter, die Juden, die Edomiter, die Ammoniter, die 
Moabiter und alle mit abgestutztem Haar, die in der Wste wohnen; denn 
alle Heiden sind unbeschnitten, das ganze Haus Israel aber hat ein 
unbeschnittenes Herz.
JER 10:1 Hret das Wort des HERRN, das er zu euch redet, o Haus Israel! So 
spricht der HERR:
JER 10:2 Ihr sollt der Heiden Weise nicht erlernen und vor den Zeichen des 
Himmels nicht erschrecken, weil die Heiden sich vor ihnen frchten.
JER 10:3 Denn die Satzungen der Heiden sind nichtig. Denn ein Holz ist's, 
das man im Walde gehauen und das der Knstler mit dem Beile zurichtet.
JER 10:4 Er ziert es mit Silber und Gold und befestigt es mit Hmmern und 
Ngeln, damit es nicht wackelt.
JER 10:5 Gedrechselten Palmbumen gleich sind solche [Gtzen]; sie knnen 
nicht reden; man mu sie tragen, denn sie knnen nicht gehen. Frchtet 
euch nicht vor ihnen, denn sie knnen nicht schaden, und Gutes zu tun 
steht nicht in ihrer Macht.
JER 10:6 Dir aber, o HERR, ist niemand gleich! Gro bist du, und gro ist 
dein Name vermge deiner Macht!
JER 10:7 Wer sollte dich nicht frchten, du Knig der Vlker? Denn dir 
gebhrt dies; denn unter allen Weisen der Vlker und in allen ihren 
Knigreichen ist keiner wie du!
JER 10:8 Sie sind allzumal dumm und tricht, eine uerst nichtige Lehre: 
Holz sind sie;
JER 10:9 gehmmertes Silber, von Tarsis gebracht, und Gold von Uphas, eine 
Arbeit des Werkmeisters und der Hnde des Gieers; mit blauem und rotem 
Purpur sind sie bekleidet; ein Werk von Knstlern sind sie alle.
JER 10:10 Aber der HERR ist Gott in Wahrheit; er ist ein lebendiger Gott 
und ein ewiger Knig. Vor seinem Zorn erbebt die Erde, und die Vlker 
vermgen seinen Grimm nicht zu ertragen.
JER 10:11 So sollt ihr nun also zu ihnen sagen: Die Gtter, welche weder 
Himmel noch Erde erschaffen haben, sollen von der Erde und unter dem 
Himmel verschwinden.
JER 10:12 Er ist's, der die Erde durch seine Kraft erschaffen, in seiner 
Weisheit den Weltkreis abgegrenzt und mit seinem Verstand den Himmel 
ausgespannt hat.
JER 10:13 Sobald er seine Stimme hren lt, so sammelt sich eine Menge 
Wassers am Himmel; er zieht Wolken herauf vom Ende der Erde, macht Blitze 
zum Regen und holt den Wind aus seinen Kammern hervor.
JER 10:14 Alle Menschen stehen da als Toren, trotz ihrem Wissen, und alle 
Gieer werden an ihren Bildern zuschanden; denn was sie gieen ist Betrug, 
und kein Geist ist darin.
JER 10:15 Schwindel ist's, ein lcherliches Machwerk! Zur Zeit ihrer 
Heimsuchung gehen sie zugrunde.
JER 10:16 Aber nicht wie diese ist Jakobs Teil, sondern der Schpfer des 
Alls ist er, und Israel ist der Stamm seines Erbteils: HERR der 
Heerscharen ist sein Name.
JER 10:17 Raffe dein Bndel auf von der Erde, die du in der Klemme sitzest!
JER 10:18 Denn also hat der HERR gesprochen: Siehe, diesmal will ich die 
Bewohner des Landes hinausschleudern und sie ngstigen, da sie es 
empfinden.
JER 10:19 Wehe mir wegen meines Schadens! Wie tun mir meine Wunden so weh! 
Doch ich dachte: Sicherlich ist das mein Leiden; ich will es auch tragen.
JER 10:20 Mein Zelt ist verwstet, und alle meine Zeltstricke sind 
abgerissen; meine Kinder haben mich verlassen, sie sind nirgends mehr. 
Niemand schlgt mir mehr mein Zelt auf oder hngt mir meine Vorhnge ein!
JER 10:21 Die Hirten sind tricht gewesen, sie haben den HERRN nicht 
gesucht. Darum hatten sie kein Gelingen, und ihre ganze Herde ist 
zerstreut.
JER 10:22 Horch! eine Kunde: Siehe es kommt, ein groes Getmmel kommt vom 
Lande des Nordens her, das wird die Stdte Judas zu Trmmern und zu einer 
Wohnung fr Schakale machen!
JER 10:23 Ich wei, HERR, da des Menschen Weg nicht in seiner Macht steht 
und da der Mann, der da wandelt, seine Schritte nicht zu lenken vermag.
JER 10:24 Zchtige du mich, HERR, doch nach dem Recht und nicht in deinem 
Zorn, damit du mich nicht zu sehr verminderst!
JER 10:25 Giee deinen Zorn ber die Heiden aus, die dich nicht kennen, 
und ber die Geschlechter, die deinen Namen nicht anrufen; denn sie haben 
Jakob verzehrt, gefressen und aufgerieben und seine Wohnung verwstet!
JER 11:1 Das Wort, das vom HERRN an Jeremia erging, lautete also:
JER 11:2 Hret die Worte dieses Bundes und saget sie den Mnnern von Juda 
und den Einwohnern von Jerusalem und sprich zu ihnen:
JER 11:3 So spricht der HERR, der Gott Israels: Verflucht ist der Mann, 
der auf die Worte dieses Bundes nicht hrt,
JER 11:4 welche ich euren Vtern geboten habe zur Zeit, als ich sie aus 
gyptenland, dem eisernen Schmelzofen, fhrte, indem ich sprach: Seid 
meiner Stimme gehorsam und tut darnach, ganz wie ich euch gebiete, so 
sollt ihr mein Volk sein, und ich will euer Gott sein!
JER 11:5 damit ich den Eid aufrechterhalte, den ich euren Vtern 
geschworen habe, ihnen ein Land zu geben, das von Milch und Honig fliet, 
wie es heutigen Tages der Fall ist. Da antwortete ich und sprach: So sei 
es, HERR!
JER 11:6 Darauf sprach der HERR zu mir: Verkndige alle diese Worte in den 
Stdten Judas und auf den Gassen zu Jerusalem und sprich: Hret die Worte 
dieses Bundes und befolget sie!
JER 11:7 Denn ich habe euren Vtern ernstlich bezeugt von dem Tage an, als 
ich sie aus dem Lande gypten herauffhrte, bis auf diesen Tag; frhe und 
fleiig habe ich ihnen bezeugt und gesagt: Gehorchet meiner Stimme!
JER 11:8 Aber sie haben nicht gehorcht; sie haben mir kein Gehr 
geschenkt, sondern wandelten nach dem Starrsinn ihres bsen Herzens; darum 
will ich alle Worte dieses Bundes ber sie bringen, welchen zu halten ich 
ihnen befohlen habe, den sie aber nicht gehalten haben.
JER 11:9 Und der HERR sprach zu mir: Es besteht eine Verschwrung unter 
den Mnnern von Juda und den Bewohnern von Jerusalem.
JER 11:10 Sie sind zu den Snden ihrer Vorvter zurckgekehrt, welche 
meinen Worten nicht gehorchen wollten; sie sind auch fremden Gttern 
nachgefolgt und haben ihnen gedient. Das Haus Israel und das Haus Juda 
haben meinen Bund gebrochen, den ich mit ihren Vtern geschlossen habe.
JER 11:11 Darum spricht der HERR also: Siehe, ich will Unheil ber sie 
bringen, welchem sie nicht werden entrinnen knnen; und wenn sie dann zu 
mir schreien, werde ich sie nicht erhren.
JER 11:12 Alsdann werden die Stdte Judas und die Bewohner Jerusalems 
hingehen und die Gtter anrufen, denen sie geruchert haben, aber sie 
werden ihnen zur Zeit ihres Unglcks keineswegs helfen knnen.
JER 11:13 Denn so viele Stdte du hast, Juda, so viele Gtter hast du 
auch, und so viele Gassen in Jerusalem sind, so viele Altre habt ihr der 
Schande errichtet, Altre, um dem Baal zu ruchern.
JER 11:14 Du aber sollst fr dieses Volk nicht beten und fr sie weder 
Klage noch Frbitte anheben, denn ich werde keineswegs erhren, wenn sie 
zur Zeit des Unglcks zu mir rufen werden.
JER 11:15 Was hat mein Geliebter in meinem Hause bse Anschlge 
auszufhren? Knnen Gelbde und Opferfleisch deine Bosheit von dir wegtun, 
da du alsdann frohlocken kannst?
JER 11:16 Einen grnen Olivenbaum mit schner, wohlgestalteter Frucht 
hat dich der HERR genannt. Mit mchtigem Brausen zndet das Feuer seine 
Bltter an, und seine ste krachen.
JER 11:17 Denn der HERR der Heerscharen, der dich gepflanzt, hat dir 
Schlimmes angedroht wegen der Bosheit des Hauses Israel und des Hauses 
Juda, die sie verbt haben, um mich zu erzrnen, indem sie dem Baal 
rucherten.
JER 11:18 Und der HERR hat mir solches kundgetan, also da ich es 
erkannte; damals hast du mir ihr Treiben offenbart.
JER 11:19 Ich aber war wie ein zahmes Lamm, das zur Schlachtbank gefhrt 
wird, und wute nicht, da sie solche Anschlge wider mich schmiedeten: 
Lat uns den Baum samt seiner Frucht verderben und ihn aus dem Lande der 
Lebendigen ausrotten, da seines Namens nimmermehr gedacht werde!
JER 11:20 O HERR der Heerscharen, du gerechter Richter, der du Nieren und 
Herzen prfst: La mich deine Rache an ihnen sehen; denn dir habe ich mein 
Anliegen bertragen!
JER 11:21 Darauf hat der HERR also gesprochen in betreff der Mnner zu 
Anatot, die dir nach dem Leben trachten und sagen: Du sollst uns nicht 
mehr im Namen des HERRN weissagen, sonst mut du durch unsere Hand 
sterben!
JER 11:22 Darum hat der HERR der Heerscharen also gesprochen: Siehe, ich 
will sie strafen; die jungen Mnner sollen durchs Schwert umkommen, und 
ihre Shne und Tchter sollen Hungers sterben,
JER 11:23 also da niemand von ihnen brigbleibt; denn ich will Unglck 
ber die Mnner von Anatot bringen im Jahre ihrer Heimsuchung!
JER 12:1 O HERR, du bleibst im Recht, wenn ich mit dir hadere; darum will 
ich dich nur ber das Recht befragen. Warum ist der Weg der Gottlosen so 
glcklich und bleiben alle, die treulos handeln, unangefochten?
JER 12:2 Du hast sie gepflanzt, sie schlagen Wurzel, sie wachsen und 
bringen sogar Frucht. Du bist zwar nahe ihrem Munde, aber fern von ihrem 
Herzen!
JER 12:3 Doch du, o HERR, kennst mich, du durchschaust mich, du hast meine 
Gesinnung gegen dich erprobt. Reie sie wie Schafe hin zur Schlachtbank 
und weihe sie fr den Tag der Schlachtung!
JER 12:4 Wie lange soll das Land noch trauern und das Kraut auf dem ganzen 
Felde verdorren? Infolge der Bosheit derer, welche darin wohnen, werden 
Vieh und Vgel weggerafft; denn sie sagen: Er wird unser Ende nicht sehen!
JER 12:5 Wenn du mit Fugngern gelaufen bist und sie dich mde gemacht 
haben, wie willst du dann mit Rossen um die Wette laufen? Und wenn du dich 
nur in einem friedsamen Lande sicher fhlst, was willst du tun im Dickicht 
des Jordan?
JER 12:6 Denn auch deine Brder und das Haus deines Vaters sind treulos 
gegen dich gewesen; sie haben dir genugsam nachgeschrien. Glaube ihnen 
nicht, wenn sie auch freundlich mit dir reden!
JER 12:7 Ich habe mein Haus verlassen, mein Erbe verstoen; ich habe den 
Liebling meiner Seele in die Hand seiner Feinde gegeben.
JER 12:8 Mein Erbe ist mir geworden wie ein Lwe im Walde; es hat seine 
Stimme wider mich erhoben, darum hasse ich es.
JER 12:9 Ist mein Erbe fr mich zu einem bunten Vogel geworden, um welchen 
die Vgel sich ringsum scharen? Gehet hin und versammelt alle Tiere des 
Feldes; bringet sie herzu, da sie fressen!
JER 12:10 Viele Hirten haben meinen Weinberg verwstet und meinen Acker 
zertreten; meinen lieblichen Acker haben sie zur den Wste gemacht.
JER 12:11 Man hat ihn verheert, verwstet trauert er vor mir. Das ganze 
Land liegt wste, denn niemand nahm es sich zu Herzen.
JER 12:12 ber alle kahlen Hhen der Wste sind Zerstrer gekommen; denn 
das Schwert des HERRN frit von einem Ende des Landes bis zum andern, und 
kein Fleisch wird in Ruhe gelassen.
JER 12:13 Sie haben Weizen gest und Dornen geerntet, sie haben sich 
abgemht und doch nichts erzielt; so mt ihr zuschanden werden an eurem 
Einkommen ob des grimmigen Zornes des HERRN!
JER 12:14 So spricht der HERR ber alle meine bsen Nachbarn, die das 
Erbteil antasten, welches ich meinem Volk Israel gegeben habe: Siehe, ich 
will sie aus ihrem Lande herausreien und will das Haus Juda aus ihrer 
Mitte wegreien.
JER 12:15 Und es soll geschehen, nachdem ich sie herausgerissen habe, will 
ich mich ihrer wieder erbarmen und will sie wieder heimfhren, einen jeden 
zu seinem Erbteil und einen jeden in sein Land. Und es wird geschehen,
JER 12:16 wenn sie die Wege meines Volkes erlernt haben werden, da sie 
bei meinem Namen schwren: So wahr der HERR lebt! (wie sie mein Volk 
gelehrt haben, beim Baal zu schwren), so sollen sie inmitten meines 
Volkes aufgebaut werden;
JER 12:17 wenn sie aber nicht gehorchen wollen, so will ich ein solches 
Volk gnzlich ausrotten und vertilgen, spricht der HERR.
JER 13:1 Also sprach der HERR zu mir: Gehe hin und kaufe dir einen 
leinenen Grtel und grte ihn um deine Lenden, bringe ihn aber nicht ins 
Wasser!
JER 13:2 Da kaufte ich einen Grtel nach dem Befehl des HERRN und legte 
ihn um meine Lenden.
JER 13:3 Darnach sprach der HERR zum zweitenmal zu mir:
JER 13:4 Nimm den Grtel, welchen du gekauft und um deine Lenden gelegt 
hast, und mache dich auf und ziehe nach dem Euphrat und verbirg ihn 
daselbst in einer Felsspalte.
JER 13:5 Also ging ich hin und verbarg ihn am Euphrat, wie mir der HERR 
befohlen hatte.
JER 13:6 Nach vielen Tagen sprach der HERR zu mir: Mache dich auf und gehe 
an den Euphrat und hole daselbst den Grtel, welchen ich dich daselbst 
verbergen hie!
JER 13:7 Also ging ich hin an den Euphrat und grub auf und nahm den Grtel 
von dem Ort, dahin ich ihn verborgen hatte. Und siehe, der Grtel war 
verdorben, zu nichts mehr tauglich.
JER 13:8 Da erging das Wort des HERRN an mich also:
JER 13:9 So spricht der HERR: Gerade so will ich den Stolz Judas und den 
Stolz Jerusalems, der sehr gro ist, verderben!
JER 13:10 Dieses Volk ist ein bses Volk; es will meine Worte nicht hren, 
es wandelt in der Verstocktheit seines Herzens und hngt an den fremden 
Gttern, um ihnen zu dienen und sie anzubeten. Darum soll es werden wie 
dieser Grtel, der zu nichts mehr taugt.
JER 13:11 Denn gleichwie ein Grtel sich an die Lenden eines Mannes 
anschliet, also habe ich das ganze Haus Israel und das ganze Haus Juda 
mir angeschlossen, spricht der HERR, da sie mein Volk und mir zum Namen 
und zum Lobe und zur Zierde sein sollten; aber sie haben mir nicht 
gehorchen wollen.
JER 13:12 Darum halte ihnen diese Worte vor: So spricht der HERR, der Gott 
Israels: Alle Krge sollen mit Wein gefllt werden! Wenn sie dann zu dir 
sagen werden: Meinst du, wir wissen das nicht, da alle Krge mit Wein 
gefllt werden sollen? so sage zu ihnen:
JER 13:13 So spricht der HERR: Siehe, ich werde alle Einwohner dieses 
Landes und die Knige, welche auf dem Throne Davids sitzen, und die 
Priester und die Propheten samt allen Einwohnern Jerusalems mit 
Trunkenheit fllen und will machen,
JER 13:14 da sie sich stoen, ein Bruder an dem andern und Vter und 
Shne gegeneinander, spricht der HERR; ich will ihrer nicht schonen, ich 
werde kein Mitleid mit ihnen haben und mich ihrer nicht erbarmen, sondern 
sie umbringen!
JER 13:15 Hret und merket auf! Seid nicht stolz; denn der HERR redet!
JER 13:16 Gebt doch dem HERRN, eurem Gott, die Ehre, bevor es dunkel wird 
und bevor eure Fe sich auf den finstern Bergen stoen. Ihr werdet auf 
Licht hoffen, aber er wird es zu Todesschatten machen und in dichte 
Dunkelheit verwandeln.
JER 13:17 Wenn ihr aber nicht darauf hren wollt, so wird meine Seele im 
Verborgenen weinen wegen eures Hochmuts, mein Auge wird unaufhrlich 
weinen und in Trnen zerflieen, weil die Herde des HERRN gefangen 
weggefhrt wird.
JER 13:18 Sage dem Knige und der Herrscherin: Setzet euch tief herunter! 
Denn die Krone eurer Herrlichkeit ist von eurem Haupt gefallen.
JER 13:19 Die Stdte im Sden sind geschlossen und niemand ist, der sie 
ffnet. Ganz Juda wird gefangen gefhrt, ja, es wird gnzlich weggefhrt 
werden.
JER 13:20 Hebet eure Augen auf und beschaut die, welche von Mitternacht 
herkommen. Wo sind die Schafe, die dir anvertraut wurden, deine prchtige 
Herde?
JER 13:21 Was willst du sagen, wenn er deine Buhlen, die du an dich 
gewhnt hast, zu Huptern ber dich setzen wird? Werden dich nicht Wehen 
ankommen wie ein Weib in Kindesnten?
JER 13:22 Und wenn du alsdann in deinem Herzen sprichst: Warum kommt 
solches ber mich? Um der Menge deiner Snden willen werden dir deine 
Sume aufgedeckt und deine Fersen mit Gewalt entblt!
JER 13:23 Kann wohl ein Mohr seine Haut verwandeln, oder ein Leopard seine 
Flecken? Knnt ihr auch Gutes tun, die ihr gewohnt seid, Bses zu tun?
JER 13:24 Darum will ich sie zerstreuen wie Stoppeln, die dahinfahren vor 
dem Wstenwind.
JER 13:25 Das wird dein Los sein, dein Teil, das ich dir zumesse, spricht 
der HERR, weil du meiner vergessen und auf Lgen vertraut hast.
JER 13:26 Darum will ich auch deine Sume ber dein Angesicht hochziehen, 
da man deine Schande sehe,
JER 13:27 deine Ehebrche, dein Wiehern und deine schndliche Hurerei; 
denn ich habe auf den Hgeln im Felde deine Greuel gesehen. Wehe dir, 
Jerusalem! Willst du denn nicht rein werden? Wie lange geht es noch?
JER 14:1 Das Wort des HERRN, welches an Jeremia erging betreffs der Drre: 
Juda trauert,
JER 14:2 und seine Tore stehen klglich da, liegen betrbt am Boden, und 
das Geschrei Jerusalems steigt empor.
JER 14:3 Ihre Mchtigen schicken ihre Geringen, Wasser zu holen; aber wenn 
sie zu den Brunnen kommen, finden sie kein Wasser, sondern bringen ihre 
Gefe leer heim. Schamrot und zuschanden geworden, verhllen sie ihre 
Hupter.
JER 14:4 Weil das Erdreich zerrissen ist, darum da kein Regen auf die 
Erde fllt, sehen sich die Landleute in ihrer Hoffnung getuscht und 
bedecken ihre Hupter.
JER 14:5 Die Hindin im Felde verlt das Junge, welches sie geboren hat, 
weil sie kein Kraut findet.
JER 14:6 Die Wildesel stehen auf den kahlen Hhen und schnappen nach Luft 
wie die Schakale; ihre Augen verschmachten aus Mangel an Gras.
JER 14:7 Wenn unsere Missetaten wider uns zeugen, so handle du, o HERR, um 
deines Namens willen; denn unserer Abtrnnigkeiten sind viele, an dir 
haben wir gesndigt.
JER 14:8 Du Hoffnung Israels, sein Retter zur Zeit der Not: Warum willst 
du sein wie ein Fremdling im Lande und wie ein Wanderer, der nur zum 
bernachten sein Zelt aufschlgt?
JER 14:9 Warum wolltest du sein wie ein erschrockener Mann, wie ein 
Krieger, der nicht helfen kann? Und doch bist du, HERR, mitten unter uns, 
und wir tragen deinen Namen; darum verlasse uns nicht!
JER 14:10 Also spricht der HERR von diesem Volk: So lieben sie es, 
herumzuschweifen, sie schonen ihre Fe nicht; deswegen mifallen sie dem 
HERRN: jetzt aber gedenkt er ihrer Missetat und sucht ihre Snde heim!
JER 14:11 Und der HERR sprach zu mir: Du sollst fr dieses Volk nicht 
bitten, da es ihm gut gehe!
JER 14:12 Denn wenn sie schon fasten, so hre ich doch nicht auf ihr 
Flehen; und wenn sie schon Brandopfer und Speisopfer darbringen, so habe 
ich kein Wohlgefallen daran; sondern mit dem Schwerte, mit Hunger und 
Pestilenz will ich sie aufreiben.
JER 14:13 Da antwortete ich: Ach, Herr, HERR! Siehe, die Propheten sagen 
ihnen: Ihr werdet kein Schwert sehen und keinen Hunger leiden, sondern 
der HERR wird euch an diesem Ort bestndigen Frieden geben!
JER 14:14 Da sprach der HERR zu mir: Lgen prophezeien diese Propheten in 
meinem Namen; ich habe sie nicht gesandt, ihnen nichts befohlen und nichts 
zu ihnen geredet; Lgengesichte und Wahrsagerei, Hirngespinste und 
Einbildungen ihres eigenen Herzens predigen sie euch.
JER 14:15 Darum spricht der HERR also wider die Propheten, die in meinem 
Namen weissagen: Es wird weder Schwert noch Teuerung in diesem Lande 
sein; durch Schwert und Hungersnot sollen diese Propheten ausgerottet 
werden!
JER 14:16 Das Volk aber, dem sie geweissagt haben, wird auf den Gassen zu 
Jerusalem niedergestreckt werden vom Hunger und Schwert; und niemand wird 
sein, der sie begrbt, sie und ihre Weiber, Shne und Tchter; also will 
ich ihre Bosheit ber sie ausschtten!
JER 14:17 Auch das sollst du ihnen sagen: Meine Augen zerflieen in Trnen 
Tag und Nacht, ohne Aufhren; denn schwer verwundet ist die Jungfrau, die 
Tochter meines Volkes, durch einen sehr gefhrlichen Schlag.
JER 14:18 Gehe ich aufs Feld hinaus, siehe da, vom Schwert Erschlagene! 
Komme ich in die Stadt hinein, siehe da, vor Hunger Verschmachtete! Ja, 
auch ihre Propheten und Priester sind in ein Land gezogen, das sie nicht 
kannten.
JER 14:19 Hast du denn Juda so ganz verworfen? Ist Zion deiner Seele ein 
solcher Greuel? Warum hast du uns also geschlagen, da keine Heilung mehr 
fr uns zu hoffen ist? Wir warten auf Frieden, aber es kommt nichts Gutes; 
auf eine Zeit der Heilung, aber siehe da, Schrecken!
JER 14:20 Wir erkennen, o HERR, unsere Bosheit und die Snde unsrer Vter, 
da wir wider dich gesndigt haben.
JER 14:21 Verwirf uns nicht um deines Namens willen; schnde nicht den 
Thron deiner Herrlichkeit; gedenke des Bundes, den du mit uns gemacht 
hast, und brich ihn nicht!
JER 14:22 Sind etwa unter den Gtzen der Heiden Regenspender? Oder kann 
der Himmel Regenschauer geben? Bist du es nicht, HERR, unser Gott? Und auf 
dich hoffen wir; denn du hast das alles gemacht!
JER 15:1 Und der HERR sprach zu mir: Wenn gleich Mose und Samuel vor mir 
stnden, so wollte ich doch mein Herz diesem Volk nicht zuwenden. Treibe 
sie fort von meinem Angesicht, sie sollen gehen!
JER 15:2 Und wenn sie zu dir sagen: Wo sollen wir hingehen? so sage du 
ihnen: Der HERR antwortet euch also: Wer dem Tode verfallen ist, der gehe 
zum Tode; wer dem Schwerte, zum Schwerte; wer dem Hunger, zum Hunger; wer 
der Gefangenschaft, der gehe in die Gefangenschaft!
JER 15:3 Denn ich will viererlei ber sie bringen, spricht der HERR: Das 
Schwert soll sie erwrgen; die Hunde sollen sie herumschleifen; die Vgel 
des Himmels und die Tiere des Feldes sollen sie fressen und vertilgen!
JER 15:4 Und ich will sie zur Mihandlung hingeben allen Knigreichen der 
Erde, wegen Manasse, des Sohnes Hiskias, des Knigs in Juda, wegen dessen, 
was er getan hat zu Jerusalem.
JER 15:5 Denn wer sollte sich deiner erbarmen, o Jerusalem? Und wer sollte 
dir Beileid bezeugen? Oder wer sollte bei dir einkehren, um sich nach 
deinem Wohlergehen zu erkundigen?
JER 15:6 Du hast mich zurckgestoen, spricht der HERR; du bist rckwrts 
gegangen; darum habe ich meine Hand wider dich ausgestreckt, dich zu 
verderben. Ich bin des Erbarmens mde geworden.
JER 15:7 Darum habe ich sie mit der Wurfschaufel geworfelt in den Toren 
des Landes; ich habe mein Volk der Kinder beraubt, es umgebracht; denn von 
ihren eigenen Wegen kehrten sie nicht um.
JER 15:8 Ihrer Witwen sind mehr geworden als des Sandes am Meer; ich habe 
ber die Mutter der Jnglinge am hellen Mittag einen Verwster gebracht, 
ich habe sie unversehens mit Angst und Schrecken berfallen.
JER 15:9 Die, welche sieben Kinder geboren hat, ist verwelkt; sie hauchte 
ihre Seele aus; ihre Sonne ist noch bei Tage untergegangen; sie ist 
zuschanden und schamrot geworden. Was von ihnen brig ist, will ich vor 
ihren Feinden dem Schwerte preisgeben, spricht der HERR.
JER 15:10 O wehe mir, meine Mutter, da du mich geboren hast, einen Mann, 
mit dem jedermann hadert und zankt im ganzen Land! Ich habe nichts 
ausgeliehen, und sie haben mir nichts entlehnt, und doch fluchen sie mir 
alle!
JER 15:11 Der HERR antwortete: Wahrlich, ich will dich erhalten zum 
Besten! Wahrlich, ich will verschaffen, da zur Zeit der Not und der Angst 
der Feind dich um Frbitte angehen soll!
JER 15:12 Kann man auch Eisen zerbrechen, Eisen vom Norden und Erz?
JER 15:13 Deine Habe und deine Schtze will ich zur Beute geben ohne 
Entschdigung, und zwar um aller deiner Snden willen und in allen deinen 
Grenzen.
JER 15:14 Und ich mache dich zu Knechten deiner Feinde in einem Lande, das 
du nicht kennst; denn das Feuer, das durch meinen Zorn angezndet worden 
ist, wird ber euch lodern!
JER 15:15 HERR, du weit es, so gedenke nun meiner; nimm dich meiner an 
und rche mich an meinen Verfolgern! Nach deiner Langmut raffe mich nicht 
hin; bedenke, da ich um deinetwillen Schmach leide!
JER 15:16 Fand ich deine Worte, so verschlang ich sie; deine Worte sind 
zur Freude und Wonne meines Herzens geworden, weil ich nach deinem Namen 
genannt bin, HERR, Gott der Heerscharen!
JER 15:17 Ich sa nicht in scherzender Gesellschaft, um mich zu 
belustigen; aus Furcht vor deiner Hand sa ich allein; denn du hattest 
mich mit Entrstung erfllt.
JER 15:18 Warum ist mein Schmerz dauernd geworden und meine Wunde tdlich, 
unheilbar? Willst du mir denn sein wie ein trgerischer Bach, wie Wasser, 
welches versiegt?
JER 15:19 Darum spricht der HERR also: Wenn du umkehrst, so will ich dich 
wieder vor mein Angesicht treten lassen; und so du das Edle von Unedlen 
scheidest, sollst du sein wie mein Mund. Jene sollen sich zu dir wenden; 
du aber sollst dich nicht zu ihnen wenden!
JER 15:20 Und ich will dich diesem Volke gegenber zur festen, ehernen 
Mauer machen, da, wenn sie wider dich streiten, sie dich nicht zu 
berwltigen vermgen; denn ich bin bei dir, um dich zu retten und zu 
befreien, spricht der HERR.
JER 15:21 Und ich will dich erretten aus der Hand der Bsen und dich 
erlsen aus der Faust der Tyrannen.
JER 16:1 Und das Wort des HERRN erging an mich also: Du sollst dir kein 
Weib nehmen
JER 16:2 und weder Shne noch Tchter haben an diesem Ort!
JER 16:3 Denn so spricht der HERR von den Shnen und Tchtern, welche an 
diesem Orte geboren werden, und von ihren Mttern, die sie geboren haben, 
und von ihren Vtern, welche sie in diesem Lande gezeugt haben:
JER 16:4 Sie sollen an tdlichen Krankheiten sterben; niemand wird sie 
beklagen noch begraben, sondern sie sollen zum Dnger auf dem Felde 
werden; sie sollen durch Schwert und Hunger umkommen, und ihre Leichname 
sollen eine Speise der Vgel des Himmels und der Tiere des Feldes werden.
JER 16:5 Ja, also hat der HERR gesprochen: Du sollst in kein Trauerhaus 
gehen und zu keiner Totenklage und sollst ihnen auch kein Beileid 
bezeugen; denn ich habe meinen Frieden von diesem Volke weggenommen, 
spricht der HERR, die Gnade und das Erbarmen.
JER 16:6 Groe und Kleine sollen sterben in diesem Lande und nicht 
begraben werden, und niemand wird sie beklagen, niemand wird sich um 
ihretwillen Einschnitte machen noch sich scheren lassen.
JER 16:7 Und man wird ihnen kein Trauermahl machen, um sie zu trsten 
wegen eines Verstorbenen; man wird ihnen auch den Trostbecher nicht 
reichen um ihres Vaters oder ihrer Mutter willen.
JER 16:8 Du sollst auch nicht in das Trinkhaus gehen, zu ihnen sitzen und 
mit ihnen essen und trinken.
JER 16:9 Denn also hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, 
gesprochen: Siehe, ich will an diesem Ort, vor euren Augen und in euren 
Tagen, zum Schweigen bringen die Stimme der Freude und die Stimme der 
Wonne, die Stimme des Brutigams und die Stimme der Braut!
JER 16:10 Und es wird geschehen, wenn du diesem Volke alle diese Worte 
verkndigen wirst, so werden sie zu dir sagen: Warum hat der HERR all 
dieses groe Unglck ber uns geredet? Was fr eine Missetat und was fr 
eine Snde haben wir wider den HERRN, unsern Gott, begangen?
JER 16:11 So antworte du ihnen: Darum, weil mich eure Vter verlassen 
haben, spricht der HERR, und fremden Gttern nachgefolgt sind und ihnen 
gedient und sie angebetet, mich aber verlassen und mein Gesetz nicht 
gehalten haben!
JER 16:12 Und ihr habt die Bosheit eurer Vter bertroffen; denn siehe, 
ein jeder unter euch folgt dem Starrsinn seines bsen Herzens und ist mir 
nicht gehorsam.
JER 16:13 Darum will ich euch aus diesem Lande verstoen in ein Land, 
welches euch und euren Vtern unbekannt war, und dort mgt ihr den fremden 
Gttern dienen Tag und Nacht, weil ich euch keine Gnade erzeigen will!
JER 16:14 Darum seht, es kommen Tage, spricht der HERR, da man nicht mehr 
sagen wird: So wahr der HERR lebt, der die Kinder Israel aus gyptenland 
gefhrt hat! sondern:
JER 16:15 So wahr der HERR lebt, der die Kinder Israel herausgefhrt hat 
aus dem Lande der Mitternacht und aus allen Lndern, wohin er sie 
verstoen hat! Denn ich will sie wieder in ihr Land fhren, das ich ihren 
Vtern gegeben habe.
JER 16:16 Seht, ich will viele Fischer senden, spricht der HERR, die sie 
fischen sollen; darnach will ich viele Jger senden, die sie jagen sollen 
von allen Bergen und von allen Hgeln und aus den Felsenklften.
JER 16:17 Denn meine Augen sind auf alle ihre Wege gerichtet; sie sind 
nicht verborgen vor meinem Angesichte, und ihre Schuld ist nicht verhllt 
vor meinen Augen.
JER 16:18 Darum will ich zuvor ihre Schuld und Snde zwiefach vergelten, 
weil sie mein Land mit ihren schndlichen Gtzen entweiht und mein Erbteil 
mit ihren Greueln erfllt haben.
JER 16:19 O HERR, du meine Strke, meine Burg und meine Zuflucht am Tage 
der Not! Zu dir werden die Heiden von den Enden der Erde kommen und sagen: 
Nur Betrug haben unsre Vter ererbt, nichtige Dinge, die gar nicht helfen 
knnen!
JER 16:20 Wie kann ein Mensch sich selbst Gtter machen? Das sind ja gar 
keine Gtter!
JER 16:21 Darum siehe, ich will ihnen diesmal zu wissen tun, will ihnen 
kundtun meine Hand und meine Macht, und sie sollen erfahren, da mein Name 
HERR ist!
JER 17:1 Die Snde Judas ist aufgeschrieben mit eisernem Griffel und 
eingegraben mit diamantener Spitze auf die Tafel ihres Herzens und auf die 
Hrner ihrer Altre,
JER 17:2 wie ihre Kinder ihrer Altre und ihrer Astarten gedenken bei den 
grnen Bumen auf den hohen Hgeln.
JER 17:3 Mein Berg im Gefilde, deine Habe und alle deine Schtze will ich 
zur Beute geben, deine Hhen um der Snde willen in allen deinen Grenzen!
JER 17:4 Und du wirst, und zwar durch eigene Schuld, dein Erbe verlassen 
mssen, das ich dir gegeben habe; und ich will dich deinen Feinden 
dienstbar machen in einem Lande, das du nicht kennst; denn das Feuer, das 
ihr in meinem Zorn angezndet habt, soll ewig brennen!
JER 17:5 So spricht der Herr: Verflucht ist der Mann, der auf Menschen 
vertraut und Fleisch fr seinen Arm hlt und dessen Herz vom HERRN weicht!
JER 17:6 Er wird sein wie ein Strauch in der Wste; er wird nichts Gutes 
kommen sehen, sondern mu in drren Wstenstrichen hausen, in einem 
salzigen Lande, wo niemand wohnt.
JER 17:7 Gesegnet ist der Mann, der auf den HERRN vertraut und dessen 
Zuversicht der HERR geworden ist!
JER 17:8 Denn er wird sein wie ein Baum, der am Wasser gepflanzt ist und 
seine Wurzeln zu den Bchen ausstreckt. Er frchtet die Hitze nicht, wenn 
sie kommt, sondern seine Bltter bleiben grn; auch in einem drren Jahr 
braucht er sich nicht zu sorgen, und er hrt nicht auf, Frucht zu bringen.
JER 17:9 beraus trgerisch ist das Herz und bsartig; wer kann es 
ergrnden?
JER 17:10 Ich, der HERR, erforsche das Herz und prfe die Nieren, um einem 
jeden zu vergelten nach seinen Wegen, nach der Frucht seiner Taten.
JER 17:11 Wie ein Rebhuhn, das Eier brtet, die es nicht gelegt hat, so 
ist, wer ein Vermgen macht, aber mit Unrecht; mitten in seinem Leben mu 
er davon, und an seinem Ende ist er ein Narr!
JER 17:12 O Thron der Herrlichkeit, erhaben von Anbeginn, Ort unsres 
Heiligtums, HERR, du Hoffnung Israels!
JER 17:13 Alle, die dich verlassen, mssen zuschanden werden; die von mir 
weichen, werden auf die Erde geschrieben werden; denn sie haben den HERRN 
verlassen, die Quelle lebendigen Wassers.
JER 17:14 Heile du mich, HERR, so werde ich heil! Hilf du mir, so wird mir 
geholfen sein; denn du bist mein Lob!
JER 17:15 Siehe, jene sprechen zu mir: Wo ist das Wort des HERRN? Es soll 
doch eintreffen!
JER 17:16 Ich habe mich nicht geweigert, Hirte zu sein hinter dir her, und 
ich habe den Unglckstag niemals begehrt; das weit du wohl; und was aus 
meinen Lippen gegangen ist, liegt offen vor deinem Angesicht.
JER 17:17 So werde mir nun nicht zum Schrecken, denn du bist meine 
Zuflucht am Tage des Unglcks.
JER 17:18 Meine Verfolger mgen zuschanden werden, mich aber la nicht 
zuschanden werden; sie mgen erschrecken, mich aber la nicht erschreckt 
werden; fhre ber sie den Tag des Unglcks, ja, zerbrich sie mit 
doppeltem Bruch!
JER 17:19 Weiter sprach der HERR also zu mir: Gehe hin und stelle dich 
unter das Tor der Volksgenossen, durch das die Knige von Juda aus und 
eingehen, ja, unter alle Tore zu Jerusalem, und sage ihnen:
JER 17:20 Hret das Wort des HERRN, ihr Knige von Juda, du ganz Juda und 
alle Einwohner von Jerusalem, welche durch diese Tore eingehen.
JER 17:21 So spricht der HERR: Htet euch um eurer Seele willen, da ihr 
am Sabbattage keine Last auf euch nehmt und sie zu den Toren Jerusalems 
hineinbringt!
JER 17:22 Auch sollt ihr am Sabbattag keine Last aus euren Husern tragen 
und kein Werk tun; sondern heiligt den Sabbattag, wie ich euren Vtern 
geboten habe.
JER 17:23 Aber sie sind mir nicht gehorsam gewesen und haben ihr Ohr nicht 
zu mir geneigt, sondern sind hartnckig gewesen und haben weder gehorchen 
noch Zchtigung annehmen wollen.
JER 17:24 Wenn ihr mir aber gehorcht, spricht der HERR, und am Sabbattag 
keine Last durch die Tore dieser Stadt hineintragt, sondern den Sabbat 
heiligt, so da ihr an demselben Tag kein Werk tut,
JER 17:25 so werden durch die Tore dieser Stadt Knige und Frsten 
einziehen, welche auf dem Throne Davids sitzen werden; sie werden auf 
Wagen fahren und auf Pferden reiten, sie und ihre Frsten, die Mnner von 
Juda und alle Einwohner zu Jerusalem; und diese Stadt wird immerdar 
bewohnt bleiben.
JER 17:26 Dazu werden von den Stdten Judas und aus dem Umkreise 
Jerusalems, auch vom Lande Benjamin und aus der Ebene und vom Gebirge und 
vom Mittagslande solche kommen, die Brandopfer, Schlachtopfer, Speisopfer 
und Weihrauch darbringen und Dankopfer bringen in das Haus des HERRN.
JER 17:27 Werdet ihr mir aber nicht gehorchen, da ihr den Sabbattag 
heiligt und keine Brde tragt und mit keiner solchen am Sabbattage durch 
die Tore Jerusalems hineingeht, so will ich ein Feuer anznden in ihren 
Toren; das soll die Palste Jerusalems verzehren und nicht erlschen.
JER 18:1 Das Wort, welches an Jeremia vonseiten des HERRN erging, lautet 
also:
JER 18:2 Mache dich auf und gehe in das Haus des Tpfers hinab, daselbst 
will ich dich meine Worte hren lassen!
JER 18:3 Und ich ging in das Haus des Tpfers hinab und siehe, da machte 
er gerade eine Arbeit auf der Scheibe.
JER 18:4 Das Gef, welches er aus Ton machte, milang dem Tpfer unter 
den Hnden. Da fing er von neuem an und machte daraus ein anderes Gef, 
wie es in den Augen des Tpfers richtig war.
JER 18:5 Da sprach der HERR zu mir:
JER 18:6 Kann ich mit euch nicht tun wie dieser Tpfer, du Haus Israel? 
spricht der HERR. Siehe, wie der Ton in der Hand des Tpfers, also seid 
ihr in meiner Hand, Haus Israel!
JER 18:7 Pltzlich rede ich wider ein Volk oder ein Knigreich, dasselbe 
auszurotten, zu verderben und zugrunde zu richten;
JER 18:8 kehrt aber jenes Volk, ber welches ich geredet habe, von seiner 
Bosheit um, so lasse auch ich mich des Unglcks gereuen, das ich ber sie 
zu bringen gedachte.
JER 18:9 Ebenso pltzlich aber, wenn ich rede von einem Volk oder 
Knigreich, es zu bauen oder zu pflanzen,
JER 18:10 und jenes Volk beltut vor mir und meiner Stimme nicht gehorcht, 
so lasse auch ich mich des Guten gereuen, das ich mir vorgenommen hatte, 
ihnen zu tun.
JER 18:11 Darum sage nun den Mnnern Judas und den Einwohnern Jerusalems: 
So spricht der HERR: Sehet, ich bereite Unglck wider euch und nehme mir 
gegen euch etwas vor. Darum kehret um, ein jeder von seinem bsen Weg, und 
bessert eure Wege und eure Taten!
JER 18:12 Aber sie sagen: Daraus wird nichts, denn nach unsern 
Ratschlgen wollen wir wandeln und wollen ein jeder nach der Verstocktheit 
seines bsen Herzens handeln!
JER 18:13 Darum spricht der HERR also: Fraget doch unter den Heiden; wer 
hat dergleichen gehrt? Gar abscheulich hat die Jungfrau Israel gehandelt.
JER 18:14 Verlt auch der Schnee des Libanon den Fels des Gefildes, oder 
versiegen die quellenden, khlen, flieenden Wasser? Aber mein Volk hat 
meiner vergessen.
JER 18:15 Sie haben den eiteln Gtzen geruchert und sind auf ihren Wegen, 
den ewigen Pfaden, gestrauchelt, um auf Steigen ungebahnter Wege zu 
wandeln,
JER 18:16 um also ihr Land zum Entsetzen und ewigen Gesptt zu machen, da 
jeder Vorbergehende sich entsetzen und sein Haupt schtteln wird.
JER 18:17 Wie durch den Ostwind will ich sie vor dem Feinde zerstreuen; 
den Rcken und nicht das Angesicht will ich ihnen zeigen am Tage ihres 
Unglcks!
JER 18:18 Da sprachen sie: Kommt, lat uns wider Jeremia Anschlge 
ersinnen! Denn es wird weder das Gesetz dem Priester, noch der Rat dem 
Weisen, noch das Wort dem Propheten verlorengehen. Wohlan, lat uns ihn 
mit der Zunge niederschlagen, da wir auf keines seiner Worte merken 
mssen!
JER 18:19 Merke du auf mich, o HERR, und horche auf die Stimme meiner 
Widersacher!
JER 18:20 Soll Gutes mit Bsem vergolten werden, da sie meiner Seele eine 
Grube gegraben haben? Gedenke, wie ich vor dir gestanden habe, zu ihrem 
Besten zu reden, um deinen Zorn von ihnen abzuwenden!
JER 18:21 So bergib nun ihre Shne dem Hunger und liefere sie dem 
Schwerte aus! Ihre Weiber sollen der Kinder beraubt und Witwen werden; 
ihre Mnner sollen von der Pest gettet, ihre Jnglinge im Krieg mit dem 
Schwert erschlagen werden!
JER 18:22 Wehgeschrei erhebe sich aus ihren Husern, wenn du unversehens 
ein Kriegsheer ber sie fhren wirst; denn sie haben eine Grube gegraben, 
um mich zu fangen, und haben meinen Fen Fallstricke gelegt.
JER 18:23 Du aber weit, o HERR, alle ihre Ratschlge, die sie gefat 
haben, um mich zu tten; decke ihre Missetat nicht zu, und tilge ihre 
Snden nicht vor deinem Angesicht! Als Gestrzte la sie vor deinem 
Angesicht liegen! Zur Zeit deines Zorns handle wider sie!
JER 19:1 So sprach der HERR: Gehe hin und kaufe beim Tpfer einen Krug und 
nimm etliche von den ltesten des Volkes und von den ltesten der Priester
JER 19:2 und gehe hinaus in das Tal Ben-Hinnom, welches auerhalb des 
Scherbentores liegt, und verkndige daselbst die Worte, die ich dir sagen 
werde, und sprich:
JER 19:3 Hret das Wort des HERRN, ihr Knige von Juda und ihr Einwohner 
von Jerusalem! So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: 
Siehe, ich will Unglck ber diesen Ort bringen, da allen, die davon 
hren, die Ohren gellen werden;
JER 19:4 darum, da sie mich verlassen und diesen Ort miachtet und 
daselbst andern Gttern geruchert haben, die weder sie, noch ihre Vter, 
noch die Knige von Juda gekannt haben; und sie haben diesen Ort mit dem 
Blut Unschuldiger gefllt.
JER 19:5 Sie haben auch Baalshhen gebaut, um ihre Kinder dem Baal als 
Brandopfer mit Feuer zu verbrennen, was ich nicht geboten und wovon ich 
nichts gesagt und was mir nie in den Sinn gekommen ist.
JER 19:6 Darum seht, es werden Tage kommen, spricht der HERR, da dieser 
Ort nicht mehr Tophet oder Tal Ben-Hinnom, sondern Wrgetal heien wird!
JER 19:7 Und ich will an diesem Ort den Rat Judas und Jerusalems ausleeren 
und sie durch das Schwert fallen lassen vor dem Angesicht ihrer Feinde und 
durch die Hand derer, die nach ihrem Leben trachten; ihre Leichname aber 
will ich den Vgeln des Himmels und den Tieren des Feldes zur Speise geben;
JER 19:8 und ich will diese Stadt zum Entsetzen und zum Gesptt machen, so 
da jeder, der vorberzieht, ber all ihre Plagen sich entsetzen und 
spotten wird.
JER 19:9 Und ich will ihnen das Fleisch ihrer Shne und ihrer Tchter zu 
essen geben, da einer des andern Fleisch fressen soll in der Angst und 
Not, mit der ihre Feinde und die, welche ihnen nach dem Leben trachten, 
sie bedrngen werden.
JER 19:10 Und du sollst den Krug zerbrechen vor den Augen der Mnner, die 
mit dir gehen,
JER 19:11 und sollst zu ihnen sagen: So spricht der HERR der Heerscharen: 
Ebenso will ich dieses Volk und diese Stadt zerbrechen, wie man eines 
Tpfers Geschirr zerbricht, das man nicht mehr flicken kann; und man wird 
im Tophet begraben, weil es an Raum zum Begraben fehlen wird.
JER 19:12 Also will ich mit diesem Orte und seinen Bewohnern verfahren, 
spricht der HERR, da ich diese Stadt zu einem Tophet mache;
JER 19:13 und die Huser von Jerusalem und die Palste der Knige Judas 
sollen so unrein werden wie das Tophet, alle Huser, auf deren Dchern sie 
dem ganzen Heer des Himmels geruchert und fremden Gttern Trankopfer 
ausgegossen haben!
JER 19:14 Als aber Jeremia vom Tophet zurckkehrte, wohin ihn der HERR 
gesandt hatte, zu weissagen, trat er in den Vorhof des Hauses des HERRN 
und sprach zu allem Volk:
JER 19:15 So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, 
ich bringe ber diese Stadt und ber alle ihre Stdte all das Unglck, das 
ich wider sie geredet habe; denn sie haben sich halsstarrig gezeigt, um 
auf meine Worte nicht zu hren!
JER 20:1 Als aber Paschhur, der Sohn Immers, der Priester, ein Aufseher 
und Vorgesetzter im Hause des HERRN, Jeremia diese Weissagung aussprechen 
hrte,
JER 20:2 schlug er den Propheten Jeremia und legte ihn in den Stock, der 
sich im obern Tore Benjamin, beim Hause des HERRN befand.
JER 20:3 Und es begab sich am andern Morgen, als Paschhur Jeremia aus dem 
Stock freilie, da sprach Jeremia zu ihm: Nicht Paschhur nennt dich der 
HERR, sondern Magor-Missabib!
JER 20:4 Denn so spricht der HERR: Siehe, ich will dich zum Schrecken 
machen, dir selbst und allen deinen Freunden, und sie sollen fallen durch 
das Schwert ihrer Feinde, und deine Augen sollen es sehen; ich will auch 
ganz Juda in die Hand des babylonischen Knigs geben, und er wird sie 
gefangen gen Babel fhren und sie mit dem Schwerte schlagen.
JER 20:5 Dazu will ich den ganzen Reichtum dieser Stadt und allen ihren 
Erwerb samt allen ihren Kostbarkeiten und den Schtzen der Knige von Juda 
in die Hand ihrer Feinde geben; dieselben sollen sie plndern und 
wegnehmen und gen Babel bringen.
JER 20:6 Auch du, Paschhur, wirst samt allen deinen Hausgenossen nach 
Babel in die Gefangenschaft wandern mssen, und dort wirst du sterben und 
dort begraben werden, du und alle deine Freunde, welchen du falsch 
geweissagt hast!
JER 20:7 HERR, du hast mich berredet, und ich habe mich berreden lassen; 
du bist mir zu stark geworden und hast mich berwunden! So bin ich zum 
tglichen Gelchter geworden, jedermann spottet ber mich;
JER 20:8 denn sooft ich rede, mu ich Gewalttat und Zerstrung ankndigen, 
also da das Wort des HERRN mir Hohn und Spott eintrgt die ganze Zeit.
JER 20:9 Sagte ich mir: Ich will ihn nicht mehr erwhnen und nicht mehr 
in seinem Namen reden! dann brannte es in meinem Herzen, als wre ein 
Feuer in meinen Gebeinen eingeschlossen; ich suchte es auszuhalten, aber 
ich konnte nicht.
JER 20:10 Denn ich habe die Verleumdungen vieler gehrt: Schrecken 
ringsum! Zeiget ihn an! und Wir wollen ihn anzeigen! Alle Leute, mit 
denen ich in Frieden lebte, lauern auf meinen Fall und sprechen: 
Vielleicht lt er sich betren und knnen wir ihn berwltigen, ihn 
verhaften und uns an ihm rchen!
JER 20:11 Aber der HERR ist bei mir wie ein starker Held; darum werden 
meine Verfolger straucheln und nichts vermgen. Sie werden sich sehr 
schmen mssen ihres unklugen Benehmens, mit ewiger Schmach, die man nie 
vergessen wird!
JER 20:12 Und nun, o HERR der Heerscharen, der du den Gerechten prfst, 
Nieren und Herzen siehst, la mich deine Rache an ihnen sehen! Denn auf 
dich habe ich mein Anliegen gewlzt.
JER 20:13 Singet dem HERRN, lobet den HERRN! Denn er hat die Seele des 
Armen von der Hand der beltter errettet.
JER 20:14 Verflucht sei der Tag, da ich geboren bin; der Tag, an welchem 
mich meine Mutter zur Welt gebracht hat, sei nicht gesegnet!
JER 20:15 Verflucht sei der Mann, der meinem Vater die frohe Botschaft 
gebracht hat: Dir ist ein Knabe geboren, freue dich!
JER 20:16 Diesem Mann ergehe es wie den Stdten, welche der HERR umgekehrt 
hat, ohne da es ihn reute; la ihn Geschrei hren am Morgen und 
Kriegslrm zur Mittagszeit;
JER 20:17 weil er mich nicht im Mutterschoe ttete, so da meine Mutter 
mein Grab geworden und sie ewig schwanger geblieben wre!
JER 20:18 Warum bin ich doch aus dem Mutterschoe hervorgegangen, um 
Mhsal und Kummer zu sehen und da meine Tage in Schande vergehen?
JER 21:1 Dies ist das Wort, welches vom HERRN an Jeremia erging, als der 
Knig Zedekia den Paschhur, den Sohn Malchijas, und Zephanja, den Sohn 
Maasejas, den Priester, zu ihm sandte und ihm sagen lie:
JER 21:2 Frage doch den HERRN fr uns, weil der babylonische Knig 
Nebukadnezar Krieg wider uns fhrt! Vielleicht wird der HERR gem allen 
seinen Wundern so mit uns handeln, da jener von uns abzieht. Da sprach 
Jeremia zu ihnen:
JER 21:3 Also sollt ihr dem Zedekia antworten:
JER 21:4 So spricht der HERR, der Gott Israels: Siehe, ich will die 
Kriegswaffen in euren Hnden, mit welchen ihr den babylonischen Knig und 
die Chalder, die euch belagern, auerhalb der Stadtmauern bekmpft, 
umwenden und mitten in der Stadt versammeln;
JER 21:5 und ich will selbst wider euch streiten mit ausgereckter Hand und 
mit starkem Arm, im Zorn und mit Grimm und mit groer Entrstung,
JER 21:6 und will die Bewohner dieser Stadt schlagen, sowohl Menschen als 
Vieh, durch eine groe Pest sollen sie umkommen.
JER 21:7 Und darnach, spricht der HERR, will ich Zedekia, den Knig von 
Juda, samt seinen Knechten und den Mnnern, die in dieser Stadt von der 
Pest, vom Schwert und von der Hungersnot verschont geblieben sind, in die 
Hand des babylonischen Knigs Nebukadnezar und in die Hand ihrer Feinde 
und derer, die nach ihrem Leben trachten, bergeben, und er wird sie mit 
dem Schwerte schlagen und wird kein Mitleid mit ihnen haben und ihrer 
nicht schonen, noch sich ihrer erbarmen!
JER 21:8 Und zu diesem Volke sollst du sagen: So spricht der HERR: Sehet, 
ich lege euch vor den Weg des Lebens und den Weg des Todes:
JER 21:9 Wer in dieser Stadt bleibt, der wird entweder durchs Schwert, 
oder vor Hunger, oder an der Pest sterben; wer aber hinausgeht und zu den 
Chaldern berluft, die euch belagern, der wird leben und seine Seele als 
Beute davontragen.
JER 21:10 Denn ich habe mein Angesicht wider diese Stadt gerichtet zum 
Bsen und nicht zum Guten, spricht der HERR; in die Hnde des 
babylonischen Knigs wird sie gegeben und mit Feuer verbrannt werden.
JER 21:11 Und zum Hause des Knigs von Juda [sollst du sagen]: Hre das 
Wort des HERRN, du Haus Davids!
JER 21:12 So spricht der HERR: Haltet jeden Morgen ein gerechtes Gericht 
und rettet den Beraubten von der Hand des Unterdrckers, damit mein 
grimmiger Zorn nicht ausbreche wie ein Feuer und brenne, da niemand 
lschen kann, wegen der Schlechtigkeit eurer Taten!
JER 21:13 Siehe, ich will an dich, du Bewohnerin des Tales, des Felsens 
der Ebene, spricht der HERR, die ihr saget: Wer wollte zu uns 
herabsteigen, und wer sollte in unsere Wohnungen kommen?
JER 21:14 Ich will euch heimsuchen, wie es eure Taten verdienen, spricht 
der HERR, und will ein Feuer anznden in ihrem Wald, das soll ihre ganze 
Umgebung verzehren.
JER 22:1 So sprach der HERR: Gehe hinab ins Haus des Knigs von Juda und 
rede daselbst diese Worte:
JER 22:2 Hre das Wort des HERRN, du Knig von Juda, der du auf dem Thron 
Davids sitzest, du samt deinen Knechten und deinem Volk, die zu diesen 
Toren eingehen!
JER 22:3 So spricht der HERR: Schaffet Recht und Gerechtigkeit; errettet 
den Beraubten aus der Hand des Unterdrckers; den Fremdling, die Waise und 
die Witwe bedrckt und vergewaltigt nicht, vergieet kein unschuldiges 
Blut an diesem Ort!
JER 22:4 Denn so gewi ihr dieses Wort befolget, so sollen durch die Tore 
dieses Hauses Knige einziehen, die auf dem Throne Davids sitzen, reitend 
auf Wagen und Rossen, sie und ihre Knechte und ihr Volk.
JER 22:5 Wenn ihr aber diesen Worten nicht gehorcht, so schwre ich bei 
mir selbst, spricht der HERR, da dieses Haus zur Ruine werden soll!
JER 22:6 Denn also spricht der HERR ber das Haus des Knigs von Juda: 
Gilead gleich giltst du mir, einem Gipfel des Libanon; gewi will ich dich 
zur Wste machen, zu einer unbewohnten Stadt!
JER 22:7 Ich habe Verderber wider dich geweiht, einen jeden mit seinen 
Waffen; die werden deine auserlesenen Zedern abhauen und ins Feuer werfen.
JER 22:8 Und es werden viele Heiden an dieser Stadt vorberziehen und 
einer zum andern sagen: Warum hat der HERR dieser groen Stadt also getan?
JER 22:9 Und man wird antworten: Weil sie den Bund des HERRN, ihres 
Gottes, verlassen und andere Gtter angebetet und ihnen gedient haben!
JER 22:10 Beweinet nicht den Verstorbenen und beklaget ihn nicht! Beweinet 
vielmehr den, der hinwegzieht; denn er kehrt nicht wieder und sieht sein 
Vaterland nicht mehr!
JER 22:11 Denn also spricht der HERR von Sallum, dem Sohne Josias, des 
Knigs von Juda, der anstelle seines Vaters Josia regierte und von diesem 
Orte weggezogen ist: Er wird nicht mehr hierher zurckkehren,
JER 22:12 sondern an dem Ort, dahin man ihn gefangen gefhrt hat, soll er 
sterben und dieses Land nicht wiedersehen!
JER 22:13 Wehe dem, der sein Haus mit Unrecht baut und sein Sller mit 
Ungerechtigkeit, der seinen Nchsten umsonst arbeiten lt und ihm den 
Lohn nicht gibt, der da spricht:
JER 22:14 Ich will mir ein gerumiges Haus und luftige Sller bauen, und 
sich viele Fenster darein macht, sie mit Zedern tfelt und mit roter Farbe 
anstreicht!
JER 22:15 Bist du damit Knig, da du dich im Bau von Zedernpalsten 
hervortun kannst? Hat nicht dein Vater auch gegessen und getrunken und 
doch Recht und Gerechtigkeit gebt? Damals stand es gut mit ihm.
JER 22:16 Ja, wenn man den Bedrngten und Armen zum Recht verhilft, dann 
steht es gut; heit solches nicht, mich erkennen? spricht der HERR.
JER 22:17 Aber deine Augen und dein Herz sind auf nichts anderes als auf 
deinen Gewinn aus und auf das Vergieen unschuldigen Blutes und auf 
Bedrckung und Mihandlung, sie auszuben.
JER 22:18 Darum spricht der HERR also wider Jojakim, den Sohn Josias, den 
Knig von Juda: Man wird nicht um ihn klagen: Ach, mein Bruder! oder 
ach, meine Schwester! Man wird auch nicht um ihn klagen: Ach, mein 
Herr! oder ach, seine Majestt!,
JER 22:19 sondern er soll wie ein Esel begraben werden, indem man ihn 
fortschleift und hinwirft, fern von den Toren Jerusalems!
JER 22:20 Steige auf den Libanon und schreie; erhebe deine Stimme in Basan 
und schreie vom Abarim herunter; denn alle deine Liebhaber sind 
zerschmettert!
JER 22:21 Ich habe zu dir geredet, als es dir noch wohl ging; aber du 
sprachst: Ich mag nicht hren! Das war deine Art von deiner Jugend an, da 
du nicht auf meine Stimme horchtest.
JER 22:22 Der Sturmwind wird alle deine Hirten weiden, und deine Liebhaber 
mssen in die Gefangenschaft wandern; denn dann wirst du zuschanden werden 
und dich schmen mssen ob aller deiner Bosheit.
JER 22:23 Die du jetzt auf dem Libanon wohnst und auf Zedernbumen 
nistest, wie wirst du sthnen, wenn dich Wehen ankommen werden, Krmpfe 
wie eine, die gebren soll!
JER 22:24 So wahr ich lebe, spricht der HERR, wenn gleich Konja, der Sohn 
Jojakims, der Knig von Juda, ein Siegelring an meiner Hand wre, so 
wollte ich dich doch davon abreien.
JER 22:25 Und ich will dich in die Hand derer geben, die nach deinem Leben 
trachten, in die Hand derer, vor welchen du dich frchtest, und in die 
Hand Nebukadnezars, des Knigs zu Babel, und in die Hand der Chalder;
JER 22:26 und ich will dich samt deiner Mutter, die dich geboren hat, in 
ein fremdes Land schleudern, darin ihr nicht geboren seid, und daselbst 
sollt ihr sterben!
JER 22:27 Aber in das Land, dahin sie zurckzukehren verlangen, sollen sie 
nicht wieder kommen!
JER 22:28 Ist dieser Mann, dieser Konja, nicht ein verworfenes, 
zerschmissenes Gef? Ist er nicht ein Geschirr, an dem man kein Gefallen 
findet? Warum wrde er sonst samt seinem Samen weggeschleudert und 
hingeworfen in ein Land, das ihnen unbekannt ist?
JER 22:29 O Land, Land, Land, hre des HERRN Wort!
JER 22:30 So spricht der HERR: Schreibet diesen Mann ein als einen 
Verlassenen, als einen Menschen, dem es sein Leben lang nicht gelingen 
wird; ja, es soll keinem seiner Nachkommen gelingen, auf den Thron Davids 
zu kommen und wiederum ber Juda zu herrschen!
JER 23:1 Wehe den Hirten, welche die Schafe meiner Weide verderben und 
zerstreuen! spricht der HERR.
JER 23:2 Darum spricht der HERR, der Gott Israels, also wider die Hirten, 
die mein Volk weiden: Weil ihr meine Schafe zerstreut und versprengt und 
nicht nach ihnen gesehen habt, siehe, so will ich euch heimsuchen wegen 
eurer schlimmen Taten, spricht der HERR.
JER 23:3 Und ich selbst will den Rest meiner Schafe aus allen Lndern, 
dahin ich sie verstoen habe, sammeln und wieder zu ihren Hrden bringen, 
da sie fruchtbar sein und sich mehren sollen.
JER 23:4 Und ich will Hirten ber sie setzen, die sie weiden sollen; sie 
werden sich nicht mehr frchten noch erschrecken mssen, auch keines soll 
vermit werden, spricht der HERR.
JER 23:5 Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich dem David einen 
rechtschaffenen Spro erwecken werde; der wird als Knig regieren und 
weislich handeln und wird Recht und Gerechtigkeit schaffen auf Erden.
JER 23:6 In seinen Tagen wird Juda gerettet werden und Israel sicher 
wohnen; und das ist der Name, den man ihm geben wird: Der HERR, unsere 
Gerechtigkeit.
JER 23:7 Darum siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da man nicht mehr 
sagen wird: So wahr der HERR lebt, der die Kinder Israel aus dem Lande 
gypten heraufgefhrt hat!, sondern:
JER 23:8 So wahr der HERR lebt, der den Samen des Hauses Israel aus dem 
nrdlichen Lande wiedergebracht hat und aus allen Lndern, dahin ich sie 
verstoen habe! Und sie sollen wohnen in ihrem Land.
JER 23:9 An die Propheten: Gebrochen ist mein Herz in meiner Brust, es 
schlottern alle meine Gebeine, ich bin wie ein Betrunkener, wie ein Mann, 
der vom Wein berwltigt wurde, wegen des HERRN und wegen seiner heiligen 
Worte.
JER 23:10 Denn das Land ist voll Ehebrecher, und das Land trauert wegen 
des Fluches, die Auen der Wste sind verdorrt; ihre Gewaltttigkeit ist 
arg geworden, und sie mibrauchen ihre Macht.
JER 23:11 Denn sowohl der Prophet als auch der Priester sind ruchlos; 
sogar in meinem Hause habe ich ihre Bosheit gefunden.
JER 23:12 Darum soll ihr Weg wie schlpfriger Boden in der Finsternis 
werden; sie sollen darauf straucheln und fallen; denn ich will Unglck 
ber sie bringen, das Jahr ihrer Heimsuchung, spricht der HERR.
JER 23:13 Auch bei den Propheten zu Samaria habe ich Torheit gesehen, da 
sie durch Baal weissagten und mein Volk Israel verfhrten;
JER 23:14 aber bei den Propheten zu Jerusalem habe ich Schauderhaftes 
wahrgenommen, nmlich Ehebruch und betrgerischen Lebenswandel; sie 
strken die Hnde der Bsen, so da niemand mehr von seiner Bosheit 
umkehrt; sie sind mir alle wie Sodomiter geworden und ihre Einwohner wie 
die von Gomorra.
JER 23:15 Darum spricht der HERR der Heerscharen ber die Propheten also: 
Siehe, ich will sie mit Wermut speisen und mit Giftwasser trnken; denn 
von den Propheten zu Jerusalem ist die Gottlosigkeit ausgegangen ins ganze 
Land.
JER 23:16 So spricht der HERR der Heerscharen: Hret nicht auf die Worte 
der Propheten, die euch weissagen! Sie wiegen euch in eitlen Wahn; das 
Gesicht des eigenen Herzens verknden sie und nicht [was] aus dem Munde 
des HERRN [kommt];
JER 23:17 sie sagen zu denen, die mich verachten: Der HERR hat gesagt: 
Friede sei mit euch! Und zu allen denen, die in der Verstocktheit ihres 
Herzens wandeln, sprechen sie: Es wird kein Unglck ber euch kommen!
JER 23:18 Denn wer hat im Rat des HERRN gestanden und hat sein Wort 
gesehen und gehrt? Wer auf mein Wort gemerkt hat, der hat es gehrt!
JER 23:19 Siehe, ein Sturmwind geht aus vom HERRN, und ein Wirbelsturm 
entldt sich auf das Haupt der Gottlosen!
JER 23:20 Der Zorn des HERRN wird nicht nachlassen, bis er die Gedanken 
seines Herzens vollbracht und ausgefhrt hat. Zur letzten Zeit werdet ihr 
es klar erkennen!
JER 23:21 Ich sandte diese Propheten nicht, dennoch liefen sie; ich redete 
nicht zu ihnen, dennoch weissagten sie.
JER 23:22 Htten sie in meinem Rate gestanden, so wrden sie meinem Volke 
meine Worte predigen und sie abbringen von ihrem bsen Wege und von ihren 
schlimmen Taten!
JER 23:23 Bin ich denn nur Gott in der Nhe, spricht der HERR, und nicht 
auch Gott in der Ferne?
JER 23:24 Kann sich jemand so heimlich verbergen, da ich ihn nicht sehe? 
spricht der HERR. Erflle ich nicht den Himmel und die Erde? spricht der 
HERR.
JER 23:25 Ich habe gehrt, was die Propheten reden, die in meinem Namen 
Lgen prophezeien und sagen: Mir hat getrumt, mir hat getrumt!
JER 23:26 Wie lange soll die falsche Weissagung im Herzen der Propheten 
bleiben, die betrgerische Weissagung ihres Herzens?
JER 23:27 Haben sie etwa im Sinn, bei meinem Volk meinen Namen in 
Vergessenheit zu bringen durch die Trume, die sie einander erzhlen, 
gleichwie ihre Vter meinen Namen vergessen haben ber dem Baal?
JER 23:28 Der Prophet, der einen Traum hat, erzhle den Traum; wer aber 
mein Wort hat, der predige mein Wort wahrhaftig! Was hat das Stroh mit dem 
Weizen gemein? spricht der HERR.
JER 23:29 Ist mein Wort nicht wie ein Feuer, spricht der HERR, und wie ein 
Hammer, der Felsen zerschmeit?
JER 23:30 Darum siehe, ich will an die Propheten, spricht der HERR, die 
meine Worte stehlen, einer dem andern;
JER 23:31 siehe, ich will an die Propheten, spricht der HERR, die ihre 
eigenen Zungen nehmen, um einen Gottesspruch zu sprechen;
JER 23:32 siehe, ich will an die Propheten, spricht der HERR, welche 
erlogene Trume erzhlen und durch ihre Lgen und Prahlereien mein Volk 
irrefhren, da ich sie doch nicht gesandt und ihnen nichts befohlen habe 
und sie auch diesem Volk gar nichts ntzen knnen, spricht der HERR.
JER 23:33 Und wenn dich dieses Volk oder ein Prophet oder ein Priester 
fragen sollten: Was ist die Last des HERRN? so sollst du ihnen 
antworten: Ihr seid die Last, und ich will euch abwerfen, spricht der HERR!
JER 23:34 Der Prophet aber und der Priester und das Volk, welches sagen 
wird die Last des HERRN, einen solchen Mann will ich heimsuchen samt 
seinem Haus!
JER 23:35 So sollt ihr aber einer zum andern und ein jeder zu seinem 
Bruder sagen: Was hat der HERR geantwortet? oder was hat der HERR 
gesprochen?
JER 23:36 Aber der Last des HERRN sollt ihr nicht mehr Erwhnung tun; 
denn einem jeglichen wird sein eigenes Wort zur Last werden, wenn ihr die 
Worte des lebendigen Gottes, des HERRN der Heerscharen, unsres Gottes, 
also verdreht!
JER 23:37 Also sollst du zum Propheten sagen: Was hat dir der HERR 
geantwortet? oder was sagt der HERR?
JER 23:38 Wenn ihr aber sagt: Last des HERRN, so spricht der HERR also: 
Weil ihr diesen Ausdruck brauchet: Last des HERRN, ich euch aber sagen 
lie, ihr sollt nicht von der Last des HERRN reden,
JER 23:39 darum siehe, so will ich euch aufheben und euch samt dieser 
Stadt, die ich euch und euren Vtern gegeben habe, von meinem Angesicht 
verwerfen
JER 23:40 und will euch mit ewiger Schmach und ewiger Schande belegen, die 
unvergessen bleiben soll!
JER 24:1 Der HERR lie mich schauen, und siehe, da standen zwei Krbe mit 
Feigen vor dem Tempel des HERRN (nachdem der babylonische Knig 
Nebukadnezar den Jechonja, den Sohn Jojakims, den Knig von Juda, gefangen 
weggefhrt und ihn samt den Frsten Judas und den Schmieden und den 
Schlossern gen Babel gebracht hatte):
JER 24:2 der eine Korb enthielt sehr gute Feigen, wie die Frhfeigen sind; 
im andern Korb aber waren sehr schlechte Feigen, die man vor 
Schlechtigkeit nicht genieen konnte.
JER 24:3 Da sprach der HERR zu mir: Jeremia, was siehst du? Feigen, 
antwortete ich; die guten Feigen sind sehr gut, und die schlechten Feigen 
sind sehr schlecht, da man sie vor Schlechtigkeit nicht genieen kann.
JER 24:4 Da erging das Wort des HERRN an mich also:
JER 24:5 So spricht der HERR, der Gott Israels: Wie diese guten Feigen 
hier, so will ich die Gefangenen Judas, welche ich von diesem Orte weg ins 
Land der Chalder geschickt habe, fr gut erkennen,
JER 24:6 und ich will mein Auge auf sie richten zum Guten und will sie 
wieder in dieses Land zurckbringen und will sie bauen und nicht 
niederreien, pflanzen und nicht ausreuten;
JER 24:7 und ich will ihnen ein Herz geben, da sie mich erkennen sollen, 
da ich der HERR bin, und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott 
sein; denn sie werden sich von ganzem Herzen zu mir bekehren.
JER 24:8 Aber wie die schlechten Feigen so schlecht sind, da man sie 
nicht genieen kann, so will ich, spricht der HERR, Zedekia, den Knig von 
Juda, behandeln und seine Frsten und den berrest von Jerusalem, sowohl 
die, welche in diesem Lande briggeblieben sind, als auch die, welche in 
gyptenland wohnen.
JER 24:9 Und ich will sie zum abschreckenden Beispiel des Unglcks machen 
fr alle Knigreiche der Erde, zum Schimpfwort und zum Sprichwort, zum 
Stichelwort und zum Fluch an allen Orten, dahin ich sie verstoen werde;
JER 24:10 und will gegen sie das Schwert, die Hungersnot und die Pest 
loslassen, bis sie gnzlich aus dem Lande vertilgt sind, das ich ihnen und 
ihren Vtern gegeben habe!
JER 25:1 Das Wort, welches an Jeremia ber das ganze Volk Juda erging im 
vierten Jahre Jojakims, des Sohnes Josias, des Knigs von Juda, (das ist 
das erste Jahr Nebukadnezars, des Knigs von Babel),
JER 25:2 das der Prophet Jeremia an das ganze jdische Volk und an alle 
Einwohner von Jerusalem richtete, indem er sprach:
JER 25:3 Seit dem dreizehnten Jahr Josias, des Sohnes Amons, des Knigs 
von Juda, bis zum heutigen Tage, diese dreiundzwanzig Jahre hindurch ist 
das Wort des HERRN an mich ergangen, und ich habe zu euch geredet, frhe 
und fleiig habe ich geredet, aber ihr habt nicht gehrt.
JER 25:4 Dazu hat der HERR alle seine Knechte, die Propheten, immer wieder 
zu euch gesandt, aber ihr wolltet nicht hren und neigtet eure Ohren 
nicht, auf das zu hren, was sie sagten:
JER 25:5 Kehrt doch um ein jeder von seinem bsen Wege und von euren 
schlimmen Taten, damit ihr bleiben knnt in dem Lande, welches der HERR 
euch und euren Vtern gegeben hat, von Ewigkeit zu Ewigkeit!
JER 25:6 Und wandelt nicht fremden Gttern nach, dienet ihnen nicht, 
verehret sie nicht und reizet mich nicht zum Zorn mit dem Werk eurer 
Hnde, so will ich euch nichts Bses tun!
JER 25:7 Aber ihr habt mir nicht gehorcht, spricht der HERR, sondern habt 
mich erzrnt durch eurer Hnde Werk, euch selbst zum Schaden.
JER 25:8 Darum spricht der HERR der Heerscharen also:
JER 25:9 Weil ihr meinen Worten nicht gehorcht habt, siehe, so sende ich 
nach allen Geschlechtern des Nordens und hole sie herbei, auch nach meinem 
Knecht Nebukadnezar, dem Knig zu Babel, und lasse sie kommen ber dieses 
Land und ber alle seine Bewohner und ber alle diese Vlker ringsum, und 
ich will sie dem Bann preisgeben und sie zum Entsetzen und zum Gesptt und 
zu ewigen Wsteneien machen
JER 25:10 und will daselbst verstummen lassen das Jubel und 
Freudengeschrei, die Stimme des Brutigams und der Braut; keine Mhle soll 
mehr klappern und die Lampe nicht mehr leuchten;
JER 25:11 und dieses ganze Land soll zur Wste und zum Entsetzen werden, 
und diese Vlker sollen dem babylonischen Knig dienen, siebzig Jahre lang.
JER 25:12 Wenn dann die siebzig Jahre vollendet sind, so will ich am 
babylonischen Knig und an jenem Volk ihre Schuld heimsuchen, spricht der 
HERR, auch am Lande der Chalder, und will es zur ewigen Wste machen.
JER 25:13 Und ich will ber jenes Land alle meine Worte bringen, welche 
ich wider dasselbe geredet habe, alles, was in diesem Buche geschrieben 
steht, was der Prophet Jeremia ber alle Heiden geweissagt hat.
JER 25:14 Denn auch sie werden in die Knechtschaft groer Vlker und 
mchtiger Knige geraten, und ich will ihnen nach ihren Taten und nach den 
Werken ihrer Hnde vergelten.
JER 25:15 Denn also sprach der HERR, der Gott Israels, zu mir: Nimm diesen 
Kelch voll Glutwein aus meiner Hand und trnke damit alle Vlker, zu 
welchen ich dich sende,
JER 25:16 da sie trinken und taumeln und voll werden vor dem Schwert, das 
ich unter sie sende!
JER 25:17 Da nahm ich den Kelch aus der Hand des HERRN und trnkte damit 
alle Vlker, zu welchen der HERR mich sandte,
JER 25:18 nmlich Jerusalem und die Stdte Judas, ihre Knige und ihre 
Frsten, um sie zur Einde, zum Entsetzen, zum Gesptt und zum Fluch zu 
machen, wie sie es heute sind;
JER 25:19 auch den Pharao, den Knig von gypten, samt seinen Knechten, 
seinen Frsten und seinem ganzen Volk,
JER 25:20 dazu das ganze Vlkergemisch und alle Knige des Landes Uz und 
alle Knige des Philisterlandes, Askalon und Gaza, Ekron und den berrest 
von Asdod;
JER 25:21 Edom und Moab und die Kinder Ammon;
JER 25:22 auch die Knige von Tyrus und alle Knige von Zidon, und die 
Knige der Inseln jenseits des Meeres;
JER 25:23 Dedan, Thema und Bus und alle, die den Bart stutzen,
JER 25:24 alle Knige Arabiens und alle Knige des Vlkergemisches, die in 
der Wste wohnen;
JER 25:25 alle Knige von Simri und alle Knige von Elam samt allen 
Knigen von Medien;
JER 25:26 dazu alle Knige des Nordens, die nahen und die fernen, einen 
wie den andern, kurz, alle Knige der Erde, die auf dem Erdboden wohnen, 
und der Knig von Sesach soll nach ihnen trinken!
JER 25:27 Und du sollst zu ihnen sagen: So spricht der HERR der 
Heerscharen, der Gott Israels: Trinket und werdet trunken und speiet aus 
und fallet also hin, ohne wieder aufzustehen vor dem Schwert, das ich 
unter euch senden werde!
JER 25:28 Sollten sie sich aber weigern, den Kelch aus deiner Hand zu 
nehmen und daraus zu trinken, so sollst du zu ihnen sagen: So spricht der 
HERR der Heerscharen: Ihr mt dennoch trinken!
JER 25:29 Denn seht, bei der Stadt, die nach meinem Namen genannt ist, 
fange ich an, bles zu tun, und ihr solltet ungestraft bleiben? Ihr sollt 
nicht ungestraft bleiben, sondern ich rufe das Schwert ber alle Bewohner 
der Erde, spricht der HERR der Heerscharen.
JER 25:30 Und du sollst ihnen alle diese Worte weissagen und zu ihnen 
sagen: Der HERR wird von der Hhe herab brllen und von seiner heiligen 
Wohnung her seine Stimme erschallen lassen; er wird laut brllen ber 
seine Aue hin, ein Lied wie die Keltertreter wird er anstimmen ber alle 
Bewohner der Erde.
JER 25:31 Es dringt ein Lrm bis an die Enden der Erde; denn der HERR hat 
einen Rechtsstreit mit den Heiden, er hlt Gericht mit allem Fleisch, die 
Gottlosen bergibt er dem Schwert, spricht der HERR.
JER 25:32 So spricht der HERR der Heerscharen: Siehe, es geht Unglck aus 
von einem Volk zum andern, und ein gewaltiger Sturm erhebt sich von den 
Enden der Erde her,
JER 25:33 und es werden an jenem Tage die Erschlagenen des HERRN daliegen 
von einem Ende der Erde bis zum andern; sie werden nicht beklagt, nicht 
gesammelt und nicht begraben werden; zu Dnger auf dem Lande sollen sie 
werden.
JER 25:34 Heulet, ihr Hirten, und schreiet, wlzet euch in Asche, ihr 
Beherrscher der Herde! Denn nun ist eure Zeit da, da man euch schlachte, 
und ihr sollt zerschmettert und hingeworfen werden wie kostbares Geschirr.
JER 25:35 Da gibt es keine Zuflucht mehr fr die Hirten und kein Entrinnen 
fr die Beherrscher der Herde.
JER 25:36 Man hrt die Hirten schreien und die Beherrscher der Herde 
heulen, weil der HERR ihre Weide verwstet hat,
JER 25:37 und weil die Auen des Friedens verwstet sind von der Zornglut 
des HERRN.
JER 25:38 Er hat wie ein Lwe sein Dickicht verlassen, also, da ihr Land 
zur Wste geworden ist vor seinem grausamen Schwert und vor der Glut 
seines Zornes.
JER 26:1 Im Anfang der Regierung Jojakims, des Sohnes Josias, des Knigs 
von Juda, erging dieses Wort vom HERRN:
JER 26:2 So spricht der HERR: Stelle dich auf im Vorhof des Hauses des 
HERRN und rede zu allen Stdten Judas, die da kommen, um anzubeten im 
Hause des HERRN, alle Worte, welche ich dir befohlen habe, ihnen zu sagen; 
tue kein Wort davon!
JER 26:3 Vielleicht werden sie hren und sich abwenden, ein jeder von 
seinem bsen Wege, so will ich mich des bels gereuen lassen, das ich 
ihnen zu tun gedenke um ihrer bsen Taten willen.
JER 26:4 Und zwar sollst du zu ihnen sagen: So spricht der HERR: Wenn ihr 
mir nicht gehorcht, da ihr nach dem Gesetze wandelt, welches ich euch 
vorgelegt habe,
JER 26:5 und nicht hrt auf die Worte meiner Knechte, der Propheten, die 
ich zu euch sende, frhe und fleiig, auf die ihr aber nicht gehrt habt,
JER 26:6 so will ich's mit diesem Hause wie mit dem zu Silo machen und 
diese Stadt zum Fluche allen Vlkern der Erde!
JER 26:7 Es hrten aber die Priester und die Propheten und das ganze Volk, 
wie Jeremia diese Worte redete im Hause des HERRN.
JER 26:8 Als nun Jeremia alles gesagt hatte, was ihm der HERR zum ganzen 
Volk zu reden befohlen hatte, griffen ihn die Priester, die Propheten und 
alles Volk und sprachen: Du mut des Todes sterben!
JER 26:9 Warum weissagst du im Namen des HERRN und sagst, es werde diesem 
Hause gehen wie Silo und diese Stadt werde wste werden, ohne Bewohner? 
Und das ganze Volk sammelte sich um Jeremia im Hause des HERRN.
JER 26:10 Als aber die Frsten von Juda diese Worte vernahmen, kamen sie 
vom kniglichen Palast herauf zum Hause des HERRN und setzten sich nieder 
beim Eingang des neuen Tores des HERRN.
JER 26:11 Da sprachen die Priester und die Propheten zu den Frsten und 
zum ganzen Volk: Dieser Mann ist des Todes schuldig, weil er wider diese 
Stadt geweissagt hat, wie ihr es mit eigenen Ohren gehrt habt!
JER 26:12 Da sprach Jeremia zu den Frsten und zum ganzen Volk: Der HERR 
hat mich gesandt, wider dieses Haus und wider diese Stadt alles das zu 
weissagen, was ihr gehrt habt.
JER 26:13 Und nun bessert eure Wege und eure Taten und gehorcht der Stimme 
des HERRN, eures Gottes, so wird sich der HERR das bel gereuen lassen, 
das er euch angedroht hat!
JER 26:14 Doch seht, ich bin in euren Hnden; tut mir, wie es euch gut und 
recht dnkt!
JER 26:15 Nur sollt ihr wissen, da, wenn ihr mich ttet, ihr unschuldiges 
Blut auf euch und auf diese Stadt und auf ihre Bewohner ladet; denn 
wahrhaftig, der HERR hat mich zu euch gesandt, um vor euren Ohren alle 
diese Worte zu reden!
JER 26:16 Da sprachen die Frsten und alles Volk zu den Priestern und zu 
den Propheten: Dieser Mann ist nicht des Todes schuldig; denn er hat im 
Namen des HERRN, unsres Gottes, zu uns geredet!
JER 26:17 Und es standen auch etliche Mnner von den ltesten des Landes 
auf und sprachen zur ganzen Gemeinde des Volkes:
JER 26:18 Micha, der Moraschite, hat in den Tagen des Knigs Hiskia von 
Juda geweissagt und zu dem ganzen jdischen Volk gesagt: So spricht der 
HERR der Heerscharen: Man wird Zion wie einen Acker pflgen, und Jerusalem 
soll zum Steinhaufen werden und der Berg des Hauses des HERRN zu einem 
bewaldeten Hgel!
JER 26:19 Haben ihn auch Hiskia, der Knig von Juda, und ganz Juda deshalb 
gettet? Hat man nicht den HERRN gefrchtet und das Angesicht des HERRN 
angefleht, so da sich der HERR das bel gereuen lie, das er ihnen 
angedroht hatte? Wir aber sollten ein so groes Unrecht wider unsere 
Seelen begehen?
JER 26:20 Es war aber auch ein anderer Mann, der im Namen des HERRN 
weissagte, Urija, der Sohn Semajas von Kirjat-Jearim; der weissagte wider 
diese Stadt und wider dieses Land, ganz wie Jeremia.
JER 26:21 Als aber der Knig Jojakim und alle seine Gewaltigen und alle 
seine Frsten seine Worte vernahmen, suchte der Knig ihn zu tten; doch 
als es Urija hrte, frchtete er sich und entfloh und entkam nach gypten.
JER 26:22 Da sandte der Knig Jojakim Mnner nach gypten, Elnatan, den 
Sohn Achbors, und mit ihm noch andere;
JER 26:23 die holten Urija aus gypten und brachten ihn zum Knig Jojakim; 
der erschlug ihn mit dem Schwert und warf seinen Leichnam in die Grber 
des gemeinen Volkes.
JER 26:24 Doch war die Hand Achikams, des Sohnes Saphans, mit Jeremia, so 
da er dem Volke nicht preisgegeben und nicht gettet wurde.
JER 27:1 Im Anfang der Regierung Zedekias, des Sohnes Josias, des Knigs 
von Juda, erging an Jeremia dieses Wort vom HERRN:
JER 27:2 So sprach der HERR zu mir: Mache dir Bande und Joche und lege sie 
auf deinen Hals
JER 27:3 und sende sie dem Knig von Edom und dem Knig von Moab und dem 
Knig der Kinder Ammon und dem Knig von Tyrus und dem Knig von Zidon 
durch die Hand der Gesandten, die nach Jerusalem zum Knig Zedekia von 
Juda kommen,
JER 27:4 und trage ihnen auf, ihren Herren zu sagen: So spricht der HERR 
der Heerscharen, der Gott Israels: Also sollt ihr zu euren Herren sagen:
JER 27:5 Ich habe durch meine groe Kraft und meinen ausgestreckten Arm 
die Erde, den Menschen und das Vieh auf dem Erdboden gemacht und gebe sie, 
wem ich will;
JER 27:6 und nun habe ich alle diese Lnder meinem Knechte, dem 
babylonischen Knig Nebukadnezar in die Hand gegeben; sogar die Tiere des 
Feldes habe ich in seinen Dienst gestellt;
JER 27:7 und alle Vlker sollen ihm und seinem Sohne und seinem Enkel 
dienen, bis auch die Zeit seines Landes kommt und groe Vlker und 
mchtige Knige dasselbe unterjochen werden.
JER 27:8 Das Volk aber und das Knigreich, welches dem babylonischen Knig 
Nebukadnezar nicht dienen und seinen Hals nicht unter das Joch des Knigs 
zu Babel beugen will, das will ich mit dem Schwert und mit Hungersnot und 
Pest heimsuchen, spricht der HERR, bis ich es durch seine Hand gnzlich 
vertilgt habe.
JER 27:9 So hret ihr nun nicht auf eure Propheten, auf eure Wahrsager, 
auf eure Trumer, auf eure Wolkendeuter und Zauberer, die zu euch sagen: 
Ihr werdet dem babylonischen Knig nicht dienen!
JER 27:10 Denn sie weissagen euch Lgen, um euch aus eurem Land zu 
vertreiben, indem ich euch alsdann verstoen wrde und ihr umkmet,
JER 27:11 whrend ich dasjenige Volk, welches seinen Hals dem Joch des 
babylonischen Knigs unterzieht und ihm dient, in seinem Lande lassen 
will, spricht der HERR, damit es dasselbe bearbeite und bewohne.
JER 27:12 Und zu Zedekia, dem Knig von Juda, redete ich ganz hnlich und 
sprach: Unterziehet euren Nacken dem Joch des babylonischen Knigs und 
dienet ihm und seinem Volke, so sollt ihr leben!
JER 27:13 Warum wollt ihr sterben, du und dein Volk, durch Schwert, durch 
Hungersnot und Pest, wie der HERR dem Volk angedroht hat, das dem 
babylonischen Knig nicht dienen will?
JER 27:14 Hret doch nicht auf die Worte der Propheten, die zu euch sagen: 
Ihr werdet dem babylonischen Knig nicht dienen! Denn sie weissagen euch 
Lgen;
JER 27:15 denn ich habe sie nicht gesandt, spricht der HERR, sondern sie 
weissagen flschlich in meinem Namen, damit ich euch austreibe und ihr 
umkommet samt euren Propheten, die euch weissagen!
JER 27:16 Auch zu den Priestern und zu diesem ganzen Volk redete ich und 
sprach: So spricht der HERR: Hret nicht auf die Worte eurer Propheten, 
die euch weissagen und sprechen: Siehe, die Gerte des Hauses des HERRN 
werden jetzt bald wieder von Babel zurckgebracht werden! Denn sie 
weissagen euch Lgen;
JER 27:17 hret nicht auf sie; dienet dem Knig von Babel, so sollt ihr 
leben! Warum soll diese Stadt zur Ruine werden?
JER 27:18 Wenn sie aber wirklich Propheten sind und das Wort des HERRN bei 
ihnen ist, so sollen sie beim HERRN der Heerscharen Frbitte einlegen, 
damit die brigen Gerte, die noch im Hause des HERRN und im Hause des 
Knigs von Juda und zu Jerusalem vorhanden sind, nicht auch nach Babel 
kommen.
JER 27:19 Denn also hat der HERR der Heerscharen gesprochen von den Sulen 
und dem [ehernen] Meer und von den Gestellen und von allen brigen 
Gerten, die noch in der Stadt briggeblieben sind,
JER 27:20 die der babylonische Knig Nebukadnezar nicht genommen hat, als 
er Jechonja, den Sohn Jojakims, den Knig von Juda samt allem Adel Judas 
und Jerusalems gefangen von Jerusalem nach Babel fhrte;
JER 27:21 so hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, von den 
Gerten gesprochen, die im Hause des HERRN und im Hause des Knigs von 
Juda und zu Jerusalem briggeblieben sind:
JER 27:22 Sie sollen nach Babel gebracht werden und daselbst bleiben bis 
zu dem Tag, da ich nach ihnen sehen und sie wieder herauf an diesen Ort 
bringen werde, spricht der HERR.
JER 28:1 Es begab sich aber in demselben Jahre, im Anfang der Regierung 
Zedekias, des Knigs von Juda, im vierten Jahre, im fnften Monat, da 
Hananja, der Sohn Assurs, der Prophet von Gibeon, im Hause des HERRN vor 
den Priestern und dem ganzen Volk zu mir sagte:
JER 28:2 So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Ich habe 
das Joch des babylonischen Knigs zerbrochen;
JER 28:3 binnen zwei Jahren bringe ich alle Gerte des Hauses des HERRN, 
welche der babylonische Knig Nebukadnezar von hier weggenommen und nach 
Babel gebracht hat, wieder an diesen Ort zurck;
JER 28:4 auch Jechonja, den Sohn Jojakims, den Knig von Juda, samt allen 
Gefangenen Judas, die nach Babel gekommen sind, bringe ich an diesen Ort 
zurck, spricht der HERR; denn ich will das Joch des babylonischen Knigs 
zerbrechen!
JER 28:5 Da sprach der Prophet Jeremia zu dem Propheten Hananja vor den 
Augen der Priester und vor den Augen des ganzen Volkes, die im Hause des 
HERRN standen,
JER 28:6 es sprach Jeremia, der Prophet: Amen! Also tue der HERR! Der HERR 
lasse zustande kommen, was du geweissagt hast, da die Gerte des Hauses 
des HERRN und alle Gefangenen von Babel wieder an diesen Ort 
zurckgebracht werden!
JER 28:7 Hre jedoch dieses Wort, welches ich vor deinen Ohren und den 
Ohren des ganzen Volkes ausspreche:
JER 28:8 Die Propheten, welche vor mir und vor dir von alters her gewesen 
sind, die haben ber viele Lnder und groe Knigreiche Krieg und 
Hungersnot und Pest geweissagt.
JER 28:9 Der Prophet, welcher Frieden weissagt, wird am Eintreffen seiner 
Weissagung erkannt als ein Prophet, den der HERR in Wahrheit gesandt hat!
JER 28:10 Da nahm der Prophet Hananja das Joch vom Halse des Propheten 
Jeremia und zerbrach es;
JER 28:11 und Hananja sprach vor den Augen des ganzen Volkes: So spricht 
der HERR: Also will ich das Joch des babylonischen Knigs Nebukadnezar 
innert zwei Jahren vom Halse aller Vlker nehmen und zerbrechen! Da ging 
der Prophet Jeremia seines Weges.
JER 28:12 Es erging aber das Wort des HERRN an Jeremia, nachdem der 
Prophet Hananja das Joch vom Halse des Propheten Jeremia zerbrochen hatte, 
also:
JER 28:13 Gehe und sage zu Hananja und sprich: So spricht der HERR: Du 
hast ein hlzernes Joch zerbrochen; ich aber mache statt dessen ein 
eisernes Joch!
JER 28:14 Denn also spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: 
Ich habe ein eisernes Joch auf den Hals aller dieser Vlker gelegt, da 
sie dem babylonischen Knig Nebukadnezar dienstbar sein sollen, und sie 
sind ihm auch dienstbar geworden, und ich habe ihm sogar die Tiere des 
Feldes gegeben!
JER 28:15 Und der Prophet Jeremia sprach zu dem Propheten Hananja: Hre 
doch, Hananja, der HERR hat dich nicht gesandt, sondern du hast dieses 
Volk dazu gebracht, da es sich auf Lgen verlt.
JER 28:16 Darum spricht der HERR also: Siehe, ich will dich vom Erdboden 
vertreiben; du sollst noch in diesem Jahre sterben, weil du Widerstand 
gegen den HERRN gepredigt hast!
JER 28:17 (028-16b) Also starb der Prophet Hananja in demselben Jahr, im 
siebenten Monat.
JER 29:1 Dies ist der Inhalt des Schreibens, das der Prophet Jeremia von 
Jerusalem an die vornehmsten ltesten der Gefangenen und an die Priester 
und Propheten sandte und an alles Volk, welches Nebukadnezar von Jerusalem 
nach Babel entfhrt hatte,
JER 29:2 nachdem der Knig Jechonja mit der Gebieterin, mit den Kmmerern 
und Frsten von Juda und Jerusalem, auch mit den Schlossern und Schmieden 
Jerusalem verlassen hatte.
JER 29:3 Durch die Hand Eleasas, des Sohnes Saphans, und Gemarjas, des 
Sohnes Hilkias, welche Zedekia, der Knig von Juda, zu Nebukadnezar, dem 
Knig von Babel, gesandt hatte, lie Jeremia ihnen sagen:
JER 29:4 So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, zu allen 
Gefangenen, die ich von Jerusalem nach Babel habe entfhren lassen:
JER 29:5 Bauet Huser und wohnet darin, pflanzet Grten und esset ihre 
Frchte;
JER 29:6 nehmet Frauen und zeuget Shne und Tchter, nehmet auch euren 
Shnen Frauen und gebet euren Tchtern Mnner, da sie Shne und Tchter 
zeugen, da ihr euch daselbst mehret und eure Zahl nicht abnimmt!
JER 29:7 Suchet auch den Frieden der Stadt, dahin ich euch habe gefangen 
fhren lassen; denn in ihrem Frieden werdet auch ihr Frieden haben!
JER 29:8 Denn also spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: 
Lasset euch nicht tuschen von euren Propheten, die unter euch sind, noch 
von euren Wahrsagern; hret auch nicht auf eure Trume, die ihr trumet.
JER 29:9 Denn sie weissagen euch falsch in meinem Namen; ich habe sie 
nicht gesandt, spricht der HERR.
JER 29:10 Denn also spricht der HERR: Wenn die siebzig Jahre fr Babel 
gnzlich erfllt sind, so will ich euch heimsuchen und mein gutes Wort, 
euch an diesen Ort zurckzubringen, ausfhren.
JER 29:11 Denn ich wei, was fr Gedanken ich ber euch habe, spricht der 
HERR, Gedanken des Friedens und nicht des Leides, euch eine Zukunft und 
eine Hoffnung zu geben.
JER 29:12 Und ihr werdet mich anrufen und hingehen und zu mir flehen, und 
ich will euch erhren;
JER 29:13 ihr werdet mich suchen und finden, wenn ihr mich von ganzem 
Herzen suchen werdet,
JER 29:14 und ich werde mich von euch finden lassen, spricht der HERR, und 
werde euer Gefngnis wenden und euch sammeln aus allen Vlkern und von 
allen Orten, dahin ich euch verstoen habe, spricht der HERR, und werde 
euch wieder an den Ort zurckbringen, von welchem ich euch habe gefangen 
wegfhren lassen.
JER 29:15 Weil ihr aber sagt: Der HERR hat uns zu Babel Propheten erweckt,
JER 29:16 so spricht der HERR also ber den Knig, der auf dem Throne 
Davids sitzt, und ber das ganze Volk, welches in dieser Stadt wohnt, ber 
eure Brder, die nicht mit euch in die Gefangenschaft gezogen sind,
JER 29:17 der HERR der Heerscharen spricht also: Siehe, ich sende das 
Schwert, die Hungersnot und die Pest gegen sie und will sie machen wie 
abscheuliche Feigen, die man vor Schlechtigkeit nicht essen kann;
JER 29:18 und ich will sie mit dem Schwert, mit Hungersnot und Pest 
verfolgen und will sie zum Schrecken fr alle Knigreiche der Erde machen, 
zum Fluch und zum Entsetzen, zum Spott und zum Hohn unter allen Vlkern, 
dahin ich sie verstoen habe,
JER 29:19 dafr, da sie auf meine Worte nicht gehrt haben, spricht der 
HERR, da ich doch meine Knechte, die Propheten, frhe und fleiig zu ihnen 
gesandt habe; ihr aber habt nicht gehrt, spricht der HERR!
JER 29:20 Ihr aber, hret das Wort des HERRN, ihr Gefangenen alle, welche 
ich von Jerusalem nach Babel geschickt habe!
JER 29:21 So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, ber 
Achab, den Sohn Kolajas, und ber Zedekia, den Sohn Maasejas, die euch 
Lgen weissagen in meinem Namen: Siehe, ich gebe sie in die Hand des 
babylonischen Knigs Nebukadnezar, da er sie vor euren Augen erschlage;
JER 29:22 und es wird von ihnen seitens aller Gefangenen Judas, die zu 
Babel sind, ein Fluchwort entnommen werden, so da man sagen wird: Der 
HERR mache dich wie Zedekia und Achab, welche der babylonische Knig im 
Feuer braten lie!
JER 29:23 darum, weil sie eine Schandtat begangen haben in Israel: sie 
haben mit den Frauen ihrer Nchsten Ehebruch getrieben und in meinem Namen 
erlogene Worte geredet, die ich ihnen nicht befohlen habe! Das wei Ich 
und bin Zeuge, spricht der HERR.
JER 29:24 Und zu Semaja, dem Nechelamiter, sollst du sagen:
JER 29:25 So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Weil du 
in deinem eigenen Namen Briefe gesandt hast an alles Volk zu Jerusalem und 
an Zephanja, den Sohn Maasejas, den Priester, wie auch an alle Priester, 
des Inhalts:
JER 29:26 Der HERR hat dich an Stelle Jojadas zum Priester gemacht, damit 
ihr Aufsicht bet im Hause des Herrn ber alle Wahnsinnigen und alle, die 
zu weissagen sich erlauben, da du sie in den Stock und in die Halseisen 
legest;
JER 29:27 warum hast du denn Jeremia von Anatot nicht gestraft, der sich 
herausnimmt, euch zu weissagen?
JER 29:28 Ja, berdies hat er uns in Babel sagen lassen: Es wird lange 
dauern! Bauet Huser und wohnet darin; pflanzet Grten und esset ihre 
Frchte!
JER 29:29 Der Priester Zephanja las diesen Brief dem Propheten Jeremia vor.
JER 29:30 Da erging das Wort des HERRN an Jeremia folgendermaen:
JER 29:31 La allen Gefangenen sagen: So spricht der HERR ber Semaja, den 
Nechelamiter: Weil euch Semaja geweissagt hat, ohne da ich ihn gesandt, 
und er euch auf Lgen vertrauen lehrt,
JER 29:32 deshalb spricht der HERR: Siehe, ich will Semaja, den 
Nechelamiter, und seinen Samen heimsuchen; es soll ihm unter diesem Volke 
keiner bleiben, und er soll das Gute nicht sehen, das ich diesem Volke 
erzeigen will, spricht der HERR; denn er hat Widerstand gegen den HERRN 
gepredigt.
JER 30:1 Dies ist das Wort, welches vom HERRN an Jeremia erging:
JER 30:2 So spricht der HERR, der Gott Israels: Schreibe dir alle Worte, 
die ich zu dir geredet habe, in ein Buch!
JER 30:3 Denn siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich das 
Gefngnis meines Volkes Israel und Juda wenden und sie wieder in das Land 
zurckbringen werde, das ich ihren Vtern gegeben habe, und sie sollen es 
besitzen.
JER 30:4 Das aber sind die Worte, die der HERR zu Israel und Juda 
gesprochen hat:
JER 30:5 So spricht der HERR: Wir haben ein Schreckensgeschrei vernommen, 
da ist Furcht und kein Friede!
JER 30:6 Fraget doch und sehet, ob auch ein Mannsbild gebiert! Warum sehe 
ich denn, da alle Mnner ihre Hnde auf den Hften haben wie eine 
Gebrende und da alle Angesichter totenbleich geworden sind?
JER 30:7 Wehe, denn gro ist dieser Tag, keiner ist ihm gleich, und eine 
Zeit der Angst ist es fr Jakob; aber er soll daraus errettet werden.
JER 30:8 Und es soll an jenem Tage geschehen, spricht der HERR der 
Heerscharen, da ich sein Joch auf deinem Halse zerbrechen und deine Bande 
zerreien werde, also da Fremde ihn nicht mehr knechten sollen;
JER 30:9 sondern sie werden dem HERRN, ihrem Gott, dienen und ihrem Knig 
David, den ich ihnen erwecken will.
JER 30:10 Darum frchte dich nicht, mein Knecht Jakob, spricht der HERR, 
und du Israel, erschrick nicht; denn siehe, ich will dich aus fernem Lande 
erretten und deinen Samen aus dem Lande ihrer Gefangenschaft, und Jakob 
soll wiederkehren, ruhig und sicher und ungestrt sein!
JER 30:11 Denn ich bin bei dir, spricht der HERR, dich zu erretten; denn 
ich will allen Nationen, dahin ich dich zerstreut habe, den Garaus machen; 
nur dir will ich nicht den Garaus machen; aber zchtigen werde ich dich 
nach dem Recht und kann dich nicht ungestraft lassen.
JER 30:12 Denn also spricht der HERR: Dein Schade ist verzweifelt bse und 
deine Wunde unheilbar.
JER 30:13 Niemand fhrt deine Sache; es gibt kein Heilmittel fr die 
Wunde, Verband ist keiner da fr dich!
JER 30:14 Alle deine Liebhaber vergessen dich; sie fragen nicht nach dir; 
denn wie ein Feind schlgt, habe ich dich geschlagen mit grausamer 
Zchtigung, weil deiner Schulden so viel und deine Snden so zahlreich 
sind.
JER 30:15 Was schreist du ber deinen Schaden und deinen unheilbaren 
Schmerz? Weil deine Schulden so gro und deine Snden so zahlreich sind, 
habe ich dir solches getan!
JER 30:16 Darum sollen alle, die dich fressen, gefressen werden, und man 
wird alle deine Feinde gefangen fhren; alle, die dich plndern, sollen 
geplndert werden, und alle, die dich berauben, will ich zum Raube machen.
JER 30:17 Denn ich will dir Genesung bringen und dich von deinen Wunden 
heilen, spricht der HERR, weil sie dich eine Verstoene nennen und 
sagen: Das ist Zion, nach der niemand fragt!
JER 30:18 So spricht der HERR: Siehe, ich wende das Gefngnis der Htten 
Jakobs und will mich seiner Wohnungen erbarmen, und die Stadt soll auf 
ihrem Hgel erbaut werden und der Palast wie blich bewohnt werden;
JER 30:19 und es soll von da ausgehen Loben und Lachen; ich will sie 
mehren und nicht mindern, ich will sie verherrlichen und sie sollen nicht 
abnehmen.
JER 30:20 Ihre Shne sollen sein wie vormals, und ihre Gemeinde soll vor 
meinem Angesicht wiederhergestellt werden, und ich will alle ihre 
Bedrnger heimsuchen.
JER 30:21 Und ihr Frst wird aus ihnen stammen und ihr Herrscher aus ihrer 
Mitte hervorgehen; den will ich herzutreten lassen, und er wird mir nahen; 
denn wer wrde sonst sein Leben daran wagen, zu mir zu nahen? spricht der 
HERR.
JER 30:22 Und ihr sollt mein Volk sein, und ich will euer Gott sein!
JER 30:23 Siehe, ein glhender Sturmwind ist vom HERRN ausgegangen, ein 
sausender Sturm wird sich strzen auf der Gottlosen Kopf!
JER 30:24 Die Zornglut des HERRN wird nicht nachlassen, bis er die 
Gedanken seines Herzens ausgefhrt und zustande gebracht hat; am Ende der 
Tage werdet ihr es recht verstehen.
JER 31:1 Zu jener Zeit, spricht der HERR, will ich aller Geschlechter 
Israels Gott sein, und sie sollen mein Volk sein.
JER 31:2 So spricht der HERR: Ein Volk, das dem Schwerte entronnen ist, 
hat Gnade gefunden in der Wste; gehe hin, da du Israel zu seiner Ruhe 
fhrest!
JER 31:3 Von ferne her ist der HERR mir erschienen: Mit ewiger Liebe habe 
ich dich geliebt; darum habe ich dir meine Gnade so lange bewahrt!
JER 31:4 Ich will dich wiederum bauen, und du sollst gebaut werden, du 
Jungfrau Israel; wiederum sollst du dich mit deinen Handpauken schmcken 
und ausziehen in lustigem Reigen.
JER 31:5 Wiederum wirst du auf den Hhen Samariens Weinberge pflanzen; die 
sie angelegt haben, sollen sie auch genieen.
JER 31:6 Denn es kommt ein Tag, da die Wchter auf dem Gebirge Ephraim 
rufen werden: Auf, lat uns nach Zion gehen, zu dem HERRN, unserm Gott!
JER 31:7 Denn also spricht der HERR: Frohlocket mit Freuden ber Jakob und 
jauchzet ber das Haupt der Vlker! Verkndet, singet und sprechet: Rette, 
o HERR, dein Volk, den berrest Israels!
JER 31:8 Siehe, ich bringe sie vom Mitternachtslande herbei und sammle sie 
von den Enden der Erde; unter ihnen sind Blinde und Lahme, Schwangere und 
Gebrende miteinander; eine groe Gemeinde kehrt hierher zurck!
JER 31:9 Weinend kommen sie, und betend lasse ich sie wallen; ich will sie 
zu Wasserflssen fhren auf einer ebenen Strae, da sie nicht anstoen 
sollen; denn ich bin Israels Vater, und Ephraim ist mein Erstgeborener.
JER 31:10 Hret das Wort des HERRN, ihr Heiden, und verkndigt es auf den 
fernen Inseln und sprechet: Der Israel zerstreut hat, der wird es auch 
sammeln und wird es hten wie ein Hirt seine Herde.
JER 31:11 Denn der HERR hat Jakob erlst und ihn aus der Hand dessen 
befreit, der ihm zu mchtig war.
JER 31:12 Und sie werden kommen und auf der Hhe von Zion jubeln und 
herbeistrmen zu der Gte des HERRN, zum Korn, zum Most und zum l und zu 
den jungen Schafen und Rindern; und ihre Seele wird sein wie ein 
wasserreicher Garten, und sie werden hinfort nicht mehr verschmachten.
JER 31:13 Alsdann wird die Jungfrau sich mit Reigentanz erfreuen, auch 
Jnglinge und Greise miteinander; und ich will ihre Traurigkeit in Freude 
verwandeln und sie trsten und erfreuen nach ihrem Schmerz.
JER 31:14 Und ich will die Seele der Priester mit Fett erlaben, und mein 
Volk soll meiner Gaben die Flle haben, spricht der HERR.
JER 31:15 So spricht der HERR: Eine Stimme wird auf der Hhe vernommen, 
bitterliches Klagen und Weinen: Rahel beweint ihre Shne und will sich 
nicht trsten lassen wegen ihrer Shne; denn sie sind nicht mehr!
JER 31:16 So spricht der HERR: Wehre deiner Stimme das Weinen und deinen 
Augen die Trnen! Denn es gibt noch einen Lohn fr deine Mhe, spricht der 
HERR; und sie sollen wiederkommen aus dem Lande des Feindes;
JER 31:17 und es ist Hoffnung vorhanden fr deine Zukunft, spricht der 
HERR, und deine Shne werden zu ihren Grenzen zurckkehren!
JER 31:18 Ich habe wohl gehrt, wie Ephraim klagt: Du hast mich 
gezchtigt, und ich bin gezchtigt worden wie ein ungezhmtes Rind! Bringe 
du mich zurck, so kehre ich zurck; denn du, HERR, bist mein Gott!
JER 31:19 Denn nach meiner Umkehr empfinde ich Reue, und nachdem ich zur 
Erkenntnis gekommen bin, schlage ich mir auf die Hfte; ich schme mich 
und bin schamrot geworden; denn ich trage die Schmach meiner Jugend!
JER 31:20 Ist mir Ephraim ein teurer Sohn? Ist er mein Lieblingskind? Denn 
so viel ich auch wider ihn geredet habe, mu ich seiner doch immer wieder 
gedenken! Darum ist mein Herz entbrannt fr ihn; ich mu mich seiner 
erbarmen, spricht der HERR.
JER 31:21 Setze dir Meilensteine, stelle dir Wegweiser auf; richte dein 
Herz auf die gebahnte Strae, auf den Weg, den du gegangen bist! Kehre 
heim, Jungfrau Israel, kehre heim zu diesen deinen Stdten!
JER 31:22 Wie lange willst du dich noch hierhin und dorthin wenden, du 
abtrnnige Tochter? Denn der HERR hat etwas Neues geschaffen auf Erden: 
das Weib wird den Mann umgeben.
JER 31:23 So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Man wird 
wiederum dieses Wort sagen im Lande Juda und in seinen Stdten, wenn ich 
ihre Gefangenen zurckgebracht habe: Der HERR segne dich, du Wohnung der 
Gerechtigkeit, du heiliger Berg!
JER 31:24 Und es wird das Land Juda samt allen seinen Stdten von 
Ackerleuten bewohnt und von Herden durchzogen werden.
JER 31:25 Denn ich will die ermattete Seele erquicken und jede 
schmachtende Seele sttigen.
JER 31:26 Darber bin ich aufgewacht und habe aufgeblickt, und mein Schlaf 
war mir s.
JER 31:27 Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich das Haus Israel 
und das Haus Juda mit Menschen und mit Vieh besen werde;
JER 31:28 und es soll geschehen, wie ich ber sie gewacht habe, sie 
auszurotten und zu zerstren, sie niederzureien und zu verderben und 
ihnen belzutun, so will ich ber sie wachen, um aufzubauen und zu 
pflanzen, spricht der HERR.
JER 31:29 In jenen Tagen wird man nicht mehr sagen: Die Vter haben saure 
Trauben gegessen, und den Kindern sind die Zhne stumpf geworden,
JER 31:30 sondern jedermann wird an seiner eigenen Missetat sterben; 
welcher Mensch saure Trauben it, dessen Zhne sollen stumpf werden!
JER 31:31 Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich mit dem Hause 
Israel und mit dem Hause Juda einen neuen Bund schlieen werde;
JER 31:32 nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vtern schlo an dem Tage, 
da ich sie bei der Hand ergriff, um sie aus dem Lande gypten auszufhren; 
denn sie haben meinen Bund gebrochen, und ich hatte sie mir doch 
angetraut, spricht der HERR.
JER 31:33 Sondern das ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel nach 
jenen Tagen schlieen will, spricht der HERR: Ich will mein Gesetz in ihr 
Herz geben und es in ihren Sinn schreiben und will ihr Gott sein, und sie 
sollen mein Volk sein;
JER 31:34 und es wird niemand mehr seinen Nchsten oder seinen Bruder 
lehren und sagen: Erkenne den HERRN! denn sie sollen mich alle kennen, 
vom Kleinsten bis zum Grten, spricht der HERR; denn ich will ihnen ihre 
Missetat vergeben und ihrer Snde nicht mehr gedenken!
JER 31:35 So spricht der HERR, welcher die Sonne zum Lichte bei Tage 
gegeben hat, die Ordnungen des Mondes und der Sterne zur Leuchte bei 
Nacht; der das Meer erregt, da seine Wellen brausen, HERR der Heerscharen 
ist sein Name:
JER 31:36 Wenn diese Ordnungen vor meinem Angesichte beseitigt werden 
knnen, spricht der HERR, dann soll auch der Same Israels aufhren, ein 
Volk vor mir zu sein!
JER 31:37 So spricht der HERR: Wenn man den Himmel droben messen kann und 
die Grundfesten der Erde drunten zu erforschen vermag, so will ich auch 
den ganzen Samen Israels verwerfen wegen alles dessen, was sie verbt 
haben, spricht der HERR.
JER 31:38 Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da diese Stadt dem 
HERRN gebaut werden soll, vom Turm Hananeel an bis zum Ecktor;
JER 31:39 und weiter soll die Meschnur geradeaus gehen bis zum Hgel 
Gareb und sich von da nach Goa wenden;
JER 31:40 und das ganze Tal, wo man das Aas und die Asche hinwirft, samt 
dem ganzen Schindanger bis zum Bach Kidron, bis zur Ecke des Rotors im 
Osten, soll dem HERRN heilig sein; es soll ewiglich nicht mehr zerstrt 
noch niedergerissen werden.
JER 32:1 Dies ist das Wort, welches vom HERRN an Jeremia erging im zehnten 
Jahre Zedekias, des Knigs von Juda, das ist das achtzehnte Jahr 
Nebukadnezars.
JER 32:2 Damals belagerte das Heer des babylonischen Knigs Jerusalem; der 
Prophet Jeremia aber war eingesperrt im Hofe des Gefngnisses, welches zum 
Palaste des Knigs von Juda gehrte;
JER 32:3 Zedekia, der Knig von Juda, hatte ihn nmlich einsperren lassen, 
indem er sprach: Warum weissagst du: So spricht der HERR: Siehe, ich gebe 
diese Stadt in die Hand des babylonischen Knigs, da er sie einnehme;
JER 32:4 und Zedekia, der Knig von Juda, wird den Chaldern nicht 
entrinnen, sondern gewi dem Knig von Babel in die Hnde fallen; der wird 
von Mund zu Mund mit ihm reden und sie werden einander Auge in Auge sehen;
JER 32:5 und er wird Zedekia nach Babel fhren, und daselbst mu er 
bleiben, bis ich nach ihm sehe, spricht der HERR; wenn ihr auch mit den 
Chaldern streitet, so werdet ihr doch nichts ausrichten?
JER 32:6 Und Jeremia sprach: Das Wort des HERRN ist an mich also ergangen:
JER 32:7 Siehe, Hanameel, der Sohn deines Oheims Sallum, wird zu dir 
kommen und sagen: Kaufe dir meinen Acker, der zu Anatot liegt; denn dir 
steht das Lsungsrecht zu, ihn zu kaufen!
JER 32:8 Da kam mein Vetter Hanameel gem dem Worte des HERRN zu mir in 
den Hof des Gefngnisses und sprach zu mir: Kaufe doch meinen Acker, der 
zu Anatot, im Lande Benjamin liegt; denn dir steht das Erbrecht und das 
Lsungsrecht zu; kaufe ihn dir!
JER 32:9 Da erkannte ich, da es des HERRN Wort war, und kaufte den Acker 
zu Anatot von meinem Vetter Hanameel und wog ihm das Geld dar, siebzehn 
Schekel Silber.
JER 32:10 Und ich schrieb einen Kaufbrief und versiegelte ihn und berief 
Zeugen und wog das Geld auf der Waage ab.
JER 32:11 Und ich nahm den versiegelten Kaufbrief mit der Abmachung und 
den Bedingungen, dazu auch den offenen,
JER 32:12 und bergab den Kaufbrief Baruch, dem Sohne Nerijas, des Sohnes 
Machsejas, vor den Augen meines Vetters Hanameel und vor den Augen der 
Zeugen, die den Kaufbrief unterschrieben hatten, auch vor den Augen aller 
Juden, die im Vorhof des Gefngnisses saen.
JER 32:13 Und ich befahl dem Baruch vor ihren Augen und sprach:
JER 32:14 So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Nimm 
diesen Kaufbrief, sowohl den versiegelten als auch den offenen, und lege 
sie in ein irdenes Gef, damit sie lange Zeit erhalten bleiben!
JER 32:15 Denn also spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Es 
sollen in diesem Lande noch Huser und cker und Weinberge gekauft werden!
JER 32:16 Nachdem ich nun den Kaufbrief Baruch, dem Sohne Nerijas, 
bergeben hatte, betete ich zum HERRN und sprach:
JER 32:17 Ach, Herr, HERR, siehe, du hast mit deiner groen Kraft und mit 
deinem ausgestreckten Arm den Himmel und die Erde gemacht; dir ist nichts 
zu wunderbar!
JER 32:18 Du erweisest Gnade vielen Tausenden und vergiltst die Missetat 
der Vter in den Busen ihrer Kinder nach ihnen, du groer und starker 
Gott, dessen Name HERR der Heerscharen ist;
JER 32:19 gro von Rat und mchtig von Tat, dessen Augen ber allen Wegen 
der Menschenkinder offen stehen, um einem jeglichen zu geben nach seinen 
Wegen und nach der Frucht seiner Taten;
JER 32:20 der du groe Zeichen und Wunder in gyptenland und bis auf 
diesen Tag an Israel und an andern Menschen getan und dir einen Namen 
gemacht hast, wie es heute der Fall ist.
JER 32:21 Du hast dein Volk Israel aus dem Lande gypten ausgefhrt durch 
Zeichen und Wunder und mit starker Hand und ausgestrecktem Arm und mit 
groem Schrecken
JER 32:22 und hast ihnen dieses Land gegeben, wie du ihren Vtern 
geschworen hattest, es ihnen zu geben, ein Land, das von Milch und Honig 
fliet.
JER 32:23 Als sie nun kamen und es einnahmen, gehorchten sie deiner Stimme 
nicht und wandelten nicht in deinem Gesetz, sie taten nichts von dem, was 
du ihnen zu tun geboten hattest; darum ist ihnen all dieses Unglck 
begegnet.
JER 32:24 Siehe, die Wlle reichen bis an die Stadt, da sie erobert 
werde; und die Stadt ist in die Hand der Chalder gegeben, welche wider 
sie streiten, angesichts des Schwertes, der Hungersnot und der Pest; und 
was du gedroht hast, das ist eingetroffen, und siehe, du bemerkst es wohl.
JER 32:25 Und doch hast du, Herr, HERR, zu mir gesagt: Kaufe dir den Acker 
um Geld und nimm Zeugen dazu! Und dabei ist die Stadt in die Hand der 
Chalder gegeben!
JER 32:26 Da erging das Wort des HERRN an Jeremia also:
JER 32:27 Siehe, ich, der HERR, bin ein Gott alles Fleisches; sollte mir 
etwas zu wunderbar sein?
JER 32:28 Darum spricht der HERR also: Siehe, ich gebe diese Stadt in die 
Hand der Chalder und in die Hand des babylonischen Knigs Nebukadnezar, 
da er sie einnehme;
JER 32:29 und die Chalder, welche diese Stadt belagern, werden 
hineinkommen und Feuer an diese Stadt legen und sie verbrennen samt den 
Husern, auf deren Dchern sie dem Baal geruchert und fremden Gttern 
Trankopfer ausgegossen haben, womit sie mich erzrnten;
JER 32:30 denn die Kinder Israel und die Kinder Juda haben von Jugend auf 
nur getan, was bse war in meinen Augen, ja, die Kinder Israel haben mich 
nur erzrnt durch die Werke ihrer Hnde, spricht der HERR.
JER 32:31 Denn diese Stadt hat mich nur zum Zorn und Grimm gereizt von dem 
Tage an, da man sie baute, bis auf diesen Tag, so da ich sie von meinem 
Angesicht hinwegtun will,
JER 32:32 wegen aller Bosheit, die die Kinder Israel und die Kinder Juda 
begangen haben, um mich zu erzrnen, sie, ihre Knige, ihre Frsten, ihre 
Priester, ihre Propheten, die Mnner von Juda und die Bewohner Jerusalems.
JER 32:33 Sie haben mir den Rcken zugewandt und nicht das Angesicht; als 
ich sie frhe und fleiig unterwies, haben sie nicht hren und keine 
Zchtigung annehmen wollen,
JER 32:34 sondern sie haben ihre abscheulichen Gtzen in das Haus gesetzt, 
das nach meinem Namen genannt ist, und es dadurch verunreinigt.
JER 32:35 Sie haben dem Baal Hhen gebaut im Tal Ben-Hinnom, um ihre Shne 
und Tchter dem Moloch zu verbrennen, was ich ihnen nicht geboten habe und 
das mir nie in den Sinn gekommen ist, da sie solche Greuel verben 
sollten, um Juda zur Snde zu verfhren.
JER 32:36 Und nun, bei alledem spricht der HERR, der Gott Israels, von 
dieser Stadt, von welcher ihr saget, da sie durch Schwert, Hunger und 
Pest in die Hand des babylonischen Knigs gegeben sei:
JER 32:37 Siehe, ich will sie sammeln aus allen Lndern, dahin ich sie in 
meinem Zorn und Grimm und in meiner groen Entrstung verstoen habe, und 
ich will sie wieder an diesen Ort zurckfhren und sie sicher wohnen 
lassen;
JER 32:38 und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein;
JER 32:39 und ich will ihnen einerlei Herz und einerlei Wandel geben, da 
sie mich allezeit frchten, ihnen selbst zum Besten und ihren Kindern nach 
ihnen.
JER 32:40 Und ich will einen ewigen Bund mit ihnen schlieen, da ich 
nicht von ihnen ablassen will, ihnen wohlzutun. Und ich will meine Furcht 
in ihr Herz geben, da sie nicht mehr von mir weichen sollen
JER 32:41 und ich mich ber sie freuen kann, ihnen wohlzutun; und ich 
werde sie einpflanzen in dieses Land in Wahrheit, von ganzem Herzen und 
von ganzer Seele.
JER 32:42 Denn also spricht der HERR: Wie ich all dieses groe Unglck 
ber dieses Volk gebracht habe, also will ich auch alles Gute ber sie 
bringen, das ich ber sie geredet habe.
JER 32:43 Und es sollen cker gekauft werden in diesem Lande, von welchem 
ihr saget, es sei von Menschen und Vieh verlassen und in die Hand der 
Chalder gegeben.
JER 32:44 Man wird cker um Geld kaufen und verschreiben und versiegeln 
und Zeugen bestellen im Lande Benjamin und in der Umgebung von Jerusalem, 
in den Stdten Judas, in den Gebirgsstdten und in den Stdten der Ebene, 
auch in den Stdten des Sdens; denn ich will ihre Gefangenen 
zurckbringen, spricht der HERR.
JER 33:1 Und das Wort des HERRN erging zum zweitenmal an Jeremia, als er 
noch im Hofe des Gefngnisses eingeschlossen war.
JER 33:2 So spricht der HERR, welcher es tut, der HERR, welcher es 
ausdenkt, um es auszufhren, HERR ist sein Name:
JER 33:3 Rufe zu mir, so will ich dir antworten und dir groe und 
unbegreifliche Dinge kundtun, die du nicht wutest.
JER 33:4 Denn so spricht der HERR, der Gott Israels, betreffs der Huser 
dieser Stadt und der Palste der Knige von Juda, die niedergerissen 
wurden zu Gunsten der Wlle und des Schwertkampfes;
JER 33:5 und betreffs der Kriegsleute, welche gekommen sind, die Chalder 
zu bekmpfen und die Stadt mit den Leichen der Menschen zu fllen, die ich 
in meinem Zorn und Grimm geschlagen habe, weil ich mein Angesicht vor 
dieser Stadt verborgen habe wegen all ihrer Bosheit:
JER 33:6 Siehe, ich verschaffe ihr Linderung und Heilung, und ich will sie 
heilen und ihnen eine Flle von Frieden und Treue offenbaren.
JER 33:7 Und ich will die Gefangenschaft Judas und Israels wenden und sie 
wieder bauen wie im Anfang.
JER 33:8 Und ich will sie reinigen von all ihrer Missetat, damit sie wider 
mich gesndigt haben, und ich will ihnen alle ihre Missetaten vergeben, 
womit sie wider mich gesndigt und an mir gefrevelt haben.
JER 33:9 Und sie sollen mir zum Ruhm, zur Freude, zum Lob und zur Ehre 
dienen bei allen Vlkern der Erde, die von all dem Guten vernehmen werden, 
das ich ihnen tue, und sie werden erschrecken und erzittern ob all dem 
Guten und ob all dem Frieden, den ich ihnen schenken will.
JER 33:10 So spricht der HERR: An diesem Orte, von dem ihr sagt, da er 
verlassen sei von Menschen und Vieh, nmlich in den Stdten Judas und in 
den Gassen Jerusalems, die verdet sind, weil kein Mensch mehr darin wohnt 
und kein Vieh,
JER 33:11 da soll man wiederum Jubel und Freudengeschrei vernehmen, die 
Stimme des Brutigams und der Braut, die Stimme derer, welche sagen: 
Danket dem HERRN der Heerscharen; denn gtig ist der HERR, und ewig whrt 
seine Gnade! und derer, die Dankopfer bringen ins Haus des HERRN; denn 
ich will die Gefangenschaft des Landes wenden, da es wieder sei wie im 
Anfang, spricht der HERR.
JER 33:12 So spricht der HERR der Heerscharen: Es sollen an diesem Orte, 
der von Menschen und Vieh verlassen ist, und in allen ihren Stdten 
wiederum Niederlassungen von Hirten sein, die ihre Schafe lagern werden;
JER 33:13 in den Gebirgsstdten, in den Stdten in der Ebene und in den 
Stdten des Sdens, auch im Lande Benjamin und in der Umgebung von 
Jerusalem und in den Stdten Judas sollen die Schafe wiederum unter den 
Hnden dessen vorbergehen, der sie zhlt, spricht der HERR.
JER 33:14 Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich das gute Wort 
erfllen will, das ich ber das Haus Israel und ber das Haus Juda geredet 
habe.
JER 33:15 In jenen Tagen und zu jener Zeit will ich dem David einen 
rechtschaffenen Spro hervorsprieen lassen, welcher Recht und 
Gerechtigkeit schaffen wird auf Erden.
JER 33:16 In jenen Tagen soll Juda gerettet werden und Jerusalem sicher 
wohnen, und das ist der Name, den man ihr geben wird: Der HERR ist unsere 
Gerechtigkeit!
JER 33:17 Denn also spricht der HERR: Es soll dem David nie an einem Mann 
fehlen, der auf dem Throne Israels sitzt;
JER 33:18 auch den Priestern und Leviten soll es nie an einem Manne fehlen 
vor meinem Angesicht, der Brandopfer darbringe und Speisopfer anznde und 
Schlachtopfer zurichte allezeit!
JER 33:19 Und das Wort des HERRN erging an Jeremia also:
JER 33:20 So spricht der HERR: Wenn ihr meinen Bund betreffs des Tages und 
meinen Bund betreffs der Nacht aufheben knnt, also da Tag und Nacht 
nicht mehr zu ihrer Zeit eintreten werden,
JER 33:21 so wird auch mein Bund mit meinem Knecht David aufgehoben 
werden, so da er keinen Sohn mehr habe, der auf seinem Thron regiere, und 
mit den Leviten, den Priestern, da sie nicht mehr meine Diener seien.
JER 33:22 Wie man das Heer des Himmels nicht zhlen und den Sand am Meer 
nicht messen kann, also will ich mehren den Samen meines Knechtes David 
und die Leviten, meine Diener.
JER 33:23 Und das Wort des HERRN erging an Jeremia also:
JER 33:24 Merkst du nicht, was dieses Volk behauptet, wenn es spricht: 
Die zwei Geschlechter, die der HERR erwhlt hat, die hat er verworfen? 
Also verlstern sie mein Volk, da es in ihren Augen kein Volk mehr ist.
JER 33:25 So spricht nun der HERR also: So gewi ich meinen Bund mit Tag 
und Nacht, die Ordnungen des Himmels und der Erde festgesetzt habe,
JER 33:26 so wenig werde ich den Samen Jakobs und meines Knechtes David 
verwerfen, da ich aus seinen Nachkommen keinen Herrscher mehr nhme, der 
ber den Samen Abrahams, Isaaks und Jakobs herrschen soll; denn ich will 
ihre Gefangenschaft wenden und mich ihrer erbarmen!
JER 34:1 Dies ist das Wort, welches vom HERRN an Jeremia erging, whrend 
Nebukadnezar, der Knig von Babel, samt seinem ganzen Heer und allen 
Knigreichen der Erde und allen Vlkern, die seine Hand beherrschte, wider 
Jerusalem und alle ihre Stdte stritt:
JER 34:2 So spricht der HERR, der Gott Israels: Gehe und sage zu Zedekia, 
dem Knig von Juda, und sprich zu ihm: So spricht der HERR: Siehe, ich 
gebe diese Stadt in die Hand des babylonischen Knigs, und er wird sie mit 
Feuer verbrennen.
JER 34:3 Und du wirst seiner Hand nicht entrinnen, sondern du wirst gewi 
ergriffen und in seine Hand gegeben werden; und deine Augen werden in die 
Augen des babylonischen Knigs sehen und sein Mund wird mit deinem Munde 
reden, und du wirst nach Babel kommen!
JER 34:4 Doch hre das Wort des HERRN, du, Zedekia, Knig von Juda! So 
spricht der HERR ber dich: Du sollst nicht durch das Schwert umkommen;
JER 34:5 im Frieden sollst du sterben, und wie man deinen Vtern, den 
frhern Knigen, welche vor dir gewesen sind, Feuer anzndete, so wird man 
auch dir tun und ber dich klagen: Ach, Herr!
JER 34:6 Das sage ich, spricht der HERR. Der Prophet Jeremia redete alle 
diese Worte zu Zedekia, dem Knig von Juda in Jerusalem, whrend das Heer 
des babylonischen Knigs wider Jerusalem und alle brigen Stdte Judas 
stritt, nmlich wider Lachis und Aseka;
JER 34:7 denn diese allein waren von allen befestigten Stdten Judas noch 
briggeblieben.
JER 34:8 Dies ist das Wort, welches vom HERRN an Jeremia erging, nachdem 
der Knig Zedekia mit allem Volk zu Jerusalem einen Bund gemacht hatte, 
eine Freilassung auszurufen,
JER 34:9 da ein jeder seinen Knecht und ein jeder seine Magd, sofern sie 
Hebrer und Hebrerinnen seien, freilassen solle, und niemand mehr einen 
Juden, seinen Bruder, zu dienen zwinge.
JER 34:10 Da gehorchten alle Frsten und alles Volk, die dem Bund 
beigetreten waren, da jedermann seinen Knecht und jedermann seine Magd 
freiliee und sie nicht mehr zu dienen zwnge; sie gehorchten und lieen 
sie frei.
JER 34:11 Darnach aber reute es sie, und sie holten die Knechte und Mgde, 
die sie freigelassen hatten, wieder zurck und machten sie mit Gewalt 
wieder zu Knechten und Mgden.
JER 34:12 Da erging das Wort des HERRN an Jeremia also:
JER 34:13 So spricht der HERR, der Gott Israels: Ich habe mit euren Vtern 
einen Bund gemacht am Tage, da ich sie aus gyptenland, aus dem 
Diensthause, fhrte, des Inhalts:
JER 34:14 Nach Verlauf von sieben Jahren soll jedermann seinen hebrischen 
Bruder, der sich dir verkauft hat, freilassen; sechs Jahre soll er dir 
dienen, dann sollst du ihn frei von dir ausgehen lassen! Aber eure Vter 
gehorchten nicht und neigten ihre Ohren nicht zu mir.
JER 34:15 Nun seid ihr heute umgekehrt und habt getan, was in meinen Augen 
richtig ist, indem ihr Freilassung ausgerufen habt, ein jeder fr seinen 
Nchsten, und vor meinem Angesicht einen Bund geschlossen habt in dem 
Hause, das nach meinem Namen genannt ist.
JER 34:16 Aber darnach reute es euch wieder, und ihr entheiligtet meinen 
Namen, indem jedermann seinen Knecht und jedermann seine Magd, welche ihr 
nach ihrem Wunsch freigelassen hattet, wieder zurckgefordert und sie 
gezwungen habt, eure Knechte und Mgde zu sein.
JER 34:17 Darum spricht der HERR also: Ihr habt mir nicht gehorcht, da 
ihr Freilassung ausgerufen httet, ein jeglicher fr seinen Bruder und fr 
seinen Nchsten. Seht, nun rufe ich fr euch Freilassung aus, spricht der 
HERR, indem ich euch dem Schwert, der Pest und der Hungersnot ausliefere 
und euch zum Entsetzen fr alle Knigreiche der Erde mache.
JER 34:18 Und die Mnner, die meinen Bund bertreten haben, indem sie die 
Worte des Bundes nicht ausgefhrt haben, den sie vor meinem Angesicht 
schlossen, als sie das Kalb zerteilten und zwischen seinen beiden Hlften 
hindurchgingen,
JER 34:19 nmlich die Frsten Judas und die Frsten von Jerusalem, die 
Hflinge und die Priester und alles Volk des Landes, so viele ihrer 
zwischen den Stcken des Kalbes hindurchgegangen sind,
JER 34:20 die bergebe ich in die Hand ihrer Feinde und in die Hand derer, 
die nach ihrem Leben trachten, da ihre Leichname den Vgeln des Himmels 
und den Tieren des Feldes zur Speise dienen sollen.
JER 34:21 Zedekia aber, den Knig von Juda, und seine Frsten gebe ich in 
die Hand ihrer Feinde und in die Hand derer, die nach ihrem Leben 
trachten, und in die Hand des Heeres des babylonischen Knigs, das von 
euch abgezogen ist!
JER 34:22 Siehe, ich befehle, spricht der HERR, und bringe sie wieder zu 
dieser Stadt zurck, damit sie wider sie streiten und sie erobern und mit 
Feuer verbrennen; und ich will die Stdte Judas verwsten, da niemand 
mehr darin wohne.
JER 35:1 Das Wort, welches in den Tagen Jojakims, des Sohnes Josias, vom 
HERRN an Jeremia erging, lautet also:
JER 35:2 Gehe zum Hause der Rechabiter und rede mit ihnen und fhre sie 
ins Haus des HERRN, in eine der Hallen, und gib ihnen Wein zu trinken!
JER 35:3 Da nahm ich Jaasanja, den Sohn Jeremias, des Sohnes Habazinjas, 
samt seinen Brdern und allen seinen Shnen und dem ganzen Haus der 
Rechabiter,
JER 35:4 und fhrte sie ins Haus des HERRN, zur Halle der Shne Chanans, 
des Sohnes Jigdaljas, des Mannes Gottes, die neben der Halle der Frsten, 
oberhalb der Halle Maasejas, des Sohnes Sallums, des Trhters, lag.
JER 35:5 Und ich setzte den Shnen des Hauses der Rechabiter Krge voll 
Wein und Becher vor und sprach zu ihnen: Trinket Wein!
JER 35:6 Da sprachen sie: Wir trinken keinen Wein! Denn Jonadab, der Sohn 
Rechabs, unser Vater, hat uns befohlen und gesagt: Ihr sollt keinen Wein 
trinken, weder ihr noch eure Shne, ewiglich;
JER 35:7 ihr sollt auch kein Haus bauen, keine Saat bestellen, keinen 
Weinberg pflanzen noch besitzen, sondern euer Leben lang in Zelten wohnen, 
auf da ihr lange lebet in dem Lande, darinnen ihr Fremdlinge seid.
JER 35:8 So gehorchen wir nun der Stimme unsres Vaters Jonadab, des Sohnes 
Rechabs, in allem, was er uns befohlen hat, und trinken keinen Wein, weder 
wir, noch unsere Weiber, noch unsere Shne, noch unsere Tchter;
JER 35:9 wir bauen auch keine Huser, um darin zu wohnen, und besitzen 
weder Weinberg, noch Acker und Saat,
JER 35:10 sondern wohnen in Zelten und befolgen alles, was uns unser Vater 
Jonadab befohlen hat.
JER 35:11 Als aber der babylonische Knig Nebukadnezar ins Land heraufzog, 
da sprachen wir: Kommt, lat uns vor dem Heere der Chalder und vor dem 
Heere der Syrer nach Jerusalem ziehen! Und so wohnen wir jetzt in 
Jerusalem.
JER 35:12 Da erging das Wort des HERRN an Jeremia also:
JER 35:13 So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Gehe und 
sage zu den Mnnern Judas und zu den Einwohnern von Jerusalem: Wollt ihr 
euch das nicht zur Lehre nehmen, da ihr meinen Worten gehorchet? spricht 
der HERR.
JER 35:14 Die Worte Jonadabs, des Sohnes Rechabs, die er seinen Shnen 
befohlen hat, nmlich, da sie keinen Wein trinken sollen, die werden 
gehalten; denn sie trinken keinen Wein bis auf diesen Tag und gehorchen 
also dem Gebot ihres Vaters! Ich aber habe zu euch geredet, frhe und 
fleiig, und ihr habt mir nicht gehorcht!
JER 35:15 Und doch habe ich alle meine Knechte, die Propheten, frhe und 
fleiig zu euch gesandt und euch sagen lassen: Kehret doch um, ein jeder 
von seinem bsen Wege, und bessert eure Taten und folgt nicht andern 
Gttern nach, um ihnen zu dienen, so sollt ihr in dem Lande bleiben, das 
ich euch und euren Vtern gegeben habe! Aber ihr habt eure Ohren nicht 
geneigt und nicht auf mich gehrt.
JER 35:16 Weil denn die Shne Jonadabs, des Sohnes Rechabs, das Gebot 
ihres Vaters gehalten haben, das er ihnen gegeben, dieses Volk aber mir 
nicht gehorsam gewesen ist,
JER 35:17 darum spricht der HERR, der Gott der Heerscharen, der Gott 
Israels, also: Siehe, ich bringe ber Juda und ber die Bewohner von 
Jerusalem all das Unglck, das ich wider sie geredet habe, weil sie nicht 
hren wollten, als ich zu ihnen redete, und nicht antworteten, als ich 
ihnen rief!
JER 35:18 Aber zum Hause der Rechabiter sprach Jeremia: So spricht der 
HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Weil ihr dem Gebot eures Vaters 
Jonadab gehorcht und alle seine Befehle befolgt und allerdinge getan habt, 
wie er euch befohlen hat,
JER 35:19 darum spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, also: 
Es soll Jonadab, dem Sohne Rechabs, nie an einem Manne fehlen, der vor mir 
steht!
JER 36:1 Im vierten Jahre Jojakims, des Sohnes Josias, des Knigs von 
Juda, erging dieses Wort vom HERRN an Jeremia.
JER 36:2 Nimm dir eine Buchrolle und schreibe alle Worte darauf, die ich 
zu dir geredet habe ber Israel und ber Juda und ber alle Vlker, von 
dem Tage an, da ich zu dir geredet habe, von den Tagen Josias an bis auf 
diesen Tag!
JER 36:3 Vielleicht werden die vom Hause Juda auf all das Unglck hren, 
das ich ihnen anzutun gedenke, und umkehren, ein jeder von seinem bsen 
Wege, so da ich ihnen ihre Missetaten und ihre Snden vergeben kann.
JER 36:4 Da rief Jeremia den Baruch, den Sohn Nerijas, und Baruch schrieb, 
wie Jeremia es ihm vorsagte, alle Worte des HERRN, die er zu ihm geredet 
hatte, auf eine Buchrolle.
JER 36:5 Und Jeremia befahl dem Baruch und sprach: Ich bin verhindert, so 
da ich nicht in das Haus des HERRN gehen kann;
JER 36:6 darum gehe du hinein und lies aus der Rolle vor, was du, wie ich 
es dir vorsagte, aufgeschrieben hast, die Worte des HERRN, vor den Ohren 
des Volkes, im Hause des HERRN am Fasttag; auch vor den Ohren aller Juden, 
die aus ihren Stdten kommen, sollst du sie lesen.
JER 36:7 Vielleicht wird ihr Flehen vor dem Angesicht des HERRN gelten und 
sie werden umkehren, ein jeder von seinem bsen Wege; denn gro ist der 
Zorn und Grimm, welchen der HERR wider dieses Volk ausgesprochen hat.
JER 36:8 Da tat Baruch, der Sohn Nerijas, ganz so, wie ihm der Prophet 
Jeremia befohlen hatte, indem er im Hause des HERRN aus dem Buche die 
Worte des HERRN vorlas.
JER 36:9 Es begab sich nmlich im fnften Jahre Jojakims, des Sohnes 
Josias, des Knigs von Juda, im neunten Monat, da man die ganze 
Bevlkerung von Jerusalem und alles Volk, das aus den Stdten Judas nach 
Jerusalem kam, zu einem Fasten vor dem HERRN berief.
JER 36:10 Da las Baruch aus dem Buch die Reden Jeremias im Hause des 
HERRN, in der Halle Gemarjas, des Sohnes Saphans, des Staatsschreibers, im 
obern Vorhof, am Eingang des neuen Tores des Hauses des HERRN, vor den 
Ohren des ganzen Volkes.
JER 36:11 Als aber Michaja, der Sohn Gemarjas, des Sohnes Saphans, alle 
Worte des HERRN aus dem Buche gehrt hatte,
JER 36:12 ging er in das Haus des Knigs, in die Kanzlei hinab; und siehe, 
da saen alle Frsten, nmlich Elisama, der Kanzler, Delaja, der Sohn 
Semajas, Elnatan, der Sohn Achbors, Gemarja, der Sohn Saphans, Zedekia, 
der Sohn Hananjas, und alle Frsten.
JER 36:13 Da verkndigte ihnen Michaja alle Reden, die er gehrt hatte, 
als Baruch vor den Ohren des Volkes aus dem Buche vorlas.
JER 36:14 Da sandten alle Frsten Jehudi, den Sohn Netanjas, des Sohnes 
Selemjas, des Sohnes Chusis, zu Baruch und lieen ihm sagen: Nimm die 
Rolle aus welcher du vor den Ohren des Volkes gelesen hast, zur Hand und 
komm! Da nahm Baruch, der Sohn Nerijas, die Rolle in seine Hand und kam zu 
ihnen.
JER 36:15 Da sprachen sie zu ihm: Setze dich und lies sie vor unsern 
Ohren. Also las Baruch vor ihren Ohren.
JER 36:16 Als sie nun alle Reden gehrt hatten, sahen sie einander 
erschrocken an und sprachen zu Baruch: Wir mssen dem Knig alle diese 
Reden kundtun.
JER 36:17 Und sie fragten Baruch und sprachen: Sage uns doch, wie hast du 
alle diese Reden aus seinem Munde aufgeschrieben?
JER 36:18 Da antwortete ihnen Baruch: Er sagte mir alle diese Reden 
mndlich vor, und ich schrieb sie mit Tinte in das Buch.
JER 36:19 Da sprachen die Frsten zu Baruch: Gehe hin und verbirg dich mit 
Jeremia, da niemand wisse, wo ihr seid!
JER 36:20 Und sie gingen in den Hof zum Knig, nachdem sie die Rolle in 
der Kanzlei Elisamas, des Kanzlers, niedergelegt hatten, und verkndigten 
vor den Ohren des Knigs alles, was vorgefallen war.
JER 36:21 Da sandte der Knig den Jehudi, um die Rolle abzuholen. Derselbe 
brachte sie aus dem Gemach Elisamas, des Schreibers, und Jehudi las sie 
vor den Ohren des Knigs und vor den Ohren aller Frsten, die bei dem 
Knig standen.
JER 36:22 Der Knig aber sa im Winterhause (denn es war im neunten 
Monat), und der Kohlentopf brannte vor ihm.
JER 36:23 Wenn nun Jehudi drei oder vier Spalten gelesen hatte, schnitt er 
sie mit dem Schreibmesser heraus und warf sie in das Feuer, das im 
Kohlentopf war, bis die ganze Rolle im Feuer des Kohlentopfes verbrannt 
war.
JER 36:24 Und es war niemand, der darber erschrak oder sein Kleid zerri, 
weder der Knig noch alle seine Diener, wiewohl sie alle diese Reden 
gehrt hatten.
JER 36:25 Doch baten Elnathan, Delaja und Gemarja den Knig, die Rolle 
nicht zu verbrennen; aber er hrte nicht auf sie.
JER 36:26 Und der Knig befahl dem Knigssohne Jerachmeel, Seraja, dem 
Sohne Asriels, und Selemja, dem Sohne Abdeels, den Schreiber Baruch und 
den Propheten Jeremia gefangen zu nehmen. Aber der HERR hielt sie 
verborgen.
JER 36:27 Nachdem nun der Knig die Rolle mit den Reden, welche Baruch 
nach dem Diktat Jeremias geschrieben, verbrannt hatte, erging das Wort des 
HERRN an Jeremia also:
JER 36:28 Nimm dir eine andere Rolle und schreibe darauf alle frheren 
Reden, die auf der ersten Rolle geschrieben standen, welche Jojakim, der 
Knig von Juda, verbrannt hat.
JER 36:29 Und ber Jojakim, den Knig von Juda, sage: So spricht der HERR: 
Du hast diese Rolle verbrannt, indem du sprachst: Warum hast du 
hineingeschrieben, da der Knig von Babel gewi kommen und dieses Land 
verwsten und Menschen und Vieh daraus vertilgen werde?
JER 36:30 Darum spricht der HERR von Jojakim, dem Knig von Juda also: Er 
soll keinen [Nachkommen] haben, der auf dem Throne Davids sitze. Sein 
Leichnam soll hinausgeworfen werden, so da bei Tag die Hitze und bei 
Nacht der Frost ihn treffe.
JER 36:31 Und ich will seine und seiner Nachkommen und seiner Knechte 
Bosheit heimsuchen; ich will auch ber sie, ber die Bewohner von 
Jerusalem und ber die Mnner von Juda alles Unglck bringen, das ich 
ihnen angedroht habe, und von dem sie nichts hren wollten!
JER 36:32 Da nahm Jeremia eine andere Rolle und gab sie dem Schreiber 
Baruch, dem Sohne Nerijas; der schrieb, wie Jeremia es ihm vorsagte, alle 
Worte hinein, welche im Buche gestanden hatten, welches Jojakim, der Knig 
von Juda, im Feuer verbrannt hatte; und es wurden zu denselben noch viele 
andere gleichartige Reden hinzugefgt.
JER 37:1 Und Zedekia, der Sohn Josias, regierte, denn der babylonische 
Knig Nebukadnezar hatte ihn zum Knige ber das Land Juda gemacht, an 
Stelle Jechonjas, des Sohnes Jojakims.
JER 37:2 Aber weder er, noch seine Knechte, noch das Volk im Lande waren 
den Worten des HERRN gehorsam, die er durch den Propheten Jeremia redete.
JER 37:3 Und der Knig Zedekia sandte Jehuchal, den Sohn Selemjas, und den 
Priester Zephanja, den Sohn Maasejas, zu dem Propheten Jeremia und lie 
ihm sagen: Bete doch fr uns zum HERRN, unserm Gott!
JER 37:4 Damals ging Jeremia noch ein und aus unter dem Volke, denn sie 
hatten ihn noch nicht ins Gefngnis gelegt.
JER 37:5 Auch war das Heer des Pharao aus gypten aufgebrochen. Da die 
Chalder, welche Jerusalem belagerten, solches erfuhren, zogen sie von 
Jerusalem ab.
JER 37:6 Da erging das Wort des HERRN an den Propheten Jeremia, dieses 
Inhalts:
JER 37:7 So spricht der HERR, der Gott Israels: Also sollt ihr dem Knig 
von Juda antworten, der euch zu mir gesandt hat, um mich zu befragen: 
Siehe, das Heer des Pharao, welches heraufgezogen ist, um euch zu helfen, 
wird wieder in sein Land, nach gypten zurckkehren.
JER 37:8 Die Chalder aber werden wiederkommen und wider diese Stadt 
streiten, sie gewinnen und mit Feuer verbrennen.
JER 37:9 So spricht der HERR: Sehet zu, da ihr eure Seelen nicht 
betrget, indem ihr denket: Die Chalder ziehen jetzt gewi von uns ab. 
Nein, sie werden nicht abziehen!
JER 37:10 Denn wenn ihr gleich das ganze Heer der Chalder, welche euch 
belagern, schlget, und es blieben von ihnen nur etliche Verwundete brig, 
so wrden sie dennoch, ein jeder in seinem Zelte, aufstehen und diese 
Stadt mit Feuer verbrennen.
JER 37:11 Als nun das Heer der Chalder wegen des Heeres des Pharao von 
Jerusalem abgezogen war,
JER 37:12 verlie Jeremia Jerusalem, um ins Land Benjamin zu gehen und 
dort unter dem Volke einen Besitzanteil in Empfang zu nehmen.
JER 37:13 Da er aber zum Tore Benjamin kam, war daselbst einer namens 
Jerija, ein Sohn Selemjas, des Sohnes Hananjas, zur Aufsicht bestellt; der 
ergriff den Propheten Jeremia und sprach: Du willst zu den Chaldern 
berlaufen!
JER 37:14 Da sprach Jeremia: Du lgst, ich will nicht zu den Chaldern 
bergehen! Aber Jerija wollte ihm nicht glauben, sondern nahm Jeremia fest 
und fhrte ihn vor die Frsten.
JER 37:15 Und die Frsten ergrimmten ber Jeremia und schlugen ihn und 
legten ihn ins Gefngnis im Hause des Schreibers Jonatan; denn dieses 
hatte man zum Kerker gemacht.
JER 37:16 Also kam Jeremia ins Gefngnis und unter die Gewlbe und blieb 
daselbst lange Zeit.
JER 37:17 Aber der Knig Zedekia sandte nach ihm und lie ihn holen; und 
der Knig fragte ihn heimlich in seinem Hause und sprach: Hast du ein Wort 
von dem HERRN? Jeremia antwortete: Ja! und sprach: Du wirst in die Gewalt 
des Knigs von Babel gegeben werden!
JER 37:18 Auch sprach Jeremia zu dem Knig Zedekia: Was habe ich wider 
dich, wider deine Diener und wider das Volk gesndigt, da ihr mich ins 
Gefngnis gelegt habt?
JER 37:19 Wo sind eure Propheten, die euch geweissagt und gesagt haben: 
Der Knig von Babel wird nicht ber euch und ber dieses Land kommen?
JER 37:20 Und nun, hre doch, mein Herr und Knig! La doch meine Bitte 
etwas vor dir gelten und schicke mich nicht wieder in das Haus Jonatans, 
des Schreibers, zurck, damit ich nicht dort sterbe!
JER 37:21 Da befahl der Knig Zedekia, da man Jeremia in den Wachthof des 
Gefngnisses versetze und ihm tglich einen Laib Brot aus der Bckergasse 
gebe, bis alles Brot in der Stadt aufgegessen sei. Also blieb Jeremia im 
Wachthofe des Gefngnisses.
JER 38:1 Sephatja aber, der Sohn Mattans, und Gedalja, der Sohn Paschhurs, 
und Juchal, der Sohn Selemjas, und Paschhur, der Sohn Malkijas, hrten die 
Worte, welche Jeremia zu dem ganzen Volke redete, indem er sprach:
JER 38:2 So spricht der HERR: Wer in dieser Stadt bleibt, der mu sterben 
durch Schwert, Hungersnot oder Pest; wer aber zu den Chaldern hinausgeht, 
der soll am Leben bleiben, seine Seele als Beute davontragen und leben!
JER 38:3 So spricht der HERR: Diese Stadt wird ganz gewi in die Hand des 
Heeres des babylonischen Knigs gegeben werden, und er wird sie einnehmen!
JER 38:4 Da sprachen die Frsten zum Knig: Diesen Mann sollte man doch 
tten; denn damit bewirkt er nur, da die in der Stadt noch 
briggebliebenen Kriegsleute und alles Volk die Hnde sinken lassen, weil 
er solche Worte an sie richtet; denn dieser Mensch sucht nicht das Wohl 
dieses Volkes, sondern sein Unglck!
JER 38:5 Da antwortete der Knig Zedekia: Siehe, er ist in eurer Hand; 
denn der Knig vermag nichts wider euch!
JER 38:6 Da nahmen sie Jeremia und warfen ihn in die Zisterne des 
Knigssohnes Malkija, welche sich im Wachthofe befand; und sie lieen ihn 
an Stricken hinunter. In der Zisterne aber war kein Wasser, sondern nur 
Schlamm; und Jeremia sank in den Schlamm.
JER 38:7 Als aber Ebed-Melech, der Mohr, ein Kmmerer am Knigshofe, 
vernahm, da man Jeremia in die Zisterne geworfen hatte (der Knig sa 
gerade im Tore Benjamin),
JER 38:8 verlie Ebed-Melech den kniglichen Palast und redete mit dem 
Knig und sprach:
JER 38:9 Mein Herr und Knig, jene Mnner haben unrecht getan, da sie den 
Propheten Jeremia in die Zisterne geworfen haben, so da er dort unten 
Hungers sterben mu; denn es ist kein Brot mehr in der Stadt!
JER 38:10 Da befahl der Knig dem Mohren Ebed-Melech: Nimm dir von hier 
dreiig Mnner zu Hilfe und ziehe den Propheten Jeremia aus der Zisterne, 
bevor er stirbt!
JER 38:11 Da nahm Ebed-Melech die Mnner mit sich und ging zum Palast und 
nahm aus dem Raum unter der Schatzkammer alte Lumpen und abgetragene, 
zerrissene Kleider und lie sie an Stricken zu Jeremia in die Zisterne 
hinunter.
JER 38:12 Und Ebed-Melech, der Mohr, sprach zu Jeremia: Lege doch die 
alten Lumpen und Kleider zwischen deine Achselhhlen und die Stricke! Und 
Jeremia tat also.
JER 38:13 Da zogen sie Jeremia an den Stricken aus der Zisterne herauf, 
und Jeremia blieb im Wachthofe.
JER 38:14 Der Knig Zedekia aber sandte hin und lie den Propheten Jeremia 
zu sich holen in den dritten Eingang am Hause des HERRN; und der Knig 
sprach zu Jeremia: Ich will dich etwas fragen; verhehle mir nichts!
JER 38:15 Jeremia antwortete dem Zedekia: Sage ich dir etwas, so ttest du 
mich; rate ich dir aber, so folgst du mir nicht!
JER 38:16 Da schwur der Knig Zedekia dem Jeremia insgeheim und sprach: So 
wahr der HERR lebt, der uns diese Seele erschaffen hat, ich werde dich 
nicht tten, noch dich in die Hnde der Mnner geben, die nach deinem 
Leben trachten!
JER 38:17 Da sprach Jeremia zu Zedekia: So spricht der HERR, der Gott der 
Heerscharen, der Gott Israels: Wenn du freiwillig zu den Frsten des 
babylonischen Knigs hinausgehst, so sollst du am Leben bleiben, dann soll 
auch diese Stadt nicht mit Feuer verbrannt werden, und du sollst samt 
deinem Hause am Leben bleiben;
JER 38:18 wenn du aber nicht zu den Frsten des babylonischen Knigs 
hinausgehst, so wird diese Stadt in die Hand der Chalder gegeben und mit 
Feuer verbrannt werden, und du wirst ihren Hnden nicht entrinnen!
JER 38:19 Da antwortete der Knig Zedekia dem Jeremia: Ich frchte die 
Juden, die zu den Chaldern bergelaufen sind; man knnte mich ihnen 
ausliefern, da sie mich verspotten!
JER 38:20 Jeremia antwortete: Man wird dich ihnen nicht ausliefern! 
Gehorche doch der Stimme des HERRN in dem, was ich dir sage, so wird es 
dir wohl ergehen und du wirst am Leben bleiben!
JER 38:21 Weigerst du dich aber hinauszugehen, so hat mir der HERR fr 
diesen Fall das Wort geoffenbart:
JER 38:22 Siehe, alle Frauen, die noch im Palast des Knigs von Juda 
briggeblieben sind, sollen zu den Frsten des babylonischen Knigs 
hinausgefhrt werden, und sie werden jammern: Deine guten Freunde haben 
dich verfhrt und berwltigt; als dein Fu im Schlamm versank, haben sie 
sich zurckgezogen!
JER 38:23 Alsdann mssen alle deine Frauen und alle deine Kinder zu den 
Chaldern hinausgehen, und auch du wirst ihren Hnden nicht entrinnen, 
sondern von der Hand des babylonischen Knigs erfat werden, und diese 
Stadt wird man mit Feuer verbrennen.
JER 38:24 Da sprach Zedekia zu Jeremia: Niemand darf etwas von diesen 
Worten erfahren, sonst mut du sterben!
JER 38:25 Sollten aber die Frsten erfahren, da ich mit dir geredet habe, 
und zu dir kommen und dir sagen: Tue uns kund, was du mit dem Knig 
geredet hast, verhehle uns nichts, so wollen wir dich nicht tten, und was 
hat der Knig zu dir gesagt? so antworte ihnen:
JER 38:26 Ich habe den Knig angefleht, mich nicht wieder in das Haus 
Jonatans bringen zu lassen, damit ich nicht daselbst sterbe.
JER 38:27 Als nun die Frsten zu Jeremia kamen und ihn fragten, gab er 
ihnen Bescheid, wie der Knig ihm befohlen hatte; da lieen sie ihn in 
Ruhe; denn es hatte niemand etwas gehrt.
JER 38:28 Jeremia aber blieb im Hofe des Gefngnisses bis zu dem Tage, an 
dem Jerusalem eingenommen wurde.
JER 39:1 Und es geschah, da Jerusalem eingenommen wurde. Im neunten Jahre 
Zedekias, des Knigs von Juda, im zehnten Monat, war der babylonische 
Knig Nebukadnezar mit seinem ganzen Heer gen Jerusalem gekommen und hatte 
die Belagerung begonnen;
JER 39:2 und im elften Jahre Zedekias, am neunten Tage des vierten Monats, 
brach man in die Stadt ein.
JER 39:3 Da kamen alle Frsten des Knigs von Babel und setzten sich beim 
mittlern Tore fest, nmlich Nergal-Sarezer, Samgar-Nebo, Sarsekim, der 
Oberkmmerer, Nergal-Sarezer, der Obermagier, samt allen brigen Frsten 
des babylonischen Knigs.
JER 39:4 Als aber Zedekia, der Knig von Juda, und alle Kriegsleute sie 
sahen, flohen sie und verlieen die Stadt bei Nacht auf dem Wege nach dem 
Knigsgarten, durch das Tor zwischen den beiden Mauern, und wandten sich 
der Jordanebene zu.
JER 39:5 Aber das Heer der Chalder jagte ihnen nach und holte Zedekia in 
der Ebene von Jericho ein; und sie ergriffen ihn und fhrten ihn zu 
Nebukadnezar, dem Knig von Babel, nach Ribla im Lande Hamat; der sprach 
das Urteil ber ihn.
JER 39:6 Und der Knig von Babel lie die Shne Zedekias in Ribla vor 
seinen Augen niedermetzeln, dazu den ganzen jdischen Adel;
JER 39:7 Zedekia aber lie er die Augen blenden und ihn mit zwei ehernen 
Ketten binden, um ihn nach Babel zu bringen.
JER 39:8 Und die Chalder verbrannten den kniglichen Palast und die 
Huser des Volkes mit Feuer und rissen die Mauern Jerusalems nieder.
JER 39:9 Den Rest des Volkes aber, sowohl die, welche in der Stadt 
briggeblieben, als auch die berlufer, welche zu den Chaldern 
bergegangen waren, den Rest des brigen Volkes, fhrte Nebusaradan, der 
Oberste der Leibwache, gefangen nach Babel.
JER 39:10 Von dem geringen Volk aber, das gar nichts besa, lie 
Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, etliche im Lande Juda zurck und 
gab ihnen Weinberge und cker zu jener Zeit.
JER 39:11 Und Nebukadnezar, der Knig von Babel, erlie in betreff 
Jeremias einen Befehl zu Handen Nebusaradans, des Obersten der Leibwache, 
und sprach:
JER 39:12 Nimm ihn und trage Sorge fr ihn und tue ihm ja nichts zuleide, 
sondern verfahre mit ihm so, wie er dir sagen wird.
JER 39:13 Da lieen Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, und 
Nebuschasban, der Oberkmmerer, und Nergal-Sarezer, der Obermagier, und 
alle Obersten des babylonischen Knigs den Jeremia aus dem Wachthofe holen;
JER 39:14 und sie bergaben ihn Gedalja, dem Sohne Saphans, damit er ihn 
nach Hause bringe; und er wohnte unter dem Volk.
JER 39:15 Zu Jeremia aber war das Wort des HERRN ergangen, als er noch im 
Wachthof eingeschlossen war:
JER 39:16 Gehe und sage zu dem Mohren Ebed-Melech: So spricht der HERR der 
Heerscharen, der Gott Israels: Siehe, ich lasse meine Worte ber diese 
Stadt kommen zum Unglck und nicht zum Guten, und sie werden an jenem Tage 
vor deinen Augen in Erfllung gehen;
JER 39:17 aber dich will ich an jenem Tage erretten, spricht der HERR, und 
du sollst nicht den Leuten in die Hnde fallen, vor welchen du dich 
frchtest,
JER 39:18 sondern ich will dich entrinnen lassen, und du sollst nicht 
durchs Schwert fallen, sondern deine Seele als Beute davontragen, weil du 
mir vertraut hast, spricht der HERR!
JER 40:1 Dies ist das Wort, welches vom HERRN an Jeremia erging, nachdem 
ihn Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, in Rama freigelassen hatte; 
denn da er ihn holen lie, war er noch mit Fesseln gebunden unter all den 
Gefangenen Jerusalems und Judas, die nach Babel weggefhrt werden sollten.
JER 40:2 Und der Oberste der Leibwache nahm Jeremia und sprach zu ihm: Der 
HERR, dein Gott, hat dieses Unglck ber diesen Ort vorhergesagt;
JER 40:3 und der HERR hat es so kommen lassen und getan, wie er gesagt; 
denn ihr habt an dem HERRN gesndigt und auf seine Stimme nicht gehrt; 
darum ist es euch so ergangen.
JER 40:4 Und nun siehe, ich lse dich heute von den Fesseln, die an deinen 
Hnden sind; gefllt es dir, mit mir gen Babel zu ziehen, so komm! Ich 
will Sorge fr dich tragen. Gefllt es dir aber nicht, mit mir gen Babel 
zu ziehen, so la es bleiben! Siehe, das ganze Land steht dir offen; wohin 
es dich gut und recht dnkt zu gehen, dahin gehe!
JER 40:5 Da er sich aber noch nicht entschlieen konnte, [sprach er zu 
ihm]: So kehre zurck zu Gedalja, dem Sohn Achikams, des Sohnes Saphans, 
welchen der babylonische Knig ber die Stdte Judas gesetzt hat, und 
bleibe bei ihm unter dem Volk, oder gehe, wohin es dir gefllt! Und der 
Oberste der Leibwache gab ihm Wegzehrung und ein Geschenk und entlie ihn.
JER 40:6 Da kam Jeremia zu Gedalja, dem Sohne Achikams, nach Mizpa und 
wohnte bei ihm unter dem Volk, das im Lande briggeblieben war.
JER 40:7 Als nun alle Hauptleute des Heers, die sich mit ihren Mnnern 
noch auf dem Felde aufhielten, vernahmen, da der Knig von Babel Gedalja, 
den Sohn Achikams, ber das Land gesetzt und ihm die Mnner, Weiber und 
Kinder, auch die Armen im Lande, die nicht gefangen gen Babel gefhrt 
worden waren, bergeben hatte,
JER 40:8 kamen sie zu Gedalja gen Mizpa, nmlich Ismael, der Sohn 
Netanjas, Johanan und Jonatan, die Shne Kareachs, Seraja, der Sohn 
Tanchumets, und die Shne Ephais, des Netophatiters, Jesanja, der Sohn des 
Maachatiters, sie und ihre Leute.
JER 40:9 Und Gedalja, der Sohn Achikams, des Sohnes Saphans, schwur ihnen 
und ihren Leuten also: Frchtet euch nicht davor, den Chaldern zu dienen; 
bleibet im Lande und dienet dem Knig von Babel, so wird es euch wohl 
ergehen!
JER 40:10 Siehe, ich wohne zu Mizpa, um den Chaldern zu Befehl zu stehen, 
die zu uns kommen werden. So erntet nun Wein, Obst und l und tut es in 
eure Gefe und wohnet in euren Stdten, die ihr innehabt!
JER 40:11 Als auch alle Juden, die in Moab und unter den Ammonitern, in 
Edom und allen Lndern wohnten, hrten, da der Knig von Babel einen 
berrest in Juda gelassen und Gedalja, den Sohn Achikams, des Sohnes 
Saphans, ber ihn gesetzt habe,
JER 40:12 kehrten alle diese Juden wieder zurck von den Orten, dahin sie 
geflohen waren; und sie kamen ins Land Juda zu Gedalja gen Mizpa und 
sammelten Wein und Obst in groer Menge.
JER 40:13 Johanan aber, der Sohn Kareachs, und alle Hauptleute des Heers, 
die sich auf dem Felde aufhielten, kamen zu Gedalja gen Mizpa und sprachen 
zu ihm:
JER 40:14 Weit du auch, da Baalis, der Knig der Kinder Ammon, Ismael, 
den Sohn Netanjas, gesandt hat, um dich totzuschlagen? Aber Gedalja, der 
Sohn Achikams, glaubte ihnen nicht.
JER 40:15 Da sprach Johanan, der Sohn Kareachs, heimlich zu Gedalja in 
Mizpa also: La mich doch hingehen, ich will Ismael, den Sohn Netanjas, 
erschlagen, da es niemand erfhrt! Warum sollte er dich totschlagen, so 
da alle Juden, die sich zu dir versammelt haben, zerstreut werden und der 
berrest von Juda umkommt?
JER 40:16 Da sprach Gedalja, der Sohn Achikams, zu Johanan, dem Sohne 
Kareachs: Du sollst diesen Anschlag nicht ausfhren; denn du redest Lgen 
ber Ismael!
JER 41:1 Es begab sich aber im siebenten Monat, da Ismael, der Sohn 
Netanjas, des Sohnes Elisamas, aus kniglichem Samen und von den Obersten 
des Knigs, in Begleitung von zehn Mnnern, zu Gedalja, dem Sohne 
Achikams, gen Mizpa kam; und sie aen daselbst miteinander.
JER 41:2 Aber Ismael, der Sohn Netanjas, und die zehn Mnner, die bei ihm 
waren, standen auf und schlugen Gedalja, den Sohn Achikams, des Sohnes 
Saphans, mit dem Schwerte und tteten den, welchen der Knig von Babel 
ber das Land gesetzt hatte.
JER 41:3 Auch alle Juden, die in Mizpa bei Gedalja waren, und die 
Chalder, die Kriegsleute, die sich daselbst befanden, erschlug Ismael.
JER 41:4 Am zweiten Tage, nachdem er Gedalja gettet hatte (was aber noch 
unbekannt war),
JER 41:5 kamen etliche Mnner aus Sichem, aus Silo und Samaria, etwa 
achtzig Mann, die ihre Brte geschoren, die Kleider zerrissen und sich 
Einschnitte gemacht hatten; die hatten Speisopfer und Weihrauch bei sich, 
um es zum Hause des HERRN zu bringen.
JER 41:6 Da ging Ismael, der Sohn Netanjas, von Mizpa hinaus, ihnen 
entgegen, und weinte beim Gehen. Als er aber mit ihnen zusammentraf, 
sprach er zu ihnen: Kommt herein zu Gedalja, dem Sohne Achikams!
JER 41:7 Als sie nun mitten in die Stadt gekommen waren, ermordete sie 
Ismael, der Sohn Netanjas, und warf sie in die Zisterne, er und die Leute, 
welche bei ihm waren.
JER 41:8 Unter jenen aber waren zehn Mnner, die sprachen zu Ismael: Tte 
uns nicht, denn wir haben noch verborgene Vorrte im Felde, Weizen, 
Gerste, l und Honig! Also verschonte er sie und ttete sie nicht mit 
ihren Brdern.
JER 41:9 Die Zisterne aber, in die Ismael alle Leichname der Mnner werfen 
lie, die er erschlagen hatte, war die groe Zisterne, welche der Knig 
Asa wegen Baesas, des Knigs von Israel, hatte machen lassen; die fllte 
Ismael, der Sohn Netanjas, mit den Erschlagenen.
JER 41:10 Aber den Rest des Volks, der zu Mizpa war, fhrte Ismael 
gefangen; die Tchter des Knigs und alles Volk, welches in Mizpa 
briggeblieben war, ber die Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, 
Gedalja, den Sohn Achikams, gesetzt hatte, fhrte Ismael, der Sohn 
Netanjas, gefangen und machte sich davon, um zu den Kindern Ammon 
hinberzuziehen.
JER 41:11 Als aber Johanan, der Sohn Kareachs, und alle Hauptleute ber 
das Heer, die bei ihm waren, alle Bosheit vernahmen, die Ismael, der Sohn 
Netanjas, begangen hatte,
JER 41:12 nahmen sie alle Mnner und zogen hin, um wider Ismael, den Sohn 
Netanjas, zu streiten, und sie fanden ihn bei den groen Wassern von 
Gibeon.
JER 41:13 Als nun das ganze Volk, welches bei Ismael war, Johanan, den 
Sohn Kareachs, sah und alle Hauptleute des Heeres, die bei ihm waren, 
wurden sie froh;
JER 41:14 und alles Volk, das Ismael von Mizpa weggefhrt hatte, wandte 
sich und kehrte um und kam zu Johanan, dem Sohne Kareachs.
JER 41:15 Ismael aber, der Sohn Netanjas, entrann vor Johanan mit acht 
Mnnern und zog zu den Kindern Ammon.
JER 41:16 Johanan aber, der Sohn Kareachs, samt allen Hauptleuten des 
Heeres, die bei ihm waren, nahm den ganzen berrest des Volkes, welchen 
Ismael, der Sohn Netanjas, nach der Ermordung Gedaljas, des Sohnes 
Achikams, von Mizpa weggefhrt hatte: streitbare Mnner, Weiber und Kinder 
und Kmmerer, welche er von Gibeon wiedergebracht hatte.
JER 41:17 Und sie zogen hin und blieben bei der Herberge Kimhams, die 
neben Bethlehem liegt, um [von dort] nach gypten zu ziehen,
JER 41:18 aus Furcht vor den Chaldern; denn sie frchteten sich vor 
ihnen, weil Ismael, der Sohn Netanjas, Gedalja, den Sohn Achikams, 
erschlagen hatte, welchen der Knig von Babel ber das Land gesetzt.
JER 42:1 Und es traten herzu alle Frsten des Heeres, Johanan, der Sohn 
Kareachs, Jesanja, der Sohn Hosajas, das ganze Volk, vom Kleinsten bis zum 
Grten,
JER 42:2 und sprachen zum Propheten Jeremia: La doch unser Flehen vor dir 
gelten und bitte den HERRN, deinen Gott, fr uns, fr diesen ganzen 
berrest; denn unser sind nur wenige briggeblieben von den vielen, wie du 
uns hier siehst.
JER 42:3 Der HERR, dein Gott, wolle uns den Weg zeigen, den wir gehen 
sollen, und uns sagen, was wir zu tun haben!
JER 42:4 Da antwortete ihnen Jeremia: Ich habe es gehrt! Siehe, ich will 
den HERRN, euren Gott, bitten, wie ihr gesagt habt; und alles, was euch 
der HERR zur Antwort gibt, will ich euch kundtun und nichts verschweigen!
JER 42:5 Da sprachen sie zu Jeremia: Der HERR sei wahrhaftiger und 
gewisser Zeuge wider uns, wenn wir nicht ganz nach dem Worte handeln, mit 
dem der HERR, dein Gott, dich zu uns senden wird.
JER 42:6 Es scheine uns gut oder bse, so wollen wir der Stimme des HERRN, 
unsres Gottes, zu dem wir dich senden, gehorchen, damit es uns wohl 
ergehe, wenn wir der Stimme des HERRN, unsres Gottes, gehorchen!
JER 42:7 Aber nach zehn Tagen erging das Wort des HERRN an Jeremia.
JER 42:8 Da berief er Johanan, den Sohn Kareachs, und alle Obersten des 
Heeres, die bei ihm waren, sowie das ganze Volk, vom Kleinsten bis zum 
Grten,
JER 42:9 und sprach zu ihnen: So spricht der HERR, der Gott Israels, zu 
dem ihr mich gesandt habt, euer demtiges Flehen vor sein Angesicht zu 
bringen:
JER 42:10 Wenn ihr in diesem Lande bleibet, so will ich euch bauen und 
nicht niederreien, pflanzen und nicht ausreuten; denn es reut mich des 
bels, welches ich euch zugefgt habe.
JER 42:11 Frchtet euch nicht vor dem Knige von Babel, vor welchem ihr 
Angst habt; frchtet euch nicht vor ihm, spricht der HERR; denn ich bin 
mit euch, um euch zu helfen und euch von seiner Hand zu erretten.
JER 42:12 Ich will euch Barmherzigkeit finden lassen, da er sich ber 
euch erbarmen und euch wieder in euer Land bringen wird.
JER 42:13 Wenn ihr aber sagt: Wir wollen nicht in diesem Lande bleiben, 
so da ihr der Stimme des HERRN, eures Gottes nicht gehorcht,
JER 42:14 indem ihr sagt: Nein, sondern ins Land gypten wollen wir 
ziehen, wo wir weder Krieg sehen noch Posaunenschall hren, noch Hunger 
leiden werden, dort wollen wir wohnen!
JER 42:15 dann hret das Wort des HERRN, ihr briggebliebenen von Juda: So 
spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Wenn ihr euer 
Angesicht darauf richtet, nach gypten zu ziehen, um dort in der Fremde zu 
wohnen,
JER 42:16 so wird das Schwert, welches ihr frchtet, euch dort in 
gyptenland erreichen, und der Hunger, vor dem euch hier graut, wird euch 
dort in gypten verfolgen, und dort werdet ihr sterben!
JER 42:17 Und alle die Mnner, die ihr Angesicht darauf richten, nach 
gypten zu ziehen, um dort zu wohnen, werden durchs Schwert, durch Hunger 
und Pest umkommen; keiner von ihnen wird brigbleiben; keiner wird dem 
Unglck entrinnen, das ich ber sie bringen will!
JER 42:18 Denn also spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: 
Wie mein Zorn und mein Grimm sich ber die Einwohner von Jerusalem 
ergossen hat, also wird sich mein Grimm auch ber euch ergieen, wenn ihr 
nach gypten zieht; und ihr sollt zur Verwnschung und zum Entsetzen, zum 
Fluch und zur Schmach werden und sollt diesen Ort nimmermehr sehen!
JER 42:19 Der HERR sagt zu euch, o ihr von Juda briggebliebenen: Ihr 
sollt nicht nach gypten ziehen! Merkt euch wohl, da ich es euch heute 
bezeugt habe.
JER 42:20 Denn ihr habt euch selbst betrogen damit, da ihr mich zu dem 
HERRN, eurem Gott, gesandt und gesprochen habt: Bitte den HERRN, unsren 
Gott, fr uns! Und alles, was der HERR, unser Gott, dir zur Antwort gibt, 
das zeige uns an, so wollen wir es tun.
JER 42:21 Nun zeige ich es euch heute an; wollt ihr aber nicht auf die 
Stimme des HERRN, eures Gottes, hren und auf alles das, was er euch durch 
mich sagen lt,
JER 42:22 so wisset alsdann, da ihr durchs Schwert, durch Hunger und Pest 
umkommen werdet an dem Orte, wohin ihr zu ziehen und wo ihr zu wohnen 
begehret!
JER 43:1 Als nun Jeremia alle Worte des HERRN, ihres Gottes, mit denen der 
HERR, ihr Gott, ihn zu allem Volk gesandt, bis zu Ende mitgeteilt hatte,
JER 43:2 da sprachen Asarja, der Sohn Hosajas, und Johanan, der Sohn 
Kareachs, und alle frechen Mnner zu Jeremia: Du lgst! Der HERR, unser 
Gott, hat dich nicht gesandt, zu sagen: Ihr sollt nicht nach gypten 
ziehen, um dort in der Fremde zu wohnen;
JER 43:3 sondern Baruch, der Sohn Nerijas, reizt dich gegen uns auf, um 
uns in die Hnde der Chalder zu bringen, damit sie uns tten oder 
gefangen nach Babel fhren!
JER 43:4 Also gehorchten Johanan, der Sohn Kareachs, und alle Obersten des 
Heeres und das ganze Volk dem Befehle des HERRN nicht, da sie im Lande 
Juda geblieben wren;
JER 43:5 sondern Johanan, der Sohn Kareachs, und alle Obersten des Heeres 
nahmen alle von Juda briggebliebenen, die aus allen Vlkern, in die sie 
zerstreut gewesen, zurckgekehrt waren, um im Lande Juda zu wohnen:
JER 43:6 Mnner, Weiber und Kinder, die Tchter des Knigs und alle 
Seelen, die Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, bei Gedalja, dem Sohne 
Achikams, des Sohnes Saphans, gelassen hatte; auch den Propheten Jeremia 
und Baruch, den Sohn Nerijas,
JER 43:7 und sie zogen nach dem Lande gypten (denn sie waren dem Befehl 
des HERRN nicht gehorsam) und kamen bis Tachpanches.
JER 43:8 Es erging aber in Tachpanches das Wort des HERRN an Jeremia also:
JER 43:9 Nimm groe Steine in deine Hand und verbirg sie im Mrtel am 
Ziegelofen, welcher zu Tachpanches vor der Tr des Hauses des Pharao ist, 
und la die jdischen Mnner zuschauen.
JER 43:10 Und sage zu ihnen: So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott 
Israels: Sehet, ich will meinen Knecht Nebukadnezar, den Knig von Babel, 
holen lassen und seinen Thron ber diesen Steinen aufrichten, die ich 
verborgen habe, und er wird seinen Prachtteppich darber spannen.
JER 43:11 Und wenn er kommt, wird er das Land gypten schlagen: wer 
sterben soll, den wird er tten; wem Gefangenschaft bestimmt ist, den wird 
er gefangen fhren; und wer dem Schwert verfallen ist, den wird er mit dem 
Schwert umbringen.
JER 43:12 Und ich will in den Tempeln der Gtter gyptens ein Feuer 
anznden, das wird sie verbrennen; und er wird sie wegfhren und wird das 
Land gypten um sich werfen, wie ein Hirt sein Kleid um sich wirft, und er 
wird in Frieden von dannen ziehen.
JER 43:13 Dazu wird er die Obelisken von Beth-Schemesch, welcher in 
gypten ist, zerbrechen und die Tempel der Gtter gyptens mit Feuer 
verbrennen.
JER 44:1 Dies ist das Wort, welches an Jeremia erging betreffs aller 
Juden, die im Lande gypten wohnten, zu Migdol und Tachpanches, zu Noph 
und im Lande Patros:
JER 44:2 So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Ihr habt 
all das Unglck gesehen, welches ich ber Jerusalem und alle Stdte Judas 
gebracht habe, und siehe, sie sind heute Ruinen, und es wohnt niemand 
darin,
JER 44:3 um der Bosheit willen, die sie begangen haben, mich zu erzrnen, 
indem sie hingegangen sind, andern Gttern zu ruchern und zu dienen, die 
weder sie, noch ihr, noch eure Vter gekannt haben,
JER 44:4 wiewohl ich alle meine Knechte frhe und fleiig zu euch gesandt 
habe und euch sagen lie: Begeht doch diese Greuel nicht, welche ich hasse!
JER 44:5 Sie aber wollten nicht hren und neigten ihr Ohr nicht, da sie 
von ihrer Bosheit abgelassen und nicht mehr fremden Gttern geruchert 
htten.
JER 44:6 Darum hat sich mein Grimm ergossen und ist mein Zorn wider die 
Stdte Judas und die Gassen Jerusalems entbrannt, da sie zu Trmmern und 
Ruinen geworden sind, wie es heute der Fall ist.
JER 44:7 Und nun spricht der HERR, der Gott der Heerscharen, der Gott 
Israels, also: Warum tut ihr ein so groes bel wider euch selbst, indem 
ihr bei euch Mnner und Weiber, Kinder und Suglinge aus Juda ausrottet, 
so da euch kein berrest mehr bleiben wird,
JER 44:8 damit nmlich, da ihr mich durch die Werke eurer Hnde krnket, 
indem ihr andern Gttern ruchert im Lande gypten, wohin ihr gegangen 
seid, um euch daselbst aufzuhalten, euch selbst zum Verderben, und damit 
ihr zum Fluch und Schimpfwort werdet unter allen Heiden des Landes?
JER 44:9 Habt ihr denn die beltaten eurer Vter vergessen und die 
beltaten der Knige von Juda und die beltaten ihrer Weiber und eure 
eigenen beltaten und die beltaten, welche eure Weiber im Lande Juda und 
auf den Gassen von Jerusalem begangen haben?
JER 44:10 Sie sind noch nicht gedemtigt bis zum heutigen Tag; sie 
frchten sich nicht und wandeln nicht in meinem Gesetz und in meinen 
Ordnungen, die ich euch und euren Vtern gegeben habe!
JER 44:11 Darum spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, also: 
Seht, ich habe mein Angesicht gegen euch gerichtet zum Unglck, und zwar 
um ganz Juda auszurotten;
JER 44:12 und ich will den Rest der Juden, die ihr Angesicht nach gypten 
gewandt haben, um sich daselbst aufzuhalten, hinwegraffen; sie sollen alle 
im Lande gypten aufgerieben werden, durchs Schwert fallen, durch Hunger 
aufgerieben werden klein und gro, durchs Schwert umkommen oder Hungers 
sterben, und sie sollen zum Fluch, zum Entsetzen, zur Verwstung und zur 
Beschimpfung werden.
JER 44:13 Also will ich die, so in gypten wohnen, heimsuchen, wie ich 
Jerusalem mit Schwert, Hungersnot und Pest heimgesucht habe,
JER 44:14 so da auch vom berrest der Juden, die gekommen sind, sich im 
Lande gypten aufzuhalten, niemand brigbleiben noch entrinnen wird, um 
wieder ins Land Juda zurckzukehren, wie sie sich vorgenommen haben, sich 
wieder dort anzusiedeln; sie werden nicht zurckkehren, auer etlichen 
Flchtlingen!
JER 44:15 Da antworteten dem Jeremia alle Mnner, welche wuten, da ihre 
Frauen fremden Gttern rucherten, und alle Frauen, die dastanden, eine 
groe Gemeinde, auch alles Volk, das im Lande gypten, in Patros wohnte:
JER 44:16 Auf das Wort, das du im Namen des HERRN zu uns geredet hast, 
wollen wir gar nicht hren;
JER 44:17 sondern wir wollen alles das tun, was wir gelobt haben: Wir 
wollen der Himmelsknigin ruchern und ihr Trankopfer ausgieen, wie wir, 
unsre Vter, unsre Knige und unsre Frsten in den Stdten Judas und auf 
den Gassen Jerusalems getan haben; damals hatten wir genug zu essen, und 
es ging uns wohl, und wir erlebten kein Unglck!
JER 44:18 Sobald wir aber aufhrten, der Himmelsknigin zu ruchern und 
Trankopfer auszugieen, hat es uns berall gefehlt, und wir wurden durch 
Krieg und Hungersnot aufgerieben.
JER 44:19 Und wenn wir der Himmelsknigin ruchern und Trankopfer 
ausgieen, tun wir das etwa ohne den Willen unsrer Mnner, da wir ihr 
Kuchen backen, um sie abzubilden, und ihr Trankopfer spenden?
JER 44:20 Da sprach Jeremia zum ganzen Volk, zu den Mnnern und Frauen, 
die ihm also geantwortet hatten, er sprach:
JER 44:21 Hat etwa der HERR nicht an das Ruchern gedacht, das ihr, eure 
Vter, eure Knige und eure Frsten samt dem Volk des Landes in den 
Stdten Judas und auf den Gassen Jerusalems getrieben habt? Er hat daran 
gedacht, und es ist ihm in den Sinn gekommen!
JER 44:22 Und der HERR konnte nicht lnger vergeben, angesichts der 
Schlechtigkeit eurer Handlungen, angesichts der Greuel, die ihr verbtet; 
darum ist euer Land zur Wste und zum Entsetzen und zum Fluch geworden, 
unbewohnt, wie es heute der Fall ist,
JER 44:23 weil ihr geruchert und wider den HERRN gesndigt und der Stimme 
des HERRN nicht gehorcht habt und nicht in seinem Gesetz, in seinen 
Ordnungen und in seinen Zeugnissen gewandelt seid; darum ist euch dieses 
Unglck begegnet, wie es heute der Fall ist!
JER 44:24 Weiter sprach Jeremia zu allem Volk, auch zu allen Frauen: Hret 
das Wort des HERRN, ihr Juden alle, die ihr im Lande gypten seid!
JER 44:25 So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: Ihr und 
eure Frauen habt mit eurem eigenen Munde gesagt und mit euren eigenen 
Hnden erfllt, was ihr sagtet: Wir wollen unsre Gelbde halten, die wir 
der Himmelsknigin gelobt haben, wir wollen ihr ruchern und Trankopfer 
ausgieen! Haltet eure Gelbde nur aufrecht und vollbringet sie!
JER 44:26 Darum hrt das Wort des HERRN, ihr Juden alle, die ihr im Lande 
gypten wohnt: Seht, ich habe bei meinem groen Namen geschworen, spricht 
der HERR, da mein Name nimmermehr durch den Mund irgend eines Juden in 
ganz gyptenland genannt werden soll, so da einer sprche: So wahr Gott, 
der HERR, lebt!
JER 44:27 Siehe, ich will ber ihnen wachen zum Unglck und nicht zum 
Besten, da alle Juden im Lande gypten durch Schwert und Hunger 
aufgerieben werden, bis sie gnzlich vertilgt sind.
JER 44:28 Es werden zwar einige wenige Leute, die dem Schwerte entrinnen, 
aus dem Lande gypten ins Land Juda zurckkehren; aber der ganze berrest 
der Juden, die ins Land gypten gekommen sind, um sich daselbst 
aufzuhalten, sollen erfahren, wessen Wort besteht, das meinige oder das 
ihrige!
JER 44:29 Und das soll fr euch das Zeichen sein, spricht der HERR, da 
ich euch an diesem Ort heimsuchen werde, und daran knnt ihr merken, da 
meine Drohung sich an euch erfllen wird:
JER 44:30 So spricht der HERR, siehe, ich will den Pharao Hophra, den 
Knig von gypten, in die Hand seiner Feinde und derer, die seinem Leben 
nachstellen, fallen lassen, gleichwie ich Zedekia, den Knig von Juda, in 
die Hand des babylonischen Knigs Nebukadnezar gegeben habe, der sein 
Feind war und ihm nach dem Leben trachtete.
JER 45:1 Das Wort, welches der Prophet Jeremia zu Baruch, dem Sohne 
Nerijas, sprach, als dieser im vierten Jahre Jojakims, des Sohnes Josias, 
des Knigs von Juda, diese Worte nach dem Diktat Jeremias in ein Buch 
schrieb, lautet also:
JER 45:2 So spricht der HERR, der Gott Israels, zu dir, Baruch:
JER 45:3 Du hast gesagt: O wehe mir, der HERR hat zu meinem Schmerz noch 
Kummer hinzugefgt! Ich bin mde vom Seufzen und finde keine Ruhe!
JER 45:4 Sage zu ihm: So spricht der HERR: Siehe, was ich gebaut habe, das 
breche ich ab, und was ich gepflanzt habe, das reie ich aus, und zwar das 
ganze Land!
JER 45:5 Und du begehrst fr dich Groes? Begehre es nicht! Denn siehe, 
ich bringe Unglck ber alles Fleisch, spricht der HERR; aber dir will ich 
dein Leben zur Beute geben allenthalben, wohin du gehen wirst.
JER 46:1 Dies ist das Wort des HERRN, welches an den Propheten Jeremia in 
betreff der Heiden erging:
JER 46:2 ber gypten, in betreff des Heeres des Pharao Necho, des Knigs 
von gypten, welches bei Karkemisch am Euphrat stand, wo Nebukadnezar, der 
Knig von Babel, es schlug im vierten Jahre Jojakims, des Sohnes Josias, 
des Knigs von Juda:
JER 46:3 Rstet Schilde und Tartschen und rcket zum Kampfe aus!
JER 46:4 Spannet die Rosse an und sitzet auf, ihr Reiter! Tretet an mit 
den Helmen, machet die Spiee blank, leget den Panzer um!
JER 46:5 Warum sehe ich sie so erschrocken zurckweichen? Ihre Helden sind 
geschlagen, sie fliehen, da keiner hinter sich sieht; Schrecken ringsum! 
spricht der HERR.
JER 46:6 Der Schnellste wird nicht entfliehen, und der Starke kann nicht 
entrinnen; im Norden, am Ufer des Euphratstromes straucheln und fallen sie!
JER 46:7 Wer stieg wie der Nil empor, da seine Wasser wie Strme 
daherwogten?
JER 46:8 gypten schwoll an wie der Nil, und seine Wasser wogten wie 
Strme daher, und es sprach: Ich will hinaufziehen und das Land bedecken, 
will die Stadt samt ihren Bewohnern vertilgen!
JER 46:9 Auf, ihr Rosse! Raset daher, ihr Wagen! Die Starken sollen 
ausziehen, die Schildtrger von Kusch und Put, samt den Bogenschtzen von 
Lud!
JER 46:10 Und dieser Tag ist fr den Herrn, den HERRN der Heerscharen, ein 
Tag der Rache, da er sich an seinen Feinden rche; und das Schwert wird 
fressen, satt und trunken werden von ihrem Blut; denn ein Schlachtopfer 
hlt der Herr, der HERR der Heerscharen, im mitternchtlichen Lande, am 
Euphratstrom!
JER 46:11 Ziehe hinauf nach Gilead und hole Balsam, du Jungfrau, Tochter 
gypten! Umsonst wendest du so viele Heilmittel an; es gibt kein Pflaster 
fr dich!
JER 46:12 Die Vlker haben von deiner Schmach gehrt, und die Erde ist 
voll von deinem Geschrei; denn ein Starker ist ber den andern 
gestrauchelt, sie sind beide miteinander gefallen.
JER 46:13 Dies ist das Wort, welches der HERR zum Propheten Jeremia 
gesprochen hat, da Nebukadnezar, der Knig von Babel, kommen werde, das 
Land gypten zu schlagen:
JER 46:14 Macht es bekannt in gypten und lasset es hren in Migdol, in 
Noph und Tachpanches! Saget: Stelle dich auf und rste dich; denn das 
Schwert hat deine Nachbarn gefressen!
JER 46:15 Warum sind deine Helden gefallen? Sie haben nicht standgehalten, 
weil der HERR sie niederstie!
JER 46:16 Er lie viele straucheln; einer fiel ber den andern, also da 
sie sprachen: Kommt, lat uns wieder zu unserm Volk und in unser Vaterland 
ziehen vor dem grausamen Schwert!
JER 46:17 Kndiget daselbst dem Pharao, dem Knig von gypten, den 
Untergang an! Er hat die Frist verstreichen lassen.
JER 46:18 So wahr ich lebe, spricht der Knig, dessen Name HERR der 
Heerscharen ist: Wie der Tabor unter den Bergen und wie der Karmel am 
Meere, so wird er kommen!
JER 46:19 Rste dein Wandergert, du Bewohnerin, Tochter gypten; denn 
Noph wird zur Ruine werden, verbrannt und menschenleer.
JER 46:20 gypten ist eine wunderschne Kuh; Bremsen aus dem Norden fallen 
ber sie her.
JER 46:21 Auch die Sldner in seiner Mitte, Mastklbern gleich, ja, auch 
sie haben sich umgewandt, sind allesamt geflohen, hielten nicht stand; 
denn ihr Unglckstag ist ber sie gekommen, die Zeit ihrer Heimsuchung!
JER 46:22 Man hrt etwas daherkommen wie das Rascheln einer Schlange! Ja, 
sie kommen mit Heeresmacht und fallen mit xten ber sie her wie Holzhauer;
JER 46:23 sie hauen ihren Wald um (spricht der HERR), der unerforschlich 
ist; denn ihrer sind mehr als Heuschrecken, sie sind unzhlbar!
JER 46:24 Die Tochter gyptens ist zuschanden geworden; sie ist in die 
Hand des nordischen Volkes gegeben.
JER 46:25 Es hat der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, gesprochen: 
Siehe, ich suche den Amon von Theben heim, dazu den Pharao und ganz 
gypten, samt seinen Gttern und Knigen, den Pharao und wer sich auf ihn 
verlt;
JER 46:26 und ich gebe sie in die Hand derer, die ihnen nach dem Leben 
trachten, in die Hand des babylonischen Knigs Nebukadnezar und seiner 
Knechte. Darnach aber soll es wieder bewohnt werden wie zu Anfang, spricht 
der HERR.
JER 46:27 Du aber, mein Knecht Jakob, frchte dich nicht, und du, Israel, 
erschrick nicht! Denn siehe, ich rette dich aus fernem Lande und deinen 
Samen aus dem Lande ihrer Gefangenschaft; und Jakob soll heimkehren, ruhig 
und sicher wohnen, und niemand wird ihn schrecken.
JER 46:28 Frchte du dich nicht, mein Knecht Jakob, spricht der HERR; denn 
ich bin mit dir; denn ich will allen Vlkern, unter welche ich dich 
verstoen habe, den Garaus machen; dir aber will ich nicht den Garaus 
machen, sondern zchtigen will ich dich nach dem Recht und dich nicht 
ungestraft lassen.
JER 47:1 Dies ist das Wort des HERRN, welches an den Propheten Jeremia 
erging bezglich der Philister, ehe der Pharao Gaza schlug:
JER 47:2 So spricht der HERR: Siehe, es steigen Wasser vom Norden empor, 
die werden zu einem berschwemmenden Strom und berfluten das Land und was 
darinnen ist, die Stadt und die darinnen wohnen, da die Leute schreien 
und alle Bewohner des Landes heulen.
JER 47:3 Vor dem Getse der stampfenden Rosse seiner Starken, vor dem 
Rasseln seiner Wagen, vor dem Getse seiner Rder sehen sich die Vter 
nicht einmal nach ihren Kindern um, so schlaff sind ihre Hnde;
JER 47:4 denn der Tag ist gekommen, die Philister zu vertilgen und von 
Tyrus und Zidon alle noch brigen Helfer auszurotten; denn der HERR will 
die Philister vertilgen, den berrest der Insel Kaphtor.
JER 47:5 Kahlheit kommt ber Gaza! Askalon geht unter, die letzte Stadt 
ihrer Tiefebene! Wie lange willst du dir Trauerzeichen einritzen?
JER 47:6 O du Schwert des HERRN, wann willst du endlich ruhen? Kehre 
zurck in deine Scheide, raste und halte dich still!
JER 47:7 Wie sollte es aber ruhen? Hat doch der HERR es beordert, gegen 
Askalon und gegen das Meeresufer, dorthin hat er es bestellt.
JER 48:1 ber Moab: So spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: 
Wehe ber Nebo; denn es ist verwstet! Kirjataim ist zuschanden geworden, 
ist eingenommen, die Feste ist zuschanden geworden und zerbrochen!
JER 48:2 Mit Moabs Ruhm ist's aus; in Hesbon schmiedet man wider sie bse 
Plne: Kommt, lat uns sie ausrotten, da sie kein Volk mehr seien! Auch 
du, Madmen, wirst verstummen mssen; das Schwert kommt hinter dir her!
JER 48:3 Von Horonaim her vernimmt man Geschrei, Verwstung und gewaltigen 
Zusammenbruch!
JER 48:4 Moab ist in ngsten! Man hrt sein Geschrei bis nach Zoar hin;
JER 48:5 denn die Steige von Luchit steigt es weinend, unter Trnen, 
hinan, und am Abhang von Horonaim hrt man das Geschrei ber den 
Zusammenbruch.
JER 48:6 Fliehet, rettet eure Seelen und werdet wie ein Strauch in der 
Wste!
JER 48:7 Denn weil du dich auf deine Werke und auf deine Schtze verlassen 
hast, sollst auch du eingenommen werden, und Kamos mu in die 
Gefangenschaft wandern, seine Priester und Frsten allzumal;
JER 48:8 und es wird ber jede Stadt ein Verwster kommen, und keine Stadt 
wird entrinnen; das Tal wird zugrunde gehen und die Ebene verwstet 
werden, wie der HERR es gesagt hat.
JER 48:9 Gebt Moab Flgel, da es davonfliegen kann! Und seine Stdte 
sollen zu Ruinen werden, ohne Bewohner!
JER 48:10 Verflucht sei, wer des HERRN Werk lssig treibt, und verflucht, 
wer sein Schwert vom Blutvergieen zurckhlt!
JER 48:11 Moab ist von seiner Jugend an ruhig und sicher auf seinen Hefen 
gelegen; es ist niemals von einem Gef ins andere gegossen worden, es ist 
auch nie in die Gefangenschaft gewandert; deswegen ist sein Geschmack ihm 
geblieben und sein Duft hat sich nicht verndert.
JER 48:12 Darum seht, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich ihm Kfer 
senden werde, die es zu Boden legen und seine Gefe ausgieen und seine 
Krge zerschlagen sollen.
JER 48:13 Und Moab wird am Kamos zuschanden werden, gleichwie das Haus 
Israel an Bethel zuschanden geworden ist, als es sich darauf verlie.
JER 48:14 Wie drft ihr sagen: Wir sind Helden und kriegstchtige Mnner?
JER 48:15 Der, welcher Moab und seine Stdte verwstet, steigt hinauf, und 
seine auserlesene junge Mannschaft mu zur Schlachtbank hinuntersteigen, 
spricht der Knig, dessen Name HERR der Heerscharen heit.
JER 48:16 Moabs Verderben ist nahe herbeigekommen, und sein Unglck luft 
gar schnell!
JER 48:17 Bezeuget ihm Beileid, ihr seine Nachbarn alle, und ihr alle, die 
ihr seinen Namen kennt! Saget: Wie ist doch das starke Zepter zerbrochen, 
der prchtige Stab!
JER 48:18 Herunter von deinem Ehrenplatz, setze dich auf die drre Erde, 
du Einwohnerschaft, Tochter Dibons! Denn der Verwster Moabs ist zu dir 
hinaufgekommen, er hat deine Festungen zerstrt.
JER 48:19 Tritt an den Weg und sphe, du Einwohnerschaft von Aroer! Frage 
den Flchtling und den Entronnenen, sprich: Was ist geschehen?
JER 48:20 Moab ist zuschanden geworden, gebrochen; heulet und schreiet und 
verkndiget am Arnon, da Moab verwstet ist!
JER 48:21 Auch ber das flache Land ist das Gericht ergangen, ber Cholon 
und Jahza und ber Mophaat;
JER 48:22 auch ber Dibon und Nebo und Beth-Diblataim;
JER 48:23 desgleichen ber Kirjataim, ber Beth-Gamul und ber Beth-Maon;
JER 48:24 ber Kerijot und ber Bozra und ber alle Stdte des 
Moabiterlandes, seien sie fern oder nah.
JER 48:25 Moabs Horn ist abgehauen und sein Arm zerbrochen, spricht der 
HERR.
JER 48:26 Machet es trunken; denn es hat grogetan wider den HERRN! Darum 
soll Moab in sein eigenes Gespei hineinfallen und selbst zum Gesptt 
werden!
JER 48:27 Oder ist dir nicht Israel zum Gesptt gewesen? Wurde es etwa 
unter den Dieben ertappt, da du nur mit Kopfschtteln von ihm sprichst?
JER 48:28 Verlasset die Stdte und schlagt eure Wohnung in Felsenklften 
auf, ihr Moabiter, und seid den Tauben gleich, die dort drben am Rande 
des Abgrunds nisten!
JER 48:29 Wir haben vom Hochmut Moabs gehrt, da er sehr gro sei, von 
seinem Hochmut und von seinem bermut und von dem Stolz seines Herzens.
JER 48:30 Ich kenne seinen bermut wohl, spricht der HERR; sein Gerede ist 
nicht aufrichtig, und es handelt auch nicht ehrlich.
JER 48:31 Darum mu ich ber Moab heulen und um ganz Moab jammern; um die 
Mnner von Kir-Heres wird man seufzen.
JER 48:32 Mehr als um Jaeser mu ich um dich weinen, du Weinstock von 
Sibma! Deine Ranken haben das Meer berschritten, ihr Schmuck dehnt sich 
bis nach Jaeser aus. Deinen Herbst und deine Weinlese hat ein Verwster 
berfallen,
JER 48:33 und so ist Freude und Frohlocken aus dem Fruchtgefilde fort und 
aus dem Moabiterland gewichen; und ich lasse keinen Wein mehr aus den 
Kufen flieen; die Kelter wird nicht mehr jauchzend getreten, das Jauchzen 
ist kein Jauchzen mehr.
JER 48:34 Vom schreienden Hesbon bis nach Eleale und Jahaz lassen sie ihre 
Stimme erschallen, von Zoar bis nach Horonaim, der dritten Kuh; denn auch 
die Wasserpltze von Nimrim sollen verwstet werden.
JER 48:35 Also verleide ich Moab, spricht der HERR, den Aufstieg zur Hhe 
und den Gtzendienst.
JER 48:36 Darum klagt gleich Flten mein Herz um Moab, und gleich Flten 
klagt mein Herz ber die Mnner von Kir-Heres, weil die Ersparnisse, die 
sie gemacht haben, verloren sind!
JER 48:37 Denn alle Hupter sind kahl und alle Brte abgeschoren, in alle 
Hnde sind Trauerzeichen eingeschnitten, und die Lenden sind mit Scken 
umgrtet.
JER 48:38 Auf allen Dchern Moabs und auf seinen Gassen ist nichts als 
Klagen; denn ich habe Moab zerbrochen wie ein unwertes Gef, spricht der 
HERR.
JER 48:39 Wie ist Moab erschrocken! Heulet! Wie wandte es den Rcken! 
Schme dich! Also ist Moab allen seinen Nachbarn zum Gesptt und zum 
Entsetzen geworden.
JER 48:40 Denn so spricht der HERR: Siehe, wie ein Adler fliegt er daher 
und breitet seine Flgel ber Moab aus!
JER 48:41 Die Stdte werden eingenommen und die Burgen erobert, und der 
Mut der moabitischen Helden wird an jenem Tage sein wie der Mut eines 
Weibes in Kindesnten.
JER 48:42 Also wird Moab vertilgt, da es kein Volk mehr ist, weil es sich 
wider den HERRN gerhmt hat.
JER 48:43 Grauen, Grube und Garn kommen ber dich, der du in Moab wohnst, 
spricht der HERR.
JER 48:44 Wer dem Grauen entrinnt, wird in die Grube fallen; und wer aus 
der Grube heraufsteigt, wird im Garn gefangen werden; denn ich bringe ber 
sie, die Moabiter, das Jahr ihrer Heimsuchung, spricht der HERR.
JER 48:45 Im Schatten von Hesbon stehen erschpft die Fliehenden; denn von 
Hesbon ist ein Feuer ausgegangen und eine Flamme mitten aus Sihons Palast; 
die hat die Schlfen Moabs versengt und den Scheitel der Shne des 
Getmmels versengt.
JER 48:46 Wehe dir, Moab! Das Volk des Kamos ist umgekommen. Denn deine 
Shne werden in die Verbannung gefhrt und deine Tchter in die 
Gefangenschaft!
JER 48:47 Doch will ich Moabs Gefngnis in den letzten Tagen wieder 
wenden, spricht der HERR. Bis hierher das Urteil ber Moab.
JER 49:1 ber die Kinder Ammon: So spricht der HERR: Hat Israel keine 
Kinder, oder hat es keinen Erben? Warum hat denn Malkam Gad geerbt und 
wohnt sein Volk in dessen Stdten?
JER 49:2 Darum siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich wider Rabba 
der Kinder Ammon Kriegslrm werde erschallen lassen, da es zu einem 
Schutthaufen wird und seine Drfer in Feuer aufgehen; und Israel soll 
seine Erben wieder beerben, spricht der HERR!
JER 49:3 Heule, Hesbon; denn Ai ist zerstrt! Schreiet, ihr Tchter 
Rabbas! Grtet Scke um, laufet klagend zwischen den Mauern umher; denn 
Malkam mu in die Verbannung wandern, seine Priester und seine Frsten 
allzumal!
JER 49:4 Was rhmst du dich der Tler? Dein Tal soll berflieen, du 
abtrnnige Tochter, die im Vertrauen auf ihre Schtze spricht: Wer sollte 
mir nahekommen?
JER 49:5 Siehe, ich will von allen Seiten her Schrecken ber dich kommen 
lassen, spricht der Herr, der HERR der Heerscharen, und ihr sollt verjagt 
werden, ein jeder vor sich hin, und niemand wird die Flchtlinge sammeln!
JER 49:6 Aber darnach will ich die Gefangenen der Kinder Ammon 
zurckbringen, spricht der HERR.
JER 49:7 ber Edom: So spricht der HERR der Heerscharen: Ist denn keine 
Weisheit mehr zu Teman? Ist der Rat der Klugen abhanden gekommen? Ist ihre 
Weisheit ausgeschttet?
JER 49:8 Fliehet, kehret um, verkriechet euch in die Hhlen, ihr Bewohner 
von Dedan! Denn Esaus Verhngnis lasse ich ber ihn kommen, die Zeit 
seiner Heimsuchung.
JER 49:9 Wenn Winzer ber dich kommen, werden sie nicht eine Nachlese 
briglassen?, wenn Diebe des Nachts, so verderben sie, bis sie genug haben!
JER 49:10 Weil ich Esau blolege und aus seinen Schlupfwinkeln 
hervorziehe, also da er sich nicht lnger verbergen kann, so wird sein 
Same samt seinen Brdern und Nachbarn vertilgt werden, und es wird nichts 
mehr vorhanden sein.
JER 49:11 La nur deine Waisen! Ich will sie am Leben erhalten, und deine 
Witwen mgen auf mich vertrauen!
JER 49:12 Denn so spricht der HERR: Siehe, die, welche nicht dazu 
verurteilt waren, den Kelch zu trinken, mssen dennoch trinken; und du 
solltest ungestraft bleiben? Nein, du bleibst nicht ungestraft, sondern du 
mut gewi auch trinken!
JER 49:13 Denn ich habe bei mir selbst geschworen, spricht der HERR, da 
Bozra zu einer verwsteten, beschimpften, versengten und verfluchten 
Sttte werden soll, ja, alle ihre Stdte sollen zu ewigen Trmmern werden.
JER 49:14 Ich habe eine Kunde vernommen von dem HERRN, es ist ein Bote zu 
den Heiden gesandt worden: Versammelt euch und ziehet wider sie und stehet 
auf zum Streit!
JER 49:15 Denn siehe, ich mache dich klein unter den Heiden, verachtet 
unter den Menschen!
JER 49:16 Weil man dich frchtete, so erhobst du dich im bermut deines 
Herzens, du, der du in Felsschluchten wohnst und dich auf Bergeshhen 
aufhltst! Wenn du aber auch dein Nest so hoch bautest wie ein Adler, so 
werde ich dich dennoch von dort hinunterstrzen, spricht der HERR.
JER 49:17 Und Edom soll zum Entsetzen werden; wer daran vorbergeht, wird 
sich entsetzen und zischen ob all ihren Plagen.
JER 49:18 Wie Sodom und Gomorra samt ihren Nachbarstdten umgekehrt worden 
sind, spricht der HERR, so wird auch dort niemand mehr wohnen und kein 
Menschenkind sich daselbst aufhalten.
JER 49:19 Siehe, wie wenn ein Lwe heraufkommt von dem stolzen Jordan zu 
der immergrnen Weide, so pltzlich will ich sie von ihr weg vertreiben; 
und wer ist der Erwhlte, den ich ber sie setzen werde? Denn wer ist mir 
gleich, und wer ladet mich vor, oder welcher Hirte mag vor mir bestehen?
JER 49:20 Darum hret den Rat des HERRN, den er ber Edom gefat hat, und 
seine Gedanken ber die Einwohner von Teman: Wahrlich, man wird sie 
wegschleppen, die Kleinsten der Herde! Wahrlich, ihre Aue wird sich ber 
sie entsetzen!
JER 49:21 Vom Getse ihres Falls wird die Erde erbeben; man hrt am 
Schilfmeer den Widerhall von ihrem Geschrei.
JER 49:22 Siehe, wie ein Adler steigt er empor und breitet seine Flgel 
ber Bozra aus! An jenem Tage wird das Herz der edomitischen Helden werden 
wie das Herz eines Weibes in Kindesnten!
JER 49:23 ber Damaskus: Hamat und Arpad sind schamrot geworden; denn sie 
haben eine bse Nachricht vernommen; sie sind fassungslos, voll Unruhe, 
dem Meere gleich, das nicht ruhig sein kann.
JER 49:24 Damaskus ist mutlos geworden; es hat sich zur Flucht gewandt, 
Zittern hat es befallen, Angst und Wehen haben es ergriffen wie eine, die 
gebren soll.
JER 49:25 Wie ist die gepriesene Stadt so verlassen, die Burg meiner Wonne!
JER 49:26 Darum wird ihre junge Mannschaft auf ihren Gassen fallen, und 
alle streitbaren Mnner sollen an jenem Tage vertilgt werden, spricht der 
HERR der Heerscharen;
JER 49:27 und ich will ein Feuer anznden in den Mauern von Damaskus, das 
soll die Palste Benhadads verzehren!
JER 49:28 ber Kedar und die Knigreiche von Hazor, welche der 
babylonische Knig Nebukadnezar schlug, hat der HERR also gesprochen: 
Kommt, zieht herauf wider Kedar und vertilgt die Kinder des Morgenlandes!
JER 49:29 Man wird ihre Zelte und Schafherden rauben, ihre Teppiche und 
alle ihre Gerte; auch ihre Kamele wird man ihnen nehmen; man wird ber 
sie rufen:
JER 49:30 Schrecken ringsum! Fliehet, hebet euch eilends davon, verkriecht 
euch in die Hhlen, ihr Bewohner von Hazor! spricht der HERR; denn 
Nebukadnezar, der Knig von Babel, hat etwas wider euch beschlossen und 
einen Plan gegen euch ausgeheckt:
JER 49:31 Macht euch auf, ziehet zu Felde wider das sorglose Volk, das so 
sicher wohnt, spricht der HERR; sie haben weder Tore noch Riegel und 
wohnen fr sich allein.
JER 49:32 Ihre Kamele sollen zum Raub und ihre vielen Herden zur Beute 
werden, und ich will sie, die sich den Bart stutzen, nach allen Winden 
zerstreuen und ihr Verhngnis von allen Seiten hereinbrechen lassen, 
spricht der HERR.
JER 49:33 Also soll Hazor zur Wohnung der Schakale und zu einer ewigen 
Wste werden, da niemand daselbst wohnen und kein Menschenkind sich dort 
aufhalten wird!
JER 49:34 Das Wort des HERRN ber Elam, welches an den Propheten Jeremia 
erging, im Anfang der Regierung Zedekias, des Knigs von Juda, lautet also:
JER 49:35 So spricht der HERR der Heerscharen: Siehe, ich will den Bogen 
Elams zerbrechen, seine vornehmste Strke,
JER 49:36 und will ber Elam die vier Winde kommen lassen von den vier 
Himmelsgegenden und sie nach allen diesen Windrichtungen zerstreuen, also 
da es kein Volk geben wird, wohin nicht elamitische Flchtlinge kommen.
JER 49:37 Und ich will den Elamitern Schrecken einjagen vor ihren Feinden 
und vor denen, die ihnen nach dem Leben trachten, und will das Schwert 
hinter ihnen her schicken, bis ich sie aufgerieben habe, spricht der HERR.
JER 49:38 Und ich will meinen Thron in Elam aufstellen und will den Knig 
und die Frsten daraus vertilgen, spricht der HERR.
JER 49:39 Aber in den letzten Tagen will ich Elams Gefangenschaft wenden, 
spricht der HERR.
JER 50:1 Dies ist das Wort, welches der HERR ber Babel, ber das Land der 
Chalder, durch den Propheten Jeremia gesprochen hat:
JER 50:2 Verkndiget es unter den Heiden und lasset es hren, pflanzet ein 
Panier auf; lasset es hren und verhehlet es nicht, saget: Babel ist 
eingenommen, Bel ist zuschanden geworden, Merodach ist erschrocken, ihre 
Gtzenbilder sind zuschanden geworden und ihre Gtzen erschrocken!
JER 50:3 Denn von Norden zieht ein Volk wider sie heran, das wird ihr Land 
zur Wste machen, da niemand mehr darin wohnen wird, weder Menschen noch 
Vieh, weil sie sich eilends davongemacht haben.
JER 50:4 In jenen Tagen und zu jener Zeit, spricht der HERR, werden die 
Kinder Israels kommen und die Kinder Juda mit ihnen; sie werden weinend 
hingehen, den HERRN, ihren Gott, zu suchen.
JER 50:5 Sie werden nach Zion fragen, ihr Angesicht dahin richten: Kommt, 
lat uns dem HERRN anhangen mit einem ewigen Bunde, der nicht vergessen 
werden soll!
JER 50:6 Mein Volk war wie verlorene Schafe; ihre Hirten haben sie 
irregefhrt, da sie die Berge verlieen; von den Bergen sind sie zu den 
Hgeln gezogen und haben ihre Ruhepltze vergessen.
JER 50:7 Wer sie fand, fra sie auf, und ihre Feinde sprachen: Wir 
verschulden uns nicht; sondern sie haben sich an dem HERRN versndigt, an 
der Aue der Gerechtigkeit, an der Hoffnung ihrer Vter, am HERRN!
JER 50:8 Fliehet aus Babels Mitte und ziehet hinweg aus dem Lande der 
Chalder und seid wie Bcke vor der Herde her!
JER 50:9 Denn siehe, ich erwecke im nrdlichen Lande ein Heer groer 
Vlker und lasse sie gen Babel hinaufziehen, um sie zu belagern, und von 
dort aus wird sie erobert werden. Ihre Pfeile sind wie die eines gewandten 
Schtzen, der nicht leer zurckkehrt.
JER 50:10 Also soll Chalda zur Beute werden, da alle, die es plndern, 
genug bekommen sollen, spricht der HERR.
JER 50:11 Denn du freutest dich und frohlocktest, als du mein Erbe 
plndertest; du hpftest wie eine dreschende Kuh und wiehertest wie die 
Hengste.
JER 50:12 Eure Mutter wird sehr zuschanden werden, die euch geboren hat, 
wird schamrot dastehen. Siehe, sie wird das letzte der Vlker, eine drre 
Wste, eine de Steppe!
JER 50:13 Wegen des Zornes des HERRN wird sie unbewohnt bleiben und 
gnzlich verwstet werden; wer an Babel vorbergeht, wird staunen und 
zischen ob all ihren Plagen.
JER 50:14 Stellet euch ringsum wider Babel auf, ihr Bogenschtzen alle! 
Schiet nach ihr, sparet die Pfeile nicht! Denn sie hat wider den HERRN 
gesndigt.
JER 50:15 Erhebet ringsum Kriegsgeschrei wider sie! Sie mu sich ergeben; 
ihre Grundfesten fallen, ihre Mauern werden geschleift. Denn das ist die 
Rache des HERRN. Rchet euch an ihr! Tut ihr, wie sie getan!
JER 50:16 Rottet aus Babel den Smann aus samt dem, der zur Zeit der Ernte 
die Sichel fhrt! Vor dem grausamen Schwert wird sich jedermann seinem 
Volke zuwenden und ein jeder in sein Heimatland fliehen.
JER 50:17 Israel ist ein verjagtes Schaf, Lwen haben es verscheucht. 
Zuerst hat es der Knig von Assur gefressen, und nun zuletzt hat 
Nebukadnezar, der Knig von Babel, seine Knochen abgenagt.
JER 50:18 Darum spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels, also: 
Siehe, ich will den Knig von Babel heimsuchen, wie ich den Knig von 
Assur heimgesucht habe.
JER 50:19 Und ich will Israel wieder auf seine Weide fhren, damit es auf 
dem Karmel und in Basan weide und auf dem Gebirge Ephraim und in Gilead 
seinen Hunger stille.
JER 50:20 In jenen Tagen und zu jener Zeit wird man die Missetat Israels 
suchen, spricht der HERR, aber sie wird nicht mehr vorhanden sein, und die 
Snde Judas, aber man wird sie nicht finden; denn ich werde denen 
vergeben, die ich briglasse.
JER 50:21 Ziehe hinauf wider das Land des zwiefachen Trotzes und wider 
die Bewohner der Heimsuchung! Ziehe das Schwert hinter ihnen her und 
vollstrecke den Bann, spricht der HERR, und tue ihnen ganz, wie ich dir 
befohlen habe!
JER 50:22 Kriegslrm ist im Lande und ein gewaltiger Zusammenbruch!
JER 50:23 Wie ist doch der Hammer der ganzen Erde abgehauen und zerbrochen 
worden! Wie ist doch Babel unter den Vlkern zum Entsetzen geworden!
JER 50:24 Ich habe dir Schlingen gelegt, Babel, und du bist auch gefangen 
worden, ohne da du es merktest; du bist ertappt und ergriffen worden; 
denn du hast dich wider den HERRN aufgelehnt.
JER 50:25 Der HERR hat seine Rstkammer aufgetan und seine Zorneswaffen 
hervorgeholt; denn im Lande der Chalder hat der Herr, der HERR der 
Heerscharen, etwas zu tun.
JER 50:26 Kommet von allen Enden ber sie! ffnet ihre Kornhuser, ladet 
sie auf wie Garben und vollstrecket den Bann an ihr, da nichts 
brigbleibe!
JER 50:27 Stecht alle ihre Farren nieder und fhrt sie zur Schlachtbank 
hinab! Wehe ihnen; denn ihr Tag ist gekommen, die Zeit ihrer Heimsuchung!
JER 50:28 Man hrt ein Geschrei von denen, die aus dem Lande Babel 
entronnen und geflohen sind, um zu Zion die Rache des HERRN, unsres 
Gottes, zu verknden, die Rache fr seinen Tempel.
JER 50:29 Bietet Schtzen auf wider Babel, alle, die den Bogen spannen! 
Lagert euch rings um sie her, da niemand entrinne! Vergeltet ihr nach 
ihrem Verdienst, tut ihr gerade so, wie sie getan hat; denn sie war 
bermtig gegen den HERRN, den Heiligen Israels!
JER 50:30 Darum sollen ihre jungen Mnner auf ihren Straen fallen und 
alle ihre Kriegsleute an jenem Tage vertilgt werden, spricht der HERR.
JER 50:31 Siehe, an dich, du Frechheit, ergeht der Ausspruch des Herrn, 
des HERRN der Heerscharen: Dein Tag ist gekommen, die Zeit deiner 
Heimsuchung;
JER 50:32 und die Frechheit wird straucheln und fallen, und niemand wird 
sie aufrichten; und ich will in ihren Stdten ein Feuer anznden, das ihre 
ganze Umgebung verzehren soll.
JER 50:33 So spricht der HERR der Heerscharen: Die Kinder Israel und die 
Kinder Juda leiden miteinander Gewalt, und alle, die sie gefangen genommen 
haben, halten sie fest und wollen sie nicht loslassen.
JER 50:34 Aber ihr Erlser ist stark, er heit HERR der Heerscharen; der 
wird ihre Rechtssache fhren, da er dem Lande Ruhe schaffe, den Bewohnern 
von Babel aber Unruhe.
JER 50:35 Das Schwert ber die Chalder und ber die Bewohner von Babel, 
spricht der HERR, ber ihre Frsten und ber ihre Weisen!
JER 50:36 Das Schwert ber die Schwtzer, da sie zu Narren werden; das 
Schwert ber ihre Helden, da sie verzagen!
JER 50:37 Das Schwert ber ihre Rosse und ber ihre Wagen und ber das 
Vlkergemisch in ihrer Mitte, da sie zu Weibern werden! Das Schwert ber 
ihre Schtze, da sie geplndert werden!
JER 50:38 Drre ber ihre Wasser, da sie vertrocknen! Denn es ist ein 
Land der Gtzenbilder, und sie rhmen sich wie toll ihrer Schreckgestalten.
JER 50:39 Deswegen sollen Wildkatzen mit Schakalen darin wohnen und 
Straue daselbst hausen; aber es soll nimmermehr besiedelt werden, sondern 
fr und fr unbewohnt bleiben;
JER 50:40 wie Gott Sodom und Gomorra samt ihrer Nachbarschaft umgekehrt 
hat, so soll auch daselbst niemand wohnen und kein Menschenkind sich dort 
aufhalten! spricht der HERR.
JER 50:41 Siehe, es kommt ein Volk von Mitternacht her, und ein groes 
Volk und mchtige Knige erheben sich von den Enden der Erde;
JER 50:42 sie tragen Bogen und Spiee, sind grausam und unbarmherzig; sie 
machen einen Lrm, als tobte das Meer; sie reiten, wie Kriegsleute 
gerstet, auf Rossen wider dich, du Tochter Babel, heran.
JER 50:43 Wenn der Knig von Babel Kunde von ihnen erhlt, so lt er 
seine Hnde sinken; es ergreift ihn Angst, Wehen wie eine Gebrende.
JER 50:44 Siehe, wie ein Lwe von dem stolzen Jordan zu der immergrnen 
Weide heraufkommt, so pltzlich will ich sie von ihr wegtreiben; und wer 
ist der Erwhlte, den ich darber setzen werde? Denn wer ist mir gleich, 
und wer will mich zur Rechenschaft ziehen? Oder welcher Hirt mag vor mir 
bestehen?
JER 50:45 Darum hret den Ratschlu des HERRN, welchen er ber Babel 
beschlossen, und seine Absichten, die er ber das Land der Chalder hat: 
So gewi die kleine Herde mihandelt worden ist, so gewi soll um 
ihretwillen die Aue verwstet werden!
JER 50:46 Von dem Geschrei: Babel ist eingenommen! erbebt das Erdreich, 
und der Lrm wird unter den Vlkern gehrt.
JER 51:1 So spricht der HERR: Siehe, ich erwecke wider Babel und wider 
die, welche das Herz meiner Widersacher bewohnen, einen verderbenden 
Wind;
JER 51:2 und ich will Worfler nach Babel schicken, welche sie worfeln und 
ihr Land auskehren sollen; denn sie werden sich am bsen Tage von allen 
Seiten wider sie aufmachen.
JER 51:3 Lat keinen Bogenschtzen seinen Bogen spannen, noch in seinem 
Panzer sich erheben! Und habt kein Mitleid mit ihrer jungen Mannschaft; 
vollstreckt den Bann am ganzen Heer!
JER 51:4 Sie sollen im Lande der Chalder erschlagen hinfallen und auf 
ihren Gassen erstochen werden!
JER 51:5 Denn Israel und Juda sollen nicht verwitwet gelassen werden von 
ihrem Gott, dem HERRN der Heerscharen, obgleich ihr Land voller Schuld ist 
vor dem Heiligen Israels.
JER 51:6 Fliehet aus Babel und rettet ein jeder seine Seele, da ihr nicht 
umkommet in ihrer Missetat! Denn dies ist die Zeit der Rache des HERRN; er 
bezahlt ihr, was sie verdient hat.
JER 51:7 Babel war ein goldener Becher in der Hand des HERRN, der die 
ganze Welt trunken machte; die Vlker haben von ihrem Wein getrunken, 
darum sind die Vlker toll geworden.
JER 51:8 Babel ist pltzlich gefallen und zertrmmert worden. Heulet ber 
sie! Bringet Balsam fr ihre Wunden, vielleicht kann sie geheilt werden!
JER 51:9 Wir haben Babel heilen wollen, aber sie ist nicht gesund 
geworden! Verlasset sie und lasset uns ein jeder in sein Land ziehen! Denn 
ihr Gericht reicht bis zum Himmel und steigt bis zu den Wolken empor.
JER 51:10 Der HERR hat unsere Gerechtigkeit ans Licht gebracht; kommt, wir 
wollen zu Zion das Werk des HERRN, unsres Gottes, erzhlen!
JER 51:11 Schrfet die Pfeile, fasset die Schilde! Der HERR hat den Geist 
der Knige der Meder erweckt; denn seine Gedanken stehen wider Babel, um 
sie zu verderben, denn das ist die Rache des HERRN, die Rache fr seinen 
Tempel.
JER 51:12 Gegen die Mauern Babels erhebet das Panier, verstrket die 
Schildwachen, bestellet Wchter, leget einen Hinterhalt! Denn was der HERR 
sich vorgenommen, was er wider die Bewohner von Babel geredet hat, das 
wird er auch tun.
JER 51:13 Die du an groen Wassern wohnst und viele Schtze hast, dein 
Ende ist gekommen, das Ma deines Raubes [ist voll]!
JER 51:14 Der HERR der Heerscharen hat bei sich selbst geschworen: Ich 
will dich mit Menschen fllen wie mit Heuschrecken, die sollen dir ein 
Kelterlied singen!
JER 51:15 Er ist es, der die Erde durch seine Kraft gemacht, den Weltkreis 
in seiner Weisheit gegrndet und mit seinem Verstand den Himmel 
ausgespannt hat.
JER 51:16 Wenn er seine Stimme hren lt, so sammelt sich eine Menge 
Wassers am Himmel, und er zieht Gewlk von den Enden der Erde herauf; er 
macht Blitze, damit es regne, und lt den Wind aus seinen Vorratskammern 
hervor.
JER 51:17 Alle Menschen werden zu Narren trotz ihrer Wissenschaft, und ob 
den Bildern werden alle Gieer zuschanden; denn was sie gieen, ist 
Betrug, und kein Geist ist darin!
JER 51:18 Schwindel ist's, ein lcherliches Machwerk; zur Zeit ihrer 
Heimsuchung gehen sie zugrunde!
JER 51:19 Aber Jakobs Teil ist nicht wie diese, sondern Er ist's, der 
alles gemacht hat, auch Israel, den Stamm seines Erbteils; HERR der 
Heerscharen ist sein Name.
JER 51:20 Du bist mir ein Hammer und eine Kriegswaffe gewesen; mit dir 
habe ich Vlker zerschmettert und Knigreiche mit dir zerstrt;
JER 51:21 ich habe mit dir Ro und Reiter zerschmettert, Kriegswagen samt 
den Reisigen;
JER 51:22 zerschmettert habe ich mit dir Mann und Weib, Greis und Knabe, 
Jngling und Jungfrau;
JER 51:23 mit dir habe ich auch den Hirten samt seiner Herde 
zerschmettert, den Ackersmann samt seinem Gespann; Frsten und Landvgte 
zerschmetterte ich mit dir.
JER 51:24 Nun aber will ich Babel und allen Bewohnern Chaldas alles Bse 
vergelten, das sie Zion angetan haben, vor euren Augen, spricht der HERR.
JER 51:25 Siehe, ich will an dich, du Berg des Verderbens, der du die 
ganze Erde verdirbst; an dich (spricht der HERR) lege ich meine Hand und 
wlze dich von den Felsen herunter und mache dich zu einem ausgebrannten 
Krater,
JER 51:26 da man weder Eckstein noch Grundstein von dir nehmen soll, 
sondern eine ewige Wste sollst du werden, spricht der HERR.
JER 51:27 Pflanzet das Panier auf im Lande, blaset die Posaune unter den 
Heiden, heiliget die Vlker wider sie, berufet die Knigreiche Ararat, 
Minni und Askenas gegen sie, bestellt einen Heerfhrer wider sie, lasset 
Rosse anrcken, borstigen Heuschrecken gleich!
JER 51:28 Heiliget Vlker wider sie, die Knige von Medien, ihre 
Statthalter und ihre Landvgte und das ganze Gebiet ihrer Herrschaft!
JER 51:29 Da wird die Erde zittern und beben, wenn der Ratschlu des HERRN 
wider Babel zustande kommt, um die Landschaft Babel zur Wste zu machen, 
da niemand mehr darin wohne.
JER 51:30 Die Helden Babels stehen ab vom Kampfe, sie sitzen in ihren 
Burgen, ihre Kraft ist versiegt, sie sind zu Weibern geworden, ihre 
Wohnungen werden in Brand gesteckt, ihre Riegel zerbrochen!
JER 51:31 Ein Schnellufer luft dem andern entgegen und ein Bote dem 
andern, um dem Knig von Babel zu melden, da die Stadt an allen Enden 
eingenommen ist,
JER 51:32 da die Furten genommen und die Smpfe durchs Feuer 
ausgetrocknet sind und die Kriegsleute den Mut verloren haben.
JER 51:33 Denn also spricht der HERR der Heerscharen, der Gott Israels: 
Die Tochter Babel ist wie eine Tenne zur Zeit, da man sie feststampft: In 
kurzem wird fr sie die Zeit der Ernte kommen!
JER 51:34 Nebukadnezar, der Knig von Babel, hat mich gefressen und 
vernichtet, er hat mich wie ein leeres Gef hingestellt, er hat mich 
verschlungen wie ein Drache, er hat seinen Bauch gefllt, er hat mich aus 
meinem Paradies vertrieben.
JER 51:35 Der Frevel, an mir und meinem Fleische begangen, komme ber 
Babel! spricht die Bewohnerin von Zion, und mein Blut komme ber die 
Bewohner von Chalda! spricht Jerusalem.
JER 51:36 Darum spricht der HERR also: Siehe, ich will deine Sache fhren 
und die Rache fr dich vollziehen; und will ihr Meer austrocknen und ihre 
Quelle versiegen lassen.
JER 51:37 Und Babel soll zu einem Steinhaufen werden, zur Behausung der 
Schakale, zum Entsetzen und zum Gesptt, weil niemand mehr darin wohnt.
JER 51:38 Sie brllen alle wie junge Lwen und knurren wie Lwenktzchen;
JER 51:39 wenn sie erhitzt sind, bereite ich ihnen ein Trinkgelage und 
mache sie trunken, damit sie frohlocken und einen ewigen Schlaf schlafen, 
davon sie nicht mehr erwachen sollen, spricht der HERR.
JER 51:40 Ich fhre sie wie Lmmer zur Schlachtbank hinab, wie Widder samt 
den Bcken.
JER 51:41 Wie ist Sesach erobert und die Weltberhmte eingenommen worden! 
Wie ist Babel zum Entsetzen geworden unter den Heiden!
JER 51:42 Ein Meer ist ber Babel gegangen; von seinen brausenden Wellen 
wurde es bedeckt.
JER 51:43 Seine Stdte sind zur Einde geworden, zu einem drren und 
wsten Land, zu einem Land, darin niemand wohnt und das kein Mensch 
durchzieht.
JER 51:44 Ich will den Bel zu Babel heimsuchen und ihm wieder aus dem 
Rachen reien, was er verschlungen hat; und die Heiden sollen ihm nicht 
mehr zustrmen; auch die Mauer Babels soll fallen.
JER 51:45 Gehet fort aus ihrem Bereiche, mein Volk, und rettet ein jeder 
seine Seele vor dem grimmigen Zorn des HERRN!
JER 51:46 Da nur euer Herz nicht verzage und ihr euch nicht frchtet vor 
dem Gercht, das man im Lande hren wird, wenn in einem Jahre dieses und 
im andern Jahre jenes Gercht kommt und Gewaltttigkeit verbt wird und 
ein Herrscher sich wider den andern erhebt!
JER 51:47 Darum siehe, es kommen Tage, da ich ber die Gtzen Babels 
Gericht halten will; da soll ihr ganzes Land zuschanden werden und alle 
ihre Erschlagenen in ihrer Mitte fallen.
JER 51:48 Himmel und Erde samt allem, was darin ist, werden alsdann ber 
Babel jubeln, denn vom Norden her werden die Zerstrer ber sie kommen, 
spricht der HERR.
JER 51:49 Auch Babel soll fallen, ihr Erschlagenen Israels, gleichwie um 
Babels willen Erschlagene auf der ganzen Erde gefallen sind.
JER 51:50 So ziehet nun hin, die ihr dem Schwerte entronnen seid, und 
stehet nicht still! Gedenket in der Ferne des HERRN, und Jerusalem sei 
eures Herzens Anliegen!
JER 51:51 Wir muten uns schmen; denn wir haben Schmhreden gehrt; vor 
Scham muten wir unser Angesicht bedecken, weil Fremde ber die 
Heiligtmer des Hauses des HERRN hergefallen sind.
JER 51:52 Darum seht, es kommen Tage, spricht der HERR, da ich ber ihre 
Gtzen Gericht halten will, und in ihrem ganzen Lande werden Verwundete 
sthnen.
JER 51:53 Stiege Babel auch bis zum Himmel empor und befestigte es seine 
Macht in der Hhe, so wrden von mir dennoch ihre Zerstrer ausgehen, 
spricht der HERR.
JER 51:54 Es erschallt ein Geschrei aus Babel und ein groes Krachen aus 
dem Lande der Chalder!
JER 51:55 Denn der HERR zerstrt Babel und macht darin dem lauten Lrmen 
ein Ende; es brausen ihre Wellen wie groe Wasser; es erschallt ihr lautes 
Rufen.
JER 51:56 Denn der Zerstrer ist ber sie, ber Babel, gekommen; ihre 
Helden sind gefangen und ihre Bogen zerbrochen worden; denn der HERR ist 
ein Gott der Vergeltung, er wird sicherlich bezahlen!
JER 51:57 Und zwar will ich ihre Frsten und ihre Weisen, ihre 
Statthalter, ihre Vgte und ihre Helden trunken machen, da sie einen 
ewigen Schlaf schlafen, davon sie nicht mehr erwachen sollen, spricht der 
Knig, dessen Name HERR der Heerscharen ist.
JER 51:58 So spricht der HERR der Heerscharen: Babel soll von seinen 
breiten Mauern gnzlich entblt und seine hohen Tore sollen mit Feuer 
verbrannt werden. Also arbeiten die Vlker umsonst, und die Nationen mhen 
sich fr das Feuer ab!
JER 51:59 Dies ist der Auftrag, welchen der Prophet Jeremia Seraja, dem 
Sohne Nerijas, des Sohnes Machsejas gab, als dieser Zedekia, den Knig von 
Juda, im vierten Jahre seiner Regierung nach Babel begleitete; Seraja war 
Reisemarschall.
JER 51:60 Und Jeremia schrieb all das Unglck, das ber Babel kommen 
sollte, in ein einziges Buch, alle jene Worte, die ber Babel geschrieben 
sind.
JER 51:61 Und Jeremia sprach zu Seraja: Wenn du nach Babel kommst, so 
siehe zu und lies alle diese Worte vor;
JER 51:62 und du sollst sagen: HERR, du hast wider diesen Ort geredet, da 
du ihn ausrotten wollest, also da niemand mehr daselbst wohnen soll, 
weder Mensch noch Vieh, sondern da er zur ewigen Wste werde!
JER 51:63 Und wenn du dieses Buch ganz ausgelesen hast, so binde einen 
Stein daran und wirf es in den Euphrat und sprich:
JER 51:64 Also soll Babel versinken und nicht wieder aufkommen infolge des 
Unglcks, das ich ber sie bringen werde! Bis hierher gehen die Worte 
Jeremias.
JER 52:1 Einundzwanzig Jahre alt war Zedekia, als er Knig ward, und 
regierte elf Jahre lang zu Jerusalem; seine Mutter hie Hamutal, eine 
Tochter Jeremias von Libna.
JER 52:2 Und er tat, was bse war in den Augen des HERRN, ganz wie Jojakim 
getan hatte.
JER 52:3 Und so geschah es wegen des Zornes des HERRN wider Jerusalem und 
Juda (damit er sie von seinem Angesicht verwrfe), da Zedekia sich gegen 
den Knig von Babel emprte.
JER 52:4 Und es begab sich im neunten Jahre seiner Regierung, am zehnten 
Tage des zehnten Monats, da der babylonische Knig Nebukadnezar mit 
seiner ganzen Heeresmacht gegen Jerusalem kam; und sie belagerten die 
Stadt und bauten Belagerungswlle rings um sie her.
JER 52:5 Und die Stadt blieb belagert bis ins elfte Jahr des Knigs 
Zedekia.
JER 52:6 Am neunten Tage des vierten Monats, als die Hungersnot in der 
Stadt berhand nahm und das Volk vom Lande kein Brot mehr hatte,
JER 52:7 da brach man in die Stadt ein, und alle Kriegsleute flohen und 
verlieen die Stadt bei Nacht durch das Tor zwischen den beiden Mauern 
beim Garten des Knigs, whrend die Chalder die Stadt umzingelten, und 
nahmen den Weg nach der Jordanebene.
JER 52:8 Aber das Heer der Chalder jagte dem Knig nach und holte ihn ein 
auf der Ebene von Jericho, nachdem sein ganzes Heer sich von ihm zerstreut 
hatte.
JER 52:9 Und sie ergriffen den Knig und fhrten ihn zum Knig von Babel 
hinauf nach Ribla im Lande Hamat, und er sprach das Urteil ber ihn.
JER 52:10 Und der Knig von Babel lie die Shne Zedekias vor dessen Augen 
niedermetzeln, auch alle Frsten Judas lie er in Ribla niedermetzeln.
JER 52:11 Zedekia aber lie er die Augen ausstechen und ihn mit zwei 
ehernen Ketten binden; und der babylonische Knig lie ihn nach Babel 
bringen und legte ihn ins Gefngnis bis zum Tage seines Todes.
JER 52:12 Aber am zehnten Tage des fnften Monats, im neunzehnten Jahre 
des babylonischen Knigs Nebukadnezar, kam Nebusaradan, der Oberste der 
Leibwache, welcher vor dem Knig von Babel stand,
JER 52:13 nach Jerusalem und verbrannte das Haus des HERRN und das Haus 
des Knigs und alle Huser von Jerusalem; alle groen Huser verbrannte er 
mit Feuer;
JER 52:14 auch alle Ringmauern von Jerusalem zerstrte das Heer der 
Chalder, welches der Oberste der Leibwache bei sich hatte.
JER 52:15 Und von den Geringen des Volkes und den Rest des Volkes, der in 
der Stadt briggeblieben war, samt den berlufern, die zum Knig von 
Babel gefallen waren, und den Rest der Handwerker fhrte Nebusaradan, der 
Oberste der Leibwache, gefangen hinweg.
JER 52:16 Aber von den Geringen auf dem Lande lie Nebusaradan, der 
Oberste der Leibwache, etliche als Winzer und Ackerleute zurck.
JER 52:17 Die ehernen Sulen aber, welche zum Hause des HERRN gehrten, 
und die Gestelle und das eherne Meer, das im Hause des HERRN war, 
zerbrachen die Chalder und schleppten das Erz nach Babel.
JER 52:18 Sie nahmen auch die Tpfe, die Schaufeln, die Messer, die 
Sprengschalen, die Pfannen und alles eherne Gert, womit man den 
Gottesdienst zu verrichten pflegte;
JER 52:19 die Becken und die Kellen, die Sprengschalen und die 
Waschbecken, die Leuchter und die Lichtscheren und die Schalen; alles, was 
von Gold war, und alles, was von Silber war, das nahm der Oberste der 
Leibwache weg.
JER 52:20 Die zwei Sulen, das eine Meer und die zwlf ehernen Rinder 
darunter, die Gestelle, welche der Knig Salomo fr das Haus des HERRN 
hatte machen lassen, das Erz von allen diesen Gerten war nicht zu wgen.
JER 52:21 Jede der beiden Sulen war achtzehn Ellen hoch und ein Faden von 
zwlf Ellen umspannte sie; sie waren aber vier Finger dick, inwendig hohl.
JER 52:22 Oben darauf war ein eherner Knauf, und die Hhe des einen Knaufs 
betrug fnf Ellen; und es war ein Kranz mit Granatpfeln an dem Knauf 
ringsum, alles von Erz; ganz gleich war auch die andere Sule und hatte 
auch Granatpfel.
JER 52:23 Es waren sechsundneunzig Granatpfel nach den Windrichtungen 
verteilt, im ganzen deren hundert in dem Kranz ringsum.
JER 52:24 Und der Oberste der Leibwache nahm den Hauptpriester Seraja und 
den zweiten Priester Zephanja samt den drei Schwellenhtern;
JER 52:25 er nahm auch aus der Stadt einen Kmmerer, der ber das 
Kriegsvolk gesetzt war, und sieben Mnner von denen, die das Angesicht des 
Knigs gesehen hatten, die in der Stadt gefunden wurden, dazu den 
Schreiber des Feldhauptmanns, der das Landvolk zum Heeresdienst aushob, 
und sechzig Mann vom Landvolk, die in der Stadt gefunden wurden;
JER 52:26 diese nahm Nebusaradan, der Oberste der Leibwache, fest und 
fhrte sie zum Knig von Babel nach Ribla.
JER 52:27 Der Knig von Babel aber lie sie zu Ribla, im Lande Hamat 
totschlagen. So wurde Juda aus seinem Lande weggefhrt.
JER 52:28 Dies ist das Volk, welches Nebukadnezar gefangen weggefhrt hat: 
Im siebenten Jahre 3023 Juden;
JER 52:29 im achtzehnten Jahre Nebukadnezars: aus Jerusalem 832 Seelen;
JER 52:30 im dreiundzwanzigsten Jahre fhrte Nebusaradan, der Oberste der 
Leibwache, von den Juden 745 Seelen weg; im ganzen 4600 Seelen.
JER 52:31 Im siebenunddreiigsten Jahre der Gefangenschaft Jojachins, des 
Knigs von Juda, am fnfundzwanzigsten Tage des zwlften Monats, erhob 
Evil-Merodach, der Knig von Babel, in dem Jahre, da er Knig ward, das 
Haupt Jojachins, des Knigs von Juda, und fhrte ihn aus dem Gefngnis 
heraus;
JER 52:32 er redete freundlich mit ihm und setzte seinen Stuhl ber die 
Sthle der Knige, die bei ihm zu Babel waren.
JER 52:33 Er lie ihn auch seine Gefngniskleider ablegen und erlaubte 
ihm, allezeit in seiner Gegenwart zu essen, sein Leben lang;
JER 52:34 und sein Unterhalt, der bestndige Unterhalt, wurde ihm vom 
Knig zu Babel gewhrt, soviel er tglich bedurfte, bis zum Tage seines 
Todes, alle Tage, die er noch zu leben hatte.
LAM 1:1 Wie einsam sitzt doch jetzt die Stadt, die so stark bevlkert war! 
Sie ist zur Witwe geworden, sie, die gro war unter den Vlkern; die 
Frstin der Hauptstdte ist nun zinsbar geworden!
LAM 1:2 Des Nachts weint sie unaufhrlich, und ihre Trnen laufen ihr ber 
die Wangen hinab; sie hat unter allen ihren Liebhabern keinen Trster; 
alle ihre Freunde sind ihr untreu, ihr feind geworden.
LAM 1:3 Juda ist ausgewandert vor lauter Elend und hartem Knechtsdienst; 
es wohnt unter den Heiden, findet keine Ruhe! Alle seine Verfolger haben 
es eingeholt mitten in seinen Nten.
LAM 1:4 Die Straen Zions trauern, weil niemand mehr zu den Festen kommt; 
alle ihre Tore sind verdet, ihre Priester seufzen, ihre Jungfrauen sind 
betrbt, und ihr selbst ist weh.
LAM 1:5 Ihre Widersacher sind obenauf gekommen, ihren Feinden geht es 
wohl; denn der HERR hat ihr Trbsal verursacht um ihrer vielen 
bertretungen willen; ihre Kindlein sind vor dem Feinde her in die 
Gefangenschaft gewandert.
LAM 1:6 Und der Tochter Zion ist all ihr Schmuck genommen. Ihre Frsten 
sind den Hirschen gleichgeworden, die keine Weide finden; kraftlos ziehen 
sie vor dem Verfolger hin.
LAM 1:7 Jerusalem gedenkt der Tage ihres Elends und ihrer Plnderung, 
aller ihrer Kostbarkeiten, welche sie von uralten Zeiten her gehabt. Als 
ihr Volk durch die Gewalt des Feindes fiel, war niemand, der ihr zu Hilfe 
kam. Ihre Feinde sahen sie und lachten ihrer Hilflosigkeit.
LAM 1:8 Jerusalem hat schwer gesndigt; darum ist sie zum Abscheu 
geworden; alle ihre Verehrer verachten sie jetzt; denn sie haben ihre 
Ble gesehen; auch sie selbst wendet sich seufzend ab.
LAM 1:9 Ihr Unflat klebt an ihrem Saum; sie hat ihr Ende nicht bedacht; 
unversehens ist sie gestrzt. Niemand trstet sie. Ach, HERR, siehe an 
mein Elend; denn der Feind triumphiert!
LAM 1:10 Der Feind hat seine Hand nach allen ihren Kostbarkeiten 
ausgestreckt; ja, sie hat sehen mssen, wie Heiden in ihr Heiligtum 
eindrangen, von welchen du doch geboten hattest, da sie nicht in deine 
Gemeinde kommen sollten!
LAM 1:11 All ihr Volk bettelt seufzend um Brot; sie haben ihre Kleinodien 
um Nahrung hergegeben, um nur ihr Leben zu fristen. HERR, schaue her und 
siehe, wie heruntergekommen ich bin!
LAM 1:12 O ihr alle, die ihr hier vorbergeht, schauet und sehet, ob ein 
Schmerz sei wie mein Schmerz, der mich getroffen, mit welchem mich der 
HERR bekmmert hat am Tage seines grimmigen Zorns!
LAM 1:13 Er sandte ein Feuer von der Hhe, das alle meine Gebeine 
durchdrungen hat; er spannte meinen Fen ein Netz und trieb mich zurck; 
er hat mich zu einer Ruine gemacht, ich bin krank immerdar!
LAM 1:14 Das Joch meiner bertretungen ist durch seine Hand festgeknpft; 
ineinander verschlungen sind sie mir auf den Nacken gelegt. Er hat meine 
Kraft gebrochen. Der Herr hat mich in die Hnde derer gegeben, welchen ich 
nicht widerstehen kann.
LAM 1:15 Der Herr hat alle Helden in meiner Mitte verworfen; er hat eine 
Schar wider mich berufen, meine Auserlesenen zu zerschmettern. Der Herr 
hat der Jungfrau, der Tochter Juda, die Kelter getreten.
LAM 1:16 Darum weine ich, und mein Auge, ja, mein Auge zerfliet in 
Trnen, weil der Trster, der meine Seele erquicken sollte, fern von mir 
ist; meine Kinder sind verwstet, denn der Feind war zu stark.
LAM 1:17 Zion streckt flehentlich ihre Hnde aus; sie hat keinen Trster. 
Der HERR hat gegen Jakob seine Feinde aufgeboten ringsumher; Jerusalem ist 
unter ihnen zum Abscheu geworden.
LAM 1:18 Der HERR ist gerecht; denn ich bin seinem Munde widerspenstig 
gewesen. Hret doch zu, alle Vlker, und schauet an meinen Schmerz! Meine 
Jungfrauen und meine Jnglinge muten in die Gefangenschaft wandern.
LAM 1:19 Ich rief meinen Freunden; aber sie haben mich betrogen; meine 
Priester und meine ltesten sind in der Stadt verschmachtet, als sie sich 
Speise erbettelten, um ihr Leben zu fristen.
LAM 1:20 Ach, HERR, schau her, denn mir ist angst! Mein Inneres kocht, 
mein Herz kehrt sich um in meiner Brust; denn ich bin sehr widerspenstig 
gewesen. Drauen hat mich das Schwert der Kinder beraubt, drinnen ist es 
wie der Tod!
LAM 1:21 Sie hrten mich seufzen, aber niemand trstete mich; alle meine 
Feinde freuten sich, als sie von meinem Unglck hrten, da du es getan; 
fhrst du aber den Tag herbei, den du angekndigt hast, so werden auch sie 
mir gleich sein.
LAM 1:22 Es msse alle ihre Bosheit vor dein Angesicht kommen, und du 
wollest ihnen tun, wie du mir um aller meiner bertretungen willen getan 
hast! Denn meiner Seufzer sind viele, und mein Herz ist krank.
LAM 2:1 In was fr eine Dunkelheit hat doch der Herr in seinem Zorn die 
Tochter Zion versetzt! Er hat die Zierde Israels vom Himmel zur Erde 
geschleudert und des Schemels seiner Fe nicht gedacht am Tage seines 
Zorns.
LAM 2:2 Der Herr hat alle Wohnungen Jakobs vertilgt und ihrer nicht 
geschont; er hat in seinem Grimm die Festungen der Tochter Juda 
niedergerissen und zu Boden geworfen; er hat ihr Knigreich samt ihren 
Frsten entweiht.
LAM 2:3 In seinem grimmigen Zorn hieb er jedes Horn von Israel ab, zog vor 
dem Feinde seine Hand zurck und zndete Jakob wie mit einer Feuerflamme 
an, welche ringsum alles verzehrt.
LAM 2:4 Er spannte seinen Bogen wie ein Feind, stellte sich mit seiner 
Rechten wie ein Widersacher und machte alles nieder, was im Zelte der 
Tochter Zion lieblich anzusehen war; er go seinen Grimm wie Feuer aus.
LAM 2:5 Der Herr ist geworden wie ein Feind; er hat Israel vertilgt, alle 
seine Palste vernichtet; er hat seine Festungen zerstrt und hat der 
Tochter Juda viel Klage und Wehklage verursacht.
LAM 2:6 Er hat sein Gehege verwstet wie einen Garten, sein 
Versammlungshaus zerstrt; der HERR hat die Festtage und Sabbate zu Zion 
in Vergessenheit gebracht und in seinem grimmigen Zorn Knig und Priester 
verworfen.
LAM 2:7 Der Herr hat seinen Altar verabscheut, sein Heiligtum verflucht; 
er hat die Mauern ihrer Palste der Hand des Feindes preisgegeben; sie 
haben im Hause des HERRN ihre Stimme erschallen lassen wie an einem 
Festtag.
LAM 2:8 Der HERR hatte sich vorgenommen, die Mauern der Tochter Zion zu 
zerstren; er spannte die Meschnur aus, zog seine Hand nicht zurck, bis 
da er sie vertilgte; Wall und Mauer versetzte er in Trauer; sie stehen 
allzumal klglich da.
LAM 2:9 Ihre Tore sind in den Erdboden versunken, ihre Riegel hat er 
verderbt und zerbrochen; ihr Knig und ihre Frsten sind unter den Heiden; 
es ist kein Gesetz mehr da, auch bekommen ihre Propheten keine Offenbarung 
mehr vom HERRN.
LAM 2:10 Die ltesten der Tochter Zion sitzen schweigend auf der Erde; sie 
haben Staub auf ihr Haupt gestreut und sich mit dem Sack umgrtet; die 
Jungfrauen von Jerusalem senken ihr Haupt zur Erde.
LAM 2:11 Meine Augen sind ausgeweint, mein Inneres kocht; mein Herz 
schmilzt in mir wegen des Zusammenbruches der Tochter meines Volkes, weil 
die jungen Kinder und Suglinge auf den Gassen verschmachtet sind!
LAM 2:12 Sie sprachen zu ihren Mttern: Wo ist Brot und Wein? als sie 
wie Todwunde auf den Straen der Stadt verschmachteten, als sie in dem 
Scho ihrer Mtter den Geist aufgaben.
LAM 2:13 Wie soll ich dir zusprechen, du Tochter Jerusalem? Wem soll ich 
dich vergleichen? Womit soll ich dich beruhigen und trsten, du Jungfrau, 
Tochter Zion? Denn dein Schaden ist so gro wie das Meer! Wer kann dich 
heilen?
LAM 2:14 Deine Propheten haben dir erlogenes und fades Zeug gepredigt und 
haben deine Missetat nicht aufgedeckt, um dadurch deine Gefangenschaft 
abzuwenden, sondern sie haben dir betrgerische und verfhrerische Orakel 
gegeben.
LAM 2:15 Alle, die des Weges vorbergehen, schlagen die Hnde ber dir 
zusammen, zischen und schtteln den Kopf ber die Tochter Jerusalem: Ist 
das die Stadt, von der man sagte, sie sei die allerschnste, die Wonne der 
ganzen Erde?
LAM 2:16 Alle deine Feinde sperren ihr Maul gegen dich auf, zischen und 
knirschen mit den Zhnen und sagen: Jetzt haben wir sie vertilgt! Das ist 
der Tag, auf den wir hofften, wir haben ihn erlebt und gesehen!
LAM 2:17 Der HERR hat vollbracht, was er sich vorgenommen; er hat seine 
Drohung ausgefhrt, die er von alters her hat verkndigen lassen; er hat 
schonungslos zerstrt; er hat den Feind ber dich frohlocken lassen und 
das Horn deiner Widersacher erhht.
LAM 2:18 Ihr Herz schreie zum Herrn! Du Mauer der Tochter Zion, la Tag 
und Nacht Trnenstrme flieen, gnne dir keine Ruhe, dein Augapfel raste 
nicht!
LAM 2:19 Stehe auf und klage des Nachts, beim Beginn der Wachen! Schtte 
dein Herz wie Wasser aus vor dem Angesicht des Herrn! Hebe deine Hnde zu 
ihm empor fr die Seele deiner Kindlein, die an allen Straenecken vor 
Hunger verschmachten!
LAM 2:20 HERR, schaue her und siehe: Wem hast du also getan? Sollten denn 
Frauen ihre eigene Leibesfrucht essen, die Kindlein ihrer Pflege? Sollten 
wirklich Priester und Propheten im Heiligtum des Herrn erschlagen werden?
LAM 2:21 Junge und Alte liegen drauen auf der Erde; meine Jungfrauen und 
meine Jnglinge sind durch das Schwert gefallen; du hast sie am Tage 
deines grimmigen Zornes erwrgt, du hast sie schonungslos niedergemacht!
LAM 2:22 Wie zu einem Festtage hast du alles, was ich frchtete, von allen 
Seiten zusammengerufen, und es ist am Tage des Zornes des HERRN niemand 
entronnen noch briggeblieben; was ich gepflegt und grogezogen hatte, das 
vertilgte mein Feind!
LAM 3:1 Ich bin der Mann, der tief gebeugt worden ist durch die Rute 
seines Zorns.
LAM 3:2 Mich hat er verjagt und in die Finsternis gefhrt und nicht ans 
Licht.
LAM 3:3 Nur gegen mich kehrt er immer wieder den ganzen Tag seine Hand.
LAM 3:4 Er hat mein Fleisch und meine Haut verschlungen und meine Knochen 
zermalmt.
LAM 3:5 Er hat rings um mich her Gift und Drangsal aufgebaut.
LAM 3:6 In dunkeln Hhlen lt er mich wohnen wie lngst Verstorbene.
LAM 3:7 Er hat mich eingemauert, da ich nicht herauskommen kann; mit 
ehernen Ketten hat er mich beschwert.
LAM 3:8 Ob ich auch schreie und rufe, verstopft er doch die Ohren vor 
meinem Gebet.
LAM 3:9 Quadersteine legt er mir in den Weg, krmmt meine Pfade.
LAM 3:10 Er lauert mir auf wie ein Br, wie ein Lwe im Dickicht.
LAM 3:11 Er hat mich auf Abwege gebracht, ist ber mich hergefallen und 
hat mich arg zugerichtet.
LAM 3:12 Er hat seinen Bogen gespannt und mich dem Pfeile zum Ziel gesetzt.
LAM 3:13 Er hat mir seines Kchers Shne in die Nieren gejagt.
LAM 3:14 Ich bin allem Volk zum Gelchter geworden, ihr Liedlein den 
ganzen Tag.
LAM 3:15 Er hat mich mit Bitterkeit gesttigt, mit Wermut getrnkt.
LAM 3:16 Er lie meine Zhne sich an Kies zerbeien, er hat mich mit Asche 
bedeckt.
LAM 3:17 Und du hast meine Seele aus dem Frieden verstoen, da ich des 
Glckes verga.
LAM 3:18 Und ich sprach: Meine Lebenskraft ist dahin, meine Hoffnung auf 
den HERRN.
LAM 3:19 Sei eingedenk meines Elends, meiner Verfolgung, des Wermuts und 
des Gifts!
LAM 3:20 Bestndig denkt meine Seele daran und ist tief gebeugt!
LAM 3:21 Dieses aber will ich meinem Herzen vorhalten, darum will ich 
Hoffnung fassen:
LAM 3:22 Gnadenbeweise des HERRN sind's, da wir nicht gnzlich 
aufgerieben wurden, denn seine Barmherzigkeit ist nicht zu Ende;
LAM 3:23 sie ist alle Morgen neu, und deine Treue ist gro!
LAM 3:24 Der HERR ist mein Teil, spricht meine Seele; darum will ich auf 
ihn hoffen.
LAM 3:25 Der HERR ist gtig gegen die, welche auf ihn hoffen, gegen die 
Seele, die nach ihm fragt.
LAM 3:26 Gut ist's, schweigend zu warten auf das Heil des HERRN.
LAM 3:27 Es ist einem Manne gut, in seiner Jugend das Joch zu tragen.
LAM 3:28 Er sitze einsam und schweige, wenn man ihm eines auferlegt!
LAM 3:29 Er stecke seinen Mund in den Staub; vielleicht ist noch Hoffnung 
vorhanden!
LAM 3:30 Schlgt ihn jemand, so biete er ihm den Backen dar und lasse sich 
mit Schmach sttigen!
LAM 3:31 Denn der Herr wird nicht ewig verstoen;
LAM 3:32 sondern wenn er betrbt hat, so erbarmt er sich auch nach der 
Gre seiner Gnade.
LAM 3:33 Denn nicht aus Lust plagt und betrbt ER die Menschenkinder.
LAM 3:34 Wenn alle Gefangenen eines Landes mit Fen getreten,
LAM 3:35 wenn das Recht eines Mannes vor dem Angesicht des Hchsten 
gebeugt,
LAM 3:36 die Rechtssache eines Menschen verdreht wird, sollte der Herr es 
nicht beachten?
LAM 3:37 Wer hat je etwas gesagt und es ist geschehen, ohne da der Herr 
es befahl?
LAM 3:38 Geht nicht aus dem Munde des Hchsten das Bse und das Gute 
hervor?
LAM 3:39 Was beklagt sich der Mensch? Es htte sich wahrlich jeder ber 
seine Snde zu beklagen!
LAM 3:40 Lasset uns unsere Wege erforschen und durchsuchen und zum HERRN 
zurckkehren!
LAM 3:41 Lasset uns unsere Herzen samt den Hnden zu Gott im Himmel 
erheben!
LAM 3:42 Wir sind abtrnnig und widerspenstig gewesen; das hast du nicht 
vergeben;
LAM 3:43 du hast dich im Zorn verborgen und uns verfolgt; du hast uns ohne 
Gnade erwrgt;
LAM 3:44 du hast dich in eine Wolke gehllt, da kein Gebet hindurchdrang;
LAM 3:45 du hast uns zu Kot und Abscheu gemacht unter den Vlkern!
LAM 3:46 Alle unsere Feinde haben ihr Maul gegen uns aufgesperrt.
LAM 3:47 Grauen und Grube wurden uns beschieden, Verwstung und Untergang.
LAM 3:48 Es rinnen Wasserbche aus meinen Augen wegen des Untergangs der 
Tochter meines Volkes.
LAM 3:49 Mein Auge trnt unaufhrlich; denn da ist keine Ruhe,
LAM 3:50 bis der HERR vom Himmel herabschauen und dareinsehen wird.
LAM 3:51 Was ich sehen mu, tut meiner Seele weh ob aller Tchter meiner 
Stadt.
LAM 3:52 Die mich ohne Ursache hassen, stellten mir heftig nach wie einem 
Vogel;
LAM 3:53 sie wollten mich in der Grube ums Leben bringen und warfen Steine 
auf mich.
LAM 3:54 Die Wasser gingen ber mein Haupt; ich sagte: Ich bin verloren!
LAM 3:55 Aber ich rief, HERR, deinen Namen an, tief unten aus der Grube.
LAM 3:56 Du hrtest meine Stimme: Verschliee dein Ohr nicht vor meinem 
Seufzen, vor meinem Hilferuf!
LAM 3:57 Du nahtest dich mir des Tages, als ich dich anrief, du sprachest: 
Frchte dich nicht!
LAM 3:58 Du fhrtest, o Herr, die Sache meiner Seele, du rettetest mir das 
Leben!
LAM 3:59 Du hast, o HERR, meine Unterdrckung gesehen; schaffe du mir 
Recht!
LAM 3:60 Du hast all ihre Rachgier gesehen, alle ihre Anschlge wider mich;
LAM 3:61 du hast, o HERR, ihr Schmhen gehrt, alle ihre Plne gegen mich,
LAM 3:62 die Reden meiner Widersacher und ihr bestndiges Murmeln ber 
mich.
LAM 3:63 Siehe doch: ob sie niedersitzen oder aufstehen, so bin ich ihr 
Spottlied.
LAM 3:64 Vergilt ihnen, o HERR, nach dem Werk ihrer Hnde!
LAM 3:65 Gib ihnen Verstockung ins Herz, dein Fluch komme ber sie!
LAM 3:66 Verfolge sie in deinem Zorn und vertilge sie unter dem Himmel des 
HERRN hinweg!
LAM 4:1 Wie ist das Gold geschwrzt, wie ist das kstliche Gold entstellt! 
Wie sind die Steine des Heiligtums an allen Straenecken aufgeschttet!
LAM 4:2 Wie sind die Kinder Zions, die teuren, die mit feinem Gold 
aufgewogenen, den irdenen Geschirren gleichgeachtet, dem Werke von 
Tpfershnden!
LAM 4:3 Auch Schakale reichen die Brust, sugen ihre Jungen; aber die 
Tochter meines Volkes ist grausam geworden, wie die Straue in der Wste.
LAM 4:4 Den Suglingen klebt vor Durst die Zunge am Gaumen; die Kindlein 
verlangen Brot, aber niemand bricht es ihnen.
LAM 4:5 Die sonst Leckerbissen aen, verschmachten auf den Gassen; die auf 
Purpurlagern ruhten, sind jetzt froh ber Misthaufen!
LAM 4:6 Denn die Schuld der Tochter meines Volkes war grer als die Snde 
Sodoms, welches in einem Augenblick umgekehrt ward, ohne da Menschenhnde 
sich dabei abmhten!
LAM 4:7 Ihre Frsten waren glnzender als Schnee, weier als Milch, ihr 
Leib war rter als Korallen, ihre Gestalt wie ein Saphir.
LAM 4:8 Jetzt aber sind sie schwrzer als Ru, man erkennt sie nicht auf 
den Gassen; ihre Haut klebt an ihrem Gebein, sie sind so drr wie Holz.
LAM 4:9 Glcklicher waren die, welche das Schwert erschlug, als die, 
welche der Hunger ttete, welche [vom Hunger] durchbohrt 
dahinschmachteten, aus Mangel an Frchten des Feldes.
LAM 4:10 Die Hnde barmherziger Frauen haben ihre eigenen Kinder gekocht; 
sie dienten ihnen zur Nahrung, beim Zusammenbruch der Tochter meines Volks.
LAM 4:11 Der HERR lie seine Zornglut ausbrennen, schttete seinen 
grimmigen Zorn aus und zndete in Zion ein Feuer an, das seine Grundfesten 
verzehrte.
LAM 4:12 Die Knige der Erde htten es nicht geglaubt und kein Bewohner 
des Erdkreises, da der Feind, der sie belagerte, durch die Tore der Stadt 
Jerusalem einziehen wrde
LAM 4:13 um der Snden willen ihrer Propheten, durch die Schuld ihrer 
Priester, welche in ihrer Mitte das Blut der Gerechten vergossen haben.
LAM 4:14 Sie wankten auf den Gassen wie Blinde und waren so mit Blut 
bespritzt, da niemand ihre Kleider anrhren mochte.
LAM 4:15 Man rief ihnen zu: Fort mit euch, ihr seid unrein! Weg, weg, 
kommt uns nicht zu nah! Wenn sie flohen und zu den Heiden wankten, sprach 
man: Bleibt nicht lnger hier!
LAM 4:16 Das Angesicht des HERRN hat sie zerstreut! Er will sie nicht mehr 
anblicken. Man nahm auf Priester keine Rcksicht mehr und hatte kein 
Erbarmen mit den Alten.
LAM 4:17 Auch da noch schmachteten unsere Augen nach Hilfe. Vergeblich! 
Auf unserer Warte sphten wir nach einem Volke, das doch nicht half.
LAM 4:18 Man verfolgte unsere Spur, so da wir auf unseren Gassen nicht 
mehr wandeln konnten; unser Ende war nahe, unsere Tage abgelaufen; ja, 
unser Ende war gekommen.
LAM 4:19 Unsere Verfolger waren schneller als die Adler des Himmels; ber 
die Berge jagten sie uns nach, und in der Wste lauerten sie auf uns.
LAM 4:20 Unser Lebensodem, der Gesalbte des HERRN, wurde in ihren Gruben 
gefangen, er, von dem wir sagten: Wir werden in seinem Schatten unter den 
Heiden leben!
LAM 4:21 Juble nur und sei schadenfroh, du Tochter Edom, die du im Lande 
Uz wohnst! Der Kelch wird auch an dich kommen, du wirst auch trunken und 
entblt werden!
LAM 4:22 Tochter Zion, deine Schuld ist getilgt; er wird dich nicht mehr 
gefangen wegfhren lassen; deine Schuld aber, Tochter Edom, sucht er heim, 
deine Snden deckt er auf!
LAM 5:1 Gedenke, HERR, was uns widerfahren ist! Schau her und siehe unsere 
Schmach!
LAM 5:2 Unser Erbe ist den Fremden zugefallen, unsere Huser den 
Auslndern.
LAM 5:3 Wir sind Waisen geworden, vaterlos, unsere Mtter zu Witwen.
LAM 5:4 Unser Wasser trinken wir um Geld, unser Holz kommt uns gegen 
Bezahlung zu.
LAM 5:5 Unsere Verfolger sind uns bestndig auf dem Hals; werden wir mde, 
so gnnt man uns keine Ruhe.
LAM 5:6 Wir haben gypten die Hand gereicht und Assur, um genug Brot zu 
erhalten.
LAM 5:7 Unsere Vter, die gesndigt haben, sind nicht mehr; wir mssen 
ihre Schuld tragen.
LAM 5:8 Knechte herrschen ber uns; niemand befreit uns aus ihrer Hand!
LAM 5:9 Wir schaffen unsere Nahrung unter Lebensgefahr herbei, weil uns in 
der Wste das Schwert bedroht.
LAM 5:10 Unsere Haut ist schwarz wie ein Ofen, so versengt uns der Hunger.
LAM 5:11 Frauen wurden in Zion vergewaltigt, Jungfrauen in den Stdten 
Judas.
LAM 5:12 Frsten wurden durch ihre Hand gehngt, die Person der Alten hat 
man nicht geachtet.
LAM 5:13 Jnglinge mssen Mhlsteine tragen und Knaben straucheln unter 
Brden von Holz.
LAM 5:14 Die ltesten bleiben weg vom Tor, und die Jnglinge lassen ihr 
Saitenspiel.
LAM 5:15 Die Freude unsres Herzens ist dahin, unser Reigen hat sich in 
Klage verwandelt.
LAM 5:16 Die Krone ist uns vom Haupte gefallen; wehe uns, da wir 
gesndigt haben!
LAM 5:17 Darob ist unser Herz krank geworden, darum sind unsere Augen 
trbe:
LAM 5:18 weil der Berg Zion verwstet ist; Fchse tummeln sich daselbst.
LAM 5:19 Du aber, o HERR, bleibst ewiglich, dein Thron besteht fr und fr!
LAM 5:20 Warum willst du uns fr immer vergessen, uns verlassen auf 
Lebenszeit?
LAM 5:21 Bringe uns zu dir zurck, o HERR, so kehren wir um; la es wieder 
werden wie vor alters!
LAM 5:22 Oder hast du uns gnzlich verworfen, bist du allzusehr ber uns 
erzrnt?
EZE 1:1 Es begab sich im dreiigsten Jahre, am fnften Tage des vierten 
Monats, als ich unter den Gefangenen war am Flusse Kebar, da sich der 
Himmel ffnete und ich Erscheinungen Gottes sah.
EZE 1:2 Am fnften Tage jenes Monats (es war das fnfte Jahr der 
Gefangenschaft des Knigs Jojachin)
EZE 1:3 erging das Wort des HERRN an Ezechiel, den Sohn Busis, den 
Priester, im Lande der Chalder am Flusse Kebar, und die Hand des HERRN 
kam daselbst ber ihn.
EZE 1:4 Ich schaute aber, und siehe, ein Sturmwind kam von Norden her, 
eine groe Wolke, unaufhrlich blitzend und von einem Strahlenglanz 
umgeben; mitten drin aber, inmitten des Feuers, war es wie der Silberblick 
des Erzes.
EZE 1:5 Und mitten drin die Gestalt von vier lebendigen Wesen, und dies 
war ihr Aussehen: sie hatten Menschengestalt;
EZE 1:6 ein jedes hatte vier Gesichter und ein jedes vier Flgel.
EZE 1:7 Ihre Fe standen gerade, und ihre Fusohlen glichen der Fusohle 
eines Kalbes, und sie funkelten wie geglttetes Erz.
EZE 1:8 Unter ihren Flgeln an ihren vier Seiten befanden sich 
Menschenhnde. Und alle vier hatten ihre Gesichter und ihre Flgel.
EZE 1:9 Ihre Flgel waren einer mit dem andern verbunden; wenn sie gingen, 
wandten sie sich nicht um: ein jedes ging gerade vor sich hin.
EZE 1:10 Ihre Gesichter aber waren so gestaltet: vorn eines Menschen 
Gesicht; zur Rechten, bei allen vieren, ein Lwengesicht; zur Linken, bei 
allen vieren, ein Stiergesicht; hinten aber hatten alle vier ein 
Adlergesicht.
EZE 1:11 Ihre Gesichter aber... und ihre Flgel waren nach oben hin 
ausgebreitet; je zwei waren miteinander verbunden, und zwei bedeckten ihre 
Leiber.
EZE 1:12 Und jedes ging gerade vor sich hin; wo der Geist hingehen wollte, 
da gingen sie hin; sie wandten sich nicht, wenn sie gingen.
EZE 1:13 Und dies war das Aussehen der lebendigen Wesen: sie waren wie 
glhende Kohlen, welche brennen; und es fuhr wie Fackeln zwischen den 
lebendigen Wesen hin und her, und das Feuer gab einen Glanz, und von dem 
Feuer gingen Blitze aus;
EZE 1:14 die lebendigen Wesen aber liefen hin und her, wie der Blitz.
EZE 1:15 Als ich nun die lebendigen Wesen betrachtete, siehe, da war je 
ein Rad auf der Erde neben jedem der lebendigen Wesen, bei ihren vier 
Gesichtern.
EZE 1:16 Das Aussehen der Rder und ihre Gestaltung war wie Chrysolith, 
und alle vier hatten die gleiche Gestalt. Sie sahen aber also aus und 
waren so gemacht, als wre ein Rad im andern drin.
EZE 1:17 Wenn sie gingen, so liefen sie auf ihren vier Seiten; sie wandten 
sich nicht, wenn sie gingen.
EZE 1:18 Und ihre Felgen waren so hoch, da man sich vor ihnen frchtete; 
und ihre Felgen waren voller Augen ringsum bei allen vier.
EZE 1:19 Und wenn die lebendigen Wesen gingen, so liefen auch die Rder 
neben ihnen, und wenn sich die lebendigen Wesen von der Erde erhoben, so 
erhoben sich auch die Rder.
EZE 1:20 Wo der Geist hingehen wollte, da gingen sie hin, wohin der Geist 
zu gehen willens war, und die Rder erhoben sich im Verein mit ihnen; denn 
der Geist des lebendigen Wesens war in den Rdern.
EZE 1:21 Wenn jene gingen, so gingen auch sie, und wenn jene stillstanden, 
standen auch sie still, und wenn jene sich von der Erde erhoben, so 
erhoben sich auch die Rder vereint mit ihnen; denn der Geist des 
lebendigen Wesens war in den Rdern.
EZE 1:22 Und ber den Huptern des lebendigen Wesens war etwas dem 
Himmelsgewlbe gleich, wie der Anblick eines leuchtenden Kristalls, 
ausgebreitet oben ber ihren Huptern.
EZE 1:23 Und unter dem Himmelsgewlbe waren ihre Flgel ausgestreckt, 
einer zum andern hin: ein jedes hatte zwei Flgel, womit sie ihre Leiber 
auf der einen Seite, und zwei, womit sie sie auf der andern Seite 
bedeckten.
EZE 1:24 Und ich hrte das Rauschen ihrer Flgel wie das Rauschen groer 
Wasser und wie die Stimme des Allmchtigen. Wenn sie gingen, so gab es ein 
Gerusch wie das Getmmel eines Heerlagers; wenn sie aber still standen, 
lieen sie ihre Flgel hngen.
EZE 1:25 Und es kam eine Stimme oben von dem Himmelsgewlbe her, welches 
ber ihren Huptern war; wenn sie still standen, lieen sie ihre Flgel 
hngen.
EZE 1:26 Und ber dem Himmelsgewlbe, das ber ihren Huptern war, sah es 
aus wie ein Saphirstein, wie die Gestalt eines Thrones. Auf dem Gebilde 
des Thrones aber sa eine Gestalt, anzusehen wie ein Mensch, oben darauf.
EZE 1:27 Ich sah auch wie den Schimmer von Golderz, wie das Aussehen eines 
Feuers inwendig ringsum; von der Gestalt seiner Lenden nach oben hin und 
von der Gestalt seiner Lenden nach unten hin sah ich wie die Gestalt des 
Feuers, und ein Glanz war rings um ihn her.
EZE 1:28 Wie der Bogen aussieht, der an einem Regentag in den Wolken 
erscheint, also war auch der Glanz ringsum anzusehen. So war das Aussehen 
der Erscheinung der Herrlichkeit des HERRN. Als ich sie sah, fiel ich auf 
mein Angesicht und hrte eine Stimme reden.
EZE 2:1 Und er sprach zu mir: Menschensohn, stelle dich auf deine Fe, so 
will ich mit dir reden!
EZE 2:2 Da kam der Geist in mich, sobald er zu mir redete; der stellte 
mich auf meine Fe, und ich hrte den, der mit mir redete.
EZE 2:3 Und er sprach zu mir: Menschensohn, ich sende dich zu den Kindern 
Israel, zu den widerspenstigen Heiden, die sich wider mich emprt haben; 
sie und ihre Vter haben wider mich gesndigt bis auf den heuten Tag;
EZE 2:4 ja, ich sende dich zu solchen Kindern, die ein trotziges Angesicht 
und ein verstocktes Herz haben; zu denen sollst du sagen: So spricht 
Gott, der HERR!
EZE 2:5 Sie aber, mgen sie darauf hren oder es bleiben lassen (denn sie 
sind ein widerspenstiges Haus), sollen wissen, da ein Prophet unter ihnen 
gewesen ist.
EZE 2:6 Du aber, Menschensohn, sollst dich vor ihnen nicht frchten und 
vor ihren Worten nicht erschrecken, wenn sie auch wie Disteln und Dornen 
gegen dich sind und du unter Skorpionen wohnst. So frchte dich doch nicht 
vor ihren Worten und erschrick nicht vor ihren Gesichtern; denn sie sind 
ein widerspenstiges Haus.
EZE 2:7 Und du sollst ihnen meine Worte sagen, mgen sie darauf hren oder 
es bleiben lassen; denn sie sind widerspenstig!
EZE 2:8 Du aber, Menschensohn, hre, was ich dir sage, sei nicht 
widerspenstig wie das widerspenstige Haus! Tue deinen Mund auf und i, was 
ich dir gebe!
EZE 2:9 Da schaute ich, und siehe, eine Hand war gegen mich ausgestreckt, 
und siehe, sie hielt eine Buchrolle.
EZE 2:10 Und er breitete sie vor mir aus; und sie war vorn und hinten 
beschrieben, und es waren darauf geschrieben Klagen, Seufzer und Wehe.
EZE 3:1 Und er sprach zu mir: Menschensohn, i, was du hier vorfindest, i 
diese Rolle und gehe hin, rede zum Hause Israel!
EZE 3:2 Da tat ich meinen Mund auf, und er gab mir jene Rolle zu essen.
EZE 3:3 Und er sprach zu mir: Speise deinen Leib und flle deine 
Eingeweide mit dieser Rolle, die ich dir gebe! Da a ich, und es war in 
meinem Munde so s wie Honig.
EZE 3:4 Da sprach er zu mir: Menschensohn, gehe hin zum Hause Israel und 
rede mit meinen Worten zu ihnen!
EZE 3:5 Denn du wirst nicht zu einem Volk von unverstndlicher Sprache und 
schwerer Zunge gesandt, sondern zum Hause Israel;
EZE 3:6 nicht zu groen Nationen, die eine unverstndliche Sprache und 
schwere Zunge haben, deren Worte du nicht verstehen knntest: wahrlich, 
wenn ich dich zu solchen Leuten sendete, so wrden sie auf dich hren;
EZE 3:7 aber das Haus Israel wird nicht auf dich hren wollen; denn sie 
wollen auch nicht auf mich hren; denn das ganze Haus Israel hat eine 
harte Stirn und ein verstocktes Herz.
EZE 3:8 Doch siehe, ich habe dein Angesicht so hart gemacht wie ihr 
Angesicht und deine Stirn so hart wie ihre Stirne.
EZE 3:9 Wie Diamant und hrter als Fels mache ich deine Stirn. Frchte sie 
nicht und erschrick nicht vor ihren Gesichtern! Denn sie sind ein 
widerspenstiges Haus.
EZE 3:10 Und er sprach zu mir: Menschensohn, alle meine Worte, die ich zu 
dir rede, sollst du zu Herzen fassen und mit deinen Ohren hren!
EZE 3:11 Und du sollst hingehen zu den Gefangenen, zu den Kindern deines 
Volkes, und sollst mit ihnen reden und zu ihnen sagen: So spricht Gott, 
der HERR! sie mgen hren oder es bleiben lassen.
EZE 3:12 Da hob mich der Geist empor, und ich hrte hinter mir eine 
Stimme, ein gewaltiges Getse: Gepriesen sei die Herrlichkeit des HERRN an 
ihrem Ort!
EZE 3:13 Ich hrte auch das Rauschen der Flgel der lebendigen Wesen, die 
einander berhrten, und das Rasseln der Rder, die neben ihnen waren, und 
den Schall eines gewaltigen Getses.
EZE 3:14 Als mich nun der Geist erhob und wegnahm, ging ich erbittert in 
grimmigem Zorn, und die Hand des Herrn lag fest auf mir.
EZE 3:15 Und ich kam zu den Gefangenen nach Tel-Abib, zu denen, die am 
Flusse Kebar wohnen, und da sie dort saen, setzte ich mich auch dorthin 
und war sieben Tage lang in Staunen versunken unter ihnen.
EZE 3:16 Aber nach sieben Tagen erging das Wort des HERRN an mich.
EZE 3:17 Er sprach: Menschensohn, ich habe dich zum Wchter bestellt fr 
das Haus Israel; wenn du aus meinem Munde ein Wort vernommen hast, so 
sollst du sie in meinem Auftrag warnen!
EZE 3:18 Wenn ich zum Gottlosen sage: Du mut sterben! und du warnst ihn 
nicht und sagst es ihm nicht, um ihn vor seinem gottlosen Wege zu warnen 
und am Leben zu erhalten, so wird der Gottlose um seiner Missetat willen 
sterben, aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern!
EZE 3:19 Warnst du aber den Gottlosen und er kehrt sich doch nicht von 
seiner Gottlosigkeit und von seinem gottlosen Wege, so wird er um seiner 
Missetat willen sterben, du aber hast deine Seele errettet!
EZE 3:20 Wenn aber ein Gerechter sich von seiner Gerechtigkeit abkehrt und 
Unrecht tut, und ich lege einen Ansto vor ihn hin, so wird er sterben, 
weil du ihn nicht gewarnt hast; um seiner Snde willen wird er sterben, 
und es wird seiner Gerechtigkeit, die er getan hat, nicht gedacht werden; 
aber sein Blut will ich von deiner Hand fordern!
EZE 3:21 Wenn du aber den Gerechten gewarnt hast, da der Gerechte nicht 
sndigen soll, und er dann nicht sndigt, so soll er am Leben bleiben, 
weil er sich hat warnen lassen, und du hast deine Seele errettet!
EZE 3:22 Und die Hand des Herrn kam daselbst ber mich, und er sprach zu 
mir: Stehe auf, gehe in das Tal hinaus, damit ich dort mit dir rede!
EZE 3:23 Als ich mich nun aufgemacht hatte und in das Tal hinausgegangen 
war, siehe, da stand daselbst die Herrlichkeit des HERRN, gleich der 
Herrlichkeit, welche ich bei dem Flusse Kebar gesehen hatte. Da fiel ich 
auf mein Angesicht nieder;
EZE 3:24 und der Geist kam in mich und stellte mich auf meine Fe und 
redete mit mir und sprach zu mir: Gehe hin und verschliee dich in dein 
Haus!
EZE 3:25 Und du, o Menschensohn, siehe, man wird dir Bande anlegen, mit 
denen man dich binden wird, so da du nicht mitten unter sie wirst 
hinausgehen knnen.
EZE 3:26 Und ich will deine Zunge an deinem Gaumen kleben lassen, da du 
verstummest und fr sie kein Strafprediger seiest; denn sie sind ein 
widerspenstiges Haus!
EZE 3:27 Aber wenn ich zu dir reden werde, so will ich deinen Mund auftun, 
da du zu ihnen sagen sollst: So spricht Gott, der HERR! Wer hren will, 
der hre, wer es aber unterlassen will, der unterlasse es! Denn sie sind 
ein widerspenstiges Haus.
EZE 4:1 Und du, Menschensohn, nimm einen Ziegelstein, lege ihn vor dich 
und entwirf darauf die Stadt Jerusalem.
EZE 4:2 Und veranstalte eine Belagerung gegen sie und baue einen 
Belagerungsturm wider sie und schtte einen Wall wider sie auf und stelle 
Kriegslager wider sie auf und Sturmbcke rings um sie her.
EZE 4:3 Und du, nimm dir eine eiserne Pfanne und stelle sie wie eine 
eiserne Mauer zwischen dich und die Stadt und richte dein Angesicht gegen 
sie, da sie in Belagerungszustand komme, und du sollst sie belagern. Das 
soll dem Hause Israel ein Zeichen sein.
EZE 4:4 Du aber lege dich auf deine linke Seite und lege die Missetat des 
Hauses Israel darauf. Solange du darauf liegst, sollst du ihre Missetat 
tragen.
EZE 4:5 Ich aber habe dir die Jahre ihrer Missetat in ebenso viele Tage 
verwandelt, nmlich 390 Tage lang sollst du die Missetat des Hauses Israel 
tragen.
EZE 4:6 Wenn du aber diese Tage vollendet hast, so lege dich das zweitemal 
auf deine rechte Seite und trage die Missetat des Hauses Juda vierzig Tage 
lang; je einen Tag will ich dir fr ein Jahr auflegen.
EZE 4:7 So richte nun dein Angesicht und deinen entblten Arm zur 
Belagerung Jerusalems und weissage wider sie.
EZE 4:8 Und siehe, ich will dir Stricke anlegen, da du dich nicht von 
einer Seite auf die andere wenden kannst, bis du die Tage deiner 
Belagerung vollendet hast.
EZE 4:9 Nimm dir auch Weizen und Gerste, Bohnen und Linsen, Hirse und 
Spelt und tue sie in ein einziges Geschirr und bereite deine Speise 
daraus, solange du auf der Seite liegen mut; 390 Tage lang sollst du 
davon essen.
EZE 4:10 Und zwar sollst du diese Speise nach dem Gewicht essen, zwanzig 
Schekel tglich; von Zeit zu Zeit sollst du davon essen.
EZE 4:11 Du sollst auch das Wasser nach dem Ma trinken, nmlich ein 
Sechstel Hin; das sollst du von Zeit zu Zeit trinken.
EZE 4:12 Und zwar sollst du es [die Speise] in Form von Gerstenbrot essen; 
das sollst du mit Menschenkot backen, vor ihren Augen.
EZE 4:13 Und der HERR sprach: Also mssen die Kinder Israel ihr Brot 
unrein essen unter den Heiden, unter welche ich sie verstoen will!
EZE 4:14 Da sprach ich: Ach, Herr, HERR, siehe, meine Seele ist noch 
niemals befleckt worden; denn von meiner Jugend an bis auf diese Stunde 
habe ich niemals von einem Aas oder Zerrissenen gegessen; auch ist niemals 
verdorbenes Fleisch in meinen Mund gekommen.
EZE 4:15 Hierauf antwortete er mir und sprach: Nun wohlan, ich will dir 
gestatten, da du Kuhmist anstatt Menschenkot nehmest und darauf dein Brot 
bereitest!
EZE 4:16 Ferner sprach er zu mir: Menschensohn, siehe, ich will in 
Jerusalem den Stab des Brotes brechen, so da sie nach dem Gewicht und mit 
Kummer Brot essen und nach dem Ma und mit Entsetzen Wasser trinken sollen,
EZE 4:17 damit sie an Brot und Wasser Mangel haben und sich entsetzen, 
einer wie der andere, und wegen ihrer Missetat verschmachten.
EZE 5:1 Und du, Menschensohn, nimm dir ein scharfes Schwert als 
Schermesser! Nimm es und fahre damit ber dein Haupt und ber deinen Bart; 
darnach nimm eine Waage und teile die Haare ab.
EZE 5:2 Ein Drittel verbrenne im Feuer, mitten in der Stadt, wenn die Tage 
der Belagerung vollendet sind; ein Drittel nimm und zerhaue es mit dem 
Schwert rings um sie her; ein Drittel aber zerstreue in den Wind; denn ich 
will das Schwert zcken hinter ihnen her.
EZE 5:3 Doch nimm davon eine geringe Zahl [Haare] und binde sie in deinen 
Rockzipfel.
EZE 5:4 Darnach nimm von denselben abermals und wirf sie mitten ins Feuer 
und verbrenne sie im Feuer. Von denen soll ein Feuer ausgehen ber das 
ganze Haus Israel.
EZE 5:5 So spricht Gott, der HERR: Das ist Jerusalem! Ich habe sie mitten 
unter die Heiden gesetzt und Lnder rings um sie her.
EZE 5:6 Aber sie hat meinen Rechten frevelhaft widerstanden, mehr als die 
Heiden, und meinen Satzungen, mehr als die Lnder, welche rings um sie her 
liegen; denn sie haben meine Rechte verachtet und nicht in meinen 
Satzungen gewandelt.
EZE 5:7 Darum spricht Gott, der HERR, also: Weil ihr es rger gemacht habt 
als die Heiden um euch her; weil ihr nicht in meinen Satzungen gewandelt 
und meine Rechte nicht gehalten habt, ja, weil ihr nicht einmal getan habt 
nach den Rechten der Heiden um euch her, so spricht Gott, der HERR, also:
EZE 5:8 Siehe, auch ich will ber dich kommen und will mitten unter dir 
Gericht halten vor den Augen der Heiden
EZE 5:9 und mit dir handeln, wie ich niemals getan habe und forthin auch 
nimmermehr tun werde, und solches um aller deiner Greuel willen.
EZE 5:10 Darum werden in deiner Mitte Vter ihre Shne essen, und Shne 
werden ihre Vter essen; und ich will Gericht in dir halten und alle deine 
briggebliebenen nach allen Winden zerstreuen.
EZE 5:11 Darum, so wahr ich lebe, spricht Gott, der HERR, weil du mein 
Heiligtum mit allen deinen Greueln und mit allen deinen schndlichen Taten 
verunreinigt hast, will auch Ich mich abwenden; mein Auge soll deiner 
nicht schonen; und auch Ich will mich nicht erbarmen.
EZE 5:12 Ein Drittel von dir soll an der Pest sterben und in deiner Mitte 
durch Hunger aufgerieben werden; ein Drittel soll durch das Schwert fallen 
rings um dich her; das letzte Drittel aber will ich in alle Winde 
zerstreuen und das Schwert hinter ihnen her zcken.
EZE 5:13 Also soll mein Zorn sich erschpfen, und ich will meinen Grimm an 
ihnen stillen und mich rchen, da sie erfahren sollen, da ich, der HERR, 
in meinem Eifer geredet habe, wenn ich meinen Grimm an ihnen khle.
EZE 5:14 Und ich will dich zu einer Wstenei und zur Schmach machen unter 
den Heiden um dich her, vor den Augen aller, die vorbergehen;
EZE 5:15 und du sollst zur Schmach und zum Hohn, zur Warnung und zum 
Entsetzen werden den Heiden, die um dich her sind, wenn ich an dir das 
Urteil vollziehe im Zorn und Grimm und mit grimmigen Strafen.
EZE 5:16 Ich, der HERR, habe es gesagt (wenn ich die bsen Pfeile des 
Hungers wider sie abschiee zu ihrem Verderben), und ich werde sie 
abschieen, um euch umzubringen, und ich will noch mehr Hunger ber euch 
bringen und werde euch den Stab des Brotes brechen.
EZE 5:17 Und ich will nicht nur Hunger, sondern auch wilde Tiere gegen 
euch senden, da sie dich der Kinder berauben sollen. Pest und 
Blutvergieen sollen ber dich kommen; ich will auch das Schwert ber dich 
bringen. Ich, der HERR, habe es gesagt!
EZE 6:1 Und das Wort des HERRN erging an mich also:
EZE 6:2 Menschensohn, richte dein Angesicht gegen die Berge Israels und 
weissage wider sie und sprich:
EZE 6:3 Ihr Berge Israels, hret das Wort Gottes, des HERRN! So spricht 
Gott, der HERR, zu den Bergen und Hgeln, zu den Grnden und Tlern: Seht, 
ich will ein Schwert ber euch bringen und eure Hhen verderben.
EZE 6:4 Eure Altre sollen verwstet und eure Sonnensulen zerbrochen 
werden.
EZE 6:5 Und ich will die Leichname der Kinder Israel vor ihre Gtzen 
werfen und will eure Gebeine rings um eure Altre zerstreuen.
EZE 6:6 An allen euren Wohnsitzen sollen die Stdte de und die Hhen 
verwstet werden, da eure Altre verlassen und zerstrt, eure Gtzen 
zerbrochen und abgetan, eure Sonnensulen umgestrzt und eure Machwerke 
vernichtet werden.
EZE 6:7 Und Erschlagene sollen mitten unter euch fallen, so werdet ihr 
erfahren, da ich der HERR bin!
EZE 6:8 Ich will aber etliche von euch briglassen, die dem Schwert 
entrinnen sollen unter den Heiden, wenn ihr in die Lnder zerstreut werdet.
EZE 6:9 Diejenigen aber von euch, welche entrinnen, werden meiner gedenken 
bei den Heiden, wohin sie gefangen gefhrt worden sind, wenn ich ihr 
buhlerisches Herz, das von mir abgewichen ist, und ihre Augen, die ihren 
Gtzen nachbuhlten, gebrochen habe. Alsdann werden sie an sich selbst 
Mifallen haben wegen der Bosheit, welche sie mit allen ihren Greueln 
verbt haben,
EZE 6:10 und sie werden erfahren, dass ich, der HERR, nicht umsonst gesagt 
habe, da ich solches Unglck ber sie bringen werde.
EZE 6:11 Gott, der HERR, hat also gesprochen: Schlage deine Hnde zusammen 
und stampfe mit deinem Fu und rufe ein Wehe aus ber alle schndlichen 
Greuel des Hauses Israel! Durchs Schwert, durch Hunger und Pest soll es 
umkommen!
EZE 6:12 Wer in der Ferne sein wird, der wird an der Pest sterben, und wer 
in der Nhe sein wird, soll durch das Schwert umkommen; wer aber 
brigbleibt und erhalten wird, soll Hungers sterben. Also will ich meinen 
grimmigen Zorn an ihnen stillen.
EZE 6:13 Alsdann werdet ihr erfahren, da ich der HERR bin, wenn ihre 
Erschlagenen mitten unter ihren Gtzen um ihre Altre her liegen werden, 
auf allen hohen Hgeln, auf allen Berghhen, unter allen grnen Bumen und 
unter allen dichtbelaubten Eichen, an den Sttten, wo sie allen ihren 
Gtzen sen Opferduft bereitet haben.
EZE 6:14 Und ich will meine Hand ber sie ausstrecken und das Land zur 
Wste und Einde machen von der Steppe an bis nach Riblat hin, an allen 
ihren Wohnorten, und so sollen sie erfahren, da ich der HERR bin!
EZE 7:1 Und das Wort des HERRN erging also an mich:
EZE 7:2 Du, Menschensohn! So spricht Gott, der HERR, von dem Lande Israel: 
Das Ende kommt, ja, das Ende ber alle vier Landesgegenden!
EZE 7:3 Nun wird das Ende ber dich kommen, und ich will meinen Zorn ber 
dich entfesseln und dich nach deinem Wandel richten und dir alle deine 
Greuel vergelten.
EZE 7:4 Mein Auge soll deiner nicht schonen, und ich will mich deiner 
nicht erbarmen, sondern dir vergelten nach deinen Wegen und nach deinen 
Greueln, die in deiner Mitte vorgekommen sind, und so sollt ihr erfahren, 
da ich der HERR bin!
EZE 7:5 So spricht Gott, der HERR: Es kommt ein einzigartiges Unglck, 
siehe, das Unglck kommt!
EZE 7:6 Das Ende kommt, es kommt das Ende; es erwacht gegen dich, siehe, 
es ist schon da!
EZE 7:7 Das Verhngnis kommt ber dich, du Bewohner des Landes; die Zeit 
ist da; der Tag der Bestrzung ist nahe und nicht des Jauchzens auf den 
Bergen.
EZE 7:8 Jetzt giee ich gar bald meinen Grimm ber dich aus und khle 
meinen Zorn an dir! Ich will dich nach deinem Wandel richten und dir alle 
deine Greuel vergelten.
EZE 7:9 Mein Auge soll deiner nicht schonen, und ich will mich nicht 
erbarmen, sondern dir vergelten nach deinem Wandel und nach deinen 
Greueln, die in deiner Mitte geschehen sind, und so sollt ihr erfahren, 
da ich, der HERR, es bin, welcher schlgt.
EZE 7:10 Siehe, da ist der Tag, siehe, er kommt! Das Verhngnis bricht an; 
die Rute blht; es grnt der bermut!
EZE 7:11 Die Gewaltttigkeit erhebt sich als Rute der Gottlosigkeit. Es 
wird nichts von ihnen brigbleiben, weder von ihrer Menge, noch von ihrem 
Reichtum, und niemand wird sie beklagen.
EZE 7:12 Die Zeit kommt, der Tag naht! Wer etwas kauft, der freue sich 
nicht; wer verkauft, der traure nicht, denn Zornglut ist entbrannt ber 
ihren ganzen Haufen.
EZE 7:13 Denn der Verkufer wird nicht wieder zu dem verkauften Gut 
gelangen, auch wenn er noch unter den Lebendigen am Leben ist; denn die 
Weissagung wider ihre ganze Menge wird nicht umkehren, und niemand wird 
sich durch seine Missetat am Leben erhalten.
EZE 7:14 Stoet nur ins Horn und rstet alles zu, es wird doch niemand in 
die Schlacht ziehen; denn mein Zorn kommt ber ihren ganzen Haufen.
EZE 7:15 Drauen wird das Schwert wten, drinnen aber Pest und Hunger; wer 
aber auf dem Felde ist, der soll durchs Schwert umkommen; wer aber in der 
Stadt ist, den sollen Hunger und Pest verzehren!
EZE 7:16 Welche von ihnen aber entrinnen, die werden auf den Bergen sein 
wie die Tauben in den Schluchten. Sie werden alle seufzen, ein jeder um 
seiner Missetat willen.
EZE 7:17 Aller Hnde werden erschlaffen und aller Knie wie Wasser 
zerflieen.
EZE 7:18 Sie werden Scke umgrten; Schrecken wird sie bedecken. Alle 
Angesichter werden schamrot und alle ihre Hupter kahl sein.
EZE 7:19 Sie werden ihr Silber auf die Gassen werfen, und ihr Gold wird zu 
Unrat werden. Ihr Silber und Gold vermag sie nicht zu retten am Tage des 
grimmigen Zorns des HERRN. Es wird ihre Seelen nicht sttigen und ihren 
Leib nicht fllen; denn es ist ihnen ein Ansto zur Snde geworden.
EZE 7:20 Seinen zierlichen Schmuck haben sie zur Hoffart verwendet, und 
sie haben ihre greulichen und scheulichen Bilder daraus gemacht. Darum 
habe ich es ihnen in Unrat verwandelt
EZE 7:21 und will es den Fremden zum Raub und den Gottlosen auf Erden zur 
Beute geben, da sie es entweihen.
EZE 7:22 Und ich will mein Angesicht von ihnen wenden, da man meinen 
verborgenen Schatz entheilige; denn es werden Ruber dahinter kommen und 
ihn entweihen.
EZE 7:23 Mache Ketten, denn das Land ist ganz mit Blutschulden erfllt, 
und die Stadt ist voller Frevel!
EZE 7:24 Ich aber will die schlimmsten Heidenvlker herbringen, da sie 
deren Huser einnehmen; und ich will dem Hochmut der Starken ein Ende 
machen, und ihre Heiligtmer sollen entheiligt werden.
EZE 7:25 Die Angst kommt! Sie werden Frieden suchen und ihn nicht finden.
EZE 7:26 Ein Unglck nach dem andern kommt und eine Kunde um die andere; 
alsdann werden sie vom Propheten eine Offenbarung verlangen; aber die 
Priester haben die Lehre verloren und die ltesten den Rat.
EZE 7:27 Der Knig wird trauern, der Frst wird sich in Entsetzen kleiden, 
und die Hnde des gemeinen Volkes werden zittern. Ich will sie behandeln 
nach ihrem Wandel und sie richten, wie es ihnen gebhrt, so werden sie 
erfahren, da ich der HERR bin!
EZE 8:1 Im sechsten Jahr, am fnften Tage des sechsten Monats, begab es 
sich, da ich in meinem Hause sa, und die ltesten Judas saen vor mir; 
daselbst fiel die Hand Gottes, des HERRN, auf mich.
EZE 8:2 Und ich schaute, und siehe, ein Bild wie eine Menschengestalt; von 
seinen Lenden abwrts war es anzusehen wie Feuer, aufwrts aber war es 
anzusehen wie ein Glanz, gleich dem Anblick des Golderzes.
EZE 8:3 Und es streckte etwas wie eine Hand aus und ergriff mich bei den 
Locken meines Hauptes, und der Geist hob mich empor zwischen Himmel und 
Erde und brachte mich in Gesichten Gottes nach Jerusalem, an den Eingang 
des innern Tors, das gegen Mitternacht schaut, woselbst ein Bild der 
Eifersucht, das den Eifer [Gottes] erregt, seinen Standort hatte.
EZE 8:4 Und siehe, daselbst war die Herrlichkeit des Gottes Israels, in 
derselben Gestalt, wie ich sie im Tale gesehen hatte.
EZE 8:5 Und er sprach zu mir: Menschensohn, hebe doch deine Augen auf 
gegen Mitternacht! Und siehe, da war nrdlich vom Altartor dieses Bild der 
Eifersucht, beim Eingang.
EZE 8:6 Da sprach er zu mir: Menschensohn, siehst du, was diese tun? 
Siehst du die groen Greuel, welche das Haus Israel hier begeht, so da 
ich mich von meinem Heiligtum entfernen mu? Aber du wirst noch andere 
groe Greuel sehen!
EZE 8:7 Und er fhrte mich zum Tor des Vorhofs; und ich schaute, und 
siehe, da war ein Loch in der Wand!
EZE 8:8 Da sprach er zu mir: Menschensohn, brich doch durch die Wand! Als 
ich nun durch die Wand brach, siehe, da war eine Tr.
EZE 8:9 Und er sprach zu mir: Komm und siehe die schlimmen Greuel, welche 
sie hier verben!
EZE 8:10 Da ging ich hinein und schaute, und siehe, da waren allerlei 
Bildnisse von Reptilien und greulichem Getier, auch allerlei Gtzen des 
Hauses Israel ringsum an der Wand eingegraben.
EZE 8:11 Und vor ihnen standen siebzig Mnner von den ltesten des Hauses 
Israels, und mitten unter ihnen stand Jaasanja, der Sohn Saphans; und 
jeder von ihnen hatte eine Rucherpfanne in seiner Hand, und es ging ein 
Rauch auf, eine Wolke von Weihrauch.
EZE 8:12 Da sprach er zu mir: Menschensohn, hast du gesehen, was die 
ltesten des Hauses Israel im Finstern tun, ein jeder in seinen 
Bilderkammern? Denn sie sagen: Der HERR sieht uns nicht, der HERR hat 
dieses Land verlassen!
EZE 8:13 Darnach sprach er zu mir: Du wirst noch mehr groe Greuel sehen, 
welche sie begehen!
EZE 8:14 Und er fhrte mich zu dem Eingang des Tores des Hauses des HERRN, 
welches gegen Norden liegt; und siehe, dort saen Weiber, welche den 
Tammus beweinten.
EZE 8:15 Da sprach er zu mir: Hast du das gesehen, Menschensohn? Du wirst 
noch grere Greuel sehen, als diese sind!
EZE 8:16 Und er fhrte mich in den innern Vorhof des Hauses des HERRN; und 
siehe, am Eingang zum Tempel des HERRN, zwischen der Halle und dem Altar, 
waren etwa fnfundzwanzig Mnner; die kehrten dem Tempel des HERRN den 
Rcken, ihr Angesicht aber gegen Aufgang, und sie beteten gegen Aufgang 
die Sonne an.
EZE 8:17 Da sprach er zu mir: Hast du das gesehen, Menschensohn? Ist es 
dem Hause Juda zu gering, die Greuel zu tun, welche sie hier verben, da 
sie auch das Land mit Frevel erfllen und mich immer wieder zum Zorn 
reizen? Und siehe, sie halten grne Zweige an ihre Nase!
EZE 8:18 So will denn auch ich in meinem grimmigen Zorn handeln; mein Auge 
soll ihrer nicht schonen, und ich will mich ihrer nicht erbarmen; und wenn 
sie mir gleich mit lauter Stimme in die Ohren schreien, so werde ich sie 
doch nicht erhren.
EZE 9:1 Und er rief mir mit lauter Stimme in die Ohren und sprach: Nahet 
herzu, ihr Heimsuchungen der Stadt! Ein jeder nehme seine Mordwaffe zur 
Hand!
EZE 9:2 Und siehe, da kamen sechs Mnner des Weges vom obern Tor her, 
welches nach Norden schaut, und ein jeder hatte seine Zerstrungswaffe in 
der Hand; in ihrer Mitte aber war ein Mann, der trug ein leinenes Kleid 
und hatte ein Schreibzeug an der Seite; diese gingen hinein und stellten 
sich neben den ehernen Altar.
EZE 9:3 Da erhob sich die Herrlichkeit des Gottes Israels von dem Cherub, 
ber welchem sie gewesen, hin zur Schwelle des Hauses und rief dem Manne 
zu, der das leinene Kleid trug und das Schreibzeug an der Seite hatte.
EZE 9:4 Und der HERR sprach zu ihm: Gehe mitten durch die Stadt, mitten 
durch Jerusalem und mache ein Zeichen auf die Stirn der Leute, die da 
seufzen und jammern ber die Greuel, die darinnen verbt werden.
EZE 9:5 Zu den andern aber sprach er vor meinen Ohren: Gehet hinter ihm 
her durch die Stadt und erwrget; euer Auge soll nicht schonen, und ihr 
drft kein Mitleid haben.
EZE 9:6 Ttet, vernichtet Greise, Jnglinge und Jungfrauen, Kinder und 
Frauen! Von denen aber, die das Zeichen tragen, rhret niemand an! Fanget 
aber bei meinem Heiligtum an! Da fingen sie bei den ltesten an, die vor 
dem Tempel waren.
EZE 9:7 Und er sprach zu ihnen: Verunreiniget das Haus und fllet die 
Vorhfe mit Erschlagenen! Ziehet aus! Da zogen sie aus und mordeten in der 
Stadt.
EZE 9:8 Als sie nun so mordeten und ich noch brig war, fiel ich auf mein 
Angesicht, schrie und sprach: Ach, Herr, HERR, willst du in deinem Zorn, 
welchen du ber Jerusalem ausgieest, alles umbringen, was von Israel noch 
brig ist?
EZE 9:9 Da antwortete er mir: Die Snde des Hauses Israel und Juda ist 
beraus gro! Das Land ist voll Blut und die Stadt voll Unrecht; denn sie 
sagen: Der HERR hat das Land verlassen, und der HERR sieht es nicht!
EZE 9:10 So soll auch mein Auge ihrer nicht schonen, und ich will kein 
Mitleid haben, sondern ihren Wandel auf ihren Kopf vergelten.
EZE 9:11 Und siehe, der Mann, welcher das leinene Kleid trug und das 
Schreibzeug an der Seite hatte, brachte eine Meldung und sprach: Ich habe 
getan, wie du mir befohlen hast!
EZE 10:1 Und ich schaute, und siehe, auf dem Firmament, das ber dem 
Haupte der Cherubim war, befand sich etwas wie ein Saphirstein; etwas, das 
wie ein Throngebilde aussah, erschien ber ihnen.
EZE 10:2 Und er redete mit dem Mann, der das leinene Kleid trug, und 
sagte: Gehe hinein zwischen die Rder unter dem Cherub und flle deine 
Hnde mit glhenden Kohlen, die zwischen den Cherubim sind, und sprenge 
sie ber die Stadt! Da ging er vor meinen Augen hinein.
EZE 10:3 Und die Cherubim standen auf der rechten Seite des Hauses, als 
der Mann hineinging; die Wolke aber erfllte den innern Vorhof.
EZE 10:4 Da erhob sich die Herrlichkeit des HERRN von dem Cherub zu der 
Schwelle des Hauses hin, also da der Tempel von der Wolke erfllt und der 
Vorhof voll Glanzes der Herrlichkeit des HERRN wurde.
EZE 10:5 Und man hrte das Rauschen der Flgel der Cherubim bis in den 
uern Vorhof, gleich der Stimme des allmchtigen Gottes, wenn er redet.
EZE 10:6 Als er nun dem Manne, der das leinene Kleid trug, befahl, Feuer 
zwischen den Rdern, zwischen den Cherubim, zu holen, da ging dieser 
hinein und trat neben das Rad.
EZE 10:7 Da streckte ein Cherub seine Hand zwischen die Cherubim, nach dem 
Feuer, das zwischen den Cherubim war, und nahm davon und gab es dem, der 
das leinene Kleid trug, in die Hnde; der nahm es und ging hinaus.
EZE 10:8 Und es wurde an den Cherubim etwas wie eine Menschenhand unter 
ihren Flgeln sichtbar.
EZE 10:9 Und ich schaute, und siehe, da waren vier Rder bei den Cherubim; 
ein Rad bei dem einen Cherub und das andere Rad bei dem andern Cherub; die 
Rder aber waren anzusehen wie der Glanz eines Chrysolithsteins.
EZE 10:10 Dem Ansehen nach waren sie alle vier von einerlei Gestalt, als 
wre ein Rad mitten in dem andern.
EZE 10:11 Wenn sie gingen, so gingen sie nach ihren vier Seiten; keines 
wandte sich um, wenn es ging; sondern wohin sich das Haupt wandte, dahin 
gingen sie, ihm nach, und sie wandten sich nicht um im Gehen.
EZE 10:12 Ihr ganzer Leib und ihr Rcken und ihre Hnde und ihre Flgel, 
auch die Rder waren alle ringsum voller Augen, bei allen vieren.
EZE 10:13 Und ihre Rder, die Rder nannte er vor meinen Ohren 
Wirbelwind.
EZE 10:14 Aber jeder einzelne [Cherub] hatte vier Gesichter; das erste war 
eines Cherubs Gesicht, das zweite eines Menschen Gesicht, das dritte eines 
Lwen Gesicht und das vierte eines Adlers Gesicht.
EZE 10:15 Und die Cherubim erhoben sich. Es war das lebendige Wesen, 
welches ich am Flusse Kebar gesehen hatte.
EZE 10:16 Wenn nun die Cherubim gingen, so gingen auch die Rder mit 
ihnen; und wenn die Cherubim ihre Flgel schwangen, da sie sich von der 
Erde emporhoben, so wandten sich auch die Rder nicht von ihrer Seite.
EZE 10:17 Wenn jene stillstanden, so standen auch diese still, wenn jene 
sich emporhoben, so erhoben sich auch die Rder mit ihnen; denn der Geist 
des lebendigen Wesens war in ihnen.
EZE 10:18 Und die Herrlichkeit des HERRN ging von der Schwelle des Tempels 
hinweg und stellte sich ber die Cherubim.
EZE 10:19 Da schwangen die Cherubim ihre Flgel und erhoben sich von der 
Erde bei ihrem Wegzug vor meinen Augen, und die Rder neben ihnen. Aber an 
der stlichen Pforte des Hauses des HERRN blieben sie stehen, und oben 
ber ihnen war die Herrlichkeit des Gottes Israels.
EZE 10:20 Es war das lebendige Wesen, welches ich am Flusse Kebar unter 
dem Gott Israels gesehen hatte; und ich merkte, da es Cherubim waren.
EZE 10:21 Ein Jedes hatte vier Gesichter und ein jedes vier Flgel, und 
etwas wie Menschenhnde war unter ihren Flgeln.
EZE 10:22 Was aber die Gestalt ihrer Gesichter betrifft, so waren es die 
gleichen Gesichter, welche ich am Flusse Kebar gesehen hatte, ihre 
Erscheinung und sie selbst. Ein jedes ging gerade vor sich hin.
EZE 11:1 Und der Geist hob mich auf und fhrte mich zum stlichen Tor des 
Hauses des HERRN, welches gegen Morgen sieht. Und siehe, fnfundzwanzig 
Mnner waren am Eingang des Tors, unter denen ich Jaasanja, den Sohn 
Assurs, und Pelatja, den Sohn Benajas, die Obersten des Volkes, erblickte.
EZE 11:2 Und er sprach zu mir: Menschensohn, das sind die Leute, welche 
bse Anschlge machen und schlimmen Rat erteilen in dieser Stadt! Sie 
sagen:
EZE 11:3 Wird man nicht bald wieder Huser bauen? Sie ist der Topf und 
wir das Fleisch!
EZE 11:4 Darum sollst du wider sie weissagen! Weissage, Menschensohn!
EZE 11:5 Und der Geist des HERRN fiel auf mich und sprach zu mir: Sage: So 
spricht der HERR! Ihr, das Haus Israel, sprechet so; und was in eurem 
Geist aufsteigt, wei ich wohl!
EZE 11:6 Ihr habt viele in dieser Stadt umgebracht und habt ihre Gassen 
mit Erschlagenen gefllt.
EZE 11:7 Darum spricht Gott, der HERR, also: Eure Erschlagenen, welche ihr 
in dieser Stadt hingestreckt habt, sind das Fleisch, und sie ist der Topf; 
euch aber wird man aus ihr hinausfhren!
EZE 11:8 Ihr frchtet das Schwert, aber das Schwert will ich ber euch 
bringen, spricht Gott, der HERR.
EZE 11:9 Ich will euch aus dieser Stadt hinausfhren und euch Fremden 
ausliefern und das Urteil an euch vollstrecken!
EZE 11:10 Ihr sollt durchs Schwert fallen; an der Grenze Israels will ich 
euch richten, und ihr sollt erfahren, da ich der HERR bin.
EZE 11:11 Diese Stadt wird nicht euer Topf sein, und ihr werdet nicht das 
Fleisch darin sein, sondern ich will euch an der Grenze Israels richten!
EZE 11:12 Und ihr sollt erfahren, da ich der HERR bin, in dessen Geboten 
ihr nicht gewandelt und dessen Satzungen ihr nicht gehalten habt; sondern 
nach den Bruchen der Heiden, die um euch her sind, habt ihr getan.
EZE 11:13 Whrend ich nun weissagte, begab es sich, da Pelatja, der Sohn 
Benajas, starb. Da fiel ich nieder auf mein Angesicht und schrie mit 
lauter Stimme und sprach: Ach, Herr, HERR, willst du den berrest Israels 
gnzlich aufreiben?
EZE 11:14 Da erging das Wort des HERRN an mich also:
EZE 11:15 Menschensohn, deine Brder, ja, deine Brder, deine Verwandten 
und das ganze Haus Israel, sie alle sind es, von denen die Einwohner 
Jerusalems sagen: Sie sind fern vom HERRN; uns aber ist dieses Land zum 
Besitztum gegeben!
EZE 11:16 Darum sollst du zu ihnen sagen: So spricht Gott, der HERR: Ich 
habe sie wohl fern unter die Nationen getan und in die Lnder zerstreut; 
aber ich bin ihnen doch ein wenig zum Heiligtum geworden in den Lndern, 
dahin sie gekommen sind.
EZE 11:17 Darum sollst du weiter zu ihnen sagen: So spricht Gott, der 
HERR: Ich will euch aus den Vlkern sammeln und euch aus den Lndern, in 
welche ihr zerstreut worden seid, wieder zusammenbringen und euch das Land 
Israel wieder geben!
EZE 11:18 Und sie werden dahin kommen und alle Scheusale und Greuel daraus 
entfernen.
EZE 11:19 Ich aber will ihnen ein einiges Herz geben und einen neuen Geist 
in eure Brust legen und will das steinerne Herz aus ihrem Leibe nehmen und 
ihnen ein fleischernes Herz geben,
EZE 11:20 damit sie in meinen Geboten wandeln und meine Rechte beobachten 
und sie tun; und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein.
EZE 11:21 Denen aber, deren Herz ihren Greueln und Scheusalen nachwandelt, 
will ich ihren Wandel auf ihren Kopf vergelten, spricht Gott, der HERR.
EZE 11:22 Darnach hoben die Cherubim ihre Flgel empor, und die Rder 
[gingen] neben ihnen, und die Herrlichkeit des Gottes Israels war oben 
ber ihnen.
EZE 11:23 Und die Herrlichkeit des HERRN stieg auf, mitten aus der Stadt, 
und blieb stehen auf dem Berge, der stlich von der Stadt liegt.
EZE 11:24 Mich aber nahm der Geist und fhrte mich im Gesichte, im Geist 
Gottes, wieder zu den Gefangenen in Chalda; und die Erscheinung, welche 
ich gesehen hatte, hob sich von mir hinweg.
EZE 11:25 Da sagte ich den Gefangenen alle Worte des HERRN, welche er mich 
hatte schauen lassen.
EZE 12:1 Und das Wort des HERRN erging an mich also:
EZE 12:2 Menschensohn, du wohnst inmitten eines widerspenstigen Hauses, 
welches Augen hat zum Sehen und doch nicht sieht, Ohren zum Hren und doch 
nicht hrt; denn sie sind ein widerspenstiges Haus.
EZE 12:3 Darum, du Menschensohn, mache dir Wandergerte und ziehe bei Tage 
vor ihren Augen aus. Vor ihren Augen sollst du von deinem Wohnort an einen 
anderen Ort ziehen; vielleicht werden sie es bemerken, denn sie sind ein 
widerspenstiges Haus.
EZE 12:4 Du sollst dein Gerte wie Wandergerte bei Tage vor ihren Augen 
heraustragen; du aber sollst des Abends vor ihren Augen hinausziehen, wie 
man auszieht, wenn man auswandern will.
EZE 12:5 Du sollst vor ihren Augen die Wand durchbrechen und dein Gerte 
dadurch hinaustragen.
EZE 12:6 Du sollst es vor ihren Augen auf die Schulter nehmen und es in 
der Finsternis hinaustragen. Verhlle aber dein Angesicht, da du das Land 
nicht sehest; denn ich habe dich zum Zeichen gemacht fr das Haus Israel.
EZE 12:7 Da tat ich so, wie mir befohlen war; mein Gert brachte ich wie 
Wandergerte bei Tag hinaus; und am Abend durchbrach ich mit der Hand die 
Wand; da es aber finster ward, nahm ich es auf meine Schulter und trug es 
vor ihren Augen hinaus.
EZE 12:8 Aber am Morgen frh erging das Wort des HERRN an mich also:
EZE 12:9 Menschensohn, hat nicht das widerspenstige Haus Israel zu dir 
gesagt:
EZE 12:10 Was tust du da? Sage zu ihnen: So spricht Gott, der HERR: 
diese Weissagung gilt Jerusalem und dem ganzen Hause Israel, welches darin 
ist.
EZE 12:11 Sage: Ich bin fr euch ein Wahrzeichen! Wie ich getan habe, so 
soll es ihnen gehen! In die Verbannung, in die Gefangenschaft mssen sie 
wandern!
EZE 12:12 Und der Frst, der in ihrer Mitte ist, wird seine Schulter 
beladen und sich im Finstern davonmachen. Man wird durch die Mauer 
brechen, um ihn da hinauszufhren; er wird sein Angesicht verhllen, da 
er mit seinen Augen das Land nicht ansehen msse.
EZE 12:13 Ich will auch mein Garn ber ihn ausspannen, und er wird in 
meinem Netz gefangen werden; und ich will ihn gen Babel fhren, in das 
Land der Chalder; aber er wird es nicht sehen und soll daselbst sterben.
EZE 12:14 Und alles, was um ihn her ist, seine Helfer und seine Truppen, 
will ich in alle Winde zerstreuen und das Schwert hinter ihnen zcken.
EZE 12:15 Dann werden sie erkennen, da ich der HERR bin, wenn ich sie 
unter die Heiden zerstreut und in die Lnder verjagt habe.
EZE 12:16 Und ich will von ihnen einige Mnner briglassen vom Schwerte, 
vom Hunger und von der Pest, damit sie unter den Heiden, unter welche sie 
kommen, alle ihre Greuel erzhlen und erfahren, da ich der HERR bin.
EZE 12:17 Und das Wort des HERRN erging an mich also:
EZE 12:18 Menschensohn, du sollst dein Brot mit Zittern essen und dein 
Wasser mit Furcht und Sorgen trinken;
EZE 12:19 und du sollst zu dem Volke des Landes sagen: So spricht Gott, 
der HERR, zu den Einwohnern Jerusalems, zum Land Israel. Sie mssen ihr 
Brot mit Sorgen essen und ihr Wasser mit Entsetzen trinken, weil ihr Land 
von aller seiner Flle entsetzlich verdet wird, wegen des Frevels aller 
derer, die darin wohnen.
EZE 12:20 Die bewohnten Stdte sollen wste und das Land de werden, damit 
ihr erfahret, da ich der HERR bin!
EZE 12:21 Und das Wort des HERRN erging an mich also:
EZE 12:22 Menschensohn, was ist das fr ein Sprichwort, welches ihr im 
Lande Israel brauchet, indem ihr sprecht: Die Tage ziehen sich hinaus, und 
es wird nichts aus allen Gesichten!
EZE 12:23 Darum sprich zu ihnen: So spricht Gott, der HERR: Ich will 
diesem Sprichwort ein Ende machen, da man es in Israel nicht mehr 
brauchen soll! Du aber sprich zu ihnen: Die Tage sind nahe, und jedes Wort 
der Weissagung trifft ein!
EZE 12:24 Denn es soll hinfort kein lgenhaftes Gesicht und keine 
schmeichelhafte Wahrsagung mehr geben inmitten des Hauses Israel!
EZE 12:25 Denn ich, der HERR, rede; was ich sage, das soll geschehen und 
nicht weiter verzgert werden. Ja, ich will zu euren Zeiten, du 
widerspenstiges Haus, ein Wort reden und es vollbringen, spricht Gott, der 
HERR.
EZE 12:26 Weiter erging des HERRN Wort an mich also:
EZE 12:27 Menschensohn, siehe, das Haus Israel spricht also: Das Gesicht, 
welches er gesehen hat, erfllt sich noch lange nicht, und er weissagt von 
fernen Zeiten!
EZE 12:28 Darum sage zu ihnen: Also spricht Gott, der HERR: Keines meiner 
Worte soll mehr verzgert werden; das Wort, welches ich gesprochen habe, 
soll geschehen, spricht Gott, der HERR.
EZE 13:1 Und das Wort des HERRN erging an mich also:
EZE 13:2 Menschensohn, weissage wider die Propheten Israels, welche 
weissagen, und sage zu denen, die aus ihrem eigenen Herzen weissagen:
EZE 13:3 Hret das Wort des HERRN! So spricht Gott, der HERR: Wehe den 
trichten Propheten, die ihrem eigenen Geiste folgen und dem, was sie 
nicht gesehen haben!
EZE 13:4 Israel, gleich Schakalen in den Ruinen sind deine Propheten!
EZE 13:5 Ihr seid nicht in die Risse getreten und habt keine Mauer um das 
Haus Israel gemacht, da es im Kampfe standzuhalten vermchte am Tage des 
HERRN!
EZE 13:6 Sie schauen Trug und lgenhafte Wahrsagung, sie, die da sagen: 
So spricht der HERR! obgleich der HERR sie nicht gesandt hat; und sie 
machen [ihnen] Hoffnung, da er das Wort besttige.
EZE 13:7 Habt ihr nicht falsche Gesichte gesehen und lgenhafte Wahrsagung 
ausgesprochen und dabei gesagt: So spricht der HERR! whrend ich doch 
nichts gesagt habe?
EZE 13:8 Darum spricht Gott, der HERR, also: Weil ihr Trug redet und Lgen 
schauet, so seht, ich will an euch! spricht Gott, der HERR.
EZE 13:9 Und meine Hand soll ber die Propheten kommen, welche Trug 
schauen und Lgen wahrsagen. Sie sollen nicht der Gemeinschaft meines 
Volkes angehren und nicht in das Verzeichnis des Hauses Israel 
eingetragen werden; sie sollen auch nicht in das Land Israel kommen, und 
ihr werdet erfahren, da ich, Gott, der HERR bin,
EZE 13:10 darum, ja, darum, weil sie mein Volk irregefhrt und von Frieden 
geredet haben, wo doch kein Friede ist! Jenes baut eine Wand, und diese 
bertnchen sie mit losem Kalk!
EZE 13:11 So sage nun denen, die mit losem Kalk tnchen, da er abfallen 
wird. Es soll ein berschwemmender Platzregen kommen, und Hagelsteine 
werden fallen, und ein Sturmwind wird losbrechen!
EZE 13:12 Ja, siehe, die Wand wird fallen! Wird man nicht alsdann zu euch 
sagen: Wo ist nun die Tnche, die ihr aufgestrichen habt?
EZE 13:13 Darum spricht Gott, der HERR, also: Ich lasse in meinem Zorn 
einen Sturmwind hervorbrechen, und ein berschwemmender Platzregen soll 
durch meinen Zorn kommen und Hagelsteine durch meinen Grimm zur 
Vernichtung.
EZE 13:14 Und die Wand, welche ihr mit losem Kalk getncht habt, will ich 
niederreien und zu Boden werfen, da ihr Fundament aufgedeckt werde und 
sie falle und ihr darunter umkommet; so werdet ihr erfahren, da ich der 
HERR bin.
EZE 13:15 Also will ich an dieser Wand und an denen, welche sie mit losem 
Kalk getncht haben, meinen Grimm khlen und zu euch sagen: Die Wand ist 
nicht mehr, und die, welche sie getncht haben, sind auch nicht mehr,
EZE 13:16 nmlich die Propheten Israels, welche Jerusalem weissagen und 
Gesichte des Friedens fr sie schauen, wo doch kein Friede ist, spricht 
Gott, der HERR.
EZE 13:17 Und du, Menschensohn, richte dein Angesicht wider die Tchter 
deines Volkes, welche aus ihrem eigenen Herzen weissagen, und weissage 
wider sie und sprich:
EZE 13:18 So spricht Gott, der HERR: Wehe den Weibern, welche Binden nhen 
fr alle Handgelenke und berwrfe verfertigen fr Kpfe jeder Gre, um 
Seelen zu fangen! Wollt ihr die Seelen meines Volkes fangen, um eure 
eigenen Seelen am Leben zu erhalten?
EZE 13:19 Ihr entheiliget mich bei meinem Volke fr einige Hnde voll 
Gerste und fr etliche Bissen Brot, um Seelen zu tten, welche nicht 
sterben sollten, und Seelen am Leben zu erhalten, welche nicht leben 
sollten, indem ihr mein Volk anlget, das euren Lgen Gehr schenkt!
EZE 13:20 Darum spricht Gott, der HERR, also: Siehe, ich will an eure 
Binden, mit welchen ihr die Seelen fanget wie Vgel! Ich will sie euch von 
den Armen reien und die Seelen, welche ihr fanget, freilassen wie Vgel!
EZE 13:21 Und ich will eure Kopfberwrfe zerreien und mein Volk aus 
eurer Hand erretten, da sie hinfort nicht mehr als Beute in eure Hand 
fallen; und ihr sollt erfahren, da ich der HERR bin.
EZE 13:22 Weil ihr das Herz des Gerechten flschlicherweise krnket, den 
ich doch nicht gekrnkt haben will, dagegen die Hnde des Gottlosen 
strket, da er sich ja nicht bekehre von seinem bsen Wege und er am 
Leben bleibe,
EZE 13:23 darum sollt ihr hinfort keinen Trug mehr schauen und keine 
Wahrsagerei mehr treiben, sondern ich will mein Volk aus euren Hnden 
erretten, und ihr sollt erfahren, da ich der HERR bin!
EZE 14:1 Und es kamen etliche Mnner von den ltesten Israels zu mir und 
setzten sich vor mich hin.
EZE 14:2 Da erging das Wort des HERRN an mich also:
EZE 14:3 Menschensohn, diese Mnner haben ihre Gtzen in ihr Herz 
geschlossen und den Ansto zu ihrer Missetat vor sich hingesetzt!
EZE 14:4 Sollte ich mich wohl von ihnen befragen lassen? Darum rede zu 
ihnen und sprich: So spricht Gott, der HERR: Jedermann vom Hause Israel, 
der seine Gtzen in sein Herz schliet und den Ansto zu seiner Missetat 
vor sich hinsetzt und zum Propheten kommt, dem will ich, der HERR selbst, 
nach der Menge seiner Gtzen antworten,
EZE 14:5 um dem Hause Israel ans Herz zu greifen, weil sie um aller ihrer 
Gtzen willen sich von mir entfremdet haben.
EZE 14:6 Darum sprich zu dem Hause Israel: So spricht Gott, der HERR: 
Kehret um und wendet euch von euren Gtzen ab und wendet eure Angesichter 
von allen euren Greueln ab!
EZE 14:7 Denn einem jeden (er sei von dem Hause Israel oder von den 
Fremdlingen, die unter Israel wohnen), der sich von mir abkehrt und seine 
Gtzen in sein Herz schliet und den Ansto zu seiner Missetat vor sich 
hinstellt und [trotzdem] zu dem Propheten kommt, um mich durch ihn um Rat 
zu fragen, dem will ich, der HERR, selbst antworten.
EZE 14:8 Und ich will mein Angesicht wider diesen Mann setzen und ihn 
verderben, da er zum Zeichen und Sprichwort werde, und will ihn mitten 
aus meinem Volk ausrotten; und so sollt ihr erfahren, da ich der HERR bin!
EZE 14:9 Und wenn der Prophet sich betren liee, ein Wort zu reden, so 
betre ich, der HERR, denselben auch und strecke meine Hand gegen ihn aus 
und rotte ihn mitten aus meinem Volke aus.
EZE 14:10 Sie sollen ihre Schuld tragen: wie die Schuld des Fragers, also 
soll auch die Schuld des Propheten sein,
EZE 14:11 damit das Haus Israel forthin nicht mehr von mir abirre und sie 
sich forthin mit keiner Missetat mehr beflecken, so werden sie mein Volk 
sein, und ich will ihr Gott sein, spricht Gott, der HERR!
EZE 14:12 UND das Wort des HERRN erging also an mich:
EZE 14:13 Menschensohn, wenn ein Land wider mich sndigt und einen 
Treubruch begeht und ich meine Hand dawider ausstrecke und ihm den Stab 
des Brots zerbreche und eine Hungersnot hineinsende und Menschen und Vieh 
daraus vertilge,
EZE 14:14 und es wren die drei Mnner Noah, Daniel und Hiob darin, so 
wrden diese durch ihre Gerechtigkeit nur ihre eigene Seele erretten, 
spricht Gott, der HERR.
EZE 14:15 Wenn ich wilde Tiere das Land durchstreifen liee und es wrde 
so entvlkert und verwstet, da aus Furcht vor den wilden Tieren niemand 
mehr hindurchzge,
EZE 14:16 und diese drei Mnner wren auch darin: so wahr ich lebe, 
spricht Gott, der HERR, sie wrden weder Shne noch Tchter erretten; sie 
allein wrden errettet, und das Land wrde zur Wste werden!
EZE 14:17 Oder wenn ich ein Schwert ber dieses Land brchte und sprche: 
Das Schwert soll durchs Land fahren! und wenn ich Menschen und Vieh 
daraus vertilgen wrde,
EZE 14:18 und diese drei Mnner wren darin: so wahr ich lebe, spricht 
Gott, der HERR, sie knnten weder Shne noch Tchter erretten, sondern sie 
allein wrden gerettet werden!
EZE 14:19 Oder wenn ich eine Pest in dieses Land senden und meinen 
grimmigen Zorn in Blut darber ausgieen wrde, da ich Menschen und Vieh 
daraus vertilgte,
EZE 14:20 und Noah, Daniel und Hiob wren darin, so knnten sie, so wahr 
ich lebe, spricht Gott, der HERR, weder Shne noch Tchter erretten, 
sondern sie allein wrden durch ihre Gerechtigkeit ihre Seele erretten!
EZE 14:21 Doch spricht Gott, der HERR, also: Wenn ich gleich meine vier 
rgsten Gerichte, das Schwert, den Hunger, wilde Tiere und Pest ber 
Jerusalem senden werde, um Menschen und Vieh daraus zu vertilgen,
EZE 14:22 siehe, so werden doch Gerettete darin brigbleiben, die 
herausgefhrt werden, Shne und Tchter. Siehe, diese werden zu euch 
hinauskommen, und ihr werdet ihren Wandel und ihre Taten sehen und 
getrstet werden ber das Unglck, welches ich ber Jerusalem gebracht 
habe, ja, ber alles, was ich ber sie gebracht habe.
EZE 14:23 Und sie werden euch trsten; denn ihr werdet ihren Wandel und 
ihre Taten sehen und werdet erkennen, da ich alles, was ich wider 
Jerusalem getan, nicht ohne Ursache getan habe, spricht Gott, der HERR.
EZE 15:1 Und das Wort des HERRN erging also an mich:
EZE 15:2 Menschensohn, was hat das Holz der Rebe vor allen Schlingpflanzen 
voraus, die sich unter den Bumen des Waldes befinden?
EZE 15:3 Nimmt man auch Holz davon, um es zu einer Arbeit zu verwenden? 
Nimmt man auch davon einen Pflock, um irgend ein Gert daran zu hngen?
EZE 15:4 Siehe, man wirft es ins Feuer, da es verzehrt werde; wenn das 
Feuer seine beiden Enden verzehrt hat und es in der Mitte angebrannt ist, 
eignet es sich dann noch zur Verarbeitung?
EZE 15:5 Siehe, also es noch ganz war, konnte man nichts daraus machen; 
wie viel weniger, wenn es nun vom Feuer verzehrt und versengt ist, kann es 
noch verarbeitet werden!
EZE 15:6 Darum spricht Gott, der HERR, also: Wie ich das Holz der Rebe 
unter den Bumen des Waldes dem Feuer zur Nahrung bestimmt habe, so habe 
ich auch die Einwohner Jerusalems preisgegeben.
EZE 15:7 Und ich will mein Angesicht wider sie setzen; sie sind zwar dem 
Feuer entgangen; aber das Feuer soll sie doch verzehren! Als dann werdet 
ihr erfahren, da ich der HERR bin, wenn ich mein Angesicht wider sie 
setze.
EZE 15:8 Und ich will das Land zur Wste machen, weil sie so treulos 
gehandelt haben, spricht Gott, der HERR.
EZE 16:1 Und das Wort des HERRN erging an mich also:
EZE 16:2 Menschensohn, halte Jerusalem ihre Greuel vor und sprich:
EZE 16:3 So spricht Gott, der HERR, zu Jerusalem: Nach Herkunft und Geburt 
stammst du aus dem Lande der Kanaaniter; dein Vater war ein Amoriter und 
deine Mutter eine Hetiterin.
EZE 16:4 Mit deiner Geburt war es also: Am Tage, da du geboren wurdest, 
ist deine Nabelschnur nicht abgeschnitten worden; du bist auch nicht im 
Wasser gebadet worden zu deiner Reinigung; man hat dich weder mit Salz 
gerieben, noch in Windeln eingewickelt.
EZE 16:5 Niemandes Auge hat Mitleid mit dir gehabt, da er dir etwas 
derartiges erwiesen und sich ber dich erbarmt htte, sondern du wurdest 
auf das Feld hinausgeworfen, so verachtet war dein Leben am Tage deiner 
Geburt.
EZE 16:6 Da ging ich an dir vorber und sah dich in deinem Blute zappeln 
und sprach zu dir, als du in deinem Blute dalagst: Du sollst leben! Ja, zu 
dir in deinem Blute sprach ich: Du sollst leben!
EZE 16:7 Ich lie dich zu vielen Tausenden werden wie das Gewchs des 
Feldes. Du wuchsest und wurdest gro und gelangtest zur schnsten Blte. 
Deine Brste wlbten sich, und dein Haar wuchs, aber du warst noch nackt 
und blo.
EZE 16:8 Als ich nun an dir vorberging und dich sah, siehe, da war deine 
Zeit da, die Zeit der Liebe. Da breitete ich meine Decke ber dich und 
bedeckte deine Ble. Ich schwur dir auch und machte einen Bund mit dir, 
spricht Gott, der HERR; und du wurdest mein!
EZE 16:9 Da habe ich dich mit Wasser gebadet und dein Blut von dir 
abgewaschen und dich mit l gesalbt.
EZE 16:10 Ich habe dich mit buntgewirkten Kleidern bekleidet und dir 
Schuhe angezogen von Seehundsfellen; ich habe dich mit feiner weier 
Baumwolle angetan und dich in Seide gehllt.
EZE 16:11 Ich zierte dich mit kstlichem Schmuck; ich legte dir Spangen an 
die Arme und eine Kette um deinen Hals;
EZE 16:12 ich legte einen Ring an deine Nase und Ringe an deine Ohren und 
setzte dir eine Ehrenkrone auf das Haupt.
EZE 16:13 Also warst du geziert mit Gold und Silber, und dein Kleid war 
von feiner weier Baumwolle, von Seide und Buntwirkerei. Du aest Semmel 
und Honig und l und wurdest beraus schn und brachtest es bis zur 
Knigswrde.
EZE 16:14 Und dein Ruhm erscholl unter den Heiden wegen deiner Schnheit; 
denn sie war ganz vollkommen infolge des Schmuckes, welchen ich dir 
angelegt hatte, spricht Gott, der HERR.
EZE 16:15 Du aber verlieest dich auf deine Schnheit und buhltest auf 
deine Berhmtheit hin und gossest deine Buhlerei ber jeden aus, der 
vorberging, und wurdest sein.
EZE 16:16 Du nahmst auch von deinen Kleidern und machtest dir bunte Hhen 
und triebst darauf Unzucht, wie sie niemals vorgekommen ist und nie wieder 
getrieben wird.
EZE 16:17 Du nahmst auch deine Schmucksachen von meinem Gold und Silber, 
welche ich dir gegeben hatte, und machtest dir Mannsbilder daraus und 
buhltest mit ihnen.
EZE 16:18 Du nahmst auch deine buntgewirkten Kleider und bekleidetest sie 
damit; und mein l und mein Rucherwerk legtest du ihnen vor.
EZE 16:19 Meine Speise, welche ich dir gegeben hatte, Semmel, l und 
Honig, womit ich dich speiste, legtest du ihnen vor als lieblichen Geruch. 
Solches ist geschehen, spricht Gott, der HERR!
EZE 16:20 Ferner hast du deine Shne und deine Tchter genommen, die du 
mir geboren hattest, und hast sie ihnen geopfert zum Frae!
EZE 16:21 War es nicht genug an deiner Buhlerei, da du noch meine Kinder 
schlachtetest und sie dahingabst, indem du sie fr jene durchs Feuer gehen 
lieest?
EZE 16:22 Und bei allen deinen Greueln und deinen Buhlereien hast du nicht 
an die Tage deiner Jugend gedacht, wie du damals nackt und blo in deinem 
Blute zappeltest!
EZE 16:23 Nach aller dieser deiner Bosheit (wehe, wehe, wehe dir, spricht 
Gott, der HERR),
EZE 16:24 hast du dir noch Gewlbe gebaut und Hhen gemacht auf jedem 
freien Platz.
EZE 16:25 An allen Straenecken hast du deine Hhen gebaut; und du hast 
deine Schnheit geschndet; du spreiztest deine Beine aus gegen alle, die 
vorbergingen, und hast immer rger Unzucht getrieben.
EZE 16:26 Du buhltest mit den Shnen gyptens, deinen Nachbarn, die groes 
Fleisch hatten, und hast immer mehr Unzucht getrieben, um mich zum Zorn zu 
reizen.
EZE 16:27 Aber siehe, da streckte ich meine Hand gegen dich aus und 
minderte dir deine Kost und gab dich dem Mutwillen deiner Feindinnen, der 
Tchter der Philister, preis, die sich deines verruchten Wesens schmten.
EZE 16:28 Da buhltest du mit den Shnen Assyriens, da du unersttlich 
warst. Du buhltest mit ihnen, wurdest aber doch nicht satt.
EZE 16:29 Da triebst du noch mehr Unzucht, nach dem Krmerlande Chalda 
hin. Aber auch da wurdest du nicht satt.
EZE 16:30 Wie schmachtete dein Herz, spricht Gott, der HERR, da du solches 
alles verbtest wie ein freches Hurenweib,
EZE 16:31 da du deine Gewlbe an allen Straenecken bautest und deine 
Hhen auf allen freien Pltzen machtest. Nur darin warst du nicht wie eine 
andere Hure, da du den Buhlerlohn verschmhtest.
EZE 16:32 O, du ehebrecherisches Weib, welches anstatt ihres Ehemannes 
Fremde annimmt!
EZE 16:33 Sonst gibt man allen Huren Lohn; du aber gibst allen deinen 
Buhlern Lohn und beschenkst sie, da sie von allen Orten zu dir kommen und 
Unzucht mit dir treiben!
EZE 16:34 Es geht bei dir in der Hurerei umgekehrt wie bei andern Weibern; 
dir hurt man nicht nach; und du gibst Buhlerlohn, dir aber wird kein 
Buhlerlohn gegeben. So wirst du zum Widerspiel.
EZE 16:35 Darum, du Hure, hre das Wort des HERRN!
EZE 16:36 So spricht Gott, der HERR: Weil du dein Geld also verschwendet 
und mit deiner Hurerei deine Scham gegen alle deine Buhlen und gegen alle 
deine greuelhaften Gtzen entblt hast, und wegen des Blutes deiner 
Kinder, welche du ihnen geopfert hast,
EZE 16:37 darum siehe, will ich alle deine Buhlen, denen du gefallen hast, 
alle die du geliebt und alle die du gehat hast, zusammenrufen: ja, ich 
will sie von allen Orten wider dich versammeln und deine Scham vor ihnen 
aufdecken, da sie alle deine Scham sehen sollen.
EZE 16:38 Ich will dir auch das Urteil sprechen, wie man den 
Ehebrecherinnen und Blutvergieerinnen das Urteil spricht, und an dir das 
Blutgericht vollziehen mit Grimm und Eifer.
EZE 16:39 Und ich will dich in ihre Gewalt geben, und sie werden deine 
Gewlbe abbrechen und deine Hhen umreien; sie werden dir deine Kleider 
ausziehen; sie werden dir allen deinen kostbaren Schmuck nehmen und dich 
nackt und blo sitzen lassen.
EZE 16:40 Sie werden auch eine Versammlung wider dich aufbieten; sie 
werden dich steinigen und dich mit ihren Schwertern zerhauen.
EZE 16:41 Sie werden deine Huser mit Feuer verbrennen und an dir das 
Strafgericht vollziehen vor den Augen vieler Weiber. Also will ich deiner 
Hurerei ein Ende machen, und du wirst hinfort auch keinen Buhlerlohn mehr 
geben.
EZE 16:42 Und ich will meinen grimmigen Zorn an dir stillen, da sich mein 
Eifer von dir wende und ich Ruhe finde und nicht mehr zum Zorn gereizt 
werde.
EZE 16:43 Weil du nicht an die Tage deiner Jugend gedacht, sondern mich 
durch dies alles erzrnt hast, siehe, so will auch ich dir deinen Wandel 
auf deinen Kopf bringen, spricht Gott, der HERR, damit du nicht zu allen 
deinen Greueln noch weitere Schandtaten verbest!
EZE 16:44 Siehe, alle Spruchdichter werden auf dich dieses Sprichwort 
anwenden: Wie die Mutter, so die Tochter!
EZE 16:45 Du bist die Tochter deiner Mutter, welche ihren Mann und ihre 
Kinder verachtet hat, und du bist die Schwester deiner Schwestern, die 
ihrer Mnner und Kinder berdrssig geworden sind. Eure Mutter war eine 
Hetiterin und euer Vater ein Amoriter.
EZE 16:46 Deine ltere Schwester ist Samaria mit ihren Tchtern, die zu 
deiner Linken wohnen; deine jngere Schwester aber, welche zu deiner 
Rechten wohnt, ist Sodom mit ihren Tchtern.
EZE 16:47 Auf ihren Wegen bist du nicht gewandelt, und nach ihren Greueln 
hast du nicht getan, sondern, wie wenn dieses zu wenig gewesen wre, hast 
du sie verachtet und es rger getrieben als sie in all deinem Wandel.
EZE 16:48 So wahr ich lebe, spricht Gott, der HERR, deine Schwester Sodom 
hat nicht so bel gehandelt, wie du und deine Tchter getan haben.
EZE 16:49 Siehe, das war die Snde deiner Schwester Sodom: Hoffart, 
Sattheit und sorglose Ruhe ward ihr und ihren Tchtern zuteil; aber dem 
Armen und Drftigen reichten sie nie die Hand,
EZE 16:50 sondern sie waren stolz und verbten Greuel vor mir; deswegen 
verwarf ich sie auch, als ich es sah.
EZE 16:51 Auch Samaria hat nicht halb so viel gesndigt wie du; sondern du 
hast viel mehr Greuel verbt als sie, so da du deine Schwestern gerecht 
erscheinen lieest durch alle deine Greuel, welche du begangen hast!
EZE 16:52 So trage nun auch du deine Schande, die du fr deine Schwestern 
eingetreten bist durch deine Snden, in welchen du grere Greuel begangen 
hast als sie, so da sie gerechter dastehen als du! Darum schme du dich 
auch und trage deine Schande, weil du deine Schwestern gerechtfertigt hast!
EZE 16:53 Ich will aber ihre Gefangenschaft wenden, die Gefangenschaft 
Sodoms und ihrer Tchter und die Gefangenschaft Samarias und ihrer 
Tchter; auch deine Gefangenschaft in ihrer Mitte will ich wenden,
EZE 16:54 damit du deine Schande tragest und dich alles dessen schmest, 
was du getan hast, wodurch du ihnen zum Troste dientest.
EZE 16:55 Also werden deine Schwestern, Sodom und ihre Tchter, wieder zur 
ihrem frheren Stande zurckkehren; auch Samaria und ihre Tchter sollen 
wieder zu ihrem frheren Stande zurckkehren; und du und deine Tchter, 
ihr sollt auch in euren frheren Stand zurckkehren.
EZE 16:56 Es war von deiner Schwester Sodom nichts zu hren aus deinem 
Munde zur Zeit deines Stolzes,
EZE 16:57 ehe deine Bosheit auch an den Tag kam, zu der Zeit, da die 
Tchter Syriens und alle ihre Nachbarn dich schmhten und die Tchter der 
Philister dich ringsum verachteten.
EZE 16:58 Deine Unzucht und deine Greuel, wahrlich, du mut sie tragen, 
spricht Gott, der HERR.
EZE 16:59 Denn also spricht Gott, der HERR: ich tue dir, wie du getan 
hast! Du hast den Eid verachtet, den Bund gebrochen.
EZE 16:60 Aber ich will meines Bundes gedenken, welchen ich mit dir in den 
Tagen deiner Jugend geschlossen habe, und ich will einen ewigen Bund mit 
dir aufrichten.
EZE 16:61 Alsdann wirst du an deine Wege gedenken und dich schmen, wenn 
du deine lteren und jngeren Schwestern zu dir nehmen wirst, welche ich 
dir zu Tchtern geben will, obgleich nicht auf Grund deines Bundes.
EZE 16:62 Aber ich will meinen Bund mit dir aufrichten, und du sollst 
erfahren, da ich der HERR bin,
EZE 16:63 damit du daran denkest und dich schmest und vor Scham den Mund 
nicht auftun drfest, wenn ich dir alles verzeihe, was du getan hast, 
spricht Gott, der HERR.
EZE 17:1 Und das Wort des HERRN erging an mich also:
EZE 17:2 Menschensohn, gib dem Hause Israel ein Rtsel auf und lege ihm 
ein Gleichnis vor und sage:
EZE 17:3 So spricht Gott, der HERR: Ein groer Adler mit groen Flgeln 
und langen Fittichen voll buntfarbiger Federn kam auf den Libanon und nahm 
den Wipfel der Zeder hinweg
EZE 17:4 und brach den obersten ihrer Zweige ab und brachte ihn in das 
Krmerland und setzte ihn in eine Handelsstadt.
EZE 17:5 Er nahm auch von dem Samen des Landes und tat ihn auf ein 
Saatfeld; er brachte ihn zu reichlichen Wassern und setzte ihn wie einen 
Weidenbaum.
EZE 17:6 Da wuchs er und ward ein wuchernder Weinstock, niedrigen Wuchses; 
seine Ranken bogen sich gegen ihn, und seine Wurzeln waren unter ihm. Also 
ward ein Weinstock daraus, und er trieb Schosse und streckte Ranken aus.
EZE 17:7 Es war aber ein anderer groer Adler, der hatte groe Flgel und 
viele Federn. Und siehe, dieser Weinstock bog seine Wurzeln zu ihm hin und 
streckte seine Schosse gegen ihn aus, damit er ihn trnke und nicht die 
Beete, worin er gepflanzt war.
EZE 17:8 Und er war doch auf einem guten Boden bei vielen Wassern 
gepflanzt und konnte Schosse treiben und Frucht tragen und ein prchtiger 
Weinstock werden!
EZE 17:9 Sage: So spricht Gott, der HERR: Wird er geraten? Wird jener 
nicht seine Wurzeln ausreien, da seine Frucht verfault und verdorrt? 
Alle seine grnen Schosse werden verdorren! Und es braucht dazu keinen 
groen Arm und nicht viel Volk, um ihn aus seinen Wurzeln herauszuheben.
EZE 17:10 Und siehe, er ist zwar gepflanzt, sollte er aber geraten? Wird 
er nicht, sobald der Ostwind ihn berhrt, gnzlich verdorren? Auf den 
Beeten, wo er ins Sprossen kam, wird er verdorren.
EZE 17:11 Und das Wort des HERRN erging also an mich:
EZE 17:12 Sage doch dem widerspenstigen Hause: Wisset ihr nicht, was das 
bedeutet? Sage: Seht, der Knig von Babel ist nach Jerusalem gekommen und 
hat ihren Knig und ihre Frsten genommen und sie zu sich nach Babel 
gebracht.
EZE 17:13 Er nahm auch von dem kniglichen Samen und schlo einen Vertrag 
mit ihm und lie ihn einen Eid schwren; und er nahm die Gewaltigen des 
Landes mit sich,
EZE 17:14 damit das Knigtum gering bliebe und sich nicht erhebe, sondern 
seinen Vertrag hielte, so da er Bestand habe.
EZE 17:15 Er aber fiel von ihm ab und sandte seine Boten nach gypten, 
damit man ihm Rosse und viel Volk zusendete. Wird er Glck haben? Wird er, 
der solches tat, davonkommen, und sollte der Vertragsbrchige entrinnen?
EZE 17:16 So wahr ich lebe, spricht Gott, der HERR, er wird an dem Ort, da 
der Knig wohnt, der ihn zum Knig gemacht, dessen Eid er aber verachtet 
und dessen Vertrag er bertreten hat, mitten in Babel bei ihm sterben 
mssen!
EZE 17:17 Auch wird ihm der Pharao nicht mit groem Heer und zahlreichem 
Volk im Krieg beistehen, wenn man einen Wall aufwirft und Bollwerke baut, 
um viele Seelen umzubringen.
EZE 17:18 Er hat den Eid so gering geschtzt, da er den Vertrag brach; 
und siehe, er hat seine Hand gegeben und doch das alles getan, er wird 
nicht entrinnen.
EZE 17:19 Darum spricht Gott, der HERR, also: So wahr ich lebe, ich will 
meinen Eid, welchen er verachtet, und den vor mir geschlossenen Vertrag, 
den er gebrochen hat, auf seinen Kopf bringen.
EZE 17:20 Ich will mein Netz ber ihn ausspannen, und er soll in meinem 
Garn gefangen werden. Ich will ihn gen Babel fhren; daselbst will ich mit 
ihm ins Gericht gehen wegen des Treubruchs, den er an mir begangen hat.
EZE 17:21 Aber alle seine Flchtlinge unter allen seinen Truppen sollen 
durchs Schwert fallen, und die briggebliebenen sollen nach allen Winden 
zerstreut werden; so werdet ihr erfahren, da ich, der HERR, solches 
geredet habe.
EZE 17:22 Also spricht Gott, der HERR: Ich will auch ein stlein von dem 
Wipfel des hohen Zedernbaumes nehmen und will es einsetzen. Von dem 
obersten seiner Schosse will ich ein zartes Reis abbrechen und will es auf 
einem hohen und erhabenen Berg pflanzen;
EZE 17:23 auf dem hohen Berge Israels will ich es pflanzen, damit es 
Schosse treibe und Frchte bringe und zu einem prchtigen Zedernbaum 
werde, da allerlei Vgel und allerlei Geflgel unter ihm wohnen und unter 
dem Schatten seiner ste bleiben knnen;
EZE 17:24 und alle Bume des Feldes sollen erfahren, da ich, der HERR, 
den hohen Baum erniedrigt und den niedrigen Baum erhht habe; da ich den 
grnen Baum drre und den drren Baum zum Grnen gebracht habe. Ich, der 
HERR, habe es gesagt und auch getan.
EZE 18:1 Und das Wort des HERRN erging an mich also:
EZE 18:2 Was braucht ihr da fr ein Sprichwort im Lande Israel, welches 
also lautet: Wenn die Vter saure Trauben essen, so bekommen die Kinder 
stumpfe Zhne!
EZE 18:3 So wahr ich lebe, spricht Gott, der HERR, ihr sollt dieses 
Sprichwort hinfort in Israel nicht mehr brauchen!
EZE 18:4 Seht, alle Seelen sind mein! Wie die Seele des Vaters mein ist, 
also ist auch die Seele des Sohnes mein. Die Seele, welche sndigt, soll 
sterben!
EZE 18:5 Wenn aber ein Mensch gerecht ist und Recht und Gerechtigkeit bt,
EZE 18:6 nicht auf den Bergen [Opferfleisch] it, seine Augen nicht zu den 
Gtzen des Hauses Israel erhebt, seines Nchsten Weib nicht schndet und 
nicht zu seinem Weibe geht whrend ihrer Unreinigkeit;
EZE 18:7 niemanden bedrckt, seinem Schuldner das Pfand zurckgibt, nichts 
raubt, sondern dem Hungrigen sein Brot gibt und den Nackten kleidet,
EZE 18:8 nicht auf Wucher leiht, und keinen Wucherzins nimmt, seine Hand 
vom Unrecht fern hlt und jedermann zu seinem Recht kommen lt,
EZE 18:9 in meinen Satzungen wandelt und meine Rechte bewahrt und sie 
gewissenhaft befolgt: ein solcher ist gerecht, er soll gewi leben, 
spricht Gott, der HERR.
EZE 18:10 Wenn nun dieser einen gewaltttigen Sohn zeugt, der Blut 
vergiet oder irgend etwas von alledem tut,
EZE 18:11 was jener nicht getan, der auf den Bergen it, seines Nchsten 
Weib schwcht,
EZE 18:12 den Armen und Drftigen bedrckt, das Pfand nicht zurckgibt, 
seine Augen zu den Gtzen erhebt und Greuel verbt;
EZE 18:13 auf Wucher leiht, Wucherzins nimmt: sollte ein solcher leben? Er 
soll nicht leben; er hat alle diese Greuel getan, darum soll er sicherlich 
sterben; sein Blut sei auf ihm!
EZE 18:14 Und siehe, wenn auch er einen Sohn zeugt, der alle Snden seines 
Vaters sieht, die dieser vollbracht hat, ja, wenn er sie sieht, aber 
solche nicht tut:
EZE 18:15 nicht auf den Bergen it, seine Augen nicht zu den Gtzen des 
Hauses Israel erhebt, seines Nchsten Weib nicht befleckt,
EZE 18:16 niemanden bedrckt, niemanden pfndet, nicht raubt, sondern dem 
Hungrigen sein Brot gibt und den Nackten kleidet,
EZE 18:17 seine Hand nicht an den Armen legt, weder Wucher noch Zins 
nimmt, meine Rechte beobachtet und in meinen Satzungen wandelt: der soll 
nicht sterben um der Missetat seines Vaters willen, sondern er soll gewi 
leben.
EZE 18:18 Sein Vater aber, der Gewalt und Unrecht getan, seinen Bruder 
beraubt und getan hat, was nicht gut ist unter seinem Volk, siehe, der 
soll sterben in seiner Missetat!
EZE 18:19 Ihr aber sprechet: Warum soll der Sohn des Vaters Missetat nicht 
mittragen? Weil der Sohn getan hat, was recht und billig ist; er hat meine 
Satzungen beobachtet und befolgt; er soll sicherlich leben!
EZE 18:20 Die Seele, welche sndigt, die soll sterben! Der Sohn soll nicht 
die Missetat des Vaters mittragen, und der Vater soll nicht die Missetat 
des Sohnes mittragen! Auf dem Gerechten sei seine Gerechtigkeit, und auf 
dem Gottlosen sei seine Gottlosgikeit!
EZE 18:21 Wenn aber der Gottlose ablt von allen seinen Snden, die er 
begangen hat, und alle meine Satzungen beobachtet und tut, was recht und 
billig ist, so soll er gewi leben;
EZE 18:22 aller seiner Missetat, die er begangen hat, soll nimmermehr 
gedacht werden! Er soll leben um seiner Gerechtigkeit willen, die er getan 
hat!
EZE 18:23 Oder habe ich etwa Gefallen am Tode des Gottlosen, spricht Gott, 
der HERR, und nicht vielmehr daran, da er sich von seinen Wegen bekehre 
und lebe?
EZE 18:24 Wenn dagegen der Gerechte sich von seiner Gerechtigkeit abwendet 
und Unrecht tut und nach allen Greueln des Gottlosen handelt, sollte er 
leben? Nein, sondern es soll aller seiner Gerechtigkeit, die er getan hat, 
nicht gedacht werden; in seiner bertretung, mit der er sich vergangen, 
und in seiner Snde, mit der er sich versndigt hat, soll er sterben!
EZE 18:25 Dennoch sagt ihr: Der Weg des HERRN ist nicht richtig! So 
hret doch, ihr vom Hause Israel: Mein Weg sollte nicht richtig sein? Sind 
nicht eure Wege unrichtig?
EZE 18:26 Wenn der Gerechte sich von seiner Gerechtigkeit abwendet und 
Unrecht tut, so soll er sterben deswegen; um der Missetat willen, die er 
getan hat, mu er sterben.
EZE 18:27 Wenn aber der Gottlose sich abwendet von seiner Gottlosigkeit, 
die er begangen hat, und tut, was recht und billig ist, so wird er seine 
Seele am Leben erhalten.
EZE 18:28 Weil er es eingesehen und sich abgewendet hat von allen seinen 
bertretungen, die er verbt hat, soll er gewi leben und nicht sterben.
EZE 18:29 Aber das Haus Israel spricht: Der Weg des Herrn ist nicht 
richtig! Sollten meine Wege nicht richtig sein, Haus Israel?
EZE 18:30 Sind nicht eure Wege unrichtig? Darum will ich einen jeden von 
euch nach seinen Wegen richten, Haus Israel! spricht Gott, der HERR. 
Kehret um und lat ab von allen euren bertretungen, so wird euch die 
Missetat nicht zum Fall gereichen!
EZE 18:31 Werfet alle eure bertretungen, mit denen ihr bertreten habt, 
von euch ab und schaffet euch ein neues Herz und einen neuen Geist! Denn 
warum wollt ihr sterben, ihr vom Hause Israel?
EZE 18:32 Denn ich habe kein Verlangen nach dem Tode des Sterbenden, 
spricht Gott, der HERR. So kehret denn um, und ihr sollt leben!
EZE 19:1 Du aber stimme ein Klagelied an ber die Frsten Israels und 
sprich:
EZE 19:2 Was ist deine Mutter? Eine Lwin, die zwischen Leuen lag und ihre 
Jungen unter den jungen Lwen auferzog.
EZE 19:3 Und sie zog eins von ihren Jungen auf, das ward ein junger Lwe 
und lernte rauben und fra Menschen.
EZE 19:4 Da hrten die Heiden von ihm, und er ward in ihrer Grube 
gefangen, und sie fhrten ihn an Nasenringen nach gyptenland.
EZE 19:5 Als sie aber sah, da sie vergeblich harrte und ihre Hoffnung 
verloren war, nahm sie ein anderes von ihren Jungen und erzog es zu einem 
jungen Lwen;
EZE 19:6 der ging einher unter den Leuen und ward ein junger Lwe, er 
lernte rauben und fra Menschen.
EZE 19:7 Und er schndete ihre Witwen und verwstete ihre Stdte, so da 
das Land samt allem, was darin war, sich vor seinem lauten Brllen 
entsetzte.
EZE 19:8 Aber die Nationen rings aus allen Lndern stellten sich ihm 
entgegen und spannten ihr Netz ber ihn; und er ward in ihrer Grube 
gefangen.
EZE 19:9 Und sie zogen ihn an Nasenringen in einen Kfig und brachten ihn 
zum Knig von Babel und taten ihn in einen Zwinger, damit seine Stimme 
nicht mehr auf den Bergen Israels vernommen werde.
EZE 19:10 Deine Mutter war gleich einem Weinstock, an Wassern gepflanzt, 
der viele Frchte und Schosse bekam vom vielen Wasser.
EZE 19:11 Seine ste wurden so stark, da man Herrscherstbe daraus machen 
konnte, und er wuchs ber das dichte Laubwerk empor, so da er auffiel 
wegen seiner Hhe und der Menge seiner Ranken.
EZE 19:12 Aber er ward im Zorn ausgerissen und zu Boden geworfen; und der 
Ostwind drrte seine Frucht aus, seine starken ste wurden abgerissen, sie 
wurden drr und mit Feuer verbrannt.
EZE 19:13 Jetzt aber ist er in der Wste gepflanzt, in einem drren und 
trockenen Land.
EZE 19:14 Und es ging Feuer aus von einem Zweige seiner ste, das 
verzehrte seine Frchte, so da er keinen Ast mehr hat, der zu einem 
Herrscherstab tauglich wre. Das ist ein Klagelied und zum Klagegesang 
bestimmt.
EZE 20:1 Im siebenten Jahre, am zehnten Tage des fnften Monats, begab es 
sich, da etliche von den ltesten Israels zu mir kamen, den HERRN zu 
befragen, und setzten sich vor mir nieder.
EZE 20:2 Da erging das Wort des HERRN folgendermaen an mich:
EZE 20:3 Menschensohn, sage zu den ltesten Israels und sprich zu ihnen: 
So spricht Gott, der HERR: Um mich zu befragen, seid ihr gekommen? So wahr 
ich lebe, spricht Gott, der HERR, ich will mich von euch nicht befragen 
lassen!
EZE 20:4 Willst du sie richten, Menschensohn? Willst du sie richten? Halte 
ihnen die Greuel ihrer Vter vor!
EZE 20:5 Und sprich zu ihnen: So spricht Gott, der HERR: An dem Tage, als 
ich Israel erwhlte und dem Samen des Hauses Jakob schwur und mich ihnen 
in gyptenland zu erkennen gab; ja, als ich ihnen schwur und sprach: Ich, 
der HERR, bin euer Gott!
EZE 20:6 eben an jenem Tage, als ich meine Hand fr sie erhob, um sie aus 
gyptenland hinauszufhren in ein Land, welches ich ihnen ausersehen 
hatte, das von Milch und Honig fliet und eine Zierde vor allen Lndern 
ist,
EZE 20:7 da sprach ich zu ihnen: Werft ein jeder die Greuel weg, die er 
vor sich hat, und verunreinigt euch nicht an den gyptischen Gtzen! Ich, 
der HERR, bin euer Gott!
EZE 20:8 Sie aber waren mir widerspenstig und wollten nicht auf mich 
hren, da ein jeder die Greuel, welche er vor sich hatte, von sich 
geworfen und die Gtzen gyptens verlassen htte. Da nahm ich mir vor, 
meinen Grimm ber sie auszuschtten und meinen Zorn an ihnen zu khlen 
mitten in gyptenland.
EZE 20:9 Aber ich handelte um meines Namens willen, da er nicht 
entheiligt wrde in den Augen der Heiden, unter denen sie wohnten, und vor 
deren Augen ich mich ihnen zu erkennen gegeben hatte, um sie aus 
gyptenland zu fhren.
EZE 20:10 So fhrte ich sie denn aus gyptenland heraus und brachte sie in 
die Wste,
EZE 20:11 und ich gab ihnen meine Satzungen und tat ihnen meine Rechte 
kund, durch die der Mensch lebt, wenn er sie tut.
EZE 20:12 Ich gab ihnen auch meine Sabbate, welche ein Zeichen sein sollen 
zwischen mir und ihnen, damit man erkenne, da ich, der HERR, es bin, der 
sie heiligt.
EZE 20:13 Aber das Haus Israel war mir in der Wste widerspenstig; sie 
wollten nicht in meinen Satzungen wandeln, sondern verwarfen meine Rechte, 
durch welche der Mensch lebt, wenn er sie tut, und meine Sabbate 
entheiligten sie sehr. Da nahm ich mir vor, meinen Grimm ber sie 
auszuschtten und sie in der Wste aufzureiben.
EZE 20:14 Aber ich handelte um meines Namens willen, da er angesichts der 
Heiden, vor deren Augen ich sie ausgefhrt hatte, nicht entheiligt wrde.
EZE 20:15 Doch schwur ich ihnen auch in der Wste, da ich sie nicht in 
das Land fhren wolle, welches ich ihnen bestimmt hatte, das von Milch und 
Honig fliet und eine Zierde vor allen Lndern ist,
EZE 20:16 weil sie meine Rechte verworfen und nicht nach meinen Satzungen 
gelebt, auch meine Sabbate entheiligt hatten, weil ihr Herz nur ihren 
Gtzen nachging.
EZE 20:17 Dennoch schonte ihrer mein Auge, so da ich sie nicht verderbte 
und in der Wste nicht gnzlich aufrieb.
EZE 20:18 Da sagte ich in der Wste zu ihren Shnen: Wandelt nicht in den 
Satzungen eurer Vter und befolget ihre Sitten nicht und verunreinigt euch 
nicht mit ihren Gtzen.
EZE 20:19 Ich, der HERR, bin euer Gott; wandelt in meinen Satzungen und 
beobachtet meine Rechte und tut sie;
EZE 20:20 und heiligt meine Sabbate; denn sie sind ein Zeichen zwischen 
mir und euch, da ihr erkennet, da Ich, der HERR, euer Gott bin!
EZE 20:21 Aber die Shne waren mir auch ungehorsam, sie wandelten nicht in 
meinen Satzungen und beobachteten meine Rechte nicht, da sie dieselben 
befolgt htten (obgleich der Mensch, wenn er sie tut, dadurch lebt), und 
sie entheiligten meine Sabbate. Da nahm ich mir abermal vor, meinen Grimm 
ber sie auszuschtten und in der Wste meinen Zorn an ihnen zu 
vollstrecken.
EZE 20:22 Aber ich zog meine Hand zurck und handelte um meines Namens 
willen, da er angesichts der Heiden vor deren Augen ich sie ausgefhrt 
hatte, nicht entheiligt werde.
EZE 20:23 Doch schwur ich ihnen in der Wste, da ich sie unter die 
Nationen zerstreuen und in die Lnder versprengen werde,
EZE 20:24 weil sie meine Rechte nicht beobachtet und meine Satzungen 
verworfen und meine Sabbate entheiligt und ihre Augen nach den Gtzen 
ihrer Vter gerichtet hatten.
EZE 20:25 So habe auch ich ihnen Gesetze gegeben, welche nicht gut waren, 
und Rechte, durch die sie nicht leben konnten,
EZE 20:26 und habe sie verunreinigt durch ihre Opfergaben, indem sie alle 
ihre Erstgeburt durchs Feuer gehen lieen, damit ich sie mit Entsetzen 
erfllte, auf da sie erfhren, da Ich der HERR bin.
EZE 20:27 Darum, o Menschensohn, rede mit dem Hause Israel und sprich zu 
ihnen: So spricht Gott, der HERR: Auch dadurch haben mich eure Vter 
gelstert, da sie treulos an mir handelten:
EZE 20:28 denn als ich sie in das Land gebracht, betreffs dessen ich 
geschworen hatte, da ich es ihnen geben wolle, da ersahen sie jeden hohen 
Hgel und dichtbelaubten Baum und schlachteten daselbst ihre Opfer und 
brachten dort ihre Gaben dar und ihr lieblich duftendes Rucherwerk, um 
mich zu rgern, und gossen daselbst ihre Trankopfer aus.
EZE 20:29 Da fragte ich sie: Was soll diese Hhe, dahin ihr gehet? Daher 
nannte man sie Hhe bis auf diesen Tag.
EZE 20:30 Darum sprich zum Hause Israel: Also spricht Gott, der HERR: 
Verunreinigt ihr euch nicht nach der Weise eurer Vter und buhlet ihren 
Gtzen nach?
EZE 20:31 Ja, durch die Darbringung eurer Gaben, dadurch, da ihr eure 
Kinder durchs Feuer gehen lasset, verunreinigt ihr euch an allen euren 
Gtzen bis auf diesen Tag; und ich sollte mich gleichwohl von euch 
befragen lassen, Haus Israel? So wahr ich lebe, spricht Gott, der HERR, 
ich will von euch nicht befragt sein!
EZE 20:32 Und was euch in den Sinn gekommen ist, da ihr saget: Wir 
wollen sein wie die Heiden, wie die Geschlechter anderer Lnder, indem wir 
Holz und Stein dienen, das soll nicht geschehen!
EZE 20:33 So wahr ich lebe, spricht Gott, der HERR, ich will selbst mit 
gewaltiger Hand, mit ausgestrecktem Arm und mit ausgeschttetem Grimm ber 
euch herrschen;
EZE 20:34 und ich will euch aus den Vlkern herausfhren und euch aus den 
Lndern sammeln, in welche ihr zerstreut worden seid, mit gewaltiger Hand, 
mit ausgestrecktem Arm und mit ausgeschttetem Grimm;
EZE 20:35 und ich will euch in die Wste der Vlker fhren und dort mit 
euch rechten von Angesicht zu Angesicht.
EZE 20:36 Wie ich in der Wste des Landes gypten mit euren Vtern 
gerechtet habe, so will ich auch mit euch rechten, spricht Gott, der HERR.
EZE 20:37 Ich will euch unter dem Stabe hindurchgehen lassen und euch in 
die Bundesverpflichtungen einfhren.
EZE 20:38 Ich will auch die Abtrnnigen und die bertreter von euch 
absondern, ich will sie aus dem Lande ihrer Pilgrimschaft herausfhren; 
aber sie sollen nicht wieder in das Land Israel kommen, und ihr sollt 
erfahren, da ich der HERR bin.
EZE 20:39 So gehet nur, spricht Gott, der HERR, ihr vom Hause Israel, und 
dienet ein jeder seinen Gtzen! Darnach werdet ihr gewi auf mich hren 
und meinen heiligen Namen hinfort nicht mehr mit euren Gaben und Gtzen 
entheiligen!
EZE 20:40 Denn auf meinem heiligen Berge, auf dem erhabenen Gebirge 
Israels, spricht Gott, der HERR, daselbst wird mir das ganze Haus Israel 
dienen, sie alle, im Lande; daselbst will ich ihnen gndig sein; und 
daselbst will ich eure Hebopfer fordern und eure Erstlingsgaben und alles, 
was ihr heiligt.
EZE 20:41 Als einen lieblichen Geruch will ich euch gndig annehmen, wenn 
ich euch aus den Vlkern herausfhre und euch aus den Lndern, in welche 
ihr zerstreut worden seid, sammle, da ich an euch vor den Augen der 
Heiden geheiligt werde.
EZE 20:42 Und ihr sollt erfahren, da ich der HERR bin, wenn ich euch in 
das Land Israel fhre, in das Land, ber dem ich meine Hand erhoben habe, 
da ich es euren Vtern geben werde.
EZE 20:43 Daselbst werdet ihr an eure Wege gedenken und an alle eure 
Taten, mit denen ihr euch verunreinigt habt; und ihr werdet an euch selbst 
Mifallen haben, wegen aller eurer bsen Taten, die ihr begangen habt.
EZE 20:44 Und ihr werdet erkennen, da ich der HERR bin, wenn ich mit euch 
handeln werde um meines Namens willen und nicht nach eurem bsen Wandel 
und euren ruchlosen Taten, Haus Israel, spricht Gott, der HERR!
EZE 20:45 (021-1) das Wort des HERRN erging an mich also:
EZE 20:46 (021-2) schensohn, richte dein Angesicht gegen Mittag und rede 
gegen Sden und weissage wider den Wald des Gefildes im Sdland;
EZE 20:47 (021-3) sage zu dem sdlichen Walde: Hre das Wort des HERRN! So 
spricht Gott, der HERR: Siehe, ich will ein Feuer in dir anznden, das 
wird alle grnen und alle drren Bume in dir verzehren; niemand kann 
seine brennende Flamme lschen, sondern alle Gesichter sollen durch sie 
verbrannt werden, vom Sden bis zum Norden,
EZE 20:48 (021-4) alles Fleisch wird sehen, da ich, der HERR, es 
angezndet habe; es soll nicht erlschen!
EZE 20:49 (021-5) sprach ich: Ach, Herr, HERR, sie werden von mir sagen: 
Redet er nicht in Gleichnissen?
EZE 21:1 (021-6) das Wort des HERRN erging an mich also:
EZE 21:2 (021-7) schensohn, richte dein Angesicht gegen Jerusalem und rede 
wider die Heiligtmer und weissage wider das Land Israel. Und sage zu dem 
Lande Israel:
EZE 21:3 (021-8) spricht der HERR: Siehe, ich will an dich; ich will mein 
Schwert aus seiner Scheide ziehen und Gerechte und Gottlose in dir 
ausrotten.
EZE 21:4 (021-9) l ich nun Gerechte und Gottlose in dir ausrotten will, so 
soll mein Schwert aus seiner Scheide fahren wider alles Fleisch, vom Sden 
bis zum Norden.
EZE 21:5 (021-10) alles Fleisch soll erfahren, da ich, der HERR, mein 
Schwert aus seiner Scheide gezogen habe, und es soll nicht mehr 
eingesteckt werden!
EZE 21:6 (021-11) du, Menschensohn, seufze, als httest du einen 
Lendenbruch, ja, seufze bitterlich vor ihren Augen!
EZE 21:7 (021-12) wenn sie dich fragen werden: Warum seufzest du? so 
sprich: ber eine Kunde! Wenn die eintrifft, so werden alle Herzen 
verzagen, alle Hnde sinken, aller Mut schwinden und alle Knie wie Wasser 
vergehen. Siehe, es wird kommen und geschehen, spricht Gott, der HERR!
EZE 21:8 (021-13) rmal erging das Wort des HERRN an mich also:
EZE 21:9 (021-14) schensohn, weissage und sprich: So spricht der HERR: 
Sprich: Das Schwert, ja, das Schwert ist geschrft und geschliffen!
EZE 21:10 (021-15) einer Metzelei ist es geschrft; damit es blinke und 
blitze, ist es geschliffen. Oder sollen wir uns freuen? Die fr meinen 
Sohn bestimmte Rute verachtet alles Holz.
EZE 21:11 (021-16) hat das Schwert zu schleifen gegeben, um es in die Hand 
zu nehmen. Das Schwert ist geschrft und geschliffen, damit man es dem 
Wrger in die Hand gebe.
EZE 21:12 (021-17) reie und heule, Menschensohn! Denn es geht wider mein 
Volk, es geht wider alle Frsten Israels; mit meinem Volk sind sie dem 
Schwerte verfallen! Darum schlage auf die Hfte!
EZE 21:13 (021-18) n es ist eine Prfung; und wie ginge es, wenn die 
verachtende Rute nicht wre? spricht Gott, der HERR.
EZE 21:14 (021-19) du, Menschensohn, weissage und schlage die Hnde 
zusammen! Denn das Schwert wird zweifach, ja dreifach kommen! Ein 
Mordschwert ist es, ein groes Mordschwert, das sie umkreist.
EZE 21:15 (021-20) da die Herzen verzagen und die Gefallenen zahlreich 
werden an allen ihren Toren, habe ich wider sie das drohende Schwert 
gezogen. Wehe, zum Blitzen ist es gemacht, zur Schlachtung geschrft!
EZE 21:16 (021-21) e zur Rechten, wende dich zur Linken, wohin deine 
Schneide bestellt ist!
EZE 21:17 (021-22) will ich auch meine Hnde zusammenschlagen und meinen 
Grimm stillen! Ich, der HERR, habe es gesagt! -EZE 21:18 (021-23) ner 
erging das Wort des HERRN also an mich:
EZE 21:19 (021-24) aber, Menschensohn, zeichne dir zwei Wege, auf denen 
das Schwert des Knigs von Babel kommen soll! Von einem Lande sollen sie 
beide ausgehen. Mache einen Wegweiser an den Anfang des Weges zur Stadt.
EZE 21:20 (021-25) he den Weg so, da das Schwert sowohl nach Rabba der 
Kinder Ammon als auch nach Juda und zur Festung Jerusalem kommen kann.
EZE 21:21 (021-26) n der Knig von Babel steht an der Wegscheide, am 
Anfang der beiden Wege, um die Wahrsager zur befragen; er lost mit den 
Pfeilen, befragt die Teraphim und besieht die Leber.
EZE 21:22 (021-27) seine Rechte fllt das Los Jerusalem, da er 
Sturmbcke heranfhren lasse und den Befehl zum Angriff gebe, da man ein 
Kriegsgeschrei erhebe, Sturmbcke gegen die Tore aufstelle, einen Wall 
aufwerfe und Bollwerke baue.
EZE 21:23 (021-28) r sie halten es fr eine falsche Wahrsagung, wegen der 
Eide, die geschworen wurden; jener aber bringt ihre Missetat in 
Erinnerung, damit sie gefangen werden.
EZE 21:24 (021-29) um spricht Gott, der HERR: Weil ihr eure Missetat in 
Erinnerung bringet, indem ihr eure bertretungen aufdecket, so da eure 
Snden in allen euren Taten offenbar werden; weil ihr euch in Erinnerung 
bringt, so sollt ihr stehenden Fues gefangen genommen werden!
EZE 21:25 (021-30) aber, gottloser Frevler, Frst Israels, dessen Tag 
kommt zur Zeit, da deiner Missetat ein Ende gemacht wird,
EZE 21:26 (021-31) spricht Gott, der HERR: Fort mit dem Turban, herunter 
mit der Krone! So soll's sein und nicht anders: Das Niedrige soll erhht, 
und das Hohe soll erniedrigt werden!
EZE 21:27 (021-32) ichte, zunichte, zunichte will ich sie machen, sie soll 
nicht mehr sein, bis der kommt, dem das Recht zusteht, dem werde ich sie 
geben!
EZE 21:28 (021-33) du, Menschensohn, weissage und sprich: So spricht Gott, 
der HERR, betreffs der Kinder Ammon und ihrer Lsterung, nmlich: Das 
Schwert, ja, das Schwert ist schon gezckt zur Schlachtung und geschliffen 
zum Vertilgen, da es blitze
EZE 21:29 (021-34) rend man dich durch Weissagung tuschte, dir Lgen 
wahrsagte, um dich zu den Hlsen der gottlosen Frevler zu legen, deren Tag 
kommt zu der Zeit, da der Missetat ein Ende gemacht wird.
EZE 21:30 (021-35) cke es wieder in die Scheide! An dem Orte, da du 
erschaffen wurdest, in deinem Heimatland, will ich dich richten.
EZE 21:31 (021-36) ich will meinen Grimm ber dich ausschtten und das 
Feuer meines Zornes gegen dich anfachen und dich rohen Leuten ausliefern, 
welche Verderben schmieden.
EZE 21:32 (021-37) sollst dem Feuer zum Frae werden; dein Blut soll 
mitten im Lande liegen bleiben; man wird deiner nicht gedenken; ja, ich, 
der HERR, habe es gesagt!
EZE 22:1 Und das Wort des HERRN erging folgendermaen an mich:
EZE 22:2 Du, Menschensohn, willst du richten, willst du die blutdrstige 
Stadt richten? So halte ihr alle ihre Greuel vor und sprich:
EZE 22:3 So spricht Gott, der HERR: O Stadt, die in ihrer Mitte Blut 
vergiet, da ihre Zeit komme, und die bei sich selbst Gtzen macht, da 
sie sich verunreinige!
EZE 22:4 Du hast dich durch das Blut, welches du vergossen hast, 
verschuldet und durch deine selbstgemachten Gtzen verunreinigt; du hast 
bewirkt, da deine Tage herzunahen, und bist zu deinen Jahren gekommen! 
Darum will ich dich zuschanden machen unter den Heiden und zum Spott fr 
alle Lnder.
EZE 22:5 Sie seien nahe oder fern von dir, so sollen sie dich verspotten, 
weil du einen schlimmen Ruf hast und voll Verwirrung bist.
EZE 22:6 Siehe, die Frsten Israels haben ein jeder seine Gewalt in dir 
mibraucht, um Blut zu vergieen.
EZE 22:7 Man hat in dir Vater und Mutter verachtet, man hat in deiner 
Mitte dem Fremdling Gewalt angetan, man hat in dir Witwen und Waisen 
bedrngt.
EZE 22:8 Meine Heiligtmer hast du verachtet und meine Sabbate entheiligt.
EZE 22:9 Verleumder sind in dir, um Blut zu vergieen; und man hat bei dir 
auf den Bergen gegessen; man hat in deiner Mitte Schandtaten begangen.
EZE 22:10 Man hat in dir des Vaters Ble aufgedeckt; man hat in dir die 
Frauen zur Zeit ihrer Unreinigkeit geschwcht.
EZE 22:11 Die Mnner haben mit ihres Nchsten Weib Greuel verbt und ihre 
eigenen Sohnsfrauen mit Unzucht befleckt; sie haben bei dir ihre 
Schwestern, Tchter ihres Vaters, geschwcht.
EZE 22:12 Man hat in dir Geschenke angenommen, um Blut zu vergieen. Du 
hast Wucher und Zins genommen und deine Nchsten mit Gewalt bervorteilt 
und meiner vergessen, spricht Gott, der HERR.
EZE 22:13 Darum siehe, ich habe meine Hnde zusammengeschlagen ber den 
Gewinn, welchen du gemacht hast, und ber dein Blutvergieen, welches in 
dir geschehen ist.
EZE 22:14 Wird dein Herz es aushalten und werden deine Hnde stark sein in 
den Tagen, da ich mit dir abrechnen werde? Ich, der HERR, habe es geredet 
und will es auch tun.
EZE 22:15 Ich will dich unter die Heiden versprengen und in die Lnder 
zerstreuen und deine Unreinigkeit gnzlich von dir tun.
EZE 22:16 Also wirst du durch dich selbst entweiht werden vor den Augen 
der Heiden, auf da du erfahrest, da ich der HERR bin!
EZE 22:17 Und das Wort des HERRN erging also an mich:
EZE 22:18 Menschensohn, das Haus Israel ist mir zu Schlacken geworden! Sie 
alle sind wie Erz, Zinn, Eisen und Blei im Schmelzofen; Silberschlacken 
sind sie geworden.
EZE 22:19 Darum spricht Gott, der HERR: Weil ihr alle zu Schlacken 
geworden seid, so will ich euch mitten in Jerusalem zusammenbringen;
EZE 22:20 wie man Silber, Erz, Eisen, Blei und Zinn mitten in einem 
Schmelzofen zusammentut und ein Feuer darunter anblst, um es zu 
schmelzen, also will ich auch euch in meinem Zorn und in meinem Grimm 
zusammenbringen, einlegen und schmelzen.
EZE 22:21 Ich will euch versammeln und das Feuer meines grimmigen Zorns 
unter euch anznden, da ihr darin geschmolzen werden sollt.
EZE 22:22 Wie das Silber im Schmelzofen geschmolzen wird, so sollt auch 
ihr darin geschmolzen werden, und ihr sollt erfahren, da ich, der HERR, 
meinen grimmigen Zorn ber euch ausgegossen habe.
EZE 22:23 Und das Wort des HERRN erging an mich also:
EZE 22:24 Menschensohn, sprich zu ihm: Du bist ein Land, das nicht 
beregnet worden ist, das keinen Regengu empfangen hat am Tage des Zorns.
EZE 22:25 Seine Propheten, die darinnen sind, haben sich miteinander 
verschworen, Seelen zu verschlingen wie ein brllender Lwe, der den Raub 
zerreit; sie reien Reichtum und Gut an sich und machen viele Witwen 
darin.
EZE 22:26 Seine Priester tun meinem Gesetz Gewalt an und entweihen meine 
Heiligtmer; sie machen keinen Unterschied zwischen dem Heiligen und 
Unheiligen und lehren nicht unterscheiden zwischen dem Unreinen und 
Reinen! Sie verbergen ihre Augen vor meinen Sabbaten, und ich werde unter 
ihnen entheiligt.
EZE 22:27 Seine Obern, welche darin wohnen, sind wie ruberische Wlfe; 
sie vergieen Blut, verderben Seelen, nur um Gewinn zu machen!
EZE 22:28 Und seine Propheten tnchen ihnen mit losem Kalk: sie schauen 
Trug und wahrsagen ihnen Lgen und sagen: So spricht Gott, der HERR! 
whrend doch der HERR gar nicht geredet hat.
EZE 22:29 Das Volk des Landes ist gewaltttig, stiehlt, unterdrckt die 
Armen und Drftigen und mihandelt den Fremdling gegen alles Recht!
EZE 22:30 Und ich suchte unter ihnen einen Mann, der eine Mauer bauen und 
vor mir fr das Land in den Ri treten knnte, damit es nicht zugrunde 
gehe; aber ich fand keinen!
EZE 22:31 Da schttete ich meinen Zorn ber sie aus, rieb sie im Feuer 
meines Grimmes auf und brachte ihren Wandel auf ihren Kopf, spricht Gott, 
der HERR.
EZE 23:1 Und das Wort des HERRN erging an mich also:
EZE 23:2 Menschensohn, es waren zwei Weiber, Tchter einer Mutter;
EZE 23:3 die trieben Hurerei in gypten, in ihrer Jugend hurten sie; 
daselbst sind ihre Brste gedrckt und ihre jungfrulichen Busen betastet 
worden.
EZE 23:4 Die ltere hie Ohola, und ihre Schwester hie Oholiba. Diese 
wurden mein und gebaren Shne und Tchter. Und dieses waren ihre Namen: 
Samaria ist Ohola, und Jerusalem ist Oholiba.
EZE 23:5 Aber Ohola hurte neben mir und war heftig verliebt in ihre 
Buhlen, die Assyrer, die sich ihr nahten;
EZE 23:6 gekleidet in blauem Purpur, Frsten und Herren, lauter hbsche 
Jnglinge, Reiter, die auf Rossen daherritten.
EZE 23:7 Also hngte sie sich mit ihrer Hurerei an sie, lauter auserlesene 
Assyrer, und befleckte sich mit allen ihren Gtzen, gegen die sie 
entbrannt war.
EZE 23:8 Sie lie auch nicht ab von ihrer Buhlerei mit den gyptern, weil 
dieselben in ihrer Jugend bei ihr gelegen und ihren jungfrulichen Busen 
betastet und ihre Hurerei mit ihr getrieben hatten.
EZE 23:9 Darum habe ich sie den Hnden ihrer Buhlen preisgegeben, den 
Hnden der Assyrer, in die sie so heftig verliebt war.
EZE 23:10 Die deckten ihre Ble auf. Sie nahmen ihre Shne und Tchter 
und erschlugen sie mit dem Schwert, und sie bekam einen schlechten Ruf 
unter den Weibern, und sie vollstreckten an ihr das Gericht.
EZE 23:11 Als ihre Schwester Oholiba solches sah, mibrauchte sie ihre 
Liebe noch mehr als jene und bertraf ihre Schwester in der Hurerei.
EZE 23:12 Sie verliebte sich heftig in die Assyrer, in die Frsten und 
Herren, die sich ihr nahten, welche kstlich gekleidet waren, Reiter, 
welche auf Rossen daherritten, lauter hbsche Jnglinge.
EZE 23:13 Und ich sah, da sie sich verunreinigte, gleicherweise wie die 
erste der beiden.
EZE 23:14 Und sie fuhr fort in ihrer Hurerei; und sie sah an die Wand 
gezeichnete Mnner, Bildnisse der Chalder, mit roter Farbe gemalt,
EZE 23:15 die um ihre Lenden einen Gurt und auf ihren Huptern 
herabhngende Kopfbinden hatten, ganz wie Ritter anzusehen, nach Art der 
Babylonier, deren Geburtsland Chalda ist;
EZE 23:16 da entbrannte sie nach ihnen, als sie dieselben sah, und sandte 
Boten zu ihnen ins Land der Chalder.
EZE 23:17 Als nun die Babylonier zu ihr kamen und mit ihr der Liebe 
pflegten und sie verunreinigten mit ihrer Hurerei, so da sie von ihnen 
befleckt ward, da wandte sich ihre Seele von ihnen ab.
EZE 23:18 Und als sie ihre Hurerei enthllte und ihre Ble aufdeckte, da 
wandte sich meine Seele von ihr ab, wie sich meine Seele von ihrer 
Schwester abgewandt hatte.
EZE 23:19 Aber sie trieb ihre Hurerei je lnger je mehr; sie gedachte 
wieder an die Tage ihrer Jugend, in welchen sie in gyptenland gehurt 
hatte.
EZE 23:20 Und sie entbrannte gegen ihre Buhlen, die wahres Eselsfleisch 
hatten und Ruten wie Hengste.
EZE 23:21 Also sehntest du dich nach der Unzucht deiner Jugend, da man in 
gypten deine Brste betastete um deines jungfrulichen Busens willen.
EZE 23:22 Darum, Oholiba, spricht Gott, der HERR, also: Siehe, ich will 
deine Liebhaber, von welchen sich deine Seele abgewandt hat, erwecken und 
sie von ringsumher ber dich kommen lassen:
EZE 23:23 die Shne Babels und alle Chalder, Hauptleute, Frsten, 
Gewaltige, samt allen Assyrern; schmucke Jnglinge, lauter Frsten und 
Herren, Hauptleute und berhmte Mnner, alle auf Pferden reitend.
EZE 23:24 Diese werden ber dich kommen, gerstet mit Wagen und Rdern, 
und mit einem groen Haufen Volks; sie werden sich mit Tartschen, Schilden 
und Helmen rings um dich her lagern. Und ich will ihnen das Gericht 
bergeben, und sie werden dich nach ihren Rechten richten.
EZE 23:25 Ich will dich meinen Eifer fhlen lassen, und sie sollen grausam 
mit dir umgehen; sie werden dir Nase und Ohren abschneiden, und deine 
Nachkommenschaft wird durch das Schwert fallen. Sie werden deine Shne und 
Tchter wegfhren, und dein Nachla soll vom Feuer verzehrt werden.
EZE 23:26 Sie werden dir deine Kleider ausziehen und deine kstlichen 
Kleinodien wegnehmen.
EZE 23:27 Also will ich deiner Schandtat und deiner Hurerei von 
gyptenland her ein Ende machen, da du deine Augen nicht mehr nach ihnen 
wendest und hinfort nicht mehr an gyptenland gedenkest.
EZE 23:28 Denn also spricht Gott, der HERR: Siehe, ich will dich in die 
Hand derer geben, die du hassest, und in die Hand derer, von welchen deine 
Seele sich abgewandt hat.
EZE 23:29 Und diese sollen dich ihren Ha fhlen lassen und alles, was du 
erworben hast, wegnehmen und dich blo und nackt sitzen lassen; und also 
wird die Schande deiner Hurerei und deine Unzucht und deine Ehebrecherei 
an den Tag kommen.
EZE 23:30 Solches wird dir begegnen um deiner Hurerei willen, welche du 
mit den Heiden getrieben, und an deren Gtzen du dich verunreinigt hast.
EZE 23:31 Auf dem Wege deiner Schwester bist du einhergegangen; darum will 
ich dir auch ihren Becher in die Hand geben.
EZE 23:32 So spricht Gott, der HERR: Den Becher deiner Schwester sollst du 
trinken, welcher tief und weit ist, und du sollst zu Hohn und Spott 
werden; denn er fat viel!
EZE 23:33 Du wirst voll Trunkenheit und Jammer werden; denn der Becher 
deiner Schwester Samaria ist ein Becher des Schauders und Entsetzens!
EZE 23:34 Und denselben mut du austrinken und ausschlrfen und auch noch 
seine Scherben ablecken und deine Brste zerreien. Denn ich habe es 
gesagt, spricht Gott, der HERR.
EZE 23:35 Darum spricht Gott, der HERR, also: Weil du meiner vergessen und 
mich hinter deinen Rcken geworfen hast, so trage auch du deine Unzucht 
und deine Hurerei!
EZE 23:36 Ferner sprach der HERR zu mir: Menschensohn, willst du nicht 
Ohola und Oholiba strafen und ihnen ihre Greuel vorhalten,
EZE 23:37 da sie Ehebruch getrieben haben und da Blut an ihren Hnden 
ist; da sie mit ihren Gtzen Ehebruch getrieben haben; da sie ihre 
eigenen Kinder, welche sie mir geboren haben, durchs Feuer gehen lieen, 
so da sie verzehrt wurden?
EZE 23:38 berdies haben sie mir auch das angetan: Sie haben an demselben 
Tage mein Heiligtum verunreinigt und meine Sabbate entheiligt.
EZE 23:39 Denn wenn sie ihre Kinder ihren Gtzen geschlachtet hatten, so 
kamen sie noch an demselbigen Tage in mein Heiligtum, es zu entheiligen. 
Siehe, solches haben sie inmitten meines Hauses getan.
EZE 23:40 Ja, sie sandten sogar nach Mnnern, die von ferne kamen, zu 
denen ein Bote gesandt ward; und siehe, sie kamen. Fr sie hast du dich 
gebadet, hast du deine Augen geschminkt und dich aufs schnste aufgeputzt;
EZE 23:41 und du saest auf einem prchtigen Bett, vor dem ein Tisch 
gerstet war, auf welchen du mein Rucherwerk und mein l gesetzt hattest.
EZE 23:42 Und mit lautem Gesang lieen sie sich darauf nieder. Und zu den 
Leuten vom gemeinen Volk wurden Saber aus der Wste herzugebracht, diese 
legten ihnen Spangen an die Arme und setzten ihnen eine Ehrenkrone aufs 
Haupt.
EZE 23:43 Da sprach ich: Wollen denn auch diese mit der alten Hure ihr 
Hurenwerk treiben?
EZE 23:44 Und sie gingen zu ihr, wie man zu einer Hure zu gehen pflegt; 
also gingen sie zu Ohola und zu Oholiba, den lasterhaften Weibern.
EZE 23:45 Darum werden gerechte Mnner sie verurteilen, wie man 
Ehebrecherinnen und Blutvergieerinnen verurteilen soll; denn sie sind 
Ehebrecherinnen, und Blut klebt an ihren Hnden.
EZE 23:46 Darum spricht Gott, der HERR, also: Ich bringe einen groen 
Haufen Volks gegen sie herauf und gebe sie der Mihandlung und Plnderung 
preis.
EZE 23:47 Und die Gemeinde soll sie steinigen und mit ihren Schwertern 
zerhauen; ihre Shne und Tchter soll man erwrgen und ihre Huser mit 
Feuer verbrennen.
EZE 23:48 Also will ich die Unzucht aus dem Lande ausrotten, da sich alle 
Weiber dadurch warnen lassen und nicht solche Unzucht treiben wie ihr!
EZE 23:49 Also werden sie eure Unzucht auf euch legen, und ihr sollt die 
Snde, welche ihr mit euren Gtzen begangen habt, tragen, damit ihr 
erfahret, da ich Gott, der HERR, bin!
EZE 24:1 Im neunten Jahr, im zehnten Monat, am zehnten Tage des Monats, 
erging das Wort des HERRN an mich also:
EZE 24:2 Menschensohn, schreibe dir den Namen dieses Tages auf, ja, eben 
dieses heutigen Tages; denn der Knig von Babel hat sich an eben diesem 
Tage auf Jerusalem geworfen!
EZE 24:3 Und du sollst dem widerspenstigen Hause ein Gleichnis vortragen 
und zu ihnen sagen: So spricht Gott, der HERR: Stelle den Topf [aufs 
Feuer], stelle ihn hin und giee auch Wasser drein!
EZE 24:4 Sammle die Fleischstcke dafr, alle guten Stcke, die Hften und 
die Schultern, und flle ihn mit den besten Knochen;
EZE 24:5 nimm das Beste von der Herde und schichte auch Holzscheite 
darunter auf; la es wohl sieden, damit auch seine Knochen darin wohl 
kochen!
EZE 24:6 Darum spricht Gott, der HERR, also: Wehe der blutbefleckten 
Stadt, dem Topfe, an dem noch der Rost hngt und von dem der Rost nicht 
abgefegt ist! Stck um Stck hat man herausgenommen, ohne das Los darber 
zu werfen!
EZE 24:7 Denn ihr Blut ist noch mitten in ihr. Sie hat es auf einen 
nackten Felsen gegossen und nicht auf die Erde geschttet, da man es mit 
Staub htte zudecken knnen.
EZE 24:8 Um meinen Zorn auflodern zu lassen und Rache zu nehmen, habe ich 
ihr Blut auf einen nackten Felsen gieen lassen, da man es nicht zudecken 
kann.
EZE 24:9 Darum spricht Gott, der HERR, also: Wehe der blutdrstigen Stadt! 
Ich will eine groe Belagerung veranstalten!
EZE 24:10 Trage viel Holz zusammen, znde das Feuer an, koche das Fleisch 
gar, bereite einen guten Brei, la die Knochen anbrennen!
EZE 24:11 Stelle darnach den leeren Topf auf die Glut, da sein Erz hei 
und glhend werde, damit seine Unreinigkeit in ihm schmelze und sein Rost 
verzehrt werde.
EZE 24:12 Es ist vergebliche Mhe! Der viele Rost geht doch nicht weg, 
sein Rost bleibt auch im Feuer, und du begehst wieder Unzucht in deiner 
Unreinigkeit!
EZE 24:13 Weil ich dich denn reinigen wollte und du dich nicht reinigen 
lieest, so sollst du von deiner Unreinigkeit nicht mehr gereinigt werden, 
bis ich meinen Zorn an dir gestillt habe!
EZE 24:14 Ich, der HERR, habe es gesagt! Es kommt dazu, und ich werde es 
tun! Ich lasse nicht nach, ich schone nicht, und es soll mich auch nicht 
reuen. Man wird dich richten nach deinem Wandel und nach deinen Taten, 
spricht Gott, der HERR.
EZE 24:15 Und das Wort des HERRN erging also an mich:
EZE 24:16 Menschensohn, siehe, ich will die Lust deiner Augen durch eine 
Plage von dir wegnehmen; aber du sollst weder klagen noch weinen und keine 
Trnen darber vergieen.
EZE 24:17 Seufze still, aber veranstalte keine Totenklage! Binde deinen 
Kopfbund um und lege deine Schuhe an deine Fe; verhlle den Bart nicht 
und i kein Trauerbrot!
EZE 24:18 Als ich nun am Morgen frh zum Volke geredet hatte, starb mir am 
Abend mein Weib. Da tat ich am andern Morgen, wie mir befohlen war.
EZE 24:19 Da sprach das Volk zu mir: Willst du uns nicht kundtun, was das 
fr uns bedeuten soll, was du da tust?
EZE 24:20 Ich antwortete ihnen: Das Wort des HERRN ist also an mich 
ergangen: Sage zu dem Hause Israel:
EZE 24:21 So spricht Gott, der HERR: Seht, ich will mein Heiligtum, euren 
hchsten Stolz, die Lust eurer Augen und das Verlangen eures Herzens 
entheiligen; und eure Shne und eure Tchter, die ihr zurckgelassen habt, 
sollen durchs Schwert fallen.
EZE 24:22 Da werdet ihr tun, wie ich getan habe; ihr werdet den Bart nicht 
verhllen und kein Trauerbrot essen.
EZE 24:23 Ihr werdet euren Turban auf dem Kopf und eure Schuhe an euren 
Fen haben; ihr werdet weder klagen noch weinen, sondern werdet ber eure 
Missetaten trauern und miteinander seufzen.
EZE 24:24 Und so wird euch Ezechiel zum Zeichen sein; ihr werdet durchaus 
tun, wie er getan hat, wenn es eintreffen wird, und so werdet ihr 
erfahren, da ich Gott, der HERR, bin!
EZE 24:25 Du aber, Menschensohn, siehe, an dem Tage, da ich ihnen ihren 
Ruhm, den Gegenstand ihrer Freude, die Lust ihrer Augen, das Verlangen 
ihrer Seelen, ihre Shne und ihre Tchter hinwegnehme,
EZE 24:26 an demselben Tage wird ein Flchtling zu dir kommen, da du es 
mit eigenen Ohren hren kannst.
EZE 24:27 An demselben Tage wird dein Mund zugleich mit dem des 
Flchtlings aufgetan werden, da du reden und nicht mehr stumm sein wirst; 
und du wirst ihnen zum Zeichen sein, und sie sollen erfahren, da ich der 
HERR bin.
EZE 25:1 Und das Wort des HERRN erging also an mich:
EZE 25:2 Menschensohn, wende dein Angesicht gegen die Kinder Ammon und 
weissage wider sie;
EZE 25:3 und sprich zu den Kindern Ammon: Hret das Wort Gottes, des 
HERRN! So spricht Gott, der HERR: Weil du Ha! ha! gerufen hast ber mein 
Heiligtum, weil es entweiht ist, und ber das Land Israel, weil es 
verwstet ist, und ber das Haus Juda, weil es in die Verbannung wandern 
mute;
EZE 25:4 darum siehe, will ich dich den Morgenlndern zum Besitztum geben; 
die sollen ihre Zeltlager in dir errichten und ihre Wohnungen in dir 
aufschlagen; sie sollen deine Frchte essen und deine Milch trinken.
EZE 25:5 Ich will Rabba zu einer Wohnung fr Kamele machen und das 
Ammoniterland zu einem Lagerplatz der Herden, damit ihr erfahret, da ich 
der HERR bin!
EZE 25:6 Denn also spricht Gott, der HERR: Weil du mit den Hnden 
geklatscht und mit den Fen gestampft, ja, dich von Herzen mit aller 
Verachtung ber das Land Israel gefreut hast, darum,
EZE 25:7 siehe, will ich meine Hand gegen dich ausstrecken und dich den 
Heiden zum Raub bergeben und dich aus den Vlkern ausrotten und dich aus 
den Lndern vertilgen und dich verwsten; so wirst du erfahren, da ich 
der HERR bin!
EZE 25:8 So spricht Gott, der HERR: Weil Moab und Seir sprechen: Siehe, 
das Haus Juda ist wie alle andern Vlker!
EZE 25:9 darum, siehe, will ich Moabs Bergseite entblen von den Stdten, 
von den Stdten an seinen Grenzen, welche eine Zierde des Landes sind, 
nmlich Beth-Jesimot, Baal-Meon und Kirjataim.
EZE 25:10 Den Morgenlndern will ich sie mitsamt dem Ammoniterland zum 
Erbe geben, so da man der Kinder Ammon unter den Heiden nimmermehr 
gedenken wird.
EZE 25:11 Und ber Moab will ich Gericht halten, so werden sie erfahren, 
da ich der HERR bin!
EZE 25:12 Ferner spricht Gott, der HERR, also: Weil Edom am Hause Juda 
Rachsucht gebt und sich damit verschuldet hat, da es sich an ihnen rchte,
EZE 25:13 darum spricht Gott, der HERR, also: Ich will meine Hand wider 
Edom ausstrecken und Menschen und Vieh darin ausrotten! Von Teman an bis 
gen Dedan will ich es in Trmmer legen; durchs Schwert sollen sie fallen!
EZE 25:14 Ich will meine Rache an Edom durch mein Volk Israel 
vollstrecken; diese sollen an Edom handeln nach meinem Zorn und nach 
meinem Grimm, da sie meine Rache erfahren sollen, spricht Gott, der HERR.
EZE 25:15 So spricht Gott, der HERR: Weil die Philister aus Rachsucht 
gehandelt und Rache gebt haben mit Verachtung, von Herzen und aus alter 
Feindschaft, um zu verderben,
EZE 25:16 so spricht Gott, der HERR, also: Siehe, ich will meine Hand 
gegen die Philister ausstrecken und die Kreter ausrotten und den berrest 
an der Meereskste umbringen.
EZE 25:17 Ich will groe Rache an ihnen ben durch grimmige Zchtigungen, 
so werden sie erfahren, da ich der HERR bin, wenn ich meine Rache ber 
sie bringe.
EZE 26:1 Im elften Jahr, am ersten Tage des Monats, erging das Wort des 
HERRN also an mich:
EZE 26:2 Menschensohn, weil Tyrus ber Jerusalem ausgerufen hat: Ha! ha! 
sie ist zerbrochen, die Tre der Vlker; sie ffnet sich mir! Nun werde 
ich vollauf haben, da sie verlassen ist!
EZE 26:3 darum spricht Gott, der HERR, also: Siehe, ich will an dich, 
Tyrus, und will viele Vlker gegen dich herauffhren, wie wenn das Meer 
seine Wellen heraufrollt!
EZE 26:4 Sie werden die Mauern von Tyrus zerstren und ihre Trme 
niederreien; und ich will ihren Staub wegfegen und sie zu einem kahlen 
Felsen machen;
EZE 26:5 zu einem Wehr, wo man die Fischgarne ausspannt, soll sie werden 
inmitten des Meeres. Ich habe es gesagt, spricht Gott, der HERR, sie soll 
den Vlkern zur Beute werden.
EZE 26:6 Und ihre Tchter auf dem Lande sollen durchs Schwert umkommen und 
also erfahren, da ich der HERR bin!
EZE 26:7 Denn also spricht Gott, der HERR: Siehe, ich bringe Nebukadnezar, 
den Knig von Babel, der ein Knig aller Knige ist, von Mitternacht her 
ber Tyrus, mit Rossen, Wagen und Reitern und mit einem groen Haufen 
Volks.
EZE 26:8 Er wird deine Tchter auf dem Felde mit dem Schwerte umbringen; 
wider dich wird er ein Bollwerk machen und einen Wall gegen dich aufwerfen 
und den Schild wider dich aufstellen.
EZE 26:9 Er wird auch seine Sturmbcke wider deine Mauern richten und 
deine Trme mit seinen Brecheisen zertrmmern.
EZE 26:10 Der Staub von der Menge seiner Pferde wird dich bedecken; deine 
Mauern werden erbeben vor dem Getmmel der Reiter, Rder und Wagen, wenn 
der Feind zu deinem Tor einzieht, wie man in eine eroberte Stadt 
einzuziehen pflegt.
EZE 26:11 Er wird mit den Hufen seiner Pferde alle deine Gassen zertreten; 
er wird dein Volk mit dem Schwerte tten, und die Sulen deiner Strke 
werden zu Boden sinken.
EZE 26:12 Und sie werden deinen Reichtum rauben und deine Handelsgter 
plndern; sie werden deine Mauern niederreien und deine Lusthuser 
zerstren; sie werden deine Steine, dein Holz und deinen Staub ins Wasser 
werfen.
EZE 26:13 Also will ich deinem lauten Gesang ein Ende machen, und dein 
Saitenspiel soll hinfort nicht mehr gehrt werden.
EZE 26:14 Ich will einen kahlen Felsen aus dir machen; du sollst ein Wehr 
werden, darauf man die Fischergarne ausspannt, und du sollst nicht wieder 
aufgebaut werden. Denn ich, der HERR, habe es gesagt.
EZE 26:15 Gott, der HERR, hat ber Tyrus also gesprochen: Werden nicht von 
dem Getse deines Falls, von dem Seufzen der Erschlagenen, von dem Morden 
des Schwertes in deiner Mitte die Inseln erbeben?
EZE 26:16 Und alle Frsten am Meere werden von ihren Thronen herabsteigen; 
sie werden ihre Mntel ablegen und ihre gestickten Kleider ausziehen; in 
Zittern werden sie sich kleiden, auf dem Boden sitzen; sie werden jeden 
Augenblick erzittern und sich ber dich entsetzen.
EZE 26:17 Und sie werden ein Klagelied ber dich anstimmen und zu dir 
sagen: Ach, wie bist du zugrunde gegangen, vom Meere verschwunden, du 
berhmte Stadt, welche mchtig war auf dem Meer, sie und ihre Einwohner, 
welche allen ihren Anwohnern Schrecken einflte!
EZE 26:18 Jetzt werden die Inseln zittern, da du gefallen bist, ja, die 
Inseln im Meere sind bestrzt wegen deines Untergangs!
EZE 26:19 Denn also spricht Gott, der HERR: Wenn ich dich zur verwsteten 
Stadt mache, gleich den unbewohnten Stdten, wenn ich die Flut gegen dich 
aufsteigen lasse und die groen Wasser dich bedecken,
EZE 26:20 dann lasse ich dich hinabfahren mit denen, welche zum Grabe 
hinabfahren, zu dem Volke der Vorzeit, da du in der Unterwelt wohnen 
sollst, in den uralten Ruinen, mit denen, welche in die Grube 
hinabgefahren sind, damit du unbewohnt bleibest, so schenke ich 
Herrlichkeit im Lande der Lebendigen;
EZE 26:21 zum Schrecken will ich dich machen, und du sollst nicht mehr 
sein! Man wird dich suchen, aber du sollst ewiglich nicht mehr gefunden 
werden, spricht Gott, der HERR!
EZE 27:1 Und das Wort des HERRN erging an mich also:
EZE 27:2 Du, Menschensohn, stimme ein Klagelied ber Tyrus an
EZE 27:3 und sprich zu Tyrus, die am Meeresstrande liegt und mit den 
Vlkern Handel treibt nach vielen Inseln hin: So spricht Gott, der HERR: 
Tyrus, du hast gesagt: Ich bin die vollendete Schnheit!
EZE 27:4 Dein Gebiet liegt mitten im Meere, und deine Bauleute haben dich 
vollkommen schn gemacht.
EZE 27:5 Aus Zypressen von Senir haben sie alle deine Planken gemacht; 
Zedern vom Libanon haben sie genommen, um dir Mastbume zu machen.
EZE 27:6 Aus Eichen von Basan haben sie deine Ruder gefertigt; sie haben 
deine Bnke aus Elfenbein gemacht, in Fichtenholz gefat, von den Inseln 
der Kitter.
EZE 27:7 Von feiner Baumwolle, aus buntgewirktem Stoff von gypten war 
dein Segel, da es dir zum Panier diene, und von blauem und rotem Purpur 
von den Gestaden Elischa war deine Decke.
EZE 27:8 Die Einwohner von Zidon und Arvad wurden deine Ruderknechte; 
deine eigenen Weisen, o Tyrus, die in dir wohnten, waren deine 
Steuermnner.
EZE 27:9 Die ltesten von Gebal und ihre Weisen sind bei dir gewesen und 
haben deine Schiffe ausgebessert. Alle Meerschiffe samt ihren Matrosen 
sind bei dir gewesen, um Tauschhandel mit dir zu treiben.
EZE 27:10 Die Perser, Lydier und Libyer waren in deinem Heer als deine 
Kriegsleute; sie hngten ihre Schilde und Helme bei dir auf, sie zierten 
dich.
EZE 27:11 Die von Arvad waren mit deinem Heer ringsum auf deinen Mauern 
und Tapfere auf deinen Trmen. Sie hngten ihre Schilde ringsum auf an 
deinen Mauern und vervollstndigten dadurch deine Schnheit.
EZE 27:12 Tarsis hat mit dir Handel getrieben mit einer Menge von allerlei 
Gtern; mit Silber, Eisen, Zinn und Blei hat es deine Mrkte versehen.
EZE 27:13 Javan, Tubal und Mesech sind deine Kaufleute gewesen; mit 
Menschenseelen und ehernen Gerten haben sie mit dir Tauschhandel 
getrieben.
EZE 27:14 Die von dem Hause Togarma haben Rosse, Reiter und Maultiere auf 
deine Mrkte gebracht.
EZE 27:15 Die von Dedan waren deine Abnehmer; viele Inseln, welche mit dir 
handelten, tauschten mit dir Elfenbein und Ebenholz.
EZE 27:16 Die Syrer bereisten dich wegen der Menge deiner Erzeugnisse; sie 
versahen deine Mrkte mit Rubinen, rotem Purpur, buntgewirkten Stoffen, 
feiner Baumwolle, Korallen und Granaten.
EZE 27:17 Juda und das Land Israel waren deine Abnehmer; sie gaben dir 
Weizen von Minnit, Wachs, Honig, l und Balsam zum Austausch.
EZE 27:18 Damaskus trieb Handel mit dir wegen der Menge deiner 
Erzeugnisse, mit einer Menge von allerlei Waren, mit Wein von Helbon und 
Wolle von Zachar.
EZE 27:19 Wedan und Javan haben von Usal geschmiedetes Eisen, Kassia und 
Zimtrohr als Tauschware auf deine Mrkte gebracht.
EZE 27:20 Dedan hat mit Satteldecken zum Reiten mit dir gehandelt.
EZE 27:21 Die Araber und alle Frsten von Kedar suchten dich auf mit 
Schafen, Widdern und Bcken; damit trieben sie Handel mit dir.
EZE 27:22 Die Kaufleute von Saba und Rama haben mit dir gehandelt mit dem 
allerkstlichsten Gewrz, mit allerlei Edelsteinen; sie haben Gold auf 
deine Mrkte gebracht.
EZE 27:23 Haran, Kanne und Eden, Kaufleute aus Seba, Assur und Kilmad sind 
deine Abnehmer gewesen.
EZE 27:24 Sie kamen auf deinen Markt mit kstlichen Gewndern, mit Mnteln 
von blauem Purpur und buntgewirktem Stoff, mit bunten Teppichen, mit 
geflochtenen und festgedrehten Seilen.
EZE 27:25 Tarsisschiffe vertrieben deine Tauschwaren; davon wurdest du 
sehr reich und geehrt im Herzen der Meere!
EZE 27:26 Deine Schiffleute haben dich ber viele Wasser gebracht; ein 
Ostwind soll dich zerbrechen im Herzen der Meere!
EZE 27:27 Deine Reichtmer und deine Mrkte, dein Tauschhandel, deine 
Ruderknechte und deine Steuermnner, deine Schiffszimmerleute und deine 
Tauschhndler und alle deine Kriegsleute, welche bei dir sind, und die 
ganze Volksmenge in dir werden mitten ins Meer strzen am Tage deines 
Falls.
EZE 27:28 Von dem Geschrei deiner Steuermnner werden die Wasserflchen 
zittern.
EZE 27:29 Alle, die das Ruder fhren, die Schiffsleute und alle 
Steuermnner auf dem Meere, werden aus ihren Schiffen steigen und ans Land 
treten.
EZE 27:30 Und sie werden deinetwegen ihre Stimme erheben und bitterlich 
schreien. Sie werden Staub auf ihre Hupter werfen und sich in der Asche 
wlzen.
EZE 27:31 Auch werden sie sich um deinetwillen kahl scheren und Scke 
anlegen. Sie werden dich mit Herzeleid und in bitterer Klage beweinen.
EZE 27:32 Auch werden sie in ihrem Jammer ein Klagelied ber dich 
anstimmen und ber dich wehklagen: Wer ist gleich Tyrus, das so still 
geworden ist mitten im Meere?
EZE 27:33 Als deine Gter den Meeren entstiegen, ernhrtest du viele 
Vlker; mit der Menge deiner Reichtmer und mit deinem Tauschhandel 
bereichertest du die Knige der Erde.
EZE 27:34 Nun aber, da du zerbrochen und vom Meere weg in das tiefe Wasser 
gestrzt worden bist, ist dein Tauschhandel und all dein Volk mit dir 
gefallen!
EZE 27:35 Alle Einwohner der Inseln sind entsetzt ber dich, und alle ihre 
Knige sind von Schauder erfat; ihre Angesichter beben.
EZE 27:36 Die Kaufleute unter den Vlkern seufzen deinetwegen. Du bist zum 
Schreckbild geworden und fr immer dahin!
EZE 28:1 Und das Wort des HERRN erging an mich also:
EZE 28:2 Menschensohn, sage dem Frsten von Tyrus: So spricht Gott, der 
HERR: Weil sich dein Herz erhoben hat und du gesagt hast: Ich bin ein 
Gott und sitze auf einem Gtterthron mitten im Meere, da du doch nur ein 
Mensch und kein Gott bist, und dein Herz dem Herzen Gottes gleichstellst
EZE 28:3 siehe, du warst weiser als Daniel, nichts Heimliches war dir 
verborgen;
EZE 28:4 durch deine Weisheit und deinen Verstand hast du dir Reichtum 
erworben und Gold und Silber in deinen Schatzhusern aufgehuft;
EZE 28:5 durch deine groe Weisheit und deinen Handel hast du deinen 
Reichtum sehr gemehrt, und ob deines Reichtums ist dein Herz sehr stolz 
geworden.
EZE 28:6 Darum spricht Gott, der HERR, also: Weil du dein Herz dem Herzen 
Gottes gleichgestellt hast,
EZE 28:7 darum siehe, will ich Fremde ber dich bringen, die 
Gewaltttigsten der Nationen; die sollen ihre Schwerter gegen deine 
glnzende Weisheit zcken und deine Schnheit entweihen.
EZE 28:8 In die Grube werden sie dich hinabstoen, da du den Tod eines 
Erschlagenen sterbest mitten im Meere.
EZE 28:9 Wirst du dann angesichts deiner Mrder auch noch sagen: Ich bin 
Gott, da du doch ein Mensch und nicht Gott bist, in der Hand deiner 
Schergen?
EZE 28:10 Den Tod der Unbeschnittenen wirst du sterben durch die Hand der 
Fremden! Ja, ich habe es gesagt, spricht Gott, der HERR!
EZE 28:11 Weiter erging das Wort des HERRN an mich also:
EZE 28:12 Menschensohn, stimme ein Klagelied an ber den Knig zu Tyrus 
und sprich zu ihm: So spricht Gott, der HERR: O du Siegel der Vollendung, 
voller Weisheit und vollkommener Schnheit!
EZE 28:13 In Eden, im Garten Gottes, warst du; mit allerlei Edelsteinen, 
mit Sardis, Topas, Diamant, Chrysolith, Onyx, Jaspis, Saphir, Rubin, 
Smaragd warst du bedeckt, und aus Gold waren deine Einfassungen und 
Verzierungen an dir gearbeitet; am Tage deiner Erschaffung wurden sie 
bereitet.
EZE 28:14 Du warst ein Gesalbter, ein schtzender Cherub; ich habe dich 
gesetzt auf den heiligen Berg Gottes, und du wandeltest mitten unter den 
feurigen Steinen.
EZE 28:15 Du warst vollkommen in deinen Wegen von dem Tage deiner 
Erschaffung an, bis Missetat in dir gefunden wurde.
EZE 28:16 Durch deine vielen Handelsgeschfte ist dein Inneres voll Frevel 
geworden, und du hast gesndigt. Darum habe ich dich vom Berge Gottes 
verstoen und dich, du schtzender Cherub, aus der Mitte der feurigen 
Steine vertilgt.
EZE 28:17 Dein Herz hat sich erhoben ob deiner Schnheit; du hast deine 
Weisheit um deines Glanzes willen verderbt. So habe ich dich auf die Erde 
geworfen und dich vor den Knigen zum Schauspiel gemacht.
EZE 28:18 Mit deinen vielen Missetaten, durch die Ungerechtigkeit deines 
Handels, hast du deine Heiligtmer entweiht; da lie ich Feuer von dir 
ausgehen, welches dich verzehrte, und ich habe dich auf Erden zu Asche 
gemacht vor den Augen aller, die dich sahen.
EZE 28:19 Alle, die dich kannten unter den Vlkern, entsetzten sich ber 
dich; du bist zum Schrecken geworden und bist dahin fr immer!
EZE 28:20 Und das Wort des HERRN erging also an mich:
EZE 28:21 Menschensohn, richte dein Angesicht wider Zidon und weissage 
wider sie
EZE 28:22 und sprich: So spricht Gott, der HERR: Siehe, ich will an dich, 
Zidon, und will mich verherrlichen in deiner Mitte, da man erfahre, da 
ich der HERR bin, wenn ich das Urteil an ihr vollstrecken und mich an ihr 
heilig erweisen werde.
EZE 28:23 Denn ich will Pest und Blutvergieen auf ihre Gassen schicken, 
und es sollen Erschlagene in ihrer Mitte fallen durchs Schwert, das von 
allen Seiten ber sie kommt, und so sollen sie erfahren, da ich der HERR 
bin.
EZE 28:24 Es soll hinfort fr das Haus Israel kein stechender Dorn und 
kein schmerzender Stachel mehr verbleiben von seiten derer, die rings um 
sie her liegen und sie verachten; und so sollen sie erfahren, da ich 
Gott, der HERR, bin.
EZE 28:25 So spricht Gott, der HERR: Wenn ich das Haus Israel wieder 
sammle aus den Vlkern, unter welche sie zerstreut worden sind, so werde 
ich mich an ihnen heilig erweisen vor den Augen der Heiden, und sie sollen 
in ihrem Lande wohnen, welches ich meinem Knechte Jakob gegeben habe.
EZE 28:26 Ja, sie sollen sicher darin wohnen, Huser bauen und Weinberge 
pflanzen; ja, sie werden sicher wohnen, wenn ich an allen denen rings um 
sie her, welche sie verachten, das Urteil vollziehen werde; alsdann werden 
sie erfahren, da ich, der HERR, ihr Gott bin.
EZE 29:1 Im zehnten Jahr, am zwlften Tage des zehnten Monats, erging das 
Wort des HERRN an mich also:
EZE 29:2 Menschensohn, richte dein Angesicht wider den Pharao, den Knig 
von gypten, und weissage wider ihn und wider ganz gypten!
EZE 29:3 Sage und sprich: So spricht Gott, der HERR: Siehe, ich will an 
dich, Pharao, du Knig von gypten, du groes Krokodil, das mitten in 
seinen Strmen liegt und spricht: Mein ist der Strom, und ich habe ihn 
mir gemacht!
EZE 29:4 So will ich dir denn Haken in deine Kinnbacken legen und die 
Fische in deinen Strmen an deine Schuppen hngen samt allen Fischen 
deiner Strme; und ich will dich herausziehen aus deinen Strmen samt 
allen Fischen, die an deinen Schuppen hngen.
EZE 29:5 Und ich will dich samt allen Fischen deiner Strme in die Wste 
schleudern, da du auf dem Felde liegen bleibst. Man wird dich weder 
zusammenlesen noch begraben, sondern ich will dich den Tieren des Feldes 
und den Vgeln des Himmels zur Speise geben!
EZE 29:6 Dann sollen alle Einwohner gyptens erkennen, da ich der HERR 
bin, weil sie fr das Haus Israel ein Rohrstab gewesen sind.
EZE 29:7 Wenn sie dich in die Hand nahmen, so knicktest du ein und 
durchstachst ihnen die ganze Schulter; und wenn sie sich auf dich lehnten, 
so zerbrachst du und machtest ihre Lenden wanken.
EZE 29:8 Darum spricht Gott, der HERR, also: Siehe, ich will das Schwert 
ber dich bringen und Menschen und Vieh in dir ausrotten.
EZE 29:9 Und gyptenland soll zur Wste und Einde werden; so sollen sie 
erfahren, da ich der HERR bin. Weil du sagst: Der Strom ist mein, und 
ich habe ihn gemacht,
EZE 29:10 darum siehe, will ich an dich und an deine Strme, und ich will 
gyptenland zur Wstenei machen, zur drren Einde, von Migdol bis nach 
Syene, bis an die Grenze thiopiens.
EZE 29:11 Keines Menschen Fu soll es durchwandern, auch keines Tieres Fu 
soll es durchwandern, und es soll vierzig Jahre lang unbewohnt bleiben.
EZE 29:12 Und ich will gyptenland inmitten anderer verwsteter Lnder zur 
Wste machen, und seine Stdte sollen unter andern den Stdten vierzig 
Jahre lang de liegen. Aber die gypter will ich unter die Heiden 
zerstreuen und in die Lnder versprengen.
EZE 29:13 Dennoch spricht Gott, der HERR, also: Wenn die vierzig Jahre 
vollendet sind, will ich die gypter aus den Vlkern, unter welche sie 
zerstreut worden sind, wieder zusammenbringen;
EZE 29:14 und ich will die gefangenen gypter wiederbringen; ja, in das 
Land Patros, in das Land ihres Ursprungs, will ich sie zurckbringen, da 
sie daselbst ein bescheidenes Knigreich seien.
EZE 29:15 Ja, es soll geringer sein als andere Knigreiche, da es sich 
hinfort nicht ber die Vlker erheben soll. Denn ich will sie also 
vermindern, da sie nicht ber die Vlker herrschen sollen.
EZE 29:16 Sie werden auch fr das Haus Israel hinfort keine Zuflucht mehr 
sein, die an ihre Missetat erinnert, wenn sie sich zu ihnen wenden. Und 
sie sollen erfahren, da ich Gott, der HERR, bin.
EZE 29:17 Im siebenundzwanzigsten Jahr, im ersten Monat, am ersten Tage 
des Monats, erging das Wort des HERRN an mich also:
EZE 29:18 Menschensohn, Nebukadnezar, der Knig von Babel, hat seine 
Heeresmacht schweren Dienst tun lassen gegen Tyrus. Alle Hupter sind 
abgeschoren und alle Schultern zerschunden; aber Lohn ist ihm und seinem 
Heer von Tyrus nicht gegeben worden fr die Arbeit, die er wider sie getan 
hat.
EZE 29:19 Darum spricht Gott, der HERR, also: Siehe, ich will 
Nebukadnezar, dem Knig von Babel, gyptenland geben, da er sich dessen 
Reichtum aneigne und es ausraube und ausplndere; das soll seinem Heere 
als Lohn zuteil werden!
EZE 29:20 Als Sold fr seine Arbeit, welche er verrichtet hat, will ich 
ihm gyptenland geben, weil sie fr mich gearbeitet haben, spricht Gott, 
der HERR.
EZE 29:21 Zu jener Zeit will ich dem Hause Israel ein Horn wachsen lassen 
und dir in ihrer Mitte ein Auftun deines Mundes schenken, damit sie 
erfahren, da ich der HERR bin.
EZE 30:1 Und das Wort des HERRN erging an mich also:
EZE 30:2 Menschensohn, weissage und sprich: So spricht Gott, der HERR: 
Heulet: Wehe, welch ein Tag!
EZE 30:3 Denn nahe ist der Tag. Ja, nahe ist der Tag des HERRN! Ein 
bewlkter Tag; die Zeit der Heiden wird es sein.
EZE 30:4 Es wird ein Schwert nach gypten kommen; und in thiopien wird 
groe Angst sein, wenn die Erschlagenen in gypten fallen und man seinen 
Reichtum wegnimmt und seine Grundfesten niederreit.
EZE 30:5 thiopien, Libyen, Lydien, ganz Arabien und Kub und die Shne des 
Bundeslandes werden samt ihnen durchs Schwert fallen.
EZE 30:6 So spricht der HERR: Die Sttzen gyptens werden fallen, und ihre 
stolze Macht mu herunter! Von Migdol bis nach Syene sollen sie darin 
durchs Schwert fallen, spricht Gott, der HERR.
EZE 30:7 Und sie sollen unter andern verwsteten Lndern wste sein und 
ihre Stdte unter andern zerstrten Stdten daliegen;
EZE 30:8 so sollen sie erfahren, da ich der HERR bin, wenn ich ein Feuer 
in gypten anznde und alle ihre Helfer zerbrochen werden.
EZE 30:9 An jenem Tage werden Boten von mir ausfahren auf Schiffen, um die 
sichern thiopier aufzuschrecken, und groe Angst wird sie berfallen am 
Tage gyptens; denn siehe, er kommt!
EZE 30:10 So spricht Gott, der HERR: Ich will durch die Hand 
Nebukadnezars, des Knigs von Babel, das Lrmen gyptens zum Schweigen 
bringen.
EZE 30:11 Er und sein Volk mit ihm, die Gewaltttigsten unter den Heiden, 
sollen herkommen, um das Land zu verderben. Sie sollen ihre Schwerter ber 
gypten ziehen und das Land mit Erschlagenen fllen.
EZE 30:12 Ich will ihre Strme austrocknen und das Land bsen Leuten 
verkaufen und das Land samt allem, was darin ist, durch Fremde verwsten; 
ich, der HERR, habe es gesagt!
EZE 30:13 So spricht Gott, der HERR: Ich will die Gtzen vertilgen und die 
Abgtter ausrotten aus Noph; es soll kein gypter mehr Frst sein ber das 
Land; ich will dem Land gypten Furcht einjagen,
EZE 30:14 und will Patros verwsten und in Zoan ein Feuer anznden, und 
will an No das Urteil vollziehen
EZE 30:15 und will meinen Zorn ber Sin, die Feste gyptens, ausschtten 
und die Volksmenge zu No ausrotten.
EZE 30:16 Und ich will Feuer an gypten legen. Sin soll sich krmmen vor 
Schmerz, No soll erobert und Noph am hellen Tage gengstigt werden.
EZE 30:17 Die Jnglinge von On und Pi-Beset sollen durchs Schwert fallen, 
und sie selbst in die Gefangenschaft wandern.
EZE 30:18 Zu Tachpanches soll der Tag verfinstert werden, wenn ich 
daselbst das Joch gyptens zerbreche und ihre stolze Macht dort zu Ende 
kommt; es wird sie eine Wolke bedecken, und ihre Tchter sollen in die 
Gefangenschaft wandern.
EZE 30:19 Also will ich an gypten das Urteil vollziehen, und sie sollen 
erfahren, da ich der HERR bin!
EZE 30:20 Im elften Jahr, im ersten Monat, am siebenten Tage des Monats, 
erging das Wort des HERRN also an mich:
EZE 30:21 Menschensohn, ich habe den Arm des Pharao, des Knigs von 
gypten, zerbrochen; und siehe, er ist nicht verbunden worden, man hat 
kein Heilmittel angewandt, keine Binde angelegt, da er stark genug wrde, 
das Schwert zu fassen.
EZE 30:22 Darum spricht Gott, der HERR, also: Siehe, ich will an den 
Pharao, den Knig von gypten, und werde ihm seine Arme, den starken und 
den zerbrochenen, zerschmettern, da das Schwert aus seiner Hand falle.
EZE 30:23 Und die gypter will ich unter die Heiden zerstreuen und in die 
Lnder versprengen.
EZE 30:24 Dagegen will ich dem Knig von Babel die Arme strken und ihm 
mein Schwert in die Hand geben; aber die Arme des Pharao will ich brechen, 
da er vor ihm sthne wie ein zu Tode Verwundeter.
EZE 30:25 Ja, die Arme des Knigs von Babel will ich strken, dem Pharao 
aber werden die Arme sinken. Und man wird erfahren, da ich der HERR bin, 
wenn ich dem Knig von Babel mein Schwert in die Hand gebe, da er es ber 
gyptenland ausstrecke.
EZE 30:26 Und ich werde die gypter unter die Heiden zerstreuen und in die 
Lnder versprengen; so werden sie erfahren, da ich der HERR bin.
EZE 31:1 Und es begab sich im elften Jahr, im dritten Monat, am ersten 
Tage des Monats, da das Wort des HERRN also an mich erging:
EZE 31:2 Menschensohn, sprich zum Pharao, dem Knige von gypten, und zu 
seiner Menge: Wem gleichst du in deiner Gre?
EZE 31:3 Siehe, Assur war wie ein Zedernbaum auf dem Libanon, von schnen 
sten, so dicht, da er Schatten gab, und hoch aufgeschossen, da sein 
Wipfel bis zu den Wolken reichte.
EZE 31:4 Das Wasser machte ihn gro, und die Flut machte ihn hoch; ihre 
Strme umsplten seine Pflanzung, und ihre Kanle erstreckten sich zu 
allen Bumen des Feldes.
EZE 31:5 Darum wuchs er hher als alle Bume des Feldes; er bekam viele 
ste und lange Zweige von dem vielen Wasser, in dem er sich ausbreitete.
EZE 31:6 Auf seinen sten nisteten alle Vgel des Himmels, und unter 
seinen Zweigen warfen alle Tiere des Feldes ihre Jungen; unter seinem 
Schatten wohnten alle groen Nationen.
EZE 31:7 Er ward schn in seiner Gre und wegen der Lnge seiner ste; 
denn seine Wurzeln bekamen sehr viel Wasser.
EZE 31:8 Die Zedernbume im Garten Gottes bertrafen ihn nicht, die 
Zypressen waren seinen sten nicht zu vergleichen, die Platanen waren 
nicht wie seine ste; kein Baum im Garten Gottes war ihm zu vergleichen in 
seiner Schnheit.
EZE 31:9 Ich hatte ihn schn gemacht durch die Menge seiner ste, so da 
ihn alle Bume Edens, die im Garten Gottes standen, beneideten.
EZE 31:10 Darum spricht Gott, der HERR, also: Weil du so hoch gewachsen 
bist, ja, weil sein Wipfel bis zu den Wolken reichte und sein Herz sich 
erhoben hat wegen seiner Hhe,
EZE 31:11 so habe ich ihn der Hand eines Mchtigen unter den Nationen 
preisgegeben, da er ihn behandelte nach seinem Belieben. Ich verstie ihn 
wegen seiner Gottlosigkeit.
EZE 31:12 Und Fremde, die Gewaltttigsten unter den Nationen, rissen ihn 
aus und warfen ihn hin. Auf die Berge und in alle Tler fielen seine ste, 
und seine Zweige wurden zerbrochen in allen Talschluchten des Landes, so 
da alle Vlker der Erde seinen Schatten verlieen und aufgaben.
EZE 31:13 Auf seinem gefllten Stamm wohnen alle Vgel des Himmels, und 
auf seinen sten lagern sich alle wilden Tiere des Feldes,
EZE 31:14 auf da sich hinfort kein Baum am Wasser wegen seiner Hhe 
berhebe und seinen Wipfel bis zu den Wolken erhebe; da auch alle Groen 
unter ihnen, die vom Wasser getrnkt werden, nicht mehr in ihrer Hhe 
dastehen, da sie doch alle dem Tode preisgegeben sind, der Unterwelt, 
inmitten der Menschenkinder, die zur Grube hinabfahren.
EZE 31:15 Gott, der HERR, hat also gesprochen: An dem Tage, da er ins 
Totenreich hinabfuhr, lie ich eine Klage abhalten; ich lie ber ihn 
trauern die Flut; ich hemmte ihre Strme, und die groen Wasser wurden 
zurckgehalten, und ich lie den Libanon um ihn trauern, und alle Bume 
des Feldes verschmachteten seinetwegen.
EZE 31:16 Von dem Getse seines Falles machte ich die Heiden erbeben, da 
ich ihn ins Totenreich hinabstie mit denen, welche in die Grube 
hinabfahren. Und es trsteten sich in den Tiefen der Erde alle Bume 
Edens, samt allen auserlesenen und besten Bumen Libanons, alle, die vom 
Wasser getrnkt worden waren.
EZE 31:17 Auch sie fuhren mit ihm ins Totenreich hinab zu denen, welche 
durchs Schwert umgekommen sind und als seine Setzlinge unter seinem 
Schatten gewohnt haben inmitten der Heiden.
EZE 31:18 Wem bist du an Herrlichkeit und Gre unter den Bumen Edens zu 
vergleichen? Dennoch wirst du mit den Bumen Edens in die Tiefen der Erde 
hinabgestoen, wo du mitten unter den Unbeschnittenen bei denen liegen 
sollst, welche durchs Schwert gefallen sind. Das ist der Pharao und seine 
ganze Menge, spricht Gott, der HERR.
EZE 32:1 Im zwlften Jahr, im zwlften Monat, am ersten Tage des Monats, 
erging das Wort des HERRN an mich also:
EZE 32:2 Menschensohn, hebe ein Klagelied an ber den Pharao, den Knig 
von gypten, und sprich zu ihm: Du warst gleich einem jungen Lwen unter 
den Heiden, und du warst wie ein Krokodil im Meere. Du schossest einher in 
deinen Strmen; du trbtest das Wasser mit deinen Fen und whltest ihre 
Flsse auf.
EZE 32:3 So spricht Gott, der HERR: Ich will mein Netz ber dich 
ausspannen unter der Versammlung vieler Vlker; die werden dich in meinem 
Garne heraufziehen.
EZE 32:4 Denn ich will dich auf das Land werfen und aufs Feld hinstrecken, 
da alle Vgel des Himmels sich auf dich setzen sollen; ich will die Tiere 
der ganzen Erde mit dir sttigen.
EZE 32:5 Ich will dein Fleisch auf die Berge werfen und die Tler mit 
deinem Aas fllen.
EZE 32:6 Ich will das Land mit deinem Ausflusse, mit deinem Blute, trnken 
bis an die Berge hin, und die Kanle sollen voll werden von dir.
EZE 32:7 Wenn ich dich auslschen werde, so will ich den Himmel bedecken 
und seine Sterne finster machen; ich will die Sonne mit einer Wolke 
berziehen, und der Mond wird seinen Schein nicht geben;
EZE 32:8 ich will alle leuchtenden Himmelslichter ber dir verdunkeln und 
Finsternis ber dein Land bringen, spricht Gott, der HERR.
EZE 32:9 Ich will auch das Herz vieler Vlker ngstigen, wenn ich deinen 
Untergang bekannt mache unter den Heiden und in den Lndern, welche du 
nicht kennst.
EZE 32:10 Und ich werde machen, da sich viele Vlker ber dich entsetzen 
und da ihre Knige deinetwegen erschaudern werden, wenn ich mein Schwert 
vor ihren Augen schwingen werde. Sie werden jeden Augenblick erzittern, 
ein jeder fr sein Leben, an dem Tage deines Falls.
EZE 32:11 Denn also spricht Gott, der HERR: Das Schwert des Knigs von 
Babel wird ber dich kommen.
EZE 32:12 Durch das Schwert der Helden will ich deine Menge fllen (die 
Gewaltttigsten unter den Heiden sind sie alle), und sie werden die stolze 
Pracht gyptens verwsten, und all seine Volksmenge wird vertilgt werden.
EZE 32:13 Ich will auch alle seine Tiere an den groen Wassern umbringen, 
da hinfort weder die Fe der Menschen, noch die Klauen der Tiere sie 
trben sollen.
EZE 32:14 Alsdann will ich machen, da ihre Wasser sinken und ihre Strme 
wie l daherflieen sollen, spricht Gott, der HERR.
EZE 32:15 Wenn ich gyptenland wste gelegt und das Land von allem, was 
darinnen ist, entblt habe, wenn ich alle, die darin wohnen, geschlagen 
habe, so werden sie erfahren, da ich der HERR bin.
EZE 32:16 Das ist das Klagelied, welches die Tchter der Heiden anstimmen 
werden; ja, sie werden eine Wehklage ber sie erheben; ber gypten und 
ber alle seine Menge werden sie eine Klage anheben, spricht Gott, der 
HERR.
EZE 32:17 Und im zwlften Jahr, am fnfzehnten Tage des Monats, erging das 
Wort des HERRN an mich also:
EZE 32:18 Menschensohn, erhebe eine Wehklage ber die Menge in gypten und 
la sie mit den Tchtern mchtiger Vlker in die Unterwelt hinabfahren zu 
denen, welche zur Grube fahren.
EZE 32:19 Wen bertriffst du an Lieblichkeit? Steig hinab! Lege dich zu 
den Unbeschnittenen!
EZE 32:20 Mitten unter den vom Schwerte Erschlagenen sollen sie fallen. 
Das Schwert ist bergeben; ziehet sie hinab samt all ihrer Menge!
EZE 32:21 Es werden die Starken unter den Helden aus der Mitte der 
Unterwelt von ihm und seinen Helfern sagen: Sie sind hinabgefahren, sie 
liegen da, die Unbeschnittenen, die vom Schwerte durchbohrt sind!
EZE 32:22 Da ist Assur mit seinem ganzen Haufen, ringsum sind seine 
Grber, sie alle sind mit dem Schwerte erschlagen und gefallen.
EZE 32:23 Ihre Grber sind in die tiefste Grube gelegt. Und rings um sein 
Grab ist seine Schar; sie sind alle erschlagen, durchs Schwert gefallen, 
die zuvor Schrecken verbreitet haben im Lande der Lebendigen.
EZE 32:24 Da ist auch Elam und alle seine Menge rings um sein Grab; sie 
alle sind erschlagen, durchs Schwert gefallen, unbeschnitten in die 
Unterwelt hinabgefahren; sie, die einst Schrecken verbreiteten im Lande 
der Lebendigen und nun ihre Schmach tragen mit denen, welche in die Grube 
hinabgefahren sind.
EZE 32:25 Man hat ihn mit all seiner Menge unter die Erschlagenen gelegt; 
ihre Grber sind rings um ihn her. Alle sind unbeschnitten, mit dem 
Schwerte erschlagen; weil sie Schrecken verbreitet haben im Lande der 
Lebendigen, mssen sie ihre Schande tragen samt denen, welche zur Grube 
hinabfahren; man hat ihn mitten unter die Erschlagenen gelegt.
EZE 32:26 Da sind auch Mesech, Tubal und ihre ganze Menge und ihre Grber 
ringsum. Diese alle sind unbeschnitten durchs Schwert umgekommen, weil sie 
Schrecken verbreitet haben im Lande der Lebendigen.
EZE 32:27 Und sie liegen nicht bei den Helden, welche unter den 
Unbeschnittenen gefallen sind, die mit ihren Kriegswaffen in die Unterwelt 
hinabfuhren, denen man ihre Schwerter unter ihre Hupter legte; sondern 
ihre Missetat ist auf ihrem Gebein, weil sie ein Schrecken der Helden 
waren im Lande der Lebendigen.
EZE 32:28 So sollst auch du unter den Unbeschnittenen zerschmettert werden 
und unter denen liegen, welche durch das Schwert umgekommen sind!
EZE 32:29 Da ist auch Edom mit seine Knigen und allen seinen Frsten, 
welche mit ihrer Macht zu denen gelegt sind, die durch das Schwert 
erschlagen wurden. Sie liegen bei den Unbeschnittenen und bei denen, 
welche in die Grube hinabfahren.
EZE 32:30 Da sind auch alle Frsten des Nordens und alle Zidonier, welche 
mit den Erschlagenen hinabgefahren sind. Sie sind mit ihrer erschreckenden 
Strke zuschanden geworden und liegen unbeschnitten unter denen, welche 
mit dem Schwerte erschlagen sind, und tragen ihre Schande samt denen, 
welche zur Grube hinabfuhren.
EZE 32:31 Wenn nun der Pharao diese sehen wird, so wird er getrstet 
werden ber alle seine Menge. Vom Schwerte erschlagen ist der Pharao und 
all sein Heer, spricht Gott, der HERR.
EZE 32:32 Denn ich habe ihn Schrecken verbreiten lassen im Lande der 
Lebendigen; darum soll der Pharao und seine ganze Menge unter 
Unbeschnittenen hingestreckt werden und bei denen, welche vom Schwerte 
erschlagen worden sind, spricht Gott, der HERR.
EZE 33:1 Und das Wort des HERRN erging also an mich:
EZE 33:2 Menschensohn, rede mit den Kindern deines Volks und sage zu 
ihnen: Wenn ich das Schwert ber ein Land bringe, so nimmt das Volk des 
Landes einen Mann aus seiner Mitte und bestellt ihn zu seinem Wchter.
EZE 33:3 Wenn nun dieser das Schwert ber sein Land kommen sieht, so stt 
er in die Posaune und warnt das Volk.
EZE 33:4 Wenn dann jemand den Schall der Posaune hrt und sich nicht 
warnen lassen will und das Schwert kommt und rafft ihn weg, so fllt sein 
Blut auf seinen Kopf!
EZE 33:5 Denn da er den Schall der Posaune hrte, sich aber nicht warnen 
lie, so sei sein Blut auf ihm! Htte er sich warnen lassen, so htte er 
seine Seele errettet!
EZE 33:6 Wenn aber der Wchter das Schwert kommen sieht und nicht in die 
Posaune stt und das Volk nicht gewarnt wird und das Schwert kommt und 
aus ihnen einen Menschen wegrafft, so wird dieser zwar um seiner Missetat 
willen weggerafft, aber sein Blut werde ich von der Hand des Wchters 
fordern.
EZE 33:7 Nun habe ich dich, o Menschensohn, dem Hause Israel zum Wchter 
bestellt, damit du das Wort aus meinem Munde hren und sie von mir aus 
warnen sollst.
EZE 33:8 Wenn ich zu dem Gottlosen sage: Du, Gottloser, sollst des Todes 
sterben! und du sagst es ihm nicht, um ihn vor seinem gottlosen Wege zu 
warnen, so wird der Gottlose um seiner Missetat willen sterben; aber sein 
Blut will ich von deiner Hand fordern.
EZE 33:9 Wenn du aber den Gottlosen vor seinem Wandel warnst, da er sich 
davon abwende, er sich aber von seinem Wandel nicht abwenden will, so wird 
er um seiner Snde willen sterben, du aber hast deine Seele errettet.
EZE 33:10 Du nun, Menschensohn, sage zu dem Hause Israel: Ihr sprechet 
also: Unsere bertretungen und unsere Snden liegen auf uns, da wir 
darunter verschmachten; wie knnen wir leben?
EZE 33:11 Sprich zu ihnen: So wahr ich lebe, spricht Gott, der HERR, ich 
habe kein Gefallen am Tode des Gottlosen, sondern daran, da der Gottlose 
sich abwende von seinem Wege und lebe! Wendet euch ab, wendet euch ab von 
euren bsen Wegen! Warum wollt ihr sterben, Haus Israel?
EZE 33:12 Und du, Menschensohn, sage zu den Kindern deines Volkes: Den 
Gerechten wird seine Gerechtigkeit nicht erretten am Tage, da er sich 
versndigt; und den Gottlosen wird seine Gottlosigkeit nicht fllen am 
Tage, da er sich von seinem gottlosen Wesen abwendet, so wenig als den 
Gerechten seine Gerechtigkeit am Leben erhalten wird, wenn er sndigt.
EZE 33:13 Wenn ich vom Gerechten sage: Er soll sicherlich leben! und er 
verlt sich auf seine Gerechtigkeit und tut Unrecht, so soll aller seiner 
Gerechtigkeit nicht mehr gedacht werden; sondern um seiner Bosheit willen, 
die er getan hat, soll er sterben.
EZE 33:14 Und wenn ich zum Gottlosen sage: Du sollst sterben! und er 
wendet sich ab von seiner Snde und tut, was recht und billig ist,
EZE 33:15 also da der Gottlose das Pfand wiedergibt, den Raub 
zurckerstattet und in den Satzungen des Lebens wandelt, also da er kein 
Unrecht tut, so soll er gewi leben und nicht sterben.
EZE 33:16 Auch soll ihm aller seiner Snden, die er getan hat, nimmermehr 
gedacht werden; er hat getan, was recht und billig ist, er soll gewi 
leben!
EZE 33:17 Dennoch sagen die Kinder deines Volkes: Der Weg des Herrn ist 
nicht richtig! so doch vielmehr ihr Weg nicht richtig ist!
EZE 33:18 Wenn der Gerechte von seiner Gerechtigkeit absteht und Unrecht 
tut, so mu er deshalb sterben;
EZE 33:19 wenn aber der Gottlose von seiner Gottlosigkeit absteht und tut, 
was recht und billig ist, so soll er um deswillen leben!
EZE 33:20 Da ihr aber sagt: Der Weg des Herrn ist nicht richtig! so will 
ich einen jeden von euch nach seinen Wegen richten, Haus Israel!
EZE 33:21 Im zwlften Jahr, am fnfzehnten Tage des zehnten Monats unserer 
Gefangenschaft, begab es sich, da ein Flchtling von Jerusalem zu mir kam 
und sprach: Die Stadt ist geschlagen!
EZE 33:22 Aber des HERRN Hand war auf mich gekommen am Abend, ehe der 
Flchtling zu mir kam, und hatte mir den Mund geffnet, als jener am 
Morgen zu mir kam; und der Mund ward mir aufgetan, da ich nicht mehr 
stumm war.
EZE 33:23 Da erging das Wort des HERRN also an mich:
EZE 33:24 Menschensohn, die Bewohner dieser Ruinen im Lande Israel sagen 
also: Abraham war nur ein einzelner Mann und hat das Land zum Besitz 
erhalten; unser aber sind viele, und uns ist das Land zum Erbe gegeben!
EZE 33:25 Darum sprich zu ihnen: So spricht Gott, der HERR: Ihr habt 
mitsamt dem Blut gegessen; ihr habt eure Augen zu euren Gtzen erhoben und 
habt Blut vergossen; und ihr solltet dennoch das Land besitzen?
EZE 33:26 Ihr verlat euch auf euer Schwert; ihr tut Greuel und 
verunreinigt einer des andern Weib; und ihr solltet dennoch das Land 
besitzen?
EZE 33:27 Darum sage ihnen also: So spricht Gott, der HERR: So wahr ich 
lebe, alle die, welche in diesen Ruinen wohnen, sollen durchs Schwert 
fallen; und wer auf dem Felde ist, den will ich den wilden Tieren zum 
Frae geben; welche aber in den Festungen und Hhlen sind, die sollen an 
der Pest sterben;
EZE 33:28 und ich will das Land zur Einde machen und es verwsten; und 
ihre Kraft, worauf sie stolz sind, soll ein Ende haben; und die Berge 
Israels sollen so wst daliegen, da niemand darber gehen wird.
EZE 33:29 Alsdann werden sie erkennen, da ich der HERR bin, wenn ich das 
Land zur Wste und Einde machen werde wegen aller ihrer Greuel, die sie 
begangen haben.
EZE 33:30 Und du, Menschensohn, die Kinder deines Volkes unterreden sich 
deinethalben an den Wnden und unter den Tren der Huser und sagen 
zueinander, ein jeder zu seinem Bruder: Kommt doch und hrt, was fr ein 
Wort vom HERRN ausgeht!
EZE 33:31 Und sie werden zu dir kommen, wie das Volk zusammenkommt, und 
werden als mein Volk vor dir sitzen und deine Worte hren, aber nicht 
darnach tun. Denn ob sie gleich mit dem Munde schmeicheln, so wandeln sie 
doch mit ihren Herzen dem Gewinne nach.
EZE 33:32 Und siehe, du bist fr sie wie ein Liebeslied, wie einer, der 
eine schne Stimme hat und gut die Saiten spielen kann; sie werden deine 
Worte hren, aber nicht darnach tun.
EZE 33:33 Wenn es aber kommt (Und siehe, es kommt!), so werden sie 
erkennen, da ein Prophet unter ihnen gewesen ist.
EZE 34:1 Und das Wort des HERRN kam zu mir also:
EZE 34:2 Menschensohn, weissage wider die Hirten Israels, weissage und 
sprich zu ihnen, den Hirten: So spricht Gott, der HERR: Wehe den Hirten 
Israels, die sich selbst weiden! Sollen die Hirten nicht die Herde weiden?
EZE 34:3 Das Fette esset ihr, mit der Wolle bekleidet ihr euch, und das 
Gemstete schlachtet ihr, aber die Herde weidet ihr nicht!
EZE 34:4 Das Schwache strket ihr nicht, das Kranke heilet ihr nicht, das 
Verwundete verbindet ihr nicht, das Verscheuchte holt ihr nicht zurck, 
und das Verlorene suchet ihr nicht,
EZE 34:5 sondern streng und hart herrschet ihr ber sie! Und so haben sie 
sich zerstreut, weil sie ohne Hirten waren, und sind allen wilden Tieren 
des Feldes zur Speise geworden und haben sich zerstreut.
EZE 34:6 Auf allen Bergen und hohen Hgeln gehen meine Schafe irre, und 
ber das ganze Land sind meine Schafe zerstreut; und niemand ist da, der 
nach ihnen fragt oder sie sucht.
EZE 34:7 Darum, ihr Hirten, hret das Wort des HERRN!
EZE 34:8 So wahr ich lebe, spricht Gott, der HERR, weil meine Schafe zum 
Raube und allen wilden Tieren des Feldes zur Speise geworden sind, weil 
sie keinen Hirten haben und meine Hirten meinen Schafen nicht nachfragen, 
weil sie nur sich selbst und nicht meine Schafe weiden,
EZE 34:9 so hret, ihr Hirten, das Wort des HERRN!
EZE 34:10 So spricht Gott, der HERR: Siehe, ich will an die Hirten und 
will meine Schafe von ihren Hnden fordern und will ihrem Schafeweiden ein 
Ende machen, und die Hirten sollen hinfort auch sich selbst nicht mehr 
weiden; denn ich will meine Schafe aus ihrem Maul erretten, da sie 
hinfort nicht ihre Speise sein sollen.
EZE 34:11 Denn also spricht Gott, der HERR: Siehe, ich selbst will meinen 
Schafen nachforschen und sie suchen!
EZE 34:12 Wie ein Hirt seine Herde zusammensucht an dem Tage, da er mitten 
unter seinen zerstreuten Schafen ist, so will ich meine Schafe suchen und 
sie aus allen Orten erretten, dahin sie sich an dem neblichten und dunklen 
Tage zerstreut haben.
EZE 34:13 Ich will sie aus den Vlkern herausfhren und aus den Lndern 
zusammenbringen und will sie in ihr Land fhren und sie weiden auf den 
Bergen Israels, in den Tlern und an allen Wohnorten des Landes.
EZE 34:14 Auf einer guten Weide will ich sie weiden; und ihre Trift soll 
auf den hohen Bergen Israels sein, daselbst sollen sie sich in einer guten 
Hrde lagern und auf den Bergen Israels fette Weide haben!
EZE 34:15 Ich will selbst meine Schafe weiden und sie lagern, spricht 
Gott, der HERR.
EZE 34:16 Das Verlorene will ich suchen und das Verscheuchte zurckholen 
und das Verwundete verbinden; das Schwache will ich strken; aber was fett 
und stark ist, will ich abtun; ich will sie weiden, wie es recht ist.
EZE 34:17 Und zu euch, meinen Schafen, spricht Gott, der HERR: Seht, ich 
will richten zwischen den einzelnen Schafen, zwischen den Widdern und 
Bcken.
EZE 34:18 Ist es euch nicht genug, da ihr eine so gute Weide abweidet; 
mt ihr auch noch das brige Weideland mit euren Fen zertreten? Und 
wenn ihr klares Wasser getrunken habt, mt ihr dann das brige mit euren 
Fen trben?
EZE 34:19 Und sollen dann meine Schafe das abweiden, was ihr mit euren 
Fen zertreten habt, und trinken, was ihr mit euren Fen trbe gemacht 
habt?
EZE 34:20 Darum spricht Gott, der HERR, also zu ihnen: Siehe, Ich will 
selbst richten zwischen den fetten und den mageren Schafen:
EZE 34:21 weil ihr alle schwachen Schafe mit Seite und Schulter gedrngt 
und mit euren Hrnern gestoen habt, bis ihr sie hinausgetrieben hattet,
EZE 34:22 so will ich meinen Schafen zu Hilfe kommen, da sie hinfort 
nicht mehr zur Beute werden sollen, und ich will Recht sprechen zwischen 
den einzelnen Schafen.
EZE 34:23 Ich will ihnen einen einzigen Hirten erwecken, der sie weiden 
soll, nmlich meinen Knecht David; der soll sie weiden, und der soll ihr 
Hirte sein.
EZE 34:24 Und ich, der HERR, will ihr Gott sein, und mein Knecht David 
soll Frst sein mitten unter ihnen; ich, der HERR, habe es gesagt!
EZE 34:25 Ich will einen Friedensbund mit ihnen schlieen und alle bsen 
Tiere aus dem Lande treiben, da sie in der Wste sicher wohnen und in den 
Wldern schlafen knnen.
EZE 34:26 Ich will sie und die Umgebung meines Hgels zum Segen setzen und 
will ihnen den Regen zu seiner Zeit herabsenden; das sollen gesegnete 
Regen sein!
EZE 34:27 Und die Bume des Feldes sollen ihre Frchte bringen und das 
Erdreich sein Gewchs; und sie sollen sicher in ihrem Lande wohnen und 
erfahren, da ich der HERR bin, wenn ich ihr Joch zerbreche und sie aus 
der Hand derer errette, die sie knechteten.
EZE 34:28 Sie sollen hinfort nicht mehr eine Beute der Heiden werden, noch 
sollen die wilden Tiere des Landes sie fressen, sondern sie sollen sicher 
wohnen, und niemand wird sie erschrecken.
EZE 34:29 Ich will ihnen auch eine berhmte Pflanze erwecken, da sie 
nicht mehr durch Hunger im Lande weggerafft werden und die Schmhung der 
Heiden nicht mehr tragen mssen.
EZE 34:30 Also werden sie erfahren, da ich, der HERR, ihr Gott, bei ihnen 
bin und da sie, das Haus Israel, mein Volk sind, spricht Gott, der HERR.
EZE 34:31 Und ihr seid meine Herde; ihr Menschen seid die Schafe meiner 
Weide! Ich bin euer Gott, spricht Gott, der HERR.
EZE 35:1 Und das Wort des HERRN erging an mich also:
EZE 35:2 Menschensohn, wende dein Angesicht gegen das Gebirge Seir und 
weissage wider dasselbe und sage zu ihm:
EZE 35:3 So spricht Gott, der HERR: Siehe, ich will an dich, Gebirge Seir; 
ich will meine Hand wider dich ausstrecken und dich zur Wste und Einde 
machen!
EZE 35:4 Deine Stdte will ich in Trmmer legen, und zur Wste sollst du 
werden, damit du erfahrest, da ich der HERR bin,
EZE 35:5 weil du ewige Feindschaft hegst und die Kinder Israel der Schrfe 
des Schwertes berliefert hast zur Zeit ihres Unglcks, zur Zeit der 
endgltigen Abrechnung.
EZE 35:6 Darum, so wahr ich lebe, spricht Gott, der HERR, ich will dich 
bluten machen, und Blut soll dich verfolgen; weil du das Blutvergieen 
nicht gescheut hast, so soll das Blut auch dich verfolgen!
EZE 35:7 Und ich will das Gebirge Seir zu einer Wste und Einde machen 
und alle Hin und Herziehenden daraus vertilgen.
EZE 35:8 Ich will seine Berge mit seinen Erschlagenen fllen; und auf 
deinen Hgeln und in deinen Tlern und allen deinen Grnden sollen mit dem 
Schwert Erschlagene fallen.
EZE 35:9 Zur ewigen Wste will ich dich machen, und deine Stdte sollen 
unbewohnt bleiben, so werdet ihr erfahren, da ich der HERR bin.
EZE 35:10 Weil du gesagt hast: Diese beiden Vlker und diese beiden 
Lnder mssen mein werden, und wir wollen sie einnehmen! obgleich der 
HERR daselbst gewesen ist,
EZE 35:11 darum spricht Gott, der HERR: So wahr ich lebe, ich will mit dir 
verfahren nach deinem Zorn und nach deiner Eifersucht, wie du auch nach 
deinem Ha mit ihnen gehandelt hast; und ich werde mich bei ihnen zu 
erkennen geben, wenn ich dich richte.
EZE 35:12 Du aber sollst erfahren, da ich, der HERR, alle deine 
Lsterungen gehrt habe, welche du wider die Berge Israels ausgestoen 
hast, indem du sprachst: Sie wurden verwstet, uns sind sie zur Speise 
gegeben!
EZE 35:13 Also habt ihr mit eurem Maul wider mich gro getan und freche 
Reden wider mich gefhrt. Ich habe es gehrt.
EZE 35:14 So spricht Gott, der HERR: Wenn alle Welt sich freut, so will 
ich dich zur Wste machen!
EZE 35:15 Wie du dich gefreut hast ber das Erbe des Hauses Israel, weil 
es verwstet wurde, also will ich auch dir tun. Du sollst verwstet 
werden, Gebirge Seir, und du, Edom, insgesamt, so wird man erfahren, da 
ich der HERR bin!
EZE 36:1 Du aber, Menschensohn, weissage ber die Berge Israels und 
sprich: Ihr Berge Israels, hret das Wort des HERRN!
EZE 36:2 So spricht Gott, der HERR: Weil der Feind ber euch gesprochen 
hat: Ha, die ewigen Hhen sind unser Erbe geworden!
EZE 36:3 so weissage nun und sprich: So spricht Gott, der HERR: Darum, ja, 
darum, weil man euch verwstet und von allen Seiten nach euch geschnappt 
hat, so da ihr den brigen Vlkern zum Erbteil geworden seid, und weil 
ihr ins Gerede der Zungen gekommen und zum Gesptt geworden seid,
EZE 36:4 darum, o ihr Berge Israels, hret das Wort Gottes, des HERRN! So 
spricht Gott, der HERR, zu den Bergen und Hgeln, zu den Grnden und 
Tlern, zu den den Trmmern und verlassenen Stdten, welche den 
umwohnenden brigen Nationen zum Raub und zum Gesptt geworden sind:
EZE 36:5 Ja, darum spricht Gott, der HERR: Frwahr, in meinem feurigen 
Eifer rede ich wider die brigen Vlker und wider ganz Edom, welche sich 
mein Land zum Besitztum gegeben und die sich von ganzem Herzen und mit 
bermtiger Verachtung gefreut haben, sie auszustoen und zu berauben.
EZE 36:6 Darum weissage ber das Land Israel und sprich zu den Bergen und 
Hgeln, zu den Grnden und Tlern: So spricht Gott, der HERR: Seht, in 
meinem Eifer und in meinem grimmigen Zorn rede ich, weil ihr die Schmach 
der Heiden erlitten habt!
EZE 36:7 Darum spricht Gott, der HERR, also: Ich hebe meine Hand auf und 
schwre, da die Nationen, welche um euch her liegen, ihre eigene Schmach 
tragen sollen!
EZE 36:8 Ihr aber, Berge Israels, lat euer Laub sprossen und traget eure 
Frucht fr mein Volk Israel; denn bald sollen sie heimkehren!
EZE 36:9 Denn seht, ich komme zu euch und wende mich wieder zu euch, da 
ihr angebaut und best werdet!
EZE 36:10 Ich will viele Menschen auf euch wohnen lassen, das ganze Haus 
Israel, sie alle; die Stdte sollen bewohnt und die Trmmer aufgebaut 
werden.
EZE 36:11 Ich will Menschen und Vieh bei euch zahlreich machen, und sie 
werden sich mehren und fruchtbar sein; ich will euch bevlkern wie ehedem 
und euch mehr Gutes erweisen als je zuvor, und ihr sollt erfahren, da ich 
der HERR bin!
EZE 36:12 Und ich will Menschen auf euch wandeln lassen, nmlich mein Volk 
Israel; die sollen dich besitzen, und du sollst ihr Erbteil sein und sie 
nicht mehr der Kinder berauben!
EZE 36:13 So spricht Gott, der HERR: Weil sie zu euch sagen: Du warst 
eine Menschenfresserin und hast dein Volk der Kinder beraubt,
EZE 36:14 so sollst du hinfort keine Menschen mehr fressen und dein Volk 
nicht mehr der Kinder berauben, spricht Gott, der HERR.
EZE 36:15 Ich will dich hinfort nicht mehr die Schmhungen der Heiden 
hren lassen, und den Hohn der Nationen sollst du nicht mehr tragen und 
dein Volk nicht mehr kinderlos machen, spricht Gott, der HERR.
EZE 36:16 Und das Wort des HERRN erging an mich also:
EZE 36:17 Menschensohn, als das Haus Israel in seinem Lande wohnte und sie 
dasselbe mit ihren Wegen und Taten verunreinigten, so da ihr Wandel vor 
mir war wie die Unreinigkeit eines Weibes in ihrer Krankheit,
EZE 36:18 da schttete ich meinen Zorn ber sie aus wegen des Blutes, das 
sie im Lande vergossen, und weil sie es durch ihre Gtzen verunreinigt 
hatten.
EZE 36:19 Ich zerstreute sie unter die Heiden, und sie wurden in die 
Lnder versprengt; ich richtete sie nach ihren Wegen und nach ihren Taten.
EZE 36:20 Als sie nun unter die Heiden kamen, wohin sie gezogen waren, 
entheiligten sie meinen heiligen Namen, so da man von ihnen sagte: Das 
ist das Volk des HERRN; die muten aus seinem Lande ausziehen!
EZE 36:21 Aber mich reute mein heiliger Name, welchen das Haus Israel 
entheiligt hat unter den Heiden, zu denen es gekommen ist!
EZE 36:22 Darum sage zu dem Hause Israel: So spricht Gott, der HERR: Nicht 
um euretwillen tue ich solches, Haus Israel, sondern wegen meines heiligen 
Namens, welchen ihr entheiligt habt unter den Heiden, zu welchen ihr 
gekommen seid.
EZE 36:23 Darum will ich meinen groen Namen wieder heilig machen, der vor 
den Heiden entheiligt worden ist, welchen ihr unter ihnen entheiligt habt! 
Und die Heiden sollen erkennen, da ich der HERR bin, spricht Gott, der 
HERR, wenn ich mich vor ihren Augen an euch heilig erweisen werde.
EZE 36:24 Denn ich will euch aus den Nationen herausholen und aus allen 
Lndern sammeln und euch wieder in euer Land bringen.
EZE 36:25 Ich will reines Wasser ber euch sprengen, da ihr rein werdet; 
von aller eurer Unreinigkeit und von allen euren Gtzen will ich euch 
reinigen.
EZE 36:26 Und ich will euch ein neues Herz geben und einen neuen Geist in 
euch legen; ich will das steinerne Herz aus eurem Fleisch wegnehmen und 
euch ein fleischernes Herz geben;
EZE 36:27 ich will meinen Geist in euch geben und will solche Leute aus 
euch machen, die in meinen Satzungen wandeln und meine Rechte beobachten 
und tun.
EZE 36:28 Und ihr sollt in dem Lande wohnen, das ich euren Vtern gegeben 
habe, und ihr sollt mein Volk sein, und ich will euer Gott sein.
EZE 36:29 Und ich will euch von allen euren Unreinigkeiten befreien, und 
ich will dem Korn rufen und desselben viel machen und euch keine 
Hungersnot mehr schicken.
EZE 36:30 Ich will auch die Frchte der Bume und den Ertrag des Feldes 
vermehren, da ihr hinfort die Schmach des Hungers unter den Heiden nicht 
mehr tragen mt.
EZE 36:31 Alsdann werdet ihr an eure bsen Wege gedenken und an eure 
Taten, welche nicht gut waren, und werdet vor euch selbst Abscheu 
empfinden wegen eurer Snden und wegen eurer Greuel.
EZE 36:32 Nicht euretwegen werde ich solches tun, spricht Gott, der HERR, 
das sei euch kund! Schmt euch und errtet ber euren Wandel, Haus Israel!
EZE 36:33 So spricht Gott, der HERR: Zu jener Zeit, da ich euch von allen 
euren Missetaten reinigen werde, will ich die Stdte wieder bewohnen 
lassen, und die Trmmer sollen wieder aufgebaut werden.
EZE 36:34 Das verwstete Land soll wieder bearbeitet werden, nachdem es 
zuvor wste lag vor allen, die vorbergingen.
EZE 36:35 Alsdann wird man sagen: Dieses verwstete Land ist wie ein 
Garten Eden geworden, und die zertrmmerten Stdte, welche zertrmmert und 
zerstrt waren, sind wohlbefestigt und bewohnt!
EZE 36:36 Und die Nationen, welche briggeblieben sind rings um euch her, 
werden erfahren, da ich, der HERR, es bin, welcher das Abgebrochene baut 
und das Verwstete bepflanzt. Ich, der HERR, habe es gesagt und werde es 
auch tun.
EZE 36:37 Ferner spricht Gott, der HERR, also: Auch dafr will ich mich 
von dem Hause Israel noch erbitten lassen, da ich es fr sie tue: Ich 
will sie mehren wie eine Menschenherde;
EZE 36:38 wie die Herden im Heiligtum, wie die Herden zu Jerusalem an 
ihren Festen, so sollen auch die verlassenen Stdte voll Menschenherden 
werden, und man soll erfahren, da ich der HERR bin!
EZE 37:1 Die Hand des HERRN kam ber mich und fhrte mich im Geiste des 
HERRN hinaus und lie mich nieder mitten auf der Ebene, und diese war 
voller Totengebeine.
EZE 37:2 Er fhrte mich an denselben vorber ringsherum; und siehe, der 
Gebeine waren sehr viele auf der Ebene; und siehe, sie waren sehr drr.
EZE 37:3 Da sprach er zu mir: Menschensohn, knnen diese Gebeine wieder 
lebendig werden? Ich antwortete: O Herr, HERR, du weit es!
EZE 37:4 Da sprach er zu mir: Weissage ber diese Gebeine und sprich zu 
ihnen: Ihr verdorrten Gebeine, hrt das Wort des HERRN!
EZE 37:5 So spricht Gott, der HERR, zu diesen Gebeinen: Seht, ich will 
einen Geist in euch kommen lassen, da ihr lebendig werdet!
EZE 37:6 Ich will euch Sehnen geben und Fleisch ber euch wachsen lassen 
und euch mit Haut berziehen und einen Geist in euch geben, da ihr 
lebendig werden und erfahren sollt, da ich der HERR bin!
EZE 37:7 Da weissagte ich, wie mir befohlen war, und indem ich weissagte, 
entstand ein Gerusch, und siehe, eine Bewegung, und die Gebeine rckten 
zusammen, ein Glied zum andern!
EZE 37:8 Und ich schaute, und siehe, sie bekamen Sehnen, und es wuchs 
Fleisch an ihnen; und es zog sich Haut darber; aber es war noch kein 
Geist in ihnen.
EZE 37:9 Da sprach er zu mir: Richte eine Weissagung an den Geist, 
weissage, Menschensohn, und sprich zum Geist: So spricht Gott, der HERR: O 
Geist, komm von den vier Winden und hauche diese Getteten an, da sie 
lebendig werden!
EZE 37:10 So weissagte ich, wie er mir befohlen hatte. Da kam der Geist in 
sie, und sie wurden lebendig und stellten sich auf ihre Fe, ein sehr, 
sehr groes Heer.
EZE 37:11 Und er sprach zu mir: Menschensohn, diese Gebeine sind das ganze 
Haus Israel. Siehe, sie sprechen: Unsere Gebeine sind verdorrt, und 
unsere Hoffnung ist verloren; es ist aus mit uns!
EZE 37:12 Darum weissage und sprich zu ihnen: So spricht Gott, der HERR: 
Siehe, ich will eure Grber auftun und euch, mein Volk, aus euren Grbern 
fhren und euch wieder in das Land Israel bringen;
EZE 37:13 und ihr sollt erfahren, da ich der HERR bin, wenn ich eure 
Grber auftue und euch, mein Volk, aus euren Grbern fhren werde.
EZE 37:14 Ich will auch meinen Geist in euch legen, und ihr sollt leben; 
und ich will euch wieder in euer Land bringen, da ihr erfahren sollt, da 
ich der HERR bin. Ich habe es gesagt und werde es auch tun, spricht der 
HERR.
EZE 37:15 Und das Wort des HERRN kam zu mir also:
EZE 37:16 Du, Menschensohn, nimm dir einen Holzstab und schreibe darauf: 
Fr Juda und die Kinder Israel, seine Mitverbundenen. Alsdann nimm einen 
andern Holzstab und schreibe darauf: Fr Joseph, den Stab Ephraims, und 
das ganze Haus Israel, seine Mitverbundenen.
EZE 37:17 Darnach fge beide [Stbe] zusammen, einen zum andern, damit ein 
Holzstab daraus werde, ja, zu einem einzigen sollen sie werden in deiner 
Hand.
EZE 37:18 Wenn dann die Kinder deines Volkes zu dir sagen: Willst du uns 
nicht erklren, was das bedeutet?
EZE 37:19 so gib ihnen zur Antwort: So spricht Gott, der HERR: Seht, ich 
will den Holzstab Josephs nehmen, welcher in der Hand Ephraims und der 
Stmme Israels, seiner Mitverbundenen, ist, und will ihn zu dem Holzstab 
Judas tun und sie zu einem einzigen Holzstab machen, und sie sollen ein 
[Ganzes] in meiner Hand werden!
EZE 37:20 Also sollst du die Holzstbe, auf welche du geschrieben hast, 
vor ihren Augen in deiner Hand halten.
EZE 37:21 Und sage zu ihnen: So spricht Gott, der HERR: Seht, ich will die 
Kinder Israel aus den Nationen, unter welche sie gekommen sind, 
zurckholen und sie von berallher sammeln und sie in ihr Land fhren
EZE 37:22 und sie im Lande auf den Bergen Israels zu einem einzigen Volke 
machen; sie sollen alle nur einen einzigen Knig haben, sie sollen auch 
hinfort nicht mehr zwei Vlker bilden, noch in zwei Reiche zerteilt werden.
EZE 37:23 Und sie sollen sich auch hinfort nicht mehr mit ihren Gtzen und 
mit ihren Greueln und durch allerlei bertretungen verunreinigen. Und ich 
will ihnen aus allen ihren Wohnorten, in welchen sie gesndigt haben, 
heraushelfen und will sie reinigen; sie sollen mein Volk sein, und ich 
will ihr Gott sein.
EZE 37:24 Und mein Knecht David soll ihr Knig sein, und sie sollen alle 
einen einzigen Hirten haben. Und sie werden in meinen Rechten wandeln und 
meine Satzungen beobachten und dieselben tun.
EZE 37:25 Sie werden wieder in dem Lande wohnen, welches ich meinem 
Knechte Jakob gegeben habe, darin auch ihre Vter gewohnt haben. Ja, darin 
sollen sie, ihre Kinder und Kindeskinder, allezeit wohnen; und mein Knecht 
David soll ihr Frst sein ewiglich.
EZE 37:26 Ich will auch einen Bund des Friedens mit ihnen schlieen, ein 
ewiger Bund soll mit ihnen bestehen, und ich will sie sehaft machen und 
mehren; ich will mein Heiligtum auf ewig in ihre Mitte stellen.
EZE 37:27 Meine Wohnung wird bei ihnen sein, und ich will ihr Gott sein, 
und sie sollen mein Volk sein.
EZE 37:28 Und die Heiden werden erfahren, da ich der HERR bin, welcher 
Israel heiligt, wenn mein Heiligtum in Ewigkeit unter ihnen sein wird.
EZE 38:1 Und das Wort des HERRN erging folgendermaen an mich:
EZE 38:2 Menschensohn, wende dein Angesicht gegen Gog im Lande Magog, den 
Frsten von Rosch, Mesech und Tubal, und weissage wider ihn.
EZE 38:3 Und sprich: So spricht Gott, der HERR: Gog, Frst von Rosch, 
Mesech und Tubal, siehe, ich will an dich!
EZE 38:4 Und ich will dich herumlenken und will dir Haken in deine 
Kinnbacken legen; ich will dich und alle deine Kriegsmacht herausfhren, 
Rosse und Reiter, alle aufs beste gekleidet, ein groes Volk, die alle 
Tartschen, Schilde und Schwerter tragen:
EZE 38:5 Perser, thiopier und Lybier mit ihnen, alle mit Schild und Helm,
EZE 38:6 Gomer samt allen seinen Truppen, das Land Togarma vom uersten 
Norden, auch mit allen seinen Truppen, viele Vlker mit dir!
EZE 38:7 So bereite dich nun und rste dich mit all deinem Volke, welches 
sich zu dir versammelt hat, und sei du ihr Hter!
EZE 38:8 Nach langer Zeit sollst du aufgeboten werden; zur letzten Zeit 
wirst du in ein Land kommen, das dem Schwert entronnen und aus vielen 
Vlkern wieder gesammelt worden ist, auf die Berge Israels, welche 
bestndig verdet waren; es ward aber aus den Vlkern ausgefhrt, und sie 
wohnen nun alle in Sicherheit.
EZE 38:9 Du aber wirst heraufziehen, herankommen wie ein Ungewitter; du 
wirst sein wie eine finstere Wolke, die das Land bedecken will; du und 
alle deine Truppen und viele Vlker mit dir.
EZE 38:10 So spricht Gott, der HERR: Zu jener Zeit wird dir allerlei in 
den Sinn kommen, und du wirst bse Plne schmieden.
EZE 38:11 Du wirst sagen: Ich will hinaufziehen in das offene Land; ich 
will zu denen kommen, welche ruhig und sicher wohnen; sie wohnen ja alle 
ohne Mauern; sie haben weder Riegel noch Tore!
EZE 38:12 Um Beute zu machen und Raub zu kriegen, wirst du deine Hand zu 
legen suchen an die wieder bewohnten Ruinen und an das Volk, welches aus 
den Heiden gesammelt ist, welches Vieh und Gter bekommen hat und auf dem 
Mittelpunkt der Erde wohnt.
EZE 38:13 Alsdann werden Seba und Dedan und die Kaufleute von Tarsis und 
alle ihre jungen Lwen zu dir sagen: Bist du da, um Beute zu machen? Hast 
du deine Menge gesammelt, um zu plndern, um Silber und Gold zu nehmen, um 
Vieh und Gter wegzufhren und groen Raub an dich zu reien?
EZE 38:14 Darum weissage, Menschensohn, und sprich zu Gog: So spricht 
Gott, der HERR: Wirst du nicht, sobald du vernimmst, da mein Volk Israel 
sicher wohnt,
EZE 38:15 von deinem Orte herkommen, aus dem uersten Norden, du und 
viele Vlker mit dir, welche alle auf Pferden reiten, deren ein groer 
Haufe und ein mchtiges Heer ist?
EZE 38:16 Ja, du wirst wider mein Volk Israel heraufziehen, um wie eine 
Wolke das Land zu bedecken. Solches wird am Ende der Tage geschehen, da 
ich dich wider mein Land heraufkommen lasse, damit mich die Heiden 
erkennen sollen, wenn ich mich an dir, o Gog, vor ihren Augen als den 
Heiligen erweisen werde!
EZE 38:17 So spricht Gott, der HERR: Bist du nicht der, von welchem ich 
vor Zeiten geredet habe durch meine Knechte, die Propheten Israels, welche 
in jenen Tagen viele Jahre lang weissagten, da ich dich wider sie 
herauffhren werde?
EZE 38:18 Es soll aber zu jener Zeit, wenn Gog gegen das Land Israel 
heraufzieht, geschehen, spricht Gott, der HERR, da mir das Zornesfeuer in 
mein Angesicht steigen wird.
EZE 38:19 Und ich sage es in meinem Eifer, im Feuer meines Zornes, da 
alsdann im Lande Israel ein groes Erdbeben sein wird.
EZE 38:20 Die Fische im Meere werden vor mir erbeben, die Vgel des 
Himmels, die Tiere des Feldes, auch alles Gewrm, das auf dem Erdboden 
kriecht, und alle Menschen, die auf Erden sind. Auch die Berge sollen 
einstrzen, die Felswnde fallen und alle Mauern zu Boden sinken.
EZE 38:21 Ich will auch auf allen meinen Bergen das Schwert gegen ihn 
aufbieten, spricht Gott, der HERR, da eines jeglichen Schwert gegen den 
andern gerichtet sei.
EZE 38:22 Ich will ihn richten mit Pest und Blut; Platzregen und 
Hagelsteine, Feuer und Schwefel will ich regnen lassen auf ihn und auf all 
sein Heer, auf die vielen Vlker, welche bei ihm sind.
EZE 38:23 Also will ich mich gro und heilig erweisen und mich kundtun vor 
den Augen vieler Nationen, und sie sollen erfahren, da ich der HERR bin.
EZE 39:1 So weissage nun, Menschensohn, wider Gog und sprich: So spricht 
Gott, der HERR: Siehe, ich will an dich, Gog, Frst von Rosch, Mesech und 
Tubal!
EZE 39:2 Und ich will dich herumlenken und dich gngeln und dich 
herauffhren vom uersten Norden und dich auf die Berge Israels bringen.
EZE 39:3 Ich will dir den Bogen aus deiner linken Hand schlagen und die 
Pfeile aus deiner rechten Hand fallen lassen.
EZE 39:4 Auf den Bergen Israels sollst du fallen, samt allen deinen 
Truppen und allem Volk, das bei dir ist; daselbst will ich dich den 
Raubvgeln, allem, was Flgel hat, und den wilden Tieren des Feldes zur 
Speise geben.
EZE 39:5 Du sollst auf dem weiten Felde fallen! Ich habe es gesagt, 
spricht Gott, der HERR.
EZE 39:6 Ich will Feuer legen an Magog und an die, welche auf den Inseln 
sicher wohnen, damit sie erfahren, da ich der HERR bin.
EZE 39:7 Und meinen heiligen Namen will ich unter meinem Volke Israel 
kundtun und meinen heiligen Namen hinfort nicht mehr entweihen lassen; 
sondern die Heiden sollen erfahren, da ich, der HERR, der Heilige in 
Israel bin!
EZE 39:8 Siehe, es kommt und es wird geschehen, spricht Gott, der HERR! 
Das ist der Tag, von welchem ich geredet habe.
EZE 39:9 Die Bewohner der Stdte Israels werden herauskommen und ein Feuer 
anznden und die Waffen, Schilde und Tartschen, Bogen und Pfeile, Keulen 
und Speere verbrennen und werden sieben Jahre lang damit heizen.
EZE 39:10 Man wird kein Holz mehr vom Felde holen und keines in den 
Wldern hauen; sondern man wird die Waffen als Brennstoff bentzen. Sie 
werden die berauben, welche sie beraubt haben, und diejenigen plndern, 
welche sie geplndert haben, spricht Gott, der HERR.
EZE 39:11 Und zu jener Zeit will ich fr Gog einen Ort zum Begrbnis in 
Israel anweisen, nmlich das Tal Abarim stlich vom [Toten] Meer, und es 
wird den Wanderern [den Weg] versperren. Daselbst wird man Gog und all 
sein Volk begraben und wird es das Tal der Haufen Gogs nennen.
EZE 39:12 Das Haus Israel wird an ihnen sieben Monate lang zu begraben 
haben, um das Land zu reinigen.
EZE 39:13 Und zwar wird das ganze Volk des Landes an ihnen zu begraben 
haben, und das wird ihnen zum Ruhm gereichen. Es ist der Tag, an welchem 
ich mich verherrlichen werde, spricht Gott, der HERR.
EZE 39:14 Und man wird Mnner bestellen, welche bestndig das Land 
durchziehen, um zur Reinigung desselben die auf der Erdoberflche 
liegengebliebenen Toten zum Begrbnis nach dem Abarimtal zu bringen; 
sieben Monate lang werden sie Nachforschung halten.
EZE 39:15 Und wenn sie auf ihrer Reise durchs Land ein Menschengebein 
sehen, so werden sie dabei ein Mal errichten, bis die Totengrber es im 
Tal der Haufen Gogs begraben haben.
EZE 39:16 Daselbst wird auch eine Stadt Hamona sein. Also werden sie das 
Land reinigen.
EZE 39:17 Du aber, Menschensohn, so spricht Gott, der HERR: Sage zu den 
Vgeln aller Gattungen und zu allen wilden Tieren: Versammelt euch und 
kommt! Sammelt euch von allen Seiten zu meinem Schlachtopfer, das ich euch 
geschlachtet habe! Es ist ein groes Schlachtopfer auf den Bergen Israels; 
esset Fleisch und trinket Blut!
EZE 39:18 Das Fleisch der Helden sollt ihr essen und das Blut der Frsten 
der Erde trinken: Widder, Lmmer, Bcke und Ochsen, welche alle zu Basan 
gemstet worden sind.
EZE 39:19 Esset das Fett, bis ihr satt werdet, und trinket das Blut, bis 
ihr trunken werdet von meinen Schlachtopfern, die ich euch geschlachtet 
habe!
EZE 39:20 Sttiget euch an meinem Tische von Pferden und Reitern, von 
Helden und allen Kriegsleuten! spricht Gott, der HERR.
EZE 39:21 Und ich will meine Herrlichkeit unter den Heiden erweisen, da 
alle Heiden mein Gericht sehen sollen, das ich gehalten, und meine Hand, 
welche ich an sie gelegt habe.
EZE 39:22 Und das Haus Israel soll erkennen, da ich, der HERR, ihr Gott 
bin, von diesem Tage an und hinfort.
EZE 39:23 Und die Heiden sollen erkennen, da das Haus Israel wegen seiner 
Missetat in Gefangenschaft geraten ist, weil sie sich gegen mich vergangen 
haben, so da ich mein Angesicht vor ihnen verbarg und sie in die Hand 
ihrer Feinde gab, so da sie alle mit dem Schwert erschlagen wurden.
EZE 39:24 Gem ihren Unreinigkeiten und bertretungen habe ich an ihnen 
getan und habe mein Angesicht vor ihnen verborgen.
EZE 39:25 Darum spricht Gott, der HERR, also: Jetzt will ich die 
Gefangenschaft Jakobs wenden und mich des ganzen Hauses Israel erbarmen 
und fr meinen heiligen Namen eifern.
EZE 39:26 Und sie sollen aller ihrer Schmach und ihrer Vergehen, womit sie 
sich wider mich vergangen haben, vergessen, wenn sie sicher und ungestrt 
in ihrem Lande wohnen,
EZE 39:27 wenn ich sie aus den Vlkern zurckgebracht und aus den Lndern 
ihrer Feinde gesammelt und mich an ihnen vor den Augen dieser Heiden als 
heilig erwiesen habe.
EZE 39:28 Daran sollen sie erkennen, da ich, der HERR, ihr Gott bin, weil 
ich sie unter die Heiden in die Gefangenschaft fhren lie und sie nun 
wieder in ihr Land versammle und keinen von ihnen mehr dort zurcklasse.
EZE 39:29 Und ich will fortan mein Angesicht nicht mehr vor ihnen 
verbergen, weil ich meinen Geist ber das Haus Israel ausgegossen habe, 
spricht Gott, der HERR.
EZE 40:1 Im fnfundzwanzigsten Jahre unserer Gefangenschaft, am Anfang des 
Jahres, am zehnten Tage des Monats, im vierzehnten Jahre, nachdem die 
Stadt erobert worden war, an eben dem Tage, kam die Hand des HERRN ber 
mich und fhrte mich dorthin.
EZE 40:2 In gttlichen Gesichten fhrte er mich ins Land Israel und lie 
mich nieder auf einem sehr hohen Berg; auf dessen Sdseite war etwas wie 
der Bau einer Stadt. Dorthin fhrte er mich.
EZE 40:3 Und siehe, da war ein Mann, der sah aus, als wre er von Erz, und 
er hatte eine leinene Schnur in der Hand und eine Merute; und er stand 
unter dem Tor.
EZE 40:4 Und der Mann sprach zu mir: Menschensohn, schau mit deinen Augen 
und hre mit deinen Ohren und fasse zu Herzen alles, was ich dir zeigen 
werde! Denn du bist hierhergebracht worden, da dir solches gezeigt werde; 
alles, was du sehen wirst, sollst du dem Hause Israel verkndigen!
EZE 40:5 Und siehe, es war eine Mauer auerhalb, rings um das Haus herum; 
und die Merute, welche der Mann in der Hand hatte, war sechs Ellen lang, 
deren jede eine [gewhnliche] Elle und eine Handbreite betrug. Damit ma 
er die Breite des Baues: eine Rute, und die Hhe: auch eine Rute.
EZE 40:6 Und er ging zu dem Tor gegen den Aufgang der Sonne und stieg 
dessen Stufen hinan und ma die Schwelle des Tors: eine Rute breit, und 
eine jede Schwelle: eine Rute breit.
EZE 40:7 Und eine jede Nische war eine Rute lang und eine Rute breit; und 
zwischen den Nischen war [ein Zwischenraum von] fnf Ellen. Und die 
Schwelle des Tors neben der Torhalle auf der Innenseite ma eine Rute.
EZE 40:8 Er ma auch die Halle des Tors nach einwrts: eine Rute.
EZE 40:9 Darnach ma er die Halle des Tors; acht Ellen, und ihre Pfeiler: 
zwei Ellen; die Halle des Tors lag nach innen zu.
EZE 40:10 Der Nischen des Tors gegen Osten waren auf jeder Seite drei; 
alle drei hatten dasselbe Ma.
EZE 40:11 Darnach ma er die Breite der Torffnung: zehn Ellen; die Lnge 
des Torweges: dreizehn Ellen.
EZE 40:12 Der Raum vor den Nischen betrug eine Elle; auf der andern Seite 
betrug der Raum ebenfalls eine Elle. Die Nische selbst aber ma sechs 
Ellen auf der einen und sechs Ellen auf der andern Seite.
EZE 40:13 Dann ma er das Tor vom Dach einer Nische bis zum Dach der 
andern: eine Breite von fnfundzwanzig Ellen; eine Tr der andern 
gegenber.
EZE 40:14 Und er machte die Wandpfeiler sechzig Ellen und den Hofraum am 
Tor ringsum bis an die Wandpfeiler.
EZE 40:15 Und von der Vorderseite des Tors am Eingang bis zur Vorderseite 
der innern Torhalle waren es fnfzig Ellen.
EZE 40:16 Und vergitterte Fenster waren an den Nischen und bei ihren 
Pfeilern inwendig am Torbau ringsum, und ebenso hatte die Vorhalle ringsum 
Fenster nach innen zu, und an den Pfeilern waren Palmen.
EZE 40:17 Und er fhrte mich in den uern Vorhof, und siehe, daselbst 
waren Gemcher, und ein Steinpflaster war gemacht ringsherum im Vorhof; 
dreiig Gemcher lagen nach dem Steinpflaster zu.
EZE 40:18 Dieses Steinpflaster war seitlich an den Toren und entsprach der 
Lnge der Tore: das war das untere Steinpflaster.
EZE 40:19 Und er ma die Breite [des Vorhofs] von der Vorderseite des 
untern Tores bis zur Vorderseite des ueren Tores am innern Vorhof: 
hundert Ellen; gegen Osten und gegen Norden.
EZE 40:20 Auch das Tor am uern Vorhof, das nach Norden schaut, ma er 
nach seiner Lnge und Breite.
EZE 40:21 Es hatte drei Nischen auf der einen und drei Nischen auf der 
andern Seite, und seine Pfeiler und seine Vorhalle hatten dasselbe Ma wie 
das erste Tor; seine Lnge betrug fnfzig Ellen und seine Breite 
fnfundzwanzig Ellen.
EZE 40:22 Und seine Fenster, seine Halle und seine Palmen hatten dasselbe 
Ma wie am Osttor; man ging auf sieben Stufen hinauf, und seine Halle lag 
nach innen zu.
EZE 40:23 Und das Tor zum innern Vorhof entsprach dem [uern] Tor gegen 
Norden und dem gegen Osten. Von einem Tor zum andern ma er hundert Ellen.
EZE 40:24 Und er fhrte mich in sdlicher Richtung, und siehe, daselbst 
stand noch ein Tor gegen Mittag; dessen Pfeiler und Halle ma er und fand 
sie gleich wie jene.
EZE 40:25 Auch es hatte Fenster, und auch seine Halle hatte Fenster 
ringsum, den andern Fenstern gleich. Es war fnfzig Ellen lang und 
fnfundzwanzig Ellen breit
EZE 40:26 und hatte eine Treppe von sieben Stufen und eine Halle davor; 
die hatte auch Palmbume, einen an diesem und einen am andern Pfeiler.
EZE 40:27 Und ein Tor bildete den sdlichen Eingang zum innern Vorhof. Und 
er ma vom [uern] Tor bis zum Tor des sdlichen Eingangs: hundert Ellen.
EZE 40:28 Und er fhrte mich in den innern Vorhof durch das sdliche Tor; 
dasselbe ma er und fand dieselben Mae.
EZE 40:29 Auch seine Nischen, seine Pfeiler und seine Halle hatten 
dieselben Mae. Und es hatte Fenster, wie auch seine Halle, ringsum, und 
es war fnfzig Ellen lang und fnfundzwanzig Ellen breit.
EZE 40:30 (Und Hallen gingen ringsum, fnfundzwanzig Ellen lang und fnf 
Ellen breit.)
EZE 40:31 Und seine Vorhalle lag gegen den uern Vorhof zu. An seinen 
Pfeilern waren Palmen, und acht Stufen bildeten seinen Aufgang.
EZE 40:32 Und er fhrte mich im innern Vorhof zum Eingang gegen Osten und 
fand das Tor vom gleichen Ausma wie jenes.
EZE 40:33 Auch seine Nischen, Pfeiler und Halle hatten das gleiche Ma wie 
jene. Es hatte auch Fenster ringsum, ebenso seine Halle. Die Lnge betrug 
fnfzig Ellen, die Breite fnfundzwanzig Ellen.
EZE 40:34 Seine Vorhalle lag nach dem uern Vorhof zu; Palmen waren auf 
seinen Pfeilern, auf dieser und auf jener Seite, und eine Treppe von acht 
Stufen fhrte hinauf.
EZE 40:35 Und er fhrte mich zum nrdlichen Tor und fand dieselben Mae.
EZE 40:36 Es hatte Nischen, Pfeiler, eine Halle und ringsum Fenster; seine 
Lnge betrug fnfzig Ellen und die Breite fnfundzwanzig Ellen.
EZE 40:37 Und seine Vorhalle lag nach dem uern Vorhof zu; Palmen waren 
an den Pfeilern zu beiden Seiten, und sieben Stufen bildeten seinen 
Aufgang.
EZE 40:38 Und ein Gemach war da, deren Tr sich an den Torpfeilern befand: 
daselbst wusch man das Brandopfer ab.
EZE 40:39 Und in der Halle des Tores standen auf beiden Seiten je zwei 
Tische, um auf ihnen die Brandopfer, Sndopfer und Schuldopfer zu 
schchten.
EZE 40:40 Und an der Auenseite beim Aufstieg zum Eingang des nrdlichen 
Tores standen zwei Tische, und auf der andern Seite bei der Halle des 
Tores waren auch zwei Tische.
EZE 40:41 Vier Tische auf dieser und vier Tische auf jener Seite standen 
seitlich des Tores, also acht Tische, auf denen man schchtete.
EZE 40:42 Ferner waren da vier Tische fr das Brandopfer, aus behauenen 
Steinen, anderthalb Ellen lang und anderthalb Ellen breit und eine Elle 
hoch; darauf sollte man die Gerte legen, womit man die Brandopfer und 
Schlachtopfer schchtete.
EZE 40:43 Und Rnder von einer Handbreite waren ringsum angebracht nach 
innen zu, und auf die Tische kam das Opferfleisch zu liegen.
EZE 40:44 Und an der Auenseite des innern Tores, im innern Vorhof, waren 
Frstengemcher: eines an der Seite des Nordtores, das gegen Mittag 
schaut, das andere seitlich des Sdtores, das gegen Mitternacht schaut.
EZE 40:45 Und er sprach zu mir: Dieses Gemach, das gegen Sden gerichtet 
ist, gehrt den Priestern, welche den Tempeldienst berwachen!
EZE 40:46 Jenes Gemach aber, welches gegen Norden schaut, ist fr die 
Priester bestimmt, welche den Altardienst berwachen, nmlich fr die 
Shne Zadoks, die von den Shnen Levis sich dem HERRN nahen drfen, ihm zu 
dienen.
EZE 40:47 Und er ma den Vorhof: hundert Ellen lang und hundert Ellen 
breit, ein Viereck; der Altar aber stand vor dem Hause.
EZE 40:48 Und er fhrte mich zur Vorhalle des Hauses und ma die Pfeiler 
der Vorhalle, die hatten auf dieser und auf jener Seite eine Dicke von 
fnf Ellen. Die Breite des Toreingangs ma auf beiden Seiten drei Ellen.
EZE 40:49 Die Lnge der Halle betrug zwanzig Ellen und die Breite elf 
Ellen; man stieg auf Stufen hinauf; und es standen Sulen bei den 
Pfeilern, eine hier, die andere dort.
EZE 41:1 Und er fhrte mich zum Tempel und ma die Pfeiler; die waren 
sechs Ellen breit auf dieser und sechs Ellen breit auf jener Seite, gem 
der Breite des Zeltes.
EZE 41:2 Die Breite der Tr betrug zehn Ellen, die Seitenwnde der Tr 
waren auf beiden Seiten fnf Ellen breit. Er ma auch seine Lnge: vierzig 
Ellen, und die Breite: zwanzig Ellen.
EZE 41:3 Darnach trat er ins Innere hinein und ma den Trpfeiler: zwei 
Ellen, und die Tr selbst: sechs Ellen breit, und die Seitenwnde der Tr: 
je sieben Ellen.
EZE 41:4 Und er fand die Lnge: zwanzig Ellen, und die Breite: zwanzig 
Ellen, gem der Front des Tempels; und er sagte zu mir: Das ist das 
Allerheiligste!
EZE 41:5 Er ma die Wand des Haues: sechs Ellen dick, und die Breite der 
Seitengemcher rings um das Haus herum: vier Ellen.
EZE 41:6 Der Seitengemcher aber waren je drei, eins ber dem andern, und 
zwar dreiigmal. Sie sttzten sich auf die Mauer, die am Hause fr die 
Seitengemcher ringsumher gemacht war, so da sie sich festhielten; aber 
sie waren nicht in die Mauer des Hauses eingelassen.
EZE 41:7 Und [das Bauwerk] wurde breiter in dem Mae, als die 
Seitengemcher sich hher und hher um das Haus herumzogen, so da der 
Umfang des Hauses nach oben zu rings um das Haus grer wurde. Also war es 
ein Breiterwerden des Hauses nach oben zu. Und man stieg vom untern zum 
obern [Stockwerk] durch das mittlere.
EZE 41:8 Ich sah auch eine Terrasse rings um das Haus herum. Die 
Fundamente der Seitengemcher waren eine volle Rute, das ist sechs Ellen, 
bis zur Achsel.
EZE 41:9 Die Dicke der uern Mauer des Seitenbaues betrug fnf Ellen; und 
es war ein Raum freigelassen lngs des Seitenbaues am Tempel.
EZE 41:10 Und zwischen den Kammern war [ein Hofraum von] zwanzig Ellen 
Breite rings um das Haus herum.
EZE 41:11 Und der Eingang zu den Seitengemchern befand sich am 
freigelassenen Raum: eine Tre gegen Norden und eine Tre gegen Sden; und 
die Breite des freigelassenen Raumes betrug fnf Ellen ringsum.
EZE 41:12 Das Gebude aber, welches auf der westlichen Seite am 
abgegrenzten Hofe liegt, war siebzig Ellen breit; die Mauer des Gebudes 
war ringsum fnf Ellen dick; seine Lnge aber betrug neunzig Ellen.
EZE 41:13 Er ma auch das Tempelhaus: hundert Ellen lang. Der abgegrenzte 
Hof und das Gebude mit seinen Wnden hatten eine Lnge von hundert Ellen.
EZE 41:14 Auch die Breite der Vorderseite des Hauses und des abgegrenzten 
Raumes nach Osten zu betrug hundert Ellen.
EZE 41:15 Und er ma die Lnge des Gebudes nach dem abgegrenzten Hofe zu, 
welcher hinter demselben liegt, samt seinen Galerien an beiden Seiten: 
hundert Ellen. Das Innere des Tempels und die Hallen des Vorhofes,
EZE 41:16 die Schwellen und die vergitterten Fenster und die Galerien 
ringsumher auf seinen drei Seiten, der Schwelle gegenber, waren durchwegs 
mit Holz getfelt, vom Boden bis zu den Fenstern, und die Fenster waren 
verkleidet.
EZE 41:17 Oben ber der Tr und bis zum innern Hause, auch auerhalb und 
an allen Wnden um und um, in und auerhalb, waren Felder [im Getfel],
EZE 41:18 die waren besetzt mit Cherubim und Palmen, so da stets ein 
Palmbaum zwischen zwei Cherubim war. Jeder Cherub hatte zwei Angesichter,
EZE 41:19 und zwar war eines Menschen Angesicht gegen die eine Palme, und 
eines Lwen Angesicht gegen die andere Palme gerichtet. Also war es am 
ganzen Hause ringsum gemacht.
EZE 41:20 Vom Boden bis oberhalb der Tr waren die Cherubim und Palmbume 
angebracht, nmlich an der Wand des Tempels.
EZE 41:21 Die Trpfosten waren viereckig; und die Vorderseite des 
Allerheiligsten hatte
EZE 41:22 die Gestalt eines hlzernen Altars, drei Ellen hoch und zwei 
Ellen lang; und er hatte seine Ecken, und seine Lnge und seine Wnde 
waren von Holz. Und er sprach zu mir: Das ist der Tisch, welcher vor dem 
HERRN steht!
EZE 41:23 Und da waren zwei Tren zur Tempelhalle und zum Allerheiligsten.
EZE 41:24 Und jede Tr hatte zwei Flgel, zwei drehbare Trflgel; zwei 
hatte die eine Tr und zwei die andere.
EZE 41:25 Auch an den Tren des Tempels waren Cherubim und Palmbume 
angebracht, gleichwie an den Wnden. Und ein hlzernes Vordach befand sich 
drauen vor der Halle.
EZE 41:26 Und vergitterte Fenster und Palmbume waren an den beiden 
Seitenwnden der Halle und an den Seitengemchern des Tempels...
EZE 42:1 Darnach fhrte er mich in den uern Vorhof hinaus in der 
Richtung nach Mitternacht und brachte mich zu den Kammern, welche 
gegenber dem abgegrenzten Raum und gegenber dem Gebude gegen Norden 
lagen,
EZE 42:2 vor die hundert Ellen betragende Lngsseite mit Eingang gegen 
Norden; die Breite betrug fnfzig Ellen.
EZE 42:3 Gegenber den zwanzig Ellen des innern Vorhofs und gegenber dem 
Steinpflaster, das zum uern Vorhof gehrte, ragte eine Galerie unter der 
andern hervor, dreifach bereinander.
EZE 42:4 Vor den Kammern war ein zehn Ellen breiter Gang; in das Innere 
aber fhrte ein Weg von einer Elle, und ihre Tren waren auf der Nordseite.
EZE 42:5 Die obersten Kammern aber waren schmler als die untern und 
mittleren des Baues, weil die Galerien ihnen einen Teil vom Raum wegnahmen.
EZE 42:6 Denn sie standen dreifach bereinander und hatten nicht Sulen 
wie die Sulen der Vorhfe, darum waren sie schmler als die untern und 
mittleren, vom Boden an.
EZE 42:7 Und die uere Mauer, welche (den Kammern entsprechend) gegen den 
uern Vorhof hinlief, war fnfzig Ellen lang.
EZE 42:8 Denn die Lnge der Kammern, die nach dem uern Vorhof zu lagen, 
betrug fnfzig Ellen; und siehe, gegenber dem Tempel waren es hundert 
Ellen.
EZE 42:9 Und unterhalb dieser Kammern befand sich der stliche Eingang, 
wenn man vom uern Vorhof her zu ihnen kam.
EZE 42:10 An der Breitseite der Mauer des Vorhofs gegen Osten, vor dem 
Hofraum und dem Gebude, waren auch Kammern.
EZE 42:11 Und ein Weg war vor ihnen, gleich demjenigen bei den Kammern 
gegen Norden, von gleicher Lnge und gleicher Breite, und alle ihre 
Ausgnge, Einrichtungen und Tren waren gleich.
EZE 42:12 Und gleich den Tren der Kammern, welche gegen Mittag lagen, war 
eine Tr am Anfang des Weges, nmlich des Weges der geraden Mauer entlang, 
gegen Osten, wo man hineinkam.
EZE 42:13 Und er sprach zu mir: Die Kammern gegen Norden und die Kammern 
gegen Sden, gegenber dem Hofraum, sind heilige Kammern, in welchen die 
Priester, die vor dem HERRN dienen, das Hochheilige essen sollen; daselbst 
sollen sie das Hochheilige und das Speisopfer und das Sndopfer und das 
Schuldopfer niederlegen; denn es ist ein heiliger Ort.
EZE 42:14 Wenn die Priester hineingegangen sind, sollen sie nicht aus dem 
Heiligtum in den uern Vorhof hinaustreten, sondern sollen daselbst ihre 
Kleider, in denen sie gedient haben, ablegen, weil sie heilig sind, und 
sie sollen andere Kleider anziehen, um sich mit dem zu befassen, was das 
Volk angeht.
EZE 42:15 Als er nun das innere Haus fertig ausgemessen hatte, fhrte er 
mich durch das Tor gegen Osten hinaus und ma [den Bau] von auen, den 
ganzen Umfang.
EZE 42:16 Er ma die Ostseite mit der Merute: 500 Ruten, nach der 
Merute, ringsum.
EZE 42:17 Er ma die Nordseite: 500 Ruten, mit der Merute, ringsum.
EZE 42:18 Er ma die Sdseite mit der Merute: 500 Ruten.
EZE 42:19 Dann ging er herum nach der Westseite und ma 500 Ruten mit der 
Merute.
EZE 42:20 Also ma er nach allen vier Winden. Und es war eine Mauer 
ringsherum: 500 Meruten lang und 500 Meruten breit, um das Heiligtum vom 
Gemeinen zu trennen.
EZE 43:1 Und er fhrte mich zum Tor, zu dem Tor, welches nach Osten liegt.
EZE 43:2 Und siehe, da kam die Herrlichkeit des Gottes Israels von Osten 
her, und seine Stimme war wie das Rauschen groer Wasser, und die Erde 
ward von seiner Herrlichkeit erleuchtet.
EZE 43:3 Und sein Anblick war wie der Anblick, welchen ich sah, als ich 
kam, da die Stadt zerstrt wurde. Die Erscheinung glich derjenigen, welche 
ich am Flusse Kebar gesehen hatte. Und ich fiel nieder auf mein Angesicht.
EZE 43:4 Und die Herrlichkeit des HERRN kam zum Hause, durch den Weg des 
Tores, welches nach Osten gerichtet war.
EZE 43:5 Und der Geist hob mich empor und fhrte mich in den innern 
Vorhof, und siehe, das Haus war erfllt von der Herrlichkeit des HERRN!
EZE 43:6 Und ich hrte jemand vom Tempel her mit mir reden; und es stand 
ein Mann neben mir.
EZE 43:7 Und er sprach zu mir: Menschensohn, dies ist der Ort meines 
Thrones und die Sttte meiner Fusohlen, wo ich unter den Kindern Israel 
ewig wohnen will! Und das Haus Israel wird hinfort meinen heiligen Namen 
nicht mehr verunreinigen, weder sie noch ihre Knige, durch ihre Unzucht 
und durch die Leichname ihrer Knige bei deren Tode,
EZE 43:8 wie damals, als sie ihre Schwellen an meine Schwellen und ihre 
Pfosten neben meine Pfosten setzten, da nur eine Mauer zwischen mir und 
ihnen war. Also haben sie meinen heiligen Namen verunreinigt mit ihren 
Greueln, welche sie verbten, so da ich sie in meinem Zorn verzehrte.
EZE 43:9 Nun werden sie ihre Unzucht und die Leichname ihrer Knige von 
mir entfernen, und ich will ewig unter ihnen wohnen.
EZE 43:10 Du aber, Menschensohn, beschreibe dem Hause Israel dieses Haus, 
und wenn sie sich ihrer Missetaten schmen, so la sie den Plan messen.
EZE 43:11 Wenn sie sich dann aller ihrer Taten schmen, so zeige ihnen die 
Form dieses Hauses und seine Einrichtung und seine Ausgnge und seine 
Eingnge und alle seine Formen und alle seine Mae, ja, alle seine Formen 
und alle seine Vorschriften, und zeichne es vor ihre Augen hin, da sie 
alle seine Formen und Mae behalten und es so machen.
EZE 43:12 Dies ist das Gesetz des Hauses: Auf der Hhe des Berges soll 
sein ganzes Gebiet ringsum hochheilig sein. Siehe, das ist das Gesetz des 
Hauses.
EZE 43:13 Und dies sind die Mae des Altars, nach Ellen gerechnet, deren 
jede eine [gewhnliche] Elle und eine Handbreite mit. Seine 
Grundeinfassung: eine Elle hoch und eine Elle breit; und sein Gesims an 
seinem Rande ringsum: eine Spanne breit.
EZE 43:14 Und dies ist die Hhe des Altars: Von der Grundeinfassung am 
Boden bis an den untern Absatz: zwei Ellen, und die Breite: eine Elle. Und 
von dem kleinen Absatz bis zum greren: vier Ellen, und die Breite: eine 
Elle.
EZE 43:15 Der Gottesherd ist vier Ellen [hoch], und von dem Gottesherd 
ragen vier Hrner empor.
EZE 43:16 Und der Gottesherd ist zwlf Ellen lang und zwlf Ellen breit; 
seine vier Seiten bilden ein Quadrat.
EZE 43:17 Und der [obere] Absatz vierzehn Ellen lang und vierzehn Ellen 
breit auf seinen vier Seiten, und die Randleiste rings um ihn her eine 
halbe Elle, und seine Grundeinfassung eine Elle ringsum, und seine Stufen 
nach Osten gewandt.
EZE 43:18 Und er sprach zu mir: Menschensohn, so spricht Gott, der HERR: 
Dies sind die Satzungen des Altars, am Tage, da man ihn errichten wird, 
da man Brandopfer darauf darbringe und Blut darauf sprenge.
EZE 43:19 Den Priestern, den Leviten, welche von dem Samen Zadoks sind, 
die sich zu mir nahen, um mir zu dienen, spricht Gott, der HERR, sollst du 
einen jungen Farren zum Sndopfer geben.
EZE 43:20 Und du sollst von seinem Blute nehmen und es auf seine vier 
Hrner tun und auf die vier Ecken des Absatzes und auf die Randleiste 
ringsum und sollst ihn also entsndigen und vershnen.
EZE 43:21 Und du sollst den Farren des Sndopfers nehmen und ihn an einem 
bestimmten Orte des Hauses, auerhalb des Heiligtums, verbrennen.
EZE 43:22 Und am zweiten Tage sollst du einen tadellosen Ziegenbock zum 
Sndopfer darbringen, damit man den Altar entsndige, wie man ihn mit dem 
Farren entsndigt hat.
EZE 43:23 Wenn du ihn nun vllig entsndigt hast, so opfere alsdann einen 
tadellosen jungen Farren und einen tadellosen jungen Widder vom Kleinvieh.
EZE 43:24 Und du sollst sie vor dem HERRN darbringen, und die Priester 
sollen Salz darauf streuen und sie dem HERRN zum Brandopfer darbringen.
EZE 43:25 Sieben Tage lang sollst du tglich einen Bock zum Sndopfer 
machen; man soll auch einen jungen Farren zurichten und einen Widder vom 
Kleinvieh, beide tadellos.
EZE 43:26 Sieben Tage lang soll man fr den Altar Shne tun und ihn 
reinigen und ihn also einweihen.
EZE 43:27 Wenn dann die Tage vollendet sind, sollen die Priester am achten 
Tage und hernach immer eure Brandopfer und eure Dankopfer auf dem Altar 
zurichten, so will ich euch gndig sein, spricht Gott, der HERR.
EZE 44:1 Und er fhrte mich wieder zurck nach dem uern Tor des 
Heiligtums, welches nach Osten sieht, und dasselbe war verschlossen.
EZE 44:2 Da sprach der HERR zu mir: Dieses Tor soll verschlossen bleiben 
und nicht aufgetan werden, und niemand soll durch dasselbe hineingehen; 
weil der HERR, der Gott Israels, durch dasselbe hineingegangen ist, darum 
soll es verschlossen bleiben!
EZE 44:3 Was den Frsten betrifft, so soll er, der Frst, unter demselben 
sitzen, um das Brot zu essen vor dem HERRN. Er soll durch die Vorhalle des 
Tores eintreten und es auf demselben Wege wieder verlassen.
EZE 44:4 Darnach fhrte er mich durch das nrdlich Tor, vor das Haus. Da 
schaute ich, und siehe, die Herrlichkeit des HERRN erfllte das Haus des 
HERRN! Da fiel ich nieder auf mein Angesicht.
EZE 44:5 Und der HERR sprach zu mir: Menschensohn, gib acht mit deinem 
Herzen und schaue mit deinen Augen und hre mit deinen Ohren alles, was 
ich mit dir reden will betreffend alle Satzungen des Hauses des HERRN und 
alle seine Ordnungen, und merke dir den Eingang des Hauses und alle 
Ausgnge des Heiligtums!
EZE 44:6 Und sage zu dem widerspenstigen Hause Israel: So spricht Gott, 
der HERR: Ihr solltet nun genug haben von euren Greueln, ihr vom Hause 
Israel!
EZE 44:7 Ihr habt Fremdlinge von unbeschnittenem Herzen und von 
unbeschnittenem Fleische hineingefhrt, da sie in meinem Heiligtum waren 
und mein Haus entheiligten, wenn ihr mein Brot, Fett und Blut opfertet; 
und habt meinen Bund gebrochen zu allen euren Greueln hinzu!
EZE 44:8 Und ihr habt die Verwaltung meiner Heiligtmer nicht besorgt, 
sondern sie zur Besorgung meines Dienstes in meinem Heiligtum bestellt.
EZE 44:9 So spricht Gott, der HERR: Es soll kein Fremder, der 
unbeschnittenen Herzens und unbeschnittenen Fleisches ist, in mein 
Heiligtum kommen, keiner von allen Fremdlingen, die unter den Kindern 
Israel wohnen;
EZE 44:10 sondern die Leviten, die sich von mir entfernt haben, als Israel 
irre ging, und von mir weg ihren Gtzen nachgelaufen sind, so da sie ihre 
Missetat tragen muten;
EZE 44:11 sie sollen in meinem Heiligtum Dienst tun als Wachen bei den 
Toren des Hauses und als Diener des Hauses; sie sollen fr das Volk 
Brandopfer und Schlachtopfer schchten und vor ihnen stehen, um ihnen zu 
dienen!
EZE 44:12 Denn weil sie ihnen vor ihren Gtzen gedient und dem Hause 
Israel ein Ansto zur Verschuldung geworden sind, darum habe ich meine 
Hand ber sie erhoben, spricht Gott, der HERR, da sie ihre Missetat 
tragen sollen.
EZE 44:13 Und sie sollen mir nicht nahen, um mir als Priester zu dienen 
und zu allen meinen Heiligtmern und zum Allerheiligsten hinzutreten, 
sondern sie sollen ihre Schande und Greuel tragen, welche sie begangen 
haben.
EZE 44:14 Doch will ich sie zu Htern des Hauses setzen und sie fr all 
seinen Dienst gebrauchen und zu allem, was es darin zu tun gibt.
EZE 44:15 Aber die levitischen Priester, die Shne Zadoks, welche die 
Ordnungen meines Heiligtums bewahrt haben, als die Kinder Israel von mir 
abgeirrt sind, die sollen zu mir nahen, um mir zu dienen, und sie sollen 
vor mir stehen, um mir Fett und Blut zu opfern, spricht Gott, der HERR.
EZE 44:16 Sie sollen in mein Heiligtum hineingehen und zu meinem Tisch 
nahen, um mir zu dienen und meinen Dienst zu besorgen.
EZE 44:17 Es soll aber geschehen, wenn sie durch die Tore des innern 
Vorhofes eingehen wollen, sollen sie sich mit Leinwand bekleiden, da 
keine Wolle an sie komme, whrend sie in den Toren des innern Vorhofs und 
im Hause dienen.
EZE 44:18 Leinene Kopfbnde sollen sie auf ihrem Haupt und leinene 
Unterkleider an ihren Lenden tragen; sie sollen sich nicht in Schwei 
grten.
EZE 44:19 Wenn sie aber in den uern Vorhof hinausgehen, in den uern 
Vorhof zum Volk, so sollen sie ihre Kleider, in denen sie gedient haben, 
ausziehen und sie in den Kammern des Heiligtums niederlegen und andere 
Kleider anziehen, damit sie nicht das Volk mit ihren Kleidern heiligen.
EZE 44:20 Ihr Haupt sollen sie nicht kahl scheren, aber auch das Haar 
nicht frei wachsen lassen, sondern ihr Haupthaar geschnitten tragen.
EZE 44:21 Und es soll kein Priester Wein trinken, wenn er in den innern 
Vorhof hineingeht.
EZE 44:22 Auch sollen sie keine Witwe noch Verstoene zum Weibe nehmen, 
sondern Jungfrauen vom Samen des Hauses Israel; doch drfen sie eine Witwe 
nehmen, die zuvor einen Priester gehabt hat.
EZE 44:23 Sie sollen mein Volk unterscheiden lehren zwischen Heiligem und 
Gemeinem und ihm den Unterschied erklren zwischen Unreinem und Reinem.
EZE 44:24 Und ber Streitigkeiten sollen sie zu Gerichte sitzen, um nach 
meinen Rechten zu richten und zu urteilen. Und meine Gesetze und meine 
Satzungen an allen meinen Festen sollen sie beobachten und meine Sabbate 
heilig halten.
EZE 44:25 Auch sollen sie zu keiner Menschenleiche gehen, sich zu 
verunreinigen; nur [an der Leiche] von Vater oder Mutter, von Sohn oder 
Tochter, Bruder oder Schwester, sofern sie keinen Mann gehabt hat, mgen 
sie sich verunreinigen.
EZE 44:26 Und nachdem er sich gereinigt hat, soll man ihm noch sieben Tage 
zulegen.
EZE 44:27 Und er soll an dem Tage, da er wieder in das Heiligtum, in den 
innern Vorhof tritt, um im Heiligtum zu dienen, sein Sndopfer darbringen, 
spricht Gott, der HERR.
EZE 44:28 Und darin soll ihr Erbteil bestehen: Ich will ihr Erbteil sein! 
Kein Besitztum sollt ihr ihnen unter Israel geben: Ich bin ihr Besitztum!
EZE 44:29 Sie sollen aber das Speisopfer und das Sndopfer und das 
Schuldopfer essen; und alles, was in Israel dem Bann verfallen ist, soll 
ihnen gehren.
EZE 44:30 Das Beste von den Erstlingsfrchten aller Art und alle Abgaben 
jeder Art von allen euren Hebopfern sollen den Priestern gehren. Auch die 
Erstlinge eures Mehls sollt ihr dem Priester geben, auf da der Segen ber 
deinem Hause ruhe.
EZE 44:31 Aber ein Aas oder ein Zerrissenes, es seien Vgel oder 
Vierfler, sollen die Priester nicht essen!
EZE 45:1 Wenn ihr das Land durch das Los zum Erbe austeilt, so sollt ihr 
dem HERRN einen Teil des Landes als heilige Abgabe erheben: 25000 [Ellen]? 
lang und 20000 breit; das soll in seinem ganzen Umfang heilig sein.
EZE 45:2 Davon soll fr das Heiligtum verwendet werden ein Quadrat von 500 
Ellen und dazu 50 Ellen freien Raum ringsum.
EZE 45:3 Und nach diesem Ma sollst du einen Landstrich abmessen, 25000 
lang und 10000 breit; und darauf soll das Heiligtum und das Allerheiligste 
kommen.
EZE 45:4 Dieser heilige Bezirk des Landes soll den Priestern gehren, die 
das Heiligtum bedienen, die herzunahen, um dem HERRN zu dienen; er soll 
ihnen als Platz fr ihre Huser dienen und ein dem Heiligtum geheiligter 
Raum sein.
EZE 45:5 Und den Leviten, welche im Hause dienen, soll ein Gebiet von 
25000 Lnge und 10000 Breite berlassen werden, dazu Stdte zum Wohnen.
EZE 45:6 Ihr sollt auch der Stadt einen Grundbesitz geben, 5000 breit und 
25000 lang, entsprechend der Abgabe fr das Heiligtum. Das soll dem ganzen 
Hause Israel gehren.
EZE 45:7 Dem Frsten aber soll gehren das Land zu beiden Seiten der 
Schenkung ans Heiligtum und des Grundbesitzes der Stadt, zur Seite der 
Schenkung ans Heiligtum und zur Seite des Grundbesitzes der Stadt, 
westlich von der Westseite und stlich von der Ostseite, und die Lnge 
soll einem der Stammesanteile entsprechen, von der westlichen bis zur 
stlichen Grenze.
EZE 45:8 Das soll sein eigener Grundbesitz in Israel sein, damit meine 
Frsten hinfort mein Volk nicht mehr bedrcken. Und das brige Land soll 
man dem Hause Israel nach seinen Stmmen berlassen.
EZE 45:9 So spricht Gott, der HERR: Es sei euch genug, ihr Frsten 
Israels! Unterlasset gewaltttigen Frevel und Hrte, bet Recht und 
Gerechtigkeit! Unterlasset eure Erpressungen meinem Volke gegenber, 
spricht Gott, der HERR!
EZE 45:10 Ihr sollt richtige Waage, richtiges Epha und richtiges Bat haben!
EZE 45:11 Epha und Bat sollen gleiches Ma haben. Ein Bat soll den zehnten 
Teil eines Chomers fassen, und ein Epha soll der zehnte Teil eines Chomers 
sein; ihr Ma soll sich nach dem Chomer richten.
EZE 45:12 Ein Schekel habe zwanzig Gera. Fnf Schekel sollen euch fnf 
Schekel sein, und zehn Schekel sollen zehn Schekel sein, die Mine aber 
gelte fnfzig Schekel.
EZE 45:13 Dies ist die Abgabe, die ihr erheben sollt. Ein Sechstel Epha 
von einem Chomer Weizen, und ein Sechstel Epha von einem Chomer Gerste.
EZE 45:14 Und die Gebhr vom l, vom Bat l: ein Zehntel Bat von jedem Kor 
von zehn Bat; denn zehn Bat machen ein Chomer.
EZE 45:15 Und je ein Lamm von zweihundert Schafen von der wasserreichen 
Weide Israels zum Speisopfer, Brandopfer und Dankopfer, um damit Shne zu 
erwirken, spricht Gott, der HERR.
EZE 45:16 Das ganze Volk des Landes soll zu dieser Abgabe an den Frsten 
Israels verpflichtet sein.
EZE 45:17 Dagegen liegt dem Frsten ob, auf die Feste, Neumonde, Sabbate 
und alle hohen Feste des Hauses Israel Brandopfer, Speisopfer und 
Trankopfer zu geben. Er soll das Sndopfer, das Speisopfer, das Brandopfer 
und das Dankopfer darbringen, um fr das Haus Israel Shne zu erwirken.
EZE 45:18 So spricht Gott, der HERR: Am ersten Tage des ersten Monats 
sollst du einen tadellosen jungen Farren nehmen und das Heiligtum 
entsndigen.
EZE 45:19 Und der Priester soll von dem Blute des Sndopfers nehmen und es 
an die Trpfosten des Hauses und auf die vier Ecken des Absatzes am Altar 
und an die Torpfosten des innern Vorhofs tun.
EZE 45:20 Also sollst du auch am siebenten des Monats tun, fr den, 
welcher aus Versehen oder aus Unverstand gesndigt hat; und so sollt ihr 
fr das Haus Shne erwirken.
EZE 45:21 Am vierzehnten Tage des ersten Monats sollt ihr das Passah 
halten. An den sieben Tagen des Festes soll man ungesuertes Brot essen.
EZE 45:22 An jenem Tage soll der Frst fr sich und fr alles Volk des 
Landes einen Farren zum Sndopfer darbringen.
EZE 45:23 Und whrend der sieben Festtage soll er alle Tage dem HERRN 
sieben tadellose Farren und Widder zum Brandopfer herrichten; und zum 
Sndopfer tglich einen Ziegenbock.
EZE 45:24 Er soll auch ein Speisopfer machen: je ein Epha zu einem Farren 
und ein Epha zu einem Widder und je ein Hin l zu einem Epha.
EZE 45:25 Am fnfzehnten Tage des siebenten Monats soll er an dem Fest ein 
Gleiches tun: sieben Tage lang Sndopfer, Brandopfer und Speisopfer samt 
dem l.
EZE 46:1 So spricht Gott, der HERR: Das Tor des innern Vorhofs, welches 
gegen Osten sieht, soll whrend der sechs Werktage geschlossen bleiben; 
aber am Sabbattage und am Tage des Neumonds soll es geffnet werden.
EZE 46:2 Und der Frst soll alsdann durch die Halle des Tores von auen 
her eintreten, aber an den Pfosten des Tores stehen bleiben. Dann sollen 
die Priester seine Brandopfer und seine Dankopfer verrichten; er aber soll 
auf der Schwelle des Tores anbeten und alsdann wieder hinausgehen, und das 
Tor soll nicht geschlossen werden bis an den Abend.
EZE 46:3 Auch das Volk des Landes soll beim Eingang dieses Tores an den 
Sabbaten und Neumonden vor dem HERRN anbeten.
EZE 46:4 Dies ist das Brandopfer, welches der Frst dem HERRN am 
Sabbattage darbringen soll: sechs tadellose Lmmer und einen tadellosen 
Widder.
EZE 46:5 Und als Speisopfer ein Epha zum Widder; und als Speisopfer zu den 
Lmmern, was seine Hand geben kann, und ein Hin l zu einem Epha.
EZE 46:6 Und am Tage des Neumonds soll er einen jungen, tadellosen Farren 
und sechs Lmmer und einen Widder geben, die tadellos sein sollen.
EZE 46:7 Und zum Farren soll er ein Epha und zum Widder auch ein Epha 
geben als Speisopfer; zu den Lmmern aber, soviel seine Hand vermag und je 
ein Hin l auf ein Epha.
EZE 46:8 Und wenn der Frst kommt, so soll er durch die Torhalle eintreten 
und auf demselben Wege wieder hinausgehen.
EZE 46:9 Wenn aber das Volk des Landes an den hohen Festen vor den HERRN 
kommt, so soll, wer zum nrdlichen Tor hineingeht, um anzubeten, durch das 
sdliche Tor wieder hinausgehen; wer aber zum sdlichen Tor hineingeht, 
soll zum nrdlichen Tor wieder hinausgehen; man soll nicht durch das 
gleiche Tor, durch welches man eingetreten ist, zurckkehren, sondern 
gerade vor sich hinausgehen.
EZE 46:10 Und der Frst soll mit ihnen eintreten, und sie sollen zusammen 
hinausgehen.
EZE 46:11 Und an den Festen und Feiertagen soll das Speisopfer bestehen in 
einem Epha zu dem Farren und einem Epha zu dem Widder, zu den Lmmern 
aber, soviel seine Hand vermag, und in einem Hin l auf ein Epha.
EZE 46:12 Wenn aber der Frst dem HERRN ein freiwilliges Brandopfer oder 
freiwillige Dankopfer bringen will, so soll man ihm das stliche Tor 
auftun, da er seine Brandopfer und seine Dankopfer bringe, wie er am 
Sabbat zu tun pflegt. Wenn er aber hinausgeht, so soll man das Tor 
schlieen, nachdem er hinausgegangen ist.
EZE 46:13 Du sollst dem HERRN tglich ein einjhriges tadelloses Lamm als 
Brandopfer zurichten; jeden Morgen sollst du das darbringen.
EZE 46:14 Und dazu sollst du jeden Morgen als Speisopfer ein Sechstel Epha 
geben und ein Drittel Hin l, zur Besprengung des Semmelmehls als 
Speisopfer fr den HERRN. Das sind ewig gltige Satzungen!
EZE 46:15 Also sollen sie das Lamm, das Speisopfer und das l alle Morgen 
als ein bestndiges Brandopfer darbringen.
EZE 46:16 So spricht Gott, der HERR: Wenn der Frst einem seiner Shne von 
seinem Erbbesitz ein Geschenk gibt, so soll es seinen Shnen verbleiben 
als ihr erblicher Besitz!
EZE 46:17 Wenn er aber einem seiner Knechte etwas von seinem Erbbesitz 
schenkt, so soll es diesem bis zum Freijahr gehren und alsdann wieder an 
den Frsten zurckfallen. Nur seinen Shnen soll es als Erbbesitz 
verbleiben.
EZE 46:18 Der Frst soll auch nichts von dem Erbteil des Volkes nehmen, 
da er sie mit Gewalt von ihrer Besitzung verstoe. Er soll von seinem 
eigenen Besitztum seinen Shnen ein Erbe geben, da nicht jemand von 
meinem Volke aus seinem Besitz verdrngt werde!
EZE 46:19 Und er fhrte mich durch den Eingang an der Seite des Tores zu 
den heiligen Kammern, welche den Priestern gehren und gegen Norden 
liegen. Und siehe, daselbst war ein Raum zuhinterst, nach Westen zu.
EZE 46:20 Da sprach er zu mir: Dies ist der Ort, wo die Priester das 
Schuldopfer und das Sndopfer kochen und das Speisopfer backen sollen, 
damit sie es nicht in den uern Vorhof tragen mssen, wodurch sie das 
Volk heiligen wrden.
EZE 46:21 Und er fhrte mich in den uern Vorhof hinaus und lie mich an 
den vier Ecken des Vorhofs vorbeigehen. Und siehe, in einer jeden Ecke des 
Vorhofs war noch ein kleiner Hof.
EZE 46:22 In allen vier Ecken des Vorhofs waren kleine Hfe abgesondert, 
vierzig Ellen lang und dreiig Ellen breit. Diese vier Eckhfe hatten 
einerlei Ma.
EZE 46:23 Und es ging eine Mauer rings um alle vier herum; und unter 
derselben hatte man ringsum Kochherde gemacht.
EZE 46:24 Da sagte er zu mir: Das ist die Kche, wo die Diener des Hauses 
das Schlachtopfer des Volkes kochen sollen.
EZE 47:1 Und er fhrte mich zur Tr des Hauses zurck, und siehe, da flo 
unter der Schwelle des Hauses Wasser heraus, nach Osten hin; denn die 
Vorderseite des Hauses lag gegen Osten. Und das Wasser flo hinab, 
unterhalb der sdlichen Seite des Hauses, sdlich vom Altar.
EZE 47:2 Und er fhrte mich durch das nrdliche Tor hinaus und brachte 
mich auf dem Weg auen herum zum uern Tor, das nach Osten gerichtet ist; 
und siehe, da flo von der Sdseite das Wasser heraus!
EZE 47:3 Whrend nun der Mann mit der Merute in seiner Hand nach Osten 
hinausging, ma er tausend Ellen und fhrte mich daselbst durch das 
Wasser; und das Wasser ging mir bis an die Knchel.
EZE 47:4 Und er ma noch tausend Ellen und fhrte mich durch das Wasser; 
da ging mir das Wasser bis an die Knie. Und er ma noch tausend Ellen und 
fhrte mich hinber, da ging mir das Wasser bis an die Lenden.
EZE 47:5 Als er aber noch tausend Ellen ma, da war es ein Strom, den ich 
nicht durchschreiten konnte. Denn das Wasser war so tief, da man darin 
schwimmen mute, ein Strom, der nicht zu durchschreiten war.
EZE 47:6 Da sprach er zu mir: Hast du das gesehen, Menschensohn? Und er 
fhrte mich und brachte mich wieder an das Ufer des Stromes zurck.
EZE 47:7 Als ich nun zurckkehrte, siehe, da standen auf dieser und jener 
Seite am Ufer des Stromes sehr viele Bume.
EZE 47:8 Und er sprach zu mir: Dieses Wasser fliet hinaus zum stlichen 
Kreis und ergiet sich ber die [Jordan-]Ebene und mndet ins [Tote] Meer, 
und wenn es ins Meer geflossen ist, dann wird das Meerwasser gesund.
EZE 47:9 Und alle lebendigen Wesen, alles, was sich da tummelt, wohin 
diese flieenden Wasser kommen, das wird leben. Es werden auch sehr viele 
Fische sein, weil dieses Wasser dorthin kommt, und es wird alles gesund 
werden und leben, wohin dieser Strom kommt.
EZE 47:10 Und es werden Fischer von En-Gedi bis En-Eglaim an ihm stehen 
und ihre Fischernetze darin ausspannen. Seiner Fische werden sehr viele 
sein, gleich den Fischen im groen Meer, nach ihrer Art.
EZE 47:11 Seine Smpfe aber und seine Lachen werden nicht gesund; sie 
bleiben dem Salz berlassen.
EZE 47:12 Aber an diesem Strom, auf beiden Seiten seines Ufers, werden 
allerlei fruchtbare Bume wachsen, deren Bltter nicht abfallen und deren 
Frchte nicht aufhren werden. Alle Monate werden sie neue Frchte 
bringen; denn ihr Wasser fliet aus dem Heiligtum. Ihre Frucht dient zur 
Speise und ihre Bltter zur Arznei.
EZE 47:13 So spricht Gott, der HERR: Das ist die Grenze, innert welcher 
ihr den zwlf Stmmen Israels das Land zum Erbe austeilen sollt; dem 
Joseph gehren zwei Lose.
EZE 47:14 Und zwar sollt ihr es, einer wie der andere, zum Erbbesitz 
erhalten, wie ich denn geschworen habe, es euren Vtern zu geben; und 
dieses Land soll euch als Erbbesitz zufallen.
EZE 47:15 Das ist aber die Grenze des Landes an der nrdlichen Seite: Vom 
groen Meer an, da man von Hetlon gen Zedad geht, Hamat,
EZE 47:16 Berota, Sibraim, welches zwischen dem Gebiet von Damaskus und 
dem Gebiet von Hamat liegt, bis Hazar-Zichon, das an der Grenze des Hauran 
liegt.
EZE 47:17 Also soll die Grenze reichen vom Meer bis Hazar-Enon; nrdlich 
davon das Gebiet von Damaskus und Hamat.
EZE 47:18 Das ist die Nordseite. Was aber die Ostseite betrifft, so bildet 
zwischen Hauran, Damaskus und Gilead einerseits und dem Lande Israel 
anderseits der Jordan die Grenze; ihn sollt ihr bis zum stlichen Meer, 
nach Tainar hin, als Grenze nehmen, und zwar als Ostseite.
EZE 47:19 Aber die Sdseite gegen Mittag geht von Tamar bis an das 
Haderwasser von Kades, durch den Bach bis zum groen Meer. Das ist die 
Mittagsseite nach Sden.
EZE 47:20 Und die Westseite bildet das groe Meer, von der [Sd-]Grenze an 
bis man gegenber von Hamat kommt. Das ist die Westseite.
EZE 47:21 Dieses Land sollt ihr unter euch verteilen nach den Stmmen 
Israels.
EZE 47:22 Ihr sollt es aber als Erbbesitz verlosen unter euch und unter 
die Fremdlinge, die unter euch wohnen und unter euch Kinder zeugen; denn 
ihr sollt sie halten, als wren sie unter den Kindern Israel geboren. Sie 
sollen mit euch unter den Stmmen Israels ihren Erbbesitz erlosen.
EZE 47:23 In dem Stamme, unter welchem der Fremdling wohnt, sollt ihr ihm 
sein Erbteil geben, spricht Gott, der HERR.
EZE 48:1 Und das sind die Namen der Stmme: Am nrdlichen Ende zur Seite 
des Weges, auf dem man von Hetlon bis nach Hamat und bis Hazar-Enon kommt, 
an der Grenze von Damaskus im Norden, zur Seite von Hamat, soll Dan seinen 
Teil haben von der Ostseite bis zur Westseite.
EZE 48:2 Neben dem Gebiet von Dan, von der Ostseite bis zur Westseite 
Asser einen Anteil; neben dem Gebiet von Asser,
EZE 48:3 von der Ostseite bis zur Westseite, Naphatli einen Anteil;
EZE 48:4 neben dem Gebiet von Naphtali, von der Ostseite bis zur 
Westseite, Manasse einen Anteil;
EZE 48:5 neben Manasses Gebiet, von der Ostseite bis zur Westseite, 
Ephraim einen Anteil;
EZE 48:6 neben dem Gebiet von Ephraim, von der Ostseite bis zur Westseite, 
Ruben einen Teil;
EZE 48:7 neben dem Gebiet von Ruben, von der Ostseite bis zur Westseite, 
Juda einen Teil.
EZE 48:8 Aber neben dem Gebiet von Juda, von der Ostseite bis zur 
Westseite, soll die Gemarkung liegen, die ihr abgeben sollt, 25000 breit 
und so lang, wie sonst ein Teil von der Ostseite bis zur Westseite; in der 
Mitte derselben soll das Heiligtum stehen.
EZE 48:9 Und die Gemarkung, welche ihr dem HERRN abzugeben habt, soll 
25000 lang und 20000 breit sein.
EZE 48:10 Und diese heilige Gemarkung soll diesen gehren: Den Priestern 
ein Bezirk von 25000 nach Norden, 10000 nach Westen und 10000 nach Osten 
in der Breite, und nach Sden 25000 lang. In der Mitte desselben aber soll 
das Heiligtum des HERRN stehen.
EZE 48:11 Den geheiligten Priestern soll das zugehren, den Shnen Zadoks, 
welche meinen Dienst versehen haben, die nicht abgeirrt sind wie die 
Leviten, als die Kinder Israel irre gingen.
EZE 48:12 Also soll ihnen von der Gemarkung des geschenkten Landes ein 
Bezirk gehren, das Allerheiligste, neben dem Gebiet der Leviten.
EZE 48:13 Den Leviten aber, entsprechend dem Gebiet der Priester, eine 
Gemarkung 25000 lang und 10000 breit. Die ganze Lnge soll 25000 und die 
Breite 10000 betragen.
EZE 48:14 Und von diesem [Gebiet] sollen sie nichts verkaufen noch 
vertauschen; und dieser Erstling des Landes darf nicht in andern Besitz 
bergehen; denn er ist dem HERRN geheiligt.
EZE 48:15 Die brigen 5000 aber, welche von der ganzen Breite von 25000 
brig sind, sollen als Allmende zur Stadt gehren, als Wohnplatz und 
Weideland, und die Stadt soll mitten drin stehen.
EZE 48:16 Und das sollen ihre Mae sein: die Nordseite 4500, die Sdseite 
4500, die Ostseite 4500 und die Westseite 4500.
EZE 48:17 Die Allmende soll im Norden 250, im Sden 250, im Osten 250 und 
im Westen 250 messen.
EZE 48:18 Aber das brige von der Lnge der heiligen Gemarkung, die 10000 
im Osten und die 10000 im Westen, was neben der heiligen Gemarkung liegt, 
dessen Ertrag soll den Arbeitern der Stadt zur Speise dienen.
EZE 48:19 Und die Arbeiter der Stadt sollen aus allen Stmmen Israels 
genommen werden.
EZE 48:20 Die ganze Gemarkung soll 25000 ins Geviert betragen; als heilige 
Gemarkung sollt ihr sie samt dem Grundbesitz der Stadt abgeben.
EZE 48:21 Aber das brige soll dem Frsten gehren, zu beiden Seiten der 
heiligen Gemarkung und des Grundbesitzes der Stadt, lngs der 25000 der 
Gemarkung bis zur Ostgrenze und lngs der 25000 bis zur Westgrenze, 
entsprechend den Stammanteilen. Das gehrt dem Frsten; die heilige 
Gemarkung aber und das Heiligtum des Hauses liegt mitten drin.
EZE 48:22 Es soll auch von dem Eigentum der Leviten und von dem Eigentum 
der Stadt an, welches zwischen dem Teil des Frsten liegt, alles was 
zwischen dem Gebiet von Juda und Benjamin liegt, dem Frsten gehren.
EZE 48:23 Von den brigen Stmmen aber soll Benjamin von der Ostseite bis 
zur Westseite einen Teil empfangen;
EZE 48:24 und neben Benjamins Gebiet, von der Ostseite bis zur Westseite, 
Simeon einen Teil;
EZE 48:25 neben Simeons Gebiet, von der Ostseite bis zur Westseite, 
Issaschar einen Teil;
EZE 48:26 neben Issaschars Gebiet, von der Ostseite bis zur Westseite, 
Sebulon einen Teil;
EZE 48:27 neben Sebulons Gebiet, von der Ostseite bis zur Westseite, Gad 
einen Teil;
EZE 48:28 neben Gads Gebiet aber, auf der Sdseite, gegen Mittag, soll die 
Grenze von Tamar bis zum Haderwasser bei Kades und durch den Bach zum 
groen Meere laufen.
EZE 48:29 Dies ist das Land, das ihr als Erbbesitz unter die Stmme 
Israels verlosen sollt; und das sind ihre Anteile, spricht Gott, der HERR.
EZE 48:30 Und dies sollen die Ausgnge der Stadt sein: An der Nordseite, 
welche 4500 mit,
EZE 48:31 (und zwar sollen die Tore der Stadt nach den Namen der Stmme 
Israels benannt werden): drei Tore gegen Norden; das erste Ruben, das 
zweite Juda, das dritte Levi.
EZE 48:32 Und auf der Ostseite 4500 und drei Tore: das erste Tor Joseph, 
das zweite Benjamin, das dritte Dan.
EZE 48:33 Auch die Sdseite mit 4500 und hat drei Tore: das erste Simeon, 
das zweite Issaschar, das dritte Sebulon.
EZE 48:34 Die Westseite mit auch 4500 und hat ihre drei Tore: das erste 
Gad, das zweite Asser, das dritte Naphtali.
EZE 48:35 Der ganze Umfang betrgt 18000. Und der Name der Stadt soll 
fortan lauten: Der HERR ist hier!
DAN 1:1 Im dritten Jahre der Regierung Jojakims, des Knigs von Juda, kam 
Nebukadnezar, der Knig von Babel, vor Jerusalem und belagerte es.
DAN 1:2 Und der Herr gab Jojakim, den Knig von Juda, in seine Gewalt, 
auch einen Teil der Gerte des Hauses Gottes; diese fhrte er hinweg in 
das Land Sinear, in das Haus seines Gottes, und brachte sie daselbst in 
die Schatzkammer seines Gottes.
DAN 1:3 Und der Knig befahl Aspenas, dem Obersten seiner Kmmerer, er 
solle ihm etliche von den Kindern Israel bringen, die von kniglichem 
Samen und von den Vornehmsten wren,
DAN 1:4 Jnglinge, die ohne jeden Makel, schn von Gestalt und fr alle 
Wissenschaften begabt wren, die Einsicht und Verstand htten und welche 
tchtig wren, in des Knigs Palaste zu stehen, und da man sie in der 
Schrift und Sprache der Chalder unterwiese.
DAN 1:5 Diesen bestimmte der Knig den tglichen Unterhalt von der feinen 
Speise des Knigs und von dem Weine, den er selbst trank, und verordnete, 
da man sie drei Jahre lang erzge und da sie hernach vor dem Knig 
stehen sollten.
DAN 1:6 Unter denselben waren von den Kindern Juda Daniel, Hananja, Misael 
und Asarja.
DAN 1:7 Diesen gab der oberste Kmmerer andere Namen und hie den Daniel 
Beltsazar, den Hananja Sadrach, den Misael Mesach und den Asarja Abednego.
DAN 1:8 Daniel aber nahm sich vor, sich mit des Knigs feiner Speise und 
mit dem Weine, den er trank, nicht zu verunreinigen; er erbat sich von dem 
obersten Kmmerer, da er sich nicht verunreinigen msse.
DAN 1:9 Und Gott gab Daniel Gnade und Barmherzigkeit vor dem obersten 
Kmmerer.
DAN 1:10 Und der oberste Kmmerer sprach zu Daniel: Ich frchte nur meinen 
Herrn, den Knig, der euch eure Speise und euer Getrnk bestimmt hat. Denn 
warum sollte er wahrnehmen, da euer Aussehen weniger gut wre, als das 
der andern Jnglinge von eurem Alter? So wret ihr schuld, wenn ich meinen 
Kopf beim Knig verwirkte!
DAN 1:11 Da antwortete Daniel dem Kellermeister, welchen der oberste 
Kmmerer ber Daniel, Hananja, Misael und Asarja gesetzt hatte:
DAN 1:12 Versuche es doch zehn Tage lang mit deinen Knechten, da man uns 
Gemse zu essen und Wasser zu trinken gebe;
DAN 1:13 darnach besehe man vor dir unser Aussehen und das Aussehen der 
andern Jnglinge, welche von der feinen Speise des Knigs essen; nach dem, 
was du dann sehen wirst, handle weiter mit deinen Knechten!
DAN 1:14 Da hrte er auf sie in dieser Sache und versuchte es zehn Tage 
lang mit ihnen.
DAN 1:15 Und nach den zehn Tagen sah man, da sie besser aussahen und am 
Leibe fetter waren, als alle Jnglinge, die von der feinen Speise des 
Knigs aen.
DAN 1:16 Da nahm der Kellermeister ihre feine Speise und den Wein, den sie 
trinken sollten, hinweg und gab ihnen Gemse.
DAN 1:17 Und Gott gab diesen vier Jnglingen Kenntnis und Verstndnis fr 
allerlei Schriften und Weisheit; vorzglich aber machte er Daniel 
verstndig in allen Gesichten und Trumen.
DAN 1:18 Nachdem nun die Zeit, welche der Knig bestimmt hatte, verflossen 
war, fhrte sie der oberste Kmmerer vor Nebukadnezar.
DAN 1:19 Da redete der Knig mit ihnen; aber keiner unter ihnen allen ward 
gefunden, der Daniel, Hananja, Misael und Asarja gleichgekommen wre; 
darum muten sie vor dem Knig stehen.
DAN 1:20 Der fand sie in allen Sachen der Weisheit und Einsicht, worber 
er sie befragte, zehnmal geschickter als alle Schriftkundigen und 
Wahrsager, die er in seinem ganzen Reiche hatte.
DAN 1:21 Und Daniel erlebte das erste Jahr des Knigs Kores.
DAN 2:1 Und im zweiten Jahre der Regierung Nebukadnezars hatte 
Nebukadnezar Trume, also da sein Geist sich beunruhigte und der Schlaf 
ihn floh.
DAN 2:2 Da befahl der Knig, man solle die Schriftkundigen und die 
Wahrsager, die Zauberer und die Chalder zusammenrufen, damit sie dem 
Knige seine Trume kundtten. Also kamen sie und traten vor den Knig.
DAN 2:3 Da sprach der Knig zu ihnen: Ich habe einen Traum gehabt, und 
mein Geist ist beunruhigt, bis ich den Traum verstehe.
DAN 2:4 Hierauf gaben die Chalder dem Knig auf aramisch zur Antwort: O 
Knig, lebe ewig! Erzhle deinen Knechten den Traum, so wollen wir die 
Auslegung sagen.
DAN 2:5 Der Knig antwortete den Chaldern: Mein Beschlu bleibt fest: 
Werdet ihr mir den Traum samt seiner Auslegung nicht kundtun, so sollt ihr 
in Stcke zerhauen und eure Huser in Misthaufen verwandelt werden;
DAN 2:6 wenn ihr mir aber den Traum kundtut, dazu seine Deutung, so sollt 
ihr von mir Geschenke und Gaben und groe Ehre empfangen. Darum sagt mir 
den Traum und seine Deutung!
DAN 2:7 Da antworteten sie wieder und sprachen: Der Knig mge seinen 
Knechten den Traum erzhlen, so wollen wir ihn auslegen.
DAN 2:8 Der Knig antwortete und sprach: Ich wei nun sicher, da ihr Zeit 
gewinnen wollt, weil ihr wohl seht, da mein Entschlu feststeht.
DAN 2:9 Wenn ihr mir den Traum nicht kundtut, so trifft euch jenes eine 
Urteil, da ihr euch vorgenommen habt, lgenhafte und trgerische Worte vor 
mir zu reden, bis sich die Zeiten ndern. Sagt mir den Traum, damit ich 
wei, da ihr mir auch die Deutung kundtun knnt!
DAN 2:10 Die Chalder antworteten dem Knig und sprachen: Es ist kein 
Mensch auf Erden, der kundtun knnte, was der Knig befiehlt; deshalb hat 
auch nie irgend ein groer und mchtiger Knig dergleichen von einem 
Schriftkundigen, Wahrsager oder Chalder verlangt!
DAN 2:11 Denn die Sache, die der Knig verlangt, ist schwer. Es ist auch 
niemand, der es dem Knig kundtun knnte, ausgenommen die Gtter, deren 
Wohnung nicht bei dem Fleische ist!
DAN 2:12 Darob ward der Knig sehr aufgebracht und zornig und befahl, alle 
Weisen zu Babel umzubringen.
DAN 2:13 Und der Befehl ging aus, die Weisen zu Babel zu tten; und man 
suchte auch Daniel samt seinen Mitverbundenen, um sie zu tten.
DAN 2:14 Da trat Daniel alsbald dem Arioch, dem Obersten der Scharfrichter 
des Knigs, welcher ausgegangen war, die Weisen zu tten, mit klugen und 
verstndigen Worten entgegen.
DAN 2:15 Er hob an und sprach zu Arioch, dem Bevollmchtigten des Knigs: 
Warum ist dieser strenge Befehl vom Knig ausgegangen? Da erklrte Arioch 
die Sache dem Daniel.
DAN 2:16 Daniel aber ging hinein und bat den Knig, ihm eine Frist zu 
gewhren, so wolle er dem Knige die Deutung sagen.
DAN 2:17 Darauf zog sich Daniel in sein Haus zurck und teilte seinen 
Mitverbundenen Hananja, Misael und Asarja die Sache mit;
DAN 2:18 damit sie von dem Gott des Himmels Erbarmen erflehen mchten 
wegen dieses Geheimnisses, damit nicht Daniel und seine Mitverbundenen 
samt den brigen Weisen von Babel umkmen.
DAN 2:19 Hierauf wurde dem Daniel in einem Gesicht des Nachts das 
Geheimnis geoffenbart. Da pries Daniel den Gott des Himmels.
DAN 2:20 Daniel hob an und sprach: Gepriesen sei der Name Gottes von 
Ewigkeit zu Ewigkeit! Denn sein ist beides, Weisheit und Macht.
DAN 2:21 Er fhrt andere Zeiten und Stunden herbei; er setzt Knige ab und 
setzt Knige ein; er gibt den Weisen ihre Weisheit und den Verstndigen 
ihren Verstand.
DAN 2:22 Er offenbart, was tief und verborgen ist; er wei, was in der 
Finsternis ist, und bei ihm wohnt das Licht!
DAN 2:23 Dir, dem Gott meiner Vter, sage ich Lob und Dank, da du mir 
Weisheit und Kraft verliehen und mir jetzt kundgetan hast, was wir von dir 
erbeten haben; denn die Sache des Knigs hast du uns kundgetan!
DAN 2:24 Daraufhin ging Daniel zu Arioch, welchen der Knig bestellt 
hatte, die Weisen von Babel umzubringen; er nahm ihn beiseite und sprach 
zu ihm: Bringe die babylonischen Weisen nicht um! Fhre mich vor den 
Knig, so will ich ihm die Deutung verkndigen.
DAN 2:25 Darauf fhrte Arioch den Daniel eilends vor den Knig und sprach 
zu ihm also: Ich habe unter den Gefangenen von Juda einen Mann gefunden, 
der dem Knige die Deutung geben will!
DAN 2:26 Der Knig antwortete und sprach zu Daniel, dessen Name Beltsazar 
heit: Bist du imstande, mir den Traum, den ich gehabt, und seine Deutung 
zu sagen?
DAN 2:27 Daniel antwortete vor dem Knig und sprach: Das Geheimnis, nach 
welchem der Knig fragt, vermag kein Weiser, Wahrsager, Schriftkundiger 
oder Sterndeuter dem Knige kundzutun;
DAN 2:28 aber es gibt einen Gott im Himmel, der Geheimnisse offenbart; der 
hat dem Knig Nebukadnezar kundgetan, was in sptern Tagen geschehen soll.
DAN 2:29 Mit deinem Traum und den Gesichten deines Hauptes auf deinem 
Lager verhielt es sich also: Dir, o Knig, stiegen auf deinem Lager 
Gedanken darber auf, was nach diesem geschehen werde, und da hat dir der, 
welcher Geheimnisse offenbart, kundgetan, was geschehen wird.
DAN 2:30 Mir aber ist dieses Geheimnis nicht durch eine Weisheit, die ich 
vor allen Lebenden voraus htte, geoffenbart worden, sondern damit dem 
Knige die Deutung kundwrde und du erfhrest, was dein Herz zu wissen 
wnscht.
DAN 2:31 Du, o Knig, schautest, und siehe, ein erhabenes Standbild. 
Dieses groe und auerordentlich glnzende Bild stand vor dir und war 
furchtbar anzusehen.
DAN 2:32 Das Haupt dieses Bildes war von gediegenem Gold, seine Brust und 
seine Arme von Silber, sein Bauch und seine Lenden von Erz,
DAN 2:33 seine Schenkel von Eisen, seine Fe teils von Eisen und teils 
von Ton.
DAN 2:34 Du sahest zu, bis ein Stein losgerissen ward ohne Handanlegung 
und das Bild an seine Fe traf, die von Eisen und Ton waren, und sie 
zermalmte.
DAN 2:35 Da wurden miteinander zermalmt Eisen, Ton, Erz, Silber und Gold 
und wurden wie Spreu auf den Sommertennen, und der Wind verwehte sie, da 
keine Spur mehr von ihnen zu finden war. Der Stein aber, der das Bild 
zertrmmert hatte, ward zu einem groen Berge und erfllte die ganze Erde.
DAN 2:36 Das ist der Traum; nun wollen wir vor dem Knig auch seine 
Deutung sagen:
DAN 2:37 Du, o Knig, bist ein Knig der Knige, da dir der Gott des 
Himmels knigliche Herrschaft, Reichtum, Macht und Glanz gegeben hat;
DAN 2:38 und berall, wo Menschenkinder wohnen, Tiere des Feldes und Vgel 
des Himmels, hat er sie in deine Hand gegeben und dich zum Herrscher ber 
sie alle gemacht; du bist das goldene Haupt!
DAN 2:39 Nach dir aber wird ein anderes Reich aufkommen, geringer als das 
deinige; und das nachfolgende dritte Knigreich, das eherne, wird ber die 
ganze Erde herrschen.
DAN 2:40 Das vierte Knigreich aber wird so stark sein wie Eisen; ebenso 
wie Eisen alles zertrmmert und zermalmt, und wie Eisen alles 
zerschmettert, so wird es auch jene alle zermalmen und zerschmettern.
DAN 2:41 Da du aber die Fe und Zehen, teils aus Tpferton und teils aus 
Eisen bestehend gesehen hast, bedeutet, da das Knigreich sich zerspalten 
wird; aber es wird etwas von der Festigkeit des Eisens darinnen bleiben, 
gerade so, wie du Eisen mit Tonerde vermengt gesehen hast.
DAN 2:42 Und wie die Zehen seiner Fe teils von Eisen und teils von Ton 
waren, so wird auch das Reich zum Teil widerstandsfhig und zum Teil 
zerbrechlich sein.
DAN 2:43 Da du aber Eisen mit Tonerde vermengt gesehen hast, bedeutet, 
da sie sich zwar durch Verheiratung vermischen, aber doch nicht 
aneinander haften werden, wie sich ja Eisen mit Ton nicht vermischen lt.
DAN 2:44 Aber in den Tagen jener Knige wird der Gott des Himmels ein 
Reich aufrichten, das ewiglich nie untergehen wird; und sein Reich wird 
auf kein anderes Volk bergehen; es wird alle jene Knigreiche zermalmen 
und ihnen ein Ende machen; es selbst aber wird ewiglich bestehen;
DAN 2:45 ganz so wie du gesehen hast, da sich von dem Berge ein Stein 
ohne Handanlegung loslste und das Eisen, das Erz, den Ton, das Silber und 
das Gold zermalmte. Der groe Gott hat dem Knig kundgetan, was hernach 
geschehen soll. Das ist wahrhaftig der Traum und zuverlssig seine Deutung!
DAN 2:46 Da fiel der Knig Nebukadnezar auf sein Angesicht und betete 
Daniel an und befahl, ihm Speisopfer und Weihrauch darzubringen.
DAN 2:47 Der Knig hob an und sprach zu Daniel: Wahrhaftig, euer Gott ist 
ein Gott der Gtter und ein Herr der Knige und ein Offenbarer der 
Geheimnisse, da du dieses Geheimnis offenbaren konntest!
DAN 2:48 Darauf machte der Knig den Daniel gro und gab ihm sehr viele 
Geschenke und setzte ihn zum Herrn ber die ganze Landschaft Babel und zum 
Oberhaupt ber alle Weisen zu Babel.
DAN 2:49 Daniel aber erbat sich vom Knige, da er Sadrach, Mesach und 
Abednego die Verwaltung der Landschaft Babel bertrge; Daniel aber blieb 
am Hofe des Knigs.
DAN 3:1 Knig Nebukadnezar machte ein goldenes Standbild, sechzig Ellen 
hoch und sechs Ellen breit, das lie er in der Ebene Dura, in der 
Landschaft Babel aufstellen.
DAN 3:2 Und der Knig Nebukadnezar lies versammeln die Satrapen, 
Statthalter und Landpfleger, die Oberrichter, Schatzmeister, Rte und 
Richter samt allen Bezirksvorstehern, da sie kmen zur Einweihung des 
Bildes, welches der Knig Nebukadnezar hatte aufrichten lassen.
DAN 3:3 Sobald nun die Satrapen, Statthalter und Landpfleger, die 
Oberrichter, Schatzmeister, Rte und Richter samt allen Bezirksvorstehern 
zur Einweihung des Bildes versammelt waren und vor dem Bilde standen, 
welches der Knig Nebukadnezar hatte aufrichten lassen,
DAN 3:4 rief der Herold mit gewaltiger Stimme: Das lat euch gesagt sein, 
ihr Vlker, Stmme und Zungen:
DAN 3:5 Sobald ihr den Klang der Hrner, Flten, Zithern, Harfen, Psalter, 
Sackpfeifen und aller Arten von Musik hren werdet, sollt ihr niederfallen 
und das goldene Bild anbeten, welches der Knig Nebukadnezar aufgestellt 
hat.
DAN 3:6 Wer aber nicht niederfllt und anbetet, der soll augenblicklich in 
den glhenden Feuerofen geworfen werden!
DAN 3:7 Darum fielen zur bestimmten Zeit, als alle Vlker den Ton der 
Hrner, Flten, Zithern, Harfen und Psalter und aller Arten von Musik 
hrten, alle Vlker, Stmme und Zungen nieder und beteten das goldene Bild 
an, welches der Knig Nebukadnezar aufgerichtet hatte.
DAN 3:8 Infolgedessen traten zur selben Stunde etliche chaldische Mnner 
herzu und verklagten die Juden.
DAN 3:9 Sie hoben an und sprachen zum Knig Nebukadnezar: O Knig, lebe 
ewiglich!
DAN 3:10 Du hast, o Knig, Befehl gegeben, da jedermann, der den Ton der 
Hrner, Flten, Zithern, Harfen, Psalter und Sackpfeifen und aller Arten 
von Musik hrt, niederfallen und das goldene Bild anbeten soll;
DAN 3:11 wer aber nicht niederfalle und anbete, der solle in den glhenden 
Feuerofen geworfen werden.
DAN 3:12 Nun sind da jdische Mnner, welche du mit der Verwaltung der 
Landschaft Babel betraut hast, Sadrach, Mesach und Abednego. Die achten 
nicht auf dein knigliches Gebot, dienen deinen Gttern nicht und beten 
das goldene Bild nicht an, das du aufgerichtet hast!
DAN 3:13 Da befahl Nebukadnezar mit grimmigem Zorn, da man Sadrach, 
Mesach und Abednego kommen lasse. Sogleich wurden jene Mnner vor den 
Knig gebracht.
DAN 3:14 Nebukadnezar hob an und sprach zu ihnen: Habt ihr, Sadrach, 
Mesach und Abednego, vorstzlich meinem Gott nicht gedient und das goldene 
Bild nicht angebetet, das ich habe aufrichten lassen?
DAN 3:15 Seid ihr jetzt bereit, sobald ihr den Schall der Hrner, Flten, 
Zithern, Harfen, Psalter und Sackpfeifen und aller Arten von Musik hren 
werdet, niederzufallen und das Bild anzubeten, das ich gemacht habe? Wenn 
nicht, so sollt ihr augenblicklich in den glhenden Feuerofen geworfen 
werden! Und welcher Gott wird euch aus meiner Hand erretten?
DAN 3:16 Sadrach, Mesach und Abednego antworteten und sprachen zum Knig: 
Nebukadnezar, wir haben nicht ntig, dir hierauf ein Wort zu erwidern.
DAN 3:17 Sei es nun, da unser Gott, dem wir dienen, uns aus dem glhenden 
Feuerofen befreien kann und uns von deiner Hand erretten wird, oder nicht, 
so sollst du wissen, o Knig,
DAN 3:18 da wir deinen Gttern nicht dienen und auch das goldene Bild 
nicht anbeten werden, das du aufgestellt hast!
DAN 3:19 Da ward Nebukadnezar voll Wut und das Aussehen seines Angesichtes 
vernderte sich gegen Sadrach, Mesach und Abednego. Er gab den Befehl, man 
solle den Ofen siebenmal heier machen, als man sonst zu tun pflegte.
DAN 3:20 Und den strksten Mnnern in seinem Heere befahl er, Sadrach, 
Mesach und Abednego zu binden und sie in den glhenden Feuerofen zu werfen.
DAN 3:21 Da wurden diese Mnner gebunden und in ihren Unterkleidern, 
Rcken, Mnteln und berwrfen in den glhenden Feuerofen geworfen.
DAN 3:22 Weil nun der Befehl des Knigs dringend und der Ofen bermig 
geheizt war, so ttete die Feuerflamme jene Mnner, welche Sadrach, Mesach 
und Abednego hinauftrugen;
DAN 3:23 diese drei Mnner aber, Sadrach, Mesach und Abednego, fielen 
gebunden in den glhenden Feuerofen.
DAN 3:24 Da erschrak der Knig Nebukadnezar und stand eilends auf. Er hob 
an und sprach zu seinen Rten: Haben wir nicht drei Mnner gebunden ins 
Feuer geworfen? Sie antworteten und sprachen: Gewi, o Knig!
DAN 3:25 Er antwortete und sprach: Siehe, ich sehe vier Mnner mitten im 
Feuer frei umherwandeln, und es ist kein Schaden an ihnen, und die Gestalt 
des vierten gleicht einem Sohne der Gtter!
DAN 3:26 Darauf trat Nebukadnezar vor die ffnung des glhenden 
Feuerofens, hob an und sprach: Sadrach, Mesach und Abednego, ihr Knechte 
Gottes, des Allerhchsten, tretet heraus und kommet her! Alsbald kamen 
Sadrach, Mesach und Abednego aus dem Feuer hervor.
DAN 3:27 Und die Satrapen, Statthalter und Landpfleger samt den Rten des 
Knigs versammelten sich und sahen, da das Feuer keine Gewalt ber den 
Leib dieser Mnner gehabt, auch das Haar ihres Hauptes nicht versengt und 
ihre Kleider unverndert gelassen hatte; man bemerkte nicht einmal einen 
Brandgeruch an ihnen.
DAN 3:28 Nebukadnezar hob an und sprach: Gepriesen sei ihr Gott, der Gott 
Sadrachs, Mesachs und Abednegos, der seinen Engel gesandt und seine 
Knechte errettet hat, die sich auf ihn verlieen und das Gebot des Knigs 
bertreten und ihre Leiber hingegeben haben, da sie keinen andern Gott 
verehren und anbeten wollten als ihren Gott allein!
DAN 3:29 Und von mir wird eine Verordnung erlassen, da, wer immer unter 
allen Vlkern, Stmmen und Zungen von dem Gott Sadrachs, Mesachs und 
Abednegos leichtfertig spricht, in Stcke zerhauen und dessen Haus zu 
einem Misthaufen gemacht werden soll, weil kein anderer Gott ist, der also 
erretten kann wie dieser!
DAN 3:30 Daraufhin befrderte der Knig Sadrach, Mesach und Abednego zu 
hohen Stellungen in der Landschaft Babel.
DAN 4:1 (03-31) Knig Nebukadnezar wnscht allen Vlkern, Stmmen und 
Zungen, die auf der ganzen Erde wohnen, groen Frieden!
DAN 4:2 (03-32) Es hat mir gefallen, die Zeichen und Wunder kundzutun, die 
der hchste Gott an mir getan hat.
DAN 4:3 (03-33) Wie gro sind seine Zeichen und wie gewaltig seine Wunder! 
Sein Reich ist ein ewiges Reich, und seine Herrschaft whrt fr und fr!
DAN 4:4 (04-1) Ich, Nebukadnezar, lebte sorglos in meinem Hause und gesund 
in meinem Palast.
DAN 4:5 (04-2) Da hatte ich einen Traum, der mich erschreckte, und die 
Gedanken auf meinem Lager und die Gesichte meines Hauptes ngstigten mich.
DAN 4:6 (04-3) Und es ward von mir Befehl gegeben, alle Weisen Babels vor 
mich zu bringen, damit sie mir des Traumes Deutung kundtten.
DAN 4:7 (04-4) Alsbald kamen die Schriftkundigen, Wahrsager, Chalder und 
Sterndeuter herbei, und ich erzhlte vor ihnen den Traum; aber sie konnten 
mir die Deutung nicht kundtun,
DAN 4:8 (04-5) bis zuletzt Daniel vor mich kam, der Beltsazar heit nach 
dem Namen meines Gottes, und in welchem der Geist der heiligen Gtter ist; 
vor dem erzhlte ich meinen Traum:
DAN 4:9 (04-6) Beltsazar, du Oberster der Schriftkundigen, von dem ich 
wei, da der Geist der heiligen Gtter in dir ist und da kein Geheimnis 
dir Mhe macht, vernimm das Traumgesicht, das ich gesehen habe, und sage 
mir, was es bedeutet!
DAN 4:10 (04-7) Das sind aber die Gesichte meines Hauptes auf meinem 
Lager: Ich schaute, und siehe, es stand ein sehr hoher Baum mitten auf der 
Erde.
DAN 4:11 (04-8) Der Baum war gro und stark, und sein Wipfel reichte bis 
an den Himmel, und er wurde gesehen bis ans Ende der ganzen Erde.
DAN 4:12 (04-9) Sein Laub war schn und seiner Frchte viel, und Nahrung 
fr alle fand sich an ihm; unter ihm suchten Schatten die Tiere des 
Feldes, und die Vgel des Himmels wohnten auf seinen Zweigen, und von ihm 
nhrte sich alles Fleisch.
DAN 4:13 (04-10) Ich sah in den Gesichten meines Hauptes auf meinem Lager 
und siehe, ein heiliger Wchter fuhr vom Himmel herab;
DAN 4:14 (04-11) der rief mit gewaltiger Stimme und sprach: Hauet den 
Baum um und schlaget seine ste weg, streifet sein Laub ab und zerstreuet 
seine Frchte, jaget die Tiere unter ihm fort und die Vgel von seinen 
Zweigen!
DAN 4:15 (04-12) Aber seinen Wurzelstock sollt ihr in der Erde lassen, und 
zwar in Fesseln von Eisen und Erz im grnen Felde, damit er vom Tau des 
Himmels benetzt werde und mit den Tieren Anteil habe an den Krutern der 
Erde.
DAN 4:16 (04-13) Sein Herz soll verndert werden, da es kein menschliches 
mehr sei, und es soll ihm ein tierisches Herz gegeben werden, und sieben 
Zeiten sollen darber vergehen.
DAN 4:17 (04-14) Im Rat der Wchter wurde das beschlossen und von den 
Heiligen besprochen und verlangt, damit die Lebendigen erkennen, da der 
Hchste Gewalt hat ber das Knigtum der Menschen und es gibt, wem er 
will, und den Niedrigsten der Menschen darber setzt.
DAN 4:18 (04-15) Diesen Traum habe ich, Knig Nebukadnezar, gesehen; du 
aber, Beltsazar, gib die Auslegung, weil alle Weisen meines Reiches nicht 
imstande sind, dieselbe kundzutun; du aber kannst es, weil der Geist der 
heiligen Gtter in dir ist!
DAN 4:19 (04-16) Da blieb Daniel, den man Beltsazar heit, eine Weile ganz 
starr, und seine Gedanken erschreckten ihn. Der Knig antwortete und 
sprach: Beltsazar, der Traum und seine Deutung drfen dich nicht 
erschrecken! Beltsazar antwortete und sprach: Mein Herr, der Traum gelte 
deinen Hassern und seine Auslegung deinen Feinden!
DAN 4:20 (04-17) Der Baum, den du gesehen hast, so gro und stark, da 
sein Wipfel bis zum Himmel reichte und der ber die ganze Erde zu sehen 
war,
DAN 4:21 (04-18) der so schnes Laub hatte und so reiche Frchte trug und 
an dem sich Nahrung fr alle fand, unter welchem sich die Tiere des Feldes 
aufhielten und auf dessen Zweigen die Vgel des Himmels wohnten,
DAN 4:22 (04-19) der Baum bist du, o Knig, der du so gro und stark 
geworden bist und dessen Majestt so gro ist, da sie bis zum Himmel 
reicht, und deine Herrschaft bis ans Ende der Erde.
DAN 4:23 (04-20) Da aber der Knig einen Wchter, einen Heiligen, vom 
Himmel herabfahren sah und sagen hrte: Hauet den Baum um und verderbet 
ihn; aber seinen Wurzelstock lasset in der Erde bleiben, und zwar in 
Banden von Eisen und Erz im grnen Felde, da er vom Tau des Himmels 
benetzt werde und sein Teil habe mit den Tieren des Feldes, bis da sieben 
Zeiten ber ihm vergangen sind,
DAN 4:24 (04-21) das hat, o Knig, folgende Bedeutung, und dies ist der 
Beschlu des Hchsten, der meinen Herrn, den Knig, betrifft.
DAN 4:25 (04-22) Man wird dich von den Menschen ausstoen, da du bei den 
Tieren des Feldes wohnest; und man wird dich mit Gras fttern wie die 
Ochsen und dich vom Tau des Himmels benetzen lassen; und es werden sieben 
Zeiten ber dir vergehen, bis da du erkennst, da der Hchste Gewalt hat 
ber das Knigtum der Menschen und es gibt, wem er will.
DAN 4:26 (04-23) Weil aber vom Verbleiben des Wurzelstockes des Baumes die 
Rede war, so wird auch dir dein Knigtum verbleiben, sobald du erkennen 
wirst, da der Himmel herrscht.
DAN 4:27 (04-24) Darum, o Knig, la dir meinen Rat gefallen und brich mit 
deinen Snden durch Gerechtigkeit und mit deinen Missetaten durch Erbarmen 
gegen die Armen, wenn dein Glck dauerhaft sein soll!
DAN 4:28 (04-25) Dies alles ist ber den Knig Nebukadnezar gekommen.
DAN 4:29 (04-26) Als er sich nach zwlf Monaten auf seinem kniglichen 
Palast zu Babel erging,
DAN 4:30 (04-27) da hob der Knig an und sprach: Ist das nicht die groe 
Babel, die ich mir erbaut habe zur kniglichen Residenz, kraft meines 
Reichtums und zu Ehren meiner Majestt?
DAN 4:31 (04-28) Noch war dieses Wort im Munde des Knigs, da erscholl 
eine Stimme vom Himmel herab: Dir wird gesagt, Knig Nebukadnezar: Das 
Knigreich ist von dir genommen!
DAN 4:32 (04-29) Und man wird dich von den Menschen verstoen, und du 
sollst bei den Tieren des Feldes wohnen; mit Gras wird man dich fttern 
wie die Ochsen, und sieben Zeiten sollen ber dir vergehen, bis du 
erkennst, da der Hchste Gewalt hat ber das Knigtum der Menschen und es 
gibt, wem er will!
DAN 4:33 (04-30) Im selben Augenblick erfllte sich das Wort an 
Nebukadnezar: er ward von den Menschen ausgestoen, fra Gras wie ein 
Ochse, und sein Leib ward vom Tau des Himmels benetzt, bis sein Haar so 
lang ward wie Adlerfedern und seine Ngel wie Vogelkrallen.
DAN 4:34 (04-31) Aber nach Verlauf der Zeit hob ich, Nebukadnezar, meine 
Augen zum Himmel empor, und mein Verstand kehrte zu mir zurck. Da lobte 
ich den Hchsten und pries den, der ewig lebt, und verherrlichte ihn, 
dessen Herrschaft eine ewige ist und dessen Reich von Geschlecht zu 
Geschlecht whrt;
DAN 4:35 (04-32) gegen welchen alle, die auf Erden wohnen, wie nichts zu 
rechnen sind; er verfhrt, wie er will, mit dem Heer des Himmels und mit 
denen, die auf Erden wohnen, und niemand ist, der seiner Hand wehren, noch 
zu ihm sagen drfte: Was machst du?
DAN 4:36 (04-33) Zu derselben Zeit, als mir mein Verstand wiederkam, 
kehrte mit der kniglichen Ehre auch meine Wrde und mein gutes Aussehen 
wieder; meine Rte und Groen suchten mich auf, und ich ward wieder ber 
mein Knigreich gesetzt und erhielt noch grere Macht.
DAN 4:37 (04-34) Nun lobe und erhebe und verherrliche ich, Nebukadnezar, 
den Knig des Himmels; denn all sein Tun ist richtig, und seine Wege sind 
gerecht; wer aber stolz einhergeht, den kann er demtigen!
DAN 5:1 Knig Belsazar machte ein groes Mahl seinen tausend Gewaltigen 
und trank vor den Tausenden Wein.
DAN 5:2 Und whrend er sich den Wein schmecken lie, befahl Belsazar, man 
solle die goldenen und silbernen Gefe herbeibringen, welche sein Vater 
Nebukadnezar aus dem Tempel zu Jerusalem weggenommen hatte, damit der 
Knig samt seinen Gewaltigen, seinen Frauen und Nebenfrauen daraus trinken 
knne.
DAN 5:3 Da wurden alsbald die goldenen Gefe herbeigebracht, welche man 
aus dem Tempel, aus dem Hause Gottes zu Jerusalem, weggenommen hatte, und 
der Knig trank daraus samt seinen Gewaltigen, seinen Frauen und 
Nebenfrauen.
DAN 5:4 Als sie nun tranken, lobten sie die goldenen, silbernen, ehernen, 
eisernen, hlzernen und steinernen Gtter.
DAN 5:5 In demselben Augenblick erschienen Finger einer Menschenhand, die 
schrieben gegenber dem Leuchter auf die getnchte Wand des kniglichen 
Palastes, so da der Knig das Ende der schreibenden Hand sah.
DAN 5:6 Da vernderte sich das Aussehen des Knigs, und seine Gedanken 
erschreckten ihn, also da sich die Gelenke seiner Hften lockerten und 
seine Knie schlotterten.
DAN 5:7 Der Knig schrie mit lauter Stimme, man solle die Wahrsager, 
Chalder und Sterndeuter holen. Und er hob an und sprach zu den Weisen von 
Babel: Welcher Mensch diese Schrift lesen und sagen kann, was sie 
bedeutet, der soll mit Purpur bekleidet werden und eine goldene Kette an 
seinem Halse tragen und als Dritter im Reiche herrschen!
DAN 5:8 Da kamen alle Weisen des Knigs herauf, aber sie konnten weder die 
Schrift lesen noch ihre Bedeutung dem Knig erklren.
DAN 5:9 Da nun der Knig Belsazar sehr bestrzt ward und sein Aussehen 
sich vernderte und seine Gewaltigen ganz verwirrt waren,
DAN 5:10 kam auf Wunsch des Knigs und seiner Gewaltigen die Knigin 
[Mutter] in den Trinksaal. Die Knigin hob an und sprach: O Knig, lebe 
ewiglich! Deine Gedanken sollen dich nicht erschrecken, und dein Aussehen 
verndere sich nicht!
DAN 5:11 Es ist ein Mann in deinem Knigreiche, der den Geist der heiligen 
Gtter hat und bei welchem in den Tagen deines Vaters Erleuchtung, 
Verstand und gttliche Weisheit gefunden worden ist, so da dein Vater, 
der Knig Nebukadnezar, ihn zum Obersten der Schriftkundigen, Wahrsager, 
Chalder und Sterndeuter bestellt hat, (ja, dein Vater, o Knig!)
DAN 5:12 ganz allein darum, weil bei ihm ein vortrefflicher Geist, 
Verstand und Scharfsinn gefunden wurde zur Auslegung von Trumen, zur 
Erklrung von Rtseln und zur Auflsung von Knoten, nmlich bei dem 
Daniel, welchem der Knig den Namen Beltsazar gab. So lasse man nun Daniel 
rufen; der wird dir die Deutung sagen!
DAN 5:13 Sobald nun Daniel vor den Knig hineingefhrt worden war, hob der 
Knig an und sprach zu ihm: Bist du Daniel, von den gefangenen Juden, 
welche mein kniglicher Vater aus Juda weggefhrt hat?
DAN 5:14 Ich habe von dir gehrt, da der Geist Gottes in dir sei und da 
Erleuchtung und Verstand und auerordentliche Weisheit bei dir gefunden 
werde.
DAN 5:15 Nun sind die Weisen und Wahrsager vor mich gefhrt worden, um 
diese Schrift zu lesen und mir ihre Bedeutung kundzutun, sie waren aber 
nicht imstande, die Bedeutung der Worte zu sagen.
DAN 5:16 Und von dir habe ich gehrt, da du Deutungen geben und Knoten 
auflsen knnest. Wenn du nun diese Schrift lesen und mir ihre Bedeutung 
erklren kannst, so sollst du mit Purpur bekleidet werden und eine goldene 
Kette an deinem Halse tragen und als Dritter im Reiche herrschen!
DAN 5:17 Da antwortete Daniel alsbald und sprach vor dem Knig: Behalte 
deine Gaben fr dich und gib deine Geschenke einem andern! Aber die 
Schrift will ich dem Knige gleichwohl lesen und sagen, was sie bedeutet.
DAN 5:18 O Knig, Gott, der Allerhchste, hat deinem Vater Nebukadnezar 
Knigtum, Majestt, Ehre und Herrlichkeit verliehen;
DAN 5:19 und wegen seiner Majestt, die er ihm gab, zitterten und bebten 
vor ihm alle Vlker, Stmme und Zungen; denn er ttete, wen er wollte, 
lie leben, wen er wollte, erhhte, wen er wollte, erniedrigte, wen er 
wollte.
DAN 5:20 Da sich aber sein Herz erhob und sein Geist stolz ward bis zur 
Vermessenheit, wurde er von seinem kniglichen Throne gestrzt, und seine 
Wrde ward ihm genommen;
DAN 5:21 man verstie ihn von den Menschenkindern, und sein Herz ward den 
Tieren gleich; er wohnte bei den Wildeseln, und man ftterte ihn mit Gras 
wie einen Ochsen, und sein Leib ward vom Tau des Himmels benetzt, bis er 
erkannte, da Gott, der Allerhchste, ber das Knigtum der Menschen 
regiert und den darber bestellt, der ihm gefllt.
DAN 5:22 Du aber, sein Sohn Belsazar, hast dein Herz nicht gedemtigt, 
trotzdem du das alles wutest,
DAN 5:23 sondern du hast dich ber den Herrn des Himmels erhoben; und man 
hat die Gefe seines Hauses vor dich gebracht, und du und deine 
Gewaltigen, deine Frauen und Nebenfrauen haben Wein daraus getrunken, und 
du hast die silbernen und goldenen, ehernen, eisernen, hlzernen und 
steinernen Gtzen gepriesen, die weder sehen noch hren noch verstehen; 
den Gott aber, in dessen Hand dein Odem und alle deine Wege sind, hast du 
nicht verherrlicht!
DAN 5:24 Infolgedessen wurde von ihm diese Hand gesandt und die Schrift, 
die da verzeichnet steht.
DAN 5:25 Das ist aber die Schrift, die geschrieben ist: Mene, Mene, Tekel 
Upharsin!
DAN 5:26 Und das ist die Bedeutung des Spruches: Mene bedeutet: Gott hat 
die Tage deines Knigtums gezhlt und ihm ein Ende bereitet!
DAN 5:27 Tekel bedeutet: du bist auf einer Waage gewogen und zu leicht 
erfunden worden!
DAN 5:28 Peres bedeutet: dein Knigreich wird zerteilt und den Medern und 
Persern gegeben werden!
DAN 5:29 Alsbald befahl Belsazar, da man den Daniel mit Purpur bekleide 
und ihm eine goldene Kette um den Hals lege und von ihm ausrufe, da er 
als Dritter im Reiche herrschen solle.
DAN 5:30 Aber in derselben Nacht ward Belsazar, der Knig der Chalder, 
umgebracht.
DAN 5:31 (06-1) Und Darius, der Meder, empfing die Knigswrde, als er 
zweiundsechzig Jahre alt war.
DAN 6:1 (06-2) Darius aber fand es fr gut, hundertzwanzig Satrapen ber 
das Reich zu setzen und sie im ganzen Reiche zu verteilen.
DAN 6:2 (06-3) ber diese aber setzte er drei Frsten, von welchen Daniel 
einer war; diesen sollten jene Satrapen Rechenschaft ablegen, damit der 
Knig keinen Schaden erleide.
DAN 6:3 (06-4) Da sich nun dieser Daniel vor allen Frsten und Satrapen 
auszeichnete, weil ein so vortrefflicher Geist in ihm war, so nahm sich 
der Knig vor, ihn ber das ganze Reich zu setzen.
DAN 6:4 (06-5) Da suchten alsbald die Frsten und Satrapen eine Anklage 
gegen Daniel zu finden auf Grund seiner Regierung; aber sie konnten keine 
Schuld noch irgend etwas Nachteiliges finden, weil er ganz treu und keine 
Vernachlssigung noch irgend ein Vergehen bei ihm zu finden war.
DAN 6:5 (06-6) Da sprachen jene Mnner: Wir werden gegen diesen Daniel 
keinen Anklagegrund finden, es sei denn in seinem Gottesdienst!
DAN 6:6 (06-7) Darauf bestrmten jene Frsten und Satrapen den Knig und 
sprachen: Knig Darius, lebe ewiglich!
DAN 6:7 (06-8) Smtliche Frsten des Knigreichs, die Landpfleger und 
Satrapen, die Rte und Statthalter erachten es fr ratsam, da eine 
Verordnung aufgestellt und ein Verbot erlassen werde, wonach jeder, der 
innert dreiig Tagen irgend eine Bitte an irgend einen Gott oder Menschen 
richtet, auer an dich allein, o Knig, in den Lwenzwinger geworfen 
werden soll.
DAN 6:8 (06-9) Nun, o Knig, erla das Gebot und unterschreibe das Edikt, 
damit es unabnderlich sei wie das Gesetz der Meder und Perser, welches 
unwiderruflich ist.
DAN 6:9 (06-10) Daraufhin unterschrieb der Knig das Edikt und Verbot.
DAN 6:10 (06-11) Als nun Daniel erfuhr, da das Edikt unterschrieben sei, 
ging er hinauf in sein Haus (er hatte aber in seinem Obergemach offene 
Fenster gen Jerusalem); und er fiel des Tages dreimal auf die Knie nieder, 
betete und dankte vor seinem Gott, ganz wie er vordem zu tun pflegte.
DAN 6:11 (06-12) Da strmten jene Mnner herein und fanden Daniel bittend 
und flehend vor seinem Gott.
DAN 6:12 (06-13) Alsbald erschienen sie vor dem Knig und brachten das 
knigliche Verbot zur Sprache: Hast du nicht ein Verbot unterschrieben, 
wonach jeder, der innert dreiig Tagen von irgend einem Gott oder Menschen 
etwas erbitte, auer von dir allein, o Knig, in den Lwenzwinger geworfen 
werden soll? Der Knig antwortete und sprach: Die Sache steht fest nach 
dem Gesetz der Meder und Perser, welches unwiderruflich ist!
DAN 6:13 (06-14) Da antworteten sie und sprachen: Daniel, einer der 
gefangenen Juden, nimmt keine Rcksicht auf dich und achtet nicht auf das 
Verbot, das du unterzeichnet hast, sondern er verrichtet dreimal des Tages 
sein Gebet!
DAN 6:14 (06-15) Als der Knig solches vernahm, wurde er sehr betrbt, und 
er sann darber nach, wie er den Daniel retten knnte, und gab sich Mhe 
bis zum Sonnenuntergang, ihn zu befreien.
DAN 6:15 (06-16) Da bestrmten jene Mnner den Knig und sprachen: Wisse, 
o Knig, da nach dem Gesetz der Meder und Perser jedes Verbot und Gebot, 
das der Knig besttigt hat, unwiderruflich ist!
DAN 6:16 (06-17) Da befahl der Knig, da man Daniel herbringe und in den 
Lwenzwinger werfe. Der Knig hob an und sprach zu Daniel: Dein Gott, dem 
du ohne Unterla dienst, der rette dich!
DAN 6:17 (06-18) Und man brachte einen Stein und legte ihn auf die ffnung 
des Zwingers, und der Knig versah ihn mit seinem Siegel und mit dem 
Siegel seiner Gewaltigen, damit in der Sache Daniels nichts gendert werde.
DAN 6:18 (06-19) Dann zog sich der Knig in seinen Palast zurck, 
verbrachte die Nacht fastend, lie keine Frauen zu sich fhren, und der 
Schlaf floh ihn.
DAN 6:19 (06-20) Beim Anbruch der Morgenrte aber stand der Knig auf und 
begab sich eilends zum Lwenzwinger.
DAN 6:20 (06-21) Und als er sich dem Zwinger nherte, rief er Daniel mit 
klglicher Stimme. Der Knig hob an und sprach zu Daniel: Daniel, du 
Knecht des lebendigen Gottes, hat dich dein Gott, dem du ohne Unterla 
dienst, auch von den Lwen zu retten vermocht?
DAN 6:21 (06-22) Da redete Daniel mit dem Knig und sprach: O Knig, lebe 
ewiglich!
DAN 6:22 (06-23) Mein Gott hat seinen Engel gesandt und der Lwen Rachen 
verschlossen, da sie mir kein Leid zufgten, weil vor ihm meine Unschuld 
offenbar war und ich auch vor dir nichts Bses verbt habe!
DAN 6:23 (06-24) Da ward der Knig sehr froh und befahl, Daniel aus dem 
Zwinger heraufzuziehen. Als man aber Daniel aus dem Zwinger heraufgebracht 
hatte, fand sich kein Schaden an ihm; denn er hatte seinem Gott vertraut.
DAN 6:24 (06-25) Da lie der Knig jene Mnner herbeiholen, welche Daniel 
verklagt hatten. Die wurden samt ihren Shnen und Weibern in den 
Lwenzwinger geworfen; und ehe sie noch den Boden des Zwingers berhrten, 
bemchtigten sich ihrer die Lwen und zermalmten ihnen alle Gebeine.
DAN 6:25 (06-26) Darauf schrieb der Knig Darius an alle Vlker, Stmme 
und Zungen, welche im ganzen Lande wohnten: Euer Friede nehme zu!
DAN 6:26 (06-27) Es ist von mir ein Befehl erlassen worden, da man im 
ganzen Bereich meiner Herrschaft sich vor dem Gott Daniels frchten und 
scheuen soll; denn er ist der lebendige Gott, welcher ewig bleibt; und 
sein Knigreich ist unvergnglich, und seine Herrschaft hat kein Ende.
DAN 6:27 (06-28) Er errettet und befreit, er tut Zeichen und Wunder am 
Himmel und auf Erden; er hat Daniel aus der Gewalt der Lwen errettet!
DAN 6:28 (06-29) Und diesem Daniel ging es fortan gut unter der Regierung 
des Darius und unter derjenigen Kores`, des Persers.
DAN 7:1 Im ersten Jahre Belsazars, des Knigs von Babel, hatte Daniel 
einen Traum und Gesichte seines Hauptes auf seinem Lager. Er schrieb den 
Traum alsbald auf, und dies ist der vollstndige Bericht.
DAN 7:2 Daniel hob an und sprach: Ich schaute des Nachts in meinem 
Gesichte und siehe, die vier Winde brachen los auf das groe Meer;
DAN 7:3 und vier groe Tiere stiegen aus dem Meer empor, ein jedes 
verschieden vom andern:
DAN 7:4 Das erste glich einem Lwen und hatte Adlerflgel. Ich betrachtete 
das Tier, bis ihm die Flgel ausgerauft wurden und es von der Erde 
aufgerichtet und wie ein Mensch aufrecht auf seine Fe gestellt und ihm 
ein menschliches Herz gegeben wurde.
DAN 7:5 Und siehe, das andere, zweite Tier glich einem Bren und war nur 
auf einer Seite aufgerichtet und hatte drei Rippen in seinem Maul zwischen 
seinen Zhnen; und es ward zu ihm gesagt: Stehe auf, fri viel Fleisch!
DAN 7:6 Darnach schaute ich weiter und siehe, ein anderes [Tier] wie ein 
Panther; das hatte vier Vogelflgel auf seinem Rcken; auch vier Kpfe 
hatte dieses Tier, und ihm ward Macht verliehen.
DAN 7:7 Nach diesem sah ich in den Nachtgesichten und siehe, das vierte 
Tier war furchterregend, schrecklich und auerordentlich stark; es hatte 
groe eiserne Zhne, fra und zermalmte und zertrat das brige mit den 
Fen; es war ganz anders als die vorigen Tiere und hatte zehn Hrner.
DAN 7:8 Whrend ich achtgab auf die Hrner, siehe, da brach ein anderes, 
kleines Horn zwischen denselben hervor, vor welchem drei der vorigen 
Hrner ausgerissen wurden; und siehe, dieses Horn hatte Augen wie 
Menschenaugen und ein Maul, welches groe Dinge redete.
DAN 7:9 Solches sah ich, bis Throne aufgestellt wurden und ein 
Hochbetagter sich setzte. Sein Kleid war schneewei und das Haar seines 
Hauptes wie reine Wolle; sein Thron waren Feuerflammen und seine Rder ein 
brennendes Feuer.
DAN 7:10 Ein Feuerstrom ergo sich und ging von ihm aus. Tausendmal 
Tausende dienten ihm emsiglich, und zehntausendmal Zehntausende standen 
vor ihm; das Gericht setzte sich, und die Bcher wurden aufgetan.
DAN 7:11 Ich sah fortwhrend hin wegen des Lrms der hochfahrenden Reden, 
die das Horn fhrte; ich sah zu, bis das Tier gettet und sein Leib 
umgebracht und einem brennenden Feuer berliefert wurde.
DAN 7:12 Auch der andern Tiere Gewalt verging; und ihre Lebensdauer ward 
ihnen auf Zeit und Stunde bestimmt.
DAN 7:13 Ich sah in den Nachtgesichten und siehe, es kam einer mit den 
Wolken des Himmels, gleich einem Menschensohn; der gelangte bis zu dem 
Hochbetagten und wurde vor ihn gebracht.
DAN 7:14 Und ihm wurde Gewalt, Ehre und knigliche Wrde verliehen, da 
ihm alle Vlker, Stmme und Zungen dienen sollten; seine Gewalt ist eine 
ewige Gewalt, die nicht vergeht, und sein Knigtum wird nie untergehen.
DAN 7:15 Da ich, Daniel, deshalb in meinem Geist beunruhigt ward und die 
Gesichte meines Hauptes mich ngstigten,
DAN 7:16 nherte ich mich einem der Umstehenden und erbat von ihm sichere 
Auskunft ber das alles. Der redete mit mir und tat mir die Bedeutung der 
Dinge kund:
DAN 7:17 Jene groen Tiere, vier an der Zahl, bedeuten, da vier Knige 
auf Erden erstehen werden;
DAN 7:18 aber die Heiligen des Hchsten werden die Knigsherrschaft 
empfangen, und sie werden die Knigsherrschaft immerfort behalten, bis in 
alle Ewigkeit.
DAN 7:19 Hierauf verlangte ich nach sicherer Auskunft ber das vierte 
Tier, das sich von allen andern unterschied, das so furchterregend war, 
eiserne Zhne und eherne Klauen hatte, fra und zermalmte und das brige 
mit seinen Fen zertrat;
DAN 7:20 auch betreffs der zehn Hrner auf seinem Haupte und ber das 
andere, das hervorbrach und vor welchem drei ausfielen; von jenem Horn, 
welches Augen hatte und ein Maul, das groe Dinge redete und das so viel 
grer aussah als seine Gefhrten.
DAN 7:21 Ich hatte auch gesehen, da jenes Horn Krieg fhrte mit den 
Heiligen und sie berwand,
DAN 7:22 bis der Hochbetagte kam und den Heiligen des Allerhchsten das 
Gericht bergab und die Zeit eintrat, da die Heiligen das Reich in Besitz 
nahmen.
DAN 7:23 Er sprach: Das vierte Tier bedeutet ein viertes Reich, das auf 
Erden entstehen wird; das wird sich von allen andern Knigreichen 
unterscheiden und wird alle Lnder fressen, zerstampfen und zermalmen.
DAN 7:24 Und die zehn Hrner bedeuten, da aus diesem Reich zehn Knige 
aufstehen werden; und ein anderer wird nach ihnen aufkommen, der wird 
verschieden sein von seinen Vorgngern und wird drei Knige erniedrigen.
DAN 7:25 Und er wird freche Reden gegen den Hchsten fhren und die 
Heiligen des Allerhchsten bedrcken und wird sich unterstehen, Festzeiten 
und Gesetz zu ndern, und sie werden in seine Gewalt gegeben sein eine 
Zeit, zwei Zeiten und eine halbe Zeit.
DAN 7:26 Aber das Gericht wird sich setzen und ihm die Gewalt wegnehmen, 
sie endgltig vertilgen und vernichten.
DAN 7:27 Aber die Herrschaft, die Gewalt und die Macht ber die 
Knigreiche unter dem ganzen Himmel wird dem heiligen Volk des 
Allerhchsten gegeben werden; sein Reich ist ein ewiges Reich, und alle 
Mchte werden ihm dienen und gehorchen!
DAN 7:28 Dies ist der Schlu der Rede. Mich, Daniel, erschreckten meine 
Gedanken sehr, und mein Aussehen vernderte sich; aber die Sache behielt 
ich in meinem Herzen.
DAN 8:1 Im dritten Jahre der Regierung des Knigs Belsazar erschien mir, 
Daniel, ein Gesicht, nach jenem, welches mir im Anfang erschienen war.
DAN 8:2 Und ich schaute im Gesichte, und es war, whrend ich schaute, als 
ob ich mich in der Burg Susa, die in der Landschaft Elam liegt, befnde, 
und ich sah mich im Gesicht am Flusse Ulai.
DAN 8:3 Und ich hob meine Augen auf und schaute und siehe, da stand vor 
dem Flusse ein Widder, der hatte zwei Hrner, und beide Hrner waren hoch; 
aber das eine war hher als das andere, und das hhere wuchs zuletzt.
DAN 8:4 Ich sah, wie der Widder gegen Westen, Norden und Sden stie und 
da kein Tier vor ihm bestehen und niemand aus seiner Gewalt erretten 
konnte; sondern er tat, was er wollte, und ward gro.
DAN 8:5 Whrend ich nun aufmerkte, siehe, da kam ein Ziegenbock von Westen 
her ber die ganze Erde, ohne den Erdboden zu berhren; der Bock aber 
hatte ein ansehnliches Horn zwischen seinen Augen.
DAN 8:6 Und er kam auf den Widder los, der zwei Hrner hatte, den ich vor 
dem Flusse stehen sah, und lief wtend mit seiner ganzen Kraft gegen ihn 
an.
DAN 8:7 Und ich sah, wie er nahe an den Widder herankam und sich erbittert 
auf ihn warf und den Widder schlug und ihm seine beiden Hrner zerbrach; 
und da der Widder nicht stark genug war, um ihm standzuhalten, warf er ihn 
zu Boden und zertrat ihn; und niemand rettete den Widder aus seiner Gewalt.
DAN 8:8 Der Ziegenbock aber ward sehr gro; als er aber am strksten war, 
zerbrach sein groes Horn, und es wuchsen an dessen Statt vier ansehnliche 
Hrner auf, nach den vier Himmelsgegenden hin.
DAN 8:9 Und aus einem derselben wuchs ein kleines Horn hervor, das tat 
auerordentlich gro gegen den Sden und gegen den Osten und gegen das 
herrliche Land.
DAN 8:10 Und es wagte sich bis an das Heer des Himmels heran und warf von 
dem Heer und von den Sternen etliche auf die Erde und zertrat sie.
DAN 8:11 Ja, bis zum Frsten des Heeres erhob es sich, und von ihm ward 
das bestndige [Opfer] aufgehoben und seine heilige Wohnung verwstet.
DAN 8:12 Und ein Heer ward gesetzt ber das bestndige [Opfer], durch 
bertretung; und die Wahrheit wurde zu Boden geworfen, und sein 
Unternehmen gelang ihm.
DAN 8:13 Und ich hrte einen Heiligen reden; und ein anderer Heiliger 
fragte den Betreffenden, der da redete: Wie lange sollen nach dem Gesicht 
die Aufhebung des bestndigen [Opfers] und der verheerende Frevel und die 
Zertretung des Heiligtums und des Heeres whren?
DAN 8:14 Er sprach zu mir: Bis da es zweitausend und dreihundertmal Abend 
und Morgen geworden ist; dann wird das Heiligtum in Ordnung gebracht 
werden!
DAN 8:15 Es begab sich aber, als ich, Daniel, das Gesicht sah und es zu 
verstehen suchte, siehe, da stand es vor mir wie die Gestalt eines Mannes.
DAN 8:16 Und ich hrte vom Ulai her eine Menschenstimme, welche rief und 
sprach: Gabriel, erklre diesem das Gesicht!
DAN 8:17 Da kam er neben mich zu stehen; als er aber kam, erschrak ich so 
sehr, da ich auf mein Angesicht fiel. Und er sprach zu mir: Wisse, 
Menschensohn, da das Gesicht auf die Zeit des Endes geht!
DAN 8:18 Als er aber mit mir redete, sank ich ohnmchtig zur Erde auf mein 
Angesicht. Er aber rhrte mich an und stellte mich wieder auf meinen 
Standort.
DAN 8:19 Und er sprach: Siehe, ich tue dir kund, was das Zorngericht fr 
einen Ausgang nehmen wird; denn zu einer bestimmten Zeit wird das Ende 
sein.
DAN 8:20 Der Widder mit den beiden Hrnern, den du gesehen hast, das sind 
die Knige der Meder und Perser.
DAN 8:21 Der zottige Ziegenbock aber ist der Knig von Griechenland; und 
das groe Horn zwischen seinen beiden Augen ist der erste Knig.
DAN 8:22 Da es aber zerbrach und an seiner Statt vier andere aufgekommen 
sind, bedeutet, da aus dem Volk vier Knigreiche entstehen werden, doch 
nicht von der Strke, die jener hatte.
DAN 8:23 Aber am Ende ihrer Regierung, wenn die bertreter das Ma voll 
gemacht haben, wird ein frecher und listiger Knig auftreten.
DAN 8:24 Er wird stark sein, aber nicht in eigener Kraft; und er wird ein 
erstaunliches Verderben anrichten, und es wird ihm gelingen, Starke zu 
verderben und das Volk der Heiligen.
DAN 8:25 Und ob seiner Klugheit und weil ihm der Betrug in seiner Hand 
gelingt, wird er sich in seinem Herzen erheben und viele in ihrer 
Sorglosigkeit verderben und wider den Frsten der Frsten auftreten, aber 
ohne Handanlegung zusammenbrechen.
DAN 8:26 Was aber ber das Gesicht von den Abenden und Morgen gesagt 
worden ist, das ist wahr; und du sollst das Gesicht versiegeln, denn es 
bezieht sich auf fernliegende Tage.
DAN 8:27 Aber ich, Daniel, lag mehrere Tage krank, ehe ich wieder 
aufstehen und die Geschfte des Knigs besorgen konnte. Ich war aber ganz 
erstaunt ber das Gesicht und verstand es nicht.
DAN 9:1 Im ersten Jahre des Darius, des Sohnes Ahasveros, von medischer 
Abstammung, welcher zum Knig ber das Reich der Chalder gemacht worden 
war,
DAN 9:2 im ersten Jahre seiner Regierung, merkte ich, Daniel, in den 
Schriften auf die Zahl der Jahre, whrend welcher nach dem Worte des HERRN 
an den Propheten Jeremia Jerusalem in Trmmern liegen sollte, nmlich 
siebzig Jahre.
DAN 9:3 Und ich wandte mein Angesicht zu Gott, dem Herrn, um ihn zu suchen 
mit Gebet und Flehen, mit Fasten im Sack und in der Asche.
DAN 9:4 Ich betete aber zu dem HERRN, meinem Gott, bekannte und sprach: 
Ach, Herr, du groer und schrecklicher Gott, der du den Bund und die Gnade 
denen bewahrst, die dich lieben und deine Gebote bewahren!
DAN 9:5 Wir haben gesndigt, unrecht getan, sind gottlos und widerspenstig 
gewesen und von deinen Geboten und Rechten abgewichen
DAN 9:6 und haben deinen Knechten, den Propheten, nicht gehorcht, die in 
deinem Namen zu unsren Knigen, Frsten und Vtern und zu allem Volk des 
Landes geredet haben.
DAN 9:7 Du, Herr, bist im Recht, uns aber treibt es heute die Schamrte 
ins Gesicht, allen Juden und Brgern von Jerusalem und dem ganzen Israel, 
seien sie nah oder fern in allen Lndern, dahin du sie verstoen hast, 
weil sie sich an dir vergangen haben.
DAN 9:8 Uns, HERR, treibt es die Schamrte ins Gesicht, unsren Knigen, 
Frsten und Vtern, da wir gegen dich gesndigt haben!
DAN 9:9 Aber bei dem Herrn, unsrem Gott, ist Barmherzigkeit und Vergebung; 
denn gegen ihn haben wir uns aufgelehnt
DAN 9:10 und haben nicht gehorcht der Stimme des HERRN, unsres Gottes, da 
wir in dem Gesetz gewandelt htten, welches er uns durch seine Knechte, 
die Propheten, vorgelegt hat;
DAN 9:11 sondern ganz Israel hat dein Gesetz bertreten und ist also 
abgewichen, da es auf deine Stimme gar nicht hren wollte. Darum hat uns 
auch der Fluch und Schwur getroffen, welcher im Gesetz Moses, des Knechtes 
Gottes, geschrieben steht, weil wir an ihm gesndigt haben.
DAN 9:12 Und so hat er seine Drohungen ausgefhrt, die er gegen uns und 
unsere Herrscher, die ber uns regierten, ausgesprochen hat, da er groes 
Unglck ber uns bringen wolle, wie es unter dem ganzen Himmel noch 
nirgends vorgekommen und wie es nun wirklich an Jerusalem geschehen ist.
DAN 9:13 Wie es im Gesetz Moses geschrieben steht, ist all dies Unglck 
ber uns gekommen; wir aber suchten das Angesicht des HERRN nicht dadurch 
zu besnftigen, da wir uns von unsern Snden abgewandt und auf deine 
Wahrheit geachtet htten.
DAN 9:14 Darum hat auch der HERR dafr gesorgt, da das Unglck ber uns 
kam; denn der HERR, unser Gott, ist gerecht in allen seinen Werken, die er 
getan hat, da wir seiner Stimme ungehorsam gewesen sind.
DAN 9:15 Nun aber, Herr, unser Gott, der du dein Volk mit starker Hand aus 
gypten gefhrt und dir einen Namen gemacht hast, wie du ihn heute noch 
trgst: wir haben gesndigt und sind gottlos gewesen.
DAN 9:16 O Herr, la doch um all deiner Gerechtigkeit willen deinen Zorn 
und Grimm sich abwenden von der Stadt Jerusalem, von deinem heiligen 
Berge! Denn um unserer Snden und um unserer Vter Missetat willen wird 
Jerusalem und dein Volk von allen seinen Nachbarn beschimpft.
DAN 9:17 So hre nun, unser Gott, auf das Gebet deines Knechtes und auf 
sein Flehen und la dein Antlitz leuchten ber dein verwstetes Heiligtum, 
um des Herrn willen!
DAN 9:18 Neige deine Ohren, mein Gott, und hre; tue deine Augen auf und 
siehe unsere Verwstung und die Stadt, die nach deinem heiligen Namen 
genannt ist! Denn nicht auf Grund unserer eigenen Gerechtigkeit machen wir 
unsere Bitten vor dir geltend, sondern wegen deiner groen Barmherzigkeit!
DAN 9:19 Herr, hre! Herr, vergib! Herr, merke auf und handle und verziehe 
nicht, um deiner selbst willen, mein Gott! Denn nach deinem Namen ist 
deine Stadt und dein Volk genannt.
DAN 9:20 Whrend ich noch redete und betete und meine Snde und die Snde 
meines Volkes bekannte und meine Bitte fr den heiligen Berg meines Gottes 
vor dem HERRN, meinem Gott, geltend machte,
DAN 9:21 ja, whrend ich noch mein Gebet sprach, flog eilends daher der 
Mann Gabriel, den ich anfangs im Gesichte gesehen hatte, und berhrte mich 
um die Zeit des Abendopfers.
DAN 9:22 Und er unterwies mich und redete mit mir und sprach: Daniel, 
jetzt bin ich ausgegangen, dir den Verstand zu erleuchten!
DAN 9:23 Als du anfingst zu beten, erging ein Wort, und ich bin gekommen, 
es dir anzuzeigen; denn du bist lieb und wert. So achte nun auf das Wort 
und merke auf das Gesicht!
DAN 9:24 Siebzig Wochen sind ber dein Volk und ber deine heilige Stadt 
verordnet, um der bertretung ein Ende und das Ma der Snde voll zu 
machen, um die Missetat zu shnen und die ewige Gerechtigkeit zu bringen, 
um Gesicht und Prophezeiung zu versiegeln und das Hochheilige zu salben.
DAN 9:25 So wisse und verstehe: Vom Erla des Befehls zum Wiederaufbau 
Jerusalems bis auf den Gesalbten, einen Frsten, vergehen sieben Wochen; 
und innert zweiundsechzig Wochen werden die Straen und Grben wieder 
gebaut, und zwar in bedrngter Zeit.
DAN 9:26 Und nach den zweiundsechzig Wochen wird der Gesalbte ausgerottet 
werden, so da keiner mehr sein wird; die Stadt aber samt dem Heiligtum 
wird das Volk eines zuknftigen Frsten verderben, und sie geht unter in 
der berschwemmung, und der Krieg, der bestimmt ist zu ihrer Zerstrung, 
dauert bis ans Ende.
DAN 9:27 Und man wird vielen den Bund schwer machen eine Woche lang und 
mitten in der Woche Schlacht und Speisopfer aufhren lassen, und auf der 
Zinne werden Greuel des Verwsters aufgestellt, bis da sich die bestimmte 
Vertilgung ber die Verwstung ergossen hat.
DAN 10:1 Im dritten Jahre Kores`, des Perserknigs, ward dem Daniel, 
welcher Beltsazar genannt wird, ein Wort geoffenbart; und dieses Wort ist 
wahr und handelt von groer Trbsal; und er verstand das Wort und bekam 
Einsicht in das Gesicht.
DAN 10:2 In jenen Tagen trauerte ich, Daniel, drei Wochen lang.
DAN 10:3 Ich a keine leckere Speise, und Fleisch und Wein kamen nicht 
ber meine Lippen, auch salbte ich mich nicht, bis die drei Wochen 
vollendet waren.
DAN 10:4 Aber am vierundzwanzigsten Tage des ersten Monats befand ich mich 
am Ufer des groen Stromes Hiddekel.
DAN 10:5 Und ich hob meine Augen auf und schaute und siehe, da stand ein 
Mann, in Leinwand gekleidet und die Lenden mit Gold von Uphas umgrtet.
DAN 10:6 Und sein Leib war wie ein Tarsisstein, und sein Angesicht 
strahlte wie der Blitz und seine Augen wie Feuerfackeln; seine Arme aber 
und seine Fe sahen aus wie poliertes Erz, und die Stimme seiner Rede war 
wie das Tosen einer Volksmenge.
DAN 10:7 Und ich, Daniel, sah die Erscheinung allein; die Mnner aber, die 
bei mir waren, sahen sie nicht; doch befiel sie ein so groer Schrecken, 
da sie flohen und sich verbargen.
DAN 10:8 Und ich blieb allein zurck und sah diese groe Erscheinung. Es 
blieb aber keine Kraft in mir, und mein Aussehen ward sehr schlecht, und 
ich behielt keine Kraft.
DAN 10:9 Und ich hrte die Stimme seiner Worte; als ich aber die Stimme 
seiner Worte hrte, sank ich ohnmchtig auf mein Angesicht zur Erde nieder.
DAN 10:10 Und siehe, eine Hand rhrte mich an und half mir, da ich mich 
auf meine Knie und Hnde sttzen konnte.
DAN 10:11 Und er sprach zu mir: Daniel, Mann, der du lieb und wert bist, 
merke auf die Worte, welche ich jetzt zu dir rede, und nimm deine Stellung 
ein; denn jetzt bin ich zu dir gesandt! Da er nun also zu mir redete, 
stand ich zitternd auf.
DAN 10:12 Da sprach er zu mir: Frchte dich nicht, Daniel! Denn von dem 
ersten Tage an, da du dein Herz darauf richtetest, zu verstehen und dich 
vor deinem Gott zu demtigen, sind deine Worte erhrt worden, und ich bin 
gekommen um deiner Worte willen.
DAN 10:13 Aber der Frst des Knigreichs Persien hat mir einundzwanzig 
Tage lang widerstanden und siehe, Michael, einer der vornehmsten Frsten, 
ist mir zu Hilfe gekommen, so da ich daselbst vor den Knigen von Persien 
den Vorsprung gewann.
DAN 10:14 So bin ich nun gekommen, um dich darber zu verstndigen, was 
deinem Volk in sptern Tagen begegnen wird; denn das Gesicht gilt noch 
nicht fr diese Zeit.
DAN 10:15 Da er nun also zu mir redete, schlug ich meine Augen zur Erde 
nieder und blieb stumm.
DAN 10:16 Und siehe, da rhrte einer, der den Menschenkindern hnlich sah, 
meine Lippen an; und ich ffnete meinen Mund, redete und sprach zu dem, 
der vor mir stand: Mein Herr, wegen dieser Erscheinung haben mich Wehen 
berfallen, und ich habe keine Kraft mehr!
DAN 10:17 Und wie knnte ein Knecht dieses meines Herrn mit diesem meinem 
Herrn reden? Und nun ist keine Kraft mehr in mir, und der Atem ist mir 
ausgegangen.
DAN 10:18 Da rhrte mich der, welcher einem Menschen glich, nochmals an 
und strkte mich.
DAN 10:19 Und er sprach: Frchte dich nicht, du liebwerter Mann! Friede 
sei mit dir! Sei stark und fest! Und als er so mit mir redete, wurde ich 
gestrkt, und ich sprach: Mein Herr, rede; denn du hast mich gestrkt!
DAN 10:20 Und er sprach: Weit du, warum ich zu dir gekommen bin? Nun will 
ich wieder hingehen und mit dem Perserfrsten streiten; und sobald ich 
ausziehe, siehe, so kommt der Griechenfrst!
DAN 10:21 Doch will ich dir kundtun, was in dem Buche der Wahrheit 
aufgezeichnet ist; und nicht einer hlt es mit mir gegen jene, als nur 
euer Frst Michael.
DAN 11:1 Auch ich stand ihm im ersten Jahre Darius' des Meders bei, um ihn 
zu strken und ihm zu helfen.
DAN 11:2 Und nun will ich dir die Wahrheit verkndigen: Siehe, es werden 
noch drei Knige in Persien aufstehen, und der vierte wird grern 
Reichtum erwerben als alle andern, und weil er sich in seinem Reichtum 
stark fhlt, wird er alles gegen das griechische Reich aufbieten.
DAN 11:3 Es wird aber ein tapferer Knig auftreten und eine groe 
Herrschaft grnden und tun, was ihm gefllt.
DAN 11:4 Aber wie sein Reich aufgekommen ist, so wird es auch in Stcke 
gehen und nach den vier Himmelsgegenden zerteilt werden, aber nicht unter 
seine Nachkommen, und nicht mit gleicher Macht, wie er sie ausgebt hat; 
denn sein Reich wird zersplittert und andern zuteil, als jenen.
DAN 11:5 Und der Knig des Sdens wird erstarken; aber von seinen Frsten 
wird einer noch strker werden als er und eine Herrschaft begrnden, ein 
groes Reich.
DAN 11:6 Und nach Jahren werden sie sich verbnden, und die Tochter des 
sdlichen Knigs wird zu dem nrdlichen Knig kommen, um einen Ausgleich 
zustande zu bringen. Aber sie wird die Macht nicht behalten, und auch er 
wird nicht bestehen, noch seine Macht; sondern sie wird dahingegeben 
werden samt ihrem Gefolge und dem Kinde, das sie erzeugt, und dem, der sie 
eine Zeitlang erhalten hat.
DAN 11:7 Es wird aber ein Sprling aus der gleichen Wurzel, der sie 
entstammte, an seine Stelle treten und wird gegen das Heer zu Felde 
ziehen, ja, er wird in die Festung des nrdlichen Knigs eindringen und 
wird darin gewaltttig schalten;
DAN 11:8 auch ihre Gtter samt ihren gegossenen Bildern und kstlichen 
goldenen und silbernen Gerten wird er mit den Gefangenen nach gypten 
bringen; er wird auch jahrelang vor dem nrdlichen Knige standhalten.
DAN 11:9 Dieser wird zwar in das Reich des sdlichen Knigs eindringen, 
aber wieder in sein Land zurckkehren.
DAN 11:10 Doch werden seine Shne den Krieg wieder beginnen und eine 
gewaltige Menge von Streitkrften zusammenbringen. Diese wird kommen und 
alles berfluten und berschwemmen und ihn wieder bis zur Festung 
zurcktreiben.
DAN 11:11 Darob erbittert, wird der sdliche Knig ausziehen und mit 
jenem, dem nrdlichen Knige, streiten und wird ein groes Heer 
aufstellen, so da jenes Heer ihm in die Hand gegeben wird.
DAN 11:12 Und er wird sich erheben, der groe Haufe wird ihn bermtig 
machen, so da er Zehntausende niederwerfen wird. Und doch wird er nicht 
mchtig bleiben;
DAN 11:13 sondern der nrdliche Knig wird wiederum ein Heer aufstellen, 
grer als das frhere war, und wird nach etlichen Jahren an der Spitze 
einer groen und wohlgersteten Streitkraft wiederkommen.
DAN 11:14 Auch werden zu jener Zeit viele wider den sdlichen Knig 
aufstehen, auch gewaltttige Leute aus deinem Volk werden sich erheben, um 
die Weissagung zu erfllen; aber sie werden fallen.
DAN 11:15 Denn der nrdliche Knig wird kommen und einen Wall aufwerfen 
und eine feste Stadt einnehmen. Und das sdliche Heer wird nicht 
standhalten, auch nicht die beste Mannschaft seines Volkes; denn da wird 
keine Kraft zum Widerstande sein,
DAN 11:16 sondern der, welcher gegen ihn gekommen ist, wird tun, was ihm 
beliebt, und niemand kann vor ihm bestehen; und er wird Stellung nehmen im 
lieblichen Lande, das wird verheert durch seine Hand.
DAN 11:17 Er wird aber sein Augenmerk darauf richten, in den Besitz seines 
ganzen Knigreiches zu kommen, und um sich den Anschein zu geben, als 
meinte er es aufrichtig mit ihm, wird er ihm eine Tochter geben, um es zu 
verderben; aber es wird nicht zustande kommen und ihm nicht gelingen.
DAN 11:18 Dann wird er sein Auge auf die Inseln richten und ihrer viele 
gewinnen; aber ein Feldherr wird seinem Hohnlachen ein Ende machen, er 
wird ihm genug geben, da ihm das Hhnen vergeht.
DAN 11:19 Darauf wird er sich den Festungen seines Landes zuwenden, wird 
aber straucheln und fallen, da man ihn nicht mehr finden wird.
DAN 11:20 Und an seiner Statt wird einer auftreten, der einen Erpresser 
durch die Zierde des Reiches ziehen lt. Aber nach einigen Tagen wird er 
umgebracht werden, und zwar weder durch Zorn noch im Krieg.
DAN 11:21 An seiner Statt wird ein Verachteter aufkommen, dem die 
knigliche Wrde nicht zugedacht war; aber er wird unversehens kommen und 
sich der Herrschaft durch Schmeicheleien bemchtigen.
DAN 11:22 Und die Streitkrfte, die wie eine Flut daherfahren, werden vor 
ihm weggeschwemmt und zerbrochen werden, dazu auch der Frst des Bundes.
DAN 11:23 Denn trotzdem er sich mit ihm verbndet hat, wird er Betrug 
verben und stark sein mit geringem Volk.
DAN 11:24 Mitten im Frieden wird er in die fruchtbarsten Gegenden 
eindringen und tun, was weder seine Vter noch seine Voreltern getan; 
Beute, Raub und Reichtum wird er unter sie verschleudern und gegen die 
Festungen wird er Plne schmieden; und solches wird eine Zeitlang dauern.
DAN 11:25 Dann wird seine Kraft und sein Mut gegen den sdlichen Knig 
entbrennen, mit groer Heeresmacht; der sdliche Knig aber wird sich 
gleichfalls mit groer und sehr zahlreicher Heeresmacht zum Kriege rsten, 
aber doch nicht standhalten, weil Anschlge gegen ihn gemacht werden;
DAN 11:26 die sein Brot essen, werden seinen Untergang herbeifhren; sein 
Heer wird sich zerstreuen, und viele Erschlagene werden fallen.
DAN 11:27 Die beiden Knige aber haben Bses im Sinn, sitzen am gleichen 
Tisch und reden Lgen; aber es wird nicht gelingen; denn das Ende kommt 
erst zur bestimmten Zeit.
DAN 11:28 Und er wird mit groem Reichtum in sein Land zurckkehren, um 
das, was er sich gegen den heiligen Bund vorgenommen hat, auszufhren, 
wenn er in sein Land zurckgekehrt ist.
DAN 11:29 Zur bestimmten Zeit wird er wieder gegen den Sden ziehen; aber 
es wird das zweite Mal nicht mehr gehen wie das erste Mal,
DAN 11:30 sondern es werden ihn Kitterschiffe angreifen, so da er 
entmutigt umkehrt, um seinen Zorn an dem heiligen Bund auszulassen. Das 
wird er auch tun und bei seiner Rckkehr sich diejenigen merken, welche 
den heiligen Bund verlassen.
DAN 11:31 Es werden auch von seinen Truppen zurckbleiben und das 
Heiligtum, die Festung, entweihen und das bestndige [Opfer] abtun und den 
Greuel der Verwstung aufstellen.
DAN 11:32 Und er wird die, welche gegen den Bund freveln, durch 
Schmeicheleien zum Abfall verleiten; die Leute aber, die ihren Gott 
kennen, bleiben fest.
DAN 11:33 Und die Verstndigen im Volke werden viele unterweisen; sie 
werden aber dem Schwert, dem Feuer, der Gefangenschaft und der Plnderung 
unterliegen eine Zeitlang.
DAN 11:34 Und im Unterliegen werden sie ein wenig Hilfe erlangen; und es 
werden sich viele heuchlerisch an sie hngen.
DAN 11:35 Auch von den Verstndigen werden etliche unterliegen, damit 
unter ihnen eine Luterung geschehe, eine Sichtung und Reinigung, bis zur 
Zeit des Endes; denn es whrt bis zur bestimmten Zeit.
DAN 11:36 Und der Knig wird tun, was ihm beliebt, und wird sich erheben 
und grotun wider jeglichen Gott, und er wird gegen den Gott aller Gtter 
unerhrte Worte ausstoen, und es wird ihm gelingen, bis der Zorn vorber 
ist; denn was beschlossen ist, wird ausgefhrt werden.
DAN 11:37 Er wird sich auch nicht um die Gtter seiner Vter kmmern, noch 
um den Lieblingsgott der Frauen, berhaupt um gar keinen Gott, sondern 
wider alle wird er grotun.
DAN 11:38 Statt dessen wird er den Gott der Festungen verehren; diesen 
Gott, den seine Vter nicht kannten, wird er verehren mit Gold, Silber, 
Edelsteinen und Kleinodien.
DAN 11:39 Er wird die starken Festungen behandeln wie den fremden Gott. 
Wer diesen anerkennt, dem wird er groe Ehre erweisen, und er wird ihnen 
Gewalt geben ber viele und zur Belohnung Lndereien unter sie verteilen.
DAN 11:40 Zur Endzeit aber wird der sdliche Knig mit ihm zusammenstoen. 
Da wird dann der nrdliche Knig mit Wagen, Reitern und vielen Schiffen 
auf ihn losstrmen und in seine Lnder eindringen und sie berschwemmen 
und berfluten.
DAN 11:41 Er wird auch in das liebliche Land kommen, und viele werden 
unterliegen. Diese aber werden seiner Hand entrinnen: Edom, Moab und die 
Erstlinge der Kinder Ammon.
DAN 11:42 Er wird auch seine Hand nach den Lndern ausstrecken, und 
gyptenland wird nicht entrinnen;
DAN 11:43 sondern er wird sich der Gold und Silberschtze und aller 
Kleinodien gyptens bemchtigen; auch werden Lybier und Mohren zu seinem 
Gefolge gehren.
DAN 11:44 Aber Gerchte aus Osten und Norden werden ihn erschrecken; daher 
wird er in groer Wut aufbrechen, um viele zu verderben und zu vertilgen.
DAN 11:45 Und er wird sein Palastgezelt zwischen dem Meer und dem 
lieblichen Berg des Heiligtums aufschlagen; da wird er sein Ende finden; 
aber niemand wird ihm helfen.
DAN 12:1 Zu jener Zeit wird sich der groe Frst Michael erheben, der fr 
die Kinder deines Volkes einsteht; denn es wird eine Zeit der Not sein, 
wie noch keine war, seitdem es Vlker gibt, bis zu dieser Zeit. Aber zu 
jener Zeit soll dein Volk gerettet werden, ein jeder, der sich im Buche 
eingeschrieben findet.
DAN 12:2 Und viele von denen, die im Erdenstaube schlafen, werden 
aufwachen; die einen zu ewigem Leben, die andern zu ewiger Schmach und 
Schande.
DAN 12:3 Und die Verstndigen werden leuchten wie des Himmels Glanz und 
die, welche vielen zur Gerechtigkeit verholfen haben, wie die Sterne immer 
und ewiglich.
DAN 12:4 Du aber, Daniel, verbirg diese Worte und versiegle das Buch bis 
auf die Zeit des Endes! Dann werden viele darin forschen, und das 
Verstndnis wird zunehmen.
DAN 12:5 Und ich, Daniel, schaute und siehe, da standen zwei andere da; 
einer an diesem, der andere an jenem Ufer des Flusses.
DAN 12:6 Und einer sprach zu dem Mann in leinenen Kleidern, welcher 
oberhalb der Wasser des Flusses stand: Wie lange werden diese unerhrten 
Zustnde dauern?
DAN 12:7 Da hrte ich den in Linnen gekleideten Mann, der oberhalb der 
Wasser des Flusses war, wie er seine Rechte und seine Linke zum Himmel 
erhob und schwur bei dem, der ewig lebt: Eine Frist, zwei Fristen und 
eine halbe; und wenn die Zersplitterung der Macht des heiligen Volkes 
vollendet ist, so wird das alles zu Ende gehen!
DAN 12:8 Das hrte ich, verstand es aber nicht. Darum fragte ich: Mein 
Herr, was wird das Ende sein von diesen Dingen?
DAN 12:9 Er sprach: Gehe hin, Daniel! Denn diese Worte sind verborgen und 
versiegelt bis auf die letzte Zeit.
DAN 12:10 Viele sollen gesichtet, gereinigt und gelutert werden; und die 
Gottlosen werden gottlos bleiben, und kein Gottloser wird es merken; aber 
die Verstndigen werden es merken.
DAN 12:11 Und von der Zeit an, da das bestndige [Opfer] beseitigt und der 
Greuel der Verwstung aufgestellt wird, sind 1290 Tage.
DAN 12:12 Wohl dem, der ausharrt und 1335 Tage erreicht!
DAN 12:13 Du aber gehe hin, bis das Ende kommt! Du darfst nun ruhen und 
sollst dereinst auferstehen zu deinem Erbteil am Ende der Tage.
HOS 1:1 Dies ist das Wort des HERRN, welches an Hosea, den Sohn Beeris 
erging, in den Tagen Ussijas, Jotams, Ahas und Hiskias, der Knige von 
Juda, und in den Tagen Jerobeams, des Sohnes des Joas, des Knigs von 
Israel.
HOS 1:2 Im Anfang, da der HERR durch Hosea zu reden begann, sprach der 
HERR zu ihm: Geh, nimm dir ein Hurenweib und Hurenkinder; denn das Land 
ist dem HERRN untreu geworden und treibt Hurerei!
HOS 1:3 Da ging Hosea hin und nahm Gomer, die Tochter Diblaims; und sie 
empfing und gebar einen Sohn.
HOS 1:4 Der HERR aber sprach zu ihm: Nenne ihn Jesreel; denn in kurzem 
werde ich das zu Jesreel vergossene Blut am Hause Jehus rchen und dem 
Knigtum des Hauses Israel ein Ende machen.
HOS 1:5 An jenem Tage will ich den Bogen Israels im Tale Jesreel 
zerbrechen.
HOS 1:6 Und als sie wiederum empfing und eine Tochter gebar, sprach er zu 
ihm: Nenne sie Lo-Ruchama; denn ich werde mich des Hauses Israel fortan 
nicht mehr erbarmen, da ich ihnen vergbe!
HOS 1:7 Dagegen will ich mich des Hauses Juda erbarmen und sie retten 
durch den HERRN, ihren Gott, und nicht durch Bogen, Schwert und Kampf, 
nicht durch Rosse noch Reiter.
HOS 1:8 Als sie nun Lo-Ruchama entwhnt hatte, empfing sie wieder und 
gebar einen Sohn.
HOS 1:9 Da sprach er: Nenne ihn Lo-Ammi; denn ihr seid nicht mein Volk, 
und ich bin nicht der Eurige!
HOS 1:10 (02-1) Es wird aber die Zahl der Kinder Israel werden wie der 
Sand am Meer, der nicht zu messen noch zu zhlen ist; und es soll 
geschehen, an dem Ort, da zu ihnen gesagt worden ist: Ihr seid nicht mein 
Volk, sollen sie Kinder des lebendigen Gottes genannt werden.
HOS 1:11 (02-2) Alsdann werden die Kinder Juda und die Kinder Israel sich 
einmtig versammeln und ber sich ein einziges Oberhaupt setzen und werden 
aus dem Lande heraufziehen; denn gro wird sein der Tag von Jesreel.
HOS 2:1 (02-3) Nennet eure Brder Mein Volk, und eure Schwestern: 
Begnadigte!
HOS 2:2 (02-4) Hadert mit eurer Mutter, hadert! (denn sie ist nicht mein 
Weib, und ich bin nicht ihr Mann), damit sie ihre Hurerei von ihrem 
Angesicht wegschaffe und ihre Ehebrecherei von ihren Brsten;
HOS 2:3 (02-5) sonst werde ich sie nackt ausziehen und sie hinstellen, wie 
sie war am Tage ihrer Geburt, und sie der Wste gleichmachen, einem drren 
Land, und sie sterben lassen vor Durst!
HOS 2:4 (02-6) Und ihrer Kinder werde ich mich nicht erbarmen, weil sie 
Hurenkinder sind.
HOS 2:5 (02-7) Denn ihre Mutter hat Unzucht getrieben; die sie geboren, 
hat sich schndlich aufgefhrt; denn sie sprach: Ich will doch meinen 
Liebhabern nachlaufen, die mir mein Brot und Wasser geben, meine Wolle, 
meinen Flachs, mein l und meinen Most!
HOS 2:6 (02-8) Darum siehe, ich will ihren Weg mit Dornen verzunen und 
mit einer Mauer versperren, da sie ihren Pfad nicht mehr finden soll.
HOS 2:7 (02-9) Wenn sie alsdann ihren Liebhabern nachjagt und sie nicht 
mehr einholt, wenn sie dieselben sucht, aber nicht findet, so wird sie 
dann sagen: Ich will doch wieder zu meinem ersten Mann zurckkehren, denn 
damals hatte ich es besser als jetzt!
HOS 2:8 (02-10) Sie merkte ja nicht, da ich es war, der ihr das Korn, den 
Most und das l gab und das viele Silber und Gold, das sie fr den Baal 
verwandt haben.
HOS 2:9 (02-11) Darum will ich mein Korn zurcknehmen zu seiner Zeit und 
meinen Most zu seiner Frist und will ihr meine Wolle und meinen Flachs, 
womit sie ihre Ble deckt, entziehen.
HOS 2:10 (02-12) Und ich will nun ihre Schande enthllen vor den Augen 
ihrer Liebhaber, und niemand wird sie aus meiner Hand erretten;
HOS 2:11 (02-13) und ich will aller ihrer Freude ein Ende machen, ihrem 
Fest, ihrem Neumond und ihrem Sabbat und allen ihren Feiertagen.
HOS 2:12 (02-14) Ich will auch ihren Weinstock und ihren Feigenbaum 
verwsten, wovon sie sagt: Das ist der Lohn, den mir meine Liebhaber 
gegeben haben; ich will sie in eine Wildnis verwandeln, wovon sich die 
Tiere des Feldes nhren sollen.
HOS 2:13 (02-15) Ich will sie strafen fr die Baalstage, an welchen sie 
ihnen rucherte und sich mit ihrem Nasenring und Geschmeide schmckte und 
ihren Liebhabern nachlief und meiner verga, spricht der HERR.
HOS 2:14 (02-16) Darum siehe, ich will sie locken und in die Wste fhren 
und ihr zu Herzen reden;
HOS 2:15 (02-17) und ich will ihr von dort aus ihre Weinberge wiedergeben 
und ihr das Tal Achor zu einer Tr der Hoffnung machen, da sie daselbst 
singen soll wie in den Tagen ihrer Jugend und wie an dem Tage, da sie aus 
gypten zog.
HOS 2:16 (02-18) An jenem Tage wird es geschehen, spricht der HERR, da du 
mich mein Mann und nicht mehr mein Baal nennen wirst;
HOS 2:17 (02-19) und ich werde die Namen der Baale aus ihrem Munde 
entfernen, da ihrer Namen nicht mehr gedacht werden soll.
HOS 2:18 (02-20) An jenem Tage will ich auch fr sie einen Bund schlieen 
mit den Tieren des Feldes und mit den Vgeln des Himmels und mit allem, 
was auf Erden kriecht, und will Bogen, Schwert und alles Kriegsgert im 
Lande zerbrechen und sie sicher wohnen lassen.
HOS 2:19 (02-21) Und ich will dich mir verloben auf ewig und will dich mir 
verloben in Recht und Gerechtigkeit, in Gnade und Erbarmen,
HOS 2:20 (02-22) und will dich mir verloben in Treue, und du wirst den 
HERRN erkennen!
HOS 2:21 (02-23) Und es soll geschehen an jenem Tage, spricht der HERR, da 
will ich antworten; ich will dem Himmel antworten, und er soll der Erde 
antworten;
HOS 2:22 (02-24) und die Erde wird antworten mit Korn, Most und l, und 
diese werden Jesreel antworten.
HOS 2:23 (02-25) Und ich will sie mir im Lande ansen und mich der 
Unbegnadigten erbarmen und zu Nicht-mein-Volk sagen: Du bist mein 
Volk! und es wird sagen: Du bist mein Gott!
HOS 3:1 Und der HERR sprach zu mir: Geh nochmals hin und liebe ein Weib, 
das von einem Freunde geliebt wird und im Ehebruch lebt, gleichwie der 
HERR die Kinder Israel liebt, wiewohl sie sich andern Gttern zuwenden und 
Traubenkuchen lieben!
HOS 3:2 Da erkaufte ich sie mir um fnfzehn Silberlinge und um ein Chomer 
und ein Letech Gerste.
HOS 3:3 Und ich sprach zu ihr: Du sollst mir viele Tage bleiben und nicht 
buhlen und keines andern Mannes werden; ebenso will auch ich mich 
verhalten gegen dich!
HOS 3:4 Denn die Kinder Israel werden viele Tage ohne Knig bleiben und 
ohne Frsten, auch ohne Opfer, ohne Bildsule, ohne priesterliches 
Schulterkleid und ohne Hausgtzen.
HOS 3:5 Darnach werden die Kinder Israel umkehren und den HERRN, ihren 
Gott, und David, ihren Knig, suchen und werden sich bebend zu dem HERRN 
und zu seiner Gte flchten am Ende der Tage.
HOS 4:1 Hrt des HERRN Wort, ihr Kinder Israel! Denn der HERR hat zu 
rechten mit den Bewohnern des Landes, weil keine Treue, kein Erbarmen und 
keine Gotteserkenntnis im Lande ist.
HOS 4:2 Fluchen und Lgen, Morden, Stehlen und Ehebrechen hat berhand 
genommen, und Blutschuld reiht sich an Blutschuld.
HOS 4:3 Darob trauert das Land und mssen verschmachten alle, die darin 
wohnen; die Tiere des Feldes, die Vgel des Himmels und auch die Fische im 
Meer werden dahingerafft.
HOS 4:4 Nur hadere niemand und strafe keiner! Aber mit dir, du Priester, 
will ich hadern!
HOS 4:5 Du sollst bei Tage straucheln, und auch der Prophet wird mit dir 
straucheln des Nachts, und ich will deine Mutter vertilgen.
HOS 4:6 Mein Volk geht aus Mangel an Erkenntnis zugrunde; denn du hast die 
Erkenntnis verworfen, darum will ich auch dich verwerfen, da du nicht 
mehr mein Priester seiest; und weil du das Gesetz deines Gottes vergessen 
hast, will auch ich deiner Kinder vergessen!
HOS 4:7 Je mehr ihrer wurden, desto mehr sndigten sie wider mich; darum 
will ich ihre Ehre in Schande verwandeln.
HOS 4:8 Von der Snde meines Volkes nhren sie sich und sind gierig nach 
ihren Missetaten.
HOS 4:9 Aber es soll dem Priester ergehen wie dem Volk, ich werde an ihm 
heimsuchen seinen Wandel und ihm seine Taten vergelten.
HOS 4:10 Sie werden essen und nicht satt werden, Unzucht treiben und sich 
doch nicht vermehren; denn sie haben davon abgelassen, auf den HERRN zu 
achten.
HOS 4:11 Unzucht, Wein und Most rauben den Verstand.
HOS 4:12 Mein Volk befragt sein Holz, und sein Stab soll ihm wahrsagen; 
denn der Geist der Unzucht hat sie verfhrt, da sie ihrem Gott untreu 
geworden sind.
HOS 4:13 Sie opfern auf den Bergeshhen und ruchern auf den Hgeln, unter 
Eichen, Pappeln und Terebinthen; denn ihr Schatten ist angenehm. Darum 
treiben eure Tchter Unzucht und brechen eure Brute die Ehe.
HOS 4:14 Ich kann es an euren Tchtern nicht strafen, da sie Unzucht 
treiben, noch an euren Bruten, da sie die Ehe brechen; denn sie selbst 
gehen mit Huren abseits und opfern mit den Tempeldirnen, und das 
unverstndige Volk strzt sich selbst ins Verderben.
HOS 4:15 Wenn du, Israel, Unzucht treibst, so soll sich doch Juda nicht 
versndigen! Geht doch nicht nach Gilgal, zieht nicht nach Beth-Aven 
hinauf und schwrt nicht: So wahr der HERR lebt!
HOS 4:16 Denn Israel ist wie eine strrische Kuh; sollte sie der HERR 
weiden knnen wie ein Lamm auf weiter Trift?
HOS 4:17 Ephraim ist an die Gtzen gebunden; la ihn in Ruh!
HOS 4:18 Ihr Wein geht zur Neige, sie haben ausgehurt; ihre Beschtzer 
haben die Schande geliebt.
HOS 4:19 Der Wind hat sie mit seinen Flgeln erfat, da sie mit ihren 
Opfern zuschanden werden.
HOS 5:1 Hrt dies, ihr Priester, und du, Haus Israel, merke auf, und du, 
Knigshaus, horche! Denn euch droht das Gericht; denn ihr seid eine 
Schlinge geworden fr Mizpa und ein ausgebreitetes Fangnetz auf dem Tabor.
HOS 5:2 Die Abtrnnigen schlachten im Verborgenen; aber ich habe ihnen 
allen eine Zchtigung zugedacht.
HOS 5:3 Ich kenne Ephraim wohl, und Israel ist vor mir nicht verborgen; 
[ich wei], da du, Ephraim, jetzt Unzucht getrieben, da Israel sich 
verunreinigt hat.
HOS 5:4 Ihre Taten erlauben ihnen nicht, zu ihrem Gott zurckzukehren; 
denn ein Geist der Unzucht ist in ihren Herzen, und den HERRN erkennen sie 
nicht.
HOS 5:5 Aber Israels Stolz wird sich als Zeuge wider ihn erheben; und 
Israel und Ephraim werden fallen durch eigene Schuld, auch Juda wird mit 
ihnen fallen.
HOS 5:6 Mit ihren Schafen und mit ihren Rindern werden sie kommen, den 
HERRN zu suchen; aber sie werden ihn nicht finden; er hat sich von ihnen 
entfernt.
HOS 5:7 Sie sind dem HERRN untreu geworden; denn sie haben fremde Kinder 
gezeugt; jetzt wird ein Neumond sie fressen samt ihren Erbteilen.
HOS 5:8 Stot in die Posaune zu Gibea, in die Trompete zu Rama; schlaget 
Lrm in Beth-Aven, nimm dich in acht, Benjamin!
HOS 5:9 Ephraim soll zur Wste werden am Tage der Zchtigung; was ich den 
Stmmen Israels angekndigt habe, das kommt gewi!
HOS 5:10 Die Frsten Judas sind denen gleich, welche die Grenze verrcken; 
ber sie will ich meinen Grimm ausschtten wie Wasser.
HOS 5:11 Ephraim wird unterdrckt, untertreten im Gericht; denn er ist so 
gern Menschensatzungen nachgelaufen.
HOS 5:12 Ich aber ward fr Ephraim wie eine Motte und fr das Haus Juda 
wie ein nagender Wurm.
HOS 5:13 Und als Ephraim seine Krankheit sah und Juda sein Geschwr, da 
lief Ephraim zu Assur und sandte zum Knig Jareb; er aber konnte euch 
nicht heilen und das Geschwr nicht von euch nehmen.
HOS 5:14 Denn ich bin wie ein Lwe gegen Ephraim und wie ein junger Leu 
gegen das Haus Juda; ich, ja ich, zerreie und gehe davon und nehme weg, 
da niemand erretten kann.
HOS 5:15 Ich will wiederum an meinen Ort gehen, bis sie ihre Schuld 
erkennen und mein Angesicht suchen werden; in ihrer Not werden sie mich 
ernstlich suchen:
HOS 6:1 Kommt, wir wollen wieder umkehren zum HERRN! Er hat uns zerrissen, 
er wird uns auch heilen; er hat uns verwundet, er wird uns auch verbinden;
HOS 6:2 nach zwei Tagen wird er uns lebendig machen, am dritten Tage wird 
er uns aufrichten, da wir vor ihm leben;
HOS 6:3 und lat uns erkennen, ja, eifrig trachten nach dem Erkennen des 
HERRN! Sein Erscheinen ist so sicher wie das [Aufgehen] der Morgenrte, 
und er wird zu uns kommen wie ein Regengu, wie ein Sptregen, der das 
Land benetzt!
HOS 6:4 Was soll ich dir tun, Ephraim? Was soll ich dir tun, Juda? Eure 
Frmmigkeit ist [so flchtig] wie eine Morgenwolke, ja, wie der Tau, der 
frh vergeht!
HOS 6:5 Darum habe ich sie behauen durch die Propheten, sie gettet durch 
die Worte meines Mundes, und mein Recht mu hervorgehen wie das Licht!
HOS 6:6 Denn an Liebe habe ich Wohlgefallen und nicht am Opfer, an der 
Gotteserkenntnis mehr als an Brandopfern.
HOS 6:7 Sie aber haben wie Adam den Bund bertreten, daselbst sind sie mir 
untreu geworden.
HOS 6:8 Gilead ist eine Stadt von belttern, voller Blutspuren;
HOS 6:9 gleich lauernden Straenrubern ist die Bande der Priester: am 
Wege nach Sichem morden sie; ja, Schandtaten haben sie begangen!
HOS 6:10 Im Hause Israel habe ich Schauderhaftes gesehen; daselbst treibt 
Ephraim Unzucht, befleckt sich Israel.
HOS 6:11 Auch dir, Juda, ist eine Ernte bestimmt, wenn ich die 
Gefangenschaft meines Volkes wende!
HOS 7:1 Wenn ich Israel heilen will, so offenbaren sich Ephraims Schuld 
und die bel Samariens; denn sie verben Betrug, und der Dieb dringt ein, 
und Ruberbanden plndern drauen.
HOS 7:2 Und sie bedenken nicht in ihrem Herzen, da ich all ihrer Bosheit 
gedenke; nun sollen aber ihre beltaten sie umringen, die vor meinen Augen 
geschehen sind!
HOS 7:3 Durch ihre Bosheit erfreuen sie den Knig und durch ihre Lgen die 
Frsten.
HOS 7:4 Sie alle sind Ehebrecher, gleichen einem Ofen, welcher vom Bcker 
angezndet ist, der nach dem Kneten des Teiges das Schren nur so lange 
unterlt, bis er ganz durchsuert ist.
HOS 7:5 Am Festtage unsres Knigs sind die Frsten fieberkrank geworden 
vom Wein; er hat seine Hand den Spttern gereicht.
HOS 7:6 Denn sie haben ihr Herz in ihrer Hinterlist einem Ofen gleich 
gemacht: ihr Bcker schlft die ganze Nacht, am Morgen brennt er 
lichterloh.
HOS 7:7 Sie glhen alle wie ein Ofen und verzehren ihre Richter; alle ihre 
Knige sind gefallen: keiner von ihnen ruft mich an.
HOS 7:8 Ephraim hat sich mit den andern Vlkern vermengt; Ephraim ist wie 
ein Kuchen, den man nicht umgewendet hat.
HOS 7:9 Fremde haben seine Kraft verzehrt, und er hat es nicht gemerkt; 
auch ist sein Haar mit Grau gesprenkelt, ohne da er es merkt.
HOS 7:10 Wiewohl aber Israels Stolz sich als Zeuge wider ihn erhebt, sind 
sie doch nicht zu dem HERRN, ihrem Gott, umgekehrt und haben ihn trotz 
alledem nicht gesucht;
HOS 7:11 sondern Ephraim hat sich benommen wie eine einfltige, 
unverstndige Taube; die gypter haben sie herbeigerufen, zu den Assyrern 
sind sie gelaufen.
HOS 7:12 Wohin sie aber auch gehen, breite ich mein Netz aus ber sie, 
ziehe sie wie Vgel vom Himmel herunter und zchtige sie, wie es ihrer 
Gemeinde gepredigt worden ist.
HOS 7:13 Wehe ihnen, da sie von mir weggeflogen sind! Unglck komme ber 
sie, da sie mir abtrnnig geworden sind! Ich wollte sie erlsen, aber sie 
redeten Lgen wider mich!
HOS 7:14 Und sie schrieen nicht von Herzen zu mir, sondern heulten auf 
ihren Lagern. Wegen Getreide und Most regen sie sich auf und weichen von 
mir.
HOS 7:15 Und ich lehrte und strkte doch ihren Arm; aber sie machten bse 
Anschlge gegen mich.
HOS 7:16 Sie wenden sich wohl um, aber nicht nach oben; sie sind wie ein 
trgerischer Bogen. Ihre Frsten sollen durchs Schwert fallen wegen ihrer 
trotzigen Reden, welche ihnen nur Spott eintragen im Lande gypten.
HOS 8:1 Setze die Posaune an deinen Mund! Es kommt etwas wie ein Adler 
wider das Haus des HERRN! Warum haben sie meinen Bund bertreten und sich 
gegen mein Gesetz vergangen?
HOS 8:2 Zu mir werden sie schreien: Du bist mein Gott; wir Israeliten 
kennen dich!
HOS 8:3 Israel hat das Gute von sich gestoen; jetzt soll es der Feind 
verfolgen!
HOS 8:4 Sie haben Knige eingesetzt ohne meinen Willen, Frsten, ohne da 
ich es wute; aus ihrem Silber und Gold haben sie sich Gtzen gemacht, zu 
dem Zwecke, da sie sich selbst zu Grunde richteten.
HOS 8:5 Dein Kalb ist mir verhat, Samaria! Mein Zorn ist entbrannt ber 
sie! Wie lange noch knnen sie Straflosigkeit nicht ertragen?
HOS 8:6 Denn aus Israel stammt es, und ein Knstler hat es gemacht; es ist 
kein Gott, sondern zu Splittern soll es zerschlagen werden, das Kalb von 
Samaria!
HOS 8:7 Denn Wind sen sie, und Sturm werden sie ernten; da wchst kein 
Halm; das Gewchs ergibt kein Mehl; und sollte es etwas geben, so wrden 
Fremde es verschlingen.
HOS 8:8 Verschlungen wird Israel! Schon sind sie unter den Heiden geworden 
wie ein Gef, an welchem man kein Wohlgefallen hat!
HOS 8:9 Denn sie sind nach Assur gegangen, (ein Wildesel, der fr sich 
lebt, ist Ephraim!) sie haben sich Liebhaber gedungen.
HOS 8:10 Weil sie sich denn Vlker dingen, so will ich dieselben jetzt 
auch haufenweise herbeibringen, und bald werden sie zu leiden haben unter 
der Last des Knigs der Frsten.
HOS 8:11 Weil Ephraim viele Altre baute, um zu sndigen, so sind ihm die 
Altre auch zur Snde geworden.
HOS 8:12 Schreibe ich ihm mein Gesetz zehntausendmal vor, so erachten sie 
es doch als etwas Unbekanntes!
HOS 8:13 Die Schlachtopfer, die sie mir schenken, bringen sie dar wie 
[gewhnliches] Fleisch und essen es. Der HERR hat kein Wohlgefallen an 
ihnen. Jetzt wird er ihrer Schuld gedenken und ihre Snden strafen; sie 
sollen nach gypten zurckkehren!
HOS 8:14 Weil Israel seinen Schpfer vergessen und sich Palste erbaut, 
und weil Juda viele Stdte befestigt hat, so will ich Feuer in seine 
Stdte senden, das seine Gebude verzehren soll.
HOS 9:1 Freue dich nicht, Israel, wie die Vlker frohlocken; denn du bist 
deinem Gott untreu geworden, hast gerne Buhlerlohn genommen auf allen 
Korntennen!
HOS 9:2 Tenne und Kelter werden sie nicht nhren, und der Most wird sie im 
Stiche lassen.
HOS 9:3 Sie sollen nicht bleiben im Lande des HERRN, sondern Ephraim mu 
nach gypten zurckkehren und in Assyrien unreine Speisen essen.
HOS 9:4 Sie sollen dem HERRN keinen Wein zum Trankopfer spenden, und an 
ihren Schlachtopfern wird er kein Wohlgefallen haben; wie Trauerbrot 
sollen sie ihnen sein, alle, die davon essen, verunreinigen sich damit; 
denn ihr Brot ist nur fr ihren Hunger; es soll nicht kommen ins Haus des 
HERRN!
HOS 9:5 Was wollt ihr am Feiertag tun, am Tage des Festes des HERRN?
HOS 9:6 Denn siehe, wenn sie wegen der Verwstung weggezogen sind, so wird 
gypten sie aufnehmen, Memphis sie begraben; Disteln werden ihre silbernen 
Kleinodien berwuchern, Dornen ihre Htten.
HOS 9:7 Die Tage der Heimsuchung sind gekommen, die Tage der Vergeltung 
sind da! Israel soll erfahren, ob der Prophet ein Narr sei, wahnsinnig der 
Geistesmensch! Und das um deiner groen Schuld willen, weil du so 
feindselig warst.
HOS 9:8 Ephraim liegt auf der Lauer gegen meinen Gott; dem Propheten sind 
auf allen seinen Wegen Vogelfallen gelegt; im Hause seines Gottes feindet 
man ihn an.
HOS 9:9 In tiefe Verderbnis sind sie versunken, wie vor Zeiten zu Gibea; 
ihrer Missetat soll gedacht werden, ihre Snden werden bestraft.
HOS 9:10 Wie Trauben in der Wste, so fand ich Israel; wie eine frhreife 
Frucht am jungen Feigenbaum erblickte ich eure Vter; als sie aber zum 
Baal-Peor kamen, weihten sie sich der Schande und wurden zum Greuel gleich 
dem, welchen sie liebten.
HOS 9:11 Ephraims Herrlichkeit fliegt wie ein Vogel davon; keine Geburt 
mehr, keine Empfngnis, keine Zeugung!
HOS 9:12 Ja, wenn sie auch ihre Shne aufziehen, so mache ich sie doch 
kinderlos, da kein Mensch mehr da ist; denn wehe ihnen, wenn ich mich von 
ihnen wende!
HOS 9:13 Ephraim ist, wie ich sehe, gepflanzt wie Tyrus in der Aue; aber 
er mu seine Shne zu dem hinausfhren, der sie erwrgen wird!
HOS 9:14 Gib ihnen, HERR, (was willst du ihnen geben?) gib ihnen einen 
unfruchtbaren Leib und trockene Brste!
HOS 9:15 Alle ihre Bosheit stammt von Gilgal her, so da ich sie dort zu 
hassen begann; wegen ihrer schlimmen Handlungen will ich sie aus meinem 
Hause vertreiben; ich kann sie nicht mehr lieben; alle ihre Frsten sind 
Abtrnnige.
HOS 9:16 Ephraim ist geschlagen; ihre Wurzel verdorrt, sie bringen keine 
Frucht; wenn sie auch Kinder bekommen, so tte ich ihre Lieblinge doch.
HOS 9:17 Mein Gott wird sie verwerfen; denn sie haben ihm nicht gehorcht; 
darum mssen sie umherirren unter den Heiden.
HOS 10:1 Israel ist ein rankender Weinstock, der Frucht ansetzt. Je mehr 
Frchte er brachte, desto mehr Altre bauten sie; je besser ihr Land war, 
desto schnere Gtzenbilder machten sie.
HOS 10:2 Ihr Herz ist geteilt, nun sollen sie es ben: er wird ihre 
Altre zerbrechen, ihre Gtzenbilder zertrmmern.
HOS 10:3 Dann werden sie bekennen mssen: Wir haben keinen Knig mehr, 
weil wir den HERRN nicht frchteten; und ein Knig, was kann der uns 
helfen?
HOS 10:4 Leere Worte reden, falsche Eide schwren, Bndnisse schlieen, so 
da das Gericht aufsprot wie Unkraut aus den Furchen des Ackers!
HOS 10:5 Um das Kalb von Beth-Aven wird den Einwohnern von Samarien bange 
sein; ja, seine Bevlkerung trauert darum, und seine Priester zittern 
seinetwegen, wegen seiner Herrlichkeit, weil sie von ihnen weggefhrt wird.
HOS 10:6 Ja, es selbst wird nach Assur gebracht, als Geschenk fr den 
Knig Jareb: Scham erfat Ephraim, und Israel mu sich seines Rates 
schmen.
HOS 10:7 Samariens Knig fhrt dahin wie ein Zweig, der auf der 
Wasserflche schwimmt;
HOS 10:8 so werden die Hhen von Aven, die Snde Israels, verwstet; 
Dornen und Disteln werden auf ihren Altren wachsen. Da werden sie zu den 
Bergen sagen: Bedecket uns, und zu den Hgeln: Fallt ber uns!
HOS 10:9 Seit den Tagen Gibeas hast du, Israel, gesndigt! Daselbst sind 
sie stehen geblieben. Sollte sie nun nicht auch zu Gibea der Krieg 
erreichen, der wider die frevelhaften Kinder gefhrt wird?
HOS 10:10 Ich will sie zchtigen nach Herzenslust, und es sollen Vlker 
wider sie versammelt werden zur Zchtigung fr ihre zwiefache Schuld!
HOS 10:11 Ephraim ist eine Kuh, die ans Dreschen gewhnt ist und es gerne 
tut; aber ich fahre ber ihren schnen Hals; ich will Ephraim anspannen, 
Juda soll pflgen, Jakob soll ihm eggen!
HOS 10:12 Set euch Gerechtigkeit, erntet nach Magabe der Gte! Pflget 
einen Neubruch, denn es ist Zeit, den HERRN zu suchen, bis da er komme 
und euch Gerechtigkeit regnen lasse!
HOS 10:13 Da ihr Gesetzlosigkeit pflgtet, habt ihr Unheil geerntet und 
Frchte der Falschheit gegessen. Weil du dich auf deine Wagen und die 
Menge deiner Helden verlassen hast,
HOS 10:14 so soll sich Kriegslrm wider deine Vlker erheben, und alle 
deine Festungen sollen zerstrt werden, wie Schalman am Streittag Beth-
Arbel zerstrte und die Mutter samt den Kindern zu Boden streckte.
HOS 10:15 Dergleichen bringt Bethel ber euch um eurer groen Bosheit 
willen; beim Morgenrot wird der Knig Israels vertilgt sein.
HOS 11:1 Als Israel jung war, liebte ich ihn, und aus gypten habe ich 
meinen Sohn berufen.
HOS 11:2 Aber man rief sie; sofort gingen sie von mir weg. Den Baalen 
opferten sie, und den Bildern rucherten sie.
HOS 11:3 Und doch habe ich Ephraim gegngelt! Ich nahm sie auf meine Arme; 
sie aber haben nicht gemerkt, da ich sie heilte.
HOS 11:4 Mit menschlichen Banden zog ich sie, mit Seilen der Liebe, ich 
hob ihnen gleichsam das Joch auf vom Kinn und lie sie gemtlich fressen.
HOS 11:5 Er soll nicht nach gypten zurckkehren, sondern der Assyrer soll 
ihr Knig werden, weil sie nicht umkehren wollen!
HOS 11:6 Und das Schwert soll in ihren Stdten umgehen und ihre Prahler 
umbringen und sie wegen ihrer Ratschlge verzehren.
HOS 11:7 Mein Volk ist geneigt zum Abfall von mir; ruft man es nach oben, 
so erhebt sich gar niemand!
HOS 11:8 Wie knnte ich dich hergeben, Ephraim, wie knnte ich dich 
preisgeben, Israel? Wie knnte ich dich behandeln gleich Adma, dich machen 
wie Zeboim? Mein Herz strubt sich dagegen, mein ganzes Mitleid ist erregt!
HOS 11:9 Ich will nicht tun nach meines Zornes Glut, will Ephraim nicht 
wiederum verderben; denn ich bin Gott und nicht ein Mensch, als der 
Heilige bin ich in deiner Mitte und komme nicht in grimmigem Zorn.
HOS 11:10 Sie werden dem HERRN nachfolgen, der brllen wird wie ein Lwe; 
wenn er brllt, so werden die Shne zitternd vom Meer her kommen;
HOS 11:11 zitternd wie ein Vogel werden sie aus gypten kommen und wie 
eine Taube aus dem Lande Assur; und ich will sie in ihren eigenen Husern 
wohnen lassen, spricht der HERR.
HOS 11:12 (012-1) Ephraim hat mich mit Lgen umgangen und das Haus Israel 
mit Betrug; Juda aber schweift noch umher neben Gott und neben dem echten 
Heiligtum.
HOS 12:1 (012-2) Ephraim nhrt sich von Wind und luft dem Ostwind nach; 
es wird tglich verlogener und frecher; ein Bndnis mit Assur wollen sie 
schlieen, und l wird nach gypten gefhrt.
HOS 12:2 (012-3) Auch mit Juda hat der HERR zu rechten, und er mu Jakob 
strafen nach seinen Wegen, er wird ihm vergelten nach seinen Taten.
HOS 12:3 (012-4) Schon im Mutterscho hielt er seines Bruders Ferse, und 
in seiner Manneskraft kmpfte er mit Gott;
HOS 12:4 (012-5) er kmpfte mit dem Engel und siegte, er weinte und flehte 
zu ihm; zu Bethel hat er ihn gefunden, und daselbst redete er mit uns,
HOS 12:5 (012-6) nmlich der HERR, der Gott der Heerscharen, dessen Name 
HERR ist.
HOS 12:6 (012-7) So kehre denn zu deinem Gott zurck, halte fest an Liebe 
und Recht und hoffe stets auf deinen Gott!
HOS 12:7 (012-8) Der Kanaaniter hat eine falsche Waage in der Hand, er 
bervorteilt gern.
HOS 12:8 (012-9) Auch Ephraim spricht: Ich bin doch reich geworden, ich 
habe mir ein Vermgen erworben; an all meinem Erwerb wird man mir kein 
Unrecht nachweisen knnen, das Snde wre!
HOS 12:9 (012-10) Ich aber, der HERR, bin dein Gott vom Lande gypten her, 
ich werde dich wieder in Zelten wohnen lassen wie zur Zeit des Festes.
HOS 12:10 (012-11) Ich habe zu den Propheten geredet und viele Gesichte 
gegeben und durch die Propheten in Gleichnissen gelehrt.
HOS 12:11 (012-12) Sind sie in Gilead nichtswrdig gewesen, so sollen sie 
zunichte werden; opferten sie in Gilgal Stiere, so sollen auch ihre Altre 
wie Steinhaufen auf den Furchen des Ackers werden!
HOS 12:12 (012-13) Als Jakob in die Landschaft Aram floh, da diente Israel 
um ein Weib; um ein Weib htete er [die Herde];
HOS 12:13 (012-14) so hat der HERR durch einen Propheten Israel aus 
gypten heraufgefhrt und es durch einen Propheten hten lassen.
HOS 12:14 (012-15) Ephraim hat ihn bitter gekrnkt; er wird seine 
Blutschuld auf ihn werfen, und sein Herr wird ihm seine Beschimpfung 
vergelten.
HOS 13:1 Wenn Ephraim redete, herrschte Schrecken; gro stand er da in 
Israel; als er sich aber mit dem Baal versndigte, fing er an zu sterben.
HOS 13:2 Und nun fahren sie fort zu sndigen und gieen sich Bilder aus 
ihrem Silber, Gtzen nach ihrer Erfindung, allesamt ein Machwerk von 
Knstlern; von ihnen sagen sie, die opfernden Menschen: Man soll die 
Klber kssen!
HOS 13:3 Darum werden sie sein wie eine Morgenwolke und wie der Tau, der 
frh vergeht, wie die Spreu, die von der Tenne verweht wird, und wie der 
Rauch aus dem Kamin!
HOS 13:4 Ich aber bin der HERR, dein Gott, vom Lande gypten her, und 
auer mir kennst du keinen Gott, und es gibt keinen Retter als mich allein!
HOS 13:5 Ich nahm deiner wahr in der Wste, im drren Land.
HOS 13:6 Als sie aber Weide fanden, wurden sie satt; und als sie satt 
wurden, erhob sich ihr Herz; darum vergaen sie mich.
HOS 13:7 Da ward ich gegen sie wie ein Lwe und lauerte wie ein Panther am 
Wege;
HOS 13:8 ich berfiel sie wie eine Brin, der man die Jungen geraubt, und 
zerri ihnen den Brustkasten und fra sie daselbst wie ein Lwe; wie ein 
wildes Tier zerri ich sie.
HOS 13:9 Das ist dein Verderben, Israel, da du gegen mich, deine Hilfe, 
bist!
HOS 13:10 Wo ist denn nun dein Knig, da er dir helfe in allen deinen 
Stdten, und wo sind deine Richter? Denn du hast ja gesagt: Gib mir einen 
Knig und Frsten!
HOS 13:11 Ich gab dir einen Knig in meinem Zorn und nehme ihn weg in 
meinem Grimm!
HOS 13:12 Ephraims Schuld ist zusammengebunden, seine Snde ist 
aufbehalten.
HOS 13:13 Geburtswehen werden ihn ankommen; er ist ein unverstndiges 
Kind; denn zur rechten Zeit stellt er sich nicht ein zur Geburt!
HOS 13:14 Ich will sie erlsen aus der Gewalt des Totenreichs, vom Tode 
will ich sie loskaufen. Tod, wo ist dein Verderben? Totenreich, wo ist 
dein Sieg? Mitleid mu verschwinden vor mir!
HOS 13:15 Denn sollte er auch Frucht tragen unter den Brdern, so wird ein 
Ostwind kommen, ein Wind des HERRN von der Wste herauf, so da sein 
Brunnen vertrocknet und sein Quell versiegt. Er wird den Schatz aller 
kostbaren Gerte berauben.
HOS 13:16 (014-1) Samaria mu es ben; denn es hat sich wider seinen Gott 
emprt; durchs Schwert sollen sie fallen; ihre Kindlein sollen 
zerschmettert und die Schwangeren aufgeschlitzt werden!
HOS 14:1 (014-2) Kehre um, o Israel, zu dem HERRN, deinem Gott! Denn du 
bist gefallen durch deine eigene Schuld.
HOS 14:2 (014-3) Nehmet Worte mit euch und kehret um zum HERRN! Sprechet: 
Vergib alle Schuld und nimm es gut auf, da wir dir als Dankopfer die 
Farren unserer Lippen bringen!
HOS 14:3 (014-4) Assur soll uns nicht mehr helfen; wir wollen nicht mehr 
auf Rossen reiten und das Werk unserer Hnde nicht mehr unsere Gtter 
nennen, denn bei dir findet das Waislein Barmherzigkeit!
HOS 14:4 (014-5) Ich will ihre Abtrnnigkeit heilen, gerne will ich sie 
lieben; denn mein Zorn hat sich von ihnen abgewandt!
HOS 14:5 (014-6) Ich will fr Israel sein wie der Tau; es soll blhen wie 
eine Lilie und Wurzel schlagen wie der Libanon.
HOS 14:6 (014-7) Seine Schlinge sollen sich ausbreiten; es soll so schn 
werden wie ein lbaum und so guten Geruch geben wie der Libanon.
HOS 14:7 (014-8) Die unter seinem Schatten wohnen, werden wieder aufleben 
wie das Getreide und blhen wie der Weinstock und so berhmt werden wie 
der Wein vom Libanon.
HOS 14:8 (014-9) Ephraim [sagt:] Was sollen mir weiter die Gtzen? Ich, 
ich will ihn erhren und zu ihm sehen. Ich, ich bin wie eine grnende 
Zypresse; es soll sich zeigen, da deine Frucht von mir kommt!
HOS 14:9 (014-10) Wer ist so weise, da er das einsehe, und so klug, da 
er das verstehe? Die Wege des HERRN sind richtig, und die Gerechten 
wandeln darauf; aber die bertreter kommen auf ihnen zu Fall.
JOE 1:1 Das Wort des HERRN, welches an Joel, den Sohn Petuels erging:
JOE 1:2 Hret das, ihr ltesten, und merket auf, alle Bewohner des Landes: 
Ist je dergleichen zu euren Zeiten oder zu den Zeiten eurer Vter 
geschehen?
JOE 1:3 Erzhlet davon euren Kindern und eure Kinder ihren Kindern und 
deren Kinder dem knftigen Geschlecht!
JOE 1:4 Was der Nager briggelassen, das hat die Heuschrecke gefressen, 
und was die Heuschrecke briglie, das hat der Fresser verzehrt, und was 
der Fresser verschonte, das hat der Verwster aufgefressen.
JOE 1:5 Wachet auf, ihr Trunkenen, und weinet und heulet, ihr Weintrinker 
alle, um den Most, da er euch vom Munde weggenommen ist.
JOE 1:6 Denn ein Volk hat mein Land berzogen, das ist mchtig und ohne 
Zahl; es hat Zhne wie Lwenzhne und ein Gebi wie eine Lwin.
JOE 1:7 Meinen Weinstock hat es verwstet und meinen Feigenbaum 
kahlgefressen, sogar die Rinde hat es abgeschlt und weggeworfen, wei 
geworden sind seine Zweige.
JOE 1:8 Heule wie eine Jungfrau, die wegen des Brutigams ihrer Jugend mit 
einem Sack umgrtet ist!
JOE 1:9 Speis und Trankopfer sind dem Hause des HERRN entzogen; es trauern 
die Priester, die Diener des HERRN.
JOE 1:10 Das Feld ist verheert; der Acker trauert, denn das Korn ist 
verwstet, das Obst verdorrt, der Most vertrocknet, die Oliven sind 
verwelkt.
JOE 1:11 Enttuscht sind die Bauern, es heulen die Winzer; wegen des 
Weizens und der Gerste, denn die Ernte ist verloren.
JOE 1:12 Der Weinstock ist verdorrt, der Feigenbaum verwelkt, Granaten, 
Palmen und Apfelbume, ja, alle Bume des Feldes sind verdorrt, und den 
Menschenkindern ist die Freude vergangen.
JOE 1:13 Umgrtet euch und klagt, ihr Priester! Heulet, ihr Diener des 
Altars! Geht einher und lieget in Scken, ihr Diener meines Gottes! Denn 
Speis und Trankopfer sind dem Hause eures Gottes entzogen.
JOE 1:14 Heiligt ein Fasten, beruft eine allgemeine Versammlung, 
versammelt die ltesten, alle Bewohner des Landes, zum Hause des HERRN, 
eures Gottes, und schreiet zum HERRN!
JOE 1:15 Ach, was fr ein Tag! Ja, der Tag des HERRN ist nahe, er kommt 
wie eine Verwstung vom Allmchtigen!
JOE 1:16 Ist nicht vor unsern Augen die Nahrung weggenommen worden, Freude 
und Frohlocken von dem Hause unsres Gottes?
JOE 1:17 Verdorrt sind die Samenkrner unter den Schollen, die Speicher 
stehen leer, die Scheunen zerfallen; ja, das Korn ist verwelkt!
JOE 1:18 O wie seufzt das Vieh, wie sind die Rinderherden verstrt, weil 
sie keine Weide haben; auch die Schafherden gehen zugrunde!
JOE 1:19 Zu dir, o HERR, will ich rufen; denn das Feuer hat die Auen der 
Wste verzehrt, und die Flamme hat alle Bume versengt!
JOE 1:20 Auch die Tiere des Feldes lechzen nach dir, weil die Wasserbche 
vertrocknet sind und das Feuer die Auen der Wste verzehrt hat.
JOE 2:1 Stot in die Posaune zu Zion und blaset Lrm auf meinem heiligen 
Berge, da alle Bewohner des Landes erzittern; denn der Tag des HERRN 
kommt, er ist nahe,
JOE 2:2 ein finsterer und dunkler Tag, ein bewlkter und neblichter Tag. 
Wie Morgenrot breitet sich ber die Berge aus ein groes, mchtiges Volk, 
desgleichen von Ewigkeit her nicht gewesen ist und auch in knftigen 
Zeiten nicht mehr sein wird.
JOE 2:3 Fressendes Feuer geht vor ihm her und hinter ihm her eine lodernde 
Flamme: ist das Land wie der Garten Eden vor ihm gewesen, hinter ihm ist 
es eine de Wste; und man kann ihm nicht entrinnen!
JOE 2:4 Wie Rosse sehen sie aus, und wie Reiter rennen sie.
JOE 2:5 Wie rasselnde Kriegswagen kommen sie ber die Berge her, wie eine 
Feuerflamme, welche prasselnd das Stroh verzehrt, gleich einem mchtigen 
Heer, das zum Kampf gerstet ist.
JOE 2:6 Vor ihm erzittern die Vlker, alle Angesichter verfrben sich.
JOE 2:7 Wie Helden laufen sie, wie Krieger ersteigen sie die Mauer, jeder 
geht seines Weges, und keiner kreuzt des andern Pfad.
JOE 2:8 Keiner drngt den andern, jeder geht seine eigene Bahn; zwischen 
die Lanzen strzen sie sich und lassen sich nicht aufhalten.
JOE 2:9 Sie laufen in die Stadt, rennen auf der Mauer, erklimmen die 
Huser, steigen wie Diebe zum Fenster hinein.
JOE 2:10 Vor ihnen erbebt die Erde, der Himmel zittert, Sonne und Mond 
kleiden sich in Trauer, und die Sterne verlieren ihren Schein.
JOE 2:11 Und der HERR lt seine Stimme hren vor seinem Kriegsvolk her; 
denn sehr gro ist sein Heerlager und gewaltig sind, die seinen Befehl 
vollstrecken. Ja, gro ist der Tag des HERRN und sehr schrecklich; wer 
kann ihn ertragen?
JOE 2:12 Doch auch jetzt noch, spricht der HERR, kehret euch zu mir von 
ganzem Herzen mit Fasten, mit Weinen, mit Klagen!
JOE 2:13 Zerreiet eure Herzen und nicht eure Kleider und kehret zurck zu 
dem HERRN, eurem Gott; denn er ist gndig und barmherzig, langmtig und 
von groer Gnade und lt sich des bels gereuen.
JOE 2:14 Wer wei, ob es ihn nicht wieder reuen, und ob er nicht einen 
Segen zurcklassen wird, Speis und Trankopfer fr den HERRN, euren Gott?
JOE 2:15 Stot in die Posaune zu Zion, heiligt ein Fasten, beruft eine 
allgemeine Versammlung!
JOE 2:16 Versammelt das Volk, heiligt die Gemeinde, bringt die ltesten 
herbei, versammelt die Kindlein und die Suglinge; der Brutigam gehe aus 
seiner Kammer und die Braut aus ihrem Gemach!
JOE 2:17 Zwischen der Halle und dem Altar sollen die Priester, des HERRN 
Diener, weinen und sagen: HERR, habe Mitleid mit deinem Volk und gib dein 
Erbteil nicht der Beschimpfung preis, da die Heiden ber sie spotten! 
Warum soll man unter den Vlkern sagen: Wo ist nun ihr Gott?
JOE 2:18 Da eiferte der HERR fr sein Land und hatte Mitleid mit seinem 
Volk.
JOE 2:19 Und der HERR antwortete und sprach zu seinem Volk: Siehe, ich 
sende euch Korn, Most und l, da ihr davon satt werden sollt, und ich 
will euch nicht mehr der Beschimpfung unter den Heiden preisgeben;
JOE 2:20 sondern ich will den von Norden [Kommenden] ferne von euch 
treiben und ihn verstoen in ein drres und wstes Land, seinen Vortrab 
ins stliche Meer und seine Nachhut ins westliche Meer, und sein Gestank 
soll aufsteigen und sein Modergeruch sich erheben; denn er hat grogetan!
JOE 2:21 Frchte dich nicht, o Land, sondern frohlocke und freue dich; 
denn der HERR hat Groes getan!
JOE 2:22 Frchtet euch nicht, ihr Tiere des Feldes; denn die Auen der 
Wste sollen grnen, und die Bume sollen ihre Frchte tragen, der 
Weinstock und der Feigenbaum, so viel sie nur knnen.
JOE 2:23 Und ihr Kinder Zions, frohlocket und freuet euch ber den HERRN, 
euren Gott; denn er hat euch den Frhregen in rechtem Ma gegeben und 
Regengsse, Frhregen und Sptregen, am ersten [Tage] zugesandt.
JOE 2:24 Und es sollen die Tennen voll Korn werden und die Keltern von 
Most und l berflieen.
JOE 2:25 Also will ich euch die Jahre wiedererstatten, deren Ertrag der 
Nager, die Heuschrecke, der Fresser und der Verwster verzehrt haben, mein 
groes Kriegsheer, welches ich gegen euch gesandt habe;
JOE 2:26 und ihr sollt genug zu essen haben und satt werden und den Namen 
des HERRN, eures Gottes, loben, der wunderbar an euch gehandelt hat, und 
mein Volk soll nicht zuschanden werden ewiglich!
JOE 2:27 Und ihr sollt erfahren, da ich in Israels Mitte bin und da ich, 
der HERR, euer Gott bin und keiner sonst; und mein Volk soll nimmermehr 
zuschanden werden!
JOE 2:28 (03-1) Und nach diesem wird es geschehen, da ich meinen Geist 
ausgiee ber alles Fleisch; und eure Shne und eure Tchter werden 
weissagen, eure ltesten werden Trume haben, eure Jnglinge werden 
Gesichte sehen;
JOE 2:29 (03-2) und auch ber die Knechte und ber die Mgde will ich in 
jenen Tagen meinen Geist ausgieen;
JOE 2:30 (03-3) und ich werde Zeichen geben am Himmel und auf Erden: Blut 
und Feuer und Rauchsulen;
JOE 2:31 (03-4) die Sonne soll verwandelt werden in Finsternis und der 
Mond in Blut, ehe denn da kommt der groe und schreckliche Tag des HERRN.
JOE 2:32 (03-5) Es soll aber geschehen, da ein jeder, der den Namen des 
HERRN anruft, gerettet wird; denn auf dem Berge Zion und zu Jerusalem wird 
eine Zuflucht sein, wie der HERR versprochen hat, und bei den 
briggebliebenen, die der HERR beruft.
JOE 3:1 (04-1) Denn siehe, in jenen Tagen und zu jener Zeit, wenn ich die 
Gefangenen Judas und Jerusalems zurckbringen will,
JOE 3:2 (04-2) da werde ich alle Nationen versammeln und sie ins Tal 
Josaphat hinabfhren und daselbst mit ihnen rechten wegen meines Volkes 
und meines Erbteils Israel, weil sie es unter die Heiden zerstreut und 
mein Land verteilt haben;
JOE 3:3 (04-3) und weil sie ber mein Volk das Los geworfen und den Knaben 
fr eine Dirne hingegeben und das Mdchen um Wein verkauft und vertrunken 
haben.
JOE 3:4 (04-4) Und was wollt ihr mit mir, Tyrus und Zidon und smtliche 
Bezirke der Philister? Wollt ihr mir etwa vergelten, was ich getan? Wenn 
ihr mir vergelten wollt, so bringe ich schnell und unverzglich euer Tun 
auf euren Kopf,
JOE 3:5 (04-5) die ihr mein Silber und mein Gold genommen und meine besten 
Kleinodien in eure Tempel gebracht
JOE 3:6 (04-6) und die Kinder von Juda und Jerusalem an die Griechen 
verkauft habt, um sie von ihrer Heimat zu entfernen!
JOE 3:7 (04-7) Siehe, ich wecke sie auf an dem Ort, dahin ihr sie verkauft 
habt, und will euer Tun auf euren Kopf zurckfallen lassen
JOE 3:8 (04-8) und will eure Shne und eure Tchter in die Hand der Kinder 
Juda verkaufen, und diese werden sie den Sabern, einem weit weg wohnenden 
Volk, verkaufen; denn der HERR hat's gesagt.
JOE 3:9 (04-9) Rufet solches aus unter den Nationen, rstet euch zum 
heiligen Krieg! Machet euch auf, ihr Helden! Alle Krieger sollen einrcken 
und ausziehen!
JOE 3:10 (04-10) Schmiedet eure Pflugscharen zu Schwertern um und eure 
Rebmesser zu Spieen! Der Schwache spreche: Ich bin stark!
JOE 3:11 (04-11) Eilet und kommt herbei, alle Nationen ringsum, und 
versammelt euch! Dorthin fhre, o HERR, deine Helden hinab!
JOE 3:12 (04-12) Die Nationen sollen sich aufmachen und in das Tal 
Josaphat hinaufziehen! Daselbst will ich zu Gericht sitzen ber alle 
Nationen ringsum.
JOE 3:13 (04-13) Leget die Sichel an, denn die Ernte ist reif; kommt und 
tretet, denn die Kelter ist voll; die Kufen flieen ber, denn ihre 
Bosheit ist gro!
JOE 3:14 (04-14) Scharen um Scharen [treffen ein] im Tal der Entscheidung; 
denn nahe ist der Tag des HERRN im Tale der Entscheidung.
JOE 3:15 (04-15) Sonne und Mond trauern, und die Sterne verlieren ihren 
Schein,
JOE 3:16 (04-16) und der HERR wird aus Zion brllen und von Jerusalem her 
seine Stimme hren lassen, da Himmel und Erde zittern; aber der HERR ist 
seines Volkes Schutz und die Zuflucht der Kinder Israel.
JOE 3:17 (04-17) Und ihr sollt erfahren, da ich, der HERR, euer Gott, zu 
Zion, auf meinem heiligen Berge, wohne. Jerusalem aber wird heilig sein, 
und Fremde sollen es nicht mehr betreten.
JOE 3:18 (04-18) Und zu jener Zeit wird es geschehen, da die Berge von 
Most triefen und die Hgel von Milch flieen werden; alle Bche Judas 
werden voll Wasser sein, und aus dem Hause des HERRN wird eine Quelle 
hervorbrechen und das Tal Sittim bewssern.
JOE 3:19 (04-19) gypten soll zur Wste werden und Edom zu einer den 
Trift, wegen der Mihandlung der Kinder Juda, weil sie in deren Lande 
unschuldiges Blut vergossen haben.
JOE 3:20 (04-20) Juda aber soll ewig bewohnt werden und Jerusalem fr und 
fr.
JOE 3:21 (04-21) Und ich will ihr Blut rchen, das ich noch nicht gercht 
habe! Und der HERR wird in Zion wohnen bleiben.
AMO 1:1 Dies sind die Worte, welche Amos, der unter den Hirten von Tekoa 
war, ber Israel geschaut hat in den Tagen Ussias, des Knigs von Juda, 
und in den Tagen Jerobeams, des Sohnes des Joas, des Knigs von Israel, 
zwei Jahre vor dem Erdbeben.
AMO 1:2 Er sprach: Der HERR wird aus Zion brllen und seine Stimme von 
Jerusalem her hren lassen; da werden die Auen der Hirten verdorren, und 
der Gipfel des Karmel wird verwelken.
AMO 1:3 So spricht der HERR: Wegen drei und wegen vier bertretungen von 
Damaskus wende ich solches nicht ab, nmlich weil sie Gilead mit eisernen 
Schlitten zerdroschen haben;
AMO 1:4 darum will ich ein Feuer in das Haus Hasaels senden, das die 
Palste Benhadads verzehren soll;
AMO 1:5 und ich will den Riegel von Damaskus zerbrechen und die Bewohner 
des Freveltals ausrotten samt dem, der das Zepter im Lusthause hlt; und 
das Syrervolk soll nach Kir in die Verbannung wandern, spricht der HERR.
AMO 1:6 So spricht der HERR: Wegen drei und wegen vier bertretungen von 
Gaza wende ich solches nicht ab, weil sie Gefangene in voller Zahl 
abgefhrt und an Edom ausgeliefert haben;
AMO 1:7 darum will ich ein Feuer in die Mauern von Gaza senden, das seine 
Palste verzehren soll;
AMO 1:8 und ich will die Bewohner von Asdod ausrotten und den, der in 
Askalon das Zepter hlt, und will meine Hand wider Ekron wenden, da 
umkommen soll, wer von den Philistern noch brig ist, spricht Gott, der 
HERR.
AMO 1:9 So spricht der HERR: Wegen drei und wegen vier bertretungen der 
Stadt Tyrus wende ich solches nicht ab, weil sie Gefangene in voller Zahl 
an Edom ausgeliefert und des Bruderbundes nicht gedacht haben.
AMO 1:10 Darum will ich ein Feuer in die Mauern von Tyrus senden, das ihre 
Palste verzehren soll.
AMO 1:11 So spricht der HERR: Wegen drei und wegen vier bertretungen 
Edoms wende ich solches nicht ab, weil er seinen Bruder mit dem Schwerte 
verfolgt und sein Erbarmen erstickt und seinem Zorn stets den Lauf 
gelassen und seinen Grimm allezeit behalten hat;
AMO 1:12 darum will ich ein Feuer nach Teman senden, welches die Palste 
von Bozra verzehren soll.
AMO 1:13 So spricht der HERR: Wegen drei und wegen vier bertretungen der 
Kinder Ammon wende ich solches nicht ab, weil sie die Schwangern in Gilead 
aufgeschlitzt haben, um ihr eigenes Gebiet zu erweitern;
AMO 1:14 darum will ich ein Feuer in den Mauern von Rabba anznden, das 
ihre Palste verzehren soll, unter Kriegsgeschrei am Tage der Schlacht und 
im Wetter am Tage des Sturms.
AMO 1:15 Und ihr Knig mu in die Gefangenschaft wandern und seine Frsten 
samt ihm, spricht der HERR.
AMO 2:1 So spricht der HERR: Wegen drei und wegen vier bertretungen Moabs 
wende ich solches nicht ab, weil sie die Gebeine des Knigs von Edom zu 
Kalk verbrannt haben;
AMO 2:2 darum will ich ein Feuer nach Moab senden, das die Palste von 
Kerijot verzehren soll; und Moab soll sterben im Getmmel, im Kriegslrm 
und beim Posaunenschall;
AMO 2:3 und ich will den Richter aus seiner Mitte vertilgen und alle seine 
Frsten mit ihm umbringen, spricht der HERR.
AMO 2:4 So spricht der HERR: Wegen drei und wegen vier bertretungen Judas 
wende ich solches nicht ab, weil sie das Gesetz des HERRN verachtet und 
seine Satzungen nicht beobachtet haben, sondern sich durch ihre Lgen 
verfhren lieen, welchen schon ihre Vter nachgefolgt sind;
AMO 2:5 darum will ich ein Feuer nach Juda senden, welches die Palste 
Jerusalems verzehren soll.
AMO 2:6 So spricht der HERR: Wegen drei und wegen vier bertretungen 
Israels wende ich solches nicht ab, weil sie den Gerechten um Geld und den 
Armen fr ein Paar Schuhe verkaufen;
AMO 2:7 weil sie nach dem Erdenstaub auf den Kpfen der Geringen gierig 
sind und die Wehrlosen vom Wege stoen; weil Vater und Sohn zur Dirne 
gehen, um meinen heiligen Namen zu entheiligen;
AMO 2:8 und auf Kleidern, die sie zum Pfand genommen, strecken sie sich 
aus neben jedem Altar und vertrinken Buengelder im Hause ihrer Gtter!
AMO 2:9 Und doch habe ich den Amoriter vor ihnen her ausgerottet, der so 
hoch war wie die Zedern und so stark wie die Eichen; ich habe oben seine 
Frucht und unten seine Wurzel vertilgt;
AMO 2:10 und ich war es, der euch aus dem Lande gypten heraufgebracht und 
euch vierzig Jahre lang in der Wste geleitet hat bis zur Einnahme des 
Landes der Amoriter;
AMO 2:11 und ich habe aus euren Shnen Propheten erweckt und aus euren 
Jnglingen Nasirer; oder ist es etwa nicht so, ihr Kinder Israel? spricht 
der HERR.
AMO 2:12 Ihr aber gabt den Nasirern Wein zu trinken und befahlt den 
Propheten: Ihr sollt nicht weissagen!
AMO 2:13 Seht, ich will eine Last auf euch legen, wie die eines Wagens, 
der voller Garben ist.
AMO 2:14 Da wird dem Schnellen das Fliehen vergehen und dem Starken seine 
Kraft versagen, und der Held wird seine Seele nicht retten knnen,
AMO 2:15 und der Bogenschtze wird nicht standhalten und der Leichtfige 
nicht entrinnen und der Richter seine Seele nicht erretten;
AMO 2:16 auch wer unter den Helden ein tapferes Herz hat, der wird nackt 
entfliehen, spricht der HERR.
AMO 3:1 Hrt dieses Wort, welches der HERR wider euch gesprochen hat, ihr 
Kinder Israel, wider alle Geschlechter, die ich aus gyptenland 
heraufgefhrt habe!
AMO 3:2 Es lautet also: Nur euch habe ich ersehen von allen Geschlechtern 
der Erde, darum will ich auch an euch heimsuchen alle eure Missetaten.
AMO 3:3 Gehen auch zwei miteinander, ohne da sie sich vereinigt haben?
AMO 3:4 Brllt der Lwe im Wald, wenn er keinen Raub hat? Lt der junge 
Leu aus seiner Hhle die Stimme erschallen, wenn er nichts erwischt hat?
AMO 3:5 Gert auch ein Vogel in die Falle am Boden, wenn ihm keine 
Schlinge gelegt worden ist? Schnellt wohl die Falle vom Erdboden empor, 
ohne da sie etwas gefangen hat?
AMO 3:6 Kann man in die Posaune stoen in der Stadt, ohne da das Volk 
erschrickt? Geschieht auch ein Unglck in der Stadt, das der HERR nicht 
tue?
AMO 3:7 Nein, Gott, der HERR tut nichts, er offenbare denn sein Geheimnis 
seinen Knechten, den Propheten.
AMO 3:8 Der Lwe brllt; wer sollte sich nicht frchten? Gott, der HERR, 
redet; wer sollte nicht weissagen?
AMO 3:9 Lat es hren auf den Palsten von Asdod und auf den Palsten im 
Lande gypten und sprechet: Versammelt euch auf den Bergen von Samarien 
und seht, welch groe Verwirrung darinnen herrscht und was fr 
Bedrckungen daselbst vorkommen!
AMO 3:10 Sie sind keiner ehrlichen Handlung fhig, spricht der HERR, 
sondern hufen durch Unrecht und Gewalt in ihren Palsten Schtze an.
AMO 3:11 Darum spricht Gott, der HERR: Der Feind wird kommen und dein Land 
umzingeln, er wird dein Bollwerk zerstren und deine Palste plndern!
AMO 3:12 So spricht der HERR: Wie ein Hirt aus dem Rachen des Lwen zwei 
Schenkel oder ein Ohrlpplein rettet, so sollen die Kinder Israel errettet 
werden, welche zu Samaria in der Sophaecke sitzen und auf dem Ruhebette 
von Damast!
AMO 3:13 Hret und bezeuget gegen das Haus Jakob den Spruch Gottes, des 
HERRN, des Gottes der Heerscharen:
AMO 3:14 An dem Tage, da ich die bertretungen des Hauses Israel an ihnen 
heimsuche, werde ich sie auch an den Altren zu Bethel strafen, so da die 
Hrner des Altars abgehauen werden und zu Boden fallen.
AMO 3:15 Und ich will den Winterpalast schlagen samt dem Sommerpalast, und 
die Elfenbeinhuser sollen untergehen und die groen Huser verschwinden, 
spricht der HERR.
AMO 4:1 Hrt dieses Wort, ihr Khe von Basan auf dem Berge von Samaria, 
die ihr die Geringen bedrckt und die Armen mihandelt und zu euren Herren 
sagt: Gib her, da wir zechen!
AMO 4:2 Gott, der HERR, hat bei seiner Heiligkeit geschworen: Siehe, es 
kommen Tage ber euch, da man euch an Haken und eure Nachkommen an 
Fischangeln wegschleppen wird;
AMO 4:3 und ihr werdet durch die Mauerbreschen ausziehen, eine jegliche 
stracks vor sich hin, und nach Harmon geworfen werden, spricht der HERR.
AMO 4:4 Geht nur nach Bethel und sndiget und in Gilgal sndiget noch 
mehr! Bringt nur jeden Morgen eure Opfer und am dritten Tag eure Zehnten!
AMO 4:5 Verbrennet nur gesuerte Dankopfer und ruft freiwillige Gaben aus, 
da man es hre; denn so habt ihr's gern, ihr Kinder Israel, spricht Gott, 
der HERR.
AMO 4:6 Dafr habe ich euch auch mige Zhne gegeben in allen euren 
Stdten und Mangel an Brot an allen euren Orten; dennoch seid ihr nicht zu 
mir umgekehrt, spricht der HERR.
AMO 4:7 So habe ich euch auch den Regen zurckbehalten bis drei Monate vor 
der Ernte, und ich lie regnen auf die eine Stadt, aber auf die andere 
nicht; ein Feld wurde beregnet, und ein anderes, das nicht beregnet wurde, 
verdorrte;
AMO 4:8 und es wankten zwei, drei Stdte zu einer Stadt, um Wasser zu 
trinken, und bekamen doch nicht genug. Dennoch seid ihr nicht zu mir 
umgekehrt, spricht der HERR.
AMO 4:9 Ich schlug euch mit Getreidebrand und mit Vergilben; eure Grten 
und Weinberge verdorrten, eure Feigenbume und Oliven fra gar oft die 
Heuschrecke ab. Dennoch seid ihr nicht zu mir umgekehrt, spricht der HERR.
AMO 4:10 Ich sandte die Pest unter euch wie einst gegen gypten; ich 
ttete eure junge Mannschaft mit dem Schwert und fhrte eure Pferde 
gefangen weg, und ich lie den Gestank eurer Heerlager in eure Nase 
steigen. Dennoch seid ihr nicht zu mir umgekehrt, spricht der HERR.
AMO 4:11 Ich kehrte etliche unter euch um, wie Gott Sodom und Gomorra 
umgekehrt hat, da ihr waret wie ein aus dem Brand gerettetes Holzscheit. 
Dennoch seid ihr nicht zu mir umgekehrt, spricht der HERR.
AMO 4:12 Darum will ich also mit dir verfahren, Israel! Weil ich denn also 
mit dir verfahren will, so schicke dich an, Israel, deinem Gott zu 
begegnen!
AMO 4:13 Denn siehe, er bildet die Berge und schafft den Wind und zeigt 
dem Menschen an, was seine Gedanken sind; er macht das Morgenrot und das 
Dunkel und schreitet ber die Hhen der Erde dahin, HERR, Gott der 
Heerscharen, heit er.
AMO 5:1 Hrt dieses Wort, dieses Klagelied, das ich ber euch anstimme, 
ihr vom Hause Israel!
AMO 5:2 Sie ist gefallen und kann nicht wieder aufstehen, die Jungfrau 
Israel; sie ist zu Boden gestrzt, und niemand richtet sie auf.
AMO 5:3 Denn also spricht Gott, der HERR: Die Stadt, welche tausend Mann 
stellt, wird nur hundert brig behalten, und die, welche hundert stellt, 
wird nur zehn brig behalten vom Hause Israel.
AMO 5:4 Denn also spricht der HERR zum Hause Israel: Suchet mich, so 
werdet ihr leben!
AMO 5:5 Und suchet nicht Bethel auf und gehet nicht nach Gilgal und ziehet 
nicht hinber nach Beerseba; denn Gilgal wird in die Gefangenschaft 
wandern und Bethel zum Unheilshaus werden!
AMO 5:6 Suchet den HERRN, so werdet ihr leben! Sonst wird er das Haus 
Joseph wie ein Feuer berfallen und es also verzehren, da niemand Bethel 
lschen kann.
AMO 5:7 Ihr verwandelt das Recht in Wermut und stoet die Gerechtigkeit zu 
Boden.
AMO 5:8 Er aber macht das Siebengestirn und den Orion und verwandelt den 
Todesschatten in den Morgen, den Tag aber in finstere Nacht; er ruft den 
Meereswassern und giet sie auf den Erdboden: HERR ist sein Name.
AMO 5:9 Er lt blitzschnell Zerstrung ber den Starken kommen, und es 
bricht Zerstrung ber die Festung herein.
AMO 5:10 Sie hassen den, der im Tore Recht spricht, und verabscheuen den, 
der aufrichtig redet.
AMO 5:11 Darum, weil ihr den Geringen niedertretet und Getreideabgaben von 
ihm erhebet, sollt ihr die Huser, die ihr aus Quadersteinen gebaut habt, 
nicht bewohnen und den Wein der Weinberge, die ihr gepflanzt habt, nicht 
trinken.
AMO 5:12 Denn ich wei, da eurer bertretungen viele und da eure Snden 
zahlreich sind, da ihr den Gerechten drnget, Bestechung annehmet und die 
Armen im Tor unterdrcket!
AMO 5:13 Darum mu der Kluge zu dieser Zeit schweigen; denn es ist bse 
Zeit.
AMO 5:14 Suchet das Gute und nicht das Bse, auf da ihr lebet; dann wird 
der HERR mit euch sein, wie ihr sagt!
AMO 5:15 Hasset das Bse und liebet das Gute und gebet dem Recht seinen 
Platz im Tor; vielleicht wird der HERR, der Gott der Heerscharen, dem 
berrest Josephs gndig sein.
AMO 5:16 Darum spricht der HERR, der Gott der Heerscharen, der Herr, also: 
Auf allen Pltzen wird man klagen und auf allen Straen wehe, wehe! 
rufen. Man wird den Bauer zur Trauer rufen und denen Klagelieder vorsagen, 
die sie singen knnen.
AMO 5:17 Und in allen Weinbergen wird Wehklage erschallen; denn ich will 
mitten durch euch dahinschreiten, spricht der HERR.
AMO 5:18 Wehe denen, die den Tag des HERRN herbeiwnschen! Was soll euch 
der Tag des HERRN? Er wird finster sein und nicht Licht,
AMO 5:19 gleich als wenn jemand vor dem Lwen flhe und ihm ein Br 
begegnete, und wenn er heimkme und sich mit der Hand an die Wand lehnte, 
ihn eine Schlange bisse!
AMO 5:20 Wird nicht der Tag des HERRN finster sein, und nicht Licht, 
dunkel und ohne Glanz?
AMO 5:21 Ich hasse, ich verachte eure Feste und mag eure Festversammlungen 
nicht riechen!
AMO 5:22 Wenn ihr mir gleich euer Brandopfer und Speisopfer darbringt, so 
habe ich kein Wohlgefallen daran, und eure Dankopfer von Mastklbern 
schaue ich gar nicht an.
AMO 5:23 Tue nur weg von mir das Geplrr deiner Lieder, und dein 
Harfenspiel mag ich gar nicht hren!
AMO 5:24 Es soll aber das Recht daherfluten wie Wasser und die 
Gerechtigkeit wie ein unversiegbarer Strom!
AMO 5:25 Hast du, Haus Israel, mir whrend der vierzig Jahre in der Wste 
Schlachtopfer und Speisopfer dargebracht?
AMO 5:26 Habt ihr nicht die Htte eures Moloch, das Standbild eurer Gtzen 
getragen, den Stern, den ihr euch zum Gott gemacht habt?
AMO 5:27 Ich aber will euch bis ber Damaskus hinaus verbannen, spricht 
der HERR, Gott der Heerscharen ist sein Name.
AMO 6:1 Wehe den Sorglosen zu Zion und den Sichern auf dem Berge Samaria, 
den Vornehmsten des ersten der Vlker, zu denen das Haus Israel kommt!
AMO 6:2 Geht hinber nach Kalne und seht es euch an und kommt dann von 
dort nach dem groen Hamat; steigt auch hinab nach Gat im Philisterland! 
Seid ihr besser als diese Knigreiche, oder ist ihr Gebiet grer als euer 
Gebiet?
AMO 6:3 Ihr meinet, der bse Tag sei fern und rcket den Thron der 
Gewalttat heran!
AMO 6:4 Ihr schlafet auf elfenbeinernen Betten und strecket euch aus auf 
euren Polstern; ihr verzehret Lmmer von der Herde weg und Klber frisch 
aus dem Stall!
AMO 6:5 Sie phantasieren auf der Harfe und dichten sich selbst Lieder wie 
David!
AMO 6:6 Sie trinken Wein aus Schalen und salben sich mit dem besten l; 
aber um den Schaden Josephs kmmern sie sich nicht!
AMO 6:7 Darum sollen sie nun an der Spitze der Gefangenen in die 
Verbannung wandern, und das Jauchzen der Schlemmer wird verstummen.
AMO 6:8 Gott, der HERR, hat geschworen: So wahr ich lebe, spricht der 
HERR, der Gott der Heerscharen, ich verabscheue Jakobs Stolz und hasse 
seine Palste; darum gebe ich die Stadt preis, samt allem, was darin ist.
AMO 6:9 Und wenn gleich zehn Mnner in einem Hause brigbleiben, so sollen 
sie sterben.
AMO 6:10 Und heben dann sein Oheim und sein Leichenverbrenner den Toten 
auf, um die Gebeine aus dem Hause zu schaffen, und fragt er den drinnen im 
Hause: Ist noch jemand bei dir? so wird er antworten: Niemand mehr! 
Dann wird er sagen: Still! Denn der Name des HERRN soll nicht erwhnt 
werden!
AMO 6:11 Denn siehe, der HERR wird Befehl geben, da das groe Haus in 
Trmmer gelegt und das kleine Haus in Stcke geschlagen werde.
AMO 6:12 Knnen Rosse auf Felsen rennen, oder kann man mit Rindern das 
Meer pflgen, da ihr das Recht in Gift verwandelt habt und die Frucht der 
Gerechtigkeit in Wermut,
AMO 6:13 und da ihr euch dessen freuet, was nicht der Rede wert ist, und 
saget: Haben wir nicht mit eigener Kraft uns Hrner verschafft?
AMO 6:14 Doch seht, ich erwecke wider euch, Haus Israel (spricht der HERR, 
der Gott der Heerscharen), ein Volk, das euch bedrngen wird von da, wo es 
nach Hamat geht, bis an den Bach der Wste.
AMO 7:1 Solches lie Gott, der HERR, mich schauen: Siehe, er machte 
Heuschrecken, als das Emdgras zu wachsen begann; und siehe, es war das 
Emdgras nach der Heuernte des Knigs.
AMO 7:2 Als sie nun alles Kraut des Landes abgefressen hatten, da sprach 
ich: Herr, HERR, vergib doch! Wie soll Jakob bestehen? Er ist ja so klein!
AMO 7:3 Da reute es den HERRN: Es soll nicht geschehen! sprach der HERR.
AMO 7:4 Solches lie Gott, der HERR, mich schauen: Siehe, Gott, der HERR, 
rief dem Feuer zum Gericht; das fra ein groes Loch und hatte schon das 
Erbteil ergriffen.
AMO 7:5 Da sprach ich: Herr, HERR, la doch ab! Wie soll Jakob bestehen? 
Er ist ja so klein!
AMO 7:6 Da reute den HERRN auch das: Es soll nicht geschehen! sprach 
Gott, der HERR.
AMO 7:7 Solches lie er mich schauen: Der Herr stand auf einer senkrechten 
Mauer und hatte ein Senkblei in der Hand.
AMO 7:8 Und der HERR sprach zu mir: Was siehst du, Amos? Ich sprach: Ein 
Senkblei! Da sprach der Herr: Siehe, ich ziehe ein Senkblei mitten durch 
mein Volk Israel hindurch und werde nicht weiter Nachsicht an ihm ben,
AMO 7:9 sondern die Hhen Isaaks sollen verwstet und die Heiligtmer 
Israels zertrmmert werden, und gegen das Haus Jerobeams will ich mit dem 
Schwerte kmpfen.
AMO 7:10 Da lie Amazia, der Priester von Bethel, dem Knig Jerobeam von 
Israel sagen: Amos hat eine Verschwrung wider dich angezettelt im Hause 
Israel; das Land kann seine Worte nicht ertragen!
AMO 7:11 Denn Amos hat gesagt: Jerobeam soll mit dem Schwert gettet und 
Israel aus seinem Land weggefhrt werden!
AMO 7:12 Und Amazia sprach zu Amos: Du Seher, geh, flchte dich in das 
Land Juda und i daselbst Brot und weissage dort!
AMO 7:13 Zu Bethel aber sollst du nicht mehr weissagen; denn es ist ein 
knigliches Heiligtum und ein Reichstempel.
AMO 7:14 Amos aber antwortete und sprach zu Amazia: Ich bin kein Prophet 
und keines Propheten Sohn, sondern ein Hirt bin ich und zchte 
Maulbeerfeigen!
AMO 7:15 Aber der HERR hat mich von den Schafen weggenommen, und der HERR 
hat zu mir gesagt: Geh, weissage meinem Volk Israel!
AMO 7:16 Und nun hre das Wort des HERRN: Du sprichst: Weissage nicht 
wider Israel, trufle nicht wider das Haus Isaak!
AMO 7:17 Darum spricht der HERR also: Dein Weib wird in der Stadt Unzucht 
treiben, und deine Shne und Tchter sollen durchs Schwert fallen, und 
dein Land wird man mit der Meschnur verteilen; du aber sollst in einem 
unreinen Lande sterben; und Israel wird aus seinem Lande gefangen 
weggefhrt werden.
AMO 8:1 Solches lie Gott, der HERR, mich schauen: Siehe, da war ein Korb 
mit reifem Obst;
AMO 8:2 und er sprach: Was siehst du, Amos? Ich antwortete: Einen Korb mit 
reifem Obst! Da sprach der HERR zu mir: Die Zeit der Reife ist gekommen 
fr mein Volk Israel; ich kann es ihm nicht mehr lnger durchgehen lassen!
AMO 8:3 An jenem Tage werden ihre Tempellieder zu Geheul werden, spricht 
Gott, der HERR; man wird allenthalben viele Leichname hinwerfen ohne Sang 
und Klang!
AMO 8:4 Hrt dies, die ihr dem Armen nachstellt und die Wehrlosen im Lande 
unterdrckt,
AMO 8:5 die ihr sagt: Wann will doch der Neumond vorbergehen, da wir 
Getreide verkaufen, und der Sabbat, da wir Korn feilbieten und das Epha 
verkleinern und den Schekel steigern und die Waage flschen knnen,
AMO 8:6 da wir die Drftigen um Geld und den Armen fr ein Paar Schuhe 
kriegen und Spreu fr Korn verkaufen knnen?
AMO 8:7 Der HERR hat geschworen bei allem, worauf Jakob stolz ist: Niemals 
werde ich irgend eine ihrer Taten vergessen!
AMO 8:8 Sollte darob nicht das Land in Aufregung geraten und jeder 
trauern, der darin wohnt? Sollten sich nicht alle erheben wie der Nil und 
aufwogen und sich senken wie der Strom gyptens?
AMO 8:9 Und es soll geschehen an jenem Tage, spricht Gott, der HERR, da 
will ich die Sonne am Mittag untergehen lassen und ber die Erde 
Finsternis bringen am lichten Tage.
AMO 8:10 Dann will ich eure Feste in Trauer verwandeln und alle eure 
Lieder in Klagegesang und will machen, da um alle Lenden ein Sack und auf 
alle Hupter eine Glatze kommt; man wird trauern wie um einen einzigen 
Sohn, und das Ende wird sein ein bitterer Tag.
AMO 8:11 Siehe, es kommen Tage, spricht Gott, der HERR, da ich einen 
Hunger senden werde ins Land, nicht einen Hunger nach Brot, noch einen 
Durst nach Wasser, sondern darnach, das Wort des HERRN zu hren;
AMO 8:12 da wird man hin und her wanken von einem Meer zum andern und 
herumziehen vom Norden bis zum Osten, um das Wort des HERRN zu suchen, und 
wird es doch nicht finden.
AMO 8:13 An jenem Tage werden die schnen Jungfrauen und Jnglinge vor 
Durst verschmachten,
AMO 8:14 sie, die jetzt bei der Schuld Samariens schwren und sagen: So 
wahr dein Gott lebt, Dan! und so wahr der Kult von Beerseba lebt! Sie 
sollen fallen und nicht wieder aufstehen!
AMO 9:1 Ich sah den Herrn am Altare stehen, und er sprach: Schlage an den 
Sulenknauf, da die Schwellen beben, und zerscheitere sie auf ihrer aller 
Haupt! Ihren Rest aber will ich mit dem Schwert umbringen, da keiner 
entrinnen und kein Flchtling sich retten kann.
AMO 9:2 Wenn sie auch bis ins Totenreich eindrngen, so wrde sie doch 
meine Hand von dannen holen, und wenn sie zum Himmel emporstiegen, so 
wrde ich sie von dort hinunterstoen.
AMO 9:3 Wenn sie sich aber auf dem Gipfel des Karmel versteckten, so wrde 
ich sie daselbst aufspren und ergreifen; und wollten sie sich auf dem 
Meeresgrund vor meinen Augen verbergen, so wrde ich daselbst der 
Seeschlange gebieten, sie zu beien;
AMO 9:4 und lieen sie sich von ihren Feinden gefangen fhren, so wollte 
ich doch daselbst dem Schwert gebieten, sie umzubringen. Also will ich 
mein Auge auf sie richten zum Bsen und nicht zum Guten!
AMO 9:5 Wenn Gott, der HERR der Heerscharen, das Land anrhrt, so vergeht 
es, und alle, die darin wohnen, mssen verwelken; es hebt sich wie der Nil 
und sinkt zurck wie der gyptische Strom.
AMO 9:6 Er hat seinen Sller im Himmel gebaut und sein Gewlbe ber der 
Erde gegrndet; er ruft den Meereswassern und giet sie aus ber den 
Erdboden; HERR ist sein Name.
AMO 9:7 Seid ihr Kinder Israel mir nicht wie die Mohrenkinder? spricht der 
HERR. Habe ich nicht Israel aus gypten gefhrt und die Philister aus 
Kaphtor und die Syrer aus Kir?
AMO 9:8 Siehe, die Augen Gottes, des HERRN, sind auf das sndige 
Knigreich gerichtet, da ich es vom Erdboden vertilge. Aber ich will das 
Haus Jakob nicht ganz und gar vertilgen, spricht der HERR.
AMO 9:9 Denn siehe, ich lasse das Haus Israel durch alle Vlker sichten, 
wie man mit einem Siebe sichtet; und es soll kein Krnlein auf die Erde 
fallen!
AMO 9:10 Durchs Schwert sollen alle Snder meines Volkes sterben, die da 
sagen: Kein Unglck wird uns erreichen noch berfallen!
AMO 9:11 An jenem Tage will ich die zerfallene Htte Davids wieder 
aufrichten und ihre Risse vermauern und ihre Trmmer wiederherstellen und 
sie wieder bauen wie in den Tagen der Vorzeit,
AMO 9:12 so da sie den berrest Edoms in Besitz nehmen werden und alle 
Nationen, ber welche mein Name gepredigt worden ist, spricht der HERR, 
der solches tut.
AMO 9:13 Siehe, es kommen Tage, spricht der HERR, da der Pflger den 
Schnitter und der Traubenkelterer den Smann ablsen wird! Alsdann werden 
die Berge von Most triefen und alle Hgel zerflieen.
AMO 9:14 Und ich will das Gefngnis meines Volkes Israel wenden, und sie 
werden die verwsteten Stdte wieder aufbauen und darin wohnen, Weinberge 
pflanzen und deren Wein trinken, Grten anlegen und deren Frchte genieen.
AMO 9:15 Und ich will sie einpflanzen in ihr Land, da sie aus ihrem 
Lande, das ich ihnen gegeben habe, nicht mehr herausgerissen werden 
sollen, spricht der HERR, dein Gott!
OBA 1:1 Gesicht Obadjas: So spricht Gott, der HERR, ber Edom: Wir haben 
eine Botschaft vernommen vom HERRN, und ein Bote wurde damit an die Vlker 
entsandt: Auf! lasset uns aufbrechen wider sie zum Krieg!
OBA 1:2 Siehe, ich habe dich klein gemacht unter den Vlkern, sehr 
verachtet bist du.
OBA 1:3 Der Hochmut deines Herzens hat dich verfhrt, weil du an 
Felshngen wohnst, in der Hhe thronst; darum sprichst du in deinem 
Herzen: Wer will mich zur Erde hinunterstoen?
OBA 1:4 Wenn du aber auch so hoch flgest wie ein Adler und dein Nest 
zwischen den Sternen anlegtest, so will ich dich doch von dort 
hinunterstrzen, spricht der HERR.
OBA 1:5 Wenn Diebe zu dir kmen, nchtliche Verwster, (wie wirst du dann 
untergehen!) wrden sie nicht stehlen, nur bis sie genug haben? Wenn 
Winzer zu dir kmen, wrden sie nicht eine Nachlese briglassen?
OBA 1:6 Wie ist [aber] Esau durchsucht, wie sind seine Verstecke ausfindig 
gemacht worden!
OBA 1:7 Deine Bundesgenossen schicken dich an die Grenze zurck; 
getuscht, berwltigt haben dich die Mnner, mit denen du Frieden 
hieltest; die dein Brot aen, haben dir Schlingen gelegt, ohne da du es 
merktest.
OBA 1:8 Werde ich, spricht der HERR, an jenem Tage nicht die Weisen aus 
Edom vertilgen und die Einsicht vom Gebirge Esau?
OBA 1:9 Und deine Starken sollen den Mut verlieren, damit bei dem Gemetzel 
auf dem Gebirge Esau jedermann ausgerottet werde.
OBA 1:10 Wegen der Grausamkeit gegen deinen Bruder Jakob soll dich Schmach 
bedecken und sollst du auf ewig ausgerottet werden;
OBA 1:11 weil du an jenem Tage, als du dabei standest, am Tage, da Fremde 
seine Habe wegfhrten und Auslnder zu seinen Toren einzogen und das Los 
ber Jerusalem warfen, auch warst wie einer von ihnen!
OBA 1:12 Du sollst aber deine Lust nicht sehen am Tage deines Bruders, am 
Tage seines Unglcks, und sollst dich nicht freuen ber die Kinder Juda am 
Tage ihres Untergangs und nicht grosprecherisch reden am Tage der Not.
OBA 1:13 Du sollst auch nicht zum Tor meines Volkes einziehen am Tage 
ihres Unglcks und auch nicht dich weiden an seinem Unglck an seinem 
Schicksalstag, noch deine Hand ausstrecken nach seinem Gut am Tage seines 
Unglcks.
OBA 1:14 Du sollst dich auch nicht beim Scheideweg aufstellen, um seine 
Flchtlinge niederzumachen, und sollst seine Entronnenen nicht ausliefern 
am Tage der Not!
OBA 1:15 Denn nahe ist der Tag des HERRN ber alle Nationen; wie du getan 
hast, so soll dir getan werden; dein Tun fllt auf deinen Kopf zurck.
OBA 1:16 Denn gleichwie ihr auf meinem heiligen Berge getrunken habt, so 
sollen alle Nationen bestndig trinken; sie sollen trinken und schlrfen 
und sein, als wren sie nie gewesen.
OBA 1:17 Aber auf dem Berge Zion wird Zuflucht sein, und er wird ein 
Heiligtum sein, und die vom Hause Jakob werden ihre Besitzungen einnehmen.
OBA 1:18 Und das Haus Jakob wird ein Feuer sein und das Haus Joseph eine 
Flamme; aber das Haus Esau wird zu Stoppeln werden; und jene werden sie 
anznden und verzehren, da dem Hause Esau nichts brigbleiben wird; denn 
der HERR hat's gesagt!
OBA 1:19 Und die im Sden werden das Gebirge Esau und die in der Ebene das 
Philisterland einnehmen; auch die Gefilde von Ephraim und Samaria werden 
sie in Besitz nehmen und Benjamin [das Land] Gilead.
OBA 1:20 Die Gefangenen aber dieses Heeres der Kinder Israel werden in 
Besitz nehmen, was den Kanaanitern gehrt bis nach Zarpat hin, und die 
Gefangenen Jerusalems, die zu Sepharad sind, die Stdte des Sdens.
OBA 1:21 Und sie werden als Befreier nach dem Berge Zion hinaufziehen, um 
das Gebirge Esau zu richten. Und die Knigsherrschaft wird dem HERRN 
gehren!
JON 1:1 Das Wort des HERRN erging an Jona, den Sohn Amittais, also:
JON 1:2 Mache dich auf, gehe nach Ninive, in die groe Stadt, und predige 
wider sie; denn ihre Bosheit ist vor mein Angesicht heraufgekommen!
JON 1:3 Da machte sich Jona auf, um von dem Angesicht des HERRN hinweg 
nach Tarsis zu fliehen, und ging nach Japho hinab und fand daselbst ein 
Schiff, das nach Tarsis fuhr. Da gab er sein Fahrgeld und stieg ein, um 
mit ihnen nach Tarsis zu fahren, hinweg von dem Angesicht des HERRN.
JON 1:4 Aber der HERR schleuderte einen starken Wind auf das Meer, so da 
ein groer Sturm entstand und das Schiff zu scheitern drohte.
JON 1:5 Da frchteten sich die Schiffsleute und schrieen, ein jeder zu 
seinem Gott, und warfen die Gerte, die im Schiffe waren, ins Meer, um es 
dadurch zu erleichtern. Jona aber war in den untersten Schiffsraum 
hinabgestiegen, hatte sich niedergelegt und war fest eingeschlafen.
JON 1:6 Da trat der Schiffskapitn zu ihm und sprach: Was schlfst du so 
fest? Stehe auf, rufe deinen Gott an! Vielleicht wird dieser Gott unser 
gedenken, da wir nicht untergehen.
JON 1:7 Und sie sprachen einer zum andern: Kommt, wir wollen das Los 
werfen, damit wir erfahren, um wessen willen uns dieses Unglck begegnet 
ist! Und sie warfen die Lose, und das Los fiel auf Jona.
JON 1:8 Da sprachen sie zu ihm: Sage uns doch, um wessen willen uns dieses 
Unglck begegnet ist! Was ist dein Gewerbe, und wo kommst du her? Welches 
ist dein Land, und von welchem Volk bist du?
JON 1:9 Er sprach: Ich bin ein Hebrer und frchte den HERRN, den Gott des 
Himmels, welcher das Meer und das Trockene gemacht hat.
JON 1:10 Da gerieten die Mnner in groe Furcht und sprachen: Warum hast 
du das getan? Denn die Mnner wuten, da er vor dem Angesicht des HERRN 
floh; denn er hatte es ihnen kundgetan.
JON 1:11 Und sie fragten ihn: Was sollen wir mit dir machen, damit das 
Meer uns in Ruhe lasse? Denn das Meer tobte immer rger.
JON 1:12 Er sprach zu ihnen: Nehmt mich und werft mich ins Meer, so wird 
das Meer sich gegen euch beruhigen! Denn ich wei wohl, da dieser groe 
Sturm um meinetwillen ber euch gekommen ist.
JON 1:13 Da strengten sich die Leute an, das Ufer wieder zu erreichen; 
aber sie vermochten es nicht; denn das Meer tobte immer rger gegen sie.
JON 1:14 Da schrieen sie zu dem HERRN und sprachen: Ach, HERR! la uns 
doch nicht um dieses Mannes Seele willen untergehen, rechne uns aber auch 
nicht unschuldiges Blut zu; denn du, HERR, hast getan, was dir wohlgefiel!
JON 1:15 Darauf nahmen sie Jona und warfen ihn ins Meer; und das Meer 
hrte auf mit seinem Wten.
JON 1:16 Da bekamen die Mnner groe Ehrfurcht vor dem HERRN und brachten 
dem HERRN ein Schlachtopfer und taten Gelbde.
JON 1:17 (02-1) Und der HERR bestellte einen groen Fisch, Jona zu 
verschlingen; und Jona war im Bauche des Fisches drei Tage und drei Nchte 
lang.
JON 2:1 (02-2) Und Jona flehte aus dem Bauch des Fisches zu dem HERRN, 
seinem Gott, und sprach:
JON 2:2 (02-3) Als mir angst war, rief ich zu dem HERRN, und er erhrte 
mich; aus dem Bauch der Hlle schrie ich, und du hrtest meine Stimme!
JON 2:3 (02-4) Und doch hattest du mich in die Tiefe geschleudert, mitten 
ins Meer, da mich die Strmung umsplte; alle deine Wogen und Wellen 
gingen ber mich.
JON 2:4 (02-5) Und ich sprach: Ich bin von deinen Augen verstoen; dennoch 
will ich fortfahren zu schauen nach deinem heiligen Tempel!
JON 2:5 (02-6) Die Wasser umringten mich bis an die Seele, die Tiefe umgab 
mich, Meergras umschlang mein Haupt.
JON 2:6 (02-7) Zu den Grnden der Berge sank ich hinunter; die Erde war 
auf ewig hinter mir verriegelt; da hast du, HERR, mein Gott, mein Leben 
aus dem Verderben gefhrt!
JON 2:7 (02-8) Da meine Seele bei mir verschmachtete, gedachte ich an den 
HERRN, und mein Gebet kam zu dir in deinen heiligen Tempel.
JON 2:8 (02-9) Die Verehrer nichtiger Gtzen verlassen ihre Gnade;
JON 2:9 (02-10) ich aber will dir mit lauter Stimme danken und dir opfern; 
was ich gelobt habe, das will ich bezahlen; das Heil kommt vom HERRN!
JON 2:10 (02-11) Und der HERR gebot dem Fisch; der spie Jona ans Land.
JON 3:1 Und das Wort des HERRN erging zum zweitenmal an Jona, also:
JON 3:2 Mache dich auf, gehe nach Ninive, in die groe Stadt, und predige 
ihnen die Predigt, die ich dir sagen werde!
JON 3:3 Da machte sich Jona auf und ging nach Ninive, nach dem Wort des 
HERRN. Ninive aber war eine groe Stadt Gottes, drei Tagereisen gro.
JON 3:4 Und Jona fing an, eine Tagereise weit in die Stadt hineinzugehen, 
und predigte und sprach: Noch vierzig Tage, und Ninive wird zerstrt!
JON 3:5 Und die Leute von Ninive glaubten Gott und riefen ein Fasten aus 
und legten Scke an, vom Grten bis zum Kleinsten.
JON 3:6 Und das Wort gelangte bis zum Knig von Ninive; der stand von 
seinem Throne auf, legte seinen Mantel von sich, hllte sich in einen Sack 
und setzte sich in die Asche.
JON 3:7 Und er lie ausrufen und sagen zu Ninive: Auf Befehl des Knigs 
und seiner Groen: Menschen und Vieh, Rinder und Schafe sollen nichts 
genieen, sie sollen weder weiden noch Wasser trinken;
JON 3:8 sondern Menschen und Vieh sollen sich in Scke hllen und mit 
Macht zu Gott rufen und sollen sich abwenden, ein jeder von seinem bsen 
Wege und von dem Unrecht, das an seinen Hnden klebt!
JON 3:9 Wer wei, Gott knnte andern Sinnes werden, es sich gereuen lassen 
und abstehen von seinem grimmigen Zorn, so da wir nicht untergehen!
JON 3:10 Da nun Gott ihre Taten sah, da sie sich abwandten von ihren 
bsen Wegen, reute ihn das bel, das er ihnen angedroht hatte, und er tat 
es nicht.
JON 4:1 Das aber mifiel Jona gar sehr, und er ward zornig.
JON 4:2 Und Jona flehte zum HERRN und sprach: Ach, HERR, ist's nicht das, 
was ich mir sagte, als ich noch in meinem Lande war, dem ich auch durch 
die Flucht nach Tarsis zuvorkommen wollte? Denn ich wute, da du ein 
gndiger und barmherziger Gott bist, langmtig und von groer Gnade, und 
lssest dich des bels gereuen!
JON 4:3 Und nun, HERR, nimm doch meine Seele von mir; denn es ist besser, 
ich sterbe, als da ich lebe!
JON 4:4 Da sprach der HERR: Ist es recht, da du so zrnst?
JON 4:5 Hierauf ging Jona zur Stadt hinaus und lie sich stlich von der 
Stadt nieder und machte sich daselbst eine Htte und sa unter ihrem 
Schatten, bis er she, wie es der Stadt ergehen wrde.
JON 4:6 Da beorderte Gott, der HERR, eine Rizinusstaude, die wuchs ber 
Jona empor, um seinem Haupt Schatten zu spenden und ihn von seiner blen 
Laune zu befreien; und Jona freute sich sehr ber den Rizinus.
JON 4:7 Da beorderte Gott ein Wrmlein, als die Morgenrte am andern 
Morgen aufstieg; das stach den Rizinus, da er verdorrte.
JON 4:8 Und als die Sonne aufging, beorderte Gott einen trockenen Ostwind, 
und die Sonne stach Jona aufs Haupt, so da er ganz matt wurde; und er 
wnschte sich den Tod und sprach: Es wre besser, ich strbe, als da ich 
am Leben bleibe!
JON 4:9 Da sprach Gott zu Jona: Ist es recht, da du so zrnst um des 
Rizinus willen? Er sprach: Ja, ich zrne mit Recht bis zum Tod!
JON 4:10 Da sprach der HERR: Dich jammert des Rizinus, um den du dich doch 
nicht bemht und den du nicht grogezogen hast, der in einer Nacht 
entstanden und in einer Nacht verdorben ist.
JON 4:11 Und mich sollte der groen Stadt Ninive nicht jammern, in welcher 
mehr denn hundertzwanzigtausend Menschen sind, die ihre rechte Hand nicht 
von ihrer linken unterscheiden knnen; dazu so viel Vieh!
MIC 1:1 Dies ist das Wort des HERRN, welches an Micha, den Moraschiten, 
erging in den Tagen Jotams, Ahas' und Hiskias, der Knige von Juda, was er 
geschaut hat ber Samaria und Jerusalem:
MIC 1:2 Hret zu, ihr Vlker alle, merke auf, du Erde und alles, was sie 
erfllt! Und Gott, der Herr, sei Zeuge wider euch, der Herr von seinem 
heiligen Tempel aus!
MIC 1:3 Denn siehe, der HERR wird ausgehen von seiner Sttte und wird 
herabkommen und auf die Hhen der Erde treten,
MIC 1:4 da die Berge unter ihm zergehen wie Wachs vor dem Feuer und die 
Tler sich spalten sollen wie Wasser, das den Abhang hinunterstrzt.
MIC 1:5 Das alles wegen der bertretungen Jakobs und wegen der Snden des 
Hauses Israel. Was ist aber die bertretung Jakobs? Ist es nicht Samaria? 
Und welches sind die Hhen Judas? Ist es nicht Jerusalem?
MIC 1:6 Darum will ich Samaria zu einem Steinhaufen im Felde und zu einer 
Pflanzsttte fr Weinberge machen und will seine Steine ins Tal 
hinunterwerfen und seine Grundfesten blolegen;
MIC 1:7 und alle ihre Gtzenbilder sollen zerschlagen und alle ihre 
Weihgeschenke mit Feuer verbrannt werden; und ich will alle ihre 
geschnitzten Bilder der Verwstung preisgeben; denn durch Hurenlohn sind 
sie zusammengebracht worden, und zu Hurenlohn sollen sie wieder werden!
MIC 1:8 Darob will ich klagen und heulen, ausgezogen und blo einhergehen; 
ich klage wie die Schakale und jammere wie die Straue.
MIC 1:9 Denn ihre Wunde ist unheilbar; sie erstreckt sich bis nach Juda 
und reicht bis zu den Toren meines Volkes, bis nach Jerusalem.
MIC 1:10 In Gat erzhlt es nicht, in Akko weinet nicht! In Beth-Leaphra 
wlzt euch im Staube!
MIC 1:11 Geh nicht hinber, du Einwohnerschaft von Schaphir, in 
schimpflicher Ble! Die Bewohner von Zaanan ziehen nicht aus; die 
Wehklage von Beth-Ezel nimmt euch die Lust zum Aufenthalt daselbst!
MIC 1:12 Denn die Einwohnerschaft von Marot wartet auf Gutes, weil Bses 
herabgekommen ist vom HERRN zum Tore Jerusalems.
MIC 1:13 Spanne die Rosse an den Wagen, du Einwohnerschaft von Lachis! Sie 
hat der Tochter Zion den Ansto zur Snde gegeben: ja, in dir sind die 
bertretungen Israels gefunden worden.
MIC 1:14 Darum mut du Verzicht leisten auf Moreschet-Gat. Die Huser von 
Achsib werden den Knigen Israels zur Tuschung.
MIC 1:15 Einen neuen Besitzer will ich dir zufhren, Einwohnerschaft von 
Marescha; bis nach Adullam wird die Herrlichkeit Israels kommen.
MIC 1:16 Mache dich kahl und schere dein Haar wegen der Kinder deiner 
Wonne! Mache deine Glatze so breit wie diejenige eines Geiers! Denn sie 
mssen von dir weg in die Gefangenschaft wandern.
MIC 2:1 Wehe denen, die Schlechtigkeiten ersinnen und Bses vorbereiten 
auf ihren Lagern! Am Morgen, wenn es licht wird, vollfhren sie es, weil 
es in ihrer Macht steht.
MIC 2:2 Gefllt ihnen ein Feld, so rauben sie es, und wollen sie ein Haus 
haben, so nehmen sie es weg; sie vergewaltigen den Besitzer samt seinem 
Hause, den Mann samt seinem Erbteil.
MIC 2:3 Darum spricht der HERR also: Siehe, ich nehme mir Bses vor wider 
dieses Geschlecht, daraus ihr eure Hlse nicht ziehen knnt, und ihr 
werdet nicht mehr so hoch erhaben einhergehen; denn die Zeit wird bse 
sein.
MIC 2:4 An jenem Tage wird man ber euch einen Spruch anheben und ein 
Klagelied anstimmen; man wird klagen und sagen: Wir sind gnzlich 
verwstet worden; das Erbteil meines Volkes wechselt den Besitzer! Wie 
entzieht er es mir! Dem Abtrnnigen verteilt er unser Feld!
MIC 2:5 Darum wirst du niemand haben, der die Meschnur wirft bei der 
[Acker-]Verlosung, in der Gemeinde des HERRN.
MIC 2:6 Trufelt nicht! trufeln sie. Sie sollen diesen nicht trufeln, 
sonst hren die Schmhungen nicht auf!
MIC 2:7 Du, Haus Jakob, wie du genannt wirst, ist denn der Geist des HERRN 
verkrzt? Sind seine Handlungen darnach? Sind seine Worte nicht freundlich 
gegen den, welcher aufrichtig wandelt?
MIC 2:8 Gestern ist mein Volk als Feind aufgestanden; vom Kleide weg 
reien sie den Mantel denen, die sorglos vorberziehen, dem Kriege 
abgeneigt.
MIC 2:9 Ihr vertreibet die Frauen meines Volkes aus den Husern ihrer 
Wonne; von ihren Kindlein nehmt ihr meinen Schmuck fr immer weg.
MIC 2:10 Auf, macht euch davon! Hier ist kein Ruheort mehr; denn die 
Unreinigkeit richtet Verderben an, und zwar ein gewaltiges Verderben.
MIC 2:11 Wenn einer kme, der dem Wind nachliefe und ein Lgengewebe 
vortrge [und euch sagte]: Ich will euch trufeln zum Wein und starkem 
Getrnk! das wre ein Prediger fr dieses Volk!
MIC 2:12 Ich will dich, Jakob, gnzlich sammeln, ich will den Rest Israels 
zusammenbringen, will sie machen wie die Schafe in der Hrde, wie eine 
Herde auf ihrer Trift, da es von Menschen wimmeln soll.
MIC 2:13 Der Durchbrecher wird vor ihnen hinaufziehen; sie werden 
durchbrechen und zum Tore ein und ausziehen; ihr Knig wird vor ihnen 
hergehen und der HERR an ihrer Spitze.
MIC 3:1 Und ich sprach: Hret doch, ihr Hupter von Jakob und ihr Frsten 
des Hauses Israel! Ist es nicht an euch, das Recht zu kennen?
MIC 3:2 Und doch hasset ihr das Gute und liebet das Bse; zieht ihnen die 
Haut ab und das Fleisch von den Knochen!
MIC 3:3 Und wenn sie dann das Fleisch meines Volkes gefressen und ihnen 
die Haut abgezogen, ihnen die Knochen zerbrochen und sie in Stcke 
zerschnitten haben, wie man sie in einen Topf tut, und wie Fleisch, das 
man in den Kessel legt,
MIC 3:4 dann schreien sie zum HERRN; aber er antwortet ihnen nicht, 
sondern verbirgt sein Angesicht vor ihnen zu jener Zeit, weil sie so 
belgetan haben.
MIC 3:5 So spricht der HERR wider die Propheten, die mein Volk irrefhren, 
die Friede rufen, wenn ihre Zhne etwas zu beien haben, aber dem den 
heiligen Krieg erklren, der ihnen nichts ins Maul gibt.
MIC 3:6 Darum wird Nacht ber euch kommen, ohne Gesichte, und Finsternis, 
da ihr nicht wahrsagen knnt; und die Sonne wird ber den Propheten 
untergehen und der Tag ber ihnen dunkel werden;
MIC 3:7 da die Seher zuschanden werden und die Wahrsager schamrot 
dastehen; sie werden alle ihren Bart verhllen, weil sie ohne gttliche 
Antwort sind.
MIC 3:8 Ich aber bin erfllt mit Kraft, mit dem Geiste des HERRN, mit 
Recht und Mut, um Jakob sein bertreten und Israel seine Snde anzuzeigen.
MIC 3:9 Hret doch dieses, ihr Hupter des Hauses Jakob und ihr Frsten 
des Hauses Israel, die ihr das Gericht verabscheut und jede gerechte Sache 
verkehrt;
MIC 3:10 die ihr Zion mit Blutschulden bauet und Jerusalem mit Frevel!
MIC 3:11 Ihre Hupter sprechen Recht um Geschenke, ihre Priester lehren um 
Lohn, und ihre Propheten wahrsagen um Geld; und dabei sttzen sie sich auf 
den HERRN und sagen: Ist nicht der HERR unter uns? Es kann uns kein bel 
begegnen!
MIC 3:12 Darum soll um euretwillen Zion wie ein Feld gepflgt und 
Jerusalem zu einem Steinhaufen werden und der Tempelberg zu einem 
bewaldeten Hgel!
MIC 4:1 Es wird aber in den letzten Tagen geschehen, da der Berg des 
Hauses des HERRN festgegrndet an der Spitze der Berge stehen und ber 
alle Hhen erhaben sein wird.
MIC 4:2 Und Vlker werden ihm zustrmen, und viele Nationen werden 
hingehen und sagen: Kommt, lat uns wallen zum Berge des HERRN, zum Hause 
des Gottes Jakobs, da er uns ber seine Wege belehre und wir auf seinen 
Pfaden wandeln! Denn von Zion wird die Lehre ausgehen und des HERRN Wort 
von Jerusalem.
MIC 4:3 Und er wird Schiedsrichter sein zwischen groen Vlkern und 
zurechtweisen starke Nationen, die weit weg wohnen, also da sie ihre 
Schwerter zu Pflugscharen und ihre Spiee zu Rebmessern verschmieden; kein 
Volk wird wider das andere ein Schwert erheben, und sie werden nicht mehr 
den Krieg erlernen;
MIC 4:4 sondern jedermann wird unter seinem Weinstock und unter seinem 
Feigenbaum sitzen, und niemand wird ihn stren; denn der Mund des HERRN 
hat es geredet!
MIC 4:5 Denn alle Vlker mgen wandeln, ein jedes im Namen seines Gottes; 
wir aber wollen wandeln im Namen des HERRN, unsres Gottes, immer und 
ewiglich!
MIC 4:6 An jenem Tage, spricht der HERR, will ich das Hinkende sammeln, 
und das Verstoene zusammenbringen und die, denen ich Unheil zugefgt habe;
MIC 4:7 und will aus dem Hinkenden einen berrest machen und aus dem, was 
weit entfernt war, ein starkes Volk; und der HERR wird ber sie herrschen 
auf dem Berge Zion von nun an bis in Ewigkeit.
MIC 4:8 Und du, Herdenturm, Hgel der Tochter Zion, bis zu dir wird 
reichen und zu dir wird zurckkehren die frhere Herrschaft, das Knigtum 
der Tochter Jerusalem!
MIC 4:9 Was schreist du aber jetzt so laut? Ist kein Knig bei dir? Sind 
deine Ratsherren umgekommen, da dich Wehen ergriffen haben wie eine 
Gebrende?
MIC 4:10 Zittere und sthne, du Tochter Zion, wie eine Gebrende; denn nun 
mut du zur Stadt hinaus und auf dem Felde wohnen und nach Babel ziehen! 
Dort sollst du gerettet werden, dort wird dich der HERR erlsen aus der 
Hand deiner Feinde.
MIC 4:11 Denn jetzt haben sich viele Vlker wider dich versammelt, welche 
sagen: Sie soll entweiht werden, damit unser Auge seine Lust an Zion 
sehe!
MIC 4:12 Sie wissen aber nicht, was der HERR im Sinne hat, und merken 
seinen Ratschlu nicht, da er sie zusammengebracht hat wie Garben auf der 
Tenne.
MIC 4:13 Mache dich auf und drisch, du Tochter Zion! Denn ich mache dir 
eiserne Hrner und eherne Hufe, da du groe Vlker zermalmest und ihren 
Raub dem HERRN weihest und ihren Reichtum dem Beherrscher der ganzen Erde.
MIC 5:1 (04-14) Nun schliee deine Reihen, du Schar! Man errichtet 
Bollwerke gegen uns; mit der Rute wollen sie den Richter Israels auf den 
Backen schlagen.
MIC 5:2 (05-1) Und du, Bethlehem-Ephrata, du bist zwar klein, um unter den 
Hauptorten Judas zu sein; aber aus dir soll mir hervorgehen, der Herrscher 
ber Israel werden soll, dessen Ursprung von Anfang, von Ewigkeit her 
gewesen ist.
MIC 5:3 (05-2) Darum gibt er sie hin bis zu der Zeit, da die, so gebren 
soll, wird geboren haben und der berrest seiner Brder zu den Kindern 
Israel zurckkehren wird.
MIC 5:4 (05-3) Und er wird auftreten und [sie] weiden in der Kraft des 
HERRN und in der Hoheit des Namens des HERRN, seines Gottes; und sie 
werden [sicher] wohnen; denn er wird gro sein bis an die Enden der Erde.
MIC 5:5 (05-4) Und dieser wird der Friede sein! Wenn Assur in unser Land 
kommt und unsere Palste betritt, so werden wir sieben Hirten und acht 
Menschenfrsten gegen ihn aufstellen;
MIC 5:6 (05-5) die werden das Land Assur mit dem Schwerte abweiden und das 
Land Nimrod mit ihren bloen Waffen; und so wird er uns von dem Assyrer 
erretten, wenn dieser in unser Land kommt und unser Gebiet betritt.
MIC 5:7 (05-6) Und es wird der berrest Jakobs inmitten vieler Vlker sein 
wie ein Tau vom HERRN, wie Regenschauer auf das Gras, das auf niemand 
wartet und nicht auf Menschenkinder hofft.
MIC 5:8 (05-7) Und der berrest Jakobs wird unter den Nationen inmitten 
vieler Vlker sein wie ein Lwe unter den Tieren des Waldes, wie ein 
junger Leu unter den Schafherden, der, wenn er hindurchgeht, niedertritt 
und zerreit, da niemand retten kann.
MIC 5:9 (05-8) Deine Hand wird siegen ber deine Widersacher, und alle 
deine Feinde sollen ausgerottet werden!
MIC 5:10 (05-9) An jenem Tage soll es geschehen, spricht der HERR, da ich 
deine Rosse aus deiner Mitte ausrotten und deine Wagen abschaffen werde;
MIC 5:11 (05-10) und ich will die Stdte deines Landes ausrotten und alle 
deine Festungen schleifen.
MIC 5:12 (05-11) Ich will auch die Zauberdinge aus deiner Hand ausrotten, 
und du sollst keine Wolkendeuter mehr haben.
MIC 5:13 (05-12) Auch deine Bilder und deine geschnitzten Bildsulen will 
ich aus deiner Mitte vertilgen, da du das Werk deiner Hnde nicht mehr 
anbeten sollst.
MIC 5:14 (05-13) Dazu will ich die Ascheren in deiner Mitte ausreien und 
deine Gtzen vernichten.
MIC 5:15 (05-14) Also will ich mit Zorn und Grimm Rache ben an den 
Nationen, die nicht hren wollten.
MIC 6:1 Hret doch, was der HERR spricht: Mache dich auf und rechte vor 
den Bergen und la die Hgel deine Stimme hren!
MIC 6:2 Hret doch, ihr Berge, den Rechtsstreit des HERRN und [merket 
auf,] ihr dauerhaften Grundfesten der Erde! Denn der HERR hat einen 
Rechtsstreit mit seinem Volk, und mit Israel will er sich 
auseinandersetzen.
MIC 6:3 Mein Volk, was habe ich dir getan, und womit habe ich dich 
beleidigt? Lege Zeugnis ab wider mich!
MIC 6:4 Habe ich dich doch aus gyptenland heraufgefhrt und dich aus dem 
Diensthause erlst und Mose, Aaron und Mirjam vor dir her gesandt!
MIC 6:5 Mein Volk, bedenke doch, was Balak, der Moabiterknig, vorhatte, 
und was Bileam, der Sohn Beors, ihm antwortete, [und was geschah] von 
Sittim bis Gilgal, damit du erkennest die Wohltaten des HERRN!
MIC 6:6 Womit soll ich vor den HERRN treten, mich beugen vor dem hohen 
Gott? Soll ich mit Brandopfern, mit einjhrigen Klbern vor ihn treten?
MIC 6:7 Hat der HERR Wohlgefallen an Tausenden von Widdern oder an 
unzhligen Strmen l? Soll ich meinen Erstgeborenen geben fr meine 
bertretung, die Frucht meines Leibes fr die Snde meiner Seele?
MIC 6:8 Es ist dir gesagt, Mensch, was gut ist und was der HERR von dir 
fordert: was anders als Recht tun, Liebe ben und demtig wandeln mit 
deinem Gott?
MIC 6:9 Die Stimme des HERRN ruft der Stadt zu, und weise ist, wer deinen 
Namen frchtet. Hret die Strafe und wer sie festgesetzt hat!
MIC 6:10 Bleibt noch unrecht Gut in des Gottlosen Haus und das verfluchte, 
magere Epha?
MIC 6:11 Kann ich lauter sein bei unrechter Waage und wenn falsche 
Gewichtsteine im Beutel sind?
MIC 6:12 Weil denn ihre Reichen so gewaltttig sind und ihre Einwohner 
Lgen reden und falsche Zungen in ihrem Munde haben,
MIC 6:13 so will auch ich dich krank schlagen, dich verwsten um deiner 
Snden willen:
MIC 6:14 Du wirst essen und doch nicht satt werden, sondern dein Hunger 
bleibt in deinem Innern. Schaffst du etwas beiseite, so kannst du es doch 
nicht retten, und was du rettest, will ich dem Schwerte preisgeben.
MIC 6:15 Du wirst sen, aber nicht ernten; du wirst Oliven pressen, aber 
dich nicht mit l salben, Most keltern, aber keinen Wein trinken!
MIC 6:16 Denn man beobachtet die Satzungen Omris und handelt genau so wie 
das Haus Ahabs und wandelt nach ihrem Rat, so da ich dich zum Entsetzen 
mache und deine Bewohner zum Gesptt und ihr die Schmach der Vlker tragen 
sollt.
MIC 7:1 Wehe mir, denn es geht mir wie denen, welche Obst einsammeln, 
welche im Herbst Nachlese halten: Keine Traube mehr gibt es zu essen, 
keine Frhfeige, nach welcher doch meine Seele verlangt!
MIC 7:2 Der Fromme ist aus dem Lande verschwunden, und es ist kein 
Redlicher mehr unter den Menschen. Sie lauern alle auf Blut, einer legt 
dem andern Schlingen.
MIC 7:3 Zum Bsen brauchen sie beide Hnde, um es ja recht gut zu machen; 
der Frst fordert, und dem Richter ist es um den Lohn zu tun; der Groe 
sagt, wie er es haben will, und darnach drehen sie's!
MIC 7:4 Der Beste von ihnen ist wie ein Dorn, der Redlichste schlimmer als 
eine Dornhecke. Der Tag deiner Wchter, deiner Heimsuchung, ist da; jetzt 
wird ihre Bestrzung kommen!
MIC 7:5 Verlasset euch nicht auf den Nchsten, vertrauet dem Verwandten 
nicht, bewahre die Pforte deines Mundes vor der, die in deinen Armen liegt!
MIC 7:6 Denn der Sohn verachtet den Vater, die Tochter erhebt sich wider 
die Mutter, die Sohnsfrau wider ihre Schwieger; des Menschen Feinde sind 
seine Hausgenossen!
MIC 7:7 Ich aber will nach dem HERRN ausschauen, will harren auf den Gott 
meines Heils; mein Gott wird mich hren.
MIC 7:8 Freue dich nicht ber mich, meine Feindin, denn ob ich auch 
gefallen bin, so stehe ich wieder auf; ob ich auch in der Finsternis 
sitze, so ist doch der HERR mein Licht!
MIC 7:9 Des HERRN Zorn will ich tragen (denn ich habe wider ihn 
gesndigt), bis er meine Sache ausfhrt und mir Recht schafft; er wird 
mich ans Licht herausfhren, da ich mit Lust seine Gerechtigkeit schaue.
MIC 7:10 Wenn meine Feindin das sieht, wird Schamrte sie bedecken, sie, 
die zu mir sagt: Wo ist der HERR, dein Gott? Meine Augen werden es 
mitansehen, nun wird sie zertreten werden wie Kot auf der Gasse.
MIC 7:11 Am Tage, da man deine Mauern baut, an dem Tage wird deine Grenze 
weit werden.
MIC 7:12 An jenem Tage wird man zu dir kommen von Assur und von den 
Stdten gyptens und von gypten bis zum Euphratstrom, von Meer zu Meer 
und von Berg zu Berg.
MIC 7:13 Aber die Erde wird zur Wste werden um ihrer Bewohner willen, 
infolge ihrer beltaten.
MIC 7:14 Weide dein Volk mit deinem Stabe, die Schafe deines Erbteils, 
welche abgesondert wohnen im Walde, mitten auf dem Karmel; la sie in 
Basan und Gilead weiden wie in uralter Zeit!
MIC 7:15 Ich will sie Wunder sehen lassen wie zu der Zeit, als du aus 
gypten zogst!
MIC 7:16 Die Heiden werden es sehen und zuschanden werden trotz aller 
ihrer Macht; sie werden ihre Hand auf den Mund legen, und ihre Ohren 
werden taub sein.
MIC 7:17 Sie werden Staub lecken wie die Schlangen, wie Erdenwrmer 
zitternd aus ihren Lchern hervorkriechen; angstvoll werden sie zu dem 
HERRN, unserm Gott, nahen und sich frchten vor dir.
MIC 7:18 Wer ist, o Gott, wie du, der die Snde vergibt und dem Rest 
seines Erbteils die bertretung erlt, der seinen Zorn nicht allzeit 
festhlt, sondern Lust an der Gnade hat?
MIC 7:19 Er wird sich unser wieder erbarmen, unsere Bosheit bezwingen. Und 
du wirst alle ihre Snden in die Tiefe des Meeres werfen!
MIC 7:20 Du wirst Jakob treulich geben und Abraham gndig halten, was du 
unsern Vtern vorlngst geschworen hast.
NAH 1:1 Weissagung ber Ninive, Buch des Gesichtes Nahums, des Elkoschiten:
NAH 1:2 Ein eifernder und rchender Gott ist der HERR; ein Rcher ist der 
HERR und voller Zorn; ein Rcher ist der HERR gegenber seinen 
Widersachern, er verharrt [im Zorn] gegen seine Feinde.
NAH 1:3 Der HERR ist langmtig und von groer Kraft; aber er lt gewi 
nicht ungestraft. Des HERRN Weg ist im Sturmwind und Ungewitter, und 
Wolken sind der Staub seiner Fe.
NAH 1:4 Er schilt das Meer und trocknet es aus und lt alle Strme 
versiegen; Basan und Karmel verwelken, und Libanons Grn verdorrt.
NAH 1:5 Berge erbeben vor ihm, und die Hgel vergehen; das Land erhebt 
sich vor seinem Angesicht, der Erdkreis samt allen, die darauf wohnen.
NAH 1:6 Wer kann bestehen vor seinem Grimm, und wer widersteht der Glut 
seines Zorns? Sein Grimm ergiet sich wie ein Feuer, und Felsen strzen 
vor ihm hin.
NAH 1:7 Gtig ist der HERR, eine Zuflucht am Tage der Not, und er kennt 
die, welche auf ihn vertrauen.
NAH 1:8 Aber mit berstrmender Flut wird er jener Sttte verwsten und 
seine Feinde in die Finsternis jagen.
NAH 1:9 Was macht ihr Anschlge wider den HERRN? Er wird sie zunichte 
machen! Die Drangsal wird sich nicht zum zweitenmal erheben.
NAH 1:10 Denn wie Dornen vom Feuer und wie guter Wein von den Trinkern, so 
werden sie verschlungen wie Stoppeln, die ganz drre sind.
NAH 1:11 Von dir ist ausgegangen, der wider den HERRN Arges ersann, der 
Heilloses plante.
NAH 1:12 So spricht der HERR: Wenn sie sich auch sicher fhlen und noch so 
zahlreich sind, so sollen sie doch abgehauen werden, und es wird aus sein 
mit ihnen. Wenn ich dich demtige, werde ich dich nicht nochmals demtigen 
mssen;
NAH 1:13 sondern nun will ich dein Joch zerbrechen und deine Bande 
zerreien.
NAH 1:14 Und der HERR hat gegen dich den Befehl erlassen: Dein Name soll 
nicht mehr fortgepflanzt werden; vom Hause deines Gottes rotte ich 
gemeielte und gegossene Bilder aus; ich will dir dein Grab herrichten, 
denn du bist zu leicht erfunden worden!
NAH 1:15 (02-1) Siehe auf den Bergen die Fe eines guten Boten, der 
Frieden predigt: Feiere, Juda, dein Feste, bezahle deine Gelbde! Denn der 
Heillose wird forthin nicht mehr ber dich kommen; er ist gnzlich 
vertilgt!
NAH 2:1 (02-2) DER Zerstrer ist wider dich herangezogen; bewache die 
Festung, beobachte die Strae; strke deine Lenden, nimm deine Kraft aufs 
uerste zusammen!
NAH 2:2 (02-3) Denn der HERR hat Jakobs Stolz gewendet, gleichwie Israels 
Stolz; denn die Plnderer haben sie geplndert und ihre Reben verderbt.
NAH 2:3 (02-4) Der Schild seiner Helden ist gertet, die Krieger sind in 
Scharlach gekleidet, feuerrot; am Tage der Rstung klirren die Geschirre 
der Pferde, und die Lanzen werden geschwungen.
NAH 2:4 (02-5) Die Wagen rasen wie toll durch die Straen und berholen 
einander auf den Pltzen; sie sind anzusehen wie Fackeln, fahren daher wie 
Blitze.
NAH 2:5 (02-6) Er bietet seine Wrdentrger auf, sie straucheln auf dem 
Wege, sie eilen zur Mauer, und das Schutzdach wird aufgestellt.
NAH 2:6 (02-7) Die Tore an den Strmen werden erbrochen, und der Palast 
verzagt.
NAH 2:7 (02-8) Aber es steht fest: Sie wird entblt, abgefhrt, und ihre 
Mgde seufzen wie Tauben und schlagen sich an die Brust.
NAH 2:8 (02-9) Und doch glich Ninive von jeher einem Wasserteich dennoch 
fliehen sie! Stehet still, haltet stand!
NAH 2:9 (02-10) Aber niemand wendet sich um! Raubet Silber, raubet Gold, 
denn ihres Vorrates ist kein Ende, sie ist beladen mit allerlei kstlichem 
Geschmeide!
NAH 2:10 (02-11) Leer und ausgeplndert, verwstet [ist sie]! Verzagte 
Herzen und schlotternde Knie und Schmerz in allen Hften und Totenblsse 
auf allen Gesichtern!
NAH 2:11 (02-12) Wo ist nun die Hhle der Lwen und die Weide der jungen 
Leuen, wo der Lwe mit der Lwin wandelte und das Lwenktzchen sicher 
war, da niemand es erschreckte?
NAH 2:12 (02-13) Der Lwe raubte, soviel seine Jungen bedurften, und 
wrgte fr seine Lwinnen und fllte seine Hhle mit Raub und seine 
Schlupfwinkel mit zerrissener Beute.
NAH 2:13 (02-14) Siehe, ich will an dich, spricht der HERR der 
Heerscharen, und lasse deine Kriegswagen in Rauch aufgehen; und deine 
Lwen soll das Schwert fressen; und ich will deine Beute von der Erde 
vertilgen, und man soll die Stimme deiner Gesandten nicht mehr hren!
NAH 3:1 Wehe der blutbefleckten Stadt, die voll ist von Lge und Gewalttat 
und nicht aufhrt zu rauben!
NAH 3:2 Peitschenknall und Rdergerassel, jagende Rosse und galoppierende 
Wagen!
NAH 3:3 Strmende Reiter, funkelnde Schwerter und blitzende Spiee! Viele 
Verwundete und Haufen von Erschlagenen, zahllose Leichen, so da man 
darber strauchelt.
NAH 3:4 Um der groen Unzucht willen der Buhlerin, der anmutigen 
Zaubermeisterin, welche Vlker mit ihrer Unzucht berckte und ganze 
Geschlechter mit ihrer Zauberei.
NAH 3:5 Siehe, ich will an dich, spricht der HERR der Heerscharen, und 
will dir deine Sume bers Gesicht ziehen, da die Vlker deine Ble 
sehen und die Knigreiche deine Schande.
NAH 3:6 Und ich will dich mit Unrat bewerfen und dich beschimpfen lassen 
und zur Schau stellen,
NAH 3:7 da alle, die dich sehen, von dir fliehen und sagen werden: 
Verwstet ist Ninive! Wer will ihr Beileid bezeugen? Wo soll ich dir 
Trster suchen?
NAH 3:8 Sollte es dir besser gehen als No-Amon, der Stadt am Nil, die 
rings vom Wasser umgeben war, deren Wehr das Meer bildete, deren Mauer die 
Flut war?
NAH 3:9 Mohrenland war ihre Strke. gypten, ja, ohne Zahl, Puth und 
Libien gehrten zu ihren Hilfsvlkern.
NAH 3:10 Dennoch mute auch sie in die Gefangenschaft wandern, auch ihre 
Kindlein wurden an allen Straenecken zerschmettert; man warf ber ihre 
Angesehenen das Los, und alle ihre Groen wurden in Fesseln gelegt.
NAH 3:11 So wirst auch du trinken mssen und umnachtet sein, auch du wirst 
eine Zuflucht suchen vor dem Feind!
NAH 3:12 Alle deine Festungen sind wie Feigenbume mit Frhfeigen; wenn 
man sie schttelt, so fallen sie dem, der essen will, in den Mund.
NAH 3:13 Siehe, dein Volk ist zu Weibern geworden in deiner Mitte; deinen 
Feinden werden die Tore deines Landes geffnet; Feuer hat deine Riegel 
verzehrt!
NAH 3:14 Schpfe dir Wasser fr die Belagerung! Verstrke deine Bollwerke! 
Tritt den Ton und stampfe den Lehm, nimm die Ziegelform zur Hand!
NAH 3:15 Dort wird das Feuer dich verzehren, das Schwert dich ausrotten; 
es wird dich verzehren wie junge Heuschrecken; denn du bist so zahlreich 
wie die jungen Heuschrecken, wie die Wanderheuschrecken hast du dich 
vermehrt!
NAH 3:16 Deiner Kaufleute sind mehr geworden als Sterne am Himmel; wie 
junge Heuschrecken huten sie sich und fliegen davon.
NAH 3:17 Deine Sldner sind wie die Heuschrecken, und deine Beamten 
gleichen den Kfern, die sich an kalten Tagen an der Mauer lagern; wenn 
aber die Sonne aufgeht, so fliegen sie davon, und niemand wei, wohin sie 
gekommen sind.
NAH 3:18 Whrend deine Hirten schlummerten, deine Wrdentrger schliefen, 
hat sich dein Volk, o Knig von Assur, ber die Berge zerstreut, und 
niemand sammelt es mehr!
NAH 3:19 Dein Unglck wird durch nichts gemildert, unheilbar ist deine 
Wunde. Alle, die davon hren, klatschen in die Hnde ber dich; denn ber 
wen ist nicht deine Bosheit ohne Unterla ergangen?
HAB 1:1 Die Last, welche der Prophet Habakuk geschaut hat:
HAB 1:2 Wie lange, o HERR, soll ich zu dir schreien, ohne da du hrst, 
dir Unrecht klagen, ohne da du hilfst?
HAB 1:3 Warum lssest du mich Elend sehen und schaust dem Jammer zu? 
Gewalttat und Frevel werden vor meinen Augen begangen, es entsteht Hader, 
und Streit erhebt sich.
HAB 1:4 Darum erlahmt das Gesetz, und das Recht bricht nimmermehr durch; 
denn der Gottlose umringt den Gerechten; darum kommt das Urteil verkehrt 
heraus!
HAB 1:5 Seht, ihr Verchter, und schaut umher, verwundert und entsetzt 
euch! Denn ich tue ein Werk in euren Tagen; ihr wrdet es nicht glauben, 
wenn man es erzhlte!
HAB 1:6 Denn siehe, ich erwecke die Chalder, ein bitterbses und behendes 
Volk, das die Breiten der Erde durchzieht, um Wohnsitze zu erobern, die 
ihm nicht gehren.
HAB 1:7 Es ist schrecklich und furchtbar; sein Recht und sein Ansehen 
gehen von ihm selber aus.
HAB 1:8 Schneller als Pardel sind seine Rosse und grimmiger als Wlfe am 
Abend; seine Reiter kommen im Galopp daher, von fernher kommen die Reiter; 
sie fliegen daher wie ein Adler, der zum Frae eilt.
HAB 1:9 Nur auf Gewalttaten geht es aus, sein Angesicht ist stracks nach 
vorn gerichtet, und es bringt Gefangene ein wie Sand.
HAB 1:10 Es spottet der Knige, und Frsten sind ihm ein Spa; es lacht 
aller Festungen, schttet Erde auf und erobert sie.
HAB 1:11 Dann gewinnt es neuen Mut, geht zu weit und versndigt sich; denn 
diese seine Kraft macht es zu seinem Gott.
HAB 1:12 Bist du, o HERR, nicht von Anfang an mein Gott, mein Heiliger? 
Wir werden nicht sterben. HERR, zum Gericht hast du ihn bestellt, und zur 
Strafe hast du, o Fels, ihn verordnet.
HAB 1:13 Deine Augen sind so rein, da sie das Bse nicht sehen knnen; du 
kannst dem Jammer nicht zuschauen. Warum siehst du denn den Frevlern 
schweigend zu, whrend der Gottlose den verschlingt, der gerechter ist als 
er?
HAB 1:14 Du lssest die Menschen so behandeln wie die Fische im Meer, wie 
Gewrm, das keinen Herrscher hat.
HAB 1:15 Er fischt sie alle mit der Angel heraus, fngt sie mit seinem 
Netz und sammelt sie in sein Garn; darber freut er sich und frohlockt.
HAB 1:16 Darum opfert er auch seinem Netz und ruchert seinem Garn; denn 
ihnen verdankt er seine fetten Bissen und seine krftige Nahrung.
HAB 1:17 Sollte er aber darum sein Netz bestndig auswerfen und ohne 
Erbarmen Vlker erwrgen?
HAB 2:1 Auf meine Warte will ich treten und mich stellen auf den Turm, 
damit ich ersphe und sehe, was er mir sagen wird und was fr eine Antwort 
ich auf meine Klage bekommen werde.
HAB 2:2 Da antwortete mir der HERR und sprach: Schreibe das Gesicht nieder 
und grabe es auf Tafeln, damit man es gelufig lesen kann!
HAB 2:3 Denn das Gesicht gilt noch fr die bestimmte Zeit und eilt dem 
Ende zu und wird nicht trgen; wenn es verzieht, so harre seiner, denn es 
wird gewi kommen und sich nicht verspten.
HAB 2:4 Siehe, der Aufgeblasene, unaufrichtig ist seine Seele in ihm; aber 
der Gerechte wird durch seinen Glauben leben.
HAB 2:5 Und dazu kommt noch der tckische Wein. Der Mann wird bermtig 
und bleibt nicht ruhig; er wird so begehrlich wie der Scheol und 
unersttlich wie der Tod, da er alle Vlker zu sich sammeln und alle 
Nationen an sich ziehen will.
HAB 2:6 Werden nicht diese alle einen Spruch ber ihn machen und ein 
Spottlied in Rtseln auf ihn dichten? Man wird sagen: Wehe dem, der sich 
bereichert mit fremdem Gut (wie lange noch?), der sich mit Pfandgut 
beschwert!
HAB 2:7 Werden nicht pltzlich aufstehen, die dich betreiben werden, und 
aufwachen, die dich peinigen werden, so da du ihnen zur Beute wirst?
HAB 2:8 Denn wie du viele Vlker geplndert hast, so sollen alle 
briggebliebenen Vlker dich plndern wegen des vergossenen Menschenblutes 
und der Vergewaltigung des Landes, der Stadt und aller ihrer Bewohner!
HAB 2:9 Wehe dem, der nach bsem Gewinn trachtet fr sein Haus, um dann 
sein Nest in der Hhe anzulegen und sicher zu sein vor der Hand des 
Bsewichts!
HAB 2:10 Du hast beschlossen, was deinem Haus zur Schande gereicht, die 
Vertilgung vieler Vlker, und durch deine Snden hast du deine Seele 
verwirkt.
HAB 2:11 Ja, der Stein wird aus der Mauer heraus schreien und die Sparre 
im Holzwerk ihm antworten.
HAB 2:12 Wehe dem, der die Stadt mit Blut baut und die Burg mit 
Ungerechtigkeit befestigt!
HAB 2:13 Siehe, kommt es nicht vom HERRN der Heerscharen, da Vlker frs 
Feuer arbeiten und Nationen fr nichts sich abmhen?
HAB 2:14 Denn die Erde wird voll werden der Erkenntnis der Herrlichkeit 
des HERRN, gleichwie die Wasser den Meeresgrund bedecken.
HAB 2:15 Wehe dem, der seinem Nchsten zu trinken gibt aus dem Becher 
seines Grimms und ihn sogar trunken macht, damit er seine Ble sehe!
HAB 2:16 Du hast dich von Schande gesttigt, statt von Ehre; so trinke 
auch du und entble dich. Die Reihe wird auch an dich kommen, den Becher 
zu nehmen aus der rechten Hand des HERRN, und Schande wird fallen auf 
deine Herrlichkeit.
HAB 2:17 Denn der Frevel am Libanon wird auf dir lasten, und die 
Verheerung der wilden Tiere wird dich schrecken, um des vergossenen 
Menschenblutes willen und wegen der Vergewaltigung des Landes, der Stadt 
und aller ihrer Bewohner.
HAB 2:18 Was ntzt ein gemeieltes Bild, da der Bildhauer es geschaffen 
hat, ein gegossenes Bild und ein Lgenlehrer dazu? Denn der es gemacht 
hat, vertraut auf sein eigenes Machwerk, so da er stumme Gtzen 
verfertigt.
HAB 2:19 Wehe dem, der zum Holz spricht: Wache auf! und zum stummen 
Stein: Stehe auf! Kann er lehren? Siehe, er ist in Gold und Silber 
gefat, und es ist gar kein Geist in ihm!
HAB 2:20 Aber der HERR ist in seinem heiligen Tempel, stille sei vor ihm 
alle Welt!
HAB 3:1 Ein Gebet des Propheten Habakuk, nach Art einer Ode.
HAB 3:2 O HERR, ich habe die Kunde von dir vernommen, ich bin erschrocken. 
O HERR, belebe dein Werk inmitten der Jahre! Inmitten der Jahre tue dich 
kund! Im Zorn sei eingedenk deiner Barmherzigkeit!
HAB 3:3 Gott kommt von Teman her und der Heilige vom Berge Paran (Pause). 
Seine Pracht bedeckt den Himmel, und seines Lobes ist die Erde voll.
HAB 3:4 Ein Glanz entsteht, wie Licht; Strahlen gehen aus seiner Hand 
hervor, und daselbst ist seine Kraft verborgen.
HAB 3:5 Vor ihm her geht die Pestilenz, und die Seuche folgt ihm auf dem 
Fue.
HAB 3:6 Bleibt er stehen, so erbebt die Erde, sieht er die Vlker an, so 
schrecken sie auf, und die uralten Berge zerstieben, es sinken die ewigen 
Hgel; er wandelt ewige Pfade.
HAB 3:7 In Nten sehe ich die Htten Kuschans, es zittern die Zelte des 
Landes Midian.
HAB 3:8 Ist der HERR ber die Strme ergrimmt? Ergiet sich dein Zorn ber 
die Flsse, dein Grimm ber das Meer, da du auf deinen Rossen reitest, 
auf deinen Wagen des Heils?
HAB 3:9 Blo, enthllt ist dein Bogen; deine Eide sind die Pfeile, gem 
deinem Wort (Pause). Durch Strme zerteilst du das Land.
HAB 3:10 Wenn die Berge dich sehen, erzittern sie; die Wasserfluten wogen 
einher, der Ozean lt seine Stimme hren, hoch gehen seine Wellen.
HAB 3:11 Sonne und Mond bleiben in ihrer Wohnung beim Leuchten deiner 
fliegenden Pfeile, beim Glanz deines blitzenden Speers.
HAB 3:12 Im Grimm schreitest du ber die Erde, im Zorn zerdrischest du die 
Heiden.
HAB 3:13 Du ziehst aus zum Heil deines Volkes, zum Heil deines Gesalbten; 
du zerschmetterst das Haupt von dem Hause des Gottlosen, entblest den 
Grund bis an den Hals (Pause).
HAB 3:14 Du durchbohrst mit ihren eigenen Speeren das Haupt seiner Horden; 
sie strmten einher, um mich in die Flucht zu schlagen, und erhoben ihr 
Freudengeschrei, als wollten sie den Elenden im Verborgenen verzehren.
HAB 3:15 Du betrittst das Meer mit deinen Rossen, die schumenden 
Wassermassen.
HAB 3:16 Als ich das hrte, erzitterte mein Leib; ob dieser Stimme 
erbebten meine Lippen; Fulnis drang in mein Gebein, und meine Fe 
zitterten, denn sollte ich ruhig sein knnen am Tage der Not, da gegen das 
Volk heranzieht, der es angreifen will?
HAB 3:17 Denn der Feigenbaum wird nicht ausschlagen und der Weinstock 
keinen Ertrag abwerfen; die Frucht des lbaums wird trgen, und die cker 
werden keine Nahrung liefern; die Schafe werden aus den Hrden 
verschwinden und kein Rind mehr in den Stllen sein.
HAB 3:18 Ich aber will mich im HERRN freuen und frohlocken ber den Gott 
meines Heils!
HAB 3:19 Der HERR, der Herr, ist meine Kraft; er hat meine Fe denen der 
Hindinnen gleich gemacht und wird mich auf meine Hhen treten lassen! Dem 
Vorsteher, auf meinem Saiteninstrument.
ZEP 1:1 Das Wort des HERRN, welches an Zephanja, den Sohn Kuschis, des 
Sohnes Gedaljas, des Sohnes Amarjas, des Sohnes Hiskias, erging, in den 
Tagen Josias, des Sohnes Amons, des Knigs von Juda:
ZEP 1:2 Ich will alles vom Erdboden wegraffen, spricht der HERR.
ZEP 1:3 Ich will wegraffen Menschen und Vieh, die Vgel des Himmels und 
die Fische im Meer und die rgernisse mitsamt den Gottlosen, und will den 
Menschen vom Erdboden vertilgen, spricht der HERR.
ZEP 1:4 Und ich will meine Hand ausstrecken wider Juda und wider alle 
Bewohner von Jerusalem und will von diesem Orte ausrotten den berrest des 
Baalsdienstes, den Namen der Gtzendiener samt den Priestern;
ZEP 1:5 auch die, welche auf den Dchern das Heer des Himmels anbeten, 
samt denen, welche den HERRN anbeten und bei ihm schwren, zugleich aber 
auch bei Malkom schwren;
ZEP 1:6 und die, welche abweichen von der Nachfolge des HERRN und weder 
den HERRN suchen, noch nach ihm fragen.
ZEP 1:7 Seid stille vor dem Angesicht Gottes, des HERRN! Denn nahe ist der 
Tag des HERRN; denn der HERR hat ein Schlachtopfer zugerichtet, er hat 
seine Geladenen geheiligt.
ZEP 1:8 Und es wird geschehen am Tage des Schlachtopfers des HERRN, da 
ich strafen werde die Frsten und des Knigs Shne und alle, die sich in 
auslndische Gewnder hllen;
ZEP 1:9 auch werde ich an jenem Tage alle diejenigen strafen, welche ber 
die Schwelle hpfen, die das Haus ihres Herrn mit gewaltttig und 
betrgerisch erworbenem Gute fllen.
ZEP 1:10 An jenem Tage, spricht der HERR, wird ein Geschrei vom Fischtor 
her erschallen und ein Geheul vom andern Stadtteil her und ein groes 
Krachen von den Hgeln her.
ZEP 1:11 Heulet, die ihr im Mhlental wohnet! Denn das ganze Krmervolk 
ist vernichtet, alle Geldabwger werden ausgerottet.
ZEP 1:12 Und es wird geschehen, da ich zu jener Zeit Jerusalem mit 
Laternen durchsuchen und darin alle die Leute heimsuchen werde, die auf 
ihren Hefen erstarrt sind, indem sie in ihrem Herzen sagen: Der HERR wird 
weder Gutes noch Bses tun!
ZEP 1:13 Ihr Vermgen soll der Plnderung und ihre Huser der Verwstung 
anheimfallen; sie werden Huser bauen und nicht darin wohnen, Weinberge 
pflanzen und keinen Wein davon trinken.
ZEP 1:14 Nahe ist der groe Tag des HERRN; nahe ist er und eilend kommt er 
herbei! Die Stimme des Tages des HERRN! Bitter schreit auf auch der Held.
ZEP 1:15 Ein Tag des Zorns ist dieser Tag, ein Tag der Angst und der 
Bedrngnis, ein Tag des Ruins und der Zerstrung, ein Tag der Finsternis 
und des Dunkels, ein bewlkter und finsterer Tag,
ZEP 1:16 ein Tag des Posaunen und Trompetenklangs wider die festen Stdte 
und die hohen Zinnen.
ZEP 1:17 Da will ich die Menschen ngstigen, da sie herumtappen wie die 
Blinden; denn am HERRN haben sie sich versndigt; darum soll ihr Blut 
hingeschttet werden wie Staub und ihr Fleisch wie Mist!
ZEP 1:18 Weder ihr Silber noch ihr Gold wird sie zu retten vermgen am 
Tage des Zornes des HERRN, sondern durch das Feuer seines Eifers soll die 
ganze Erde verzehrt werden; denn einen pltzlichen Untergang wird er allen 
Bewohnern der Erde bereiten.
ZEP 2:1 Tut euch zusammen, sammelt euch, Volk ohne Scham,
ZEP 2:2 ehe der Ratschlu sich erfllt (wie Spreu geht der Tag vorber!), 
ehe der grimmige Zorn des HERRN ber euch kommt, ehe der Tag des Zornes 
des HERRN euch ereilt!
ZEP 2:3 Suchet den HERRN, alle ihr Demtigen im Lande, die ihr sein Recht 
bet! Suchet Gerechtigkeit, befleiiget euch der Demut; vielleicht werdet 
ihr Bergung finden am Tage des Zornes des HERRN!
ZEP 2:4 Denn Gaza wird verlassen und Askalon verdet werden, Asdod soll am 
hellen Mittag fortgetrieben und Ekron ausgerottet werden.
ZEP 2:5 Wehe den Bewohnern der Meereskste, dem Kretervolk! Das Wort des 
HERRN ergeht wider dich, Kanaan, du Philisterland: Ich will dich also zu 
Grunde richten, da niemand mehr da wohnen soll!
ZEP 2:6 Und es soll der Landstrich am Meere zu Hirtenwohnungen und 
Schafhrden werden;
ZEP 2:7 und dieser Landstrich soll den briggebliebenen vom Hause Juda als 
Erbteil zufallen, da sie darauf weiden und sich des Abends in den Husern 
von Askalon lagern sollen, denn der HERR, ihr Gott, wird sie heimsuchen 
und ihr Gefngnis wenden.
ZEP 2:8 Ich habe die Beschimpfung Moabs gehrt und die Lsterungen der 
Kinder Ammon, womit sie mein Volk geschmht und sich wider ihr Gebiet 
gerhmt haben.
ZEP 2:9 Darum, so wahr ich lebe, spricht der HERR der Heerscharen, der 
Gott Israels, soll Moab wie Sodom und die Kinder Ammon wie Gomorra werden, 
nmlich ein Besitz der Nesseln und eine Salzgrube und eine ewige Wstenei; 
die briggebliebenen meines Volkes sollen sie berauben und der Rest meiner 
Nation sie beerben.
ZEP 2:10 Solches soll ihnen widerfahren fr ihren Stolz, da sie gelstert 
und wider das Volk des HERRN der Heerscharen grogetan haben.
ZEP 2:11 Furchtbar wird der HERR ber ihnen sein; denn er wird allen 
Gttern auf Erden ein Ende machen, und es werden ihn anbeten alle Inseln 
der Heiden, jedermann von seinem Orte aus;
ZEP 2:12 auch ihr Kuschiten, die mein Schwert verwundet hat.
ZEP 2:13 Er wird auch seine Hand nach Norden ausstrecken und wird Assur 
vernichten und Ninive zur Wste machen, drr wie eine Steppe;
ZEP 2:14 da sich mitten darin Herden lagern werden, Tiere aller Art; 
Pelikan und Rohrdommel werden auf ihren Sulenknufen bernachten, [Vogel-
]geschrei wird in den Fenstern ertnen, auf der Schwelle wird ein 
Schutthaufen liegen, da das Zedernwerk blogelegt ist.
ZEP 2:15 Das ist die lustige Stadt, die so sicher wohnte, die in ihrem 
Herzen sprach: Ich und keine sonst! Wie ist sie zur Wildnis geworden, 
zum Lagerplatz der Tiere! Wer vorbergeht, zischt ber sie und schwenkt 
seine Hand.
ZEP 3:1 Wehe der widerspenstigen und befleckten, der grausamen Stadt!
ZEP 3:2 Sie hat der Warnung nicht gehorcht, die Zchtigung nicht 
angenommen, nicht auf den HERRN vertraut, sich nicht zu ihrem Gott genaht!
ZEP 3:3 Ihre Frsten in ihrer Mitte sind brllende Lwen, ihre Richter 
Wlfe am Abend, die nichts briglassen fr den Morgen.
ZEP 3:4 Ihre Propheten sind leichtfertige, unzuverlssige Menschen; ihre 
Priester entweihen das Heiligtum, mibrauchen das Gesetz.
ZEP 3:5 Der HERR ist gerecht in ihrer Mitte; er tut kein Unrecht, jeden 
Morgen stellt er sein Recht ins Licht, unfehlbar; aber der Verkehrte wei 
nichts von Scham!
ZEP 3:6 Ich habe Nationen ausgerottet, ihre Zinnen zerstrt, ihre Straen 
de gemacht, da niemand mehr darauf vorbergeht; ihre Stdte wurden 
gnzlich entvlkert, bis auf den letzten Mann, da niemand mehr darin 
wohnt.
ZEP 3:7 Ich sprach: Frchte doch nur mich, ja, mich; nimm Zchtigung an! 
so soll ihre Wohnung nicht vertilgt werden, so sehr ich sie auch 
heimgesucht habe; aber sie haben trotzdem beharrlich alles Bse getan.
ZEP 3:8 Darum wartet nur, spricht der HERR bis zu dem Tag, da ich als 
Zeuge auftrete; denn mein Ratschlu ist es, Nationen zu versammeln, 
Knigreiche zusammenzubringen, um ber sie meinen Grimm auszugieen, die 
ganze Glut meines Zorns; denn durch das Feuer meines Eifers soll die ganze 
Erde verzehrt werden.
ZEP 3:9 Denn alsdann will ich den Vlkern die Sprache ndern, da sie rein 
werde, da sie alle des HERRN Namen anrufen und ihm eintrchtig dienen.
ZEP 3:10 Von jenseits der Strme thiopiens werden meine Anbeter, die 
Tochter meiner Zerstreuten, mir Speisopfer bringen.
ZEP 3:11 An jenem Tage brauchst du dich nicht mehr zu schmen wegen aller 
deiner Taten, mit welchen du dich wider mich vergangen hast; denn alsdann 
will ich die stolzen Prahler aus deiner Mitte tun, und du wirst dich 
forthin nicht mehr berheben auf meinem heiligen Berge.
ZEP 3:12 Und ich will in dir briglassen ein demtiges und geringes Volk, 
das auf des HERRN Namen vertrauen wird.
ZEP 3:13 Die briggebliebenen von Israel werden kein Unrecht tun und keine 
Lge reden; man wird auch in ihrem Munde keine trgerische Zunge finden; 
ja, sie werden weiden und ruhen, ohne da sie jemand schreckt.
ZEP 3:14 Jauchze, du Tochter Zion, juble, Israel! Freue dich und sei 
frhlich von ganzem Herzen, du Tochter Jerusalem!
ZEP 3:15 Denn der HERR hat die Gerichte von dir abgewendet, er hat deinen 
Feind weggerumt! Der HERR, der Knig Israels, ist in deiner Mitte; du 
brauchst kein bel mehr zu frchten!
ZEP 3:16 In jenen Tagen wird man zu Jerusalem sagen: Frchte dich nicht! 
Zion, la deine Hnde nicht sinken!
ZEP 3:17 Der HERR, dein Gott, ist in deiner Mitte, ein Held, der helfen 
kann; er wird sich ber dich freuen mit Wonne, er wird schweigen in seiner 
Liebe, er wird ber dir jubelnd frohlocken.
ZEP 3:18 Die Bekmmerten, die der Versammlungen entbehren muten, will ich 
sammeln; sie waren von dir, [aber] eine Last auf dir, ein Vorwurf.
ZEP 3:19 Siehe, ich will zu jener Zeit alle deine Peiniger unterdrcken 
und will dem Hinkenden helfen und das Verstoene sammeln und will sie zu 
Lob und Ehren machen in allen Lndern, wo sie jetzt verachtet sind.
ZEP 3:20 Zu jener Zeit will ich euch hereinbringen, zur Zeit, da ich euch 
sammeln werde; denn ich will euch zu Lob und Ehren machen unter allen 
Vlkern der Erde, wenn ich euer Gefngnis vor euren Augen wenden werde, 
spricht der HERR.
HAG 1:1 Im zweiten Jahre des Knigs Darius, am ersten Tage des sechsten 
Monats, erging das Wort des HERRN durch den Propheten Haggai an 
Serubbabel, den Sohn Sealtiels, den Statthalter von Juda, und an Josua, 
den Sohn Jozadaks, den Hohenpriester, also:
HAG 1:2 So spricht der HERR der Heerscharen: Dies Volk sagt: Die Zeit ist 
noch nicht gekommen, da das Haus des HERRN gebaut werde!
HAG 1:3 Da erging das Wort des HERRN durch den Propheten Haggai also:
HAG 1:4 Ist es aber fr euch an der Zeit, in euren getfelten Husern zu 
wohnen, whrend dieses Haus in Trmmern liegt?
HAG 1:5 Und nun spricht der HERR der Heerscharen also: Achtet auf eure 
Wege!
HAG 1:6 Ihr set viel und bringet wenig ein; ihr esset und werdet doch 
nicht satt; ihr trinket und habt doch nicht genug; ihr kleidet euch und 
werdet doch nicht warm; und wer einen Lohn verdient, der legt ihn in einen 
durchlcherten Beutel!
HAG 1:7 So spricht der HERR der Heerscharen: Achtet genau auf eure Wege!
HAG 1:8 Geht auf den Berg und holet Holz und bauet das Haus! Das wird mir 
gefallen und mir zur Ehre gereichen, spricht der HERR.
HAG 1:9 Ihr erwartet viel, aber es ward wenig daraus; und brachtet ihr es 
heim, so blies ich es weg! Warum das? So spricht der HERR der Heerscharen: 
Um meines Hauses willen, das wste liegt, whrend jeder von euch seinem 
Hause zuluft!
HAG 1:10 Darum hat der Himmel ber euch seinen Tau zurckgehalten und die 
Erde ihren Ertrag.
HAG 1:11 Und ich habe die Drre gerufen ins Land und ber die Berge, ber 
Korn, Most und l und ber alles, was der Erdboden hervorbringt, auch ber 
Menschen und Vieh und ber alle Arbeit der Hnde.
HAG 1:12 Da horchten Serubbabel, der Sohn Sealtiels, und Josua, der Sohn 
Jozadaks, der Hohepriester, und alles brige Volk auf die Stimme des 
HERRN, ihres Gottes, und auf die Worte des Propheten Haggai, weil der 
HERR, ihr Gott, ihn gesandt hatte, und das Volk frchtete sich vor dem 
HERRN.
HAG 1:13 Da sprach Haggai, der Bote des HERRN, im Auftrage des HERRN zum 
Volk: Ich bin mit euch! spricht der HERR.
HAG 1:14 Und der HERR erweckte den Geist Serubbabels, des Sohnes 
Sealtiels, des Statthalters von Juda, und den Geist Josuas, des Sohnes 
Jozadaks, des Hohenpriesters, auch den Geist des ganzen brigen Volkes, 
da sie kamen und ihre Arbeit am Hause des HERRN der Heerscharen, ihres 
Gottes, in Angriff nahmen
HAG 1:15 am vierundzwanzigsten Tage des sechsten Monats, im zweiten Jahre 
des Knigs Darius.
HAG 2:1 Am einundzwanzigsten Tage des siebenten Monats erging das Wort des 
HERRN durch den Propheten Haggai also:
HAG 2:2 Sage doch zu Serubbabel, dem Sohne Sealtiels, dem Statthalter von 
Juda, und zu Josua, dem Sohne Jozadaks, dem Hohenpriester, und zu dem 
brigen Volk und sprich:
HAG 2:3 Wer ist unter euch briggeblieben, der dies Haus in seiner frhern 
Herrlichkeit gesehen hat? Und wie sehet ihr es jetzt? Ist es nicht so viel 
wie nichts in euren Augen?
HAG 2:4 Aber nun sei stark, Serubbabel, spricht der HERR; auch du Josua, 
sei stark, du Sohn Jozadaks, du Hoherpriester, und alles Volk des Landes, 
seid stark, spricht der HERR, und arbeitet! Denn ich bin mit euch, spricht 
der HERR der Heerscharen.
HAG 2:5 Das Wort, gem welchem ich mit euch einen Bund gemacht habe, als 
ihr aus gypten zoget, soll bestehen, und mein Geist bleibt in eurer 
Mitte; frchtet euch nicht!
HAG 2:6 Denn also spricht der HERR der Heerscharen: Noch einen kleinen 
Augenblick, und ich erschttere den Himmel und die Erde, das Meer und das 
Trockene;
HAG 2:7 und ich will auch alle Nationen erschttern, und es werden die 
Kostbarkeiten aller Nationen kommen, und ich will dieses Haus mit 
Herrlichkeit erfllen, spricht der HERR der Heerscharen.
HAG 2:8 Mein ist das Silber, und mein ist das Gold, spricht der HERR der 
Heerscharen.
HAG 2:9 Es soll die Herrlichkeit dieses letzten Hauses grer werden, als 
die des ersten war, spricht der HERR der Heerscharen; und an diesem Orte 
will ich Frieden geben, spricht der HERR der Heerscharen.
HAG 2:10 AM vierundzwanzigsten Tage des neunten Monats, im zweiten Jahre 
des Darius, erging das Wort des HERRN durch den Propheten Haggai also:
HAG 2:11 So spricht der HERR der Heerscharen: Frage doch die Priester ber 
das Gesetz und sprich:
HAG 2:12 Wenn jemand heiliges Fleisch im Zipfel seines Kleides trgt und 
mit seinem Zipfel Brot oder ein Gericht oder Wein oder l oder irgend eine 
Speise berhrt, wird dieses dadurch heilig? Die Priester antworteten und 
sprachen: Nein!
HAG 2:13 Da sprach Haggai: Wenn aber jemand, der sich an einer Leiche 
verunreinigt hat, eines von diesen Dingen anrhrt, wird es dadurch unrein? 
Die Priester antworteten: Es wird unrein!
HAG 2:14 Da antwortete Haggai und sprach: Ebenso ist auch dieses Volk und 
diese Nation vor mir, spricht der HERR; so ist jedes Werk ihrer Hnde und 
was sie daselbst opfern: unrein ist es!
HAG 2:15 Und nun, beachtet doch, wie es euch ergangen ist vor diesem Tage 
und frher, ehe man Stein auf Stein legte am Tempel des HERRN!
HAG 2:16 Bevor dies geschah, kam man zum Kornhaufen von zwanzig Scheffeln, 
so waren es nur zehn; kam man zur Kufe, um fnfzig Eimer zu schpfen, so 
waren es blo zwanzig!
HAG 2:17 Ich schlug euch mit Getreidebrand und mit Vergilben und Hagel 
alles Werk eurer Hnde; dennoch seid ihr nicht umgekehrt zu mir, spricht 
der HERR.
HAG 2:18 Gebt nun acht von diesem Tage an und weiterhin, vom 
vierundzwanzigsten Tage des neunten Monats an, von dem Tage an, da der 
Tempel des HERRN gegrndet worden ist, merket auf!
HAG 2:19 Ist etwa der Same noch im Speicher? So hat auch der Weinstock, 
der Feigen, Granatpfel und Olivenbaum noch nichts getragen; aber von 
diesem Tage an will ich segnen!
HAG 2:20 Und das Wort des HERRN erging zum zweitenmal an Haggai am 
vierundzwanzigsten Tage des Monats also:
HAG 2:21 Sage zu Serubbabel, dem Statthalter von Juda: Ich erschttere den 
Himmel und die Erde
HAG 2:22 und will Knigsthrone umstoen und die Macht der heidnischen 
Knigreiche zertrmmern, und ich will die Kriegswagen umstoen samt ihren 
Reitern, da Ro und Mann zu Boden sinken und ein jeder umkomme durch das 
Schwert des andern.
HAG 2:23 An jenem Tage, spricht der HERR der Heerscharen, will ich dich, 
Serubbabel, Sohn Sealtiels, meinen Knecht, nehmen und dich anstecken wie 
einen Siegelring; denn dich habe ich erwhlt, spricht der HERR der 
Heerscharen!
ZEC 1:1 Im achten Monat des zweiten Jahres des Darius erging des HERRN 
Wort an Sacharja, den Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos, den Propheten, 
also:
ZEC 1:2 Der HERR ist ber eure Vter zornig gewesen!
ZEC 1:3 Darum sollst du zu ihnen sagen: So spricht der HERR der 
Heerscharen: Kehret um zu mir, spricht der HERR der Heerscharen, so will 
ich mich zu euch kehren! spricht der HERR der Heerscharen.
ZEC 1:4 Seid nicht wie eure Vter, denen die frhern Propheten gepredigt 
und gesagt haben: So spricht der HERR der Heerscharen: Kehret doch um von 
euren bsen Wegen und von euren schlimmen Taten! Sie hrten aber nicht und 
achteten nicht auf mich, spricht der HERR.
ZEC 1:5 Wo sind nun eure Vter, und die Propheten, leben sie ewig?
ZEC 1:6 Aber meine Worte und meine Beschlsse, welche ich meinen Knechten, 
den Propheten, zu verkndigen befohlen haben, haben sie nicht eure Vter 
getroffen, so da sie umkehrten und sprachen: Wie der HERR der Heerscharen 
sich vorgenommen hatte, uns zu tun nach unserm Wandel und nach unsren 
Taten, so hat er uns auch getan?
ZEC 1:7 Am vierundzwanzigsten Tage des elften Monats (das ist der Monat 
Schebat), im zweiten Jahre des Darius, erging das Wort des HERRN an 
Sacharja, den Sohn Berechjas, des Sohnes Iddos, den Propheten, also:
ZEC 1:8 Ich schaute bei Nacht und siehe, ein Mann ritt auf einem rtlichen 
Pferd, und er hielt unter den Myrten, die in der Tiefe stehen, und hinter 
ihm her rtliche, fuchsrote und weie Rosse.
ZEC 1:9 Da fragte ich: Mein Herr, was bedeuten diese? Da sprach der Engel, 
der mit mir redete, zu mir: Ich will dir zeigen, wer diese sind!
ZEC 1:10 Und der Mann, der zwischen den Myrten hielt, antwortete und 
sprach: Das sind die, welche der HERR gesandt hat, die Erde zu 
durchstreifen!
ZEC 1:11 Und sie antworteten dem Engel des HERRN, der zwischen den Myrten 
hielt, und sprachen: Wir haben die Erde durchstreift und siehe, die ganze 
Erde ist still und ruhig!
ZEC 1:12 Da antwortete der Engel des HERRN und sprach: HERR der 
Heerscharen, wie lange willst du dich nicht erbarmen ber Jerusalem und 
ber die Stdte Judas, ber welche du gezrnt hast diese siebzig Jahre?
ZEC 1:13 Da antwortete der HERR dem Engel, der zu mir redete, mit guten 
Worten und trstlichen Worten.
ZEC 1:14 Und der Engel, der mit mir redete, sprach zu mir: Predige und 
sprich: So spricht der HERR der Heerscharen: Ich eifere fr Jerusalem und 
fr Zion mit groem Eifer
ZEC 1:15 und bin sehr erzrnt ber die gleichgltigen Nationen; denn als 
ich nur ein wenig erzrnt war, halfen sie zum Unglck!
ZEC 1:16 Darum spricht der HERR also: Ich habe mich Jerusalem wieder voll 
Erbarmen zugewandt; mein Haus soll darin gebaut werden, spricht der HERR 
der Heerscharen, und man wird die Meschnur ausspannen ber Jerusalem.
ZEC 1:17 Predige wiederum und sprich: So spricht der HERR der Heerscharen: 
Meine Stdte sollen wiederum von Gutem berflieen, und der HERR wird Zion 
wieder trsten und Jerusalem wieder erwhlen!
ZEC 1:18 (02-1) Und ich hob meine Augen auf und schaute und siehe, vier 
Hrner.
ZEC 1:19 (02-2) Und ich fragte den Engel, der mit mir redete: Was bedeuten 
diese? Er sprach zu mir: Das sind die Hrner, welche Juda, Israel und 
Jerusalem zerstreut haben.
ZEC 1:20 (02-3) Da lie mich der HERR vier Schmiede sehen.
ZEC 1:21 (02-4) Und ich fragte: Was wollen diese machen? Er sprach: Jene 
sind die Hrner, welche Juda so versprengt haben, da niemand mehr sein 
Haupt erheben durfte; aber diese sind gekommen, um sie abzuschrecken und 
die Hrner der Nationen niederzuwerfen, die ihr Horn gegen das Land Juda 
erhoben haben, um es zu zerstreuen.
ZEC 2:1 (02-5) Und ich hob meine Augen auf und schaute und siehe da, ein 
Mann, der hatte eine Meschnur in der Hand.
ZEC 2:2 (02-6) Den fragte ich: Wo gehst du hin? Er sprach zu mir: 
Jerusalem zu messen und zu sehen, wie breit und wie lang sie sein soll!
ZEC 2:3 (02-7) Und siehe, der Engel, der mit mir redete, ging aus, und ein 
anderer Engel ging ihm entgegen;
ZEC 2:4 (02-8) zu dem sprach er: Lauf und sage jenem Jngling und sprich: 
Als offene Stadt soll Jerusalem bewohnt werden wegen der groen Menge von 
Menschen und Vieh in ihrer Mitte;
ZEC 2:5 (02-9) und ich selbst, spricht der HERR, will eine feurige Mauer 
um sie her und Herrlichkeit in ihrer Mitte sein.
ZEC 2:6 (02-10) Auf, auf, fliehet aus dem Lande des Nordens! spricht der 
HERR; denn nach allen vier Himmelsgegenden habe ich euch zerstreut, 
spricht der HERR.
ZEC 2:7 (02-11) Auf, Zion, entrinne, die du wohnst bei der Tochter Babel!
ZEC 2:8 (02-12) Denn also spricht der HERR der Heerscharen: Um Ehre zu 
erlangen, hat er mich gesandt zu den Nationen, die euch geplndert haben; 
denn wer euch antastet, der tastet seinen Augapfel an.
ZEC 2:9 (02-13) Denn siehe, ich hebe meine Hand auf gegen sie, da sie 
denen zur Beute werden sollen, die ihnen gedient haben; so werdet ihr 
erfahren, da der HERR der Heerscharen mich gesandt hat!
ZEC 2:10 (02-14) Juble und freue dich, du Tochter Zion! Denn siehe, ich 
komme und will in deiner Mitte Wohnung nehmen, spricht der HERR.
ZEC 2:11 (02-15) An jenem Tage werden sich viele Nationen dem HERRN 
anschlieen und sie sollen mein Volk sein, und ich will in deiner Mitte 
Wohnung machen, und du sollst erfahren, da mich der HERR der Heerscharen 
zu dir gesandt hat.
ZEC 2:12 (02-16) Und der HERR wird Juda als sein Erbteil in Besitz nehmen 
im heiligen Lande und Jerusalem wieder erwhlen.
ZEC 2:13 (02-17) Alles Fleisch sei stille vor dem HERRN; denn er hat sich 
aufgemacht aus seiner heiligen Wohnung!
ZEC 3:1 Und er lie mich sehen den Hohenpriester Josua, stehend vor dem 
Engel des HERRN; und der Satan stand zu seiner Rechten, um ihn anzuklagen.
ZEC 3:2 Da sprach der HERR zum Satan: Der HERR schelte dich, du Satan; ja, 
der HERR schelte dich, er, der Jerusalem erwhlt hat! Ist dieser nicht ein 
Brand, der aus dem Feuer gerettet ist?
ZEC 3:3 Aber Josua hatte unreine Kleider an und stand doch vor dem Engel.
ZEC 3:4 Er aber antwortete und sprach zu denen, die vor ihm standen: Nehmt 
die unreinen Kleider von ihm weg! Und zu ihm sprach er: Siehe, ich habe 
deine Snde von dir genommen und lasse dir Feierkleider anziehen!
ZEC 3:5 Und ich sprach: Man setze einen reinen Kopfbund auf sein Haupt! Da 
setzten sie den reinen Kopfbund auf sein Haupt und bekleideten ihn mit 
Gewndern, whrend der Engel des HERRN dastand.
ZEC 3:6 Und der Engel des HERRN bezeugte dem Josua und sprach:
ZEC 3:7 So spricht der HERR der Heerscharen: Wirst du in meinen Wegen 
wandeln und meinen Dienst fleiig versehen, so sollst du auch mein Haus 
regieren und meine Vorhfe hten, und ich will dir Zutritt geben unter 
diesen, die hier stehen!
ZEC 3:8 Hre doch, Josua, du Hoherpriester, du und deine Amtsgenossen, die 
vor dir sitzen, sie sind Mnner, die als Zeichen dienen! Denn siehe, ich 
lasse meinen Knecht, den Zemach, kommen.
ZEC 3:9 Denn siehe, der Stein, welchen ich vor Josua gelegt habe, auf den 
einen Stein sind sieben Augen gerichtet; siehe, ich grabe seine Inschrift 
ein, spricht der HERR der Heerscharen, und will die Snde dieses Landes an 
einem einzigen Tag entfernen!
ZEC 3:10 An jenem Tage, spricht der HERR der Heerscharen, werdet ihr 
einander einladen unter den Weinstock und den Feigenbaum.
ZEC 4:1 Da kam der Engel wieder, der mit mir zu reden pflegte, und weckte 
mich auf wie einen, der aus seinem Schlafe geweckt wird.
ZEC 4:2 Und er fragte mich: Was siehst du? Ich sprach: Ich schaute und 
siehe da, ein Leuchter, ganz von Gold, und sein lgef oben darauf und 
seine sieben Lampen daran, und sieben Gierohre zu den sieben Lampen, die 
auf dem Leuchter saen.
ZEC 4:3 Und zwei lbume dabei, einer zur Rechten des lgefes, der 
andere zur Linken.
ZEC 4:4 Und ich antwortete und sprach zu dem Engel, der mit mir redete: 
Mein Herr, was bedeuten diese?
ZEC 4:5 Da antwortete der Engel, der mit mir redete, und sprach: Weit du 
nicht, was das bedeutet? Ich sprach: Nein, mein Herr!
ZEC 4:6 Da antwortete er und sprach zu mir: Das ist das Wort des HERRN an 
Serubbabel; es lautet also: Nicht durch Heer und nicht durch Kraft, 
sondern durch meinen Geist! spricht der HERR der Heerscharen.
ZEC 4:7 Wer bist du, groer Berg? Vor Serubbabel sollst du zur Ebene 
werden; und er wird den Schlustein hervorbringen unter dem Zuruf der 
Menge: Gnade, Gnade mit ihm!
ZEC 4:8 Und das Wort des HERRN erging also an mich.
ZEC 4:9 Die Hnde Serubbabels haben dieses Haus gegrndet, seine Hnde 
sollen es auch vollenden, und du wirst erfahren, da mich der HERR der 
Heerscharen zu euch gesandt hat.
ZEC 4:10 Denn wer ist's, der den Tag geringer Anfnge verachtet, da doch 
mit Freuden das Senkblei sehen in der Hand Serubbabels jene sieben, die 
Augen des HERRN, welche die ganze Erde durchstreifen?
ZEC 4:11 Und ich antwortete und sprach zu ihm: Was sind das fr zwei 
lbume zur Rechten und zur Linken des Leuchters?
ZEC 4:12 Und ich hob abermals an und sprach zu ihm: Was bedeuten die zwei 
Olivenbschel zur Seite der beiden goldenen Rhren, aus denen das goldene 
l fliet?
ZEC 4:13 Er sprach zu mir: Weit du nicht, was diese bedeuten?
ZEC 4:14 Ich antwortete: Nein, mein Herr! Da sprach er: Das sind die 
beiden Gesalbten, welche vor dem Herrscher der ganzen Erde stehen.
ZEC 5:1 Und ich erhob wiederum meine Augen und schaute und siehe, eine 
fliegende Buchrolle.
ZEC 5:2 Und er fragte mich: Was siehst du? Ich sprach: Ich sehe eine 
fliegende Buchrolle, zwanzig Ellen lang und zehn Ellen breit.
ZEC 5:3 Und er sprach zu mir: Das ist der Fluch, der ber das ganze Land 
ausgeht, damit es laut demselben von jedem Dieb und von jedem 
Falschschwrer gereinigt werde.
ZEC 5:4 Ich habe ihn ausgehen lassen, damit er eindringe in das Haus des 
Diebes und in das Haus dessen, der flschlich bei meinem Namen schwrt, 
und damit er in seinem Hause bleibe und es samt seinem Holzwerk und seinen 
Steinen verzehre.
ZEC 5:5 Und der Engel, der mit mir redete, trat hervor und sprach zu mir: 
Erhebe doch deine Augen und siehe, was da herauskommt!
ZEC 5:6 Ich aber fragte: Was ist das? Er sprach: Das ist ein Epha, das da 
hervorkommt. Und er fgte hinzu: Das ist ihre Verschuldung im ganzen Lande.
ZEC 5:7 Und siehe, da erhob sich eine Scheibe von Blei, und ein Weib sa 
drinnen im Epha.
ZEC 5:8 Da sprach er: Das ist die Bosheit! Und er warf sie wieder ins Epha 
hinein und den Bleiklumpen auf die ffnung.
ZEC 5:9 Und ich erhob meine Augen und schaute; und siehe, da kamen zwei 
Weiber hervor, und der Wind blies in ihre Flgel (denn sie hatten Flgel 
wie Strche), und sie trugen das Epha fort zwischen Himmel und Erde.
ZEC 5:10 Da fragte ich den Engel, der mit mir redete: Wo bringen sie das 
Epha hin?
ZEC 5:11 Er antwortete mir: Ihm ein Haus zu bauen im Lande Sinear, damit 
es dort hingesetzt werde und an seinem Orte bleibe.
ZEC 6:1 Und ich erhob wiederum meine Augen und schaute und siehe, vier 
Wagen kamen zwischen zwei Bergen hervor, und die Berge waren ehern.
ZEC 6:2 Am ersten Wagen waren rote Rosse, am zweiten Wagen schwarze Rosse,
ZEC 6:3 am dritten aber weie und am vierten gefleckte, starke Rosse.
ZEC 6:4 Und ich antwortete und sprach zu dem Engel, der mit mir redete: 
Mein Herr, was bedeuten diese?
ZEC 6:5 Der Engel antwortete und sprach zu mir: Das sind die vier Winde 
des Himmels, welche ausgehen, nachdem sie sich gestellt haben vor den 
Herrscher der ganzen Erde.
ZEC 6:6 Der Wagen mit den schwarzen Rossen zieht aus ins Land des Nordens, 
und die weien folgen ihm; die gefleckten aber sind ausgezogen in das Land 
des Sdens.
ZEC 6:7 Auch die roten sind ausgezogen, und sie trachten darnach, 
umherzuziehen auf der Erde. Und er sprach: Gehet und durchziehet die Erde! 
Und sie durchzogen die Erde.
ZEC 6:8 Und er rief mich und sprach zu mir: Siehe, die nach Norden ziehen, 
verschaffen, da mein Geist sich niederlt im Lande des Nordens.
ZEC 6:9 Und das Wort des HERRN erging an mich und sprach:
ZEC 6:10 Nimm von denen, die in der Gefangenschaft gewesen sind, von 
Cheldai, von Tobia und Jedaja, und komme du am selbigen Tag und gehe in 
das Haus Josias, des Sohnes Zephanjas, [mit denen,] die von Babel gekommen 
sind;
ZEC 6:11 und nimm Silber und Gold und mache Kronen daraus und setze sie 
Josua, dem Sohne Jozadaks, dem Hohenpriester, aufs Haupt.
ZEC 6:12 Und du sollst also zu ihm sagen: So spricht der HERR der 
Heerscharen: Siehe, es ist ein Mann, dessen Name Spro ist, denn er wird 
aus seinem Orte hervorsprossen und den Tempel des HERRN bauen.
ZEC 6:13 Ja, er wird den Tempel des HERRN bauen und kniglichen Schmuck 
tragen und wird auf seinem Thron sitzen und herrschen und wird Priester 
sein auf seinem Thron, ein Friedensbund wird zwischen ihnen beiden 
bestehen.
ZEC 6:14 Die Kronen aber sollen fr Chelem, Tobia, Jedaja und Chen, den 
Sohn Zephanjas, ein Gedchtnis sein im Tempel des HERRN.
ZEC 6:15 Und man wird aus der Ferne kommen und bauen am Tempel des HERRN. 
Also werdet ihr erfahren, da mich der HERR der Heerscharen zu euch 
gesandt hat; und das wird geschehen, wenn ihr der Stimme des HERRN, eures 
Gottes, gehorchen werdet.
ZEC 7:1 Es begab sich aber im vierten Jahre des Knigs Darius, da des 
HERRN Wort an Sacharja erging, am vierten Tage des neunten Monats, im 
[Monat] Kislev.
ZEC 7:2 Damals sandte Bethel den Sarezer und Regem-Melech samt seinen 
Leuten, um das Angesicht des HERRN zu besnftigen,
ZEC 7:3 indem sie die Priester am Hause des HERRN der Heerscharen und die 
Propheten fragten: Soll ich auch fernerhin im fnften Monat weinen und 
mich enthalten, wie ich es nun so viele Jahre getan habe?
ZEC 7:4 Da erging das Wort des HERRN der Heerscharen an mich also:
ZEC 7:5 Sage zu allem Volk des Landes und zu den Priestern: Wenn ihr in 
diesen siebzig Jahren jeweils im fnften und siebenten Monat gefastet und 
geklagt habt, habt ihr denn da fr mich gefastet?
ZEC 7:6 Und wenn ihr esset und wenn ihr trinket, esset und trinket ihr 
dann nicht fr euch?
ZEC 7:7 Sind nicht dies die Worte, welche der HERR durch die frhern 
Propheten verkndigen lie, als Jerusalem noch bewohnt und in Frieden war 
samt den umliegenden Stdten, und da auch der Sden und die Niederung noch 
bewohnt waren?
ZEC 7:8 Und das Wort des HERRN erging an Sacharja also:
ZEC 7:9 So spricht der HERR der Heerscharen: bet treulich Recht und 
erweiset jeder seinem Bruder Gnade und Erbarmen;
ZEC 7:10 bedrcket Witwen und Waisen nicht, auch nicht den Fremdling und 
den Armen, und denke keiner etwas Arges in seinem Herzen wider seinen 
Bruder!
ZEC 7:11 Aber damals wollten sie nicht aufmerken, sondern waren 
halsstarrig und verstopften ihre Ohren, um nicht zu hren,
ZEC 7:12 und sie machten ihre Herzen so hart wie Diamant und wollten das 
Gesetz nicht hren, noch die Worte, die der HERR der Heerscharen durch 
seinen Geist, durch die frheren Propheten gesandt hatte.
ZEC 7:13 Darob ward der HERR der Heerscharen heftig erzrnt. Und wie sie 
nicht hatten hren wollen, als er rief, ebenso (spricht der HERR der 
Heerscharen) wollte auch ich nicht hren, als sie riefen;
ZEC 7:14 sondern ich zerstreute sie unter alle Nationen, die ihnen 
unbekannt gewesen waren, und das Land ward hinter ihnen her verwstet, da 
niemand mehr darin verkehrte; und so haben sie das liebliche Land zu Wste 
gemacht.
ZEC 8:1 Und das Wort des HERRN der Heerscharen erging also:
ZEC 8:2 So spricht der HERR der Heerscharen: Ich eifere fr Zion mit 
groem Eifer, und mit groem Grimm eifere ich fr sie.
ZEC 8:3 So spricht der HERR: Ich bin wieder nach Zion zurckgekehrt, und 
ich will Wohnung nehmen in Jerusalem, und Jerusalem soll die Stadt der 
Wahrheit heien und der Berg des HERRN der Heerscharen der heilige Berg.
ZEC 8:4 So spricht der HERR der Heerscharen: Es sollen noch auf den 
Pltzen Jerusalems alte Mnner und alte Frauen sitzen, ein jeder mit einem 
Stab in der Hand ob hohen Alters.
ZEC 8:5 Und die Pltze der Stadt sollen voll Knaben und Mdchen werden, 
die auf ihren Pltzen spielen.
ZEC 8:6 So spricht der HERR der Heerscharen: Wenn das in den Augen des 
berrestes dieses Volkes wunderbar sein wird in jenen Tagen, sollte es 
auch in meinen Augen wunderbar sein? spricht der HERR der Heerscharen.
ZEC 8:7 So spricht der HERR der Heerscharen: Siehe, ich rette mein Volk 
aus dem Lande des Aufgangs und aus dem Lande des Untergangs der Sonne;
ZEC 8:8 und ich will sie hereinfhren, da sie mitten in Jerusalem wohnen 
sollen; und sie sollen mein Volk sein, und ich will ihr Gott sein in 
Wahrheit und Gerechtigkeit.
ZEC 8:9 So spricht der HERR der Heerscharen: Strket eure Hnde, ihr, die 
ihr in diesen Tagen diese Worte aus dem Munde der Propheten hrt (am Tage, 
da das Haus des HERRN der Heerscharen gegrndet ward), da der Tempel 
gebaut werde!
ZEC 8:10 Denn vor diesem Tage lohnte sich die Arbeit der Menschen und des 
Viehes nicht; auch hatten die, welche aus und eingingen, keine Ruhe vor 
dem Feind, und ich lie alle Leute gegeneinander los.
ZEC 8:11 Nun aber will ich mich zum berrest dieses Volkes nicht mehr 
stellen wie in den vorigen Tagen, spricht der HERR der Heerscharen;
ZEC 8:12 sondern es soll eine Saat des Friedens geben: der Weinstock soll 
seine Frucht bringen und das Land seinen Ertrag abwerfen und der Himmel 
seinen Tau spenden, und dem berrest dieses Volkes will ich solches alles 
zum Erbteil geben.
ZEC 8:13 Und es soll geschehen, wie ihr ein Fluch gewesen seid unter den 
Nationen, o Haus Juda und Haus Israel, so will ich euch erretten, da ihr 
ein Segen werden sollt; frchtet euch nur nicht, sondern strket eure 
Hnde!
ZEC 8:14 Denn also spricht der HERR der Heerscharen: Gleichwie ich 
gedachte, Unheil ber euch zu bringen, als eure Vter mich erzrnten, 
spricht der HERR der Heerscharen, und mich's nicht gereuen lie,
ZEC 8:15 so habe ich mir jetzt in diesen Tagen vorgenommen, Jerusalem und 
dem Hause Juda Gutes zu tun; frchtet euch nicht!
ZEC 8:16 Das ist es aber, was ihr tun sollt: Redet untereinander die 
Wahrheit, bet treulich Recht und schaffet Frieden in euren Toren;
ZEC 8:17 und keiner denke etwas Arges in seinem Herzen wider seinen 
Bruder; liebet auch nicht falsche Eide! Denn solches alles hasse ich, 
spricht der HERR.
ZEC 8:18 Und das Wort des HERRN der Heerscharen erging an mich also:
ZEC 8:19 So spricht der HERR der Heerscharen: Das Fasten im vierten und 
das Fasten im fnften und das Fasten im siebenten und das Fasten im 
zehnten Monat soll dem Hause Juda zur Freude und Wonne werden und zu 
angenehmen Festtagen. Liebet ihr nur die Wahrheit und den Frieden!
ZEC 8:20 So spricht der HERR der Heerscharen: Es werden noch Vlker und 
die Bewohner vieler Stdte kommen;
ZEC 8:21 und die Bewohner einer Stadt werden zu denen einer andern kommen 
und sagen: Lasset uns gehen, den HERRN anzuflehen und den HERRN der 
Heerscharen zu suchen! Auch ich will gehen!
ZEC 8:22 Also werden groe Vlker und mchtige Nationen kommen, den HERRN 
der Heerscharen zu Jerusalem zu suchen und den HERRN anzuflehen.
ZEC 8:23 So spricht der HERR der Heerscharen: In jenen Tagen wird's 
geschehen, da zehn Mnner aus allen Sprachen der Nationen einen Juden 
beim Rockzipfel festhalten und zu ihm sagen werden: Wir wollen mit euch 
gehen, denn wir haben gehrt, da Gott mit euch ist!
ZEC 9:1 Dies ist der Ausspruch, das Wort des HERRN ber das Land Hadrach 
und Damaskus, dessen Residenz (denn der HERR hat ein Auge auf alle 
Menschen und auf alle Stmme Israels),
ZEC 9:2 und auch ber Hamat, das daran grenzt, Tyrus und Zidon; denn sie 
sind sehr weise;
ZEC 9:3 denn Tyrus hat sich eine Festung erbaut und Silber angehuft wie 
Staub und Gold wie Kot auf der Gasse.
ZEC 9:4 Siehe, der Herr wird es erobern und wird seine Macht ins Meer 
werfen, und es selbst soll mit Feuer verzehrt werden.
ZEC 9:5 Askalon wird es sehen und schaudern, und Gaza wird sehr erzittern, 
auch Ekron, weil seine Hoffnung zuschanden geworden ist; und der Knig von 
Gaza wird umkommen, und Askalon wird unbewohnt bleiben.
ZEC 9:6 Und zu Asdod werden Mischlinge wohnen, und ich will den Stolz der 
Philister brechen
ZEC 9:7 und will ihr Blut von ihrem Munde tun und ihre Greuel von ihren 
Zhnen, so da auch sie unsrem Gott brigbleiben und sein sollen wie ein 
Geschlecht in Juda, und Ekron wie die Jebusiter.
ZEC 9:8 Und ich will mich um mein Haus her lagern zum Schutz vor dem 
Kriegsvolk und vor denen, die hin und herziehen, da forthin kein 
Erpresser mehr ber sie komme; denn jetzt habe ich es mit eigenen Augen 
angesehen.
ZEC 9:9 Frohlocke sehr, du Tochter Zion, jauchze, du Tochter Jerusalem! 
Siehe, dein Knig kommt zu dir, ein Gerechter und ein Retter ist er, 
demtig und reitet auf einem Esel, auf dem Fllen der Eselin.
ZEC 9:10 Und er wird die Kriegswagen aus Ephraim ausrotten und die Rosse 
von Jerusalem; und der Kriegsbogen soll zerbrochen werden; und er wird den 
Vlkern Frieden gebieten; und seine Herrschaft wird reichen von einem Meer 
zum anderen und vom Strom bis an die Enden der Erde.
ZEC 9:11 Und was dich betrifft, so habe ich um deines Bundesblutes willen 
deine Gefangenen entlassen aus der Grube, darin kein Wasser ist.
ZEC 9:12 Kehret wieder zur Festung zurck, ihr, die ihr auf Hoffnung 
gefangen liegt! Auch heute verkndige ich, da ich dir zwiefach vergelten 
will!
ZEC 9:13 Denn ich habe mir Juda gespannt als Bogen und Ephraim als Pfeil 
darauf gelegt, und ich will deine Shne, o Zion, erwecken wider deine 
Shne, o Griechenland, und will dich machen wie eines Helden Schwert!
ZEC 9:14 Und der HERR wird ber ihnen erscheinen, und sein Pfeil wird 
ausfahren wie ein Blitz; und Gott, der HERR, wird in die Posaune blasen 
und einherfahren in den Strmen des Sdens.
ZEC 9:15 Der HERR der Heerscharen wird sie beschirmen, da sie essen und 
Schleudersteine zertreten, da sie trinken und lrmen werden wie von Wein 
und voll werden wie das Sprengbecken, wie die Ecken am Altar.
ZEC 9:16 Und der HERR, ihr Gott, wird an jenem Tage die Herde seines 
Volkes retten, da sie wie Edelsteine am Diadem sein werden, funkelnd auf 
seinem Lande.
ZEC 9:17 Denn wie vortrefflich und wie schn ist es! Korn gibt's, das 
Jnglinge, und Most, der Jungfrauen gedeihen lt!
ZEC 10:1 Erbittet vom HERRN Regen zur Zeit des Sptregens! Der HERR macht 
Blitze und wird euch Regengsse geben fr jedes Gewchs auf dem Felde!
ZEC 10:2 Denn die Hausgtter haben leere Versprechungen gemacht, und die 
Wahrsager haben trgerische Gesichte gesehen, und sie erzhlen erlogene 
Trume und trsten vergeblich. Darum sind sie fortgelaufen wie Schafe, sie 
sind im Elend, weil kein Hirt da ist.
ZEC 10:3 Mein Zorn ist entbrannt ber die Hirten, und die Bcke werde ich 
strafen; denn der HERR der Heerscharen hat seine Herde, das Haus Juda, 
gemustert und hat sie hergerichtet wie sein Prachtro im Streit.
ZEC 10:4 Von ihm kommt der Eckstein, von ihm der Zeltpflock, von ihm der 
Kriegsbogen, von ihm alle Treiber insgesamt.
ZEC 10:5 Und sie werden sein wie die Helden, welche den Straenkot 
zertreten im Kriege, und sie werden kmpfen, weil der HERR mit ihnen ist, 
und werden die Reiter zuschanden machen.
ZEC 10:6 Und ich will das Haus Juda strken und das Haus Joseph erretten 
und will sie heimkehren lassen, weil ich Erbarmen mit ihnen habe; und sie 
sollen sein, als htte ich sie niemals verworfen; denn ich, der HERR, bin 
ihr Gott und will sie erhren.
ZEC 10:7 Und Ephraim soll sein wie ein Held, und ihr Herz soll frohlocken 
wie vom Wein. Ihre Kinder werden es sehen und frhlich sein, ihr Herz wird 
sich freuen im HERRN.
ZEC 10:8 Ich will ihnen pfeifen und sie sammeln; denn ich habe sie erlst; 
und sie sollen so zahlreich werden, wie sie einstmals waren.
ZEC 10:9 Ich werde sie zwar unter die Vlker sen; aber in der Ferne 
werden sie meiner gedenken; und sie sollen leben mit ihren Kindern und 
wiederkehren.
ZEC 10:10 Ich will sie aus gyptenland zurckfhren und aus Assur sammeln 
und sie ins Land Gilead und auf den Libanon bringen; aber es wird nicht 
Raum genug gefunden werden fr sie.
ZEC 10:11 Und sie werden durch das Meer der Angst gehen; er aber wird die 
Wellen im Meere schlagen, da alle Tiefen des Nil versiegen; und das 
stolze Assur wird gestrzt, und das Zepter gyptens mu weichen.
ZEC 10:12 Und ich will sie stark machen in dem HERRN, und sie werden 
wandeln in seinem Namen, spricht der HERR.
ZEC 11:1 Libanon, ffne deine Tren, da das Feuer deine Zedern fresse!
ZEC 11:2 Heule, Zypresse, denn der Zedernbaum ist gefallen, denn die 
Herrlichen sind verwstet! Heulet, ihr Eichen von Basan, denn der 
undurchdringliche Wald ist umgehauen:
ZEC 11:3 Man hrt die Hirten heulen, weil ihre Herrlichkeit verwstet ist; 
man hrt die Lwen brllen, denn die Pracht des Jordan ist dahin.
ZEC 11:4 Also sprach der HERR, mein Gott: Weide die Schlachtschafe!
ZEC 11:5 Denn ihre Kufer schlachten sie und fhlen sich dabei unschuldig, 
und ihre Verkufer sagen: Gelobt sei der HERR; ich bin reich geworden! 
Und ihre Hirten schonen ihrer nicht.
ZEC 11:6 Darum will ich der Bewohner des Landes auch nicht mehr schonen, 
spricht der HERR, sondern siehe, ich will die Menschen bergeben, einen 
jeden in die Hand seines Hirten und in die Hand seines Knigs; die werden 
das Land verheeren, und ich werde es nicht aus ihrer Hand erretten.
ZEC 11:7 Da weidete ich die Schlachtschafe fr die Schafhndler und nahm 
mir zwei Stbe, den einen nannte ich Huld, den andern Verbindung.
ZEC 11:8 Als ich nun die Schafe weidete und in einem Monat die drei Hirten 
vertilgte und meine Seele ihrer berdrssig ward und auch sie einen 
Widerwillen gegen mich hatten,
ZEC 11:9 da sprach ich: Ich mag euch nicht lnger weiden! Was da stirbt, 
das sterbe; was vertilgt werden soll, das werde vertilgt, von den brigen 
aber mag ein jedes des andern Fleisch fressen!
ZEC 11:10 Und ich nahm meinen Stab Huld und zerbrach ihn, um meinen Bund 
zu brechen, den ich mit allen Vlkern gemacht hatte.
ZEC 11:11 Als er nun an jenem Tage gebrochen ward, da erkannten die 
Schafhndler, die mich beobachteten, da es des HERRN Wort war.
ZEC 11:12 Da sprach ich zu ihnen: Wenn es euch gefllig ist, so gebt mir 
meinen Lohn; wo aber nicht, so lat es bleiben! Da wogen sie mir meinen 
Lohn dar, dreiig Silberlinge.
ZEC 11:13 Aber der HERR sprach zu mir: Wirf ihn dem Tpfer hin, den 
herrlichen Preis, dessen ich von ihnen wert geachtet worden bin! Da nahm 
ich die dreiig Silberlinge und warf sie ins Haus des HERRN fr den Tpfer.
ZEC 11:14 Darauf zerbrach ich auch meinen zweiten Stab Verbindung, um 
die Brderschaft aufzulsen zwischen Juda und dem Hause Israel.
ZEC 11:15 Da sprach der HERR zu mir: Nimm dir wiederum Gerte eines 
nichtsnutzigen Hirten!
ZEC 11:16 Denn siehe, ich lasse einen Hirten im Lande aufkommen, der das 
Vermite nicht suchen, das Zerstreute nicht sammeln, das Verwundete nicht 
heilen, das Gesunde nicht versorgen, sondern das Gemstete fressen und ihm 
die Klauen zerreien wird.
ZEC 11:17 Wehe dem nichtsnutzigen Hirten, der die Herde verlt! Ein 
Schwert komme ber seinen Arm und ber sein rechtes Auge! Sein Arm msse 
gnzlich verdorren und sein rechtes Auge vllig erlschen!
ZEC 12:1 Dies ist der Ausspruch, das Wort des HERRN ber Israel: Es 
spricht der HERR, der den Himmel ausspannt und die Erde grndet und den 
Geist des Menschen in seinem Innern bildet:
ZEC 12:2 Siehe, ich mache Jerusalem zum Taumelkelch fr alle Vlker 
ringsum, und auch gegen Juda wird es gehen bei der Belagerung Jerusalems.
ZEC 12:3 Und es soll geschehen an jenem Tage, da ich Jerusalem zum 
Laststein fr alle Vlker machen werde; alle, die ihn heben wollen, werden 
sich daran wund reien; und alle Nationen der Erde werden sich gegen sie 
versammeln.
ZEC 12:4 An jenem Tage, spricht der HERR, will ich alle Rosse mit Scheu 
und ihre Reiter mit Wahnsinn schlagen; aber ber das Haus Juda will ich 
meine Augen offen halten, und alle Rosse der Vlker will ich mit Blindheit 
schlagen.
ZEC 12:5 Und die Frsten Judas werden in ihren Herzen sagen: Meine Strke 
sind die Bewohner Jerusalems, durch den HERRN der Heerscharen, ihren Gott!
ZEC 12:6 An jenem Tage will ich die Frsten Judas machen gleich einem 
glhenden Ofen zwischen Holzsten und gleich einer brennenden Fackel in 
einem Garbenhaufen, da sie zur Rechten und zur Linken alle Vlker ringsum 
verzehren; Jerusalem aber soll wieder bewohnt werden an seinem alten Platz.
ZEC 12:7 Und der HERR wird zuerst die Htten Judas erretten, damit sich 
der Stolz des Hauses David und der Stolz der Bewohner Jerusalems nicht 
gegen Juda erhebe.
ZEC 12:8 An jenem Tage wird der HERR die Einwohner Jerusalems beschirmen, 
so da an jenem Tage der Schwchste unter ihnen sein wird wie David, und 
das Haus David wie Gott, wie der Engel des HERRN vor ihnen her.
ZEC 12:9 Und es soll geschehen, an jenem Tage, da ich trachten werde, 
alle Nationen zu vertilgen, die gegen Jerusalem kommen.
ZEC 12:10 Aber ber das Haus David und ber die Einwohner von Jerusalem 
will ich ausgieen den Geist der Gnade und des Gebets, und sie werden auf 
mich sehen, den sie durchstochen haben, und sie werden um ihn klagen, wie 
man klagt um ein einziges Kind, und sie werden bitterlich ber ihn weinen, 
wie man bitterlich weint ber einen Erstgeborenen.
ZEC 12:11 An jenem Tage wird groe Klage sein zu Jerusalem, wie die Klage 
zu Hadadrimmon war in der Ebene Megiddo.
ZEC 12:12 Das Land wird klagen, jedes Geschlecht besonders; das Geschlecht 
des Hauses David besonders und ihre Frauen besonders, das Geschlecht des 
Hauses Natan besonders und ihre Frauen besonders;
ZEC 12:13 das Geschlecht des Hauses Levi besonders und ihre Frauen 
besonders, das Geschlecht des Hauses Simei besonders und ihre Frauen 
besonders;
ZEC 12:14 desgleichen alle brigen Geschlechter, ein jegliches Geschlecht 
besonders und ihre Frauen besonders.
ZEC 13:1 An jenem Tage wird dem Hause David und den Einwohnern von 
Jerusalem ein Born erffnet sein wider Snde und Unreinigkeit.
ZEC 13:2 Und es soll geschehen, an jenem Tage, spricht der HERR der 
Heerscharen, da will ich die Namen der Gtzen aus dem Lande ausrotten, da 
man ihrer nicht mehr gedenken soll, auch die Propheten und den unreinen 
Geist will ich aus dem Lande treiben.
ZEC 13:3 Und es wird vorkommen, da, wenn einer noch weissagen wird, sein 
Vater und seine Mutter, seine eigenen Eltern, zu ihm sagen werden: Du 
sollst nicht am Leben bleiben; denn du hast Lgen geredet im Namen des 
HERRN! Und sein Vater und seine Mutter, seine eigenen Eltern, werden ihn 
durchbohren wegen seines Weissagens.
ZEC 13:4 Und es wird an jenem Tage dazu kommen, da sich die Propheten 
alle schmen werden ihrer Gesichte, wenn sie weissagen, so da sie keinen 
hrenen Mantel mehr anziehen werden, um zu tuschen;
ZEC 13:5 sondern sie werden sagen: Ich bin kein Prophet, ich bin ein 
Erdarbeiter; denn ein Mensch hat mich erkauft von meiner Jugend an!
ZEC 13:6 Wird man ihn aber fragen: Was sind das fr Wunden in deinen 
Hnden? so wird er antworten: Die hat man mir geschlagen im Hause meiner 
Lieben!
ZEC 13:7 Schwert, mache dich auf ber meinen Hirten, ber den Mann, der 
mein Nchster ist, spricht der HERR der Heerscharen; schlage den Hirten, 
so werden die Schafe sich zerstreuen, und ich will meine Hand zu den 
Kleinen wenden!
ZEC 13:8 Und es soll geschehen, spricht der HERR, da im ganzen Lande zwei 
Drittel ausgerottet werden und umkommen, ein Drittel aber soll darin 
brigbleiben.
ZEC 13:9 Aber dieses letzte Drittel will ich ins Feuer bringen und es 
lutern, wie man Silber lutert, und will es prfen, wie man Gold prft. 
Es wird meinen Namen anrufen, und ich will ihm antworten; ich will sagen: 
Das ist mein Volk! und es wird sagen: Der HERR ist mein Gott!
ZEC 14:1 Siehe, es kommt ein Tag des HERRN, da man deine Beute in deiner 
Mitte verteilen wird!
ZEC 14:2 Da werde ich alle Nationen bei Jerusalem zum Kriege versammeln; 
und die Stadt wird erobert, die Huser werden geplndert und die Frauen 
geschndet werden; und die Hlfte der Stadt mu in die Gefangenschaft 
wandern, der Rest aber soll nicht aus der Stadt ausgerottet werden.
ZEC 14:3 Aber der HERR wird ausziehen und streiten wieder jene Nationen, 
wie dereinst am Tage seines Kampfes, am Tage der Schlacht.
ZEC 14:4 Und seine Fe werden an jenem Tage auf dem lberg stehen, der 
vor Jerusalem gegen Morgen liegt; da wird sich der lberg in der Mitte 
spalten, da es von Sonnenaufgang nach dem Meere hin ein sehr groes Tal 
geben und die eine Hlfte des Berges nach Norden, die andere nach Sden 
zurckweichen wird.
ZEC 14:5 Da werdet ihr in das Tal meiner Berge fliehen; denn das Tal 
zwischen den Bergen wird bis nach Azel reichen; und ihr werdet fliehen, 
wie ihr geflohen seid vor dem Erdbeben in den Tagen Ussias, des Knigs von 
Juda. Dann wird der HERR, mein Gott, kommen und alle Heiligen mit dir!
ZEC 14:6 An jenem Tage wird kein Licht sein; die glnzenden [Gestirne] 
werden gerinnen.
ZEC 14:7 Und es wird ein einziger Tag sein (er ist dem HERRN bekannt), 
weder Tag noch Nacht; und es wird geschehen: zur Abendzeit wird es licht 
werden.
ZEC 14:8 An jenem Tage werden lebendige Wasser von Jerusalem ausflieen, 
die eine Hlfte in das stliche, die andere in das westliche Meer; Sommer 
und Winter wird es so bleiben.
ZEC 14:9 Und der HERR wird ber die ganze Erde Knig werden. An jenem Tage 
wird nur ein HERR sein und sein Name nur einer.
ZEC 14:10 Das ganze Land von Geba bis Rimmon, sdlich von Jerusalem, wird 
in eine Ebene verwandelt werden. Jerusalem aber wird erhht sein und an 
seiner Sttte bewohnt werden, vom Tore Benjamin bis an die Stelle des 
ersten Tors, bis an das Ecktor, und vom Turm Hananeel bis zu den Keltern 
des Knigs.
ZEC 14:11 Und sie werden darin wohnen; und es wird kein Bannfluch mehr 
sein, und Jerusalem wird sicher wohnen.
ZEC 14:12 Das aber wird die Plage sein, mit welcher der HERR alle Vlker 
schlagen wird, die wider Jerusalem zu Felde gezogen sind: ihr Fleisch wird 
verfaulen, whrend sie noch auf ihren Fen stehen; ihre Augen werden 
verfaulen in ihren Hhlen, und ihre Zunge wird verfaulen in ihrem Munde.
ZEC 14:13 Auch wird an jenem Tage eine groe Verwirrung vom HERRN ber sie 
kommen, da einer des andern Hand packen und einer gegen den andern die 
Hand erheben wird.
ZEC 14:14 Aber auch Juda wird kmpfen bei Jerusalem, und es wird der 
Reichtum aller Heiden ringsum zusammengerafft werden, Gold und Silber und 
Kleider in groer Menge.
ZEC 14:15 Die gleiche Plage wird auch den Rossen, Maultieren, Kamelen und 
Eseln, ja, allem Vieh widerfahren, das in jenen Lagern sein wird.
ZEC 14:16 Und es wird dazu kommen, da alle briggebliebenen von all den 
Nationen, die gegen Jerusalem gezogen sind, Jahr fr Jahr heraufkommen 
werden, um den Knig, den HERRN der Heerscharen, anzubeten und das 
Laubhttenfest zu feiern.
ZEC 14:17 Welche aber von den Geschlechtern der Erde nicht nach Jerusalem 
hinaufziehen werden, um anzubeten den Knig, den HERRN der Heerscharen, 
ber die wird kein Regen fallen.
ZEC 14:18 Und wenn das Geschlecht der gypter nicht heraufkommen will, 
dann wird auch ber sie die Plage kommen, mit welcher der HERR die Heiden 
schlagen wird, die nicht heraufkommen wollen, das Laubhttenfest zu feiern.
ZEC 14:19 Das wird die Strafe der gypter und die Strafe aller Heiden 
sein, welche nicht hinaufziehen wollen, das Laubhttenfest zu feiern.
ZEC 14:20 An jenem Tage wird auf den Schellen der Rosse stehen: Heilig 
dem HERRN; und die Tpfe im Hause des HERRN werden sein wie die 
Sprengbecken vor dem Altar.
ZEC 14:21 Es wird auch jeder Topf in Jerusalem und in Juda dem HERRN der 
Heerscharen heilig sein, so da alle, die da opfern wollen, kommen werden 
und davon nehmen und darin kochen. An jenem Tage wird kein Kanaaniter mehr 
im Hause des HERRN der Heerscharen sein.
MAL 1:1 Dies ist der Ausspruch, das Wort des HERRN an Israel, durch die 
Hand Maleachis:
MAL 1:2 Ich habe euch Liebe erwiesen, spricht der HERR. So sprechet ihr: 
Womit hast du uns Liebe erwiesen?
MAL 1:3 Ist nicht Esau Jakobs Bruder? spricht der HERR. Dennoch habe ich 
Jakob geliebt, Esau aber habe ich gehat und sein Gebirge zur Wildnis 
gemacht und sein Erbteil den Schakalen der Wste gegeben.
MAL 1:4 Wenn aber Edom sprche: Wir sind zwar zerstrt, wir wollen aber 
die Trmmer wieder aufbauen, so sagt der HERR der Heerscharen: Sie mgen 
bauen, ich aber will niederreien; und man wird sie nennen: Land der 
Gottlosigkeit und das Volk, ber das der HERR ewiglich zrnt.
MAL 1:5 Wenn eure Augen das sehen, so werdet ihr sagen: Der HERR sei 
hochgepriesen ber Israels Grenzen hinaus!
MAL 1:6 Ein Sohn soll seinen Vater ehren und ein Knecht seinen Herrn! Bin 
ich nun Vater, wo ist meine Ehre? Bin ich Herr, wo ist die Furcht vor mir? 
spricht der HERR der Heerscharen zu euch Priestern, die ihr meinen Namen 
verchtlich macht.
MAL 1:7 Und fragt ihr: Womit haben wir deinen Namen verchtlich gemacht? 
Damit, da ihr auf meinem Altar verunreinigtes Brot darbringt! Fragt ihr 
aber: Womit haben wir dich verunreinigt? Damit, da ihr sagt: Der Tisch 
des HERRN ist geringzuschtzen!
MAL 1:8 Und wenn ihr ein blindes Tier zum Opfer bringt, ist das nichts 
Bses, und wenn ihr ein lahmes oder krankes darbringt, ist das auch nichts 
Bses? Bringe es doch deinem Statthalter! Wird er dir gndig sein oder 
Rcksicht auf dich nehmen? spricht der HERR der Heerscharen.
MAL 1:9 Und nun besnftiget doch das Angesicht Gottes, da er uns gndig 
sei! Wird er, weil solches von eurer Hand geschehen ist, auf jemand von 
euch Rcksicht nehmen?
MAL 1:10 Es schliee doch lieber gleich jemand von euch die Tren [des 
Tempels] zu, da ihr nicht vergeblich mein Altarfeuer anzndet! Ich habe 
kein Wohlgefallen an euch, spricht der HERR der Heerscharen, und die 
Opfergabe, die von euren Hnden kommt, gefllt mir nicht!
MAL 1:11 Denn vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang ist mein Name 
gro unter den Heiden, und allenthalben werden meinem Namen Rucherwerk 
und reine Opfergabe dargebracht; denn gro ist mein Name unter den Heiden, 
spricht der HERR der Heerscharen.
MAL 1:12 Ihr aber entheiligt ihn damit, da ihr sagt: Der Tisch des Herrn 
darf verunreinigt werden, und die Speise, die von ihm kommt, ist 
geringzuschtzen!
MAL 1:13 Und ihr sprecht: Siehe, ist es auch der Mhe wert? Und ihr 
verachtet ihn, spricht der HERR der Heerscharen, und bringet Geraubtes und 
Lahmes und Krankes herbei und bringet solches als Opfergabe dar. Sollte 
ich das von eurer Hand wohlgefllig annehmen? spricht der Herr.
MAL 1:14 Nein, verflucht sei der Betrger, der in seiner Herde ein 
mnnliches Tier hat und ein Gelbde tut und dann doch dem Herrn ein 
schadhaftes opfert! Denn ich bin ein groer Knig, spricht der HERR der 
Heerscharen, und mein Name ist gefrchtet unter den Heiden.
MAL 2:1 Und nun, ihr Priester, dieses Gebot gilt euch!
MAL 2:2 Wenn ihr nicht hren wollt und es euch nicht von Herzen angelegen 
sein lasset, meinem Namen die Ehre zu geben, spricht der HERR der 
Heerscharen, so schleudere ich den Fluch wider euch und verfluche eure 
Segenssprche; und ich habe sie auch schon verflucht; denn ihr nehmt es 
nicht zu Herzen!
MAL 2:3 Siehe, ich schelte euch die Saat und will euch Kot ins Angesicht 
streuen, den Kot eurer Feste, und man wird euch zu ihm hintragen;
MAL 2:4 und ihr sollt erfahren, da ich euch diesen Befehl gesandt habe, 
auf da mein Bund mit Levi bestehe, spricht der HERR der Heerscharen.
MAL 2:5 Mein Bund mit ihm war Leben und Friede, und ich verlieh ihm 
beides, damit er mich frchtete, und er frchtete mich auch und hatte 
Ehrfurcht vor meinem Namen.
MAL 2:6 Das Gesetz der Wahrheit war in seinem Munde, und nichts Verkehrtes 
wurde auf seinen Lippen erfunden; er wandelte mit mir friedsam und 
rechtschaffen, und viele brachte er zur Umkehr von der Missetat.
MAL 2:7 Denn des Priesters Lippen sollen die Erkenntnis bewahren, und aus 
seinem Munde soll man das Gesetz erfragen; denn er ist ein Bote des HERRN 
der Heerscharen.
MAL 2:8 Ihr aber seid vom Wege abgewichen, ihr seid schuld, da viele am 
Gesetz Ansto genommen haben, ihr habt den Bund mit Levi mibraucht, 
spricht der HERR der Heerscharen.
MAL 2:9 Darum habe auch ich euch beim ganzen Volk verachtet und unwert 
gemacht, weil ihr meine Wege nicht bewahrt, sondern bei Anwendung des 
Gesetzes die Person ansehet.
MAL 2:10 Haben wir nicht alle einen Vater? Hat uns nicht ein Gott 
erschaffen? Warum sind wir denn so treulos, einer gegen den andern, und 
entweihen den Bund unsrer Vter?
MAL 2:11 Juda hat treulos gehandelt und einen Greuel verbt in Israel und 
Jerusalem; denn Juda hat das Heiligtum des HERRN entweiht, welches er 
liebte, und hat die Tochter eines fremden Gottes gefreit.
MAL 2:12 Der HERR wolle dem Manne, der solches tut, Zeugen und Verteidiger 
ausrotten aus den Zelten Jakobs, und jeden, der dem HERRN der Heerscharen 
Speisopfer darbringt!
MAL 2:13 Und zum andern tut ihr auch das: Ihr bedeckt den Altar des HERRN 
mit Trnen, mit Weinen und Seufzen, so da er sich nicht mehr zum 
Speisopfer wenden und es nicht mit Wohlgefallen aus euren Hnden annehmen 
mag.
MAL 2:14 Und ihr fragt: Warum? Weil der HERR Zeuge war zwischen dir und 
dem Weibe deiner Jugend, welcher du nun untreu geworden bist, obschon sie 
deine Gefhrtin und das Weib deines Bundes ist!
MAL 2:15 Und hat er sie nicht eins gemacht und geistesverwandt mit ihm? 
Und wonach soll das eine trachten? Nach gttlichem Samen! So htet euch 
denn in eurem Geiste, und niemand werde dem Weibe seiner Jugend untreu!
MAL 2:16 Denn ich hasse die Ehescheidung, spricht der HERR, der Gott 
Israels, und da man sein Kleid mit Frevel zudeckt, spricht der HERR der 
Heerscharen; darum htet euch in eurem Geist und seid nicht treulos!
MAL 2:17 Ihr habt den HERRN bemht mit euren Reden; und ihr fragt noch: 
Womit haben wir ihn bemht? Damit, da ihr sagt: Wer Bses tut, der ist 
gut in den Augen des HERRN, und an solchen hat er ein Wohlgefallen! oder 
Wo ist der Gott des Gerichts?
MAL 3:1 Siehe, ich sende meinen Engel, der vor mir her den Weg bereiten 
soll; und pltzlich wird kommen zu seinem Tempel der Herr, den ihr suchet, 
und der Engel des Bundes, nach dem ihr begehret; siehe, er kommt, spricht 
der HERR der Heerscharen!
MAL 3:2 Wer aber wird den Tag seiner Zukunft ertragen, und wer wird 
bestehen, wenn er erscheint? Denn er ist wie das Feuer des Goldschmieds 
und wie die Lauge der Wscher.
MAL 3:3 Er wird sitzen und schmelzen und das Silber reinigen; er wird die 
Kinder Levis reinigen und sie lutern wie Gold und Silber; dann werden sie 
dem HERRN Speisopfer bringen in Gerechtigkeit;
MAL 3:4 und das Speisopfer von Juda und Jerusalem wird dem HERRN 
wohlgefallen, wie in der grauen Vorzeit und wie in den lngst vergangenen 
Jahren.
MAL 3:5 Und ich werde mich euch nahen zum Gericht und will ein schneller 
Zeuge sein wider die Zauberer und wider die Ehebrecher und wider die 
Meineidigen und wider die, welche die Tagelhner, Witwen und Waisen 
bervorteilen und die Fremdlinge unterdrcken und mich nicht frchten, 
spricht der HERR der Heerscharen.
MAL 3:6 Denn ich, der HERR, verndere mich nicht, darum seid ihr, Kinder 
Jakobs, nicht aufgerieben worden.
MAL 3:7 Seit den Tagen eurer Vter seid ihr von meinen Geboten abgewichen 
und habt sie nicht befolgt. Kehret um zu mir, so will ich mich zu euch 
kehren, spricht der HERR der Heerscharen; aber ihr fragt: Worin sollen 
wir umkehren?
MAL 3:8 Soll ein Mensch Gott berauben, wie ihr mich beraubet? Aber ihr 
fragt: Wessen haben wir dich beraubt? Der Zehnten und der Abgaben!
MAL 3:9 Mit dem Fluch seid ihr belegt worden, denn mich habt ihr betrogen, 
ihr, das ganze Volk!
MAL 3:10 Bringet aber den Zehnten ganz in das Kornhaus, auf da Speise in 
meinem Hause sei, und prfet mich doch dadurch, spricht der HERR der 
Heerscharen, ob ich euch nicht des Himmels Fenster auftun und euch Segen 
in berreicher Flle herabschtten werde!
MAL 3:11 Und ich will fr euch den Fresser schelten, da er euch die 
Frucht der Erde nicht verderbe und da euch der Weinstock auf dem Felde 
nicht fehlschlage, spricht der HERR der Heerscharen.
MAL 3:12 Also werden alle Nationen euch selig preisen; denn ihr werdet ein 
Land der Wonne werden, spricht der HERR der Heerscharen.
MAL 3:13 Ihr habt harte Worte wider mich ausgestoen, spricht der HERR. 
Und ihr fragt noch: Was haben wir untereinander wider dich geredet?
MAL 3:14 Ihr habt gesagt: Es ist umsonst, da man Gott dient, und was 
ntzt es uns, seine Ordnung zu halten und vor dem HERRN der Heerscharen in 
Trauer einherzugehen?
MAL 3:15 Und nun preisen wir die bermtigen selig; denn die Uebeltter 
stehen aufrecht und die, welche Gott versucht haben, kommen davon!
MAL 3:16 Da besprachen sich auch die Gottesfrchtigen miteinander, und der 
HERR merkte darauf und hrte es, und ein Gedenkbuch ward vor ihm 
geschrieben fr die, welche den HERRN frchten und seinen Namen hochachten.
MAL 3:17 Und sie werden von mir, spricht der HERR der Heerscharen, am 
Tage, den ich bereite, als mein auserwhltes Eigentum behandelt werden, 
und ich will ihrer schonen, wie ein Mann seines Sohnes schont, der ihm 
dient.
MAL 3:18 Da werdet ihr wiederum sehen, was fr ein Unterschied besteht 
zwischen dem Gerechten und dem Gottlosen, zwischen dem, der Gott dient, 
und dem, der ihm nicht dient.
MAL 4:1 (03-19) Denn siehe, der Tag kommt, brennend wie ein Ofen! Da 
werden alle bermtigen und alle, die gottlos handeln, wie Stoppeln sein, 
und der zuknftige Tag wird sie anznden, spricht der HERR der 
Heerscharen, da ihnen weder Wurzel noch Zweig brigbleibt.
MAL 4:2 (03-20) Euch aber, die ihr meinen Namen frchtet, soll aufgehen 
die Sonne der Gerechtigkeit und Heilung unter ihren Flgeln; und ihr 
werdet herauskommen und hpfen wie Klber aus dem Stall!
MAL 4:3 (03-21) Und ihr werdet die Gottlosen zertreten; denn sie werden 
wie Asche sein unter euren Fusohlen am Tage, da ich handle, spricht der 
HERR der Heerscharen.
MAL 4:4 (03-22) Seid eingedenk des Gesetzes Moses, meines Knechtes, das 
ich ihm auf dem Horeb fr ganz Israel befohlen habe, der Pflichten und der 
Rechte!
MAL 4:5 (03-23) Siehe, ich sende euch den Propheten Elia, ehe denn da 
komme der groe und furchtbare Tag des HERRN;
MAL 4:6 (03-24) der soll das Herz der Vter den Kindern und das Herz der 
Kinder wieder ihren Vtern zuwenden, damit ich bei meinem Kommen das Land 
nicht mit dem Banne schlagen mu!
MAT 1:1 Geschlechtsregister Jesu Christi, des Sohnes Davids, des Sohnes 
Abrahams.
MAT 1:2 Abraham zeugte den Isaak, Isaak zeugte den Jakob, Jakob zeugte den 
Juda und seine Brder,
MAT 1:3 Juda zeugte den Phares und den Zara mit der Tamar, Phares zeugte 
den Esrom, Esrom zeugte den Aram,
MAT 1:4 Aram zeugte den Aminadab, Aminadab zeugte den Nahasson, Nahasson 
zeugte den Salmon,
MAT 1:5 Salmon zeugte den Boas mit der Rahab, Boas zeugte den Obed mit der 
Ruth, Obed zeugte den Jesse,
MAT 1:6 Jesse zeugte den Knig David. Der Knig David zeugte den Salomo 
mit dem Weibe Urias,
MAT 1:7 Salomo zeugte den Rehabeam, Rehabeam zeugte den Abia, Abia zeugte 
den Asa,
MAT 1:8 Asa zeugte den Josaphat, Josaphat zeugte den Joram, Joram zeugte 
den Usia,
MAT 1:9 Usia zeugte den Jotam, Jotam zeugte den Ahas, Ahas zeugte den 
Hiskia,
MAT 1:10 Hiskia zeugte den Manasse, Manasse zeugte den Amon, Amon zeugte 
den Josia,
MAT 1:11 Josia zeugte den Jechonja und dessen Brder, zur Zeit der 
bersiedelung nach Babylon.
MAT 1:12 Nach der bersiedelung nach Babylon zeugte Jechonia den Salatiel. 
Salatiel zeugte den Serubbabel,
MAT 1:13 Serubbabel zeugte den Abiud, Abiud zeugte den Eliakim, Eliakim 
zeugte den Azor,
MAT 1:14 Azor zeugte den Sadok, Sadok zeugte den Achim, Achim zeugte den 
Eliud,
MAT 1:15 Eliud zeugte den Eleazar, Eleazar zeugte den Mattan, Mattan 
zeugte den Jakob,
MAT 1:16 Jakob zeugte den Joseph, den Mann der Maria, von welcher geboren 
ist Jesus, der genannt wird Christus.
MAT 1:17 So sind es nun von Abraham bis auf David insgesamt vierzehn 
Glieder; und von David bis zur bersiedelung nach Babylon vierzehn 
Glieder; und von der bersiedelung nach Babylon bis auf Christus vierzehn 
Glieder.
MAT 1:18 Die Geburt Jesu Christi aber war also: Als seine Mutter Maria mit 
Joseph verlobt war, noch ehe sie zusammenkamen, erfand sich's, da sie 
empfangen hatte vom heiligen Geist.
MAT 1:19 Aber Joseph, ihr Mann, der gerecht war und sie doch nicht an den 
Pranger stellen wollte, gedachte sie heimlich zu entlassen.
MAT 1:20 Whrend er aber solches im Sinne hatte, siehe, da erschien ihm 
ein Engel des Herrn im Traum, der sprach: Joseph, Sohn Davids, scheue dich 
nicht, Maria, dein Weib, zu dir zu nehmen; denn was in ihr erzeugt ist, 
das ist vom heiligen Geist.
MAT 1:21 Sie wird aber einen Sohn gebren, und du sollst ihm den Namen 
Jesus geben; denn er wird sein Volk retten von ihren Snden.
MAT 1:22 Dieses alles aber ist geschehen, auf da erfllt wrde, was von 
dem Herrn gesagt ist durch den Propheten, der da spricht:
MAT 1:23 Siehe, die Jungfrau wird empfangen und einen Sohn gebren, und 
man wird ihm den Namen Emmanuel geben; das heit bersetzt: Gott mit uns.
MAT 1:24 Als nun Joseph vom Schlaf erwachte, tat er, wie ihm der Engel des 
Herrn befohlen, und nahm sein Weib zu sich
MAT 1:25 und erkannte sie nicht, bis sie den Sohn geboren hatte; und er 
gab ihm den Namen Jesus.
MAT 2:1 Als nun Jesus geboren war zu Bethlehem im jdischen Lande, in den 
Tagen des Knigs Herodes, siehe, da kamen Weise aus dem Morgenland nach 
Jerusalem, die sprachen:
MAT 2:2 Wo ist der neugeborene Knig der Juden? Denn wir haben seinen 
Stern gesehen im Morgenlande und sind gekommen, ihn anzubeten.
MAT 2:3 Da das der Knig Herodes hrte, erschrak er und ganz Jerusalem mit 
ihm.
MAT 2:4 Und er berief alle Hohenpriester und Schriftgelehrten des Volkes 
zusammen und erfragte von ihnen, wo der Christus geboren werden sollte.
MAT 2:5 Sie aber sagten ihm: Zu Bethlehem im jdischen Lande; denn also 
steht geschrieben durch den Propheten:
MAT 2:6 Und du, Bethlehem im Lande Juda, bist keineswegs die geringste 
unter den Frsten Judas; denn aus dir wird ein Herrscher hervorgehen, der 
mein Volk Israel weiden soll!
MAT 2:7 Da berief Herodes die Weisen heimlich und erkundigte sich bei 
ihnen genau nach der Zeit, wann der Stern erschienen wre,
MAT 2:8 und sandte sie nach Bethlehem und sprach: Ziehet hin und forschet 
genau nach dem Kindlein. Und wenn ihr es gefunden habt, so tut mir's kund, 
auf da auch ich komme und es anbete.
MAT 2:9 Und als sie den Knig gehrt, zogen sie hin. Und siehe, der Stern, 
den sie im Morgenlande gesehen, ging vor ihnen her, bis er kam und ber 
dem Orte stillstand, wo das Kindlein war.
MAT 2:10 Da sie nun den Stern sahen, wurden sie sehr hoch erfreut
MAT 2:11 und gingen in das Haus hinein und fanden das Kindlein samt Maria, 
seiner Mutter. Und sie fielen nieder, beteten es an, taten ihre Schtze 
auf und brachten ihm Gaben, Gold, Weihrauch und Myrrhen.
MAT 2:12 Und da sie im Traum angewiesen wurden, nicht wieder zu Herodes 
zurckzukehren, entwichen sie auf einem andern Wege in ihr Land.
MAT 2:13 Als sie aber entwichen waren, siehe, da erscheint ein Engel des 
Herrn dem Joseph im Traum und spricht: Steh auf, nimm das Kindlein und 
seine Mutter und fliehe nach gypten und bleibe dort, bis ich es dir sage; 
denn Herodes will das Kindlein aufsuchen, um es umzubringen.
MAT 2:14 Da stand er auf, nahm das Kindlein und seine Mutter des Nachts 
und entwich nach gypten.
MAT 2:15 Und er blieb dort bis zum Tode des Herodes, auf da erfllt 
wrde, was vom Herrn durch den Propheten gesagt ist, der da spricht: Aus 
gypten habe ich meinen Sohn gerufen.
MAT 2:16 Da sich nun Herodes von den Weisen betrogen sah, ward er sehr 
zornig, sandte hin und lie alle Knblein tten, die zu Bethlehem und in 
allen ihren Grenzen waren, von zwei Jahren und darunter, nach der Zeit, 
die er von den Weisen genau erkundigt hatte.
MAT 2:17 Da ward erfllt, was durch Jeremia gesagt ist, den Propheten, der 
da spricht:
MAT 2:18 Eine Stimme ist zu Rama gehrt worden, viel Weinen und Klagen; 
Rahel beweint ihre Kinder und will sich nicht trsten lassen, weil sie 
nicht mehr sind.
MAT 2:19 Als aber Herodes gestorben war, siehe, da erscheint ein Engel des 
Herrn dem Joseph in gypten im Traum
MAT 2:20 und spricht: Steh auf, nimm das Kindlein und seine Mutter zu dir 
und ziehe in das Land Israel; denn sie sind gestorben, die dem Kindlein 
nach dem Leben trachteten!
MAT 2:21 Da stand er auf, nahm das Kindlein und seine Mutter zu sich und 
ging in das Land Israel.
MAT 2:22 Als er aber hrte, da Archelaus anstatt seines Vaters Herodes 
ber Juda regierte, frchtete er sich, dahin zu gehen. Und auf eine 
Anweisung hin, die er im Traume erhielt, entwich er in die Gegend des 
galilischen Landes.
MAT 2:23 Und dort angekommen, lie er sich nieder in einer Stadt namens 
Nazareth; auf da erfllt wrde, was durch die Propheten gesagt ist: Er 
wird Nazarener heien.
MAT 3:1 In jenen Tagen aber erscheint Johannes der Tufer und predigt in 
der Wste des jdischen Landes
MAT 3:2 und spricht: Tut Bue, denn das Himmelreich ist nahe 
herbeigekommen!
MAT 3:3 Das ist der, von welchem gesagt ist durch den Propheten Jesaja, 
der da spricht: Eine Stimme ruft in der Wste: Bereitet den Weg des 
Herrn, machet seine Pfade eben!
MAT 3:4 Er aber, Johannes, hatte ein Kleid von Kamelhaaren und einen 
ledernen Grtel um seine Lenden; und seine Speise waren Heuschrecken und 
wilder Honig.
MAT 3:5 Da zog zu ihm hinaus Jerusalem und ganz Juda und die ganze 
umliegende Landschaft des Jordan,
MAT 3:6 und es wurden von ihm getauft im Jordan, die ihre Snden bekannten.
MAT 3:7 Als er aber viele von den Pharisern und Sadduzern zu seiner 
Taufe kommen sah, sprach er zu ihnen: Schlangenbrut, wer hat euch 
unterwiesen, dem zuknftigen Zorn zu entfliehen?
MAT 3:8 So bringet nun Frucht, die der Bue wrdig ist!
MAT 3:9 Und denket nicht bei euch selbst, sagen zu knnen: Wir haben 
Abraham zum Vater. Denn ich sage euch, Gott vermag dem Abraham aus diesen 
Steinen Kinder zu erwecken.
MAT 3:10 Es ist aber schon die Axt an die Wurzel der Bume gelegt. Ein 
jeder Baum nun, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer 
geworfen.
MAT 3:11 Ich taufe euch mit Wasser zur Bue; der aber nach mir kommt, ist 
strker als ich, so da ich nicht gut genug bin, ihm die Schuhe zu tragen; 
der wird euch im heiligen Geist und mit Feuer taufen.
MAT 3:12 Er hat die Wurfschaufel in seiner Hand und wird seine Tenne 
grndlich reinigen und seinen Weizen in die Scheune sammeln; die Spreu 
aber wird er verbrennen mit unauslschlichem Feuer.
MAT 3:13 Da kommt Jesus aus Galila an den Jordan zu Johannes, um sich von 
ihm taufen zu lassen.
MAT 3:14 Er aber wehrte es ihm und sprach: Ich habe ntig, von dir getauft 
zu werden, und du kommst zu mir?
MAT 3:15 Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: La es jetzt zu; denn 
also gebhrt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfllen! Da lie er es ihm zu.
MAT 3:16 Und da Jesus getauft war, stieg er alsbald aus dem Wasser; und 
siehe, da tat sich der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine 
Taube herabsteigen und auf ihn kommen.
MAT 3:17 Und siehe, eine Stimme [kam] vom Himmel, die sprach: Dies ist 
mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe!
MAT 4:1 Darauf ward Jesus vom Geist in die Wste gefhrt, auf da er vom 
Teufel versucht wrde.
MAT 4:2 Und als er vierzig Tage und vierzig Nchte gefastet hatte, 
hungerte ihn hernach.
MAT 4:3 Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Bist du Gottes Sohn, so 
sprich, da diese Steine Brot werden!
MAT 4:4 Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: Der Mensch 
lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das durch den 
Mund Gottes ausgeht.
MAT 4:5 Darauf nimmt ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und 
stellt ihn auf die Zinne des Tempels
MAT 4:6 und spricht zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so wirf dich hinab; denn 
es steht geschrieben: Er wird seinen Engeln deinethalben Befehl geben, 
und sie werden dich auf den Hnden tragen, damit du deinen Fu nicht etwa 
an einen Stein stoest.
MAT 4:7 Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht geschrieben: Du sollst den 
Herrn, deinen Gott, nicht versuchen.
MAT 4:8 Wiederum nimmt ihn der Teufel mit auf einen sehr hohen Berg und 
zeigt ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit
MAT 4:9 und spricht zu ihm: Dieses alles will ich dir geben, wenn du 
niederfllst und mich anbetest.
MAT 4:10 Da spricht Jesus zu ihm: Hebe dich weg von mir, Satan! Denn es 
steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm 
allein dienen!
MAT 4:11 Da verlie ihn der Teufel; und siehe, Engel traten hinzu und 
dienten ihm.
MAT 4:12 Als aber Jesus hrte, da Johannes gefangengesetzt worden war, 
entwich er nach Galila.
MAT 4:13 Und er verlie Nazareth, kam und lie sich zu Kapernaum nieder, 
das am Meere liegt, im Gebiet von Sebulon und Naphtali;
MAT 4:14 auf da erfllt wrde, was durch Jesaja gesagt ist, den 
Propheten, der da spricht:
MAT 4:15 Das Land Sebulon und das Land Naphtali, am Wege des Meeres, 
jenseits des Jordan, das Galila der Heiden,
MAT 4:16 das Volk, das in der Finsternis sa, hat ein groes Licht 
gesehen, und die da saen im Lande und Schatten des Todes, denen ist ein 
Licht aufgegangen.
MAT 4:17 Von da an begann Jesus zu predigen und zu sprechen: Tut Bue; 
denn das Himmelreich ist nahe herbeigekommen!
MAT 4:18 Als er aber am galilischen Meere wandelte, sah er zwei Brder, 
Simon, genannt Petrus, und dessen Bruder Andreas; die warfen das Netz ins 
Meer, denn sie waren Fischer.
MAT 4:19 Und er spricht zu ihnen: Folget mir nach, und ich will euch zu 
Menschenfischern machen!
MAT 4:20 Und sie verlieen alsbald die Netze und folgten ihm nach.
MAT 4:21 Und als er von da weiterging, sah er in einem Schiffe zwei andere 
Brder, Jakobus, den Sohn des Zebedus, und dessen Bruder Johannes, mit 
ihrem Vater Zebedus ihre Netze flicken; und er berief sie.
MAT 4:22 Da verlieen sie alsbald das Schiff und ihren Vater und folgten 
ihm nach.
MAT 4:23 Und Jesus durchzog ganz Galila, lehrte in ihren Synagogen und 
predigte das Evangelium von dem Reich und heilte alle Krankheiten und alle 
Gebrechen im Volk.
MAT 4:24 Und sein Ruf verbreitete sich in ganz Syrien; und sie brachten 
alle Kranken zu ihm, die mit mancherlei Krankheiten und Schmerzen behaftet 
waren, Besessene und Mondschtige und Lahme; und er heilte sie.
MAT 4:25 Und es folgte ihm eine groe Volksmenge nach aus Galila und aus 
dem Gebiet der Zehn-Stdte und aus Jerusalem und Juda und von jenseits 
des Jordan.
MAT 5:1 Als er aber die Volksmenge sah, stieg er auf den Berg; und als er 
sich setzte, traten seine Jnger zu ihm.
MAT 5:2 Und er tat seinen Mund auf, lehrte sie und sprach:
MAT 5:3 Selig sind die geistlich Armen; denn ihrer ist das Himmelreich!
MAT 5:4 Selig sind die Trauernden; denn sie sollen getrstet werden!
MAT 5:5 Selig sind die Sanftmtigen; denn sie werden das Land ererben!
MAT 5:6 Selig sind, die nach der Gerechtigkeit hungern und drsten; denn 
sie sollen satt werden!
MAT 5:7 Selig sind die Barmherzigen; denn sie werden Barmherzigkeit 
erlangen!
MAT 5:8 Selig sind, die reines Herzens sind; denn sie werden Gott schauen!
MAT 5:9 Selig sind die Friedfertigen; denn sie werden Gottes Kinder heien!
MAT 5:10 Selig sind, die um der Gerechtigkeit willen verfolgt werden; denn 
ihrer ist das Himmelreich!
MAT 5:11 Selig seid ihr, wenn sie euch schmhen und verfolgen und 
lgnerisch allerlei Arges wider euch reden um meinetwillen!
MAT 5:12 Freuet euch und frohlocket; denn euer Lohn ist gro im Himmel; 
denn also haben sie die Propheten verfolgt, die vor euch gewesen sind.
MAT 5:13 Ihr seid das Salz der Erde. Wenn aber das Salz fade wird, womit 
soll es wieder salzig gemacht werden? Es taugt zu nichts mehr, als da es 
hinausgeworfen und von den Leuten zertreten werde.
MAT 5:14 Ihr seid das Licht der Welt. Es kann eine Stadt, die auf einem 
Berge liegt, nicht verborgen bleiben.
MAT 5:15 Man zndet auch nicht ein Licht an und setzt es unter den 
Scheffel, sondern auf den Leuchter, so leuchtet es allen, die im Hause 
sind.
MAT 5:16 So soll euer Licht leuchten vor den Leuten, da sie eure guten 
Werke sehen und euren Vater im Himmel preisen.
MAT 5:17 Ihr sollt nicht whnen, da ich gekommen sei, das Gesetz oder die 
Propheten aufzulsen! Ich bin nicht gekommen aufzulsen, sondern zu 
erfllen.
MAT 5:18 Denn wahrlich, ich sage euch, bis da Himmel und Erde vergangen 
sind, wird nicht ein Jota noch ein einziges Strichlein vom Gesetz 
vergehen, bis alles geschehen ist.
MAT 5:19 Wer nun eines von diesen kleinsten Geboten auflst und die Leute 
also lehrt, der wird der Kleinste heien im Himmelreich, wer sie aber tut 
und lehrt, der wird gro heien im Himmelreich.
MAT 5:20 Denn ich sage euch: Wenn eure Gerechtigkeit die der 
Schriftgelehrten und Phariser nicht weit bertrifft, so werdet ihr gar 
nicht in das Himmelreich eingehen!
MAT 5:21 Ihr habt gehrt, da zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht 
tten; wer aber ttet, der wird dem Gericht verfallen sein.
MAT 5:22 Ich aber sage euch: Jeder, der seinem Bruder zrnt, wird dem 
Gericht verfallen sein. Wer aber zu seinem Bruder sagt: Raka! der wird dem 
Hohen Rat verfallen sein. Wer aber sagt: Du Narr! der wird dem hllischen 
Feuer verfallen sein.
MAT 5:23 Wenn du nun deine Gabe zum Altar bringst und daselbst eingedenk 
wirst, da dein Bruder etwas wider dich habe,
MAT 5:24 so la deine Gabe dort vor dem Altar und gehe zuvor hin und 
vershne dich mit deinem Bruder und alsdann komm und opfere deine Gabe.
MAT 5:25 Sei deinem Widersacher bald geneigt, whrend du noch mit ihm auf 
dem Wege bist; damit der Widersacher dich nicht etwa dem Richter 
berantworte, und der Richter dich dem Gerichtsdiener bergebe, und du ins 
Gefngnis geworfen werdest.
MAT 5:26 Wahrlich, ich sage dir, du wirst von dort nicht herauskommen, bis 
du den letzten Heller bezahlt hast!
MAT 5:27 Ihr habt gehrt, da zu den Alten gesagt ist: Du sollst nicht 
ehebrechen!
MAT 5:28 Ich aber sage euch: Wer ein Weib ansieht, ihrer zu begehren, der 
hat in seinem Herzen schon Ehebruch mit ihr begangen.
MAT 5:29 Wenn dir aber dein rechtes Auge ein Ansto zur Snde wird, so 
rei es aus und wirf es von dir. Denn es ist besser fr dich, da eins 
deiner Glieder verloren gehe, als da dein ganzer Leib in die Hlle 
geworfen werde.
MAT 5:30 Und wenn deine rechte Hand fr dich ein Ansto zur Snde wird, so 
haue sie ab und wirf sie von dir. Denn es ist besser fr dich, da eins 
deiner Glieder verloren gehe, als da dein ganzer Leib in die Hlle 
geworfen werde.
MAT 5:31 Es ist auch gesagt: Wer sich von seiner Frau scheidet, der gebe 
ihr einen Scheidebrief.
MAT 5:32 Ich aber sage euch: Wer sich von seiner Frau scheidet, 
ausgenommen wegen Unzucht, der macht, da sie die Ehe bricht. Und wer eine 
Geschiedene zur Ehe nimmt, der bricht die Ehe.
MAT 5:33 Wiederum habt ihr gehrt, da zu den Alten gesagt ist: Du sollst 
nicht falsch schwren; du sollst aber dem Herrn deine Schwre halten.
MAT 5:34 Ich aber sage euch, da ihr berhaupt nicht schwren sollt, weder 
bei dem Himmel, denn er ist Gottes Thron,
MAT 5:35 noch bei der Erde, denn sie ist seiner Fe Schemel, noch bei 
Jerusalem, denn sie ist des groen Knigs Stadt.
MAT 5:36 Auch bei deinem Haupte sollst du nicht schwren; denn du vermagst 
kein einziges Haar wei oder schwarz zu machen.
MAT 5:37 Es sei aber eure Rede: Ja, ja! Nein, nein! Was darber ist, das 
ist vom Bsen.
MAT 5:38 Ihr habt gehrt, da gesagt ist: Auge um Auge und Zahn um Zahn!
MAT 5:39 Ich aber sage euch: Ihr sollt dem Bsen nicht widerstehen; 
sondern wenn dich jemand auf deinen rechten Backen schlgt, so biete ihm 
auch den andern dar;
MAT 5:40 und wer mit dir rechten und deinen Rock nehmen will, dem la auch 
den Mantel;
MAT 5:41 und wenn dich jemand eine Meile weit zu gehen ntigt, so gehe mit 
ihm zwei.
MAT 5:42 Gib dem, der dich bittet, und wende dich nicht ab von dem, der 
von dir borgen will.
MAT 5:43 Ihr habt gehrt, da gesagt ist: Du sollst deinen Nchsten 
lieben und deinen Feind hassen!
MAT 5:44 Ich aber sage euch: Liebet eure Feinde, segnet, die euch fluchen, 
tut wohl denen, die euch hassen, und bittet fr die, so euch beleidigen 
und verfolgen;
MAT 5:45 auf da ihr Kinder eures Vaters im Himmel seid. Denn er lt 
seine Sonne aufgehen ber Bse und Gute und lt regnen ber Gerechte und 
Ungerechte.
MAT 5:46 Denn wenn ihr die liebt, die euch lieben, was habt ihr fr einen 
Lohn? Tun nicht die Zllner dasselbe?
MAT 5:47 Und wenn ihr nur eure Brder grt, was tut ihr Besonderes? Tun 
nicht auch die Heiden ebenso?
MAT 5:48 Darum sollt ihr vollkommen sein, gleichwie euer himmlischer Vater 
vollkommen ist!
MAT 6:1 Habet acht, da ihr eure Gerechtigkeit nicht vor den Leuten bet, 
um von ihnen gesehen zu werden; sonst habt ihr keinen Lohn bei eurem Vater 
im Himmel.
MAT 6:2 Wenn du nun Almosen gibst, sollst du nicht vor dir her posaunen 
lassen, wie die Heuchler in den Synagogen und auf den Gassen tun, um von 
den Leuten gepriesen zu werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren 
Lohn dahin.
MAT 6:3 Wenn du aber Almosen gibst, so soll deine linke Hand nicht wissen, 
was deine rechte tut,
MAT 6:4 damit dein Almosen im Verborgenen sei. Und dein Vater, der ins 
Verborgene sieht, wird es dir vergelten ffentlich.
MAT 6:5 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht sein wie die Heuchler; denn 
sie beten gern in den Synagogen und an den Straenecken, um von den Leuten 
bemerkt zu werden. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren Lohn dahin.
MAT 6:6 Du aber, wenn du betest, geh in dein Kmmerlein und schlie deine 
Tre zu und bete zu deinem Vater im Verborgenen; und dein Vater, der ins 
Verborgene sieht, wird es dir vergelten ffentlich.
MAT 6:7 Und wenn ihr betet, sollt ihr nicht plappern wie die Heiden; denn 
sie meinen, sie werden erhrt um ihrer vielen Worte willen.
MAT 6:8 Darum sollt ihr ihnen nicht gleichen! Denn euer Vater wei, was 
ihr bedrft, ehe ihr ihn bittet.
MAT 6:9 So sollt ihr nun also beten: Unser Vater, der du bist in dem 
Himmel! Geheiligt werde dein Name.
MAT 6:10 Es komme dein Reich. Dein Wille geschehe wie im Himmel, also auch 
auf Erden.
MAT 6:11 Gib uns heute unser tgliches Brot.
MAT 6:12 Und vergib uns unsere Schulden, wie auch wir vergeben unsern 
Schuldnern.
MAT 6:13 Und fhre uns nicht in Versuchung, sondern erlse uns von dem 
Bsen. [Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in 
Ewigkeit! Amen.]
MAT 6:14 Denn wenn ihr den Menschen ihre Fehler vergebet, so wird euer 
himmlischer Vater euch auch vergeben.
MAT 6:15 Wenn ihr aber den Menschen ihre Fehler nicht vergebet, so wird 
euch euer Vater eure Fehler auch nicht vergeben.
MAT 6:16 Wenn ihr aber fastet, sollt ihr nicht finster dreinsehen wie die 
Heuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, damit es von den Leuten 
bemerkt werde, da sie fasten. Wahrlich, ich sage euch, sie haben ihren 
Lohn dahin.
MAT 6:17 Du aber, wenn du fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein 
Angesicht,
MAT 6:18 damit es nicht von den Leuten bemerkt werde, da du fastest, 
sondern von deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins 
Verborgene sieht, wird es dir vergelten ffentlich.
MAT 6:19 Ihr sollt euch nicht Schtze sammeln auf Erden, wo die Motten und 
der Rost sie fressen, und wo die Diebe nachgraben und stehlen.
MAT 6:20 Sammelt euch aber Schtze im Himmel, wo weder die Motten noch der 
Rost sie fressen, und wo die Diebe nicht nachgraben und stehlen.
MAT 6:21 Denn wo dein Schatz ist, da wird auch dein Herz sein.
MAT 6:22 Das Auge ist des Leibes Leuchte. Wenn nun dein Auge lauter ist, 
so wird dein ganzer Leib licht sein.
MAT 6:23 Wenn aber dein Auge verdorben ist, so wird dein ganzer Leib 
finster sein. Wenn nun das Licht in dir Finsternis ist, wie gro wird dann 
die Finsternis sein!
MAT 6:24 Niemand kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den einen 
hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und den 
andern verachten. Ihr knnt nicht Gott dienen und dem Mammon.
MAT 6:25 Darum sage ich euch: Sorget euch nicht um euer Leben, was ihr 
essen und was ihr trinken sollt, noch um euren Leib, was ihr anziehen 
sollt. Ist nicht das Leben mehr als die Speise und der Leib mehr als die 
Kleidung?
MAT 6:26 Sehet die Vgel des Himmels an! Sie sen nicht und ernten nicht, 
sie sammeln auch nicht in die Scheunen; und euer himmlischer Vater nhrt 
sie doch. Seid ihr nicht viel mehr wert als sie?
MAT 6:27 Wer aber von euch kann durch sein Sorgen zu seiner Lnge eine 
einzige Elle hinzusetzen?
MAT 6:28 Und warum sorgt ihr euch um die Kleidung? Betrachtet die Lilien 
des Feldes, wie sie wachsen. Sie arbeiten nicht und spinnen nicht;
MAT 6:29 ich sage euch aber, da auch Salomo in aller seiner Herrlichkeit 
nicht gekleidet gewesen ist wie deren eine.
MAT 6:30 Wenn nun Gott das Gras des Feldes, das heute steht und morgen in 
den Ofen geworfen wird, also kleidet, wird er das nicht viel mehr euch 
tun, ihr Kleinglubigen?
MAT 6:31 Darum sollt ihr nicht sorgen und sagen: Was werden wir essen, 
oder was werden wir trinken, oder womit werden wir uns kleiden?
MAT 6:32 Denn nach allen diesen Dingen trachten die Heiden; aber euer 
himmlischer Vater wei, da ihr das alles bedrft.
MAT 6:33 Trachtet aber zuerst nach dem Reiche Gottes und nach seiner 
Gerechtigkeit, so wird euch solches alles hinzugelegt werden.
MAT 6:34 Darum sollt ihr euch nicht sorgen um den andern Morgen; denn der 
morgende Tag wird fr das Seine sorgen. Jedem Tage gengt seine eigene 
Plage!
MAT 7:1 Richtet nicht, damit ihr nicht gerichtet werdet!
MAT 7:2 Denn mit welchem Gericht ihr richtet, werdet ihr gerichtet werden, 
und mit welchem Ma ihr met, wird euch gemessen werden.
MAT 7:3 Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge und wirst 
nicht gewahr des Balkens in deinem Auge?
MAT 7:4 Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Halt, ich will den 
Splitter aus deinem Auge ziehen, und siehe, der Balken ist in deinem Auge?
MAT 7:5 Du Heuchler, ziehe zuerst den Balken aus deinem Auge und dann 
siehe zu, wie du den Splitter aus deines Bruders Auge ziehest!
MAT 7:6 Gebet das Heilige nicht den Hunden und werfet eure Perlen nicht 
vor die Schweine, damit sie dieselben nicht mit ihren Fen zertreten und 
sich umwenden und euch zerreien.
MAT 7:7 Bittet, so wird euch gegeben; suchet, so werdet ihr finden; 
klopfet an, so wird euch aufgetan!
MAT 7:8 Denn jeder, der bittet, empfngt; und wer sucht, der findet; und 
wer anklopft, dem wird aufgetan.
MAT 7:9 Oder ist unter euch ein Mensch, der, wenn sein Sohn ihn um Brot 
bittet, ihm einen Stein gbe,
MAT 7:10 oder, wenn er um einen Fisch bittet, er ihm eine Schlange gbe?
MAT 7:11 Wenn nun ihr, die ihr arg seid, euren Kindern gute Gaben zu geben 
versteht, wieviel mehr wird euer Vater im Himmel denen Gutes geben, die 
ihn bitten!
MAT 7:12 Alles nun, was ihr wollt, da die Leute euch tun sollen, das tut 
auch ihr ihnen ebenso; denn dies ist das Gesetz und die Propheten.
MAT 7:13 Gehet ein durch die enge Pforte. Denn die Pforte ist weit, und 
der Weg ist breit, der ins Verderben fhrt, und viele sind es, die da 
hineingehen.
MAT 7:14 Aber die Pforte ist eng, und der Weg ist schmal, der zum Leben 
fhrt, und wenige sind es, die ihn finden!
MAT 7:15 Htet euch aber vor den falschen Propheten, welche in 
Schafskleidern zu euch kommen, inwendig aber reiende Wlfe sind.
MAT 7:16 An ihren Frchten sollt ihr sie erkennen. Sammelt man auch 
Trauben von Dornen, oder Feigen von Disteln?
MAT 7:17 So bringt ein jeder gute Baum gute Frchte, der faule Baum aber 
bringt schlechte Frchte.
MAT 7:18 Ein guter Baum kann nicht schlechte Frchte bringen, und ein 
fauler Baum kann nicht gute Frchte bringen.
MAT 7:19 Ein jeder Baum, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und 
ins Feuer geworfen.
MAT 7:20 Darum sollt ihr sie an ihren Frchten erkennen.
MAT 7:21 Nicht jeder, der zu mir sagt: Herr, Herr, wird in das 
Himmelreich eingehen, sondern wer den Willen meines Vaters im Himmel tut.
MAT 7:22 Viele werden an jenem Tage zu mir sagen: Herr, Herr, haben wir 
nicht in deinem Namen geweissagt und in deinem Namen Dmonen ausgetrieben 
und in deinem Namen viele Taten vollbracht?
MAT 7:23 Und dann werde ich ihnen bezeugen: Ich habe euch nie gekannt; 
weichet von mir, ihr beltter!
MAT 7:24 Ein jeder nun, der diese meine Worte hrt und sie tut, ist einem 
klugen Manne zu vergleichen, der sein Haus auf den Felsen baute.
MAT 7:25 Als nun der Platzregen fiel und die Wasserstrme kamen und die 
Winde wehten und an dieses Haus stieen, fiel es nicht; denn es war auf 
den Felsen gegrndet.
MAT 7:26 Und ein jeder, der diese meine Worte hrt und sie nicht tut, wird 
einem trichten Manne gleich sein, der sein Haus auf den Sand baute.
MAT 7:27 Als nun der Platzregen fiel und die Wasserstrme kamen und die 
Winde wehten und an dieses Haus stieen, da fiel es, und sein Fall war 
gro.
MAT 7:28 Und es begab sich, als Jesus diese Rede beendet hatte, entsetzte 
sich das Volk ber seine Lehre.
MAT 7:29 Denn er lehrte sie wie einer, der Vollmacht hat, und nicht wie 
ihre Schriftgelehrten.
MAT 8:1 Als er aber von dem Berge herabstieg, folgte ihm eine groe 
Volksmenge nach.
MAT 8:2 Und siehe, ein Ausstziger kam, fiel vor ihm nieder und sprach: 
Herr, wenn du willst, kannst du mich reinigen.
MAT 8:3 Und Jesus streckte die Hand aus, rhrte ihn an und sprach: Ich 
will; sei gereinigt! Und alsbald ward er von seinem Aussatz rein.
MAT 8:4 Und Jesus spricht zu ihm: Siehe zu, da du es niemand sagest; 
sondern gehe hin, zeige dich dem Priester und bringe das Opfer, das Mose 
befohlen hat, ihnen zum Zeugnis!
MAT 8:5 Als er aber nach Kapernaum kam, trat ein Hauptmann zu ihm, bat ihn
MAT 8:6 und sprach: Herr, mein Knecht liegt daheim gelhmt darnieder und 
ist furchtbar geplagt!
MAT 8:7 Und Jesus spricht zu ihm: Ich will kommen und ihn heilen.
MAT 8:8 Der Hauptmann antwortete und sprach: Herr, ich bin nicht wert, da 
du unter mein Dach kommst, sondern sprich nur ein Wort, so wird mein 
Knecht gesund werden.
MAT 8:9 Denn auch ich bin ein Mensch, der unter Vorgesetzten steht, und 
habe Kriegsknechte unter mir; und sage ich zu diesem: Gehe hin! so geht 
er; und zu einem andern: Komm her! so kommt er; und zu meinem Knechte: Tue 
das! so tut er's.
MAT 8:10 Als Jesus das hrte, verwunderte er sich und sprach zu denen, die 
ihm nachfolgten: Wahrlich, ich sage euch, bei niemand in Israel habe ich 
so groen Glauben gefunden!
MAT 8:11 Ich sage euch aber: Viele werden kommen von Morgen und Abend und 
werden mit Abraham, Isaak und Jakob zu Tische sitzen im Himmelreich;
MAT 8:12 aber die Kinder des Reiches werden in die uerste Finsternis 
hinausgeworfen werden; dort wird Heulen und Zhneknirschen sein.
MAT 8:13 Und Jesus sprach zu dem Hauptmann: Gehe hin, dir geschehe, wie du 
geglaubt hast! Und sein Knecht ward gesund in derselben Stunde.
MAT 8:14 Und als Jesus in das Haus des Petrus kam, sah er, da dessen 
Schwiegermutter darniederlag und das Fieber hatte.
MAT 8:15 Und er berhrte ihre Hand, und das Fieber verlie sie, und sie 
stand auf und diente ihm.
MAT 8:16 Als es aber Abend geworden war, brachten sie viele Besessene zu 
ihm, und er trieb die Geister aus durchs Wort und heilte alle Kranken;
MAT 8:17 auf da erfllt wrde, was durch Jesaja gesagt ist, den 
Propheten, welcher spricht: Er hat unsere Gebrechen weggenommen und die 
Krankheiten getragen.
MAT 8:18 ALS aber Jesus die Volksmenge um sich sah, befahl er, ans 
jenseitige Ufer zu fahren.
MAT 8:19 Und ein Schriftgelehrter trat herzu und sprach zu ihm: Meister, 
ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst!
MAT 8:20 Und Jesus sprach zu ihm: Die Fchse haben Gruben, und die Vgel 
des Himmels haben Nester; aber des Menschen Sohn hat nicht, wo er sein 
Haupt hinlegen kann.
MAT 8:21 Ein anderer Jnger sprach zu ihm: Herr, erlaube mir, zuvor 
hinzugehen und meinen Vater zu begraben!
MAT 8:22 Jesus aber sprach zu ihm: Folge mir nach und la die Toten ihre 
Toten begraben!
MAT 8:23 Und er trat in das Schiff, und seine Jnger folgten ihm nach.
MAT 8:24 Und siehe, es erhob sich ein groer Sturm auf dem Meere, so da 
das Schiff von den Wellen bedeckt ward; er aber schlief.
MAT 8:25 Und seine Jnger traten zu ihm, weckten ihn auf und sprachen: 
Herr, rette uns, wir kommen um!
MAT 8:26 Da sprach er zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam, ihr 
Kleinglubigen? Dann stand er auf und bedrohte die Winde und das Meer; und 
es ward eine groe Stille.
MAT 8:27 Die Menschen aber verwunderten sich und sprachen: Wer ist der, 
da ihm auch die Winde und das Meer gehorsam sind?
MAT 8:28 Und als er ans jenseitige Ufer in die Landschaft der Gadarener 
kam, liefen ihm zwei Besessene entgegen, die kamen aus den Grbern heraus 
und waren sehr gefhrlich, so da niemand auf jener Strae wandern konnte.
MAT 8:29 Und siehe, sie schrieen und sprachen: Was haben wir mit dir zu 
schaffen, Jesus, du Sohn Gottes? Bist du hierher gekommen, uns vor der 
Zeit zu peinigen?
MAT 8:30 Es war aber fern von ihnen eine groe Herde Schweine auf der 
Weide.
MAT 8:31 Und die Dmonen baten ihn und sprachen: Wenn du uns austreibst, 
so sende uns in die Schweineherde!
MAT 8:32 Und er sprach zu ihnen: Fahret hin! Da fuhren sie aus und fuhren 
in die Schweine. Und siehe, die ganze Herde strzte sich den Abhang 
hinunter ins Meer, und sie kamen im Wasser um.
MAT 8:33 Die Hirten aber flohen, gingen in die Stadt und verkndigten 
alles, auch was mit den Besessenen vorgegangen war.
MAT 8:34 Und siehe, die ganze Stadt kam heraus, Jesus entgegen; und als 
sie ihn sahen, baten sie ihn, von ihren Grenzen zu weichen.
MAT 9:1 Und er trat in das Schiff, fuhr hinber und kam in seine Stadt.
MAT 9:2 Und siehe, da brachten sie zu ihm einen Gelhmten, der auf einem 
Bette lag. Und als Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelhmten: 
Sei getrost, mein Sohn, deine Snden sind dir vergeben!
MAT 9:3 Und siehe, etliche der Schriftgelehrten sprachen bei sich selbst: 
Dieser lstert!
MAT 9:4 Und da Jesus ihre Gedanken sah, sprach er: Warum denkt ihr Arges 
in euren Herzen?
MAT 9:5 Was ist denn leichter zu sagen: Deine Snden sind dir vergeben, 
oder zu sagen: Steh auf und wandle?
MAT 9:6 Damit ihr aber wisset, da des Menschen Sohn Macht hat, auf Erden 
Snden zu vergeben, sprach er zu dem Gelhmten: Steh auf, nimm dein Bett 
und geh heim!
MAT 9:7 Und er stand auf und ging heim.
MAT 9:8 Als aber die Volksmenge das sah, verwunderte sie sich und pries 
Gott, der solche Macht den Menschen gegeben.
MAT 9:9 Und als Jesus von da weiter ging, sah er einen Menschen an der 
Zollsttte sitzen, der hie Matthus; und er spricht zu ihm: Folge mir 
nach! Und er stand auf und folgte ihm nach.
MAT 9:10 Und es begab sich, als er in dem Hause zu Tische sa, siehe, da 
kamen viele Zllner und Snder und saen mit Jesus und seinen Jngern zu 
Tische.
MAT 9:11 Und als die Phariser es sahen, sprachen sie zu seinen Jngern: 
Warum it euer Meister mit den Zllnern und Sndern?
MAT 9:12 Er aber, als er es hrte, sprach zu ihnen: Die Starken bedrfen 
des Arztes nicht, sondern die Kranken.
MAT 9:13 Gehet aber hin und lernet, was das sei: Ich will Barmherzigkeit 
und nicht Opfer. Denn ich bin nicht gekommen, Gerechte zu berufen, 
sondern Snder.
MAT 9:14 Da kamen die Jnger des Johannes zu ihm und sprachen: Warum 
fasten wir und die Phariser, deine Jnger aber fasten nicht?
MAT 9:15 Und Jesus sprach zu ihnen: Knnen die Hochzeitleute trauern, 
solange der Brutigam bei ihnen ist? Es werden aber Tage kommen, wo der 
Brutigam von ihnen genommen sein wird, und dann werden sie fasten.
MAT 9:16 Niemand aber setzt einen Lappen von ungewalktem Tuch auf ein 
altes Kleid, denn der Lappen reit von dem Kleide ab, und der Ri wird 
rger.
MAT 9:17 Man fat auch nicht neuen Wein in alte Schluche, sonst zerreien 
die Schluche und der Wein wird verschttet und die Schluche kommen um; 
sondern man fat neuen Wein in neue Schluche, so bleiben beide 
miteinander erhalten.
MAT 9:18 Und da er solches mit ihnen redete, siehe, da kam ein Vorsteher, 
fiel vor ihm nieder und sprach: Meine Tochter ist eben gestorben; aber 
komm und lege deine Hand auf sie, so wird sie leben!
MAT 9:19 Und Jesus stand auf und folgte ihm samt seinen Jngern.
MAT 9:20 Und siehe, eine Frau, die zwlf Jahre blutflssig war, trat von 
hinten herzu und rhrte den Saum seines Kleides an.
MAT 9:21 Denn sie sagte bei sich selbst: Wenn ich nur sein Kleid anrhre, 
so bin ich gerettet!
MAT 9:22 Jesus aber wandte sich um, sah sie und sprach: Sei getrost, meine 
Tochter, dein Glaube hat dir geholfen! Und das Weib war gerettet von jener 
Stunde an.
MAT 9:23 Als nun Jesus in das Haus des Obersten kam und die Pfeifer und 
das Getmmel sah,
MAT 9:24 sprach er zu ihnen: Entfernet euch! Denn das Mgdlein ist nicht 
gestorben, sondern es schlft. Und sie verlachten ihn.
MAT 9:25 Als aber das Volk hinausgetrieben war, ging er hinein und fate 
sie bei der Hand; und das Mgdlein stand auf.
MAT 9:26 Und das Gercht hiervon verbreitete sich in jener ganzen Gegend.
MAT 9:27 Und als Jesus von dort weiterging, folgten ihm zwei Blinde nach, 
die schrieen und sprachen: Du Sohn Davids, erbarme dich unser!
MAT 9:28 Als er nun ins Haus kam, traten die Blinden zu ihm. Und Jesus 
fragte sie: Glaubt ihr, da ich solches tun kann? Sie sprachen zu ihm: Ja, 
Herr!
MAT 9:29 Da rhrte er ihre Augen an und sprach: Euch geschehe nach eurem 
Glauben!
MAT 9:30 Und ihre Augen wurden geffnet. Und Jesus drohte ihnen ernstlich 
und sprach: Sehet zu, da es niemand erfahre!
MAT 9:31 Sie aber gingen hinaus und machten ihn in jener ganzen Gegend 
bekannt.
MAT 9:32 Als sie aber hinausgingen, siehe, da brachte man einen Menschen 
zu ihm, der stumm und besessen war.
MAT 9:33 Und nachdem der Dmon ausgetrieben war, redete der Stumme. Und 
das Volk verwunderte sich und sprach: Solches ist noch nie in Israel 
gesehen worden!
MAT 9:34 Die Phariser aber sagten: Durch den Obersten der Dmonen treibt 
er die Dmonen aus!
MAT 9:35 UND Jesus durchzog alle Stdte und Drfer, lehrte in ihren 
Synagogen, predigte das Evangelium von dem Reich und heilte jede Krankheit 
und jedes Gebrechen.
MAT 9:36 Als er aber die Volksscharen sah, jammerten sie ihn, weil sie 
beraubt und vernachlssigt waren wie Schafe, die keinen Hirten haben.
MAT 9:37 Da sprach er zu seinen Jngern: Die Ernte ist gro, aber der 
Arbeiter sind wenige.
MAT 9:38 Darum bittet den Herrn der Ernte, da er Arbeiter in seine Ernte 
aussende!
MAT 10:1 Da rief er seine zwlf Jnger zu sich und gab ihnen Vollmacht 
ber die unreinen Geister, sie auszutreiben, und jede Krankheit und jedes 
Gebrechen zu heilen.
MAT 10:2 Die Namen der zwlf Apostel aber sind diese: Der erste Simon, 
genannt Petrus, und sein Bruder Andreas; Jakobus, der Sohn des Zebedus, 
und sein Bruder Johannes;
MAT 10:3 Philippus und Bartholomus, Thomas und Matthus der Zllner; 
Jakobus, der Sohn des Alphus, und Lebbus, zubenannt Thaddus;
MAT 10:4 Simon der Kananer, und Judas, der Ischariot, welcher ihn verriet.
MAT 10:5 Diese zwlf sandte Jesus aus, gebot ihnen und sprach: Begebet 
euch nicht auf die Strae der Heiden und betretet keine Stadt der 
Samariter;
MAT 10:6 gehet vielmehr zu den verlorenen Schafen des Hauses Israel.
MAT 10:7 Gehet aber hin, prediget und sprechet: Das Himmelreich ist nahe 
herbeigekommen!
MAT 10:8 Heilet Kranke, weckt Tote auf, reiniget Ausstzige, treibet 
Dmonen aus! Umsonst habt ihr es empfangen, umsonst gebet es!
MAT 10:9 Nehmet weder Gold noch Silber noch Erz in eure Grtel,
MAT 10:10 keine Tasche auf den Weg, auch nicht zwei Rcke, weder Schuhe 
noch Stab; denn der Arbeiter ist seiner Nahrung wert.
MAT 10:11 Wo ihr aber in eine Stadt oder in ein Dorf hineingehet, da 
erkundiget euch, wer darin wrdig sei, und bleibet dort, bis ihr 
weiterzieht.
MAT 10:12 Wenn ihr aber in das Haus eintretet, so gret es.
MAT 10:13 Und wenn das Haus wrdig ist, so komme euer Friede ber 
dasselbe. Ist es aber nicht wrdig, so soll euer Friede wieder zu euch 
zurckkehren.
MAT 10:14 Und wenn euch jemand nicht aufnehmen, noch eure Rede hren wird, 
so gehet fort aus diesem Haus oder dieser Stadt und schttelt den Staub 
von euren Fen!
MAT 10:15 Wahrlich, ich sage euch: Es wird dem Lande Sodom und Gomorra am 
Tage des Gerichts ertrglicher gehen als dieser Stadt.
MAT 10:16 Siehe, ich sende euch wie Schafe mitten unter die Wlfe. Darum 
seid klug wie die Schlangen und ohne Falsch wie die Tauben!
MAT 10:17 Htet euch aber vor den Menschen! Denn sie werden euch den 
Gerichten berliefern, und in ihren Synagogen werden sie euch geieln;
MAT 10:18 auch vor Frsten und Knige wird man euch fhren, um 
meinetwillen, ihnen und den Heiden zum Zeugnis.
MAT 10:19 Wenn sie euch aber berliefern, so sorget euch nicht darum, wie 
oder was ihr reden sollt; denn es wird euch in jener Stunde gegeben 
werden, was ihr reden sollt;
MAT 10:20 denn nicht ihr seid es, die da reden, sondern eures Vaters Geist 
ist's, der durch euch redet.
MAT 10:21 Es wird aber ein Bruder den anderen zum Tode berliefern und ein 
Vater sein Kind; und Kinder werden sich wider die Eltern erheben und 
werden sie zum Tode bringen.
MAT 10:22 Und ihr werdet von jedermann gehat sein um meines Namens 
willen. Wer aber beharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.
MAT 10:23 Wenn sie euch aber in der einen Stadt verfolgen, so fliehet in 
eine andere. Denn wahrlich, ich sage euch, ihr werdet mit den Stdten 
Israels nicht fertig sein, bis des Menschen Sohn kommt.
MAT 10:24 Der Jnger ist nicht ber dem Meister, noch der Knecht ber 
seinem Herrn.
MAT 10:25 Es ist fr den Jnger genug, da er sei wie sein Meister und der 
Knecht wie sein Herr. Haben sie den Hausvater Beelzebul geheien, wieviel 
mehr seine Hausgenossen!
MAT 10:26 So frchtet euch nun nicht vor ihnen! Denn es ist nichts 
verdeckt, das nicht aufgedeckt werden wird, und nichts verborgen, das man 
nicht erfahren wird.
MAT 10:27 Was ich euch im Finstern sage, das redet am Licht, und was ihr 
ins Ohr hret, das prediget auf den Dchern.
MAT 10:28 Und frchtet euch nicht vor denen, die den Leib tten, die Seele 
aber nicht zu tten vermgen, frchtet vielmehr den, welcher Seele und 
Leib verderben kann in der Hlle.
MAT 10:29 Verkauft man nicht zwei Sperlinge um einen Pfennig? Und doch 
fllt keiner derselben auf die Erde ohne euren Vater.
MAT 10:30 Bei euch aber sind auch die Haare des Hauptes alle gezhlt.
MAT 10:31 Darum frchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele 
Sperlinge.
MAT 10:32 Jeder nun, der mich bekennt vor den Menschen, den will auch ich 
bekennen vor meinem himmlischen Vater;
MAT 10:33 wer mich aber verleugnet vor den Menschen, den will auch ich 
verleugnen vor meinem himmlischen Vater.
MAT 10:34 Ihr sollt nicht whnen, da ich gekommen sei, Frieden auf die 
Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das 
Schwert.
MAT 10:35 Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem 
Vater, und die Tochter mit ihrer Mutter, und die Schwiegertochter mit 
ihrer Schwiegermutter;
MAT 10:36 und des Menschen Feinde werden seine eigenen Hausgenossen sein.
MAT 10:37 Wer Vater oder Mutter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht 
wert; und wer Sohn oder Tochter mehr liebt als mich, der ist meiner nicht 
wert.
MAT 10:38 Und wer nicht sein Kreuz nimmt und mir nachfolgt, der ist meiner 
nicht wert.
MAT 10:39 Wer sein Leben findet, der wird es verlieren; und wer sein Leben 
verliert um meinetwillen, der wird es finden.
MAT 10:40 Wer euch aufnimmt, der nimmt mich auf; und wer mich aufnimmt, 
der nimmt den auf, der mich gesandt hat.
MAT 10:41 Wer einen Propheten aufnimmt, weil er ein Prophet heit, der 
wird den Lohn eines Propheten empfangen; und wer einen Gerechten aufnimmt, 
weil er ein Gerechter heit, der wird den Lohn eines Gerechten empfangen;
MAT 10:42 und wer einen dieser Geringen auch nur mit einem Becher kalten 
Wassers trnkt, weil er ein Jnger heit, wahrlich, ich sage euch, der 
wird seinen Lohn nicht verlieren!
MAT 11:1 Und es begab sich, als Jesus die Befehle an seine zwlf Jnger 
vollendet hatte, zog er von dannen, um in ihren Stdten zu lehren und zu 
predigen.
MAT 11:2 Als aber Johannes im Gefngnis die Werke Christi vernahm, lie er 
ihn durch seine Jnger fragen:
MAT 11:3 Bist du es, der da kommen soll, oder sollen wir auf einen andern 
warten?
MAT 11:4 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und 
verkndiget dem Johannes, was ihr sehet und hret:
MAT 11:5 Blinde werden sehend, und Lahme wandeln, Ausstzige werden rein, 
und Taube hren, Tote stehen auf, und den Armen wird das Evangelium 
gepredigt.
MAT 11:6 Und selig ist, wer sich nicht rgert an mir!
MAT 11:7 Als aber diese aufbrachen, fing Jesus an zur Volksmenge zu reden 
ber Johannes: Was seid ihr in die Wste hinausgegangen zu sehen? Ein 
Rohr, das vom Winde bewegt wird?
MAT 11:8 Oder was seid ihr hinausgegangen zu sehen? Einen Menschen, mit 
weichen Kleidern angetan? Siehe, die weiche Kleider tragen, sind in den 
Husern der Knige!
MAT 11:9 Oder was seid ihr hinausgegangen? Wolltet ihr einen Propheten 
sehen? Ja, ich sage euch, einen, der mehr ist als ein Prophet!
MAT 11:10 Denn dieser ist's, von dem geschrieben steht: Siehe, ich sende 
meinen Boten vor deinem Angesichte her, der deinen Weg vor dir bereiten 
soll.
MAT 11:11 Wahrlich, ich sage euch, unter denen, die vom Weibe geboren 
sind, ist kein Grerer aufgetreten, als Johannes der Tufer. Doch der 
Kleinste im Himmelreich ist grer als er.
MAT 11:12 Aber von den Tagen Johannes des Tufers an bis jetzt leidet das 
Himmelreich Gewalt, und die, welche Gewalt anwenden, reien es an sich.
MAT 11:13 Denn alle Propheten und das Gesetz bis auf Johannes haben 
geweissagt.
MAT 11:14 Und wenn ihr es annehmen wollt: er ist der Elia, der da kommen 
soll.
MAT 11:15 Wer Ohren hat zu hren, der hre!
MAT 11:16 Wem soll ich aber dieses Geschlecht vergleichen? Es ist Kindern 
gleich, die am Markte sitzen und ihren Gespielen zurufen
MAT 11:17 und sprechen: Wir haben euch aufgespielt, und ihr habt nicht 
getanzt; wir haben geklagt, und ihr habt nicht geweint!
MAT 11:18 Denn Johannes ist gekommen, der a nicht und trank nicht; da 
sagen sie: Er hat einen Dmon!
MAT 11:19 Des Menschen Sohn ist gekommen, der it und trinkt; da sagen 
sie: Siehe, wie ist der Mensch ein Fresser und Weinsufer, der Zllner und 
Snder Freund! Und die Weisheit ist durch ihre Kinder gerechtfertigt 
worden.
MAT 11:20 Da fing er an, die Stdte zu schelten, in welchen die meisten 
seiner Taten geschehen waren, weil sie nicht Bue getan.
MAT 11:21 Wehe dir, Chorazin, wehe dir, Bethsaida! Denn wenn zu Tyrus und 
Sidon die Taten geschehen wren, die bei euch geschehen sind, so htten 
sie lngst im Sack und in der Asche Bue getan.
MAT 11:22 Doch ich sage euch, es wird Tyrus und Zidon ertrglicher gehen 
am Tage des Gerichts als euch!
MAT 11:23 Und du, Kapernaum, die du bis zum Himmel erhoben bist, du wirst 
bis zur Hlle hinabgeworfen werden. Denn wenn zu Sodom die Taten geschehen 
wren, die bei dir geschehen sind, es stnde noch heutzutage!
MAT 11:24 Doch ich sage euch, es wird dem Lande Sodom ertrglicher gehen 
am Tage des Gerichts als dir!
MAT 11:25 Zu jener Zeit hob Jesus an und sprach: Ich preise dich, Vater, 
Herr des Himmels und der Erde, da du solches den Weisen und Klugen 
verborgen und es den Unmndigen offenbart hast!
MAT 11:26 Ja, Vater, denn so ist es wohlgefllig gewesen vor dir.
MAT 11:27 Alles ist mir von meinem Vater bergeben worden, und niemand 
erkennt den Sohn, als nur der Vater; und niemand erkennt den Vater, als 
nur der Sohn und wem der Sohn es offenbaren will.
MAT 11:28 Kommet her zu mir alle, die ihr mhselig und beladen seid, so 
will ich euch erquicken!
MAT 11:29 Nehmet auf euch mein Joch und lernet von mir; denn ich bin 
sanftmtig und von Herzen demtig; so werdet ihr Ruhe finden fr eure 
Seelen;
MAT 11:30 denn mein Joch ist sanft und meine Last ist leicht!
MAT 12:1 Zu jener Zeit ging Jesus am Sabbat durch die Saaten; seine Jnger 
aber hungerten und fingen an, hren abzustreifen und zu essen.
MAT 12:2 Als aber das die Phariser sahen, sprachen sie zu ihm: Siehe, 
deine Jnger tun, was am Sabbat zu tun nicht erlaubt ist!
MAT 12:3 Er aber sagte zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, was David tat, 
als ihn und seine Gefhrten hungerte?
MAT 12:4 Wie er in das Haus Gottes hineinging und sie die Schaubrote aen, 
welche weder er noch seine Gefhrten essen durften, sondern allein die 
Priester?
MAT 12:5 Oder habt ihr nicht im Gesetz gelesen, da am Sabbat die Priester 
im Tempel den Sabbat entweihen und doch ohne Schuld sind?
MAT 12:6 Ich sage euch aber: Hier ist ein Grerer als der Tempel!
MAT 12:7 Wenn ihr aber wtet, was das heit: Ich will Barmherzigkeit und 
nicht Opfer, so httet ihr die Unschuldigen nicht verurteilt.
MAT 12:8 Denn des Menschen Sohn ist Herr ber den Sabbat.
MAT 12:9 Und er ging von dort weiter und kam in ihre Synagoge.
MAT 12:10 Und siehe, da war ein Mensch, der hatte eine verdorrte Hand. Und 
sie fragten ihn und sprachen: Darf man am Sabbat heilen? damit sie ihn 
verklagen knnten.
MAT 12:11 Er aber sprach zu ihnen: Welcher Mensch ist unter euch, der ein 
Schaf hat und, wenn es am Sabbat in eine Grube fllt, es nicht ergreift 
und herauszieht?
MAT 12:12 Wieviel besser ist nun ein Mensch, denn ein Schaf! Darum darf 
man am Sabbat wohl Gutes tun.
MAT 12:13 Dann sprach er zu dem Menschen: Strecke deine Hand aus! Und er 
streckte sie aus, und sie wurde gesund wie die andere.
MAT 12:14 Da gingen die Phariser hinaus und hielten Rat wider ihn, um ihn 
umzubringen.
MAT 12:15 Jesus aber, da er es merkte, zog sich von dort zurck; und es 
folgten ihm viele nach, und er heilte sie alle.
MAT 12:16 Und er gebot ihnen, ihn nicht offenbar zu machen,
MAT 12:17 damit erfllt wrde, was durch den Propheten Jesaja gesagt ist:
MAT 12:18 Siehe, mein Knecht, den ich erwhlt habe, mein Geliebter, an 
dem meine Seele Wohlgefallen hat. Ich will meinen Geist auf ihn legen, und 
er wird den Heiden das Recht verkndigen.
MAT 12:19 Er wird nicht zanken noch schreien, und niemand wird auf den 
Gassen seine Stimme hren.
MAT 12:20 Ein geknicktes Rohr wird er nicht zerbrechen, und einen 
glimmenden Docht wird er nicht auslschen, bis da er das Gericht zum Sieg 
ausfhre.
MAT 12:21 Und die Heiden werden auf seinen Namen hoffen.
MAT 12:22 Da wurde ein Besessener zu ihm gebracht, der blind und stumm 
war, und er heilte ihn, so da der Blinde und Stumme redete und sah.
MAT 12:23 Und alles Volk erstaunte und sprach: Ist dieser nicht etwa der 
Sohn Davids?
MAT 12:24 Als aber die Phariser es hrten, sprachen sie: Dieser treibt 
die Dmonen nicht anders aus als durch Beelzebul, den Obersten der Dmonen!
MAT 12:25 Da aber Jesus ihre Gedanken merkte, sprach er zu ihnen: Jedes 
Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verden, und keine Stadt, kein 
Haus, das mit sich selbst uneins ist, kann bestehen.
MAT 12:26 Wenn nun ein Satan den andern austreibt, so ist er mit sich 
selbst uneins. Wie kann dann sein Reich bestehen?
MAT 12:27 Und wenn ich die Dmonen durch Beelzebul austreibe, durch wen 
treiben eure Shne sie aus? Darum werden sie eure Richter sein.
MAT 12:28 Wenn ich aber die Dmonen durch den Geist Gottes austreibe, so 
ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen.
MAT 12:29 Oder wie kann jemand in das Haus des Starken hineingehen und 
seinen Hausrat rauben, wenn er nicht zuerst den Starken bindet? Erst dann 
kann er sein Haus plndern.
MAT 12:30 Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich, und wer nicht mit mir 
sammelt, der zerstreut.
MAT 12:31 Darum sage ich euch: Jede Snde und Lsterung wird den Menschen 
vergeben werden; aber die Lsterung des Geistes wird den Menschen nicht 
vergeben werden.
MAT 12:32 Und wer ein Wort redet wider des Menschen Sohn, dem wird 
vergeben werden; wer aber wider den heiligen Geist redet, dem wird nicht 
vergeben werden, weder in dieser Weltzeit noch in der zuknftigen.
MAT 12:33 Entweder pflanzet einen guten Baum, so wird die Frucht gut, oder 
pflanzet einen schlechten Baum, so wird die Frucht schlecht! Denn an der 
Frucht erkennt man den Baum.
MAT 12:34 Schlangenbrut, wie knnt ihr Gutes reden, da ihr bse seid? Denn 
wes das Herz voll ist, des geht der Mund ber.
MAT 12:35 Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatze [des Herzens] Gutes 
hervor, und der bse Mensch bringt aus seinem bsen Schatze Bses hervor.
MAT 12:36 Ich sage euch aber, da die Menschen am Tage des Gerichts 
Rechenschaft geben mssen von jedem unntzen Wort, das sie geredet haben.
MAT 12:37 Denn nach deinen Worten wirst du gerechtfertigt, und nach deinen 
Worten wirst du verurteilt werden.
MAT 12:38 Da hoben etliche der Schriftgelehrten und Phariser an und 
sprachen: Meister, wir wollen von dir ein Zeichen sehen!
MAT 12:39 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Das bse und 
ehebrecherische Geschlecht begehrt ein Zeichen; aber es wird ihm kein 
Zeichen gegeben werden als das Zeichen des Propheten Jona.
MAT 12:40 Denn gleichwie Jona drei Tage und drei Nchte im Bauche des 
Riesenfisches war, also wird des Menschen Sohn drei Tage und drei Nchte 
im Schoe der Erde sein.
MAT 12:41 Leute von Ninive werden auftreten im Gericht wider dieses 
Geschlecht und werden es verurteilen; denn sie taten Bue auf die Predigt 
des Jona hin. Und siehe, hier ist mehr als Jona!
MAT 12:42 Die Knigin von Mittag wird auftreten im Gerichte wider dieses 
Geschlecht und wird es verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um 
Salomos Weisheit zu hren. Und siehe, hier ist mehr als Salomo!
MAT 12:43 Wenn aber der unreine Geist vom Menschen ausgefahren ist, so 
durchwandelt er wasserlose Sttten und sucht Ruhe und findet sie nicht.
MAT 12:44 Dann spricht er: Ich will in mein Haus zurckkehren, aus welchem 
ich gegangen bin. Und wenn er kommt, findet er es leer, gesubert und 
geschmckt.
MAT 12:45 Alsdann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit sich, 
die schlimmer sind als er; und sie ziehen ein und wohnen daselbst, und es 
wird zuletzt mit diesem Menschen rger als zuerst. So wird es auch sein 
mit diesem bsen Geschlecht.
MAT 12:46 Whrend er noch zu dem Volke redete, siehe, da standen seine 
Mutter und seine Brder drauen und suchten mit ihm zu reden.
MAT 12:47 Da sprach einer zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brder 
stehen drauen und suchen mit dir zu reden.
MAT 12:48 Er aber antwortete und sprach zu dem, der es ihm sagte: Wer ist 
meine Mutter, und wer sind meine Brder?
MAT 12:49 Und er streckte seine Hand aus ber seine Jnger und sprach: 
Seht da, meine Mutter und meine Brder!
MAT 12:50 Denn wer den Willen tut meines Vaters im Himmel, der ist mir 
Bruder, Schwester und Mutter!
MAT 13:1 An jenem Tage ging Jesus zum Hause hinaus und setzte sich an das 
Meer.
MAT 13:2 Und es versammelte sich eine groe Volksmenge zu ihm, so da er 
in ein Schiff trat und sich setzte; und alles Volk stand am Ufer.
MAT 13:3 Und er redete zu ihnen vieles in Gleichnissen und sprach: Siehe, 
der Smann ging aus zu sen.
MAT 13:4 Und indem er ste, fiel etliches an den Weg, und die Vgel kamen 
und fraen es auf.
MAT 13:5 Anderes aber fiel auf den felsigen Boden, wo es nicht viel Erde 
hatte; und es ging alsbald auf, weil es nicht tiefe Erde hatte;
MAT 13:6 als aber die Sonne aufging, ward es verbrannt; und weil es keine 
Wurzel hatte, verdorrte es.
MAT 13:7 Anderes aber fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf 
und erstickten es.
MAT 13:8 Anderes aber fiel auf gutes Erdreich und brachte Frucht, etliches 
hundertfltig, etliches sechzigfltig und etliches dreiigfltig.
MAT 13:9 Wer Ohren hat zu hren, der hre!
MAT 13:10 Da traten die Jnger herzu und sprachen zu ihm: Warum redest du 
in Gleichnissen mit ihnen?
MAT 13:11 Er aber antwortete und sprach: Weil es euch gegeben ist, die 
Geheimnisse des Himmelreichs zu verstehen; jenen aber ist's nicht gegeben.
MAT 13:12 Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, und er wird berflu 
haben; wer aber nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er 
hat.
MAT 13:13 Darum rede ich in Gleichnissen zu ihnen, weil sie sehen und doch 
nicht sehen, und hren und doch nicht hren und nicht verstehen;
MAT 13:14 und es wird an ihnen die Weissagung des Jesaja erfllt, welche 
also lautet: Mit den Ohren werdet ihr hren und nicht verstehen, und mit 
den Augen werdet ihr sehen und nicht erkennen!
MAT 13:15 Denn das Herz dieses Volkes ist verstockt, und mit den Ohren 
hren sie schwer, und ihre Augen haben sie verschlossen, da sie nicht 
etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hren und mit dem Herzen 
verstehen und sich bekehren und ich sie heile.
MAT 13:16 Aber selig sind eure Augen, da sie sehen, und eure Ohren, da 
sie hren.
MAT 13:17 Denn wahrlich, ich sage euch, viele Propheten und Gerechte haben 
begehrt zu sehen, was ihr sehet, und haben es nicht gesehen; und zu hren, 
was ihr hret, und haben es nicht gehrt.
MAT 13:18 So hret nun ihr das Gleichnis vom Smann:
MAT 13:19 So oft jemand das Wort vom Reiche hrt und nicht versteht, so 
kommt der Bse und raubt das, was in sein Herz gest ist. Das ist der, bei 
welchem es an den Weg gestreut war.
MAT 13:20 Auf den felsigen Boden gestreut aber ist es bei dem, welcher das 
Wort hrt und alsbald mit Freuden aufnimmt;
MAT 13:21 er hat aber keine Wurzel in sich, sondern ist wetterwendisch. 
Wenn nun Trbsal oder Verfolgung entsteht um des Wortes willen, so nimmt 
er alsbald Ansto.
MAT 13:22 Unter die Dornen gest aber ist es bei dem, welcher das Wort 
hrt; aber die Sorge um das Zeitliche und der Betrug des Reichtums 
ersticken das Wort, und es bleibt ohne Frucht.
MAT 13:23 Auf das gute Erdreich gest aber ist es bei dem, welcher das 
Wort hrt und versteht; der bringt dann auch Frucht, einer hundertfltig, 
ein anderer sechzigfltig, ein dritter dreiigfltig.
MAT 13:24 Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das 
Himmelreich ist gleich einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker 
ste.
MAT 13:25 Whrend aber die Leute schliefen, kam sein Feind und ste 
Unkraut mitten unter den Weizen und ging davon.
MAT 13:26 Als nun die Saat wuchs und Frucht ansetzte, da zeigte sich auch 
das Unkraut.
MAT 13:27 Und die Knechte des Hausherrn traten herzu und sprachen: Herr, 
hast du nicht guten Samen in deinen Acker gest? Woher hat er denn das 
Unkraut?
MAT 13:28 Er aber sprach zu ihnen: Das hat der Feind getan! Da sagten die 
Knechte zu ihm: Willst du nun, da wir hingehen und es zusammenlesen?
MAT 13:29 Er aber sprach: Nein! damit ihr nicht, indem ihr das Unkraut 
zusammenleset, zugleich mit ihm den Weizen ausraufet.
MAT 13:30 Lasset beides miteinander wachsen bis zur Ernte, und zur Zeit 
der Ernte will ich den Schnittern sagen: Leset zuerst das Unkraut zusammen 
und bindet es in Bndel, da man es verbrenne; den Weizen aber sammelt in 
meine Scheune!
MAT 13:31 Ein anderes Gleichnis legte er ihnen vor und sprach: Das 
Himmelreich ist gleich einem Senfkorn, welches ein Mensch nahm und auf 
seinen Acker ste.
MAT 13:32 Dieses ist zwar unter allen Samen das kleinste; wenn es aber 
wchst, so wird es grer als die Gartengewchse und wird ein Baum, so da 
die Vgel des Himmels kommen und in seinen Zweigen nisten.
MAT 13:33 Ein anderes Gleichnis sagte er ihnen: Das Himmelreich ist gleich 
einem Sauerteig, den ein Weib nahm und unter drei Scheffel Mehl mengte, 
bis es ganz durchsuert ward.
MAT 13:34 Dieses alles redete Jesus in Gleichnissen zum Volke, und ohne 
Gleichnis redete er nicht zu ihnen,
MAT 13:35 damit erfllt wrde, was durch den Propheten gesagt ist, der da 
spricht: Ich will meinen Mund in Gleichnissen auftun, ich will 
verkndigen, was von Grundlegung der Welt an verborgen war.
MAT 13:36 Da entlie Jesus die Volksmenge und ging in das Haus. Und seine 
Jnger traten zu ihm und sprachen: Erklre uns das Gleichnis vom Unkraut 
auf dem Acker!
MAT 13:37 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Der den guten Samen st, 
ist des Menschen Sohn.
MAT 13:38 Der Acker ist die Welt; der gute Same sind die Kinder des 
Reichs; das Unkraut aber sind die Kinder des Bsen.
MAT 13:39 Der Feind, der es st, ist der Teufel; die Ernte ist das Ende 
der Weltzeit, die Schnitter sind die Engel.
MAT 13:40 Gleichwie man nun das Unkraut sammelt und mit Feuer verbrennt, 
so wird es sein am Ende der Weltzeit.
MAT 13:41 Des Menschen Sohn wird seine Engel aussenden, und sie werden aus 
seinem Reiche sammeln alle rgernisse und die da Unrecht tun
MAT 13:42 und werden sie in den Feuerofen werfen; dort wird das Heulen und 
das Zhneknirschen sein.
MAT 13:43 Alsdann werden die Gerechten leuchten wie die Sonne in ihres 
Vaters Reich. Wer Ohren hat zu hren, der hre!
MAT 13:44 Das Himmelreich ist gleich einem verborgenen Schatz im Acker, 
den ein Mensch fand und verbarg. Und vor Freude darber geht er hin und 
verkauft alles, was er hat, und kauft jenen Acker.
MAT 13:45 Wiederum ist das Himmelreich gleich einem Kaufmann, der schne 
Perlen suchte.
MAT 13:46 Als er nun eine kostbare Perle fand, ging er hin und verkaufte 
alles, was er hatte, und kaufte sie.
MAT 13:47 Wiederum ist das Himmelreich gleich einem Netz, das ins Meer 
geworfen ward und [Fische] von allerlei Art zusammenbrachte.
MAT 13:48 Als es voll war, zogen sie es ans Gestade, setzten sich und 
sammelten die guten in Gefe, die faulen aber warfen sie weg.
MAT 13:49 So wird es am Ende der Weltzeit sein: Die Engel werden ausgehen 
und die Bsen von den Gerechten scheiden
MAT 13:50 und sie in den Feuerofen werfen. Dort wird das Heulen und 
Zhneknirschen sein.
MAT 13:51 Da sprach Jesus zu ihnen: Habt ihr das alles verstanden? Sie 
sprachen zu ihm: Ja, Herr!
MAT 13:52 Da sagte er zu ihnen: Darum gleicht jeder Schriftgelehrte, der 
fr das Himmelreich unterrichtet ist, einem Hausvater, der aus seinem 
Schatze Neues und Altes hervorholt.
MAT 13:53 Und es begab sich, als Jesus diese Gleichnisse beendet hatte, 
zog er von dannen.
MAT 13:54 Und als er in seine Vaterstadt kam, lehrte er sie in ihrer 
Synagoge, so da sie erstaunten und sprachen: Woher hat dieser solche 
Weisheit und solche Krfte?
MAT 13:55 Ist dieser nicht des Zimmermanns Sohn? Heit nicht seine Mutter 
Maria und seine Brder Jakobus und Joses und Simon und Judas?
MAT 13:56 Und sind nicht seine Schwestern alle bei uns? Woher kommt ihm 
das alles?
MAT 13:57 Und sie nahmen Ansto an ihm. Jesus aber sprach zu ihnen: Ein 
Prophet ist nirgends verachtet als in seiner Vaterstadt und in seinem 
Hause!
MAT 13:58 Und er tat dort nicht viele Wunder um ihres Unglaubens willen.
MAT 14:1 Zu jener Zeit hrte der Vierfrst Herodes das Gercht von Jesus.
MAT 14:2 Und er sprach zu seinen Dienern: Das ist Johannes der Tufer; der 
ist von den Toten auferstanden; darum sind auch die Krfte wirksam in ihm!
MAT 14:3 Denn Herodes hatte den Johannes greifen, binden und ins Gefngnis 
legen lassen, wegen Herodias, der Frau seines Bruders Philippus.
MAT 14:4 Denn Johannes hatte zu ihm gesagt: Es ist dir nicht erlaubt, sie 
zu haben!
MAT 14:5 Und er wollte ihn tten, frchtete aber das Volk, denn sie 
hielten ihn fr einen Propheten.
MAT 14:6 Als nun Herodes seinen Geburtstag beging, tanzte die Tochter der 
Herodias vor den Gsten und gefiel dem Herodes.
MAT 14:7 Darum verhie er ihr mit einem Eide, ihr zu geben, was sie auch 
fordern wrde.
MAT 14:8 Da sie aber von ihrer Mutter angeleitet war, sprach sie: Gib mir 
hier auf einer Schssel das Haupt Johannes des Tufers!
MAT 14:9 Und der Knig ward betrbt; doch um des Eides willen und derer, 
die mit ihm zu Tische saen, befahl er, es zu geben.
MAT 14:10 Und er sandte hin und lie Johannes im Gefngnis enthaupten.
MAT 14:11 Und sein Haupt wurde auf einer Schssel gebracht und dem Mdchen 
gegeben, und sie brachte es ihrer Mutter.
MAT 14:12 Und seine Jnger kamen herbei, nahmen den Leichnam und begruben 
ihn und gingen hin und verkndigten es Jesus.
MAT 14:13 Als aber Jesus das hrte, entwich er von dort in einem Schiff 
abseits an einen einsamen Ort. Und als die Volksmenge es vernahm, folgte 
sie ihm aus den Stdten zu Fu nach.
MAT 14:14 Als nun Jesus hervorkam, sah er eine groe Menge und erbarmte 
sich ber sie und heilte ihre Kranken.
MAT 14:15 Und als es Abend geworden, traten seine Jnger zu ihm und 
sprachen: Der Ort ist de, und die Stunde ist schon vorgeschritten; entla 
das Volk, damit sie in die Drfer gehen und sich Speise kaufen!
MAT 14:16 Jesus aber sprach zu ihnen: Sie haben nicht ntig hinzugehen; 
gebt ihr ihnen zu essen!
MAT 14:17 Sie sprachen zu ihm: Wir haben nichts hier als fnf Brote und 
zwei Fische.
MAT 14:18 Er sprach: Bringt sie mir hierher!
MAT 14:19 Und er befahl dem Volk, sich in das Gras zu lagern, nahm die 
fnf Brote und die zwei Fische, sah zum Himmel auf, dankte, brach und gab 
den Jngern die Brote, die Jnger aber [gaben sie] dem Volk.
MAT 14:20 Und sie aen alle und wurden satt; und sie hoben auf, was 
brigblieb an Brocken, zwlf Krbe voll.
MAT 14:21 Die aber gegessen hatten, waren etwa fnftausend Mnner, ohne 
Frauen und Kinder.
MAT 14:22 Und alsbald ntigte er seine Jnger, in das Schiff zu steigen 
und vor ihm ans jenseitige Ufer zu fahren, bis er die Volksmenge entlassen 
htte.
MAT 14:23 Und nachdem er die Menge entlassen, stieg er auf den Berg, um 
abseits zu beten; und als es Abend geworden, war er allein daselbst.
MAT 14:24 Das Schiff aber war schon mitten auf dem Meer und litt Not von 
den Wellen; denn der Wind war entgegen.
MAT 14:25 Aber um die vierte Nachtwache kam Jesus zu ihnen und wandelte 
auf dem Meer.
MAT 14:26 Als ihn aber die Jnger auf dem Meere wandeln sahen, erschraken 
sie und sprachen: Es ist ein Gespenst, und schrieen vor Furcht.
MAT 14:27 Jesus aber redete alsbald mit ihnen und sprach: Seid getrost! 
Ich bin's; frchtet euch nicht!
MAT 14:28 Petrus aber antwortete ihm und sprach: Herr, bist du es, so 
heie mich zu dir auf das Wasser kommen!
MAT 14:29 Da sprach er: Komm! Und Petrus stieg aus dem Schiff und wandelte 
auf dem Wasser und kam auf Jesus zu.
MAT 14:30 Als er aber den starken Wind sah, frchtete er sich, und da er 
zu sinken anfing, schrie er und sprach: Herr, rette mich!
MAT 14:31 Jesus aber streckte alsbald die Hand aus, ergriff ihn und sprach 
zu ihm: Du Kleinglubiger, warum zweifeltest du?
MAT 14:32 Und als sie in das Schiff stiegen, legte sich der Wind.
MAT 14:33 Da kamen, die in dem Schiffe waren, fielen vor ihm nieder und 
sprachen: Wahrhaftig, du bist Gottes Sohn!
MAT 14:34 Und sie fuhren hinber und kamen in das Land Genezareth.
MAT 14:35 Und da ihn die Mnner dieser Gegend erkannten, sandten sie in 
die ganze Umgegend und brachten alle Kranken zu ihm.
MAT 14:36 Und sie baten ihn, da sie nur den Saum seines Kleides anrhren 
drften; und so viele ihn anrhrten, die wurden ganz gesund.
MAT 15:1 Da kamen Schriftgelehrte und Phariser von Jerusalem zu Jesus und 
sprachen:
MAT 15:2 Warum bertreten deine Jnger die berlieferung der Alten? Denn 
sie waschen ihre Hnde nicht, wenn sie Brot essen.
MAT 15:3 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Und warum bertretet ihr 
das Gebot Gottes um eurer berlieferung willen?
MAT 15:4 Denn Gott hat geboten: Ehre deinen Vater und deine Mutter! Und: 
Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben.
MAT 15:5 Ihr aber sagt: Wer zum Vater oder zur Mutter spricht: Ich habe 
zum Opfer vergabt, was dir von mir zugute kommen sollte; der braucht 
seinen Vater und seine Mutter nicht mehr zu ehren.
MAT 15:6 Und so habt ihr das Gebot Gottes um eurer berlieferung willen 
aufgehoben.
MAT 15:7 Ihr Heuchler! Trefflich hat Jesaja von euch geweissagt, wenn er 
spricht:
MAT 15:8 Dies Volk ehrt mich mit den Lippen, aber ihr Herz ist fern von 
mir.
MAT 15:9 Vergeblich aber ehren sie mich, indem sie Lehren vortragen, 
welche Menschengebote sind.
MAT 15:10 Und er rief das Volk zu sich und sprach zu ihnen: Hret und 
verstehet!
MAT 15:11 Nicht das, was zum Munde eingeht, verunreinigt den Menschen; 
sondern was aus dem Munde herauskommt, das verunreinigt den Menschen.
MAT 15:12 Da traten seine Jnger herzu und sprachen zu ihm: Weit du, da 
die Phariser Ansto nahmen, als sie das hrten?
MAT 15:13 Er aber antwortete und sprach: Jede Pflanze, die nicht mein 
himmlischer Vater gepflanzt hat, wird ausgerissen werden.
MAT 15:14 Lasset sie; sie sind blinde Blindenleiter. Wenn aber ein Blinder 
den andern leitet, werden beide in die Grube fallen.
MAT 15:15 Da sprach Petrus zu ihm: Erklre uns dieses Gleichnis!
MAT 15:16 Er aber sprach: Seid denn auch ihr noch unverstndig?
MAT 15:17 Merket ihr noch nicht, da alles, was zum Munde eingeht, in den 
Bauch kommt und in den Abort geworfen wird?
MAT 15:18 Was aber aus dem Munde herauskommt, das kommt aus dem Herzen, 
und das verunreinigt den Menschen.
MAT 15:19 Denn aus dem Herzen kommen bse Gedanken, Mord, Ehebruch, 
Unzucht, Diebstahl, falsche Zeugnisse, Lsterungen.
MAT 15:20 Das ist's, was den Menschen verunreinigt; aber mit ungewaschenen 
Hnden essen, das verunreinigt den Menschen nicht.
MAT 15:21 Und Jesus zog von dort weg und entwich in die Gegend von Tyrus 
und Zidon.
MAT 15:22 Und siehe, eine kananische Frau kam aus jener Gegend, schrie 
und sprach: Erbarme dich meiner, Herr, du Sohn Davids! Meine Tochter ist 
arg besessen!
MAT 15:23 Er aber antwortete ihr nicht ein Wort. Da traten seine Jnger 
herzu, baten ihn und sprachen: Fertige sie ab; denn sie schreit uns nach!
MAT 15:24 Er aber antwortete und sprach: Ich bin nur gesandt zu den 
verlornen Schafen des Hauses Israel.
MAT 15:25 Sie aber kam, fiel vor ihm nieder und sprach: Herr, hilf mir!
MAT 15:26 Er aber antwortete und sprach: Es ist nicht fein, da man das 
Brot der Kinder nehme und es den Hndlein vorwerfe!
MAT 15:27 Sie aber sprach: Ja, Herr! aber doch essen die Hndlein von den 
Brosamen, die vom Tisch ihrer Herren fallen.
MAT 15:28 Da antwortete Jesus und sprach zu ihr: O Frau, dein Glaube ist 
gro; dir geschehe, wie du willst! Und ihre Tochter war geheilt von jener 
Stunde an.
MAT 15:29 Und Jesus zog weiter und kam an das galilische Meer; und er 
stieg auf den Berg und setzte sich daselbst.
MAT 15:30 Und es kamen zu ihm groe Volksmengen, die hatten Lahme, Blinde, 
Stumme, Krppel und viele andere bei sich; und sie legten sie zu seinen 
Fen, und er heilte sie,
MAT 15:31 also da sich die Menge verwunderte, als sie sah, da Stumme 
redeten, Krppel gesund wurden, Lahme wandelten und Blinde sehend wurden; 
und sie priesen den Gott Israels.
MAT 15:32 Da rief Jesus seine Jnger zu sich und sprach: Mich jammert das 
Volk; denn sie verharren nun schon drei Tage bei mir und haben nichts zu 
essen; und ich will sie nicht nchtern entlassen, damit sie nicht auf dem 
Wege erliegen.
MAT 15:33 Und seine Jnger sprachen zu ihm: Woher sollen wir in der Wste 
so viele Brote nehmen, um eine so groe Menge zu sttigen?
MAT 15:34 Und Jesus sprach zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Sie 
sprachen: Sieben, und ein paar Fische.
MAT 15:35 Und er befahl dem Volk, sich auf die Erde zu lagern,
MAT 15:36 und nahm die sieben Brote und die Fische, dankte, brach sie und 
gab sie den Jngern, die Jnger aber [gaben sie] dem Volke.
MAT 15:37 Und sie aen alle und wurden satt und hoben auf, was an Brocken 
brigblieb, sieben Krbe voll.
MAT 15:38 Die aber gegessen hatten, waren viertausend Mnner, ohne Frauen 
und Kinder.
MAT 15:39 Und nachdem er das Volk entlassen, stieg er in das Schiff und 
kam in die Gegend von Magdala.
MAT 16:1 Und die Phariser und Sadduzer traten herzu, versuchten ihn und 
baten, da er ihnen ein Zeichen aus dem Himmel zeigen mchte.
MAT 16:2 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Am Abend sagt ihr: Es 
wird schn; denn der Himmel ist rot;
MAT 16:3 und am Morgen: Heute kommt ein Ungewitter; denn der Himmel ist 
rot und trbe. Ihr Heuchler, das Aussehen des Himmels versteht ihr zu 
beurteilen, die Zeichen der Zeit aber nicht!
MAT 16:4 Das bse und ehebrecherische Geschlecht fordert ein Zeichen; aber 
es wird ihm kein Zeichen gegeben werden als nur das Zeichen des Propheten 
Jona. Und er verlie sie und ging davon.
MAT 16:5 Und als seine Jnger ans jenseitige Gestade kamen, hatten sie 
vergessen, Brot mitzunehmen.
MAT 16:6 Jesus aber sprach zu ihnen: Sehet zu und htet euch vor dem 
Sauerteig der Phariser und Sadduzer!
MAT 16:7 Da machten sie sich untereinander Gedanken und sagten: Weil wir 
kein Brot mitgenommen haben!
MAT 16:8 Da es aber Jesus merkte, sprach er zu ihnen: Ihr Kleinglubigen, 
was macht ihr euch Gedanken darber, da ihr kein Brot mitgenommen habt?
MAT 16:9 Versteht ihr noch nicht, und denkt ihr nicht an die fnf Brote 
fr die Fnftausend, und wie viele Krbe ihr da aufhobet?
MAT 16:10 Auch nicht an die sieben Brote fr die Viertausend, und wie 
viele Krbchen ihr da aufhobet?
MAT 16:11 Warum versteht ihr denn nicht, da ich nicht vom Brot gesprochen 
habe, sondern da ihr euch hten solltet vor dem Sauerteig der Phariser 
und Sadduzer?
MAT 16:12 Da sahen sie ein, da er nicht gesagt hatte, sie sollten sich 
hten vor dem Sauerteig des Brotes, sondern vor der Lehre der Phariser 
und Sadduzer.
MAT 16:13 Als aber Jesus in die Gegend von Csarea Philippi gekommen war, 
fragte er seine Jnger und sprach: Fr wen halten die Leute den 
Menschensohn?
MAT 16:14 Sie sprachen: Etliche sagen, du seiest Johannes der Tufer; 
andere aber Elia; noch andere Jeremia oder einer der Propheten.
MAT 16:15 Da spricht er zu ihnen: Ihr aber, fr wen haltet ihr mich?
MAT 16:16 Da antwortete Simon Petrus und sprach: Du bist der Christus, der 
Sohn des lebendigen Gottes!
MAT 16:17 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Selig bist du, Simon, 
Jonas Sohn; denn Fleisch und Blut hat dir das nicht geoffenbart, sondern 
mein Vater im Himmel!
MAT 16:18 Und ich sage dir auch: Du bist Petrus, und auf diesen Felsen 
will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hlle sollen sie nicht 
berwltigen.
MAT 16:19 Und ich will dir des Himmelreichs Schlssel geben; und was du 
auf Erden binden wirst, das wird im Himmel gebunden sein; und was du auf 
Erden lsen wirst, das wird im Himmel gelst sein.
MAT 16:20 Da gebot er seinen Jngern, da sie niemand sagen sollten, da 
er der Christus sei.
MAT 16:21 Von da an begann Jesus seinen Jngern zu zeigen, er msse nach 
Jerusalem gehen und viel leiden von den ltesten, Hohenpriestern und 
Schriftgelehrten und gettet werden und am dritten Tage auferstehen.
MAT 16:22 Da nahm ihn Petrus beiseite, fing an, ihm abzuwehren, und 
sprach: Herr, schone deiner selbst! Das widerfahre dir nur nicht!
MAT 16:23 Er aber wandte sich um und sprach zu Petrus: Hebe dich weg von 
mir, Satan! Du bist mir zum Fallstrick; denn du denkst nicht gttlich, 
sondern menschlich!
MAT 16:24 Da sprach Jesus zu seinen Jngern: Will jemand mir nachfolgen, 
so verleugne er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich und folge mir 
nach!
MAT 16:25 Denn wer seine Seele retten will, der wird sie verlieren; wer 
aber seine Seele verliert um meinetwillen, der wird sie finden.
MAT 16:26 Denn was hlfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewnne, 
bte aber seine Seele ein? Oder was kann der Mensch geben, damit er seine 
Seele wieder lse?
MAT 16:27 Denn des Menschen Sohn wird kommen in der Herrlichkeit seines 
Vaters mit seinen Engeln; und alsdann wird er einem jeglichen vergelten 
nach seinem Tun.
MAT 16:28 Wahrlich, ich sage euch, es stehen etliche hier, die den Tod 
nicht schmecken werden, bis sie des Menschen Sohn haben kommen sehen in 
seinem Reich!
MAT 17:1 Und nach sechs Tagen nahm Jesus den Petrus und Jakobus und dessen 
Bruder Johannes mit sich und fhrte sie beiseite auf einen hohen Berg.
MAT 17:2 Und er wurde vor ihnen verklrt, und sein Angesicht leuchtete wie 
die Sonne, und seine Kleider wurden wei wie das Licht.
MAT 17:3 Und siehe, es erschienen ihnen Mose und Elia, die redeten mit ihm.
MAT 17:4 Da hob Petrus an und sprach zu Jesus: Herr, es ist gut, da wir 
hier sind! Willst du, so baue ich hier drei Htten, dir eine, Mose eine 
und Elia eine.
MAT 17:5 Als er noch redete, siehe, da berschattete sie eine lichte 
Wolke, und siehe, eine Stimme aus der Wolke sprach: Dies ist mein lieber 
Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe; auf den sollt ihr hren!
MAT 17:6 Als die Jnger das hrten, fielen sie auf ihr Angesicht und 
frchteten sich sehr.
MAT 17:7 Und Jesus trat herzu, rhrte sie an und sprach: Stehet auf und 
frchtet euch nicht!
MAT 17:8 Da sie aber ihre Augen erhoben, sahen sie niemand als Jesus 
allein.
MAT 17:9 Und als sie den Berg hinabgingen, gebot ihnen Jesus und sprach: 
Sagt niemandem von dem Gesichte, bis des Menschen Sohn von den Toten 
auferstanden ist!
MAT 17:10 Und seine Jnger fragten ihn und sprachen: Warum sagen denn die 
Schriftgelehrten, da zuvor Elia kommen msse?
MAT 17:11 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Elia kommt freilich 
und wird alles in den rechten Stand setzen;
MAT 17:12 ich sage euch aber, da Elia schon gekommen ist; und sie haben 
ihn nicht anerkannt, sondern mit ihm gemacht, was sie wollten. Also wird 
auch des Menschen Sohn von ihnen leiden mssen.
MAT 17:13 Da verstanden die Jnger, da er zu ihnen von Johannes dem 
Tufer redete.
MAT 17:14 Und als sie zum Volke kamen, trat ein Mensch zu ihm, fiel vor 
ihm auf die Knie
MAT 17:15 und sprach: Herr, erbarme dich meines Sohnes; denn er ist 
mondschtig und leidet schwer; denn er fllt oft ins Feuer und oft ins 
Wasser.
MAT 17:16 Und ich habe ihn zu deinen Jngern gebracht, aber sie konnten 
ihn nicht heilen.
MAT 17:17 Da antwortete Jesus und sprach: O du unglubiges und verkehrtes 
Geschlecht! Wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch 
ertragen? Bringet ihn her zu mir!
MAT 17:18 Und Jesus bedrohte ihn, und der Dmon fuhr aus von ihm, und der 
Knabe war gesund von jener Stunde an.
MAT 17:19 Da traten die Jnger zu Jesus, beiseite, und sprachen: Warum 
konnten wir ihn nicht austreiben?
MAT 17:20 Jesus aber sprach zu ihnen: Um eures Kleinglaubens willen! Denn 
wahrlich, ich sage euch: Wenn ihr Glauben httet wie ein Senfkorn, so 
wrdet ihr zu diesem Berge sprechen: Hebe dich von hier weg dorthin! Und 
er wrde sich hinwegheben, und nichts wrde euch unmglich sein.
MAT 17:21 Aber diese Art fhrt nicht aus, auer durch Gebet und Fasten.
MAT 17:22 Als sie nun ihren Weg durch Galila nahmen, sprach Jesus zu 
ihnen: Des Menschen Sohn wird in der Menschen Hnde berliefert werden;
MAT 17:23 und sie werden ihn tten, und am dritten Tage wird er 
auferstehen. Und sie wurden sehr betrbt.
MAT 17:24 Als sie aber nach Kapernaum kamen, traten die Einnehmer der 
[Tempel-]Steuer zu Petrus und sprachen: Zahlt euer Meister nicht auch die 
zwei Drachmen?
MAT 17:25 Er antwortete: Doch! Und als er ins Haus trat, kam ihm Jesus 
zuvor und sprach: Was dnkt dich, Simon, von wem nehmen die Knige der 
Erde den Zoll oder die Steuer, von ihren Shnen oder von den Fremden?
MAT 17:26 Er sagte: Von den Fremden. Da sprach Jesus zu ihm: So sind also 
die Shne frei!
MAT 17:27 Damit wir ihnen aber keinen Ansto geben, gehe hin ans Meer und 
wirf die Angel aus und nimm den ersten Fisch, den du herausziehst; und 
wenn du seinen Mund ffnest, wirst du einen Stater finden; den nimm und 
gib ihn fr mich und dich.
MAT 18:1 Zu jener Stunde traten die Jnger zu Jesus und sprachen: Wer ist 
wohl der Grte im Himmelreich?
MAT 18:2 Und Jesus rief ein Kind herbei, stellte es mitten unter sie
MAT 18:3 und sprach: Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr nicht umkehret und 
werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht in das Himmelreich kommen!
MAT 18:4 Wer nun sich selbst erniedrigt wie dieses Kind, der ist der 
Grte im Himmelreich.
MAT 18:5 Und wer ein solches Kind in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich 
auf.
MAT 18:6 Wer aber einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, rgernis 
gibt, fr den wre es besser, da ein Mhlstein an seinen Hals gehngt und 
er in die Tiefe des Meeres versenkt wrde.
MAT 18:7 Wehe der Welt der rgernisse halber! Denn es ist zwar notwendig, 
da die rgernisse kommen, aber wehe dem Menschen, durch welchen das 
rgernis kommt!
MAT 18:8 Wenn aber deine Hand oder dein Fu fr dich ein Ansto zur Snde 
wird, so haue sie ab und wirf sie von dir! Es ist besser fr dich, da du 
lahm oder verstmmelt in das Leben eingehest, als da du zwei Hnde oder 
zwei Fe habest und in das ewige Feuer geworfen werdest.
MAT 18:9 Und wenn dein Auge fr dich ein Ansto zur Snde wird, so rei es 
aus und wirf es von dir! Es ist besser fr dich, da du einugig in das 
Leben eingehest, als da du zwei Augen habest und in das hllische Feuer 
geworfen werdest.
MAT 18:10 Sehet zu, da ihr keinen dieser Kleinen verachtet! Denn ich sage 
euch, ihre Engel im Himmel schauen allezeit das Angesicht meines Vaters im 
Himmel.
MAT 18:11 Denn des Menschen Sohn ist gekommen, das Verlorene zu retten.
MAT 18:12 Was dnkt euch? Wenn ein Mensch hundert Schafe hat, und es 
verirrt sich eines von ihnen, lt er nicht die neunundneunzig auf den 
Bergen, geht hin und sucht das Verirrte?
MAT 18:13 Und wenn es sich begibt, da er es findet, wahrlich, ich sage 
euch, er freut sich ber dasselbe mehr als ber die neunundneunzig, die 
nicht verirrt waren.
MAT 18:14 Also ist es auch nicht der Wille eures Vaters im Himmel, da 
eines dieser Kleinen verloren gehe.
MAT 18:15 Wenn aber dein Bruder an dir gesndigt hat, so gehe hin und 
weise ihn zurecht unter vier Augen. Hrt er auf dich, so hast du deinen 
Bruder gewonnen.
MAT 18:16 Hrt er aber nicht, so nimm noch einen oder zwei mit dir, damit 
jede Sache auf der Aussage von zwei oder drei Zeugen beruhe.
MAT 18:17 Hrt er aber diese nicht, so sage es der Gemeinde. Hrt er aber 
auch die Gemeinde nicht, so gelte er dir wie ein Heide und Zllner.
MAT 18:18 Wahrlich, ich sage euch, was ihr auf Erden binden werdet, das 
wird im Himmel gebunden sein, und was ihr auf Erden lsen werdet, das wird 
im Himmel gelst sein.
MAT 18:19 Weiter sage ich euch, wenn zwei von euch bereinkommen werden 
auf Erden ber irgend eine Sache, fr die sie bitten wollen, so soll sie 
ihnen zuteil werden von meinem Vater im Himmel.
MAT 18:20 Denn wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin 
ich mitten unter ihnen.
MAT 18:21 Da trat Petrus herzu und sprach: Herr, wie oft soll ich meinem 
Bruder vergeben, welcher gegen mich sndigt? Bis siebenmal?
MAT 18:22 Jesus antwortete ihm: Ich sage dir, nicht bis siebenmal, sondern 
bis siebzigmalsiebenmal!
MAT 18:23 Darum ist das Himmelreich gleich einem Knige, der mit seinen 
Knechten rechnen wollte.
MAT 18:24 Und als er anfing zu rechnen, ward einer vor ihn gebracht, der 
war zehntausend Talente schuldig.
MAT 18:25 Da er aber nicht bezahlen konnte, befahl sein Herr, ihn und sein 
Weib und seine Kinder und alles, was er hatte, zu verkaufen und also zu 
bezahlen.
MAT 18:26 Da warf sich der Knecht vor ihm nieder und sprach: Herr, habe 
Geduld mit mir, so will ich dir alles bezahlen!
MAT 18:27 Da erbarmte sich der Herr dieses Knechtes und gab ihn frei und 
erlie ihm die Schuld.
MAT 18:28 Als aber dieser Knecht hinausging, fand er einen Mitknecht, der 
war ihm hundert Denare schuldig; den ergriff er, wrgte ihn und sprach: 
Bezahle, was du schuldig bist!
MAT 18:29 Da warf sich sein Mitknecht nieder, bat ihn und sprach: Habe 
Geduld mit mir, so will ich dir alles bezahlen!
MAT 18:30 Er aber wollte nicht, sondern ging hin und warf ihn ins 
Gefngnis, bis er bezahlt htte, was er schuldig war.
MAT 18:31 Als aber seine Mitknechte sahen, was geschehen war, wurden sie 
sehr betrbt, kamen und berichteten ihrem Herrn die ganze Geschichte.
MAT 18:32 Da lie sein Herr ihn kommen und sprach zu ihm: Du bser Knecht! 
Jene ganze Schuld habe ich dir erlassen, weil du mich batest;
MAT 18:33 solltest denn nicht auch du dich ber deinen Mitknecht erbarmen, 
wie ich mich ber dich erbarmt habe?
MAT 18:34 Und voll Zorn bergab ihn sein Herr den Peinigern, bis er alles 
bezahlt htte, was er schuldig war.
MAT 18:35 Also wird auch mein himmlischer Vater mit euch verfahren, wenn 
ihr nicht ein jeder seinem Bruder von Herzen die Fehler vergebet.
MAT 19:1 Und es begab sich, als Jesus diese Reden beendet hatte, verlie 
er Galila und kam in die Grenzen von Juda, jenseits des Jordan.
MAT 19:2 Und es folgte ihm eine groe Volksmenge nach, und er heilte sie 
daselbst.
MAT 19:3 Da traten die Phariser zu ihm, versuchten ihn und sprachen: Ist 
es erlaubt, aus irgend einem Grunde seine Frau zu entlassen?
MAT 19:4 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr nicht gelesen, 
da der Schpfer [die Menschen] am Anfang als Mann und Weib erschuf
MAT 19:5 und sprach: Darum wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und 
seinem Weibe anhangen; und die zwei werden ein Fleisch sein?
MAT 19:6 So sind sie nun nicht mehr zwei, sondern ein Fleisch. Was nun 
Gott zusammengefgt hat, das soll der Mensch nicht scheiden.
MAT 19:7 Da sprachen sie zu ihm: Warum hat denn Mose befohlen, ihr einen 
Scheidebrief zu geben und sie so zu entlassen?
MAT 19:8 Er sprach zu ihnen: Mose hat euch wegen der Hrtigkeit eures 
Herzens erlaubt, eure Frauen zu entlassen; von Anfang an aber ist es nicht 
so gewesen.
MAT 19:9 Ich sage euch aber: Wer seine Frau entlt, es sei denn wegen 
Unzucht, und eine andere heiratet, der bricht die Ehe; und wer eine 
Geschiedene heiratet, der bricht die Ehe.
MAT 19:10 Seine Jnger sprechen zu ihm: Hat ein Mensch solche Pflichten 
gegen seine Frau, so ist es nicht gut, zur Ehe zu schreiten!
MAT 19:11 Er aber sprach zu ihnen: Nicht alle fassen dieses Wort, sondern 
nur die, denen es gegeben ist.
MAT 19:12 Denn es gibt Verschnittene, die von Mutterleib so geboren sind; 
und es gibt Verschnittene, die von Menschen verschnitten sind; und es gibt 
Verschnittene, die sich selbst verschnitten haben um des Himmelreichs 
willen. Wer es fassen kann, der fasse es!
MAT 19:13 Da wurden Kindlein zu ihm gebracht, damit er die Hnde auf sie 
lege und bete. Die Jnger aber schalten sie.
MAT 19:14 Aber Jesus sprach zu ihnen: Lasset die Kindlein und wehret ihnen 
nicht, zu mir zu kommen; denn solcher ist das Himmelreich!
MAT 19:15 Und nachdem er ihnen die Hnde aufgelegt, zog er von dannen.
MAT 19:16 Und siehe, einer trat herzu und fragte ihn: Guter Meister, was 
soll ich Gutes tun, um das ewige Leben zu erlangen?
MAT 19:17 Er aber sprach zu ihm: Was fragst du mich nach dem Guten? Es ist 
nur Einer gut! Willst du aber in das Leben eingehen, so halte die Gebote!
MAT 19:18 Er spricht zu ihm: Welche? Jesus antwortet: Das: Du sollst nicht 
tten! Du sollst nicht ehebrechen! Du sollst nicht stehlen! Du sollst 
nicht falsches Zeugnis reden!
MAT 19:19 Ehre deinen Vater und deine Mutter! und: Du sollst deinen 
Nchsten lieben wie dich selbst!
MAT 19:20 Der Jngling spricht zu ihm: Das habe ich alles gehalten; was 
fehlt mir noch?
MAT 19:21 Jesus sprach zu ihm: Willst du vollkommen sein, so gehe hin, 
verkaufe, was du hast, und gib es den Armen, so wirst du einen Schatz im 
Himmel haben; und komm, folge mir nach!
MAT 19:22 Als aber der Jngling das Wort hrte, ging er betrbt davon; 
denn er hatte viele Gter.
MAT 19:23 Da sprach Jesus zu seinen Jngern: Wahrlich, ich sage euch, ein 
Reicher hat schwer in das Himmelreich einzugehen!
MAT 19:24 Und wiederum sage ich euch, ein Kamel kann leichter durch ein 
Nadelhr eingehen, als ein Reicher in das Reich Gottes!
MAT 19:25 Als die Jnger das hrten, entsetzten sie sich sehr und 
sprachen: Wer kann denn gerettet werden?
MAT 19:26 Jesus aber sah sie an und sprach zu ihnen: Bei den Menschen ist 
das unmglich; aber bei Gott ist alles mglich.
MAT 19:27 Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles 
verlassen und sind dir nachgefolgt; was wird uns dafr?
MAT 19:28 Jesus aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, ihr, die 
ihr mir nachgefolgt seid, werdet in der Wiedergeburt, wenn des Menschen 
Sohn auf dem Throne seiner Herrlichkeit sitzen wird, auch auf zwlf 
Thronen sitzen und die zwlf Stmme Israels richten.
MAT 19:29 Und ein jeglicher, welcher Huser oder Brder oder Schwestern 
oder Vater oder Mutter oder Weib oder Kinder oder cker um meines Namens 
willen verlassen hat, der wird es hundertfltig empfangen und das ewige 
Leben erben.
MAT 19:30 Aber viele von den Ersten werden Letzte, und Letzte werden Erste 
sein.
MAT 20:1 Denn das Himmelreich ist einem Hausherrn gleich, welcher am 
Morgen frh ausging, um Arbeiter in seinen Weinberg zu dingen.
MAT 20:2 Und nachdem er mit den Arbeitern um einen Denar fr den Tag 
bereingekommen war, sandte er sie in seinen Weinberg.
MAT 20:3 Und als er um die dritte Stunde ausging, sah er andere auf dem 
Markte mig stehen
MAT 20:4 und sprach zu diesen: Gehet auch ihr in den Weinberg, und was 
recht ist, will ich euch geben!
MAT 20:5 Und sie gingen hin. Wiederum ging er aus um die sechste und um 
die neunte Stunde und tat ebenso.
MAT 20:6 Als er aber um die elfte Stunde ausging, fand er andere dastehen 
und sprach zu ihnen: Warum steht ihr hier den ganzen Tag mig?
MAT 20:7 Sie sprachen zu ihm: Es hat uns niemand gedungen! Er spricht zu 
ihnen: Gehet auch ihr in den Weinberg, und was recht ist, das werdet ihr 
empfangen!
MAT 20:8 Als es aber Abend geworden war, sprach der Herr des Weinbergs zu 
seinem Schaffner: Rufe die Arbeiter und bezahle ihnen den Lohn, indem du 
bei den Letzten anfngst, bis zu den Ersten.
MAT 20:9 Und es kamen die, welche um die elfte Stunde gedungen worden, und 
empfingen jeder einen Denar.
MAT 20:10 Als aber die Ersten kamen, meinten sie, sie wrden mehr 
empfangen; da empfingen auch sie jeder einen Denar.
MAT 20:11 Und als sie ihn empfangen, murrten sie wider den Hausherrn
MAT 20:12 und sprachen: Diese Letzten haben nur eine Stunde gearbeitet, 
und du hast sie uns gleich gemacht, die wir des Tages Last und Hitze 
getragen haben.
MAT 20:13 Er aber antwortete und sprach zu einem unter ihnen: Freund, ich 
tue dir nicht Unrecht. Bist du nicht um einen Denar mit mir 
bereingekommen?
MAT 20:14 Nimm das Deine und gehe hin! Ich will aber diesem Letzten so 
viel geben wie dir.
MAT 20:15 Habe ich nicht Macht, mit dem Meinen zu tun, was ich will? Oder 
siehst du darum scheel, da ich so gtig bin?
MAT 20:16 Also werden die Letzten die Ersten und die Ersten die Letzten 
sein. [Denn viele sind berufen, aber wenige auserwhlt.]
MAT 20:17 Und als Jesus nach Jerusalem hinaufzog, nahm er die Zwlf auf 
dem Wege beiseite und sprach zu ihnen:
MAT 20:18 Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem; und des Menschen Sohn 
wird den Hohenpriestern und Schriftgelehrten berantwortet, und sie werden 
ihn zum Tode verurteilen
MAT 20:19 und werden ihn den Heiden berantworten, ihn zu verspotten und 
zu geieln und zu kreuzigen; und am dritten Tage wird er auferstehen.
MAT 20:20 Da trat die Mutter der Shne des Zebedus mit ihren Shnen zu 
ihm, fiel ihm zu Fen, um etwas von ihm zu erbitten.
MAT 20:21 Er aber sprach zu ihr: Was willst du? Sie sagt zu ihm: Sprich, 
da diese meine beiden Shne einer zur Rechten, der andere zu deiner 
Linken sitzen sollen in deinem Reiche.
MAT 20:22 Aber Jesus antwortete und sprach: Ihr wisset nicht, um was ihr 
bittet! Knnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke? Sie sprechen zu ihm: 
Wir knnen es!
MAT 20:23 Und er spricht zu ihnen: Ihr werdet zwar meinen Kelch trinken; 
aber das Sitzen zu meiner Rechten und zu meiner Linken zu verleihen, steht 
nicht mir zu; sondern es wird denen zuteil, welchen es von meinem Vater 
bereitet ist.
MAT 20:24 Und als die Zehn das hrten, wurden sie unwillig ber die beiden 
Brder.
MAT 20:25 Aber Jesus rief sie herzu und sprach: Ihr wisset, da die 
Frsten der Vlker sie unterjochen, und da die Groen sie vergewaltigen;
MAT 20:26 unter euch aber soll es nicht so sein, sondern wer unter euch 
gro werden will, der sei euer Diener;
MAT 20:27 und wer unter euch der Erste sein will, der sei euer Knecht,
MAT 20:28 gleichwie des Menschen Sohn nicht gekommen ist, sich dienen zu 
lassen, sondern damit er diene und sein Leben gebe zum Lsegeld fr viele.
MAT 20:29 Und als sie von Jericho auszogen, folgte ihm eine groe 
Volksmenge nach.
MAT 20:30 Und siehe, zwei Blinde saen am Wege; als sie hrten, da Jesus 
vorberziehe, schrieen sie und sprachen: Herr, du Sohn Davids, erbarme 
dich unser!
MAT 20:31 Aber das Volk bedrohte sie, sie sollten schweigen. Sie aber 
schrieen nur noch mehr und sprachen: Herr, du Sohn Davids, erbarme dich 
unser!
MAT 20:32 Und Jesus stand still, rief sie und sprach: Was wollt ihr, da 
ich euch tun soll?
MAT 20:33 Sie sagten zu ihm: Herr, da unsere Augen geffnet werden!
MAT 20:34 Da erbarmte sich Jesus ihrer und rhrte ihre Augen an, und 
alsbald sahen sie wieder und folgten ihm nach.
MAT 21:1 Und als sie sich Jerusalem nherten und nach Bethphage an den 
lberg kamen, sandte Jesus zwei Jnger
MAT 21:2 und sprach zu ihnen: Gehet in den Flecken, der vor euch liegt, 
und alsbald werdet ihr eine Eselin angebunden finden und ein Fllen bei 
ihr, die bindet los und fhret sie zu mir!
MAT 21:3 Und wenn euch jemand etwas sagt, so sprechet: Der Herr bedarf 
ihrer; dann wird er sie alsbald senden.
MAT 21:4 Das ist aber geschehen, damit erfllt wrde, was durch den 
Propheten gesagt ist, der da spricht:
MAT 21:5 Saget der Tochter Zion: Siehe, dein Knig kommt zu dir, 
sanftmtig und reitend auf einer Eselin und auf einem Fllen, dem Jungen 
des Lasttiers.
MAT 21:6 Die Jnger aber gingen hin und taten, wie Jesus ihnen befohlen 
hatte,
MAT 21:7 und brachten die Eselin und das Fllen und legten ihre Kleider 
auf sie und setzten ihn darauf.
MAT 21:8 Aber die meisten unter dem Volk breiteten ihre Kleider auf den 
Weg; andere hieben Zweige von den Bumen und streuten sie auf den Weg.
MAT 21:9 Und das Volk, das vorausging, und die, welche nachfolgten, 
schrieen und sprachen: Hosianna dem Sohne Davids! Gelobt sei, der da kommt 
im Namen des Herrn! Hosianna in der Hhe!
MAT 21:10 Und als er in Jerusalem einzog, kam die ganze Stadt in Bewegung 
und sprach: Wer ist der?
MAT 21:11 Das Volk aber sagte: Das ist Jesus, der Prophet von Nazareth in 
Galila!
MAT 21:12 Und Jesus ging in den Tempel Gottes hinein und trieb alle 
hinaus, die im Tempel verkauften und kauften, und stie die Tische der 
Wechsler um und die Sthle derer, welche Tauben verkauften.
MAT 21:13 Und er sprach zu ihnen: Es steht geschrieben: Mein Haus soll 
ein Bethaus heien! Ihr aber macht es zu einer Ruberhhle.
MAT 21:14 Und es kamen Blinde und Lahme im Tempel zu ihm, und er heilte 
sie.
MAT 21:15 Als aber die Hohenpriester und die Schriftgelehrten die Wunder 
sahen, die er tat, und die Kinder hrten, die im Tempel schrieen und 
sprachen: Hosianna dem Sohne Davids! wurden sie entrstet
MAT 21:16 und sprachen zu ihm: Hrst du, was diese sagen? Jesus aber 
sprach zu ihnen: Ja! Habt ihr noch nie gelesen: Aus dem Munde der 
Unmndigen und Suglinge hast du ein Lob bereitet?
MAT 21:17 Und er verlie sie, ging zur Stadt hinaus nach Bethanien und 
bernachtete daselbst.
MAT 21:18 Da er aber des Morgens frh in die Stadt zurckkehrte, hungerte 
ihn.
MAT 21:19 Und als er einen einzelnen Feigenbaum am Wege sah, ging er zu 
ihm hin und fand nichts daran als nur Bltter. Da sprach er zu ihm: Nun 
komme von dir keine Frucht mehr in Ewigkeit! Und auf der Stelle verdorrte 
der Feigenbaum.
MAT 21:20 Und als die Jnger es sahen, verwunderten sie sich und sprachen: 
Wie ist der Feigenbaum so pltzlich verdorrt?
MAT 21:21 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage 
euch: Wenn ihr Glauben habt und nicht zweifelt, so werdet ihr nicht nur 
tun, was mit dem Feigenbaum geschah, sondern auch, wenn ihr zu diesem 
Berge sagt: Hebe dich und wirf dich ins Meer! so wird es geschehen.
MAT 21:22 Und alles, was ihr glubig erbittet im Gebet, werdet ihr 
empfangen.
MAT 21:23 Und als er in den Tempel kam, traten die Hohenpriester und die 
ltesten des Volkes zu ihm, whrend er lehrte, und sprachen: In welcher 
Vollmacht tust du das, und wer hat dir diese Vollmacht gegeben?
MAT 21:24 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch etwas 
fragen; wenn ihr mir darauf antwortet, will auch ich euch sagen, in 
welcher Vollmacht ich solches tue.
MAT 21:25 Woher war die Taufe des Johannes? Vom Himmel oder von Menschen? 
Da berlegten sie bei sich selbst und sprachen: Wenn wir sagen: Vom 
Himmel, so wird er uns fragen: Warum habt ihr ihm denn nicht geglaubt?
MAT 21:26 Wenn wir aber sagen: Von Menschen, so mssen wir das Volk 
frchten, denn alle halten Johannes fr einen Propheten.
MAT 21:27 Und sie antworteten Jesus und sprachen: Wir wissen es nicht! Da 
sprach er zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, in welcher Vollmacht ich 
solches tue.
MAT 21:28 Was dnkt euch aber? Ein Mensch hatte zwei Shne. Und er ging zu 
dem ersten und sprach: Sohn, mache dich auf und arbeite heute in meinem 
Weinberg!
MAT 21:29 Der aber antwortete und sprach: Ich will nicht! Hernach aber 
reute es ihn, und er ging.
MAT 21:30 Als aber der Vater zu dem andern dasselbe sagte, antwortete 
dieser und sprach: Ja, Herr! und ging nicht.
MAT 21:31 Welcher von diesen beiden hat den Willen des Vaters getan? Sie 
sprachen zu ihm: Der erste. Da spricht Jesus zu ihnen: Wahrlich, ich sage 
euch, die Zllner und die Huren kommen eher ins Reich Gottes als ihr!
MAT 21:32 Denn Johannes ist zu euch gekommen mit dem Wege der 
Gerechtigkeit, und ihr glaubtet ihm nicht. Die Zllner und die Huren aber 
glaubten ihm; und obwohl ihr es sahet, reute es euch nicht einmal 
nachtrglich, so da ihr ihm geglaubt httet.
MAT 21:33 Hret ein anderes Gleichnis: Es war ein Hausherr, der pflanzte 
einen Weinberg, zog einen Zaun darum, grub eine Kelter darin, baute einen 
Wachtturm, verpachtete ihn an Weingrtner und reiste ab.
MAT 21:34 Als nun die Zeit der Frchte nahte, sandte er seine Knechte zu 
den Weingrtnern, um seine Frchte in Empfang zu nehmen.
MAT 21:35 Aber die Weingrtner ergriffen seine Knechte und schlugen den 
einen, den andern tteten sie, den dritten steinigten sie.
MAT 21:36 Da sandte er wieder andere Knechte, mehr denn zuvor; und sie 
behandelten sie ebenso.
MAT 21:37 Zuletzt sandte er seinen Sohn zu ihnen und sprach: Sie werden 
sich vor meinem Sohne scheuen.
MAT 21:38 Als aber die Weingrtner den Sohn sahen, sprachen sie 
untereinander: Das ist der Erbe; kommt, lat uns ihn tten und sein Erbgut 
behalten!
MAT 21:39 Und sie nahmen ihn, stieen ihn zum Weinberg hinaus und tteten 
ihn.
MAT 21:40 Wenn nun der Herr des Weinbergs kommt, was wird er mit diesen 
Weingrtnern tun?
MAT 21:41 Sie sprachen zu ihm: Er wird die beltter bel umbringen und 
den Weinberg andern Weingrtnern verpachten, welche ihm die Frchte zu 
ihrer Zeit abliefern werden.
MAT 21:42 Jesus spricht zu ihnen: Habt ihr noch nie gelesen in der 
Schrift: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, ist zum Eckstein 
geworden. Das ist vom Herrn geschehen, und es ist wunderbar in unsern 
Augen?
MAT 21:43 Darum sage ich euch: Das Reich Gottes wird von euch genommen und 
einem Volke gegeben werden, das dessen Frchte bringt.
MAT 21:44 MAT 21:45 (21-44) Und als die Hohenpriester und die Phariser 
seine Gleichnisse hrten, merkten sie, da er von ihnen redete.
MAT 21:46 (21-45) Und sie suchten ihn zu ergreifen, frchteten aber das 
Volk, weil es ihn fr einen Propheten hielt.
MAT 22:1 Und Jesus hob an und redete wieder in Gleichnissen zu ihnen und 
sprach:
MAT 22:2 Das Himmelreich ist einem menschlichen Knig gleich, der seinem 
Sohne Hochzeit machte.
MAT 22:3 Und er sandte seine Knechte aus, um die Geladenen zur Hochzeit zu 
rufen; aber sie wollten nicht kommen.
MAT 22:4 Da sandte er nochmals andere Knechte und sprach: Siehe, meine 
Mahlzeit habe ich bereitet; meine Ochsen und das Mastvieh sind 
geschlachtet, und alles ist bereit; kommet zur Hochzeit!
MAT 22:5 Sie aber achteten nicht darauf, sondern gingen hin, der eine auf 
seinen Acker, der andere zu seinem Gewerbe;
MAT 22:6 die brigen aber ergriffen seine Knechte, mihandelten und 
tteten sie.
MAT 22:7 Da wurde der Knig zornig, sandte seine Heere aus und brachte 
diese Mrder um und zndete ihre Stadt an.
MAT 22:8 Dann sprach er zu seinen Knechten: Die Hochzeit ist zwar bereit, 
aber die Geladenen waren nicht wrdig;
MAT 22:9 darum gehet hin an die Kreuzungen der Straen und ladet zur 
Hochzeit, soviele ihr findet!
MAT 22:10 Und die Knechte gingen hinaus auf die Straen und brachten alle 
zusammen, die sie fanden, Bse und Gute, und der Hochzeitssaal ward voll 
von Gsten.
MAT 22:11 Als aber der Knig hineinging, die Gste zu besehen, sah er 
daselbst einen Menschen, der kein hochzeitliches Kleid anhatte;
MAT 22:12 und er sprach zu ihm: Freund, wie bist du hereingekommen und 
hast doch kein hochzeitliches Kleid an? Er aber verstummte.
MAT 22:13 Da sprach der Knig zu den Dienern: Bindet ihm Hnde und Fe 
und werfet ihn hinaus in die uerste Finsternis! Da wird das Heulen und 
Zhneknirschen sein.
MAT 22:14 Denn viele sind berufen, aber wenige sind auserwhlt!
MAT 22:15 Da gingen die Phariser und hielten Rat, wie sie ihn in der Rede 
fangen knnten.
MAT 22:16 Und sie sandten ihre Jnger samt den Herodianern zu ihm und 
sprachen: Meister, wir wissen, da du wahrhaftig bist und den Weg Gottes 
in Wahrheit lehrst und auf niemand Rcksicht nimmst; denn du siehst die 
Person der Menschen nicht an.
MAT 22:17 Darum sage uns, was dnkt dich: Ist es erlaubt, dem Kaiser die 
Steuer zu geben, oder nicht?
MAT 22:18 Als aber Jesus ihre Bosheit merkte, sprach er: Ihr Heuchler, was 
versucht ihr mich?
MAT 22:19 Zeiget mir die Steuermnze! Da reichten sie ihm einen Denar.
MAT 22:20 Und er spricht zu ihnen: Wessen ist das Bild und die Aufschrift?
MAT 22:21 Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers. Da spricht er zu ihnen: So 
gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!
MAT 22:22 Und als sie das hrten, verwunderten sie sich, und sie lieen 
ihn und gingen davon.
MAT 22:23 An jenem Tage traten Sadduzer zu ihm, die da sagen, es gebe 
keine Auferstehung, fragten ihn
MAT 22:24 und sprachen: Meister, Mose hat gesagt: Wenn jemand ohne Kinder 
stirbt, so soll sein Bruder dessen Frau zur Ehe nehmen und seinem Bruder 
Nachkommen erwecken.
MAT 22:25 Nun waren bei uns sieben Brder. Der erste heiratete und starb; 
und weil er keine Nachkommen hatte, hinterlie er seine Frau seinem Bruder.
MAT 22:26 Desgleichen auch der andere und der dritte, bis zum siebenten.
MAT 22:27 Zuletzt, nach allen, starb auch die Frau.
MAT 22:28 In der Auferstehung nun, wem von den Sieben wird sie als Frau 
angehren? Denn alle haben sie zur Frau gehabt.
MAT 22:29 Aber Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ihr irrt, weil ihr 
weder die Schrift noch die Kraft Gottes kennt.
MAT 22:30 Denn in der Auferstehung freien sie nicht, noch lassen sie sich 
freien, sondern sie sind wie die Engel Gottes im Himmel.
MAT 22:31 Was aber die Auferstehung der Toten betrifft, habt ihr nicht 
gelesen, was euch von Gott gesagt ist, der da spricht:
MAT 22:32 Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott 
Jakobs? Er ist aber nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen.
MAT 22:33 Und als die Menge solches hrte, erstaunte sie ber seine Lehre.
MAT 22:34 Als nun die Phariser hrten, da er den Sadduzern den Mund 
gestopft, versammelten sie sich;
MAT 22:35 und einer von ihnen, ein Schriftgelehrter, versuchte ihn und 
sprach:
MAT 22:36 Meister, welches ist das grte Gebot im Gesetz?
MAT 22:37 Jesus sprach zu ihm: Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben 
mit deinem ganzen Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen 
Gemt.
MAT 22:38 Das ist das erste und grte Gebot.
MAT 22:39 Ein anderes aber ist ihm gleich: Du sollst deinen Nchsten 
lieben wie dich selbst.
MAT 22:40 An diesen zwei Geboten hngt das ganze Gesetz und die Propheten.
MAT 22:41 Als nun die Phariser versammelt waren, fragte sie Jesus
MAT 22:42 und sprach: Was dnkt euch von Christus? Wessen Sohn ist er? Sie 
sagten zu ihm: Davids.
MAT 22:43 Er spricht zu ihnen: Wie nennt ihn denn David im Geiste Herr, 
da er spricht:
MAT 22:44 Der Herr hat zu meinem Herrn gesagt: Setze dich zu meiner 
Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Fe?
MAT 22:45 Wenn also David ihn Herr nennt, wie ist er denn sein Sohn?
MAT 22:46 Und niemand konnte ihm ein Wort antworten. Auch unterstand sich 
von jenem Tage an niemand mehr, ihn zu fragen.
MAT 23:1 Da sprach Jesus zum Volk und zu seinen Jngern:
MAT 23:2 Die Schriftgelehrten und Phariser haben sich auf Moses Stuhl 
gesetzt.
MAT 23:3 Alles nun, was sie euch sagen, das tut und haltet; aber nach 
ihren Werken tut nicht; denn sie sagen es wohl, tun es aber nicht.
MAT 23:4 Sie binden aber schwere und kaum ertrgliche Brden und legen sie 
den Menschen auf die Schultern; sie selbst aber wollen sie nicht mit einem 
Finger berhren.
MAT 23:5 Alle ihre Werke aber tun sie, um von den Leuten gesehen zu 
werden. Sie machen ihre Denkzettel breit und die Sume an ihren Kleidern 
gro
MAT 23:6 und lieben den obersten Platz bei den Mahlzeiten und den Vorsitz 
in den Synagogen
MAT 23:7 und die Begrungen auf den Mrkten und wenn sie von den Leuten 
Rabbi genannt werden!
MAT 23:8 Ihr aber sollt euch nicht Rabbi nennen lassen, denn einer ist 
euer Meister, Christus; ihr aber seid alle Brder.
MAT 23:9 Nennet auch niemand auf Erden euren Vater; denn einer ist euer 
Vater, der himmlische.
MAT 23:10 Auch sollt ihr euch nicht Lehrer nennen lassen; denn einer ist 
euer Lehrer, Christus.
MAT 23:11 Der Grte aber unter euch soll euer Diener sein.
MAT 23:12 Wer sich aber selbst erhht, der wird erniedrigt werden, und wer 
sich selbst erniedrigt, der wird erhht werden.
MAT 23:13 Aber wehe euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, da 
ihr das Himmelreich vor den Menschen zuschlieet! Ihr selbst geht nicht 
hinein, und die hinein wollen, die lat ihr nicht hinein.
MAT 23:14 Wehe euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, da ihr 
der Witwen Huser fresset und zum Schein lange betet. Darum werdet ihr ein 
schwereres Gericht empfangen!
MAT 23:15 Wehe euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, da ihr 
Meer und Land durchziehet, um einen einzigen Judengenossen zu machen, und 
wenn er es geworden ist, macht ihr ein Kind der Hlle aus ihm, zwiefltig 
mehr, als ihr seid!
MAT 23:16 Wehe euch, ihr blinden Fhrer, die ihr saget: Wer beim Tempel 
schwrt, das gilt nichts; wer aber beim Gold des Tempels schwrt, der ist 
gebunden.
MAT 23:17 Ihr Narren und Blinde, was ist denn grer, das Gold oder der 
Tempel, der das Gold heiligt?
MAT 23:18 Und: Wer beim Brandopferaltar schwrt, das gilt nichts; wer aber 
beim Opfer schwrt, welches darauf liegt, der ist gebunden.
MAT 23:19 Ihr Blinden! Was ist denn grer, das Opfer oder der 
Brandopferaltar, der das Opfer heiligt?
MAT 23:20 Darum, wer beim Altar schwrt, der schwrt bei ihm und bei 
allem, was darauf ist.
MAT 23:21 Und wer beim Tempel schwrt, der schwrt bei ihm und bei dem, 
der darin wohnt.
MAT 23:22 Und wer beim Himmel schwrt, der schwrt bei dem Throne Gottes 
und bei dem, der darauf sitzt.
MAT 23:23 Wehe euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, da ihr 
die Minze und den Anis und den Kmmel verzehntet und das Wichtigere im 
Gesetz vernachlssiget, nmlich das Gericht und das Erbarmen und den 
Glauben! Dies sollte man tun und jenes nicht lassen.
MAT 23:24 Ihr blinden Fhrer, die ihr Mcken seihet und Kamele 
verschlucket!
MAT 23:25 Wehe euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, da ihr 
das uere des Bechers und der Schssel reiniget; inwendig aber sind sie 
voller Raub und Unmigkeit!
MAT 23:26 Du blinder Phariser, reinige zuerst das Inwendige des Bechers 
und der Schssel, damit auch das uere rein werde!
MAT 23:27 Wehe euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, da ihr 
getnchten Grbern gleichet, welche auswendig zwar schn scheinen, 
inwendig aber voller Totengebeine und allen Unrats sind!
MAT 23:28 So erscheinet auch ihr uerlich vor den Menschen als gerecht, 
inwendig aber seid ihr voller Heuchelei und Gesetzwidrigkeit.
MAT 23:29 Wehe euch, Schriftgelehrte und Phariser, ihr Heuchler, da ihr 
die Grber der Propheten bauet und die Denkmler der Gerechten schmcket
MAT 23:30 und saget: Htten wir in den Tagen unsrer Vter gelebt, wir 
htten uns nicht mit ihnen des Blutes der Propheten schuldig gemacht.
MAT 23:31 So gebt ihr ja ber euch selbst das Zeugnis, da ihr Shne der 
Prophetenmrder seid.
MAT 23:32 Ja, machet nur das Ma eurer Vter voll!
MAT 23:33 Ihr Schlangen! Ihr Otterngezchte! Wie wollt ihr dem Gerichte 
der Hlle entgehen?
MAT 23:34 Darum, siehe, ich sende zu euch Propheten und Weise und 
Schriftgelehrte; und etliche von ihnen werdet ihr tten und kreuzigen, und 
etliche werdet ihr in euren Synagogen geieln und sie verfolgen von einer 
Stadt zur andern;
MAT 23:35 auf da ber euch komme alles gerechte Blut, das auf Erden 
vergossen worden ist, vom Blute Abels, des Gerechten, an bis auf das Blut 
Zacharias, des Sohnes Barachias, welchen ihr zwischen dem Tempel und dem 
Altar gettet habt.
MAT 23:36 Wahrlich, ich sage euch, dies alles wird ber dieses Geschlecht 
kommen.
MAT 23:37 Jerusalem, Jerusalem, die du ttest die Propheten und steinigst, 
die zu dir gesandt sind! Wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, wie 
eine Henne ihre Kchlein unter die Flgel sammelt, aber ihr habt nicht 
gewollt!
MAT 23:38 Siehe, euer Haus wird euch de gelassen werden;
MAT 23:39 denn ich sage euch: Ihr werdet mich von jetzt an nicht mehr 
sehen, bis ihr sprechen werdet: Gelobt sei, der da kommt im Namen des 
Herrn!
MAT 24:1 Und Jesus ging hinaus und vom Tempel hinweg. Und seine Jnger 
traten herzu, um ihm die Gebude des Tempels zu zeigen.
MAT 24:2 Jesus aber sprach zu ihnen: Sehet ihr nicht dieses alles? 
Wahrlich, ich sage euch, hier wird kein Stein auf dem andern bleiben, der 
nicht zerbrochen wird!
MAT 24:3 Als er aber auf dem lberge sa, traten die Jnger zu ihm 
besonders und sprachen: Sage uns, wann wird das alles geschehen, und 
welches wird das Zeichen deiner Wiederkunft und des Endes der Weltzeit 
sein?
MAT 24:4 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Sehet zu, da euch 
niemand irrefhre!
MAT 24:5 Denn es werden viele unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin 
Christus, und werden viele irrefhren.
MAT 24:6 Ihr werdet aber von Kriegen und Kriegsgerchten hren; sehet zu, 
erschrecket nicht; denn es mu so geschehen; aber es ist noch nicht das 
Ende.
MAT 24:7 Denn ein Volk wird sich wider das andere erheben und ein 
Knigreich wider das andere; und es werden hin und wieder Hungersnte, 
Pest und Erdbeben sein.
MAT 24:8 Dies alles ist der Wehen Anfang.
MAT 24:9 Alsdann wird man euch der Drangsal preisgeben und euch tten; und 
ihr werdet gehat sein von allen Vlkern um meines Namens willen.
MAT 24:10 Und dann werden viele Ansto nehmen und einander verraten und 
einander hassen.
MAT 24:11 Und es werden viele falsche Propheten auftreten und werden viele 
verfhren.
MAT 24:12 Und weil die Gesetzlosigkeit berhand nimmt, wird die Liebe in 
vielen erkalten;
MAT 24:13 wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.
MAT 24:14 Und dieses Evangelium vom Reich wird in der ganzen Welt 
gepredigt werden, zum Zeugnis allen Vlkern, und dann wird das Ende kommen.
MAT 24:15 Wenn ihr nun den Greuel der Verwstung, von welchem durch den 
Propheten Daniel geredet worden ist, stehen sehet an heiliger Sttte (wer 
es liest, der merke darauf!),
MAT 24:16 alsdann fliehe, wer in Juda ist, auf die Berge;
MAT 24:17 wer auf dem Dache ist, der steige nicht hinab, etwas aus seinem 
Hause zu holen;
MAT 24:18 und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht zurck, um sein Kleid 
zu holen.
MAT 24:19 Wehe aber den Schwangern und den Sugenden in jenen Tagen!
MAT 24:20 Bittet aber, da eure Flucht nicht im Winter, noch am Sabbat 
geschehe.
MAT 24:21 Denn alsdann wird eine groe Trbsal sein, wie von Anfang der 
Welt an bis jetzt keine gewesen ist und auch keine mehr kommen wird.
MAT 24:22 Und wenn jene Tage nicht verkrzt wrden, so wrde kein Fleisch 
errettet werden; aber um der Auserwhlten willen sollen jene Tage verkrzt 
werden.
MAT 24:23 Wenn alsdann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist 
Christus, oder dort, so glaubet es nicht.
MAT 24:24 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten 
auftreten und werden groe Zeichen und Wunder tun, um womglich auch die 
Auserwhlten zu verfhren.
MAT 24:25 Siehe, ich habe es euch vorhergesagt.
MAT 24:26 Wenn sie nun zu euch sagen werden: Siehe, er ist in der Wste, 
so gehet nicht hinaus; siehe, er ist in den Kammern, so glaubet es nicht.
MAT 24:27 Denn wie der Blitz vom Osten ausfhrt und bis zum Westen 
scheint, so wird auch die Ankunft des Menschensohnes sein.
MAT 24:28 Wo das Aas ist, da sammeln sich die Adler.
MAT 24:29 Bald aber nach der Trbsal jener Tage wird die Sonne verfinstert 
werden, und der Mond wird seinen Schein nicht mehr geben, und die Sterne 
werden vom Himmel fallen und die Krfte des Himmels in Bewegung geraten.
MAT 24:30 Und dann wird das Zeichen des Menschensohnes am Himmel 
erscheinen, und dann werden alle Geschlechter der Erde sich an die Brust 
schlagen und werden des Menschen Sohn kommen sehen auf den Wolken des 
Himmels mit groer Kraft und Herrlichkeit.
MAT 24:31 Und er wird seine Engel aussenden mit starkem Posaunenschall, 
und sie werden seine Auserwhlten versammeln von den vier Winden her, von 
einem Ende des Himmels bis zum andern.
MAT 24:32 Am Feigenbaum aber lernet das Gleichnis: Wenn sein Zweig schon 
saftig wird und Bltter gewinnt, so merket ihr, da der Sommer nahe ist.
MAT 24:33 Also auch ihr, wenn ihr dies alles sehet, so merket, da er nahe 
vor der Tre ist.
MAT 24:34 Wahrlich, ich sage euch, dieses Geschlecht wird nicht vergehen, 
bis dies alles geschehen ist;
MAT 24:35 Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht 
vergehen.
MAT 24:36 Um jenen Tag aber und die Stunde wei niemand, auch die Engel im 
Himmel nicht, sondern allein mein Vater.
MAT 24:37 Wie es aber in den Tagen Noahs war, so wird es auch bei der 
Wiederkunft des Menschensohnes sein.
MAT 24:38 Denn wie sie in den Tagen vor der Sndflut aen und tranken, 
freiten und sich freien lieen bis zu dem Tage, da Noah in die Arche ging,
MAT 24:39 und nichts merkten, bis die Sndflut kam und sie alle 
dahinraffte, so wird auch die Wiederkunft des Menschensohnes sein.
MAT 24:40 Dann werden zwei auf dem Felde sein; einer wird genommen, und 
der andere wird zurckgelassen.
MAT 24:41 Zwei werden auf der Mhle mahlen; eine wird genommen und die 
andere wird zurckgelassen.
MAT 24:42 So wachet nun, da ihr nicht wisset, zu welcher Stunde euer Herr 
kommt!
MAT 24:43 Das aber merket: wenn der Hausvater wte, in welcher 
Nachtstunde der Dieb kme, so wrde er wohl wachen und nicht in sein Haus 
einbrechen lassen.
MAT 24:44 Darum seid auch ihr bereit! Denn des Menschen Sohn kommt zu der 
Stunde, da ihr es nicht meinet.
MAT 24:45 Wer ist nun der treue und kluge Knecht, den sein Herr ber sein 
Gesinde gesetzt hat, damit er ihnen die Speise gebe zu rechter Zeit?
MAT 24:46 Selig ist dieser Knecht, welchen sein Herr, wenn er kommt, bei 
solchem Tun finden wird.
MAT 24:47 Wahrlich, ich sage euch, er wird ihn ber alle seine Gter 
setzen.
MAT 24:48 Wenn aber jener bse Knecht in seinem Herzen spricht: Mein Herr 
sumt zu kommen,
MAT 24:49 und anfngt, seine Mitknechte zu schlagen und mit den Schlemmern 
zu essen und zu trinken;
MAT 24:50 so wird der Herr jenes Knechtes an einem Tage kommen, da er es 
nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht kennt,
MAT 24:51 und wird ihn entzweihauen und ihm seinen Teil mit den Heuchlern 
geben. Da wird das Heulen und Zhneknirschen sein.
MAT 25:1 Dann wird das Himmelreich zehn Jungfrauen gleich sein, die ihre 
Lampen nahmen und dem Brutigam entgegengingen.
MAT 25:2 Fnf von ihnen aber waren tricht und fnf klug.
MAT 25:3 Die trichten nahmen zwar ihre Lampen, aber sie nahmen kein l 
mit sich.
MAT 25:4 Die klugen aber nahmen l in ihren Gefen, samt ihren Lampen.
MAT 25:5 Als nun der Brutigam verzog, wurden sie alle schlfrig und 
schliefen ein.
MAT 25:6 Um Mitternacht aber entstand ein Geschrei: Siehe, der Brutigam 
kommt! Gehet aus, ihm entgegen!
MAT 25:7 Da erwachten alle jene Jungfrauen und rsteten ihre Lampen.
MAT 25:8 Die trichten aber sprachen zu den klugen: Gebt uns von eurem l; 
denn unsre Lampen erlschen!
MAT 25:9 Aber die klugen antworteten und sprachen: Niemals! Es wrde nicht 
reichen fr uns und fr euch! Gehet vielmehr hin zu den Krmern und kaufet 
fr euch selbst!
MAT 25:10 Whrend sie aber hingingen, um zu kaufen, kam der Brutigam; und 
die bereit waren, gingen mit ihm hinein zur Hochzeit; und die Tr wurde 
verschlossen.
MAT 25:11 Hernach kommen auch die brigen Jungfrauen und sagen: Herr, 
Herr, tue uns auf!
MAT 25:12 Er aber antwortete und sprach: Wahrlich, ich sage euch, ich 
kenne euch nicht!
MAT 25:13 Darum wachet; denn ihr wisset weder den Tag noch die Stunde!
MAT 25:14 Denn es ist wie bei einem Menschen, der verreisen wollte, seine 
Knechte rief und ihnen seine Gter bergab;
MAT 25:15 dem einen gab er fnf Talente, dem andern zwei, dem dritten 
eins, einem jeden nach seiner Kraft, und reiste ab.
MAT 25:16 Da ging der, welcher die fnf Talente empfangen, hin und 
handelte mit ihnen und gewann fnf andere.
MAT 25:17 Desgleichen, der die zwei Talente empfangen, gewann auch zwei 
andere.
MAT 25:18 Der aber das eine empfangen hatte, ging hin, grub die Erde auf 
und verbarg das Geld seines Herrn.
MAT 25:19 Nach langer Zeit kommt der Herr dieser Knechte und hlt 
Abrechnung mit ihnen.
MAT 25:20 Da trat der hinzu, der die fnf Talente empfangen, brachte noch 
fnf andere Talente herzu und sprach: Herr, du hast mir fnf Talente 
bergeben; siehe, ich habe damit fnf andere gewonnen.
MAT 25:21 Sein Herr spricht zu ihm: Gut, du braver und treuer Knecht! Du 
bist ber wenigem treu gewesen, ich will dich ber vieles setzen; gehe ein 
zu deines Herrn Freude!
MAT 25:22 Da trat auch der hinzu, welcher die zwei Talente empfangen 
hatte, und sprach: Herr, du hast mir zwei Talente bergeben; siehe, ich 
habe zwei andere Talente gewonnen.
MAT 25:23 Sein Herr spricht zu ihm: Gut, du braver und treuer Knecht! Du 
bist ber wenigem treu gewesen, ich will dich ber vieles setzen; gehe ein 
zu deines Herrn Freude!
MAT 25:24 Da trat auch der hinzu, der das eine Talent empfangen, und 
sprach: Herr, ich wute, da du ein harter Mann bist; du erntest, wo du 
nicht gest, und sammelst, wo du nicht ausgestreut hast;
MAT 25:25 und ich frchtete mich, ging hin und verbarg dein Talent in der 
Erde. Siehe, da hast du das Deine!
MAT 25:26 Aber sein Herr antwortete und sprach zu ihm: Du bser und fauler 
Knecht! Wutest du, da ich ernte, wo ich nicht gest, und sammle, wo ich 
nicht ausgestreut habe?
MAT 25:27 Dann httest du mein Geld den Wechslern bringen sollen, so htte 
ich bei meinem Kommen das Meine mit Zinsen zurckerhalten.
MAT 25:28 Darum nehmet ihm das Talent weg und gebet es dem, der die zehn 
Talente hat!
MAT 25:29 Denn wer da hat, dem wird gegeben werden, damit er berflu 
habe; von dem aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er 
hat.
MAT 25:30 Und den unntzen Knecht werfet hinaus in die uerste 
Finsternis. Dort wird das Heulen und Zhneknirschen sein.
MAT 25:31 Wenn aber des Menschen Sohn in seiner Herrlichkeit kommen wird 
und alle heiligen Engel mit ihm, dann wird er sitzen auf dem Throne seiner 
Herrlichkeit;
MAT 25:32 und vor ihm werden alle Vlker versammelt werden, und er wird 
sie voneinander scheiden, wie ein Hirt die Schafe von den Bcken scheidet,
MAT 25:33 und er wird die Schafe zu seiner Rechten stellen, die Bcke aber 
zu seiner Linken.
MAT 25:34 Dann wird der Knig denen zu seiner Rechten sagen: Kommet her, 
ihr Gesegneten meines Vaters, ererbet das Reich, das euch bereitet ist 
seit Grundlegung der Welt!
MAT 25:35 Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich gespeist; ich 
bin durstig gewesen, und ihr habt mich getrnkt; ich bin ein Fremdling 
gewesen, und ihr habt mich beherbergt;
MAT 25:36 ich bin nackt gewesen, und ihr habt mich bekleidet; ich bin 
krank gewesen, und ihr habt mich besucht; ich bin gefangen gewesen, und 
ihr seid zu mir gekommen.
MAT 25:37 Dann werden ihm die Gerechten antworten und sagen: Herr, wann 
haben wir dich hungrig gesehen und haben dich gespeist, oder durstig und 
haben dich getrnkt?
MAT 25:38 Wann haben wir dich als Fremdling gesehen und haben dich 
beherbergt, oder nackt und haben dich bekleidet?
MAT 25:39 Wann haben wir dich krank gesehen, oder im Gefngnis, und sind 
zu dir gekommen?
MAT 25:40 Und der Knig wird ihnen antworten und sagen: Wahrlich, ich sage 
euch, insofern ihr es getan habt einem dieser meiner geringsten Brder, 
habt ihr es mir getan!
MAT 25:41 Dann wird er auch denen zur Linken sagen: Gehet hinweg von mir, 
ihr Verfluchten, in das ewige Feuer, das bereitet ist dem Teufel und 
seinen Engeln!
MAT 25:42 Denn ich bin hungrig gewesen, und ihr habt mich nicht gespeist; 
ich bin durstig gewesen, und ihr habt mich nicht getrnkt;
MAT 25:43 ich bin ein Fremdling gewesen, und ihr habt mich nicht 
beherbergt; nackt, und ihr habt mich nicht bekleidet; krank und gefangen, 
und ihr habt mich nicht besucht!
MAT 25:44 Dann werden auch sie ihm antworten und sagen: Herr, wann haben 
wir dich hungrig oder durstig oder als Fremdling oder nackt oder krank 
oder gefangen gesehen und haben dir nicht gedient?
MAT 25:45 Dann wird er ihnen antworten: Wahrlich, ich sage euch, insofern 
ihr es nicht getan habt einem dieser Geringsten, habt ihr es mir auch 
nicht getan!
MAT 25:46 Und sie werden in die ewige Pein gehen, die Gerechten aber in 
das ewige Leben.
MAT 26:1 Und es begab sich, als Jesus alle diese Reden beendet hatte, 
sprach er zu seinen Jngern:
MAT 26:2 Ihr wit, da in zwei Tagen das Passah ist; dann wird des 
Menschen Sohn berantwortet, damit er gekreuzigt werde.
MAT 26:3 Da versammelten sich die Hohenpriester und die Schriftgelehrten 
und die ltesten des Volkes im Hofe des obersten Priesters, der Kajaphas 
hie.
MAT 26:4 Und sie hielten miteinander Rat, wie sie Jesus mit List greifen 
und tten knnten.
MAT 26:5 Sie sprachen aber: Nicht am Fest, damit kein Aufruhr unter dem 
Volk entsteht!
MAT 26:6 Als nun Jesus zu Bethanien im Hause Simons des Ausstzigen war,
MAT 26:7 trat ein Weib zu ihm mit einer alabasternen Flasche voll 
kostbarer Salbe und go sie auf sein Haupt, whrend er zu Tische sa.
MAT 26:8 Als das seine Jnger sahen, wurden sie entrstet und sprachen: 
Wozu diese Verschwendung?
MAT 26:9 Man htte das teuer verkaufen und den Armen geben knnen!
MAT 26:10 Da es aber Jesus merkte, sprach er zu ihnen: Warum bekmmert ihr 
das Weib? Sie hat doch ein gutes Werk an mir getan!
MAT 26:11 Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, mich aber habt ihr 
nicht allezeit!
MAT 26:12 Damit, da sie diese Salbe auf meinen Leib go, hat sie mich zum 
Begrbnis gerstet.
MAT 26:13 Wahrlich, ich sage euch: Wo immer dieses Evangelium gepredigt 
wird in der ganzen Welt, da wird man auch sagen, was diese getan hat, zu 
ihrem Gedchtnis!
MAT 26:14 Da ging einer der Zwlf, namens Judas Ischariot, hin zu den 
Hohenpriestern
MAT 26:15 und sprach: Was wollt ihr mir geben, wenn ich ihn euch verrate? 
Und sie wogen ihm dreiig Silberlinge dar.
MAT 26:16 Und von da an suchte er eine gute Gelegenheit, ihn zu verraten.
MAT 26:17 Am ersten Tage nun der ungesuerten Brote traten die Jnger zu 
Jesus und sprachen zu ihm: Wo willst du, da wir dir das Passahmahl zu 
essen bereiten?
MAT 26:18 Und er sprach: Gehet hin in die Stadt zu dem und dem und 
sprechet zu ihm: Der Meister lt dir sagen: Meine Zeit ist nahe; bei dir 
will ich mit meinen Jngern das Passah halten!
MAT 26:19 Und die Jnger taten, wie Jesus ihnen befohlen, und bereiteten 
das Passah.
MAT 26:20 Als es nun Abend geworden, setzte er sich mit den zwlf Jngern 
zu Tische.
MAT 26:21 Und whrend sie aen, sprach er: Wahrlich, ich sage euch: Einer 
von euch wird mich verraten!
MAT 26:22 Da wurden sie sehr betrbt und fingen an, einer nach dem andern, 
ihn zu fragen: Herr, doch nicht ich?
MAT 26:23 Er antwortete aber und sprach: Der mit mir die Hand in die 
Schssel taucht, der wird mich verraten.
MAT 26:24 Des Menschen Sohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben 
steht; aber wehe dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten 
wird! Es wre diesem Menschen besser, da er nicht geboren wre.
MAT 26:25 Da antwortete Judas, der ihn verriet, und sprach: Rabbi, doch 
nicht ich? Er spricht zu ihm: Du hast es gesagt!
MAT 26:26 Als sie nun aen, nahm Jesus das Brot, dankte, brach es, gab es 
den Jngern und sprach: Nehmet, esset! Das ist mein Leib.
MAT 26:27 Und er nahm den Kelch, dankte, gab ihnen denselben und sprach: 
Trinket alle daraus!
MAT 26:28 Denn das ist mein Blut des Bundes, welches fr viele vergossen 
wird zur Vergebung der Snden!
MAT 26:29 Ich sage euch aber, ich werde von jetzt an von diesem Gewchs 
des Weinstocks nicht mehr trinken, bis zu jenem Tage, da ich es neu mit 
euch trinken werde im Reiche meines Vaters.
MAT 26:30 Und nachdem sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus 
an den lberg.
MAT 26:31 Da spricht Jesus zu ihnen: Ihr werdet euch in dieser Nacht alle 
an mir rgern; denn es steht geschrieben: Ich werde den Hirten schlagen, 
und die Schafe der Herde werden sich zerstreuen.
MAT 26:32 Wenn ich aber auferstanden sein werde, will ich euch nach 
Galila vorangehen.
MAT 26:33 Da antwortete Petrus und sprach zu ihm: Wenn sich auch alle an 
dir rgern, so werde doch ich mich niemals rgern!
MAT 26:34 Jesus spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, in dieser Nacht, 
ehe der Hahn krht, wirst du mich dreimal verleugnen!
MAT 26:35 Petrus spricht zu ihm: Und wenn ich auch mit dir sterben mte, 
werde ich dich nicht verleugnen! Gleicherweise sprachen auch alle Jnger.
MAT 26:36 Da kommt Jesus mit ihnen in ein Gut, namens Gethsemane. Und er 
spricht zu den Jngern: Setzet euch hier, whrend ich dorthin gehe und 
bete.
MAT 26:37 Und er nahm zu sich Petrus und die zwei Shne des Zebedus und 
fing an, betrbt zu werden, und ihm graute sehr.
MAT 26:38 Da spricht er zu ihnen: Meine Seele ist tiefbetrbt bis zum Tod! 
Bleibet hier und wachet mit mir!
MAT 26:39 Und er ging ein wenig vorwrts, warf sich auf sein Angesicht, 
betete und sprach: Mein Vater! Ist es mglich, so gehe dieser Kelch an mir 
vorber; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst!
MAT 26:40 Und er kommt zu den Jngern und findet sie schlafend und spricht 
zu Petrus: Knnt ihr also nicht eine Stunde mit mir wachen?
MAT 26:41 Wachet und betet, damit ihr nicht in Anfechtung fallet! Der 
Geist ist willig; aber das Fleisch ist schwach.
MAT 26:42 Wiederum zum zweitenmal, ging er hin, betete und sprach: Mein 
Vater, wenn dieser Kelch nicht an mir vorbergehen kann, ohne da ich ihn 
trinke, so geschehe dein Wille!
MAT 26:43 Und er kommt und findet sie abermals schlafend; denn die Augen 
waren ihnen schwer geworden.
MAT 26:44 Und er lie sie, ging wieder hin, betete zum drittenmal und 
sprach dieselben Worte.
MAT 26:45 Da kommt er zu seinen Jngern und spricht zu ihnen: Schlaft ihr 
noch immer und ruhet? Siehe, die Stunde ist nahe, und des Menschen Sohn 
wird in die Hnde der Snder berliefert!
MAT 26:46 Stehet auf, lat uns gehen! Siehe, der mich verrt, ist nahe!
MAT 26:47 Und whrend er noch redete, siehe, da kam Judas, einer der 
Zwlf, und mit ihm eine groe Schar mit Schwertern und Stcken, von den 
Hohenpriestern und ltesten des Volkes her.
MAT 26:48 Der ihn aber verriet, hatte ihnen ein Zeichen gegeben und 
gesagt: Welchen ich kssen werde, der ist's, den ergreifet!
MAT 26:49 Und alsbald trat er zu Jesus und sprach: Sei gegrt, Rabbi, und 
kte ihn.
MAT 26:50 Jesus aber sprach zu ihm: Freund, wozu bist du hier? Da traten 
sie hinzu, legten Hand an Jesus und nahmen ihn fest.
MAT 26:51 Und siehe, einer von denen, die bei Jesus waren, streckte die 
Hand aus, zog sein Schwert und schlug den Knecht des Hohenpriesters und 
hieb ihm ein Ohr ab.
MAT 26:52 Da sprach Jesus zu ihm: Stecke dein Schwert an seinen Ort! Denn 
alle, die das Schwert ergreifen, werden durch das Schwert umkommen.
MAT 26:53 Oder meinst du, ich knnte nicht meinen Vater bitten, und er 
wrde mir noch jetzt mehr als zwlf Legionen Engel schicken?
MAT 26:54 Wie wrden dann aber die Schriften erfllt, da es so kommen mu?
MAT 26:55 In jener Stunde sprach Jesus zu der Schar: Wie gegen einen 
Mrder seid ihr ausgezogen mit Schwertern und Stcken, mich zu ergreifen! 
Tglich bin ich bei euch lehrend im Tempel gesessen, und ihr habt mich 
nicht ergriffen.
MAT 26:56 Das alles aber ist geschehen, damit die Schriften der Propheten 
erfllt wrden. Da verlieen ihn alle Jnger und flohen.
MAT 26:57 Die aber Jesus festgenommen hatten, fhrten ihn ab zu dem 
Hohenpriester Kajaphas, wo die Schriftgelehrten und die ltesten 
versammelt waren.
MAT 26:58 Petrus aber folgte ihnen von ferne, bis zum Hof des 
Hohenpriesters. Und er ging hinein und setzte sich zu den Dienern, um den 
Ausgang [der Sache] zu sehen.
MAT 26:59 Aber die Hohenpriester und die ltesten und der ganze Rat 
suchten falsches Zeugnis wider Jesus, um ihn zum Tode zu bringen.
MAT 26:60 Aber sie fanden keins, obgleich viele falsche Zeugen herzukamen.
MAT 26:61 Zuletzt aber kamen zwei und sprachen: Dieser hat gesagt: Ich 
kann den Tempel Gottes zerstren und ihn in drei Tagen aufbauen.
MAT 26:62 Und der Hohepriester stand auf und sprach zu ihm: Antwortest du 
nichts auf das, was diese wider dich zeugen?
MAT 26:63 Jesus aber schwieg. Und der Hohepriester sprach zu ihm: Ich 
beschwre dich bei dem lebendigen Gott, da du uns sagest, ob du der 
Christus, der Sohn Gottes bist!
MAT 26:64 Jesus spricht zu ihm: Du hast es gesagt! berdies sage ich euch: 
Von jetzt an werdet ihr des Menschen Sohn sitzen sehen zur Rechten der 
Kraft und kommen auf den Wolken des Himmels!
MAT 26:65 Da zerri der Hohepriester seine Kleider und sprach: Er hat 
gelstert! Was bedrfen wir weiter Zeugen? Siehe, nun habt ihr seine 
Lsterung gehrt.
MAT 26:66 Was dnkt euch? Sie antworteten und sprachen: Er ist des Todes 
schuldig!
MAT 26:67 Da spieen sie ihm ins Angesicht und schlugen ihn mit Fusten; 
andere gaben ihm Backenstreiche
MAT 26:68 und sprachen: Christus, weissage uns! Wer ist's, der dich 
geschlagen hat?
MAT 26:69 Petrus aber sa drauen im Hof. Und eine Magd trat zu ihm und 
sprach: Auch du warst mit Jesus, dem Galiler!
MAT 26:70 Er aber leugnete vor allen und sprach: Ich wei nicht, was du 
sagst!
MAT 26:71 Als er dann in den Vorhof hinausging, sah ihn eine andere und 
sprach zu denen, die dort waren: Dieser war mit Jesus, dem Nazarener!
MAT 26:72 Und er leugnete abermals mit einem Schwur: Ich kenne den 
Menschen nicht!
MAT 26:73 Bald darauf aber traten die Umstehenden herzu und sagten zu 
Petrus: Wahrhaftig, du bist auch einer von ihnen; denn auch deine Sprache 
verrt dich.
MAT 26:74 Da fing er an zu fluchen und zu schwren: Ich kenne den Menschen 
nicht! Und alsbald krhte der Hahn.
MAT 26:75 Und Petrus ward eingedenk des Wortes Jesu, der zu ihm gesagt 
hatte: Ehe der Hahn krht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er ging 
hinaus und weinte bitterlich.
MAT 27:1 Als es aber Morgen geworden war, hielten alle Hohenpriester und 
die ltesten des Volkes einen Rat wider Jesus, um ihn zum Tode zu bringen.
MAT 27:2 Und sie banden ihn, fhrten ihn ab und berantworteten ihn dem 
Landpfleger Pontius Pilatus.
MAT 27:3 Als nun Judas, der ihn verraten hatte, sah, da er verurteilt 
war, reute es ihn; und er brachte die dreiig Silberlinge den 
Hohenpriestern und den ltesten zurck
MAT 27:4 und sprach: Ich habe gesndigt, da ich unschuldiges Blut 
verraten habe! Sie aber sprachen: Was geht das uns an? Da siehe du zu!
MAT 27:5 Da warf er die Silberlinge in den Tempel und machte sich davon, 
ging hin und erhngte sich.
MAT 27:6 Die Hohenpriester aber nahmen die Silberlinge und sprachen: Wir 
drfen sie nicht in den Gotteskasten legen, weil es Blutgeld ist.
MAT 27:7 Nachdem sie aber Rat gehalten, kauften sie dafr den Acker des 
Tpfers, als Begrbnissttte fr die Fremdlinge.
MAT 27:8 Daher wird jener Acker Blutacker genannt bis auf den heutigen Tag.
MAT 27:9 Da wurde erfllt, was durch den Propheten Jeremia gesagt ist, 
welcher spricht: Und sie nahmen die dreiig Silberlinge, den Wert des 
Geschtzten, den sie geschtzt hatten, von den Kindern Israel
MAT 27:10 und gaben sie fr den Acker des Tpfers, wie der Herr mir 
befohlen hatte.
MAT 27:11 Jesus aber stand vor dem Landpfleger; und der Landpfleger fragte 
ihn und sprach: Bist du der Knig der Juden? Jesus sprach zu ihm: Du sagst 
es!
MAT 27:12 Und als er von den Hohenpriestern und ltesten verklagt wurde, 
antwortete er nichts.
MAT 27:13 Da sprach Pilatus zu ihm: Hrst du nicht, wie vieles sie wider 
dich zeugen?
MAT 27:14 Und er antwortete ihm auch nicht auf ein einziges Wort, so da 
der Landpfleger sich sehr verwunderte.
MAT 27:15 Aber auf das Fest pflegte der Landpfleger dem Volke einen 
Gefangenen freizugeben, welchen sie wollten.
MAT 27:16 Sie hatten aber damals einen berchtigten Gefangenen namens 
Barabbas.
MAT 27:17 Als sie nun versammelt waren, sprach Pilatus zu ihnen: Welchen 
wollt ihr, da ich euch freilasse, Barabbas oder Jesus, den man Christus 
nennt?
MAT 27:18 Denn er wute, da sie ihn aus Neid berantwortet hatten.
MAT 27:19 Als er aber auf dem Richterstuhl sa, sandte sein Weib zu ihm 
und lie ihm sagen: Habe du nichts zu schaffen mit diesem Gerechten; denn 
ich habe heute im Traume seinetwegen viel gelitten!
MAT 27:20 Aber die Hohenpriester und die ltesten beredeten die 
Volksmenge, den Barabbas zu erbitten, Jesus aber umbringen zu lassen.
MAT 27:21 Der Landpfleger aber antwortete und sprach zu ihnen: Welchen von 
diesen beiden wollt ihr, da ich euch frei lasse? Sie sprachen: Den 
Barabbas!
MAT 27:22 Pilatus spricht zu ihnen: Was soll ich denn mit Jesus tun, den 
man Christus nennt? Sie sprachen alle zu ihm: Kreuzige ihn!
MAT 27:23 Da sagte der Landpfleger: Was hat er denn Bses getan? Sie aber 
schrieen noch viel mehr und sprachen: Kreuzige ihn!
MAT 27:24 Als nun Pilatus sah, da er nichts ausrichtete, sondern da 
vielmehr ein Aufruhr entstand, nahm er Wasser und wusch sich vor dem Volk 
die Hnde und sprach: Ich bin unschuldig an dem Blut dieses Gerechten; 
sehet ihr zu!
MAT 27:25 Und alles Volk antwortete und sprach: Sein Blut komme ber uns 
und ber unsere Kinder!
MAT 27:26 Da gab er ihnen den Barabbas los; Jesus aber lie er geieln und 
bergab ihn zur Kreuzigung.
MAT 27:27 Da nahmen die Kriegsknechte des Landpflegers Jesus in das 
Amthaus und versammelten die ganze Rotte um ihn.
MAT 27:28 Und sie zogen ihn aus und legten ihm einen Purpurmantel um
MAT 27:29 und flochten eine Krone von Dornen, setzten sie auf sein Haupt, 
gaben ihm ein Rohr in die rechte Hand und beugten vor ihm die Knie, 
verspotteten ihn und sprachen: Sei gegrt, Knig der Juden!
MAT 27:30 Dann spieen sie ihn an und nahmen das Rohr und schlugen ihn auf 
das Haupt.
MAT 27:31 Und nachdem sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Mantel 
aus und legten ihm seine Kleider an, und dann fhrten sie ihn hin, um ihn 
zu kreuzigen.
MAT 27:32 Als sie aber hinauszogen, fanden sie einen Mann von Kyrene, 
namens Simon; den zwangen sie, ihm das Kreuz zu tragen.
MAT 27:33 Und als sie an den Ort kamen, den man Golgatha nennt, das heit 
Schdelsttte,
MAT 27:34 gaben sie ihm Wein mit Galle vermischt zu trinken; und als er es 
gekostet hatte, wollte er nicht trinken.
MAT 27:35 Nachdem sie ihn nun gekreuzigt hatten, teilten sie seine Kleider 
unter sich und warfen das Los, auf da erfllt wrde, was durch den 
Propheten gesagt ist: Sie haben meine Kleider unter sich geteilt, und 
ber mein Gewand haben sie das Los geworfen.
MAT 27:36 Und sie saen daselbst und hteten ihn.
MAT 27:37 Und sie befestigten ber seinem Haupte die Inschrift seiner 
Schuld: Dies ist Jesus, der Knig der Juden.
MAT 27:38 Dann wurden mit ihm zwei Ruber gekreuzigt, einer zur Rechten, 
der andere zur Linken.
MAT 27:39 Die aber vorbergingen, lsterten ihn, schttelten die Kpfe
MAT 27:40 und sprachen: Der du den Tempel zerstrst und in drei Tagen 
aufbaust, hilf dir selbst! Bist du Gottes Sohn, so steig vom Kreuze herab!
MAT 27:41 Gleicherweise spotteten auch die Hohenpriester samt den 
Schriftgelehrten und ltesten und sprachen:
MAT 27:42 Andere hat er gerettet, sich selbst kann er nicht retten. Ist er 
der Knig Israels, so steige er nun vom Kreuz herab, so wollen wir ihm 
glauben!
MAT 27:43 Er hat auf Gott vertraut, der befreie ihn jetzt, wenn er Lust an 
ihm hat; denn er hat ja gesagt: Ich bin Gottes Sohn!
MAT 27:44 Desgleichen schmhten ihn auch die Mrder, die mit ihm 
gekreuzigt waren.
MAT 27:45 Aber von der sechsten Stunde an kam eine Finsternis ber das 
ganze Land bis zur neunten Stunde.
MAT 27:46 Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eli, Eli, 
lama sabachthani! das heit: Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich 
verlassen?
MAT 27:47 Etliche der Anwesenden, als sie es hrten, sprachen nun: Der 
ruft den Elia!
MAT 27:48 Und alsbald lief einer von ihnen, nahm einen Schwamm, fllte ihn 
mit Essig, steckte ihn auf ein Rohr und gab ihm zu trinken.
MAT 27:49 Die brigen aber sprachen: Halt, lat uns sehen, ob Elia kommt, 
um ihn zu retten!
MAT 27:50 Jesus aber schrie abermals mit lauter Stimme und gab den Geist 
auf.
MAT 27:51 Und siehe, der Vorhang im Tempel ri entzwei von oben bis unten, 
und die Erde erbebte, und die Felsen spalteten sich.
MAT 27:52 Und die Grber ffneten sich, und viele Leiber der entschlafenen 
Heiligen standen auf
MAT 27:53 und gingen aus den Grbern hervor nach seiner Auferstehung und 
kamen in die heilige Stadt und erschienen vielen.
MAT 27:54 Als aber der Hauptmann und die, welche mit ihm Jesus bewachten, 
das Erdbeben sahen und was da geschah, frchteten sie sich sehr und 
sprachen: Wahrhaftig, dieser war Gottes Sohn!
MAT 27:55 Es waren aber daselbst viele Frauen, die von ferne zusahen, 
welche Jesus von Galila her gefolgt waren und ihm gedient hatten;
MAT 27:56 unter ihnen waren Maria Magdalena, und Maria, die Mutter des 
Jakobus und Joses, und die Mutter der Shne des Zebedus.
MAT 27:57 Als es nun Abend wurde, kam ein reicher Mann von Arimathia, 
namens Joseph, der auch ein Jnger Jesu geworden war.
MAT 27:58 Dieser ging zu Pilatus und bat um den Leib Jesu. Da befahl 
Pilatus, da er ihm gegeben werde.
MAT 27:59 Und Joseph nahm den Leichnam, wickelte ihn in reine Leinwand
MAT 27:60 und legte ihn in seine neue Gruft, welche er im Felsen hatte 
aushauen lassen; und er wlzte einen groen Stein vor die Tr der Gruft 
und ging davon.
MAT 27:61 Es waren aber daselbst Maria Magdalena und die andere Maria, die 
saen dem Grabe gegenber.
MAT 27:62 Am andern Tage nun, welcher auf den Rsttag folgt, versammelten 
sich die Hohenpriester und die Phariser bei Pilatus
MAT 27:63 und sprachen: Herr, wir erinnern uns, da dieser Verfhrer 
sprach, als er noch lebte: Nach drei Tagen werde ich auferstehen.
MAT 27:64 So befiehl nun, da das Grab sicher bewacht werde bis zum 
dritten Tag, damit nicht etwa seine Jnger kommen, ihn stehlen und zum 
Volke sagen: Er ist von den Toten auferstanden, und der letzte Betrug 
rger werde als der erste.
MAT 27:65 Pilatus sprach zu ihnen: Ihr sollt eine Wache haben! Gehet hin 
und bewacht es, so gut ihr knnt!
MAT 27:66 Da gingen sie hin, versiegelten den Stein und bewachten das Grab 
mit der Wache.
MAT 28:1 Nach dem Sabbat aber, als der erste Tag der Woche anbrach, kamen 
Maria Magdalena und die andere Maria, um das Grab zu besehen.
MAT 28:2 Und siehe, es geschah ein groes Erdbeben, denn ein Engel des 
Herrn stieg vom Himmel herab, trat herzu und wlzte den Stein von der Tr 
hinweg und setzte sich darauf.
MAT 28:3 Und seine Gestalt war wie der Blitz und sein Kleid wei wie der 
Schnee.
MAT 28:4 Vor seinem furchtbaren Anblick aber erbebten die Wchter und 
wurden wie tot.
MAT 28:5 Der Engel aber wandte sich zu den Frauen und sprach: Frchtet ihr 
euch nicht! Ich wei wohl, da ihr Jesus, den Gekreuzigten, sucht.
MAT 28:6 Er ist nicht hier; denn er ist auferstanden, wie er gesagt hat. 
Kommet her, sehet den Ort, wo er gelegen hat.
MAT 28:7 Und gehet eilends hin und saget seinen Jngern, da er von den 
Toten auferstanden ist. Und siehe, er geht euch voran nach Galila; dort 
werdet ihr ihn sehen. Siehe, ich habe es euch gesagt.
MAT 28:8 Und sie gingen eilends hinweg von dem Grab mit Furcht und groer 
Freude und liefen, es seinen Jngern zu verkndigen.
MAT 28:9 Und siehe, da begegnete ihnen Jesus und sprach: Seid gegrt! Sie 
aber traten herzu und umfaten seine Fe und huldigten ihm.
MAT 28:10 Da sprach Jesus zu ihnen: Frchtet euch nicht! Gehet hin, 
verkndiget meinen Brdern, da sie nach Galila gehen sollen; dort werden 
sie mich sehen.
MAT 28:11 Whrend sie aber hingingen, siehe, da kamen etliche von der 
Wache in die Stadt und verkndigten den Hohenpriestern alles, was 
geschehen war.
MAT 28:12 Diese versammelten sich samt den ltesten, und nachdem sie Rat 
gehalten, gaben sie den Kriegsknechten Geld genug
MAT 28:13 und sprachen: Saget, seine Jnger sind des Nachts gekommen und 
haben ihn gestohlen, whrend wir schliefen.
MAT 28:14 Und wenn solches vor den Landpfleger kommt, so wollen wir ihn 
besnftigen und machen, da ihr auer Sorge sein knnt.
MAT 28:15 Sie aber nahmen das Geld und taten, wie sie belehrt worden 
waren: Und so wurde diese Rede unter den Juden verbreitet bis auf den 
heutigen Tag.
MAT 28:16 Die elf Jnger aber gingen nach Galila auf den Berg, wohin 
Jesus sie beschieden hatte.
MAT 28:17 Und als sie ihn sahen, fielen sie vor ihm nieder; etliche aber 
zweifelten.
MAT 28:18 Und Jesus trat herzu, redete mit ihnen und sprach: Mir ist 
gegeben alle Gewalt im Himmel und auf Erden.
MAT 28:19 Gehet hin und machet zu Jngern alle Vlker, indem ihr sie 
taufet auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes
MAT 28:20 und sie halten lehret alles, was ich euch befohlen habe. Und 
siehe, ich bin bei euch alle Tage bis ans Ende der Weltzeit!
MAR 1:1 Anfang des Evangeliums von Jesus Christus, dem Sohne Gottes.
MAR 1:2 Wie geschrieben steht in Jesaja, dem Propheten: Siehe, ich sende 
meinen Boten vor deinem Angesicht her, der deinen Weg bereiten wird.
MAR 1:3 Eine Stimme ruft in der Wste: Bereitet den Weg des Herrn, machet 
seine Pfade eben!
MAR 1:4 So begann Johannes in der Wste, taufte und predigte eine Taufe 
der Bue zur Vergebung der Snden.
MAR 1:5 Und es ging zu ihm hinaus das ganze jdische Land und alle 
Bewohner von Jerusalem, und sie wurden im Jordan von ihm getauft, wenn sie 
ihre Snden bekannten.
MAR 1:6 Johannes aber war bekleidet mit Kamelhaaren und trug einen 
ledernen Grtel um seine Lenden und a Heuschrecken und wilden Honig.
MAR 1:7 Und er predigte und sprach: Es kommt einer nach mir, der strker 
ist als ich, fr den ich nicht gut genug bin, gebckt seinen Schuhriemen 
aufzulsen.
MAR 1:8 Ich habe euch mit Wasser getauft; er aber wird euch mit heiligem 
Geiste taufen.
MAR 1:9 Und es begab sich in jenen Tagen, da Jesus von Nazareth in 
Galila kam und sich von Johannes im Jordan taufen lie.
MAR 1:10 Und alsbald, da er aus dem Wasser stieg, sah er die Himmel 
zerrissen und den Geist gleich einer Taube auf ihn herabsteigen.
MAR 1:11 Und eine Stimme erscholl aus dem Himmel: Du bist mein geliebter 
Sohn, an dir habe ich Wohlgefallen gefunden!
MAR 1:12 Und alsbald treibt ihn der Geist in die Wste hinaus.
MAR 1:13 Und er war in der Wste vierzig Tage und wurde vom Satan 
versucht; und er war bei den Tieren, und die Engel dienten ihm.
MAR 1:14 Nachdem aber Johannes berantwortet worden war, kam Jesus nach 
Galila und predigte das Evangelium vom Reiche Gottes
MAR 1:15 und sprach: Die Zeit ist erfllt, und das Reich Gottes ist nahe: 
Tut Bue und glaubet an das Evangelium!
MAR 1:16 Und als er am galilischen Meere wandelte, sah er Simon und 
dessen Bruder Andreas; die warfen das Netz aus im Meer; denn sie waren 
Fischer.
MAR 1:17 Und Jesus sprach zu ihnen: Folget mir nach, so will ich euch zu 
Menschenfischern machen!
MAR 1:18 Da verlieen sie alsbald ihre Netze und folgten ihm nach.
MAR 1:19 Und als er von da ein wenig weiter ging, sah er Jakobus, des 
Zebedus Sohn, und seinen Bruder Johannes, welche auch im Schiffe die 
Netze bereitmachten.
MAR 1:20 Und alsbald berief er sie; und sie lieen ihren Vater Zebedus 
samt den Taglhnern im Schiff und folgten ihm nach.
MAR 1:21 Und sie begaben sich nach Kapernaum; und er trat alsbald am 
Sabbat in die Synagoge und lehrte.
MAR 1:22 Und sie erstaunten ber seine Lehre; denn er lehrte sie wie 
einer, der Vollmacht hat, und nicht wie die Schriftgelehrten.
MAR 1:23 Und alsbald war in ihrer Synagoge ein Mensch mit einem unreinen 
Geiste, der schrie
MAR 1:24 und sprach: Was haben wir mit dir zu schaffen, Jesus von 
Nazareth? Bist du gekommen uns zu verderben? Ich wei, wer du bist: der 
Heilige Gottes!
MAR 1:25 Aber Jesus bedrohte ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von 
ihm!
MAR 1:26 Da ri der unreine Geist ihn hin und her, schrie mit lauter 
Stimme und fuhr von ihm aus.
MAR 1:27 Und sie erstaunten alle, so da sie sich untereinander befragten, 
und sprachen: Was ist das? Eine neue Lehre! Mit Vollmacht gebietet er auch 
den unreinen Geistern, und sie gehorchen ihm.
MAR 1:28 Und das Gercht von ihm verbreitete sich alsbald in die ganze 
umliegende Landschaft von Galila.
MAR 1:29 Und alsbald verlieen sie die Synagoge und gingen in das Haus des 
Simon und Andreas, mit Jakobus und Johannes.
MAR 1:30 Simons Schwiegermutter aber lag krank am Fieber darnieder, und 
alsbald sagten sie ihm von ihr.
MAR 1:31 Und er trat hinzu, ergriff ihre Hand und richtete sie auf; und 
das Fieber verlie sie alsbald, und sie diente ihnen.
MAR 1:32 Als es aber Abend geworden und die Sonne untergegangen war, 
brachten sie zu ihm alle Kranken und Besessenen.
MAR 1:33 Und die ganze Stadt war vor der Tre versammelt.
MAR 1:34 Und er heilte viele, die an mancherlei Krankheiten litten, und 
trieb viele Dmonen aus und lie die Dmonen nicht reden, denn sie kannten 
ihn.
MAR 1:35 Und am Morgen, als es noch sehr dunkel war, stand er auf, ging 
hinaus an einen einsamen Ort und betete daselbst.
MAR 1:36 Und Simon eilte ihm nach, samt denen, die bei ihm waren;
MAR 1:37 und als sie ihn gefunden, sprachen sie zu ihm: Jedermann sucht 
dich!
MAR 1:38 Und er spricht zu ihnen: Lat uns anderswohin, in die nchsten 
Flecken gehen, damit ich auch dort predige; denn dazu bin ich ausgegangen.
MAR 1:39 Und er ging und predigte in ganz Galila in ihren Synagogen und 
trieb die Dmonen aus.
MAR 1:40 Und es kam ein Ausstziger zu ihm, bat ihn, fiel vor ihm auf die 
Knie und sprach: Wenn du willst, kannst du mich reinigen!
MAR 1:41 Da erbarmte sich Jesus seiner, streckte die Hand aus, rhrte ihn 
an und sprach zu ihm: Ich will; sei gereinigt!
MAR 1:42 Und whrend er redete, wich der Aussatz alsbald von ihm, und er 
wurde rein.
MAR 1:43 Und er bedrohte ihn und schickte ihn alsbald fort
MAR 1:44 und sprach zu ihm: Siehe zu, sage es niemand; sondern gehe hin, 
zeige dich dem Priester und opfere fr deine Reinigung, was Mose befohlen 
hat, ihnen zum Zeugnis!
MAR 1:45 Er aber ging und fing an, es vielfach zu verkndigen und breitete 
die Sache berall aus, so da Jesus nicht mehr ffentlich in eine Stadt 
hineingehen konnte, sondern er war drauen an einsamen Orten; und sie 
kamen von allen Seiten zu ihm.
MAR 2:1 Und nach etlichen Tagen ging er wieder nach Kapernaum; und als man 
hrte, da er im Hause wre,
MAR 2:2 versammelten sich alsbald viele, so da kein Raum mehr war, auch 
nicht drauen bei der Tr; und er predigte ihnen das Wort.
MAR 2:3 Und man brachte einen Gelhmten zu ihm, der von Vieren getragen 
wurde.
MAR 2:4 Und da sie wegen der Menge nicht zu ihm herankommen konnten, 
deckten sie dort, wo er war, das Dach ab, und nachdem sie durchgebrochen, 
lieen sie das Bett, darauf der Gelhmte lag, herab.
MAR 2:5 Als aber Jesus ihren Glauben sah, sprach er zu dem Gelhmten: 
Sohn, deine Snden sind dir vergeben!
MAR 2:6 Es saen aber dort etliche von den Schriftgelehrten, die dachten 
in ihren Herzen:
MAR 2:7 Was redet dieser so? Er lstert! Wer kann Snden vergeben als nur 
Gott allein?
MAR 2:8 Und alsbald merkte Jesus kraft seines Geistes, da sie so bei sich 
dachten, und sprach zu ihnen: Warum denkt ihr solches in euren Herzen?
MAR 2:9 Was ist leichter, zu dem Gelhmten zu sagen: Deine Snden sind dir 
vergeben? oder zu sagen: Steh auf, nimm dein Bett und wandle?
MAR 2:10 Damit ihr aber wisset, da des Menschen Sohn Vollmacht hat, auf 
Erden Snden zu vergeben, sprach er zu dem Gelhmten:
MAR 2:11 Ich sage dir, stehe auf, nimm dein Bett und gehe heim!
MAR 2:12 Und er stand auf, nahm alsbald sein Bett und ging vor aller Augen 
hinaus; so da sie alle erstaunten, Gott priesen und sprachen: Solches 
haben wir noch nie gesehen!
MAR 2:13 Und er ging wieder an das Meer hinaus, und alles Volk kam zu ihm, 
und er lehrte sie.
MAR 2:14 Und als er vorberging, sah er Levi, den Sohn des Alphus, am 
Zoll sitzen. Und er spricht zu ihm: Folge mir nach! Und er stand auf und 
folgte ihm.
MAR 2:15 Und es begab sich, als er in dessen Hause zu Tische sa, da auch 
viele Zllner und Snder sich mit Jesus und seinen Jngern zu Tische 
setzten, denn es waren viele, die ihm nachfolgten.
MAR 2:16 Und als die Schriftgelehrten und Phariser sahen, da er mit den 
Zllnern und Sndern a, sprachen sie zu seinen Jngern: Warum it und 
trinkt er mit den Zllnern und Sndern?
MAR 2:17 Und als Jesus es hrte, sprach er zu ihnen: Nicht die Starken 
bedrfen des Arztes, sondern die Kranken. Ich bin nicht gekommen, Gerechte 
zu rufen, sondern Snder zur Bue.
MAR 2:18 Und die Jnger des Johannes und die Phariser pflegten zu fasten; 
und sie kamen zu ihm und fragten: Warum fasten die Jnger des Johannes und 
der Phariser, deine Jnger aber fasten nicht?
MAR 2:19 Und Jesus sprach zu ihnen: Knnen die Hochzeitsleute fasten, 
solange der Brutigam bei ihnen ist? Solange sie den Brutigam bei sich 
haben, knnen sie nicht fasten.
MAR 2:20 Es werden aber Tage kommen, da der Brutigam von ihnen genommen 
wird, alsdann werden sie fasten, an jenem Tage.
MAR 2:21 Niemand nht ein Stck ungewalkten Tuches auf ein altes Kleid; 
sonst reit die Fllung davon ab, das neue von dem alten, und der Ri wird 
rger.
MAR 2:22 Und niemand fat neuen Wein in alte Schluche; sonst zerreit der 
Wein die Schluche und der Wein wird verschttet und die Schluche 
verderben; sondern neuer Wein ist in neue Schluche zu fassen.
MAR 2:23 Und es begab sich, da er am Sabbat durch die Saatfelder 
wandelte. Und seine Jnger fingen an, auf dem Wege die hren abzustreifen.
MAR 2:24 Und die Phariser sprachen zu ihm: Siehe, warum tun sie am 
Sabbat, was nicht erlaubt ist?
MAR 2:25 Und er sprach zu ihnen: Habt ihr niemals gelesen, was David tat, 
da er Mangel litt, als ihn und seine Begleiter hungerte,
MAR 2:26 wie er in das Haus Gottes hineinging zur Zeit des Hohenpriesters 
Abjathar und die Schaubrote a, die niemand essen darf als nur die 
Priester, und [wie er] auch denen davon gab, die bei ihm waren?
MAR 2:27 Und er sprach zu ihnen: Der Sabbat ist um des Menschen willen 
gemacht, nicht der Mensch um des Sabbats willen.
MAR 2:28 Also ist des Menschen Sohn auch Herr des Sabbats.
MAR 3:1 Und er ging wiederum in die Synagoge. Und es war dort ein Mensch, 
der hatte eine verdorrte Hand.
MAR 3:2 Und sie lauerten ihm auf, ob er ihn am Sabbat heilen wrde, damit 
sie ihn verklagen knnten.
MAR 3:3 Und er spricht zu dem Menschen, der die verdorrte Hand hatte: Steh 
auf und tritt in die Mitte!
MAR 3:4 Und er spricht zu ihnen: Darf man am Sabbat Gutes oder Bses tun, 
das Leben retten oder tten? Sie aber schwiegen.
MAR 3:5 Und indem er sie ringsumher mit Zorn ansah, betrbt wegen der 
Verstocktheit ihres Herzens, spricht er zu dem Menschen: Strecke deine 
Hand aus! Und er streckte sie aus, und seine Hand wurde wieder gesund wie 
die andere.
MAR 3:6 Da gingen die Phariser hinaus und hielten alsbald mit den 
Herodianern Rat wider ihn, wie sie ihn umbringen knnten.
MAR 3:7 Aber Jesus entwich mit seinen Jngern an das Meer; und eine groe 
Menge aus Galila folgte ihm nach; auch aus Juda
MAR 3:8 und von Jerusalem und von Iduma und von jenseits des Jordan und 
aus der Gegend von Tyrus und Zidon kamen groe Scharen zu ihm, da sie 
gehrt hatten, wie viel er tat.
MAR 3:9 Und er befahl seinen Jngern, ihm ein Schifflein bereitzuhalten um 
der Volksmenge willen, damit sie ihn nicht drngten.
MAR 3:10 Denn er heilte viele, so da alle, die eine Plage hatten, ihn 
berfielen, um ihn anzurhren.
MAR 3:11 Und wenn ihn die unreinen Geister erblickten, fielen sie vor ihm 
nieder, schrieen und sprachen: Du bist der Sohn Gottes!
MAR 3:12 Und er drohte ihnen sehr, da sie ihn nicht offenbar machen 
sollten.
MAR 3:13 Und er stieg auf den Berg und rief zu sich, welche er wollte; und 
sie kamen zu ihm.
MAR 3:14 Und er verordnete zwlf, da sie bei ihm wren und da er sie 
aussendete zu predigen
MAR 3:15 und da sie Macht htten, die Dmonen auszutreiben:
MAR 3:16 Simon, welchem er den Namen Petrus beilegte,
MAR 3:17 und Jakobus, den Sohn des Zebedus, und Johannes, den Bruder des 
Jakobus, welchen er den Namen Boanerges, das heit Donnershne, beilegte;
MAR 3:18 und Andreas, Philippus, Bartholomus, Matthus, Thomas, Jakobus, 
den Sohn des Alphus, Thaddus, Simon den Kananer,
MAR 3:19 und Judas Ischariot, der ihn auch verriet.
MAR 3:20 Und sie traten in das Haus, und das Volk kam abermals zusammen, 
also da sie nicht einmal Speise zu sich nehmen konnten.
MAR 3:21 Und als die, welche um ihn waren, es hrten, gingen sie aus, ihn 
zu greifen; denn sie sagten: Er ist von Sinnen!
MAR 3:22 Und die Schriftgelehrten, die von Jerusalem herabgekommen waren, 
sprachen: Er hat den Beelzebul, und durch den Obersten der Dmonen treibt 
er die Dmonen aus.
MAR 3:23 Da rief er sie zu sich und sprach in Gleichnissen zu ihnen: Wie 
kann ein Satan den andern austreiben?
MAR 3:24 Und wenn ein Reich in sich selbst uneinig ist, so kann ein 
solches Reich nicht bestehen.
MAR 3:25 Und wenn ein Haus in sich selbst uneinig ist, so kann ein solches 
Haus nicht bestehen.
MAR 3:26 Und wenn der Satan wider sich selbst auftritt und entzweit ist, 
so kann er nicht bestehen, sondern er nimmt ein Ende.
MAR 3:27 Niemand kann in das Haus des Starken hineingehen und seinen 
Hausrat rauben, es sei denn, er binde zuvor den Starken; dann erst wird er 
sein Haus berauben.
MAR 3:28 Wahrlich, ich sage euch, alle Snden sollen den Menschenkindern 
vergeben werden, auch die Lsterungen, womit sie lstern;
MAR 3:29 wer aber wider den heiligen Geist lstert, der hat in Ewigkeit 
keine Vergebung, sondern er ist einer ewigen Snde schuldig.
MAR 3:30 Denn sie sagten: Er hat einen unreinen Geist.
MAR 3:31 Da kamen seine Mutter und seine Brder; sie blieben aber drauen, 
schickten zu ihm und lieen ihn rufen.
MAR 3:32 Und das Volk sa um ihn her. Und sie sagten zu ihm: Siehe, deine 
Mutter und deine Brder sind drauen und suchen dich.
MAR 3:33 Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter, oder 
meine Brder?
MAR 3:34 Und indem er ringsumher die ansah, welche um ihn saen, spricht 
er: Siehe da, meine Mutter und meine Brder!
MAR 3:35 Denn wer den Willen Gottes tut, der ist mir Bruder und Schwester 
und Mutter.
MAR 4:1 Und er fing abermals an zu lehren am Meere. Und es versammelte 
sich eine groe Volksmenge bei ihm, so da er in das Schiff stieg und auf 
dem Meere sich darin niedersetzte; und alles Volk war am Meer auf dem 
Lande.
MAR 4:2 Und er lehrte sie vieles in Gleichnissen und sagte zu ihnen in 
seiner Lehre:
MAR 4:3 Hret zu! Siehe, der Smann ging aus, zu sen.
MAR 4:4 Und es begab sich, indem er ste, da etliches an den Weg fiel; 
und die Vgel des Himmels kamen und fraen es auf.
MAR 4:5 Anderes aber fiel auf steinigen Boden, wo es nicht viel Erde 
hatte; und es ging alsbald auf, weil es nicht tiefe Erde hatte.
MAR 4:6 Als aber die Sonne aufging, wurde es verbrannt; und weil es nicht 
Wurzel hatte, verdorrte es.
MAR 4:7 Und anderes fiel unter die Dornen; und die Dornen wuchsen auf und 
erstickten es, und es gab keine Frucht.
MAR 4:8 Und anderes fiel auf gutes Erdreich und brachte Frucht, die 
aufwuchs und zunahm; und etliches trug dreiigfltig, etliches 
sechzigfltig und etliches hundertfltig.
MAR 4:9 Und er sprach zu ihnen: Wer Ohren hat zu hren, der hre!
MAR 4:10 Als er nun allein war, fragten ihn die, welche um ihn waren, samt 
den Zwlfen, ber das Gleichnis.
MAR 4:11 Und er sprach zu ihnen: Euch ist gegeben, das Geheimnis des 
Reiches Gottes [zu erkennen], denen aber, die drauen sind, wird alles in 
Gleichnissen zuteil,
MAR 4:12 auf da sie mit Augen sehen und doch nicht erkennen, und mit 
Ohren hren und doch nicht verstehen, damit sie nicht etwa umkehren und 
ihnen vergeben werde.
MAR 4:13 Und er spricht zu ihnen: Versteht ihr dieses Gleichnis nicht, wie 
wollt ihr alle Gleichnisse verstehen?
MAR 4:14 Der Smann st das Wort.
MAR 4:15 Die am Wege, das sind die, bei denen das Wort gest wird, und 
wenn sie es gehrt haben, kommt alsbald der Satan und nimmt das Wort weg, 
das in ihre Herzen gest worden ist.
MAR 4:16 Gleicherweise, wo auf steinigen Boden gest wurde, das sind die, 
welche das Wort, wenn sie es hren, alsbald mit Freuden aufnehmen;
MAR 4:17 aber sie haben keine Wurzel in sich, sondern sind wetterwendisch; 
hernach, wenn Trbsal oder Verfolgung entsteht um des Wortes willen, 
nehmen sie alsbald Ansto.
MAR 4:18 Andere sind, bei denen unter die Dornen gest wurde; das sind 
die, welche das Wort hrten;
MAR 4:19 aber die Sorgen dieser Weltzeit und der Betrug des Reichtums und 
die Begierden nach andern Dingen dringen ein und ersticken das Wort, und 
es wird unfruchtbar.
MAR 4:20 Die aber auf das gute Erdreich gest sind, das sind die, welche 
das Wort hren und es aufnehmen und Frucht tragen, der eine dreiigfltig, 
der andere sechzigfltig, der dritte hundertfltig.
MAR 4:21 Und er sprach zu ihnen: Kommt etwa das Licht, damit es unter den 
Scheffel oder unter das Bett gestellt werde, und nicht vielmehr, da man 
es auf den Leuchter setze?
MAR 4:22 Denn nichts ist verborgen, das nicht offenbar werde, und nichts 
geschieht so heimlich, da es nicht an den Tag kme.
MAR 4:23 Wer Ohren hat zu hren, der hre!
MAR 4:24 Und er sprach zu ihnen: Achtet auf das, was ihr hrt! Mit welchem 
Mae ihr messet, wird euch gemessen werden, und es wird euch, die ihr 
hrt, noch hinzugelegt werden.
MAR 4:25 Denn wer da hat, dem wird gegeben werden; wer aber nicht hat, von 
dem wird auch das genommen werden, was er hat.
MAR 4:26 Und er sprach: Mit dem Reiche Gottes ist es so, wie wenn ein 
Mensch den Samen in die Erde wirft
MAR 4:27 und schlft und aufsteht, Nacht und Tag, und der Same keimt und 
geht auf, ohne da er es wei.
MAR 4:28 Denn die Erde trgt von selbst Frucht, zuerst den Halm, hernach 
die hre, dann den vollen Weizen in der hre.
MAR 4:29 Wenn aber die Frucht sich darbietet, schickt er alsbald die 
Sichel hin; denn die Ernte ist da.
MAR 4:30 Und er sprach: Wem wollen wir das Reich Gottes vergleichen, oder 
unter was fr einem Gleichnis wollen wir es darstellen?
MAR 4:31 Es ist einem Senfkorn gleich, welches, wenn es in die Erde gest 
wird, das kleinste ist unter allen Samenkrnern auf Erden.
MAR 4:32 Und wenn es gest ist, geht es auf und wird grer als alle 
Gartengewchse und treibt groe Zweige, so da die Vgel des Himmels unter 
seinem Schatten nisten knnen.
MAR 4:33 Und in vielen solchen Gleichnissen trug er ihnen seine Lehre vor, 
wie sie es zu hren vermochten.
MAR 4:34 Ohne Gleichnis aber redete er nicht zu ihnen; beiseite aber legte 
er seinen Jngern alles aus.
MAR 4:35 Und an jenem Tage, als es Abend geworden, sprach er zu ihnen: 
Lasset uns hinberfahren!
MAR 4:36 Und nachdem sie das Volk entlassen, nahmen sie ihn mit, wie er da 
in dem Schiffe war; es waren aber auch andere Schiffe bei ihm.
MAR 4:37 Und es erhob sich ein groer Sturm, und die Wellen schlugen in 
das Schiff, so da es sich schon zu fllen begann.
MAR 4:38 Und er war im Hinterteil des Schiffes und schlief auf einem 
Kissen. Und sie weckten ihn und sprachen zu ihm: Meister, kmmert es dich 
nicht, da wir umkommen?
MAR 4:39 Und er stand auf, bedrohte den Wind und sprach zum Meere: 
Schweig, verstumme! Da legte sich der Wind, und es ward eine groe Stille.
MAR 4:40 Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so furchtsam? Wie, habt ihr 
keinen Glauben?
MAR 4:41 Und sie gerieten in groe Furcht und sprachen zueinander: Wer ist 
doch der, da auch der Wind und das Meer ihm gehorsam sind?
MAR 5:1 Und sie kamen ans andere Ufer des Meeres in die Landschaft der 
Gadarener.
MAR 5:2 Und als er aus dem Schiffe gestiegen war, lief ihm alsbald aus den 
Grbern ein Mensch mit einem unreinen Geist entgegen,
MAR 5:3 der seine Wohnung in den Grbern hatte. Und niemand konnte ihn 
binden, auch nicht mit Ketten;
MAR 5:4 denn schon oft war er mit Fufesseln und Ketten gebunden worden, 
aber die Ketten wurden von ihm zerrissen und die Fufesseln zerrieben; und 
niemand vermochte ihn zu bndigen.
MAR 5:5 Und er war allezeit, Tag und Nacht, in den Grbern und auf den 
Bergen, schrie und schlug sich selbst mit Steinen.
MAR 5:6 Als er aber Jesus von ferne sah, lief er und warf sich vor ihm 
nieder,
MAR 5:7 schrie mit lauter Stimme und sprach: Jesus, du Sohn Gottes, des 
Hchsten, was habe ich mit dir zu schaffen? Ich beschwre dich bei Gott, 
da du mich nicht peinigest!
MAR 5:8 Denn er sprach zu ihm: Fahre aus, du unreiner Geist, aus dem 
Menschen!
MAR 5:9 Und er fragte ihn: Wie heiest du? Und er antwortete und sprach: 
Legion heie ich; denn wir sind viele!
MAR 5:10 Und er bat ihn sehr, sie nicht aus dem Lande zu verweisen.
MAR 5:11 Es war aber dort an den Bergen eine groe Herde Schweine zur 
Weide.
MAR 5:12 Und die Dmonen baten ihn und sprachen: Schicke uns in die 
Schweine, damit wir in sie fahren!
MAR 5:13 Und alsbald erlaubte es ihnen Jesus. Und die unreinen Geister 
fuhren aus und fuhren in die Schweine. Und die Herde strzte sich den 
Abhang hinunter in das Meer (ihrer waren etwa zweitausend), und sie 
ertranken im Meer.
MAR 5:14 Die Hirten aber flohen und verkndigten es in der Stadt und auf 
dem Lande. Und sie gingen hinaus zu sehen, was da geschehen war.
MAR 5:15 Und sie kommen zu Jesus und sehen den Besessenen, der die Legion 
gehabt hatte, dasitzen, bekleidet und vernnftig; und sie frchteten sich.
MAR 5:16 Und die es gesehen hatten, erzhlten ihnen, wie es mit dem 
Besessenen zugegangen war, und das von den Schweinen.
MAR 5:17 Da fingen sie an, ihn zu bitten, er mge aus ihren Grenzen 
weichen.
MAR 5:18 Und als er in das Schiff trat, bat ihn der besessen Gewesene, da 
er bei ihm bleiben drfe.
MAR 5:19 Aber Jesus lie es ihm nicht zu, sondern sprach zu ihm: Gehe in 
dein Haus, zu den Deinen, und verkndige ihnen, wie Groes der Herr an dir 
getan und wie er sich deiner erbarmt hat!
MAR 5:20 Und er ging hin und fing an im Gebiet der Zehn-Stdte zu 
verkndigen, wie Groes Jesus an ihm getan habe; und jedermann verwunderte 
sich.
MAR 5:21 Und als Jesus im Schiffe wieder ans jenseitige Ufer 
hinbergefahren war, versammelte sich viel Volk bei ihm; und er war am 
Meer.
MAR 5:22 Da kam einer der Obersten der Synagoge, namens Jairus; und als er 
ihn erblickte, warf er sich ihm zu Fen,
MAR 5:23 bat ihn sehr und sprach: Mein Tchterlein liegt in den letzten 
Zgen; ich bitte dich, komm und lege ihr die Hnde auf, da sie gesund 
werde und am Leben bleibe!
MAR 5:24 Und er ging mit ihm; und es folgte ihm viel Volk nach, und sie 
drngten ihn.
MAR 5:25 Und es war eine Frau, die hatte zwlf Jahre den Blutflu,
MAR 5:26 und hatte viel erlitten von vielen rzten und all ihr Gut 
aufgewendet, ohne da es ihr geholfen htte, es war vielmehr noch 
schlimmer mit ihr geworden.
MAR 5:27 Als sie nun von Jesus hrte, kam sie unter dem Volke von hinten 
herzu und rhrte sein Kleid an.
MAR 5:28 Denn sie sprach: Wenn ich nur seine Kleider anrhre, so ist mir 
geholfen!
MAR 5:29 Und alsbald vertrocknete der Quell ihres Blutes, und sie merkte 
es am Leibe, da sie von der Plage geheilt war.
MAR 5:30 Jesus aber, der an sich selbst bemerkt hatte, da eine Kraft von 
ihm ausgegangen war, wandte sich alsbald unter dem Volke um und sprach: 
Wer hat meine Kleider angerhrt?
MAR 5:31 Da sprachen seine Jnger zu ihm: Du siehst, wie das Volk dich 
drngt, und sprichst: Wer hat mich angerhrt?
MAR 5:32 Und er sah sich um nach der, die das getan hatte.
MAR 5:33 Aber die Frau kam mit Furcht und Zittern, weil sie wute, was an 
ihr geschehen war, kam und warf sich vor ihm nieder und sagte ihm die 
ganze Wahrheit.
MAR 5:34 Er aber sprach zu ihr: Tochter, dein Glaube hat dir geholfen! 
Gehe hin im Frieden und sei von deiner Plage gesund!
MAR 5:35 Whrend er noch redete, kommen etliche von den Leuten des 
Obersten der Synagoge und sprechen: Deine Tochter ist gestorben, was 
bemhst du den Meister noch?
MAR 5:36 Sobald aber Jesus dies Wort hrte, sprach er zum Obersten der 
Synagoge: Frchte dich nicht, glaube nur!
MAR 5:37 Und er lie niemand mitgehen als Petrus und Jakobus und Johannes, 
den Bruder des Jakobus.
MAR 5:38 Und er kommt in das Haus des Obersten der Synagoge und sieht das 
Getmmel und wie arg sie weinten und heulten.
MAR 5:39 Und er geht hinein und spricht zu ihnen: Was macht ihr fr ein 
Getmmel und weint? Das Kind ist nicht gestorben, sondern es schlft.
MAR 5:40 Und sie verlachten ihn. Er aber, nachdem er alle hinausgewiesen, 
nahm mit sich des Kindes Vater und Mutter und die, welche bei ihm waren, 
und ging hinein, wo das Kind lag.
MAR 5:41 Und er ergriff des Kindes Hand und sprach zu ihm: Talita kumi, 
das heit bersetzt: Mgdlein, ich sage dir, stehe auf!
MAR 5:42 Und alsbald stand das Mgdlein auf und wandelte; es war nmlich 
zwlf Jahre alt. Und sie entsetzten sich sehr.
MAR 5:43 Und er gebot ihnen ernstlich, da es niemand erfahren drfe, und 
befahl, man solle ihr zu essen geben.
MAR 6:1 Und er zog von dannen und kam in seine Vaterstadt; und seine 
Jnger folgten ihm nach.
MAR 6:2 Und als der Sabbat kam, fing er an in der Synagoge zu lehren; und 
die vielen, die zuhrten, erstaunten und sprachen: Woher kommt diesem 
solches? Und was ist das fr eine Weisheit, die ihm gegeben ist, und 
geschehen solche Taten durch seine Hnde?
MAR 6:3 Ist er nicht der Zimmermann, der Sohn der Maria, der Bruder des 
Jakobus und Joses und Judas und Simon? Und sind nicht seine Schwestern 
hier bei uns? Und sie nahmen Ansto an ihm.
MAR 6:4 Jesus aber sprach zu ihnen: Ein Prophet ist nirgends verachtet 
auer in seiner Vaterstadt und bei seinen Verwandten und in seinem Hause.
MAR 6:5 Und er konnte daselbst kein Wunder tun, auer da er wenigen 
Kranken die Hnde auflegte und sie heilte.
MAR 6:6 Und er verwunderte sich wegen ihres Unglaubens und zog durch die 
Drfer ringsumher und lehrte.
MAR 6:7 Und er rief die Zwlf zu sich und fing an, sie je zwei und zwei 
auszusenden, und gab ihnen Macht ber die unreinen Geister.
MAR 6:8 Und er befahl ihnen, sie sollten nichts auf den Weg nehmen als nur 
einen Stab, keine Tasche, kein Brot, kein Geld im Grtel,
MAR 6:9 sondern nur Sandalen an den Fen tragen und nicht zwei Rcke 
anziehen.
MAR 6:10 Und er sprach zu ihnen: Wo ihr in ein Haus eintretet, da bleibet, 
bis ihr von dannen ziehet.
MAR 6:11 Und wenn ein Ort euch nicht aufnimmt und man euch nicht hren 
will, da zieht von dannen und schttelt den Staub von euren Fen, ihnen 
zum Zeugnis.
MAR 6:12 Und sie gingen und predigten, man solle Bue tun,
MAR 6:13 und trieben viele Dmonen aus und salbten viele Kranke mit l und 
heilten sie.
MAR 6:14 Und der Knig Herodes hrte das (denn sein Name ward bekannt), 
und er sprach: Johannes der Tufer ist von den Toten auferstanden; darum 
wirken die Wunderkrfte durch ihn!
MAR 6:15 Andere aber sprachen: Es ist Elia; wieder andere: Es ist ein 
Prophet oder wie einer der Propheten.
MAR 6:16 Da es also Herodes hrte, sprach er: Es ist Johannes, den ich 
enthauptet habe; der ist [von den Toten] auferstanden!
MAR 6:17 Denn er, Herodes, hatte ausgesandt und Johannes greifen und ihn 
im Gefngnis binden lassen, wegen Herodias, des Weibes seines Bruders 
Philippus, weil er sie zur Frau genommen hatte.
MAR 6:18 Denn Johannes hatte zu Herodes gesagt: Es ist dir nicht erlaubt, 
deines Bruders Weib zu haben!
MAR 6:19 Herodias aber stellte ihm nach und wollte ihn tten, und sie 
vermochte es nicht.
MAR 6:20 Denn Herodes frchtete den Johannes, weil er wute, da er ein 
gerechter und heiliger Mann war, und er bewachte ihn und gehorchte ihm in 
manchem und hrte ihn gern.
MAR 6:21 Als aber ein gelegener Tag kam, da Herodes seinen Groen und 
Obersten und den Vornehmsten des galilischen Landes an seinem Geburtstag 
ein Gastmahl gab,
MAR 6:22 da trat die Tochter der Herodias herein und tanzte. Das gefiel 
dem Herodes und denen, die mit ihm zu Tische saen. Da sprach der Knig zu 
dem Mdchen: Erbitte von mir, was du willst, so will ich es dir geben!
MAR 6:23 Und er schwur ihr: Was du auch von mir erbitten wirst, das will 
ich dir geben, bis zur Hlfte meines Knigreichs.
MAR 6:24 Da ging sie hinaus und sprach zu ihrer Mutter: Was soll ich 
erbitten? Diese aber sprach: Das Haupt Johannes des Tufers!
MAR 6:25 Und alsbald ging sie eilends zum Knig hinein, bat und sprach: 
Ich will, da du mir gbest jetzt gleich auf einer Schssel das Haupt 
Johannes des Tufers!
MAR 6:26 Da ward der Knig sehr betrbt; doch um des Eides und um derer 
willen, die mit ihm zu Tische saen, wollte er sie nicht abweisen.
MAR 6:27 Und der Knig schickte alsbald einen von der Wache hin und 
befahl, sein Haupt zu bringen.
MAR 6:28 Dieser ging hin und enthauptete ihn im Gefngnis und brachte sein 
Haupt auf einer Schssel und gab es dem Mdchen, und das Mdchen gab es 
seiner Mutter.
MAR 6:29 Und als seine Jnger es hrten, kamen sie und nahmen seinen 
Leichnam und legten ihn in ein Grab.
MAR 6:30 Und die Apostel versammelten sich bei Jesus und verkndigten ihm 
alles, was sie getan und gelehrt hatten.
MAR 6:31 Und er sprach zu ihnen: Kommet ihr allein abseits an einen 
einsamen Ort und ruhet ein wenig! Denn es waren viele, die ab und 
zugingen, und sie hatten nicht einmal Zeit zu essen.
MAR 6:32 Und sie fuhren allein zu Schiff an einen einsamen Ort.
MAR 6:33 Und viele sahen sie wegfahren und merkten es; und sie liefen aus 
allen Stdten zu Fu dort zusammen und kamen ihnen zuvor.
MAR 6:34 Und als Jesus ausstieg, sah er eine groe Menge Volks und hatte 
Erbarmen mit ihnen; denn sie waren wie Schafe, die keinen Hirten haben; 
und er fing an, sie vieles zu lehren.
MAR 6:35 Und als nun der Tag fast dahin war, traten seine Jnger zu ihm 
und sagten: Dieser Ort ist de, und der Tag ist fast dahin.
MAR 6:36 Entlasse sie, damit sie in die Gehfte und Drfer ringsumher 
gehen und sich Brot kaufen; denn sie haben nichts zu essen.
MAR 6:37 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Gebet ihr ihnen zu essen! 
Und sie sprachen zu ihm: Sollen wir hingehen und fr zweihundert Denare 
Brot kaufen und ihnen zu essen geben?
MAR 6:38 Er aber sprach zu ihnen: Wie viele Brote habt ihr? Gehet hin und 
sehet! Und als sie es erkundigt hatten, sprachen sie: Fnf, und zwei 
Fische.
MAR 6:39 Und er befahl ihnen, da sich alle nach Tischgesellschaften ins 
grne Gras setzen sollten.
MAR 6:40 Und sie setzten sich gruppenweise, zu hundert und zu fnfzig.
MAR 6:41 Und er nahm die fnf Brote und die zwei Fische, blickte zum 
Himmel empor und dankte, brach die Brote und gab sie seinen Jngern, damit 
sie sie ihnen vorlegten; auch die zwei Fische teilte er unter alle.
MAR 6:42 Und sie aen alle und wurden satt.
MAR 6:43 Und sie hoben auf an Brocken zwlf Krbe voll, und von den 
Fischen.
MAR 6:44 Und die, welche die Brote gegessen hatten, waren fnftausend 
Mnner.
MAR 6:45 Und alsbald ntigte er seine Jnger, in das Schiff zu steigen und 
vor ihm ans jenseitige Ufer, nach Bethsaida, voraus zu fahren, bis er das 
Volk entlassen htte.
MAR 6:46 Und nachdem er sie verabschiedet hatte, ging er auf einen Berg, 
um zu beten.
MAR 6:47 Und als es Abend geworden, war das Schiff mitten auf dem Meere 
und er allein auf dem Lande.
MAR 6:48 Und er sah, da sie beim Rudern Not litten; denn der Wind war 
ihnen entgegen. Und um die vierte Nachtwache kommt er zu ihnen, auf dem 
Meere wandelnd; und er wollte bei ihnen vorbergehen.
MAR 6:49 Als sie ihn aber auf dem Meere wandeln sahen, meinten sie, es sei 
ein Gespenst, und schrieen.
MAR 6:50 Denn sie sahen ihn alle und erschraken. Er aber redete alsbald 
mit ihnen und sprach: Seid getrost! Ich bin's; frchtet euch nicht!
MAR 6:51 Und er stieg zu ihnen in das Schiff, und der Wind legte sich. Und 
sie erstaunten bei sich selbst ber die Maen und verwunderten sich.
MAR 6:52 Denn sie waren nicht verstndig geworden durch die Brote; denn 
ihr Herz war verhrtet.
MAR 6:53 Und sie fuhren hinber ans Land, kamen nach Genezareth und 
landeten dort.
MAR 6:54 Und als sie aus dem Schiffe traten, erkannten die Leute ihn 
alsbald,
MAR 6:55 durchliefen die ganze umliegende Landschaft und fingen an, die 
Kranken auf den Betten dorthin zu tragen, wo sie hrten, da er sei.
MAR 6:56 Und wo er in Drfer oder Stdte oder Gehfte einkehrte, da legten 
sie die Kranken auf die freien Pltze und baten ihn, da sie nur den Saum 
seines Kleides anrhren drften. Und so viele ihn anrhrten, die wurden 
gesund.
MAR 7:1 Und es versammelten sich bei ihm die Phariser und etliche 
Schriftgelehrte, die von Jerusalem gekommen waren,
MAR 7:2 und als sie etliche seiner Jnger mit gemeinen, das heit mit 
ungewaschenen Hnden Brot essen sahen
MAR 7:3 (denn die Phariser und alle Juden essen nicht, sie haben denn 
zuvor grndlich die Hnde gewaschen, weil sie die berlieferung der Alten 
halten.
MAR 7:4 Und wenn sie vom Markte kommen, essen sie nicht, ohne sich zu 
baden. Und noch viel anderes haben sie zu halten angenommen, nmlich das 
Untertauchen von Bechern und Krgen und ehernen Geschirren und Sthlen),
MAR 7:5 da fragten ihn die Phariser und Schriftgelehrten: Warum wandeln 
deine Jnger nicht nach der berlieferung der Alten, sondern essen das 
Brot mit ungewaschenen Hnden?
MAR 7:6 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Trefflich hat Jesaja von 
euch Heuchlern geweissagt, wie geschrieben steht: Dieses Volk ehrt mich 
mit den Lippen, doch ihr Herz ist ferne von mir;
MAR 7:7 aber vergeblich verehren sie mich, weil sie Lehren vortragen, 
welche Gebote der Menschen sind.
MAR 7:8 Ihr verlasset das Gebot Gottes und haltet die berlieferung der 
Menschen fest, das Untertauchen von Krgen und Bechern, und viel anderes 
dergleichen tut ihr.
MAR 7:9 Und er sprach zu ihnen: Wohl fein verwerfet ihr das Gebot Gottes, 
um eure berlieferung festzuhalten.
MAR 7:10 Denn Mose hat gesagt: Ehre deinen Vater und deine Mutter und: 
Wer Vater oder Mutter flucht, der soll des Todes sterben.
MAR 7:11 Ihr aber sagt: Wenn jemand zum Vater oder zur Mutter spricht: 
Korban, das heit zum Opfer ist vergabt, was dir von mir zugute kommen 
sollte,
MAR 7:12 so mu er fr seinen Vater oder seine Mutter nichts mehr tun.
MAR 7:13 Also hebet ihr mit eurer berlieferung, die ihr weitergegeben 
habt, das Wort Gottes auf; und dergleichen tut ihr viel.
MAR 7:14 Und er rief alles Volk zu sich und sprach zu ihnen: Hret mir 
alle zu und merket!
MAR 7:15 Es ist nichts auerhalb des Menschen, das, wenn es in ihn 
hineingeht, ihn verunreinigen kann; sondern was aus dem Menschen 
herauskommt, das ist es, was den Menschen verunreinigt.
MAR 7:16 Hat jemand Ohren zu hren, der hre!
MAR 7:17 Und als er vom Volke weg nach Hause gegangen war, fragten ihn 
seine Jnger ber das Gleichnis.
MAR 7:18 Und er sprach zu ihnen: Seid auch ihr so unverstndig? Merket ihr 
nicht, da alles, was von auen in den Menschen hineingeht, ihn nicht 
verunreinigen kann?
MAR 7:19 Denn es geht nicht in sein Herz, sondern in den Bauch und wird 
auf dem natrlichen Wege, der alle Speisen reinigt, ausgeschieden.
MAR 7:20 Er sprach aber: Was aus dem Menschen herauskommt, das 
verunreinigt den Menschen.
MAR 7:21 Denn von innen, aus dem Herzen des Menschen, kommen hervor die 
bsen Gedanken, Unzucht, Mord, Diebstahl,
MAR 7:22 Ehebruch, Geiz, Bosheit, Betrug, ppigkeit, Neid, Lsterung, 
Hoffart, Unvernunft.
MAR 7:23 All dies Bse kommt von innen heraus und verunreinigt den 
Menschen.
MAR 7:24 Und er brach auf von dort und begab sich in die Gegend von Tyrus 
und Zidon und trat in ein Haus, wollte aber nicht, da es jemand erfhre, 
und konnte doch nicht verborgen bleiben.
MAR 7:25 Denn eine Frau hatte von ihm gehrt, deren Tchterlein einen 
unreinen Geist hatte, und sie kam und fiel ihm zu Fen;
MAR 7:26 die Frau war aber eine Griechin, aus Syrophnizien gebrtig; und 
sie bat ihn, er mge den Dmon von ihrer Tochter austreiben.
MAR 7:27 Aber Jesus sprach zu ihr: La zuvor die Kinder satt werden! Denn 
es ist nicht recht, da man den Kindern das Brot nimmt und es den Hndlein 
hinwirft!
MAR 7:28 Sie aber antwortete und sprach zu ihm: Ja, Herr; und die Hndlein 
unter dem Tisch essen [nur] von den Brosamen der Kinder!
MAR 7:29 Und er sprach zu ihr: Um dieses Wortes willen gehe hin; der Dmon 
ist aus deiner Tochter ausgefahren.
MAR 7:30 Und als sie in ihr Haus kam, fand sie die Tochter auf dem Bette 
liegend und den Dmon ausgefahren.
MAR 7:31 Und er verlie das Gebiet von Tyrus wieder und begab sich durch 
Zidon nach dem galilischen Meer, mitten in die Landschaft der Zehn-Stdte.
MAR 7:32 Und sie brachten einen Tauben zu ihm, der kaum reden konnte, und 
baten ihn, ihm die Hand aufzulegen.
MAR 7:33 Und er nahm ihn von dem Volk abseits, legte ihm die Finger in 
seine Ohren und berhrte seine Zunge mit Speichel.
MAR 7:34 Dann blickte er gen Himmel, seufzte und sprach zu ihm: Ephata! 
das heit, tue dich auf!
MAR 7:35 Und alsbald wurden seine Ohren aufgetan und das Band seiner Zunge 
gelst, und er redete richtig.
MAR 7:36 Und er gebot ihnen, sie sollten es niemand sagen; aber je mehr er 
es ihnen verbot, desto mehr machten sie es kund.
MAR 7:37 Und sie erstaunten ber die Maen und sprachen: Er hat alles wohl 
gemacht! Die Tauben macht er hren und die Sprachlosen reden!
MAR 8:1 In jenen Tagen, als sehr viel Volk zugegen war und sie nichts zu 
essen hatten, rief Jesus seine Jnger zu sich und sprach zu ihnen:
MAR 8:2 Mich jammert das Volk; denn sie verharren nun schon drei Tage bei 
mir und haben nichts zu essen.
MAR 8:3 Und wenn ich sie nchtern nach Hause entlasse, so werden sie auf 
dem Wege erliegen; denn etliche von ihnen sind von weither gekommen.
MAR 8:4 Und seine Jnger antworteten ihm: Woher knnte jemand diese hier 
in der Wste mit Brot sttigen?
MAR 8:5 Und er fragte sie: Wie viele Brote habt ihr? Sie sprachen: Sieben.
MAR 8:6 Und er befahl dem Volke, sich auf die Erde niederzusetzen, und 
nahm die sieben Brote, dankte, brach sie und gab sie seinen Jngern, damit 
sie sie vorlegten. Und sie legten sie dem Volke vor.
MAR 8:7 Sie hatten auch noch einige Fischlein; und nach einem Segensspruch 
befahl er, auch diese vorzulegen.
MAR 8:8 Und sie aen und wurden satt und hoben an briggebliebenen Brocken 
noch sieben Krbe auf.
MAR 8:9 Es waren ihrer etwa viertausend; und er entlie sie.
MAR 8:10 Und alsbald stieg er mit seinen Jngern in das Schiff und kam in 
die Gegend von Dalmanutha.
MAR 8:11 Und die Phariser gingen hinaus und fingen an, sich mit ihm zu 
besprechen, indem sie von ihm ein Zeichen vom Himmel forderten, um ihn auf 
die Probe zu stellen.
MAR 8:12 Und er seufzte in seinem Geiste und sprach: Warum fordert dieses 
Geschlecht ein Zeichen? Wahrlich, ich sage euch, es wird diesem Geschlecht 
kein Zeichen gegeben werden.
MAR 8:13 Und er lie sie, stieg wieder in das Schiff und fuhr ans 
jenseitige Ufer.
MAR 8:14 Und sie hatten vergessen, Brote mitzunehmen, und hatten nur ein 
Brot bei sich im Schiff.
MAR 8:15 Und er gebot ihnen und sprach: Sehet zu, htet euch vor dem 
Sauerteig der Phariser und vor dem Sauerteig des Herodes!
MAR 8:16 Und sie besprachen sich untereinander und sagten: Weil wir kein 
Brot haben!
MAR 8:17 Und als es Jesus merkte, sprach er zu ihnen: Was machet ihr euch 
Gedanken darber, da ihr kein Brot habt? Verstehet ihr noch nicht und 
begreifet ihr noch nicht? Habt ihr noch euer verhrtetes Herz?
MAR 8:18 Habt Augen und sehet nicht, Ohren und hret nicht? Und denket ihr 
nicht daran,
MAR 8:19 als ich die fnf Brote brach fr die Fnftausend, wieviel Krbe 
voll Brocken ihr aufgehoben habt? Sie sprachen zu ihm: Zwlf!
MAR 8:20 Und als ich die sieben fr die Viertausend brach, wieviel Krbe 
voll Brocken habt ihr aufgehoben? Sie sprachen: Sieben!
MAR 8:21 Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr denn noch so unverstndig?
MAR 8:22 Und sie kommen nach Bethsaida; und man bringt einen Blinden zu 
ihm und bittet ihn, da er ihn anrhre.
MAR 8:23 Und er nahm den Blinden bei der Hand und fhrte ihn vor das Dorf 
hinaus, spie ihm in die Augen, legte ihm die Hnde auf und fragte ihn, ob 
er etwas she.
MAR 8:24 Und er blickte auf und sprach: Ich sehe die Leute, als she ich 
wandelnde Bume!
MAR 8:25 Hierauf legte er noch einmal die Hnde auf seine Augen und lie 
ihn aufblicken; und er wurde wieder hergestellt und sah alles deutlich.
MAR 8:26 Und er schickte ihn in sein Haus und sprach: Du sollst nicht ins 
Dorf hineingehen, noch es jemandem im Dorfe sagen!
MAR 8:27 Und Jesus ging samt seinen Jngern hinaus in die Drfer bei 
Csarea Philippi; und auf dem Wege fragte er seine Jnger und sprach zu 
ihnen: Fr wen halten mich die Leute?
MAR 8:28 Sie antworteten: Die einen sagen, du seiest Johannes der Tufer; 
und andere, du seiest Elia; andere aber, du seiest einer der Propheten.
MAR 8:29 Und er fragte sie: Ihr aber, fr wen haltet ihr mich? Da 
antwortete Petrus und sprach zu ihm: Du bist der Christus!
MAR 8:30 Und er gebot ihnen ernstlich, da sie das niemandem von ihm sagen 
sollten.
MAR 8:31 Und er fing an, sie zu lehren, da des Menschen Sohn viel leiden 
und von den ltesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten verworfen und 
gettet werden msse und nach drei Tagen wieder auferstehen.
MAR 8:32 Und er redete das Wort ganz unverhohlen. Und Petrus nahm ihn 
beiseite und fing an, ihm zu wehren.
MAR 8:33 Er aber wandte sich um und sah seine Jnger an und schalt den 
Petrus und sprach: Weiche hinter mich, Satan! Denn du denkst nicht 
gttlich, sondern menschlich!
MAR 8:34 Und er rief das Volk samt seinen Jngern zu sich und sprach zu 
ihnen: Wer mir nachkommen will, der verleugne sich selbst und nehme sein 
Kreuz auf sich und folge mir nach!
MAR 8:35 Denn wer seine Seele retten will, der wird sie verlieren; wer 
aber seine Seele verliert um meinetwillen und um des Evangeliums willen, 
der wird sie retten.
MAR 8:36 Denn was hlfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewnne 
und bte seine Seele ein?
MAR 8:37 Oder was will ein Mensch zum Lsegeld seiner Seele geben?
MAR 8:38 Denn wer sich meiner und meiner Worte schmt unter diesem 
ehebrecherischen und sndigen Geschlecht, dessen wird sich auch des 
Menschen Sohn schmen, wenn er kommen wird in der Herrlichkeit seines 
Vaters mit den heiligen Engeln.
MAR 9:1 Und er sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch, es sind etliche 
unter denen, die hier stehen, die den Tod nicht schmecken werden, bis sie 
das Reich Gottes mit Macht haben kommen sehen.
MAR 9:2 Und nach sechs Tagen nimmt Jesus den Petrus und Jakobus und 
Johannes zu sich und fhrt sie beiseite allein auf einen hohen Berg. Und 
er ward vor ihnen verklrt,
MAR 9:3 und seine Kleider wurden glnzend, sehr wei wie Schnee, wie sie 
kein Bleicher auf Erden so wei machen kann.
MAR 9:4 Und es erschien ihnen Elia mit Mose, die redeten mit Jesus.
MAR 9:5 Und Petrus hob an und sprach zu Jesus: Rabbi, es ist gut, da wir 
hier sind; und wir wollen drei Htten machen, dir eine und Mose eine und 
Elia eine!
MAR 9:6 Er wute nmlich nicht, was er sagte; denn sie waren voller Furcht.
MAR 9:7 Und eine Wolke kam, die berschattete sie, und eine Stimme kam aus 
der Wolke: Dies ist mein geliebter Sohn; auf ihn sollt ihr hren!
MAR 9:8 Und pltzlich, als sie umherblickten, sahen sie niemand mehr bei 
sich als Jesus allein.
MAR 9:9 Als sie aber vom Berg herabgingen, gebot er ihnen, niemandem zu 
erzhlen, was sie gesehen hatten, bis des Menschen Sohn von den Toten 
auferstanden sei.
MAR 9:10 Und sie behielten das Wort bei sich und besprachen sich 
untereinander, was das Auferstehen von den Toten bedeute.
MAR 9:11 Und sie fragten ihn und sprachen: Warum sagen die 
Schriftgelehrten, da zuvor Elia kommen msse?
MAR 9:12 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Elia kommt zwar zuvor und 
stellt alles her; und wie steht ber den Sohn des Menschen geschrieben? 
Da er viel leiden und verachtet werden msse!
MAR 9:13 Aber ich sage euch, da Elia schon gekommen ist, und sie taten 
ihm, was sie wollten, wie ber ihn geschrieben steht.
MAR 9:14 Und als sie zu den Jngern kamen, sahen sie eine groe Volksmenge 
um sie her und Schriftgelehrte, die sich mit ihnen besprachen.
MAR 9:15 Und alsbald geriet die ganze Menge in Bewegung, als sie ihn 
sahen, und sie liefen herzu und grten ihn.
MAR 9:16 Und er fragte die Schriftgelehrten: Was besprechet ihr euch mit 
ihnen?
MAR 9:17 Und einer aus dem Volke antwortete: Meister, ich habe meinen Sohn 
zu dir gebracht, der hat einen sprachlosen Geist;
MAR 9:18 und wo der ihn ergreift, da reit er ihn, und er schumt und 
knirscht mit seinen Zhnen und wird starr; und ich habe zu deinen Jngern 
gesagt, sie sollten ihn austreiben; aber sie vermochten es nicht!
MAR 9:19 Er aber antwortete ihnen und sprach: O du unglubiges Geschlecht, 
wie lange soll ich bei euch sein? Wie lange soll ich euch ertragen? 
Bringet ihn her zu mir!
MAR 9:20 Und sie brachten ihn zu ihm. Und sobald der Geist ihn sah, ri er 
ihn heftig, und er fiel auf die Erde, wlzte sich und schumte.
MAR 9:21 Und er fragte seinen Vater: Wie lange geht es ihm schon so? Er 
sprach: Von Kindheit an;
MAR 9:22 und er hat ihn oft ins Feuer und ins Wasser geworfen, um ihn 
umzubringen; kannst du aber etwas, so erbarme dich ber uns und hilf uns!
MAR 9:23 Jesus aber sprach zu ihm: Wenn du etwas kannst? Alles ist 
mglich dem, der glaubt!
MAR 9:24 Und alsbald schrie der Vater des Knaben mit Trnen und sprach: 
Ich glaube; hilf meinem Unglauben!
MAR 9:25 Da nun Jesus das Volk herbeilaufen sah, bedrohte er den unreinen 
Geist und sprach zu ihm: Du sprachloser und tauber Geist, ich gebiete dir, 
fahre aus von ihm und fahre nicht mehr in ihn hinein!
MAR 9:26 Da schrie er und ri ihn heftig und fuhr aus; und der Knabe wurde 
wie tot, so da auch viele sagten: Er ist tot!
MAR 9:27 Aber Jesus ergriff ihn bei der Hand und richtete ihn auf; und er 
stand auf.
MAR 9:28 Und als er in ein Haus getreten war, fragten ihn seine Jnger fr 
sich allein: Warum konnten wir ihn nicht austreiben?
MAR 9:29 Und er sprach zu ihnen: Diese Art kann durch nichts ausfahren, 
auer durch Beten und Fasten.
MAR 9:30 Und sie gingen von dort weg und zogen durch Galila. Und er 
wollte nicht, da es jemand erfahre.
MAR 9:31 Denn er lehrte seine Jnger und sprach zu ihnen: Des Menschen 
Sohn wird in der Menschen Hnde bergeben; und sie werden ihn tten, und 
nachdem er gettet worden ist, wird er am dritten Tage wieder auferstehen.
MAR 9:32 Sie aber verstanden das Wort nicht und frchteten sich, ihn zu 
fragen.
MAR 9:33 Und er kam nach Kapernaum; und als er zu Hause angelangt war, 
fragte er sie: Was habt ihr unterwegs miteinander verhandelt?
MAR 9:34 Sie aber schwiegen; denn sie hatten unterwegs miteinander 
verhandelt, wer der Grte sei.
MAR 9:35 Und er setzte sich und rief die Zwlf und sprach zu ihnen: Wenn 
jemand der Erste sein will, so sei er von allen der Letzte und aller 
Diener.
MAR 9:36 Und er nahm ein Kind und stellte es mitten unter sie; und nachdem 
er es in die Arme genommen, sprach er zu ihnen:
MAR 9:37 Wer ein solches Kindlein in meinem Namen aufnimmt, der nimmt mich 
auf; und wer mich aufnimmt, der nimmt nicht mich auf, sondern den, der 
mich gesandt hat.
MAR 9:38 Johannes aber antwortete ihm und sprach: Meister, wir sahen 
einen, der uns nicht nachfolgt, in deinem Namen Dmonen austreiben, und 
wir wehrten es ihm, weil er uns nicht nachfolgt.
MAR 9:39 Jesus aber sprach: Wehret es ihm nicht! Denn wer in meinem Namen 
ein Wunder tut, wird mich nicht bald schmhen knnen.
MAR 9:40 Denn wer nicht wider uns ist, der ist fr uns.
MAR 9:41 Denn wer euch einen Becher Wasser in meinem Namen zu trinken 
gibt, weil ihr Christus angehrt, wahrlich, ich sage euch, dem wird sein 
Lohn nicht ausbleiben.
MAR 9:42 Wer aber einem dieser Kleinen, die an mich glauben, rgernis 
gibt, fr den wre es besser, da ein Mhlstein um seinen Hals gelegt und 
er ins Meer geworfen wrde.
MAR 9:43 Und wenn deine Hand fr dich ein Ansto zur Snde wird, so haue 
sie ab! Es ist besser fr dich, da du als Krppel in das Leben eingehest, 
als da du beide Hnde habest und in die Hlle fahrest, in das 
unauslschliche Feuer,
MAR 9:44 wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.
MAR 9:45 Und wenn dein Fu fr dich ein Ansto zur Snde wird, so haue ihn 
ab! Es ist besser fr dich, da du lahm in das Leben eingehest, als da du 
beide Fe habest und in die Hlle geworfen werdest, in das 
unauslschliche Feuer,
MAR 9:46 wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.
MAR 9:47 Und wenn dein Auge fr dich ein Ansto zur Snde wird, so reie 
es aus! Es ist besser fr dich, da du einugig in das Reich Gottes 
eingehest, als da du zwei Augen habest und in das hllische Feuer 
geworfen werdest,
MAR 9:48 wo ihr Wurm nicht stirbt und das Feuer nicht erlischt.
MAR 9:49 Denn ein jeglicher mu mit Feuer gesalzen werden, wie jedes Opfer 
mit Salz gesalzen wird.
MAR 9:50 Das Salz ist ein gutes Ding; wenn aber das Salz salzlos wird, 
womit wollt ihr es wrzen? Habt Salz bei euch und haltet Frieden 
untereinander!
MAR 10:1 Und er brach auf von dort und kam durch das Land jenseits des 
Jordan in das Gebiet von Juda. Und abermals kam die Menge in Scharen zu 
ihm, und er lehrte sie wieder, wie er gewohnt war.
MAR 10:2 Und die Phariser traten herzu, versuchten ihn und fragten: Ist 
es einem Manne erlaubt, seine Frau zu entlassen?
MAR 10:3 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Was hat euch Mose geboten?
MAR 10:4 Sie sprachen: Mose hat erlaubt, einen Scheidebrief zu schreiben 
und [die Frau] zu entlassen.
MAR 10:5 Jesus aber antwortete und sprach zu ihnen: Wegen der Hrte eures 
Herzens hat er euch dieses Gebot geschrieben;
MAR 10:6 am Anfang der Schpfung aber hat Gott sie erschaffen als Mann und 
Weib.
MAR 10:7 Darum wird ein Mensch seinen Vater und seine Mutter verlassen und 
seinem Weibe anhangen;
MAR 10:8 und die zwei werden ein Fleisch sein. So sind sie nicht mehr 
zwei, sondern ein Fleisch.
MAR 10:9 Was nun Gott zusammengefgt hat, das soll der Mensch nicht 
scheiden!
MAR 10:10 Und seine Jnger fragten ihn zu Hause nochmals darber.
MAR 10:11 Und er sprach zu ihnen: Wer seine Frau entlt und eine andere 
heiratet, der bricht an ihr die Ehe.
MAR 10:12 Und wenn eine Frau ihren Mann entlt und einen andern nimmt, so 
bricht sie die Ehe.
MAR 10:13 Und sie brachten Kindlein zu ihm, damit er sie anrhre; die 
Jnger aber schalten die, welche sie brachten.
MAR 10:14 Da das Jesus sah, ward er unwillig und sprach zu ihnen: Lasset 
die Kindlein zu mir kommen, wehret es ihnen nicht; denn solcher ist das 
Reich Gottes!
MAR 10:15 Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie 
ein Kind, wird nicht hineinkommen!
MAR 10:16 Und er nahm sie auf die Arme, legte ihnen die Hnde auf und 
segnete sie.
MAR 10:17 Und als er auf den Weg hinausging, lief einer herzu, fiel vor 
ihm auf die Knie und fragte ihn: Guter Meister, was soll ich tun, um das 
ewige Leben zu ererben?
MAR 10:18 Jesus aber sprach zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist 
gut, als Gott allein!
MAR 10:19 Du weit die Gebote: Du sollst nicht tten! Du sollst nicht 
ehebrechen! Du sollst nicht stehlen! Du sollst nicht falsches Zeugnis 
reden! Du sollst nicht rauben! Ehre deinen Vater und deine Mutter!
MAR 10:20 Er aber antwortete und sprach zu ihm: Meister, dies alles habe 
ich gehalten von meiner Jugend an.
MAR 10:21 Da blickte ihn Jesus an und gewann ihn lieb und sprach zu ihm: 
Eins fehlt dir! Gehe hin, verkaufe alles, was du hast, und gib es den 
Armen, so wirst du einen Schatz im Himmel haben; und komm, nimm das Kreuz 
auf dich und folge mir nach!
MAR 10:22 Er aber ward traurig ber diese Rede und ging betrbt davon; 
denn er hatte viele Gter.
MAR 10:23 Da blickte Jesus umher und sprach zu seinen Jngern: Wie schwer 
werden die Reichen in das Reich Gottes eingehen!
MAR 10:24 Die Jnger aber erstaunten ber seine Worte. Da hob Jesus 
wiederum an und sprach zu ihnen: Kinder, wie schwer ist es fr die, welche 
ihr Vertrauen auf Reichtum setzen, in das Reich Gottes einzugehen!
MAR 10:25 Es ist leichter, da ein Kamel durch ein Nadelhr gehe, als da 
ein Reicher in das Reich Gottes komme.
MAR 10:26 Sie aber entsetzten sich sehr und sprachen untereinander: Wer 
kann denn gerettet werden?
MAR 10:27 Jesus aber blickte sie an und sprach: Bei den Menschen ist es 
unmglich, aber nicht bei Gott; denn bei Gott sind alle Dinge mglich.
MAR 10:28 Da hob Petrus an und sprach zu ihm: Siehe, wir haben alles 
verlassen und sind dir nachgefolgt!
MAR 10:29 Jesus antwortete ihm und sprach: Wahrlich, ich sage euch, es ist 
niemand, der Haus oder Brder oder Schwestern oder Vater oder Mutter oder 
Kinder oder cker um meinetwillen und um des Evangeliums willen verlassen 
hat,
MAR 10:30 der nicht hundertfltig empfinge, jetzt in dieser Zeit Huser 
und Brder und Schwestern und Mtter und Kinder und cker, unter 
Verfolgungen, und in der zuknftigen Weltzeit ewiges Leben.
MAR 10:31 Viele der Ersten aber werden Letzte sein und Letzte die Ersten.
MAR 10:32 Sie waren aber auf dem Wege und zogen hinauf nach Jerusalem, und 
Jesus ging ihnen voran, und sie entsetzten sich und folgten ihm mit 
Bangen. Und er nahm die Zwlf abermal beiseite und fing an, ihnen zu 
sagen, was ihm widerfahren werde:
MAR 10:33 Siehe, wir ziehen hinauf nach Jerusalem, und des Menschen Sohn 
wird den Hohenpriestern und den Schriftgelehrten ausgeliefert werden; und 
sie werden ihn zum Tode verurteilen und ihn den Heiden ausliefern;
MAR 10:34 und sie werden ihn verspotten und geieln und verspeien und 
tten, und am dritten Tage wird er wieder auferstehen.
MAR 10:35 Da begaben sich Jakobus und Johannes, die Shne des Zebedus, zu 
ihm und sprachen: Meister, wir wnschen, da du uns gewhrest, um was wir 
dich bitten!
MAR 10:36 Er aber sprach zu ihnen: Was wnscht ihr, da ich euch tun soll?
MAR 10:37 Sie sprachen zu ihm: Verleihe uns, da wir einer zu deiner 
Rechten und einer zu deiner Linken sitzen in deiner Herrlichkeit!
MAR 10:38 Jesus aber sprach zu ihnen: Ihr wisset nicht, um was ihr bittet! 
Knnt ihr den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden mit der 
Taufe, womit ich getauft werde?
MAR 10:39 Sie sprachen zu ihm: Wir knnen es! Jesus aber sprach zu ihnen: 
Ihr werdet [zwar] den Kelch trinken, den ich trinke, und getauft werden 
mit der Taufe, womit ich getauft werde;
MAR 10:40 aber das Sitzen zu meiner Rechten und zu meiner Linken zu 
verleihen, steht nicht mir zu, sondern [es wird denen zuteil], welchen es 
bereitet ist.
MAR 10:41 Und als die Zehn es hrten, fingen sie an, ber Jakobus und 
Johannes unwillig zu werden.
MAR 10:42 Aber Jesus rief sie zu sich und sprach zu ihnen: Ihr wisset, da 
diejenigen, welche als Herrscher der Vlker gelten, sie herrisch behandeln 
und da ihre Groen sie vergewaltigen.
MAR 10:43 Unter euch aber soll es nicht so sein; sondern wer unter euch 
gro werden will, der sei euer Diener,
MAR 10:44 und wer unter euch der Erste sein will, der sei aller Knecht.
MAR 10:45 Denn auch des Menschen Sohn ist nicht gekommen, um sich bedienen 
zu lassen, sondern um zu dienen und sein Leben zu geben als Lsegeld fr 
viele.
MAR 10:46 Und sie kommen nach Jericho. Und als er von Jericho auszog samt 
seinen Jngern und vielem Volk, sa der Sohn des Timus, Bartimus, ein 
blinder Bettler, am Wege.
MAR 10:47 Und als er hrte, da es Jesus von Nazareth sei, hob er an, rief 
und sprach: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich meiner!
MAR 10:48 Und es bedrohten ihn viele, er solle schweigen; er aber schrie 
noch viel mehr: Sohn Davids, erbarme dich meiner!
MAR 10:49 Und Jesus stand still und lie ihn rufen. Da riefen sie den 
Blinden und sprachen zu ihm: Sei getrost, steh auf; er ruft dich!
MAR 10:50 Er aber warf seinen Mantel ab, stand auf und kam zu Jesus.
MAR 10:51 Und Jesus hob an und sprach zu ihm: Was willst du, da ich dir 
tun soll? Der Blinde sprach zu ihm: Rabbuni, da ich wieder sehend werde!
MAR 10:52 Da sprach Jesus zu ihm: Gehe hin; dein Glaube hat dir geholfen! 
Und alsbald sah er wieder und folgte Jesus nach auf dem Wege.
MAR 11:1 Und als sie sich Jerusalem nherten und gegen Bethphage und 
Bethanien an den lberg kamen, sandte er zwei seiner Jnger
MAR 11:2 und sprach zu ihnen: Gehet in das Dorf, das vor euch liegt, und 
sobald ihr dort hineinkommt, werdet ihr ein Fllen angebunden finden, auf 
welchem noch kein Mensch gesessen hat; bindet es los und fhret es her.
MAR 11:3 Und wenn jemand zu euch spricht: Warum tut ihr das? so saget: Der 
Herr bedarf seiner; so wird er es alsbald hierher schicken.
MAR 11:4 Da gingen sie hin und fanden ein Fllen angebunden an einer Tr 
drauen am Scheidewege und lsten es ab.
MAR 11:5 Und etliche der Umstehenden sprachen zu ihnen: Was machet ihr da, 
da ihr das Fllen losbindet?
MAR 11:6 Sie aber sagten zu ihnen, wie Jesus befohlen hatte, und sie 
lieen es ihnen.
MAR 11:7 Und sie fhrten das Fllen zu Jesus und legten ihre Kleider 
darauf, und er setzte sich auf dasselbe.
MAR 11:8 Und viele breiteten ihre Kleider auf den Weg, andere aber hieben 
Zweige von den Bumen und streuten sie auf den Weg.
MAR 11:9 Und die vorangingen und die nachfolgten, schrieen und sprachen: 
Hosianna! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn!
MAR 11:10 Gepriesen sei das kommende Reich unsres Vaters David! Hosianna 
in der Hhe!
MAR 11:11 Und Jesus zog in Jerusalem ein und in den Tempel, und, nachdem 
er alles besichtigt hatte, ging er, da die Stunde schon vorgerckt war, 
mit den Zwlfen hinaus nach Bethanien.
MAR 11:12 Und als sie am folgenden Tage Bethanien verlieen, hungerte ihn.
MAR 11:13 Und als er von ferne einen Feigenbaum sah, der Bltter hatte, 
ging er hin, ob er etwas daran fnde. Und als er zu demselben kam, fand er 
nichts als Bltter; denn es war nicht die Zeit der Feigen.
MAR 11:14 Und Jesus hob an und sprach zu ihm: Es esse in Ewigkeit niemand 
mehr eine Frucht von dir! Und seine Jnger hrten es.
MAR 11:15 Und sie kamen nach Jerusalem. Und Jesus ging in den Tempel und 
fing an, die hinauszutreiben, welche im Tempel verkauften und kauften; und 
die Tische der Wechsler und die Sthle der Taubenverkufer stie er um.
MAR 11:16 Und er lie nicht zu, da jemand ein Gert durch den Tempel trug.
MAR 11:17 Und er lehrte sie und sprach: Steht nicht geschrieben: Mein 
Haus soll ein Bethaus heien fr alle Vlker? Ihr aber habt eine 
Ruberhhle daraus gemacht!
MAR 11:18 Und die Schriftgelehrten und die Hohenpriester hrten es und 
suchten, wie sie ihn umbringen knnten; denn sie frchteten ihn, weil 
alles Volk staunte ber seine Lehre.
MAR 11:19 Und als es Abend geworden, ging er aus der Stadt hinaus.
MAR 11:20 Und da sie am Morgen vorbeikamen, sahen sie, da der Feigenbaum 
von den Wurzeln an verdorrt war.
MAR 11:21 Und Petrus dachte daran und sprach zu ihm: Rabbi, siehe, der 
Feigenbaum, den du verflucht hast, ist verdorrt!
MAR 11:22 Und Jesus hob an und sprach zu ihnen: Habt Glauben an Gott!
MAR 11:23 Denn wahrlich, ich sage euch, wenn jemand zu diesem Berge 
sprche: Hebe dich und wirf dich ins Meer, und in seinem Herzen nicht 
zweifelte, sondern glaubte, da das, was er sagt, geschieht, so wird es 
ihm zuteil werden.
MAR 11:24 Darum sage ich euch: Alles, was ihr im Gebet verlangt, glaubet, 
da ihr es empfangen habt, so wird es euch zuteil werden!
MAR 11:25 Und wenn ihr steht und betet, so vergebet, wenn ihr etwas wider 
jemand habt, damit auch euer Vater im Himmel euch eure Fehler vergebe.
MAR 11:26 Wenn ihr aber nicht vergebet, so wird auch euer Vater im Himmel 
eure Fehler nicht vergeben.
MAR 11:27 Und sie kamen wiederum nach Jerusalem. Und als er im Tempel 
umherwandelte, traten die Hohenpriester und die Schriftgelehrten und die 
ltesten zu ihm
MAR 11:28 und sprachen zu ihm: In welcher Vollmacht tust du das? Und wer 
hat dir diese Vollmacht gegeben, solches zu tun?
MAR 11:29 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich will auch eine Frage an euch 
richten; antwortet mir, so will ich euch sagen, in welcher Vollmacht ich 
solches tue.
MAR 11:30 War die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen? 
Antwortet mir!
MAR 11:31 Und sie berlegten bei sich selbst und sprachen: Wenn wir sagen: 
Vom Himmel, so wird er fragen: Warum habt ihr ihm denn nicht geglaubt?
MAR 11:32 Sollen wir aber sagen: Von den Menschen? da frchteten sie das 
Volk; denn alle hielten dafr, da Johannes wirklich ein Prophet gewesen 
sei.
MAR 11:33 Und sie antworteten Jesus und sprachen: Wir wissen es nicht! Da 
sprach Jesus zu ihnen: So sage ich euch auch nicht, in welcher Vollmacht 
ich solches tue!
MAR 12:1 Und er fing an in Gleichnissen zu ihnen zu reden: Ein Mensch 
pflanzte einen Weinberg und zog einen Zaun darum und grub eine Kelter und 
baute einen Turm und verpachtete ihn an Weingrtner und zog auer Landes.
MAR 12:2 Und er sandte zur bestimmten Zeit einen Knecht zu den 
Weingrtnern, damit er von den Weingrtnern von den Frchten des 
Weinberges empfinge.
MAR 12:3 Die aber ergriffen ihn, schlugen ihn und schickten ihn mit leeren 
Hnden fort.
MAR 12:4 Und wiederum sandte er einen andern Knecht zu ihnen; den schlugen 
sie auf den Kopf und beschimpften ihn.
MAR 12:5 Und er sandte wiederum einen andern; den tteten sie; und viele 
andere, die einen schlugen sie, die andern tteten sie.
MAR 12:6 Nun hatte er noch einen einzigen Sohn, der war ihm lieb; den 
sandte er zuletzt auch zu ihnen und sprach: Sie werden sich vor meinem 
Sohne scheuen!
MAR 12:7 Jene Weingrtner aber sprachen untereinander: Das ist der Erbe! 
Kommt, lat uns ihn tten, so wird das Erbgut unser sein!
MAR 12:8 Und sie nahmen ihn, tteten ihn und warfen ihn zum Weinberg 
hinaus.
MAR 12:9 Was wird nun der Herr des Weinbergs tun? Er wird kommen und die 
Weingrtner umbringen und den Weinberg andern geben.
MAR 12:10 Habt ihr nicht auch dieses Schriftwort gelesen: Der Stein, den 
die Bauleute verworfen haben, der ist zum Eckstein geworden.
MAR 12:11 Vom Herrn ist das geschehen, und es ist wunderbar in unsern 
Augen?
MAR 12:12 Da suchten sie ihn zu ergreifen, aber sie frchteten das Volk; 
denn sie merkten, da er gegen sie das Gleichnis gesagt hatte. Und sie 
lieen ab von ihm und gingen davon.
MAR 12:13 Und sie sandten zu ihm etliche von den Pharisern und 
Herodianern, um ihn in der Rede zu fangen.
MAR 12:14 Diese kamen und sprachen zu ihm: Meister, wir wissen, da du 
wahrhaftig bist und dich um niemand kmmerst; denn du siehst die Person 
der Menschen nicht an, sondern lehrst den Weg Gottes der Wahrheit gem. 
Ist es erlaubt, dem Kaiser die Steuer zu geben, oder nicht? Sollen wir sie 
geben oder nicht?
MAR 12:15 Da er aber ihre Heuchelei sah, sprach er zu ihnen: Was versucht 
ihr mich? Bringet mir einen Denar, damit ich ihn ansehe!
MAR 12:16 Sie brachten einen. Und er spricht zu ihnen: Wessen ist dieses 
Bild und die Aufschrift? Sie sprachen zu ihm: Des Kaisers!
MAR 12:17 Und Jesus antwortete und sprach: Gebet dem Kaiser, was des 
Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! Und sie verwunderten sich ber ihn.
MAR 12:18 Und es kamen Sadduzer zu ihm, die da sagen, es gebe keine 
Auferstehung; die fragten ihn und sprachen:
MAR 12:19 Meister, Mose hat uns geschrieben: Wenn jemandes Bruder stirbt 
und eine Frau hinterlt, aber keine Kinder, so soll sein Bruder dessen 
Frau nehmen und seinem Bruder eine Nachkommenschaft erwecken.
MAR 12:20 Nun sind sieben Brder gewesen. Der erste nahm eine Frau und 
starb und hinterlie keine Nachkommenschaft.
MAR 12:21 Da nahm sie der andere und starb, und auch er hinterlie keine 
Nachkommenschaft; und der dritte ebenso.
MAR 12:22 Und es nahmen sie alle sieben und hinterlieen keine Nachkommen. 
Zuletzt nach allen starb auch die Frau.
MAR 12:23 In der Auferstehung nun, wenn sie auferstehen, wessen Frau wird 
sie sein? Denn alle sieben haben sie zur Frau gehabt.
MAR 12:24 Jesus sprach zu ihnen: Irret ihr nicht darum, weil ihr weder die 
Schrift kennet noch die Kraft Gottes?
MAR 12:25 Denn wenn sie von den Toten auferstehen, so werden sie weder 
freien, noch sich freien lassen, sondern sie sind wie die Engel im Himmel.
MAR 12:26 Was aber die Toten anbelangt, da sie auferstehen, habt ihr 
nicht gelesen im Buche Moses, bei [der Geschichte von] dem Busch, wie Gott 
zu ihm sprach: Ich bin der Gott Abrahams und der Gott Isaaks und der Gott 
Jakobs?
MAR 12:27 Er ist aber nicht ein Gott der Toten, sondern der Lebendigen. 
Darum irret ihr sehr.
MAR 12:28 Und es trat einer der Schriftgelehrten herzu, der ihrem 
Wortwechsel zugehrt hatte, und da er sah, da er ihnen gut geantwortet 
hatte, fragte er ihn: Welches ist das vornehmste Gebot unter allen?
MAR 12:29 Jesus aber antwortete ihm: Das vornehmste aller Gebote ist: 
Hre, Israel, der Herr, unser Gott, ist alleiniger Herr;
MAR 12:30 und du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben mit deinem ganzen 
Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen Gemte und mit 
aller deiner Kraft! Dies ist das vornehmste Gebot.
MAR 12:31 Und das andere ist ihm gleich: Du sollst deinen Nchsten lieben 
wie dich selbst! Grer als diese ist kein anderes Gebot.
MAR 12:32 Und der Schriftgelehrte sprach zu ihm: Recht so, Meister! Es ist 
in Wahrheit so, wie du sagst, da nur ein [Gott] ist und kein anderer 
auer ihm;
MAR 12:33 und ihn zu lieben von ganzem Herzen und mit ganzem Verstndnis 
und von ganzer Seele und mit aller Kraft und den Nchsten zu lieben wie 
sich selbst, ist mehr als alle Brandopfer und Schlachtopfer.
MAR 12:34 Und da Jesus sah, da er verstndig geantwortet, sprach er zu 
ihm: Du bist nicht fern vom Reiche Gottes! Und es unterstand sich niemand 
mehr, ihn weiter zu fragen.
MAR 12:35 Und Jesus hob an und sprach, indem er im Tempel lehrte: Wie 
knnen die Schriftgelehrten sagen, da Christus Davids Sohn sei?
MAR 12:36 David selbst sprach doch im heiligen Geiste: Der Herr hat 
gesagt zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde 
hinlege als Schemel deiner Fe!
MAR 12:37 So nennt David selbst ihn Herr; woher ist er denn sein Sohn? Und 
die Menge des Volkes hrte ihn mit Lust.
MAR 12:38 Und er sprach in seiner Lehre: Htet euch vor den 
Schriftgelehrten, die gern im Talar einhergehen und auf den Mrkten sich 
gren lassen
MAR 12:39 und in den Versammlungen und bei den Mahlzeiten obenan sitzen 
wollen,
MAR 12:40 die der Witwen Huser fressen und zum Schein lange beten; diese 
werden ein schwereres Gericht empfangen.
MAR 12:41 Und Jesus setzte sich dem Gotteskasten gegenber und schaute zu, 
wie das Volk Geld in den Gotteskasten legte. Und viele Reiche legten viel 
ein.
MAR 12:42 Und es kam eine arme Witwe, die legte zwei Scherflein ein, das 
ist ein Heller.
MAR 12:43 Und er rief seine Jnger zu sich und sprach zu ihnen: Wahrlich, 
ich sage euch, diese arme Witwe hat mehr in den Gotteskasten gelegt als 
alle, die eingelegt haben.
MAR 12:44 Denn alle haben von ihrem berflu eingelegt; diese aber hat von 
ihrer Armut alles, was sie hatte, ihren ganzen Lebensunterhalt eingelegt.
MAR 13:1 Und als er aus dem Tempel ging, sprach einer seiner Jnger zu 
ihm: Meister! Siehe, welche Steine und welch ein Bau ist das!
MAR 13:2 Und Jesus sprach zu ihm: Siehst du diese groen Bauten? Es wird 
kein Stein auf dem andern gelassen werden, der nicht zerbrochen wird!
MAR 13:3 Und als er am lberg sa, dem Tempel gegenber, fragten ihn 
Petrus und Jakobus und Johannes und Andreas besonders:
MAR 13:4 Sage uns, wann wird das geschehen, und welches wird das Zeichen 
sein, wann dies alles vollendet werden soll?
MAR 13:5 Jesus aber fing an, zu ihnen zu sagen: Sehet zu, da euch niemand 
irrefhre!
MAR 13:6 Denn viele werden unter meinem Namen kommen und sagen: Ich bin 
es, und werden viele irrefhren!
MAR 13:7 Wenn ihr aber von Kriegen und Kriegsgeschrei hren werdet, so 
erschrecket nicht; denn es mu geschehen, aber es ist noch nicht das Ende.
MAR 13:8 Denn ein Volk wird sich erheben wider das andere und ein Reich 
wider das andere; es wird hier und dort Erdbeben geben, und Hungersnte 
und Unruhen werden sein. Das ist der Wehen Anfang.
MAR 13:9 Ihr aber, sehet auf euch selbst! Denn sie werden euch den 
Gerichten berliefern, und in den Synagogen werdet ihr geschlagen werden, 
und man wird euch vor Frsten und Knige stellen um meinetwillen, ihnen 
zum Zeugnis.
MAR 13:10 Und unter allen Vlkern mu zuvor das Evangelium gepredigt 
werden.
MAR 13:11 Wenn sie euch aber hinfhren und berliefern werden, so sorget 
nicht zum voraus, was ihr reden sollt, sondern was euch zu jener Stunde 
gegeben wird, das redet. Denn nicht ihr seid es, die da reden, sondern der 
heilige Geist.
MAR 13:12 Es wird aber ein Bruder den andern zum Tode berliefern und der 
Vater das Kind, und Kinder werden sich wider die Eltern erheben und werden 
sie zum Tode bringen;
MAR 13:13 und ihr werdet von jedermann gehat sein um meines Namens 
willen. Wer aber ausharrt bis ans Ende, der wird gerettet werden.
MAR 13:14 Wenn ihr aber den Greuel der Verwstung da stehen sehet, wo er 
nicht soll (wer es liest, der merke darauf!), alsdann fliehe, wer im 
jdischen Lande ist, auf die Berge.
MAR 13:15 Wer aber auf dem Dache ist, der steige nicht hinab und gehe 
nicht hinein, um etwas aus seinem Hause zu holen;
MAR 13:16 und wer auf dem Felde ist, der kehre nicht zurck, um sein Kleid 
zu holen.
MAR 13:17 Wehe aber den Schwangern und den Sugenden in jenen Tagen!
MAR 13:18 Bittet aber, da eure Flucht nicht im Winter geschehe!
MAR 13:19 Denn es wird in jenen Tagen eine Trbsal sein, dergleichen nicht 
gewesen ist von Anfang der Schpfung, die Gott erschaffen hat, bis jetzt, 
und wie auch keine mehr sein wird.
MAR 13:20 Und wenn der Herr die Tage nicht verkrzt htte, so wrde kein 
Mensch errettet werden; aber um der Auserwhlten willen, die er erwhlt 
hat, hat er die Tage verkrzt.
MAR 13:21 Und wenn alsdann jemand zu euch sagen wird: Siehe, hier ist 
Christus, oder: Siehe dort, so glaubet es nicht.
MAR 13:22 Denn es werden falsche Christusse und falsche Propheten 
auftreten und werden Zeichen und Wunder tun, um womglich auch die 
Auserwhlten zu verfhren.
MAR 13:23 Ihr aber sehet euch vor! Siehe, ich habe euch alles vorhergesagt.
MAR 13:24 Aber in jenen Tagen, nach jener Trbsal, wird die Sonne 
verfinstert werden, und der Mond wird seinen Schein nicht geben,
MAR 13:25 und die Sterne werden vom Himmel fallen und die Krfte im Himmel 
in Bewegung geraten.
MAR 13:26 Und alsdann wird man des Menschen Sohn in den Wolken kommen 
sehen mit groer Kraft und Herrlichkeit.
MAR 13:27 Und dann wird er seine Engel aussenden und seine Auserwhlten 
sammeln von den vier Winden, vom Ende der Erde bis zum Ende des Himmels.
MAR 13:28 Von dem Feigenbaum aber lernet das Gleichnis: Wenn sein Zweig 
jetzt saftig wird und Bltter treibt, so merket ihr, da der Sommer nahe 
ist.
MAR 13:29 Also auch ihr, wenn ihr sehet, da dieses geschieht, so merket, 
da er nahe ist, vor der Tr.
MAR 13:30 Wahrlich, ich sage euch, dieses Geschlecht wird nicht vergehen, 
bis dies alles geschehen ist.
MAR 13:31 Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht 
vergehen.
MAR 13:32 Von jenem Tage aber und der Stunde wei niemand, auch nicht die 
Engel im Himmel, auch nicht der Sohn, sondern nur der Vater.
MAR 13:33 Sehet zu, wachet und betet! Denn ihr wisset nicht, wann die Zeit 
da ist.
MAR 13:34 Es ist wie bei einem Menschen, der verreiste, sein Haus verlie 
und seinen Knechten Vollmacht gab, einem jeden sein Werk, und dem Trhter 
befahl, da er wachen solle:
MAR 13:35 so wachet nun, denn ihr wisset nicht, wann der Herr des Hauses 
kommt, ob am Abend oder zur Mitternacht oder um den Hahnenschrei oder am 
Morgen;
MAR 13:36 auf da nicht, wenn er unversehens kommt, er euch schlafend 
findet.
MAR 13:37 Was ich aber euch sage, das sage ich allen: Wachet!
MAR 14:1 Es war aber zwei Tage vor dem Passah und dem Fest der 
ungesuerten Brote. Und die Hohenpriester und die Schriftgelehrten 
suchten, wie sie ihn mit List ergreifen und tten knnten;
MAR 14:2 denn sie sprachen: Nicht auf das Fest, damit nicht ein Aufruhr 
unter dem Volk entsteht!
MAR 14:3 Und da er zu Bethanien im Hause Simons des Ausstzigen war und zu 
Tische sa, kam ein Weib mit einer alabasternen Flasche voll Salbe, echter 
kstlicher Narde, zerbrach die alabasterne Flasche und go sie aus auf 
sein Haupt.
MAR 14:4 Es wurden aber etliche unwillig bei sich selbst und sprachen: 
Wozu ist diese Verschwendung der Salbe geschehen?
MAR 14:5 Man htte doch diese Salbe um mehr als dreihundert Denare 
verkaufen und es den Armen geben knnen. Und sie zrnten ihr.
MAR 14:6 Jesus aber sprach: Lasset sie! Warum bekmmert ihr sie? Sie hat 
ein edles Werk an mir getan.
MAR 14:7 Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch, und wenn ihr wollt, 
knnt ihr ihnen Gutes tun; mich aber habt ihr nicht allezeit.
MAR 14:8 Sie hat getan, was sie konnte; sie hat zum voraus meinen Leib zum 
Begrbnis gesalbt.
MAR 14:9 Wahrlich, ich sage euch, wo immer dieses Evangelium gepredigt 
wird in der ganzen Welt, da wird man auch sagen, was diese getan hat, zu 
ihrem Gedchtnis.
MAR 14:10 Da ging Judas Ischariot, einer von den Zwlfen, hin zu den 
Hohenpriestern, um ihn an sie auszuliefern.
MAR 14:11 Als sie das hrten, wurden sie froh und versprachen ihm Geld zu 
geben. Und er suchte eine passende Gelegenheit, um ihn zu verraten.
MAR 14:12 Und am ersten Tage der ungesuerten Brote, da man das Passahlamm 
schlachtete, sprachen seine Jnger zu ihm: Wo willst du, da wir hingehen 
und das Passah zubereiten, damit du es essen kannst?
MAR 14:13 Und er sendet zwei seiner Jnger und spricht zu ihnen: Gehet in 
die Stadt; da wird euch ein Mensch begegnen, der einen Wasserkrug trgt; 
dem folget,
MAR 14:14 und wo er hineingeht, da sprechet zum Hausherrn: Der Meister 
lt fragen: Wo ist meine Herberge, in der ich mit meinen Jngern das 
Passah essen kann?
MAR 14:15 Und er wird euch einen groen Saal zeigen, der mit Polstern 
belegt und gerstet ist, daselbst bereitet es fr uns zu.
MAR 14:16 Und seine Jnger gingen hin und kamen in die Stadt und fanden 
es, wie er ihnen gesagt hatte, und bereiteten das Passah.
MAR 14:17 Und da es Abend geworden, kam er mit den Zwlfen.
MAR 14:18 Und als sie zu Tische saen und aen, sprach Jesus: Wahrlich, 
ich sage euch: Einer von euch, der mit mir it, wird mich verraten!
MAR 14:19 Da fingen sie an traurig zu werden und fragten ihn einer nach 
dem andern: Doch nicht ich?
MAR 14:20 Er aber sprach zu ihnen: Einer von den Zwlfen, der mit mir in 
die Schssel taucht!
MAR 14:21 Des Menschen Sohn geht zwar dahin, wie von ihm geschrieben 
steht; aber wehe dem Menschen, durch welchen des Menschen Sohn verraten 
wird! Es wre besser, wenn jener Mensch nicht geboren wre!
MAR 14:22 Und whrend sie aen, nahm Jesus Brot, lobpreisete, brach und 
gab es ihnen und sprach: Nehmet, das ist mein Leib.
MAR 14:23 Und er nahm den Kelch, sagte Dank und gab ihnen denselben; und 
sie tranken alle daraus.
MAR 14:24 Und er sprach zu ihnen: Das ist mein Blut des neuen Bundes, 
welches fr viele vergossen wird.
MAR 14:25 Wahrlich, ich sage euch, ich werde hinfort nicht mehr von dem 
Gewchs des Weinstocks trinken bis zu jenem Tag, da ich es neu trinken 
werde im Reiche Gottes.
MAR 14:26 Und nachdem sie den Lobgesang gesungen hatten, gingen sie hinaus 
an den lberg.
MAR 14:27 Und Jesus spricht zu ihnen: Ihr werdet euch alle an mir rgern. 
Denn es steht geschrieben: Ich werde den Hirten schlagen, und die Schafe 
werden sich zerstreuen.
MAR 14:28 Aber nachdem ich auferstanden bin, will ich euch nach Galila 
vorangehen.
MAR 14:29 Petrus aber sprach zu ihm: Wenn sich auch alle rgern werden, 
doch nicht ich!
MAR 14:30 Und Jesus spricht zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, heute in 
dieser Nacht, ehe der Hahn zweimal krht, wirst du mich dreimal verleugnen!
MAR 14:31 Er aber sagte desto mehr: Wenn ich mit dir sterben mte, werde 
ich dich nicht verleugnen. Gleicherweise sprachen aber auch alle.
MAR 14:32 Und sie kommen in ein Gut, genannt Gethsemane. Und er spricht zu 
seinen Jngern: Bleibet hier sitzen, bis ich gebetet habe!
MAR 14:33 Und er nahm den Petrus und Jakobus und Johannes mit sich und 
fing an zu erschrecken, und ihm graute sehr.
MAR 14:34 Und er sprach zu ihnen: Meine Seele ist zutode betrbt; bleibet 
hier und wachet!
MAR 14:35 Und er ging ein wenig vorwrts, warf sich auf die Erde und 
betete, da, wenn es mglich wre, die Stunde an ihm vorberginge.
MAR 14:36 Und er sprach: Abba, Vater! Es ist dir alles mglich; nimm 
diesen Kelch von mir! Doch nicht, was ich will, sondern was du willst.
MAR 14:37 Und er kommt und findet sie schlafend und spricht zu Petrus: 
Simon, schlfst du? Vermagst du nicht eine Stunde zu wachen?
MAR 14:38 Wachet und betet, damit ihr nicht in Versuchung fallet! Der 
Geist ist willig, aber das Fleisch ist schwach.
MAR 14:39 Und er ging wiederum hin und betete und sprach dieselben Worte.
MAR 14:40 Und als er zurckkam, fand er sie wiederum schlafend; denn die 
Augen waren ihnen schwer geworden, und sie wuten nicht, was sie ihm 
antworten sollten.
MAR 14:41 Und er kommt zum drittenmal und spricht zu ihnen: Schlaft ihr 
noch immer und ruhet? Es ist genug! Die Stunde ist gekommen! Siehe, des 
Menschen Sohn wird in die Hnde der Snder berliefert.
MAR 14:42 Stehet auf, lasset uns gehen! Siehe, der mich verrt, ist nahe!
MAR 14:43 Und alsbald, da er noch redete, erschien Judas, einer der Zwlf, 
und mit ihm eine groe Schar mit Schwertern und Stcken, von den 
Hohenpriestern und den Schriftgelehrten und den ltesten.
MAR 14:44 Der Verrter aber hatte ihnen ein Zeichen gegeben und gesagt: 
Welchen ich kssen werde, der ist's, den ergreifet und fhret ihn 
vorsichtig ab!
MAR 14:45 Und als er nun kam, trat er alsbald auf ihn zu und sprach: 
Rabbi, und kte ihn.
MAR 14:46 Sie aber legten Hand an ihn und griffen ihn.
MAR 14:47 Einer aber von denen, die dabei standen, zog das Schwert, schlug 
den Knecht des obersten Priesters und hieb ihm ein Ohr ab.
MAR 14:48 Und Jesus hob an und sprach zu ihnen: Wie gegen einen Ruber 
seid ihr ausgezogen mit Schwertern und Stcken, um mich zu fangen.
MAR 14:49 Tglich war ich bei euch im Tempel und lehrte, und ihr habt mich 
nicht gegriffen. Doch, damit die Schrift erfllt wrde!
MAR 14:50 Da verlieen ihn alle und flohen.
MAR 14:51 Und ein Jngling folgte ihm, der ein Leinengewand auf dem bloen 
Leibe trug; und sie ergriffen ihn,
MAR 14:52 er aber lie das Leinengewand fahren und entfloh nackt.
MAR 14:53 Und sie fhrten Jesus ab zum Hohenpriester; und alle 
Hohenpriester und die ltesten und die Schriftgelehrten kamen [dort] 
zusammen.
MAR 14:54 Und Petrus folgte ihm von ferne bis hinein in den Hof des 
Hohenpriesters; und er sa bei den Dienern und wrmte sich am Feuer.
MAR 14:55 Die Hohenpriester aber und der ganze Hohe Rat suchten Zeugnis 
wider Jesus, um ihn zum Tode zu bringen; und sie fanden keins.
MAR 14:56 Denn obgleich viele falsches Zeugnis wider ihn ablegten, so 
stimmten die Zeugnisse doch nicht berein.
MAR 14:57 Und es standen etliche auf, legten falsches Zeugnis wider ihn ab 
und sprachen:
MAR 14:58 Wir haben ihn sagen hren: Ich will diesen mit Hnden gemachten 
Tempel zerstren und in drei Tagen einen andern aufbauen, der nicht mit 
Hnden gemacht ist.
MAR 14:59 Aber auch so war ihr Zeugnis nicht bereinstimmend.
MAR 14:60 Und der Hohepriester stand auf, trat in die Mitte, fragte Jesus 
und sprach: Antwortest du nichts auf das, was diese wider dich zeugen?
MAR 14:61 Er aber schwieg und antwortete nichts. Wiederum fragte ihn der 
Hohepriester und sprach zu ihm: Bist du der Christus, der Sohn des 
Hochgelobten?
MAR 14:62 Jesus aber sprach: Ich bin's; und ihr werdet des Menschen Sohn 
sitzen sehen zur Rechten der Macht und kommen mit den Wolken des Himmels!
MAR 14:63 Da zerri der Hohepriester seine Kleider und sagte: Was bedrfen 
wir weiter Zeugen?
MAR 14:64 Ihr habt die Lsterung gehrt. Was dnkt euch? Sie urteilten 
alle, er sei des Todes schuldig.
MAR 14:65 Und etliche fingen an, ihn zu verspeien und sein Angesicht zu 
verhllen und ihn mit Fusten zu schlagen und zu ihm zu sagen: Weissage! 
Und die Diener nahmen ihn mit Backenstreichen in Empfang.
MAR 14:66 Und whrend Petrus unten im Hofe war, kam eine von den Mgden 
des Hohenpriesters.
MAR 14:67 Und als sie Petrus sah, der sich wrmte, blickte sie ihn an und 
sprach: Auch du warst mit Jesus, dem Nazarener!
MAR 14:68 Er aber leugnete und sprach: Ich wei nicht und verstehe auch 
nicht, was du sagst! Und er ging in den Vorhof hinaus, und der Hahn krhte.
MAR 14:69 Und als die Magd ihn sah, hob sie wieder an und sprach zu den 
Umstehenden: Dieser ist einer von ihnen!
MAR 14:70 Er aber leugnete wiederum. Und ein wenig nachher sprachen die 
Umstehenden abermals zu Petrus: Wahrlich, du bist einer von ihnen! Denn du 
bist ein Galiler, und deine Sprache ist gleich.
MAR 14:71 Er aber fing an zu fluchen und zu schwren: Ich kenne diesen 
Menschen nicht, von dem ihr redet!
MAR 14:72 Da krhte alsbald der Hahn zum zweitenmal; und Petrus ward 
eingedenk des Wortes, das Jesus zu ihm gesagt hatte: Ehe der Hahn zweimal 
krht, wirst du mich dreimal verleugnen. Und er verhllte sich und weinte.
MAR 15:1 Und alsbald in der Frhe faten die Hohenpriester mit den 
ltesten und Schriftgelehrten und dem ganzen Hohen Rat einen Beschlu und 
fhrten Jesus gebunden hin und berantworteten ihn dem Pilatus.
MAR 15:2 Und Pilatus fragte ihn: Bist du der Knig der Juden? Er 
antwortete und sprach zu ihm: Du sagst es!
MAR 15:3 Und die Hohenpriester brachten viele Anklagen wider ihn vor.
MAR 15:4 Pilatus aber fragte ihn abermal und sprach: Antwortest du nichts? 
Siehe, wie vieles sie gegen dich vorbringen!
MAR 15:5 Jesus aber antwortete nichts mehr, so da sich Pilatus 
verwunderte.
MAR 15:6 Aber auf das Fest pflegte er ihnen einen Gefangenen loszugeben, 
welchen sie begehrten.
MAR 15:7 Es lag aber ein gewisser Barabbas gefangen samt den Aufrhrern, 
die im Aufruhr einen Mord begangen hatten.
MAR 15:8 Und das Volk zog hinauf und fing an zu verlangen, [da er tte,] 
wie er ihnen allezeit getan.
MAR 15:9 Pilatus aber antwortete ihnen und sprach: Wollt ihr, da ich euch 
den Knig der Juden freigebe?
MAR 15:10 Denn er wute, da die Hohenpriester ihn aus Neid berantwortet 
hatten.
MAR 15:11 Aber die Hohenpriester wiegelten das Volk auf, da er ihnen 
lieber den Barabbas losgeben solle.
MAR 15:12 Pilatus antwortete und sprach wiederum zu ihnen: Was wollt ihr 
nun, da ich mit dem tue, welchen ihr Knig der Juden nennet?
MAR 15:13 Sie aber schrieen wiederum: Kreuzige ihn!
MAR 15:14 Pilatus sprach zu ihnen: Was hat er denn Bses getan? Sie aber 
schrieen noch viel mehr: Kreuzige ihn!
MAR 15:15 Da nun Pilatus das Volk befriedigen wollte, gab er ihnen den 
Barabbas los und berantwortete Jesus, nachdem er ihn hatte geieln 
lassen, da er gekreuzigt werde.
MAR 15:16 Die Kriegsknechte aber fhrten ihn hinein in den Hof, das ist 
das Amthaus, und riefen die ganze Rotte zusammen,
MAR 15:17 legten ihm einen Purpur um, flochten eine Dornenkrone und 
setzten sie ihm auf.
MAR 15:18 Und sie fingen an, ihn zu begren: Sei gegrt, Knig der Juden!
MAR 15:19 Und schlugen sein Haupt mit einem Rohr, spieen ihn an, beugten 
die Knie und fielen vor ihm nieder.
MAR 15:20 Und nachdem sie ihn verspottet hatten, zogen sie ihm den Purpur 
aus und legten ihm seine eigenen Kleider an und fhrten ihn hinaus, um ihn 
zu kreuzigen.
MAR 15:21 Und sie zwangen einen Vorbergehenden, der vom Felde kam, Simon 
von Kyrene, den Vater von Alexander und Rufus, ihm das Kreuz zu tragen.
MAR 15:22 Und sie brachten ihn auf den Platz Golgatha (das heit bersetzt 
Schdelsttte).
MAR 15:23 Und sie gaben ihm Myrrhenwein zu trinken, aber er nahm ihn nicht.
MAR 15:24 Und nachdem sie ihn gekreuzigt hatten, teilten sie seine Kleider 
und warfen das Los darber, was ein jeder bekommen sollte.
MAR 15:25 Es war aber die dritte Stunde, als sie ihn kreuzigten.
MAR 15:26 Und die berschrift, welche seine Schuld anzeigte, lautete also: 
Der Knig der Juden.
MAR 15:27 Und mit ihm kreuzigten sie zwei Ruber, einen zu seiner Rechten 
und einen zu seiner Linken.
MAR 15:28 Da wurde die Schrift erfllt, die da spricht: Und er ist unter 
die beltter gerechnet worden.
MAR 15:29 Und die Vorbergehenden lsterten ihn, schttelten die Kpfe und 
sprachen:
MAR 15:30 Ha, der du den Tempel zerstrst und in drei Tagen aufbaust, hilf 
dir selbst und steige vom Kreuz herab!
MAR 15:31 Gleicherweise spotteten auch die Hohenpriester untereinander 
samt den Schriftgelehrten und sprachen: Andern hat er geholfen, sich 
selbst kann er nicht helfen.
MAR 15:32 Der Christus, der Knig Israels, steige nun vom Kreuze herab, 
auf da wir sehen und glauben! Auch die, welche mit ihm gekreuzigt waren, 
schmhten ihn.
MAR 15:33 Als aber die sechste Stunde kam, brach eine Finsternis herein 
ber das ganze Land bis zur neunten Stunde.
MAR 15:34 Und um die neunte Stunde rief Jesus mit lauter Stimme: Eloi, 
Eloi, lama sabachthani? Das heit bersetzt: Mein Gott, mein Gott, warum 
hast du mich verlassen?
MAR 15:35 Und etliche der Umstehenden, die es hrten, sprachen: Siehe, er 
ruft den Elia!
MAR 15:36 Einer aber lief und fllte einen Schwamm mit Essig, steckte ihn 
auf ein Rohr, trnkte ihn und sprach: Halt! lat uns sehen, ob Elia kommt, 
um ihn herabzunehmen!
MAR 15:37 Jesus aber stie einen lauten Schrei aus und verschied.
MAR 15:38 Und der Vorhang im Tempel ri entzwei, von obenan bis untenaus.
MAR 15:39 Als aber der Hauptmann, der ihm gegenberstand, sah, da er auf 
solche Weise verschied, sprach er: Wahrhaftig, dieser Mensch war Gottes 
Sohn!
MAR 15:40 Es sahen aber auch Frauen von ferne zu, unter ihnen auch Maria 
Magdalena und Maria, des jngern Jakobus und Joses Mutter, und Salome,
MAR 15:41 die ihm, als er in Galila war, nachgefolgt waren und ihm 
gedient hatten, auch viele andere, die mit ihm nach Jerusalem 
hinaufgezogen waren.
MAR 15:42 Und da es schon Abend geworden (es war nmlich Rsttag, das ist 
der Tag vor dem Sabbat),
MAR 15:43 kam Joseph von Arimathia, ein angesehener Ratsherr, der auch 
selbst auf das Reich Gottes wartete; der wagte es, ging zu Pilatus hinein 
und bat um den Leib Jesu.
MAR 15:44 Pilatus aber wunderte sich, da er schon gestorben sein sollte, 
und rief den Hauptmann und fragte ihn, ob er schon lange gestorben sei.
MAR 15:45 Und als er es von dem Hauptmann erfahren, schenkte er dem Joseph 
den Leichnam.
MAR 15:46 Und dieser kaufte Leinwand, nahm ihn herab, wickelte ihn in die 
Leinwand und legte ihn in eine Gruft, die in einen Felsen gehauen war, und 
wlzte einen Stein vor den Eingang der Gruft.
MAR 15:47 Maria Magdalena aber und Maria, Joses' Mutter, sahen zu, wo er 
hingelegt wurde.
MAR 16:1 Und als der Sabbat vorber war, kauften Maria Magdalena und 
Maria, des Jakobus Mutter, und Salome Spezereien, um hinzugehen und ihn zu 
salben.
MAR 16:2 Und sehr frh am ersten Tage der Woche kamen sie zur Gruft, als 
die Sonne aufging.
MAR 16:3 Und sie sagten zueinander: Wer wlzt uns den Stein von dem 
Eingang der Gruft?
MAR 16:4 Und als sie aufblickten, sahen sie, da der Stein weggewlzt war. 
Er war nmlich sehr gro.
MAR 16:5 Und sie gingen in die Gruft hinein und sahen einen Jngling zur 
Rechten sitzen, bekleidet mit einem langen, weien Gewand; und sie 
erschraken.
MAR 16:6 Er aber spricht zu ihnen: Erschrecket nicht! Ihr suchet Jesus von 
Nazareth, den Gekreuzigten; er ist auferstanden, er ist nicht hier; sehet 
den Ort, wo sie ihn hingelegt hatten!
MAR 16:7 Aber gehet hin, saget seinen Jngern und dem Petrus, er gehe euch 
voran nach Galila. Daselbst werdet ihr ihn sehen, wie er euch gesagt hat.
MAR 16:8 Und sie gingen hinaus und flohen von der Gruft; denn ein Zittern 
und Entsetzen hatte sie befallen; und sie sagten niemand etwas, denn sie 
frchteten sich.
MAR 16:9 Als er aber frh am ersten Tage der Woche auferstanden war, 
erschien er zuerst der Maria Magdalena, von welcher er sieben Dmonen 
ausgetrieben hatte.
MAR 16:10 Diese ging hin und verkndigte es denen, die mit ihm gewesen 
waren, welche trauerten und weinten.
MAR 16:11 Und als diese hrten, da er lebe und von ihr gesehen worden 
sei, glaubten sie es nicht.
MAR 16:12 Darnach offenbarte er sich zweien von ihnen auf dem Wege in 
einer andern Gestalt, da sie sich aufs Land begaben.
MAR 16:13 Und diese gingen hin und verkndigten es den brigen; aber auch 
ihnen glaubten sie nicht.
MAR 16:14 Nachher offenbarte er sich den Elfen selbst, als sie zu Tische 
saen, und schalt ihren Unglauben und ihres Herzens Hrtigkeit, da sie 
denen, die ihn auferstanden gesehen hatten, nicht geglaubt htten.
MAR 16:15 Und er sprach zu ihnen: Gehet hin in alle Welt und prediget das 
Evangelium der ganzen Schpfung!
MAR 16:16 Wer glaubt und getauft wird, soll gerettet werden; wer aber 
nicht glaubt, der wird verdammt werden.
MAR 16:17 Diese Zeichen aber werden die, welche glauben, begleiten: In 
meinem Namen werden sie Dmonen austreiben, mit neuen Zungen reden,
MAR 16:18 Schlangen aufheben, und wenn sie etwas Tdliches trinken, wird 
es ihnen nichts schaden; Kranken werden sie die Hnde auflegen, und sie 
werden sich wohl befinden.
MAR 16:19 Der Herr nun, nachdem er mit ihnen geredet hatte, ward 
aufgenommen in den Himmel und setzte sich zur Rechten Gottes.
MAR 16:20 Sie aber gingen aus und predigten allenthalben; und der Herr 
wirkte mit ihnen und bekrftigte das Wort durch die begleitenden Zeichen.
LUK 1:1 Nachdem schon viele es unternommen haben, eine Erzhlung der 
Tatsachen abzufassen, die unter uns vllig erwiesen sind,
LUK 1:2 wie sie uns diejenigen berliefert haben, welche von Anfang an 
Augenzeugen und Diener des Wortes gewesen sind;
LUK 1:3 so schien es auch mir gut, der ich allem von Anfang an genau 
nachgegangen bin, es dir der Reihe nach zu beschreiben, vortrefflichster 
Theophilus,
LUK 1:4 damit du die Gewiheit der Dinge erkennst, in denen du 
unterrichtet worden bist.
LUK 1:5 In den Tagen des Herodes, des Knigs von Juda, war ein Priester 
mit Namen Zacharias, aus der Ordnung Abias; der hatte eine Frau von den 
Tchtern Aarons, und ihr Name war Elisabeth.
LUK 1:6 Sie waren aber beide gerecht vor Gott und wandelten in allen 
Geboten und Rechten des Herrn untadelig.
LUK 1:7 Und sie hatten kein Kind, weil Elisabeth unfruchtbar war, und 
beide waren hochbetagt.
LUK 1:8 Es begab sich aber, als er das Priesteramt vor Gott verrichtete, 
zur Zeit, wo seine Klasse an die Reihe kam,
LUK 1:9 traf ihn nach dem Brauch des Priestertums das Los, da er ruchern 
sollte, und zwar drinnen im Tempel des Herrn.
LUK 1:10 Und die ganze Menge des Volkes betete drauen, zur Stunde des 
Rucherns.
LUK 1:11 Da erschien ihm ein Engel des Herrn, stehend zur Rechten des 
Rucheraltars.
LUK 1:12 Und Zacharias erschrak, als er ihn sah, und Furcht berfiel ihn.
LUK 1:13 Aber der Engel sprach zu ihm: Frchte dich nicht, Zacharias! Denn 
dein Gebet ist erhrt worden, und dein Weib Elisabeth wird dir einen Sohn 
gebren, und du sollst ihm den Namen Johannes geben.
LUK 1:14 Und er wird dir Freude und Frohlocken bereiten, und viele werden 
sich ber seine Geburt freuen.
LUK 1:15 Denn er wird gro sein vor dem Herrn; Wein und starkes Getrnk 
wird er nicht trinken, und mit heiligem Geiste wird er erfllt werden 
schon von Mutterleib an.
LUK 1:16 Und viele von den Kindern Israel wird er zu dem Herrn, ihrem 
Gott, zurckfhren.
LUK 1:17 Und er wird vor ihm hergehen im Geist und in der Kraft Elias, um 
die Herzen der Vter umzuwenden zu den Kindern und die Ungehorsamen zur 
Gesinnung der Gerechten, zu bereiten dem Herrn ein gerstetes Volk.
LUK 1:18 Und Zacharias sprach zu dem Engel: Woran soll ich das erkennen? 
Denn ich bin alt, und mein Weib ist schon betagt.
LUK 1:19 Und der Engel antwortete und sprach zu ihm: Ich bin Gabriel, der 
vor Gott steht, und bin gesandt, mit dir zu reden und dir diese frohe 
Botschaft zu bringen.
LUK 1:20 Und siehe, du wirst stumm sein und nicht reden knnen bis zu dem 
Tage, da solches geschehen wird; darum, weil du meinen Worten nicht 
geglaubt hast, welche zu ihrer Zeit erfllt werden sollen.
LUK 1:21 Und das Volk wartete auf Zacharias; und sie verwunderten sich, 
da er so lange im Tempel blieb.
LUK 1:22 Als er aber herauskam, konnte er nicht zu ihnen reden; und sie 
merkten, da er im Tempel eine Erscheinung gesehen hatte. Und er winkte 
ihnen und blieb stumm.
LUK 1:23 Und es geschah, als die Tage seines Dienstes vollendet waren, 
ging er heim in sein Haus.
LUK 1:24 Aber nach diesen Tagen empfing sein Weib Elisabeth, und sie 
verbarg sich fnf Monate und sprach:
LUK 1:25 Also hat mir der Herr getan in den Tagen, da er mich angesehen 
hat, meine Schmach unter den Menschen hinwegzunehmen.
LUK 1:26 Im sechsten Monat aber wurde der Engel Gabriel von Gott in eine 
Stadt Galilas namens Nazareth gesandt
LUK 1:27 zu einer Jungfrau, die verlobt war mit einem Manne namens Joseph, 
vom Hause Davids; und der Name der Jungfrau war Maria.
LUK 1:28 Und der Engel kam zu ihr herein und sprach: Sei gegrt, du 
Begnadigte! Der Herr ist mit dir, du Gesegnete unter den Frauen!
LUK 1:29 Als sie ihn aber sah, erschrak sie ber seine Rede und dachte 
darber nach, was das fr ein Gru sei.
LUK 1:30 Und der Engel sprach zu ihr: Frchte dich nicht, Maria! Denn du 
hast Gnade bei Gott gefunden.
LUK 1:31 Und siehe, du wirst empfangen und einen Sohn gebren; und du 
sollst ihm den Namen Jesus geben.
LUK 1:32 Dieser wird gro sein und Sohn des Hchsten genannt werden; und 
Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben;
LUK 1:33 und er wird regieren ber das Haus Jakobs in Ewigkeit, und seines 
Reiches wird kein Ende sein.
LUK 1:34 Maria aber sprach zu dem Engel: Wie kann das sein, da ich keinen 
Mann kenne?
LUK 1:35 Und der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der heilige Geist 
wird ber dich kommen, und die Kraft des Hchsten wird dich berschatten. 
Darum wird auch das Heilige, das erzeugt wird, Sohn Gottes genannt werden.
LUK 1:36 Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, hat auch einen Sohn 
empfangen in ihrem Alter und ist jetzt im sechsten Monat, sie, die vorher 
unfruchtbar hie.
LUK 1:37 Denn bei Gott ist kein Ding unmglich.
LUK 1:38 Maria aber sprach: Siehe, ich bin die Magd des Herrn! Mir 
geschehe nach deinem Wort! Und der Engel schied von ihr.
LUK 1:39 Maria aber machte sich auf in diesen Tagen und reiste eilends in 
das Gebirge, in eine Stadt in Juda,
LUK 1:40 und kam in das Haus des Zacharias und begrte Elisabeth.
LUK 1:41 Und es begab sich, als Elisabeth den Gru der Maria hrte, hpfte 
das Kind in ihrem Leibe; und Elisabeth ward mit heiligem Geist erfllt
LUK 1:42 und rief mit lauter Stimme und sprach: Gesegnet bist du unter den 
Frauen, und gesegnet ist die Frucht deines Leibes!
LUK 1:43 Und woher wird mir das zuteil, da die Mutter meines Herrn zu mir 
kommt?
LUK 1:44 Denn siehe, sowie die Stimme deines Grues in mein Ohr drang, 
hpfte das Kind vor Freude in meinem Leibe.
LUK 1:45 Und selig ist, die geglaubt hat; denn es wird erfllt werden, was 
ihr vom Herrn gesagt worden ist!
LUK 1:46 Und Maria sprach: Meine Seele erhebt den Herrn,
LUK 1:47 und mein Geist freut sich Gottes, meines Retters,
LUK 1:48 da er angesehen hat die Niedrigkeit seiner Magd; denn siehe, von 
nun an werden mich selig preisen alle Geschlechter!
LUK 1:49 Denn Groes hat der Mchtige an mir getan, und heilig ist sein 
Name;
LUK 1:50 und seine Barmherzigkeit whrt von Geschlecht zu Geschlecht ber 
die, so ihn frchten.
LUK 1:51 Er tat Mchtiges mit seinem Arm, er hat zerstreut, die hoffrtig 
sind in ihres Herzens Sinn.
LUK 1:52 Er hat Gewaltige von den Thronen gestoen und Niedrige erhht.
LUK 1:53 Hungrige hat er mit Gtern gesttigt und Reiche leer 
fortgeschickt.
LUK 1:54 Er hat sich seines Knechtes Israel angenommen, eingedenk zu sein 
der Barmherzigkeit,
LUK 1:55 wie er geredet hat zu unsern Vtern, Abraham und seinem Samen, 
auf ewig!
LUK 1:56 Und Maria blieb bei ihr etwa drei Monate und kehrte wieder nach 
Hause zurck.
LUK 1:57 Fr Elisabeth aber erfllte sich die Zeit, da sie gebren sollte, 
und sie gebar einen Sohn.
LUK 1:58 Und ihre Nachbarn und Verwandten hrten, da der Herr seine 
Barmherzigkeit an ihr gro gemacht hatte, und freuten sich mit ihr.
LUK 1:59 Und es begab sich am achten Tage, da sie kamen, das Kindlein zu 
beschneiden; und sie nannten es nach dem Namen seines Vaters Zacharias.
LUK 1:60 Seine Mutter aber sprach: Nicht also, sondern er soll Johannes 
heien!
LUK 1:61 Und sie sprachen zu ihr: Es ist doch niemand in deiner 
Verwandtschaft, der diesen Namen trgt!
LUK 1:62 Sie winkten aber seinem Vater, wie er ihn genannt haben wolle.
LUK 1:63 Und er forderte ein Tfelchen und schrieb die Worte: Johannes ist 
sein Name! Und sie verwunderten sich alle.
LUK 1:64 Alsbald aber tat sich sein Mund auf, und seine Zunge [ward 
gelst], und er redete und lobte Gott.
LUK 1:65 Und es kam Furcht ber alle ihre Nachbarn, und auf dem ganzen 
Gebirge von Juda wurden alle diese Dinge besprochen.
LUK 1:66 Und alle, die es hrten, nahmen es sich zu Herzen und sprachen: 
Was wird wohl aus diesem Kindlein werden? Denn die Hand des Herrn war mit 
ihm.
LUK 1:67 Und sein Vater Zacharias ward mit heiligem Geist erfllt, 
weissagte und sprach:
LUK 1:68 Gepriesen sei der Herr, der Gott Israels! Denn er hat sein Volk 
besucht und ihm Erlsung bereitet;
LUK 1:69 und hat uns aufgerichtet ein Horn des Heils im Hause seines 
Dieners David,
LUK 1:70 wie er verheien hat durch den Mund seiner heiligen Propheten von 
alters her:
LUK 1:71 Errettung von unsern Feinden und aus der Hand aller, die uns 
hassen;
LUK 1:72 Barmherzigkeit zu erzeigen unsern Vtern und zu gedenken seines 
heiligen Bundes,
LUK 1:73 des Eides, den er unserm Vater Abraham geschworen hat, uns zu 
verleihen,
LUK 1:74 da wir, erlst aus der Hand unsrer Feinde, ihm dieneten ohne 
Furcht unser Leben lang
LUK 1:75 in Heiligkeit und Gerechtigkeit vor ihm.
LUK 1:76 Und du, Kindlein, wirst ein Prophet des Hchsten heien, denn du 
wirst vor dem Herrn hergehen, seine Wege zu bereiten,
LUK 1:77 Erkenntnis des Heils zu geben seinem Volke, in Vergebung ihrer 
Snden,
LUK 1:78 wegen der herzlichen Barmherzigkeit unsres Gottes, in welcher uns 
besucht hat der Aufgang aus der Hhe,
LUK 1:79 zu scheinen denen, die in Finsternis und Todesschatten sitzen, 
unsre Fe auf den Weg des Friedens zu richten!
LUK 1:80 Das Kindlein aber wuchs und wurde stark am Geist und war in der 
Wste bis zum Tage seines Auftretens vor Israel.
LUK 2:1 Es begab sich aber in jenen Tagen, da ein Befehl ausging vom 
Kaiser Augustus, da alle Welt sich sollte schtzen lassen.
LUK 2:2 Diese Schatzung war die erste und geschah, als Kyrenius 
Landpfleger in Syrien war.
LUK 2:3 Und es zogen alle aus, um sich schtzen zu lassen, ein jeder in 
seine Stadt.
LUK 2:4 Es ging aber auch Joseph von Galila, aus der Stadt Nazareth, 
hinauf nach Juda in die Stadt Davids, welche Bethlehem heit, weil er aus 
dem Hause und Geschlechte Davids war,
LUK 2:5 um sich schtzen zu lassen mit Maria, seiner Verlobten, die 
schwanger war.
LUK 2:6 Es begab sich aber, whrend sie daselbst waren, da erfllten sich 
die Tage, da sie gebren sollte.
LUK 2:7 Und sie gebar ihren Sohn, den Erstgeborenen, und wickelte ihn in 
Windeln und legte ihn in eine Krippe, weil fr sie kein Raum war in der 
Herberge.
LUK 2:8 Und es waren Hirten in derselben Gegend auf dem Felde, die 
bewachten des Nachts ihre Herde.
LUK 2:9 Und siehe, ein Engel des Herrn trat zu ihnen, und die Klarheit des 
Herrn umleuchtete sie; und sie frchteten sich sehr.
LUK 2:10 Und der Engel sprach zu ihnen: Frchtet euch nicht! Denn siehe, 
ich verkndige euch groe Freude, die dem ganzen Volk widerfahren soll.
LUK 2:11 Denn euch ist heute ein Retter geboren, welcher ist Christus, der 
Herr, in der Stadt Davids.
LUK 2:12 Und das sei fr euch das Zeichen: Ihr werdet ein Kindlein finden, 
in Windeln gewickelt und in einer Krippe liegend.
LUK 2:13 Und pltzlich war bei dem Engel die Menge der himmlischen 
Heerscharen, die lobten Gott und sprachen:
LUK 2:14 Ehre sei Gott in der Hhe und Friede auf Erden, an den Menschen 
ein Wohlgefallen!
LUK 2:15 Und es begab sich, als die Engel von ihnen gen Himmel fuhren, 
sprachen die Hirten zueinander: Lat uns doch bis nach Bethlehem gehen und 
die Sache sehen, die da geschehen ist, die der Herr uns kundgetan hat!
LUK 2:16 Und sie gingen eilends und fanden Maria und Joseph, dazu das 
Kindlein in der Krippe liegend.
LUK 2:17 Nachdem sie es aber gesehen hatten, machten sie das Wort kund, 
das ihnen von diesem Kinde gesagt worden war.
LUK 2:18 Und alle, die es hrten, verwunderten sich ber das, was ihnen 
von den Hirten gesagt wurde.
LUK 2:19 Maria aber behielt alle diese Worte und berlegte sie in ihrem 
Herzen.
LUK 2:20 Und die Hirten kehrten wieder um, priesen und lobten Gott fr 
alles, was sie gehrt und gesehen hatten, so wie es ihnen gesagt worden 
war.
LUK 2:21 Und als acht Tage vollendet waren, da man das Kind beschneiden 
mute, wurde ihm der Name Jesus gegeben, den der Engel genannt hatte, ehe 
er im Mutterleibe empfangen worden war.
LUK 2:22 Und als die Tage ihrer Reinigung nach dem Gesetze Moses vollendet 
waren, brachten sie ihn nach Jerusalem, um ihn dem Herrn darzustellen,
LUK 2:23 wie im Gesetze des Herrn geschrieben steht: Alle mnnliche 
Erstgeburt soll dem Herrn geheiligt heien,
LUK 2:24 und um ein Opfer darzubringen, wie im Gesetze des Herrn geboten 
ist, ein Paar Turteltauben oder zwei junge Tauben.
LUK 2:25 Und siehe, es war ein Mensch zu Jerusalem, namens Simeon; und 
dieser Mensch war gerecht und gottesfrchtig und wartete auf den Trost 
Israels; und heiliger Geist war auf ihm.
LUK 2:26 Und er hatte vom heiligen Geist die Zusage empfangen, da er den 
Tod nicht sehen werde, bevor er den Gesalbten des Herrn gesehen.
LUK 2:27 Und er kam auf Antrieb des Geistes in den Tempel. Und als die 
Eltern das Kindlein Jesus hineinbrachten, um mit ihm zu verfahren nach der 
Sitte des Gesetzes,
LUK 2:28 da nahm er es auf seine Arme, lobte Gott und sprach:
LUK 2:29 Nun, Herr, entlssest du deinen Diener in Frieden nach deinem 
Wort!
LUK 2:30 Denn meine Augen haben dein Heil gesehen,
LUK 2:31 welches du angesichts aller Vlker bereitet hast,
LUK 2:32 ein Licht zur Erleuchtung der Heiden und zur Verherrlichung 
deines Volkes Israel!
LUK 2:33 Und sein Vater und seine Mutter verwunderten sich ber das, was 
von ihm gesagt wurde.
LUK 2:34 Und Simeon segnete sie und sprach zu Maria, seiner Mutter: Siehe, 
dieser ist gesetzt zum Fall und zum Auferstehen vieler in Israel und zu 
einem Zeichen, dem widersprochen wird
LUK 2:35 und dir selbst wird ein Schwert durch die Seele dringen, auf da 
aus vielen Herzen die Gedanken offenbar werden.
LUK 2:36 Und es war eine Prophetin Hanna, eine Tochter Phanuels, aus dem 
Stamm Asser, die war hochbetagt, nachdem sie mit ihrem Manne sieben Jahre 
gelebt hatte nach ihrer Jungfrauschaft;
LUK 2:37 und sie war eine Witwe von vierundachtzig Jahren; die wich nicht 
vom Tempel, sondern diente Gott mit Fasten und Beten Tag und Nacht.
LUK 2:38 Auch diese trat zu derselben Stunde hinzu und pries Gott und 
redete von ihm zu allen, die auf Jerusalems Erlsung warteten.
LUK 2:39 Und nachdem sie alles vollbracht hatten nach dem Gesetze des 
Herrn, kehrten sie zurck nach Galila, in ihre Stadt Nazareth.
LUK 2:40 Das Kindlein aber wuchs und ward stark, erfllt mit Weisheit, und 
Gottes Gnade war auf ihm.
LUK 2:41 Und seine Eltern reisten jhrlich am Passahfest nach Jerusalem.
LUK 2:42 Und als er zwlf Jahre alt war, gingen sie nach Gewohnheit des 
Festes hinauf.
LUK 2:43 Und als sie die Tage vollendet hatten und wieder heimkehrten, 
blieb der Knabe Jesus in Jerusalem; und seine Eltern wuten es nicht.
LUK 2:44 Da sie aber meinten, er wre unter den Gefhrten, zogen sie eine 
Tagereise weit und suchten ihn unter den Verwandten und Bekannten.
LUK 2:45 Und da sie ihn nicht fanden, kehrten sie wieder nach Jerusalem 
zurck und suchten ihn.
LUK 2:46 Und es begab sich, nach drei Tagen fanden sie ihn im Tempel 
sitzend mitten unter den Lehrern, wie er ihnen zuhrte und sie fragte.
LUK 2:47 Es erstaunten aber alle, die ihn hrten, ber seinen Verstand und 
seine Antworten.
LUK 2:48 Und als sie ihn sahen, entsetzten sie sich; und seine Mutter 
sprach zu ihm: Kind, warum hast du uns das getan? Siehe, dein Vater und 
ich haben dich mit Schmerzen gesucht.
LUK 2:49 Und er sprach zu ihnen: Was habt ihr mich gesucht? Wutet ihr 
nicht, da ich sein mu in dem, was meines Vaters ist?
LUK 2:50 Und sie verstanden das Wort nicht, das er zu ihnen sagte.
LUK 2:51 Und er ging mit ihnen hinab und kam gen Nazareth und war ihnen 
untertan. Und seine Mutter behielt alle diese Worte in ihrem Herzen.
LUK 2:52 Und Jesus nahm zu an Weisheit, Alter und Gnade bei Gott und den 
Menschen.
LUK 3:1 Im fnfzehnten Jahre aber der Regierung des Kaisers Tiberius, als 
Pontius Pilatus Landpfleger von Juda war und Herodes Vierfrst von 
Galila, sein Bruder Philippus aber Vierfrst der Landschaft Itura und 
Trachonitis und Lysanias Vierfrst von Abilene,
LUK 3:2 unter den Hohenpriestern Hannas und Kajaphas, erging das Wort 
Gottes an Johannes, den Sohn des Zacharias, in der Wste.
LUK 3:3 Und er kam in die ganze Umgegend des Jordan und predigte die Taufe 
der Bue zur Vergebung der Snden,
LUK 3:4 wie geschrieben steht im Buche der Reden des Propheten Jesaja, der 
da spricht: Eine Stimme ruft in der Wste: Bereitet den Weg des Herrn, 
machet seine Pfade eben!
LUK 3:5 Jedes Tal soll ausgefllt und jeder Berg und Hgel erniedrigt 
werden, und das Krumme soll gerade und die rauhen Wege eben werden,
LUK 3:6 und alles Fleisch wird das Heil Gottes sehen.
LUK 3:7 Er sprach nun zu dem Volke, das hinausging, um sich von ihm taufen 
zu lassen: Schlangenbrut! Wer hat euch unterwiesen, dem kommenden Zorn zu 
entrinnen?
LUK 3:8 So bringet nun Frchte, die der Bue wrdig sind, und fanget nicht 
an, bei euch selbst zu sagen: Wir haben Abraham zum Vater! Denn ich sage 
euch, Gott vermag dem Abraham aus diesen Steinen Kinder zu erwecken.
LUK 3:9 Schon ist aber die Axt an die Wurzel der Bume gelegt. Ein jeder 
Baum nun, der nicht gute Frucht bringt, wird abgehauen und ins Feuer 
geworfen.
LUK 3:10 Da fragte ihn das Volk und sprach: Was sollen wir denn tun?
LUK 3:11 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Wer zwei Rcke hat, gebe 
dem, der keinen hat; und wer Speise hat, tue ebenso!
LUK 3:12 Es kamen auch Zllner, um sich taufen zu lassen, und sprachen zu 
ihm: Meister, was sollen wir tun?
LUK 3:13 Er sprach zu ihnen: Fordert nicht mehr, als was euch verordnet 
ist!
LUK 3:14 Es fragten ihn aber auch Kriegsleute und sprachen: Und was sollen 
wir tun? Und er sprach zu ihnen: Mihandelt niemand, erhebet keine falsche 
Anklage und seid zufrieden mit eurem Sold!
LUK 3:15 Da aber das Volk in Erwartung stand und alle in ihren Herzen sich 
wegen Johannes fragten, ob er selbst vielleicht der Christus wre,
LUK 3:16 antwortete Johannes und sprach zu allen: Ich taufe euch mit 
Wasser; es kommt aber einer, der strker ist als ich, dem ich nicht gut 
genug bin, den Riemen seiner Schuhe zu lsen; der wird euch im heiligen 
Geist und Feuer taufen.
LUK 3:17 Er hat die Worfschaufel in seiner Hand, um seine Tenne durch und 
durch zu reinigen und den Weizen in seine Scheune zu sammeln; die Spreu 
aber wird er mit unauslschlichem Feuer verbrennen.
LUK 3:18 Auch mit vielen andern Ermahnungen noch verkndigte er dem Volk 
die frohe Botschaft.
LUK 3:19 Der Vierfrst Herodes aber, da er von ihm getadelt wurde wegen 
Herodias, der Frau seines Bruders Philippus, und wegen all des Bsen, was 
Herodes tat,
LUK 3:20 fgte zu allem noch das hinzu, da er den Johannes ins Gefngnis 
schlo.
LUK 3:21 Es begab sich aber, da alles Volk sich taufen lie und auch Jesus 
getauft wurde und betete, da sich der Himmel auftat
LUK 3:22 und der heilige Geist in leiblicher Gestalt wie eine Taube auf 
ihn herabstieg und eine Stimme aus dem Himmel erscholl: Du bist mein 
geliebter Sohn; an dir habe ich Wohlgefallen!
LUK 3:23 Und Jesus war ungefhr dreiig Jahre alt, als er anfing zu 
lehren; und war, wie man meinte, ein Sohn Josephs,
LUK 3:24 welcher war des Eli, des Matthat, des Levi, des Melchi, des 
Janna, des Joseph,
LUK 3:25 des Mattathias, des Amos, des Nahum, des Esli, des Nangai,
LUK 3:26 des Maath, des Mattathias, des Semei, des Joseph, des Juda,
LUK 3:27 des Johanan, des Resa, des Serubbabel, des Sealtiel, des Neri,
LUK 3:28 des Melchi, des Addi, des Kosam, des Elmadam, des Er,
LUK 3:29 des Jesus, des Eliezer, des Jorim, des Matthat, des Levi,
LUK 3:30 des Simeon, des Juda, des Joseph, des Jonan, des Eliakim,
LUK 3:31 des Melea, des Menna, des Mattatha, des Nathan, des David,
LUK 3:32 des Jesse, des Obed, des Boas, des Salmon, des Nahasson,
LUK 3:33 des Aminadab, des Aram, des Esrom, des Perez, des Juda,
LUK 3:34 des Jakob, des Isaak, des Abraham, des Thara, des Nahor,
LUK 3:35 des Seruch, des Regu, des Peleg, des Eber, des Sela,
LUK 3:36 des Kainan, des Arphaxad, des Sem, des Noah, des Lamech,
LUK 3:37 des Methusala, des Henoch, des Jared, des Maleleel, des Kainan,
LUK 3:38 des Enos, des Set, des Adam, Gottes.
LUK 4:1 Jesus aber, voll heiligen Geistes, kehrte vom Jordan zurck und 
wurde vom Geist in die Wste gefhrt und vierzig Tage vom Teufel versucht.
LUK 4:2 Und er a nichts in jenen Tagen; und als sie zu Ende waren, 
hungerte ihn,
LUK 4:3 und der Teufel sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so sage zu 
diesem Stein, da er Brot werde!
LUK 4:4 Und Jesus antwortete ihm: Es steht geschrieben: Der Mensch lebt 
nicht vom Brot allein!
LUK 4:5 Da fhrte er ihn auf einen hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche 
der Welt in einem Augenblick.
LUK 4:6 Und der Teufel sprach zu ihm: Dir will ich alle diese Herrschaft 
und ihre Herrlichkeit geben; denn sie ist mir bergeben, und ich gebe sie, 
wem ich will.
LUK 4:7 Wenn nun du vor mir anbetest, so soll alles dein sein.
LUK 4:8 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Hebe dich weg von mir 
Satan! Denn es steht geschrieben: Du sollst den Herrn, deinen Gott, 
anbeten und ihm allein dienen.
LUK 4:9 Er aber fhrte ihn gen Jerusalem und stellte ihn auf die Zinne des 
Tempels und sprach zu ihm: Bist du Gottes Sohn, so strze dich von hier 
hinab;
LUK 4:10 denn es steht geschrieben: Er wird seinen Engeln deinethalben 
Befehl geben, dich zu behten,
LUK 4:11 und sie werden dich auf den Hnden tragen, damit du nicht etwa 
deinen Fu an einen Stein stoest.
LUK 4:12 Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Es ist gesagt: Du sollst 
den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen!
LUK 4:13 Und nachdem der Teufel alle Versuchung vollendet hatte, wich er 
von ihm eine Zeitlang.
LUK 4:14 Und Jesus kehrte in der Kraft des Geistes zurck nach Galila; 
und das Gercht von ihm verbreitete sich durch die ganze umliegende 
Landschaft.
LUK 4:15 Und er lehrte in ihren Synagogen und wurde von allen gepriesen.
LUK 4:16 Und er kam nach Nazareth, wo er erzogen worden war, und ging nach 
seiner Gewohnheit am Sabbattag in die Synagoge und stand auf, um 
vorzulesen.
LUK 4:17 Und es wurde ihm das Buch des Propheten Jesaja gegeben; und als 
er das Buch auftat, fand er die Stelle, wo geschrieben steht:
LUK 4:18 Der Geist des Herrn ist auf mir, weil er mich gesalbt hat; er 
hat mich gesandt, den Armen frohe Botschaft zu verknden, zu heilen, die 
zerbrochenen Herzens sind, Gefangenen Befreiung zu predigen und den 
Blinden, da sie wieder sehend werden, Zerschlagene in Freiheit zu setzen;
LUK 4:19 zu predigen das angenehme Jahr des Herrn.
LUK 4:20 Und er rollte das Buch zusammen und gab es dem Diener wieder und 
setzte sich, und aller Augen in der Synagoge waren auf ihn gerichtet.
LUK 4:21 Er aber fing an, ihnen zu sagen: Heute ist diese Schrift erfllt 
vor euren Ohren!
LUK 4:22 Und alle gaben ihm Zeugnis und wunderten sich ber die Worte der 
Gnade, die aus seinem Munde gingen, und sprachen: Ist dieser nicht der 
Sohn Josephs?
LUK 4:23 Und er sprach zu ihnen: Allerdings werdet ihr mir dieses 
Sprichwort sagen: Arzt, hilf dir selber! Die groen Taten, von denen wir 
gehrt haben, da sie zu Kapernaum geschehen, tue sie auch hier in deiner 
Vaterstadt!
LUK 4:24 Er sprach aber: Wahrlich, ich sage euch, kein Prophet ist 
angenehm in seiner Vaterstadt.
LUK 4:25 In Wahrheit aber sage ich euch: Es waren viele Witwen in den 
Tagen Elias in Israel, als der Himmel drei Jahre und sechs Monate lang 
verschlossen war, da eine groe Hungersnot entstand im ganzen Land;
LUK 4:26 und zu keiner von ihnen wurde Elia gesandt, sondern nur zu einer 
Witwe nach Sarepta in Zidonien.
LUK 4:27 Und viele Ausstzige waren in Israel zur Zeit des Propheten 
Elisa; aber keiner von ihnen wurde gereinigt, sondern nur Naeman, der 
Syrer.
LUK 4:28 Da wurden alle voll Zorn in der Synagoge, als sie solches hrten.
LUK 4:29 Und sie standen auf und stieen ihn zur Stadt hinaus und fhrten 
ihn an den Rand des Berges, auf dem ihre Stadt gebaut war, um ihn 
hinabzustrzen.
LUK 4:30 Er aber ging mitten durch sie hindurch und zog davon.
LUK 4:31 Und er kam hinab nach Kapernaum, einer Stadt des galilischen 
Landes, und lehrte sie am Sabbat.
LUK 4:32 Und sie waren betroffen ber seine Lehre, denn er redete mit 
Vollmacht.
LUK 4:33 Und in der Synagoge war ein Mensch, welcher den Geist eines 
unreinen Dmons hatte. Und er schrie mit lauter Stimme:
LUK 4:34 Ha! Was willst du mit uns, Jesus von Nazareth? Bist du gekommen, 
uns zu verderben? Ich wei, wer du bist: der Heilige Gottes.
LUK 4:35 Und Jesus bedrohte ihn und sprach: Verstumme und fahre aus von 
ihm! Da warf ihn der Dmon mitten unter sie und fuhr aus von ihm und tat 
ihm keinen Schaden.
LUK 4:36 Und es kam sie alle ein Entsetzen an, und sie redeten 
untereinander und sprachen: Was ist das fr ein Wort, da er mit Vollmacht 
und Kraft den unreinen Geistern gebietet und sie ausfahren?
LUK 4:37 Und sein Ruf verbreitete sich in alle Orte der umliegenden 
Landschaft.
LUK 4:38 Und er stand auf und ging aus der Synagoge in das Haus des Simon. 
Simons Schwiegermutter aber war von einem heftigen Fieber befallen, und 
sie baten ihn fr sie.
LUK 4:39 Und er trat zu ihr und bedrohte das Fieber, und es verlie sie. 
Und alsbald stand sie auf und diente ihm.
LUK 4:40 Als aber die Sonne unterging, brachten alle, welche Kranke hatten 
mit mancherlei Gebrechen, sie zu ihm, und er legte einem jeden von ihnen 
die Hnde auf und heilte sie.
LUK 4:41 Es fuhren auch Dmonen aus von vielen, indem sie schrieen und 
sprachen: Du bist der Sohn Gottes! Und er bedrohte sie und lie sie nicht 
reden, weil sie wuten, da er der Christus sei.
LUK 4:42 Als es aber Tag geworden, ging er hinaus an einen abgelegenen 
Ort; und die Volksmenge suchte ihn und kam bis zu ihm, und sie wollten ihn 
zurckhalten, damit er nicht von ihnen zge.
LUK 4:43 Er aber sprach zu ihnen: Ich mu auch den andern Stdten die 
frohe Botschaft vom Reiche Gottes verkndigen; denn dazu bin ich gesandt.
LUK 4:44 Und er predigte in den Synagogen von Juda.
LUK 5:1 Es begab sich aber, als das Volk sich zu ihm drngte, um das Wort 
Gottes zu hren, stand er am See Genezareth;
LUK 5:2 und er sah zwei Schiffe am Ufer liegen; die Fischer aber waren 
ausgestiegen und wuschen die Netze.
LUK 5:3 Da trat er in eines der Schiffe, das Simon gehrte, und bat ihn, 
ein wenig vom Lande wegzufahren; und er setzte sich und lehrte die Menge 
vom Schiffe aus.
LUK 5:4 Als er aber zu reden aufgehrt hatte, sprach er zu Simon: Fahre 
hinaus auf die Hhe und lasset eure Netze zu einem Fang hinunter!
LUK 5:5 Und Simon antwortete und sprach: Meister, wir haben die ganze 
Nacht hindurch gearbeitet und nichts gefangen; aber auf dein Wort will ich 
das Netz auswerfen!
LUK 5:6 Und als sie das getan, fingen sie eine groe Menge Fische; aber 
ihr Netz zerri.
LUK 5:7 Da winkten sie den Gefhrten, die im andern Schiffe waren, da sie 
kmen und ihnen hlfen; und sie kamen und fllten beide Schiffe, so da 
sie zu sinken begannen.
LUK 5:8 Als aber Simon Petrus das sah, fiel er zu den Knien Jesu und 
sprach: Herr, gehe von mir hinaus; denn ich bin ein sndiger Mensch!
LUK 5:9 Denn ein Schrecken kam ihn an und alle, die bei ihm waren, wegen 
des Fischzuges, den sie getan hatten;
LUK 5:10 gleicherweise auch Jakobus und Johannes, die Shne des Zebedus, 
die Simons Gehilfen waren. Und Jesus sprach zu Simon: Frchte dich nicht; 
von nun an sollst du Menschen fangen!
LUK 5:11 Und sie brachten die Schiffe ans Land, verlieen alles und 
folgten ihm nach.
LUK 5:12 Und es begab sich, als er in einer der Stdte war, siehe, da war 
ein Mann voll Aussatz. Da er aber Jesus sah, warf er sich auf sein 
Angesicht, bat ihn und sprach: Herr, wenn du willst, so kannst du mich 
reinigen!
LUK 5:13 Da streckte er die Hand aus, rhrte ihn an und sprach: Ich will 
es, sei gereinigt! Und alsbald wich der Aussatz von ihm.
LUK 5:14 Und er befahl ihm, es niemand zu sagen, sondern gehe hin, [sprach 
er,] zeige dich dem Priester und opfere fr deine Reinigung, wie Mose 
befohlen hat, ihnen zum Zeugnis!
LUK 5:15 Aber die Kunde von ihm breitete sich desto mehr aus; und groe 
Mengen kamen zusammen, um ihn zu hren und von ihren Krankheiten geheilt 
zu werden.
LUK 5:16 Er aber hielt sich zurckgezogen an einsamen Orten und betete.
LUK 5:17 Und es begab sich an einem Tage, da er lehrte; und es saen 
Phariser da und Gesetzeslehrer, die aus allen Flecken von Galila und 
Juda und von Jerusalem gekommen waren; und die Kraft des Herrn war 
[bereit], sie zu heilen.
LUK 5:18 Und siehe, Mnner trugen auf einem Bett einen Menschen, der 
gelhmt war; und sie suchten ihn hineinzubringen und vor ihn zu legen.
LUK 5:19 Und da sie wegen der Volksmenge keine Mglichkeit fanden, ihn 
hineinzubringen, stiegen sie auf das Dach und lieen ihn mit dem Bett 
durch die Ziegel hinunter in die Mitte vor Jesus.
LUK 5:20 Und als er ihren Glauben sah, sprach er zu ihm: Mensch, deine 
Snden sind dir vergeben!
LUK 5:21 Und die Schriftgelehrten und Phariser fingen an, sich darber 
Gedanken zu machen, und sprachen: Wer ist dieser, der [solche] Lsterungen 
ausspricht? Wer kann Snden vergeben, als nur Gott allein?
LUK 5:22 Da aber Jesus ihre Gedanken merkte, antwortete er und sprach zu 
ihnen: Was denkt ihr in euren Herzen?
LUK 5:23 Was ist leichter, zu sagen: Deine Snden sind dir vergeben, oder 
zu sagen: Steh auf und wandle?
LUK 5:24 Damit ihr aber wisset, da des Menschen Sohn Vollmacht hat, auf 
Erden Snden zu vergeben, sprach er zu dem Gelhmten: Ich sage dir, steh 
auf, nimm dein Bett und gehe heim!
LUK 5:25 Und alsbald stand er auf vor ihren Augen, nahm das Bett, darauf 
er gelegen hatte, ging heim und pries Gott.
LUK 5:26 Da gerieten alle auer sich vor Staunen, und sie priesen Gott und 
wurden voll Furcht und sprachen: Wir haben heute Unglaubliches gesehen!
LUK 5:27 Darnach ging er aus und sah einen Zllner namens Levi beim 
Zollhaus sitzen und sprach zu ihm: Folge mir nach!
LUK 5:28 Und er verlie alles, stand auf und folgte ihm nach.
LUK 5:29 Und Levi bereitete ihm ein groes Mahl in seinem Hause; und es 
sa eine groe Schar von Zllnern und andern, die es mit ihnen hielten, zu 
Tische.
LUK 5:30 Und die Schriftgelehrten und Phariser murrten wider seine Jnger 
und sprachen: Warum esset und trinket ihr mit den Zllnern und Sndern?
LUK 5:31 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Nicht die Gesunden 
bedrfen des Arztes, sondern die Kranken;
LUK 5:32 ich bin nicht gekommen, Gerechte zu rufen, sondern Snder zur 
Bue!
LUK 5:33 Sie aber sprachen zu ihm: Warum fasten die Jnger des Johannes so 
oft und verrichten Gebete, desgleichen auch die der Phariser; die 
deinigen aber essen und trinken?
LUK 5:34 Und er sprach zu ihnen: Ihr knnt doch die Hochzeitsleute nicht 
fasten lassen, solange der Brutigam bei ihnen ist!
LUK 5:35 Es werden aber Tage kommen, da der Brutigam von ihnen genommen 
sein wird; dann werden sie fasten in jenen Tagen.
LUK 5:36 Er sagte aber auch ein Gleichnis zu ihnen: Niemand reit ein 
Stck von einem neuen Kleide und setzt es auf ein altes Kleid; denn sonst 
zerreit er auch das neue, und das Stck vom neuen reimt sich nicht zu dem 
alten.
LUK 5:37 Und niemand fat neuen Wein in alte Schluche; denn sonst wird 
der neue Wein die Schluche zerreien, und er selbst wird verschttet, und 
die Schluche kommen um;
LUK 5:38 sondern neuen Wein soll man in neue Schluche fassen, so werden 
beide erhalten.
LUK 5:39 Und niemand, der alten trinkt, will neuen; denn er spricht: Der 
alte ist gesund!
LUK 6:1 Es begab sich aber, da er am zweiten Sabbat durch die Saat ging; 
und seine Jnger streiften hren ab, zerrieben sie mit den Hnden und aen 
sie.
LUK 6:2 Da sagten etliche von den Pharisern zu ihnen: Warum tut ihr, was 
am Sabbat nicht erlaubt ist?
LUK 6:3 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Habt ihr das nie 
gelesen, was David tat, als ihn und seine Gefhrten hungerte?
LUK 6:4 Wie er in das Haus Gottes hineinging und die Schaubrote nahm und 
a und auch seinen Gefhrten davon gab; welche doch niemand essen darf, 
als nur die Priester?
LUK 6:5 Und er sprach zu ihnen: Des Menschen Sohn ist auch Herr des 
Sabbats.
LUK 6:6 Es begab sich aber an einem andern Sabbat, da er in eine Synagoge 
ging und lehrte; und daselbst war ein Mensch, dessen rechte Hand verdorrt 
war.
LUK 6:7 Aber die Schriftgelehrten und Phariser gaben acht auf ihn, ob er 
am Sabbat heilen wrde, um einen Grund zur Anklage wider ihn zu finden.
LUK 6:8 Er aber merkte ihre Gedanken und sprach zu dem Menschen, der die 
verdorrte Hand hatte: Steh auf und stelle dich in die Mitte! Und er stand 
auf und stellte sich dahin.
LUK 6:9 Da sprach Jesus zu ihnen: Ich frage euch: Ist es erlaubt, am 
Sabbat Gutes zu tun oder Bses zu tun, das Leben zu retten oder zu 
verderben?
LUK 6:10 Und indem er sie alle ringsumher ansah, sprach er zu ihm: Strecke 
deine Hand aus! Der aber tat es, und seine Hand wurde wieder gesund, wie 
die andere.
LUK 6:11 Sie aber wurden ganz unsinnig und besprachen sich miteinander, 
was sie doch Jesus antun knnten.
LUK 6:12 Es begab sich aber in diesen Tagen, da er hinausging auf den 
Berg, um zu beten, und er verharrte die Nacht hindurch im Gebet zu Gott.
LUK 6:13 Und als es Tag geworden, rief er seine Jnger herzu und erwhlte 
aus ihnen zwlf, die er auch Apostel nannte:
LUK 6:14 Simon, den er auch Petrus nannte, und dessen Bruder Andreas, 
Jakobus und Johannes, Philippus und Bartholomus,
LUK 6:15 Matthus und Thomas, Jakobus, den Sohn des Alphus, und Simon, 
genannt Zelotes,
LUK 6:16 Judas, den Sohn des Jakobus, und Judas Ischariot, der zum 
Verrter wurde.
LUK 6:17 Und er stieg mit ihnen hinab und stellte sich auf einen ebenen 
Platz mit einer groen Schar seiner Jnger und einer groen Menge Volkes 
aus ganz Juda und von Jerusalem und von der Meereskste, von Tyrus und 
Zidon, die gekommen waren, um ihn zu hren und geheilt zu werden von ihren 
Krankheiten;
LUK 6:18 und die, welche von unreinen Geistern geplagt waren, wurden 
geheilt.
LUK 6:19 Und alles Volk suchte ihn anzurhren, denn Kraft ging von ihm aus 
und heilte alle.
LUK 6:20 Und er hob seine Augen auf ber seine Jnger und sprach: Selig 
seid ihr Armen; denn das Reich Gottes ist euer!
LUK 6:21 Selig seid ihr, die ihr jetzt hungert; denn ihr sollt gesttigt 
werden! Selig seid ihr, die ihr jetzt weinet; denn ihr werdet lachen!
LUK 6:22 Selig seid ihr, wenn euch die Menschen hassen, und wenn sie euch 
ausschlieen und schmhen und euren Namen als einen lasterhaften verwerfen 
um des Menschensohnes willen.
LUK 6:23 Freuet euch alsdann und hpfet! Denn siehe, euer Lohn ist gro im 
Himmel. Denn ebenso haben ihre Vter den Propheten getan.
LUK 6:24 Aber wehe euch, ihr Reichen, denn ihr habt euren Trost dahin!
LUK 6:25 Wehe euch, die ihr jetzt satt seid; denn ihr werdet hungern! Wehe 
euch, die ihr jetzt lachet, denn ihr werdet trauern und weinen!
LUK 6:26 Wehe euch, wenn alle Leute wohl von euch reden! Ebenso taten ihre 
Vter den falschen Propheten.
LUK 6:27 Euch aber, die ihr zuhret, sage ich: Liebet eure Feinde, tut 
wohl denen, die euch hassen;
LUK 6:28 segnet, die euch fluchen, und bittet fr die, welche euch 
beleidigen!
LUK 6:29 Dem, der dich auf den Backen schlgt, biete auch den andern dar, 
und dem, der dir den Mantel nimmt, verweigere auch den Rock nicht.
LUK 6:30 Gib jedem, der dich bittet, und von dem, der dir das Deine nimmt, 
fordere es nicht zurck.
LUK 6:31 Und wie ihr wollt, da euch die Leute tun sollen, tut auch ihr 
ihnen gleicherweise.
LUK 6:32 Und wenn ihr die liebet, die euch lieben, was fr eine Gnade habt 
ihr? Denn auch die Snder lieben ihre Liebhaber.
LUK 6:33 Und wenn ihr euren Wohlttern Gutes tut, was fr eine Gnade habt 
ihr? Denn auch die Snder tun dasselbe.
LUK 6:34 Und wenn ihr denen leihet, von welchen ihr wieder zu empfangen 
hoffet, was fr eine Gnade habt ihr? Denn auch die Snder leihen den 
Sndern, um das Gleiche wieder zu empfangen.
LUK 6:35 Vielmehr liebet eure Feinde und tut Gutes und leihet, ohne etwas 
dafr zu erhoffen; so wird euer Lohn gro sein, und ihr werdet Kinder des 
Hchsten sein; denn er ist gtig gegen die Undankbaren und Bsen.
LUK 6:36 Darum seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.
LUK 6:37 Und richtet nicht, so werdet ihr nicht gerichtet; verurteilet 
nicht, so werdet ihr nicht verurteilt; sprechet los, so werdet ihr 
losgesprochen werden!
LUK 6:38 Gebet, so wird euch gegeben werden; ein gutes, vollgedrcktes, 
gertteltes und berflieendes Ma wird man euch in den Scho geben. Denn 
mit eben dem Mae, mit welchem ihr messet, wird euch wieder gemessen 
werden.
LUK 6:39 Er sagte ihnen aber ein Gleichnis: Kann auch ein Blinder einen 
Blinden fhren? Werden nicht beide in die Grube fallen?
LUK 6:40 Der Jnger ist nicht ber dem Meister; wenn er aber ganz 
vollendet ist, so wird er sein wie sein Meister.
LUK 6:41 Was siehst du aber den Splitter in deines Bruders Auge, den 
Balken aber in deinem eigenen Auge bemerkst du nicht?
LUK 6:42 Oder wie kannst du zu deinem Bruder sagen: Bruder, halt, ich will 
den Splitter herausziehen, der in deinem Auge ist, whrend du doch den 
Balken in deinem Auge nicht siehst? Du Heuchler, ziehe zuerst den Balken 
aus deinem Auge, und dann magst du sehen, wie du den Splitter 
herausziehst, der in deines Bruders Auge ist!
LUK 6:43 Denn es gibt keinen guten Baum, der schlechte Frucht bringt, noch 
einen schlechten Baum, der gute Frucht bringt.
LUK 6:44 Denn jeder Baum wird an seiner Frucht erkannt; denn von Dornen 
sammelt man keine Feigen, und vom Dornbusch liest man keine Trauben.
LUK 6:45 Der gute Mensch bringt aus dem guten Schatze seines Herzens das 
Gute hervor, und der bse Mensch bringt aus dem bsen [Schatze seines 
Herzens] das Bse hervor. Denn wes das Herz voll ist, des geht sein Mund 
ber.
LUK 6:46 Was heiet ihr mich aber Herr, Herr und tut nicht, was ich sage?
LUK 6:47 Jeder, der zu mir kommt und meine Worte hrt und sie tut, ich 
will euch zeigen, wem er gleich ist.
LUK 6:48 Er ist einem Menschen gleich, der ein Haus baute und dazu tief 
grub und den Grund auf den Felsen legte. Als nun eine berschwemmung 
entstand, da prallte der Strom an dieses Haus und vermochte es nicht zu 
erschttern, weil es gut gegrndet war.
LUK 6:49 Wer aber hrt und nicht tut, der ist einem Menschen gleich, der 
ein Haus auf das Erdreich baute ohne Grund; und der Strom prallte an 
dasselbe, und es brach sofort zusammen, und der Zusammenbruch dieses 
Hauses war gro.
LUK 7:1 Nachdem nun vor den Ohren des Volkes alle seine Reden beendet 
hatte, ging er hinein nach Kapernaum.
LUK 7:2 Eines Hauptmanns Knecht aber, der jenem wert war, lag krank und 
war am Sterben.
LUK 7:3 Da er aber von Jesus hrte, sandte er lteste der Juden zu ihm 
7mit der Bitte, er mge kommen und seinen Knecht retten.
LUK 7:4 Als diese zu Jesus kamen, baten sie ihn angelegentlich und 
sprachen: Er ist es wert, da du ihm das erzeigst;
LUK 7:5 denn er hat unser Volk lieb, und die Synagoge hat er uns erbaut.
LUK 7:6 Da ging Jesus mit ihnen hin. Und als er schon nicht mehr fern von 
dem Hause war, schickte der Hauptmann Freunde zu ihm und lie ihm sagen: 
Herr, bemhe dich nicht; denn ich bin nicht wert, da du unter mein Dach 
kommst!
LUK 7:7 Darum hielt ich auch mich selbst nicht fr wrdig, zu dir zu 
kommen; sondern sprich nur ein Wort, so wird mein Knecht gesund!
LUK 7:8 Denn auch ich bin ein Mensch, der einem Kommando untersteht, und 
habe Kriegsknechte unter mir; und sage ich zu diesem: Geh hin! so geht er; 
und zu einem andern: Komm her! so kommt er; und zu meinem Knecht: Tue das! 
so tut er's.
LUK 7:9 Als Jesus das hrte, verwunderte er sich ber ihn und wandte sich 
um und sprach zu dem Volk, das ihm nachfolgte: Ich sage euch, selbst in 
Israel habe ich einen so groen Glauben nicht gefunden!
LUK 7:10 Und als die Abgesandten in das Haus zurckkamen, fanden sie den 
krank gewesenen Knecht gesund.
LUK 7:11 Und es begab sich am folgenden Tage, da er in eine Stadt namens 
Nain ging, und mit ihm zogen seine Jnger und eine groe Volksmenge.
LUK 7:12 Wie er sich aber dem Stadttore nherte, siehe, da wurde ein Toter 
herausgetragen, der einzige Sohn seiner Mutter, und sie war eine Witwe; 
und viele Leute aus der Stadt begleiteten sie.
LUK 7:13 Und als der Herr sie sah, erbarmte er sich ihrer und sprach zu 
ihr: Weine nicht!
LUK 7:14 Und er trat hinzu und rhrte den Sarg an; die Trger aber standen 
still. Und er sprach: Jngling, ich sage dir, stehe auf!
LUK 7:15 Und der Tote setzte sich auf und fing an zu reden; und er gab ihn 
seiner Mutter.
LUK 7:16 Da wurden sie alle von Furcht ergriffen und priesen Gott und 
sprachen: Ein groer Prophet ist unter uns aufgestanden, und Gott hat sein 
Volk heimgesucht!
LUK 7:17 Und diese Rede von ihm verbreitete sich in ganz Juda und in die 
ganze Umgegend.
LUK 7:18 Und es berichteten dem Johannes seine Jnger von dem allem. Und 
Johannes rief zwei seiner Jnger zu sich,
LUK 7:19 sandte sie zu Jesus und lie ihn fragen: Bist du es, der da 
kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten?
LUK 7:20 Als nun die Mnner zu ihm kamen, sprachen sie: Johannes der 
Tufer hat uns zu dir gesandt und lt dich fragen: Bist du es, der da 
kommen soll, oder sollen wir auf einen andern warten?
LUK 7:21 Zu jener Stunde aber heilte er viele von Krankheiten und Plagen 
und bsen Geistern und schenkte vielen Blinden das Gesicht.
LUK 7:22 Und Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Gehet hin und 
verkndiget dem Johannes, was ihr gesehen und gehrt habt: Blinde werden 
sehend, Lahme wandeln, Ausstzige werden rein, Taube hren, Tote werden 
auferweckt, Armen wird das Evangelium gepredigt,
LUK 7:23 und selig ist, wer sich nicht an mir rgert!
LUK 7:24 Und als die Boten des Johannes weggegangen waren, fing er an zum 
Volke zu reden ber Johannes: Was seid ihr in die Wste hinausgegangen, zu 
sehen? Ein Rohr, das vom Winde bewegt wird?
LUK 7:25 Oder was seid ihr hinausgegangen, zu sehen? Einen Menschen, mit 
weichen Kleidern angetan? Siehe, die in herrlicher Kleidung und ppigkeit 
leben, sind an den kniglichen Hfen!
LUK 7:26 Oder was seid ihr hinausgegangen, zu sehen? Einen Propheten? Ja, 
ich sage euch, einen, der noch mehr ist als ein Prophet.
LUK 7:27 Dieser ist's, von dem geschrieben steht: Siehe, ich sende meinen 
Boten vor deinem Angesichte her, der deinen Weg vor dir bereiten soll.
LUK 7:28 Denn ich sage euch: Unter denen, die von Frauen geboren sind, ist 
keiner grer, als Johannes. Doch der Kleinste im Reiche Gottes ist grer 
als er.
LUK 7:29 Und alles Volk, das ihn hrte, und die Zllner gaben Gott recht, 
indem sie sich taufen lieen mit der Taufe des Johannes;
LUK 7:30 die Phariser aber und die Schriftgelehrten verwarfen den Rat 
Gottes, sich selbst zum Schaden, und lieen sich nicht von ihm taufen.
LUK 7:31 Wem soll ich nun die Menschen dieses Geschlechts vergleichen? Und 
wem sind sie gleich?
LUK 7:32 Sie sind Kindern gleich, die am Markte sitzen und einander 
zurufen und sprechen: Wir haben euch aufgespielt, und ihr habt nicht 
getanzt; wir haben euch Klagelieder gesungen, und ihr habt nicht geweint!
LUK 7:33 Denn Johannes der Tufer ist gekommen, der a kein Brot und trank 
keinen Wein; da sagt ihr: Er hat einen Dmon!
LUK 7:34 Des Menschen Sohn ist gekommen, der it und trinkt; da sagt ihr: 
Siehe, wie ist der Mensch ein Fresser und Weinsufer, der Zllner und 
Snder Freund!
LUK 7:35 Und doch ist die Weisheit von allen ihren Kindern gerechtfertigt 
worden.
LUK 7:36 Es bat ihn aber einer der Phariser, mit ihm zu essen. Und er 
ging in des Pharisers Haus und setzte sich zu Tische.
LUK 7:37 Und siehe, eine Frau war in der Stadt, eine Snderin; und als sie 
vernahm, da er in dem Hause des Pharisers zu Tische wre, brachte sie 
eine alabasterne Flasche voll Salbe
LUK 7:38 und trat hinten zu seinen Fen, weinte und fing an, seine Fe 
mit Trnen zu benetzen, und trocknete sie mit den Haaren ihres Hauptes, 
kte seine Fe und salbte sie mit der Salbe.
LUK 7:39 Als aber der Phariser, der ihn geladen hatte, das sah, sprach er 
bei sich selbst: Wenn dieser ein Prophet wre, so wte er doch, wer und 
was fr eine Frau das ist, die ihn anrhrt, da sie eine Snderin ist!
LUK 7:40 Da antwortete Jesus und sprach zu ihm: Simon, ich habe dir etwas 
zu sagen. Er sprach: Meister, sage an!
LUK 7:41 Ein Glubiger hatte zwei Schuldner. Der eine war fnfhundert 
Denare schuldig, der andere fnfzig.
LUK 7:42 Da sie aber nichts hatten zu bezahlen, schenkte er es beiden. 
Welcher von ihnen wird ihn nun am meisten lieben?
LUK 7:43 Simon antwortete und sprach: Ich vermute der, dem er am meisten 
geschenkt hat. Er sprach zu ihm: Du hast richtig geurteilt!
LUK 7:44 Und indem er sich zu der Frau wandte, sprach er zu Simon: Siehst 
du diese Frau? Ich bin in dein Haus gekommen, du hast mir kein Wasser fr 
die Fe gegeben; sie aber hat meine Fe mit Trnen benetzt und mit den 
Haaren ihres Hauptes getrocknet.
LUK 7:45 Du hast mir keinen Ku gegeben; sie aber hat, seit sie 
hereingekommen ist, nicht aufgehrt, meine Fe zu kssen.
LUK 7:46 Du hast mein Haupt nicht mit l gesalbt, sie aber hat meine Fe 
mit Salbe gesalbt.
LUK 7:47 Darum, sage ich dir, ihre vielen Snden sind vergeben worden, 
denn sie hat viel Liebe erwiesen; wem aber wenig vergeben wird, der liebt 
wenig.
LUK 7:48 Und er sprach zu ihr: Dir sind deine Snden vergeben!
LUK 7:49 Da fingen die Tischgenossen an, bei sich selbst zu sagen: Wer ist 
dieser, der sogar Snden vergibt?
LUK 7:50 Er aber sprach zu der Frau: Dein Glaube hat dich gerettet; gehe 
hin in Frieden!
LUK 8:1 Und es begab sich hernach, da er durch Stdte und Drfer reiste, 
wobei er predigte und das Evangelium vom Reiche Gottes verkndigte; und 
die Zwlf [waren] mit ihm
LUK 8:2 und etliche Frauen, die von bsen Geistern und Krankheiten geheilt 
worden waren: Maria, genannt Magdalena, von welcher sieben Teufel 
ausgefahren waren,
LUK 8:3 und Johanna, das Weib Chusas, eines Verwalters des Herodes, und 
Susanna und viele andere, welche ihnen dienten mit ihrer Habe.
LUK 8:4 Als nun viel Volk zusammenkam und sie aus den Stdten zu ihm 
zogen, sprach er in einem Gleichnis:
LUK 8:5 Der Smann ging aus, seinen Samen zu sen. Und indem er ste, fiel 
etliches an den Weg und wurde zertreten, und die Vgel des Himmels fraen 
es auf.
LUK 8:6 Und anderes fiel auf den Felsen; und als es keimte, verdorrte es, 
weil es keine Feuchtigkeit hatte.
LUK 8:7 Und anderes fiel mitten unter die Dornen; und die Dornen, die mit 
ihm aufwuchsen, erstickten es.
LUK 8:8 Und anderes fiel auf gutes Erdreich und wuchs auf und brachte 
hundertfltige Frucht. Und als er das sagte, rief er: Wer Ohren hat zu 
hren, der hre!
LUK 8:9 Da fragten ihn seine Jnger, was dieses Gleichnis bedeute.
LUK 8:10 Er aber sprach: Euch ist es gegeben, die Geheimnisse des Reiches 
Gottes zu erkennen, den andern aber in Gleichnissen, auf da sie sehen und 
doch nicht sehen, und hren und doch nicht verstehen.
LUK 8:11 Das Gleichnis aber bedeutet dies: Der Same ist das Wort Gottes.
LUK 8:12 Die am Wege sind die, welche es gehrt haben; darnach kommt der 
Teufel und nimmt das Wort von ihren Herzen weg, damit sie nicht zum 
Glauben gelangen und gerettet werden.
LUK 8:13 Die aber auf dem Felsen sind die, welche das Wort, wenn sie es 
hren, mit Freuden aufnehmen; aber sie haben keine Wurzel, sie glauben nur 
eine Zeitlang, und zur Zeit der Anfechtung fallen sie ab.
LUK 8:14 Was aber unter die Dornen fiel, das sind die, welche es gehrt 
haben; aber sie gehen hin und werden von Sorgen und Reichtum und 
Vergngungen des Lebens erstickt und bringen die Frucht nicht zur Reife.
LUK 8:15 Das in dem guten Erdreich aber sind die, welche das Wort, das sie 
gehrt haben, in einem feinen und guten Herzen behalten und Frucht bringen 
in Geduld.
LUK 8:16 Niemand aber, der ein Licht anzndet, bedeckt es mit einem Gef, 
oder stellt es unter ein Bett, sondern er setzt es auf einen Leuchter, 
damit, wer hereinkommt, das Licht sehe.
LUK 8:17 Denn nichts ist verborgen, das nicht offenbar werden wird, und 
nichts ist geheim, das nicht kundwerden und an den Tag kommen wird.
LUK 8:18 So sehet nun darauf, wie ihr hrt! Denn wer da hat, dem wird 
gegeben; und wer nicht hat, von dem wird auch das genommen werden, was er 
zu haben meint.
LUK 8:19 Es kamen aber seine Mutter und seine Brder zu ihm, und sie 
konnten wegen der Volksmenge nicht zu ihm gelangen.
LUK 8:20 Es wurde ihm aber gemeldet: Deine Mutter und deine Brder stehen 
drauen und begehren dich zu sehen!
LUK 8:21 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Meine Mutter und meine 
Brder sind die, welche das Wort Gottes hren und tun!
LUK 8:22 Und es begab sich an einem der Tage, da er und seine Jnger in 
ein Schiff traten; und er sprach zu ihnen: Lat uns ans andere Ufer des 
Sees fahren!
LUK 8:23 Und sie fuhren ab. Auf der Fahrt aber schlief er ein. Und es fiel 
ein Sturmwind auf den See, und das Schiff fllte sich, und sie liefen 
Gefahr.
LUK 8:24 Da traten sie hinzu, weckten ihn auf und sprachen: Meister, 
Meister, wir kommen um! Er aber stand auf und bedrohte den Wind und die 
Wasserwogen; und sie legten sich, und es wurde still.
LUK 8:25 Da sprach er zu ihnen: Wo ist euer Glaube? Sie aber frchteten 
und verwunderten sich und sprachen zueinander: Wer ist doch der, da er 
auch den Winden gebietet und dem Wasser und sie ihm gehorsam sind?
LUK 8:26 Und sie fuhren zum Land der Gerasener, welches Galila gegenber 
liegt.
LUK 8:27 Und als er ans Land gestiegen war, kam ihm aus der Stadt ein 
Besessener entgegen, der seit langer Zeit kein Kleid mehr trug, auch in 
keinem Hause blieb, sondern in den Grbern.
LUK 8:28 Als er aber Jesus sah, schrie er, warf sich vor ihm nieder und 
sprach mit lauter Stimme: Was habe ich mit dir zu schaffen, Jesus, du Sohn 
Gottes, des Hchsten? Ich bitte dich, peinige mich nicht!
LUK 8:29 Denn Jesus hatte dem unreinen Geiste geboten, von dem Menschen 
auszufahren; denn er hatte ihn schon lange Zeit in seiner Gewalt, und man 
hatte ihn mit Ketten gebunden und mit Fufesseln verwahrt. Aber er zerri 
die Bande und wurde vom Dmon in die Wste getrieben.
LUK 8:30 Jesus aber fragte ihn: Wie heiest du? Er sprach: Legion! Denn 
viele Dmonen waren in ihn gefahren.
LUK 8:31 Und sie baten ihn, er mge ihnen nicht befehlen, in den Abgrund 
zu fahren.
LUK 8:32 Es war aber daselbst eine groe Schweineherde an dem Berg zur 
Weide, und sie baten ihn, da er ihnen erlaube, in jene zu fahren. Und er 
erlaubte es ihnen.
LUK 8:33 Da fuhren die Dmonen von dem Menschen aus und fuhren in die 
Schweine, und die Herde strzte sich den Abhang hinunter in den See und 
ertrank.
LUK 8:34 Als aber die Hirten sahen, was geschehen war, flohen sie und 
verkndigten es in der Stadt und auf dem Lande.
LUK 8:35 Da gingen sie hinaus zu sehen, was geschehen war, und kamen zu 
Jesus und fanden den Menschen, von welchem die Dmonen ausgefahren waren, 
bekleidet und vernnftig zu den Fen Jesu sitzen, und sie frchteten sich.
LUK 8:36 Die aber, welche es gesehen hatten, erzhlten ihnen, wie dem 
Besessenen geholfen worden war.
LUK 8:37 Da bat ihn die ganze Bevlkerung der umliegenden Landschaft der 
Gerasener, von ihnen wegzugehen; denn groe Furcht hatte sie ergriffen. Er 
aber trat in das Schiff und kehrte zurck.
LUK 8:38 Der Mann aber, von welchem die Dmonen ausgefahren waren, bat 
ihn, da er bei ihm bleiben drfe. Aber Jesus entlie ihn und sprach:
LUK 8:39 Kehre zurck in dein Haus und erzhle, was Gott dir Groes getan 
hat! Und er ging und verkndigte in der ganzen Stadt, was Jesus ihm Groes 
getan habe.
LUK 8:40 Als aber Jesus zurckkam, empfing ihn das Volk; denn sie warteten 
alle auf ihn.
LUK 8:41 Und siehe, es kam ein Mann, namens Jairus, der war ein Oberster 
der Synagoge; und er warf sich Jesus zu Fen und bat ihn, in sein Haus zu 
kommen.
LUK 8:42 Denn er hatte eine einzige Tochter von etwa zwlf Jahren, und 
diese lag im Sterben. Als er aber hinging, drngte ihn die Volksmenge.
LUK 8:43 Und eine Frau, die seit zwlf Jahren den Blutflu gehabt und all 
ihr Gut an die rzte gewandt hatte, aber von keinem geheilt werden konnte,
LUK 8:44 trat von hinten herzu und rhrte den Saum seines Kleides an; und 
auf der Stelle kam ihr Blutflu zum Stehen.
LUK 8:45 Und Jesus fragte: Wer hat mich angerhrt? Da nun alle leugneten, 
sprachen Petrus und die mit ihm waren: Meister, das Volk drckt und drngt 
dich.
LUK 8:46 Jesus aber sprach: Es hat mich jemand angerhrt; denn ich sprte, 
wie eine Kraft von mir ausging!
LUK 8:47 Als nun die Frau sah, da sie nicht unbemerkt geblieben war, kam 
sie zitternd, fiel vor ihm nieder und erzhlte ihm vor dem ganzen Volke, 
aus welchem Grunde sie ihn angerhrt habe und wie sie auf der Stelle 
gesund geworden sei.
LUK 8:48 Er aber sprach zu ihr: Tochter, dein Glaube hat dich gerettet; 
gehe hin in Frieden!
LUK 8:49 Da er noch redete, kam jemand vom Synagogenvorsteher und sprach 
zu ihm: Deine Tochter ist gestorben; bemhe den Meister nicht mehr!
LUK 8:50 Da es aber Jesus hrte, antwortete er ihm und sprach: Frchte 
dich nicht; glaube nur, so wird sie gerettet werden!
LUK 8:51 Und als er in das Haus kam, lie er niemand mit sich hineingehen 
als Petrus und Jakobus und Johannes und den Vater des Kindes und die 
Mutter.
LUK 8:52 Sie weinten aber alle und beklagten sie. Er aber sprach: Weinet 
nicht! Sie ist nicht gestorben, sondern sie schlft.
LUK 8:53 Und sie verlachten ihn, weil sie wuten, da sie gestorben war.
LUK 8:54 Er aber ergriff ihre Hand und rief: Kind, steh auf!
LUK 8:55 Und ihr Geist kehrte wieder, und sie stand augenblicklich auf; 
und er befahl, ihr zu essen zu geben.
LUK 8:56 Und ihre Eltern gerieten auer sich; er aber gebot ihnen, niemand 
zu sagen, was geschehen war.
LUK 9:1 Er rief aber die Zwlf zusammen und gab ihnen Kraft und Vollmacht 
ber alle Dmonen und um Krankheiten zu heilen;
LUK 9:2 und er sandte sie aus, das Reich Gottes zu predigen, und zu heilen.
LUK 9:3 Und er sprach zu ihnen: Nehmet nichts auf den Weg, weder Stab noch 
Tasche, noch Brot noch Geld; auch soll einer nicht zwei Anzge haben.
LUK 9:4 Und wo ihr in ein Haus eintretet, da bleibet, und von da ziehet 
weiter.
LUK 9:5 Und wo man euch nicht aufnehmen wird, da gehet fort aus jener 
Stadt und schttelt auch den Staub von euren Fen, zum Zeugnis wider sie.
LUK 9:6 Und sie gingen aus und durchzogen die Drfer, predigten das 
Evangelium und heilten allenthalben.
LUK 9:7 Es hrte aber der Vierfrst Herodes alles, was geschah; und er 
geriet in Verlegenheit, weil von etlichen gesagt wurde, Johannes sei von 
den Toten auferstanden,
LUK 9:8 von etlichen aber, Elia sei erschienen, und von andern, einer der 
alten Propheten sei auferstanden.
LUK 9:9 Herodes aber sprach: Johannes habe ich enthauptet; wer ist aber 
der, von welchem ich solches hre? Und er verlangte, ihn zu sehen.
LUK 9:10 Und die Apostel kehrten zurck und erzhlten ihm alles, was sie 
getan hatten. Und er nahm sie zu sich und zog sich zurck an einen 
einsamen Ort bei der Stadt, die Bethsaida heit.
LUK 9:11 Als aber das Volk es erfuhr, folgten sie ihm nach; und er nahm 
sie auf und redete zu ihnen vom Reiche Gottes, und die der Heilung 
bedurften, machte er gesund.
LUK 9:12 Aber der Tag fing an, sich zu neigen; und die Zwlf traten herzu 
und sprachen zu ihm: Entla das Volk, damit sie in die umliegenden Drfer 
und Hfe gehen und einkehren und Speise finden; denn hier sind wir an 
einem den Ort.
LUK 9:13 Er aber sprach zu ihnen: Gebt ihr ihnen zu essen! Sie sprachen: 
Wir haben nicht mehr als fnf Brote und zwei Fische; oder sollen wir 
hingehen und fr dieses ganze Volk Speise kaufen?
LUK 9:14 Denn es waren etwa fnftausend Mnner. Er sprach aber zu seinen 
Jngern: Machet, da sie sich gruppenweise setzen, je fnfzig und fnfzig.
LUK 9:15 Und sie taten so und lieen alle sich setzen.
LUK 9:16 Und er nahm die fnf Brote und die zwei Fische, blickte zum 
Himmel auf und segnete sie, brach und gab sie den Jngern, damit sie sie 
dem Volke vorlegten.
LUK 9:17 Und sie aen und wurden alle satt; und es wurde aufgehoben, was 
ihnen von den Stcken brigblieb, zwlf Krbe [voll].
LUK 9:18 Und es begab sich, als er in der Einsamkeit betete und die Jnger 
bei ihm waren, fragte er sie und sprach: Fr wen halten mich die Leute?
LUK 9:19 Sie antworteten und sprachen: Fr Johannes den Tufer; andere fr 
Elia; andere aber [sagen], einer der alten Propheten sei auferstanden.
LUK 9:20 Da sprach er zu ihnen: Ihr aber, fr wen haltet ihr mich? Da 
antwortete Petrus und sprach: Fr den Gesalbten Gottes!
LUK 9:21 Er aber gebot ihnen ernstlich, solches niemand zu sagen,
LUK 9:22 indem er sprach: Des Menschen Sohn mu viel leiden und verworfen 
werden von den ltesten und Hohenpriestern und Schriftgelehrten und 
gettet werden und am dritten Tage auferstehen.
LUK 9:23 Er sprach aber zu allen: Will jemand mir nachkommen, so verleugne 
er sich selbst und nehme sein Kreuz auf sich tglich und folge mir nach.
LUK 9:24 Denn wer seine Seele retten will, der wird sie verlieren; wer 
aber seine Seele verliert um meinetwillen, der wird sie retten.
LUK 9:25 Denn was ntzt es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewinnt, 
aber sich selbst verliert oder schdigt?
LUK 9:26 Denn wer sich meiner und meiner Worte schmt, dessen wird sich 
auch des Menschen Sohn schmen, wenn er kommen wird in seiner und des 
Vaters und der heiligen Engel Herrlichkeit.
LUK 9:27 Ich sage euch aber in Wahrheit, es sind etliche unter denen, die 
hier stehen, welche den Tod nicht schmecken werden, bis sie das Reich 
Gottes sehen.
LUK 9:28 Es begab sich aber ungefhr acht Tage nach dieser Rede, da er 
Petrus und Johannes und Jakobus zu sich nahm und auf den Berg stieg, um zu 
beten.
LUK 9:29 Und whrend er betete, wurde das Aussehen seines Angesichts 
anders und sein Kleid strahlend wei.
LUK 9:30 Und siehe, zwei Mnner redeten mit ihm, das waren Mose und Elia;
LUK 9:31 die erschienen in Herrlichkeit und redeten von seinem Ausgang, 
den er in Jerusalem erfllen sollte.
LUK 9:32 Petrus aber und seine Gefhrten waren vom Schlaf bermannt. Als 
sie aber erwachten, sahen sie seine Herrlichkeit und die zwei Mnner, die 
bei ihm standen.
LUK 9:33 Und es begab sich, als diese von ihm schieden, sprach Petrus zu 
Jesus: Meister, es ist gut, da wir hier sind; und wir wollen drei Htten 
machen, dir eine, Mose eine und Elia eine. Und er wute nicht, was er 
sagte.
LUK 9:34 Whrend er aber solches redete, kam eine Wolke und berschattete 
sie. Sie frchteten sich aber, als sie in die Wolke hineinkamen.
LUK 9:35 Und eine Stimme erscholl aus der Wolke, die sprach: Dies ist mein 
lieber Sohn; auf den sollt ihr hren!
LUK 9:36 Und whrend die Stimme erscholl, fand es sich, da Jesus allein 
war. Und sie schwiegen und sagten in jenen Tagen niemand etwas von dem, 
was sie gesehen hatten.
LUK 9:37 Es begab sich aber am folgenden Tage, als sie den Berg 
hinunterstiegen, kam ihm viel Volk entgegen.
LUK 9:38 Und siehe, ein Mann aus dem Volke rief und sprach: Meister, ich 
bitte dich, sieh doch meinen Sohn an, denn er ist mein einziger!
LUK 9:39 Und siehe, ein Geist ergreift ihn, und pltzlich schreit er, und 
er reit ihn hin und her, da er schumt, und will kaum von ihm weichen, 
ohne ihn gnzlich aufzureiben.
LUK 9:40 Und ich habe deine Jnger gebeten, da sie ihn austreiben 
mchten, aber sie vermochten es nicht.
LUK 9:41 Da antwortete Jesus und sprach: O du unglubiges und verkehrtes 
Geschlecht! Wie lange soll ich bei euch sein und euch ertragen? Bringe 
deinen Sohn hierher!
LUK 9:42 Und noch whrend er hinzuging, ri und zerrte ihn der Dmon. Aber 
Jesus bedrohte den unreinen Geist und machte den Knaben gesund und gab ihn 
seinem Vater wieder.
LUK 9:43 Es erstaunten aber alle ber die groe Macht Gottes. Da sich nun 
alle verwunderten ber alles, was er tat, sprach er zu seinen Jngern:
LUK 9:44 Fasset ihr diese Worte zu Ohren: Des Menschen Sohn wird in der 
Menschen Hnde berliefert werden.
LUK 9:45 Sie aber verstanden das Wort nicht, und es war vor ihnen 
verborgen, so da sie es nicht begriffen; und sie frchteten sich, ihn 
wegen dieses Wortes zu fragen.
LUK 9:46 Es schlich sich aber der Gedanke bei ihnen ein, wer wohl der 
Grte unter ihnen sei.
LUK 9:47 Da nun Jesus ihres Herzens Gedanken merkte, nahm er ein Kind, 
stellte es neben sich und sprach zu ihnen:
LUK 9:48 Wer dieses Kind aufnimmt in meinem Namen, der nimmt mich auf; und 
wer mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. Denn wer der 
Kleinste ist unter euch allen, der ist gro!
LUK 9:49 Johannes aber antwortete und sprach: Meister, wir sahen jemand, 
der in deinem Namen Dmonen austrieb, und wir wehrten es ihm, weil er dir 
nicht mit uns nachfolgt.
LUK 9:50 Jesus aber sprach: Wehret ihm nicht! Denn wer nicht wider uns 
ist, der ist fr uns.
LUK 9:51 Es begab sich aber, als sich die Tage seines Heimgangs erfllten 
und er sein Angesicht nach Jerusalem richtete, um dorthin zu reisen,
LUK 9:52 sandte er Boten vor sich her. Diese kamen auf ihrer Reise in ein 
Samariterdorf und wollten ihm die Herberge bereiten.
LUK 9:53 Aber man nahm ihn nicht auf, weil Jerusalem sein Reiseziel war.
LUK 9:54 Als aber das seine Jnger Jakobus und Johannes sahen, sprachen 
sie: Herr, willst du, so wollen wir sagen, da Feuer vom Himmel herabfalle 
und sie verzehre, wie auch Elia getan hat!
LUK 9:55 Er aber wandte sich und bedrohte sie und sprach: Wisset ihr 
nicht, welches Geistes [Kinder] ihr seid?
LUK 9:56 Denn des Menschen Sohn ist nicht gekommen, der Menschen Seelen zu 
verderben, sondern zu erretten. Und sie zogen in ein anderes Dorf.
LUK 9:57 Als sie aber ihre Reise fortsetzten, sprach einer auf dem Wege zu 
ihm: Herr, ich will dir nachfolgen, wohin du auch gehst!
LUK 9:58 Und Jesus sprach zu ihm: Die Fchse haben Gruben, und die Vgel 
des Himmels haben Nester; aber des Menschen Sohn hat nicht, wo er sein 
Haupt hinlegen kann.
LUK 9:59 Er sagte aber zu einem andern: Folge mir nach! Der sprach: Herr, 
erlaube mir, zuvor hinzugehen und meinen Vater zu begraben.
LUK 9:60 Jesus aber sprach zu ihm: La die Toten ihre Toten begraben; du 
aber gehe hin und verkndige das Reich Gottes!
LUK 9:61 Es sprach aber auch ein anderer: Herr, ich will dir nachfolgen, 
zuvor aber erlaube mir, von denen, die in meinem Hause sind, Abschied zu 
nehmen.
LUK 9:62 Jesus aber sprach zu ihm: Wer seine Hand an den Pflug legt und 
zurckblickt, ist nicht geschickt zum Reiche Gottes!
LUK 10:1 Darnach aber bezeichnete der Herr noch siebzig andere und sandte 
sie je zwei und zwei vor sich her in alle Stdte und Orte, wohin er selbst 
kommen wollte.
LUK 10:2 Und er sprach zu ihnen: Die Ernte ist gro, aber der Arbeiter 
sind wenige. Darum bittet den Herrn der Ernte, da er Arbeiter in seine 
Ernte sende!
LUK 10:3 Gehet hin! Siehe, ich sende euch wie Lmmer mitten unter die 
Wlfe.
LUK 10:4 Traget weder Beutel noch Tasche noch Schuhe und gret niemand 
auf dem Wege.
LUK 10:5 Wo ihr aber in ein Haus hineingehet, da sprechet zuerst: Friede 
diesem Hause!
LUK 10:6 Und wenn dort ein Kind des Friedens ist, so wird euer Friede auf 
ihm ruhen, wenn aber nicht, so wird er zu euch zurckkehren.
LUK 10:7 In demselben Hause aber bleibet und esset und trinket, was sie 
haben; denn der Arbeiter ist seines Lohnes wert. Gehet nicht aus einem 
Haus ins andere.
LUK 10:8 Und wo ihr in eine Stadt kommt, und sie euch aufnehmen, da esset, 
was euch vorgesetzt wird;
LUK 10:9 und heilet die Kranken, die daselbst sind, und saget zu ihnen: 
Das Reich Gottes ist nahe zu euch gekommen!
LUK 10:10 Wo ihr aber in eine Stadt kommt und sie euch nicht aufnehmen, da 
gehet auf ihre Gassen hinaus und sprechet:
LUK 10:11 Auch den Staub, der sich von eurer Stadt an unsre Fe gehngt 
hat, wischen wir ab wider euch; doch sollt ihr wissen, da das Reich 
Gottes nahe herbeigekommen ist!
LUK 10:12 Ich sage euch, es wird Sodom an jenem Tage ertrglicher gehen 
als dieser Stadt.
LUK 10:13 Wehe dir, Chorazin! Wehe dir, Bethsaida! Denn wenn zu Tyrus und 
Zidon die Taten geschehen wren, die bei euch geschehen sind, so htten 
sie vorlngst im Sack und in der Asche sitzend Bue getan.
LUK 10:14 Doch es wird Tyrus und Zidon ertrglicher gehen im Gerichte als 
euch.
LUK 10:15 Und du, Kapernaum, die du bis zum Himmel erhoben worden, du 
wirst bis zur Hlle hinabgeworfen werden!
LUK 10:16 Wer euch hrt, der hrt mich, und wer euch verwirft, der 
verwirft mich; wer aber mich verwirft, der verwirft den, der mich gesandt 
hat.
LUK 10:17 Die Siebzig aber kehrten mit Freuden zurck und sprachen: Herr, 
auch die Dmonen sind uns untertan in deinem Namen!
LUK 10:18 Da sprach er zu ihnen: Ich sah den Satan wie einen Blitz vom 
Himmel fallen.
LUK 10:19 Siehe, ich habe euch Vollmacht verliehen, auf Schlangen und 
Skorpione zu treten, und ber alle Gewalt des Feindes; und nichts wird 
euch beschdigen.
LUK 10:20 Doch nicht darber freuet euch, da euch die Geister untertan 
sind; freuet euch aber, da eure Namen im Himmel eingeschrieben sind!
LUK 10:21 Zu derselben Stunde frohlockte Jesus im heiligen Geiste und 
sprach: Ich preise dich, Vater, Herr des Himmels und der Erde, da du 
solches den Weisen und Klugen verborgen und es den Unmndigen geoffenbart 
hast. Ja, Vater, denn so ist es wohlgefllig gewesen vor dir.
LUK 10:22 Alles ist mir von meinem Vater bergeben worden; und niemand 
wei, wer der Sohn ist, als nur der Vater; und wer der Vater ist, [wei 
niemand] als nur der Sohn und wem der Sohn es offenbaren will.
LUK 10:23 Und er wandte sich zu seinen Jngern besonders und sprach: Selig 
sind die Augen, die sehen, was ihr sehet!
LUK 10:24 Denn ich sage euch, viele Propheten und Knige wnschten zu 
sehen, was ihr sehet, und haben es nicht gesehen, und zu hren, was ihr 
hrt, und haben es nicht gehrt.
LUK 10:25 Und siehe, ein Schriftgelehrter trat auf, versuchte ihn und 
sprach: Meister, was mu ich tun, um das ewige Leben zu ererben?
LUK 10:26 Er aber sprach zu ihm: Was steht im Gesetze geschrieben? Wie 
liesest du?
LUK 10:27 Er antwortete und sprach: Du sollst den Herrn, deinen Gott, 
lieben von ganzem Herzen und mit deiner ganzen Seele und mit deinem ganzen 
Vermgen und mit deinem ganzen Gemte, und deinen Nchsten wie dich 
selbst!
LUK 10:28 Er sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tue das, so wirst 
du leben!
LUK 10:29 Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: 
Und wer ist mein Nchster?
LUK 10:30 Da erwiderte Jesus und sprach: Es ging ein Mensch von Jerusalem 
nach Jericho hinab und fiel unter die Ruber; die zogen ihn aus und 
schlugen ihn und liefen davon und lieen ihn halbtot liegen.
LUK 10:31 Es traf sich aber, da ein Priester dieselbe Strae hinabzog; 
und als er ihn sah, ging er auf der andern Seite vorber.
LUK 10:32 Desgleichen auch ein Levit, der zu der Stelle kam und ihn sah, 
ging auf der andern Seite vorber.
LUK 10:33 Ein Samariter aber kam auf seiner Reise dahin, und als er ihn 
sah, hatte er Erbarmen
LUK 10:34 und ging zu ihm hin, verband ihm die Wunden und go l und Wein 
darauf, hob ihn auf sein eigenes Tier, fhrte ihn in eine Herberge und 
pflegte ihn.
LUK 10:35 Und am andern Tage gab er dem Wirt zwei Denare und sprach: 
Verpflege ihn! Und was du mehr aufwendest, will ich dir bezahlen, wenn ich 
wiederkomme.
LUK 10:36 Welcher von diesen Dreien dnkt dich nun der Nchste gewesen zu 
sein dem, der unter die Ruber gefallen war?
LUK 10:37 Er sprach: Der, welcher die Barmherzigkeit an ihm tat! Da sprach 
Jesus zu ihm: So gehe du hin und tue desgleichen!
LUK 10:38 Als sie aber weiterreisten, kam er in ein Dorf; ein Weib aber 
namens Martha nahm ihn auf in ihr Haus.
LUK 10:39 Und diese hatte eine Schwester, welche Maria hie, die setzte 
sich zu Jesu Fen und hrte seiner Rede zu.
LUK 10:40 Martha aber machte sich viel zu schaffen mit der Bedienung. Und 
sie trat herzu und sprach: Herr, kmmerst du dich nicht darum, da mich 
meine Schwester allein dienen lt? Sage ihr doch, da sie mir helfe!
LUK 10:41 Der Herr aber antwortete und sprach zu ihr: Martha, Martha, du 
machst dir Sorge und Unruhe um vieles;
LUK 10:42 eins aber ist not. Maria hat das gute Teil erwhlt; das soll 
nicht von ihr genommen werden!
LUK 11:1 Und es begab sich, da er an einem Ort betete; und als er 
aufhrte, sprach einer seiner Jnger zu ihm: Herr, lehre uns beten, wie 
auch Johannes seine Jnger lehrte!
LUK 11:2 Da sprach er zu ihnen: Wenn ihr betet, so sprechet: Vater, 
geheiligt werde dein Name! Es komme dein Reich!
LUK 11:3 Gib uns tglich unser ntiges Brot!
LUK 11:4 Und vergib uns unsre Snden, denn auch wir vergeben jedem, der 
uns schuldig ist! Und fhre uns nicht in Versuchung!
LUK 11:5 Und er sprach zu ihnen: Welcher unter euch htte einen Freund und 
ginge zu ihm um Mitternacht und sprche zu ihm: Freund, leihe mir drei 
Brote;
LUK 11:6 denn mein Freund ist von der Reise zu mir gekommen, und ich habe 
ihm nichts vorzusetzen;
LUK 11:7 und jener wrde von innen antworten und sagen: Mache mir keine 
Mhe! Die Tre ist schon verschlossen, und meine Kinder sind bei mir im 
Bett; ich kann nicht aufstehen und dir geben!
LUK 11:8 Ich sage euch: Wenn er auch nicht deswegen aufstehen und ihm 
geben wird, weil er sein Freund ist, so wird er doch um seiner 
Unverschmtheit willen aufstehen und ihm geben, soviel er bedarf.
LUK 11:9 Und ich sage euch: Bittet, so wird euch gegeben werden; suchet, 
so werdet ihr finden; klopfet an, so wird euch aufgetan werden!
LUK 11:10 Denn jeder, der bittet, empfngt; und wer sucht, der findet; und 
wer anklopft, dem wird aufgetan werden.
LUK 11:11 Welcher Vater unter euch wird seinem Sohn einen Stein geben, 
wenn er ihn um Brot bittet? Oder wenn er ihn um einen Fisch bittet, gibt 
er ihm statt des Fisches eine Schlange?
LUK 11:12 Oder wenn er um ein Ei bittet, wird er ihm einen Skorpion geben?
LUK 11:13 So nun ihr, die ihr arg seid, euren Kindern gute Gaben zu geben 
versteht, wieviel mehr wird der Vater im Himmel den heiligen Geist denen 
geben, die ihn bitten!
LUK 11:14 Und er trieb einen Dmon aus, der stumm war. Es begab sich aber, 
nachdem der Dmon ausgefahren war, redete der Stumme. Und das Volk 
verwunderte sich.
LUK 11:15 Etliche aber von ihnen sprachen: Durch Beelzebul, den Obersten 
der Dmonen, treibt er die Dmonen aus.
LUK 11:16 Andere aber versuchten ihn und verlangten von ihm ein Zeichen 
aus dem Himmel.
LUK 11:17 Er aber, da er ihre Gedanken wute, sprach zu ihnen: Ein jedes 
Reich, das mit sich selbst uneins ist, wird verwstet, und ein Haus, das 
wider sich selbst ist, fllt.
LUK 11:18 Wenn aber auch der Satan mit sich selbst uneins ist, wie kann 
sein Reich bestehen? Ihr saget ja, ich treibe die Dmonen durch Beelzebul 
aus.
LUK 11:19 Wenn ich aber die Dmonen durch Beelzebul austreibe, durch wen 
treiben eure Shne sie aus? Darum werden sie selbst eure Richter sein.
LUK 11:20 Wenn ich aber die Dmonen durch den Finger Gottes austreibe, so 
ist ja das Reich Gottes zu euch gekommen!
LUK 11:21 Wenn ein Starker bewaffnet seinen Hof bewacht, so bleibt sein 
Besitztum in Frieden.
LUK 11:22 Wenn aber ein Strkerer als er ber ihn kommt und ihn 
berwindet, so nimmt er ihm seine Waffenrstung, darauf er sich verlie, 
und verteilt seine Beute.
LUK 11:23 Wer nicht mit mir ist, der ist wider mich; und wer nicht mit mir 
sammelt, der zerstreut.
LUK 11:24 Wenn der unreine Geist von dem Menschen ausgefahren ist, so 
durchzieht er wasserlose Sttten und sucht Ruhe. Und da er sie nicht 
findet, spricht er: Ich will in mein Haus zurckkehren, aus dem ich 
weggegangen bin.
LUK 11:25 Und wenn er kommt, findet er es gesubert und geschmckt.
LUK 11:26 Alsdann geht er hin und nimmt sieben andere Geister mit, die 
schlimmer sind als er selbst, und sie ziehen ein und wohnen daselbst, und 
es wird der letzte Zustand dieses Menschen rger als der erste.
LUK 11:27 Es begab sich aber, als er solches redete, erhob eine Frau aus 
dem Volk die Stimme und sprach zu ihm: Selig ist der Leib, der dich 
getragen, und die Brste, die du gesogen hast!
LUK 11:28 Er aber sprach: Ja vielmehr, selig sind, die Gottes Wort hren 
und bewahren!
LUK 11:29 Als aber die Volksmenge sich herzudrngte, fing er an zu sagen: 
Dieses Geschlecht ist ein bses Geschlecht! Es fordert ein Zeichen; aber 
es wird ihm kein Zeichen gegeben werden als das Zeichen des Propheten Jona.
LUK 11:30 Denn gleichwie Jona den Niniviten ein Zeichen war, so wird es 
auch des Menschen Sohn diesem Geschlechte sein.
LUK 11:31 Die Knigin von Mittag wird im Gericht wider die Mnner dieses 
Geschlechts auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, 
um Salomos Weisheit zu hren, und siehe, hier ist mehr als Salomo!
LUK 11:32 Die Mnner von Ninive werden im Gerichte wider dieses Geschlecht 
auftreten und werden es verurteilen; denn sie taten Bue auf Jonas Predigt 
hin; und siehe, hier ist mehr denn Jona!
LUK 11:33 Niemand zndet ein Licht an und setzt es an einen verborgenen 
Ort, auch nicht unter den Scheffel, sondern auf den Leuchter, damit die 
Hereinkommenden das Licht sehen.
LUK 11:34 Dein Auge ist des Leibes Leuchte. Wenn nun dein Auge lauter ist, 
so ist auch dein ganzer Leib licht; wenn es aber bse ist, so ist auch 
dein Leib finster.
LUK 11:35 So siehe nun zu, da das Licht in dir nicht Finsternis sei!
LUK 11:36 Wenn nun dein ganzer Leib licht ist, so da er keinen finstern 
Teil mehr hat, so wird er ganz hell sein, wie wenn das Licht mit seinem 
Strahl dich erleuchtet.
LUK 11:37 Und whrend er redete, bat ihn ein Phariser, bei ihm zu Mittag 
zu essen. Und er ging hinein und setzte sich zu Tische.
LUK 11:38 Der Phariser aber verwunderte sich, als er sah, da er sich vor 
dem Mittagsmahl nicht gewaschen hatte.
LUK 11:39 Da sprach der Herr zu ihm: Nun, ihr Phariser, ihr reinigt die 
Auenseite des Bechers und der Schssel, euer Inneres aber ist voll Raub 
und Bosheit.
LUK 11:40 Ihr Toren! Hat nicht, der das uere schuf, auch das Innere 
gemacht?
LUK 11:41 Gebt nur von dem Inhalt Almosen, siehe, so ist euch alles rein!
LUK 11:42 Aber wehe euch Pharisern, da ihr die Mnze und die Raute und 
alles Gemse verzehntet und das Recht und die Liebe Gottes umgehet! Dieses 
sollte man tun und jenes nicht lassen.
LUK 11:43 Wehe euch Pharisern, da ihr den Vorsitz in den Synagogen und 
die Begrungen auf den Mrkten liebet!
LUK 11:44 Wehe euch, da ihr wie die verborgenen Grber seid, ber welche 
die Leute dahingehen, ohne es zu wissen!
LUK 11:45 Da antwortete einer der Schriftgelehrten und sprach zu ihm: 
Meister, mit diesen Worten schmhst du auch uns!
LUK 11:46 Er aber sprach: Und wehe auch euch Schriftgelehrten; denn ihr 
ladet den Menschen unertrgliche Brden auf, und ihr selbst rhret die 
Brden nicht mit einem Finger an.
LUK 11:47 Wehe euch, da ihr die Grabmler der Propheten bauet! Eure Vter 
aber haben sie gettet.
LUK 11:48 So besttiget ihr also die Taten eurer Vter und habt 
Wohlgefallen daran; denn jene haben sie gettet, ihr aber bauet [ihre 
Grabmler].
LUK 11:49 Darum hat auch die Weisheit Gottes gesprochen: Ich will 
Propheten und Apostel zu ihnen senden, und sie werden etliche von ihnen 
tten und verfolgen;
LUK 11:50 auf da von diesem Geschlecht das Blut aller Propheten gefordert 
werde, welches seit Erschaffung der Welt vergossen worden ist,
LUK 11:51 vom Blute Abels an bis auf das Blut Zacharias, welcher zwischen 
dem Altar und dem Tempel umkam. Ja, ich sage euch, es wird von diesem 
Geschlecht gefordert werden!
LUK 11:52 Wehe euch Schriftgelehrten, da ihr den Schlssel der Erkenntnis 
weggenommen habt! Ihr selbst seid nicht hineingegangen, und die, welche 
hineingehen wollten, habt ihr daran gehindert!
LUK 11:53 Und als er von dort herauskam, fingen die Schriftgelehrten und 
Phariser an, ihm hart zuzusetzen und ihn ber vieles auszufragen,
LUK 11:54 wobei sie ihm auflauerten, um etwas aus seinem Munde zu 
erhaschen.
LUK 12:1 Als sich inzwischen das Volk zu Zehntausenden gesammelt hatte, so 
da sie einander traten, fing er an, zu seinen Jngern zu sagen: Zuerst 
htet euch vor dem Sauerteig der Phariser, das heit, vor der Heuchelei!
LUK 12:2 Nichts aber ist verdeckt, das nicht aufgedeckt werden wird, und 
nichts verborgen, das nicht bekannt werden wird.
LUK 12:3 Darum wird man alles, was ihr im Finstern redet, am hellen Tage 
hren, und was ihr in den Kammern ins Ohr saget, wird auf den Dchern 
gepredigt werden.
LUK 12:4 Ich sage aber euch, meinen Freunden: Frchtet euch nicht vor 
denen, die den Leib tten und nachher nichts weiteres tun knnen.
LUK 12:5 Ich will euch aber zeigen, wen ihr frchten sollt: Frchtet den, 
welcher, nachdem er gettet, auch Macht hat, in die Hlle zu werfen! Ja, 
ich sage euch, den frchtet!
LUK 12:6 Verkauft man nicht fnf Sperlinge um zwei Pfennige? Und nicht ein 
einziger von ihnen ist vor Gott vergessen.
LUK 12:7 Aber auch die Haare eures Hauptes sind alle gezhlt. Darum 
frchtet euch nicht! Ihr seid mehr wert als viele Sperlinge.
LUK 12:8 Ich sage euch aber: Ein jeglicher, der sich zu mir bekennen wird 
vor den Menschen, zu dem wird sich auch des Menschen Sohn bekennen vor den 
Engeln Gottes;
LUK 12:9 wer mich aber verleugnet hat vor den Menschen, der wird 
verleugnet werden vor den Engeln Gottes.
LUK 12:10 Und einem jeglichen, der ein Wort gegen den Menschensohn reden 
wird, dem wird vergeben werden; wer aber gegen den heiligen Geist lstert, 
dem wird nicht vergeben werden.
LUK 12:11 Wenn sie euch aber vor die Synagogen und vor die Frsten und 
Obrigkeiten fhren, so sorget nicht, wie oder womit ihr euch verteidigen 
oder was ihr sagen sollt;
LUK 12:12 denn der heilige Geist wird euch in derselben Stunde lehren, was 
ihr sagen sollt.
LUK 12:13 Es sprach aber einer aus dem Volke zu ihm: Meister, sage meinem 
Bruder, da er das Erbe mit mir teile!
LUK 12:14 Er aber sprach zu ihm: Mensch, wer hat mich zum Richter oder 
Erbteiler ber euch gesetzt?
LUK 12:15 Er sagte aber zu ihnen: Sehet zu und htet euch vor jeglicher 
Habsucht! Denn niemandes Leben hngt von dem berflu ab, den er an Gtern 
hat.
LUK 12:16 Und er sagte ihnen ein Gleichnis und sprach: Eines reichen 
Mannes Feld hatte viel Frucht getragen.
LUK 12:17 Und er dachte bei sich selbst und sprach: Was soll ich tun, da 
ich keinen Platz habe, wo ich meine Frchte aufspeichern kann?
LUK 12:18 Und er sprach: Das will ich tun, ich will meine Scheunen 
abbrechen und grere bauen und will darin alles, was mir gewachsen ist, 
und meine Gter aufspeichern
LUK 12:19 und will zu meiner Seele sagen: Seele, du hast einen groen 
Vorrat auf viele Jahre; habe nun Ruhe, i, trink und sei guten Muts!
LUK 12:20 Aber Gott sprach zu ihm: Du Narr! In dieser Nacht wird man deine 
Seele von dir fordern; und wem wird gehren, was du bereitet hast?
LUK 12:21 So geht es dem, der fr sich selbst Schtze sammelt und nicht 
reich ist fr Gott.
LUK 12:22 Und er sprach zu seinen Jngern: Darum sage ich euch, sorget 
euch nicht um euer Leben, was ihr essen, noch fr den Leib, was ihr 
anziehen werdet.
LUK 12:23 Das Leben ist mehr als die Speise und der Leib mehr als die 
Kleidung.
LUK 12:24 Betrachtet die Raben! Sie sen nicht und ernten nicht, sie haben 
weder Speicher noch Scheunen, und Gott nhrt sie doch. Wieviel mehr seid 
ihr wert als die Vgel!
LUK 12:25 Wer aber von euch kann mit seinem Sorgen seiner Lnge eine Elle 
hinzusetzen?
LUK 12:26 Wenn ihr nun das Geringste nicht vermget, was sorget ihr euch 
um das brige?
LUK 12:27 Betrachtet die Lilien, wie sie wachsen! Sie spinnen nicht und 
weben nicht; ich sage euch aber, da auch Salomo in aller seiner 
Herrlichkeit nicht gekleidet gewesen ist wie eine von ihnen!
LUK 12:28 Wenn aber Gott das Gras auf dem Felde, das heute steht und 
morgen in den Ofen geworfen wird, so kleidet, wieviel mehr euch, ihr 
Kleinglubigen!
LUK 12:29 Fraget auch ihr nicht darnach, was ihr essen oder was ihr 
trinken sollt und reget euch nicht auf!
LUK 12:30 Denn nach dem allem trachten die Heiden der Welt; euer Vater 
aber wei, da ihr dessen bedrfet.
LUK 12:31 Trachtet vielmehr nach seinem Reiche, so wird euch solches 
hinzugelegt werden.
LUK 12:32 Frchte dich nicht, du kleine Herde; denn es hat eurem Vater 
gefallen, euch das Reich zu geben!
LUK 12:33 Verkaufet eure Habe und gebet Almosen! Machet euch Beutel, die 
nicht veralten, einen Schatz, der nicht ausgeht, im Himmel, wo kein Dieb 
hinkommt und keine Motte ihr Zerstrungswerk treibt.
LUK 12:34 Denn wo euer Schatz ist, da wird auch euer Herz sein.
LUK 12:35 Es sollen eure Lenden umgrtet sein und eure Lichter brennend;
LUK 12:36 und seid gleich den Menschen, die ihren Herrn erwarten, wenn er 
von der Hochzeit aufbrechen wird, damit, wenn er kommt und anklopft, sie 
ihm alsbald auftun.
LUK 12:37 Selig sind diese Knechte, welche der Herr, wenn er kommt, 
wachend finden wird! Wahrlich, ich sage euch, er wird sich schrzen und 
sie zu Tische fhren und hinzutreten und sie bedienen.
LUK 12:38 Und wenn er in der zweiten oder in der dritten Nachtwache kommt 
und sie so findet, selig sind diese Knechte!
LUK 12:39 Das aber merket: Wenn der Hausvater wte, zu welcher Stunde der 
Dieb kme, so wrde er wachen und nicht in sein Haus einbrechen lassen.
LUK 12:40 Darum seid auch ihr bereit! Denn des Menschen Sohn kommt zu 
einer Stunde, da ihr es nicht meinet.
LUK 12:41 Da sprach Petrus zu ihm: Herr, sagst du dieses Gleichnis fr uns 
oder auch fr alle?
LUK 12:42 Der Herr aber sprach: Wer ist wohl der treue und kluge 
Haushalter, den der Herr ber sein Gesinde setzen wird, damit er ihnen zur 
rechten Zeit die verordnete Speise gebe?
LUK 12:43 Selig ist jener Knecht, welchen sein Herr, wenn er kommt, bei 
solchem Tun finden wird.
LUK 12:44 Wahrlich, ich sage euch, er wird ihn ber alle seine Gter 
setzen.
LUK 12:45 Wenn aber jener Knecht in seinem Herzen spricht: Mein Herr sumt 
zu kommen! und anfngt, die Knechte und die Mgde zu schlagen, auch zu 
essen und zu trinken und sich zu berauschen,
LUK 12:46 so wird der Herr jenes Knechtes an einem Tage kommen, da er es 
nicht erwartet, und zu einer Stunde, die er nicht wei; und wird ihn 
entzweihauen und ihm sein Teil mit den Unglubigen geben.
LUK 12:47 Der Knecht aber, der seines Herrn Willen kannte und sich nicht 
bereit hielt, auch nicht nach seinem Willen tat, wird viele Streiche 
erleiden mssen;
LUK 12:48 wer ihn aber nicht kannte und doch tat, was der Streiche wert 
ist, der wird wenig leiden mssen. Denn welchem viel gegeben ist, bei dem 
wird man viel suchen; und wem viel anvertraut ist, von dem wird man desto 
mehr fordern.
LUK 12:49 Ich bin gekommen, Feuer auf die Erde zu schleudern, und wie 
wollte ich, es wre schon entzndet!
LUK 12:50 Aber ich habe eine Taufe zu bestehen, und wie drngt es mich, 
bis sie vollbracht ist!
LUK 12:51 Meinet ihr, da ich gekommen sei, Frieden zu spenden auf Erden? 
Nein, ich sage euch, sondern eher Zwietracht.
LUK 12:52 Denn von nun an werden fnf in einem Hause entzweit sein, drei 
wider zwei und zwei wider drei,
LUK 12:53 der Vater wider den Sohn und der Sohn wider den Vater, die 
Mutter wider die Tochter und die Tochter wider die Mutter, die 
Schwiegermutter wider ihre Schwiegertochter und die Schwiegertochter wider 
ihre Schwiegermutter.
LUK 12:54 Er sprach aber auch zu dem Volke: Wenn ihr eine Wolke aufsteigen 
sehet vom Westen her, so saget ihr sofort: Es gibt Regen! Und es geschieht.
LUK 12:55 Und wenn der Sdwind weht, so saget ihr: Es wird hei! Und es 
geschieht.
LUK 12:56 Ihr Heuchler, das Aussehen der Erde und des Himmels knnt ihr 
beurteilen; wie kommt es aber, da ihr diese Zeit nicht zu prfen versteht?
LUK 12:57 Warum entscheidet ihr aber nicht von euch selbst aus, was recht 
ist?
LUK 12:58 Denn wenn du mit deinem Widersacher zur Obrigkeit gehst, so gib 
dir auf dem Wege Mhe, seiner loszuwerden, damit er dich nicht vor den 
Richter schleppe und der Richter dich dem Schergen berantworte und der 
Scherge dich ins Gefngnis werfe.
LUK 12:59 Ich sage dir, du wirst von dannen nicht herauskommen, bis du 
auch den letzten Heller bezahlt hast!
LUK 13:1 Es kamen aber zur selben Zeit etliche herbei, die ihm von den 
Galilern berichteten, deren Blut Pilatus mit ihren Opfern vermischt hatte.
LUK 13:2 Und er antwortete und sprach zu ihnen: Meinet ihr, da diese 
Galiler mehr als alle andern Galiler Snder gewesen seien, weil sie 
solches erlitten haben?
LUK 13:3 Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Bue tut, werdet ihr 
alle auch so umkommen.
LUK 13:4 Oder jene achtzehn, auf welche der Turm in Siloa fiel und sie 
erschlug, meinet ihr, da sie schuldiger gewesen seien als alle andern 
Leute, die zu Jerusalem wohnen?
LUK 13:5 Nein, sage ich euch; sondern wenn ihr nicht Bue tut, so werdet 
ihr alle auch so umkommen!
LUK 13:6 Er sagte aber dieses Gleichnis: Es hatte jemand einen Feigenbaum, 
der war in seinem Weinberg gepflanzt; und er kam und suchte Frucht darauf 
und fand keine.
LUK 13:7 Da sprach er zu dem Weingrtner: Siehe, ich komme nun schon drei 
Jahre und suche Frucht an diesem Feigenbaum und finde keine. Haue ihn ab! 
Was hindert er das Land?
LUK 13:8 Er aber antwortete und sprach zu ihm: Herr, la ihn noch dieses 
Jahr, bis ich um ihn gegraben und Dnger gelegt habe.
LUK 13:9 Vielleicht bringt er noch Frucht; wenn nicht, so haue ihn darnach 
ab!
LUK 13:10 Er lehrte aber in einer der Synagogen am Sabbat.
LUK 13:11 Und siehe, da war eine Frau, die seit achtzehn Jahren einen 
Geist der Krankheit hatte, und sie war verkrmmt und konnte sich gar nicht 
aufrichten.
LUK 13:12 Als nun Jesus sie sah, rief er sie zu sich und sprach zu ihr: 
Weib, du bist erlst von deiner Krankheit!
LUK 13:13 Und er legte ihr die Hnde auf, und sie wurde sogleich gerade 
und pries Gott.
LUK 13:14 Da ward der Synagogenvorsteher entrstet, da Jesus am Sabbat 
heilte, und sprach zum Volke: Es sind sechs Tage, an welchen man arbeiten 
soll; an diesen kommet und lasset euch heilen, und nicht am Sabbattag!
LUK 13:15 Aber der Herr antwortete und sprach: Du Heuchler, lst nicht 
jeder von euch am Sabbat seinen Ochsen oder Esel von der Krippe und fhrt 
ihn zur Trnke?
LUK 13:16 Diese aber, eine Tochter Abrahams, die der Satan, siehe, schon 
achtzehn Jahre gebunden hielt, sollte nicht von diesem Bande gelst werden 
am Sabbattag?
LUK 13:17 Und als er das sagte, wurden alle seine Widersacher beschmt; 
und alles Volk freute sich ber alle die herrlichen Taten, die durch ihn 
geschahen.
LUK 13:18 Da sprach er: Wem ist das Reich Gottes gleich, und wem soll ich 
es vergleichen?
LUK 13:19 Es ist einem Senfkorn gleich, welches ein Mensch nahm und in 
seinen Garten warf. Und es wuchs und ward zu einem Baume, und die Vgel 
des Himmels nisteten auf seinen Zweigen.
LUK 13:20 Und wiederum sprach er: Wem soll ich das Reich Gottes 
vergleichen?
LUK 13:21 Es ist einem Sauerteig gleich, den ein Weib nahm und unter drei 
Scheffel Mehl mengte, bis es ganz durchsuert war.
LUK 13:22 Und er zog durch Stdte und Drfer und lehrte und setzte seine 
Reise nach Jerusalem fort.
LUK 13:23 Es sprach aber einer zu ihm: Herr, werden wenige gerettet? Er 
aber sprach zu ihnen:
LUK 13:24 Ringet darnach, da ihr eingehet durch die enge Pforte! Denn 
viele, sage ich euch, werden einzugehen suchen und es nicht vermgen.
LUK 13:25 Wenn einmal der Hausherr aufgestanden ist und die Tre 
verschlossen hat, werdet ihr anfangen drauen zu stehen und an die Tr zu 
klopfen und zu sagen: Herr, tu uns auf! Dann wird er antworten und zu euch 
sagen: Ich wei nicht, woher ihr seid!
LUK 13:26 Alsdann werdet ihr anheben zu sagen: Wir haben vor dir gegessen 
und getrunken, und auf unsern Gassen hast du gelehrt!
LUK 13:27 Und er wird antworten: Ich sage euch, ich wei nicht, woher ihr 
seid; weichet alle von mir, ihr beltter!
LUK 13:28 Da wird das Heulen und das Zhneknirschen sein, wenn ihr 
Abraham, Isaak und Jakob und alle Propheten im Reiche Gottes sehen werdet, 
euch selbst aber hinausgestoen!
LUK 13:29 Und sie werden kommen von Morgen und von Abend, von Mitternacht 
und von Mittag, und zu Tische sitzen im Reiche Gottes.
LUK 13:30 Und siehe, es sind Letzte, die werden die Ersten sein; und es 
sind Erste, die werden die Letzten sein.
LUK 13:31 Zur selben Stunde traten etliche Phariser hinzu und sagten zu 
ihm: Geh fort und reise ab von hier; denn Herodes will dich tten!
LUK 13:32 Und er sprach zu ihnen: Gehet hin und saget diesem Fuchs: Siehe, 
ich treibe Dmonen aus und vollbringe Heilungen heute und morgen, und am 
dritten Tage bin ich am Ziel.
LUK 13:33 Doch mu ich heute und morgen und bermorgen reisen; denn es 
geht nicht an, da ein Prophet auerhalb Jerusalems umkomme.
LUK 13:34 Jerusalem, Jerusalem, die du die Propheten ttest und steinigst, 
die zu dir gesandt werden; wie oft habe ich deine Kinder sammeln wollen, 
wie eine Henne ihre Kchlein unter ihre Flgel, aber ihr habt nicht 
gewollt!
LUK 13:35 Siehe, euer Haus wird euch selbst berlassen! Ich sage euch, ihr 
werdet mich nicht mehr sehen, bis ihr sagen werdet: Gelobt sei, der da 
kommt im Namen des Herrn!
LUK 14:1 Und es begab sich, als er am Sabbat in das Haus eines Obersten 
der Phariser ging, um zu speisen, da beobachteten sie ihn.
LUK 14:2 Und siehe, da war ein wasserschtiger Mensch vor ihm.
LUK 14:3 Und Jesus hob an und sprach zu den Schriftgelehrten und 
Pharisern: Ist es erlaubt, am Sabbat zu heilen, oder nicht?
LUK 14:4 Sie aber schwiegen. Da rhrte er ihn an und machte ihn gesund und 
entlie ihn.
LUK 14:5 Und er sprach zu ihnen: Wer von euch, wenn ihm sein Ochse oder 
Esel in den Brunnen fllt, wird ihn nicht alsbald herausziehen am 
Sabbattag?
LUK 14:6 Und sie vermochten ihm nichts dagegen zu antworten.
LUK 14:7 Er sagte aber zu den Gsten ein Gleichnis, da er bemerkte, wie 
sie die ersten Pltze auswhlten, und sprach zu ihnen:
LUK 14:8 Wenn du von jemand zur Hochzeit geladen bist, so setze dich nicht 
obenan, damit nicht etwa ein Vornehmerer als du von ihm geladen sei
LUK 14:9 und nun der, der dich und ihn geladen hat, komme und zu dir sage: 
Mache diesem Platz! und du dann beschmt den letzten Platz einnehmen 
mssest.
LUK 14:10 Sondern wenn du geladen bist, so gehe hin und setze dich auf den 
letzten Platz, damit der, welcher dich eingeladen hat, wenn er kommt, zu 
dir spreche: Freund, rcke hinauf! Dann wirst du Ehre haben vor denen, die 
mit dir zu Tische sitzen.
LUK 14:11 Denn wer sich selbst erhht, der wird erniedrigt werden; und wer 
sich selbst erniedrigt, der wird erhht werden.
LUK 14:12 Er sagte aber auch zu dem, der ihn geladen hatte: Wenn du ein 
Mittags oder Abendmahl machst, so lade nicht deine Freunde, noch deine 
Brder, noch deine Verwandten, noch reiche Nachbarn ein, damit nicht etwa 
auch sie dich wieder einladen und dir Vergeltung werde;
LUK 14:13 sondern wenn du ein Gastmahl machst, so lade Arme, Krppel, 
Lahme, Blinde ein,
LUK 14:14 so wirst du selig sein; denn weil sie es dir nicht vergelten 
knnen, wird es dir vergolten werden in der Auferstehung der Gerechten.
LUK 14:15 Als nun einer, der mit ihm zu Tische sa, solches hrte, sprach 
er zu ihm: Selig ist, wer das Brot it im Reiche Gottes!
LUK 14:16 Er aber sprach zu ihm: Ein Mensch machte ein groes Mahl und lud 
viele dazu.
LUK 14:17 Und er sandte seinen Knecht zur Stunde des Mahles, den Geladenen 
zu sagen: Kommet, denn es ist schon alles bereit!
LUK 14:18 Und sie fingen alle einstimmig an, sich zu entschuldigen. Der 
erste sprach zu ihm: Ich habe einen Acker gekauft und bin gentigt, 
hinauszugehen und ihn zu besehen; ich bitte dich, entschuldige mich!
LUK 14:19 Und ein anderer sprach: Ich habe fnf Joch Ochsen gekauft und 
gehe hin, sie zu prfen; ich bitte dich, entschuldige mich!
LUK 14:20 Wieder ein anderer sprach: Ich habe eine Frau genommen, darum 
kann ich nicht kommen!
LUK 14:21 Und der Knecht kam wieder und berichtete das seinem Herrn. Da 
wurde der Hausherr zornig und sprach zu seinem Knechte: Geh eilends hinaus 
auf die Gassen und Pltze der Stadt und fhre die Armen und Krppel und 
Lahmen und Blinden herein!
LUK 14:22 Und der Knecht sprach: Herr, es ist geschehen, wie du befohlen 
hast; es ist aber noch Raum da!
LUK 14:23 Und der Herr sprach zu dem Knecht: Geh hinaus an die Landstraen 
und Zune und ntige sie hereinzukommen, damit mein Haus voll werde!
LUK 14:24 Denn ich sage euch, da keiner jener Mnner, die geladen waren, 
mein Mahl schmecken wird.
LUK 14:25 Es zog aber eine groe Volksmenge mit ihm, und er wandte sich um 
und sprach zu ihnen:
LUK 14:26 Wenn jemand zu mir kommt und nicht seinen Vater und die Mutter, 
Weib und Kinder, Brder und Schwestern hat, dazu aber auch seine eigene 
Seele, der kann nicht mein Jnger sein.
LUK 14:27 Und wer nicht sein Kreuz trgt und hinter mir her kommt, der 
kann nicht mein Jnger sein.
LUK 14:28 Denn wer von euch, der einen Turm bauen will, setzt sich nicht 
zuvor hin und berechnet die Kosten, ob er genug habe zur gnzlichen 
Ausfhrung,
LUK 14:29 damit nicht etwa, wenn er den Grund gelegt hat und es nicht zu 
vollenden vermag, alle, die es sehen, anfangen, ber ihn zu spotten
LUK 14:30 und zu sagen: Dieser Mensch fing an zu bauen und vermochte es 
nicht zu vollenden!
LUK 14:31 Oder welcher Knig, der auszieht, um mit einem andern Knig 
Krieg zu fhren, setzt sich nicht zuvor hin und bert, ob er imstande sei, 
mit zehntausend dem zu begegnen, der mit zwanzigtausend gegen ihn anrckt?
LUK 14:32 Wenn aber nicht, so sendet er, solange jener noch fern ist, eine 
Botschaft und bittet um die Friedensbedingungen.
LUK 14:33 So kann auch keiner von euch, der nicht allem entsagt, was er 
hat, mein Jnger sein.
LUK 14:34 Das Salz ist gut; wenn aber auch das Salz fade wird, womit soll 
es gewrzt werden?
LUK 14:35 Es ist weder fr das Erdreich, noch fr den Dnger tauglich; man 
wirft es hinaus. Wer Ohren hat zu hren, der hre!
LUK 15:1 Es pflegten ihm aber alle Zllner und Snder zu nahen, um ihn zu 
hren.
LUK 15:2 Und die Phariser und Schriftgelehrten murrten und sprachen: 
Dieser nimmt die Snder an und it mit ihnen!
LUK 15:3 Er sagte aber zu ihnen dieses Gleichnis und sprach:
LUK 15:4 Welcher Mensch ist unter euch, der hundert Schafe hat und eins 
von ihnen verliert, der nicht die neunundneunzig in der Wste lt und dem 
verlornen nachgeht, bis er es findet?
LUK 15:5 Und wenn er es gefunden hat, nimmt er es auf seine Schulter mit 
Freuden;
LUK 15:6 und wenn er nach Hause kommt, ruft er die Freunde und Nachbarn 
zusammen und spricht zu ihnen: Freuet euch mit mir; denn ich habe mein 
Schaf gefunden, das verloren war!
LUK 15:7 Ich sage euch, also wird Freude sein im Himmel ber einen Snder, 
der Bue tut, mehr als ber neunundneunzig Gerechte, die der Bue nicht 
bedrfen.
LUK 15:8 Oder welche Frau, die zehn Drachmen hat, wenn sie eine Drachme 
verliert, zndet nicht ein Licht an und kehrt das Haus und sucht mit 
Flei, bis sie sie findet?
LUK 15:9 Und wenn sie sie gefunden hat, ruft sie die Freundinnen und 
Nachbarinnen zusammen und spricht: Freuet euch mit mir; denn ich habe die 
Drachme gefunden, die ich verloren hatte!
LUK 15:10 Also, sage ich euch, ist Freude vor den Engeln Gottes ber einen 
Snder, der Bue tut.
LUK 15:11 Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Shne.
LUK 15:12 Und der jngere sprach zum Vater: Gib mir, Vater, den Teil des 
Vermgens, der mir zufllt! Und er teilte ihnen das Gut.
LUK 15:13 Und nicht lange darnach packte der jngere Sohn alles zusammen 
und reiste in ein fernes Land, und dort verschleuderte er sein Vermgen 
mit liederlichem Leben.
LUK 15:14 Nachdem er aber alles aufgebraucht hatte, kam eine gewaltige 
Hungersnot ber jenes Land, und auch er fing an, Mangel zu leiden.
LUK 15:15 Da ging er hin und hngte sich an einen Brger jenes Landes; der 
schickte ihn auf seinen Acker, die Schweine zu hten.
LUK 15:16 Und er begehrte, sich zu sttigen mit den Schoten, welche die 
Schweine fraen; und niemand gab sie ihm.
LUK 15:17 Er kam aber zu sich selbst und sprach: Wie viele Tagelhner 
meines Vaters haben Brot im berflu, ich aber verderbe hier vor Hunger!
LUK 15:18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm 
sagen: Vater, ich habe gesndigt gegen den Himmel und vor dir,
LUK 15:19 ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heien; mache mich zu 
einem deiner Tagelhner!
LUK 15:20 Und er machte sich auf und ging zu seinem Vater. Als er aber 
noch fern war, sah ihn sein Vater und hatte Erbarmen, lief, fiel ihm um 
den Hals und kte ihn.
LUK 15:21 Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesndigt gegen den 
Himmel und vor dir, ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heien!
LUK 15:22 Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringet eilends das 
beste Feierkleid her und ziehet es ihm an, und gebet ihm einen Ring an die 
Hand und Schuhe an die Fe;
LUK 15:23 und bringet das gemstete Kalb her und schlachtet es; lasset uns 
essen und frhlich sein!
LUK 15:24 Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; 
er war verloren und ist wiedergefunden worden. Und sie fingen an, frhlich 
zu sein.
LUK 15:25 Aber sein lterer Sohn war auf dem Felde; und als er kam und 
sich dem Hause nherte, hrte er Musik und Tanz.
LUK 15:26 Und er rief einen der Knechte herbei und erkundigte sich, was 
das sei.
LUK 15:27 Der sprach zu ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat 
das gemstete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiedererhalten hat.
LUK 15:28 Da ward er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber 
ging hinaus und redete ihm zu.
LUK 15:29 Er aber antwortete und sprach zum Vater: Siehe, so viele Jahre 
diene ich dir und habe nie dein Gebot bertreten; und mir hast du nie 
einen Bock gegeben, damit ich mit meinen Freunden frhlich wre.
LUK 15:30 Da aber dieser dein Sohn gekommen ist, der dein Gut mit Dirnen 
verschlungen hat, hast du ihm das gemstete Kalb geschlachtet!
LUK 15:31 Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und 
alles, was mein ist, das ist dein.
LUK 15:32 Man mute aber frhlich sein und sich freuen; denn dieser dein 
Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, er war verloren und ist 
wiedergefunden worden!
LUK 16:1 Er sagte aber auch zu den Jngern: Es war ein reicher Mann, der 
hatte einen Haushalter; und dieser wurde bei ihm verklagt, da er ihm 
seine Gter verschleudere.
LUK 16:2 Und er rief ihn zu sich und sprach zu ihm: Was hre ich da von 
dir? Lege Rechnung ab von deiner Verwaltung; denn du kannst hinfort nicht 
mehr Haushalter sein!
LUK 16:3 Da sprach der Haushalter bei sich selbst: Was soll ich tun, da 
mein Herr mir die Verwaltung nimmt? Graben kann ich nicht; zu betteln 
schme ich mich.
LUK 16:4 Ich wei, was ich tun will, damit sie mich, wenn ich der 
Verwaltung enthoben bin, in ihre Huser aufnehmen.
LUK 16:5 Und er rief einen jeden der Schuldner seines Herrn zu sich und 
sprach zu dem ersten: Wieviel bist du meinem Herrn schuldig?
LUK 16:6 Der sprach: Hundert Bat l. Und er sprach zu ihm: Nimm deinen 
Schuldschein, setze dich und schreibe flugs fnfzig!
LUK 16:7 Darnach sprach er zu einem andern: Du aber, wieviel bist du 
schuldig? Der sagte: Hundert Kor Weizen. Und er spricht zu ihm: Nimm 
deinen Schuldschein und schreibe achtzig.
LUK 16:8 Und der Herr lobte den ungerechten Haushalter, da er klug 
gehandelt habe. Denn die Kinder dieser Welt sind ihrem Geschlecht 
gegenber klger als die Kinder des Lichts.
LUK 16:9 Auch ich sage euch: Machet euch Freunde mit dem ungerechten 
Mammon, auf da, wenn er [euch] ausgeht, sie euch aufnehmen in die ewigen 
Htten.
LUK 16:10 Wer im Kleinsten treu ist, der ist auch im Groen treu; und wer 
im Kleinsten ungerecht ist, der ist auch im Groen ungerecht.
LUK 16:11 Wenn ihr nun in dem ungerechten Mammon nicht treu waret, wer 
wird euch das Wahre anvertrauen?
LUK 16:12 Und wenn ihr mit dem fremden [Gut] nicht treu waret, wer wird 
euch das Eure geben?
LUK 16:13 Kein Knecht kann zwei Herren dienen; denn entweder wird er den 
einen hassen und den andern lieben, oder er wird dem einen anhangen und 
den andern verachten. Ihr knnt nicht Gott dienen und dem Mammon!
LUK 16:14 Das alles hrten aber auch die Phariser, die waren geldgierig 
und verspotteten ihn.
LUK 16:15 Und er sprach zu ihnen: Ihr seid es, die sich selbst 
rechtfertigen vor den Menschen, aber Gott kennt eure Herzen; denn was bei 
den Menschen hoch angesehen ist, das ist ein Greuel vor Gott.
LUK 16:16 Das Gesetz und die Propheten gehen bis auf Johannes; von da an 
wird das Reich Gottes durch das Evangelium verkndigt, und jedermann 
vergreift sich daran.
LUK 16:17 Es ist aber leichter, da Himmel und Erde vergehen, als da ein 
einziges Strichlein des Gesetzes falle.
LUK 16:18 Jeder, der sich von seinem Weibe scheidet und eine andere 
heiratet, der bricht die Ehe, und jeder, der eine von ihrem Manne 
Geschiedene heiratet, bricht auch die Ehe.
LUK 16:19 Es war aber ein reicher Mann, der kleidete sich in Purpur und 
kostbare Leinwand und lebte alle Tage herrlich und in Freuden.
LUK 16:20 Ein Armer aber, namens Lazarus, lag vor dessen Tr, voller 
Geschwre,
LUK 16:21 und begehrte, sich zu sttigen von dem, was von des Reichen 
Tische fiel; und es kamen sogar Hunde und leckten seine Geschwre.
LUK 16:22 Es begab sich aber, da der Arme starb und von den Engeln in 
Abrahams Scho getragen wurde. Es starb aber auch der Reiche und wurde 
begraben.
LUK 16:23 Und als er im Totenreich seine Augen erhob, da er Qualen litt, 
sieht er Abraham von ferne und Lazarus in seinem Scho.
LUK 16:24 Und er rief und sprach: Vater Abraham, erbarme dich meiner und 
sende Lazarus, da er die Spitze seines Fingers ins Wasser tauche und 
meine Zunge khle; denn ich leide Pein in dieser Flamme!
LUK 16:25 Abraham aber sprach: Sohn, bedenke, da du dein Gutes empfangen 
hast in deinem Leben und Lazarus gleichermaen das Bse; nun wird er 
getrstet, du aber wirst gepeinigt.
LUK 16:26 Und zu alledem ist zwischen uns und euch eine groe Kluft 
befestigt, so da die, welche von hier zu euch hinbersteigen wollen, es 
nicht knnen, noch die von dort es vermgen, zu uns herberzukommen.
LUK 16:27 Da sprach er: So bitte ich dich, Vater, da du ihn in das Haus 
meines Vaters sendest
LUK 16:28 denn ich habe fnf Brder, da er sie warne, damit nicht auch 
sie kommen an diesen Ort der Qual!
LUK 16:29 Spricht zu ihm Abraham: Sie haben Mose und die Propheten; auf 
diese sollen sie hren!
LUK 16:30 Er aber sprach: Nein, Vater Abraham, sondern wenn jemand von den 
Toten zu ihnen ginge, so wrden sie Bue tun!
LUK 16:31 Er aber sprach zu ihm: Wenn sie auf Mose und die Propheten nicht 
hren, so wrden sie sich auch nicht berzeugen lassen, wenn einer von den 
Toten auferstnde.
LUK 17:1 Er sprach aber zu den Jngern: Es ist unvermeidlich, da 
rgernisse kommen; wehe aber dem, durch welchen sie kommen!
LUK 17:2 Es wre fr ihn besser, wenn ein Mhlstein um seinen Hals gelegt 
und er ins Meer geworfen wrde, als da er einem dieser Kleinen rgernis 
gebe.
LUK 17:3 Habt acht auf euch selbst! Wenn aber dein Bruder sndigt, so 
weise ihn zurecht; und wenn es ihn reut, so vergib ihm.
LUK 17:4 Und wenn er siebenmal des Tages wider dich sndigte und siebenmal 
wieder zu dir kme und sprche: Es reut mich! so sollst du ihm vergeben.
LUK 17:5 Und die Apostel sprachen zum Herrn: Mehre uns den Glauben!
LUK 17:6 Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben httet wie ein Senfkorn, 
so wrdet ihr zu diesem Maulbeerbaum sagen: Entwurzle dich und verpflanze 
dich ins Meer! Und er wrde euch gehorchen.
LUK 17:7 Wer aber von euch wird zu seinem Knechte, der pflgt oder weidet, 
wenn er vom Felde heimkommt, sagen: Komm alsbald her und setze dich zu 
Tische?
LUK 17:8 Wird er nicht vielmehr zu ihm sagen: Bereite mir das Abendbrot, 
schrze dich und diene mir, bis ich gegessen und getrunken habe, und 
hernach i und trink du?
LUK 17:9 Dankt er wohl dem Knecht, da er getan hat, was ihm befohlen war? 
[Ich glaube nicht!]
LUK 17:10 Also auch ihr, wenn ihr alles getan habt, was euch befohlen war, 
so sprechet: Wir sind unntze Knechte; wir haben getan, was wir zu tun 
schuldig waren!
LUK 17:11 Und es begab sich, als er nach Jerusalem reiste, da er mitten 
durch Samaria und Galila zog.
LUK 17:12 Und bei seiner Ankunft in einem Dorf begegneten ihm zehn 
ausstzige Mnner, die von ferne stehen blieben.
LUK 17:13 Und sie erhoben ihre Stimme und sprachen: Jesus, Meister, 
erbarme dich unser!
LUK 17:14 Und als er sie sah, sprach er zu ihnen: Gehet hin und zeiget 
euch den Priestern! Und es begab sich, whrend sie hingingen, wurden sie 
rein.
LUK 17:15 Einer aber von ihnen, als er sah, da er geheilt worden war, 
kehrte wieder um und pries Gott mit lauter Stimme,
LUK 17:16 warf sich auf sein Angesicht zu Jesu Fen und dankte ihm; und 
das war ein Samariter.
LUK 17:17 Da antwortete Jesus und sprach: Sind nicht ihrer zehn rein 
geworden? Wo sind aber die neun?
LUK 17:18 Hat sich sonst keiner gefunden, der umgekehrt wre, um Gott die 
Ehre zu geben, als nur dieser Fremdling?
LUK 17:19 Und er sprach zu ihm: Steh auf und gehe hin; dein Glaube hat 
dich gerettet!
LUK 17:20 Als er aber von den Pharisern gefragt wurde, wann das Reich 
Gottes komme, antwortete er ihnen und sprach: Das Reich Gottes kommt nicht 
mit Aufsehen.
LUK 17:21 Man wird nicht sagen: Siehe hier! oder: Siehe dort ist es! Denn 
siehe, das Reich Gottes ist inwendig in euch.
LUK 17:22 Er sprach aber zu den Jngern: Es werden Tage kommen, da ihr 
begehren werdet, einen einzigen der Tage des Menschensohnes zu sehen, und 
ihr werdet ihn nicht sehen.
LUK 17:23 Und sie werden zu euch sagen: Siehe hier, siehe dort! Gehet 
nicht hin und laufet ihnen nicht nach.
LUK 17:24 Denn gleichwie der Blitz, wenn er erstrahlt, von einer 
Himmelsgegend bis zur andern leuchtet, also wird auch des Menschen Sohn an 
seinem Tage sein.
LUK 17:25 Zuvor aber mu er viel leiden und von diesem Geschlecht 
verworfen werden.
LUK 17:26 Und wie es in den Tagen Noahs zuging, so wird es auch sein in 
den Tagen des Menschensohnes:
LUK 17:27 Sie aen, sie tranken, sie freiten und lieen sich freien, bis 
zu dem Tage, da Noah in die Arche ging; und die Sndflut kam und vertilgte 
alle.
LUK 17:28 hnlich wie es in den Tagen Lots zuging: Sie aen, sie tranken, 
sie kauften und verkauften, sie pflanzten und bauten;
LUK 17:29 an dem Tage aber, da Lot aus Sodom wegging, regnete es Feuer und 
Schwefel vom Himmel und vertilgte alle.
LUK 17:30 Gerade so wird es sein an dem Tage, da des Menschen Sohn 
geoffenbart wird.
LUK 17:31 Wer an jenem Tage auf dem Dache ist und sein Gert im Hause hat, 
der steige nicht hinab, dasselbe zu holen; desgleichen, wer auf dem Felde 
ist, der kehre nicht wieder zurck.
LUK 17:32 Gedenket an Lots Weib!
LUK 17:33 Wer seine Seele zu erhalten sucht, der wird sie verlieren, und 
wer sie verliert, der wird ihr zum Leben verhelfen.
LUK 17:34 Ich sage euch, in dieser Nacht werden zwei in einem Bette sein, 
der eine wird genommen und der andere gelassen werden.
LUK 17:35 Zwei werden miteinander mahlen; eine wird genommen, die andere 
wird gelassen werden.
LUK 17:36 Zwei werden auf dem Felde sein; der eine wird genommen und der 
andere gelassen werden.
LUK 17:37 Und sie antworteten und sprachen zu ihm: Wo, Herr? Und er sprach 
zu ihnen: Wo das Aas ist, da versammeln sich auch die Adler.
LUK 18:1 Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis dafr, da sie allezeit 
beten und nicht nachlssig werden sollten,
LUK 18:2 nmlich: Es war ein Richter in einer Stadt, der Gott nicht 
frchtete und sich vor keinem Menschen scheute.
LUK 18:3 Es war aber eine Witwe in jener Stadt; die kam zu ihm und sprach: 
Schaffe mir Recht gegenber meinem Widersacher!
LUK 18:4 Und er wollte lange nicht; hernach aber sprach er bei sich 
selbst: Ob ich schon Gott nicht frchte und mich vor keinem Menschen 
scheue,
LUK 18:5 so will ich dennoch, weil mir diese Witwe Mhe macht, ihr Recht 
schaffen, damit sie nicht schlielich komme und mich ins Gesicht schlage.
LUK 18:6 Und der Herr sprach: Hret, was der ungerechte Richter sagt!
LUK 18:7 Sollte aber Gott nicht seinen Auserwhlten Recht schaffen, die 
Tag und Nacht zu ihm rufen, wenn er sie auch lange warten lt?
LUK 18:8 Ich sage euch, er wird ihnen Recht schaffen in Krze! Doch wenn 
des Menschen Sohn kommt, wird er auch den Glauben finden auf Erden?
LUK 18:9 Er sagte aber auch zu etlichen, die sich selbst vertrauten, da 
sie gerecht seien, und die brigen verachteten, dieses Gleichnis:
LUK 18:10 Es gingen zwei Menschen hinauf in den Tempel, um zu beten, der 
eine ein Phariser, der andere ein Zllner.
LUK 18:11 Der Phariser stellte sich hin und betete bei sich selbst also: 
O Gott, ich danke dir, da ich nicht bin wie die brigen Menschen, Ruber, 
Ungerechte, Ehebrecher, oder auch wie dieser Zllner.
LUK 18:12 Ich faste zweimal in der Woche und gebe den Zehnten von allem, 
was ich erwerbe.
LUK 18:13 Und der Zllner stand von ferne, wagte nicht einmal seine Augen 
zum Himmel zu erheben, sondern schlug an seine Brust und sprach: O Gott, 
sei mir Snder gndig!
LUK 18:14 Ich sage euch, dieser ging gerechtfertigt in sein Haus hinab, 
eher als jener; denn wer sich selbst erhht, der wird erniedrigt werden, 
und wer sich selbst erniedrigt, der wird erhht werden.
LUK 18:15 Sie brachten aber auch Kindlein zu ihm, damit er sie anrhre. Da 
es aber die Jnger sahen, schalten sie sie.
LUK 18:16 Aber Jesus rief sie zu sich und sprach: Lasset die Kinder zu mir 
kommen und wehret es ihnen nicht; denn fr solche ist das Reich Gottes.
LUK 18:17 Wahrlich, ich sage euch: Wer das Reich Gottes nicht annimmt wie 
ein Kind, wird gar nicht hineinkommen.
LUK 18:18 Und es fragte ihn ein Oberster und sprach: Guter Meister, was 
mu ich tun, um das ewige Leben zu ererben?
LUK 18:19 Da sprach Jesus zu ihm: Was nennst du mich gut? Niemand ist gut, 
als nur Gott allein.
LUK 18:20 Du weit die Gebote: Du sollst nicht ehebrechen! Du sollst 
nicht tten! Du sollst nicht stehlen! Du sollst nicht falsches Zeugnis 
reden! Ehre deinen Vater und deine Mutter!
LUK 18:21 Er aber sprach: Das habe ich alles gehalten von Jugend an.
LUK 18:22 Da Jesus das hrte, sprach er zu ihm: Eins fehlt dir noch; 
verkaufe alles, was du hast, und verteile es an die Armen, so wirst du 
einen Schatz im Himmel haben, und komm, folge mir nach!
LUK 18:23 Als er aber solches hrte, wurde er ganz traurig; denn er war 
sehr reich.
LUK 18:24 Als aber Jesus ihn so sah, sprach er: Wie schwer werden die 
Reichen ins Reich Gottes eingehen!
LUK 18:25 Denn es ist leichter, da ein Kamel durch ein Nadelhr gehe, als 
da ein Reicher in das Reich Gottes komme.
LUK 18:26 Da sprachen die, welche es hrten: Wer kann dann gerettet werden?
LUK 18:27 Er aber sprach: Was bei den Menschen unmglich ist, das ist bei 
Gott mglich.
LUK 18:28 Da sprach Petrus: Siehe, wir haben das Unsrige verlassen und 
sind dir nachgefolgt!
LUK 18:29 Er aber sprach zu ihnen: Wahrlich, ich sage euch: Es ist 
niemand, der Haus oder Weib oder Brder oder Eltern oder Kinder verlassen 
hat um des Reiches Gottes willen,
LUK 18:30 der es nicht vielfltig wieder empfinge in dieser Zeit und in 
der zuknftigen Weltzeit das ewige Leben!
LUK 18:31 Er nahm aber die Zwlf zu sich und sprach zu ihnen: Siehe, wir 
ziehen hinauf nach Jerusalem, und es wird alles erfllt werden, was durch 
die Propheten ber den Menschensohn geschrieben ist;
LUK 18:32 denn er wird den Heiden berliefert und verspottet und 
mihandelt und verspeit werden.
LUK 18:33 Und sie werden ihn geieln und tten, und am dritten Tage wird 
er wieder auferstehen.
LUK 18:34 Und sie verstanden nichts davon, und diese Rede war ihnen zu 
geheimnisvoll, und sie begriffen den Ausspruch nicht.
LUK 18:35 Es begab sich aber, als er sich Jericho nherte, sa ein Blinder 
am Wege und bettelte.
LUK 18:36 Und da er das Volk vorberziehen hrte, erkundigte er sich, was 
das sei.
LUK 18:37 Da verkndigten sie ihm, Jesus von Nazareth gehe vorber.
LUK 18:38 Und er rief und sprach: Jesus, du Sohn Davids, erbarme dich 
meiner!
LUK 18:39 Und die vorangingen, bedrohten ihn, er solle schweigen; er aber 
schrie noch viel mehr: Sohn Davids, erbarme dich meiner!
LUK 18:40 Da blieb Jesus stehen und hie ihn zu sich fhren. Und als er 
herangekommen war, fragte er ihn:
LUK 18:41 Was willst du, da ich dir tun soll? Er sprach: Herr, da ich 
sehend werde!
LUK 18:42 Und Jesus sprach zu ihm: Sei sehend! Dein Glaube hat dich 
gerettet!
LUK 18:43 Und alsbald wurde er sehend und folgte ihm nach und pries Gott; 
und alles Volk, das solches sah, lobte Gott.
LUK 19:1 Und er ging hinein und zog durch Jericho.
LUK 19:2 Und siehe, da war ein Mann, genannt Zachus, ein Oberzllner, und 
der war reich.
LUK 19:3 Und er begehrte, Jesus zu sehen, wer er sei, und konnte es nicht 
wegen der Volksmenge; denn er war klein von Person.
LUK 19:4 Da lief er voraus und stieg auf einen Maulbeerbaum, damit er ihn 
she; denn dort sollte er vorbeikommen.
LUK 19:5 Und als Jesus an den Ort kam, blickte er auf und sah ihn und 
sprach zu ihm: Zachus, steig eilends herab; denn heute mu ich in deinem 
Hause einkehren!
LUK 19:6 Und er stieg eilends herab und nahm ihn auf mit Freuden.
LUK 19:7 Als sie es aber sahen, murrten sie alle und sprachen: Er ist bei 
einem sndigen Mann eingekehrt, um Herberge zu nehmen!
LUK 19:8 Zachus aber trat hin und sprach zum Herrn: Siehe, Herr, die 
Hlfte meiner Gter gebe ich den Armen, und wenn ich jemand betrogen habe, 
so gebe ich es vierfltig zurck.
LUK 19:9 Jesus sprach zu ihm: Heute ist diesem Hause Heil widerfahren, 
dieweil auch er ein Sohn Abrahams ist;
LUK 19:10 denn des Menschen Sohn ist gekommen, zu suchen und zu retten, 
was verloren ist.
LUK 19:11 Als sie aber solches hrten, fuhr er fort und sagte ein 
Gleichnis, weil er nahe bei Jerusalem war und sie meinten, das Reich 
Gottes wrde unverzglich erscheinen.
LUK 19:12 Er sprach nun: Ein Edelmann zog in ein fernes Land, um sich die 
Knigswrde zu holen und alsdann wiederzukommen.
LUK 19:13 Da rief er zehn seiner Knechte und gab ihnen zehn Pfunde und 
sprach zu ihnen: Handelt damit, bis ich wiederkomme!
LUK 19:14 Seine Brger aber haten ihn und schickten ihm eine 
Gesandtschaft nach und lieen sagen: Wir wollen nicht, da dieser ber uns 
Knig werde!
LUK 19:15 Und es begab sich, als er wiederkam, nachdem er die Knigswrde 
empfangen, da lie er die Knechte, denen er das Geld gegeben hatte, vor 
sich rufen, um zu erfahren, was ein jeder erhandelt habe.
LUK 19:16 Da kam der erste und sprach: Herr, dein Pfund hat zehn Pfund 
dazugewonnen!
LUK 19:17 Und er sprach zu ihm: Recht so, du braver Knecht! Weil du im 
Geringsten treu gewesen bist, sollst du Macht haben ber zehn Stdte!
LUK 19:18 Und der zweite kam und sprach: Herr, dein Pfund hat fnf Pfund 
erworben!
LUK 19:19 Er sprach auch zu diesem: Und du sollst ber fnf Stdte gesetzt 
sein!
LUK 19:20 Und ein anderer kam und sprach: Herr, siehe, hier ist dein 
Pfund, welches ich im Schweituch aufbewahrt habe!
LUK 19:21 Denn ich frchtete dich, weil du ein strenger Mann bist; du 
nimmst, was du nicht hingelegt, und erntest, was du nicht gest hast.
LUK 19:22 Da sprach er zu ihm: Aus deinem Munde will ich dich richten, du 
bser Knecht! Wutest du, da ich ein strenger Mann bin, da ich nehme, 
was ich nicht hingelegt, und ernte, was ich nicht gest habe?
LUK 19:23 Warum hast du denn mein Geld nicht auf der Bank angelegt, so da 
ich es bei meiner Ankunft mit Zinsen htte einziehen knnen?
LUK 19:24 Und zu den Umstehenden sprach er: Nehmet ihm das Pfund und gebet 
es dem, der die zehn Pfunde hat!
LUK 19:25 Da sagten sie zu ihm: Herr, er hat schon zehn Pfunde!
LUK 19:26 Ich sage euch: Wer da hat, dem wird gegeben werden; von dem 
aber, der nicht hat, wird auch das genommen werden, was er hat.
LUK 19:27 Doch diese meine Feinde, die nicht wollten, da ich Knig ber 
sie werde, bringet her und erwrget sie vor mir!
LUK 19:28 Und nachdem er das gesagt, zog er weiter und reiste hinauf nach 
Jerusalem.
LUK 19:29 Und es begab sich, als er in die Nhe von Bethphage und 
Bethanien kam, zu dem Berge, welcher lberg heit, sandte er zwei seiner 
Jnger
LUK 19:30 und sprach: Gehet hin in den Flecken, der vor euch liegt; und 
wenn ihr hineinkommt, werdet ihr ein Fllen angebunden finden, auf dem 
noch nie ein Mensch gesessen ist; bindet es los und fhret es her.
LUK 19:31 Und wenn euch jemand fragt: Warum bindet ihr es los? so sprechet 
also: Der Herr bedarf seiner!
LUK 19:32 Da gingen die Abgesandten hin und fanden es, wie er ihnen gesagt 
hatte.
LUK 19:33 Als sie aber das Fllen losbanden, sprachen die Herren desselben 
zu ihnen: Warum bindet ihr das Fllen los?
LUK 19:34 Sie aber sprachen: Der Herr bedarf seiner!
LUK 19:35 Und sie brachten es zu Jesus und warfen ihre Kleider auf das 
Fllen und setzten Jesus darauf.
LUK 19:36 Als er aber weiterzog, breiteten sie auf dem Wege ihre Kleider 
aus.
LUK 19:37 Als er sich aber schon dem Abhang des lberges nherte, fing die 
ganze Menge der Jnger freudig an, Gott zu loben mit lauter Stimme wegen 
all der Taten, die sie gesehen hatten,
LUK 19:38 und sprachen: Gepriesen sei der Knig, der da kommt im Namen des 
Herrn! Friede im Himmel und Ehre in der Hhe!
LUK 19:39 Und etliche der Phariser unter dem Volk sprachen zu ihm: 
Meister, weise deine Jnger zurecht!
LUK 19:40 Und er antwortete und sprach: Ich sage euch, wenn diese 
schweigen, so werden die Steine schreien!
LUK 19:41 Und als er nher kam und die Stadt sah, weinte er ber sie
LUK 19:42 und sprach: Wenn doch auch du erkannt httest an diesem deinem 
Tage, was zu deinem Frieden dient!
LUK 19:43 Nun aber ist es vor deinen Augen verborgen, da Tage ber dich 
kommen werden, da deine Feinde einen Wall gegen dich aufwerfen, dich 
ringsum einschlieen und von allen Seiten ngstigen
LUK 19:44 und dich dem Erdboden gleich machen werden, auch deine Kinder in 
dir, und in dir keinen Stein auf dem andern lassen werden, darum, weil du 
die Zeit deiner Heimsuchung nicht erkannt hast!
LUK 19:45 Und er ging in den Tempel hinein und fing an, die Verkufer und 
Kufer auszutreiben, und sprach zu ihnen:
LUK 19:46 Es steht geschrieben: Mein Haus ist ein Bethaus. Ihr aber habt 
eine Ruberhhle daraus gemacht!
LUK 19:47 Und er lehrte tglich im Tempel; die Hohenpriester aber und die 
Schriftgelehrten und die Vornehmsten des Volkes suchten ihn umzubringen.
LUK 19:48 Und sie fanden nicht, was sie tun sollten; denn das ganze Volk 
hing an ihm und hrte auf ihn.
LUK 20:1 Es begab sich aber an einem der Tage, als er das Volk im Tempel 
lehrte und das Evangelium verkndigte, da traten die Hohenpriester und die 
Schriftgelehrten samt den ltesten herzu
LUK 20:2 und sprachen zu ihm: Sage uns, in welcher Vollmacht tust du das? 
Und wer hat dir diese Vollmacht gegeben?
LUK 20:3 Er aber antwortete und sprach zu ihnen: Ich will euch auch etwas 
fragen! Saget mir:
LUK 20:4 War die Taufe des Johannes vom Himmel oder von Menschen?
LUK 20:5 Sie aber dachten bei sich selbst und sprachen: Wenn wir sagen: 
Vom Himmel, so wird er fragen: Warum habt ihr ihm denn nicht geglaubt?
LUK 20:6 Wenn wir aber sagen: Von Menschen, so wird das ganze Volk uns 
steinigen; denn es ist berzeugt, da Johannes ein Prophet war.
LUK 20:7 Und sie antworteten, sie wten nicht woher.
LUK 20:8 Und Jesus sprach zu ihnen: So sage auch ich euch nicht, in 
welcher Vollmacht ich solches tue.
LUK 20:9 Er fing aber an, dem Volk dieses Gleichnis zu sagen: Ein Mensch 
pflanzte einen Weinberg und verpachtete ihn an Weingrtner und hielt sich 
lngere Zeit auer Landes auf.
LUK 20:10 Und als es Zeit war, sandte er einen Knecht zu den Weingrtnern, 
damit sie ihm von der Frucht des Weinbergs gben. Die Weingrtner aber 
schlugen ihn und jagten ihn mit leeren Hnden davon.
LUK 20:11 Und er fuhr fort und sandte einen andern Knecht. Sie aber 
schlugen auch diesen und beschimpften ihn und jagten ihn leer davon.
LUK 20:12 Und er fuhr fort und sandte einen dritten; aber auch diesen 
verwundeten sie und warfen ihn hinaus.
LUK 20:13 Da sprach der Herr des Weinbergs: Was soll ich tun? Ich will 
meinen Sohn senden, den geliebten; vielleicht werden sie sich vor ihm 
scheuen.
LUK 20:14 Als aber die Weingrtner diesen sahen, sprachen sie 
untereinander: Das ist der Erbe! Kommt, lat uns ihn tten, damit das 
Erbgut unser werde!
LUK 20:15 Und sie stieen ihn zum Weinberg hinaus und tteten ihn. Was 
wird nun der Herr des Weinbergs mit ihnen tun?
LUK 20:16 Er wird kommen und diese Weingrtner umbringen und den Weinberg 
andern geben. Als sie das hrten, sprachen sie: Das sei ferne!
LUK 20:17 Er aber blickte sie an und sprach: Was bedeutet denn das, was 
geschrieben steht: Der Stein, den die Bauleute verworfen haben, der ist 
zum Eckstein geworden?
LUK 20:18 Wer auf diesen Stein fllt, der wird zerschmettert werden; auf 
welchen er aber fllt, den wird er zermalmen.
LUK 20:19 Da suchten die Hohenpriester und die Schriftgelehrten Hand an 
ihn zu legen zu derselben Stunde; aber sie frchteten das Volk; denn sie 
merkten, da er im Blick auf sie dieses Gleichnis gesagt hatte.
LUK 20:20 Und sie lauerten ihm auf und sandten Aufpasser ab, die sich 
stellen sollten, als wren sie redlich, um ein Wort von ihm aufzufangen, 
damit sie ihn der Obrigkeit und der Gewalt des Landpflegers berantworten 
knnten.
LUK 20:21 Und sie fragten ihn und sprachen: Meister, wir wissen, da du 
richtig redest und lehrst und nicht die Person ansiehst, sondern den Weg 
Gottes der Wahrheit gem lehrst.
LUK 20:22 Ist es uns erlaubt, dem Kaiser die Steuer zu geben, oder nicht?
LUK 20:23 Da er aber ihre Arglist merkte, sprach er zu ihnen: Was versucht 
ihr mich?
LUK 20:24 Zeiget mir einen Denar! Wessen Bild und Aufschrift trgt er? Sie 
antworteten: Des Kaisers.
LUK 20:25 Er aber sprach zu ihnen: So gebt doch dem Kaiser, was des 
Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist!
LUK 20:26 Und sie konnten an dem Wort nichts beanstanden vor dem Volk und 
verwunderten sich ber seine Antwort und schwiegen.
LUK 20:27 Da traten aber etliche der Sadduzer herzu, welche behaupten, es 
gebe keine Auferstehung, fragten ihn
LUK 20:28 und sprachen: Meister! Mose hat uns vorgeschrieben: Wenn 
jemandes Bruder eine Frau hat und kinderlos stirbt, so soll dessen Bruder 
die Frau nehmen und seinem Bruder Nachkommenschaft erwecken.
LUK 20:29 Nun waren sieben Brder. Der erste nahm eine Frau und starb 
kinderlos.
LUK 20:30 Da nahm der zweite die Frau und starb auch kinderlos.
LUK 20:31 Und der dritte nahm sie, desgleichen alle sieben und 
hinterlieen keine Kinder bei ihrem Tod.
LUK 20:32 Zuletzt starb auch die Frau.
LUK 20:33 Wessen Frau wird sie nun in der Auferstehung sein? Denn alle 
sieben haben sie zur Frau gehabt.
LUK 20:34 Und Jesus antwortete ihnen: Die Kinder dieser Weltzeit freien 
und lassen sich freien;
LUK 20:35 welche aber gewrdigt werden, jene Weltzeit zu erlangen und die 
Auferstehung von den Toten, die werden weder freien noch sich freien 
lassen,
LUK 20:36 denn sie knnen auch nicht mehr sterben; denn sie sind den 
Engeln gleich und Shne Gottes, da sie Shne der Auferstehung sind.
LUK 20:37 Da aber die Toten auferstehen, hat auch Mose angedeutet bei 
[der Geschichte von] dem Busch, wo er den Herrn nennt den Gott Abrahams 
und den Gott Isaaks und den Gott Jakobs.
LUK 20:38 Er ist aber nicht Gott der Toten, sondern der Lebendigen; denn 
ihm leben alle.
LUK 20:39 Da antworteten etliche der Schriftgelehrten und sprachen: 
Meister, du hast trefflich geantwortet!
LUK 20:40 Denn sie unterstanden sich nicht mehr, ihn etwas zu fragen.
LUK 20:41 Er aber sprach zu ihnen: Wie sagen sie, da Christus Davids Sohn 
sei?
LUK 20:42 Und doch sagt David selbst im Buche der Psalmen: Der Herr hat 
zu meinem Herrn gesprochen: Setze dich zu meiner Rechten,
LUK 20:43 bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Fe!
LUK 20:44 David nennt ihn also Herr; wie ist er denn sein Sohn?
LUK 20:45 Als aber das Volk zuhrte, sprach er zu seinen Jngern:
LUK 20:46 Htet euch vor den Schriftgelehrten, die im Talar einhergehen 
wollen und sich gerne gren lassen auf den Mrkten und den Vorsitz in den 
Synagogen und die ersten Pltze bei den Mahlzeiten lieben;
LUK 20:47 sie fressen der Witwen Huser und sprechen zum Vorwand lange 
Gebete; diese ziehen sich ein um so schwereres Urteil zu.
LUK 21:1 Als er aber aufblickte, sah er, wie die Reichen ihre Gaben in den 
Gotteskasten legten.
LUK 21:2 Er sah aber auch eine auf ihren Verdienst angewiesene Witwe, die 
legte dort zwei Scherflein ein;
LUK 21:3 und er sprach: Wahrlich, ich sage euch, diese arme Witwe hat mehr 
als alle eingelegt!
LUK 21:4 Denn diese alle haben von ihrem berflue zu den Gaben 
beigetragen; sie aber hat aus ihrer Armut heraus alles eingelegt, was sie 
zum Lebensunterhalt besa.
LUK 21:5 Und als etliche von dem Tempel sagten, da er mit schnen Steinen 
und Weihgeschenken geschmckt sei, sprach er:
LUK 21:6 Was ihr da sehet, es werden Tage kommen, wo kein Stein auf dem 
andern bleiben wird, der nicht zerstrt wrde!
LUK 21:7 Sie fragten ihn aber und sprachen: Meister, wann wird denn das 
geschehen, und welches wird das Zeichen sein, wann es geschehen soll?
LUK 21:8 Er sprach: Sehet zu, da ihr nicht irregefhrt werdet! Denn viele 
werden kommen unter meinem Namen und sagen: Ich bin es! und: Die Zeit ist 
nahe! Laufet ihnen nicht nach!
LUK 21:9 Wenn ihr aber von Kriegen und Unruhen hren werdet, so 
erschrecket nicht; denn das mu zuvor geschehen; aber das Ende kommt nicht 
so bald.
LUK 21:10 Dann sprach er zu ihnen: Ein Volk wird sich ber das andere 
erheben und ein Reich ber das andere;
LUK 21:11 und groe Erdbeben werden sein hin und wieder, Seuchen und 
Hungersnte; und Schrecknisse und groe Zeichen vom Himmel werden sich 
einstellen.
LUK 21:12 Vor diesem allem aber werden sie Hand an euch legen und euch 
verfolgen und in Synagogen und Gefngnisse berliefern und vor Knige und 
Frsten fhren um meines Namens willen.
LUK 21:13 Das wird euch aber Gelegenheit zum Zeugnis geben.
LUK 21:14 So nehmet euch nun zu Herzen, da ihr eure Verteidigung nicht 
vorher berlegen sollt;
LUK 21:15 denn ich will euch Mund und Weisheit geben, welcher alle eure 
Widersacher nicht sollen widersprechen noch widerstehen knnen.
LUK 21:16 Ihr werdet aber auch von Eltern und Brdern und Verwandten und 
Freunden berantwortet werden, und man wird etliche von euch tten,
LUK 21:17 und ihr werdet von allen gehat sein um meines Namens willen.
LUK 21:18 Und kein Haar von eurem Haupte wird verloren gehen.
LUK 21:19 Durch eure Geduld gewinnet eure Seelen!
LUK 21:20 Wenn ihr aber Jerusalem von Kriegsheeren belagert sehet, alsdann 
erkennet, da ihre Verwstung nahe ist.
LUK 21:21 Alsdann fliehe, wer in Juda ist, auf die Berge; und wer in [der 
Stadt] ist, der entweiche daraus; und wer auf dem Lande ist, gehe nicht 
hinein.
LUK 21:22 Denn das sind Tage der Rache, damit alles erfllt werde, was 
geschrieben steht.
LUK 21:23 Wehe aber den Schwangern und den Sugenden in jenen Tagen, denn 
es wird groe Not im Lande sein und ein Zorn ber dieses Volk!
LUK 21:24 Und sie werden fallen durch die Schrfe des Schwerts und 
gefangen weggefhrt werden unter alle Vlker; und Jerusalem wird zertreten 
werden von den Heiden, bis die Zeiten der Heiden erfllt sind.
LUK 21:25 Und es werden Zeichen geschehen an Sonne und Mond und Sternen, 
und auf Erden Angst der Vlker vor Ratlosigkeit bei dem Tosen des Meeres 
und der Wogen,
LUK 21:26 da die Menschen in Ohnmacht sinken werden vor Furcht und 
Erwartung dessen, was ber den Erdkreis kommen soll; denn die Krfte des 
Himmels werden in Bewegung geraten.
LUK 21:27 Und dann werden sie des Menschen Sohn kommen sehen in einer 
Wolke mit groer Kraft und Herrlichkeit.
LUK 21:28 Wenn aber dieses zu geschehen anfngt, so richtet euch auf und 
erhebet eure Hupter, weil eure Erlsung naht.
LUK 21:29 Und er sagte ihnen ein Gleichnis: Sehet den Feigenbaum und alle 
Bume!
LUK 21:30 Wenn ihr sie schon ausschlagen sehet, so merket ihr von selbst, 
da der Sommer jetzt nahe ist.
LUK 21:31 Also auch, wenn ihr sehet, da dieses geschieht, so merket ihr, 
da das Reich Gottes nahe ist.
LUK 21:32 Wahrlich, ich sage euch, dieses Geschlecht wird nicht vergehen, 
bis alles geschehen sein wird.
LUK 21:33 Himmel und Erde werden vergehen, aber meine Worte werden nicht 
vergehen.
LUK 21:34 Habt aber acht auf euch selbst, da eure Herzen nicht beschwert 
werden durch Rausch und Trunkenheit und Nahrungssorgen und jener Tag 
unversehens ber euch komme!
LUK 21:35 Denn wie ein Fallstrick wird er ber alle kommen, die auf dem 
ganzen Erdboden wohnen.
LUK 21:36 Darum wachet jederzeit und bittet, da ihr gewrdigt werdet, zu 
entfliehen diesem allem, was geschehen soll, und zu stehen vor des 
Menschen Sohn!
LUK 21:37 Er war aber tagsber im Tempel und lehrte, des Nachts aber ging 
er hinaus und bernachtete an dem Berge, welcher lberg heit.
LUK 21:38 Und alles Volk kam frh zu ihm in den Tempel, um ihn zu hren.
LUK 22:1 Es nahte aber das Fest der ungesuerten Brote, welches man Passah 
nennt.
LUK 22:2 Und die Hohenpriester und Schriftgelehrten trachteten darnach, 
wie sie ihn umbringen knnten; denn sie frchteten das Volk.
LUK 22:3 Es fuhr aber der Satan in Judas, genannt Ischariot, der aus der 
Zahl der Zwlf war.
LUK 22:4 Und er ging hin und besprach mit den Hohenpriestern und den 
Hauptleuten, wie er ihnen Jesus ausliefern wollte.
LUK 22:5 Und sie wurden froh und kamen berein, ihm Geld zu geben.
LUK 22:6 Und er versprach es und suchte eine gute Gelegenheit, um ihn ohne 
Volksauflauf an sie auszuliefern.
LUK 22:7 Es kam aber der Tag der ungesuerten Brote, da man das Passah 
schlachten mute.
LUK 22:8 Und er sandte Petrus und Johannes und sprach: Gehet hin, bereitet 
uns das Passah, damit wir es essen!
LUK 22:9 Sie aber sprachen: Wo willst du, da wir es bereiten?
LUK 22:10 Er aber sprach zu ihnen: Siehe, wenn ihr in die Stadt 
hineinkommet, so wird euch ein Mensch begegnen, der einen Krug mit Wasser 
trgt; dem folget in das Haus, in das er hineingeht,
LUK 22:11 und sprechet zu dem Hausherrn: Der Meister lt dir sagen: Wo 
ist die Herberge, in der ich das Passah mit meinen Jngern essen kann?
LUK 22:12 Und jener wird euch einen groen, mit Polstern belegten Saal 
zeigen; daselbst bereitet es zu.
LUK 22:13 Sie gingen hin und fanden es, wie er ihnen gesagt hatte, und 
bereiteten das Passah.
LUK 22:14 Und als die Stunde kam, setzte er sich zu Tische und die zwlf 
Apostel mit ihm.
LUK 22:15 Und er sprach zu ihnen: Mich hat herzlich verlangt, dieses 
Passah mit euch zu essen, ehe ich leide.
LUK 22:16 Denn ich sage euch, ich werde es nicht mehr essen, bis es 
erfllt sein wird im Reiche Gottes.
LUK 22:17 Und er nahm den Kelch, dankte und sprach: Nehmet diesen und 
teilet ihn unter euch!
LUK 22:18 Denn ich sage euch, ich werde hinfort nicht mehr von dem Gewchs 
des Weinstocks trinken, bis das Reich Gottes gekommen ist.
LUK 22:19 Und er nahm das Brot, dankte, brach es, gab es ihnen und sprach: 
Das ist mein Leib, der fr euch gegeben wird; das tut zu meinem Gedchtnis!
LUK 22:20 ebenso auch den Kelch nach dem Mahle und sprach: Dieser Kelch 
ist der neue Bund in meinem Blute, das fr euch vergossen wird.
LUK 22:21 Doch siehe, die Hand dessen, der mich verrt, ist mit mir auf 
dem Tische.
LUK 22:22 Denn des Menschen Sohn geht zwar dahin, wie es bestimmt ist; 
aber wehe dem Menschen, durch welchen er verraten wird!
LUK 22:23 Und sie fingen an, sich untereinander zu befragen, welcher von 
ihnen es wohl wre, der solches tun wrde.
LUK 22:24 Es entstand aber auch ein Streit unter ihnen, wer von ihnen fr 
den Grten zu halten sei.
LUK 22:25 Er aber sagte zu ihnen: Die Knige der Vlker herrschen ber 
sie, und ihre Gewalthaber heit man Wohltter.
LUK 22:26 Ihr aber nicht also; sondern der Grte unter euch soll sein wie 
der Jngste, und der Gebieter wie der Diener.
LUK 22:27 Denn wer ist grer: wer zu Tische sitzt, oder der Diener? Ist 
es nicht der, welcher zu Tische sitzt? Ich aber bin mitten unter euch wie 
der Diener.
LUK 22:28 Ihr aber seid die, welche bei mir ausgeharrt haben in meinen 
Anfechtungen.
LUK 22:29 Und ich verordne euch, wie mir mein Vater das Reich verordnet 
hat,
LUK 22:30 da ihr an meinem Tische in meinem Reiche essen und trinken und 
auf Thronen sitzen sollt, um die zwlf Stmme Israels zu richten.
LUK 22:31 Es sprach aber der Herr: Simon, Simon, siehe, der Satan hat euch 
begehrt, um euch zu sichten wie den Weizen;
LUK 22:32 ich aber habe fr dich gebetet, da dein Glaube nicht aufhre; 
und wenn du dich dereinst bekehrst, so strke deine Brder!
LUK 22:33 Er aber sprach zu ihm: Herr, ich bin bereit, mit dir ins 
Gefngnis und in den Tod zu gehen!
LUK 22:34 Er aber sprach: Ich sage dir, Petrus, der Hahn wird heute nicht 
krhen, ehe du dreimal geleugnet hast, da du mich kennst!
LUK 22:35 Und er sprach zu ihnen: Als ich euch aussandte ohne Beutel und 
Tasche und Schuhe, hat euch etwas gemangelt? Sie sprachen: Nichts!
LUK 22:36 Nun sprach er zu ihnen: Aber jetzt, wer einen Beutel hat, der 
nehme ihn, gleicherweise auch die Tasche; und wer es nicht hat, der 
verkaufe sein Kleid und kaufe ein Schwert.
LUK 22:37 Denn ich sage euch, auch dieses Schriftwort mu sich an mir 
erfllen: Und er ist unter die beltter gerechnet worden. Denn was sich 
auf mich bezieht, das geht in Erfllung!
LUK 22:38 Sie sprachen: Herr, siehe, hier sind zwei Schwerter! Er aber 
sprach zu ihnen: Es ist genug!
LUK 22:39 Und er ging hinaus und begab sich nach seiner Gewohnheit an den 
lberg. Es folgten ihm aber auch die Jnger.
LUK 22:40 Und als er an den Ort gekommen war, sprach er zu ihnen: Betet, 
da ihr nicht in Anfechtung fallet!
LUK 22:41 Und er ri sich von ihnen los, ungefhr einen Steinwurf weit, 
kniete nieder, betete
LUK 22:42 und sprach: Vater, wenn du willst, so nimm diesen Kelch von mir! 
Doch nicht mein, sondern dein Wille geschehe!
LUK 22:43 Da erschien ihm ein Engel vom Himmel und strkte ihn.
LUK 22:44 Und er geriet in Todesangst und betete inbrnstiger; und sein 
Schwei wurde wie Blutstropfen, die auf die Erde fielen.
LUK 22:45 Und als er vom Gebet aufstand und zu seinen Jngern kam, fand er 
sie schlafend vor Traurigkeit.
LUK 22:46 Und er sprach zu ihnen: Was schlafet ihr? Stehet auf und betet, 
da ihr nicht in Anfechtung fallet!
LUK 22:47 Whrend er aber noch redete, siehe, da kam eine Schar, und der, 
welcher Judas hie, einer der Zwlf, ging vor ihnen her und nherte sich 
Jesus, um ihn zu kssen.
LUK 22:48 Jesus aber sprach zu ihm: Judas, mit einem Ku verrtst du des 
Menschen Sohn?
LUK 22:49 Als nun seine Begleiter sahen, was da werden wollte, sprachen 
sie zu ihm: Herr, sollen wir mit dem Schwerte dreinschlagen?
LUK 22:50 Und einer von ihnen schlug den Knecht des Hohenpriesters und 
hieb ihm sein rechtes Ohr ab.
LUK 22:51 Da antwortete Jesus und sprach: Lasset es hierbei bewenden! Und 
er rhrte das Ohr an und heilte ihn.
LUK 22:52 Es sprach aber Jesus zu den Hohenpriestern und Hauptleuten des 
Tempels und den ltesten, die an ihn herangetreten waren: Wie gegen einen 
Ruber seid ihr ausgezogen mit Schwertern und mit Stcken!
LUK 22:53 Als ich tglich bei euch im Tempel war, habt ihr die Hand nicht 
gegen mich ausgestreckt. Aber dies ist eure Stunde und die Macht der 
Finsternis.
LUK 22:54 Nachdem sie ihn nun festgenommen hatten, fhrten sie ihn ab und 
brachten ihn in das Haus des Hohenpriesters. Petrus aber folgte von ferne.
LUK 22:55 Da sie aber mitten im Hof ein Feuer angezndet hatten und 
beisammen saen, setzte sich Petrus mitten unter sie.
LUK 22:56 Es sah ihn aber eine Magd beim Feuer sitzen, schaute ihn an und 
sprach: Der war auch mit ihm!
LUK 22:57 Er aber leugnete und sprach: Weib, ich kenne ihn nicht!
LUK 22:58 Und bald darnach sah ihn ein anderer und sprach: Du bist auch 
einer von ihnen! Petrus aber sprach: Mensch, ich bin's nicht!
LUK 22:59 Und nach einer Weile von ungefhr einer Stunde bekrftigte es 
ein anderer und sprach: Wahrhaftig, der war auch mit ihm; denn er ist ein 
Galiler!
LUK 22:60 Petrus aber sprach: Mensch, ich wei nicht, was du sagst! Und 
alsbald, whrend er noch redete, krhte der Hahn.
LUK 22:61 Und der Herr wandte sich um und sah Petrus an. Da erinnerte sich 
Petrus an das Wort des Herrn, das er zu ihm gesprochen hatte: Ehe der Hahn 
krht, wirst du mich dreimal verleugnen!
LUK 22:62 Und er ging hinaus und weinte bitterlich.
LUK 22:63 Die Mnner aber, die Jesus festhielten, verspotteten und 
mihandelten ihn;
LUK 22:64 sie verhllten ihn, schlugen ihn ins Angesicht, fragten ihn und 
sprachen: Weissage uns, wer ist's, der dich geschlagen hat?
LUK 22:65 Und viele andere Lsterungen sprachen sie gegen ihn aus.
LUK 22:66 Und als es Tag geworden, versammelten sich die ltesten des 
Volkes, die Hohenpriester und Schriftgelehrten, und fhrten ihn ab vor 
ihren Hohen Rat;
LUK 22:67 und sie sprachen: Bist du der Christus? Sage es uns! Er aber 
sprach zu ihnen: Wenn ich es euch sagte, so wrdet ihr es nicht glauben;
LUK 22:68 wenn ich aber auch fragte, so wrdet ihr mir nicht antworten.
LUK 22:69 Von nun an aber wird des Menschen Sohn sitzen zur Rechten der 
Kraft Gottes.
LUK 22:70 Da sprachen sie alle: Bist du also der Sohn Gottes? Er aber 
sprach zu ihnen: Ihr saget, was ich bin!
LUK 22:71 Da sprachen sie: Was bedrfen wir weiter Zeugnis? Denn wir 
selbst haben es aus seinem Munde gehrt.
LUK 23:1 Und die ganze Versammlung stand auf, und sie fhrten ihn vor 
Pilatus.
LUK 23:2 Sie fingen aber an, ihn zu verklagen und sprachen: Wir haben 
gefunden, da dieser das Volk verfhrt und ihm wehrt, dem Kaiser die 
Steuern zu zahlen, und behauptet, er sei Christus, der Knig.
LUK 23:3 Da fragte ihn Pilatus und sprach: Du bist der Knig der Juden? Er 
antwortete ihm und sprach: Du sagst es!
LUK 23:4 Da sprach Pilatus zu den Hohenpriestern und dem Volk: Ich finde 
keine Schuld an diesem Menschen!
LUK 23:5 Sie aber bestanden darauf und sprachen: Er wiegelt das Volk auf, 
indem er lehrt in ganz Juda, was er zuerst in Galila tat und 
[fortsetzte] bis hierher!
LUK 23:6 Als Pilatus das hrte, fragte er, ob der Mensch ein Galiler sei.
LUK 23:7 Und da er vernahm, da er aus dem Gebiet des Herodes sei, sandte 
er ihn hin zu Herodes, der in diesen Tagen ebenfalls zu Jerusalem war.
LUK 23:8 Herodes aber freute sich sehr, als er Jesus sah; denn er htte 
ihn schon lngst gern gesehen, weil er viel von ihm gehrt hatte, und er 
hoffte, ein Zeichen von ihm zu sehen.
LUK 23:9 Er legte ihm denn auch viele Fragen vor; aber Jesus gab ihm keine 
Antwort.
LUK 23:10 Die Hohenpriester aber und die Schriftgelehrten standen da und 
verklagten ihn heftig.
LUK 23:11 Und Herodes samt seinen Kriegsleuten verachtete und verspottete 
ihn, zog ihm ein weies Kleid an und schickte ihn wieder zu Pilatus.
LUK 23:12 An demselben Tage schlossen Pilatus und Herodes Freundschaft 
miteinander, denn zuvor waren sie einander feind gewesen.
LUK 23:13 Pilatus aber rief die Hohenpriester und die Obersten und das 
Volk zusammen
LUK 23:14 und sprach zu ihnen: Ihr habt diesen Menschen zu mir gebracht, 
als mache er das Volk abtrnnig; und siehe, als ich ihn vor euch verhrte, 
habe ich an diesem Menschen keine Schuld gefunden, deren ihr ihn anklagt,
LUK 23:15 aber auch Herodes nicht; denn er hat ihn zu uns zurckgeschickt, 
und siehe, es ist nichts von ihm verbt worden, was des Todes wrdig wre.
LUK 23:16 Darum will ich ihn zchtigen und dann freilassen.
LUK 23:17 Er mute ihnen aber auf das Fest einen freigeben.
LUK 23:18 Da schrie aber der ganze Haufe und sprach: Hinweg mit diesem und 
gib uns Barabbas frei!
LUK 23:19 Der war wegen eines in der Stadt vorgefallenen Aufruhrs und 
Mordes ins Gefngnis geworfen worden.
LUK 23:20 Da redete ihnen Pilatus noch einmal zu, weil er Jesus 
freizulassen wnschte.
LUK 23:21 Sie aber riefen dagegen und sprachen: Kreuzige, kreuzige ihn!
LUK 23:22 Und zum drittenmal sprach er zu ihnen: Was hat dieser denn Bses 
getan? Ich habe keine des Todes wrdige Schuld an ihm gefunden. Darum will 
ich ihn zchtigen und dann freilassen.
LUK 23:23 Sie aber hielten an mit lautem Geschrei und forderten, da er 
gekreuzigt werde; und ihr und der Hohenpriester Geschrei nahm berhand.
LUK 23:24 Da entschied Pilatus, da ihre Forderung erfllt werde,
LUK 23:25 und gab ihnen den frei, welcher eines Aufruhrs und Mordes wegen 
ins Gefngnis geworfen worden war, den sie begehrten; Jesus aber bergab 
er ihrem Willen.
LUK 23:26 Und als sie ihn hinfhrten, ergriffen sie einen gewissen Simon 
von Kyrene, der vom Felde kam, und legten ihm das Kreuz auf, damit er es 
Jesus nachtrage.
LUK 23:27 Es folgte ihm aber eine groe Volksmenge, auch Frauen, die ihn 
beklagten und betrauerten.
LUK 23:28 Da wandte sich Jesus zu ihnen und sprach: Ihr Tchter 
Jerusalems, weinet nicht ber mich; weinet vielmehr ber euch selbst und 
ber eure Kinder!
LUK 23:29 Denn siehe, es kommen Tage, da man sagen wird: Selig sind die 
Unfruchtbaren und die Leiber, die nicht geboren, und die Brste, die nicht 
gesugt haben!
LUK 23:30 Dann wird man anfangen, zu den Bergen zu sagen: Fallet ber uns! 
und zu den Hgeln: Bedecket uns!
LUK 23:31 Denn wenn man das am grnen Holze tut, was wird am drren 
geschehen?
LUK 23:32 Es wurden aber auch zwei andere hingefhrt, beltter, um mit 
ihm hingerichtet zu werden.
LUK 23:33 Und als sie an den Ort kamen, den man Schdelsttte nennt, 
kreuzigten sie daselbst ihn und die beltter, den einen zur Rechten, den 
andern zur Linken.
LUK 23:34 Jesus aber sprach: Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, 
was sie tun! Sie teilten aber seine Kleider und warfen das Los.
LUK 23:35 Und das Volk stand da und sah zu. Es spotteten aber auch die 
Obersten und sprachen: Andere hat er gerettet; er rette nun sich selbst, 
wenn er Christus ist, der Auserwhlte Gottes!
LUK 23:36 Es verspotteten ihn aber auch die Kriegsknechte, indem sie 
herzutraten, ihm Essig brachten
LUK 23:37 und sprachen: Bist du der Knig der Juden, so rette dich selbst!
LUK 23:38 Es stand aber auch eine Inschrift ber ihm in griechischer, 
lateinischer und hebrischer Schrift: Dieser ist der Knig der Juden.
LUK 23:39 Einer aber der gehngten beltter lsterte ihn und sprach: Bist 
du der Christus, so rette dich selbst und uns!
LUK 23:40 Der andere aber antwortete, tadelte ihn und sprach: Frchtest 
auch du Gott nicht, da du doch in gleichem Gerichte bist?
LUK 23:41 Und wir zwar gerechterweise, denn wir empfangen, was unsere 
Taten wert sind; dieser aber hat nichts Unrechtes getan!
LUK 23:42 Und er sprach zu Jesus: Herr, gedenke meiner, wenn du zu deiner 
Knigswrde kommst!
LUK 23:43 Und Jesus sprach zu ihm: Wahrlich, ich sage dir, heute wirst du 
mit mir im Paradiese sein!
LUK 23:44 Es war aber um die sechste Stunde, und eine Finsternis kam ber 
das ganze Land bis zur neunten Stunde.
LUK 23:45 Und die Sonne wurde verfinstert, und der Vorhang im Tempel ri 
mitten entzwei.
LUK 23:46 Und Jesus rief mit lauter Stimme und sprach: Vater, in deine 
Hnde befehle ich meinen Geist! Und als er das gesagt hatte, verschied er.
LUK 23:47 Als aber der Hauptmann sah, was geschah, pries er Gott und 
sprach: Wahrlich, dieser Mensch war gerecht!
LUK 23:48 Und die ganze Volksmenge, die herbeigekommen war zu diesem 
Schauspiel, als sie sah, was geschah, schlug sich an die Brust und kehrte 
um.
LUK 23:49 Es standen aber alle seine Bekannten von ferne und die Frauen, 
die ihm von Galila her nachgefolgt waren, und sahen dies.
LUK 23:50 Und siehe, ein Mann namens Joseph, der ein Ratsherr war, ein 
guter und gerechter Mann
LUK 23:51 (der ihrem Rat und Tun nicht beigestimmt hatte) von Arimathia, 
einer Stadt der Juden, der auf das Reich Gottes wartete,
LUK 23:52 dieser ging zu Pilatus und bat um den Leib Jesu
LUK 23:53 und nahm ihn herab, wickelte ihn in Leinwand und legte ihn in 
eine ausgehauene Gruft, worin noch niemand gelegen hatte.
LUK 23:54 Und es war Rsttag, und der Sabbat brach an.
LUK 23:55 Die Frauen aber, die mit ihm aus Galila gekommen waren, gaben 
ihm das Geleite und sahen sich die Gruft an und wie sein Leib hineingelegt 
wurde.
LUK 23:56 Dann kehrten sie zurck und bereiteten Spezereien und Salben; am 
Sabbat aber ruhten sie nach dem Gesetz.
LUK 24:1 Am ersten Tage der Woche aber, frh morgens, kamen sie zur Gruft 
und brachten die Spezereien, die sie bereitet hatten.
LUK 24:2 Sie fanden aber den Stein von der Gruft weggewlzt.
LUK 24:3 Und als sie hineingingen, fanden sie den Leib des Herrn Jesus 
nicht.
LUK 24:4 Und es begab sich, als sie deswegen ratlos waren, siehe, da 
standen zwei Mnner in strahlenden Kleidern bei ihnen.
LUK 24:5 Da sie nun erschraken und das Angesicht zur Erde neigten, 
sprachen diese zu ihnen: Was suchet ihr den Lebenden bei den Toten?
LUK 24:6 Er ist nicht hier, sondern er ist auferstanden! Denket daran, wie 
er zu euch redete, als er noch in Galila war
LUK 24:7 und sagte: Des Menschen Sohn mu in die Hnde sndiger Menschen 
berantwortet und gekreuzigt werden und am dritten Tage auferstehen.
LUK 24:8 Da erinnerten sie sich seiner Worte,
LUK 24:9 kehrten vom Grabe zurck und verkndigten das alles den Elfen und 
allen brigen.
LUK 24:10 Es waren aber Maria Magdalena und Johanna und Maria, des Jakobus 
Mutter; sie und die brigen sagten dies den Aposteln.
LUK 24:11 Und ihre Worte kamen ihnen vor wie ein Mrchen, und sie glaubten 
ihnen nicht.
LUK 24:12 Petrus aber stand auf und lief zur Gruft, bckte sich und sah 
nur die leinenen Tcher daliegen; und ging nach Hause, voll Staunen ber 
das, was geschehen war.
LUK 24:13 Und siehe, zwei von ihnen gingen an demselben Tage nach einem 
Flecken, der von Jerusalem sechzig Stadien entfernt war, namens Emmaus.
LUK 24:14 Und sie redeten miteinander von allen diesen Geschehnissen.
LUK 24:15 Und es begab sich, whrend sie miteinander redeten und sich 
besprachen, nahte sich Jesus selbst und ging mit ihnen.
LUK 24:16 Ihre Augen aber wurden gehalten, da sie ihn nicht erkannten.
LUK 24:17 Und er sprach zu ihnen: Was sind das fr Reden, die ihr 
unterwegs miteinander wechselt, und seid so traurig?
LUK 24:18 Da antwortete der eine namens Kleopas und sprach zu ihm: Bist du 
der einzige Fremdling in Jerusalem, der nicht erfahren hat, was daselbst 
in diesen Tagen geschehen ist?
LUK 24:19 Und er sprach zu ihnen: Was? Sie sprachen zu ihm: Das mit Jesus 
von Nazareth, der ein Prophet war, mchtig in Tat und Wort vor Gott und 
allem Volk;
LUK 24:20 wie ihn unsere Hohenpriester und Obersten berantwortet haben, 
da er zum Tode verurteilt und gekreuzigt wurde.
LUK 24:21 Wir aber hofften, er sei der, welcher Israel erlsen sollte. Ja, 
bei alledem ist heute schon der dritte Tag, seit solches geschehen ist.
LUK 24:22 Zudem haben uns auch einige Frauen aus unserer Mitte in 
Verwirrung gebracht; sie waren am Morgen frh beim Grabe,
LUK 24:23 fanden seinen Leib nicht, kamen und sagten, sie htten sogar 
eine Erscheinung von Engeln gesehen, welche sagten, er lebe.
LUK 24:24 Und etliche der Unsrigen gingen hin zum Grabe und fanden es so, 
wie die Frauen gesagt hatten, ihn selbst aber haben sie nicht gesehen.
LUK 24:25 Und er sprach zu ihnen: O ihr Toren! Wie langsam ist euer Herz 
zu glauben an alles, was die Propheten geredet haben!
LUK 24:26 Mute nicht Christus solches leiden und in seine Herrlichkeit 
eingehen?
LUK 24:27 Und er hob an von Mose und von allen Propheten, und legte ihnen 
in allen Schriften aus, was sich auf ihn bezog.
LUK 24:28 Und sie nherten sich dem Flecken, wohin sie wanderten, und er 
stellte sich, als wollte er weitergehen.
LUK 24:29 Und sie ntigten ihn und sprachen: Bleibe bei uns, denn es will 
Abend werden, und der Tag hat sich schon geneigt! Und er ging hinein, um 
bei ihnen zu bleiben.
LUK 24:30 Und es begab sich, als er mit ihnen zu Tische sa, nahm er das 
Brot, sprach den Segen, brach es und gab es ihnen.
LUK 24:31 Da wurden ihre Augen aufgetan, und sie erkannten ihn; und er 
verschwand vor ihnen.
LUK 24:32 Und sie sprachen zueinander: Brannte nicht unser Herz in uns, da 
er mit uns redete auf dem Weg, als er uns die Schrift ffnete?
LUK 24:33 Und sie standen auf in derselben Stunde und kehrten nach 
Jerusalem zurck und fanden die Elf und ihre Genossen versammelt,
LUK 24:34 die sprachen: Der Herr ist wahrhaftig auferstanden und dem Simon 
erschienen!
LUK 24:35 Und sie selbst erzhlten, was auf dem Wege geschehen, und wie er 
von ihnen am Brotbrechen erkannt worden war.
LUK 24:36 Whrend sie aber davon redeten, trat er selbst mitten unter sie 
und spricht zu ihnen: Friede sei mit euch!
LUK 24:37 Aber bestrzt und voll Furcht meinten sie, einen Geist zu sehen.
LUK 24:38 Und er sprach zu ihnen: Was seid ihr so erschrocken, und warum 
steigen Zweifel auf in euren Herzen?
LUK 24:39 Sehet an meinen Hnden und Fen, da ich es bin! Rhret mich an 
und sehet, denn ein Geist hat nicht Fleisch und Bein, wie ihr sehet, da 
ich habe.
LUK 24:40 Und indem er das sagte, zeigte er ihnen die Hnde und die Fe.
LUK 24:41 Da sie aber noch nicht glaubten vor Freuden und sich 
verwunderten, sprach er zu ihnen: Habt ihr etwas zu essen hier?
LUK 24:42 Da reichten sie ihm ein Stck gebratenen Fisch und von einem 
Honigwaben.
LUK 24:43 Und er nahm es und a vor ihnen.
LUK 24:44 Er sprach aber zu ihnen: Das sind meine Worte, die ich zu euch 
gesagt habe, als ich noch bei euch war, da alles erfllt werden msse, 
was im Gesetz Moses und in den Propheten und den Psalmen von mir 
geschrieben steht.
LUK 24:45 Da ffnete er ihnen das Verstndnis, um die Schriften zu 
verstehen,
LUK 24:46 und sprach zu ihnen: So steht es geschrieben, da Christus 
leiden und am dritten Tage von den Toten auferstehen werde,
LUK 24:47 und da in seinem Namen Bue zur Vergebung der Snden gepredigt 
werden soll unter allen Vlkern.
LUK 24:48 Fanget an in Jerusalem, Zeugen davon zu sein!
LUK 24:49 Und siehe, ich sende auf euch die Verheiung meines Vaters; ihr 
aber bleibet in der Stadt, bis ihr angetan werdet mit Kraft aus der Hhe.
LUK 24:50 Er fhrte sie aber hinaus bis in die Nhe von Bethanien und hob 
seine Hnde auf und segnete sie.
LUK 24:51 Und es begab sich, indem er sie segnete, schied er von ihnen und 
wurde aufgehoben gen Himmel.
LUK 24:52 Und sie fielen vor ihm nieder und kehrten nach Jerusalem zurck 
mit groer Freude
LUK 24:53 und waren allezeit im Tempel und priesen und lobten Gott.
JOH 1:1 Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und das Wort 
war Gott.
JOH 1:2 Dieses war im Anfang bei Gott.
JOH 1:3 Alles ist durch dasselbe entstanden; und ohne dasselbe ist auch 
nicht eines entstanden, was entstanden ist.
JOH 1:4 In ihm war Leben, und das Leben war das Licht der Menschen.
JOH 1:5 Und das Licht leuchtet in der Finsternis, und die Finsternis hat 
es nicht begriffen.
JOH 1:6 Es wurde ein Mensch von Gott gesandt, der hie Johannes.
JOH 1:7 Dieser kam zum Zeugnis, um zu zeugen von dem Licht, damit alle 
durch ihn glaubten.
JOH 1:8 Nicht er war das Licht, sondern er sollte zeugen von dem Licht.
JOH 1:9 Das wahrhaftige Licht, welches jeden Menschen erleuchtet, sollte 
in die Welt kommen.
JOH 1:10 Es war in der Welt, und die Welt ist durch ihn geworden, aber die 
Welt erkannte ihn nicht.
JOH 1:11 Er kam in sein Eigentum, und die Seinen nahmen ihn nicht auf.
JOH 1:12 Allen denen aber, die ihn aufnahmen, gab er Vollmacht, Gottes 
Kinder zu werden, denen, die an seinen Namen glauben;
JOH 1:13 welche nicht aus dem Geblt, noch aus dem Willen des Fleisches, 
noch aus dem Willen des Mannes, sondern aus Gott geboren sind.
JOH 1:14 Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns; und wir sahen 
seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des Eingeborenen vom Vater, 
voller Gnade und Wahrheit.
JOH 1:15 Johannes zeugte von ihm, rief und sprach: Dieser war es, von dem 
ich sagte: Der nach mir kommt, ist vor mir gewesen, denn er war eher als 
ich.
JOH 1:16 Und aus seiner Flle haben wir alle empfangen Gnade um Gnade.
JOH 1:17 Denn das Gesetz wurde durch Mose gegeben; die Gnade und die 
Wahrheit ist durch Jesus Christus geworden.
JOH 1:18 Niemand hat Gott je gesehen; der eingeborene Sohn, der im Schoe 
des Vaters ist, der hat uns Aufschlu ber ihn gegeben.
JOH 1:19 Und dies ist das Zeugnis des Johannes, als die Juden von 
Jerusalem Priester und Leviten sandten, um ihn zu fragen: Wer bist du?
JOH 1:20 Und er bekannte und leugnete nicht; und er bekannte: Ich bin 
nicht der Christus!
JOH 1:21 Und sie fragten ihn: Was denn? Bist du Elia? Er sprach: Ich bin's 
nicht! Bist du der Prophet? Er antwortete: Nein!
JOH 1:22 Nun sprachen sie zu ihm: Wer bist du denn? damit wir denen 
Antwort geben, die uns gesandt haben. Was sagst du ber dich selbst?
JOH 1:23 Er sprach: Ich bin eine Stimme, die da ruft in der Wste: Ebnet 
den Weg des Herrn! wie der Prophet Jesaja gesagt hat.
JOH 1:24 Sie waren aber von den Pharisern abgesandt.
JOH 1:25 Und sie fragten ihn und sprachen zu ihm: Warum taufst du denn, 
wenn du nicht der Christus bist, noch Elia, noch der Prophet?
JOH 1:26 Johannes antwortete ihnen und sprach: Ich taufe mit Wasser; aber 
mitten unter euch steht Einer, den ihr nicht kennt,
JOH 1:27 welcher nach mir kommt, der doch vor mir gewesen ist, fr den ich 
nicht wrdig bin, ihm den Schuhriemen zu lsen.
JOH 1:28 Dieses geschah zu Bethabara, jenseits des Jordan, wo Johannes 
taufte.
JOH 1:29 Am folgenden Tage sieht Johannes Jesus auf sich zukommen und 
spricht: Siehe, das Lamm Gottes, welches die Snde der Welt hinwegnimmt!
JOH 1:30 Das ist der, von welchem ich sagte: Nach mir kommt ein Mann, der 
vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich.
JOH 1:31 Und ich kannte ihn nicht; aber damit er Israel offenbar wrde, 
darum kam ich, mit Wasser zu taufen.
JOH 1:32 Und Johannes zeugte und sprach: Ich sah den Geist wie eine Taube 
vom Himmel herabsteigen und auf ihm bleiben.
JOH 1:33 Und ich kannte ihn nicht; aber der mich sandte, mit Wasser zu 
taufen, der sprach zu mir: Auf welchen du den Geist herabsteigen und auf 
ihm bleiben siehst, der ist's, der im heiligen Geiste tauft.
JOH 1:34 Und ich habe es gesehen und bezeuge, da dieser der Sohn Gottes 
ist.
JOH 1:35 Am folgenden Tage stand Johannes wiederum da und zwei seiner 
Jnger.
JOH 1:36 Und indem er auf Jesus blickte, der vorberwandelte, sprach er: 
Siehe, das Lamm Gottes!
JOH 1:37 Und die beiden Jnger hrten ihn reden und folgten Jesus nach.
JOH 1:38 Da aber Jesus sich umwandte und sie nachfolgen sah, sprach er zu 
ihnen: Was sucht ihr? Sie sprachen zu ihm: Rabbi (das heit bersetzt: 
Lehrer), wo wohnst du?
JOH 1:39 Er spricht zu ihnen: Kommt und seht! Sie kamen und sahen, wo er 
wohnte, und blieben jenen Tag bei ihm. Es war aber um die zehnte Stunde.
JOH 1:40 Andreas, der Bruder des Simon Petrus, war einer von den zweien, 
die es von Johannes gehrt hatten und ihm nachgefolgt waren.
JOH 1:41 Dieser findet zuerst seinen Bruder Simon und spricht zu ihm: Wir 
haben den Messias gefunden (das heit bersetzt: den Gesalbten).
JOH 1:42 Und er fhrte ihn zu Jesus. Jesus aber sah ihn an und sprach: Du 
bist Simon, Jonas Sohn, du sollst Kephas heien (das wird bersetzt: Fels).
JOH 1:43 Am folgenden Tage wollte Jesus nach Galila reisen; und er findet 
Philippus und spricht zu ihm: Folge mir nach!
JOH 1:44 Philippus aber war von Bethsaida, aus der Stadt des Andreas und 
Petrus.
JOH 1:45 Philippus findet den Nathanael und spricht zu ihm: Wir haben den 
gefunden, von welchem Mose im Gesetz und die Propheten geschrieben haben, 
Jesus, den Sohn Josephs, von Nazareth.
JOH 1:46 Und Nathanael sprach zu ihm: Kann aus Nazareth etwas Gutes 
kommen? Philippus spricht zu ihm: Komm und sieh!
JOH 1:47 Jesus sah den Nathanael auf sich zukommen und spricht von ihm: 
Siehe, wahrhaftig ein Israelit, in welchem keine Falschheit ist!
JOH 1:48 Nathanael spricht zu ihm: Woher kennst du mich? Jesus antwortete 
und sprach zu ihm: Ehe dich Philippus rief, als du unter dem Feigenbaum 
warst, sah ich dich!
JOH 1:49 Nathanael antwortete und sprach zu ihm: Rabbi, du bist der Sohn 
Gottes, du bist der Knig von Israel!
JOH 1:50 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du glaubst, weil ich dir 
sagte, da ich dich unter dem Feigenbaum sah! Du wirst Greres sehen als 
das!
JOH 1:51 Und er spricht zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, von nun 
an werdet ihr den Himmel offen sehen und die Engel Gottes auf und 
niedersteigen auf des Menschen Sohn!
JOH 2:1 Und am dritten Tage war eine Hochzeit zu Kana in Galila, und die 
Mutter Jesu war dort.
JOH 2:2 Aber auch Jesus wurde samt seinen Jngern zur Hochzeit geladen.
JOH 2:3 Und als es an Wein mangelte, spricht die Mutter Jesu zu ihm: Sie 
haben keinen Wein.
JOH 2:4 Jesus spricht zu ihr: Weib, was habe ich mit dir zu schaffen? 
Meine Stunde ist noch nicht gekommen!
JOH 2:5 Seine Mutter spricht zu den Dienern: Was er euch sagen wird, das 
tut!
JOH 2:6 Es waren aber daselbst sechs steinerne Wasserkrge, nach der Sitte 
der jdischen Reinigung, wovon jeder zwei oder drei Eimer fate.
JOH 2:7 Jesus spricht zu ihnen: Fllet die Krge mit Wasser! Und sie 
fllten sie bis obenan.
JOH 2:8 Und er spricht zu ihnen: Schpfet nun und bringet es dem 
Speisemeister! Und sie brachten es.
JOH 2:9 Als aber der Speisemeister das Wasser, das zu Wein geworden war, 
gekostet hatte (und er wute nicht, woher es war; die Diener aber, die das 
Wasser geschpft hatten, wuten es), ruft der Speisemeister den Brutigam
JOH 2:10 und spricht zu ihm: Jedermann setzt zuerst den guten Wein vor, 
und wenn sie trunken geworden sind, alsdann den geringern; du hast den 
guten Wein bis jetzt behalten!
JOH 2:11 Diesen Anfang der Zeichen machte Jesus zu Kana in Galila und 
offenbarte seine Herrlichkeit, und seine Jnger glaubten an ihn.
JOH 2:12 Darnach zog er hinab nach Kapernaum, er und seine Mutter und 
seine Brder und seine Jnger, und sie blieben nicht viele Tage daselbst.
JOH 2:13 Und das Passah der Juden war nahe, und Jesus zog hinauf nach 
Jerusalem.
JOH 2:14 Und er fand im Tempel die Verkufer von Ochsen und Schafen und 
Tauben und die Wechsler, die dasaen.
JOH 2:15 Und er machte eine Geiel aus Stricken und trieb sie alle zum 
Tempel hinaus, samt den Schafen und Ochsen, und den Wechslern verschttete 
er das Geld und stie die Tische um
JOH 2:16 und sprach zu denen, welche die Tauben feilboten: Traget das von 
dannen! Machet nicht meines Vaters Haus zu einem Kaufhaus!
JOH 2:17 Es dachten aber seine Jnger daran, da geschrieben steht: Der 
Eifer um dein Haus verzehrt mich.
JOH 2:18 Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: Was fr ein Zeichen 
zeigst du uns, weil du solches tun darfst?
JOH 2:19 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Brechet diesen Tempel ab, 
und in drei Tagen will ich ihn aufrichten!
JOH 2:20 Da sprachen die Juden: In sechsundvierzig Jahren ist dieser 
Tempel erbaut worden, und du willst ihn in drei Tagen aufrichten?
JOH 2:21 Er aber redete von dem Tempel seines Leibes.
JOH 2:22 Als er nun von den Toten auferstanden war, dachten seine Jnger 
daran, da er solches gesagt hatte, und glaubten der Schrift und dem 
Worte, das Jesus gesprochen hatte.
JOH 2:23 Als er aber am Passahfeste in Jerusalem war, glaubten viele an 
seinen Namen, da sie seine Zeichen sahen, die er tat;
JOH 2:24 Jesus selbst aber vertraute sich ihnen nicht an, weil er alle 
kannte,
JOH 2:25 und weil er nicht bedurfte, da jemand ber einen Menschen 
Zeugnis gbe; denn er wute selbst, was im Menschen war.
JOH 3:1 Es war aber ein Mensch unter den Pharisern, namens Nikodemus, ein 
Oberster der Juden.
JOH 3:2 Dieser kam des Nachts zu Jesus und sprach zu ihm: Rabbi, wir 
wissen, da du ein Lehrer bist, von Gott gekommen; denn niemand kann diese 
Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm!
JOH 3:3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage 
dir, wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes 
nicht sehen!
JOH 3:4 Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn 
er alt ist? Er kann doch nicht zum zweitenmal in seiner Mutter Scho gehen 
und geboren werden?
JOH 3:5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, wenn jemand 
nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich 
Gottes eingehen!
JOH 3:6 Was aus dem Fleische geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem 
Geiste geboren ist, das ist Geist.
JOH 3:7 La dich's nicht wundern, da ich dir gesagt habe: Ihr mt von 
neuem geboren werden!
JOH 3:8 Der Wind weht, wo er will, und du hrst sein Sausen; aber du weit 
nicht, woher er kommt, noch wohin er fhrt. Also ist ein jeder, der aus 
dem Geist geboren ist.
JOH 3:9 Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie kann das geschehen?
JOH 3:10 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du bist der Lehrer Israels 
und verstehst das nicht?
JOH 3:11 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und 
wir bezeugen, was wir gesehen haben; und doch nehmt ihr unser Zeugnis 
nicht an.
JOH 3:12 Glaubet ihr nicht, wenn ich euch von irdischen Dingen sage, wie 
werdet ihr glauben, wenn ich euch von den himmlischen Dingen sagen werde?
JOH 3:13 Und niemand ist in den Himmel hinaufgestiegen, auer dem, der aus 
dem Himmel herabgestiegen ist, des Menschen Sohn, der im Himmel ist.
JOH 3:14 Und wie Mose in der Wste die Schlange erhhte, also mu des 
Menschen Sohn erhht werden,
JOH 3:15 auf da jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern 
ewiges Leben habe.
JOH 3:16 Denn Gott hat die Welt so geliebt, da er seinen eingeborenen 
Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren gehe, sondern 
ewiges Leben habe.
JOH 3:17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, da er die 
Welt richte, sondern da die Welt durch ihn gerettet werde.
JOH 3:18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, 
der ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des 
eingeborenen Sohnes Gottes.
JOH 3:19 Darin besteht aber das Gericht, da das Licht in die Welt 
gekommen ist, und die Menschen liebten die Finsternis mehr als das Licht; 
denn ihre Werke waren bse.
JOH 3:20 Denn wer Arges tut, hat das Licht und kommt nicht zum Licht, 
damit seine Werke nicht gestraft werden.
JOH 3:21 Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit seine Werke 
offenbar werden, da sie in Gott getan sind.
JOH 3:22 Darnach kam Jesus mit seinen Jngern in das Land Juda, und 
daselbst hielt er sich mit ihnen auf und taufte.
JOH 3:23 Aber auch Johannes taufte in Enon, nahe bei Salim, weil viel 
Wasser dort war. Und sie kamen dahin und lieen sich taufen.
JOH 3:24 Denn Johannes war noch nicht ins Gefngnis geworfen worden.
JOH 3:25 Es erhob sich nun eine Streitfrage zwischen den Jngern des 
Johannes und einem Juden wegen der Reinigung.
JOH 3:26 Und sie kamen zu Johannes und sprachen zu ihm: Rabbi, der, 
welcher bei dir war jenseits des Jordan, fr den du Zeugnis ablegtest, 
siehe, der tauft, und jedermann kommt zu ihm!
JOH 3:27 Johannes antwortete und sprach: Ein Mensch kann nichts empfangen, 
es sei ihm denn vom Himmel gegeben.
JOH 3:28 Ihr selbst bezeuget mir, da ich gesagt habe: Nicht ich bin der 
Christus, sondern ich bin vor ihm hergesandt.
JOH 3:29 Wer die Braut hat, der ist der Brutigam; der Freund des 
Brutigams aber, der dasteht und ihn hrt, freut sich hoch ber des 
Brutigams Stimme. Diese meine Freude ist nun erfllt.
JOH 3:30 Er mu wachsen, ich aber mu abnehmen.
JOH 3:31 Der von oben kommt, ist ber allen; wer von der Erde ist, der ist 
von der Erde und redet von der Erde. Der aus dem Himmel kommt, ist ber 
allen.
JOH 3:32 Er bezeugt, was er gesehen und gehrt hat, und sein Zeugnis nimmt 
niemand an.
JOH 3:33 Wer aber sein Zeugnis annimmt, der besttigt, da Gott wahrhaftig 
ist.
JOH 3:34 Denn der, den Gott gesandt hat, redet die Worte Gottes; denn Gott 
gibt [ihm] den Geist nicht nach Ma.
JOH 3:35 Der Vater hat den Sohn lieb und hat alles in seine Hand gegeben.
JOH 3:36 Wer an den Sohn glaubt, der hat ewiges Leben; wer aber dem Sohne 
nicht glaubt, der wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes 
bleibt auf ihm.
JOH 4:1 Als nun der Herr erfuhr, da die Phariser gehrt hatten, da 
Jesus mehr Jnger mache und taufe als Johannes
JOH 4:2 (wiewohl Jesus nicht selbst taufte, sondern seine Jnger),
JOH 4:3 verlie er Juda und zog wieder nach Galila.
JOH 4:4 Er mute aber durch Samaria reisen.
JOH 4:5 Da kommt er in eine Stadt Samarias, genannt Sichar, nahe bei dem 
Felde, welches Jakob seinem Sohne Joseph gab.
JOH 4:6 Es war aber daselbst Jakobs Brunnen. Da nun Jesus mde war von der 
Reise, setzte er sich also an den Brunnen; es war um die sechste Stunde.
JOH 4:7 Da kommt eine Frau aus Samaria, um Wasser zu schpfen. Jesus 
spricht zu ihr: Gib mir zu trinken!
JOH 4:8 Denn seine Jnger waren in die Stadt gegangen, um Speise zu kaufen.
JOH 4:9 Nun spricht die samaritische Frau zu ihm: Wie begehrst du, ein 
Jude, von mir zu trinken, die ich eine Samariterin bin? (Denn die Juden 
haben keinen Verkehr mit den Samaritern.)
JOH 4:10 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Wenn du die Gabe Gottes 
erkenntest und wer der ist, der zu dir spricht: Gib mir zu trinken! so 
wrdest du ihn bitten, und er gbe dir lebendiges Wasser!
JOH 4:11 Sie spricht zu ihm: Herr, du hast ja keinen Eimer, und der 
Brunnen ist tief; woher hast du denn das lebendige Wasser?
JOH 4:12 Bist du grer als unser Vater Jakob, der uns den Brunnen gegeben 
und selbst daraus getrunken hat, samt seinen Shnen und seinem Vieh?
JOH 4:13 Jesus antwortete und sprach zu ihr: Jeden, der von diesem Wasser 
trinkt, wird wieder drsten;
JOH 4:14 wer aber von dem Wasser trinkt, das ich ihm geben werde, den wird 
in Ewigkeit nicht drsten, sondern das Wasser, das ich ihm geben werde, 
wird in ihm zu einer Quelle von Wasser werden, das bis ins ewige Leben 
quillt.
JOH 4:15 Die Frau spricht zu ihm: Herr, gib mir dieses Wasser, damit ich 
nicht drste und nicht hierher kommen msse, um zu schpfen!
JOH 4:16 Jesus spricht zu ihr: Gehe hin, rufe deinen Mann und komm her!
JOH 4:17 Die Frau antwortete und sprach: Ich habe keinen Mann! Jesus 
spricht zu ihr: Du hast recht gesagt: Ich habe keinen Mann.
JOH 4:18 Fnf Mnner hast du gehabt, und der, den du jetzt hast, ist nicht 
dein Mann. Da hast du die Wahrheit gesprochen.
JOH 4:19 Die Frau spricht zu ihm: Herr, ich sehe, da du ein Prophet bist!
JOH 4:20 Unsere Vter haben auf diesem Berge angebetet; und ihr sagt, zu 
Jerusalem sei der Ort, wo man anbeten solle.
JOH 4:21 Jesus spricht zu ihr: Weib, glaube mir, es kommt die Stunde, wo 
ihr weder auf diesem Berge, noch zu Jerusalem den Vater anbeten werdet.
JOH 4:22 Ihr betet an, was ihr nicht kennt; wir beten an, was wir kennen; 
denn das Heil kommt von den Juden.
JOH 4:23 Aber die Stunde kommt und ist schon da, wo die wahren Anbeter den 
Vater im Geist und in der Wahrheit anbeten werden; denn der Vater sucht 
solche Anbeter.
JOH 4:24 Gott ist Geist, und die ihn anbeten, mssen ihn im Geist und in 
der Wahrheit anbeten.
JOH 4:25 Die Frau spricht zu ihm: Ich wei, da der Messias kommt, welcher 
Christus genannt wird; wenn dieser kommt, wird er uns alles verkndigen.
JOH 4:26 Jesus spricht zu ihr: Ich bin es, der mit dir redet!
JOH 4:27 Und whrenddem kamen seine Jnger und verwunderten sich, da er 
mit einer Frau redete. Doch sagte keiner: Was fragst du? oder: Was redest 
du mit ihr?
JOH 4:28 Nun lie die Frau ihren Wasserkrug stehen und lief in die Stadt 
und spricht zu den Leuten:
JOH 4:29 Kommt, sehet einen Menschen, der mir alles gesagt hat, was ich 
getan habe! Ob dieser nicht der Christus ist?
JOH 4:30 Da gingen sie aus der Stadt hinaus und kamen zu ihm.
JOH 4:31 Inzwischen baten ihn die Jnger und sprachen: Rabbi, i!
JOH 4:32 Er aber sprach zu ihnen: Ich habe eine Speise zu essen, die ihr 
nicht kennt!
JOH 4:33 Da sprachen die Jnger zueinander: Hat ihm denn jemand zu essen 
gebracht?
JOH 4:34 Jesus spricht zu ihnen: Meine Speise ist die, da ich den Willen 
dessen tue, der mich gesandt hat, und sein Werk vollbringe.
JOH 4:35 Saget ihr nicht: Es sind noch vier Monate, dann kommt die Ernte? 
Siehe, ich sage euch, hebet eure Augen auf und beschauet die Felder; sie 
sind schon wei zur Ernte.
JOH 4:36 Wer erntet, der empfngt Lohn und sammelt Frucht zum ewigen 
Leben, auf da sich der Smann und der Schnitter miteinander freuen.
JOH 4:37 Denn hier ist der Spruch wahr: Der eine st, der andere erntet.
JOH 4:38 Ich habe euch ausgesandt zu ernten, woran ihr nicht gearbeitet 
habt; andere haben gearbeitet, und ihr seid in ihre Arbeit eingetreten.
JOH 4:39 Aus jener Stadt aber glaubten viele Samariter an ihn um der Rede 
der Frau willen, welche bezeugte: Er hat mir alles gesagt, was ich getan 
habe.
JOH 4:40 Als nun die Samariter zu ihm kamen, baten sie ihn, bei ihnen zu 
bleiben; und er blieb zwei Tage daselbst.
JOH 4:41 Und noch vielmehr Leute glaubten um seines Wortes willen.
JOH 4:42 Und zu der Frau sprachen sie: Nun glauben wir nicht mehr um 
deiner Rede willen; wir haben selbst gehrt und erkannt, da dieser 
wahrhaftig der Retter der Welt, der Christus, ist!
JOH 4:43 Nach den zwei Tagen aber zog er von dannen und ging nach Galila.
JOH 4:44 Jesus selbst bezeugte zwar, da ein Prophet in seinem eigenen 
Vaterlande nicht geachtet werde.
JOH 4:45 Als er aber nun nach Galila kam, nahmen ihn die Galiler auf, 
weil sie alles gesehen, was er zu Jerusalem am Feste getan hatte; denn 
auch sie waren zum Fest gekommen.
JOH 4:46 Er kam nun wieder nach Kana in Galila, wo er das Wasser zu Wein 
gemacht hatte. Und es war ein kniglicher Beamter, dessen Sohn lag krank 
zu Kapernaum.
JOH 4:47 Als dieser hrte, da Jesus aus Juda nach Galila gekommen sei, 
ging er zu ihm und bat ihn, er mchte hinabkommen und seinen Sohn gesund 
machen; denn er lag im Sterben.
JOH 4:48 Da sprach Jesus zu ihm: Wenn ihr nicht Zeichen und Wunder sehet, 
so glaubet ihr nicht!
JOH 4:49 Der knigliche Beamte spricht zu ihm: Herr, komm hinab, ehe mein 
Kind stirbt!
JOH 4:50 Jesus spricht zu ihm: Gehe hin, dein Sohn lebt! Der Mensch 
glaubte dem Wort, das Jesus zu ihm sprach, und ging hin.
JOH 4:51 Als er aber noch unterwegs war, kamen ihm seine Knechte entgegen 
und verkndigten ihm: Dein Sohn lebt!
JOH 4:52 Nun erkundigte er sich bei ihnen nach der Stunde, in welcher es 
mit ihm besser geworden sei. Und sie sprachen zu ihm: Gestern um die 
siebente Stunde verlie ihn das Fieber.
JOH 4:53 Da erkannte der Vater, da es eben in der Stunde geschehen war, 
in welcher Jesus zu ihm gesagt hatte: Dein Sohn lebt! Und er glaubte samt 
seinem ganzen Hause.
JOH 4:54 Dies ist das zweite Zeichen, welches Jesus wiederum tat, als er 
aus Juda nach Galila kam.
JOH 5:1 Darnach war ein Fest der Juden, und Jesus zog hinauf nach 
Jerusalem.
JOH 5:2 Es ist aber zu Jerusalem beim Schaftor ein Teich, der auf 
hebrisch Bethesda heit und der fnf Sulenhallen hat.
JOH 5:3 In diesen lag eine groe Menge von Kranken, Blinden, Lahmen, 
Abgezehrten, welche auf die Bewegung des Wassers warteten.
JOH 5:4 Denn ein Engel stieg zu gewissen Zeiten in den Teich hinab und 
bewegte das Wasser. Wer nun nach der Bewegung des Wassers zuerst 
hineinstieg, der wurde gesund, mit welcherlei Krankheit er auch behaftet 
war.
JOH 5:5 Es war aber ein Mensch daselbst, der achtunddreiig Jahre in 
seiner Krankheit zugebracht hatte.
JOH 5:6 Als Jesus diesen daliegen sah und erfuhr, da es schon so lange 
Zeit mit ihm whrte, spricht er zu ihm: Willst du gesund werden?
JOH 5:7 Der Kranke antwortete ihm: Herr, ich habe keinen Menschen, der 
mich, wenn das Wasser bewegt wird, in den Teich befrdert; whrend ich 
aber selbst komme, steigt ein anderer vor mir hinab.
JOH 5:8 Jesus spricht zu ihm: Steh auf, nimm dein Bett und wandle!
JOH 5:9 Und alsbald wurde der Mensch gesund, hob sein Bett auf und 
wandelte. Es war aber Sabbat an jenem Tage.
JOH 5:10 Nun sprachen die Juden zu dem Geheilten: Es ist Sabbat; es ist 
dir nicht erlaubt, das Bett zu tragen!
JOH 5:11 Er antwortete ihnen: Der mich gesund machte, sprach zu mir: Nimm 
dein Bett und wandle!
JOH 5:12 Da fragten sie ihn: Wer ist der Mensch, der zu dir gesagt hat: 
Nimm es und wandle?
JOH 5:13 Aber der Geheilte wute nicht, wer es war, denn Jesus war 
entwichen, weil so viel Volk an dem Orte war.
JOH 5:14 Darnach findet ihn Jesus im Tempel und spricht zu ihm: Siehe zu, 
du bist gesund geworden; sndige hinfort nicht mehr, damit dir nicht etwas 
rgeres widerfahre.
JOH 5:15 Da ging der Mensch hin und verkndete den Juden, es sei Jesus, 
der ihn gesund gemacht habe.
JOH 5:16 Und deshalb verfolgten die Juden Jesus und suchten ihn zu tten, 
weil er solches am Sabbat getan hatte.
JOH 5:17 Jesus aber antwortete ihnen: Mein Vater wirkt bis jetzt, und ich 
wirke auch.
JOH 5:18 Darum suchten die Juden noch mehr, ihn zu tten, weil er nicht 
nur den Sabbat brach, sondern auch Gott seinen eigenen Vater nannte, womit 
er sich selbst Gott gleichstellte.
JOH 5:19 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich 
sage euch, der Sohn kann nichts von sich selbst tun, sondern nur, was er 
den Vater tun sieht; denn was dieser tut, das tut gleicherweise auch der 
Sohn.
JOH 5:20 Denn der Vater liebt den Sohn und zeigt ihm alles, was er selbst 
tut; und er wird ihm noch grere Werke zeigen als diese, so da ihr euch 
verwundern werdet.
JOH 5:21 Denn wie der Vater die Toten auferweckt und lebendig macht, so 
macht auch der Sohn lebendig, welche er will.
JOH 5:22 Denn der Vater richtet auch niemand, sondern alles Gericht hat er 
dem Sohn bergeben,
JOH 5:23 damit alle den Sohn ehren, wie sie den Vater ehren. Wer den Sohn 
nicht ehrt, der ehrt den Vater nicht, der ihn gesandt hat.
JOH 5:24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer mein Wort hrt und dem 
glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins 
Gericht, sondern er ist vom Tode zum Leben hindurchgedrungen.
JOH 5:25 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, die Stunde kommt und ist schon 
da, wo die Toten die Stimme des Sohnes Gottes hren werden, und die sie 
hren, werden leben.
JOH 5:26 Denn wie der Vater das Leben in sich selbst hat, also hat er auch 
dem Sohne verliehen, das Leben in sich selbst zu haben.
JOH 5:27 Und er hat ihm Macht gegeben, Gericht zu halten, weil er des 
Menschen Sohn ist.
JOH 5:28 Verwundert euch nicht darber! Denn es kommt die Stunde, in 
welcher alle, die in den Grbern sind, seine Stimme hren werden;
JOH 5:29 und es werden hervorgehen, die das Gute getan haben, zur 
Auferstehung des Lebens; die aber das Bse getan haben, zur Auferstehung 
des Gerichts.
JOH 5:30 Ich kann nichts von mir selbst tun. Wie ich hre, so richte ich, 
und mein Gericht ist gerecht; denn ich suche nicht meinen Willen, sondern 
den Willen dessen, der mich gesandt hat.
JOH 5:31 Wenn ich von mir selbst zeuge, so ist mein Zeugnis nicht wahr.
JOH 5:32 Ein anderer ist es, der von mir zeugt; und ich wei, da das 
Zeugnis wahr ist, welches er von mir zeugt.
JOH 5:33 Ihr habt zu Johannes gesandt, und er hat der Wahrheit Zeugnis 
gegeben.
JOH 5:34 Ich aber nehme das Zeugnis nicht von einem Menschen, sondern ich 
sage solches, damit ihr gerettet werdet.
JOH 5:35 Jener war die brennende und scheinende Leuchte, ihr aber wolltet 
euch nur eine Stunde an ihrem Scheine ergtzen.
JOH 5:36 Ich aber habe ein Zeugnis, welches grer ist als das des 
Johannes; denn die Werke, die mir der Vater gegeben hat, da ich sie 
vollbringe, eben die Werke, die ich tue, zeugen von mir, da der Vater 
mich gesandt hat.
JOH 5:37 Und der Vater, der mich gesandt hat, hat selbst von mir gezeugt. 
Ihr habt nie weder seine Stimme gehrt noch seine Gestalt gesehen;
JOH 5:38 und sein Wort habt ihr nicht bleibend in euch, weil ihr dem nicht 
glaubet, den er gesandt hat.
JOH 5:39 Ihr erforschet die Schriften, weil ihr meinet, darin das ewige 
Leben zu haben; und sie sind es, die von mir zeugen.
JOH 5:40 Und doch wollt ihr nicht zu mir kommen, um das Leben zu empfangen.
JOH 5:41 Ich nehme nicht Ehre von Menschen,
JOH 5:42 aber bei euch habe ich erkannt, da ihr die Liebe Gottes nicht in 
euch habt.
JOH 5:43 Ich bin im Namen meines Vaters gekommen, und ihr nehmet mich 
nicht an. Wenn ein anderer in seinem eigenen Namen kommt, den werdet ihr 
annehmen.
JOH 5:44 Wie knnt ihr glauben, die ihr Ehre voneinander nehmet und die 
Ehre vom alleinigen Gott nicht suchet?
JOH 5:45 Denket nicht, da ich euch bei dem Vater anklagen werde. Es ist 
einer, der euch anklagt: Mose, auf welchen ihr eure Hoffnung gesetzt habt.
JOH 5:46 Denn wenn ihr Mose glaubtet, so wrdet ihr auch mir glauben; denn 
von mir hat er geschrieben.
JOH 5:47 Wenn ihr aber seinen Schriften nicht glaubet, wie werdet ihr 
meinen Worten glauben?
JOH 6:1 Darnach fuhr Jesus ber das galilische Meer bei Tiberias.
JOH 6:2 Und es folgte ihm viel Volk nach, weil sie die Zeichen sahen, die 
er an den Kranken tat.
JOH 6:3 Jesus aber ging auf den Berg und setzte sich daselbst mit seinen 
Jngern.
JOH 6:4 Es war aber das Passah nahe, das Fest der Juden.
JOH 6:5 Da nun Jesus die Augen erhob und sah, da eine groe Menge zu ihm 
kam, spricht er zu Philippus: Woher kaufen wir Brot, da diese essen 
knnen?
JOH 6:6 (Das sagte er aber, um ihn auf die Probe zu stellen, denn er 
selbst wute wohl, was er tun wollte.)
JOH 6:7 Philippus antwortete ihm: Fr zweihundert Denare Brot reicht nicht 
hin fr sie, da jeder von ihnen auch nur ein wenig nehme!
JOH 6:8 Da spricht einer von seinen Jngern, Andreas, der Bruder des Simon 
Petrus, zu ihm:
JOH 6:9 Es ist ein Knabe hier, der hat fnf Gerstenbrote und zwei Fische; 
aber was ist das unter so viele?
JOH 6:10 Jesus spricht: Machet, da die Leute sich setzen! Es war aber 
viel Gras an dem Ort. Da setzten sich die Mnner, etwa fnftausend an Zahl.
JOH 6:11 Jesus aber nahm die Brote, sagte Dank und teilte sie den Jngern 
aus, die Jnger aber denen, die sich gesetzt hatten; ebenso auch von den 
Fischen, soviel sie wollten.
JOH 6:12 Als sie aber gesttigt waren, sprach er zu seinen Jngern: 
Sammelt die briggebliebenen Brocken, damit nichts umkomme!
JOH 6:13 Da sammelten sie und fllten zwlf Krbe mit Brocken von den fnf 
Gerstenbroten, die denen briggeblieben waren, welche gegessen hatten.
JOH 6:14 Als nun die Leute das Zeichen sahen, welches Jesus getan hatte, 
sprachen sie: Das ist wahrhaftig der Prophet, der in die Welt kommen soll!
JOH 6:15 Da nun Jesus merkte, da sie kommen wrden, um ihn mit Gewalt zum 
Knige zu machen, entwich er wiederum auf den Berg, er allein.
JOH 6:16 Als es aber Abend geworden war, gingen seine Jnger hinab ans 
Meer,
JOH 6:17 stiegen in das Schiff und fuhren ber das Meer nach Kapernaum. 
Und es war schon finster geworden, und Jesus war noch nicht zu ihnen 
gekommen.
JOH 6:18 Und das Meer ging hoch, da ein starker Wind wehte.
JOH 6:19 Als sie nun ungefhr fnfundzwanzig oder dreiig Stadien gerudert 
hatten, sahen sie Jesus auf dem Meere wandeln und sich Schiffe nhern; und 
sie frchteten sich.
JOH 6:20 Er aber sprach zu ihnen: Ich bin's, frchtet euch nicht!
JOH 6:21 Da wollten sie ihn in das Schiff nehmen, und alsbald war das 
Schiff am Lande, wohin sie fuhren.
JOH 6:22 Am folgenden Tage sah das Volk, das jenseits des Meeres stand, 
da kein anderes Schiff daselbst war, als nur das eine, in welches seine 
Jnger gestiegen waren, und da Jesus nicht mit seinen Jngern in das 
Schiff gestiegen war, sondern da seine Jnger allein abgefahren waren.
JOH 6:23 Es kamen aber andere Schiffe von Tiberias nahe an den Ort, wo sie 
das Brot gegessen hatten nach der Danksagung des Herrn.
JOH 6:24 Da nun das Volk sah, da Jesus nicht dort war, auch nicht seine 
Jnger, stiegen auch sie in die Schiffe und kamen nach Kapernaum und 
suchten Jesus.
JOH 6:25 Und als sie ihn jenseits des Meeres fanden, sprachen sie zu ihm: 
Rabbi, wann bist du hierher gekommen?
JOH 6:26 Jesus antwortete ihnen und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage 
euch, ihr suchet mich nicht darum, weil ihr Zeichen gesehen, sondern weil 
ihr von den Broten gegessen habt und satt geworden seid.
JOH 6:27 Wirket nicht die Speise, die vergnglich ist, sondern die Speise, 
die ins ewige Leben bleibt, welche des Menschen Sohn euch geben wird; denn 
diesen hat Gott, der Vater, besttigt!
JOH 6:28 Da sprachen sie zu ihm: Was sollen wir tun um die Werke Gottes zu 
wirken?
JOH 6:29 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Das ist das Werk Gottes, 
da ihr an den glaubt, den er gesandt hat.
JOH 6:30 Da sprachen sie zu ihm: Was tust du denn fr ein Zeichen, damit 
wir es sehen und dir glauben? Was wirkst du?
JOH 6:31 Unsere Vter haben das Manna gegessen in der Wste, wie 
geschrieben steht: Brot vom Himmel gab er ihnen zu essen.
JOH 6:32 Da sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, 
nicht Mose hat euch das Brot vom Himmel gegeben, sondern mein Vater gibt 
euch das wahre Brot vom Himmel.
JOH 6:33 Denn das Brot Gottes ist derjenige, welcher vom Himmel herabkommt 
und der Welt Leben gibt.
JOH 6:34 Da sprachen sie zu ihm: Herr, gib uns allezeit dieses Brot!
JOH 6:35 Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens; wer zu 
mir kommt, den wird nicht hungern; und wer an mich glaubt, den wird 
nimmermehr drsten.
JOH 6:36 Aber ich habe es euch gesagt, da ihr mich gesehen habt und doch 
nicht glaubet.
JOH 6:37 Alles, was mir der Vater gibt, wird zu mir kommen; und wer zu mir 
kommt, den werde ich nicht hinausstoen.
JOH 6:38 Denn ich bin vom Himmel herabgekommen, nicht damit ich meinen 
Willen tue, sondern den Willen dessen, der mich gesandt hat.
JOH 6:39 Das ist aber der Wille des Vaters, der mich gesandt hat, da ich 
nichts verliere von allem, was er mir gegeben hat, sondern da ich es 
auferwecke am letzten Tage.
JOH 6:40 Denn das ist der Wille meines Vaters, da jeder, der den Sohn 
sieht und an ihn glaubt, ewiges Leben habe; und ich werde ihn auferwecken 
am letzten Tage.
JOH 6:41 Da murrten die Juden ber ihn, weil er gesagt hatte: Ich bin das 
Brot, das vom Himmel herabgekommen ist,
JOH 6:42 und sprachen: Ist dieser nicht Jesus, Josephs Sohn, dessen Vater 
und Mutter wir kennen? Wie spricht er denn: Ich bin vom Himmel 
herabgekommen?
JOH 6:43 Da antwortete Jesus und sprach zu ihnen: Murret nicht 
untereinander!
JOH 6:44 Niemand kann zu mir kommen, es sei denn, da ihn ziehe der Vater, 
der mich gesandt hat, und ich werde ihn auferwecken am letzten Tage.
JOH 6:45 Es steht geschrieben in den Propheten: Sie werden alle von Gott 
gelehrt sein. Jeder, der vom Vater gehrt und gelernt hat, kommt zu mir.
JOH 6:46 Nicht, da jemand den Vater gesehen htte; nur der, welcher von 
Gott [gekommen] ist, der hat den Vater gesehen.
JOH 6:47 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, hat ewiges 
Leben.
JOH 6:48 Ich bin das Brot des Lebens.
JOH 6:49 Eure Vter haben das Manna gegessen in der Wste und sind 
gestorben;
JOH 6:50 dies ist das Brot, das vom Himmel herabkommt, auf da, wer davon 
it, nicht sterbe.
JOH 6:51 Ich bin das lebendige Brot, vom Himmel herabgekommen. Wenn jemand 
von diesem Brot it, wird er in Ewigkeit leben. Das Brot aber, das ich 
geben werde, ist mein Fleisch, welches ich geben werde fr das Leben der 
Welt.
JOH 6:52 Da zankten die Juden untereinander und sprachen: Wie kann dieser 
uns sein Fleisch zu essen geben?
JOH 6:53 Darum sprach Jesus zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, 
wenn ihr nicht das Fleisch des Menschensohnes esset und sein Blut trinket, 
so habt ihr kein Leben in euch.
JOH 6:54 Wer mein Fleisch it und mein Blut trinkt, der hat ewiges Leben, 
und ich werde ihn auferwecken am letzten Tage.
JOH 6:55 Denn mein Fleisch ist wahrhaftige Speise, und mein Blut ist 
wahrhaftiger Trank.
JOH 6:56 Wer mein Fleisch it und mein Blut trinkt, der bleibt in mir und 
ich in ihm.
JOH 6:57 Wie mich der lebendige Vater gesandt hat und ich um des Vaters 
willen lebe, so wird auch der, welcher mich it, um meinetwillen leben.
JOH 6:58 Dies ist das Brot, das vom Himmel herabgekommen ist; nicht wie 
eure Vter [das Manna] gegessen haben und gestorben sind; wer dieses Brot 
it, der wird leben in Ewigkeit!
JOH 6:59 Solches sprach er, als er in der Synagoge zu Kapernaum lehrte.
JOH 6:60 Viele nun von seinen Jngern, die solches hrten, sprachen: Das 
ist eine harte Rede, wer kann sie hren?
JOH 6:61 Da aber Jesus bei sich selbst merkte, da seine Jnger darber 
murrten, sprach er zu ihnen: Ist euch das ein rgernis?
JOH 6:62 Wie denn, wenn ihr des Menschen Sohn dorthin auffahren sehet, wo 
er zuvor war?
JOH 6:63 Der Geist ist es, der lebendig macht, das Fleisch ntzt gar 
nichts. Die Worte, die ich zu euch geredet habe, sind Geist und sind Leben.
JOH 6:64 Aber es sind etliche unter euch, die nicht glauben. Denn Jesus 
wute von Anfang, wer die seien, die nicht glaubten, und welcher ihn 
verraten wrde.
JOH 6:65 Und er sprach: Darum habe ich euch gesagt: Niemand kann zu mir 
kommen, es sei ihm denn von meinem Vater gegeben!
JOH 6:66 Aus diesem Anla traten viele seiner Jnger zurck und wandelten 
nicht mehr mit ihm.
JOH 6:67 Da sprach Jesus zu den Zwlfen: Wollt ihr nicht auch weggehen?
JOH 6:68 Da antwortete ihm Simon Petrus: Herr, zu wem sollen wir gehen? Du 
hast Worte ewigen Lebens.
JOH 6:69 Und wir haben geglaubt und erkannt, da du der Christus, der Sohn 
des lebendigen Gottes bist!
JOH 6:70 Jesus antwortete ihnen: Habe ich nicht euch Zwlf erwhlt? Und 
einer von euch ist ein Teufel!
JOH 6:71 Er redete aber von Judas, Simons Sohn, dem Ischariot; denn dieser 
sollte ihn verraten, einer von den Zwlfen.
JOH 7:1 Darnach zog Jesus umher in Galila; denn er wollte nicht in Juda 
umherziehen, weil die Juden ihn zu tten suchten.
JOH 7:2 Es war aber das Laubhttenfest der Juden nahe.
JOH 7:3 Da sprachen seine Brder zu ihm: Brich doch auf von hier und ziehe 
nach Juda, damit auch deine Jnger die Werke sehen, die du tust!
JOH 7:4 Denn niemand tut etwas im Verborgenen und sucht doch ffentlich 
bekannt zu sein. Wenn du solches tust, so offenbare dich der Welt!
JOH 7:5 Denn auch seine Brder glaubten nicht an ihn.
JOH 7:6 Da spricht Jesus zu ihnen: Meine Zeit ist noch nicht da; aber eure 
Zeit ist immer bereit.
JOH 7:7 Die Welt kann euch nicht hassen, mich aber hat sie; denn ich 
bezeuge von ihr, da ihre Werke bse sind.
JOH 7:8 Gehet ihr hinauf zum Fest; ich gehe nicht zu diesem Fest hinauf, 
denn meine Zeit ist noch nicht erfllt.
JOH 7:9 Solches sagte er zu ihnen und blieb in Galila.
JOH 7:10 Nachdem aber seine Brder zum Fest hinaufgegangen waren, ging 
auch er hinauf, nicht ffentlich, sondern wie im Verborgenen.
JOH 7:11 Da suchten ihn die Juden am Fest und sprachen: Wo ist er?
JOH 7:12 Und es gab viel Gemurmel seinetwegen unter dem Volk. Etliche 
sagten: Er ist gut; andere aber sprachen: Nein, sondern er verfhrt das 
Volk.
JOH 7:13 Doch redete niemand freimtig ber ihn, aus Furcht vor den Juden.
JOH 7:14 Als aber das Fest schon zur Hlfte verflossen war, ging Jesus in 
den Tempel hinauf und lehrte.
JOH 7:15 Und die Juden verwunderten sich und sprachen: Wie kennt dieser 
die Schrift? Er hat doch nicht studiert!
JOH 7:16 Da antwortete ihnen Jesus und sprach: Meine Lehre ist nicht mein, 
sondern dessen, der mich gesandt hat.
JOH 7:17 Will jemand seinen Willen tun, der wird innewerden, ob diese 
Lehre von Gott sei, oder ob ich aus mir selbst rede.
JOH 7:18 Wer aus sich selbst redet, der sucht seine eigene Ehre; wer aber 
die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaft, und keine 
Ungerechtigkeit ist in ihm.
JOH 7:19 Hat nicht Mose euch das Gesetz gegeben? Und doch tut keiner von 
euch das Gesetz. Warum sucht ihr mich zu tten?
JOH 7:20 Das Volk antwortete und sprach: Du hast einen Dmon! Wer sucht 
dich zu tten?
JOH 7:21 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Ein Werk habe ich getan, 
und ihr alle verwundert euch darber.
JOH 7:22 Mose hat euch die Beschneidung gegeben (nicht da sie von Mose 
kommt, sondern von den Vtern), und am Sabbat beschneidet ihr den Menschen.
JOH 7:23 Wenn ein Mensch am Sabbat die Beschneidung empfngt, damit das 
Gesetz Moses nicht bertreten werde, was zrnet ihr mir denn, da ich den 
ganzen Menschen am Sabbat gesund gemacht habe?
JOH 7:24 Richtet nicht nach dem Schein, sondern fllet ein gerechtes 
Urteil.
JOH 7:25 Da sprachen etliche von Jerusalem: Ist das nicht der, den sie zu 
tten suchen?
JOH 7:26 Und siehe, er redet ffentlich, und sie sagen ihm nichts. Haben 
etwa die Obersten wirklich erkannt, da dieser der Christus ist?
JOH 7:27 Doch von diesem wissen wir, woher er ist; wenn aber der Christus 
kommt, so wird niemand wissen, woher er ist.
JOH 7:28 Da rief Jesus, whrend er im Tempel lehrte, und sprach: Ja, ihr 
kennet mich und wisset, woher ich bin! Und doch bin ich nicht von mir 
selbst gekommen, sondern der Wahrhaftige ist es, der mich gesandt hat, 
welchen ihr nicht kennet.
JOH 7:29 Ich kenne ihn; denn von ihm bin ich, und er hat mich gesandt.
JOH 7:30 Da suchten sie ihn zu greifen; aber niemand legte Hand an ihn, 
denn seine Stunde war noch nicht gekommen.
JOH 7:31 Viele aber aus dem Volke glaubten an ihn und sprachen: Wenn der 
Christus kommt, wird er wohl mehr Zeichen tun, als dieser getan hat?
JOH 7:32 Die Phariser hrten, da das Volk solches von ihm murmelte; 
darum sandten die Hohenpriester und die Phariser Diener ab, um ihn zu 
greifen.
JOH 7:33 Da sprach Jesus zu ihnen: Noch eine kleine Zeit bin ich bei euch, 
und dann gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat.
JOH 7:34 Ihr werdet mich suchen und nicht finden; und wo ich bin, dahin 
knnt ihr nicht kommen.
JOH 7:35 Da sprachen die Juden untereinander: Wohin will er denn gehen, 
da wir ihn nicht finden sollen? Will er etwa zu den unter den Griechen 
Zerstreuten gehen und die Griechen lehren?
JOH 7:36 Was soll das bedeuten, da er sagt: Ihr werdet mich suchen und 
nicht finden, und wo ich bin, dahin knnt ihr nicht kommen?
JOH 7:37 Aber am letzten, dem groen Tage des Festes, stand Jesus auf, 
rief und sprach: Wenn jemand drstet, der komme zu mir und trinke!
JOH 7:38 Wer an mich glaubt (wie die Schrift sagt), aus seinem Leibe 
werden Strme lebendigen Wassers flieen.
JOH 7:39 Das sagte er aber von dem Geiste, den die empfangen sollten, 
welche an ihn glaubten; denn der heilige Geist war noch nicht da, weil 
Jesus noch nicht verherrlicht war.
JOH 7:40 Viele nun aus dem Volke, die diese Rede hrten, sagten: Dieser 
ist wahrhaftig der Prophet.
JOH 7:41 Andere sagten: Er ist der Christus. Andere aber sagten: Christus 
kommt doch nicht aus Galila?
JOH 7:42 Sagt nicht die Schrift, da der Christus aus dem Samen Davids und 
aus dem Flecken Bethlehem, wo David war, kommen werde?
JOH 7:43 Also entstand seinetwegen eine Spaltung unter dem Volk.
JOH 7:44 Etliche aber von ihnen wollten ihn greifen, doch legte niemand 
Hand an ihn.
JOH 7:45 Nun kamen die Diener zu den Hohenpriestern und Pharisern zurck, 
und diese sprachen zu ihnen: Warum habt ihr ihn nicht gebracht?
JOH 7:46 Die Diener antworteten: Nie hat ein Mensch so geredet wie dieser 
Mensch!
JOH 7:47 Da antworteten ihnen die Phariser: Seid auch ihr verfhrt worden?
JOH 7:48 Glaubt auch einer von den Obersten oder von den Pharisern an ihn?
JOH 7:49 Aber dieser Pbel, der das Gesetz nicht kennt, der ist unter dem 
Fluch!
JOH 7:50 Da spricht zu ihnen Nikodemus, der des Nachts zu ihm gekommen und 
einer der Ihren war:
JOH 7:51 Richtet auch unser Gesetz einen Menschen, man habe ihn denn zuvor 
selbst gehrt und erkannt, was er tut?
JOH 7:52 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Bist du auch aus Galila? 
Forsche nach, und du wirst sehen, da aus Galila kein Prophet ersteht!
JOH 7:53 So ging jeder in sein Haus.
JOH 8:1 Jesus aber ging an den lberg.
JOH 8:2 Und am Morgen frh stellte er sich wieder im Tempel ein, und alles 
Volk kam zu ihm, und er setzte sich und lehrte sie.
JOH 8:3 Da brachten die Schriftgelehrten und Phariser ein Weib zu ihm, 
die beim Ehebruch ergriffen worden war, stellten sie in die Mitte
JOH 8:4 und sprachen zu ihm: Meister, dieses Weib ist auf der Tat beim 
Ehebruch ergriffen worden.
JOH 8:5 Im Gesetz aber hat uns Mose geboten, solche zu steinigen. Was 
sagst nun du?
JOH 8:6 Das sagten sie aber, um ihn zu versuchen, damit sie ihn anklagen 
knnten. Jesus aber bckte sich nieder und schrieb mit dem Finger auf die 
Erde.
JOH 8:7 Als sie nun dabei verharrten, ihn zu fragen, richtete er sich auf 
und sprach zu ihnen: Wer unter euch ohne Snde ist, der werfe den ersten 
Stein auf sie!
JOH 8:8 Und er bckte sich wiederum nieder und schrieb auf die Erde.
JOH 8:9 Als sie aber das hrten, gingen sie von ihrem Gewissen gestraft 
einer nach dem andern hinaus, die ltesten zuerst; Jesus aber ward allein 
gelassen, mit dem Weib, das in der Mitte stand.
JOH 8:10 Da richtete sich Jesus auf und sprach zu ihr: Weib, wo sind deine 
Anklger? Hat dich niemand verdammt?
JOH 8:11 Sie sprach: Herr, niemand! Jesus sprach zu ihr: So verurteile ich 
dich auch nicht. Gehe hin und sndige hinfort nicht mehr!
JOH 8:12 Nun redete Jesus wieder zu ihnen und sprach: Ich bin das Licht 
der Welt. Wer mir nachfolgt, wird nicht in der Finsternis wandeln, sondern 
er wird das Licht des Lebens haben.
JOH 8:13 Da sprachen die Phariser zu ihm: Du zeugst von dir selbst; dein 
Zeugnis ist nicht wahr!
JOH 8:14 Jesus antwortete und sprach zu ihnen: Auch wenn ich von mir 
selbst zeuge, so ist mein Zeugnis wahr, denn ich wei, woher ich gekommen 
bin und wohin ich gehe; ihr aber wisset nicht, woher ich komme und wohin 
ich gehe.
JOH 8:15 Ihr richtet nach dem Fleische; ich richte niemand.
JOH 8:16 Aber auch wenn ich richte, so ist mein Gericht wahr; denn ich bin 
nicht allein, sondern ich und der Vater, der mich gesandt hat.
JOH 8:17 Es steht aber auch in eurem Gesetze geschrieben, da das Zeugnis 
zweier Menschen wahr sei.
JOH 8:18 Ich bin es, der ich von mir selbst zeuge, und es zeugt von mir 
der Vater, der mich gesandt hat.
JOH 8:19 Da sprachen sie zu ihm: Wo ist dein Vater? Jesus antwortete: Ihr 
kennet weder mich noch meinen Vater; wenn ihr mich kenntet, so wrdet ihr 
auch meinen Vater kennen.
JOH 8:20 Diese Worte redete Jesus bei dem Gotteskasten, als er im Tempel 
lehrte; und niemand griff ihn, denn seine Stunde war noch nicht gekommen.
JOH 8:21 Nun sprach Jesus wiederum zu ihnen: Ich gehe fort, und ihr werdet 
mich suchen und in eurer Snde sterben. Wohin ich gehe, dahin knnt ihr 
nicht kommen!
JOH 8:22 Da sagten die Juden: Will er sich etwa selbst tten, da er 
spricht: Wohin ich gehe, dahin knnt ihr nicht kommen?
JOH 8:23 Er aber sprach zu ihnen: Ihr seid von unten her, ich bin von oben 
her. Ihr seid von dieser Welt, ich bin nicht von dieser Welt.
JOH 8:24 Darum habe ich euch gesagt, da ihr in euren Snden sterben 
werdet; denn wenn ihr nicht glaubet, da ich es bin, so werdet ihr in 
euren Snden sterben.
JOH 8:25 Da sagten sie zu ihm: Wer bist du? Und Jesus sprach zu ihnen: 
Erstens das, was ich euch eben sage!
JOH 8:26 Ich habe vieles ber euch zu reden und zu richten; aber der, 
welcher mich gesandt hat, ist wahrhaftig; und was ich von ihm gehrt habe, 
das rede ich zu der Welt.
JOH 8:27 Sie verstanden aber nicht, da er vom Vater zu ihnen redete.
JOH 8:28 Darum sprach Jesus: Wenn ihr des Menschen Sohn erhht haben 
werdet, dann werdet ihr erkennen, da ich es bin; und von mir selbst tue 
ich nichts, sondern wie mich mein Vater gelehrt hat, so rede ich.
JOH 8:29 Und der, welcher mich gesandt hat, ist mit mir; er lt mich 
nicht allein, denn ich tue allezeit, was ihm gefllt.
JOH 8:30 Als er solches redete, glaubten viele an ihn.
JOH 8:31 Da sprach Jesus zu den Juden, die an ihn glubig geworden waren: 
Wenn ihr in meinem Worte bleibet, so seid ihr wahrhaftig meine Jnger,
JOH 8:32 und ihr werdet die Wahrheit erkennen, und die Wahrheit wird euch 
frei machen!
JOH 8:33 Sie antworteten ihm: Wir sind Abrahams Same und sind nie jemandes 
Knechte gewesen; wie sprichst du denn: Ihr sollt frei werden?
JOH 8:34 Jesus antwortete ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer 
Snde tut, ist der Snde Knecht.
JOH 8:35 Der Knecht aber bleibt nicht ewig im Hause; der Sohn bleibt ewig.
JOH 8:36 Wird euch nun der Sohn frei machen, so seid ihr wirklich frei.
JOH 8:37 Ich wei, da ihr Abrahams Same seid; aber ihr suchet mich zu 
tten, denn mein Wort findet keinen Raum in euch.
JOH 8:38 Ich rede, was ich bei meinem Vater gesehen habe; so tut auch ihr, 
was ihr von eurem Vater gehrt habt.
JOH 8:39 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Unser Vater ist Abraham! 
Jesus spricht zu ihnen: Wret ihr Abrahams Kinder, so ttet ihr Abrahams 
Werke.
JOH 8:40 Nun aber suchet ihr mich zu tten, einen Menschen, der euch die 
Wahrheit gesagt hat, welche ich von Gott gehrt habe; das hat Abraham 
nicht getan.
JOH 8:41 Ihr tut die Werke eures Vaters. Da sprachen sie zu ihm: Wir sind 
nicht unehelich geboren, wir haben einen Vater, Gott!
JOH 8:42 Da sprach Jesus zu ihnen: Wre Gott euer Vater, so wrdet ihr 
mich lieben, denn ich bin von Gott ausgegangen und gekommen; denn nicht 
von mir selbst bin ich gekommen, sondern er hat mich gesandt.
JOH 8:43 Warum versteht ihr meine Rede nicht? Denn ihr knnt ja mein Wort 
nicht hren!
JOH 8:44 Ihr seid von dem Vater, dem Teufel, und was euer Vater begehrt, 
wollt ihr tun; der war ein Menschenmrder von Anfang an und ist nicht 
bestanden in der Wahrheit, denn Wahrheit ist nicht in ihm. Wenn er die 
Lge redet, so redet er aus seinem Eigenen, denn er ist ein Lgner und der 
Vater derselben.
JOH 8:45 Weil aber ich die Wahrheit sage, glaubet ihr mir nicht.
JOH 8:46 Wer unter euch kann mich einer Snde zeihen? Wenn ich die 
Wahrheit rede, warum glaubet ihr mir nicht?
JOH 8:47 Wer aus Gott ist, der hrt die Worte Gottes; darum hret ihr 
nicht, weil ihr nicht aus Gott seid.
JOH 8:48 Da antworteten die Juden und sprachen zu ihm: Sagen wir nicht mit 
Recht, da du ein Samariter bist und einen Dmon hast?
JOH 8:49 Jesus antwortete: Ich habe keinen Dmon, sondern ich ehre meinen 
Vater, und ihr entehret mich.
JOH 8:50 Ich aber suche nicht meine Ehre; es ist Einer, der sie sucht und 
der richtet.
JOH 8:51 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn jemand mein Wort bewahrt, 
so wird er den Tod nicht sehen in Ewigkeit!
JOH 8:52 Da sprachen die Juden zu ihm: Jetzt erkennen wir, da du einen 
Dmon hast! Abraham ist gestorben und die Propheten, und du sagst: Wenn 
jemand mein Wort bewahrt, so wird er den Tod nicht schmecken in Ewigkeit.
JOH 8:53 Bist du grer als unser Vater Abraham, welcher gestorben ist? 
Und die Propheten sind auch gestorben. Was machst du aus dir selbst?
JOH 8:54 Jesus antwortete: Wenn ich mich selbst ehre, so ist meine Ehre 
nichts; es ist mein Vater, der mich ehrt, von welchem ihr saget, er sei 
euer Gott.
JOH 8:55 Und doch habt ihr ihn nicht erkannt; ich aber kenne ihn. Und wenn 
ich sagen wrde, ich kenne ihn nicht, so wre ich ein Lgner, gleich wie 
ihr. Aber ich kenne ihn und halte sein Wort.
JOH 8:56 Abraham, euer Vater, frohlockte, da er meinen Tag sehen sollte. 
Und er sah ihn und freute sich.
JOH 8:57 Da sprachen die Juden zu ihm: Du bist noch nicht fnfzig Jahre 
alt und hast Abraham gesehen?
JOH 8:58 Jesus sprach zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ehe 
Abraham ward, bin ich!
JOH 8:59 Da hoben sie Steine auf, um sie auf ihn zu werfen. Jesus aber 
verbarg sich und ging zum Tempel hinaus, mitten durch sie hindurch, und 
entwich also.
JOH 9:1 Und da er vorbeiging, sah er einen Menschen, der blind war von 
Geburt an.
JOH 9:2 Und seine Jnger fragten ihn und sprachen: Rabbi, wer hat 
gesndigt, dieser oder seine Eltern, da er blind geboren ist?
JOH 9:3 Jesus antwortete: Weder dieser hat gesndigt, noch seine Eltern; 
sondern damit die Werke Gottes an ihm offenbar wrden!
JOH 9:4 Ich mu die Werke dessen wirken, der mich gesandt hat, solange es 
Tag ist; es kommt die Nacht, wo niemand wirken kann.
JOH 9:5 Solange ich in der Welt bin, bin ich das Licht der Welt.
JOH 9:6 Als er solches gesagt, spie er auf die Erde und machte einen Teig 
mit dem Speichel und strich ihm den Teig auf die Augen
JOH 9:7 und sprach zu ihm: Gehe hin, wasche dich im Teiche Siloah (das 
heit bersetzt: Gesandt)! Da ging er hin und wusch sich und kam sehend.
JOH 9:8 Die Nachbarn nun, und die ihn zuvor als Bettler gesehen hatten, 
sprachen: Ist das nicht der, welcher dasa und bettelte?
JOH 9:9 Etliche sagten: Er ist's! andere aber: Nein, aber er sieht ihm 
hnlich! Er selbst sagte: Ich bin's!
JOH 9:10 Da sprachen sie zu ihm: Wie sind dir deine Augen aufgetan worden?
JOH 9:11 Er antwortete und sprach: Der Mensch, der Jesus heit, machte 
einen Teig und bestrich meine Augen und sprach zu mir: Gehe hin zum Teich 
Siloah und wasche dich! Als ich aber hinging und mich wusch, wurde ich 
sehend.
JOH 9:12 Da sprachen sie zu ihm: Wo ist der? Er spricht: Ich wei es nicht!
JOH 9:13 Da fhrten sie ihn, den Blindgewesenen, zu den Pharisern.
JOH 9:14 Es war aber Sabbat, als Jesus den Teig machte und ihm die Augen 
ffnete.
JOH 9:15 Nun fragten ihn wiederum auch die Phariser, wie er sehend 
geworden sei. Er sprach zu ihnen: Einen Teig hat er auf meine Augen 
gelegt, und ich wusch mich und bin nun sehend!
JOH 9:16 Da sprachen etliche von den Pharisern: Dieser Mensch ist nicht 
von Gott, weil er den Sabbat nicht hlt! Andere sprachen: Wie kann ein 
sndiger Mensch solche Zeichen tun? Und es entstand eine Spaltung unter 
ihnen.
JOH 9:17 Da sprachen sie wiederum zu dem Blinden: Was sagst du von ihm, 
da er dir die Augen aufgetan hat? Er sprach: Er ist ein Prophet!
JOH 9:18 Nun glaubten die Juden nicht von ihm, da er blind gewesen und 
sehend geworden sei, bis sie die Eltern des Sehendgewordenen gerufen 
hatten.
JOH 9:19 Und sie fragten sie und sprachen: Ist das euer Sohn, von welchem 
ihr sagt, da er blind geboren ist? Wie ist er denn jetzt sehend?
JOH 9:20 Seine Eltern antworteten ihnen und sprachen: Wir wissen, da 
dieser unser Sohn ist und da er blind geboren ist;
JOH 9:21 wieso er aber jetzt sieht, das wissen wir nicht; und wer ihm die 
Augen aufgetan hat, wissen wir auch nicht. Fraget ihn! Er ist alt genug, 
er mag selbst fr sich reden!
JOH 9:22 Das sagten seine Eltern deshalb, weil sie die Juden frchteten; 
denn die Juden waren schon bereingekommen, da, wenn einer ihn als den 
Christus anerkennen wrde, er aus der Synagoge ausgestoen werden solle.
JOH 9:23 Darum sprachen seine Eltern: Er ist alt genug; fragt ihn selbst!
JOH 9:24 Da riefen sie zum zweitenmal den Menschen, der blind gewesen war, 
und sprachen zu ihm: Gib Gott die Ehre! Wir wissen, da dieser Mensch ein 
Snder ist.
JOH 9:25 Da antwortete jener und sprach: Ob er ein Snder ist, wei ich 
nicht; eins wei ich, da ich blind war und jetzt sehend bin!
JOH 9:26 Sie sprachen wiederum zu ihm: Was hat er mit dir gemacht? Wie tat 
er dir die Augen auf?
JOH 9:27 Er antwortete ihnen: Ich habe es euch schon gesagt, und ihr habt 
nicht darauf gehrt; was wollt ihr es noch einmal hren? Wollt auch ihr 
seine Jnger werden?
JOH 9:28 Sie schmhten ihn und sprachen: Du bist sein Jnger! Wir aber 
sind Moses Jnger.
JOH 9:29 Wir wissen, da Gott mit Mose geredet hat, von diesem aber wissen 
wir nicht, woher er ist.
JOH 9:30 Da antwortete der Mensch und sprach zu ihnen: Das ist doch 
verwunderlich, da ihr nicht wisset, woher er ist, und er hat doch meine 
Augen aufgetan.
JOH 9:31 Wir wissen, da Gott nicht auf Snder hrt; sondern wenn jemand 
gottesfrchtig ist und seinen Willen tut, den hrt er.
JOH 9:32 Seit die Welt steht, ist nicht gehrt worden, da jemand einem 
Blindgeborenen die Augen aufgetan hat.
JOH 9:33 Wre dieser nicht von Gott, so knnte er nichts tun!
JOH 9:34 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Du bist ganz in Snden 
geboren und willst uns lehren? Und sie stieen ihn hinaus.
JOH 9:35 Jesus hrte, da sie ihn ausgestoen hatten, und als er ihn fand, 
sprach er zu ihm: Glaubst du an den Sohn Gottes?
JOH 9:36 Er antwortete und sprach: Wer ist es, Herr, auf da ich an ihn 
glaube?
JOH 9:37 Und Jesus sprach zu ihm: Du hast ihn gesehen, und der mit dir 
redet, der ist es!
JOH 9:38 Er aber sprach: Ich glaube, Herr! und fiel vor ihm nieder.
JOH 9:39 Und Jesus sprach: Ich bin zum Gericht in diese Welt gekommen, auf 
da die, welche nicht sehen, sehend werden und die, welche sehen, blind 
werden.
JOH 9:40 Solches hrten etliche der Phariser, die bei ihm waren, und 
sprachen zu ihm: Sind denn auch wir blind?
JOH 9:41 Jesus sprach zu ihnen: Wret ihr blind, so httet ihr keine 
Snde; nun ihr aber saget: Wir sind sehend! so bleibt eure Snde.
JOH 10:1 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer nicht durch die Tr in den 
Schafstall hineingeht, sondern anderswo hineinsteigt, der ist ein Dieb und 
ein Ruber.
JOH 10:2 Wer aber durch die Tr hineingeht, ist der Hirt der Schafe.
JOH 10:3 Diesem tut der Trhter auf, und die Schafe hren auf seine 
Stimme, und er ruft seine eigenen Schafe beim Namen und fhrt sie heraus.
JOH 10:4 Und wenn er seine Schafe alle herausgelassen hat, geht er vor 
ihnen her; und die Schafe folgen ihm nach, denn sie kennen seine Stimme.
JOH 10:5 Einem Fremden aber folgen sie nicht nach, sondern fliehen vor 
ihm; denn sie kennen der Fremden Stimme nicht.
JOH 10:6 Dieses Gleichnis sagte ihnen Jesus. Sie verstanden aber nicht, 
wovon er zu ihnen redete.
JOH 10:7 Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: Wahrlich, wahrlich, ich sage 
euch, ich bin die Tr zu den Schafen.
JOH 10:8 Alle, die vor mir kamen, sind Diebe und Ruber; aber die Schafe 
hrten nicht auf sie.
JOH 10:9 Ich bin die Tr. Wenn jemand durch mich eingeht, wird er gerettet 
werden und wird ein und ausgehen und Weide finden.
JOH 10:10 Der Dieb kommt nur, um zu stehlen, zu tten und zu verderben; 
ich bin gekommen, damit sie Leben haben und es im berflu haben.
JOH 10:11 Ich bin der gute Hirt; der gute Hirt lt sein Leben fr die 
Schafe.
JOH 10:12 Der Mietling aber, der nicht Hirt ist, dem die Schafe nicht 
eigen sind, sieht den Wolf kommen und verlt die Schafe und flieht; und 
der Wolf raubt und zerstreut die Schafe.
JOH 10:13 Der Mietling aber flieht, weil er ein Mietling ist und sich 
nicht um die Schafe kmmert.
JOH 10:14 Ich bin der gute Hirt und kenne die Meinen, und die Meinen 
kennen mich,
JOH 10:15 gleichwie der Vater mich kennt und ich den Vater kenne. Und ich 
lasse mein Leben fr die Schafe.
JOH 10:16 Und ich habe noch andere Schafe, die nicht aus diesem Stalle 
sind; auch diese mu ich fhren, und sie werden meine Stimme hren, und es 
wird eine Herde und ein Hirt werden.
JOH 10:17 Darum liebt mich der Vater, weil ich mein Leben lasse, auf da 
ich es wieder nehme.
JOH 10:18 Niemand nimmt es von mir, sondern ich lasse es von mir aus. Ich 
habe Macht, es zu lassen, und habe Macht, es wieder zu nehmen. Diesen 
Auftrag habe ich von meinem Vater empfangen.
JOH 10:19 Da entstand wiederum eine Spaltung unter den Juden um dieser 
Worte willen.
JOH 10:20 Viele von ihnen sagten: Er hat einen Dmon und ist von Sinnen, 
was hrt ihr auf ihn?
JOH 10:21 Andere sagten: Das sind nicht Reden eines Besessenen. Kann auch 
ein Dmon Blinden die Augen auftun?
JOH 10:22 Es fand aber in Jerusalem die Tempelweihe statt; es war Winter,
JOH 10:23 und Jesus wandelte im Tempel, in der Halle Salomos.
JOH 10:24 Da umringten ihn die Juden und sprachen zu ihm: Wie lange hltst 
du unsere Seele im Zweifel? Bist du der Christus, so sag es uns frei 
heraus!
JOH 10:25 Jesus antwortete ihnen: Ich habe es euch gesagt, und ihr glaubet 
es nicht; die Werke, die ich tue im Namen meines Vaters, diese zeugen von 
mir.
JOH 10:26 Aber ihr glaubet nicht, weil ihr nicht von meinen Schafen seid; 
wie ich euch gesagt habe:
JOH 10:27 Meine Schafe hren meine Stimme, und ich kenne sie, und sie 
folgen mir nach.
JOH 10:28 Und ich gebe ihnen ewiges Leben, und sie werden in Ewigkeit 
nicht umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reien.
JOH 10:29 Mein Vater, der sie mir gegeben hat, ist grer als alle, und 
niemand kann sie aus meines Vaters Hand reien.
JOH 10:30 Ich und der Vater sind eins.
JOH 10:31 Da hoben die Juden wiederum Steine auf, um ihn zu steinigen.
JOH 10:32 Jesus antwortete ihnen: Viele gute Werke habe ich euch gezeigt 
von meinem Vater; um welches dieser Werke willen steinigt ihr mich?
JOH 10:33 Die Juden antworteten ihm: Wegen eines guten Werkes steinigen 
wir dich nicht, sondern wegen einer Lsterung und weil du, der du ein 
Mensch bist, dich selbst zu Gott machst!
JOH 10:34 Jesus antwortete ihnen: Steht nicht in eurem Gesetz geschrieben: 
Ich habe gesagt: Ihr seid Gtter?
JOH 10:35 Wenn es diejenigen Gtter nennt, an welche das Wort Gottes 
erging (und die Schrift kann doch nicht aufgehoben werden),
JOH 10:36 wie sprechet ihr denn zu dem, den der Vater geheiligt und in die 
Welt gesandt hat: Du lsterst! weil ich gesagt habe: Ich bin Gottes Sohn?
JOH 10:37 Tue ich nicht die Werke meines Vaters, so glaubet mir nicht!
JOH 10:38 Tue ich sie aber, so glaubet, wenn ihr auch mir nicht glaubet, 
doch den Werken, auf da ihr erkennet und glaubet, da der Vater in mir 
ist und ich im Vater.
JOH 10:39 Da suchten sie wiederum ihn zu greifen; aber er entging ihren 
Hnden
JOH 10:40 und zog wieder jenseits des Jordan an den Ort, wo Johannes 
zuerst getauft hatte, und blieb daselbst.
JOH 10:41 Und viele kamen zu ihm und sprachen: Johannes hat zwar kein 
Zeichen getan; aber alles, was Johannes von diesem gesagt hat, ist wahr.
JOH 10:42 Und es glaubten dort viele an ihn.
JOH 11:1 Es war aber einer krank, Lazarus von Bethanien, aus dem Dorfe der 
Maria und ihrer Schwester Martha,
JOH 11:2 nmlich der Maria, die den Herrn gesalbt und seine Fe mit ihren 
Haaren getrocknet hat; deren Bruder Lazarus war krank.
JOH 11:3 Da lieen ihm die Schwestern sagen: Herr, siehe, den du lieb 
hast, der ist krank!
JOH 11:4 Als Jesus es hrte, sprach er: Diese Krankheit ist nicht zum 
Tode, sondern zur Ehre Gottes, damit der Sohn Gottes dadurch verherrlicht 
werde!
JOH 11:5 Jesus aber liebte Martha und ihre Schwester und Lazarus.
JOH 11:6 Als er nun hrte, da jener krank sei, blieb er noch zwei Tage an 
dem Orte, wo er war.
JOH 11:7 Dann erst spricht er zu den Jngern: Lat uns wieder nach Juda 
ziehen!
JOH 11:8 Die Jnger sprechen zu ihm: Rabbi, eben noch haben dich die Juden 
zu steinigen gesucht, und du begibst dich wieder dorthin?
JOH 11:9 Jesus antwortete: Hat der Tag nicht zwlf Stunden? Wenn jemand 
bei Tage wandelt, so stt er nicht an, denn er sieht das Licht dieser 
Welt.
JOH 11:10 Wenn aber jemand bei Nacht wandelt, so stt er an, weil das 
Licht nicht in ihm ist.
JOH 11:11 Solches sprach er, und darnach sagte er zu ihnen: Unser Freund 
Lazarus ist entschlafen; aber ich gehe hin, um ihn aus dem Schlafe zu 
erwecken.
JOH 11:12 Da sprachen seine Jnger: Herr, ist er entschlafen, so wird er 
genesen!
JOH 11:13 Jesus aber hatte von seinem Tode geredet; sie meinten aber, er 
rede von dem natrlichen Schlaf.
JOH 11:14 Da sagte es ihnen Jesus frei heraus: Lazarus ist gestorben;
JOH 11:15 und ich bin froh um euretwillen, da ich nicht dort gewesen bin, 
damit ihr glaubet. Aber lasset uns zu ihm gehen!
JOH 11:16 Da sprach Thomas, der Zwilling genannt wird, zu den Mitjngern: 
Lasset uns auch hingehen, da wir mit ihm sterben!
JOH 11:17 Als nun Jesus hinkam, fand er ihn schon vier Tage im Grabe 
liegend.
JOH 11:18 Bethanien aber war nahe bei Jerusalem, ungefhr fnfzehn Stadien 
weit.
JOH 11:19 Und viele von den Juden waren zu Martha und Maria gekommen, um 
sie wegen ihres Bruders zu trsten.
JOH 11:20 Als Martha nun hrte, da Jesus komme, lief sie ihm entgegen, 
Maria aber blieb im Hause.
JOH 11:21 Da sprach Martha zu Jesus: Herr, wrest du hier gewesen, mein 
Bruder wre nicht gestorben!
JOH 11:22 Aber auch jetzt wei ich, was immer du von Gott erbitten wirst, 
das wird Gott dir geben.
JOH 11:23 Jesus spricht zu ihr: Dein Bruder soll auferstehen!
JOH 11:24 Martha spricht zu ihm: Ich wei, da er auferstehen wird in der 
Auferstehung am letzten Tage.
JOH 11:25 Jesus spricht zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben. 
Wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er stirbt;
JOH 11:26 und jeder, der da lebt und an mich glaubt, wird in Ewigkeit 
nicht sterben. Glaubst du das?
JOH 11:27 Sie spricht zu ihm: Ja, Herr, ich glaube, da du der Christus 
bist, der Sohn Gottes, der in die Welt kommen soll.
JOH 11:28 Und als sie das gesagt hatte, ging sie weg und rief ihre 
Schwester Maria heimlich und sprach: Der Meister ist da und ruft dich!
JOH 11:29 Als diese es hrte, stand sie eilends auf und begab sich zu ihm.
JOH 11:30 Jesus war aber noch nicht in den Flecken gekommen, sondern 
befand sich noch an dem Orte, wo Martha ihm begegnet war.
JOH 11:31 Als nun die Juden, die bei ihr im Hause waren und sie trsteten, 
sahen, da Maria so eilends aufstand und hinausging, folgten sie ihr nach, 
in der Meinung, sie gehe zum Grabe, um dort zu weinen.
JOH 11:32 Als aber Maria dahin kam, wo Jesus war, und ihn sah, fiel sie 
ihm zu Fen und sprach zu ihm: Herr, wrest du hier gewesen, mein Bruder 
wre nicht gestorben!
JOH 11:33 Als nun Jesus sah, wie sie weinte, und wie die Juden, die mit 
ihr gekommen waren, weinten, ergrimmte er im Geiste und wurde bewegt
JOH 11:34 und sprach: Wo habt ihr ihn hingelegt? Sie sprechen zu ihm: 
Herr, komm und sieh!
JOH 11:35 Jesus weinte.
JOH 11:36 Da sagten die Juden: Seht, wie hatte er ihn so lieb! Etliche 
aber von ihnen sprachen:
JOH 11:37 Konnte der, welcher dem Blinden die Augen aufgetan hat, nicht 
machen, da auch dieser nicht strbe?
JOH 11:38 Jesus nun, indem er abermals bei sich selbst ergrimmte, kam zum 
Grabe. Es war aber eine Hhle, und ein Stein lag davor.
JOH 11:39 Jesus spricht: Hebet den Stein weg! Martha, die Schwester des 
Verstorbenen, spricht zu ihm: Herr, er riecht schon, denn er ist schon 
vier Tage hier.
JOH 11:40 Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt, wenn du 
glaubst, werdest du die Herrlichkeit Gottes sehen?
JOH 11:41 Da hoben sie den Stein weg. Jesus aber hob die Augen empor und 
sprach: Vater, ich danke dir, da du mich erhrt hast.
JOH 11:42 Doch ich wei, da du mich allezeit erhrst; aber um des 
umstehenden Volkes willen habe ich es gesagt, damit sie glauben, da du 
mich gesandt hast.
JOH 11:43 Und als er solches gesagt, rief er mit lauter Stimme: Lazarus, 
komm heraus!
JOH 11:44 Und der Verstorbene kam heraus, an Hnden und Fen mit 
Grabtchern umwickelt und sein Angesicht mit einem Schweituch umhllt. 
Jesus spricht zu ihnen: Bindet ihn los und lat ihn gehen!
JOH 11:45 Viele nun von den Juden, die zu Maria gekommen waren und sahen, 
was Jesus getan hatte, glaubten an ihn.
JOH 11:46 Etliche von ihnen aber gingen zu den Pharisern und sagten 
ihnen, was Jesus getan hatte.
JOH 11:47 Da versammelten die Hohenpriester und Phariser den Hohen Rat 
und sprachen: Was wollen wir machen? Denn dieser Mensch tut viele Zeichen!
JOH 11:48 Lassen wir ihn so fortfahren, so werden alle an ihn glauben; und 
dann kommen die Rmer und nehmen uns Land und Leute weg.
JOH 11:49 Einer aber von ihnen, Kajaphas, der in jenem Jahre Hoherpriester 
war, sprach zu ihnen:
JOH 11:50 Ihr wisset nichts und bedenket nicht, da es fr uns besser ist, 
ein Mensch sterbe fr das Volk, als da das ganze Volk verderbe!
JOH 11:51 Solches aber redete er nicht aus sich selbst; sondern weil er in 
jenem Jahre Hoherpriester war, weissagte er; denn Jesus sollte sterben fr 
das Volk,
JOH 11:52 und nicht fr das Volk allein, sondern damit er auch die 
zerstreuten Kinder Gottes in Eins zusammenbrchte.
JOH 11:53 Von jenem Tage an beratschlagten sie nun, ihn zu tten.
JOH 11:54 Darum wandelte Jesus nicht mehr ffentlich unter den Juden, 
sondern zog von dort weg in die Gegend nahe bei der Wste, in eine Stadt 
namens Ephraim, und hielt sich daselbst auf mit seinen Jngern.
JOH 11:55 Es war aber das Passah der Juden nahe. Und viele aus der Gegend 
gingen vor dem Passah nach Jerusalem hinauf, um sich zu reinigen.
JOH 11:56 Da suchten sie Jesus und sprachen zueinander, im Tempel stehend: 
Was dnkt euch, kommt er nicht auf das Fest?
JOH 11:57 Es hatten aber auch die Hohenpriester und die Phariser einen 
Befehl gegeben, da, wenn jemand wisse, wo er sei, er es anzeige, damit 
sie ihn greifen knnten.
JOH 12:1 Sechs Tage vor dem Passah kam Jesus nach Bethanien, wo Lazarus 
war, welchen Jesus von den Toten auferweckt hatte.
JOH 12:2 Sie machten ihm nun dort ein Gastmahl, und Martha diente. Lazarus 
aber war einer von denen, die mit ihm zu Tische saen.
JOH 12:3 Da nahm Maria ein Pfund echter, kstlicher Nardensalbe, salbte 
Jesus die Fe und trocknete ihm die Fe mit ihren Haaren; das Haus aber 
wurde erfllt vom Geruch der Salbe.
JOH 12:4 Da spricht Judas, Simons Sohn, der Ischariot, einer seiner 
Jnger, der ihn hernach verriet:
JOH 12:5 Warum hat man diese Salbe nicht fr dreihundert Denare verkauft 
und es den Armen gegeben?
JOH 12:6 Das sagte er aber nicht, weil er sich um die Armen kmmerte, 
sondern weil er ein Dieb war und den Beutel hatte und trug, was eingelegt 
wurde.
JOH 12:7 Da sprach Jesus: La sie! Solches hat sie fr den Tag meines 
Begrbnisses aufbewahrt.
JOH 12:8 Denn die Armen habt ihr allezeit bei euch; mich aber habt ihr 
nicht allezeit.
JOH 12:9 Es erfuhr nun eine groe Menge der Juden, da er dort sei; und 
sie kamen nicht allein um Jesu willen, sondern auch um Lazarus zu sehen, 
den er von den Toten auferweckt hatte.
JOH 12:10 Da beschlossen die Hohenpriester, auch Lazarus zu tten,
JOH 12:11 denn seinetwegen gingen viele Juden hin und glaubten an Jesus.
JOH 12:12 Als am folgenden Tage die vielen Leute, welche zum Fest 
erschienen waren, hrten, da Jesus nach Jerusalem komme,
JOH 12:13 nahmen sie Palmzweige und gingen hinaus, ihm entgegen, und 
riefen: Hosianna! Gepriesen sei, der da kommt im Namen des Herrn, der 
Knig von Israel!
JOH 12:14 Jesus aber fand einen jungen Esel und setzte sich darauf, wie 
geschrieben steht:
JOH 12:15 Frchte dich nicht, Tochter Zion! Siehe, dein Knig kommt, 
sitzend auf dem Fllen einer Eselin!
JOH 12:16 Solches aber verstanden seine Jnger anfangs nicht, sondern als 
Jesus verherrlicht war, wurden sie dessen eingedenk, da solches von ihm 
geschrieben stehe und da sie ihm solches getan hatten.
JOH 12:17 Die Menge nun, die bei ihm war, bezeugte, da er Lazarus aus dem 
Grabe gerufen und ihn von den Toten auferweckt habe.
JOH 12:18 Darum ging ihm auch das Volk entgegen, weil sie hrten, da er 
dieses Zeichen getan habe.
JOH 12:19 Da sprachen die Phariser zueinander: Ihr seht, da ihr nichts 
ausrichtet. Siehe, alle Welt luft ihm nach!
JOH 12:20 Es waren aber etliche Griechen unter denen, die hinaufkamen, um 
am Fest anzubeten.
JOH 12:21 Diese gingen zu Philippus, der aus Bethsaida in Galila war, 
baten ihn und sprachen: Herr, wir mchten Jesus gern sehen!
JOH 12:22 Philippus kommt und sagt es dem Andreas, Andreas und Philippus 
aber sagen es Jesus.
JOH 12:23 Jesus aber antwortete ihnen und sprach: Die Stunde ist gekommen, 
da des Menschen Sohn verherrlicht werde!
JOH 12:24 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wenn das Weizenkorn nicht in 
die Erde fllt und erstirbt, so bleibt es allein; wenn es aber erstirbt, 
so bringt es viele Frucht.
JOH 12:25 Wer seine Seele liebt, der wird sie verlieren; wer aber seine 
Seele in dieser Welt hat, wird sie zum ewigen Leben bewahren.
JOH 12:26 Wer mir dienen will, der folge mir nach; und wo ich bin, da soll 
auch mein Diener sein; und wer mir dient, den wird mein Vater ehren.
JOH 12:27 Jetzt ist meine Seele erschttert. Und was soll ich sagen? 
Vater, hilf mir aus dieser Stunde? Doch darum bin ich in diese Stunde 
gekommen.
JOH 12:28 Vater, verherrliche deinen Namen! Da kam eine Stimme vom Himmel: 
Ich habe ihn verherrlicht und will ihn wiederum verherrlichen!
JOH 12:29 Das Volk nun, das dabeistand und solches hrte, sagte, es habe 
gedonnert. Andere sagten: Ein Engel hat mit ihm geredet.
JOH 12:30 Jesus antwortete und sprach: Nicht um meinetwillen ist diese 
Stimme erschollen, sondern um euretwillen.
JOH 12:31 Jetzt ergeht ein Gericht ber diese Welt! Nun wird der Frst 
dieser Welt hinausgeworfen werden;
JOH 12:32 und ich, wenn ich von der Erde erhht bin, werde alle zu mir 
ziehen.
JOH 12:33 Das sagte er aber, um anzudeuten, welches Todes er sterben wrde.
JOH 12:34 Das Volk antwortete ihm: Wir haben aus dem Gesetze gehrt, da 
Christus in Ewigkeit bleibt; wie sagst du denn, des Menschen Sohn msse 
erhht werden? Wer ist dieser Menschensohn?
JOH 12:35 Da sprach Jesus zu ihnen: Noch eine kleine Zeit ist das Licht 
bei euch. Wandelt, solange ihr das Licht noch habt, damit euch die 
Finsternis nicht berfalle! Wer in der Finsternis wandelt, wei nicht, 
wohin er geht.
JOH 12:36 Solange ihr das Licht habt, glaubet an das Licht, damit ihr 
Kinder des Lichtes werdet!
JOH 12:37 Solches redete Jesus und ging hinweg und verbarg sich vor ihnen. 
Wiewohl er aber so viele Zeichen vor ihnen getan hatte, glaubten sie nicht 
an ihn;
JOH 12:38 auf da das Wort des Propheten Jesaja erfllt wrde, welches er 
gesprochen hat: Herr, wer hat dem geglaubt, was wir gehrt haben, und wem 
wurde der Arm des Herrn geoffenbart?
JOH 12:39 Darum konnten sie nicht glauben, denn Jesaja spricht wiederum:
JOH 12:40 Er hat ihre Augen verblendet und ihr Herz verhrtet, da sie 
mit den Augen nicht sehen, noch mit dem Herzen verstehen und sich bekehren 
und ich sie heile.
JOH 12:41 Solches sprach Jesaja, als er seine Herrlichkeit sah und von ihm 
redete.
JOH 12:42 Doch glaubten sogar von den Obersten viele an ihn, aber wegen 
der Phariser bekannten sie es nicht, damit sie nicht von der Synagoge 
ausgestoen wrden.
JOH 12:43 Denn die Ehre der Menschen war ihnen lieber als die Ehre Gottes.
JOH 12:44 Jesus aber rief und sprach: Wer an mich glaubt, der glaubt nicht 
an mich, sondern an den, der mich gesandt hat.
JOH 12:45 Und wer mich sieht, der sieht den, der mich gesandt hat.
JOH 12:46 Ich bin als ein Licht in die Welt gekommen, damit niemand, der 
an mich glaubt, in der Finsternis bleibe.
JOH 12:47 Und wenn jemand meine Worte hrt und nicht hlt, so richte ich 
ihn nicht; denn ich bin nicht gekommen, um die Welt zu richten, sondern 
damit ich die Welt rette.
JOH 12:48 Wer mich verwirft und meine Worte nicht annimmt, der hat schon 
seinen Richter: das Wort, das ich geredet habe, das wird ihn richten am 
letzten Tage.
JOH 12:49 Denn ich habe nicht aus mir selbst geredet, sondern der Vater, 
der mich gesandt hat, er hat mir ein Gebot gegeben, was ich sagen und was 
ich reden soll.
JOH 12:50 Und ich wei, da sein Gebot ewiges Leben ist. Darum, was ich 
rede, das rede ich so, wie der Vater es mir gesagt hat.
JOH 13:1 Vor dem Passahfeste aber, da Jesus wute, da seine Stunde 
gekommen sei, aus dieser Welt zum Vater zu gehen: wie er geliebt hatte die 
Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende.
JOH 13:2 Und whrend der Mahlzeit, als schon der Teufel dem Judas, Simons 
Sohn, dem Ischariot, ins Herz gegeben hatte, ihn zu verraten,
JOH 13:3 obgleich Jesus wute, da ihm der Vater alles in die Hnde 
gegeben habe und da er von Gott ausgegangen sei und zu Gott hingehe,
JOH 13:4 steht er vom Mahle auf, legt seine Kleider ab, nimmt einen Schurz 
und umgrtet sich;
JOH 13:5 darauf go er Wasser in das Becken und fing an, den Jngern die 
Fe zu waschen und sie mit dem Schurz zu trocknen, mit dem er umgrtet 
war.
JOH 13:6 Da kommt er zu Simon Petrus, und dieser spricht zu ihm: Herr, 
solltest du mir die Fe waschen?
JOH 13:7 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, weit du jetzt 
nicht, du wirst es aber hernach erfahren.
JOH 13:8 Petrus spricht zu ihm: Nimmermehr sollst du mir die Fe waschen! 
Jesus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du keine 
Gemeinschaft mit mir.
JOH 13:9 Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, nicht meine Fe nur, sondern 
auch die Hnde und das Haupt!
JOH 13:10 Jesus spricht zu ihm: Wer gebadet ist, hat nicht ntig, 
gewaschen zu werden, ausgenommen die Fe, sondern er ist ganz rein. Und 
ihr seid rein, aber nicht alle.
JOH 13:11 Denn er kannte seinen Verrter; darum sagte er: Ihr seid nicht 
alle rein.
JOH 13:12 Nachdem er nun ihre Fe gewaschen und seine Kleider angezogen 
hatte, setzte er sich wieder zu Tische und sprach zu ihnen: Versteht ihr, 
was ich euch getan habe?
JOH 13:13 Ihr heiet mich Meister und Herr und saget es mit Recht; denn 
ich bin es auch.
JOH 13:14 Wenn nun ich, der Herr und Meister, euch die Fe gewaschen 
habe, so sollt auch ihr einander die Fe waschen.
JOH 13:15 Denn ein Vorbild habe ich euch gegeben, damit auch ihr tut, wie 
ich euch getan habe.
JOH 13:16 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, der Knecht ist nicht grer 
als sein Herr, noch der Gesandte grer als der ihn gesandt hat.
JOH 13:17 Wenn ihr solches wisset, selig seid ihr, so ihr es tut.
JOH 13:18 Ich rede nicht von euch allen; ich wei, welche ich erwhlt 
habe. Doch mu die Schrift erfllt werden: Der mit mir das Brot it, hat 
seine Ferse wider mich erhoben.
JOH 13:19 Jetzt sage ich es euch, ehe es geschieht, damit, wenn es 
geschehen ist, ihr glaubet, da ich es bin.
JOH 13:20 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer aufnimmt, welchen ich 
senden werde, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt den 
auf, der mich gesandt hat.
JOH 13:21 Da Jesus solches gesprochen hatte, ward er im Geiste erregt, 
bezeugte und sprach: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, einer unter euch 
wird mich verraten!
JOH 13:22 Da sahen die Jnger einander an und wuten nicht, von welchem er 
redete.
JOH 13:23 Es hatte aber einer seiner Jnger, den Jesus liebte, bei Tische 
seinen Platz an der Seite Jesu.
JOH 13:24 Diesem winkt nun Simon Petrus, da er forschen mchte, wer es 
sei, von dem er rede.
JOH 13:25 Da lehnt sich jener an die Brust Jesu und spricht zu ihm: Herr, 
wer ist's?
JOH 13:26 Jesus antwortete: Der ist's, dem ich den Bissen eintauchen und 
geben werde. Und er taucht den Bissen ein und gibt ihn dem Judas, Simons 
Sohn, dem Ischariot.
JOH 13:27 Und nach dem Bissen, da fuhr der Satan in ihn. Da spricht Jesus 
zu ihm: Was du tun willst, das tue bald!
JOH 13:28 Das aber verstand keiner von denen, die zu Tische saen, wozu er 
es ihm sagte.
JOH 13:29 Denn etliche meinten, weil Judas den Beutel hatte, sage Jesus zu 
ihm: Kaufe, was wir zum Feste bedrfen; oder er solle den Armen etwas 
geben.
JOH 13:30 Da nun jener den Bissen genommen hatte, ging er alsbald hinaus. 
Es war aber Nacht.
JOH 13:31 Als er nun hinausgegangen war, sprach Jesus: Jetzt ist des 
Menschen Sohn verherrlicht, und Gott ist verherrlicht durch ihn!
JOH 13:32 Ist Gott verherrlicht durch ihn, so wird Gott auch ihn 
verherrlichen durch sich selbst und wird ihn alsbald verherrlichen.
JOH 13:33 Kindlein, nur noch eine kleine Weile bin ich bei euch. Ihr 
werdet mich suchen, und wie ich zu den Juden sagte: Wohin ich gehe, dahin 
knnt ihr nicht kommen, so sage ich jetzt auch zu euch.
JOH 13:34 Ein neues Gebot gebe ich euch, da ihr einander liebet; da, wie 
ich euch geliebt habe, auch ihr einander liebet.
JOH 13:35 Daran wird jedermann erkennen, da ihr meine Jnger seid, wenn 
ihr Liebe untereinander habt.
JOH 13:36 Simon Petrus spricht zu ihm: Herr, wohin gehst du? Jesus 
antwortete ihm: Wohin ich gehe, dahin kannst du mir jetzt nicht folgen, du 
wirst mir aber spter folgen.
JOH 13:37 Petrus spricht zu ihm: Herr, warum kann ich dir jetzt nicht 
folgen? Mein Leben will ich fr dich lassen!
JOH 13:38 Jesus antwortete: Dein Leben willst du fr mich lassen? 
Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, der Hahn wird nicht krhen, bis du mich 
dreimal verleugnet hast!
JOH 14:1 Euer Herz erschrecke nicht! Vertrauet auf Gott und vertrauet auf 
mich!
JOH 14:2 In meines Vaters Hause sind viele Wohnungen; wo nicht, so htte 
ich es euch gesagt. Ich gehe hin, euch eine Sttte zu bereiten.
JOH 14:3 Und wenn ich hingehe und euch eine Sttte bereite, so komme ich 
wieder und werde euch zu mir nehmen, auf da auch ihr seid, wo ich bin.
JOH 14:4 Wohin ich aber gehe, wisset ihr, und ihr kennet den Weg.
JOH 14:5 Thomas spricht zu ihm: Herr, wir wissen nicht, wohin du gehst, 
und wie knnen wir den Weg wissen?
JOH 14:6 Jesus spricht zu ihm: Ich bin der Weg und die Wahrheit und das 
Leben; niemand kommt zum Vater, denn durch mich!
JOH 14:7 Httet ihr mich erkannt, so wrdet ihr auch meinen Vater kennen; 
und von nun an kennet ihr ihn und habt ihn gesehen.
JOH 14:8 Philippus spricht zu ihm: Herr, zeige uns den Vater, so gengt es 
uns!
JOH 14:9 Spricht Jesus zu ihm: So lange Zeit bin ich bei euch, und du 
kennst mich noch nicht? Philippus, wer mich gesehen hat, der hat den Vater 
gesehen! Wie kannst du sagen: Zeige uns den Vater?
JOH 14:10 Glaubst du nicht, da ich im Vater bin und der Vater in mir ist? 
Die Worte, die ich zu euch rede, rede ich nicht von mir selbst, sondern 
der Vater, der in mir wohnt, tut die Werke.
JOH 14:11 Glaubet mir, da ich im Vater bin und der Vater in mir ist; wo 
nicht, so glaubet mir doch um der Werke willen!
JOH 14:12 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, wer an mich glaubt, der wird 
die Werke auch tun, die ich tue, und wird grere als diese tun, weil ich 
zu meinem Vater gehe;
JOH 14:13 und was ihr auch in meinem Namen bitten werdet, will ich tun, 
auf da der Vater verherrlicht werde in dem Sohne.
JOH 14:14 Wenn ihr etwas in meinem Namen bitten werdet, so werde ich es 
tun.
JOH 14:15 Liebet ihr mich, so haltet meine Gebote!
JOH 14:16 Und ich will den Vater bitten, und er wird euch einen andern 
Beistand geben, da er bei euch bleibe in Ewigkeit,
JOH 14:17 den Geist der Wahrheit, welchen die Welt nicht empfangen kann, 
denn sie beachtet ihn nicht und kennt ihn nicht; ihr aber kennet ihn, denn 
er bleibt bei euch und wird in euch sein.
JOH 14:18 Ich lasse euch nicht als Waisen zurck, ich komme zu euch.
JOH 14:19 Noch eine kleine Weile, und die Welt sieht mich nicht mehr; ihr 
aber seht mich, denn ich lebe, und auch ihr sollt leben!
JOH 14:20 An jenem Tage werdet ihr erkennen, da ich in meinem Vater bin 
und ihr in mir und ich in euch.
JOH 14:21 Wer meine Gebote hat und sie hlt, der ist es, der mich liebt; 
wer aber mich liebt, der wird von meinem Vater geliebt werden, und ich 
werde ihn lieben und mich ihm offenbaren.
JOH 14:22 Da spricht zu ihm Judas, nicht der Ischariot: Herr, wie kommt 
es, da du dich uns offenbaren willst und nicht der Welt?
JOH 14:23 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wenn jemand mich liebt, so 
wird er mein Wort befolgen, und mein Vater wird ihn lieben, und wir werden 
zu ihm kommen und Wohnung bei ihm machen.
JOH 14:24 Wer mich nicht liebt, befolgt meine Worte nicht; und doch ist 
das Wort, das ihr hret, nicht mein, sondern des Vaters, der mich gesandt 
hat.
JOH 14:25 Solches habe ich zu euch gesprochen, whrend ich noch bei euch 
bin;
JOH 14:26 der Beistand aber, der heilige Geist, welchen mein Vater in 
meinem Namen senden wird, der wird euch alles lehren und euch an alles 
erinnern, was ich euch gesagt habe.
JOH 14:27 Frieden hinterlasse ich euch, meinen Frieden gebe ich euch. 
Nicht wie die Welt gibt, gebe ich euch; euer Herz errege sich nicht und 
verzage nicht!
JOH 14:28 Ihr habt gehrt, da ich sagte: Ich gehe hin, und ich komme zu 
euch! Httet ihr mich lieb, so wrdet ihr euch freuen, da ich zum Vater 
gehe; denn der Vater ist grer als ich.
JOH 14:29 Und nun habe ich es euch gesagt, ehe es geschieht, damit ihr 
glaubet, wenn es geschieht.
JOH 14:30 Ich werde nicht mehr viel mit euch reden; denn es kommt der 
Frst dieser Welt, und in mir hat er nichts.
JOH 14:31 Damit aber die Welt erkenne, da ich den Vater liebe und also 
tue, wie mir der Vater befohlen hat, stehet auf und lasset uns von hinnen 
gehen!
JOH 15:1 Ich bin der wahre Weinstock, und mein Vater ist der Weingrtner.
JOH 15:2 Jegliches Scho an mir, das keine Frucht bringt, nimmt er weg; 
jedes fruchtbare aber reinigt er, damit es mehr Frucht bringe.
JOH 15:3 Ihr seid schon rein um des Wortes willen, das ich zu euch geredet 
habe.
JOH 15:4 Bleibet in mir, und ich [bleibe] in euch! Gleichwie das Rebscho 
von sich selbst keine Frucht bringen kann, wenn es nicht am Weinstock 
bleibt, also auch ihr nicht, wenn ihr nicht in mir bleibet.
JOH 15:5 Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben; wer in mir bleibt und 
ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn getrennt von mir knnt ihr nichts 
tun.
JOH 15:6 Wenn jemand nicht in mir bleibt, so wird er weggeworfen wie das 
Rebscho und verdorrt; und solche sammelt man und wirft sie ins Feuer, und 
sie brennen.
JOH 15:7 Wenn ihr in mir bleibet und meine Worte in euch bleiben, mget 
ihr bitten, was ihr wollt, so wird es euch widerfahren.
JOH 15:8 Dadurch wird mein Vater verherrlicht, da ihr viel Frucht bringet 
und meine Jnger werdet.
JOH 15:9 Gleichwie mich der Vater liebt, so liebe ich euch; bleibet in 
meiner Liebe!
JOH 15:10 Wenn ihr meine Gebote haltet, so bleibet ihr in meiner Liebe, 
gleichwie ich meines Vaters Gebote gehalten habe und in seiner Liebe 
geblieben bin.
JOH 15:11 Solches habe ich zu euch geredet, auf da meine Freude in euch 
bleibe und eure Freude vllig werde.
JOH 15:12 Das ist mein Gebot, da ihr einander liebet, gleichwie ich euch 
geliebt habe.
JOH 15:13 Grere Liebe hat niemand als die, da er sein Leben lt fr 
seine Freunde.
JOH 15:14 Ihr seid meine Freunde, wenn ihr alles tut, was ich euch gebiete.
JOH 15:15 Ich nenne euch nicht mehr Knechte; denn der Knecht wei nicht, 
was sein Herr tut; euch aber habe ich Freunde genannt, weil ich alles, was 
ich von meinem Vater gehrt habe, euch kundgetan habe.
JOH 15:16 Nicht ihr habt mich erwhlt, sondern ich habe euch erwhlt und 
gesetzt, da ihr hingehet und Frucht bringet und eure Frucht bleibe, auf 
da, was irgend ihr den Vater bitten werdet in meinem Namen, er es euch 
gebe.
JOH 15:17 Das gebiete ich euch, da ihr einander liebet.
JOH 15:18 Wenn euch die Welt hat, so wisset, da sie mich vor euch gehat 
hat.
JOH 15:19 Wret ihr von der Welt, so htte die Welt das Ihrige lieb; weil 
ihr aber nicht von der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt heraus 
erwhlt habe, darum hat euch die Welt.
JOH 15:20 Gedenket an das Wort, das ich zu euch gesagt habe: Der Knecht 
ist nicht grer als sein Herr. Haben sie mich verfolgt, so werden sie 
auch euch verfolgen; haben sie mein Wort befolgt, so werden sie auch das 
eurige befolgen.
JOH 15:21 Aber das alles werden sie euch tun um meines Namens willen; denn 
sie kennen den nicht, der mich gesandt hat.
JOH 15:22 Wenn ich nicht gekommen wre und es ihnen gesagt htte, so 
htten sie keine Snde; nun aber haben sie keinen Vorwand fr ihre Snde.
JOH 15:23 Wer mich hat, der hat auch meinen Vater.
JOH 15:24 Htte ich nicht die Werke unter ihnen getan, die kein anderer 
getan hat, so htten sie keine Snde; nun aber haben sie [dieselben] 
gesehen und hassen doch sowohl mich als auch meinen Vater;
JOH 15:25 doch solches geschieht, damit das Wort erfllt werde, das in 
ihrem Gesetz geschrieben steht: Sie hassen mich ohne Ursache.
JOH 15:26 Wenn aber der Beistand kommen wird, welchen ich euch vom Vater 
senden werde, der Geist der Wahrheit, der vom Vater ausgeht, so wird der 
von mir zeugen;
JOH 15:27 und auch ihr werdet zeugen, weil ihr von Anfang an bei mir 
gewesen seid.
JOH 16:1 Solches habe ich zu euch geredet, damit ihr keinen Ansto nehmet.
JOH 16:2 Sie werden euch aus der Synagoge ausschlieen; es kommt sogar die 
Stunde, wo jeder, der euch ttet, meinen wird, Gott einen Dienst zu 
erweisen.
JOH 16:3 Und solches werden sie euch tun, weil sie weder den Vater noch 
mich kennen.
JOH 16:4 Ich aber habe euch solches gesagt, damit, wenn die Stunde kommt, 
ihr daran denket, da ich es euch gesagt habe. Solches aber habe ich euch 
nicht von Anfang an gesagt, weil ich bei euch war.
JOH 16:5 Nun aber gehe ich hin zu dem, der mich gesandt hat, und niemand 
unter euch fragt mich: Wohin gehst du?
JOH 16:6 Sondern weil ich euch solches gesagt habe, ist euer Herz voll 
Trauer.
JOH 16:7 Aber ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut fr euch, da ich 
hingehe; denn wenn ich nicht hingehe, so kommt der Beistand nicht zu euch. 
Wenn ich aber hingegangen bin, will ich ihn zu euch senden.
JOH 16:8 Und wenn jener kommt, wird er die Welt berzeugen von Snde und 
von Gerechtigkeit und von Gericht;
JOH 16:9 von Snde, weil sie nicht an mich glauben;
JOH 16:10 von Gerechtigkeit aber, weil ich zum Vater gehe und ihr mich 
hinfort nicht mehr sehet;
JOH 16:11 von Gericht, weil der Frst dieser Welt gerichtet ist.
JOH 16:12 Noch vieles htte ich euch zu sagen; aber ihr knnt es jetzt 
nicht ertragen.
JOH 16:13 Wenn aber jener kommt, der Geist der Wahrheit, wird er euch in 
die ganze Wahrheit leiten; denn er wird nicht von sich selbst reden, 
sondern was er hren wird, das wird er reden, und was zuknftig ist, wird 
er euch verkndigen.
JOH 16:14 Derselbe wird mich verherrlichen; denn von dem Meinigen wird er 
es nehmen und euch verkndigen.
JOH 16:15 Alles, was der Vater hat, ist mein; darum habe ich gesagt, da 
er es von dem Meinigen nehmen und euch verkndigen wird.
JOH 16:16 In kurzem werdet ihr mich nicht mehr sehen, und wiederum in 
kurzem werdet ihr mich sehen, denn ich gehe zum Vater.
JOH 16:17 Da sprachen etliche seiner Jnger zueinander: Was bedeutet das, 
da er sagt: In kurzem werdet ihr mich nicht mehr sehen, und wiederum in 
kurzem werdet ihr mich sehen, und: Ich gehe zum Vater?
JOH 16:18 Sie fragten nmlich: Was bedeutet das, da er sagt: In kurzem? 
Wir wissen nicht, was er redet!
JOH 16:19 Jesus merkte, da sie ihn fragen wollten, und sprach zu ihnen: 
Ihr befraget einander darber, da ich gesagt habe: In kurzem sehet ihr 
mich nicht mehr, und wiederum in kurzem werdet ihr mich sehen?
JOH 16:20 Wahrlich, wahrlich, ich sage euch, ihr werdet weinen und 
wehklagen, aber die Welt wird sich freuen, ihr aber werdet trauern; doch 
eure Traurigkeit soll in Freude verwandelt werden.
JOH 16:21 Wenn eine Frau gebiert, so hat sie Traurigkeit, weil ihre Stunde 
gekommen ist; wenn sie aber das Kind geboren hat, denkt sie nicht mehr an 
die Angst, um der Freude willen, da ein Mensch zur Welt geboren ist.
JOH 16:22 So habt auch ihr nun Traurigkeit; ich werde euch aber 
wiedersehen, und dann wird euer Herz sich freuen, und niemand wird eure 
Freude von euch nehmen.
JOH 16:23 Und an jenem Tage werdet ihr mich gar nichts fragen. Wahrlich, 
wahrlich, ich sage euch, was irgend ihr den Vater bitten werdet in meinem 
Namen, er wird es euch geben!
JOH 16:24 Bis jetzt habt ihr gar nichts in meinem Namen gebeten; bittet, 
so werdet ihr nehmen, auf da eure Freude vllig werde!
JOH 16:25 Solches habe ich euch in Gleichnissen gesagt; es kommt aber die 
Stunde, da ich nicht mehr in Gleichnissen zu euch reden, sondern euch 
offen vom Vater Kunde geben werde.
JOH 16:26 An jenem Tage werdet ihr in meinem Namen bitten, und ich sage 
euch nicht, da ich den Vater fr euch bitten wolle;
JOH 16:27 denn der Vater selbst hat euch lieb, weil ihr mich liebet und 
glaubet, da ich von Gott ausgegangen bin.
JOH 16:28 Ich bin vom Vater ausgegangen und in die Welt gekommen; wiederum 
verlasse ich die Welt und gehe zum Vater.
JOH 16:29 Da sagen seine Jnger: Siehe, jetzt redest du offen und brauchst 
kein Gleichnis!
JOH 16:30 Jetzt wissen wir, da du alles weit und nicht ntig hast, da 
dich jemand frage; darum glauben wir, da du von Gott ausgegangen bist!
JOH 16:31 Jesus antwortete ihnen: Jetzt glaubet ihr?
JOH 16:32 Siehe, es kommt die Stunde, und sie ist schon da, wo ihr euch 
zerstreuen werdet, ein jeglicher in das Seine, und mich allein lasset; 
aber ich bin nicht allein, denn der Vater ist bei mir.
JOH 16:33 Solches habe ich zu euch geredet, auf da ihr in mir Frieden 
habet. In der Welt habt ihr Trbsal; aber seid getrost, ich habe die Welt 
berwunden!
JOH 17:1 Solches redete Jesus und hob seine Augen zum Himmel empor und 
sprach: Vater, die Stunde ist gekommen; verherrliche deinen Sohn, damit 
dein Sohn dich verherrliche!
JOH 17:2 gleichwie du ihm Vollmacht gegeben hast ber alles Fleisch, auf 
da er ewiges Leben gebe allen, die du ihm gegeben hast.
JOH 17:3 Das ist aber das ewige Leben, da sie dich, den allein wahren 
Gott, und den du gesandt hast, Jesus Christus, erkennen.
JOH 17:4 Ich habe dich verherrlicht auf Erden, indem ich das Werk 
vollendet habe, das du mir gegeben hast, da ich es tun solle.
JOH 17:5 Und nun verherrliche du mich, Vater, bei dir selbst mit der 
Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, ehe die Welt war.
JOH 17:6 Ich habe deinen Namen den Menschen geoffenbart, die du mir aus 
der Welt gegeben hast; sie waren dein, und du hast sie mir gegeben, und 
sie haben dein Wort bewahrt.
JOH 17:7 Nun erkennen sie, da alles, was du mir gegeben hast, von dir 
kommt;
JOH 17:8 denn die Worte, die du mir gegeben hast, habe ich ihnen gegeben, 
und sie haben sie angenommen und haben wahrhaft erkannt, da ich von dir 
ausgegangen bin, und glauben, da du mich gesandt hast.
JOH 17:9 Ich bitte fr sie; nicht fr die Welt bitte ich, sondern fr die, 
welche du mir gegeben hast, weil sie dein sind.
JOH 17:10 Und alles, was mein ist, das ist dein, und was dein ist, das ist 
mein; und ich bin in ihnen verherrlicht.
JOH 17:11 Und ich bin nicht mehr in der Welt, sie aber sind in der Welt, 
und ich komme zu dir. Heiliger Vater, bewahre sie in deinem Namen, den du 
mir gegeben hast, damit sie eins seien, gleichwie wir!
JOH 17:12 Als ich bei ihnen in der Welt war, erhielt ich sie in deinem 
Namen; die du mir gegeben hast, habe ich behtet, und keiner von ihnen ist 
verloren gegangen, als nur der Sohn des Verderbens, auf da die Schrift 
erfllt wrde.
JOH 17:13 Nun aber komme ich zu dir und rede solches in der Welt, damit 
sie meine Freude vollkommen in sich haben.
JOH 17:14 Ich habe ihnen dein Wort gegeben, und die Welt hat sie; denn 
sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der Welt bin.
JOH 17:15 Ich bitte nicht, da du sie aus der Welt nehmest, sondern da du 
sie bewahrest vor dem Argen.
JOH 17:16 Sie sind nicht von der Welt, gleichwie auch ich nicht von der 
Welt bin.
JOH 17:17 Heilige sie in deiner Wahrheit! Dein Wort ist Wahrheit.
JOH 17:18 Gleichwie du mich in die Welt gesandt hast, so sende auch ich 
sie in die Welt.
JOH 17:19 Und ich heilige mich selbst fr sie, damit auch sie geheiligt 
seien in Wahrheit.
JOH 17:20 Ich bitte aber nicht fr diese allein, sondern auch fr die, 
welche durch ihr Wort an mich glauben werden,
JOH 17:21 auf da sie alle eins seien, gleichwie du, Vater, in mir und ich 
in dir; auf da auch sie in uns eins seien, damit die Welt glaube, da du 
mich gesandt hast.
JOH 17:22 Und ich habe die Herrlichkeit, die du mir gegeben hast, ihnen 
gegeben, auf da sie eins seien, gleichwie wir eins sind.
JOH 17:23 Ich in ihnen und du in mir, auf da sie zu vollendeter Einheit 
gelangen, damit die Welt erkenne, da du mich gesandt hast und sie liebst, 
gleichwie du mich liebst.
JOH 17:24 Vater, ich will, da, wo ich bin, auch die bei mir seien, die du 
mir gegeben hast, da sie meine Herrlichkeit sehen, die du mir gegeben 
hast; denn du hast mich geliebt vor Grundlegung der Welt!
JOH 17:25 Gerechter Vater, die Welt kennt dich nicht! Ich aber kenne dich, 
und diese erkennen, da du mich gesandt hast.
JOH 17:26 Und ich habe ihnen deinen Namen kundgetan und werde ihn kundtun, 
auf da die Liebe, mit der du mich liebst, in ihnen sei und ich in ihnen!
JOH 18:1 Als Jesus solches gesprochen hatte, ging er mit seinen Jngern 
hinaus ber den Winterbach Kidron. Dort war ein Garten, in welchen Jesus 
samt seinen Jngern eintrat.
JOH 18:2 Aber auch Judas, der ihn verriet, kannte den Ort; denn Jesus 
versammelte sich oft daselbst mit seinen Jngern.
JOH 18:3 Nachdem nun Judas die Rotte und von den Obersten und Pharisern 
Diener bekommen hatte, kam er dorthin mit Fackeln und Lampen und mit 
Waffen.
JOH 18:4 Jesus aber, der alles wute, was ber ihn kommen sollte, ging 
hinaus und sprach zu ihnen: Wen suchet ihr?
JOH 18:5 Sie antworteten ihm: Jesus, den Nazarener! Spricht Jesus zu 
ihnen: Ich bin es! Es stand aber auch Judas, der ihn verriet, bei ihnen.
JOH 18:6 Als er nun zu ihnen sprach: Ich bin es! wichen sie alle zurck 
und fielen zu Boden.
JOH 18:7 Nun fragte er sie wiederum: Wen suchet ihr? Sie aber sprachen: 
Jesus, den Nazarener!
JOH 18:8 Jesus antwortete: Ich habe euch gesagt, da ich es bin; suchet 
ihr denn mich, so lasset diese gehen!
JOH 18:9 auf da das Wort erfllt wrde, das er gesagt hatte: Ich habe 
keinen verloren von denen, die du mir gegeben hast.
JOH 18:10 Da nun Simon Petrus ein Schwert hatte, zog er es und schlug nach 
dem Knecht des Hohenpriesters und hieb ihm das rechte Ohr ab; der Name des 
Knechtes aber war Malchus.
JOH 18:11 Da sprach Jesus zu Petrus: Stecke das Schwert in die Scheide! 
Soll ich den Kelch nicht trinken, den mir der Vater gegeben hat?
JOH 18:12 Die Rotte nun und ihr Oberst und die Diener der Juden griffen 
Jesus und banden ihn
JOH 18:13 und fhrten ihn zuerst zu Hannas; denn er war der Schwiegervater 
des Kajaphas, welcher in jenem Jahre Hoherpriester war.
JOH 18:14 Das war der Kajaphas, der den Juden geraten hatte, es sei 
besser, da ein Mensch fr das Volk sterbe.
JOH 18:15 Simon Petrus aber folgte Jesus nach, und ein anderer Jnger. 
Dieser Jnger war mit dem Hohenpriester bekannt und ging mit Jesus hinein 
in den Hof des Hohenpriesters.
JOH 18:16 Petrus aber stand drauen vor der Tr. Da ging der andere Jnger 
hinaus, der mit dem Hohenpriester bekannt war, und redete mit der 
Trhterin und fhrte Petrus hinein.
JOH 18:17 Da spricht die Magd, die Trhterin, zu Petrus: Bist nicht auch 
du einer von den Jngern dieses Menschen? Petrus spricht: Ich bin's nicht!
JOH 18:18 Es standen aber die Knechte und Diener um ein Kohlenfeuer, das 
sie gemacht hatten (denn es war kalt) und wrmten sich; Petrus aber trat 
auch zu ihnen und wrmte sich.
JOH 18:19 Der Hohepriester nun fragte Jesus ber seine Jnger und ber 
seine Lehre.
JOH 18:20 Jesus antwortete ihm: Ich habe ffentlich zu der Welt geredet; 
ich habe stets in der Synagoge und im Tempel gelehrt, wo alle Juden 
zusammenkommen, und im Verborgenen habe ich nichts geredet.
JOH 18:21 Was fragst du mich? Frage die, welche gehrt haben, was ich zu 
ihnen geredet habe! Siehe, diese wissen, was ich gesagt habe.
JOH 18:22 Als er aber solches sagte, gab einer der Diener, die 
dabeistanden, Jesus einen Backenstreich und sprach: Antwortest du dem 
Hohenpriester also?
JOH 18:23 Jesus erwiderte ihm: Habe ich unrecht geredet, so beweise, was 
daran unrecht war; habe ich aber recht geredet, was schlgst du mich?
JOH 18:24 Da sandte ihn Hannas gebunden zum Hohenpriester Kajaphas.
JOH 18:25 Simon Petrus aber stand da und wrmte sich. Sie sprachen zu ihm: 
Bist nicht auch du einer seiner Jnger? Er leugnete und sprach: Ich bin's 
nicht!
JOH 18:26 Da sagte einer von den Knechten des Hohenpriesters, ein 
Verwandter dessen, dem Petrus das Ohr abgehauen hatte: Sah ich dich nicht 
im Garten bei ihm?
JOH 18:27 Da leugnete Petrus abermals, und alsbald krhte der Hahn.
JOH 18:28 Sie fhrten nun Jesus von Kajaphas in das Amthaus. Es war aber 
noch frh. Und sie selbst betraten das Amthaus nicht, damit sie nicht 
unrein wrden, sondern das Passah essen knnten.
JOH 18:29 Da ging Pilatus zu ihnen hinaus und fragte: Was fr eine Klage 
erhebt ihr wider diesen Menschen?
JOH 18:30 Sie antworteten und sprachen zu ihm: Wre er kein beltter, so 
htten wir ihn dir nicht berantwortet!
JOH 18:31 Da sprach Pilatus zu ihnen: So nehmet ihr ihn und richtet ihn 
nach eurem Gesetz! Die Juden sprachen zu ihm: Wir drfen niemand tten!
JOH 18:32 auf da Jesu Wort erfllt wrde, das er sagte, als er andeutete, 
welches Todes er sterben sollte.
JOH 18:33 Nun ging Pilatus wieder ins Amthaus hinein und rief Jesus und 
fragte ihn: Bist du der Knig der Juden?
JOH 18:34 Jesus antwortete: Redest du das von dir selbst, oder haben es 
dir andere von mir gesagt?
JOH 18:35 Pilatus antwortete: Bin ich denn ein Jude? Dein Volk und die 
Hohenpriester haben dich mir berantwortet! Was hast du getan?
JOH 18:36 Jesus antwortete: Mein Reich ist nicht von dieser Welt; wre 
mein Reich von dieser Welt, so htten meine Diener gekmpft, da ich den 
Juden nicht ausgeliefert wrde; nun aber ist mein Reich nicht von hier.
JOH 18:37 Da sprach Pilatus zu ihm: So bist du also ein Knig? Jesus 
antwortete: Du sagst es; ich bin ein Knig. Ich bin dazu geboren und dazu 
in die Welt gekommen, da ich der Wahrheit Zeugnis gebe; jeder, der aus 
der Wahrheit ist, hrt meine Stimme.
JOH 18:38 Spricht Pilatus zu ihm: Was ist Wahrheit? Und nachdem er das 
gesagt hatte, ging er wieder hinaus zu den Juden und spricht zu ihnen: Ich 
finde keine Schuld an ihm!
JOH 18:39 Ihr habt aber eine Gewohnheit, da ich euch am Passahfest einen 
freigebe; wollt ihr nun, da ich euch den Knig der Juden freigebe?
JOH 18:40 Sie schrieen alle und sprachen: Nicht diesen, sondern Barabbas! 
Barabbas aber war ein Ruber.
JOH 19:1 Da nahm Pilatus Jesus und lie ihn geieln.
JOH 19:2 Und die Kriegsknechte flochten eine Krone von Dornen und setzten 
sie ihm auf das Haupt und legten ihm ein Purpurkleid um, traten vor ihn 
hin und sprachen:
JOH 19:3 Sei gegrt, du Knig der Juden! und gaben ihm Backenstreiche.
JOH 19:4 Da ging Pilatus wieder hinaus und sprach zu ihnen: Seht, ich 
fhre ihn zu euch heraus, damit ihr erkennet, da ich keine Schuld an ihm 
finde!
JOH 19:5 Also kam Jesus heraus und trug die Dornenkrone und das 
Purpurkleid. Und er spricht zu ihnen: Sehet, welch ein Mensch!
JOH 19:6 Als ihn nun die Hohenpriester und die Diener sahen, schrieen sie 
und sprachen: Kreuzige, kreuzige ihn! Pilatus spricht zu ihnen: Nehmt ihr 
ihn hin und kreuziget ihn! Denn ich finde keine Schuld an ihm.
JOH 19:7 Die Juden antworteten ihm: Wir haben ein Gesetz, und nach unserm 
Gesetz mu er sterben, weil er sich selbst zu Gottes Sohn gemacht hat.
JOH 19:8 Als Pilatus dieses Wort hrte, frchtete er sich noch mehr
JOH 19:9 und ging wieder in das Amthaus hinein und sprach zu Jesus: Woher 
bist du? Aber Jesus gab ihm keine Antwort.
JOH 19:10 Da spricht Pilatus zu ihm: Mit mir redest du nicht? Weit du 
nicht, da ich Macht habe, dich freizulassen, und Macht habe, dich zu 
kreuzigen?
JOH 19:11 Jesus antwortete: Du httest gar keine Macht ber mich, wenn sie 
dir nicht von oben herab gegeben wre; darum hat der, welcher mich dir 
berantwortet hat, grere Schuld!
JOH 19:12 Von da an suchte Pilatus ihn freizugeben. Aber die Juden 
schrieen und sprachen: Lssest du diesen frei, so bist du nicht des 
Kaisers Freund; denn wer sich selbst zum Knig macht, der ist wider den 
Kaiser!
JOH 19:13 Als nun Pilatus diese Worte hrte, fhrte er Jesus hinaus und 
setzte sich auf den Richterstuhl, an der Sttte, die Steinpflaster genannt 
wird, auf hebrisch aber Gabbatha.
JOH 19:14 Es war aber Rsttag fr das Passah, um die sechste Stunde. Und 
er sprach zu den Juden: Seht, das ist euer Knig.
JOH 19:15 Sie aber schrieen: Fort, fort mit ihm! Kreuzige ihn! Pilatus 
spricht zu ihnen: Euren Knig soll ich kreuzigen? Die Hohenpriester 
antworteten: Wir haben keinen Knig, als den Kaiser!
JOH 19:16 Da berantwortete er ihnen Jesus, da er gekreuzigt wrde. Sie 
nahmen aber Jesus und fhrten ihn hin.
JOH 19:17 Und er trug sein Kreuz selbst und ging hinaus zur sogenannten 
Schdelsttte, welche auf hebrisch Golgatha heit.
JOH 19:18 Dort kreuzigten sie ihn und mit ihm zwei andere zu beiden 
Seiten, Jesus aber in der Mitte.
JOH 19:19 Pilatus aber schrieb eine berschrift und heftete sie an das 
Kreuz; und es war geschrieben: Jesus, der Nazarener, der Knig der Juden.
JOH 19:20 Diese berschrift lasen viele Juden; denn der Ort, wo Jesus 
gekreuzigt wurde, war nahe bei der Stadt, und es war in hebrischer, 
lateinischer und griechischer Sprache geschrieben.
JOH 19:21 Da sprachen die Hohenpriester der Juden zu Pilatus: Schreibe 
nicht: Der Knig der Juden, sondern da jener gesagt habe: Ich bin Knig 
der Juden.
JOH 19:22 Pilatus antwortete: Was ich geschrieben habe, das habe ich 
geschrieben!
JOH 19:23 Als nun die Kriegsknechte Jesus gekreuzigt hatten, nahmen sie 
seine Kleider und machten vier Teile, fr jeden Kriegsknecht einen Teil; 
dazu den Leibrock. Der Leibrock aber war ohne Naht, von oben bis unten in 
einem Stck gewoben.
JOH 19:24 Da sprachen sie zueinander: Lat uns den nicht zertrennen, 
sondern darum losen, wem er gehren soll; auf da die Schrift erfllt 
wrde, die da spricht: Sie haben meine Kleider unter sich geteilt und ber 
mein Gewand das Los geworfen. Solches taten die Kriegsknechte.
JOH 19:25 Es standen aber bei dem Kreuze Jesu seine Mutter und die 
Schwester seiner Mutter, Maria, des Klopas Frau, und Maria Magdalena.
JOH 19:26 Als nun Jesus die Mutter sah und den Jnger dabei stehen, den er 
lieb hatte, spricht er zu seiner Mutter: Weib, siehe, dein Sohn!
JOH 19:27 Darauf spricht er zu dem Jnger: Siehe, deine Mutter! Und von 
der Stunde an nahm sie der Jnger zu sich.
JOH 19:28 Nach diesem, da Jesus wute, da schon alles vollbracht war, 
damit die Schrift erfllt wrde, spricht er: Mich drstet!
JOH 19:29 Es stand da ein Gef voll Essig; sie aber fllten einen Schwamm 
mit Essig, legten ihn um einen Ysop und hielten es ihm an den Mund.
JOH 19:30 Als nun Jesus den Essig genommen hatte, sprach er: Es ist 
vollbracht! Und er neigte das Haupt und bergab den Geist.
JOH 19:31 Die Juden nun, damit die Leichname nicht whrend des Sabbats am 
Kreuze blieben (es war nmlich Rsttag, und jener Sabbattag war gro), 
baten Pilatus, da ihnen die Beine zerschlagen und sie herabgenommen 
wrden.
JOH 19:32 Da kamen die Kriegsknechte und brachen dem ersten die Beine, 
ebenso dem andern, der mit ihm gekreuzigt worden war.
JOH 19:33 Als sie aber zu Jesus kamen und sahen, da er schon gestorben 
war, zerschlugen sie ihm die Beine nicht,
JOH 19:34 sondern einer der Kriegsknechte durchbohrte seine Seite mit 
einem Speer, und alsbald flo Blut und Wasser heraus.
JOH 19:35 Und der das gesehen hat, der hat es bezeugt, und sein Zeugnis 
ist wahr, und er wei, da er die Wahrheit sagt, auf da auch ihr glaubet.
JOH 19:36 Denn solches ist geschehen, damit die Schrift erfllt wrde: Es 
soll ihm kein Bein zerbrochen werden!
JOH 19:37 Und abermals spricht eine andere Schrift: Sie werden den 
ansehen, welchen sie durchstochen haben.
JOH 19:38 Darnach bat Joseph von Arimathia (der ein Jnger Jesu war, doch 
heimlich, aus Furcht vor den Juden), den Pilatus, da er den Leib Jesu 
abnehmen drfe. Und Pilatus erlaubte es. Da kam er und nahm den Leib Jesu 
herab.
JOH 19:39 Es kam aber auch Nikodemus, der vormals bei Nacht zu Jesus 
gekommen war, und brachte eine Mischung von Myrrhe und Aloe, etwa hundert 
Pfund.
JOH 19:40 Also nahmen sie den Leib Jesu und banden ihn samt den Spezereien 
in leinene Tcher, wie die Juden zu begraben pflegen.
JOH 19:41 Es war aber an dem Ort, wo Jesus gekreuzigt worden war, ein 
Garten und in dem Garten eine neue Gruft, in welche noch niemand gelegt 
worden war.
JOH 19:42 Dahin nun legten sie Jesus, wegen des Rsttages der Juden, weil 
die Gruft nahe war.
JOH 20:1 Am ersten Tage aber der Woche kommt Maria Magdalena frh, als es 
noch finster war, zur Gruft und sieht den Stein von der Gruft 
hinweggenommen.
JOH 20:2 Da luft sie und kommt zu Simon Petrus und zu dem andern Jnger, 
den Jesus lieb hatte, und spricht zu ihnen: Sie haben den Herrn aus der 
Gruft genommen, und wir wissen nicht, wo sie ihn hingelegt haben!
JOH 20:3 Nun gingen Petrus und der andere Jnger hinaus und begaben sich 
zu der Gruft.
JOH 20:4 Die beiden liefen miteinander, und der andere Jnger lief voraus, 
schneller als Petrus, und kam zuerst zur Gruft,
JOH 20:5 bckte sich hinein und sieht die leinenen Tcher daliegen, ging 
jedoch nicht hinein.
JOH 20:6 Da kommt Simon Petrus, der ihm folgte, und geht in die Gruft 
hinein und sieht die Tcher daliegen
JOH 20:7 und das Schweituch, das um sein Haupt gebunden war, nicht bei 
den Tchern liegen, sondern fr sich zusammengewickelt an einem besondern 
Ort.
JOH 20:8 Darauf ging auch der andere Jnger hinein, der zuerst zur Gruft 
gekommen war, und sah und glaubte.
JOH 20:9 Denn sie verstanden die Schrift noch nicht, da er von den Toten 
auferstehen msse.
JOH 20:10 Nun gingen die Jnger wieder heim.
JOH 20:11 Maria aber stand drauen vor der Gruft und weinte. Wie sie nun 
weinte, bckte sie sich in die Gruft
JOH 20:12 und sieht zwei Engel in weien Kleidern sitzen, den einen zu den 
Hupten, den andern zu den Fen, wo der Leib Jesu gelegen hatte.
JOH 20:13 Und diese sprechen zu ihr: Weib, was weinst du? Sie spricht zu 
ihnen: Sie haben meinen Herrn weggenommen, und ich wei nicht, wo sie ihn 
hingelegt haben!
JOH 20:14 Und als sie das gesagt, wendet sie sich um und sieht Jesus 
dastehen und wei nicht, da es Jesus ist.
JOH 20:15 Jesus spricht zu ihr: Weib, was weinst du? Wen suchst du? Sie 
meint, es sei der Grtner, und spricht zu ihm: Herr, hast du ihn 
weggetragen, so sage mir, wo du ihn hingelegt hast, so will ich ihn holen!
JOH 20:16 Jesus spricht zu ihr: Maria! Da wendet sie sich um und spricht 
zu ihm: Rabbuni! (das heit: Meister!)
JOH 20:17 Jesus spricht zu ihr: Rhre mich nicht an, denn ich bin noch 
nicht aufgefahren zu meinem Vater. Gehe aber zu meinen Brdern und sage 
ihnen: Ich fahre auf zu meinem Vater und eurem Vater, zu meinem Gott und 
eurem Gott.
JOH 20:18 Da kommt Maria Magdalena und verkndigt den Jngern, da sie den 
Herrn gesehen und da er solches zu ihr gesprochen habe.
JOH 20:19 Als es nun an jenem ersten Wochentag Abend geworden war und die 
Tren verschlossen waren an dem Ort, wo sich die Jnger versammelt hatten, 
aus Furcht vor den Juden, kam Jesus und trat mitten unter sie und spricht 
zu ihnen: Friede sei mit euch!
JOH 20:20 Und als er das gesagt hatte, zeigte er ihnen seine Hnde und 
seine Seite. Da wurden die Jnger froh, als sie den Herrn sahen.
JOH 20:21 Da sprach Jesus wiederum zu ihnen: Friede sei mit euch! 
Gleichwie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.
JOH 20:22 Und nachdem er das gesagt, hauchte er sie an und sprach zu 
ihnen: Empfanget heiligen Geist!
JOH 20:23 Welchen ihr die Snden vergebet, denen sind sie vergeben; 
welchen ihr sie behaltet, denen sind sie behalten.
JOH 20:24 Thomas aber, einer von den Zwlfen, der Zwilling genannt wird, 
war nicht bei ihnen, als Jesus kam.
JOH 20:25 Da sagten ihm die andern Jnger: Wir haben den Herrn gesehen! Er 
aber sprach zu ihnen: Wenn ich nicht an seinen Hnden das Ngelmal sehe 
und lege meinen Finger in das Ngelmal und lege meine Hand in seine Seite, 
so glaube ich es nicht!
JOH 20:26 Und nach acht Tagen waren seine Jnger wiederum dort und Thomas 
bei ihnen. Da kommt Jesus, als die Tren verschlossen waren, und tritt 
mitten unter sie und spricht: Friede sei mit euch!
JOH 20:27 Dann spricht er zu Thomas: Reiche deinen Finger her und siehe 
meine Hnde, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und 
sei nicht unglubig, sondern glubig!
JOH 20:28 Thomas antwortete und sprach zu ihm: Mein Herr und mein Gott!
JOH 20:29 Jesus spricht zu ihm: Weil du mich gesehen hast, Thomas, so 
glaubst du; selig sind, die nicht sehen und doch glauben.
JOH 20:30 Noch viele andere Zeichen tat Jesus vor seinen Jngern, die in 
diesem Buche nicht geschrieben sind.
JOH 20:31 Diese aber sind geschrieben, damit ihr glaubet, da Jesus der 
Christus, der Sohn Gottes ist, und da ihr durch den Glauben Leben habet 
in seinem Namen
JOH 21:1 Darnach offenbarte sich Jesus den Jngern wiederum am See von 
Tiberias. Er offenbarte sich aber so:
JOH 21:2 Es waren beisammen Simon Petrus und Thomas, der Zwilling genannt 
wird, und Nathanael von Kana in Galila und die Shne des Zebedus und 
zwei andere von seinen Jngern.
JOH 21:3 Simon Petrus spricht zu ihnen: Ich gehe fischen! Sie sprechen zu 
ihm: So kommen wir auch mit dir. Da gingen sie hinaus und stiegen sogleich 
in das Schiff; und in jener Nacht fingen sie nichts.
JOH 21:4 Als es aber schon Morgen wurde, stand Jesus am Gestade; doch 
wuten die Jnger nicht, da es Jesus sei.
JOH 21:5 Spricht nun Jesus zu ihnen: Kinder, habt ihr nichts zu essen? Sie 
antworteten ihm: Nein!
JOH 21:6 Er aber sprach zu ihnen: Werfet das Netz auf der rechten Seite 
des Schiffes aus, so werdet ihr finden! Da warfen sie es aus und 
vermochten es nicht mehr zu ziehen vor der Menge der Fische.
JOH 21:7 Da spricht der Jnger, welchen Jesus lieb hatte, zu Simon Petrus: 
Es ist der Herr! Als nun Simon Petrus hrte, da es der Herr sei, grtete 
er das Oberkleid um sich, denn er war nackt, und warf sich ins Meer.
JOH 21:8 Die andern Jnger aber kamen mit dem Schiffe (denn sie waren 
nicht fern vom Lande, sondern etwa zweihundert Ellen weit) und zogen das 
Netz mit den Fischen nach.
JOH 21:9 Wie sie nun ans Land gestiegen waren, sehen sie ein Kohlenfeuer 
am Boden und einen Fisch darauf liegen und Brot.
JOH 21:10 Jesus spricht zu ihnen: Bringet her von den Fischen, die ihr 
jetzt gefangen habt!
JOH 21:11 Da stieg Simon Petrus hinein und zog das Netz auf das Land, voll 
groer Fische, hundertdreiundfnfzig; und wiewohl ihrer so viele waren, 
zerri doch das Netz nicht.
JOH 21:12 Jesus spricht zu ihnen: Kommet zum Frhstck! Aber keiner der 
Jnger wagte ihn zu fragen: Wer bist du? Denn sie wuten, da es der Herr 
war.
JOH 21:13 Da kommt Jesus und nimmt das Brot und gibt es ihnen, und ebenso 
den Fisch.
JOH 21:14 Das war schon das drittemal, da sich Jesus den Jngern 
offenbarte, nachdem er von den Toten auferstanden war.
JOH 21:15 Als sie nun gefrhstckt hatten, spricht Jesus zu Simon Petrus: 
Simon Jona, liebst du mich mehr als diese? Er spricht zu ihm: Ja, Herr, du 
weit, da ich dich lieb habe! Er spricht zu ihm: Weide meine Lmmer!
JOH 21:16 Wiederum spricht er, zum zweitenmal: Simon Jona, liebst du mich? 
Er antwortete ihm: Ja, Herr, du weit, da ich dich lieb habe. Er spricht 
zu ihm: Hte meine Schafe!
JOH 21:17 Und zum drittenmal fragt er ihn: Simon Jona, hast du mich lieb? 
Da ward Petrus traurig, da er ihn zum drittenmal fragte: Hast du mich 
lieb? und sprach zu ihm: Herr, du weit alle Dinge, du weit, da ich dich 
lieb habe. Jesus spricht zu ihm: Weide meine Schafe!
JOH 21:18 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir, als du jnger warst, grtetest 
du dich selbst und wandeltest, wohin du wolltest; wenn du aber alt 
geworden bist, wirst du deine Hnde ausstrecken, und ein anderer wird dich 
grten und fhren, wohin du nicht willst.
JOH 21:19 Solches aber sagte er, um anzudeuten, durch welchen Tod er Gott 
verherrlichen werde. Und nachdem er das gesagt hatte, spricht er zu ihm: 
Folge mir nach!
JOH 21:20 Petrus aber wandte sich um und sah den Jnger folgen, den Jesus 
liebte, der sich auch beim Abendmahl an seine Brust gelehnt und gefragt 
hatte: Herr, wer ist's, der dich verrt?
JOH 21:21 Als Petrus diesen sah, spricht er zu Jesus: Herr, was soll aber 
dieser?
JOH 21:22 Jesus spricht zu ihm: Wenn ich will, da er bleibe, bis ich 
komme, was geht es dich an? Folge du mir nach!
JOH 21:23 Daher kam nun das Gerede unter den Brdern: Dieser Jnger 
stirbt nicht. Und doch hat Jesus nicht zu ihm gesagt, er sterbe nicht, 
sondern: Wenn ich will, da er bleibe, bis ich komme, was geht es dich an?
JOH 21:24 Das ist der Jnger, der von diesen Dingen zeugt und dieses 
geschrieben hat; und wir wissen, da sein Zeugnis wahr ist.
JOH 21:25 Es sind aber noch viele andere Dinge, die Jesus getan hat; und 
wenn sie eins nach dem andern beschrieben wrden, so glaube ich, die Welt 
wrde die Bcher gar nicht fassen, die zu schreiben wren.
ACT 1:1 Den ersten Bericht habe ich abgelegt, lieber Theophilus, ber 
alles, was Jesus zu tun und zu lehren begonnen hat,
ACT 1:2 bis zu dem Tage, da er [in den Himmel] aufgenommen wurde, nachdem 
er den Aposteln, die er erwhlt hatte, durch den heiligen Geist Befehl 
gegeben;
ACT 1:3 welchen er sich auch nach seinem Leiden lebendig erzeigte, durch 
viele sichere Kennzeichen, indem er whrend vierzig Tagen ihnen erschien 
und ber das Reich Gottes redete.
ACT 1:4 Und als er mit ihnen zusammen war, gebot er ihnen, von Jerusalem 
nicht zu weichen, sondern die Verheiung des Vaters abzuwarten, welche 
ihr, [so sprach er], von mir vernommen habt,
ACT 1:5 denn Johannes hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt im heiligen 
Geiste getauft werden, nicht lange nach diesen Tagen.
ACT 1:6 Die nun zusammengekommen waren, fragten ihn und sprachen: Herr, 
gibst du in dieser Zeit Israel die Knigsherrschaft wieder?
ACT 1:7 Er sprach zu ihnen: Es ist nicht eure Sache, Zeiten oder Stunden 
zu kennen, welche der Vater in seiner eigenen Macht festgesetzt hat;
ACT 1:8 sondern ihr werdet Kraft empfangen, wenn der heilige Geist ber 
euch kommt, und werdet Zeugen fr mich sein in Jerusalem und in ganz Juda 
und Samaria und bis ans Ende der Erde!
ACT 1:9 Und nach diesen Worten wurde er vor ihren Augen emporgehoben, und 
eine Wolke nahm ihn auf und vor ihren Augen weg.
ACT 1:10 Und als sie unverwandt gen Himmel blickten, whrend er dahinfuhr, 
siehe, da standen zwei Mnner in weien Kleidern bei ihnen, die sprachen:
ACT 1:11 Ihr Mnner von Galila, was steht ihr hier und seht gen Himmel? 
Dieser Jesus, der von euch weg in den Himmel aufgenommen worden ist, wird 
in gleicher Weise wiederkommen, wie ihr ihn habt gen Himmel fahren sehen.
ACT 1:12 Da kehrten sie nach Jerusalem zurck von dem Berge, welcher 
lberg heit, der nahe bei Jerusalem liegt, einen Sabbatweg entfernt.
ACT 1:13 Und als sie hineinkamen, gingen sie hinauf in das Obergemach, wo 
sie verblieben, nmlich Petrus und Johannes und Jakobus und Andreas, 
Philippus und Thomas, Bartholomus und Matthus, Jakobus, der Sohn des 
Alphus, und Simon Zelotes und Judas, des Jakobus Sohn.
ACT 1:14 Diese alle verharrten einmtig im Gebet, samt den Frauen und 
Maria, der Mutter Jesu, und seinen Brdern.
ACT 1:15 Und in diesen Tagen stand Petrus mitten unter den Jngern auf und 
sprach (es waren aber etwa hundertzwanzig Personen beisammen):
ACT 1:16 Ihr Mnner und Brder, es mute das Wort der Schrift erfllt 
werden, das der heilige Geist durch den Mund Davids vorausgesagt hat ber 
Judas, welcher denen, die Jesus gefangennahmen, zum Wegweiser wurde.
ACT 1:17 Denn er war uns beigezhlt und hatte das Los dieses Dienstes 
empfangen.
ACT 1:18 Dieser erwarb einen Acker aus dem Lohn der Ungerechtigkeit und 
strzte kopfber hinab, barst mitten entzwei, und alle seine Eingeweide 
traten heraus.
ACT 1:19 Und es wurde allen kund, die zu Jerusalem wohnen, so da jener 
Acker in ihrer Sprache Akeldama genannt wurde, das heit: Blutacker.
ACT 1:20 Denn es steht geschrieben im Buche der Psalmen: Seine Behausung 
soll de werden, und niemand soll darin wohnen, und: sein Amt empfange 
ein anderer.
ACT 1:21 So mu nun von den Mnnern, die mit uns gegangen sind die ganze 
Zeit ber, da der Herr Jesus unter uns ein und ausging,
ACT 1:22 von der Taufe des Johannes an bis zu dem Tage, da er von uns 
hinweg aufgenommen wurde, einer von diesen mu mit uns Zeuge seiner 
Auferstehung werden.
ACT 1:23 Und sie stellten zwei dar, Joseph, genannt Barsabas, mit Zunamen 
Justus, und Matthias,
ACT 1:24 beteten und sprachen: Herr, du Kenner aller Herzen, zeige an, 
welchen von diesen beiden du erwhlt hast,
ACT 1:25 das Los dieses Dienstes und Apostelamtes zu empfangen, von 
welchem Judas abgetreten ist, um hinzugehen an seinen Ort.
ACT 1:26 Und sie gaben ihnen Lose, und das Los fiel auf Matthias, und er 
wurde zu den elf Aposteln hinzugewhlt.
ACT 2:1 Und als der Tag der Pfingsten sich erfllte, waren sie alle 
einmtig beisammen.
ACT 2:2 Und es entstand pltzlich vom Himmel her ein Brausen, wie von 
einem daherfahrenden gewaltigen Winde, und erfllte das ganze Haus, worin 
sie saen.
ACT 2:3 Und es erschienen Zungen, die sich zerteilten, wie von Feuer, und 
setzten sich auf einen jeglichen unter ihnen.
ACT 2:4 Und sie wurden alle vom heiligen Geist erfllt und fingen an in 
andern Zungen zu reden, wie der Geist es ihnen auszusprechen gab.
ACT 2:5 Es wohnten aber zu Jerusalem Juden, gottesfrchtige Mnner, aus 
allen Vlkern unter dem Himmel.
ACT 2:6 Da aber dieses Getse entstand, kam die Menge zusammen und wurde 
bestrzt; denn jeder hrte sie in seiner eigenen Sprache reden.
ACT 2:7 Sie erstaunten aber alle, verwunderten sich und sprachen 
zueinander: Siehe, sind nicht diese alle, die da reden, Galiler?
ACT 2:8 Wie hren wir sie denn, ein jeder in seiner Sprache, darin wir 
geboren sind?
ACT 2:9 Parther und Meder und Elamiter und die wir wohnen in Mesopotamien, 
in Juda und Kappadocien, in Pontus und Asien;
ACT 2:10 in Phrygien und Pamphylien, in gypten und in den Gegenden 
Lybiens bei Kyrene, und die hier weilenden Rmer,
ACT 2:11 Juden und Proselyten, Kreter und Araber, wir hren sie in unsern 
Zungen die groen Taten Gottes verknden!
ACT 2:12 Sie erstaunten aber alle und gerieten in Verlegenheit und 
sprachen einer zum andern: Was soll das sein?
ACT 2:13 Andere aber spotteten und sprachen: Sie sind voll sen Weines!
ACT 2:14 Da trat Petrus mit den Elfen auf, erhob seine Stimme und sprach 
zu ihnen: Ihr jdischen Mnner und ihr alle, die ihr zu Jerusalem wohnet, 
das sei euch kund, und horchet auf meine Worte!
ACT 2:15 Denn diese sind nicht trunken, wie ihr whnet; denn es ist erst 
die dritte Stunde des Tages;
ACT 2:16 sondern dies ist, was durch den Propheten Joel gesagt worden ist:
ACT 2:17 Und es wird geschehen in den letzten Tagen, spricht Gott, da 
werde ich ausgieen von meinem Geist ber alles Fleisch; und eure Shne 
und eure Tchter werden weissagen, und eure Jnglinge werden Gesichte 
sehen, und eure ltesten werden Trume haben;
ACT 2:18 ja, auch ber meine Knechte und ber meine Mgde werde ich in 
jenen Tagen von meinem Geiste ausgieen, und sie werden weissagen.
ACT 2:19 Und ich will Wunder tun oben am Himmel und Zeichen unten auf 
Erden, Blut und Feuer und Rauchdampf;
ACT 2:20 die Sonne wird sich in Finsternis verwandeln und der Mond in 
Blut, ehe der groe und offenbar werdende Tag des Herrn kommt.
ACT 2:21 Und es soll geschehen, da jeder, der den Namen des Herrn anrufen 
wird, errettet werden wird.
ACT 2:22 Ihr israelitischen Mnner, hret diese Worte: Jesus von Nazareth, 
einen Mann, von Gott bei euch erwiesen durch Krfte und Wunder und 
Zeichen, die Gott durch ihn tat, mitten unter euch, wie ihr selbst wisset;
ACT 2:23 diesen, der nach Gottes festgesetztem Rat und Vorherwissen 
dahingegeben worden war, habt ihr genommen und durch der Ungerechten Hnde 
[ans Kreuz] geheftet und gettet.
ACT 2:24 Ihn hat Gott auferweckt, indem er die Bande des Todes lste, wie 
es denn unmglich war, da er von ihm festgehalten wrde.
ACT 2:25 Denn David spricht von ihm: Ich sah den Herrn allezeit vor mir, 
denn er ist zu meiner Rechten, da ich nicht wanke.
ACT 2:26 Darum freut sich mein Herz, und meine Zunge frohlockt, auch mein 
Fleisch wird ruhen auf Hoffnung;
ACT 2:27 denn du wirst meine Seele nicht im Totenreich lassen und nicht 
zugeben, da dein Heiliger die Verwesung sehe.
ACT 2:28 Du hast mir kundgetan die Wege des Lebens; du wirst mich erfllen 
mit Freuden vor deinem Angesicht!
ACT 2:29 Ihr Mnner und Brder, es sei mir erlaubt, freimtig zu euch zu 
reden von dem Stammvater David: er ist gestorben und begraben, und sein 
Grab ist unter uns bis auf diesen Tag.
ACT 2:30 Da er nun ein Prophet war und wute, da Gott ihm mit einem Eide 
verheien hatte, aus der Frucht seiner Lenden einen auf seinen Thron zu 
setzen,
ACT 2:31 hat er in dieser Voraussicht von der Auferstehung Christi 
geredet, da seine Seele nicht im Totenreich gelassen werde, noch sein 
Fleisch die Verwesung sehe.
ACT 2:32 Diesen Jesus hat Gott auferweckt; dafr sind wir alle Zeugen.
ACT 2:33 Nachdem er nun durch die rechte Hand Gottes erhht worden ist und 
die Verheiung des heiligen Geistes vom Vater empfangen hat, hat er das 
ausgegossen, was ihr jetzt sehet und hret.
ACT 2:34 Denn nicht David ist in den Himmel hinaufgefahren, sondern er 
sagt selbst: Der Herr sprach zu meinem Herrn: Setze dich zu meiner 
Rechten,
ACT 2:35 bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Fe.
ACT 2:36 So erkenne nun das ganze Haus Israel mit Gewiheit, da Gott 
diesen Jesus, den ihr gekreuzigt habt, zum Herrn und Christus gemacht hat.
ACT 2:37 Als sie aber das hrten, ging es ihnen durchs Herz, und sie 
sprachen zu Petrus und den brigen Aposteln: Was sollen wir tun, ihr 
Mnner und Brder?
ACT 2:38 Petrus aber sprach zu ihnen: Tut Bue, und ein jeder von euch 
lasse sich taufen auf den Namen Jesu Christi zur Vergebung eurer Snden; 
so werdet ihr die Gabe des heiligen Geistes empfangen.
ACT 2:39 Denn euch gilt die Verheiung und euren Kindern und allen, die 
ferne sind, soviele der Herr unser Gott herrufen wird.
ACT 2:40 Und noch mit vielen andern Worten beschwor und ermahnte er sie 
und sprach: Lasset euch retten aus diesem verkehrten Geschlecht!
ACT 2:41 Die nun sein Wort annahmen, lieen sich taufen, und es wurden an 
jenem Tage etwa dreitausend Seelen hinzugetan.
ACT 2:42 Sie verharrten aber in der Lehre der Apostel und in der 
Gemeinschaft und im Brotbrechen und im Gebet.
ACT 2:43 Es kam aber eine Furcht ber alle Seelen, und viele Wunder und 
Zeichen geschahen durch die Apostel.
ACT 2:44 Alle Glubigen aber waren beisammen und hatten alles gemeinsam;
ACT 2:45 die Gter und Habe verkauften sie und verteilten sie unter alle, 
je nachdem einer es bedurfte.
ACT 2:46 Und tglich verharrten sie einmtig im Tempel und brachen das 
Brot in den Husern, nahmen die Speise mit Frohlocken und in Einfalt des 
Herzens,
ACT 2:47 lobten Gott und hatten Gunst bei dem ganzen Volk. Der Herr aber 
tat tglich solche, die gerettet wurden, zur Gemeinde hinzu.
ACT 3:1 Petrus aber und Johannes gingen in den Tempel hinauf um die neunte 
Stunde, da man zu beten pflegte.
ACT 3:2 Und es wurde ein Mann herbeigebracht, der lahm war von Mutterleib 
an, den man tglich an die Pforte des Tempels, welche man die Schne 
nennt, hinsetzte, damit er von denen, die in den Tempel hineingingen, ein 
Almosen erbitte.
ACT 3:3 Als dieser Petrus und Johannes sah, die in den Tempel hineingehen 
wollten, bat er sie um ein Almosen.
ACT 3:4 Petrus aber samt Johannes blickte ihn an und sprach: Sieh uns an!
ACT 3:5 Er aber achtete auf sie in der Erwartung, etwas von ihnen zu 
empfangen.
ACT 3:6 Da sprach Petrus: Silber und Gold habe ich nicht; was ich aber 
habe, das gebe ich dir: Im Namen Jesu Christi von Nazareth, stehe auf und 
wandle!
ACT 3:7 Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Und 
alsbald wurden seine Fe und seine Knchel fest,
ACT 3:8 und er sprang auf und konnte stehen, ging umher und trat mit ihnen 
in den Tempel, wandelte und sprang und lobte Gott.
ACT 3:9 Und alles Volk sah, wie er umherging und Gott lobte.
ACT 3:10 Und sie erkannten, da er der war, der um des Almosens willen an 
der schnen Pforte des Tempels gesessen hatte; und sie wurden mit 
Verwunderung und Erstaunen erfllt ber dem, was ihm widerfahren war.
ACT 3:11 Da er sich aber zu Petrus und Johannes hielt, lief alles Volk 
voll Erstaunen bei ihnen zusammen in der sogenannten Halle Salomos.
ACT 3:12 Als Petrus das sah, antwortete er dem Volke: Ihr israelitischen 
Mnner, was verwundert ihr euch darber, oder was blickt ihr auf uns, als 
htten wir durch eigene Kraft oder Frmmigkeit bewirkt, da dieser wandelt?
ACT 3:13 Der Gott Abrahams und Isaaks und Jakobs, der Gott unsrer Vter, 
hat seinen Sohn Jesus verherrlicht, den ihr berliefert und vor Pilatus 
verleugnet habt, als dieser ihn freisprechen wollte.
ACT 3:14 Ihr aber habt den Heiligen und Gerechten verleugnet und verlangt, 
da euch ein Mrder geschenkt werde,
ACT 3:15 den Frsten des Lebens aber habt ihr gettet; den hat Gott von 
den Toten auferweckt, dafr sind wir Zeugen.
ACT 3:16 Und auf den Glauben an seinen Namen hin hat sein Name diesen 
[Mann] hier, den ihr sehet und kennet, gestrkt, und der durch ihn 
[gewirkte] Glaube hat ihm diese volle Gesundheit gegeben vor euch allen.
ACT 3:17 Und nun, ihr Brder, ich wei, da ihr in Unwissenheit gehandelt 
habt, wie auch eure Obersten;
ACT 3:18 Gott aber hat das, was er durch den Mund aller seiner Propheten 
zuvor verkndigte, da nmlich Christus leiden msse, auf diese Weise 
erfllt.
ACT 3:19 So tut nun Bue und bekehret euch, da eure Snden ausgetilgt 
werden,
ACT 3:20 damit Zeiten der Erquickung vom Angesicht des Herrn kommen und er 
den euch vorherbestimmten Christus Jesus sende,
ACT 3:21 welchen der Himmel aufnehmen mu bis auf die Zeiten der 
Wiederherstellung alles dessen, wovon Gott durch den Mund seiner heiligen 
Propheten von alters her geredet hat.
ACT 3:22 Denn Mose hat zu den Vtern gesagt: Einen Propheten wird euch 
der Herr euer Gott erwecken aus euren Brdern, gleichwie mich; auf den 
sollt ihr hren in allem, was er zu euch reden wird.
ACT 3:23 Und es wird geschehen: jede Seele, welche nicht auf diesen 
Propheten hren wird, soll aus dem Volk vertilgt werden.
ACT 3:24 Und alle Propheten, von Samuel an und den folgenden, soviele 
ihrer geredet haben, die haben auch diese Tage angekndigt.
ACT 3:25 Ihr seid die Shne der Propheten und des Bundes, den Gott mit 
unsern Vtern schlo, indem er zu Abraham sprach: Und in deinem Samen 
sollen alle Geschlechter der Erde gesegnet werden.
ACT 3:26 Euch zuerst hat Gott, indem er seinen Sohn Jesus auferweckte, ihn 
gesandt, um euch zu segnen, durch Bekehrung eines jeden unter euch von 
seiner Bosheit.
ACT 4:1 Whrend sie aber zum Volk redeten, traten die Priester und der 
Hauptmann des Tempels und die Sadduzer auf sie zu.
ACT 4:2 Die verdro es, da sie das Volk lehrten und in Jesus die 
Auferstehung von den Toten verkndigten.
ACT 4:3 Und sie legten Hand an sie und setzten sie ins Gefngnis bis zum 
folgenden Morgen, denn es war schon Abend.
ACT 4:4 Viele aber von denen, die das Wort gehrt hatten, wurden glubig. 
Und die Zahl der Mnner stieg auf etwa fnftausend.
ACT 4:5 Es geschah aber am folgenden Morgen, da sich ihre Obersten und 
ltesten und Schriftgelehrten in Jerusalem versammelten,
ACT 4:6 auch Hannas, der Hohepriester, und Kajaphas und Johannes und 
Alexander und alle, die aus hohepriesterlichem Geschlechte waren.
ACT 4:7 Und sie stellten sie in ihre Mitte und fragten sie: Aus welcher 
Macht oder in welchem Namen habt ihr das getan?
ACT 4:8 Da sprach Petrus, vom heiligen Geist erfllt, zu ihnen: Ihr 
Obersten des Volkes und ihr ltesten von Israel,
ACT 4:9 wenn wir heute wegen der Wohltat an einem kranken Menschen verhrt 
[und gefragt] werden, durch wen ihm geholfen worden sei,
ACT 4:10 so sei euch allen und dem ganzen Volke Israel kund, da durch den 
Namen Jesu Christi, des Nazareners, den ihr gekreuzigt, den Gott von den 
Toten auferweckt hat, da durch ihn dieser gesund vor euch steht.
ACT 4:11 Das ist der Stein, der von euch, den Bauleuten, verschmht wurde, 
der zum Eckstein geworden ist.
ACT 4:12 Und es ist in keinem andern das Heil; denn es ist auch kein 
anderer Name unter dem Himmel den Menschen gegeben, in welchem wir sollen 
gerettet werden!
ACT 4:13 Als sie aber die Freimtigkeit des Petrus und Johannes sahen und 
erfuhren, da sie ungelehrte Leute und Laien seien, verwunderten sie sich 
und erkannten sie, da sie mit Jesus gewesen waren.
ACT 4:14 Da sie aber den Menschen bei ihnen stehen sahen, der geheilt 
worden war, konnten sie nichts dagegen sagen.
ACT 4:15 Da hieen sie sie aus dem Hohen Rate abtreten und beratschlagten 
miteinander und sprachen:
ACT 4:16 Was wollen wir diesen Menschen tun? Denn da ein offenkundiges 
Zeichen durch sie geschehen ist, das ist allen Bewohnern von Jerusalem 
bekannt, und wir knnen es nicht leugnen.
ACT 4:17 Aber damit es sich nicht weiter unter dem Volk verbreite, wollen 
wir ihnen ernstlich drohen, damit sie hinfort mit keinem Menschen mehr von 
diesem Namen reden.
ACT 4:18 Und sie lieen sie rufen und geboten ihnen, durchaus nicht mehr 
in dem Namen Jesu zu reden noch zu lehren.
ACT 4:19 Petrus aber und Johannes antworteten ihnen und sprachen: 
Entscheidet ihr selbst, ob es vor Gott recht ist, euch mehr zu gehorchen 
als Gott;
ACT 4:20 denn es ist uns unmglich, nicht von dem zu reden, was wir 
gesehen und gehrt haben.
ACT 4:21 Sie aber drohten ihnen noch weiter und lieen sie frei, weil sie 
keinen Weg fanden, sie zu bestrafen, wegen des Volkes; denn alle priesen 
Gott ber dem, was geschehen war;
ACT 4:22 denn der Mensch war ber vierzig Jahre alt, an welchem dieses 
Zeichen der Heilung geschehen war.
ACT 4:23 Als sie aber freigelassen waren, kamen sie zu den Ihrigen und 
verkndigten alles, was die Hohenpriester und die ltesten zu ihnen gesagt 
hatten.
ACT 4:24 Sie aber, da sie es hrten, erhoben einmtig ihre Stimme zu Gott 
und sprachen: Herr, du bist der Gott, der den Himmel und die Erde und das 
Meer und alles, was darinnen ist, gemacht hat;
ACT 4:25 der du durch den Mund unsres Vaters David, deines Knechtes, 
gesagt hast: Warum toben die Heiden und nehmen sich die Vlker vor, was 
umsonst ist?
ACT 4:26 Die Knige der Erde treten zusammen, und die Frsten versammeln 
sich miteinander wider den Herrn und wider seinen Gesalbten.
ACT 4:27 Ja wahrlich, es haben sich versammelt in dieser Stadt wider 
deinen heiligen Sohn Jesus, welchen du gesalbt hast, Herodes und Pontius 
Pilatus mit den Heiden und dem Volke Israel,
ACT 4:28 zu tun, was deine Hand und dein Rat zuvor beschlossen hatte, da 
es geschehen sollte.
ACT 4:29 Und nun, Herr, siehe an ihre Drohungen und verleihe deinen 
Knechten, mit aller Freimtigkeit dein Wort zu reden;
ACT 4:30 indem du deine Hand ausstreckst zur Heilung, und da Zeichen und 
Wunder geschehen durch den Namen deines heiligen Sohnes Jesus!
ACT 4:31 Und als sie gebetet hatten, erbebte die Sttte, wo sie versammelt 
waren, und sie wurden alle mit dem heiligen Geist erfllt und redeten das 
Wort Gottes mit Freimtigkeit.
ACT 4:32 Die Menge der Glubigen aber war ein Herz und eine Seele; und 
auch nicht einer sagte, da etwas von seinen Gtern sein eigen sei, 
sondern alles war ihnen gemeinsam.
ACT 4:33 Und mit groer Kraft legten die Apostel das Zeugnis ab von der 
Auferstehung des Herrn Jesus, und groe Gnade war auf ihnen allen.
ACT 4:34 Es litt auch niemand unter ihnen Mangel; denn die, welche 
Besitzer von ckern oder Husern waren, verkauften sie und brachten den 
Erls des Verkauften
ACT 4:35 und legten ihn den Aposteln zu Fen; und man teilte einem 
jeglichen aus, je nachdem einer es bedurfte.
ACT 4:36 Joses aber, von den Aposteln zubenannt Barnabas (das heit 
bersetzt: Sohn des Trostes), ein Levit, aus Cypern gebrtig,
ACT 4:37 der einen Acker hatte, verkaufte ihn, brachte das Geld und legte 
es den Aposteln zu Fen.
ACT 5:1 Ein Mann aber, mit Namen Ananias, samt seiner Frau Saphira, 
verkaufte ein Gut
ACT 5:2 und entwendete von dem Erls, unter Mitwissen seiner Frau, und 
brachte einen Teil davon und legte ihn den Aposteln zu Fen.
ACT 5:3 Petrus aber sprach: Ananias, warum hat der Satan dein Herz 
erfllt, den heiligen Geist zu belgen und von dem Erls des Gutes [etwas] 
zu entwenden?
ACT 5:4 Konntest du es nicht als dein Eigentum behalten? Und als du es 
verkauft hattest, war es nicht in deiner Gewalt? Warum beschlossest du 
denn in deinem Herzen diese Tat? Du hast nicht Menschen belogen, sondern 
Gott!
ACT 5:5 Als aber Ananias diese Worte hrte, fiel er nieder und verschied. 
Und es kam groe Furcht ber alle, die es hrten.
ACT 5:6 Es standen aber die Jnglinge auf, hllten ihn ein, trugen ihn 
hinaus und begruben ihn.
ACT 5:7 Und es begab sich, nach einer Weile von ungefhr drei Stunden, da 
kam seine Frau herein, ohne zu wissen, was geschehen war.
ACT 5:8 Da hob Petrus an und sprach zu ihr: Sage mir, habt ihr das Gut um 
so und so viel verkauft? Sie sprach: Ja, um so viel!
ACT 5:9 Petrus aber sprach zu ihr: Warum seid ihr bereingekommen, den 
Geist des Herrn zu versuchen? Siehe, die Fe derer, die deinen Mann 
begraben haben, sind vor der Tr und werden auch dich hinaustragen!
ACT 5:10 Da fiel sie alsbald zu seinen Fen nieder und verschied; und als 
die Jnglinge hereinkamen, fanden sie sie tot und trugen sie hinaus und 
begruben sie bei ihrem Manne.
ACT 5:11 Und es kam groe Furcht ber die ganze Gemeinde und ber alle, 
die davon hrten.
ACT 5:12 Durch die Hnde der Apostel aber geschahen viele Zeichen und 
Wunder unter dem Volk; und sie waren alle einmtig beisammen in der Halle 
Salomos.
ACT 5:13 Von den brigen aber wagte keiner sich ihnen anzuschlieen; doch 
das Volk schtzte sie hoch;
ACT 5:14 und immer mehr wurden hinzugetan, die an den Herrn glaubten, eine 
Menge von Mnnern und Frauen,
ACT 5:15 so da man die Kranken auf die Gassen hinaustrug und sie auf 
Betten und Bahren legte, damit, wenn Petrus kme, auch nur sein Schatten 
einen von ihnen berschattete.
ACT 5:16 Es kamen aber auch viele aus den umliegenden Stdten in Jerusalem 
zusammen und brachten Kranke und von unreinen Geistern Geplagte; die 
wurden alle geheilt.
ACT 5:17 Es erhob sich aber der Hohepriester und sein ganzer Anhang, 
nmlich die Sekte der Sadduzer.
ACT 5:18 Die wurden voll Eifersucht und legten ihre Hnde an die Apostel 
und setzten sie in ffentlichen Gewahrsam.
ACT 5:19 Aber ein Engel des Herrn ffnete in der Nacht die Tren des 
Gefngnisses und fhrte sie heraus und sprach:
ACT 5:20 Gehet hin, tretet auf und redet im Tempel zum Volk alle Worte 
dieses Lebens!
ACT 5:21 Als sie das hrten, gingen sie frhmorgens in den Tempel und 
lehrten. Es kam aber der Hohepriester und sein Anhang, und sie riefen den 
Hohen Rat und alle ltesten der Kinder Israel zusammen und sandten in das 
Gefngnis, um sie herbringen zu lassen.
ACT 5:22 Als aber die Diener hinkamen, fanden sie jene nicht im Gefngnis. 
Da kehrten sie zurck, meldeten es und sprachen:
ACT 5:23 Das Gefngnis fanden wir zwar mit aller Sorgfalt verschlossen und 
die Wchter vor den Tren stehen; als wir aber ffneten, fanden wir 
niemand darin!
ACT 5:24 Als aber der Tempelhauptmann und die Hohenpriester diese Worte 
hrten, konnten sie sich nicht erklren, wieso das komme.
ACT 5:25 Da kam jemand und verkndigte ihnen: Siehe, die Mnner, welche 
ihr ins Gefngnis gesetzt habt, stehen im Tempel und lehren das Volk!
ACT 5:26 Da ging der Hauptmann mit den Dienern hin und fhrte sie herbei, 
nicht mit Gewalt; denn sie frchteten, das Volk knnte sie steinigen.
ACT 5:27 Und sie brachten sie und stellten sie vor den Hohen Rat; und der 
Hohepriester fragte sie und sprach:
ACT 5:28 Haben wir euch nicht streng verboten, in diesem Namen zu lehren? 
Und siehe, ihr habt mit eurer Lehre Jerusalem erfllt und wollt das Blut 
dieses Menschen auf uns bringen!
ACT 5:29 Petrus aber und die Apostel antworteten und sprachen: Man mu 
Gott mehr gehorchen als den Menschen!
ACT 5:30 Der Gott unsrer Vter hat Jesus auferweckt, den ihr ans Holz 
gehngt und umgebracht habt.
ACT 5:31 Diesen hat Gott zum Anfhrer und Retter zu seiner Rechten erhht, 
um Israel Bue und Vergebung der Snden zu verleihen.
ACT 5:32 Und wir sind Seine Zeugen dieser Tatsachen, und der heilige 
Geist, welchen Gott denen gegeben hat, die ihm gehorsam sind.
ACT 5:33 Als sie aber das hrten, fhlten sie sich tief getroffen und 
wollten sie umbringen.
ACT 5:34 Es stand aber im Hohen Rate ein Phariser namens Gamaliel auf, 
ein beim ganzen Volke angesehener Gesetzeslehrer, und befahl, die Leute 
ein wenig abtreten zu lassen;
ACT 5:35 dann sprach er zu ihnen: Ihr israelitischen Mnner, nehmt euch in 
acht, was ihr mit diesen Menschen tun wollt!
ACT 5:36 Denn vor diesen Tagen trat Theudas auf, der sich fr etwas Groes 
ausgab und dem eine Anzahl Mnner, etwa vierhundert, anhing; der wurde 
erschlagen, und alle, die ihm folgten, zerstreuten sich und wurden 
zunichte.
ACT 5:37 Nach diesem trat Judas, der Galiler, in den Tagen der Schatzung 
auf und brachte unter seiner Fhrung viel Volk zum Abfall; und auch er kam 
um, und alle, die ihm folgten, wurden zerstreut.
ACT 5:38 Und jetzt sage ich euch: Stehet von diesen Menschen ab und lasset 
sie! Denn ist dieses Vorhaben oder dieses Werk von Menschen, so wird es 
zunichte werden;
ACT 5:39 ist es aber von Gott, so vermget ihr es nicht zu vernichten. Da 
ihr nicht gar als solche erfunden werdet, die wider Gott streiten!
ACT 5:40 Und sie fgten sich ihm und riefen die Apostel herbei und gaben 
ihnen Streiche und verboten ihnen, von dem Namen Jesus zu reden, und 
entlieen sie.
ACT 5:41 Sie aber gingen frhlich vom Hohen Rat hinweg, weil sie gewrdigt 
worden waren, um Seines Namens willen Schmach zu leiden;
ACT 5:42 und sie hrten nicht auf, alle Tage im Tempel und in den Husern 
zu lehren und das Evangelium von Jesus als dem Christus zu verkndigen.
ACT 6:1 In jenen Tagen aber, als die Zahl der Jnger wuchs, entstand ein 
Murren der Hellenisten gegen die Hebrer, weil ihre Witwen bei der 
tglichen Hilfeleistung bersehen wurden.
ACT 6:2 Da beriefen die Zwlf die Menge der Jnger zusammen und sprachen: 
Es ziemt sich nicht, da wir das Wort Gottes verlassen, um bei den Tischen 
zu dienen.
ACT 6:3 Darum, ihr Brder, sehet euch nach sieben Mnnern aus eurer Mitte 
um, von gutem Zeugnis, voll [heiligen] Geistes und Weisheit; die wollen 
wir fr diesen Bedarf bestellen,
ACT 6:4 wir aber wollen im Gebet und im Dienste des Wortes verharren.
ACT 6:5 Und die Rede gefiel der ganzen Menge, und sie erwhlten Stephanus, 
einen Mann voll Glaubens und heiligen Geistes, und Philippus und Prochorus 
und Nikanor und Timon und Parmenas und Nikolaus, einen Proselyten aus 
Antiochia.
ACT 6:6 Diese stellten sie vor die Apostel, und sie beteten und legten 
ihnen die Hnde auf.
ACT 6:7 Und das Wort Gottes nahm zu, und die Zahl der Jnger mehrte sich 
sehr zu Jerusalem, auch eine groe Zahl von Priestern wurden dem Glauben 
gehorsam.
ACT 6:8 Stephanus aber, voll Gnade und Kraft, tat Wunder und groe Zeichen 
unter dem Volk.
ACT 6:9 Es standen aber etliche aus der sogenannten Synagoge der 
Libertiner und Kyrener und Alexandriner und derer von Cilicien und Asien 
auf und stritten mit Stephanus.
ACT 6:10 Und sie vermochten der Weisheit und dem Geist, womit er redete, 
nicht zu widerstehen.
ACT 6:11 Da stifteten sie Mnner an, die sagten: Wir haben ihn Lsterworte 
wider Mose und Gott reden hren.
ACT 6:12 Und sie wiegelten das Volk und die ltesten und die 
Schriftgelehrten auf, berfielen ihn, rissen ihn fort und fhrten ihn vor 
den Hohen Rat.
ACT 6:13 Und sie stellten falsche Zeugen, die sagten: Dieser Mensch hrt 
nicht auf, Reden zu fhren wider diese heilige Sttte und das Gesetz!
ACT 6:14 Denn wir haben ihn sagen hren: Dieser Jesus von Nazareth wird 
diese Sttte zerstren und die Gebruche ndern, die uns Mose berliefert 
hat!
ACT 6:15 Und da alle, die im Hohen Rate saen, ihn anblickten, sahen sie 
sein Angesicht, [das war] wie eines Engels Angesicht.
ACT 7:1 Da sprach der Hohepriester: Verhlt sich dieses also?
ACT 7:2 Er aber sprach: Ihr Mnner, Brder und Vter, hret! Der Gott der 
Herrlichkeit erschien unserm Vater Abraham, als er in Mesopotamien war, 
bevor er in Haran wohnte, und sprach zu ihm:
ACT 7:3 Gehe hinweg aus deinem Lande und deiner Verwandtschaft und ziehe 
in das Land, das ich dir zeigen werde!
ACT 7:4 Da ging er hinweg aus dem Lande der Chalder und wohnte in Haran. 
Und von dort, nach dem Tode seines Vaters, fhrte er ihn herber in dieses 
Land, welches ihr jetzt bewohnet.
ACT 7:5 Und er gab ihm kein Erbteil darin, auch nicht einen Fu breit, und 
verhie, es ihm und seinem Samen nach ihm zum Eigentum zu geben, obwohl er 
kein Kind hatte.
ACT 7:6 Gott sprach aber also: Sein Same wird Fremdling sein in einem 
fremden Lande, und man wird ihn dienstbar machen und bel behandeln, 
vierhundert Jahre lang.
ACT 7:7 Und das Volk, dem sie dienen werden, will ich richten, sprach 
Gott; und darnach werden sie ausziehen und mir dienen an diesem Ort.
ACT 7:8 Und er gab ihm den Bund der Beschneidung. Und also zeugte er den 
Isaak und beschnitt ihn am achten Tage, und Isaak den Jakob, und Jakob die 
zwlf Patriarchen.
ACT 7:9 Und die Patriarchen waren neidisch auf Joseph und verkauften ihn 
nach gypten.
ACT 7:10 Aber Gott war mit ihm und rettete ihn aus allen seinen Trbsalen 
und gab ihm Gnade und Weisheit vor dem Pharao, dem Knig von gypten; der 
setzte ihn zum Frsten ber gypten und ber sein ganzes Haus.
ACT 7:11 Es kam aber eine Hungersnot ber das ganze Land gypten und 
Kanaan und groe Bedrngnis, und unsere Vter fanden keine Speise.
ACT 7:12 Als aber Jakob hrte, da Korn in gypten zu haben sei, sandte er 
unsre Vter zum erstenmal aus.
ACT 7:13 Und beim zweitenmal gab sich Joseph seinen Brdern zu erkennen, 
und die Abstammung Josephs wurde dem Pharao kund.
ACT 7:14 Da sandte Joseph hin und berief seinen Vater Jakob zu sich und 
die ganze Verwandtschaft von fnfundsiebzig Seelen.
ACT 7:15 Und Jakob zog nach gypten hinab und starb, er und unsre Vter.
ACT 7:16 Und sie wurden herbergebracht nach Sichem und in das Grab 
gelegt, das Abraham um eine Summe Geld von den Shnen Hemors in Sichem 
gekauft hatte.
ACT 7:17 Als aber die Zeit der Verheiung nahte, welche Gott dem Abraham 
zugesagt hatte, wuchs das Volk und mehrte sich in gypten,
ACT 7:18 bis ein anderer Knig ber gypten aufkam, der Joseph nicht 
kannte.
ACT 7:19 Dieser handelte arglistig gegen unser Geschlecht und zwang die 
Vter, ihre Kinder auszusetzen, damit sie nicht am Leben blieben.
ACT 7:20 In dieser Zeit wurde Mose geboren, der war Gott angenehm; und er 
wurde drei Monate lang im Hause seines Vaters ernhrt.
ACT 7:21 Als er aber ausgesetzt wurde, hob ihn die Tochter des Pharao auf 
und erzog ihn sich zum Sohne.
ACT 7:22 Und Mose wurde in aller Weisheit der gypter unterrichtet und war 
mchtig in Wort und Tat.
ACT 7:23 Als er aber vierzig Jahre alt wurde, stieg der Gedanke in ihm 
auf, sich nach seinen Brdern, den Kindern Israel, umzusehen.
ACT 7:24 Und da er einen Unrecht leiden sah, wehrte er es ab und schaffte 
dem Unterdrckten Recht, indem er den gypter erschlug.
ACT 7:25 Er meinte aber, seine Brder wrden es verstehen, da Gott ihnen 
durch seine Hand Rettung gbe; aber sie verstanden es nicht.
ACT 7:26 Und am folgenden Tage erschien er bei ihnen, als sie miteinander 
haderten, und ermahnte sie zum Frieden und sprach: Ihr Mnner, ihr seid 
Brder; warum tut ihr einander Unrecht?
ACT 7:27 Der aber, welcher seinem Nchsten Unrecht tat, stie ihn weg und 
sprach: Wer hat dich zum Obersten und Richter ber uns gesetzt?
ACT 7:28 Willst du mich etwa tten, wie du gestern den gypter gettet 
hast?
ACT 7:29 Da floh Mose auf dieses Wort hin und wurde ein Fremdling im Lande 
Midian, wo er zwei Shne zeugte.
ACT 7:30 Und als vierzig Jahre verflossen waren, erschien ihm in der Wste 
des Berges Sinai ein Engel des Herrn in der Feuerflamme eines Busches.
ACT 7:31 Da Mose das sah, verwunderte er sich ber die Erscheinung. Als er 
aber hinzutrat, sie zu betrachten, erging die Stimme des Herrn an ihn:
ACT 7:32 Ich bin der Gott deiner Vter, der Gott Abrahams und Isaaks und 
Jakobs. Mose aber zitterte und wagte nicht hinzuschauen.
ACT 7:33 Da sprach der Herr zu ihm: Lse die Schuhe von deinen Fen; denn 
der Ort, darauf du stehst, ist heiliges Land!
ACT 7:34 Ich habe die Mihandlung meines Volkes, das in gypten ist, wohl 
gesehen und habe ihr Seufzen gehrt und bin herabgestiegen, sie zu 
erretten. Und nun komm, ich will dich nach gypten senden!
ACT 7:35 Diesen Mose, den sie verleugneten, indem sie sprachen: Wer hat 
dich zum Obersten und Richter eingesetzt? diesen sandte Gott als Obersten 
und Erlser durch die Hand des Engels, der ihm im Busche erschienen war.
ACT 7:36 Dieser fhrte sie heraus, indem er Wunder und Zeichen tat im 
Lande gypten und am Roten Meer und in der Wste, vierzig Jahre lang.
ACT 7:37 Das ist der Mose, der zu den Kindern Israel sprach: Einen 
Propheten wird euch der Herr, euer Gott aus euren Brdern erwecken, 
gleichwie mich; den sollt ihr hren!
ACT 7:38 Das ist der, welcher in der Gemeinde in der Wste war mit dem 
Engel, der auf dem Berge Sinai zu ihm redete und mit unsern Vtern, der 
lebendige Aussprche empfing, um sie uns zu geben;
ACT 7:39 dem unsere Vter nicht gehorsam sein wollten; sondern sie stieen 
ihn von sich und wandten sich in ihren Herzen nach gypten,
ACT 7:40 indem sie zu Aaron sprachen: Mache uns Gtter, die vor uns 
herziehen sollen; denn wir wissen nicht, was diesem Mose, der uns aus 
gypten gefhrt hat, widerfahren ist!
ACT 7:41 Und sie machten ein Kalb in jenen Tagen und brachten dem Gtzen 
ein Opfer und freuten sich an den Werken ihrer Hnde.
ACT 7:42 Da wandte sich Gott ab und gab sie dahin, so da sie dem Heer des 
Himmels dienten, wie im Buche der Propheten geschrieben steht: Habt ihr 
mir etwa Brandopfer und Schlachtopfer dargebracht, die vierzig Jahre in 
der Wste, Haus Israel?
ACT 7:43 Ihr habt das Zelt des Moloch und das Sternbild eures Gottes 
Remphan umhergetragen, die Bilder, die ihr gemacht habt, um sie anzubeten. 
Und ich werde euch wegfhren ber Babylon hinaus.
ACT 7:44 Unsre Vter hatten das Zelt des Zeugnisses in der Wste, wie der, 
welcher mit Mose redete, es zu machen befahl nach dem Vorbilde, das er 
gesehen hatte.
ACT 7:45 Dieses brachten auch unsre Vter, wie sie es empfangen hatten, 
mit Josua [in das Land], als sie es von den Heiden in Besitz nahmen, 
welche Gott vor dem Angesichte unsrer Vter vertrieb, bis auf die Tage 
Davids.
ACT 7:46 Der fand Gnade vor Gott und bat, ob er fr den Gott Jakobs eine 
Wohnung finden drfe.
ACT 7:47 Salomo aber erbaute ihm ein Haus.
ACT 7:48 Doch der Hchste wohnt nicht in Tempeln, von Hnden gemacht, wie 
der Prophet spricht:
ACT 7:49 Der Himmel ist mein Thron und die Erde der Schemel meiner Fe. 
Was fr ein Haus wollt ihr mir bauen, spricht der Herr, oder welches ist 
die Sttte meiner Ruhe?
ACT 7:50 Hat nicht meine Hand das alles gemacht?
ACT 7:51 Ihr Halsstarrigen und Unbeschnittenen an Herzen und Ohren! Ihr 
widerstrebet allezeit dem heiligen Geiste; wie eure Vter, also auch ihr!
ACT 7:52 Welchen Propheten haben eure Vter nicht verfolgt? Und sie haben 
die gettet, welche von dem Kommen des Gerechten vorher verkndigten, 
dessen Verrter und Mrder ihr nun geworden seid;
ACT 7:53 ihr, die ihr das Gesetz auf Anordnung von Engeln empfangen und es 
nicht gehalten habt!
ACT 7:54 Als sie aber das hrten, schnitt es ihnen ins Herz, und sie 
knirschten mit den Zhnen gegen ihn.
ACT 7:55 Er aber, voll heiligen Geistes, blickte zum Himmel empor und sah 
die Herrlichkeit Gottes und Jesus zur Rechten Gottes stehen;
ACT 7:56 und er sprach: Siehe, ich sehe den Himmel offen und des Menschen 
Sohn zur Rechten Gottes stehen!
ACT 7:57 Sie aber schrieen mit lauter Stimme, hielten sich die Ohren zu, 
strmten einmtig auf ihn los, stieen ihn zur Stadt hinaus und steinigten 
ihn.
ACT 7:58 Und die Zeugen legten ihre Kleider zu den Fen eines Jnglings 
nieder, welcher Saulus hie.
ACT 7:59 Und sie steinigten den Stephanus, welcher ausrief und sprach: 
Herr Jesus, nimm meinen Geist auf!
ACT 7:60 Er kniete aber nieder und rief mit lauter Stimme: Herr, rechne 
ihnen diese Snde nicht zu! Und nachdem er das gesagt hatte, entschlief er.
ACT 8:1 Saulus aber hatte seiner Hinrichtung zugestimmt. Und es entstand 
an jenem Tage eine groe Verfolgung ber die Gemeinde zu Jerusalem, und 
alle zerstreuten sich in die Landschaften von Juda und Samaria, 
ausgenommen die Apostel.
ACT 8:2 Den Stephanus aber begruben gottesfrchtige Mnner und 
veranstalteten eine groe Trauer um ihn.
ACT 8:3 Saulus aber verwstete die Gemeinde, drang in die Huser ein, 
schleppte Mnner und Frauen fort und berlieferte sie ins Gefngnis.
ACT 8:4 Die nun, welche sich zerstreut hatten, zogen umher und 
verkndigten das Wort des Evangeliums.
ACT 8:5 Philippus aber kam hinab in eine Stadt von Samaria und predigte 
ihnen Christus.
ACT 8:6 Und das Volk achtete einmtig auf das, was Philippus sagte, als 
sie zuhrten und die Zeichen sahen, die er tat.
ACT 8:7 Denn aus vielen, welche unreine Geister hatten, fuhren diese mit 
groem Geschrei aus; es wurden aber auch viele Gichtbrchige und Lahme 
geheilt.
ACT 8:8 Und es herrschte groe Freude in jener Stadt.
ACT 8:9 Ein Mann aber mit Namen Simon hatte zuvor in der Stadt Zauberei 
getrieben und das Volk von Samaria in Erstaunen gesetzt, indem er sich fr 
etwas Groes ausgab.
ACT 8:10 Auf ihn achteten alle, klein und gro, und sprachen: Dieser ist 
die Kraft Gottes, die man die groe nennt.
ACT 8:11 Sie achteten aber auf ihn, weil er sie so lange Zeit durch seine 
Zaubereien in Erstaunen gesetzt hatte.
ACT 8:12 Als sie aber dem Philippus glaubten, der das Evangelium vom 
Reiche Gottes und vom Namen Jesu Christi predigte, lieen sich Mnner und 
Frauen taufen.
ACT 8:13 Simon aber wurde auch glubig und hielt sich, nachdem er getauft 
worden war, stets zu Philippus; und da er sah, da Zeichen und groe 
Wunder geschahen, staunte er.
ACT 8:14 Als aber die Apostel zu Jerusalem hrten, da Samaria das Wort 
Gottes angenommen habe, sandten sie Petrus und Johannes zu ihnen.
ACT 8:15 Diese kamen hinab und beteten fr sie, da sie den heiligen Geist 
empfingen;
ACT 8:16 denn er war noch auf keinen von ihnen gefallen, sondern sie waren 
nur getauft auf den Namen des Herrn Jesus.
ACT 8:17 Da legten sie ihnen die Hnde auf, und sie empfingen den heiligen 
Geist.
ACT 8:18 Als aber Simon sah, da durch die Handauflegung der Apostel der 
heilige Geist gegeben wurde, brachte er ihnen Geld und sprach:
ACT 8:19 Gebet auch mir diese Vollmacht, damit, wenn ich jemand die Hnde 
auflege, er den heiligen Geist empfange!
ACT 8:20 Petrus aber sprach zu ihm: Dein Geld fahre samt dir ins 
Verderben, weil du meinst, die Gabe Gottes mit Geld erwerben zu knnen!
ACT 8:21 Du hast weder Anteil noch Erbe an diesem Wort; denn dein Herz ist 
nicht aufrichtig vor Gott!
ACT 8:22 So tue nun Bue ber diese deine Bosheit und bitte den Herrn, ob 
dir die Tcke deines Herzens mge vergeben werden;
ACT 8:23 denn ich sehe, da du in bitterer Galle und in Ungerechtigkeit 
verstrickt bist.
ACT 8:24 Da antwortete Simon und sprach: Betet ihr fr mich zum Herrn, da 
nichts von dem, was ihr gesagt habt, ber mich komme!
ACT 8:25 Sie nun, nachdem sie das Wort des Herrn bezeugt und gelehrt 
hatten, kehrten nach Jerusalem zurck und predigten das Evangelium in 
vielen Drfern der Samariter.
ACT 8:26 Ein Engel des Herrn aber redete zu Philippus und sprach: Steh auf 
und wandere nach Sden auf der Strae, die von Jerusalem nach Gaza 
hinabfhrt; diese ist einsam.
ACT 8:27 Und er stand auf und machte sich auf den Weg. Und siehe, ein 
thiopier, ein Kmmerer und Gewaltiger Kandaces, der Knigin der 
thiopier, welcher ber ihren ganzen Schatz gesetzt war, der war gekommen, 
um in Jerusalem anzubeten;
ACT 8:28 und nun kehrte er zurck und sa auf seinem Wagen und las den 
Propheten Jesaja.
ACT 8:29 Da sprach der Geist zu Philippus: Geh hinzu und halte dich zu 
diesem Wagen!
ACT 8:30 Da lief Philippus hinzu und hrte ihn den Propheten Jesaja lesen; 
und er sprach: Verstehst du auch, was du liesest?
ACT 8:31 Er aber sprach: Wie kann ich es, wenn niemand mich anleitet? Und 
er bat Philippus, aufzusteigen und sich zu ihm zu setzen.
ACT 8:32 Die Schriftstelle aber, die er las, war diese: Wie ein Schaf 
ward er zur Schlachtung gefhrt, und wie ein Lamm vor seinem Scherer stumm 
ist, so tut er seinen Mund nicht auf.
ACT 8:33 In seiner Erniedrigung ward sein Gericht aufgehoben. Wer will 
aber sein Geschlecht beschreiben? Denn sein Leben wird von der Erde 
weggenommen!
ACT 8:34 Da wandte sich der Kmmerer an Philippus und sprach: Ich bitte 
dich, von wem sagt der Prophet solches? Von sich selbst oder von einem 
andern?
ACT 8:35 Da tat Philippus seinen Mund auf und hob an mit dieser 
Schriftstelle und verkndigte ihm das Evangelium von Jesus.
ACT 8:36 Als sie aber des Weges dahinzogen, kamen sie zu einem Wasser, und 
der Kmmerer spricht: Siehe, hier ist Wasser! Was hindert mich, getauft zu 
werden?
ACT 8:37 Da sprach Philippus: Wenn du von ganzem Herzen glaubst, so ist es 
erlaubt. Er antwortete und sprach: Ich glaube, da Jesus Christus der Sohn 
Gottes ist!
ACT 8:38 Und er hie den Wagen anhalten, und sie stiegen beide in das 
Wasser hinab, Philippus und der Kmmerer, und er taufte ihn.
ACT 8:39 Als sie aber aus dem Wasser heraufgestiegen waren, entrckte der 
Geist des Herrn den Philippus, und der Kmmerer sah ihn nicht mehr; denn 
er zog frhlich seines Weges.
ACT 8:40 Philippus aber wurde zu Azot gefunden, und er zog umher und 
verkndigte das Evangelium in allen Stdten, bis er nach Csarea kam.
ACT 9:1 Saulus aber schnaubte noch drohend und mordend wider die Jnger 
des Herrn, ging zum Hohenpriester
ACT 9:2 und erbat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen, 
damit, wenn er etliche Anhnger des Weges fnde, Mnner und Frauen, er sie 
gebunden nach Jerusalem fhrte.
ACT 9:3 Auf der Reise aber begab es sich, als er sich der Stadt Damaskus 
nherte, da ihn pltzlich ein Licht vom Himmel umstrahlte.
ACT 9:4 Und als er zur Erde fiel, hrte er eine Stimme, die zu ihm sprach: 
Saul, Saul, was verfolgst du mich?
ACT 9:5 Er aber sagte: Wer bist du, Herr? Der aber sprach: Ich bin Jesus, 
den du verfolgst. Es wird dir schwer werden, wider den Stachel 
auszuschlagen!
ACT 9:6 Da sprach er mit Zittern und Schrecken: Herr, was willst du, da 
ich tun soll? Und der Herr antwortete ihm: Steh auf und gehe in die Stadt 
hinein, so wird man dir sagen, was du tun sollst!
ACT 9:7 Die Mnner aber, die mit ihm reisten, standen sprachlos da, indem 
sie zwar die Stimme hrten, aber niemand sahen.
ACT 9:8 Da stand Saulus von der Erde auf; aber obgleich seine Augen 
geffnet waren, sah er nichts. Sie leiteten ihn aber an der Hand und 
fhrten ihn nach Damaskus.
ACT 9:9 Und er konnte drei Tage lang nicht sehen und a nicht und trank 
nicht.
ACT 9:10 Es war aber ein Jnger zu Damaskus, namens Ananias. Zu diesem 
sprach der Herr in einem Gesicht: Ananias! Er sprach: Hier bin ich, Herr!
ACT 9:11 Der Herr sprach zu ihm: Steh auf und gehe in die Gasse, welche 
man die Gerade nennt, und frage im Hause des Judas nach einem Mann 
namens Saulus aus Tarsus. Denn siehe, er betet;
ACT 9:12 und er hat in einem Gesicht einen Mann gesehen, namens Ananias, 
der hereinkam und ihm die Hnde auflegte, damit er wieder sehend werde.
ACT 9:13 Da antwortete Ananias: Herr, ich habe von vielen von diesem Mann 
gehrt, wieviel Bses er deinen Heiligen in Jerusalem zugefgt hat.
ACT 9:14 Und hier hat er Vollmacht von den Hohenpriestern, alle, die 
deinen Namen anrufen, gefangen zu nehmen.
ACT 9:15 Aber der Herr sprach zu ihm: Gehe hin, denn dieser ist mir ein 
auserwhltes Werkzeug, um meinen Namen vor Heiden und Knige und vor die 
Kinder Israel zu tragen!
ACT 9:16 Denn ich werde ihm zeigen, wieviel er um meines Namens willen 
leiden mu.
ACT 9:17 Da ging Ananias hin und trat in das Haus; und er legte ihm die 
Hnde auf und sprach: Bruder Saul, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der 
dir erschienen ist auf der Strae, die du herkamst, damit du wieder sehend 
und mit dem heiligen Geiste erfllt werdest!
ACT 9:18 Und alsbald fiel es von seinen Augen wie Schuppen, und er konnte 
wieder sehen und stand auf und lie sich taufen, nahm Speise und strkte 
sich.
ACT 9:19 Er war aber etliche Tage bei den Jngern zu Damaskus.
ACT 9:20 Und alsbald predigte er in den Synagogen Jesus, da dieser der 
Sohn Gottes sei.
ACT 9:21 Es erstaunten aber alle, die ihn hrten, und sprachen: Ist das 
nicht der, welcher in Jerusalem die zerstrte, welche diesen Namen 
anrufen, und der dazu hierher gekommen war, um sie gebunden zu den 
Hohenpriestern zu fhren?
ACT 9:22 Saulus aber wurde noch mehr gekrftigt und beunruhigte die Juden, 
die zu Damaskus wohnten, indem er bewies, da Jesus der Christus sei.
ACT 9:23 Als aber viele Tage vergangen waren, beratschlagten die Juden 
miteinander, ihn umzubringen.
ACT 9:24 Doch ihr Anschlag wurde dem Saulus kund. Und sie bewachten auch 
die Tore Tag und Nacht, um ihn umzubringen.
ACT 9:25 Da nahmen ihn die Jnger bei Nacht und lieen ihn in einem Korb 
ber die Mauer hinab.
ACT 9:26 Als er aber nach Jerusalem kam, versuchte er, sich den Jngern 
anzuschlieen; aber sie frchteten ihn alle, weil sie nicht glaubten, da 
er ein Jnger sei.
ACT 9:27 Barnabas aber nahm ihn auf, fhrte ihn zu den Aposteln und 
erzhlte ihnen, wie er auf dem Wege den Herrn gesehen und da dieser zu 
ihm geredet habe, und wie er in Damaskus freimtig im Namen Jesu gepredigt 
habe.
ACT 9:28 Und er ging in Jerusalem mit ihnen aus und ein und predigte 
freimtig im Namen des Herrn.
ACT 9:29 Er redete und stritt auch mit den Hellenisten; sie aber suchten 
ihn umzubringen.
ACT 9:30 Da das aber die Brder erfuhren, brachten sie ihn gen Csarea und 
schickten ihn nach Tarsus.
ACT 9:31 So hatte nun die Gemeinde Frieden in ganz Juda und Galila und 
Samaria und baute sich auf und wandelte in der Furcht des Herrn und wuchs 
durch den Beistand des heiligen Geistes.
ACT 9:32 Es begab sich aber, da Petrus, als er durch alle [Gegenden] zog, 
auch zu den Heiligen hinabkam, die in Lydda wohnten.
ACT 9:33 Er fand aber daselbst einen Mann mit Namen Aeneas, der seit acht 
Jahren zu Bette lag, weil er gelhmt war.
ACT 9:34 Und Petrus sprach zu ihm: Aeneas, Jesus Christus macht dich 
gesund; steh auf und mache dir dein Bett selbst! Und alsbald stand er auf.
ACT 9:35 Und es sahen ihn alle, die in Lydda und Saron wohnten; die 
bekehrten sich zum Herrn.
ACT 9:36 Zu Joppe aber war eine Jngerin namens Tabitha, was bersetzt 
Gazelle heit; diese war reich an guten Werken und Almosen, die sie bte.
ACT 9:37 Und es begab sich in jenen Tagen, da sie krank wurde und starb; 
und man wusch sie und legte sie ins Obergemach.
ACT 9:38 Weil aber Lydda nahe bei Joppe ist und die Jnger gehrt hatten, 
da Petrus dort sei, sandten sie zwei Mnner zu ihm mit der Bitte: Zgere 
nicht, bis zu uns zu kommen!
ACT 9:39 Da stand Petrus auf und ging mit ihnen. Und als er angekommen 
war, fhrten sie ihn in das Obergemach, und es traten alle Witwen zu ihm, 
weinten und zeigten ihm die Rcke und Kleider, welche Tabitha gemacht 
hatte, als sie noch bei ihnen war.
ACT 9:40 Da hie Petrus alle hinausgehen, kniete nieder und betete; dann 
wandte er sich zu der Leiche und sprach: Tabitha, steh auf! Sie aber 
ffnete ihre Augen, und als sie den Petrus sah, setzte sie sich auf.
ACT 9:41 Und er reichte ihr die Hand und richtete sie auf. Und er rief die 
Heiligen und die Witwen und stellte sie ihnen lebend dar.
ACT 9:42 Und es wurde kund durch ganz Joppe, und viele wurden glubig an 
den Herrn.
ACT 9:43 Es geschah aber, da er viele Tage in Joppe bei einem gewissen 
Simon, einem Gerber, blieb.
ACT 10:1 Es war aber in Csarea ein Mann, namens Kornelius, ein Hauptmann 
der Rotte, welche man die italienische nennt;
ACT 10:2 fromm und gottesfrchtig samt seinem ganzen Hause, der dem Volke 
viele Almosen spendete und ohne Unterla zu Gott betete.
ACT 10:3 Der sah in einem Gesichte deutlich, etwa um die neunte Stunde des 
Tages, einen Engel Gottes zu ihm hereinkommen, der zu ihm sprach: 
Kornelius!
ACT 10:4 Er aber blickte ihn an, erschrak und sprach: Was ist's, Herr? Er 
sprach zu ihm: Deine Gebete und deine Almosen sind hinaufgekommen ins 
Gedchtnis vor Gott!
ACT 10:5 Und nun sende Mnner nach Joppe und la einen gewissen Simon 
holen, den man Petrus nennt.
ACT 10:6 Dieser ist zur Herberge bei einem Gerber Simon, dessen Haus am 
Meere liegt; der wird dir sagen, was du tun sollst.
ACT 10:7 Als nun der Engel, der mit ihm redete, hinweggegangen war, rief 
er zwei seiner Hausknechte und einen gottesfrchtigen Kriegsknecht von 
denen, die stets um ihn waren,
ACT 10:8 und erzhlte ihnen alles und sandte sie nach Joppe.
ACT 10:9 Am folgenden Tage aber, als jene auf dem Wege waren und sich der 
Stadt nherten, stieg Petrus auf das Dach, um zu beten, etwa um die 
sechste Stunde.
ACT 10:10 Da wurde er hungrig und wollte essen. Whrend man aber etwas 
zubereitete, kam eine Verzckung ber ihn.
ACT 10:11 Und er sieht den Himmel geffnet und ein Gef wie ein groes, 
leinenes Tuch herabkommen, das an vier Enden [gebunden] auf die Erde 
niedergelassen wurde;
ACT 10:12 darin waren allerlei vierfige und wilde und kriechende Tiere 
der Erde und Vgel des Himmels.
ACT 10:13 Und es sprach eine Stimme zu ihm: Steh auf, Petrus, schlachte 
und i!
ACT 10:14 Petrus aber sprach: Keineswegs, Herr; denn ich habe noch nie 
etwas Gemeines oder Unreines gegessen!
ACT 10:15 Und eine Stimme [sprach] wiederum, zum zweitenmal, zu ihm: Was 
Gott gereinigt hat, das halte du nicht fr gemein!
ACT 10:16 Solches geschah dreimal, und das Gef wurde wieder in den 
Himmel hinaufgezogen.
ACT 10:17 Als aber Petrus bei sich selbst ganz ungewi war, was das 
Gesicht bedeute, das er gesehen hatte, siehe, da standen die von Kornelius 
abgesandten Mnner, welche das Haus Simons erfragt hatten, am Toreingang,
ACT 10:18 riefen und erkundigten sich, ob Simon mit dem Zunamen Petrus 
hier zur Herberge sei.
ACT 10:19 Whrend nun Petrus ber das Gesicht nachdachte, sprach der Geist 
zu ihm: Siehe, drei Mnner suchen dich!
ACT 10:20 Darum steh auf, steige hinab und ziehe ohne Bedenken mit ihnen, 
denn Ich habe sie gesandt!
ACT 10:21 Da stieg Petrus zu den Mnnern hinab und sprach: Siehe, ich bin 
der, den ihr suchet. Was ist die Ursache, weshalb ihr hier seid?
ACT 10:22 Sie aber sprachen: Kornelius, der Hauptmann, ein rechtschaffener 
und gottesfrchtiger Mann, der ein gutes Zeugnis hat beim ganzen Volk der 
Juden, hat von einem heiligen Engel den Befehl erhalten, dich in sein Haus 
holen zu lassen, um Worte von dir zu hren.
ACT 10:23 Da rief er sie herein und beherbergte sie. Am folgenden Tage 
aber stand er auf und zog mit ihnen, und etliche Brder von Joppe gingen 
mit ihm.
ACT 10:24 Und am andern Tage kamen sie nach Csarea. Kornelius aber 
wartete auf sie und hatte seine Verwandten und seine vertrauten Freunde 
zusammenberufen.
ACT 10:25 Als es nun geschah, da Petrus hineinkam, ging ihm Kornelius 
entgegen und fiel ihm zu Fen und betete an.
ACT 10:26 Petrus aber richtete ihn auf und sprach: Steh auf! ich bin auch 
ein Mensch.
ACT 10:27 Und indem er sich mit ihm unterredete, ging er hinein und fand 
viele versammelt.
ACT 10:28 Und er sprach zu ihnen: Ihr wit, da es einem jdischen Manne 
nicht erlaubt ist, mit einem Auslnder zu verkehren oder sich ihm zu 
nahen; aber mir hat Gott gezeigt, da ich keinen Menschen gemein oder 
unrein nennen soll.
ACT 10:29 Darum bin ich auch ohne Widerrede gekommen, als ich hergerufen 
wurde. Und nun frage ich: Aus welchem Grunde habt ihr mich gerufen?
ACT 10:30 Und Kornelius sprach: Vor vier Tagen, um diese Stunde, fastete 
und betete ich um die neunte Stunde in meinem Hause. Und siehe, da stand 
ein Mann in glnzendem Kleide vor mir und sprach:
ACT 10:31 Kornelius, dein Gebet ist erhrt, und deiner Almosen ist vor 
Gott gedacht worden!
ACT 10:32 Darum sende nach Joppe und la Simon, der Petrus genannt wird, 
holen; dieser ist zur Herberge im Hause Simons, eines Gerbers, am Meer; 
der wird, wenn er kommt, zu dir reden.
ACT 10:33 Da schickte ich zur Stunde zu dir, und du hast wohl daran getan, 
da du gekommen bist. So sind wir nun alle vor Gott gegenwrtig, zu hren 
alles, was dir von Gott aufgetragen ist!
ACT 10:34 Da tat Petrus den Mund auf und sprach: Nun erfahre ich in 
Wahrheit, da Gott die Person nicht ansieht,
ACT 10:35 sondern da in allem Volk, wer ihn frchtet und Gerechtigkeit 
bt, ihm angenehm ist!
ACT 10:36 Das Wort, das er den Kindern Israel gesandt hat, indem er 
Frieden verknden lie durch Jesus Christus, welcher ist aller Herr,
ACT 10:37 ihr kennet [es, nmlich] die Geschichte, die in ganz Juda 
geschehen ist und in Galila anfing nach der Taufe, die Johannes predigte:
ACT 10:38 Jesus von Nazareth, wie Gott ihn mit heiligem Geist und Kraft 
gesalbt hat, welcher umherzog, indem er wohltat und alle heilte, die vom 
Teufel berwltigt waren; denn Gott war mit ihm.
ACT 10:39 Und wir sind Zeugen alles dessen, was er im jdischen Lande und 
zu Jerusalem getan; den haben sie ans Holz gehngt und gettet.
ACT 10:40 Diesen hat Gott am dritten Tage auferweckt und hat ihn offenbar 
werden lassen,
ACT 10:41 nicht allem Volke, sondern uns, den von Gott vorher erwhlten 
Zeugen, die wir mit ihm gegessen und getrunken haben nach seiner 
Auferstehung von den Toten.
ACT 10:42 Und er hat uns geboten, dem Volke zu verkndigen und zu 
bezeugen, da er der von Gott verordnete Richter der Lebendigen und der 
Toten sei.
ACT 10:43 Von diesem legen alle Propheten Zeugnis ab, da jeder, der an 
ihn glaubt, durch seinen Namen Vergebung der Snden empfangen soll.
ACT 10:44 Whrend Petrus noch diese Worte redete, fiel der heilige Geist 
auf alle, die dem Wort zuhrten.
ACT 10:45 Und die Glubigen aus der Beschneidung, soviele ihrer mit Petrus 
gekommen waren, erstaunten, da die Gabe des heiligen Geistes auch ber 
die Heiden ausgegossen wurde.
ACT 10:46 Denn sie hrten sie in Zungen reden und Gott hoch preisen. Da 
antwortete Petrus:
ACT 10:47 Kann auch jemand das Wasser verwehren, da diese nicht getauft 
werden, die den heiligen Geist empfangen haben, gleichwie wir?
ACT 10:48 Und er befahl, da sie getauft wrden im Namen des Herrn. Da 
baten sie ihn, etliche Tage zu bleiben.
ACT 11:1 Es hrten aber die Apostel und die Brder, die in Juda waren, 
da auch die Heiden das Wort Gottes angenommen htten.
ACT 11:2 Und als Petrus nach Jerusalem hinaufkam, machten die aus der 
Beschneidung ihm Vorwrfe und sprachen:
ACT 11:3 Du bist zu unbeschnittenen Mnnern hineingegangen und hast mit 
ihnen gegessen!
ACT 11:4 Da hob Petrus an und erzhlte ihnen alles der Reihe nach und 
sprach:
ACT 11:5 Ich war in der Stadt Joppe und betete; da sah ich in der 
Verzckung ein Gesicht, ein Gef herabkommen, wie ein groes, leinenes 
Tuch, das an vier Enden vom Himmel herniedergelassen wurde, und es kam bis 
zu mir.
ACT 11:6 Als ich nun hineinblickte und es betrachtete, sah ich die 
vierfigen Tiere der Erde und die wilden und kriechenden Tiere und die 
Vgel des Himmels.
ACT 11:7 Und ich hrte eine Stimme, die zu mir sprach: Steh auf, Petrus, 
schlachte und i!
ACT 11:8 Ich aber sprach: Keineswegs, Herr; denn nie ist etwas Gemeines 
oder Unreines in meinen Mund gekommen!
ACT 11:9 Aber eine Stimme vom Himmel antwortete mir zum zweitenmal: Was 
Gott gereinigt hat, das halte du nicht fr gemein!
ACT 11:10 Dies geschah aber dreimal; und alles wurde wieder in den Himmel 
hinaufgezogen.
ACT 11:11 Und siehe, alsbald standen vor dem Hause, worin ich war, drei 
Mnner, die von Csarea zu mir gesandt worden waren.
ACT 11:12 Und der Geist hie mich mit ihnen ziehen, ohne Bedenken. Es 
kamen aber auch diese sechs Brder mit mir, und wir gingen in das Haus des 
Mannes hinein.
ACT 11:13 Und er berichtete uns, wie er in seinem Hause den Engel gesehen 
habe, der dastand und zu ihm sagte: Sende nach Joppe und la Simon, der 
Petrus zubenannt wird, holen;
ACT 11:14 der wird Worte zu dir reden, durch welche du gerettet werden 
wirst, du und dein ganzes Haus.
ACT 11:15 Als ich aber zu reden anfing, fiel der heilige Geist auf sie, 
gleichwie auf uns am Anfang.
ACT 11:16 Da gedachte ich an das Wort des Herrn, wie er sagte: Johannes 
hat mit Wasser getauft, ihr aber sollt im heiligen Geist getauft werden.
ACT 11:17 Wenn nun Gott ihnen die gleiche Gabe verliehen hat, wie auch 
uns, nachdem sie an den Herrn Jesus Christus glubig geworden sind, wer 
war ich, da ich Gott htte wehren knnen?
ACT 11:18 Als sie aber das hrten, beruhigten sie sich und priesen Gott 
und sprachen: So hat denn Gott auch den Heiden die Bue zum Leben gegeben!
ACT 11:19 Die nun, welche sich zerstreut hatten seit der Verfolgung, die 
sich wegen Stephanus erhoben hatte, zogen bis nach Phnizien und Cypern 
und Antiochia und redeten das Wort zu niemand, als nur zu Juden.
ACT 11:20 Es waren aber etliche unter ihnen, Cyprier und Kyrener, die, 
als sie nach Antiochia kamen, auch zu den Griechen redeten und ihnen das 
Evangelium vom Herrn Jesus verkndigten.
ACT 11:21 Und die Hand des Herrn war mit ihnen, und eine groe Zahl wurde 
glubig und bekehrte sich zum Herrn.
ACT 11:22 Es kam aber die Kunde von ihnen zu den Ohren der Gemeinde in 
Jerusalem, und sie sandten Barnabas, da er hingehe nach Antiochia.
ACT 11:23 Und als er ankam und die Gnade Gottes sah, freute er sich und 
ermahnte alle, gem dem Vorsatz des Herzens bei dem Herrn zu verharren;
ACT 11:24 denn er war ein trefflicher Mann und voll heiligen Geistes und 
Glaubens; und es schlo sich dem Herrn eine betrchtliche Menge an.
ACT 11:25 Und Barnabas zog aus nach Tarsus, um Saulus aufzusuchen, und als 
er ihn gefunden hatte, brachte er ihn nach Antiochia.
ACT 11:26 Es begab sich aber, da sie ein ganzes Jahr in der Gemeinde 
beisammen blieben und eine betrchtliche Menge lehrten, und da die Jnger 
zuerst in Antiochia Christen genannt wurden.
ACT 11:27 In diesen Tagen aber kamen Propheten von Jerusalem hinab nach 
Antiochia.
ACT 11:28 Und einer von ihnen, mit Namen Agabus, trat auf und zeigte durch 
den Geist eine groe Hungersnot an, welche ber den ganzen Erdkreis kommen 
sollte; welche dann auch eintrat unter dem Kaiser Claudius.
ACT 11:29 Da beschlossen die Jnger, da ein jeder von ihnen gem seinem 
Vermgen den Brdern, die in Juda wohnten, eine Hilfeleistung senden 
solle;
ACT 11:30 das taten sie auch und sandten es durch die Hand von Barnabas 
und Saulus an die ltesten.
ACT 12:1 Um jene Zeit aber legte der Knig Herodes Hand an, um etliche von 
der Gemeinde zu mihandeln.
ACT 12:2 Und er ttete Jakobus, den Bruder des Johannes, mit dem Schwert.
ACT 12:3 Und als er sah, da es den Juden gefiel, fuhr er fort und nahm 
auch Petrus gefangen. Es waren aber die Tage der ungesuerten Brote.
ACT 12:4 Und als er ihn festgenommen hatte, warf er ihn ins Gefngnis und 
bergab ihn vier Abteilungen von je vier Kriegsknechten zur Bewachung, in 
der Absicht, ihn nach dem Passah dem Volke vorzufhren.
ACT 12:5 So wurde Petrus nun im Gefngnis verwahrt; von der Gemeinde aber 
wurde inbrnstig fr ihn zu Gott gebetet.
ACT 12:6 Als aber Herodes ihn vorfhren wollte, schlief Petrus in jener 
Nacht zwischen zwei Kriegsknechten, mit zwei Ketten gebunden; und Wchter 
vor der Tr bewachten das Gefngnis.
ACT 12:7 Und siehe, ein Engel des Herrn trat hinzu, und ein Licht 
erglnzte in dem Gemach. Er weckte aber Petrus durch einen Schlag an die 
Seite und sprach: Steh eilends auf! Und die Ketten fielen ihm von den 
Hnden.
ACT 12:8 Und der Engel sprach zu ihm: Grte dich und ziehe deine Schuhe 
an! Da tat er also. Und er spricht zu ihm: Wirf deinen Mantel um und folge 
mir!
ACT 12:9 Und er ging hinaus und folgte ihm und wute nicht, da es 
Wirklichkeit war, was so durch den Engel geschah, sondern er meinte ein 
Gesicht zu sehen.
ACT 12:10 Als sie aber durch die erste und die zweite Wache 
hindurchgegangen waren, kamen sie zu dem eisernen Tor, welches nach der 
Stadt fhrt, und dieses tat sich ihnen von selbst auf. Und sie traten 
hinaus und gingen eine Gasse vorwrts, und alsbald schied der Engel von 
ihm.
ACT 12:11 Da kam Petrus zu sich selbst und sprach: Nun wei ich 
wahrhaftig, da der Herr seinen Engel gesandt und mich aus der Hand des 
Herodes und von allem, was das jdische Volk erwartete, errettet hat.
ACT 12:12 Und er besann sich und ging zum Hause der Maria, der Mutter des 
Johannes mit dem Zunamen Markus, wo viele versammelt waren und beteten.
ACT 12:13 Als aber Petrus an die Haustr klopfte, kam eine Magd namens 
Rhode herbei, um zu horchen.
ACT 12:14 Und als sie die Stimme des Petrus erkannte, tat sie vor Freuden 
das Tor nicht auf, sondern lief hinein und meldete, Petrus stehe vor dem 
Tor.
ACT 12:15 Sie aber sprachen zu ihr: Du bist nicht bei Sinnen! Aber sie 
bestand darauf, es sei so. Da sprachen sie: Es ist sein Engel!
ACT 12:16 Petrus aber fuhr fort zu klopfen; und als sie ffneten, sahen 
sie ihn und erstaunten sehr.
ACT 12:17 Er winkte ihnen aber mit der Hand, zu schweigen, und erzhlte 
ihnen, wie der Herr ihn aus dem Gefngnis gefhrt habe. Er sprach aber: 
Meldet dies dem Jakobus und den Brdern! Und er ging hinaus und zog an 
einen andern Ort.
ACT 12:18 Als es nun Tag geworden, entstand eine nicht geringe Bestrzung 
unter den Kriegsknechten, was doch aus Petrus geworden sei.
ACT 12:19 Herodes aber, als er ihn forderte und nicht fand, verhrte die 
Hter und lie sie abfhren. Und er ging aus Juda nach Csarea hinab und 
hielt sich daselbst auf.
ACT 12:20 Er war aber erzrnt ber die Bewohner von Tyrus und Zidon. Da 
kamen sie einmtig zu ihm, gewannen Blastus, den Kmmerer des Knigs, und 
baten um Frieden, weil ihr Land von dem des Knigs ernhrt wurde.
ACT 12:21 Aber an einem bestimmten Tage zog Herodes ein knigliches Kleid 
an und setzte sich auf den Richterstuhl und hielt eine Rede an sie.
ACT 12:22 Das Volk aber rief ihm zu: Das ist Gottes Stimme und nicht eines 
Menschen!
ACT 12:23 Alsbald aber schlug ihn ein Engel des Herrn, weil er Gott nicht 
die Ehre gab; und von Wrmern zerfressen, verschied er.
ACT 12:24 Das Wort Gottes aber wuchs und mehrte sich.
ACT 12:25 Barnabas aber und Saulus kehrten von Jerusalem zurck, nachdem 
sie die Hilfeleistung ausgerichtet hatten, und nahmen auch Johannes mit 
dem Zunamen Markus mit sich.
ACT 13:1 Es waren aber zu Antiochia in der dortigen Gemeinde etliche 
Propheten und Lehrer, nmlich Barnabas und Simeon, genannt Niger, und 
Lucius von Kyrene und Manahen, der mit dem Vierfrsten Herodes erzogen 
worden war, und Saulus.
ACT 13:2 Als sie nun dem Herrn dienten und fasteten, sprach der heilige 
Geist: Sondert mir Barnabas und Saulus aus zu dem Werk, zu welchem ich sie 
berufen habe!
ACT 13:3 Da fasteten und beteten sie, legten ihnen die Hnde auf und 
lieen sie ziehen.
ACT 13:4 Diese nun, vom heiligen Geist ausgesandt, zogen hinab gen 
Seleucia und fuhren von dort zu Schiff nach Cypern.
ACT 13:5 Und in Salamis angekommen, verkndigten sie das Wort Gottes in 
den Synagogen der Juden. Sie hatten aber auch Johannes zum Diener.
ACT 13:6 Und als sie die ganze Insel bis nach Paphos durchzogen hatten, 
fanden sie einen jdischen Zauberer und falschen Propheten, namens 
Barjesus,
ACT 13:7 welcher bei dem Statthalter Sergius Paulus war, einem 
verstndigen Mann. Dieser lie Barnabas und Saulus holen und begehrte das 
Wort Gottes zu hren.
ACT 13:8 Aber es widersetzte sich ihnen Elymas, der Zauberer (denn so wird 
sein Name bersetzt), und suchte den Statthalter vom Glauben abzuhalten.
ACT 13:9 Saulus aber, der auch Paulus heit, voll heiligen Geistes, 
blickte ihn an
ACT 13:10 und sprach: O du Kind des Teufels, voll von aller List und aller 
Schalkheit, Feind aller Gerechtigkeit, wirst du nicht aufhren, die 
geraden Wege des Herrn zu verkehren?
ACT 13:11 Und nun siehe, die Hand des Herrn kommt ber dich, und du wirst 
blind sein und die Sonne nicht sehen eine Zeitlang. Alsbald aber fiel 
Dunkel und Finsternis auf ihn, und er tappte umher und suchte Leute, die 
ihn fhren knnten.
ACT 13:12 Als nun der Statthalter sah, was geschehen war, wurde er 
glubig, betroffen von der Lehre des Herrn.
ACT 13:13 Paulus aber und seine Gefhrten fuhren von Paphos ab und kamen 
nach Perge in Pamphylien; Johannes aber trennte sich von ihnen und kehrte 
nach Jerusalem zurck.
ACT 13:14 Sie aber zogen von Perge weiter und kamen nach Antiochia in 
Pisidien und gingen am Sabbattag in die Synagoge und setzten sich.
ACT 13:15 Und nach der Vorlesung des Gesetzes und der Propheten lieen die 
Obersten der Synagoge ihnen sagen: Ihr Mnner und Brder, habt ihr ein 
Wort der Ermahnung an das Volk, so redet!
ACT 13:16 Da stand Paulus auf und winkte mit der Hand und sprach: Ihr 
israelitischen Mnner, und die ihr Gott frchtet, hret zu!
ACT 13:17 Der Gott dieses Volkes Israel erwhlte unsre Vter und erhhte 
das Volk, da sie Fremdlinge waren im Lande gypten, und mit erhobenem Arm 
fhrte er sie von dort heraus.
ACT 13:18 Und er trug sie etwa vierzig Jahre lang in der Wste
ACT 13:19 und vertilgte sieben Vlker im Lande Kanaan und gab ihnen deren 
Land zum Erbe.
ACT 13:20 Und darnach, whrend etwa vierhundertfnfzig Jahren, gab er 
ihnen Richter bis auf Samuel, den Propheten.
ACT 13:21 Und von da an begehrten sie einen Knig, und Gott gab ihnen 
Saul, den Sohn des Kis, einen Mann aus dem Stamme Benjamin, vierzig Jahre 
lang.
ACT 13:22 Und nachdem er ihn auf die Seite gesetzt hatte, erweckte er 
ihnen David zum Knig, von dem er auch Zeugnis gab und sprach: Ich habe 
David gefunden, den Sohn des Jesse, einen Mann nach meinem Herzen, der 
allen meinen Willen tun wird.
ACT 13:23 Von dessen Nachkommen hat nun Gott nach der Verheiung Jesus als 
Retter fr Israel erweckt,
ACT 13:24 nachdem Johannes vor seinem Auftreten dem ganzen Volk Israel die 
Taufe der Bue gepredigt hatte.
ACT 13:25 Als aber Johannes seinen Lauf vollendete, sprach er: Der, fr 
den ihr mich haltet, bin ich nicht; doch siehe, es kommt einer nach mir, 
fr den ich nicht gut genug bin, die Schuhe seiner Fe zu lsen!
ACT 13:26 Ihr Mnner und Brder, Shne des Geschlechtes Abrahams, und die 
unter euch Gott frchten, an euch ist dieses Wort des Heils gesandt.
ACT 13:27 Denn die, welche in Jerusalem wohnen, und ihre Obersten haben 
diesen nicht erkannt und haben die Stimmen der Propheten, die an jedem 
Sabbat gelesen werden, durch ihr Urteil erfllt.
ACT 13:28 Und obgleich sie keine Todesschuld fanden, verlangten sie doch 
von Pilatus, da er hingerichtet werde.
ACT 13:29 Und nachdem sie alles vollendet hatten, was von ihm geschrieben 
steht, nahmen sie ihn vom Holze herab und legten ihn in eine Gruft.
ACT 13:30 Gott aber hat ihn von den Toten auferweckt.
ACT 13:31 Und er ist mehrere Tage hindurch denen erschienen, die mit ihm 
aus Galila nach Jerusalem hinaufgezogen waren, welche nun seine Zeugen 
sind vor dem Volk.
ACT 13:32 Und wir verkndigen euch das Evangelium von der den Vtern 
zuteil gewordenen Verheiung, da Gott diese fr uns, ihre Kinder, erfllt 
hat, indem er Jesus auferweckte.
ACT 13:33 Wie auch im zweiten Psalm geschrieben steht: Du bist mein Sohn, 
heute habe ich dich gezeugt.
ACT 13:34 Da er ihn aber von den Toten auferweckte, so da er nicht mehr 
zur Verwesung zurckkehren sollte, hat er so ausgesprochen: Ich will euch 
die gewissen Heiligtmer Davids geben.
ACT 13:35 Darum spricht er auch an einem andern Ort: Du wirst nicht 
zugeben, da dein Heiliger die Verwesung sehe.
ACT 13:36 Denn David ist, nachdem er zu seiner Zeit dem Willen Gottes 
gedient hat, entschlafen und zu seinen Vtern versammelt worden und hat 
die Verwesung gesehen.
ACT 13:37 Der aber, den Gott auferweckte, hat die Verwesung nicht gesehen.
ACT 13:38 So sei euch nun kund, ihr Mnner und Brder, da euch durch 
diesen Vergebung der Snden verkndigt wird;
ACT 13:39 und von allem, wovon ihr durch das Gesetz Moses nicht 
gerechtfertigt werden konntet, wird durch diesen jeder gerechtfertigt, der 
da glaubt.
ACT 13:40 So sehet nun zu, da nicht ber euch komme, was in den Propheten 
gesagt ist:
ACT 13:41 Sehet, ihr Verchter, und verwundert euch und verschwindet, 
denn ich tue ein Werk in euren Tagen, ein Werk, das ihr nicht glauben 
werdet, wenn es euch jemand erzhlt!
ACT 13:42 Als sie aber aus der Versammlung gingen, bat man sie, da ihnen 
diese Worte [auch] am nchsten Sabbat gepredigt werden mchten.
ACT 13:43 Nachdem aber die [Versammlung in der] Synagoge sich aufgelst 
hatte, folgten viele Juden und gottesfrchtige Proselyten dem Paulus und 
Barnabas nach, welche zu ihnen redeten und sie ermahnten, bei der Gnade 
Gottes zu beharren.
ACT 13:44 Und am folgenden Sabbat versammelte sich fast die ganze Stadt, 
um das Wort Gottes zu hren.
ACT 13:45 Als aber die Juden die Volksmenge sahen, wurden sie voll 
Eifersucht und widersprachen dem, was Paulus sagte, und lsterten.
ACT 13:46 Da sprachen Paulus und Barnabas freimtig: Euch mute das Wort 
Gottes zuerst gepredigt werden; da ihr es aber von euch stoet und euch 
selbst des ewigen Lebens nicht wrdig achtet, siehe, so wenden wir uns zu 
den Heiden.
ACT 13:47 Denn also hat uns der Herr geboten: Ich habe dich zum Licht der 
Heiden gesetzt, da du zum Heil seiest bis an das Ende der Erde!
ACT 13:48 Als die Heiden das hrten, wurden sie froh und priesen das Wort 
des Herrn, und es wurden glubig, soviele ihrer zum ewigen Leben verordnet 
waren.
ACT 13:49 Das Wort des Herrn aber wurde durch das ganze Land getragen.
ACT 13:50 Aber die Juden reizten die andchtigen und angesehenen Frauen 
und die Vornehmsten der Stadt auf und erregten eine Verfolgung gegen 
Paulus und Barnabas und vertrieben sie aus ihrem Gebiet.
ACT 13:51 Sie aber schttelten den Staub von ihren Fen gegen sie ab und 
gingen nach Ikonium.
ACT 13:52 Die Jnger aber wurden voll Freude und heiligen Geistes.
ACT 14:1 Es geschah aber in Ikonium, da sie miteinander in die Synagoge 
der Juden gingen und derart redeten, da eine groe Menge von Juden und 
Griechen glubig wurde.
ACT 14:2 Die unglubig gebliebenen Juden aber erregten und erbitterten die 
Gemter der Heiden gegen die Brder.
ACT 14:3 Doch blieben sie lngere Zeit daselbst und lehrten freimtig im 
Vertrauen auf den Herrn, der dem Wort seiner Gnade Zeugnis gab und Zeichen 
und Wunder durch ihre Hnde geschehen lie.
ACT 14:4 Aber die Menge der Stadt teilte sich, und die einen hielten es 
mit den Juden, die andern mit den Aposteln.
ACT 14:5 Als sich aber ein Ansturm der Heiden und Juden samt ihren 
Obersten erhob, um sie zu mihandeln und zu steinigen,
ACT 14:6 und sie dessen inne wurden, entflohen sie in die Stdte 
Lykaoniens, Lystra und Derbe, und in die umliegende Landschaft
ACT 14:7 und predigten dort das Evangelium.
ACT 14:8 Und zu Lystra sa ein Mann mit gebrechlichen Fen, lahm von 
Geburt, der niemals hatte gehen knnen.
ACT 14:9 Der hrte Paulus reden; und als dieser ihn anblickte und sah, da 
er Glauben hatte, ihm knnte geholfen werden,
ACT 14:10 sprach er mit lauter Stimme: Steh aufrecht auf deine Fe! Und 
er sprang auf und ging umher.
ACT 14:11 Als aber die Volksmenge sah, was Paulus getan hatte, erhoben sie 
ihre Stimme und sprachen auf lykaonisch: Die Gtter sind Menschen 
gleichgeworden und zu uns herabgekommen!
ACT 14:12 Und sie nannten den Barnabas Jupiter, den Paulus aber Merkur, 
weil er das Wort fhrte.
ACT 14:13 Der Priester Jupiters aber, dessen Tempel vor ihrer Stadt war, 
brachte Ochsen und Krnze an die Tore und wollte samt dem Volke opfern.
ACT 14:14 Als aber die Apostel Barnabas und Paulus das hrten, zerrissen 
sie ihre Kleider, sprangen heraus unter das Volk, riefen und sprachen:
ACT 14:15 Ihr Mnner, was macht ihr da? Auch wir sind Menschen, von 
gleicher Beschaffenheit wie ihr, und predigen euch das Evangelium, da ihr 
euch von diesen eitlen Gttern bekehret zu dem lebendigen Gott, der den 
Himmel und die Erde, das Meer und alles, was darin ist, gemacht hat;
ACT 14:16 der in den vergangenen Zeitaltern alle Heiden ihre eigenen Wege 
gehen lie;
ACT 14:17 und doch hat er sich selbst nicht unbezeugt gelassen, hat uns 
viel Gutes getan, uns vom Himmel Regen und fruchtbare Zeiten gegeben und 
unsre Herzen erfllt mit Speise und Freude.
ACT 14:18 Obschon sie solches sagten, konnten sie die Menge kaum 
beruhigen, da sie ihnen nicht opferte.
ACT 14:19 Es kamen aber aus Antiochia und Ikonium Juden herbei; die 
berredeten das Volk und steinigten Paulus und schleiften ihn vor die 
Stadt hinaus, da sie meinten, er sei gestorben.
ACT 14:20 Als ihn aber die Jnger umringten, stand er auf und ging in die 
Stadt. Und am folgenden Tage zog er mit Barnabas fort nach Derbe.
ACT 14:21 Und nachdem sie in dieser Stadt das Evangelium gepredigt und 
eine schne Zahl Jnger gemacht hatten, kehrten sie wieder nach Lystra und 
Ikonium und Antiochia zurck,
ACT 14:22 strkten die Seelen der Jnger und ermahnten sie, im Glauben zu 
verharren, und [sagten ihnen,] da wir durch viele Trbsale in das Reich 
Gottes eingehen mssen.
ACT 14:23 Nachdem sie ihnen aber in jeder Gemeinde lteste erwhlt hatten, 
bergaben sie diese unter Gebet und Fasten dem Herrn, an welchen sie 
glubig geworden waren.
ACT 14:24 Und sie durchzogen Pisidien und kamen nach Pamphylien.
ACT 14:25 Und nachdem sie in Perge das Wort gepredigt hatten, zogen sie 
nach Attalia hinab.
ACT 14:26 Und von da schifften sie nach Antiochia, von wo aus sie der 
Gnade Gottes bergeben worden waren zu dem Werke, das sie [nun] vollbracht 
hatten.
ACT 14:27 Als sie aber angekommen waren, versammelten sie die Gemeinde und 
erzhlten, wie viel Gott mit ihnen getan und da er den Heiden die Tr des 
Glaubens aufgetan habe.
ACT 14:28 Sie verbrachten aber nicht geringe Zeit mit den Jngern.
ACT 15:1 Und etliche kamen aus Juda herab und lehrten die Brder: Wenn 
ihr euch nicht nach dem Gebrauche Moses beschneiden lasset, so knnt ihr 
nicht gerettet werden!
ACT 15:2 Da sich nun Zwiespalt erhob und Paulus und Barnabas nicht 
geringen Streit mit ihnen hatten, ordneten sie an, da Paulus und Barnabas 
und einige andere von ihnen dieser Streitfrage wegen zu den Aposteln und 
ltesten nach Jerusalem hinaufziehen sollten.
ACT 15:3 So durchzogen sie, nun als Abgeordnete der Gemeinde, Phnizien 
und Samarien, indem sie von der Bekehrung der Heiden erzhlten und allen 
Brdern groe Freude bereiteten.
ACT 15:4 Als sie aber nach Jerusalem kamen, wurden sie von der Gemeinde, 
den Aposteln und den ltesten empfangen und berichteten, wie vieles Gott 
mit ihnen getan habe.
ACT 15:5 Es standen aber etliche von der Sekte der Phariser, welche 
glubig geworden waren, auf und sprachen: Man mu sie beschneiden und 
ihnen gebieten, das Gesetz Moses zu halten!
ACT 15:6 Da kamen die Apostel und die ltesten zusammen, um diese Sache zu 
untersuchen.
ACT 15:7 Als sich nun viel Streit erhob, stand Petrus auf und sprach zu 
ihnen: Ihr Mnner und Brder, ihr wit, da Gott lange vor diesen Tagen 
unter euch die Wahl getroffen hat, da durch meinen Mund die Heiden das 
Wort des Evangeliums hren und zum Glauben kommen sollten.
ACT 15:8 Und Gott, der Herzenskndiger, legte fr sie Zeugnis ab, indem er 
ihnen den heiligen Geist verlieh, gleich wie uns;
ACT 15:9 und er machte keinen Unterschied zwischen uns und ihnen, nachdem 
er durch den Glauben ihre Herzen gereinigt hatte.
ACT 15:10 Was versuchet ihr nun Gott, indem ihr ein Joch auf den Nacken 
der Jnger leget, welches weder unsre Vter noch wir zu tragen vermochten?
ACT 15:11 Denn durch die Gnade des Herrn Jesus Christus glauben wir 
gerettet zu werden, auf gleiche Weise wie jene.
ACT 15:12 Da schwieg die ganze Menge und hrte Barnabas und Paulus zu, 
welche erzhlten, wieviele Zeichen und Wunder Gott unter den Heiden durch 
sie getan hatte.
ACT 15:13 Nachdem sie aber zu reden aufgehrt hatten, hob Jakobus an und 
sagte: Ihr Mnner und Brder, hrt mir zu!
ACT 15:14 Simon hat erzhlt, wie Gott zum erstenmal sein Augenmerk darauf 
richtete, aus den Heiden ein Volk fr seinen Namen anzunehmen.
ACT 15:15 Und damit stimmen die Worte der Propheten berein, wie 
geschrieben steht:
ACT 15:16 Darnach will ich umkehren und die zerfallene Htte Davids 
wieder aufbauen, und ihre Trmmer will ich wieder bauen und sie wieder 
aufrichten,
ACT 15:17 auf da die briggebliebenen der Menschen den Herrn suchen, und 
alle Vlker, ber welche mein Name angerufen worden ist, spricht der Herr, 
der solche Dinge tut
ACT 15:18 und dem sie von Ewigkeit her bekannt sind.
ACT 15:19 Darum halte ich dafr, da man diejenigen aus den Heiden, die 
sich zu Gott bekehren, nicht weiter belstigen soll,
ACT 15:20 sondern ihnen nur anbefehle, sich von der Verunreinigung durch 
die Gtzen, von der Unzucht, vom Erstickten und vom Blut zu enthalten.
ACT 15:21 Denn Mose hat von alten Zeiten her in jeder Stadt Leute, die ihn 
predigen, da er in den Synagogen an jedem Sabbat vorgelesen wird.
ACT 15:22 Da gefiel es den Aposteln und den ltesten samt der ganzen 
Gemeinde, Mnner aus ihrer Mitte zu erwhlen und mit Paulus und Barnabas 
nach Antiochia zu senden, nmlich Judas mit dem Zunamen Barsabbas, und 
Silas, leitende Mnner unter den Brdern.
ACT 15:23 Und sie sandten durch ihre Hand folgendes Schreiben: Die 
Apostel und die ltesten und Brder entbieten den Brdern zu Antiochia und 
in Syrien und Cilicien, die aus den Heiden sind, ihren Gru!
ACT 15:24 Da wir gehrt haben, da etliche, die von uns ausgegangen sind, 
euch durch Reden verwirrt und eure Seelen unsicher gemacht haben, ohne da 
wir sie dazu beauftragt htten,
ACT 15:25 so hat es uns, die wir einmtig versammelt waren, gefallen, 
Mnner zu erwhlen und zu euch zu senden mit unsren geliebten Barnabas und 
Paulus,
ACT 15:26 Mnnern, die ihre Seelen hingegeben haben fr den Namen unsres 
Herrn Jesus Christus.
ACT 15:27 Wir haben also Judas und Silas gesandt, welche euch mndlich 
dasselbe verkndigen sollen.
ACT 15:28 Es hat nmlich dem heiligen Geist und uns gefallen, euch keine 
weitere Last aufzulegen, auer diesen notwendigen Stcken:
ACT 15:29 da ihr euch enthaltet von Gtzenopfern und von Blut und vom 
Erstickten und von Unzucht; wenn ihr euch davor in acht nehmet, so tut ihr 
recht. Lebet wohl!
ACT 15:30 So wurden sie nun verabschiedet und kamen nach Antiochia und 
versammelten die Menge und bergaben das Schreiben.
ACT 15:31 Und als sie es gelesen hatten, freuten sie sich ber den Trost.
ACT 15:32 Judas aber und Silas, die auch selbst Propheten waren, ermahnten 
die Brder mit vielen Reden und strkten sie.
ACT 15:33 Und nachdem sie einige Zeit dort zugebracht hatten, wurden sie 
von den Brdern mit Frieden zu denen zurckgesandt, welche sie abgeordnet 
hatten.
ACT 15:34 [Es gefiel aber dem Silas, dort zu bleiben.]
ACT 15:35 Paulus aber und Barnabas hielten sich in Antiochia auf und 
lehrten und predigten mit noch vielen andern das Wort des Herrn.
ACT 15:36 Nach etlichen Tagen aber sprach Paulus zu Barnabas: La uns 
wieder umkehren und nach den Brdern sehen in all den Stdten, in welchen 
wir das Wort des Herrn verkndigt haben, wie es um sie stehe.
ACT 15:37 Barnabas aber wollte auch den Johannes, der Markus zubenannt 
wird, mitnehmen.
ACT 15:38 Paulus aber hielt dafr, da der, welcher in Pamphylien von 
ihnen gewichen und nicht mit ihnen zu dem Werke gekommen war, nicht 
mitzunehmen sei.
ACT 15:39 Darob entstand eine Erbitterung, so da sie sich voneinander 
trennten und Barnabas den Markus zu sich nahm und zu Schiff nach Cypern 
fuhr.
ACT 15:40 Paulus aber whlte sich Silas und zog aus, von den Brdern der 
Gnade Gottes anbefohlen.
ACT 15:41 Er durchzog aber Syrien und Cilicien und strkte die Gemeinden.
ACT 16:1 Er kam aber auch nach Derbe und nach Lystra. Und siehe, dort war 
ein Jnger namens Timotheus, der Sohn einer glubigen jdischen Frau, aber 
eines griechischen Vaters.
ACT 16:2 Der hatte ein gutes Zeugnis von den Brdern in Lystra und Ikonium.
ACT 16:3 Diesen wollte Paulus mit sich ziehen lassen. Und er nahm ihn und 
lie ihn beschneiden um der Juden willen, die an jenem Orte waren; denn 
sie wuten alle, da sein Vater ein Grieche war.
ACT 16:4 Indem sie aber die Stdte durchzogen, bergaben sie ihnen zur 
Befolgung die von den Aposteln und ltesten in Jerusalem gefaten 
Beschlsse.
ACT 16:5 Da wurden die Gemeinden im Glauben gestrkt und nahmen an Zahl 
tglich zu.
ACT 16:6 Als sie aber Phrygien und die Landschaft Galatien durchzogen, 
wurde ihnen vom heiligen Geist gewehrt, das Wort in Asien zu verknden.
ACT 16:7 Und sie kamen gen Mysien und versuchten nach Bithynien zu reisen; 
und der Geist Jesu lie es ihnen nicht zu.
ACT 16:8 Da reisten sie an Mysien vorbei und kamen hinab nach Troas.
ACT 16:9 Und es erschien dem Paulus in der Nacht ein Gesicht: Ein 
mazedonischer Mann stand vor ihm, bat ihn und sprach: Komm herber nach 
Mazedonien und hilf uns!
ACT 16:10 Als er aber dieses Gesicht gesehen hatte, trachteten wir alsbald 
nach Mazedonien zu ziehen, indem wir daraus schlossen, da uns der Herr 
berufen habe, ihnen das Evangelium zu predigen.
ACT 16:11 So fuhren wir denn von Troas ab und kamen in gerader Fahrt nach 
Samothrace und am folgenden Tage nach Neapolis;
ACT 16:12 und von da nach Philippi, welches die erste Stadt jenes Teils 
von Mazedonien ist, eine Kolonie. Wir hielten uns aber in dieser Stadt 
etliche Tage auf.
ACT 16:13 Und am Sabbattage gingen wir zum Tor hinaus an den Flu, wo wir 
eine Gebetssttte vermuteten; und wir setzten uns und redeten zu den 
Frauen, die da zusammengekommen waren.
ACT 16:14 Und eine gottesfrchtige Frau namens Lydia, eine Purpurhndlerin 
aus der Stadt Thyatira, hrte zu; und der Herr tat ihr das Herz auf, da 
sie achthatte auf das, was von Paulus geredet wurde.
ACT 16:15 Als sie aber samt ihrem Hause getauft worden war, bat sie und 
sprach: Wenn ihr davon berzeugt seid, da ich an den Herrn glubig bin, 
so kommet in mein Haus und bleibet daselbst! Und sie ntigte uns.
ACT 16:16 Es begab sich aber, als wir zur Gebetssttte gingen, da uns 
eine Magd begegnete, die einen Wahrsagergeist hatte und ihren Herren durch 
ihr Wahrsagen groen Gewinn verschaffte.
ACT 16:17 Diese folgte Paulus und uns nach, schrie und sprach: Diese 
Mnner sind Diener des hchsten Gottes, die euch den Weg des Heils 
verkndigen!
ACT 16:18 Und solches tat sie viele Tage. Paulus aber, den das bemhte, 
wandte sich um und sprach zu dem Geist: Ich gebiete dir im Namen Jesu 
Christi, von ihr auszufahren! Und er fuhr aus zur selben Stunde.
ACT 16:19 Als aber ihre Herren sahen, da die Hoffnung auf ihren Gewinn 
entschwunden war, ergriffen sie Paulus und Silas und schleppten sie auf 
den Markt vor die Obersten,
ACT 16:20 fhrten sie den Hauptleuten zu und sprachen: Diese Mnner, die 
Juden sind, verwirren unsere Stadt
ACT 16:21 und verkndigen Gebruche, welche anzunehmen oder auszuben uns 
nicht erlaubt ist, da wir Rmer sind!
ACT 16:22 Und das Volk stand ebenfalls wider sie auf; und die Hauptleute 
rissen ihnen die Kleider ab und befahlen, sie mit Ruten zu schlagen.
ACT 16:23 Und nachdem sie ihnen viele Streiche gegeben, warfen sie sie ins 
Gefngnis und befahlen dem Kerkermeister, sie sicher zu verwahren.
ACT 16:24 Dieser warf sie auf solchen Befehl hin ins innere Gefngnis und 
schlo ihre Fe in den Block.
ACT 16:25 Um Mitternacht aber beteten Paulus und Silas und lobten Gott mit 
Gesang, und die Gefangenen hrten sie.
ACT 16:26 Pltzlich aber entstand ein groes Erdbeben, so da die 
Grundfesten des Gefngnisses erschttert wurden, und alsbald ffneten sich 
alle Tren, und die Bande aller wurden los.
ACT 16:27 Da erwachte der Kerkermeister aus dem Schlaf, und als er die 
Tren des Gefngnisses geffnet sah, zog er das Schwert und wollte sich 
tten, weil er meinte, die Gefangenen seien entflohen.
ACT 16:28 Aber Paulus rief mit lauter Stimme und sprach: Tue dir kein Leid 
an; denn wir sind alle hier!
ACT 16:29 Da forderte er ein Licht, sprang hinein und fiel zitternd vor 
Paulus und Silas nieder.
ACT 16:30 Und er fhrte sie heraus und sprach: Ihr Herren, was mu ich 
tun, um gerettet zu werden?
ACT 16:31 Sie aber sprachen: Glaube an den Herrn Jesus, so wirst du 
gerettet werden, du und dein Haus!
ACT 16:32 Und sie sagten ihm und allen, die in seinem Hause waren, das 
Wort des Herrn.
ACT 16:33 Und er nahm sie in jener Stunde der Nacht zu sich und wusch 
ihnen die Striemen ab und lie sich auf der Stelle taufen, er samt den 
Seinigen.
ACT 16:34 Und er fhrte sie in sein Haus, deckte den Tisch und frohlockte, 
da er mit seinem ganzen Hause an Gott glubig geworden war.
ACT 16:35 Als es aber Tag geworden war, sandten die Hauptleute die 
Gerichtsdiener mit dem Befehl: La jene Leute frei!
ACT 16:36 Da verkndigte der Kerkermeister dem Paulus diese Worte: Die 
Hauptleute haben hergesandt, da man euch freilasse. So geht nun hinaus 
und ziehet hin in Frieden!
ACT 16:37 Paulus aber sprach zu ihnen: Sie haben uns, die wir Rmer sind, 
ffentlich ohne Urteil geschlagen und ins Gefngnis geworfen; und jetzt 
schicken sie uns heimlich fort? Nicht also; sondern sie mgen selbst 
kommen und uns hinausfhren!
ACT 16:38 Da verkndigten die Gerichtsdiener diese Worte den Hauptleuten; 
und diese frchteten sich, als sie hrten, da sie Rmer seien;
ACT 16:39 und sie kamen und redeten ihnen zu und fhrten sie hinaus und 
baten sie, die Stadt zu verlassen.
ACT 16:40 Da verliessen sie das Gefngnis und begaben sich zu Lydia; und 
als sie die Brder sahen, ermahnten sie sie und zogen fort.
ACT 17:1 Sie reisten aber durch Amphipolis und Apollonia und kamen nach 
Thessalonich, wo eine Synagoge der Juden war.
ACT 17:2 Paulus aber ging nach seiner Gewohnheit zu ihnen hinein und 
redete an drei Sabbaten mit ihnen auf Grund der Schrift,
ACT 17:3 indem er erluterte und darlegte, da Christus leiden und von den 
Toten auferstehen mute, und da dieser Jesus, welchen ich euch verkndige 
(so sprach er), der Christus sei.
ACT 17:4 Und etliche von ihnen lieen sich berzeugen und schlossen sich 
Paulus und Silas an, auch von den gottesfrchtigen Griechen eine groe 
Menge, und von den vornehmsten Frauen nicht wenige.
ACT 17:5 Aber die unglubigen Juden wurden voll Neid und gewannen etliche 
boshafte Leute vom Straenpbel, machten Lrm und brachten die Stadt in 
Aufruhr, drangen auf das Haus Jasons ein und suchten sie, um sie vor das 
Volk zu fhren.
ACT 17:6 Als sie sie aber nicht fanden, schleppten sie Jason und etliche 
Brder vor die Obersten der Stadt und schrieen: Diese Leute, welche in der 
ganzen Welt Unruhe stiften, sind jetzt auch hier;
ACT 17:7 Jason hat sie aufgenommen! Und doch handeln sie alle wider die 
Verordnungen des Kaisers, indem sie sagen, ein anderer sei Knig, nmlich 
Jesus!
ACT 17:8 Sie brachten aber das Volk und die Stadtobersten, welche dies 
hrten, in Aufregung,
ACT 17:9 so da sie Jason und die brigen nur gegen Brgschaft freilieen.
ACT 17:10 Die Brder aber schickten alsbald whrend der Nacht Paulus und 
Silas nach Bera, wo sie sich nach ihrer Ankunft in die Synagoge der Juden 
begaben.
ACT 17:11 Diese aber waren edler gesinnt als die zu Thessalonich, indem 
sie das Wort mit aller Bereitwilligkeit aufnahmen und tglich in der 
Schrift forschten, ob es sich also verhalte.
ACT 17:12 Es wurden denn auch viele von ihnen glubig, auch von den 
angesehenen griechischen Frauen und Mnnern nicht wenige.
ACT 17:13 Als aber die Juden von Thessalonich erfuhren, da auch zu Bera 
das Wort Gottes von Paulus verkndigt wurde, kamen sie auch dahin und 
erregten und bewegten das Volk.
ACT 17:14 Alsbald aber sandten da die Brder den Paulus fort, damit er bis 
ans Meer ziehe; Silas aber und Timotheus blieben daselbst zurck.
ACT 17:15 Die nun, welche den Paulus geleiteten, brachten ihn bis nach 
Athen; und nachdem sie den Auftrag an Silas und Timotheus empfangen 
hatten, da sie so bald als mglich zu ihm kommen sollten, zogen sie fort.
ACT 17:16 Whrend aber Paulus in Athen auf sie wartete, ergrimmte sein 
Geist in ihm, da er die Stadt so voll Gtzenbilder sah.
ACT 17:17 Er hatte nun in der Synagoge Unterredungen mit den Juden und den 
Gottesfrchtigen, auch tglich auf dem Markte mit denen, welche zugegen 
waren.
ACT 17:18 Aber etliche der epikureischen und stoischen Philosophen maen 
sich mit ihm; und etliche sprachen: Was will doch dieser Krchzer sagen? 
Andere aber: Er scheint ein Verkndiger fremder Gtter zu sein! weil er 
ihnen das Evangelium von Jesus und der Auferstehung verkndigte.
ACT 17:19 Und sie nahmen ihn und fhrten ihn auf den Areopag und sprachen: 
Knnen wir erfahren, was das fr eine neue Lehre sei, die von dir 
vorgetragen wird?
ACT 17:20 Denn du bringst etwas Fremdartiges vor unsere Ohren; so wollen 
wir nun erfahren, was das sein soll!
ACT 17:21 Alle Athener nmlich, auch die Auslnder, die sich dort 
aufhielten, vertrieben sich mit nichts anderm so gerne die Zeit, als 
damit, etwas Neues zu sagen oder zu hren.
ACT 17:22 Da stellte sich Paulus mitten auf den Areopag und sprach: Ihr 
Mnner von Athen, ich sehe an allem, da ihr sehr religise Leute seid!
ACT 17:23 Denn als ich umherging und eure Heiligtmer besichtigte, fand 
ich auch einen Altar, an welchem geschrieben stand: Dem unbekannten 
Gott. Was ihr nun verehret, ohne es zu kennen, das verkndige ich euch.
ACT 17:24 Der Gott, der die Welt gemacht hat und alles, was darin ist, er, 
der Herr des Himmels und der Erde, wohnt nicht in Tempeln von Hnden 
gemacht;
ACT 17:25 ihm wird auch nicht von Menschenhnden gedient, als ob er etwas 
bedrfte, da er ja selbst allen Leben und Odem und alles gibt.
ACT 17:26 Und er hat aus einem Blut das ganze Menschengeschlecht gemacht, 
da es auf dem ganzen Erdboden wohne, und hat im voraus die Zeiten und die 
Grenzen ihres Wohnens bestimmt,
ACT 17:27 da sie den Herrn suchen sollten, ob sie ihn wohl spren und 
finden mchten, da er ja nicht ferne ist von einem jeglichen unter uns;
ACT 17:28 denn in ihm leben, weben und sind wir, wie auch einige von euren 
Dichtern gesagt haben: Wir sind auch seines Geschlechts.
ACT 17:29 Da wir nun gttlichen Geschlechts sind, sollen wir nicht meinen, 
die Gottheit sei dem Golde oder Silber oder Stein, einem Gebilde 
menschlicher Kunst und Erfindung gleich.
ACT 17:30 Nun hat zwar Gott die Zeiten der Unwissenheit bersehen, jetzt 
aber gebietet er allen Menschen allenthalben, Bue zu tun,
ACT 17:31 weil er einen Tag festgesetzt hat, an welchem er den Erdkreis 
mit Gerechtigkeit richten wird durch einen Mann, den er dazu bestimmt hat 
und den er fr jedermann dadurch beglaubigte, da er ihn von den Toten 
auferweckt hat.
ACT 17:32 Da sie aber von Auferstehung der Toten hrten, spotteten die 
einen, die andern aber sprachen: Wir wollen dich darber nochmals hren.
ACT 17:33 Und so ging Paulus aus ihrer Mitte hinweg.
ACT 17:34 Einige Mnner aber schlossen sich ihm an und wurden glubig, 
unter ihnen auch Dionysius, ein Mitglied des Areopags, und eine Frau 
namens Damaris und andere mit ihnen.
ACT 18:1 Darnach schied Paulus von Athen und kam nach Korinth.
ACT 18:2 Und dort fand er einen Juden namens Aquila, aus Pontus gebrtig, 
der vor kurzem samt seiner Frau Priscilla aus Italien gekommen war (weil 
Claudius befohlen hatte, da alle Juden aus Rom weichen sollten);
ACT 18:3 zu diesen ging er, und weil er das gleiche Handwerk hatte, blieb 
er bei ihnen und arbeitete; sie waren nmlich von Beruf Zeltmacher.
ACT 18:4 Er hatte aber in der Synagoge jeden Sabbat Unterredungen und 
berzeugte Juden und Griechen.
ACT 18:5 Als aber Silas und Timotheus aus Mazedonien ankamen, war Paulus 
eifrig mit dem Wort beschftigt, indem er den Juden bezeugte, da Jesus 
der Christus sei.
ACT 18:6 Als sie aber widerstrebten und lsterten, schttelte er seine 
Kleider aus und sprach zu ihnen: Euer Blut komme ber euer Haupt! Ich bin 
rein davon; von nun an gehe ich zu den Heiden!
ACT 18:7 Und er ging von dannen und begab sich in das Haus eines 
gottesfrchtigen Mannes mit Namen Justus, dessen Haus an die Synagoge 
stie.
ACT 18:8 Krispus aber, der Synagogenvorsteher, wurde samt seinem ganzen 
Hause an den Herrn glubig; auch viele Korinther, die zuhrten, wurden 
glubig und lieen sich taufen.
ACT 18:9 Aber der Herr sprach in der Nacht durch ein Gesicht zu Paulus: 
Frchte dich nicht, sondern rede und schweige nicht!
ACT 18:10 Denn ich bin mit dir, und niemand soll sich unterstehen, dir zu 
schaden; denn ich habe ein groes Volk in dieser Stadt.
ACT 18:11 Und er blieb ein Jahr und sechs Monate daselbst und lehrte unter 
ihnen das Wort Gottes.
ACT 18:12 Als aber Gallion Statthalter von Achaja war, traten die Juden 
einmtig wider Paulus auf und fhrten ihn vor den Richterstuhl
ACT 18:13 und sprachen: Dieser berredet die Leute zu einem gesetzwidrigen 
Gottesdienst!
ACT 18:14 Als aber Paulus den Mund ffnen wollte, sprach Gallion zu den 
Juden: Wenn es sich um eine Ungerechtigkeit oder um einen argen Frevel 
handelte, ihr Juden, so wrde ich euch billig anhren;
ACT 18:15 sind es aber Streitfragen ber eine Lehre und ber Namen und 
ber euer Gesetz, so sehet ihr selbst zu, denn darber will ich nicht 
Richter sein!
ACT 18:16 Und er wies sie vom Richterstuhl hinweg.
ACT 18:17 Da ergriffen alle Griechen Sosthenes, den Synagogenvorsteher, 
und schlugen ihn vor dem Richterstuhl; und Gallion nahm sich dessen nichts 
an.
ACT 18:18 Paulus aber, nachdem er noch viele Tage dort verblieben war, 
nahm von den Brdern Abschied und segelte nach Syrien, und mit ihm 
Priscilla und Aquila, nachdem er sich in Kenchre das Haupt hatte scheren 
lassen; denn er hatte ein Gelbde.
ACT 18:19 Und er gelangte nach Ephesus und lie jene dort zurck; er 
selbst aber ging in die Synagoge und hatte Gesprche mit den Juden.
ACT 18:20 Als sie ihn aber baten, lngere Zeit bei ihnen zu bleiben, 
willigte er nicht ein;
ACT 18:21 sondern nahm Abschied von ihnen, indem er sprach: Ich mu 
durchaus das bevorstehende Fest in Jerusalem feiern, ich werde aber wieder 
zu euch zurckkehren, so Gott will. Und er fuhr ab von Ephesus,
ACT 18:22 landete in Csarea, zog hinauf und grte die Gemeinde und ging 
hinab nach Antiochia.
ACT 18:23 Und nachdem er einige Zeit dort zugebracht hatte, zog er aus und 
durchreiste nacheinander die Landschaft Galatien und Phrygien und strkte 
alle Jnger.
ACT 18:24 Ein Jude aber mit Namen Apollos, aus Alexandrien gebrtig, ein 
beredter Mann, mchtig in der Schrift, kam nach Ephesus.
ACT 18:25 Dieser war unterwiesen im Wege des Herrn und feurig im Geist, 
redete und lehrte genau ber Jesus, kannte aber nur die Taufe des Johannes.
ACT 18:26 Dieser fing an, ffentlich in der Synagoge aufzutreten. Da aber 
Aquila und Priscilla ihn hrten, nahmen sie ihn zu sich und legten ihm den 
Weg Gottes noch genauer aus.
ACT 18:27 Als er aber nach Achaja hinbergehen wollte, ermunterten ihn die 
Brder und schrieben an die Jnger, sie mchten ihn aufnehmen. Und als er 
dort ankam, wurde er denen sehr behilflich, die glubig geworden waren 
durch die Gnade.
ACT 18:28 Denn mit groem Flei widerlegte er die Juden ffentlich, indem 
er durch die Schrift bewies, da Jesus der Christus sei.
ACT 19:1 Es begab sich aber, whrend Apollos in Korinth war, da Paulus, 
nachdem er die obern Lnder durchzogen hatte, nach Ephesus kam. Und als er 
etliche Jnger fand, sprach er zu ihnen:
ACT 19:2 Habt ihr den heiligen Geist empfangen, als ihr glubig wurdet? 
Sie aber sprachen: Wir haben nicht einmal gehrt, ob ein heiliger Geist 
sei!
ACT 19:3 Und er sprach zu ihnen: Worauf seid ihr denn getauft worden? Sie 
aber sprachen: Auf die Taufe des Johannes.
ACT 19:4 Da sprach Paulus: Johannes hat mit der Taufe der Bue getauft und 
dem Volke gesagt, da sie an den glauben sollten, der nach ihm komme, das 
heit an Christus Jesus.
ACT 19:5 Als sie das hrten, lieen sie sich taufen auf den Namen des 
Herrn Jesus.
ACT 19:6 Und als Paulus ihnen die Hnde auflegte, kam der heilige Geist 
auf sie, und sie redeten in Zungen und weissagten.
ACT 19:7 Es waren aber im ganzen etwa zwlf Mnner.
ACT 19:8 Und er ging in die Synagoge und trat ffentlich auf, drei Monate 
lang, indem er Gesprche hielt und sie betreffs des Reiches Gottes zu 
berzeugen versuchte.
ACT 19:9 Da aber etliche verstockt blieben und sich nicht berzeugen 
lieen, sondern den Weg vor der Menge lsterten, trennte er sich von ihnen 
und sonderte die Jnger ab und hielt tglich Gesprche in der Schule des 
Tyrannus.
ACT 19:10 Das geschah zwei Jahre lang, so da alle, die in Asien wohnten, 
das Wort des Herrn hrten, Juden und Griechen.
ACT 19:11 Und Gott wirkte ungewhnliche Wunder durch die Hnde des Paulus,
ACT 19:12 so da sogar Schweitcher oder Grtel von seinem Leibe weg auf 
die Kranken gelegt wurden und die Krankheiten von ihnen wichen und die 
bsen Geister ausfuhren.
ACT 19:13 Es unterwanden sich aber etliche der herumziehenden jdischen 
Beschwrer, ber denen, welche bse Geister hatten, den Namen des Herrn 
Jesus zu nennen, indem sie sagten: Ich beschwre euch bei dem Jesus, 
welchen Paulus predigt!
ACT 19:14 Es waren aber sieben Shne eines jdischen Hohenpriesters 
Skevas, die solches taten.
ACT 19:15 Aber der bse Geist antwortete und sprach zu ihnen: Jesus kenne 
ich wohl, und von Paulus wei ich; wer aber seid ihr?
ACT 19:16 Und der Mensch, in welchem der bse Geist war, sprang auf sie 
los, berwltigte zwei von ihnen und zeigte ihnen dermaen seine Kraft, 
da sie nackt und verwundet aus jenem Hause entflohen.
ACT 19:17 Das aber wurde allen kund, Juden und Griechen, die zu Ephesus 
wohnten. Und Furcht befiel sie alle, und der Name des Herrn Jesus wurde 
hoch gepriesen.
ACT 19:18 Und viele von denen, die glubig geworden waren, kamen und 
bekannten und erzhlten ihre Taten.
ACT 19:19 Viele aber von denen, die vorwitzige Knste getrieben hatten, 
trugen die Bcher zusammen und verbrannten sie ffentlich; und sie 
berechneten ihren Wert und kamen auf fnfzigtausend Silberlinge.
ACT 19:20 So wuchs das Wort des Herrn mchtig und gewann die Oberhand.
ACT 19:21 Nachdem aber solches vollbracht war, nahm sich Paulus im Geiste 
vor, durch Mazedonien und Achaja zu ziehen und nach Jerusalem zu reisen, 
indem er sprach: Wenn ich dort gewesen bin, mu ich auch Rom sehen.
ACT 19:22 Er sandte aber zwei seiner Gehilfen, Timotheus und Erastus, nach 
Mazedonien und hielt sich noch eine Zeitlang in Asien auf.
ACT 19:23 Es entstand aber um jene Zeit ein nicht unbedeutender Aufruhr um 
des Weges willen.
ACT 19:24 Denn ein gewisser Demetrius, ein Silberschmied, verfertigte 
silberne Tempel der Diana und verschaffte den Knstlern nicht 
unbedeutenden Gewinn.
ACT 19:25 Diese versammelte er samt den Arbeitern desselben Faches und 
sprach: Ihr Mnner, ihr wisset, da von diesem Gewerbe unser Wohlstand 
kommt.
ACT 19:26 Und ihr sehet und hret, da dieser Paulus nicht allein in 
Ephesus, sondern fast in ganz Asien viel Volk berredet und abwendig 
gemacht hat, indem er sagt, das seien keine Gtter, die mit Hnden gemacht 
werden.
ACT 19:27 Aber es besteht nicht nur die Gefahr, da dieses unser Geschft 
in Verfall komme, sondern auch, da der Tempel der groen Gttin Diana fr 
nichts geachtet und zuletzt auch ihre Majestt gestrzt werde, welche doch 
ganz Asien und der Erdkreis verehrt!
ACT 19:28 Als sie das hrten, wurden sie voll Zorn und schrieen: Gro ist 
die Diana der Epheser!
ACT 19:29 Und die ganze Stadt kam in Verwirrung, und sie strmten einmtig 
ins Theater und rissen die Mazedonier Gajus und Aristarchus, des Paulus 
Reisegefhrten, mit sich.
ACT 19:30 Da aber Paulus unter das Volk gehen wollte, lieen es ihm die 
Jnger nicht zu.
ACT 19:31 Auch etliche der Obersten von Asien, die seine Freunde waren, 
schickten zu ihm und baten ihn, sich nicht ins Theater zu begeben.
ACT 19:32 Hier schrie nun alles durcheinander; denn die Versammlung war in 
der grten Verwirrung, und die Mehrzahl wute nicht, weswegen sie 
zusammengekommen waren.
ACT 19:33 Da zogen sie aus der Volksmenge den Alexander hervor, da die 
Juden ihn vorschoben. Und Alexander winkte mit der Hand und wollte sich 
vor dem Volk verantworten.
ACT 19:34 Als sie aber vernahmen, da er ein Jude sei, schrieen sie alle 
wie aus einem Munde etwa zwei Stunden lang: Gro ist die Diana der Epheser!
ACT 19:35 Da beruhigte der Stadtschreiber das Volk und sprach: Ihr Mnner 
von Ephesus, wo ist denn ein Mensch, der nicht wte, da die Stadt 
Ephesus die Tempelpflegerin der groen Diana und des vom Himmel gefallenen 
Bildes ist?
ACT 19:36 Da nun solches unwidersprechlich ist, so solltet ihr ruhig sein 
und nichts bereiltes tun.
ACT 19:37 Denn ihr habt diese Mnner hergefhrt, die weder Tempelruber 
sind, noch unsere Gttin gelstert haben.
ACT 19:38 Haben aber Demetrius und die Knstler, die mit ihm sind, an 
jemand einen Anspruch, so werden Gerichtstage gehalten, und es sind 
Statthalter da; sie mgen einander verklagen!
ACT 19:39 Habt ihr aber ein weiteres Begehren zu stellen, so wird es in 
der gesetzlichen Versammlung erledigt werden.
ACT 19:40 Denn wir stehen in Gefahr, da wir des heutigen Tages wegen des 
Aufruhrs angeklagt werden, weil kein Grund vorliegt, womit wir diese 
Zusammenrottung entschuldigen knnten.
ACT 19:41 (19-40b) Und als er das gesagt, entlie er die Versammlung.
ACT 20:1 Nachdem sich aber der Tumult gelegt hatte, lie Paulus die Jnger 
zu sich kommen und ermahnte sie; dann nahm er Abschied von ihnen und zog 
aus, um nach Mazedonien zu reisen.
ACT 20:2 Und nachdem er jene Bezirke durchzogen und sie mit vielen Worten 
ermahnt hatte, kam er nach Griechenland.
ACT 20:3 Und er brachte daselbst drei Monate zu; und da ihm die Juden, als 
er nach Syrien abfahren wollte, nachstellten, entschlo er sich, ber 
Mazedonien zurckzukehren.
ACT 20:4 Es begleiteten ihn aber bis nach Asien Sopater, des Pyrrhus Sohn 
von Bera, von den Thessalonichern Aristarchus und Sekundus, und Gajus von 
Derbe und Timotheus, aus Asien aber Tychikus und Trophimus.
ACT 20:5 Diese gingen voraus und warteten auf uns in Troas.
ACT 20:6 Wir aber fuhren nach den Tagen der ungesuerten Brote von 
Philippi ab und kamen in fnf Tagen zu ihnen nach Troas, wo wir uns sieben 
Tage aufhielten.
ACT 20:7 Am ersten Tage der Woche aber, als wir versammelt waren, um das 
Brot zu brechen, unterredete sich Paulus mit ihnen, da er am folgenden 
Tage abreisen wollte, und dehnte die Rede bis Mitternacht aus.
ACT 20:8 Es waren aber zahlreiche Lampen in dem Obersaal, wo wir 
versammelt waren.
ACT 20:9 Und ein Jngling namens Eutychus sa am Fenster; der sank in 
einen tiefen Schlaf, weil Paulus so lange redete, und vom Schlaf 
berwltigt, fiel er vom dritten Stock hinab und wurde tot aufgehoben.
ACT 20:10 Da ging Paulus hinab und warf sich ber ihn, umfate ihn und 
sprach: Machet keinen Lrm; denn seine Seele ist in ihm!
ACT 20:11 Und er ging wieder hinauf und brach das Brot, a und unterredete 
sich noch lange mit ihnen, bis der Tag anbrach, und zog alsdann fort.
ACT 20:12 Sie brachten aber den Knaben lebendig und waren nicht wenig 
getrstet.
ACT 20:13 Wir aber gingen voraus zum Schiff und fuhren nach Assus, um dort 
Paulus aufzunehmen; denn so hatte er es angeordnet, weil er zu Fu reisen 
wollte.
ACT 20:14 Als er aber in Assus mit uns zusammentraf, nahmen wir ihn auf 
und kamen nach Mitylene.
ACT 20:15 Und von dort segelten wir ab und kamen am folgenden Tage auf die 
Hhe von Chios; tags darauf aber fuhren wir nach Samos, und nachdem wir in 
Trogyllium geblieben waren, gelangten wir am nchsten Tage nach Milet.
ACT 20:16 Denn Paulus hatte beschlossen, an Ephesus vorbeizusegeln, damit 
er in Asien nicht zu viel Zeit zubringen mte, denn er eilte, um, wenn es 
ihm mglich wre, auf den Tag der Pfingsten in Jerusalem zu sein.
ACT 20:17 Von Milet aber schickte er gen Ephesus und lie die ltesten der 
Gemeinde herberrufen.
ACT 20:18 Und als sie zu ihm gekommen waren, sprach er zu ihnen: Ihr wit, 
wie ich mich vom ersten Tag an, als ich Asien betrat, die ganze Zeit unter 
euch verhalten habe,
ACT 20:19 da ich dem Herrn diente mit aller Demut, unter Trnen und 
Anfechtungen, die mir durch die Nachstellungen der Juden widerfuhren;
ACT 20:20 wie ich nichts von dem, was ntzlich ist, verschwiegen habe, da 
ich es euch nicht verkndigt und gelehrt htte, ffentlich und in den 
Husern,
ACT 20:21 indem ich Juden und Griechen die Bue zu Gott und den Glauben an 
unsern Herrn Jesus Christus bezeugt habe.
ACT 20:22 Und nun siehe, gebunden im Geiste reise ich nach Jerusalem, ohne 
zu wissen, was mir dort begegnen wird,
ACT 20:23 auer da der heilige Geist von Stadt zu Stadt mir bezeugt und 
sagt, da Bande und Trbsal meiner warten.
ACT 20:24 Aber ich halte mein Leben nicht der Rede wert, wenn es gilt, 
meinen Lauf und den Dienst zu vollenden, den ich von dem Herrn Jesus 
empfangen habe, nmlich das Evangelium der Gnade Gottes zu bezeugen.
ACT 20:25 Und nun siehe, ich wei, da ihr mein Angesicht nicht mehr sehen 
werdet, ihr alle, bei welchen ich umhergezogen bin und das Reich Gottes 
gepredigt habe.
ACT 20:26 Darum bezeuge ich euch am heutigen Tage, da ich rein bin von 
aller Blut.
ACT 20:27 Denn ich habe nichts zurckbehalten, da ich euch nicht den 
ganzen Ratschlu Gottes verkndigt htte.
ACT 20:28 So habt nun acht auf euch selbst und auf die ganze Herde, in 
welcher der heilige Geist euch zu Aufsehern gesetzt hat, die Gemeinde 
Gottes zu weiden, welche er durch das Blut seines eigenen Sohnes erworben 
hat!
ACT 20:29 Denn das wei ich, da nach meinem Abschied ruberische Wlfe zu 
euch kommen werden, die der Herde nicht schonen;
ACT 20:30 auch aus eurer eigenen Mitte werden Mnner aufstehen, die 
verkehrte Dinge reden, um die Jnger auf ihre Seite zu ziehen.
ACT 20:31 Darum wachet und denket daran, da ich drei Jahre lang Tag und 
Nacht nicht abgelassen habe, jeden einzelnen unter Trnen zu ermahnen.
ACT 20:32 Und nun bergebe ich euch Gott und dem Wort seiner Gnade, ihm, 
der mchtig ist zu erbauen und [euch] das Erbe zu geben unter allen 
Geheiligten.
ACT 20:33 Silber oder Gold oder Kleider habe ich von niemand begehrt;
ACT 20:34 ihr wit selbst, da fr meine Bedrfnisse und fr diejenigen 
meiner Gefhrten diese Hnde gesorgt haben.
ACT 20:35 berall habe ich euch gezeigt, da man so arbeiten und sich der 
Schwachen annehmen und der Worte des Herrn Jesus eingedenk sein msse, da 
er selbst gesagt hat: Geben ist seliger als nehmen!
ACT 20:36 Und nachdem er solches gesagt hatte, kniete er nieder und betete 
mit ihnen allen.
ACT 20:37 Da weinten alle sehr, fielen Paulus um den Hals und kten ihn,
ACT 20:38 schmerzlich betrbt, am meisten ber das Wort, das er gesagt 
hatte, sie wrden sein Angesicht nicht mehr sehen. Und sie geleiteten ihn 
zum Schiff.
ACT 21:1 Als es aber geschah, da wir uns von ihnen losgerissen hatten und 
abgefahren waren, kamen wir in gerader Fahrt nach Kos und am folgenden 
Tage nach Rhodus und von da nach Patara.
ACT 21:2 Und da wir ein Schiff fanden, das nach Phnizien fuhr, stiegen 
wir ein und fuhren ab.
ACT 21:3 Als wir aber Cypern erblickten, lieen wir es links liegen, 
fuhren nach Syrien und gelangten nach Tyrus; denn daselbst sollte das 
Schiff die Last ausladen.
ACT 21:4 Und als wir die Jnger aufgefunden hatten, blieben wir sieben 
Tage dort. Und sie sagten dem Paulus durch den Geist, er solle nicht nach 
Jerusalem hinaufziehen.
ACT 21:5 Als es aber geschah, da wir diese Tage verlebt hatten, brachen 
wir auf und zogen fort, wobei sie uns alle mit Frau und Kind bis vor die 
Stadt hinaus begleiteten; und wir knieten am Meeresstrand nieder und 
beteten.
ACT 21:6 Und nachdem wir voneinander Abschied genommen hatten, stiegen wir 
in das Schiff; sie aber kehrten wieder nach Hause zurck.
ACT 21:7 Wir aber beendigten die Fahrt und kamen von Tyrus nach Ptolemais 
und begrten die Brder und blieben einen Tag bei ihnen.
ACT 21:8 Am folgenden Tage aber zogen wir aus und kamen nach Csarea; und 
wir gingen in das Haus des Evangelisten Philippus, der einer von den 
Sieben war, und blieben bei ihm.
ACT 21:9 Dieser hatte vier Tchter, Jungfrauen, welche weissagten.
ACT 21:10 Als wir uns aber mehrere Tage dort aufhielten, kam aus Juda ein 
Prophet namens Agabus herab.
ACT 21:11 Der kam zu uns, nahm den Grtel des Paulus und band sich die 
Hnde und die Fe und sprach: Das sagt der heilige Geist: Den Mann, dem 
dieser Grtel gehrt, werden die Juden in Jerusalem so binden und in die 
Hnde der Heiden ausliefern!
ACT 21:12 Da wir solches hrten, baten wir und die Einwohner des Ortes, 
da er nicht nach Jerusalem hinaufziehen mchte.
ACT 21:13 Aber Paulus antwortete: Was macht ihr, da ihr weinet und mir 
das Herz brechet? Ich bin bereit, nicht nur mich binden zu lassen, sondern 
auch in Jerusalem zu sterben fr den Namen des Herrn Jesus!
ACT 21:14 Und da er sich nicht berreden lie, beruhigten wir uns und 
sprachen: Des Herrn Wille geschehe!
ACT 21:15 Nach diesen Tagen aber machten wir uns reisefertig und zogen 
hinauf nach Jerusalem.
ACT 21:16 Es gingen aber auch etliche Jnger aus Csarea mit uns, die 
brachten uns zu einem gewissen Mnaso aus Cypern, einem alten Jnger, bei 
welchem wir Herberge nehmen sollten.
ACT 21:17 Und als wir in Jerusalem angekommen waren, nahmen uns die Brder 
mit Freuden auf.
ACT 21:18 Am folgenden Tage aber ging Paulus mit uns zu Jakobus, und alle 
ltesten fanden sich ein.
ACT 21:19 Und nachdem er sie begrt hatte, erzhlte er alles bis ins 
einzelne, was Gott unter den Heiden durch seinen Dienst getan hatte.
ACT 21:20 Sie aber priesen Gott, als sie solches hrten, und sprachen zu 
ihm: Bruder, du siehst, wie viele Tausende von Juden glubig geworden 
sind, und alle sind Eiferer fr das Gesetz.
ACT 21:21 Es ist ihnen aber ber dich berichtet worden, du lehrest alle 
Juden, die unter den Heiden sind, den Abfall von Mose und sagest, sie 
sollen ihre Kinder nicht beschneiden und nicht nach den Gebruchen wandeln.
ACT 21:22 Was ist nun zu tun? Auf jeden Fall mu die Menge zusammenkommen; 
denn sie werden hren, da du angelangt bist.
ACT 21:23 So tue nun das, was wir dir sagen: Wir haben vier Mnner, die 
ein Gelbde auf sich haben;
ACT 21:24 diese nimm zu dir, la dich reinigen mit ihnen und trage die 
Kosten fr sie, da sie das Haupt scheren, so werden alle erkennen, da an 
dem, was ber dich berichtet worden, nichts ist, sondern da auch du dich 
der Beobachtung des Gesetzes befleiigst.
ACT 21:25 Was aber die glubig gewordenen Heiden betrifft, so haben wir 
hingesandt und angeordnet, da sie von alledem nichts zu beobachten haben, 
sondern sich nur hten sollen vor dem Gtzenopfer und dem Blut und dem 
Erstickten und der Unzucht.
ACT 21:26 Da nahm Paulus die Mnner zu sich und ging am folgenden Tage, 
nachdem er sich hatte reinigen lassen, mit ihnen in den Tempel und 
kndigte die Erfllung der Tage der Reinigung an, bis fr einen jeden von 
ihnen das Opfer dargebracht wre.
ACT 21:27 Als aber die sieben Tage zu Ende gingen, brachten die Juden aus 
Asien, die ihn im Tempel sahen, das ganze Volk in Aufruhr und legten Hand 
an ihn und schrieen:
ACT 21:28 Ihr israelitischen Mnner, kommet zu Hilfe! Das ist der Mensch, 
der allenthalben jedermann lehrt gegen das Volk und das Gesetz und diese 
Sttte. Dazu hat er auch noch Griechen in den Tempel gefhrt und diese 
heilige Sttte entweiht!
ACT 21:29 Sie hatten nmlich vorher den Trophimus aus Ephesus mit ihm in 
der Stadt gesehen und meinten, Paulus habe ihn in den Tempel gefhrt.
ACT 21:30 Und die ganze Stadt kam in Bewegung, und es entstand ein 
Zusammenlauf des Volkes; und sie ergriffen den Paulus und schleppten ihn 
zum Tempel hinaus, und alsbald wurden die Tren verschlossen.
ACT 21:31 Als sie ihn aber zu tten suchten, kam die Anzeige hinauf zum 
Obersten der Schar, da ganz Jerusalem in Aufruhr sei.
ACT 21:32 Der nahm sogleich Soldaten und Hauptleute mit sich und eilte zu 
ihnen hinab. Als sie aber den Obersten und die Soldaten sahen, hrten sie 
auf, Paulus zu schlagen.
ACT 21:33 Da kam der Oberste herzu und verhaftete ihn und lie ihn mit 
zwei Ketten fesseln und erkundigte sich, wer er sei und was er getan habe.
ACT 21:34 Unter dem Volk aber schrieen die einen dies, die andern das; und 
da er vor dem Lrm nichts Gewisses erfahren konnte, befahl er, ihn in die 
Kaserne zu fhren.
ACT 21:35 Als er aber an die Stufen kam, mute er von den Soldaten 
getragen werden wegen dem Druck des Volkes.
ACT 21:36 Denn die Menge des Volkes folgte nach und schrie: Hinweg mit ihm 
in die Kaserne!
ACT 21:37 Und da Paulus hineingefhrt werden sollte, sprach er zu dem 
Obersten: Darf ich etwas zu dir sagen? Er aber sprach: Du verstehst 
Griechisch?
ACT 21:38 Bist du also nicht der gypter, der vor diesen Tagen einen 
Aufruhr machte und die viertausend Mann Meuchelmrder in die Wste 
hinausfhrte?
ACT 21:39 Aber Paulus sprach: Ich bin ein jdischer Mann, aus Tarsus in 
Cilicien, Brger einer nicht unberhmten Stadt. Ich bitte dich, erlaube 
mir, zum Volk zu reden!
ACT 21:40 Und da er ihm die Erlaubnis gab, stellte sich Paulus auf die 
Stufen und winkte dem Volke mit der Hand. Und als es ganz still geworden 
war, redete er sie in hebrischer Sprache an und sagte:
ACT 22:1 Ihr Mnner, Brder und Vter, hret jetzt meine Verteidigung vor 
euch an!
ACT 22:2 Als sie aber hrten, da er in hebrischer Sprache zu ihnen 
redete, wurden sie noch ruhiger; und er sprach:
ACT 22:3 Ich bin ein jdischer Mann, geboren zu Tarsus in Cilicien, aber 
erzogen in dieser Stadt, zu den Fen Gamaliels, unterrichtet mit allem 
Flei im vterlichen Gesetz, und ich war ein Eiferer fr Gott, wie ihr 
alle es heute seid.
ACT 22:4 Ich verfolgte diesen Weg bis auf den Tod, indem ich Mnner und 
Frauen band und ins Gefngnis berlieferte,
ACT 22:5 wie mir auch der Hohepriester und der ganze Rat der ltesten 
Zeugnis gibt. Von ihnen empfing ich sogar Briefe an die Brder und zog 
nach Damaskus, um auch die, welche dort waren, gebunden nach Jerusalem zu 
fhren, damit sie bestraft wrden.
ACT 22:6 Es geschah mir aber, als ich auf meiner Reise in die Nhe von 
Damaskus kam, da mich am Mittag pltzlich vom Himmel her ein helles Licht 
umstrahlte.
ACT 22:7 Und ich fiel zu Boden und hrte eine Stimme, die zu mir sprach: 
Saul! Saul! was verfolgst du mich?
ACT 22:8 Ich aber antwortete: Wer bist du, Herr? Und er sprach zu mir: Ich 
bin Jesus, der Nazarener, den du verfolgst!
ACT 22:9 Meine Begleiter aber sahen zwar das Licht und wurden voll Furcht, 
aber die Stimme dessen, der mit mir redete, hrten sie nicht.
ACT 22:10 Und ich sprach: Was soll ich tun, Herr? Der Herr sprach zu mir: 
Steh auf und gehe nach Damaskus; dort wird man dir alles sagen, was dir zu 
tun verordnet ist.
ACT 22:11 Da ich aber vor dem Glanze jenes Lichtes nicht sehen konnte, 
wurde ich von meinen Begleitern an der Hand gefhrt und kam nach Damaskus.
ACT 22:12 Aber ein gewisser Ananias, ein frommer Mann nach dem Gesetz, der 
von allen Juden, die dort wohnten, ein gutes Zeugnis hat,
ACT 22:13 der kam zu mir, trat herzu und sprach zu mir: Bruder Saul, werde 
wieder sehend! Und zur selben Stunde konnte ich ihn sehen.
ACT 22:14 Er aber sprach: Der Gott unsrer Vter hat dich vorherbestimmt, 
seinen Willen zu erkennen und den Gerechten zu sehen und die Stimme aus 
seinem Munde zu hren;
ACT 22:15 denn du sollst bei allen Menschen ein Zeuge fr ihn sein von 
dem, was du gesehen und gehrt hast.
ACT 22:16 Und nun, was zgerst du? Steh auf, la dich taufen und deine 
Snden abwaschen, indem du seinen Namen anrufst!
ACT 22:17 Es geschah mir aber, als ich nach Jerusalem zurckgekehrt war 
und im Tempel betete, da ich in eine Verzckung geriet
ACT 22:18 und Ihn sah, der zu mir sprach: Eile und geh schnell aus 
Jerusalem fort, denn sie werden dein Zeugnis von mir nicht annehmen!
ACT 22:19 Und ich sprach: Herr, sie wissen selbst, da ich die, welche an 
dich glaubten, ins Gefngnis werfen und in den Synagogen schlagen lie,
ACT 22:20 und da auch ich dabei stand, als das Blut deines Zeugen 
Stephanus vergossen wurde, und seiner Hinrichtung beistimmte und die 
Kleider derer verwahrte, die ihn tteten.
ACT 22:21 Und er sprach zu mir: Gehe hin, denn ich will dich in die Ferne 
zu den Heiden senden!
ACT 22:22 Sie hrten ihm aber zu bis zu diesem Wort; da erhoben sie ihre 
Stimme und sprachen: Hinweg mit solchem von der Erde! Denn es ziemt sich 
nicht, da er am Leben bleibe!
ACT 22:23 Als sie aber schrieen und die Kleider abwarfen und Staub in die 
Luft schleuderten,
ACT 22:24 lie der Oberste ihn in die Kaserne fhren und befahl, ihn unter 
Geielhieben zu verhren, damit er erfhre, aus welchem Grund sie derart 
ber ihn schrieen.
ACT 22:25 Als sie ihn aber [fr die Geielung] mit den Riemen 
ausstreckten, sprach Paulus zu dem Hauptmann, der dabeistand: Ist es euch 
erlaubt, einen Rmer, dazu noch ohne Urteil, zu geieln?
ACT 22:26 Als der Hauptmann das hrte, ging er zu dem Obersten, meldete es 
ihm und sprach: Siehe zu, was du tun willst, denn dieser Mensch ist ein 
Rmer!
ACT 22:27 Da kam der Oberste herzu und sprach zu ihm: Sage mir, bist du 
ein Rmer? Er antwortete: Ja!
ACT 22:28 Und der Oberste erwiderte: Ich habe dieses Brgerrecht um eine 
groe Summe erworben. Paulus aber sprach: Und ich bin sogar darin geboren!
ACT 22:29 Alsbald standen die, welche ihn peinlich verhren wollten, von 
ihm ab, und auch der Oberste frchtete sich, da er vernommen hatte, da er 
ein Rmer sei, und weil er ihn hatte fesseln lassen.
ACT 22:30 Am folgenden Tage aber, da er mit Gewiheit erfahren wollte, 
wessen er von den Juden angeklagt werde, entledigte er ihn der Fesseln und 
lie die Hohenpriester samt dem ganzen Hohen Rat zusammenkommen und fhrte 
Paulus hinab und stellte ihn vor sie.
ACT 23:1 Da sah Paulus den Hohen Rat fest an und sprach: Ihr Mnner und 
Brder, ich habe mit allem guten Gewissen Gott zu dienen gesucht bis auf 
diesen Tag.
ACT 23:2 Aber der Hohepriester Ananias befahl den Umstehenden, ihn auf den 
Mund zu schlagen.
ACT 23:3 Da sprach Paulus zu ihm: Gott wird dich schlagen, du getnchte 
Wand! Du sitzest da, mich zu richten nach dem Gesetz, und heiest mich 
schlagen wider das Gesetz?
ACT 23:4 Die Umstehenden aber sprachen: Schmhst du den Hohenpriester 
Gottes?
ACT 23:5 Da sprach Paulus: Ich wute nicht, ihr Brder, da er 
Hoherpriester ist, denn es steht geschrieben: Den Obersten deines Volkes 
sollst du nicht schmhen.
ACT 23:6 Da aber Paulus wute, da der eine Teil aus Sadduzern, der 
andere aus Pharisern bestand, rief er in die Ratsversammlung hinein: Ihr 
Mnner und Brder, ich bin ein Phariser und eines Pharisers Sohn; wegen 
der Hoffnung und der Auferstehung der Toten werde ich gerichtet!
ACT 23:7 Als er aber solches sagte, entstand ein Streit zwischen den 
Pharisern und den Sadduzern, und die Versammlung spaltete sich.
ACT 23:8 Denn die Sadduzer sagen, es gebe keine Auferstehung, auch weder 
Engel noch Geist; die Phariser aber bekennen sich zu beidem.
ACT 23:9 Es entstand aber ein groes Geschrei, und einige Schriftgelehrte 
von der Partei der Phariser standen auf, stritten und sprachen: Wir 
finden nichts Bses an diesem Menschen; hat aber ein Geist zu ihm geredet 
oder ein Engel, so wollen wir nicht wider Gott streiten!
ACT 23:10 Da aber ein groer Zwist entstand, befrchtete der Oberste, 
Paulus mchte von ihnen zerrissen werden, und er lie die Truppe 
herabkommen und ihn aus ihrer Mitte reien und in die Kaserne fhren.
ACT 23:11 Aber in der folgenden Nacht trat der Herr zu ihm und sprach: Sei 
getrost, Paulus! Denn wie du in Jerusalem von mir gezeugt hast, so sollst 
du auch in Rom zeugen.
ACT 23:12 Als es aber Tag geworden war, rotteten sich etliche Juden 
zusammen und verschworen sich, weder zu essen noch zu trinken, bis sie den 
Paulus umgebracht htten.
ACT 23:13 Es waren aber ihrer mehr als vierzig, die diese Verschwrung 
gemacht hatten.
ACT 23:14 Diese gingen zu den Hohenpriestern und ltesten und sprachen: 
Wir haben uns mit einem Fluche verschworen, nichts zu genieen, bis wir 
den Paulus umgebracht haben.
ACT 23:15 So machet nun ihr samt dem Hohen Rate es dem Obersten klar, da 
er ihn morgen zu euch hinabfhre, da ihr seine Sache genauer untersuchen 
mchtet; wir aber sind bereit, ihn vor seiner Ankunft umzubringen.
ACT 23:16 Als aber der Schwestersohn des Paulus von diesem Anschlag hrte, 
kam er, ging in die Kaserne hinein und meldete es dem Paulus.
ACT 23:17 Da rief Paulus einen der Hauptleute zu sich und sprach: Fhre 
diesen Jngling zu dem Obersten, denn er hat ihm etwas zu melden.
ACT 23:18 Der nahm ihn und fhrte ihn zu dem Obersten und sprach: Der 
Gefangene Paulus rief mich zu sich und bat mich, diesen Jngling zu dir zu 
fhren, der dir etwas zu sagen habe.
ACT 23:19 Da nahm ihn der Oberste bei der Hand, ging mit ihm beiseite und 
fragte ihn: Was hast du mir zu melden?
ACT 23:20 Und er sprach: Die Juden sind bereingekommen, dich zu bitten, 
da du morgen Paulus in den Hohen Rat hinabfhren lassest, da sie seine 
Sache noch genauer untersuchen mchten.
ACT 23:21 La dich aber nicht von ihnen bereden, denn mehr als vierzig 
Mnner von ihnen stellen ihm nach; die haben sich verschworen, weder zu 
essen noch zu trinken, bis sie ihn umgebracht haben, und jetzt sind sie 
bereit und warten auf deine Zusage.
ACT 23:22 Nun entlie der Oberste den Jngling und gebot ihm, niemandem zu 
sagen, da er ihm solches angezeigt habe.
ACT 23:23 Und er lie zwei Hauptleute zu sich rufen und sprach: Haltet 
zweihundert Soldaten bereit, damit sie nach Csarea ziehen, dazu siebzig 
Reiter und zweihundert Schleuderer, von der dritten Stunde der Nacht an;
ACT 23:24 auch soll man Tiere bereitstellen, um den Paulus daraufzusetzen 
und ihn zu dem Landpfleger Felix in Sicherheit zu bringen.
ACT 23:25 Und er schrieb einen Brief, der folgenden Inhalt hatte:
ACT 23:26 Claudius Lysias schickt dem edlen Landpfleger Felix einen Gru!
ACT 23:27 Diesen Mann, den die Juden ergriffen haben und umbringen 
wollten, habe ich mit Hilfe der Truppe befreit, da ich vernahm, da er ein 
Rmer sei.
ACT 23:28 Da ich aber den Grund ihrer Anklage gegen ihn ermitteln wollte, 
fhrte ich ihn in ihren Hohen Rat hinab.
ACT 23:29 Da fand ich, da er wegen Streitfragen ihres Gesetzes angeklagt 
werde, aber keine Anklage auf sich habe, die des Todes oder der Bande wert 
wre.
ACT 23:30 Da mir aber angezeigt wurde, da eine Verschwrung gegen diesen 
Mann bestehe, so habe ich ihn sogleich zu dir geschickt und auch den 
Klgern befohlen, sich seinetwegen an dich zu wenden. Lebe wohl!
ACT 23:31 Die Kriegsknechte nun nahmen den Paulus, wie ihnen befohlen war, 
und fhrten ihn bei Nacht nach Antipatris.
ACT 23:32 Am folgenden Tage aber lieen sie die Reiter mit ihm ziehen und 
kehrten wieder in die Kaserne zurck.
ACT 23:33 Jene aber bergaben bei ihrer Ankunft in Csarea dem Landpfleger 
den Brief und fhrten ihm auch den Paulus vor.
ACT 23:34 Nachdem aber der Landpfleger den Brief gelesen und auf die 
Frage, aus welcher Provinz er wre, erfahren hatte, da er aus Cilicien 
sei, sprach er:
ACT 23:35 Ich will dich verhren, wenn deine Anklger auch eingetroffen 
sind. Und er befahl, ihn im Palast des Herodes zu bewachen.
ACT 24:1 Nach fnf Tagen aber kam der Hohepriester Ananias mit den 
ltesten und einem Redner, einem gewissen Tertullus, hinab; diese 
erschienen vor dem Landpfleger wider Paulus.
ACT 24:2 Als dieser aber gerufen worden war, erhob Tertullus die Anklage 
und sprach:
ACT 24:3 Da wir viel Frieden durch dich genieen und da diesem Volke 
durch deine Frsorge bessere Zustnde geschaffen worden sind, das 
anerkennen wir allezeit und allenthalben, edelster Felix, mit aller 
Dankbarkeit!
ACT 24:4 Damit ich dich aber nicht allzusehr bemhe, bitte ich dich, uns 
in Krze nach deiner Freundlichkeit anzuhren.
ACT 24:5 Wir haben nmlich diesen Mann als eine Pest befunden, als einen, 
der Zwietracht stiftet unter allen Juden in der ganzen Welt, als einen 
Anfhrer der Sekte der Nazarener;
ACT 24:6 der auch versuchte, den Tempel zu entheiligen; den haben wir auch 
ergriffen und wollten ihn nach unsrem Gesetze richten.
ACT 24:7 Aber Lysias, der Oberste, kam dazu und fhrte ihn mit groer 
Gewalt aus unsern Hnden hinweg
ACT 24:8 und hie seine Anklger zu dir kommen. Von ihm kannst du selbst, 
so du ihn verhrest, alles das erfahren, dessen wir ihn anklagen.
ACT 24:9 Dem stimmten aber auch die Juden bei und behaupteten, es 
verhielte sich so.
ACT 24:10 Paulus aber gab auf den Wink des Landpflegers folgende Antwort: 
Da ich wei, da du seit vielen Jahren unter diesem Volke Richter bist, so 
verteidige ich meine Sache guten Mutes,
ACT 24:11 da du erfahren kannst, da es nicht lnger als zwlf Tage her 
ist, seit ich hinaufzog, um in Jerusalem anzubeten.
ACT 24:12 Und sie fanden mich weder im Tempel, da ich mich mit jemand 
unterredet oder einen Volksauflauf erregt htte, noch in den Synagogen, 
noch in der Stadt.
ACT 24:13 Sie knnen dir auch das nicht beweisen, wessen sie mich jetzt 
anklagen.
ACT 24:14 Das bekenne ich dir aber, da ich nach dem Wege, welchen sie 
eine Sekte nennen, dem Gott der Vter also diene, da ich an alles glaube, 
was im Gesetz und in den Propheten geschrieben steht;
ACT 24:15 und ich habe die Hoffnung zu Gott, auf welche auch sie selbst 
warten, da es eine Auferstehung der Toten, sowohl der Gerechten als der 
Ungerechten, geben wird.
ACT 24:16 Darum be ich mich auch, allezeit ein unverletztes Gewissen zu 
haben gegenber Gott und den Menschen.
ACT 24:17 Ich bin aber nach vielen Jahren gekommen, um Almosen fr mein 
Volk zu bringen und Opfer.
ACT 24:18 Dabei fanden mich, als ich im Tempel ohne Lrm und Getmmel 
gereinigt wurde, etliche Juden aus Asien;
ACT 24:19 die sollten vor dir erscheinen und Anklage erheben, wenn sie 
etwas wider mich htten.
ACT 24:20 Oder diese selbst mgen sagen, was fr ein Unrecht sie an mir 
gefunden haben, als ich vor dem Hohen Rate stand;
ACT 24:21 es wre denn wegen jenes einzigen Wortes, das ich ausrief, als 
ich unter ihnen stand: Wegen der Auferstehung der Toten werde ich heute 
von euch gerichtet!
ACT 24:22 Als Felix solches hrte, verwies er sie auf eine sptere Zeit, 
da er den Weg genauer kannte, und sprach: Wenn Lysias, der Oberste, 
herabkommt, will ich eure Sache untersuchen.
ACT 24:23 Und er befahl dem Hauptmann, Paulus in Gewahrsam zu halten, 
jedoch in milder Haft, auch keinem der Seinigen zu wehren, ihm Dienste zu 
leisten.
ACT 24:24 Nach etlichen Tagen aber kam Felix mit seinem Weibe Drusilla, 
die eine Jdin war, und lie den Paulus holen und hrte ihn ber den 
Glauben an Christus Jesus.
ACT 24:25 Als er aber von Gerechtigkeit und Enthaltsamkeit und dem 
zuknftigen Gericht redete, wurde dem Felix bange, und er antwortete: Fr 
diesmal gehe hin; wenn ich aber gelegene Zeit bekomme, will ich dich 
wieder rufen lassen!
ACT 24:26 Zugleich hoffte er aber auch, da ihm von Paulus Geld gegeben 
wrde, damit er ihn freiliee. Darum lie er ihn auch fters kommen und 
besprach sich mit ihm.
ACT 24:27 Als aber zwei Jahre verflossen waren, bekam Felix zum Nachfolger 
den Porcius Festus, und da sich Felix die Juden zu Dank verpflichten 
wollte, lie er den Paulus gebunden zurck.
ACT 25:1 Als nun Festus in der Provinz angekommen war, zog er nach drei 
Tagen von Csarea nach Jerusalem hinauf.
ACT 25:2 Da wurden die Hohenpriester und die Vornehmsten der Juden bei ihm 
vorstellig gegen Paulus,
ACT 25:3 redeten ihm zu und baten es sich als eine Gunst wider ihn aus, 
da er ihn nach Jerusalem holen liee; dabei planten sie einen Anschlag, 
um ihn unterwegs umzubringen.
ACT 25:4 Da antwortete Festus, Paulus werde in Csarea in Verwahrung 
gehalten, er selbst aber werde in Blde wieder abreisen.
ACT 25:5 So lasset nun, sprach er, eure Bevollmchtigten mit hinabziehen; 
und wenn eine Schuld an diesem Manne ist, sollen sie ihn anklagen!
ACT 25:6 Nachdem er aber nicht mehr als acht oder zehn Tage bei ihnen 
gewesen war, zog er nach Csarea hinab, und am folgenden Tage setzte er 
sich auf den Richterstuhl und lie den Paulus vorfhren.
ACT 25:7 Und als dieser erschien, umringten ihn die Juden, die von 
Jerusalem herabgekommen waren, und brachten viele und schwere Klagen gegen 
ihn vor, die sie nicht beweisen konnten,
ACT 25:8 whrend Paulus sich also verteidigte: Weder gegen das Gesetz der 
Juden, noch gegen den Tempel, noch gegen den Kaiser habe ich etwas 
verbrochen!
ACT 25:9 Festus aber, der sich die Juden zu Dank verpflichten wollte, 
antwortete dem Paulus und sprach: Willst du nach Jerusalem hinaufziehen 
und dich dort hierber von mir richten lassen?
ACT 25:10 Aber Paulus sprach: Ich stehe vor dem Richterstuhl des Kaisers, 
da mu ich gerichtet werden! Den Juden habe ich kein Unrecht getan, wie du 
selbst am besten weit.
ACT 25:11 Bin ich aber im Unrecht und habe etwas begangen, was des Todes 
wert ist, so weigere ich mich nicht zu sterben. Ist aber nichts an dem, 
dessen diese mich anklagen, so kann mich niemand ihnen zu Gefallen 
preisgeben. Ich berufe mich auf den Kaiser!
ACT 25:12 Da besprach sich Festus mit seinem Rat und antwortete: Du hast 
dich auf den Kaiser berufen; zum Kaiser sollst du ziehen!
ACT 25:13 Als aber etliche Tage vergangen waren, kam der Knig Agrippa mit 
Bernice nach Csarea, um Festus zu begren.
ACT 25:14 Und da sie sich mehrere Tage dort aufhielten, legte Festus dem 
Knig die Sache des Paulus vor und sprach: Es ist von Felix ein Mann 
gefangen zurckgelassen worden,
ACT 25:15 wegen dessen, als ich in Jerusalem war, die Hohenpriester und 
ltesten der Juden vorstellig wurden, indem sie seine Verurteilung 
verlangten.
ACT 25:16 Denen antwortete ich, es sei nicht der Rmer Brauch, einen 
Menschen preiszugeben, ehe der Angeklagte die Klger vor Augen habe und 
Gelegenheit erhalte, sich der Klage wegen zu verteidigen.
ACT 25:17 Als sie nun hier zusammengekommen waren, machte ich keinen 
Aufschub, sondern setzte mich am folgenden Tage auf den Richterstuhl und 
lie den Mann vorfhren.
ACT 25:18 Als nun die Klger auftraten, brachten sie gar keine Klage wegen 
eines Verbrechens ber ihn vor, wie ich vermutet hatte;
ACT 25:19 dagegen hatten sie einige Streitfragen betreffend ihre Religion 
und einen verstorbenen Jesus, von welchem Paulus behauptete, er lebe.
ACT 25:20 Da ich aber nicht wute, wie ich ber solche Fragen ein Verhr 
anstellen sollte, fragte ich, ob er nach Jerusalem ziehen und sich dort 
hierber richten lassen wolle.
ACT 25:21 Da sich aber Paulus darauf berief, da er in Erwartung der 
Entscheidung des Kaisers in Gewahrsam gehalten werde, befahl ich, ihn in 
Haft zu behalten, bis ich ihn zum Kaiser sende.
ACT 25:22 Agrippa aber sprach zu Festus: Ich mchte den Menschen auch 
gerne hren! Er sprach: Morgen sollst du ihn hren!
ACT 25:23 Am folgenden Tage nun kamen Agrippa und Bernice mit groem 
Geprnge und gingen mit den Obersten und den angesehensten Mnnern der 
Stadt in den Hrsaal, und auf Befehl des Festus wurde Paulus gebracht.
ACT 25:24 Und Festus sprach: Knig Agrippa und alle anwesenden Mnner! Da 
seht ihr den, um dessentwillen die ganze Menge der Juden in Jerusalem und 
hier mich anging, indem sie schrieen, er drfe nicht lnger leben.
ACT 25:25 Weil ich aber erkannte, da er nichts getan hat, was des Todes 
wrdig wre, und auch er selbst sich auf den Kaiser berufen hat, so habe 
ich beschlossen, ihn abzusenden.
ACT 25:26 Ich wei jedoch dem Herrn nichts Gewisses ber ihn zu schreiben. 
Darum habe ich ihn euch vorgefhrt, allermeist dir, Knig Agrippa, damit 
ich nach geschehener Untersuchung etwas zu schreiben wisse.
ACT 25:27 Denn es dnkt mich unvernnftig, einen Gefangenen abzusenden, 
ohne die gegen ihn erhobenen Klagen anzugeben.
ACT 26:1 Agrippa aber sprach zu Paulus: Es ist dir erlaubt, fr dich zu 
reden! Da streckte Paulus die Hand aus und verantwortete sich also:
ACT 26:2 Ich schtze mich glcklich, Knig Agrippa, mich heute vor dir 
verantworten zu drfen wegen aller Anklagen, welche die Juden gegen mich 
erheben,
ACT 26:3 da du ja alle Gebruche und Streitfragen der Juden genau kennst; 
darum bitte ich dich, mich geduldig anzuhren.
ACT 26:4 Was nun meinen Lebenswandel von Jugend auf betrifft, den ich von 
Anfang an unter meinem Volke, und zwar in Jerusalem fhrte, so kennen mich 
alle Juden;
ACT 26:5 da sie wissen, wenn sie es bezeugen wollen, da ich frher nach 
der strengsten Richtung unserer Religion gelebt habe, als ein Phariser.
ACT 26:6 Und jetzt stehe ich vor Gericht wegen der Hoffnung auf die von 
Gott an unsre Vter ergangene Verheiung,
ACT 26:7 zu welcher unsere zwlf Stmme Tag und Nacht mit anhaltendem 
Gottesdienst zu gelangen hoffen. Wegen dieser Hoffnung werde ich, Knig 
Agrippa, von den Juden angeklagt!
ACT 26:8 Warum wird es bei euch fr unglaublich gehalten, da Gott Tote 
auferweckt?
ACT 26:9 Ich habe zwar auch gemeint, ich mte gegen den Namen Jesus von 
Nazareth viel Feindseliges verben,
ACT 26:10 was ich auch zu Jerusalem tat; und viele der Heiligen lie ich 
ins Gefngnis schlieen, wozu ich von den Hohenpriestern die Vollmacht 
empfangen hatte, und wenn sie gettet werden sollten, gab ich die Stimme 
dazu.
ACT 26:11 Und in allen Synagogen zwang ich sie oft durch Strafen, zu 
lstern, und ber die Maen gegen sie wtend, verfolgte ich sie sogar bis 
in die auswrtigen Stdte.
ACT 26:12 Als ich nun in solchem Tun mit Vollmacht und Erlaubnis der 
Hohenpriester nach Damaskus reiste,
ACT 26:13 sah ich mitten am Tage auf dem Wege, o Knig, vom Himmel her ein 
Licht, heller als der Sonne Glanz, welches mich und meine Reisegefhrten 
umleuchtete.
ACT 26:14 Und da wir alle zur Erde fielen, hrte ich eine Stimme in 
hebrischer Sprache zu mir sagen: Saul, Saul! was verfolgst du mich? Es 
wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen!
ACT 26:15 Ich aber sprach: Wer bist du, Herr? Der Herr aber sprach: Ich 
bin Jesus, den du verfolgst!
ACT 26:16 Aber steh auf und tritt auf deine Fe! Denn dazu bin ich dir 
erschienen, dich zu verordnen zum Diener und Zeugen dessen, was du von mir 
gesehen hast und was ich dir noch offenbaren werde,
ACT 26:17 und ich will dich erretten von dem Volk und von den Heiden, 
unter welche ich dich sende,
ACT 26:18 um ihnen die Augen zu ffnen, damit sie sich bekehren von der 
Finsternis zum Licht und von der Gewalt des Satans zu Gott, auf da sie 
Vergebung der Snden und ein Erbteil unter den Geheiligten empfangen durch 
den Glauben an mich!
ACT 26:19 Daher, Knig Agrippa, bin ich der himmlischen Erscheinung nicht 
ungehorsam gewesen,
ACT 26:20 sondern ich habe zuerst denen in Damaskus und in Jerusalem und 
dann im ganzen jdischen Lande und den Heiden verkndigt, sie sollten Bue 
tun und sich zu Gott bekehren, indem sie Werke tun, die der Bue wrdig 
sind.
ACT 26:21 Deswegen griffen mich die Juden im Tempel und suchten mich 
umzubringen.
ACT 26:22 Aber da mir Hilfe von Gott widerfahren ist, so stehe ich bis auf 
diesen Tag und lege Zeugnis ab vor Kleinen und Groen und lehre nichts 
anderes, als was die Propheten und Mose gesagt haben, da es geschehen 
werde:
ACT 26:23 nmlich, da Christus leiden msse und da er, der Erstling aus 
der Auferstehung der Toten, Licht verkndigen werde dem Volke und auch den 
Heiden.
ACT 26:24 Als er aber zu seiner Verteidigung solches sagte, sprach Festus 
mit lauter Stimme: Paulus, du bist von Sinnen! Das viele Studieren bringt 
dich um den Verstand!
ACT 26:25 Er aber sprach: Edelster Festus, ich bin nicht von Sinnen, 
sondern ich rede wahre und wohlberlegte Worte!
ACT 26:26 Denn der Knig versteht diese Dinge sehr wohl, an ihn richte ich 
meine freimtige Rede. Denn ich bin berzeugt, da ihm nichts davon 
unbekannt ist; denn solches ist nicht im Winkel geschehen!
ACT 26:27 Glaubst du, Knig Agrippa, den Propheten? Ich wei, da du 
glaubst.
ACT 26:28 Agrippa aber sprach zu Paulus: Du berredest mich bald, da ich 
ein Christ werde!
ACT 26:29 Paulus erwiderte: Ich wnschte zu Gott, da ber kurz oder lang 
nicht allein du, sondern auch alle, die mich heute hren, solche wrden, 
wie ich bin, ausgenommen diese Bande!
ACT 26:30 Und der Knig stand auf, ebenso der Landpfleger und Bernice und 
die bei ihnen saen.
ACT 26:31 Und sie zogen sich zurck und redeten miteinander und sprachen: 
Dieser Mensch tut nichts, was des Todes oder der Bande wert ist!
ACT 26:32 Agrippa aber sprach zu Festus: Man knnte diesen Menschen 
freilassen, wenn er sich nicht auf den Kaiser berufen htte!
ACT 27:1 Als es aber beschlossen worden war, da wir nach Italien abfahren 
sollten, bergaben sie Paulus und einige andere Gefangene einem Hauptmann 
namens Julius von der Kaiserlichen Schar.
ACT 27:2 Nachdem wir aber ein adramyttenisches Schiff bestiegen hatten, 
welches der kleinasiatischen Kste entlang fahren sollte, reisten wir ab 
in Begleitung des Mazedoniers Aristarchus aus Thessalonich.
ACT 27:3 Und am andern Tage liefen wir in Zidon ein; und Julius erzeigte 
sich menschenfreundlich gegen Paulus und erlaubte ihm, zu seinen Freunden 
zu gehen und ihrer Pflege zu genieen.
ACT 27:4 Von da fuhren wir ab und segelten unter Cypern hin, weil die 
Winde uns entgegen waren.
ACT 27:5 Und nachdem wir das Meer bei Cilicien und Pamphilien durchschifft 
hatten, kamen wir nach Myra in Lycien.
ACT 27:6 Und dort fand der Hauptmann ein alexandrinisches Schiff, das nach 
Italien fuhr, und brachte uns auf dasselbe.
ACT 27:7 Da wir aber whrend vieler Tage eine langsame Fahrt hatten und 
nur mit Mhe in die Nhe von Knidus kamen, weil der Wind uns nicht 
hinzulie, so segelten wir unter Kreta hin gegen Salmone,
ACT 27:8 Und indem wir mit Mhe der Kste entlang fuhren, kamen wir an 
einen Ort, die schnen Hfen genannt, in dessen Nhe die Stadt Lasa war.
ACT 27:9 Da aber schon geraume Zeit verflossen war und die Schiffahrt 
gefhrlich wurde, weil auch die Fastenzeit bereits vorber war, warnte 
Paulus und sprach zu ihnen:
ACT 27:10 Ihr Mnner, ich sehe, da die Schiffahrt mit Schdigung und 
groem Verlust nicht nur fr die Ladung und das Schiff, sondern auch fr 
unser Leben verbunden sein wird!
ACT 27:11 Aber der Hauptmann glaubte dem Steuermann und dem Schiffsherrn 
mehr, als dem, was Paulus sagte.
ACT 27:12 Da aber der Hafen ungeeignet war zum berwintern, gab die 
Mehrzahl den Rat, von dort abzufahren, um womglich nach Phnix, einem 
Hafen von Kreta, der gegen Sdwest und Nordwest liegt, zu gelangen, und 
daselbst zu berwintern.
ACT 27:13 Da nun ein schwacher Sdwind wehte, meinten sie, sie htten ihre 
Absicht erreicht, lichteten die Anker und fuhren nahe bei der Kste von 
Kreta hin.
ACT 27:14 Aber nicht lange darnach fegte von der Insel ein Wirbelwind 
daher, Nord-Ost genannt;
ACT 27:15 der ri das Schiff mit sich fort, und da es dem Winde nicht 
widerstehen konnte, gaben wir es preis und lieen uns treiben.
ACT 27:16 Als wir aber an einer kleinen Insel, Klauda genannt, 
vorbeifuhren, vermochten wir kaum das Boot zu meistern, welches man 
emporzog, weil man es ntig hatte, um das Schiff zu unterbinden;
ACT 27:17 und weil sie frchteten, auf die Syrte geworfen zu werden, zogen 
sie die Segel ein und lieen sich so treiben.
ACT 27:18 Da wir aber vom Sturme heftig umhergetrieben wurden, warfen sie 
am folgenden Tage die Ladung ber Bord
ACT 27:19 und am dritten Tage mit eigener Hand das Schiffsgert.
ACT 27:20 Da aber whrend mehrerer Tage weder Sonne noch Sterne schienen 
und ein heftiger Sturm anhielt, schwand endlich alle Hoffnung, da wir 
gerettet wrden.
ACT 27:21 Und da man lange ohne Nahrung geblieben war, trat Paulus mitten 
unter sie und sprach: Man htte zwar, ihr Mnner, mir gehorchen und nicht 
von Kreta abfahren und sich diese Schdigung und den Verlust ersparen 
sollen.
ACT 27:22 Doch auch jetzt ermahne ich euch, guten Mutes zu sein, denn kein 
Leben von euch wird verloren gehen, nur das Schiff.
ACT 27:23 Denn in dieser Nacht trat zu mir ein Engel des Gottes, dem ich 
angehre, dem ich auch diene,
ACT 27:24 und sprach: Frchte dich nicht, Paulus, du mut vor den Kaiser 
treten; und siehe, Gott hat dir alle geschenkt, die mit dir im Schiffe 
sind!
ACT 27:25 Darum seid guten Mutes, ihr Mnner! Denn ich vertraue Gott, da 
es so gehen wird, wie es mir gesagt worden ist.
ACT 27:26 Wir mssen aber auf eine Insel verschlagen werden.
ACT 27:27 Als nun die vierzehnte Nacht kam, seitdem wir auf dem 
Adriatischen Meere umhergetrieben wurden, vermuteten die Schiffsleute um 
Mitternacht, da sich ihnen Land nhere.
ACT 27:28 Und sie lieen das Senkblei hinunter und fanden zwanzig Klafter. 
Und als sie ein wenig weitergefahren waren und es wieder hinunterlieen, 
fanden sie fnfzehn Klafter.
ACT 27:29 Und da sie frchteten, wir knnten auf Klippen geworfen werden, 
warfen sie vom Hinterteil des Schiffes vier Anker aus und wnschten, da 
es Tag wrde.
ACT 27:30 Als aber die Schiffsleute aus dem Schiffe zu entfliehen suchten 
und das Boot ins Meer hinablieen unter dem Vorwande, als wollten sie vom 
Vorderteile Anker auswerfen,
ACT 27:31 sprach Paulus zu dem Hauptmann und zu den Soldaten: Wenn diese 
nicht im Schiff bleiben, knnt ihr nicht gerettet werden.
ACT 27:32 Da hieben die Kriegsknechte die Stricke des Bootes ab und lieen 
es hinunterfallen.
ACT 27:33 Bis es aber Tag werden wollte, ermahnte Paulus alle, Speise zu 
sich zu nehmen, und sprach: Es ist heute der vierzehnte Tag, da ihr vor 
banger Erwartung ohne Nahrung geblieben seid und nichts zu euch genommen 
habt.
ACT 27:34 Darum ermahne ich euch, Speise zu euch zu nehmen, denn das dient 
zu eurer Rettung; denn keinem von euch wird ein Haar vom Haupte verloren 
gehen!
ACT 27:35 Und nachdem er das gesagt hatte, nahm er Brot, dankte Gott vor 
allen, brach es und fing an zu essen.
ACT 27:36 Da wurden alle guten Mutes und nahmen ebenfalls Speise zu sich.
ACT 27:37 Wir waren aber auf dem Schiff insgesamt 276 Seelen.
ACT 27:38 Und nachdem sie sich mit Speise gesttigt hatten, erleichterten 
sie das Schiff, indem sie das Getreide ins Meer warfen.
ACT 27:39 Als es aber Tag wurde, erkannten sie das Land nicht; sie wurden 
aber einer Bucht gewahr, die ein flaches Gestade hatte, an welches sie das 
Schiff womglich hinzutreiben beschlossen.
ACT 27:40 Und so schnitten sie die Anker ab und lieen sie ins Meer und 
lsten zugleich die Bande der Steuerruder; dann zogen sie das Vordersegel 
auf, gegen den Wind, und hielten dem Gestade zu.
ACT 27:41 Da sie aber an eine Landzunge gerieten, stieen sie mit dem 
Schiffe auf; und das Vorderteil blieb unbeweglich stecken, das Hinterteil 
aber zerbrach von der Gewalt der Wellen.
ACT 27:42 Von den Soldaten aber wurde vorgeschlagen, man solle die 
Gefangenen tten, damit keiner schwimmend entfliehe.
ACT 27:43 Der Hauptmann aber, der den Paulus retten wollte, verhinderte 
ihr Vorhaben und befahl, wer schwimmen knne, solle sich zuerst ins Meer 
werfen, um ans Land zu kommen, und die brigen teils auf Brettern, teils 
auf Schiffstrmmern.
ACT 27:44 Und so geschah es, da alle ans Land gerettet wurden.
ACT 28:1 Und als wir gerettet waren, da erfuhren wir, da die Insel Melite 
hie.
ACT 28:2 Die Barbaren aber erzeigten uns ungewhnliche 
Menschenfreundlichkeit; denn sie zndeten ein Feuer an und holten uns alle 
herbei wegen des anhaltenden Regens und um der Klte willen.
ACT 28:3 Als aber Paulus einen Haufen Reiser zusammenraffte und auf das 
Feuer legte, kam infolge der Hitze eine Otter hervor und fuhr ihm an die 
Hand.
ACT 28:4 Wie aber die Einwohner das Tier an seiner Hand hngen sahen, 
sprachen sie zueinander: Gewi ist dieser Mensch ein Mrder, den, ob er 
sich gleich aus dem Meere gerettet hat, die Rache dennoch nicht leben lt.
ACT 28:5 Er jedoch schleuderte das Tier ins Feuer und ihm widerfuhr kein 
bel.
ACT 28:6 Sie aber erwarteten, er werde aufschwellen oder pltzlich tot 
niederfallen. Als sie aber lange warteten und sahen, da ihm kein Leid 
widerfuhr, nderten sie ihre Meinung und sagten, er sei ein Gott.
ACT 28:7 Aber in der Umgebung jenes Ortes hatte der Vornehmste der Insel, 
namens Publius, ein Landgut; dieser nahm uns auf und beherbergte uns drei 
Tage lang freundlich.
ACT 28:8 Es begab sich aber, da der Vater des Publius am Fieber und an 
der Ruhr krank darniederlag. Paulus ging zu ihm hinein, betete und legte 
ihm die Hnde auf und machte ihn gesund.
ACT 28:9 Daraufhin kamen auch die brigen Kranken auf der Insel herbei und 
lieen sich heilen.
ACT 28:10 Diese erwiesen uns auch viel Ehre und gaben uns bei der Abfahrt 
noch alles Ntige mit.
ACT 28:11 Nach drei Monaten aber fuhren wir ab auf einem Schiffe von 
Alexandria, das auf der Insel berwintert hatte und das Zeichen der 
Zwillinge fhrte.
ACT 28:12 Und wir liefen in Syrakus ein und blieben drei Tage daselbst.
ACT 28:13 Und von da segelten wir um die Kste herum und kamen nach 
Regium; und da sich nach einem Tage der Sdwind erhob, gelangten wir am 
zweiten Tage nach Puteoli.
ACT 28:14 Daselbst fanden wir Brder und wurden von ihnen gebeten, sieben 
Tage zu bleiben, und so gelangten wir nach Rom.
ACT 28:15 Und von dort kamen die Brder, als sie von uns gehrt hatten, 
uns entgegen bis gen Appii Forum und Tres Tabern. Als Paulus sie sah, 
dankte er Gott und fate Mut.
ACT 28:16 Da wir aber nach Rom kamen, bergab der Hauptmann die Gefangenen 
dem Obersten der Leibwache; dem Paulus aber wurde gestattet, fr sich zu 
bleiben mit dem Soldaten, der ihn bewachte.
ACT 28:17 Es begab sich aber nach drei Tagen, da er die Vornehmsten der 
Juden zusammenrief. Und als sie versammelt waren, sprach er zu ihnen: Ihr 
Mnner und Brder, wiewohl ich nichts wider das Volk oder die Gebruche 
der Vter getan habe, bin ich gefangen von Jerusalem aus in die Hnde der 
Rmer berliefert worden.
ACT 28:18 Diese wollten mich freilassen, nachdem sie mich verhrt hatten, 
weil keine todeswrdige Schuld bei mir vorlag.
ACT 28:19 Da aber die Juden widersprachen, war ich gentigt, mich auf den 
Kaiser zu berufen, nicht als ob ich gegen mein Volk etwas zu klagen htte.
ACT 28:20 Aus diesem Grunde also habe ich euch rufen lassen, um euch zu 
sehen und mit euch zu sprechen; denn um der Hoffnung Israels willen 
umschliet mich diese Kette.
ACT 28:21 Sie aber sprachen zu ihm: Wir haben weder Briefe deinethalben 
aus Juda empfangen, noch ist jemand von den Brdern gekommen, der ber 
dich etwas Bses berichtet oder gesagt htte.
ACT 28:22 Wir wollen aber gerne von dir hren, was du fr Ansichten hast; 
denn von dieser Sekte ist uns bekannt, da ihr allenthalben widersprochen 
wird.
ACT 28:23 Nachdem sie ihm nun einen Tag bestimmt hatten, kamen mehrere zu 
ihm in die Herberge. Diesen legte er vom Morgen bis zum Abend in einem 
ausfhrlichen Zeugnis das Reich Gottes dar und suchte sie von Jesus zu 
berzeugen, ausgehend von dem Gesetze Moses und von den Propheten.
ACT 28:24 Und die einen lieen sich von dem berzeugen, was er sagte, die 
andern aber blieben unglubig.
ACT 28:25 Und da sie sich nicht einigen konnten, trennten sie sich, 
nachdem Paulus den Ausspruch getan hatte: Wie trefflich hat der heilige 
Geist durch den Propheten Jesaja zu unsern Vtern geredet,
ACT 28:26 als er sprach: Gehe hin zu diesem Volke und sprich: Mit den 
Ohren werdet ihr hren und nicht verstehen, und mit den Augen werdet ihr 
sehen und nicht erkennen;
ACT 28:27 denn das Herz dieses Volkes ist verstockt, und mit den Ohren 
hren sie schwer, und ihre Augen haben sie zugeschlossen, damit sie nicht 
etwa mit den Augen sehen und mit den Ohren hren und mit dem Herzen 
verstehen und sich bekehren und ich sie heile!
ACT 28:28 So sei euch nun kund, da den Heiden dieses Heil Gottes gesandt 
ist; sie werden auch hren!
ACT 28:29 Und als er das gesagt hatte, liefen die Juden davon und hatten 
viel Wortwechsel miteinander.
ACT 28:30 Paulus aber blieb zwei Jahre in einer eigenen Mietwohnung und 
nahm alle auf, die ihm zuliefen,
ACT 28:31 predigte das Reich Gottes und lehrte von dem Herrn Jesus 
Christus mit aller Freimtigkeit und ungehindert.
ROM 1:1 Paulus, Knecht Jesu Christi, berufener Apostel, ausgesondert zum 
Evangelium Gottes,
ROM 1:2 welches vorher verheien wurde durch seine Propheten in heiligen 
Schriften,
ROM 1:3 betreffs seines Sohnes, der hervorgegangen ist aus dem Samen 
Davids nach dem Fleisch
ROM 1:4 und erwiesen als Sohn Gottes in Kraft nach dem Geiste der 
Heiligkeit durch die Auferstehung von den Toten, Jesus Christus, unser 
Herr;
ROM 1:5 durch welchen wir Gnade und Apostelamt empfangen haben, um fr 
seinen Namen Glaubensgehorsam [zu verlangen] unter allen Vlkern,
ROM 1:6 unter welchen auch ihr seid, Berufene Jesu Christi;
ROM 1:7 allen zu Rom anwesenden Geliebten Gottes, den berufenen Heiligen: 
Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater, und dem Herrn Jesus 
Christus!
ROM 1:8 Zuerst danke ich meinem Gott durch Jesus Christus fr euch alle, 
da euer Glaube in der ganzen Welt verkndigt wird.
ROM 1:9 Denn Gott, welchem ich in meinem Geist diene am Evangelium seines 
Sohnes, ist mein Zeuge, wie unablssig ich euer gedenke,
ROM 1:10 indem ich allezeit in meinen Gebeten flehe, ob mir nicht endlich 
einmal durch den Willen Gottes das Glck zuteil werden mchte, zu euch zu 
kommen.
ROM 1:11 Denn mich verlangt darnach, euch zu sehen, um euch etwas 
geistliche Gabe mitzuteilen, damit ihr gestrkt werdet,
ROM 1:12 das heit aber, da ich mitgetrstet werde unter euch durch den 
gemeinschaftlichen Glauben, den euren und den meinen.
ROM 1:13 Ich will euch aber nicht verschweigen, meine Brder, da ich mir 
schon oftmals vorgenommen habe, zu euch zu kommen (ich wurde aber 
verhindert bis jetzt), um auch unter euch etwas Frucht zu schaffen, 
gleichwie unter den brigen Nationen;
ROM 1:14 denn ich bin ein Schuldner sowohl den Griechen als den Barbaren, 
sowohl den Weisen als den Unverstndigen;
ROM 1:15 darum bin ich, soviel an mir liegt, bereit, auch euch in Rom das 
Evangelium zu verkndigen.
ROM 1:16 Denn ich schme mich des Evangeliums nicht; denn es ist Gottes 
Kraft zur Rettung fr jeden, der glaubt, zuerst fr den Juden, dann auch 
fr den Griechen;
ROM 1:17 denn es wird darin geoffenbart die Gerechtigkeit Gottes aus 
Glauben zum Glauben, wie geschrieben steht: Der Gerechte wird infolge von 
Glauben leben.
ROM 1:18 Es offenbart sich nmlich Gottes Zorn vom Himmel her ber alle 
Gottlosigkeit und Ungerechtigkeit der Menschen, welche die Wahrheit durch 
Ungerechtigkeit aufhalten,
ROM 1:19 weil das von Gott Erkennbare unter ihnen offenbar ist, da Gott es 
ihnen geoffenbart hat;
ROM 1:20 denn sein unsichtbares Wesen, das ist seine ewige Kraft und 
Gottheit, wird seit Erschaffung der Welt an den Werken durch Nachdenken 
wahrgenommen, so da sie keine Entschuldigung haben.
ROM 1:21 Denn obschon sie Gott erkannten, haben sie ihn doch nicht als 
Gott gepriesen und ihm nicht gedankt, sondern sind in ihren Gedanken in 
eitlen Wahn verfallen, und ihr unverstndiges Herz wurde verfinstert.
ROM 1:22 Da sie sich fr weise hielten, sind sie zu Narren geworden
ROM 1:23 und haben die Herrlichkeit des unvergnglichen Gottes vertauscht 
mit dem Bild vom vergnglichen Menschen, von Vgeln und vierfigen und 
kriechenden Tieren.
ROM 1:24 Darum hat sie auch Gott dahingegeben in die Gelste ihrer Herzen, 
zur Unreinigkeit, da sie ihre eigenen Leiber untereinander entehren,
ROM 1:25 sie, welche die Wahrheit Gottes mit der Lge vertauschten und dem 
Geschpf mehr Ehre und Dienst erwiesen als dem Schpfer, der da gelobt ist 
in Ewigkeit. Amen!
ROM 1:26 Darum hat sie Gott auch dahingegeben in entehrende 
Leidenschaften. Denn ihre Frauen haben den natrlichen Gebrauch vertauscht 
mit dem widernatrlichen;
ROM 1:27 gleicherweise haben auch die Mnner den natrlichen Verkehr mit 
der Frau verlassen und sind gegeneinander entbrannt in ihrer Begierde und 
haben Mann mit Mann Schande getrieben und den verdienten Lohn ihrer 
Verirrung an sich selbst empfangen.
ROM 1:28 Und gleichwie sie Gott nicht der Anerkennung wrdigten, hat Gott 
auch sie dahingegeben in unwrdigen Sinn, zu verben, was sich nicht 
geziemt,
ROM 1:29 als solche, die voll sind von aller Ungerechtigkeit, 
Schlechtigkeit, Habsucht, Bosheit; voll Neid, Mordlust, Zank, Trug und 
Tcke,
ROM 1:30 Ohrenblser, Verleumder, Gottesverchter, Freche, bermtige, 
Prahler, erfinderisch im Bsen, den Eltern ungehorsam;
ROM 1:31 unverstndig, unbestndig, lieblos, unvershnlich, unbarmherzig;
ROM 1:32 welche, wiewohl sie das Urteil Gottes kennen, da die, welche 
solches verben, des Todes wrdig sind, es nicht nur selbst tun, sondern 
auch Gefallen haben an denen, die es verben.
ROM 2:1 Darum bist du nicht zu entschuldigen, o Mensch, wer du seist, der 
du richtest! Denn indem du den andern richtest, verdammst du dich selbst; 
denn du verbst ja dasselbe, was du richtest!
ROM 2:2 Wir wissen aber, da das Gericht Gottes dem wahren Sachverhalt 
entsprechend ber die ergeht, welche solches verben.
ROM 2:3 Oder denkst du, o Mensch, der du die richtest, welche solches 
verben, und doch das Gleiche tust, da du dem Gerichte Gottes entrinnen 
werdest?
ROM 2:4 Oder verachtest du den Reichtum seiner Gte, Geduld und Langmut, 
ohne zu erkennen, da dich Gottes Gte zur Bue leitet?
ROM 2:5 Aber nach deinem verstockten und unbufertigen Herzen hufst du 
dir selbst den Zorn auf den Tag des Zorns und der Offenbarung des 
gerechten Gerichtes Gottes,
ROM 2:6 welcher einem jeglichen vergelten wird nach seinen Werken;
ROM 2:7 denen nmlich, die mit Ausdauer im Wirken des Guten Herrlichkeit, 
Ehre und Unsterblichkeit erstreben, ewiges Leben;
ROM 2:8 den Streitschtigen aber, welche der Wahrheit ungehorsam sind, 
dagegen der Ungerechtigkeit gehorchen, Zorn und Grimm!
ROM 2:9 Trbsal und Angst ber jede Menschenseele, die das Bse 
vollbringt, zuerst ber den Juden, dann auch ber den Griechen;
ROM 2:10 Herrlichkeit aber und Ehre und Friede jedem, der das Gute wirkt, 
zuerst dem Juden, dann auch dem Griechen;
ROM 2:11 denn es gibt kein Ansehen der Person bei Gott:
ROM 2:12 Welche ohne Gesetz gesndigt haben, die werden auch ohne Gesetz 
verloren gehen; und welche unter dem Gesetz gesndigt haben, die werden 
durch das Gesetz verurteilt werden.
ROM 2:13 Denn vor Gott sind nicht die gerecht, welche das Gesetz hren; 
sondern die, welche das Gesetz befolgen, sollen gerechtfertigt werden.
ROM 2:14 Denn wenn die Heiden, die das Gesetz nicht haben, doch von Natur 
tun, was das Gesetz verlangt, so sind sie, die das Gesetz nicht haben, 
sich selbst ein Gesetz;
ROM 2:15 da sie ja beweisen, da des Gesetzes Werk in ihre Herzen 
geschrieben ist, was auch ihr Gewissen bezeugt, dazu ihre berlegungen, 
welche sich untereinander verklagen oder entschuldigen.
ROM 2:16 Das wird an dem Tage offenbar werden, da Gott das Verborgene der 
Menschen richten wird, laut meinem Evangelium, durch Jesus Christus.
ROM 2:17 Wenn du dich aber einen Juden nennst und dich auf das Gesetz 
verlssest und dich Gottes rhmst,
ROM 2:18 wenn du seinen Willen weit und verschiedenartige Dinge zu 
unterscheiden verstehst, weil du aus dem Gesetz unterrichtet bist;
ROM 2:19 wenn du dir zutraust, ein Leiter der Blinden, ein Licht derer zu 
sein, die in der Finsternis sind,
ROM 2:20 ein Erzieher der Unverstndigen, ein Lehrer der Unmndigen, der 
den Inbegriff der Erkenntnis und der Wahrheit im Gesetze hat:
ROM 2:21 nun also, du lehrst andere, dich selbst aber lehrst du nicht? Du 
predigst, man solle nicht stehlen, und stiehlst selber?
ROM 2:22 Du sagst, man solle nicht ehebrechen, und brichst selbst die Ehe? 
Du verabscheust die Gtzen und begehst dabei Tempelraub?
ROM 2:23 Du rhmst dich des Gesetzes und verunehrst doch Gott durch 
bertretung des Gesetzes?
ROM 2:24 wie geschrieben steht: Der Name Gottes wird um euretwillen unter 
den Heiden gelstert.
ROM 2:25 Denn die Beschneidung hat nur Wert, wenn du das Gesetz hltst; 
bist du aber ein bertreter des Gesetzes, so ist deine Beschneidung schon 
zur Unbeschnittenheit geworden.
ROM 2:26 Wenn nun der Unbeschnittene die Forderungen des Gesetzes 
beobachtet, wird ihm nicht seine Unbeschnittenheit als Beschneidung 
angerechnet werden?
ROM 2:27 Und wird nicht der von Natur Unbeschnittene, der das Gesetz 
erfllt, dich richten, der du trotz Buchstabe und Beschneidung ein 
bertreter des Gesetzes bist?
ROM 2:28 Denn nicht der ist ein Jude, der es uerlich ist; auch ist nicht 
das die Beschneidung, die uerlich am Fleisch geschieht;
ROM 2:29 sondern der ist ein Jude, der es innerlich ist, und das ist eine 
Beschneidung, die am Herzen, im Geiste, nicht dem Buchstaben nach 
vollzogen wird. Eines solchen Lob kommt nicht von Menschen, sondern von 
Gott.
ROM 3:1 Was hat nun der Jude fr einen Vorzug, oder was ntzt die 
Beschneidung?
ROM 3:2 Viel, in jeder Hinsicht! Erstens sind ihnen die Aussprche Gottes 
anvertraut worden!
ROM 3:3 Wie denn? Wenn auch etliche unglubig waren, hebt etwa ihr 
Unglaube die Treue Gottes auf?
ROM 3:4 Das sei ferne! Vielmehr erweist sich Gott als wahrhaftig, jeder 
Mensch aber als Lgner, wie geschrieben steht: Auf da du gerecht 
befunden werdest in deinen Worten und siegreich, wenn du gerichtet wirst.
ROM 3:5 Wenn aber unsere Ungerechtigkeit Gottes Gerechtigkeit beweist, was 
sollen wir sagen? Ist dann Gott nicht ungerecht, wenn er darber zrnt? 
(Ich rede nach Menschenweise.)
ROM 3:6 Das sei ferne! Wie knnte Gott sonst die Welt richten?
ROM 3:7 Wenn aber die Wahrhaftigkeit Gottes durch meine Lge 
berflieender wird zu seinem Ruhm, was werde ich dann noch als Snder 
gerichtet?
ROM 3:8 Mte man dann nicht so reden, wie wir verleumdet werden und wie 
etliche behaupten, da wir sagen: Lasset uns Bses tun, damit Gutes 
daraus komme? Ihre Verurteilung ist gerecht!
ROM 3:9 Wie nun? Haben wir etwas voraus? Ganz und gar nichts! Denn wir 
haben ja vorhin sowohl Juden als Griechen beschuldigt, da sie alle unter 
der Snde sind,
ROM 3:10 wie geschrieben steht: Es ist keiner gerecht, auch nicht einer;
ROM 3:11 es ist keiner verstndig, keiner fragt nach Gott;
ROM 3:12 alle sind abgewichen, sie taugen alle zusammen nichts; es ist 
keiner, der Gutes tut, auch nicht einer!
ROM 3:13 Ihre Kehle ist ein offenes Grab, mit ihren Zungen trgen sie; 
Otterngift ist unter ihren Lippen;
ROM 3:14 ihr Mund ist voll Fluchens und Bitterkeit,
ROM 3:15 ihre Fe sind eilig, um Blut zu vergieen;
ROM 3:16 Verwstung und Jammer bezeichnen ihre Bahn,
ROM 3:17 und den Weg des Friedens kennen sie nicht.
ROM 3:18 Es ist keine Gottesfurcht vor ihren Augen.
ROM 3:19 Wir wissen aber, da das Gesetz alles, was es spricht, denen 
sagt, die unter dem Gesetze sind, auf da jeder Mund verstopft werde und 
alle Welt vor Gott schuldig sei,
ROM 3:20 weil aus Gesetzeswerken kein Fleisch vor ihm gerechtfertigt 
werden kann; denn durch das Gesetz kommt Erkenntnis der Snde.
ROM 3:21 Nun aber ist auerhalb vom Gesetz die Gerechtigkeit Gottes 
geoffenbart worden, die von dem Gesetz und den Propheten bezeugt wird,
ROM 3:22 nmlich die Gerechtigkeit Gottes, [veranlat] durch den Glauben 
an Jesus Christus, fr alle, die da glauben.
ROM 3:23 Denn es ist kein Unterschied: Alle haben gesndigt und ermangeln 
der Herrlichkeit Gottes,
ROM 3:24 so da sie gerechtfertigt werden ohne Verdienst, durch seine 
Gnade, mittels der Erlsung, die in Christus Jesus ist.
ROM 3:25 Ihn hat Gott zum Shnopfer verordnet, durch sein Blut, fr alle, 
die glauben, zum Erweis seiner Gerechtigkeit, wegen der Nachsicht mit den 
Snden, die zuvor geschehen waren unter gttlicher Geduld,
ROM 3:26 zur Erweisung seiner Gerechtigkeit in der jetzigen Zeit, damit er 
selbst gerecht sei und zugleich den rechtfertige, der aus dem Glauben an 
Jesus ist.
ROM 3:27 Wo bleibt nun das Rhmen? Es ist ausgeschlossen? Durch welches 
Gesetz? Das der Werke? Nein, sondern durch das Gesetz des Glaubens!
ROM 3:28 So kommen wir zu dem Schlu, da der Mensch durch den Glauben 
gerechtfertigt werde, ohne Gesetzeswerke.
ROM 3:29 Oder ist Gott nur der Juden Gott, nicht auch der Heiden? Ja 
freilich, auch der Heiden!
ROM 3:30 Denn es ist ja ein und derselbe Gott, welcher die Beschnittenen 
aus Glauben und die Unbeschnittenen durch den Glauben rechtfertigt.
ROM 3:31 Heben wir nun das Gesetz auf durch den Glauben? Das sei ferne! 
Vielmehr richten wir das Gesetz auf.
ROM 4:1 Was wollen wir nun von dem sagen, was unser Vater Abraham erlangt 
hat nach dem Fleisch?
ROM 4:2 Wenn Abraham aus Werken gerechtfertigt worden ist, hat er zwar 
Ruhm, aber nicht vor Gott.
ROM 4:3 Denn was sagt die Schrift? Abraham aber glaubte Gott, und das 
wurde ihm zur Gerechtigkeit angerechnet.
ROM 4:4 Wer aber Werke verrichtet, dem wird der Lohn nicht als Gnade 
angerechnet, sondern nach Schuldigkeit;
ROM 4:5 wer dagegen keine Werke verrichtet, sondern an den glaubt, der den 
Gottlosen rechtfertigt, dem wird sein Glaube als Gerechtigkeit angerechnet.
ROM 4:6 Ebenso spricht auch David die Seligpreisung des Menschen aus, 
welchem Gott Gerechtigkeit anrechnet ohne Werke:
ROM 4:7 Selig sind die, welchen die bertretungen vergeben und deren 
Snden zugedeckt sind;
ROM 4:8 selig ist der Mann, welchem der Herr die Snde nicht zurechnet!
ROM 4:9 Gilt nun diese Seligpreisung den Beschnittenen oder auch den 
Unbeschnittenen? Wir sagen ja, da dem Abraham der Glaube als 
Gerechtigkeit angerechnet worden sei.
ROM 4:10 Wie wurde er ihm nun angerechnet? Als er beschnitten oder als er 
noch unbeschnitten war? Nicht als er beschnitten, sondern als er noch 
unbeschnitten war!
ROM 4:11 Und er empfing das Zeichen der Beschneidung als Siegel der 
Gerechtigkeit des Glaubens, welchen er schon vor der Beschneidung hatte; 
auf da er ein Vater aller unbeschnittenen Glubigen sei, damit auch ihnen 
die Gerechtigkeit zugerechnet werde;
ROM 4:12 und auch ein Vater der Beschnittenen, die nicht nur aus der 
Beschneidung sind, sondern auch wandeln in den Fustapfen des Glaubens, 
den unser Vater Abraham hatte, als er noch unbeschnitten war.
ROM 4:13 Denn nicht durch das Gesetz erhielt Abraham und sein Same die 
Verheiung, da er der Welt Erbe sein solle, sondern durch die 
Gerechtigkeit des Glaubens.
ROM 4:14 Denn wenn die vom Gesetz Erben sind, so ist der Glaube wertlos 
geworden und die Verheiung entkrftet.
ROM 4:15 Denn das Gesetz bewirkt Zorn; wo aber kein Gesetz ist, da ist 
auch keine bertretung.
ROM 4:16 Darum geschah es durch den Glauben, damit es aus Gnaden sei, auf 
da die Verheiung dem ganzen Samen gesichert sei, nicht nur demjenigen 
aus dem Gesetz, sondern auch dem vom Glauben Abrahams, welcher unser aller 
Vater ist;
ROM 4:17 wie geschrieben steht: Ich habe dich zum Vater vieler Vlker 
gesetzt vor dem Gott, dem er glaubte, welcher die Toten lebendig macht 
und dem ruft, was nicht ist, als wre es da.
ROM 4:18 Er hat gegen alle Hoffnung auf Hoffnung hin geglaubt, da er ein 
Vater vieler Vlker werde, wie zu ihm gesagt worden war: Also soll dein 
Same sein!
ROM 4:19 Und er wurde nicht schwach im Glauben, so da er seinen schon 
erstorbenen Leib in Betracht gezogen htte, weil er schon hundertjhrig 
war; auch nicht den erstorbenen Mutterleib der Sara.
ROM 4:20 Er zweifelte nicht an der Verheiung Gottes durch Unglauben, 
sondern wurde stark durch den Glauben, indem er Gott die Ehre gab
ROM 4:21 und vllig berzeugt war, da Gott das, was er verheien habe, 
auch zu tun vermge.
ROM 4:22 Darum wurde es ihm auch als Gerechtigkeit angerechnet.
ROM 4:23 Es ist aber nicht allein um seinetwillen geschrieben, da es ihm 
zugerechnet worden ist,
ROM 4:24 sondern auch um unsertwillen, denen es zugerechnet werden soll, 
wenn wir an den glauben, der unsren Herrn Jesus Christus von den Toten 
auferweckt hat,
ROM 4:25 welcher um unserer bertretungen willen dahingegeben und zu 
unserer Rechtfertigung auferweckt worden ist.
ROM 5:1 Da wir nun durch den Glauben gerechtfertigt sind, so haben wir 
Frieden mit Gott durch unsren Herrn Jesus Christus,
ROM 5:2 durch welchen wir auch im Glauben Zutritt erlangt haben zu der 
Gnade, in der wir stehen, und rhmen uns der Hoffnung auf die Herrlichkeit 
Gottes.
ROM 5:3 Aber nicht nur das, sondern wir rhmen uns auch in den Trbsalen, 
weil wir wissen, da die Trbsal Standhaftigkeit wirkt;
ROM 5:4 die Standhaftigkeit aber Bewhrung, die Bewhrung aber Hoffnung;
ROM 5:5 die Hoffnung aber lt nicht zuschanden werden; denn die Liebe 
Gottes ist ausgegossen in unsre Herzen durch den heiligen Geist, welcher 
uns gegeben worden ist.
ROM 5:6 Denn Christus ist, als wir noch schwach waren, zur rechten Zeit 
fr Gottlose gestorben.
ROM 5:7 Nun stirbt kaum jemand fr einen Gerechten; fr einen Wohltter 
entschliet sich vielleicht jemand zu sterben.
ROM 5:8 Gott aber beweist seine Liebe gegen uns damit, da Christus fr 
uns gestorben ist, als wir noch Snder waren.
ROM 5:9 Wieviel mehr werden wir nun, nachdem wir durch sein Blut 
gerechtfertigt worden sind, durch ihn vor dem Zorngericht errettet werden!
ROM 5:10 Denn, wenn wir, als wir noch Feinde waren, mit Gott vershnt 
worden sind durch den Tod seines Sohnes, wieviel mehr werden wir als 
Vershnte gerettet werden durch sein Leben!
ROM 5:11 Aber nicht nur das, sondern wir rhmen uns auch Gottes durch 
unsren Herrn Jesus Christus, durch welchen wir nun die Vershnung 
empfangen haben.
ROM 5:12 Darum, gleichwie durch einen Menschen die Snde in die Welt 
gekommen ist und durch die Snde der Tod, und so der Tod zu allen Menschen 
hindurchgedrungen ist, weil sie alle gesndigt haben
ROM 5:13 denn schon vor dem Gesetz war die Snde in der Welt; wo aber kein 
Gesetz ist, da wird die Snde nicht angerechnet.
ROM 5:14 Dennoch herrschte der Tod von Adam bis Mose auch ber die, welche 
nicht mit gleicher bertretung gesndigt hatten wie Adam, der ein Vorbild 
des Zuknftigen ist.
ROM 5:15 Aber es verhlt sich mit dem Sndenfall nicht wie mit der 
Gnadengabe. Denn wenn durch des einen Sndenfall die vielen gestorben 
sind, wieviel mehr ist die Gnade Gottes und das Gnadengeschenk durch den 
einen Menschen Jesus Christus den vielen reichlich zuteil geworden.
ROM 5:16 Und es verhlt sich mit der Snde durch den einen nicht wie mit 
dem Geschenk. Denn das Urteil wurde wegen des einen zur Verurteilung; die 
Gnadengabe aber wird trotz vieler Sndenflle zur Rechtfertigung.
ROM 5:17 Denn wenn infolge des Sndenfalles des einen der Tod zur 
Herrschaft kam durch den einen, wieviel mehr werden die, welche den 
berflu der Gnade und der Gabe der Gerechtigkeit empfangen, im Leben 
herrschen durch den Einen, Jesus Christus!
ROM 5:18 Also: wie der Sndenfall des einen zur Verurteilung aller 
Menschen fhrte, so fhrt auch das gerechte Tun des Einen alle Menschen 
zur lebenbringenden Rechtfertigung.
ROM 5:19 Denn gleichwie durch den Ungehorsam des einen Menschen die vielen 
zu Sndern gemacht worden sind, so werden auch durch den Gehorsam des 
Einen die vielen zu Gerechten gemacht.
ROM 5:20 Das Gesetz aber ist daneben hereingekommen, damit das Ma der 
Snden voll wrde. Wo aber das Ma der Snde voll geworden ist, da ist die 
Gnade berflieend geworden,
ROM 5:21 auf da, gleichwie die Snde geherrscht hat im Tode, also auch 
die Gnade herrsche durch Gerechtigkeit zu ewigem Leben, durch Jesus 
Christus, unsren Herrn.
ROM 6:1 Was wollen wir nun sagen? Sollen wir in der Snde verharren, damit 
das Ma der Gnade voll werde?
ROM 6:2 Das sei ferne! Wie sollten wir, die wir der Snde gestorben sind, 
noch in ihr leben?
ROM 6:3 Oder wisset ihr nicht, da wir alle, die wir auf Jesus Christus 
getauft sind, auf seinen Tod getauft sind?
ROM 6:4 Wir sind also mit ihm begraben worden durch die Taufe auf den Tod, 
auf da, gleichwie Christus durch die Herrlichkeit des Vaters von den 
Toten auferweckt worden ist, so auch wir in einem neuen Leben wandeln.
ROM 6:5 Denn wenn wir mit ihm verwachsen sind zur hnlichkeit seines 
Todes, so werden wir es auch zu der seiner Auferstehung sein,
ROM 6:6 wissen wir doch, da unser alter Mensch mitgekreuzigt worden ist, 
damit der Leib der Snde auer Wirksamkeit gesetzt sei, so da wir der 
Snde nicht mehr dienen;
ROM 6:7 denn wer gestorben ist, der ist von der Snde losgesprochen.
ROM 6:8 Sind wir aber mit Christus gestorben, so glauben wir, da wir auch 
mit ihm leben werden,
ROM 6:9 da wir wissen, da Christus, von den Toten erweckt, nicht mehr 
stirbt; der Tod herrscht nicht mehr ber ihn;
ROM 6:10 denn was er gestorben ist, das ist er der Snde gestorben, ein 
fr allemal; was er aber lebt, das lebt er fr Gott.
ROM 6:11 Also auch ihr: Haltet euch selbst dafr, da ihr fr die Snde 
tot seid, aber fr Gott lebet in Christus Jesus, unsrem Herrn!
ROM 6:12 So soll nun die Snde nicht herrschen in eurem sterblichen Leibe, 
so da ihr seinen Lsten gehorchet;
ROM 6:13 gebet auch nicht eure Glieder der Snde hin, als Waffen der 
Ungerechtigkeit, sondern gebet euch selbst Gott hin, als solche, die aus 
Toten lebendig geworden sind, und eure Glieder Gott, als Waffen der 
Gerechtigkeit.
ROM 6:14 Denn die Snde wird nicht herrschen ber euch, weil ihr nicht 
unter dem Gesetz, sondern unter der Gnade seid.
ROM 6:15 Wie nun, sollen wir sndigen, weil wir nicht unter dem Gesetz, 
sondern unter der Gnade sind? Das sei ferne!
ROM 6:16 Wisset ihr nicht: wem ihr euch als Knechte hingebet, ihm zu 
gehorchen, dessen Knechte seid ihr und mt ihm gehorchen, es sei der 
Snde zum Tode, oder dem Gehorsam zur Gerechtigkeit?
ROM 6:17 Gott aber sei Dank, da ihr Knechte der Snde gewesen, nun aber 
von Herzen gehorsam geworden seid dem Vorbild der Lehre, dem ihr euch 
bergeben habt.
ROM 6:18 Nachdem ihr aber von der Snde befreit wurdet, seid ihr der 
Gerechtigkeit dienstbar geworden.
ROM 6:19 Ich mu menschlich davon reden wegen der Schwachheit eures 
Fleisches. Gleichwie ihr eure Glieder in den Dienst der Unreinigkeit und 
der Gesetzwidrigkeit gestellt habt, um gesetzwidrig zu handeln, so stellet 
nun eure Glieder in den Dienst der Gerechtigkeit zur Heiligung.
ROM 6:20 Denn als ihr Knechte der Snde waret, da waret ihr frei gegenber 
der Gerechtigkeit.
ROM 6:21 Was hattet ihr nun damals fr Frucht? Solche, deren ihr euch 
jetzt schmet; denn das Ende derselben ist der Tod.
ROM 6:22 Nun aber, da ihr von der Snde frei und Gott dienstbar geworden 
seid, habt ihr als eure Frucht die Heiligung, als Ende aber das ewige 
Leben.
ROM 6:23 Denn der Tod ist der Snde Sold; aber die Gnadengabe Gottes ist 
das ewige Leben in Christus Jesus, unsrem Herrn.
ROM 7:1 Oder wisset ihr nicht, Brder (denn ich rede ja mit 
Gesetzeskundigen), da das Gesetz nur so lange ber den Menschen herrscht, 
als er lebt?
ROM 7:2 Denn die verheiratete Frau ist durchs Gesetz an ihren Mann 
gebunden, solange er lebt; wenn aber der Mann stirbt, so ist sie von dem 
Gesetz des Mannes befreit.
ROM 7:3 So wird sie nun bei Lebzeiten des Mannes eine Ehebrecherin 
genannt, wenn sie einem andern Manne zu eigen wird; stirbt aber der Mann, 
so ist sie vom Gesetze frei, so da sie keine Ehebrecherin ist, wenn sie 
einem andern Manne zu eigen wird.
ROM 7:4 Also seid auch ihr, meine Brder, dem Gesetze gettet worden durch 
den Leib Christi, auf da ihr einem andern angehret, nmlich dem, der von 
den Toten auferstanden ist, damit wir Gott Frucht bringen.
ROM 7:5 Denn als wir im Fleische waren, da wirkten die sndlichen 
Leidenschaften, durch das Gesetz erregt, in unsren Gliedern, um dem Tode 
Frucht zu bringen.
ROM 7:6 Nun aber sind wir vom Gesetz frei geworden, da wir dem gestorben 
sind, worin wir festgehalten wurden, so da wir dienen im neuen Wesen des 
Geistes und nicht im alten Wesen des Buchstabens.
ROM 7:7 Was wollen wir nun sagen? Ist das Gesetz Snde? Das sei ferne! 
Aber die Snde htte ich nicht erkannt, auer durch das Gesetz; denn von 
der Lust htte ich nichts gewut, wenn das Gesetz nicht gesagt htte: La 
dich nicht gelsten!
ROM 7:8 Da nahm aber die Snde einen Anla und bewirkte durch das Verbot 
in mir allerlei Gelste; denn ohne das Gesetz ist die Snde tot.
ROM 7:9 Ich aber lebte, als ich noch ohne Gesetz war; als aber das Gesetz 
kam, lebte die Snde auf;
ROM 7:10 ich aber starb, und das zum Leben gegebene Gesetz erwies sich mir 
todbringend.
ROM 7:11 Denn die Snde nahm einen Anla und verfhrte mich durch das 
Gebot und ttete mich durch dasselbe.
ROM 7:12 So ist nun das Gesetz heilig, und das Gebot ist heilig, gerecht 
und gut!
ROM 7:13 Gereichte nun das Gute mir zum Tode? Das sei ferne! Sondern die 
Snde, damit sie als Snde erscheine, hat mir durch das Gute den Tod 
bewirkt, auf da die Snde beraus sndig wrde durch das Gebot.
ROM 7:14 Denn wir wissen, da das Gesetz geistlich ist; ich aber bin 
fleischlich, unter die Snde verkauft.
ROM 7:15 Denn was ich vollbringe, billige ich nicht; denn ich tue nicht, 
was ich will, sondern was ich hasse, das be ich aus.
ROM 7:16 Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so stimme ich dem 
Gesetz bei, da es trefflich ist.
ROM 7:17 Nun aber vollbringe nicht mehr ich dasselbe, sondern die Snde, 
die in mir wohnt.
ROM 7:18 Denn ich wei, da in mir, das ist in meinem Fleische, nichts 
Gutes wohnt; das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen 
des Guten gelingt mir nicht!
ROM 7:19 Denn nicht das Gute, das ich will, tue ich, sondern das Bse, das 
ich nicht will, be ich aus.
ROM 7:20 Wenn ich aber das tue, was ich nicht will, so vollbringe nicht 
mehr ich dasselbe, sondern die Snde, die in mir wohnt.
ROM 7:21 Ich finde also das Gesetz vor, wonach mir, der ich das Gute tun 
will, das Bse anhngt.
ROM 7:22 Denn ich habe Lust an dem Gesetz Gottes nach dem inwendigen 
Menschen;
ROM 7:23 ich sehe aber ein anderes Gesetz in meinen Gliedern, das dem 
Gesetz meiner Vernunft widerstreitet und mich gefangen nimmt in dem Gesetz 
der Snde, das in meinen Gliedern ist.
ROM 7:24 Ich elender Mensch! Wer wird mich erlsen von diesem Todesleib?
ROM 7:25 Ich danke Gott durch Jesus Christus, unsren Herrn! So diene nun 
ich selbst mit der Vernunft dem Gesetz Gottes, mit dem Fleische aber dem 
Gesetz der Snde.
ROM 8:1 So gibt es nun keine Verdammnis mehr fr die, welche in Christus 
Jesus sind.
ROM 8:2 Denn das Gesetz des Geistes des Lebens in Christus Jesus hat mich 
frei gemacht von dem Gesetz der Snde und des Todes.
ROM 8:3 Denn was dem Gesetz unmglich war (weil es durch das Fleisch 
geschwcht wurde), das hat Gott getan, nmlich die Snde im Fleische 
verdammt, indem er seinen Sohn sandte in der hnlichkeit des sndlichen 
Fleisches und um der Snde willen,
ROM 8:4 damit die vom Gesetz geforderte Gerechtigkeit in uns erfllt 
wrde, die wir nicht nach dem Fleische wandeln, sondern nach dem Geist.
ROM 8:5 Denn die nach dem Fleische leben, sinnen auf das, was des 
Fleisches ist, die aber nach dem Geiste leben, auf das, was des Geistes 
ist.
ROM 8:6 Denn die Gesinnung des Fleisches ist Tod, die Gesinnung des 
Geistes aber Leben und Friede,
ROM 8:7 darum, weil die Gesinnung des Fleisches Feindschaft wider Gott 
ist; denn sie ist dem Gesetz Gottes nicht untertan, sie kann es auch nicht.
ROM 8:8 Die aber im Fleische sind, vermgen Gott nicht zu gefallen.
ROM 8:9 Ihr aber seid nicht im Fleische, sondern im Geiste, wenn anders 
Gottes Geist in euch wohnt; wer aber Christi Geist nicht hat, der ist 
nicht sein.
ROM 8:10 Wenn aber Christus in euch ist, so ist der Leib zwar tot um der 
Snde willen, der Geist aber ist Leben um der Gerechtigkeit willen.
ROM 8:11 Wenn aber der Geist dessen, der Jesus von den Toten auferweckt 
hat, in euch wohnt, so wird derselbe, der Christus von den Toten 
auferweckt hat, auch eure sterblichen Leiber lebendig machen durch seinen 
Geist, der in euch wohnt.
ROM 8:12 So sind wir also, ihr Brder, dem Fleische nicht schuldig, nach 
dem Fleische zu leben!
ROM 8:13 Denn wenn ihr nach dem Fleische lebet, so mt ihr sterben; wenn 
ihr aber durch den Geist die Geschfte des Leibes ttet, so werdet ihr 
leben.
ROM 8:14 Denn alle, die sich vom Geiste Gottes leiten lassen, sind Gottes 
Kinder.
ROM 8:15 Denn ihr habt nicht einen Geist der Knechtschaft empfangen, da 
ihr euch abermal frchten mtet, sondern ihr habt einen Geist der 
Kindschaft empfangen, in welchem wir rufen: Abba, Vater!
ROM 8:16 Dieser Geist gibt Zeugnis unsrem Geist, da wir Gottes Kinder 
sind.
ROM 8:17 Sind wir aber Kinder, so sind wir auch Erben, nmlich Gottes 
Erben und Miterben Christi; wenn anders wir mit ihm leiden, auf da wir 
auch mit ihm verherrlicht werden.
ROM 8:18 Denn ich halte dafr, da die Leiden der jetzigen Zeit nicht in 
Betracht kommen gegenber der Herrlichkeit, die an uns geoffenbart werden 
soll.
ROM 8:19 Denn die gespannte Erwartung der Kreatur sehnt die Offenbarung 
der Kinder Gottes herbei.
ROM 8:20 Die Kreatur ist nmlich der Vergnglichkeit unterworfen, nicht 
freiwillig, sondern durch den, der sie unterworfen hat, auf Hoffnung hin,
ROM 8:21 da auch sie selbst, die Kreatur, befreit werden soll von der 
Knechtschaft der Sterblichkeit zur Freiheit der Herrlichkeit der Kinder 
Gottes.
ROM 8:22 Denn wir wissen, da die ganze Schpfung mitseufzt und mit in 
Wehen liegt bis jetzt;
ROM 8:23 und nicht nur sie, sondern auch wir selbst, die wir die 
Erstlingsgabe des Geistes haben, auch wir erwarten seufzend die 
Sohnesstellung, die Erlsung unsres Leibes.
ROM 8:24 Denn auf Hoffnung hin sind wir errettet worden. Eine Hoffnung 
aber, die man sieht, ist keine Hoffnung; denn was einer sieht, das hofft 
er doch nicht mehr!
ROM 8:25 Wenn wir aber auf das hoffen, was wir nicht sehen, so warten wir 
es ab in Geduld.
ROM 8:26 Ebenso kommt aber auch der Geist unserer Schwachheit zu Hilfe. 
Denn wir wissen nicht, was wir beten sollen, wie sich's gebhrt; aber der 
Geist selbst tritt fr uns ein mit unausgesprochenen Seufzern.
ROM 8:27 Der aber die Herzen erforscht, wei, was des Geistes Sinn ist; 
denn er vertritt die Heiligen so, wie es Gott angemessen ist.
ROM 8:28 Wir wissen aber, da denen, die Gott lieben, alles zum Besten 
mitwirkt, denen, die nach dem Vorsatz berufen sind.
ROM 8:29 Denn welche er zuvor ersehen hat, die hat er auch vorherbestimmt, 
dem Ebenbilde seines Sohnes gleichgestaltet zu werden, damit er der 
Erstgeborene sei unter vielen Brdern.
ROM 8:30 Welche er aber vorherbestimmt hat, die hat er auch berufen, 
welche er aber berufen hat, die hat er auch gerechtfertigt, welche er aber 
gerechtfertigt hat, die hat er auch verherrlicht.
ROM 8:31 Was wollen wir nun hierzu sagen? Ist Gott fr uns, wer mag wider 
uns sein?
ROM 8:32 Welcher sogar seines eigenen Sohnes nicht verschont, sondern ihn 
fr uns alle dahingegeben hat, wie sollte er uns mit ihm nicht auch alles 
schenken?
ROM 8:33 Wer will gegen die Auserwhlten Gottes Anklage erheben? Gott, der 
sie rechtfertigt?
ROM 8:34 Wer will verdammen? Christus, der gestorben ist, ja vielmehr, der 
auch auferweckt ist, der auch zur Rechten Gottes ist, der uns auch 
vertritt?
ROM 8:35 Wer will uns scheiden von der Liebe Christi? Trbsal oder Angst 
oder Verfolgung oder Hunger oder Ble oder Gefahr oder Schwert?
ROM 8:36 Wie geschrieben steht: Um deinetwillen werden wir gettet den 
ganzen Tag, wir sind geachtet wie Schlachtschafe!
ROM 8:37 Aber in dem allen berwinden wir weit durch den, der uns geliebt 
hat!
ROM 8:38 Denn ich bin berzeugt, da weder Tod noch Leben, weder Engel 
noch Frstentmer noch Gewalten, weder Gegenwrtiges noch Zuknftiges,
ROM 8:39 weder Hohes noch Tiefes, noch irgend ein anderes Geschpf uns zu 
scheiden vermag von der Liebe Gottes, die in Christus Jesus ist, unsrem 
Herrn!
ROM 9:1 Ich sage die Wahrheit in Christus, ich lge nicht, wie mir mein 
Gewissen bezeugt im heiligen Geist,
ROM 9:2 da ich groe Traurigkeit und unablssigen Schmerz in meinem 
Herzen habe.
ROM 9:3 Ich wnschte nmlich, selber von Christus verbannt zu sein fr 
meine Brder, meine Verwandten nach dem Fleisch,
ROM 9:4 welche Israeliten sind, denen die Kindschaft und die Herrlichkeit 
und die Bndnisse und die Gesetzgebung und der Gottesdienst und die 
Verheiungen gehren;
ROM 9:5 ihnen gehren auch die Vter an, und von ihnen stammt dem Fleische 
nach Christus, der da ist ber alle, hochgelobter Gott, in Ewigkeit. Amen!
ROM 9:6 Nicht aber, als ob das Wort Gottes nun hinfllig wre! Denn nicht 
alle, die von Israel abstammen, sind Israel;
ROM 9:7 auch sind nicht alle, weil sie Abrahams Same sind, seine Kinder, 
sondern in Isaak soll dir ein Same berufen werden;
ROM 9:8 das heit: Nicht die Kinder des Fleisches sind Kinder Gottes, 
sondern die Kinder der Verheiung werden als Same gerechnet.
ROM 9:9 Denn das ist ein Wort der Verheiung: Um diese Zeit will ich 
kommen, und Sara soll einen Sohn haben.
ROM 9:10 Und nicht dieses allein, sondern auch, als Rebekka von ein und 
demselben, von unserm Vater Isaak schwanger war,
ROM 9:11 ehe die Kinder geboren waren und weder Gutes noch Bses getan 
hatten (auf da der nach der Erwhlung gefate Vorsatz Gottes bestehe, 
nicht um der Werke, sondern um des Berufers willen),
ROM 9:12 wurde zu ihr gesagt: Der Grere wird dem Kleineren dienen;
ROM 9:13 wie auch geschrieben steht: Jakob habe ich geliebt, aber Esau 
habe ich gehat.
ROM 9:14 Was wollen wir nun sagen! Ist etwa bei Gott Ungerechtigkeit? Das 
sei ferne!
ROM 9:15 Denn zu Mose spricht er: Welchem ich gndig bin, dem bin ich 
gndig, und wessen ich mich erbarme, dessen erbarme ich mich.
ROM 9:16 So liegt es nun nicht an jemandes Wollen oder Laufen, sondern an 
Gottes Erbarmen.
ROM 9:17 Denn die Schrift sagt zum Pharao: Eben dazu habe ich dich 
erweckt, da ich an dir meine Macht erweise und da mein Name verkndigt 
werde auf der ganzen Erde.
ROM 9:18 So erbarmt er sich nun, wessen er will, und verstockt, wen er 
will.
ROM 9:19 Nun wirst du mich fragen: Warum tadelt er dann noch? Wer kann 
seinem Willen widerstehen?
ROM 9:20 Nun ja, lieber Mensch, wer bist denn du, da du mit Gott rechten 
willst? Spricht auch das Gebilde zu seinem Bildner: Warum hast du mich so 
gemacht?
ROM 9:21 Hat nicht der Tpfer Macht ber den Ton, aus derselben Masse das 
eine Gef zur Ehre, das andere zur Unehre zu machen?
ROM 9:22 Wenn aber Gott, da er seinen Zorn erzeigen und seine Macht 
kundtun wollte, mit groer Geduld die Gefe des Zorns getragen hat, die 
zum Verderben zugerichtet sind,
ROM 9:23 damit er auch den Reichtum seiner Herrlichkeit an den Gefen der 
Barmherzigkeit kundtte, die er zuvor zur Herrlichkeit bereitet hat,
ROM 9:24 wie er denn als solche auch uns berufen hat, nicht allein aus den 
Juden, sondern auch aus den Heiden, [was dann?]
ROM 9:25 Wie er auch durch Hosea spricht: Ich will das mein Volk nennen, 
was nicht mein Volk war, und Geliebte, die nicht die Geliebte war,
ROM 9:26 und es soll geschehen an dem Ort, wo zu ihnen gesagt wurde: Ihr 
seid nicht mein Volk, da sollen sie Kinder des lebendigen Gottes genannt 
werden.
ROM 9:27 Jesaja aber ruft ber Israel aus: Wenn die Zahl der Kinder 
Israel wre wie der Sand am Meer, so wird [doch nur] der berrest gerettet 
werden;
ROM 9:28 denn eine abschlieende und beschleunigte Abrechnung in 
Gerechtigkeit wird der Herr auf Erden veranstalten, ja eine summarische 
Abrechnung!
ROM 9:29 Und, wie Jesaja vorhergesagt hat: Htte der Herr der Heerscharen 
uns nicht eine Nachkommenschaft brigbleiben lassen, so wren wir wie 
Sodom geworden und gleich wie Gomorra!
ROM 9:30 Was wollen wir nun sagen? Da Heiden, welche nicht nach 
Gerechtigkeit strebten, Gerechtigkeit erlangt haben, nmlich 
Gerechtigkeit, die aus dem Glauben kommt,
ROM 9:31 da aber Israel, welches dem Gesetz der Gerechtigkeit nachjagte, 
dem Gesetz nicht nachgekommen ist.
ROM 9:32 Warum? Weil es nicht aus Glauben geschah, sondern aus Werken. Sie 
haben sich gestoen an dem Stein des Anstoes,
ROM 9:33 wie geschrieben steht: Siehe, ich lege in Zion einen Stein des 
Anstoes und einen Fels des rgernisses; und wer an ihn glaubt, wird nicht 
zuschanden werden!
ROM 10:1 Brder, meines Herzens Wunsch und mein Flehen zu Gott fr Israel 
ist auf ihr Heil gerichtet.
ROM 10:2 Denn ich gebe ihnen das Zeugnis, da sie eifern um Gott, aber mit 
Unverstand.
ROM 10:3 Denn weil sie die Gerechtigkeit Gottes nicht erkennen und ihre 
eigene Gerechtigkeit aufzurichten trachten, sind sie der Gerechtigkeit 
Gottes nicht untertan.
ROM 10:4 Denn Christus ist des Gesetzes Ende zur Gerechtigkeit fr einen 
jeden, der da glaubt.
ROM 10:5 Mose beschreibt nmlich die Gerechtigkeit, die durch das Gesetz 
kommt, also: Der Mensch, welcher sie tut, wird dadurch leben.
ROM 10:6 Aber die Gerechtigkeit durch den Glauben redet so: Sprich nicht 
in deinem Herzen: Wer will in den Himmel hinaufsteigen? (nmlich um 
Christus herabzuholen)
ROM 10:7 oder: wer will in den Abgrund hinuntersteigen? nmlich um 
Christus von den Toten zu holen!
ROM 10:8 Sondern was sagt sie? Das Wort ist dir nahe, in deinem Munde und 
in deinem Herzen! nmlich das Wort des Glaubens, das wir predigen.
ROM 10:9 Denn wenn du mit deinem Munde Jesus als den Herrn bekennst und in 
deinem Herzen glaubst, da Gott ihn von den Toten auferweckt hat, so wirst 
du gerettet;
ROM 10:10 denn mit dem Herzen glaubt man, um gerecht, und mit dem Munde 
bekennt man, um gerettet zu werden;
ROM 10:11 denn die Schrift spricht: Wer an ihn glaubt, wird nicht 
zuschanden werden!
ROM 10:12 Denn es ist kein Unterschied zwischen Juden und Griechen: alle 
haben denselben Herrn, der reich ist fr alle, die ihn anrufen;
ROM 10:13 denn wer den Namen des Herrn anrufen wird, der soll gerettet 
werden.
ROM 10:14 Wie sollen sie ihn aber anrufen, wenn sie nicht an ihn glauben? 
Wie sollen sie aber glauben, wenn sie nichts von ihm gehrt haben? Wie 
sollen sie aber hren ohne Prediger?
ROM 10:15 Wie sollen sie aber predigen, wenn sie nicht ausgesandt werden? 
Wie geschrieben steht: Wie lieblich sind die Fe derer, die das 
Evangelium des Friedens, die das Evangelium des Guten verkndigen!
ROM 10:16 Aber nicht alle haben dem Evangelium gehorcht; denn Jesaja 
spricht: Herr, wer hat unsrer Predigt geglaubt?
ROM 10:17 Demnach kommt der Glaube aus der Predigt, die Predigt aber durch 
Gottes Wort.
ROM 10:18 Aber ich frage: Haben sie etwa nicht gehrt? Doch ja, es ist in 
alle Lande ausgegangen ihr Schall und bis an die Enden der Erde ihre 
Worte.
ROM 10:19 Aber ich frage: Hat es Israel nicht gewut? Schon Mose sagt: 
Ich will euch zur Eifersucht reizen durch das, was kein Volk ist, durch 
ein unverstndiges Volk will ich euch erzrnen.
ROM 10:20 Jesaja aber wagt sogar zu sagen: Ich bin von denen gefunden 
worden, welche mich nicht suchten, bin denen offenbar geworden, die nicht 
nach mir fragten.
ROM 10:21 In bezug auf Israel aber spricht er: Den ganzen Tag habe ich 
meine Hnde ausgestreckt nach einem ungehorsamen und widerspenstigen Volk!
ROM 11:1 Ich frage nun: Hat etwa Gott sein Volk verstoen? Das sei ferne! 
Denn auch ich bin ein Israelit, aus dem Samen Abrahams, aus dem Stamme 
Benjamin.
ROM 11:2 Gott hat sein Volk nicht verstoen, welches er zuvor ersehen hat! 
Oder wisset ihr nicht, was die Schrift bei [der Geschichte von] Elia 
spricht, wie er sich an Gott gegen Israel wendet:
ROM 11:3 Herr, sie haben deine Propheten gettet und deine Altre 
zerstrt, und ich bin allein briggeblieben, und sie trachten mir nach dem 
Leben!
ROM 11:4 Aber was sagt ihm die gttliche Antwort? Ich habe mir 
siebentausend Mann brigbleiben lassen, die kein Knie gebeugt haben vor 
Baal.
ROM 11:5 So ist auch in der jetzigen Zeit ein Rest vorhanden, dank der 
Gnadenwahl.
ROM 11:6 Wenn aber aus Gnade, so ist es nicht mehr um der Werke willen, 
sonst wrde die Gnade nicht mehr Gnade sein; wenn aber um der Werke 
willen, so ist es nicht mehr aus Gnade, sonst wre das Werk nicht mehr 
Werk.
ROM 11:7 Wie nun? Was Israel sucht, das hat es nicht erlangt; die Auswahl 
aber hat es erlangt, die brigen aber wurden verstockt,
ROM 11:8 wie geschrieben steht: Gott hat ihnen einen Geist der 
Schlafsucht gegeben, Augen, um nicht zu sehen, und Ohren, um nicht zu 
hren, bis zum heutigen Tag.
ROM 11:9 Und David spricht: Ihr Tisch werde ihnen zur Schlinge und zum 
Fallstrick und zum Ansto und zur Vergeltung;
ROM 11:10 ihre Augen sollen verfinstert werden, da sie nicht sehen, und 
ihren Rcken beuge allezeit!
ROM 11:11 Ich frage nun: Sind sie denn darum gestrauchelt, damit sie 
fallen sollten? Das sei ferne! Sondern durch ihren Fall wurde das Heil den 
Heiden zuteil, damit sie diesen nacheifern mchten.
ROM 11:12 Wenn aber ihr Fall der Reichtum der Welt und ihr Verlust der 
Reichtum der Heiden geworden ist, wieviel mehr ihre volle Zahl!
ROM 11:13 Zu euch, den Heiden, rede ich (da ich nun eben Heidenapostel 
bin, rhme ich mein Amt,
ROM 11:14 ob ich nicht etwa meine Volksgenossen zum Nacheifern reizen und 
etliche von ihnen erretten knnte);
ROM 11:15 [darum sage ich:] Wenn ihre Verwerfung die Vershnung der Welt 
geworden ist, was wrde ihre Annahme anderes sein, als Leben aus den Toten?
ROM 11:16 Ist aber der Anbruch heilig, so ist es auch der Teig, und ist 
die Wurzel heilig, so sind es auch die Zweige.
ROM 11:17 Wenn aber etliche der Zweige ausgebrochen wurden und du als ein 
wilder lzweig unter sie eingepfropft und der Wurzel und der Fettigkeit 
des lbaums teilhaftig geworden bist,
ROM 11:18 so rhme dich nicht wider die Zweige! Rhmst du dich aber, so 
wisse, da nicht du die Wurzel trgst, sondern die Wurzel trgt dich!
ROM 11:19 Nun sagst du aber: Die Zweige sind ausgebrochen worden, damit 
ich eingepfropft wrde!
ROM 11:20 Gut! Um ihres Unglaubens willen sind sie ausgebrochen worden; du 
aber stehst durch den Glauben. Sei nicht stolz, sondern frchte dich!
ROM 11:21 Denn wenn Gott die natrlichen Zweige nicht verschont hat, so 
wird er wohl auch dich nicht verschonen.
ROM 11:22 So schaue nun die Gte und die Strenge Gottes; die Strenge an 
denen, die gefallen sind; die Gte aber an dir, sofern du in der Gte 
bleibst, sonst wirst auch du abgehauen werden!
ROM 11:23 Jene dagegen, wenn sie nicht im Unglauben verharren, sollen 
wieder eingepfropft werden; denn Gott vermag sie wohl wieder einzupfropfen.
ROM 11:24 Denn wenn du aus dem von Natur wilden lbaum herausgeschnitten 
und wider die Natur in den edlen lbaum eingepfropft worden bist, wieviel 
eher knnen diese, die natrlichen Zweige, wieder in ihren eigenen lbaum 
eingepfropft werden!
ROM 11:25 Denn ich will nicht, meine Brder, da euch dieses Geheimnis 
unbekannt bleibe, damit ihr euch nicht selbst klug dnket, da Israel zum 
Teil Verstockung widerfahren ist, bis da die Vollzahl der Heiden 
eingegangen sein wird
ROM 11:26 und also ganz Israel gerettet werde, wie geschrieben steht: Aus 
Zion wird der Erlser kommen und die Gottlosigkeiten von Jakob abwenden,
ROM 11:27 und: das ist mein Bund mit ihnen, wenn ich ihre Snden 
wegnehmen werde.
ROM 11:28 Nach dem Evangelium zwar sind sie Feinde um euretwillen, nach 
der Erwhlung aber Geliebte um der Vter willen.
ROM 11:29 Denn Gottes Gnadengaben und Berufung sind unwiderruflich.
ROM 11:30 Denn gleichwie auch ihr einst Gott nicht gehorcht habt, nun aber 
begnadigt worden seid infolge ihres Ungehorsams,
ROM 11:31 so haben auch sie jetzt nicht gehorcht infolge eurer 
Begnadigung, damit auch sie begnadigt wrden.
ROM 11:32 Denn Gott hat alle miteinander in den Unglauben verschlossen, 
damit er sich aller erbarme.
ROM 11:33 O welch eine Tiefe des Reichtums, der Weisheit und der 
Erkenntnis Gottes! Wie unergrndlich sind seine Gerichte und 
unausforschlich seine Wege!
ROM 11:34 Denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber 
gewesen?
ROM 11:35 Oder wer hat ihm etwas zuvor gegeben, da es ihm wiedervergolten 
werde?
ROM 11:36 Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge; ihm sei 
Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
ROM 12:1 Ich ermahne euch nun, ihr Brder, kraft der Barmherzigkeit 
Gottes, da ihr eure Leiber darbringet als ein lebendiges, heiliges, Gott 
wohlgeflliges Opfer: das sei euer vernnftiger Gottesdienst!
ROM 12:2 Und passet euch nicht diesem Weltlauf an, sondern verndert euer 
Wesen durch die Erneuerung eures Sinnes, um prfen zu knnen, was der 
Wille Gottes sei, der gute und wohlgefllige und vollkommene.
ROM 12:3 Denn ich sage kraft der Gnade, die mir gegeben ist, einem jeden 
unter euch, da er nicht hher von sich denke, als sich zu denken gebhrt, 
sondern da er auf Bescheidenheit bedacht sei, wie Gott einem jeden das 
Ma des Glaubens zugeteilt hat.
ROM 12:4 Denn gleichwie wir an einem Leibe viele Glieder besitzen, nicht 
alle Glieder aber dieselbe Verrichtung haben,
ROM 12:5 so sind auch wir, die vielen, ein Leib in Christus, als einzelne 
aber untereinander Glieder.
ROM 12:6 Wenn wir aber auch verschiedene Gaben haben nach der uns 
verliehenen Gnade, zum Beispiel Weissagung, so stimmen sie doch mit dem 
Glauben berein!
ROM 12:7 Wenn einer dient, [sei es so] in dem Dienst; wenn einer lehrt, in 
der Lehre;
ROM 12:8 wenn einer ermahnt, in der Ermahnung. Wer gibt, gebe in Einfalt; 
wer vorsteht, tue es mit Flei; wer Barmherzigkeit bt, mit Freudigkeit!
ROM 12:9 Die Liebe sei ungeheuchelt! Hasset das Bse, hanget dem Guten an!
ROM 12:10 In der Bruderliebe seid gegeneinander herzlich, in der 
Ehrerbietung komme einer dem andern zuvor!
ROM 12:11 Im Flei lasset nicht nach, seid brennend im Geist, dienet dem 
Herrn!
ROM 12:12 Seid frhlich in Hoffnung, in Trbsal haltet stand, seid 
beharrlich im Gebet!
ROM 12:13 Nehmet Anteil an den Nten der Heiligen, befleiiget euch der 
Gastfreundschaft!
ROM 12:14 Segnet die euch verfolgen, segnet und fluchet nicht!
ROM 12:15 Freuet euch mit den Frhlichen und weinet mit den Weinenden!
ROM 12:16 Seid gleichgesinnt gegeneinander; trachtet nicht nach hohen 
Dingen, sondern haltet euch herunter zu den Niedrigen; haltet euch nicht 
selbst fr klug!
ROM 12:17 Vergeltet niemandem Bses mit Bsem! Befleiiget euch dessen, 
was in aller Menschen Augen edel ist!
ROM 12:18 Ist es mglich, soviel an euch liegt, so habt mit allen Menschen 
Frieden.
ROM 12:19 Rchet euch nicht selbst, ihr Lieben, sondern gebet Raum dem 
Zorne [Gottes]; denn es steht geschrieben: Die Rache ist mein, ich will 
vergelten, spricht der Herr.
ROM 12:20 Wenn nun deinen Feind hungert, so speise ihn; drstet ihn, so 
trnke ihn! Wenn du das tust, wirst du feurige Kohlen auf sein Haupt 
sammeln.
ROM 12:21 La dich nicht vom Bsen berwinden, sondern berwinde das Bse 
mit Gutem!
ROM 13:1 Jedermann sei den obrigkeitlichen Gewalten untertan; denn es gibt 
keine Obrigkeit, die nicht von Gott wre; die vorhandenen aber sind von 
Gott verordnet.
ROM 13:2 Wer sich also der Obrigkeit widersetzt, der widerstrebt der 
Ordnung Gottes; die aber widerstreben, ziehen sich selbst die Verurteilung 
zu.
ROM 13:3 Denn die Herrscher sind nicht wegen guten Werken zu frchten, 
sondern wegen bsen! Willst du also die Obrigkeit nicht frchten, so tue 
das Gute, dann wirst du Lob von ihr empfangen!
ROM 13:4 Denn sie ist Gottes Dienerin, zu deinem Besten. Tust du aber 
Bses, so frchte dich! Denn sie trgt das Schwert nicht umsonst; Gottes 
Dienerin ist sie, eine Rcherin zur Strafe an dem, der das Bse tut.
ROM 13:5 Darum ist es notwendig, untertan zu sein, nicht allein um der 
Strafe, sondern auch um des Gewissens willen.
ROM 13:6 Deshalb zahlet ihr ja auch Steuern; denn sie sind Gottes Diener, 
die eben dazu bestellt sind.
ROM 13:7 So gebet nun jedermann, was ihr schuldig seid: Steuer, dem die 
Steuer, Zoll, dem der Zoll, Furcht, dem die Furcht, Ehre, dem die Ehre 
gebhrt.
ROM 13:8 Seid niemand etwas schuldig, als da ihr einander liebet; denn 
wer den andern liebt, hat das Gesetz erfllt.
ROM 13:9 Denn die [Forderung]: Du sollst nicht ehebrechen, du sollst 
nicht tten, du sollst nicht stehlen, la dich nicht gelsten (und 
welches andere Gebot noch sei), wird zusammengefat in diesem Wort: Du 
sollst deinen Nchsten lieben wie dich selbst!
ROM 13:10 Die Liebe tut dem Nchsten nichts Bses; so ist nun die Liebe 
des Gesetzes Erfllung.
ROM 13:11 Und dieses [sollen wir tun] als solche, die die Zeit verstehen, 
da nmlich die Stunde schon da ist, wo wir vom Schlafe aufwachen sollten; 
denn jetzt ist unser Heil nher, als da wir glubig wurden;
ROM 13:12 die Nacht ist vorgerckt, der Tag aber nahe. So lasset uns nun 
ablegen die Werke der Finsternis und anziehen die Waffen des Lichts;
ROM 13:13 lat uns anstndig wandeln als am Tage, nicht in Schmausereien 
und Schlemmereien, nicht in Unzucht und Ausschweifungen, nicht in Hader 
und Neid;
ROM 13:14 sondern ziehet den Herrn Jesus Christus an und pfleget das 
Fleisch nicht bis zur Erregung von Begierden!
ROM 14:1 Des Schwachen im Glauben nehmet euch an, doch nicht um ber 
Meinungen zu streiten.
ROM 14:2 Einer glaubt, alles essen zu drfen; wer aber schwach ist, it 
Gemse.
ROM 14:3 Wer it, verachte den nicht, der nicht it; und wer nicht it, 
richte den nicht, der it; denn Gott hat ihn angenommen.
ROM 14:4 Wer bist du, da du einen fremden Knecht richtest? Er steht oder 
fllt seinem Herrn. Er wird aber aufgerichtet werden; denn der Herr vermag 
ihn aufzurichten.
ROM 14:5 Dieser achtet einen Tag hher als den andern, jener hlt alle 
Tage gleich; ein jeglicher sei seiner Meinung gewi!
ROM 14:6 Wer auf den Tag schaut, schaut darauf fr den Herrn, und wer 
nicht auf den Tag schaut, schaut nicht darauf fr den Herrn. Wer it, der 
it fr den Herrn; denn er dankt Gott, und wer nicht it, der it nicht 
fr den Herrn und dankt Gott.
ROM 14:7 Denn keiner von uns lebt sich selbst und keiner stirbt sich 
selbst.
ROM 14:8 Leben wir, so leben wir dem Herrn, sterben wir, so sterben wir 
dem Herrn; ob wir nun leben oder sterben, so sind wir des Herrn.
ROM 14:9 Denn dazu ist Christus gestorben und wieder lebendig geworden, 
da er sowohl ber Tote als auch ber Lebende Herr sei.
ROM 14:10 Du aber, was richtest du deinen Bruder? Oder du, was verachtest 
du deinen Bruder? Wir werden alle vor dem Richterstuhl Christi erscheinen;
ROM 14:11 denn es steht geschrieben: So wahr ich lebe, spricht der Herr, 
mir soll sich beugen jedes Knie, und jede Zunge wird Gott bekennen.
ROM 14:12 So wird also ein jeglicher fr sich selbst Gott Rechenschaft 
geben.
ROM 14:13 Darum lat uns nicht mehr einander richten, sondern das richtet 
vielmehr, da dem Bruder weder Ansto noch rgernis gegeben werde!
ROM 14:14 Ich wei und bin in dem Herrn Jesus davon berzeugt, da nichts 
an sich selbst unrein ist; sondern nur fr den, der etwas fr unrein hlt, 
ist es unrein.
ROM 14:15 Wenn aber dein Bruder um einer Speise willen betrbt wird, so 
wandelst du schon nicht nach der Liebe. Verdirb mit deiner Speise nicht 
den, fr welchen Christus gestorben ist!
ROM 14:16 So soll nun euer Bestes nicht verlstert werden!
ROM 14:17 Denn das Reich Gottes ist nicht Essen und Trinken, sondern 
Gerechtigkeit, Friede und Freude im heiligen Geist;
ROM 14:18 wer darin Christus dient, der ist Gott wohlgefllig und auch von 
den Menschen gebilligt.
ROM 14:19 So lat uns nun dem nachjagen, was zum Frieden und zur Erbauung 
untereinander dient.
ROM 14:20 Zerstre nicht wegen einer Speise Gottes Werk! Es ist zwar alles 
rein, aber es ist demjenigen schdlich, welcher es mit Ansto it.
ROM 14:21 Es ist gut, wenn du kein Fleisch issest und keinen Wein trinkst, 
noch sonst etwas [tust], woran dein Bruder Ansto oder rgernis nehmen 
oder schwach werden knnte.
ROM 14:22 Du hast Glauben? Habe ihn fr dich selbst vor Gott! Selig, wer 
sich selbst nicht beschuldigt in dem, was er billigt;
ROM 14:23 wer aber zweifelt und doch it, der ist verurteilt, weil es 
nicht aus Glauben geschieht. Alles aber, was nicht aus Glauben geschieht, 
ist Snde.
ROM 15:1 Es ist aber unsere, der Starken Pflicht, die Schwachheiten der 
Kraftlosen zu tragen und nicht Gefallen an uns selber zu haben.
ROM 15:2 Es soll aber ein jeder von uns seinem Nchsten gefallen zum 
Guten, zur Erbauung.
ROM 15:3 Denn auch Christus hatte nicht an sich selbst Gefallen, sondern 
wie geschrieben steht: Die Schmhungen derer, die dich geschmht haben, 
sind auf mich gefallen.
ROM 15:4 Was aber zuvor geschrieben worden ist, das wurde zu unserer 
Belehrung geschrieben, damit wir durch die Geduld und durch den Trost der 
Schrift Hoffnung fassen.
ROM 15:5 Der Gott der Geduld und des Trostes aber gebe euch, untereinander 
eines Sinnes zu sein, Christus Jesus gem,
ROM 15:6 damit ihr einmtig, mit einem Munde Gott und den Vater unsres 
Herrn Jesus Christus lobet.
ROM 15:7 Darum nehmet euch einer des andern an, gleichwie auch Christus 
sich euer angenommen hat, zu Gottes Ehre!
ROM 15:8 Ich sage aber, da Jesus Christus ein Diener der Beschneidung 
geworden ist um der Wahrhaftigkeit Gottes willen, um die Verheiungen an 
die Vter zu besttigen,
ROM 15:9 da aber die Heiden Gott loben um der Barmherzigkeit willen, wie 
geschrieben steht: Darum will ich dich preisen unter den Heiden und 
deinem Namen lobsingen!
ROM 15:10 Und wiederum spricht er: Freuet euch, ihr Heiden, mit seinem 
Volk!
ROM 15:11 Und wiederum: Lobet den Herrn, alle Heiden, preiset ihn, alle 
Vlker!
ROM 15:12 Und wiederum spricht Jesaja: Es wird aus der Wurzel Jesses 
sprossen der, welcher aufsteht, um ber die Heiden zu herrschen; auf ihn 
werden die Heiden hoffen.
ROM 15:13 Der Gott der Hoffnung aber erflle euch mit aller Freude und mit 
Frieden im Glauben, da ihr berstrmet an Hoffnung, in der Kraft des 
heiligen Geistes!
ROM 15:14 Ich habe aber, meine Brder, die feste berzeugung von euch, da 
auch ihr selbst voll Gtigkeit seid, erfllt mit aller Erkenntnis und 
fhig, einander zu ermahnen.
ROM 15:15 Das machte mir aber zum Teil um so mehr Mut, euch zu schreiben, 
um euer Gedchtnis wieder aufzufrischen, wegen der Gnade, die mir von Gott 
gegeben ist,
ROM 15:16 da ich ein Diener Jesu Christi fr die Heiden sein soll, der 
das Evangelium Gottes priesterlich verwaltet, auf da das Opfer der Heiden 
angenehm werde, geheiligt im heiligen Geist.
ROM 15:17 Ich habe also [Grund zum] Rhmen in Christus Jesus, vor Gott.
ROM 15:18 Denn ich wrde nicht wagen, etwas davon zu sagen, wenn nicht 
Christus es durch mich gewirkt htte, um die Heiden zum Gehorsam zu 
bringen durch Wort und Werk,
ROM 15:19 in Kraft von Zeichen und Wundern, in Kraft des heiligen Geistes, 
also da ich von Jerusalem an und ringsumher bis nach Illyrien das 
Evangelium von Christus vllig ausgerichtet habe,
ROM 15:20 wobei ich es mir zur Ehre mache, das Evangelium nicht dort zu 
verkndigen, wo Christi Name schon bekannt ist, damit ich nicht auf einen 
fremden Grund baue,
ROM 15:21 sondern, wie geschrieben steht: Welchen nicht von ihm 
verkndigt worden ist, die sollen es sehen, und welche es nicht gehrt 
haben, die sollen es vernehmen.
ROM 15:22 Darum bin ich auch oftmals verhindert worden, zu euch zu kommen.
ROM 15:23 Da ich jetzt aber in diesen Gegenden keinen Raum mehr habe, wohl 
aber seit vielen Jahren ein Verlangen hege, zu euch zu kommen,
ROM 15:24 so werde ich auf der Reise nach Spanien zu euch kommen; denn ich 
hoffe, euch auf der Durchreise zu sehen und von euch dorthin geleitet zu 
werden, wenn ich mich zuvor ein wenig an euch erquickt habe.
ROM 15:25 Nun aber reise ich nach Jerusalem, im Dienste der Heiligen.
ROM 15:26 Es hat nmlich Mazedonien und Achaja gefallen, eine Sammlung fr 
die Armen unter den Heiligen in Jerusalem zu veranstalten;
ROM 15:27 es hat ihnen gefallen, und sie sind es ihnen auch schuldig; denn 
wenn die Heiden an ihren geistlichen Gtern Anteil erhalten haben, so sind 
sie auch verpflichtet, jenen in den leiblichen zu dienen.
ROM 15:28 Wenn ich nun das ausgerichtet und ihnen diese Frucht gesichert 
habe, will ich bei euch durchreisen nach Spanien.
ROM 15:29 Ich wei aber, da, wenn ich zu euch komme, es in der Flle des 
Segens Christi geschehen wird.
ROM 15:30 Ich ermahne euch aber, ihr Brder, durch unsern Herrn Jesus 
Christus und durch die Liebe des Geistes, da ihr mit mir kmpfet in den 
Gebeten fr mich zu Gott,
ROM 15:31 da ich errettet werde von den Unglubigen in Juda und da 
meine Dienstleistung fr Jerusalem den Heiligen angenehm sei,
ROM 15:32 auf da ich durch Gottes Willen mit Freuden zu euch komme und 
mich mit euch erquicke.
ROM 15:33 Der Gott aber des Friedens sei mit euch allen! Amen.
ROM 16:1 Ich empfehle euch aber unsere Schwester Phbe, welche Dienerin 
der Gemeinde zu Kenchre ist,
ROM 16:2 damit ihr sie aufnehmet im Herrn, wie es Heiligen geziemt, und 
ihr beistehet, in welcher Sache sie euer bedarf; denn auch sie ist vielen 
eine Beschtzerin gewesen, auch mir selbst.
ROM 16:3 Gret Prisca und Aquila, meine Mitarbeiter in Christus Jesus,
ROM 16:4 welche fr mein Leben ihren Nacken dargeboten haben, denen nicht 
allein ich danke, sondern auch alle Gemeinden der Heiden; gret auch die 
Gemeinde in ihrem Hause.
ROM 16:5 Gret den Epnetus, meinen Geliebten, welcher ein Erstling von 
Asien ist fr Christus.
ROM 16:6 Gret Maria, welche viel fr uns gearbeitet hat.
ROM 16:7 Gret Andronicus und Junias, meine Verwandten und Mitgefangenen, 
welche unter den Aposteln angesehen und vor mir in Christus gewesen sind.
ROM 16:8 Gret Amplias, meinen Geliebten im Herrn.
ROM 16:9 Gret Urbanus, unsern Mitarbeiter in Christus, und Stachys, 
meinen Geliebten.
ROM 16:10 Gret Apelles, den in Christus Bewhrten, gret die vom Hause 
des Aristobulus.
ROM 16:11 Gret Herodion, meinen Verwandten; gret die vom Hause des 
Narcissus, die im Herrn sind.
ROM 16:12 Gret die Tryphena und die Tryphosa, die im Herrn arbeiten; 
gret Persis, die Geliebte, die viel gearbeitet hat im Herrn.
ROM 16:13 Gret Rufus, den Auserwhlten im Herrn, und seine und meine 
Mutter.
ROM 16:14 Gret Asynkritus, Phlegon, Hermes, Patrobas, Hermas und die 
Brder bei ihnen.
ROM 16:15 Gret Philologus und Julia, Nereus und seine Schwester, auch 
Olympas und alle Heiligen bei ihnen.
ROM 16:16 Gret einander mit dem heiligen Ku! Es gren euch alle 
Gemeinden Christi.
ROM 16:17 Ich ermahne euch aber, ihr Brder, gebet acht auf die, welche 
Trennungen und rgernisse anrichten abseits von der Lehre, die ihr gelernt 
habt, und meidet sie.
ROM 16:18 Denn solche dienen nicht dem Herrn Jesus Christus, sondern ihrem 
eigenen Bauch, und durch gleisnerische Reden und schne Worte verfhren 
sie die Herzen der Arglosen.
ROM 16:19 Denn euer Gehorsam ist berall bekanntgeworden. Darum freue ich 
mich ber euch, mchte aber, da ihr weise wret zum Guten und unvermischt 
bliebet mit dem Bsen.
ROM 16:20 Der Gott des Friedens aber wird den Satan unter euren Fen 
zermalmen in kurzem! Die Gnade unsres Herrn Jesus Christus sei mit euch!
ROM 16:21 Es gren euch Timotheus, mein Mitarbeiter, und Lucius und Jason 
und Sosipater, meine Verwandten.
ROM 16:22 Ich, Tertius, der ich den Brief geschrieben habe, gre euch im 
Herrn.
ROM 16:23 Es grt euch Gajus, der mich und die ganze Gemeinde beherbergt. 
Es grt euch Erastus, der Stadtverwalter, und Quartus, der Bruder.
ROM 16:24 Die Gnade unsres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen! Amen.
ROM 16:25 Dem aber, der euch strken kann laut meines Evangeliums und der 
Predigt von Jesus Christus, gem der Offenbarung des Geheimnisses, das 
von ewigen Zeiten her verschwiegen gewesen,
ROM 16:26 jetzt aber geoffenbart und durch prophetische Schriften auf 
Befehl des ewigen Gottes kundgetan worden ist, zum Gehorsam des Glaubens, 
fr alle Vlker,
ROM 16:27 ihm, dem allein weisen Gott, durch Jesus Christus, sei die Ehre 
von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen. (An die Rmer gesandt von Korinth durch 
Phbe, die Dienerin der Gemeinde zu Kenchre.)
1CO 1:1 Paulus, berufener Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen, und 
Sosthenes, der Bruder,
1CO 1:2 an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, an die Geheiligten in 
Christus Jesus, an die berufenen Heiligen, samt allen, die den Namen 
unsres Herrn Jesus Christus anrufen an jedem Ort, bei ihnen und bei uns.
1CO 1:3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater und dem Herrn 
Jesus Christus!
1CO 1:4 Ich danke meinem Gott allezeit eurethalben fr die Gnade Gottes, 
die euch in Christus Jesus gegeben ist,
1CO 1:5 da ihr an allem reich gemacht worden seid in ihm, an aller Lehre 
und an aller Erkenntnis,
1CO 1:6 wie denn das Zeugnis von Christus unter euch befestigt worden ist,
1CO 1:7 so da ihr keinen Mangel habt an irgend einer Gnadengabe, whrend 
ihr die Offenbarung unsres Herrn Jesus Christus erwartet,
1CO 1:8 welcher euch auch bis ans Ende befestigen wird, so da ihr 
unverklagbar seid am Tage unsres Herrn Jesus Christus.
1CO 1:9 Treu ist Gott, durch welchen ihr berufen seid zur Gemeinschaft 
seines Sohnes Jesus Christus unsres Herrn.
1CO 1:10 Ich ermahne euch aber, ihr Brder, kraft des Namens unsres Herrn 
Jesus Christus, da ihr alle einerlei Rede fhret und nicht Spaltungen 
unter euch sein lasset, sondern zusammenhaltet in derselben Gesinnung und 
in derselben Meinung.
1CO 1:11 Mir ist nmlich, meine Brder, durch die Leute der Chloe 
bekanntgeworden, da Zwistigkeiten unter euch sind.
1CO 1:12 Ich rede aber davon, da unter euch der eine spricht: Ich halte 
zu Paulus; der andere: Ich zu Apollos; der dritte: Ich zu Kephas; der 
vierte: Ich zu Christus!
1CO 1:13 Ist Christus zerteilt? Ist etwa Paulus fr euch gekreuzigt 
worden, oder seid ihr auf des Paulus Namen getauft?
1CO 1:14 Ich danke Gott, da ich niemand von euch getauft habe, auer 
Krispus und Gajus;
1CO 1:15 so kann doch niemand sagen, ihr seiet auf meinen Namen getauft!
1CO 1:16 Ich habe aber auch das Haus des Stephanas getauft. Sonst wei ich 
nicht, ob ich noch jemand getauft habe;
1CO 1:17 denn Christus hat mich nicht gesandt zu taufen, sondern das 
Evangelium zu verkndigen, nicht in Redeweisheit, damit nicht das Kreuz 
Christi entkrftet werde.
1CO 1:18 Denn das Wort vom Kreuz ist eine Torheit denen, die verloren 
gehen; uns aber, die wir gerettet werden, ist es eine Gotteskraft,
1CO 1:19 denn es steht geschrieben: Ich will zunichte machen die Weisheit 
der Weisen, und den Verstand der Verstndigen will ich verwerfen.
1CO 1:20 Wo ist der Weise, wo der Schriftgelehrte, wo der Disputiergeist 
dieser Welt? Hat nicht Gott die Weisheit dieser Welt zur Torheit gemacht?
1CO 1:21 Denn weil die Welt durch ihre Weisheit Gott in seiner Weisheit 
nicht erkannte, gefiel es Gott, durch die Torheit der Predigt diejenigen 
zu retten, welche glauben.
1CO 1:22 Whrend nmlich die Juden Zeichen fordern und die Griechen 
Weisheit verlangen,
1CO 1:23 predigen wir Christus den Gekreuzigten, den Juden ein rgernis, 
den Griechen eine Torheit;
1CO 1:24 jenen, den Berufenen aber, sowohl Juden als Griechen, [predigen 
wir] Christus, Gottes Kraft und Gottes Weisheit.
1CO 1:25 Denn Gottes Torheit ist weiser als die Menschen sind, und 
Gottes Schwachheit ist strker als die Menschen sind.
1CO 1:26 Sehet doch eure Berufung an, ihr Brder! Da sind nicht viele 
Weise nach dem Fleisch, nicht viele Mchtige, nicht viel Adelige;
1CO 1:27 sondern das Trichte der Welt hat Gott auserwhlt, um die Weisen 
zuschanden zu machen, und das Schwache der Welt hat Gott erwhlt, um das 
Starke zuschanden zu machen,
1CO 1:28 und das Unedle der Welt und das Verachtete hat Gott erwhlt und 
das, was nichts ist, damit er zunichte mache, was etwas ist;
1CO 1:29 auf da sich vor Gott kein Fleisch rhme.
1CO 1:30 Durch ihn aber seid ihr in Christus Jesus, welcher uns von Gott 
gemacht worden ist zur Weisheit, zur Gerechtigkeit, zur Heiligung und zur 
Erlsung,
1CO 1:31 auf da, wie geschrieben steht: Wer sich rhmt, der rhme sich 
im Herrn!
1CO 2:1 So bin auch ich, meine Brder, als ich zu euch kam, nicht 
gekommen, um euch in hervorragender Rede oder Weisheit das Zeugnis Gottes 
zu verkndigen.
1CO 2:2 Denn ich hatte mir vorgenommen, unter euch nichts anderes zu 
wissen, als nur Jesus Christus, und zwar als Gekreuzigten.
1CO 2:3 Und ich war in Schwachheit und mit viel Furcht und Zittern unter 
euch.
1CO 2:4 Und meine Rede und meine Predigt bestand nicht in berredenden 
Worten menschlicher Weisheit, sondern in Beweisung des Geistes und der 
Kraft,
1CO 2:5 auf da euer Glaube nicht auf Menschenweisheit beruhe, sondern auf 
Gotteskraft.
1CO 2:6 Wir reden allerdings Weisheit, unter den Gereiften; aber keine 
Weisheit dieser Welt, auch nicht der Obersten dieser Welt, welche vergehen.
1CO 2:7 Sondern wir reden Gottes Weisheit im Geheimnis, die verborgene, 
welche Gott vor den Weltzeiten zu unserer Herrlichkeit vorherbestimmt hat,
1CO 2:8 welche keiner der Obersten dieser Welt erkannt hat; denn htten 
sie sie erkannt, so wrden sie den Herrn der Herrlichkeit nicht gekreuzigt 
haben.
1CO 2:9 Sondern, wie geschrieben steht: Was kein Auge gesehen und kein 
Ohr gehrt und keinem Menschen in den Sinn gekommen ist, was Gott denen 
bereitet hat, die ihn lieben,
1CO 2:10 hat Gott uns aber geoffenbart durch seinen Geist; denn der Geist 
erforscht alles, auch die Tiefen der Gottheit.
1CO 2:11 Denn welcher Mensch wei, was im Menschen ist, als nur der Geist 
des Menschen, der in ihm ist? So wei auch niemand, was in Gott ist, als 
nur der Geist Gottes.
1CO 2:12 Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den 
Geist aus Gott, so da wir wissen knnen, was uns von Gott gegeben ist;
1CO 2:13 und davon reden wir auch, nicht in Worten, die von menschlicher 
Weisheit gelehrt sind, sondern in solchen, die vom Geist gelehrt sind, 
indem wir Geistliches geistlich beurteilen.
1CO 2:14 Der seelische Mensch aber nimmt nicht an, was vom Geiste Gottes 
ist; denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht verstehen, weil es 
geistlich beurteilt werden mu.
1CO 2:15 Der geistliche [Mensch] aber erforscht alles, er selbst jedoch 
wird von niemand erforscht;
1CO 2:16 denn wer hat des Herrn Sinn erkannt, da er ihn belehre? Wir aber 
haben Christi Sinn.
1CO 3:1 Und ich, meine Brder, konnte nicht mit euch reden als mit 
geistlichen, sondern als mit fleischlichen [Menschen], als mit Unmndigen 
in Christus.
1CO 3:2 Milch habe ich euch zu trinken gegeben, und nicht feste Speise; 
denn ihr vertruget sie nicht, ja ihr vertraget sie jetzt noch nicht;
1CO 3:3 denn ihr seid noch fleischlich. Solange nmlich Eifersucht und 
Zank und Zwietracht unter euch sind, seid ihr da nicht fleischlich und 
wandelt nach Menschenweise?
1CO 3:4 Denn wenn einer sagt: Ich halte zu Paulus, der andere aber: Ich zu 
Apollos! seid ihr da nicht fleischlich?
1CO 3:5 Was ist nun Apollos, was ist Paulus? Diener sind sie, durch welche 
ihr glubig geworden seid, und zwar, wie es der Herr einem jeglichen 
gegeben hat.
1CO 3:6 Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber hat das 
Gedeihen gegeben.
1CO 3:7 So ist also weder der etwas, welcher pflanzt, noch der, welcher 
begiet, sondern Gott, der das Gedeihen gibt.
1CO 3:8 Der aber, welcher pflanzt und der, welcher begiet, sind einer wie 
der andere; jeder aber wird seinen eigenen Lohn empfangen nach seiner 
eigenen Arbeit.
1CO 3:9 Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr aber seid Gottes Ackerfeld 
und Gottes Bau.
1CO 3:10 Nach der Gnade Gottes, die mir gegeben ist, habe ich als ein 
weiser Baumeister den Grund gelegt; ein anderer aber baut darauf. Ein 
jeglicher sehe zu, wie er darauf baue.
1CO 3:11 Denn einen andern Grund kann niemand legen, auer dem, der gelegt 
ist, welcher ist Jesus Christus.
1CO 3:12 Wenn aber jemand auf diesen Grund Gold, Silber, kostbare Steine, 
Holz, Heu, Stroh baut,
1CO 3:13 so wird eines jeden Werk offenbar werden; der Tag wird es klar 
machen, weil es durchs Feuer offenbar wird. Und welcher Art eines jeden 
Werk ist, wird das Feuer erproben.
1CO 3:14 Wird jemandes Werk, das er darauf gebaut hat, bleiben, so wird er 
Lohn empfangen;
1CO 3:15 wird aber jemandes Werk verbrennen, so wird er Schaden leiden, er 
selbst aber wird gerettet werden, doch so, wie durchs Feuer hindurch.
1CO 3:16 Wisset ihr nicht, da ihr Gottes Tempel seid und der Geist Gottes 
in euch wohnt?
1CO 3:17 Wenn jemand den Tempel Gottes verderbt, den wird Gott verderben; 
denn der Tempel Gottes ist heilig, und der seid ihr.
1CO 3:18 Niemand betrge sich selbst! Dnkt sich jemand unter euch weise 
zu sein in dieser Weltzeit, so werde er ein Tor, damit er weise werde!
1CO 3:19 Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott; denn es steht 
geschrieben: Er fngt die Weisen in ihrer List.
1CO 3:20 Und wiederum: Der Herr kennt die Gedanken der Weisen, da sie 
eitel sind.
1CO 3:21 So brste sich nun niemand mit Menschen; denn alles ist euer:
1CO 3:22 es sei Paulus oder Apollos, Kephas oder die Welt, das Leben oder 
der Tod, das Gegenwrtige oder das Zuknftige; alles ist euer;
1CO 3:23 ihr aber seid Christi, Christus aber ist Gottes.
1CO 4:1 So soll man uns betrachten: als Christi Diener und Verwalter 
gttlicher Geheimnisse.
1CO 4:2 Im brigen wird von Verwaltern nur verlangt, da einer treu 
erfunden werde.
1CO 4:3 Mir aber ist es das Geringste, da ich von euch oder von einem 
menschlichen Gerichtstage beurteilt werde; auch beurteile ich mich nicht 
selbst.
1CO 4:4 Denn ich bin mir nichts bewut; aber damit bin ich nicht 
gerechtfertigt, sondern der Herr ist es, der mich beurteilt.
1CO 4:5 Darum richtet nichts vor der Zeit, bis der Herr kommt, welcher 
auch das im Finstern Verborgene ans Licht bringen und den Rat der Herzen 
offenbaren wird; und dann wird einem jeden das Lob von Gott zuteil werden.
1CO 4:6 Das aber, meine Brder, habe ich auf mich und Apollos bezogen, 
damit ihr an uns lernet, nicht ber das hinauszugehen, was geschrieben 
steht, damit ihr euch nicht fr den einen auf Kosten des andern aufblhet.
1CO 4:7 Denn wer gibt dir den Vorzug? Was besitzest du aber, das du nicht 
empfangen hast? Wenn du es aber empfangen hast, was rhmst du dich, wie 
wenn du es nicht empfangen httest?
1CO 4:8 Ihr seid schon satt geworden, ihr seid schon reich geworden, ihr 
herrschet ohne uns! Mchtet ihr wenigstens so herrschen, da auch wir mit 
euch herrschen knnten!
1CO 4:9 Es dnkt mich nmlich, Gott habe uns Apostel als die Letzten 
hingestellt, gleichsam zum Tode bestimmt; denn wir sind ein Schauspiel 
geworden der Welt, sowohl Engeln als Menschen.
1CO 4:10 Wir sind Narren um Christi willen, ihr aber seid klug in 
Christus; wir schwach, ihr aber stark; ihr in Ehren, wir aber verachtet.
1CO 4:11 Bis auf diese Stunde leiden wir Hunger, Durst und Ble, werden 
geschlagen und haben keine Bleibe und arbeiten mhsam mit unsern eigenen 
Hnden.
1CO 4:12 Wir werden geschmht und segnen, wir leiden Verfolgung und halten 
stand; wir werden gelstert und spenden Trost;
1CO 4:13 zum Auswurf der Welt sind wir geworden, zum Abschaum aller bis 
jetzt.
1CO 4:14 Nicht zu eurer Beschmung schreibe ich das, sondern ich ermahne 
euch als meine geliebten Kinder.
1CO 4:15 Denn wenn ihr auch zehntausend Erzieher httet in Christus, so 
habt ihr doch nicht viele Vter; denn ich habe euch in Christus Jesus 
durch das Evangelium gezeugt.
1CO 4:16 So ermahne ich euch nun: Werdet meine Nachahmer!
1CO 4:17 Deshalb habe ich Timotheus zu euch gesandt, der mein geliebter 
und treuer Sohn im Herrn ist; der wird euch an meine Wege in Christus 
erinnern, wie ich allenthalben in jeder Gemeinde lehre.
1CO 4:18 Weil ich aber nicht selbst zu euch komme, haben sich etliche 
aufgeblht;
1CO 4:19 ich werde aber bald zu euch kommen, so der Herr will, und 
Kenntnis nehmen, nicht von den Worten der Aufgeblhten, sondern von der 
Kraft.
1CO 4:20 Denn das Reich Gottes besteht nicht in Worten, sondern in Kraft!
1CO 4:21 Was wollt ihr? Soll ich mit der Rute zu euch kommen, oder mit 
Liebe und dem Geiste der Sanftmut?
1CO 5:1 berhaupt hrt man von Unzucht unter euch, und zwar von einer 
solchen Unzucht, die nicht einmal unter den Heiden vorkommt, da nmlich 
einer seines Vaters Frau habe!
1CO 5:2 Und ihr seid aufgeblht und httet doch eher Leid tragen sollen, 
damit der, welcher diese Tat begangen hat, aus eurer Mitte getan wrde!
1CO 5:3 Denn ich, der ich zwar dem Leibe nach abwesend, dem Geiste nach 
aber anwesend bin, habe schon, als wre ich anwesend, ber den, welcher 
solches begangen hat, beschlossen:
1CO 5:4 im Namen unsres Herrn Jesus Christus und nachdem euer und mein 
Geist sich mit der Kraft unsres Herrn Jesus Christus vereinigt hat,
1CO 5:5 den Betreffenden dem Satan zu bergeben zum Verderben des 
Fleisches, damit der Geist gerettet werde am Tage des Herrn Jesus.
1CO 5:6 Euer Rhmen ist nicht fein! Wisset ihr nicht, da ein wenig 
Sauerteig den ganzen Teig durchsuert?
1CO 5:7 Feget den alten Sauerteig aus, damit ihr ein neuer Teig seid, 
gleichwie ihr ja ungesuert seid! Denn auch fr uns ist ein Passahlamm 
geschlachtet worden: Christus.
1CO 5:8 So wollen wir denn nicht mit altem Sauerteig Fest feiern, auch 
nicht mit Sauerteig der Bosheit und Schlechtigkeit, sondern mit 
ungesuerten Broten der Lauterkeit und Wahrheit.
1CO 5:9 Ich habe euch in dem Brief geschrieben, da ihr keinen Umgang mit 
Unzchtigen haben sollt;
1CO 5:10 nicht berhaupt mit den Unzchtigen dieser Welt, oder den 
Habschtigen und Rubern oder Gtzendienern; sonst mtet ihr ja die Welt 
rumen.
1CO 5:11 Nun aber habe ich euch geschrieben, da ihr keinen Umgang haben 
sollt mit jemandem, der sich Bruder nennen lt und dabei ein Unzchtiger 
oder Habschtiger oder Gtzendiener oder Lsterer oder Trunkenbold oder 
Ruber ist; mit einem solchen sollt ihr nicht einmal essen.
1CO 5:12 Denn was soll ich die richten, die auerhalb [der Gemeinde] sind? 
Ihr richtet nicht einmal die, welche drinnen sind?
1CO 5:13 Die aber drauen sind, wird Gott richten. Tut den Bsen aus eurer 
Mitte hinweg!
1CO 6:1 Wie darf jemand von euch, der eine Beschwerde gegen einen andern 
hat, sich bei den Ungerechten richten lassen, anstatt bei den Heiligen?
1CO 6:2 Wisset ihr nicht, da die Heiligen die Welt richten werden? Wenn 
nun durch euch die Welt gerichtet werden soll, seid ihr dann unwrdig, 
ber die allergeringsten Dinge zu entscheiden?
1CO 6:3 Wisset ihr nicht, da wir Engel richten werden? Warum denn nicht 
auch Dinge dieses Lebens?
1CO 6:4 Wenn ihr nun ber Dinge dieses Lebens Entscheidungen zu treffen 
habt, so setzet ihr solche zu Richtern, die bei der Gemeinde nichts gelten!
1CO 6:5 Zur Beschmung sage ich's euch: demnach ist also nicht ein 
einziger Sachverstndiger unter euch, der ein unparteiisches Urteil fllen 
knnte fr seinen Bruder;
1CO 6:6 sondern ein Bruder rechtet mit dem andern, und das vor Unglubigen!
1CO 6:7 Es ist berhaupt schon schlimm genug fr euch, da ihr Prozesse 
miteinander fhret. Warum lasset ihr euch nicht lieber Unrecht tun? Warum 
lasset ihr euch nicht lieber bervorteilen?
1CO 6:8 Sondern ihr bet Unrecht und bervorteilung, und zwar an Brdern!
1CO 6:9 Wisset ihr denn nicht, da Ungerechte das Reich Gottes nicht 
ererben werden? Irret euch nicht: Weder Unzchtige noch Gtzendiener, 
weder Ehebrecher noch Weichlinge, noch Knabenschnder,
1CO 6:10 weder Diebe noch Habschtige, noch Trunkenbolde, noch Lsterer, 
noch Ruber werden das Reich Gottes ererben.
1CO 6:11 Und solche sind etliche von euch gewesen; aber ihr seid 
abgewaschen, ihr seid geheiligt, ihr seid gerechtfertigt worden in dem 
Namen unsres Herrn Jesus Christus und in dem Geist unsres Gottes!
1CO 6:12 Alles ist mir erlaubt; aber nicht alles frommt! Alles ist mir 
erlaubt; aber ich will mich von nichts beherrschen lassen.
1CO 6:13 Die Speisen sind fr den Bauch und der Bauch fr die Speisen; 
Gott aber wird diesen und jene abtun. Der Leib aber ist nicht fr die 
Unzucht, sondern fr den Herrn, und der Herr fr den Leib.
1CO 6:14 Gott aber hat den Herrn auferweckt und wird auch uns auferwecken 
durch seine Kraft.
1CO 6:15 Wisset ihr nicht, da eure Leiber Christi Glieder sind? Soll ich 
nun die Glieder Christi nehmen und Hurenglieder daraus machen? Das sei 
ferne!
1CO 6:16 Wisset ihr aber nicht, da, wer einer Hure anhngt, ein Leib mit 
ihr ist? Denn es werden, spricht er, die zwei ein Fleisch sein.
1CO 6:17 Wer aber dem Herrn anhngt, ist ein Geist mit ihm.
1CO 6:18 Fliehet die Unzucht! Jede Snde, die ein Mensch [sonst] begeht, 
ist auerhalb des Leibes; der Unzchtige aber sndigt an seinem eigenen 
Leib.
1CO 6:19 Oder wisset ihr nicht, da euer Leib ein Tempel des in euch 
wohnenden heiligen Geistes ist, welchen ihr von Gott empfangen habt, und 
da ihr nicht euch selbst angehret?
1CO 6:20 Denn ihr seid teuer erkauft; darum verherrlichet Gott mit eurem 
Leibe!
1CO 7:1 Was aber das betrifft, wovon ihr mir geschrieben habt, so ist es 
ja gut fr den Menschen, kein Weib zu berhren;
1CO 7:2 um aber Unzucht zu vermeiden, habe ein jeglicher seine eigene Frau 
und eine jegliche ihren eigenen Mann.
1CO 7:3 Der Mann leiste der Frau die schuldige Pflicht, ebenso aber auch 
die Frau dem Manne.
1CO 7:4 Die Frau verfgt nicht selbst ber ihren Leib, sondern der Mann; 
gleicherweise verfgt aber auch der Mann nicht selbst ber seinen Leib, 
sondern die Frau.
1CO 7:5 Entziehet euch einander nicht, auer nach bereinkunft auf einige 
Zeit, damit ihr zum Gebet Mue habt, und kommet wieder zusammen, damit 
euch der Satan nicht versuche um eurer Unenthaltsamkeit willen.
1CO 7:6 Das sage ich aber aus Nachsicht und nicht als Befehl.
1CO 7:7 Denn ich wollte, alle Menschen wren wie ich; aber jeder hat seine 
eigene Gnadengabe von Gott, der eine so, der andere so.
1CO 7:8 Ich sage aber den Ledigen und den Witwen: Es ist gut fr sie, wenn 
sie bleiben wie ich.
1CO 7:9 Knnen sie sich aber nicht enthalten, so sollen sie heiraten; denn 
heiraten ist besser als in Glut geraten.
1CO 7:10 Den Verheirateten aber gebiete nicht ich, sondern der Herr, da 
eine Frau sich nicht scheide von dem Manne;
1CO 7:11 wre sie aber schon geschieden, so bleibe sie unverheiratet oder 
vershne sich mit dem Manne. Der Mann aber soll die Frau nicht verstoen.
1CO 7:12 Den brigen aber sage ich, nicht der Herr: Wenn ein Bruder eine 
unglubige Frau hat, und diese ist einverstanden, bei ihm zu wohnen, so 
soll er sie nicht verstoen;
1CO 7:13 und wenn eine Frau einen unglubigen Mann hat, und dieser ist 
einverstanden, bei ihr zu wohnen, so soll sie den Mann nicht verlassen.
1CO 7:14 Denn der unglubige Mann ist geheiligt durch die Frau, und die 
unglubige Frau ist geheiligt durch den Bruder; sonst wren eure Kinder 
unrein, nun aber sind sie heilig.
1CO 7:15 Will sich aber der unglubige Teil scheiden, so scheide er! Der 
Bruder oder die Schwester ist in solchen Fllen nicht gebunden. In Frieden 
aber hat uns Gott berufen.
1CO 7:16 Denn was weit du, Frau, ob du den Mann retten kannst? Oder was 
weit du, Mann, ob du die Frau retten kannst?
1CO 7:17 Doch wie der Herr einem jeden zugeteilt hat, wie der Herr einen 
jeden berufen hat, so wandle er! Und so verordne ich es in allen Gemeinden.
1CO 7:18 Ist jemand nach erfolgter Beschneidung berufen worden, so lasse 
er sich [von ihr] nicht wieder gewinnen; ist jemand in unbeschnittenem 
Zustand berufen worden, so lasse er sich nicht beschneiden.
1CO 7:19 Beschnitten sein ist nichts und unbeschnitten sein ist auch 
nichts, wohl aber Gottes Gebote halten.
1CO 7:20 Jeder bleibe in dem Stand, darin er berufen worden ist.
1CO 7:21 Bist du als Sklave berufen worden, so sei deshalb ohne Sorge! 
Kannst du aber frei werden, so bentze es lieber.
1CO 7:22 Denn der im Herrn berufene Sklave ist ein Freigelassener des 
Herrn; desgleichen ist der berufene Freie ein Knecht Christi.
1CO 7:23 Ihr seid teuer erkauft; werdet nicht der Menschen Knechte!
1CO 7:24 Brder, es bleibe ein jeglicher vor Gott in dem [Stand], worin er 
berufen worden ist.
1CO 7:25 Betreffs der Jungfrauen aber habe ich keinen Auftrag vom Herrn; 
ich gebe aber ein Gutachten ab als einer, der vom Herrn begnadigt worden 
ist, treu zu sein.
1CO 7:26 So halte ich nun, um der bevorstehenden Not willen, fr richtig, 
da es nmlich fr einen Menschen gut sei, so zu sein.
1CO 7:27 Bist du an eine Frau gebunden, so suche keine Lsung; bist du los 
von der Frau, so suche keine Frau.
1CO 7:28 Wenn du aber auch heiratest, so sndigest du nicht; und wenn die 
Jungfrau heiratet, so sndigt sie nicht; doch werden solche leibliche 
Trbsal haben, die ich euch gerne ersparen mchte.
1CO 7:29 Das aber sage ich, ihr Brder: Die Zeit ist beschrnkt! So mgen 
nun in der noch verbleibenden Frist die, welche Frauen haben, sein, als 
htten sie keine,
1CO 7:30 und die da weinen, als weinten sie nicht, und die sich freuen, 
als freuten sie sich nicht, und die da kaufen, als besen sie es nicht,
1CO 7:31 und die diese Welt gebrauchen, als brauchten sie sie gar nicht; 
denn die Gestalt dieser Welt vergeht.
1CO 7:32 Ich will aber, da ihr ohne Sorgen seid! Der Unverheiratete ist 
fr die Sache des Herrn besorgt, wie er dem Herrn gefalle;
1CO 7:33 der Verheiratete aber sorgt fr die Dinge der Welt, wie er der 
Frau gefalle, und er ist geteilt.
1CO 7:34 So ist auch die Frau, die keinen Mann hat, und die Jungfrau 
besorgt um die Sache des Herrn, da sie heilig sei am Leibe und am Geist; 
die Verheiratete aber sorgt fr die Dinge der Welt, wie sie dem Manne 
gefalle.
1CO 7:35 Das sage ich aber zu eurem eigenen Nutzen, nicht um euch eine 
Schlinge um den Hals zu werfen, sondern damit ihr in allem Anstand und 
ungeteilt bei dem Herrn verharren knnet.
1CO 7:36 Wenn aber jemand meint, da es fr seine Jungfrau unschicklich 
sei, ber die Jahre der Reife hinauszukommen, und wenn es dann so sein 
mu, der tue, was er will; er sndigt nicht, sie mgen heiraten!
1CO 7:37 Wenn aber einer in seinem Herzen fest geworden ist und keine 
Verpflichtung hat, sondern Macht, nach seinem eigenen Willen zu handeln, 
und in seinem eigenen Herzen beschlossen hat, seine Jungfrau zu behalten, 
der tut wohl.
1CO 7:38 Doch tut auch der wohl, welcher sie zur Ehe gibt; wer sie aber 
nicht gibt, tut besser.
1CO 7:39 Eine Frau ist gebunden, solange ihr Mann lebt; wenn aber ihr Mann 
entschlafen ist, so ist sie frei, sich zu verheiraten, mit wem sie will; 
nur da es im Herrn geschehe.
1CO 7:40 Seliger aber ist sie, wenn sie so bleibt, nach meiner Meinung; 
ich glaube aber auch den heiligen Geist zu haben.
1CO 8:1 Betreffs der Gtzenopfer aber wissen wir, da wir alle Erkenntnis 
haben; die Erkenntnis blht auf, aber die Liebe erbaut.
1CO 8:2 Wenn aber jemand meint, etwas erkannt zu haben, der hat noch nicht 
erkannt, wie man erkennen soll;
1CO 8:3 wenn aber jemand Gott liebt, der ist von ihm erkannt,
1CO 8:4 was also das Essen der Gtzenopfer betrifft, so wissen wir, da 
kein Gtze in der Welt ist und da es keinen Gott gibt auer dem Einen.
1CO 8:5 Denn wenn es auch sogenannte Gtter gibt, sei es im Himmel oder 
auf Erden (wie es ja wirklich viele Gtter und viele Herren gibt),
1CO 8:6 so haben wir doch nur einen Gott, den Vater, von welchem alle 
Dinge sind und wir fr ihn; und einen Herrn, Jesus Christus, durch welchen 
alle Dinge sind, und wir durch ihn.
1CO 8:7 Aber nicht alle haben die Erkenntnis, sondern etliche essen 
infolge ihrer Gewhnung an den Gtzen [das Fleisch] noch immer als 
Gtzenopferfleisch, und so wird ihr Gewissen, weil es schwach ist, 
befleckt.
1CO 8:8 Nun verschafft uns aber das Essen keine Bedeutung bei Gott; wir 
sind nicht mehr, wenn wir essen, und sind nicht weniger, wenn wir nicht 
essen.
1CO 8:9 Sehet aber zu, da diese eure Freiheit den Schwachen nicht zum 
Ansto werde!
1CO 8:10 Denn wenn jemand dich, der du die Erkenntnis hast, im Gtzenhause 
zu Tische sitzen sieht, wird nicht sein Gewissen, weil es schwach ist, 
ermutigt werden, Gtzenopferfleisch zu essen?
1CO 8:11 Und so wird durch deine Erkenntnis der schwache Bruder verdorben, 
um dessen willen Christus gestorben ist.
1CO 8:12 Wenn ihr aber auf solche Weise an den Brdern sndiget und ihr 
schwaches Gewissen verletzet, so sndiget ihr gegen Christus.
1CO 8:13 Darum wenn eine Speise meinem Bruder zum Ansto wird, so will ich 
lieber in Ewigkeit kein Fleisch essen, damit ich meinem Bruder keinen 
Ansto gebe.
1CO 9:1 Bin ich nicht frei? Bin ich nicht ein Apostel? Habe ich nicht 
unsern Herrn Jesus Christus gesehen? Seid nicht ihr mein Werk im Herrn?
1CO 9:2 Bin ich fr andere kein Apostel, so bin ich es doch fr euch; denn 
das Siegel meines Apostelamts seid ihr in dem Herrn.
1CO 9:3 Dies ist meine Verteidigung denen gegenber, die mich zur Rede 
stellen:
1CO 9:4 Haben wir nicht Vollmacht, zu essen und zu trinken?
1CO 9:5 Haben wir nicht Vollmacht, eine Schwester als Gattin mit uns zu 
fhren, wie auch die andern Apostel und die Brder des Herrn und Kephas?
1CO 9:6 Oder haben nur ich und Barnabas keine Vollmacht, die Arbeit zu 
unterlassen?
1CO 9:7 Wer zieht je auf eigene Kosten ins Feld? Wer pflanzt einen 
Weinberg und it nicht von dessen Frucht? Oder wer weidet eine Herde und 
nhrt sich nicht von der Milch der Herde?
1CO 9:8 Sage ich das nur nach menschlicher Weise? Sagt es nicht auch das 
Gesetz?
1CO 9:9 Ja, im Gesetz Moses steht geschrieben: Du sollst dem Ochsen das 
Maul nicht verbinden, wenn er drischt.
1CO 9:10 Kmmert sich Gott nur um die Ochsen? Sagt er das nicht vielmehr 
wegen uns? Denn unsertwegen steht ja geschrieben, da, wer pflgt, auf 
Hoffnung hin pflgen, und wer drischt, auf Hoffnung hin dreschen soll, da 
er [des Gehofften] teilhaftig werde.
1CO 9:11 Wenn wir euch die geistlichen Gter gest haben, ist es etwas 
Groes, wenn wir von euch diejenigen fr den Leib ernten?
1CO 9:12 Wenn andere an diesem Recht ber euch Anteil haben, sollten wir 
es nicht viel eher? Aber wir haben uns dieses Rechtes nicht bedient, 
sondern wir ertragen alles, damit wir dem Evangelium Christi kein 
Hindernis bereiten.
1CO 9:13 Wisset ihr nicht, da die, welche die heiligen 
Dienstverrichtungen besorgen, auch vom Heiligtum essen, und da die, 
welche des Altars warten, vom Altar ihren Anteil erhalten?
1CO 9:14 So hat auch der Herr verordnet, da die, welche das Evangelium 
verkndigen, vom Evangelium leben sollen.
1CO 9:15 Ich aber habe davon keinerlei Gebrauch gemacht; ich habe auch 
solches nicht darum geschrieben, damit es mit mir so gehalten werde. Viel 
lieber wollte ich sterben, als da mir jemand meinen Ruhm zunichte machte!
1CO 9:16 Denn wenn ich das Evangelium predige, so ist das kein Ruhm fr 
mich; denn ich bin dazu verpflichtet, und wehe mir, wenn ich das 
Evangelium nicht predigte!
1CO 9:17 Tue ich es freiwillig, so habe ich Lohn; wenn aber unfreiwillig, 
bin ich [gleichwohl] mit dem Verwalteramt betraut.
1CO 9:18 Was ist denn nun mein Lohn? Da ich bei meiner Verkndigung des 
Evangeliums dieses kostenfrei darbiete, so da ich von meinem Anspruch ans 
Evangelium keinen Gebrauch mache.
1CO 9:19 Denn wiewohl ich frei bin von allen, habe ich mich doch allen zum 
Knecht gemacht, um ihrer desto mehr zu gewinnen.
1CO 9:20 Den Juden bin ich wie ein Jude geworden, auf da ich die Juden 
gewinne; denen, die unter dem Gesetz sind, bin ich geworden, als wre ich 
unter dem Gesetz (obschon ich nicht unter dem Gesetz bin), damit ich die 
unter dem Gesetz gewinne;
1CO 9:21 denen, die ohne Gesetz sind, bin ich geworden, als wre ich ohne 
Gesetz (wiewohl ich nicht ohne gttliches Gesetz lebe, sondern in dem 
Gesetz Christi), damit ich die gewinne, welche ohne Gesetz sind.
1CO 9:22 Den Schwachen bin ich wie ein Schwacher geworden, damit ich die 
Schwachen gewinne; ich bin allen alles geworden, damit ich allenthalben 
etliche rette.
1CO 9:23 Alles aber tue ich um des Evangeliums willen, um an ihm 
teilzuhaben.
1CO 9:24 Wisset ihr nicht, da die, welche in der Rennbahn laufen, zwar 
alle laufen, aber nur einer den Preis erlangt? Laufet so, da ihr ihn 
erlanget!
1CO 9:25 Jeder aber, der sich am Wettlauf beteiligt, ist enthaltsam in 
allem; jene, um einen vergnglichen Kranz zu empfangen, wir aber einen 
unvergnglichen.
1CO 9:26 So laufe ich nun nicht wie aufs Ungewisse; ich fhre meinen 
Faustkampf nicht mit bloen Luftstreichen,
1CO 9:27 sondern ich zerschlage meinen Leib und behandle ihn als Sklaven, 
damit ich nicht andern predige und selbst verwerflich werde.
1CO 10:1 Ich will aber nicht, meine Brder, da ihr auer acht lasset, da 
unsre Vter alle unter der Wolke gewesen und alle durchs Meer hindurch 
gegangen sind.
1CO 10:2 Sie wurden auch alle auf Mose getauft in der Wolke und im Meer,
1CO 10:3 und sie haben alle dieselbe geistliche Speise gegessen und alle 
denselben geistlichen Trank getrunken;
1CO 10:4 denn sie tranken aus einem geistlichen Felsen, der ihnen folgte. 
Der Fels aber war Christus.
1CO 10:5 Aber an der Mehrzahl von ihnen hatte Gott kein Wohlgefallen; denn 
sie wurden in der Wste niedergestreckt.
1CO 10:6 Diese Dinge aber sind zum Vorbild fr uns geschehen, damit wir 
uns nicht des Bsen gelsten lassen, gleichwie jene gelstet hat.
1CO 10:7 Werdet auch nicht Gtzendiener, gleichwie etliche von ihnen, wie 
geschrieben steht: Das Volk setzte sich nieder, um zu essen und zu 
trinken, und stand auf, um zu spielen.
1CO 10:8 Lasset uns auch nicht Unzucht treiben, gleichwie etliche von 
ihnen Unzucht trieben, und es fielen an einem Tage ihrer 
dreiundzwanzigtausend.
1CO 10:9 Lasset uns auch nicht Christus versuchen, gleichwie etliche von 
ihnen ihn versuchten und von den Schlangen umgebracht wurden.
1CO 10:10 Murret auch nicht, gleichwie etliche von ihnen murrten und durch 
den Verderber umgebracht wurden.
1CO 10:11 Das alles, was jenen widerfuhr, ist ein Vorbild und wurde zur 
Warnung geschrieben fr uns, auf welche das Ende der Zeitalter gekommen 
ist.
1CO 10:12 Darum, wer sich dnkt, er stehe, der sehe wohl zu, da er nicht 
falle!
1CO 10:13 Es hat euch bisher nur menschliche Versuchung betroffen. Gott 
aber ist treu; der wird euch nicht ber euer Vermgen versucht werden 
lassen, sondern wird zugleich mit der Versuchung auch den Ausgang 
schaffen, da ihr sie ertragen knnt.
1CO 10:14 Darum, meine Geliebten, fliehet vor dem Gtzendienst!
1CO 10:15 Ich rede mit Verstndigen; beurteilet ihr, was ich sage:
1CO 10:16 Der Kelch des Segens, den wir segnen, ist er nicht Gemeinschaft 
mit dem Blute Christi? Das Brot, das wir brechen, ist es nicht 
Gemeinschaft mit dem Leibe Christi?
1CO 10:17 Denn ein Brot ist es, so sind wir, die vielen, ein Leib; denn 
wir sind alle des einen Brotes teilhaftig.
1CO 10:18 Sehet an das Israel nach dem Fleisch! Stehen nicht die, welche 
die Opfer essen, in Gemeinschaft mit dem Opferaltar?
1CO 10:19 Was sage ich nun? Da das Gtzenopfer etwas sei, oder da ein 
Gtze etwas sei?
1CO 10:20 Nein, aber da sie das, was sie opfern, den Dmonen opfern und 
nicht Gott! Ich will aber nicht, da ihr in Gemeinschaft der Dmonen 
geratet.
1CO 10:21 Ihr knnet nicht des Herrn Kelch trinken und der Dmonen Kelch; 
ihr knnet nicht am Tische des Herrn teilhaben und am Tische der Dmonen!
1CO 10:22 Oder wollen wir den Herrn zur Eifersucht reizen? Sind wir 
strker als er?
1CO 10:23 Es ist alles erlaubt; aber es frommt nicht alles! Es ist alles 
erlaubt; aber es erbaut nicht alles!
1CO 10:24 Niemand suche das Seine, sondern ein jeder das des andern.
1CO 10:25 Alles, was auf dem Fleischmarkt feil ist, das esset, ohne um des 
Gewissens willen nachzuforschen;
1CO 10:26 denn die Erde ist des Herrn und was sie erfllt.
1CO 10:27 Wenn aber jemand von den Unglubigen euch einladet und ihr 
hingehen wollt, so esset alles, was euch vorgesetzt wird, und forschet 
nicht nach um des Gewissens willen.
1CO 10:28 Wenn aber jemand zu euch sagen wrde: Das ist 
Gtzenopferfleisch! so esset es nicht, um deswillen, der es anzeigt, und 
um des Gewissens willen.
1CO 10:29 Ich rede aber nicht von deinem eigenen Gewissen, sondern von dem 
des andern; denn warum sollte meine Freiheit von dem Gewissen eines andern 
gerichtet werden?
1CO 10:30 Wenn ich es dankbar geniee, warum sollte ich gelstert werden 
ber dem, wofr ich danke?
1CO 10:31 Ihr esset nun oder trinket oder was ihr tut, so tut es alles zu 
Gottes Ehre!
1CO 10:32 Seid unanstig den Juden und Griechen und der Gemeinde Gottes,
1CO 10:33 gleichwie auch ich in allen Stcken allen zu Gefallen lebe und 
nicht suche, was mir, sondern was vielen frommt, damit sie gerettet werden.
1CO 11:1 Werdet meine Nachahmer, gleichwie ich Christi!
1CO 11:2 Ich lobe euch, Brder, da ihr in allen Dingen meiner eingedenk 
seid und an den berlieferungen festhaltet, so wie ich sie euch bergeben 
habe.
1CO 11:3 Ich will aber, da ihr wisset, da Christus eines jeglichen 
Mannes Haupt ist, der Mann aber des Weibes Haupt, Gott aber Christi Haupt.
1CO 11:4 Ein jeglicher Mann, welcher betet oder weissagt und etwas auf dem 
Haupte hat, schndet sein Haupt.
1CO 11:5 Jedes Weib aber, welches betet und weissagt mit unverhlltem 
Haupt, schndet ihr Haupt; es ist ein und dasselbe, wie wenn sie geschoren 
wre!
1CO 11:6 Denn wenn sich ein Weib nicht verhllen will, so lasse sie sich 
das Haar abschneiden! Nun es aber einem Weibe bel ansteht, sich das Haar 
abschneiden oder abscheren zu lassen, so soll sie sich verhllen.
1CO 11:7 Der Mann hat nmlich darum nicht ntig, das Haupt zu verhllen, 
weil er Gottes Bild und Ehre ist; das Weib aber ist des Mannes Ehre.
1CO 11:8 Denn der Mann kommt nicht vom Weibe, sondern das Weib vom Mann;
1CO 11:9 auch wurde der Mann nicht um des Weibes willen erschaffen, 
sondern das Weib um des Mannes willen.
1CO 11:10 Darum mu das Weib ein Zeichen der Gewalt auf dem Haupte haben, 
um der Engel willen.
1CO 11:11 Doch ist im Herrn weder das Weib ohne den Mann, noch der Mann 
ohne das Weib.
1CO 11:12 Denn gleichwie das Weib vom Manne [kommt], so auch der Mann 
durch das Weib; aber das alles von Gott.
1CO 11:13 Urteilet bei euch selbst, ob es schicklich sei, da ein Weib 
unverhllt Gott anbete!
1CO 11:14 Oder lehrt euch nicht schon die Natur, da es fr einen Mann 
eine Unehre ist, langes Haar zu tragen?
1CO 11:15 Dagegen gereicht es einem Weibe zur Ehre, wenn sie langes Haar 
trgt; denn das Haar ist ihr statt eines Schleiers gegeben.
1CO 11:16 Will aber jemand rechthaberisch sein, so haben wir solche 
Gewohnheit nicht, die Gemeinden Gottes auch nicht.
1CO 11:17 Das aber kann ich, da ich am Verordnen bin, nicht loben, da 
eure Zusammenknfte nicht besser, sondern eher schlechter werden.
1CO 11:18 Denn erstens hre ich, da, wenn ihr in der Gemeinde 
zusammenkommt, Spaltungen unter euch sind, und zum Teil glaube ich es;
1CO 11:19 denn es mssen ja auch Parteiungen unter euch sein, damit die 
Bewhrten offenbar werden unter euch!
1CO 11:20 Wenn ihr nun auch am selben Orte zusammenkommt, so ist das doch 
nicht, um des Herrn Mahl zu essen;
1CO 11:21 denn ein jeder nimmt beim Essen sein eigenes Mahl vorweg, so da 
der eine hungrig, der andere trunken ist.
1CO 11:22 Habt ihr denn keine Huser, wo ihr essen und trinken knnt? Oder 
verachtet ihr die Gemeinde Gottes und beschmet die, welche nichts haben? 
Was soll ich euch sagen? Soll ich euch loben? Dafr lobe ich nicht!
1CO 11:23 Denn ich habe vom Herrn empfangen, was ich auch euch berliefert 
habe, nmlich da der Herr Jesus in der Nacht, da er verraten wurde, Brot 
nahm, es mit Danksagung brach und sprach:
1CO 11:24 Nehmet, esset, das ist mein Leib, der fr euch gebrochen wird, 
solches tut zu meinem Gedchtnis!
1CO 11:25 Desgleichen auch den Kelch, nach dem Mahl, indem er sprach: 
Dieser Kelch ist der neue Bund in meinem Blut; solches tut, so oft ihr ihn 
trinket, zu meinem Gedchtnis!
1CO 11:26 Denn so oft ihr dieses Brot esset und den Kelch trinket, 
verkndiget ihr den Tod des Herrn, bis da er kommt.
1CO 11:27 Wer also unwrdig das Brot it oder den Kelch des Herrn trinkt, 
der ist schuldig am Leib und am Blut des Herrn.
1CO 11:28 Es prfe aber ein Mensch sich selbst, und also esse er von dem 
Brot und trinke aus dem Kelch;
1CO 11:29 denn wer unwrdig it und trinkt, der it und trinkt sich selbst 
ein Gericht, weil er den Leib des Herrn nicht unterscheidet.
1CO 11:30 Deshalb sind unter euch viele Schwache und Kranke, und eine 
betrchtliche Zahl sind entschlafen;
1CO 11:31 denn wenn wir uns selbst richteten, wrden wir nicht gerichtet 
werden;
1CO 11:32 werden wir aber vom Herrn gerichtet, so geschieht es zu unserer 
Zchtigung, damit wir nicht samt der Welt verdammt werden.
1CO 11:33 Darum, meine Brder, wenn ihr zum Essen zusammenkommt, so wartet 
aufeinander!
1CO 11:34 Hungert aber jemand, so esse er daheim, damit ihr nicht zum 
Gericht zusammenkommt. Das brige will ich anordnen, sobald ich komme.
1CO 12:1 ber die Geistesgaben aber, meine Brder, will ich euch nicht in 
Unwissenheit lassen.
1CO 12:2 Ihr wisset, da ihr, als ihr Heiden waret, euch zu den stummen 
Gtzen hinziehen lieet, wie ihr geleitet wurdet.
1CO 12:3 Darum tue ich euch kund, da niemand, der im Geiste Gottes redet, 
sagt: Verflucht sei Jesus! es kann aber auch niemand sagen: Herr 
Jesus! als nur im heiligen Geist.
1CO 12:4 Es bestehen aber Unterschiede in den Gnadengaben, doch ist es 
derselbe Geist;
1CO 12:5 auch gibt es verschiedene Dienstleistungen, doch ist es derselbe 
Herr;
1CO 12:6 und auch die Kraftwirkungen sind verschieden, doch ist es 
derselbe Gott, der alles in allen wirkt.
1CO 12:7 Einem jeglichen aber wird die Offenbarung des Geistes zum 
[allgemeinen] Nutzen verliehen.
1CO 12:8 Dem einen nmlich wird durch den Geist die Rede der Weisheit 
gegeben, einem andern aber die Rede der Erkenntnis nach demselben Geist;
1CO 12:9 einem andern Glauben in demselben Geist; einem andern die Gabe 
gesund zu machen in dem gleichen Geist;
1CO 12:10 einem andern Wunder zu wirken, einem andern Weissagung, einem 
andern Geister zu unterscheiden, einem andern verschiedene Arten von 
Sprachen, einem andern die Auslegung der Sprachen.
1CO 12:11 Dieses alles aber wirkt ein und derselbe Geist, der einem jeden 
persnlich zuteilt, wie er will.
1CO 12:12 Denn gleichwie der Leib einer ist und doch viele Glieder hat, 
alle Glieder des Leibes aber, wiewohl ihrer viele sind, doch nur einen 
Leib bilden, also auch Christus.
1CO 12:13 Denn wir wurden alle in einem Geist zu einem Leibe getauft, 
seien wir Juden oder Griechen, Knechte oder Freie, und wurden alle mit 
einem Geist getrnkt.
1CO 12:14 Denn auch der Leib ist nicht ein Glied, sondern viele.
1CO 12:15 Wenn der Fu sprche: Ich bin keine Hand, darum gehre ich nicht 
zum Leib, so gehrt er deswegen nicht weniger dazu!
1CO 12:16 Und wenn das Ohr sprche: Ich bin kein Auge, darum gehre ich 
nicht zum Leib; so gehrt es deswegen nicht weniger dazu!
1CO 12:17 Wre der ganze Leib Auge, wo bliebe das Gehr? Wre er ganz Ohr, 
wo bliebe der Geruch?
1CO 12:18 Nun aber hat Gott die Glieder, jedes einzelne von ihnen, so am 
Leibe gesetzt, wie er gewollt hat.
1CO 12:19 Wenn aber alles ein Glied wre, wo bliebe der Leib?
1CO 12:20 Nun aber gibt es viele Glieder, doch nur einen Leib.
1CO 12:21 Das Auge kann nicht zur Hand sagen: Ich bedarf deiner nicht, 
oder das Haupt zu den Fen: Ich bedarf euer nicht!
1CO 12:22 Vielmehr sind gerade die scheinbar schwchern Glieder des Leibes 
notwendig,
1CO 12:23 und die wir fr weniger ehrbar am Leibe halten, die umgeben wir 
mit desto grerer Ehre, und die uns bel anstehen, die schmckt man am 
meisten;
1CO 12:24 denn die uns wohl anstehen, bedrfen es nicht. Gott aber hat den 
Leib so zusammengefgt, da er dem drftigeren Glied um so grere Ehre 
gab,
1CO 12:25 damit es keinen Zwiespalt im Leibe gebe, sondern die Glieder 
gleichmig freinander sorgen.
1CO 12:26 Und wenn ein Glied leidet, so leiden alle Glieder mit; und wenn 
ein Glied geehrt wird, so freuen sich alle Glieder mit.
1CO 12:27 Ihr aber seid Christi Leib, und jedes in seinem Teil Glieder.
1CO 12:28 Und so hat Gott in der Gemeinde gesetzt erstens Apostel, 
zweitens Propheten, drittens Lehrer, darnach Wundertter, sodann die Gaben 
der Heilung, der Hilfeleistung, der Verwaltung, verschiedene Sprachen.
1CO 12:29 Es sind doch nicht alle Apostel, nicht alle Propheten, nicht 
alle Lehrer, nicht alle Wundertter?
1CO 12:30 Haben alle die Gaben der Heilung? Reden alle mit Zungen? Knnen 
alle auslegen?
1CO 12:31 Strebet aber nach den besten Gaben; doch zeige ich euch jetzt 
einen noch weit vortrefflicheren Weg:
1CO 13:1 Wenn ich mit Menschen und Engelzungen rede, aber keine Liebe 
habe, so bin ich ein tnendes Erz oder eine klingende Schelle.
1CO 13:2 Und wenn ich weissagen kann und alle Geheimnisse wei und alle 
Erkenntnis habe, und wenn ich allen Glauben besitze, so da ich Berge 
versetze, habe aber keine Liebe, so bin ich nichts.
1CO 13:3 Und wenn ich alle meine Habe austeile und meinen Leib hergebe, 
damit ich verbrannt werde, habe aber keine Liebe, so ntzt es mir nichts!
1CO 13:4 Die Liebe ist langmtig und gtig, die Liebe beneidet nicht, sie 
prahlt nicht, sie blht sich nicht auf;
1CO 13:5 sie ist nicht unanstndig, sie sucht nicht das Ihre, sie lt 
sich nicht erbittern, sie rechnet das Bse nicht zu;
1CO 13:6 sie freut sich nicht ber die Ungerechtigkeit, sie freut sich 
aber der Wahrheit;
1CO 13:7 sie ertrgt alles, sie glaubt alles, sie hofft alles, sie duldet 
alles.
1CO 13:8 Die Liebe hrt nimmer auf, wo doch die Prophezeiungen ein Ende 
haben werden, das Zungenreden aufhren wird und die Erkenntnis aufgehoben 
werden soll.
1CO 13:9 Denn wir erkennen stckweise und wir weissagen stckweise;
1CO 13:10 wenn aber einmal das Vollkommene da ist, dann wird das Stckwerk 
abgetan.
1CO 13:11 Als ich ein Kind war, redete ich wie ein Kind, dachte wie ein 
Kind und urteilte wie ein Kind; als ich aber ein Mann wurde, tat ich ab, 
was kindisch war.
1CO 13:12 Wir sehen jetzt durch einen Spiegel wie im Rtsel, dann aber von 
Angesicht zu Angesicht; jetzt erkenne ich stckweise, dann aber werde ich 
erkennen, gleichwie ich erkannt bin.
1CO 13:13 Nun aber bleibt Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; die grte 
aber von diesen ist die Liebe.
1CO 14:1 Strebet nach der Liebe; doch eifert auch nach den Geistesgaben, 
am meisten aber, da ihr weissagen knnet!
1CO 14:2 Denn wer in Zungen redet, der redet nicht fr Menschen, sondern 
fr Gott; denn niemand vernimmt es, im Geiste aber redet er Geheimnisse.
1CO 14:3 Wer aber weissagt, der redet fr Menschen zur Erbauung, zur 
Ermahnung und zum Trost.
1CO 14:4 Wer in Zungen redet, erbaut sich selbst; wer aber weissagt, 
erbaut die Gemeinde.
1CO 14:5 Ich wnschte, da ihr alle in Zungen redetet, noch viel mehr 
aber, da ihr weissagen knntet. Denn wer weissagt, ist grer, als wer in 
Zungen redet; es sei denn, da er es auslege, damit die Gemeinde Erbauung 
empfange.
1CO 14:6 Nun aber, ihr Brder, wenn ich zu euch kme und in Zungen redete, 
was wrde ich euch ntzen, wenn ich nicht zu euch redete, sei es durch 
Offenbarung oder durch Erkenntnis oder durch Weissagung oder durch Lehre?
1CO 14:7 Ist es doch ebenso mit den leblosen Instrumenten, die einen Laut 
von sich geben, sei es eine Flte oder eine Harfe; wenn sie nicht 
bestimmte Tne geben, wie kann man erkennen, was auf der Flte oder auf 
der Harfe gespielt wird?
1CO 14:8 Ebenso auch, wenn die Posaune einen undeutlichen Ton gibt, wer 
wird sich zum Kampfe rsten?
1CO 14:9 Also auch ihr, wenn ihr durch die Zunge nicht eine verstndliche 
Rede gebet, wie kann man verstehen, was geredet wird? Denn ihr werdet in 
den Wind reden.
1CO 14:10 So viele Arten von Sprachen mgen wohl in der Welt sein, und 
keine ist ohne Laut.
1CO 14:11 Wenn ich nun den Sinn des Lautes nicht kenne, so werde ich dem 
Redenden ein Fremder sein und der Redende fr mich ein Fremder.
1CO 14:12 Also auch ihr, da ihr eifrig nach Geistesgaben trachtet, suchet, 
zur Erbauung der Gemeinde daran berflu zu haben!
1CO 14:13 Darum: wer in Zungen redet, der bete, da er es auch auslegen 
kann.
1CO 14:14 Denn wenn ich in Zungen bete, so betet zwar mein Geist, aber 
mein Verstand ist ohne Frucht.
1CO 14:15 Wie soll es nun sein? Ich will im Geiste beten, ich will aber 
auch mit dem Verstande beten; ich will im Geiste lobsingen, ich will aber 
auch mit dem Verstande lobsingen.
1CO 14:16 Sonst, wenn du im Geiste lobpreisest, wie soll der, welcher die 
Stelle des Unkundigen einnimmt, das Amen sprechen zu deiner Danksagung, da 
er nicht wei, was du sagst?
1CO 14:17 Du magst wohl schn danksagen, aber der andere wird nicht erbaut.
1CO 14:18 Ich danke Gott, da ich mehr als ihr alle in Zungen rede.
1CO 14:19 Aber in der Gemeinde will ich lieber fnf Worte mit meinem 
Verstande reden, damit ich auch andere unterrichte, als zehntausend Worte 
in Zungen.
1CO 14:20 Ihr Brder, werdet nicht Kinder im Verstndnis, sondern an 
Bosheit seid Kinder, am Verstndnis aber werdet vollkommen.
1CO 14:21 Im Gesetz steht geschrieben: Ich will mit fremden Zungen und 
mit fremden Lippen zu diesem Volke reden, aber auch so werden sie mich 
nicht hren, spricht der Herr.
1CO 14:22 Darum sind die Zungen zum Zeichen nicht fr die Glubigen, 
sondern fr die Unglubigen; die Weissagung aber ist nicht fr die 
Unglubigen, sondern fr die Glubigen.
1CO 14:23 Wenn nun die ganze Gemeinde am selben Ort zusammenkme, und alle 
wrden in Zungen reden, und es kmen Unkundige oder Unglubige herein, 
wrden sie nicht sagen, ihr wret von Sinnen?
1CO 14:24 Wenn aber alle weissagten, und es kme ein Unglubiger oder 
Unkundiger herein, so wrde er von allen berfhrt, von allen erforscht;
1CO 14:25 das Verborgene seines Herzens wrde offenbar, und so wrde er 
auf sein Angesicht fallen und Gott anbeten und bekennen, da Gott 
wahrhaftig in euch sei.
1CO 14:26 Wie ist es nun, ihr Brder? Wenn ihr zusammenkommt, so hat jeder 
von euch etwas: einen Psalm, eine Lehre, eine Offenbarung, eine 
Zungenrede, eine Auslegung; alles geschehe zur Erbauung!
1CO 14:27 Will jemand in Zungen reden, so seien es je zwei, hchstens 
drei, und der Reihe nach, und einer lege es aus.
1CO 14:28 Ist aber kein Ausleger da, so schweige er in der Gemeinde; er 
rede aber fr sich selbst und zu Gott.
1CO 14:29 Propheten aber sollen zwei oder drei reden, und die andern 
sollen es beurteilen.
1CO 14:30 Wenn aber einem andern, der dasitzt, eine Offenbarung zuteil 
wird, so soll der erste schweigen.
1CO 14:31 Denn ihr knnet einer nach dem andern alle weissagen, damit alle 
lernen und alle getrstet werden.
1CO 14:32 Und die Geister der Propheten sind den Propheten untertan.
1CO 14:33 Denn Gott ist nicht ein Gott der Unordnung, sondern des Friedens.
1CO 14:34 Wie in allen Gemeinden der Heiligen, so sollen die Frauen in den 
Gemeinden schweigen; denn es ist ihnen nicht gestattet zu reden, sondern 
sie sollen untertan sein, wie auch das Gesetz sagt.
1CO 14:35 Wollen sie aber etwas lernen, so mgen sie daheim ihre Mnner 
fragen; denn es steht einem Weibe bel an, in der Gemeinde zu reden.
1CO 14:36 Oder ist von euch das Wort Gottes ausgegangen? Oder ist es zu 
euch allein gekommen?
1CO 14:37 Glaubt jemand ein Prophet oder ein Geistbegabter zu sein, der 
erkenne, da das, was ich euch schreibe, des Herrn Gebot ist.
1CO 14:38 Will es aber jemand miachten, der miachte es!
1CO 14:39 Also, meine Brder, strebet nach der Weissagung, und das Reden 
in Zungen wehret nicht;
1CO 14:40 alles aber geschehe mit Anstand und in Ordnung!
1CO 15:1 Ich mache euch aber, ihr Brder, auf das Evangelium aufmerksam, 
das ich euch gepredigt habe, welches ihr auch angenommen habt, in welchem 
ihr auch stehet;
1CO 15:2 durch welches ihr auch gerettet werdet, wenn ihr an dem Worte 
festhaltet, das ich euch verkndigt habe, es wre denn, da ihr vergeblich 
geglaubt httet.
1CO 15:3 Denn ich habe euch in erster Linie das berliefert, was ich auch 
empfangen habe, nmlich da Christus fr unsre Snden gestorben ist, nach 
der Schrift,
1CO 15:4 und da er begraben worden und da er auferstanden ist am dritten 
Tage, nach der Schrift,
1CO 15:5 und da er dem Kephas erschienen ist, hernach den Zwlfen.
1CO 15:6 Darnach ist er mehr als fnfhundert Brdern auf einmal 
erschienen, von welchen die meisten noch leben, etliche aber auch 
entschlafen sind.
1CO 15:7 Darnach erschien er dem Jakobus, hierauf smtlichen Aposteln.
1CO 15:8 Zuletzt aber von allen erschien er auch mir, der ich gleichsam 
eine unzeitige Geburt bin.
1CO 15:9 Denn ich bin der geringste von den Aposteln, nicht wert ein 
Apostel zu heien, weil ich die Gemeinde Gottes verfolgt habe.
1CO 15:10 Aber durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin, und seine Gnade 
gegen mich ist nicht vergeblich gewesen, sondern ich habe mehr gearbeitet 
als sie alle; nicht aber ich, sondern die Gnade Gottes, die mit mir ist.
1CO 15:11 Ob es nun aber ich sei oder jene, so predigen wir, und so habt 
ihr geglaubt.
1CO 15:12 Wenn aber Christus gepredigt wird, da er von den Toten 
auferstanden sei, wie sagen denn etliche unter euch, es gebe keine 
Auferstehung der Toten?
1CO 15:13 Gibt es wirklich keine Auferstehung der Toten, so ist auch 
Christus nicht auferstanden!
1CO 15:14 Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist also unsre Predigt 
vergeblich, vergeblich auch euer Glaube!
1CO 15:15 Wir werden aber auch als falsche Zeugen Gottes erfunden, weil 
wir wider Gott gezeugt haben, er habe Christus auferweckt, whrend er ihn 
doch nicht auferweckt hat, wenn also Tote nicht auferstehen!
1CO 15:16 Denn wenn Tote nicht auferstehen, so ist auch Christus nicht 
auferstanden.
1CO 15:17 Ist aber Christus nicht auferstanden, so ist euer Glaube 
nichtig, so seid ihr noch in euren Snden;
1CO 15:18 dann sind auch die in Christus Entschlafenen verloren.
1CO 15:19 Hoffen wir allein in diesem Leben auf Christus, so sind wir die 
elendesten unter allen Menschen!
1CO 15:20 Nun aber ist Christus von den Toten auferstanden, als Erstling 
der Entschlafenen.
1CO 15:21 Denn weil der Tod kam durch einen Menschen, so kommt auch die 
Auferstehung der Toten durch einen Menschen;
1CO 15:22 denn gleichwie in Adam alle sterben, so werden auch in Christus 
alle lebendig gemacht werden.
1CO 15:23 Ein jeglicher aber in seiner Ordnung: Als Erstling Christus, 
darnach die, welche Christus angehren, bei seiner Wiederkunft;
1CO 15:24 hernach das Ende, wenn er das Reich Gott und dem Vater bergibt, 
wenn er abgetan hat jede Herrschaft, Gewalt und Macht.
1CO 15:25 Denn er mu herrschen, bis er alle Feinde unter seine Fe 
gelegt hat.
1CO 15:26 Als letzter Feind wird der Tod abgetan.
1CO 15:27 Denn alles hat er unter seine Fe getan. Wenn er aber sagt, 
da ihm alles unterworfen sei, so ist offenbar, da der ausgenommen ist, 
welcher ihm alles unterworfen hat.
1CO 15:28 Wenn ihm aber alles unterworfen sein wird, dann wird auch der 
Sohn selbst sich dem unterwerfen, der ihm alles unterworfen hat, auf da 
Gott sei alles in allen.
1CO 15:29 Was wrden sonst die tun, welche sich fr die Toten taufen 
lassen? Wenn die Toten gar nicht auferstehen, was lassen sie sich fr die 
Toten taufen?
1CO 15:30 Und warum stehen auch wir stndlich in Gefahr?
1CO 15:31 Tglich sterbe ich, ja, sowahr ihr, Brder, mein Ruhm seid, den 
ich in Christus Jesus habe, unserm Herrn!
1CO 15:32 Habe ich als Mensch zu Ephesus mit wilden Tieren gekmpft, was 
ntzt es mir? Wenn die Toten nicht auferstehen, so lasset uns essen und 
trinken, denn morgen sind wir tot!
1CO 15:33 Lasset euch nicht irrefhren: Schlechte Gesellschaften verderben 
gute Sitten.
1CO 15:34 Werdet ganz nchtern und sndiget nicht! Denn etliche haben 
keine Erkenntnis Gottes; das sage ich euch zur Beschmung.
1CO 15:35 Aber, wird jemand sagen, wie sollen die Toten auferstehen? Mit 
was fr einem Leibe sollen sie kommen?
1CO 15:36 Du Gedankenloser, was du sst, wird nicht lebendig, es sterbe 
denn!
1CO 15:37 Und was du sst, das ist ja nicht der Leib, der werden soll, 
sondern ein bloes Korn, etwa von Weizen, oder von einer andern Frucht.
1CO 15:38 Gott aber gibt ihm einen Leib, wie er es gewollt hat, und zwar 
einem jeglichen Samen seinen besonderen Leib.
1CO 15:39 Nicht alles Fleisch ist von gleicher Art; sondern anders ist das 
der Menschen, anders das Fleisch vom Vieh, anders das Fleisch der Vgel, 
anders das der Fische.
1CO 15:40 Und es gibt himmlische Krper und irdische Krper; aber anders 
ist der Glanz der Himmelskrper, anders der der irdischen;
1CO 15:41 einen andern Glanz hat die Sonne und einen andern Glanz der 
Mond, und einen andern Glanz haben die Sterne; denn ein Stern 
unterscheidet sich vom andern durch den Glanz.
1CO 15:42 So ist es auch mit der Auferstehung der Toten: Es wird gest 
verweslich und wird auferstehen unverweslich;
1CO 15:43 es wird gest in Unehre und wird auferstehen in Herrlichkeit; es 
wird gest in Schwachheit und wird auferstehen in Kraft;
1CO 15:44 es wird gest ein natrlicher Leib und wird auferstehen ein 
geistiger Leib. Gibt es einen natrlichen Leib, so gibt es auch einen 
geistigen Leib.
1CO 15:45 So steht auch geschrieben: Der erste Mensch, Adam, wurde zu 
einer lebendigen Seele; der letzte Adam zu einem lebendigmachenden Geiste.
1CO 15:46 Aber nicht das Geistige ist das erste, sondern das Seelische, 
darnach [kommt] das Geistige.
1CO 15:47 Der erste Mensch ist von Erde, irdisch; der zweite Mensch ist 
der Herr vom Himmel.
1CO 15:48 Wie der Irdische beschaffen ist, so sind auch die Irdischen; und 
wie der Himmlische beschaffen ist, so sind auch die Himmlischen.
1CO 15:49 Und wie wir das Bild des Irdischen getragen haben, so werden wir 
auch das Bild des Himmlischen tragen.
1CO 15:50 Das aber sage ich, Brder, da Fleisch und Blut das Reich Gottes 
nicht ererben knnen; auch wird das Verwesliche nicht ererben die 
Unverweslichkeit.
1CO 15:51 Siehe, ich sage euch ein Geheimnis: Wir werden nicht alle 
entschlafen, wir werden aber alle verwandelt werden,
1CO 15:52 pltzlich, in einem Augenblick, zur Zeit der letzten Posaune; 
denn die Posaune wird erschallen, und die Toten werden auferstehen 
unverweslich, und wir werden verwandelt werden.
1CO 15:53 Denn dieses Verwesliche mu anziehen Unverweslichkeit, und 
dieses Sterbliche mu anziehen Unsterblichkeit.
1CO 15:54 Wenn aber dieses Verwesliche Unverweslichkeit anziehen und 
dieses Sterbliche Unsterblichkeit anziehen wird, dann wird das Wort 
erfllt werden, das geschrieben steht:
1CO 15:55 Der Tod ist verschlungen in Sieg! Tod, wo ist dein Stachel? 
Totenreich, wo ist dein Sieg?
1CO 15:56 Aber der Stachel des Todes ist die Snde, die Kraft der Snde 
aber ist das Gesetz.
1CO 15:57 Gott aber sei Dank, der uns den Sieg gibt durch unsern Herrn 
Jesus Christus!
1CO 15:58 Darum, meine geliebten Brder, seid fest, unbeweglich, nehmet 
immer zu in dem Werke des Herrn, weil ihr wisset, da eure Arbeit nicht 
vergeblich ist in dem Herrn!
1CO 16:1 Was aber die Sammlung fr die Heiligen anbelangt, so handelt auch 
ihr so, wie ich es fr die Gemeinden in Galatien angeordnet habe.
1CO 16:2 An jedem ersten Wochentag lege ein jeder unter euch etwas 
beiseite und sammle, je nachdem es ihm wohl geht; damit nicht erst dann, 
wenn ich komme, die Sammlungen gemacht werden mssen.
1CO 16:3 Wenn ich aber angekommen bin, will ich die, welche ihr als 
geeignet erachtet, mit Briefen absenden, damit sie eure Liebesgabe nach 
Jerusalem berbringen.
1CO 16:4 Wenn es aber der Mhe wert ist, da auch ich hinreise, sollen sie 
mit mir reisen.
1CO 16:5 Ich werde aber zu euch kommen, wenn ich Mazedonien durchzogen 
habe, denn durch Mazedonien werde ich ziehen.
1CO 16:6 Bei euch aber werde ich vielleicht verweilen oder auch 
berwintern, damit ihr mich geleitet, wohin ich reise.
1CO 16:7 Denn ich will euch jetzt nicht nur im Vorbeigehen sehen, sondern 
ich hoffe, einige Zeit bei euch zu bleiben, wenn der Herr es zult.
1CO 16:8 Ich werde aber zu Ephesus bleiben bis Pfingsten.
1CO 16:9 Denn eine Tr hat sich mir aufgetan, weit und vielversprechend; 
auch der Widersacher sind viele.
1CO 16:10 Wenn aber Timotheus kommt, so sehet zu, da er ohne Furcht bei 
euch sei, denn er treibt des Herrn Werk, wie ich auch.
1CO 16:11 Darum soll ihn niemand geringschtzen! Geleitet ihn vielmehr in 
Frieden, damit er zu mir komme; denn ich erwarte ihn mit den Brdern.
1CO 16:12 Was aber den Bruder Apollos betrifft, so habe ich ihn vielfach 
ermahnt, mit den Brdern zu euch zu kommen; doch er war durchaus nicht 
willens, jetzt zu kommen. Er wird aber kommen, wenn die Zeit es ihm 
erlaubt.
1CO 16:13 Wachet, stehet fest im Glauben, seid mnnlich, seid stark!
1CO 16:14 Mge alles bei euch in Liebe geschehen!
1CO 16:15 Ich ermahne euch aber, ihr Brder: Ihr kennet das Haus des 
Stephanas, da es die Erstlingsfrucht von Achaja ist, und da sie sich dem 
Dienste der Heiligen gewidmet haben;
1CO 16:16 seid auch ihr solchen untertan und einem jeden, der mitwirkt und 
arbeitet.
1CO 16:17 Ich freue mich aber ber die Ankunft des Stephanas und 
Fortunatus und Achaikus; denn diese haben mir ersetzt, da ich euer 
ermangeln mu;
1CO 16:18 denn sie haben meinen Geist und den eurigen erquickt. Darum 
erkennet solche Mnner an!
1CO 16:19 Es gren euch die Gemeinden in Asien. Es gren euch vielmals 
im Herrn Aquila und Priscilla samt der Gemeinde in ihrem Hause.
1CO 16:20 Es gren euch die Brder alle. Gret euch untereinander mit 
dem heiligen Ku!
1CO 16:21 Das ist mein, des Paulus, handschriftlicher Gru.
1CO 16:22 So jemand den Herrn Jesus Christus nicht liebt, der sei 
verflucht! Maranatha!
1CO 16:23 Die Gnade des Herrn Jesus Christus sei mit euch!
1CO 16:24 Meine Liebe sei mit euch allen in Christus Jesus! Amen.
2CO 1:1 Paulus, Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen, und Timotheus, 
der Bruder, an die Gemeinde Gottes, die in Korinth ist, samt allen 
Heiligen, die in ganz Achaja sind:
2CO 1:2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater und dem Herrn 
Jesus Christus!
2CO 1:3 Gelobt sei der Gott und Vater unsres Herrn Jesus Christus, der 
Vater der Barmherzigkeit und Gott alles Trostes,
2CO 1:4 der uns trstet in all unsrer Trbsal, auf da wir die trsten 
knnen, welche in allerlei Trbsal sind, durch den Trost, mit dem wir 
selbst von Gott getrstet werden.
2CO 1:5 Denn gleichwie die Leiden Christi sich reichlich ber uns 
ergieen, so fliet auch durch Christus reichlich unser Trost.
2CO 1:6 Haben wir Trbsal, so geschieht es zu eurem Trost und Heil; werden 
wir getrstet, so geschieht es zu eurem Trost, der sich krftig erweist in 
standhafter Erduldung derselben Leiden, welche auch wir leiden, und unsre 
Hoffnung fr euch ist fest;
2CO 1:7 denn wir wissen, da, gleichwie ihr der Leiden teilhaftig seid, so 
auch des Trostes.
2CO 1:8 Denn wir wollen euch, Brder, nicht in Unkenntnis lassen ber die 
Trbsal, die uns in Asien widerfahren ist, da wir bermig schwer zu 
tragen hatten, ber Vermgen, so da wir selbst am Leben verzweifelten;
2CO 1:9 ja wir hatten bei uns selbst schon das Todesurteil ber uns 
gefllt, damit wir nicht auf uns selbst vertrauten, sondern auf den Gott, 
der die Toten auferweckt.
2CO 1:10 Er hat uns denn auch von solchem Tod errettet und rettet uns 
noch, und wir hoffen auf ihn, da er uns auch ferner erretten wird,
2CO 1:11 vorausgesetzt, da auch ihr uns behilflich seid durch eure 
Frbitte, damit fr die von vielen Personen fr uns erbetene Gnadengabe 
auch von vielen gedankt werde fr uns.
2CO 1:12 Denn unser Ruhm ist der: das Zeugnis unsres Gewissens, da wir in 
Einfalt und gttlicher Lauterkeit, nicht in fleischlicher Weisheit, 
sondern in gttlicher Gnade gewandelt sind in der Welt, allermeist aber 
bei euch.
2CO 1:13 Denn wir schreiben euch nichts anderes, als was ihr leset oder 
auch erkennet;
2CO 1:14 ich hoffe aber, da ihr uns bis ans Ende so erkennen werdet, wie 
ihr uns zum Teil schon kennen gelernt habt, nmlich da wir euch zum Ruhm 
gereichen, gleichwie auch ihr uns, am Tage unsres Herrn Jesus.
2CO 1:15 In dieser Zuversicht beabsichtigte ich, zuerst zu euch zu kommen, 
damit ihr eine doppelte Gunst empfinget;
2CO 1:16 und ber eure Stadt wollte ich dann nach Mazedonien ziehen und 
von Mazedonien wieder zu euch kommen, um von euch nach Juda geleitet zu 
werden.
2CO 1:17 Habe ich nun mit Leichtfertigkeit gehandelt, als ich diesen 
Reiseplan entwarf? Oder mache ich berhaupt meine Plne nach dem Fleisch, 
so da bei mir das Ja Ja auch Nein Nein wre?
2CO 1:18 Gott aber ist treu, da unser Wort an euch nicht Ja und Nein ist!
2CO 1:19 Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der unter euch durch uns 
gepredigt worden ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, der war nicht 
Ja und Nein, sondern in ihm ist das Ja geworden;
2CO 1:20 denn soviele Gottesverheiungen es gibt, in ihm ist das Ja, und 
deshalb durch ihn auch das Amen, Gott zum Lobe durch uns!
2CO 1:21 Der Gott aber, der uns samt euch fr Christus befestigt und uns 
gesalbt hat,
2CO 1:22 der hat uns auch versiegelt und in unsre Herzen das Pfand des 
Geistes gegeben.
2CO 1:23 Ich berufe mich aber auf Gott als Zeugen fr meine Seele, da 
ich, um euch zu schonen, noch nicht nach Korinth gekommen bin.
2CO 1:24 Denn wir wollen nicht Herren sein ber euren Glauben, sondern 
Gehilfen eurer Freude; denn ihr stehet im Glauben.
2CO 2:1 Ich habe mir aber vorgenommen, nicht wieder in Traurigkeit zu euch 
zu kommen.
2CO 2:2 Denn wenn ich euch betrbe, wer erfreut mich denn, wenn nicht der, 
welcher von mir betrbt wird?
2CO 2:3 Darum habe ich auch solches brieflich erledigt, damit ich nicht, 
wenn ich komme, von denen Betrbnis habe, ber die ich mich freuen sollte; 
da ich doch zu euch allen das Vertrauen habe, da meine Freude euer aller 
Freude ist.
2CO 2:4 Denn ich habe euch aus viel Trbsal und Herzeleid heraus 
geschrieben, unter vielen Trnen, nicht damit ihr betrbt werdet, sondern 
damit ihr die Liebe erkennet, die ich in besonderer Weise zu euch habe.
2CO 2:5 Hat aber jemand Traurigkeit verursacht, so hat er nicht mich 
betrbt, sondern zum Teil (damit ich nicht zu viel sage) euch alle.
2CO 2:6 Fr den Betreffenden sei die Bestrafung genug, die ihm von der 
Mehrheit widerfahren ist,
2CO 2:7 so da ihr nun im Gegenteil besser tut, ihm Vergebung und Trost zu 
spenden, damit ein solcher nicht in bermiger Traurigkeit versinke.
2CO 2:8 Darum ermahne ich euch, Liebe gegen ihn walten zu lassen.
2CO 2:9 Denn zu dem Zweck habe ich euch geschrieben, um eure 
Zuverlssigkeit zu erproben, ob ihr zu allem willig seid.
2CO 2:10 Wem ihr aber etwas vergebet, dem vergebe ich auch; denn wenn ich 
etwas vergebe, so vergebe ich es um euretwillen, im Blick auf Christus,
2CO 2:11 damit wir nicht vom Satan bervorteilt werden; denn seine 
Anschlge sind uns nicht unbekannt.
2CO 2:12 Als ich aber nach Troas kam fr das Evangelium Christi und mir 
eine Tr offenstand im Herrn, hatte ich gleichwohl keine Ruhe in meinem 
Geist, weil ich meinen Bruder Titus nicht fand;
2CO 2:13 sondern ich nahm Abschied von ihnen und reiste nach Mazedonien.
2CO 2:14 Gott aber sei Dank, der uns allezeit in Christus triumphieren 
lt und den Geruch seiner Erkenntnis durch uns an jedem Orte offenbart!
2CO 2:15 Denn wir sind fr Gott ein Wohlgeruch Christi unter denen, die 
gerettet werden, und unter denen, die verloren gehen;
2CO 2:16 diesen ein Geruch des Todes zum Tode, jenen aber ein Geruch des 
Lebens zum Leben. Und wer ist hierzu tchtig?
2CO 2:17 Denn wir sind nicht wie so viele, die das Wort Gottes 
verflschen, sondern als aus Lauterkeit, als aus Gott, vor Gott, in 
Christus reden wir.
2CO 3:1 Fangen wir wieder an, uns selbst zu empfehlen? Oder bedrfen wir 
etwa, wie gewisse Leute, der Empfehlungsbriefe an euch oder von euch?
2CO 3:2 Unser Brief seid ihr selbst, in unser Herz geschrieben, erkannt 
und gelesen von jedermann.
2CO 3:3 Es ist offenbar, da ihr ein Brief Christi seid, durch unsern 
Dienst geworden, geschrieben nicht mit Tinte, sondern mit dem Geiste des 
lebendigen Gottes, nicht auf steinerne Tafeln, sondern auf fleischerne 
Tafeln des Herzens.
2CO 3:4 Solche Zuversicht haben wir durch Christus zu Gott;
2CO 3:5 denn wir sind nicht aus uns selber tchtig, so da wir uns etwas 
anrechnen drften, als kme es aus uns selbst, sondern unsere Tchtigkeit 
kommt von Gott,
2CO 3:6 der uns auch tchtig gemacht hat zu Dienern des neuen Bundes, 
nicht des Buchstabens, sondern des Geistes; denn der Buchstabe ttet, aber 
der Geist macht lebendig.
2CO 3:7 Wenn aber der Dienst des Todes durch in Stein gegrabene Buchstaben 
von solcher Herrlichkeit war, da die Kinder Israel nicht in das Angesicht 
Moses zu schauen vermochten wegen der Herrlichkeit seines Antlitzes, die 
doch vergnglich war,
2CO 3:8 wie sollte denn nicht der Dienst des Geistes von weit grerer 
Herrlichkeit sein?
2CO 3:9 Denn wenn der Dienst der Verdammnis Herrlichkeit hatte, wieviel 
mehr wird der Dienst der Gerechtigkeit von Herrlichkeit berflieen!
2CO 3:10 Ja jenes, das herrlich war, ist berhaupt nicht herrlich im 
Vergleich zu diesem, das eine so berschwengliche Herrlichkeit hat.
2CO 3:11 Denn wenn das, was aufhren sollte, mit Herrlichkeit kam, wieviel 
mehr wird das, was bleibt, in Herrlichkeit bestehen!
2CO 3:12 Da wir nun solche Hoffnung haben, so gebrauchen wir groe 
Freimtigkeit
2CO 3:13 und tun nicht wie Mose, der eine Decke auf sein Angesicht legte, 
damit die Kinder Israel nicht auf das Ende dessen, was aufhren sollte, 
schauen mchten.
2CO 3:14 Aber ihre Sinne wurden verhrtet; denn bis zum heutigen Tage 
bleibt dieselbe Decke beim Lesen des Alten Testamentes, so da sie nicht 
entdecken, da es in Christus aufhrt;
2CO 3:15 sondern bis zum heutigen Tage, so oft Mose gelesen wird, liegt 
die Decke auf ihrem Herzen.
2CO 3:16 Sobald es sich aber zum Herrn bekehrt, wird die Decke weggenommen.
2CO 3:17 Denn der Herr ist der Geist; wo aber der Geist des Herrn ist, da 
ist Freiheit.
2CO 3:18 Wir alle aber spiegeln mit unverhlltem Angesicht die 
Herrlichkeit des Herrn wider und werden umgewandelt in dasselbe Bild, von 
Herrlichkeit zu Herrlichkeit, nmlich von des Herrn Geist.
2CO 4:1 Darum, weil wir diesen Dienst haben, gem der uns widerfahrenen 
Barmherzigkeit, so lassen wir uns nicht entmutigen,
2CO 4:2 sondern haben abgesagt der Verheimlichung aus Scham und gehen 
nicht mit Rnken um, flschen auch nicht Gottes Wort; sondern durch 
Offenbarung der Wahrheit empfehlen wir uns jedem menschlichen Gewissen vor 
Gott.
2CO 4:3 Ist aber unser Evangelium verhllt, so ist es bei denen verhllt, 
die verloren gehen;
2CO 4:4 in welchen der Gott dieser Welt die Sinne der Unglubigen 
verblendet hat, da ihnen nicht aufleuchte das helle Licht des Evangeliums 
von der Herrlichkeit Christi, welcher Gottes Ebenbild ist.
2CO 4:5 Denn wir predigen nicht uns selbst, sondern Jesus Christus, da er 
der Herr sei, wir aber eure Knechte um Jesu willen.
2CO 4:6 Denn der Gott, welcher aus der Finsternis Licht hervorleuchten 
hie, der hat es auch in unsern Herzen licht werden lassen zur Erleuchtung 
mit der Erkenntnis der Herrlichkeit Gottes im Angesicht Jesu Christi.
2CO 4:7 Wir haben aber diesen Schatz in irdenen Gefen, auf da die 
berschwengliche Kraft von Gott sei und nicht von uns.
2CO 4:8 Wir werden allenthalben bedrngt, aber nicht erdrckt; wir kommen 
in Verlegenheit, aber nicht in Verzweiflung;
2CO 4:9 wir werden verfolgt, aber nicht verlassen; wir werden 
niedergeworfen, aber wir kommen nicht um;
2CO 4:10 wir tragen allezeit das Sterben Jesu am Leibe herum, damit auch 
das Leben Jesu an unsrem Leibe offenbar werde.
2CO 4:11 Denn immerdar werden wir, die wir leben, dem Tode preisgegeben um 
Jesu willen, damit auch das Leben Jesu offenbar werde an unsrem 
sterblichen Fleische.
2CO 4:12 So ist also der Tod wirksam in uns, das Leben aber in euch.
2CO 4:13 Weil wir aber denselben Geist des Glaubens haben, gem dem, was 
geschrieben steht: Ich habe geglaubt, darum habe ich geredet, so glauben 
auch wir, darum reden wir auch,
2CO 4:14 da wir wissen, da der, welcher den Herrn Jesus von den Toten 
auferweckt hat, auch uns mit Jesus auferwecken und samt euch darstellen 
wird.
2CO 4:15 Denn es geschieht alles um euretwillen, damit die zunehmende 
Gnade durch die Vielen den Dank berflieen lasse zur Ehre Gottes.
2CO 4:16 Darum werden wir nicht entmutigt; sondern wenn auch unser uerer 
Mensch zugrunde geht, so wird doch der innere Tag fr Tag erneuert.
2CO 4:17 Denn unsere Trbsal, die zeitlich und leicht ist, verschafft uns 
eine ewige und ber alle Maen gewichtige Herrlichkeit,
2CO 4:18 uns, die wir nicht sehen auf das Sichtbare, sondern auf das 
Unsichtbare; denn was sichtbar ist, das ist zeitlich; was aber unsichtbar 
ist, das ist ewig.
2CO 5:1 Denn wir wissen, da, wenn unsere irdische Zeltwohnung abgebrochen 
wird, wir einen Bau von Gott haben, ein Haus, nicht mit Hnden gemacht, 
das ewig ist, im Himmel.
2CO 5:2 Denn in diesem [Zelt] seufzen wir vor Sehnsucht darnach, mit 
unsrer Behausung, die vom Himmel ist, berkleidet zu werden,
2CO 5:3 sofern wir bekleidet und nicht nackt erfunden werden.
2CO 5:4 Denn wir, die wir in der Leibeshtte sind, seufzen und sind 
beschwert, weil wir lieber nicht entkleidet, sondern berkleidet werden 
mchten, damit das Sterbliche verschlungen werde vom Leben.
2CO 5:5 Der uns aber hierzu bereitet hat, ist Gott, der uns das Unterpfand 
des Geistes gegeben hat.
2CO 5:6 Darum sind wir allezeit getrost und wissen, da, solange wir im 
Leibe wohnen, wir nicht daheim sind bei dem Herrn.
2CO 5:7 Denn wir wandeln im Glauben und nicht im Schauen.
2CO 5:8 Wir sind aber guten Mutes und wnschen vielmehr, aus dem Leibe 
auszuwandern und heimzukehren zu dem Herrn.
2CO 5:9 Darum setzen wir auch unsere Ehre darein, wir seien daheim oder 
wallen, da wir ihm wohlgefallen.
2CO 5:10 Denn wir alle mssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar 
werden, damit ein jeglicher empfange, was er vermittels des Leibes gewirkt 
hat, es sei gut oder bse.
2CO 5:11 In diesem Bewutsein nun, da der Herr zu frchten sei, suchen 
wir die Menschen zu berzeugen, Gott aber sind wir offenbar; ich hoffe 
aber auch in eurem Gewissen offenbar zu sein.
2CO 5:12 Wir empfehlen uns nicht abermals selbst, sondern wir geben euch 
Gelegenheit, von uns zu rhmen, damit ihr es denen entgegenhalten knnt, 
die sich des uern rhmen, aber nicht des Herzens.
2CO 5:13 Denn waren wir je von Sinnen, so waren wir es fr Gott; sind wir 
bei Sinnen, so sind wir es fr euch.
2CO 5:14 Denn die Liebe Christi hlt uns zusammen, die wir dafr halten, 
da, wenn einer fr alle gestorben ist, so sind sie alle gestorben;
2CO 5:15 und er ist darum fr alle gestorben, damit die, welche leben, 
nicht mehr sich selbst leben, sondern dem, der fr sie gestorben und 
auferstanden ist.
2CO 5:16 So kennen wir denn von nun an niemand mehr nach dem Fleisch; und 
wenn wir auch Christus nach dem Fleisch gekannt haben, so kennen wir ihn 
doch nicht mehr so.
2CO 5:17 Darum, ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das 
Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden!
2CO 5:18 Das alles aber von Gott, der uns durch Christus mit sich selbst 
vershnt und uns den Dienst der Vershnung gegeben hat;
2CO 5:19 weil nmlich Gott in Christus war und die Welt mit sich selbst 
vershnte, indem er ihnen ihre Snden nicht zurechnete und das Wort der 
Vershnung in uns legte.
2CO 5:20 So sind wir nun Botschafter an Christi Statt, und zwar so, da 
Gott selbst durch uns ermahnt; so bitten wir nun an Christi Statt: Lasset 
euch vershnen mit Gott!
2CO 5:21 Denn er hat den, der von keiner Snde wute, fr uns zur Snde 
gemacht, auf da wir in ihm Gerechtigkeit Gottes wrden.
2CO 6:1 Da wir denn Mitarbeiter sind, so ermahnen wir euch auch, die Gnade 
Gottes nicht vergeblich zu empfangen!
2CO 6:2 Denn er spricht: Ich habe dich zur angenehmen Zeit erhrt und dir 
am Tage des Heils geholfen. Seht, jetzt ist die angenehme Zeit, jetzt ist 
der Tag des Heils!
2CO 6:3 Wir geben niemandem irgend einen Ansto, damit der Dienst nicht 
verlstert werde;
2CO 6:4 sondern in allem erweisen wir uns als Diener Gottes: in groer 
Geduld, in Trbsalen, in Nten, in ngsten,
2CO 6:5 unter Schlgen, in Gefngnissen, in Aufruhr, in Mhen, im Wachen, 
im Fasten;
2CO 6:6 in Keuschheit, in Erkenntnis, in Langmut, in Freundlichkeit, im 
heiligen Geist, in ungeheuchelter Liebe;
2CO 6:7 im Worte der Wahrheit, in der Kraft Gottes, durch die Waffen der 
Gerechtigkeit in der Rechten und Linken;
2CO 6:8 unter Ehre und Schande, bei bser und guter Nachrede; als 
Verfhrer und doch wahrhaftig,
2CO 6:9 als Unbekannte und doch erkannt, als Sterbende, und siehe, wir 
leben, als Gezchtigte und doch nicht gettet;
2CO 6:10 als Betrbte, aber immer frhlich, als Arme, die doch viele reich 
machen, als die nichts haben und doch alles besitzen.
2CO 6:11 Unser Mund hat sich gegen euch aufgetan, ihr Korinther, unser 
Herz ist weit geworden!
2CO 6:12 Ihr habt nicht engen Raum in uns; aber eng ist es in euren Herzen!
2CO 6:13 Vergeltet uns nun Gleiches (ich rede zu euch wie zu Kindern), und 
lat es auch in euch weit werden!
2CO 6:14 Ziehet nicht am gleichen Joch mit Unglubigen! Denn was haben 
Gerechtigkeit und Gesetzlosigkeit miteinander zu schaffen? Was hat das 
Licht fr Gemeinschaft mit der Finsternis?
2CO 6:15 Wie stimmt Christus mit Belial berein? Oder was hat der Glubige 
gemeinsam mit dem Unglubigen?
2CO 6:16 Wie reimt sich der Tempel Gottes mit Gtzenbildern zusammen? Ihr 
aber seid ein Tempel des lebendigen Gottes, wie Gott spricht: Ich will in 
ihnen wohnen und unter ihnen wandeln und will ihr Gott sein, und sie 
sollen mein Volk sein.
2CO 6:17 Darum gehet aus von ihnen und sondert euch ab, spricht der Herr, 
und rhret kein Unreines an, so will ich euch aufnehmen,
2CO 6:18 und ich will euer Vater sein, und ihr sollt meine Shne und 
Tchter sein, spricht der allmchtige Herr.
2CO 7:1 Weil wir nun diese Verheiungen haben, Geliebte, so wollen wir uns 
reinigen von aller Befleckung des Fleisches und des Geistes, zur 
Vollendung der Heiligung in Gottesfurcht.
2CO 7:2 Das mt ihr uns zugeben: Wir haben niemandem Unrecht getan, 
niemand geschdigt, niemand bervorteilt.
2CO 7:3 Ich erwhne das nicht, um zu verdammen; denn ich habe vorhin 
gesagt, da ihr in unsren Herzen seid, mitzusterben und mitzuleben.
2CO 7:4 Ich bin sehr freimtig euch gegenber und rhme viel von euch. Ich 
bin mit Trost erfllt, ich fliee ber von Freude bei all unsrer Trbsal.
2CO 7:5 Denn als wir nach Mazedonien kamen, hatte unser Fleisch keine 
Ruhe, sondern wir wurden auf alle Art bedrngt, drauen Kmpfe, drinnen 
Furcht.
2CO 7:6 Aber Gott, der die Geringen trstet, der trstete uns durch die 
Ankunft des Titus;
2CO 7:7 und nicht blo durch seine Ankunft, sondern auch durch den Trost, 
welchen er bei euch empfangen hatte. Als er uns von eurer Sehnsucht, eurer 
Klage, eurem Eifer fr mich berichtete, da freute ich mich noch mehr.
2CO 7:8 Denn wenn ich euch auch durch den Brief traurig gemacht habe, so 
bereue ich es nicht; und wenn ich es bereut habe (denn ich sehe, da euch 
jener Brief, wenn auch nur fr eine Stunde, traurig gemacht hat),
2CO 7:9 so freue ich mich jetzt nicht darber, da ihr betrbt, wohl aber, 
da ihr zur Bue betrbt worden seid; denn Gott gem seid ihr betrbt 
worden, so da ihr in keiner Weise von uns Schaden genommen habt.
2CO 7:10 Denn das Gott geme Trauern bewirkt eine Bue zum Heil, die man 
nie zu bereuen hat, das Trauern der Welt aber bewirkt den Tod.
2CO 7:11 Denn siehe, eben jenes Gott geme Trauern, welchen Flei hat es 
bei euch bewirkt, dazu Verantwortung, Entrstung, Furcht, Verlangen, 
Eifer, Bestrafung! Ihr habt in jeder Hinsicht bewiesen, da ihr rein seid 
in der Sache.
2CO 7:12 Wenn ich euch also geschrieben habe, so geschah es nicht wegen 
des Beleidigers, auch nicht wegen des Beleidigten, sondern damit euer 
Eifer offenbar wrde, den ihr fr uns vor Gott bewiesen habt.
2CO 7:13 Deswegen sind wir getrstet worden. Zu unsrem Trost hinzu freuten 
wir uns aber noch viel mehr ber die Freude des Titus; denn sein Geist war 
von euch allen erquickt worden.
2CO 7:14 Denn wenn ich euch ihm gegenber gerhmt hatte, bin ich damit 
nicht zuschanden geworden, sondern wie wir euch gegenber stets die 
Wahrheit gesprochen haben, so ist auch unser Rhmen dem Titus gegenber 
wahr geworden;
2CO 7:15 und er ist jetzt noch viel mehr fr euch eingenommen, da er an 
euer aller Gehorsam gedenkt, wie ihr ihn mit Furcht und Zittern 
aufgenommen habt.
2CO 7:16 Ich bin froh, da ich mich in allem auf euch verlassen kann.
2CO 8:1 Wir tun euch aber, ihr Brder, die Gnade Gottes kund, welche den 
Gemeinden Mazedoniens gegeben worden ist.
2CO 8:2 Denn trotz vieler Trbsalsproben hat ihre berflieende Freude und 
ihre so tiefe Armut den Reichtum ihrer Gebefreudigkeit zutage gefrdert.
2CO 8:3 Denn nach Vermgen, ja ich bezeuge es, ber ihr Vermgen waren sie 
bereitwillig
2CO 8:4 und baten uns mit vielem Zureden um die Gnade, an dem Dienste fr 
die Heiligen teilnehmen zu drfen,
2CO 8:5 und nicht nur, wie wir es erhofften, sondern sich selbst gaben sie 
hin, zuerst dem Herrn und dann uns, durch den Willen Gottes,
2CO 8:6 so da wir Titus zusprachen, dieses Liebeswerk, wie er es 
angefangen hatte, nun auch bei euch zu Ende zu fhren.
2CO 8:7 Aber wie ihr in allen Stcken reich seid, an Glauben, am Wort, an 
Erkenntnis und an allem Eifer und der Liebe, die ihr zu uns habt, so mge 
auch dieses Liebeswerk reichlich bei euch ausfallen!
2CO 8:8 Nicht als Gebot sage ich das, sondern um durch den Eifer anderer 
auch die Echtheit eurer Liebe zu erproben.
2CO 8:9 Denn ihr kennet die Gnade unsres Herrn Jesus Christus, da er, 
obwohl er reich war, um euretwillen arm wurde, damit ihr durch seine Armut 
reich wrdet!
2CO 8:10 Und ich gebe meine Meinung hierber ab: Es ist geziemend fr 
euch, weil ihr nicht nur das Tun, sondern auch das Wollen seit vorigem 
Jahre angefangen habt,
2CO 8:11 da ihr nun auch das Tun vollendet, damit der Geneigtheit des 
Willens auch das Vollenden entspreche, nach Magabe dessen, was ihr habt.
2CO 8:12 Denn wo der gute Wille vorhanden ist, da ist einer angenehm nach 
dem, was er hat, nicht nach dem, was er nicht hat.
2CO 8:13 Dieses sage ich aber nicht, damit andere Erleichterung haben, ihr 
aber Bedrngnis; sondern nach dem Grundsatz der Gleichheit soll in der 
jetzigen Zeit euer berflu dem Mangel jener abhelfen,
2CO 8:14 auf da auch ihr berflu eurem Mangel abhelfe, damit ein 
Ausgleich stattfinde,
2CO 8:15 wie geschrieben steht: Wer viel sammelte, hatte nicht berflu, 
und wer wenig sammelte, hatte nicht Mangel.
2CO 8:16 Gott aber sei Dank, der denselben Eifer fr euch dem Titus ins 
Herz gegeben hat.
2CO 8:17 Denn er nahm nicht nur den Zuspruch an, sondern reiste, weil er 
so groen Eifer hatte, freiwillig zu euch ab.
2CO 8:18 Wir sandten aber den Bruder mit ihm, dessen Lob wegen des 
Evangeliums bei allen Gemeinden [bekannt geworden] ist.
2CO 8:19 Und nicht nur das, sondern er ist auch von den Gemeinden zu 
unserm Reisegefhrten erwhlt worden fr dieses Liebeswerk, das von uns 
zur Ehre des Herrn selbst und zum Beweise unsres guten Willens besorgt 
wird,
2CO 8:20 indem wir das verhten wollen, da uns jemand dieser reichen 
Steuer halben, die durch uns besorgt wird, bel nachrede.
2CO 8:21 Denn wir sind auf das bedacht, was recht ist, nicht nur vor dem 
Herrn, sondern auch vor den Menschen.
2CO 8:22 Wir sandten aber mit ihnen unsern Bruder, den wir oft und in 
vielen Stcken als eifrig erfunden haben, der jetzt aber im groen 
Vertrauen zu euch noch viel eifriger ist.
2CO 8:23 Was Titus betrifft, so ist er mein Genosse und Mitarbeiter fr 
euch; unsre Brder aber sind Apostel der Gemeinden, eine Ehre Christi.
2CO 8:24 So liefert nun den Beweis eurer Liebe und unsres Rhmens von euch 
ihnen gegenber ffentlich vor den Gemeinden!
2CO 9:1 Denn von der Dienstleistung fr die Heiligen euch zu schreiben, 
halte ich fr berflssig;
2CO 9:2 denn ich kenne ja eure Willigkeit, welche ich den Mazedoniern 
gegenber von euch rhme, da Achaja seit vorigem Jahre bereit gewesen 
sei; und euer Eifer hat viele angespornt.
2CO 9:3 Ich habe aber die Brder gesandt, damit unser Rhmen von euch in 
diesem Stcke nicht falsch befunden werde, damit ihr, wie ich gesagt 
hatte, bereit seiet;
2CO 9:4 da nicht etwa, wenn die Mazedonier mit mir kmen, wir (um nicht 
zu sagen: ihr) mit solch zuversichtlichem Rhmen zuschanden wrden.
2CO 9:5 Darum habe ich es fr ntig gehalten, die Brder zu ermahnen, 
vorauszureisen zu euch, um diesen zum voraus angekndigten Segen 
zuzursten, damit er bereit sei, so da es ein Segen sei und nicht wie ein 
Geiz.
2CO 9:6 Das aber bedenket: Wer krglich st, der wird auch krglich 
ernten; und wer im Segen st, der wird auch im Segen ernten.
2CO 9:7 Ein jeder, wie er es sich im Herzen vorgenommen hat; nicht mit 
Unwillen oder aus Zwang; denn einen frhlichen Geber hat Gott lieb!
2CO 9:8 Gott aber ist mchtig, euch jede Gnade im berflu zu spenden, so 
da ihr in allem allezeit alle Genge habet und berreich seiet zu jedem 
guten Werk,
2CO 9:9 wie geschrieben steht: Er hat ausgestreut, er hat den Armen 
gegeben; seine Gerechtigkeit bleibt in Ewigkeit.
2CO 9:10 Er aber, der dem Smann Samen darreicht und Brot zur Speise, der 
wird [auch] euch die Saat darreichen und mehren und die Frchte eurer 
Gerechtigkeit wachsen lassen,
2CO 9:11 damit ihr an allem reich werdet zu aller Gebefreudigkeit, welche 
durch uns Dank gegen Gott bewirkt.
2CO 9:12 Denn der Dienst dieser Hilfeleistung fllt nicht nur den Mangel 
der Heiligen aus, sondern berfliet auch durch den Dank vieler gegen Gott,
2CO 9:13 indem sie durch die Probe dieses Dienstes zum Preise Gottes 
veranlat werden fr den Gehorsam eures Bekenntnisses zum Evangelium 
Christi und fr die Schlichtheit der Beisteuer fr sie und fr alle;
2CO 9:14 und in ihrem Flehen fr euch werden sie eine herzliche Zuneigung 
zu euch haben wegen der berschwenglichen Gnade Gottes bei euch.
2CO 9:15 Gott aber sei Dank fr seine unaussprechliche Gabe!
2CO 10:1 Ich selbst aber, Paulus, ermahne euch bei der Sanftmut und 
Freundlichkeit Christi, der ich unter Augen zwar demtig bin bei euch, 
abwesend aber mutig gegen euch:
2CO 10:2 ich bitte euch, da ich nicht bei meiner Anwesenheit mutig sein 
msse in der Zuversicht, mit der ich es gegen etliche zu wagen gedenke, 
die von uns glauben, als wandelten wir nach Fleisches Art.
2CO 10:3 Denn ob wir schon im Fleische wandeln, so streiten wir doch nicht 
nach Art des Fleisches;
2CO 10:4 denn die Waffen unsrer Ritterschaft sind nicht fleischlich, 
sondern mchtig durch Gott zur Zerstrung von Festungen, so da wir 
Vernunftschlsse zerstren
2CO 10:5 und jede Hhe, die sich wider die Erkenntnis Gottes erhebt, und 
jeden Gedanken gefangennehmen zum Gehorsam gegen Christus,
2CO 10:6 auch bereit sind, jeden Ungehorsam zu rchen, wenn erst euer 
Gehorsam vollstndig geworden ist.
2CO 10:7 Sehet ihr auf das, was vor Augen liegt? Traut jemand sich selbst 
zu, da er Christus angehre, so mge er wiederum bei sich bedenken, da, 
gleichwie er Christus angehrt, so auch wir.
2CO 10:8 Denn wenn ich mich auch noch etwas mehr rhmen wollte wegen 
unsrer Gewalt, die der Herr uns zu eurer Erbauung und nicht zu eurer 
Zerstrung gegeben hat, so wrde ich nicht zuschanden werden,
2CO 10:9 damit es nicht scheine, als wollte ich euch durch die Briefe in 
Furcht setzen.
2CO 10:10 Denn die Briefe, sagt einer, sind nachdrcklich und stark, aber 
die leibliche Gegenwart ist schwach und die Rede verchtlich.
2CO 10:11 Der Betreffende soll aber bedenken, da, wie wir als Abwesende 
mit dem Wort in Briefen sind, wir ebenso, wenn anwesend, auch mit der Tat 
sein werden.
2CO 10:12 Denn wir unterstehen uns nicht, uns selbst denen beizuzhlen 
oder gleichzusetzen, die sich selbst empfehlen; sie aber, indem sie sich 
an sich selbst messen und sich mit sich selbst vergleichen, sind 
unverstndig.
2CO 10:13 Wir aber wollen uns nicht ins Malose rhmen, sondern nach dem 
Ma der Regel, welche uns Gott zugemessen hat, da wir auch bis zu euch 
gelangt sind.
2CO 10:14 Denn wir strecken uns nicht zu weit aus, als wren wir nicht bis 
zu euch gekommen, denn wir sind ja auch mit dem Evangelium Christi bis zu 
euch gedrungen.
2CO 10:15 Wir rhmen uns auch nicht ins Malose auf Grund der Arbeiten 
anderer, haben aber die Hoffnung, wenn euer Glaube wchst, bei euch noch 
viel mehr Raum zu gewinnen, unserer Regel gem,
2CO 10:16 um das Evangelium auch in den Lndern zu predigen, die ber euch 
hinaus liegen, und uns nicht nach fremder Regel dort Ruhm zu holen, wo die 
Arbeit schon getan ist.
2CO 10:17 Wer sich aber rhmen will, der rhme sich des Herrn!
2CO 10:18 Denn nicht der ist bewhrt, der sich selbst empfiehlt, sondern 
der, den der Herr empfiehlt.
2CO 11:1 Mchtet ihr mir doch ein wenig Torheit zugute halten! Doch ihr 
haltet sie mir schon zugute!
2CO 11:2 Denn ich eifere um euch mit gttlichem Eifer; denn ich habe euch 
einem Manne verlobt, um euch als eine reine Jungfrau Christus zuzufhren.
2CO 11:3 Ich frchte aber, es knnten, wie die Schlange mit ihrer List Eva 
verfhrte, so auch eure Sinne verdorben und von der Einfalt gegen Christus 
abgelenkt werden.
2CO 11:4 Denn wenn der, welcher zu euch kommt, einen andern Jesus predigt, 
den wir nicht gepredigt haben, oder wenn ihr einen andern Geist empfanget, 
den ihr nicht empfangen habt, oder ein anderes Evangelium, das ihr nicht 
angenommen habt, so ertraget ihr es wohl.
2CO 11:5 Denn ich denke jenen bedeutenden Aposteln in nichts 
nachzustehen.
2CO 11:6 Bin ich aber auch der Rede unkundig, so doch nicht der 
Erkenntnis; sondern wir haben sie stets in allem bewiesen euch gegenber!
2CO 11:7 Oder habe ich Snde getan, indem ich mich selbst erniedrigte, 
damit ihr erhht wrdet, da ich euch unentgeltlich das Evangelium Gottes 
verkndigt habe?
2CO 11:8 Andere Gemeinden habe ich beraubt und von ihnen Sold genommen, um 
euch zu dienen; und als ich bei euch war und Mangel litt, bin ich niemand 
beschwerlich gefallen;
2CO 11:9 denn meinem Mangel halfen die Brder ab, die aus Mazedonien 
kamen; und in allem habe ich mich gehtet, euch zur Last zu fallen, und 
werde mich ferner hten.
2CO 11:10 So gewi die Wahrheit Christi in mir ist, soll dieser Ruhm mir 
nicht verwehrt werden in den Gegenden von Achaja.
2CO 11:11 Warum das? Weil ich euch nicht lieb habe? Gott wei es.
2CO 11:12 Was ich aber tue, das werde ich ferner tun, um denen die 
Gelegenheit abzuschneiden, welche Gelegenheit suchen, um in dem, dessen 
sie sich rhmen, so erfunden zu werden wie wir.
2CO 11:13 Denn solche sind falsche Apostel, betrgerische Arbeiter, die 
sich in Apostel Christi verkleiden.
2CO 11:14 Und das ist kein Wunder, denn der Satan selbst verkleidet sich 
in einen Engel des Lichts.
2CO 11:15 Es ist also nichts Besonderes, wenn auch seine Diener sich 
verkleiden als Diener der Gerechtigkeit; aber ihr Ende wird ihren Werken 
gem sein.
2CO 11:16 Ich sage abermals, niemand halte mich fr tricht; wollt ihr 
aber doch, nun, so nehmet an, ich sei tricht, damit auch ich mich ein 
wenig rhmen mge.
2CO 11:17 Was ich jetzt rede, das rede ich nicht dem Herrn gem, sondern 
als ein Tor in dieser Zuversicht des Rhmens.
2CO 11:18 Da viele sich nach dem Fleische rhmen, will auch ich mich 
rhmen.
2CO 11:19 Ihr ertraget ja gerne die Trichten, da ihr klug seid.
2CO 11:20 Ihr ertraget es ja, wenn jemand euch knechtet, wenn jemand euch 
aufzehrt, wenn jemand von euch nimmt, wenn jemand sich berhebt, wenn 
jemand euch ins Gesicht schlgt.
2CO 11:21 Zur Schande sage ich das, da wir so schwach gewesen sind. 
Worauf aber jemand pocht (ich rede in Torheit), darauf poche ich auch.
2CO 11:22 Sie sind Hebrer? Ich bin es auch. Sie sind Israeliten? Ich 
auch. Sie sind Abrahams Same? Ich auch.
2CO 11:23 Sie sind Diener Christi? Ich rede unsinnig: Ich bin's noch mehr; 
ich habe weit mehr Mhsal, ber die Maen viele Streiche ausgestanden, war 
weit mehr in Gefngnissen, fters in Todesgefahren.
2CO 11:24 Von den Juden habe ich fnfmal vierzig Streiche weniger einen 
empfangen;
2CO 11:25 dreimal bin ich mit Ruten geschlagen, einmal gesteinigt worden; 
dreimal habe ich Schiffbruch erlitten; einen Tag und eine Nacht habe ich 
in der Tiefe zugebracht.
2CO 11:26 Ich bin oftmals auf Reisen gewesen, in Gefahren auf Flssen, in 
Gefahren durch Mrder, in Gefahren vom eigenen Volke, in Gefahren von 
Heiden, in Gefahren in der Stadt, in Gefahren in der Wste, in Gefahren 
auf dem Meere, in Gefahren unter falschen Brdern;
2CO 11:27 in Arbeit und Mhe, oftmals in Nachtwachen, in Hunger und Durst; 
oftmals in Fasten, in Klte und Ble;
2CO 11:28 zu alledem der tgliche Zulauf zu mir, die Sorge fr alle 
Gemeinden.
2CO 11:29 Wer ist schwach, und ich bin nicht auch schwach? Wer nimmt 
Ansto, und ich entbrenne nicht?
2CO 11:30 Wenn ich mich rhmen soll, so will ich mich meiner Schwachheit 
rhmen.
2CO 11:31 Der Gott und Vater des Herrn Jesus, der gelobt ist in Ewigkeit, 
wei, da ich nicht lge.
2CO 11:32 In Damaskus bewachte der Landpfleger des Knigs Aretas die Stadt 
der Damaszener, um mich zu verhaften;
2CO 11:33 und ich wurde durch ein Fenster in einem Korb ber die Mauer 
hinabgelassen und entrann seinen Hnden.
2CO 12:1 Es ist mir freilich das Rhmen nichts ntze; doch will ich auf 
die Erscheinungen und Offenbarungen des Herrn zu sprechen kommen.
2CO 12:2 Ich wei von einem Menschen in Christus, der vor vierzehn Jahren 
(ob im Leibe, wei ich nicht, oder ob auerhalb des Leibes, wei ich 
nicht; Gott wei es) bis in den dritten Himmel entrckt wurde.
2CO 12:3 Und ich wei von dem betreffenden Menschen (ob im Leibe, oder 
auerhalb des Leibes, wei ich nicht; Gott wei es),
2CO 12:4 da er in das Paradies entrckt wurde und unaussprechliche Worte 
hrte, welche keinem Menschen zu sagen vergnnt ist.
2CO 12:5 Wegen eines solchen will ich mich rhmen, meiner selbst wegen 
aber will ich mich nicht rhmen, als nur meiner Schwachheiten.
2CO 12:6 Wenn ich mich zwar rhmen wollte, wrde ich darum nicht tricht 
sein, denn ich wrde die Wahrheit sagen. Ich enthalte mich aber dessen, 
damit niemand mehr von mir halte, als was er an mir sieht oder von mir 
hrt.
2CO 12:7 Und damit ich mich der auerordentlichen Offenbarungen nicht 
berhebe, wurde mir ein Pfahl frs Fleisch gegeben, ein Engel Satans, da 
er mich mit Fusten schlage, damit ich mich nicht berhebe.
2CO 12:8 Seinetwegen habe ich dreimal den Herrn gebeten, da er von mir 
ablassen mchte.
2CO 12:9 Und er hat zu mir gesagt: La dir an meiner Gnade gengen, denn 
meine Kraft wird in der Schwachheit vollkommen! Darum will ich mich am 
liebsten vielmehr meiner Schwachheiten rhmen, damit die Kraft Christi bei 
mir wohne.
2CO 12:10 Darum habe ich Wohlgefallen an Schwachheiten, an Mihandlungen, 
an Nten, an Verfolgungen, an ngsten um Christi willen; denn wenn ich 
schwach bin, dann bin ich stark.
2CO 12:11 Ich bin tricht geworden; ihr habt mich dazu gezwungen. Denn ich 
sollte von euch gelobt werden, da ich den bedeutenden Aposteln um nichts 
nachstehe, wenn ich auch nichts bin.
2CO 12:12 Die Zeichen eines Apostels sind unter euch gewirkt worden in 
aller Geduld, in Zeichen, Wundern und Krften.
2CO 12:13 Denn was ist es, worin ihr den brigen Gemeinden nachgesetzt 
wurdet, auer da ich selbst euch nicht zur Last gefallen bin? Vergebet 
mir dieses Unrecht!
2CO 12:14 Siehe, zum drittenmal bin ich nun bereit, zu euch zu kommen, und 
werde euch nicht zur Last fallen; denn ich suche nicht das Eurige, sondern 
euch. Es sollen ja nicht die Kinder den Eltern Schtze sammeln, sondern 
die Eltern den Kindern.
2CO 12:15 Ich aber will sehr gerne Opfer bringen und geopfert werden fr 
eure Seelen, sollte ich auch, je mehr ich euch liebe, desto weniger 
geliebt werden!
2CO 12:16 Doch zugegeben, da ich euch nicht belstigt habe; weil ich aber 
schlau bin, habe ich euch mit List gefangen.
2CO 12:17 Habe ich euch etwa durch jemand von denen, die ich zu euch 
sandte, bervorteilt?
2CO 12:18 Ich habe den Titus gebeten und mit ihm den Bruder gesandt; hat 
etwa Titus euch bervorteilt? Sind wir nicht in demselben Geiste 
gewandelt? Nicht in denselben Fustapfen?
2CO 12:19 Meinet ihr wiederum, wir verantworten uns vor euch? Vor Gott, in 
Christus, reden wir. Das alles aber, Geliebte, zu eurer Erbauung.
2CO 12:20 Denn ich frchte, ich mchte euch, wenn ich komme, nicht so 
finden, wie ich wnsche, und auch ihr mchtet mich so finden, wie ihr 
nicht wnschet; es mchten Hader, Eifersucht, Zorn, Zank, Verleumdungen, 
Ohrenblsereien, Aufgeblasenheit, Unruhen unter euch sein;
2CO 12:21 da abermals, wenn ich komme, mein Gott mich demtige bei euch 
und ich trauern msse ber viele, die zuvor schon gesndigt und nicht Bue 
getan haben wegen der Unreinigkeit und Unzucht und Ausschweifung, die sie 
begangen.
2CO 13:1 Dies ist das drittemal, da ich zu euch komme. Durch zweier und 
dreier Zeugen Mund soll jede Aussage festgestellt werden!
2CO 13:2 Ich habe es zum voraus gesagt und sage es zum voraus, wie bei 
meiner zweiten Anwesenheit, so auch jetzt in meiner Abwesenheit, denen, 
die zuvor gesndigt haben und den brigen allen, da, wenn ich abermals 
komme, ich nicht schonen werde;
2CO 13:3 weil ihr ja eine Probe verlangt, da Christus durch mich redet, 
welcher nicht schwach ist gegen euch, sondern mchtig unter euch.
2CO 13:4 Denn ob er auch aus Schwachheit gekreuzigt wurde, so lebt er doch 
aus der Kraft Gottes; so sind auch wir zwar schwach in ihm, doch werden 
wir mit ihm leben aus der Kraft Gottes fr euch.
2CO 13:5 Prfet euch selbst, ob ihr im Glauben seid; stellet euch selbst 
auf die Probe! Oder erkennet ihr euch selbst nicht, da Jesus Christus in 
euch ist? Es mte denn sein, da ihr nicht echt wret!
2CO 13:6 Ich hoffe aber, ihr werdet erkennen, da wir nicht unecht sind.
2CO 13:7 Ich bete aber zu Gott, da ihr nichts Bses tut; nicht damit wir 
bewhrt erscheinen, sondern damit ihr das Gute tut, wir aber wie Unechte 
seien.
2CO 13:8 Denn wir vermgen nichts wider die Wahrheit, sondern [nur] fr 
die Wahrheit.
2CO 13:9 Denn wir freuen uns, wenn wir schwach sind, ihr aber stark seid; 
das aber wnschen wir auch, euer Zurechtkommen.
2CO 13:10 Darum schreibe ich dieses abwesend, damit ich anwesend nicht 
Strenge gebrauchen msse nach der Vollmacht, die mir der Herr gegeben hat 
zum Erbauen und nicht zum Zerstren.
2CO 13:11 brigens, ihr Brder, freuet euch, lasset euch zurechtbringen, 
lasset euch ermahnen, sinnet auf dasselbe, haltet Frieden, so wird der 
Gott der Liebe und des Friedens mit euch sein!
2CO 13:12 Gret einander mit dem heiligen Ku!
2CO 13:13 (13-12) Es gren euch die Heiligen alle.
2CO 13:14 (13-13) Die Gnade des Herrn Jesus Christus und die Liebe Gottes 
und die Gemeinschaft des heiligen Geistes sei mit euch allen!
GAL 1:1 Paulus, Apostel, nicht von Menschen, auch nicht durch einen 
Menschen, sondern durch Jesus Christus und Gott, den Vater, der ihn 
auferweckt hat von den Toten;
GAL 1:2 und alle Brder, die mit mir sind, an die Gemeinden in Galatien:
GAL 1:3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, dem Vater und unsrem Herrn 
Jesus Christus,
GAL 1:4 der sich selbst fr unsere Snden gegeben hat, damit er uns 
herausrette aus dem gegenwrtigen argen Weltlauf, nach dem Willen Gottes 
und unsres Vaters,
GAL 1:5 welchem die Ehre gebhrt von Ewigkeit zu Ewigkeit. Amen.
GAL 1:6 Mich wundert, da ihr so schnell bergehet von dem, der euch durch 
Christi Gnade berufen hat, zu einem anderen Evangelium, so es doch kein 
anderes gibt;
GAL 1:7 nur sind etliche da, die euch verwirren und das Evangelium Christi 
verdrehen wollen.
GAL 1:8 Aber wenn auch wir oder ein Engel vom Himmel euch etwas anderes 
als Evangelium predigen wrde auer dem, was wir euch verkndigt haben, 
der sei verflucht!
GAL 1:9 Wie wir zuvor gesagt haben, so sage ich auch jetzt wiederum: Wenn 
jemand euch etwas anderes als Evangelium predigt auer dem, das ihr 
empfangen habt, der sei verflucht!
GAL 1:10 Rede ich denn jetzt Menschen oder Gott zuliebe? Oder suche ich 
Menschen zu gefallen? Wenn ich noch Menschen gefiele, so wre ich nicht 
Christi Knecht.
GAL 1:11 Ich tue euch aber kund, Brder, da das von mir gepredigte 
Evangelium nicht von Menschen stammt;
GAL 1:12 ich habe es auch nicht von einem Menschen empfangen noch gelernt, 
sondern durch eine Offenbarung Jesu Christi.
GAL 1:13 Denn ihr habt von meinem ehemaligen Wandel im Judentum gehrt, 
da ich die Gemeinde Gottes ber die Maen verfolgte und sie zerstrte
GAL 1:14 und im Judentum viele meiner Altersgenossen in meinem Volk 
bertraf durch bermigen Eifer fr die berlieferungen meiner Vter.
GAL 1:15 Als es aber Gott, der mich von meiner Mutter Leib an ausgesondert 
und durch seine Gnade berufen hat, wohlgefiel,
GAL 1:16 seinen Sohn in mir zu offenbaren, damit ich ihn durch das 
Evangelium unter den Heiden verkndige, ging ich alsbald nicht mit Fleisch 
und Blut zu Rate,
GAL 1:17 zog auch nicht nach Jerusalem hinauf zu denen, die vor mir 
Apostel waren, sondern ging weg nach Arabien und kehrte wieder nach 
Damaskus zurck.
GAL 1:18 Darauf, nach drei Jahren, zog ich nach Jerusalem hinauf, um 
Petrus kennen zu lernen, und blieb fnfzehn Tage bei ihm.
GAL 1:19 Ich sah aber keinen der andern Apostel, auer Jakobus, den Bruder 
des Herrn.
GAL 1:20 Was ich euch aber schreibe, siehe, vor Gottes Angesicht: ich lge 
nicht!
GAL 1:21 Darauf kam ich in die Gegenden von Syrien und Cilicien.
GAL 1:22 Ich war aber den Gemeinden von Juda, die in Christus sind, von 
Angesicht unbekannt.
GAL 1:23 Sie hatten nur gehrt: der, welcher uns einst verfolgte, predigt 
jetzt als Evangelium den Glauben, welchen er einst zerstrte!
GAL 1:24 Und sie priesen Gott meinethalben.
GAL 2:1 Darauf, nach vierzehn Jahren, zog ich wiederum nach Jerusalem 
hinauf mit Barnabas und nahm auch Titus mit.
GAL 2:2 Ich zog aber hinauf infolge einer Offenbarung und legte ihnen, 
insbesondere den Angesehenen, das Evangelium vor, das ich unter den Heiden 
verkndige, damit ich nicht etwa vergeblich liefe oder gelaufen wre.
GAL 2:3 Es wurde aber nicht einmal mein Begleiter, Titus, obschon er ein 
Grieche ist, gezwungen, sich beschneiden zu lassen.
GAL 2:4 Was aber die eingeschlichenen falschen Brder betrifft, die sich 
eingedrngt hatten, um unsere Freiheit auszukundschaften, die wir in 
Christus Jesus haben, damit sie uns unterjochen knnten,
GAL 2:5 denen gaben wir auch nicht eine Stunde nach, da wir uns ihnen 
unterworfen htten, damit die Wahrheit des Evangeliums bei euch bestehen 
bliebe.
GAL 2:6 Von denen aber, die etwas gelten (was sie frher waren, ist mir 
gleich; Gott achtet das Ansehen der Person nicht), mir haben diese 
Angesehenen nichts weiter auferlegt;
GAL 2:7 sondern im Gegenteil, als sie sahen, da ich mit dem Evangelium an 
die Unbeschnittenen betraut bin, gleichwie Petrus mit dem an die 
Beschneidung
GAL 2:8 denn der, welcher in Petrus krftig wirkte zum Apostelamt unter 
der Beschneidung, der wirkte auch in mir krftig fr die Heiden,
GAL 2:9 und als sie die Gnade erkannten, die mir gegeben ist, reichten 
Jakobus und Kephas und Johannes, die fr Sulen gelten, mir und Barnabas 
die Hand der Gemeinschaft, damit wir unter den Heiden, sie aber unter der 
Beschneidung wirkten;
GAL 2:10 nur sollten wir der Armen gedenken, was ich mich auch beflissen 
habe zu tun.
GAL 2:11 Als aber Petrus nach Antiochia kam, widerstand ich ihm ins 
Angesicht, denn er war angeklagt.
GAL 2:12 Bevor nmlich etliche von Jakobus kamen, a er mit den Heiden; 
als sie aber kamen, zog er sich zurck und sonderte sich ab, weil er die 
aus der Beschneidung frchtete.
GAL 2:13 Und es heuchelten mit ihm auch die brigen Juden, so da selbst 
Barnabas von ihrer Heuchelei mitfortgerissen wurde.
GAL 2:14 Als ich aber sah, da sie nicht richtig wandelten nach der 
Wahrheit des Evangeliums, sprach ich zu Petrus vor allen: Wenn du, der du 
ein Jude bist, heidnisch lebst und nicht jdisch, was zwingst du die 
Heiden, jdisch zu leben?
GAL 2:15 Wir sind von Natur Juden und nicht Snder aus den Heiden;
GAL 2:16 da wir aber erkannt haben, da der Mensch nicht aus 
Gesetzeswerken gerechtfertigt wird, sondern durch den Glauben an Jesus 
Christus, so sind auch wir an Christus Jesus glubig geworden, damit wir 
aus dem Glauben an Christus gerechtfertigt wrden, und nicht aus 
Gesetzeswerken, weil aus Gesetzeswerken kein Fleisch gerechtfertigt wird.
GAL 2:17 Wenn wir aber, die wir in Christus gerechtfertigt zu werden 
suchen, auch selbst als Snder erfunden wrden, wre demnach Christus ein 
Sndendiener? Das sei ferne!
GAL 2:18 Denn wenn ich das, was ich niedergerissen habe, wieder aufbaue, 
so stelle ich mich selbst als bertreter hin.
GAL 2:19 Nun bin ich aber durchs Gesetz dem Gesetz gestorben, um Gott zu 
leben, ich bin mit Christus gekreuzigt.
GAL 2:20 Und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich 
aber jetzt im Fleische lebe, das lebe ich im Glauben an den Sohn Gottes, 
der mich geliebt und sich selbst fr mich hingegeben hat.
GAL 2:21 Ich setze die Gnade Gottes nicht beiseite; denn wenn durch das 
Gesetz Gerechtigkeit [kommt], so ist Christus vergeblich gestorben.
GAL 3:1 O ihr unverstndigen Galater, wer hat euch bezaubert, der Wahrheit 
nicht zu gehorchen, euch, denen Jesus Christus als unter euch gekreuzigt 
vor die Augen gemalt worden war?
GAL 3:2 Das allein will ich von euch lernen: Habt ihr den Geist durch 
Gesetzeswerke empfangen oder durch die Predigt vom Glauben?
GAL 3:3 Seid ihr so unverstndig? Im Geiste habt ihr angefangen und wollt 
nun im Fleisch vollenden?
GAL 3:4 So viel habt ihr umsonst erlitten? Wenn es wirklich umsonst ist!
GAL 3:5 Der euch nun den Geist darreicht und Krfte in euch wirken lt, 
[tut er es] durch Gesetzeswerke oder durch die Predigt vom Glauben?
GAL 3:6 Gleichwie Abraham Gott geglaubt hat und es ihm zur Gerechtigkeit 
gerechnet wurde,
GAL 3:7 so erkennet auch, da die aus dem Glauben [Gerechten] Abrahams 
Kinder sind.
GAL 3:8 Da es nun die Schrift voraussah, da Gott die Heiden aus Glauben 
rechtfertigen wrde, hat sie dem Abraham zum voraus das Evangelium 
verkndigt: In dir sollen alle Vlker gesegnet werden.
GAL 3:9 So werden nun die, welche aus dem Glauben sind, gesegnet mit dem 
glubigen Abraham.
GAL 3:10 Denn alle, die aus Gesetzeswerken sind, die sind unter dem Fluch; 
denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, der nicht bleibt in 
allem, was im Buche des Gesetzes geschrieben steht, es zu tun.
GAL 3:11 Da aber im Gesetz niemand vor Gott gerechtfertigt wird, ist 
offenbar; denn der Gerechte wird aus Glauben leben.
GAL 3:12 Das Gesetz aber lautet nicht: Aus Glauben, sondern: wer es 
tut, wird dadurch leben.
GAL 3:13 Christus hat uns losgekauft von dem Fluche des Gesetzes, indem er 
ein Fluch fr uns wurde; denn es steht geschrieben: Verflucht ist jeder, 
der am Holze hngt,
GAL 3:14 damit der Segen Abrahams zu den Heiden kme in Christus Jesus, 
auf da wir durch den Glauben den Geist empfingen, der verheien worden 
war.
GAL 3:15 Brder, ich rede nach Menschenweise: Sogar eines Menschen 
Testament, wenn es besttigt ist, hebt niemand auf oder verordnet etwas 
dazu.
GAL 3:16 Nun aber sind die Verheiungen dem Abraham und seinem Samen 
zugesprochen worden. Es heit nicht: und den Samen, als von vielen, 
sondern als von einem: und deinem Samen, welcher ist Christus.
GAL 3:17 Das aber sage ich: Ein von Gott auf Christus hin zuvor 
besttigtes Testament wird durch das 430 Jahre hernach entstandene Gesetz 
nicht ungltig gemacht, so da die Verheiung aufgehoben wrde.
GAL 3:18 Denn kme das Erbe durchs Gesetz, so kme es nicht mehr durch 
Verheiung; dem Abraham aber hat es Gott durch Verheiung geschenkt.
GAL 3:19 Wozu nun das Gesetz? Der bertretungen wegen wurde es 
hinzugefgt, bis der Same kme, dem die Verheiung gilt, und es ist durch 
Engel bermittelt worden in die Hand eines Mittlers.
GAL 3:20 Ein Mittler aber ist nicht nur [Mittler] von einem; Gott aber ist 
einer.
GAL 3:21 Ist nun das Gesetz wider die Verheiungen Gottes? Das sei ferne! 
Denn wenn ein Gesetz gegeben wre, das Leben schaffen knnte, so kme die 
Gerechtigkeit wirklich aus dem Gesetz.
GAL 3:22 Aber die Schrift hat alles unter die Snde zusammengeschlossen, 
damit die Verheiung durch den Glauben an Jesus Christus denen gegeben 
wrde, die da glauben.
GAL 3:23 Bevor aber der Glaube kam, wurden wir unter dem Gesetz verwahrt 
und verschlossen auf den Glauben hin, der geoffenbart werden sollte.
GAL 3:24 So ist also das Gesetz unser Zuchtmeister geworden auf Christus 
hin, damit wir durch den Glauben gerechtfertigt wrden.
GAL 3:25 Nachdem aber der Glaube gekommen ist, sind wir nicht mehr unter 
dem Zuchtmeister;
GAL 3:26 denn ihr alle seid Gottes Kinder durch den Glauben, in Christus 
Jesus;
GAL 3:27 denn so viele von euch in Christus getauft sind, die haben 
Christus angezogen.
GAL 3:28 Da ist weder Jude noch Grieche, da ist weder Knecht noch Freier, 
da ist weder Mann noch Weib; denn ihr seid alle einer in Christus Jesus.
GAL 3:29 Gehrt ihr aber Christus an, so seid ihr Abrahams Same und nach 
der Verheiung Erben.
GAL 4:1 Ich sage aber: Solange der Erbe unmndig ist, besteht zwischen ihm 
und einem Knechte kein Unterschied obwohl er Herr aller Gter ist;
GAL 4:2 sondern er steht unter Vormndern und Verwaltern bis zu der vom 
Vater festgesetzten Zeit.
GAL 4:3 Ebenso waren auch wir, als wir noch unmndig waren, den Elementen 
der Welt als Knechte unterworfen.
GAL 4:4 Als aber die Zeit erfllt war, sandte Gott Seinen Sohn, von einem 
Weibe geboren und unter das Gesetz getan,
GAL 4:5 damit er die, welche unter dem Gesetz waren, loskaufte, auf da 
wir das Sohnesrecht empfingen.
GAL 4:6 Weil ihr denn Shne seid, hat Gott den Geist Seines Sohnes in eure 
Herzen gesandt, der schreit: Abba, Vater!
GAL 4:7 So bist du also nicht mehr Knecht, sondern Sohn; wenn aber Sohn, 
dann auch Erbe Gottes durch Christus.
GAL 4:8 Damals aber, als ihr Gott nicht kanntet, dientet ihr denen, die 
von Natur nicht Gtter sind.
GAL 4:9 Nun aber, da ihr Gott erkannt habt, ja vielmehr von Gott erkannt 
seid, wie mget ihr euch wiederum den schwachen und armseligen Elementen 
zuwenden, denen ihr von neuem dienen wollt?
GAL 4:10 Ihr beobachtet Tage und Monate und [heilige] Zeiten und Jahre.
GAL 4:11 Ich frchte fr euch, da ich am Ende vergeblich um euch 
gearbeitet habe.
GAL 4:12 Werdet doch wie ich, denn ich bin wie ihr. Ich bitte euch, meine 
Brder! Ihr habt mir nichts zuleide getan;
GAL 4:13 ihr wisset aber, da ich bei leiblicher Schwachheit euch zum 
erstenmal das Evangelium verkndigt habe.
GAL 4:14 Und ihr habt die mir am Fleische widerfahrene Anfechtung nicht 
gering angeschlagen oder gar verabscheut, sondern wie einen Engel Gottes 
nahmet ihr mich auf, wie Christus Jesus.
GAL 4:15 Was ist nun aus eurer Glckseligkeit geworden? Denn ich gebe euch 
das Zeugnis, da ihr wenn mglich eure Augen ausgerissen und mir gegeben 
httet.
GAL 4:16 Bin ich also euer Feind geworden, weil ich euch die Wahrheit sage?
GAL 4:17 Sie eifern um euch nicht in edler Weise, sondern wollen euch 
ausschlieen, damit ihr um sie eifert.
GAL 4:18 Eifern ist gut, wenn es fr das Gute geschieht, und zwar 
allezeit, nicht nur in meiner Gegenwart bei euch.
GAL 4:19 Meine Kindlein, um die ich abermals Geburtswehen leide, bis da 
Christus in euch Gestalt gewinnt
GAL 4:20 wie gerne wollte ich jetzt bei euch sein und meine Stimme 
wandeln, denn ich wei nicht, wo ich mit euch daran bin.
GAL 4:21 Saget mir, die ihr unter dem Gesetz sein wollt: hret ihr das 
Gesetz nicht?
GAL 4:22 Es steht doch geschrieben, da Abraham zwei Shne hatte, einen 
von der Sklavin, den andern von der Freien.
GAL 4:23 Der von der Sklavin war nach dem Fleisch geboren, der von der 
Freien aber kraft der Verheiung.
GAL 4:24 Das hat einen bildlichen Sinn: Es sind zwei Bndnisse; das eine 
von dem Berge Sinai, das zur Knechtschaft gebiert, das ist Hagar.
GAL 4:25 Denn Hagar bedeutet in Arabien den Berg Sinai und entspricht 
dem jetzigen Jerusalem, weil dieses samt seinen Kindern in Knechtschaft 
ist.
GAL 4:26 Das obere Jerusalem aber ist frei, und dieses ist unsere Mutter.
GAL 4:27 Denn es steht geschrieben: Freue dich, Unfruchtbare, die du 
nicht gebierst; brich in Jubel aus und schreie, die du nicht in Wehen 
liegst, denn die Vereinsamte hat mehr Kinder als die, welche den Mann hat.
GAL 4:28 Wir aber, Brder, sind nach der Weise des Isaak Kinder der 
Verheiung.
GAL 4:29 Doch gleichwie damals der nach dem Fleisch Geborene den nach dem 
Geist [Geborenen] verfolgte, so auch jetzt.
GAL 4:30 Was sagt aber die Schrift: Stoe aus die Sklavin und ihren Sohn! 
Denn der Sohn der Sklavin soll nicht erben mit dem Sohn der Freien.
GAL 4:31 So sind wir also, meine Brder, nicht Kinder der Sklavin, sondern 
der Freien.
GAL 5:1 Fr die Freiheit hat uns Christus befreit; so stehet nun fest und 
lasset euch nicht wieder in ein Joch der Knechtschaft spannen!
GAL 5:2 Siehe, ich Paulus, sage euch: Wenn ihr euch beschneiden lasset, 
wird euch Christus nichts ntzen.
GAL 5:3 Ich bezeuge abermals einem jeden, der sich beschneiden lt, da 
er schuldig ist, das ganze Gesetz zu halten.
GAL 5:4 Ihr seid losgetrennt von Christus, die ihr durchs Gesetz gerecht 
werden wollt, ihr seid aus der Gnade gefallen.
GAL 5:5 Wir aber erwarten im Geiste durch den Glauben die Hoffnung der 
Gerechtigkeit;
GAL 5:6 denn in Christus Jesus gilt weder Beschneidung noch 
Unbeschnittensein etwas, sondern der Glaube, der durch Liebe wirksam ist.
GAL 5:7 Ihr liefet fein, wer hat euch aufgehalten, da ihr der Wahrheit 
nicht gehorchet?
GAL 5:8 Die berredung kommt nicht von dem, der euch berufen hat.
GAL 5:9 Ein wenig Sauerteig durchsuert den ganzen Teig.
GAL 5:10 Ich traue euch aber zu in dem Herrn, da ihr nicht anders gesinnt 
sein werdet. Wer euch aber verwirrt, der wird das Urteil tragen, wer er 
auch sei.
GAL 5:11 Ich aber, meine Brder, wenn ich noch die Beschneidung predigte, 
wrde ich dann noch verfolgt? Dann htte das rgernis des Kreuzes 
aufgehrt!
GAL 5:12 O, da sie auch abgeschnitten wrden, die euch verwirren!
GAL 5:13 Denn ihr, meine Brder, seid zur Freiheit berufen; nur machet die 
Freiheit nicht zu einem Vorwand fr das Fleisch, sondern durch die Liebe 
dienet einander.
GAL 5:14 Denn das ganze Gesetz wird in einem Worte erfllt, in dem: Du 
sollst deinen Nchsten lieben wie dich selbst.
GAL 5:15 Wenn ihr einander aber beiet und fresset, so sehet zu, da ihr 
nicht voneinander verzehrt werdet!
GAL 5:16 Ich sage aber: Wandelt im Geist, so werdet ihr die Lste des 
Fleisches nicht vollbringen.
GAL 5:17 Denn das Fleisch gelstet wider den Geist und den Geist wider das 
Fleisch; diese widerstreben einander, so da ihr nicht tut, was ihr wollt.
GAL 5:18 Werdet ihr aber vom Geist geleitet, so seid ihr nicht unter dem 
Gesetz.
GAL 5:19 Offenbar sind aber die Werke des Fleisches, welche sind: 
Ehebruch, Unzucht, Unreinigkeit, Ausschweifung;
GAL 5:20 Gtzendienst, Zauberei, Feindschaft, Hader, Eifersucht, Zorn, 
Ehrgeiz, Zwietracht, Spaltungen, Neid, Mord;
GAL 5:21 Trunkenheit, Gelage und dergleichen, wovon ich euch voraussage, 
wie ich schon zuvor gesagt habe, da die, welche solches tun, das Reich 
Gottes nicht ererben werden.
GAL 5:22 Die Frucht des Geistes aber ist Liebe, Freude, Friede, Geduld, 
Freundlichkeit, Gtigkeit, Treue, Sanftmut, Enthaltsamkeit.
GAL 5:23 Gegen solche Dinge gibt es kein Gesetz.
GAL 5:24 Welche aber Christus angehren, die haben das Fleisch gekreuzigt 
samt den Leidenschaften und Begierden.
GAL 5:25 Wenn wir im Geiste leben, so lasset uns auch im Geiste wandeln.
GAL 5:26 Lat uns nicht nach eitlem Ruhme gierig sein, einander nicht 
herausfordern noch beneiden!
GAL 6:1 Brder, wenn auch ein Mensch von einem Fehltritt bereilt wrde, 
so helfet ihr, die ihr geistlich seid, einem solchen im Geiste der 
Sanftmut wieder zurecht; und sieh dabei auf dich selbst, da du nicht auch 
versucht werdest!
GAL 6:2 Traget einer des andern Lasten, und so werdet ihr das Gesetz 
Christi erfllen!
GAL 6:3 Denn wenn jemand glaubt, etwas zu sein, da er doch nichts ist, so 
betrgt er sich selbst.
GAL 6:4 Ein jeglicher aber prfe sein eigenes Werk, und dann wird er fr 
sich selbst den Ruhm haben und nicht fr einen andern;
GAL 6:5 denn ein jeglicher soll seine eigene Brde tragen.
GAL 6:6 Wer im Wort unterrichtet wird, der gebe dem, der ihn unterrichtet, 
Anteil an allen Gtern.
GAL 6:7 Irret euch nicht; Gott lt seiner nicht spotten! Denn was der 
Mensch st, das wird er ernten.
GAL 6:8 Denn wer auf sein Fleisch st, wird vom Fleisch Verderben ernten; 
wer aber auf den Geist st, wird vom Geist ewiges Leben ernten.
GAL 6:9 Lat uns aber im Gutestun nicht mde werden; denn zu seiner Zeit 
werden wir auch ernten, wenn wir nicht ermatten.
GAL 6:10 So lat uns nun, wo wir Gelegenheit haben, an jedermann Gutes 
tun, allermeist an den Glaubensgenossen.
GAL 6:11 Sehet, wie weitlufig ich euch geschrieben habe mit eigener Hand!
GAL 6:12 Alle, die im Fleische wohlangesehen sein wollen, ntigen euch, 
da ihr euch beschneiden lasset, nur damit sie nicht mit dem Kreuze 
Christi verfolgt werden.
GAL 6:13 Denn nicht einmal sie, die beschnitten sind, halten das Gesetz, 
sondern sie verlangen, da ihr euch beschneiden lasset, damit sie sich 
eures Fleisches rhmen knnen.
GAL 6:14 Von mir aber sei es ferne, mich zu rhmen, denn allein des 
Kreuzes unsres Herrn Jesus Christus, durch welches mir die Welt gekreuzigt 
ist und ich der Welt.
GAL 6:15 Denn in Christus Jesus gilt weder Beschnitten noch 
Unbeschnittensein etwas, sondern eine neue Kreatur.
GAL 6:16 Soviele nach dieser Regel wandeln, ber die komme Frieden und 
Erbarmen, und ber das Israel Gottes!
GAL 6:17 Im brigen mache mir niemand weitere Mhe; denn ich trage die 
Malzeichen Jesu an meinem Leibe.
GAL 6:18 Die Gnade unsres Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geist, ihr 
Brder! Amen.
EPH 1:1 Paulus, Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, an die 
Heiligen, die in Ephesus sind, und Glubigen in Christus Jesus.
EPH 1:2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater und dem Herrn 
Jesus Christus!
EPH 1:3 Gepriesen sei der Gott und Vater unsres Herrn Jesus Christus, der 
uns mit jedem geistlichen Segen gesegnet hat in den himmlischen [Regionen] 
durch Christus;
EPH 1:4 wie er uns in ihm auserwhlt hat vor Grundlegung der Welt, damit 
wir heilig und tadellos wren vor ihm;
EPH 1:5 und aus Liebe hat er uns vorherbestimmt zur Kindschaft gegen ihn 
selbst, durch Jesus Christus, nach dem Wohlgefallen seines Willens,
EPH 1:6 zum Preise der Herrlichkeit seiner Gnade, mit welcher er uns 
begnadigt hat in dem Geliebten;
EPH 1:7 in ihm haben wir die Erlsung durch sein Blut, die Vergebung der 
Snden nach dem Reichtum seiner Gnade,
EPH 1:8 die er gegen uns berflieen lie in aller Weisheit und Einsicht;
EPH 1:9 er tat uns das Geheimnis seines Willens kund, gem seinem 
wohlwollenden Ratschlu, den er gefat hat in ihm,
EPH 1:10 damit es ausgefhrt wrde in der Flle der Zeiten: alles unter 
ein Haupt zu bringen in Christus, was im Himmel und was auf Erden ist, in 
ihm.
EPH 1:11 In ihm haben auch wir Anteil erlangt, die wir vorherbestimmt 
waren nach dem Vorsatz dessen, der alles wirkt nach dem Ratschlu seines 
Willens,
EPH 1:12 da wir zum Lobe seiner Herrlichkeit dienten, die wir zuvor auf 
Christus gehofft hatten;
EPH 1:13 in ihm [seid] auch ihr, nachdem ihr das Wort der Wahrheit, das 
Evangelium eurer Rettung gehrt habt, in ihm seid auch ihr, als ihr 
glaubtet, versiegelt worden mit dem heiligen Geiste der Verheiung,
EPH 1:14 welcher das Pfand unsres Erbes ist bis zur Erlsung des 
Eigentums, zum Preise seiner Herrlichkeit.
EPH 1:15 Darum lasse auch ich, nachdem ich von eurem Glauben an den Herrn 
Jesus und von der Liebe zu allen Heiligen gehrt habe,
EPH 1:16 nicht ab, fr euch zu danken und in meinen Gebeten euer zu 
gedenken,
EPH 1:17 da der Gott unsres Herrn Jesus Christus, der Vater der 
Herrlichkeit, euch den Geist der Weisheit und Offenbarung gebe in der 
Erkenntnis seiner selbst,
EPH 1:18 erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr wit, welches die 
Hoffnung seiner Berufung und welches der Reichtum der Herrlichkeit seines 
Erbes in den Heiligen sei,
EPH 1:19 welches auch die berwltigende Gre seiner Macht sei an uns, 
die wir glauben, vermge der Wirksamkeit der Macht seiner Strke,
EPH 1:20 welche er wirksam gemacht hat in Christus, als er ihn aus den 
Toten auferweckte und ihn zu seiner Rechten setzte in den himmlischen 
[Regionen],
EPH 1:21 hoch ber jedes Frstentum und [jede] Gewalt, Macht und 
Herrschaft und jeden Namen, der genannt wird nicht allein in diesem 
Zeitalter, sondern auch in dem zuknftigen
EPH 1:22 und wobei er alles unter seine Fe tat und ihn zum Haupt ber 
alles der Gemeinde gab,
EPH 1:23 (1-22) welche sein Leib ist, die Flle dessen, der alles in allen 
erfllt;
EPH 2:1 Auch euch, die ihr tot waret, durch eure bertretungen und Snden,
EPH 2:2 in welchen ihr einst wandeltet nach dem Lauf dieser Welt, nach dem 
Frsten, der in der Luft herrscht, dem Geiste, der jetzt in den Kindern 
des Unglaubens wirkt,
EPH 2:3 unter welchen auch wir alle einst einhergingen in den Lsten 
unsres Fleisches, indem wir den Willen des Fleisches und der Gedanken 
taten; und wir waren Kinder des Zorns von Natur, gleichwie die andern.
EPH 2:4 Gott aber, der da reich ist an Erbarmen, hat durch seine groe 
Liebe, womit er uns liebte,
EPH 2:5 auch uns, die wir tot waren durch die Snden, samt Christus 
lebendig gemacht (aus Gnaden seid ihr gerettet)
EPH 2:6 und hat uns mitauferweckt und mitversetzt in die himmlischen 
[Regionen] in Christus Jesus,
EPH 2:7 auf da er in den darauffolgenden Zeiten den berschwenglichen 
Reichtum seiner Gnade erzeigte durch Gte gegen uns in Christus Jesus.
EPH 2:8 Denn durch die Gnade seid ihr gerettet, vermittels des Glaubens, 
und das nicht aus euch, Gottes Gabe ist es;
EPH 2:9 nicht aus Werken, damit niemand sich rhme.
EPH 2:10 Denn wir sind sein Werk, erschaffen in Christus Jesus zu guten 
Werken, welche Gott zuvor bereitet hat, da wir darin wandeln sollen.
EPH 2:11 Darum gedenket daran, da ihr, die ihr einst Heiden im Fleische 
waret und Unbeschnittene genannt wurdet von der sogenannten Beschneidung, 
die am Fleisch mit der Hand geschieht,
EPH 2:12 da ihr zu jener Zeit auerhalb Christus waret, entfremdet von 
der Brgerschaft Israels und fremd den Bndnissen der Verheiung und keine 
Hoffnung hattet und ohne Gott waret in der Welt.
EPH 2:13 Nun aber, in Christus Jesus, seid ihr, die ihr einst ferne waret, 
nahe gebracht worden durch das Blut Christi.
EPH 2:14 Denn er ist unser Friede, der aus beiden eins gemacht und des 
Zaunes Scheidewand abgebrochen hat,
EPH 2:15 indem er in seinem Fleische die Feindschaft (das Gesetz der 
Gebote in Satzungen) abtat, um so die zwei in ihm selbst zu einem neuen 
Menschen zu schaffen und Frieden zu stiften,
EPH 2:16 und um die beiden in einem Leibe durch das Kreuz mit Gott zu 
vershnen, nachdem er durch dasselbe die Feindschaft gettet hatte.
EPH 2:17 Und er kam und verkndigte Frieden euch, den Fernen, und Frieden 
den Nahen;
EPH 2:18 denn durch ihn haben wir beide den Zutritt zum Vater in einem 
Geist.
EPH 2:19 So seid ihr nun nicht mehr Fremdlinge und Gste, sondern 
Mitbrger der Heiligen und Gottes Hausgenossen,
EPH 2:20 auferbaut auf die Grundlage der Apostel und Propheten, whrend 
Jesus Christus selber der Eckstein ist,
EPH 2:21 in welchem der ganze Bau, zusammengefgt, wchst zu einem 
heiligen Tempel im Herrn,
EPH 2:22 in welchem auch ihr miterbaut werdet zu einer Behausung Gottes im 
Geist.
EPH 3:1 Deswegen [bin] ich, Paulus, der Gebundene Christi Jesu fr euch, 
die Heiden
EPH 3:2 wenn ihr nmlich von der Verwaltung der Gnade Gottes gehrt habt, 
die mir fr euch gegeben worden ist,
EPH 3:3 da mir das Geheimnis durch Offenbarung kundgetan worden ist, wie 
ich zuvor in Krze geschrieben habe,
EPH 3:4 woran ihr, wenn ihr's leset, meine Einsicht in das Geheimnis 
Christi erkennen knnet,
EPH 3:5 welches in frhern Geschlechtern den Menschenkindern nicht 
kundgetan wurde, wie es jetzt seinen heiligen Aposteln und Propheten im 
Geiste geoffenbart worden ist,
EPH 3:6 da nmlich die Heiden Miterben seien und Miteinverleibte und 
Mitgenossen seiner Verheiung in Christus Jesus durch das Evangelium,
EPH 3:7 dessen Diener ich geworden bin nach der Gabe der Gnade Gottes, die 
mir gegeben ist nach der Wirkung seiner Strke.
EPH 3:8 Mir, dem allergeringsten unter allen Heiligen, ist diese Gnade 
gegeben worden, unter den Heiden den unausforschlichen Reichtum Christi zu 
verkndigen,
EPH 3:9 und alle zu erleuchten darber, was die Haushaltung des 
Geheimnisses sei, das von den Ewigkeiten her in dem Gott verborgen war, 
der alles erschaffen hat,
EPH 3:10 damit jetzt den Frstentmern und Gewalten in den himmlischen 
[Regionen] durch die Gemeinde die mannigfaltige Weisheit Gottes kund wrde,
EPH 3:11 nach dem Vorsatz der Ewigkeiten, den er gefat hat in Christus 
Jesus, unserm Herrn,
EPH 3:12 in welchem wir die Freimtigkeit und den Zugang haben in aller 
Zuversicht, durch den Glauben an ihn.
EPH 3:13 Darum bitte ich, nicht mutlos zu werden in meinen Trbsalen fr 
euch, welche euch eine Ehre sind.
EPH 3:14 Deswegen beuge ich meine Knie vor dem Vater unsres Herrn Jesus 
Christus,
EPH 3:15 nach welchem jede Vaterschaft im Himmel und auf Erden genannt 
wird,
EPH 3:16 da er euch nach dem Reichtum seiner Herrlichkeit verleihe, an 
Kraft zuzunehmen durch seinen Geist am inwendigen Menschen,
EPH 3:17 da Christus durch den Glauben in euren Herzen wohne, damit ihr, 
in Liebe gewurzelt und gegrndet,
EPH 3:18 mit allen Heiligen zu begreifen vermget, welches die Breite, die 
Lnge, die Hhe und die Tiefe sei,
EPH 3:19 und die Liebe Christi erkennet, die doch alle Erkenntnis 
bertrifft, auf da ihr erfllt werdet bis zur ganzen Flle Gottes.
EPH 3:20 Dem aber, der weit mehr zu tun vermag, als wir bitten oder 
verstehen, nach der Kraft, die in uns wirkt,
EPH 3:21 ihm sei die Ehre in der Gemeinde und in Christus Jesus, auf alle 
Geschlechter der Ewigkeit der Ewigkeiten! Amen.
EPH 4:1 So ermahne ich euch nun, ich, der Gebundene im Herrn, da ihr 
wrdig wandelt der Berufung, zu welcher ihr berufen worden seid,
EPH 4:2 so da ihr mit aller Demut und Sanftmut, mit Geduld einander in 
Liebe ertraget
EPH 4:3 und fleiig seid, die Einheit des Geistes zu bewahren in dem Bande 
des Friedens:
EPH 4:4 ein Leib und ein Geist, wie ihr auch berufen seid zu einer 
Hoffnung eurer Berufung;
EPH 4:5 ein Herr, ein Glaube, eine Taufe;
EPH 4:6 ein Gott und Vater aller, ber allen, durch alle und in allen.
EPH 4:7 Jedem einzelnen von uns aber ist die Gnade gegeben nach dem Ma 
der Gabe Christi.
EPH 4:8 Darum heit es: Er ist aufgefahren zur Hhe, hat Gefangene 
gemacht und den Menschen Gaben gegeben.
EPH 4:9 Das [Wort] aber Er ist aufgefahren, was bedeutet es anderes, als 
da er auch zuvor hinabgefahren ist in die untersten rter der Erde?
EPH 4:10 Der hinabgefahren ist, ist derselbe, welcher auch hinaufgefahren 
ist ber alle Himmel, damit er alles erflle.
EPH 4:11 Und Er hat gegeben etliche zu Aposteln, etliche zu Propheten, 
etliche zu Evangelisten, etliche zu Hirten und Lehrern,
EPH 4:12 um die Heiligen zuzursten fr das Werk des Dienstes, zur 
Erbauung des Leibes Christi,
EPH 4:13 bis da wir alle zur Einheit des Glaubens und der Erkenntnis des 
Sohnes Gottes gelangen und zum vollkommenen Manne [werden], zum Mae der 
vollen Gre Christi;
EPH 4:14 damit wir nicht mehr Unmndige seien, umhergeworfen und 
herumgetrieben von jedem Wind der Lehre, durch die Spielerei der Menschen, 
durch die Schlauheit, mit der sie zum Irrtum verfhren,
EPH 4:15 sondern [da wir], wahrhaftig in der Liebe, heranwachsen in allen 
Stcken in ihm, der das Haupt ist, Christus,
EPH 4:16 von welchem aus der ganze Leib, zusammengefgt und verbunden 
durch alle Gelenke, die einander Handreichung tun nach dem Mae der 
Leistungsfhigkeit jedes einzelnen Gliedes, das Wachstum des Leibes 
vollbringt, zur Auferbauung seiner selbst in Liebe.
EPH 4:17 Das sage und bezeuge ich nun im Herrn, da ihr nicht mehr wandeln 
sollt, wie die Heiden wandeln in der Eitelkeit ihres Sinnes,
EPH 4:18 deren Verstand verfinstert ist und die entfremdet sind dem Leben 
Gottes, wegen der Unwissenheit, die in ihnen ist, wegen der Verhrtung 
ihres Herzens;
EPH 4:19 die, nachdem sie alles Gefhl verloren, sich der Ausschweifung 
ergeben haben, zur Ausbung jeder [Art von] Unreinigkeit mit 
unersttlicher Gier.
EPH 4:20 Ihr aber habt Christus nicht also [kennen] gelernt;
EPH 4:21 da ihr ja von ihm gehrt habt und in ihm gelehrt worden seid (wie 
es auch Wahrheit ist in Jesus),
EPH 4:22 da ihr, was den frhern Wandel betrifft, den alten Menschen 
ablegen sollt, der sich wegen der betrgerischen Lste verderbte,
EPH 4:23 dagegen euch im Geiste eures Gemts erneuern lassen
EPH 4:24 und den neuen Menschen anziehen sollt, der nach Gott geschaffen 
ist in Gerechtigkeit und Heiligkeit der Wahrheit.
EPH 4:25 Darum leget die Lge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit 
seinem Nchsten, denn wir sind untereinander Glieder.
EPH 4:26 Zrnet ihr, so sndiget nicht; die Sonne gehe nicht unter ber 
eurem Zorn!
EPH 4:27 Gebet auch nicht Raum dem Teufel!
EPH 4:28 Wer gestohlen hat, der stehle nicht mehr, sondern bemhe sich 
vielmehr mit seinen Hnden etwas Gutes zu erarbeiten, damit er dem 
Drftigen etwas zu geben habe.
EPH 4:29 Keine schlechte Rede gehe aus eurem Munde, sondern was gut ist 
zur notwendigen Erbauung, da es den Hrern wohltue.
EPH 4:30 Und betrbet nicht den heiligen Geist Gottes, mit welchem ihr 
versiegelt worden seid auf den Tag der Erlsung.
EPH 4:31 Alle Bitterkeit und Grimm und Zorn und Geschrei und Lsterung sei 
ferne von euch samt aller Bosheit.
EPH 4:32 Seid aber gegeneinander freundlich, barmherzig, vergebet 
einander, gleichwie auch Gott in Christus euch vergeben hat.
EPH 5:1 Werdet nun Gottes Nachahmer als geliebte Kinder
EPH 5:2 und wandelt in der Liebe, gleichwie Christus uns geliebt und sich 
selbst fr uns gegeben hat als Gabe und Opfer fr Gott, zu einem 
angenehmen Geruch.
EPH 5:3 Unzucht aber und alle Unreinigkeit oder Habsucht werde nicht 
einmal bei euch genannt, wie es Heiligen geziemt;
EPH 5:4 auch nicht Schndlichkeit und albernes Geschwtz, noch zweideutige 
Redensarten, was sich nicht geziemt, sondern vielmehr Danksagung.
EPH 5:5 Denn das sollt ihr wissen, da kein Unzchtiger oder Unreiner oder 
Habschtiger (der ein Gtzendiener ist), Erbteil hat im Reiche Christi und 
Gottes.
EPH 5:6 Niemand verfhre euch mit leeren Worten; denn um dieser Dinge 
willen kommt der Zorn Gottes ber die Kinder des Unglaubens.
EPH 5:7 So werdet nun nicht ihre Mitgenossen!
EPH 5:8 Denn ihr waret einst Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem 
Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts!
EPH 5:9 Die Frucht des Lichtes besteht nmlich in aller Gtigkeit und 
Gerechtigkeit und Wahrheit.
EPH 5:10 Prfet also, was dem Herrn wohlgefllig sei!
EPH 5:11 Und habt keine Gemeinschaft mit den unfruchtbaren Werken der 
Finsternis, decket sie vielmehr auf;
EPH 5:12 denn was heimlich von ihnen geschieht, ist schndlich auch nur zu 
sagen.
EPH 5:13 Das alles aber wird offenbar, wenn es vom Lichte aufgedeckt wird; 
denn alles, was offenbar wird, das ist Licht.
EPH 5:14 Darum spricht er: Wache auf, der du schlfst, und stehe auf von 
den Toten, so wird dir Christus leuchten!
EPH 5:15 Sehet nun zu, wie ihr vorsichtig wandelt, nicht als Unweise, 
sondern als Weise;
EPH 5:16 und kaufet die Zeit aus, denn die Tage sind bse.
EPH 5:17 Darum seid nicht unverstndig, sondern suchet zu verstehen, was 
des Herrn Wille sei!
EPH 5:18 Und berauschet euch nicht mit Wein, was eine Liederlichkeit ist, 
sondern werdet voll Geistes,
EPH 5:19 und redet miteinander in Psalmen und Lobgesngen und geistlichen 
Liedern und singet und spielet dem Herrn in eurem Herzen
EPH 5:20 und saget allezeit Gott, dem Vater, Dank fr alles, in dem Namen 
unsres Herrn Jesus Christus,
EPH 5:21 und seid dabei einander untertan in der Furcht Christi.
EPH 5:22 Die Frauen seien ihren eigenen Mnnern untertan, als dem Herrn;
EPH 5:23 denn der Mann ist des Weibes Haupt, wie auch Christus das Haupt 
der Gemeinde ist; er ist des Leibes Retter.
EPH 5:24 Wie nun die Gemeinde Christus untertan ist, so seien es auch die 
Frauen ihren eigenen Mnnern in allem.
EPH 5:25 Ihr Mnner, liebet eure Frauen, gleichwie auch Christus die 
Gemeinde geliebt und sich selbst fr sie hingegeben hat,
EPH 5:26 auf da er sie heilige, nachdem er sie gereinigt durch das 
Wasserbad im Wort;
EPH 5:27 damit er sich selbst die Gemeinde herrlich darstelle, so da sie 
weder Flecken noch Runzel noch etwas hnliches habe, sondern heilig sei 
und tadellos.
EPH 5:28 Ebenso sind die Mnner schuldig, ihre eigenen Frauen zu lieben 
wie ihre eigenen Leiber; wer seine Frau liebt, der liebt sich selbst.
EPH 5:29 Denn niemand hat je sein eigenes Fleisch gehat, sondern er nhrt 
und pflegt es, gleichwie der Herr die Gemeinde.
EPH 5:30 Denn wir sind Glieder seines Leibes, von seinem Fleisch und von 
seinem Gebein.
EPH 5:31 Um deswillen wird ein Mensch Vater und Mutter verlassen und 
seinem Weibe anhangen, und werden die zwei ein Fleisch sein.
EPH 5:32 Dieses Geheimnis ist gro, ich aber deute es auf Christus und auf 
die Gemeinde.
EPH 5:33 Doch auch ihr, einer wie der andere, liebe seine Frau wie sich 
selbst; die Frau aber frchte den Mann!
EPH 6:1 Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in dem Herrn; denn das ist 
billig.
EPH 6:2 Ehre deinen Vater und deine Mutter, das ist das erste Gebot mit 
Verheiung:
EPH 6:3 auf da es dir wohl gehe und du lange lebest auf Erden.
EPH 6:4 Und ihr Vter, reizet eure Kinder nicht zum Zorn, sondern ziehet 
sie auf in der Zucht und Ermahnung des Herrn.
EPH 6:5 Ihr Knechte, gehorchet euren leiblichen Herren mit Furcht und 
Zittern, in Einfalt eures Herzens, wie dem Herrn Christus;
EPH 6:6 nicht mit Augendienerei als Menschengefllige, sondern als Knechte 
Christi, die den Willen Gottes von Herzen tun;
EPH 6:7 dienet mit gutem Willen, als dem Herrn und nicht den Menschen,
EPH 6:8 da ihr wisset, da ein jeder fr das Gute, das er tut, vom Herrn 
belohnt wird er sei ein Knecht oder ein Freier.
EPH 6:9 Und ihr Herren, erzeiget ihnen dasselbe und lasset das Drohen, da 
ihr wisset, da auch ihr einen Herrn im Himmel habt und da bei ihm kein 
Ansehen der Person gilt.
EPH 6:10 Im brigen, meine Brder, erstarket im Herrn und in der Macht 
seiner Strke.
EPH 6:11 Ziehet die ganze Waffenrstung Gottes an, damit ihr den 
Kunstgriffen des Teufels gegenber standzuhalten vermget;
EPH 6:12 denn unser Kampf richtet sich nicht wider Fleisch und Blut, 
sondern wider die Herrschaften, wider die Gewalten, wider die 
Weltbeherrscher dieser Finsternis, wider die geistlichen [Mchte] der 
Bosheit in den himmlischen [Regionen].
EPH 6:13 Deshalb ergreifet die ganze Waffenrstung Gottes, damit ihr am 
bsen Tage zu widerstehen vermget und, nachdem ihr alles wohl 
ausgerichtet habt, das Feld behalten knnet.
EPH 6:14 So stehet nun, eure Lenden umgrtet mit Wahrheit, und angetan mit 
dem Panzer der Gerechtigkeit,
EPH 6:15 und die Fe gestiefelt mit Bereitwilligkeit, die frohe Botschaft 
des Friedens zu verkndigen.
EPH 6:16 Bei dem allen aber ergreifet den Schild des Glaubens, mit welchem 
ihr alle feurigen Pfeile des Bsewichts auslschen knnet.
EPH 6:17 Und nehmet den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, 
nmlich das Wort Gottes.
EPH 6:18 Bei allem Gebet und Flehen aber betet jederzeit im Geist, und 
wachet zu diesem Zwecke in allem Anhalten und Flehen fr alle Heiligen,
EPH 6:19 auch fr mich, damit mir ein Wort gegeben werde, so oft ich 
meinen Mund auftue, freimtig das Geheimnis des Evangeliums kundzutun,
EPH 6:20 fr welches ich ein Botschafter bin in Ketten, auf da ich darin 
freimtig rede, wie ich reden soll.
EPH 6:21 Damit aber auch ihr wisset, wie es mir geht und was ich tue, wird 
euch Tychikus alles mitteilen, der geliebte Bruder und treue Diener im 
Herrn,
EPH 6:22 den ich eben darum zu euch gesandt habe, da ihr erfahret, wie es 
um uns stehe, und da er eure Herzen trste.
EPH 6:23 Friede sei den Brdern und Liebe mit Glauben von Gott, dem Vater 
und dem Herrn Jesus Christus.
EPH 6:24 Die Gnade sei mit allen, die unsren Herrn Jesus Christus lieb 
haben, unwandelbar!
PHI 1:1 Paulus und Timotheus, Knechte Jesu Christi, an alle Heiligen in 
Christus Jesus, die in Philippi sind, samt den Aufsehern und Dienern:
PHI 1:2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater und dem Herrn 
Jesus Christus!
PHI 1:3 Ich danke meinem Gott, so oft ich euer gedenke,
PHI 1:4 allezeit, in jedem Gebet fr euch alle, indem ich das Gebet mit 
Freuden tue
PHI 1:5 wegen eurer Gemeinschaft am Evangelium vom ersten Tage an bis 
jetzt,
PHI 1:6 und weil ich davon berzeugt bin, da der, welcher in euch ein 
gutes Werk angefangen hat, es auch vollenden wird bis auf den Tag Jesu 
Christi.
PHI 1:7 Es ist ja nur billig, da ich so von euch allen denke, weil ich 
euch im Herzen trage, sowohl in meinen Banden als auch bei der 
Verteidigung und Bekrftigung des Evangeliums, damit ihr alle mit mir der 
Gnade teilhaftig seid.
PHI 1:8 Denn Gott ist mein Zeuge, wie mich nach euch allen verlangt in der 
herzlichen Liebe Jesu Christi.
PHI 1:9 Und um das bitte ich, da eure Liebe noch mehr und mehr reich 
werde an Erkenntnis und allem Empfindungsvermgen,
PHI 1:10 damit ihr zu prfen vermget, worauf es ankommt, so da ihr 
lauter und unanstig seid auf den Tag Jesu Christi,
PHI 1:11 erfllt mit Frucht der Gerechtigkeit, die durch Jesus Christus 
[gewirkt wird] zur Ehre und zum Lobe Gottes.
PHI 1:12 Ich will aber, Brder, da ihr wisset, wie alles, was mir 
begegnet ist, nur mehr zur Frderung des Evangeliums ausgeschlagen hat
PHI 1:13 so da in der ganzen kaiserlichen Kaserne und bei den brigen 
allen bekannt geworden ist, da ich um Christi willen gebunden bin,
PHI 1:14 und da die Mehrzahl der Brder im Herrn, durch meine Bande 
ermutigt, es desto khner wagen, das Wort Gottes zu reden ohne Furcht;
PHI 1:15 etliche predigen zwar Christus auch aus Neid und Streitsucht, 
andere aber aus guter Gesinnung:
PHI 1:16 diese aus Liebe, weil sie wissen, da ich zur Verteidigung des 
Evangeliums bestimmt bin;
PHI 1:17 jene aber, die es aus Parteisucht tun, verkndigen Christus nicht 
lauter, da sie beabsichtigen, meinen Banden noch Trbsal hinzuzufgen.
PHI 1:18 Was tut es? Wenn nur auf alle Weise, sei es zum Vorwand oder in 
Wahrheit, Christus verkndigt wird, so freue ich mich darber und will 
mich auch freuen!
PHI 1:19 Denn ich wei, da mir das zum Heil ausschlagen wird durch eure 
Frbitte und die Handreichung des Geistes Jesu Christi,
PHI 1:20 nach meiner Erwartung und Hoffnung, da ich in nichts zuschanden 
werde, sondern da in aller Freimtigkeit, wie allezeit, so auch jetzt, 
Christus hochgepriesen werde an meinem Leibe, es sei durch Leben oder 
durch Tod.
PHI 1:21 Denn fr mich ist Christus das Leben, und das Sterben ist mein 
Gewinn.
PHI 1:22 Wenn aber das Leben im Fleische mir Gelegenheit gibt zu 
fruchtbarer Wirksamkeit, so wei ich nicht, was ich whlen soll.
PHI 1:23 Denn ich werde von beidem bedrngt: Ich habe Lust, abzuscheiden 
und bei Christus zu sein, was auch viel besser wre;
PHI 1:24 aber es ist ntiger, im Fleische zu bleiben um euretwillen.
PHI 1:25 Und weil ich davon berzeugt bin, so wei ich, da ich bleiben 
werde; und ich will [auch gerne] bei euch allen verbleiben zu eurer 
Frderung und Freude im Glauben,
PHI 1:26 damit ihr um soviel mehr zu rhmen habet in Christus Jesus 
meinethalben, wegen meiner erneuten Anwesenheit bei euch.
PHI 1:27 Wandelt nur wrdig des Evangeliums Christi, damit, ob ich komme 
und euch sehe, oder abwesend bin, ich von euch hre, da ihr feststehet in 
einem Geiste und einmtig miteinander kmpfet fr den Glauben des 
Evangeliums
PHI 1:28 und euch in keiner Weise einschchtern lasset von den 
Widersachern, was fr sie eine Anzeige des Verderbens, fr euch aber des 
Heils ist, und zwar von Gott.
PHI 1:29 Denn euch wurde in bezug auf Christus die Gnade verliehen, nicht 
nur an ihn zu glauben, sondern auch um seinetwillen zu leiden,
PHI 1:30 indem ihr denselben Kampf habt, den ihr an mir sahet und nun von 
mir hret.
PHI 2:1 Gibt es nun irgendwelche Ermahnung in Christus, gibt es Zuspruch 
der Liebe, gibt es Gemeinschaft des Geistes, gibt es Herzlichkeit und 
Erbarmen,
PHI 2:2 so machet meine Freude vllig, indem ihr eines Sinnes seid, 
gleiche Liebe habet, einmtig und auf eines bedacht seid,
PHI 2:3 nichts tut aus Parteigeist oder eitler Ruhmsucht, sondern durch 
Demut einer den andern hher achtet als sich selbst,
PHI 2:4 indem jeder nicht nur das Seine ins Auge fat, sondern auch das 
des andern.
PHI 2:5 Denn ihr sollt so gesinnt sein, wie Jesus Christus auch war,
PHI 2:6 welcher, da er sich in Gottes Gestalt befand, es nicht wie einen 
Raub festhielt, Gott gleich zu sein;
PHI 2:7 sondern sich selbst entuerte, die Gestalt eines Knechtes annahm 
und den Menschen hnlich wurde,
PHI 2:8 und in seiner uern Erscheinung wie ein Mensch erfunden, sich 
selbst erniedrigte und gehorsam wurde bis zum Tod, ja bis zum Kreuzestod.
PHI 2:9 Darum hat ihn auch Gott ber alle Maen erhht und ihm den Namen 
geschenkt, der ber allen Namen ist,
PHI 2:10 damit in dem Namen Jesu sich alle Knie derer beugen, die im 
Himmel und auf Erden und unter der Erde sind,
PHI 2:11 und alle Zungen bekennen, da Jesus Christus der Herr sei, zur 
Ehre Gottes, des Vaters.
PHI 2:12 Darum, meine Geliebten, wie ihr allezeit gehorsam gewesen seid, 
nicht allein in meiner Gegenwart, sondern jetzt noch vielmehr in meiner 
Abwesenheit, vollendet eure Rettung mit Furcht und Zittern;
PHI 2:13 denn Gott ist es, der in euch sowohl das Wollen als auch das 
Vollbringen wirkt, nach Seinem Wohlgefallen.
PHI 2:14 Tut alles ohne Murren und Bedenken,
PHI 2:15 damit ihr unstrflich seid und lauter, untadelige Gotteskinder, 
mitten unter einem verdrehten und verkehrten Geschlecht, unter welchem ihr 
scheinet als Lichter in der Welt,
PHI 2:16 indem ihr das Wort des Lebens darbietet, mir zum Ruhm auf den Tag 
Christi, da ich nicht vergeblich gelaufen bin, noch vergeblich gearbeitet 
habe.
PHI 2:17 Sollte ich aber auch wie ein Trankopfer ausgegossen werden ber 
dem Opfer und dem Gottesdienst eures Glaubens, so bin ich doch froh und 
freue mich mit euch allen;
PHI 2:18 gleicherweise sollt auch ihr froh sein und euch mit mir freuen!
PHI 2:19 Ich hoffe aber in dem Herrn Jesus, Timotheus bald zu euch zu 
senden, damit ich ermutigt werde, wenn ich erfahre, wie es um euch steht.
PHI 2:20 Denn ich habe sonst niemand von gleicher Gesinnung, der so 
redlich fr eure Anliegen sorgen wird;
PHI 2:21 denn sie suchen alle das Ihre, nicht das, was Christi Jesu ist!
PHI 2:22 Wie er sich aber bewhrt hat, das wisset ihr, da er nmlich, wie 
ein Kind dem Vater, mit mir Dienst getan hat fr das Evangelium.
PHI 2:23 Diesen nun hoffe ich sofort zu senden, sobald ich absehen kann, 
wie es mit mir gehen wird.
PHI 2:24 Ich bin aber voll Zuversicht im Herrn, da auch ich selbst bald 
kommen werde.
PHI 2:25 Doch habe ich es fr notwendig erachtet, Epaphroditus, meinen 
Bruder und Mitarbeiter und Mitstreiter, der auch als euer Gesandter und 
Diener meiner Not mir zu Hilfe kam, zu euch zu senden;
PHI 2:26 denn er hatte Verlangen nach euch allen und war bekmmert, weil 
ihr gehrt hattet, da er krank gewesen sei.
PHI 2:27 Er war auch wirklich todkrank; aber Gott hat sich seiner erbarmt, 
und nicht nur ber ihn, sondern auch ber mich, damit ich nicht eine 
Traurigkeit um die andere htte.
PHI 2:28 Desto schleuniger habe ich ihn nun gesandt, damit ihr durch 
seinen Anblick wieder froh werdet und auch ich weniger Traurigkeit habe.
PHI 2:29 So nehmt ihn nun auf im Herrn mit aller Freude und haltet solche 
Mnner in Ehren;
PHI 2:30 denn um des Werkes Christi willen ist er dem Tode nahe gekommen, 
da er sein Leben dransetzte, um mir zu dienen an eurer Statt.
PHI 3:1 Im brigen, meine Brder, freuet euch in dem Herrn! Euch dasselbe 
zu schreiben, ist mir nicht lstig; euch aber macht es gewi.
PHI 3:2 Habt acht auf die Hunde, habt acht auf die bsen Arbeiter, habt 
acht auf die Zerschneidung!
PHI 3:3 Denn wir sind die Beschneidung, die wir Gott im Geiste dienen und 
uns in Christus Jesus rhmen und nicht auf Fleisch vertrauen,
PHI 3:4 wiewohl auch ich mein Vertrauen auf Fleisch setzen knnte. Wenn 
ein anderer meint, er knne auf Fleisch vertrauen, ich viel mehr;
PHI 3:5 der ich am achten Tag beschnitten bin, aus dem Geschlecht Israel, 
vom Stamme Benjamin, ein Hebrer von Hebrern, nach dem Gesetz ein 
Phariser,
PHI 3:6 nach dem Eifer ein Verfolger der Gemeinde, nach der Gerechtigkeit 
im Gesetze untadelig gewesen.
PHI 3:7 Aber was mir Gewinn war, das habe ich um Christi willen fr 
Schaden gerechnet;
PHI 3:8 ja ich achte nun auch alles fr Schaden gegenber der alles 
bertreffenden Erkenntnis Christi Jesu, meines Herrn, um dessentwillen ich 
alles eingebt habe, und ich achte es fr Unrat, damit ich Christus 
gewinne
PHI 3:9 und in ihm erfunden werde, da ich nicht meine eigene 
Gerechtigkeit (die aus dem Gesetz) habe, sondern die, welche durch den 
Glauben an Christus [erlangt wird], die Gerechtigkeit aus Gott auf Grund 
des Glaubens,
PHI 3:10 zu erkennen ihn und die Kraft seiner Auferstehung und die 
Gemeinschaft seiner Leiden, da ich seinem Tode hnlich werde,
PHI 3:11 ob ich vielleicht zur Auferstehung aus den Toten gelangen mchte.
PHI 3:12 Nicht da ich es schon erlangt habe oder schon vollendet sei, ich 
jage aber darnach, da ich das auch ergreife, wofr ich von Christus 
ergriffen worden bin.
PHI 3:13 Brder, ich halte mich selbst nicht dafr, da ich es ergriffen 
habe;
PHI 3:14 eins aber tue ich: Ich vergesse, was dahinten ist, und strecke 
mich aus nach dem, was vor mir ist, und jage nach dem Ziel, dem Kampfpreis 
der himmlischen Berufung Gottes in Christus Jesus.
PHI 3:15 So viele nun vollkommen sind, wollen wir also gesinnt sein; und 
wenn ihr ber etwas anders denket, so wird euch Gott auch das offenbaren.
PHI 3:16 Nur lat uns, wozu wir auch gelangt sein mgen, nach derselben 
Richtschnur wandeln und dasselbe erstreben.
PHI 3:17 Werdet meine Nachahmer, ihr Brder, und sehet auf die, welche so 
wandeln, wie ihr uns zum Vorbilde habt.
PHI 3:18 Denn viele wandeln, wie ich euch oft gesagt habe, nun aber auch 
weinend sage, als Feinde des Kreuzes Christi,
PHI 3:19 welcher Ende das Verderben ist, deren Gott der Bauch ist, die 
sich ihrer Schande rhmen und aufs Irdische erpicht sind.
PHI 3:20 Unser Brgerrecht aber ist im Himmel, von woher wir auch als 
Retter den Herrn Jesus Christus erwarten,
PHI 3:21 welcher den Leib unsrer Niedrigkeit umgestalten wird, da er 
gleichgestaltet werde dem Leibe seiner Herrlichkeit, vermge der Kraft, 
durch welche er sich auch alles untertan machen kann!
PHI 4:1 Darum, meine geliebten und ersehnten Brder, meine Freude und 
meine Krone, stehet also fest im Herrn!
PHI 4:2 Euodia ermahne ich und Syntyche ermahne ich, eines Sinnes zu sein 
im Herrn.
PHI 4:3 Ja, ich bitte auch dich, mein treuer Mitknecht, nimm dich ihrer 
an, die mit mir als Streiter gedient haben am Evangelium, samt Clemens und 
meinen brigen Mitarbeitern, deren Namen im Buch des Lebens sind.
PHI 4:4 Freuet euch im Herrn allezeit; und abermal sage ich: Freuet euch!
PHI 4:5 Eure Sanftmut lasset alle Menschen erfahren! Der Herr ist nahe!
PHI 4:6 Sorget um nichts; sondern in allem lasset durch Gebet und Flehen 
mit Danksagung eure Anliegen vor Gott kundwerden.
PHI 4:7 Und der Friede Gottes, der allen Verstand bersteigt, wird eure 
Herzen und Sinne bewahren in Christus Jesus!
PHI 4:8 Im brigen, meine Brder, was wahrhaftig, was ehrbar, was gerecht, 
was keusch, was liebenswert, was wohllautend, was irgend eine Tugend oder 
ein Lob ist, dem denket nach;
PHI 4:9 was ihr auch gelernt und empfangen und gehrt und an mir gesehen 
habt, das tut; so wird der Gott des Friedens mit euch sein.
PHI 4:10 Ich bin aber hoch erfreut worden im Herrn, da ihr euch wieder 
soweit erholt habt, um fr mich sorgen zu knnen; worauf ihr auch sonst 
bedacht waret, aber ihr waret nicht in der Lage dazu.
PHI 4:11 Nicht Mangels halber sage ich das; denn ich habe gelernt, mit der 
Lage zufrieden zu sein, in welcher ich mich befinde.
PHI 4:12 Ich verstehe mich so gut aufs Armsein wie aufs Reichsein;
PHI 4:13 ich bin in allem und fr alles gebt, sowohl satt zu sein, als zu 
hungern, sowohl berflu zu haben, als Mangel zu leiden. Ich vermag alles 
durch den, der mich stark macht.
PHI 4:14 Doch habt ihr wohlgetan, da ihr euch meiner bedrngten Lage 
annahmet.
PHI 4:15 Ihr wisset aber auch, ihr Philipper, da im Anfang des 
Evangeliums, als ich von Mazedonien auszog, keine Gemeinde sich mit mir 
geteilt hat in die Rechnung der Einnahmen und Ausgaben, als ihr allein;
PHI 4:16 ja auch nach Thessalonich habt ihr mir einmal, und sogar zweimal, 
zur Deckung meiner Bedrfnisse gesandt.
PHI 4:17 Nicht da ich nach der Gabe verlange, sondern ich verlange 
darnach, da die Frucht reichlich ausfalle auf eurer Rechnung.
PHI 4:18 Ich habe alles, [was ich brauche], und habe berflu; ich bin 
vllig versorgt, seitdem ich von Epaphroditus eure Gabe empfangen habe, 
einen lieblichen Wohlgeruch, ein angenehmes Opfer, Gott wohlgefllig.
PHI 4:19 Mein Gott aber befriedige alle eure Bedrfnisse nach seinem 
Reichtum in Herrlichkeit, in Christus Jesus!
PHI 4:20 Unsrem Gott und Vater aber sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! 
Amen.
PHI 4:21 Gret alle Heiligen in Christus Jesus! Es gren euch die 
Brder, die bei mir sind.
PHI 4:22 Es gren euch alle Heiligen, allermeist aber die von des Kaisers 
Hause.
PHI 4:23 Die Gnade unsres Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geiste! Amen.
COL 1:1 Paulus, Apostel Jesu Christi durch den Willen Gottes, und der 
Bruder Timotheus,
COL 1:2 an die Heiligen in Koloss und glubigen Brder in Christus: Gnade 
widerfahre euch und Friede von Gott, unsrem Vater und dem Herrn Jesus 
Christus.
COL 1:3 Wir danken dem Gott und Vater unsres Herrn Jesus Christus, so oft 
wir fr euch beten,
COL 1:4 da wir gehrt haben von eurem Glauben an Christus Jesus und von 
eurer Liebe zu allen Heiligen,
COL 1:5 um der Hoffnung willen, die euch im Himmel aufbehalten ist, von 
welcher ihr zuvor gehrt habt durch das Wort der Wahrheit des Evangeliums,
COL 1:6 das bei euch ist, wie auch in aller Welt, und Frucht trgt und 
wchst, wie auch bei euch, von dem Tage an, da ihr von der Gnade Gottes 
gehrt und sie in Wahrheit erkannt habt;
COL 1:7 wie ihr [es] ja gelernt habt von Epaphras, unsrem geliebten 
Mitknecht, welcher ein treuer Diener Christi fr euch ist,
COL 1:8 der uns auch eure Liebe im Geist kundgetan hat.
COL 1:9 Weshalb wir auch von dem Tage an, da wir es vernommen haben, nicht 
aufhren, fr euch zu beten und zu bitten, da ihr erfllt werdet mit der 
Erkenntnis Seines Willens in aller geistlichen Weisheit und Einsicht,
COL 1:10 damit ihr des Herrn wrdig wandelt zu allem Wohlgefallen: in 
allem guten Werk fruchtbar und in der Erkenntnis Gottes wachsend,
COL 1:11 mit aller Kraft gestrkt nach der Macht seiner Herrlichkeit zu 
aller Standhaftigkeit und Geduld, mit Freuden,
COL 1:12 dankbar dem Vater, der uns tchtig gemacht hat zum Anteil am Erbe 
der Heiligen im Licht,
COL 1:13 welcher uns errettet hat aus der Gewalt der Finsternis und 
versetzt in das Reich des Sohnes seiner Liebe,
COL 1:14 in welchem wir die Erlsung haben durch sein Blut, die Vergebung 
der Snden;
COL 1:15 welcher das Ebenbild des unsichtbaren Gottes ist, der 
Erstgeborene aller Kreatur.
COL 1:16 Denn in ihm ist alles erschaffen worden, was im Himmel und was 
auf Erden ist, das Sichtbare und das Unsichtbare, seien es Throne oder 
Herrschaften oder Frstentmer oder Gewalten: alles ist durch ihn und fr 
ihn geschaffen;
COL 1:17 und er ist vor allem, und alles besteht in ihm.
COL 1:18 Und er ist das Haupt des Leibes, [nmlich] der Gemeinde, er, der 
der Anfang ist, der Erstgeborene aus den Toten, damit er in allem der 
Erste sei.
COL 1:19 Denn es gefiel [Gott], da in ihm alle Flle wohnen sollte
COL 1:20 und alles durch ihn vershnt wrde zu ihm selbst (dadurch da er 
Frieden machte durch das Blut seines Kreuzes) durch ihn, sowohl was im 
Himmel, als auch was auf Erden ist.
COL 1:21 Und euch, die ihr einst entfremdet und feindlich gesinnt waret in 
den bsen Werken, hat er aber nun vershnt in dem Leibe seines Fleisches 
durch den Tod,
COL 1:22 um euch heilig und tadellos und unverklagbar darzustellen vor 
seinem Angesicht,
COL 1:23 wenn ihr nmlich im Glauben gegrndet und fest bleibet und euch 
nicht abbringen lasset von der Hoffnung des Evangeliums, das ihr gehrt 
habt, welches in der ganzen Schpfung unter dem Himmel gepredigt wird, 
dessen Diener ich, Paulus, geworden bin.
COL 1:24 Nun freue ich mich in den Leiden fr euch und erdulde 
stellvertretend an meinem Fleisch, was noch fehlte an den Trbsalen 
Christi fr seinen Leib, welcher ist die Gemeinde,
COL 1:25 deren Diener ich geworden bin gem dem Verwalteramt Gottes, das 
mir fr euch gegeben worden ist, da ich das Wort Gottes voll ausrichten 
soll,
COL 1:26 [nmlich] das Geheimnis, das vor den Zeitaltern und Geschlechtern 
verborgen war, nun aber seinen Heiligen geoffenbart worden ist,
COL 1:27 denen Gott kundtun wollte, welches der Reichtum der Herrlichkeit 
dieses Geheimnisses unter den Vlkern sei, nmlich: Christus in euch, die 
Hoffnung der Herrlichkeit.
COL 1:28 Den verkndigen wir, indem wir jeden Menschen ermahnen und jeden 
Menschen lehren in aller Weisheit, um einen jeden Menschen vollkommen in 
Christus darzustellen,
COL 1:29 wofr auch ich arbeite und ringe nach der Wirksamkeit dessen, der 
in mir wirkt in Kraft.
COL 2:1 Ich will aber, da ihr wisset, welch groen Kampf ich habe fr 
euch und fr die in Laodizea und fr alle, die mich nicht von Angesicht im 
Fleische gesehen haben,
COL 2:2 damit ihre Herzen ermahnt, in Liebe zusammengeschlossen und mit 
vlliger Gewiheit bereichert werden, zur Erkenntnis des Geheimnisses 
Gottes, [welches ist] Christus,
COL 2:3 in dem alle Schtze der Weisheit und der Erkenntnis verborgen sind.
COL 2:4 Das sage ich aber, damit euch niemand durch berredungsknste zu 
Trugschlssen verleite.
COL 2:5 Denn, wenn ich auch dem Fleische nach abwesend bin, so bin ich 
doch im Geiste bei euch und sehe mit Freuden eure Ordnung und die 
Festigkeit eures Glaubens an Christus.
COL 2:6 Wie ihr nun Christus Jesus, den Herrn, angenommen habt, so wandelt 
in ihm,
COL 2:7 gewurzelt und auferbaut in ihm und befestigt im Glauben, wie ihr 
gelehrt worden seid, und darin berflieend in Danksagung.
COL 2:8 Sehet zu, da euch niemand beraube durch die Philosophie und 
leeren Betrug, nach der berlieferung der Menschen, nach den Grundstzen 
der Welt und nicht nach Christus.
COL 2:9 Denn in ihm wohnt die ganze Flle der Gottheit leibhaftig;
COL 2:10 und ihr habt alles vllig in ihm, welcher das Haupt jeder 
Herrschaft und Gewalt ist.
COL 2:11 In ihm seid ihr auch beschnitten mit einer Beschneidung, die ohne 
Hnde geschehen ist, durch das Ablegen des fleischlichen Leibes, in der 
Beschneidung Christi,
COL 2:12 indem ihr mit ihm begraben seid in der Taufe, in welchem ihr auch 
mitauferstanden seid durch den Glauben an die Kraftwirkung Gottes, der ihn 
von den Toten auferweckt hat.
COL 2:13 Auch euch, die ihr tot waret durch die bertretungen und den 
unbeschnittenen Zustand eures Fleisches, hat er mit ihm lebendig gemacht, 
da er euch alle bertretungen vergab,
COL 2:14 dadurch, da er die gegen uns bestehende Schuldschrift, welche 
durch Satzungen uns entgegen war, auslschte und sie aus der Mitte tat, 
indem er sie ans Kreuz heftete.
COL 2:15 Als er so die Herrschaften und Gewalten auszog, stellte er sie 
ffentlich an den Pranger und triumphierte ber sie an demselben.
COL 2:16 So soll euch nun niemand richten wegen Speise oder Trank, oder 
wegen eines Festes oder Neumonds oder Sabbats,
COL 2:17 welche Dinge doch nur ein Schatten derer sind, die kommen 
sollten, wovon aber Christus das Wesen hat.
COL 2:18 Niemand soll euch um den Kampfpreis bringen, indem er sich in 
Demut und Engelsdienst gefllt und sich in Sachen einlt, die er nicht 
gesehen hat, ohne Grund aufgeblasen ist von seinem fleischlichen Sinn,
COL 2:19 wobei er sich nicht an das Haupt hlt, aus welchem der ganze 
Leib, vermittels der Gelenke und Sehnen untersttzt und zusammengehalten, 
zu der von Gott bestimmten Gre heranwchst.
COL 2:20 Wenn ihr mit Christus den Grundstzen der Welt abgestorben seid, 
was lasset ihr euch Satzungen auferlegen, als lebtet ihr noch in der Welt?
COL 2:21 zum Beispiel: Rhre das nicht an, koste jenes nicht, befasse 
dich nicht mit dem!
COL 2:22 was alles durch den Gebrauch der Vernichtung anheimfllt.
COL 2:23 Es sind nur Gebote und Lehren von Menschen, haben freilich einen 
Schein von Weisheit in selbstgewhltem Gottesdienst und Leibeskasteiung, 
sind jedoch wertlos und dienen zur Befriedigung des Fleisches.
COL 3:1 Seid ihr nun mit Christus auferstanden, so suchet, was droben ist, 
wo Christus ist, sitzend zu der Rechten Gottes.
COL 3:2 Trachtet nach dem, was droben, nicht nach dem, was auf Erden ist;
COL 3:3 denn ihr seid gestorben, und euer Leben ist verborgen mit Christus 
in Gott.
COL 3:4 Wenn Christus, euer Leben, offenbar werden wird, dann werdet auch 
ihr mit ihm offenbar werden in Herrlichkeit.
COL 3:5 Ttet nun eure Glieder, die auf Erden sind: Unzucht, Unreinigkeit, 
Leidenschaft, bse Lust und die Habsucht, welche Gtzendienst ist;
COL 3:6 um welcher Dinge willen der Zorn Gottes ber die Kinder des 
Unglaubens kommt;
COL 3:7 in welchen auch ihr einst wandeltet, als ihr darin lebtet;
COL 3:8 nun aber leget das alles ab, Zorn, Grimm, Bosheit, Lsterung, 
hliche Redensarten aus eurem Munde.
COL 3:9 Lget einander nicht an: da ihr ja den alten Menschen mit seinen 
Handlungen ausgezogen
COL 3:10 und den neuen angezogen habt, der erneuert wird zur Erkenntnis, 
nach dem Ebenbild dessen, der ihn geschaffen hat;
COL 3:11 wo nicht mehr Grieche und Jude ist, Beschneidung und Vorhaut, 
Auslnder, Scythe, Knecht, Freier, sondern alles und in allen Christus.
COL 3:12 Ziehet nun an als Gottes Auserwhlte, Heilige und Geliebte, 
herzliches Erbarmen, Freundlichkeit, Demut, Sanftmut, Geduld,
COL 3:13 ertraget einander und vergebet einander, wenn einer wider den 
andern zu klagen hat; gleichwie Christus euch vergeben hat, also auch ihr.
COL 3:14 ber dies alles aber [habet] die Liebe, welche das Band der 
Vollkommenheit ist.
COL 3:15 Und der Friede Christi herrsche in euren Herzen, zu welchem ihr 
auch berufen seid in einem Leibe. Seid auch dankbar!
COL 3:16 Das Wort Christi wohne reichlich unter euch; lehret und ermahnet 
euch selbst mit Psalmen, Lobgesngen und geistlichen Liedern; singet Gott 
lieblich in euren Herzen.
COL 3:17 Und was immer ihr tut in Wort oder Werk, das tut im Namen des 
Herrn Jesus und danket Gott und dem Vater durch ihn.
COL 3:18 Ihr Frauen, seid euren Mnnern untertan, wie sich's geziemt im 
Herrn!
COL 3:19 Ihr Mnner, liebet eure Frauen und seid nicht bitter gegen sie!
COL 3:20 Ihr Kinder, seid gehorsam euren Eltern in allen Dingen, denn das 
ist dem Herrn wohlgefllig!
COL 3:21 Ihr Vter, reizet eure Kinder nicht, damit sie nicht unwillig 
werden!
COL 3:22 Ihr Knechte, gehorchet in allen Dingen euren leiblichen Herren, 
nicht mit Augendienerei, um den Menschen zu gefallen, sondern in Einfalt 
des Herzens, als solche, die den Herrn frchten.
COL 3:23 Was immer ihr tut, das tut von Herzen, als fr den Herrn und 
nicht fr Menschen,
COL 3:24 da ihr wisset, da ihr vom Herrn zur Vergeltung das Erbe 
empfangen werdet. So dienet dem Herrn Christus;
COL 3:25 denn wer Unrecht tut, wird wiederbekommen, was er Unrechtes getan 
hat; und es gilt kein Ansehen der Person.
COL 4:1 Ihr Herren, behandelt eure Knechte gerecht und gleich, da ihr 
wisset, da auch ihr einen Herrn im Himmel habt!
COL 4:2 Verharret im Gebet und wachet darin mit Danksagung.
COL 4:3 Betet zugleich auch fr uns, damit Gott uns eine Tr ffne fr das 
Wort, um das Geheimnis Christi auszusprechen, um dessentwillen ich auch 
gebunden bin,
COL 4:4 damit ich es so kundtue, wie ich reden soll.
COL 4:5 Wandelt in Weisheit gegen die, welche auerhalb [der Gemeinde] 
sind, und kaufet die Zeit aus.
COL 4:6 Eure Rede sei allezeit anmutig, mit Salz gewrzt, damit ihr 
wisset, wie ihr einem jeden antworten sollt.
COL 4:7 Was mich betrifft, wird euch alles Tychikus kundtun, der geliebte 
Bruder und treue Diener und Mitknecht im Herrn,
COL 4:8 den ich eben darum zu euch gesandt habe, damit ihr erfahret, wie 
es bei uns stehe, und da er eure Herzen trste,
COL 4:9 samt Onesimus, dem treuen und geliebten Bruder, der einer der 
Eurigen ist; sie werden euch alles kundtun, was hier vorgeht.
COL 4:10 Es grt euch Aristarchus, mein Mitgefangener, und Markus, der 
Vetter des Barnabas, betreffs dessen ihr Befehle erhalten habt (wenn er zu 
euch kommt, so nehmet ihn auf!),
COL 4:11 und Jesus, der Justus genannt wird, die aus der Beschneidung 
sind. Diese allein sind meine Mitarbeiter fr das Reich Gottes, die mir 
zum Trost geworden sind.
COL 4:12 Es grt euch Epaphras, der einer der Euren ist, ein Knecht 
Christi, der allezeit in den Gebeten fr euch kmpft, damit ihr vollkommen 
und vllig gewi bestehen mget in allem, was der Wille Gottes ist;
COL 4:13 denn ich gebe ihm das Zeugnis, da er sich viel Mhe gibt um euch 
und um die in Laodizea und in Hierapolis.
COL 4:14 Es grt euch Lukas, der geliebte Arzt, und Demas.
COL 4:15 Gret die Brder in Laodizea und den Nymphas und die Gemeinde in 
seinem Hause.
COL 4:16 Und wenn der Brief bei euch gelesen ist, so sorget dafr, da er 
auch in der Gemeinde zu Laodizea gelesen werde und da ihr auch den aus 
Laodizea leset.
COL 4:17 Und saget dem Archippus: Siehe auf den Dienst, den du im Herrn 
empfangen hast, damit du ihn erfllest!
COL 4:18 Der Gru mit meiner, des Paulus Hand. Gedenket meiner Bande! Die 
Gnade sei mit euch!
1TH 1:1 Paulus und Silvanus und Timotheus an die Gemeinde der 
Thessalonicher in Gott, dem Vater und dem Herrn Jesus Christus: Gnade sei 
mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater und dem Herrn Jesus Christus!
1TH 1:2 Wir danken Gott allezeit fr euch alle, wenn wir euch erwhnen in 
unsren Gebeten,
1TH 1:3 da wir uns unablssig erinnern an euer Glaubenswerk und eure 
Liebesarbeit und euer Beharren in der Hoffnung auf unsren Herrn Jesus 
Christus, vor unsrem Gott und Vater.
1TH 1:4 Denn wir wissen, von Gott geliebte Brder, um eure Erwhlung:
1TH 1:5 da unser Evangelium nicht nur im Wort zu euch kam, sondern auch 
in Kraft und im heiligen Geist und in groer Gewiheit, wie ihr ja wisset, 
wie wir unter euch gewesen sind um euretwillen.
1TH 1:6 Und ihr seid unsere und des Herrn Nachfolger geworden, indem ihr 
das Wort unter viel Trbsal aufnahmet mit Freude des heiligen Geistes,
1TH 1:7 so da ihr Vorbilder geworden seid fr alle Glubigen in 
Mazedonien und Achaja.
1TH 1:8 Denn von euch aus ist das Wort des Herrn erschollen, nicht nur in 
Mazedonien und Achaja; sondern allerorten ist es kund geworden, wie ihr an 
Gott glaubet, so da wir nicht ntig haben, davon zu reden;
1TH 1:9 denn sie selbst erzhlen von uns, wie wir bei euch Eingang 
gefunden und wie ihr euch von den Abgttern zu Gott bekehrt habt, um dem 
lebendigen und wahren Gott zu dienen
1TH 1:10 und seinen Sohn vom Himmel zu erwarten, welchen er von den Toten 
auferweckt hat, Jesus, der uns vor dem zuknftigen Zorn errettet.
1TH 2:1 Denn ihr wisset selbst, Brder, da unser Eingang bei euch nicht 
vergeblich war;
1TH 2:2 sondern, wiewohl wir zuvor gelitten hatten und mihandelt worden 
waren zu Philippi, wie ihr wisset, gewannen wir dennoch Freudigkeit in 
unsrem Gott, bei euch das Evangelium Gottes zu verknden unter viel Kampf.
1TH 2:3 Denn unsre Predigt entspringt nicht dem Irrtum, noch unreinen 
Absichten, auch keinem Betrug;
1TH 2:4 sondern gleichwie wir von Gott geprft und mit dem Evangelium 
betraut worden sind, so reden wir, nicht als solche, die den Menschen 
gefallen wollen, sondern Gott, der unsre Herzen prft.
1TH 2:5 Denn wir sind nie mit Schmeichelworten gekommen, wie ihr wisset, 
noch mit verblmter Habsucht (Gott ist Zeuge);
1TH 2:6 wir haben auch nicht Ehre von Menschen gesucht, weder von euch 
noch von andern,
1TH 2:7 da wir doch als Apostel Christi wrdevoll htten auftreten knnen, 
sondern wir benahmen uns liebevoll in eurer Mitte, wie eine stillende 
Mutter ihre Kinder pflegt.
1TH 2:8 Und wir sehnten uns so sehr nach euch, da wir willig waren, euch 
nicht nur das Evangelium Gottes mitzuteilen, sondern auch unsre Seelen, 
weil ihr uns lieb geworden waret.
1TH 2:9 Denn ihr erinnert euch, ihr Brder, unsrer Arbeit und Mhe; wir 
arbeiteten Tag und Nacht, um niemand von euch beschwerlich zu fallen, und 
predigten euch dabei das Evangelium Gottes.
1TH 2:10 Ihr selbst seid Zeugen, und Gott, wie heilig, gerecht und 
untadelig wir bei euch, den Glubigen, gewesen sind,
1TH 2:11 wie ihr ja wisset, da wir jeden einzelnen von euch, wie ein 
Vater seine Kinder, ermahnt und ermutigt und beschworen haben,
1TH 2:12 wrdig zu wandeln des Gottes, der euch zu seinem Reich und seiner 
Herrlichkeit beruft.
1TH 2:13 Darum danken wir auch Gott unablssig, da ihr das von uns 
empfangene Wort der Predigt Gottes aufnahmet, nicht als Menschenwort, 
sondern als das, was es in Wahrheit ist, als Gottes Wort, welches auch in 
euch, den Glubigen, wirkt.
1TH 2:14 Denn ihr, Brder, seid Nachahmer der Gemeinden Gottes geworden, 
die in Juda in Christus Jesus sind, weil ihr von euren eigenen 
Volksgenossen dasselbe erlitten habt, wie sie von den Juden,
1TH 2:15 welche auch den Herrn Jesus gettet und die Propheten und uns 
verfolgt haben und Gott nicht gefallen und allen Menschen zuwider sind;
1TH 2:16 sie wehren uns, zu den Heiden zu reden, damit diese gerettet 
werden, womit sie das Ma ihrer Snden allezeit voll machen; das 
Zorngericht setzte ihnen nun aber schnell ein Ziel!
1TH 2:17 Wir aber, Brder, nachdem wir euer fr eine kleine Weile beraubt 
waren, dem Angesicht, nicht dem Herzen nach, haben uns vor groem 
Verlangen um so mehr bemht, euer Angesicht zu sehen.
1TH 2:18 Darum wollten wir auch zu euch kommen, ich Paulus einmal, sogar 
zweimal, und Satan hat uns verhindert.
1TH 2:19 Denn wer ist unsre Hoffnung oder Freude oder Krone des Ruhms? 
Seid nicht auch ihr es vor unsrem Herrn Jesus Christus bei seiner 
Wiederkunft?
1TH 2:20 Ja, ihr seid unsre Ehre und Freude!
1TH 3:1 Darum, weil wir es nicht lnger aushielten, zogen wir vor, allein 
in Athen zu bleiben;
1TH 3:2 und sandten Timotheus, unsren Bruder, der Gottes Diener und unser 
Mitarbeiter am Evangelium ist, da er euch strke und ermahne in betreff 
eures Glaubens,
1TH 3:3 damit niemand wankend werde in diesen Trbsalen; denn ihr wisset 
selbst, da wir dazu bestimmt sind.
1TH 3:4 Denn als wir bei euch waren, sagten wir euch voraus, da wir 
Trbsale wrden leiden mssen, wie es auch gekommen ist und ihr wisset.
1TH 3:5 Darum hielt ich es auch nicht mehr lnger aus, sondern lie mich 
nach eurem Glauben erkundigen, ob nicht etwa der Versucher euch versucht 
habe und unsre Arbeit umsonst gewesen sei.
1TH 3:6 Nun aber, da Timotheus von euch zu uns zurckgekehrt ist und uns 
gute Nachricht gebracht hat von eurem Glauben und eurer Liebe, und da ihr 
uns allezeit in gutem Andenken habet und darnach verlanget, uns zu sehen, 
gleichwie wir euch,
1TH 3:7 da sind wir deshalb, ihr Brder, eurethalben bei all unserer Not 
und Trbsal getrstet worden, durch euren Glauben!
1TH 3:8 Denn nun leben wir, wenn ihr feststehet im Herrn.
1TH 3:9 Denn was knnen wir Gott fr einen Dank abstatten fr euch ob all 
der Freude, die wir euretwegen genieen vor unserm Gott?
1TH 3:10 Tag und Nacht flehen wir aufs allerdringendste, euer Angesicht 
sehen und die Mngel eures Glaubens ergnzen zu drfen.
1TH 3:11 Er selbst aber, Gott unser Vater und unser Herr Jesus, lenke 
unsren Weg zu euch!
1TH 3:12 Euch aber mge der Herr voll und berstrmend machen in der Liebe 
zueinander und zu allen, gleichwie auch wir sie haben zu euch,
1TH 3:13 auf da eure Herzen gestrkt und untadelig erfunden werden in 
Heiligkeit vor unsrem Gott und Vater bei der Wiederkunft unsres Herrn 
Jesus mit allen seinen Heiligen.
1TH 4:1 Weiter nun, ihr Brder, bitten und ermahnen wir euch in dem Herrn 
Jesus, da ihr in dem, was ihr von uns gelernt habt, nmlich wie ihr 
wandeln und Gott gefallen sollt, noch mehr zunehmet.
1TH 4:2 Denn ihr wisset, welche Gebote wir euch gegeben haben durch den 
Herrn Jesus.
1TH 4:3 Denn das ist der Wille Gottes, eure Heiligung, da ihr euch der 
Unzucht enthaltet;
1TH 4:4 da jeder von euch wisse, sein eigenes Gef in Heiligung und Ehre 
zu besitzen,
1TH 4:5 nicht mit leidenschaftlicher Gier wie die Heiden, die Gott nicht 
kennen;
1TH 4:6 da niemand zuweit greife und seinen Bruder im Handel 
bervorteile; denn der Herr ist ein Rcher fr das alles, wie wir euch 
zuvor gesagt und bezeugt haben.
1TH 4:7 Denn Gott hat uns nicht zur Unreinigkeit berufen, sondern zur 
Heiligung.
1TH 4:8 Darum also, wer sich darber hinwegsetzt, der verachtet nicht 
Menschen, sondern Gott, der auch seinen heiligen Geist in uns gegeben hat.
1TH 4:9 ber die Bruderliebe aber habt ihr nicht ntig, da man euch 
schreibe; denn ihr seid selbst von Gott gelehrt, einander zu lieben,
1TH 4:10 und das tut ihr auch an allen Brdern, die in ganz Mazedonien 
sind. Wir ermahnen euch aber, ihr Brder, darin noch mehr zuzunehmen
1TH 4:11 und eure Ehre darein zu setzen, ein ruhiges Leben zu fhren, eure 
eigenen Angelegenheiten zu besorgen und mit euren eigenen Hnden zu 
arbeiten, ganz wie wir euch befohlen haben,
1TH 4:12 damit ihr ehrbar wandelt vor denen drauen und niemandes [Hilfe] 
bedrfet.
1TH 4:13 Wir wollen euch aber, ihr Brder, nicht in Unwissenheit lassen in 
betreff der Entschlafenen, damit ihr nicht traurig seid wie die andern, 
die keine Hoffnung haben.
1TH 4:14 Denn wenn wir glauben, da Jesus gestorben und auferstanden ist, 
so wird Gott auch die Entschlafenen durch Jesus mit ihm fhren.
1TH 4:15 Denn das sagen wir euch in einem Worte des Herrn, da wir, die 
wir leben und bis zur Wiederkunft des Herrn brigbleiben, den 
Entschlafenen nicht zuvorkommen werden;
1TH 4:16 denn er selbst, der Herr, wird, wenn der Befehl ergeht und die 
Stimme des Erzengels und die Posaune Gottes erschallt, vom Himmel 
herniederfahren, und die Toten in Christus werden auferstehen zuerst.
1TH 4:17 Darnach werden wir, die wir leben und brigbleiben, zugleich mit 
ihnen entrckt werden in Wolken, zur Begegnung mit dem Herrn, in die Luft, 
und also werden wir bei dem Herrn sein allezeit.
1TH 4:18 So trstet nun einander mit diesen Worten!
1TH 5:1 Von den Zeiten und Stunden aber braucht man euch Brdern nicht zu 
schreiben.
1TH 5:2 Denn ihr wisset ja genau, da der Tag des Herrn kommen wird wie 
ein Dieb in der Nacht.
1TH 5:3 Wenn sie sagen werden: Friede und Sicherheit, dann wird sie das 
Verderben pltzlich berfallen wie die Wehen eine schwangere Frau, und sie 
werden nicht entfliehen.
1TH 5:4 Ihr aber, Brder, seid nicht in der Finsternis, da euch der Tag 
wie ein Dieb berfallen knnte;
1TH 5:5 ihr seid allzumal Kinder des Lichts und Kinder des Tages. Wir sind 
nicht von der Nacht, noch von der Finsternis.
1TH 5:6 So lasset uns auch nicht schlafen wie die andern, sondern lasset 
uns wachen und nchtern sein!
1TH 5:7 Denn die da schlafen, die schlafen des Nachts, und die Betrunkenen 
sind des Nachts betrunken;
1TH 5:8 wir aber, die wir dem Tage angehren, wollen nchtern sein, 
angetan mit dem Panzer des Glaubens und der Liebe und mit dem Helm der 
Hoffnung des Heils.
1TH 5:9 Denn Gott hat uns nicht zum Zorn [gericht] bestimmt, sondern zum 
Besitze des Heils durch unsren Herrn Jesus Christus,
1TH 5:10 der fr uns gestorben ist, damit wir, ob wir wachen oder 
schlafen, zugleich mit ihm leben sollen.
1TH 5:11 Darum ermahnet einander und erbauet einer den andern, wie ihr 
auch tut.
1TH 5:12 Wir bitten euch aber, ihr Brder, anerkennet diejenigen, welche 
an euch arbeiten und euch im Herrn vorstehen und euch ermahnen;
1TH 5:13 haltet sie um ihres Werkes willen desto grerer Liebe wert; 
lebet im Frieden mit ihnen!
1TH 5:14 Wir ermahnen euch aber, Brder: Verwarnet die Unordentlichen, 
trstet die Kleinmtigen, nehmet euch der Schwachen an, seid geduldig 
gegen jedermann!
1TH 5:15 Sehet zu, da niemand Bses mit Bsem vergelte, sondern trachtet 
allezeit darnach, Gutes zu tun, aneinander und an jedermann!
1TH 5:16 Seid allezeit frhlich!
1TH 5:17 Betet ohne Unterla!
1TH 5:18 Seid in allem dankbar; denn das ist der Wille Gottes in Christus 
Jesus fr euch.
1TH 5:19 Den Geist dmpfet nicht,
1TH 5:20 die Weissagung verachtet nicht;
1TH 5:21 prfet aber alles. Das Gute behaltet,
1TH 5:22 enthaltet euch des Bsen in jeglicher Gestalt!
1TH 5:23 Er selbst aber, der Gott des Friedens, heilige euch durch und 
durch, und euer ganzes Wesen, der Geist, die Seele und der Leib, werde 
unstrflich bewahrt bei der Wiederkunft unsres Herrn Jesus Christus!
1TH 5:24 Treu ist er, der euch beruft; er wird es auch tun.
1TH 5:25 Brder, betet fr uns!
1TH 5:26 Gret die Brder alle mit dem heiligen Ku!
1TH 5:27 Ich beschwre euch bei dem Herrn, da dieser Brief allen heiligen 
Brdern gelesen werde.
1TH 5:28 Die Gnade unsres Herrn Jesus Christus sei mit euch!
2TH 1:1 Paulus und Silvanus und Timotheus an die Gemeinde der 
Thessalonicher in Gott, unsrem Vater und dem Herrn Jesus Christus.
2TH 1:2 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, dem Vater und dem Herrn 
Jesus Christus!
2TH 1:3 Wir sind Gott allezeit zu danken schuldig fr euch, Brder, wie es 
sich geziemt, weil euer Glaube ber die Maen wchst und die Liebe eines 
jeden einzelnen von euch zunimmt allen gegenber,
2TH 1:4 so da wir selbst uns euer rhmen in den Gemeinden Gottes wegen 
eurer Standhaftigkeit und Glaubenstreue in allen euren Verfolgungen und 
Drangsalen, die ihr zu ertragen habt:
2TH 1:5 ein Beweis des gerechten Gerichtes Gottes, da ihr gewrdigt 
werdet des Knigreiches Gottes, fr das ihr leidet,
2TH 1:6 wie es denn gerecht ist vor Gott, denen, die euch bedrcken, mit 
Bedrckung zu vergelten,
2TH 1:7 euch aber, die ihr bedrckt werdet, mit Erquickung samt uns, bei 
der Offenbarung unsres Herrn Jesus Christus vom Himmel her, samt den 
Engeln seiner Kraft,
2TH 1:8 wenn er mit Feuerflammen Rache nehmen wird an denen, die Gott 
nicht anerkennen und die dem Evangelium unsres Herrn Jesus nicht gehorsam 
sind,
2TH 1:9 welche Strafe erleiden werden, ewiges Verderben, von dem Angesicht 
des Herrn und von der Herrlichkeit seiner Kraft,
2TH 1:10 wenn er kommen wird, um an jenem Tage verherrlicht zu werden in 
seinen Heiligen und bewundert in denen, die glubig geworden sind, denn 
unser Zeugnis hat bei euch Glauben gefunden.
2TH 1:11 Zu diesem Zweck flehen wir auch allezeit fr euch, da unser Gott 
euch der Berufung wrdig mache und alles Wohlgefallen der Gte und das 
Werk des Glaubens in Kraft erflle,
2TH 1:12 auf da der Name unsres Herrn Jesus Christus in euch verherrlicht 
werde und ihr in ihm, nach der Gnade unsres Gottes und des Herrn Jesus 
Christus.
2TH 2:1 Wir bitten euch aber, Brder, betreffs der Wiederkunft unsres 
Herrn Jesus Christus und unsrer Vereinigung mit ihm:
2TH 2:2 Lasset euch nicht so schnell aus der Fassung bringen oder gar in 
Schrecken jagen, weder durch einen Geist, noch durch eine Rede, noch durch 
einen angeblich von uns stammenden Brief, als wre der Tag des Herrn schon 
da.
2TH 2:3 Niemand soll euch irrefhren in irgendeiner Weise, denn es mu 
unbedingt zuerst der Abfall kommen und der Mensch der Snde, der Sohn des 
Verderbens,
2TH 2:4 geoffenbart werden, der Widersacher, der sich ber alles erhebt, 
was Gott oder Gegenstand der Verehrung heit, so da er sich in den Tempel 
Gottes setzt und sich selbst als Gott erklrt.
2TH 2:5 Denket ihr nicht mehr daran, da ich euch solches sagte, als ich 
noch bei euch war?
2TH 2:6 Und nun wisset ihr ja, was noch aufhlt, da er geoffenbart werde 
zu seiner Zeit.
2TH 2:7 Denn das Geheimnis der Gesetzlosigkeit ist schon an der Arbeit, 
nur mu der, welcher jetzt aufhlt, erst aus dem Wege geschafft werden;
2TH 2:8 und dann wird der Gesetzlose geoffenbart werden, welchen der Herr 
Jesus durch den Geist seines Mundes aufreiben, und den er durch die 
Erscheinung seiner Wiederkunft vernichten wird,
2TH 2:9 ihn, dessen Auftreten nach der Wirkung des Satans erfolgt, unter 
Entfaltung aller betrgerischen Krfte, Zeichen und Wunder
2TH 2:10 und aller Verfhrung der Ungerechtigkeit unter denen, die 
verlorengehen, weil sie die Liebe zur Wahrheit nicht angenommen haben, 
durch die sie htten gerettet werden knnen.
2TH 2:11 Darum sendet ihnen Gott krftigen Irrtum, da sie der Lge 
glauben,
2TH 2:12 damit alle gerichtet werden, die der Wahrheit nicht geglaubt, 
sondern Wohlgefallen an der Ungerechtigkeit gehabt haben.
2TH 2:13 Wir aber sind Gott allezeit zu danken schuldig fr euch, vom 
Herrn geliebte Brder, da Gott euch von Anfang an zum Heil erwhlt hat, 
in der Heiligung des Geistes und im Glauben an die Wahrheit,
2TH 2:14 wozu er euch auch berufen hat durch unser Evangelium, zur 
Erlangung der Herrlichkeit unsres Herrn Jesus Christus.
2TH 2:15 So stehet denn nun fest, ihr Brder, und haltet fest an den 
berlieferungen, die ihr gelehrt worden seid, sei es durch ein Wort oder 
durch einen Brief von uns.
2TH 2:16 Er selbst aber, unser Herr Jesus Christus, und Gott, unser Vater, 
der uns geliebt und einen ewigen Trost und eine gute Hoffnung durch Gnade 
gegeben hat,
2TH 2:17 trste eure Herzen und strke euch in jedem guten Wort und Werk!
2TH 3:1 Im brigen betet fr uns, ihr Brder, da das Wort des Herrn laufe 
und verherrlicht werde, wie bei euch,
2TH 3:2 und da wir errettet werden von den widrigen und bsen Menschen; 
denn nicht alle haben den Glauben.
2TH 3:3 Aber der Herr ist treu, der wird euch strken und bewahren vor dem 
Argen.
2TH 3:4 Wir trauen euch aber zu im Herrn, da ihr tut und tun werdet, was 
wir euch gebieten.
2TH 3:5 Der Herr aber lenke eure Herzen zu der Liebe Gottes und zu der 
Geduld Christi!
2TH 3:6 Wir gebieten euch aber, ihr Brder, im Namen unsres Herrn Jesus 
Christus, da ihr euch von jedem Bruder zurckziehet, der unordentlich 
wandelt und nicht nach der berlieferung, die ihr von uns empfangen habt.
2TH 3:7 Denn ihr wisset selbst, wie ihr uns nachahmen sollt; denn wir 
lebten nicht unordentlich unter euch,
2TH 3:8 wir haben auch nicht umsonst bei jemand Brot gegessen, sondern mit 
Mhe und Anstrengung Tag und Nacht gearbeitet, um niemand von euch zur 
Last zu fallen.
2TH 3:9 Nicht da wir kein Recht dazu htten, sondern um euch an uns ein 
Beispiel zu geben, damit ihr uns nachahmen mchtet.
2TH 3:10 Denn als wir bei euch waren, geboten wir euch dies: wenn jemand 
nicht arbeiten will, soll er auch nicht essen.
2TH 3:11 Wir hren nmlich, da etliche von euch unordentlich wandeln und 
nicht arbeiten, sondern unntze Dinge treiben.
2TH 3:12 Solchen gebieten wir und ermahnen sie durch unsren Herrn Jesus 
Christus, da sie mit stiller Arbeit ihr eigenes Brot verdienen.
2TH 3:13 Ihr aber, Brder, werdet nicht mde, Gutes zu tun!
2TH 3:14 Wenn aber jemand unsrem brieflichen Wort nicht gehorcht, den 
kennzeichnet dadurch, da ihr nicht mit ihm umgehet, damit er sich schmen 
mu;
2TH 3:15 doch haltet ihn nicht fr einen Feind, sondern weiset ihn zurecht 
als einen Bruder.
2TH 3:16 Er aber, der Herr des Friedens, gebe euch den Frieden immerdar 
und auf alle Weise! Der Herr sei mit euch allen!
2TH 3:17 Der Gru mit meiner, des Paulus, Hand; dies ist das Zeichen in 
jedem Briefe, so schreibe ich.
2TH 3:18 Die Gnade unsres Herrn Jesus Christus sei mit euch allen! Amen.
1TI 1:1 Paulus, Apostel Jesu Christi auf Befehl Gottes, unsres Retters, 
und Christi Jesu, unsrer Hoffnung,
1TI 1:2 an Timotheus, seinen echten Sohn im Glauben: Gnade, 
Barmherzigkeit, Friede von Gott, unsrem Vater und Christus Jesus, unsrem 
Herrn!
1TI 1:3 Wie ich dich bei meiner Abreise nach Mazedonien ermahnte, in 
Ephesus zu bleiben, damit du etlichen Leuten gebietest, nichts anderes zu 
lehren,
1TI 1:4 auch nicht auf Legenden und endlose Geschlechtsregister zu achten, 
welche mehr Streitfragen hervorbringen als gttliche Erbauung im Glauben;
1TI 1:5 und doch ist der Endzweck des Gebotes Liebe aus reinem Herzen und 
gutem Gewissen und ungeheucheltem Glauben.
1TI 1:6 Dieses [Ziel] haben etliche verfehlt und sich unntzem Geschwtz 
zugewandt,
1TI 1:7 wollen Gesetzeslehrer sein und bedenken nicht, was sie sagen oder 
was sie behaupten.
1TI 1:8 Wir wissen aber, da das Gesetz gut ist, wenn man es gesetzmig 
braucht und bercksichtigt,
1TI 1:9 da einem Gerechten kein Gesetz auferlegt ist, sondern Gesetzlosen 
und Unbotmigen, Gottlosen und Sndern, Unheiligen und Gemeinen, solchen, 
die Vater und Mutter mihandeln, Menschen tten,
1TI 1:10 Unzchtigen, Knabenschndern, Menschenrubern, Lgnern, 
Meineidigen und was sonst der gesunden Lehre zuwider ist,
1TI 1:11 nach dem Evangelium der Herrlichkeit des seligen Gottes, mit 
welchem ich betraut worden bin.
1TI 1:12 Und darum danke ich dem, der mir Kraft verliehen hat, Christus 
Jesus, unsrem Herrn, da er mich treu erachtet und in den Dienst 
eingesetzt hat,
1TI 1:13 der ich zuvor ein Lsterer und Verfolger und Frevler war. Aber 
mir ist Erbarmung widerfahren, weil ich es unwissend, im Unglauben getan 
habe.
1TI 1:14 ber alle Maen gro aber wurde die Gnade unsres Herrn samt dem 
Glauben und der Liebe, die in Christus Jesus ist.
1TI 1:15 Glaubwrdig ist das Wort und aller Annahme wert, da Christus 
Jesus in die Welt gekommen ist, um Snder zu retten, von denen ich der 
Erste bin.
1TI 1:16 Aber darum ist mir Erbarmung widerfahren, damit an mir zuerst 
Jesus Christus alle Geduld erzeige, zum Beispiel denen, die an ihn glauben 
wrden zum ewigen Leben.
1TI 1:17 Dem Knig der Ewigkeit aber, dem unvergnglichen, unsichtbaren, 
allein weisen Gott, sei Ehre und Ruhm von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
1TI 1:18 Dieses Gebot vertraue ich dir an, mein Sohn Timotheus, gem den 
frher ber dich ergangenen Weissagungen, damit du in denselben den guten 
Kampf kmpfest, den Glauben und ein gutes Gewissen bewahrest.
1TI 1:19 Dieses haben etliche von sich gestoen und darum am Glauben 
Schiffbruch gelitten.
1TI 1:20 Unter ihnen sind Hymenus und Alexander, welche ich dem Satan 
bergeben habe, damit sie gezchtigt werden, nicht mehr zu lstern.
1TI 2:1 So ermahne ich nun, da man vor allen Dingen Bitten, Gebete, 
Frbitten und Danksagungen fr alle Menschen darbringe,
1TI 2:2 fr Knige und alle, die in hervorragender Stellung sind, damit 
wir ein ruhiges und stilles Leben fhren knnen in aller Gottseligkeit und 
Ehrbarkeit;
1TI 2:3 denn solches ist gut und angenehm vor Gott unsrem Retter,
1TI 2:4 welcher will, da alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis 
der Wahrheit kommen.
1TI 2:5 Denn es ist ein Gott und ein Mittler zwischen Gott und den 
Menschen, der Mensch Christus Jesus,
1TI 2:6 der sich selbst als Lsegeld fr alle gegeben hat. [Das ist] das 
Zeugnis zur rechten Zeit,
1TI 2:7 fr welches ich eingesetzt wurde als Prediger und Apostel (ich 
sage die Wahrheit und lge nicht), als Lehrer der Heiden im Glauben und in 
der Wahrheit.
1TI 2:8 So will ich nun, da die Mnner an jedem Ort beten, indem sie 
heilige Hnde aufheben ohne Zorn und Zweifel;
1TI 2:9 ebenso, da die Frauen in sittsamem Gewande mit Schamhaftigkeit 
und Zucht sich schmcken, nicht mit Haarflechten oder Gold oder Perlen 
oder kostbarer Kleidung,
1TI 2:10 sondern, wie es sich fr Frauen geziemt, welche sich zur 
Gottesfurcht bekennen, durch gute Werke.
1TI 2:11 Eine Frau lerne in der Stille, in aller Unterordnung.
1TI 2:12 Einer Frau aber gestatte ich das Lehren nicht, auch nicht da sie 
ber den Mann herrsche, sondern sie soll sich still verhalten.
1TI 2:13 Denn Adam wurde zuerst gebildet, darnach Eva.
1TI 2:14 Und Adam wurde nicht verfhrt, das Weib aber wurde verfhrt und 
geriet in bertretung;
1TI 2:15 sie soll aber gerettet werden durch Kindergebren, wenn sie 
bleiben im Glauben und in der Liebe und in der Heiligung samt der Zucht.
1TI 3:1 Glaubwrdig ist das Wort: Wer nach einem Aufseheramt trachtet, der 
begehrt eine schne Wirksamkeit.
1TI 3:2 Nun soll aber ein Aufseher untadelig sein, eines Weibes Mann, 
nchtern, besonnen, ehrbar, gastfrei, lehrtchtig;
1TI 3:3 kein Trinker, kein Raufbold, sondern gelinde, nicht hndelschtig, 
nicht habschtig;
1TI 3:4 einer, der seinem eigenen Hause wohl vorsteht und die Kinder mit 
aller Wrde in Schranken hlt
1TI 3:5 wenn aber jemand seinem eigenen Hause nicht vorzustehen wei, wie 
wird er fr die Gemeinde Gottes sorgen?
1TI 3:6 kein Neuling, damit er nicht aufgeblasen werde und dem Gericht des 
Teufels verfalle.
1TI 3:7 Er mu aber auch ein gutes Zeugnis haben von denen auerhalb [der 
Gemeinde], damit er nicht der Lsterung und der Schlinge des Teufels 
verfalle.
1TI 3:8 Gleicherweise sollen auch die Diakonen ehrbar sein, nicht 
doppelzngig, nicht vielem Weingenu ergeben, nicht gewinnschtig;
1TI 3:9 sie sollen das Geheimnis des Glaubens in reinem Gewissen bewahren.
1TI 3:10 Und diese soll man zuerst prfen; dann mgen sie dienen, wenn sie 
untadelig sind.
1TI 3:11 Ihre Frauen sollen ebenfalls ehrbar sein, nicht verleumderisch, 
sondern nchtern, treu in allem.
1TI 3:12 Die Diakonen sollen jeder nur eine Frau haben, ihren Kindern und 
ihrem Hause wohl vorstehen;
1TI 3:13 denn wenn sie ihren Dienst wohl versehen, erwerben sie sich 
selbst eine schne Stufe und viel Freimtigkeit im Glauben in Christus 
Jesus.
1TI 3:14 Solches schreibe ich dir in der Hoffnung, bald zu dir zu kommen,
1TI 3:15 falls ich aber verzge, damit du wissest, wie man wandeln soll im 
Hause Gottes, welches die Gemeinde des lebendigen Gottes ist, Pfeiler und 
Grundfeste der Wahrheit.
1TI 3:16 Und anerkannt gro ist das Geheimnis der Gottseligkeit: Gott ist 
geoffenbart im Fleisch, gerechtfertigt im Geist, erschienen den Engeln, 
gepredigt unter den Heiden, geglaubt in der Welt, aufgenommen in 
Herrlichkeit.
1TI 4:1 Der Geist aber sagt deutlich, da in sptern Zeiten etliche vom 
Glauben abfallen und verfhrerischen Geistern und Lehren der Dmonen 
anhangen werden,
1TI 4:2 durch die Heuchelei von Lgenrednern, die in ihrem eigenen 
Gewissen gebrandmarkt sind,
1TI 4:3 die verbieten, zu heiraten und Speisen zu genieen, welche doch 
Gott geschaffen hat, damit sie von den Glubigen und denen, welche die 
Wahrheit erkennen, mit Danksagung gebraucht werden.
1TI 4:4 Denn alles, was Gott geschaffen hat, ist gut, und nichts ist 
verwerflich, wenn es mit Danksagung genossen wird;
1TI 4:5 denn es wird geheiligt durch Gottes Wort und Gebet.
1TI 4:6 Wenn du den Brdern solches vorhltst, wirst du ein guter Diener 
Jesu Christi sein, genhrt mit den Worten des Glaubens und der guten 
Lehre, welcher du nachgefolgt bist.
1TI 4:7 Der unheiligen Altweiberfabeln aber entschlage dich; dagegen be 
dich in der Gottseligkeit!
1TI 4:8 Denn die leibliche bung ist zu wenigem ntze, die Gottseligkeit 
aber ist zu allen Dingen ntze, da sie die Verheiung dieses und des 
zuknftigen Lebens hat.
1TI 4:9 Glaubwrdig ist das Wort und aller Annahme wert;
1TI 4:10 denn dafr arbeiten wir auch und werden geschmht, da wir unsre 
Hoffnung auf den lebendigen Gott gesetzt haben, welcher aller Menschen 
Retter ist, allermeist der Glubigen.
1TI 4:11 Solches gebiete und lehre!
1TI 4:12 Niemand verachte deine Jugend, sondern werde ein Vorbild den 
Glubigen im Wort, im Wandel, in der Liebe, im Geist, im Glauben, in der 
Keuschheit!
1TI 4:13 Bis ich komme, halte an mit Vorlesen, mit Ermahnen, mit Lehren.
1TI 4:14 Vernachlssige die Gabe nicht, die du hast, die dir durch 
Weissagung unter Handauflegung der ltesten verliehen wurde!
1TI 4:15 Dies la dein Anliegen sein, damit gib dich ab, auf da dein 
Fortschreiten in allen Dingen offenbar sei!
1TI 4:16 Habe acht auf dich selbst und auf die Lehre; bleibe dabei! Denn 
wenn du solches tust, wirst du sowohl dich selbst retten als auch die, 
welche dich hren.
1TI 5:1 ber einen lteren ziehe nicht los, sondern ermahne ihn wie einen 
Vater, jngere wie Brder,
1TI 5:2 ltere Frauen wie Mtter, jngere wie Schwestern, in aller 
Keuschheit.
1TI 5:3 Ehre die Witwen, welche wirklich Witwen sind.
1TI 5:4 Hat aber eine Witwe Kinder oder Enkel, so sollen diese zuerst 
lernen, am eigenen Haus ihre Pflicht zu erfllen und den Eltern 
Empfangenes zu vergelten; denn das ist angenehm vor Gott.
1TI 5:5 Eine wirkliche und vereinsamte Witwe aber hat ihre Hoffnung auf 
Gott gesetzt und verharrt im Flehen und Gebet Tag und Nacht;
1TI 5:6 eine genuschtige aber ist lebendig tot.
1TI 5:7 Sprich das offen aus, damit sie untadelig seien!
1TI 5:8 Wenn aber jemand die Seinen, allermeist seine Hausgenossen, nicht 
versorgt, der hat den Glauben verleugnet und ist rger als ein Unglubiger.
1TI 5:9 Als Witwe werde nur eine solche in die Liste eingetragen, welche 
nicht weniger als sechzig Jahre alt ist, eines Mannes Frau war
1TI 5:10 und ein Zeugnis guter Werke hat; wenn sie Kinder auferzogen, 
Gastfreundschaft gebt, der Heiligen Fe gewaschen, Bedrngten 
ausgeholfen hat, jedem guten Werk nachgekommen ist.
1TI 5:11 Jngere Witwen aber weise ab; denn wenn sie gegen Christi 
[Willen] begehrlich geworden sind, wollen sie heiraten.
1TI 5:12 Sie verdienen das Urteil, da sie die erste Treue gebrochen haben.
1TI 5:13 Zugleich sind sie auch mig und lernen in den Husern 
herumlaufen; und nicht nur mig, sondern auch geschwtzig und vorwitzig 
und reden, was sich nicht gehrt.
1TI 5:14 So will ich nun, da jngere Witwen heiraten, Kinder gebren, dem 
Haushalt vorstehen, dem Widersacher keinen Anla zur Lsterung geben;
1TI 5:15 denn schon sind etliche abgewichen, dem Satan nach.
1TI 5:16 Hat ein Glubiger oder eine Glubige Witwen, so versorge er sie 
und lasse sie nicht der Gemeinde zur Last fallen, damit diese fr die 
wirklichen Witwen sorgen kann.
1TI 5:17 Die ltesten, welche wohl vorstehen, halte man doppelter Ehre 
wert, allermeist die, welche sich in Predigt und Unterricht abmhen.
1TI 5:18 Denn die Schrift sagt: Einem dreschenden Ochsen sollst du das 
Maul nicht verbinden! und der Arbeiter ist seines Lohnes wert.
1TI 5:19 Gegen einen ltesten nimm keine Klage an, auer auf Aussage von 
zwei oder drei Zeugen.
1TI 5:20 Die, welche sndigen, weise vor allen zurecht, damit sich auch 
die andern frchten.
1TI 5:21 Ich beschwre dich vor Gott und Christus Jesus und den 
auserwhlten Engeln, da du dies ohne Vorurteil beobachtest und nichts 
tuest aus Zuneigung!
1TI 5:22 Die Hnde lege niemandem schnell auf, mache dich auch nicht 
fremder Snden teilhaftig; bewahre dich selbst rein!
1TI 5:23 Trinke nicht mehr blo Wasser, sondern gebrauche ein wenig Wein 
um deines Magens willen und wegen deiner hufigen Krankheiten.
1TI 5:24 Etlicher Menschen Snden sind zuvor offenbar und kommen vorher 
ins Gericht; etlichen aber werden sie auch nachfolgen.
1TI 5:25 Gleicherweise sind auch die guten Werke zuvor offenbar, und die, 
mit welchen es sich anders verhlt, knnen auch nicht verborgen bleiben.
1TI 6:1 Was Knechte sind, im Sklavenstand, die sollen ihre eigenen Herren 
aller Ehre wert halten, damit nicht der Name Gottes und die Lehre 
verlstert werden.
1TI 6:2 Die aber, welche glubige Herren haben, sollen diese darum nicht 
verachten, weil sie Brder sind, sondern ihnen um so lieber dienen, weil 
sie Glubige und Geliebte sind und von ihnen auch bessere Behandlung 
erfahren. So sollst du lehren und ermahnen!
1TI 6:3 Wenn jemand anders lehrt und sich nicht an die gesunden Worte 
unsres Herrn Jesus Christus hlt und an die der Gottseligkeit 
entsprechende Lehre,
1TI 6:4 so ist er aufgeblasen und versteht doch nichts, sondern krankt an 
Streitfragen und Wortgeznk, woraus Neid, Hader, Lsterung, bser Argwohn 
entstehen.
1TI 6:5 Znkereien von Menschen, welche verdorbenen Sinnes und der 
Wahrheit beraubt sind und die Gottseligkeit fr eine Erwerbsquelle halten, 
von solchen halte dich ferne!
1TI 6:6 Es ist allerdings die Gottseligkeit eine bedeutende Erwerbsquelle, 
wenn sie mit Gengsamkeit verbunden wird.
1TI 6:7 Denn wir haben nichts in die Welt gebracht; so ist es klar, da 
wir auch nichts hinausnehmen knnen.
1TI 6:8 Wenn wir aber Nahrung und Kleidung haben, soll uns das gengen!
1TI 6:9 Denn die, welche reich werden wollen, fallen in Versuchung und 
Schlingen und viele trichte und schdliche Lste, welche die Menschen in 
Verderben und Untergang strzen.
1TI 6:10 Denn die Geldgier ist eine Wurzel aller bel; etliche, die sich 
ihr hingaben, sind vom Glauben abgeirrt und haben sich selbst viel 
Schmerzen verursacht.
1TI 6:11 Du aber, Gottesmensch, fliehe solches, jage aber nach 
Gerechtigkeit, Gottseligkeit, Glauben, Liebe, Geduld, Sanftmut!
1TI 6:12 Kmpfe den guten Kampf des Glaubens, ergreife das ewige Leben, zu 
welchem du berufen bist und worber du das gute Bekenntnis vor vielen 
Zeugen abgelegt hast.
1TI 6:13 Ich gebiete dir vor Gott, der alles lebendig macht, und vor 
Christus Jesus, der vor Pontius Pilatus das gute Bekenntnis bezeugt hat,
1TI 6:14 da du das Gebot unbefleckt und untadelig bewahrest bis zur 
Erscheinung unsres Herrn Jesus Christus,
1TI 6:15 welche zu seiner Zeit zeigen wird der selige und allein 
Gewaltige, der Knig der Knige und der Herr der Herrschenden,
1TI 6:16 der allein Unsterblichkeit hat, der in einem unzugnglichen 
Lichte wohnt, welchen kein Mensch gesehen hat noch sehen kann; Ihm sei 
Ehre und ewige Macht! Amen.
1TI 6:17 Den Reichen im jetzigen Zeitalter gebiete, da sie nicht stolz 
seien, auch nicht ihre Hoffnung auf die Unbestndigkeit des Reichtums 
setzen, sondern auf den lebendigen Gott, der uns alles reichlich zum Genu 
darreicht,
1TI 6:18 da sie Gutes tun, reich werden an guten Werken, freigebig seien, 
mitteilsam,
1TI 6:19 und so fr sich selbst ein schnes Kapital fr die Zukunft 
sammeln, damit sie das wahre Leben erlangen.
1TI 6:20 O Timotheus, bewahre das anvertraute Gut, meide das unheilige 
Geschwtz und die Einwrfe der flschlich sogenannten Erkenntnis,
1TI 6:21 zu welcher sich etliche bekannten und darber das Glaubensziel 
aus den Augen verloren. Die Gnade sei mit dir!
2TI 1:1 Paulus, Apostel Jesu Christi durch Gottes Willen, nach der 
Verheiung des Lebens in Christus Jesus,
2TI 1:2 an Timotheus, seinen geliebten Sohn: Gnade, Barmherzigkeit, Friede 
von Gott, dem Vater und Christus Jesus, unsrem Herrn!
2TI 1:3 Ich danke Gott, welchem ich von den Voreltern her mit reinem 
Gewissen diene, wie ich unablssig deiner gedenke in meinen Gebeten Tag 
und Nacht,
2TI 1:4 voll Verlangen, dich zu sehen, eingedenk deiner Trnen, damit ich 
mit Freude erfllt werde,
2TI 1:5 da ich die Erinnerung an deinen ungeheuchelten Glauben festhalte, 
der zuvor in deiner Gromutter Lois und deiner Mutter Eunike gewohnt hat, 
ich bin aber versichert, auch in dir.
2TI 1:6 Aus diesem Grunde erinnere ich dich daran, die Gabe Gottes 
anzufachen, die durch Auflegung meiner Hnde in dir ist;
2TI 1:7 denn Gott hat uns nicht einen Geist der Furchtsamkeit gegeben, 
sondern der Kraft und der Liebe und der Zucht.
2TI 1:8 So schme dich nun nicht des Zeugnisses unsres Herrn, auch nicht 
meiner, der ich sein Gebundener bin; sondern leide Ungemach mit dem 
Evangelium, nach der Kraft Gottes,
2TI 1:9 der uns gerettet und mit einem heiligen Ruf berufen hat, nicht 
nach unsren Werken, sondern nach seinem eigenen Vorsatz und der Gnade, die 
uns in Christus Jesus vor ewigen Zeiten gegeben,
2TI 1:10 jetzt aber geoffenbart worden ist durch die Erscheinung unsres 
Retters Jesus Christus, der dem Tode die Macht genommen, aber Leben und 
Unvergnglichkeit ans Licht gebracht hat durch das Evangelium,
2TI 1:11 fr welches ich als Prediger und Apostel und Lehrer der Heiden 
eingesetzt worden bin.
2TI 1:12 Aus diesem Grunde leide ich auch solches; aber ich schme mich 
dessen nicht. Denn ich wei, wem ich mein Vertrauen geschenkt habe, und 
ich bin berzeugt, da er mchtig ist, das mir anvertraute Gut zu 
verwahren bis auf jenen Tag.
2TI 1:13 Halte dich an das Muster der gesunden Worte, die du von mir 
gehrt hast, im Glauben und in der Liebe, die in Christus Jesus ist!
2TI 1:14 Dieses edle anvertraute Gut bewahre durch den heiligen Geist, der 
in uns wohnt.
2TI 1:15 Das weit du, da sich von mir alle abgewandt haben, die in Asien 
sind, unter ihnen auch Phygellus und Hermogenes.
2TI 1:16 Der Herr erweise Barmherzigkeit dem Hause des Onesiphorus, weil 
er mich oft erquickt und sich meiner Ketten nicht geschmt hat;
2TI 1:17 sondern als er in Rom war, suchte er mich fleiig und fand mich 
auch.
2TI 1:18 Der Herr gebe ihm, da er Barmherzigkeit erlange vom Herrn an 
jenem Tage! Und wieviel er mir zu Ephesus gedient hat, weit du am besten.
2TI 2:1 Du nun, mein Sohn, erstarke in der Gnade, die in Christus Jesus 
ist.
2TI 2:2 Und was du von mir gehrt hast durch viele Zeugen, das vertraue 
treuen Menschen an, welche fhig sein werden, auch andere zu lehren.
2TI 2:3 Du nun leide Ungemach, als ein edler Streiter Jesu Christi!
2TI 2:4 Wer Kriegsdienst tut, verflicht sich nicht in Geschfte des 
Lebensunterhalts, damit er dem gefalle, der ihn ausgehoben hat.
2TI 2:5 Und wenn auch jemand sich an Wettkmpfen beteiligt, wird er nicht 
gekrnt, wenn er nicht nach den Regeln kmpft.
2TI 2:6 Der Ackersmann, der den Acker bebaut, hat den ersten Anspruch an 
die Frchte.
2TI 2:7 Bedenke, was ich dir sage! Denn der Herr wird dir Einsicht in 
alles geben.
2TI 2:8 Halt im Gedchtnis Jesus Christus, der von den Toten auferstanden 
ist, aus Davids Samen, nach meinem Evangelium,
2TI 2:9 in dessen Dienst ich Ungemach leide, sogar Ketten wie ein 
beltter; aber das Wort Gottes ist nicht gekettet.
2TI 2:10 Darum erdulde ich alles um der Auserwhlten willen, damit auch 
sie das Heil erlangen, das in Christus Jesus ist, mit ewiger Herrlichkeit.
2TI 2:11 Glaubwrdig ist das Wort: Sind wir mitgestorben, so werden wir 
auch mitleben;
2TI 2:12 dulden wir, so werden wir mitherrschen; verleugnen wir, so wird 
er uns auch verleugnen;
2TI 2:13 sind wir untreu, so bleibt er treu; denn er kann sich selbst 
nicht verleugnen.
2TI 2:14 Daran erinnere, und bezeuge ernstlich vor dem Herrn, da man 
nicht um Worte zanke, was zu nichts ntze ist als zur Verwirrung der 
Zuhrer.
2TI 2:15 Gib dir Mhe, dich Gott als bewhrt zu erweisen, als einen 
Arbeiter, der sich nicht zu schmen braucht, der das Wort der Wahrheit 
richtig behandelt.
2TI 2:16 Der unheiligen Schwtzereien aber entschlage dich; denn sie 
frdern nur noch mehr die Gottlosigkeit,
2TI 2:17 und ihr Wort frit um sich wie ein Krebsgeschwr.
2TI 2:18 Zu ihnen gehren Hymenus und Philetus, welche von der Wahrheit 
abgekommen sind, indem sie sagen, die Auferstehung sei schon geschehen, 
und so den Glauben etlicher Leute umgestrzt haben.
2TI 2:19 Aber der feste Grund Gottes bleibt bestehen und trgt dieses 
Siegel: Der Herr kennt die Seinen, und: es trete ab von der 
Ungerechtigkeit, wer den Namen des Herrn nennt!
2TI 2:20 In einem groen Hause gibt es aber nicht nur goldene und silberne 
Gefe, sondern auch hlzerne und irdene, und die einen zur Ehre, die 
andern zur Unehre.
2TI 2:21 Wenn nun jemand sich von solchen reinigt, wird er ein Gef zur 
Ehre sein, geheiligt und dem Hausherrn ntzlich, zu jedem guten Werke 
zubereitet.
2TI 2:22 Fliehe die jugendlichen Lste, jage aber der Gerechtigkeit, dem 
Glauben, der Liebe, dem Frieden nach samt denen, die den Herrn aus reinem 
Herzen anrufen.
2TI 2:23 Die trichten und unziemlichen Streitfragen aber meide, da du 
weit, da sie nur Streit erzeugen.
2TI 2:24 Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern milde sein 
gegen jedermann, lehrtchtig, fhig die Bsen zu tragen,
2TI 2:25 mit Sanftmut die Widerspenstigen zurechtweisend, ob ihnen Gott 
nicht noch Bue geben mchte zur Erkenntnis der Wahrheit
2TI 2:26 und sie wieder nchtern werden, aus der Schlinge des Teufels 
heraus, von welchem sie lebendig gefangen worden sind fr seinen Willen.
2TI 3:1 Das aber sollst du wissen, da in den letzten Tagen schwere Zeiten 
eintreten werden.
2TI 3:2 Denn die Menschen werden selbstschtig sein, geldgierig, 
prahlerisch, hochmtig, Lsterer, den Eltern ungehorsam, undankbar, 
gottlos,
2TI 3:3 lieblos, unvershnlich, verleumderisch, unenthaltsam, zuchtlos, 
dem Guten feind,
2TI 3:4 treulos, leichtsinnig, aufgeblasen, das Vergngen mehr liebend als 
Gott;
2TI 3:5 dabei haben sie den Schein von Gottseligkeit, deren Kraft aber 
verleugnen sie. Solche meide!
2TI 3:6 Denn zu diesen gehren die, welche sich in die Huser 
einschleichen und Weiblein gefangennehmen, die mit Snden beladen sind und 
von mancherlei Lsten umgetrieben werden,
2TI 3:7 immerdar lernen und doch nie zur Erkenntnis der Wahrheit kommen 
knnen.
2TI 3:8 Gleicherweise aber, wie Jannes und Jambres dem Mose widerstanden, 
so widerstehen auch diese der Wahrheit; es sind Menschen zerrtteten 
Sinnes, untchtig zum Glauben.
2TI 3:9 Aber sie werden es nicht mehr viel weiter bringen; denn ihre 
Torheit wird jedermann offenbar werden, wie es auch bei jenen der Fall war.
2TI 3:10 Du aber bist mir nachgefolgt in der Lehre, in der Lebensfhrung, 
im Vorsatz, im Glauben, in der Langmut, in der Liebe, in der Geduld,
2TI 3:11 in den Verfolgungen, in den Leiden, wie sie mir in Antiochia, in 
Ikonium und Lystra widerfahren sind. Solche Verfolgungen habe ich 
ausgehalten, und aus allen hat mich der Herr errettet!
2TI 3:12 Und alle, die gottselig leben wollen in Christus Jesus, mssen 
Verfolgung leiden.
2TI 3:13 Schlechte Menschen aber und Betrger werden es immer schlimmer 
treiben, da sie verfhren und sich verfhren lassen.
2TI 3:14 Du aber bleibe in dem, was du gelernt hast und was dir anvertraut 
ist, da du weit, von wem du es gelernt hast,
2TI 3:15 weil du von Kindheit an die heiligen Schriften kennst, welche 
dich weise machen knnen zum Heil durch den Glauben in Christus Jesus.
2TI 3:16 Jede Schrift ist von Gottes Geist eingegeben und ntzlich zur 
Belehrung, zur berfhrung, zur Zurechtweisung, zur Erziehung in der 
Gerechtigkeit,
2TI 3:17 damit der Mensch Gottes vollkommen sei, zu jedem guten Werke 
ausgerstet.
2TI 4:1 Ich beschwre dich vor Gott und Christus Jesus, der Lebendige und 
Tote richten wird bei seiner Erscheinung und bei seinem Reich:
2TI 4:2 Predige das Wort, tritt dafr ein, es sei gelegen oder ungelegen; 
berfhre, tadle, ermahne mit aller Geduld und Belehrung!
2TI 4:3 Denn es wird eine Zeit kommen, da sie die gesunde Lehre nicht 
ertragen, sondern sich nach ihren eigenen Lsten Lehrer anhufen werden, 
weil sie empfindliche Ohren haben;
2TI 4:4 und sie werden ihre Ohren von der Wahrheit abwenden und sich den 
Fabeln zuwenden.
2TI 4:5 Du aber bleibe nchtern in allen Dingen, erleide das Ungemach, tue 
das Werk eines Evangelisten, richte deinen Dienst vllig aus!
2TI 4:6 Denn ich werde schon geopfert, und die Zeit meiner Auflsung ist 
nahe.
2TI 4:7 Ich habe den guten Kampf gekmpft, den Lauf vollendet, den Glauben 
bewahrt;
2TI 4:8 hinfort liegt fr mich die Krone der Gerechtigkeit bereit, welche 
mir der Herr, der gerechte Richter, an jenem Tage zuerkennen wird, nicht 
aber mir allein, sondern auch allen, die seine Erscheinung liebgewonnen 
haben.
2TI 4:9 Beeile dich, bald zu mir zu kommen!
2TI 4:10 Denn Demas hat mich verlassen, weil er diesen Weltlauf 
liebgewonnen hat, und ist nach Thessalonich gezogen, Crescens nach 
Galatien, Titus nach Dalmatien.
2TI 4:11 Lukas ist allein bei mir. Bringe Markus mit dir; denn er ist mir 
sehr ntzlich zum Dienste.
2TI 4:12 Tychikus aber habe ich nach Ephesus gesandt.
2TI 4:13 Den Reisemantel, den ich in Troas bei Karpus lie, bringe mit, 
wenn du kommst, auch die Bcher, namentlich die Pergamente.
2TI 4:14 Alexander, der Kupferschmied, hat mir viel Bses erwiesen; der 
Herr wird ihm vergelten nach seinen Werken.
2TI 4:15 Vor ihm hte auch du dich; denn er hat unsren Worten sehr 
widerstanden.
2TI 4:16 Bei meiner ersten Verantwortung [vor Gericht] stand mir niemand 
bei, sondern alle verlieen mich; es sei ihnen nicht zugerechnet!
2TI 4:17 Der Herr aber stand mir bei und strkte mich, damit durch mich 
die Predigt vollstndig vorgetragen wrde und alle Heiden sie hren 
knnten; und ich wurde erlst aus dem Rachen des Lwen.
2TI 4:18 Und der Herr wird mich von jedem boshaften Werk erlsen und mich 
retten in sein himmlisches Reich. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu 
Ewigkeit! Amen.
2TI 4:19 Gre Prisca und Aquila und das Haus des Onesiphorus.
2TI 4:20 Erastus blieb in Korinth, Trophimus lie ich in Milet krank 
zurck.
2TI 4:21 Beeile dich, vor dem Winter zu kommen! Es gren dich Eubulus und 
Pudens und Linus und Claudia und die Brder alle.
2TI 4:22 Der Herr Jesus Christus sei mit deinem Geist; die Gnade sei mit 
euch!
TIT 1:1 Paulus, Knecht Gottes, aber [auch] Apostel Jesu Christi, nach dem 
Glauben der Auserwhlten Gottes und der Erkenntnis der Wahrheit, gem der 
Gottseligkeit,
TIT 1:2 auf Hoffnung ewigen Lebens, welches der untrgliche Gott vor 
ewigen Zeiten verheien hat;
TIT 1:3 zu seiner Zeit aber hat er sein Wort geoffenbart in der Predigt, 
mit welcher ich betraut worden bin nach dem Befehl Gottes, unsres Retters;
TIT 1:4 an Titus, den echten Sohn nach dem gemeinsamen Glauben: Gnade, 
Barmherzigkeit, Friede von Gott, dem Vater und dem Herrn Jesus Christus, 
unsrem Retter.
TIT 1:5 Deswegen lie ich dich in Kreta zurck, damit du das Versumte 
nachholen und in jeder Stadt lteste einsetzen mchtest, wie ich dir 
befohlen habe:
TIT 1:6 wenn einer untadelig ist, eines Weibes Mann, glubige Kinder hat, 
ber die keine Klage wegen Liederlichkeit oder Ungehorsam vorliegt.
TIT 1:7 Denn ein Aufseher mu unbescholten sein als Gottes Haushalter, 
nicht anmaend, nicht zornmtig, kein Trinker, kein Raufbold, kein 
Wucherer,
TIT 1:8 sondern gastfrei, ein Freund des Guten, besonnen, gerecht, fromm, 
enthaltsam;
TIT 1:9 der sich der Lehre entsprechend an das gewisse Wort hlt, damit er 
imstande sei, sowohl mit der gesunden Lehre zu ermahnen, als auch die 
Widersprechenden zu berfhren.
TIT 1:10 Denn es gibt viele widerspenstige, eitle Schwtzer, die den 
Leuten den Kopf verwirren, allermeist die aus der Beschneidung.
TIT 1:11 Denen mu man das Maul stopfen; denn sie bringen ganze Huser 
durcheinander mit ihrem ungehrigen Lehren um schndlichen Gewinnes willen.
TIT 1:12 Es hat einer von ihnen gesagt, ihr eigener Prophet: Die Kreter 
sind immer Lgner, bse Tiere, faule Buche!
TIT 1:13 Dieses Zeugnis ist wahr; aus diesem Grunde weise sie scharf 
zurecht, damit sie gesund seien im Glauben
TIT 1:14 und nicht auf jdische Legenden und Gebote von Menschen achten, 
welche sich von der Wahrheit abwenden.
TIT 1:15 Den Reinen ist alles rein; den Befleckten aber und Unglubigen 
ist nichts rein, sondern befleckt ist ihr Sinn und ihr Gewissen.
TIT 1:16 Sie geben vor, Gott zu kennen; aber mit den Werken verleugnen sie 
ihn. Sie sind verabscheuungswrdig und ungehorsam und zu jedem guten Werke 
untchtig.
TIT 2:1 Du aber rede, was der gesunden Lehre entspricht:
TIT 2:2 da alte Mnner nchtern seien, ehrbar, verstndig, gesund im 
Glauben, in der Liebe, in der Geduld;
TIT 2:3 da alte Frauen ebenfalls sich benehmen, wie es Heiligen geziemt, 
da sie nicht verleumderisch seien, nicht vielem Weingenu frnen, sondern 
Lehrerinnen des Guten seien,
TIT 2:4 damit sie die jungen Frauen dazu anleiten, ihre Mnner und ihre 
Kinder zu lieben,
TIT 2:5 verstndig, keusch, haushlterisch, gtig, ihren Mnnern untertan 
zu sein, damit nicht das Wort Gottes verlstert werde.
TIT 2:6 Gleicherweise ermahne die jungen Mnner, da sie verstndig seien,
TIT 2:7 wobei du dich selbst in allem zum Vorbild guter Werke machen mut;
TIT 2:8 im Unterrichten zeige Unverflschtheit, Wrde, gesunde, untadelige 
Rede, damit der Widersacher beschmt werde, weil er nichts Schlechtes von 
uns zu sagen wei.
TIT 2:9 Die Knechte [ermahne], da sie ihren eigenen Herren untertan 
seien, in allem gern gefllig, nicht widersprechen,
TIT 2:10 nichts entwenden, sondern gute Treue beweisen, damit sie die 
Lehre Gottes, unsres Retters, in allen Stcken zieren.
TIT 2:11 Denn es ist erschienen die Gnade Gottes, heilsam allen Menschen;
TIT 2:12 sie nimmt uns in Zucht, damit wir unter Verleugnung des 
ungttlichen Wesens und der weltlichen Lste vernnftig und gerecht und 
gottselig leben in der jetzigen Weltzeit,
TIT 2:13 in Erwartung der seligen Hoffnung und Erscheinung der 
Herrlichkeit des groen Gottes und unsres Retters Jesus Christus,
TIT 2:14 der sich selbst fr uns dahingegeben hat, um uns von aller 
Ungerechtigkeit zu erlsen und fr ihn selbst ein Volk zu reinigen zum 
Eigentum, das fleiig sei zu guten Werken.
TIT 2:15 Solches rede und schrfe ein mit allem Ernst. Niemand verachte 
dich!
TIT 3:1 Erinnere sie, da sie den Regierungen und Gewalten untertan seien, 
gehorsam, zu jedem guten Werk bereit;
TIT 3:2 niemand lstern, nicht hadern, gelinde seien, alle Sanftmut 
beweisen gegen alle Menschen.
TIT 3:3 Denn auch wir waren einst unverstndig, ungehorsam, gingen irre, 
dienten den Lsten und mancherlei Begierden, lebten in Bosheit und Neid, 
verhat und einander hassend.
TIT 3:4 Als aber die Freundlichkeit und Menschenliebe Gottes, unsres 
Retters, erschien,
TIT 3:5 hat er (nicht um der Werke der Gerechtigkeit willen, die wir getan 
htten, sondern nach seiner Barmherzigkeit) uns gerettet durch das Bad der 
Wiedergeburt und Erneuerung des heiligen Geistes,
TIT 3:6 welchen er reichlich ber uns ausgegossen hat durch Jesus 
Christus, unsren Retter,
TIT 3:7 damit wir, durch seine Gnade gerechtfertigt, der Hoffnung gem 
Erben des ewigen Lebens wrden.
TIT 3:8 Glaubwrdig ist das Wort, und ich will, da du dich darber mit 
allem Nachdruck uerst, damit die, welche an Gott glubig geworden sind, 
darauf bedacht seien, sich guter Werke zu befleiigen. Solches ist gut und 
den Menschen ntzlich.
TIT 3:9 Trichte Streitfragen aber und Geschlechtsregister, sowie 
Znkereien und Streitigkeiten ber das Gesetz meide; denn sie sind unntz 
und eitel.
TIT 3:10 Einen sektiererischen Menschen weise ab, nach ein und zweimaliger 
Zurechtweisung,
TIT 3:11 da du berzeugt sein kannst, da ein solcher verkehrt ist und 
sndigt, indem er sich selbst verurteilt.
TIT 3:12 Wenn ich Artemas zu dir senden werde, oder Tychikus, so beeile 
dich, zu mir nach Nikopolis zu kommen; denn dort habe ich zu berwintern 
beschlossen.
TIT 3:13 Zenas, den Schriftgelehrten, und Apollos schicke eilends voraus 
und la es ihnen an nichts fehlen!
TIT 3:14 Es sollen aber auch die Unsrigen lernen, sich guter Werke zu 
befleiigen zur Befriedigung notwendiger Bedrfnisse, damit sie nicht 
unfruchtbar seien!
TIT 3:15 Es gren dich alle, die bei mir sind! Gre alle, die uns lieben 
im Glauben! Die Gnade sei mit euch allen!
PHM 1:1 Paulus, ein Gebundener Christi Jesu, und Timotheus, der Bruder, an 
Philemon, den geliebten und unsren Mitarbeiter;
PHM 1:2 und an Apphia, die geliebte, und Archippus, unsren Mitstreiter, 
und an die Gemeinde in deinem Hause.
PHM 1:3 Gnade sei mit euch und Friede von Gott, unsrem Vater und dem Herrn 
Jesus Christus!
PHM 1:4 Ich danke meinem Gott allezeit, wenn ich in meinen Gebeten deiner 
gedenke,
PHM 1:5 weil ich von deiner Liebe und von dem Glauben hre, welchen du an 
den Herrn Jesus und gegen alle Heiligen hast,
PHM 1:6 damit die Gemeinschaft deines Glaubens wirksam werde durch 
Erkenntnis all des Guten, das unter uns ist, fr Christus Jesus.
PHM 1:7 Denn wir haben viel Freude und Trost ob deiner Liebe; denn die 
Herzen der Heiligen sind durch dich, Bruder, erquickt worden.
PHM 1:8 Darum, wiewohl ich in Christus volle Freiheit htte, dir zu 
gebieten, was sich geziemt,
PHM 1:9 so will ich doch, um der Liebe willen, eher ermahnen, als ein 
solcher, wie ich bin, nmlich ein alter Paulus, jetzt aber auch ein 
Gebundener Jesu Christi.
PHM 1:10 Ich ermahne dich betreffs meines Sohnes, den ich in meinen Banden 
gezeugt habe, Onesimus,
PHM 1:11 der dir ehemals unntz war, jetzt aber dir und mir ntzlich ist.
PHM 1:12 Ich sende ihn dir hiermit zurck; du aber nimm ihn auf wie mein 
eigen Herz.
PHM 1:13 Ich wollte ihn bei mir behalten, damit er mir an deiner Statt in 
den Banden des Evangeliums diene;
PHM 1:14 aber ohne deine Zustimmung wollte ich nichts tun, damit deine 
Wohltat nicht gleichsam erzwungen, sondern freiwillig wre.
PHM 1:15 Denn vielleicht ist er darum auf eine kurze Zeit von dir getrennt 
worden, damit du ihn auf ewig besitzest,
PHM 1:16 nicht mehr als einen Sklaven, sondern, was besser ist als ein 
Sklave, als einen geliebten Bruder, allermeist fr mich, wie viel mehr 
aber fr dich, sowohl im Fleische als im Herrn.
PHM 1:17 Wenn du mich nun fr einen Freund hltst, so nimm ihn auf, wie 
mich selbst.
PHM 1:18 Wenn er dir aber Schaden zugefgt hat oder etwas schuldig ist, so 
rechne das mir an.
PHM 1:19 Ich, Paulus, schreibe es eigenhndig: Ich will bezahlen; zu 
schweigen davon, da du auch dich selbst mir schuldig bist.
PHM 1:20 Ja, Bruder, la mich von dir Nutzen haben im Herrn! Erquicke mein 
Herz im Herrn!
PHM 1:21 Im Vertrauen auf deinen Gehorsam schreibe ich dir, weil ich wei, 
da du noch mehr tun wirst, als ich dir sage.
PHM 1:22 Zugleich aber bereite mir auch eine Herberge, denn ich hoffe, 
durch euer Gebet euch geschenkt zu werden.
PHM 1:23 Es gren dich Epaphras, mein Mitgefangener in Christus Jesus,
PHM 1:24 Markus, Aristarchus, Demas, Lukas, meine Mitarbeiter.
PHM 1:25 Die Gnade unsres Herrn Jesus Christus sei mit eurem Geiste! Amen.
HEB 1:1 Nachdem Gott vor Zeiten manchmal und auf mancherlei Weise zu den 
Vtern geredet hat durch die Propheten, hat er zuletzt in diesen Tagen zu 
uns geredet durch den Sohn,
HEB 1:2 welchen er zum Erben von allem eingesetzt, durch welchen er auch 
die Weltzeiten gemacht hat;
HEB 1:3 welcher, da er die Ausstrahlung seiner Herrlichkeit und der 
Ausdruck seines Wesens ist und alle Dinge trgt mit dem Wort seiner Kraft, 
und nachdem er die Reinigung unserer Snden durch sich selbst vollbracht, 
sich zur Rechten der Majestt in der Hhe gesetzt hat
HEB 1:4 und um so viel mchtiger geworden ist als die Engel, als der Name, 
den er ererbt hat, ihn vor ihnen auszeichnet.
HEB 1:5 Denn zu welchem von den Engeln hat er jemals gesagt: Du bist mein 
Sohn; heute habe ich dich gezeugt? Und wiederum: Ich werde sein Vater 
sein, und er wird mein Sohn sein?
HEB 1:6 Und wie er den Erstgeborenen wiederum in die Welt einfhrt, 
spricht er: Und es sollen ihn alle Engel Gottes anbeten!
HEB 1:7 Von den Engeln zwar heit es: Er macht seine Engel zu Winden und 
seine Diener zu Feuerflammen;
HEB 1:8 aber von dem Sohn: Dein Thron, o Gott, whrt von Ewigkeit zu 
Ewigkeit. Das Zepter deines Reiches ist ein gerades Zepter;
HEB 1:9 du hast Gerechtigkeit geliebt und Ungerechtigkeit gehat, darum 
hat dich, Gott, dein Gott mit Freudenl gesalbt, mehr als deine Genossen!
HEB 1:10 Und: Du, Herr, hast im Anfang die Erde gegrndet, und die Himmel 
sind deiner Hnde Werk.
HEB 1:11 Sie werden vergehen, du aber bleibst; sie werden alle veralten 
wie ein Kleid,
HEB 1:12 und wie einen Mantel wirst du sie zusammenrollen, und sie sollen 
verwandelt werden. Du aber bleibst, der du bist, und deine Jahre nehmen 
kein Ende.
HEB 1:13 Zu welchem von den Engeln aber hat er jemals gesagt: Setze dich 
zu meiner Rechten, bis ich deine Feinde hinlege als Schemel deiner Fe?
HEB 1:14 Sind sie nicht allzumal dienstbare Geister, ausgesandt zum 
Dienste um derer willen, welche das Heil ererben sollen?
HEB 2:1 Darum sollen wir desto mehr auf das achten, was wir gehrt haben, 
damit wir nicht etwa daran vorbeigleiten.
HEB 2:2 Denn wenn das durch Engel gesprochene Wort zuverlssig war und 
jede bertretung und jeder Ungehorsam den gerechten Lohn empfing,
HEB 2:3 wie wollen wir entfliehen, wenn wir ein so groes Heil versumen, 
welches zuerst durch den Herrn gepredigt wurde und dann von denen, die ihn 
gehrt hatten, uns besttigt worden ist?
HEB 2:4 Und Gott gab sein Zeugnis dazu mit Zeichen und Wundern und 
mancherlei Kraftwirkungen und Austeilungen des heiligen Geistes nach 
seinem Willen.
HEB 2:5 Denn nicht Engeln hat er die zuknftige Welt, von der wir reden, 
unterstellt.
HEB 2:6 Es bezeugt aber einer irgendwo und spricht: Was ist der Mensch, 
da du seiner gedenkst, oder des Menschen Sohn, da du zu ihm siehst?
HEB 2:7 Du hast ihn ein wenig niedriger gemacht als die Engel, mit 
Herrlichkeit und Ehre hast du ihn gekrnt; alles hast du unter seine Fe 
getan.
HEB 2:8 Indem er ihm aber alles unterwarf, lie er ihm nichts 
ununterworfen; jetzt aber sehen wir, da ihm noch nicht alles unterworfen 
ist;
HEB 2:9 den aber, der ein wenig unter die Engel erniedrigt worden ist, 
Jesus, sehen wir wegen des Todesleidens mit Herrlichkeit und Ehre gekrnt, 
damit er durch Gottes Gnade fr jedermann den Tod schmeckte.
HEB 2:10 Denn es ziemte dem, um dessentwillen alles und durch den alles 
ist, als er viele Kinder zur Herrlichkeit fhrte, den Anfhrer ihres Heils 
durch Leiden zu vollenden.
HEB 2:11 Denn sowohl der, welcher heiligt, als auch die, welche geheiligt 
werden, stammen alle von einem ab.
HEB 2:12 Aus diesem Grunde schmt er sich auch nicht, sie Brder zu 
nennen, sondern spricht: Ich will deinen Namen meinen Brdern 
verkndigen; inmitten der Gemeinde will ich dir lobsingen!
HEB 2:13 Und wiederum: Ich will mein Vertrauen auf ihn setzen; und 
wiederum: Siehe, ich und die Kinder, die mir Gott gegeben hat.
HEB 2:14 Da nun die Kinder Fleisch und Blut gemeinsam haben, ist er in 
hnlicher Weise dessen teilhaftig geworden, damit er durch den Tod den 
auer Wirksamkeit setzte, der des Todes Gewalt hat, nmlich den Teufel,
HEB 2:15 und alle diejenigen befreite, welche durch Todesfurcht ihr ganzes 
Leben hindurch in Knechtschaft gehalten wurden.
HEB 2:16 Denn er nimmt sich ja nicht der Engel an, sondern des Samens 
Abrahams nimmt er sich an.
HEB 2:17 Daher mute er in allem den Brdern hnlich werden, damit er 
barmherzig wrde und ein treuer Hoherpriester vor Gott, um die Snden des 
Volkes zu shnen;
HEB 2:18 denn worin er selbst gelitten hat, als er versucht wurde, kann er 
denen helfen, die versucht werden.
HEB 3:1 Daher, ihr heiligen Brder, Genossen einer himmlischen Berufung, 
betrachtet den Apostel und Hohenpriester unsres Bekenntnisses, Jesus,
HEB 3:2 welcher treu ist dem, der ihn gemacht hat, wie auch Mose, in 
seinem ganzen Hause.
HEB 3:3 Denn dieser ist grerer Ehre wertgeachtet worden als Mose, wie ja 
doch der, welcher ein Haus bereitet hat, mehr Ehre verdient als das Haus 
selbst.
HEB 3:4 Denn jedes Haus wird von jemand bereitet; der aber alles bereitet 
hat, ist Gott.
HEB 3:5 Auch Mose zwar ist treu gewesen in seinem ganzen Hause als Diener, 
zum Zeugnis dessen, was gesagt werden sollte,
HEB 3:6 Christus aber als Sohn ber sein eigenes Haus; sein Haus sind wir, 
wenn wir die Freimtigkeit und den Ruhm der Hoffnung bis zum Ende fest 
behalten.
HEB 3:7 Darum, wie der heilige Geist spricht: Heute, wenn ihr seine 
Stimme hren werdet, so verstocket eure Herzen nicht,
HEB 3:8 wie in der Verbitterung am Tage der Versuchung in der Wste, da 
mich eure Vter versuchten;
HEB 3:9 sie prften mich und sahen meine Werke vierzig Jahre lang.
HEB 3:10 Darum ward ich entrstet ber dieses Geschlecht und sprach: 
Immerdar irren sie mit ihrem Herzen!
HEB 3:11 Sie aber erkannten meine Wege nicht, so da ich schwur in meinem 
Zorn: Sie sollen nicht eingehen in meine Ruhe!
HEB 3:12 Sehet zu, ihr Brder, da nicht jemand von euch ein bses, 
unglubiges Herz habe, im Abfall begriffen von dem lebendigen Gott;
HEB 3:13 sondern ermahnet einander jeden Tag, solange es heute heit, 
damit nicht jemand unter euch verstockt werde durch Betrug der Snde!
HEB 3:14 Denn wir sind Christi Genossen geworden, wenn wir die anfngliche 
Zuversicht bis ans Ende festbehalten,
HEB 3:15 solange gesagt wird: Heute, wenn ihr seine Stimme hren werdet, 
so verstocket eure Herzen nicht, wie in der Verbitterung.
HEB 3:16 Welche wurden denn verbittert, als sie es hrten? Waren es denn 
nicht alle, die unter Mose aus gypten ausgezogen waren?
HEB 3:17 Welchen zrnte er aber vierzig Jahre lang? Waren es nicht die, 
welche gesndigt hatten, deren Leiber in der Wste fielen?
HEB 3:18 Welchen schwur er aber, da sie nicht in seine Ruhe eingehen 
sollten, als nur denen, die ungehorsam gewesen waren?
HEB 3:19 Und wir sehen, da sie nicht eingehen konnten wegen des 
Unglaubens.
HEB 4:1 So lat uns nun frchten, da nicht etwa, whrend doch eine 
Verheiung zum Eingang in seine Ruhe hinterlassen ist, jemand von euch als 
zu spt gekommen erscheine!
HEB 4:2 Denn auch uns ist die gute Botschaft verkndigt worden, gleichwie 
jenen; aber das Wort der Predigt half jenen nicht, weil es durch die Hrer 
nicht mit dem Glauben verbunden wurde.
HEB 4:3 Denn wir, die wir glubig geworden sind, gehen in die Ruhe ein, 
wie er gesagt hat: Da ich schwur in meinem Zorn, sie sollen nicht in 
meine Ruhe eingehen.
HEB 4:4 Und doch waren die Werke seit Grundlegung der Welt beendigt; denn 
er hat irgendwo von dem siebenten [Tag] also gesprochen: Und Gott ruhte 
am siebenten Tag von allen seinen Werken,
HEB 4:5 und in dieser Stelle wiederum: Sie sollen nicht in meine Ruhe 
eingehen!
HEB 4:6 Da nun noch vorbehalten bleibt, da etliche in sie eingehen 
sollen, und die, welchen zuerst die gute Botschaft verkndigt worden ist, 
wegen ihres Ungehorsams nicht eingegangen sind,
HEB 4:7 so bestimmt er wiederum einen Tag, ein Heute, indem er nach so 
langer Zeit durch David sagt, wie schon angefhrt: Heute, wenn ihr seine 
Stimme hren werdet, so verstocket eure Herzen nicht!
HEB 4:8 Denn htte Josua sie zur Ruhe gebracht, so wrde nicht hernach von 
einem anderen Tage gesprochen.
HEB 4:9 Also bleibt dem Volke Gottes noch eine Sabbatruhe vorbehalten;
HEB 4:10 denn wer in seine Ruhe eingegangen ist, der ruht auch selbst von 
seinen Werken, gleichwie Gott von den seinigen.
HEB 4:11 So wollen wir uns denn befleiigen, in jene Ruhe einzugehen, 
damit nicht jemand als gleiches Beispiel des Unglaubens zu Fall komme.
HEB 4:12 Denn das Wort Gottes ist lebendig und wirksam und schrfer als 
jedes zweischneidige Schwert, und es dringt durch, bis es scheidet Seele 
und Geist, auch Mark und Bein, und ist ein Richter der Gedanken und 
Gesinnungen des Herzens;
HEB 4:13 und keine Kreatur ist vor ihm unsichtbar, es ist aber alles blo 
und aufgedeckt vor den Augen dessen, welchem wir Rechenschaft zu geben 
haben.
HEB 4:14 Da wir nun einen groen Hohenpriester haben, der die Himmel 
durchschritten hat, Jesus, den Sohn Gottes, so lasset uns festhalten an 
dem Bekenntnis!
HEB 4:15 Denn wir haben nicht einen Hohenpriester, der kein Mitleid haben 
knnte mit unsren Schwachheiten, sondern der in allem gleich [wie wir] 
versucht worden ist, doch ohne Snde.
HEB 4:16 So lasset uns nun mit Freimtigkeit hinzutreten zum Thron der 
Gnade, damit wir Barmherzigkeit erlangen und Gnade finden zu rechtzeitiger 
Hilfe!
HEB 5:1 Denn jeder aus Menschen genommene Hohepriester wird fr Menschen 
eingesetzt, zum Dienst vor Gott, um sowohl Gaben darzubringen, als auch 
Opfer fr Snden.
HEB 5:2 Ein solcher kann Nachsicht ben mit den Unwissenden und Irrenden, 
da er auch selbst mit Schwachheit behaftet ist;
HEB 5:3 und ihretwegen mu er, wie fr das Volk, so auch fr sich selbst, 
opfern fr die Snden.
HEB 5:4 Und keiner nimmt sich selbst die Wrde, sondern er wird von Gott 
berufen, gleichwie Aaron.
HEB 5:5 So hat auch Christus sich nicht selbst die hohepriesterliche Wrde 
beigelegt, sondern der, welcher zu ihm sprach: Du bist mein Sohn; heute 
habe ich dich gezeugt.
HEB 5:6 Wie er auch an anderer Stelle spricht: Du bist ein Priester in 
Ewigkeit nach der Ordnung Melchisedeks.
HEB 5:7 Und er hat in den Tagen seines Fleisches Bitten und Flehen mit 
starkem Geschrei und Trnen dem dargebracht, der ihn vom Tode retten 
konnte, und ist auch erhrt [und befreit] worden von dem Zagen.
HEB 5:8 Und wiewohl er Sohn war, hat er doch an dem, was er litt, den 
Gehorsam gelernt;
HEB 5:9 und [so] zur Vollendung gelangt, ist er allen, die ihm gehorchen, 
der Urheber ewigen Heils geworden,
HEB 5:10 von Gott zubenannt: Hoherpriester nach der Ordnung Melchisedeks.
HEB 5:11 Davon haben wir nun viel zu sagen, und solches, was schwer zu 
erklren ist, weil ihr trge geworden seid zum Hren;
HEB 5:12 und obschon ihr der Zeit nach Lehrer sein solltet, habt ihr 
wieder ntig, da man euch gewisse Anfangsgrnde der Aussprche Gottes 
lehre, und seid der Milch bedrftig geworden und nicht fester Speise.
HEB 5:13 Denn wer noch Milch geniet, der ist unerfahren im Worte der 
Gerechtigkeit; denn er ist unmndig.
HEB 5:14 Die feste Speise aber ist fr die Gereiften, deren Sinne durch 
bung geschult sind zur Unterscheidung des Guten und des Bsen.
HEB 6:1 Darum wollen wir [jetzt] die Anfangslehre von Christus verlassen 
und zur Vollkommenheit bergehen, nicht abermals den Grund legen mit der 
Bue von toten Werken und dem Glauben an Gott,
HEB 6:2 mit der Lehre von Taufen, von der Handauflegung, der 
Totenauferstehung und dem ewigen Gericht.
HEB 6:3 Und das wollen wir tun, wenn Gott es zult.
HEB 6:4 Denn es ist unmglich, die, welche einmal erleuchtet worden sind 
und die himmlische Gabe geschmeckt haben und des heiligen Geistes 
teilhaftig geworden sind
HEB 6:5 und das gute Wort Gottes, dazu Krfte der zuknftigen Welt 
geschmeckt haben,
HEB 6:6 wenn sie dann abgefallen sind, wieder zu erneuern zur Bue, 
whrend sie sich selbst den Sohn Gottes wiederum kreuzigen und zum Gesptt 
machen!
HEB 6:7 Denn ein Erdreich, welches den Regen trinkt, der sich fters 
darber ergiet und ntzliches Gewchs hervorbringt denen, fr die es 
bebaut wird, empfngt Segen von Gott;
HEB 6:8 welches aber Dornen und Disteln trgt, ist untauglich und dem 
Fluche nahe, es wird zuletzt verbrannt.
HEB 6:9 Wir sind aber berzeugt, Brder, da euer Zustand besser ist und 
dem Heile nher kommt, obgleich wir so reden.
HEB 6:10 Denn Gott ist nicht ungerecht, da er eurer Arbeit und der Liebe 
verge, die ihr gegen seinen Namen bewiesen habt, indem ihr den Heiligen 
dientet und noch dienet.
HEB 6:11 Wir wnschen aber, da jeder von euch denselben Flei bis ans 
Ende beweise, entsprechend der vollen Gewiheit der Hoffnung,
HEB 6:12 da ihr ja nicht trge werdet, sondern Nachfolger derer, welche 
durch Glauben und Geduld die Verheiungen ererben.
HEB 6:13 Denn als Gott dem Abraham die Verheiung gab, schwur er, da er 
bei keinem Greren schwren konnte, bei sich selbst
HEB 6:14 und sprach: Wahrlich, ich will dich reichlich segnen und mchtig 
vermehren!
HEB 6:15 Und da er sich so geduldete, erlangte er die Verheiung.
HEB 6:16 Menschen schwren ja bei dem Greren, und fr sie ist der Eid 
das Ende alles Widerspruchs und dient als Brgschaft.
HEB 6:17 Darum ist Gott, als er den Erben der Verheiung in noch strkerem 
Mae beweisen wollte, wie unwandelbar sein Ratschlu sei, mit einem Eid 
ins Mittel getreten,
HEB 6:18 damit wir durch zwei unwandelbare Tatsachen, bei welchen Gott 
unmglich lgen konnte, einen starken Trost haben, wir, die wir unsere 
Zuflucht dazu nehmen, die dargebotene Hoffnung zu ergreifen,
HEB 6:19 [und] welche wir festhalten als einen sicheren und festen Anker 
der Seele, der auch hineinreicht ins Innere, hinter den Vorhang,
HEB 6:20 wohin als Vorlufer Jesus fr uns eingegangen ist, nach der 
Ordnung Melchisedeks Hoherpriester geworden in Ewigkeit.
HEB 7:1 Denn dieser Melchisedek (Knig zu Salem, Priester Gottes, des 
Allerhchsten, der Abraham entgegenkam, als er von der Niederwerfung der 
Knige zurckkehrte, und ihn segnete,
HEB 7:2 dem auch Abraham den Zehnten von allem gab, der zunchst, wenn man 
[seinen Namen] bersetzt, Knig der Gerechtigkeit heit, dann aber auch 
Knig von Salem, das heit Knig des Friedens,
HEB 7:3 ohne Vater, ohne Mutter, ohne Geschlechtsregister, der weder 
Anfang der Tage noch Ende des Lebens hat), der ist mit dem Sohne Gottes 
verglichen und bleibt Priester fr immerdar.
HEB 7:4 Sehet aber, wie gro der ist, dem auch Abraham, der Patriarch, den 
Zehnten von der Beute gab!
HEB 7:5 Zwar haben auch diejenigen von den Shnen Levis, welche das 
Priesteramt empfangen, den Auftrag, vom Volke den Zehnten zu nehmen nach 
dem Gesetz, also von ihren Brdern, obschon diese aus Abrahams Lenden 
hervorgegangen sind;
HEB 7:6 der aber, der sein Geschlecht nicht von ihnen herleitet, hat von 
Abraham den Zehnten genommen und den gesegnet, der die Verheiungen hatte!
HEB 7:7 Nun ist es aber unwidersprechlich so, da das Geringere von dem 
Hheren gesegnet wird;
HEB 7:8 und hier zwar nehmen sterbliche Menschen den Zehnten, dort aber 
einer, von welchem bezeugt wird, da er lebt.
HEB 7:9 Und sozusagen ist durch Abraham auch fr Levi, den 
Zehntenempfnger, der Zehnte entrichtet worden;
HEB 7:10 denn er war noch in der Lende des Vaters, als dieser mit 
Melchisedek zusammentraf!
HEB 7:11 Wenn nun das Vollkommenheit wre, was durch das levitische 
Priestertum kam (denn unter diesem hat das Volk das Gesetz empfangen), 
wozu wre es noch ntig, da ein anderer Priester nach der Ordnung 
Melchisedeks auftrete und nicht einer nach der Ordnung Aarons 
bezeichnet werde?
HEB 7:12 Denn wenn das Priestertum verndert wird, so mu notwendigerweise 
auch eine nderung des Gesetzes erfolgen.
HEB 7:13 Denn der, auf welchen sich jener Ausspruch bezieht, gehrt einem 
andern Stamme an, von welchem keiner des Altars gepflegt hat;
HEB 7:14 denn es ist ja bekannt, da unser Herr aus Juda entsprossen ist, 
zu welchem Stamm Mose nichts auf Priester bezgliches geredet hat.
HEB 7:15 Und noch viel klarer liegt die Sache, wenn nach der hnlichkeit 
mit Melchisedek ein anderer Priester aufsteht,
HEB 7:16 welcher es nicht nach dem Gesetz eines fleischlichen Gebotes 
geworden ist, sondern nach der Kraft unauflslichen Lebens;
HEB 7:17 denn es wird bezeugt: Du bist Priester in Ewigkeit nach der 
Ordnung Melchisedeks.
HEB 7:18 Da erfolgt ja sogar eine Aufhebung des vorher gltigen Gebotes, 
seiner Schwachheit und Nutzlosigkeit wegen
HEB 7:19 (denn das Gesetz hat nichts zur Vollkommenheit gebracht), 
zugleich aber die Einfhrung einer besseren Hoffnung, durch welche wir 
Gott nahen knnen.
HEB 7:20 Und um so mehr, als dies nicht ohne Eidschwur geschah; denn jene 
sind ohne Eidschwur Priester geworden,
HEB 7:21 dieser aber mit einem Eid durch den, der zu ihm sprach: Der Herr 
hat geschworen und es wird ihn nicht gereuen: Du bist Priester in 
Ewigkeit;
HEB 7:22 um so viel mehr ist Jesus auch eines bessern Bundes Brge 
geworden.
HEB 7:23 Und jene sind in groer Anzahl Priester geworden, weil der Tod 
sie am Bleiben verhinderte;
HEB 7:24 er aber hat, weil er in Ewigkeit bleibt, ein unbertragbares 
Priestertum.
HEB 7:25 Daher kann er auch bis aufs uerste die retten, welche durch ihn 
zu Gott kommen, da er immerdar lebt, um fr sie einzutreten!
HEB 7:26 Denn ein solcher Hoherpriester geziemte uns, der heilig, 
unschuldig, unbefleckt, von den Sndern abgesondert und hher als der 
Himmel ist,
HEB 7:27 der nicht wie die Hohenpriester tglich ntig hat, zuerst fr die 
eigenen Snden Opfer darzubringen, darnach fr die des Volkes; denn das 
hat er ein fr allemal getan, indem er sich selbst zum Opfer brachte.
HEB 7:28 Denn das Gesetz macht Menschen zu Hohenpriestern, die mit 
Schwachheit behaftet sind, das Wort des Eidschwurs aber, der nach der Zeit 
des Gesetzes erfolgte, den Sohn, welcher fr alle Ewigkeit vollendet ist.
HEB 8:1 Die Hauptsache aber bei dem, was wir sagten, ist: Wir haben einen 
solchen Hohenpriester, der zur Rechten des Thrones der Majestt im Himmel 
sitzt,
HEB 8:2 einen Diener des Heiligtums und der wahrhaftigen Stiftshtte, 
welche der Herr errichtet hat, und nicht ein Mensch.
HEB 8:3 Denn jeder Hoherpriester wird eingesetzt, um Gaben und Opfer 
darzubringen; daher mu auch dieser etwas haben, was er darbringen kann.
HEB 8:4 Wenn er sich nun auf Erden befnde, so wre er nicht einmal 
Priester, weil hier solche sind, die nach dem Gesetz die Gaben opfern.
HEB 8:5 Diese dienen einem Abbild und Schatten des Himmlischen, gem der 
Weisung, die Mose erhielt, als er die Stiftshtte anfertigen wollte: 
Siehe zu, hie es, da du alles nach dem Vorbild machst, das dir auf 
dem Berge gezeigt worden ist!
HEB 8:6 Nun aber hat er einen um so bedeutenderen Dienst erlangt, als er 
auch eines besseren Bundes Mittler ist, der auf besseren Verheiungen ruht.
HEB 8:7 Denn wenn jener erste [Bund] tadellos gewesen wre, so wrde nicht 
Raum fr einen zweiten gesucht.
HEB 8:8 Denn er tadelt sie doch, indem er spricht: Siehe, es kommen Tage, 
spricht der Herr, da ich mit dem Hause Israel und mit dem Hause Juda einen 
neuen Bund schlieen werde;
HEB 8:9 nicht wie der Bund, den ich mit ihren Vtern gemacht habe an dem 
Tage, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus gyptenland zu fhren 
(denn sie sind nicht in meinem Bund geblieben, und ich lie sie gehen, 
spricht der Herr),
HEB 8:10 sondern das ist der Bund, den ich mit dem Hause Israel machen 
will nach jenen Tagen, spricht der Herr: Ich will ihnen meine Gesetze in 
den Sinn geben und sie in ihre Herzen schreiben, und ich will ihr Gott 
sein, und sie sollen mein Volk sein.
HEB 8:11 Und es wird keiner mehr seinen Mitbrger und keiner mehr seinen 
Bruder lehren und sagen: Erkenne den Herrn! denn es werden mich alle 
kennen, vom Kleinsten bis zum Grten unter ihnen;
HEB 8:12 denn ich werde gndig sein gegen ihre Ungerechtigkeiten und ihrer 
Snden nicht mehr gedenken.
HEB 8:13 Indem er sagt: Einen neuen, hat er den ersten fr veraltet 
erklrt; was aber veraltet ist und sich berlebt hat, das wird bald 
verschwinden.
HEB 9:1 Es hatte nun zwar auch der erste [Bund] gottesdienstliche 
Ordnungen und das irdische Heiligtum.
HEB 9:2 Denn es war ein Zelt aufgerichtet, das vordere, in welchem sich 
der Leuchter und der Tisch und die Schaubrote befanden; dieses wird das 
Heilige genannt.
HEB 9:3 Hinter dem zweiten Vorhang aber befand sich das Zelt, welches das 
Allerheiligste heit;
HEB 9:4 zu diesem gehrt der goldene Rucheraltar und die Bundeslade, 
allenthalben mit Gold berzogen, und in dieser war der goldene Krug mit 
dem Manna und die Rute Aarons, die geblht hatte, und die Tafeln des 
Bundes;
HEB 9:5 oben ber ihr aber die Cherubim der Herrlichkeit, die den 
Shndeckel berschatteten, worber jetzt nicht im einzelnen zu reden ist.
HEB 9:6 Da nun dieses so eingerichtet ist, betreten zwar die Priester 
allezeit das vordere Zelt zur Verrichtung des Gottesdienstes;
HEB 9:7 in das zweite Zelt aber geht einmal im Jahr nur der Hohepriester, 
nicht ohne Blut, das er fr sich selbst und fr die Versehen des Volkes 
darbringt.
HEB 9:8 Damit zeigt der heilige Geist deutlich, da der Weg zum Heiligtum 
noch nicht geoffenbart sei, solange das vordere Zelt Bestand habe.
HEB 9:9 Dieses ist ein Gleichnis fr die gegenwrtige Zeit, da noch Gaben 
und Opfer dargebracht werden, welche, was das Gewissen anbelangt, den 
nicht vollkommen machen knnen, der den Gottesdienst verrichtet,
HEB 9:10 da er sich nur auf Speisen und Getrnke und verschiedene 
Waschungen bezieht, auf fleischliche Verordnungen, welche bis zur Zeit der 
Zurechtbringung auferlegt sind.
HEB 9:11 Als aber Christus kam als ein Hoherpriester der zuknftigen 
Gter, ist er durch das grere und vollkommenere Zelt, das nicht mit 
Hnden gemacht, das heit nicht von dieser Schpfung ist,
HEB 9:12 auch nicht durch das Blut von Bcken und Klbern, sondern durch 
sein eigenes Blut ein fr allemal in das Heiligtum eingegangen und hat 
eine ewige Erlsung erfunden.
HEB 9:13 Denn wenn das Blut von Bcken und Stieren und die Besprengung mit 
der Asche der jungen Kuh die Verunreinigten heiligt zu leiblicher 
Reinigkeit,
HEB 9:14 wieviel mehr wird das Blut Christi, der durch ewigen Geist sich 
selbst als ein tadelloses Opfer Gott dargebracht hat, unser Gewissen 
reinigen von toten Werken, zu dienen dem lebendigen Gott!
HEB 9:15 Darum ist er auch Mittler eines neuen Bundes, damit (nach 
Verbung des Todes zur Erlsung von den unter dem ersten Bunde begangenen 
bertretungen) die Berufenen das verheiene ewige Erbe empfingen.
HEB 9:16 Denn wo ein Testament ist, da mu notwendig der Tod des Testators 
erwiesen werden;
HEB 9:17 denn ein Testament tritt auf Todesfall hin in kraft, da es keine 
Gltigkeit hat, solange der Testator lebt.
HEB 9:18 Daher wurde auch der erste Bund nicht ohne Blut eingeweiht.
HEB 9:19 Denn nachdem jedes einzelne Gebot nach dem Gesetz von Mose dem 
ganzen Volke vorgelegt worden war, nahm er das Blut der Klber und Bcke 
mit Wasser und Purpurwolle und Ysop und besprengte sowohl das Buch selbst 
als auch das ganze Volk,
HEB 9:20 wobei er sprach: Dies ist das Blut des Bundes, welchen Gott euch 
verordnet hat!
HEB 9:21 Auch das Zelt und alle Gerte des Gottesdienstes besprengte er in 
gleicher Weise mit Blut;
HEB 9:22 und fast alles wird nach dem Gesetz mit Blut gereinigt, und ohne 
Blutvergieen geschieht keine Vergebung.
HEB 9:23 So ist es also notwendig, da die Abbilder der im Himmel 
befindlichen Dinge durch solches gereinigt werden, die himmlischen Dinge 
selbst aber durch bessere Opfer als diese.
HEB 9:24 Denn nicht in ein mit Hnden gemachtes Heiligtum, in ein Nachbild 
des wahrhaften, ist Christus eingegangen, sondern in den Himmel selbst, um 
jetzt zu erscheinen vor dem Angesichte Gottes fr uns;
HEB 9:25 auch nicht, um sich selbst fters zu opfern, gleichwie der 
Hohepriester jedes Jahr mit fremdem Blut ins Heiligtum hineingeht; denn 
sonst htte er ja fters leiden mssen von Grundlegung der Welt an!
HEB 9:26 Nun aber ist er einmal gegen das Ende der Weltzeiten hin 
erschienen zur Aufhebung der Snde durch das Opfer seiner selbst;
HEB 9:27 und so gewi den Menschen bestimmt ist, einmal zu sterben, 
darnach aber das Gericht,
HEB 9:28 so wird auch Christus, nachdem er sich einmal zum Opfer 
dargebracht hat, um die Snden vieler auf sich zu nehmen, zum zweitenmal 
ohne Snde denen erscheinen, die auf ihn warten, zum Heil.
HEB 10:1 Denn weil das Gesetz nur einen Schatten der zuknftigen Gter 
hat, nicht das Ebenbild der Dinge selbst, so kann es auch mit den gleichen 
alljhrlichen Opfern, welche man immer wieder darbringt, die 
Hinzutretenden niemals vollkommen machen!
HEB 10:2 Htte man sonst nicht aufgehrt, Opfer darzubringen, wenn die, 
welche den Gottesdienst verrichten, einmal gereinigt, kein Bewutsein von 
Snden mehr gehabt htten?
HEB 10:3 Statt dessen erfolgt durch dieselben nur alle Jahre eine 
Erinnerung an die Snden.
HEB 10:4 Denn unmglich kann Blut von Ochsen und Bcken Snden wegnehmen!
HEB 10:5 Darum spricht er bei seinem Eintritt in die Welt: Opfer und 
Gaben hast du nicht gewollt; einen Leib aber hast du mir zubereitet.
HEB 10:6 Brandopfer und Sndopfer gefallen dir nicht.
HEB 10:7 Da sprach ich: Siehe, ich komme (in der Buchrolle steht von mir 
geschrieben), da ich tue, o Gott, deinen Willen.
HEB 10:8 Indem er oben sagt: Opfer und Gaben, Brandopfer und Sndopfer 
hast du nicht gewollt, sie gefallen dir auch nicht (die nach dem Gesetz 
dargebracht werden),
HEB 10:9 und dann fortfhrt: Siehe, ich komme, zu tun deinen Willen, 
hebt er das erstere auf, um das andere einzusetzen.
HEB 10:10 In diesem Willen sind wir geheiligt durch die Aufopferung des 
Leibes Jesu Christi ein fr allemal.
HEB 10:11 Und jeder Priester steht da und verrichtet tglich den 
Gottesdienst und bringt fters dieselben Opfer dar, welche doch niemals 
Snden wegnehmen knnen;
HEB 10:12 dieser aber hat sich, nachdem er ein einziges Opfer fr die 
Snden dargebracht hat, fr immer zur Rechten Gottes gesetzt
HEB 10:13 und wartet hinfort, bis alle seine Feinde als Schemel seiner 
Fe hingelegt werden;
HEB 10:14 denn mit einem einzigen Opfer hat er die, welche geheiligt 
werden, fr immer vollendet.
HEB 10:15 Das bezeugt uns aber auch der heilige Geist;
HEB 10:16 denn, nachdem gesagt worden ist: Das ist der Bund, den ich mit 
ihnen schlieen will nach diesen Tagen, spricht der Herr: Ich will meine 
Gesetze in ihre Herzen geben und sie in ihre Sinne schreiben,
HEB 10:17 und ihrer Snden und ihrer Ungerechtigkeiten will ich nicht mehr 
gedenken.
HEB 10:18 Wo aber Vergebung fr diese ist, da ist kein Opfer mehr fr 
Snde.
HEB 10:19 Da wir nun, ihr Brder, kraft des Blutes Jesu Freimtigkeit 
haben zum Eingang in das Heiligtum,
HEB 10:20 welchen er uns eingeweiht hat als neuen und lebendigen Weg durch 
den Vorhang hindurch, das heit, durch sein Fleisch,
HEB 10:21 und einen [so] groen Priester ber das Haus Gottes haben,
HEB 10:22 so lasset uns hinzutreten mit wahrhaftigem Herzen, in voller 
Glaubenszuversicht, durch Besprengung der Herzen los vom bsen Gewissen 
und gewaschen am Leibe mit reinem Wasser.
HEB 10:23 Lasset uns festhalten am Bekenntnis der Hoffnung, ohne zu wanken 
(denn er ist treu, der die Verheiung gegeben hat);
HEB 10:24 und lasset uns aufeinander achten, uns gegenseitig anzuspornen 
zur Liebe und zu guten Werken,
HEB 10:25 indem wir unsere eigene Versammlung nicht verlassen, wie etliche 
zu tun pflegen, sondern einander ermahnen, und das um so viel mehr, als 
ihr den Tag herannahen sehet!
HEB 10:26 Denn wenn wir freiwillig sndigen, nachdem wir die Erkenntnis 
der Wahrheit empfangen haben, so bleibt fr Snden kein Opfer mehr brig,
HEB 10:27 sondern ein schreckliches Erwarten des Gerichts und Feuereifers, 
der die Widerspenstigen verzehren wird.
HEB 10:28 Wenn jemand das Gesetz Moses miachtet, mu er ohne 
Barmherzigkeit auf die Aussage von zwei oder drei Zeugen hin sterben,
HEB 10:29 wieviel rgerer Strafe, meinet ihr, wird derjenige schuldig 
erachtet werden, der den Sohn Gottes mit Fen getreten und das Blut des 
Bundes, durch welches er geheiligt wurde, fr gemein geachtet und den 
Geist der Gnade geschmht hat?
HEB 10:30 Denn wir kennen den, der da sagt: Die Rache ist mein; ich will 
vergelten! und wiederum: Der Herr wird sein Volk richten.
HEB 10:31 Schrecklich ist es, in die Hnde des lebendigen Gottes zu fallen!
HEB 10:32 Gedenket aber der frheren Tage, in welchen ihr nach eurer 
Erleuchtung unter Leiden viel Kampf erduldet habt,
HEB 10:33 da ihr teils selbst Schmhungen und Drangsalen ffentlich 
preisgegeben waret, teils mit denen Gemeinschaft hattet, welche so 
behandelt wurden;
HEB 10:34 denn ihr habt den Gefangenen Teilnahme bewiesen und den Raub 
eurer Gter mit Freuden hingenommen, in der Erkenntnis, da ihr selbst ein 
besseres und bleibendes Gut besitzet.
HEB 10:35 So werfet nun eure Freimtigkeit nicht weg, welche eine groe 
Belohnung hat!
HEB 10:36 Denn Ausdauer tut euch not, damit ihr nach Erfllung des 
gttlichen Willens die Verheiung erlanget.
HEB 10:37 Denn noch eine kleine, ganz kleine Weile, so wird kommen, der da 
kommen soll und nicht verziehen.
HEB 10:38 Mein Gerechter aber wird aus Glauben leben; zieht er sich aber 
aus Feigheit zurck, so wird meine Seele kein Wohlgefallen an ihm haben.
HEB 10:39 Wir aber sind nicht von denen, die feige zurckweichen zum 
Verderben, sondern die da glauben zur Rettung der Seele.
HEB 11:1 Es ist aber der Glaube ein Beharren auf dem, was man hofft, eine 
berzeugung von Tatsachen, die man nicht sieht.
HEB 11:2 Durch solchen haben die Alten ein gutes Zeugnis erhalten.
HEB 11:3 Durch Glauben erkennen wir, da die Weltzeiten durch Gottes Wort 
bereitet worden sind, also das, was man sieht, aus Unsichtbarem entstanden 
ist.
HEB 11:4 Durch Glauben brachte Abel Gott ein greres Opfer dar als Kain; 
durch ihn erhielt er das Zeugnis, da er gerecht sei, indem Gott ber 
seine Gaben Zeugnis ablegte, und durch ihn redet er noch, wiewohl er 
gestorben ist.
HEB 11:5 Durch Glauben wurde Enoch entrckt, so da er den Tod nicht sah, 
und er wurde nicht mehr gefunden, weil Gott ihn entrckt hatte; denn vor 
seiner Entrckung wurde ihm das Zeugnis gegeben, da er Gott wohlgefallen 
habe.
HEB 11:6 Ohne Glauben aber ist es unmglich, ihm wohlzugefallen; denn wer 
zu Gott kommen soll, mu glauben, da er ist und die, welche ihn suchen, 
belohnen wird.
HEB 11:7 Durch Glauben baute Noah, als er betreffs dessen, was man noch 
nicht sah, eine Weissagung empfangen hatte, in ehrerbietiger Scheu eine 
Arche zur Rettung seines Hauses; durch ihn verurteilte er die Welt und 
wurde ein Erbe der Glaubensgerechtigkeit.
HEB 11:8 Durch Glauben gehorchte Abraham, als er berufen wurde, nach einem 
Ort auszuziehen, den er zum Erbteil empfangen sollte; und er zog aus, ohne 
zu wissen, wohin er komme.
HEB 11:9 Durch Glauben siedelte er sich im Lande der Verheiung an, als in 
einem fremden, und wohnte in Zelten mit Isaak und Jakob, den Miterben 
derselben Verheiung;
HEB 11:10 denn er wartete auf die Stadt, welche die Grundfesten hat, deren 
Baumeister und Schpfer Gott ist.
HEB 11:11 Durch Glauben erhielt auch Sara Kraft zur Grndung einer 
Nachkommenschaft trotz ihres Alters, weil sie den fr treu achtete, der es 
verheien hatte.
HEB 11:12 Darum sind auch von einem einzigen, und zwar erstorbenen [Leibe] 
Kinder entsprossen wie die Sterne des Himmels an Menge und wie der Sand am 
Gestade des Meeres, der nicht zu zhlen ist.
HEB 11:13 Diese alle sind im Glauben gestorben, ohne das Verheiene 
empfangen zu haben, sondern sie haben es nur von ferne gesehen und begrt 
und bekannt, da sie Fremdlinge und Pilgrime seien auf Erden;
HEB 11:14 denn die solches sagen, zeigen damit an, da sie ein Vaterland 
suchen.
HEB 11:15 Und htten sie dabei an jenes gedacht, von welchem sie 
ausgezogen waren, so htten sie ja Zeit gehabt zurckzukehren;
HEB 11:16 nun aber trachten sie nach einem besseren, nmlich einem 
himmlischen. Darum schmt sich Gott nicht, ihr Gott zu heien; denn er hat 
ihnen eine Stadt zubereitet.
HEB 11:17 Durch Glauben brachte Abraham den Isaak dar, als er versucht 
wurde, und opferte den Eingeborenen, er, der die Verheiungen empfangen 
hatte,
HEB 11:18 zu welchem gesagt worden war: In Isaak soll dir ein Same 
berufen werden.
HEB 11:19 Er zhlte eben darauf, da Gott imstande sei, auch von den Toten 
zu erwecken, weshalb er ihn auch, wie durch ein Gleichnis, wieder erhielt.
HEB 11:20 Durch Glauben segnete auch Isaak den Jakob und Esau betreffs der 
zuknftigen Dinge.
HEB 11:21 Durch Glauben segnete Jakob bei seinem Sterben einen jeden der 
Shne Josephs und betete an, auf seinen Stab gesttzt.
HEB 11:22 Durch Glauben gedachte Joseph bei seinem Ende des Auszuges der 
Kinder Israel und gab Befehl wegen seiner Gebeine.
HEB 11:23 Durch Glauben wurde Mose nach seiner Geburt von seinen Eltern 
drei Monate lang verborgen gehalten, weil sie sahen, da er ein schnes 
Kind war, und sie des Knigs Gebot nicht frchteten.
HEB 11:24 Durch Glauben weigerte sich Mose, als er gro geworden war, ein 
Sohn der Tochter des Pharao zu heien.
HEB 11:25 Er wollte lieber mit dem Volke Gottes Ungemach leiden, als 
zeitliche Ergtzung der Snde haben,
HEB 11:26 da er die Schmach Christi fr greren Reichtum hielt als die 
Schtze gyptens; denn er sah die Belohnung an.
HEB 11:27 Durch Glauben verlie er gypten, ohne den Grimm des Knigs zu 
frchten; denn er hielt sich an den Unsichtbaren, als she er ihn.
HEB 11:28 Durch Glauben hat er das Passah veranstaltet und das Besprengen 
mit Blut, damit der Wrgengel ihre Erstgeborenen nicht anrhre.
HEB 11:29 Durch Glauben gingen sie durch das Rote Meer wie durch trockenes 
Land; whrend die gypter, als sie das auch versuchten, ertranken.
HEB 11:30 Durch Glauben fielen die Mauern von Jericho, nachdem sie sieben 
Tage umzogen worden waren.
HEB 11:31 Durch Glauben kam Rahab, die Dirne, nicht mit den Ungehorsamen 
um, weil sie die Kundschafter mit Frieden aufgenommen hatte.
HEB 11:32 Und was soll ich noch sagen? Die Zeit wrde mir fehlen, wenn ich 
erzhlen wollte von Gideon, Barak, Simson, Jephta, David und Samuel und 
den Propheten,
HEB 11:33 welche durch Glauben Knigreiche bezwangen, Gerechtigkeit 
wirkten, Verheiungen erlangten, der Lwen Rachen verstopften.
HEB 11:34 Sie haben die Gewalt des Feuers ausgelscht, sind des Schwertes 
Schrfe entronnen, von Schwachheit zu Kraft gekommen, stark geworden im 
Streit, haben der Fremden Heere in die Flucht gejagt.
HEB 11:35 Frauen erhielten ihre Toten durch Auferstehung wieder; andere 
aber lieen sich martern und nahmen die Befreiung nicht an, um eine 
bessere Auferstehung zu erlangen.
HEB 11:36 Andere erfuhren Spott und Geielung, dazu Ketten und Gefngnis;
HEB 11:37 sie wurden gesteinigt, verbrannt, zersgt, erlitten den Tod 
durchs Schwert, zogen umher in Schafspelzen und Ziegenfellen, erlitten 
Mangel, Bedrckung, Mihandlung;
HEB 11:38 sie, derer die Welt nicht wert war, irrten umher in Wsten und 
Gebirgen, in Hhlen und Lchern der Erde.
HEB 11:39 Und diese alle, obschon sie hinsichtlich des Glaubens ein gutes 
Zeugnis erhielten, haben das Verheiene nicht erlangt,
HEB 11:40 weil Gott fr uns etwas Besseres vorgesehen hat, damit sie nicht 
ohne uns vollendet wrden.
HEB 12:1 Darum auch wir, weil wir eine solche Wolke von Zeugen um uns 
haben, lasset uns jede Last und die uns so leicht umstrickende Snde 
ablegen und mit Ausdauer die Rennbahn durchlaufen, welche vor uns liegt,
HEB 12:2 im Aufblick auf Jesus, den Anfnger und Vollender des Glaubens, 
welcher fr die vor ihm liegende Freude das Kreuz erduldete, die Schande 
nicht achtete und sich zur Rechten des Thrones Gottes gesetzt hat.
HEB 12:3 Achtet auf ihn, der solchen Widerspruch von den Sndern gegen 
sich erduldet hat, damit ihr nicht mde werdet und den Mut verliert!
HEB 12:4 Ihr habt noch nicht bis aufs Blut widerstanden im Kampf wider die 
Snde
HEB 12:5 und habt das Trostwort vergessen, womit ihr als Shne angeredet 
werdet: Mein Sohn, achte nicht gering die Zchtigung des Herrn und 
verzage nicht, wenn du von ihm gestraft wirst!
HEB 12:6 Denn welchen der Herr lieb hat, den zchtigt er, und er geielt 
einen jeglichen Sohn, den er aufnimmt.
HEB 12:7 Wenn ihr Zchtigung erduldet, so behandelt euch Gott ja als 
Shne; denn wo ist ein Sohn, den der Vater nicht zchtigt?
HEB 12:8 Seid ihr aber ohne Zchtigung, derer sie alle teilhaftig geworden 
sind, so seid ihr ja unecht und keine Shne!
HEB 12:9 Sodann hatten wir auch unsere leiblichen Vter zu Zuchtmeistern 
und scheuten sie; sollten wir jetzt nicht vielmehr dem Vater der Geister 
untertan sein und leben?
HEB 12:10 Denn jene haben uns fr wenige Tage gezchtigt, nach ihrem 
Gutdnken; er aber zu unsrem Besten, damit wir seiner Heiligkeit 
teilhaftig werden.
HEB 12:11 Alle Zchtigung aber, wenn sie da ist, dnkt uns nicht zur 
Freude, sondern zur Traurigkeit zu dienen; hernach aber gibt sie eine 
friedsame Frucht der Gerechtigkeit denen, die dadurch gebt sind.
HEB 12:12 Darum recket wieder aus die schlaff gewordenen Hnde und die 
erlahmten Knie
HEB 12:13 und tut gerade Tritte mit euren Fen, damit das Lahme nicht 
abweiche, sondern vielmehr geheilt werde!
HEB 12:14 Jaget nach dem Frieden mit jedermann und der Heiligung, ohne 
welche niemand den Herrn sehen wird!
HEB 12:15 Und sehet darauf, da nicht jemand die Gnade Gottes versume, 
da nicht etwa eine bittere Wurzel aufwachse und Strungen verursache und 
viele dadurch befleckt werden,
HEB 12:16 da nicht jemand ein Unzchtiger oder ein gemeiner Mensch sei 
wie Esau, der um einer Speise willen sein Erstgeburtsrecht verkaufte.
HEB 12:17 Denn ihr wisset, da er nachher, als er den Segen ererben 
wollte, verworfen wurde, denn er fand keinen Raum zur Bue, obschon er den 
Segen mit Trnen suchte.
HEB 12:18 Denn ihr seid nicht zu dem Berg gekommen, den man anrhren 
konnte, und zu dem glhenden Feuer, noch zu dem Dunkel, der Finsternis und 
dem Ungewitter,
HEB 12:19 noch zu dem Schall der Posaune und der Stimme der Worte, bei der 
die Zuhrer sich erbaten, da nicht weiter zu ihnen geredet werde; denn 
sie ertrugen nicht, was befohlen war:
HEB 12:20 Und wenn ein Tier den Berg berhrt, soll es gesteinigt werden!
HEB 12:21 und so schrecklich war die Erscheinung, da Mose sprach: Ich 
bin erschrocken und zittere!
HEB 12:22 sondern ihr seid gekommen zu dem Berge Zion und zu der Stadt des 
lebendigen Gottes, dem himmlischen Jerusalem, und zu Zehntausenden von 
Engeln,
HEB 12:23 zur Festversammlung und Gemeinde der Erstgeborenen, die im 
Himmel angeschrieben sind, und zu Gott, dem Richter ber alle, und zu den 
Geistern der vollendeten Gerechten
HEB 12:24 und zu Jesus, dem Mittler des neuen Bundes, und zu dem Blut der 
Besprengung, das Besseres redet als Abels Blut.
HEB 12:25 Sehet zu, da ihr den nicht abweiset, der da redet! Denn wenn 
jene nicht entflohen sind, die es sich verbaten, als er auf Erden redete, 
wieviel weniger wir, wenn wir uns von dem abwenden, der es vom Himmel 
herab tut,
HEB 12:26 dessen Stimme damals die Erde bewegte; nun aber hat er 
verheien: Noch einmal will ich bewegen, nicht allein die Erde, sondern 
auch den Himmel!
HEB 12:27 Dieses noch einmal deutet hin auf die Vernderung des 
Beweglichen, weil Erschaffenen, damit das Unbewegliche bleibe.
HEB 12:28 Darum, weil wir ein unbewegliches Reich empfangen, lasset uns 
Dank beweisen, durch welchen wir Gott wohlgefllig dienen wollen mit Scheu 
und Furcht!
HEB 12:29 Denn auch unser Gott ist ein verzehrendes Feuer.
HEB 13:1 Die Bruderliebe soll bleiben!
HEB 13:2 Gastfrei zu sein vergesset nicht; denn dadurch haben etliche ohne 
ihr Wissen Engel beherbergt.
HEB 13:3 Gedenket der Gefangenen als Mitgefangene und derer, die Ungemach 
leiden, als solche, die selbst auch noch im Leibe leben.
HEB 13:4 Die Ehe ist von allen in Ehren zu halten und das Ehebett 
unbefleckt; denn Hurer und Ehebrecher wird Gott richten!
HEB 13:5 Der Wandel sei ohne Geiz! Begnget euch mit dem Vorhandenen! Denn 
er selbst hat gesagt: Ich will dich nicht verlassen noch versumen!
HEB 13:6 Also da wir getrost sagen mgen: Der Herr ist mein Helfer; ich 
frchte mich nicht! Was knnen Menschen mir tun?
HEB 13:7 Gedenket eurer Fhrer, die euch das Wort Gottes gesagt haben; 
schauet das Ende ihres Wandels an und ahmet ihren Glauben nach!
HEB 13:8 Jesus Christus ist gestern und heute und derselbe auch in 
Ewigkeit!
HEB 13:9 Lasset euch nicht von mancherlei und fremden Lehren umhertreiben; 
denn es ist gut, da das Herz durch Gnade befestigt werde, nicht durch 
Speisen, mit welchen sich abzugeben noch niemand Nutzen gebracht hat.
HEB 13:10 Es gibt einen Altar, von welchem die Diener der Stiftshtte 
nicht essen drfen.
HEB 13:11 Denn von den Tieren, deren Blut fr die Snde durch den 
Hohenpriester ins Allerheiligste getragen wird, werden die Leiber 
auerhalb des Lagers verbrannt.
HEB 13:12 Darum hat auch Jesus, um das Volk durch sein eigenes Blut zu 
heiligen, auerhalb des Tores gelitten.
HEB 13:13 So lasset uns nun zu ihm hinausgehen, auerhalb des Lagers, und 
seine Schmach tragen!
HEB 13:14 Denn wir haben hier keine bleibende Stadt, sondern suchen die 
zuknftige.
HEB 13:15 Durch ihn lasset uns nun Gott allezeit ein Opfer des Lobes 
darbringen, das ist die Frucht der Lippen, die seinen Namen bekennen!
HEB 13:16 Wohlzutun und mitzuteilen vergesset nicht; denn solche Opfer 
gefallen Gott wohl!
HEB 13:17 Gehorchet euren Fhrern und folget ihnen; denn sie wachen ber 
eure Seelen als solche, die Rechenschaft ablegen sollen, damit sie das mit 
Freuden tun mgen und nicht mit Seufzen; denn das wre euch zum Schaden!
HEB 13:18 Betet fr uns! Denn wir sind berzeugt, ein gutes Gewissen zu 
haben, da wir uns allenthalben eines anstndigen Lebenswandels befleiigen.
HEB 13:19 Um so mehr aber ermahne ich euch, solches zu tun, damit ich euch 
desto blder wiedergeschenkt werde.
HEB 13:20 Der Gott des Friedens aber, der den groen Hirten der Schafe von 
den Toten ausgefhrt hat, mit dem Blut eines ewigen Bundes, unsren Herrn 
Jesus,
HEB 13:21 der rste euch mit allem Guten aus, seinen Willen zu tun, indem 
er selbst in euch schafft, was vor ihm wohlgefllig ist, durch Jesus 
Christus. Ihm sei die Ehre von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
HEB 13:22 Ich ermahne euch aber, ihr Brder, nehmet das Wort der Ermahnung 
an! Denn ich habe euch mit kurzen Worten geschrieben.
HEB 13:23 Wisset, da unser Bruder Timotheus freigelassen worden ist; wenn 
er bald kommt, will ich euch mit ihm besuchen.
HEB 13:24 Gret alle eure Fhrer und alle Heiligen! Es gren euch die 
von Italien!
HEB 13:25 Die Gnade sei mit euch allen!
JAM 1:1 Jakobus, Knecht Gottes und des Herrn Jesus Christus, grt die 
zwlf Stmme, die in der Zerstreuung sind!
JAM 1:2 Meine Brder, achtet es fr lauter Freude, wenn ihr in mancherlei 
Anfechtungen geratet,
JAM 1:3 da ihr ja wisset, da die Bewhrung eures Glaubens Geduld wirkt.
JAM 1:4 Die Geduld aber soll ein vollkommenes Werk haben, damit ihr 
vollkommen und ganz seiet und es euch an nichts mangle.
JAM 1:5 Wenn aber jemandem unter euch Weisheit mangelt, so erbitte er sie 
von Gott, der allen gern und ohne Vorwurf gibt, so wird sie ihm gegeben 
werden.
JAM 1:6 Er bitte aber im Glauben und zweifle nicht; denn wer zweifelt, 
gleicht der Meereswoge, die vom Winde hin und her getrieben wird.
JAM 1:7 Ein solcher Mensch denke nicht, da er etwas von dem Herrn 
empfangen werde.
JAM 1:8 Ein Mann mit geteiltem Herzen ist unbestndig in allen seinen 
Wegen.
JAM 1:9 Der Bruder aber, welcher niedrig gestellt ist, soll sich seiner 
Hoheit rhmen,
JAM 1:10 der Reiche dagegen seiner Niedrigkeit; denn wie eine Blume des 
Grases wird er vergehen.
JAM 1:11 Denn kaum ist die Sonne mit ihrer Hitze aufgegangen, so verdorrt 
das Gras, und seine Blume fllt ab, und seine schne Gestalt vergeht; so 
wird auch der Reiche in seinen Wegen verwelken.
JAM 1:12 Selig ist der Mann, der die Anfechtung erduldet; denn nachdem er 
sich bewhrt hat, wird er die Krone des Lebens empfangen, welche Gott 
denen verheien hat, die ihn lieben!
JAM 1:13 Niemand sage, wenn er versucht wird: Ich werde von Gott versucht. 
Denn Gott ist unangefochten vom Bsen; er selbst versucht aber auch 
niemand.
JAM 1:14 Sondern ein jeder wird versucht, wenn er von seiner eigenen Lust 
gereizt und gelockt wird.
JAM 1:15 Darnach, wenn die Lust empfangen hat, gebiert sie die Snde; die 
Snde aber, wenn sie vollendet ist, gebiert den Tod.
JAM 1:16 Irret euch nicht, meine lieben Brder:
JAM 1:17 Jede gute Gabe und jedes vollkommene Geschenk kommt von oben 
herab, von dem Vater der Lichter, bei welchem keine Vernderung ist, noch 
ein Schatten infolge von Wechsel.
JAM 1:18 Nach seinem Willen hat er uns erzeugt durch das Wort der 
Wahrheit, damit wir gleichsam Erstlinge seiner Geschpfe seien.
JAM 1:19 Darum, meine geliebten Brder, sei jeder Mensch schnell zum 
Hren, langsam aber zum Reden, langsam zum Zorn;
JAM 1:20 denn des Menschen Zorn wirkt nicht Gottes Gerechtigkeit!
JAM 1:21 Darum leget allen Schmutz und Vorrat von Bosheit ab und nehmet 
mit Sanftmut das [euch] eingepflanzte Wort auf, welches eure Seelen retten 
kann!
JAM 1:22 Seid aber Tter des Wortes und nicht Hrer allein, womit ihr euch 
selbst betrgen wrdet.
JAM 1:23 Denn wer [nur] Hrer des Wortes ist und nicht Tter, der gleicht 
einem Manne, der sein natrliches Angesicht im Spiegel beschaut;
JAM 1:24 er betrachtet sich und luft davon und hat bald vergessen, wie er 
gestaltet war.
JAM 1:25 Wer aber hineinschaut in das vollkommene Gesetz der Freiheit und 
dabei bleibt, nicht als vergelicher Hrer, sondern als wirklicher Tter, 
der wird selig sein in seinem Tun.
JAM 1:26 Wenn jemand fromm zu sein meint, seine Zunge aber nicht im Zaum 
hlt, sondern sein Herz betrgt, dessen Frmmigkeit ist wertlos.
JAM 1:27 Reine und makellose Frmmigkeit vor Gott dem Vater ist es, Waisen 
und Witwen in ihrer Trbsal zu besuchen und sich von der Welt unbefleckt 
zu erhalten.
JAM 2:1 Meine Brder, verbindet den Glauben an unsren Herrn der 
Herrlichkeit, Jesus Christus, nicht mit Ansehen der Person!
JAM 2:2 Denn wenn in eure Versammlung ein Mann kme mit goldenen Ringen 
und in prchtigem Kleide, es kme aber auch ein Armer in einem unsauberen 
Kleide,
JAM 2:3 und ihr wrdet euch nach dem umsehen, der das prchtige Kleid 
trgt, und zu ihm sagen: Setze du dich hier an diesen Platz! Zum Armen 
aber sprchet ihr: Bleib du dort stehen, oder setze dich unter meinen 
Fuschemel!
JAM 2:4 wrdet ihr da nicht Unterschiede untereinander machen und nach 
verwerflichen Grundstzen richten?
JAM 2:5 Hret, meine lieben Brder: Hat nicht Gott diejenigen erwhlt, die 
in den Augen der Welt arm sind, da sie reich im Glauben und Erben des 
Reiches wrden, das er denen verheien hat, die ihn lieben?
JAM 2:6 Ihr aber habt den Armen verachtet! Sind es nicht die Reichen, die 
euch vergewaltigen, und ziehen nicht sie euch vor Gericht?
JAM 2:7 Lstern nicht sie den schnen Namen, der euch beigelegt worden ist?
JAM 2:8 Wenn ihr das knigliche Gesetz erfllet nach dem Schriftwort: 
Liebe deinen Nchsten wie dich selbst! so tut ihr wohl;
JAM 2:9 wenn ihr aber die Person ansehet, so tut ihr Snde und werdet vom 
Gesetz als bertreter verurteilt.
JAM 2:10 Denn wer das ganze Gesetz hlt, aber in einem [Gebote] fehlt, der 
ist in allem schuldig geworden;
JAM 2:11 denn der, welcher gesagt hat: Du sollst nicht ehebrechen, der 
hat auch gesagt: Du sollst nicht tten. Wenn du nun zwar nicht die Ehe 
brichst, aber ttest, so bist du ein bertreter des Gesetzes geworden.
JAM 2:12 Redet und handelt als solche, die durch das Gesetz der Freiheit 
gerichtet werden sollen!
JAM 2:13 Denn das Gericht ist unbarmherzig gegen den, der keine 
Barmherzigkeit gebt hat; die Barmherzigkeit aber rhmt sich wider das 
Gericht.
JAM 2:14 Was hilft es, meine Brder, wenn jemand sagt, er habe Glauben, 
dabei aber keine Werke hat? Kann ihn denn der Glaube retten?
JAM 2:15 Wenn es einem Bruder oder einer Schwester an Kleidung und 
tglicher Nahrung gebricht
JAM 2:16 und jemand von euch zu ihnen sagen wrde: Gehet hin in Frieden, 
wrmet und sttiget euch, ihr gbet ihnen aber nicht, was zur Befriedigung 
ihrer leiblichen Bedrfnisse erforderlich ist, was hlfe ihnen das?
JAM 2:17 So ist es auch mit dem Glauben: Wenn er keine Werke hat, so ist 
er an und fr sich tot.
JAM 2:18 Da wird aber jemand sagen: Du hast Glauben, ich habe Werke. Zeige 
mir deinen Glauben ohne die Werke; ich aber will dir aus meinen Werken den 
Glauben zeigen!
JAM 2:19 Du glaubst, da ein einziger Gott ist? Du tust wohl daran! Auch 
die Dmonen glauben es und zittern.
JAM 2:20 Willst du aber erkennen, du eitler Mensch, da der Glaube ohne 
Werke fruchtlos ist?
JAM 2:21 Wurde nicht Abraham, unser Vater, durch Werke gerechtfertigt, als 
er seinen Sohn Isaak auf dem Altar darbrachte?
JAM 2:22 Da siehst du doch, da der Glaube zusammen mit seinen Werken 
wirksam war und da der Glaube durch die Werke vollkommen wurde;
JAM 2:23 und so erfllte sich die Schrift, die da spricht: Abraham hat 
Gott geglaubt, und das wurde ihm zur Gerechtigkeit gerechnet, und er ist 
Freund Gottes genannt worden.
JAM 2:24 Da seht ihr, da der Mensch durch Werke gerechtfertigt wird und 
nicht durch den Glauben allein.
JAM 2:25 Ist nicht ebenso auch die Dirne Rahab durch Werke gerechtfertigt 
worden, da sie die Boten aufnahm und auf einem anderen Weg entlie?
JAM 2:26 Denn gleichwie der Leib ohne Geist tot ist, also ist auch der 
Glaube ohne Werke tot.
JAM 3:1 Werdet nicht in groer Zahl Lehrer, meine Brder, da ihr wisset, 
da wir ein strengeres Urteil empfangen!
JAM 3:2 Denn wir fehlen alle viel; wenn jemand in der Rede nicht fehlt, so 
ist er ein vollkommener Mann, fhig, auch den ganzen Leib im Zaum zu 
halten.
JAM 3:3 Siehe, den Pferden legen wir die Zume ins Maul, damit sie uns 
gehorchen, und so lenken wir ihren ganzen Leib.
JAM 3:4 Siehe, auch die Schiffe, so gro sie sind und so rauhe Winde sie 
auch treiben mgen, werden von einem ganz kleinen Steuerruder gelenkt, 
wohin die feste Hand des Steuermannes es haben will.
JAM 3:5 So ist auch die Zunge ein kleines Glied und rhmt sich doch groer 
Dinge. Siehe, ein kleines Feuer, welch groen Wald zndet es an!
JAM 3:6 Auch die Zunge ist ein Feuer. Als die Welt der Ungerechtigkeit 
nimmt die Zunge ihren Platz ein unter unsren Gliedern; sie befleckt den 
ganzen Leib und steckt den Familienkreis in Brand und wird selbst von der 
Hlle in Brand gesteckt.
JAM 3:7 Denn jede Natur (der wilden Tiere und Vgel, der Reptilien und 
Meertiere) wird gezhmt und ist gezhmt worden von der menschlichen Natur;
JAM 3:8 die Zunge aber kann kein Mensch zhmen, das unruhige bel voll 
tdlichen Giftes!
JAM 3:9 Mit ihr loben wir den Herrn und Vater, und mit ihr verfluchen wir 
die Menschen, die nach dem Bilde Gottes gemacht sind;
JAM 3:10 aus ein und demselben Munde geht Loben und Fluchen hervor. Es 
soll, meine Brder, nicht also sein!
JAM 3:11 Sprudelt auch eine Quelle aus demselben Loch zugleich Ses und 
Bitteres hervor?
JAM 3:12 Kann auch, meine Brder, ein Feigenbaum Oliven tragen, oder der 
Weinstock Feigen? So kann auch eine salzige Quelle kein ses Wasser geben.
JAM 3:13 Wer ist weise und verstndig unter euch? Der zeige durch einen 
guten Wandel seine Werke in Sanftmut der Weisheit!
JAM 3:14 Habt ihr aber bitteren Neid und Streitsucht in eurem Herzen, so 
rhmet euch nicht und lget nicht wider die Wahrheit!
JAM 3:15 Das ist nicht die Weisheit, die von oben stammt, sondern eine 
irdische, seelische, dmonische.
JAM 3:16 Denn wo Neid und Streitsucht regieren, da ist Unordnung und jedes 
bse Ding.
JAM 3:17 Die Weisheit von oben aber ist erstens rein, sodann friedsam, 
gelinde, folgsam, voll Barmherzigkeit und guter Frchte, nicht schwankend, 
ungeheuchelt.
JAM 3:18 Die Frucht der Gerechtigkeit aber wird in Frieden gest denen, 
die Frieden machen.
JAM 4:1 Woher kommen Kriege, und woher kommen Streitigkeiten unter euch? 
Kommen sie nicht von den Lsten, die in euren Gliedern streiten?
JAM 4:2 Ihr seid begehrlich und habet nicht, ihr mordet und eifert und 
knnt es doch nicht erlangen; ihr streitet und krieget.
JAM 4:3 Ihr erlanget es nicht, weil ihr nicht bittet; ihr bittet und 
bekommt es nicht, weil ihr bel bittet, um es mit euren Wollsten zu 
verzehren.
JAM 4:4 Ihr Ehebrecher und Ehebrecherinnen, wisset ihr nicht, da die 
Freundschaft mit der Welt Feindschaft gegen Gott ist? Wer immer der Welt 
Freund sein will, macht sich zum Feinde Gottes!
JAM 4:5 Oder meinet ihr, die Schrift sage umsonst: Ein eiferschtiges 
Verlangen hat der Geist, der in uns wohnt?
JAM 4:6 Grer aber ist die Gnade, die er gibt. Darum spricht sie: Gott 
widersteht den Hoffrtigen; aber den Demtigen gibt er Gnade.
JAM 4:7 So unterwerfet euch nun Gott! Widerstehet dem Teufel, so flieht er 
von euch;
JAM 4:8 nahet euch zu Gott, so naht er sich zu euch! Reiniget die Hnde, 
ihr Snder, und machet eure Herzen keusch, die ihr geteilten Herzens seid!
JAM 4:9 Fhlet euer Elend, trauert und heulet! Euer Lachen verkehre sich 
in Trauer und eure Freude in Niedergeschlagenheit!
JAM 4:10 Demtiget euch vor dem Herrn, so wird er euch erhhen.
JAM 4:11 Verleumdet einander nicht, ihr Brder! Wer einen Bruder 
verleumdet oder seinen Bruder richtet, der verleumdet das Gesetz und 
richtet das Gesetz; wenn du aber das Gesetz richtest, so bist du nicht ein 
Tter, sondern ein Richter des Gesetzes.
JAM 4:12 Einer nur ist Gesetzgeber und Richter, er, der retten und 
verderben kann; wer aber bist du, da du deinen Nchsten richtest?
JAM 4:13 Wohlan nun, die ihr saget: Heute oder morgen wollen wir in die 
und die Stadt reisen und daselbst ein Jahr zubringen, Handel treiben und 
gewinnen!
JAM 4:14 Und doch wit ihr nicht, was morgen sein wird! Denn was ist euer 
Leben? Ein Dampf ist es, der eine kleine Zeit sichtbar ist und darnach 
verschwindet.
JAM 4:15 Statt dessen solltet ihr sagen: Wenn der Herr will und wir leben, 
wollen wir dies oder das tun.
JAM 4:16 Nun aber rhmet ihr euch in eurem bermut; jedes derartige Rhmen 
ist vom bel.
JAM 4:17 Wer nun wei Gutes zu tun und es nicht tut, dem ist es Snde.
JAM 5:1 Wohlan nun, ihr Reichen, weinet und heulet ber das Elend, das 
ber euch kommt!
JAM 5:2 Euer Reichtum ist verfault und eure Kleider sind zum Mottenfra 
geworden;
JAM 5:3 euer Gold und Silber ist verrostet, und ihr Rost wird gegen euch 
Zeugnis ablegen und euer Fleisch fressen wie Feuer. Ihr habt Schtze 
gesammelt in den letzten Tagen!
JAM 5:4 Siehe, der Lohn der Arbeiter, die euch die Felder abgemht haben, 
der aber von euch zurckbehalten worden ist, schreit, und das Rufen der 
Schnitter ist zu den Ohren des Herrn der Heerscharen gekommen.
JAM 5:5 Ihr habt geschwelgt und geprat auf Erden, ihr habt eure Herzen 
gemstet an einem Schlachttag!
JAM 5:6 Ihr habt den Gerechten verurteilt, ihn gettet; er hat euch nicht 
widerstanden.
JAM 5:7 So geduldet euch nun, ihr Brder, bis zur Wiederkunft des Herrn! 
Siehe, der Landmann wartet auf die kstliche Frucht der Erde und geduldet 
sich ihretwegen, bis sie den Frh und Sptregen empfangen hat.
JAM 5:8 Geduldet auch ihr euch, strket eure Herzen; denn die Wiederkunft 
des Herrn ist nahe!
JAM 5:9 Seufzet nicht widereinander, Brder, damit ihr nicht gerichtet 
werdet; siehe, der Richter steht vor der Tr!
JAM 5:10 Nehmet, Brder, zum Vorbild des Unrechtleidens und der Geduld die 
Propheten, die im Namen des Herrn geredet haben.
JAM 5:11 Siehe, wir preisen die selig, welche ausgeharrt haben. Von Hiobs 
Geduld habt ihr gehrt, und das Ende des Herrn habt ihr gesehen; denn der 
Herr ist voll Mitleid und Erbarmen.
JAM 5:12 Vor allem aber, meine Brder, schwret nicht, weder bei dem 
Himmel noch bei der Erde noch mit irgend einem anderen Eid; euer Ja soll 
ein Ja sein, und euer Nein ein Nein, damit ihr nicht unter das Gericht 
fallet.
JAM 5:13 Leidet jemand von euch Unrecht, der bete; ist jemand guten Mutes, 
der singe Psalmen!
JAM 5:14 Ist jemand von euch krank, der lasse die ltesten der Gemeinde zu 
sich rufen; und sie sollen ber ihn beten und ihn dabei mit l salben im 
Namen des Herrn.
JAM 5:15 Und das Gebet des Glaubens wird den Kranken retten, und der Herr 
wird ihn aufrichten; und wenn er Snden begangen hat, so wird ihm vergeben 
werden.
JAM 5:16 So bekennet denn einander die Snden und betet freinander, damit 
ihr geheilt werdet! Das Gebet eines Gerechten vermag viel, wenn es 
ernstlich ist.
JAM 5:17 Elia war ein Mensch von gleicher Art wie wir, und er betete ein 
Gebet, da es nicht regnen solle, und es regnete nicht im Lande, drei 
Jahre und sechs Monate;
JAM 5:18 und er betete wiederum; da gab der Himmel Regen, und die Erde 
brachte ihre Frucht.
JAM 5:19 Meine Brder, wenn jemand unter euch von der Wahrheit abirrt und 
es bekehrt ihn einer,
JAM 5:20 so soll er wissen: wer einen Snder von seinem Irrweg bekehrt, 
der wird seine Seele vom Tode retten und eine Menge Snden zudecken.
1PE 1:1 Petrus, Apostel Jesu Christi, an die auserwhlten Fremdlinge in 
der Zerstreuung, in Pontus, Galatien, Kappadozien, Asien und Bithynien,
1PE 1:2 nach der Vorsehung Gottes des Vaters, in der Heiligung des 
Geistes, zum Gehorsam und zur Besprengung mit dem Blute Jesu Christi; 
Gnade und Friede widerfahre euch mehr und mehr!
1PE 1:3 Gelobt sei der Gott und Vater unsres Herrn Jesus Christus, der uns 
nach seiner groen Barmherzigkeit wiedergeboren hat zu einer lebendigen 
Hoffnung durch die Auferstehung Jesu Christi von den Toten,
1PE 1:4 zu einem unvergnglichen und unbefleckten und unverwelklichen 
Erbe, das im Himmel aufbehalten wird fr euch,
1PE 1:5 die ihr in Gottes Macht durch den Glauben bewahrt werdet zu dem 
Heil, das bereit ist, geoffenbart zu werden in der letzten Zeit;
1PE 1:6 in welcher ihr frohlocken werdet, die ihr jetzt ein wenig, wo es 
sein mu, traurig seid in mancherlei Anfechtungen,
1PE 1:7 damit die Bewhrung eures Glaubens, die viel kostbarer ist als die 
des vergnglichen Goldes (das durchs Feuer erprobt wird), Lob, Preis und 
Ehre zur Folge habe bei der Offenbarung Jesu Christi;
1PE 1:8 welchen ihr nicht gesehen und doch lieb habt, an welchen ihr jetzt 
glaubet, ohne ihn zu sehen, und ber den ihr euch freuen werdet mit 
unaussprechlicher und herrlicher Freude,
1PE 1:9 wenn ihr das Endziel eures Glaubens davontraget, der Seelen 
Seligkeit!
1PE 1:10 Nach dieser Seligkeit suchten und forschten die Propheten, die 
von der euch widerfahrenen Gnade geweissagt haben.
1PE 1:11 Sie forschten, auf welche und welcherlei Zeit der Geist Christi 
in ihnen hindeute, der die fr Christus bestimmten Leiden und die darauf 
folgende Herrlichkeit zuvor bezeugte.
1PE 1:12 Ihnen wurde geoffenbart, da sie nicht sich selbst, sondern euch 
dienten mit dem, was euch nunmehr durch die verkndigt worden ist, welche 
euch das Evangelium durch den vom Himmel gesandten heiligen Geist 
gepredigt haben, Dinge, in welche auch die Engel hineinzuschauen gelstet.
1PE 1:13 Darum umgrtet die Lenden eures Gemtes, seid nchtern und setzet 
eure Hoffnung ganz auf die Gnade, die euch dargeboten wird in der 
Offenbarung Jesu Christi.
1PE 1:14 Als gehorsame Kinder gewhnet euch nicht wieder die Begierden an, 
denen ihr frher in eurer Unwissenheit frntet;
1PE 1:15 sondern wie der, welcher euch berufen hat, heilig ist, werdet 
auch ihr heilig in eurem ganzen Wandel.
1PE 1:16 Denn es steht geschrieben: Ihr sollt heilig sein! Denn ich bin 
heilig.
1PE 1:17 Und wenn ihr den als Vater anrufet, der ohne Ansehen der Person 
richtet nach eines jeglichen Werk, so fhret euren Wandel, solange ihr 
hier wallet, mit Furcht,
1PE 1:18 da ihr ja wisset, da ihr nicht mit vergnglichen Dingen, mit 
Silber oder Gold, losgekauft worden seid von eurem eitlen, von den Vtern 
berlieferten Wandel,
1PE 1:19 sondern mit dem kostbaren Blute Christi, als eines unschuldigen 
und unbefleckten Lammes,
1PE 1:20 der zwar zuvor ersehen war vor Grundlegung der Welt, aber 
geoffenbart wurde am Ende der Zeiten um euretwillen,
1PE 1:21 die ihr durch ihn glubig seid an Gott, der ihn von den Toten 
auferweckt und ihm Herrlichkeit gegeben hat, so da euer Glaube auch 
Hoffnung ist auf Gott.
1PE 1:22 Nachdem ihr eure Seelen durch Gehorsam gegen die Wahrheit 
gereinigt habt zu ungeheuchelter Bruderliebe, so liebet einander 
nachhaltig und von Herzen,
1PE 1:23 als die da wiedergeboren sind nicht aus vergnglichem, sondern 
aus unvergnglichem Samen, durch das lebendige und bleibende Gotteswort!
1PE 1:24 Denn alles Fleisch ist wie Gras und alle seine Herrlichkeit wie 
des Grases Blume. Das Gras ist verdorrt und die Blume abgefallen; aber des 
Herrn Wort bleibt in Ewigkeit.
1PE 1:25 Das ist aber das Wort, welches euch als frohe Botschaft 
verkndigt worden ist.
1PE 2:1 So leget nun ab alle Bosheit und allen Betrug und Heuchelei und 
Neid und alle Verleumdungen,
1PE 2:2 und seid als neugeborene Kindlein begierig nach der vernnftigen, 
unverflschten Milch, damit ihr durch sie zunehmet zum Heil,
1PE 2:3 wenn ihr anders geschmeckt habt, da der Herr freundlich ist.
1PE 2:4 Da ihr zu ihm gekommen seid, als zu dem lebendigen Stein, der von 
den Menschen zwar verworfen, bei Gott aber auserwhlt und kstlich ist,
1PE 2:5 so lasset auch ihr euch nun aufbauen als lebendige Steine zum 
geistlichen Hause, zum heiligen Priestertum, um geistliche Opfer zu 
opfern, die Gott angenehm sind durch Jesus Christus.
1PE 2:6 Darum steht in der Schrift: Siehe, ich lege in Zion einen 
auserwhlten, wertvollen Eckstein; und wer an ihn glaubt, soll nicht 
zuschanden werden.
1PE 2:7 Fr euch nun, die ihr glaubet, hat er Wert; fr die Unglubigen 
aber ist der Stein, den die Bauleute verworfen haben und der zum Eckstein 
geworden ist, ein Stein des Anstoens und ein Fels des rgernisses.
1PE 2:8 Sie stoen sich, weil sie dem Wort nicht glauben, wozu sie auch 
gesetzt sind.
1PE 2:9 Ihr aber seid ein auserwhltes Geschlecht, ein knigliches 
Priestertum, ein heiliges Volk, ein Volk des Eigentums, damit ihr die 
Tugenden dessen verkndiget, der euch aus der Finsternis zu seinem 
wunderbaren Licht berufen hat,
1PE 2:10 die ihr einst nicht ein Volk waret, nun aber Gottes Volk seid, 
und einst nicht begnadigt waret, nun aber begnadigt seid.
1PE 2:11 Geliebte, ich ermahne euch als Fremdlinge und Pilgrime: Enthaltet 
euch von den fleischlichen Lsten, welche wider die Seele streiten;
1PE 2:12 und fhret einen guten Wandel unter den Heiden, damit sie da, wo 
sie euch als beltter verleumden, doch auf Grund der guten Werke, die sie 
sehen, Gott preisen am Tage der Untersuchung.
1PE 2:13 Seid untertan aller menschlichen Ordnung,
1PE 2:14 um des Herrn willen, es sei dem Knig als dem Oberhaupt, oder den 
Statthaltern als seinen Gesandten zur Bestrafung der beltter und zum 
Lobe derer, die Gutes tun.
1PE 2:15 Denn das ist der Wille Gottes, da ihr durch Gutestun den 
unverstndigen und unwissenden Menschen den Mund stopfet;
1PE 2:16 als Freie, und nicht als httet ihr die Freiheit zum Deckmantel 
der Bosheit, sondern als Knechte Gottes.
1PE 2:17 Ehret jedermann, liebet die Bruderschaft, frchtet Gott, ehret 
den Knig!
1PE 2:18 Die Hausknechte seien mit aller Furcht den Herren untertan, nicht 
nur den guten und milden, sondern auch den wunderlichen!
1PE 2:19 Denn das ist Gnade, wenn jemand aus Gewissenhaftigkeit gegen Gott 
Krnkungen ertrgt, indem er Unrecht leidet.
1PE 2:20 Denn was ist das fr ein Ruhm, wenn ihr Streiche erduldet, weil 
ihr gefehlt habt? Wenn ihr aber fr Gutestun leidet und es erduldet, das 
ist Gnade bei Gott.
1PE 2:21 Denn dazu seid ihr berufen, weil auch Christus fr euch gelitten 
und euch ein Vorbild hinterlassen hat, da ihr seinen Fustapfen 
nachfolget.
1PE 2:22 Er hat keine Snde getan, es ist auch kein Betrug in seinem 
Munde erfunden worden;
1PE 2:23 er schalt nicht, da er gescholten ward, er drohte nicht, da er 
litt, sondern bergab es dem, der gerecht richtet;
1PE 2:24 er hat unsere Snden selbst hinaufgetragen an seinem Leibe auf 
das Holz, damit wir, der Snde gestorben, der Gerechtigkeit leben mchten; 
durch seine Wunden seid ihr heil geworden.
1PE 2:25 Denn ihr waret wie irrende Schafe, nun aber seid ihr bekehrt zu 
dem Hirten und Hter eurer Seelen.
1PE 3:1 Gleicherweise sollen auch die Frauen ihren eigenen Mnnern 
untertan sein, damit, wenn auch etliche dem Worte nicht glauben, sie durch 
der Frauen Wandel ohne Wort gewonnen werden,
1PE 3:2 wenn sie euren in Furcht keuschen Wandel ansehen.
1PE 3:3 Euer Schmuck soll nicht der uerliche sein, mit Haarflechten und 
Goldumhngen und Kleideranlegen,
1PE 3:4 sondern der verborgene Mensch des Herzens mit dem unvergnglichen 
Schmuck des sanften und stillen Geistes, welcher vor Gott wertvoll ist.
1PE 3:5 Denn so haben sich einst auch die heiligen Frauen geschmckt, 
welche ihre Hoffnung auf Gott setzten und ihren Mnnern untertan waren,
1PE 3:6 wie Sara dem Abraham gehorchte und ihn Herr nannte; deren 
Tchter ihr geworden seid, wenn ihr Gutes tut und euch durch keine Drohung 
abschrecken lasset.
1PE 3:7 Und ihr Mnner, wohnet mit Vernunft bei dem weiblichen Teil als 
dem schwcheren und erweiset ihnen Ehre als solchen, die auch Miterben der 
Gnade des Lebens sind, und damit eure Gebete nicht gehindert werden.
1PE 3:8 Endlich aber seid alle gleichgesinnt, mitleidig, brderlich, 
barmherzig, demtig!
1PE 3:9 Vergeltet nicht Bses mit Bsem, oder Scheltwort mit Scheltwort, 
sondern im Gegenteil segnet, weil ihr dazu berufen seid, da ihr Segen 
ererbet.
1PE 3:10 Denn wem das Leben lieb ist und wer gute Tage sehen will, der 
bewahre seine Zunge vor Bsem und seine Lippen, da sie nicht trgen;
1PE 3:11 er wende sich vom Bsen und tue Gutes, er suche den Frieden und 
jage ihm nach!
1PE 3:12 Denn die Augen des Herrn sehen auf die Gerechten, und seine Ohren 
merken auf ihr Flehen; das Angesicht des Herrn aber ist gegen die 
gerichtet, welche Bses tun.
1PE 3:13 Und wer will euch schaden, wenn ihr euch des Guten befleiiget?
1PE 3:14 Aber wenn ihr auch um Gerechtigkeit willen zu leiden habt, seid 
ihr selig. Ihr Drohen aber frchtet nicht und erschrecket nicht; sondern 
heiliget den Herrn Christus in euren Herzen!
1PE 3:15 und seid allezeit bereit zur Verantwortung gegen jedermann, der 
Rechenschaft fordert ber die Hoffnung, die in euch ist,
1PE 3:16 aber mit Sanftmut und Furcht; und habet ein gutes Gewissen, damit 
die, welche euren guten Wandel in Christus verlstern, zuschanden werden 
mit ihren Verleumdungen.
1PE 3:17 Denn es ist besser, wenn der Wille Gottes es so haben will, ihr 
leidet fr Gutestun, als fr Bsestun.
1PE 3:18 Denn auch Christus hat einmal fr Snden gelitten, ein Gerechter 
fr Ungerechte, auf da er uns zu Gott fhrte, und er wurde gettet nach 
dem Fleisch, aber lebendig gemacht nach dem Geist,
1PE 3:19 in welchem er auch hinging und den Geistern im Gefngnis predigte,
1PE 3:20 die einst nicht gehorchten, als Gottes Langmut zuwartete in den 
Tagen Noahs, whrend die Arche zugerichtet wurde, in welcher wenige, 
nmlich acht Seelen, hindurchgerettet wurden durchs Wasser.
1PE 3:21 Als Abbild davon rettet nun auch uns die Taufe, welche nicht ein 
Abtun fleischlichen Schmutzes ist, sondern die an Gott gerichtete Bitte um 
ein gutes Gewissen, durch die Auferstehung Jesu Christi,
1PE 3:22 welcher seit seiner Himmelfahrt zur Rechten Gottes ist, wo ihm 
Engel und Gewalten und Krfte untertan sind.
1PE 4:1 Da nun Christus am Fleische gelitten hat, so wappnet auch ihr euch 
mit derselben Gesinnung; denn wer am Fleische gelitten hat, der hat mit 
den Snden abgeschlossen,
1PE 4:2 um die noch verbleibende Zeit im Fleische nicht mehr den Lsten 
der Menschen, sondern dem Willen Gottes zu leben.
1PE 4:3 Denn es ist genug, da ihr die vergangene Zeit des Lebens nach 
heidnischem Willen zugebracht habt, indem ihr euch gehen lieet in 
Ausschweifungen, Lsten, Trunksucht, Schmausereien, Zechgelagen und 
unerlaubtem Gtzendienst.
1PE 4:4 Das befremdet sie, da ihr nicht mitlaufet in denselben heillosen 
Schlamm, und darum lstern sie;
1PE 4:5 sie werden aber dem Rechenschaft geben mssen, der bereit ist zu 
richten die Lebendigen und die Toten.
1PE 4:6 Denn dazu ist auch Toten das Evangelium verkndigt worden, da sie 
gerichtet werden als Menschen am Fleisch, aber Gott gem leben im Geist.
1PE 4:7 Es ist aber nahe gekommen das Ende aller Dinge. So seid nun 
verstndig und nchtern zum Gebet.
1PE 4:8 Vor allem aber habet gegeneinander nachhaltige Liebe; denn die 
Liebe deckt eine Menge von Snden.
1PE 4:9 Seid gastfrei gegeneinander ohne Murren!
1PE 4:10 Dienet einander, ein jeder mit der Gabe, die er empfangen hat, 
als gute Haushalter der mannigfachen Gnade Gottes:
1PE 4:11 Wenn jemand redet, so rede er es als Gottes Wort; wenn jemand 
dient, so tue er es als aus dem Vermgen, das Gott darreicht, auf da in 
allem Gott verherrlicht werde durch Jesus Christus, welchem die 
Herrlichkeit und die Gewalt gehrt von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
1PE 4:12 Geliebte, lasset euch die unter euch entstandene Feuerprobe nicht 
befremden, als widerfhre euch etwas Fremdartiges;
1PE 4:13 sondern je mehr ihr der Leiden Christi teilhaftig seid, freuet 
euch, damit ihr auch bei der Offenbarung seiner Herrlichkeit frohlocken 
knnt.
1PE 4:14 Selig seid ihr, wenn ihr um des Namens Christi willen geschmht 
werdet! Denn der Geist der Herrlichkeit und Gottes ruht auf euch; bei 
ihnen ist er verlstert, bei euch aber gepriesen.
1PE 4:15 Niemand aber unter euch leide als Mrder oder Dieb oder 
beltter, oder weil er sich in fremde Dinge mischt;
1PE 4:16 leidet er aber als Christ, so schme er sich nicht, verherrliche 
aber Gott mit diesem Namen!
1PE 4:17 Denn es ist Zeit, da das Gericht anfange am Hause Gottes; wenn 
aber zuerst bei uns, wie wird das Ende derer sein, die sich von dem 
Evangelium Gottes nicht berzeugen lassen?
1PE 4:18 Und wenn der Gerechte kaum gerettet wird, wo will der Gottlose 
und Snder erscheinen?
1PE 4:19 So mgen denn die, welche nach Gottes Willen leiden, dem treuen 
Schpfer ihre Seelen anbefehlen und dabei tun, was recht ist.
1PE 5:1 Die ltesten unter euch ermahne ich nun als Mitltester und Zeuge 
der Leiden Christi, aber auch als Mitgenosse der Herrlichkeit, die 
geoffenbart werden soll:
1PE 5:2 Weidet die Herde Gottes bei euch, nicht gezwungen, sondern 
freiwillig, nicht aus schnder Gewinnsucht, sondern aus Zuneigung,
1PE 5:3 nicht als Herrscher ber die euch zugewiesenen [Seelen], sondern 
als Vorbilder der Herde!
1PE 5:4 So werdet ihr, wenn der Oberhirt erscheint, den unverwelklichen 
Ehrenkranz davontragen!
1PE 5:5 Gleicherweise ihr Jngeren, seid untertan den ltesten; umschrzet 
euch aber alle gegenseitig mit der Demut! Denn Gott widersteht den 
Hoffrtigen, aber den Demtigen gibt er Gnade.
1PE 5:6 So demtiget euch nun unter die gewaltige Hand Gottes, damit er 
euch erhhe zu seiner Zeit!
1PE 5:7 Alle eure Sorge werfet auf ihn; denn er sorgt fr euch!
1PE 5:8 Seid nchtern und wachet! Euer Widersacher, der Teufel, geht umher 
wie ein brllender Lwe und sucht, wen er verschlingen knne;
1PE 5:9 dem widerstehet, fest im Glauben, da ihr wisset, da eure Brder 
in der Welt die gleichen Leiden erdulden.
1PE 5:10 Der Gott aller Gnade aber, der euch zu seiner ewigen Herrlichkeit 
in Christus berufen hat, wird euch selbst nach kurzem Leiden zubereiten, 
festigen, strken, grnden.
1PE 5:11 Sein ist die Kraft von Ewigkeit zu Ewigkeit! Amen.
1PE 5:12 Durch Silvanus, der, wie ich glaube, euch ein treuer Bruder ist, 
habe ich euch in Krze geschrieben, um euch zu ermahnen und zu bezeugen, 
da dies die wahre Gnade Gottes ist, in welcher ihr stehet.
1PE 5:13 Es grt euch die Mitauserwhlte in Babylon und Markus, mein 
Sohn. Gret einander mit dem Ku der Liebe!
1PE 5:14 Friede sei mit euch allen, die in Christus Jesus sind!
2PE 1:1 Symeon Petrus, Knecht und Apostel Jesu Christi, an die, welche 
einen gleich wertvollen Glauben erlangt haben wie wir an die Gerechtigkeit 
unsres Gottes und Retters Jesus Christus:
2PE 1:2 Gnade und Friede widerfahre euch mehr und mehr in der Erkenntnis 
Gottes und unsres Herrn Jesus!
2PE 1:3 Nachdem seine gttliche Kraft uns alles, was zum Leben und zur 
Gottseligkeit dient, geschenkt hat, durch die Erkenntnis dessen, der uns 
kraft seiner Herrlichkeit und Tugend berufen hat,
2PE 1:4 durch welche uns die teuersten und grten Verheiungen geschenkt 
sind, damit ihr durch dieselben gttlicher Natur teilhaftig werdet, 
nachdem ihr dem in der Welt durch die Lust herrschenden Verderben 
entflohen seid,
2PE 1:5 so setzet nun all euren Flei zu dem hinzu und reichet dar in 
eurem Glauben die Tugend, in der Tugend aber die Erkenntnis,
2PE 1:6 in der Erkenntnis aber die Enthaltsamkeit, in der Enthaltsamkeit 
aber die Ausdauer, in der Ausdauer aber die Gottseligkeit,
2PE 1:7 in der Gottseligkeit aber die Bruderliebe, in der Bruderliebe aber 
die Liebe [zu allen] Menschen.
2PE 1:8 Denn wo solches reichlich bei euch vorhanden ist, wird es euch 
nicht mig noch unfruchtbar machen fr die Erkenntnis unsres Herrn Jesus 
Christus.
2PE 1:9 Wer aber solches nicht hat, der ist blind, kurzsichtig und hat die 
Reinigung seiner ehemaligen Snden vergessen.
2PE 1:10 Darum, meine Brder, befleiiget euch desto mehr, eure Berufung 
und Erwhlung fest zu machen. Denn wo ihr solches tut, werdet ihr niemals 
straucheln;
2PE 1:11 denn so wird euch der Eingang in das ewige Reich unsres Herrn und 
Retters Jesus Christus reichlich gewhrt werden.
2PE 1:12 Darum will ich euch stets daran erinnern, wiewohl ihr es wisset 
und in der gegenwrtigen Wahrheit befestigt seid.
2PE 1:13 Ich halte es aber fr billig, solange ich in dieser Htte bin, 
euch durch [solche] Erinnerung aufzuwecken,
2PE 1:14 da ich wei, da ich meine Htte bald ablegen mu, wie mir auch 
unser Herr Jesus Christus erffnet hat.
2PE 1:15 Ich will mich aber befleiigen, da ihr auch nach meinem Abschied 
allezeit etwas habet, wodurch ihr euer Gedchtnis auffrischen knnet.
2PE 1:16 Denn wir sind nicht klug ersonnenen Fabeln gefolgt, als wir euch 
die Kraft und Wiederkunft unsres Herrn Jesus Christus kundtaten, sondern 
wir sind Augenzeugen seiner Herrlichkeit gewesen.
2PE 1:17 Denn er empfing von Gott dem Vater Ehre und Herrlichkeit, als 
eine Stimme von der hocherhabenen Herrlichkeit daherkam, des Inhalts: 
Dies ist mein lieber Sohn, an welchem ich Wohlgefallen habe!
2PE 1:18 Und diese Stimme hrten wir vom Himmel her kommen, als wir mit 
ihm auf dem heiligen Berge waren.
2PE 1:19 Und wir halten nun desto fester an dem prophetischen Wort, und 
ihr tut wohl, darauf zu achten als auf ein Licht, das an einem dunklen 
Orte scheint, bis der Tag anbricht und der Morgenstern aufgeht in euren 
Herzen;
2PE 1:20 wobei ihr das zuerst wissen mt, da keine Weissagung der 
Schrift ein Werk eigener Deutung ist.
2PE 1:21 Denn niemals wurde durch menschlichen Willen eine Weissagung 
hervorgebracht, sondern vom heiligen Geist getrieben redeten heilige 
Menschen, von Gott [gesandt].
2PE 2:1 Es gab aber auch falsche Propheten unter dem Volk, wie auch unter 
euch falsche Lehrer sein werden, welche verderbliche Sekten nebeneinfhren 
und durch Verleugnung des Herrn, der sie erkauft hat, ein schnelles 
Verderben ber sich selbst bringen werden.
2PE 2:2 Und viele werden ihren Ausschweifungen nachfolgen, und um 
ihretwillen wird der Weg der Wahrheit verlstert werden.
2PE 2:3 Und aus Habsucht werden sie euch mit betrgerischen Worten 
ausbeuten; aber das Urteil ber sie ist von alters her nicht mig, und 
ihr Verderben schlummert nicht.
2PE 2:4 Denn wenn Gott die Engel, die gesndigt hatten, nicht verschonte, 
sondern sie in Banden der Finsternis der Hlle bergab, um sie zum Gericht 
aufzubehalten,
2PE 2:5 und wenn er die alte Welt nicht verschonte, sondern Noah, den 
Prediger der Gerechtigkeit, als achten beschtzte, als er die Sndflut 
ber die Welt der Gottlosen brachte,
2PE 2:6 auch die Stdte Sodom und Gomorra einscherte und so zum Untergang 
verurteilte, womit er sie zuknftigen Gottlosen zum Beispiel setzte,
2PE 2:7 whrend er den gerechten Lot herausrettete, der durch den 
ausschweifenden Lebenswandel der Zuchtlosen geplagt worden war
2PE 2:8 denn dadurch, da er es mitansehen und mitanhren mute, qulte 
der Gerechte, der unter ihnen wohnte, Tag fr Tag seine gerechte Seele mit 
ihren gottlosen Werken;
2PE 2:9 so wei der Herr die Gottseligen aus der Prfung zu erretten, die 
Ungerechten aber fr den Tag des Gerichts zur Bestrafung aufzubehalten,
2PE 2:10 allermeist die, welche aus Begierde nach Befleckung dem Fleische 
nachlaufen und die Herrschaft verachten. Verwegen, frech, wie sie sind, 
frchten sie sich nicht, die Majestten zu lstern,
2PE 2:11 wo doch Engel, die an Strke und Macht grer sind, kein 
lsterndes Urteil wider sie bei dem Herrn vorbringen.
2PE 2:12 Diese aber, wie unvernnftige Tiere von Natur zum Fang und 
Verderben geboren, lstern ber das, was sie nicht verstehen, und werden 
in ihrer Verdorbenheit umkommen,
2PE 2:13 indem sie so den Lohn der Ungerechtigkeit davontragen. Sie halten 
die zeitliche Wollust fr Vergngen, sind Schmutz und Schandflecken und 
schwelgen bei ihren Liebesmahlen und wenn sie mit euch zusammen schmausen;
2PE 2:14 dabei haben sie Augen voll Ehebruch, hren nie auf zu sndigen, 
locken an sich die unbefestigten Seelen, haben ein Herz, gebt in der 
Habsucht, sind Kinder des Fluchs.
2PE 2:15 Weil sie den richtigen Weg verlassen haben, irren sie jetzt herum 
und folgen dem Wege Bileams, des Sohnes Beors, welcher den Lohn der 
Ungerechtigkeit liebte;
2PE 2:16 aber er bekam die Strafe fr seine bertretung: das stumme 
Lasttier redete mit Menschenstimme und wehrte der Torheit des Propheten.
2PE 2:17 Solche [Menschen] sind Brunnen ohne Wasser, und Wolken, vom 
Sturmwind getrieben, welchen das Dunkel der Finsternis aufbehalten ist.
2PE 2:18 Denn mit hochfahrenden, nichtigen Reden locken sie durch 
ausschweifende Fleischeslust diejenigen an sich, welche denen, die in der 
Irre gehen, kaum entflohen waren,
2PE 2:19 dabei verheien sie ihnen Freiheit, wo sie doch selbst Knechte 
des Verderbens sind; denn wovon jemand berwunden ist, dessen Sklave ist 
er geworden.
2PE 2:20 Denn wenn sie durch die Erkenntnis des Herrn und Retters Jesus 
Christus den Befleckungen der Welt entflohen sind, aber wieder darin 
verstrickt werden und unterliegen, so wird es mit ihnen zuletzt rger als 
zuerst.
2PE 2:21 Denn es wre fr sie besser, da sie den Weg der Gerechtigkeit 
nie erkannt htten, als da sie nach erlangter Erkenntnis sich wieder 
abwenden von dem ihnen berlieferten heiligen Gebot.
2PE 2:22 Es ist ihnen ergangen nach dem wahren Sprichwort: Der Hund frit 
wieder, was er gespien hat, und die Sau wlzt sich nach der Schwemme 
wieder im Kot!
2PE 3:1 Geliebte, dies ist schon der zweite Brief, den ich euch schreibe, 
um durch Erinnerung euren lauteren Sinn aufzuwecken,
2PE 3:2 damit ihr der Worte gedenket, die von den heiligen Propheten 
vorausgesagt worden sind, und dessen, was der Herr und Retter euch durch 
die Apostel aufgetragen hat,
2PE 3:3 wobei ihr vor allem das wissen mt, da in den letzten Tagen 
Sptter kommen werden, die in ihrer Sptterei nach ihren eigenen Lsten 
wandeln und sagen:
2PE 3:4 Wo ist die Verheiung seiner Wiederkunft? denn seitdem die Vter 
entschlafen sind, bleibt alles so, wie es am Anfang der Schpfung war!
2PE 3:5 Dabei vergessen sie aber absichtlich, da schon vorlngst Himmel 
waren und eine Erde aus Wasser und durch Wasser entstanden ist durch 
Gottes Wort;
2PE 3:6 und da durch diese die damalige Welt infolge einer Wasserflut 
zugrunde ging.
2PE 3:7 Die jetzigen Himmel aber und die Erde werden durch dasselbe Wort 
frs Feuer aufgespart und bewahrt fr den Tag des Gerichts und des 
Verderbens der gottlosen Menschen.
2PE 3:8 Dieses eine aber sei euch nicht verborgen, Geliebte, da ein Tag 
vor dem Herrn ist wie tausend Jahre, und tausend Jahre wie ein Tag!
2PE 3:9 Der Herr sumt nicht mit der Verheiung, wie etliche es fr ein 
Sumen halten, sondern er ist langmtig gegen uns, da er nicht will, da 
jemand verloren gehe, sondern da jedermann Raum zur Bue habe.
2PE 3:10 Es wird aber der Tag des Herrn kommen wie ein Dieb; da werden die 
Himmel mit Krachen vergehen, die Elemente aber vor Hitze sich auflsen und 
die Erde und die Werke darauf verbrennen.
2PE 3:11 Da nun dies alles derart aufgelst wird, wie sehr solltet ihr 
euch auszeichnen durch heiligen Wandel und Gottseligkeit,
2PE 3:12 dadurch, da ihr erwartet und beschleuniget die Ankunft des Tages 
Gottes, an welchem die Himmel in Glut sich auflsen und die Elemente vor 
Hitze zerschmelzen werden!
2PE 3:13 Wir erwarten aber einen neuen Himmel und eine neue Erde, nach 
seiner Verheiung, in welchen Gerechtigkeit wohnt.
2PE 3:14 Darum, Geliebte, weil ihr solches erwartet, so befleiiget euch, 
da ihr unbefleckt und tadellos vor ihm in Frieden erfunden werdet!
2PE 3:15 Und die Geduld unsres Herrn achtet fr euer Heil, wie auch unser 
lieber Bruder Paulus nach der ihm verliehenen Weisheit euch geschrieben 
hat,
2PE 3:16 wie auch in allen Briefen, wo er davon spricht, in welchen 
etliches schwer zu verstehen ist, was die Ungelehrten und Unbefestigten 
verdrehen, wie auch die brigen Schriften, zu ihrem eigenen Verderben.
2PE 3:17 Ihr aber, Geliebte, da ihr solches zum voraus wisset, htet euch, 
da ihr nicht durch die Verfhrung gewissenloser Menschen mitfortgerissen 
werdet und euren eigenen festen Stand verlieret!
2PE 3:18 Wachset dagegen in der Gnade und Erkenntnis unsres Herrn und 
Retters Jesus Christus! Sein ist die Herrlichkeit, sowohl jetzt, als fr 
den Tag der Ewigkeit!
1JO 1:1 Was von Anfang war, was wir gehrt, was wir mit unsren Augen 
gesehen haben, was wir beschaut und was unsre Hnde betastet haben, vom 
Wort des Lebens
1JO 1:2 und das Leben ist erschienen, und wir haben gesehen und bezeugen 
und verkndigen euch das ewige Leben, welches bei dem Vater war und uns 
erschienen ist;
1JO 1:3 was wir gesehen und gehrt haben, das verkndigen wir euch, damit 
auch ihr Gemeinschaft mit uns habet. Und unsere Gemeinschaft ist mit dem 
Vater und mit seinem Sohne Jesus Christus.
1JO 1:4 Und solches schreiben wir euch, damit eure Freude vollkommen sei.
1JO 1:5 Und das ist die Botschaft, die wir von ihm gehrt haben und euch 
verkndigen, da Gott Licht ist und in ihm gar keine Finsternis ist.
1JO 1:6 Wenn wir sagen, da wir Gemeinschaft mit ihm haben, und [doch] in 
der Finsternis wandeln, so lgen wir und tun nicht die Wahrheit;
1JO 1:7 wenn wir aber im Lichte wandeln, wie er im Lichte ist, so haben 
wir Gemeinschaft miteinander, und das Blut Jesu Christi, seines Sohnes, 
reinigt uns von aller Snde.
1JO 1:8 Wenn wir sagen, wir haben keine Snde, so verfhren wir uns 
selbst, und die Wahrheit ist nicht in uns;
1JO 1:9 wenn wir aber unsere Snden bekennen, so ist er treu und gerecht, 
da er uns die Snden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigeit.
1JO 1:10 Wenn wir sagen, wir haben nicht gesndigt, so machen wir ihn zum 
Lgner, und sein Wort ist nicht in uns.
1JO 2:1 Meine Kindlein, solches schreibe ich euch, damit ihr nicht 
sndiget! Und wenn jemand sndigt, so haben wir einen Frsprecher bei dem 
Vater, Jesus Christus, den Gerechten;
1JO 2:2 und er ist das Shnopfer fr unsre Snden, aber nicht nur fr die 
unsren, sondern auch fr die der ganzen Welt.
1JO 2:3 Und daran erkennen wir, da wir ihn erkannt haben, wenn wir seine 
Gebote halten.
1JO 2:4 Wer da sagt: Ich habe ihn erkannt, und hlt [doch] seine Gebote 
nicht, der ist ein Lgner, und in einem solchen ist die Wahrheit nicht;
1JO 2:5 wer aber sein Wort hlt, in dem ist wahrlich die Liebe zu Gott 
vollkommen geworden. Daran erkennen wir, da wir in ihm sind.
1JO 2:6 Wer da sagt, er bleibe in ihm, der ist verpflichtet, auch selbst 
so zu wandeln, wie jener gewandelt ist.
1JO 2:7 Geliebte, ich schreibe euch nicht ein neues Gebot, sondern ein 
altes Gebot, das ihr von Anfang an hattet; das alte Gebot ist das Wort, 
das ihr von Anfang an gehrt habt.
1JO 2:8 Und doch schreibe ich euch ein neues Gebot, was wahr ist in Ihm 
und in euch; denn die Finsternis vergeht, und das wahre Licht scheint 
schon.
1JO 2:9 Wer da sagt, da er im Lichte sei, und [doch] seinen Bruder hat, 
der ist noch immer in der Finsternis.
1JO 2:10 Wer seinen Bruder liebt, der bleibt im Licht, und nichts 
Anstiges ist an ihm;
1JO 2:11 wer aber seinen Bruder hat, der ist in der Finsternis und 
wandelt in der Finsternis und wei nicht, wohin er geht, weil die 
Finsternis seine Augen geblendet hat.
1JO 2:12 Kindlein, ich schreibe euch, weil euch die Snden vergeben sind 
um seines Namens willen;
1JO 2:13 ich schreibe euch Vtern, weil ihr den erkannt habt, der von 
Anfang an ist; ich schreibe euch Jnglingen, weil ihr den Bsen berwunden 
habt.
1JO 2:14 Euch Kindern habe ich geschrieben, weil ihr den Vater erkannt 
habt; euch Vtern habe ich geschrieben, weil ihr den erkannt habt, der von 
Anfang an ist; euch Jnglingen habe ich geschrieben, weil ihr stark seid 
und das Wort Gottes in euch bleibt und ihr den Bsen berwunden habt.
1JO 2:15 Habt nicht lieb die Welt, noch was in der Welt ist! Wenn jemand 
die Welt lieb hat, so ist die Liebe zum Vater nicht in ihm.
1JO 2:16 Denn alles, was in der Welt ist, die Fleischeslust, die Augenlust 
und das hoffrtige Leben, kommt nicht vom Vater her, sondern von der Welt,
1JO 2:17 und die Welt vergeht mit ihrer Lust; wer aber den Willen Gottes 
tut, der bleibt in Ewigkeit.
1JO 2:18 Kinder, es ist die letzte Stunde! Und wie ihr gehrt habt, da 
der Antichrist kommt, so sind nun viele Antichristen geworden; daran 
erkennen wir, da es die letzte Stunde ist.
1JO 2:19 Sie sind von uns ausgegangen, aber sie waren nicht von uns; denn 
wenn sie von uns gewesen wren, so wren sie bei uns geblieben. Aber es 
sollte offenbar werden, da nicht alle von uns sind.
1JO 2:20 Und ihr habt die Salbung von dem Heiligen und wisset alles.
1JO 2:21 Ich habe euch nicht geschrieben, als kenntet ihr die Wahrheit 
nicht, sondern weil ihr sie kennet und weil keine Lge aus der Wahrheit 
kommt.
1JO 2:22 Wer ist der Lgner, wenn nicht der, welcher leugnet, da Jesus 
der Christus sei? Das ist der Antichrist, der den Vater und den Sohn 
leugnet!
1JO 2:23 Wer den Sohn leugnet, der hat auch den Vater nicht; wer den Sohn 
bekennt, der hat auch den Vater.
1JO 2:24 Was ihr von Anfang an gehrt habt, das bleibe in euch! Wenn in 
euch bleibt, was ihr von Anfang an gehrt habt, so werdet auch ihr in dem 
Sohne und in dem Vater bleiben.
1JO 2:25 Und das ist die Verheiung, die er uns verheien hat: das ewige 
Leben.
1JO 2:26 Solches habe ich euch geschrieben betreffs derer, die euch 
verfhren.
1JO 2:27 Und die Salbung, die ihr von ihm empfangen habt, bleibt in euch, 
und ihr bedrfet nicht, da euch jemand lehre; sondern so, wie euch die 
Salbung selbst ber alles belehrt, ist es wahr und keine Lge, und wie sie 
euch belehrt hat, so bleibet darin!
1JO 2:28 Und nun, Kindlein, bleibet in ihm, damit, wenn er erscheint, wir 
Freudigkeit haben und uns nicht schmen mssen vor ihm bei seiner 
Wiederkunft.
1JO 2:29 Wenn ihr wisset, da er gerecht ist, so erkennet auch, da jeder, 
der die Gerechtigkeit bt, von Ihm geboren ist.
1JO 3:1 Sehet, welch eine Liebe hat uns der Vater erzeigt, da wir Gottes 
Kinder heien sollen! Darum erkennt uns die Welt nicht, weil sie Ihn nicht 
erkannt hat.
1JO 3:2 Geliebte, wir sind nun Gottes Kinder, und noch ist nicht offenbar 
geworden, was wir sein werden; wir wissen aber, da, wenn Er offenbar 
werden wird, wir Ihm hnlich sein werden; denn wir werden Ihn sehen, wie 
er ist.
1JO 3:3 Und ein jeglicher, der diese Hoffnung auf ihn hat, reinigt sich, 
gleichwie auch Er rein ist.
1JO 3:4 Ein jeder, der Snde tut, bertritt das Gesetz, und die Snde ist 
die Gesetzesbertretung.
1JO 3:5 Und ihr wisset, da Er erschienen ist, um die Snden wegzunehmen; 
und in ihm ist keine Snde.
1JO 3:6 Wer in Ihm bleibt, sndigt nicht; wer sndigt, hat Ihn nicht 
gesehen und nicht erkannt.
1JO 3:7 Kindlein, niemand verfhre euch! Wer die Gerechtigkeit bt, der 
ist gerecht, gleichwie Er gerecht ist. Wer die Snde tut, der ist vom 
Teufel; denn der Teufel sndigt von Anfang an.
1JO 3:8 Dazu ist der Sohn Gottes erschienen, da er die Werke des Teufels 
zerstre.
1JO 3:9 Keiner, der aus Gott geboren ist, tut Snde; denn Sein Same bleibt 
in ihm, und er kann nicht sndigen, weil er aus Gott geboren ist.
1JO 3:10 Daran sind die Kinder Gottes und die Kinder des Teufels offenbar: 
Wer nicht Gerechtigkeit bt, der ist nicht von Gott, ebenso wer seinen 
Bruder nicht liebt.
1JO 3:11 Denn das ist die Botschaft, die ihr von Anfang an gehrt habt, 
da wir einander lieben sollen;
1JO 3:12 nicht wie Kain, der von dem Argen war und seinen Bruder erschlug! 
Und warum erschlug er ihn? Weil seine Werke bse waren, die seines Bruders 
aber gerecht.
1JO 3:13 Verwundert euch nicht, Brder, wenn euch die Welt hat!
1JO 3:14 Wir wissen, da wir aus dem Tode zum Leben gelangt sind; denn wir 
lieben die Brder. Wer nicht liebt, bleibt im Tode.
1JO 3:15 Jeder, der seinen Bruder hat, ist ein Totschlger; und ihr 
wisset, da kein Totschlger ewiges Leben bleibend in sich hat.
1JO 3:16 Daran haben wir die Liebe erkannt, da er sein Leben fr uns 
eingesetzt hat; auch wir sind schuldig, fr die Brder das Leben 
einzusetzen.
1JO 3:17 Wer aber den zeitlichen Lebensunterhalt hat und seinen Bruder 
darben sieht und sein Herz vor ihm zuschliet, wie bleibt die Liebe Gottes 
in ihm?
1JO 3:18 Kindlein, lasset uns nicht mit Worten lieben, noch mit der Zunge, 
sondern in der Tat und Wahrheit!
1JO 3:19 Daran erkennen wir, da wir aus der Wahrheit sind, und damit 
werden wir unsre Herzen vor Ihm stillen,
1JO 3:20 da, wenn unser Herz uns verdammt, Gott grer ist als unser Herz 
und alles wei.
1JO 3:21 Geliebte, wenn unser Herz uns nicht verdammt, so haben wir 
Freimtigkeit zu Gott;
1JO 3:22 und was wir bitten, empfangen wir von ihm, weil wir seine Gebote 
halten und tun, was vor ihm wohlgefllig ist.
1JO 3:23 Und das ist sein Gebot, da wir glauben an den Namen seines 
Sohnes Jesus Christus und einander lieben, nach dem Gebot, das er uns 
gegeben hat.
1JO 3:24 Und wer seine Gebote hlt, der bleibt in Ihm und Er in ihm; und 
daran erkennen wir, da Er in uns bleibt: an dem Geiste, den er uns 
gegeben hat.
1JO 4:1 Geliebte, glaubet nicht jedem Geist, sondern prfet die Geister, 
ob sie von Gott sind! Denn es sind viele falsche Propheten hinausgegangen 
in die Welt.
1JO 4:2 Daran erkennet ihr den Geist Gottes: Jeder Geist, der bekennt: 
Jesus ist der im Fleisch gekommene Christus, der ist von Gott;
1JO 4:3 und jeder Geist, der Jesus nicht bekennt, der ist nicht von Gott. 
Und das ist der Geist des Antichrists, von welchem ihr gehrt habt, da er 
kommt; und jetzt schon ist er in der Welt.
1JO 4:4 Kindlein, ihr seid aus Gott und habt jene berwunden, weil der in 
euch grer ist als der in der Welt.
1JO 4:5 Sie sind von der Welt; darum reden sie von der Welt, und die Welt 
hrt auf sie.
1JO 4:6 Wir sind aus Gott. Wer Gott kennt, hrt auf uns; wer nicht aus 
Gott ist, hrt nicht auf uns. Daran erkennen wir den Geist der Wahrheit 
und den Geist des Irrtums.
1JO 4:7 Geliebte, lasset uns einander lieben! Denn die Liebe ist aus Gott, 
und wer liebt, der ist aus Gott geboren und kennt Gott.
1JO 4:8 Wer nicht liebt, kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe.
1JO 4:9 Darin ist die Liebe Gottes zu uns geoffenbart worden, da Gott 
seinen eingeborenen Sohn in die Welt gesandt hat, damit wir durch ihn 
leben mchten.
1JO 4:10 Darin besteht die Liebe, nicht da wir Gott geliebt haben, 
sondern da Er uns geliebt und seinen Sohn gesandt hat als Shnopfer fr 
unsre Snden.
1JO 4:11 Geliebte, wenn Gott uns so geliebt hat, so sind auch wir 
schuldig, einander zu lieben.
1JO 4:12 Niemand hat Gott je gesehen; wenn wir einander lieben, so bleibt 
Gott in uns, und seine Liebe ist in uns vollkommen geworden.
1JO 4:13 Daran erkennen wir, da wir in Ihm bleiben und Er in uns, da er 
uns von seinem Geiste gegeben hat.
1JO 4:14 Und wir haben gesehen und bezeugen, da der Vater den Sohn 
gesandt hat als Retter der Welt.
1JO 4:15 Wer nun bekennt, da Jesus der Sohn Gottes ist, in dem bleibt 
Gott und er in Gott.
1JO 4:16 Und wir haben erkannt und geglaubt die Liebe, die Gott zu uns 
hat; Gott ist Liebe, und wer in der Liebe bleibt, der bleibt in Gott und 
Gott in ihm.
1JO 4:17 Darin ist die Liebe bei uns vollkommen geworden, da wir 
Freimtigkeit haben am Tage des Gerichts, denn gleichwie Er ist, so sind 
auch wir in dieser Welt.
1JO 4:18 Furcht ist nicht in der Liebe, sondern die vllige Liebe treibt 
die Furcht aus, denn die Furcht macht Pein; wer sich aber frchtet, ist 
nicht vollkommen geworden in der Liebe.
1JO 4:19 Wir lieben, weil er uns zuerst geliebt hat.
1JO 4:20 Wenn jemand sagt: Ich liebe Gott, und seinen Bruder [doch] hat, 
so ist er ein Lgner; denn wer seinen Bruder nicht liebt, den er sieht, 
der kann Gott nicht lieben, den er nicht sieht!
1JO 4:21 Und dieses Gebot haben wir von ihm, da, wer Gott liebt, auch 
seinen Bruder lieben soll.
1JO 5:1 Jeder, der glaubt, da Jesus der Christus ist, ist aus Gott 
geboren; und wer Den liebt, der ihn geboren hat, der liebt auch den, der 
aus Ihm geboren ist.
1JO 5:2 Daran erkennen wir, da wir Gottes Kinder lieben, wenn wir Gott 
lieben und seine Gebote befolgen.
1JO 5:3 Denn das ist die Liebe zu Gott, da wir seine Gebote halten, und 
seine Gebote sind nicht schwer.
1JO 5:4 Denn alles, was aus Gott geboren ist, berwindet die Welt; und 
unser Glaube ist der Sieg, der die Welt berwunden hat.
1JO 5:5 Wer ist es, der die Welt berwindet, wenn nicht der, welcher 
glaubt, da Jesus der Sohn Gottes ist?
1JO 5:6 Er ist es, der mit Wasser und Blut gekommen ist, Jesus Christus; 
nicht mit Wasser allein, sondern mit Wasser und Blut.
1JO 5:7 Und der Geist ist es, der bezeugt, weil der Geist die Wahrheit ist.
1JO 5:8 Denn drei sind es, die bezeugen: der Geist und das Wasser und das 
Blut, und die drei sind einig.
1JO 5:9 Wenn wir das Zeugnis der Menschen annehmen, so ist das Zeugnis 
Gottes grer; denn das ist das Zeugnis Gottes, da er von seinem Sohne 
Zeugnis abgelegt hat.
1JO 5:10 Wer an den Sohn Gottes glaubt, der hat das Zeugnis in sich; wer 
Gott nicht glaubt, hat ihn zum Lgner gemacht, weil er nicht an das 
Zeugnis geglaubt hat, welches Gott von seinem Sohne abgelegt hat.
1JO 5:11 Und darin besteht das Zeugnis, da uns Gott ewiges Leben gegeben 
hat, und dieses Leben ist in seinem Sohne.
1JO 5:12 Wer den Sohn hat, der hat das Leben; wer den Sohn Gottes nicht 
hat, der hat das Leben nicht.
1JO 5:13 Solches habe ich euch geschrieben, damit ihr wisset, da ihr 
ewiges Leben habt, die ihr an den Namen des Sohnes Gottes glaubt.
1JO 5:14 Und das ist die Freimtigkeit, die wir ihm gegenber haben, da, 
wenn wir seinem Willen gem um etwas bitten, er uns hrt.
1JO 5:15 Und wenn wir wissen, da er uns hrt, um was wir auch bitten, so 
wissen wir, da wir das Erbetene haben, das wir von ihm erbeten haben.
1JO 5:16 Wenn jemand seinen Bruder sndigen sieht, eine Snde nicht zum 
Tode, so soll er bitten, und Er wird ihm Leben geben, solchen, die nicht 
zum Tode sndigen. Es gibt eine Snde zum Tode; da man fr eine solche 
bitten soll, sage ich nicht!
1JO 5:17 Jede Ungerechtigkeit ist Snde; aber es gibt Snde; nicht zum 
Tode.
1JO 5:18 Wir wissen, da jeder, der aus Gott geboren ist, nicht sndigt; 
sondern wer aus Gott geboren ist, htet sich, und der Arge tastet ihn 
nicht an.
1JO 5:19 Wir wissen, da wir aus Gott sind und die ganze Welt im argen 
liegt;
1JO 5:20 wir wissen aber, da der Sohn Gottes gekommen ist und uns einen 
Sinn gegeben hat, da wir den Wahrhaftigen erkennen. Und wir sind in dem 
Wahrhaftigen, in seinem Sohne Jesus Christus. Dieser ist der wahrhaftige 
Gott und das ewige Leben.
1JO 5:21 Kindlein, htet euch vor den Abgttern!
2JO 1:1 Der lteste an die auserwhlte Frau und ihre Kinder, welche ich in 
Wahrheit liebe, und nicht ich allein, sondern auch alle, welche die 
Wahrheit erkannt haben,
2JO 1:2 um der Wahrheit willen, die in uns bleibt und mit uns sein wird in 
Ewigkeit.
2JO 1:3 Gnade sei mit uns, Barmherzigkeit und Friede von Gott, dem Vater, 
und von Jesus Christus, dem Sohne des Vaters, in Wahrheit und Liebe!
2JO 1:4 Es freut mich sehr, da ich unter deinen Kindern solche gefunden 
habe, die in der Wahrheit wandeln, wie wir ein Gebot empfangen haben vom 
Vater.
2JO 1:5 Und nun bitte ich dich, Frau (nicht als schriebe ich dir ein neues 
Gebot, sondern dasjenige, welches wir von Anfang an gehabt haben), da wir 
einander lieben.
2JO 1:6 Und darin besteht die Liebe, da wir nach seinen Geboten wandeln; 
dies ist das Gebot, wie ihr es von Anfang an gehrt habt, da ihr darin 
wandeln sollt.
2JO 1:7 Denn viele Irrlehrer sind hinausgegangen in die Welt, die nicht 
bekennen, da Jesus der im Fleisch gekommene Christus ist; das ist der 
Irrlehrer und der Widerchrist.
2JO 1:8 Sehet euch vor, da ihr nicht verlieret, was ihr erarbeitet habt, 
sondern vollen Lohn empfanget!
2JO 1:9 Wer darber hinausgeht und nicht in der Lehre Christi bleibt, der 
hat Gott nicht; wer in der Lehre bleibt, der hat den Vater und den Sohn.
2JO 1:10 Wenn jemand zu euch kommt und diese Lehre nicht bringt, den 
nehmet nicht auf in [euer] Haus und gret ihn nicht!
2JO 1:11 Denn wer ihn grt, macht sich teilhaftig seiner bsen Werke.
2JO 1:12 Ich htte euch viel zu schreiben, will es aber nicht mit Papier 
und Tinte tun, sondern ich hoffe, zu euch zu kommen und mndlich mit euch 
zu reden, damit eure Freude vollkommen sei.
2JO 1:13 Es gren dich die Kinder deiner Schwester, der Auserwhlten.
3JO 1:1 Der lteste an Gajus, den geliebten, welchen ich in Wahrheit liebe.
3JO 1:2 Mein Lieber, ich wnsche dir in allen Stcken Wohlergehen und 
Gesundheit, wie es deiner Seele wohlgeht!
3JO 1:3 Denn ich freute mich sehr, als Brder kamen und von deiner 
Wahrhaftigkeit Zeugnis ablegten, wie du in der Wahrheit wandelst.
3JO 1:4 Ich habe keine grere Freude als die, zu hren, da meine Kinder 
in der Wahrheit wandeln.
3JO 1:5 Mein Lieber, du handelst getreulich in dem, was du an den Brdern 
tust, und noch dazu an fremden.
3JO 1:6 Sie haben von deiner Liebe Zeugnis abgelegt vor der Gemeinde. Du 
wirst wohltun, wenn du ihnen ein Geleite gibst, wie es Gottes wrdig ist;
3JO 1:7 denn um seines Namens willen sind sie ausgezogen, ohne von den 
Heidnischen etwas anzunehmen.
3JO 1:8 So sind wir nun verpflichtet, solche aufzunehmen, damit wir 
Mitarbeiter der Wahrheit werden.
3JO 1:9 Ich habe der Gemeinde etwas geschrieben; aber Diotrephes, der bei 
ihnen der erste sein mchte, nimmt uns nicht an.
3JO 1:10 Darum will ich, wenn ich komme, ihm seine Werke vorhalten, die er 
tut, indem er uns mit bsen Worten verleumdet; und daran nicht genug, 
nimmt er selbst die Brder nicht auf und wehrt es noch denen, die es tun 
wollen, und stt sie aus der Gemeinde.
3JO 1:11 Mein Lieber, ahme nicht das Bse nach, sondern das Gute! Wer 
Gutes tut, der ist von Gott; wer Bses tut, hat Gott nicht gesehen.
3JO 1:12 Dem Demetrius wird von allen und von der Wahrheit selbst ein 
gutes Zeugnis ausgestellt; auch wir geben Zeugnis dafr, und du weit, da 
unser Zeugnis wahr ist.
3JO 1:13 Ich htte dir vieles zu schreiben; aber ich will dir nicht mit 
Tinte und Feder schreiben.
3JO 1:14 Ich hoffe aber, dich bald zu sehen, und dann wollen wir mndlich 
miteinander reden. (1-15) Friede sei mit dir! Es gren dich die Freunde. 
Gre die Freunde mit Namen!
JUD 1:1 Judas, Knecht Jesu Christi, Bruder aber des Jakobus, an die 
Berufenen, die in Gott, dem Vater, geliebt und durch Jesus Christus 
bewahrt sind:
JUD 1:2 Barmherzigkeit, Friede und Liebe widerfahre euch mehr und mehr!
JUD 1:3 Geliebte, da es mir ein groes Anliegen ist, euch von unsrem 
gemeinsamen Heil zu schreiben, halte ich es fr notwendig, euch zu 
schreiben mit der Ermahnung, da ihr fr den Glauben kmpfet, der den 
Heiligen ein fr allemal bergeben worden ist.
JUD 1:4 Es haben sich nmlich etliche Menschen eingeschlichen, fr die 
schon lngst folgendes Urteil geschrieben worden ist: Gottlose, welche 
die Gnade unsres Gottes in Ausgelassenheit verkehren und den einzigen 
Herrscher und Herrn, Jesus Christus, verleugnen.
JUD 1:5 Ich will euch aber daran erinnern, obschon ihr alles schon einmal 
wutet, da der Herr, nachdem er das Volk aus dem Lande gypten errettet 
hatte, das zweitemal diejenigen vertilgte, die nicht glaubten,
JUD 1:6 und da er die Engel, welche ihr Frstentum nicht bewahrten, 
sondern ihre eigene Behausung verlieen, fr das Gericht des groen Tages 
mit ewigen Banden unter der Finsternis verwahrt hat;
JUD 1:7 wie Sodom und Gomorra und die umliegenden Stdte, die in gleicher 
Weise wie diese die Unzucht bis aufs uerste trieben und anderem Fleisch 
nachgingen, nun als Beispiel vor uns liegen, indem sie die Strafe eines 
ewigen Feuers erleiden.
JUD 1:8 Trotzdem beflecken auch diese in gleicher Weise mit ihren 
Trumereien das Fleisch, verachten die Herrschaft und lstern die 
Majestten.
JUD 1:9 Der Erzengel Michael dagegen, als er mit dem Teufel in Streit 
geriet und ber den Leib Moses verhandelte, wagte kein lsterndes Urteil 
zu fllen, sondern sprach: Der Herr strafe dich!
JUD 1:10 Diese aber lstern alles, was sie nicht verstehen; was sie aber 
von Natur wie die unvernnftigen Tiere wissen, darin verderben sie sich.
JUD 1:11 Wehe ihnen, denn sie sind den Weg Kains gegangen und haben sich 
durch den betrglichen Lohn Bileams verlocken lassen und sind durch die 
Widersetzlichkeit Koras ins Verderben geraten!
JUD 1:12 Das sind die, welche bei euren Liebesmahlen in anstiger Weise 
miteinander schmausen, indem sie ohne Scheu sich selbst weiden, Wolken 
ohne Wasser, von Winden umhergetrieben, unfruchtbare Bume im Sptherbst, 
zweimal erstorben und entwurzelt,
JUD 1:13 wilde Wellen des Meeres, die ihre eigene Schande ausschumen, 
Irrsterne, welchen das Dunkel der Finsternis in Ewigkeit aufbehalten ist.
JUD 1:14 Es hat aber auch von diesen Enoch, der siebente nach Adam, 
geweissagt mit den Worten:
JUD 1:15 Siehe, der Herr ist gekommen mit seinen heiligen Zehntausenden, 
um Gericht zu halten ber alle und alle Gottlosen zu strafen wegen all 
ihrer gottlosen Taten, womit sie sich vergangen, und wegen aller harten 
Worte, welche die gottlosen Snder gegen ihn geredet haben.
JUD 1:16 Das sind Unzufriedene, die mit ihrem Schicksal hadern und dabei 
nach ihren Lsten wandeln; und ihr Mund redet bertriebene Worte, wenn sie 
dem Nutzen zuliebe ins Angesicht schmeicheln.
JUD 1:17 Ihr aber, Geliebte, gedenket der Worte, die zum voraus von den 
Aposteln unsres Herrn Jesus Christus gesprochen worden sind,
JUD 1:18 als sie euch sagten: In den letzten Zeiten werden Sptter 
auftreten, die nach ihren eigenen gottlosen Lsten wandeln.
JUD 1:19 Das sind die, welche sich absondern, seelische Menschen, die den 
Geist nicht haben.
JUD 1:20 Ihr aber, Geliebte, erbauet euch selbst auf euren allerheiligsten 
Glauben und betet im heiligen Geist;
JUD 1:21 bewahret euch selbst in der Liebe Gottes und hoffet auf die 
Barmherzigkeit unsres Herrn Jesus Christus zum ewigen Leben.
JUD 1:22 Und weiset diejenigen zurecht, welche sich trennen;
JUD 1:23 andere aber rettet, indem ihr sie aus dem Feuer reiet, und 
wieder anderer erbarmet euch aus Furcht, wobei ihr auch den vom Fleische 
befleckten Rock hassen sollt.
JUD 1:24 Dem aber, welcher mchtig genug ist, euch ohne Fehl zu bewahren 
und euch unstrflich, mit Freuden vor das Angesicht seiner Herrlichkeit zu 
stellen,
JUD 1:25 Gott allein, unsrem Retter durch Jesus Christus, unsren Herrn, 
gebhrt Herrlichkeit, Majestt, Macht und Gewalt vor aller Zeit, jetzt und 
in alle Ewigkeit! Amen.
REV 1:1 Offenbarung Jesu Christi, welche Gott ihm gegeben hat, seinen 
Knechten zu zeigen, was in Blde geschehen soll; und er hat sie kundgetan 
und durch seinen Engel seinem Knechte Johannes gesandt,
REV 1:2 welcher das Wort Gottes und das Zeugnis Jesu Christi bezeugt hat, 
alles, was er sah.
REV 1:3 Selig, wer liest und die da hren die Worte der Weissagung, und 
bewahren, was darin geschrieben steht! Denn die Zeit ist nahe.
REV 1:4 Johannes an die sieben Gemeinden in Asien: Gnade sei mit euch und 
Friede von dem, der da ist und der da war und der da kommt, und von den 
sieben Geistern, die vor seinem Throne sind,
REV 1:5 und von Jesus Christus, dem treuen Zeugen, dem Erstgeborenen von 
den Toten und dem Frsten ber die Knige der Erde.
REV 1:6 Ihm, der uns liebt und uns durch sein Blut von unsren Snden 
gewaschen und uns zu einem Knigreich gemacht hat, zu Priestern fr seinen 
Gott und Vater: ihm gehrt die Herrlichkeit und die Macht in alle 
Ewigkeit! Amen.
REV 1:7 Siehe, er kommt mit den Wolken, und jedes Auge wird ihn sehen, 
auch die, welche ihn durchstochen haben, und es werden sich seinetwegen an 
die Brust schlagen alle Geschlechter der Erde! Ja, Amen.
REV 1:8 Ich bin das A und das O, spricht Gott der Herr, der da ist und der 
da war und der da kommt, der Allmchtige.
REV 1:9 Ich, Johannes, euer Mitgenosse an der Trbsal und am Reich und an 
der Geduld Jesu Christi, war auf der Insel namens Patmos, um des Wortes 
Gottes und um des Zeugnisses Jesu willen.
REV 1:10 Ich war im Geist am Tage des Herrn und hrte hinter mir eine 
gewaltige Stimme, wie von einer Posaune, die sprach:
REV 1:11 Was du siehst, das schreibe in ein Buch und sende es den sieben 
Gemeinden, nach Ephesus und nach Smyrna und nach Pergamus und nach 
Thyatira und nach Sardes und nach Philadelphia und nach Laodizea!
REV 1:12 Und ich wandte mich um, die Stimme zu sehen, die mit mir redete; 
und als ich mich umwandte, sah ich sieben goldene Leuchter,
REV 1:13 und inmitten der Leuchter Einen, der einem Menschensohne glich, 
angetan mit einem langen Gewande und um die Brust gegrtet mit einem 
goldenen Grtel;
REV 1:14 sein Haupt aber und seine Haare waren wei, wie weie Wolle, wie 
Schnee, und seine Augen wie eine Feuerflamme,
REV 1:15 und seine Fe wie schimmerndes Erz, im Ofen geglht, und seine 
Stimme wie das Rauschen vieler Wasser.
REV 1:16 Und er hatte in seiner rechten Hand sieben Sterne, und aus seinem 
Munde ging ein scharfes, zweischneidiges Schwert, und sein Angesicht 
leuchtet wie die Sonne in ihrer Kraft.
REV 1:17 Und als ich Ihn sah, fiel ich zu seinen Fen wie tot. Und er 
legte seine rechte Hand auf mich und sprach: Frchte dich nicht! Ich bin 
der Erste und der Letzte
REV 1:18 und der Lebendige; ich war tot, und siehe, ich bin lebendig von 
Ewigkeit zu Ewigkeit und habe die Schlssel des Todes und des Totenreichs.
REV 1:19 Schreibe nun, was du gesehen hast, und was ist, und was darnach 
geschehen soll:
REV 1:20 das Geheimnis der sieben Sterne, die du auf meiner Rechten 
gesehen hast, und der sieben goldenen Leuchter. Die sieben Sterne sind 
Engel der sieben Gemeinden, und die sieben Leuchter sind die sieben 
Gemeinden.
REV 2:1 Dem Engel der Gemeinde in Ephesus schreibe: Das sagt, der die 
sieben Sterne in seiner Rechten hlt, der inmitten der sieben goldenen 
Leuchter wandelt:
REV 2:2 Ich wei deine Werke und deine Arbeit und deine Geduld, und da du 
die Bsen nicht ertragen kannst, und da du die geprft hast, die sich 
Apostel nennen und es nicht sind, und hast sie als Lgner erfunden;
REV 2:3 und du hast Ausdauer, und um meines Namens willen hast du getragen 
und bist nicht mde geworden.
REV 2:4 Aber ich habe wider dich, da du deine erste Liebe verlassen hast.
REV 2:5 Bedenke nun, wovon du abgefallen bist, und tue Bue und tue die 
ersten Werke! Sonst komme ich ber dich und werde deinen Leuchter von 
seiner Stelle stoen, wenn du nicht Bue tust!
REV 2:6 Aber das hast du, da du die Werke der Nikolaiten hassest, welche 
auch ich hasse.
REV 2:7 Wer ein Ohr hat, der hre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer 
berwindet, dem will ich zu essen geben von dem Baum des Lebens, welcher 
im Paradiese Gottes ist.
REV 2:8 Und dem Engel der Gemeinde in Smyrna schreibe: Das sagt der Erste 
und der Letzte, welcher tot war und lebendig geworden ist:
REV 2:9 Ich wei deine Werke und deine Trbsal und deine Armut (du bist 
aber reich), und die Lsterung von denen, die sagen, sie seien Juden und 
sind es nicht, sondern eine Synagoge des Satans.
REV 2:10 Frchte nichts, was du leiden wirst! Siehe, der Teufel wird 
etliche von euch ins Gefngnis werfen, damit ihr versucht werdet, und ihr 
werdet Trbsal haben zehn Tage lang. Sei getreu bis in den Tod, so will 
ich dir die Krone des Lebens geben!
REV 2:11 Wer ein Ohr hat, der hre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer 
berwindet, dem soll kein Leid geschehen von dem zweiten Tod!
REV 2:12 Und dem Engel der Gemeinde in Pergamus schreibe: Das sagt, der 
das scharfe zweischneidige Schwert hat:
REV 2:13 Ich wei, was du tust und wo du wohnst, da wo der Thron des 
Satans ist, und da du festhltst an meinem Namen und den Glauben an mich 
nicht verleugnet hast, auch in den Tagen, in welchen Antipas, mein treuer 
Zeuge, bei euch gettet wurde, da wo der Satan wohnt.
REV 2:14 Aber ich habe etwas weniges wider dich, da du daselbst solche 
hast, die an der Lehre Bileams festhalten, welcher den Balak lehrte, ein 
rgernis vor die Kinder Israel zu legen, Gtzenopfer zu essen und Unzucht 
zu treiben.
REV 2:15 So hast auch du solche, die an der Lehre der Nikolaiten 
festhalten, was ich hasse.
REV 2:16 Tue Bue! Sonst komme ich bald ber dich und werde mit ihnen 
Krieg fhren mit dem Schwerte meines Mundes.
REV 2:17 Wer ein Ohr hat, der hre, was der Geist den Gemeinden sagt: Wer 
berwindet, dem will ich von dem verborgenen Manna zu essen geben und will 
ihm einen weien Stein geben und auf dem Stein geschrieben einen neuen 
Namen, welchen niemand kennt, als wer ihn empfngt.
REV 2:18 Und dem Engel der Gemeinde in Thyatira schreibe: Das sagt der 
Sohn Gottes, der Augen hat wie eine Feuerflamme und dessen Fe gleich 
schimmerndem Erze sind:
REV 2:19 Ich wei deine Werke und deine Liebe und deinen Glauben und 
deinen Dienst und deine Geduld und da deiner letzten Werke mehr sind als 
der ersten.
REV 2:20 Aber ich habe wider dich, da du das Weib Isebel gewhren 
lssest, die sich eine Prophetin nennt und meine Knechte lehrt und 
verfhrt, Unzucht zu treiben und Gtzenopfer zu essen.
REV 2:21 Und ich gab ihr Zeit, Bue zu tun, und sie will nicht Bue tun 
von ihrer Unzucht.
REV 2:22 Siehe, ich werfe sie auf ein Bett und die, welche mit ihr 
ehebrechen, in groe Trbsal, wenn sie nicht Bue tun von ihren Werken.
REV 2:23 Und ihre Kinder will ich tten, und alle Gemeinden werden 
erkennen, da ich es bin, der Nieren und Herzen erforscht. Und ich will 
euch vergelten, einem jeden nach seinen Werken.
REV 2:24 Euch aber sage ich, den brigen in Thyatira, soviele diese Lehre 
nicht teilen und welche die Tiefen des Satans, wie sie sagen, nicht 
erkannt haben: Ich lege keine andere Last auf euch;
REV 2:25 nur haltet fest, was ihr habt, bis ich komme!
REV 2:26 Und wer berwindet und meine Werke bis ans Ende bewahrt, dem will 
ich Macht geben ber die Heiden.
REV 2:27 Und er wird sie mit eisernem Stabe weiden, wie man irdene Gefe 
zerschlgt, wie auch ich [solche Macht] von meinem Vater empfangen habe.
REV 2:28 Und ich will ihm geben den Morgenstern.
REV 2:29 Wer ein Ohr hat, der hre, was der Geist den Gemeinden sagt!
REV 3:1 Und dem Engel der Gemeinde in Sardes schreibe: Das sagt der, 
welcher die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat: Ich wei 
deine Werke: du hast den Namen, da du lebest, und bist tot.
REV 3:2 Werde wach und strke das brige, was sterben will; denn ich habe 
deine Werke nicht vollendet erfunden vor meinem Gott.
REV 3:3 So denke nun daran, wie du empfangen und gehrt hast, und bewahre 
es und tue Bue. Wenn du nun nicht wachst, werde ich ber dich kommen wie 
ein Dieb, und du wirst nicht merken, zu welcher Stunde ich ber dich 
kommen werde.
REV 3:4 Aber du hast einige wenige Namen in Sardes, welche ihre Kleider 
nicht befleckt haben; und sie werden mit mir wandeln in weien Kleidern, 
denn sie sind es wert.
REV 3:5 Wer berwindet, der soll mit weien Kleidern angetan werden; und 
ich will seinen Namen nicht tilgen aus dem Buch des Lebens und will seinen 
Namen bekennen vor meinem Vater und vor seinen Engeln.
REV 3:6 Wer ein Ohr hat, der hre, was der Geist den Gemeinden sagt!
REV 3:7 Und dem Engel der Gemeinde in Philadelphia schreibe: Das sagt der 
Heilige, der Wahrhaftige, welcher den Schlssel Davids hat; der ffnet, 
da niemand zuschliet, und zuschliet, da niemand ffnet:
REV 3:8 Ich wei deine Werke. Siehe, ich habe vor dir eine geffnete Tr 
gegeben, die niemand schlieen kann; denn du hast eine kleine Kraft und 
hast mein Wort bewahrt und meinen Namen nicht verleugnet.
REV 3:9 Siehe, ich verschaffe, da solche aus der Synagoge des Satans, die 
sich Juden nennen und es nicht sind, sondern lgen, siehe, ich will sie 
dazu bringen, da sie kommen und vor deinen Fen niederfallen und 
erkennen, da ich dich geliebt habe.
REV 3:10 Weil du das Wort meiner Geduld bewahrt hast, will auch ich dich 
bewahren vor der Stunde der Versuchung, die ber den ganzen Erdkreis 
kommen wird, zu versuchen, die auf Erden wohnen.
REV 3:11 Ich komme bald; halte fest, was du hast, damit niemand deine 
Krone nehme!
REV 3:12 Wer berwindet, den will ich zu einem Pfeiler im Tempel meines 
Gottes machen, und er wird nicht mehr hinausgehen; und ich will auf ihn 
den Namen meines Gottes schreiben und den Namen der Stadt meines Gottes, 
des neuen Jerusalem, welches aus dem Himmel von meinem Gott herabkommt, 
und meinen Namen, den neuen.
REV 3:13 Wer ein Ohr hat, der hre, was der Geist den Gemeinden sagt!
REV 3:14 Und dem Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: Das sagt der 
Amen, der treue und wahrhaftige Zeuge, der Ursprung der Schpfung Gottes:
REV 3:15 Ich wei deine Werke, da du weder kalt noch warm bist. Ach, da 
du kalt oder warm wrest!
REV 3:16 So aber, weil du lau bist und weder kalt noch warm, werde ich 
dich ausspeien aus meinem Munde.
REV 3:17 Denn du sprichst: Ich bin reich und habe berflu und bedarf 
nichts! und weit nicht, da du elend und erbrmlich bist, arm, blind und 
blo!
REV 3:18 Ich rate dir, von mir Gold zu kaufen, das im Feuer geglht ist, 
damit du reich werdest, und weie Kleider, damit du dich bekleidest und 
die Schande deiner Ble nicht offenbar werde, und Augensalbe, um deine 
Augen zu salben, damit du sehest.
REV 3:19 Welche ich liebhabe, die strafe und zchtige ich. So sei nun 
fleiig und tue Bue!
REV 3:20 Siehe, ich stehe vor der Tr und klopfe an. Wenn jemand meine 
Stimme hrt und die Tr ffnet, so werde ich zu ihm hineingehen und das 
Nachtmahl mit ihm einnehmen und er mit mir.
REV 3:21 Wer berwindet, dem will ich geben, mit mir auf meinem Thron zu 
sitzen, wie auch ich berwunden habe und mit meinem Vater sitze auf seinem 
Thron.
REV 3:22 Wer ein Ohr hat, der hre, was der Geist den Gemeinden sagt!
REV 4:1 Darnach schaute ich, und siehe, eine Tr war geffnet im Himmel; 
und die erste Stimme, die ich gleich einer Posaune mit mir reden gehrt 
hatte, sprach: Steige hier herauf, und ich will dir zeigen, was nach 
diesem geschehen soll!
REV 4:2 Und alsbald war ich im Geist; und siehe, ein Thron stand im 
Himmel, und auf dem Thron sa einer.
REV 4:3 Und der darauf sa, war anzusehen wie Jaspis und Sardisstein; und 
ein Regenbogen war rings um den Thron, anzusehen wie ein Smaragd.
REV 4:4 Und rings um den Thron waren vierundzwanzig Throne, und auf den 
Thronen sah ich vierundzwanzig lteste sitzen, angetan mit weien 
Kleidern, und auf ihren Huptern goldene Kronen.
REV 4:5 Und von dem Throne gehen Blitze und Stimmen und Donner aus, und 
sieben Feuerfackeln brennen vor dem Thron; das sind die sieben Geister 
Gottes.
REV 4:6 Und vor dem Thron ist es wie ein glsernes Meer, gleich Kristall; 
und in der Mitte des Thrones und rings um den Thron sind vier lebendige 
Wesen, voller Augen vorn und hinten.
REV 4:7 Und das erste ist gleich einem Lwen, das zweite gleich einem 
Kalbe, das dritte hat ein Angesicht wie ein Mensch, und das vierte ist 
gleich einem fliegenden Adler.
REV 4:8 Und die vier lebendigen Wesen, von denen ein jedes sechs Flgel 
hat, sind ringsherum und inwendig voller Augen; und sie hren Tag und 
Nacht nicht auf zu sagen: Heilig, heilig, heilig ist der Herr, Gott der 
Allmchtige, der da war, und der da ist, und der da kommt!
REV 4:9 Und so oft die lebendigen Wesen Ruhm und Ehre und Dank darbringen 
dem, der auf dem Throne sitzt, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit,
REV 4:10 so fallen die vierundzwanzig ltesten nieder vor dem, der auf dem 
Throne sitzt, und beten den an, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit, und 
werfen ihre Kronen vor dem Throne nieder und sprechen:
REV 4:11 Wrdig bist du, unser Herr und Gott, zu empfangen den Ruhm und 
die Ehre und die Macht; denn du hast alle Dinge geschaffen, und durch 
deinen Willen sind sie und wurden sie geschaffen!
REV 5:1 Und ich sah in der Rechten dessen, der auf dem Throne sa, ein 
Buch, innen und auen beschrieben, mit sieben Siegeln versiegelt.
REV 5:2 Und ich sah einen starken Engel, der verkndete mit lauter Stimme: 
Wer ist wrdig, das Buch zu ffnen und seine Siegel zu brechen?
REV 5:3 Und niemand, weder im Himmel noch auf Erden noch unter der Erde, 
vermochte das Buch zu ffnen noch hineinzublicken.
REV 5:4 Und ich weinte sehr, da niemand wrdig erfunden wurde, das Buch 
zu ffnen noch hineinzublicken.
REV 5:5 Und einer von den ltesten spricht zu mir: Weine nicht! Siehe, es 
hat berwunden der Lwe aus dem Stamm Juda, die Wurzel Davids, um das Buch 
zu ffnen und seine sieben Siegel zu brechen!
REV 5:6 Und ich sah, und siehe, in der Mitte des Thrones und der vier 
lebendigen Wesen und inmitten der ltesten stand ein Lamm, wie 
geschlachtet; es hatte sieben Hrner und sieben Augen, das sind die sieben 
Geister Gottes, ausgesandt ber die ganze Erde.
REV 5:7 Und es kam und nahm das Buch aus der Rechten dessen, der auf dem 
Throne sa.
REV 5:8 Und als es das Buch nahm, fielen die vier lebendigen Wesen und die 
vierundzwanzig ltesten vor dem Lamme nieder, und sie hatten jeder eine 
Harfe und goldene Schalen voll Rucherwerk; das sind die Gebete der 
Heiligen.
REV 5:9 Und sie sangen ein neues Lied: Wrdig bist du, das Buch zu nehmen 
und seine Siegel zu brechen; denn du bist geschlachtet worden und hast fr 
Gott mit deinem Blut [Menschen] erkauft aus allen Stmmen und Zungen und 
Vlkern und Nationen
REV 5:10 und hast sie fr unsren Gott zu einem Knigreich und zu Priestern 
gemacht, und sie werden herrschen auf Erden.
REV 5:11 Und ich sah und hrte eine Stimme vieler Engel rings um den Thron 
und um die lebendigen Wesen und die ltesten; und ihre Zahl war 
zehntausendmal zehntausend und tausendmal tausend;
REV 5:12 die sprachen mit lauter Stimme: Wrdig ist das Lamm, das 
geschlachtet ist, zu empfangen die Macht und Reichtum und Weisheit und 
Strke und Ehre und Ruhm und Lobpreisung!
REV 5:13 Und alle Geschpfe, die im Himmel und auf Erden und unter der 
Erde und auf dem Meere sind, und alles, was darin ist, hrte ich sagen: 
Dem, der auf dem Throne sitzt, und dem Lamm gebhrt das Lob und die Ehre 
und der Ruhm und die Gewalt von Ewigkeit zu Ewigkeit!
REV 5:14 Und die vier lebendigen Wesen sprachen: Amen! Und die 
vierundzwanzig ltesten fielen nieder und beteten an den, der da lebt von 
Ewigkeit zu Ewigkeit.
REV 6:1 Und ich sah, da das Lamm eines von den sieben Siegeln ffnete, 
und ich hrte eines von den vier lebendigen Wesen wie mit Donnerstimme 
sagen: Komm und sieh!
REV 6:2 Und ich sah, und siehe, ein weies Pferd, und der darauf sa, 
hatte einen Bogen; und es wurde ihm eine Krone gegeben, und er zog aus als 
Sieger und um zu siegen.
REV 6:3 Und als es das zweite Siegel ffnete, hrte ich das zweite 
lebendige Wesen sagen: Komm und sieh!
REV 6:4 Und es zog ein anderes Pferd aus, ein feuerrotes, und dem, der 
darauf sa, wurde die Macht gegeben, den Frieden von der Erde zu nehmen 
und da sie einander hinschlachten sollten; und es wurde ihm ein groes 
Schwert gegeben.
REV 6:5 Und als es das dritte Siegel ffnete, hrte ich das dritte 
lebendige Wesen sagen: Komm und sieh! Und ich sah, und siehe, ein 
schwarzes Pferd, und der darauf sa, hatte eine Waage in seiner Hand.
REV 6:6 Und ich hrte eine Stimme inmitten der vier lebendigen Wesen, die 
sprach: Ein Ma Weizen fr einen Denar, und drei Ma Gerste fr einen 
Denar; und das l und den Wein schdige nicht!
REV 6:7 Und als es das vierte Siegel ffnete, hrte ich die Stimme des 
vierten lebendigen Wesens sagen: Komm und sieh!
REV 6:8 Und ich sah, und siehe, ein fahles Pferd, und der darauf sa, 
dessen Name ist: der Tod; und das Totenreich folgte ihm nach, und ihnen 
wurde Macht gegeben ber den vierten Teil der Erde, zu tten mit dem 
Schwert und mit Hunger und mit Pest und durch die wilden Tiere der Erde.
REV 6:9 Und als es das fnfte Siegel ffnete, sah ich unter dem Altar die 
Seelen derer, die hingeschlachtet worden waren um des Wortes Gottes willen 
und um des Zeugnisses willen, das sie hatten.
REV 6:10 Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Wie lange, o Herr, 
du Heiliger und Wahrhaftiger, richtest du nicht und rchst nicht unser 
Blut an denen, die auf Erden wohnen?
REV 6:11 Und es wurde einem jeden von ihnen ein weies Kleid gegeben, und 
es wurde ihnen gesagt, da sie noch eine kleine Zeit ruhen sollten, bis 
auch ihre Mitknechte und ihre Brder vollendet wren, die auch sollten 
gettet werden, gleichwie sie.
REV 6:12 Und ich sah, als es das sechste Siegel ffnete, und siehe, ein 
groes Erdbeben entstand, und die Sonne wurde schwarz wie ein hrener 
Sack, und der ganze Mond wurde wie Blut.
REV 6:13 Und die Sterne des Himmels fielen auf die Erde, wie ein 
Feigenbaum seine unreifen Frchte abwirft, wenn er von einem starken Winde 
geschttelt wird.
REV 6:14 Und der Himmel entwich wie ein Buch, das zusammengerollt wird, 
und alle Berge und Inseln wurden aus ihren Stellen gerckt.
REV 6:15 Und die Knige der Erde und die Groen und die Heerfhrer und die 
Reichen und die Gewaltigen und alle Knechte und alle Freien verbargen sich 
in die Klfte und in die Felsen der Berge
REV 6:16 und sprachen zu den Bergen und zu den Felsen: Fallet auf uns und 
verberget uns vor dem Angesichte dessen, der auf dem Throne sitzt, und vor 
dem Zorn des Lammes!
REV 6:17 Denn gekommen ist der groe Tag seines Zorns, und wer kann 
bestehen?
REV 7:1 Darnach sah ich vier Engel an den vier Ecken der Erde stehen, die 
hielten die vier Winde der Erde, damit kein Wind wehe ber die Erde noch 
ber das Meer noch ber irgend einen Baum.
REV 7:2 Und ich sah einen andern Engel vom Sonnenaufgang heraufsteigen, 
der hatte das Siegel des lebendigen Gottes; und er rief mit lauter Stimme 
den vier Engeln zu, welchen Macht gegeben war, die Erde und das Meer zu 
schdigen,
REV 7:3 und sprach: Schdiget die Erde nicht, noch das Meer noch die 
Bume, bis wir die Knechte unsres Gottes auf ihren Stirnen versiegelt 
haben!
REV 7:4 Und ich hrte die Zahl der Versiegelten: 
Hundertvierundvierzigtausend Versiegelte, aus allen Stmmen der Kinder 
Israel.
REV 7:5 Aus dem Stamm Juda zwlftausend Versiegelte; aus dem Stamm Ruben 
zwlftausend; aus dem Stamm Gad zwlftausend;
REV 7:6 aus dem Stamm Asser zwlftausend; aus dem Stamm Naphtali 
zwlftausend; aus dem Stamm Manasse zwlftausend;
REV 7:7 aus dem Stamm Simeon zwlftausend; aus dem Stamm Levi 
zwlftausend; aus dem Stamm Issaschar zwlftausend;
REV 7:8 aus dem Stamm Sebulon zwlftausend; aus dem Stamm Joseph 
zwlftausend; aus dem Stamm Benjamin zwlftausend Versiegelte.
REV 7:9 Darnach sah ich, und siehe, eine groe Schar, die niemand zhlen 
konnte, aus allen Nationen und Stmmen und Vlkern und Zungen; die standen 
vor dem Throne und vor dem Lamm, angetan mit weien Kleidern, und Palmen 
in ihren Hnden.
REV 7:10 Und sie riefen mit lauter Stimme und sprachen: Das Heil steht bei 
unsrem Gott, der auf dem Throne sitzt, und bei dem Lamm!
REV 7:11 Und alle Engel standen rings um den Thron und um die ltesten und 
die vier lebendigen Wesen und fielen vor dem Thron auf ihr Angesicht und 
beteten Gott an
REV 7:12 und sprachen: Amen! Lobpreisung und Ruhm und Weisheit und Dank 
und Ehre und Macht und Strke sei unsrem Gott von Ewigkeit zu Ewigkeit! 
Amen.
REV 7:13 Und einer von den ltesten hob an und sprach zu mir: Wer sind 
diese, die mit weien Kleidern angetan sind, und woher sind sie gekommen?
REV 7:14 Und ich sprach zu ihm: Mein Herr, du weit es! Und er sprach zu 
mir: Das sind die, welche aus der groen Trbsal kommen; und sie haben 
ihre Kleider gewaschen und hell gemacht im Blute des Lammes.
REV 7:15 Darum sind sie vor dem Throne Gottes und dienen ihm Tag und Nacht 
in seinem Tempel; und der auf dem Throne sitzt, wird ber ihnen wohnen.
REV 7:16 Und sie werden nicht mehr hungern noch drsten; es wird auch 
nicht die Sonne auf sie fallen noch irgend eine Hitze;
REV 7:17 denn das Lamm, das inmitten des Thrones ist, wird sie weiden und 
sie leiten zu Wasserquellen des Lebens, und Gott wird abwischen alle 
Trnen von ihren Augen.
REV 8:1 Und als es das siebente Siegel ffnete, entstand eine Stille im 
Himmel, von etwa einer halben Stunde.
REV 8:2 Und ich sah die sieben Engel, die vor Gott stehen; und es wurden 
ihnen sieben Posaunen gegeben.
REV 8:3 Und ein anderer Engel kam und stellte sich an den Altar, der hatte 
eine goldene Rucherpfanne; und ihm wurde viel Rucherwerk gegeben, damit 
er es mitsamt den Gebeten aller Heiligen auf den goldenen Altar gbe, der 
vor dem Throne ist.
REV 8:4 Und der Rauch des Rucherwerks stieg mit den Gebeten der Heiligen 
aus der Hand des Engels auf vor Gott.
REV 8:5 Und der Engel nahm die Rucherpfanne und fllte sie mit Feuer vom 
Altar und warf sie auf die Erde; und es entstanden Stimmen und Donner und 
Blitze und Erdbeben.
REV 8:6 Und die sieben Engel, welche die sieben Posaunen hatten, machten 
sich bereit zu posaunen.
REV 8:7 Und der erste Engel posaunte, und es entstand Hagel und Feuer, mit 
Blut vermischt, und wurde auf die Erde geworfen; und der dritte Teil der 
Erde verbrannte, und der dritte Teil der Bume verbrannte, und alles grne 
Gras verbrannte.
REV 8:8 Und der zweite Engel posaunte, und es wurde etwas wie ein groer 
feuerspeiender Berg ins Meer geworfen; und der dritte Teil des Meeres 
wurde zu Blut,
REV 8:9 und der dritte Teil der Geschpfe im Meer, welche Seelen haben, 
starb, und der dritte Teil der Schiffe ging zugrunde.
REV 8:10 Und der dritte Engel posaunte; da fiel ein groer Stern vom 
Himmel, brennend wie eine Fackel, und er fiel auf den dritten Teil der 
Flsse und auf die Wasserquellen;
REV 8:11 und der Name des Sternes heit Wermut. Und der dritte Teil der 
Gewsser wurde zu Wermut, und viele der Menschen starben von den 
Gewssern, weil sie bitter geworden waren.
REV 8:12 Und der vierte Engel posaunte; da wurde der dritte Teil der Sonne 
und der dritte Teil des Mondes und der dritte Teil der Sterne geschlagen, 
damit der dritte Teil derselben verfinstert wrde und der Tag ohne 
Beleuchtung sei seinen dritten Teil, und die Nacht in gleicher Weise.
REV 8:13 Und ich sah und hrte einen Adler, der in der Mitte des Himmels 
flog und mit lauter Stimme rief: Wehe, wehe, wehe denen, die auf Erden 
wohnen, wegen der brigen Posaunenstimmen der drei Engel, die noch 
posaunen sollen!
REV 9:1 Und der fnfte Engel posaunte; und ich sah einen Stern, der vom 
Himmel auf die Erde gefallen war, und es wurde ihm der Schlssel zum 
Schlunde des Abgrunds gegeben.
REV 9:2 Und er ffnete den Schlund des Abgrunds, und ein Rauch stieg empor 
aus dem Schlunde, wie der Rauch eines groen Ofens, und die Sonne und die 
Luft wurden verfinstert von dem Rauch des Schlundes.
REV 9:3 Und aus dem Rauch kamen Heuschrecken hervor auf die Erde; und es 
wurde ihnen Macht gegeben, wie die Skorpione der Erde Macht haben.
REV 9:4 Und es wurde ihnen gesagt, da sie das Gras der Erde nicht 
schdigen sollten, auch nicht irgend etwas Grnes, noch irgend einen Baum, 
sondern nur die Menschen, welche das Siegel Gottes nicht an ihrer Stirne 
haben.
REV 9:5 Und es wurde ihnen gegeben, sie nicht zu tten, sondern zu plagen 
fnf Monate lang. Und ihre Qual war wie die Qual von einem Skorpion, wenn 
er einen Menschen sticht.
REV 9:6 Und in jenen Tagen werden die Menschen den Tod suchen und ihn 
nicht finden; sie werden begehren zu sterben, und der Tod wird von ihnen 
fliehen.
REV 9:7 Und die Gestalten der Heuschrecken glichen Pferden, zum Kampfe 
gerstet, und auf ihren Kpfen [waren] wie goldene Kronen, und ihre 
Angesichter wie menschliche Angesichter.
REV 9:8 Und sie hatten Haare wie Frauenhaare, und ihre Zhne waren wie 
Lwenzhne.
REV 9:9 Und sie hatten Panzer wie eiserne Panzer, und das Rasseln ihrer 
Flgel war wie das Rasseln vieler Wagen und Rosse, welche zum Kampfe 
laufen.
REV 9:10 Und sie haben Schwnze wie Skorpione, und Stacheln, und in ihren 
Schwnzen lag ihre Macht, die Menschen zu schdigen fnf Monate lang.
REV 9:11 Und sie haben als Knig ber sich den Engel des Abgrunds; sein 
Name ist auf hebrisch Abaddon, und im Griechischen hat er den Namen 
Apollyon.
REV 9:12 Das eine Wehe ist vorber, siehe, es kommen noch zwei Wehe nach 
diesem.
REV 9:13 Und der sechste Engel posaunte, und ich hrte eine Stimme aus den 
vier Hrnern des goldenen Altars, der vor Gott steht,
REV 9:14 die sprach zu dem sechsten Engel, der die Posaune hatte: Lse die 
vier Engel, die am groen Strom Euphrat gebunden sind!
REV 9:15 Und die vier Engel wurden losgebunden, die auf Stunde und Tag und 
Monat und Jahr bereitstanden, den dritten Teil der Menschen zu tten.
REV 9:16 Und die Zahl des Reiterheeres war zweimal zehntausendmal 
zehntausend; ich hrte ihre Zahl.
REV 9:17 Und so sah ich im Gesicht die Pferde und die darauf saen: sie 
hatten feurige und violette und schwefelgelbe Panzer, und die Kpfe der 
Pferde waren wie Lwenkpfe; und aus ihren Mulern geht Feuer und Rauch 
und Schwefel hervor.
REV 9:18 Durch diese drei Plagen wurde der dritte Teil der Menschen 
gettet, durch das Feuer und den Rauch und den Schwefel, die aus ihren 
Mulern gingen.
REV 9:19 Denn die Macht der Pferde liegt in ihrem Maul und in ihren 
Schwnzen; denn ihre Schwnze gleichen Schlangen, und sie haben Kpfe, und 
mit diesen schdigen sie.
REV 9:20 Aber die brigen der Menschen, die durch diese Plagen nicht 
gettet wurden, taten nicht Bue von den Werken ihrer Hnde, so da sie 
nicht mehr die Dmonen und die Gtzen von Gold und Silber und Erz und 
Stein und Holz angebetet htten, die weder sehen, noch hren, noch gehen 
knnen.
REV 9:21 Und sie taten nicht Bue, weder von ihren Mordtaten noch von 
ihren Zaubereien noch von ihrer Unzucht noch von ihren Diebereien.
REV 10:1 Und ich sah einen andern starken Engel aus dem Himmel 
herabsteigen, bekleidet mit einer Wolke, und der Regenbogen [war] ber 
seinem Haupte und sein Angesicht wie die Sonne und seine Fe wie 
Feuersulen.
REV 10:2 Und er hielt in seiner Hand ein offenes Bchlein; und er setzte 
seinen rechten Fu auf das Meer, den linken aber auf die Erde,
REV 10:3 und er rief mit lauter Stimme, wie ein Lwe brllt. Und als er 
gerufen hatte, lieen die sieben Donner ihre Stimmen vernehmen.
REV 10:4 Und als die sieben Donner geredet hatten, wollte ich schreiben; 
und ich hrte eine Stimme aus dem Himmel, die sprach: Versiegle, was die 
sieben Donner geredet haben, und schreibe es nicht auf!
REV 10:5 Und der Engel, den ich auf dem Meer und auf der Erde stehen sah, 
erhob seine rechte Hand zum Himmel
REV 10:6 und schwur bei dem, der von Ewigkeit zu Ewigkeit lebt, der den 
Himmel geschaffen hat und was darin ist, und die Erde und was darauf ist, 
und das Meer und was darin ist: es wird keine Zeit mehr sein;
REV 10:7 sondern in den Tagen der Stimme des siebenten Engels, wenn er 
posaunen wird, ist das Geheimnis Gottes vollendet, wie er es seinen 
Knechten, den Propheten, als frohe Botschaft verkndigt hat.
REV 10:8 Und die Stimme, die ich aus dem Himmel gehrt hatte, redete 
abermals mit mir und sprach: Geh hin, nimm das offene Bchlein in der Hand 
des Engels, der auf dem Meer und auf der Erde steht!
REV 10:9 Und ich ging zu dem Engel und sprach zu ihm: Gib mir das 
Bchlein! Und er spricht zu mir: Nimm und verschlinge es; und es wird dir 
im Bauche Bitterkeit verursachen, in deinem Munde aber wird es s sein 
wie Honig!
REV 10:10 Und ich nahm das Bchlein aus der Hand des Engels und verschlang 
es; und es war in meinem Munde s wie Honig. Als ich es aber verschlungen 
hatte, wurde es mir bitter im Leibe.
REV 10:11 Und er sprach zu mir: Du sollst abermals weissagen ber viele 
Vlker und Nationen und Zungen und Knige.
REV 11:1 Und mir wurde ein Rohr gegeben, gleich einem Stabe; und es wurde 
zu mir gesagt: Mache dich auf und mi den Tempel Gottes und den Altar und 
die, welche dort anbeten.
REV 11:2 Aber den Vorhof, der auerhalb des Tempels ist, la weg und mi 
ihn nicht; denn er ist den Heiden gegeben, und sie werden die heilige 
Stadt zertreten zweiundvierzig Monate lang.
REV 11:3 Und ich will meinen zwei Zeugen verleihen, da sie weissagen 
sollen tausendzweihundertsechzig Tage lang, angetan mit Scken.
REV 11:4 Das sind die zwei lbume und die zwei Leuchter, die vor dem 
Herrn der Erde stehen.
REV 11:5 Und wenn jemand sie schdigen will, geht Feuer aus ihrem Munde 
und verzehrt ihre Feinde; und wenn jemand sie schdigen will, mu er so 
gettet werden.
REV 11:6 Diese haben Macht, den Himmel zu verschlieen, damit kein Regen 
falle in den Tagen ihrer Weissagung; und sie haben Macht ber die 
Gewsser, sie in Blut zu verwandeln und die Erde mit allerlei Plagen zu 
schlagen, so oft sie wollen.
REV 11:7 Und wenn sie ihr Zeugnis vollendet haben, wird das Tier, das aus 
dem Abgrund heraufsteigt, mit ihnen Krieg fhren und sie berwinden und 
sie tten.
REV 11:8 Und ihre Leichname werden auf der Gasse der groen Stadt liegen, 
welche im geistlichen Sinne Sodom und gypten heit, wo auch ihr Herr 
gekreuzigt worden ist.
REV 11:9 Und [viele] von den Vlkern und Stmmen und Zungen werden ihre 
Leichname sehen, drei Tage lang und einen halben, und werden ihre 
Leichname nicht in ein Grab legen lassen.
REV 11:10 Und die auf Erden wohnen, werden sich ber sie freuen und 
frohlocken und werden einander Geschenke schicken, weil diese zwei 
Propheten die Bewohner der Erde gepeinigt hatten.
REV 11:11 Und nach den drei Tagen und einem halben kam der Geist des 
Lebens aus Gott in sie, und sie traten auf ihre Fe, und eine groe 
Furcht berfiel die, welche sie sahen.
REV 11:12 Und sie hrten eine laute Stimme vom Himmel her, die zu ihnen 
sprach: Steiget hier herauf! Da stiegen sie in den Himmel hinauf in der 
Wolke, und ihre Feinde sahen sie.
REV 11:13 Und zur selben Stunde entstand ein groes Erdbeben, und der 
zehnte Teil der Stadt fiel; und es wurden in dem Erdbeben siebentausend 
Menschen gettet, und die brigen wurden voll Furcht und gaben dem Gott 
des Himmels die Ehre.
REV 11:14 Das zweite Wehe ist vorber; siehe, das dritte Wehe kommt 
schnell.
REV 11:15 Und der siebente Engel posaunte; da erschollen laute Stimmen im 
Himmel, die sprachen: Das Weltreich unsres Herrn und seines Gesalbten ist 
zustande gekommen, und er wird regieren von Ewigkeit zu Ewigkeit!
REV 11:16 Und die vierundzwanzig ltesten, die vor Gott auf ihren Thronen 
saen, fielen auf ihr Angesicht und beteten Gott an
REV 11:17 und sprachen: Wir danken dir, Herr, allmchtiger Gott, der da 
ist, und der da war, da du deine groe Macht an dich genommen und die 
Regierung angetreten hast!
REV 11:18 Und die Vlker sind zornig geworden, und dein Zorn ist gekommen 
und die Zeit der Toten, da sie gerichtet werden, und da du den Lohn 
gebest deinen Knechten, den Propheten und den Heiligen und denen, die 
deinen Namen frchten, den Kleinen und den Groen, und da du die 
verderbest, welche die Erde verderben!
REV 11:19 Und der Tempel Gottes im Himmel wurde geffnet, und die Lade 
seines Bundes wurde sichtbar in seinem Tempel. Und es entstanden Blitze 
und Stimmen und Donner und Erdbeben und groer Hagel.
REV 12:1 Und ein groes Zeichen erschien im Himmel: ein Weib, mit der 
Sonne bekleidet, und der Mond unter ihren Fen, und auf ihrem Haupte eine 
Krone mit zwlf Sternen.
REV 12:2 Und sie war schwanger und schrie in Wehen und Schmerzen der 
Geburt.
REV 12:3 Und es erschien ein anderes Zeichen im Himmel: siehe, ein groer, 
feuerroter Drache, der hatte sieben Kpfe und zehn Hrner und auf seinen 
Kpfen sieben Kronen;
REV 12:4 und sein Schwanz zog den dritten Teil der Sterne des Himmels nach 
sich und warf sie auf die Erde. Und der Drache stand vor dem Weibe, das 
gebren sollte, auf da, wenn sie geboren htte, er ihr Kind verschlnge.
REV 12:5 Und sie gebar einen Sohn, einen mnnlichen, der alle Heiden mit 
eisernem Stabe weiden soll; und ihr Kind wurde entrckt zu Gott und zu 
seinem Thron.
REV 12:6 Und das Weib floh in die Wste, wo sie eine Sttte hat, von Gott 
bereitet, damit man sie daselbst ernhre tausendzweihundertsechzig Tage.
REV 12:7 Und es entstand ein Kampf im Himmel: Michael und seine Engel 
kmpften mit dem Drachen. Auch der Drache und seine Engel kmpften;
REV 12:8 aber sie siegten nicht, und es wurde fr sie kein Platz mehr 
gefunden im Himmel.
REV 12:9 So wurde geworfen der groe Drache, die alte Schlange, genannt 
der Teufel und der Satan, der den ganzen Erdkreis verfhrt, geworfen wurde 
er auf die Erde, und seine Engel wurden mit ihm geworfen.
REV 12:10 Und ich hrte eine laute Stimme im Himmel sagen: Nun ist das 
Heil und die Kraft und das Reich unseres Gottes und die Macht seines 
Gesalbten gekommen! Denn gestrzt wurde der Verklger unsrer Brder, der 
sie vor unsrem Gott verklagte Tag und Nacht.
REV 12:11 Und sie haben ihn berwunden durch des Lammes Blut und durch das 
Wort ihres Zeugnisses und haben ihr Leben nicht geliebt bis in den Tod!
REV 12:12 Darum seid frhlich, ihr Himmel, und die ihr darin wohnet! Wehe 
der Erde und dem Meere! Denn der Teufel ist zu euch hinabgestiegen und hat 
einen groen Zorn, da er wei, da er nur wenig Zeit hat.
REV 12:13 Und als der Drache sah, da er auf die Erde geworfen war, 
verfolgte er das Weib, welches den Knaben geboren hatte.
REV 12:14 Und es wurden dem Weibe zwei Flgel des groen Adlers gegeben, 
damit sie in die Wste flge an ihre Sttte, woselbst sie ernhrt wird 
eine Zeit und zwei Zeiten und eine halbe Zeit, fern von dem Angesicht der 
Schlange.
REV 12:15 Und die Schlange schleuderte aus ihrem Maul dem Weibe Wasser 
nach, wie einen Strom, damit sie von dem Strom fortgerissen wrde.
REV 12:16 Und die Erde half dem Weibe, und die Erde tat ihren Mund auf und 
verschlang den Strom, welchen der Drache aus seinem Maul geschleudert 
hatte.
REV 12:17 Und der Drache ergrimmte ber das Weib und ging hin, Krieg zu 
fhren mit den brigen ihres Samens, welche die Gebote Gottes beobachten 
und das Zeugnis Jesu haben.
REV 13:1 (12-18) Und ich stellte mich auf den Sand des Meeres. (13-1) Und 
ich sah aus dem Meer ein Tier aufsteigen, das zehn Hrner und sieben Kpfe 
hatte und auf seinen Hrnern zehn Kronen, und auf seinen Kpfen Namen der 
Lsterung.
REV 13:2 Und das Tier, das ich sah, war einem Panther gleich, und seine 
Fe [waren] wie die eines Bren und sein Rachen wie ein Lwenrachen; und 
der Drache gab ihm seine Kraft und seinen Thron und groe Macht.
REV 13:3 Und ich sah einen seiner Kpfe wie zu Tode verwundet, und seine 
Todeswunde wurde geheilt. Und die ganze Erde sah verwundert dem Tiere nach.
REV 13:4 Und sie beteten den Drachen an, weil er dem Tiere die Macht 
gegeben, und beteten das Tier an und sprachen: Wer ist dem Tiere gleich, 
und wer vermag mit ihm zu streiten?
REV 13:5 Und es wurde ihm ein Maul gegeben, das groe Dinge und 
Lsterungen redete; und es wurde ihm Macht gegeben, Krieg zu fhren 
zweiundvierzig Monate lang.
REV 13:6 Und es tat sein Maul auf zur Lsterung gegen Gott, zu lstern 
seinen Namen und sein Zelt und die im Himmel wohnen.
REV 13:7 Und es wurde ihm gegeben, mit den Heiligen Krieg zu fhren und 
sie zu berwinden; und es wurde ihm Macht gegeben ber alle Geschlechter 
und Vlker und Zungen und Nationen.
REV 13:8 Und alle Bewohner der Erde werden es anbeten, deren Namen nicht 
geschrieben sind im Lebensbuche des Lammes, das geschlachtet ist, von 
Grundlegung der Welt an.
REV 13:9 Hat jemand ein Ohr, der hre!
REV 13:10 Wer in Gefangenschaft fhrt, geht in die Gefangenschaft; wer mit 
dem Schwerte ttet, soll durchs Schwert gettet werden. Hier ist die 
Standhaftigkeit und der Glaube der Heiligen.
REV 13:11 Und ich sah ein anderes Tier aus der Erde aufsteigen, und es 
hatte zwei Hrner gleich einem Lamm und redete wie ein Drache.
REV 13:12 Und es bt alle Macht des ersten Tieres vor seinen Augen aus und 
macht, da die Erde und deren Bewohner das erste Tier anbeten, dessen 
Todeswunde geheilt wurde.
REV 13:13 Und es tut groe Zeichen, so da es sogar Feuer vom Himmel auf 
die Erde herabfallen lt vor den Menschen.
REV 13:14 Und es verfhrt die Bewohner der Erde durch die Zeichen, die vor 
dem Tiere zu tun ihm gegeben sind, und es sagt den Bewohnern der Erde, da 
sie ein Bild machen sollen dem Tier, welches die Wunde vom Schwert hat und 
am Leben geblieben ist.
REV 13:15 Und es wurde ihm verliehen, dem Bilde des Tieres einen Geist zu 
geben, so da das Bild des Tieres auch redete und bewirkte, da alle 
gettet wurden, die das Bild des Tieres nicht anbeteten.
REV 13:16 Und es bewirkt, da allen, den Kleinen und den Groen, den 
Reichen und den Armen, den Freien und den Knechten, ein Malzeichen gegeben 
wird auf ihre rechte Hand oder auf ihre Stirn,
REV 13:17 und da niemand kaufen oder verkaufen kann als nur der, welcher 
das Malzeichen hat, den Namen des Tieres oder die Zahl seines Namens.
REV 13:18 Hier ist die Weisheit! Wer Verstand hat, der berechne die Zahl 
des Tieres, denn es ist eines Menschen Zahl, und seine Zahl ist 666.
REV 14:1 Und ich sah und siehe, das Lamm stand auf dem Berge Zion und mit 
ihm hundertvierundvierzigtausend, die seinen Namen und den Namen seines 
Vaters auf ihren Stirnen geschrieben trugen.
REV 14:2 Und ich hrte eine Stimme aus dem Himmel wie das Rauschen vieler 
Wasser und wie die Stimme eines starken Donners; und die Stimme, die ich 
hrte, war wie von Harfenspielern, die auf ihren Harfen spielen.
REV 14:3 Und sie sangen wie ein neues Lied vor dem Throne und vor den vier 
lebendigen Wesen und den ltesten, und niemand konnte das Lied lernen als 
nur die Hundertvierundvierzigtausend, die erkauft sind von der Erde.
REV 14:4 Diese sind es, die sich mit Weibern nicht befleckt haben; denn 
sie sind Jungfrauen. Diese sind es, die dem Lamme nachfolgen, wohin es 
auch geht. Diese sind aus den Menschen erkauft worden als Erstlinge fr 
Gott und das Lamm,
REV 14:5 und in ihrem Munde ist kein Betrug gefunden worden; sie sind 
unstrflich.
REV 14:6 Und ich sah einen andern Engel durch die Mitte des Himmels 
fliegen, der hatte ein ewiges Evangelium den Bewohnern der Erde zu 
verkndigen, allen Nationen und Stmmen und Zungen und Vlkern.
REV 14:7 Der sprach mit lauter Stimme: Frchtet Gott und gebet ihm die 
Ehre, denn die Stunde seines Gerichts ist gekommen; und betet den an, der 
den Himmel und die Erde und das Meer und die Wasserquellen gemacht hat!
REV 14:8 Und ein anderer, zweiter Engel folgte ihm, der sprach: Gefallen, 
gefallen ist Babylon, die Groe, die mit dem Glutwein ihrer Unzucht alle 
Vlker getrnkt hat!
REV 14:9 Und ein dritter Engel folgte ihnen, der sprach mit lauter Stimme: 
Wenn jemand das Tier und sein Bild anbetet und das Malzeichen auf seine 
Stirne oder auf seine Hand nimmt,
REV 14:10 so wird auch er von dem Glutwein Gottes trinken, der unvermischt 
eingeschenkt ist in dem Kelch seines Zornes, und er wird mit Feuer und 
Schwefel gepeinigt werden vor den heiligen Engeln und dem Lamm.
REV 14:11 Und der Rauch ihrer Qual steigt auf von Ewigkeit zu Ewigkeit; 
und keine Ruhe haben Tag und Nacht, die das Tier und sein Bild anbeten, 
und wer das Malzeichen seines Namens annimmt!
REV 14:12 Hier ist die Standhaftigkeit der Heiligen, welche die Gebote 
Gottes und den Glauben an Jesus bewahren.
REV 14:13 Und ich hrte eine Stimme aus dem Himmel, die sprach: Schreibe: 
Selig sind die Toten, die im Herrn sterben, von nun an! Ja, spricht der 
Geist, auf da sie ruhen von ihren Mhen; ihre Werke aber folgen ihnen 
nach.
REV 14:14 Und ich sah, und siehe, eine weie Wolke, und auf der Wolke sa 
einer, der glich einem Menschensohn; er hatte auf seinem Haupte eine 
goldene Krone und in seiner Hand eine scharfe Sichel.
REV 14:15 Und ein anderer Engel kam aus dem Tempel hervor, der rief mit 
lauter Stimme dem zu, der auf der Wolke sa: Sende deine Sichel und ernte; 
denn die Stunde des Erntens ist gekommen, denn die Ernte der Erde ist drr 
geworden!
REV 14:16 Und der auf der Wolke sa, warf seine Sichel auf die Erde, und 
die Erde wurde geerntet.
REV 14:17 Und ein anderer Engel kam hervor aus dem Tempel, der im Himmel 
ist, und auch er hatte eine scharfe Sichel.
REV 14:18 Und ein anderer Engel kam vom Altar her, der hatte Macht ber 
das Feuer und rief mit lauter Stimme dem zu, der die scharfe Sichel hatte, 
und sprach: Sende deine scharfe Sichel aus und schneide die Trauben des 
Weinstocks der Erde ab, denn seine Beeren sind reif geworden!
REV 14:19 Und der Engel warf seine Sichel auf die Erde und schnitt den 
Weinstock der Erde und warf die Trauben in die groe Kelter des Zornes 
Gottes.
REV 14:20 Und die Kelter wurde auerhalb der Stadt getreten, und es flo 
Blut aus der Kelter bis an die Zume der Pferde, tausendsechshundert 
Stadien weit.
REV 15:1 Und ich sah ein anderes Zeichen im Himmel, gro und wunderbar: 
sieben Engel, welche die sieben letzten Plagen hatten, denn mit ihnen ist 
der Zorn Gottes vollendet.
REV 15:2 Und ich sah etwas wie ein glsernes Meer, mit Feuer vermischt; 
und die, welche als berwinder hervorgegangen waren ber das Tier und ber 
sein Bild und ber die Zahl seines Namens, standen an dem glsernen Meere 
und hatten Harfen Gottes.
REV 15:3 Und sie singen das Lied Moses, des Knechtes Gottes, und des 
Lammes und sprechen: Gro und wunderbar sind deine Werke, o Herr, Gott, 
Allmchtiger! Gerecht und wahrhaft sind deine Wege, du Knig der Vlker!
REV 15:4 Wer sollte dich nicht frchten, Herr, und deinen Namen preisen? 
Denn du allein bist heilig. Denn alle Vlker werden kommen und vor dir 
anbeten; denn deine gerechten Taten sind offenbar geworden.
REV 15:5 Und darnach sah ich, und siehe, der Tempel der Htte des 
Zeugnisses im Himmel wurde geffnet,
REV 15:6 und die sieben Engel, welche die sieben Plagen hatten, kamen aus 
dem Tempel hervor, angetan mit reiner und glnzender Leinwand und um die 
Brust gegrtet mit goldenen Grteln.
REV 15:7 Und eines der vier lebendigen Wesen gab den sieben Engeln sieben 
goldene Schalen voll vom Zorn Gottes, der da lebt von Ewigkeit zu Ewigkeit.
REV 15:8 Und der Tempel wurde voll Rauch von der Herrlichkeit Gottes und 
von seiner Kraft, und niemand konnte in den Tempel hineingehen, bis die 
sieben Plagen der sieben Engel vollendet waren.
REV 16:1 Und ich hrte eine laute Stimme aus dem Tempel, die sprach zu den 
sieben Engeln: Gehet hin und gieet die sieben Schalen des Zornes Gottes 
aus auf die Erde!
REV 16:2 Und der erste ging hin und go seine Schale aus auf die Erde; da 
entstand ein bses und schmerzhaftes Geschwr an den Menschen, die das 
Malzeichen des Tieres hatten und die sein Bild anbeteten.
REV 16:3 Und der zweite go seine Schale aus in das Meer, und es wurde zu 
Blut wie von einem Toten, und alle lebendigen Wesen im Meer starben.
REV 16:4 Und der dritte go seine Schale aus in die Flsse und in die 
Wasserquellen, und sie wurden zu Blut.
REV 16:5 Und ich hrte den Engel der Gewsser sagen: Gerecht bist du, 
Herr, der du bist und der du warst, du Heiliger, da du so gerichtet hast!
REV 16:6 Denn das Blut der Heiligen und Propheten haben sie vergossen, und 
Blut hast du ihnen zu trinken gegeben; sie verdienen es!
REV 16:7 Und ich hrte vom Altar her sagen: Ja, Herr, allmchtiger Gott, 
wahrhaft und gerecht sind deine Gerichte!
REV 16:8 Und der vierte go seine Schale aus auf die Sonne; und ihr wurde 
gegeben, die Menschen zu versengen mit Feuerglut.
REV 16:9 Und die Menschen wurden versengt von groer Hitze, und sie 
lsterten den Namen Gottes, der Macht hat ber diese Plagen, und taten 
nicht Bue, ihm die Ehre zu geben.
REV 16:10 Und der fnfte go seine Schale aus auf den Thron des Tieres, 
und dessen Reich wurde verfinstert, und sie zerbissen ihre Zungen vor 
Schmerz
REV 16:11 und lsterten den Gott des Himmels wegen ihrer Schmerzen und 
wegen ihrer Geschwre und taten nicht Bue von ihren Werken.
REV 16:12 Und der sechste go seine Schale aus auf den groen Strom 
Euphrat; und sein Wasser vertrocknete, damit den Knigen vom Aufgang der 
Sonne der Weg bereitet wrde.
REV 16:13 Und ich sah aus dem Maul des Drachen und aus dem Maul des Tieres 
und aus dem Maul des falschen Propheten drei unreine Geister herauskommen, 
gleich Frschen.
REV 16:14 Es sind nmlich Geister von Dmonen, welche Zeichen tun und zu 
den Knigen des ganzen Erdkreises ausziehen, um sie zum Kampf an jenem 
groen Tage Gottes, des Allmchtigen, zu versammeln.
REV 16:15 Siehe, ich komme wie ein Dieb! Selig ist, wer wacht und seine 
Kleider bewahrt, damit er nicht blo einhergehe und man nicht seine 
Schande sehe!
REV 16:16 Und er versammelte sie an den Ort, der auf hebrisch Harmagedon 
heit.
REV 16:17 Und der siebente go seine Schale aus in die Luft; da kam eine 
laute Stimme aus dem Tempel des Himmels, vom Throne her, die sprach: Es 
ist geschehen!
REV 16:18 Und es entstanden Blitze und Stimmen und Donner, und ein groes 
Erdbeben entstand, wie dergleichen noch nie gewesen ist, seit es Menschen 
gab auf Erden, ein solches Erdbeben, so gro.
REV 16:19 Und die groe Stadt wurde in drei Teile [zerrissen], und die 
Stdte der Heiden fielen, und Babylon, der Groen, wurde vor Gott gedacht, 
ihr den Becher des Glutweines seines Zornes zu geben.
REV 16:20 Und alle Inseln flohen, und Berge wurden nicht mehr gefunden.
REV 16:21 Und ein groer, zentnerschwerer Hagel kam vom Himmel auf die 
Menschen herab, und die Menschen lsterten Gott wegen der Plage des 
Hagels, weil seine Plage sehr gro war.
REV 17:1 Und es kam einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen 
hatten, redete mit mir und sprach: Komm! ich will dir das Gericht ber die 
groe Hure zeigen, die an vielen Wassern sitzt,
REV 17:2 mit welcher die Knige der Erde Unzucht getrieben haben und von 
deren Wein der Unzucht die Bewohner der Erde trunken geworden sind.
REV 17:3 Und er brachte mich im Geist in eine Wste. Und ich sah ein Weib 
auf einem scharlachroten Tiere sitzen, das voll Namen der Lsterung war 
und sieben Kpfe und zehn Hrner hatte.
REV 17:4 Und das Weib war mit Purpur und Scharlach bekleidet, und 
bergoldet mit Gold und Edelsteinen und Perlen; und sie hatte einen 
goldenen Becher in ihrer Hand, voll von Greueln und der Unreinigkeit ihrer 
Unzucht,
REV 17:5 und an ihrer Stirne einen Namen geschrieben, ein Geheimnis: 
Babylon, die Groe, die Mutter der Huren und der Greuel der Erde.
REV 17:6 Und ich sah das Weib trunken vom Blut der Heiligen und vom Blut 
der Zeugen Jesu; und ich verwunderte mich gar sehr, als ich sie sah.
REV 17:7 Und der Engel sprach zu mir: Warum verwunderst du dich? Ich will 
dir das Geheimnis des Weibes sagen und des Tieres, das sie trgt, welches 
die sieben Kpfe und die zehn Hrner hat.
REV 17:8 Das Tier, welches du gesehen hast, war und ist nicht mehr, und es 
wird aus dem Abgrund heraufkommen und ins Verderben laufen; und die auf 
Erden wohnen, deren Namen nicht geschrieben sind im Buche des Lebens von 
Grundlegung der Welt an, werden sich verwundern, wenn sie das Tier sehen, 
da es war und nicht ist und da sein wird.
REV 17:9 Hierher, wer Verstand, wer Weisheit hat! Die sieben Kpfe sind 
sieben Berge, auf welchen das Weib sitzt,
REV 17:10 und sind sieben Knige. Fnf sind gefallen, der eine ist da, der 
andere ist noch nicht gekommen; und wenn er kommt, darf er nur eine kleine 
Zeit bleiben.
REV 17:11 Und das Tier, das war und nicht ist, ist auch selbst der achte 
und ist einer von den sieben und luft ins Verderben.
REV 17:12 Und die zehn Hrner, die du gesehen hast, sind zehn Knige, 
welche noch kein Reich empfangen haben; aber sie erlangen Macht wie Knige 
auf eine Stunde mit dem Tier.
REV 17:13 Diese haben einerlei Ansicht, und ihre Macht und Gewalt 
bergeben sie dem Tier.
REV 17:14 Diese werden mit dem Lamm Krieg fhren, und das Lamm wird sie 
besiegen (denn es ist der Herr der Herren und der Knig der Knige) und 
mit ihm die Berufenen, Auserwhlten und Getreuen.
REV 17:15 Und er sprach zu mir: Die Wasser, die du gesehen hast, wo die 
Hure sitzt, sind Vlker und Scharen und Nationen und Sprachen.
REV 17:16 Und die zehn Hrner, die du gesehen hast, und das Tier, diese 
werden die Hure hassen und sie einsam machen und nackt und ihr Fleisch 
verzehren und sie mit Feuer verbrennen.
REV 17:17 Denn Gott hat ihnen ins Herz gegeben, seine Absicht auszufhren 
und ihr Reich dem Tier zu geben, bis die Worte Gottes erfllt sein werden.
REV 17:18 Und das Weib, das du gesehen, ist die groe Stadt, welche 
knigliche Macht ber die Knige der Erde besitzt.
REV 18:1 Darnach sah ich einen andern Engel aus dem Himmel herabsteigen, 
der hatte groe Gewalt, und die Erde wurde erleuchtet von seiner 
Herrlichkeit.
REV 18:2 Und er rief mit mchtiger Stimme und sprach: Gefallen, gefallen 
ist Babylon, die Groe, und ist eine Behausung der Dmonen und ein 
Gefngnis aller unreinen Geister und ein Gefngnis aller unreinen und 
verhaten Vgel geworden.
REV 18:3 Denn von dem Wein ihrer grimmigen Unzucht haben alle Vlker 
getrunken, und die Knige der Erde haben mit ihr Unzucht getrieben, und 
die Kaufleute der Erde sind von ihrer gewaltigen Wollust reich geworden.
REV 18:4 Und ich hrte eine andere Stimme aus dem Himmel, die sprach: 
Gehet aus ihr heraus, mein Volk, damit ihr nicht ihrer Snden teilhaftig 
werdet und damit ihr nicht von ihren Plagen empfanget!
REV 18:5 Denn ihre Snden reichen bis zum Himmel, und Gott hat ihrer 
Ungerechtigkeiten gedacht.
REV 18:6 Vergeltet ihr, wie auch sie euch vergolten hat, und gebet ihr das 
Zwiefache nach ihren Werken; in den Becher, welchen sie euch eingeschenkt 
hat, schenket ihr doppelt ein!
REV 18:7 In dem Mae, wie sie sich selbst verherrlichte und Wollust trieb, 
gebet ihr nun Pein und Leid! Denn sie spricht in ihrem Herzen: Ich throne 
als Knigin und bin keine Witwe und werde kein Leid sehen.
REV 18:8 Darum werden an einem Tage ihre Plagen kommen, Tod und Leid und 
Hunger, und sie wird mit Feuer verbrannt werden; denn stark ist Gott, der 
Herr, der sie richtet.
REV 18:9 Und es werden sie beweinen und sich ihretwegen an die Brust 
schlagen die Knige der Erde, die mit ihr Unzucht und Wollust getrieben 
haben, wenn sie den Rauch ihres Brandes sehen,
REV 18:10 und werden von ferne stehen aus Furcht vor ihrer Qual und sagen: 
Wehe, wehe, du groe Stadt Babylon, du gewaltige Stadt; denn in einer 
Stunde ist dein Gericht gekommen!
REV 18:11 Und die Kaufleute der Erde weinen und trauern ber sie, weil 
niemand mehr ihre Ware kauft,
REV 18:12 die Ware von Gold und Silber und Edelsteinen und Perlen und 
feiner Leinwand und Purpur und Seide und Scharlach und allerlei Tujaholz 
und allerlei Elfenbeingerte und allerlei Gerte vom kstlichsten Holz und 
von Erz und Eisen und Marmor,
REV 18:13 und Zimmet und Rucherwerk und Salbe und Weihrauch und Wein und 
l und Semmelmehl und Weizen und Lasttiere und Schafe und Pferde und Wagen 
und Leiber und Seelen der Menschen.
REV 18:14 Und die Frchte, woran deine Seele Lust hatte, sind dir 
entschwunden, und aller Glanz und Flitter ist dir verloren gegangen, und 
man wird ihn nicht mehr finden.
REV 18:15 Die Verkufer dieser Waren, die von ihr reich geworden sind, 
werden aus Furcht vor ihrer Qual von ferne stehen; sie werden weinen und 
trauern und sagen:
REV 18:16 Wehe, wehe! die groe Stadt, die bekleidet war mit feiner 
Leinwand und Purpur und Scharlach und bergoldet mit Gold und Edelsteinen 
und Perlen! denn in einer Stunde wurde dieser so groe Reichtum verwstet!
REV 18:17 Und jeder Steuermann und jeder, der nach irgend einem Orte 
fhrt, und die Schiffer, und alle, die auf dem Meere ttig sind, standen 
von ferne
REV 18:18 und riefen, als sie den Rauch ihres Brandes sahen: Wer war 
dieser groen Stadt gleich?
REV 18:19 Und sie warfen Staub auf ihre Hupter und riefen weinend und 
trauernd: Wehe, wehe! die groe Stadt, durch deren Wohlstand alle reich 
wurden, die Schiffe auf dem Meere hatten! denn in einer Stunde ist sie 
verwstet worden!
REV 18:20 Seid frhlich ber sie, du Himmel und ihr Heiligen und Apostel 
und Propheten; denn Gott hat euch an ihr gercht!
REV 18:21 Und ein starker Engel hob einen Stein auf, gleich einem groen 
Mhlstein, und warf ihn ins Meer und sprach: So wird Babylon, die groe 
Stadt, mit einem Wurf hingeschleudert und nicht mehr gefunden werden!
REV 18:22 Und die Stimme der Harfenspieler und Snger und Fltenspieler 
und Trompeter soll nicht mehr in dir gehrt werden, und kein Knstler 
irgend einer Kunst wird mehr in dir gefunden werden, und die Stimme der 
Mhle soll nicht mehr in dir gehrt werden;
REV 18:23 und das Licht des Leuchters wird nicht mehr in dir scheinen und 
die Stimme des Brutigams und der Braut nicht mehr in dir gehrt werden. 
Denn deine Kaufleute waren die Groen der Erde, und durch deine Zauberei 
wurden alle Vlker verfhrt;
REV 18:24 und in ihr wurde das Blut der Propheten und Heiligen gefunden 
und aller derer, die auf Erden umgebracht worden sind.
REV 19:1 Darnach hrte ich wie eine laute Stimme einer groen Menge im 
Himmel, die sprachen: Halleluja! Das Heil und der Ruhm und die Kraft 
gehren unsrem Gott!
REV 19:2 Denn wahrhaft und gerecht sind seine Gerichte; denn er hat die 
groe Hure gerichtet, welche die Erde mit ihrer Unzucht verderbte, und hat 
das Blut seiner Knechte von ihrer Hand gefordert!
REV 19:3 Und abermals sprachen sie: Halleluja! Und ihr Rauch steigt auf 
von Ewigkeit zu Ewigkeit!
REV 19:4 Und die vierundzwanzig ltesten und die vier lebendigen Wesen 
fielen nieder und beteten Gott an, der auf dem Throne sa, und sprachen: 
Amen! Halleluja!
REV 19:5 Und eine Stimme ging aus vom Throne, die sprach: Lobet unsren 
Gott, alle seine Knechte und die ihr ihn frchtet, die Kleinen und die 
Groen!
REV 19:6 Und ich hrte wie die Stimme einer groen Menge und wie das 
Rauschen vieler Wasser und wie die Stimme starker Donner, die sprachen: 
Halleluja! Denn der Herr, unser Gott, der Allmchtige, ist Knig geworden!
REV 19:7 Lat uns frhlich sein und frohlocken und ihm die Ehre geben! 
Denn die Hochzeit des Lammes ist gekommen, und sein Weib hat sich bereitet.
REV 19:8 Und es wurde ihr gegeben, sich in feine, glnzend reine Leinwand 
zu kleiden; denn die feine Leinwand ist die Gerechtigkeit der Heiligen.
REV 19:9 Und er sprach zu mir: Schreibe: Selig sind die, welche zum 
Hochzeitsmahl des Lammes berufen sind! Und er sprach zu mir: Dieses sind 
wahrhaftige Worte Gottes!
REV 19:10 Und ich fiel vor seinen Fen nieder, ihn anzubeten. Und er 
sprach zu mir: Siehe zu, tue es nicht! Ich bin dein Mitknecht und der 
deiner Brder, die das Zeugnis Jesu haben. Bete Gott an! Denn das Zeugnis 
Jesu ist der Geist der Weissagung.
REV 19:11 Und ich sah den Himmel geffnet, und siehe, ein weies Pferd, 
und der darauf sa, heit der Treue und Wahrhaftige; und mit Gerechtigkeit 
richtet und streitet er.
REV 19:12 Seine Augen sind eine Feuerflamme, und auf seinem Haupte sind 
viele Kronen, und er trgt einen Namen geschrieben, den niemand kennt als 
nur er selbst.
REV 19:13 Und er ist angetan mit einem Kleide, das in Blut getaucht ist, 
und sein Name heit: Das Wort Gottes.
REV 19:14 Und die Heere im Himmel folgten ihm nach auf weien Pferden und 
waren angetan mit weier und reiner Leinwand.
REV 19:15 Und aus seinem Munde geht ein scharfes Schwert, da er die 
Heiden damit schlage, und er wird sie mit eisernem Stabe weiden, und er 
tritt die Weinkelter des grimmigen Zornes des allmchtigen Gottes.
REV 19:16 Und er trgt an seinem Kleide und an seiner Hfte den Namen 
geschrieben: Knig der Knige und Herr der Herren.
REV 19:17 Und ich sah einen Engel in der Sonne stehen, der rief mit lauter 
Stimme und sprach zu allen Vgeln, die durch die Mitte des Himmels 
fliegen: Kommt und versammelt euch zu dem groen Mahle Gottes,
REV 19:18 zu verzehren das Fleisch der Knige und das Fleisch der 
Heerfhrer und das Fleisch der Starken und das Fleisch der Pferde und 
derer, die darauf sitzen, und das Fleisch aller Freien und Knechte, der 
Kleinen und Groen!
REV 19:19 Und ich sah das Tier und die Knige der Erde und ihre Heere 
versammelt, um Krieg zu fhren mit dem, der auf dem Pferde sitzt, und mit 
seinem Heer.
REV 19:20 Und das Tier wurde ergriffen und mit ihm der falsche Prophet, 
der die Zeichen vor ihm tat, durch welche er die verfhrte, die das 
Malzeichen des Tieres annahmen und sein Bild anbeteten; lebendig wurden 
die beiden in den Feuersee geworfen, der mit Schwefel brennt.
REV 19:21 Und die brigen wurden gettet mit dem Schwert, das aus dem 
Munde dessen hervorgeht, der auf dem Pferde sitzt, und alle Vgel 
sttigten sich von ihrem Fleisch.
REV 20:1 Und ich sah einen Engel aus dem Himmel herabsteigen, der hatte 
den Schlssel des Abgrundes und eine groe Kette in seiner Hand.
REV 20:2 Und er ergriff den Drachen, die alte Schlange, welche der Teufel 
und Satan ist, und band ihn auf tausend Jahre
REV 20:3 und warf ihn in den Abgrund und schlo zu und versiegelte ber 
ihm, damit er die Vlker nicht mehr verfhrte, bis die tausend Jahre 
vollendet wren. Und nach diesen mu er auf kurze Zeit losgelassen werden.
REV 20:4 Und ich sah Throne, und sie setzten sich darauf, und das Gericht 
wurde ihnen bergeben; und [ich sah] die Seelen derer, die enthauptet 
worden waren um des Zeugnisses Jesu und um des Wortes Gottes willen, und 
die das Tier nicht angebetet hatten noch sein Bild, und das Malzeichen 
weder auf ihre Stirn noch auf ihre Hand genommen hatten; und sie lebten 
und regierten mit Christus tausend Jahre.
REV 20:5 Die brigen der Toten aber lebten nicht, bis die tausend Jahre 
vollendet waren. Dies ist die erste Auferstehung.
REV 20:6 Selig und heilig ist, wer teilhat an der ersten Auferstehung. 
ber diese hat der zweite Tod keine Macht, sondern sie werden Priester 
Gottes und Christi sein und mit ihm regieren tausend Jahre.
REV 20:7 Und wenn die tausend Jahre vollendet sind, wird der Satan aus 
seinem Gefngnis losgelassen werden,
REV 20:8 und er wird ausgehen, die Nationen zu verfhren, die an den vier 
Ecken der Erde sind, den Gog und den Magog, sie zum Kampfe zu versammeln; 
ihre Zahl ist wie der Sand am Meer.
REV 20:9 Und sie zogen herauf auf die Breite der Erde und umringten das 
Heerlager der Heiligen und die geliebte Stadt. Und es fiel Feuer von Gott 
aus dem Himmel herab und verzehrte sie.
REV 20:10 Und der Teufel, der sie verfhrte, wurde in den Feuer und 
Schwefelsee geworfen, wo auch das Tier ist und der falsche Prophet, und 
sie werden gepeinigt werden Tag und Nacht, von Ewigkeit zu Ewigkeit.
REV 20:11 Und ich sah einen groen weien Thron und den, der darauf sa; 
vor seinem Angesicht flohen die Erde und der Himmel, und es wurde keine 
Sttte fr sie gefunden.
REV 20:12 Und ich sah die Toten, die Groen und die Kleinen, vor dem 
Throne stehen, und Bcher wurden aufgetan, und ein anderes Buch wurde 
aufgetan, das ist das Buch des Lebens; und die Toten wurden gerichtet nach 
dem, was in den Bchern geschrieben war, nach ihren Werken.
REV 20:13 Und das Meer gab die Toten, die darin waren, und der Tod und das 
Totenreich gaben die Toten, die darin waren; und sie wurden gerichtet, ein 
jeder nach seinen Werken.
REV 20:14 Und der Tod und das Totenreich wurden in den Feuersee geworfen. 
Das ist der zweite Tod, der Feuersee.
REV 20:15 Und wenn jemand nicht im Buche des Lebens eingeschrieben 
gefunden ward, wurde er in den Feuersee geworfen.
REV 21:1 Und ich sah einen neuen Himmel und eine neue Erde; denn der erste 
Himmel und die erste Erde sind vergangen, und das Meer ist nicht mehr.
REV 21:2 Und ich sah die heilige Stadt, das neue Jerusalem, aus dem Himmel 
herabsteigen von Gott, zubereitet wie eine fr ihren Mann geschmckte 
Braut.
REV 21:3 Und ich hrte eine laute Stimme aus dem Himmel sagen: Siehe da, 
die Htte Gottes bei den Menschen! Und er wird bei ihnen wohnen, und sie 
werden sein Volk sein, und Gott selbst wird bei ihnen sein, ihr Gott.
REV 21:4 Und Gott wird abwischen alle Trnen von ihren Augen, und der Tod 
wird nicht mehr sein, noch Leid noch Geschrei noch Schmerz wird mehr sein; 
denn das Erste ist vergangen.
REV 21:5 Und der auf dem Throne sa, sprach: Siehe, ich mache alles neu! 
Und er sprach zu mir: Schreibe; denn diese Worte sind gewi und wahrhaft!
REV 21:6 Und er sprach zu mir: Es ist geschehen! Ich bin das A und das O, 
der Anfang und das Ende. Ich will dem Durstigen geben aus dem Quell des 
Wassers des Lebens umsonst!
REV 21:7 Wer berwindet, wird solches ererben, und ich werde sein Gott 
sein, und er wird mein Sohn sein.
REV 21:8 Den Feiglingen aber und Unglubigen und Greulichen und Mrdern 
und Unzchtigen und Zauberern und Gtzendienern und allen Lgnern wird ihr 
Teil sein in dem See, der von Feuer und Schwefel brennt; das ist der 
zweite Tod.
REV 21:9 Und es kam einer von den sieben Engeln, welche die sieben Schalen 
voll der sieben letzten Plagen hatten, und redete mit mir und sprach: 
Komm, ich will dir das Weib, die Braut des Lammes zeigen!
REV 21:10 Und er brachte mich im Geist auf einen groen und hohen Berg und 
zeigte mir die Stadt, das heilige Jerusalem, die von Gott aus dem Himmel 
herabkam,
REV 21:11 welche die Herrlichkeit Gottes hat. Und ihr Lichtglanz ist 
gleich dem kstlichsten Edelstein, wie ein kristallheller Jaspis.
REV 21:12 Und sie hat eine groe und hohe Mauer und zwlf Tore und auf den 
Toren zwlf Engel und Namen angeschrieben, nmlich die Namen der zwlf 
Stmme der Kinder Israel.
REV 21:13 Von Osten drei Tore, von Norden drei Tore, von Sden drei Tore, 
von Westen drei Tore.
REV 21:14 Und die Mauer der Stadt hat zwlf Grundsteine und auf ihnen die 
zwlf Namen der zwlf Apostel des Lammes.
REV 21:15 Und der mit mir redete, hatte ein goldenes Merohr, um die Stadt 
und ihre Tore und ihre Mauer zu messen.
REV 21:16 Und die Stadt bildet ein Viereck, und ihre Lnge ist so gro wie 
ihre Breite. Und er ma die Stadt mit dem Rohr, auf zwlftausend Stadien; 
die Lnge und die Breite und die Hhe derselben sind gleich.
REV 21:17 Und er ma ihre Mauer: hundertvierundvierzig Ellen nach 
Menschenma, welches der Engel hat.
REV 21:18 Und der Baustoff ihrer Mauer ist Jaspis, und die Stadt ist 
reines Gold, wie reines Glas.
REV 21:19 Und die Grundsteine der Stadtmauer sind mit allerlei Edelsteinen 
geschmckt; der erste Grundstein ist ein Jaspis, der zweite ein Saphir, 
der dritte ein Chalcedon, der vierte ein Smaragd,
REV 21:20 der fnfte ein Sardonyx, der sechste ein Sardis, der siebente 
ein Chrysolit, der achte ein Beryll, der neunte ein Topas, der zehnte ein 
Chrysopras, der elfte ein Hyazinth, der zwlfte ein Amethyst.
REV 21:21 Und die zwlf Tore sind zwlf Perlen, jedes der Tore aus einer 
Perle, und die Straen der Stadt sind reines Gold, wie durchsichtiges Glas.
REV 21:22 Und einen Tempel sah ich nicht in ihr; denn der Herr, der 
allmchtige Gott, ist ihr Tempel, und das Lamm.
REV 21:23 Und die Stadt bedarf nicht der Sonne noch des Mondes, da sie 
ihr scheinen; denn die Herrlichkeit Gottes erleuchtet sie, und ihre 
Leuchte ist das Lamm.
REV 21:24 Und die Vlker werden in ihrem Lichte wandeln und die Knige der 
Erde ihre Herrlichkeit in sie bringen.
REV 21:25 Und ihre Tore sollen nicht geschlossen werden am Tage; denn dort 
wird keine Nacht sein.
REV 21:26 Und man wird die Herrlichkeit und die Ehre der Vlker in sie 
bringen.
REV 21:27 Und es wird durchaus nichts Unreines in sie eingehen, noch wer 
Greuel und Lge bt, sondern nur die, welche im Lebensbuch des Lammes 
geschrieben stehen.
REV 22:1 Und er zeigte mir einen Strom vom Wasser des Lebens, glnzend wie 
Kristall, der vom Throne Gottes und des Lammes ausging,
REV 22:2 [und] inmitten ihrer Straen und zu beiden Seiten des Stromes den 
Baum des Lebens, der zwlfmal Frchte trgt und jeden Monat seine Frucht 
gibt; und die Bltter des Baumes dienen zur Heilung der Vlker.
REV 22:3 Und nichts Gebanntes wird mehr sein. Und der Thron Gottes und des 
Lammes wird in ihr sein, und seine Knechte werden ihm dienen;
REV 22:4 und sie werden sein Angesicht sehen, und sein Name wird auf ihren 
Stirnen sein.
REV 22:5 Und es wird keine Nacht mehr sein, und sie bedrfen nicht des 
Lichtes eines Leuchters, noch des Sonnenscheines; denn Gott der Herr wird 
sie erleuchten, und sie werden herrschen von Ewigkeit zu Ewigkeit.
REV 22:6 Und er sprach zu mir: Diese Worte sind wahrhaftig und gewi; und 
der Herr, der Gott der Geister der Propheten, hat seinen Engel gesandt, um 
seinen Knechten zu zeigen, was in Blde geschehen soll.
REV 22:7 Siehe, ich komme bald! Selig, wer die Worte der Weissagung dieses 
Buches bewahrt!
REV 22:8 Und ich, Johannes, bin es, der solches gesehen und gehrt hat; 
und als ich es gehrt und gesehen hatte, fiel ich nieder, um anzubeten vor 
den Fen des Engels, der mir solches zeigte.
REV 22:9 Und er sprach zu mir: Sieh zu, tue es nicht! Denn ich bin dein 
Mitknecht und der deiner Brder, der Propheten, und derer, welche die 
Worte dieses Buches bewahren. Bete Gott an!
REV 22:10 Und er sprach zu mir: Versiegle die Worte der Weissagung dieses 
Buches nicht; denn die Zeit ist nahe.
REV 22:11 Wer Unrecht tut, der tue weiter Unrecht, und wer unrein ist, 
verunreinige sich weiter, und der Gerechte be weiter Gerechtigkeit, und 
der Heilige heilige sich weiter.
REV 22:12 Siehe, ich komme bald und mein Lohn mit mir, um einem jeglichen 
zu vergelten, wie sein Werk sein wird.
REV 22:13 Ich bin das A und das O, der Erste und der Letzte, der Anfang 
und das Ende.
REV 22:14 Selig sind, die ihre Kleider waschen, damit sie Macht erlangen 
ber den Baum des Lebens und durch die Tore in die Stadt eingehen.
REV 22:15 Drauen aber sind die Hunde und die Zauberer und die Unzchtigen 
und die Mrder und die Gtzendiener und alle, welche die Lge lieben und 
ben.
REV 22:16 Ich, Jesus, habe meinen Engel gesandt, euch solches fr die 
Gemeinden zu bezeugen. Ich bin die Wurzel und der Spro Davids, der 
glnzende Morgenstern.
REV 22:17 Und der Geist und die Braut sprechen: Komm! Und wer es hrt, der 
spreche: Komm! Und wen drstet, der komme; wer will, der nehme das Wasser 
des Lebens umsonst.
REV 22:18 Ich bezeuge jedem, der die Worte der Weissagung dieses Buches 
hrt: Wenn jemand etwas hinzufgt, so wird Gott ihm die Plagen zufgen, 
von denen in diesem Buche geschrieben ist;
REV 22:19 und wenn jemand etwas hinwegnimmt von den Worten des Buches 
dieser Weissagung, so wird Gott wegnehmen seinen Anteil am Baume des 
Lebens und an der heiligen Stadt, von denen in diesem Buche geschrieben 
steht.
REV 22:20 Es spricht, der dieses bezeugt: Ja, ich komme bald! Amen, komm, 
Herr Jesus!
REV 22:21 Die Gnade des Herrn Jesus sei mit allen Heiligen!
